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Oldenbourg
Schulwörterbuch JL Deutsch
verfasst von Josef Greil
Der Verlag dankt Herrn Dr. Klaus Heller vom Institut für deutsche Sprache, Mannheim
für Rat bei der Anwendung der neuen Rechtschreibregeln in diesem Wörterbuch
© 1996 R. Oldenbourg Verlag GmbH, München
Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt.
Jede Verwertung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf deshalb
der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Verlages.
2., die Rechtschreibreform berücksichtigende Auflage 1996
Unveränderter Nachdruck 02 01 00 99
Die letzte Zahl bezeichnet das Jahr des Drucks.
Verlagslektor: Rolf Schäferhoff
Verlagsassistenz: Simone Meißner, Simone Riedel, Sabine Schuster
Herstellung: Johannes Schmidt-Thome
Umschlaggestaltung: Kraxenberger KommunikationsHaus, München
Umschlagkonzept: Mendell & Oberer, München
Satz: Satz 4 Litho Sporer KG, Augsburg
Druck und Bindearbeiten: R. Oldenbourg Grafische Betriebe GmbH, München
ISBN 3-486-17502-5
Inhalt
Hinweise für den Benutzer 4
Aufbau des Wörterverzeichnisses 4
Angaben zu den Hauptstichwörtern 6
Bedeutung und Gebrauch von Wörtern 7
Aussprache und Betonung von Wörtern 8
Zeichenerklärung 9
Wörterverzeichnis 10
Rechtschreibhilfen und Rechtschreibregeln 439
Grundwissen Grammatik 439
Besonderheiten der deutschen Rechtschreibung 447
Getrennt- und Zusammenschreibung 454
Groß- und Kleinschreibung 466
Zeichensetzung 478
Worttrennung am Zeilenende 487
Wortfelder 490
4
Hinweise für den Benutzer
Vor dem Gebrauch eines Wörterbuches sollte sich der Benutzer informieren, wie das
Wörterverzeichnis aufgebaut ist, welche Informationen darin stehen und wie diese
möglichst rasch gefunden werden können.
Aufbau des Wörterverzeichnisses
Leitwort
Zur raschen Orientie¬
rung sind auf jeder
Doppelseite auf der
Kopfleiste das jeweils
erste und letzte Stich¬
wort angegeben.
Hauptstichwort —
Am Anfang einer
Wortlegende steht ein
Hauptstichwort. Es ist
im Druck besonders
hervorgehoben.
Die Hauptstichwörter
sind alphabetisch
geordnet.
Als Wortlegende
bezeichnet man alle
weiteren Angaben,
Hinweise und Er¬
klärungen zu einem
Hauptstichwort.
Distel
80
Djstel, die: -n (stachelige Pflanze); der
Distelfink
Dis trikt lat., der: -(e)s, -e (Bezirk, Bereich)
Dis zi plin (Dis zip lin) lat., die: -, -en; für
Disziplin (Ordnung) sorgen - eine Dis¬
ziplin (ein Teilbereich) im Sport; diszipli¬
niert (an Ordnung gewöhnt, beherrscht);
disziplinlos
dito lat.: (ebenfalls, dasselbe)
Di •va ital. [diwa], die: -, -s/Diven (gefeierte
Sängerin oder Schauspielerin)
divergieren lat. [diwergiren]: (auseinander
gehen, in entgegengesetzter Richtung ver¬
laufen); divergent; die Divergenz
di vers lat. [diwers]: diverse (verschiedene)
Gegenstände - Diverses (Vermischtes); das
Diverse
di vi die ren lat. [diwidiren]: (teilen); der Di¬
vidend (die zu teilende Zahl); die Dividende
(Gewinnanteil an Aktien); die Division (Tei¬
lung, Teil eines Heeres); der Divisor (tei¬
lende Zahl)
Diwan pers., der: -s, -e (Liegesofa)
d. J. = dieses Jahres
DJH = Deutsche Jugendherberge
DLRG = Deutsche Lebens-Rettungs-Gesell¬
schaft
DM = Deutsche Mark
doch: das ist doch wahr! - ja doch! - nicht
doch! - jetzt bin ich doch (dennoch) ge¬
kommen - wir sind arm, doch wir hungern
nicht
Docht, der: -(e)s, -e (Faden einer Kerze oder
Lampe)
Dock engl., das: -s, -s/-e (Anlage für Schiffs¬
arbeiten); der Dockarbeiter
Dog ge engl., die: -, -n (Hunderasse)
Dogma griech., das: -s, Dogmen (Kirchen¬
lehre, Glaubenssatz, Lehrmeinung); der
Dogmatiker; dogmatisch (an ein Dogma
gebunden, lehrhaft)
Doh le, die: -, -n (Rabenvögel)
do it yourself engl, [du it jursälf] (mach es
selbst); die Do-it-yourself-Bewegung
Dok tor lat., der: -s, Doktoren (akademischer
Titel); sehr geehrter Herr Doktor; aber: sehr
geehrter Herr Dr. Meier; die Doktorin; Dr.
jur. (Doktor der Rechte); Dr. med. (Doktor
der Medizin)
Dok trin (Dokt rin) griech., die: -, -en (Lehr¬
meinung, Lehrsatz)
Dokument lat., das: -(e)s, -e (Urkunde, amt¬
liches Schriftstück, Beweisstück); der Do¬
kumentarbericht; der Dokumentarfilm;
dokumentarisch; die Dokumentation (Zu¬
sammenstellung und Ordnung von Doku¬
menten und Materialien); dokumentieren
(beurkunden, aufzeigen)
Dolch, der: -(e)s, -e (kurze Stichwaffe); der
Dolchstoß
Dol de, die: -, -n (Blütenstand); doldenförmig
Dollar amerik., der: -(s), -s (amerikanische
Währungseinheit); 100 Dollar
Dol met scher türk., der: -s, - (Übersetzer);
dolmetschen; die Dolmetscherin
Dom lat., der: -(e)s, -e (Hauptkirche, Bischofs¬
kirche); der Domherr; der Dompfaff (Sing¬
vogel)
Domäne franz., die: -, -n (besonderes Ar¬
beitsgebiet, Staatsgut)
dominieren lat.: (vorherrschen, überwie¬
gen); dominant: eine dominante (beherr¬
schende) Rolle spielen; die Dominanz
Dominikaner lat., der: -s, - (Angehöriger
eines Mönchsordens)
Do-mi no, das: -s, -s (Spiel)
Do mi zil lat., das; -s, -e (Wohnsitz)
Dompteur franz. [domptör], der: -s, -e (Tier¬
bändiger); die Dompteuse [domptöse]
Donner, der: -s; wie vom Donner gerührt
(wie gebannt, völlig regungslos); donnern:
es donnert und blitzt - der Zug donnert
über die Brücke; der Donnerschlag; das
Donnerwetter
Donnerstag (Do.), der: -(e)s, -e (Wochen¬
tag); der Donnerstagabend; donnerstags
(an Donnerstagen); donnerstagabends; auch:
donnerstags abends
doof: (dumm, einfältig); die Doofheit
Do ping engl., das: -s, -s (Gebrauch verbote¬
ner Anregungsmittel vor allem beim Sport);
dopen (aufputschen): gedopt sein; die Do¬
pingkontrolle
Doppel, das: -s, -; ein Doppel spielen (im
Tennis) - das Doppel (die Zweitschrift)
einer Urkunde; der Doppeldecker (Fiug-
zeugtyp); doppeldeutig; der Doppelgän¬
ger; das Doppelkinn; doppeln; der Doppel¬
pass; der Doppelpunkt; doppelseitig; dop¬
pelsinnig; doppelt: doppelt so groß - dop¬
pelt so viel - doppelt wirken; aber: ums
Doppelte; der Doppelverdienst; der Dop-
5
81 Drei kspat/
pelzentner (dz); das Doppelzimmer; dop¬
pelzüngig (unaufrichtig, zweideutig)
Dorf, das: -(e)s, Dörfer (ländliche Ortschaft);
der Dorfbewohner; dörflich: das dörfliche
Leben
Dorn, der: - (e)s, -en; die Dornen einer Rose -
jemandem ein Dorn im Auge (ein Ärgernis)
sein; der Dornenbusch; die Dornenhecke;
die Dornenkrone; dornenvoll: ein dornen¬
voller (mühevoller) Weg; dornig; das Dorn¬
röschen
dorren: (dürr werden); dörren (dürr machen,
trocknen); das Dörrfleisch; das Dörrobst
Dorsch, der: -(e)s, -e (Fisch) .
dort: dort draußen - dort drin - dort drüben -
da und dort - dort hinten - von dort aus -
du kannst dort (an diesem Ort) bleiben - et¬
was dort behalten; dorther; dorthin: da-
und dorthin; dorthinauf; dorthinein; dort-
hinüber; dorthinunter; dortig; dortzulande;
auch: dort zu Lande
Do se, die: -, -n (kleine Büchse); dosenfertig;
die Dosenmilch; der Dosenöffner
dösen: (wachend träumen, halb schlafen)
Do •sis franz., die: -, Dosen (abgemessene,
festgelegte Menge); dosieren (genau ab¬
messen, einteilen); die Dosierung
Dotter, das/der: -s, - (Eigelb); die Dotter¬
blume; dottergelb; dotterweich
Doub le (Dou ble) franz. [dubel], das: -s, -s
(Ersatzperson für einen Darsteller); doubeln
down engl, [daun]; down (erschöpft, nieder¬
geschlagen) sein
Do zent lat., der: -en, -en (Hochschullehrer);
die Dozentin; dozieren (vortragen, lehren)
DP = Deutsche Post
dpa = Deutsche Presse-Agentur
Dr. = Doktor (akademischer Grad); -» Doktor
Drache, der: -n, -n (Märchen- bzw. Sagen¬
tier); der Drachen (Kinderspielzeug, Flug¬
gerät); das Drachenfliegen
Dragee franz. [dräsche], das: -s, -s (über¬
zuckerte Süßigkeit, Arzneipille); auch: das
Dragee
Draht, der: -(e)s, Drähte; einen Draht spannen
- auf Draht (flink und umsichtig) sein; drah¬
ten (telegrafieren); drahthaarig; drahtig
(forsch, gut trainiert, sehnig); drahtlos
(durch Funk); die Drahtschere; die Draht¬
seilbahn; die Drahtzange; der Drahtzieher
(Anstifter)
Drai na ge franz. [dränasche], die: -, -n; -»
Dränage
Drall, der: -(e)s, -e (Drehung, Windung, Rich¬
tung); drall (derb, stramm)
Dra-Ion, das: -(s) (synthetisches Gewebe)
Dra-ma griech., das: -s, Dramen (Schauspiel,
trauriger Vorfall); die Dramatik; dramatisch
(erregend, spannend); dramatisieren: einen
Vorfall dramatisieren (als besonders aufre¬
gend darstellen, aufbauschen); die Drama¬
turgie
dran: —► daran; drauf und dran; aber: das
Drum und Dran - dran (an der Reihe) sein;
dranbleiben; drankommen
Dränage franz. [dränasche], die: -, -n (Ent¬
wässerung des Bodens); auch: die Drai¬
nage
Drang, der: -(e)s (Bedürfnis, Neigung); die
Drängelei; drängen: zum Ausgang drängen
(schieben) - jemanden zu einer Tat drän¬
gen (zu bewegen suchen) - gedrängt voll;
drängeln; die Drangsal (große Not);
drangsalieren: jemanden drangsalieren
(plagen, quälen); drangvoll: eine drang¬
volle (drückende) Enge
drastisch griecheine drastische (deutliche,
wirksame) Preiserhöhung
drauf: -* darauf; drauf und dran (nahe daran)
sein - gut drauf sein; der Draufgänger;
draufgängerisch; draufgehen (sterben, ver¬
braucht werden); draufhaben (verstehen,
können); drauflegen (dazubezahlen); drauf¬
los: er fährt einfach drauflos; drauflpsge-
hen; drauflpsreden; drauflpsschießen;
drauflpswirtschaften; draufschlagcn (den
Preis erhöhen); draufzahlen
draus: daraus
drau ßen: draußen sein, bleiben
drech seln: ich drechs(e)le einen Leuchter;
der Drechsler
Dreck, der: -(e)s; etwas in den Dreck ziehen
(verächtlich machen) - die Karre aus dem
Dreck ziehen (etwas in Ordnung bringen) -
sich um jeden Dreck (jede Kleinigkeit)
kümmern - jemanden wie den letzten
Dreck (entwürdigend) behandeln; der
Dreckfink; dreckig: ein dreckiges (schmut¬
ziges) Hemd - es geht ihm dreckig
(schlecht) - ein dreckiges (gemeines, fre¬
ches) Lachen; die Dreck(s)arbeit; das
Dreckschwein; der Dreckspatz
B
C
Dj—Suchhilfe
pM Am Seitenrand ist
zum schnelleren
Auffinden des ge¬
suchten Stichwortes
der aktuelle Buch¬
stabe mit der dazu¬
gehörigen Buchsta¬
bengruppe
angegeben.
weiteres Stich¬
wort
Zu den meisten
Hauptstichwörtern
werden in alphabe¬
tischer Reihenfolge
weitere verwandte
Wörter (Ableitun¬
gen, Zusammenset¬
zungen, ...) aufge¬
führt.
6
Angaben zu den Hauptstichwörtern
Bei Hauptstichwörtern stehen wichtige sprachliche bzw. grammatische Hinweise:
Fremdwörter werden durch die Ab¬
gabe der Herkunftssprache gekenn¬
zeichnet.
Substantiv (Namenwort)
Hinter den Substantiven stehen:
Bazar pens., der: -s, -e; —► Basar
Artikel (Begleiter):
der Bazar
Genitiv-Endung (2. Fall):
des Bazars
Plural-Endung (Mehrzahl):
die Bazare
Manchmal sind verschiedene Artikel
gebräuchlich.
Ein Strich bedeutet, dass Singular und
Plural bzw. Nominativ (1. Fall) und
Genitiv (2. Fall) gleich lauten.
Skonto ital., das/der...
Hum mel, die: -n ...
2 1 T
Hum mer, der: -s, ...
: 1 L
flie-gen: du fliegst, er flog, sie ist geflogen,
flieg(e)!; durch die Luft fliegen - auf den
Boden fliegen (fallen)...
Präteritum (Vergangenheit):
er flog
Perfekt (vollendete Gegenwart):
sie ist geflogen
Imperativ (Befehlsform):
flieg(e)!
Verb (Zeitwort)
Wichtige unregelmäßige Zeitformen
werden angegeben:
Präsens (Gegenwart):
du fliegst
Adjektiv (Eigenschaftswort)
Steigerungsformen sind angeführt,
wenn es sich um eine unregelmäßige
Steigerung handelt.
warm: wärmer, am wärmsten; es ist sehr
warm - ein warmer Nachmittag - ein war¬
mes Essen - das Essen warm halten...
7
Bedeutung und Gebrauch von Wörtern
Die verschiedenen Angaben zur Bedeutung und zum Gebrauch von Wörtern erwei¬
tern das Sprachwissen und verhelfen zu einem genaueren Wortgebrauch sowie zu
einem abwechslungsreichen Ausdruck.
Hinter einem Stichwort werden
typische Wortverwendungen —
aufgeführt. Sie zeigen, in wel¬
chen Zusammenhängen ein
Wort gebraucht werden kann.
In Klammern stehen Erklärun-'
gen und Hinweise zur Bedeu¬
tung eines Wortes.
Zu verschiedenen Stichwörtern
sind in Kursivschrift aufgeführt:
ei-gen: jemandem eigen sein (ihm gehören) -
ein eigenes Heim - mein eigen Fleisch und
Blut - sie ist sehr eigen (gewissenhaft, ei-
gensllinig) - eigener Herd ist Goldes wert;
aber: das ist mein Eigen j- etwas sein Eigen
nennen - sich etwas zu Eigen machen (sich
etwas aneignen); die Eigenart; eigenartig;
der EigenbrötU r (Sonder ing); eigenhändig;
das Eigenheim; die Eigen ieit; das Eigenlob;
- häufig gebrauchte Redensar¬
ten bzw. Redewendungen
(Sie werden in Klammern
erklärt.)
geläufige Sprichwörter
8
Aussprache und Betonung von Wörtern
Manche Wörter sind nicht nur schwer zu schreiben, sondern oft auch nicht leicht
auszusprechen. Dies trifft vor allem für Wörter zu, die aus einer fremden Sprache
stammen. Auch die Betonung von Wörtern ist manchmal unklar.
Aussprachehilfe
In Zweifelsfällen ist in eckigen
Klammern die richtige Ausspra¬
che angegeben:
Dieses Zeichen muss ei¬
gens eingeprägt werden:
Der Vokal wird durch die Nase
gesprochen, wie z. B. bej_dem
Wort Bonbon.
Brom bee re, die: -, -n (Strauchfrucht)
Bronchie griech. [brqnchje], die: -, -n
(Hauptast der Luftröhre): bronchial; der
Bronchialkatarrh; die Bronchitis (Entzün¬
dung der Bronchien)
Bron-zeltä!"[bnyße]. die: -n (Kupfer-Zinn-
Bei einer abweichenden Beto- Legierung); bronzefarben; die Bronzeme-
nung zum Hauptstichwort wer- daille; bronzen; die Bronzezeit; bronzie-
den auch bei den weiteren ren
Stichwörtern Betonungshilfen '
angegeben.
Betonungshilfe
Zu jedem Hauptstichwort wer¬
den Betonungshilfen gegeben:
Der Vokal wird betont
und lang gesprochen.
O
Brosame, die: -n (Brotkrümel); die Brösel
Mz.) brös(e)lig; bröseln (krümeln)
Brosche franz., die: -, -n (Spange, Ansteck¬
nadel)
Der Vokal wird betont
und kurz gesprochen.
überziehen: ein Kleidungsstück überzie-
✓ hen (anziehen) - jemandem eins überzie¬
hen (ihm einen Schlag, Hieb versetzen);
aber: sein Konto überziehen (zu viel abhe¬
ben) - die Betten frisch überziehen - die
Zeit überziehen (überschreiten)!...
ducn uer oirin eines Wortes
ändern:
9
Zeichenerklärung
Die im Wörterverzeichnis verwendeten Zeichen dienen vor allem der raschen
Information.
Drei Punkte zeigen an, dass etwas
(z.B. ein Wortteil) gedanklich
ergänzt werden muss. Ka ram bo la ge franz. [... lasche], die: -n
(Zusammenstoß)
In eckigen Klammern stehen
in Kursivschrift Hilfen zur
Aussprache eines Wortes.
In runden Klammern stehen
Worterklärungen und Ver¬
ständnishilfen.
Zu allen Hauptstichwörtern wird
mindestens eine Trennungsmög¬
lichkeit angegeben.
Ket schup (Ketsch up) engl, [kätschap], der/das: -(s), -s...
De mons tra ti pn (De mon stra ti pn,
De monst ra ti on) lat., die: -en (Mas¬
senkundgebung, Beweisführung); die Demo
(Protestkundgebung); der Demonstrant...
Eingeklammerte Buchstaben kön¬
nen beim Sprechen und Schreiben
weggelassen werden.
Abbild, das: -(e)s, -er...
...die Zeitläuf(t)e...
Pfeile dienen als Verweiszeichen
(„Sieh dort nach!").
Verweis auf ein verwandtes Wort,
das an einer anderen Stelle im
Wörterverzeichnis steht
Verweis auf eine ebenfalls mögli¬
che Schreibweise eines Wortes
(die bevorzugte Schreibweise)
Schwur, der: -(e)s, Schwüre; einen Schwur
(Eid) auf die Verfassung leisten; das
Schwurgericht; -> schwören
I
Recprder engl., der: -s, -; -» Rekorder
Re-kpr-der engl., der: -s, - (Gerät zur Auf¬
zeichnung und Wiedergabe von Tonauf¬
nahmen); auch: der Recorder
Abkürzungen stehen hinter dem Sep tem ber (Sept.)...
Stichwort in spitzen Klammern. 1
Hier wird darauf aufmerksam ge¬
macht, dass es ein gleich oder
ähnlich gesprochenes Wort gibt,
das verschieden geschrieben wird.
Lid, das: -(e)s, -er (Augendeckel); der Lidschat¬
ten; der Lidstrich # Lied
A
A, das: - (erster Buchstabe des Alphabets);
das große A - das kleine a in Mann - der
a-Laut - von A bis Z - das A und O
(der Anfang und das Ende, das Wesentliche
einer Sache) - wer A sagt, muss auch B
sagen (wer etwas anfängt, muss es auch zu
Ende führen)
A = Autobahn, z. B. A 8; Ampere
AA = Auswärtiges Amt
Aal, der: -(e)s, -e (schlangenähnlicher Fisch);
glatt wie ein Aal (listig, raffiniert) sein - sich
winden wie ein Aal (einer Schwierigkeit zu
entkommen versuchen); sich aalen: er aalt
sich in der Sonne (streckt sich behaglich
aus); der Aalfang; aalglatt
a.a.O. = am angegebenen, angeführten Ort
Aar, der: -(e)s, -e (dichterisch für Adler) # Ar
Aas, das: -es, -e (Tierkadaver;; kein Aas (nie¬
mand); aasen (verschwenderisch umge¬
hen); der Aasfresser; der Aasgeier; aasig
(gemein, ekelhaft) # Ass
ab: ab Januar - ab Hamburg - Preis ab Werk -
ab Fabrik liefern - ab sofort - ab (fort) mit
dir! - auf und ab - ab und zu (manchmal) -
ab und an (von Zeit zu Zeit) - ab sein - ab
durch die Mitte (schnell fort)!
abändern: sein Testament abändern; ab¬
änderbar; abänderlich; die Abänderung
Ab art, d ie: -, -en (abweichende Form, Spiel¬
art); abartig (aus der Art geschlagen); die
Abartigkeit
Abb. = Abbildung
abbauen: das Zelt abbauen - Kohle ab¬
bauen - der Sportler baut ab (lässt in seiner
Leistung nach) - Vorurteile abbauen - Per¬
sonal abbauen (verringern); der Abbau
abbiegen: das Auto biegt ab - ein Blech ab-
biegen - etwas gerade noch abbiegen (ver¬
hindern); der Abbieger; die Abbiegespur;
die Abbiegung
Abbild, das: -(e)s, -er (getreue Wiedergabe,
Spiegelbild); abbilden: einen Gegenstand
abbilden (bildlich darstellen); die Abbil¬
dung (Abb.); der Abbildungsmaßstab
Abbitte, die: -, -n; öffentlich Abbitte leisten,
tun (um Verzeihung bitten); abbitten: er hat
ihm vieles abzubitten
abblenden: die Scheinwerfer abblenden;
das Abblendlicht; die Abblendung
abbrechen: einen Zweig abbrechen - die
Verhandlungen abbrechen (beenden) -
eine Reise abbrechen - sich einen abbre¬
chen (übertrieben vornehm tun, sich unge¬
schickt anstellen); der Abbruch, die Ab¬
brüche; die Abbruchfirma; abbruchreif
Abc, das: -, - (deutsches Alphabet); das Abece:
das Abc aufsagen; das Abc-Buch; der Abc-
Schütze (Schiflanfänger); die ABC-Waffen
Mz. (atomare, biologische, chemische Waf¬
fen); ABC-Waffen-frei
abdanken: der König dankte ab (trat zu¬
rück); die Abdankung
abdecken: den Tisch abdecken - das Beet
vor dem Frost abdecken - eine Grube ab¬
decken - den gegnerischen Spieler ab¬
decken; die Abdeckplane; die Abdeckung
Abdruck, der: *(e)s, -e; von Bildern und
Texten Abdrucke machen; aber: Abdrücke
(Spuren) im Sand - Fingerabdrücke; ab-
drucken: einen neuen Roman abdrucken
(veröffentlichen); abdrücken: jemandem
die Luft abdrücken - ein Gewehr ab¬
drücken (einen Schuss abfeuern) - einen
Schlüssel in Wachs abdrücken
Abend, der: -s, -e; gestern, heute, morgen
Abend - am Abend - eines Abends - gegen
Abend - guten Abend wünschen; auch:
Guten Abend - es wird Abend - der bunte
Abend - Abend für Abend - jeden Abend -
der Heilige Abend - zu Abend speisen - es
ist noch nicht aller Tage Abend - man soll
den Tag nicht vor dem Abend loben - je
später der Abend, desto schöner die Gäste;
das Abendblatt; das Abendbrot; die
Abenddämmerung; das Abendessen; das
Abendgebet; das Abendkleid; der Abend¬
kurs; das Abendland; abendländisch;
abendlich; das Abendmahl; das Abendrot;
abends: von morgens bis abends - um neun
Uhr abends; aber: sonntagabends (jeden
Sonntag am Abend) ausgehen; auch: sonn¬
tags abends - spätabends ist er müde -
abends wird der Faule fleißig; der Abend¬
stern; die Abendzeitung
Abenteuer, das: -s, -; ein Abenteuer beste¬
hen - sich in ein Abenteuer stürzen; aben¬
teuerlich; die Abenteuerlust; der Aben¬
teuerurlaub; der Abenteurer; der Aben-
11
Abgelegenheit
teu(r)erfilm; die Abenteu(r)erin; der Aben-
teu(r)erroman
aber: er ist streng, aber (doch) gerecht - aber
ja! - das war aber schön! - ich nicht, aber
du! - aber und abermals; das Aber: das
Wenn und Aber (Zweifel, Einwände) - die
Sache hat ein Aber; aberhundert; auch:
Aberhundert; abermalig; abermals; aber¬
tausend; auch: Abertausend: tausend und
abertausend; auch: Tausend und Abertau¬
send - tausende und abertausende; auch:
Tausende und Abertausende
Aberglaube, der: -ns (verkehrter, irriger
Glaube); auch: der Aberglauben; abergläu¬
big; abergläubisch
Aberwitz, der: -es (Unverstand); aberwitzig
Abf. = Abfahrt
abfahren: der Besuch fährt (reist) ab - das
Holz wurde abgefahren (abtransportiert) -
eine Strecke abfahren (prüfen) - jemandem
ein Bein abfahren - die Reifen sind abge¬
fahren - jemanden abfahren lassen (ab¬
weisen) - auf etwas abfahren (davon sehr
angetan sein); die Abfahrt (Abf.); abfahr¬
bereit; der Abfahrtslauf; die Abfahrtspiste;
das Abfahrtsrennen; das Abfahrtssignal;
die Abfahrtsstrecke; die Abfahrt(s)zeit
Abfall, der: -(e)s, Abfälle; der Abfall vom
Gemüse - der Abfall (die Abkehr) vom
Glauben; die Abfallbeseitigung; der Abfall¬
eimer; abfallen: die Blätter fallen ab - das
Gelände fällt ab (wird niedriger) - für uns
fällt nichts ab (bleibt nichts übrig) - die
Kunden fallen ab (werden untreu); abfällig:
abfällig (abwertend) über jemanden reden;
das Abfallprodukt; die Abfallverwertung
abfertigen: einen Kunden abfertigen (be¬
dienen) - er hat den Gast kurz abgefertigt
(unfreundlich behandelt) - das Gepäck ab¬
fertigen (befördern); die Abfertigung; der
Abfertigungsschalter
abfinden: seine Geschwister mit Geld ab-
finden (entschädigen) - sich mit seinem
Schicksal abfinden (zufrieden geben); die
Abfindung; die Abfindungssumme
tab-flau-en: der Wind flaut ab (wird schwä¬
cher) - sein Interesse flaute ab
abfliegen: nach Berlin abfliegen; der Ab¬
flug; abflugbereit; die Abflugschneise; die
Abflugzeit
abfließen: Wasser fließt (läuft) ab; der Ab¬
fluss; das Abflussrohr
Abfuhr, die: -, -en; die Abfuhr (der Abtrans¬
port) des Holzes - jemandem eine Abfuhr
erteilen (jemanden abweisen); abführen: er
wird von der Polizei abgeführt (festgenom¬
men) - seine Steuern abführen (bezahlen);
das Abführmittel; die Abführung
Abg. = Abgeordnete(r)
Abgas, das: -es, -e; Abgase einatmen; abgas¬
arm; abgasfrei
abgeben: einen Brief abgeben (abliefern) -
jemandem etwas von seinem Gewinn ab¬
geben (überlassen) - der Spieler gibt den
Ball ab (spielt ihn einem Mitspieler zu) -
seine Stimme abgeben (wählen) - sich viel
mit Kindern abgeben (beschäftigen) - einen
guten Soldaten abgeben (geeignet dafür
sein) - etwas gegen Geld abgeben (verkau¬
fen); die Abgabe: hohe Abgaben (Steuern)
entrichten - er wartet auf die Abgabe
(das Zuspiel) des Balles; abgabenfrei; ab¬
gabenpflichtig; der Abgabetermin
abgebrannt: ein abgebrannter Wald - wie¬
der einmal abgebrannt (ohne Geld, mittel¬
los) sein
ab ge brüht: ein abgebrühter (kaltschnäuzi¬
ger) Mensch; die Abgebrühtheit
abgedroschen: eine abgedroschene (oft
gebrauchte, inhaltlich leere) Redensart
abgefeimt: ein abgefeimter (niederträchti¬
ger) Kerl; die Abgefeimtheit
abgehen: der Zug geht ab - von der Schule
abgehen - vom rechten Weg abgehen (ab¬
weichen) - nicht von seiner Meinung abge¬
hen - der Weg geht nach rechts ab - er lässt
sich nichts abgehen (lebt gut) - das ist noch
einmal gut abgegangen (es ist nichts pas¬
siert) - einen Platz abgehen (abschreiten) -
du gehst mir sehr ab (fehlst mir); der Ab¬
gang, die Abgänge: sich einen guten Ab¬
gang verschaffen (beim Weggehen einen
guten Eindruck hinterlassen); der Abgän¬
ger; abgängig (unauffindbar); das Abgangs¬
zeugnis
abgekartet: ein abgekartetes (vorher heim¬
lich besprochenes) Spiel
abgeklärt: ein abgeklärter (besonnener, ge¬
reifter) Mensch; die Abgeklärtheit
ab ge le gen: ein abgelegenes (abseits gele¬
genes) Haus; die Abgelegenheit
abgeneigt
12
abgeneigt: einer Sache nicht abgeneigt sein
(sie nicht ablehnen, sie ganz gern tun wol¬
len); die Abgeneigtheit
Abgeordnete, der/die: -n, -n (Mitglied
eines Parlaments, Volksvertreter(in)); das
Abgeordnetenhaus; ein Abgeordneter; ab¬
ordnen: jemanden abordnen (mit etwas be¬
auftragen) - für eine Aufgabe abgeordnet
sein; die Abordnung
Ab ge sandte, der/die: -n, -n (Beauftrag-
te(r)); abgesandt; auch: abgesendet
abgeschieden: ein abgeschiedener (abseits
gelegener, einsamer) Ort; die Abgeschie¬
denheit
abgeschmackt: eine abgeschmackte (takt¬
lose, törichte) Bemerkung machen; die
Abgeschmacktheit
abgesehen: abgesehen von - abgesehen
davon, dass... (wenn man das beiseite
lässt, nicht berücksichtigt)
abgespannt: er macht einen abgespannten
(müden, erschöpften) Eindruck; die Abge¬
spanntheit
abgestanden: ein abgestandenes (nicht
mehr frisches) Bier - abgestandene Luft
ab ge tra gen: ein abgetragenes Kleid
abgewirtschaftet: ein abgewirtschafteter
(heruntergekommener) Betrieb
abgezehrt: ein abgezehrtes (abgemagertes,
verfallenes) Gesicht haben
abgießen: Wasser abgießen; der Abguss
Abgott, der: -(e)s, Abgötter (falscher Gott);
abgöttisch: jemanden abgöttisch (übertrie¬
ben) lieben
abgrenzen: den Garten vom Nachbar¬
grundstück abgrenzen - Rechte und Pflich¬
ten genau abgrenzen; die Abgrenzung
Abgrund, der: -(e)s, Abgründe; am Rande des
Abgrundes stehen - Abgründe tun sich auf;
abgründig (tief, rätselhaft); abgrundtief
ab hal ten: jemanden von der Arbeit abhalten
(daran hindern) - eine Versammlung abhal¬
ten (durchführen) - der Mantel hält die
Kälte ab; die Abhaltung
abhandeln: jemandem eine Ware abhan¬
deln (abkaufen) - ein Thema abhandeln
(erörtern); die Abhandlung (wissenschaft¬
liche Arbeit)
abhanden: abhanden kommen (verloren ge¬
hen) - das ist ihm abhanden gekommen;
aber: das Abhandenkommen
Abhang, der: -(e)s, Abhänge; der schroffe Ab¬
hang eines Berges
abhängen: einen Wagen abhängen - es
hängt ganz von den Umständen ab - seine
Verfolger abhängen (abschütteln, ihnen
entkommen); abhängig: von jemandem ab¬
hängig sein (auf jemanden angewiesen
sein); die Abhängigkeit; das Abhängigkeits¬
verhältnis
abhärten: seinen Körper abhärten (wider¬
standsfähig mächen) - sich abhärten; die
Abhärtung
abhauen: einen Baum abhauen (abschla-
gen) - von zu Hause abhauen (fortlaufen)
abheben: Geld von der Bank abheben -
Karten abheben - das Dach abheben (ab¬
decken) - sich von jemandem durch sein
Können abheben (unterscheiden) - das
Flugzeug hebt ab - auf etwas abheben (hin-
weisen); die Abhebung
Abhilfe, die: -; für Abhilfe sorgen - auf Ab¬
hilfe dringen; abhelfen
A bi tur (Ab i tur), das: -s, -e (Reifeprüfung);
der Abiturient; die Abiturientin; das Abi¬
turzeugnis
Abk. = Abkürzung
ab*kan*zeln: jemanden abkanzeln (zurecht¬
weisen, scharf tadeln); die Abkanz(e)lung
ab kap sein: sich von der Umwelt abkap¬
seln (zurückziehen, abschließen); die Ab¬
kapselung
abkehren: das Fensterbrett abkehren - sich
von jemandem abkehren (abwenden); die
Abkehr: die Abkehr vom Glauben
Abklatsch, der: -(e)s, -e (Abdruck, minder¬
wertige Nachahmung); abklatschen
Abkomme, der: -n, -n (Nachfahre); abkom-
men: vom rechten Weg abkommen (sich
verirren) - beim Start richtig abkommen -
von seinem Plan abkommen (ihn aufge¬
ben); die Abkommenschaft; abkömmlich:
abkömmlich sein (überflüssig sein); der Ab¬
kömmling
Abkommen, das: -s, -; ein Abkommen
(einen Vertrag, eine Übereinkunft) treffen,
schließen
Abkunft, die: -; von niederer Abkunft (Ab¬
stammung, Herkunft) sein; -► Abkomme
abkürzen: den Weg abkürzen - ein Wort
abkürzen; die Abkürzung (Abk.); das Ab¬
kürzungsverzeichnis
13
Abs.
ablagern: Schutt ablagern - abgelagertes
Holz verarbeiten; die Ablagerung
Ablass, der: -es, Ablässe (Nachlass der Sün¬
denstrafen); der Ablassbrief; ablassen: den
Dampf ablassen - von etwas ablassen (mit
etwas aufhören) - einen Teich ablassen
(leeren)
ablaufen: alle Geschäfte ablaufen - das
Wasser läuft ab - etwas läuft gut ab (endet
günstig) - Schuhe ablaufen (abnützen) - die
Frist läuft ab - jemandem den Rang ablau¬
fen (jemanden übertreffen); der Ablauf: der
Ablauf des Wassers - nach Ablauf der Frist
ablegen: den Mantel ablegen - eine Prüfung
ablegen (machen) - Rechenschaft ablegen
- das Schiff hat abgelegt - seine Scheu ab¬
legen - ein abgelegtes (nicht mehr getra¬
genes) Kleid - ein Gelübde ablegen; die
Ablage; der Ableger (Pflanzentrieb)
ablehnen: einen Vorschlag ablehnen (zu¬
rückweisen); die Ablehnung
ableiten: das Wasser ableiten - ein Wort
ableiten (auf ein anderes zurückführen);
die Ableitung
ablenken: jemanden von der Arbeit ablen¬
ken - vom Thema ablenken; die Ablen¬
kung; das Ablenkungsmanöver
ablichten: (fotokopieren); die Ablichtung
abliefern: Waren abliefern; die Ablieferung;
der Ablieferungstermin
ablösen: eine Briefmarke ablösen - die
Wache wird abgelöst - die Kücheneinrich¬
tung ablösen (beim Mieten einer Wohnung
übernehmen und bezahlen); die Ablöse
(für eine Ablösung zu zahlende Summe);
die Ablösesumme; die Ablösung
abluchsen: jemandem Geld abluchsen (mit
List abnehmen)
abmachen: die Tapeten abmachen (entfer¬
nen) - wir haben das so abgemacht (ver¬
einbart) - abgemacht!; die Abmachung:
eine Abmachung treffen
abmagern: er ist bis auf die Knochen abge¬
magert; die Abmagerung; die Abmage¬
rungskur
abnehmen: ein Plakat abnehmen - er hat
abgenommen (Gewicht verloren) - den
Hörer abnehmen - jemandem ein Verspre¬
chen abnehmen - dem Vater eine Arbeit
abnehmen (ihn entlasten) - jemandem
etwas nicht abnehmen (nicht glauben); die
Abnahme; abnehmbar; der Abnehmer
(Kunde, Käufer)
Abneigung, die: -, -en; gegen etwas eine
Abneigung (einen Widerwillen) haben; ab¬
geneigt
abnorm: (vom Üblichen abweichend, nicht
normal, krankhaft); abnormal; die Ab¬
normität
abnutzen: ein abgenutztes Kleid tragen -
das Leder hat sich schnell abgenutzt; auch:
abnützen; die Abnutzung; auch: die Ab¬
nützung
A bon ne ment franz. [abonemä], das: -s, -s
(Dauerbezug von Zeitungen, Mittagessen
o. Ä.); das Abo (Kurzwort für Abonnement);
der Abonnent; die Abonnentin; abonnie¬
ren: eine Zeitschrift abonnieren
abordnen: zum Wachdienst abordnen; die
Abordnung
A bort (Ab ort), der: -(e)s, -e (Toilette, Fehl¬
geburt)
abpfeifen: ein Spiel abpfeifen; der Abpfiff
abprallen: die Kugel prallt von der Wand
ab; der Abprall; der Abpraller
abräumen: er räumt den Tisch ab; der Ab-
raum (Erdschicht über den Bodenschätzen,
Schutt, Abfall)
abrechnen: die Kasse abrechnen - mit
seinem Feind abrechnen (ihn zur Rechen¬
schaft ziehen, sich rächen); die Abrech¬
nung
Abrede, die: etwas in Abrede stellen (ab-
streiten)
Abreise, die: -, -n; seine Abreise verschie¬
ben; abreisen: bald abreisen
abreißen: ein Kalenderblatt abreißen - eine
Brücke abreißen - die Arbeit reißt nicht ab
(hört nicht auf) - abgerissene Kleidung tra¬
gen; der Abreißblock; der Abreißkalender;
der Abriss
abrufen: von der Arbeit abrufen (wegholen)
- Informationen abrufen (sich geben las¬
sen); der Abruf: auf Abruf; abrufbereit
abrunden: eine Zahl auf- oder abrunden -
seine Bildung abrunden (ergänzen) - eine
Kante abrunden; die Abrundung
abrupt lat.: abrupt (jäh, plötzlich) aufhören
ab rüs ten: die Abrüstung; die Abrüstungs¬
konferenz
ABS = Antiblockiersystem
Abs. = Absender; Absatz
absacken
14
/ ab sa cken: das Flugzeug ist abgesackt - in
seinen Leistungen absacken (nachlassen)
absagen: einen Termin absagen; die Absage:
jemandem eine Absage erteilen
Absatz, der: -es, Absätze; der Absatz eines
Stiefels - ein neuer Absatz (Abs.)«(Ab¬
schnitt) in einem Text - der Absatz (Ver¬
kauf) einer Ware - der Absatz einer Treppe;
absatzfähig (gut verkäuflich); die Absatz¬
flaute; das Absatzgebiet; absatzweise
abschaffen: einen alten Brauch abschaffen;
die Abschaffung
abschalten: das Licht abschalten - er hat
einfach abgeschaltet (war nicht aufmerk¬
sam, hat nicht mehr mitgemacht); die Ab¬
schaltung
abschätzen: den Wert einer Ware abschät¬
zen; abschätzig: von jemandem abschätzig
(abwertend, abfällig) reden
Abschaum, der: -(e)s; der Abschaum der
Menschheit (schlechte, moralisch minder¬
wertige Menschen)
Abscheu, der/die: -(e)s; Abscheu (Abnei¬
gung) gegen jemanden empfinden - je¬
mandem Abscheu einflößen - Abscheu er¬
regend; abscheulich: eine abscheuliche
(gemeine) Tat - abscheulich (ekelhaft) stin¬
ken; die Abscheulichkeit
Abschied, der: -(e)s, -e; Abschied von den
Eltern nehmen - den Abschied (die Entlas¬
sung) erhalten; der Abschiedsbrief; die Ab¬
schiedsfeier; die Abschiedsstunde; die Ab¬
schiedsszene; das Abschiedswort
abschießen: ein Flugzeug abschießen; —►
Abschuss
abschlagen: einen Ast abschlagen - jeman¬
dem eine Bitte abschlagen (nicht erfüllen) -
einen Angriff abschlagen (abwehren); der
Abschlag, die Abschläge: der Abschlag des
Torwarts - einen Abschlag (Teilbetrag) zah¬
len; abschlägig: eine abschlägige (ableh¬
nende) Antwort; die Abschlagszahlung
abschleppen: sich mit einer schweren Last
abschleppen (abmühen) - einen Wagen
abschleppen (mittels eines Fahrzeugs weg¬
bringen); der Abschleppdienst; das Ab¬
schleppseil; der Abschleppwagen
abschließen: die Türe abschließen - einen
Vertrag abschließen (vereinbaren) - mit
der Vergangenheit abschließen - eine
Untersuchung abschließen (beenden); ab¬
schließend; der Abschluss, die Abschlüsse;
das Abschlussexamen; die Abschlussfeier;
die Abschlussprüfung; das Abschlusstrai¬
ning; das Abschlusszeugnis, die ...Zeug¬
nisse
abschneiden: eine Scheibe Brot abschnei-
den - den Weg abschneiden (abkürzen) -
bei etwas gut abschneiden (eine gute Leis¬
tung erzielen) - jemandem das Wort ab¬
schneiden (ihn nicht ausreden lassen) -
jemandem dfe Ehre abschneiden (jeman¬
den verleumden); der Abschnitt; ab¬
schnittsweise
abschrecken: vom Rauchen abschrecken;
abschreckend: er ist abschreckend häss¬
lich; das Abschreckmittel; die Abschre¬
ckung; die Abschreckungsstrategie
abschreiben: einen Text abschreiben - von
seinem Banknachbarn abschreiben - ich
muss dir leider abschreiben (absagen); die
Abschreibung; die Abschrift; abschriftlich
Abschuss, der: -es, Abschüsse; der Abschuss
einer Rakete; abschießen; die Abschuss¬
basis; abschüssig: eine abschüssige (stark
abfallende, steile) Straße; die Abschusslis¬
te: auf der Abschussliste stehen; die Ab¬
schussrampe; —► abschießen
abschwächen: seine Behauptung abschwä¬
chen (abmildern) - das Tief über Deutsch¬
land hat sich abgeschwächt (verringert);
die Abschwächung
ab •se-hen: jemandem etwas absehen (nach¬
machen) - von etwas absehen (auf etwas
verzichten) - das Ende nicht absehen (er¬
kennen) können - abgesehen von - es auf
etwas abgesehen haben (als Ziel im Auge
haben); absehbar: in absehbarer Zeit (bald)
abseits: abseits der Straße - das Dorf liegt ab¬
seits - abseits stehen; abseitig (ausgefallen);
das Abseits: der Spieler steht im Abseits;
die Abseitsregel; das Abseitstor; abseits¬
verdächtig
absenden: einen Brief absenden; der Absen¬
der (Abs.); die Absenderin; die Absendung
absetzen: das Gepäck absetzen - einen
König absetzen (ablösen, entlassen) - sich
rechtzeitig absetzen (entfernen) - Waren
absetzen (verkaufen) - ein Theaterstück ab¬
setzen (aus dem Spielplan nehmen) - beim
Reden absetzen (eine Pause machen); ab¬
setzbar; die Absetzung
15
Abteilungsleiterin
Absicht, die: -en; ohne böse Absicht -
ernste Absichten haben (heiraten wollen);
absichtlich; absichtslos; absichtsvoll
absolut lat.: ein absoluter (unumschränkter)
Herrscher - absolute (vollständige) Ruhe -
die absolute Mehrheit - absolut (über¬
haupt) nichts arbeiten wollen - ein absolu¬
tes Gehör haben; die Absolutheit; die Ab¬
solution (Freisprechung von Sünden); der
Absolutismus (Alleinherrschaft); absolutis¬
tisch
absolvieren lat.: die Schule absolvieren
(mit Erfolg abschließen) - einen Besuch ab¬
solvieren (hinter sich bringen); der Absol¬
vent; die Absolventin; die Absolvierung
absondern: er sondert sich von der Gruppe
ab - der Baum hat Saft abgesondert; abson¬
derlich: ein absonderlicher (merkwürdiger)
Mensch; die Absonderlichkeit; die Abson¬
derung
Xab •sorbieren lat.: (aufsaugen); der Stoff ab¬
sorbiert Wasser - die Sonnenbrille absor¬
biert das Sonnenlicht; die Absorption
abspalten: ein Stück Holz abspalten; die
Abspaltung
abspenstig: jemanden abspenstig machen
(abwerben, weglocken)
absperren: das Haus absperren (abschlie¬
ßen) - die Straße ist abgesperrt (unzugäng¬
lich gemacht); die Absperrkette; das Ab¬
sperrkommando; die Absperrung
Absprache, die: -, -n (Vereinbarung, Verab¬
redung); absprechen: sich mit einem
Freund absprechen (etwas vereinbaren) -
jemandem eine Fähigkeit absprechen (ab¬
erkennen)
abspringen: vom Zug abspringen - von
einem Plan abspringen (zurücktreten); der
Absprung, die Absprünge
abstammen: er stammt von einer bekannten
Familie ab - das Wort stammt vom Engli¬
schen ab; die Abstammung
Abstand, der: -(e)s, Abstände; die Autos hal¬
ten einen großen Abstand - die Läufer star¬
ten in Abständen von 10 Minuten - mit
Abstand (bei weitem) der Beste sein - von
etwas Abstand nehmen (etwas nicht tun);
die Abstandssumme
abstatten: seinen Dank abstatten - jeman¬
dem einen Besuch abstatten (ihn besu¬
chen); die Abstattung
abstauben: die Möbel abstauben (abwi¬
schen, säubern) - etwas heimlich abstau¬
ben (wegnehmen, stehlen); auch: abstäu¬
ben; der Abstauber; das Abstaubertor
Abstecher, der: -s, -; einen Abstecher (kur¬
zen Ausflug) nach Italien machen
absteigen: vom Pferd absteigen - im Gast¬
hof absteigen (übernachten) - die Mann¬
schaft ist abgestiegen (in eine niedrigere
Klasse); die Absteige (billige Übernach¬
tungsmöglichkeit); der Absteiger; der Ab¬
stieg; abstiegsgefährdet
abstellen: das Radio abstellen (ausmachen)
- sein Auto abstellen (parken) - Missstände
abstellen (unterbinden); der Abstellbahn¬
hof; die Abstellfläche; das Abstellgleis; die
Abstellkammer; der Abstellraum; die Ab¬
stellung
abstimmen: über ein Gesetz abstimmen -
die Farben aufeinander abstimmen (in Ein¬
klang bringen) - sich mit jemandem ab¬
stimmen (absprechen); die Abstimmung;
das Abstimmungsergebnis
abstinent lat.: (enthaltsam); die Abstinenz;
der Abstinenzler; die Abstinenzlerin
Abstoß, der: -es, Abstöße; der Abstoß des
Torwartes; abstoßen: das Boot vom Ufer
abstoßen - den Ball vom Tor abstoßen -
eine Ware billig abstoßen (verkaufen) - die
Ecken abstoßen - sich die Hörner abstoßen
(den jugendlichen Übermut ablegen); ab¬
stoßend: ein abstoßendes (widerliches)
Verhalten; die Abstoßung
abs trakt (ab strakt, abst rakt), lat.: das ist
mir zu abstrakt (nicht anschaulich genug) -
die abstrakte (gegenstandslose) Kunst; abs¬
trahieren (verallgemeinern); die Abstrakt¬
heit; die Abstraktion
Absturz, der: -es, Abstürze; der Absturz eines
Flugzeugs; abstürzen
ab surd lat.: ein absurder (unsinniger, unver¬
nünftiger) Gedanke; die Absurdität
Abszess (Ab-szess) lat., der: -es, -e (Geschwür)
Abszjsse (Abszisse) latdie: -, -n (mathe¬
matischer Begriff); die Abszissenachse
Abt, der: -(e)s, Äbte (Vorsteher eines Klosters);
die Abtei; die Äbtjssin
Abt. = Abteilung
Ab tejl, das: -(e)s, -e; das Abteil erster Klasse;
abteilen; die Abteilung (Abt.); der Abtei¬
lungsleiter; die Abteilungsleiterin
abtragen
16
abtragen: die Speisen abtragen - ein
Gelände abtragen - eine Schuld abtragen
(bezahlen) - Kleidungsstücke abtragen (ab¬
nutzen); abträglich: einer Sache abträglich
(schädlich, nachteilig) sein; die Abträglich¬
keit; die Abtragung
abtreiben: der Wind treibt das Boot ab - ein
Kind abtreiben (eine Schwangerschaft ab¬
brechen); die Abtreibung; der Abtrieb
(Viehabtrieb von der Weide)
abtrennen: (loslösen, ablösen, abteilen); ab¬
trennbar; die Abtrennung
ab tre ten: abgetretene Absätze - von der
Bühne abtreten - jemandem die Wohnung
abtreten (überlassen); der Abtreter (Fu߬
matte); die Abtretung; der Abtritt (Toilette)
abtrünnig: ein abtrünniger (treuloser) Ver¬
bündeter; der/die Abtrünnige; die Abtrün¬
nigkeit
abtun: einen Einwand einfach abtun (als un¬
wichtig ansehen) - damit ist es nicht abge¬
tan (nicht erledigt)!
abwägen: er hat alles kritisch abgewogen
(geprüft) - Vorzüge und Nachteile abwä¬
gen; die Abwägung
abwandeln: ein Thema abwandeln (abän¬
dern); die Abwand(e)lung
abwärts: einen Weg abwärts (hinunter, berg¬
ab) gehen - abwärts fahren - abwärts
führen - mit seiner Gesundheit wird es
ständig abwärts gehen (schlechter werden);
die Abwärtsbewegung; der Abwärtstrend
Abwasser, das: -s, Abwässer (verschmutztes
Wasser); die Abwasserreinigung
ab wech seln: sich bei der Arbeit abwech¬
seln (ablösen); abwechselnd; die Ab¬
wechselung: Abwechslung macht Appe¬
tit; abwechslungsreich
abwegig: ein abwegiger (irriger, ausgefalle¬
ner) Gedanke; der Abweg: auf Abwege ge¬
raten; die Abwegigkeit
abwehren: seine Feinde abwehren - einen
Schlag abwehren; die Abwehr; der Ab¬
wehrdienst; der Abwehrkampf; die Ab¬
wehrreaktion; der Abwehrspieler; der Ab¬
wehrstoff
abweichen: vom rechten Kurs abweichen
(sich davon entfernen); der Abweichler; die
Abweichung
abwerten: das Geld wurde abgewertet (in
seinem Wert herabgesetzt) - eine abwer¬
tende (herabsetzende) Bemerkung ma¬
chen; die Abwertung
abwesend: der abwesende Schüler - er war
ganz abwesend (abgelenkt, geistesabwe¬
send); der/die Abwesende; die Abwesen¬
heit: in Abwesenheit - durch Abwesenheit
glänzen (durch Fehlen auffallen)
abwickeln: Garn abwickeln - ein Geschäft
ordnungsgemäß abwickeln (erledigen); die
Abwickelung
abwiegeln: (beschwichtigen); die Abwieg(e)-
lung
abwimmeln: jemanden abwimmeln (ab¬
weisen)
abzahlen: seine Schuld abzahlen; die Ab-
Zahlung
abzählen: die anwesenden Schüler ab-
zählen - das Geld passend abzählen - sich
etwas an den Fingern abzählen (ausrech¬
nen) können; der Abzählreim; die Abzäh¬
lung; der Abzählvers
Abzeichen, das: -s, -; ein Abzeichen tragen;
abzeichnen: einen Gegenstand abzeich¬
nen - eine Entwicklung zeichnet sich ab
(wird erkennbar); die Abzeichnung
ab zie hen: die Betten abziehen (die Bezüge
abnehmen) - die Feinde ziehen ab (gehen
weg) - drei Mark abziehen - Wein vom Fass
abziehen - Bilder abziehen (kopieren); das
Abziehbild; der Abzug, die Abzüge; abzüg¬
lich: abzüglich aller Unkosten; abzugs¬
fähig; abzugsfrei; der Abzugsschacht
abzweigen: die Straße zweigt (biegt) ab - er
hat von seinem Gehalt etwas abgezweigt
(weggelegt, gespart); die Abzweigdose; die
Abzweigung
ach!: ach ja! - ach Gott! - ach so! - ach je! -
ach und weh schreien (laut jammern); das
Ach: Ach und Weh (Kummer, Klagen) - mit
Ach und Krach (mit Mühe, gerade noch);
der Achlaut; auch: der Ach-Laut
Achat griech., der: -(e)s, -e (Halbedelstein)
Ach •se, die: -, -n; der Wagen hat zwei Achsen
- die Nord-Süd-Achse - auf Achse (unter¬
wegs) sein; der Achsbruch; der Achsdruck;
...achsig: vierachsig; das Achslager; die
Achslast; der Achsschenkel
Achsel, die: -, -n; er zuckt mit den Achseln -
jemanden über die Achsel (geringschätzig)
ansehen; die Achselhöhle; die Achsel¬
klappe; das Achselzucken; achselzuckend
17
Adresse
acht: acht Personen - um acht Uhr - in acht
Wochen - acht zu sechs (8:6) - es schlägt
acht Uhr - bis acht rechnen - es schlägt
acht - acht mal drei - sie ist schon über
acht (Jahre alt) - sie sind zu acht - acht und
zwei sind zehn - gegen acht - ein Viertel
vor acht - Punkt acht; aber: der, die, das
Achte - Heinrich der Achte; die Acht: die
Zahl Acht - eine Acht schreiben - mit der
Acht (Linie 8) fahren; achtarmig; auch: 8-
armig; achtblättrig; auch: 8-blättrig; das
Achteck; achteckig; auch: 8-eckig; acht¬
einhalb; achtel: ein achtel Pfund; das Ach¬
tel: ein Achtel Zucker - zwei Achtel des
Ganzen; das Achtelfinale; der Achtelliter;
achtens; der Achter; die Achterbahn; ach¬
terlei; achtfach; auch: 8fach; das Achtfa¬
che; auch: das 8fache; achthundert; acht¬
jährig; auch: 8-jährig; der/die Achtjährige;
auch: der/die 8-Jährige; achtmal; auch: 8-
mal; achtprozentig; auch: 8-prozentig; 8%ig;
achtseitig; auch: 8-seitig; achtstellig; auch:
8-stellig; achtstündig; auch: 8-stündig;
achttägig; auch: 8-tägig; achttausend; der
Achttausender; der Achtuhrzug; achtzehn;
die Achtzehn; achtzig: in den achtziger
Jahren - Mitte (der) achtzig - mit achtzig -
ein Mensch über achtzig - in die achtzig
kommen; die Achtzig; der Achtziger; die
Achtzigerin; die Achtzigerjahre; auch: die
80er Jahre; achtzigjährig; achtzigstel
Acht, die: mit der Acht belegen (ächten) -
jemanden in Acht und Bann tun (in die Ver¬
bannung schicken); ächten: geächtet sein;
die Ächtung
achten: er achtet seine Eltern - er hat nicht
auf den Verkehr geachtet - jemanden ach¬
ten lernen - was man hat; das achtet man
nicht; die Acht (Aufmerksamkeit, Fürsorge):
Acht geben, haben - außer Acht lassen -
sich in Acht nehmen; achtbar: er kommt
aus einer achtbaren Familie - sie erzielte
achtbare Leistungen; die Achtbarkeit; ach¬
tenswert; achtlos; die Achtlosigkeit; acht¬
sam; die Achtsamkeit; die Achtung: ein
Achtung gebietender Mann; der Achtungs¬
erfolg; achtungsvoll
ach ter: (hinter); das Achterdeck; achtern
(hinten): nach achtern
ächzen: er ächzt (stöhnt, seufzt) laut vor
Schmerzen; der Ächzer
Acker, der: -s, Äcker; wer den Acker sät, der
mäht - wie der Acker; so die Frucht; der
Ackerbau: Ackerbau treibend; der Acker¬
boden; der Ackergaul; die Ackerkrume;
das Ackerland; ackern; der Acker(s)mann
Action engl, [äkschn], die: - (spannende
Handlung) # Aktion
a.d. = an der: a.d. Donau
a. D. = außer Dienst
A. D. = Anno Domini (im Jahre des Herrn)
ADAC = Allgemeiner Deutscher Automobil-
Club
adagio ital. [adadschoj: (langsam, sanft); das
Adagio (Musikstück in langsamem Tempo)
Ad ap ter (A dap ter) engl., der: -s, - (Ver¬
bindungsstück); adaptieren (anpassen); die
Adaption
adäquat (a dä quat) lat.: (entsprechend,
angemessen); die Adäquatheit
addieren lat.: eine Zahlenreihe addieren
(zusammenzählen); die Addition; additiv
(hinzufügend)
ade: Winter ade (lebe wohl)! das Ade: ein
Ade zurufen - Ade sagen; auch: ade sagen
A del, der: -s; er ist von altem Adel - Tugend
ist der beste Adel; ad(e)lig; der/die Ad(e)-
lige; adeln; der Adelsstand; der Adelstitel
Ader, die: -, -n (Blutgefäß); das Äderchen;
ad(e)rig; auch: äd(e)rig; der Aderlass
adieu franz. [adjöj: (lebe wohl); das Adieu: je¬
mandem Adieu sagen; auch: adieu sagen
Adjektiv lat., das: -s, -e (Eigenschaftswort);
adjektivisch
Adjutant lat., der: -en, -en (beigeordneter
Offizier)
Adler, der: -s, - (Greifvögel); das Adlerauge;
der Adlerblick; die Adlernase
Ad mi nis tra ti on (Ad mi nist ra ti on) lat.,
die: -, -en (Verwaltung); administrativ (zur
Verwaltung gehörend)
Admiral franz., der: -s, -e/Admiräle (See¬
offizier, Schmetterling); die Admiralität;
der Admiralsrang; der Admiralsstab
ad op tie ren (a dop tie ren) lat.: er hat ein
Kind adoptiert (an Kindes statt angenom¬
men); die Adoption; die Adoptiveltern; das
Adoptivkind
Adresse (Adresse) (Adr.) lat, die: -, -n (An¬
schrift); sich an die richtige Adresse (zu¬
ständige Stelle) wenden - bei jemandem an
die Unrechte Adresse (an den Unrechten)
Adressat
18
kommen; der Adressat (Empfänger); die
Adressatin; das Adressbuch; das Adressen¬
verzeichnis; adressieren
adrett (adrett) franz.: (sauber, hübsch, ge¬
schmackvoll)
A dria (Ad ria), die: - (Adriatisches Meer)
A-Dur, das: - (Tonart); die A-Dur-Tonleiter
Ad-vent lat. [adwent], der: -(e)s, -e (Zeit vor
Weihnachten); adventlich; der Advents¬
kalender; die Advent(s)kerze; der Ad¬
ventskranz; der Advent(s)stern; die Ad-
vent(s)zeit
Ad-verb lat. [adwerb], das: -s, Adverbien
(Umstandswort); adverbial: die adverbiale
Bestimmung; der Adverbialsatz
Advokat lat. [adwokat], der: -en, -en (An¬
walt, Rechtsbeistand); Wahrheit ist der bes¬
te Advokat
Affäre franz., die: -, -n (Streitsache, pein¬
licher Vorfall); sich aus der Affäre ziehen
(sich aus einer unangenehmen Situation
herauswinden)
Affe, der: -n, -n; einen Affen haben (betrun¬
ken sein) - seinem Affen Zucker geben
(seinen Schwächen nachgeben); affenartig;
die Affenhitze (sehr große Hitze); die
Affenliebe; die Affenschande; das Affen¬
tempo; das Affentheater; der Affenzahn
(hohe Geschwindigkeit); affig (eitel, ge¬
ziert); die Äffin
Affekt lat., der: -(e)s, -e; im Affekt (in heftiger
Erregung) handeln; die Affekthandlung;
affektiert: ein affektiertes (gekünsteltes,
geziertes) Benehmen; die Affektiertheit;
affektjv (gefühlsbetont)
Affinität lat, die: -, -en (Ähnlichkeit, Ver¬
wandtschaft)
Afrika (Afrika): -s (Erdteil); der Afrikaner;
die Afrikanerin; afrikanisch
After, der: -s, - (Ausgang des Mastdarms)
After-shave engl, [afterschef], das: -(s), -s
(Gesichtswasser nach der Rasur)
AG = Aktiengesellschaft; Arbeitsgemeinschaft
Agave griech., die: -, -n (südländische
Pflanze)
Agent lat., der: -en, -en (Spion, Vermittler);
die Agentin; die Agentur (Geschäftsstelle,
Vermittlungsbüro); agieren (handeln)
Ag gre gat (Agg re gat) lat., das: -(e)s, -e
(Maschinensatz, Koppelung zusammenar¬
beitender Maschinen); der Aggregatzu¬
stand (Erscheinungsform eines Stoffes: fest,
flüssig, gasförmig)
Ag gres si on (Agg res si on) lat., die: -, -en
(Angriff, Feindseligkeit); aggressiv (streit¬
süchtig, angriffslustig); die Aggressivität;
der Aggressor
agil lat.: (wendig, beweglich); agieren (han¬
deln, tätig sein)
Agitation lat., die: -, -en (politische Hetze,
Werbung); agitieren; der Agitator; agitatorisch
Agonie griech., die: -, Agonien (Todeskampf)
A grar... (Ag rar...) lat.: die Agrarbevölke¬
rung; der Agrarier (Landwirt); agrarisch
(landwirtschaftlich); das Agrarland; der
Agrarmarkt; die Agrarpolitik; die Agrarre¬
form; der Agrarstaat; die Agrarwirtschaft
(Landwirtschaft)
Agreement (Agreement) engl, [ägriment],
das: -s, -s (Übereinkommen)
a gyp ten: -s (Land in Afrika); der Ägypter;
die Ägypterin; ägyptisch; der Ägyptologe;
die Ägyptologin
ah!: ah so! - ah, so war das!; das Ah (Ausruf
der Verwunderung)
aha!: aha, also so ist das!; das Aha-Erlebnis
Ah le, die: -, -n (Werkzeug zum Bohren von
Löchern)
Ahn, der: -(e)s/-en, -en (Vorfahr); der/die
Ahne; das Ahnenbild; der Ahnenkult; die
Ahnenreihe; die Ahnentafel; die Ahnfrau;
der Ahnherr; die Ahnin
ahnden: ein Vergehen ahnden (bestrafen);
die Ahndung
ahnen: er hat nichts Gutes geahnt (vermutet);
die Ahnung; ahnungslos; die Ahnungs¬
losigkeit; ahnungsvoll
ähnlich: sie sehen sich ähnlich; aber: und/
oder Ähnliches (u.Ä./o.Ä.) - etwas/nichts
Ähnliches (Gleichartiges); ähneln: sie ähnelt
ihrer Schwester - beide Brüder ähneln ei¬
nander; die Ähnlichkeit
ahoi!: ahoi, wir stechen in See! - Schiff ahoi!
Ahorn, der: -s, -e (Laubbaum)
Äh •re, die: -, -n (Blütenstand des Getreides);
das Ährenfeld; der Ährenkranz # Ehre
Aids (AIDS) engl, [eds], das: - (Krankheit, die
zu schweren Störungen im Abwehrsystem
des Körpers führt); aidskrank; der Aidstest
Air-bag engl, [ärbäg], der: -s, -s (Luftsack im
Auto, der sich bei einem Aufprall automa¬
tisch aufbläst)
19
albanisch
Air-bus engl, [ärbus], der: ... busses, ... busse
(europäischer Flugzeugtyp)
Airport engl, [ärport], der: -s, -s (Flughafen)
Akademie griech., die: Akademien
(Hochschule, gelehrte Gesellschaft); der
Akademiker; die Akademikerin; akade¬
misch
A-ka-zie griech. [akazje], die: -n (tropischer
Laubbaum)
akklimatisieren, sich lat: (sich an verän¬
derte Klima-, Umwelt- oder Lebensbedin¬
gungen anpassen); die Akklimatisation;
auch: die Akklimatisierung
Akkord lat., der: -(e)s, -e; einen Akkord spie¬
len (Zusammenklang verschiedener Töne)
- im Akkord arbeiten (Leistungslohn); der
Akkordarbeiter; die Akkordarbeiterin; der
Akkordlohn
Akkordeon lat, das: -s, -s (Handharmo¬
nika); der Akkordeonspieler
Akku lat., der: -s, -s (Kurzwort für Akkumula¬
tor); der Akkumulator (Stromspeicher); ak¬
kumulieren (speichern, anhäufen)
akkurat lat.: (sorgfältig, genau); die Akkura¬
tesse
Ak-ku -sa-tiv lat., der: -s, -e (Sprachlehre:
4. Fall, Wenfall); das Akkusativobjekt
Akne griech., die: -, -n (Hautkrankheit)
Akribie (Akribie) griech., die: - (Sorgfalt,
größte Genauigkeit); akribisch
Akrobat (Ak-ro-bat) griech., der: -en, -en
(Seiltänzer, Turnkünstler); die Akrobatik;
die Akrobatin; akrobatisch
Akt lat., der: -(e)s, -e; ein feierlicher Akt (Vor¬
gang) - ein Akt (eine Tat) der Menschlich¬
keit - die Szene im 3. Akt (Aufzug in einem
Schauspiel) - einen Akt malen (Darstellung
des nackten menschlichen Körpers)
Akte lat, die: -, -n (Schriftstück, Urkunde);
etwas zu den Akten legen (als erledigt
betrachten); auch: der Akt; der Akten¬
deckel; aktenkundig: als Dieb aktenkundig
(bekannt) sein; die Aktenmappe; die Ak¬
tennotiz; der Aktenordner; die Aktenta¬
sche; das Aktenzeichen
Ak-tie niederI. [akzje], die: -n; sein Vermö¬
gen in Aktien (Wertpapieren) anlegen - wie
stehen die Aktien (wie geht's)?; die Aktien¬
gesellschaft (AG); das Aktienkapital; der
Aktionär (Besitzer von Aktien); die Ak¬
tionärin
Aktion lat., die:-, -en (Handlung, Unterneh¬
mung); eine Aktion planen - eine Aktion
abblasen - in Aktion treten; der Akti¬
onismus; aktionsfähig; der Aktionsradius
# Action
aktiv lat.: (tätig, eifrig); er ist im Verein sehr
aktiv - sich aktiv für den Umweltschutz
einsetzen; das Aktiv (Sprachlehre: Tatform,
Gegensatz von Passiv); der/die Aktive (je¬
mand, der aktiv in einem Sportverein ist);
aktivieren: die Schüler zur Mitarbeit akti¬
vieren (anregen); der Aktivist (aktiver, ziel¬
strebig handelnder Mensch); die Aktivität
(Tätigkeit); der Aktivurlaub
ak tu ell franz.: (zeitgemäß, zeitnah); aktuali¬
sieren; die Aktualität (Zeitnähe)
Akupunktur lat., die: -, -en (chinesische
Heilmethode durch Stiche in bestimmte
Körperstellen); akupunktieren
Akustik griech., die: - (Lehre vom Schall,
Klangwirkung); die Akustik eines Raumes;
akustisch
akut lat.: (dringend, heftig, plötzlich auftre¬
tend); ein akutes Problem - eine akute
Krankheit - eine akute Frage; der/die Akut¬
kranke
Akzent lat., der: -(e)s, -e (Tonfall, Betonungs¬
zeichen); mit fremdem Akzent sprechen -
den Akzent auf etwas setzen (etwas beson¬
ders herausheben); akzentfrei; akzentlos;
akzentuieren; die Akzentuierung
akzeptieren lat.: (annehmen, billigen); den
Vorschlag akzeptieren; akzeptabel; die Ak¬
zeptanz (Bereitschaft etwas anzunehmen);
akzeptierbar
Alabaster griech., der: -s (Gipsart); alabas¬
tern
Alarm ital., der: -(e)s, -e; Alarm schlagen (die
Aufmerksamkeit auf etwas lenken) - blinder
Alarm (grundlose Aufregung); die Alarm¬
anlage; alarmbereit; die Alarmglocke; alar¬
mieren; die Alarmierung; das Alarmsignal;
das Alarmzeichen; der Alarmzustand
Alb, der: -(e)s, -e (Elfe, gespenstisches Wesen,
beklemmendes Gefühl); wie ein Alb auf der
Brust liegen (bedrücken); der Albdruck;
auch: der Alpdruck; der Albtraum; auch:
der Alptraum # Alp
Alb, die: - (Gebirge); die Schwäbische Alb
Albanien: -s (Staat auf dem Balkan); der Al¬
baner; die Albanerin; albanisch
atbern
20
albern: ein albernes (kindisches, einfältiges)
Betragen - sei nicht so albern! - albern da¬
herreden - albere nicht herum!; die Al¬
bernheit
Albino spander: -s, -s (Mensch, Tier oder
Pflanze mit fehlender Farbstoffbildung).
Album lat., das: -s, Alben (Sammelbuch)
Alemanne, der: -n, -n (Angehöriger eines
germanischen Volksstammes); alemannisch;
das Alemannische
Al-ge lat., die: -n (Wasserpflanze); die
Algenpest
Algebra (Algebra) arab., die: - (Buchsta¬
benrechnung, Lehre von den mathemati¬
schen Gleichungen); algebraisch
alias lat.: Meier alias (auch genannt) Müller
Alibi lat., das: -s, -s (Nachweis der Abwesen¬
heit vom Tatort); kein Alibi für die Tatzeit
haben
Alimente Mz. lat., die: -; Alimente (Unter¬
haltsbeitrag) zahlen
Al ko hol arab., der: -s, -e; Alkohol trinken;
alkoholarm; alkoholfrei; alkoholhaltig; die
Alkoholika Mz. (alkoholische Getränke);
der Alkoholiker; die Alkoholikerin; alko¬
holisch; alkoholisieren; der Alkoholjsmus;
der Alkoholmissbrauch; der Alkoholspiegel;
alkoholsüchtig; der Alkoholtest
all, al le, alles: all das Schöne - all mein
Geld - alle Welt - alle neun - alle auf ein¬
mal - alle beide - alle paar Monate - alle
anwesenden Personen - vor allem - trotz
allem - in aller Frühe - allerorten (überall)
- ist das alles? - alles Gute - alles Mögliche
(alle Möglichkeiten, viel, allerlei) - alles in
allem - alles Übrige - alles Beliebige - al¬
les Einzelne - wer alles? - ein Mädchen für
alles - da hört sich doch alles auf! - alles
andere - es ist nicht alles Gold, was glänzt;
aber: mein Ein und Alles - Alles und Jedes;
allabendlich; alldieweil; allemal; allenfalls;
allenthalben (überall); der, die, das Aller¬
beste; am allerbesten; allerdings; allerhand;
das Allerheiligen; allerhöchst; allerlei; das
Allerlei; allerletzt; der, die, das Allerletzte;
allerliebst; allermeist; allermindestens; al¬
lerorten; allerorts; allerschlimmstenfalls;
das Allerseelen; all(er)seits; allerspätes-
tens; am allerwenigsten; allesamt; der Al¬
leskleber; der Alleskönner; alle(r)weil;
all(e)zeit; alljährlich; allmonatlich; allsei¬
tig; der Alltag; alltäglich; allumfassend; all¬
wissend
All, das: -s (Weltall, Weltraum)
Allah arab.: -s (arabischer Name für Gott)
Allee franz., die: Alleen (mit Bäumen ein¬
gefasste Straße)
Allegorie griech., die: -, Allegorien (Gleich¬
nis, Sinnbild); allegorisch
allegro (al-leg-ro) ital.: (schnell, lebhaft);
das Allegro (Musikstück in lebhaftem
Tempo) *
allein: allein sein; aber: das Alleinsein - al¬
lein stehen - eine allein stehende Frau -
die allein Stehende; auch: die Alleinste¬
hende - der/die allein Erziehende; auch:
der/die Alleinerziehende - jemanden allein
lassen - allein mit etwas fertig werden - al¬
lein du bist schuld - die Kirche allein ist
schon sehenswert - allein selig machend -
ich bin oft so altein (einsam)! - von alleine
- ganz allein - der Mensch lebt nicht vom
Brot allein - ein Unglück kommt selten
allein; der Alleinerbe; der Alleingang; der
Alleinherrscher; alleinig; die Alleinschuld;
das Alleinsein; der Alleinunterhalter
Al ler gie (All er gie) griech., die: -, Allergien
(besondere Empfindlichkeit gegenüber be¬
stimmten Stoffen); eine Allergie haben; der
Allergiker; die Allergikerin; allergisch: ich
bin gegen Erdbeeren allergisch
Allerheiligen, das: - (katholisches Fest);
das Allerheiligste; das Allerseelen
allgemein: eine allgemein bildende Schule
- er ist allgemein bekannt - die allgemeine
Meinung - diese Regel ist allgemein (stets)
gültig - allgemein verständlich; aber: das
Allgemeine - im Allgemeinen - die Allge¬
meine Ortskrankenkasse - Allgemeiner
Deutscher Automobil-Club; das Allgemein¬
befinden; die Allgemeinbildung; das Allge¬
meingut; die Allgemeinheit; der Allge-
meinplatz (nichts sagende Redensart); das
Allgemeinwohl
Allianz franz., die: -, -en (Bündnis); sich
alliieren (verbünden); der/die Alliierte; die
Alliierten (gegen Deutschland im 1. und
2. Weltkrieg Verbündete)
Alligator lat., der: -s, Alligatoren (Reptil)
Allmacht, die: -; die Allmacht Gottes;
allmächtig: der allmächtige FHerrscher; der
Allmächtige: Gott, der Allmächtige
21
ambulant
all mäh lich: allmählich verstehe ich es - ein
allmählicher (langsam erfolgender) Anstieg
Al lo tria (Al lot ria) griech., das: -(s); Allo¬
tria (Unfug) treiben
All-tag, der: -(e)s, -e (Werktag, ereignislose
Zeit); alltäglich: die alltägliche Arbeit;
aber: nichts Alltägliches; die Alltäglich¬
keit; alltags; die Alltagsbeschäftigung; die
Alltagssorgen Mz.; die Alltagssprache
Ally •re franz., die: -n (ein aus dem Rahmen
fallendes Benehmen)
all-zu: die Last ist allzu schwer - allzu viele
(viel zu viele) Fehler machen - allzu bald -
allzu früh - allzu gern - allzu lange - allzu
oft - allzu sehr - allzu selten - allzu weit -
das ist allzu menschlich; aber: allzumal
Alm, die: -en (Bergweide); der Almen¬
rausch; die Almhütte; die Almwirtschaft
Almanach nieder!., der: -s, -e (Kalender,
Jahrbuch)
Almosen griech., das: -s, - (mildtätige Gabe);
um Almosen betteln; der Almosenempfän¬
ger; der Almosenstock
Alp, die: -en (Alm, Hochweide); auch: die
Alpe; die Alpen; das Alpenglühen; der
Alpenjäger; der Alpenpass; das Alpenrot;
das Alpenvorland; das Alphorn; alpin: ein
alpines Klima - das alpine Rettungswesen;
der Alpinjsmus (Bergsteigen im Hochge¬
birge); der Alpinjst # Alb
Alphabet griech., das: -(e)s, -e (Abc); alpha¬
betisch: Wörter alphabetisch ordnen
Alpdruck, der: -(e)s, die Alpdrücke; -► Alb¬
druck; der Alptraum —► Albtraum
als: als die Polizei eintraf - er ist größer als
sein Freund - das ist alles andere als schön
- sie tat, als wäre er nicht anwesend -
sowohl als auch - als Zeuge vor Gericht -
ich empfinde es als unhöflich - als dass;
alsbald; alsbaldig; alsdann
also: das ist also dein Dank? - na also! - du
kommst also mit?; alsobald; alsogleich
alt: älter, am ältesten; ein altes Haus - altes
Brot essen - ein zwei Monate altes Kind -
man ist so alt, wie man sich fühlt - alte
Bäume biegt man nicht; aber: das Alte Tes¬
tament - die Alte Welt (Afrika, Asien, Eu¬
ropa) - Alt und Jung (jedermann) - ganz der
Alte sein - beim Alten bleiben - es beim Al¬
ten lassen - am Alten hängen - Alte und
Junge - Altes und Neues - ihr Ältester; alt¬
backen (nicht mehr frisch); altbekannt; alt¬
bewährt; altdeutsch; der/die/das Alte; alt¬
eingesessen; das Alteisen; die Alten: wie
die Alten sungen, so zwitschern die Jungen;
das Altenheim; die Altenpflege; das Alten¬
teil; das Altenwohnheim; das Alter: Alter
schützt vor Torheit nicht; altern; alterprobt;
alters: von alters her - seit alters; die Al¬
tersgrenze; das Altersheim; altersmäßig;
die Altersrente; altersschwach; die Alters¬
schwäche; der Alterssitz; das Altertum; die
Altertümer Mz. (Gegenstände aus dem Al¬
tertum); altertümlich; altgedient; alt¬
gewohnt; althergebracht; altklug (nase¬
weis, frühreif); ältlich; das Altmaterial;
altmodisch; das Altpapier; die Altstadt; die
Altstadtsanierung; altvertraut; das Altwas¬
ser (Flussarm mit stehendem Wasser); der
Altweibersommer (sonnige, warme Nach¬
sommertage)
Alt lat., der: -s, -e (tiefe Frauen- oder Knaben¬
stimme)
Al tar lat, der: -(e)s, Altäre; jemanden zum Al¬
tar führen (eine Frau heiraten); das Altar¬
bild; das Altar(s)sakrament
Al terna ti ve lat., die: -, -n; nach einer
Alternative (anderen Möglichkeit) suchen;
alternativ (wahlweise); der/die Alternative
(jemand, der einer Alternativbewegung
angehört); das Alternativprogramm; alter¬
nieren (wechseln, abwechseln)
A lu mi ni um lat., das: -s (Leichtmetall); das
Alu (Kurzform für Aluminium); die Alufolie
am: (an dem); am nächsten Samstag - am
Fuße des Berges - am besten - das ist am
schönsten - am Ersten des Monats
A-ma-teur franz. [amatör], der: -s, -e (Nicht¬
fachmann; jemand, der eine Tätigkeit nicht
berufsmäßig, sondern aus Liebhaberei aus¬
übt); der Amateurfotograf; der Amateur¬
fußball; amateurhaft; der Amateursportler
Am bi en te ital., das: - (Umwelt, Atmo¬
sphäre)
am bi va lent lat.: (doppelwertig); die Ambi¬
valenz
Amboss, der: -es, -e (Unterlage beim Häm¬
mern); ein guter Amboss fürchtet keinen
Hammer
ambulant lat.: (herumziehend, ohne festen
Sitz); sich ambulant behandeln lassen (sich
vom Arzt in der Sprechstunde behandeln
Ambulanz
22
lassen, ohne im Krankenhaus zu bleiben) -
ein ambulantes Gewerbe (Wandergewerbe);
die Ambulanz (Krankenwagen, bewegliches
Lazarett)
A mei se, die: -, -n (Insekt, das Staaten bildet);
der Ameisenhaufen; die Ameisensäure.
amen hebr:: ja und amen sagen; auch: Ja und
Amen sagen; das Amen: zu allem )a und
Amen sagen (mit allem einverstanden sein)
- sein Amen (Einverständnis) geben - das
ist so sicher wie das Amen in der Kirche
(ganz gewiss)
Amerika: -s (Erdteil); der Amerikaner; die
Amerikanerin; amerikanisch
Amethyst griech., der: -(e)s, -e (Halbedel¬
stein)
Aminosäure, die: - (wichtiger Bestandteil
der Eiweiße)
Am me, die: -n (Frau, die ein fremdes Kind
stillt); das Ammenmärchen (eine erfun¬
dene, nicht glaubhafte Geschichte)
Ammoniak ägypt., das: -s (gasförmige Ver¬
bindung von Stickstoff und Wasserstoff)
Amnestie griechv die: -, Amnestien (Straf¬
erlass, Begnadigung); das Amnestiegesetz;
amnestieren
Amöbe griechv die: -, -n (Wechseltierchen,
Einzeller)
Amok malai., der: -s; Amok laufen (in krank¬
hafter Verwirrung herumlaufen und blind¬
wütig töten); die Amokfahrt; der Amok¬
läufer; der Amokschütze
a-Moll, das: - (Tonart); die a-Moll-Tonleiter
amortisieren, sich lat.: (eine Schuld til¬
gen, bezahlt machen); die Amortisation;
amortisierbar
Ampel, die: -n (Verkehrssignal, Hänge¬
lampe); die Ampelkoalition (Koalition aus
SPD, FDP und Grünen)
Ampere (A) franz. [ampär], das: -(s), - (Ma߬
einheit der elektrischen Stromstärke); das
Amperemeter
Am-phi bie griech. [amfibje], die: -, -n (Tier,
das im Wasser und auf dem Land leben
kann); das Amphibienfahrzeug; amphi¬
bisch
Am pul le griechdie: -, -n (Glasröhrchen für
Flüssigkeiten)
amputieren lat.: einen Arm amputieren
(abnehmen, operativ entfernen); die Ampu¬
tation
Am-sel, die: -, -n (Singvogel); der Amselschlag
Amt, das: -(e)s, Ämter; ein Amt (einen Beruf,
Posten) ausüben - ein Amt (eine Behörde)
aufsuchen - in Amt und Würden sein - von
Amts wegen - das Amt (Fernamt) anrufen -
das öffentliche Amt; aber: das Auswärtige
Amt; die Amtfrau; amtieren; amtlich; amt-
licherseits; der Amtmann; die Amtmännin;
die Amtsanmaßung; der Amtsarzt; das
Amtsblatt; der Amtsbote; der Amtsdiener;
der Amtseid; dBs Amtsgebäude; das Amts¬
geheimnis; das Amtsgeschäft; amtshalber;
die Amtshandlung; die Amtsmiene; amts¬
müde; die Amtsperson; der Amtsrat; der
Amtsrichter; die Amtsrichterin; der Amts¬
schimmel (übertriebene Einhaltung amtli¬
cher Vorschriften); der Amtssitz; die Amts¬
tracht; der Amtsweg
Amulett latv das: -(e)s, -e (am Körper getra¬
genes Zaubermittel, Glücksbringer)
amüsieren franz.: sich am Abend köstlich
amüsieren (vergnügen) - das amüsiert
mich; amüsant; das Amüsement [amü-
sema]
an: an der Wand lehnen - an die Wand stellen
- an einem Mittwoch - an einer Krankheit
leiden - an die Arbeit gehen - an sein - an
die 50 Mark (nahezu, ungefähr) - ab und
an - an und für sich - arm an Geld - jung
an Jahren - es liegt an euch; anbei
analog griech.: (entsprechend, ähnlich); die
Analogie; der Analogieschluss
Analphabet griechder: -en, -en (jemand,
der nicht schreiben und lesen kann); anal¬
phabetisch; der Analphabetismus
Analyse griechdie: -, -n (Zerlegung, Zer¬
gliederung); analysieren: einen Text analy¬
sieren (genau untersuchen, prüfen); der
Analytiker; analytisch
Ananas ind., die: -/-se (tropische Frucht)
A narchie (An-archie) griechdie: -, Anar¬
chien (Unordnung, Gesetzlosigkeit); anar¬
chisch; der Anarchismus; der Anarchjst
(Staatsfeind); die Anarchjstin; anarchis¬
tisch
Anatomie griechdie: -, Anatomien (Lehre
von der Form und dem Aufbau des Körpers
von Lebewesen); anatomisch
an-bän-deln: einen Streit anbändeln (anfan¬
gen) - mit jemandem anbändeln (eine Lie¬
besbeziehung anknüpfen); die Anbändelej
23
Anfeuerungsruf
Anbetracht: in Anbetracht (angesichts) des¬
sen, dass ...
anbiedern, sich: er biedert sich ihm an (will
sich beliebt machen); die Anbiederung
Anblick, der: -(e)s, -e; beim Anblick des Fein¬
des; anblicken
Andacht, die: -, -en; in stiller Andacht (Ver¬
senkung) - etwas mit Andacht (Ehrfurcht)
betrachten - eine Andacht (einen kurzen
Gottesdienst) halten; andächtig; andachts¬
voll
andante ital.: (mäßig langsam); das Andante
(Musikstück in ruhigem Tempo)
Andenken, das: -s, -; dem Toten ein ehren¬
des Andenken bewahren - ein Andenken
(Geschenk zur Erinnerung) mitbringen
ander...: der, die, das andere - alles andere
- und vieles andere mehr - ein Wort gab
das andere - ich finde das alles andere als
gut - der eine kommt, der andere geht -
eine andere Meinung haben - andere Län¬
der, andere Sitten - eine Hand wäscht die
andere - er redet von etwas anderem - un¬
ter anderem - von einem Tag zum anderen
- es kommt eins zum anderen - eins nach
dem anderen (immer der Reihe nach) -
sich eines anderen besinnen - wer anderen
eine Crube gräbt, fällt selbst hinein - kein
anderer - nichts anderes - ein anderes Mal
bleibe ich da - etwas anderes; aber: sie
strebte etwas ganz Anderes (völlig Neues)
an; ander(e)nfalls; ander(e)norts; an¬
derentags; anderenteils; andererseits;
ein andermal; aber: ein anderes Mal - an¬
dere Male; anders: jemand anders - anders
denkend; aber: der/die anders Denkende;
auch: der/die Andersdenkende - anders
geartet - anders sein - anders als du - wo
anders (wo sonst)?; aber: woanders (irgend¬
wo sonst) ist es schöner; andersartig; an¬
dersfarbig; andersgläubig; anders(he)rum;
anderswie; anderswo; anderswoher; anders¬
wohin; anderwärts; anderweitig
ändern: er änderte seine Meinung - das Wet¬
ter ändert (wandelt) sich; die Änderung;
der Änderungsvorschlag
anderthalb: anderthalb Zentner - in ändert-
• •
halb Stunden; anderthalbfach; das Andert¬
halbfache
andeuten: mit ein paar Worten andeuten (er¬
wähnen) - eine Besserung deutet (kündigt)
sich an; die Andeutung; andeutungsweise
Andrang, der: -(e)s; vor dem Geschäft war
ein großer Andrang (großes Gedränge); an¬
drängen
androhen: Strafe androhen; die Androhung
aneignen: er eignete sich fremdes Gut an
(nahm es weg) - sich gute Kenntnisse an¬
eignen; die Aneignung
an ei nan der (an ein an der): aneinander
vorbeireden - stets aneinander denken -
aneinander fügen - aneinander geraten
(streiten) - aneinander grenzen - aneinan¬
der legen - aneinander stoßen
A nek do te (An ek do te) griech., die: -, -n
(kurze, meist witzige Geschichte); anekdo¬
tenhaft; anekdotisch
A ne mo ne, die: -, -n (Windröschen)
Anerbieten, das: -s, -; ein Anerbieten (An¬
gebot) dankend ablehnen
anerkennen: die Leistung anerkennen (lo¬
ben, würdigen); anerkannt: ein anerkann¬
ter (angesehener) Fachmann; anerkannter¬
maßen; anerkennenswert; die Anerken¬
nung
anfachen: die Glut anfachen (entzünden) -
er hat den Aufstand angefacht (angezettelt)
anfahren: der Zug fährt an - der Betrunkene
fuhr die Fußgängerin an - jemanden barsch
anfahren (grob anreden, zurechtweisen);
die Anfahrt; der Anfahrtsweg; die An¬
fahrtszeit; die Anfuhr
An fall, der: -(e)s, Anfälle; einen Anfall be¬
kommen; anfallartig; anfallen: die anfal¬
lenden (auftretenden) Arbeiten; anfällig: für
eine Krankheit anfällig (empfindlich) sein;
die Anfälligkeit
An-fang, der: -(e)s, Anfänge; von Anfang an -
von Anfang bis Ende (vollständig) - aller
Anfang ist schwer - Müßiggang ist aller Las¬
ter Anfang; anfangen: was soll ich anfan¬
gen (machen)? - mit der Arbeit anfangen
(beginnen); der Anfänger; die Anfängerin;
anfänglich; anfangs; der Anfangsbuch¬
stabe; das Anfangsstadium
anfechten: das Testament anfechten; an¬
fechtbar; die Anfechtbarkeit; die Anfech¬
tung
anfertigen: einen Plan anfertigen (herstel-
len); die Anfertigung
anfeuern: die Spieler anfeuern (ermuntern);
die Anfeuerung; der Anfeuerungsruf
anfordern
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anfordern: ein Gutachten anfordern (bestel-
len); die Anforderung
Anfrage, die: -, -n; eine Anfrage an jeman¬
den richten - eine telefonische Anfrage;
anfragen
anführen: eine Bande anführen (leiten) - ein
Buch anführen (zitieren) - jemanden an¬
führen (irreführen); der Anführer; die An¬
führerin; die Anführung; das Anführungs¬
zeichen
angeben: mit seinem Reichtum angeben
(prahlen) - er hat seinen Namen angege¬
ben (mitgeteilt) - den Ton angeben (bestim¬
men) - wer angibt, hat mehr vom Leben;
die Angabe; der Angeber; die Angeberei;
angeberisch; angeblich
An ge bot, das: -(e)s, -e; ein Angebot ma¬
chen, annehmen, ablehnen - Angebot und
Nachfrage; anbieten
angehen: die Sendung geht (fängt) an - er
geht seinen Freund um Geld an (bittet ihn
darum) - das geht mich nichts an - das
Licht ist angegangen - gegen ein Urteil an-
gehen (kämpfen) - das kann nicht angehen
(ist nicht möglich) - eine Arbeit angehen
(beginnen); angehend: ein angehender
(künftiger) Arzt
Angehörige, der/die: -n, -n; seine An¬
gehörigen benachrichtigen; angehören: ei¬
nem Verein angehören; angehörig
Angeklagte, der/die: n, -n; den Angeklag¬
ten vernehmen; anklagen
An gel,d ie: -, -n; etwas aus den Angeln heben
(grundlegend verändern); der Angelhaken;
angeln: ich ang(e)le; der Angelpunkt; die
Angelrute; der Angler
Angelegenheit, die: -, -en; eine schwie¬
rige Angelegenheit; angelegen: ich lasse
mir etwas angelegen sein (kümmere mich
darum); angelegentlich: sich angelegent¬
lich (nachdrücklich) erkundigen
angemessen: eine angemessene Bezahlung
- in angemessener (passender) Weise; die
Angemessenheit
angenehm: eine angenehme Reise - ange¬
nehme Ruhe! - ein angenehmes Äußeres;
aber: auf das Angenehmste; auch: auf das
angenehmste - nur Angenehmes
angenommen: angenommen, du kannst
nicht kommen
An ger, der: -s, - (Dorfplatz, Dorfwiese)
angeregt: sich angeregt (munter, lebhaft) un¬
terhalten
angesehen: ein angesehener (geachteter)
Bürger
Angesicht, das: -(e)s, -e/-er; im Angesicht
(Anblick) der Gefahr; angesichts: ange¬
sichts des Todes
Angestellte, der/die: -n, -n; er ist Ange¬
stellter in unserer Firma; angestellt: bei ei¬
ner Behörde angestellt sein
angewöhnen: Sich das Rauchen angewöh¬
nen; die Angewohnheit; die Angewöhnung
Angina lat., die: -, Anginen (Mandel- und Ra¬
chenentzündung); die Angina pectoris (Er¬
krankung des Herzens mit Angstzuständen)
angreifen: den Feind angreifen - die Vorräte
angreifen (anbrechen) - eine Sache angrei¬
fen (beginnen) - fremde Gelder angreifen
(veruntreuen) - die Säure greift den Stoff an
- angegriffene (geschwächte) Nerven; an¬
greifbar; der Angreifer; die Angreiferin;
der Angriff: etwas in Angriff nehmen (be¬
ginnen); der Angriffskrieg; angriffslustig;
der Angriffsspieler
angrenzen: der Garten grenzt an die Straße
an; der Angrenzer
Angst, die: -, Ängste; Angst haben - in Angst
sein - Angst einflößen - jemandem Angst
(und Bange) machen (ihn in Angst verset¬
zen) - wer Angst hat, ist leicht zu fangen;
aber: mir wird angst - angst und bange
sein; angsterfüllt; das Angstgefühl; der
Angsthase; sich ängstigen; ängstlich; die
Ängstlichkeit; der Angstschweiß; angstvoll
anhalten: ein Auto anhalten (zum Stillstand
bringen) - den Atem anhalten - das schöne
Wetter hält (dauert) an - jemanden zur Ar¬
beit anhalten (ermahnen, anleiten) - um
ein Mädchen anhalten (werben); der An¬
halt; anhaltend: eine anhaltende (dau¬
ernde) Hitze; der Anhalter: per Anhalter
reisen; die Anhalterin; der Anhaltspunkt
anhand: anhand (mithilfe) der Unterlagen
Anhang (Anh.), der: -(e)s, Anhänge; der An¬
hang (Nachtrag) zu einem Buch - keinen
Anhang (keine Familie) haben; anhängen:
einen Wagen anhängen - jemandem etwas
anhängen (jemanden beschuldigen, ver¬
leumden); der Anhänger; die Anhängerin;
die Anhängerschaft; anhängig: ein anhän¬
giges (zur Entscheidung anstehendes) Ver-
25
Anmaßung
fahren; anhänglich; die Anhänglichkeit;
das Anhängsel
anheim: anheim fallen - das Vermögen fiel
den Verwandten anheim - anheim geben
(anvertrauen) - anheim stellen
anheischig: ich mache mich anheischig
(biete mich an)
anheuern: einen Seemann anheuern (ein¬
stellen)
Anhieb: es klappte alles auf Anhieb (beim ers¬
ten Versuch, sofort)
anhören: einen Zeugen anhören - das hört
sich gut an (klingt gut); die Anhörung; das
Anhörverfahren
Anilin arab., das: -s (Ausgangsstoff für Farb-
und Kunststoffe sowie Arzneimittel); die
Anilinfarbe
animalisch lat.: (tierisch)
animieren lat.: jemanden zu etwas animie¬
ren (ermuntern, anregen); die Animation;
das Animierlokal
Anis griech., der: -es, -e (Heil- und Gewürz¬
pflanze); der Anisschnaps
Ank. = Ankunft
Anker, der: -s, -; den Anker lichten - vor An¬
ker gehen - den Anker werfen (Rast ma¬
chen, sesshaft werden); die Ankerkette; an¬
kern; der Ankerplatz
Anklage, die: -, -n; unter Anklage stehen; die
Anklagebank; anklagen: jemanden vor Ge¬
richt anklagen; der Ankläger; die Ankläge¬
rin; die Anklageschrift
Anklang, der: -(e)s, Anklänge; seine Rede
fand bei allen Anklang (Zustimmung); an¬
klingen
anknüpfen: er konnte nicht mehr an seine
früheren Erfolge anknüpfen; die Anknüp¬
fung; der Anknüpfungspunkt
ankommen: in Berlin ankommen (eintref-
fen) - der Zug kommt um 8 Uhr an - es
kommt ganz auf seine Gesundheit an
(hängt davon ab) - es drauf ankommen las¬
sen (etwas wagen) - mit etwas gut ankom¬
men (großen Erfolg haben) - wer langsam
geht, kommt auch an; der Ankömmling
ankreiden: jemandem etwas an kreiden
(übel nehmen)
Ankündigung, die: -, -en (Bekanntma¬
chung, Voraussage); ankünden; ankündi¬
gen: seinen Besuch ankündigen (anmel¬
den) - der Herbst kündigt sich an
Ankunft (Ank.), die: -; die Ankunft des Zuges;
die Ankunftszeit
An la ge, die: -, -n; die Anlage eines Rasen¬
platzes - die Anlagen im Park - das Kind
hat gute Anlagen (ist begabt) - die elektri¬
schen Anlagen - etwas als Anlage (Beilage)
mitsenden - die Anlage des Geldes; das
Anlagevermögen; anlegen
Anlass, der: -es, Anlässe; ohne jeden Anlass -
aus Anlass des Festes - ein Anlass zur
Freude; anlässlich: anlässlich seines Ge¬
burtstages
anlassen: das Auto anlassen (starten) - das
lässt sich gut an (erweist sich als gut); der
Anlasser (Startvorrichtung beim Auto)
Anlauf, der: -(e)s, Anläufe; einen Anlauf neh¬
men - sein erster Anlauf (Versuch) - ein gu¬
ter Anlauf ist der halbe Sprung; anlaufen:
das Silber läuft an (wird dunkel, verfärbt
sich) - den Hafen anlaufen (ansteuern) -
der Motor läuft an - ein neuer Film ist an¬
gelaufen; die Anlaufstelle; die Anlaufzeit
an le gen: ein Schiff legt im Hafen an (ankert)
- einen strengen Maßstab anlegen - Hand
anlegen (mitarbeiten) - sein Geld auf der
Bank, in Papieren anlegen - einen Verband
anlegen - einen Garten anlegen (gestalten)
- ein Kleid anlegen (anziehen) - das Ge¬
wehr anlegen (zielen) - sich mit jemandem
anlegen (Streit suchen) - es auf etwas anle¬
gen (ein bestimmtes Ziel verfolgen); die
Anlage; der Anlegeplatz; der Anleger; die
Anlegestelle
anlehnen: die Türe anlehnen; die Anleh¬
nung; das Anlehnungsbedürfnis; anleh¬
nungsbedürftig
Anleihe, die: -, -n; bei jemandem eine An¬
leihe machen (Geld aufnehmen, sich von
ihm Geld leihen)
anleiten: zur Arbeit anleiten (anhalten); die
Anleitung
Anliegen, das: -s, -; ein Anliegen (einen
Wunsch) haben
Anlieger, der: -s, - (Anwohner einer Straße);
anliegend; der Anliegerstaat (angrenzen¬
der Staat); der Anliegerverkehr
Anm. = Anmerkung
anmaßen, sich: sich ein Urteil über jeman¬
den anmaßen; anmaßend: ein anmaßender
(überheblicher) Mensch - anmaßend auf-
treten; die Anmaßung
A
¥
c
D
E
F
anmelden
26
an-melden: sein Kommen anmelden (ankün¬
digen) - Bedenken anmelden (Vorbringen)
- ein Kind zur Schule anmelden; das An¬
meldeformular; die Anmeldefrist; anmel¬
depflichtig; die Anmeldung
Anmerkung (Anm.), die: -en; eine kurze
Anmerkung (Bemerkung) machen; anmer¬
ken: sich seine Enttäuschung nicht anmer¬
ken lassen - etwas anmerken (anführen)
wollen - etwas im Kalender anmerken (an¬
streichen)
Anmut, die: - (Liebreiz); anmuten: das mutet
mich seltsam an (kommt mir seltsam vor);
anmutig; anmut(s)voll
annähern, sich: sich einem Vorbild annä¬
hern; annähernd: annähernd (fast, unge¬
fähr) hundert Meter; die Annäherung; der
Annäherungsversuch
annehmen: einen Antrag annehmen (bil¬
ligen) - ich nehme an (vermute, meine),
dass... - sich um etwas annehmen (küm¬
mern); die Annahme: in der Annahme, dass
- die Annahme verweigern - die Annahme
an Kindes statt; die Annahmestelle; an¬
nehmbar
annehmlich: (angenehm, zufrieden stel¬
lend); die Annehmlichkeit
annektieren lat.: ein fremdes Land annek¬
tieren (es sich gewaltsam aneignen); die
Annexion
anno lat.: (im Jahre); auch: Anno: Anno dazu¬
mal - Anno Domini (A.D.) (im Jahre des
Herrn)
Annonce franz. [anöse], die: -, -n (Zeitungs¬
anzeige, Inserat); annoncieren: in der Zei¬
tung annoncieren
annullieren lat.: ein Gesetz annullieren (für
ungültig erklären); die Annullierung
Anode (Anode) griech., die: -, -n (Pluspol,
Gegensatz zur Kathode)
anomal (anomal) griech.: (abweichend,
regelwidrig); die Anomalie
a no nym (an o nym) griech.: (unbekannt,
ungenannt); ein anonymer Brief (Brief mit
ungenanntem Absender); die Anonymität
Anorak eskim., der: -s, -s (Windjacke)
anordnen: eine Untersuchung anordnen
(befehlen, veranlassen) - Gegenstände an¬
ordnen (gruppieren); die Anordnung
anpassen: sich der Zeit anpassen (sich an¬
gleichen) - ein Kleid anpassen; angepasst;
die Anpassung; anpassungsfähig; die An¬
passungsfähigkeit
anpfeifen: ein Spiel anpfeifen - angepfiffen
(gescholten) werden; der Anpfiff
anpflanzen: Sträucher im Garten anpflan¬
zen; die Anpflanzung
Anprobe, die: -, -n; zur Anprobe kommen;
anprobieren: einen Mantel anprobieren
Anrainer, der: -s, - (Anlieger); der Anrainer¬
staat
anraten: (raten,' empfehlen); das Anraten:
auf Anraten des Arztes
Anrede, die: -, -n; eine höfliche Anrede; an-
reden
anregen: zum Arbeiten anregen (ermuntern)
- den Appetit anregen; anregend; die Anre¬
gung; das Anregungsmittel
Anrichte, die: -, -n (halbhoher Geschirr¬
schrank); anrichten: das Essen anrichten
(servieren) - etwas Dummes anrichten (an¬
stellen, machen)
anrüchig: ein anrüchiges (verrufenes) Stadt¬
viertel; die Anrüchigkeit
anrufen: per Telefon anrufen - ein Gericht
an rufen; der Anruf; der Anrufbeantworter;
der Anrufer; die Anruferin; die Anrufung
ans: (an das); ans Essen denken - ans Bett ge¬
fesselt sein
An •sage, die: -, -n; die Ansage des Pro¬
gramms; ansagen (ankündigen, anmelden);
der Ansager; die Ansagerin
ansässig: in Berlin ansässig (wohnhaft) sein
- sich ansässig machen; die Ansässigkeit
Ansatz, der: -es, Ansätze; ein Ansatz zur Bes¬
serung; der Ansatzpunkt
anschaffen: viel anschaffen (erwerben, kau¬
fen) - jemandem eine Arbeit anschaffen
(befehlen); die Anschaffung; die Anschaf¬
fungskosten Mz.
