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Год: 1943

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                    D 444/2132
Nur fiir den Dienstgebrauch!
Die Munition
des 21 cm Nebelwerfers 42
Vom 1. 6. 43
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$ies ift ein geheimer Gcgenpanb im Sinne bes § 88 9?eid)6prafgefef)bud)6 (Soffung oom 24. SIpril 1934). SHißbraud) roirb nad) ben$e- pimmungen biefeo Gcfeßes bestraft, fofern nidjt anbere Strafbejlimmungen in grage kommen.
D 444/2132 Nur für den Dienstgebrauch! Die Munition des 21 cm Nebelwerfers 42 Vom 1. 6. 43
3 Inhalt Die Munition des 21 cm Nebelwerfers 42 (21 cm NbW 42) Seite A. Dio 21 em Wurfgranate 42 Spreng (21 em Wgr 42 Spr) mit Normal- ere! bsatz I. Allgemeines.................................................. 5 II. Sicherheitsbestimmungen für Munitionsfertigung............... 5 III. Lagerung .....f............................................ (> IV. Verpacken und Verpackungsmittel............................. 7 V. Versand..................................................... 7 II. Schußfertigmachen der 21 em Wgr 42 Spr mit Normaltreibsatz I. Allgemeines ................................................. 9 II. Der 21cm Normaltreibsatz DO (DOS 21)........................ 10 III. Das 21 cm Sprenggeschoß DO.................................. 12 IV. Schußfertigmachen der geladenen 21 cm Wgr 42 Spr mit Normal- treibsatz ....................................................... 12 V. äinteilen der geladenen Wurfgranaten in Gewichtsklassen .... 13 ('. Zerlegen der 21 cm Wgr 42 Spr mit Normaltreibsatz I. Allgemeines ................................................ 14 II. Entnahme der Munitionseinzelteile.......................... 14 III. Munitionsgerät.............................................. 15 1). Untersuchung hei der Lagerung ................................... 15 E. Behandeln der Munition............................................ 15 Die Exerziermunition des 21 cm NbW 42 I. Allgemeines ...........................................•.... 17 II. Fertigmachen der Exerziermunition........................... 17 III. Munitionsgerät, Werk- und Betriebsstoffe ................... 18 Anhang 1: Der Meßtreibsatz............................. in Bearbeitung ]•
4 Anlagen Anlage 1. Benennung der 2t cm Wgr 42 Spr mit Normaltreibsatz und ihrer Einzelteile » 2. Laborierzeichnung der 21 cm Wgr 42 Spr mit Normaltreibsatz » 3. Laborierzeichnung der 21 cm Wgr 42 Ex » 4. 21 cm Geschoßkörper DO Spreng » • 5. 21 cm Hülle DO Ausf. B oder D ( 21 cm Turbine DO * b- ( Verschlußdeckel für DOT 21 ( 21 cm Bodenstütze DO * 1 21 cm Pulverstütze DO Ä ( Z-Körper 65 mm * ( 21 cm Zündlunte DO » 9. 21 cm Treibladung DO in Papphülle DOL 21 {21 cm Beiladungsring DO DOT 21 mit eingelegtem Beiladungsring DO und aufgeschraubter Pulverstütze DO » 11. 21 cm Treibsatz DO (DOS 21) ohne Turbine DO » 12. Munitionsbehälter 4662 A und 4662 B » 13. Laborierbock für 21 cm Wgr 42
5 Die Munition des 21 cm NbW42 A. Die 21 cm Wgr 42 Spr mit Normaltreibsatz I. Allgemeines 1. Die Benennung der 21 cm Wgr 42 Spr mit Normaltreibsatz und ihrer Einzelteile siehe Anlage 1. 2. Die 21 cm Wgr 42 Spr mit Normaltreibsatz besteht aus dem 21 cm Sprenggeschoß DO (Anlage 4) und dem 21 cm Normal- treibsatz (DOS 21). II. Sicherheitsbestimmungen für Munitionsfertigung 3. Für das Beaufsichtigen der Arbeiten und die anzuwendenden Vorsichtsmaßnahmen gilt die H. Dv. 454/7, ferner sind 2., 3. und 47. der H. Dv. 454/9 zu beachten. Auf 194. und 195. der H. Dv. 454/7 wird besonders hingewiesen. 4. Die Munitionsfertigungsstellen müssen den in der H. Dv. 454/1 niedergelegten Grundsätzen entsprechen. 5. Der Weg zu den Ausgangstüren des Munitionsarbeitshauses, die nach außen aufschlagen müssen, muß immer frei sein. Scharfe Munitionsteile, insbesondere Treibsätze, dürfen nicht in dem Munitionsfertigungsraum niedergelegt werden. Es dürfen dort nicht mehr Munitionsteile vorhanden sein, als für die laufende Arbeit notwendig sind. 6. In den Munitionsfertigungsräumen dürfen sich nicht mehr Personen auf halten, als für die Arbeit erforderlich sind. 7. Die Arbeitsplätze sind so zu verteilen, daß bei Gefahr jede Person unbehindert auf dem kürzesten Wege ins Freie gelangen kann, ohne erst an den anderen Arbeitsplätzen vorbeigehen zu müssen. Die an einem eingespannten Treibsatz arbeitende Per- son soll sich immer auf der dem Ausgang zugewandten Seite aufhalten, damit sie nicht erst an der Stichflamme vorbeigehen muß, wenn der Treibsatz sich entzünden sollte. 8. Gebrauchsfeiniges Feuerlöschgerät muß bereitstehen.
