Автор: W. Faulhaber  

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                    KW-Sender-TiefpaBfilter mit „integrierten Kapazitaten“
W. FAULHABER - Y28RL, Y38ZL
Zur Beseitigung von Rundfunk- und Femsehstorungen schaltet der Funkamateur zwischen Sender und Antenne einen TiefpaB (Oberwellenfilter). In [1] wird ein wirksames Filter beschrieben, das einfach aufzubauen ist. Es besteht aus 1,5 mm dickem doppelseitigen Cevausit, das auch die Kondensatoren Cl bis C4 realisiert. Entgegen [1] ergaben 3 700 mm2 Flache dieses Materials eine Kapazitat von 100 pF.
Fiir die Kondensatoren Cl und C4 (40 pF) ist eine Flache von 1 480 mm2 und fiir die Kondensatoren C2 und C3
Bild 2: Dampfungsverlauf des Tiefpasses. Die angegebenen Werte sollten bei einem Nachbau ebenfalls erreicht werden.
(120 pF) eine Flache von 4 440 mm2 erfor-derlich. Bild 1 zeigt den Stromlaufplan, Bild 3 die mechanischen Abmessungen. Die eingezeichneten Fliichen und die Ruckseite der Grundplatte werden mit Abdecklack (Nitrolack о a.) eingestrichen und anschlieBend geatzt. Die durchgan-gige Kupferflache bildet die Masseseite (Unterseite - „versenkt" von auBen einlo-ten) des Oberwellenfilters. Das ergibt die Konfiguration von „Klatschkondensato-ren“, d. h. auBerst geringe Serienindukti-vitaten und damit auch im UHF-Bereich noch eine hohe Dampfung. Seitenwande
Bild 3: Die Gestaltung der Gehausebodenplatte (zweiseitig kaschiert). Sie realisiert die Kapazi-taten und tragt die Spulen.
und Deckplatte bestehen aus einseitig ka-schiertem Cevausit. Letztere wird mit Zy-linderblechschrauben В 3,9 x 9,5 auf die eingeloteten Cevausitecken geschraubt (zwecks besserer Kontaktgabe „gekniillte" Aluminiumfolie o. a. zwischenlegen -d. Red.). Der Einbau und Abgleich der Spulen geschieht unter Zuhilfenahme eines Dipmeters in folgender Reihen-folge:
- LI, L3 und L5 in das Filter einloten - Eingangsbuchse und Ausgangsbuchse mit Draht nach Masse kurzschFeBen
-	Schwingkreise Ll/Cl und L5/C4 auf 35,5 MHz abgleichen
-	Schwingkreis L3/C2/C3 auf 25,2 MHz abgleichen
-	Kurzschliisse beseitigen
-	Spule L2 einloten
-	Mit L2 die Schwingkreise Ll/Cl und L2/C2 auf 31 (5 MHz abgleichen
-	Spule L4 einloten
-	Mit L3 die Schwingkreise L4/C3 und L5/C4 auf 31,6 MHz abgleichen.
Mein Filter wird an einer 500-W-End-stufe mit 75-O-Antennenausgang betrie-ben; unzulassige Erwarmung oder Uber-schlage lieBen sich nicht feststellen. Der Einspeisepunkt der 83-m-Lazy-Delta-Loop befindet sich 5 m neben einigen Fernsehantennen. Ohne Filter traten Rundfunk- und Femsehstorungen auf. Nach dem Zwischenschalten des Filters gab es bei Funkbetrieb zur abendlichen Fernsehzeit weder von der eigenen XYL noch von Nachbarn Beschwerden.
Spulendaten
Ll, L5 je 6 Wdg., 2-mm-CuL, auf 12,5-mm-Dom ge-wickelt, etwa 20 mm lang
L2, L4 je 11 Wdg., 2-mm-CuL, auf 12,5-mm-Dom gewickelt, etwa 37 mm lang
L3 13 Wdg., 2-mm-CuL, auf 12,5-mm-Dom gewickelt, etwa 43 mm lang
Literatur
|l| Necka r, I.: Antennifilter, Amaterske Radio A26 (1977), H. 12, S.473
Bilder 4 und 5: Gedffneter und betriebsbereiter TiefpaB mit .integrierten Kapazitdten". Man be-achte die stumpf aufgeloteten Spulen.
602 • FA 12/87