anschauen: sich die Stadt anschauen; an¬
schaulich: etwas anschaulich (verständ¬
lich, bildlich) erzählen; die Anschaulich¬
keit; die Anschauung; das Anschauungs¬
material
Anschein, der: -(e)s; es hat den Anschein -
allem Anschein nach; anscheinend (offen¬
bar, offensichtlich)
Anschlag, der: -(e)s, Anschläge; der An¬
schlag am schwarzen Brett - der Anschlag
(die verbrecherische Tat) ist misslungen -
der Anschlag einer Schreibmaschine; an-
27
anstellen
schlagen: sich das Knie anschlagen (verlet¬
zen) - einen Ton anschlagen (anstimmen) -
das Plakat anschlagen (befestigen) - das Es¬
sen schlägt an (macht dick) - die Hunde
schlagen an (bellen) - Geschirr anschlagen
(beschädigen); die Anschlagsäule
an-schlie-ßen: ein Kabel anschließen - sich
einer Reisegruppe anschließen - ich
schließe mich deiner Meinung an; an¬
schließend; der Anschluss, die Anschlüsse:
keinen Anschluss (Anschlusszug) haben -
Anschluss (Bekanntschaft) suchen - der An¬
schluss des Wassers; der Anschlusstreffer
Anschrift, die: -, -en (Adresse); deine An¬
schrift ist mir nicht bekannt; anschreiben:
ein Amt anschreiben - anschreiben lassen
(Schulden machen) - beim Vorgesetzten
gut angeschrieben sein (Wohlwollen genie¬
ßen); die Anschriftenliste
anschuldigen: jemanden vor Gericht an¬
schuldigen; die Anschuldigung
anschwel-len: der Fluss schwillt (steigt) an -
der Lärm schwoll immer mehr an (wurde
stärker) - die Hand ist angeschwollen (hat
sich verdickt); die Anschwellung
ansehen: ein Bauwerk ansehen - einem sein
Alter nicht ansehen - etwas als seine Pflicht
ansehen - jemanden von oben herab (he¬
rablassend) ansehen - sich einen Patienten
ansehen (ihn untersuchen) - Ansehen kos¬
tet nichts; das Ansehen: Ansehen in der Be¬
völkerung genießen - jemanden nur vom
Ansehen kennen - ohne Ansehen der Per¬
son; ansehnlich: ein ansehnliches (großes)
Vermögen haben; die Ansicht; ansichtig:
ich werde seiner ansichtig (erblicke ihn);
die Ansichtskarte; die Ansichtssache
Ansiedlung, die: -, -en (Niederlassung);
auch: die Ansiedelung; ansiedeln; der An¬
siedler; die Ansiedlerin
Ansinnen, das: -s, -; ein unverschämtes An¬
sinnen (eine Zumutung) - das Ansinnen ab¬
lehnen
ansonsten: (anderenfalls, im Übrigen)
anspannen: die Pferde anspannen - seine
Kräfte anspannen - eine angespannte
(schwierige) Situation; die Anspannung
(Anstrengung, Konzentration)
an-spie-len: er spielte auf ihre Vergangenheit
an (wies darauf versteckt hin) - den Vertei¬
diger anspielen; das Anspiel; anspielbar;
die Anspielung (versteckter Hinweis)
An-sporn, der: -(e)s (Antrieb, Anreiz); anspor¬
nen; die Anspornung
Ansprache, die: -n; eine Ansprache (kurze
Rede) halten; ansprechbar; ansprechen: je¬
manden auf der Straße ansprechen (anre-
den) - ein Thema ansprechen (zur Sprache
bringen) - das Medikament spricht an
(zeigt Wirkung); ansprechend: ein anspre¬
chendes (reizvolles, angenehmes) Wesen
haben; der Ansprechpartner; die An¬
sprechpartnerin
Anspruch, der: -(e)s, Ansprüche; auf etwas
Anspruch (ein Anrecht) erheben - etwas in
Anspruch nehmen (benutzen, gebrau¬
chen); anspruchslos; die Anspruchslosig¬
keit; anspruchsvoll
Anstalt, die: -, -en; eine Anstalt (ein Heim)
für schwer erziehbare Kinder - keine An¬
stalten (Vorbereitungen) machen, treffen;
der Anstaltsleiter; die Anstaltsleiterin
Anstand, der: -(e)s, Anstände; keinen An¬
stand (kein Benehmen) haben - Anstände
(Schwierigkeiten) bekommen - auf dem
Anstand (Hochsitz des Jägers) sitzen - An¬
stand ziert und kostet nichts; anständig; die
Anständigkeit; anstandshalber; anstands¬
los (ohne weiteres, widerspruchslos); die
Anstandsregel
anstatt: du solltest dich freuen anstatt zu jam¬
mern - anstatt dass; aber: an Kindes statt
anstechen: eine Kartoffel anstechen - ein
Fass anstechen (öffnen); der Anstich
anstecken: sich einen Ring anstecken - er
steckt (zündet) sich eine Zigarette an - eine
Krankheit steckt an (überträgt sich auf an¬
dere) - ein Haus anstecken (in Brand
setzen) - Lachen steckt an; ansteckend; die
Anstecknadel; die Ansteckung; die An¬
steckungsgefahr
an-ste-hen: sie standen an (standen Schlange)
an-stei-gen: der Weg steigt an (führt aufwärts)
- die Preise steigen ständig an (werden hö¬
her); der Anstieg
anstelle: anstelle des Bruders (stellvertre¬
tend für); auch: an Stelle
anstel-len: eine Leiter anstellen (anlehnen) -
eine Verkäuferin anstelien (einstellen) -
eine Dummheit anstellen - Überlegungen
anstellen - das Radio anstellen (einschal¬
ten) - sich vor dem Geschäft anstellen (in
anstellig
28
einer Reihe warten) - stell dich nicht so an
(sei nicht so zimperlich, so empfindlich)!;
anstellig (geschickt); die Anstelligkeit; die
Anstellung; der Anstellungsvertrag
anstiften: zu einem Verbrechen anstiften
(verleiten); der Anstifter; die Anstifterin;
die Anstiftung
anstoßen: jemanden anstoßen (anrempeln)
- auf gute Zusammenarbeit anstoßen (trin¬
ken) - mit der Zunge anstoßen; der Anstoß,
die Anstöße: Anstoß (Unwillen) erregen -
den Anstoß (beim Fußball) ausführen; an¬
stößig: sich anstößig benehmen; die Anstö¬
ßigkeit
anstreichen: einen Fehler im Aufsatz an¬
streichen (anmerken) - Fenster anstreichen
(anmalen); der Anstreicher (Tüncher); der
Anstrich
anstrengen: sich in der Schule anstrengen
(Mühe geben) - einen Prozess anstrengen
(veranlassen); anstrengend; die Anstren¬
gung
Antarktis griech., die: - (Gebiet um den Süd¬
pol); antarktisch
Anteil, der: -(e)s, -e; seinen Anteil von der
Erbschaft bekommen - Anteil an einem To¬
desfall nehmen; anteilig; die Anteilnahme;
anteil(s)mäßig
Antenne lat., die: -, -n; eine Antenne auf
dem Dach anbringen; der Antennenmast
An thra zit (Anth ra zit) griech., der: -s, -e
(glänzende Steinkohle); anthrazitfarben
an-ti... griech.: (gegen); der Antialkoholi¬
ker (Alkoholgegner); die Antibabypille
[...bebi...]; das Antibiotikum (Wirkstoff ge¬
gen Krankheitserreger); der Antichrist
(Gegner des Christentums); der Antifa¬
schist; die Antipathie (Abneigung)
antik lat.: (altertümlich); die Antike (das klas¬
sische Altertum und seine Kultur)
Antilope franz., die: -, -n (dem Reh ähn¬
liches Horntier)
Antiquar lat., der: -s, -e (Händler mit alten
bzw. gebrauchten Büchern); das Anti¬
quariat; antiquarisch (gebraucht, alt); anti¬
quiert (altmodisch, überholt); die Antiqui¬
tät (wertvoller altertümlicher Gegenstand);
der Antiquitätenhändler
antiseptisch griech.: ein antiseptisches
(keimtötendes) Mittel; das Antiseptikum
Antlitz, das: -es, -e (Angesicht, Gesicht)
Antrag, der: -(e)s, Anträge: einen Antrag stel¬
len, ablehnen - einem Mädchen einen An¬
trag machen; antragen: einem das Du an¬
tragen (anbieten); antragsgemäß; der An¬
tragsteller; die Antragstellerin
antreiben: jemanden zur Arbeit antreiben -
die Mühle wird vom Wind angetrieben (in
Gang gesetzt); der Antrieb
antreten: eine Reise antreten - seinen
Dienst pünktlich antreten - den Beweis an¬
treten - zu etwas antreten (erscheinen) -
der Größe nach antreten; der Antritt; der
Antrittsbesuch; die Antrittsrede
Antwort, die: -, -en; eine richtige Antwort
geben - jemandem Rede und Antwort ste¬
hen (sich ihm gegenüber rechtfertigen) -
keine Antwort ist auch eine Antwort; ant¬
worten; die Antwortkarte
Anwalt, der: -(e)s, Anwälte (Rechtsanwalt,
Fürsprecher); die Anwältin; das Anwalts¬
büro; die Anwaltschaft
Anwandlung, die: -, -en; eine Anwandlung
haben (ein plötzlich auftretendes Gefühl);
auch: die Anwandeiung; anwandeln: Lust
wandelte mich an (kam über mich)
Anwärter, der: -s, -; er ist ein Anwärter auf
den Thron; die Anwärterin; die Anwart¬
schaft
anweisen: jemanden anweisen (beauftra¬
gen) - den Lehrling anweisen (anleiten) -
Geld anweisen (überweisen) - einen Platz
anweisen; die Anweisung
anwenden: eine List anwenden; anwend¬
bar; die Anwendbarkeit; die Anwendung
Anwesen, das: -s, - (Grundstück mit Ge¬
bäude)
anwesend: er ist heute nicht anwesend;
der/die Anwesende; die Anwesenheit; die
Anwesenheitsliste
anwidern: dein Benehmen widert (ekelt)
mich an - angewidert sein
Anzahl (Anz.), die: -; eine große Anzahl Kin¬
der; anzahlen; die Anzahlung; die Anzah¬
lungssumme
Anzeichen, das: -s, -; die ersten Anzeichen
von Erschöpfung - die Anzeichen (Vorzei¬
chen) eines Gewitters
Anzeige, die: -, -n; Anzeige erstatten - die
Anzeige (Annonce) in der Zeitung; anzei-
gen; anzeigepflichtig; der Anzeiger; die
Anzeigetafel
29
Arbeiterschaft
anzetteln: eine Schlägerei anzetteln - eine
Verschwörung anzetteln; die Anzettelung
anziehen: einen Mantel anziehen - die Aus¬
stellung zieht (lockt) viele Besucher an -
ein Seil anziehen (straffen) - die Pferde zie¬
hen an - die Preise ziehen kräftig an (stei¬
gen) - wem der Schuh passt; der zieht ihn
sich an; anziehend; die Anziehung; die An¬
ziehungskraft; der Anzug, die Anzüge; die
Anzugskraft
anzüglich: er führt anzügliche (zweideutige,
spöttische) Reden; die Anzüglichkeit
AOK = Allgemeine Ortskrankenkasse
Apache [apache, apatsche], der: -n, -n (An¬
gehöriger eines Indianerstammes)
a part franz.: eine aparte (reizvolle) Erschei¬
nung - ein apartes (geschmackvolles) Kleid
tragen; das Aparte; aber: die Apartheit
(Rassentrennung)
Apartment engl, [epartment], das: -s, -s
(Kleinwohnung); das Apartmenthaus # Ap¬
partement
a pa thisch griech.: (teilnahmslos, abge¬
stumpft); die Apathie
Apennin, der: -s (Gebirge in Italien); die
Apenninenhalbinsel
aper: (schneefrei); apere Wiesen
A pe ri tif franz., der: -s, -s/-e (alkoholisches
Getränk, das den Appetit anregt)
Apfel, der: -s, Äpfel; in den sauren Apfel bei¬
ßen (etwas Unbequemes notgedrungen
tun) - der Apfel fällt nicht weit vom Stamm
- wenn der Apfel reif ist; fällt er ab; der
Apfelbaum; das Apfelmus; der Apfelschim¬
mel (Schimmel mit grauen Flecken); die
Apfelsine
apl. = außerplanmäßig
Apokalypse griech., die: -, -n (Offenba¬
rung über das Ende der Welt); apokalyp¬
tisch
Apostel griech., der: -s, - (Jünger Jesu, Glau¬
bensbote); die Apostelgeschichte; aposto¬
lisch: der apostolische Segen; aber: das
Apostolische Glaubensbekenntnis
A pos troph (A po stroph) griech., der: -s,- e
(Auslassungszeichen); apostrophieren (er¬
klären, ansprechen, bezeichnen)
A po the ke griech., die: -, -n (Geschäft für
Arzneien); apothekenpflichtig; der Apothe¬
ker; die Apothekerin
Apparat lat., der: -(e)s, -e (Vorrichtung tech¬
nischer Art); die Apparatur
Ap parte ment franz. [apartema], das: -s, -s
(komfortable Kleinwohnung); das Apparte¬
menthaus # Apartment
Appell franz., der: -s, -e (Aufruf, Aufforde¬
rung); die Appellation; appellieren: an je¬
mandes Freigebigkeit appellieren
Appetit lat., der: -(e)s, -e; der Appetit kommt
beim Essen; appetitanregend; appetitlich;
appetitlos; die Appetitlosigkeit
applaudieren lat.: (Beifall spenden); der
Applaus
Applikation lat.f die: -en (Anwendung,
aufgenähte Verzierung)
apportieren franz.: der Hund apportiert
(bringt) den Hasen - apport (bring her)!; der
Apport; der Apportierhund
Apposition lat., die: -, -en (Beisatz)
Appretur franz., die: -, -en (besondere Bear¬
beitung von Geweben); appretieren
A pri ko se (Ap ri ko se) lat., die: -, -n
(Steinobst); der Aprikosenbaum
A-prjl (April) lat. (Apr.), der: -(s), -e; jeman¬
den in den April schicken (am 1. April zum
Narren halten); der Aprilscherz; das April¬
wetter
a pro pos (ap ro pos) franz. [apropo]: (übri¬
gens, nebenbei bemerkt)
Aquädukt lat., der: -(e)s, -e (altrömische
Wasserleitung)
A qua pla ning engl., das: -s (Rutschen der
Reifen auf nasser Straße, Wasserglätte)
A qua rell ital., das: -s, -e (mit Wasserfarben
gemaltes Bild); die Aquarellfarbe; aquarel¬
lieren; die Aquarelltechnik
Aquarium lat., das: -s, Aquarien (Glasbe¬
hälter für Wassertiere und -pflanzen)
Äquator lat., der: -s (größter Breitengrad der
Erde)
Ar (a) lat., das/der: -s, -e (Flächenmaß; 1a =
100 m2) # Aar
Ära lat., die: -, Ären (Zeitalter); die Ära Napo¬
leon
Araber, der: -s, - (Bewohner von Arabien,
Pferderasse); die Araberin; Arabien; ara¬
bisch; das Arabische: auf Arabisch
Arbeit, die: -, -en; Arbeit ernährt, Müßiggang
verzehrt - Arbeit schändet nicht - wie die
Arbeit, so der Lohn; arbeiten; der Arbeiter;
die Arbeiterin; die Arbeiterschaft; das Ar-
Arbeiterviertel
30
beiterviertel; der Arbeitgeber; die Arbeit¬
geberin; der Arbeitnehmer; die Arbeitneh¬
merin; arbeitsam; das Arbeitsamt; die
Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM); ar¬
beitsfähig; arbeitsfrei; die Arbeitsgemein¬
schaft (AG); die Arbeitskleidung; , das
Arbeitsklima; die Arbeitskraft; der Arbeits¬
lohn; arbeitslos; der/die Arbeitslose; die
Arbeitslosigkeit; der Arbeitsmarkt; der Ar¬
beitsplatz; die Arbeitsstelle; arbeitssu¬
chend; aber: Arbeit suchend; der/die Arbeit
Suchende; auch: der/die Arbeitssu¬
chende; die Arbeitsteilung; arbeitsunfähig;
arbeitswillig; die Arbeitszeit; das Arbeits¬
zimmer
Archäologe griech., der: -n, -n (Altertums¬
forscher); die Archäologie; die Archäolo¬
gin; archäologisch
Arche lat., die: -, -n; die Arche Noah
Architekt griech., der: -en, -en (Baumeister);
die Architektin; architektonisch (baulich);
die Architektur (Baustil, Baukunst)
Archiv lat., das: -s, -e (Sammlung von Doku¬
menten, Urkunden); der Archivar; die Ar¬
chivarin; das Archivbild; archivieren
ARD = Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-
rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundes¬
republik Deutschland
A re al, das: -s, -e (Fläche, Bezirk, Gebiet)
Arena lat., die: -, Arenen (Zirkusmanege,
Kampfplatz)
ärger, am ärgsten; eine arge (schlimme)
Enttäuschung erleben - das ist arg (sehr)
teuer - jemandem arg mitspielen; aber:
sich nichts Arges denken - das Ärgste ver¬
hüten - vor dem Ärgsten bewahren - Arges,
das Ärgste befürchten - im Argen liegen (in
Unordnung sein); das Arg: ohne Arg (Hin¬
terlist); die Arglist; arglistig; arglos; die
Arglosigkeit; der Argwohn (Misstrauen):
Argwohn ist ein böser Nachbar; argwöh¬
nen; argwöhnisch
Argentinien: -s (Staat in Südamerika); der
Argentinier; die Argentinierin; argenti¬
nisch
Arger, der: -s; seinen Ärger (Zorn, Unmut)
verbergen; ärgerlich; ärgern: wer krank ist,
den ärgert die Fliege an der Wand; das Är¬
gernis, die Ärgernisse
Argument lat., das: -(e)s, -e (Grund, Beweis¬
grund); die Argumentation; argumentieren
(Beweise anführen)
Arie ital., die: -, -n (von Instrumenten beglei¬
tetes Sologesangstück)
A ris to krat (A ris tok rat) griech., der: -en,
-en (Angehöriger des Adels, vornehmer
Mensch); die Aristokratie (der Adelsstand);
die Aristokratin; aristokratisch
Arithmetik griech., die: - (Zahlenlehre);
arithmetisch: das arithmetische Mittel
(Durchschnittswert)
Arkade franz., die: -, -n (Bogengang)
Arktis griech., die: - (Nordpolgebiet); ark¬
tisch: der arktische Winter
arm: ärmer, am ärmsten; arm sein - ein armer
Kerl - arm an irdischen Gütern; aber: der
Arme und der Reiche - Arm und Reich (je¬
dermann) - Arme und Reiche - wir Armen
- der Ärmste ist krank - du Arme(r)! - dem
Armen fehlt das Brot, dem Reichen der Ap¬
petit; der Armesünder; ärmlich; die Ärm¬
lichkeit; armselig; die Armut: Armut schän¬
det nicht; das Armutszeugnis
Arm, der: -(e)s, -e; Arm in Arm gehen - ein
Arm voll Holz - jemanden auf den Arm
nehmen (necken, zum Narren halten) - je¬
mandem unter die Arme greifen (ihn unter¬
stützen) - einen langen Arm haben (ein¬
flussreich sein); das Armband; die
Armbinde; die Armbrust; armdick; der Är¬
mel: etwas aus dem Ärmel schütteln (mit
Leichtigkeit schaffen); ...ärmelig: kurz¬
ärmelig; ärmellos; ...armig: dreiarmig;
armlang: ein armlanger Stock; aber: der
Stock ist einen Arm lang; der Armleuchter;
der Armreif; armstark
Armatur lat., die: -, -en (Kontroll- und Mess¬
gerät); das Armaturenbrett
Armee franz., die: -, Armeen (Heer); eine Ar¬
mee (eine große Menge) von Reportern; die
Armeeeinheit; das Armeefahrzeug; das Ar¬
meekorps [armekor]
Arnika griech., die: -, -s (Heilpflanze)
Aroma griech., das: -s, -s/Aromen/Aromata
(Duft, Wohlgeruch); aromatisch
arrangieren franz. [aräschiren]: (verständi¬
gen, eine Lösung finden); etwas geschickt
arrangieren - sich mit den Nachbarn arran¬
gieren; das Arrangement [aräschemä]
Arrest lat.: -(e)s, -e (Haft); der Arrestant; die
Arrestzelle; arretieren: einen Dieb arretie¬
ren (festnehmen); die Arretierung
31
astronomisch
arrogant lat.: (anmaßend, überheblich); die
Arroganz
Arsen griech., das: -s (chemischer Grund¬
stoff, Gift)
Arsenal arab., das: -s, -e (Lager für Waffen
und Geräte)
Art, d ie: -en; seine Art gefällt mir - die Art
und Weise - diese Art Leute - das ist keine
Art (das ist unverschämt, dreist)! - Gemüse
aller Art - aus der Art schlagen (anders
sein); aber: sie ist derart (so) böse, dass...;
arten: nach seiner Mutter arten (geraten);
die Arten Vielfalt; artfremd; der Artgenos¬
se; ...artig: neuartig, fremdartig; artver¬
wandt
Arterie griech. [arterje], die: -, -n (Schlag¬
ader); die Arterienverkalkung
artesisch: ein artesischer Brunnen (Brun¬
nen, bei dem das Wasser durch Überdruck
des Grundwassers selbstständig aufsteigt)
artig: (brav, gesittet); die Artigkeit
Artikel (Art.) lat., der: -s, -; einen Artikel
(Beitrag) für die Zeitung schreiben - ein Ar¬
tikel (Abschnitt) eines Textes - viele Artikel
(Waren) im Geschäft führen - einen Artikel
(ein Geschlechtswort) vor ein Namenwort
setzen
artikulieren lat.: (deutlich aussprechen);
die Artikulation (Aussprache)
Ar til le rie franz., die: -, Artillerien (mit Ge¬
schützen bewaffnete Truppe); der Artil¬
lerist
Artischocke ita\., die: -, -n (Zier- und Ge¬
müsepflanze)
Ar tist franz., der: -en, -en (Zirkuskünstler);
die Artistik; die Artistin; artistisch
Arznei, die: -, -en (Medizin, Heilmittel); das
Arzneimittel; der Arzt: die Zeit ist der beste
Arzt; die Arzthelferin; die Ärztin, die Ärz¬
tinnen; ärztlich; die Arztpraxis
As-best griech., der: -(e)s, -e (hitzefestes Mate¬
rial); der Asbestanzug; der Asbeststaub
Asche, die: -, -n (Verbrennungsreste); asch¬
blond; die Aschenbahn; der Aschenbe¬
cher; das Aschenbrödel; das Aschenputtel;
der Ascher (Kurzwort für: Aschenbecher);
der Aschermjttwoch; aschfahl; aschgrau;
aschig
äsen: das Reh äst (nimmt Nahrung auf); die
Äsung
aseptisch griech.: (keimfrei)
Asien: -s (Erdteil); der Asiat; die Asiatin; asia¬
tisch
Askese griech., die: - (enthaltsame Lebens¬
weise); der Asket; asketisch: asketisch leben
asozial lat.: (gemeinschaftsschädigend)
Aspekt (Aspekt) lat., der: -(e)s, -e (Gesichts¬
punkt, Betrachtungsweise); etwas unter ei¬
nem bestimmten Aspekt betrachten
Asphalt griech., der: -(e)s, -e (Straßenbelag);
asphaltieren: eine Straße asphaltieren
Aspik franz., der: -s, -e (Fleisch- oder Fisch¬
sülze)
Aspirant (Aspirant) lat., der: -en, -en (An¬
wärter); die Aspirantin
Ass franz., das: -es, -e; ein Ass (Spielkarte) aus¬
spielen - ein großes Ass (hervorragend)
sein # Aas
Äs-sel, die: -, -n (Krebstier)
Assessor lat., der: -s, Assessoren (Anwärter,
Beisitzer); die Assessprin
As-si-mi-la-ti-pn lat., die: -, -en (Anglei¬
chung); assimilieren; die Assimilierung
Assistent lat., der: -en, -en (Helfer, Mitarbei¬
ter); die Assistentin; die Assistenz; der Assis¬
tenzarzt; die Assistenzärztin; assistieren
(zur Hand gehen)
As-so-zia-ti-pn lat., die: -, -en (Vereinigung,
Zusammenschluss); sich assoziieren; die
Assoziierung
Ast, der: -e(s), Äste (stärkerer Zweig); sich
einen Ast lachen (heftig lachen) - sich auf
einem absteigenden Ast befinden (in seinen
Fähigkeiten nachlassen) - den Ast absägen,
auf dem man sitzt (sich selbst seiner Le¬
bensgrundlage berauben); das Ästchen;
das Ästlein; astrein (einwandfrei)
Aster, die: -, -n (Zierpflanze)
Ästhet griech., der: -en, -en (Freund alles
Schönen); die Ästhetik; der Ästhetiker; äs¬
thetisch (schön, geschmackvoll)
Asthma griech., das: -s (Atemnot, Kurzatmig¬
keit); der Asthmatiker; die Asthmatikerin;
asthmatisch
Astrologe (Ast ro lp ge) griech., der: -n, -n
(Sterndeuter); die Astrologie; die Astrolo¬
gin; astrologisch; der Astronaut (Weltraum¬
fahrer); die Astronautin; der Astronom
(Stern-, Himmelsforscher); die Astronomie;
die Astronpmin; astronomisch: astronomi¬
sche Bücher - eine astronomische (riesen¬
hafte, sehr hohe) Summe
32
Asyl
Asyl griech., das: -s, -e (Heim, Zufluchts¬
stätte); er bittet um Asyl (Schutz vor politi¬
scher Verfolgung) - das politische Asyl; der
Asylant; die Asylantin; der Asylantrag; der
Asylbewerber; das Asylrecht
A.T. = Altes Testament
Atelier franz. [atelje], das: -s, -s (Arbeitsraum
für Künstler oder Fotografen, Modege¬
schäft); die Atelieraufnahme
Athejst griech., der: -en, -en (Gottesleug¬
ner); der Atheismus; atheistisch
Äther griech., der: -s (Himmel, Betäubungs¬
mittel); ätherisch: eine ätherische (engel¬
hafte, vergeistigte) Erscheinung-ätherische
(gut riechende, leicht verdunstende) Öle
Athlet griech., der: -en, -en (Kraftmensch,
Wettkämpfer); die Athletin; athletisch
Atlantik griech., der: -s (der Atlantische
Ozean); atlantisch: die atlantischen Ge¬
wässer
Atlas, der: -/-ses, -se/Atlanten (Kartenwerk)
atmen: tief atmen (Luft holen); der Atem:
Atem holen - er ist außer Atem - in einem
Atem (schnell, ohne Pause) - das verschlägt
jemandem den Atem (macht ihn sprachlos)
- einen langen Atem haben (ausdauernd
sein); atemberaubend; das Atemholen; atem¬
los; die Atemnot; die Atempause; atem¬
raubend; der Atemschutz; der Atemzug;
die Atmung
Atmosphäre (Atmosphäre) griech.,
die: -, -n; die Atmosphäre (Gashülle) der
Erde - eine angenehme Atmosphäre (Stim¬
mung) schaffen - 2 Atmosphären (Druck¬
maß); atmosphärisch
Atoll, das: -s, -e (ringförmige Koralleninsel)
A-torn griech., das: -s, -e (Urstoffteilchen,
kleinster Teil eines chemischen Grundstof¬
fes); atomar; die Atombombe; die Atom¬
energie; die Atomerzeugung; die Atom¬
explosion; atomisjeren (in kleine Teilchen
zertrümmern); die Atomisierung; der Atom¬
kern; die Atomkraft; das Atomkraftwerk
(AKW); der Atommüll; der Atomreaktor;
die Atomwaffe; das Atomzeitalter
Attacke franz., die: -, -n (Angriff, heftige Kri¬
tik); gegen jemanden eine Attacke reiten
(scharf vorgehen); attackieren
At ten tat franz., das: -(e)s, -e (Anschlag, poli¬
tischer Mordanschlag); der Attentäter; die
Attentäterin
At test lat., das: -(e)s, -e (Zeugnis, Gutachten);
ein ärztliches Attest; attestieren (bescheini¬
gen)
Attraktion lat., die: -, -en (Sehenswürdig¬
keit); attraktiv: eine attraktive (anziehende)
Frau; die Attraktivität (Anziehungskraft)
Attrappe franz., die: -n (Nachbildung,
Nachahmung)
At tri but lat., das: -(e)s, -e (Eigenschaft,
Kennzeichen, Beifügung); attributiv; der
Attributsatz *
atzen: die Meise atzt (füttert) ihre Jungen; die
Atzung
ätzen: (mit scharfer Flüssigkeit behandeln);
ätzend: ätzender (beißender, verletzender)
Spott - ätzende (unangenehme) Hausauf¬
gaben (Jugendsprache); die Ätzung
au!: auweh! - au Backe - au ja!
Au, di e: -, -en (Wiesengrund, feuchte Niede¬
rung); auch: die Aue; die Auenlandschaft
Au ber gi ne franz. [oberschine], die: -, -n
(Eierpflanze)
auch: ich bin auch (ebenfalls) müde - das war
auch (außerdem) daran schuld - auch (so¬
gar) der geringste Hinweis ist nützlich -
stimmt das auch (wirklich, tatsächlich)? -
warum auch (schließlich) nicht? - wenn
auch
Audienz lat., die: -, -en (feierlicher Empfang,
Unterredung); eine Audienz gewähren
audiovisuell lat.: (hör- und sichtbar); au¬
diovisuelle Medien - ein audiovisueller
Unterricht
Auerhahn, der: -(e)s, Auerhähne (großes
Waldhuhn); die Auerhenne; der Auerochse
auf: auf der Bank sitzen - auf ein Jahr verrei¬
sen - auf Raten kaufen - auf Seiten; auch:
aufseiten - auf Regen folgt Sonnenschein -
auf der Stelle - auf einmal - aufs Äußerste;
auch: aufs äußerste - aufs Neue; auch: aufs
neue - aufs Beste; auch: aufs beste - aufs Ge¬
naueste; auch: aufs genaueste - auf Grund;
auch: aufgrund - auf und davon - auf und
ab gehen - auf sein - auf und nieder - von
klein auf - auf Wiedersehen - auf Zeit (vor¬
übergehend) - auf dass; aber: das Auf und
Ab des Lebens - das Auf und Nieder
auf bah ren: einen Toten aufbahren; die Auf¬
bahrung
auf bau en: ein Haus wieder aufbauen - sich
eine neue Existenz aufbauen (schaffen) -
33
Aufheben
sich vor jemandem aufbauen (drohend hin¬
stellen); der Aufbau; die Aufbauten Mz.
(z. B. bei Gebäuden)
auf-bäu-men: sich gegen sein Schicksal auf¬
bäumen (auflehnen, wehren)
auf bau sehen: etwas aufbauschen (übertrie¬
ben darstellen)
auf-bereiten: Wasser aufbereiten (reinigen);
die Aufbereitung
auf bes sern: das Gehalt aufbessern; die Auf¬
besserung
auf be wah ren: (aufheben, verwahren); die
Aufbewahrung
auf bie ten: all sein Können aufbieten (auf¬
wenden); die Aufbietung: unter Aufbietung
aller Kräfte
auf bre chen: eine Tür aufbrechen - schon
sehr früh aufbrechen (fortgehen); der Auf¬
bruch
auf brin gen: Verständnis aufbringen - ein
Gerücht aufbringen (erfinden) - er war sehr
aufgebracht (zornig) - ich bringe die Tür
nicht auf (kann sie nicht öffnen)
auf dring lich: ein aufdringlicher Vertreter;
aufdrängen: jemandem etwas aufdrängen
(aufnötigen) - sich jemandem aufdrängen
(jemandem lästig fallen); die Aufdringlich¬
keit
auf-ei-nan der (auf ein an der): aufeinan¬
der folgen - aufeinander legen - aufeinan¬
der liegen - aufeinander passen - aufeinan¬
der stoßen - aufeinander treffen - aufei¬
nander warten; die Aufeinanderfolge
Auf ent halt, der: -(e)s, -e; ohne Aufenthalt
fährt er weiter; die Aufenthaltserlaubnis;
der Aufenthaltsort; der Aufenthaltsraum;
sich aufhalten
auf er ste hen: von den Toten auferstehen;
die Auferstehung; die Auferstehungsfeier
auffahren: auf ein Auto auffahren - aus dem
Schlaf auffahren - er fährt immer gleich auf
(wird zornig); die Auffahrt; der Auffahr¬
unfall
auf-faMen: durch seinen Fleiß auffallen; auf¬
fallend: ein auffallend großer Mann - ein
auffallendes Betragen; auffällig; die Auffäl¬
ligkeit
auf fas sen: etwas schnell auffassen (verste¬
hen); die Auffassung; die Auffassungsgabe;
Auffassungssache: das ist Auffassungssache
auffordern: jemanden auffordern zu blei¬
ben; die Aufforderung; der Aufforderungs¬
satz
auf-fors-ten: einen Wald aufforsten; die Auf¬
forstung
auf-fri schen: sein Gedächtnis auffrischen -
der Wind frischt auf (wird stärker) - alte Be¬
kanntschaften auffrischen (erneuern); die
Auffrischung
auf-füh-ren: sich ordentlich aufführen (be¬
nehmen) - ein Schauspiel aufführen; auf¬
führbar; die Aufführung
auf-ge-ben: ein Rätsel aufgeben (stellen) - ei¬
nen Eilbrief aufgeben - die Hoffnung auf¬
geben - eine Bestellung aufgeben - den
Geist aufgeben (sterben); die Aufgabe; die
Aufgabenstellung
auf ge bla sen: ein aufgeblasener (eingebil¬
deter) Mensch
Auf-ge-bot, das: -(e)s, -e; das Aufgebot bestel¬
len (die beabsichtigte Eheschließung öf¬
fentlich bekannt geben) - mit dem Auf¬
gebot aller Kräfte - das Aufgebot an
Menschen
aufgedunsen: ein aufgedunsenes (ge¬
schwollenes) Gesicht
auf ge hen: die Sonne geht auf - die Saat geht
auf - ihm geht ein Licht auf - die Aufgabe
geht nicht auf (lässt sich nicht lösen) - er
geht in seinem Beruf auf; der Aufgang
auf ge kratzt: er ist heute aufgekratzt (gut ge¬
launt)
aufgeschlossen: er ist für Anregungen auf¬
geschlossen; die Aufgeschlossenheit
aufgeweckt: ein aufgeweckter (kluger, geis¬
tig wacher) Schüler; die Aufgewecktheit;
aufwecken
auf-gie-ßen: (mit heißer Flüssigkeit übergie¬
ßen); der Aufguss, die Aufgüsse
auf glie dern: (gliedern, einteilen); die Auf¬
gliederung
aufgrund: aufgrund der Zeugenaussagen -
aufgrund des schlechten Wetters; auch: auf
Grund
aufhängen: die Wäsche aufhängen; der
Aufhänger; die Aufhängung
aufheben: einen Stein aufheben - ein Urteil
aufheben (rückgängig machen) - die Tafel
aufheben (das Mahl beenden) - sich etwas
für später aufheben (zurücklegen) - gut bei
jemandem aufgehoben (in guten Händen)
sein; das Aufheben: von etwas viel Auf-
A
¥
c
D
E
F
Aufhebung
34
hebens machen (etwas sehr gewichtig neh-
men); die Aufhebung
auf klä ren: jemanden aufklären (belehren) -
die Sache hat sich aufgeklärt - das Wetter
klärt sich auf (wird klar); aufklaren (klar
werden, sich aufklären); der Aufklärer; auf¬
klärerisch; die Aufklärung; der Aufklä¬
rungsfilm; die Aufklärungskampagne; die
Aufklärungsschrift
auf kle ben: er klebt ein Plakat auf; der Auf¬
kleber
aufkommen: eine neue Mode kommt auf-
gegen jemanden nicht aufkommen - für
den Schaden aufkommen - keine Zweifel
aufkommen lassen; das Aufkommen
Aufl. = Auflage
auflegen: eine neue Platte auflegen - ein
Buch neu auflegen (veröffentlichen) - je¬
mandem die Hand (zur Segnung) auflegen;
die Auflage (Aufl.)
auf leh nen: die Arme auflehnen - sich gegen
jemanden auflehnen (empören); die Auf¬
lehnung
auf lö-sen: die Tablette in Wasser auflösen -
einen Verein auflösen - ein Rätsel auflösen;
auflösbar; die Auflösung; der Auflösungs¬
prozess
aufmachen: ein Fenster aufmachen - ein
Geschäft aufmachen (eröffnen) - sich früh¬
zeitig aufmachen (aufbrechen) - sich auf
und davon machen (fliehen, davonlaufen);
der Aufmacher (Titelüberschrift in der Zei¬
tung); die Aufmachung
aufmerken: gut aufmerken (aufpassen); auf¬
merksam; die Aufmerksamkeit
auf-mun tern: jemanden zum Weitermachen
aufmuntern (ihm Mut machen); die Auf¬
munterung
Auf-nah me, die: -, -n; die Aufnahme von
Nahrung - die Aufnahme in einen Verein -
die Aufnahme eines Musikstücks auf
Schallplatte; aufnahmebereit; aufnahme¬
fähig; die Aufnahmefähigkeit; die Aufnah¬
meprüfung; aufnehmen: es mit jemandem
aufnehmen (sich jemandem gewachsen
fühlen)
auf pas sen: du musst im Unterricht besser
aufpassen - aufgepasst!; der Aufpasser; die
Aufpasserin
auf-pral len: das Auto ist auf die Wand aufge¬
prallt; der Aufprall
aufraffen: sich mühsam aufraffen (erheben)
- sich zu einer Arbeit aufraffen
auf-räu men: das Zimmer aufräumen - mit
den Zuständen aufräumen (Ordnung schaf¬
fen) - in aufgeräumter (heiterer) Stimmung
sein; die Aufräumung; die Aufräumungs¬
arbeiten Mz.
auf recht: er hat einen aufrechten Gang - ein
aufrechter Mensch - aufrecht gehen, sit¬
zen, stehen - sich aufrecht halten; aber:
aufrechterhalten: seine Behauptung auf¬
rechterhalten (bestehen lassen); die Auf¬
rechterhaltung
auf-re gen: jemanden aufregen - sich über et¬
was aufregen (empören); aufregend: ein
aufregendes Erlebnis; die Aufregung
auf-rei-zen: zum Widerstand aufreizen; auf¬
reizend; die Aufreizung
auf-rich-ten: einen Unglücklichen wieder
aufrichten (trösten) - sich langsam aufrich¬
ten (erheben); aufrichtig (ehrlich, offen);
die Aufrichtigkeit; die Aufrichtung
Auf riss, der: -es, -e (Bauzeichnung)
Auf ruf, der: -(e)s, -e (Aufforderung, Mah¬
nung); aufrufen
Auf ruhr, der: -(e)s, -e; in Aufruhr (Empörung)
geraten; aufrühren; der Aufrührer; aufrüh¬
rerisch
auf-run den: eine Zahl, Summe aufrunden;
die Aufrundung
aufs: (auf das); aufs Beste; auch: aufs beste -
aufs Neue (wieder, erneut)
auf säs sig: (trotzig, widerspenstig); die Auf¬
sässigkeit
Auf satz, der: -es, Aufsätze; das Aufsatz¬
thema; aufsetzen
auf schie ben: ein Tor aufschieben (öffnen) -
eine wichtige Arbeit aufschieben (verschie¬
ben) - aufgeschoben ist nicht aufgehoben;
die Aufschiebung; der Aufschub, die Auf¬
schübe
aufschlagen: hart am Boden aufschlagen -
eine Nuss aufschlagen - der Kaufmann hat
aufgeschlagen (den Preis erhöht) - im Ten¬
nis aufschlagen - eine Seite aufschlagen
(aufblättern) - ein Zelt aufschlagen (auf¬
richten); der Aufschlag, die Aufschläge; der
Aufschläger; die Aufschlägerin
auf-schlie-ßen: die Tür aufschließen - in der
Reihe aufschließen (aufrücken); der Auf¬
schluss, die Aufschlüsse: Aufschluss geben
35
äugen
- Aufschluss erhalten; aufschlüsseln (nach
einem System einteilen); die Aufschlüsse¬
lung; aufschlussreich
auf-schnei den: den Verband aufschneiden -
mächtig aufschneiden (prahlen); der Auf¬
schneider; die Aufschneiderei; der Auf¬
schnitt
auf-schrei-ben: sich etwas aufschreiben (no¬
tieren); die Aufschrift
auf-schrei-en: vor Schmerz aufschreien; der
Aufschrei
auf-schüt-ten: Erde aufschütten; die Auf¬
schüttung
Auf-Schwung, der: -(e)s, Aufschwünge; die
Wirtschaft erlebte einen Aufschwung; sich
aufschwingen
Auf se hen, das: -s (Beachtung); öffentliches
Aufsehen erregen - ein Aufsehen erregen¬
der Film - etwas Aufsehen Erregendes; auf-
sehen; der Aufseher; die Aufseherin; die
Aufsicht: der Aufsicht führende Lehrer; das
Aufsichtspersonal; die Aufsichtspflicht; der
Aufsichtsrat
aufseiten: aufseiten der Feinde kämpfen;
auch: auf Seiten
auf-ste-hen: vom Boden aufstehen - gegen
jemanden aufstehen (sich erheben) - wer
früh aufsteht, kann viel erfahren; der Auf¬
stand: ein Aufstand (eine Erhebung) droht;
aufständisch; der/die Aufständische
aufsteigen: Rauch steigt auf - auf das Rad
aufsteigen - zum Vorgesetzten aufsteigen
(befördert werden) - die Mannschaft steigt
auf; der Aufsteiger; der Aufstieg; die Auf¬
stiegsmöglichkeit; das Aufstiegsspiel
auf stel-len: ein Zelt aufstellen - einen Kan¬
didaten aufstellen (vorschlagen) - eine Be¬
hauptung aufstellen; die Aufstellung
auf-ta-keln: ein Schiff auftakeln (Segel setzen)
- sich auftakeln (herausputzen); aufgeta¬
kelt (auffallend und geschmacklos geklei¬
det und frisiert); die Auftak(e)lung
Auf takt, der: -(e)s, -e; der Auftakt (Beginn)
des Festes
auftragen: das Essen auftragen (auf den
Tisch bringen) - Farbe auftragen (aufstrei¬
chen) - das Kleid trägt auf (macht dick) -
dick auftragen (übertreiben, angeben) - je¬
mandem etwas auftragen (jemanden mit et¬
was beauftragen) - die Kleidung auftragen
(abnutzen) - jemandem Grüße auftragen;
der Auftrag, die Aufträge; der Auftraggeber;
auftragsgemäß
auftreten: mit dem Fuß auftreten - ener¬
gisch auftreten - Schwierigkeiten treten auf
(ergeben sich) - im Zirkus auftreten - gegen
jemanden auftreten; das Auftreten; der
Auftritt
Auf wand, der: -(e)s; der Aufwand an Geld -
Aufwand mit etwas treiben (viel Geld für
etwas ausgeben); aufwändig: aufwändig
(kostspielig) leben; —► aufwendig; die Auf¬
wandsentschädigung
auf-war-ten: den Gästen aufwarten (die Gäs¬
te bewirten); die Aufwartefrau; die Auf¬
wartung: jemandem seine Aufwartung ma¬
chen (einen Höflichkeitsbesuch abstatten)
auf wärts: aufwärts fahren - auf- und abwärts
- aufwärts (nach oben) gehen - es wird mit
mir schon wieder aufwärts gehen (besser
gehen); der Aufwärtstrend
Auf wasch, der: -(e)s; etwas in einem Auf¬
wasch (alles zusammen, gleichzeitig) erle¬
digen; aufwaschen
auf-wen-den: viel Mühe aufwenden (aufbie¬
ten); aufwendig: aufwendig (kostspielig) le¬
ben; —► aufwändig; die Aufwendungen
Mz. (Kosten); —► Aufwand
auf-werten: die Währung wird aufgewertet
(im Wert erhöht); die Aufwertung
auf-wie-geln: die Arbeiter aufwiegeln (auf¬
hetzen); die Aufwieg(e)lung; der Aufwieg¬
ler; aufwieglerisch
auf-zäh-len: er zählt seine Freunde auf; die
Aufzählung
aufzeichnen: seine Gedanken aufzeichnen
(schriftlich festhalten); die Aufzeichnung
aufziehen: eine Fahne aufziehen - den Vor¬
hang aufziehen (öffnen) - eine Uhr aufzie¬
hen - jemanden aufziehen (necken, hän¬
seln) - das Gewitter zieht auf (nähert sich) -
ein Kind aufziehen - ein großes Fest aufzie¬
hen (veranstalten); der Aufzug; der Aufzug¬
führer; der Aufzug(s)schacht
Au-ge, das: -s, -n; ein Auge zudrücken (etwas
nachsichtig beurteilen) - mit einem blauen
Auge davonkommen (nur geringfügigen
Schaden nehmen) - ein Auge riskieren
(heimlich schauen) - ein Auge auf jeman¬
den werfen (an jemandem Gefallen finden)
- wie die Faust aufs Auge passen (nicht zu¬
einander passen); der Augapfel; äugen; der
Augenarzt
36
Augenarzt; die Augenärztin; der Augen¬
blick; augenblicklich; augenblicks; die Au¬
genbraue; augenfällig; das Augenlicht; das
Augenlid; das Augenmaß; das Augenmerk;
der Augenschein: etwas in Augenschein
nehmen (prüfen); augenscheinlich (offen¬
bar, offensichtlich); die Augenweide (et¬
was, das schön aussieht); der Augenzeuge;
...äugig: blauäugig; das Äuglein
Au-gust (Aug.) lat., der: -/-(e)s, -e (Monats¬
name)
Auktion lat., die: -, -en (Versteigerung); der
Auktionator (Versteigerer)
Au la lat., die: -, -s/Aulen (Festsaal)
i Aura lat., die: - (besondere Ausstrahlung)
aus: aus dem Hause gehen - aus Sachsen
stammen - ein Kleid aus Seide - aus Kum¬
mer trinken - weder aus noch ein wissen -
von mir aus (meinetwegen) - er geht bei
uns aus und ein (ist oft bei uns) - das Fest ist
aus - aus sein - von München aus; das Aus:
der Ball liegt im Aus (Raum außerhalb des
Spielfeldes)
aus ar bei ten: einen Vertrag ausarbeiten (in
die endgültige Form bringen); die Aus¬
arbeitung
aus bal do wern: (herausbekommen, mit List
erkunden)
aus bau en: den Motor ausbauen (herausneh¬
men) - ein Geschäft ausbauen (vergrö¬
ßern); der Ausbau; ausbaufähig; die Aus¬
bauwohnung
aus bes sern: den Schaden ausbessern (repa¬
rieren); die Ausbesserung; die Ausbes¬
serungsarbeit; ausbesserungsbedürftig
ausbeuten: jemanden ausbeuten (ausnut¬
zen); die Ausbeute; der Ausbeuter; die
Ausbeutung
aus bil den: einen Lehrling ausbilden; der
Ausbilder; die Ausbilderin; die Ausbil¬
dung; der Ausbildungsplatz; die Ausbil¬
dungsstätte; der Ausbildungsvertrag; der/
die Auszubildende (Azubi)
aus bre chen: aus dem Gefängnis ausbre¬
chen (fliehen) - Panik bricht aus (entsteht) -
der Schweiß bricht aus - in Lachen ausbre¬
chen - der Vulkan ist ausgebrochen; der
Ausbrecher; der Ausbruch, die Ausbrüche;
der Ausbruchsversuch
aus brei ten: die Zeitung ausbreiten (entfal¬
ten) - eine Krankheit hat sich ausgebreitet -
eine Ebene breitete sich vor uns aus (lag
vor uns); die Ausbreitung
Aus bund, der: -(e)s (Muster); ein Ausbund an
Fleiß
aus bür gern: jemanden ausbürgern (jeman¬
dem die Staatsangehörigkeit entziehen);
die Ausbürgerung
Aus dau er, die: -; mit Ausdauer (zäher Ge¬
duld) arbeiten; ausdauern; ausdauernd:
ausdauernd (beharrlich, geduldig) arbeiten;
das Ausdauertraining
aus deh nen: Eisen dehnt (weitet) sich beim
Erhitzen aus - die Feier dehnte sich bis zum
Morgen aus; ausdehnbar; die Ausdehnung
Aus druck, der: -(e)s, Ausdrücke; ein treffen¬
der Ausdruck (Begriff) - der Ausdruck im
Gesicht - etwas zum Ausdruck bringen;
aber: die Ausdrucke (beim Computer); aus-
drücken; ausdrücklich; ausdruckslos; das
Ausdrucksmittel; ausdrucksstark; aus¬
drucksvoll; die Ausdrucksweise
aus ei nan der (aus ein an der): das Wort
musst du auseinander schreiben - ausein¬
ander bringen - auseinander gehen - aus¬
einander halten - sich auseinander leben -
auseinander reißen - sich auseinander Set¬
zern; die Auseinandersetzung
aus er ko ren: (auserwählt); auserlesen; aus¬
ersehen
ausfahren: mit dem Boot ausfahren - die
Post ausfahren (liefern) - das Fahrgestell
ausfahren - eine Kurve ausfahren (am äu¬
ßeren Rand fahren) - ein ausgefahrener
(beschädigter) Weg; ausfahrbar; der Aus¬
fahrer; die Ausfahrt; das Ausfahrtsschild
aus-fahlen: die Haare fallen aus - der Arbei¬
ter fällt aus (fehlt, bleibt weg) - eine Feier
ausfallen lassen - das Zeugnis ist gut aus¬
gefallen; der Ausfall, die Ausfälle; ausfal¬
lend: eine ausfallende (grobe, unange¬
brachte) Bemerkung machen - ausfallend
werden; ausfällig (verletzend); die Aus¬
fallserscheinung; die Ausfallstraße
aus fer ti gen: ein Schriftstück ausfertigen;
die Ausfertigung
aus fin dig: ein Lokal ausfindig machen (aus¬
kundschaften, finden)
ausflippen: (die Beherrschung verlieren,
sich durch Rauschgift süchtig machen)
Ausflucht, die: -, Ausflüchte; Ausflüchte
(Vorwände, Ausreden) erfinden
37
Auslegung
Aus flug, der: -(e)s, Ausflüge; der Ausflug ins
Grüne; der Ausflügler; der Ausflugsort; der
Ausflugsverkehr; das Ausflugsziel
Aus fluss, der: -es, Ausflüsse; der Ausfluss
eines Sees - ein eitriger Ausfluss
Aus fuhr, die: -en (Warenverkauf ins Aus¬
land); ausführbar; die Ausführbarkeit; aus¬
führen: Waren ausführen - einen Hund
ausführen - seine Gedanken ausführen
(darstellen) - Reparaturen ausführen (erle¬
digen); das Ausfuhrland; die Ausführung;
das Ausfuhrverbot
aus führ lich: (eingehend, breit, langatmig):
die Ausführlichkeit
Aus ga be (Ausg.), die: -, -n; die Ausgabe des
Essens - die Ausgabe (der Druck) eines Bu¬
ches - große Ausgaben (Zahlungen) haben;
ausgeben: Geld ausgeben; aber: Ausgeben
ist leicht, Einnehmen ist schwer
Aus gang, der: -(e)s, Ausgänge; der Ausgang
ins Freie - der Ausgang (das Ergebnis) der
Wahl - keinen Ausgang (keine Erlaubnis
zum Ausgehen) bekommen; ausgangs: aus¬
gangs (am Ende) der Achtzigerjahre; der
Ausgangspunkt; die Ausgangssperre; die
Ausgangsstellung; ausgehen: aus- und ein-
gehen
ausgefallen: ausgefallene (merkwürdige,
ungewöhnliche) Ansichten haben; aber: et¬
was Ausgefallenes
aus ge kocht: ein ausgekochter (durchtriebe¬
ner, alle Tricks kennender) Bursche
aus ge las sen: ein ausgelassenes (übermüti¬
ges, lebhaftes) Kind; die Ausgelassenheit
aus ge macht: eine ausgemachte (verein¬
barte) Sache - eine ausgemachte (sehr
große) Frechheit
aus ge nom men: (außer, bis auf); Anwe¬
sende ausgenommen - davon ausgenom¬
men
aus ge prägt: ein ausgeprägtes (sehr gutes)
Gedächtnis - ausgeprägte Gesichtszüge
ausgerechnet: ausgerechnet (gerade) ich
habe immer Pech! - musst du ausgerechnet
jetzt kommen?
aus ge schlos sen: etwas für ausgeschlossen
(nicht möglich) halten - ausgeschlossen
(das kommt nicht in Frage)!
aus ge zeich net: ausgezeichnete (hervor¬
ragende) Leistungen; auszeichnen; die Aus¬
zeichnung
aus gie big: ein ausgiebiges (reichliches) Es¬
sen; die Ausgiebigkeit
aus gie ßen: Wasser ausgießen - er goss aus;
der Ausguss
Aus gleich, der: -(e)s, -e; einen Ausgleich
(eine Einigung) suchen - im Spiel einen
Ausgleich (Gleichstand an Toren) erzielen -
einen Ausgleich (eine Entschädigung) be¬
kommen; ausgeglichen: ein ausgegliche¬
nes Wesen haben; ausgleichen; der Aus¬
gleichssport; die Ausgleichung
aus gra ben: einen Stein ausgraben; die Aus¬
grabung; die Ausgrabungsstätte
Aus guss, der: -es, Ausgüsse (Becken mit Ab¬
lauf in der Küche); ausgießen; das Ausguss¬
becken
aushalten: Schmerzen aushalten (ertragen);
aber: es ist nicht zum Aushalten - jeman¬
den aushalten (ihn ernähren, seinen Unter¬
halt bestreiten)
aus hän di gen: eine Urkunde aushändigen
(übergeben); die Aushändigung
Aus hang, der: -(e)s, Aushänge; der Aushang
(öffentliche Bekanntmachung) am schwar¬
zen Brett; aushängen: Waren im Schau¬
fenster aushängen - eine Türe aushängen -
der Anzug hängt sich aus (glättet sich wie¬
der); das Aushängeschild
aus he ben: einen Graben ausheben - ein
Diebesnest ausheben
Aus hil fe, die: -, -n (Vertretung, Ersatz); aus¬
helfen; die Aushilfskraft; aushilfsweise
aus i xen: (ausstreichen)
Aus klang, der: -(e)s, Ausklänge; der Aus¬
klang (Abschluss) der Feier; ausklingen
aus klü geln: ein gut ausgeklügelter Plan
auskommen: gut mit seinem Nachbarn aus-
kommen (sich gut vertragen) - mit seinem
Gehalt auskommen - sich nichts auskom-
men (entgehen) lassen; das Auskommen:
ein gutes Auskommen haben
Aus kunft, die: -, Auskünfte (Antwort, Infor¬
mation); die Auskunftei (Auskunftsbüro);
der Auskunftsbeamte; die Auskunftsstelle
Aus la ge, die: -, -n, die Auslagen (Kosten) für
Essen und Trinken - die Auslagen (die aus¬
gestellten Waren im Schaufenster) eines
Geschäftes; auslegen: in der Wohnung ei¬
nen Teppich auslegen - Geld auslegen (für
jemanden bezahlen) - Worte falsch aus¬
legen (deuten); die Auslegung (Deutung)
Ausland
38
Aus land, das: -(e)s; ins Ausland reisen; der
Ausländer; ausländerfeindlich; die Auslän¬
derfeindlichkeit; ausländerfreundlich; die
Ausländerfreundlichkeit; die Ausländerin;
ausländisch; die Ausländsdeutschen; der
Ausländskorrespondent; die Auslandsreise
aus-las sen: einen Buchstaben auslassen -
seinen Zorn an jemandem auslassen - But¬
ter auslassen (zerlassen) - den Saum eines
Kleides auslassen (herunterlassen); ausge¬
lassen: ein ausgelassener (übermütiger) Jun¬
ge; der Auslass, die Auslässe; die Auslas¬
sung; das Auslassungszeichen
aus-lau-fen: das Wasser läuft aus - Schiffe
laufen aus (verlassen den Hafen) - der Ver¬
trag läuft aus (hört auf zu gelten) - die Far¬
ben sind beim Waschen ausgelaufen (aus¬
gegangen); der Auslauf, die Ausläufe; der
Ausläufer: die Ausläufer eines Hochdruck¬
gebietes - die Ausläufer eines Gebirges;
das Auslaufmodell
aus-lei-hen: sich Geld ausleihen; die Aus¬
leihe (von Büchern)
Aus le se, die: -, -n (Auswahl der Besten); aus¬
erlesen (von besonderer Güte); auslesen:
einen Roman auslesen (zu Ende lesen) -
faules Obst auslesen (aussortieren)
aus-lie-fern: Brot ausliefern - einen Dieb der
Polizei ausliefern (überlassen) - dem Un¬
wetter völlig ausgeliefert (überlassen) sein;
die Auslieferung; der Auslieferungsvertrag
aus-lo-sen: (durch das Los bestimmen); die
Auslosung
aus-lö-sen: jemanden auslösen (loskaufen) -
großen Beifall auslösen (hervorrufen) - ei¬
nen Mechanismus auslösen (in Gang set¬
zen); der Auslöser; die Auslösung
Aus maß, das: -es, -e; ein großes Ausmaß (ei¬
nen großen Umfang) annehmen; ausmessen
ausmerzen: einen Fehler ausmerzen (besei¬
tigen) - Ungeziefer ausmerzen (ausrotten,
vertilgen); die Ausmerzung
Aus nah me, die: -, -n; eine Ausnahme ma¬
chen - mit Ausnahme von dir - Ausnah¬
men bestätigen die Regel; der Ausnahme¬
fall; die Ausnahmegenehmigung; der Aus¬
nahmezustand; ausnahmslos; ausnahms¬
weise; ausnehmen; ausnehmend: ausneh¬
mend (überaus) nett sein
Aus puff, der: -(e)s, -e (Vorrichtung zum Ab¬
lassen von Gasen); die Auspuffgase; das
Auspuffrohr
Aus re de, die: -, -n; eine Ausrede erfinden;
ausreden: jemanden ausreden (zu Ende re¬
den) lassen - er wollte ihm den Plan aus¬
reden (ihn von dem Plan abbringen)
aus-rei chen: das Geld reicht nicht aus (ge¬
nügt nicht); ausreichend: ausreichende
Kenntnisse haben - eine Prüfung mit „aus¬
reichend" bestehen
Aus rei se, die: -, -n (Reise ins Ausland, Grenz¬
übertritt); die Ausreisegenehmigung; aus-
reisen
aus-rei-ßen: Unkraut ausreißen - von zu
Hause ausreißen (fortlaufen); der Ausrei¬
ßer; die Ausreißerin; der Ausreißversuch
ausrichten: Grüße ausrichten (mitteilen) -
ein Fest ausrichten (veranstalten) - nichts
ausrichten (erreichen) können; der Aus¬
richter; die Ausrichtung
aus-rot-ten: eine Pflanzenart ausrotten (ver¬
nichten); die Ausrottung
Aus ruf, der: -(e)s, -e (Ruf, Schrei); ausrufen;
der Ausrufer; der Ausrufesatz; das Aus¬
rufezeichen; die Ausrufung
aus rüs ten: gut ausgerüstet (ausgestattet)
sein; die Ausrüstung; der Ausrüstungsge¬
genstand
aus rut schen: auf dem Eis ausrutschen (aus¬
gleiten); der Ausrutscher: seine Bemerkung
war ein peinlicher Ausrutscher
Aus saat, die: -, -en (Saat, das Säen); aussäen:
Saatgut aussäen
aussagen: vor Gericht aussagen; die Aus¬
sage; aussagekräftig; der Aussagesatz; die
Aussageweise
Aus satz, der: -es; (Hautkrankheit); aussätzig;
der/die Aussätzige
aus-schau en: er schaut lustig aus - nach ei¬
ner passenden Gelegenheit ausschauen;
die Ausschau: Ausschau halten
ausscheiden: einen Duftstoff ausscheiden
(von sich geben, aussondern) - aus einem
Wettkampf ausscheiden - diese Möglich¬
keit scheidet aus (entfällt); die Ausschei¬
dung; der Ausscheidungskampf; das Aus¬
scheidungsspiel
ausschenken: Bier ausschenken; auch: aus-
schänken; der Ausschank
aus-schla-gen: das Pferd schlägt aus - jeman¬
dem einen Zahn ausschlagen - die Bäume
schlagen aus (treiben Knospen) - ein Ange-
39
ausstaffieren
bot ausschlagen (ablehnen) - der Zeiger
schlägt aus - den Schrank mit Papier aus¬
schlagen (auslegen); der Ausschlag: der Aus¬
schlag des Pendels - den Ausschlag (krank¬
hafte Veränderung der Haut) behandeln -
den Ausschlag geben (entscheidend sein);
ausschlaggebend; das Ausschlaggebende
aus schlie ßen: jemanden aus der Mann¬
schaft ausschließen (entfernen) - diese
Möglichkeit können wir nicht ausschließen
(ausklammern); ausschließlich; die Aus¬
schließlichkeit; der Ausschluss
Aus schnitt, der: -(e)s, -e; ein Ausschnitt aus
einem Film; der Ausschnitt (eines Kleides);
ausschneiden; ausschnittweise
aus schrei ben: seinen Vornamen ausschrei¬
ben - eine Rechnung ausschreiben (aus¬
stellen) - eine freie Stelle (zur Bewerbung)
ausschreiben; die Ausschreibung
Aus schrei tung, die: -, -en; gegen Ausschrei¬
tungen (Gewalttätigkeiten) vorgehen
Aus schuss, der: -es, Ausschüsse; der Aus¬
schuss (eine gewählte Gruppe von Per¬
sonen) tagt - Ausschuss (fehlerhafte Ware)
herstellen; das Ausschussmitglied; die Aus¬
schusssitzung; die Ausschussware
ausschütten: einen Sack ausschütten - je¬
mandem sein Herz ausschütten - den Ge¬
winn ausschütten (verteilen) - man soll das
Kind nicht mit dem Bade ausschütten (nicht
mit etwas Schlechtem auch das Gute besei¬
tigen); die Ausschüttung
aus schwei fend: eine ausschweifende (das
normale Maß überschreitende) Fantasie -
eine ausschweifende (weit ausholende) Be¬
merkung machen; die Ausschweifung
Aus se hen, das: -s; das Aussehen (Äußere,
Erscheinungsbild) eines Menschen - dem
Aussehen nach; aussehen
außen: innen und außen - nach außen hin ist
ihm nichts anzumerken; der Außenbezirk;
der Außendienst; der Außenhandel; der
Außenminister; die Außenpolitik; die
Außenseite; der Außenseiter; die Außen¬
seiterin; die Außenstände Mz. (ausgeliehe¬
nes und noch nicht zurückgezahltes Geld);
der/die Außenstehende; auch: der/die au¬
ßen Stehende; der Außenstürmer; die Au¬
ßenwelt; die Außenwirtschaft; das Äußere:
auf sein Äußeres achten; aber: der äußere
Eindruck; äußerlich; die Äußerlichkeit
außer: niemand außer mir - außer Rand und
Band sein - außer Haus sein - außer Dienst
(a. D.) - außer Atem sein - außer dass - au¬
ßer Betrieb - außer Gefahr - außer der
Reihe - außer sich (in große Erregung) ge¬
raten - außer Zweifel stehen - ich bin au¬
ßer mir (sehr zornig, empört) - etwas außer
Acht lassen - er geht außer Landes - außer
sich vor Freude sein (sich unbändig freuen)
- die äußere Wand; außerdem; außerge¬
wöhnlich; außerhalb; außerordentlich; au¬
ßerplanmäßig; außerstand(e): er war au¬
ßerstande (nicht fähig) zu helfen; auch:
außer Stand(e)
äußern: seine Meinung frei äußern; die Äu¬
ßerung
äußerst: äußerst zornig sein - er lebt äußerst
einfach - aufs äußerste (sehr, äußerst) er¬
schrocken sein; auch: aufs Äußerste; aufs
äußerste gefasst sein; auch: aufs Äußerste;
aber: das Äußerste (das Schlimmste) be¬
fürchten - bis zum Äußersten gehen; äu¬
ßerstenfalls
ausset zen: eine Verhandlung aussetzen
(aufschieben) - eine Belohnung aussetzen
(in Aussicht stellen) - sich einer Gefahr aus¬
setzen (sich in Gefahr begeben) - ein Tier
aussetzen (hilflos im Freien zurücklassen);
die Aussetzung
Aus sicht, die: -, -en; eine gute Aussicht auf
die Berge haben - etwas in Aussicht stellen
(versprechen) - etwas in Aussicht haben
(damit rechnen); aussichtslos; die Aus¬
sichtslosigkeit; aussichtsreich; der Aus¬
sichtsturm
Aus sied ler, der: -s, - (jemand, der ein Land
für immer verlässt); aussiedeln; die Aus¬
siedelung; der Aussiedlerhof; die Aus¬
siedlerin
aus söh nen: sich mit seinem Feind aussöh¬
nen; die Aussöhnung
aus son dern: schlechte Ware aussondern;
die Aussonderung
aussperren: jemanden aussperren (die Tür
vor ihm zuschließen); die Aussperrung: die
Aussperrung der streikenden Arbeiter (Aus¬
schluss vom Arbeitsplatz)
Aus spra che, die: -, -n; die Aussprache eines
Wortes - eine offene Aussprache; aus¬
sprechbar; aussprechen; der Ausspruch
ausstaffieren: wie eine Prinzessin ausstaf-
Ausstaffierung
40
fieren (ausstatten, herausputzen); die Aus¬
staffierung
Aus stand, der: -(e)s, Ausstände; in den Aus¬
stand (Streik) treten; ausständig
aus stat ten: einen Raum mit Möbeln ausstat¬
ten (einrichten); die Ausstattung; das-Aus¬
stattungsstück
aus-ste-hen: die Zahlung steht noch aus (ist
noch nicht eingetroffen) - jemanden nicht
ausstehen (leiden) können - die Gefahr ist
noch nicht ausgestanden (vorbei)
aus stei gen: aus dem Auto steigen - aus ei¬
nem Geschäft aussteigen (ausscheiden);
der Aussteiger: zum Aussteiger werden (der
Gesellschaft den Rücken kehren); die Aus¬
steigerin; der Ausstieg
aus-stei len: eine Quittung ausstellen (ausfer¬
tigen) - Waren im Schaufenster ausstellen
(zur Ansicht); der Aussteller; die Ausstelle¬
rin; die Ausstellung; das Ausstellungsge¬
lände; das Ausstellungsstück
Aus steu er, die: - (Heiratsgut, Brautausstat¬
tung)
Aus stoß, der: -es, Ausstöße; der Ausstoß (die
Produktion) an Waren; ausstoßen; die Aus¬
stoßung
Aus strah lung, die: -en; die Ausstrahlung
(Übertragung) des Tennisspiels im Fernse¬
hen - auf andere eine besondere Ausstrah¬
lung (Wirkung) haben; ausstrahlen
aus stre cken: die Füße ausstrecken
austau-sehen: einen Spieler austauschen (er¬
setzen) - Gedanken austauschen (mittei-
len); der Austausch; die Austauschbarkeit;
der Austauschmotor; der Austauschschü¬
ler; die Austauschschülerin; austausch¬
weise
Aus ter nieder!., die: -, -n (Meeresmuschel)
aus tra gen: einen Wettkampf austragen (ver¬
anstalten) - Zeitungen austragen (verteilen)
- ein Kind austragen (bis zur Geburt im
Leib tragen); der Austräger; die Austrä¬
gerin; die Austragung; der Austragungsort
Aus tra li en (Aust ra li en): -s (Erdteil); der
Australier; die Australierin; australisch
aus tre ten: eine Zigarette austreten - aus ei¬
nem Verein austreten (ausscheiden) - aus¬
treten gehen (die Toilette aufsuchen) - Gas
tritt (strömt) aus - ausgetretene (abgenutz¬
te) Schuhe; der Austritt; die Austrittserklä¬
rung
aus-ü-ben: er übt keinen Beruf aus - Druck
auf jemanden ausüben; die Ausübung
aus-wäh-len: ein Geschenk auswählen (aus¬
suchen); die Auswahl; die Auswahlwette
Aus wan de rer; der: -s, - (jemand, der sein
Heimatland für immer verlässt); auswan¬
dern; die Auswanderung
aus wär tig: ein auswärtiger Kunde; aber: das
Auswärtige Amt (AA); der/die Auswärtige;
auswärts: auswärts (in der Gaststätte) essen
- auswärts gehen - von auswärts; das Aus¬
wärtsspiel
Aus weg, der: -(e)s, -e; nach einem Ausweg
(einer Lösung) suchen; ausweglos; die Aus¬
weglosigkeit
Aus weis, der: -es, -e; seinen Ausweis vor¬
zeigen; ausweisen: jemanden ausweisen
(des Landes verweisen) - können Sie sich
ausweisen?; die Ausweispapiere Mz.; die
Ausweisung v
aus wen dig: ein Gedicht auswendig (aus
dem Gedächtnis) aufsagen - etwas aus¬
wendig lernen; aber: das Auswendiglernen
aus wir ken, sich: (Folgen haben); die Aus¬
wirkung
aus-zah-len: den Lohn auszahlen - es zahlt
sich- nicht aus (lohnt sich nicht); die Aus¬
zahlung
aus-zäh-len: etwas auszählen (durch Zählen
genau feststellen); die Auszählung
aus-zeich-nen: Waren auszeichnen (mit
Preisangabe versehen) - sich durch Fleiß
auszeichnen (hervortun) - jemanden we¬
gen seiner Tapferkeit auszeichnen; aus¬
gezeichnet; die Auszeichnung
ausziehen: die Kleider ausziehen - aus der
Wohnung ausziehen - die Antenne auszie¬
hen - einen Nackten kann man nicht aus¬
ziehen; ausziehbar; der Auszug; der Aus¬
zugstisch; auszugsweise
Aus zu bil den de, der/die: -n, -n; -► Azubi
autark (aut ark) griech.: (unabhängig); die
Autarkie
authentisch griech.: eine authentische (zu¬
verlässige, glaubwürdige) Auskunft
Au-to griech., das: -s, -s; ich kann nicht Auto
fahren; aber: er verträgt das Autofahren
nicht; der Autoatlas; die Autobahn (A); der
Autobus; der Autofahrer; die Autofahrerin;
das Autokino; das Automobil; das Auto¬
radio
41
bah!
Autobiografie griech., die: Autobiogra¬
fien (Beschreibung des eigenen Lebens);
auch: die Autobiographie; autobiografisch
Autodidakt griech., der: -en, -en (jemand,
der im Selbstunterricht gelernt hat, Wissen
erworben hat); autodidaktisch
autogen griech.: autogenes Training (Übun¬
gen zur Selbstentspannung)
Autogramm griech., das: -s, -e (eigenhän¬
dige Unterschrift); der Autogrammjäger
Automat griech., der: -en, -en (selbsttätiger
Apparat); die Automatik; die Automation
(vollautomatischer Produktionsablauf); auto¬
matisch; automatisieren
autonom griech.: (unabhängig, selbststän¬
dig); ein autonomes Land; die Autonomie
Autor lat., der: -s, Autoren (Verfasser); die
Autorin; autorisieren (bevollmächtigen);
autorisiert (berechtigt); die Autorschaft
Autorität lat., die: -, -en; Autorität (Anse¬
hen) haben - eine Autorität (ein anerkann¬
ter Fachmann) sein; autoritär: autoritäre
(unbedingten Gehorsam fordernde) Erzie¬
hung - ein autoritärer Staat
autsch!
auweh!
Aversion lat. [awersion], die: -en (Abnei¬
gung, Widerwille)
Axt, d ie: Äxte; sich wie die Axt im Walde
(ungehobelt, rüpelhaft) benehmen; der Axt¬
hieb
a. Z. = auf Zeit
Azteke, der: -n, -n (mexikanischer Indianer)
A-zu-bi, der/die: -s, -s (der/die Auszubilden¬
de; früher: Lehrling)
Azur, der: -s (Himmelsbläue); azurblau
B
B = Bundesstraße, z. B. B 15
Baby engl, [bebi], das: -s, -s (Säugling); der
Babyboom [bebibum] (plötzlicher Anstieg
der Geburtenziffer); die Babynahrung; ba¬
bysitten; der Babysitter (jemand, der Klein¬
kinder beaufsichtigt); die Babyzelle (kleine
Batterie)
Bach, der: -(e)s, Bäche (kleines fließendes Ge¬
wässer); das Bachbett; das Bächlein; die
Bachstelze
Bache, die: -, -n (weibliches Wildschwein)
Backbord, das: -(e)s, -e (linke Schiffsseite);
backbord(s); die Backbordseite
Backe, die: -n (Wange, Gesäßhälfte);
auch: der Backen; der Backenknochen; der
Backenstreich (Ohrfeige); der Backenzahn;
...backig (— bäckig): rotbackig; die Back¬
pfeife (Ohrfeige)
backen: du backst/bäckst, er backte/buk, sie
hat gebacken, back(e)!; kleine Brötchen ba¬
cken (in seinen Ansprüchen zurückstecken,
sich bescheiden); der Bäcker; die Bäckerej;
die Bäckerin; die Bäcker(s)frau; das Back¬
hähnchen; die Backhefe; das Backhend(e)l;
das Backhuhn; das Backobst; der Back¬
ofen; das Backpulver; der Backstein (Zie¬
gelstein); die Backstube; die Backware; das
Backwerk
Back-ground engl, [bäkgraunt], der: -s, -s
(Hintergrund, geistige Herkunft)
Bad, das: -(e)s, Bäder; ein heißes Bad nehmen
- in ein Bad (einen Badeort) reisen - ins
Bad (Schwimmbad) gehen - man soll das
Kind nicht mit dem Bade ausschätten (im
Übereifer das Gute mit dem Schlechten be¬
seitigen); die Badeanstalt; der Badeanzug;
der Badearzt; die Badeärztin; die Bade¬
kappe; der Bademantel; die Badematte;
der Bademeister; die Bademütze; baden:
baden gehen; auch: baden gehen (schei¬
tern, keinen Erfolg haben); der Bader (Dorf¬
barbier); die Badesachen Mz.; der Bade¬
strand; die Badewanne; das Badezeug; das
Badezimmer
Ba den-Würt-tem berg: -s (Land der Bun¬
desrepublik Deutschland); der Baden-
Württemberger; die Baden-Württember-
gerin; baden-württembergisch
Bad-min-ton engl, [bädminten], das: - (Feder¬
ballspiel)
baff: baff (sprachlos, verblüfft) sein
Ba-ga-ge franz. [bagasche], die: - (Gepäck,
Gesindel)
Bagatelle franz., die: -, -n (unbedeutende
Kleinigkeit); der Bagatellfall; bagatellisie¬
ren (als geringfügig hinstellen); die Baga¬
tellsache; der Bagatellschaden
Bag-ger, der: -s, - (Maschine zum Heben und
Ausschütten von Erdreich); der Baggerfüh¬
rer; baggern; der Baggersee
bah!: (Ausruf der Geringschätzung)
Bahn
42
Bahn, d ie: -, -en; sich eine Bahn durch den
Schnee schaufeln - Bahn fahren - freie
Bahn haben (alle Schwierigkeiten beseitigt
haben) - aus der Bahn geworfen werden
(im Leben, im Beruf scheitern) - auf die
schiefe Bahn geraten (kein ordentliches Le¬
ben mehr führen); bahnbrechend: eine
bahnbrechende (umwälzende, völlig neue)
Erfindung; der Bahnbrecher (Wegweiser,
Vorkämpfer); der Bahndamm; bahnen: sich
einen Weg bahnen; die Bahnfahrt; der
Bahnhof (Bf., Bhf.); bahnlagernd; die Bahn¬
linie; die Bahnschranke; die Bahnstation;
der Bahnsteig; der Bahnwärter
Bah re, d ie: -, -n (Tragegestell für Kranke und
Tote); das Bahrtuch
Bai nieder!., die: -, -en (Meeresbucht)
Bajonett franz., das: -(e)s, -e (Seitengewehr)
Bakterie griech. [bakterje], die: -, -n (Seu¬
chenpilz); bakteriell; der Bakteriologe; die
Bakteriologin
Balance franz. [baiäse], die: -, -n (Gleichge¬
wicht, Schwebe); der Balanceakt; balan¬
cieren (das Gleichgewicht halten): auf dem
Seil balancieren; die Balancierstange
bald: eher, am ehesten; sehr bald - bis bald! -
auf bald! - bald so, bald anders - bald da¬
rauf - allzu bald - so bald wie (als) mög¬
lich; aber: in Bälde; baldig: auf ein baldiges
Wiedersehen - etwas baldigst erledigen;
baldmöglichst
Baldachin ital., der: -s, -e (prunkvoller Trag¬
himmel, Stoffdach)
Bai dri an (Bald ri an), der: -s, -e (Heil¬
pflanze); die Baldriantropfen Mz.
Balg/ der: -(e)s, Bälge (Fell, Tierhaut)
Balg, der/das: -(e)s, Bälger (unartiges Kind);
sich balgen: sich mit anderen Kindern bal¬
gen (spielerisch raufen); die Balgerei
(scherzhafte Rauferei)
Balkan, der: -s (Gebirge in Südosteuropa);
die Balkanhalbinsel
Balken, der: -s, -; lügen, dass sich die Balken
biegen (maßlos lügen); die Balkendecke;
die Balkenüberschrift (fett gedruckte Zei¬
tungsüberschrift); die Balkenwaage
Balkon franz., der: -s, -e (oben offener Vor¬
bau); die Balkonpflanze
Ball, der: -(e)s, Bälle; auf einen Ball (eine
Tanzveranstaltung) gehen - mit dem Ball
spielen; aber: das Ballspielen - am Ball
bleiben (etwas mit Eifer verfolgen); der
Ballabend; der Balljunge; das Ballkleid; das
Balllokal; das Ballspiel
Bal la de engl., die: -, -n (Erzählgedicht); bal-
ladenhaft; balladesk
Bai last, der: -(e)s, -e (schwere Last, Belas¬
tung); die Ballaststoffe Mz.
Ballen, der: -s, -; der Ballen an der Hand -
drei Ballen Stoff; ballen: die Faust ballen -
die Wolken ballen sich zusammen - eine
geballte Ladurtg; die Ballung; das Ballungs¬
gebiet; der Ballungsraum
ballern: in die Luft ballern (knallen, in die
Luft schießen); die Ballerei; der Baller¬
mann (Revolver)
Ballett ital., das: -(e)s, -e (Bühnentanz, Tanz¬
gruppe); die Balletteuse [baletöse]; die Bal¬
lettmusik; der Balletttänzer; die Balletttän¬
zerin; die Balletttruppe
Balljstik griech>, die: - (Lehre von der Flug¬
bahn geschossener oder geworfener Kör¬
per); ballistisch: die ballistische Kurve
Ballon franz., der: -s, -e (mit Luft oder Gas ge¬
füllter Behälter); der Ballonfahrer; der Bal¬
lonreifen
Balsam hebr., der: -s, Balsame (Öl- und Harz-
genrisch); diese Worte sind Balsam (Lin¬
derung, Wohltat) für meine Seele; bal¬
samieren (einsalben); die Balsamierung
Balz, die: -, -en (Paarungszeit von bestimmten
Vögeln); balzen; der Balzruf; die Balzzeit
Bambus malai., der: -ses, -se (in den Tropen
vorkommendes Riesengras); das Bambus¬
rohr; der Bambusstab
Bammel, der: -s; Bammel (Angst, Furcht) ha¬
ben
banal franz.: (bedeutungslos, alltäglich,
fade); banalisieren; die Banalität
Banane afrik., die: -, -n (tropische Pflanze
mit Frucht); die Bananenernte; die Bana¬
nenschale; das Bananensplit (Eisspeise);
der Bananenstecker (Elektrostecker)
Band, das: -(e)s, Bänder; Bänder aus Stoff -
auf Band (Tonband) sprechen - am laufen¬
den Band (in einem fort); die Bandbreite;
das Bandeisen; der/das Bändel (schmales
Band); der Bänderriss; die Bänderzerrung;
das Bandmaß; die Bandsäge; die Band¬
scheibe; der Bandwurm
Band, das: -(e)s, -e (Fessel, Bindung); das Band
der Ehe - außer Rand und Band - in Banden
43
Barett
liegen (gefangen sein) - zarte Bande knüp¬
fen (eine Liebesbeziehung eingehen); bän¬
digen: ein Raubtier bändigen (zähmen) -
seinen Zorn bändigen; der Bändiger; die
Bändigung
Band (Bd.), der: -(e)s, Bände (Bde.) (einzelnes
Buch aus einer Reihe); ein Band Kurz¬
geschichten - etwas spricht Bände (sagt
sehr viel aus); das Bändchen; ...bändig:
ein 20-bändiges Lexikon
Band engl, [bänt], die: -, -s (Musikergruppe);
der Bandleader [bäntlider] (Leiter einer
Band)
Bandage franz. [bandasche], die: -, -n
(Stütz- oder Schutzverband); bandagieren:
den Arm bandagieren
Ban*de franz., die: -, -n (Schar, organisierte
Gruppe von Verbrechern); der Chef der
Bande; der Bandenführer
Ban-de, die: -n; über die Bande (Einfassung
einer Spielfläche) springen; die Banden¬
werbung
Banderole franz.f die: -, -n (Klebe- oder
Verschlussband, Streifen an Waren mit be¬
stimmten Vermerken)
Bandit ital., der: -en, -en (Straßenräuber, Ver¬
brecher)
bang: banger/bänger, am bangsten/am bängs¬
ten (voll Angst, Furcht, Sorge); auch: bange:
ihm ist angst und bang(e) - mir wird bange
- bange sein - bange Minuten - angst und
bange werden (Angst bekommen); aber:
Bange machen gilt nicht - jemandem
(Angst und) Bange machen; die Bange: nur
keine Bange!; bangen: um sein Leben ban¬
gen (fürchten); die Bangigkeit
Banjo amerik. [bändscho], das: -s, -s (ame¬
rikanisches Zupfinstrument)
Bank, die: -, Bänke (Sitzgelegenheit); durch
die Bank (ohne Ausnahme) - etwas auf die
lange Bank schieben (aufschieben, ver¬
zögern); das Bänkellied (auf Jahrmärkten
vorgetragenes Lied über ein schauriges Er¬
eignis, Moritat); der Bänkelsänger; der Bank¬
nachbar
Bank italdie: -, -en (Geldinstitut); der Bank¬
beamte; der Banker (Bankfachmann); das
Bankguthaben; der Bankier [bankje/; das
Bankkonto; die Bankleitzahl (BLZ); die
Banknote; der Bankraub; der Bankrott
(Zahlungsunfähigkeit): der Geschäftsmann
machte Bankrott - (in den) Bankrott gehen;
bankrott: bankrott sein - ein bankrottes Ge¬
schäft; die Banküberweisung; das Bank¬
wesen
Bankett italdas: -(e)s, -e (Festmahl)
Bankett franz., das: -(e)s, -e (Randstreifen ne¬
ben einer Straße, Fußweg); auch: die Ban¬
kette
Bann, der: -(e)s; den Bann (Ausschluss aus ei¬
ner Gemeinschaft) aufheben - in Acht und
Bann - jemanden in seinen Bann ziehen
(stark beeindrucken, anziehen); die Bann¬
bulle (päpstliche Urkunde über die Verhän¬
gung des Kirchenbannes); bannen: eine
Gefahr bannen (abwenden) - jemanden
wie gebannt anstarren - die Zuschauer
bannen (begeistern); der Bannfluch; der
Bannkreis; die Bannmeile; der Bann¬
spruch; der Bannstrahl; der Bannwald
Ban ner, das: -s, - (Fahne); der Bannerträger
bar: bar (mit Bargeld) bezahlen - in bar - ge¬
gen bar - bar jeglicher Vernunft (ohne jeg¬
liche Vernunft) - baren (reinen) Unsinn re¬
den - etwas für bare Münze nehmen (nicht
im Geringsten an etwas zweifeln); der Bar¬
betrag; barfuß: barfuß gehen; barfüßig; das
Bargeld (Münzen und Scheine); bargeld¬
los; barhäuptig (ohne Kopfbedeckung); die
Barschaft (Besitz an Bargeld); der Bar¬
scheck; die Barzahlung
Bar engl., die: -, -s (kleines Lokal, Schank¬
tisch); die Bardame; der Barhocker; der
Barkeeper [barkiperj; der Barmixer
Bär, der: -en, -en; stark wie ein Bär - der
Große Bär (Sternbild) - jemandem einen
Bären auf binden (etwas vor lügen) - auf der
Bärenhaut liegen (faul sein); bärbeißig
(brummig, unfreundlich); der Bärendienst:
jemandem einen Bärendienst (schlechten
Dienst) erweisen; das Bärenfell; der Bären¬
hunger; bärenstark; bärig (stark, robust);
die Bärin
Baracke franz., die: -, -n (einfacher, meist
flacher Bau aus Holz oder Wellblech); das
Barackenlager
Bar-bar lat, der: -en, -en (roher, ungesitteter
Mensch); die Barbarei; die Barbarin; bar¬
barisch (roh)
Barbier franz., der: -s, -e (Haarschneider)
Barde franz., der: -n, -n (Sänger und Dichter)
Barett lat, das: -(e)s, -e/-s (flache Mütze)
Bariton
44
Bariton /fa/.: -s, -e (Männerstimme in mitt¬
lerer Lage)
Barkasse span., die: -n (Motorboot,
Beiboot); die Bark (Segelschiff); die Barke
(kleines Boot ohne Mast)
barmherzig: barmherzige Menschen; aber:
Barmherzige Brüder (geistlicher Orden) -
Barmherzige Schwestern; die Barmherzig¬
keit
Barock franz., das/der: -s (Kunststil); barock:
ein barocker Bau; die Barockkirche; der
Barockstil; die Barockzeit
Barometer griech., das: -s, - (Luftdruckmes¬
ser); das Barometer fällt, steigt
Baron franz., der: -s, -e (Freiherr); die Ba¬
roness; die Baronesse; die Baronin
Barren, der: -s, -; am Barren (einem Turnge¬
rät) turnen - zwei Barren (Stangen) Gold
Barriere franz. [barjere], die: -, -n (Sperre,
Hindernis, Schranke); eine Barriere errich¬
ten; die Barrikade (Straßensperre): auf die
Barrikaden gehen (sich gegen etwas aufleh¬
nen)
barsch: einen barschen (groben, unfreundli¬
chen) Ton anschlagen; die Barschheit
Barsch, der: -(e)s, -e (Süßwasserfisch)
Bart, der: -(e)s, Bärte; etwas in seinen Bart
murmeln (etwas unverständlich vor sich
hin sagen) - jemandem um den Bart gehen
(jemanden umschmeicheln); das Bärtchen;
bärtig; bartlos; die Bartstoppeln Mz.; der
Bartwuchs
Basalt griech., der: -(e)s, -e (Vulkangestein)
Basar pers., der: -s, -e (Markt im Orient, Ver¬
kauf von Waren für einen wohltätigen
Zweck); —► Bazar
Ba •se, die: -, -n (Kusine)
Base-ball engl, [besbol], der: -s (amerikani¬
sches Schlagballspiel)
BASIC engl, [besik], das: -(s) (Fachbegriff aus
der Datenverarbeitung, einfache Program¬
miersprache)
Basilika griech., die: -, Basiliken (Kirche in
altchristlicher Bauweise, altrömische Halle)
Basis griech., die: -, Basen (Ausgangspunkt,
Grundlage, Sockel); basieren: auf etwas
basieren (beruhen); die Basisdemokratie;
die Basisgruppe; der Basiskurs
Basketball engl., der: -(e)s, ...bälle (Ball,
Korbballspiel)
bass: bass (äußerst) erstaunt sein
Bass ital., der: Basses, Bässe (Musikinstru¬
ment, tiefe Männerstimme); die Bassgeige;
der Bassjst; der Bassschlüssel; die Bass¬
stimme
Bas-sin franz. [basä], das: -s, -s (künstlich an¬
gelegtes Wasserbecken^
Bast, der: -(e)s, -e (Pflanzenfaser)
basta ital.\ und damit basta (Schluss jetzt)!
Bastard franz., der: -(e)s, -e (Pflanze oder Tier
als Ergebnis von Kreuzungen, Schimpfwort)
Bastei ital., die:\ -en (Teil einer Festung)
basteln: ich bast(e)le einen Stern; die Bastel¬
arbeit; die Bastelei; der Bastler; die Bast¬
lerin
Bas-til-le franz. [bastjje], die: -, -n (befestigtes
Schloss)
Ba-tail-lon franz. [bataljon], das: -s, -e (Trup¬
penabteilung)
Batik malai., der/die: -, -en (Textilfärbever-
fahren, Stoff mit Batikmuster); der Batik¬
druck; batiken
Ba-tjst franz., der: -(e)s, -e (feines Gewebe)
Batterie franz., die: -, Batterien (Strom¬
quelle, Geschützabteilung); batteriebetrie¬
ben; das Batteriegerät
Batzen, der: -s, - (Haufen, Klumpen, alte
Münze); einen Batzen Geld verdienen
Bauch, der: -(e)s, Bäuche; Wut im Bauch ha¬
ben (sehr zornig sein) - ein voller Bauch stu¬
diert nicht gern; die Bauchbinde; die Bauch¬
decke; das Bauchfell; bauchig; der Bauch¬
laden; die Bauchlandung; das Bäuchlein;
bäuchlings (auf dem Bauch); der Bauchna¬
bel; bauchpinseln: sich gebauchpinselt (ge¬
schmeichelt, geehrt) fühlen; bauchreden;
der Bauchredner; die Bauchschmerzen; die
Bauchspeicheldrüse; der Bauchtanz; das
Bauchweh
bau en: eine Straße bauen - auf jemanden
bauen (jemandem vertrauen) - einen Un¬
fall bauen (haben); der Bau; der Bauarbei¬
ter; das Baudenkmal; baufällig; die Baufäl¬
ligkeit; der Bauherr; der Bauhof; die Bau¬
hütte; der Baukasten; der Bauklotz; das
Bauland; baulich: bauliche Veränderun¬
gen; das Baumaterial; der Baumeister; der
Bauplan; der Bauplatz; baureif; bausparen;
das Bausparen; die Bausparkasse; der Bau¬
stil; der Baustoff; die Bauten Mz.; der Bau¬
unternehmer; die Bauweise; das Bauwerk;
das Bauwesen
45
Bedeutungslosigkeit
Bauer: -n/-s, -n (Landwirt); die Bäuerin;
bäu(e)risch; bäuerlich; der Bauernauf¬
stand; die Bauernfängerei (plumper Be¬
trug); der Bauernhof; der Bauernkrieg; die
Bauernregel; die Bauernschaft; die Bau¬
ernschläue; der Bauernstand; das Bauern¬
tum; die Bauersfrau; die Bauersleute Mz.
Bau-er, das/der: -s, - (Vogelkäfig)
Baum, der: -(e)s, Bäume; auf einen Baum stei¬
gen; sich bäumen: das Pferd bäumt sich
(steigt hoch); der Baumfrevel; baumhoch;
die Baumkrone; baumlang; die Baum¬
schule; der Baumstamm; baumstark; das
Baumsterben; der Baumstumpf; die Baum¬
wolle; baumwollen
bau meln: ich baum(e)le - mit den Füßen
baumeln
Bausch, der: -(e)s, -e/Bäusche; ein Bausch
Watte - in Bausch und Bogen (ganz und
gar); bauschen: der Wind bauscht die Segel
(bläht sie auf); bauschig
Bauxit, der: -s, -e (ein Aluminiummineral)
Bayern: -s (Land der Bundesrepublik Deutsch¬
land); bairisch (die bayerische Mundart be¬
treffend); das Bairische; der Bayer; die Bay¬
erin; bay(e)risch: das bayerische Land; aber:
der Bayerische Wald; das Bayerland
Bazar pers., der: -s, -e; —► Basar
Ba-zjl-lus lat., der: -, Bazillen (Krankheitserre¬
ger); der Bazillenträger
Bd. = Band (Buch); Bde. = Bände
beachten: die Vorschriften genau beachten
(befolgen); beachtenswert; beachtlich; die
Beachtung
Beamte, der: -n, -n; (Inhaber eines öffent¬
lichen Amtes); die Beamtenschaft; das Be¬
amtentum; beamtet; die Beamtin
beanspruchen: (auf etwas Anspruch erhe¬
ben); die Beanspruchung
beanstanden: eine Ware beanstanden (als
mangelhaft bezeichnen); die Beanstan¬
dung
beantragen: einen Urlaub beantragen; die
Beantragung
beantworten: eine Frage, einen Brief be¬
antworten; die Beantwortung
be ar bei ten: ein Aufsatzthema bearbeiten -
Holz bearbeiten - jemanden mit Fußtritten
bearbeiten; der Bearbeiter; die Bearbeite¬
rin; die Bearbeitung
Beat engl, [bit], der: -(s) (moderne Musik mit
starkem Rhythmus); die Beatgeneration;
die Beatmusik; der Beatschuppen
be auf sich ti gen: die Kinder beaufsichti¬
gen; die Beaufsichtigung
be auf tra gen: jemanden mit einer Arbeit
beauftragen; der/die Beauftragte; die Be¬
auftragung
beben: die Erde bebt (zittert) - vor Wut be¬
ben; das Beben (Erschütterung, Erdbeben)
Becher, der: -s, - (Trinkgefäß); zu tief in den
Becher geschaut haben (angeheitert, be¬
trunken sein); bechern (tüchtig trinken)
becjrcen: -+ bezirzen
Becken, das: -s, -; Wasser in ein Becken (in
eine Schüssel, in einen Wasserbehälter)
schütten - das Becken spielen (Schlag¬
instrument) - sich das Becken brechen (Teil
des Skeletts) - die Stadt liegt am Eingang ei¬
nes Beckens (Mulde, Kessel); der Becken¬
bruch; beckenförmig; der Beckenrand
Bec-que-rel franz.fbekerel], das: -s, - (Maßein¬
heit für die Aktivität ionisierender Strah¬
lung)
bedacht: bedacht (überlegt, besonnen) Vor¬
gehen - auf etwas bedacht sein (besonde¬
ren Wert darauf legen); der Bedacht: mit
Bedacht (Überlegung) - auf etwas Bedacht
nehmen (es beachten); bedächtig; die Be¬
dächtigkeit; bedachtsam; die Bedachtsam-
keit
Be-darf, der: -(e)s; Bedarf an Nahrungsmitteln
haben - bei Bedarf; der Bedarfsartikel; der
Bedarfsfall; bedarfsgerecht; die Bedarfs¬
haltestelle
bedauern: er bedauert (bemitleidet) ihn auf¬
richtig - ich bedauere (es tut mir Leid); be¬
dauerlich; bedauerlicherweise; das Bedau¬
ern; bedauernswert
bedenken: etwas bedenken (überlegen, er¬
wägen); das Bedenken: Bedenken (Zweifel,
Einwände) haben - ohne Bedenken; be¬
denkenlos; bedenkenswert; bedenklich
bedeuten: was bedeutet das? - sie bedeutete
mir (gab mir zu verstehen) zu schweigen -
das bedeutet mir alles (ist für mich sehr
wichtig); bedeutend: sich bedeutend (merk¬
lich) verbessern - eine bedeutende (sehr be¬
rühmte) Frau; aber: etwas Bedeutendes voll¬
bringen - um ein Bedeutendes größer;
bedeutsam; die Bedeutsamkeit; die Bedeu¬
tung; bedeutungslos; die Bedeutungslosig-
Bedeutungsunterschied
46
keit; der Bedeutungsunterschied; bedeu¬
tungsvoll; der Bedeutungswandel
bedienen: die Gäste bedienen - eine Ma¬
schine bedienen - sich eines Werkzeugs
bedienen - bedient sein (genug von etwas
haben); der/die Bedienstete; die Bedie¬
nung; die Bedienungsanleitung; der Bedie¬
nungsfehler; die Bedienungsvorschrift
Be-djn-gung, die: -en; etwas zur Bedingung
(Voraussetzung) machen - die Bedingun¬
gen (Gegebenheiten) anerkennen; bedin¬
gen: das eine bedingt (erfordert) das an¬
dere; bedingt: nur bedingt (eingeschränkt)
tauglich sein; bedingungslos
bedrängen: jemanden bedrängen (ihn unter
Druck setzen); die Bedrängnis, die Be¬
drängnisse (Not, Ausweglosigkeit); die Be¬
dingung
bedrohen: jemanden mit einer Waffe bedro¬
hen; bedrohlich; die Bedrohlichkeit; be¬
droht (gefährdet); die Bedrohung
bedrücken: es bedrückt mich (macht mich
traurig); bedrückt; die Bedrücktheit; die
Bedrückung
Beduine arab., der: -n, -n (arabischer No¬
made, Wüstenbewohner)
bedürfen: der Ruhe bedürfen - eines Rates
bedürfen; das Bedürfnis, die Bedürfnisse;
die Bedürfnisanstalt (öffentliche Toilette);
bedürfnislos; die Bedürfnislosigkeit; be¬
dürftig: des Schutzes bedürftig - bedürfti¬
gen (Not leidenden) Menschen helfen; die
Bedürftigkeit
Beef-steak engl, [bifßtek], das: -s, -s (gebra¬
tene Rindslende bzw. gebratenes Fleisch¬
klößchen)
be ei len, sich: beeile dich!; die Beeilung
beeindrucken: das beeindruckt mich sehr
(fesselt meine Aufmerksamkeit)
beeinflussen: jemanden beeinflussen (ihn
lenken, leiten); beeinflussbar; die Beein-
flussbarkeit; die Beeinflussung
beeinträchtigen: es beeinträchtigt (min¬
dert) den Wert; die Beeinträchtigung
beenden: (zu Ende bringen); beendigen; die
Beendigung; die Beendung
beengen: sehr beengt wohnen; die Beengt¬
heit; die Beengung
beerdigen: einen Toten beerdigen; die Be¬
erdigung; das Beerdigungsinstitut; das Be-
erdigungsunternehmen
Beere, die: -, -n (Fruchtform); das Beerenobst
Beet, das: -(e)s, -e; das Beet umgraben
befähigen: (in die Lage versetzen); befä¬
higt: ein befähigtes (begabtes) Kind; die Be¬
fähigung; der Befähigungsnachweis
befallen: von Panik befallen werden - ein
von Ungeziefer befallener Baum; der Befall
befangen: (schüchtern, gehemmt); als Zeu¬
ge befangen (voreingenommen) sein; die
Befangenheit; der Befangenheitsantrag
befassen, sichrer hat sich damit befasst (be¬
schäftigt)
befehlen: du befiehlst, er befahl, sie hat be¬
fohlen, befiehl!; der Befehl: zu Befehl -
dein Wunsch ist mir Befehl (ich tue das
gerne); befehligen; der Befehlsempfänger;
die Befehlsform; der Befehlshaber; be¬
fehlshaberisch; der Befehlssatz; die Be¬
fehlsverweigerung
befestigen: das Gepäck auf dem Autodach
befestigen - einen Damm befestigen (si¬
cher machen); die Befestigung
be-fjn-den: sich im Zimmer befinden - sich
nicht wohl befinden - er befindet sich im
Urlaub - etwas für richtig befinden (halten)
- sich in einem Irrtum befinden; das Befin¬
den: das Befinden (der Krankheitszustand)
des Patienten - nach meinem Befinden
(Urteil); befindlich: die im Zimmer befind¬
lichen (vorhandenen) Möbel; die Befind¬
lichkeit (seelischer Zustand eines Men¬
schen); der Befund: der Befund des Arztes
steht noch aus
befleißigen, sich: (sich um etwas eifrig be¬
mühen); befljssen (eifrig bemüht); die Be¬
flissenheit; beflissentlich (absichtlich)
be fol gen: einen Befehl befolgen (danach
handeln); die Befolgung
befördern: einen Brief befördern - ein Be¬
amter wird befördert (rückt um einen Rang
höher) - jemanden aus dem Raum beför¬
dern (entfernen); die Beförderung; das Be¬
förderungsmittel
be-fra-gen: den Zeugen befragen; aber: auf
Befragen des Richters; die Befragung
befreien: einen Gefangenen befreien; der
Befreier; die Befreiung; die Befreiungsbe¬
wegung; der Befreiungskampf; der Befrei¬
ungsschlag
befremden: sein Benehmen befremdet mich
(berührt mich unangenehm); das Befrem-
47
Begutachtung
den; befremdlich: eine befremdliche (ver¬
wunderliche) Äußerung; die Befremdung
befrieden: ein Land befrieden (Frieden in
ihm herbeiführen); die Befriedung
befriedigen: (zufrieden stellen); er befrie¬
digte seine Gläubiger; befriedigend: eine
befriedigende Leistung; die Befriedigung
befristen: ein befristetes (für eine bestimmte
Zeit gültiges) Abkommen; die Befristung
befruchten: (fruchtbar machen); die Be¬
fruchtung
Be-fug-nis, die: -se (Berechtigung, Erlaub¬
nis); befugt: er ist dazu befugt (berechtigt)
befürchten: das Schlimmste befürchten; die
Befürchtung
befürworten: ich befürworte (unterstütze)
deinen Plan; der Befürworter; die Befür¬
wortung
Be-ga-bung, die: -en; eine Begabung für
Sprachen haben; begabt: ein begabter (ta¬
lentierter) Schüler; der/die Begabte; die
Begabtenförderung
begeben: sich auf eine Reise begeben - es
begab sich (trug sich zu) - sich heimbege¬
ben - sich an die Arbeit begeben; die Bege¬
benheit: eine seltsame Begebenheit (Vor¬
fall, Ereignis)
begegnen: ich begegne ihm auf der Straße -
einer Gefahr begegnen - er begegnet mir
feindlich; die Begegnung; die Begegnungs¬
stätte
be-ge hen: eine viel begangene Brücke - den
Geburtstag begehen (feiern); begehbar; die
Begehung
begehren: sie hat alles, was das Herz be¬
gehrt (sich wünschen kann) - Einlass be¬
gehren (erbitten); das Begehren; begeh¬
renswert; begehrlich: ein begehrlicher
(verlangender) Blick; die Begehrlichkeit
begeistern: er ist hell begeistert - sie begeis¬
tert die Menschen mit ihrem Spiel; die Be¬
geisterung; begeisterungsfähig; der Begeis¬
terungssturm
Begierde, die: -, -n (leidenschaftliches Ver¬
langen); auch: die Begier; begierig; -► be¬
gehren
begjnnen: du beginnst, er begann, sie hat
begonnen, beginn(e)!; der Beginn: zu Be¬
ginn - von Beginn an; das Beginnen: ein
hoffnungsloses Beginnen (Vorhaben, Be¬
mühen)
beglaubigen: (als echt bestätigen); der Be¬
amte beglaubigt die Urkunde; die Beglau¬
bigung; das Beglaubigungsschreiben
be glei chen: seine Schulden begleichen (be¬
zahlen); die Begleichung
be-glei-ten: jemanden nach Hause begleiten;
der Begleiter; die Begleiterin; die Begleit¬
erscheinung; die Begleitperson; das Be¬
gleitschreiben; die Begleitung
beglücken: beglückt (glücklich) aussehen;
die Beglückung; beglückwünschen
begnadigen: der Verbrecher wird begna¬
digt; begnadet: eine begnadete (hoch
begabte) Künstlerin; die Begnadigung
begnügen, sich: sich mit einem geringen
Verdienst begnügen (zufrieden geben)
begraben: einen Toten begraben - seine
Hoffnungen begraben (aufgeben) - sich be¬
graben lassen können (versagt haben, auf¬
geben können); das Begräbnis, die Begräb¬
nisse; die Begräbnisfeier; die Begräbnis¬
stätte
begradigen: die Straße begradigen (gerade
machen); die Begradigung
begreifen: du begreifst, er begriff, sie hat be¬
griffen, begreif(e)!; die Aufgabe begreifen
(verstehen); begreiflich; begreiflicherweise
begrenzen: einen begrenzten Horizont ha¬
ben; die Begrenztheit (Beschränkung); die
Begrenzung; die Begrenzungslinie
Begrjff, der: -(e)s, -e; ein dehnbarer (nicht fest
umrissener) Begriff - sich keinen Begriff
machen können (keine Vorstellung haben)
- im Begriff(e) sein (gerade anfangen wol¬
len, etwas zu tun) - schwer von Begriff sein
(lange brauchen, um etwas zu verstehen);
begriffen: im Aussterben begriffen; begriff¬
lich; die Begriffsbestimmung; begriffsstut¬
zig; das Begriffsvermögen; die Begriffsver¬
wirrung; -> begreifen
begründen: sein Vorgehen begründen; der
Begründer; die Begründung; der Begrün¬
dungssatz
begrüßen: seine Gäste begrüßen; begrü¬
ßenswert; die Begrüßung; der Begrüßungs¬
trunk
begünstigen: eine Mannschaft begünstigen
(bevorzugen) - das Wetter begünstigt (för¬
dert) unseren Plan; die Begünstigung
be gut ach ten: (fachmännisch beurteilen);
der Begutachter; die Begutachtung
behäbig
48
behäbig: ein behäbiges (schwerfälliges) We-
sen haben; die Behäbigkeit
behagen: dein Benehmen behagt (gefällt)
mir nicht; das Behagen: er isst mit großem
Behagen; behaglich (gemütlich, bequem);
die Behaglichkeit
be hal ten: du behältst, er behielt, sie hat be¬
halten, behalt(e)!; etwas für sich behalten
(nicht weitererzählen); der Behälter; das
Behältnis, die Behältnisse
behände: (schnell, flink, gewandt); auch:
behänd; die Behändigkeit; —► Hand
be han deln: ich behand(e)le- jemanden wie
einen dummen Jungen behandeln - einen
Patienten behandeln (zu heilen versuchen)
- ein Thema behandeln (bearbeiten); die
Behandlung; die Behandlungskosten Mz.;
die Behandlungsweise
beharren: auf seiner Meinung beharren (be¬
stehen); beharrlich; die Beharrlichkeit: Be¬
harrlichkeit führt zum Ziel; die Beharrung;
das Beharrungsvermögen
behaupten: das Gegenteil behaupten - sei¬
nen ersten Platz behaupten (erfolgreich
verteidigen) - ich behaupte mich (setze
mich durch); die Behauptung
be he ben: einen Schaden beheben (beseiti¬
gen); die Behebung
behelfen: sich in einer Notlage behelfen;
der Behelf (Notlösung); der Behelfsbau; das
Behelfsheim; behelfsmäßig; die Behelfs¬
unterkunft; behelfsweise; die Behelfswoh¬
nung
behelligen: jemanden behelligen (belästi¬
gen, stören); die Behelligung
beherbergen: einen Fremden beherbergen
(ihm ein Nachtlager geben); die Beherber¬
gung
beherrschen: sich gut beherrschen können
- ein Land beherrschen - sein Handwerk
beherrschen (etwas gut können); be¬
herrschbar; die Beherrschbarkeit; der Be¬
herrscher; die Beherrschtheit (Zurückhal¬
tung); die Beherrschung: die Beherrschung
verlieren (ungeduldig, zornig werden)
beherzigen: einen guten Ratschlag beher¬
zigen (befolgen); beherzigenswert; die
Beherzigung; beherzt (mutig, unerschro¬
cken); die Beherztheit
behilflich: beh ilflich sein (helfen)
behjndern: jemanden bei der Arbeit behin¬
dern; behindert: ein behindertes Kind; der/
die Behinderte; behindertengerecht; die
Behinderung; im Behinderungsfall(e)
Behörde, die: -, -n (amtliche Stelle); behörd¬
lich (amtlich); behördlicherseits
behüten: (schützen, bewachen); Gott be¬
hüte (nein, auf keinen Fall)!; der Behüter;
behutsam: behutsam (vorsichtig) mit etwas
umgehen; die Behutsamkeit; die Behütung
bei: bei Leipzig - bei einem Verwandten woh¬
nen - bei der Hand nehmen - bei Tag und
Nacht - bei der Ankunft des Busses - bei
guter Gesundheit sein - bei sich haben -
bei alledem - bei Gott - bei meiner Ehre -
bei weitem - nicht bei sich (geistig abwe¬
send) sein; aber: das Beisein: in seinem
Beisein
bei be hal ten: eine Gewohnheit beibehalten
(an ihr festhalten); die Beibehaltung
beichten: die Sünden beichten (bekennen);
die Beichte; das Beichtgeheimnis; das
Beichtkind; das Beichtsiegel; der Beicht¬
stuhl; der Beichtvater
bei-de: wir beide - alle beide - für uns beide
- einer von beiden - die beiden (die zwei)
- keine von beiden - diese beiden - beides
(zugleich) - alles beides - ihr beide(n) -
beide Mal(e); beidarmig; beidbeinig; bei¬
derlei: Menschen beiderlei Geschlechts;
beid(er)seitig: im beiderseitigen Einverneh¬
men; beid(er)seits: beiderseits der Straße;
beidhändig (mit beiden Händen)
bei ei nan der (bei ein an der): beieinan¬
der (beisammen) sein - gut beieinander
(gesund) sein - beieinander liegen - beiei¬
nander stehen - nicht alle beieinander ha¬
ben (verrückt sein)
Beffahrer, der: -s, - (eine vorn neben dem
Fahrer sitzende Person); die Beifahrerin;
der Beifahrersitz
Bei fall, der: -(e)s; Beifall klatschen - Beifall
heischend (erwartend); beifällig: beifällig
(zustimmend) nicken; das Beifallsklat¬
schen; der Beifall(s)ruf; der Beifallssturm;
beige franz. [besch]: ein beiges (sandfarbenes)
Kleid; das Beige
Beihilfe, die: -, -n (Unterstützung); beihilfe-
fähig
Beil, das: -(e)s, -e (Werkzeug)
Bei la ge, die: -, -n; die Beilage zu einer Zei¬
tung - die Beilage (Zukost) zu einem
49
Beklemmung
Fleischgericht; beilegen: einen Streit beile¬
gen (schlichten, beenden)-einen Brief bei¬
legen (beifügen); die Beilegung
beiläufig: (nebenbei); eine beiläufige (ne¬
bensächliche) Bemerkung machen; die Bei¬
läufigkeit
beileibe: beileibe (durchaus, bestimmt) nicht;
aber: bei Leibe
Bei-leid, das: -(e)s; sein Beileid (seine Anteil¬
nahme) aussprechen; die Beileidsbezei¬
gung; auch: die Beileidsbezeugung; die
Beileidskarte; das Beileidsschreiben
beim: alles beim Alten lassen - beim besten
Willen nicht
Bein, das: -(e)s, -e; die Beine unter die Arme
nehmen (schnell weglaufen) - mit einem
Bein im Grabe stehen (todkrank sein) - je¬
mandem Beine machen (jemanden antrei¬
ben) - wieder auf den Beinen (gesund) sein
- auf eigenen Beinen stehen (selbstständig
sein) - sich kein Bein ausreißen (sich nicht
besonders anstrengen); der Beinbruch; bei¬
nern (aus Knochen oder Elfenbein bestehend);
beinhart (sehr hart);... beinig: breitbeinig -
kurzbeinig; das Beinkleid; die Beinschiene
beinah: (fast, nahezu); auch: beinahe; der
Beinahezusammenstoß
beisammen: fröhlich beisammen (mitei¬
nander) sein - gut beisammen (in guter Ver¬
fassung) sein; beisammenbleiben; beisam¬
menhaben: nicht alle beisammenhaben
(verrückt sein); das Beisammensein; bei¬
sammensitzen; beisammenstehen
Beisein, das: in seinem Beisein
beiseite: das kannst du beiseite stellen - bei¬
seite bringen (für eigene Zwecke auf die
Seite schaffen) - etwas beiseite legen (spa¬
ren) - etwas beiseite (unerwähnt) lassen -
jemanden beiseite schaffen (verstecken, er¬
morden)
beisetzen: jemanden beisetzen (beerdigen);
die Beisetzung; die Beisetzungsfeierlich¬
keit
Beispiel, das: -(e)s, -e; zum Beispiel (z.B.) -
ein schlechtes Beispiel geben - anhand ei¬
nes Beispiels; beispielgebend; aber: ein
gutes Beispiel gebend; beispielhaft; bei¬
spiellos; beispielsweise
beißen: du beißt, er biss, sie hat gebissen,
beiß(e)!; die Zähne aufeinander beißen -
ein beißender Schmerz - sich das Weinen
verbeißen - die Farben beißen sich (passen
nicht zueinander) - nichts zu beißen (Hun-
ger) haben - ins Gras beißen (sterben); der
Beißkorb; beißwütig; die Beißzange
Beistand, der: -(e)s, Beistände; jemandem
Beistand leisten (helfen); der Beistands¬
pakt; beistehen
Beistrich, der: -(e)s, -e (Komma)
Beitrag, der: -(e)s, Beiträge; seinen Beitrag
zahlen - einen Beitrag leisten (sich betei¬
ligen, mitwirken) - einen Beitrag (Aufsatz,
Artikel) für eine Zeitung schreiben; beitra¬
gen; beitragspflichtig; die Beitragszahlung
beizeiten: beizeiten (frühzeitig) aufstehen -
beizeiten (zur rechten Zeit) sparen
beizen: Holz oder Textilien beizen (färben);
die Beize (Holzfarbe, Jagd mit abgerichte¬
ten Raubvögeln); der Beizvogel
bejahen: eine Frage bejahen; die Bejahung
bejammern: (beklagen, tief bedauern); be¬
jammernswert
bekämpfen: den Feind bekämpfen - eine
Krankheit bekämpfen; die Bekämpfung
bekannt: eine bekannte Persönlichkeit - er
ist überall bekannt - für etwas bekannt sein
- sich mit etwas bekannt (vertraut) machen
- etwas bekannt geben - mit jemanden be¬
kannt sein - das darf nicht in der Öffent¬
lichkeit bekannt werden; der/die Bekannte;
der Bekanntenkreis; bekanntermaßen (wie
man weiß); bekannterweise; aber: in be¬
kannter Weise; die Bekanntgabe; die Be¬
kanntheit; bekanntlich; die Bekanntma¬
chung; die Bekanntschaft: mit etwas Be¬
kanntschaft machen (unangenehm in Be¬
rührung kommen)
bekehren: sich bekehren lassen; der/die
Bekehrte; die Bekehrung
bekennen: seine Sünden bekennen - sich
zu seiner Meinung bekennen; der Beken¬
ner; der Bekennerbrief; der Bekennermut;
das Bekenntnis, die Bekenntnisse; be¬
kenntnislos; bekenntnismäßig
beklagen: sie beklagt sich über die schlim¬
men Zustände; beklagenswert; der/die Be¬
klagte
bekleiden: leicht bekleidet sein - ein wich¬
tiges Amt bekleiden (innehaben); die Be¬
kleidung
beklemmen: ein beklemmender (bedrü-
ckender) Gedanke; die Beklemmung; be-
beklommen
50
klommen (gehemmt, ängstlich); die Be-
klommenheit
bekommen: ein Geschenk bekommen - das
Essen ist ihm nicht bekommen - wir be¬
kommen Regen; bekömmlich: ein be¬
kömmliches Mahl; die Bekömmlichkeit
beköstigen: (zu essen geben); die Bekösti¬
gung
bekräftigen: er bekräftigte (bestätigte aus¬
drücklich) seine Aussagen; die Bekräfti¬
gung
bekritteln: (tadeln, kleinlich nörgeln); ich
bekritt(e)le
bekümmern: etwas bekümmert mich
(macht mir Sorgen) - ein bekümmertes
(trauriges) Gesicht machen; die Beküm¬
mernis, die Bekümmernisse (Kummer); die
Bekümmertheit
bekunden: Interesse bekunden (zeigen, öf¬
fentlich aussprechen); die Bekundung
Belag, der: -(e)s, Beläge (dünne Schicht); der
Belag auf der Zunge - den Belag der Brem¬
sen erneuern
belagern: eine Festung belagern - Reporter
belagern das Hotel; der Belagerer; die Be¬
lagerung; der Belagerungszustand
belämmert: belämmert (betreten, einge¬
schüchtert) schauen; —► Lamm
Belang, der: -(e)s, -e; nicht von Belang (nicht
wichtig) sein - die Belange (Interessen) ei¬
nes anderen vertreten; belangen: was mich
belangt (angeht) - jemanden wegen Rau¬
bes belangen (zur Rechenschaft ziehen);
belanglos (unwichtig); die Belanglosigkeit;
die Belangung (Anklage)
belasten: die Brücke belasten - den Ange¬
klagten belasten - das Haus mit Hypothe¬
ken belasten; belastbar; die Belastbarkeit;
die Belastung; die Belastungsprobe; der
Belastungszeuge
belästigen: (lästig fallen); die Belästigung
beleben: (anregen, Schwung in etwas brin¬
gen); belebt: belebte (verkehrsreiche) Stra¬
ßen; die Belebung
belegen: den Boden mit Teppichen belegen
- einen Platz belegen (als besetzt kenn¬
zeichnen) - die Stimme ist belegt - mit Ur¬
kunden belegen (beweisen); der Beleg (Be¬
weisstück, Quittung); belegbar; die Beleg¬
schaft; die Belegung
belehren: jemanden eines Bess(e)ren beleh¬
ren; belehrbar; die Belehrung
be-lei-di gen: leicht beleidigt sein; die Belei¬
digung; die Beleidigungsklage
be leuch ten: der Raum ist gut beleuchtet -
ein Problem von allen Seiten beleuchten
(betrachten); der Beleuchter; die Beleuch¬
tung; der Beleuchtungskörper
beleumden: gut beleumdet (beleumundet)
sein (in gutem Rufe stehen)
bel-fern: (heftig bellen, keifen, schimpfen)
Belgien: -s (Staät in Europa); der Belgier; die
Belgierin; belgisch
belieben: wie es dir beliebt (gefällt) - er be¬
liebt zu scherzen; das Belieben: es liegt in
seinem Belieben (Ermessen) - nach Belie¬
ben (nach eigenem Wunsch); beliebig: x-
beliebig; aber: jeder x-Beliebige - ein be¬
liebiges Kleid aussuchen; aber: alles Be¬
liebige (was auch immer) - jeder Belie¬
bige - etwas Beliebiges; beliebt; die Be¬
liebtheit
bel-len: der Hund bellt ihn an - bellende
Hunde beißen nicht
belobigen: (loben, auszeichnen); die Belo¬
bigung; das Belobigungsschreiben
belohnen: jemanden für seine Treue beloh¬
nen; die Belohnung
Belt, der: -(e)s, -e (Meerenge)
belustigen: die Zuschauer belustigen (er¬
heitern) - sich belustigen (vergnügen) - be¬
lustigt sein; die Belustigung
Bern. = Bemerkung
bemächtigen: sich des Geldes bemächti¬
gen - die Angst bemächtigte sich ihrer; die
Bemächtigung
bemängeln: ich bemäng(e)le (beanstande,
kritisiere) nichts; die Bemäng(e)lung
bemänteln: ich bemänt(e)le (beschönige,
vertusche) meine Fehler nicht; die Be¬
mäntelung
bemerken: nebenbei bemerkt (gesagt) -
nichts bemerken (sehen); bemerkbar: sich
bemerkbar machen (auf sich aufmerksam
machen); bemerkenswert; die Bemerkung
(Bern.)