6 III. Lagerung 9. Die scharfen Munitionsteile der 21 cm Wgr 42 Spr. nämlich gefüllter Geschoßkörper D0K21 Spr, Haubengranatzünder 35 K, Zündladungen, T reibladungen. Randdüsenzünder und Zündübertragungen, werden nur in Munitionshäusern in den zugehörigen Pack- o o gefäßen (Anlage 1) gelagert. 10. Für das Unterbringen und Lagern der scharfen Munitionsteile gelten sinngemäß 34. bis 51., 66. bis 72., 76. bis 81., 83. bis 85.. 88. und 90., 93. bis 102. der H. Dv. 450. 11. Für das Zusammenlagern mit anderer Munition gilt 52. der o o H. Dv. 450, und zwar für laborierte DOS 21, 21 cm Beiladungs- ringe DO, 21 cm Zündlunten........... Gruppe 1 Treibladung DOL 21 .................. Gruppe II gefüllte Geschoßkörper................. Gruppe III HbgrZ35K, Zdlg. 36 F, ERZ 39 .......... Gruppe IV Z-Körper 65 mm ........................ Gruppe VI 12. Für die Lagerung der Treibladungen (Digl) gelten vorläufig sinngemäß die Vorschriften für Digl-Röhrenpulver über 40 mm -0* von mehr als 800 Cal. 13. Fertiggemachte Beiladungen für den DOS 21 dürfen nur in luftdichtem Pulverkasten gelagert werden. 14. DOS 21 dürfen in trockenen Räumen nur dann gelagert werden, wenn die DOH 21 mit der DOT 21 mit eingelegten Alu-Folien und dem Verschlußdeckel für DOT21 verschlossen sind. 15. Die DOS 21 oder schußfertige 21 cm Wgr 42 sind nach Mög- lichkeit in festen Gebäuden mit ausreichender Tragfähigkeit der Lagerböden zu lagern. Als behelfsmäßige Munitionsräume kommen darüber hinaus in Betracht: a) Holz- oder Wellblechschuppen, b) Stallzelte oder zerlegbare Mun.-Schuppen.
Das Lagern in Erdnischen oder Kellern ist wegen der Gefahr von Feuchtigkeitsschäden verboten. Die Lagerräume müssen regendicht überdacht sein. Die Mun.-Stapel sind auf 10 bis 20 cm hohen Bodenunterlagen von Bohlen oder Rundhölzern aufzubauen, um die Munition gegen Zutritt von Wasser von unten zuverlässig zu schützen. IV. Verpacken und Verpackungsmittel (Anlage 1) 16. Die DOL21 werden erst in eine Papphülle für DOL21 (An- lage 9) und dann zu 2 Stück in einem Transportkasten für DÖL21 verpackt. 17. Die DOT 21 sind zu 6 »Stück in einem Transport kästen für DOT 21 zu verpacken. 18. Die DOH21 ist mit Schutzkappen gegen Verschmutzen und Beschädigungen der Gewinde zu versehen. 19. Die schußfertig gemachte 21 cm Wgr42 ist in dem luftdichten Munitionsbehälter 4662 A (s. Anlage 12) oder in dem Mun.- Beh 4662 B (Holzlattenverschlag) zu verpacken. An der Innenseite des Deckels der Mun.-Beh. 4662 A bzw. auf dem Zwischenring des Mun.-Beh. 4662 B ist der ERZ 39 in einer Packhülle verpackt angebracht. V. Versand 20. Das Versenden der 21cmWgr42Spr mit der Bahn erfolgt nach Anlage C zur E. V. 0. a) für Wurfgranaten ohne Zünder und ohne Zündladungen nach 61., Ziff. 8 a, Gefahrenklasse 1 b, »Militärische Mu- nition, gefüllte Geschosse, sämtlich ohne Zünder und ohne brisant wirkende Einrichtung«, b) für Wurfgranaten mit Zünder und mit Zündladungen nach 61., Ziff. 14, Gefahrenklasse Ib, »Militärische Mu- nition, gefüllte Geschosse, mit Zünder oder brisant wir- kender Einrichtung«. Die 21cmWgr42 müssen beim Versand in Mun.-Behältern 4662 A oder B verpackt sein. 21. Versand der geladenen DOK 21 (Spr) erfolgt ohne Zdig. 36 F und ohne Hbgr. Z. 35K nach Anlage C zur E. V.O.61., Ziff. 8a, Gefahrenklasse Ib »Militärische Munition, gefüllte Geschosse,
8 sämtliche ohne Zünder und ohne brisant wirkende Einrichtung« im Transportkasten DOK 21. Für das Versenden einzelner Munitionsteile sind die vorgeschricbenen Transport kästen zu verwenden. 22. Für den Transport schußfertig gemachter 21 cm Wgr 42 Spr kommen ausschließlich Spezialfahrzeuge (z. B. luftbereifte Mu- nitionsanhänger bzw. Munitionsfahrzeuge oder Nebelwerfer- kraftwagen) in Betracht. Für den Transport in den H. Ma. dürfen Lkw. oder Schlepper mit Anhänger unter Beachtung besonderer Sicherheitsmaß- nahmen verwendet werden. 23. Der Eisenbahntransport von 21 cm Wgr 42 ist in geschlossenen Waggons mit Mitteltüren durchzuführen. Die gefüllten Mun.- Beh. 4662 A oder 4662 B sind in Fahrtrichtung zu stapeln (Deckel nach dem zwischen den Türen frei bleibenden Mittel- gang). Es dürfen höchstens 3 Lagen so aufeinandergestapelt werden, daß die Beschläge der Mun.-Behälter frei in den Sta- pellücken und frei vom Wagenboden liegen. Die einzelnen Lagen sind durch Bohlen zu trennen, dabei dürfen die Bohlen nur an den beiden Enden der Packgefäße aufliegen. Die Munitionsstapel sind in Fahrtrichtung mit Bohlen und Ripphölzern unbedingt sicher festzulegen. 24. Die mit schußfertigen 21 cm Wgr 42 gefüllten Behälter sind so in dieMun.-Anhänger bzw. Nebelwerferkraftwagen zu legen, daß die Deckel nach der Entladeseite zeigen. 25. Werden behelfsmäßige Munitionsfahrzeuge benutzt, so sind die gefüllten Behälter so einzulegen, daß die Beschlagteile des ein- zelnen Behälters immer in die Lücke zwischen 2 Behältern kommen, um Klemmen und Beschädigen beim Ein- und Aus- laden zu verhindern. Das Fahrzeug muß, falls notwendig, ent- weder mit leeren Behältern voll beladen werden, oder es sind bei gefüllten Behältern behelfsmäßig Fächer einzurichten, da- mit Rütteln und Durcheinanderfallen der 21 cm Wgr 42 beim Fahren unbedingt vermieden wird. Das Festlegen kann auch mit Ripphölzern oder Rippstücken erfolgen.
9 B. Schußfertigmachen der 21 cm Wgr 42 Spr mit Normaltreibsatz I. Allgemeines 26. Werkstoffe, Betriebsstoffe: Deckfarbe feldgrau, schwarz und weiß. Konzeptpapier (DIN 827 Klasse 4b in Rollen), Papier- breite nach Bedarf zum Festlegen der Zündladung. Kunstschellacklack (Beschaffenheit nach VTL6315). Klebelack einschl. Lösemittel nach VTL 6339. Kreide. Schutz fett 40. Cellotektlack CL 510 Ausf. D und Verdünnung. Sämtliche Teile nach Bedarf. 27. Munitionsgerät. Benennung Anzahl Bemerkungen a) Zum Reinigen und Untersuchen 1. Gerät zum allgemeinen Gebrauch s. H. Dv. 459/9 Anlage 3, S. 85 2. außerdem Gutrachenlehre 214,0—0,3.. Ausschußrachenlehre....... Innenstrehler M 192 x 1,5 .. Außenstrehler M 192 x 1,5 .. 1 1 1 1 13 13 handelsüblich handelsüblich b) Zum Einsetzen der DOL 21 und Auf- schrauben der DOT 21 sowie DOK’ 21 Spr 1. Gerät zum allgemeinen Gebrauch s. H. Dv. 454/9 Anlage 3, S. 85 2. außerdem Laborierbock für 21 cm Wgr 42 Schlüssel für DOT 21.......... Schlüssel für DOK 21 ......... Schlüssel für DOK 21 (Haube) 013—961 13-4045 13—4046 13-4047 2 2 2