bemühen: er bemühte sich um eine gute
Note - bemühe dich nicht! - jemanden be¬
mühen (in Anspruch nehmen); das Bemü¬
hen; bemüht (eifrig); die Bemühung
be-mü-ßi-gen: sich bemüßigt (\/eranlasst) füh¬
len
51
Bergwerk
benachrichtigen: (in Kenntnis setzen); die
Benachrichtigung
benachteiligen: sich benachteiligt (zu¬
rückgesetzt) fühlen; der/die Benachtei¬
ligte; die Benachteiligung
benehmen: sich ordentlich benehmen (be¬
tragen); das Benehmen: ein tadelloses Be¬
nehmen haben - sich mit jemandem ins
Benehmen setzen (sich verständigen)
beneiden: jemanden beneiden (auf ihn nei¬
disch sein); beneidenswert
Benelux, die: - (Kurzname für die Länder
Belgien, Niederlande und Luxemburg); die
Beneluxstaaten Mz.
ben-ga-lisch: bengalisches Feuer (Buntfeuer)
- bengalische Beleuchtung
Bengel, der: -s, -/-s (frecher Junge)
benommen: von einem Schlag benommen
(betäubt) sein; die Benommenheit
benötigen: jemanden benötigen (dringend
brauchen); die Benötigung
benutzen: Seife benutzen - den hinteren
Eingang benutzen; auch: benützen; be¬
nutzbar; die Benutzbarkeit; der Benutzer
(Benützer); benutzerfreundlich; die Benut¬
zung (Benützung); die Benutzungsgebühr
Benzin arab., das: -s, -e (Treibstoff); der Ben¬
zinkanister; der Benzintank; das Benzol
(flüssiger Kohlenwasserstoff)
be ob ach ten (be o bach ten): nichts Be¬
sonderes beobachten (feststellen); der Be¬
obachter; die Beobachterin; die Beobach¬
tung; die Beobachtungsgabe; die Beobach¬
tungsstation
bequem: ein bequemes Leben führen - zum
Arbeiten zu bequem (zu faul) sein - er
schaffte es bequem (ohne Mühe); sich be¬
quemen (bereit sein); bequemlich; die Be¬
quemlichkeit
beraten: du berätst, er beriet, sie hat bera¬
ten, berate!; jemanden beraten - sich bera¬
ten (gemeinsam überlegen) - schlecht be¬
raten sein (falsch handeln); der Berater; die
Beraterin; beratschlagen: der Plan wurde
beratschlagt (besprochen); die Beratschla¬
gung; die Beratung; die Beratungsstelle
berechnen: die Kosten berechnen; bere¬
chenbar; die Berechenbarkeit; berech¬
nend: eine berechnende (nur auf den eige¬
nen Vorteil bedachte) Person; die Berech¬
nung
Berechtigung, die: -, -en (Recht, Befugnis);
berechtigen: zu etwas berechtigt sein (das
Recht zu etwas haben); berechtigt: berech¬
tigte (begründete) Zweifel; der/die Berech¬
tigte; berechtigterweise; der Berechtigungs¬
schein
bereden: etwas bereden (besprechen) - sich
mit jemandem bereden (beraten); bered¬
sam; die Beredsamkeit; beredt: beredt (re¬
degewandt) sein - ein beredtes (viel sagen¬
des) Schweigen; die Beredtheit; die Bere-
dung
Bereich, der: -(e)s, -e (Umgebung, Gebiet)
bereichern: sich schamlos bereichern; die
Bereicherung
bereifen: ein Auto neu bereifen - die Bäume
sind bereift (voll Raureif); die Bereifung
bereinigen: eine Angelegenheit bereinigen
(in Ordnung bringen); die Bereinigung
bereit: bereit (fertig, gerüstet) sein - sich be¬
reit erklären - sich bereit finden (entschlos¬
sen sein); bereiten: ein Bad bereiten - je¬
mandem eine Freude bereiten; bereit¬
haben; bereithalten: sich für die Abreise
bereithalten - das Geld abgezählt be¬
reithalten; bereitlegen; bereitliegen: die
Wäsche liegt bereit; (sich) bereitmachen:
wir haben uns bereitgemacht; die Bereit¬
schaft; der Bereitschaftsdienst; die Bereit¬
schaftspolizei; bereitstehen; bereitstellen;
die Bereitstellung; die Bereitung (Herstel¬
lung); bereitwillig; die Bereitwilligkeit
bereits: es ist bereits (schon) zwölf Uhr
Berg, der: -(e)s, -e; auf einen Berg steigen - ein
Berg von Arbeit - über alle Berge (geflohen
und schon sehr weit weg) sein - mit etwas
hinter dem Berg halten (etwas verheimli¬
chen) - über den Berg sein (eine Schwierig¬
keit, Krise überstanden haben); bergab;
bergabwärts; bergan; der Bergarbeiter;
bergauf; bergaufwärts; die Bergbahn; der
Bergbau; bergeweise (in großen Mengen);
der Bergfried (Hauptturm einer Burg); der
Bergführer; der Berggipfel; bergig; der
Bergkristall; die Bergkuppe; die Bergleute
Mz.; der Bergmann; das Bergmassiv (Ge-
birgsstock); die Bergpredigt; der Berg¬
rutsch; die Bergstation; bergsteigen; der
Bergsteiger; die Bergsteigerin; der Berg¬
sturz; die Berg-und-Tal-Bahn; bergunter;
die Bergwacht; bergwärts; das Bergwerk
bergen
52
bergen: du birgst, er barg, sie hat geborgen,
birg!; den Verletzten bergen (in Sicherheit
bringen) - sich geborgen fühlen - das Meer
birgt (trägt in sich) viele Schätze; die Ber¬
gung; die Bergungsmannschaft
berichten: über eine Reise berichten- der
• '
Bericht; der Berichterstatter; die Bericht¬
erstattung; der Berichtszeitraum
berichtigen: einen Fehler berichtigen (be¬
seitigen) - jemanden berichtigen (das, was
er sagt, richtig stellen); die Berichtigung
Berlin: -s (Hauptstadt Deutschlands); ein Ber¬
liner Junge - der Berliner Bär (Wappen) -
die Berliner Weiße (Getränk); der Berliner;
die Berlinerin; berlinerisch
Bern-stein, der: -s, -e (gelber bis brauner,
durchsichtiger Stein); bernsteinfarben; die
Bernsteinkette
Berserker, der: -s, - (kampfeslustiger Mensch);
wie ein Berserker toben; berserkerhaft
bersten: du birst, er barst, sie ist geborsten,
birst!; der Balken barst (brach) unter der Be¬
lastung - zum Bersten voll (übervoll)
berüchtigt: ein berüchtigtes (verrufenes) Lo¬
kal
be rück sich ti gen: alle seine Wünsche
wurden berücksichtigt; die Berücksichti¬
gung
Beruf, der: -(e)s, -e; einen Beruf ergreifen; be¬
rufen: in ein Amt berufen (einsetzen) - sich
auf jemanden berufen (als Zeugen, Bürgen
nennen); berufen: sich berufen (geeignet,
befähigt) fühlen - aus berufenem Munde
(aus sicherer Quelle); beruflich; berufs¬
bedingt; berufsbegleitend; die Berufsbera¬
tung; berufsblind; berufserfahren; berufs¬
fremd; das Berufsgeheimnis; die Berufs¬
genossenschaft; das Berufsleben; berufs¬
los; berufsmäßig; das Berufsrisiko; die Be¬
rufsschule; aber: die berufsbildenden Schu¬
len; der Berufsspieler; der Berufssportler;
der Berufsstand; berufstätig; der/die Be¬
rufstätige; berufsunfähig; der Berufsver¬
kehr; die Berufswahl; die Berufung: Beru¬
fung (Widerspruch) gegen ein Urteil ein-
legen - seine Berufung (Ernennung) zum
Richter
beruhen: auf einem Irrtum beruhen - etwas
auf sich beruhen lassen (nicht weiter verfol¬
gen) ^
beruhigen: beruhige dich (werde ruhiger)!;
die Beruhigung; das Beruhigungsmittel;
die Beruhigungsspritze
berühmt: eine berühmte Künstlerin; die Be¬
rühmtheit: zu Berühmtheit gelangen - eine
Berühmtheit (bekannte Persönlichkeit) sein
berühren: etwas vorsichtig berühren (anfas¬
sen) - die Nachricht berührte (traf) ihn tief —
viele Fragen berühren (erwähnen); die Be¬
rührung; der Berührungspunkt
bes. = besonders
besagt: das besagt (bedeutet) nichts - seine
Miene besagt (verrät) alles - besagter (er¬
wähnter, genannter) Herr Müller; der/die
Besagte (Genannte)
besänftigen: (beruhigen, beschwichtigen);
die Besänftigung
beschädigen: fremdes Eigentum beschädi¬
gen (schadhaft machen); die Beschädigung
beschaffen: sich Arbeit beschaffen (besor¬
gen); beschaffen: so beschaffen (geartet,
veranlagt) sein; die Beschaffenheit; die Be¬
schaffung; die Beschaffungskriminalität
beschäftigen: sich mit etwas beschäftigen
- viele Arbeiter beschäftigen (angestellt ha¬
ben); der/die Beschäftigte; die Beschäfti¬
gung; beschäftigungslos
beschämen: jemanden beschämen (Scham
empfinden lassen) - ein beschämendes
(demütigendes) Gefühl; die Beschämung
beschatten: einen Dieb beschatten (über¬
wachen); der Beschatter; die Beschattung
be schau en: (ruhig betrachten); die Beschau;
der Beschauer; beschaulich; die Beschau¬
lichkeit; die Beschauung
Bescheid, der: -(e)s, -e; jemandem Bescheid
(Nachricht) geben - einen Bescheid (eine
amtliche Entscheidung) ausstellen - Be¬
scheid wissen (unterrichtet sein); beschei¬
den: sich mit etwas bescheiden (zufrieden
geben) - ein Gesuch wurde abschlägig be-
schieden (abgelehnt); bescheiden: beschei¬
den (genügsam) leben - bescheidene (ge¬
ringe) Leistungen; die Bescheidenheit
be schei ni gen: (bestätigen); die Bescheini¬
gung
bescheren: beschert (beschenkt) werden -
das Schicksal hat uns viel Gutes beschert
(gebracht); die Bescherung: das ist ja eine
schöne Bescherung (unangenehme Über¬
raschung)! - die Bescherung der Kinder
(Austeilung der Geschenke)
53
Besinnungslosigkeit
be scheu ert: (verrückt, dumm)
beschießen: eine Stadt beschießen; der Be¬
schuss
beschjmpfen: jemanden mit groben Worten
beschimpfen; die Beschimpfung
beschlagen: ein Pferd beschlagen; der Be¬
schlag: die Beschläge der Tür - etwas/je¬
manden in Beschlag nehmen/mit Beschlag
belegen (für sich beanspruchen); beschla¬
gen: beschlagen sein (gute Kenntnisse ha¬
ben, erfahren sein); die Beschlagenheit
Beschlagnahme, die: -, -n; eine Beschlag¬
nahme (behördliche Wegnahme) anord¬
nen; beschlagnahmen; die Beschlagnah¬
mung
beschleunigen: das Tempo beschleunigen
- etwas beschleunigt (sehr schnell) erledi¬
gen; die Beschleunigung
beschließen: das Fest beschließen (been¬
den) - ein neues Gesetz beschließen;
beschlossenermaßen; der Beschluss, die
Beschlüsse; beschlussfähig; die Beschluss¬
fähigkeit; die Beschlussfassung
beschränken: sich auf das Wesentliche be¬
schränken - die Freiheit eines anderen be¬
schränken (einengen); beschrankt: ein be¬
schrankter (mit Schranken geschützter)
Bahnübergang; beschränkt: die Möglich¬
keiten sind beschränkt (knapp) - be¬
schränkt (dumm, einfältig) sein; die Be¬
schränktheit; die Beschränkung
beschreiben: den Zettel beschreiben - ei¬
nen Vorgang beschreiben (erzählen); be¬
schreibbar; die Beschreibung
beschriften: Bilder beschriften; die Beschrif-
tung
beschuldigen: jemanden eines Verbre¬
chens beschuldigen; der/die Beschuldigte;
die Beschuldigung
Beschwerde, die: -, -n; eine Beschwerde
(einen Einspruch) verfassen; beschwerde¬
frei; die Beschwerdefrist; der/die Be¬
schwerdeführende; die Beschwerden Mz.:
die Beschwerden (körperlichen Leiden) des
Alters; der Beschwerdeweg; beschweren:
sich beim Vorgesetzten beschweren (Klage
führen) - einen Brief beschweren (mit et¬
was Schwerem belasten); beschwerlich
(mühsam); die Beschwerlichkeit; die Be¬
schwernis, die Beschwernisse (Last, Müh¬
sal); die Beschwerung
beschwjchtigen: (beruhigen, besänftigen);
die Beschwichtigung
beschwjngen: die Musik beschwingt mich
(macht mich fröhlich, heiter); beschwingt
(heiter, voll Schwung); die Beschwingtheit
beschwören: etwas vor Gericht beschwö¬
ren (durch Schwur bestätigen) - jemanden
beschwören (anflehen) - Geister beschwö¬
ren (herbeirufen); der Beschwörer; die Be¬
schwörung
beseitigen: Abfall beseitigen (wegräumen)
- jemanden beseitigen (ermorden); die Be¬
seitigung
Besen, der: -s, -; mit eisernem Besen kehren
(sehr hart durchgreifen) - neue Besen keh¬
ren gut; der Besenbinder; besenrein: eine
Wohnung besenrein (sauber gefegt) über¬
geben; der Besenstiel
be •ses-sen: von einer Idee besessen (ganz er¬
füllt) sein - wie besessen (wahnsinnig) to¬
ben; der/die Besessene; die Besessenheit
besetzen: eine Stadt besetzen - der Platz ist
besetzt (belegt) - ein mit Pelz besetzter
Mantel - einen Posten besetzen (vergeben);
der Besatz (Verzierung an einem Kleidungs¬
stück); die Besatzung (Mannschaft eines
Schiffes, Truppen in einem fremden Land);
die Besatzungsmacht; die Besatzungszone;
der Besetzer; besetzt (nicht mehr frei); das
Besetztzeichen; die Besetzung
besjchtigen: eine Stadt besichtigen; die Be¬
sichtigung
besjedeln: ein Gebiet besiedeln - dünn be¬
siedelt; die Besied(e)lung
besiegeln: den Bund besiegeln (bekräftigen)
- sein Schicksal ist besiegelt (steht unab¬
wendbar fest); die Besieg(e)lung
besiegen: einen Gegner besiegen - seine
Wut besiegen (überwinden); der Besieger;
der/die Besiegte; die Besiegung
besjnnen, sich: du besinnst dich, er besann
sich, sie hat sich besonnen, besinn(e) dich!;
sich auf etwas besinnen (an etwas erinnern)
- sich eines ander(e)n besinnen (seine Mei¬
nung ändern) - sich eines Bess(e)ren besin¬
nen; besinnlich: besinnliche (beschauliche)
Stunden verleben; die Besinnlichkeit; die
Besinnung: bei Besinnung (klarem Ver¬
stand) sein - jemanden zur Besinnung (zu
einer vernünftigen Einsicht) bringen; besin¬
nungslos; die Besinnungslosigkeit
Besitz
54
Be-sjtz, der: -es, -e; etwas in seinen Besitz
bringen (sich etwas aneignen) - im Besitze
von etwas sein; der Besitzanspruch; besit¬
zen; der Besitzer; die Besitzergreifung; die
Besitzerin; besitzlos; der/die Besitzlose;
die Besitzlosigkeit; die Besitznahme;, der
Besitzstand; das Besitztum; die Besitzung;
die Besitzverhältnisse
besolden: er ist gut besoldet; die Besoldung
(Gehalt, Lohn für Beamte, Soldaten)
besonder...: die besondere Verwendung -
eine besondere Freude machen - ins¬
besondere - nur in besonderen (einzel¬
nen) Fällen; aber: das Besondere (Außer¬
gewöhnliche) - im Besonderen - etwas/
nichts Besonderes; die Besonderheit; be¬
sonders: das Spiel ist nicht besonders (nicht
gut) - ich lebe besonders (sehr) gerne in
Berlin - darauf müsst ihr besonders (nach¬
drücklich) achten
besonnen: ein besonnener (überlegt han¬
delnder, umsichtiger) Mann; die Besonnen¬
heit
besorgen: Lebensmittel besorgen (beschaf¬
fen) - es jemandem besorgen (heimzahlen)
- ein Geschäft besorgen (erledigen); die Be¬
sorgnis, Besorgnisse (Befürchtung): das ist
Besorgnis erregend - etwas Besorgnis Erre¬
gendes; besorgt; die Besorgtheit; die Be¬
sorgung (Einkauf, Erledigung)
besprechen: ein Problem besprechen - ein
Buch besprechen (öffentlich beurteilen) -
sich mit jemandem besprechen (beraten);
die Besprechung
besser: es könnte mir besser gehen - er
gehört zu den besser gestellten Leuten - et¬
was besser wissen - besser sein - besser
(treffender) gesagt - meine bessere Hälfte
(Ehefrau); aber: jemanden eines Besser(e)n
(Bessren) belehren - er hat nichts Bess(e)res
zu tun - eine Wendung zum Bess(e)ren -
nichts Bess(e)res - sich eines Bess(e)ren be¬
sinnen (seinen Entschluss ändern) - besser
einmal als nie - besser früh bedacht als spät
bereut - Vorbeugen ist besser als Heilen;
bessern: sich künftig bessern - das Wetter
bessert sich; die Besserstellung; die Besse¬
rung; die Besserungsanstalt; der Besserwis¬
ser; besserwisserisch
best...: am besten sein - etwas am besten
machen - das beste Stück; aber: der, die,
das Beste - das erste Beste - das Beste wol¬
len - zu deinem Besten - das Beste vom
Besten - sein Bestes tun - hoffen wir das
Beste - zum Besten geben - zum Besten
haben/halten - zum Besten stehen - aufs
Beste sein; auch: aufs beste - etwas zum
Besten geben (etwas zur Unterhaltung bei¬
tragen); bestbezahlt; bestenfalls; bestens;
die Bestform; bestgehasst; bestinformiert;
die Bestleistung; bestmöglich; das Best¬
mögliche; die Bestzeit
Be-stand, der: -(e)s, Bestände; die Freund¬
schaft hat Bestand (ist von Dauer) - einen
großen Bestand (Vorrat) an Waren haben;
beständig (andauernd); die Beständigkeit;
die Bestandsaufnahme; der Bestandteil
bestätigen: die Nachricht bestätigen - je¬
manden in seiner Stellung bestätigen; die
Bestätigung
bestatten: einen Toten bestatten (beerdi¬
gen); die Bestattung; das Bestattungsinsti¬
tut; die Bestattungskosten Mz.
be stäu ben: mit Mehl bestäuben - die Blüten
bestäuben (befruchten); die Bestäubung
be stau nen: ein Kunstwerk bestaunen
bestechen: jemanden mit Geld bestechen -
sein Charme besticht; bestechend: einen
bestechenden (hervorragenden) Eindruck
machen; bestechlich; die Bestechlichkeit;
die Bestechung; der Bestechungsskandal;
der Bestechungsversuch
Besteck, das: -(e)s, -e (ein Satz Messer, Ga¬
bel, Löffel); der Besteckkasten
bestehen: du bestehst, er bestand, sie hat
bestanden, besteh(e)!; bestehen bleiben -
etwas bestehen lassen - auf etwas nach¬
drücklich bestehen (beharren) - ein Exa¬
men bestehen (erfolgreich ablegen) - die
Firma besteht (existiert) schon lange - aus
Eisen bestehen (sein); das Bestehen: seit
Bestehen der Firma
be stel len: eine Ware bestellen - den Acker
bestellen (bearbeiten) - jemanden zu sich
bestellen - Grüße bestellen - nicht viel zu
bestellen haben (eine untergeordnete Rolle
spielen); der Besteller; die Bestellerin; die
Bestellkarte; die Bestellliste; die Bestell¬
nummer; der Bestellschein; die Bestellung
Bestie lat. [bestje], die: -n (wildes Tier,
grausamer Mensch); eine Bestie in Men¬
schengestalt; bestialisch; die Bestialität
55
Betreiben
be-stjm-men: einen Zeitpunkt bestimmen
(festlegen) - Pflanzen bestimmen - die
Ware ist für mich bestimmt - etwas so be¬
stimmen (anordnen); bestimmbar; be¬
stimmt: ein bestimmter Zweck - etwas be¬
stimmt (nachdrücklich) ablehnen - ganz
bestimmt (gewiss) kommen - das bestimm¬
te Geschlechtswort; die Bestimmtheit: et¬
was mit Bestimmtheit (Gewissheit) erken¬
nen; die Bestimmung: eine Bestimmung
(Verordnung) erlassen - seine Bestimmung
(sein Ziel, seinen Zweck) erkennen; be¬
stimmungsgemäß; der Bestimmungsort
bestrafen: ein Verbrechen, einen Verbre¬
cher bestrafen; die Bestrafung
bestrahlen: (mit Strahlen behandeln); die
Bestrahlung; die Bestrahlungsdosis
bestreben, sich: (sich anstrengen, bemü¬
hen); das Bestreben; bestrebt: bestrebt (be¬
müht) sein; die Bestrebung
bestreiten: die Schuld bestreiten (leugnen) -
die Kosten bestreiten (bezahlen); die Bestrei¬
tung: die Bestreitung (Zahlung) der Kosten
bestricken: jemanden bestricken (bezau¬
bern); bestrickend: ein bestrickendes (ge¬
winnendes, bezauberndes) Wesen haben
Bestseller engl., der: -s, - (besonders erfolg¬
reiches Buch); der Bestsellerautor; die
Bestsellerautorin; die Bestsellerliste
bestürzt: bestürzt (fassungslos) sein - ein be-
stürzendes (erschreckendes) Ereignis; be-
stürzen; die Bestürztheit; die Bestürzung
Besuch, der: -(e)s, -e; zu Besuch - auf Besuch
sein; besuchen; der Besucher; die Besu¬
cherin; der Besucherstrom; der Besuchs¬
tag; die Besuchszeit
besudeln: seine Kleidung besudeln (ver¬
unreinigen) - die Ehre besudeln (befle¬
cken); die Besud(e)lung
betagt: eine betagte (sehr alte) Frau; die Be¬
tagtheit (das Alter)
Betastrahlen Mz., die: - (aus Elektronen
bestehende radioaktive Strahlen)
betätigen: die Bremse betätigen - sich
gerne mit etwas betätigen (beschäftigen);
die Betätigung; das Betätigungsfeld
betäuben: (bewusstlos machen, die Empfin¬
dung nehmen); die Betäubung; das Betäu¬
bungsmittel
Bete, die: -, -n (Wurzelgemüse); Rote Bete;
auch: die Beete: Rote Beete
beteiligen, sich: sich am Gespräch betei¬
ligen - er beteiligt sich an den Kosten
(übernimmt einen Teil der Kosten); der/die
Beteiligte; die Beteiligung
beten: zu Gott beten; der Beter; die Bet¬
schwester
be teu ern: seine Unschuld beteuern; die Be¬
teuerung
Beton franz., [beto], der -s, -s (Baustoff aus
Zement, Sand und Wasser); der Betonbau;
der Betonblock; die Betondecke; betonie¬
ren; die Betonierung; der Betonklotz; der
Betonkopf (starrköpfiger Mensch); die Be¬
tonmischmaschine
betonen: ein Wort betonen - seine Über¬
legenheit betonen (heraussteilen); betont:
sich betont (bewusst) einfach kleiden;
...betont: leistungsbetont; die Betonung;
das Betonungszeichen
betören: ein betörender (bezaubernder, hin¬
reißender) Blick; der Betörer; die Betö-
rerin; die Betörung
betr. = betreffend, betreffs; Betr. = Betreff
betrachten: sich im Spiegel betrachten - je¬
manden als seinen Freund betrachten (für
seinen Freund halten); der Betracht: in Be¬
tracht (in Frage) kommen - jemanden/et-
was in Betracht ziehen (berücksichtigen,
beachten) - jemanden /etwas außer Be¬
tracht (unbeachtet) lassen; der Betrachter;
die Betrachterin; beträchtlich: der Scha¬
den ist beträchtlich (ziemlich groß); aber:
um ein Beträchtliches größer; die Betrach¬
tung; die Betrachtungsweise
Betrag, der: -(e)s, Beträge (Geldsumme); be¬
tragen: sich gut betragen - der Gewinn be¬
trägt tausend Mark; das Betragen; die Be¬
tragensnote
be trau en: jemanden mit einer Aufgabe be¬
trauen (damit beauftragen)
be-treffen: es betrifft, er betraf, sie hat betrof¬
fen; was mich betrifft (angeht); der Betreff
(Betr.); betreffend (betr.); der/die Betref¬
fende; betreffs (betr.); betroffen: sie sind
vom Unglück betroffen - ein betroffenes
(bestürztes) Gesicht machen; die Betroffen¬
heit
be trei ben: du betreibst, er betrieb, sie hat
betrieben, betreib(e)!; Ackerbau betreiben
- eine Sache betreiben (voranbringen); das
Betreiben: auf mein Betreiben (meine Ver¬
Betreiber
56
anlassung); der Betreiber; die Betreiberin;
die Betreibung
betreten: du betrittst, er betrat, sie hat betre¬
ten, betritt!; das Haus betreten; aber: das
Betreten der Wohnung; betreten: betreten
(verlegen) schauen; die Betretenheit (pein¬
liche Verlegenheit)
be treu en: seine Gäste betreuen (sich um sie
kümmern); der Betreuer; die Betreuerin;
der/die Betreute; die Betreuung; die Be¬
treuungsstelle
Betrieb, der: -(e)s, -e; einen Betrieb leiten -
eine Maschine in Betrieb setzen - außer Be¬
trieb - auf der Straße herrscht ein reger Be¬
trieb (lebhaftes Treiben); betrieblich; be¬
triebsam (geschäftig, rührig); die Betrieb¬
samkeit; der/die Betriebsangehörige; der
Betriebsausflug; betriebsbereit; betriebs¬
blind; betriebsfähig; die Betriebsferien Mz.;
betriebsfertig; betriebsfremd; der Betriebs¬
führer; betriebsintern; das Betriebsklima;
der Betriebsleiter; der Betriebsrat; der/die
Betriebsratsvorsitzende; der Betriebsschluss;
betriebssicher; der Betriebsunfall; die Be¬
triebsversammlung
betrüben: betrübt (still, traurig) sein - je¬
manden betrüben; betrüblich; betrübli¬
cherweise; die Betrübnis, die Betrübnisse;
betrübt; die Betrübtheit
betrügen: du betrügst, er betrog, sie hat be¬
trogen, betrüg(e)!; der Betrug; der Betrü¬
ger; die Betrügerei; die Betrügerin; betrü¬
gerisch
Bett, das: -(e)s, -en; zu Bett(e) gehen - das Bett
hüten (krank sein) - das Bett des Flusses -
sich ins gemachte Bett legen (eine Existenz
ohne eigene Anstrengung gründen); die
Bettcouch; die Bettdecke; betten: sich
weich betten (sich ein angenehmes Leben
verschaffen) - wie man sich bettet, so liegt
man; die Bettfeder; die Bettlade (Bett¬
gestell); bettlägerig; das Bettlaken; das
Bettnässen; die Bettruhe; die Bettschwere;
die Bettstatt (Bettstelle); das Betttuch; die
Bettwäsche; das Bettzeug
betteln: ich bett(e)le um Almosen; der Bettel
(Bettelei, Kleinkram); bettelarm; die Bette¬
lei; der Bettelmann; der Bettelmönch; der
Bettelstab: jemanden an den Bettelstab
bringen (um all sein Geld bringen); der
Bettler; die Bettlerin
betucht: ein betuchter (reicher) Kaufmann
betulich: eine betuliche (freundlich-be¬
sorgte) Art - betulich (gemächlich) arbei¬
ten; die Betulichkeit
beu gen: den Arm beugen - das Recht beugen
(willkürlich auslegen) er beugt (unter¬
wirft) sich der Gewalt - ein Wort beugen;
die Beuge; beugsam; die Beugung
Beule, die: -, -n; eine Beule an der Stirn ha¬
ben; beulen
beunruhigen? diese Nachricht beunruhigt
mich (macht mir Sorgen); die Beunruhi¬
gung
beurlauben: jemanden beurlauben (je¬
mandem Urlaub geben) - vom Dienst be¬
urlauben (von seinen Amtspflichten entbin¬
den); die Beurlaubung
beurteilen: das ist schwer zu beurteilen (zu
bewerten); die Beurteilung; der Beurtei¬
lungsmaßstab
Beute, die: -; jemandem die Beute abnehmen
- auf Beute ausgehen - leichte Beute ma¬
chen; beutegierig; das Beutetier; der Beu¬
tezug
Beutel, der: -s, -; mit leerem Beutel (ohne
Geld) - tief in den Beutel greifen (viel zah¬
len müssen); beuteln: er wird vom Schick¬
sal gebeutelt (geplagt) - jemanden beuteln
(schütteln); der Beutelschneider (Taschen¬
dieb, Wucherer); das Beuteltier
Bevölkerung, die: -, -en (alle Bewohner ei¬
nes bestimmten Gebietes); bevölkern: ein
dicht bevölkertes Land - Urlauber bevöl¬
kern in Scharen den Ort; die Bevölkerungs¬
dichte; die Bevölkerungsexplosion; bevöl¬
kerungsreich; die Bevölkerungsschicht; die
Bevölkerungsstatistik
bevollmächtigen: jemanden bevollmäch¬
tigen (jemandem eine Vollmacht geben);
der/die Bevollmächtigte; die Bevollmäch¬
tigung
bevor: bevor (ehe) ich abreise; bevormun¬
den; die Bevormundung; bevorrechtigen;
bevorstehen; bevorteilen (begünstigen);
bevorzugen; die Bevorzugung
bewachen: (einen Gefangenen bewachen);
der Bewacher; die Bewachung
bewaffnen: die Soldaten sind schwer be¬
waffnet; der/die Bewaffnete; die Bewaff¬
nung
bewahren: jemanden vor Gefahren bewah-
57
beziehen
ren (behüten) - etwas im Herzen bewahren
- Stillschweigen bewahren - den Toten ein
ehrendes Andenken bewahren - Gott be¬
wahre uns!; der Bewahrer; die Bewahrung
bewähren: sich in der Gefahr bewähren -
das Mittel bewährt sich (erweist sich als ge¬
eignet); bewährt: ein bewährter (erprobter,
tüchtiger) Mitarbeiter; die Bewährung: eine
Strafe auf Bewährung (Probe) bekommen;
die Bewährungsfrist; der Bewährungshel¬
fer; die Bewährungshelferin; die Bewäh¬
rungsprobe
be wahr hei ten, sich: (sich als wahr heraus¬
steilen)
bewältigen: eine Aufgabe bewältigen (gut
ausführen, meistern); die Bewältigung
Bewandtnis, die: -, -se; damit hat es fol¬
gende Bewandtnis (es verhält sich so)
bewässern: ein trockenes Feld bewässern;
die Bewässerung; das Bewässerungssystem
bewegen: du bewegst, er bewegte, sie hat
bewegt, beweg(e)!; den Arm bewegen -
sich langsam bewegen - das bewegt mich
tief - der Preis bewegt sich zwischen 50
und 100 Mark; bewegen (veranlassen): du
bewegst, er bewog, sie hat bewogen, be¬
wegte)! - was bewog dich zu dieser Tat?; der
Beweggrund; beweglich; die Beweglich¬
keit; bewegt: ein bewegtes (unstetes, unru¬
higes) Leben führen; die Bewegung: eine
politische Bewegung - sich in Bewegung
setzen (zu gehen, zu fahren beginnen); der
Bewegungsapparat; die Bewegungsfrei¬
heit; bewegungslos; bewegungsunfähig
Beweis, der: -es, -e; den Beweis antreten -
der Beweis seiner Schuld; die Beweisauf¬
nahme; beweisbar; die Beweisbarkeit; be¬
weisen: seine Unschuld beweisen; die Be¬
weisführung; beweiskräftig; das Beweis¬
material; das Beweisstück
Bewenden, das: -s; es hat dabei sein Be¬
wenden (es bleibt dabei); bewenden: es da¬
mit bewenden (auf sich beruhen) lassen
bewerben: sich um eine freie Stelle bewer¬
ben; der Bewerber, die Bewerberin; die
Bewerbung; das Bewerbungsgespräch; das
Bewerbungsschreiben; die Bewerbungs¬
unterlagen
bewerkstelligen: (ausführen, zustande brin¬
gen); die Bewerkstelligung
bewerten: eine Arbeit bewerten (beurtei¬
len); die Bewertung; der Bewertungsma߬
stab
bewjlligen: einen Urlaub bewilligen (ge¬
währen); die Bewilligung
bewjrten: einen Gast bewirten (ihm zu es¬
sen und zu trinken geben); bewirtschaften:
eine Gaststätte bewirtschaften (leiten); die
Bewirtschaftung; die Bewirtung
bewohnen: eine bewohnte Insel; bewohn¬
bar; der Bewohner; die Bewohnerin; die
Bewohnerschaft
bewölken, sich: der Himmel bewölkt sich -
ihre Stirn bewölkte sich (ihre Miene verfins¬
terte sich); die Bewölkung
bewundern: ein Gemälde bewundern; der
Bewund(e)rer; die Bewund(r)erin; bewun¬
dernswert; die Bewunderung; bewun¬
derungswürdig
bewusst: bewusst machen (klar machen) -
bewusst werden - er lügt bewusst (absicht¬
lich) - an dem bewussten (bekannten) Tag -
eine bewusste (absichtliche) Täuschung -
sich einer Sache bewusst sein (sich über et¬
was im Klaren sein); die Bewusstheit; be¬
wusstlos; die Bewusstlosigkeit; das Be¬
wusstsein; die Bewusstseinserweiterung;
die Bewusstseinstrübung
bez. = bezahlt; bezüglich
Bez. = Bezeichnung; Bezirk
bezahlen: mit Geld bezahlen - für etwas be¬
zahlen (die Folgen tragen) müssen; bezahl¬
bar; bezahlt (bez.): die Mühe macht sich
bezahlt (lohnt sich) - die Arbeit ist schlecht
bezahlt; die Bezahlung
bezähmen: seinen Zorn bezähmen (bändi¬
gen, zügeln); bezähmbar; die Bezähmung
bezeichnen: jemanden als Lügner bezeich¬
nen - bezeichnete (gekennzeichnete) Wege;
bezeichnend: das ist bezeichnend (kenn¬
zeichnend) für ihn; bezeichnenderweise;
die Bezeichnung (Bez.)
be zeu gen: eine Aussage bezeugen (bestäti¬
gen); die Bezeugung
bezjchtigen: jemanden eines Verbrechens
bezichtigen (beschuldigen); die Bezichti¬
ge^
beziehen: den Stuhl mit Stoff beziehen -
eine Zeitung beziehen - eine Rente bezie¬
hen - Prügel beziehen - ich beziehe mich
auf unser letztes Gespräch - eine Wohnung
beziehen - es bezieht (bewölkt) sich; be-
beziehbar
58
ziehbar; der Bezieher; die Bezieherin; die
Beziehung: etwas in Beziehung setzen -
eine neue Beziehung (Freundschaft) einge-
hen - alle Beziehungen abbrechen - in die¬
ser Beziehung (Hinsicht) kannst du beru¬
higt sein; beziehungslos; beziehungsweise
(bzw.); der Bezug, die Bezüge: ein neuer
Bezug (Überzug) - hohe Bezüge (ein hohes
Gehalt) bekommen - Bezug nehmen (sich
beziehen) auf - mit Bezug auf - in Bezug
auf; bezüglich (bez.); die Bezugnahme: un¬
ter Bezugnahme; bezugsfertig; die Bezugs¬
quelle; der Bezugsschein
Bezjrk (Bez.), der: -(e)s, -e (Gegend, abge¬
grenztes Gebiet); die Bezirksgrenze; die
Bezirksliga; die Bezirksregierung; der Be¬
zirkstag
bezjrzen: jemanden bezirzen (bezaubern);
auch: becircen
BGB: Bürgerliches Gesetzbuch
B(h)f. = Bahnhof
Bi ath lon lat., der: -s, -s (Kombination aus
Skilanglaufund Scheibenschießen)
bjbbern: vor Kälte bibbern (zittern)
Bi-bei griech., die: -, -n (die Heilige Schrift);
bibelfest; biblisch: ein biblisches (sehr ho¬
hes) Alter - biblische Geschichten
Bi ber, der: -s, - (Nagetier); das Biberbetttuch;
das Biberfell; der Biberpelz; der Biber¬
schwanz (flacher Dachziegel)
Bib li o thek (Bi bli o thek) griech., die: -,
-en (Bücherei); der Bibliothekar (Verwalter
einer Bibliothek); die Bibliothekarin
bieder: (einfach, rechtschaffen, brav); die
Biederkeit; der Biedermann; das Bieder¬
meier (Kunstrichtung im 19. Jahrhundert);
biedermeierlich; der Biedermeierstil
biegen: du biegst, er bog, sie hat gebogen,
bieg(e)!; um die Ecke biegen - einen Stab
biegen; aber: auf Biegen oder Brechen (un¬
ter allen Umständen); biegsam; die Bieg¬
samkeit; die Biegung
Biene, die: -, -n (Insekt); der Bienenfleiß; die
Bienenkönigin; der Bienenkorb; der Bie¬
nenschwarm; der Bienenstich; der Bienen¬
stock; das Bienenvolk; die Bienenwabe;
der Bienenzüchter
Bier, das: -(e)s, -e (alkoholisches Getränk); der
Bierbrauer; die Bierleiche (ein Betrunke¬
ner); bierselig (durch Biergenuss in fröhli¬
cher Stimmung); das Bierzelt
Biest, das: -(e)s, -er; ein durchtriebenes Biest
(Schimpfwort)
bieten: du bietest, er bot, sie hat geboten,
biet(e)!; er lässt sich nichts bieten (gefallen)
- dem Feind die Stirn bieten (sich widerset¬
zen) - bei einer Versteigerung bieten (ein
Angebot machen); der Bieter
Bigamie lat., die: -, Bigamien (Doppelehe)
Bikini, der: -s, -s (zweiteiliger Badeanzug für
Damen)
Bilanz ital., die:*-, -en; Bilanz machen (seine
Mittel überprüfen) - Bilanz ziehen (das Er¬
gebnis von etwas feststellen); die Bilanzie¬
rung
bilateral lat.: bilaterale (zweiseitige) Ver¬
träge
Bjld, das: -(e)s, -er; im Bilde sein (von etwas
unterrichtet sein, etwas wissen) - sich ein
Bild von etwas machen (sich eine Meinung
bilden); das Bilderbuch; die Bilderge¬
schichte; das Bilderrätsel; die Bilderspra¬
che; die Bildfläche; bildhaft; der Bild¬
haken; der Bildhauer; bildhübsch; bildlich
(anschaulich); das Bildnis, die Bildnisse;
der Bildschirm; bildschön; die Bildstörung;
der Bildtext; die Bild-Ton-Kamera; die
Bildwand
bjl -den: einen Kreis bilden - sich ein Urteil
bilden - einen Satz bilden - sich bilden
(sein Wissen bereichern) - der Fluss bildet
die Grenze - es bildet sich (entsteht) Was¬
ser - die bildenden Künste; bildsam; die
Bildsamkeit; die Bildung; die Bildungsan¬
stalt; die Bildungschancen Mz.; bildungs¬
hungrig; die Bildungsstätte; der Bildungs¬
urlaub; der Bildungsweg
Bil lard franz. [biljart], das: -s, -e (Kugelspiel);
die Billardkugel; der Billardspieler; der Bil¬
lardtisch
Billiarde franz., die: -, -n (tausend Billio¬
nen)
bjl lig: billige Waren - eine billige (einfalls¬
lose) Ausrede - das ist recht und billig (an¬
gebracht); billigen (gutheißen); billiger¬
weise (gerechterweise); die Billigkeit; die
Billigung; die Billigware
Billion franz., die: -, -en (tausend Milliar¬
den); das Billionstel
bjmmeln: die Glocke bimmelt (schellt, klin¬
gelt); die Bimmel; die Bimmelbahn (Klein¬
bahn); die Bimmelei
59
Blähung
bjnden: du bindest, er band, sie hat gebun¬
den, bind(e)!; einen Blumenstrauß binden
- eine bindende (verpflichtende) Zusage
geben - ein Buch binden - Hände und
Füße binden; die Binde; das Bindegewebe;
das Bindeglied; die Bindehaut; die Binde¬
rei; der Bindestrich; das Bindewort; der
Bindfaden: es regnet Bindfäden (sehr stark);
die Bindung
binnen: binnen kurzem - binnen (im Laufe
von) einem Monat - binnen eines Monats -
binnen (innerhalb von) fünf Minuten; das
Binnengewässer; das Binnenland; der Bin¬
nenmarkt; das Binnenmeer; die Binnen¬
schifffahrt; der Binnensee
Bjn •se, die: -, -n (grasähnliche Sumpfpflanze);
in die Binsen (verloren, schief) gehen ; die
Binsenwahrheit (allgemein bekannte Wahr¬
heit); die Binsenweisheit
Biochemie griech., die: - (Lehre von den
chemischen Vorgängen im Organismus);
der Biochemiker; die Biochemikerin; bio¬
chemisch
Biografie griech., die: -, Biografien (Lebens¬
beschreibung); auch: die Biographie; der
Biograf; die Biograf in; biografisch
Bioladen, der: -s, ...läden (Geschäft, in
dem Lebensmittel ohne chemische Zusätze
verkauft werden)
Biologie griech., die: - (Wissenschaft von
den Lebewesen); der Biologe; der Biolo¬
gieunterricht; die Biologin; biologisch
Biotop griech., das/der: -s, -e (Lebensraum
einer Tier- oder Pflanzenart)
Bjrke, die: -, -n (Laubbaum); das Birkenholz
Birne, die: -, -n (Obst); der Birnbaum;
birn(en)förmig
bjs: bis hierher - bis heute - bis nächsten Mitt¬
woch - bis Berlin - vier bis fünf Meter -
zwei- bis dreimal - alle bis auf eine - bis
auf gleich - bis ins Letzte (sehr genau) - bis
auf weiteres; bisher; bisherig: er ändert
sein bisheriges Leben; aber: im Bisherigen;
das Bisherige; bislang; bisweilen
Bj •sam hebe, der: -s (Pelz der Bisamratte)
Bjschof, der: -s, Bischöfe (hoher geistlicher
Würdenträger); bischöflich; die Bischofs¬
konferenz; die Bischofsmütze; der Bi¬
schofssitz; der Bischofsstab
Biskuit franz. [biskwjt], das/der: -(e)s, -s/-e
(leichtes, süßes Gebäck); der Biskuitteig
Bison, der: -s, -s (nordamerikanischer Büffel);
die Bisonherde
Bjs marck he ring, der: -s, -e (Fischart)
Bjss, der: -es, -e; der Biss einer Schlange; das
Bisschen (kleiner Biss); der Bissen: da
bleibt einem der Bissen im Halse stecken
(ist man überrascht, empört); bissig: ein bis¬
siger Hund - eine bissige (verletzende) Be¬
merkung; die Bissigkeit; die Bisswunde
bjsschen: ein bisschen (ein wenig) - das biss¬
chen (dies wenige) - mit ein bisschen Ver¬
ständnis - ach du liebes bisschen! - ein
klein bisschen - dieses kleine bisschen
Bjstro, das: -s, -s (kleine, einfache Gaststätte)
BjS'tum, das: -s, Bistümer (Amtsbereich eines
katholischen Bischofs)
Bjt engl., das: -(s), -(s) (Kurzwort aus der Nach¬
richtentechnik: kleinste Informationsein¬
heit); bit (Zeichen für Bit): 16 bit
bitten: du bittest, er bat, sie hat gebeten,
bitt(e)!; der Bittbrief; die Bitte: ich habe
eine Bitte an Sie; bitte: bitte schön! - bitte
weitergehen! - bitte sehr! - wie bitte? -
bitte wenden! - bitte sagen; auch: Bitte sa¬
gen; das Bitteschön; der Bittgang; die Bitt¬
prozession; das Bittschreiben; der Bittstel¬
ler; der Bitttag
bjt ter: d ie Medizin schmeckt bitter (sehr
herb) - die bittere Wahrheit - bittere Not
leiden - bitter (tief, schmerzlich) weinen;
bitterböse; bitterernst; aber: mein bitt(e)rer
Ernst; bitterkalt: ein bitterkalter Winter - es
ist bitterkalt; die Bitterkeit; bitterlich; das
Bittermandelsalz; die Bitternis, die Bitter¬
nisse; das Bittersalz; bittersüß
Biwak franz., das: -s, -s/-e (behelfsmäßiges
Nachtlager im Freien); biwakieren
bizarr franz.: bizarre (wunderliche) Formen
Bizeps lat., der: -(es), -e (Oberarmmuskel)
Black box engl, [bläkboks], die: -, -es
(schwarzer Kasten des Zauberers); auch:
die Black Box
Black-out engl, [bläkaut], das/der: -(s), -s
(Aussetzen der Selbstbeherrschung, des Be¬
wusstseins); auch: das/der Blackout
Black po wer (Black pow er) engl. [bläk-
pauer], die: -, - (Bewegung der Schwarzen
Nordamerikas); auch: die Black Power
blaffen: (bellen, keifen); auch: bläffen
blähen: der Wind bläht die Segel; die Blä¬
hung
Blamage
60
Blamage franz. [blamasche], die: -, -n
(Schande, Bloßstellung); blamabel: eine
blamable Niederlage; blamieren: sich bis
auf die Knochen blamieren (lächerlich ma¬
chen)
blank: etwas blank polieren - blanker (reiner)
Hohn - blanken Unsinn reden - ein blank
polierter Tisch - der blanke Hans (stür¬
misches Meer) - blank sein (kein Geld
mehr haben); aber: blankziehen (die blanke
Waffe ziehen)
blanko ital.: (nicht ausgefüllt, leer); der Blan¬
koscheck; die Blankounterschrift (Unter¬
schrift unter einem Blankoscheck); die
Blankovollmacht (unbeschränkte Voll¬
macht)
blasen: du bläst, er blies, sie hat geblasen,
blas(e)!; die Trompete blasen (spielen) - der
Wind bläst (weht) kräftig - jemandem den
Marsch blasen (jemanden zurechtweisen);
die Blase; der Blasebalg; der Bläser; das
Blasinstrument; die Blaskapelle; die Blas¬
musik; das Blasrohr
blasiert franz.: ein blasierter (hochnäsiger,
überheblicher) Mensch; die Blasiertheit
Blas phe mie griech., die: -, Blasphemien
(Gotteslästerung); blasphemisch
blass: blasser/blässer, am blassesten/blässes-
ten; eine blasse Gesichtsfarbe - blasser (rei¬
ner) Neid - blass werden - keinen blassen
Schimmer haben (nichts wissen) - eine
blasse (schwache) Erinnerung haben; die
Blässe; die Blassheit; blässlich (ein wenig
blass); blassrosa # Blesse
Blatt (Bl.), das: -(e)s, Blätter; ein welkes Blatt -
das Blatt Papier - das Blatt hat sich gewen¬
det (die Lage ist verändert) - kein Blatt vor
den Mund nehmen (sich ohne Scheu äu¬
ßern) - auf einem anderen Blatt stehen
(nicht hierher gehören); das Blättchen;
blätt(e)rig; der Blättermagen; blättern; der
Blätterteig; der Blätterwald (Vielzahl der
Zeitungen); das Blätterwerk, das Blattgold;
das Blattgrün; die Blattlaus; blattlos; blatt¬
weise; das Blattwerk
Blattern Mz. die: - (Pocken, ansteckende
Krankheit); die Blatternarbe; blatternarbig
blau: blauer, am blau(e)sten; das blaue Kleid -
etwas blau anmalen - blauer Dunst
(Schwindel) - einen blauen Brief (ein
Mahnschreiben) erhalten - blaue Jungs
(Matrosen) - eine blaue Bohne (Gewehr¬
kugel) - der blaue Montag - sie trägt ein
blau gestreiftes Kleid - sein blaues Wunder
erleben (sehr überrascht sein) - mit einem
blauen Auge (glimpflich) davonkommen -
blau (betrunken) sein; aber: ein leuchten¬
des Blau - die Farbe Blau - ins Blaue reden
- eine Fahrt ins Blaue - der Blaue Planet
(die Erde) - ein Stoff in Blau - das Blaue
vom Himmel lügen (ohne Hemmungen,
maßlos lügen)} das Blau; blauäugig; die
Blaubeere; blaublütig (adelig); die Bläue;
blauen: der Himmel blaut (wird blau);
bläuen (blau machen, schlagen); blaugrau;
blaugrün; der Blauhelm (UNO-Soldat); das
Blaukraut; bläulich: bläulich grün; das Blau¬
licht; blaumachen (nicht arbeiten); aber:
etwas blau machen (färben); die Blaumeise;
die Blausäure; der Blauspecht; der Blauwal
Bla •zer engl, [bleser], der: -s, - (sportlich ge¬
schnittenes Jackett)
Blech, das: -(e)s, -e (dünn ausgewalztes Me¬
tall); die Blechbüchse; die Blechdose; ble¬
chen (bezahlen); blechern (aus Blech); das
Blechinstrument; die Blechlawine (lange
Autoschlange); die Blechmusik; der Blech¬
schaden
blecken: die Zähne blecken (zeigen)
Blei, das: -(e)s, -e; mit Pulver und Blei - wie
Blei im Magen liegen (schwer verdaulich
sein): bleiern: ein bleierner (schwerer)
Schlaf; bleifrei; das Bleikristall; die Bleiku¬
gel; bleischwer; der Bleistift
bleiben: du bleibst, er blieb, sie ist geblie¬
ben, bleib(e)!; etwas bleiben lassen (nicht
mehr tun) - zu Hause bleiben - stehen blei¬
ben - die Uhr ist stehen geblieben - in der
Schule sitzen bleiben - auf dem Stuhl kle¬
ben bleiben - ein bleibender (dauernder)
Wert; die Bleibe (Unterkunft)
bleich: bleich wie der Tod - ein bleiches (fah¬
les) Gesicht haben - ein bleiches Licht; die
Bleiche (Rasenplatz zum Bleichen der Wä¬
sche); bleichen: die Wäsche bleichen; das
Bleichgesicht; bleichgesichtig; die Bleich¬
sucht; bleichsüchtig
blenden: das Licht blendet mich - einen
Menschen blenden (blind machen) - er
blendet (täuscht) alle; die Blende; blen¬
dend: eine blendende (ausgezeichnete)
Idee - ein blendender (großartiger) Redner
61
Blutbuche
- blendend aussehen - das Kleid ist blen¬
dend weiß; der Blender; die Blenderin; der
Blendschutz; die Blendung; das Blendwerk
(Täuschung, Schein)
Bles •se, die: -n (weißer Stirnfleck bei Tieren)
# Blässe
Blessur franz., die: -en (Wunde, Verwun¬
dung); blessieren (verwunden, verletzen)
bljcken: in den Spiegel blicken - sich nicht
blicken (sehen) lassen - einen Blick hinter
die Kulissen werfen (die Hintergründe einer
Sache erkennen) - etwas lässt tief blicken
(verrät mancherlei); der Blick; der Blick¬
fang; das Blickfeld; der Blickpunkt; der
Blickwinkel
bljnd: ein blindes Kind - blind sein - blind
machen - blinder Alarm - der blinde (ver¬
steckte) Passagier - blindes (angelaufenes)
Glas - blinder (maßloser) Hass - sich blind
(hervorragend) verstehen - blinder Eifer
schadet nur; der Blinddarm; der/die Blinde;
Blindekuh: Blindekuh spielen; der Blind-
flug; der Blindgänger (nicht explodiertes Ge¬
schoss, untauglicher Mensch); die Blindheit:
mit Blindheit geschlagen sein (Wichtiges
nicht erkennen); blindlings (unbesonnen);
die Blindschleiche; blindwütig
blinken: mit der Lampe blinken - der Boden
blinkt (funkelt) vor Sauberkeit; der Blinker;
das Blinkfeuer; das Blinklicht; das Blink¬
zeichen
bljwzeln: ich blinz(e)le in die Sonne - er blin¬
zelt mir zu
Bljtz, der: -es, -e; schnell wie der Blitz (sehr
schnell) - wie vom Blitz getroffen (völlig
überrascht) sein - wie ein Blitz aus heite¬
rem Himmel (völlig unerwartet); der Blitz¬
ableiter; blitzartig; blitzblank; blitzen; die
Blitzesschnelle; blitzgescheit; das Blitz¬
gespräch; die Blitzkarriere; der Blitzkrieg;
das Blitzlicht; blitzsauber; der Blitzschlag;
blitzschnell; der Blitzsieg
Blizzard engl, [bljßert], der: -s, -s (Schnee¬
sturm in Nordamerika)
Block, der: -(e)s, -s/Blöcke; Blöcke von Mar¬
mor; die Blockade (Sperre, Absperrung);
blocken (abfangen); die Blockflöte; block¬
frei; das Blockhaus; blockieren: den Ver¬
kehr blockieren (absperren, unterbrechen);
die Blockierung; die Blockpartei; die Block¬
schrift
blöd: ein blöder (törichter) Kerl; auch: blöde;
die Blödelei; blödeln (Unsinn reden); die
Blödheit; der Blödian; der Blödkopf; der
Blödmann (Dummkopf); der Blödsinn;
blödsinnig; die Blödsinnigkeit
blöken: das Schaf blökt (schreit)
blond franz.: blondes Haar - blond gelockte
Haare haben; der/die Blonde; blondhaa¬
rig; blondieren: sein Haar blondieren
(blond färben); die Blondine (blonde Frau);
der Blondkopf
bloß: schrei bloß (nur) nicht! - mit bloßem
(unbedecktem) Kopf - mit bloßem Auge
(ohne Fernglas, ohne Mikroskop) - auf der
bloßen (nackten) Erde schlafen; die Blöße:
die Blöße (Lichtung) im Wald - sich (k)eine
Blöße (Schwäche) geben; bloßlegen; blo߬
liegen (unbedeckt liegen); aber: bloß (nur)
liegen; bloßstellen (etwas sagen, was für je¬
manden peinlich ist); die Bloßstellung; sich
bloßstrampeln
Blouson franz. [blußoj, das/der: -(s), -s (über
Rock oder Hose getragene Jacke mit Bund)
blubbern: (glucksen, sprudeln)
Blue jeans engl, [bludschins], die: -, - (blaue,
feste Baumwollhose); auch: die Blue Jeans
Blues amerik. [blus], der: -, - (schwermütiges
Tanzlied der Schwarzen in den USA)
Bluff engl, [blöf], der: -s, -s (Täuschung, Ver¬
blüffung); bluffen
blühen: der Baum blüht - das Geschäft blüht
(geht gut) - mir blüht etwas (steht etwas be¬
vor); blühend: blühend (jung, frisch) aus¬
sehen - ein blühender Unsinn; Blüte
Blume, die: -, -n; etwas durch die Blume (nur
andeutungsweise) sagen; das Blumenbeet;
das Blumengeschäft; der Blumenkohl; der
Blumenstock; der Blumenstrauß; der Blu¬
mentopf; blumig: eine blumige (wortrei¬
che) Sprache
Bluse franz., die: -, -n (von Frauen getragenes
Kleidungsstück)
Blut, das: -(e)s; Blut spenden - Blut saugend -
Blut lecken (Gefallen an etwas finden) -
böses Blut machen (Ärger erregen) - Blut
und Wasser schwitzen (Angst haben) - kal¬
tes Blut (Ruhe) bewahren - nur ruhig Blut
(nur keine Aufregung)!; die Blutader; blut¬
arm; die Blutarmut; das Blutbad; die Blut¬
bahn; blutbefleckt; aber: mit Blut befleckt;
blutbeschmiert; das Blutbild; die Blutbuche;
A
B
C
D
E
F
Blutdruck
62
der Blutdruck; der Blutegel; bluten: die
Wunde blutet - dafür bluten (zahlen) müs¬
sen; der Bluter (jemand, der an der Bluter¬
krankheit leidet); der Bluterguss; das Blut¬
gefäß; die Blutgruppe; blutig; ...blütig:
heißblütig; blutjung; die Blutkonserve; die
Blutlache; der Blutkreislauf; blutleer; das
Blutplasma; die Blutprobe; die Blutrache;
blutreinigend; aber: das Blut reinigend; blut¬
rot; blutrünstig (mordgierig); der Blutsau¬
ger; der Blutsbruder; die Blutschande; der
Blutspender; die Blutspenderin; blutstil¬
lend; der Blutstropfen; der Blutsturz; bluts¬
verwandt; die Bluttat; die Bluttransfusion;
die Blutung; blutunterlaufen; das Blutver¬
gießen; die Blutvergiftung
Blüte, die: -n; die Blüte der Bäume - in der
Blüte der Jahre - Blüten (falsche Geld¬
scheine) drucken; der Blütenhonig; der
Blütenkelch; die Blütenlese; der Blüterl-
stand; der Blütenstaub; blütenweiß; der
Blütenzweig; die Blütezeit; —► blühen
BLZ = Bankleitzahl
Bö, die: -, -en (heftiger Windstoß); auch: die
Böe; böig
Bob eng/., der: -s, -s (steuerbarer Rodelschlit¬
ten); die Bobbahn; der Bobfahrer
Bock, der: -(e)s, Böcke; auf dem Bock (Kutsch¬
bock) sitzen - über den Bock springen
(Turngerät); aber: das Bockspringen - einen
Bock schießen (Fehler machen) - {einen)
Bock (Lust) auf etwas haben - den Bock
zum Gärtner machen (den Ungeeignetsten
mit einer Aufgabe betrauen); bockbeinig;
das Bockbier (Starkbier); das Böckchen;
bocken (nicht weitergehen, störrisch sein);
bockig; der Bocksbeutel (bauchige Flasche
für Frankenwein); das Bockshorn: jeman¬
den ins Bockshorn jagen (durch eine unsin¬
nige Nachricht verwirren, erschrecken);
der Bockmist (Fehler, Blödsinn); der Bock¬
sprung; bocksteif; die Bockwurst
Boden, der: -s, Böden; den Boden umgraben
- Gerümpel vom Boden (Dachboden) tra¬
gen - auf dem Boden der Tatsachen blei¬
ben - festen Boden (eine wirtschaftlich si¬
chere Grundlage) unter den Füßen haben -
Handwerk hat goldenen Boden; der Bo¬
denbelag; die Bodenkammer; bodenlos:
eine bodenlose (unglaubliche) Frechheit;
die Bodenreform; der Bodensatz; die Bo¬
denschätze Mz.; bodenständig (lange an¬
sässig); das Bodenturnen
Bo dy buil ding engl, [bodibilding], das: -(s)
(Muskeltraining zur Ausbildung guter Kör¬
performen)
Bo-gen, der: -s, -/Bögen; ein Bogen Papier -
mit Pfeil und Bogen - der Fluss macht ei¬
nen Bogen - in Bausch und Bogen (ganz
und gar) - den Bogen überspannen (zu weit
gehen) - den Bogen heraushaben (eine Sa¬
che ausgezeichnet verstehen); bogenför¬
mig; der Bogenschütze; bogig (gekrümmt)
Bohle, die: -, -n (starkes Brett, Dielenbelag);
der Bohlenbelag # Bowle
Bohne, die: -, -n (Gemüse); blaue Bohne (Ge¬
wehrkugel) - nicht die Bohne (überhaupt
nicht); der Bohnenkaffee; die Bohnen¬
stange
bohnern: den Boden bohnern (glänzend ma¬
chen); der Bohnerbesen; das Bohnerwachs
bohren: nach Öl bohren - einen bohrenden
(durchdringenden) Blick haben - ein boh¬
render (quälender) Schmerz - bohrende
Fragen; der Bohrer; die Bohrinsel; die
Bohrmaschine; der Bohrturm; die Bohrung
Boiler engl, [boiler], der: -s, - (Warmwasser¬
bereiter und -Speicher)
Boje, die: -, -n (verankertes Seezeichen)
Böller, der: -s, - (Feuerwerkskörper); bollern;
der Böllerschuss
Boll-werk, das: -(e)s, -e (Festung, Schutzwehr)
Bolschewjsmus russ., der: - (kommunisti¬
sche Weltanschauung); der Bolschewist;
bolschewistisch
Bolzen, der: -s, - (Metallstift, Verbindungs¬
stift); bolzen (grob spielen); die Bolzerei;
der Bolzplatz
Bombe franz., die: -, -n; eine Bombe schlägt
ein; das Bombardement [... mä]; bombar¬
dieren: eine Stadt bombardieren - jeman¬
den mit Fragen bombardieren (überschüt¬
ten); bombastisch (prahlerisch, übertrieben);
bomben; der Bombenangriff; der Bomben¬
anschlag; der Bombenerfolg; bombenfest:
ein bombenfester Keller-ein bombenfester
(unumstößlicher) Beschluss; das Bomben¬
geschäft (sehr gutes Geschäft); die Bomben¬
rolle; bombensicher: etwas bombensicher
(ganz sicher) wissen; die Bombenstimmung
(ausgelassene Stimmung); der Bomben¬
trichter; der Bomber
63
Brachvogel
Bon franz. [bö]f der: -s, -s (Gutschein, Kassen¬
beleg); der Bonus (Rabatt, Vergütung)
Bonbon franz. [böbö], das/der: -s, -s (Süßig¬
keit); die Bonbonniere [böböjere] (Prali¬
nenpackung); auch: die Bonboniere
Bonze jap., der: -n, -n (einflussreicher Funk¬
tionär); das Bonzentum
Boom engl, [bum], der: -s, -s (Aufschwung in
der Wirtschaft, Hochkonjunktur); boomen
Boot, das: -(e)s, -e; Boot fahren - im gleichen
Boot sitzen (gemeinsam in der gleichen
schwierigen Lage sein); der Bootsbau; die
Bootsfahrt; der Bootshaken; der Boots¬
mann; die Bootsleute Mz.; der Bootssteg
Boot engl, [but], der: -s, -s (über den Knöchel
reichender Schnürschuh)
Bord, das: -(e)s, -e (Bücher-, Wandregal)
Bord, der: -(e)s, -e (Schiffsrand, Schiffsdeck,
Einfassung); an Bord gehen - Mann über
Bord! - etwas über Bord werfen (endgültig
aufgeben); das Bordbuch; das/der Bord-
case [ .. keis] (kleiner Koffer für Flugreisen);
der Bordcomputer; der Borddienst; die
Bordkante (Rand des Gehweges)
Börde, die: -, -n (fruchtbare Ebene)
Bordell, das: -s, -e (Freudenhaus)
Bordüre franz., die: -, -n (Einfassung, Gewe¬
berand, Besatz)
borgen: sich Geld borgen (leihen); aber: Bor¬
gen macht Sorgen - auf Borg (leihweise)
Borke, die: -, -n (Baumrinde); der Borken¬
käfer; borkig: eine borkige (raue) Fläche
Born, der -(e)s, -e (Quelle, Brunnen)
borniert franz.: (eingebildet und dumm, geis¬
tig beschränkt); die Borniertheit
Börse nieder!., die: -, -n; seine Börse (seinen
Geldbeutel) verlieren - an der Börse (Han¬
delsort für Wertpapiere) spekulieren; der
Börsenmakler; der Börsensturz
Borste, die: -, -n (steifes, kurzes Haar); das
Borstentier; das Borstenvieh; borstig
(struppig, rau)
Borte, die -, -n (Einrahmung, Stoffverzierung)
bös: ein böser Mensch - eine böse (schlimme)
Zeit - auf jemanden böse (ärgerlich) sein -
jenseits von gut und böse; aber: etwas
Böses tun - das Gute und das Böse - sich
zum Bösen wenden - sich im Bösen tren¬
nen - im Bösen wie im Guten; auch: böse;
bösartig; die Bösartigkeit; der Böse (Teu¬
fel); der Bösewicht; boshaft; die Boshaftig¬
keit; die Bosheit; böswillig; die Böswillig¬
keit
Böschung, die: -, -en (befestigter Abhang);
böschen (abschrägen)
Boss amerik., der: -es, -e (Chef)
bosseln: (kleinere handwerkliche Arbeiten
mit Sorgfalt ausführen)
Botanik griech., die: - (Pflanzenkunde); der
Botaniker; die Botanikerin; botanisch: bo¬
tanische Bücher; aber: der Botanische Gar¬
ten (z. B. in München)
Bote, der: -n, -n; eine Nachricht durch einen
Boten schicken; der Botendienst; der Bo¬
tenlohn; die Botin; die Botschaft: eine Bot¬
schaft (Nachricht) überbringen - in die Bot¬
schaft (diplomatische Vertretung eines Lan¬
des) kommen - die Frohe Botschaft (Evan¬
gelium); der Botschafter; die Botschafterin
botmäßig: (untertan, gehorsam); die Bot¬
mäßigkeit
Bottich, der: -(e)s, -e (großes Gefäß aus
Holz); der Böttcher (Fassbinder)
BouiMon franz. [buljö], die: -, -s (Fleisch¬
brühe)
Bou le vard franz. [bulewar], der: -s, -s
(Prachtstraße); die Boulevardpresse (Sensa¬
tionspresse, billige Zeitungen)
Bouquet, franz. [buke], das: -s, -s (Blumen¬
strauß); —► Bukett
Bou-tique franz. [butik], die: -, -n/-s (kleiner
Modeladen); —► Butike
Bowle engl, [bole], die: -, -n (alkoholisches
Getränk aus Wein, Zucker und Früchten) #
Bohle
Bow ling engl, [boling], das: -s, -s (Kegelspiel);
die Bowlingbahn
Box engl., die: -, -en (Fach, einfache Kamera,
Pferdestand)
boxen engl.: ihn/ihm in den Magen boxen;
der Boxer; der Boxkampf
Boy engl, [beu], der: -s, -s (Laufjunge, Hotel¬
diener); der Boyfriend [beufrend] (Freund
eines jungen Mädchens)
Boykott engl, [beukot], der: -(e)s, -s/-e (Aus¬
sperrung, Sperre, Ächtung); boykottieren;
die Boykottierung; die Boykottmaßnahme
brabbeln: (undeutlich vor sich hin reden)
brach: (unbestellt, unbebaut); die Brache (un¬
bestelltes Land, Zeit des Brachliegens); das
Brachfeld; brachlegen (unbebaut lassen);
brachliegen; der Brachvogel
brachial
64
brachial griech.: (mit roher Körpergewalt);
die Brachialgewalt
brackig: (mit Salzwasser vermischt, nicht
trinkbar); das Brackwasser
Branche franz. [brasche], die: -n (Fach,
Geschäftszweig, Abteilung); branchen¬
fremd; branchenüblich; das Branchen¬
verzeichnis
Brand, der: -(e)s, Brände; den Brand löschen -
in Brand stecken (anzünden) - einen Brand
haben (durstig sein); brandaktuell; die
Brandblase; brandeilig (sehr eilig); das
Brandeisen; brandgefährlich (sehr gefähr¬
lich); der Brandherd; brandig (brenzlig);
die Brandlegung, das Brandmal; brand¬
marken: jemanden brandmarken (öffent¬
lich bloßstellen); brandneu; brandschatzen
(durch Raub und Plünderung schädigen);
die Brandstätte; der Brandstifter; die Brand¬
wunde; das Brandzeichen; -* brennen
branden: die Wellen branden an die Küste
(brechen sich); die Brandung
Brandenburg: -s (Land der Bundesrepublik
Deutschland); der Brandenburger; die Bran¬
denburgerin; brandenburgisch
Branntwein, der: -(e)s, -e (alkoholisches Ge¬
tränk); der Brandy [brändi] (Weinbrand)
braten: du brätst, er briet, sie hat gebraten,
brat(e)!; Kartoffeln braten - sich in der
Sonne braten lassen (bräunen); der Brat¬
apfel; der Braten: den Braten riechen (et¬
was rechtzeitig spüren); die Bratensoße;
bratfertig; das Brathähnchen; das Brat-
hend(e)l; der Brathering; die Bratkartof¬
feln Mz.; die Bratpfanne; der Bratspieß;
die Bratwurst
Bratsche ital., die: -, -n (Streichinstrument);
der Bratschjst; die Bratschistin
Brauch, der: -(e)s, Bräuche; nach altem
Brauch (alter Sitte); brauchbar; die Brauch¬
barkeit; brauchen: ich brauche dich - sie
braucht nicht zu kommen; das Brauchtum
Braue, die: -, -n; sie zog die Brauen (Augen¬
brauen) hoch
brau en: Bier brauen - es braut sich etwas zu¬
sammen (kündigt sich an); der Brauer; die
Brauerei; das Brauhaus
braun: eine braune Farbe - ein braun ge¬
branntes Gesicht; das Braun; braunäugig;
der Braune (braunes Pferd); die Bräune;
bräunen; die Braunkohle; bräunlich; die
Bräunung; das Bräunungsstudio
Brause, die: -, -n; die Brause (Dusche) auf¬
drehen; das Brausebad; die Brauselimo¬
nade; brausen: sich brausen (duschen) -
der Sturm braust - das Brausen des Meeres
Braut, die: -, Bräute (Verlobte); der Bräu¬
tigam; die Brautleute; das Brautpaar; die
Brautschau
brav franz.: ein braves Mädchen - sich brav
(tapfer) schlagen; die Bravheit; bravo!; das
Bravo: BravoVufen; auch: bravo rufen; die
Bravour [brawur] (Tapferkeit); auch: die Bra¬
vur; bravourös (meisterhaft); das Bravour¬
stück
BRD = Bundesrepublik Deutschland
brechen: du brichst, er brach, sie hat gebro¬
chen, brich!; das Eis bricht - sich den Arm
brechen - einen Vertrag brechen (nicht ein-
halten) - den Widerstand brechen - jeman¬
dem das Herz brechen (ihn sehr, tödlich
kränken) - das Schweigen brechen (been¬
den) - Galle brechen (spucken); aber: auf
Biegen oder Brechen (unter allen Umstän¬
den) - zum Brechen voll (überfüllt) sein;
die Brechbohne; das Brecheisen; der Bre¬
cher (sich überstürzende Welle); das Brech¬
mittel; der Brechreiz; die Brechstange; die
Brechung
Brej, der: -(e)s, -e; um den heißen Brei (um et¬
was) herumreden; breiig: eine breiige
(dickflüssige) Masse
breit: eine breite Straße - 3 Meter breit - weit
und breit - etwas lang und breit (umständ¬
lich) erklären - sich breit machen (viel
Platz beanspruchen) - die breite (große)
Masse - breit gefächert; aber: des Langen
und Breiten (umständlich); breitbeinig; die
Breite: in die Breite gehen; breiten: eine
Decke über den Tisch breiten - die Wiesen
breiten sich aus; der Breitengrad; breitran¬
dig; breitschlagen: sich breitschlagen
(überreden) lassen; breitschult(e)rig; die
Breitseite; die Breitspur; breitspurig;
breittreten (ausgiebig erörtern)
Bremen: -s (Stadt und Land der Bundesrepu¬
blik Deutschland); der Bremer; die Breme¬
rin; bremerisch
bremsen: er musste sehr scharf bremsen; der
Bremsbelag; die Bremse; der Bremser; der
Bremsklotz; das Bremslicht; die Brems¬
spur; der Bremsweg
65
Bruch
brennen: du brennst, es brannte, sie hat ge¬
brannt, brenn(e)!; das Holz brennt - die
Sonne brennt vom Himmel - die Füße
brennen (schmerzen) vom langen Wandern
- sie brennt vor Neugier - auf Rache bren¬
nen (heftig danach streben) - eine bren¬
nende (wichtige) Frage haben - brennend
(sehr) gern - etwas brennt mir auf der Seele
(ist mir ein dringendes Anliegen); brenn¬
bar; die Brennbarkeit; das Brennelement;
die Brennerei; das Brennglas; das Brenn¬
holz; das Brennmaterial; die Brennnessel;
der Brennpunkt; der Brennstoff; die Brenn¬
weite; brenzlich; auch: brenzlig: eine
brenzlige (gefährliche) Sache; Brand
Bresche, die: -, -n; eine Bresche (Lücke)
schlagen - für jemanden in die Bresche
springen (für ihn eintreten)
Brett, das: -(e)s, -er; das schwarze Brett - ein
Brett vor dem Kopf haben (dumm, töricht
sein); die Bretterbude; die Bretterwand;
das Brettl (Kleinkunstbühne); die Brettl(n)
(süddeutsch für Skier); das Brettspiel
Brevier [brewir] lat., das: -s, -e (Gebetbuch)
Brezel, die: -, -n (Backwerk); die Brezen
Bridge engl, [brjdsch], das: - (Kartenspiel); die
Bridgepartie
Brief, der: -(e)s, -e; jemandem Brief und Siegel
auf etwas geben (etwas fest versprechen);
der Briefbogen; der Brieffreund; die Brief¬
freundin; das Briefgeheimnis; der Briefkas¬
ten; der Briefkopf; brieflich; die Brief¬
marke; der Brieföffner; der Briefpartner;
die Brieftasche; die Brieftaube; der Brief¬
träger; der Briefumschlag; die Briefwaage;
der Briefwechsel
Bries, das: -es, -e (Drüse bei Tieren)
Brigade franz. die: -, -n (Heeresabteilung,
Arbeitstrupp); der Brigadier [brigadje]
Brikett franz., das: -s, -s/-e (Presskohle)
brillant franz. [briljantj: (glänzend, großartig);
der Brillant (geschliffener Edelstein); der
Brillantring; die Brillanz (hohe Qualität);
brillieren (glänzen, hervortun)
Brjl le, die: -, -n; eine Brille tragen; das Bril¬
lenetui; die Brillenschlange; der Brillenträ¬
ger; die Brillenträgerin
bringen: du bringst, er brachte, sie hat ge¬
bracht, bring(e)!; die Post bringen - jeman¬
den nach Hause bringen - das Geschäft
bringt viel Geld - die Zeitung bringt nichts
Neues - etwas zur Sprache bringen - die
Arbeit hinter sich bringen - es im Leben zu
etwas bringen - etwas nicht über sich brin¬
gen (nicht dazu fähig sein)
brisant franz.: (höchst aktuell, hochexplosiv);
die Brisanz (Sprengkraft)
Bri •se franz., die: -, -n (sanfter Wind)
Brite, der: -n, -n (Einwohner Großbritanni¬
ens); die Britin; britisch: die britische Be¬
völkerung; aber: die Britischen Inseln
Broccoli ital., der: -s, -s; —► Brokkoli
Brocken, der: -s, -; ein Brocken Brot - ein
paar Brocken Englisch; das Bröckchen;
bröck(e)lig; bröckeln: der Putz bröckelt ab;
brocken: Beeren brocken (pflücken) - Brot
in die Milch brocken; brockenweise
brodeln: das Wasser brodelt (siedet hörbar) -
in der Bevölkerung brodelt es (breitet sich
Unruhe aus)
Brokat ital., der: -(e)s, -e (schwerer Seiden¬
stoff)
Brokkoli ital., der: -s, -s (Abart des Blumen¬
kohls); auch: der Broccoli
Brombeere, die: -, -n (Strauchfrucht)
Bronchie griech. [bronchje], die: -, -n
(Hauptast der Luftröhre); bronchial; der
Bronchialkatarrh; die Bronchitis (Entzün¬
dung der Bronchien)
Bronze ital. [bröße], die: -, -n (Kupfer-Zinn-
Legierung); bronzefarben; die Bronzeme¬
daille; bronzen; die Bronzezeit; bronzie¬
ren
Brosame, die: -, -n (Brotkrümel); die Brösel
Mz.; brös(e)lig; bröseln (krümeln)
Brosche franz., die: -, -n (Spange, Ansteck¬
nadel)
Broschüre franz., die: -, -n (leicht geheftete
Druckschrift, Flugschrift); broschiert (brosch.)
(geheftet)
Brot, das: -(e)s, -e; Brot backen; das Brötchen;
der Brotgeber; der Brotkorb; die Brot¬
krume; die Brotkruste; der Brotlaib; brot¬
los: eine brotlose (wenig einträgliche)
Kunst; der Brotneid; die Brotschnitte; der
Brotteig; die Brotzeit (kleine kalte Mahl¬
zeit)
Bruch, das/der: -(e)s, Brüche (Moor, Sumpf-
land)
Bruch, der: -(e)s, Brüche; der Bruch des Dam¬
mes - der Bruch des Waffenstillstandes -
gleichnamige Brüche - in die Brüche ge-
Bruchbude
66
hen (zerbrechen) - sich einen Bruch (sehr)
lachen; die Bruchbude (baufälliges Haus);
bruchfest; brüchig: eine brüchige (nicht
mehr feste) Freundschaft; die Brüchigkeit;
bruchlanden; die Bruchlandung; bruch¬
rechnen; die Bruchrechnung; der Bruch¬
schaden; bruchsicher; der Bruchstrich;
bruchstückhaft; der Bruchteil; die Bruch¬
zahl
Brücke, die: -, -n; eine Brücke über den Fluss
- auf der Brücke (Kommandozentrale)
eines Schiffes stehen - eine Brücke (ei¬
nen Zahnersatz) bekommen - eine Brücke
(Turnübung) machen - eine Brücke (einen
kleinen Teppich) auf den Boden legen - je¬
mandem eine goldene Brücke bauen (ihm
bereitwillig entgegenkommen) - alle Brü¬
cken hinter sich abbrechen (alle bisherigen
Bindungen auflösen); der Brückenbau; das
Brückengeländer; der Brückenkopf; der
Brückenschlag; der Brückenzoll
Bruder, der: -s, Brüder; unter Brüdern ge¬
sprochen (ehrlich gesagt); das Brüderchen;
das Bruderherz; der Bruderkrieg; brüder¬
lich; die Brüderlichkeit; die Bruderschaft
(religiöse Vereinigung); die Brüderschaft:
Brüderschaft (Duzfreundschaft) schließen;
der Bruderzwist
Brühe, die: -, n; ein Teller Brühe - eine
schmutzige Brühe (schmutziges Wasser);
brühen; brühheiß; brühwarm; der Brüh¬
würfel
brüllen: vor Wut brüllen; der Brüllaffe
brummen: ärgerlich brummen - mir brummt
der Kopf - im Gefängnis brummen (sitzen);
der Brummbär; der Brummbass; der Brum¬
mer; der Brummi (Lastkraftwagen); brum¬
mig (mürrisch, unfreundlich); der Brumm¬
schädel
Brunch engl, [brantsch], der: -(e)s, -(e)s/-e
(reichhaltiges Frühstück anstelle des Mittag¬
essens)
brünett franz.: (braunhaarig); die Brünette
Brunft, d ie: -, Brünfte (Paarungszeit bei man¬
chen Tieren); brunftig; der Brunftschrei;
die Brunftzeit
Brunnen, der: -s, -; Wasser vom Brunnen ho¬
len; das Brünnlein
Brunst, die: -, Brünste (Brunft); die Brunstzeit
(Paarungszeit bei Säugetieren); brünstig
brüsk franz: jemanden brüsk (schroff, unhöf¬
lich) behandeln; brüskieren (kränken); die
Brüskierung
Brust, die: -, Brüste; sich in die Brust werfen
(prahlen) - schwach auf der Brust sein (we¬
nig Geld, geringe Kenntnisse haben); das
Brustbein; das Brustbild; sich brüsten
(prahlen); die Brusthöhe; der Brustkasten;
der Brustkorb; brustschwimmen; aber:
das Brustschwimmen; die Bruststimme;
brusttief; der Brustton; die Brüstung (Ge¬
länder, Schutzmauer); die Brustwarze
brutal lat.: (roh, rücksichtslos); die Brutalität
brüten: die Eier ausbrüten - über seiner Ar¬
beit brüten (grübeln) - es ist brütend heiß;
die Brut; der Brüter (Kernreaktor): der
schnelle Brüter; die Bruthjtze; der Brutkas¬
ten; die Brutstätte
brutto ital.: (mit Verpackung, ohne Abzüge);
das Bruttoeinkommen; das Bruttogewicht;
der Bruttolohn; das Bruttosozialprodukt;
der Bruttoverdienst
brutzeln: (in zischendem Fett braten)
Btx = Bildschirmtext
Bub, der: -en, -en (Knabe, Junge); der Bube
(Spielkarte, gemeiner Mensch); der Buben¬
streich
Buch, das: -(e)s, Bücher; über etwas Buch füh¬
ren (sich Notizen machen) - wie ein Buch
(ohne Unterbrechung) reden; der Buchbin¬
der; der Buchdrucker; buchen: eine Reise
buchen (sich für eine Reise anmelden, ein¬
tragen lassen) - etwas als Erfolg buchen
(ansehen); das Bücherbord; die Bücherei;
der Bücherschrank; der Bücherwurm; die
Buchführung; der Buchhalter; die Buch¬
halterin; der Buchhandel; der Buchhänd¬
ler; die Buchhändlerin; die Buchhandlung;
die Buchung
Buche, die: -, -n (Laubbaum); die Buchecker;
buchen (aus Buchenholz); das Buchen¬
scheit; der Buchfink
Buchse, die: -, -n (Steckdose)
Büchse, die: -, -n (Dose, Gewehr); das Büch¬
senfleisch; der Büchsenmacher; die Büch¬
senmilch; der Büchsenöffner
Buchstabe, der: -ns, -n; nach dem Buchsta¬
ben des Gesetzes (peinlich genau nach den
gesetzlichen Bestimmungen) - sich auf
seine vier Buchstaben setzen (sich hinset¬
zen); buchstabengetreu; buchstabieren;
buchstäblich (regelrecht)
67
bunkern
Bucht, die: -en (in das Land hineinragender
Teil eines Meeres oder Sees); buchtig
Bu ckel, der: -s, - (Höcker, Rücken) den Bu¬
ckel für etwas hinhalten (Verantwortung
dafür tragen) - viel auf dem Buckel (viel Ar¬
beit) haben - einen breiten Buckel haben
(viel aushalten können); buck(e)lig; der/
die Buck(e)lige; buckeln; sich bücken; der
Bückling (Verbeugung, geräucherter He¬
ring)
buddeln: - ich budd(e)le (grabe) im Sand;
die Buddelei
Buddha, der: - (indischer Religionsstifter); der
Buddhjsmus; der Buddhjst; die Buddhistin;
buddhjstisch
Bu de, d ie: -, -n; die Bude auf den Kopf stellen
(ausgelassen sein, feiern) - jemandem die
Bude einrennen (jemanden ständig mit ei¬
nem Anliegen belästigen); der Budenzau¬
ber (ausgelassenes Fest bei jemandem im
Zimmer)
Budget franz. [büdsche], das: -s, -s (Haus¬
haltsplan)
Büfett franz. [büfe], das: -(e)s, -s/-e (Anrichte,
Geschirrschrank); das kalte Büfett
Büffel, der: -s, - (in Afrika und Asien wild le¬
bendes Rind); die Büffelei; das Büffelleder;
büffeln (angestrengt lernen)
Bug, der: -(e)s, -e (der vordere Teil des Schif¬
fes); bugsieren: einen Dampfer bugsieren
(ins Schlepptau nehmen) - jemanden zur
Türe bugsieren (mühsam befördern); der
Bugspriet (Segelstange); die Bugwelle
Bü-gel, der: -s, -; das Hemd auf den Bügel
hängen; das Bügelbrett; das Bügeleisen;
die Bügelfalte; bügelfest; bügelfrei; bü¬
geln: ich büg(e)le; der Bügler; die Büglerin
Bug •gy engl, [bagi], der: -s, -s (zusammen¬
klappbarer Kindersportwagen)
buhen: (durch Buhrufe sein Missfallen aus-
drücken); buh! (Ausruf des Missfallens); der
Buhmann (Schreckgespenst, böser Mann);
der Buhruf
buhlen: um eine Freundschaft buhlen (sich
bemühen); der/die Buhle (Geliebter bzw.
Geliebte); der Buhler; die Buhlerin
Buhne, die: -, -n (Damm zum Schutz des
Ufers)
Buh-ne, die: -, -n; zur Bühne (zum Theater)
gehen - von der Bühne abtreten (sich von
der Öffentlichkeit zurückziehen) - etwas
über die Bühne bringen (erfolgreich durch¬
führen); der Bühnenarbeiter; das Bühnen¬
bild; bühnenreif; das Bühnenstück
Bukett franz., das: -es, -e/-s (Blumenstrauß);
—► Bouquet
Bu let te franz., die: -, -n (gebratenes Fleisch¬
klößchen)
Bulgarien: -s (Staat in Osteuropa); der Bul¬
gare; die Bulgarin; bulgarisch
Bull •au-ge, das: -s, -n (rundes Schiffsfenster)
Bull dog engl., der: -s, -s (Zugmaschine); die
Bulldogge (Hunderasse); der Bulldozer
[buldoßer] (Planierraupe)
Bul le, der: -n, -n (Stier); die Bullenhjtze; bul¬
lig (stark und plump)
Bulle lat., die: -, -n (Urkunde, Kirchenerlass)
bullern: (kochen, klopfen, dröhnen, wallen);
ein bullernder Ofen
Bul-le-tin franz. [bültä], das: -s, -s (amtliche
Bekanntmachung)
Bu -me-rang engl., der: -s, -e/-s (gekrümmtes
* Wurfholz)
bummeln: (schlendern, spazieren gehen);
der Bummel (kleiner Spaziergang); die
Bummelei; bumm(e)lig (langsam, träge);
die Bumm(e)ligkeit; das Bummelleben; der
Bummelstreik; der Bummelzug; der Bumm¬
ler
Bund, das: -(e)s, -e (Gebinde); viele Bund(e)
Stroh - ein Bund Rosen; das Bündel: sein
Bündel schnüren (sich zur Abreise fertig
machen); bündeln: bündelweise; bündig:
kurz und bündig - ein bündiger (überzeu¬
gender) Beweis
Bund, der: -(e)s, Bünde (Vereinigung); der
Bund fürs Leben (Heirat) - mit jemandem
im Bunde (verbündet) sein; der Bundes¬
genosse; die Bundeshauptstadt; das Bun¬
deskabinett; der Bundeskanzler; das Bun¬
desland; die Bundesliga; der Bundespartner;
der Bundespräsident; der Bundesrat; die
Bundesregierung; die Bundesrepublik; der
Bundesstaat; die Bundesstraße (B); der
Bundestag; die Bundeswehr; bundesweit;
das Bündnis; der Bündnispartner
BUND = Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland
Bun-ga-low engl, [bungalo], der: -s, -s (ein¬
stöckiges Wohnhaus)
Bunker, der: -s, - (Schutzunterkunft, sehr gro¬
ßer Behälter); bunkern
bunt: ein buntes Tuch - ein bunter Abend -
bunt bemalen - bunt gefiedert - bunt
gescheckt - bunt schillernd - bunt gestreift
- ein bunt kariertes Hemd - bunt (wirr)
durcheinander liegen - wie ein bunter
Hund bekannt sein (sehr bekannt sein) - es
zu bunt treiben (über das Maß des Erträgli¬
chen hinausgehen); die Buntheit; bunt¬
scheckig; der Buntspecht; der Buntstift
Bürde, die: -n (Last, Sorge)
Burg, die: -en; eine Burg bauen; der Bürger;
die Bürgerin; die Bürgerinitiative; der Bür¬
gerkrieg; bürgerlich: das bürgerliche Le¬
ben; aber: das Bürgerliche Gesetzbuch; der
Bürgermeister: der Erste Bürgermeister -
der Regierende Bürgermeister; die Bürger¬
meisterin; bürgernah; das Bürgerrecht; die
Bürgerschaft; der Bürgersteig; das Bürger¬
tum; der Burgfried (Hauptturm einer Burg);
der Burgfrieden; der Burggraben; der Burg¬
graf; die Burgruine; der Burgstall; das
Burgverlies; der Burgvogt
Bürge, der: -n, -n; du bist mein Bürge; bür¬
gen: für einen Freund bürgen (einstehen);
die Bürgin; die Bürgschaft
burlesk franz.: (possenhaft)
Büro franz., das: -s, -s; in einem Büro arbei¬
ten; das Bürohaus; der Bürokrat; die Büro¬
kratie; bürokratisch (genau nach Vorschrift);
der Bürokratismus; der Büroschluss
Bursche, der: -n, -n (Knabe, Junge); auch: der
Bursch; das Bürschchen; burschikos (be¬
tont jungenhaft)
Bürste, die: -n; die Schuhe mit einer Bürste
säubern; bürsten; der Bürstenbinder
Bürzel, der: -s, - (Schwanzwurzel von Vö¬
geln)
Bus, der: -ses, -se (Omnibus); der Busbahnhof;
der Busfahrer; die Bushaltestelle; die Bus¬
linie
Busch, der: -(e)s, Büsche; auf den Busch klop¬
fen (etwas vorsichtig erkunden); das Bü¬
schel; büschelweise; buschig; das Busch¬
land; der Buschmann; das Buschmesser;
das Buschwerk; das Buschwindröschen
Busen, der: -s, - (Brust); der Busenfreund;
busig
Business engl, [bjsnis], das: - (Geschäft, Ge¬
schäftsleben)
Bussard franz., der: -s, -e (Greifvögel)
büßen: für seinen Leichtsinn büßen (Strafe
erleiden); die Buße; der Büßer; das Büßer¬
hemd; die Büßerin; bußfertig (zur Reue be¬
reit); das Bußgebet; die Büßpredigt; das
Bußsakrament; der Buß- und Bettag
Büste franz., die: -, -n (Brustbild, Oberkör¬
per); der Büstenhalter
Butike franz., die: -, -n (kleiner Modeladen);
—► Boutique
Butler engl, [batler], der: -s, - (ranghöchster
Diener)
Büt te, d ie: -, -m(großes Gefäß aus Holz); das
Büttenpapier; der Büttenredner (Karne¬
valssprecher)
Butter, die: -; es ist alles in Butter (in Ord¬
nung) - sich nicht die Butter vom Brot neh¬
men lassen (sich nicht benachteiligen las¬
sen); die Butterblume; das Butterbrot; die
Butterdose; das Butterfass; die Butter¬
milch; buttern (Butter hersteilen); butter¬
weich N
b. w. = bitte wenden!
Bypass [bajpas], der: -es, Bypässe (Blutgefä߬
ersatz); die Bypassoperation
bzw. = beziehungsweise
c
C = Celsius; römisches Zeichen für die Zahl
100
ca. = circa (etwa, ungefähr); —► zirka
Cabrio (Cabrio) franz., das: -(s), -s (Pkw mit
zurückklappbarem Verdeck); —► Kabrio
Ca bri o let (Cab ri o let) franz. [kabriole],
das: -s, -s; -> Kabriolett
Cafe franz. [kafe], das: -s, -s (Kaffeehaus); die
Cafeteria (Cafe, Imbissstube) # Kaffee
Cal ci um lat. [kaltsium], das: -s; -► Kalzium
Cam pag ne (Cam pa gne) franz. [kam-
panje], die: -, -n; —► Kampagne
Cam ping engl, [kämping], das: -s (das Leben
im Zelt oder Wohnwagen); das Camp
(Lager); campen; der Camper; die Campe¬
rin; der Campingplatz
Ca nail le franz. [kanalje], die: -, -n; -► Ka¬
naille
Canasta span., das: -s (Kartenspiel)
Cape engl, [kep], das: -s, -s (ärmelloser Umhang)
Caravan engl, [karawan, karawan], der: -s,
-s (Wohnwagen)
69
Chip
Caritas lat., die: - (Bezeichnung für: Deut¬
scher Caritasverband); aber: karitativ (wohl¬
tätig); —► Karitas
Cartoon engl, [kartun], das/der: -(s), -s (Witz¬
zeichnung, Karikatur); der Cartoonjst (Witz¬
zeichner); die Cartoonjstin
cash engl. [käsch]: (bar); das Cash
Cäsium (Cs) lat. [tsäsium], das: -s; -► Zäsium
CD, die: -, -s (Abk. für Compact Disk, Kom¬
paktschallplatte); die CD-Platte; der CD-
Player; der CD-Spieler
CDU = Christlich-Demokratische Union
(Deutschlands)
Cel lo ital. [tschälo], das: -s, -s/Celli (Knie¬
geige); der Celljst; die Cellistin
Cellophan lat./griech. [tsälofan], das: -s, -e
(durchsichtige Folie); —► Zellophan
Cel lu loid lat., das: -s; —► Zelluloid
Cel lu-lo •se lat., die: -, -n; —► Zellulose
Celsius (C): (Temperaturangabe); 8 Grad
Celsius (8° C)
Cembalo ital. [tschämbalo], das: -s, -s/Cem-
bali (altes Tasteninstrument)
Cent (c, ct) engl, [sänt], der: -(s), -(s) (Münze,
kleine Währungseinheit z.B. in den USA);
5 Cent (5 cts)
Center amerik. [sänter], das: -s, - (großes
Kaufhaus, Einkaufszentrum)
Chalet franz. [schale], das: -s, -s (Landhaus,
Sennhütte)
Cha mä le on griech. [kamäleon], das: -s, -s
(Echse, die ihre Farbe ändern kann)
Champagner (Champagner) franz.
[schampanjer], der: -s, - (Schaumwein)
Cham pig non (Cham pi gnon) franz.
[schampinjö], der: -s, -s (Edelpilz)
Cham pi on engl, [tschämpjen], der: -s, -s
(Spitzensportler, Meister in einer Sportart)
Chance franz. [schase], die: -, -n (günstige
Gelegenheit); seine Chance nützen - bei
jemandem Chancen haben; die Chancen¬
gleichheit
Chanson franz. [schäsö], das: -s, -s (Lieder¬
art); der Chansonsänger; die Chansonsän¬
gerin
Chaos griech. [kaos], das: - (völliges Durch¬
einander, Wirrwarr); chaotisch
Charakter griech. [karakter], der: -s, Charak¬
tere (Wesensart, Veranlagung); der Charak¬
ter eines Menschen, einer Stadt - Charakter
haben; charakterisieren: einen Menschen
charakterisieren (kennzeichnen, beschrei¬
ben); die Charakterjstik (treffende Schil¬
derung); das Charakterjstikum (auffälliges
Merkmal); charakteristisch (typisch, kenn¬
zeichnend); charakterlich; charakterlos;
die Charakterlosigkeit; der Charakterzug
Charge franz. [scharsche], die: -, -n (Amt,
Rang, Dienstgrad)
Charisma griech. [karisma], das: -, Charis¬
men /Charismata (besondere Ausstrah¬
lungskraft); charismatisch
charmant franz. [scharmant]: eine char¬
mante (reizende) Begleiterin - charmant
(liebenswürdig) lächeln - eine charmante
(liebenswürdige) alte Dame; auch: schar¬
mant; der Charme; der Charmeur [schar-
mör]
Charta lat. [karta], die: -, -s (Urkunde, Verfas¬
sungsgesetz)
chartern engl. [(tjschartern]: ein Flugzeug
chartern (mieten); der Charterflug
Chassis franz. [schasi, schasi], das: -, - (Fahr¬
gestell eines Autos)
Chauffeur franz. [schoför], der: -s, -e (Kraft¬
fahrer); auch: der Schofför; chauffieren
Chaussee franz. [schoße], die: -, Chausseen
(Landstraße)
che-cken engl. [ischäken]: (kontrollieren,
prüfen); der Check; —► Scheck; die Check¬
liste; der Checkpoint (Kontrollpunkt an
Grenzübergängen)
Chef franz. [schäf], der: -s, -s (Vorgesetzter,
Leiter); der Chefarzt; die Chefärztin; die
Chefin; der Chefpilot; die Chefsekretärin
Che-mie arab., die: - (Lehre von den Stoffen
und ihren Verbindungen); die Chemikalie;
der Chemiker; die Chemikerin; chemisch;
die Chemotherapie
chic franz. [schik]: -► schick
Chiffre (Chiffre) franz. [schifre, schjfer],
die: -, -n (Ziffer, Geheimschrift); chiffrieren:
eine chiffrierte (verschlüsselte) Botschaft
Chi-le [tschile]: -s (Staat in Südamerika); der
Chilene; die Chilenin; chilenisch
Chi-mä-re griech., die: -, -n; -> Schimäre
Chi-na: -s (Land in Ostasien); der Chinese; die
Chinesin; chinesisch: die chinesische Spra¬
che; aber: die Chinesische Mauer
Chi-nin indian., das: -s (Mittel gegen Fieber)
Chip engl, [tschjp], der: -s, -s; einen Chip (eine
Spielmarke) eintauschen - ein Chip (Com-
A
B
C
D
E
F
Chirurg
70
A
B
C
D
E
F
puterteilchen) wird eingebaut - Chips (in
Fett gebackene Kartoffelscheiben) essen
Chirurg (Chirurg) griech., der: -en, -en
(Facharzt für Operationen), die Chirurgie;
die Chirurgin; chirurgisch: ein chirurgi¬
scher Eingriff
Chlor griech. [klor], das: -s (chemischer
Grundstoff); chloren: gechlortes (mit Chlor
behandeltes) Wasser; das Chloroform (Be¬
täubungsmittel); chloroformieren; das Chlo¬
rophyll (Blattgrün)
Cholera griech. [kolera], die: - (Infektions¬
krankheit); die Choleraepidemie
Choleriker griech. [koleriker], der -s, - (reiz¬
barer, leicht aufbrausender Mensch); cho¬
lerisch
Chor griech. [kor], der: -(e)s, Chöre (Sänger¬
schar, mehrstimmiger Gesang, Kirchen¬
raum mit Altar); der Choral (Kirchenlied);
der Chorgesang; die Chormusik; der Chor¬
sänger
Choreografie griech., die: -, Choreografien
(Tanzgestaltung); auch: die Choreographie
Cho •se franz. [schoße], die: - (Angelegenheit,
Sache); auch: die Schose
Christ griech. [krist], der: -en, -en (Anhänger
des Christentums); der Christbaum; die
Christenheit; das Christentum; christiani¬
sieren; das Christkind; christlich: ein
christlicher Mensch; aber: die Christlich-
Demokratische Union; der Christus: vor
Christi Geburt (v. Chr.) - nach Christi Ge¬
burt (n.Chr.)
Chrom griech. [krom], das: -s (glänzendes,
schweres Metall)
Chromosom griech. [kromosom], das: -s,
-en (Träger der Erbanlagen im Zellkern)
Chronik griech. [kronik], die: -, -en (Aufzeich¬
nung geschichtlicher Ereignisse); chro¬
nisch: ein chronisches (immer wiederkeh¬
rendes) Leiden; der Chronjst; die Chro¬
nologie (zeitlicher Ablauf, Zeitrechnung);
chronologisch: eine chronologische (zeit¬
lich geordnete) Darstellung
Chry san the me (Chrys an the me) griech.,
die: -, -n (Herbstblume, Zierpflanze)
ciao! ital. [tschau]: -> tschau
circa (ca.) lat.: (etwa, ungefähr); —► zirka
Cjr-cus lat., der: -, -se; —► Zirkus
Ci ty engl, [siti], die: -, -s (Stadtzentrum, Ge¬
schäftsviertel in einer Großstadt)
Clan [klan], engl.: [klän], der: -s, -e, engl.: -s
(Familiensippe); —► Klan
clever engl.: ein cleverer (geschickter, ge¬
schäftstüchtiger) Mann; die Cleverness
Clinch engl. [kljn(t)sch], der: -(e)s (Umklam¬
merung des Gegners beim Boxen, Streit)
Cljp engl., der: -s, -s; —► Klipp
Clique franz. [kljke], die: -, -n (Bande, kleine
Gruppe von Menschen, Freundeskreis); die
Cliquenwirtschaft
Clou franz. [klu], der: -s, -s; der Clou (Höhe¬
punkt) des Abends
Clown engl, [klaun], der: -s, -s (Spaßmacher);
die Clownin
Club engl., der: -s, -s (Verein); —► Klub
Cluster engl, [klaster], der: -s, -(s) (Sammlung
von Einfällen um ein zentrales Thema)
Coach engl, [kotsch], der: -(s), -s (Trainer, Be¬
treuer eines Sportlers oder einer Mann¬
schaft); coachen
Cocktail engl, [koktet], der: -s, -s (Getränk aus
Spirituosen, Säften und Früchten); die
Cocktailparty
Code franz. [kod], der: -s, -s (verabredetes Zei¬
chensystem); —► Kode; codieren
Co-dex lat. [kodex], der: -es, -e/Codices; —►
Kodex
Coffein arab., das: -s; —► Koffein
Cog-nac (Cognac) franz. [konjak], der: -s, -s
(franz. Weinbrand); —► Kognak
Coiffeur franz. [koaför], der: -s, -e (Friseur);
die Coiffeuse [koaföse]
Collage franz. [kolasche], die: -, -n (aus Pa¬
pier oder anderem Material geklebtes Bild)
CoMier franz. [kolje], das: -s, -s; —► Kollier
Come-back engl, [kambäk], das: -(s), -s; ein
gelungenes Come-back (Wiederauftritt
eines bekannten Künstlers, Sportlers o.Ä.
nach einer längeren Pause); auch: das
Comeback
Comic amerik., der: -s, -s (Kurzwort für Co¬
micstrip, Bildergeschichte mit Kurztexten);
das Comicheft; der Comicstrip
Com pact-disk engl, [kompäktdisk], die: -, -s
(CD-Platte); auch: die Compact Disk
Com-pu*ter engl, [kompjuter], der: -s, - (elek¬
tronische Rechenanlage); das Computer¬
spiel
Con-tai-ner engl, [kontener], der: -s, - (ge¬
normter Großbehälter für den Gütertrans¬
port); das Containerschiff
71
daheim
con tra (cont-ra) lat: (gegen); kontra
cool engl.-amerik. [kul]: (überlegen, kalt¬
schnäuzig, ruhig)
Cord engl., der: -(e)s, -e (gerippter Baumwoll¬
stoff); auch: der Kord
Couch engl, [kautsch], die: -, -s/-en (gepols¬
terte Liege, Sofa)
Count-down engl, [kauntdaun], der: -(s), -s
(Zeitzählung zur Einleitung eines Startkom¬
mandos); auch: der Countdown
Coup franz. [ku], der: -s, -s (kühnes Unterneh¬
men, Streich, Schlag); einen Coup landen
(etwas erfolgreich ausführen)
Coupe franz. [kupe], das: -s, -s (sportliches
zweisitziges Auto, Zugabteil); auch: das
Kupee
Coupon franz. [kupö], der: -s, -s (Abschnitt,
Schein); —► Kupon
Courage franz. [kurasche], die: - (Uner¬
schrockenheit); couragiert (beherzt)
Cousin franz. [kusä], der: -s, -s (Vetter); die
Cousine (Base); —► Kusine
Cowboy engl, [kaubeu], der: -s, -s (nordame¬
rikanischer Rinderhirt zu Pferde)
crawlen engl, [kraulen]: -> kraulen
Creme franz. [kram, krem], die: -s (Haut¬
salbe, Süßspeise, etwas Erlesenes); auch:
die Krem(e); creme (mattgelb); cremefar¬
ben; cremen: die Schuhe cremen; cremig
Crew engl, [kru], die: -, -s; eine gute Crew (Be¬
satzung, Mannschaft) an Bord haben
CSU = Christlich-Soziale Union (Deutsch¬
lands)
Cup engl, [kap], der: -s, -s (Pokal, Ehrenpreis,
Pokalwettbewerb)
Cursor engl, [körser], der: -s, -s (EDV: Zei¬
chen auf dem Bildschirm)
Curry engl, [köri], das/der: -s (scharfe Ge¬
würzmischung); die Currywurst
Cutter engl, [kater], der: -s, - (Schnittmeister
beim Film und Rundfunk); cutten; die Cut¬
terin
D
da: da ist mein Haus - da sein; aber: das Da¬
sein - hier und da - von da an - da und
dort - da hinten - da ja - da gehe ich lieber
- da (weil) ich krank bin; dabehalten; da¬
bleiben (nicht fortgehen); aber: du musst da
(an diesem Ort) bleiben; dalassen (hierbe¬
halten); aber: er kann den Koffer nicht da
(an dieser Stelle) lassen; daliegen (ausge¬
streckt liegen); aber: da (dort) liegen; dasit¬
zen (untätig herumsitzen); aber: er bleibt
da (an diesem Ort) sitzen; dastehen: wie
wirst du denn vor deinen Freunden daste¬
hen?; aber: bleib da (an diesem Ort) stehen!
dabei: dabei sein - er ist wieder dabei - da¬
bei schaut er doch ganz gesund aus - es ist
nichts dabei; dabeibleiben (bei etwas ver¬
weilen); aber: der Zeuge wird dabei blei¬
ben (seine Meinung nicht ändern); dabei¬
sitzen (sitzend dabei sein); aber: sie
möchte dabei (z.B. bei der Arbeit) sitzen;
dabeistehen (stehend dabei sein); aber: da¬
bei stehen (nicht liegen oder sitzen)
Dach, das: -(e)s, Dächer; eins aufs Dach be¬
kommen (einen Tadel erhalten) - etwas un¬
ter Dach und Fach bringen (abschließen) -
jemandem aufs Dach steigen (ihn tadeln);
der Dachboden; der Dachdecker; der
Dachfirst; der Dachgarten; das Dachge¬
schoss; die Dachluke; die Dachpappe; die
Dachrinne; der Dachschaden; die Dach¬
stube; der Dachstuhl; der Dachziegel
Dachs, der: -es, -e (große Marderart)
Dackel, der: -s, - (kurzbeinige Hunderasse)
dadurch: dadurch, dass... - nur dadurch
(durch diesen Umstand) konnte das passie¬
ren; aber: ich muss da durch
dafür: dafür sein (zustimmen) - sich dafür
einsetzen - er ist nicht reich, dafür (statt-
dessen) aber fleißig; dafürhalten: nach
meinem Dafürhalten (nach meiner An¬
sicht); aber: ich habe es dafür gehalten (an¬
gesehen); dafürkönnen: nichts dafürkön¬
nen; aber: dafür können wir nichts;
dafürstehen: es steht nicht dafür (lohnt sich
nicht)
dagegen: dagegen sein - dagegen stimmen
- niemand hat etwas dagegen - ich ging
zu Fuß, sie dagegen (aber) fuhr mit der
Bahn; dagegenhalten (eine andere Mei¬
nung äußern, etwas einwenden); aber: et¬
was dagegen (gegen das Licht) halten; da¬
gegensetzen (eine andere Meinung Vor¬
bringen); sich dagegenstellen (sich wider¬
setzen); dagegenwirken
daheim: daheim (zu Hause) bleiben - der/die
D
r
Daheim
72
daheim Gebliebene; auch: der/die Da¬
heimgebliebene - von daheim - bei euch
daheim; das Daheim: unser Daheim
daher: er ist von daher (von dort) gekommen
- daher (deshalb) kann ich nicht bleiben;
daherkommen (herankommen); aber: da¬
her (deswegen) kommen wir nicht; daher¬
reden (etwas ohne Überlegung äußern)
da-hjn: viele Jahre sind dahin (verloren, vor¬
bei) - bis dahin - er raste dahin - da- und
dorthin; dahinab; dahinauf; dahinaus; da¬
hinein; dahinfahren (sterben); dahinfliegen
(rasch vergehen); aber: dahin (dorthin) flie¬
gen; dahingehen (vergehen); aber: er soll
nicht dahin (an diesen Ort) gehen - er
äußerte sich dahin gehend, dass...; dahin¬
gestellt: es ist dahingestellt (fraglich), ob
ich komme; aber: er hat sich dahin (an die¬
sen Platz) gestellt; dahinleben; dahinraffen:
die Seuche hat viele dahingerafft (getötet);
dahinschießen: er sah sie dahinschießen
(sich schnell bewegen); aber: dahin (dort¬
hin) schießen; sich dahinschleppen; dahin¬
siechen; dahinunter
dahjnten: dahinten (dort hinten) im Wald
dahjnter: das Dorf liegt dahinter - es ist
nichts weiter dahinter - du musst dich
fester dahinter klemmen - die Mutter darf
nicht dahinter kommen (nichts erfahren)
Dah lie [dalje], d ie: -, -n (Zierpflanze)
damals: (zu jener Zeit, einst); damalig: sein
damaliger Lehrer
Damast, der: -(e)s, -e (Stoff mit einem geweb¬
ten Muster); damasten
Dame, die: -, -n (vornehme Frau); damen¬
haft; die Damenmannschaft; der Damen¬
salon; die Damenwahl; das Damespiel
(Brettspiel)
Damhirsch, der: -(e)s, -e (rotbraune Hirsch¬
art mit weißen Flecken); das Damwild
damit: damit (mit dieser Sache) habe ich
nichts zu tun - ich bleibe, damit du nicht
alleine bist
dämlich: dämliche (dumme) Fragen - guck
nicht so dämlich!; die Dämlichkeit
Damm, der: -(e)s, Dämme; einen Damm
(Deich) bauen - nicht auf dem Damm
(nicht gesund) sein; der Dammbruch; das
Dämmmaterial; dämmen (abhalten, zurück¬
halten); der Dämmstoff (Isoliermittel); die
Dämmung
Dämmerung, die: -en (Übergang vom Tag
zur Nacht, von der Nacht zum Tag); auch:
die Dämmrung; dämm(e)rig; das Däm¬
merlicht; dämmern: der Morgen dämmert
(es wird Tag) - es dämmert mir (ich be¬
greife) - er dämmert vor sich hin (ist nicht
richtig bei Bewusstsein); der Dämmer¬
schoppen; die Dämmerstunde; der Däm¬
merzustand
Dämon griech., der: -s, Dämonen; von
einem Dämon (bösen Geist, dem Teufel)
besessen sein; dämonisch (besessen, teuf¬
lisch, unheimlich)
Dampf, der: -(e)s, Dämpfe; Dampf ablassen
(seinen Ärger abreagieren) - Dampf dahin¬
ter machen (etwas beschleunigen, vor¬
antreiben); das Dampfbad; dampfen: die
Kartoffeln dampfen; der Dampfer; die
Dampfheizung; der Dampfkessel; die
Dampflokomotive; die Dampfmaschine;
die Dampfschifffahrt; die Dampfwalze
dämpfen: Gemüse dämpfen (dünsten) -
seine Stimme dämpfen (abschwächen); der
Dämpfer: einen Dämpfer bekommen (zu¬
rechtgewiesen werden)
darnach: sich danach sehnen - bald danach -
es sieht gar nicht danach aus - danach fra¬
gen - danach handeln - sich danach rich¬
ten; auch: darnach; das Danach
Dandy engl, [dändi], der: -s, -s (Geck)
daneben: daneben liegt ein Buch - daneben
(außerdem) hat er noch andere Arbeiten -
daneben stehend - der daneben Stehende;
auch: der Danebenstehende - daneben sit¬
zen; sich danebenbenehmen (sich schlecht
benehmen); danebengehen (misslingen);
aber: sie ist daneben (z.B. neben der Mut¬
ter) gegangen; danebengreifen (sich ver¬
tun); danebenhauen (nicht treffen, etwas
falsch machen); danebenliegen (sich irren);
aber: daneben (neben etwas anderem) lie¬
fen
Dänemark: -s (Staat in Nordeuropa); der
Däne; die Dänin; dänisch
danieder: die Wirtschaft des Landes liegt
danieder; daniederliegen; auch: darnieder¬
liegen
dank: dank (wegen) seines Fleißes - dank sei¬
nem Fleiß - nein danke! - danke schön!;
der Dank: tausend Dank! - habe Dank! -
Gott sei Dank! - jemandem Dank wissen
73
Dauerstellung
(dankbar sein); dankbar: dankbare Men¬
schen - eine dankbare (lohnende) Aufgabe;
die Dankbarkeit; danken; dankenswert;
dankenswerterweise; das Dankeschön; die
Dankesschuld; die Dankesworte Mz.; das
Dankgebet; danksagen; auch: Dank sagen;
die Danksagung; das Dankschreiben
dann: bis dann - dann kam er - dann und
wann (manchmal) - immer dann, wenn ...
- von dannen (von da weg)
daran (dar an): daran teilnehmen - ich er¬
kenne ihn daran - er ist daran (an der
Reihe) - ich war nahe daran zu weinen -
gut daran tun - daran glauben; auch: dran:
dran sein - drauf und dran - dran glauben
müssen (dem Tod oder einer Gefahr nicht
entgehen); darangehen (mit etwas begin¬
nen); sich daranhalten (eifrig sein); aber:
sich daran halten (Weisungen beachten);
sich daranmachen (beginnen); aber: etwas
daran machen; daransetzen: er will alles
daransetzen (sich voll einsetzen)
da rauf (dar auf): am Tag darauf (hinterher) -
darauf ausgehen - darauf bauen - darauf
dringen - darauf eingehen - darauf folgen -
darauf folgend - darauf hinweisen - darauf
warten - es kommt darauf an; auch: drauf;
daraufhjn: daraufhin (aus diesem Grunde,
deshalb) schreibe ich dir
da raus (dar aus): daraus folgt - daraus ler¬
nen - daraus schließen, folgern - sich
nichts daraus machen; auch: draus
darben: (Mangel haben, Not leiden)
darbieten: Volkstänze darbieten; die Dar¬
bietung: eine musikalische Darbietung
(Aufführung)
darbringen: ein Opfer darbringen; die Dar¬
bringung
darein (darein): sich darein ergeben,
schicken; auch: drein; sich dareinfinden;
sich dareinmischen; dareinreden; darein¬
setzen: seinen Ehrgeiz dareinsetzen
dann (dar-jn): was ist darin? - darin (in die¬
sem Punkt) hat er Recht - darin sitzen;
auch: drin; darinnen; auch: drinnen
dar-le-gen: seine Meinung darlegen (darstel¬
len, begründen); die Darlegung
Darlehen, das -s, -; ein Darlehen aufneh¬
men (Geld leihen); die Darlehenssumme
Darm, der: -(e)s, Därme (Körperorgan); die
Darmsaite; der Darmverschluss
darnach: —► danach; darneben; —► daneben;
darnieder; —► danieder
darstellen: ein Erlebnis darstellen (mittei-
len); der Darsteller; die Darstellerin; dar¬
stellerisch; die Darstellung
darüber (darüber): darüber hängt ein
Bild - darüber hinaus - darüber hinaus¬
gehen - darüber hinaus sein - darüber fah¬
ren - sich darüber machen - darüber
schreiben - darüber stehen - darüber reden
- darüber hinwegsehen - darüber (dabei)
einschlafen; auch: drüber
da rum (darum): darum (um dieses) bitten -
darum herumreden - sie ist darum (deswe¬
gen) gekommen; auch: drum; darumkom¬
men (etwas nicht bekommen); darumlegen
da run ter (dar un ter): darunter (unter et¬
was) liegen - darunter fallen - darunter lie¬
gen - darunter (hierunter) leiden - sich
nichts darunter vorstellen können - es geht
drunter und drüber (es herrscht keine Ord¬
nung); auch: drunter
das: das Bett - das heißt (d. h.) - das habe ich
nicht gewusst - das ist (d. i.) (das bedeutet)
- ein Kind, das (welches) nicht folgt # dass
das je ni ge: —► derjenige; desjenigen; dieje¬
nigen
dass: ich hoffe, dass... - dass du nur bald
kommst! - sodass; auch: so dass - auf dass
- ohne dass; der Dasssatz; auch: der dass-
Satz # das
dasselbe: ein und dasselbe - wenn zwei
das Gleiche tun, ist es nicht dasselbe; des¬
selben; dieselben
Daten Mz. lat., die: - (Einzelheiten, Anga¬
ben): Daten verarbeiten; die Datei (Daten¬
sammlung); die Datenbank; der Daten¬
schutz; die Datenverarbeitung: die elek¬
tronische Datenverarbeitung (EDV)
Dativ lat., der: -s, -e (Sprachlehre: Wemfall,
3. Fall); das Dativobjekt
Dattel, die: -, -n (längliche, sehr süße Frucht);
die Dattelpalme
Datum lat., das: -s, Daten (Zeitpunkt, Tages¬
angabe); datieren (mit einer Zeitangabe
versehen)
Dau er, die: -; die Dauer (Zeitspanne) von
einem Jahr; dauerhaft (beständig, unver¬
änderlich); die Dauerkarte; der Dauerlauf;
dauern: nicht lange dauern; dauernd: eine
dauernde (ständige) Gefahr; die Dauerstel-
Dauerstress
74
lung; der Dauerstress; die Dauerwelle; der
Dauerzustand
dau ern: er dauert mich (tut mir Leid)
Dau men, der: -s, etwas über den Daumen
peilen (ungefähr schätzen) - auf etwas den
Daumen halten (darauf aufpassen) - je¬
mandem den Daumen halten (Erfolg wün¬
schen); daumenbreit; aber: um Daumen¬
breite; daumendick; die Daumenschraube:
jemandem Daumenschrauben an legen (ihn
unter Druck setzen); der Däumling
Daune, die: -, -n (Flaumfeder); das Daunen¬
bett; die Daunendecke; daunenweich
davon: auf und davon - davon abhängen -
davon abgesehen - davon leben - nicht
weit davon (entfernt) - nichts davon haben;
davonbleiben (nicht anfassen); aber: davon
bleiben nur einige übrig; davoneilen; da¬
vonfahren; davongehen; davonkommen
(überleben, entrinnen, Glück haben); aber:
davon kommt alles Übel; davonlaufen: sie
will davonlaufen; aber: zum Davonlaufen
(unerträglich) sein; sich davonmachen;
aber: davon macht sie sich ein Kleid; sich
davonstehlen (sich entfernen); davontra¬
gen; aber: davon tragen wir viel
davor: lange davor (vorher) - davor bewahren
- etwas davor hängen - sich davor hüten -
davor zurückschrecken - schweigend davor
(z. B. vor dem Grab) stehen - davor warnen
dawider: dawider (dagegen) sein - etwas
dawider haben; dawiderreden (dagegen¬
reden, widersprechen)
dazu: dazu (hierzu) etwas sagen - dazu gehö¬
ren zwei; dazubekommen (hinzubekom¬
men); dazugeben; dazugehören: er möchte
auch dazugehören; aber: dazu gehört viel
Mut; dazugehörig; dazukommen: er will
später dazukommen; aber: wie konnte es
nur dazu kommen?; dazulernen; dazumal
(damals); sich dazusetzen; das Dazutun:
ohne sein Dazutun (ohne seine Unterstüt¬
zung); dazuverdienen
dazwischen: dazwischen liegt das Meer;
dazwischenfahren (Ordnung schaffen, ein-
greifen); aber: dazwischen fahren auch Au¬
tos; dazwischenfunken; dazwischenkom¬
men: es ist etwas dazwischengekommen;
aber: dazwischen kommen wieder Häuser;
dazwischenreden; dazwischenrufen: du
sollst nicht dazwischenrufen; aber: dazwi¬
schen rufen immer wieder Kinder; dazwi¬
schentreten
DB = Deutsche Bahn
DDR: (frühere) Deutsche Demokratische Re¬
publik; der DDR-Bürger; die DDR-Bürgerin
Dealer engl. [djler]: -s, - (Rauschgifthändler);
der Deal (Handel, Geschäft); dealen
Debakel franz., das: -s, - (Zusammenbruch,
Niederlage)
Debatte franz., die: -, -n (lange Aussprache,
Erörterung); debattieren
debH lat.: (leicht schwachsinnig)
Debüt franz. [debü], das: -s, -s (erster Auftritt);
der Debütant; die Debütantin
Deck, das: -(e)s, -s/-e (Stockwerk auf einem
Schiff); alle Mann an Deck!
Decke, die: -, -n; an die Decke gehen (wü¬
tend werden) - mit jemandem unter einer
Decke steckep (gemeinsame Sache ma¬
chen) - sich nach der Decke strecken (sich
den Verhältnissen anpassen); die Deck¬
adresse; das Deckblatt; der Deckel: eins
auf den Deckel bekommen (gerügt wer¬
den); decken: den Tisch decken - den Stür¬
mer decken (bewachen) - den Bedarf an
Lebensmitteln decken (befriedigen) -
meine Meinung deckt sich mit deiner
(stimmt damit überein) - Dreiecke decken
(gleichen) sich - ein nicht gedeckter
Scheck (Scheck, der nicht aus dem Gutha¬
ben bezahlt werden kann); die Deckenbe¬
leuchtung; das Deckengemälde; die Deck¬
farbe; der Deckmantel; der Deckname; die
Deckung; deckungsgleich; das Deckweiß
de facto lat.: (tatsächlich bestehend)
De fekt lat., der: -(e)s, -e (Schaden, Mangel,
Panne); defekt: eine defekte (schadhafte,
beschädigte) Leitung
Defensive lat., die: -, -n (Abwehr, Verteidi¬
gung); defensiv (abwehrend): defensives
(rücksichtsvolles) Fahren
definieren lat.: einen Begriff definieren (be¬
stimmen, erklären); definierbar; die Defi¬
nition; definitiv: eine definitive (endgül¬
tige) Entscheidung
Defizit lat., das: -s, -e (Fehlbetrag, Verlust,
Mangel); defizitär
De fla ti on lat., d ie: -, -en (Geldknappheit)
deftig: (kräftig, nahrhaft, derb); die Deftigkeit
De-gen, der: -s, - (Hieb- und Stichwaffe); das
Degenfechten
75
demontieren
De ge ne ra ti gn lat., die: - (Entartung, Rück¬
bildung); degeneriert
de gra die ren lat.: einen Offizier degradie¬
ren (im Rang herabsetzen); die Degradie¬
rung
deh nen: die Ebene dehnt sich aus (erstreckt
sich) - das Band dehnen (weiten, strecken);
dehnbar: ein dehnbarer (vieldeutiger) Be¬
griff; die Dehnbarkeit; die Dehnung; die
Dehnungsfuge; das Dehnungs-h; das Deh¬
nungszeichen # denen
Deich, der: -(e)s, -e (Schutzdamm gegen
Überschwemmungen); der Deichbruch;
deichen; die Deichkrone
Deich sei, die: -, -n (Wagenstange zum An¬
spannen von Zugtieren); deichseln: ich
deichs(e)le das schon (meistere es, bringe
es zustande)
dein: dein Geld - das ist dein Haus - du musst
das deine leisten; auch: das Deine - die
deinen (deine Angehörigen); auch: die Dei¬
nen - Dein und Mein; deinerseits; deines¬
gleichen; deinetwegen; deinetwillen: um
deinetwillen; das Deinige: rette das Dei-
nige (deine Habe); auch: das deinige
Deka ... griech. (Zehn ...): die Dekade (zehn
Stück, Zeitraum von zehn Tagen, Jahren
u.Ä.)
de ka dent lat.: eine dekadente (kulturell im
Verfall begriffene) Gesellschaft; die Deka¬
denz
De-kan lat., der: -s, -e (geistl. Würdenträger,
Kirchenbeamter, Vorsteher einer Univer¬
sität); das Dekanat (Amt des Dekans)
De kla ra ti on lat., die: -, -en (Erklärung,
Wert- oder Inhaltsangabe); deklarieren:
Waren deklarieren; die Deklarierung
deklassieren lat.: (herabsetzen); die De¬
klassierung
De kli na ti on lat., die: -en (Sprachlehre:
Beugung von Wörtern;; deklinierbar; dekli¬
nieren
De kolle tee (ranz, [dekolte], das: -s, -s (Kleid¬
ausschnitt); auch: das Dekollete
De ko ra teur (ranz.[dekoratör], der: -s, -e (Aus¬
statter von Räumen, Schaufenstern u.Ä.);
das/der Dekor (Verzierung, Muster); die
Dekorateurin; die Dekoration; dekorativ
(schmückend); dekorieren: einen Tisch mit
Blumen dekorieren (verschönern, schmü¬
cken) - einen Helden dekorieren (einen
Orden verleihen); die Dekorierung
De kret (Dek ret) lat., das: -(e)s, -e (Verfü¬
gung, Beschluss)
De le ga ti on lat., die: -, -en (Abordnung);
delegieren: jemandem eine Aufgabe dele¬
gieren (übertragen); der/die Delegierte
Del-fin griech., der: -s, -e; -♦ Delphin
de li kat (ranz.: ein delikates (köstliches)
Essen - eine delikate (mit Feingefühl zu be¬
handelnde) Frage; die Delikatesse (Lecker¬
bissen); das Delikatess(en)geschäft
De-Ijkt lat., das: -(e)s, -e (Vergehen, Straftat);
der Delinquent (Übeltäter, Verbrecher)
Delirium lat., das: -s, Delirien (Fieber-,
Rauschzustand)
de li*zi-ös, (ranz.: (köstlich)
Del le, die: -, -n (leichte Einbeulung, Bruch¬
stelle)
Delphin griech., der: -s, -e (Zahnwal); auch:
der Delfin; das Delphinarium
Delta griech., das: -(s), -s/Delten (verzweigte
Mündung eines Flusses); deltaförmig
dem: -+ der; dementsprechend (dem ange¬
messen); demgegenüber (im Vergleich);
demgemäß (infolgedessen); demnach (folg¬
lich); demnächst (bald, später); demselben:
mit ein und demselben Auto; demzufolge
(deshalb)
De ma go ge (Dem a go ge) griech., der: -
n, -n (Volksaufhetzer, Scharfmacher); die
Demagogie; die Demagogin; demagogisch
De men ti lat., das: -s, -s (Berichtigung,
Widerruf); dementieren: eine Meldung
dementieren
De mo kra tie (De mok ra tie) griech., die:
Demokratien (eine Staatsform: Volksherr¬
schaft); der Demokrat; die Demokratin;
demokratisch; die Demokratisierung
de mo lie ren (ranz.: die Wohnung demolie¬
ren (mutwillig beschädigen, zerstören); die
Demolierung
De mons tra ti on (De mon stra ti on,
De monst ra ti on) lat., die: -en (Mas¬
senkundgebung, Beweisführung); die Demo
(Protestkundgebung); der Demonstrant; die
Demonstrantin; demonstrativ (betont auf¬
fällig); das Demonstrativpronomen (Sprach¬
lehre: hinweisendes Fürwort); demonstrie¬
ren
Demontage (ranz, [demontasche], die:
-n (Abbruch, Abbau); demontieren
Demoskopie
76
De mos ko pje (De mo sko pie) griech.,
die: Demoskopien (Meinungsforschung);
demoskopisch: eine demoskopische Um¬
frage
Demut, die: - (Opferbereitschaft, Beschei¬
denheit); demütig; demütigen (beschämen,
erniedrigen); die Demütigung; demut(s)-
voll
den: —► der; denjenigen; denselben
denen: —► der; einer von denen # dehnen
dengeln: ich deng(e)le (schärfe) die Sense;
der Dengelhammer
denken: du denkst, er dachte, sie hat ge¬
dacht, denk(e)!; die Denkaufgabe; denk¬
bar: denkbar (sehr) ungünstig - ein denk¬
bares (mögliches) Ergebnis; das Denken;
der Denker; denkfaul; der Denkfehler; das
Denkmal (Ehrendenkmal); die Denkschrift;
die Denkweise; denkwürdig; der Denk¬
zettel (scharfe Rüge, Zurechtweisung)
denn: ich gehe, denn es ist spät - was kann
ich denn (eigentlich) dafür-es sei denn, du
kommst mit - wer ist größer denn (als) Gott
- mehr denn je
den-noch: (trotzdem)
Dentist lat., der: -en, -en (Zahnarzt); die Den¬
tistin
denunzieren lat.: (anzeigen, verraten, an¬
schwärzen); der Denunziant; die Denunzi¬
antin; die Denunziation
Deodorant engl., das: -s, -s/-e (Mittel ge¬
gen Körpergeruch); auch: das Desodorant;
das Deo; der Deoroller; das Deospray
Depesche franz., die: -, -n (Eilnachricht,
Telegramm); depeschieren
Deponie lat., die: -, Deponien (Müllablade¬
platz); deponieren (zur Aufbewahrung ge¬
ben, hinterlegen); das Depot [depo] (Lager,
Aufbewahrungsort)
deportieren lat.: (verschleppen, verban¬
nen); die Deportation; der/die Deportierte
Depression lat. die: -, -en (Niedergeschla¬
genheit); depressiv
deprimieren franz.: ein deprimierendes
(entmutigendes) Ereignis; deprimiert (nie¬
dergeschlagen, entmutigt)
der: der Vater - ausgerechnet der (dieser) - der
Mann, der (welcher); derart; derartig: der¬
artige Dinge mache ich nicht; aber:
(etwas) Derartiges; dereinst (später, einst);
derenthalben; derentwegen; derentwillen:
um derentwillen; dergestalt (so, derart);
dergleichen; derjenige; dermaßen (so sehr,
derart); derselbe: derselbe Mann - ein und
derselbe; derweil(en) (unterdessen); der¬
zeit (gegenwärtig); derzeitig
derb: derbes Leder - ein derber (grober) Kerl -
ein derber (unfeiner) Witz; die Derbheit
Derby engl, [därbi], das: -(s), -s (Pferde¬
rennen)
deren: —► der; die Frauen und deren Kinder
des: -► der; desgleichen (dsgL); deshalb; des¬
selben; deswegen
De •sas-ter franz., das: -s, - (Zusammenbruch,
großes Missgeschick)
Deserteur franz. [desertör], der: -s, -e (Fah¬
nenflüchtiger, Überläufer); desertieren
Design engl, [disajn], das: -s, -s (Muster, Ent¬
wurf, Plan); der Designer; die Designerin
Desinfektion lat., die: -, -en (Entseuchung,
Entkeimung); das Desinfektionsmittel; des¬
infizieren: eine Wunde desinfizieren
Des in te res se (Des in ter es se) franz.,
das: -s (Gleichgültigkeit); desinteressiert
(ohne Interesse)
Desodorant lat., das: -s, -s/-e; —► Deodorant
desolat lat.: (traurig, trostlos)
Despot griech., der: -en, -en (herrischer
Mensch, Gewaltherrscher); die Despotin;
despotisch; der Despotjsmus
dessen: —► der; mein Freund und dessen Va-
ter - mit dessen Erlaubnis - statt dessen;
aber: stattdessen - dessen ungeachtet - sich
dessen erinnern; dessenthalben; dessent¬
wegen; dessentwillen: um dessentwillen
Dessert franz. [desär], das: -s, -s (Nachspeise,
Nachtisch)
Des til la ti on (De Stil la ti on) lat., die: -,
-en (Trennung flüssiger Stoffe durch Ver¬
dampfen); das Destillat; destillieren: destil¬
liertes (chemisch reines, gereinigtes) Wasser
desto: je mehr, desto besser - desto mehr -
desto weniger; aber: nichtsdestoweniger
destruktiv lat.: (zerstörend, zersetzend)
Detail franz. [detaj], das: -s, -s (Einzelheit,
Einzelfall); detailliert [detaijjrt]: etwas de¬
tailliert (in allen Einzelheiten, ausführlich)
erzählen
Detektiv lat., der: -s, -e (Ermittler); die
Detektei (Ermittlungsbüro); die Detektiv¬
geschichte; die Detektivin; detektivisch;
der Detektivroman
77
dich
Detonation lat., die: -en (Explosion,
Knall); detonieren
Deut nieder!., der: - (früher: kleine Münze);
sich keinen Deut (überhaupt nicht) um
etwas kümmern
deuteln: daran gibt es nichts zu deuteln (das
steht fest)
deuten: mit dem Finger auf etwas deuten
(zeigen) - Träume deuten (auslegen);
...deutig: zweideutig; die Deutung; der
Deutungsversuch
deut lich: deutlich (verständlich) sprechen -
etwas deutlich machen; die Deutlichkeit
deutsch: das deutsche Volk - die deutsche
Einheit - die deutsche Staatsangehörigkeit
- die deutsche Sprache - sie kann schon
gut deutsch sprechen; auch: Deutsch spre¬
chen - der Tag der Deutschen Einheit; aber:
die Deutsche Bahn (DB) - die Deutsche
Post (DP) - der Deutsche Bundestag - die
Deutsche Mark (DM) - das Deutsche Reich
- das Deutsche Rote Kreuz (DRK) - der
Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) - der
Deutsche Schäferhund; das Deutsch: sie
lernt Deutsch - kein Wort Deutsch können
- sie spricht ein gutes Deutsch - ins Deut¬
sche übersetzen - auf Deutsch - in
Deutsch - im Deutschen - Deutsch mit je¬
mandem reden (die Meinung sagen); der/
die Deutsche: alle Deutschen - wir Deut¬
sche^); deutschfeindlich; deutschfreund¬
lich; das Deutschland: die Bundesrepublik
Deutschland (BRD); das Deutschlandlied;
deutschsprachig (in deutscher Sprache);
deutschstämmig; der Deutschunterricht
Devise franz. [dewjse], die: -, -n (Zahlungs¬
mittel, Wahlspruch); die Devisen Mz. (Zah¬
lungsmittel in ausländischer Währung); der
Devisenkurs
devot lat. [dewot]: (unterwürfig, ergeben);
die Devotionalien Mz. (Gegenstände, die
zur religiösen Andacht dienen)
Dezember (Dez.) lat., der: -(s), - (Monats¬
name)
dezent lat.: dezent (unaufdringlich, taktvoll)
auf etwas hinweisen
de zen tral (de zent ral) lat.: (vom Mittel¬
punkt entfernt); die Dezentralisation; de¬
zentralisieren; die Dezentralisierung
de zi mal lat.: (auf der Zahl 100 beruhend);
das Dezibel (Maßeinheit für die Messung
der Lautstärke); der Dezimalbruch; die De¬
zimalrechnung; das Dezimalsystem; die
Dezimalwaage; die Dezimalzahl; der Dezi¬
meter (dm); dezimieren (stark vermindern);
die Dezimierung
DFB = Deutscher Fußball-Bund
DGB = Deutscher Gewerkschaftsbund
dgl. = dergleichen
d. Gr. = der Große
d. h. = das heißt
d. i. = das ist
Dia lat., das: -s, -s; —► Diapositiv
Diabetes griech., der: - (Zuckerkrankheit);
der Diabetiker; die Diabetikerin; diabe¬
tisch
diabolisch griech.: (teuflisch, wild)
Diadem griech., das: -s, -e (kostbarer Reif,
Stirnreif)
Di ag no se (Di a gno se) griech., die: -n
(Bestimmung einer Krankheit); die Diagnos¬
tik; diagnostizieren
Diagonale griech., die: -, -n (Verbindung
zwischen zwei nicht benachbarten Ecken);
diagonal (schräg laufend)
Diagramm griech., das: -s, -e (Schaubild)
Diakon griech., der: -s/-en, -e(n) (Kirchen¬
diener, Pfarrhelfer); die Diakonie (Pflege¬
dienst); die Diakonin; diakonisch; die Dia-
konjsse (evang. Kranken- und Gemeinde¬
schwester)
Dialekt griech., der: -(e)s, -e (Mundart); dia¬
lektal
Dialog griech., der: -(e)s, -e; einen Dialog
(ein Zwiegespräch) führen; die Dialog¬
bereitschaft; dialogisch
Di a ly •se griech., die: -, -n (Blutwäsche mit
Hilfe einer künstlichen Niere)
Diamant franz., der: -en, -en (ungeschliffe¬
ner Edelstein); der Diamantring
Diapositiv lat., das: -s, -e (durchsichtiges
Lichtbild); auch: das Dia; der Diaprojektor
Di as po ra (Di a-spo ra) griech., die: - (zer¬
streute Kirchengemeinde); die Diaspora¬
gemeinde
Diät griech., die: -, -en (Krankenkost, Schon¬
kost); Diät halten - jemanden auf Diät
setzen - Diät leben; die Diätkost; der Diät¬
plan
Diäten Mz. lat., die: - (Tagegelder für Abge¬
ordnete, Aufwandsentschädigung)
djch; -> du
A
B
C
D
E
F
dicht
78
djcht: ein dichter Nebel - dichte (undurchläs¬
sige) Kleidung - dicht behaart sein - ein
dicht bevölkertes Land - dicht gedrängt ste¬
hen - er fährt dicht (nahe) vorbei - ein Rohr
dicht machen (abdichten); dichtauf; die
Dichte; dichten (undurchlässig machen);
dichthalten: er hält dicht (verrät nichts);
aber: etwas dicht (undurchlässig) halten;
dichtmachen: seinen Laden dichtmachen
(abschließen); aber: eine Wasserleitung
dicht machen; die Dichtung (Abdichtung);
die Dichtungsmasse
djch-ten: (ein sprachliches Kunstwerk verfas¬
sen); der Dichter; die Dichterin; dichte¬
risch; die Dichtkunst; die Dichtung (Sprach¬
kunstwerk)
dick: dickes Glas - durch dick und dünn -
dick (fett) sein - eine dicke (geschwollene)
Lippe - ein dickes (dichtes) Fell - eine
dicke (starke) Freundschaft - dicke Luft
(Gefahr) - mit jemandem durch dick und
dünn gehen (jemandem in jeder Lebens¬
lage beistehen) - es nicht so dick haben
(nicht über viel Geld verfügen) - eine Sa¬
che dick(e) haben (einer Sache überdrüssig
sein) - sich dick(e) tun (wichtig machen);
dickbauchig: eine dickbauchige (gewölbte)
Flasche; aber: dickbäuchig: ein dickbäu¬
chiger Mann (Mann mit dickem Bauch);
der Dickdarm; die Dicke: die Dicke der
Bretter; die Dicken; dickfellig; der Dick¬
häuter; das Dickicht (dichtes Unterholz);
der Dickkopf; dickköpfig; dickleibig; dick¬
lich; der Dickschädel; der Dickwanst
die: —► der; diejenige; dieselbe
Dieb, der: -(e)s, -e; einen Dieb erwischen; die
Dieberei; die Diebesbande; das Diebesgut;
diebessicher; die Diebestour; die Diebin;
diebisch: diebisches Gesindel - ein diebi¬
sches Vergnügen - sich diebisch (sehr)
freuen; der Diebstahl
Die le, die: -, -n (Fußbodenbrett, Flur, Vor¬
raum)
dienen: bei reichen Leuten dienen (tätig sein)
- niemand kann zwei Herren dienen; der
Diener; die Dienerin; dienerisch; dienern;
dienlich: als Vorwand dienlich (nützlich)
sein; der Dienst: außer Dienst (a. D.) - in
Diensten sein - ein Dienst habender Beam¬
ter - etwas in Dienst stellen (in Betrieb neh¬
men) - jemandem zu Diensten (behilflich)
sein; dienstbeflissen (eifrig); dienstbereit;
der Dienstbote; der Diensteid; diensteifrig;
dienstfrei; das Dienstgeheimnis; der
Dienstgrad; der Dienstherr; die Dienst¬
herrin; die Dienstleistung; dienstlich (amt¬
lich); das Dienstmädchen; der Dienst¬
mann; die Dienstreise; die Dienststelle;
diensttauglich; dienstunfähig; der Dienst¬
weg; die Dienstwohnung
Dienstag (Di.), der: -(e)s, -e (Wochentag); am
Dienstag - eines Dienstags; der Dienstag¬
abend: am Dienstagabend - eines Diens¬
tagabends; dienstagabends; auch: dienstags
abends; der Dienstagmittag; der Diens¬
tagmorgen; dienstags: dienstags (jeden
Dienstag) früh - dienstags nachts
dies: dies und das; diese; dieser: dieser und
jener; dieses: dieses Jahres (d.J.) - dieses
Monats (d.M.); diesbezüglich; dieselbe:
ein und dieselbe; diesjährig; diesmal; aber:
dieses (eine) Mal; diesseitig: das diesseitige
Ufer; diesseits: diesseits des Flusses - dies¬
seits liegen; aber: das Diesseits (die irdi¬
sche Welt)
Die sel, der: -s; Diesel fahren; der Diesel¬
motor; das Dieselöl
die-sig: ein diesiger (dunstiger, trüber) Morgen
- diesiges (nasskaltes) Wetter
Diet-rich, der: -s, -e (Nachschlüssel, Werk¬
zeug zum Öffnen von Schlössern)
diffamieren lat.: (verleumden)
Differenz lat., die: -, -en (Unterschied, Mei¬
nungsverschiedenheit, Fehlbetrag); der
Differenzbetrag; differenzieren (genau un¬
terscheiden, verfeinern); die Differenzie¬
rung; differieren (von etwas abweichen,
verschieden sein)
diffizil franz.: (mühsam, schwierig)
diffus lat.: ein diffuses (verschwommenes,
unklares) Licht - diffuse (ungeordnete)
Gedanken
di gi-tal lat.: (mit dem Finger, mittels Ziffern);
der Digitalrechner; die Digitaluhr
Diktat lat., das: -(e)s, -e; ein Diktat schreiben
- das Diktat (der Zwang) der Mode; das
Diktaphon; auch: das Diktafon (Diktier¬
gerät); der Diktator (unumschränkter Macht¬
haber); diktatorisch; die Diktatur (Allein¬
herrschaft); diktieren: einen Brief diktieren
- jemandem seinen Willen diktieren (auf¬
nötigen)
79
distanziert
Di lem ma griech., das: -s, -s/Dilemmata
(Zwangslage, Wahl zwischen zwei gleich
unangenehmen Dingen)
Di let tant ital., der: -en, -en (Pfuscher, Nicht¬
fachmann); dilettantisch: eine dilettanti¬
sche (laienhafte, unsachgemäße) Arbeit
Dimension lat., die: -, -en (Ausdehnung,
Bereich)
DIN = Deutsche Industrienorm(en); das DIN-
Format - DIN A4 - ein DIN-A-4-Blatt
Diner franz. [dine], das: -s, -s (Festessen); di¬
nieren # Diener; Dinner
Dmg, das: -(e)s, -e/-er; der Lauf der Dinge -
guter Dinge (gut gelaunt) sein - nicht mit
rechten Dingen (auf nicht natürliche
Weise) zugehen - ein Ding drehen (etwas
Unrechtes tun); dingen: einen Mörder
dingen (in Dienst nehmen); dingfest: einen
Mörder dingfest machen (verhaften); das
Dingsda (Name für eine unbekannte
bzw. unbenannte Sache); das Dingwort
(Nomen, Namenwort, Hauptwort)
Djn-ner engl., das: -s, -(s) (Hauptmahlzeit in
England) # Diener; Diner
Di no sau ri er griech., der: -s, - (ausgestor¬
bene Riesenechse); der Dinosaurus
Di ö -ze-se griech., die: -, -n (Amtsbezirk eines
Bischofs)
Diphtherie griech., die: -, Diphtherien (In¬
fektionskrankheit)
Diph thong (Di phthong) griech., der: -s, -e
(Zwielaut, z. B. au, ei)
Diplom (Diplom) (Dipl.) griech., das: -(e)s,
-e (Urkunde, amtliches Schriftstück über
eine schriftliche Arbeit, eine Prüfung); die
Diplomarbeit; der Diplomat (Staatsmann,
Beamter des auswärtigen Dienstes); die
Diplomatie; die Diplomatin; diplomatisch:
die diplomatische Vertretung - eine diplo¬
matische (kluge) Antwort; der Diplominge¬
nieur (Dipl.-Ing.); der Diplomkaufmann
(Dipl.-Kfm.)
dir: —► du; dir bringe ich ein Geschenk
direkt lat.: (unmittelbar, gerade); ein direkter
Freistoß - die direkte (wörtliche) Rede; der
Direktflug; die Direktheit; das Direktman¬
dat; die Direktübertragung
Direktor lat., der: -s, Direktoren (Leiter, Vor¬
stand); die Direktion; das Direktorat; die
Direktorin; das Direktorium; die Direk¬
trice [direktrise] (leitende Angestellte)
Dirigent lat., der: -en, -en (Leiter eines
Orchesters oder Chors); die Dirigentin;
dirigieren; der Dirigismus (Lenkung der
Wirtschaft durch den Staat); dirigistisch:
dirigistische Maßnahmen
D|rndl, das: -s, - (Trachtenkleid)
Disc-jockey engl., der: -s, -s; —► Diskjockey
Dis-co engl., die: -, -s; —► Diskothek
Dis-count... engl, [diskaunt]: das Discount¬
geschäft (Geschäft mit billigen Waren); der
Discountladen
Diskette engl., die: -, -n (Datenspeicher)
Disk-jockey engl, [diskdschoke], der: -s, -s
(Schallplattenansager); auch: der Discjockey
Diskont ital., der: -s, -e (Zinsabzug)
Diskothek engl., die: -, -en (Tanzlokal,
Schallplattensammlung); die D|sko; auch:
die Djsco; die D|skomusik
Diskrepanz lat., die: -, -en (Missverhältnis,
Unstimmigkeit)
diskret lat.: (verschwiegen, rücksichtsvoll);
die Diskretion
diskriminieren lat.: (in Verruf bringen, un¬
gerecht behandeln); die Diskriminierung
Diskurs lat., der: -es, -e (Erörterung)
D|s-kus griech., der: -/-ses, -se/Disken (Wurf¬
scheibe); das Diskuswerfen
Diskussion lat., die: -, -en (Aussprache,
Meinungsverschiedenheit); der Diskussions¬
beitrag; diskussionsfreudig; der Diskussi¬
onsredner; der Diskussionsteilnehmer; das
Diskussionsthema; diskutabel; diskutieren
(erörtern)
dispensieren lat.: (von einer Verpflichtung
oder Vorschrift befreien); der Dispens
disponieren lat.: (planen, einteilen); die
Disposition
Disput lat., der: -(e)s, -e (Wortstreit)
disqualifizieren lat.: (von einem Wett¬
kampf ausschließen, für untauglich erklä¬
ren); die Disqualifikation
Dissertation lat., die: -, -en (Doktorarbeit)
Dissident lat., der: -en, -en (Andersdenken¬
der, Abweichler)
Dissonanz lat., die: -, -en (Unstimmigkeit,
Missklang)
Distanz lat., die: -, -en (Abstand, Entfernung);
distanzieren: jemanden distanzieren (hin¬
ter sich lassen) - sich von jemandem
distanzieren (von ihm abrücken); distan¬
ziert: distanziert (zurückhaltend) sein
Distel
80
Djs-tel, die: -n (stachelige Pflanze); der
Distelfink
Dis trikt (Dist rjkt) lat., der: -(e)s, -e (Bezirk)
Dis zi plin (Dis zip lin) lat., die: -, -en; für
Disziplin (Ordnung) sorgen - eine Dis¬
ziplin (ein Teilbereich) im Sport; diszipli¬
niert (an Ordnung gewöhnt, beherrscht);
disziplinlos
dito lat. (ebenfalls, dasselbe)
Di •va ital. [diwa], die: -, -s/Diven (gefeierte
Sängerin oder Schauspielerin)
divergieren lat. [diwergiren]: (auseinander
gehen, in entgegengesetzter Richtung ver¬
laufen); divergent; die Divergenz
di •vers lat. [diwers]: diverse (verschiedene)
Gegenstände - Diverses (Vermischtes); das
Diverse
di vi die ren lat. [diwidiren]: (teilen); der Di¬
vidend (die zu teilende Zahl); die Dividende
(Gewinnanteil an Aktien); die Division (Tei¬
lung, Teil eines Heeres); der Divisor (tei¬
lende Zahl)
Diwan pers., der: -s, -e (Liegesofa)
d. J. = dieses Jahres
DJH = Deutsche Jugendherberge
DLRG = Deutsche Lebens-Rettungs-Gesell¬
schaft
DM = Deutsche Mark
doch: das ist doch wahr! - ja doch! - nicht
doch! - jetzt bin ich doch (dennoch) ge¬
kommen - wir sind arm, doch wir hungern
nicht
Docht, der: -(e)s, -e (Faden einer Kerze oder
Lampe)
Dock engl., das: -s, -s/-e (Anlage für Schiffs¬
arbeiten); der Dockarbeiter
Dog-ge engl., die: -, -n (Hunderasse)
Dogma griech., das: -s, Dogmen (Kirchen¬
lehre, Glaubenssatz, Lehrmeinung); der
Dogmatiker; dogmatisch (an ein Dogma
gebunden, lehrhaft)
Doh le, die: -, -n (Rabenvögel)
do it yourself engl, [du it jursälf] (mach es
selbst); die Do-it-yourself-Bewegung
Doktor lat., der: -s, Doktoren (akademischer
Titel); sehr geehrter Herr Doktor; aber: sehr
geehrter Herr Dr. Meier; die Doktorin; Dr.
jur. (Doktor der Rechte); Dr. med. (Doktor
der Medizin)
Doktrin (Doktrin) griech., die: -, -en (Lehr¬
meinung, Lehrsatz)
Dokument lat., das: -(e)s, -e (Urkunde, amt¬
liches Schriftstück, Beweisstück); der Do¬
kumentarbericht; der Dokumentarfilm;
dokumentarisch; die Dokumentation (Zu¬
sammenstellung und Ordnung von Doku¬
menten und Materialien); dokumentieren
(beurkunden, aufzeigen)
Dolch, der: -(e)s, -e (kurze Stichwaffe); der
Dolchstoß
Dol de, d ie: -, -n>(Blütenstand); doldenförmig
Dollar amerik., der: -(s), -s (amerikanische
Währungseinheit); 100 Dollar
Dol met scher türk., der: -s, - (Übersetzer);
dolmetschen; die Dolmetscherin
Dom lat, der: -(e)s, -e (Hauptkirche, Bischofs¬
kirche); der Domherr; der Dompfaff (Sing¬
vogel)
Domäne franz., die: -, -n (besonderes Ar¬
beitsgebiet, Staatsgut)
dominieren lat.: (vorherrschen, überwie¬
gen); dominant: eine dominante (beherr¬
schende) Rolle spielen; die Dominanz
Dominikaner lat., der: -s, - (Angehöriger
eines Mönchsordens)
Domino, das: -s, -s (Spiel)
Domizil lat., das; -s, -e (Wohnsitz)
Domp-teur franz. [domptör], der: -s, -e (Tier¬
bändiger); die Dompteuse [domptöse]
Donner, der: -s; wie vom Donner gerührt
(wie gebannt, völlig regungslos); donnern:
es donnert und blitzt - der Zug donnert
über die Brücke; der Donnerschlag; das
Donnerwetter
Don ners tag (Do.), der: -(e)s, -e (Wochen¬
tag); der Donnerstagabend; donnerstags
(an Donnerstagen); donnerstagabends; auch:
donnerstags abends
doof: (dumm, einfältig); die Doofheit
Doping engl., das: -s, -s (Gebrauch verbote¬
ner Anregungsmittel vor allem beim Sport);
dopen (aufputschen): gedopt sein; die Do¬
pingkontrolle
Doppel, das: -s, -; ein Doppel spielen (im
Tennis) - das Doppel (die Zweitschrift)
einer Urkunde; der Doppeldecker (Flug¬
zeugtyp); doppeldeutig; der Doppelgän¬
ger; das Doppelkinn; doppeln; der Doppel¬
pass; der Doppelpunkt; doppelseitig; dop¬
pelsinnig; doppelt: doppelt so groß - dop¬
pelt so viel - doppelt wirken; aber: ums
Doppelte; der Doppelverdienst; der Dop¬
81
Dreckspatz
pelzentner (dz); das Doppelzimmer; dop¬
pelzüngig (unaufrichtig, zweideutig)
Dorf, das: -(e)s, Dörfer (ländliche Ortschaft);
der Dorfbewohner; dörflich: das dörfliche
Leben
Dorn, der: - (e)s, -en; die Dornen einer Rose -
jemandem ein Dorn im Auge (ein Ärgernis)
sein; der Dornenbusch; die Dornenhecke;
die Dornenkrone; dornenvoll: ein dornen¬
voller (mühevoller) Weg; dornig; das Dorn¬
röschen
dorren: (dürr werden); dörren (dürr machen,
trocknen); das Dörrfleisch; das Dörrobst
Dorsch, der: -(e)s, -e (Fisch)
dort: dort draußen - dort drin - dort drüben -
da und dort - dort hinten - von dort aus -
du kannst dort (an diesem Ort) bleiben - et¬
was dort behalten; dorther; dorthin: da-
und dorthin; dorthinauf; dorthinein; dort-
hinüber; dorthinunter; dortig; dortzulande;
auch: dort zu Lande
Do •se, die: -n (kleine Büchse); dosenfertig;
die Dosenmilch; der Dosenöffner
dö •sen: (wachend träumen, halb schlafen)
Do •sis franz., die: -, Dosen (abgemessene,
festgelegte Menge); dosieren (genau ab¬
messen, einteilen); die Dosierung
Dotter, das/der: -s, - (Eigelb); die Dotter¬
blume; dottergelb; dotterweich
Doub-Ie (Dou-ble) franz. [dubel], das: -s, -s
(Ersatzperson für einen Darsteller); doubeln
down engl, [daun]; down (erschöpft, nieder¬
geschlagen) sein
Dozent lat., der: -en, -en (Hochschullehrer);
die Dozentin; dozieren (vortragen, lehren)
DP = Deutsche Post
dpa = Deutsche Presse-Agentur
Dr. = Doktor (akademischer Grad); —► Doktor
Drache, der: -n, -n (Märchen- bzw. Sagen¬
tier); der Drachen (Kinderspielzeug, Flug¬
gerät); das Drachenfliegen
Dra-gee franz. [dräsche], das: -s, -s (über¬
zuckerte Süßigkeit, Arzneipille); auch: das
Dragee
Draht, der: -(e)s, Drähte; einen Draht spannen
- auf Draht (flink und umsichtig) sein; drah¬
ten (telegrafieren); drahthaarig; drahtig
(forsch, gut trainiert, sehnig); drahtlos
(durch Funk); die Drahtschere; die Draht¬
seilbahn; die Drahtzange; der Drahtzieher
(Anstifter)
Drai-na-ge franz. [dränasche], die: -, -n; ->
Dränage
Drall, der: -(e)s, -e (Drehung, Windung, Rich¬
tung); drall (derb, stramm)
Dralon, das: -(s) (synthetisches Gewebe)
Drama griech., das: -s, Dramen (Schauspiel,
trauriger Vorfall); die Dramatik; dramatisch
(erregend, spannend); dramatisieren: einen
Vorfall dramatisieren (als besonders aufre¬
gend darstellen, aufbauschen); die Drama¬
turgie
dran: —► daran; drauf und dran; aber: das
Drum und Dran - dran (an der Reihe) sein;
dranbleiben; drankommen
Drä-na-ge franz. [dränasche], die: -, -n (Ent¬
wässerung des Bodens); auch: die Drai¬
nage
Drang, der: -(e)s (Bedürfnis, Neigung); die
Drängelei; drängen: zum Ausgang drängen
(schieben) - jemanden zu einer Tat drän¬
gen (zu bewegen suchen) - gedrängt voll;
drängeln; die Drangsal (große Not);
drangsalieren: jemanden drangsalieren
(plagen, quälen); drangvoll: eine drang¬
volle (drückende) Enge
drastisch griech.: eine drastische (deutliche,
wirksame) Preiserhöhung
drauf: —► darauf; drauf und dran (nahe daran)
sein - gut drauf sein; der Draufgänger;
draufgängerisch; draufgehen (sterben, ver¬
braucht werden); draufhaben (verstehen,
können); drauflegen (dazubezahlen); drauf¬
los: er fährt einfach drauflos; drauflosge¬
hen; drauflosreden; drauflosschießen;
draufloswirtschaften; draufschlagen (den
Preis erhöhen); draufzahlen
draus: -> daraus
drau-ßen: draußen sein, bleiben
drechseln: ich drechs(e)le einen Leuchter;
der Drechsler
Dreck, der: -(e)s; etwas in den Dreck ziehen
(verächtlich machen) - die Karre aus dem
Dreck ziehen (etwas in Ordnung bringen) -
sich um jeden Dreck (jede Kleinigkeit)
kümmern - jemanden wie den letzten
Dreck (entwürdigend) behandeln; der
Dreckfink; dreckig: ein dreckiges (schmut¬
ziges) Hemd - es geht ihm dreckig
(schlecht) - ein dreckiges (gemeines, fre¬
ches) Lachen; die Dreck(s)arbeit; das
Dreckschwein; der Dreckspatz
drehen
82
drehen: das Rad drehen - sich im Kreise dre¬
hen - mit dem Auto drehen (umkehren) -
es dreht (handelt) sich darum - einen Film
drehen - sich drehen und wenden (sträu¬
ben); der Dreh (Kunstgriff, Trick): den rich¬
tigen Dreh heraushaben (wissen, wie man
etwas machen muss); die Drehbank; dreh¬
bar; das Drehbuch; der Dreher; die Drehe¬
rin; die Drehorgel; die Drehscheibe; der
Drehstrom; der Drehstuhl; die Drehung
drei: drei Minuten - wir drei - nun kommen
die drei - niemand von uns dreien - um
drei viertel acht; aber: drei Viertel davon -
nicht bis drei zählen können (sehr dumm
sein) - aller guten Dinge sind drei; die
Drei: eine Drei würfeln - in der Prüfung
eine Drei schreiben - die Note „Drei";
dreiarmig; dreiblätt(e)rig; das Dreieck;
dreieckig; dreieinhalb; die Dreieinigkeit;
dreierlei; dreifach; auch: 3fach; das Drei¬
fache; die Dreifaltigkeit; dreihundert; drei¬
jährig; auch: 3-jährig; der Dreikäsehoch;
der Dreiklang; dreimal: dreimal kommen;
auch: 3-mal; aber: die ersten drei Male;
dreimalig; der Dreimaster; das Dreirad;
der Dreisatz; der Dreisprung; dreißig: eine
dreißigjährige Frau; aber: der Dreißig¬
jährige Krieg; dreistellig; dreistimmig; drei¬
stöckig; dreitausend; dreiteilig; die Drei¬
viertelliterflasche; die Dreiviertelstunde;
der Dreivierteltakt; dreizehn; die Dreizim¬
merwohnung; auch: die 3-Zimmer-Woh-
nung
drein: —► darein; dreinblicken: finster drein¬
blicken; dreinfahren (dazwischenfahren);
dreinschlagen
dreist: (frech, anmaßend); die Dreistigkeit
dreschen: du drischst, er drosch, sie hat
gedroschen, drisch!; den Ball ins Aus dre¬
schen - Korn dreschen - Phrasen dreschen
(Nichtssagendes äußern) - leeres Stroh
dreschen (unnützes Zeug reden); die Dre¬
sche: Dresche (Prügel) bekommen; der
Drescher; der Dreschflegel; die Dresch¬
maschine
Dress engl., der: -es, -e (Sportkleidung); der
Dressman [...man] (Fotomodell für Her¬
renkleidung)
dressieren franz.: (abrichten, zähmen); die
Dressur; die Dressurnummer
Dressing engl., das: -s, -s (Salatsoße)
drjbbeln engl.: ich dribb(e)le mit dem Ball;
das Dribbling # trippeln
Drjft, die: -, -en (Meeresströmung); driften
(treiben) # Trift
drjl len: (einüben, exerzieren, schinden); der
Drill; der Drilling
Drjl-lieh, der: -s, -e (festes Gewebe); die Dril¬
lichhose; das Drillichzeug
drjn: —► darin; drin sein (möglich sein); drin¬
sitzen; drinsteeken
dringen: du dringst, er drang, sie hat gedrun¬
gen, dring(e)!; Wasser dringt in das Haus -
auf Neuerungen dringen (hartnäckig beste¬
hen); dringend: eine dringende (unauf¬
schiebbare) Arbeit; aber: auf das (aufs)
Dringendste; auch: auf das (aufs) dringens-
te; dringlich; die Dringlichkeit
Drjnk eng/., der: -s, -s (alkoholisches Misch¬
getränk) # trinken
drinnen: —► darinnen
drjtt: zu dritt sein - jede dritte Seite - der dritte
Mann von rechts - zum dritten Male - aus
dritter Hand - das dritte Gebot; aber: der,
die, das Dritte - der Dritte im Bunde - der
lachende Dritte - ein Dritter - jeder Dritte -
das Dritte Reich - die Dritte Welt - wenn
sich zwei streiten, freut sich der Dritte; drittel;
das Drittel; drittens; der Drittletzte
DRK = Deutsches Rotes Kreuz
droben: droben (da oben) auf dem Berg
Droge franz., die: -, -n (Rauschgift, Medi¬
kament); drogenabhängig; der Drogenmiss¬
brauch; drogensüchtig; die Drogerie; der
Drogjst; die Drogjstin
drohen: mit dem Finger drohen - drohende
Gefahren; der Drohbrief; die Drohung
Drohne, die: -, -n (männliche Biene)
dröhnen: mir dröhnt der Kopf
drol lig: (spaßig, lustig); die Drolligkeit
Dromedar griech., das: -s, -e (einhöckeriges
Kamel)
Drops engl., der/das: -, - (säuerlich schme¬
ckendes Fruchtbonbon)
Droschke russ., die: -, -n (Mietfahrzeug); der
Droschkengaul; der Droschkenkutscher
Dros sel, die: -, -n (Singvogel)
dros seln: ich drossele den Motor (verringere
seine Leistung) - die Einfuhr drosseln (he¬
rabsetzen); die Dross(e)lung
drüben: (auf der anderen Seite, jenseits); dort
drüben - hüben und drüben
83
dünnwandig
drüber: —► darüber; drunter und drüber ge¬
hen (in größter Unordnung sein); aber:
ein/das Drunter und Drüber; drüberfahren
Druck, der: -(e)s, -e/Drücke; Druck auf je¬
manden ausüben - jemanden unter Druck
setzen - in Druck (Bedrängnis) geraten - et¬
was in Druck geben (drucken lassen); der
Druckbuchstabe; der Drückeberger; die
Drückebergerin; druckempfindlich; dru¬
cken: Bücher drucken; drücken: jemanden
zur Seite drücken - die Sorgen drücken -
sich vor der Arbeit drücken; drückend: ein
drückend heißes Wetter; der Drucker; der
Drücker: am Drücker sein/sitzen (die Ent¬
scheidung in der Hand haben) - auf den
letzten Drücker (fast zu spät); die Drucke¬
rei; der Druckfehler; druckfrisch; der
Druckknopf; das Druckmittel; druckreif;
die Drucksache; die Druckschrift
drucksen: er druckste lange herum (zögerte)
drum: —► darum; drum streiten; aber: das
Drum und Dran; drumherum; aber: das
Drumherum
drunten: (da unten)
drunter: -> darunter; drunter und drüber;
aber: ein/das Drunter und Drüber; drun¬
terstellen
Drüse, die: -, -n (Körperorgan)
Dschungel, der: -s, - (tropischer Urwald); der
Dschungelkrieg
dt. = deutsch
Dtzd. = Dutzend
du: du bist hier; aber: jemandem das Du an¬
bieten - auf Du und Du sein - Du zueinan¬
der sagen
dual lat.: (eine Zweiheit bildend); der Dualis¬
mus (Gegensätzlichkeit, Zweiheit)
dübeln: ich düb(e)le; der Dübel
dubi •os lat.: dubiose (zweifelhafte, unsi¬
chere) Geschäfte machen
ducken: sich ducken (sich beugen, klein ma¬
chen); der Duckmäuser (unterwürfiger, fei¬
ger Mensch); duckmäuserisch
dudeln: ich dud(e)le - er dudelt immer wie¬
der das gleiche Lied; der Dudelsack
Duell franz. das: -s, -e (Zweikampf, sport¬
licher Wettkampf); der Duellant; sich duel¬
lieren
Duett ital., das: -(e)s, -e (Zwiegesang, Musik¬
stück für zwei Stimmen oder zwei gleiche
Instrumente); —► Duo
duften: die Rosen duften stark; der Duft;
dufte: das ist dufte (gut, fein); duftig; der
Duftstoff
Dukaten ital., der: -, - (frühere Goldmünze)
dulden: er hat viel geduldet - keinen Wider¬
spruch dulden; der Dulder; die Dulderin;
duldsam; die Duldsamkeit; die Duldung
Dult, die: -, -en (Jahrmarkt)
dumm: dümmer, am dümmsten; eine dumme
(unerfreuliche) Geschichte - dummes (al¬
bernes) Zeug reden - sich dumm stellen -
sich nicht für dumm verkaufen (täuschen)
lassen - jemandem wird etwas zu dumm (er
verliert die Geduld); aber: wir sind die
Dummen - er ist der Dümmste von allen -
so was Dummes!; dummdreist; der Dumme¬
jungenstreich, ein Dummerjungenstreich;
dummerweise; die Dummheit: Dummheit
und Stolz wachsen auf einem Holz; der
Dummian; der Dummkopf; dümmlich
dümpeln: (leicht schlingern)
dumpf: ein dumpfes Gefühl - dumpfe (abge¬
standene) Luft; die Dumpfheit; dumpfig
Dum-ping engl, [damping], das: - (Unterbie¬
ten der Preise); der Dumpingpreis
Düne, die: -, -n (durch den Wind aufgeschüt¬
teter Sandhügel); die Dünung (Seegang
nach dem Sturm)
dün gen: den Boden düngen; der Dung; das
Düngemittel; der Dünger; die Düngung
dunkel: dunkler, am dunkelsten; eine dunkle
(finstere) Nacht - dunkle (zweifelhafte) Ge¬
schäfte machen - dunkel gefärbt - eine
dunkle Vergangenheit haben; aber: im
Dunkeln (in der Finsternis) tappen - jeman¬
den im Dunkeln (Ungewissen) lassen; das
Dunkel: im Dunkel der Nacht; dunkel¬
äugig; dunkelblau; dunkelblond; dunkel¬
haarig; dunkelhäutig; die Dunkelheit; die
Dunkelkammer; dunkeln: es dunkelt (wird
Nacht); dunkelrot; die Dunkelziffer
dünken: (glauben, sich einbilden); mich (mir)
dünkt, du bist gar nicht krank; der Dünkel
(Einbildung, Hochmut); dünkelhaft (einge¬
bildet)
dünn: sich dünn machen (wenig Platz brau¬
chen); aber: sich dünn(e)machen (verschwin¬
den, weglaufen) - den Teig dünn machen -
dünn auftragen - dünn besiedelt - ein dünn
bevölkertes Land - durch dick und dünn;
der Dünndarm; dünnflüssig; dünnwandig
Dunst
84
Dunst, der: -(e)s, Dünste; keinen blassen Dunst
(keine Ahnung) haben - jemandem blauen
Dunst vormachen (etwas vorschwindeln);
dunsten (Dunst verbreiten); dünsten: Ge¬
müse dünsten (in wenig Wasser oder Fett ga¬
ren); dunstig; der Dunstkreis
Duo ital-s, -s (zwei Personen, Musikstück für
zwei verschiedene Instrumente); —► Duett
Du pli-kat (Dup li kat) latdas: -(e)s, -e (Ab¬
schrift, Zweitausfertigung)
Dur latdas: - (Tongeschlecht); die A-Dur-
Tonleiter
durch: durch ihn - durch die Wiese laufen -
durch und durch (völlig) - der Zug ist schon
durch (vorbei); durchaus (völlig, ganz);
durcheinander: durcheinander (verwirrt)
sein; aber: das Durcheinander; durch¬
schauen: jemanden durchschauen; aber:
durch etwas schauen; durchweg(s) (meist)
durchbläuen: jemanden durchbläuen (ver¬
prügeln)
durchblicken: ich blicke nicht durch (ver¬
stehe nicht) - etwas durchblicken lassen
(andeuten); der Durchblick
durchbluten: ein gut durchblutetes Gesicht;
die Durchblutung; die Durchblutungs¬
störung
durchbrechen: einen Stab durchbrechen;
aber: eine Barriere durchbrechen; die
Durchbrechung; der Durchbruch: den
Durchbruch schaffen (Erfolg haben)
durchbrennen: mit dem Geld durchbren¬
nen (sich davonmachen) - die Sicherung ist
durchgebrannt (durchgeglüht)
durchbringen: einen Patienten durchbrin¬
gen (heilen) - seine Familie durchbringen
(ernähren) - seinen Besitz durchbringen
(verschwenden)
durchdrehen: Fleisch durchdrehen - vor
der Prüfung durchdrehen (kopflos werden)
durchdringen: mit seiner Meinung nicht
durchdringen; aber: ein Gebüsch durch¬
dringen; durchdringend: jemanden durch¬
dringend (scharf) ansehen; die Durchdrin¬
gung
durch ei nan der (durch ein an der): et¬
was durcheinander bringen - alles ist
durcheinander geraten - ihr sollt nicht
durcheinander reden - durcheinander (ver¬
wirrt) sein - alles durcheinander (wahllos)
essen; das Durcheinander
durchfahren: die ganze Nacht durchfahren
- ein Land durchfahren - ein Schrecken
durchfährt mich; die Durchfahrt; die Durch¬
fahrtsstraße
durch fal len: mit Paukep und Trompeten
durch fallen (völlig versagen); der Durchfall
durchführen: eine Aufgabe durchführen
(ausführen); die Durchfuhr; durchführbar;
die Durchführbarkeit; die Durchführung
durchgehen: einen Plan Punkt für Punkt
durchgehen (besprechen) - Pferde gehen
durch (scheuen) - ein Antrag geht durch
(wird angenommen); der Durchgang, die
Durchgänge; durchgängig; die Durchgangs¬
straße; der Durchgangsverkehr; durchge¬
hend: die Geschäfte sind durchgehend
(ohne Unterbrechung) geöffnet
durchhalten: (aushalten, durchstehen); das
Durchhaltevermögen
durchlassen: der Schuh lässt kein Wasser
durch; der Durchlass, die Durchlässe;
durchlässig (nicht dicht); die Durchlässig¬
keit
Durchlaucht, die: -, -en (Titel und Anrede
für einen Fürsten)
durch leuch ten: einen Kranken durchleuch¬
ten - die Akten durchleuchten (überprü¬
fen); die Durchleuchtung
durchmachen: schlimme Zeiten durchma¬
chen (erleben) - eine Nacht durchmachen
(eine Nacht hindurch feiern)
durchmessen: einen Raum mit großen
Schritten durchmessen (durchschreiten);
der Durchmesser (Linie, die durch den Mit¬
telpunkt eines Kreises geht)
durchnehmen: etwas im Unterricht durch¬
nehmen (behandeln); die Durchnahme
durchqueren: das Land durchqueren; die
Durchquerung
Durchreise, die: -, -n; auf Durchreise sein;
durchreisen
durchs: (durch das)
durchsagen: über Rundfunk eine Nachricht
durchsagen; die Durchsage
durch schau en: sie schaut die Hefte durch
(prüft sie) - einen Sachverhalt durch¬
schauen (begreifen)
durch schla gen: einen Nagel durchschla¬
gen - das mütterliche Erbe schlägt durch
(kommt zum Vorschein) - sich in die Hei¬
mat durchschlagen (sie mit Mühe errei-
85
ebenjener
m
mM
chen); der Durchschlag, die Durchschläge;
durchschlagend: ein durchschlagender Er¬
folg; das Durchschlagpapier; die Durch¬
schlagskraft
Durchschnitt, der: -(e)s, -e; im Durchschnitt
- die Leistungen liegen über dem Durch¬
schnitt; durchschnittlich: eine durch¬
schnittliche (mittlere, alltägliche) Qualität;
das Durchschnittsalter; das Durchschnitts¬
einkommen
durchsetzen: sich durchsetzen (behaupten)
können; das Durchsetzungsvermögen
durchsichtig: durchsichtiges Papier - ein
durchsichtiger (durchschaubarer) Plan; die
Durchsicht; die Durchsichtigkeit
durch su chen: das ganze Haus von oben bis
unten durchsuchen; die Durchsuchung; der
Durchsuchungsbefehl
durch trie ben: ein durchtriebener (gerisse¬
ner, schlauer) Bursche
durch-wäh-len: nach Amerika durchwählen
(direkt in das öffentliche Netz wählen); die
Durchwahl
durch-weg(s): (meist, fast ohne Ausnahme,
überall)
dürfen: du darfst, er durfte, sie hat gedurft; du
darfst Tiere nicht quälen - das darf doch
nicht wahr sein! - darf ich Sie bitten?
dürftig: (kümmerlich, ärmlich); die Dürftig¬
keit
dürr: dürres Holz - ein dürrer (sehr magerer)
Mensch; die Dürre; die Dürrekatastrophe;
die Dürreperiode
Durst, der: -(e)s; seinen Durst löschen - Durst
(ein heftiges Verlangen) nach Freiheit ha¬
ben; dursten (Durst haben); dürsten: ich
dürste - mich dürstet; durstig; durstlö¬
schend; durststillend; die Durststrecke (Zeit
voller Entbehrungen)
Dusche franz., die: -, -n (Brause); duschen;
die Duschkabine # Tusche
Düse, die: -, -n (Austrittsöffnung); düsen: er
düst (saust) nach Hause; das Düsenflug¬
zeug; der Düsenjäger
Dusel, der: -s; Dusel (Glück) haben; duseln
(leicht schlafen, schlummern)
Dussel, der: -s, - (Dummkopf, Schlafmütze);
duss(e)lig; die Duss(e)ligkeit
düs-ter: (finster, unklar); auch: duster; die Düs¬
ternis
Du -ty free shop engl, [djutifrischop], der: -s,
-s (zollfreier Verkauf im Flughafen); auch:
der Duty-free-Shop
Dutzend (Dtzd.) franzdas: -s, -e; ein
Dutzend (12 Stück) Eier - drei Dutzend -
(ein paar, viele) Dutzend(e) Mal(e) - Dut¬
zende von Menschen; auch: dutzende - zu
Dutzenden (in großer Anzahl); auch: zu
dutzenden; dutzendfach; die Dutzend¬
ware; dutzendweise
duzen: jemanden duzen (mit Du anreden) -
sie duzen sich (sie reden einander mit Du
an); der Duzbruder; der Duzfreund
Dynamik griech., die: - (Lehre von der Be¬
wegung der Körper, Schwung, Lebendig¬
keit); dynamisch: eine dynamische (ener¬
giegeladene) Persönlichkeit
Dy-na-mit griechdas: -s (Sprengstoff)
Dynamo griechder: -s, -s (Generator)
Dynastie griechdie: -, Dynastien (Herr¬
schergeschlecht, Fürstenhaus)
dz = Doppelzentner
D-Zug, der: -(e)s, D-Züge (Durchgangszug,
Schnellzug); der D-Zug-Wagen
E
E = Eilzug; Europastraße
Eb be, d ie: -, -n (niedriger Wasserstand beim
Gezeitenwechsel); ebben: der Sturm ebbt
ab
ebd. = ebenda
eben: eben (soeben, gerade) war er noch da
eben: ein ebenes (flaches) Gelände - zu ebe¬
ner Erde; die Ebene: auf die schiefe Ebene
(auf Abwege) geraten; ebnen: den Weg
ebnen
e ben: (gleich); das Ebenbild; ebenbürtig: ein
ebenbürtiger Gegner; die Ebenbürtigkeit;
ebenerdig (zu ebener Erde); ebenfalls; das
Ebenmaß; ebenmäßig; ebenso (auch): ich
hätte ebenso gut zu Hause bleiben können
- sie weiß das ebenso gut wie ich - ebenso
sehr - ebenso viel - ebenso wenig - ebenso
weit - ebenso lange
e-ben: eben (genau) das möchte ich nicht -
das ist eben anders; ebenda (ebd.); eben¬
daher; ebendann; ebendarum; ebendas;
ebender; ebendeshalb; ebendeswegen;
ebendieser; ebendort; ebenjener
Ebenholz
86
Ebenholz, das: -es, Ebenhölzer (sehr dunk¬
les Holz)
Eber, der: -s, - (männliches Schwein)
Eberesche, die: -n (Laubbaum)
EC = Eurocity-Zug
Echo griech., das: -s, -s; seine Worte fanden
kein Echo (keinen Anklang); echoen: es
echot; das Echolot
Ech •se, die: -n (Schuppenkriechtier)
echt: echtes (reines) Gold - echt golden -
echte Zähne - eine echte (wahre) Freund¬
schaft - von echtem Schrot und Korn (red¬
lich und tüchtig) sein; ...echt: waschecht;
die Echtheit
Ecke, die: -n; an allen Ecken und Enden
(überall) - jemanden um die Ecke bringen
(töten, aus dem Weg räumen); auch: das
Eck; der Eckball; die Eckfahne; das Eck¬
haus; eckig; der Eckzahn
e del: edler, am edelsten; eine edle (vor¬
nehme) Gesinnung - ein edles (besonders
wertvolles) Tier; der Edelmann; das Edel¬
metall; der Edelmut; edelmütig; der Edel¬
stahl; der Edelstein; das Edelweiß
E-djkt lat., das: -(e)s, -e (Verordnung, Erlass)
Edition lat., die: -, -en (Herausgabe von
Büchern bzw. Musikalien)
EDV = elektronische Datenverarbeitung
Efeu, der: -s (Kletterpflanze); efeubewachsen
Effeff: etwas aus dem Effeff (gründlich) kön¬
nen
Effekt lat., der: -(e)s, -e (Wirkung, Leistung,
Ergebnis); die Effekten Mz. (Wertpapiere);
die Effekthascherei; effektiv (tatsächlich,
wirkungsvoll); die Effektivität; effektvoll
(wirkungsvoll); die Effizienz (Wirksamkeit,
Leistungsfähigkeit)
Effet franz. [effe], der: -s, -s (Drall eines Bal¬
les, einer Kugel)
EG = Europäische Gemeinschaft; die EG-Mit-
glieder
egal franz.: das ist mir egal (gleichgültig, ei¬
nerlei); egalisieren (gleichmachen)
Egel, der: -s, - (Blut saugender Wurm)
Egge, die: -, -n (Gerät zum Lockern des Bo¬
dens); eggen
Egojsmus lat., der: - (Selbstsucht); der
Egoist (selbstsüchtiger Mensch); die Egois¬
tin; egoistisch
eh: seit eh und je; ehe: (bevor); eher, am ehes¬
ten; ehedem (einstmals); ehemalig; ehe¬
mals (früher, damals); eher: je eher du
gehst, desto besser - je eher, je lieber
Ehe, die: -, -n; eine glückliche Ehe führen;
ehebrechen; aber: die Ehe brechen; der
Ehebruch; die Ehefrau; die Eheleute; ehe¬
lich; ehelichen (heiraten); ehelos; der Ehe¬
mann; das Ehepaar; die Ehescheidung; die
Eheschließung; der Ehestand
ehern: ein eherner (aus Eisen gemachter)
Helm - sein eherner (eiserner) Wille
ehren: das ehrt ihn (verdient Anerkennung) -
wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers
nicht wert; der Ehrabschneider; ehrbar; die
Ehrbarkeit; die Ehre: Ehre machen - ihm
zu Ehren - auf Ehre und Gewissen - bei
meiner Ehre! - jemandem die Ehre ab¬
schneiden (jemanden herabsetzen) - mit
jemandem keine Ehre ein legen (keinen
großen Eindruck machen) - keine Ehre im
Leib haben (kein Ehrgefühl besitzen) #
Ähre; ehrenamtlich; der Ehrenbürger; eh¬
renhaft; die Ehrenhaftigkeit; ehrenhalber;
aber: der Ehre halber; das Ehrenmal; der
Ehrenmann; ehrenrührig; ehrenvoll; eh¬
renwert; das Ehrenwort; ehrerbietig; die
Ehrerbietung; die Ehrfurcht: Ehrfurcht ge¬
bietend; ehrfürchtig; ehrfurchtsvoll; das
Ehrgefühl; der Ehrgeiz; ehrgeizig; ehrlich:
ehrlich währt am längsten; die Ehrlichkeit;
ehrlos; ehrsam; die Ehrsamkeit; die Eh¬
rung; ehrverletzend; ehrwürdig
Ei, das: -(e)s, -er; das Ei des Kolumbus (die ein¬
fachste Lösung in einem bestimmten Fall) -
einen wie ein rohes Ei (äußerst vorsichtig)
behandeln - wie auf Eiern (äußerst vorsich¬
tig) gehen; das/der Eidotter; der Eier¬
becher; die Eierspeise; der Eierstock (weib¬
liche Keimdrüse); das Eigelb; das Eiweiß;
eiweißarm: eiweißarme Nahrung
Ei-che, die: -, -n (Laubbaum); die Eichel; der
Eichelhäher; eichen: eine eichene Truhe;
das Eichenlaub; das Eichhörnchen
eichen: Waagen eichen (ihre Maße festlegen
und mit der Norm in Übereinstimmung
bringen); das Eichamt; die Eichung
Eid, der: -(e)s, -e; einen Eid (Schwur) leisten -
unter Eid aussagen; der Eidbruch; eid¬
brüchig; eidesstattlich: die eidesstattliche
Versicherung; aber: an Eides statt ver¬
sichern
Ei-dech-se, die: -, -n (Kriechtier)
87
einfach
Eifer, der: -s; sein Eifer (Fleiß) erlahmt - im
Eifer des Gefechts (in Eile) - blinder Eifer
schadet nur; der Eiferer (Fanatiker); eifern;
die Eifersucht; eifersüchtig; eifrig
eigen: jemandem eigen sein (ihm gehören) -
ein eigenes Heim - mein eigen Fleisch und
Blut - sie ist sehr eigen (gewissenhaft, ei¬
gensinnig) - eigener Herd ist Goldes wert;
aber: das ist mein Eigen - etwas sein Eigen
nennen - sich etwas zu Eigen machen (sich
etwas aneignen); die Eigenart; eigenartig;
der Eigenbrötler (Sonderling); eigenhändig;
das Eigenheim; die Eigenheit; das Eigenlob;
eigenmächtig; die Eigenmächtigkeit; der
Eigenname; der Eigennutz; eigennützig;
eigens; die Eigenschaft; das Eigenschafts¬
wort; der Eigensinn; eigensinnig; eigen¬
ständig; die Eigenständigkeit; das Eigentor;
das Eigentum; eigentümlich (seltsam);
eigenwillig
eigentlich: die eigentliche (ursprüngliche)
Bedeutung des Wortes - eigentlich (in
Wirklichkeit) bin ich nicht so - was meinst
du eigentlich?
eignen, sich: sich für einen Beruf eignen; die
Eignung; die Eignungsprüfung; der Eig¬
nungstest
Eiland, das: -(e)s, -e (Insel)
ei-len: das eilt sehr (ist dringend) - nach
Hause eilen - eile mit Weile; der Eilbote:
per Eilboten; der Eilbrief; die Eile; eilends;
eilfertig; eilig: eiligst - nichts Eiliges (Wich¬
tiges) zu tun haben; der Eilzug (E)
Eimer: -s, -; im Eimer (verdorben, verloren)
sein; eimerweise
ein: ein Baum - ein anderer - ein jeder - ein
für allemal - ein und derselbe - er ist ein
guter Arzt - ein Knabe und zwei Mädchen
- nicht mehr ein und aus wissen (keinen
Rat mehr wissen); aber: mein Ein und Alles;
der Eine (Gott); einzeilig; auch: 1-zeilig
ei-nan der (ein-an der): einander (einer
dem andern) beistehen
ein-ä-schern: ein Haus einäschern; die Ein¬
äscherung
Ein-bahn-stra-ße, die: -, -n (Straße, die nur in
einer Richtung befahren werden darf)
Einband, der: -(e)s, Einbände; der Einband ei¬
nes Buches; einbändig; einbinden: ein
Buch einbinden
einbilden, sich: er bildet sich ein (meint irr¬
tümlich) krank zu sein - sich auf sein Aus¬
sehen etwas einbilden (stolz darauf sein);
die Einbildung; die Einbildungskraft; einge¬
bildet: auf seine Schönheit eingebildet sein
einbläuen: jemandem Gehorsam einbläuen
(beibringen)
ein-bre-chen: in ein Haus einbrechen (ge¬
waltsam eindringen) - sie ist auf dem Eis
eingebrochen; der Einbrecher; der Ein¬
bruch, die Einbrüche; der Einbruchsdieb¬
stahl; einbruchssicher
ein-brin-gen: das Getreide einbringen (ern¬
ten) - ein Gesetz zur Abstimmung einbrin¬
gen (vorschlagen) - die Arbeit bringt nichts
ein (ist nicht einträglich); einbringlich
einbürgern: jemanden einbürgern (ihm die
Staatsangehörigkeit verleihen) - die Sitte
hat sich eingebürgert (ist zur Gewohnheit
geworden); die Einbürgerung
einbüßen: seinen guten Ruf einbüßen (ver¬
lieren); die Einbuße
eindeutig: ein eindeutiger (klarer, unmiss¬
verständlicher) Befehl; die Eindeutigkeit
em-drin-gen: ich dringe ein, du drangst ein,
sie ist eingedrungen, dring(e) ein!; Wasser
dringt in das Haus ein - in ein Geheimnis
eindringen (es erforschen); eindringlich: je¬
manden eindringlich (nachdrücklich) er¬
mahnen; aber: aufs Eindringlichste; auch:
aufs eindringlichste; der Eindringling
Eindruck, der: -(e)s, Eindrücke; einen
schlechten Eindruck machen - einen guten
Eindruck von etwas haben - bei jemandem
Eindruck schinden - der erste Eindruck ist
der beste; eindrucksvoll
ei ne; ei ner; ei nes: -► ein
eineinhalb: eineinhalb (auch: anderthalb)
Stunden; aber: ein und eine halbe Stunde;
eineinhalbmal; einundeinhalb
Einer, der: -s, -; in einem Einer (Sportboot für
eine Person) fahren - Einer (einstellige Zah¬
len) zusammenzählen
einerlei: (gleichgültig, egal); das Einerlei:
das Einerlei des Alltags
einerseits: einerseits... andererseits
einesteils: einesteils ... anderenteils
einfach: ein einfaches (schlichtes) Kleid -
einfach (verständlich) reden - eine ein¬
fache Fahrkarte (ohne Rückfahrt) - das ist
einfach nicht wahr!; aber: etwas Einfaches
- etwas auf das Einfachste lösen; auch: auf
Einfachheit
88
das einfachste; die Einfachheit: der Ein¬
fachheit halber
einfädeln: einen Faden einfädeln - etwas
klug einfädeln (einrichten) - sich in den
Verkehr einfädeln (einordnen)
einfahren: in den Bahnhof einfahren - Heu
einfahren (in die Scheune bringen)
Einfall, der: -(e)s, Einfälle; einen guten Einfall
(Gedanken) haben - den Einfall (das Ein¬
dringen) der Feinde abwehren; einfallen:
sich etwas einfallen lassen (eine Lösung
finden) - das Haus fällt ein; einfallsreich;
der Einfallsreichtum
einfältig: (schlicht, beschränkt); die Einfalt;
die Einfältigkeit; der Einfaltspinsel
einfassen: (begrenzen, einschließen, um¬
randen); die Einfassung
einflößen: Medizin einflößen - jemandem
Angst einflößen (einjagen)
Einfluss, der: -es, Einflüsse; Einfluss (Geltung)
haben - einen schlechten Einfluss ausüben;
die Einflussnahme; einflussreich
einfrieden: ein Gebäude einfrieden (mit
einer Mauer, Hecke o.Ä. umgeben, schüt¬
zen); die Einfriedung
einfühlen, sich: sich in eine Situation ein¬
fühlen (hineinversetzen); einfühlsam; die
Einfühlung; das Einfühlungsvermögen
einführen: Waren einführen - neue Bestim¬
mungen einführen; die Einfuhr; die Einfüh¬
rung; der Einführungspreis; der Einfuhrzoll
Ein gang: -(e)s, Eingänge; das Haus hat zwei
Eingänge - der Eingang (das Eintreffen) der
Post - der Ein- und Ausgang; eingangs: wie
eingangs (am Anfang) erwähnt
ein ge ben: der Kranken eine Medizin einge¬
ben - er gibt Daten in den Computer ein -
ein Gesuch eingeben (einreichen); die Ein¬
gabe: eine Eingabe (ein Gesuch) bearbei¬
ten; die Eingebung: eine Eingebung (einen
plötzlich auftauchenden Gedanken, Ge¬
dankenblitz) haben
eingedenk: eingedenk seiner Worte
eingehen: ein Tier geht ein (verendet) - eine
Ehe eingehen (heiraten) - auf einen Vor¬
schlag eingehen - es geht wenig Post ein -
eine Wette eingehen - die Hose geht beim
Waschen ein (wird kleiner) - auf eine Frage
eingehen (dazu Stellung nehmen); einge¬
hend: sich eingehend (ausführlich) mit
etwas beschäftigen; aber: aufs Eingehends¬
te; auch: aufs eingehendste
eingestehen: du gestehst ein, er gestand
ein, sie hat eingestanden, gesteh(e) ein!;
seine Schuld eingestehen; eingestandener¬
maßen; das Eingeständnis, die Eingeständ¬
nisse
Eingeweide, das: -s, -; die Eingeweide (in¬
neren Organe) eines Tieres
eingreifen: in einen Streit eingreifen (sich
einmischen); 'der Eingriff: einen Eingriff
(eine Operation) vornehmen - der Eingriff
in die Rechte des anderen
einhalten: eine Bestimmung einhalten (be¬
folgen) - in der Arbeit einhalten (damit auf¬
hören); der Einhalt: jemandem Einhalt ge¬
bieten (energisch entgegentreten); die Ein¬
haltung
einheimisch: die einheimische Bevölke¬
rung; der/die Einheimische
einheimsen: viel Lob einheimsen (gewin¬
nen, erlangen)
Ein heit, die: -, -en; Einheit macht stark; ein¬
heitlich: eine einheitliche (für alle gel¬
tende) Regelung; die Einheitlichkeit; der
Einheitspreis
ein-hel lig: einhellig (einstimmig) etwas wol¬
len; die Einhelligkeit
ein-her: (daher, heran); einhergehen: die Krank¬
heit geht mit Fieber einher
ein ho len: eine Auskunft einholen (sich ge¬
ben lassen) - die Fahne einholen - von
seiner Vergangenheit eingeholt werden
ei-nig: einig sein - mit jemandem einig gehen;
sich einigen; die Einigkeit: Einigkeit macht
stark; die Einigung
einige: einige (mehrere) Tage - einige we¬
nige - mit einigem Fleiß - einige Mal(e) -
einige Millionen; einigermaßen (halbwegs,
annähernd); einiges: einiges mehr - einiges
(manches) wissen
einkaufen: Lebensmittel einkaufen; der Ein¬
kauf; der Einkäufer; die Einkäuferin; die
Einkaufstasche; das Einkaufszentrum
ejnkehren: in einem Gasthaus einkehren;
die Einkehr
Einklang, der: -(e)s; mit jemandem in Ein¬
klang sein (übereinstimmen)
Einkommen, das: -s, - (Einnahmen, Gehalt);
die Einkommen(s)steuer
Einkünfte Mz., die: -; keine Einkünfte (Ein¬
nahmen) haben
89
Einschreibung
einladen: du lädst ein, er lud ein, sie hat ein¬
geladen, lad(e) ein; Kisten einladen - sich
Gäste einladen (zu sich bitten); einladend;
die Einladung
ein las sen: du lässt ein, er ließ ein, sie hat
eingelassen, lass(e) ein!; die Besucher ein¬
lassen (eintreten lassen) - sich mit jeman¬
dem einlassen (Umgang haben, verkeh¬
ren); der Einlass
ein lei ten: eine Feier mit Musik einleiten (er¬
öffnen) - gegen jemanden ein Verfahren
einleiten (in Gang setzen); die Einleitung
ein len ken: in eine Nebenstraße einlenken
(abbiegen) - in einem Gespräch einlenken
(nachgeben)
ein leuch ten: das leuchtet mir ein (über¬
zeugt mich) - eine einleuchtende Antwort
geben
einmachen: Obst einmachen; das Einge¬
machte; das Einmachglas
ein mal: auf einmal - einmal (eines Tages)
wirst du an mich denken - nicht einmal -
noch einmal - 1- bis 2-mal - besser einmal
als nie; auch: ein Mal (bei besonderer Be¬
tonung); das Einmaleins; einmalig: eine
einmalige Gelegenheit - ein einmaliges
(außergewöhnliches) Bild; die Einmaligkeit
emmünden: der Fluss mündet in das Meer
ein; die Einmündung
einmütig: (einträchtig, gleichgesinnt); die
Einmütigkeit
einnehmen: du nimmst ein, er nahm ein, sie
hat eingenommen, nimm ein!; Geld ein¬
nehmen - seine Medizin einnehmen -
einen festen Standpunkt einnehmen - viel
Platz einnehmen - jemanden für sich ein¬
nehmen (gewinnen) - ein einnehmendes
Wesen haben - eine Festung einnehmen -
von sich eingenommen (eingebildet) sein;
die Einnahme
Einöde, die: -, -n (einsame Gegend); der Ein¬
ödhof
ein-prä-gen: sich eine Zahl einprägen; ein¬
prägsam; die Einprägung
einquartieren: Flüchtlinge einquartieren
(ihnen eine Wohnung verschaffen); die Ein¬
quartierung
einräumen: ein Zimmer einräumen - je¬
mandem bestimmte Rechte einräumen
(zugestehen) - einen Kredit einräumen
(gewähren)
einreisen: in ein Land einreisen; die Ein¬
reise; die Einreiseerlaubnis
einreißen: ein Haus einreißen - eine einge¬
rissene Heftseite - das darf nicht einreißen
(zur Gewohnheit werden)!; der Einriss
einrenken: die Schulter einrenken; die Ein¬
renkung
einrichten: eine Wohnung einrichten - sich
auf schlimme Zeiten einrichten (einstellen);
die Einrichtung
eins: er kam um eins (ein Uhr) nach Hause -
halb eins - ein Viertel vor eins - es steht
eins zu eins - ihm ist alles eins (gleichgül¬
tig) - mit jemandem eins (einig) sein; die
Eins: eine Eins in der Prüfung bekommen -
die Zahl Eins; der Einser
einsam: einsam (völlig allein) leben - eine
einsame (abgelegene) Gegend; die Einsam¬
keit
Einsatz, der: -es, Einsätze; der Einsatz der
Wette war niedrig - der Einsatz von Flug¬
zeugen - der Einsatz des Spielers ist noch
fraglich - der Beruf verlangt vollen Einsatz
- er ist an der Front im Einsatz; einsatz¬
bereit; das Einsatzkommando; einsetzen:
sich für jemanden einsetzen (energisch für
jemanden etwas tun, für jemanden spre¬
chen)
einschlagen: einen Nagel einschlagen - ein
Fenster einschlagen - auf sein Opfer ein¬
schlagen - der Blitz schlug ein - eine
andere Richtung einschlagen - das Kleid
einschlagen (kürzen) - der Film hat einge¬
schlagen (hat Erfolg); der Einschlag, die
Einschläge; einschlägig: einschlägige (ent¬
sprechende) Erfahrungen haben
einschließen: sich in ein Zimmer einschlie¬
ßen (einsperren) - im Preis eingeschlossen
(darin enthalten); einschließlich: einschlie߬
lich (mitsamt) der Steuern; der Einschluss:
unter Einschluss
einschneidend: einschneidende (wirksame)
Maßnahmen treffen; der Einschnitt (Bruch,
Unterbrechung)
einschränken: seine Ausgaben einschränken
(verringern) - sich einschränken (sparen,
kürzer treten) müssen; die Einschränkung
einschreiben: Namen in eine Liste ein-
schreiben; der Einschreibebrief; das Ein¬
schreiben (eingeschriebene Postsendung);
die Einschreibung
einschüchtern
90
einschüchtern: sich nicht einschüchtern
(entmutigen) lassen; die Einschüchterung;
der Einschüchterungsversuch
einsehen: seine Fehler einsehen - Doku¬
mente einsehen (darin lesen); das Ein¬
sehen: (k)ein Einsehen (Verständnis) haben;
die Einsicht; einsichtig; die Einsichtigkeit
einseitig: das Papier nur einseitig bedrucken
- ein einseitiger Beschluss - einseitig (par¬
teiisch) sein; die Einseitigkeit
einsenden: die Unterlagen einsenden
(schicken); der Einsender; die Einsenderin;
der Einsendeschluss; die Einsendung
Einsiedler, der: -s, - (ein einsam lebender,
weitabgewandter Mensch); die Einsiedelei;
der Einsiedlerkrebs
einsilbig: ein sehr einsilbiger (wortkarger)
Mensch
Einsitzer: -s, - (Fahrzeug mit nur einem Sitz);
einsitzig
Einspruch, der: -(e)s, Einsprüche; Einspruch
(Widerspruch, Beschwerde) erheben
einst: (vor langer Zeit); einst und jetzt; aber:
das Einst und Jetzt; einstig; einstmals; einst¬
weilen (zunächst einmal, inzwischen);
einstweilig: einstweilige (vorläufig gel¬
tende) Verfügung
ein-steMen: Arbeiter einstellen (beschäftigen)
- das Rauchen einstellen (beenden) - sich
um 12 Uhr einstellen (einfinden) - sich auf
seine Zuhörer einstellen (auf sie eingehen);
die Einstellung; das Einstellungsgespräch
einstimmig: (ohne Gegenstimme); die Ein¬
stimmigkeit
ein-stür-zen: (zusammenbrechen); der Ein¬
sturz
ein tei len: sich die Arbeit einteilen; einteilig;
die Einteilung
eintönig: (langweilig)
Eintopf, der: -(e)s, Eintöpfe (Gericht, Essen)
Eintracht, die: - (Einigkeit, Einvernehmen);
Eintracht ernährt, Zwietracht verzehrt; ein¬
trächtig
eintragen: in eine Liste eintragen (schrei¬
ben) - seine Arbeit trägt nicht viel ein
(bringt nicht viel Geld); der Eintrag, die
Einträge; einträglich; die Einträglichkeit
eintreten: in ein Zimmer eintreten - in ein
Gespräch eintreten - in einen Verein ein¬
treten (Mitglied werden) - eine Glastüre
eintreten - der Tod tritt ein - für seinen
Freund eintreten (zu ihm halten); der Ein¬
tritt; die Eintrittskarte
Ein-vernäh-me, die: -, -n (Verhör); das Ein¬
vernehmen (Übereinstimmung, Billigung);
einvernehmlich
einverstanden: er ist mit allem einverstan¬
den; das Einverständnis: mit ihrem Einver¬
ständnis (ihrer Zustimmung) rechnen
Ein-wand, der: -(e)s, Einwände (Einspruch,
Widerspruch); einwandfrei (eindeutig, ohne
Beanstandung); einwenden
Einwanderer, der: -s, - (jemand, der in ein
Land einwandert); die Einwanderin; ein¬
wandern; die Einwanderung
einwärts: etwas einwärts (nach innen) biegen
Einwegflasche, die: -, -n (Flasche, die man
nicht zurückzugeben braucht); das Einweg¬
glas.
ein-wei-hen: eine Kirche einweihen - jeman¬
den in ein Geheimnis einweihen (davon in
Kenntnis setzen); die Einweihung
ein-wei-sen: in ein Krankenhaus einweisen
(einliefern); die Einweisung
ein-wer-fen: einen Brief einwerfen - ein Fens¬
ter einwerfen - eine kurze Bemerkung in
das Gespräch einwerfen; der Einwurf, die
Einwürfe
Einwohner, der: -s, - (jemand, der an einem
Ort seinen ständigen Wohnsitz hat); die
Einwohnerin; das Einwohnermeldeamt
ein-zah-len: Geld einzahlen; die Einzahl; die
Einzahlung; der Einzahlungsschalter
Ein zel ler, der: -s, - (einzelliges Lebewesen);
einzellig
einzeln: (für sich allein); einzeln kommen -
einzeln stehend; aber: der, die, das Ein¬
zelne - als Einzelne(r) - jede(r) Einzelne -
bis ins Einzelne - im Einzelnen - vom Ein¬
zelnen zum Ganzen; das Einzel (Spiel zwi¬
schen zwei Gegnern); der Einzelgänger;
die Einzelhaft; der Einzelhandel; die Ein¬
zelheit; das Einzelzimmer
einziehen: in das neue Haus einziehen -
die Netze einziehen (einholen) - Gebühren
einziehen (kassieren) - zum Militärdienst
einziehen (einberufen) - die Salbe zieht
(wirkt) in die Haut ein; der Einzug, die Ein¬
züge
ein-zig: sein einziger Sohn - er steht einzig
(einmalig) da - einzig und allein (nur) er ist
schuld; aber: der, die, das Einzige - als Ein¬
91
Elixier
ziges - unsere Einzige (unsere einzige
Tochter); einzigartig; aber: etwas Einzigar¬
tiges
Eis, das: -es; Eis schlecken - auf dem Eis aus¬
rutschen - Eis laufen - etwas auf Eis legen
(aufschieben) - jemanden aufs Glatteis füh¬
ren (täuschen, hintergehen); die Eisbahn;
der Eisbär; das Eisbein (gekochtes Bein
vom Schwein); die Eiscreme; eisfrei: ein
eisfreier Hafen; eisgekühlt; eisglatt; das Eis¬
hockey; eisig: ein eisiger (sehr kalter) Wind
- eisiges Schweigen; eiskalt; aber: eisig
kalt; der Eiskunstlauf; der Eislauf; das Eis¬
meer; das Eisschießen; der Eisschnelllauf;
der Eisschrank; der Eiszapfen; die Eiszeit
Eisen, das: -s, -; die Eisen verarbeitende Indus¬
trie - ein heißes Eisen (eine bedenkliche,
gefährliche Sache) anpacken - zum alten
Eisen gehören (alt, untauglich geworden
sein) - mehrere Eisen im Feuer haben
(mehrere Möglichkeiten, Auswege haben);
die Eisenbahn: es ist höchste Eisenbahn (es
ist höchste Zeit); eisenhaltig; eisenhart; die
Eisenwaren Mz.; eisern: eine eiserne Bank
- die eiserne Lunge - die eiserne Ration -
ein eiserner (fester) Wille - eisern Zusam¬
menhalten - mit eisernem Besen kehren
(durchgreifen) - der eiserne Vorhang (feuer¬
sicherer Abschluss der Bühne); aber: der Ei¬
serne Vorhang (Grenze) - das Eiserne Kreuz
(Orden)
eitel: eitler, am eitelsten; eine eitle (selbst¬
gefällige) Person; die Eitelkeit
Eiter, der: -s (Flüssigkeitsabsonderung bei
Entzündungen); die Eiterbeule; eit(e)rig;
eitern: die Wunde eitert
EKD = Evangelische Kirche in Deutschland
Ekel, der: -s (Abscheu, Widerwille); ein Ekel
packt mich - das ist Ekel erregend; das Ekel
(unerträglicher Mensch); ekelhaft (ab¬
scheulich, widerlich); ek(e)lig; sich ekeln:
sie ekelt sich vor dem Essen - es ekelt mich
(mir)
EKG (Ekg) = Elektrokardiogramm (Aufzeich¬
nung der Herzmuskelströme)
Eklat franz. [ekla], der: -s, -s (Skandal, Aufse¬
hen erregendes Ereignis); eklatant (Aufse¬
hen erregend, offenkundig)
Ekstase (Ekstase) griech., die: -, -n (Ver¬
zückung, Begeisterung); ekstatisch
Ekzem griech., das: -s, -e (Hautausschlag)
Elan franz. [ela, elan], der: -s (Schwung, Be¬
geisterung)
elastisch griech.: (dehnbar, anpassungsfähig);
die Elastizität
Elch, der: -(e)s, -e (Hirschart)
Eldorado span., das: -s, -s (Paradies, Traum¬
land)
Elefant griech., der: -en, -en; sich wie ein
Elefant im Porzellanladen (ungeschickt,
taktlos) benehmen
elegant franz.: (vornehm, geschmackvoll);
die Eleganz
E lek tri zi tät (E lekt ri •zität) griech., die:
- (elektrischer Strom); eine Stadt mit Elektri¬
zität versorgen; elektrifizieren (auf elektri¬
schen Betrieb umstellen); der Elektriker;
elektrisch; elektrisieren; das Elektrizitäts¬
werk; der Elektroherd; der Elektroinge¬
nieur; das Elektrokardiogramm (EKG, Ekg);
der Elektromotor; die Elektrotechnik
E lek tron (E lekt ron) griech., das: -s, Elek¬
tronen (negativ geladenes Teilchen); die
Elektrode; die Elektronik; elektronisch
Element lat., das: -(e)s, -e (Urstoff, chemi¬
scher Grundstoff, Naturgewalt); in seinem
Element sein (sich wohl fühlen, entfalten
können); elementar: ein elementarer (grund¬
legender) Begriff; die Elementargewalt
Elend, das: -(e)s; im Elend sein - das heu¬
lende Elend haben/kriegen (sich zutiefst
unglücklich fühlen); elend: eine elende
(ärmliche) Wohnung - mir ist elend - ein
elender (gemeiner) Kerl - sich elend (er¬
schöpft) fühlen; elendig; elendiglich; die
Elendsgestalt; das Elendsviertel
Eleve franz., der: -n, -n (Schüler einer Schau¬
spiel- oder Ballettschule); die Elevin
elf: elffach - elfmal - elftens; die Elf (Fußball¬
oder Handballmannschaft); der Elfer (Straf¬
stoß im Fußball); der Elferrat (Karnevals¬
gesellschaft); der Elfmeter
El fe, die: -n (Naturgeist in Märchen und Sa¬
gen); auch: der Elf; elfenhaft
Elfenbein, das: -(e)s (Material aus den
Stoßzähnen eines Elefanten); elfenbeinern;
elfenbeinfarben
eliminieren lat.: (auswählen, beseitigen);
die Eliminierung
Elite franz., die: -, -n (Auswahl der Besten);
elitär
Elixier griech., das: -s, -e (Zaubertrank)
Elle
92
A
B
C
D
E
J
El le, die: -n (Unterarmknochen, altes Län¬
genmaß); 5 Ellen Stoff; der Ell(en)bogen:
seine Ellenbogen gebrauchen (rücksichts¬
los vorgehen); ellenlang
El'ljp •se griech., die: -, -n (Kegelschnitt); ellip¬
tisch
e lo quent lat.: (beredt); die Eloquenz
Elster, die: -n (Rabenvögel)
Eltern Mz., die: -; seinen Eltern über den Kopf
wachsen (nicht mehr auf sie hören) - nicht
von schlechten Eltern sein (es in sich ha¬
ben, gar nicht so schlecht sein); elterlich;
das Elternhaus; elternlos; das Elternpaar;
die Elternschaft; die Elternvertretung
E-mail franz. [emaj], das: -s, -s (glasartiger
Überzug auf Metallgegenständen); auch:
die Emaille [emalje]; emaillieren: eine
emaillierte Vase
Emanzipation lat., die: - (Gleichstellung);
sich emanzipieren; emanzipiert: eine eman¬
zipierte (freie, selbstständige) Frau
Embargo span., das: -s, -s (Ausfuhrverbot)
Em blem (Emb lem) franz., das: -s, -e (Kenn¬
zeichen, Hoheitszeichen)
Embolie griech., die: -, EmboNen (Verstop¬
fung eines Blutgefäßes)
Embryo (Embryo) griech., der: -s, -s/Em-
bryonen (noch nicht geborenes Lebewe¬
sen)
Emigration lat., die: -, -en (Auswande¬
rung); der Emigrant; die Emigrantin; emi¬
grieren
eminent lat., die: (hervorragend, herausra¬
gend); die Eminenz (Titel für Kardinäle)
Emotion lat., die: -, -en (Gemütsbewegung);
emotional (gefühlsmäßig, gefühlsbetont)
empfangen: du empfängst, er empfing, sie
hat empfangen, empfang(e)!; Geschenke
empfangen (entgegennehmen) - einen
Freund empfangen (bei sich begrüßen); der
Empfang, die Empfänge; der Empfänger;
die Empfängerin; empfänglich; die Emp¬
fängnis, die Empfängnisse
empfehlen: du empfiehlst, er empfahl, sie
hat empfohlen, empfiehl!; es empfiehlt sich
(ist ratsam, vorteilhaft); empfehlenswert;
die Empfehlung
empfinden: du empfindest, er empfand, sie
hat empfunden, empfind(e)!; empfindlich:
eine empfindliche (leicht verletzbare) Frau
- empfindlich (deutlich, spürbar) strafen;
die Empfindlichkeit; empfindsam; die
Empfindsamkeit; die Empfindung
Empirie griech., die: - (Erfahrung, Erfah¬
rungswissen); empirisch
em por: (hinauf); sich emporarbeiten; die
Empore (Galerie in Kirchen); emporkom¬
men; der Emporkömmling; emporragen
empören, sich: er empörte sich über etwas;
empört (verärgert, entrüstet); die Empörung
emsig: (fleißig, eifrig); die Emsigkeit
Ende, das: -s, -n; am Ende - das Ende des
Films - Ende Januar - Ende nächsten Jahres
- ein Mann Ende achtzig - letzten Endes
(schließlich, im Grunde) - zu Ende gehen,
sein - mit etwas am Ende sein (nicht mehr
weiterkönnen) - Ende gut, alles gut; der
Endeffekt; enden; das Endergebnis; end¬
gültig; endigen; der Endlauf; endlich; end¬
los: endlos warten müssen; aber: bis ins
Endlose; der Endspurt; die Endung
Energie griech., die: -, Energien; die elektri¬
sche Energie - große Energie (Ausdauer,
Tatkraft) besitzen; der Energiebedarf; ener¬
giebewusst; energiegeladen; die Energie¬
quelle; energiesparend: äußerst energiespa¬
rend; aber: viel Energie sparend; energisch
(entschlossen, tatkräftig)
eng: enge Straßen - ein enges Kleid - auf das
(aufs) engste befreundet sein; auch: aufs
Engste befreundet sein - eng befreundete
Nachbarn - ein eng bedrucktes Blatt - eine
eng begrenzte Fläche - eng verwandt sein
- ein eng anliegendes Kleid; die Enge: je¬
manden in die Enge (in eine ausweglose Si¬
tuation) treiben; engherzig; der Engpass;
engstirnig (kurzsichtig)
en-ga-gie-ren franz. [ägaschiren]: sich für et¬
was engagieren (einsetzen) - jemanden en¬
gagieren (verpflichten); das Engagement
[ägaschema]
En gel, der: -s, - (überirdisches Wesen); mein
guter Engel - nicht gerade ein Engel sein
(sich nicht immer mustergültig verhalten);
engelhaft
En ger ling, der: -s, -e (Larve des Maikäfers)
englisch: die englische Sprache; aber: das
Englische - auf Englisch - ins Englische
übersetzen - im Englischen - sie spricht
Englisch; auch: sie spricht englisch (in eng¬
lischer Sprache); das England; der Englän¬
der; die Engländerin
93
enlrichten
en gros franz. [ä gro]: en gros (im Großen)
einkaufen
Enkel, der; -s, - (Kind des Sohnes oder der
Tochter); die Enkelin; das Enkelkind
En kla •ve franz. [enklawe], die: -n (fremdes
Staatsgebiet, das vom eigenen Staatsgebiet
eingeschlossen ist)
enorm franz.: enorm (außerordentlich) groß
- ein enorm preiswertes Auto - ein enor¬
mes (sehr großes) Wissen
Ensemble franz. [äsabl], das: -s, -s (Gruppe,
kleines Orchester, gutes Zusammenspiel)
entbehren: viel entbehren (auf vieles ver¬
zichten) müssen; entbehrlich; die Entbeh¬
rung: sich Entbehrungen auferlegen
entbjnden: von einem Kind entbunden wer¬
den (ein Kind zur Welt bringen); die Ent¬
bindung
entblößen: seinen Körper entblößen; die
Entblößung
entdecken: einen Fehler entdecken (finden,
feststellen); der Entdecker; die Entdeckerin;
die Entdeckung
Ente, die: -, -n; die Enten im Wasser-die Zei¬
tungsente (Falschmeldung); der Enterich
entehren: jemanden entehren (jemandem
seine Ehre nehmen); die Entehrung
ent ejg nen: das Grundstück enteignen (weg¬
nehmen); die Enteignung
enteisen: (vom Eis befreien)
enterben: (vom Erbe ausschließen); die Ent¬
erbung
Enterich, der: -s, -e (männliche Ente); —►
Ente
entern: ein Schiff entern (erstürmen)
Entertainer engl, [entertener], der: -s, -
(Unterhalter)
entfachen: ein Feuer entfachen (anzünden)
- einen Streit entfachen (beginnen)
entfernen: einen Fleck entfernen (beseiti¬
gen) - sich heimlich entfernen (Weggehen);
entfernt: entfernte Verwandte; aber: nicht
im Entferntesten (ganz und gar nicht); die
Entfernung
entfremden: sich einander entfremden
(fremd werden); die Entfremdung
entführen: ein Kind entführen; der Entfüh¬
rer; die Entführerin; die Entführung
ent ge gen: er ging dem Freund entgegen -
entgegen seiner Weisung; entgegenbringen;
entgegeneilen; entgegenfiebern; entgegen¬
gehen; entgegengesetzt; entgegenhalten;
entgegenkommen; aber: das Entgegenkom¬
men ; entgegennehmen; entgegensehen;
entgegensetzen: die entgegengesetzte Seite;
entgegenstehen; entgegenstellen; entge¬
gentreten; entgegenwirken
ent geg nen: (erwidern); die Entgegnung
ent-ge-hen: einer Gefahr entgehen (entrin¬
nen) - sich etwas entgehen lassen
ent-geis-tert: (bestürzt, wie vor den Kopf
geschlagen)
entgelten: (belohnen, vergüten); du ent¬
giltst, er entgalt, sie hat entgolten, entgelte!;
das Entgelt: ohne Entgelt (ohne Vergütung,
Lohn); entgeltlich
ent glei sen: der Zug entgleiste; die Entglei¬
sung
enthalten: der Brief enthält nichts Wichtiges
- sich der Stimme enthalten (seine Stimme
nicht abgeben) - im Preis enthalten (bereits
eingerechnet) sein; enthaltsam; die Ent¬
haltsamkeit; die Enthaltung
enthaupten: (den Kopf abschlagen); die
Enthauptung
enthüllen: ein Denkmal enthüllen - seine
Pläne nicht enthüllen; die Enthüllung
Enthusiasmus griech., der: - (Begeiste¬
rung); der Enthusiast; die Enthusiastin; en¬
thusiastisch
entlang: den Weg entlang - entlang dem
Weg; entlangfahren; entlangführen; ent¬
langgehen; entlangkommen
entlarven: einen Spion entlarven; die Ent¬
larvung
entlassen: du entlässt, er entließ, sie hat ent¬
lassen, entlass(e)!; einen Arbeiter entlassen;
die Entlassung
entlaufen: die Katze ist entlaufen
entledigen: sich seiner Feinde entledigen;
die Entledigung
entlegen: ein entlegenes (weit abseits gele¬
genes) Dorf
entlehnen: ein Wort aus einer anderen
Sprache entlehnen (entleihen); die Entleh¬
nung
ent mün di gen: (für unzurechnungsfähig er¬
klären); die Entmündigung
entpuppen, sich: sich als Verbrecher ent¬
puppen (erweisen)
entrjchten: eine Gebühr entrichten (bezah¬
len)
entrüsten
94
entrüsten, sich: (sich aufregen, empören);
die Entrüstung
entsagen: den Freuden des Lebens entsagen
(freiwillig darauf verzichten); die Entsagung
entschädigen: jemanden entschädigen (ihm
einen Schaden ersetzen); die Entschädi¬
gung; die Entschädigungssumme
entschärfen: eine Bombe entschärfen; die
Entschärfung
entscheiden: du entscheidest, er entschied,
sie hat entschieden, entscheide!; ich kann
mich nur schwer entscheiden (festlegen) -
das Gericht entscheidet; der Entscheid;
entscheidend; das Entscheidungsspiel; ent¬
schieden: auf das Entschiedenste (sehr klar,
eindeutig); auch: auf das entschiedenste;
die Entschiedenheit: mit Entschiedenheit
für etwas eintreten
entschließen, sich: du entschließt dich, er
entschloss sich, sie hat sich entschlossen,
entschließ(e) dich!; sich rasch entschlie¬
ßen; die Entschließung; entschlossen: zu
allem entschlossen (bereit) sein - ent¬
schlossen (energisch) handeln; die Ent¬
schlossenheit; der Entschluss; entschluss¬
freudig; die Entschlussfreudigkeit; ent¬
schlusslos
entschuldigen: einen Fehler entschuldigen
(verzeihen) - sich entschuldigen; die Ent¬
schuldigung
Entsetzen, das: -s; lähmendes Entsetzen
(Grauen) befiel sie - bleich vor Entsetzen;
sich entsetzen; entsetzlich: ein entsetz¬
liches (sehr großes) Unglück - entsetzlich
(sehr) faul; die Entsetzlichkeit; entsetzt:
entsetzt über etwas sein
entsjnnen, sich: du entsinnst dich, er ent-
sann sich, sie hat sich entsonnen, ent¬
sinnte) dich!; sich nicht mehr entsinnen (er¬
innern) können
entsorgen: Sondermüll entsorgen; die Ent¬
sorgung
entspannen: Muskeln entspannen (lockern)
- sich im Urlaub entspannen (erholen) -
die Lage entspannt (beruhigt) sich; die Ent¬
spannung; die Entspannungsübung
entsprechen: es entspricht meinen Vorstel¬
lungen - einer Bitte entsprechen (sie erfül¬
len); entsprechend: entsprechend (gemäß)
seinem Plan; aber: Entsprechendes ver¬
anlassen; die Entsprechung
entspringen: der Fluss entspringt in den
Bergen - aus der Haft entspringen
entstehen: große Aufregung entsteht - es
entstehen (erwachsen) keine Kosten; die
Entstehung
entstellen: (verunstalten, verfälschen); die
Entstellung
enttäuschen: enttäusche mich nicht!; die
Enttäuschung
entwässern: eipe Wiese entwässern (tro¬
cken legen); die Entwässerung
entweder: entweder - oder; aber: das Ent-
weder-oder
entwenden: Geld entwenden (stehlen); die
Entwendung (Diebstahl)
entwerfen: einen Plan entwerfen; der Ent-
wurf
entwerten: eine Fahrkarte entwerten (un¬
gültig machen); die Entwertung
entwickeln: sich zu einer Persönlichkeit
entwickeln (entfalten) - ein neues Gerät
entwickeln (erfinden) - die Stadt entwickelt
sich schnell - der Motor entwickelt Wärme
- einen Film entwickeln - Pläne entwi¬
ckeln; die Entwicklung; entwicklungsfähig;
die Entwicklungshilfe; das Entwicklungs¬
land
ent-wjschen: der Polizei entwischen (ent¬
kommen)
entwöhnen: einer geregelten Arbeit ent¬
wöhnt sein (sie nicht mehr gewöhnt sein);
die Entwöhnung
entziehen: jemandem seine Gunst entzie¬
hen (verweigern) - das Wort entziehen
(wegnehmen) - sich der Verhaftung entzie¬
hen - er entzog sich den Blicken der Zu¬
schauer - das entzieht sich meiner Kennt¬
nis (das weiß ich nicht); die Entziehung;
die Entziehungskur; der Entzug; die Ent¬
zugserscheinungen Mz.