10 Benennung Anzahl Bemerkungen c) Zum Einsetzen der Zdlg und des Hbgr Z 35 K 1. Gerät zum allgemeinen Gebrauch s. H. Dv. 454/9 S. 87 2. Stellschlüssel für Hbgr Z 35 K für 21 cm Wgr 42 2 13D 6632 Einführungshülse für K 5 u. K 12 für 21 em Wgr 42 2 1 VI b 573 Abschneidevorrichtung für Stößel des Hbgr Z 35 K 2 EZ 54 471 Metallsägebogen 250 mm 2 R 13 816 Metallsägeblätter n. Bedarf R 13 818 Zünderschlüssel für AZ 23 (0,8) umg 2 13D 6614 Schlüssel für Stößelschraube (K) 2 1 VI b 434 Reinigungsbohrer M 22 x 1 (Nachschneider) 2 013E 473 28. Zum Laborieren der 21 cm Wgr 42 ist die Hülle senkrecht in den Laborierbock (Anlage 13) einzuspannen. Nach dem Auf- schrauben der Turbine ist der Treibsatz umzukehren und dann das Geschoß auf den im Laborierbock wieder festgespannten Treibsatz aufzuschrauben. 29. Die DOT 21 ist unter Verwendung von Cellotektlack CL510 Ausf.D als Sicherungsmittel einzuschrauben. Zu diesem Zwecke ist das Gewinde der Hülle mit diesem Lack einzustreichen. Die Turbine ist etwa 10 Minuten nach Best reichen des Hüllen- gewindes mit dem Lack aufzuschrauben. 30. Das Geschoß ist mit dem Gewindestift M5 X 8 DIN 551 an der Hülle zu sichern. II. Der 21 cm Normaltreibsatz DO (DOS 21) a) Munitionsteile 31. DOS 21 besteht aus: 21 cm Hülle DO Ausf. B oder 21 cm Hülle DO Ausf. D mit Ring. 21 cm Bodenstütze DO,
11 Z-Körper 65 mm, 21 cm Treibladung DO (Digl-Röhrenpulvcr), 21 cm Zündlunte DO, 21 cm Turbine DO 22 x 9,2 -0, 16°. Alu-Folie 170-0/25 & X 0,05 mm, Alu-Folie 50-0 X 0,05 mm, 21 cm Beiladungsring DO, 21 cm Pulverstütze DO, Verschlußdeckel für DOT 21. b) Laborierung 32. Der Z-Körper 65 mm wird mit seiner Brennlläche zu dem nach innen abgewinkelten Blechstreifen der 21 cm Bodenstütze DO eingesetzt und dann in die Eindrehung am Boden der senkrecht stehenden Hülle eingeführt. 33. Bei der DOH21 Ausf. D ist der Ring einzusetzen (Anlage 2). 34. DieDOL21 bestehtaus7Digl-Pulverröhren552x63/7—875Cal. 35. l5ie 7 Pulverröhren werden so eingesetzt, daß 6 Röhren am Rande der Hülle (bei der DOH 21 Ausf. D auf dem eingelegten Ring, bei der DOH 21 Ausf. B auf dem in die Hüllenwandung eingearbeiteten Absatz) aufsitzen, während die mittlere Pulver- röhre nur auf der Bodenstütze ruht. Die mittlere Pulverröhre darf dabei nicht in die Hülle hineinfallen bzw. darf nicht mit Gewalt hineingepreßt werden, da sonst die Gefahr besteht, daß die Haken der Bodenstütze nach unten gebogen werden und dadurch den Brandsatz verletzen. 36. Die 21 cm Zündlunte DO wird in die Bohrung der mittleren Pulverröhre eingeführt. 37. In die DOT 21 wird die Alu-Folie (170-0/250'X 0-05 mm) mit Klebelack in der Art festgelegt, daß der Turbinenboden mit dem Klebelack bestrichen wird, wobei besonders darauf zu achten ist, daß der Lack nicht in die Düsen- löcher eindringt. Der 21 cm Beiladungsring DO muß in der DOT 21 so festge- legt werden, daß ein Scheuern oder Bewegen ausgeschlossen wird. Die 21 cm Pulverstütze DO ist an dem Gewindezapfen M20xL5 der DOT so festzuschrauben, daß die ebene Seite der Pulverstütze mit dem Turbinenrand glatt abschließt. In der Aussparung (50 mm -0) der Pulverstütze ist die Alu- Folie (50-0 X 0,05 mm) mit Klebelack festzulegen. 38. Die so laborierte DOT 21 ist sodann auf die DOH 21 so auf- zuschrauben, daß die DOT 21 dicht auf dem Hüllenrand auf- liegt. Das Aufschrauben der DOT 21 hat nach 29 zu erfolgen.
12 Es ist verboten, Wurfgranaten ohne eingelegte Alu-Fol ien zusammenzusch rauben. 39. Die DOT 21 ist sodann mit dem Schutzdeckel zu verschließen und zweimal am Umfang zu verkörnen, so daß der Deckel wieder von Hand abgerissen werden kann. Die Fuge zwischen Verschluß und Turbine ist mit einem etwa 30 mm breiten Hermetoband zu umkleben. 40. Auf die Treibsatzhülle ist das Firmenzeichen, die Lieferungs- nummer und das Lieferungsjahr des einlaborierten Pulvers in schwarzer Schrift und 20 mm großen Buchstaben aufzuschablo- nieren. Die Zeichen sind in der Mitte der Hülle in Quer rieh- tung anzubringen (Anlage 2). III. Das 21 cm Sprenggeschoß DO a) Munitionsteile 41. Das Sprenggeschoß DO besteht aus dem 21 cm Geschoßkörper DO Spr (DOK 21 Spr) mit ein- gegossener Sprengladung und der Mundlochbuchse Nr. 15. Der DOK 21 Spr besteht aus dem Gehäuse, dem Kopf und der Haube. b) Laborierung 42. Das Reinigen und Untersuchen des DOK 21 geschieht sinn- gemäß nach H. Dv. 454/9 9. bis 23., 33. bis 42. Das Reinigen der Gewinde hat vorsichtig zu geschehen, da harte Reinigungs- mittel und Fremdkörper zu Beschädigungen der Gewinde füh- ren können. 43. Gering beschädigte Gewinde sind versuchsweise von Hand nachzustrehlen. 44. Das Eingießen der Sprengladung Fp 60/40 hat unter Ver- wendung der Füllschraube 20 n. Zchg. 1 VIT 6823 zu erfolgen. Auf die Vorschrift »Vorläufige Anweisung zum Füllen von Geschossen und Wurfgranaten mit Fp 60/40 (Kennzahl 13)« vom 1.9. 1939 wird verwiesen. 45. Tn die gefüllten DOK 21 Spr wird der Kopf mit Gewinde M 90 y2 fest eingeschraubt und an zwei gegenüberliegenden x x O O o o Stellen nach 72 der H. Dv. 454/9 verkörnt. IV. Scliußfertigmachen der geladenen 21 cm Wgr 42 Spr mit Normaltreibsatz 46. Die schußfertige 21 cm Wgr 42 Spr mit Normaltreibsatz be- steht aus dem gefüllten DOK 21 mit aufgeschraubtem DOS 21,
der Zündladung 36 F und dem Haubengranatzünder 35 K Ausf. B. Zünder muß auf »o. V.« gestellt sein. 47. Das Untersuchen und Einsetzen der Zündladung geschieht sinn- gemäß nach H. Dv. 454/9 86. 48. Für das Einsetzen des Haubengranatzünders 35 K mit Stößel und Stößelschraube gelten die Vorschriften D 420/453 bzw. D 420/604 oder D 420/705. Das Gewinde von Stößelschraube und Haube ist mit Numata, gelb, abzudichten. 49. Das Bezeichnen der Wurfgranaten geschieht sinngemäß nach H. Dv. 454/9 80 bis 83. V. Einteilen der geladenen Wurfgranaten in Gewichtsklassen 50. Die Gewichtsklasse, zu der eine geladene Wurfgranate gehört, ist auf der Gewichtsklassenwaage zu ermitteln. Man wiegt die geladenen Wgr. ohne Zünder und Zündladung. Die Waagen müssen nach H. Dv. 454/2 169 beschaffen sein. Die geladenen Wurfgranaten sind ihrem Gewicht nach in folgende Gewichtsklassen einzuteilen: Gewichtsklasse Mittelgewicht der Wurfgranate ohne Zünder u. Zündladung kg I II III über über über 108,35 110,58 112,82 111,70 bis bis bis 110,58 112,82 115,05 51. Das schußtafelmäßige Gewicht ergibt sichaus folgenden Mittel- gewichten: Munitionsteile kg DOS 21 67,12 DOK 21 44,60 Zdlg. 36 F 0,13 Hbgr. Z. 35 K 0,75 Schußtafelmäßiges Gewicht 112,60 Das Gewicht der schußfertigen Wurfgranate beträgt ver- packt im Mun.-Behälter 4662 A bzw. 4662 B etwa 120 kg.