entzjffern: eine Handschrift entziffern (ent¬
schlüsseln); entzifferbar
ent zü cken: (begeistern); das Entzücken;
entzückend (hübsch, anziehend)
entzünden: das Heu entzündet sich (fängt
Feuer) - entzündete Augen - Streit entzün¬
det sich (entsteht); entzündbar; die Entzün¬
dung
ent zwei: entzwei (kaputt) sein; entzweibre¬
chen; sich entzweien; entzweigehen; die
Entzweiung
95
erfüllen
Enzian lat., der: -e (Alpenpflanze); enzian¬
blau
En zyk Io pä die (En zy klo pä d[e) griech.,
die: Enzyklopädien (großes Nachschla¬
gewerk)
Epidemie griechv die: -, Epidemien (Seu¬
che); epidemisch (als Seuche auftretend)
E pik griechdie: - (erzählende Dichtung); der
Epiker; die Epikerin; episch
Epilepsie, die: -, Epilepsien (Fallsucht); der
Epileptiker; die Epileptikerin; epileptisch
Episkop (Episkop), das: -s, -e (Gerät zum
Abbilden)
Episode griechdie: -, -n (nebensächliches
Ereignis)
E-pjs-tel griechdie: -, -n (Brief, Strafpredigt)
Epoche griechdie: -, -n (Zeitabschnitt,
Zeitalter); Epoche machend; epochal: ein
epochales (äußerst bedeutendes) Ereignis
Epos, das: -, Epen (erzählende Versdichtung)
er: er kommt; aber: ein Er (Mensch oder Tier
männlichen Geschlechts) - ein Er und eine
Sie
erbarmen, sich: sie erbarmt mich (tut mir
Leid) - sich des Elends erbarmen; das Er¬
barmen; erbärmlich: in erbärmlichen (arm¬
seligen) Verhältnissen leben; erbarmungs¬
los
er bau en: ein Haus erbauen (errichten) -
sich an schönen Dingen erbauen (erfreuen)
- von etwas erbaut (begeistert, entzückt)
sein; der Erbauer; die Erbauerin; erbaulich;
die Erbauung
erben: ein Vermögen erben; das Erbe; der
Erbe; der Erbfeind; die Erbfolge; die Erbin;
der Erblasser (jemand, der ein Erbe hinter¬
lässt); die Erblasserin; erblich; das Erb¬
recht; die Erbschaft; die Erbsünde; das Erb¬
teil
erbjttert: ein erbitterter (sehr großer) Feind;
die Erbitterung
erblassen: vor Neid erblassen (bleich wer¬
den); erblasst
erbosen: über etwas erbost (verärgert) sein
Erb •se, die: -, -n (Hülsenfrucht); erbsengroß;
die Erbsensuppe
Erde, die: -n; eine fruchtbare Erde - die
Erde bebt - die Freuden dieser Erde ge¬
nießen - auf der Erde bleiben (sich keine Il¬
lusionen machen); die Erdachse; der Erd¬
apfel; die Erdatmosphäre; das Erdbeben;
die Erdbeere; die Erddrehung; erden (mit
der Erde verbinden, z.B. eine Stromlei¬
tung); der Erdenbürger; die Erdenbürgerin;
das Erdgas; das Erdgeschoss; erdig; die
Erdkunde; erdnah; die Erdnuss; das Erdöl;
der Erdrutsch; der Erdteil
erdenklich: sich alle erdenkliche (mögli¬
che) Mühe geben
erdreisten, sich: er erdreistet sich (er ist so
frech)
erdrosseln: jemanden mit bloßen Händen
erdrosseln (erwürgen)
erdrücken: die Arbeit erdrückt mich; er¬
drückend: eine erdrückende (sehr große)
Übermacht - erdrückende (schwer belas¬
tende) Beweise
ereifern, sich: sich über eine Sache ereifern
(aufregen)
er-eig-nen, sich: ein Unfall ereignete sich (ge¬
schah); das Ereignis, die Ereignisse; ereig¬
nisreich
Eremit griechder: -en, -en (Einsiedler)
erfahren: eine Neuigkeit erfahren - Leid
erfahren (erleben) - ein erfahrener Lehrer;
die Erfahrung: Erfahrung macht klug; er¬
fahrungsgemäß
erfassen: ihn erfasst Freude - etwas nicht er-
fassen (verstehen) können - etwas in einer
Liste erfassen (in eine Liste aufnehmen);
erfassbar; die Erfassung
erfinden: eine Ausrede erfinden (sich aus¬
denken) - ein neues Gerät erfinden (ent¬
wickeln); der Erfinder; die Erfinderin; er¬
finderisch: Not macht erfinderisch; die
Erfindung
Erfolg; der: -(e)s, -e; keinen Erfolg haben - eine
Erfolg versprechende Sache; erfolgen; erfolg¬
los; die Erfolglosigkeit; erfolgsorientiert; er¬
folgreich
erfordern: das erfordert (kostet, verlangt)
viel Mühe; erforderlich; erforderlichen¬
falls; das Erfordernis, die Erfordernisse
erforschen: sein Gewissen erforschen (prü¬
fen); die Erforschung
er freu en: etwas erfreut mich - sich großer
Beliebtheit erfreuen - jemanden erfreuen;
erfreulich: viel Erfreuliches, erfreulicher¬
weise
erfrischen: ein erfrischendes Getränk; die
Erfrischung; das Erfrischungsgetränk
erfüllen: eine Bitte erfüllen - Lärm erfüllt
erfüllbar
96
den Raum - es erfüllt mich mit Freude;
erfüllbar; die Erfüllung
ergänzen: einen Bericht ergänzen (vervoll¬
ständigen); die Ergänzung
ergattern: einen Sitzplatz ergattern (erwi¬
schen)
er-ge-ben: sich dem Willen der Eltern er¬
geben (fügen) - die Untersuchung ergab,
dass... - sich dem Feind ergeben - jeman¬
dem blind ergeben sein - das ergibt (bringt)
nicht viel - ein ergebener (gehorsamer)
Diener; die Ergebenheit; das Ergebnis, die
Ergebnisse; ergebnislos; die Ergebnislosig¬
keit; die Ergebung; ergiebig; die Ergiebig¬
keit
er ge hen: eine Anordnung ergeht - sie erging
sich (spazierte) im Park - es ergeht ihm
schlecht - etwas über sich ergehen lassen
(geduldig ertragen) - Cnade für Recht erge¬
hen lassen (nachsichtig sein); das Ergehen
(Befinden)
ergo lat.: (also, folglich)
ergötzen: ihn ergötzte (erfreute) das Lust¬
spiel; das Ergötzen; ergötzlich
er grei fen: eine Hand ergreifen - einen Beruf
ergreifen - Freude ergreift mich - die Flucht
ergreifen (fliehen) - das Wort ergreifen (zu
sprechen beginnen) - den Täter ergreifen
(fassen, fangen); ergreifend: eine ergrei¬
fende (zu Herzen gehende) Rede halten;
die Ergreifung; ergrjffen: tief ergriffen (be¬
wegt) sein; die Ergriffenheit
erhaben: er ist über alles erhaben (fühlt sich
überlegen) - ein erhabener (großartiger)
Gedanke; die Erhabenheit
erhalten: einen Brief erhalten - jemanden
am Leben erhalten - das Gebäude ist gut
erhalten; der Erhalt (Empfang); erhaltens¬
wert; erhältlich; die Erhaltung
erhärten: der Verdacht erhärtet (bestätigt)
sich; die Erhärtung
erheben: die Hand erheben - Anklage erhe¬
ben - in der Ebene erhebt sich ein Hügel -
das Volk erhebt sich (empört sich) - einen
Beitrag erheben (verlangen); erhebend:
eine erhebende (feierliche) Stunde; die Er¬
hebung
erheblich: erhebliche (beträchtliche) Schul¬
den haben
erholen, sich: sich im Urlaub gut erholen;
erholsam; die Erholung: ein Erholung su¬
chender Urlauber; der/die Erholungsuchen¬
de; auch: der/die Erholung Suchende
erhören: eine Bitte erhören (erfüllen); die
Erhörung
erjnnern: sich an früher erinnern - jeman¬
den an seine Pflichten erinnern; erinner¬
lich: es ist mir nicht erinnerlich; die Erinne¬
rung; das Erinnerungsvermögen
erkälten, sich: er hat sich bei dem Regen er¬
kältet; die Erkältung; die Erkältungsgefahr
erkennen: nichts erkennen (wahrnehmen)
können - jefnanden an seiner Kleidung
erkennen; erkennbar; erkenntlich: sich
erkenntlich zeigen (seinen Dank durch ein
Geschenk o.Ä. ausdrücken); die Erkennt¬
lichkeit; die Erkenntnis, die Erkenntnisse;
das Erkennungszeichen
Erker, der: -s, - (Vorbau an Gebäuden); das
Erkerfenster
erklären: ein Wort erklären - sich bereit er¬
klären - etwas für ungültig erklären - ei¬
nem Staat den Krieg erklären; erklärlich;
erklärt: ein erklärter Gegner des Krieges;
die Erklärung
erklecklich: ein erkleckliches (reichliches,
beachtliches) Einkommen haben; aber: um
ein Erkleckliches größer
erkundigen, sich: sich nach dem Weg er¬
kundigen; erkunden; die Erkundigung; die
Erkundung
erlahmen: seine Kräfte erlahmen (lassen
nach)
er lan gen: (erreichen); die Erlangung
er las sen: einen Befehl erlassen - jemandem
die Strafe erlassen; der Erlass, die Erlasse
er lau ben: das Rauchen nicht erlauben -
sich nichts erlauben (leisten) können; die
Erlaubnis
er laucht: erlauchte (vornehme) Herrschaften
erläutern: den Plan erläutern (erklären); die
Erläuterung
Erle, die: -, -n (Laubbaum)
er le ben: eine Enttäuschung erleben - dann
kannst du was erleben!; das Erlebnis, die
Erlebnisse; die Erlebniserzählung
erledigen: die Arbeit erledigen (ausführen);
die Erledigung
er le gen: ein Wild erlegen (erschießen); die
Erlegung
erleichtern: jemanden von einer Last er¬
leichtern (befreien) - das Gewissen erleich-
Erschließung
97
tern (von einer seelischen Last befreien) -
jemanden erleichtern (bestehlen); erleich¬
tert; die Erleichterung
erlesen: erlesene (ausgesuchte, vorzügliche)
Speisen
er leuch ten: (erhellen); die Erleuchtung
er lie gen: einer Krankheit erliegen (sterben) -
dem Feind erliegen (unterliegen) - zum
Erliegen (Stillstand) kommen
er lö schen: du erlischst, es erlosch, sie ist
erloschen, erlösch(e)/erlisch!; das Feuer er¬
lischt
erlösen: jemanden von den Schmerzen erlö¬
sen (befreien); der Erlös: er lebte vom Erlös
seiner Bilder; der Erlöser; die Erlösung
ermächtigen: jemanden ermächtigen (ihm
eine Vollmacht erteilen); die Ermächtigung
ermahnen: zur Vorsicht ermahnen; die
Ermahnung
ermäßigen: den Fahrpreis ermäßigen; die
Ermäßigung
ermessen: (begreifen, beurteilen); ermess¬
bar; das Ermessen: nach seinem Ermessen
(seiner Einschätzung) - es liegt im Ermes¬
sen jedes Einzelnen - nach menschlichem
Ermessen (mit größter Wahrscheinlichkeit)
ermjtteln: die Anschrift ermitteln (herausfin¬
den); die Ermittlung
er mög li chen: (befähigen); die Ermögli¬
chung
er mun tern: (ermutigen); die Ermunterung
ermutigen: ermutigende (bestärkende) Wor¬
te sprechen; die Ermutigung
ernähren: Hungernde ernähren - sich kaum
ernähren können; der Ernährer; die Ernäh¬
rerin; die Ernährung; die Ernährungswis¬
senschaft
er neu ern: einen Vertrag erneuern; die Er¬
neuerung; erneut (abermals, wiederholt)
ernst: ein ernster Mensch - ernst sein - eine
ernste (bedrohliche) Situation - jemanden
ernst nehmen - eine ernst zu nehmende
Sache - ein ernst gemeinter Vorschlag; der
Ernst: im Ernst - ihr ist damit Ernst - allen
Ernstes - mit einer Sache Ernst machen (sie
in die Tat umsetzen); der Ernstfall; ernst¬
haft; ernstlich
Ernte, die: -, -n; bei der Ernte mithelfen; das
Erntedankfest; ernten: Kartoffeln ernten -
wer ernten will', muss säen
ernüchtern: ein ernüchterndes (enttäu¬
schendes) Erlebnis; die Ernüchterung
erobern: eine Stadt erobern (einnehmen) -
ein Herz im Sturm erobern (gewinnen); der
Eroberer; die Eroberung
eröffnen: ein Geschäft eröffnen (auf-
machen, gründen) - ein Testament eröffnen
(bekannt geben) - den Ball eröffnen (begin¬
nen); die Eröffnung
erörtern: das Für und Wider erörtern (dar¬
über sprechen); die Erörterung
Erosion lat.: -, -en (Abtragung der Erdober¬
fläche)
Erotik griech- (Sinnlichkeit, Liebesieben);
erotisch
Erpel, der: -s, - (männliche Ente)
erpjcht: auf Bonbons erpicht (versessen) sein
erpressen: Geld erpressen (durch Andro¬
hung von Gewalt verlangen); erpressbar;
der Erpresser; die Erpresserin; erpresse¬
risch; die Erpressung
erproben: seine Kräfte erproben; die Erpro¬
bung
erqujcken: (beleben, erfrischen, stärken);
erquicklich; die Erquickung
erregen: ihn erregt Freude - Anstoß erregen
- böses Blut erregen (Ärger hervorrufen) -
sich wegen einer Kleinigkeit erregen; er¬
regbar; der Erreger; die Erregtheit; die Er¬
regung; der Erregungszustand
erreichen: er war nicht zu erreichen (fin¬
den) - seine Ziele erreichen (verwirklichen);
aber: das bisher Erreichte; erreichbar
errichten: ein Gebäude errichten (bauen);
die Errichtung
erringen: einen Sieg erringen (erkämpfen);
die Errungenschaft
erröten: vor Scham erröten (rot werden)
Ersatz, der: -es (Vergleich, Entschädigung,
Abfindung); der Ersatzdienst; ersatzdienst¬
pflichtig; ersatzgeschwächt; ersatzlos; der
Ersatzmann; das Ersatzteil; ersetzbar; er¬
setzen; die Ersetzung
erschaffen: (entstehen lassen, ins Leben
rufen); die Erschaffung
erscheinen: zur Arbeit erscheinen - ein
Geist erscheint - ihr neuer Roman er¬
scheint bald - das erscheint mir nicht
glaubwürdig; die Erscheinung
erschließen: neue Gebiete erschließen (zu¬
gänglich machen) - einen Text erschließen;
die Erschließung
erschöpfen
98
erschöpfen: sie war völlig erschöpft (kraft-
los, abgespannt) - die Vorräte sind er¬
schöpft (zu Ende); die Erschöpfung
erschrecken: du erschrickst, er erschrak, sie
ist erschrocken, erschrick!; erschreckende
Nachrichten; das Erschrecken; die Er¬
schrockenheit
erschüttern: die schlechte Nachricht er¬
schüttert (berührt, schockiert) ihn - eine
Explosion erschüttert das Haus (lässt es
schwanken); erschütternd: eine erschüt¬
ternde Botschaft; die Erschütterung
erschweren: das erschwert (behindert)
meine Arbeit; die Erschwernis, die Er¬
schwernisse; die Erschwerung
erschwinglich: ein erschwinglicher (nicht
zu hoher) Preis
ersparen: sich Geld ersparen - diesen Ärger
kannst du dir ersparen; die Ersparnis, die
Ersparnisse
ersprießlich: (vorteilhaft, günstig, nutzbrin¬
gend); die Ersprießlichkeit
erst: erst (zunächst) komme ich - erst einmal -
erst richtig - erst morgen - erst recht - es ist
erst (nicht mehr als) einige Tage her
erstatten: Unkosten erstatten (bezahlen,
ersetzen) - Bericht erstatten (berichten); die
Erstattung
er stau nen: ich bin erstaunt (verwundert);
das Erstaunen; erstaunlich
erste: das erste Mal - die ersten Tage im Mo¬
nat - das erste Programm (im Fernsehen) -
die erste Hilfe - der erste Schritt ist der
schwerste; aber: der, die, das Erste - fürs Ers¬
te - als Erstes - am Ersten (des Monats, zu¬
erst) - zum Ersten, zum Zweiten, zum Drit¬
ten - der, die, das Erstere - der Erste
Weltkrieg - die Ersten werden die Letzten
sein; die Erstaufführung; die Erstausgabe;
der/die/das Erstbeste: das Erstbeste kau¬
fen; der Erste-Hilfe-Lehrgang; erstens; der/
die Erstgeborene; erstklassig; der Erstkläss¬
ler; die Erstkommunion; erstmalig; erst¬
mals (zum ersten Mal); erstrangig
erstehen: ein Haus erstehen (kaufen, erwer¬
ben)
ersticken: eine Gefahr im Keim ersticken
(unterdrücken); die Erstickung; die Ersti¬
ckungsgefahr
erstreben: Reichtum erstreben (zu erreichen
suchen); erstrebenswert
ertappen: jemanden beim Stehlen ertappen
(erwischen)
erteilen: einen Auftrag erteilen - jemandem
eine Abfuhr erteilen (ihn schroff abweisen)
Ertrag, der: -(e)s, Erträge (Einnahmen, Ge¬
winn); ertragen (aushalten, erdulden); er¬
träglich: erträgliche Schmerzen; ertrag¬
reich: ein ertragreicher Acker
ertränken: seine Sorgen in Alkohol erträn¬
ken
ertrinken: sie ist beim Baden ertrunken;
der/die Ertrinkende; der/die Ertrunkene
ertüchtigen: (leistungsfähig machen, kräfti¬
gen); die Ertüchtigung
Eruption lat.: -, -en (Vulkanausbruch)
Er wach se ne, der/die: -n, -n; erwachsen:
ein erwachsener Mensch - erwachsen sein
- Zweifel erwachsen (treten auf)
erwägen: du erwägst, er erwog, sie hat er¬
wogen, erwäg(e)!; einen Plan erwägen (be¬
denken); erwägenswert; die Erwägung: et¬
was in Erwägung ziehen
erwähnen: (anführen, nennen); erwähnens¬
wert; die Erwähnung
erwarten: ich erwarte dich um 8 Uhr - er
erwartet (hofft auf) eine gute Nachricht; die
Erwartung; erwartungsgemäß; erwartungs¬
voll
erweisen: etwas erweist sich als wahr - je¬
mandem eine Gefälligkeit erweisen (tun);
der Erweis: einen Erweis erbringen; erwie¬
senermaßen
erweitern: den Betrieb erweitern (vergrö¬
ßern, ausbauen); die Erweiterung
erwerben: du erwirbst, er erwarb, sie hat
erworben, erwirb!; (verdienen, sich aneig¬
nen, kaufen); der Erwerb; erwerbslos; die
Erwerbslosigkeit; erwerbstätig; der/die Er¬
werbstätige; die Erwerbung
erwidern: (antworten); die Erwiderung
er-wjschen: einen Ausbrecher erwischen -
seinen Zug noch erwischen - beim Dieb¬
stahl erwischt werden
Erz, das: -es, -e (metallhaltiges Gestein); der
Erzabbau; die Erzader; erzhaltig
Erz...: der Erzbischof; das Erzbistum; der
Erzengel; erzfaul (sehr faul); der Erzfeind;
die Erzfeindin; der Erzherzog
er zäh len: eine Geschichte erzählen; der Er¬
zähler; die Erzählerin; die Erzählperspek¬
tive; die Erzählung
99 Evergreen
er zeu gen: Wärme erzeugen (hersteilen); der
Erzeuger; das Erzeugnis, die Erzeugnisse;
die Erzeugung
erziehen: du erziehst, er erzog, sie hat erzo¬
gen, erzieh(e)!; ein Kind erziehen; erzieh¬
bar; der Erzieher; die Erzieherin; erzie¬
herisch; erziehlich; die Erziehung; der/die
Erziehungsberechtigte; das Erziehungs¬
heim
es: was gibt es Neues?; aber: das Es: ein unbe¬
kanntes Es
Esche, die: -, -n (Laubbaum)
E sel, der: -s, -; dumm wie ein Esel - wenn es
dem Esel zu wohl ist; geht er aufs Eis; die
Eselei; die Eselsbrücke
eskalieren (ranz.: die Gewalt eskaliert
(nimmt zu, wächst an); die Eskalation
Eskapade franz., die: -, -n (mutwilliger
Streich)
Eskimo, der: -(s), -(s) (Bewohner der Arktis)
Espe, die: -, -n (Laubbaum); das Espenlaub:
wie Espenlaub (sehr) zittern
Espresso ital., der: -s, -s/Espressi (sehr star¬
ker Kaffee)
Esprit franz. [esprj], der: -s (Geist, Witz)
Essay engl, [eße], der/das: -s, -s (kürzere Ab¬
handlung)
Esse, die: -n (Schornstein, Fabrikschlot)
essen: du isst, sie aß, er hat gegessen, iss!; mit
Messer und Gabel essen; essbar; das Essbe¬
steck; die Essecke; das Essen; die Essens¬
zeit; der Esser; das Essgeschirr; die Essge¬
wohnheit; der Esslöffel; der Esstisch; das
Esszimmer
Essenz lat., die: -, -en (Auszug aus pflanzli¬
chen oder tierischen Stoffen); essenzielb¬
auch: essentiell
Essig, der: -s, -e (Flüssigkeit zum Würzen);
die Essigessenz; die Essiggurke; essigsauer;
die Essigsäure
Es ta blish ment (Es tab lish ment) engl,
[eßtäblischment], das: -s, -s (die Einflussrei¬
chen, Herrschenden in einer Gesellschaft)
Estrich, der: -s, -e (fugenloser Fußboden)
Etage franz. [etasche], die: -, -n (Stockwerk);
die Etagenwohnung
Etappe franz., die: -, -n (Abschnitt, Gebiet
hinter der Kampflinie); etappenweise
Etat franz. [eta], der: -s, -s (Haushaltsplan);
das Etatjahr
etc. = et cetera (und so weiter)
Ethik griech., die: - (Sittenlehre, Moral);
ethisch (sittlich)
Ethos griech., das: - (sittliche Gesinnung, Sitt¬
lichkeit)
Etikett franz., das: -(e)s, -e(n)/-s (Schildchen
zur Preisangabe von Waren); die Etikette
(gesellschaftliche Umgangsformen); etiket¬
tieren; die Etikettierung
etliche: etliche (einige) Stunden; aber: er
weiß Etliches; - etliche Mal(e)
Etui franz. [ätwi], das: -s, -s (kleiner Behälter)
etwa: in etwa (ungefähr) zwei Stunden; et¬
waig: ein etwaiges (eventuelles) Unwetter
etwas: etwas anderes; auch: etwas Anderes;
- etwas Neues - etwas Zucker - noch et¬
was - etwas gelten; das Etwas: sie hat das
gewisse Etwas
euch: ich besuche euch morgen
euer: euer Paket ist angekommen - die eu¬
ren; auch: die Euren - die eurigen; auch:
die Eurigen - das eure; auch: das Eure - das
eurige; auch: das Eurige; eurerseits; eures¬
gleichen; eurethalben; euretwegen; euret¬
willen
Eu le, d ie: -, -n (Nachtvogel); der Eulenspiegel
Euphorie griech., die: - (Zustand des Wohl¬
befindens); euphorisch
Eu ro pa, das: -s (Erdteil); der Eurocheque
[euroschäk]; der Europäer; die Europäerin;
europäisch: europäische Völker; aber: die
Europäische Gemeinschaft (EG) - die Euro¬
päische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG);
der Europarat; die Eurovision (Zusammen¬
schluss europäischer Rundfunk- und Fern¬
sehanstalten)
Euter, das: -s, - (Milch gebendes Organ man¬
cher Säugetiere)
ev. = evangelisch
e. V = eingetragener Verein
eva- ku ieren lat. [ewakuiren]: ein Gebiet
evakuieren (räumen) - die Bevölkerung
evakuieren (aussiedeln); die Evakuierung
Evangelium lat. [ewangelium], das: -s,
Evangelien (christliche Heilsbotschaft,
Schrift über das Leben Christi); evangelisch
(ev.); der Evangeljst
eventuell (evtl.) franz. [ewentuel]: eventuell
(vielleicht, möglicherweise) kommen; der
Eventualfall; die Eventualität
Evergreen engl, [äwergrin], der: -s (Schla¬
ger, der längere Zeit beliebt ist)
evident
100
evident lat. [ewident]: (offenbar, einleuch¬
tend)
E vo lu ti on lat. [ewolutsion], die: -en (all¬
mähliche Entwicklung)
E-Werk = Elektrizitätswerk
EWG = Europäische Wirtschaftsgemeinschaft
ewig: das ewige Leben - das ewige (ständig
sich wiederholende) Einerlei; aber: die
Ewige Stadt (Rom) - das Ewige (Unvergäng¬
liche); die Ewigkeit; ewiglich
exakt (exakt) lat.: (genau); die Exaktheit
Examen (Examen) lat., das: -s, -/Examina
(Prüfung); examinieren (ausfragen, prüfen)
exekutieren lat.: (vollziehen, hinrichten);
die Exekution; die Exekutive (vollziehende
Gewalt)
E-xem pel (Ex em pel) lat., das: -s, -, ein Ex¬
empel statuieren (ein abschreckendes Bei¬
spiel geben) - die Probe aufs Exempel ma¬
chen (etwas auf seine Richtigkeit überprüfen)
E xemp lar (Ex-em plar) (Expl.) lat, das: -s,
-e; 10 Exemplare (Stück); exemplarisch
(vorbildlich, abschreckend)
exerzieren (exerzieren) lat.: (üben, mi¬
litärisch ausbilden); der Exerzierplatz
ExH lat., das: -s, -e (Verbannung)
existieren lat.: (bestehen, auskommen, da
sein); existent (vorhanden); die Existenz:
die Existenz (das Bestehen) eines Staates -
eine verkrachte Existenz (gescheiterte Per¬
son) - sich eine Existenz (Grundlage für den
Lebensunterhalt) aufbauen; die Existenz¬
grundlage; existenziell; auch: existentiell
Exklave lat. [exklawe], die: -, -n (von frem¬
den Staaten umschlossenes Staatsgebiet)
ex- klu •siv lat.: (beschränkt, nicht allen zu¬
gänglich, vornehm); exklusive (mit Aus¬
nahme von)
Exkursion, die: -, -en (Ausflug zu wissen¬
schaftlichen Zwecken); der Exkurs (Ab¬
schweifung)
exotisch griech.: (fremdländisch, fremd¬
artig); der Exot; die Exotik; die Exotin
Expansion lat., die: -, -en (Ausdehnung,
Erweiterung des Machtbereichs); der Ex¬
pander (Trainingsgerät); expandieren (aus¬
weiten, sich vergrößern); die Expansions¬
politik; expansiv
Expedition lat., die: -, -en; an einer Expe¬
dition (Forschungsreise) teilnehmen; expe¬
dieren: Waren expedieren (wegschicken)
Experiment lat., das: -(e)s, -e (wissenschaft¬
licher Versuch); experimentell; experimen¬
tieren; experimentierfreudig
Experte lat., der: -n, -n (Sachverständiger,
Fachmann); die Expertin
explodieren lat.: eineN Mine explodiert
(platzt) - vor Wut explodieren (in Zorn aus¬
brechen); die Explosion; die Explosions¬
gefahr; explosiv
Ex-plo •ration lat., die: -, -en (Untersuchung)
Export lat., der*-(e)s, -e (Waren- und Güter¬
ausfuhr); Export und Import; der Exporteur
[... tör/; exportieren
Express lat., der: -es, -e (Schnellzug); mit dem
Express fahren; express: ein Paket express
(mit Eilpost) abschicken; das Expressgut
Ex-pres-si-o-njs-mus lat, der: - (Kunstrich¬
tung); der Expressionist; die Expressionis¬
tin; expressionistisch
exquisit lat.: exquisite (auserlesene, ausge¬
suchte) Speisen
ex-ten-siv lat.: (ausgedehnt, umfassend)
ex-tern lat.: (außerhalb); der/die Externe
extra (extra) lat.: ein extra (zusätzliches)
Trinkgeld - ein extra (besonders) großes
Stück - extra (eigens) für dich; das Extra¬
blatt; extrafein; extrahart; die Extras; ex¬
travagant (überspannt); die Extrawurst
extrem (extrem) lat.: (übertrieben, äußerst); das
Extrem; der Extremismus; der Extremjst; die Ex-
tremjstin; die Extremitäten (Gliedmaßen) Mz.
exzellent lat.: (ausgezeichnet, hervorra¬
gend); die Exzellenz (hoher Titel)
ex zen trisch (ex-zent risch) lat: (über¬
spannt, ohne gemeinsamen Mittelpunkt);
der Exzentriker (völlig überspannter
Mensch); die Exzentrikerin
Exzess lat., der: -es, -e (Unmäßigkeit, Aus¬
schreitung); exzessiv (maßlos)
F
f = forte
f. = folgende (Seite)
Fa. = Firma
Fabel franz., die: -, -n (kurze Erzählung mit
belehrendem Inhalt); fabelhaft: eine fabel¬
hafte (wunderbare) Reise - ein fabelhafter
(sehr großer, außergewöhnlicher) Reich¬
101
fallen
tum; das Fabeltier; das Fabelwesen (erfun¬
denes Lebewesen); fabulieren (fantasievoll
erzählen, schwindeln)
Fabrik (Fabrik) franz., die: -en (Industrie¬
betrieb); der Fabrikant; die Fabrikantin;
das Fabrikat (Erzeugnis, Ware); die Fabri¬
kation; der Fabrikbesitzer; die Fabrikbesit¬
zerin; fabrikneu; fabrizieren (herstellen,
anfertigen)
Facette franz. [fasäte], die: -, -n (geschliffene
Fläche an Edelsteinen); auch: die Fassette
Fach, das: -(e)s, Fächer; ein leeres Fach im
Schrank - das Fach Musik - vom Fach (ein
Fachmann) sein; ...fach: zehnfach - das
Vierfache; der Facharbeiter; die Facharbei¬
terin; der Facharzt; die Fachärztin; der
Fachausdruck; die Fachfrau; das Fach¬
gebiet; fachgerecht; das Fachgeschäft;
fachkundig; die Fachleute Mz., fachlich;
der Fachmann; fachmännisch (sachver¬
ständig); fachsimpeln (Fachgespräche füh¬
ren); das Fachwerk; das Fachwerkhaus; die
Fachzeitschrift
Fächer, der: -s, - (Luftwedel); fächeln; fächer¬
förmig; die Fächerung
Fackel lat.; die: -n; mit einer Fackel leuch¬
ten; fackeln: nicht lange fackeln (zögern,
zaudern); der Fackelschein; der Fackelzug
fade franz.: ein fades (geschmackloses, unge¬
würztes) Essen - eine fade (langweilige)
Rede; auch: fad; die Fadheit
Faden, der: -s, Fäden; ein seidener Faden -
keinen trockenen Faden am Körper haben
(völlig durchnässt sein) - den Faden verlie¬
ren (nicht mehr weiter wissen) - alle Fäden
fest in der Hand halten (alles lenken, ent¬
scheidend beeinflussen); fadenscheinig:
eine fadenscheinige (nicht sehr glaubwür¬
dige) Erklärung
Fagott, das: -(e)s, -e (Holzblasinstrument)
fähig: zu allem fähig (imstande) sein - ein
fähiger (begabter, tüchtiger) Arbeiter; ...fä¬
hig: strapazierfähig - vernehmungsfähig;
die Fähigkeit
fahl: ein fahles (bleiches, farbloses) Gesicht
fahnden: nach dem Täter fahnden (polizei¬
lich suchen); die Fahndung
Fahne, die: -n; die Fahne einholen - eine
Fahne haben (stark nach Alkohol riechen) -
seine Fahne nach dem Wind drehen (je
nach Bedarf seine Ansicht ändern); der
Fahneneid; die Fahnenflucht; fahnenflüch¬
tig; der Fahnenmast; die Fahnenweihe; das
Fähnlein; der Fähnrich (Fahnenträger, Offi¬
ziersanwärter)
fahren: du fährst, er fuhr, sie ist gefahren,
fahr(e)!; schnell fahren - in die Stadt fahren
- zur See fahren - in die Höhe fahren
(wütend werden) - der Schreck fährt ihm in
die Glieder - aufs Land fahren - mit etwas
schlecht fahren (schlechte Erfahrungen
machen) - sich über die Augen fahren - mit
dem Auto fahren - Rad fahren - jemanden
nach Hause fahren lassen - alle Hoffnun¬
gen fahren lassen - fahren lernen; der Fahr¬
ausweis; die Fahrbahn; fahrbar; fahrbereit;
die Fähre (Wasserfahrzeug); der Fahrer; die
Fahrerei; die Fahrerflucht; die Fahrerin;
der Fahrgast; das Fahrgeld; fahrig (zer¬
streut, unausgeglichen); die Fahrkarte; fahr¬
lässig (sorglos, unvorsichtig); die Fahrläs¬
sigkeit; der Fährmann; der Fahrplan; fahr¬
planmäßig; das Fahrrad; der Fahrschein;
das Fährschiff; die Fahrschule; der Fahr¬
stuhl; die Fahrt: auf große Fahrt gehen; die
Fährte (Spur); das Fahrwasser; das Fahr¬
werk; das Fahrzeug
fair engl, [fär]: jemanden fair (ehrlich, gerecht)
behandeln; die Fairness; das Fairplay;
auch: das Fair Play
Fäkalien Mz. lat., die: - (Kot, Ausscheidun¬
gen); fäkal
Fakir arab., der: -s, -e (Büßer, Zauberkünstler)
Fakt lat., der/das: -(e)s, -en/-s (Ereignis, Tatsa¬
che); auch: das Faktum; das Faktenwissen;
faktisch (wirklich, tatsächlich)
Faktor lat.: -s, Faktoren (Bestandteil, Grund,
Vervielfältigungszahl)
Fakultät lat., die: -, -en (Fachgruppe einer
Hochschule)
Falke: -n, -n (Greifvögel); der Falkner; die
Falknerei; die Falknerin
fallen: du fällst, er fiel, sie ist gefallen, fall(e)!;
auf den Boden fallen - die Temperatur fällt
(sinkt) - er fällt in der Schlacht (verliert sein
Leben) - jemandem in die Rede fallen (ihn
unterbrechen) - eine Andeutung fallen las¬
sen (am Rande bemerken) - er hat seine
Absicht fallen gelassen (nicht mehr ver¬
folgt) - aus der Rolle fallen (ausfällig wer¬
den) - die Preise fallen (sinken) - die Stadt
fällt (wird erobert) - böse Worte fallen
(werden gesagt) - die Entscheidung ist
gefallen (getroffen) - in Ohnmacht fallen -
durch die Prüfung fallen (nicht bestehen);
der Fall, die Fälle: auf jeden Fall - von Fall
zu Fall - für alle Fälle - in keinem Fall - im
Falle, dass... (falls, wenn)-ein schwieriger
Fall - Knall und Fall - der Fall (Niedergang)
einer Familie - jemanden zu Fall bringen
(scheitern, stürzen lassen); das Fallbeil; die
Falle; die Falllinie; das Fallobst; der Fall¬
schirm; die Falltür; fallweise
fäMen: einen Baum fällen (Umschlägen) -
eine Entscheidung fällen (treffen)
fällig: eine fällige (seit längerer Zeit zu bezah¬
lende) Rechnung - ein fälliger Termin - fäl¬
lig (an der Reihe) sein; die Fälligkeit
falls: falls (wenn) es regnet; ...falls: anderen¬
falls - äußerstenfalls - bestenfalls - gegebe¬
nenfalls - jedenfalls - keinesfalls - nötigen¬
falls - schlimmstenfalls
falsch: falsch schwören - ein falscher (hinter¬
listiger) Mensch - etwas falsch (nicht rich¬
tig) machen - etwas falsch (fehlerhaft)
schreiben - falsch (betrügerisch) spielen -
falsch liegen (am falschen Ort liegen, sich
irren) - in den falschen Zug steigen - ich
bin hier falsch (am falschen Platz) - ein fal¬
scher (unechter) Schmuck - falsche (künst¬
liche) Zähne - falsch (auf der Geige) spie¬
len; aber: ohne Falsch; fälschen: Geld
fälschen; der Fälscher; die Fälscherin; das
Falschgeld; die Falschheit; fälschlich (irr¬
tümlich); fälschlicherweise; der Falschpar¬
ker; die Fälschung; fälschungssicher
falten: Papier falten (Zusammenlegen) - die
Hände falten (ineinander legen); das Falt¬
boot; die Falte; das Faltengebirge; falten¬
los; faltig: ein faltiges Gesicht; ...fältig:
vielfältig; die Faltung
Fal ter, der: -s, - (Schmetterling)
Falz, der: -es, -e (Faltlinie); falzen: du falzt -
gefalztes Blech; die Falzung
Familie lat.: -, -n; eine kinderreiche Familie
- die Heilige Familie (Maria, Joseph und Je¬
suskind) - in der Familie liegen (sich ver¬
erben); familiär: eine familiäre Angelegen¬
heit - familiär (vertraulich) miteinander
verkehren; der/die Familienangehörige;
das Familienleben; der Familienname
famos lat.: ein famoser (prachtvoller, gro߬
artiger) Kerl
Fan engl, [fan], der: -s, -s (begeisterter Anhän¬
ger); der Fanklub
fanatisch lat.: (leidenschaftlich, besessen);
der Fanatiker; die Fanatikerin; der Fa¬
natismus
Fanfare franz., die: -, -n (Blasinstrument)
fangen: du fängst, er fing, sie hat gefangen,
fang(e)!; einen Dieb fangen - er fängt den
Ball - Feuer fangen (zu brennen beginnen)
- sich fangen (das Gleichgewicht wieder¬
finden); der Fang, die Fänge: der Fang (das
Maul) eines Raubtieres - einen guten Fang
machen (erfolgreich sein); der Fänger; die
Fängerin; das Fanggerät; die Fangprämie;
fangsicher: der fangsichere Torwart
Fan go /fa/., der: -s (heilkräftiger Mineral¬
schlamm); das Fangobad
Fantasie griech., die: -, Fantasien; keine Fan¬
tasie haben - der Fantasie freien Lauf las¬
sen; auch: die Phantasie; fantasiebegabt;
das Fantasiegebilde; fantasieren: du fanta¬
sierst (redest Unsinn); fantasievoll; die Fan¬
tasievorstellung; fantastisch; auch: phantas¬
tisch
Farbe, die: -, -n; die Farbe des Stoffes - in
Farbe (bunt, farbig) - Farbe bekennen
(seine Einstellung offen zeigen); das Farb¬
band; farbecht; färben;... färben: goldfar¬
ben; farbenblind; farbenfreudig; farben¬
froh; farbenprächtig; die Färberei; das
Farbfernsehen; der Farbfernseher; der
Farbfilm; das Farbfoto; farbig: eine farbige
(bunte) Zeichnung - farbig (lebendig)
erzählen; der/die Farbige; die Farbigkeit;
der Farbkontrast; farblich; farblos; die
Farblosigkeit; der Farbstift; der Farbstoff;
der Farbton; der Farbtupfen; die Färbung
Farce franz. [farse], die: -, -n (Verhöhnung ei¬
nes Geschehens; lächerliche, aber als
wichtig dargestellte Angelegenheit)
Farm engl., die: -, -en (landwirtschaftlicher
Betrieb); der Farmer; die Farmersfrau
Farn, der: -(e)s, -e (Pflanze); das Farnkraut
Färse, die: -, -n (junge Kuh) # Ferse
Fasan, der: -(e)s, -e(n) (Hühnervögel)
Fasching, der: -s, -e/-s (Zeit des Karnevals);
der Faschingsball; der Faschingsscherz; der
Faschingszug
Fa schjs mus italder: - (nationalistische
Staatsauffassung); der Faschist; die Faschis¬
tin; faschistisch
Fehdehandschuh
103
fa seln: er faselt (redet dumm daher); die Fase¬
lei
Faser, die: -n (feiner, dünner Faden); fas(e)rig;
fasern; fasernackt (völlig nackt); der Faser¬
schreiber; die Faserung
Fass, das: -es, Fässer; ein Fass Wasser - das
schlägt dem Fass den Boden aus (das ist die
Höhe)!; das Fassbier; der Fassbinder; das
Fässchen; fassweise
Fassade franz., die: -, -n (Vorderseite, Außen¬
ansicht)
fassen: du fasst, er fasste, sie hat gefasst,
fass(e)!; an der Hand fassen (nehmen) -
einen Entschluss fassen (sich entschließen)
- der Eimer fasst 10 Liter - Essen fassen -
jemanden zu fassen kriegen (erwischen) -
es ist nicht zu fassen (zu verstehen) - sich
fassen (zusammennehmen) - sich in Ge¬
duld fassen (sich gedulden); fassbar (be¬
greiflich, verständlich); fasslich: sich leicht
fasslich (verständlich) ausdrücken; die Fas¬
sung; die Fassungskraft; fassungslos; die
Fassungslosigkeit; das Fassungsvermögen
Fas set te franz., die: -, -n; —► Facette
fast: fast (beinahe) am Ziel sein # er fasst
fasten: (wenig oder nichts essen); das Fasten;
die Fastenzeit; die Fastnacht; auch: die
Fasnacht; der Fasttag
faszinieren lat.: fasziniert (bezaubert, ge¬
fesselt) sein - ein faszinierender Plan; die
Faszination
fatal lat.: eine fatale (verhängnisvolle, unan¬
genehme) Lage
Fata Morgana ital., die: -, -s/ Morganen
(durch Luftspiegelung verursachte Täu¬
schung)
fauchen: ein fauchender Tiger - die Lokomo¬
tive faucht
faul: ein fauler (träger) Arbeiter - faules (ver¬
dorbenes) Fleisch essen - faule (fragwür¬
dige) Geschäfte machen - faule (unglaub¬
würdige) Ausreden - ein fauler Zauber
(Schwindel) - auf der faulen Haut liegen
(faulenzen) - am Abend wird der Faule flei¬
ßig; die Fäule; faulen (verderben); faulen¬
zen; der Faulenzer; die Faulenzerin; die
Faulheit; faulig; die Fäulnis (das Faulen,
Verwesung); der Faulpelz # Foul
Fau na, lat., die: -, Faunen (Tierwelt)
Faust, die: -, Fäuste; auf eigene Faust (selbst¬
ständig) - mit eiserner Faust (gewaltsam) -
es faustdick hinter den Ohren haben
(durchtrieben sein) - wie die Faust aufs
Auge (überhaupt nicht) passen; der Faust¬
ball; das Fäustchen; faustdick; fausten: den
Ball über das Tor fausten; faustgroß; der
Fausthandschuh; der Faustkampf; der
Faustkeil; der Fäustling (Fausthandschuh);
das Faustpfand; das Faustrecht; die Faust¬
regel (einfache, nicht ganz genaue Regel);
die Faustskizze (einfache, rasch gezeich¬
nete Skizze)
favorisieren franz.: (vorziehen, begünsti¬
gen); der Favorit; die Favoritin
Fax, das: -, -(e) (Telefax); faxen (telefaxen)
Faxen Mz., die: - (Dummheiten, Späße); der
Faxenmacher
Fazit lat., das: -s, -e/-s (Endsumme, Ergebnis);
das Fazit aus etwas ziehen (das Ergebnis
von etwas feststellen)
FCKW = Fluorchlorkohlenwasserstoff
F.D.P. (FDP) = Freie Demokratische Partei
Feature engl, [fitscher], das: -(s), -s (Doku¬
mentarbericht)
Februar (Feb ru ar) (Febr.) lat., der: -(s), -e
(Monatsname)
fechten: du fichtst, er focht, sie hat gefoch-
ten, ficht!; mit dem Degen fechten (kämp¬
fen) - fechten gehen (betteln); der Fechter;
die Fechterin; der Fechtkampf
Feder, die: -, -n; mit einer spitzen Feder
schreiben - ein mit Federn (Daunen) gefüll¬
tes Kissen - Federn lassen (Schaden erlei¬
den, Nachteile hinnehmen) müssen; der
Federball; das Federbett; federführend
(verantwortlich, maßgeblich); der Feder¬
halter; der Federkiel; federleicht; Federle¬
sen: nicht viel Federlesens machen (ener¬
gisch vorgehen, keine Umstände machen);
federn (bei Druck nachgeben); der Feder¬
stiel; der Federstrich; die Federung; das Fe¬
dervieh; die Federwaage
Fee franz., die: -, Feen (weibliche Märchen-
bzw. Sagengestalt); feenhaft
Feed-back engl, [fjdbäk], das: -s, -s (Rückmel¬
dung); auch: das Feedback
fe gen: (mit dem Besen säubern, kehren);
etwas vom Tisch fegen (entfernen) - der
Wind fegt (rast) durch die Straßen; das
Feg(e)feuer; der Feger (Besen)
Fehde, die: -, -n (Feindschaft, Unfriede); der
Fehdehandschuh: jemandem den Fehde¬
fehlen
104
handschuh hinwerfen (ihm die Feindschaft
erklären) # Fete
fehlen: was fehlt dir? - in der Schule fehlen
(abwesend sein) - den Häsen fehlen (nicht
treffen) - an mir soll es nicht fehlen (liegen)
- es fehlt (mangelt) ihr an Fleiß - weit
gefehlt (Irrtum)!; fehl: fehl am Platz(e) sein
(nicht passen); aber: ohne Fehl (makellos);
die Fehlanzeige; fehlbar; der Fehlbetrag;
der Fehler; fehlerfrei; fehlerhaft; fehlerlos;
die Fehlerquelle; die Fehlerquote; die Fehl¬
geburt; fehlgehen; der Fehlgriff; die Fehl¬
leistung; der Fehlpass (im Sport); der Fehl¬
schlag; fehlschlagen (scheitern); der Fehl¬
schuss; der Fehlstart; fehltreten; der Fehl¬
tritt; die Fehlzündung
feiern: ein Fest feiern - jemanden als Helden
feiern; die Feier; der Feierabend; feierlich
(festlich, würdevoll); die Feierlichkeit; die
Feierschicht (arbeitsfreie Zeit); der Feier¬
tag; feiertags (an Feiertagen)
fei ge: (mutlos, ängstlich, hinterhältig); auch:
feig; die Feigheit; der Feigling
Fei ge, die: -, -n (Südfrucht); das Feigenblatt
feil: feile (verkäufliche) Waren; feilbieten
(zum Verkauf anbieten)
Fei le, die: -, -n (Werkzeug zum Glätten von
Holz, Metall); feilen
feil sehen: (einen Preis hartnäckig herunter¬
handeln)
fein: feine (dünne) Schnüre - ein feines Sieb -
ein feines (zierliches) Gesicht - ein feiner
(vornehmer) Mensch - ein feines (empfind¬
liches) Gehör - eine feine (erfreuliche)
Sache - etwas fein mahlen - fein gemahle¬
nes Mehl - du sollst dich fein machen
(schön herrichten) - ein Gerät fein (exakt)
einstellen - fein (he)raus (in einer glück¬
lichen Lage) sein; feinfühlig (taktvoll); die
Feinfühligkeit; das Feingefühl; feinglied(e)-
rig; das Feingold; die Feinheit; feinkörnig;
die Feinkost; feinmaschig; der Feinmecha¬
niker; die Feinmechanikerin; feinporig; der
Feinschmecker; die Feinschmeckerin; fein¬
sinnig (fein empfindend)
Feind, der: -(e)s, -e; viele Feinde (Gegner)
haben - jemandem Feind (feindlich ge¬
sinnt) sein - der böse Feind (Teufel); die
Feindeshand: in Feindeshand geraten; das
Feindesland; die Feindin; feindlich; die
Feindlichkeit; die Feindschaft; feindselig;
die Feindseligkeit
feist: ein feister (dicker, fetter) Kerl; die Feist¬
heit
feixen: (schadenfroh lachen)
Feld, das: -(e)s, -er; das Feld ackern - auf dem
Feld (Gebiet) der Wissenschaft - im Feld
(an der Front) sein - etwas ins Feld führen
(Gründe für etwas angeben) - das Feld
räumen (sich zurückziehen, aufgeben) -
gegen jemanden zu Felde ziehen (kämp¬
fen) - das Felcl behaupten (sich durchset¬
zen) - nicht jedes Feld trägt jede Frucht; die
Feldarbeit; das Feldbett; ... feldein: quer¬
feldein; die Feldfrucht; der Feldherr; der
Feldjäger; der Feldmarschall; der Feldspat;
der Feldspieler; der Feldstecher (Fernglas);
der Feldverweis; der Feldwebel (Unteroffi¬
zier); der Feldweg; der Feldzug
Fel ge, d ie: -, -n; einen Reifen auf die Felge
montieren - eine Felge (einen Reck¬
umschwung) vorführen; der Feigauf¬
schwung; die Felgenbremse; der Felg-
Umschwung
Fell, das: -(e)s, -e (behaarte Tierhaut); jeman¬
dem das Fell gerben (ihn durchprügeln) -
ein dickes Fell haben (wenig empfindlich
sein) - jemandem das Fell über die Ohren
ziehen (ihn betrügen, übervorteilen); die
Fellmütze
Fel •sen, der: -s, - (festes Gestein); auch: der
Fels; der Felsblock; felsenfest (unerschüt¬
terlich); die Fels(en)schlucht; die Fels(en)-
wand; felsig: felsiges Gelände; das Fels¬
massiv
Feme, die: -, -n (heimliches Gericht); der
Fememord
feminin lat.: ein feminines (weibliches) Aus¬
sehen; das Femininum (weibliches Haupt¬
wort); die Feminjstin (Frauenrechtlerin);
feminjstisch
Fenster, das: -s, -; weg vom Fenster sein
(nichts mehr zu bestimmen haben, nicht
mehr gefragt sein); das Fensterbrett; das
Fensterleder; der Fensterplatz; der Fens¬
terputzer; der Fensterrahmen; die Fenster¬
scheibe
Ferien Mz. lat., die: - (Arbeitspause, Ruhe¬
tage); der Ferienjob; die Ferienwohnung
Ferkel, das: -s, - (Jungschwein); die Ferkelei
(Unanständigkeit); ferkeln
Ferment lat., das: -s, -e (Gärstoff)
105
feuchtwarm
fern: ferne (weit entfernte) Länder - aus fernen
(weit zurückliegenden) Tagen - in ferner
(weiter) Zukunft - fern sein - fern liegen -
eine fern liegende Stadt - von fern und nah
(von überall) - von fern; aber: der Ferne
Osten (Ostasien); auch: ferne; fernab; fern-
bleiben; das Fernbleiben; die Ferne: aus
der Ferne; ferner (außerdem); fernerhin;
der Fernfahrer; das Ferngespräch; das
Fernglas; die Fernheizung; das Fernlicht;
fernmündlich; fernöstlich; das Fernrohr;
der Fernschreiber; der Fernsehapparat;
fernsehen: sie sieht fern; aber: in die Ferne
schauen; das Fernsehen; der Fernseher;
fernsehmüde; der Fernsprecher; der Fern¬
verkehr; das Fernweh
Fer •se, die: -n (hinterer Teil des Fußes); je¬
mandem die Fersen zeigen (fliehen) - je¬
mandem auf den Fersen sein (ihn verfol¬
gen); das Fersengeld: Fersengeld geben
(sich davonmachen) # Färse
fer tig: d ie Arbeit ist fertig (vollendet) - zur
Abreise fertig (bereit) - etwas fertig (in ferti¬
gem Zustand) kaufen - fertig (im fertigem
Zustand) bekommen - fertig (erschöpft)
sein - fix und fertig - mit etwas fertig wer¬
den (etwas bewältigen) - etwas fertig be¬
kommen (vollbringen) - etwas fertig brin¬
gen (schaffen) - fertig kriegen - jemanden
fertig machen - den Bau fertig stellen - mit
jemandem fertig sein (mit ihm nichts mehr
zu tun haben wollen); ...fertig: reisefertig;
die Fertigbauweise; fertigen (herstellen);
das Fertiggericht; das Fertighaus; die Fer¬
tigkeit (Geschicklichkeit); die Fertigklei¬
dung; die Fertigstellung; die Fertigung; die
Fertigware
fesch: eine fesche (hübsche, schicke) Klei¬
dung
fesseln: ich fess(e)le seine Hände - seine Zu¬
hörer fesseln (begeistern) - ein fesselnder
(interessanter, spannender) Film; die Fessel;
die Fess(e)lung
fest: ein festes (hartes) Material - feste (halt¬
bare) Kleidung - eine feste (beständige)
Freundschaft - fest (unerschütterlich) an
etwas glauben - etwas fest (kräftig) halten -
fest (kräftig) ziehen - ein festes Einkommen
- feste (nicht flüssige) Nahrung - eine feste
(geregelte) Arbeitszeit - feste (unabänderli¬
che) Grundsätze haben - in festen Händen
(verlobt oder verheiratet) sein; der Festakt;
das Festangebot; sich festbeißen; festbin¬
den (anbinden); festbleiben (nicht nach¬
geben); die Feste (Festung); sich festfahren;
sich festfressen; festhalten: etwas im No¬
tizbuch festhalten (schriftlich notieren);
aber: sich festhalten; festigen; die Festig¬
keit; die Festigung; sich festklammern;
festkleben; das Festland; festländisch;
(sich) festlegen; festliegen (nicht mehr wei¬
terkommen, festgelegt sein); festmachen:
Termine festmachen (vereinbaren) - den
Kahn festmachen (anbinden); der/das Fest¬
meter (Holzmaß); festnageln; die Fest¬
nahme (Gefangennahme); festnehmen
(verhaften); der Festpreis; sich festrennen;
festsetzen (anordnen, verhaften); festsitzen
(nicht mehr weiterkommen); feststehen: es
muss feststehen (sicher sein), dass... ; fest¬
stellen (bemerken, erkennen); die Feststel¬
lung; die Festung (befestigter Platz)
Fest, das: -(e)s, -e; ein Fest geben - man muss
die Feste feiern, wie sie fallen; der Festakt;
das Festbankett (Festessen); das Festessen;
die Festivität (Fest); das Festkleid; festlich;
die Festlichkeit; das Festmahl; der Festsaal;
das Festspiel; der Festtag; festtäglich; fest¬
tags; der Festzug
Festival engl, [festiwel], das: -s, -s (Musikfest,
Festspiel)
Fete franzdie: -, -n (Fest) # Fehde
Fe tisch franz., der: -(e)s, -e (Gegenstand mit
magischer Kraft, Götzenbild)
fett: fett kochen - ein fetter (fruchtbarer)
Boden - fett gedruckt; das Fett: sein Fett be¬
kommen (gescholten werden); fettarm; das
Fettauge; der Fettdruck; fetten; der Fett¬
fleck; fetthaltig; fettig; die Fettigkeit; der
Fettkloß (dicker Mensch); die Fettleibig¬
keit; das Fettnäpfchen: ins Fettnäpfchen
treten (jemanden kränken); die Fettsucht;
der Fetttopf; der Fetttropfen; der Fettwanst
(fetter Mensch)
Fetus lat., der: -/-ses, -se/Feten (Leibesfrucht
vom dritten Monat an); auch: der Fötus
Fetzen, der: -s, - (abgerissenes Stück); fetzen;
fetzig: eine fetzige (begeisternde, tolle)
Musik
feucht: feuchte Luft; das Feuchtbiotop; feucht¬
fröhlich; die Feuchtigkeit; feuchtkalt; feucht¬
warm
feudal
106
A
ß
C
D
E
F
feu dal lat.: (prunkvoll, vornehm); die Feudal¬
herrschaft (Vorherrschaft des Adels); der
Feudaljsmus; feudaljstisch; der Feudalstaat
Feu er, das: -s, -; Feuer im Herd - das Feuer
(die Glut, das Funkeln) in den Augen - das
Feuer eröffnen (zu schießen beginnen) -
ein Feuer speiender Berg - Feuer fangen -
Feuer und Flamme (hellauf begeistert) sein
- für jemanden die Hand ins Feuer legen
(für jemanden einstehen) - mit dem Feuer
spielen (unvorsichtig sein) - etwas aus dem
Feuer reißen (etwas noch zu einem guten
Ende bringen); der Feueralarm; feuerbestän¬
dig; die Feuerbestattung; der Feuereifer;
feuerfest; feuergefährlich; der Feuerhaken;
der Feuerlöscher; der Feuermelder; feuern;
feuerrot; die Feuersbrunst; der Feuer¬
schutz; feuersicher; die Feuerstätte; der
Feuerstrahl; der Feuerstuhl (Motorrad); die
Feuerung; die Feuerwehr; die Feuerwehr¬
leute Mz.; das Feuerwerk; das Feuerzeug;
feurig: feurige (funkelnde) Diamanten -
feurige (leidenschaftliche) Blicke
Feuil le ton franz. [föjeto], das: -s, -s (kultu¬
reller Teil der Zeitung
Fez franz., der: -es (Vergnügen, Spaß, Unsinn)
ff = fortissimo
ff. = folgende (Seiten)
Fiasko ital., das: -s, -s (Misserfolg)
Fi-bei griech., die: -, -n (Kinderlesebuch)
Fiber lat., die: -, -n (Faser) # Fieber
Fjchte, die: -, -n (Nadelbaum); fichten (aus
Fichtenholz); der Fichtenzapfen
fidel lat.: eine fidele (vergnügte) Gesellschaft
Fieber lat., das: -s, - (erhöhte Körpertempera¬
tur); fieberfrei; fieberhaft (hastig, erregt);
fieb(e)rig; die Fieberkurve; fiebern (Fieber
haben): nach etwas fiebern (etwas heiß ver¬
langen); das Fieberthermometer # Fiber
fies: ein fieser (gemeiner, schlechter, ekelhaf¬
ter) Kerl; der Fiesling
Fi gur,d ie: -, -en; eine schlanke Figur (Gestalt)
- eine gute Figur (einen guten Eindruck)
machen; figürlich (bildlich, anschaulich)
Fiktion lat., die: -, -en (Erdachtes, Einbil¬
dung); fiktional; fiktiv (erdichtet, angenom¬
men)
Filet franz. [file], das: -s, -s (Lenden- bzw.
Rückenstück)
Filiale lat., die: -, -n (Zweigstelle); die Filial¬
kirche; der Filialleiter; die Filialleiterin
Fi li gran (Fi lig ran) ital., das: -s, -e (Zier¬
arbeit aus feinem Draht)
Fjlm engl., der: -(e)s, -e; sich einen Film anse-
hen - ein öliger Film (eine dünne Schicht
aus Öl); der Filmapparat; das Filmatelier
[...atelje]; filmen; das Filmfestival (Film¬
festspiel); filmisch; die Filmkamera; der
Filmschauspieler; die Filmschauspielerin;
der Filmstar; die Filmszene; die Filmvor¬
führung
Filter lat., das?der: -s, - (Vorrichtung zur
Trennung fester Stoffe von Flüssigkeit); der
Filterkaffee; filtern; das Filterpapier; die
Filterung; die Filterzigarette; filtrieren
Fjlz, der: -es, -e (Stoff aus Fasern oder wolligen
Haaren); die Filzdecke; filzen (durchsu¬
chen); der Filzhut; filzig; der Filzpantoffel;
der Filzschreiber
Fimmel, der: -s, -; einen Fimmel (ein über¬
triebenes Interesse) für den Sport haben
Finale lat., das: -s, - (Schlussteil, Schlusssatz,
Schlussrunde); final (abschließend); der Fi-
naljst (Teilnehmer am Endkampf); die Fina-
Ijstin
Finanz franz., die: -, -en (Geldwesen, Geld¬
geschäft); das Finanzamt; finanziell; finan¬
zieren (Geld zur Verfügung stellen); die Fi¬
nanzierung; das Finanzwesen; die Finanz¬
wirtschaft
finden: du findest, er fand, sie hat gefunden,
find(e)!; den richtigen Weg finden - ich
finde (meine), dass... - das wird sich fin¬
den (herausstellen, aufklären); das Findel¬
kind; der Finder; der Finderlohn
findig: ein findiger (kluger, pfiffiger) Kopf; die
Findigkeit
Finesse franz., die: -, -n (Feinheit, Trick)
Fjn-ger, der: -s, -; die fünf Finger einer Hand -
keinen Finger rühren (nicht helfen) - sich
etwas an den Fingern abzählen (leicht vo¬
raussehen) können - die Finger von etwas
lassen (sich nicht mit etwas abgeben) - je¬
manden um den Finger wickeln (ihn len¬
ken, beeinflussen) - sich die Finger ver¬
brennen (bei etwas Schaden erleiden) -
jemandem auf die Finger sehen (ihn scharf
beobachten) - sich in den Finger schneiden
(zum eigenen Schaden verrechnen) - wenn
man einem den kleinen Finger reicht, so
nimmt er die ganze Hand; der Finger¬
abdruck; fingerbreit: ein fingerbreiter
107
flanieren
Rand; aber: einen Finger breit; der Finger¬
breit: keinen Fingerbreit nachgeben; aber:
fünf Finger breit; fingerdick; aber: zwei
Finger dick; fingerfertig (geschickt); das
Fingerhakeln; der Fingerhut; fingern: an et¬
was fingern (herumtasten, herumspielen);
der Fingernagel; der Fingerring; das Fin¬
gerspitzengefühl; der Fingerzeig
fin gie ren lat.: eine fingierte (vorgetäuschte,
frei erfundene) Botschaft
Finish engl, [fjnisch], das: -s, -s (Endphase,
Endkampf)
Fink, der: -en, -en (Singvogel); der Finken¬
schlag
Fjnnland: -s (Staat in Nordeuropa); der
Finne; die Finnin; finnisch
finster: eine finst(e)re (dunkle) Nacht - finster
(drohend) schauen - ein finsterer (unheim¬
licher) Bursche - finstere (böse) Gedanken
hegen; aber: im Finst(e)ren (in der Dunkel¬
heit) arbeiten - im Finstern tappen (im Un¬
gewissen sein); die Finsternis, die Finster¬
nisse
Fjn-te itaL, die: -, -n (Täuschung, List)
Firlefanz, der: -es (überflüssiges, wertloses
Zeug)
fjrm lat.: firm (sicher, bewandert) in Mathema¬
tik sein; firmen; der Firmling; der Firmpate;
die Firmpatin; die Firmung
Fjr-ma (Fa.) itaL, die: -, Firmen (Geschäft, Be¬
trieb); der Firmenchef; die Firmenchefin
Fir ma ment lat, das: -(e)s, -e (Himmels¬
gewölbe)
Fjrn, der: -(e)s, -e (Altschnee); der Firnschnee
Fjr-nis franz., der: -ses, -se (Schutzanstrich)
Fjrst, der: -(e)s, -e (oberste Kante des Daches);
der Firstbalken
first dass engl, [först Mas]: (zur Spitzenklasse
gehörig); das First-class-Hotel
Fisch, der: -(e)s, -e; Fische fangen - die Fisch
verarbeitende Industrie - kleine Fische (Klei¬
nigkeiten); fischen; der Fischer; das Fischer¬
boot; die Fischerei; die Fischerin; der
Fischfang; der Fischkutter; das Fischnetz;
der Fischotter; fischreich; die Fischreuse
(Netz für den Fischfang); der Fischteich;
der Fischweiher; die Fischzucht
Fjskus lat., der: - (Staatskasse); fiskalisch
Fjs tel lat, die: -, -n (Geschwür); die Fistel¬
stimme (hohe, feine Stimme)
fjt engl.: fitter, am fittesten; (in guter Form,
sportlich trainiert, gesund); die Fitness; das
Fitnesscenter; das Fitnesstraining
Fjttich, der: -(e)s, -e (Flügel eines Vogels);
jemanden unter seine Fittiche nehmen (ihn
betreuen, ihm helfen)
fjx lat.: ein fixer (gewandter) Bursche - fixe
(feststehende) Kosten - eine fixe (törichte)
Idee - fix und fertig (ganz fertig, völlig
erschöpft) sein; fixieren; die Fixkosten; der
Fixstern; das Fixum (festes Gehalt)
fixen engl.: (sich Drogen spritzen); der Fixer;
die Fixerin
Fjord skand., der: -(e)s, -e (Meeresarm in
Skandinavien, schmale Meeresbucht)
flach: ein flaches (ebenes) Gelände - ein fla¬
ches (nicht tiefes) Gewässer - auf dem fla¬
chen Lande (außerhalb der Stadt) wohnen;
das Flachdach; die Fläche; flächende¬
ckend; flächenhaft; der Flächeninhalt; das
Flächenmaß; flächig; die Flachküste; das
Flachland; der Flachmann (kleine Schnaps¬
flasche zum Einstecken); die Flachzange
Flachs, der: -es (Faserpflanze, Scherz); flachs¬
blond; flachsen (scherzen, sich necken)
flackern: ein flackerndes (unruhig zucken¬
des) Feuer; flack(e)rig
Fladen, der: -s, - (flacher Kuchen, breiige,
flache, kreisrunde Masse); das Fladenbrot
Flag-ge, die: -, -n (viereckige Fahne); Flagge
zeigen (seine Meinung deutlich zu erken¬
nen geben); flaggen (eine Fahne aufzie-
hen); der Flaggenmast; die Flaggenparade;
das Flaggensignal; der Flaggoffizier; das
Flaggschiff
Flair franz. [ftär], das: -s (die persönliche Note,
Atmosphäre)
Flak, die: -, -(s) (Flugzeugabwehrkanone); das
Flakgeschütz; der Flakhelfer
flambieren franz.: (mit Alkohol übergießen
und brennend servieren)
Flamingo span., der: -s, -s (Wasservogel)
Flam me, die: -, -n; die Flammen der Hölle -
die Flammen der Begeisterung - den Flam¬
men übergeben (einäschern); das Flämm-
chen; flammen; flammend: eine flammen¬
de (zündende) Ansprache halten; das Flam¬
menmeer
Flanell engl., der: -s, -e (weicher Wollstoff,
angerautes Gewebe); der Flanelllappen
flanieren franz.: (umherschlendern, bum¬
meln)
Flanke
108
Flanke franz., die: -n; eine Flanke (ein seit¬
licher Sprung) über den Barren - dem Geg¬
ner in die Flanke (Seite) fallen - eine weite
Flanke schlagen (den Ball quer über das
Spielfeld spielen) - die Flanken (Hüften) des
Pferdes; flanken; der Flankenangriff; der
Flankenschutz; flankieren: jemanden flan¬
kieren (links und rechts von ihm gehen) -
flankierende (unterstützende) Maßnahmen
flapsig: eine flapsige (unreife, vorlaute) Be¬
merkung machen
Flasche, die: -, -n; eine Flasche Wein - eine
Flasche (ein Versager) im Sport sein - oft
zur Flasche greifen (viel Alkohol trinken);
das Flaschenbier; der Flaschenöffner; die
Flaschenpost; der Flaschenzug (Hebevor¬
richtung)
flat tern: mit den Flügeln flattern - die Fah¬
nen flattern (wehen heftig) im Wind;
flatterhaft (wankelmütig, unzuverlässig);
flatt(e)rig (aufgeregt)
flau: flauer, am flau(e)sten; ihm wird flau
(schwach, übel) vor Hunger - der Wind
wird flauer (lässt nach) - die Geschäfte ge¬
hen flau (nicht gut); die Flaute (Windstille,
Ruhe im Geschäftsleben)
Flaum, der: -(e)s (zarter Haar- bzw. Feder¬
wuchs); die Flaumfeder; flaumig (weich
wie Flaum, zart); flaumweich # Pflaume
flauschig: ein flauschiges (weiches) Tuch;
der Flausch (weiches Gewebe)
Flau •se, die: -, -n; nur Flausen (dumme Ge¬
danken, Unsinn) im Kopf haben - jeman¬
dem die Flausen austreiben
flech ten: du flichtst, er flocht, sie hat ge¬
flochten, flicht!; das Haar zu Zöpfen flech¬
ten (binden); die Flechte (Hautausschlag,
niedere Pflanze, Zopf); das Flechtwerk
Fleck, der: -(e)s, -e; auch: der Flecken; einen
Fleck auf die Hose nähen - einen Fleck aus
einem Kleidungsstück entfernen - ein wei¬
ßer Fleck auf der Landkarte (ein noch un¬
erforschtes Gebiet) - vom Fleck weg (so¬
fort, auf der Stelle) - einen Fleck auf seiner
weißen Weste haben (etwas Ungesetz¬
liches, Unrechtes getan haben) - nicht vom
Fleck (nicht vorwärts) kommen; fleckenlos;
das Fleckenwasser; das Fleckfieber; fleckig
Fledermaus, die: -, ...mäuse (sehr kleines,
flugfähiges Säugetier)
Fleet, das: -(e)s, -e (Kanal, Graben)
Flegel, der: -s, - (ungezogener Mensch, Lüm¬
mel); die Flegele]; flegelhaft; die Flegelhaf¬
tigkeit; die Flegeljahre Mz.; sich flegeln:
sich in den Sessel flegeln (lümmeln)
flehen: zu Gott flehen (Gott inständig bitten);
flehentlich (eindringlich)
Fleisch, das: -(e)s; ein Fleisch fressendes In¬
sekt - sein eigenes Fleisch und Blut (die ei¬
genen Kinder) - jemandem in Fleisch und
Blut übergehenjselbstverständlich werden)
- sich ins eigene Fleisch schneiden (sich
selbst schaden) - der Geist ist willig, aber
das Fleisch ist schwach; der Fleischer
(Metzger); die Fleischerei; die Fleischerin;
fleischfarben; fleischfarbig; der Fleisch¬
fresser; fleischig; fleischlich; fleischlos; die
Fleischwaren Mz.; der Fleischwolf
Fleiß, der: -es; Fleiß (Eifer) zeigen - etwas mit
Fleiß (Absicht) machen - ohne Fleiß kein
Preis; die Fleißarbeit; fleißig: der fleißige
Schüler; aber: das Fleißige Lieschen
(Blume) - abends wird der Faule fleißig
flek tie ren lat.: ein Wort flektieren (beugen);
flektierbar; die Flexion (die Beugung)
flen nen: (weinen, heulen); die Flennerei
fletschen: die Zähne fletschen (zeigen,
blecken)
fle xi bel lat.: (biegsam, anpassungsfähig); die
Flexibilität
fljcken: Wäsche flicken - jemandem etwas
am Zeug flicken (nachteilig über ihn re¬
den); die Flickarbeit; der Flicken (Stück
Stoff, Leder o.Ä. zum Ausbessern); die Fli¬
ckerei; der Flickschuster; die Flickschus¬
terin; das Flickwerk; das Flickzeug
Flieder, der: -s, - (Strauch mit stark duftenden
Blüten); der Fliederbusch; fliederfarben;
der Fliederstrauch
fbe-gen: du fliegst, er flog, sie ist geflogen,
flieg(e)!; durch die Luft fliegen - auf den
Boden fliegen (fallen) - von der Schule
fliegen (verwiesen werden) - durch eine
Prüfung fliegen (nicht bestehen) - auf etwas
fliegen (von etwas angezogen werden); die
Fliege: keiner Fliege etwas zuleide tun
(gutmütig sein); das Fliegengewicht; der
Flieger; die Fliegerei; die Fliegerin
fliehen: du fliehst, er floh, sie ist geflohen,
flieh(e)!; aus dem Gefängnis fliehen (aus¬
reißen) - zu jemandem fliehen (bei jeman¬
dem Schutz suchen); die Fliehkraft
109
Flussufer
Fliese, die: -, -n (Wand- oder Bodenbelag);
fliesen: ein gefliester Boden; der Fliesenle¬
ger; die Fliesenlegerin
fließen: du fließt, er floss, sie ist geflossen,
fließ(e)!; der Bach fließt langsam - flie¬
ßende (weich fallende) Seide - der flie¬
ßende Verkehr; die Fließarbeit; das Flie߬
band; fließend: eine Sprache fließend
(geläufig) sprechen; das Fließheck; das
Fließpapier; —► Fluss
fljmmern: die Luft flimmert (funkelt, glänzt)
vor Hitze; die Flimmerkiste (Fernsehappa¬
rat)
flink: flinker, am flink(e)sten; ein flinker Bur¬
sche - ein flinkes Mundwerk haben; die
Flinkheit
Flin •te, die: -, -n (Jagdgewehr); die Flinte ins
Korn werfen (aufgeben, den Mut verlieren)
Flirt engl, [flört], der: -(e)s, -s (Liebelei); flirten:
mit jemandem flirten (ihm schöne Augen
machen)
Fljt-ter, der: -s, - (glänzender Schmuck, un¬
echter Glanz); das Flittchen; der Flitter¬
kram; füttern (glänzen); die Flitterwochen
Mz. (erste Wochen nach der Hochzeit)
fljtzen: um die Ecke flitzen (rennen, sausen);
der Flitzer (kleines, schnelles Fahrzeug)
Flocke, die: -, -n; der Schnee fällt in dicken
Flocken; flockig
Floh, der: -(e)s, Flöhe (kleines, Blut saugendes
Insekt); jemandem einen Floh ins Ohr set¬
zen (ihm etwas sagen, was ihn nicht mehr
in Ruhe lässt); der Flohbiss; der Flohmarkt
(Trödelmarkt); der Flohzirkus
Flop engl., der: -s, -s; (Fehlschlag, Misserfolg)
Flor latv der: -s, -e (dünnes Gewebe, Blumen¬
fülle); die Flora (Pflanzenwelt); florieren:
das Geschäft floriert (gedeiht); der Florist
(Blumenzüchter, -binder); die Florjstin
Florett franzdas: -(e)s, -e (Fechtwaffe)
Floskel lat., die: -, -n (abgenutzte, leere
Redensart); floskelhaft
Floß, das: -es, Flöße (Wasserfahrzeug aus
Baumstämmen); flößen; der Flößer; die
Flößerei; die Flößerin; die Floßfahrt
Flps-se, die: -, -n (Fortbewegungsorgan der Fi¬
sche)
Flöte, die: -, -n (Blasinstrument); Flöte spie¬
len; flöten: das Geld ist flöten gegangen
(verloren gegangen); das Flötenspiel; der
Flötjst; die Flötjstin
flott: flott (rasch, ohne Unterbrechung) arbei¬
ten - flott (unbekümmert) leben - ein flotter
(eleganter) Mann; flottbekommen (in Gang
bekommen); flottmachen: ein Schiff flott¬
machen (fahrtüchtig machen); aber: etwas
flott (flink, zügig) machen
Flotte, die: -, -n (Schiffsverband, Seemacht)
Flöz, das: -es, -e (Kohleablagerung, abbau¬
bare Schicht)
fluchen: laut fluchen (schelten); der Fluch,
die Flüche; fluchbeladen
Flucht, d ie: -, -en; die Flucht (der Rückzug)
vor dem Feind - eine Flucht (Reihe) von
Häusern - die Flucht ergreifen (fliehen);
fluchtartig; flüchten (fliehen); flüchtig: ein
flüchtiges (vergängliches) Glück - ein
flüchtiger (entflohener) Dieb - flüchtig
(nachlässig) arbeiten; die Flüchtigkeit; der
Flüchtigkeitsfehler; der Flüchtling; flucht¬
verdächtig; der Fluchtversuch
Flug, der: -(e)s, Flüge; auf dem Flug nach Paris
- die Zeit vergeht wie im Flug (sehr
schnell), die Flugbahn; das Flugblatt; der
Fluggast; die Fluggesellschaft; der Flugha¬
fen; der Flugkapitän; der Fluglotse; der
Flugplatz; flugs (schnell, sofort); die Flug-
strecke; der Flugverkehr; das Flugzeug; der
Flugzeugträger
Flügel, der: -s, -; mit den Flügeln schlagen -
auf dem Flügel (Klavier) spielen - der
rechte Flügel (Anbau) des Hauses - die
Flügel hängen lassen (mutlos sein); flügel¬
lahm; der Flügelschlag; die Flügeltür
flügge: flügge (flugfähig, im heiratsfähigen
Alter) sein
Flunder, die: -, -n (Fisch)
flunkern: (schwindeln, aufschneiden); die
Flunkerei
Flur, der: -(e)s, -e (Vorraum eines Hauses,
Diele)
Flur, die: -, -en (nutzbare Landfläche, Wiesen,
Felder); in Wald und Flur; die Flurberei¬
nigung; der Flurschaden
Fluss, der: -es, Flüsse; den Fluss abwärts fah¬
ren - der Fluss (Lauf) der Rede - eine
Sache in Fluss (Bewegung) bringen; fluss¬
abwärts); flussauf(wärts); das Flussbett;
das Flussdiagramm (grafische Darstellung
von Abläufen); die Flussmündung; das Fluss¬
pferd; der Flusssand; die Flussschifffahrt;
das Flussufer; —► fließen
flüssig
110
flüssig: flüssige Nahrung - Gelder flüssig
(verfügbar) haben, machen - flüssig (flie¬
ßend) lesen - flüssiges (geschmolzenes) Ei¬
sen; das Flüssiggas; die Flüssigkeit
flüstern: ins Ohr flüstern (leise sagen) -
jemandem etwas flüstern (die Meinung
sagen); die Flüsterpropaganda; die Flüster¬
stimme
Flut, die: -en (ansteigender Wasserstand bei
Gezeitenwechsel); die Fluten des Meeres -
eine Flut (große Menge) von Briefen; flu¬
ten: das Wasser flutet über die Deiche - die
Menge flutet (strömt) in den Saal; die Flut¬
katastrophe; das Flutlicht; die Flutwelle
flutschen: es flutscht (geht gut voran)
Föderaljsmus lat., der: - (Streben der Län¬
der eines Staates nach Selbstständigkeit);
föderal; föderalistisch; die Föderation; fö¬
derativ; föderiert (verbündet)
Fohlen, das: -s, - (junges Pferd)
Föhn, der: -(e)s, -e (trockener, warmer Fallwind,
elektrischer Haartrockner); föhnen: das Haar
föhnen; föhnig: ein föhniges Wetter
Föhre, die: -, -n (Kiefer); der Föhrenwald
Fokus lat.f der: -, -se (Brennpunkt); fokussie¬
ren
Fol ge, d ie: -, -n; die Folge (Auswirkung) einer
Krankheit - die Folgen von etwas tragen -
einem Befehl Folge leisten - die nächste
Folge einer Sendung - in rascher Folge;
...folge: infolge - infolgedessen - demzu¬
folge - zufolge; die Folgeerscheinung; die
Folgekosten; folgen: den Eltern folgen
(gehorchen) - kannst du mir folgen (mich
verstehen)? - Fortsetzung folgt - jemandem
heimlich folgen - daraus folgt (ergibt sich);
folgend: die folgende Seite; aber: das Fol¬
gende (das später Geschehende) - Folgen¬
des - im Folgenden - in Folgendem - durch
Folgendes; folgendermaßen (so, auf fol¬
gende Art); folgenschwer; folgerichtig; fol¬
gern (zu dem Schluss kommen, den
Schluss ziehen); die Folgerung; die Folge¬
zeit; folglich (also); folgsam (gehorsam)
Folie lat. [folje], die: -, -n (dünnes Blatt, Me¬
tall- bzw. Plastikhaut); der Foliant (ein gro¬
ßes Buch); folienverpackt
Folklore engl., die: - (volkstümliches Brauch¬
tum); folklorjstisch
Folter, die: -, -n (Peinigung, Misshandlung);
jemanden auf die Folter spannen (hinhal-
ten, im Unklaren lassen); die Folterkam¬
mer; foltern; die Folterqual; die Folterung
Fon griech., das: -s, -(s); —► Phon
Fond franz. [fo], der: -s, -s (Hintergrund, Auto¬
rücksitz)
Fonds franz. [fo], der: -, - (Geldmittel, Geld¬
reserve)
Fon-due franz. [födü], das: -s, -s (Gericht aus
geschmolzenem Käse oder gebratenen
Fleischstückcjien)
Fontäne franz., die: -, -n (Springbrunnen)
foppen: (zum Narren halten, necken); die
Fopperei
Förde, die: -, -n (tiefe, schmale Meeresbucht)
fordern: jemanden zum Kampf fordern - Ge¬
horsam fordern (verlangen); die Forderung
fördern: Bodenschätze fördern (abbauen) -
einen Künstler fördern (unterstützen) - et¬
was zutage fördern (ans Licht bringen); das
Förderband; der Förderer; die Förderin;
der Förderkurs; förderlich; der Förder¬
schacht; die Förderstufe; der Förderturm;
die Förderung
Fo rel le, die: -, -n (Fisch); die Forellenzucht
Forke, die: -, -n (Heu-, Mistgabel)
Form, die: -, -en; die Form eines Autos - die
Formen wahren (Anstand bewahren) - in
guter Form (Verfassung) sein - in Form
kommen; formbar; formbeständig; das
Formblatt; formen (gestalten, anfertigen);
formenreich; der Formfehler; formieren;
...förmig: kugelförmig; förmlich; die
Förmlichkeit; formlos; die Formsache;
formschön; formulieren: einen Satz formu¬
lieren (bilden); die Formulierung; die For¬
mung; formvollendet
formal lat.: (die äußeren Formen betreffend,
nur der Form nach); die Formalie [for-
maljej; der Formalismus (Überbetonung
der Form); formaljstisch; die Formalität
(die Formsache, Äußerlichkeit)
For mat lat., das: -(e)s, -e; das Format (die
Größe) DIN-A-4 - ein Mann von Format
(Ansehen, Niveau); die Formation (Anord¬
nung, bestimmte Aufstellung)
For mel lat., die: -, -n; eine mathematische
Formel; formelhaft; formell (höflich, rein
äußerlich)
For mu lar lat., das: -s, -e (Vordruck)
forsch lat.: forsch (schneidig, mutig) auftreten;
die Forschheit
111
Franken
forschen: nach dem Täter forschen (suchen);
der Forscher; die Forscherin; die For¬
schung; das Forschungslabor; die For¬
schungsreise
Forst, der: -(e)s, -e(n) (Wald); das Forstamt;
der Förster; die Försterin; forstlich; der
Forstmann; das Forstrevier
fort: fort (weg, abwesend) sein - schnell fort! -
in einem fort (immerzu) - und so fort (usf.);
fortan; forthjn; fortwährend (unaufhörlich)
Fort franz. [for], das: -s, -s (Festungswerk)
fort-be-we-gen: (vorwärts bewegen); die
Fortbewegung
fortbilden: sich in einem Kurs fortbilden;
die Fortbildung
fortbringen: eine Ware fortbringen (weg¬
schaffen) - sich mühsam fortbringen (er¬
nähren)
fort-dau-ern: (weiter bestehen, andauern); die
Fortdauer
forte (f) ital.: (laut, stark); fortjssimo (ff) (sehr
laut)
fort-ent-wi-ckeln: eine Erfindung fortentwi¬
ckeln; die Fortentwicklung
fortfahren: im Auto fortfahren - in der
Arbeit fortfahren (weitermachen)
fortführen: einen Gefangenen fortführen -
er führte das Geschäft seines Vaters fort; die
Fortführung
fort-ge-hen: (Weggehen, andauern); der Fort¬
gang: die Sache nimmt ihren Fortgang
(Lauf)
fort-kom-men: in seinem Beruf fortkommen
(Erfolg haben); das Fortkommen: sein Fort¬
kommen finden (seinen Lebensunterhalt
verdienen)
fortlaufen: von zu Hause fortlaufen; fort¬
laufend: die Seiten sind fortlaufend (aufein¬
ander folgend) nummeriert
fortpflanzen, sich: (Nachkommen hervor¬
bringen); die Fortpflanzung
Fort schritt, der: -(e)s, -e; gute Fortschritte
machen; der/die Fortgeschrittene; fort¬
schreiten; fortschrittlich
fortsetzen: die Arbeit fortsetzen (weiterfüh¬
ren); fortgesetzt (unaufhörlich); die Fort¬
setzung (Forts.); der Fortsetzungsroman
Fo rum lat., das: -s, Foren; das Forum (die Per¬
sonen) der Öffentlichkeit
Fos-sil lat., das: -s, Fossilien (versteinerter Rest
von Pflanzen oder Tieren); fossil
Foto, das: -s, -s ein Foto von jemandem ma¬
chen; das Fotoalbum; der Fotoapparat; das
Fotoatelier [..atelje]; fotogen (bildwirk¬
sam); auch: photogen; der Fotograf; die Fo¬
tografie; auch: die Photographie; fotogra¬
fieren; die Fotografin; fotografisch; auch:
photographisch; die Fotokopie; fotokopie¬
ren; das Fotomodell; die Fotomontage
[... montasche]; der Fotoreporter; die Fo¬
toreporterin; die Fotothek (Fotosamm¬
lung)
Fötus lat., der: -/ses, -se/Föten; —► Fetus
Foul engl, [faul], das: -s, -s (unfaires, regelwid¬
riges Verhalten im Sport); foul (regelwid¬
rig); der Foulelfmeter; foulen; das Foulspiel
# faul
Foyer franz. [foaje], das: -s, -s (Wandelhalle
im Theater, Vorraum)
Fracht, die: -, -en (Ladung, zu befördernde
Ware); der Frachtbrief; der Frachter
(Frachtschiff); frachtfrei (ohne Frachtkosten
für den Empfänger); das Frachtgut; der
Frachtverkehr
Frack engl., der: -(e)s, -s/Fräcke (Männer¬
anzug für ein Fest)
fragen: den Lehrer fragen - eine gefragte
(begehrte) Ware; aber: Fragen kostet nichts;
die Frage: in Frage kommen (in Betracht
gezogen werden); auch: infrage - außer
Frage (ganz gewiss) sein; der Fragebogen;
die Fragerei; der Fragesatz; das Frage-und-
Antwort-Spiel; das Fragewort; das Frage¬
zeichen; fraglich (ungewiss, zweifelhaft);
fraglos (ohne Frage); fragwürdig (zweifel¬
haft, verdächtig); die Fragwürdigkeit
fragil lat.: (zart, zerbrechlich)
Frag ment lat., das: -(e)s, -e (Bruchstück, et¬
was Unvollendetes); fragmentarisch (nicht
vollständig)
Fraktion franz.: -, -en (die Abgeordneten ei¬
ner Partei im Parlament); fraktionell; der
Fraktionsausschuss; das Fraktionsmitglied
Fraktur lat, die: -, -en (alte, deutsche Schrift,
Knochenbruch); mit jemandem Fraktur
reden (ihm deutlich seine Meinung sagen)
frank franz.: (frei); frank und frei (offen, auf¬
richtig) seine Meinung sagen
Franken, das: -s (Land der Franken); der
Franke; die Fränkin; fränkisch
Fran-ken, der: -s, - (schweizerische Münze)
frankieren
112
frankieren ital.: einen Brief frankieren (mit
Briefmarke(n) versehen, freimachen); franko
(portofrei)
Frank-reich: -s (Staat in Westeuropa); der
Franzose; die Französin; französisch: der
französische Wein; aber: die Französische
Revolution - das Französische - auf Fran¬
zösisch
Franse, die: -n (Fadenbündel); fransen;
fransig: sich den Mund fransig reden (viel,
doch vergeblich reden)
fräsen: ein Gewinde fräsen; die Fräse (Werk¬
zeug); die Fräsmaschine
Fraß, der: -es, -e (Futter für Tiere, schlechtes
Essen); fressen
Fratze, die: -, -n (verzerrtes Gesicht); der
Fratz (ungezogenes Kind); fratzenhaft
Frau (Fr.), die: -, -en; eine kluge Frau - meine
Frau (Ehefrau) - Frau Müller; frauenhaft;
das Fräulein (Frl.); fraulich (weiblich)
Freak amerik. [frik], der: -s, -s (jemand, der sich
für etwas fanatisch begeistert)
frech: frech wie Oskar (sehr frech); der Frech¬
dachs; die Frechheit: Frechheit siegt
Fregatte franz., die: -, -n (Kriegsschiff)
frei: freier, am frei(e)sten; frei (selbstständig)
sein - frei (unabhängig) bleiben - frei wer¬
den-frei (keinen Unterricht, keinen Dienst)
haben - der Platz ist frei - er reitet über das
freie (leere) Feld - freie Fahrt haben - frei
(ohne Hilfe) laufen - ein frei lebendes Wild
- der Kranke kann noch nicht frei (ohne
fremde HiIfe) stehen - frei von Schuld -
eine Ware frei Haus liefern; aber: ins Freie
gehen - im Freien - Freie Hansestadt Bre¬
men; ...frei: portofrei - schulfrei; die Frei¬
arbeit; das Freibad; freibekommen (Urlaub
bekommen); freiberuflich; der Freibeuter
(Seeräuber); der Freibrief: einen Freibrief
(eine besondere Erlaubnis) haben; das
Freie; das Freiexemplar; die Freifrau; die
Freigabe; freigeben (Urlaub geben); frei¬
gebig (großzügig); freihaben (Urlaub ha¬
ben); der Freihafen; freihalten: die Ausfahrt
freihalten - jemanden freihalten (für ihn
bezahlen); aber: kannst du den schweren
Apparat frei (ohne Stütze) halten?; freihän¬
dig; die Freiheit; freiheitlich; der Freiheits¬
drang; freiheitsliebend; freiheraus (offen,
geradeheraus); der Freiherr; die Freiherrin;
die Freikarte; freikommen (loskommen);
freilassen (entlassen, freigeben); freilich;
freimachen (Urlaub machen, frankieren);
der Freimut; freimütig (offen); freischaf¬
fend (ohne feste Anstellung); der Frei¬
schwimmer; die Freischwimmerin; frei¬
sprechen (für nicht schuldig erklären);
aber: frei (ohne Vorlage) sprechen; der Frei¬
spruch; der Freistaat; freistellen (erlauben);
der Freistil; der Freistoß; der Freitod; frei-
weg: freiweg (unbekümmert) seine Mei¬
nung sagen; freiwillig; der/die Freiwillige;
die Freiwilligkeit; der Freiwurf; die Frei¬
zeit; freizügig; die Freizügigkeit
freien: (heiraten wollen, werben); der Freier:
auf Freiersfüßen gehen (heiraten wollen)
Freitag (Fr.), der: -(e)s, -e (Wochentag); der
Freitagabend; freitagabends; freitags (an
Freitagen): freitags abends
fremd: ein fremder (unbekannter) Mann -
fremdes (einem anderen gehörendes) Ei¬
gentum; der Fremdarbeiter; die Fremd¬
arbeiterin; fremdartig; der/die Fremde;
die Fremde: in der Fremde (im Ausland);
der Fremdenführer; der Fremdenverkehr;
fremdgehen (untreu sein); die Fremdherr¬
schaft; der Fremdkörper; fremdländisch;
der Fremdling; die Fremdsprache; fremd¬
sprachig; fremdsprachlich; das Fremdwort
frenetisch franz.: ein frenetischer (stürmi¬
scher) Beifall
Frequenz lat., die: -, -en (Schwingungszahl
in einer bestimmten Zeit, Häufigkeit); fre¬
quentieren (häufig besuchen)
Freske franz., die: -, -n (Wandmalerei); auch:
das Fresko
fressen: du frisst, er fraß, sie hat gefressen,
friss!; viel fressen - der Ärger frisst in mir -
das Auto frisst viel Benzin - an jemandem
einen Narren gefressen haben (in jeman¬
den vernarrt sein) - etwas ausgefressen (an¬
gestellt) haben - etwas in sich hi nein fressen
(einen Ärger schweigend hinnehmen); die
Fressalien; das Fressen; die Fresserei; die
Fressgier; der Fressnapf; die Fresssucht
Freu-de, die: -, -n; Freud und Leid - auf Freud
folgt Leid; der Freudensprung; der Freu¬
dentaumel; freudestrahlend; aber: vor Freu¬
de strahlend; freudig; freudlos; freuen
Freund, der: -(e)s, -e; ein guter Freund - ein
Freund (Anhänger) des Sports - Freund
sein, bleiben - mit jemandem gut Freund
113
Fruchtwasser
sein (gut mit ihm auskommen); der Freun¬
deskreis; die Freundin; freundlich; freund¬
licherweise; die Freundlichkeit; die Freund¬
schaft; freundschaftlich; der Freundschafts¬
dienst
Frevel, der: -s, (Versündigung, Verbre¬
chen); frevelhaft; die Frevelhaftigkeit; fre¬
veln; die Freveltat; der Frevler; frevlerisch
Frieden, der: -s; mit jemandem in Frieden
(Einigkeit) leben - dem Frieden nicht trauen
(vorsichtig sein); auch: der Friede; die Frie¬
densbewegung; die Friedensinitiative; die
Friedensliebe; der Friedensnobelpreis; die
Friedenspfeife; der Friedensschluss; die
Friedenstaube; der Friedensvertrag; fried¬
fertig; die Friedfertigkeit; der Friedhof;
friedlich; friedliebend; friedlos; friedsam;
friedvoll
frieren: du frierst, er fror, sie hat gefroren,
frier(e)!; an den Füßen frieren - es friert
mich
Fries franz., der: -es, -e (Gesimsstreifen)
Frie •se, der: -n, -n (Angehöriger eines Volks¬
stammes an der Nordseeküste); die Friesin;
friesisch
\fri gid lat.: er ist frigid (sexuell nicht erregbar);
auch: frigide
Frikadelle ital., die: -n (gebratenes
Fleischklößchen); das Frikassee (Gericht
aus klein geschnittenem Fleisch)
frisch: sich frisch machen - ein frisches Ge-
müse - einen frischen Eindruck machen -
eine frische Spur - frisch gestrichen - ein
frisch gebackenes Brot - mit frischem Mut
- von frischem (von neuem) - jemanden
auf frischer Tat erwischen - frisch gewagt
ist halb gewonnen; die Frische; das Frisch¬
fleisch; frisch-fröhlich; der Frischhaltebeu¬
tel; der Frischling (junges Wildschwein);
die Frischluft; das Frischobst; frischweg;
die Frischzelle
Friseur franz. [frisör], der: -s, -e (jemand, der
anderen die Haare schneidet); auch: der
Frisör; die Friseuse [frisöse]; auch: die
Frisöse; frisieren; die Frisur
Frist, die: -, -en; eine Frist (ein festgelegter
Zeitraum) von zwei Jahren - die Frist (der
Termin) läuft ab; fristen: sein Dasein fristen
(mühsam verbringen); fristgemäß; fristge¬
recht; fristlos (mit sofortiger Wirkung); die
Fristenregelung
Frit teu •se franz. [fritöse], die: -, -n (Haus¬
haltsgerät zum Braten); frittieren
fri-vol franz. [friwol]: (leichtfertig, frech, zwei¬
deutig); die Frivolität
froh: froher, am froh(e)sten; ein frohes Fest
wünschen - die frohe Botschaft - er ist
heute froh gelaunt; die Frohbotschaft;
frohgemut; fröhlich; die Fröhlichkeit;
o frohlocken (jubeln); der Frohsinn
^Vomm: frommer/frömmer, am frommsten/
am frömmsten (gläubig, gottesfürchtig); die
Frömmelei; frommen: es frommt (nützt)
mir; die Frömmigkeit
Fron, die: -, -en (Plage, Pflichtarbeit, Dienst
für einen Herrn); frönen: einem Laster frö¬
nen (sich ihm hingeben); die Fronarbeit;
der Frondienst; der Fronherr; der Fron¬
leichnam (katholischer Feiertag)
Front franz., die: -, -en; die Front (Vorderseite
des Hauses) - die Front (geschlossene Ein¬
heit) der Streikenden - an die Front (in das
Kampfgebiet) kommen - die Fronten wech¬
seln (zur Gegenpartei übergehen) - gegen
etwas Front machen (sich dagegen weh¬
ren); frontal (vorn, von vorn); der Frontal¬
angriff; der Frontantrieb; der Frontkämp¬
fer; der Frontlader
Frosch, der: -(e)s, Frösche; sei kein Frosch
(zier dich nicht)!; der Froschlaich (abge¬
legte Eier der Frösche); der Froschmann
(Taucher)
Frost, der: -(e)s, Fröste (Temperatur unter dem
Gefrierpunkt); frostbeständig; die Frost¬
beule; frösteln (leicht frieren); der Froster
(Tiefkühlfach); frostig: frostiges (kaltes)
Wetter - eine frostige (kühle, unfreund¬
liche) Begrüßung; das Frostschutzmittel
Frottee franz., das/der: -(s), -s (Stoff mit ge¬
kräuselter Oberfläche); auch: das/der
Frotte; frottieren (mit Tüchern abreiben);
das Frotteehandtuch; das Frottiertuch
frotzeln: jemanden frotzeln (necken); die
Frotzelei
Frucht, die: -, Früchte; eine unreife Frucht -
die Frucht (Folge) der Erziehung; fruchtbar;
Fruchtbarkeit; das Früchtchen (Tauge¬
nichts); fruchten: es fruchtet (hilft, nützt)
nichts; das Fruchtfleisch; fruchtig; der
Fruchtknoten; fruchtlos (nutzlos); die
Fruchtlosigkeit; der Fruchtsaft; das Frucht¬
wasser
A
B
C
D
E
F
frugal
114
fru-gal lat.: ein frugales (einfaches, bescheide¬
nes) Essen
früh: früher, am frühesten; früh am Morgen -
ein früher Sommer - um vier Uhr früh -
früh (zeitig) in die Schule kommen - früh
verstorben - ein früh vollendetes Werk -
früh (in jungen Jahren) sterben - heute früh
- von früh an - von früh bis spät - morgen
früh - Montag früh; der Frühaufsteher; die
Frühe: in aller Frühe; früher (einst, ehe¬
mals); die Frühgeburt; das Frühjahr; der
Frühling; frühmorgens; aber: morgens früh;
das Frühobst; frühreif; der Frührentner;
die Frührentnerin; der Frühschoppen; der
Frühstart; das Frühstück; frühstücken; früh¬
zeitig
frus trie ren (frust rie ren) lat.: jemanden
frustrieren (seine Erwartungen enttäu¬
schen); der Frust; die Frustration; frus¬
triert: frustrierte (in ihren Erwartungen ent¬
täuschte) Lehrer
Fuchs, der: -es, Füchse; er ist ein schlauer
Fuchs (listiger Mensch); fuchsen: jemanden
fuchsen (ärgern); fuchsig (fuchsrot, fuchs¬
wild); die Füchsin; der Fuchsschwanz
(kurze Holzsäge); fuchsteufelswjld
Fuchsie [fuksje], die: -, -n (Zierpflanze)
fuchteln: mit den Armen fuchteln (heftige
Bewegungen in der Luft machen); die
Fuchtel: unter jemandes Fuchtel (unter
strenger Aufsicht) stehen; fuchtig: fuchtig
(ärgerlich, zornig) werden
Fuder, das: -s, -; ein Fuder (eine Wagenla¬
dung, Fuhre) Heu; fuderweise
Fu ge, d ie: -, -n (Spalte, Verbindungsstelle);
mit Fug und Recht (mit vollem Recht) - aus
den Fugen (in Unordnung) geraten; fugen¬
los
fü gen: Stein auf Stein fügen - das Schicksal
hat es so gefügt (gewollt) - sich fügen (et¬
was hinnehmen); fügsam (gehorsam); die
Fügsamkeit; die Fügung
fühlen: sich krank fühlen - Schmerz fühlen -
jemandem den Puls fühlen - sich wie ein
Fisch im Wasser fühlen (sich sehr wohl
fühlen) - jemandem auf den Zahn fühlen
(etwas herauszubekommen versuchen);
fühlbar; der Fühler: seine Fühler ausstre¬
cken (sich vorsichtig erkundigen); fühllos;
die Fühlung; die Fühlungnahme
Fuh •re, die: -, -n; eine Fuhre (Wagenladung)
Holz; die Fuhrleute; der Fuhrlohn; der
Fuhrmann; der Fuhrpark; das Fuhrunter¬
nehmen; das Fuhrwerk; fuhrwerken (rasch
und heftig hantieren)
führen: jemanden über die Straße führen -
einen Betrieb führen (leiten) - in einem
Wettkampf führen - die Straße führt nach
Berlin - es führt zu nichts (bringt nichts) -
er führt (beträgt) sich gut - Krieg führen -
ein Fahrzeug führen (steuern) - jemanden
hinters Licht rühren (täuschen); der Führer;
die Führerin; führerlos; der Führerschein;
die Führung
füllen: ein Glas füllen - der Saal füllt sich; die
Fülle: in Hülle und Fülle (reichlich); der
Füller; der Füllfederhalter; füllig (dicklich);
das Füllsel; die Füllung
Füllen, das: -s, - (junges Pferd, Fohlen)
fummeln: an etwas herumfummeln (sich zu
schaffen machen); die Fummelei
Fund, der: -(e)s, -e; ein kostbarer Fund; das
Fundamt; das Fundbüro; die Fundgrube;
fündig: fündig werden (etwas Gesuchtes
finden); der Fundort
Fundament lat., das: -(e)s, -e; das Fun¬
dament (die Grundmauern) eines Hauses -
ein gutes Fundament (eine Grundlage) für
den Beruf; fundamental: fundamentale
(grundlegende) Erkenntnisse; fundieren:
ein fundiertes (vertieftes) Wissen; der
Fundus (Grundstock, Grundlage)
fünf: bis fünf zählen - zu fünfen - zu fünft -
wir fünf - die Note „Fünf"; die Fünf: eine
Fünf in Deutsch - eine Fünf würfeln; fünf-
armig; auch: 5-armig; das Fünfeck; der Fün¬
fer; fünferlei; fünffach; auch: 5fach; fünf¬
hundert; fünfjährig; auch: 5-jährig; der
Fünfkampf; fünfmal; auch: 5-mal; das Fünf¬
markstück; auch: das 5-Mark-Stück; fünf¬
stellig; auch: 5-stellig; fünfstimmig; auch:
5-stimmig; fünfstöckig; auch: 5-stöckig;
die Fünftagewoche; fünftausend; fünftel;
das Fünftel; fünftens; fünfzehn; fünfzig;
der Fünfziger; die Fünfzjmmerwohnung
fungieren lat.: (tätig sein, ein Amt verrich¬
ten)
Funk, der: -s (drahtlose Übertragung); funken:
SOS funken; der Funkamateur [... amatör];
der Funker; die Funkerin; das Funkgerät;
der Funkspruch; der Funkstreifenwagen;
der Funkturm
115
gackern
Funke, der: -n/-ns, -n; auch: der Funken:
Funken aus dem Stein schlagen - Funken
sprühend - er hat keinen Funken (kein biss¬
chen) Verstand; funkeln (glitzern, strahlen);
funkelnagelneu; der Funkenflug
Funktion lat., die: -en; die Funktion (Tätig¬
keit) des Herzens - eine Funktion (ein Amt,
eine Aufgabe) ausüben - in Funktion (in
Betrieb) sein; der Funktionär (Beauftragter
einer Organisation), funktionieren; funk¬
tionsfähig
Funzel, die: -, -n (schwach brennende Licht¬
quelle); auch: die Funsel
für: für seine Kinder sorgen - für sein Hobby
Geld ausgeben - für zwei Monate verreisen
- für alle Zeit - Tag für Tag - ein für allemal
- fürs Erste - für und wider; aber: das Für
und Wider; füreinander: füreinander da
sein - füreinander einstehen
Furche, die: -, -n; eine Furche (lange,
schmale Vertiefung) auf dem Feld ziehen -
Furchen (Falten, Runzeln) im Gesicht; fur¬
chig
Furcht, die: -; die Furcht (Angst) vor dem Tode
- ein Furcht einflößendes Gespenst -
Furcht erregend; furchtbar: ein furchtbares
(gewaltiges) Geschrei - furchtbar (sehr)
hässlich sein - ein furchtbarer (schreck¬
licher) Anblick; fürchten; fürchterlich;
furchtlos; die Furchtlosigkeit; furchtsam
Fu •rie lat. [furje], die: -, -n (römische Rache¬
göttin, böses Weib); wie eine Furie; furios
(wütend, hitzig)
für lieb: mit etwas fürlieb nehmen (damit zu¬
frieden sein)
Furnier franz., das: -s, -e (dünne Holzauf¬
lage); furnieren; das Furnierholz
fürs: (für das); fürs Erste
Fürsorge, die: -; eine liebevolle Fürsorge
(Betreuung) - Fürsorge (Unterstützung vom
Staat) bekommen; der Fürsorgeempfänger;
der Fürsorger; die Fürsorgerin; fürsorglich
Fürsprache, die: -, -n; bei jemandem/für je¬
manden Fürsprache einlegen; der Fürspre¬
cher; die Fürsprecherin
Fürst, der: -en, -en (hoher Adeliger); der Fürst¬
bischof; das Fürstentum; die Fürstin;
fürstlich: ein fürstliches (sehr hohes) Gehalt
- fürstlich (reichlich, verschwenderisch)
essen
Furt, die: -, -en (seichte Stelle eines Flusses)
Furunkel lat., das/der: -s, - (eitriges Ge¬
schwür)
Fusel, der: -s, - (minderwertiger Schnaps)
Fu •si-on lat., die: -, -en; (Verschmelzung, Ver¬
einigung); fusionieren (sich zusammen¬
schließen)
Fuß, der: -es, Füße; zu Fuß gehen - gut zu Fuß
sein - zu Fuß kommen - sich den Fuß bre¬
chen - stehenden Fußes (sofort) - jeman¬
den auf freien Fuß setzen (freilassen) - auf
eigenen Füßen stehen (selbstständig sein) -
jemandes Gefühle mit Füßen treten (miss¬
achten, verletzen) - kalte Füße kriegen (Be¬
denken haben) - festen Fuß fassen (sich ei¬
nen festen Platz schaffen und sich durch¬
setzen) - auf großem Fuß (aufwendig) le¬
ben - auf freiem Fuße (frei) sein; der Fu߬
ball; der Fußboden; fußbreit: ein fußbreiter
Streifen; aber: drei Fuß breit - keinen Fu߬
breit weichen; die Fußbremse; fußen: auf
etwas fußen (zur Grundlage haben); der
Fußgänger; die Fußgängerin; die Fußgän¬
gerzone; fußhoch; aber: fünf Fuß hoch;
...füßig: leichtfüßig; die Fußmatte; die
Fußnote (Anmerkung zu einem Text unten
auf der Seite); die Fußsohle; der Fuß(s)tap-
fen; fußtief; aber: zwei Fuß tief; der Fu߬
tritt; der Fußweg
Fussel, die: -, -n (Faserstückchen); auch: der
Fussel; fuss(e)lig; fusseln: der Stoff fusselt
Futter, das: -s, -; Tieren Futter geben; die Fut¬
terkrippe; futtern (essen); füttern: Tiere füt¬
tern; der Futtertrog; die Fütterung
Fut-ter, das: -s, -; das Futter des Mantels
(schützender Stoff auf der Innenseite)
Futteral lat., das: -s, -e (Schutzhülle)
Futur lat., das: -s (Sprachlehre: Zukunft)
G
g = Gramm
Gabe, die: -, -n; um eine milde Gabe (ein
Geschenk, eine Spende) bitten - große
Gaben (Anlagen, Fähigkeiten) haben
Ga bei, d ie: -, -n; mit Messer und Gabel essen
- den Hörer auf die Gabel legen; sich
gabeln: der Weg gabelt sich; der Gabel¬
stapler; die Gab(e)lung
gackern: gackernde Hühner
gaffen
116
gaffen: (neugierig starren); der Gaffer
Gag engl, [gäg], der: -s, -s (witziger Einfall)
Gage franz. [gasche], die: -n (Bezahlung für
einen Künstler)
gähnen: müde gähnen - eine gähnende (fast
völlige) Leere
Gala span., die: - (Festkleidung); sich in Gala
werfen (sich für einen besonderen Anlass
gut anziehen); der Galaabend; der Gala¬
empfang; das Galakonzert; die Galauni¬
form
galant franz.: galant (höflich, ritterlich) sein;
die Galanterie
Galaxie griech., die: Galaxien (großes
Sternsystem); die Galaxis (die Milchstraße);
galaktisch (zu den großen Sternsystemen
gehörend)
Ga lee re ital., die: -n (mittelalterliches Ru¬
derschiff); der Galeerensklave; der Galee¬
rensträfling
Galerie ital., die: Galerien (Kunstausstel¬
lung, Brüstung, Laufgang in Gebäuden)
Gal-gen, der: -s, -; am Galgen hängen; die
Galgenfrist: jemandem eine Galgenfrist
geben (noch etwas Zeit lassen); der Gal¬
genhumor; der Galgenstrick; der Galgen¬
vogel (Taugenichts)
Gal le, die: -, -n (Absonderung der Leber); der
Gallapfel; die Gallenblase; der Gallen¬
stein; gallig (scharf, bitter)
Gallert lat., das: -(e)s, -e (durchsichtige, steife
Masse aus eingedickten Säften); auch: die
Gallerte; gallertartig; gallertig
Gal lo ne engl., die: -, -n (amerikanisches
Hohlmaß)
Galopp ital., der: -s, -s/-e (schnelle Gangart
des Pferdes); im Galopp davonreiten;
galoppieren; das Galopprennen
galvanisieren: (mit Metall überziehen);
die Galvanisation; galvanisch
Gamasche arab., die: -, -n (Schutzkleidung
für das Bein)
Garn ma strah len Mz. griech., die: - (radio¬
aktive Strahlen)
gammeln: er gammelt (tut nichts); der
Gammler; die Gammlerin; das Gammler¬
tum
Gämse, die: -, -n (Bergtier); auch: der/die
Gams; der Gämsbock
Gang, der: -(e)s, Gänge; einen Gang machen
- etwas in Gang (Bewegung) bringen - der
Gang (Verlauf, Ablauf) der Geschichte -
das Essen hat mehrere Gänge - auf dem
Gang (Flur) - mit dem dritten Gang fahren
- im Gang(e) sein - in Gang setzen; aber:
es ist gang und gäbe (allgemein üblich); die
Gangart; gangbar; gängig: eine gängige
(gebräuchliche) Redensart - gängige (ge¬
fragte) Waren; die Gangschaltung
gängeln: (bevormunden); das Gängelband:
jemanden am Gängelband führen (ihn be¬
vormunden); die Gängelei
Gangster amerik. [gangster], der: -s, - (Mit¬
glied einer Bande, Verbrecher); die Gang
[gang] (Verbrecherbande)
Gangway engl, [gängwe], die: -, -s (Laufsteg
eines Schiffes oder Flugzeugs)
Ganove hebe, der: -n, -n (Gauner, Dieb)
Gans, die: -, Gänse (Schwimmvogel); das
Gänseblümchen; die Gänsehaut; der Gän¬
semarsch; der Gänserich (männliche
Gans); auch: der Ganter
ganz: d ie ganze Familie - das ganze Jahr -
ganz und gar - ganz ruhig - voll und ganz
- ganz schön faul - etwas ganz groß ma¬
chen; aber: im Ganzen - im Großen und
Ganzen - im großen Ganzen; das Ganze:
als Ganzes - das große Ganze - fürs Ganze
- aufs Ganze gehen (entschlossen auf ein
Ziel losgehen) - es geht ums Ganze (um
Sieg oder Niederlage); die Gänze: zur
Gänze; die Ganzheit; ganzheitlich; gänz¬
lich (ganz, völlig); ganztägig; die Ganz¬
tagsschule
gar: das Essen ist gar (fertig gekocht) - gar sein
- ein gar gekochtes Fleisch; garen (braten,
sieden); die Garküche; —► gären
gar: ganz und gar (sehr) - gar nicht - gar sehr
- gar wohl - gar nichts - gar (überhaupt)
kein Interesse - er nimmt es gar zu leicht
Garage franz. [garasche], die: -, -n (Unter¬
stellraum für Autos); das Garagentor
Garantie franz., die: -, Garantien (Versiche¬
rung, Gewissheit); der Garant (Bürge); ga¬
rantieren; der Garantieschein
Garaus (Garaus), der: jemandem den Ga¬
raus machen (ihn umbringen, vernichten)
Garbe, die: -, -n (Bündel)
Garde franz., die: -, -n (Leibwache)
Garderobe franz., die: -, -n (Kleidung, Klei¬
derablage, Umkleideraum); die Gardero¬
benfrau
117
geboren
Gardine nieder!., die: -n; Gardinen (Fens¬
tervorhänge) aufhängen - hinter schwe¬
dischen Cardinen (im Gefängnis) sitzen;
die Gardinenstange
gären: du gärst, er gor/gärte, sie hat gegoren/
gegärt; gär(e)!; der Most gärt - die Wut gärt
in ihm; die Gärung; —► gar
Garn, das: -(e)s, -e (Faden); einem ins Garn
(in die Falle) gehen
Gar ne le, die: -n (Krebstier)
garnieren franz.: (ausschmücken, verzie¬
ren); die Garnierung; die Garnitur (Aus¬
stattung, Besatz, Besteck)
Garnison franz., die: -, -en (Standort für
Truppen)
garstig: (hässlich, böse); die Garstigkeit
Garten, der: -s, Gärten; im Garten arbeiten;
die Gartenlaube; der Gärtner; die Gärtne¬
rei; die Gärtnerin
Gas, das: -es, -e; Gas geben - mit Gas heizen;
gasförmig; der Gashahn; die Gasheizung;
der Gasherd; der Gasmann; die Gasmaske;
der Gasometer; das Gaspedal; das Gas¬
werk
Gasse: -, -n (schmale Straße); das Gässchen;
der Gassenhauer (bekanntes Lied); Gassi:
mit dem Hund Gassi (auf die Straße) gehen;
der Gassenjunge
Gast, der; -(e)s, Gäste; zu Gast sein - sich Gäs¬
te einladen; der Gastarbeiter; die Gast¬
arbeiterin; das Gästehaus; gastfreundlich;
die Gastfreundschaft; der Gastgeber; die
Gastgeberin; der Gasthof; gastieren; gast¬
lich (gemütlich, behaglich); die Gastlich¬
keit; das Gastmahl; das Gastspiel; die
Gaststätte; der Gastwirt; die Gastwirtin;
die Gastwirtschaft
Gas tro nom (Gast ro nom) griechder:
-en, -en (Gastwirt); die Gastronomie (Koch¬
kunst); die Gastronomin; gastronomisch
Gatte, der: -n, -n (Ehemann); die Gattin
Gatter, das: -s, - (Zaun, Gitter)
Gattung, die: -, -en (Gruppe, Sorte, Art)
Gau, der: -(e)s, -e (Gebiet, Landschaft)
GAU, der: -s, -s (der größte anzunehmende
Unfall in einem Atomkraftwerk)
Gauk ler, der: -s, - (Zauberkünstler); die Gau¬
kelei; gaukeln: durch die Luft gaukeln (flat¬
tern)
Gaul, der: -(e)s, Gäule (altes Pferd); einem ge¬
schenkten Gaul schaut man nicht ins Maul
Gaumen, der: -s, - (Wand zwischen Mund-
und Nasenhöhle); die Gaumenfreuden; der
Gaumenschmaus
Gauner, der: -s, - (Schwindler, Betrüger); die
Gaunerei; gaunerhaft; die Gaunerin; gau¬
nern
Gaze pers. [gase], die: -, -n (Netzgewebe,
Verbandsmull)
Gazelle ital., die: -, -n (Antilopenart)
Gazette franz., die: -, -n (Zeitung, Zeitschrift)
geb. = geboren(e)
Gebäck, das: -(e)s, -e (Backware); das Ge¬
backene
Gebälk, das: -(e)s, -e (Balkenwerk)
gebärden, sich: sich wild gebärden (beneh¬
men); die Gebärde (Bewegung, die etwas
ausdrückt); die Gebärdensprache; sich ge¬
baren (verhalten, betragen); das Gebaren
gebären: du gebierst, sie gebar, sie hat gebo¬
ren, gebär(e)!; ein Kind gebären (zur Welt
bringen); die Gebärmutter (Organ, in dem
sich das Kind bis zur Geburt entwickelt)
Ge bäu de, das: -s, - (großer Bau, Bauwerk);
der Gebäudekomplex; der Gebäudeteil;
gebaut: stark gebaut (gewachsen) sein M
geben: du gibst, er gab, sie hat gegeben, gib!; *
jemandem die Hand geben - sich gelassen
geben (benehmen) - es gibt kein Wasser -
ein Fest geben (veranstalten); aber: Geben
ist seliger denn Nehmen; gebefreudig; der
Geber; die Geberin
Gebet, das: -(e)s, -e; ein Gebet zu Gott - je¬
manden ins Gebet nehmen (ihm ins Gewis¬
sen reden); das Gebetbuch
gebieten: du gebietest, er gebot, sie hat ge¬
boten, gebiete!; das gebietet (verlangt) der
Anstand; der Gebieter (Herr, Herrscher);
die Gebieterin; gebieterisch
Gebiet, das: -(e)s, -e; ein fruchtbares Gebiet
Ge bjl de, das: -s, -; ein Gebilde (etwas Ge¬
formtes) von Menschenhand
gebjldet: ein gebildeter (belesener, gelehr¬
ter) Mann; der/die Gebildete
Gebjrge, das: -s, - (Gruppe von hohen Ber¬
gen); ins Gebirge fahren; gebirgig; die Ge¬
birgslandschaft; das Gebirgsmassiv; der
Gebirgsstock; der Gebirgszug
Ge-bjss, das: -es, -e; das Gebiss des Hundes -
ein Gebiss (einen Zahnersatz) haben
geboren (geb.): sie ist eine geborene Müller
- Frau Bauer, geb. Müller
OI
geborgen
118
geborgen: sie fühlt sich geborgen (gut auf¬
gehoben, beschützt); die Geborgenheit
Gebot, das: -(e)s, -e; ein Gebot (eine Wei¬
sung) befolgen - zu Gebote stehen - die
göttlichen Gebote; das Gebotsschild
ge brand markt: (gezeichnet)
gebrauchen: (benutzen, verwenden); der
Gebrauch; gebräuchlich; die Gebrauchsan¬
weisung; gebrauchsfertig; der Gebrauchs¬
gegenstand; gebraucht; der Gebraucht¬
wagen
Gebrechen, das: -s, - (Leiden, körperlicher
Schaden); gebrechlich; die Gebrechlich¬
keit; gebrochen: völlig gebrochen (nieder¬
geschlagen) sein
Gebrüder Mz. (Gebe), die: - (mehrere Brü¬
der)
Gebühr, die: -en; seine Gebühren (Abga¬
ben) entrichten - über Gebühr (zu sehr) -
nach Gebühr (angemessen); gebühren: ihm
gebührt Anerkennung (er verdient Aner¬
kennung); gebührend: jemandem die ge¬
bührende (entsprechende, angemessene)
Achtung entgegenbringen; gebührenfrei;
gebührenpflichtig
Ge burt, die: -, -en; die Geburt eines Kindes;
die Geburtenkontrolle; geburtenschwach;
gebürtig: ein gebürtiger Deutscher; der Ge¬
burtstag; die Geburtstagsparty
Gebüsch, das: -(e)s, -e; sich im Gebüsch
(Buschwerk) verstecken
Geck, der: -en, -en (eitler Mensch); gecken¬
haft; die Geckenhaftigkeit
Gedächtnis, das: -ses, -se; ein schlechtes
Gedächtnis (Erinnerungsvermögen) haben
- zum Gedächtnis (Andenken); die Ge¬
dächtnisfeier; der Gedächtnisschwund; die
Gedächtnisstörung; die Gedächtnisstütze
Gedanke, der: -ns, -n; auch: der Gedanken;
ein guter Gedanke (Einfall) - die Gedanken
sind frei; der Gedankengang; gedankenlos;
die Gedankenlosigkeit; der Gedanken¬
strich; gedankenvoll; gedanklich
Gedeck, das: -(e)s, -e; ein Gedeck (zum
Essen) auflegen; gedeckt
gedeihen: du gedeihst, er gedieh, sie ist ge¬
diehen, gedeih(e)!; die Pflanzen gedeihen
(entfalten sich) gut; das Gedeihen: auf Ge¬
deih und Verderb; gedeihlich (fruchtbar,
nützlich); die Gedeihlichkeit
gedenken: der Toten gedenken (sich ihrer
erinnern) - ich gedenke (beabsichtige) zu
verreisen; das Gedenken; die Gedenkfeier;
die Gedenkstätte; der Gedenktag
Gedjcht, das: -(e)s, -e; ein Gedicht aufsagen
gediegen: gediegene (solide, verlässliche)
Kenntnisse - ein gediegener (reiner) Cha¬
rakter - gediegenes (reines) Gold; die Ge¬
diegenheit
Gedränge, das: -s (dichte Menschenmenge);
gedrängt (knapp, kurz); die Gedrängtheit
gedrungen: von einer gedrungenen (unter¬
setzten) Gestalt
Geduld, die: -; sich in Geduld fassen (gedul¬
dig abwarten); sich gedulden; geduldig; die
Geduldsarbeit; die Geduldsprobe; das Ge¬
duldsspiel
gedungen: ein gedungener (bestellter) Mör¬
der
gedunsen: ein gedunsenes (aufgequollenes,
schwammiges) Gesicht
geeignet: ein geeigneter (passender) Zeit¬
punkt
Geest, die: -en (hoch gelegenes Küsten¬
land); das Geestland
Gefahr, die: -, -en; eine Gefahr (ein Unheil)
droht - sich in Gefahr begeben - Gefahr
laufen (in Gefahr kommen) - Gefahr brin¬
gend; gefährden: er ist gefährdet (einer be¬
stimmten Gefahr ausgesetzt); die Gefähr¬
dung; die Gefahrenquelle; gefährlich; die
Gefährlichkeit; gefahrlos; die Gefahrlosig¬
keit; gefahrvoll
Gefährt, das: -(e)s, -e (Fahrzeug); der Ge¬
fährte (Begleiter, Kamerad); die Gefährtin
Ge fäl le, das: -s, - (Höhenunterschied); die
Gefällstrecke
gefallen: du gefällst, er gefiel, sie hat gefal¬
len, gefall(e)!; der Film gefällt mir - er lässt
sich nichts gefallen; gefallen (gef.) (im
Krieg, im Kampf gestorben); der Gefallen:
Gefallen an etwas finden - jemandem ei¬
nen Gefallen erweisen; die Gefallenen
Mz.; gefällig; die Gefälligkeit; die Gefall¬
sucht
Gefangene, der/die: -n, -n; Gefangene
austauschen; gefangen: jemanden gefan¬
gen halten, nehmen; die Gefangennahme;
die Gefangenschaft; das Gefängnis, die
Gefängnisse; die Gefängnisstrafe; die Ge¬
fängniszelle
Gefäß, das: -es, -e (Behälter)
119
Gehirnerschütterung
gefasst: gefasst (äußerlich ruhig) sein - sich
auf etwas gefasst machen (vorbereitet sein);
die Gefasstheit
Gefecht, das: -(e)s, -e; im Eifer des Gefechts
- jemanden außer Cefecht setzen (kampf¬
unfähig machen); gefechtsbereit; die Ge¬
fechtspause; der Gefechtsstand
gefeit: gegen etwas gefeit (geschützt) sein
Gefieder, das: -s, - (Federkleid eines Vogels);
gefiedert
Gefilde, das: -s, - (Landschaft, Gegend)
Geflecht, das: -(e)s, -e (Flechtwerk)
geflissentlich: jemanden geflissentlich (ab¬
sichtlich) übersehen; —► beflissentlich
Ge flü gel, das: -s (Vögel wie Ente, Gans,
Huhn); die Geflügelfarm; geflügelt: eine
geflügelte (oft gebrauchte) Redensart
Gefolge, das: -s, - (Begleitung); die Gefolg¬
schaft; der Gefolgsmann
gefräßig: ein gefräßiger (beim Essen unmä¬
ßiger) Mensch; die Gefräßigkeit
Gefreite (Gefr.), der: -n, -n (Soldat)
gefrieren: (durch Kälte zu Eis erstarren); das
Gefrierfleisch; der Gefrierschrank; die Ge¬
friertruhe; die Gefrierware; das Gefrorene
Gefüge, das: -s, - (Aufbau, Anordnung);
gefügig: jemanden gefügig (willig, nachgie¬
big) machen; die Gefügigkeit
Gefühl, das: -(e)s, -e; kein Gefühl (keine
Empfindung) in den Füßen haben - das Ge¬
fühl der Trauer; gefühllos; die Gefühllosig¬
keit; gefühlsarm; die Gefühlsduselei (über¬
triebenes Gefühl); gefühlsecht; gefühls¬
mäßig; die Gefühlssache; gefühlvoll
Gegebenheit, die: -, -en (Tatsache); gege¬
ben: das ist gegeben; aber: es ist das Gege¬
bene (Richtige); gegebenenfalls (ggf.)