14 C. Zerlegen der 21 cm Wg*r42 Spr mit Normaltreibsatz I. Allgemeines .52. Es gelten H. Dv. 454/9 96. und 97. und die allgemeinen Vor- sichtsmaßnahmen der H. Dv. 454/7. II. Entnahme der Munitionseinzelteile a) Abschrauben, Untersuchen und Verpacken des Haubengranatzünders 35 IC 53. Das Abschrauben geschieht nach H. Dv. 454/9 99. und 100. Das Untersuchen und Beurteilen der Hbgr. Z. 35 K nach H. Dv. 450 Ziff. 209. Brauchbare Hbgr. Z 35 K werden zu 25 Stück im Transport- kosten für Geschoßzünder, Gr. I. verpackt. Die Transport- kosten erhalten Inhaltszettei nach Muster 70 der 1) 412 mit dem Zusatz »Von 21cm Wgr 42 Spr abgeschraubt»'. b) Entnehmen, Untersuchen und Verpacken der Zündladung 54. Die Entnahme der Zdlg. 36 F geschieht nach H. Dv. 454/4 97. und 100. Zdlg. 36 F werden nach H. Dv. 454/9 86. untersucht. 55. Brauchbare Zündladungen werden zu 5 Stück in einem Preß- stoffkasten n. Zchg. 13 — 4761 verpackt. Die Preßstoffkästen sind an den Schließfugen mit Klebeband obzudichten. c) Abschrauben der Haube 56. Geschieht sinngemäß nach H. Dv. 454/9 98. d) Entleeren des Sprenggeschosses 57. Geschieht nach H.Dv.454/9 96. und Anlage 6 20. Das Spreng- geschoß ist. vor dem Entleeren vom Treibsatz abzuschrauben. e) Entnahme der Treibladung 58. Nach Abschrauben der Turbine erfolgt das Herausnehmen der Treibladung, erforderlichenfalls durch leichtes Aufstoßen des Hüllenrandes auf Holz. Entnommene Treibladungen sind nach 17 zu verpacken. Die Packgefäße erhalten Inhaltszettel nach Muster 7 der 1)412 mit dem Zusatz »Aus entladenen DOS 2b'.
15 Treibladungen, die sich nicht ausbauen lassen, sind durch Ausbrennen zu vernichten. Das Ausbrennen muß unter Sicher- heit erfolgen. 59. Die Beiladungsringe sind auf einwandfreie Füllung zu unter- suchen, eventuell nach füllen, wenn der Verschluß beschädigt war. Beiladungsringe sind lüft- und feuchtigkeitsdicht zu ver- packen. 60. Die Z-Körper 6«*) mm sind zu 10 Stück in der Papphülle zu verpacken. Die Schlicßfuge ist mit Klebeband abzudichten. 61. Die 21 cm Zündlunten DO sind zu 3 000 Stück im Pulver- kasten 6 zu verpacken. III. Munitionsgerät 62. 28. a, b und c. I) . Untersuchung’ bei der Lagerung» 63. Das Untersuchen geschieht sinngemäß nach H. Dv. 454/9 An- lage 1 Nr. 1 bis 11 und 15 bis 19. E. Behandeln der Munition 64. Die Bestimmungen der H. Dv. 305 »Munitionsbehandlung«, insbesondere Ziff. 17 bis 31 a, gelten auch für die Munition der 21 cm Wgr 42. 65. Die 21 cm Wgr 42 mit oder ohne Verpackung dürfen nicht hart aufgestoßen oder geworfen werden. Sie sind gegen Feuch- tigkeit zu schützen. 66. 21 cm Wgr 42 dürfen nicht direkter »Sonnenbestrahlung aus- gesetzt werden.
17 Die Exerziermunitioii des 21 cm NbW 42 I. Allgemeines 67. H. Dv. 454/9, Anlage 7, Nr. 1, 4, 7 bis 9, 23 und 24. Die Exer- ziermunition (21 cm Wgr 42 Ex) ist räumlich streng gesondert von den scharfen Munitionsteilen zu lagern. II. Fertigmachen der Exerziermunition a) Munitionsteile 68. Die 21 cm Wgr 42 Ex (Anlage 3) besteht aus dem 21 cm Sprenggeschoß DO mit Pechfüllung und mit Hbgr Z 35 K ohne scharfe Teile, der 21 cm Hülle DO Ausf. B oder D (DOH 21 Ausf. B oder D) (mit Füllung aus Braunkohlenteerpech-Schwerspatmischung) und der 21 cm Turbine DO (DOT 21) mit dem Verschlußdeckel für DOT 21. b) Untersuchen und Bezeichnen der Munitionsteile 69. Die Sprenggeschosse und die Hüllen müssen vor dem Füllen im Innern rein und vollkommen leer sein. Alle Exerziergeschosse erhalten die Bezeichnung »Ex« nach Anlage 3 eingeschlagen. c) Einfüllen der Braunkohlenteerpech- Schwerspatmischung 70. Das Einfüllen der Braunkohlenteerpech-Schwerspatmischung geschieht nach H. Dv. 454/9 Anlage 7 Nr. 10 und 12. 190. bis 199. sind besonders zu beachten. Die richtige Zusammenstellung der Mischung bei den ersten zu füllenden Wurfgranaten ist so auszuprobieren, daß ein Ge- wicht von 110 bis 115 kg erreicht wird. Die DOH 2.1 Ausf. B oder D sind auf etwa 67 kg und die DOK 21 Spr auf etwa 44 kg zu füllen.
18 d) Gewichtsklasse, Anstrich und Bezeichnung der 21 cm Wgr 42 Ex 71. H. Dv. 454/9 Anlage 7 Nr. 30 und 31 und Anlage 3 dieser Vor- schrift. e) Verpacken der Exerziergeschosse 72. Die Exerziergeschosse werden wie scharfe Wurfgranaten ver- packt. Siehe 20. Der Munitionsbehälter ist mit einem Aufklebe- zettel (D 412 S. 59 bis 61) zu versehen. Die Aufschrift des Aufklebezettels muß lauten: 21 cm Wgr 42 Ex Außerdem ist ein Anhängeschild für Übungsmunition nach D 412 Muster 104 anzubringen. Die Packgefäße sind nach H. Dv. 454/9 Anlage 7 Nr. 34 kenntlich zu machen. Der rote Farbstreifen ist über Deckel. Vorder- und Rückseite der Mantelfläche des Munitionsbehäl- ters zu ziehen. III. Munitionsgerät, Werk- und Betriebsstoffe a) Werkstoffe und Betriebsstoffe 73. H. Dv. 454/9 Anlage 2 S. 83. • . b) Munitionsgerät 74. H. Dv. 454/9 S. 94 bis 96 unter 1, 2 und 4. ferner 28. a, b, c dieser Vorschrift. Außerdem Prägestempel aus Gußstahl mit 6 mm hohem »Ex«. Berlin, den 1.6. 1943. Oberkommando des Heeres Heereswaffenamt Amtsgruppe für Entwicklung und Prüfung Schneider 0 307 13 2 <‘
Anlage 1 Benennung der 21 cm Wgr 42 Spr mit Normaltreibsatz und ihrer Einzelteile Lfde. Nr. Benennung Kurzbezeichnung Zeichnungs-Nr. Packg efäß Benennung Inhalt Zeichnungs-Nr. 21 cm Wurfgranate 42 Spreng mit Normal- treibsatz Einzelteile des GesehoßkÖrpers: 21 cm Wgr 42 Spr 013 D 924 Munitionsbehälter 4662 A oder 4662 B 1 13—4662 Ausf. A 13—4662 Ausf. B 1 21 cm Geschoßkörper DO Spr DOK 21 Spr 13 B 10122 Transportkasten 2 13—4802 2 Sprengladung Fp 60/40 gegossen .. ? 3 Mundlochbuchse Nr. 15 13 E 2415 k. bes. Verp. Preßstoffkasten — — 4 Zündladung 36 (Federkapsel) Zdlg 36 F Hbgr Z 35 K Ausf. B 13E 3826 5 13-4761 5 Haubengranatzünder 35 K Ausf. B 13 C 5068 Transportkasten für Geschoßzünder Gr.I 25 13 B 7008 Einzelteile des Normaltreibsatzes: Ausf. B 6 21 cm Hülle DO Ausf. B oder D DOH 21 B oder D 13 C 10234 B|oderD 13 E 10234—8 keine Verpackung k. bes. Verp. — 7 21 cm Ring (nur für DOH 21 Ausf. D) — — 8 21 cm Turbine DO (22 x9,20 16°) DOT 21 13E 10311 Transportkasten für DOT 21 6 13-4801 9 Verschlußdeckel für DOT 21 13 D 10311 U 1 k. bes. Verp. k. bes. Verp. Pulverkasten 97 — 10 21 cm Pulverstütze DO DOP St 21 13 C 10413 1L 21 cm Beiladungsring DO 013-666 13—7802 12 Alu-Folie 1700 /250 x 0,05 k. bes. Verp. k. bes. Verp. k. bes. Verp. Papphülle 13 Alu-Folie 500 x 0,05 14 21 cm Bodenstütze DO *. DOB St 21 13 E 10412 • 15 Z-Körper 65 013E 390 10 13—4658 16 21 cm Zündlunte DO • 13E 10411 Pulverkasten 6 3000 13—7825 17 21 cm Treibladung DO (Digl 7-Röhrenpulver).. DOL 21 Papphülle DOL 21 1 13—7832 Zubehör: Transportkasten DOL 21 2 13—7833 18 Elektrischer Randdüsenzünder 39 ERZ 39 13—5722 Packhülle 1 ' 13F 4644 U5 Pappbehälter 50 13—7118