gegen: gegen einen Feind kämpfen - gegen
einen Antrag stimmen - gegen jemanden
etwas haben - gegen Mittag - gegen Barbe¬
zahlung; gegeneinander: gegeneinander
kämpfen - gegeneinander prallen; die Ge¬
genfahrbahn; die Gegenleistung; gegen¬
lenken; der Gegensatz; gegensätzlich; ge¬
genseitig; der Gegenspieler; die Gegen¬
spielerin; die Gegenstimme; der Gegen¬
stoß; das Gegenteil; gegenüber; das Ge¬
genüber; sich gegenüberliegen; sich ge¬
genüberstehen; gegenüberstellen; aber:
gegenüber stellen sie sich auf; der Gegen¬
verkehr; die Gegenwehr; der Gegenwind
Gegend, die: -, -en; eine schöne Gegend
(Landschaft) - die Gegend (das Gebiet) um
Berlin
Gegenstand, der: -(e)s, Gegenstände (Ding,
Sache); gegenständlich (wirklich, anschau¬
lich); gegenstandslos
Ge gen wart, die: - (Jetztzeit); gegenwärtig;
gegenwartsnah(e)
Gegner, der: -s, - (Feind, Gegenspieler); die
Gegnerin; gegnerisch; die Gegnerschaft
Ge halt, das: -(e)s, Gehälter (Lohn, Besol¬
dung); der Gehaltsempfänger; die Gehalts¬
empfängerin; das Gehaltskonto
Ge halt, der: -(e)s, -e; der Gehalt (gedankliche
Inhalt) der Rede; gehaltarm; gehaltlich; ge¬
haltlos; gehaltvoll
ge han di kapt eng!. [...händikäpt]: (behin¬
dert, benachteiligt); auch: gehandicapt
ge häs sig: gehässige (bösartige, hasserfüllte)
Worte; die Gehässigkeit
Ge he ge, das: -s, - (Revier, sehr großer Käfig);
jemandem ins Gehege (in die Quere) kom¬
men
geheim: geheim (öffentlich nicht bekannt)
bleiben - etwas geheim halten - sich ge¬
heim treffen - geheime (rätselvolle) Kräfte;
aber: im Geheimen (heimlich); der Ge¬
heimdienst; das Geheimnis, die Geheim¬
nisse; die Geheimniskrämerei; geheimnis¬
voll; die Geheimnummer; die Geheim¬
schrift
Geheiß, das: -es; auf Geheiß (Befehl, Auffor¬
derung) des Vorgesetzten
gehen: du gehst, er ging, sie ist gegangen,
geh(e)!; auf der Straße gehen - spazieren
gehen - zur Arbeit gehen - die Uhr geht -
das geht nicht - der Zug geht (fährt ab) -
die Ware geht gut (ist leicht zu verkaufen) -
ins Wasser gehen (sich ertränken) - sich ge¬
hen lassen (unbeherrscht, nachlässig sein)
- nach Amerika gehen (auswandern) - wie
geht es dir (wie befindest du dich)? - mit je¬
mandem durch dick und dünn gehen (zu
ihm stehen) - in sich gehen (nachdenken);
der Gehsteig; der Gehweg
ge heu er: die Sache ist mir nicht geheuer (ist
mir unheimlich)
Gehilfe, der: -n, -n (Helfer); die Gehilfin
Ge-hjrn, das; -(e)s, -e; sein Gehirn (seinen
Verstand) anstrengen; die Gehirnerschütte¬
rung
gehoben
120
gehoben: eine gehobene (bessere, höhere)
Stellung
Gehöft, das: -(e)s, -e (bäuerliches Anwesen)
Gehölz, das: -es, -e (Bäume und Sträucher)
Gehör, das: -(e)s; ein schlechtes Gehör - kein
Gehör (keine Beachtung) finden; der Ge¬
hörgang; gehörlos; der Gehörsinn
gehorchen: den Eltern gehorchen (folgen);
gehorsam; der Gehorsam; die Gehorsam¬
keit
gehören: das Haus gehört mir - das gehört
(ziemt) sich nicht; gehörig: eine gehörige
(ordentliche, nicht zu knappe) Strafe
Geier, der: -s, - (Greifvögel)
geifern: (speien, keifen); der Geifer (aus dem
Mund fließender Speichel)
Gei-ge, die: -, -n (Streichinstrument); die erste
Geige spielen (den Ton angeben); geigen;
der Geigenbauer; die Geigensaite; der Gei¬
ger; die Geigerin
Gej-sel, die: -, -n (Gefangene(r)); das Geisel¬
drama; die Geiselnahme # Geißel
Geiß, die: -, -en (Ziege); der Geißbock; das
Geißlein
Gei ßel, die: -, -n; mit der Geißel (Peitsche)
schlagen - eine Geißel (Plage) der Mensch¬
heit; geißeln; die Geißelung # Geisel
Geist, der: -(e)s, -er; seinen Geist (Verstand)
gebrauchen - der Geist (die Idee) der Frei¬
heit - der Geist eines Toten (Gespenst) - ein
unruhiger Geist (Mensch) - im Geiste (in
Gedanken) - der Heilige Geist - den Geist
aufgeben (sterben) - von allen guten Geis¬
tern verlassen sein (etwas völlig Unver¬
nünftiges tun); die Geisterbahn; der Geis¬
terfahrer; geisterhaft; geistern (spuken);
die Geisterstunde; geistesabwesend; geis¬
tesgegenwärtig; geistesgestört; geistes¬
krank; der Geisteszustand; geistig (gedank¬
lich, mit dem Verstand); geistlich (religiös);
der Geistliche; die Geistlichkeit; geistlos;
geistreich; geisttötend; geistvoll
Geiz, der: -es (übertriebene Sparsamkeit); gei¬
zen; der Geizhals, die Geizhälse; geizig;
der Geizkragen
gekonnt: eine gekonnte (fachmännische) Ar¬
beit; die Gekonntheit
Gel, das: -s, -e (gallertartige Masse)
Gelächter, das: -s, -; in ein Gelächter (lautes
Lachen) ausbrechen
Gelage, das: -s, - (Mahl mit Zecherei)
gelähmt: an beiden Beinen gelähmt (bewe¬
gungsunfähig) sein; der/die Gelähmte
Ge län de, das: -s, -; ein bergiges Gelände
(Gegend, Landschaft) - das Gelände
(Grundstück) um den Bahnhof; gelände¬
gängig; der Geländelauf; der Gelände¬
marsch; der Geländewagen
Ge län der, das: -s, -; das Geländer der
Treppe
gelangen: an das Ziel gelangen (hinkom¬
men)
Ge lass, das: -es, -e (Zimmer, enger Raum)
gelassen: gelassen (ruhig, beherrscht) sein;
die Gelassenheit
Gelatine franz. [schelatme], die: - (Kno¬
chenleim)
geläufig: geläufig Englisch sprechen - eine
geläufige (vertraute, bekannte) Redensart;
die Geläufigkeit
gelb: eine gelbe Farbe - die gelbe Karte (im
Fußball); das Gelb; gelbgrün; gelblich:
gelblich grün; die Gelbsucht
Geld, das: -(e)s, -er; viel Geld kosten - Geld
wie Heu haben (sehr reich sein) - Geld
stinkt nicht; der Geldbeutel; die Geldbörse;
die Geldbuße; geldgierig; das Geldstück
Ge lee franz. [schele]f das/der: -s, -s (Frucht¬
oder Fleischsaft)
Ge le gen heit, die: -, -en; eine günstige Ge¬
legenheit (Möglichkeit); gelegen: das kommt
sehr gelegen (zur rechten Zeit) - am Walde
gelegen (liegend); der Gelegenheitskauf;
gelegentlich (manchmal)
gelehrt: eine gelehrte (gebildete) Frau; geleh¬
rig; gelehrsam; die Gelehrsamkeit; der/die
Gelehrte; die Gelehrtheit
Ge lei •se, das: -s, -; —► Gleis
geleiten: jemanden geleiten (begleiten, füh¬
ren); das Geleit; der Geleitschutz; das Ge¬
leitwort; der Geleitzug
Ge lenk, das: -(e)s, -e (bewegliche Verbin¬
dung zwischen Knochen); gelenkig (wen¬
dig, beweglich); die Gelenkigkeit
Ge lieb te, der/die: -n, -n (geliebter Mensch)
ge*ljnd: (sanft, mild, weich); auch: gelinde:
gelinde gesagt (vorsichtig ausgedrückt)
ge Ijn gen: es gelang, es ist gelungen, ge-
ling(e)!; das gelingt (glückt, gerät) ihm gut;
das Gelingen
gel-len: (laut tönen); ein gellendes Gelächter;
gell (hell tönend)
121
genießbar
ge lo ben: etwas geloben (feierlich verspre¬
chen); aber: das Gelobte Land; das Gelöb¬
nis, die Gelöbnisse
gelt?: (nicht wahr?)
gelten: du giltst, er galt, sie hat gegolten, gilt!;
etwas nicht gelten lassen - er gilt (wird be¬
trachtet) als ein Feigling; die Geltung; das
Geltungsbedürfnis; die Geltungssucht
Gelübde, das: -s, -; ein Gelübde (feierliches
Versprechen) ablegen
gelüsten: es gelüstet mich auf ein Eis (ich
habe Lust darauf); das Gelüst(e)
ge mach: (gemächlich, langsam, ruhig)
Gemach, das: -(e)s, Gemächer (Zimmer,
Raum)
gemächlich: (bedächtig, ohne Eile); die
Gemächlichkeit
Gemahl, der: -(e)s, -e (Ehemann); die Ge¬
mahlin
Gemälde, das: -s, - (gemaltes Bild); die Ge¬
mäldesammlung
gemäß: den Vorschriften gemäß (entspre¬
chend); gemäßigt: gemäßigte (maßvolle)
Preise
Ge mäu er, das: -s, - (Mauerwerk, Ruine)
gemein: der gemeine (gewöhnliche) Soldat -
der gemeine (niederträchtige) Verbrecher;
aber: die Gemeine Stubenfliege - etwas mit
jemandem gemein (gemeinsam) haben; die
Gemeinde; die Gemeinheit; gemeinnützig;
die Gemeinnützigkeit; gemeinsam: ge¬
meinsam (vereint) marschieren; aber: der
Gemeinsame Markt (in der EG); die Ge¬
meinschaft; gemeinschaftlich; das Gemein¬
wohl
gemessen: gemessenen Schrittes (würde¬
voll)
Gemetzel, das: -s, - (Blutbad, grausamer
Kampf)
ge-mjscht: gemischtes Eis; das Gemisch (Mi¬
schung aus verschiedenen Bestandteilen);
die Gemischtwarenhandlung
Gemüse, das: -s, - (essbare Pflanzen); Ge¬
müse anbauen; der Gemüsegarten; die Ge¬
müsesuppe
Gemüt, das: -(e)s, -er; viel Gemüt (Gefühl)
haben - zu Gemüte führen - erregte Ge¬
müter (Menschen); gemütlich; die Gemüt¬
lichkeit; gemütsarm; gemütskrank; die Ge¬
mütsruhe; gemütvoll
gen: gen (in Richtung) Norden
Gen, das: -s, -e (Träger der Erbanlage); die Ge¬
netik (Vererbungslehre); die Genforschung;
die Gentechnik
ge nau: genau (pünktlich) um 12 Uhr ankom¬
men - er nimmt es nicht so genau - genau
genommen; aber: auf das (aufs) Ge¬
naueste; auch: auf das (aufs) genaueste -
nichts Genaues - des Genaueren; die Ge¬
nauigkeit; genauso (ebenso): genauso gut -
genauso lange - genauso viel - genauso
weit - genauso wenig
Gendarm franz. [schandarm], der: -en, -en
(Polizist); die Gendarmerie
Genehmigung, die: -, -en; eine Genehmi¬
gung (Erlaubnis) erhalten; genehm (ange¬
nehm, passend); genehmigen; genehmi¬
gungspflichtig
ge neigt: er ist geneigt zu kommen - das
Gelände ist geneigt; die Geneigtheit
General lat., der: -s, -e/Generäle (hoher
Offizier); der Generalangriff; der General¬
direktor; generalisieren (verallgemeinern);
die Generalprobe; generalüberholen; die
Generalversammlung; generell (allgemein,
allgemein gültig)
Generation lat., die: -, -en; die junge Ge¬
neration - von Generation zu Generation;
der Generationskonflikt; der Generations¬
wechsel
Generator lat., der: -s, Generatoren (Strom¬
erzeuger)
generös franz.: (großmütig, freigebig); die
Generosität
Ge-ne-se griech., die: -, -n (Entwicklung, Ent¬
stehung)
genesen: du genest, er genas, sie ist gene¬
sen, genese!; von der Krankheit genesen
(gesund werden); der/die Genesende; die
Genesung; der Genesungsurlaub
genial lat.: (hoch begabt, schöpferisch); die
Genialität; das Genie [scheni], die Genies
Genjck, das: -(e)s, -e (Nacken); sich das Ge¬
nick brechen; der Genickschuss; die Ge¬
nickstarre
genieren, sich franz. [schenken]: (sich schä¬
men, sich zieren); genant; auch: genierlich
(peinlich, schüchtern)
genießen: du genießt, er genoss, sie hat ge¬
nossen, genieß(e)!; die Ruhe genießen - er
genießt (hat) mein Vertrauen; genießbar:
genießbare (essbare) Pilze - er ist heute
Genießbarkeit
122
nicht genießbar (nicht gut gelaunt); die Ge¬
nießbarkeit; der Genießer; die Genießerin;
genießerisch (genussfreudig); der Genuss:
der Genuss von Fleisch — mit Genuss ein
Buch lesen; genüsslich; das Genussmittel;
die Genusssucht; auch: die Genuss-Sucht;
genusssüchtig; genussvoll
Genitalien Mz. lat., die: - (Geschlechtsor¬
gane)
Genitiv lat., der: -s, -e (Sprachlehre: 2. Fall,
Wesfall); das Genitivobjekt (Ergänzung im
2. Fall)
Ge nos se, der: -n, -n; ein treuer Genosse
(Anhänger, Gefährte); die Genossenschaft;
genossenschaftlich; die Genossin
Gen tle man (Gent le man) engl, [dschäntl-
män], der: -s, Gentlemen (Mann mit vor¬
nehmer Lebensart und Gesinnung); gentle¬
manlike [...laik] (vornehm, höflich)
genug: genug Geld - genug Gutes - genug
des Guten - genug von etwas haben;
Genüge: zur Genüge (soviel wie nötig ist) -
Genüge tun; genügen (ausreichen); genü¬
gend; genügsam (anspruchslos, beschei¬
den); die Genügsamkeit; die Genugtuung
(Wiedergutmachung)
Genus lat., das: -, Genera (Gattung, Sprach¬
lehre: Geschlecht)
Geographie griech., die: - (Erdkunde);
auch: die Geografie; der Geograph; die
Geographin; geographisch
Geologie griech., die: - (Erdgeschichte); der
Geologe; die Geologin; geologisch
Geometrie griech., die: - (Raumlehre); der
Geometer (Landvermesser); die Geomete¬
rin; geometrisch
Gepäck, das: -(e)s; das Gepäck aufgeben; die
Gepäckannahme; die Gepäckaufbewah¬
rung; das Gepäckstück; der Gepäckträger
Gepard franz., der: -s, -e (katzenartiges
Raubtier)
gepflegt: ein gepflegter Rasen; die Gepflegt¬
heit; die Gepflogenheit (Gewohnheit)
Geplänkel, das: -s, - (leichtes Gefecht)
gerade: eine gerade Wand - der Weg ist ge¬
rade (ändert seine Richtung nicht) - ein ge¬
rader (aufrichtiger) Mensch - gerade (auf¬
recht) gehen, sitzen, stehen - etwas gerade
biegen - sich gerade halten (eine aufrechte
Haltung annehmen) - gerade stellen - ge¬
rade (jetzt, soeben, genau) in diesem Au¬
genblick - gerade noch (ganz knapp) - ge¬
rade so: sie blieb gerade so lange, bis er
kam - gerade darum - geradeso gut; auch:
grade; die Gerade (gerade Linie, Box¬
schlag); geradeaus: geradeaus laufen; aber:
sie geht gerade (soeben) aus; geradebiegen
(einrenken); geradeheraus (freimütig, auf¬
richtig); geradeso (ebenso); aber: er kommt
gerade so rechtzeitig, dass; geradestehen:
für jemanden geradestehen (einstehen);
aber: gerade '(aufrecht) stehen; geraden¬
wegs (unmittelbar); geradezu: das ist gera¬
dezu dumm!; geradlinig; die Geradlinigkeit
Gerät, das: -(e)s, -e; Geräte bedienen - an ei¬
nem Gerät turnen; der Geräteschuppen;
das Gerät(e)turnen; die Gerätschaften Mz.
geraten: du gerätst, er geriet, sie ist geraten,
gerate!; ich gerate außer mir vor Freude -
in Gefahr geraten (kommen) - das Essen ist
gut geraten (gut gelungen) - nach der Mut¬
ter geraten (ihr ähnlich werden); geraten:
etwas für geraten (angebracht, ratsam) hal¬
ten; Geratewohl: aufs Geratewohl (ohne
Überlegung, auf gut Glück)
ge raum: nach geraumer (längerer) Zeit
geräumig: ein geräumiges (großes, großflä¬
chiges) Haus; die Geräumigkeit
Ge räusch, das: -(e)s, -e (Laut, Ton, Schall);
geräuscharm; geräuschempfindlich; die
Geräuschkulisse; geräuschlos; die Ge¬
räuschlosigkeit; der Geräuschpegel; ge¬
räuschvoll
gerben: (zu Leder verarbeiten); der Gerber;
die Gerberei; die Gerberin
gerecht: etwas gerecht (ausgewogen) vertei¬
len - ein gerechtes (dem Gesetz entspre¬
chendes) Urteil - eine der Leistung ge¬
rechte (angemessene) Note; der/die Ge¬
rechte; die Gerechtigkeit; der Gerechtig¬
keitssinn
Gericht, das: -(e)s, -e; vor Gericht klagen -
das Jüngste Gericht (das göttliche Gericht
über die Menschheit) - ein Gericht (Essen)
auftragen; gerichtlich; die Gerichtsbarkeit
(Befugnis, Recht zu sprechen); der Ge¬
richtssaal; das Gerichtsurteil; die Ge¬
richtsverhandlung; der Gerichtsvollzieher
ge rjng: ein geringer (niedriger) Verdienst - je¬
manden gering achten - etwas gering
schätzen (verachten) - hier sind, gering ge¬
schätzt, über hundert Personen; aber: nicht
123
Geschicktheit
im Geringsten (gar nicht) - nicht das Ge¬
ringste (gar nichts) - kein Geringerer als -
nichts Geringeres als - um ein Geringes
weniger; geringfügig (unbedeutend, klein);
geringschätzig; die Geringschätzigkeit; ge¬
ringstenfalls (wenigstens)
gerjnnen: (dickflüssig, fest werden); das Ge¬
rinnsel; die Gerinnung
Gerjppe, das: -s, -; das Gerippe (Skelett) des
toten Tieres; gerippt
gerissen: ein gerissener (durchtriebener, er¬
fahrener) Geschäftsmann; die Gerissenheit
Germane; der: -n, -n (Angehöriger einer
Völkergruppe); das Germanentum; die Ger¬
manin; germanisch; der Germanjst; die
Germanjstik (deutsche Sprach- und Litera¬
turwissenschaft); die Germanistin
g?me: lieber, am liebsten; auch: gern: etwas
gerne (mit Vorliebe) mögen - jemanden
gern haben - gerne (bereitwillig) helfen -
gerne gesehen - ein gern gesehener Gast -
allzu gern; der Gernegroß (Wichtigtuer)
Geröll, das: -(e)s, -e (Gesteinsbruchstücke);
die Geröllhalde; der Geröllschutt
Gerste, die: - (Getreidepflanze); das Gersten¬
korn; der Gerstensaft (Bier)
Gerte, d ie: -n (Stock, Rute); gertenschlank
(sehr schlank)
Geruch, der: -(e)s, Gerüche; ein scharfer Ge¬
ruch - im Geruch stehen (den Ruf haben);
geruchlos; die Geruchsbelästigung; ge-
ruch(s)frei; das Geruchsorgan; der Ge¬
ruchssinn
Gerücht, das: -(e)s, -e; ein Gerücht (eine un¬
belegbare Nachricht) verbreiten; die Ge¬
rüchteküche; gerüchtweise
geruhen: er geruht (findet sich bereit) zu
kommen; geruhsam (gemütlich); die Ge¬
ruhsamkeit
Gerümpel, das: -s (Kram, Unbrauchbares);
altes Gerümpel wegwerfen
Gerüst, das: -(e)s, -e (Trag- bzw. Stützgestell);
ein Gerüst aufstellen; der Gerüstbau
gesamt: die gesamte (ganze) Bevölkerung;
aber: das Gesamte - im Gesamten (ins¬
gesamt); die Gesamtansicht; gesamtdeutsch;
der Gesamteindruck; das Gesamtergebnis;
die Gesamtheit (das Ganze); die Gesamt¬
note; die Gesamtschule; die Gesamtsum¬
me
Gesandte, der: -n, -n (Vertreter eines Staa¬
tes); die Gesandtin; die Gesandtschaft
Gesang, der: -(e)s, Gesänge; der Gesang der
Kinder - ein fröhlicher Gesang; das Ge¬
sangbuch; gesanglich; die Gesangstunde;
der Gesangverein
Gesäß, das: -es, -e (Sitzfläche des Men¬
schen); die Gesäßtasche
Geschädigte, der/die: -n, -n; ein durch
Hochwasser Geschädigter
Geschäft, das: -(e)s, -e; ein Geschäft (Unter¬
nehmen) eröffnen - in einem Geschäft
(Laden) einkaufen - ein gutes Geschäft
(einen guten Handel) machen - er hat viele
Geschäfte (Arbeiten, Aufgaben) zu erledi¬
gen; die Geschäftemacherei; geschäftig
(fleißig, betriebsam); die Geschäftigkeit;
der G(e)schaft!huber (wichtigtuerischer
Mensch); geschäftlich (dienstlich); der Ge¬
schäftsbeginn; der Geschäftsbrief; die Ge¬
schäftsfrau; der Geschäftsfreund; die Ge¬
schäftsfreundin; die Geschäftsführung; das
Geschäftsgebaren (Art der Geschäftsfüh¬
rung); der Geschäftsmann; der Geschäfts¬
partner; die Geschäftspartnerin; geschäfts¬
schädigend; der Geschäftsschluss; die
Geschäftsstelle; geschäftstüchtig; der Ge¬
schäftsverkehr; die Geschäftszeit
geschehen: es geschieht, es geschah, es ist
geschehen; es muss etwas geschehen (pas¬
sieren, sich ereignen) - ihr geschieht
(widerfährt) Unrecht; das Geschehen; das
Geschehnis, die Geschehnisse
gescheit: ein gescheiter (kluger) Mensch; die
Gescheitheit
Geschenk, das: -(e)s, -e; Geschenke (Gaben)
austeilen - kleine Geschenke erhalten die
Freundschaft; der Geschenkartikel; das Ge¬
schenkpapier
Geschichte, die: -, -n; das Fach Geschichte -
die Geschichte (Vergangenheit) eines Lan¬
des - eine Geschichte erzählen - in eine
dumme Geschichte (Angelegenheit) verwi¬
ckelt sein; das Geschichtenbuch; geschicht¬
lich; das Geschichtsbewusstsein; das Ge¬
schichtsbuch; der Geschichtsschreiber; ge¬
schichtsträchtig; der Geschichtsunterricht
Ge schjck, das: -(e)s, -e; kein Geschick (keine
Eignung) haben - er fügt sich in sein Ge¬
schick (Schicksal); die Geschicklichkeit
(Gewandtheit); geschickt (gewandt); die
Geschicktheit
geschieden
124
geschieden (gesch.): sie ist von ihrem Mann
geschieden; der/die Geschiedene; —► schei¬
den
Geschjrr, das: -(e)s, -e; das Geschirr abspü¬
len - dem Pferd das Geschirr (Zaumzeug)
anlegen - sich ins Geschirr legen (sehr än-
strengen); der Geschirrreiniger; die Ge¬
schirrspülmaschine; das Geschirrtuch
Geschlecht, das: -(e)s, -er; das weibliche
Geschlecht - ein adeliges Geschlecht - das
schöne Geschlecht (die Frauen); ge¬
schlechtlich: eine geschlechtliche Fort¬
pflanzung; die Geschlechtskrankheit; das
Geschlechtsorgan; geschlechtsreif; der
Geschlechtstrieb; der Geschlechtsverkehr;
das Geschlechtswort
Geschmack, der: -(e)s, Geschmäcke/Ge-
schmäcker; der Geschmack (die Würze)
der Suppe - einen guten Geschmack (ein
gutes Urteil) haben - auf den Geschmack
kommen (das Angenehme an etwas heraus¬
finden) - die Geschmäcker sind verschie¬
den; geschmacklich; geschmacklos: das
Essen ist geschmacklos (ohne Würze) - ein
geschmackloser (taktloser) Witz; die Ge¬
schmacklosigkeit; geschmacksbildend;
die Geschmacksrichtung; die Geschmacks¬
sache; der Geschmackssinn; geschmack¬
voll (gefällig, flott, schick)
Geschmeide, das: -s, - (sehr wertvoller
Schmuck); geschmeidig (biegsam, anpas¬
sungsfähig, gewandt); die Geschmeidigkeit
Geschmeiß, das: -es (Gesindel, Ungeziefer)
geschniegelt: geschniegelt und gebügelt
(tadellos angezogen und gepflegt)
Geschöpf, das: -(e)s, -e (Lebewesen); ein
Geschöpf Gottes
Geschoss, das: -es, -e; ein tödliches Ge¬
schoss traf ihn - im vierten Geschoss
(Stockwerk) wohnen
Geschütz, das: -es, -e; mit dem Geschütz
(Feuerwaffe) feuern - schweres Geschütz
auffahren (einer Sache scharf entgegen¬
treten)
Geschwader, das: -s, - (Verband von Kriegs¬
schiffen oder Flugzeugen)
Geschwätz, das: -es (Gerede, Klatsch); ge¬
schwätzig; die Geschwätzigkeit
geschweige: geschweige denn (noch viel
weniger) - geschweige (denn), dass
geschwjnd: geschwind (schnell) weglaufen;
die Geschwindigkeit; die Geschwindig¬
keitsbegrenzung; die Geschwindigkeits¬
kontrolle
Geschwister A/fz., die: - (Kinder derselben
Eltern); geschwisterlich; das Geschwister¬
paar
geschwollen: ein geschwollener Fuß - ge¬
schwollen (gekünstelt) reden; —► schwellen
Geschworene, der/die: -n, -n (Laienrichter)
Geschwulst, die^ -, Geschwülste (Schwel¬
lung); geschwulstartig; die Geschwulstbil¬
dung; geschwulstig
Geschwür, das: -(e)s, -e (Entzündung); die
Geschwürbildung
Ge-sel le, der: -n, -n (Gehilfe, Gefährte);
auch: der Gesell; sich gesellen (hinzukom¬
men, sich anschließen); der Gesellenbrief;
gesellig: ein geselliger (umgänglicher)
Mensch - ein geselliger (unterhaltsamer)
Abend; die Geselligkeit; die Gesellin
Ge sell Schaft, die: -, -en (Vereinigung von
Menschen); in schlechte Gesellschaft gera¬
ten (schlechten Umgang haben) - eine fest¬
liche Gesellschaft' (Runde) - zur Gesell¬
schaft (oberen Schicht) gehören; gesell¬
schaftlich; gesellschaftsfähig; die Gesell¬
schaftsordnung; die Gesellschaftsschicht;
das Gesellschaftsspiel
Ge-setz, das: -es, -e; gegen ein Gesetz versto¬
ßen - die Gesetze der Mathematik; der
Gesetzestext; gesetzgebend: die gesetzge¬
bende Gewalt; der Gesetzgeber; gesetz¬
lich: gesetzlich geschützt (ges. gesch.); die
Gesetzlichkeit; gesetzlos; die Gesetzlosig¬
keit; gesetzmäßig; die Gesetzmäßigkeit;
gesetzwidrig; die Gesetzwidrigkeit
gesetzt: ein Mann im gesetzten (reifen) Alter-
gesetzt den Fall, dass
Gesteht, das: -(e)s, -er (Antlitz); ein freund¬
liches Gesicht (eine freundliche Miene)
machen - jemandem/jemanden ins Ge¬
sicht schlagen - Gesichter (Grimassen)
schneiden; aber: Gesichte (Erscheinungen)
haben - ein langes Gesicht machen (ent¬
täuscht sein) - das Gesicht wahren (sein
Ansehen wahren) - jemandem etwas ins
Gesicht sagen (etwas ohne Scheu sagen);
der Gesichtsausdruck; die Gesichtscreme;
der Gesichtspunkt; der Gesichtszug
Gesims, das: -es, -e (waagrechter Mauerstrei¬
fen)
125
Getrenntschreibung
Gesjnde, das: -s (Dienstboten); das Gesindel
(schlechte Menschen); die Gesindestube
Gesjnnung, die: -en; eine anständige Ge¬
sinnung (Denkart) haben; gesinnt: er ist mir
gut gesinnt - ein gut gesinnter Mensch; ge¬
sinnungslos (ohne innere Grundsätze); die
Gesinnungslosigkeit; der Gesinnungswan¬
del; gesonnen: ich bin nicht gesonnen (ge¬
willt) zu schweigen
gesondert: gesondert verpacken
Gespann, das: -(e)s, -e (Zugtiere, Fuhrwerk
mit Zugtieren)
gespannt: gespannt (neugierig) Zusehen - ein
gespanntes (spannungsgeladenes) Verhält¬
nis; die Gespanntheit
Gespenst, das: -(e)s, -er (Geist, Spuk); Ge¬
spenster sehen (grundlos Angst haben); ge¬
spensterhaft; die Gespensterstunde; ge¬
spenstig; auch: gespenstisch (geisterhaft,
unheimlich)
Gespjnst, das: -(e)s, -e (Gewebe)
Ge spött, das: -(e)s; jemanden zum Gespött
machen (dafür sorgen, dass er verspottet
wird)
Gespräch, das: -(e)s, -e; ein Gespräch füh¬
ren; gesprächig (geschwätzig, mitteilsam);
gesprächsbereit; das Gesprächsergebnis;
der Gesprächspartner; die Gesprächspart¬
nerin; der Gesprächsstoff; der Gesprächs¬
teilnehmer; die Gesprächsteilnehmerin;
das Gesprächsthema; der Gesprächsver¬
lauf; gesprächsweise
gesprenkelt: ein gesprenkeltes (getupftes)
Fell*
Gestade, das: -s, - (Küste, Ufer)
Ge stalt, d ie: -, -en; eine wuchtige Gestalt
(Erscheinung) - eine große Gestalt (Persön¬
lichkeit) der Geschichte; aber: dergestalt
(so); gestalten; gestalterisch; gestalthaft;
gestaltlos; die Gestaltung
Geständnis, das: -ses, -se; ein Geständnis
machen (seine Schuld zugeben); geständig
Gestank, der: -(e)s; ein abscheulicher Ge¬
stank (übler Geruch)
gestatten: er gestattet (erlaubt) mir alles -
gestatten Sie? (Höflichkeitsformel)
Geste lat., die: -, -n (Gebärde); eine Geste der
Höflichkeit; die Gestik; die Gestikulation
(Gebärdensprache); gestikulieren; gestisch
gestehen: du gestehst, er gestand, sie hat ge¬
standen, gesteh(e)!; seine Schuld gestehen
(bekennen) - ich gestehe (gebe zu), dass
ich Angst habe
Gestein, das: -(e)s, -e (Felsen); die Gesteins¬
art; die Gesteinsprobe; die Gesteinsschicht
Gestell, das: -(e)s, -e (Regal, Ablage, Bord)
gestern: gestern Abend - gestern Nacht -
nicht von gestern sein (aufgeweckt sein);
das Gestern (die Vergangenheit); gestrig
(von gestern)
Gestirn, das: -(e)s, -e (Himmelskörper); ge¬
stirnt: ein gestirnter (mit Sternen bedeckter)
Himmel
Gestöber, das: -s, - (Niederschläge bei hefti¬
gem Wind)
gestreift: ein rot gestreiftes Kleid
Gestrüpp, das: -(e)s, -e; durch ein Gestrüpp
(dichtes Gebüsch) schlüpfen
Gestühl, das: -(e)s, -e (Stühle eines Raumes)
Gestüt, das: -(e)s, -e (Pferdezuchtstätte)
Gesuch, das: -(e)s, -e; ein Gesuch (eine Bitt¬
schrift, eine Anfrage) einreichen
gesund: gesunder/gesünder, am gesundesten/
gesündesten; gesund sein - gesund werden -
gesund bleiben - jemanden gesund pflegen
- eine gesunde Luft; gesundbeten; der/die M
Gesunde; gesunden; die Gesundheit: Ge- *
sundheit ist der größte Reichtum; gesund¬
heitlich; das Gesundheitsamt; gesundheits¬
bewusst; gesundheitshalber; gesundheits¬
schädigend; gesundheitsschädlich; das Ge¬
sundheitszeugnis; der Gesundheitszu¬
stand; sich gesundmachen (sich berei¬
chern); aber: eine Kranke gesund machen;
gesundschreiben: einen Patienten gesund¬
schreiben; gesundschrumpfen; sich ge¬
sundstoßen (sich bereichern); die Gesun¬
dung
Getöse, das: -s (großer Lärm); das Getöse:
das Getöse (Tosen) des Wasserfalls
Getränk, das: -(e)s, -e; ein erfrischendes Ge¬
tränk; der Getränkeautomat; die Getränke¬
karte; die Getränkesteuer
getrauen, sich: er getraut sich (er hat den
Mut) zu springen - sich nichts getrauen
(nichts wagen)
Getreide, das: -s, - (Feldfrucht); Getreide an¬
bauen; der Getreideanbau; die Getreide¬
ernte; das Getreidefeld; der Getreidespei¬
cher
getrennt: ein getrennt lebendes Paar - etwas
getrennt schreiben; die Getrenntschreibung
-
getreu
126
G
H
I
J
K
L
M
getreu: (zuverlässig); getreu (gemäß) meinen
Grundsätzen; der/die Getreue; getreulich
Getriebe, das: -s, -; das Getriebe (das rege
Treiben) einer Großstadt - das Getriebe
eines Motors; das Getriebeöl; der Getrie¬
beschaden
Getto ital., das: -s, -s (abgetrennter Stadt¬
bezirk für einen Bevölkerungsteil, Juden¬
viertel); auch: das Ghetto; gettoisieren (ab¬
sondern)
Getue, das: -s; ein vornehmes Getue (Ge¬
habe, geziertes Benehmen)
Geviert, das: -(e)s, -e (Viereck im Quadrat);
im Geviert; gevierteilt
Gewächs, das: -es, -e (Pflanze); das Ge¬
wächshaus
gewählt: er drückt sich gewählt (gepflegt,
vornehm) aus
Gewähr, die: -; für etwas Gewähr (Sicher¬
heit, Bürgschaft) bieten - ohne Gewähr;
gewähren (bewilligen, erfüllen): jemanden
gewähren lassen (ihn nicht hindern);
gewährleisten; auch: Gewähr leisten; die
Gewährleistung; der Gewährsmann; die
Gewährung # Gewehr
gewahren: (bemerken, erkennen); gewahr:
gewahr werden
Gewahrsam, der: -s, -e; in Gewahrsam neh¬
men (aufbewahren) - in Gewahrsam (Haft)
sein; das Gewahrsam (Gefängnis)
Gewalt, die: -, -en; die Türe mit Gewalt
öffnen - höhere Gewalt - die staatliche
Gewalt (Macht) - sich in der Gewalt haben
(sich beherrschen); der Gewaltakt; die
Gewaltanwendung; die Gewaltenteilung;
gewaltfrei; der Gewaltherrscher; gewaltig:
sich gewaltig (mächtig, enorm) anstrengen -
einen gewaltigen (sehr großen) Hunger
haben; die Gewaltigkeit; gewaltlos; die
Gewaltlosigkeit; die Gewaltmaßnahme;
gewaltsam; die Gewaltsamkeit; die Ge¬
walttat; gewalttätig (handgreiflich); die
Gewalttätigkeit; das Gewaltverbrechen;
der Gewaltverzicht
Gewand, das: -(e)s, Gewänder; prächtige
Gewänder (Kleidungsstücke)
gewandt: ein gewandter (wendiger) Spieler —
sich gewandt (sicher und geschickt) beneh¬
men; die Gewandtheit
gewärtig: einer Sache gewärtig sein (darauf
gefasst sein, damit rechnen); gewärtigen:
etwas zu gewärtigen (erwarten) haben
Gewässer, das: -s, - (Ansammlung von Was¬
ser); der Gewässerschutz; gewässert
Gewebe, das: -s, - (Stoff, Gespinst); ein fei¬
nes Gewebe - das Gewebe (Gefüge) seiner
Lügen
Gewehr, das: -(e)s, -e; das Gewehr laden -
Gewehr bei Fuß stehen (zum Einsatz bereit
sein); der Gewehrkolben; der Gewehrlauf
# Gewähr
Geweih, das: -(e)s, -e; der Hirsch trägt ein
prächtiges Geweih
Gewerbe, das: -s, -; ein Gewerbe (eine be¬
rufsmäßige Tätigkeit) ausüben; die Gewer¬
beschule; die Gewerbesteuer; gewerbe¬
treibend; der/die Gewerbetreibende; ge¬
werblich; gewerbsmäßig
Gewerkschaft, die: -, -en (Organisation der
Arbeitnehmer zur Durchsetzung ihrer Inte¬
ressen); der Gewerkschafter; die Gewerk¬
schafterin; auch: der Gewerkschaftler; ge¬
werkschaftlich; das Gewerkschaftsmitglied;
die Gewerkschaftsversammlung
Gewjcht, das: -(e)s, -e; das Gewicht (die
Last, die Schwere) des Körpers - das ist
ohne Gewicht (ohne Bedeutung) - Gewicht
auf etwas legen (etwas für sehr wichtig hal¬
ten); gewichten; der Gewichtheber; die
Gewichtheberin; gewichtig; die Gewich¬
tigkeit; der Gewichtsverlust; die Gewich¬
tung
gewieft: ein gewiefter (gerissener) Bursche
gewiegt: (schlau, durchtrieben)
Gewjmmel, das: -s (Massengewühl)
Gewjnde, das: -s, - (Rillen einer Schraube)
gewjnnen: du gewinnst, er gewann, sie hat
gewonnen, gewinn(e)!; jemanden für eine
Idee gewinnen (dazu überreden) - im
Kampf gewinnen (siegen) - an Ansehen
gewinnen (zunehmen) - wie gewonnen, so
zerronnen; der Gewinn: ein Gewinn brin¬
gendes Unternehmen - großen Gewinn
bringend; aber: sehr gewinnbringend; die
Gewinnchance; gewinnend (liebenswür¬
dig); der Gewinner; die Gewinnerin; die
Gewinnspanne; das Gewinnstreben; die
Gewinnsucht; gewinnsüchtig; gewinnträch¬
tig; die Gewinn-und-Verlust-Rechnung; die
Gewinnung; die Gewinnzahl
Ge-wjrr, das: -(e)s (undurchdringlicher Knäuel);
ein Gewirr von Fäden
127
Gitterfenster
gewjss: gewisser, am gewissesten; er ist sich
seines Erfolges gewiss (sicher) - sie wird ge¬
wiss (sicherlich) bald kommen - ganz ge¬
wiss! - in gewissen (nicht näher bezeichne-
ten) Kreisen - ein gewisser anderer; aber:
etwas Gewisses - nichts Gewisses; gewis¬
sermaßen (sozusagen); die Gewissheit; ge¬
wisslich (ganz sicher)
Ge wjs sen, das: -s, - (innere Stimme); ein
schlechtes Gewissen haben - jemandem
ins Gewissen reden (ihm Vorhaltungen ma¬
chen) - ein gutes Gewissen ist ein sanftes
Ruhekissen; gewissenhaft (gründlich, sorg¬
fältig); die Gewissenhaftigkeit; gewissen¬
los; die Gewissenlosigkeit; die Gewissens¬
bisse Mz. (Reue, Selbstvorwürfe); die Ge¬
wissensentscheidung; die Gewissensfreiheit;
der Gewissenskonflikt
Gewjtter, das: -s, - (Unwetter mit Donner
und Blitz); der Gewitterregen; gewitt(e)rig;
gewittern
ge-wjtzt: (schlau); gewitzigt: durch Schaden
gewitzigt (klug, erfahren); die Gewitztheit
gewogen: sie ist mir gewogen (zugetan,
freundlich gesinnt); die Gewogenheit
gewöhnen: jemanden an Sauberkeit gewöh¬
nen; die Gewohnheit; gewohnheitsgemäß;
gewohnheitsmäßig; der Gewohnheits¬
mensch; gewöhnlich (alltäglich, meist); ge¬
wohnt: eine gewohnte (vertraute) Umge¬
bung - das bin ich so gewohnt - mit dem
gewohnten (bekannten) Fleiß; gewöhnt: an
eine Arbeit gewöhnt sein; die Gewöhnung
Gewölbe, das: -s, -; das Gewölbe (die Kup¬
pel) eines Domes - ein finsteres Gewölbe;
der Gewölbepfeiler; gewölbt
Gewürz, das: -es, -e (Mittel zum Würzen von
Speisen); ein scharfes Gewürz; die Ge¬
würzgurke; gewürzt
gez. = gezeichnet (unterschrieben)
Gezeiten Mz., die: - (Wechsel von Ebbe und
Flut); der Gezeitenwechsel
gez|emen: es geziemt (gehört) sich nicht;
geziemend
GG = das Grundgesetz (die Verfassung der
Bundesrepublik Deutschland)
ggf. = gegebenenfalls
ggT (g.g.T.) = größter gemeinsamer Teiler
Ghetto ital., das: -s, -s; -> Getto
Gjcht, die: - (Krankheit); gichtig; gichtkrank;
die Gichtkrankheit
Giebel, der: -s, - (senkrechter Dachabschluss);
das Haus hat keine Giebel; das Giebelfens¬
ter; gieb(e)lig
gie-rig: (unersättlich, hemmungslos); die Gier;
gieren: nach etwas gieren (heftig begehren)
gießen: du gießt, er goss, sie hat gegossen,
gieß(e)!; Kaffee in die Tasse gießen - eine
Glocke wird gegossen - es gießt in Strö¬
men; die Gießerei; die Gießkanne
Gift, das: -(e)s, -e (ein für den Körper schäd¬
licher Stoff); ein schnell wirkendes Gift -
das ist Gift für dich - sein Gift verspritzen
(sich boshaft äußern); die Giftdeponie;
giften (gehässig reden): sich giften (sich är¬
gern); das Giftgas; giftig: giftige Pilze - ein
giftiger (hasserfüllter, böser) Blick - ein gif¬
tiges (grelles) Grün; die Giftigkeit; der Gift¬
mischer; die Giftmischerin; der Giftmord;
der Giftmüll; die Giftpflanze; die Gift¬
schlange; der Giftstoff; der Giftzahn
Gigant griech., der: -en, -en (Riese); gigan¬
tisch (riesenhaft, gewaltig); die Gigantoma-
nie (Sucht zur Übertreibung)
Gjl de, die: -, -n (Vereinigung von Kaufleuten
oder Handwerkern, Zunft, Innung)
Gjmpel, der: -s, - (Singvogel, einfältiger
Mensch)
Gin engl, [dschjn], der: -s, -s (Branntwein)
Gjnster, der: -s, - (Strauch)
Gjpfel, der: -s, -; der Gipfel (die Spitze) des
Berges - das ist doch der Gipfel (eine
Unverschämtheit)! - er steht auf dem Gip¬
fel des Ruhms; die Gipfelkonferenz; das
Gipfelkreuz; gipf(e)lig; gipfeln; der Gipfel¬
punkt; das Gipfeltreffen
Gjps, der: -es, -e (Kalkart); der Gipsabdruck;
gipsen; der Gipsverband
Giraffe arab., die: -, -n (langhalsiges Säuge¬
tier)
Girl engl, [görl], das: -s, -s (Mädchen)
Gir lan de franz., die: -, -n (Blumengewinde)
Giro ital. [schiro], das: -s, -s (bargeldloser
Zahlungsverkehr); die Girobank; das Giro¬
konto
Gjscht, der: -(e)s, -e (Wellenschaum); auch:
die Gischt: Gischt sprühend
Gitarre span., die: -, -n (Saiteninstrument);
die Gitarrensaite; der Gitarrist; die Gitarrjs-
tin
Gjt-ter, das: -s, - (zaunartige Abgrenzung); ein
Fenster mit Gitter; das Gitterfenster
H
I
J
K
L
M
Gladiator
128
Gladiator, latder: -s, Gladiatoren (Schwert¬
kämpfer bei altrömischen Kampfspielen)
Gladiole, die: -n (Schwertliliengewächs)
Glamour engl, [glämer], der/das: -s (Glanz)
Glanz, der: -es; der Gianz der Sterne - mit
Glanz (sehr gut) eine Prüfung bestehen;
glänzen: der Boden glänzt - durch seine
Leistungen glänzen (auffallen); glänzend:
glänzend schwarz; die Glanzleistung; die
Glanznummer; das Glanzstück; glanzvoll;
die Glanzzeit
Glas, das: -es, Gläser; farbiges Glas - sein
Glas (Trinkgefäß) leeren; der Glasbläser;
der Glaser; die Glaserei; gläsern (aus Glas,
durchsichtig); die Glaserin; das Glashaus:
wer selbst im Glashaus sitzt, soll nicht mit
Steinen werfen; die Glashütte; glasieren
(mit Glasur versehen); glasig (starr, aus¬
druckslos); die Glasmalerei; die Glas¬
scheibe; die Glasur (glänzender Überzug);
die Glaswolle
glatt: glatter/glätter, am glattesten/glättesten;
eine glatte Fläche - etwas glatt streichen -
Unebenheiten glatt machen (ausgleichen)
- glatt hobeln - die Straße ist glatt (rutschig)
- eine glatte (eindeutige) Lüge - eine glatte
Eins bekommen - ein glatter (höflich wir¬
kender) Mensch - glatt landen - etwas glatt
vergessen; die Glätte; das Glatteis: jeman¬
den aufs Glatteis führen (hereinlegen); glät¬
ten; glattweg (ohne weiteres)
Glat-ze, d ie: -, -n; eine Glatze (kahle Stelle
auf dem Kopf) haben; glatzköpfig
Glaube, der: -ns; auch: der Glauben; den
Glauben verlieren - jemandem Glauben
schenken - der Glaube kann Berge verset¬
zen; glauben; das Glaubensbekenntnis; der
Glaubensstreit; glaubhaft; die Glaubhaf¬
tigkeit; gläubig; der/die Gläubige; der
Gläubiger (ein zu einer Schuldforderung
Berechtigter); die Gläubigerin; die Gläu¬
bigkeit; glaubwürdig; die Glaubwürdigkeit
gleich: gleich sein - gleich (unverändert, in
gleicher Weise) bleiben - gleich (sofort)
bleiben - gleich gut - gleich groß - gleich
lautend - gleich viel - gleich werden - das
gleiche Kleid - ihm ist alles gleich (egal) -
gleich (sofort) komme ich - gleich (unmit¬
telbar) hinter dem Haus; aber: der, die, das
Gleiche - aufs Gleiche hinauslaufen -
Gleiches mit Gleichem vergelten - Gleich
und Gleich gesellt sich gern - ein Gleicher
unter Gleichen; gleichalt(e)rig; gleichartig;
gleichauf; gleichbedeutend; gleichberech¬
tigt; die Gleichberechtigung; gleichen (äh¬
neln); gleichermaßen (ebenso, auch); glei¬
cherweise; gleichfalls; gleichförmig (lang¬
weilig, eintönig); die Gleichförmigkeit;
gleichgesinnt; der/die Gleichgesinnte; das
Gleichgewicht; gleichgewichtig; gleichgül¬
tig (teilnahmslos, ungerührt); aber: gleich
(in gleicher Weise) gültig; die Gleichgül¬
tigkeit; die Gleichheit; das Gleichheits¬
zeichen {=); gleichkommen (entsprechen);
aber: gleich (sofort) kommen; gleichma¬
chen (angleichen); aber: ich werde das
gleich (sofort) machen; die Gleichmache¬
rei; das Gleichmaß; gleichmäßig; der
Gleichmut (Gelassenheit, Beherrschtheit);
gleichmütig; gleichnamig; das Gleichnis,
die Gleichnisse (Sinnbild); gleichsam (ge¬
wissermaßen); gleichschenk(e)lig; der
Gleichschritt; sich gleichsehen (gleich aus-
sehen); aber: das wirst du gleich sehen;
gleichseitig; gleichsetzen (als gleich anse-
hen); aber: ihr könnt euch gleich setzen;
gleichstellen (auf die gleiche Stufe stellen);
der Gleichstrom; gleichtun (nacheifern);
aber: das musst du gleich (sofort) tun; die
Gleichung; gleichviel (einerlei); aber: alle
bekommen gleich viel; gleichwertig; die
Gleichwertigkeit; gleichwie; gleichwink¬
lig; gleichwohl (dennoch, trotzdem);
gleichzeitig; die Gleichzeitigkeit; gleich¬
ziehen (aufholen)
Gleis, das: -es, -e; auch: das Geleise; die
Gleise (Schienen) überqueren - etwas ins
rechte Gleis (in Ordnung) bringen
glejßen: du gleißt, er gleißte, sie hat gegleißt,
gleiß(e)! (glitzern, glänzen)
gleiten: du gleitest, er glitt, sie ist geglitten,
gleit(e)!; der Vogel gleitet (schwebt) durch
die Luft - über das Eis gleiten (sich sanft be¬
wegen) - gleitende Arbeitszeit; die Gleit¬
fläche; der Gleitflug; gleitsicher; die Gleit¬
zeit
Glet scher, der: -s, - (Eisfeld im Gebirge); das
Gletscherfeld; die Gletscherspalte
Glied, das: -(e)s, -er (Teil eines Ganzen); das
Glied einer Kette - gesunde Glieder haben -
in Reih und Glied stehen; .. glied(e)rig:
zweigliederig; gliedern: den Aufsatz glie-
129
Gondoliere
dem; die Gliederung; die Gliedmaßen Mz.
(beim Menschen Arme und Beine); der
Gliedsatz
gljmmen: du glimmst, er glimmte/glomm,
sie hat geglimmt/geglommen; das Holz
glimmt (brennt noch schwach) - in ihren
Augen glimmt Hass; der Glimmer; der
Glimmstängel (Zigarette)
glimpflich: glimpflich (ungeschädigt, unver¬
sehrt) davonkommen
gljtschig: ein glitschiger (schlüpfriger, rut¬
schiger, glatter) Boden
gljtzern: glitzernde (funkelnde) Sterne - der
Schnee glitzert; der Glitzer; glitz(e)rig
Glo bus lat., der: -/-ses, -se/Globen (Modell
der Erdkugel); global (weltumfassend, ge¬
samt); der Globetrotter (Weltenbummler);
die Globetrotterin
GI9 cke, die: -, -n; die Glocken läuten - der
Käse liegt unter einer Glocke (unter einem
Glassturz) - etwas an die große Glocke
hängen (es überall herumerzählen); das
Glockengeläute; der Glockengießer; der
Glockenklang; das Glockenläuten; der
Glockenschlag; das Glockenspiel; der
Glockenturm; glockig (glockenförmig); der
Glöckner
Glorie [glorje], die: -n (Ruhm, Glanz);
glorifizieren (verherrlichen); das Gloria:
mit Glanz und Gloria (ganz und gar); glo¬
rios (ruhmvoll); glorreich (ruhmreich)
Glosse griech., die: -n (Randbemerkung,
spöttische Anmerkung); glossieren
glotzen: blöde glotzen (starr, mit großen
Augen schauen); das Glotzauge; glotz¬
äugig; die Glotze (Fernsehgerät)
Glück, das: -(e)s; Glück (Erfolg) wünschen -
das war dein Glück - Glück bringend -
Glück verheißend - Glück auf! (Berg¬
mannsgruß) - auf gut Glück - Glück und
Glas, wie leicht bricht das; glücken; glück¬
haft; glücklich: eine glückliche Zeit - etwas
verläuft glücklich (ohne Störung, günstig) -
ein glücklicher (günstiger) Zufall - dem
Glücklichen schlägt keine Stunde; glück¬
licherweise; glücklos; der Glücksbringer;
glückselig; die Glückseligkeit; der Glücks¬
fall; das Glückskind; der Glückspfennig;
die Glückssache; das Glücksschwein; das
Glücksspiel; die Glückssträhne; der Glücks¬
treffer; der Glückwunsch
gluckern: das Wasser gluckert (plätschert) im
Brunnen; die Glucke (Henne); glucken; die
Gluckhenne; glucksen
glühen: das Eisen glüht (leuchtet rot) im
Feuer - vor Hitze glühen; die Glühbirne;
glühend: ein glühender Verehrer - ein glü¬
hend heißes Eisen - die Straße ist glühend
heiß; die Glühlampe; der Glühwein; das
Glühwürmchen
Glut, die: -, -en; über den Straßen liegt eine
furchtbare Glut (Hitze); glutäugig; die Glut¬
hitze; glutrot
Glyzerin griech., das: -s (dreiwertiger Alko¬
hol); auch: das Glycerin (in der Chemie)
GmbH = Gesellschaft mit beschränkter Haf¬
tung
Gnade, die: -, -n; um Gnade (Nachsicht,
Milde, Straferlass) bitten - von Gottes Gna¬
den - Gnade für Recht ergehen lassen (sehr
nachsichtig sein); aber: gnade dir Gott!; das
Gnadenbrot; der Gnadenerlass; die Gna¬
denfrist; gnadenlos; der Gnadenstoß; gnä¬
dig: gnädig sein (Nachsicht zeigen) - die
gnädige (hoch verehrte) Frau
Gneis, der: -es, -e (Gestein) M
Gnom, der: -en, -en (Kobold); gnomenhaft
Gnu, das: -s, -s (Antilopenart)
Go be lin franz. [gobelä], der: -s, -s (Wandbe¬
hang)
Gockel, der: -s, - (Hahn)
Gold, das: -(e)s (Edelmetall); der Goldbarren;
goldblond; golden: die goldene Hochzeit -
der goldene Schnitt - das goldene Zeitalter;
aber: das Goldene Kalb; goldfarben; der
Goldfisch; goldgelb; der Goldgräber; die
Goldgräberin; die Goldgrube; goldhaltig;
der Goldhamster; goldig: ein goldiges (nied¬
liches, hübsches) Kind; die Goldmedaille;
goldrichtig; der Goldschmied; die Gold¬
schmiedin; das Goldstück; die Goldwaage;
die Goldwährung; der Goldzahn
Golf engl., das: -s (Rasenspiel); Golf spielen;
der Golfer (Golfspieler); die Golferin; der
Golfplatz; der Golfschläger
Golf griech., der -(e)s, -e (Meeresbucht); der
Golfstrom
Gon del ital., die: -, -n (langes Ruderboot,
Luftballonkorb); gondeln: durch halb
Deutschland gondeln (ohne festes Ziel fah¬
ren); der Gondoliere
1,0
Gong
130
Gong malai., der: -s, -s (asiatisches Musikin¬
strument); der Gong ertönt; gongen; der
Gongschlag
gönnen: jemandem sein Glück gönnen -
sich einen Tag Ruhe gönnen (erlauben); der
Gönner (hilfsbereiter Freund, Förderer,
Geldgeber); gönnerhaft; die Gönnerin; die
Gönnermiene
Gör, das: -(e)s, -en (ungezogenes kleines
Kind); auch: die Göre
Go-rjl la afrik., der: -s, -s (Menschenaffe)
Gosse, die: -, -n (Rinnstein)
Gotik franz., die: - (Kunststil); gotisch: goti¬
sche Dome; das Gotische
Gott, der: -es, Götter; um Gottes willen - in
Gottes Namen - Gott sei Dank! - Gott be¬
hüte! - Gott der Allmächtige - weiß Gott! -
mein Gott! - grüß Gott! - bei Cott ist kein
Ding unmöglich; gottbewahre!; zum Gott¬
erbarmen; der Gottesacker (Friedhof); der
Gottesdienst; gottesfürchtig; gottesläster¬
lich; die Gotteslästerung; gottgefällig; gott¬
gewollt; göttlich: die göttliche Gerechtig¬
keit - eine göttliche (himmlische) Stimme
haben; gottlob!; gottlos; die Gottlosigkeit;
gottserbärmlich; gottverlassen; das Gott¬
vertrauen
Götze, der: -n, -n (falscher Gott); das Göt¬
zenbild; der Götzendiener; die Götzendie¬
nerin; der Götzendienst
Gouverneur franz. [guwernör], der: -s, -e
(Statthalter)
graben: du gräbst, er grub, sie hat gegraben,
grab(e)!; ein Loch graben - nach Gold gra¬
ben; das Grab: zu Grabe tragen - etwas mit
ins Crab nehmen (ein Geheimnis nicht
preisgeben); der Graben; die Grabesstille;
das Grabmal, die Grabmäler/Grabmale;
die Grabstätte; der Grabstein; die Gra¬
bung
Grad (°) lat., der: -(e)s, -e (Maßeinheit); 20
Grad Celsius - ein Winkel von 45 Grad -
der Längengrad - er ist in hohem Grade
(sehr) erkältet; der Gradmesser; graduell
(stufenweise); gradweise # Grat
Graf, der: -en, -en (Adelstitel); der Grafentitel;
die Gräfin; gräflich; die Grafschaft
Grafik griech., die: -, -en (Schaubild, Illustra¬
tion, Sammelbezeichnung für künstlerische
Techniken); auch: die Graphik; der Grafi¬
ker; die Grafikerin; grafisch
Gral franz., der: -s (Wunder wirkende Schale
in der Sage); die Gralsburg; der Gralsritter;
die Gralssage
Gram, der: -(e)s (Kummer); gram: jemandem
gram (böse) sein, bleiben; sich grämen (sehr
bekümmert sein, trauern); gramerfüllt; gram¬
gebeugt; grämlich; gramvoll
Gramm (g) griech., das, -s, -(e) (Gewichtsein¬
heit); ein Kilogramm (kg) hat 1000 Gramm
Gram ma-tik, die: -, -en (Sprachlehre); gram¬
matikalisch; grammatisch: das grammati¬
sche Geschlecht
Gram mo phon griech., das: -s, -e (Gerät
zum Abspielen von Schallplatten); auch:
das Grammofon
Granat, der: -e(s), -e (Schmuckstein); der
Granatschmuck
Granate ital., die: -, -n (mit Sprengstoff
gefülltes Geschoss); der Granatsplitter; der
Granatwerfer (Geschütz)
grandios ital.: eine grandiose (großartige,
überwältigende) Leistung
Granit ital., der: -s, -e (Gesteinsart); der Gra¬
nitblock; graniten
grantig: grantig (missmutig, mürrisch) sein
Grape-fruit engl, [grepfrut], die: -, -s (Zitrus¬
frucht)
Graphik griech., die: -, -en; —► Grafik; der
Graphjt (ein Mineral); auch: der Grafit
Graphologie, die: - (Lehre von der Deutung
der Handschrift); auch: die Grafologie
grapschen: (schnell nach etwas greifen)
Gras, das: -es, Gräser; Gras mähen - das Cras
wachsen hören (sich sehr schlau Vorkom¬
men); die Grasdecke; grasen: die Kühe
grasen (fressen) auf der Wiese; die Grasflä¬
che; grasgrün; das Gräslein; die Grasmücke
(Singvogel); die Grasnarbe; die Grassteppe
grassieren lat.: eine Krankheit grassiert
(greift um sich, wütet)
grässlich: ein grässliches (abscheuliches)
Wetter - ein grässlicher (schrecklicher) Un¬
fall; die Grässlichkeit
Grat, der: -(es), -e (Bergkamm, Kante) # Grad
Grä te, d ie: -, -n (Fischknochen); grätenlos;
grätig
gratis lat.: (kostenlos); die Gratisprobe; die
Gratisvorstellung
Grätsche, die: -, -n (Turnübung); grätschen
(die Beine zur Seite spreizen); die Grätsch¬
stellung
131
Grippewelle
gratulieren: (Glück wünschen); der Gra¬
tulant; die Gratulantin; die Gratulation
(Glückwunsch)
grau: eine graue Farbe - alles grau in grau -
ein grauer Anzug - grau meliert - der graue
(öde) Alltag - in grauer Vorzeit - der graue
Star (Augenkrankheit) - sich keine grauen
Haare wachsen lassen (sich keine Sorgen
machen); aber: die Grauen Panther (Orga¬
nisation für Senioren); das Grau; graublau;
auch: grau-blau; grauhaarig; gräulich; der
Grauschleier; die Grauzone
grau en: mir/mich graut (ich habe Angst) vor
dem morgigen Tag - es graut (dämmert)
schon - der Morgen graut; der Gräuel: die¬
ser Mensch ist mir ein Gräuel (ich emp¬
finde Abscheu gegen ihn) - die Gräuel
(Schrecken) des Krieges; das Gräuelmär¬
chen; die Gräuelpropaganda; die Gräuel¬
tat; das Grauen: mich überkommt Grauen
(Entsetzen, Furcht) - die Grauen (Schre¬
cken) des Krieges - Grauen erregend; grau¬
enhaft; grauenvoll; gräulich (grässlich)
Grau pe, die: -, -n (Getreidekorn); Craupen
(hochfliegende Pläne) im Kopf haben; die
Graupel (Hagelkorn); graupeln; der Grau¬
pelschauer; die Graupensuppe
grau sam: sich grausam (unbarmherzig) rä¬
chen - eine grausame (schlimme) Kälte;
der Graus (Schrecken): o Graus!; die Grau¬
samkeit; grausen: mir graust (ekelt) vor
dem Essen - sich vor nichts grausen (fürch¬
ten); das Grausen; grausig
gravieren lat. [grawiren]: (etwas in harte Stof¬
fe einritzen); der Graveur [grawör]; die
Graveurin; gravierend (belastend); die
Gravierung; die Gravitation (Schwerkraft);
gravitätisch: gravitätisch (würdevoll) schrei¬
ten; die Gravur
Grazie lat. [gratsje], die: - (Anmut); grazil (ge¬
schmeidig, zierlich); graziös (anmutig)
Green-peace engl, [grrnpis], (internationale
Organisation zum Schutz der Umwelt)
greifen: du greifst, er griff, sie hat gegriffen,
greif(e)!; etwas mit der Hand greifen (erfas¬
sen) - den Ausbrecher greifen (fangen);
aber: zum Greifen nahe; greifbar: greifbare
(deutlich sichtbare) Ergebnisse - die Ware
ist nicht greifbar (verfügbar); der Greif¬
vögel; die Greifzange; der Griff
greinen: (weinen)
Greis, der: -es, -e (alter Mann); greis: ein grei¬
ser (sehr alter) Mann; das Greisenalter;
greisenhaft; die Greisenhaftigkeit; die Grei¬
sin
grell: ein grelles (sehr helles) Licht - ein grel¬
ler (durchdringender) Schrei - grelle (unan¬
genehm auffallende) Farben - ein grell be¬
leuchteter Raum; die Grelle; grellrot
Gremium lat., das: -s, Gremien (Ausschuss,
Körperschaft)
Grenze, die: -, -n; eine Grenze zwischen Län¬
dern - die Grenze (Trennungslinie) zwi¬
schen Gut und Böse - keine Grenzen ken¬
nen; der Grenzbewohner; grenzen: das
Grundstück grenzt an das Meer - das
grenzt an Frechheit; grenzenlos; die Gren¬
zenlosigkeit; der Grenzfall; der Grenzgän¬
ger; grenznah; der Grenzschutz; die Grenz¬
situation; der Grenzstein; die Grenztruppen
Mz.; grenzüberschreitend; der Grenzver¬
kehr; der Grenzzwischenfall
Griechenland: -s (Staat in Südeuropa); der
Grieche; die Griechin; griechisch
Gries-gram, der: -(e)s, -e (mürrischer Mensch);
griesgrämig; auch: griesgrämisch; gries¬
grämlich
Grieß, der: -es, -e (Getreideprodukt); der
Grießbrei; das Grießmehl; die Grießsuppe
Grjff, der: -(e)s, -e; der Griff des Koffers - der
Griff nach der Geldbörse - etwas im Griff
haben (etwas gut beherrschen); griffbereit;
das Griffbrett; grifffest; griffig; die Griffig¬
keit; grifflos
Grjf-fel, der: -s, - (Schreibstift aus Schiefer)
Grjll engl., der: -s, -s (Bratrost); grillen; das
Grillfest; das Grillgericht; der Grillplatz
Grjl-Ie, die: -, -n; Grillen (Heuschrecken) zir¬
pen - Grillen (Launen, sonderbare Einfälle)
im Kopf haben
Grimasse franz., die: -, -n (Verzerrung des
Gesichts, Fratze)
grjm-mig: grimmig (missmutig, ärgerlich) sein
- ein grimmiger (sehr schlimmer) Winter;
der Grimm (Ärger); das Grimmen (Bauch¬
weh); die Grimmigkeit
Grjnd, der: -(e)s, -e (Wundschorf); grindig
grjn-sen: unverschämt grinsen (boshaft, höh¬
nisch lachen)
Grjp-pe franz., die: -, -n (Infektionskrankheit);
grippal: ein grippaler Infekt; der Grippe¬
virus; die Grippewelle
I
132
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L
M
Grips
Grjps, der: -es, -e (Verstand, Auffassungsgabe)
grob: gröber, am gröbsten; ein grober (nicht
sehr feiner) Sand - grobe (schlimme) Fehler -
ein grober (derber) Kerl - grob fahrlässig -
grob gemahlen - aufs gröbste; auch: aufs
Gröbste; aber: aus dem Gröbsten heraus
sein; grobfaserig; die Grobheit; der Grobian
(grober Mensch); grobknochig; gröblich
(ziemlich, stark); grobmaschig; grobschläch¬
tig (plump, unhöflich, unfein)
Grog, der: -s, -s (heißes Getränk aus Rum,
Zucker und Wasser); groggy (schwer ange¬
schlagen, erschöpft)
grölen: die Betrunkenen grölen (iärmen,
schreien, singen laut); die Grölerei
grol len: jemandem grollen (zürnen) - das
Grollen (Krachen) des Donners; der Groll
Gros franz. [gro], das: -, - (Masse, Mehrzahl)
Gros nieder!, [groß], das: -ses, -se (12 Dut¬
zend)
Groschen lat., der: -s, -; nur ein paar Gro¬
schen kosten; das Groschenheft; der Gro¬
schenroman
groß: größer, am größten; einen Text groß (in
großer Schrift) schreiben - Ehrlichkeit groß
schreiben (schätzen) - der große Garten -
die großen Ferien - das große Einmaleins -
ein großer (bedeutender) Dichter - große
Angst haben - zwei Meter groß - die große
Welt - auf großer Fahrt - die große Pause -
ein groß angelegter Plan - ein groß ge¬
wachsener Baum - das große Geld machen
(viel verdienen) - große Töne spucken fan¬
geben); aber: im Großen und Ganzen (im
Allgemeinen) - im großen Ganzen - Groß
und Klein (jedermann) - im Großen ein¬
kaufen - die Großen und die Kleinen -
Große und Kleine - der Große (d.Gr.) - im
Großen wie im Kleinen - Karl der Große -
der Große Ozean - der Große Teich (Atlan¬
tik) - die Große Strafkammer - er ist der
Größte (unübertroffen) - etwas, nichts, viel,
wenig Großes; der Großalarm; großartig;
die Größe; Großeltern Mz.; die Größen¬
ordnung; großenteils; der Größenwahn;
großflächig; der Großhandel; großherzig;
großjährig; sich großmachen (rühmen); die
Großmacht; großmächtig; der Großmarkt;
das Großmaul; die Großmut; großmütig;
großräumig; das Großrein(e)machen;
großschreiben (mit großem Anfangsbuch¬
staben schreiben); aber: in das Heft groß
schreiben (mit großen Buchstaben, in
großer Schrift schreiben); die Großschrei¬
bung; großspurig; die Großstadt; großstäd¬
tisch; der Großteil; größtenteils; die Gro߬
tuerei; großtun (prahlen); großziehen
(aufziehen); großzügig: großzügig (nicht
kleinlich) sein; die Großzügigkeit
grotesk franz.: (komisch, verzerrt); die Gro¬
teske (derb-komische Erzählung); grotes¬
kerweise
Grotte ital., die: -, -n (Felsenhöhle)
Grube, die: -, -n; in eine tiefe Grube (tiefe
Mulde, ein tiefes Loch) fallen - in die
Grube (das Bergwerk) einfahren - wer an¬
deren eine Grube gräbt; fällt selbst hinein;
der Grubenarbeiter; das Grübchen
grübeln: über eine Aufgabe grübeln (lange
nachdenken, brüten); die Grübelei; der
Grübler; die Grüblerin; grüblerisch
Gruft, die: -, Grüfte (Grabgewölbe); der Grufti
(älterer Mensch)
grün: die grüne Wiese - die grüne Welle (im
Straßenverkehr) - die grüne Grenze - am
grünen Tisch - der grüne Star (Augenkrank¬
heit) - die grüne Lunge (Grünfläche) einer
Stadt - der grüne (unerfahrene) Junge - ei¬
nem nicht grün (nicht gewogen) sein; aber:
Grün steht ihr nicht - die Grüne Woche -
die Ampel steht auf Grün - dasselbe in
Grün (genau dasselbe); das Grün; die Grün¬
anlage; grünblau; der Gründonnerstag;
das Grüne: die Fahrt ins Grüne; der/die
Grüne (Mitglied einer Umweltschutzpar¬
tei); grünen; die Grünen (Umweltschutz¬
partei) Mz.; die Grünfläche; das Grünfut¬
ter; grünlich; das Grünlicht; der Grün¬
schnabel (unerfahrener Mensch); der Grün¬
span (Belag auf Kupfer oder Messing); das
Grünzeug
Grund, der: -(e)s, Gründe; der Grund und Bo¬
den - bis auf den Grund (Boden) des Was¬
sers sehen - ein vernünftiger Grund (Anlass)
- aus diesem Grunde (deshalb) - im Grunde
- auf Grund dessen; auch: aufgrund - von
Grund auf (ganz und gar) - im Grunde ge¬
nommen (eigentlich) - auf Grund laufen -
einer Sache auf den Grund gehen - zu
Grunde gehen; auch: zugrunde gehen -
zugrunde richten - zugrunde liegen - fes¬
ten Grund (eine sichere Grundlage) unter
133
Gutwilligkeit
den Füßen haben; grundanständig; der
Grundbegriff; der Grundbesitz; grundehr¬
lich; gründen; der Gründer; die Gründe¬
rin; der Grunderwerb; grundfalsch; die
Grundfarbe; die Grundfläche; die Grund¬
form; die Grundgebühr; der Grundgedanke;
das Grundgesetz (GG); grundhässlich; die
Gründlichkeit; grundieren (Grundfarbe
auftragen); die Grundlage; grundlegend;
gründlich; die Gründlichkeit; die Grund¬
linie; grundlos; das Grundrecht; der
Grundriss; der Grundsatz; grundsätzlich;
die Grundschule; der Grundstock; das
Grundstück; die Grundstufe; die Grün-
dung; grundverkehrt; grundverschieden;
das Grundwasser; der Grundwortschatz
grunzen: grunzen wie ein Schwein (dumpfe
Laute ausstoßen)
Grup pe, die: -n; eine Gruppe (mehrere,
eine Schar) von Menschen; das Grüpp-
chen; die Gruppenarbeit; die Gruppenthe¬
rapie; der Gruppenunterricht; gruppen¬
weise; gruppieren; die Gruppierung
gruseln: mich/mir gruselt (schaudert); der
Gruselfilm; grus(e)lig (unheimlich, schau¬
rig); das Gruselmärchen
grüßen: grüß Gott sagen - du grüßt - grüß
dich!; der Gruß: zum Gruß; grußlos; das
Grußwort
Grütze, die: -n; Grütze (Brei) essen - viel
Grütze im Kopf haben (sehr klug sein)
gucken: (blicken, sehen); das Guckfenster;
der Guckkasten; das Guckloch
Guerilla span, [gerjlja], die: -s (Partisanen¬
krieg); der Guerilla (Partisan); der Guerilla¬
kämpfer; die Guerillakämpferin; die Gue¬
rillas Mz. (Untergrundkämpfer)
Guillotine franz. [giljotine], die: -, -n (Fall¬
beil zur Hinrichtung)
Gulasch, das/der: -(e)s, -e (scharf gewürztes
Fleischgericht); die Gulaschsuppe
Gully engl, [guli], der/das: -s, -s (Einlaufstelle
für Straßenabwässer)
gültig: ein gültiger (anerkannter) Ausweis; die
Gültigkeit
Gummi, der: -s, -s (Rohstoff, Klebstoff); der
Gummiball; das Gummiband; gummieren
(mit Gummi bestreichen); der Gummirei¬
fen; der Gummistiefel
Gunst, die: - (Gnade, Achtung, Vorteil); in der
Gunst eines anderen stehen - jemandem
eine Gunst erweisen - die Gunst der
Stunde - zu seinen Gunsten - zu Gunsten
eines anderen; auch: zugunsten; der Gunst¬
beweis; die Gunstbezeigung; günstig; güns¬
tigenfalls; günstigstenfalls; der Günstling
Gur gel, die: -n (Rachen); gurgeln
Gur ke, d ie: -n (Frucht); gurken: durch die
Gegend gurken (fahren); der Gurkensalat
gurren: gurrende Tauben
Gürtel, der: -s, - (festes Band); der Gurt; die
Gürtellinie; der Gürtelreifen; die Gürtel¬
tasche; gurten (anschnallen); sich gürten;
der Gurtmuffel
GUS = Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Guss, der: -es, Güsse; der Guss einer Glocke -
ein kalter Guss (heftiger Regenschauer) -
eine Torte mit einem süßen Guss; das Guss¬
eisen; gusseisern; der Gussstahl
gut: besser, am besten; gute Noten - gute
Manieren - eine gute Tat - gutes Wetter -
ein guter Bekannter - eine gute Stunde - er
ist guter Dinge - der gute Ton - so gut wie
- es gut sein lassen - er ist gut gekleidet - er
ist gut gelaunt - gut gepflegt - eine gut
bezahlte Arbeit - ein gut gemeinter Rat -
gut gesinnt - jenseits von gut und böse -
gut unterrichtet - ein gut aussehendes
Mädchen - das ist gut gegangen - er ist mir
gut - gut und gern (mindestens) - guten
Abend wünschen; aber: im Guten wie im
Bösen (allezeit) - es im Guten versuchen -
Guten Tag sagen; auch: guten Tag sagen -
jemandem etwas Gutes tun - nichts, viel
Gutes - alles Gute - zu viel des Guten -
sein Gutes haben - vom Guten das Beste -
zum Guten lenken - der Gute Hirt (Chri¬
stus); das Gutachten (fachmännisches Ur¬
teil); gutartig; gutbürgerlich; das Gutdün¬
ken; die Güte: ein Mensch voller Güte
(Gutherzigkeit) - die Güte (Qualität) der
Ware prüfen; der Gutenachtgruß; das Gü¬
tezeichen; gutgläubig (leichtgläubig, arg¬
los); die Gutgläubigkeit; das Guthaben;
gutheißen (billigen); gutherzig; gütig; güt¬
lich: sich an etwas gütlich tun; gutmachen
(in Ordnung bringen, belohnen); aber: et¬
was gut (ordentlich) machen; gutmütig (gü¬
tig); die Gutmütigkeit; gutnachbarlich; gut¬
schreiben (anrechnen); aber: gut (schön,
sauber) schreiben; die Gutschrift; gutwil¬
lig; die Gutwilligkeit
Gut
134
Gut, das: -(e)s, Güter; all sein Hab und Gut
(Besitz) - auf einem großen Gut (Bauern¬
hof) arbeiten; die Güterabfertigung; der
Güterbahnhof; der Güterverkehr; der Gü¬
terzug; der Gutsbesitzer; der Gutschein;
die Gutschrift; das Gutshaus; der Gutshof;
der Gutsverwalter
Gymnasium griech., das: -s, Gymnasien
(höhere Schule); gymnasial; der Gymna¬
siast; die Gymnasiastin
Gymnastik griech., die: - (Körperübungen);
der Gymnastikunterricht; gymnastisch
Gyros griech., das: - (griechisches Gericht)
H
ha = Hektar (10 000 m2)
Haar, das: -(e)s, -e; sich die Haare kämmen -
um ein Haar (beinahe) - aufs Haar (genau) -
kein gutes Haar an jemandem lassen (nur
Schlechtes über jemanden sagen) - Haare
auf den Zähnen haben (sich nichts gefallen
lassen, bissig sein) - ein Haar in der Suppe
finden (an einer Sache etwas auszusetzen
haben) - etwas an den Haaren herbeiziehen
(etwas anführen, was nur entfernt zur Sache
gehört) - sich keine grauen Haare wachsen
lassen (sich keine unnötigen Sorgen ma¬
chen); die Haarbürste; (sich) haaren (Haare
verlieren); die Haaresbreite: um Haares¬
breite dem Tod entgehen; aber: nur um eines
Haares Breite; die Haarfarbe; haarfein;
haargenau (ganz genau); haarig: haarige
Beine - eine haarige (schwierige, heikle) Ge¬
schichte; haarklein (ganz klein, in allen Ein¬
zelheiten); haarscharf: haarscharf (dicht) an
jemandem vorbeifahren - haarscharf (ganz
genau) beobachten; der Haarschnitt; der
Haarschopf; die Haarspalterei (Spitzfindig¬
keit); das Haarspray; haarsträubend (un¬
glaublich, unerhört); der Haarwuchs; aber:
das Härchen
haben: du hast, er hatte, sie hat gehabt,
hab(e)!; kein Geld haben (besitzen) - Hun¬
ger haben (verspüren) - ein Meter hat hun¬
dert Zentimeter - nichts zu sagen haben -
es hat nichts auf sich - wir haben ihn! (ge¬
fangen) - Recht haben - habt Acht! - etwas
gegen jemanden haben (gegen ihn vorein¬
genommen sein) - noch zu haben sein (le¬
dig, frei sein) - für etwas zu haben sein
(sich für etwas gewinnen lassen, etwas
gerne mögen); die Habe: seine ganze Habe
(seinen Besitz) verlieren - das Hab und Gut;
das Haben (Guthaben); der Habenichts
(völlig mittelloser Mensch); die Habgier
(Geiz, Geldgier); habgierig; habhaft: des
Verbrechers habhaft werden (ihn festneh¬
men); die Habseligkeiten Mz. (Besitztü¬
mer); die Habsucht; habsüchtig
Habicht, der: -s, -e (Greifvögel); die Ha¬
bichtsnase
Hach •se, die: -, n (unteres Bein von Kalb oder
Schwein); —► Haxe
Hacke, die: -n (Werkzeug); der Hackbra¬
ten; das Hackbrett; das Hack(e)beil; das
Hackfleisch; die Hackfrucht; hacken: Holz
hacken (zerkleinern); das/der Häcksel (ge¬
hacktes Stroh als Viehfutter); das Hacksteak
[hakstek]
Ha-cke, die: -, -n (Ferse); auch: der Hacken;
der Hackentrick (Trick im Fußballspiel)
Hacker, der: -s, - (jemand, der sich unerlaubt
zu fremden Computersystemen Zugang
verschafft)
hadern: mit sich und der Welt hadern (in
Streit liegen, grollen) - mit seinem Schick¬
sal hadern (unzufrieden sein); der Hader
(Zwist, Streit)
Hafen, der: -s, Häfen; in einen Hafen (Liege¬
platz für Schiffe) einlaufen - den Hafen der
Ehe ansteuern (heiraten wollen); die Hafen¬
kneipe; die Hafenstadt; das Hafenviertel
Hafer, der: -s (Getreideart); Hafer fressen - je¬
manden sticht der Hafer (er ist übermütig);
der Haferbrei; die Haferflocken; der Ha¬
ferschleim
Haff, das: -(e)s, -e/-s (eine vom Meer abge¬
trennte Bucht); das Frische Haff-das Kuri-
sche Haff; der Hafffischer
Hafner, der: -s, - (Töpfer, Ofensetzer); auch:
der Häfner; der Hafen (Gefäß, Topf)
haften: die Fliesen haften (kleben) fest - die
Eltern haften (bürgen, sind verantwortlich)
für ihre Kinder - für jemanden haften (ein¬
stehen) - an etwas haften bleiben; die Haft:
sich in Haft (im Gefängnis, in Gewahrsam)
befinden - seine Haft (Freiheitsstrafe) ver¬
büßen; haftbar (verantwortlich, zu Ersatz
verpflichtet); die Haftbarkeit; der Haft-
135
halluzinieren
befehl; die Haftdauer; die Haftentlassung;
haftfähig; der Häftling (Gefangener); die
Haftpflicht; haftpflichtversichert; die
Haftschale; die Haftstrafe; die Haftung;
die Haftverschonung
Ha-ge-but-te, die: -n (Frucht der Hecken¬
rose); der Hag (Hecke, Waldgrundstück);
der Hagebuttentee
Ha gel, der: -s (Niederschlag von Eiskörnern);
das Hagelkorn; hageln: es hagelt stark - es
hagelte Ohrfeigen; der Hagelschaden; der
Hagelschauer; der Hagelschlag
hager: eine hagere (knochige, magere) Ge¬
stalt; die Hagerkeit
Häher, der: -s, - (Rabenvögel)
Hahn, der: -(e)s, Hähne (männl. Huhn); der
Hahn kräht am Morgen - den Hahn (z.B.
einer Wasserleitung) aufdrehen - der Hahn
im Korb (einziger Mann unter mehreren
Frauen) sein - jemandem den roten Hahn
aufs Dach setzen (das Haus anzünden); das
Hähnchen; der Hahnenfuß (Wiesenblume);
der Hahnenschrei: beim ersten Hahnen¬
schrei (früh am Morgen)
Hai nieder!., der: -(e)s, -e (Raubfisch); der Hai¬
fisch
Hain, der: -(e)s, -e (kleiner Wald); die Hain¬
buche (Laubbaum)
häkeln: ich häk(e)le einen Topflappen; die
Häkelej; das Häkelgarn; die Häkelnadel
Haken, der: -s, - (gebogenes Stück Holz oder
Metall); der Hase schlägt einen Haken
(ändert die Richtung) - einen Haken in die
Wand einschlagen - ein linker Haken
(Schlag beim Boxen) - die Sache hat einen
Haken (eine Schwierigkeit, einen Nachteil) -
mit Haken und Ösen (mit allen möglichen
Mitteln); das Häkchen (kleiner Haken);
haken: das Seil hakt (klemmt); haken¬
förmig; das Hakenkreuz; die Hakennase;
hakig
halb : ein halber Meter - halb und halb - halb
vier Uhr - es ist halb - eine halbe Stunde -
der Zeiger steht auf halb - anderthalb Stun¬
den - ein halb(es) Dutzend - ein halbes
Dutzend Mal - auf halber Höhe - mit hal¬
ber Kraft - nur halb (nicht richtig) bei der
Sache sein - halb fertig sein - ein halb er¬
wachsener Sohn - halb blind - das Essen ist
halb gar - ein halb leeres Glas - halb links
- halb nackt sein - die Tür ist halb offen -
halb rechts - halb tot sein - halb verhun¬
gert - halb voll - das Kind ist halb wach -
dreiundeinhalb Pfund - halb so viel -
halb so viele - mit jemandem halbe-halbe
machen (teilen); aber: ein Halbes - nichts
Halbes und nichts Ganzes; halbamtlich;
auch: halb amtlich, halb privat; halbbitter;
das Halbblut; der Halbbruder; das Halb¬
dunkel (Zwielicht); der/die/das Halbe; das
Halbfinale; der Halbgott; die Halbheit
(Unvollkommenes); halbherzig; halbhoch;
halbieren (in zwei gleiche Teile teilen); die
Halbinsel; halbjährig (ein halbes jahr alt);
halbjährlich (alle halben Jahre); der Halb¬
kreis; halblang; halblaut; das Halbleder;
halbmast: die Fahne steht auf halbmast; der
Halbmesser (Radius); der Halbmond; die
Halbpension; halbrund; der Halbschlaf;
halbseitig; der Halbstarke; der Halbstiefel;
halbstündig (eine halbe Stunde dauernd);
halbstündlich (jede halbe Stunde); halb¬
tags; die Halbtagsarbeit; halbtrocken; die
Halbwahrheit; die Halbwaise; halbwegs
(einigermaßen); halbwüchsig; der/die
Halbwüchsige (ein noch nicht ganz er¬
wachsener, junger Mensch); die Halbzeit;
—► Hälfte
halber: der Ordnung halber (wegen); ...hal¬
ber: anstandshalber - ordnungshalber -
umständehalber
Hai de, d ie: -, -n (Abhang, Aufschüttung); auf
Halde liegen (vorrätig sein)
Hälfte, die: -n; die Hälfte des Geldes - zur
Hälfte - meine bessere Hälfte (meine Ehe¬
frau, mein Ehemann); hälften (halbieren);
—► halb
Halfter, das/der: -s, - (Pferdegeschirr, Zaum);
halftern
Half-ter, das/die: -n (Pistolentasche)
Hall, der: -(e)s, -e (Schall); hallen: die Stimme
hallt durch den leeren Raum
Hai le, d ie: -, -n (großer, hoher Raum); das
Hallenbad; der Hallenfußball
hal-le-lu-ja! hebr. (Gebetsruf: Lobet den
Herrn!); das Halleluja
Hallig,
die: -, -en (kleine Nordseeinsel im
Wattenmeer)
hal Io!: hallo rufen; das Hallo: mit großem
Hallo
Halluzination lat., die: -, -en (Sinnes¬
täuschung, Trugbild); halluzinieren
Halm
136
Halm, der: -(e)s, -e (biegsamer Stängel); das
Hälmchen
Halogenlampe, die: -, -n (sehr helle Lam¬
pe); der Halogenscheinwerfer
Hals, der: -es, Hälse; der Hals ist entzündet -
den Hals des Pferdes klopfen - der Hals
einer Flasche - Hals- und Beinbruch (alles
Gute)! - Hals über KopF (überstürzt) - bis
an den Hals in Schulden stecken (sehr ver¬
schuldet sein) - sich jemandem an den
Hals werfen (sich ihm aufdrängen) - sich
etwas vom Halse schaffen (etwas loswer¬
den); der Halsabschneider (Wucherer); das
Halsband; halsbrecherisch (lebensgefähr¬
lich); die Halsentzündung; die Halskette;
die Halskrause; der Hals-Nasen-Ohren-
Arzt; die Halsschmerzen Mz.; halsstarrig
(eigensinnig, stur); die Halsstarrigkeit; das
Halstuch; das Halsweh
halt: du bist halt (eben, wohl) zu jung
hal-ten: du hältst, er hält, sie hat gehalten,
halt(e)!; etwas in Händen halten - mit dem
Auto halten (anhalten) - die Stellung halten
(verteidigen) - sein Wort halten - Ordnung
halten (befolgen) - eine Rede halten -
Hochzeit halten - sich Tiere halten (an-
schaffen und pflegen) - den Mund halten -
seine Kinder streng halten (erziehen) - die
Schuhe halten lange (bleiben lange ganz) -
jemanden für ehrlich halten (ansehen)-den
Rekord halten (innehaben) - der Nagel hält
(sitzt) - im Tor den Ball halten (abwehren) -
zu jemandem halten (ihm beistehen) - sich
im Beruf halten (mit Erfolg behaupten) kön¬
nen - etwas auf sich halten (sich sorgfältig
pflegen) - von jemandem viel halten (ihn
schätzen) - an sich halten (sich beherr¬
schen); Halt!: laut Halt rufen; auch: halt ru¬
fen; der Halt: (einen) Halt machen (anhal¬
ten) - Halt (eine Stütze) suchen; haltbar:
haltbare (feste) Schuhe - eine haltbare
(glaubhafte) Behauptung - der Ball war
haltbar; die Haltbarkeit; der Haltegriff; der
Haltegurt; der Haltepunkt; der Halter; die
Halterin; die Halterung (Haltevorrichtung);
die Haltestelle; das Halt(e)verbot; haltlos:
ein haltloser (nicht gefestigter Mensch -
eine haltlose (unbegründete) Behauptung;
die Haltlosigkeit; die Haltung: eine auf¬
rechte Haltung (Gesinnung) - die Haltung
(das Halten) von Tieren
Halunke tschech., der: -n, -n (Schuft, Betrü¬
ger)
Ham bur ger engl, [hämbörger], der: -s, -s
(Brötchen mit gebratenem Rinderhack¬
fleisch und Zutaten)
hämisch: ein hämisches (schadenfrohes,
boshaftes) Grinsen; die Häme (Gehässig¬
keit)
Hammel, der: -s, -/Hämmel (männliches
Schaf); Hammelbein: jemandem die Ham¬
melbeine lang ziehen (ihn zurechtweisen,
hart herannehmen); der Hammelbraten;
die Hammelkeule; der Hammelsprung
(parlamentarisches Abstimmungsverfahren)
Hammer, der: -s, Hämmer (Werkzeug); unter
den Hammer kommen (versteigert werden);
hämmern: Blech hämmern - mit den Fäus¬
ten gegen die Tür hämmern - sein Blut
hämmert in den Adern; das Hammerwerfen
Hämorrhoiden Mz. griech., die: - (knoten¬
förmige Erweiterung der Mastdarmvenen
am After); auch: die Hämorriden
Hampelmann, der: -(e)s, ...männer (schwa¬
cher, willenloser Mensch); hampeln (zap¬
peln)
Hamster, der: -s, - (Nagetier); die Hamster¬
backe; der Hamsterkauf; hamstern: Le¬
bensmittel hamstern (sammeln, anhäufen,
horten)
Hand, die: -, Hände; die rechte Hand - je¬
mandem die Hand geben - an Hand der
Unterlagen; auch: anhand - Hand in Hand
- von Hand zu Hand - aus zweiter Hand -
Hand anlegen - rechter Hand - zu Händen
- die Arbeit geht schnell von der Hand -
von langer Hand vorbereitet - unter der
Hand - (eine) Hand voll (Geld) - freie
Hand haben (nach eigenem Willen han¬
deln können) - seine Hände in Unschuld
waschen (seine Unschuld beteuern) - je¬
mandem an die Hand gehen (helfen) - eine
unglückliche Hand haben (nicht geschickt
sein in etwas) - alle Hände voll zu tun ha¬
ben (sehr beschäftigt sein); ...hand: aller¬
hand - kurzerhand - überhand nehmen -
vorderhand (vorläufig); handarbeiten; der
Handball; handbreit: ein handbreiter Rand;
aber: die Handbreit: zwei Handbreit Stoff;
die Handbremse; das Händchenhalten;
aber: sie gingen Händchen haltend spazie¬
ren; die Handcreme; der Händedruck;
137
Harfenspiel
händeringend: händeringend (verzweifelt)
um etwas bitten; die Handfertigkeit (Ge¬
schicklichkeit); handfest (stark, sehr deut¬
lich); die Handfläche; handgearbeitet; hand¬
gefertigt; handgeknüpft; das Handgelenk;
handgemacht; das Handgemenge; das Hand¬
gepäck; handgerecht; handgeschrieben;
handgestrickt; handgreiflich; der Hand¬
griff; handgroß; handhabbar; die Hand¬
habe: jemandem eine Handhabe (eine
Möglichkeit, einen Vorwand) bieten; hand¬
haben: ein Gerät handhaben (bedienen);
das Hand-in-Hand-Arbeiten; handlang;
der Handlanger (Helfer); handlangem;
handlich (bequem, zweckmäßig, leicht zu
benutzen); der Handschlag; die Hand¬
schrift; der Handschuh; der Handstand;
die Handtasche; das Handtuch; im Han¬
dumdrehen; handverlesen (sorgfältig aus¬
gewählt); das Handwerk: einem ins Hand¬
werk pfuschen (sich einmischen) - je¬
mandem das Handwerk legen (seinem Trei¬
ben ein Ende setzen) - Handwerk hat gol¬
denen Boden
Händel Mz., die: -; Händel (Streit) suchen;
händelsüchtig
handeln: falsch handeln - er handelt (treibt
Handel) mit Waren - sofort handeln (tätig
werden) - es handelt sich nicht darum (da¬
von ist nicht die Rede) - auf dem Markt
handeln (um den Preis feilschen) - das
Buch handelt von ...(hat zum Inhalt); der
Handel: Handel treiben (Geschäfte ma¬
chen) - Handel treibend - der/die Handel
Treibende; auch: der/die Handeltreibende
- ein schlechter Handel - Handel und
Wandel; handelseinig; handelseins; die
Handelsfirma; die Handelsflotte; der/die
Handelsreisende; das Handelsschiff; han¬
delsüblich; der Handelsvertrag; der Han¬
delsvertreter; der Händler; die Händlerin;
die Handlung; handlungsfähig; die Hand¬
lungsfreiheit; die Handlungsvollmacht; die
Handlungsweise
Han di kap engl, [händikäp], das: -s, -s (Be¬
hinderung, Benachteiligung); auch: das
Handicap
Hand-ling engl, [handling], das: -(s); das
Handling (der Gebrauch, die Handhabung)
eines Gerätes
hanebüchen: (unverschämt, unglaublich)
Hanf, der: -(e)s (Faserpflanze); das Hanfgarn;
der Hänfling (Vogel); das Hanfseil
Hang, der: -(e)s, Hänge; den Hang (Abhang)
hinaufklettern - einen Hang (eine Vorliebe,
Neigung) zum Naschen haben; hangab-
wärts
Han-gar franz., der: -s, -s (Halle für Flug¬
zeuge)
hängen: du hängst, er hängte, sie hat
gehängt, häng(e)!; den Mantel in den
Schrank hängen - einen Mörder hängen;
hängen: du hängst, er hing, sie hat gehan¬
gen, häng(e)!; an der Decke hängen - an
seinen Eltern hängen - der Baum hängt
voller Früchte - das Bild kann hier nicht
hängen bleiben - vom Unterricht ist nicht
viel hängen geblieben - etwas hängen las¬
sen - den Kopf hängen lassen (mutlos sein)
- mit Hängen und Würgen (ganz knapp,
mit großer Mühe) - etwas bleibt immer
hängen; die Hängebrücke; die Hänge¬
matte; der Hängeschrank # henken
Han •se, die: - (norddeutscher Städtebund im
Mittelalter); der Hanseat (Bewohner einer
Hansestadt); die Hanseatin; hanseatisch;
die Hansestadt; hansisch
hänseln: jemanden hänseln (ärgern, verspot¬
ten); die Hänselei
Hantel, die: -, -n (Handturngerät); hanteln
hantieren: mit der Zange hantieren (arbei¬
ten, umgehen) - in der Küche hantieren
(emsig beschäftigt sein); die Hantierung
hantig: (unwillig, bitter, scharf)
hapern: es hapert (es ist Mangel) an allem -
bei ihr hapert es (sie ist schlecht) in Eng¬
lisch
Happen, der: -s, -; einen Happen (eine Klei¬
nigkeit) essen - ein fetter Happen (ein
großer Gewinn); das Häppchen; happig:
happige (übertriebene, sehr hohe) Preise
hap-py engl, [häpi] (zufrieden, glücklich); das
Happyend [häpiend] (glücklicher Aus¬
gang); auch: das Happy End
Hard-ware engl, [hadwär], die: -, -s (die Ma¬
schinenteile einer datenverarbeitenden An¬
lage)
Harem arab., der: -s, -s (Frauengemach in
den Ländern des Islams); der Haremswäch¬
ter
Harfe, die: -, -n (Saiteninstrument); der Har¬
fenist; die Harfenjstin; das Harfenspiel
Harke
138
Harke, die: -n (Gartengerät, Rechen); je¬
mandem zeigen, was eine Harke ist (ihn
nachdrücklich belehren); harken: den Bo¬
den harken (rechen)
Harlekin franz., der: -s, -e (Spaßmacher)
Harm, der: -(e)s (Kummer, Kränkung); sich
härmen (grämen, sorgen); harmlos: harm¬
lose (ungefährliche, arglose) Absichten ha¬
ben; die Harmlosigkeit
Harmonie griech., die: Harmonien (Ein¬
tracht, Einklang); harmonieren: gut mitein¬
ander harmonieren (zusammenpassen);
harmonisch; harmonisieren (in Einklang
bringen); die Harmonisierung
Harmonika, die: -, -s/Harmoniken (Musik¬
instrument); das Harmonium (Instrument)
Harn, der: -(e)s, -e (Urin); die Harnblase; har¬
nen
Harnisch, der: -(e)s, -e (Rüstung); jemanden
in Harnisch bringen (ihn zornig machen,
reizen)
Har pu ne nieder!., die: -, -n (Wurfgerät mit
Widerhaken und Leine); harpunieren; der
Harpunierer
harren: (sehnsüchtig warten); wir harren der
kommenden Dinge
Harsch, der: -(e)s (Schnee mit Eiskruste);
harsch (rau, barsch); harschig
hart: härter, am härtesten; hartes (festes) Holz -
eine harte (schwere) Arbeit - harte (strenge)
Strafen - hart gebrannt - ein hart gefrorener
Boden - das Ei ist hart gekocht - hart gesot¬
ten - ein harter (sehr kalter) Winter - hart
(unbarmherzig) durchgreifen - eine harte
(stabile) Währung - ein hartes Herz haben -
ein harter (schmerzlicher) Schlag - ein har¬
tes (schweres) Los - hart (ganz nahe) am
Abgrund - ein harter (verbissener) Kampf -
ein hartes (kalkreiches) Wasser - hart auf
hart - hart im Nehmen sein (viel ertragen
können); die Härte: die Härte (Festigkeit)
des Gesteins - die Härte (Strenge) des Ge¬
setzes - im Spiel war viel Härte (Rohheit);
der Härtefall; härten (hart machen); die
Hartfaserplatte; das Hartgeld (Münzen);
hartherzig (mitleidlos); die Hartherzigkeit;
das Hartholz; hartnäckig (beharrlich, stur);
die Hartnäckigkeit
Harz, das: -es, -e (klebrige Absonderung von
Nadelbäumen); harzen (Harz absondern);
harzig
Ha schee franz., das: -s, -s (fein gehacktes
Fleisch)
haschen: (fangen, jagen); Haschen spielen;
der Häscher (Gerichtsdiener)
Haschisch arab., das/der: -(s) (Rauschgift);
auch: das Hasch; haschen (Haschisch rau¬
chen)
Ha •se, der: -n, -n (Nagetier); ein alter Hase (er¬
fahren) sein - wissen, wie der Hase läuft
(eine Sache durchschauen) - da liegt der
Hase im Pfeffdr (das ist der entscheidende
Punkt) - das Hasenpanier ergreifen (flie¬
hen); der Hasenbraten; der Hasenfuß (Feig¬
ling); hasenrein: die Sache ist nicht ganz
hasenrein (sie ist verdächtig, nicht in Ord¬
nung); die Häsin
Hasel, die: -, -n (Strauch); der Haselbusch;
die Haselmaus; die Haselnuss; der Hasel¬
nussstrauch; die Haselstaude
Haspel, die: -, -n (Winde); haspeln (hastig
sprechen bzw. arbeiten)
hassen: du hasst, er hasste, sie hat gehasst,
hass(e)!; seine Feinde hassen (anfeinden,
nicht ausstehen können); der Hass; has¬
senswert; hasserfüllt: ein hasserfüllter Blick;
aber: von Hass erfüllt sein; die Hassgefühle
Mz.;'die Hassliebe; hassverzerrt
hässlich: eine hässliche (unschöne, ab¬
stoßende) Tat - hässlich (gemein) von je¬
mandem sprechen - ein hässliches (un¬
freundliches) Wetter; die Hässlichkeit
hasten: (eilen); die Hast; hastig: hastig (sehr
schnell) sprechen - hastig (in großer Eile)
essen; die Hastigkeit
hätscheln: (liebevoll pflegen, verwöhnen);
die Hätschelei; das Hätschelkind
Hat trick engl, [hätrik], der: -s, -s (dreimaliger
Torerfolg hintereinander in einer Halbzeit
durch denselben Spieler beim Fußball)
Haube, die: -, -n (Kopfbedeckung für
Frauen); unter die Haube kommen (gehei¬
ratet werden); das Häubchen; die Hauben¬
lerche
Hau-bjt •ze tschech., die: -n (Geschütz)
Hauch, der: -(e)s, -e; ein sanfter Hauch (Luft¬
zug) - der Hauch (die Andeutung) eines
Lächelns; hauchdünn; hauchen; hauch¬
fein; hauchzart
hauen: du haust, er haute/hieb, sie hat ge¬
hauen, hau(e)!; einen Jungen hauen (prü¬
geln) - Holz hauen (Bäume fällen) - einen
139
heben
Nagel in die Wand hauen (schlagen) - je¬
manden übers Ohr hauen (ihn betrügen);
der Haudegen (Draufgänger); die Haue: mit
einer Haue (Hacke) arbeiten - Haue
(Schläge) bekommen; der Hauer (Berg¬
mann, Eckzahn des männlichen Schweins);
der Haumeister
Haufen, der: -s, -; auch: der Haufe (nur für
Menschen); ein Haufen (eine Gruppe)
Menschen - ein Haufen Steine - ein wilder
Haufen (Bande) - jemanden über den Hau¬
fen rennen - etwas über den Haufen wer¬
fen (umstoßen, etwas zunichte machen);
das Häufchen: ein Häufchen Elend; häu¬
feln (Häufchen machen); sich häufen (zu¬
nehmen, überhand nehmen); haufenweise;
häufig; die Häufigkeit; die Häufung
Haupt, das: -(e)s, Häupter; das Haupt (den
Kopf) bedecken - das Haupt (die wichtigste
Person) der Familie; hauptamtlich; das
Hauptaugenmerk (besondere Aufmerksam¬
keit); der Hauptbahnhof (Hbf.); haupt¬
beruflich; der Hauptdarsteller; die Haupt¬
darstellerin; um Haupteslänge; das Haupt¬
gebäude; der Hauptgewinn; der Häuptling;
der Hauptmann; der Hauptnenner; die
Hauptperson; die Hauptsache; hauptsäch¬
lich (vor allem, besonders); die Hauptsai¬
son; der Hauptsatz; die Hauptschule; die
Hauptstadt (Hptst); die Hauptstraße; die
Hauptversammlung; das Hauptwort (Sub¬
stantiv, Nomen); der Hauptzeuge
Haus, das: -es, Häuser; zu Haus(e); aber: das
Zuhause - außer Haus sein - nach Haus(e)
- von Haus aus - von Haus zu Haus - von
zu Haus(e) - Häuser auf jemanden bauen
(ihm fest vertrauen) - jemandem das Haus
einrennen (ihn ständig wegen einer Sache
aufsuchen); der Hausarrest; die Hausauf¬
gabe; hausbacken (einfältig, altmodisch);
der Hausbewohner; die Hausbewohnerin;
das Häuschen: aus dem Häuschen geraten
(außer sich geraten); der Hausdrachen
(herrschsüchtige Frau); hauseigen; hausen:
in einer Dachstube hausen (ärmlich leben) -
wie die Wilden hausen (wüten); das Häu¬
sermeer, der Hausflur (Vorraum zum Haus);
die Hausfrau; der Hausfriedensbruch; zum
Hausgebrauch; hausgemacht; der Hausge¬
nosse; die Hausgenossin; der Haushalt:
den Haushalt (das Hauswesen) versorgen -
über den Haushalt (die Ausgaben und Ein¬
nahmen) beraten; haushalten (wirtschaf¬
ten); auch: Haus halten; haushälterisch
(sparsam); das Haushaltsgerät; der Haus¬
haltsplan; die Haushalt(s)waren Mz.; der
Hausherr; die Hausherrin; haushoch;
hausieren (von Haus zu Haus Waren an¬
bieten); der Hausierer; die Hausiererin; die
Hausleute Mz.; häuslich; nach Hausma¬
cherart; der Hausmann; die Hausmanns¬
kost (gutbürgerliches Essen); der Hausmeis¬
ter; die Hausmeisterin; der Hausrat (Möbel
und Geräte eines Haushalts); hausschlach¬
ten; der Hausschlüssel; der Hausschuh; der
Haussegen; der Hausstand (der Haushalt
und die Hausbewohner); das Haustier; der
Hausverwalter; die Hausverwalterin; die
Hauswirtschaft
Haut, d ie: -, Häute; eine zarte Haut haben -
die Haut der Wurst - mit Haut und Haar
(ganz und gar) - sich seiner Haut wehren
(sich verteidigen) - auf der faulen Haut lie¬
gen (faulenzen) - aus der Haut fahren (wü¬
tend werden) - mit heiler Haut (ohne Scha¬
den) davonkommen - nicht aus seiner Haut
herauskönnen (sich nicht ändern können);
der Hautarzt; die Hautärztin; der Hautaus¬
schlag; die Hautcreme; häuten: ein Tier
häuten (das Fell abziehen) - die Schlange
häutet sich; hauteng (sehr eng); die Haut¬
farbe; das Hautjucken; der Hautkrebs;
hautnah; die Hautpflege; die Hautsalbe;
die Häutung
Ha •va-rie arab., die: -, Havarien (Schiffs- oder
Flugzeugschaden)
Ha •xe, die: -, -n; -► Hachse
Hbf. = Hauptbahnhof
he!: heda!
Hearing engl, [hiring], das: -(s), -s (öffentliche
Anhörung)
He bam me (Heb am me), die: -, -n (Ge¬
burtshelferin)
He bei, der: -s, -; der Hebel zum Einschalten
- alle Hebel in Bewegung setzen (alle mög¬
lichen Maßnahmen ergreifen) - am länge¬
ren Hebel sitzen (mächtiger sein als der
Gegner); der Hebelarm; das Hebelgesetz
heben: du hebst, er hob, sie hat gehoben,
heb(e)!; einen Stein heben - Schätze heben
(zutage fördern) - der Wasserspiegel hebt
sich (wird höher) - den Umsatz der Waren
Hebebühne
140
heben (steigern); die Hebebühne; der He¬
bekran; die Hebung
hecheln: der Hund hechelt in der Hitze
Hecht, der: -(e)s, -e (Raubfisch); hechten (ei¬
nen Hechtsprung machen); die Hechtrolle
(Rolle vorwärts); der Hechtsprung (Sprung
mit dem Kopf voran)
Heck, das: -(e)s, -e/-s (hinterer Teil eines
Schiffes, Autos, Flugzeugs); der Heckan¬
trieb; das Heckfenster; die Heckflosse; die
Heckklappe; hecklastig (mit dem Heck zu
tief nach unten sinkend); der Heckmotor;
die Heckscheibe
Hecke, die: -, -n (Umzäunung aus Sträuchern
und Büschen); die Heckenrose; die He¬
ckenschere; der Heckenschütze (jemand,
der aus dem Hinterhalt schießt)
Heckmeck, der: -s; mach keinen Heckmeck
(keine unnötigen Umstände)!
Heer, das: -(e)s, -e; das Heer (die Armee) eines
Landes - ein Heer (eine große Menge) von
Urlaubern; der Heerführer; das Heerlager;
die Heerschar; die Heerstraße; der Heer¬
zug
He fe, d ie: -, -n (Backmittel); der Hefekuchen;
der Hefeteig
Heft, das: -(e)s, -e; in ein Heft schreiben - das
Heft (der Griff) des Messers - das Heft in der
Hand haben (die Lage beherrschen); hef¬
ten: Akten heften (zusammenfügen) - einen
Zettel an die Tür heften - die Augen auf je¬
manden heften (richten); der Hefter; der
Heftfaden; die Heftklammer; die Heftma¬
schine; das Heftpflaster; die Heftzwecke
(Reißzwecke)
heftig: ein heftiger (gewaltiger, harter) Schlag
- heftig (unwillig, unbeherrscht) reagieren;
die Heftigkeit
he-gen: (pflegen, behüten); hegen und pfle¬
gen; die Hege (Pflege des Wildes); der
Heger; die Hegerin
Hegemonie griech.f die: -, Hegemonien
(Vorherrschaft)
Hehl, das/der: -s (Geheimnis); kein(en) Hehl
aus etwas machen (etwas nicht verheimli¬
chen); hehlen (ein Unrecht begünstigen):
Hehlen ist schlimmer als Stehlen; der Heh¬
ler (Händler von Diebesgut); die Hehlerei;
die Hehlerin
hehr: (heilig, erhaben) # her
Heide, der: -n, -n (Ungläubiger, Nichtchrist);
Heiden...: die Heidenangst - die Heiden¬
arbeit - ein Heidengeld - der Heidenlärm -
der Heidenspaß; heidenmäßig: ein heiden¬
mäßiger (sehr großer) Lärm; das Heiden¬
tum; die Heidin; heidnisch: heidnische
Bräuche
Heide, die: -, -n (sandiges Land); das Heide¬
kraut; das Heideland; die Heidelbeere; das
Heide(n)röschen; die Heidschnucke (Schaf¬
rasse der Lüneburger Heide)
heikel : eine heikfe (recht schwierige) Sache -
heikel (wählerisch, empfindlich) sein
Heil, das: -(e)s; zum Heil - Heil bringend - Ski
Heil - sein Heil in der Flucht suchen (da-
vonlaufen, fliehen); heil: einen Unfall heil
(unverletzt) überstehen - der Arm ist wie¬
der heil (geheilt) - mit heiler Haut (unge¬
schoren) davonkommen; der Heiland (Ret¬
ter, Erlöser); heilbar; heilen: einen Kranken
heilen (gesund machen) - die Wunde heilt
(verheilt) rasch - die Zeit heilt alle Wun¬
den; heilfroh; die Heilgymnastik; heilkräf¬
tig (gesundheitsfördernd); das Heilkraut;
heilkundig; der/die Heilkundige; heillos:
heillos (sehr) zerstritten sein; das Heilmittel
(Medikament); die Heilpflanze; der Heil¬
praktiker; die Heilpraktikerin; die Heil¬
quelle; heilsam: eine heilsame (nützliche)
Lehre; die Heilsarmee; die Heilsbotschaft;
der Heilschlaf; die Heilstätte; die Heilung;
das Heilverfahren
heilig (hl.): die heilige Messe - das heilige
Weihnachtsfest - der heilige Krieg - jeman¬
den heilig sprechen; aber: der Heilige
Abend (24. Dezember) - der Heilige Vater
(Papst)-die Heiligen Drei Könige-der Hei¬
lige Geist - das Heilige Land - die Heilige
Nacht (Weihnachten) - die Heilige Familie
- das Heilige Grab - das Heilige Römische
Reich Deutscher Nation - die Heilige
Schrift (Bibel) - der Heilige Stuhl (päpstli¬
che Regierung); der Heiligabend; der/die
Heilige; heiligen; der Heiligenschein; die
Heiligkeit; das Heiligtum, die Heiligtümer
heim: (nach Hause); das Heim: ein gemütli¬
ches Heim (Daheim) haben - in einem
Heim (z. B. Altersheim) leben; sich heimbe¬
geben; heimbegleiten; heimbringen; der
Heimcomputer; heimelig (vertraut, gemüt¬
lich); heimfahren; heimführen; der Heim¬
gang (Tod); heimgehen; heimholen; hei¬
141
hellwach
misch: heimische (inländische) Bräuche;
die Heimkehr; heimkehren; heimleuchten:
jemandem heimleuchten (die Meinung sa¬
gen); heimlich: etwas heimlich (im Gehei¬
men) tun; die Heimlichkeit; die Heimlich¬
tuerei; die Heimmannschaft; die Heim¬
niederlage; die Heimreise; heimreisen; der
Heimsieg, das Heimspiel; die Heimstatt;
auch: die Heimstätte (Heim, Wohnstätte);
heimsuchen: von einem Unglück heimge¬
sucht werden; die Heimsuchung (schweres
Unglück); heimwärts; der Heimweg; das
Heimweh; der Heimwerker; die Heimwer¬
kerin; heimzahlen: jemandem etwas heim¬
zahlen (vergelten); heimzu (heimwärts)
Hei mat, d ie: - (Geburtsort, Herkunftsland);
der Heimatdichter; der Heimatforscher;
die Heimatkunde; das Heimatland; hei¬
matlich; heimatlos (ohne Heimat); das Hei¬
matmuseum; der Heimatort; die Heimat¬
stadt; der/die Heimatvertriebene
Heimtücke, die: - (Hinterlist, Unaufrichtig¬
keit); heimtückisch
Heirat, die: -en (Eheschließung); heiraten;
die Heiratsannonce; der Heiratsantrag; die
Heiratsanzeige; heiratsfähig; der Heirats¬
schwindler
heischen: Aufmerksamkeit heischen (fordern,
verlangen)
hej-ser: eine heisere (belegte, raue) Stimme
haben; die Heiserkeit
heiß: heißes (sehr warmes) Wasser - ein
heißes (sehnliches) Verlangen - ein heißer
(sehr heftiger) Kampf - ein heißes (heikles)
Thema - ein heißes (inniges, inbrünstiges)
Gebet - ein heiß ersehnter Brief - die Stadt
wurde heiß umkämpft - ein heiß geliebter
Mensch - eine heiß umstrittene Sache -
heiß laufen - sich die Köpfe heiß reden -
ein heißer Draht (eine direkte Verbindung)
- ein heißer Ofen (Sportwagen, schweres
Motorrad) - ein heißer (umwerfender) Typ
- nicht heiß und nicht kalt (nichts Halbes
und nichts Ganzes) - was ich nicht weiß,
macht mich nicht heiß; heißblütig (tempe¬
ramentvoll); der Heißhunger; heißhungrig;
die Heißluft; der Heißsporn (hitziger
Mensch)
heißen: du heißt, er hieß, sie hat geheißen,
heiß(e)!; sie heißt Birgit - jemanden einen
Faulpelz heißen (nennen) - was soll das
heißen (bedeuten)? - ich habe dich das
nicht geheißen (befohlen)
heiter: heit(e)rer, am heitersten; eine heitere
(lustige) Geschichte - heiter (sonnig, klar)
bis wolkig; die Heiterkeit; der Heiterkeits¬
erfolg
heizen: den Ofen heizen; heizbar; die Heiz¬
decke; der Heizer; die Heizerin; das Heiz¬
gas; der Heizkessel; das Heizkissen; der
Heizkörper; das Heizmaterial; das Heizöl;
der Heiztank; die Heizung
Hektar (Hektar) (ha) lat., das/der: -s, -e
(Flächenmaß: 100 Ar); fünf Hektar Land
hektisch griech.: (eilig, erregt, fieberhaft); die
Hektik
Hektoliter (hl), das/der: -s, - (Hohlmaß:
100 Liter); ein Hektoliter Wasser
Held, der: -en, -en; wie ein Held kämpfen -
der Held (die Hauptperson) der Geschich¬
te; heldenhaft; der Heldenmut (Uner¬
schrockenheit); heldenmütig; die Helden¬
tat; der Heldentod (Tod auf dem Schlacht¬
feld); das Heldentum; die Heldin; heldisch
helfen: du hilfst, er half, sie hat geholfen,
hilf!; den Armen helfen - diese Medizin
hilft sofort - sich zu helfen wissen - hilf dir
selbst, dann hilft dir Gott; der Helfer; die
Helferin; der Helfershelfer (Komplize, Mit¬
täter); —► Hilfe
He li kop ter (He li ko pter) engl., der: -s, -
(Hubschrauber)
Helium griech., das: -s (Edelgas)
hell : eine helle Farbe - ein heller (von Licht er¬
füllter) Raum - ein hell loderndes Feuer -
hell strahlend - hell leuchtend - ein heller
(gescheiter) Kopf - in hellen (lauten, star¬
ken) Jubel ausbrechen - ein heller (klarer,
reiner) Ton - seine helle Freude an jeman¬
dem haben (von ihm begeistert sein); hell¬
auf: hellauf (laut) lachen; aber: hell aufla¬
chen; helläugig; hellblau; hellblond; das
Helldunkel; die Helle (Lichtfülle); das
Helle (ein Glas helles Bier); hellgrün; hell¬
häutig; hellhörig: hellhörige (schalldurch¬
lässige) Räume - jemanden hellhörig (stut¬
zig) machen; helllicht: es ist schon
helllichter Tag; die Helligkeit (Licht); hell¬
rot; hellsehen; der Hellseher; die Hellsehe¬
rei (das Erahnen von Vorgängen); die Hell¬
seherin; hellsichtig (scharfsinnig); hell¬
wach
Hellebarde
142
Hellebarde, die: -n (alte Hieb- und Stich-
waffe)
Heller, der: -s, - (ehemalige Münze, kleines
Geldstück); keinen roten Heller {kein Geld)
haben - auf Heller und Pfennig (bis auf
den letzten Rest)
Helm, der: -(e)s, -e (Kopfschutz)
Hemd, das: -(e)s, -en (Kleidungsstück); das
Hemd ausziehen - jemanden bis aufs
Hemd ausziehen (ihn restlos ausplündern)
- sein letztes Hemd (alles) hergeben; der
Hemd(en)knopf; der Hemdkragen; der
Hemdsärmel: in Hemdsärmeln (ohne Jacke);
hemd(s)ärmelig
He mi sphä re (He mis phä re) griech., die:
-n (Erdhälfte)
hemmen: den Fortschritt hemmen (aufhal¬
ten); das Hemmnis (Hindernis); der Hemm¬
schuh; die Hemmschwelle; die Hemmung:
an Hemmungen leiden (innerlich unfrei
sein); hemmungslos (zügellos, leidenschaft¬
lich); die Hemmungslosigkeit
Hengst, der: -es, -e (männliches Tier, meist
beim Pferd)
Hen kel, der: -s, -; der Henkel (Tragegriff) ei¬
ner Vase; der Henkelkrug; der Henkeltopf
Henker, der: -s, - (Vollstrecker einer To¬
desstrafe); henken (am Galgen aufhängen);
das Henkersbeil; der Henker(s)knecht; die
Henkersmahlzeit (letztes Mahl vor der
Hinrichtung); —► hängen
Henne, die: -, -n (weibliches Haushuhn)
her: komm her! - her damit! - hin und her;
aber: das Hin und Her - von alters her -
das ist schon lange her - her sein - es ist
mit ihm nicht weit her (er ist nur mittel¬
mäßig); herbringen; herfallen: über jeman¬
den herfallen (ihn angreifen); hergeben:
sein ganzes Geld hergeben (opfern) - dafür
will er sich nicht hergeben - das gibt nicht
viel her (ist unergiebig); der Hergang: der
Hergang (Ablauf) des Unfalls; hergebracht
(üblich); herkommen; herkömmlich; die
Herkunft (Abstammung); herlaufen; her-
richten; hersehen; herstellen: Möbel her¬
steilen (anfertigen) - Frieden herstellen
(schaffen); die Herstellung # hehr
he rab (her ab): (nach unten); herabblicken;
herabfallen; herabhängen; herablassen:
den Vorhang herablassen - sich dazu nicht
herablassen (nicht bereitfinden); herablas¬
send (hochmütig, von oben herab); herab¬
sehen; herabsetzen; die Herabsetzung
(Missachtung); herabsteigen; herabstür¬
zen; herabtragen; die Herabwürdigung
(Demütigung)
heran (heran): (nach hier); heran sein;
heranbrausen; heranbringen; heranfahren;
heranführen; herangehen; herankommen;
heranlassen; sich heranmachen: sich an
jemanden heranmachen (mit einer be¬
stimmten AbsVht nähern); heranreichen;
heranreifen; heranschaffen; herantragen;
herantreten; heranwachsen; der/die He¬
ranwachsende; heranzüchten
he rauf (her auf): (nach hier oben); herauf¬
beschwören; heraufbringen; heraufholen;
herauf laufen; heraufschauen; heraufstei¬
gen
he raus (her aus): (nach hier draußen); he¬
rausbekommen; herausbilden; herausbrin¬
gen; herausdrehen; herausfordern: jeman¬
den zum Kampf herausfordern; heraus¬
fordernd (anmaßend); herausführen; die
Herausgabe (Auslieferung); herausgeben;
herausgehen; heraushalten; heraushängen;
heraushauen; herausholen; herauskommen;
herauskriegen; herauslassen; sich heraus¬
machen (gut entwickeln); sich herausmo¬
geln; herausnehmen: sich viel herausneh¬
men (erlauben); herausragen; herausreißen;
herausrücken; herausschaffen; heraus¬
schauen; herausschneiden; herausströmen;
heraustragen; heraustrennen; herausziehen
he rau ßen (her au ßen): (hier außen)
herb: ein herber (bitterer, nicht süßer) Wein -
eine herbe (schmerzliche) Enttäuschung -
herbe (strenge, harte) Worte; die Herbheit
herbei: (nach hier, hierher); herbeibringen;
herbeieilen; herbeiführen; herbeiholen;
sich herbeilassen (so gnädig sein); herbei¬
rufen; herbeischaffen; herbeisehnen; her¬
beiwünschen; herbeizaubern
Herberge, die: -, -n (Unterkunft, Bleibe); die
Herbergseltern Mz.; der Herbergsvater (Lei¬
ter einer Herberge); die Herbergsmutter
Herbizid lat.f das: -(e)s, -e (Unkrautbekämp¬
fungsmittel)
Herbst, der: -(e)s, -e (Jahreszeit); ein sonniger
Herbst; der Herbstanfang; die Herbst¬
blume; die Herbstferien Mz.; herbstlich;
der Herbsttag; die Herbstzeitlose (Blume)
143
herzerquickend
Herd, der: -(e)s, -e; auf dem Herd kochen -
der Herd (das Zentrum) der Krankheit - ei¬
gener Herd ist Coldes wert; das Herdfeuer;
die Herdplatte
Herde, die: -, -n; eine Herde Schafe - eine
Herde (große Menge) von Touristen - mit
der Herde laufen (sich der Mehrheit an¬
schließen); der Herdenmensch; das Her¬
dentier; der Herdentrieb; herdenweise
herein (herein): (nach hier drinnen); sich
hereinbemühen; hereinbrechen; herein¬
bringen; hereindürfen; hereinfallen; he¬
reinholen; hereinkommen; hereinlassen;
hereinlegen: jemanden hereinlegen (betrü¬
gen); hereinnehmen; hereinplatzen (uner¬
wartet erscheinen); hereinrufen; herein¬
schicken; hereinschneien (unerwartet he¬
reinkommen); hereinspazieren; herein¬
stürmen; hereintragen
Hering, der: -s, -e (Meeresfisch); der Herings¬
fang; das Heringsfilet; der Heringssalat
he rjn nen (her in nen): im Saal herinnen
Herkommen, das: -s (Brauch, Überliefe¬
rung); herkömmlich; herkömmlicherweise;
die Herkunft (Ursprung, Abstammung)
hermetisch griech.: hermetisch (luft- und
wasserdicht) verpacken - ein Gebiet her¬
metisch (völlig) absperren
hernach: (nachher, dann)
hernieder: (herab, herunter); hernieder¬
fallen
he ro ben (her o ben): (hier oben)
Heroin griech., das: -s (Rauschgift); heroin¬
süchtig; der/die Heroinsüchtige
heroisch, griech.: (heldenmütig)
Herold, der: -(e)s, -e (Ausrufer, Verkündiger,
fürstlicher Bote)
Herr (Hr.), der: -n, -en; ein älterer Herr - der
Herr (Gebieter) des Landes - Herr Müller -
mein Herr! - meine Herren! - seines Zor¬
nes Herr werden - aus aller Herren Länder
- nicht mehr Herr seiner Sinne sein (nicht
mehr wissen, was man tut); das Herrchen;
die Herrenbegleitung; die Herrenbeklei¬
dung; das Herrenfahrrad; herrenlos (ohne
Besitzer); der Herrgott; in aller Herrgotts¬
frühe; die Herrin, die Herrinnen; herrisch
(gebieterisch); herrlich (wunderbar, präch¬
tig); die Herrlichkeit; die Herrschaft; herr¬
schaftlich; die Herrschaftsordnung; herr¬
schen: über ein Land herrschen (gebieten)
- es herrscht (ist) völlige Stille; der Herr¬
scher; die Herrscherin, die Herrscherin¬
nen; die Herrschsucht; herrschsüchtig
Hertz (Hz), das: -, - (Maßeinheit der Frequenz)
herüber (herüber): (von drüben nach
hier); herüberkommen
herum (herum): (um etwas); um das Haus
herum - um 10 Uhr herum (ungefähr,
etwa); herumalbern; sich herumärgern;
herumbalgen; herumdrehen; sich herum¬
drücken; herumdrucksen; herumerzählen;
herumexperimentieren; herumfuhrwerken;
herumkommen; herumliegen; herumlun¬
gern: in der Stadt herumlungern; herum¬
fuchteln; herumreißen; herumscharwen¬
zeln; herumschleppen; herumschreien;
herumstehen; herumsprechen; sich herum¬
treiben
herunten (herunten): (hier unten)
he run ter (her un ter): (nach hier unten);
herunterbringen; herunterdürfen; herun¬
terfallen; heruntergehen; heruntergekom¬
men (verwahrlost); herunterhandeln; he¬
runterhängen; herunterholen; heruntermüs¬
sen; herunterreißen; herunterrutschen; he¬
runtersteigen; herunterwirtschaften; herun¬
terziehen
her vor: (nach hier vorn); hervorbringen; her¬
vorgehen; hervorheben; hervorholen; her¬
vorkehren; hervorkramen; hervorragen;
hervorragend (ausgezeichnet); hervorru-
fen; hervorstehen; sich hervortrauen; her¬
vortreten; sich hervortun
Herz, das: -ens, -en; das Herz schlägt langsam
- ein gutes Herz haben - mit Herz und
Hand - zu Herzen gehen - von Herzen
kommen - sich ein Herz fassen (all seinen
Mut zusammennehmen) - seinem Herzen
Luft machen (seinen Ärger aussprechen) -
jemandem sein Herz ausschütten (ihm sein
Leid klagen) - das Herz auf der Zunge ha¬
ben (frei über alles reden); herzallerliebst;
der/die Herzallerliebste; herzbeklem¬
mend; die Herzbeschwerden Mz.; das
Herzblatt (innerstes Blatt einer Pflanze,
Liebling); das Herzblut: sein Herzblut (Le¬
ben) geben; das Herzeleid (tiefes Leid);
herzen (liebkosen); die Herzensangst; her¬
zensgut; die Herzensgüte; die Herzenslust;
der Herzenswunsch; herzerfrischend; herz¬
ergreifend; herzerquickend (innerlich froh
Herzfehler
144
machend); der Herzfehler; herzförmig;
die Herzfrequenz; herzhaft: herzhaft (kräf¬
tig) lachen - ein herzhaftes Essen; die
Herzhaftigkeit; herzig (niedlich); der Herz¬
infarkt; der Herzkatheder; die Herzklappe;
das Herzklopfen; herzlich: auf das (aufs)
herzlichste; auch: auf das (aufs) Herzlichste
- eine herzliche Begrüßung - herzlich
(sehr) wenig; herzlos (unbarmherzig); der
Herzrhythmus; der Herzschlag; die Herz¬
schwäche; das Herzstück; die Herztropfen
/Viz.; das Herzversagen; herzzerreißend
Herzog, der: -(e)s, Herzoge (Heerführer,
Stammesfürst, Adelstitel); die Herzogin;
herzoglich; das Herzogtum
herzu: sie kommt herzu (gesellt sich dazu);
aber: her zu mir!; herzukommen
Hessen, das: -s (Land der Bundesrepublik
Deutschland); der Hesse; die Hessin; hes¬
sisch
heterogen griech.: (anders geartet, un¬
gleichartig)
hetzen: einen Menschen hetzen (verfolgen,
jagen) - gegen jemanden hetzen (zum Hass
aufreizen) - sich nicht hetzen lassen (sich
nicht übermäßig beeilen); die Hetze; het¬
zerisch; die Hetzjagd; die Hetzkampagne
[... kampanje]; die Hetzrede
Heu, das: -(e)s (getrocknetes Gras); der Heubo¬
den; das Heubündel; heuen (Heu machen);
die Heuernte; die Heugabel; das Heupferd
(Heuschrecke); der Heuschnupfen (allergi¬
sche Erkrankung); der Heuschober; die
Heuschrecke; der Heustadel
heu cheln: Liebe heucheln (vortäuschen); die
Heuchelei; der Heuchler; die Heuchlerin;
heuchlerisch
heuer: (in diesem Jahr); heurig (diesjährig);
der Heurige (Wein der letzten Ernte)
Heu •er: die: -, -n (Seemannslohn); heuern (ei¬
nen Seemann anwerben)
heu-len: zu heulen (weinen) beginnen - der
Wind heult um das Haus; aber: das Heulen
und Zähneklappern bekommen - das ist
zum Heulen; die Heulboje; der Heul-
krampf; der Heulton
heu te: heute (an diesem Tag) früh - heute
Morgen - heute Mittag - heute Abend -
heute Nacht - bis heute (jetzt) - hier und
heute - die Jugend von heute; auch: heut;
das Heute (die Gegenwart); heutig: das
heutige Wetter - der heutige (augenblickli¬
che) Stand; heutigentags; heutzutage (in
der Gegenwart)
He •xe, die: -, -n (Zauberin; hässliches, altes
Weib); hexen; der Hexenbesen; die Hexen¬
jagd; der Hexenkessel (lärmendes Durch¬
einander); der Hexenschuss; die Hexenver¬
brennung; die Hexerei
Hjck-hack, der/das: -s, -s (nutzlose Streiterei)
hie: hie und da (an manchen Stellen, von Zeit
zu Zeit)
Hieb, der: -(e)s, -e (heftiger Schlag); auf einen
Hieb (auf einmal) - auf einen Hieb fällt
kein Baum; hiebfest: hieb- und stichfest
(unwiderlegbar) sein
hier: hier (an dieser Stelle) bin ich - hier blei¬
ben - etwas hier lassen - hier sein - jeman¬
den hier behalten (nicht weglassen) - hier
unten - hier entlang - hier und da - von
hier an - von hier aus - nicht von hier sein
- hier und jetzt; aber: das Hier und Jetzt;
hierauf (danach); hieraus: hieraus ergibt
sich, dass; aber: von hier aus; hierbei; hier¬
durch; hierein; hierfür; hiergegen; hierher:
hierher fahren - hierher gehören - etwas
hierher holen - sie werden hierher kom¬
men - kannst du hierher schauen? - sich
hierher setzen - sich hierher wagen; hier¬
hin: bald hierhin, bald dorthin; hierin:
hierin (darin) irrt sie; hiermit (dadurch);
hiernach; hierüber; hierum; hierunter;
hiervon; hierzu (dazu); hierzulande (hier
bei uns); auch: hier zu Lande
Hie rar chie (Hier ar chie) griech., die: -,
Hierarchien (Rangordnung, Rangfolge);
hierarchisch
Hieroglyphe, die: -, -n (Zeichen der ägyp¬
tischen Bilderschrift)
hie-sig: hiesige (aus dieser Gegend stam¬
mende) Sitten; der/die Hiesige
hieven: (heben, hochziehen)
Hi-Fi engl, [haifi, hajfai] (originalgetreue
Klangwiedergabe); die Hi-Fi-Anlage; der
Hi-Fi-Turm
High-life engl, [hailajf], das: -(s) (glanzvolles
Leben der reichen Gesellschaftsschicht);
high: high (in gehobener Stimmung) sein
High-tech engl, [haitek], das/die: -(s) (Spitzen¬
technologie); auch: das/die High Tech; die
Hightechindustrie; auch: die High-Tech-
Industrie
145
Hinderungsgrund
Hjl-fe, die: -, -n; Hilfe leisten - mit Hilfe;
auch: mithilfe - Hilfe suchend - zu Hilfe
kommen - eine Hilfe (Helferin) für die
Küche suchen - die erste Hilfe; das Hilfeer¬
suchen; die Hilfeleistung; der Hilferuf; die
Hilfestellung; der/die Hilfesuchende; auch:
der/die Hilfe Suchende; hilflos: hilflos
(machtlos) auf dem Boden liegen - einen
hilflosen (verwirrten, unbeholfenen) Ein¬
druck machen - hilflos (ungeschickt) wir¬
ken; die Hilflosigkeit; hilfreich; die Hilfs¬
aktion; hilfsbedürftig (Not leidend, un¬
selbstständig); die Hilfsbedürftigkeit; hilfs¬
bereit; die Hilfsbereitschaft; die Hilfskraft;
das Hilfsmittel; hilfsweise; das Hilfswerk;
hilfswillig; das Hilfszeitwort (Hilfsverb); -►
helfen
Hjmbeere, die: -n (Beerenfrucht); der
Himbeersaft
Hjmrnel, der: -s, -; der blaue Himmel - in
den Himmel kommen - unter freiem Him¬
mel - um Himmels willen - aus heiterem
Himmel (völlig unerwartet) - im siebten
Himmel (überaus glücklich) sein - Himmel
und Erde in Bewegung setzen (alles versu¬
chen um etwas zu erreichen) - den Him¬
mel auf Erden haben (es sehr gut haben);
himmelangst: mir wird himmelangst (ich
bekomme große Angst); das Himmelbett;
himmelblau; die Himmelfahrt; das Him¬
melfahrtskommando (lebensgefährlicher
Auftrag); himmelhoch; das Himmelreich;
himmelschreiend: eine himmelschreiende
(sehr schlimme) Ungerechtigkeit; die Him¬
melsrichtung; das Himmelszelt; himmel¬
wärts; himmelweit; ein himmelweiter (sehr
großer) Unterschied; himmlisch: eine
himmlische (göttliche) Gabe - ein himmli¬
scher (herrlicher) Urlaub
hjn: zur Schule hin - hin und zurück - hin und
wieder (zuweilen) - über Wochen hin - auf
eine Krankheit hin untersuchen - hin (ka¬
putt, tot) sein - hin und her; aber: das Hin
und Her - hin und her laufen (planlos,
ohne ein bestimmtes Ziel umherlaufen);
aber: hin- und herlaufen (hin- und wieder
zurücklaufen); hinbekommen; hinbiegen;
der Hinblick: im Hinblick auf (angesichts);
hinbringen; hindeuten; hinfahren; die Hin¬
fahrt; hinfallen; hinfällig (schwach, elend);
der Hinflug: der Hin- und Rückflug; hin¬
führen; die Hingabe: mit Hingabe (Eifer)
lernen; hingeben: sein Leben hingeben
(opfern) - sich dem Trunk hingeben (über¬
lassen); die Hingebung; hingebungsvoll
(voller Hingabe); hingegen (dagegen); hin¬
gerissen: ganz hingerissen (begeistert) sein;
hingezogen: sich hingezogen fühlen; hin¬
gucken; hinhalten: die Hand hinhalten -
jemanden lange hinhalten (warten lassen);
die Hinhaltetaktik; hinhauen: das haute
hin (war in Ordnung) - sich schnell einmal
hinhauen (schlafen legen); hinkriegen (zu¬
stande bringen); hinlänglich: es ist hinläng¬
lich (genügend) bekannt; hinnehmen; hin¬
reichend (ausreichend, genug); die
Hinreise; hinreißen: sich hinreißen (verlei¬
ten) lassen - hin- und hergerissen sein (sich
nicht entscheiden können); hinreißend
(entzückend); die Hinrichtung; sich hin¬
schleppen; hinschmeißen; die Hinsicht: in
Hinsicht auf; hinsichtlich (unter diesem
Gesichtspunkt); das Hinspiel; hintan...:
hintansetzen - hintanstellen; hintun; der
Hinweis; hinweisen; sich hinwenden; sich
hinziehen: die Vorführung hat sich lange
hingezogen (hat lange gedauert)
hinab (hinab): den Berg hinab (hinunter);
hinabfahren; hinabfallen; hinabsteigen;
hinabstürzen; hinabtauchen
hinan (hin an): etwas näher hinan - den Hü¬
gel hinan
hi nauf (hin auf): den Fluss hinauf; sich hi¬
naufarbeiten; hinaufbitten; hinaufbringen;
hinaufklettern; hinaufsteigen; hinaufwol¬
len: hoch hinaufwollen; hinaufziehen
hi naus (hin aus): hinaus auf das Meer - hi¬
naus in die frische Luft! - über den Mittag
hinaus - worauf läuft das hinaus? - über et¬
was hinaus sein; hinausbegleiten; hinaus¬
blicken hinausdürfen; hinausfahren; hi¬
nausgehen; hinauslassen; hinausragen; hi¬
nausschmeißen; hinausschwimmen; hinaus¬
stellen; die Hinausstellung, hinauswerfen;
der Hinauswurf; hinausziehen; hinauszö¬
gern; die Hinauszögerung
hjndern: am Stehlen hindern (davon abhal¬
ten); hinderlich (nachteilig, lästig); das Hin¬
dernis, die Hindernisse: alle Hindernisse
(Schwierigkeiten, Widerstände) überwin¬
den; der Hindernislauf; die Hinderung; der
Hinderungsgrund
hindurch
146
hindurch: den Sommer hindurch - durch
den Wald hindurch - all die Jahre hin¬
durch; hindurchfließen; hindurchgehen;
hindurchmüssen; hindurchschauen; sich
hindurchzwängen
hinein (hinein): in die Stadt hinein - bis ins
Innerste hinein; sich hineinbegeben; hi¬
neinbeißen; hineinblicken; sich hineinden¬
ken; hineindürfen; hineingehen; hineinlas¬
sen; sich hineinleben; hineinpfuschen;
hineinreden; hineinsehen; hineinstecken;
sich hineinsteigern; hineinströmen; hi¬
neinwachsen; hineinziehen
hjnken: auf dem linken Fuß hinken (hum¬
peln, lahmen) - der Vergleich hinkt (trifft
nicht zu)
hjn •nen: von hinnen (von hier fort) gehen
hinten: (hintenan); hintansetzen: seine Wün¬
sche hintansetzen; die Hintansetzung; hint¬
anstellen; die Hintanstellung: unter Hint¬
anstellung aller Bedenken
hjn-ten: (am Ende, an letzter Stelle); hinten
und vorne - nach hinten - ganz hinten (in
der letzten Reihe) sitzen - jemanden von
hinten ansehen (ihm Verachtung zeigen);
hintendrauf; hintenherum; hintenhin; hin-
tennach; hintenüber; hintenüberfallen
hjn-ter: hinter der Tür stehen - hinter das
Haus laufen - hinter einer Sache stehen;
der/die Hinterbliebene; hinterbrjngen
(heimlich Bescheid geben); hinterdrein
(nachträglich): hinterdrein laufen; hinter¬
einander (nacheinander): hintereinander
gehen - hintereinander ankommen - sich
hintereinander aufstellen; der Hinterein¬
gang; hinterfotzig (heimtückisch, hinterlis¬
tig); hinterfragen (nach den Hintergründen
fragen); der Hintergedanke (heimliche Ab¬
sicht); hintergehen (täuschen, betrügen);
der Hintergrund: im Hintergrund stehen
(wenig beachtet werden); hintergründig
(schwer durchschaubar); der Hinterhalt
(Falle, Versteck): aus dem Hinterhalt
schießen; hinterhältig (unaufrichtig, hinter¬
listig); die Hinterhältigkeit; hinterher: hin¬
terher (später, anschließend) gehe ich essen
- die anderen gingen voran, er ging hinter¬
her - hinterher sein (sich kümmern,
zurückgeblieben sein); hinterhergehen (als
Letzter gehen); hinterherkommen (später
ankommen); hinterherlaufen (nachlaufen);
der Hinterlader (Feuerwaffe); das Hinter¬
land; hinterlassen (zurücklassen, verer¬
ben); die Hinterlassenschaft; hinterlegen
(als Pfand geben); der Hinterleib; die Hin¬
terlist; hinterlistig (unaufrichtig); der Hin¬
termann; der Hintern (Gesäß): sich auf den
Hintern setzen (überrascht sein); das Hin¬
terrad; hinterrücks (heimtückisch, von hin¬
ten); hinters (hinter das); hinterst: der hin¬
terste Schüler; aber: der Hinterste darf
gehen; das Hintertreffen: ins Hintertreffen
geraten (überflügelt werden); hintertreiben
(zunichte machen); die Hintertür; hinter¬
ziehen (unterschlagen); die Hinterziehung
hinüber (hinüber): (auf die andere Seite);
hinüberbringen; hinüberdürfen; hinüber¬
fahren; hinübergelangen; hinüberschauen;
hinüberschwimmen; hinüberziehen
hi nun ter (hin un ter): (nach unten); hinun¬
terblicken; sich hinunterbeugen; hinunter¬
fließen; hinuntersteigen; hinunterstürzen;
hinunterwerfen; hinunterwürgen
hin-weg: (weg von hier, fort); hinwegfegen;
hinweggehen; hinweghelfen; hinwegraf¬
fen; hinwegschaffen; hinwegsehen; hin¬
wegtäuschen; hinwegtrösten
hin zu: (zu etwas anderem); hinzuerwerben;
hinzufügen; hinzukommen; hinzulernen;
hinzurechnen; hinzutreten; hinzutun; das
Hinzutun; hinzuverdienen
Hiobsbotschaft, die: -, -en (Schreckens¬
nachricht)
Hjrn, das: -(e)s, -e (Gehirn); die Hirnerschüt¬
terung; das Hirngespinst (abwegiger, ab¬
surder Gedanke); hirnverbrannt (dumm)
Hjrsch, der: -(e)s, -e (in Wäldern lebendes
Säugetier); der Hirschfänger (Jagdmesser);
das Hirschgeweih; der Hirschkäfer; die
Hirschkuh; hirschledern
Hir •se; die: - (Getreideart); der Hirsebrei
Hirt, der: -en -en (Viehhüter); auch: der Hirte;
der Gute Hirte (Christus); das Hirtenamt;
der Hirtenbrief (bischöfliches Rundschrei¬
ben); das Hirtenvolk; die Hirtin
hjssen: du hisst, er hisste, sie hat gehisst,
hiss(e)!; eine Fahne hissen (in die Höhe zie¬
hen)
historisch griechein historisches (ge¬
schichtliches, bedeutsames) Ereignis; die
Historie [historje] (Geschichte, Erzählung);
der Historiker (Geschichtsforscher)
147
Hofstaat
Hjt engl., der: -(s), -s (erfolgreicher Schlager,
Verkaufsschlager); die Hitliste; die Hitpa¬
rade
Hjt •ze, die: - (große Wärme); in der Hitze des
Gefechts (in der Eile, Aufregung) - Hitze
abweisend; hitzebeständig; hitzefrei: hit¬
zefrei haben; auch: Hitzefrei haben; die
Hitzeperiode; die Hitzewelle; hitzig: eine
hitzige (erregte) Debatte; der Hitzkopf;
hitzköpfig; der Hitzschlag
hl = Hektoliter (100 Liter)
hl. = heilig
Hobby engl., das: -s, -s (Freizeitbeschäfti¬
gung, Steckenpferd); der Hobbybastler; der
Hobbykeller; der Hobbyraum
ho beln: Bretter hobeln - wo gehobelt wird,
da fallen Späne; der Hobel (Werkzeug des
Tischlers); die Hobelbank; der Hobelspan
hoch: höher, am höchsten; das Wasser steigt
zwei Meter hoch - vier Mann hoch (zu
viert) - das ist mir zu hoch (unverständlich)
- hoch achten - hoch, begabt - ein hoch
bezahlter Arbeiter - hoch entwickelt -
hoch geehrt - hoch gesteckte Ziele - eine
hoch gestellte Persönlichkeit - hoch ge¬
winnen - hoch fliegen (in großer Höhe flie¬
gen) - hoch spielen (mit großem Einsatz
spielen) - den Kopf hoch tragen - hoch
schätzen (verehren) - eine höhere (weiter¬
führende) Schule besuchen - hoch hinaus¬
wollen (nach Hohem streben) - etwas hoch
und heilig (fest, feierlich) versprechen;
aber: Hoch und Nieder (jedermann) -
Hoch und Niedrig (jedermann); das Hoch:
ein Hoch (Hochdruckgebiet) zieht näher -
ein dreifaches Hoch (einen Hochruf) aus-
bringen; die Hochachtung; hochachtungs¬
voll; hochaktuell; hochanständig; sich
hocharbeiten; hochbetagt (sehr alt); der
Hochbetrieb; hochdeutsch: hochdeutsch
sprechen; das Hochdeutsch(e); sich hoch¬
dienen; der Hochdruck: mit Hochdruck (in
großer Eile) arbeiten; die Hochebene;
hocherfreut; hochfahren: aus dem Schlaf
hochfahren; hochfahrend (hochmütig auf¬
brausend); hochfliegend: hochfliegende
(ehrgeizige) Pläne haben; die Hochform;
das Hochformat; hochgebildet; das Hoch¬
gebirge; hochgehen (zornig werden);
hochgelehrt; hochgemut; der Hochgenuss;
hochgiftig; der Hochglanz: etwas auf
Hochglanz bringen (sehr gründlich sauber
machen); hochgradig; hochhalten: alte
Bräuche hochhalten (bewahren, pflegen);
das Hochhaus; hochheben; hochherzig
(großmütig); hochinteressant; hochkant:
etwas hochkant (auf die schmale Seite)
stellen - jemanden hochkant (grob) hinaus¬
werfen; hochkarätig; hochklettern; hoch¬
kommen (emporkommen); der Hochleis¬
tungssport; hochmodern; das Hochmoor;
der Hochmut; hochmütig (stolz, he¬
rablassend); hochnäsig (dumm und stolz);
der Hochofen; hochprozentig; hochrangig;
hochrechnen; die Hochrechnung; hoch¬
rot; der Hochruf; die Hochsaison; hoch¬
schlagen: den Kragen hochschlagen; hoch¬
schrecken; die Hochschule; hochschwan¬
ger; die Hochsee (hohe See); der Hoch¬
sommer; die Hochspannung; etwas hoch¬
spielen; die Hochsprache; hochsprachlich;
hochspringen (Übung im Sport); aber: sehr
hoch springen; der Hochsprung; höchst:
höchst (sehr) seltsam - ein höchst langwei¬
liger Film; hochstapeln; aber: Bücher hoch
stapeln; der Hochstapler; die Hochstaple¬
rin; höchstens; die Höchstgeschwindigkeit;
das Höchstmaß; höchstpersönlich; die
Höchststufe (Superlativ), höchstwahrschein¬
lich; höchstzulässig; hochtourig; hoch¬
trabend: hochtrabende (übertrieben ge¬
wählte) Ausdrucksweise; hochverehrt; der
Hochverrat; hochwertig; Hochwürden (An¬
rede für katholische Geistliche); die Hoch¬
zeit: auf allen Hochzeiten tanzen (überall
dabei sein); hochziehen; —► hohe
hocken: sich auf den Boden hocken (sich auf
die Fersen setzen, in tiefe Kniebeuge ge¬
hen); die Hocke (Turnübung); der Hocker:
jemanden vom Hocker hauen (überra¬
schen)
Höcker, der: -s, - (Buckel); höckerig
Hockey engl, [hoke, hoki], das: -s (Rasen¬
spiel); der Hockeyschläger
Hoden, der: -s, - (Samendrüse des Mannes);
auch: der/die Hode
Hof, der: -(e)s, Höfe; im Hof spielen - einen
Hof (ein bäuerliches Anwesen) bewirt¬
schaften - am Hofe des Fürsten - Hof hal¬
ten - einer Dame den Hof machen (um sie
werben); hofieren (den Hof machen); hö¬
fisch; der Hofnarr; der Hofstaat
ijn
Hoft'ahrt
148
l
)
K
L
Hof fahrt, die: - (Überheblichkeit, Anmaßung);
hoffärtig; die Hoffärtigkeit
hoffen: ich hoffe (erwarte), dass du kommst;
hoffentlich: die Hoffnung; hoffnungsfroh;
hoffnungslos; die Hoffnungslosigkeit; der
Hoffnungsschimmer; hoffnungsvoll (viel
versprechend)
höflich: höflich (aufmerksam) grüßen - ein
höfliches (artiges, zuvorkommendes) Mäd¬
chen; die Höflichkeit; höflichkeitshalber
hohe: ein hoher Berg - ein hoher Gewinn -
eine hohe Stimme haben - sie hat hohes
(starkes) Fieber - ein hoher Festtag - auf ho¬
her See sein - die hohe Schule - das hohe
Haus (Parlament); aber: der Hohe Priester -
das Hohe Lied; die Höhe: die Höhe des
Zimmers - auf der Höhe sein (voll leis¬
tungsfähig sein); die Höhenkrankheit; der
Höhenrücken; die Höhensonne; der Hö¬
henzug; der Höhepunkt: der Höhepunkt
(schönste Augenblick) des Abends; —► hoch
Ho heit, d ie: -, -en (die oberste Staatsgewalt,
fürstliche Person); hoheitlich; das Hoheits¬
gebiet; die Hoheitsgewässer Mz.; hoheits¬
voll; das Hoheitszeichen
hohl: ein hohler (innen leerer) Baum - die
hohle Hand - hohle (eingefallene) Wangen
haben - ein hohles (inhaltlich leeres) Ge¬
rede); hohläugig; die Höhle; das Hohlmaß;
der Hohlspiegel; die Höhlung; hohlwan¬
gig; der Hohlweg (Weg zwischen zwei stei¬
len Abhängen)
Hohn, der: -(e)s; mit Hohn (verletzendem
Spott) überschüttet werden - Hohn und
Spott ernten; höhnen; das Hohngelächter;
höhnisch; hohnlachen; auch: Hohn lachen;
hohnsprechen; auch: Hohn sprechen
Hokuspokus, der: - (Zauberei, Zauberfor¬
mel, Unfug)
hold: ein holdes (liebliches, anmutiges)
Mädchen - jemandem hold (zugetan) sein;
holdselig; die Holdseligkeit
holen: einen Arzt holen (herbeirufen) - sich
bei jemandem Rat holen (suchen) - sich
eine Krankheit holen (erkranken)
Hol land: -s (europäischer Staat: Nieder¬
lande); der Holländer; die Holländerin;
holländisch
Hol le, die: -, -n; in die Hölle kommen - je¬
mandem die Hölle heiß machen (ihm sehr
zusetzen, ihn bedrängen) - die Hölle auf
Erden haben (ein unerträgliches Leben
führen); die Höllenangst; der Höllenlärm;
die Höllenqual; höllisch: höllische (sehr
starke) Schmerzen ertragen
Holm, der: -(e)s, -e (Leitersprosse, Quer¬
stange)
Holocaust, der: -(s), -s (Massenvernichtung
von Menschen, vor allem durch Verbrennen)
holpern: der Wagen holpert (rattert, rumpelt)
über das Pflaster - holpernd (stockend) le¬
sen; holp(e)rig (bneben); die Holp(e)rigkeit
Holunder, der: -s, - (Beeren tragender Baum
oder Strauch); auch: der Holler; die Holun¬
derbeere
Holz, das: -es, Hölzer; ein Stuhl aus Holz -
gut Holz! (Keglerwunsch); holzen (Bäume
schlagen); hölzern: ein hölzernes (aus Holz
gefertigtes) Spielzeug - ein hölzerner (lang¬
weiliger, steifer) Mensch; der Holzfäller;
holzig: holziges Gemüse; die Holzindus¬
trie; die Holzkohle; der Holzweg: auf dem
Holzweg (im Irrtum) sein; die Holzwolle
homogen griech.: (gleichmäßig zusammen¬
gesetzt, gleichartig)
Homosexualität griech., die: - (gleichge¬
schlechtliche Liebe); homosexuell; der/die
Homosexuelle
Ho-nig, der: -s (von Bienen verarbeiteter Blü¬
tensaft); jemandem Honig um den Mund
schmieren (ihm schmeicheln); honigsüß;
die Honigwabe
Honorar lat., das: -s, -e (Bezahlung, Vergü¬
tung); honorieren: eine Leistung honorie¬
ren (anerkennen, bezahlen); die Honorie¬
rung; honorig (anständig, ehrenhaft)
Hopfen, der: -s, - (Schlingpflanze, Bierwürze);
die Hopfenstange
hoppeln: der Hase hoppelt (hüpft) über das
Feld; hopp!; hoppla!; hops!; hopsasa!; hop¬
sen (springen); der Hopser; hopsgehen: al¬
les Geld ist hopsgegangen (verloren gegan¬
gen); hoppnehmen (festnehmen); auch:
hopsnehmen
horchen: an der Tür horchen; horch!; das
Horchgerät; der Horchposten
Horde, die: -, -n; eine Horde (Schar) Kinder;
hordenweise
hören: Stimmen hören (wahrnehmen) - et¬
was Neues hören (erfahren) - auf seine El¬
tern hören (ihnen gehorchen) - lass hören
(sprich)! - etwas von sich hören lassen
149
Hülsenfrüchte
(Nachricht geben) - wer nicht hören will,
muss fühlen; der Hörapparat; hörbar; das
Hörensagen: etwas vom Hörensagen (nur
nach der Erzählung anderer, gerüchte¬
weise) kennen; der Hörer; die Hörerin; der
Hörfehler; der Hörfunk; das Hörgerät;
hörgeschädigt; das Hörrohr; der Hörsaal;
das Hörspiel; die Hörweite
hörig: sie ist ihm hörig (ihm ergeben, von ihm
abhängig); der/die Hörige (Leibeigener,
Leibeigene); die Hörigkeit
Horizont griech., der: -(e)s, -e; er taucht am
Horizont (Grenzlinie zwischen Himmel
und Erde) auf - seinen Horizont (Gesichts¬
kreis) erweitern - einen Silberstreif am Ho¬
rizont erblicken (eine leise Hoffnung
haben); horizontal (waagrecht); die Hori¬
zontale
Hormon griech., das: -s, -e (Drüsenstoff); das
Hormonpräparat; die Hormonspritze
Horn, das: -(e)s, Hörner; die Hörner des Stie¬
res - das Horn (ein Musikinstrument) bla¬
sen - sich die Hörner abstoßen (durch Er¬
fahrung besonnener werden) - jemanden
auf die Hörner nehmen (ihn hart angrei¬
fen); die Hornbrille; hörnern (aus Horn);
die Hornhaut; der Hornjst (Hornbläser);
die Hornjstin; der Hornochse
Hornjsse, die: -, -n (große Wespenart)
Ho ros kop (Ho ro skop) griech., das: -s, -e
(Stellung der Gestirne bei der Geburt, aus
der das Schicksal gedeutet wird)
Hör •ror lat., der: -s (Angst, Entsetzen); hor¬
rend: horrende (übermäßige) Preise; der
Horrorfilm
Horst, der: -(e)s, -e (großes Vogelnest, militäri- .
scher Flugplatz)
Hort, der: -(e)s, -e; in einem Hort (einem
Heim, einer Kinderheimstätte) wohnen -
ein Hort (eine Stätte) der Besinnung; horten
(Schätze sammeln, anhäufen)
Hortensie [hortensje] die: -, -n (Zierstrauch)
Hose, die: -, -n (Kleidungsstück); die Hosen
anhaben (Herr im Hause sein) - sich auf die
Hosen setzen (fleißig lernen); das Höschen;
der Hosenbund; der Hosenmatz (kleines
Kind im Höschen); die Hosennaht; der Ho¬
senrock; der Hosenträger
Hospital lat., das: -s, -e/Hospitäler (Kran¬
kenhaus); hospitieren (als ein Gast zu¬
hören)
Hospiz lat., das: -es, -e (Herberge, Hotel)
Hostess engl, [hoßtäß, hoßtäß], die: -, -en
(Führerin, Betreuerin)
Hostie lat. [hostje], die: -, -n (Abendmahls¬
brot, Leib Christi)
Hotdog amerik., das/der: -s, -s (heißes
Würstchen in einem Brötchen); auch: das/
der Hot Dog
Hotel franz., das: -s, -s (Übernachtungsstätte);
das Hotel garnj (Hotel für Übernachtung
und Frühstück); der Hotelier [hotälje]
Hr. = Herr
hrsg. = herausgegeben; Hrsg. = Herausgeber
Hub, der: -(e)s, Hübe (Hebung); der Hub¬
raum; der Hubschrauber
hüben: (auf dieser Seite); hüben und drüben
(auf beiden Seiten)
hübsch: hübscher, am hübschesten; ein hüb¬
sches (reizendes) Mädchen - eine hübsche
(große) Summe Geld
huckepack: jemanden huckepack (auf dem
Rücken) tragen; der Huckepackverkehr
hudeln: (nachlässig sein oder handeln)
Huf, der: -(e)s, -e; der Huf des Pferdes; das
Hufeisen; hufeisenförmig; der Hufnagel;
der Hufschlag; der Hufschmied
Huflattich, der: -s, -e (Unkraut, eine Heil¬
pflanze)
Hüf te, d ie: -, -n (Gegend des Hüftgelenks);
das Hüftgelenk; der Hüfthalter; hüfthoch
Hügel, der: -s, - (Bodenerhebung); hüg(e)lig;
die Hügelkette; das Hügelland
Huhn, das: -(e)s, Hühner (Henne); mit den
Hühnern (sehr früh) aufstehen - ein blindes
Huhn findet auch einmal ein Korn; das
Hühnchen: mit jemandem ein Hühnchen
zu rupfen (etwas zu bereinigen) haben; das
Hühnerauge; die Hühnerbrust; der Hüh¬
nerstall
hui!: aber: in einem Hui (blitzschnell)
Huld, d ie: - (Gnade, Güte); huldigen: einem
Herrscher huldigen (ihn feierlich anerken¬
nen) - einer Leidenschaft huldigen (ihr ver¬
fallen sein); die Huldigung; huldreich (gnä¬
dig); auch: huldvoll
Hül le, d ie: -, -n (Kapsel); die Hülle entfernen
- die sterbliche Hülle (Leichnam) - alles in
Hülle und Fülle haben (im Überfluss le¬
ben); hüllen: sich in seinen Mantel hüllen -
sich in Schweigen hüllen; hüllenlos
Hül •se, die: -, -n (Behälter); die Hülsenfrüchte
human
150
human lat.: eine humane (menschliche)
Handlung; der Humanjsmus (von der Kultur
des Abendlandes beeinflusste Lebensauffas¬
sung); der Humanjst; die Humanjstin; hu-
manjstisch; humanitär (menschenfreund¬
lich); die Humanität (hohe Gesinnung)
Humbug eng/., der: -s (dummes Zeug)
Hummel, die: -, -n (große Bienenart)
Hummer, der: -s, - (große Krebsart); die
Hummersuppe
Hu •mor eng/., der: -s (Heiterkeit, Gelassen¬
heit); keinen Humor haben; die Hu¬
moreske (humorvolle, kurze Erzählung);
humorig (launig); der Humorjst; humorjs-
tisch; humorlos; humorvoll
hum peln: (hinken)
Humpen, der: -s, - (großes Trinkgefäß)
Hu •mus lat., der: - (fruchtbarer Boden); der
Humusboden; humusreich
Hund, der: -(e)s, -e (Haustier); auf den Hund
gekommen (sehr heruntergekommen) sein
- vor die Hunde (zugrunde) gehen - viele
Hunde sind des Hasen Tod; hundeelend;
die Hundehütte; hundekalt (sehr kalt); die
Hundekälte; hundemüde (sehr müde);
auch: hundsmüde; die Hunderasse; das
Hundewetter; die Hündin; hündisch: ein
hündischer (unterwürfiger) Gehorsam; der
Hundsfott (Schurke); hundsmiserabel; die
Hundstage Mz. (heiße Zeit im Sommer)
hundert: hundert Stück - einige, mehrere, ein
paar hundert Menschen; auch: Hundert -
der hundertste Besucher - Tempo hundert-
auf hundert (sehr wütend) sein; aber: viele
Hunderte; auch: hunderte - ein halbes
Hundert-ein paar Hundert; auch: hundert-
Hunderte und Aberhunderte; auch: hunderte
und aberhunderte - vom Hundertsten ins
Tausendste kommen (fortwährend vom
Thema abweichen); das Hundert; der Hun¬
derter (Hundertmarkschein); hunderterlei;
hundertfach; auch: 100fach; aber: das Hun¬
dertfache - um das Hundertfache größer;
hundertjährig; auch: 100-jährig; hundert¬
mal; auch: 100-mal; aber: viele hundert/
Hundert Mal(e); der Hundertmarkschein;
der Hundert-Meter-Lauf; hundertprozen¬
tig; auch: 100-prozentig; der Hundertsatz;
die Hundertschaft; das Hundertstel; die
Hundertstelsekunde; auch: die 100stel-
Sekunde; auch: die hundertstel Sekunde
Hü •ne, der: -n, -n (sehr großer Mensch,
Riese); das Hünengrab; hünenhaft
hungern: die Bevölkerung hungert (hat
nichts zu essen) - er hungert (verlangt,
sehnt sich) nach Liebe - mich hungert; der
Hunger: Hunger haben - Hunger ist der
beste Koch; aber: hungers: hungers ster¬
ben; die Hungersnot; der Hungerstreik;
das Hungertuch: am Hungertuch nagen
(hungern); hungrig
hupen: (ein Signal ertönen lassen); der Fahrer
hupte beim Abbiegen; die Hupe; das Hup¬
konzert
hüpfen: vor Freude hüpfen (in die Luft sprin¬
gen); der Hüpfer
Hürde, die: -, -n; jede Hürde (jedes Hinder¬
nis) nehmen; der Hürdenlauf; der Hürden¬
läufer; die Hürdenläuferin; das Hürden¬
rennen
Hu •re, die: -, -n (Dirne, käufliches Mädchen)
hurra!: (Ausruf der Begeisterung); das Hurra:
Hurra schreien; auch: hurra schreien; der
Hurraruf
Hurri-kan engl, [hariken], der: -e/-s (Wir¬
belsturm, Orkan)
hurtig: (schnell, lebhaft); die Hurtigkeit
huschen: (sich schnell und lautlos fortbewe¬
gen); über die Straße huschen; husch!:
husch, weg war er!; der Husch: auf einen
Husch (ganz schnell)
Hus-ky engl, [haski], der: -s, -s (Eskimohund)
husten: der Kranke hustet schwer - jeman¬
dem etwas husten (einem Wunsch nicht
entsprechen); hüsteln (sich räuspern); der
Husten; das Hustenbonbon; der Husten¬
reiz; der Hustensaft
Hut, der: -(e)s, Hüte (Kopfbedeckung); einen
Hut aufsetzen - den Hut nehmen (zurück¬
treten, aus dem Amt scheiden) - alle unter
einen Hut{\r\ Einklang) bringen
Hut, die: - (Aufsicht, Schutz); auf der Hut sein
(vorsichtig sein); hüten: Kinder hüten (be¬
aufsichtigen) - sich vor jemandem hüten
(sich in Acht nehmen); der Hütejunge; der
Hüter; die Hüterin
Hütte, die: -, -n (kleines, einfaches Haus; In¬
dustrieanlage); das Hüttenwerk; der Hüt¬
tenwirt; die Hüttenwirtin
hutzelig: (alt, dürr, welk); auch: hutzlig
Hy ä ne griech., die: -, -n (Raubtier)
Hy-a-zjn-the, die: -, -n (Zwiebelpflanze)
151
illuminieren
Hydrant (Hydrant) griech., der: -en, -en
(Wasseranschluss, Zapfstelle); hydraulisch:
hydraulische (durch Flüssigkeitsdruck be¬
wegte) Bremsen; die Hydraulik; die Hydro¬
kultur (Pflanzenzucht in Wasser)
Hygiene griech. [hygjene], die: - (Lehre von
der Gesundheitspflege); hygienisch: etwas
hygienisch (sauber) verpacken
Hymne griech., die: -n (feierliches Ge-
# dicht, Lobgesang); hymnisch
Hyperbel griech., die: -, -n (Kegelschnitt)
Hyp-no-se griech., die: -, -n; jemanden in Hyp¬
nose (Halbschlaf) versetzen; hypnotisch;
hypnotisieren (willenlos machen)
Hypotenuse griech., die: -n (Seite ge¬
genüber dem rechten Winkel im recht¬
winkligen Dreieck)
Hypothek griech., die: -, -en (Belastung von
Grundstücken, Häusern)
Hypothese griech., die: -, -n (unbewiesene
Annahme); hypothetisch: eine hypotheti¬
sche (unbewiesene) Behauptung
hysterisch griech.: eine hysterische (aufge¬
regte, leicht erregbare) Frau; die Hysterie;
der Hysteriker; die Hysterikerin
Hz = Hertz (Maßeinheit der Frequenz)
i
i. A. = im Auftrag(e)
i. Allg. = im Allgemeinen
IC = der Intercity (Intercityzug)
jch: ich arbeite; aber: sein zweites Ich - das
andere Ich; ichbezogen (sich selbst in den
Mittelpunkt stellend); der Icherzähler;
auch: der Ich-Erzähler; die Ichform (Er¬
zählform in der 1. Person); auch: die Ich-
Form; der Ichlaut; auch: der Ich-Laut; die
Ichsucht (Eigenliebe); auch: die Ich-Sucht
i. d. = in der (bei Ortsnamen)
ideal griech.: eine ideale (bestmögliche) Lö¬
sung - ideale (günstige) Bedingungen -
eine ideale (vollkommene) Frau; das Ideal
(Vorbild, Wunschvorstellung, Vollkomme¬
nes); der Idealfall; idealisieren (verklären);
der Idealjsmus (Glaube an Ideale); der Ide¬
alist (uneigennütziger Mensch); die Idealjs-
tin; idealjstisch; die Ideallösung
I dee griech., die: -, Ideen (Gedanke, Einfall);
eine gute Idee haben; ideell: ideelle (nur
gedachte, in der Vorstellung vorhandene)
Ziele haben; ideenarm; ideenlos; die
Ideenlosigkeit; ideenreich; der Ideenreich¬
tum
identisch lat.: identische (völlig gleiche,
übereinstimmende) Vorstellungen haben;
die Identifikation (Gleichsetzung); identifi¬
zieren: einen Dieb identifizieren (erken¬
nen) - sich mit etwas identifizieren (sich
dahinter stellen, dafür eintreten); die Iden¬
tifizierung; die Identität (Übereinstim¬
mung)
I de o lo gie griech., die: -, Ideologien (be¬
stimmte Vorstellungswelt, Weltanschauung);
der Ideologe (Vertreter einer bestimmten,
meist politischen Richtung); ideologisch
Idiot griech., der: -en, -en (Geisteskranker,
Dummkopf); idiotenhaft; idiotensicher
(völlig sicher); die Idiotie (Schwachsinn,
Dummheit); die Idiotin; idiotisch (geistes¬
schwach, unsinnig); der Idiotjsmus
Idol griech., das: -s -e (Vorbild, Schwarm)
I dyll griech., das: -s, -e (friedlicher, be¬
glückender Zustand); auch: die Idylle; idyl¬
lisch (beschaulich, harmonisch, ländlich)
Igel, der: -s, - (stacheliges Säugetier)
Iglu eskim., der/das: -s, -s (Schneehütte der
Eskimos)
ignorieren lat.: jemanden/etwas ignorie¬
ren (nicht zur Kenntnis nehmen, nicht be¬
achten); der Ignorant (Nichtwisser, Dumm¬
kopf); das Ignorantentum; die Ignorantin;
die Ignoranz
IHK = Industrie- und Handelskammer
ihm: (Wemfall von er); ich bin ihm nicht be¬
gegnet
ihn: (Wenfall von er); er hat ihn auf der Straße
gesehen
ihr: ihr arbeitet - das ist ihr Haus; aber: die
Ihrigen; auch: die ihrigen - das Ihre; auch:
das ihre - Ihre Majestät; ihrerseits; ihres¬
gleichen; ihretwegen; um ihretwillen
i. J. = im Jahre
jMe-gal lat.: (ungesetzlich); die Illegalität; ille¬
gitim: auf eine illegitime (unrechtmäßige)
Art; die Illegitimität
il loy al franz. [jloajal]: (gesetzeswidrig, unehr¬
lich, untreu); die Illoyalität
Illumination lat., die: -, -en (festliche Be¬
leuchtung); illuminieren
Illusion
152
II lu •si-on lat., die: -, -en; sich keine Illusionen
(falschen Hoffnungen, Wunschvorstellun¬
gen) machen; illusionär; der lllusionjst
(Träumer, Schwärmer); die lllusionjstin; il¬
lusionslos; illusorisch (trügerisch, vergeb¬
lich)
Il lus tra ti on (Il lust ra ti on) lat., die: -,
-en (Bebilderung, bildliche Erklärung); der
Illustrator; die Illustratorin; illustrieren
(bebildern); die Illustrierte (bebilderte Zeit¬
schrift); die Illustrierung
jl tis, der: -ses, -se (Marderart); eine Pelzjacke
aus Iltis
jm: im (in dem) Garten - im Großen und
Ganzen - im Übrigen - im Allgemeinen
(i. A.) - im Einzelnen - im Besonderen - im
Argen liegen - im Grunde - im Grunde ge¬
nommen - im Auftrag(e) - im Begriff(e) sein
- im Fall(e), dass - im Jahre (i. J.) - im Ru¬
hestand (i. R.) - im Stande; auch: imstande
l-mage engl, [jmidsch], das: -(s), -s; sein Image
(Persönlichkeitsbild, Ansehen) in der Öf¬
fentlichkeit; die Imagepflege
imaginär lat. (nicht wirklich, nur eingebil¬
det); die Imagination (Einbildungskraft)
Jmbiss, der: -es, -e (kleine Zwischenmahl¬
zeit); der Imbissstand; die Imbissstube
Imitation lat., die: -, -en (Nachahmung);
der Imitator; die Imitatorin; imitieren: Vo¬
gelstimmen imitieren; imitiert (unecht)
Imker, der: -s, - (Bienenzüchter); die Imkerei;
die Imkerin; imkern; die Imme (Biene)
immanent lat.: (innewohnend, darin enthal¬
ten); die Immanenz
immens lat.: ein immenser (unermesslicher)
Reichtum - ein immenses (gewaltiges)
Glück haben
jm-mer: (stets, jederzeit, jedes Mal); immer
mehr - nicht immer - immer noch - immer
während - immer wieder - immer und
ewig - was auch immer; immerdar: ewig
und immerdar - auf immerdar (ewig); im¬
merfort (ununterbrochen); das Immergrün;
immerhin: immerhin (wenigstens) gibt er
sich Mühe; immerzu (ständig)
Immigrant lat., der: -en, -en (Einwanderer);
die Immigrantin; die Immigration; immi¬
grieren
Immission lat., die: -, -en (Einwirkung auf
Lebewesen z.B. durch Luftverunreinigun¬
gen); der Immissionsschutz
Im mo bMi en Mz. lat., die: - (Grundstücke,
Häuser); jmmobil (unbeweglich); der Im¬
mobilienhandel
immun lat.: immun (nicht empfindlich, emp¬
fänglich) gegen Krankheiten sein; immuni¬
sieren (unempfänglich machen); die Im¬
munisierung; die Immunität: Immunität
genießen (unter Rechtsschutz stehen); die
Immunschwäche; das Immunsystem
Imperativ lat., der: -s, -e (Sprachlehre: Be¬
fehlsform); der'Imperativsatz; der Impera¬
tor (Feldherr im alten Rom)
Imperfekt lat., das: -s, -e (Sprachlehre: Ver¬
gangenheitsform)
Imperialismus lat., der: - (Machtstreben,
Herrschaftsstreben); imperialistisch; der
Imperialist; das Imperium (Reich)
impertinent: lat.: (aufdringlich, frech); die
Impertinenz
jmp-fen: (einen Schutzstoff verabreichen); der
Impfpass; der Impfschein; der Impfstoff;
die Impfung
implodieren lat.: (durch äußeren Druck
zerstört werden); die Implosion
imponieren lat.: er imponiert allen (macht
Eindruck) - eine imponierende (beein¬
druckende) Leistung; das Imponiergehabe;
imposant: ein imposantes (großartiges, be¬
eindruckendes) Bauwerk - ein imposanter
Anblick
Import engl, der: -(e)s, -e (Einfuhr von Gü¬
tern); der Im- und Export; die Importbe¬
schränkung; der Importeur [importör]; die
Importeurin; das Importgeschäft; impor¬
tieren
jm-po-tent lat.: (nicht zeugungsfähig, nicht
tüchtig); die Impotenz
im präg nje ren (im prä gnie ren) lat.: ei¬
nen Stoff imprägnieren (wasserdicht ma¬
chen); die Imprägnierung
Impression lat., die: -, -en (Eindruck, Emp¬
findung); der Impressionjsmus (Kunstrich¬
tung); der Impressionjst; impressionistisch;
das Impressum (Erscheinungsvermerk ei¬
nes Buches)
improvisieren ital.: (etwas ohne Vorberei¬
tung tun); die Improvisation
Impuls lat., der: -es, -e (Anstoß, innerer An¬
trieb); impulsiv: impulsiv (spontan) handeln
- impulsiv (leicht erregbar) sein; die Impul¬
sivität
153
Infiltrierung
imstande: zu einer großen Leistung im¬
stande (fähig) sein - er ist nicht imstande
flüssig zu lesen - er ist imstande und
springt (ist dazu dumm genug); auch: im
Stande
in: in die Schule gehen - in der Bahnhofshalle
- in die Stadt fahren - in drei Tagen - in
Sorge sein - in puncto (hinsichtlich, betref¬
fend) - in spe (zukünftig) - in Bezug auf - in
Anbetracht - in natura (in Wirklichkeit) - et¬
was in petto haben (in Bereitschaft haben)
jn engl.: es ist in (modern, zeitgemäß, in Mode)
In ad ä quat (in a dä quat) lat: (nicht pas¬
send, nicht entsprechend)
Inbegriff, der: -(e)s, -e; der Inbegriff (die Ver¬
körperung, ein Musterbeispiel) von Fleiß;
inbegriffen: im Preis inbegriffen (einge¬
rechnet)
jnbrunst, die: -; mit Inbrunst (Innigkeit, star¬
ker Leidenschaft) lieben; inbrünstig
indem: er half ihr, indem er ihr die Hand
reichte; aber: der Raum, in dem (welchem)
er saß
India •ner, der: -s, - (Ureinwohner von Ame¬
rika); die Indianerin; der Indianerhäupt¬
ling; der Indianerstamm; der jndio (mittel-
und südamerikanischer Indianer)
jndien: -s (Staat in Südostasien); der Inder;
die Inderin; indisch: die indischen Einwoh¬
ner; aber: der Indische Ozean
indes: (aber, immerhin, allerdings); indessen:
indessen (inzwischen) begann er zu singen -
er kam an, sie indessen (aber, jedoch) reiste
ab
Index lat, der: -(es), -e/lndizes/lndices (al¬
phabetisches Verzeichnis, Liste verbotener
Bücher)
jn-di-go span., der/das: -s (blauer Farbstoff);
indigoblau
Indikativ lat., der: -s, -e (Sprachlehre: Wirk¬
lichkeitsform)
Indikator lat., der: -s, Indikatoren (Stoff, der
die Anwesenheit von ehern. Substanzen
anzeigt)
jndirekt lat.: indirekt (nicht unmittelbar)
wählen - er kam indirekt (auf Umwegen)
darauf zu sprechen - die indirekte (nicht
wörtliche) Rede
jndiskret franz.: sie ist indiskret (nicht ver¬
schwiegen) - eine indiskrete (aufdringli¬
che, taktlose) Person; die Indiskretion
Indiskutabel franz.: ein indiskutabler
(nicht in Frage kommender) Vorschlag
Indisponiert lat.: indisponiert (in keiner
guten Verfassung, unpässlich) sein
Individuum lat., das: -s, Individuen (Ein¬
zelwesen; verächtlich: Lump); individualis¬
tisch (das Besondere betonend); der Indivi¬
dualismus; der Individualist; die Individua¬
listin; die Individualität (Eigenart, Persön¬
lichkeit); individuell (rein persönlich)
Indiz lat., das: -es, -ien (Merkmal, Anzeichen,
Hinweis); der Indizienbeweis (Beweis, der
lediglich auf Verdachtsmomenten beruht);
der Indizienprozess
Induktion lat., die: -, -en (Schlussfolgerung
vom Besonderen auf das Allgemeine; Er¬
zeugung einer elektrischen Spannung
durch bewegte Magnetfelder); induktiv
In dus trie (In dust rie) franz., die: -, Indus¬
trien (Unternehmen, die Produkte ent¬
wickeln und hersteilen); industrialisieren;
die Industrialisierung; die Industrieanlage;
das Industriegebiet; die Industriegewerk¬
schaft (IG); industriell; der Industrielle (In¬
dustrieunternehmer); der Industriestaat
Ineffektiv lat.: eine ineffektive (nutzlose,
unwirksame) Arbeit; die Ineffektivität
in ei nan der (in ein an der): ineinander
(einer in den anderen) verliebt sein - etwas
ineinander fügen - ineinander fließen - die
Rohre werden ineinander gesteckt - inei¬
nander greifen - sie sind ineinander ver¬
schlungen
infam lat: eine infame (gemeine, abscheuli¬
che) Lüge; die Infamie
Infanterie franz., die: -, Infanterien (zu Fuß
kämpfende Truppeneinheit); das Infante¬
rieregiment; der Infanterjst (Fußsoldat)
infantil lat.: (unreif, kindlich)
Infarkt lat., der: -(e)s, -e (Verstopfung einer
Arterie)
Infektion lat., die: -, -en (Ansteckung durch
Krankheitserreger); auch: der Infekt; die In¬
fektionsgefahr; die Infektionskrankheit; in¬
fektiös (ansteckend); infizieren
Inferno ital., das: -s (entsetzliches Gesche¬
hen); infernalisch: ein infernalisches (teufli¬
sches, höllisches) Gelächter
in fil trie ren (in filt rie ren) lat: (einflößen,
durchdringen); die Infiltration; die Infil¬
trierung
Infinitiv
154
jn-fi ni-tiv lat., der: -s, -e (Sprachlehre: Nenn¬
form); der Infinitivsatz
Inflation lat., die: -, -en (Entwertung des
Geldes); inflationär; die Inflationsrate; in¬
flationistisch; inflatorisch
infolge: infolge (wegen) der hohen Preise -
infolge von Hunger; infolgedessen (daher)
informieren lat.: jemanden informieren (in
Kenntnis setzen, benachrichtigen); das jnfo
(Informationsblatt); der Informand (jemand,
der informiert wird); der Informant (je¬
mand, der Informationen liefert); die Infor¬
mantin; die Informatik (Wissenschaft von
der Informationsverarbeitung); die Infor¬
mation (Auskunft, Mitteilung, Nachricht);
informativ: ein informatives (aufschlussrei¬
ches) Buch; informell: ein informeller (mit¬
teilender, informierender) Mitarbeiter (vor
allem in der früheren DDR)
infrage: etwas infrage stellen (an einer Sache
zweifeln); auch: in Frage stellen; das Infra¬
gestellen
Infrastruktur lat, die: -, -en (alle wirt¬
schaftlichen und organisatorischen Einrich¬
tungen einer hoch entwickelten Wirtschaft)
Infusion lat., die: -, -en (Zufuhr von Flüssig¬
keit in den Körper mit einer Hohlnadel)
Ingenieur (Ing.) franz. [inschenjör], der: -s,
-e (Techniker); das Ingenieurbüro; die In¬
genieurin
In-ha-ber, der: -s, -; der Inhaber (Besitzer) der
Fabrik; die Inhaberin
inhaftieren: einen Verbrecher inhaftieren
(festnehmen, einsperren); der/die Inhaf¬
tierte; die Inhaftierung
inhalieren lat.: Dämpfe inhalieren (einat-
men); die Inhalation
jn-halt, der: -(e)s, -e: der Inhalt der Tasche -
der Inhalt (Handlung, Gehalt) eines Bu¬
ches; die Inhaltsangabe; inhaltslos; inhalts¬
reich; inhaltsschwer; das Inhaltsverzeich¬
nis; inhalt(s)voll (von wichtigem Inhalt)
jnhuman lat.: eine inhumane (unmenschli¬
che) Gesellschaft; die Inhumanität
In i ti a le (I ni-ti a-le) lat. [initsjale], die: -,
-n (Anfangsbuchstabe)
In i ti a ti ve (I ni ti a ti ve) franz. [initiati¬
ve], die: -, -n; keine Initiative (keine Ent¬
schlusskraft, keinen Unternehmungsgeist)
zeigen - die Initiative ergreifen (den Anfang
machen, den Anstoß geben); initiativ: in¬
itiativ (tätig) werden; der Initiator (Urheber,
Anstifter); initiieren: etwas initiieren (be¬
ginnen, anstoßen)
Injektion lat, die: -, -en (Einspritzung); die
Injektionsspritze; injizieren
Inkarnation lat., die: -, -en; die Inkarna¬
tion (Menschwerdung) Christi - die In¬
karnation (Verkörperung) des Bösen
inklusive (inkl., incl.) lat.: inklusive (ein¬
schließlich) der Bedienung - inklusive
Übernachtung'
In kog ni to (In ko gni to) ital., das: -s, -s
(fremder Name, Deckname); inkognito: in¬
kognito (unerkannt, unter fremdem Na¬
men) reisen
Inkompetent lat.: für eine Aufgabe inkom¬
petent (nicht zuständig, nicht befugt) sein;
die Inkompetenz
inkonsequent lat.: inkonsequent (nicht fol¬
gerichtig, widersprüchlich) handeln - ein
inkonsequentes (wankelmütiges) Verhal¬
ten; die Inkonsequenz
Inkorrekt lat.: ein inkorrektes (unrichtiges,
unzulässiges) Benehmen - eine inkorrekte
(ungenaue) Aussprache; die Inkorrektheit
Inland, das: -(e)s (Gebiet eines Landes, in
dem man sich befindet); der Inländer; die
Inländerin; inländisch; der Inlandsbrief;
das Inlandsgespräch; das Inlandsporto; die
Inlandsreise
Inlett, das: -(e)s, -e/-s (Bezugsstoff für Feder¬
betten)
in-mjt-ten: inmitten der Feinde (mitten drin) -
inmitten (in der Mitte) des Flusses
jn-ne: inne sein (bewusst sein); innehaben: ein
Amt innehaben; innehalten: mitten in der
Rede innehalten (für kurze Zeit unterbre¬
chen); innewerden; innewohnen
jn-nen: ein Haus innen (im Innern) renovieren
- innen und außen - von innen; der Innen¬
architekt; die Innenarchitektin; die Innen¬
ausstattung; der Innendienst; der Innen¬
hof; der Innenminister; die Innenpolitik;
innenpolitisch; der Innenrist (innere Seite
des Fußrückens); die Innenseite; die Innen¬
stadt (Zentrum einer Stadt); die Innentem¬
peratur
jn-ner...: die innere Medizin - die innere
(geistige) Führung - innere Krankheiten - in¬
nere Organe; aber: das Innere - im lnner(e)n
des Hofes - das Ministerium des Innern - im
155
instinktsicher
innersten Afrika; aber: das Innerste eines
Landes - im Innersten - bis ins Innerste - die
Innere Mission (Organisation der evangeli¬
schen Kirche) innerbetrieblich; inner¬
deutsch; innerdienstlich; die Innereien Mz.
(Tiereingeweide); innereuropäisch; innerfa¬
miliär; innerhalb: innerhalb (während) ei¬
nes Tages - innerhalb fünf Jahren - inner¬
halb von London; innerlich: ein innerlicher
(empfindsamer, gefühlvoller) Mensch - in¬
nerlich (im Innern) war er froh; die Inner¬
lichkeit; innerorts; innerparteilich; inner¬
staatlich; innerstädtisch
jnnig: ein inniges (tiefes, herzliches) Gefühl -
eine innige Freundschaft; die Innigkeit; in¬
niglich
In •novation lat., die: -, -en (Neuerung, Er¬
neuerung); der Innovationsprozess; inno¬
vativ
Innung, die: -, -en (Zusammenschluss von
Handwerkern); der Innungsmeister
Inoffiziell franz.: ein inoffizielles (nicht
amtliches, außerdienstliches) Schreiben -
inoffiziell (vertraulich) informiert werden
in petto italnoch etwas in petto (in Reserve,
bereit) haben
in puncto ital.: in puncto (hinsichtlich der)
Bezahlung
Input engl, der/das: -s, -s (Eingabe bei der
EDV)
Inquisition lat., die: -, -en (Kirchen¬
behörde zur Bekämpfung der Ketzerei,
strenges Verhör); das Inquisitionsgericht;
der Inquisitor
jns: ins (in das) Cafe gehen - eins ins andere -
ins Gerede kommen
jnsasse, der: -n, -n (Person, die sich in einem
Fahrzeug, einem Heim, einer Anstalt o.Ä.
befindet); alle Insassen des Busses winkten;
die Insassin
insbesondere: insbesondere (vor allem,
besonders) du musst aufpassen; aber: im
Besonderen; auch: insbesondre
jn Schrift, die: -, -en (eingeritzte, einge¬
meißelte Schrift; Text auf Holz, Metall,
Stein)
Insekt lat., das: -(e)s, -en (Kerbtier); Insekten
fressende Pflanzen; die Insektenbekämp¬
fung; das Insektengift; die Insektenplage;
das Insektenpulver; der Insektenstich; das
Insektizid (Insektenvertilgungsmittel)
Insel lat., die: -, -n (ringsum von Wasser um¬
gebenes Land); der Inselbewohner; die In¬
selbewohnerin
In •se rat lat., das: -(e)s, -e; ein Inserat (eine
Anzeige, Annonce) in der Zeitung aufge¬
ben; der Inseratenteil; inserieren
insgeheim: insgeheim (heimlich) lachte er
über sie
insgesamt: (im Ganzen, alle(s) zusammen¬
genommen); er war insgesamt vier Wochen
krank
In •si-der engl, [jnsaider], der: -s, - (Eingeweih¬
ter)
Insjgnien (Insjgnien) Mz. lat., die: -
(Kennzeichen der Macht und Würde)
insofern: insofern (in dieser Hinsicht, was
das betrifft) hast du Recht - insofern (wenn)
ihr nichts dagegen habt - insofern du zu¬
stimmst; auch: insoweit: insoweit hat er
Recht
In spek tor lat., der: -s, Inspektoren (Verwal¬
tungsbeamter); der Inspekteur [inspektör];
die Inspektion (Besichtigung, Aufsicht); die
Inspektorin; inspizieren
Ins pi ra ti on (In spi ra ti on) lat., die: -,
-en (Eingebung); inspirieren: jemanden zu
etwas inspirieren (anregen)
Instabil lat.: instabile (unbeständige) Zeiten;
die Instabilität
installieren franz.: (einrichten, einbauen,
anschließen); der Installateur [instalatör];
die Installation
instand: etwas instand setzen (richten, repa¬
rieren); aber: das Instandsetzen - instand
halten (in einem brauchbaren Zustand hal¬
ten); auch: in Stand setzen, halten; die In¬
standhaltung; die Instandhaltungskosten
Mz.; die Instandsetzung
jn-stän-dig: inständig (sehr dringlich) bitten;
die Inständigkeit
instant engl, [instent] (sofort löslich); das In¬
stantgetränk; der Instantkaffee
Instanz lat., die: -, -en (die zuständige be¬
hördliche Stelle); der Instanzenweg
InS’tjnkt (Instinkt) lat., der: -(e)s, -e (Natur¬
trieb, angeborene Verhaltensweise); ins¬
tinkthaft; die Instinkthanrllung; instinktiv:
instinktiv (gefühlsmäßig) etwas beurteilen -
instinktiv (unwillkürlich) kehrte er um; ins¬
tinktlos; die Instinktlosigkeit; instinkt¬
mäßig; instinktsicher
Institut
156
Institut lat., das: -(e)s, -e (Einrichtung, An¬
stalt, Unternehmen); die Institution (öffent¬
liche Einrichtung); institutionalisieren; der
Institutsleiter; die Institutsleiterin
in stru ie ren (ins tru ie ren, inst ru ie ren)
lat.: (in Kenntnis setzen); der Instrukteur
[instruktör]; die Instrukteurin; die Instruk¬
tion (Anleitung, Anweisung); instruktiv: ein
instruktiver (lehrreicher) Vortrag
In stru ment (Ins tru ment, Inst ru ment)
lat., das: -(e)s, -e; ein Instrument (Musik¬
instrument) spielen - die Instrumente
(Geräte) des Arztes; instrumental; die In¬
strumentalmusik; das Instrumentarium,
die Instrumentarien (alle zur Verfügung ste¬
henden Instrumente)
In •sulaner lat., der: -s, - (Inselbewohner);
die Insulanerin
Insulin, das: -s (Heilmittel für Zucker¬
kranke); das Insulinpräparat
inszenieren lat.: (ins Werk setzen); die In¬
szenierung: die Inszenierung (Vorberei¬
tung) einer Bühnenaufführung
intakt lat.: eine intakte (unversehrte, un¬
berührte) Umwelt - die Maschine ist intakt
(in Ordnung); die Intaktheit
in-te-ger lat.: ein integrer (unbescholtener,
redlicher) Mann - ein integrer Charakter;
die Integration (Zusammenschluss, Verei¬
nigung, Einbeziehung); integrativ; integrie¬
ren: jemanden in die Gemeinschaft inte¬
grieren (einbeziehen); integrierend: ein in¬
tegrierender (notwendiger) Bestandteil; die
Integrierung; die Integrität (Unverletzlich¬
keit, Unbescholtenheit)
In tel lekt lat., der: -(e)s (Verstand, Denkver¬
mögen); intellektuell (verstandesmäßig,
geistig); der/die Intellektuelle; intelligent:
ein intelligentes (kluges, gescheites) Kind;
die Intelligenz (Begabung); der Intelligenz¬
quotient (Maß für die geistige Leistungs¬
fähigkeit)
Intendant franz., der: -en, -en (Leiter eines
Theaters, Rundfunksenders oder einer
Fernsehanstalt); die Intendantin
intensiv lat.: jemanden intensiv (nachdrück¬
lich) ermahnen - eine intensive (gründli¬
che) Nachforschung - ein intensives (star¬
kes) Licht; die Intensität (Wirksamkeit,
Stärke); intensivieren (steigern, verstärken);
die Intensivierung; die Intensivstation
Intention lat., die: -, -en (Absicht, Plan); in¬
tendieren (beabsichtigen, wollen, anstre¬
ben)
Intercity (IC) amerik. [intersiti], der: -s, -s
(Intercityzug); auch: der Intercity; der ln-
tercity-Expresszug (ICE); der Intercityzug
in te res sant (in ter es sant) franz.: ein in¬
teressantes (anregendes, packendes) Buch
-ein interessantes (ansprechendes, bemer¬
kenswertes) Angebot; das Interesse: an et¬
was Interesse häben - es liegt ganz in mei¬
nem Interesse - etwas mit Interesse
(Anteilnahme, Neugier) verfolgen - die In¬
teressen (Belange) eines Betriebes; interes¬
sehalber; interesselos; die Interesselosig¬
keit; die Interessengemeinschaft; der
Interessent; die Interessentin; interessie¬
ren: sich für ein Geschäft interessieren; in¬
teressiert (beteiligt, Anteil nehmend)
Interim lat., dasr^-s, -s (Übergangszeit, vor¬
läufige Vereinbarung); interimjstisch (vor¬
läufig); die Interimslösung; die Interimsre¬
gelung; die Interimszeit
In ter jek ti on lat., die: -, -en (Sprachlehre:
Ausrufewort)
Intermezzo itaL, das: -s, -s/lntermezzi
(Zwischenspiel, Zwischenfall)
intern lat.: interne (nur für einen besonderen
Kreis bestimmte, vertrauliche) Informatio¬
nen; das Internat (Schülerheim); die Inter¬
natsschule; internieren (in Haft, in Ge¬
wahrsam nehmen); der/die Internierte; die
Internierung; das Internierungslager; der
Internjst (Arzt für innere Krankheiten); die
Internjstin
international lat.: eine internationale
(zwischenstaatliche, mehrere Staaten be¬
treffende) Vereinbarung; aber: das Interna¬
tionale Olympische Komitee (IOK) - das
Internationale Rote Kreuz (IRK); die Inter¬
nationale (internationale Vereinigung der
Arbeiterbewegungen, Kampflied der Arbei¬
terbewegung)
in ter pre t|e ren lat.: ein Gedicht interpre¬
tieren (deuten, auslegen) - ein Musikstück
interpretieren (vortragen); der Interpret; die
Interpretation; die Interpretin
Interpunktion lat., die: -, -en (Setzung von
Satzzeichen, Zeichensetzung)
Interregio, der: -s, -s (Zug der Deutschen
Bahn); auch: der InterRegio (IR)
157
Irrealität
Intervall lat. [internal], das: -s, -e (Zwi¬
schenraum, Zeitabschnitt, Tonabstand); das
Intervalltraining (im Sport)
intervenieren lat. [interweniren]: (eingrei-
fen, sich vermittelnd einmischen); die In¬
tervention
Interview engl, [interwju], das: -s, -s (Befra¬
gung durch Reporter); interviewen: einen
Sportler interviewen; der Interviewer; die
Interviewerin
intim lat.: intime (sehr genaue, gründliche)
Kenntnisse - eine intime (innige) Bezie¬
hung - intime (vertrauliche) Gespräche
führen; die jntima (vertraute Freundin); der
Intimbereich; die Intimität (Vertraulich¬
keit); die Intimsphäre; der jntimus (enger
Freund)
intolerant lat.: intolerante (unduldsame)
Menschen; die Intoleranz
Intrige (Intrige) franz., die: -, -n (hinterlis¬
tiger Plan, hinterhältige Machenschaften);
intrigant (hinterhältig); der Intrigant; die
Intrigantin; das Intrigenspiel; intrigieren
Intuition lat., die: -en (Eingebung, un¬
mittelbares Erfassen); intuitiv
jn-tus lat.: etwas intus (gegessen, getrunken,
verstanden) haben
Invalide franz. [inwalide], der/die: -n, -n
(Körperbehinderte(r)); invalid(e); die Invali¬
denrente; die Invalidität (Erwerbs-, Arbeits¬
unfähigkeit)
Invasion franz. [inwasion], die: -, -en (Ein¬
fall feindlicher Truppen)
Inventar lat. [inwentar], das: -s, -e (Einrich¬
tung, Besitzverzeichnis); die Inventarisa¬
tion (Bestandsaufnahme); inventarisieren;
die Inventarisierung; das Inventarverzeich¬
nis; die Inventur (Bestandsaufnahme)
investieren lat. [inwestiren]: (Geld anle-
gen); die Investierung; die Investition (Ka¬
pitalanlage); auch: das Investment; die In¬
vestitur (Einweisung in ein Amt)
jn-wendig: der Apfel ist inwendig (innen)
faul - etwas in- und auswendig (sehr gründ¬
lich) kennen
in-wie-fern: ich weiß nicht, inwiefern (in wel¬
chem Maße) er an dem Plan beteiligt war -
inwiefern (wieso) ist sie schuldig?; auch: in¬
wieweit
jnzucht, die: -, -en (Fortpflanzung unter
Blutsverwandten, Blutschande)
inzwjschen: inzwischen (mittlerweile, un¬
terdessen) ist er wieder gesund
IOK = Internationales Olympisches Komitee
Ion griech., das: -s, -en (elektrisch geladenes
Atom oder Molekül); die lonenstrahlen Mz.
i-Punkt, der: -(e)s, -e
i. R. = im Ruhestand
jr-den: irdene (aus Ton gebrannte) Krüge; jr-
disch: das irdische (zur Erde gehörende)
Leben - irdische (vergängliche) Güter
jrgend: wenn irgend (irgendwie) möglich -
irgend so ein Gauner; aber: irgendein
Mann - irgendeine; irgendetwas; aber:
irgend so etwas; irgendjemand; irgend¬
wann; irgendwas; irgendwer; irgendwie;
irgendwo: irgendwo anders; irgendwoher;
irgendwohjn
Iris griech., die: -, - (Regenbogenhaut des Au¬
ges, Zierpflanze)
IRK = Internationales Rotes Kreuz
Ironie griech., die: -, Ironien (versteckter
Spott); ironisch: eine ironische (spöttische)
Bemerkung machen
irrational lat.: (verstandesmäßig nicht be¬
greifbar, gefühlsbedingt); irrationale Pläne
- irrationales Denken; die Irrationalität
jrr: irr werden; auch: irre: irre (verwirrt, geis¬
tesgestört) sein - irre (riesig) nett sein - ein
irrer (ausgefallener) Typ; die Irre: in die Irre
führen - in die Irre gehen (sich verirren);
der/die Irre (geisteskranker Mensch); irre¬
führen; die Irreführung; irregehen; irre¬
leiten; irremachen; sich irren (fehlgehen,
sich vertun, falsch beurteilen): ich irre durch
die Straßen - Irren ist menschlich; die Ir¬
renanstalt; ein Irrer; irrereden; irrewer-
den: an jemandem irrewerden (den Glau¬
ben verlieren); die Irrfahrt; der Irrgarten;
irrgläubig; irrig: eine irrige (falsche, abwe¬
gige) Meinung; irrigerweise; der Irrläufer
(falsch beförderte Sache); die Irrlehre (fal¬
sche Lehre); das Irrlicht; der Irrsinn (Dumm¬
heit, Unsinn, Wahnsinn); irrsinnig: irrsinnig
(geistesgestört) sein - irrsinnige (unerträgli¬
che) Schmerzen haben - ein irrsinniger
(kaum vorstellbarer) Lärm; der Irrtum: im
Irrtum sein; jrrtümlich (versehentlich); irr¬
tümlicherweise; der Irrweg; der Irrwisch
(äußerst lebhafter Mensch); irrwitzig
irreal lat.: irreale (unwirkliche) Wünsche ha¬
ben; die Irrealität
irregulär
158
jrregulär lat.: irreguläre (ungesetzliche)
Handlungen
ir re le vant lat. [irelewant] (belanglos, uner¬
heblich); die Irrelevanz
Irreparabel lat.: irreparable (nicht rück¬
gängig zu machende) Schäden anrichten
ir re ver si bei lat. [irewersibelj: (nicht um¬
kehrbar)
Irritation lat., die: -, -en (Reiz, Erregung);
irritieren: jemanden irritieren (stören, ver¬
wirren)
jschias (jschias) griech., der/die/das: -
(Hüftschmerzen)
Is lam arab. [islam, jslam], der: -(s) (von Mo¬
hammed gestiftete Religion); islamisch
isolieren franz.: die Gesunden von den
Kranken isolieren (schützen, trennen) -
eine Leitung isolieren (z.B. undurchlässig
machen); die Isolation (Absonderung, Ab¬
kapselung); der Isolationismus (Bestreben
sich vom Ausland abzuschließen); die Iso¬
lationshaft; der Isolator (Stoff, der Elektrizi¬
tät nicht bzw. nur schwach leitet); das Iso¬
lierband; das Isoliermaterial; isoliert; die
Isolierung
js-ra-el: -s (Volk der Juden im Alten Testament,
Staat in Vorderasien); der Israeli; israelisch;
die Israeliten; israelitisch
Italien: -s (Staat in Südeuropa); der Italie¬
ner; die Italienerin; italienisch: das italieni¬
sche Volk; aber: auf Italienisch
i-Tüp fel chen, das: -s, -
i.V. = in Vertretung; in Vollmacht
i
ja: komm ja nicht! - ja natürlich - ja freilich -
oh ja - ach ja - na ja - ja doch - du kennst
ihn ja (doch); aber: Ja sagen; auch: ja sagen
- mit Ja antworten - mit Ja stimmen - sein
Ja (seine Zustimmung, Einwilligung) geben
zu allem Ja und Amen sagen (mit allem
einverstanden sein); das Ja; der Jasager; ja¬
wohl; das Jawort: sein Jawort geben
Jacht nieder!., die: -, -en (Sport- und Vergnü¬
gungsboot); der Jachtklub; —► Yacht
Jacke franz., die: -, -n (Kleidungsstück); seine
Jacke zuknöpfen - Jacke wie Hose (ganz
egal) sein; das Jäckchen; das Jackenkleid;
das Jackett [schaket] (Jacke, Sakko); die
Jacketttasche
Jacket-krone engl, [dschäkit...], die: -, -n
(Zahnersatz)
Jack pot engl, [dschäkpot], der: -s, -s (ge¬
meinsamer Spieleinsatz)
Jade franz., der: -(s) (blassgrüner Schmuck¬
stein); jadegrün
Jagd, die: -, -en (Weidwerk); auf die Jagd ge¬
hen (jagen) - Jagd auf den Dieb machen
(ihn verfolgen)*- die Jagd nach dem Glück;
jagdbar; die Jagdbeute; der Jagdbomber;
das Jagdfieber; der Jagdflieger; der Jagd¬
frevel (Vergehen gegen die Jagdgesetze);
das Jagdgewehr; das Jagdglück; der Jagd¬
hund; jagdlich; das Jagdrevier; das Jagd-
springen; die Jagdtrophäe; die Jagdwurst;
die Jagdzeit; jagen: gerne jagen (das Weid¬
werk ausüben) - den Verbrecher jagen (ver¬
folgen) - alle jagen (streben) nach Geld;
der Jäger; die Jägerei; die Jägerin; das
Jägerlatein (Erzählungen von erfundenen
oder übertriebenen Jagderlebnissen)
Jaguar indian., der: -s, -e (große Raubkatze)
jäh: jäher, am jäh(e)sten; jäh (plötzlich) halten
- ein jäher (steiler) Abgrund; die Jähheit;
jählings (unvermittelt); der Jähzorn (unbe¬
herrschte Wut); jähzornig (unbeherrscht)
Jahr, das: -(e)s, -e; im nächsten Jahr - Jahr für
Jahr - von Jahr zu Jahr - dieses Jahres (d.J.)