21 cm Wgr 42 Spr, schußfertig Anlage 2 DOH 21 Ausf D 013 D 924 21 cm Wgr 42 Spr 13C10234 Ausf 0 dewindestift M5»8 DIN 551 ZIcmtiülleDO 13C10234 AusfBod. 21cm Zündlunte 00 13E10411 Sprengladung 6p60/40 gegossen 21cm Pulverstütze DO 13C10413 Ping 13 E10234-3 Z- Körper 65 0136390 21 an Turbine 00 13610311 mit Cellotektlack CL 510 Ausf. 0 einschrauben Hbgr.Z.35K dWlmit StöBelu. Stößelschraube 13C5066Ausf.B Mundlochbuchse Nr15 13£2*15 Zdlg.36F 1363826 21cm GesdtoßHimrOOSpreng D0K21 (Spr.) 13 B10122 21cm Bodenstütze 00 13 £ 10412 21cm Treibladung 00 D0L21 (7 Röhren 552*63/7 Alu-Folie 50**0,05mm stark einkleben m. Klebelack Alu-Folie 170*/25**0fi5mmdick, einkleben m. Klebelack 21cm Beiladungsring 00 013-666 VerschluBdecke! f DOT 21 13 D10311 U1 § » VerzögervngszeitdHbgcL35K Kennzahl für Spreng- stoffart o Qewichtsktasse in römischen Ziffern der schußfertigen Wurfgranate Ort, Tag, Monat Jahr des Ladens der Granate 0 Kennzahl f Sprengstoff, Monat,Jahr des Ladens eingeprägt Ort, Tag, Monat, Jahr des Schugfertigmachens u. Kennbuchstabe des dafür Verantwortlichen» n L — J —n Firmenzeichen, Liefe- rungsnummer, Liefe- rungsjahr des einla- borierten Pulvers 1) Off. Taa. Monaf.Jahr c n C| $ ! > _ — j des Einsetzens der Treibladung» Anstrich: Deckfarbe, feldgrau 1) mit Deckfarbe, schwarz, aufgetragen 2) an zwei sich gegenüber- liegenden Stellen 21 4*- —
21 cm Wgr 42 Ex 013 D 1479 Anlage 3 21 cm Wgr 42 Ex i)mit roter Farbe aufgetragen Dan zwei sieb gegenüberliegenden Stellen $ & 3) Kennzeichen „ Ex ’eingeprägt 4) alle übrigen Teile des Zünders fallen fort Anstrich: Deckfarbe,feldgrau 1— 21^/ Ifersdilußdeckel f.D0T21 73010311U1
Anlage 4 21 ein Geschoßkörper DO Spreng DOK 21 Spr Zehg. Nr. 13—10122
Anlage 5 21 ein Hülle DO Ausf. B oder D DOH -21 Ausf. B u. D Zelig. Nr. 13—10234 B u. I) Ausf. D mit Ring Zchg. Nr. 13—10234—3
Anlage 6 21 ein Turbine DO DOT 21 Zehg. Nr. 13-10311—11 Versclihißdeckel für DOT 21 Zehg. Nr. 13—10311 U 1
Anlage 7 21 cm Bodenstütze DO DOB St 21 Zchg. Nr. 13—10412 21 cm Pulverstutze DO DOP St 21 Zchg. Nr. 13—10413
Anlage 8 21 cm Zündhinte DO Zehg. Nr. 13—10411 Z-Körper 65 mm Zehg. Nr. 013 E 390
Anlage 9 21 cm Treibladung DO DOL 21 Zchg. Nr. 13—7832 (Papplnille DOL 21)
Anlage 10 21 ein Beiladungsring DO Zehg. Nr. 013—666 DOT 21 mit eingelegtem Beiladungsring DO und aufgeschraubter Pulverstütze DO
Anlage 11 21 cm Treibsatz DO (DOS 21) ohne Turbine
Anlage 12 Munilionsbehäller 4662A und 4662B Zchg. Nr. 13—4662
Anlage 13 Laborierbock für 21 cm Wgr 41 013—961 Im Laborierbock eingespannter Treibsatz