- nach Jahr und Tag (nach langer Zeit) -
zehn Jahre alt - bis zu 20 Jahren - im
Jahr(e) 1945 - ein gutes neues Jahr wün¬
schen - viele Jahre lang - in die Jahre kom¬
men (älter werden); jahraus, jahrein (im¬
merzu, Jahr für Jahr); jahrelang: jahrelang
krank sein; aber: fünf Jahre lang; sich
jähren: morgen jährt sich seine Heimkehr;
das Jahresabonnement [.. .abonemä]; die
Jahresfrist; der Jahrestag; der Jahresurlaub;
der Jahreswechsel; die Jahreswende; die
Jahreszeit; jahreszeitlich; der Jahrgang
(Jg); das Jahrhundert (Jh., Jhdt.); jahrhun¬
dertealt: eine jahrhundertealte Tradition;
aber: fünf Jahrhunderte alt; ... jährig: voll¬
jährig - fünfjährig; auch: 5-jährig; jährlich
(jedes Jahr wiederkehrend); der Jährling
(einjähriges Tier); der Jahrmarkt; das Jahr¬
tausend; das Jahrzehnt; jahrzehntelang
Ja lou sie franz. [schalusi], die: -, Jalousien (Rol¬
laden, Sonnenblende)
159
Jogginganzug
Jam mer, der: -s (Elend, Kummer); die Jam¬
mergestalt (traurige Erscheinung); der Jam¬
merlappen (ängstlicher Mensch, Schwäch¬
ling); jämmerlich: jämmerlich (bitterlich)
weinen - ein jämmerliches (armseliges) Zu¬
hause; die Jammermiene; jammern (laut
klagen); jammerschade (sehr schade); das
Jammertal (unsere Erde); jammervoll
Janker, der: -s, - (Trachtenjacke)
Januar lat. (Jan.), der: -(s), -e (Monatsname);
auch: der Jänner
Japan: -s (Inselstaat in Ostasien); der Japaner;
die Japanerin; japanisch: das japanische
Volk; aber: auf Japanisch
j?P •sen: (nach Luft ringen, schnappen)
Jar-gon franz. [schargö], der: -s, -s (Aus¬
drucksweise, Sondersprache einer Berufs¬
gruppe oder Gesellschaftsschicht)
Jasmin span., der: -s, -e (Zierstrauch)
jäten: Unkraut jäten (aus dem Boden ziehen)
Jauche, die: -, -n (flüssiger Stalldünger); das
Jauche(n)fass; die Jauche(n)grube
jauch zen: vor Freude jauchzen (jubeln, freu¬
dig aufschreien); auch: juchzen; der Jauch¬
zer (Freudenschrei)
jau len: der Hund jault (winselt, heult)
Jazz amerik. [dschäs, jats] der: - (Musikstil aus
den USA); die Jazzband [... bänd]; jazzen;
der Jazzfan [...fän]; das Jazzfestival; die
Jazzmusik; die Jazzkapelle; der Jazztrom¬
peter
je: je (jeweils) fünf Mann - je mehr, desto - je
größer, desto besser - seit eh und je (schon
immer) - je nachdem - je nach Lust und
Laune - das Schönste, was ich je (jemals)
erlebt habe - je (pro) 20 Personen
Jeans amerik. [dschjns], die: - (Hose aus Baum¬
wollstoff); die Bluejeans; auch: die Blue
Jeans; der Jeansanzug; das Jeanskleid
jedenfalls: (unter allen Umständen); aber:
auf jeden Fall
jeder: jeder andere - zu jeder Zeit - jeder Be¬
liebige - jeder Einzelne; jede; jederart; je¬
derlei (von jeder Art); jedermann (jeder); je¬
derzeit (immer); aber: zu jeder Zeit; jedes:
alles und jedes-jedes Kind - (ein) jedes Mal
jedoch: er jedoch (aber, indessen) ist nicht da
Jeep amerik. [dschjp], der: -s, -s (Geländefahr¬
zeug)
jeglich: frei von jeglichem (jedem) Neid
jeher: von jeher (schon immer)
jemals: das Schönste, was ich jemals (irgend¬
wann) erlebte
jemand: (eine Person, ein Mensch); sonst je¬
mand - jemand anders; aber: ein gewisser
Jemand
jener: (der dort); in jener Gegend; jene; jenes
jenseits: jenseits (auf der anderen Seite) der
Grenze; jenseitig; das Jenseits: jemanden
ins Jenseits befördern (ihn ohne Skrupel
umbringen)
Jer-sey engl, [dschörsi], der: -(s), -s (Kleider¬
stoff); das Jersey (Sportlertrikot)
Jesus: - (Urheber des Christentums); der Je¬
suit (Mitglied eines katholischen Ordens);
Jesus Christus; das Jesuskind
Jet engl, [dschät], der: -(s), -s (Düsenflugzeug);
jetten (mit dem Jet fliegen); der Jetliner
[dschätlainer] (Düsenverkehrsflugzeug); der
Jetset [dschätset] (reiche, ständig reisende
Leute)
jetzt: jetzt (in diesem Augenblick) möchte ich
gehen - bis jetzt - von jetzt an; jetzig (zum
jetzigen Zeitpunkt); das Jetzt (Gegenwart);
die Jetztzeit
jeweils: jeweils (immer) am Montag; jeweilig
Jg. = Jahrgang
Jh. = Jahrhundert
Jin gle engl, [dschingl], der: -(s), -(s) (kurze
Melodie eines Werbespots)
Jiu-Jit •su jap. [dschju-dschjzu], das: -(s) (waf¬
fenlose Selbstverteidigung)
Job engl, [dschqb], der: -s, -s (Stellung, Beruf,
Arbeitsplatz); einen guten Job haben;
jobben (Geld verdienen); das Jobsharing
[dschobschering] (Aufteilung des Arbeits¬
platzes auf mehrere Personen)
Joch, das: -(e)s, -e; ein drückendes Joch (har¬
tes Los); das Jochbein (Backenknochen)
Jo-ckei engl, [dschoke, dschokei], der: -s, -s
(berufsmäßiger Rennreiter); auch: der Jockey
Jod griech., das: -(e)s (chemisches Element);
jodhaltig; die Jodtinktur (Arzneimittel)
jodeln: (in schnellem Wechsel von Kopf- und
Bruststimme singen); der Jodler; die Jodle¬
rin
Jo ga, der/das: -s (Übungsprogramm zur voll¬
kommenen Entspannung von Körper und
Geist); -► Yoga
Jog-ging engl, [dschoging], das: -s (lockeres
Laufen, Fitnesstraining); joggen; der Jogger;
die Joggerin; der Jogginganzug
x a
loghurt
160
I
[j
K
L
M
Joghurt türk., der/das: -(s), -(s) (saure Milch);
auch: der/das Jogurt
Jo han nis bee re, die: -, -n; das Johannis¬
feuer; der Johanniskäfer; die Johannis¬
nacht
johlen: auf der Straße johlen (wild lärmen
und schreien)
Joint engl, [dschojnt], der: -s, -s (Zigarette, de¬
ren Tabak mit Rauschgift vermischt ist)
Joint ven ture engl, [dschointwentscher],
das: -(s), -s (Gemeinschaftsunternehmen);
auch: das Joint Venture
Joker engl, [dschoker], der: -s, - (Spielkarte)
Jolle, die: -n (kleines Boot)
Jongleur (Jongleur) franz. [schöglör], der:
-s, -e (Geschicklichkeitskünstler); jonglie-
ren: mit Bällen jonglieren
Joppe, die: -n (Jacke)
Joule (J) [dschul], das: -(s), - (Maßeinheit für
Energie)
Journalist (ranz, [schurnalißt], der: -en, -en
(Berichterstatter, Reporter); das Journal
[schurnal] (Zeitung, Zeitschrift, Tagebuch);
der Journalismus; die Journalistik (Presse¬
wesen); die Journalistin; journalistisch
jovial lat. [jowialj: (gutmütig, leutselig); die
Jovialität
jubeln: vor Freude jubeln (seine Freude laut
äußern); der Jubel; das Jubeljahr; das Ju¬
belpaar; der Jubelschrei; der Jubilar; die
Jubilarin; das Jubiläum (Gedenkfeier, Ge¬
denktag); jubilieren
juchhe!: (Jubelruf); juchheisa! - juchheißa! -
juhe! - juhu!; juchzen; auch: jauchzen
jucken: es juckt (brennt, beißt) mich/mir - es
juckt mich in den Fingern; das Jucken; das
Juckpulver; der Juckreiz
Jude, der: -n, -n (Angehöriger eines semiti¬
schen Volkes); das Judentum; die Juden¬
verfolgung; die Jüdin; jüdisch
Judo jap., das: -(s) (Kampfsportart); der Ju¬
doka (Judosportler); der Judogriff; der Judo¬
kämpfer
Ju gend, die: -; an seine Jugend (die Zeit des
Jungseins) zurückdenken - die Jugend (die
jungen Leute) von heute; das Jugendamt;
die Jugenderinnerung; jugendfrei (für Ju¬
gendliche zugelassen); der Jugendfreund;
die Jugendfreundin; die Jugendfreund¬
schaft; die Jugendfürsorge; jugendgefähr¬
dend; die Jugendgruppe; das Jugendheim;
die Jugendherberge (JH); der Jugendklub;
jugendlich; der/die Jugendliche; die Ju¬
gendlichkeit; der Jugendschutz; der Jugend¬
stil (Kunstrichtung); das Jugendzentrum
Jugoslawien: -s (Staat in Europa); der Ju¬
goslawe; die Jugoslawin; jugoslawisch
Juli lat., der: -(s), -s (Monatsname); auch: der
Julei
Jumbo amerik. der: -s, -s (Großraumflug¬
zeug); auch: der Jumbojet [... dschät]
jum pen engl. [dschampen]: (springen)
Jumper engl, [dschamper], der: -s, - (Pull¬
over, Strickjacke)
jung: j ünger, am jüngsten; ein junger Mann -
von jung an - jung (frisch) verheiratet sein -
sie ist von beiden Schwestern die jüngere;
aber: er ist unser Jüngster - sie ist nicht
mehr die Jüngste - Jung und Alt (jeder¬
mann) - Junge und Alte - das Jüngste Ge¬
richt; der Junge (Knabe); das Junge (Tier¬
kind); jungenhaft; der Jungenstreich; der
Jünger (Schüler, Anhänger); die Jüngerin;
die Jungfer; die Jungfernfahrt; die Jung¬
frau; jungfräulich; der Junggeselle (noch
nicht verheirateter Mann); die Junggesellin;
der Jüngling; das Jünglingsalter; jüng¬
lingshaft; jüngst (vor kurzer Zeit); der/die
Jüngste; die Jungsteinzeit; der Jungunter¬
nehmer; die Jungunternehmerin; der/die
Jungvermählte; das Jungvieh
Juni lat., der: -(s), -s (Monatsname); auch: der
Juno; der Junikäfer
Junior (jr., jun.) lat., der: -s, Junioren (Sohn,
der Jüngere); junior: Müller junior - Karl
Burger jun.; der Juniorchef; die Junioren¬
mannschaft; die Juniorin; der Juniorpart¬
ner
Junker, der: -s, - (junger Adeliger, adliger
Gutsbesitzer); junkerhaft; das Junkertum
Junkie amerik. [dschanki], der: -s, -s (Drogen¬
abhängiger, Rauschgiftsüchtiger)
Junta [junta, chunta], die: -, Junten (Regie¬
rungsausschuss, eine an die Macht gekom¬
mene Offiziersgruppe)
Ju-rjst lat., der: -en, -en (Rechtskundiger); Jura
(Rechtswissenschaft); die Juristin; juristisch
(rechtskundlich); die Justiz (Gerechtigkeit,
staatliche Rechtspflege); der Justizbeamte;
die Justjzbeamtin; die Justizbehörde; der Jus¬
tizirrtum (falsche Entscheidung eines Ge¬
richts); der Justizmord; der Justizpalast
161
Kalbsleber
Jury franz. [schüri, schürj], die: -s (Preisge¬
richt); der Juror (Mitglied einer Jury); die
Jurorin
just lat. just (eben, genau) an dieser Stelle; jus¬
tieren (genau einstellen); die Justierung
Jute engl., die: - (Bastfaser); die Jutefaser
Ju wel nieder!., das/der: -s, -en (Schmuck¬
stück, Edelstein); der Juwelier (Schmuck¬
händler); das Juweliergeschäft
Jux, der: -es, -e; es war alles nur Jux (Spaß,
Scherz) - aus lauter Jux und Tollerei (nur so
zum Spaß); juxen (scherzen, Spaß machen)
K
Kabarett franz., das: -s, -e/-s (Kleinkunst¬
bühne); der Kabarettjst; die Kabarettjstin;
kabarettistisch
Kabel franz., das: -s, - (Stahlseil, elektrische
Leitung, Überseetelegramm); der Kabelan¬
schluss; das Kabelfernsehen; die Kabel¬
länge; kabeln (nach Übersee telefonieren);
das Kabel-TV (Kabelfernsehen)
Ka bel jau nieder!., der: -s, -e/-s (Speisefisch)
Kabine franz., die: -, -n (kleiner Raum, Um¬
kleideraum, Wohn- bzw. Schlafraum auf
Schiffen); das Kabinett (Ministerrat, kleines
Zimmer); der Kabinettsbeschluss; die Kabi¬
nettssitzung; das Kabinettstück (Kunst¬
stück, besonders gelungene Tat)
Kabrio (Kabrio) franz., das: -(s), -s; -> Ca¬
brio
Ka bri o lett (Kab ri o lett) franz., das: -s,
-s (Auto mit aufklappbarem Verdeck); —►
Cabriolet
Kachel, die: -, -n (Fliese); kacheln: einen
Raum kacheln (mit Fliesen auslegen); der
Kachelofen
Kadaver lat., der: -s, - (toter Tierkörper, Aas);
der Kadavergehorsam (blinder Gehorsam)
Kadenz ital., die: -, -en (Schluss eines Musik¬
stückes, eines Verses)
Kader franz., der: -s, - (Stammtruppe, Führungs¬
personal)
Kadett franz., der: -en, -en (Offiziersanwär¬
ter); die Kadettenschule
Ka di arab., der: -s, -s (Richter)
Kadmium griech., das: -s (chemisches Ele¬
ment); auch: das Cadmium
Käfer, der: -s, - (Insekt)
Kaff, das: -s, -e/-s (abgelegener Ort, armselige
Ortschaft)
Kaffee arab., der: -s (Getränk); die Kaffee¬
bohne; kaffeebraun; die Kaffeeernte; der
Kaffeeersatz; der Kaffeefilter; das Kaffee¬
haus; die Kaffeekanne; der Kaffeeklatsch;
das Kaffeekränzchen; die Kaffeemaschine;
die Kaffeemühle; das Kaffeeservice # Cafe
Käfig, der: -s, -e (mit Gittern versehener
Raum für Tiere); die Käfighaltung
kahl: kahle (entlaubte) Bäume - eine kahle
(baumlose) Landschaft - ein kahler (leerer,
schmuckloser) Raum - etwas kahl fressen -
den Kopf kahl scheren - einen Wald kahl
schlagen - kahl sein; der Kahlfraß; der
Kahlkopf; kahlköpfig; der Kahlschlag (baum¬
lose Waldfläche)
Kahn, der: -(e)s, Kähne (Ruderboot, kleines
Schiff zur Beförderung von Lasten); Kahn
fahren; die Kahnfahrt
Kai nieder!., der: -s, -e/-s (befestigte Schiffs¬
anlegestelle, Uferstraße); die Kaimauer
Kai •ser, der: -s, - (oberster Herrscher); sich um
des Kaisers Bart {um Nichtigkeiten) streiten;
die Kaiserin; die Kaiserkrone; kaiserlich;
das Kaiserreich; der Kaiserschnitt (Entbin¬
dung durch einen operativen Eingriff); das
Kaisertum
Kajak eskim., der/das: -s, -s (einsitziges Boot
der Eskimos, Sportpaddelboot)
Ka jü-te, die: -, -n (Wohn- und Schlafraum auf
Schiffen)
Kakao span, [kakau, kakao], der: -s (tropische
Frucht, Getränk); jemanden durch den Ka¬
kao ziehen (ihn lächerlich machen); die
Kakaobohne; das Kakaopulver
Kaki engl., der: -(s) (gelbbrauner Stoff); auch:
der Khaki
Kaktus griech., der: -, Kakteen/Kaktusse (sta¬
chelige Pflanze); auch: die Kaktee
Kalamität lat., die: -en; in Kalamitäten
(Schwierigkeiten, eine schlimme Lage) ge¬
raten
Kalauer franz., der: -s, - (alberner Witz); ka¬
lauern
Kalb, das: -(e)s, Kälber (junges Rind); das
Kälbchen; kalben (ein Kalb zur Welt brin¬
gen); das Kalbfleisch; der Kalbsbraten; das
Kalb(s)fell; die Kalbshaxe; auch: die Kalbs¬
hachse; die Kalbsleber
Kalender
162
Kalender lat., der: -s, - (Verzeichnis der
Tage, Wochen und Monate eines Jahres);
kalendarisch; das Kalenderblatt; die Kalen¬
dergeschichte; das Kalenderjahr
Kalesche poln., die: -n (leichte Kutsche)
Kali arab.f das: -s, -s (Düngesalz); auch: das
Kalium; der Kalidünger
Kaliber griech., das: -s, - (Durchmesser von
Rohren, Größe von Geschossen); ein Mann
von diesem Kaliber (von dieser Art); ...ka-
librig: großkalibrig
Kalif arab., der: -en, -en (alter Herrschertitel
im Orient)
Kalk, der: -(e)s, -e (Gesteinsart); kalken; das
Kalkgestein; kalkhaltig; kalkig (kalkhaltig);
der Kalkstein; kalkweiß
kalkulieren franz.: den Preis kalkulieren
(im Voraus berechnen, veranschlagen); die
Kalkulation; das/der Kalkül (Berechnung,
Schätzung)
Kalorie (cal.) lat., die: -, Kalorien (Maßein¬
heit der Wärmemenge); kalorienarm; kalo¬
rienbewusst; kalorienreich
kalt: kälter, am kältesten; die Suppe ist kalt -
ein kaltes Zimmer - die kalte Miete (ohne
Heizung) - der kalte Krieg (ohne Waffenge¬
walt ausgetragene Feindseligkeiten); aber:
der Kalte Krieg (zwischen West und Ost in
der Nachkriegszeit) - kalte Farben (Farben
mit Weiß und Blau) - kalt bleiben (jede Er¬
regung vermeiden) - das wird mich kalt
lassen (nicht beeindrucken) - auf kalt und
warm reagieren - den Wein kalt stellen -
kalt lächelnd; kaltblütig: ein kaltblütiger
Verbrecher - in einer Gefahr kaltblütig (be¬
herrscht) bleiben; die Kälte; der Kälteein¬
bruch; die Kältefront; der Kältegrad;
kaltherzig; die Kaltherzigkeit; kaltmachen
(ermorden); kaltschnäuzig (ohne Mitge¬
fühl); die Kaltschnäuzigkeit; der Kaltstart;
kaltstellen (einflusslos machen)
Kal •zi-um lat., das: -s (chemisches Element);
auch: das Calcium
Kamel griech., das: -(e)s, -e (Wüstentier); das
Kamelhaar
Kamera lat., die: -s (Fotoapparat); die Ka¬
merafrau; die Kameraleute Mz.; der Kame¬
ramann; das Kamerateam [... tim]
Kamerad franz., der: -en, -en (Freund, Ge¬
fährte); die Kameradin; die Kameradschaft;
kameradschaftlich; die Kameradschaft¬
lichkeit; der Kameradschaftsgeist
Ka-mjl'le griech., die: -, -n (Arzneipflanze);
das Kamillenbad; der Kamillentee
Kamin griech., der: -s, -e (Schornstein,
Rauchabzug); der Kaminfeger; die Kamin¬
fegerin; der Kaminkehrer; die Kaminkehre¬
rin
Kamm, der: -(e)s, Kämme; sich mit einem
Kamm frisieren - über den Kamm (Grat) ei¬
nes Berges wandern - alles über einen
Kamm scheren (alles ohne Beachtung der
Unterschiede gleich behandeln); kämmen:
sich die Haare kämmen (frisieren)
Kammer, die: -, -n (kleiner Raum); das Käm¬
merchen; der Kammerdiener; die Käm¬
merei (Finanzverwaltung); der Kämmerer
(Finanzverwalter einer Gemeinde); der
Kammerjäger (jemand, der Ungeziefer in
Häusern vernichtet); die Kammermusik;
das Kammerorchester (kleines Orchester);
der Kammersänger; die Kammersängerin;
das Kammerspiel (kleines Theater); der
Kammerton (Ton, nach dem Musikinstru¬
mente gestimmt werden); die Kammerzofe
Kampagne (Kampagne) franz. [kampanje],
die: -, -n (Feldzug, Unternehmen, Vorge¬
hen); auch: die Campagne
kämpfen: für eine gute Sache kämpfen (sich
dafür einsetzen) - in einer Schlacht kämp¬
fen; der Kampf: einer Sache den Kampf
ansagen (energisch dagegen Vorgehen);
kampfbereit; kampfbetont; der Kämpfer;
die Kämpferin; kämpferisch; die Kämpfer¬
natur; die Kampfhandlung; kampflos; der
Kampfrichter; die Kampfrichterin; der
Kampfsport; kampfunfähig; die Kampfun¬
fähigkeit
kampieren franz.: (im Freien lagern, woh¬
nen, hausen)
Ka nail le franz. [kanalje], die: -n (Schuft,
Schurke); auch: die Canaille
Kanal, der: -s, Kanäle; den Kanal (Wasser¬
weg) befahren - einen Kanal (Sender des
Rundfunks bzw. Fernsehens) einstellen -
den Kanal voll haben (genug getrunken ha¬
ben, es satt haben); die Kanalgebühr; die
Kanalisation (unterirdisches Kanalsystem);
kanalisieren; der Kanalschacht
Kanapee franz., das: -s, -s (Sofa, pikant be¬
legte Weißbrotscheibe)
163
Kapriole
Ka na ri en vo gel, der: -s, ... vögel
Kandare ungar., die: -n (Gebissstange des
Pferdezaums); jemanden an die Kandare
nehmen (ihn kontrollieren, überwachen)
Kandelaber franz., der: -s, - (Kerzen-, Lam¬
penständer)
Kandidat lat., der: -en, -en (Bewerber, Prüf¬
ling, Anwärter); die Kandidatin; die Kandi¬
datur (Bewerbung um ein Amt); kandidie¬
ren
Kandis arab., der: - (großkristalIiger Zucker);
kandieren (durch Zuckern haltbar machen,
überzuckern); der Kandiszucker
Känguru austral., das: -s, -s (Beuteltier)
Kaninchen, das: -s, - (Nagetier); das Kar-
njckel
Kanjs-ter ital., der: -s, - (tragbarer Flüssig¬
keitsbehälter)
Kanne, die: -, -n (Gefäß für Flüssigkeiten); das
Kännchen; kannenweise
Kan ni ba le span., der: -n, -n (Menschenfres¬
ser, Angehöriger eines primitiven Volkes,
grober Mensch); kannibalisch; der Kanni¬
balismus
Kanon lat., der: -s, -s (Richtschnur, Norm,
Verzeichnis, Musikstück)
Kanone ital., die: -, -n; eine Kanone (ein
schweres Geschütz) abfeuern - unter aller
Kanone (sehr schlecht) sein - mit Kanonen
auf Spatzen schießen (übertrieben auf Be¬
langlosigkeiten reagieren); die Kanonade
(Beschießung, Geschützfeuer); das Kano¬
nenboot; der Kanonendonner; das Kano¬
nenrohr; der Kanonenschlag; der Kanonier
(Soldat, der eine Kanone bedient)
Kantate lat., die: -, -n (mit Instrumenten be¬
gleitetes Gesangsstück)
Kante, die: -, -n; eine scharfe Kante (Rand ei¬
ner Fläche) - etwas auf die hohe Kante le¬
gen (sparen); kanten; das Kantholz; kantig
Kantine franz., die: -, -n (Essraum in Fabri¬
ken, Kasernen); das Kantinenessen
Kan-ton franz., der: -s, -e (Bundesland der
Schweiz, Bezirk)
Kantor lat., der: -s, Kantoren (Leiter eines Kir¬
chenchores, Organist)
Kanu karib., das: -s, -s (ausgehöhlter Baum¬
stamm als Boot, Paddelboot); der Kanute
(Kanufahrer)
Ka nü le franz., die: -, -n (Röhrchen, hohle
Nadel für Einspritzungen)
Kan zel lat., die: -, -n (Rednerpult, besonders
in der Kirche); die Kanzle], die Kanzleien
(Büro, Schreibstube); der Kanzler
Kap nieder!., das: -s, -s (Vorgebirge); das Kap
der Guten FHoffnung
Kap. = Kapitel (Abschnitt)
/•Kapazität lat., die: -, -en; er ist eine Kapa¬
zität (ein Fachmann) auf diesem Gebiet -
die Kapazität (maximale Leistung) eines
Betriebes - das übersteigt seine Kapazität
(Fähigkeit)
Kapelle lat., die: -, -n; in einer Kapelle (klei¬
nen Kirche) beten - eine Kapelle (ein Or-
ehester) leiten; der Kapellmeister
kapern nieder!.: ein Schiff kapern (erstürmen,
erbeuten); die Kaperung
kapieren lat.: er will nicht kapieren (verste¬
hen, begreifen)
Kapillare lat., die: -, -n (kleinstes Blutgefäß,
Haarröhrchen)
Kapital lat., das: -s, -ien/-e; kein Kapital
(Geldbesitz, Vermögen) haben - Kapital (Ge¬
winn, Vorteil) aus etwas schlagen; kapital:
ein kapitaler (gewaltiger, großer) Fehler; die
Kapitalanlage; der Kapitalfehler (besonders
schwerer Fehler); die Kapitalgesellschaft;
der Kapitalismus (Wirtschaftssystem); der
Kapitalist (Mensch, der Kapital besitzt); kapi¬
talistisch; das Kapitalverbrechen (schwere
Straftat); der Kapitalzins
Ka pi tän ital., der: -s, -e (Kommandant eines
Schiffes, Mannschaftsführer)
Ka pj tel (Kap.) lat., das: -s, -; ein Kapitel (ei¬
nen Textabschnitt) lesen; die Kapitelüber¬
schrift
Ka-pi teil lat., das: -s, -e (oberer Abschluss ei¬
ner Säule); auch: das Kapitäl
Ka pi tu la ti on franz., die: -, -en (Übergabe,
Unterwerfung); kapitulieren: freiwillig ka¬
pitulieren (aufgeben, sich ergeben)
Kaplan (Kap lan) lat., der: -s, Kapläne (ka¬
tholischer Hilfsgeistlicher)
Ka po franz., der: -s, -s (Leiter eines Arbeits¬
kommandos)
Kap pe lat., die: -, -n; eine Kappe (Kopfbe¬
deckung) aufsetzen - etwas auf seine ei¬
gene Kappe nehmen (die Verantwortung
für etwas tragen); das Käppchen; das Käppi
kappen: ein Seil kappen (durchschneiden)
Ka pri o le (Kap ri o le) ital., die: -, -n
(Sprung, toller Einfall, Streich)
J
K
L
M
X O
kapriziös
164
ka pri zi ös (kap ri zi ös) franz.: eine kapri¬
ziöse (eigenwillige, launenhafte) Person;
sich kaprizieren (eigensinnig auf etwas be¬
stehen)
Kapsel, die: -, -n (kleiner Behälter, Hülle);
kapselförmig
kaputt franz.: kaputt (entzwei, zerstört) sein -
einen kaputten (erschöpften) Eindruck
machen; kaputtdrücken; kaputtgehen;
sich kaputtlachen; kaputtmachen; kaputt¬
schlagen: den Stuhl kaputtschlagen; ka¬
putttreten
Kapuze ital., die: -, -n (Kopfbedeckung); der
Kapuziner (Angehörigereines katholischen
Ordens); der Kapuzinerorden
Kar, das: -(e)s, -e (Mulde vor Gebirgshängen)
Karabiner franz., der: -s, - (Gewehr); der
Karabinerhaken (Verschlusshaken); der Ka-
rabiniere (italienischer Polizist)
Karaffe arab., die: -n (bauchiges Glasge¬
fäß)
Karambolage franz. [...lasche], die: -, -n
(Zusammenstoß)
Karamell franz., der: -s (gebrannter Zucker);
die Karamelle (Bonbon); der Karamellpud-
ding
Ka rat (K) griech., das: -(e)s, -(e) (Edelsteinge¬
wicht, Einheit zur Bestimmung des Goldge¬
wichtes); ...karätig: hochkarätig - zehn-
karätig; auch: 10-karätig
Karate jap., das: -(s) (japanischer Kampf¬
sport); der Karatekämpfer
Karavelle nieder!, [karawelle], die: -n
(mittelalterliches Segelschiff)
Karawane pers., die: -n (Reisegesellschaft
im Orient); die Karawanserei (Raststätte für
Karawanen)
Kardinal lat., der: -s, Kardinäle (hoher ka¬
tholischer Würdenträger); der Kardinal¬
fehler (Hauptfehler); die Kardinalfrage
(Hauptfrage); das Kardinalproblem (Haupt¬
problem); die Kardinalzahl (Grundzahl)
Kardiogramm, das: -s, -e (Aufzeichnung
der Herzbewegungen)
Karenz lat., die: -, -en (Wartezeit, Sperrfrist);
der Karenztag; die Karenzzeit
Karfreitag, der: -(e)s, -e (Freitag vor Ostern);
die Karwoche
Kar fun kel lat., der: -s, - (roter Edelstein)
karg: karger/kärger, am kärgsten/kärgsten
(mager, ärmlich, dürftig); kargen: mit etwas
kargen (sehr sparsam sein, geizen); die
Kargheit; kärglich: ein kärglicher (dürftiger,
geringer) Lohn
kariert: ein kariertes Hemd (mit Würfelmuster)
Ka ri •es lat., die: - (Zahnfäule, Knochenfraß);
kariös: kariöse (angefaulte) Zähne
Karikatur ital., die: -,-en (Spottzeichnung);
der Karikaturjst; die Karikaturistin; karikie¬
ren (verzerrt darstellen, lächerlich machen)
Karitas lat., die: - (Nächstenliebe, Wohltätig¬
keit); auch:vdie Caritas; karitativ: eine kari¬
tative (wohltätige) Arbeit
Kar-ne*val ital. [karnewal], der: -s, -e/-s (Fa¬
sching); der Karnevaljst; die Karnevaljstin;
karnevalistisch; die Karnevalsgesellschaft;
der Karnevalszug
Karnjckel, das: -s, - (Kaninchen)
Karo franz., das: -s, -s (Viereck, Farbe im Kar¬
tenspiel); das Karoass (Spielkarte)
Karosse franz., die: -, -n (prunkvolle Kut¬
sche); die Karosserie (Oberbau eines Wa¬
gens)
Karotin lat., das: -s (roter pflanzlicher Farb¬
stoff)
Karotte nieder!., die: -, -n (Mohrrübenart)
Karp fen, der: -s, - (Fisch); der Karpfenteich;
die Karpfenzucht
Karre, die: -n (kleiner Wagen); auch: der
Karren: die Karre aus dem Dreck ziehen
(eine verfahrene Sache wieder bereinigen)
- jemanden vor seinen Karren spannen (ihn
für seine Interessen einsetzen); karren (et¬
was mit einer Karre befördern)
Karree franz., das: -s, -s (Viereck)
Karri-e-re franz. [karjäre], die: -n (Lauf¬
bahn, beruflicher Aufstieg); Karriere ma¬
chen; die Karrierefrau; karrieresüchtig
Karst, der: -(e)s, -e (durch Wasser ausgelaugte,
meist unbewachsene Gebirgslandschaft
aus Kalkstein); die Karsthöhle; die Karst¬
landschaft
Karte, die: -, -n; Karten spielen - eine Karte
(Postkarte) schreiben - die Karte (Land¬
karte) lesen - alles auf eine Karte setzen (al¬
les wagen) - sich nicht in die Karten sehen
lassen (seine Absichten geheim halten); das
Kärtchen; die Kartei (Zettelkasten, Samm¬
lung von Karten); der Karteikasten; das
Kartenhaus; das Kartenspiel; kartogra¬
phisch; auch: kartografisch; die Kartothek
(Zettelkasten)
165
kategorisieren
Kartell franz., das; -s, -e (Interessenverband
in der Industrie); das Kartellamt; das Kar¬
tellgesetz
Kartoffel, die: -, -n (Knollenpflanze); der
Kartoffelacker; der Kartoffelbrei; der Kar¬
toffelchip; der Kartoffelkäfer; der Kartof¬
felpuffer; das Kartoffelpüree; der Kartoffel¬
salat; die Kartoffelsuppe
Karton franz., der: -s, -s (Pappe, Schachtel
aus leichter Pappe); die Kartonage [karto-
nasche] (feste Verpackung); die Kartona¬
genfabrik; kartonieren (mit Pappe ver¬
packen); kartoniert (kart.)
Ka rus sell franz., das: -s, -s/-e (Drehgestell
mit Sitzen auf Rummelplätzen); mit jeman¬
dem Karussell fahren (ihn scharf zurecht¬
weisen)
Kasack türk., der: -s, -s (über dem Rock ge¬
tragene Bluse mit Gürtel)
Käscher, der: -s, -; —► Kescher
kaschieren franz.: einen Fehler kaschieren
(verschleiern, verheimlichen); die Kaschie¬
rung
Kä •se lat., der: -s, - (aus Milch hergestelltes
Nahrungsmittel); der Käsekuchen; die Kä¬
serei; käseweiß; käsig (bleich, blass)
Kasematte franz., die: -, -n (Geschützstand,
sicherer Raum in einer Befestigungsanlage)
Kaserne franz., die: -, -n (Unterkunft für Sol¬
daten); der Kasernenhof; kasernieren (in
Kasernen unterbringen)
Kasino ital., das: -s, -s (Klub, Offiziersraum,
Spielbank)
Kaskade franz., die: -, -n (stufenförmiger
Wasserfall); kaskadenförmig
Kaskoversicherung, die: - (Versicherung
eines Fahrzeugs); kaskoversichert
Kasper, der: -s, -; auch: der Kasperl; sich wie
ein Kasper (alberner Mensch) benehmen;
das/der Kasperle; das Kasper(le)theater
Kas •se ital., die: -, -n (Geldkasten, Zahlungs¬
raum); tief in die Kasse greifen (viel zahlen)
müssen - jemanden zur Kasse bitten (von
ihm Geld fordern) - schlecht bei Kasse sein
(wenig Geld haben); der Kassenarzt; die
Kassenärztin; der Kassenbon [...bö] (Kas¬
senzettel); der Kassenpatient; die Kassen¬
patientin; der Kassenschalter; der Kas¬
sensturz (Feststellung des Kassenstandes);
der Kassenzettel; kassieren (Geld einneh¬
men); der Kassierer; die Kassiererin
Kassette franz., die: -, -n (Kästchen für Wert¬
sachen, Behälter, Schutzhülle); der Kasset¬
tenrekorder
Kastanie griech., die: -, -n (Laubbaum); die
Kastanien aus dem Feuer holen (unter Ge¬
fahr eine unangenehme Sache erledigen);
der Kastanienbaum; kastanienbraun
Kaste franz., die: -, -n (Gesellschaftsschicht,
die sich streng gegen andere absondert);
der Kastengeist
kasteien: (sich züchtigen, Entbehrungen auf
sich nehmen); die Kasteiung
Kas tell lat., das: -s, -e (Festung, Burg)
Kasten, der: -s, Kästen (Behälter, Kiste); etwas
auf dem Kasten haben (viel können, be¬
fähigt sein); das Kästchen; der Kastendeckel
Kasus lat., der: -, - (Sprachlehre: der Fall)
Katakombe ital., die: -, -n (unterirdische
Grabanlage der ersten Christen)
Katalog griech., der: -(e)s, -e (Verzeichnis
von Waren, Büchern u. Ä.); katalogisieren
(zusammenfassen, ein Verzeichnis anlegen)
Katalysator griech., der: -s, Katalysatoren
(Gerät zur Abgasreinigung in Autos); auch:
der Kat
Katapult griech., das/der: -(e)s, -e (Schleu¬
dermaschine, Startvorrichtung für Flug¬
zeuge); katapultieren (schleudern)
Katarakt griech., der: -(e)s, -e (Wasserfall,
Stromschnelle)
Katarrh griech., der: -s, -e (Schleimhautent¬
zündung); auch: der Katarr
Ka tas ter ital., der: -s, - (amtliches Grund¬
stückverzeichnis); das Katasteramt; der Ka¬
tasterauszug
Ka tas tro phe (Ka ta stro phe) griech., die:
-, -n (schweres Unglück, Verhängnis); katas¬
trophal: eine katastrophale (sehr schlimme,
schreckliche) Dürre; der Katastrophen¬
alarm; der Katastropheneinsatz; das Katas¬
trophengebiet; der Katastrophenschutz
Ka te, d ie: -, -n (ärmliches, kleines Bauern¬
haus)
Ka-te-chjs-mus griech., der: -, Katechismen
(kurzes religiöses Lehrbuch); die Katechese
(Religionsunterricht); der Katechet (Religi¬
onslehrer); die Katechetin
Ka te go rie griech., die: -, Kategorien (Gat¬
tung, Art, Klasse); kategorisch (unbedingt,
ohne Widerspruch): etwas kategorisch
(nachdrücklich) abstreiten; kategorisieren
Kater, der: -s, - (männliche Katze)
kath. = katholisch
Katheder griech., das/der: -s, - (erhöhtes
Pult, Kanzel); die Kathedrale (Bischofskir¬
che) # Katheter
Kathete griech., die: -n (Seite im recht¬
winkligen Dreieck)
Katheter, der: -s, - (medizinisches Röhr¬
chen) # Katheder
Kathode griech., die: -, -n (Minuspol einer
elektrischen Leitung); auch: die Katode
Katholik griech., der: -en, -en (Anhänger der
katholischen Kirche); die Katholikin; ka¬
tholisch (kath.); der Katholizjsmus
Katode griech., die: -, -n; -* Kathode
Kat ze, d ie: -, -n (Haustier); die Katze im Sack
(etwas ungeprüft, unüberlegt) kaufen - die
Katze aus dem Sack lassen (seine wahren
Absichten zu erkennen geben) - die Katze
lässt das Mausen nicht; katzbuckeln (sich
unterwürfig zeigen); katzenfreundlich; der
Katzenjammer (Niedergeschlagenheit); der
Katzensprung (kleine Entfernung); die Kät-
zin
Kau der welsch, das: -(s); ein Kauderwelsch
(verworrenes Deutsch, schwer verstehba¬
res Gerede) sprechen; kauderwelschen
kau en: Brot kauen (mit den Zähnen zerklei¬
nern) - gut gekaut ist halb verdaut; der Kau¬
gummi
kau ern: am Boden kauern (hocken)
kau fen: sich ein Haus kaufen (für Geld er¬
werben) - sich jemanden kaufen (ihn zur
Rede stellen); der Kauf: etwas in Kauf neh¬
men (sich mit Nachteilen abfinden, etwas
Unangenehmes hinnehmen); der Käufer;
die Käuferin; die Kauffrau; das Kaufhaus;
die Kaufkraft; kaufkräftig (zahlungsfähig,
wohlhabend); die Kaufleute Mz.; käuflich:
etwas käuflich (für Geld) erwerben - er ist
nicht käuflich (bestechlich); die Käuflich¬
keit; die Kauflust; der Kaufmann; kaufmän¬
nisch: eine kaufmännische Lehre - kauf¬
männisch (geschäftstüchtig) handeln; der
Kaufpreis; die Kaufsumme; der Kaufver¬
trag
Kaul quap pe, die: -, -n (Froschlarve)
kaum: es ist kaum (fast nicht mehr) auszuhal¬
ten - ich werde kaum (wahrscheinlich
nicht) kommen - man sieht ihn kaum (sel¬
ten)
kausal lat.: (ursächlich, zusammenhängend);
der Kausalsatz (Umstandssatz des Grundes)
Kaution lat., die: -, -en; eine Kaution (Bürg¬
schaft, Sicherheit) hinterlegen
Kaut schuk (Kau tschuk) indian., der: -s, -e
(Rohstoff für die Gummiherstellung); der
Kautschukbaum
Kauz, der: -es, Käuze (Eulenart); ein komi¬
scher Kauz (ein Sonderling, Eigenbrötler);
das Käuzchen; kauzig: ein kauziger (seltsa¬
mer, wunderlicher) Mensch
Kavalier franz. [kawalir], der: -s, -e (höflicher,
ritterlicher Herr); das Kavaliersdelikt (straf¬
bare Tat, die als nicht sehr schlimm angese¬
hen wird); der Kavalier(s)start (geräusch¬
volles, schnelles Anfahren eines Autos)
Kavallerie ital. [kawalerj] die: -, Kavallerien
(Reiterei, berittene Truppe); der Kavallerjst
Kaviar türk, [kawiar], der: -s, -e (Rogen des
Störs)
Kebab türk., der: -(s), -s (am Spieß gebratene
Fleischstückchen)
keck: keck (dreist, munter) daherreden; die
Keckheit
Kegel, der: -s, -; Kegel schieben - einen Kegel
(geometrische Figur) zeichnen - mit Kind
und Kegel (mit der gesamten Familie); die
Kegelbahn; kegelförmig; der Kegelklub; ke¬
geln; der Kegelstumpf
Kehle, die: -, -n; jemanden an der Kehle
(Gurgel) packen - etwas in die falsche
Kehle bekommen (etwas missverstehen
und ärgerlich werden) - aus voller Kehle
(mit lauter Stimme) singen; kehlig; der
Kehlkopf; der Kehllaut
Kehre, die: -, -n (Biegung, Kurve, Turn¬
übung); kehren: die Augen zum Himmel
kehren (wenden); der Kehrreim; die Kehr¬
seite (Rückseite); kehrt!; kehrtmachen (um¬
kehren); die Kehrtwendung
kehren: die Straße kehren (fegen, vom
Schmutz befreien); der Kehraus (Schluss
einer Tanzveranstaltung); der Kehrbesen;
der/das Kehricht (zusammengekehrter Ab¬
fall): das geht dich einen feuchten Kehricht
(überhaupt nichts) an; die Kehrichtschau¬
fel; die Kehrmaschine
keifen: (mit schriller Stimme schimpfen)
Keil, der: -(e)s, -e (Werkzeug zum Spalten); auf
einen groben Klotz gehört ein grober Keil;
die Keile (Prügel); keilen: jemanden keilen
167
Keuschheit
(anwerben); sich keilen (prügeln); die Kei-
lerej; keilförmig; das Keilkissen; der Keil¬
riemen; die Keilschrift
Kei ler, der: -s, - (männliches Wildschwein)
Keim, der: -(e)s, -e (Trieb einer Pflanze); etwas
im Keim (schon im Entstehen) ersticken;
das Keimblatt; keimen (zu wachsen begin¬
nen); keimfrei; der Keimling; die Keimung;
die Keimzelle
kein: kein schlechter Gedanke - keine Zeit
haben - in keinem Falle - keinen Tag län¬
ger bleiben - zu keiner Zeit - keiner (nie¬
mand) sorgt sich um mich - keiner kann
aus seiner Haut heraus; keinerlei: keinerlei
(nicht die geringste) Verantwortung über¬
nehmen; keinesfalls (sicher nicht); keines¬
wegs (durchaus nicht); keinmal (nie); aber:
kein einziges Mal; keins
Keks engl., der/das: -es, -e (Kleingebäck)
Kelch, der: -(e)s, -e (Trinkgefäß); das Kelch¬
blatt; kelchförmig
Kelle, die: -n (Schöpfgerät, Maurerwerk¬
zeug)
Keller, der: -s, - (unter der Erde liegendes Ge¬
schoss des Hauses); die Kellerei (Lager¬
räume einer Weinhandlung); der Keller¬
meister; die Kellerwohnung
Kellner, der: -s, - (männliche Bedienung in
einer Gaststätte); die Kellnerin
keltern: (Obst oder Trauben auspressen); die
Kelter (Fruchtpresse); die Kelterei
Kemenate, die: -, -n (Frauengemach einer
Burg)
kennen: du kennst, er kannte, sie hat ge¬
kannt, kenn(e)!; jemanden flüchtig kennen -
jemanden kennen lernen - sich nicht mehr
kennen (außer sich sein); der Kenner; der
Kennerblick; die Kennermiene; die Kenn¬
karte; kenntlich: etwas kenntlich (leicht er¬
kennbar) machen; die Kennnummer; die
Kenntnis, die Kenntnisse: Kenntnis von
dem Unfall haben - ohne meine Kenntnis
(ohne mein Wissen) - Kenntnisse (Fachwis¬
sen) in Mathematik; die Kenntnisnahme;
kenntnisreich; das Kennwort; die Kenn¬
zahl; das Kennzeichen: keine besonderen
Kennzeichen (Merkmale) - das Kennzei¬
chen am Auto; kennzeichnen; kennzeich¬
nend; die Kennzeichnung; die Kennziffer
kentern: das Schiff kentert im Sturm (kippt
um)
Keramik griech., die: -, -en (Kunsttöpferei,
Getöpfertes); der Keramiker; die Keramike¬
rin; keramisch
Ker be, die: -, -n (Einschnitt); in die gleiche
Kerbe schlagen (die gleiche Auffassung ver¬
treten); das Kerbholz: etwas auf dem Kerb¬
holz haben (ein Vergehen begangen ha¬
ben); das Kerbtier (Insekt); die Kerbung
Kerker lat., der: -s, -; jemanden in den Kerker
(das Gefängnis) werfen; der Kerkermeister
Kerl, der: -s, -e; ein grober Kerl (Mensch)
Kern, der: -(e)s, -e; die Kerne des Apfels - der
Kern (das Wesentliche) einer Sache - in
ihm steckt ein guter Kern (stecken gute Ei¬
genschaften); die Kernenergie; die Kernex¬
plosion; kerngesund; kernig; das Kern¬
kraftwerk; kernlos; das Kernobst; die
Kernphysik; der Kernpunkt; der Kernreak¬
tor; die Kernseife; die Kernspaltung; das
Kernstück; die Kernwaffen Mz.
Kerosm griech., das: -s (Treibstoff)
Ker •ze, die: -, -n; eine Kerze anzünden - eine
Kerze (Turnübung) machen; kerzengera¬
de; das Kerzenlicht; der Kerzenschein; der
Kerzenständer
Kescher, der: -s, - (Fangnetz); auch: der Kä¬
scher
kess: kesser, am kessesten; ein kesses (flottes
und ein wenig freches) Mädchen; die Kess-
heit
Kessel, der: -s, - (Behälter); das Kesseltreiben
Ketschup (Ketschup) engl, [kätschap], der
/das: -(s), -s (Würztunke, Tomatensoße);
auch: der/das Ketchup
Ket te, d ie: -, -n; eine goldene Kette tragen -
die Demonstranten durchbrachen die Kette
der Polizisten - jemanden an die Kette le¬
gen (ihn in seiner Bewegungsfreiheit ein¬
schränken); ketten; die Kettenreaktion
Ketzer griech., der: -s, - (Glaubensabtrünni¬
ger); die Ketzere]; die Ketzerin; ketzerisch:
ketzerische Ansichten haben
keu chen: unter einer schweren Last keuchen
(schwer, mühsam atmen); der Keuchhusten
(ansteckende Kinderkrankheit)
Keu le, die: -, -n; die Keule (ein Schlaggerät)
schwingen - eine Keule (der hintere Ober¬
schenkel) eines Rindes
keusch: ein keusches (unschuldiges, un¬
berührtes) Mädchen - keusche (reine) Ge¬
danken; die Keuschheit
Keyboard
168
Key-board engl, [kibord], das: -s (Tasten¬
instrument)
Kfm. = Kaufmann
Kfz = Kraftfahrzeug; die Kfz-Werkstatt
kg = Kilogramm (1000 Gramm)
k.g.V. (kgV) = kleinstes gemeinsames Vielfa¬
ches
Kha ki eng/., der: -(s); —► Kaki
Kibbuz hebr., der: -e/Kibuzzim (israelische
Gemeinschaftssiedlung)
kjchern: (leise, mit hoher Stimme lachen);
ein kicherndes Mädchen
kj-cken engl.: den Ball ins Tor kicken
(schießen); der Kicker (Fußballspieler)
kidnappen engl, [kidnäpen] (entführen); der
Kidnapper (Entführer); das Kidnapping
Kiebitz, der: -es, -e (Sumpfvogel); kiebitzen
(zuschauen)
Kiefer, der: -s, - (Kieferknochen); die Kiefer¬
höhlenentzündung
Kiefer, die: -, -n (Nadelbaum); der Kiefern¬
wald; der Kiefernzapfen
Kiel, der: -(e)s, -e (Grundbalken von Wasser¬
fahrzeugen, harter Teil einer Vogelfeder);
die Kiellinie; kieloben: das Boot liegt kiel¬
oben (umgedreht, mit der Unterseite nach
oben) am Strand; der Kielraum; das Kiel¬
wasser
Kieme, die: -, -n (Atmungsorgan bei Wasser¬
tieren); die Kiemenatmung
Kien, der: -(e)s (harzreiches Holz); das Kien¬
holz; kienig (harzreich); der Kienspan
Kies, der: -es (kleine Steine, Schotter); der Kie¬
sel; der Kieselstein; die Kiesgrube
kjffen amerik.: (Haschisch oder Marihuana
rauchen): der Kiffer; die Kifferin
kjMen engl.: (töten); der Killer (Mörder, Tot¬
schläger in fremdem Auftrag)
Kilo, das: -s, -(s) (Gewichtseinheit: 1000g);
das Kilogramm (kg); das Kilohertz (kHz)
(Maßeinheit für Frequenz); das Kilojoule
[...dschul] (kJ) (Maßeinheit für Kraft); der
Kilometer (km) (Längeneinheit: 1000 m);
kilometerlang; aber: fünf Kilometer lang;
das Kilopond (kp) (frühere Maßeinheit für
Kraft); das Kilowatt (kW) (Maßeinheit für
elektrische Leistung)
Kim •me, die: -, -n (Kerbe, Visiereinrichtung
beim Gewehr)
Ki-mo-no [kimono, kimono] jap., der: -s, -s (lan¬
ges, weitärmeliges Gewand)
Kind, das: -(e)s, -er; von Kind auf - an Kindes
statt - das Kind mit dem Bade ausschütten
(im Übereifer handeln) - sich bei jeman¬
dem lieb Kind machen (einschmeicheln) -
jemanden an Kindes statt annehmen (adop¬
tieren) - aus Kindern werden Leute - ein
gebranntes Kind scheut das Feuer; das
Kindbett; die Kinderei (unreife Handlung);
kinderfeindlich; kinderfreundlich; der Kin¬
dergarten; die Kindergärtnerin; der Kin¬
derhort (Kindergarten); das Kinderkriegen;
kinderleicht (sehr leicht); kinderlieb; kin¬
derlos (ohne Kinder); kinderreich; das Kin¬
derspiel: das ist kein Kinderspiel (keine
Kleinigkeit); die Kindertagesstätte; kinder-
tümlich; das Kindesalter; die Kindesmiss¬
handlung; kindgemäß; die Kindheit (Kin¬
derzeit); kindisch: kindische (alberne, un¬
reife) Reden; kindlich: ein kindliches Ge¬
sicht - sehr kindlich (unbefangen) sein; der
Kindskopf (kindischer Mensch); kindsköp¬
fig; die Kindtaufe
Kjn-ker-litz-chen Mz., die: - (Albernheiten,
unnötige Kleinigkeiten)
Kjnn, das: -(e)s, -e (unterster Teil des Unterkie¬
fers); ein spitzes Kinn haben; der Kinnha¬
ken; die Kinnlade (Kinnbacke)
Kino, das: -s, -s (Lichtspielhaus)
Ki-osk pers. [kiosk, kiosk], der: -(e)s, -e (Zei-
tungs-, Verkaufsstand)
kjp-pen: Sand vom Wagen kippen (schütten) -
ein Gläschen kippen (in einem Zug leer
trinken) - das Boot ist gekippt (gekentert) -
eine Entscheidung kippen (unmöglich ma¬
chen); die Kippe: eine Kippe (einen Ziga¬
rettenstummel) wegwerfen - die Kippe
(Turnübung) vorführen; der Kipper (Lade¬
fahrzeug mit Kippvorrichtung)
Kjr-che, die: -, -n; eine Kirche (ein Gottes¬
haus) betreten - zur Kirche (in den Gottes¬
dienst) gehen - die Kirche im Dorf lassen
(eine Sache nicht übertreiben); der Kir¬
chenchor; das Kirchenjahr; die Kirchen¬
steuer; der Kirchgänger; die Kirchgänge¬
rin; kirchlich: sich kirchlich (christlich)
trauen lassen; der Kirchturm; die Kirch¬
weih (Jahresfeier der Einweihung)
Kjr-mes, die: -, Kirmessen (Jahrmarkt, Kirch¬
weih)
Kjr-sche, die: -, -n (Steinfrucht); der Kirsch¬
baum; kirschrot; das Kirschwasser
169
Klassenunterschied
Kjs-met arab., das: -s (Los, unabwendbares
Schicksal im Islam)
Kjssen, das: -s, - (Polster)
Kjs’te, die: -n; eine schwere Kiste tragen -
eine alte Kiste (ein altes Auto) fahren; kis¬
tenweise
Kjtsch, der: -(e)s (Schund, Geschmacklosig¬
keit); kitschig
Kjtt, der: -(e)s, -e (Dichtungsmasse); kitten:
Scherben kitten (zusammenkleben)
Kjt-tel, der: -s, - (mantelartiges Kleidungs¬
stück); die Kittelschürze
Kjtz, das: -es, -e (Junges von Reh, Ziege oder
Gämse); auch: das Kitze
kjtzeln: jemanden an den Fußsohlen kitzeln;
der Kitzel (Reiz, Verlangen); kitz(e)lig
kJ = Kilojoule
KKW = Kernkraftwerk
Kl. = Klasse
Kla bau ter mann, der: -(e)s, .. .manner (Ko¬
bold in alten Seemannserzählungen)
Klacks, der: -es, -e (kleine Menge)
Kladde, die: -, -n (Schmierheft, Buch für Ein¬
tragungen)
klaffen: Risse klaffen in der Mauer - eine
klaffende (weit offen stehende) Wunde
kläffen: ein kläffender Hund; der Kläffer
Klafter, der/das: -s, - (Raummaß für Holz);
klaftertief
klagen: über Schmerzen klagen (Schmerzen
äußern) - vor Gericht klagen (prozessie¬
ren); die Klage; die Klagemauer; der Klä¬
ger: wo kein Kläger ist, da ist auch kein
Richter; die Klägerin; der Klageschrei;
kläglich: ein klägliches (elendes, jammer¬
volles) Ergebnis; klaglos (ohne zu klagen)
Kla mauk der: -s (Krach, Geschrei)
klamm: klamme (durch Kälte steife) Finger -
die Wäsche ist noch klamm (feuchtkalt); die
Klamm (enge, tiefe Felsschlucht); klamm¬
heimlich (ganz heimlich)
Klammer, die: -, -n; Wäsche mit Klammern
befestigen; sich klammern: sich an etwas
klammern (festhalten)
Klamotte, die: -, -n; nimm deine Klamotten
(Sachen) weg!
Klampfe, die: -, -n (Gitarre)
Klan engl., der: -s, -e; Clan
klamüsern: (nachsinnen, austüfteln)
Klang, der: -(e)s, Klänge (Schall, Ton); das In¬
strument hat einen schönen Klang; die
Klangfarbe; klanglich; klanglos: sang- und
klanglos; klangvoll: ein klangvoller (bedeu¬
tender) Name; klangrein
Klap pe, die: -, -n; die Klappe (den Deckel)
schließen - seine Klappe (den Mund) hal¬
ten; klappen: es hat geklappt (es ist gelun¬
gen) - wie am Schnürchen klappen
(reibungslos ablaufen); der Klappentext
(Werbetext für ein Buch auf der Umschlag¬
seite); das Klappfahrrad; das Klappmesser;
das Klapprad; der Klappstuhl
klappern: die Fensterläden klappern (schep¬
pern) - der Storch klappert mit dem Schna¬
bel - vor Kälte mit den Zähnen klappern;
die Klapper; klapp(e)rig: ein klappriges
(nicht mehr sehr stabiles) Auto fahren -
schon sehr klapprig (hinfällig) geworden
sein; der Klapperkasten; die Klapperkiste
Klaps, der: -es, -e (leichter Schlag); die Klaps¬
mühle (Nervenheilanstalt)
klar: ein klares (ungetrübtes, reines) Wasser
trinken - der Himmel ist klar (unbewölkt) -
sich klar (verständlich) ausdrücken - einen
klaren (nüchternen) Verstand haben - klar
denkend - klar werden - klar sehen - na
klar! - klar sein; aber: ins Klare kommen -
sich über etwas im Klaren sein (erkennen,
welche Folgen etwas haben wird); die Klär¬
anlage; der Klare (Schnaps); klären (Miss¬
verständnisse beseitigen); klargehen
(wunschgemäß ablaufen); die Klarheit;
klarkommen (zurechtkommen); klarlegen
(erklären); klarmachen: ein Schiff klarma¬
chen; aber: klar machen (deutlich ma¬
chen); die Klarsichtpackung; klarstellen
(richtig stellen); die Klarstellung; die
Klärung; das Klärwerk
Klarinette ital., die : -, -n (Blasinstrument)
der Klarinettjst; die Klarinettistin
Klasse lat., die: -, -n; die Klasse (Gattung) der
Säugetiere - die Klasse (Bevölkerungs¬
gruppe) der Arbeiter - die vierte Klasse
(Schulklasse) besuchen; klasse: ein klasse
(sehenswerter, sehr guter) Film; aber: das ist
Klasse (großartig) - dein Auto ist Klasse; die
Klassenarbeit; der Klassenaufsatz; das Klas¬
senbuch; der Klassenhass; der Klassenka¬
merad; die Klassenkameradin; der Klass(en)-
lehrer; die Klass(en)lehrerin; der Klassen¬
sprecher; die Klassensprecherin; das Klas¬
sentreffen; der Klassenunterschied; das
Klassenziel
170
Klassenziel; klassifizieren (einstufen); die
Klassifizierung
Klassik lat., die: - (Kunstepoche); der Klassi¬
ker; klassisch: klassische Musik - ein klas¬
sisches (kennzeichnendes, typisches) Bei¬
spiel
klatschen: in die Hände klatschen - alle klat¬
schen Beifall - sie klatscht (redet abfällig,
tratscht) über ihre Freundinnen - jeman¬
dem eine klatschen (eine Ohrfeige geben);
klatsch!; der Klatsch: mit einem Klatsch ins
Wasser fallen - ein böser Klatsch (ein häss¬
liches Gerede); die Klatschbase (geschwät¬
zige Frau); die Klatscherei; klatschhaft;
die Klatschhaftigkeit; das Klatschmaul;
klatschnass (triefend nass); die Klatsch¬
spalte (in einer Zeitung); klatschsüchtig;
die Klatschtante; das Klatschweib
klauben: Kartoffeln klauben (sammeln)
Klaue, die: -n; eine scharfe Klaue (Zehe,
Kralle) - jemanden nicht aus seinen Klauen
lassen - eine fürchterliche Klaue (schlechte
Handschrift) haben; die Klauenseuche
klauen: jemandem Geld klauen (stehlen)
Klau •se lat., die: -, -n (Klosterzelle, enger
Raum); der Klausner (Einsiedler); die Klau¬
sur: eine Klausur (beaufsichtigte Prüfungs¬
arbeit) schreiben - in Klausur (in Abge¬
schiedenheit) tagen; die Klausurarbeit
Klausel lat., die: -, -n; eine Klausel (Neben¬
bestimmung, Einschränkung) in den Ver¬
trag einbauen
Kla •vier franz. [klawir], das: -s, -e (Tasteninstru¬
ment); auf dem Klavier spielen; das Kla¬
vierkonzert; das Klavierspiel
kleben: die Kleider kleben am Leibe - den
Riss kieben (kitten, leimen)-eine Briefmar¬
ke auf den Brief kleben - auf dem Leim kle¬
ben bleiben - der klebt fest an seinem Pos¬
ten (will nicht zurücktreten) - jemandem
eine kleben (eine Ohrfeige geben); das
Kleb(e)mittel; der Kleber; der Klebestrei¬
fen; klebrig (schmierig, pappig); der Kleb¬
stift; der Klebstoff
Klecks, der: -es, -e; Kleckse (Flecke) in das Heft
machen; kleckern: beim Essen kleckern;
klecksen: (Flecke machen, etwas verschüt¬
ten); die Kleckserei
Klee, der: -s (Futterpflanze); jemanden über
den grünen Klee (übermäßig) loben; das
Kleeblatt
Kleid, das: -(e)s, -er (Kleidungsstück für
Frauen und Mädchen); Kleider machen
Leute; kleiden: sich nach der neuesten
Mode kleiden - seine Gedanken in Worte
kleiden; der Kleiderbügel; die Kleiderbürs¬
te; der Kleiderschrank; der Kleiderstän¬
der; der Kleiderstoff; kleidsam: ein kleid¬
samer Mantel; die Kleidung; das Klei¬
dungsstück
Kleie, die: -, -n (Abfall beim Mahlen von Ge¬
treide); das Kleienfutter
klein: einen Text klein (in kleiner Schrift)
schreiben - ein kleiner Fehler - die kleinen
(unbedeutenden) Leute - ein klein wenig -
von klein auf - ein klein gemusterter Stoff —
das ist klein gedruckt - klein schneiden -
klein sein - sich klein machen (bücken) - in
kleinen (bescheidenen) Verhältnissen leben
- er wurde ganz klein (unterwürfig, demütig)
- klein beigeben (ohne Widerstand nachge¬
ben); aber: Kleine und Große - die Großen
und die Kleinen - der Kleinste der Familie -
im Kleinen wie im Großen - bis ins Kleinste
(bis in die Einzelheiten) - etwas, nichts, viel,
wenig Kleines - um ein Kleines irren - der
Kleine Bär, der Kleine Wagen (Sternbilder);
der Kleinbuchstabe; kleinbürgerlich; das
Kleine (Baby); der/die Kleine (Kind); die
Kleinfamilie; das Kleinformat; das Kleinge¬
druckte; auch: das klein Gedruckte; das
Kleingeld (Geld in Münzen); kleingläubig;
die Kleinheit (geringe Größe); kleinherzig;
das Kleinholz: aus etwas Kleinholz machen
(etwas zertrümmern, zerstören); die Kleinig¬
keit (Sache von geringer Bedeutung); klein¬
kariert (kleinlich, engstirnig); aber: ein klein
karierter Stoff; das Kleinkind; der Kleinkram
(nicht wichtige, jedoch täglich anfallende
Arbeiten); kleinkriegen: sich nicht kleinkrie-
gen (zum Nachgeben zwingen) lassen;
kleinlaut (niedergeschlagen, verlegen);
kleinlich (engherzig); die Kleinlichkeit;
kleinmütig; kleinschreiben (mit kleinem An¬
fangsbuchstaben schreiben); aber: ins Heft
klein schreiben (in kleiner Schrift schreiben);
die Kleinschreibung; der Kleinstaat; die
Kleinstadt; der Kleinstädter; kleinstädtisch;
das Kleintier (kleines Haustier); das Klein¬
vieh; der Kleinwagen
Kleinod (Kleinod), das; -es, Kleinodien
(Kostbarkeit)
171
Klosetttür
Kleister, der: -s, - (Kleber, Leim); kleistern
klem men: die Türe klemmt - die Zeitung un¬
ter den Arm klemmen (pressen) - sich hin¬
ter etwas klemmen (sich eifrig darum
bemühen); die Klemme: in der Klemme sit¬
zen (in Schwierigkeiten sein)
Klempner, der: -s, - (Handwerker für Installa¬
tionen); klempnern; die Klempnerwerkstatt
Klep per, der: -s, - (ausgemergeltes Pferd)
Klep-to ma-nie griech., die: - (krankhafter
Trieb zum Stehlen); der Kleptomane; die
Kleptomanin; kleptomanisch
Klerus griech., der: - (kath. Priesterschaft);
klerikal; der Kleriker (kath. Geistlicher)
Klet te, die: -n (Unkraut); wie eine Klette an
jemandem hängen; der Klett(en)verschluss
klettern: auf die Mauer klettern (steigen) -
aus dem Auto klettern - in den Bergen klet¬
tern (bergsteigen); der Kletterer; das Klet¬
tergerüst; die Kletterpartie; die Kletter¬
pflanze; die Kletterstange; die Klettertour;
die Kletterwand
Klick, der: -s, -s (kurzer, metallisch klingender
Ton); klicken: der Fotoapparat klickte
Klient lat., der: -en, -en (Kunde, Auftragge¬
ber); die Klientel (Kundschaft); die Klientin
Klima griech., das: -s, -s/Klimate; ein mildes
Klima (Wetter) - das Klima (die Stimmung
unter den Kollegen) am Arbeitsplatz; die
Klimaanlage; klimatisch; klimatisieren: ein
klimatisierter Bus (Bus, bei dem Temperatur
und Luftfeuchtigkeit automatisch geregelt
sind); die Klimatisierung; die Klimaverän¬
derung; die Klimazone
Klimbjm, der: -s (unwichtiges Beiwerk,
lächerliches Getue)
kljmmen: du klimmst, er klomm/klimmte, er
ist geklommen/geklimmt, klimm(e)!; sie ist
auf den Berg geklommen (geklettert); der
Klimmzug (Turnübung)
kljmpern: auf der Gitarre klimpern (gedan¬
kenlos spielen) - mit Geldstücken in der
Hosentasche klimpern; die Klimperei; der
Klimperkasten
Kljnge, die: -n (scharfer Teil eines Schneid¬
werkzeuges); die Klinge des Messers - je¬
manden über die Klinge springen lassen
(töten, vernichten)
kljn-gert: du klingst, er klang, sie hat geklun¬
gen, kling(e)!; der Ton klingt (tönt) hell -
das klingt nicht schlecht (hört sich nicht
schlecht an); der Klang; die Klingel
(Glocke); der Klingelbeutel; der Klingel¬
knopf; klingeln: es hat laut geklingelt
(geläutet) - jemanden aus dem Bett klin¬
geln - es klingelt bei jemandem (er be¬
greift); das Klingelzeichen
Klinik griech., die: -, -en (Krankenhaus); das
Klinikum (Zusammenschluss mehrerer Kli¬
niken); klinisch: klinisch tot sein - eine kli¬
nische Behandlung
Klinke, die: -, -n (Griff, Türdrücker); klinken:
die Türe ins Schloss klinken
Kljn-ker, der: -s, - (hart gebrannter Ziegel¬
stein); der Klinkerbau; der Klinkerstein
kljpp: klipp und klar (unmissverständlich)
Kljpp engl., der: -s, -s (Ohrschmuck, Klemme);
Klips; auch: der Clip
Kljp pe, die: -, -n (aus dem Meer ragender
Fels); um eine Klippe segeln - an einer
Klippe (einem Hindernis) scheitern
Kljps engl., der: -s, -s; —► Klipp
kljrren: die Fensterscheibe klirrt - eine klir¬
rende (eisige) Kälte
Kli schee franz., das: -s, -s (weit verbreitete
Meinung, abgedroschene Redensart); kli¬
scheehaft; die Klischeevorstellung
Klistier griech., das: -s, -e (Einlauf); die Klis¬
tierspritze
kljtschig: eine klitschige (lehmige, feuchte)
Masse; der Klitsch; die Klitsche (ärmlicher
Betrieb); klitsch(e)nass (völlig durchnässt)
Klo, das: -s, -s (Toilette); -+ Klosett
Kloake lat., die: -, -n (Abwasserkanal)
klo big: (plump, grob); der Kloben (grober
Holzklotz)
klönen: (gemütlich plaudern)
klopfen: an die Tür klopfen - Teppiche klop¬
fen (reinigen) - mein Herz klopft bis zum
Hals; aber: ein starkes Klopfen; der Klopfer;
klopffest; die Klopffestigkeit; das Klopfzei¬
chen
Klop-pe, die: -; Kloppe (Prügel) bekommen;
die Klopperei
klöp peln: (Spitzen anfertigen); der Klöppel
(Knüppel, Glockenschwengel, Spule zum
Klöppeln); die Klöppelarbeit; die Klöppelei;
die Klöppelspitze; die Klöpplerin
Klops, der: -es, -e (Fleischkloß)
Klosett engl., das: -s, -s/-e (Toilette); die Klo¬
settbürste; das Klosettpapier; die Klosett¬
tür; -> Klo
Kloß, der: -es, Klöße (Knödel); das Klößchen
Klos ter, das: -s, Klöster (Gemeinschaft von
Mönchen oder Nonnen); ins Kloster gehen
(Mönch bzw. Nonne werden); die Kloster¬
bibliothek; der Klosterbruder; die Kloster¬
frau; der Klostergarten; klösterlich; die
Klosterzelle
Klotz, der: -es, Klötze (grobes Stück Holz);
klotzen: jemandem ein Klotz am Bein (eine
Last) sein; klotzen: klotzen, nicht kleckern
(sich nicht mit Kleinigkeiten abgeben) #
glotzen; klotzig (unförmig, plump)
Klub engl., der: -s, -s; einen Klub (eine Verei-
nigung) gründen; auch: der Club; der Klub¬
kamerad; das Klublokal; der Klubraum; der
Klubsessel
Kluft, die: -, Klüfte; über eine Kluft (Spalte)
springen - zwischen den streitenden Par¬
teien besteht eine tiefe Kluft (Meinungsver¬
schiedenheit)
Kluft, die: -, -en; seine nasse Kluft (Kleidung)
ausziehen
klug: klüger, am klügsten; klug (gescheit, in¬
telligent) sein - klug reden - klug handeln -
ein kluger (vernünftiger) Gedanke - aus je¬
mandem nicht klug werden (ihn nicht ver¬
stehen können); aber: es ist das Klügste zu
schweigen - die Klügste in der Klasse - der
Klügere gibt nach; klugerweise; aber: in
kluger Weise; die Klugheit; der Klugscheißer
(Besserwisser)
Klumpen, der: -s, -; ein Klumpen (Batzen,
Brocken) Lehm; das Klümpchen; klumpen:
der Brei klumpt (er bildet Klumpen); der
Klumpfuß (Missbildung des Fußes); klum¬
pig: ein klumpiger Reis
Klüngel, der: -s, - (Vetternwirtschaft, Sipp¬
schaft, Clique)
km = Kilometer (1000 m)
knabbern: Nüsse knabbern (mit den Vorder¬
zähnen kauen) - an etwas zu knabbern ha¬
ben (sich mit etwas schwer tun)
Knabe, der: -n, -n (Junge); das Knabenalter;
knabenhaft; das Knäblein
knacken: Nüsse knacken (öffnen) - knacken¬
de Geräusche im Telefon; der Knack (kur¬
zes, helles Geräusch); das Knäckebrot
(knusprig gebackenes Vollkornbrot); der
Knacker (alter Mann); knackfrisch; knackig:
knackige (frische) Semmeln; der Knack¬
punkt (der entscheidende Punkt); knacks!;
der Knacks: die Tasse hat einen Knacks (Riss)
- einen Knacks (seelischen oder körperli¬
chen Schaden) bekommen haben; knack¬
sen; die Knackwurst
knallen: mit der Peitsche knallen - in die Luft
knallen (schießen) - das Spielzeug in die
Ecke knallen (werfen) - mit dem Kopf auf
den Boden knallen (schlagen) - die Sonne
knallt (brennt heiß) vom Himmel - knal¬
lende (grelle) Farben - jemandem eine
knallen (eine Ohrfeige geben); der Knall:
Knall und/auf Fall (völlig unerwartet); der
Knalleffekt (große Überraschung, verblüf¬
fende Wirkung); die Knallerei; knallhart
(sehr hart); knallig: knallige (auffallende,
grelle) Farben; der Knallkopf (verrückter
Kerl); der Knallkörper; knallrot (grellrot);
knallvoll: ein knallvoller (prall gefüllter)
Sack
knapp: knapper, am knappsten; knapp (sehr
nahe) am Tor vorbei - ein knappes (fast zu
geringes) Taschengeld - das Kleid ist sehr
knapp (eng) - mit knappen (kurzen) Worten -
ein knappes (gerade noch ausreichendes)
Ergebnis - sie ist knapp (nicht ganz) vierzig -
mit knapper Not (gerade noch) - knapp
halten (wenig geben); die Knappheit
Knappe, der: -n, -n (Bergarbeiter, Edelknabe);
die Knappschaft (alle Bergarbeiter eines
Bergwerks)
knarren: die Tür knarrt (ächzt, knarzt) laut;
die Knarre (Kinderspielzeug, Gewehr)
Knast, der: -(e)s, -e/Knäste (Gefängnis, Frei¬
heitsstrafe); Knast schieben (eine Freiheits¬
strafe verbüßen); der Knastbruder
Knatsch, der: -(e)s; das gibt einen schönen
Knatsch (Ärger, Zwist); knatschen (eine
weiche Masse kneten; weinerlich, mür¬
risch reden); knatschig
knattern: (hintereinander kurz knallen); mit
dem Motorrad durch die Stadt knattern
Knäuel, das/der: -s, -; ein Knäuel (zu einer
Kugel aufgewickelte) Wolle; knäueln
Knauf, der: -(e)s, Knäufe (runder Griff)
knausern: mit dem Geld knausern (übertrie¬
ben sparsam umgehen); die Knauserei;
knaus(e)rig: sehr knauserig (geizig, sparsam)
sein; die Knauserigkeit
knaut schen: (drücken, quetschen); knaut¬
schig (zerknittert); der Knautschlack; die
Knautschzone
173
Knoten
knebeln: (den Mund verstopfen); gefesselt
und geknebelt; der Knebel; die Kneb(e)-
lung
Knecht, der: -(e)s, -e (Feld-, Landarbeiter);
knechten: ein Land knechten (unter¬
drücken); knechtisch (unterwürfig); die
Knechtschaft; die Knechtung
kneifen: du kneifst, er kniff, sie hat gekniffen,
kneif(e)!; jemanden ins Bein kneifen (zwi¬
cken) - aus Angst vor einer Gefahr kneifen
(sich davor drücken); der Kneifer (eine
Brille ohne Bügel); die Kneifzange (Bei߬
zange)
Kneipe, die: -, -n; in eine Kneipe (Schenke,
einfache Gaststätte) gehen; kneipen (ze¬
chen); der Kneipenwirt; die Kneipenwirtin
kneippen: (eine Wasserkur machen); die
Kneippkur
kneten: den Teig kneten (mit den Händen be¬
arbeiten); knetbar; die Knete (Knetmasse,
Geld); die Knetmaschine; die Knetmasse
knjcken: das Papier knicken (falten, umbie¬
gen, falzen) - einen Ast knicken (brechen);
der Knick; der Knicks: einen Knicks ma¬
chen (zum Gruß das Knie beugen); knick¬
sen; die Knickung
knj-ckern: (übertrieben sparsam sein); knick(e)-
rig (geizig); die Knickerigkeit
Knie, das: -s, - (Gelenk zwischen Ober- und
Unterschenkel); weiche Knie (Angst) haben-
jemanden in die Knie zwingen (besiegen,
unterwerfen) - etwas übers Knie brechen
(etwas übereilt erledigen); die Kniebeuge;
der Kniefall (Niederfallen auf das Knie);
kniefällig: kniefällig um etwas bitten;
kniefrei; das Kniegelenk; kniehoch; die
Kniehose; die Kniekehle; knielang; knien:
vor dem Altar knien - sich in eine Arbeit
knien; der Knieriemen; die Kniescheibe;
knietief: knietiefes Wasser
Knjff, der: -(e)s, -e (Falte, umgebogene Stelle,
Trick); kniff(e)lig: eine knifflige (schwierige,
komplizierte) Frage; kniffen (falten)
Knjlch, der: -s, -e (unangenehmer Mensch);
auch: der Knülch
knjpsen: die Umgebung knipsen (fotografie¬
ren) - Fahrkarten knipsen (lochen); der
Knipser
Knjrps, der: -es, -e (kleiner Junge, zusammen-
schiebbarer Regenschirm)
knjrschen: vor Wut mit den Zähnen knir¬
schen - der Schnee knirscht unter den
Schuhen
knjstern: das Holz knistert im Feuer - eine
knisternde (spannungsgeladene) Atmo¬
sphäre - es knistert im Cebälk (es droht Ge¬
fahr)
knjttern: der Stoff knittert nicht (bekommt
keine Falten); knitterfest; knitterfrei;
knitt(e)rig
knobeln: eine Runde knobeln (würfeln) -
über ein Problem lange knobeln (nachden-
ken); der Knobelbecher
Knoblauch, der: -(e)s (Gewürz- und Heil¬
pflanze)
Knochen, der: -s, - (Teil des Skeletts); ihm tun
alle Knochen (Gliedmaßen) weh - für et¬
was seine Knochen hinhalten (sich für et¬
was opfern); der Knöchel: sich den Knöchel
brechen; knöchellang; knöcheltief; die
Knochenarbeit (sehr anstrengende Arbeit);
der Knochenbau; der Knochenbruch; kno¬
chendürr (sehr dürr); der Knochenfraß; das
Knochengerüst; knochenhart; der Kno¬
chenmann (Tod); das Knochenmark; kno¬
chentrocken (ganz trocken); knöch(e)rig;
knöchern (aus Knochen); knochig (mit star¬
ken Knochen): eine knochige Gestalt
Knock-out (K.o.) engl, [nokaut], der: -(s), -s
(Niederschlag beim Boxen, Vernichtung);
auch: der Knockout; knock-out (k.o.): je¬
manden k.o. (kampfunfähig) schlagen;
auch: knockout; der K.-o.-Schlag
Knödel, der: -s, - (Kloß)
Knol le, d ie: -, -n (unter der Erde liegender,
verdickter Teil einer Pflanze); auch: der
Knollen; der Knollenblätterpilz; knollen¬
förmig; die Knollennase; knollig
Knopf, der:-es, Knöpfe; einen Knopf annähen-
auf den Knopf (Klingel-, Schaltknopf)
drücken - jemandem geht der Knopf auf {er
begreift plötzlich); der Knopfdruck; knöp¬
fen; das Knopfloch
Knorpel, der: -s, - (festes Bindegewebe, das
Knochen verbindet und stützt); knorp(e)lig
knorrig: ein knorriger (verwachsener) Ast;
der Knorren (Knoten, Verwachsung)
Knospe, die: -, -n (noch geschlossene Blüte);
knospen
Knoten, der: -s, -; den Knoten (die Verschlin¬
gung) des Seils lösen - Knoten (verdickte
Stellen) an den Fingern haben - fünf Kno-
knoten
174
ten in der Stunde fahren (Maßeinheit für
Schiffsgeschwindigkeit) - bei jemandem ist
der Knoten geplatzt (er hat es endlich be¬
griffen); knoten: seine Schnürsenkel kno¬
ten; der Knotenpunkt (Vereinigung mehre¬
rer Linien); knotig
Know-how engl, [nohau], das: -(s) (das Wis¬
sen, wie man eine Sache verwirklichen
kann)
knüllen: Papier knüllen (zerknittern, zusam¬
mendrücken)
Knüller, der: -s, - (tolle Sache, Schlager)
knüpfen: Fäden knüpfen (zusammenknoten)-
enge Beziehungen knüpfen (hersteilen); die
Knüpfarbeit; die Knüpfung
Knüppel, der: -s, - (kurzer Stock, Prügel); je¬
mandem Knüppel zwischen die Beine wer¬
fen (Schwierigkeiten machen); knüppel¬
dick: es kommt plötzlich knüppeldick (sehr
schlimm); knüppeln; die Knüppelschaltung
knurren: (brummen, murren); knurrende
Hunde - mir knurrt der Magen; knurrig: ein
knurriger (schlecht gelaunter, mürrischer)
Mensch
knuspern: (geräuschvoll knabbern); das
Knusperhäuschen; knusp(e)rig: knusprige
(frisch gebackene) Brötchen - knusprig (an¬
ziehend) aussehen
Knu te, d ie: -, -n (Peitsche; Gerte); knuten
(knechten, unterdrücken)
knutschen: (küssen, liebkosen); die Knut¬
scherei
k.o.: —► knockout
Koalition franz., die: -, -en (Vereinigung,
Bündnis von Parteien oder Staaten); koalie¬
ren (sich verbünden); die Koalitionspartei;
der Koalitionspartner; die Koalitionsregie¬
rung
Kobalt, das: -s (Metall); kobaltblau
Kobel, der: -s, - (kleiner Stall, Verschlag, Nest
des Eichhörnchens); der Koben (Käfig,
Stall)
Ko bold, der: -(e)s, -e (Erd- und Hausgeist,
Zwerg); koboldhaft
Kobra (Kobra) port., die: -, -s (Brillen¬
schlange)
kochen: ein gutes Essen kochen (zubereiten) -
vor Wut, Zorn kochen - das Wasser kocht
(siedet) - kochend heißes Wasser; der
Koch: viele Köche verderben den Brei; das
Kochbuch; köcheln (leicht kochen); der
Kocher; kochfertig; kochfest; das Kochge¬
schirr; die Köchin; die Kochkunst; der
Kochlöffel; die Kochnische; das Kochre¬
zept; der Kochtopf; die Kochwäsche
Köcher, der: -s, - (Futteral, Behälter für Pfeile)
Kode engl, [kot], der: -s, -s (Schlüssel, Ge¬
heimzeichen); kodieren; die Kodierung; —►
Code
Köder, der: -s, -; jemanden als Köder (Lock¬
vogel) benutzen; ködern: Fische ködern
(anlocken) %
Kodex lat., der: -es/-, -e/Kodizes (Hand¬
schriftensammlung, Gesetzbuch); auch: der
Codex
Koedukation engl., die: - (gemeinsame
schulische Erziehung von Knaben und
Mädchen); koedukativ
Koexistenz lat., die: - (friedliches Neben¬
einanderleben): koexistieren
Koffern arab., das: -s (anregender Wirkstoff
in Tee und Kaffee); koffeinfrei; koffeinhal¬
tig; —► Coffein
Koffer franz., der: -s, -; den Koffer packen;
das Kofferradio; der Kofferraum (Gepäck¬
raum in einem Auto)
Kpgge/ die: -, -n (Handelsschiff der Hanse)
Kognak (Ko-gnak) franz. [konjak], der: -s, -s/
-e (Weinbrand); die Kognakbohne; das
Kognakglas; —► Cognac
Kohl, der: -(e)s (Gemüse); Kohl reden (Unsinn
reden); der Kohldampf: Kohldampf schie¬
ben (Hunger haben); der Kohlrabi (Gar¬
tenkohl); die Kohlrübe; der Kohlweißling
(Schmetterling)
Koh le, die: -, -n (Brennstoff); Kohle führende
Flöze - wie auf glühenden Kohlen sitzen
(voller Unruhe sein); kohlen; das Kohlendi¬
oxid (färb- und geruchloses Gas); die Koh¬
lenheizung; das Kohle(n)hydrat (Verbin¬
dung aus Kohlenstoff, Sauerstoff und Was¬
serstoff); die Kohlensäure; der Kohlenstoff
(chemisches Element); das Kohlepapier
(Durchschlag- papier); der Köhler; die
Kohlezeichnung; kohlrabenschwarz; kohl¬
schwarz
Koje nieder!., die: -, -n (Schlafkabine, Aus¬
stellungsstand)
Kokain indian., das: -s (Betäubungsmittel,
Rauschgift); auch: der Koks; koksen (Ko¬
kain nehmen)
ko-keln: (mit Feuer spielen)
175
Kommasetzung
kokett franz.: (gefallsüchtig, eitel, selbstgefäl¬
lig); die Koketterie; kokettieren (sich inte¬
ressant machen, seine Reize spielen lassen)
Ko ko lo res, der: -; Kokolores (Unsinn) reden
Kokon franz. [kokö], der: -s, -s (Hülle der In¬
sektenpuppen)
Kokosnuss, die: . nüsse (Frucht); die Ko¬
kosmatte; die Kokospalme
Koks eng/., der: -es, -e (Brennstoff aus Kohle);
die Kokerei; die Koksheizung; der Koksofen
Kolben, der: -s, -; der Kolben (ein Teil) des
Motors - die Kolben (dicken Enden) des
Maises; der Kolbenmotor; der Kolbenring
Kolchose russ., die: -, -n (landwirtschaftli¬
ches Staatsgut in östlichen Ländern); der
Kolchosbauer; die Kolchosbäuerin
Ko lik griech., die: -, -en (heftige, krampfartige
Leibschmerzen)
kollaborieren franz.: (mit dem Feind
Zusammenarbeiten); der Kollaborateur
[kolaboratör]; die Kollaborateurin; die Kol¬
laboration
Kollaps lat., der: -es, -e (Schwächeanfall);
kollabieren
Kol le ge lat, der: -n, -n (Mitarbeiter, Berufs¬
genosse); das Kolleg (die Hochschulvorle¬
sung); die Kollegenschaft; kollegial: kolle¬
gial (kameradschaftlich) mit jemandem
verkehren - kollegial (hilfsbereit) sein; die
Kollegialität; die Kollegin; das Kollegium
Kollekte lat., die: -, -n (Spendensammlung
in der Kirche); die Kollektion (Muster¬
sammlung, Zusammenstellung); kollektiv
(gemeinschaftlich); das Kollektiv (Arbeits¬
gemeinschaft, Team); das Kollektivbewusst¬
sein; kollektivieren (enteignen); die Kollek¬
tivschuld (Schuld einer Gemeinschaft)
Koller, der: -s, - (Wutausbruch)
kol lern: der Ball kollert (rollt) in die Ecke
kollidieren lat.: mit einem Auto kollidieren
(zusammenstoßen); die Kollision (Zusam¬
menstoß, Streit); der Kollisionskurs
Kollier franz. [kolje], das: -s, -s (Halsschmuck);
auch: das Collier
Kol lo qui um lat., das: -s, Kolloquien (Fach¬
gespräch, Meinungsaustausch)
Ko-lo-nie lat., die: -, Kolonien (auswärtige An¬
siedlung eines Staates, Niederlassung, Sied¬
lung); die Kolonialherrschaft; der Kolo¬
nialismus; die Kolonialmacht; die Kolonial¬
waren Mz. (aus den Kolonien eingeführte
Waren); die Kolonisation (wirtschaftliche
Erschließung und Ausbeutung eines Lan¬
des); der Kolonisator; kolonisieren: ein
Land kolonisieren (besiedeln); die Koloni¬
sierung; der Kolonjst
Kolonne franz., die: -, -n; eine Kolonne
(Gruppe, lange Reihe) Soldaten; das Kolon¬
nenfahren
Koloratur ital., die: -, -en (gesangliche Ver¬
zierung); der Koloratursopran
Kolorit ital., das: -(e)s, -e/-s (Farbgebung,
farbliche Gestaltung, Klangfarbe); kolorie¬
ren: ein Bild kolorieren (ausmalen, färben)
Koloss griech., der: -es, -e (Ungetüm, Riesen¬
standbild); kolossal: ein kolossales (riesi¬
ges) Standbild - ein kolossales (gewaltiges)
Glück haben; das Kolossalgemälde
kolportieren franz.: (Gerüchte verbreiten,
ausplaudern); die Kolportage [kolportasche];
der Kolportageroman (literarisch wertloser
Roman)
Kolumne lat., die: -, -n (Zeitungsspalte, Ab¬
schnitt); der Kolumnjst (Zeitungsschreiber);
die Kolumnjstin
Koma griech., das: -s, -s/-ta (schwere Be¬
wusstlosigkeit)
kombinieren lat.: (miteinander verbinden,
berechnen); der Kombi (kombiniertes Lie¬
fer- und Personenauto); das Kombinat (Zu¬
sammenschluss von Betrieben in östlichen
Ländern); die Kombination: eine richtige
Kombination (gedankliche Folgerung) -
eine Kombination im Fußballspiel (plan¬
volles Zusammenspiel); der Kombiwagen;
die Kombizange
Kombüse, die: -, -n (Schiffsküche)
Komet griech., der: -en, -en (Schweifstern);
kometenhaft: ein kometenhafter (steiler,
schneller) Aufstieg
Korn-fort engl, [komfor], der: -s (Luxus, Be¬
quemlichkeit); komfortabel: sich komforta¬
bel (wohnlich, gemütlich) einrichten
komisch griech.: sich komisch (sonderbar)
benehmen - komisch (erheiternd, spaßig)
wirken; die Komik; der Komiker (Spaßma¬
cher); die Komikerin; komischerweise
Komitee franz., das: -s, -s (leitender Aus¬
schuss, Gruppe mit bestimmten Aufgaben);
ein Komitee für den Frieden
Komma griech., das: -s, -s/-ta (Beistrich); der
Kommafehler; die Kommasetzung
Kommandant
176
Kommandant franz., der: -en, -en (militä¬
rischer Befehlshaber); der Kommandeur
[komandör]; kommandieren: Soldaten kom¬
mandieren (befehligen) - sich nicht kom¬
mandieren (sich nichts befehlen) lassen;
das Kommando (Weisung, Befehl)
kommen: du kommst, er kam, sie ist gekom¬
men, komm(e)!; der Zug kommt mit Ver¬
spätung - wie komme (gelange) ich zum
Bahnhof? - sich ein Getränk kommen las¬
sen (bestellen) - ins Gefängnis kommen -
zu Reichtum kommen (gelangen) - das
kommt (geschieht) überraschend - um sein
Vermögen kommen (es verlieren) - er
kommt (begegnet) mir frech - das Auto
kommt auf viel Geld (kostet viel) - hinter
etwas kommen (etwas aufdecken) - am
kommenden (nächsten) Sonntag; das Kom¬
men: ein ständiges Kommen und Gehen
Kommentar lat., der: -s, -e (Erläuterung, kri¬
tische Stellungnahme, Deutung); kommen¬
tarlos (ohne Stellungnahme); der Kommen¬
tator; kommentieren; die Kommentierung
kommerziell lat.: kommerzielle (geschäft¬
liche) Interessen - kommerziell (auf Ge¬
winn bedacht) handeln; der Kommerz
(Wirtschaft, Handel und Verkehr); kom¬
merzialisieren (wirtschaftlichen Interessen
unterordnen)
Kommiss lat., der: -es (Militärdienst)
Kommissar lat., der: -s, -e; einen Kommissar
(Beauftragten) schicken; das Kommissariat
(Amts- bzw. Polizeidienststelle); kommissa¬
risch: ein Amt kommissarisch (vorüberge¬
hend, stellvertretend) ausüben; die Kom¬
mission: einer Kommission (einem Aus¬
schuss) angehören - eine Ware in Kommis¬
sion (zum Verkauf) geben; die Kommis¬
sionsware
Kommode franz., die: -, -n (kastenförmiges
Möbelstück mit Schubfächern)
Kommune lat., die: -, -n (Gemeinschaft
Gleichgesinnter, Gemeinde); kommunal:
eine kommunale (die Gemeinde betreffen¬
de) Angelegenheit; der Kommunismus (po¬
litische Richtung, die sich gegen den Ka¬
pitalismus wendet); der Kommunjst; die
Kommunistin; kommunistisch
Kom mu ni ka ti on lat., die: -, -en (Verbin¬
dung, Verständigung, Informationsaus¬
tausch); das Kommunikationsmittel; kom¬
munikativ; das Kommunique (amtliche
Mitteilung); auch: das Kommunikee; die
Kommunion (Empfang des heiligen Abend¬
mahls in der katholischen Kirche); kommu¬
nizieren (sich verständigen, das Abend¬
mahl empfangen)
Komödie griech., die: -, -n (Lustspiel); Ko¬
mödie spielen (etwas vortäuschen); der
Komödiant (Darsteller einer lustigen Rolle,
Schauspieler); die Komödiantin
kompakt franz^ (dicht, fest, eng); die Kom¬
paktanlage; die Kompaktbauweise; die
Kompaktheit
Kompanie (Komp.) franz., die: -, Kompa¬
nien (Truppeneinheit, Handelsgesellschaft);
der Kompagnon [kompanjö] (Geschäftsteil¬
haber, Partner); der Kompanieführer
Komparativ lat., der: -s, -e (Sprachlehre:
zweite Steigerungsstufe)
Korn-pass ital., der: -es, -e (Gerät zur Bestim¬
mung der Himmelsrichtung); die Kompass¬
nadel
kompatibel engl.: (vereinbar, kombinier¬
bar, austauschbar); die Kompatibilität
Kompendium lat., das: -s, Kompendien
(Lehrwerk, Nachschlagewerk)
kom pen sie ren: (ausgleichen); die Kom¬
pensation (Entschädigung, Abfindung, Aus¬
gleich); das Kompensationsgeschäft; kom¬
pensatorisch (ausgleichend); die Kom-
pensierung
kompetent lat.: in einer Sache kompetent
(zuständig) sein - ein kompetentes (sach¬
verständiges) Urteil - nicht kompetent (zu¬
ständig) sein; die Kompetenz
kom ple rnen tär franz.: (ergänzend); die
Komplementärfarbe (Ergänzungsfarbe)
komplett franz.: eine komplette (vollstän¬
dige) Sammlung; komplettieren (ergänzen)
Komplex lat., der: -es, -e; ein Komplex (eine
Einheit) von Gebäuden - Komplexe
(Wunsch- oder Furchtvorstellungen) haben;
komplex: ein komplexer (vielschichtiger,
verwickelter) Sachverhalt
Komplice franz., der: -n, -n; —► Komplize
Kompliment franz., das: -(e)s, -e; jemandem
ein Kompliment (eine Höflichkeitsbezei¬
gung) machen
Komplize franz., der: -n, -n (Mittäter, Hel¬
fer); auch: der Komplice; die Komplizen¬
schaft; die Komplizin
177
Kongresszentrum
kompliziert lat.: eine komplizierte (schwie¬
rige, verwickelte) Lage; die Komplikation:
unerwartet treten Komplikationen (Schwie¬
rigkeiten, Verwicklungen) auf; komplizie¬
ren: das kompliziert (erschwert) alles; die
Kompliziertheit
Komplott franz., das: -(e)s, -e (Verschwö¬
rung, Überfall); ein Komplott schmieden
(heimlich einen Anschlag vorbereiten)
Komponente lat., die: -, -n (Bestandteil,
Teil eines Ganzen); komponieren: ein Lied
komponieren (vertonen) - eine geschickt
komponierte (gestaltete) Erzählung; der
Komponjst (Tonkünstler); die Komposition
(Aufbau, Zusammensetzung, Gliederung)
Kom-post franz., der: -(e)s, -e (Naturdünger);
die Komposterde; der Komposthaufen;
kompostierbar; kompostieren
Kompott franz., das: -(e)s, -e (gekochtes Obst)
komprimieren franz.: (zusammenpressen,
kürzen); die Kompresse (feuchter Um¬
schlag); die Kompression; der Kompressor
(Gerät zum Verdichten von Gasen); kom¬
primiert: komprimierte (zusammengepress¬
te) Luft - ein komprimierter (kurzer) Be¬
richt; die Komprimierung
Kompromjss lat., der: -es, -e; einen Kom¬
promiss (einen Vergleich, eine Überein¬
kunft) schließen; kompromissbereit; kom¬
promisslos; die Kompromisslösung
kompromittieren franz.: (in Verlegenheit
bringen, blamieren)
kondensieren lat.: Wasserdampf konden¬
siert (verflüssigt sich) - kondensierte (ver¬
dichtete) Milch; das Kondensat (Nieder¬
schlag, entstandene Flüssigkeit); die Kon¬
densation (Verdichtung, Verflüssigung); der
Kondensator; die Kondensierung; die Kon¬
densmilch; der Kondensstreifen
Kondition lat., die: -, -en; eine gute Kondi¬
tion (körperliche Verfassung) haben - gute
Konditionen (Bedingungen) aushandeln;
konditionsschwach; die Konditionsschwä¬
che; konditionsstark; das Konditionstrai¬
ning
Konditor lat., der: -s, Konditoren (Fein¬
bäcker); die Konditorei; die Konditorin
kondolieren lat.: (Beileid aussprechen); die
Kondolenzkarte; das Kondolenzschreiben
Kon-dom engl., das/der: -s, -e (Mittel zur
Empfängnisverhütung)
Konfekt lat., das: -(e)s, -e (Zuckerwerk)
Konfektion franz., die: -, -en (Fertigklei¬
dung); der Konfektionsanzug
Konferenz lat., die: -, -en (Beratung, Sit¬
zung); der Konferenzbeschluss; der Konfe¬
renzsaal; das Konferenzzimmer; konferie¬
ren (Verhandlungen führen, sich beraten)
Konfession lat., die: -, -en (religiöses Be¬
kenntnis, Glaube); konfessionell (zu einer
Konfession gehörend); konfessionslos; der
Konfessionswechsel
Konfetti ital., das: -(s) (bunte Papierblätt¬
chen); die Konfettiparade
Konfirmation lat., die: -, -en (feierliche
Aufnahme evangelischer Jugendlicher in
die Kirchengemeinde); der Konfirmand;
die Konfirmandin; konfirmieren
konfiszieren lat.: (beschlagnahmen); die
Konfiszierung
Konfitüre franz., die: -, -n (Fruchtmus, Mar¬
melade)
Konfljkt lat., der: -(e)s, -e; sich in einem Kon¬
flikt (Zwiespalt) befinden - einen Konflikt
(Streit) heraufbeschwören - mit den Geset¬
zen in Konflikt geraten (Gesetze übertre¬
ten); konfliktfrei; konfliktgeladen; der Kon¬
fliktherd; konfliktlos; die Konfliktlösung;
die Konfliktsituation
Konföderation lat., die: -, -en (Staaten¬
bund); konföderativ; konföderieren (sich
verbinden); der/die Konföderjerte
konform lat.: konform gehen (einer Meinung
sein, übereinstimmen) - konforme (über¬
einstimmende) Ansichten haben; der Kon-
formjsmus (Haltung, die um Anpassung
bemüht ist); konformistisch; die Konfor¬
mität (Übereinstimmung)
kon fron tie ren lat.: (gegenüberstellen); die
Konfrontation (Auseinandersetzung, Ge¬
genüberstellung); der Konfrontatipnskurs;
die Konfrontierung
konfus lat.: konfuse (verworrene, unklare)
Gedanken - konfus (kopflos, fahrig) wir¬
ken; die Konfusion (Verwirrung, Unord¬
nung)
Konglomerat lat., das: -(e)s, -e (Gemisch,
Zusammenballung)
Kongress lat., der: -es, -e (Tagung, Zusam¬
menkunft von Fachleuten); die Kongress¬
halle; der Kongresssaal; der Kongressteil¬
nehmer; das Kongresszentrum
kongruent
178
kongruent lat.: eine kongruente (überein¬
stimmende, völlig gleiche) Meinung haben
- kongruente (deckungsgleiche) Dreiecke;
die Kongruenz (Deckungsgleichheit)
Kö-nig, der: -s, -e; jemanden zum König krö¬
nen - den König (eine Spielkarte) ausspie¬
len - den König (eine Schachfigur) ziehen -
die Heiligen Drei Könige; die Königin; die
Königinpastete; königlich: ein königliches
(kostbares) Geschenk; aber: die Königliche
Hoheit; das Königreich; das Königspaar;
der Königssohn; die Königstochter; königs¬
treu; das Königtum
konisch griech.: (kegelförmig); der Konus
(Kegel)
Konjugation lat., die: -, -en (Sprachlehre:
die Beugung des Zeitwortes); konjugierbar;
konjugieren (beugen)
Konjunktion lat., die: -en (Sprachlehre:
Bindewort)
Konjunktiv lat., der: -s, -e (Sprachlehre:
Möglichkeitsform)
Konjunktur lat., die: -en (Wirtschaftslage);
konjunkturabhängig; konjunkturbedingt;
konjunkturell: die konjunkturelle Lage; das
Konjunkturprogramm
konkav lat.: (nach innen gekrümmt); der
Konkavspiegel
Konklave lat. [konklawe], das: -s, -n (Ver¬
sammlung der Kardinäle zur Papstwahl)
Konkordat lat., das: -(e)s, -e (Vertrag zwi¬
schen einem Staat und der Kirche)
konkret lat.: etwas konkret (anschaulich,
deutlich) zeigen - ein konkreter (wirklicher,
sichtbarer, greifbarer) Gegenstand - die
konkrete Malerei; die Konkretheit; konkre¬
tisieren (veranschaulichen, verdeutlichen);
die Konkretisierung
Konkurrenz lat., die: -, -en; mit jemandem
in Konkurrenz (im Wettstreit) liegen - zur
Konkurrenz (zu anderen Konkurrenten)
gehen - er startet außer Konkurrenz; der
Konkurrent (Mitbewerber, Gegner); die
Konkurrentin; konkurrenzfähig; der Kon¬
kurrenzkampf; konkurrenzlos; der Konkur¬
renzneid; konkurrieren: mit dem Nach¬
barn konkurrieren (wetteifern)
Konkurs lat., der: -es, -e; in Konkurs gehen
(zahlungsunfähig werden); die Konkurs¬
masse
können: du kannst, er konnte, sie hat ge¬
konnt; er kann nicht schwimmen - etwas
nicht leiden können - man kann (darf) hier
nicht parken - es mit jemandem gut kön¬
nen (mit jemandem gut auskommen); das
Können (Fertigkeit); der Könner (Fach¬
mann); die Könnerin
Konrektor lat., der: -s, Konrektoren (stellver¬
tretender Rektor); die Konrektorin
Kon •sens lat., der: -es, -e; einen Konsens (Ei¬
nigkeit, Übereinstimmung) erzielen; kon¬
sensfähig %
Konsequenz lat., die: -, -en; die Konsequen¬
zen (Folgerungen) ziehen - er hat die Kon¬
sequenzen (Folgen) zu tragen; konsequent:
konsequent (beharrlich, beständig) an sei¬
ner Meinung festhalten - konsequent (fol¬
gerichtig) handeln - etwas konsequent
(zielstrebig) zu Ende führen; konsequenter¬
weise
konservativ lat.: (am Hergebrachten, Über¬
lieferten festhaltend); konservative (altmo¬
dische, rückständige) Ansichten haben; der/
die Konservative; der Konservativismus
Konserve lat., die: -, -n (Dauerware); die
Konservenbüchse; die Konservendose; die
Konservenfabrik; der Konservenöffner;
konservierbar; konservieren (aufbewah¬
ren, erhalten, haltbar machen); die Konser¬
vierung; das Konservierungsmittel; der
Konservierungsstoff
konsistent lat.: (fest, beständig, dickflüssig);
die Konsistenz (Beschaffenheit, Dichte)
Kon so le franz., die: -, -n (Wandbrett, Mauer¬
vorsprung)
kon so li die ren lat.: einen Betrieb konsoli¬
dieren (in seinem Bestand sichern, festigen) -
die Lage hat sich konsolidiert; die Konsoli¬
dierung
Konsonant lat., der: -en, -en (Mitlaut)
Konsorte lat., der: -n, -n (Gefährte, Mittäter);
das Konsortium (Vereinigung von Unter¬
nehmen)
v Kon spi ra ti on lat., die: -, -en (Verschwö¬
rung); konspirativ: ein konspiratives Tref¬
fen; konspirieren (sich verschwören)
konstant lat.: konstante (gleichbleibende)
Leistungen bringen - sich konstant (beharr¬
lich) weigern; die Konstante (unveränder¬
liche Größe); die Konstanz (Unveränder¬
lichkeit, Beharrlichkeit); konstatieren (fest¬
stellen)
179 Konvention
Kons tel la ti on (Kon stel la ti on) lat., die:
-en (Sachlage, Umstände)
konster niert (kon ster niert) lat.: (be¬
stürzt, betroffen, fassungslos)
Konstitution lat., die: -en; eine gute
Konstitution (körperl ich-geistige Verfas¬
sung) haben; konstituieren: einen Verein
konstituieren (bilden, gründen) - sich kon¬
stituieren (zusammentreten, sich zusam¬
mensetzen); konstitutionell (verfassungs¬
gemäß)
konstruieren lat.: (bauen, entwerfen, zu¬
sammenfügen); der Konstrukteur [kon-
struktör]; die Konstrukteurin; die Kon¬
struktion (Entwurf, Bauwerk, Herstellung);
konstruktiv: konstruktive (fruchtbare, auf¬
bauende) Arbeit leisten
Konsul lat., der: -s, -n (Vertreter eines Staates
im Ausland); konsularisch; das Konsulat
(Gesandtschaft); die Konsulin
konsultieren lat.: jemanden konsultieren
(ein fachliches Urteil bei jemandem einho¬
len, ihn um Rat fragen); die Konsultation
(fachliche Beratung und Untersuchung);
die Konsultierung
Konsum ital., der: -s (Verbrauch, Genuss);
der Konsumartikel; der Konsument (Ver¬
braucher, Käufer); die Konsumentin; die
Konsumgenossenschaft; die Konsumgesell¬
schaft (Wohlstandsgesellschaft); die Kon¬
sumgüter; konsumieren: viel Tabak konsu¬
mieren; die Konsumierung
Kontakt lat., der: -(e)s, -e (Berührung, Verbin¬
dung, Fühlungnahme); die Kontaktadresse;
kontaktarm; die Kontaktarmut; die Kon¬
taktaufnahme; kontaktfähig; kontaktfreu¬
dig (gesellig); das Kontaktgespräch; kon¬
taktieren (Verbindung aufnehmen); die
Kontaktlinse (auf der Hornhaut getragenes
Augenglas); kontaktlos; die Kontaktlosig-
keit; der Kontaktmann; die Kontaktnahme;
die Kontaktperson; kontaktscheu; die Kon¬
taktschwäche
kontern engl.: (widersprechen, abwehren,
Zurückschlagen); der Konterangriff; das
Konterfei (Bildnis); die Konterrevolution
(Gegenrevolution); der Konterschlag (ab¬
wehrender Schlag)
Kontext lat., der: -(e)s, -e (Zusammenhang,
Umgebung, umgebender Text)
Kontinent lat., der: -(e)s, -e (Erdteil, Fest¬
land); kontinental; das Kontinentalklima;
die Kontinentalmacht
Kontingent lat., das: -(e)s, -e (begrenzte
Menge, festgesetzter Anteil); kontingen¬
tieren; die Kontingentierung
kontinuierlich lat.: (unaufhörlich, unun¬
terbrochen); die Kontinuität (Beständig¬
keit); das Kontinuum (etwas lückenlos Zu¬
sammenhängendes)
Konto (Kto.) ital., das: -s, Konten/Konti/Kon-
tos (Aufstellung über Forderungen und
Schulden); ein Konto auf der Bank eröffnen
- sein Konto überziehen; der Kontoauszug;
der Kontoinhaber; die Kontonummer; das
Kontor (Büro, Handelsniederlassung); der
Kontostand
kontra (kontra) lat.: (wider, gegen); auch:
contra; das Kontra: jemandem Kontra ge¬
ben (heftig widersprechen); der Kontrabass
(ein großes Streichinstrument); der Kontra¬
hent (Gegner, Vertragspartner)
Kontrakt lat., der: -(e)s, -e (Abmachung, Ver¬
trag); kontraktbrüchig
konträr (konträr) franz.: eine konträre (ge-
gensetzliche) Meinung haben
Kontrast franz., der: -(e)s, -e (Gegensatz, Un¬
terschied); kontrastarm; die Kontrastfarbe;
kontrastieren (sich unterscheiden, sich ab¬
heben, gegenüberstehen); das Kontrastmit¬
tel; das Kontrastprogramm; kontrastreich:
ein kontrastreiches Programm
kontrollieren franz.: die Arbeit kontrollie¬
ren (überwachen) - den Ausweis kontrol¬
lieren (überprüfen) - sich nicht mehr kon¬
trollieren (beherrschen) können; die Kon¬
trolle; der Kontrolleur [kontrolör]; die Kon¬
trolleurin; der Kontrollgang; kontrollier¬
bar; die Kontrolllampe; die Kontrolluhr
Kon tro ver se (Kont ro verse) lat. [kon-
trowerse], die: -n (Streit, Meinungs¬
verschiedenheit); kontrovers: kontrovers
(gegeneinander) diskutieren - eine kontro¬
verse (strittige) Frage
Kontur franz., die: -, -en (Umriss, äußere Kör¬
perlinie); kontur(en)los; konturenreich;
konturieren (Umrisse ziehen, andeuten)
Kon-vent lat. [konwent], der: -(e)s, -e (Kloster,
Tagung, Zusammenkunft)
onventionell franz. [konwentsionel]: (üb¬
lich, gebräuchlich); die Konvention: gegen
die Konventionen (Umgangsregeln) ver-
G
H
I
J
K
L
M
Konventionalstrafe
180
stoßen - eine Konvention (ein Abkommen)
nicht halten; die Konventionalstrafe (Ver¬
tragsstrafe)
kon ver gie ren lat. [konwergjrenj: (sich an¬
nähern, sich überschneiden); konvergent
(übereinstimmend); die Konvergenz (Über¬
einstimmung, Annäherung)
Kon ver sa ti on franz. [konwersatsign], die:
-, -en (Unterhaltung); das Konversations¬
lexikon (Nachschlagewerk für das Allge¬
meinwissen)
kon ver tie ren lat. [konwertjrenj: (den Glau¬
ben wechseln); konvertierbar (austausch¬
bar); die Konvertierbarkeit
konvex lat. [konweksj: eine konvexe (nach
außen gekrümmte) Linse
Konvoi engl, [konwoj], der: -s, -s (Geleitzug)
konzedieren lat.: (zugestehen, einräumen)
konzentrieren (konzentrieren) lat.:
Truppen konzentrieren (zusammenziehen)
- sich nicht konzentrieren (geistig sam¬
meln) können; das Konzentrat: ein Kon¬
zentrat (eine hochprozentige Lösung) aus
Pflanzensäften - das Konzentrat (die Zu¬
sammenfassung) eines Vortrages; die Kon¬
zentration: die Konzentration (geistige
Sammlung) lässt nach - die Konzentration
(Vereinigung, Zusammenlegung) der Streit¬
kräfte; die Konzentrationsfähigkeit; das
Konzentrationslager (KZ); der Konzentra¬
tionsmangel; die Konzentrationsschwäche;
konzentriert: konzentriert (aufmerksam)
zuhören - ein konzentrierter (kurzer, das
Wichtigste zusammenfassender) Bericht -
konzentrierte (gehaltreiche) Nahrung; die
Konzentriertheit; die Konzentrierung;
konzentrisch: konzentrische Kreise (Kreise
mit einem gemeinsamen Mittelpunkt)
Konzept lat., das: -(e)s, -e (Entwurf, Rohfas¬
sung, Plan); aus dem Konzept geraten (un¬
sicher werden) - jemanden aus dem Kon¬
zept bringen (verwirren); die Konzeption
(Leitidee, Programm); konzeptionslos; die
Konzeptionslosigkeit; konzipieren (ent¬
werfen, verfassen); die Konzipierung
Konzern engl., der: -(e)s, -e (Zusammen¬
schluss von mehreren Unternehmen); die
Konzernleitung
Konzert itai, das: -(e)s, -e (öffentliche musi¬
kalische Aufführung); der Konzertabend;
konzertieren (gemeinsam musizieren); der
Konzertsaal; der Konzertsänger; die Kon¬
zertsängerin
Konzession lat., die: -, -en; eine Kon¬
zession (Erlaubnis) für ein Geschäft be¬
kommen - keine Konzessionen (Zuge¬
ständnisse) machen; konzessioniert: ein
konzessionierter (behördlich genehmigter)
Betrieb; konzessionsbereit
Konzil lat., das: -s, -e/-ien (Kirchentagung,
Versammlung katholischer Bischöfe); kon¬
ziliant: ein$ konziliante (umgängliche,
freundliche) Art haben; die Konzilianz
kon zi pje-ren lat.: —► Konzept
kooperieren lat.: (Zusammenarbeiten); die
Kooperation; das Kooperationsabkommen;
kooperationsbereit; kooperativ (zur Zu¬
sammenarbeit bereit); die Kooperative (Ar¬
beitsgemeinschaft); der Kooperator (katho¬
lischer Hilfsgeistlicher)
koordinieren lat.: Maßnahmen koordinie¬
ren (aufeinander abstimmen); die Koordi¬
nation; der Koordinator; die Koordinie¬
rung
Kopf, der: -(e)s, Köpfe; den Kopf schütteln -
einen roten Kopf bekommen - Kopf an
Kopf stehen - von Kopf bis Fuß - Kopf hoch
(den Mut nicht verlieren)! - Kopf stehen -
den Kopf des Briefes schreiben - der Kopf
(Anführer) der Bande - sich den Kopf zer¬
brechen (sehr angestrengt über etwas nach-
denken) - mit dem Kopf durch die Wand
wollen (Unmögliches erzwingen wollen) -
den Kopf aus der Schlinge ziehen (einer
Gefahr gerade noch entkommen) - den
Kopf hängen lassen (mutlos sein) - seinen
Kopf hinhalten (für etwas geradestehen) -
den Kopf verlieren (kopflos handeln) - je¬
mandem den Kopf waschen (ihm die Mei¬
nung sagen) - nicht mehr wissen, wo ei¬
nem der Kopf steht (überlastet sein) - nicht
auf den Kopf gefallen sein (aufgeweckt, ge¬
scheit sein); das Kopf-an-Kopf-Rennen; der
Kopfball; die Kopfbedeckung; das Köpf¬
chen; köpfen: den Ball ins Tor köpfen - ei¬
nen Verbrecher köpfen (ihm den Kopf ab-
schlagen); der Kopfhörer; das Kopfkissen;
kopflastig (vorn zu stark belastet); die Kopf¬
lastigkeit; kopflos (unüberlegt, übereilt,
verstört); die Kopflosigkeit; kopfrechnen;
das Kopfrechnen; der Kopfsalat; kopf¬
scheu: jemanden kopfscheu machen (ver¬
181
Kostverächter
unsichern); der Kopfschmerz; die Kopf¬
schmerzen Mz.; das Kopfschütteln; der
Kopfschutz; kopfüber (mit dem Kopf
voran); kopfunter; das Kopfweh; das Kopf¬
zerbrechen
Kopie lat., die: -, Kopien (Abzug, Abschrift,
Nachbildung); kopieren (vervielfältigen,
wiedergeben); der Kopierer; das Kopier¬
gerät; der Kopierstift
Koppel, die: -n (eingezäunte Weide); das
Koppel (Gurt, Leibriemen); koppeln: (mit¬
einander verbinden); die Kopp(e)lung; das
Koppelungsmanöver
Koralle griech., die: -, -n (Meerestier); der
Korallenfischer; die Koralleninsel; das Ko¬
rallenriff; der Korallenschmuck
Koran arab., der: -s, -e (heilige Schrift des Is¬
lams)
Korb, der: -(e)s, Körbe (geflochtener Behälter);
ein Korb Kartoffeln - jemandem einen Korb
geben (seine Heiratsabsichten, seine Bitte
ablehnen); der Korbball; der Korbblütler;
körbeweise; der Korbsessel
Kord engl., der: -(e)s, -e; —+ Cord
Kor del franz., die: -, -n (zusammengedrehte
Schnur)
Korinthe, die: -, -n (kleine Rosine)
Kork span., der: -(e)s, -e (Korkeichenrinde);
die Korkeiche; der Korken (Stöpsel, Ver¬
schluss für Flaschen); der Korkenzieher
Korn, das: -(e)s (Teil der Visiereinrichtung auf
dem Lauf einer Feuerwaffe); über Kimme
und Korn zielen - jemanden aufs Korn neh¬
men (es auf ihn abgesehen haben)
Korn, das: -(e)s, Körner; das Korn (Getreide)
steht gut auf dem Feld; der Korn (Getreide¬
schnaps); die Kornähre; die Kornblume;
kornblumenblau; das Kornfeld; körnig: ein
körniger Reis; die Kornkammer; der
Kornspeicher
Körper lat., der: -s, -; der menschliche Körper
- der Körper eines Würfels; der Körperbau;
körperbehindert; der/die Körperbehin¬
derte; die Körperfülle; das Körpergewicht;
die Körpergröße; die Körperhaltung; die
Körperkraft; körperlich: eine körperliche
Anstrengung; das Körperorgan; die Kör¬
perpflege; die Körperschaft (Verband, Ver¬
einigung); das Körperspray; die Körperver¬
letzung
korpulent lat.: (beleibt, dick); die Korpulenz
korrekt lat.: ein korrektes (einwandfreies)
Benehmen - korrekt (fehlerfrei) arbeiten;
korrekterwejse; die Korrektheit; die Kor¬
rektur (Berichtigung, Verbesserung); das
Korrekturzeichen; korrigieren: einen Feh¬
ler korrigieren (berichtigen)
Korrelation lat., die: -, -en (Wechselbezie¬
hung, Verbindung); das Korrelat (Ergän¬
zung, Entsprechung); korrelieren
Korrespondent lat., der: -en, -en (Mitarbei¬
ter für Zeitung, Rundfunk, Fernsehen);
die Korrespondentin; die Korrespondenz
(Schriftverkehr); korrespondieren: mit der
Freundin korrespondieren (Briefe wech¬
seln) - mit einer Meinung nicht korrespon¬
dieren (übereinstimmen)
Korridor ital., der: -s, -e (Flur, Gang)
Korrosion lat., die: -, -en (Zerstörung von
Oberflächen, Zersetzung); korrodieren
(zersetzen); korrosionsbeständig; korrosi¬
onsfest; der Korrosionsschutz
Korruption lat., die: -, -en (Bestechlich¬
keit); korrumpieren (bestechen); die Kor-
rumpierung; korrupt: ein korrupter (be¬
stechlicher) Mitarbeiter - eine korrupte
(verdorbene) Gesellschaft; der Korrupti¬
onsskandal
Korsett franz., das: -s, -e/-s (Mieder)
Kor •so ital., der: -s, -s (Umzug, Schaufahrt)
K.-o.-Schlag, der: -(e)s, ...-Schläge (Nieder¬
schlag beim Boxen); k.o. schlagen
kosen: (Zärtlichkeiten tauschen); der Kose¬
name; das Kosewort
Kosinus (cos) lat., der: -, -/-se (Winkelfunk¬
tion im rechtwinkligen Dreieck)
Kos me tik griech., die: - (Schönheitspflege);
die Kosmetikerin; der Kosmetikkoffer; der
Kosmetiksalon; das Kosmetikum (Schön¬
heitsmittel); kosmetisch: kosmetische Mit¬
tel
Kosmos griech., der: - (Welt, Weltall); kos¬
misch: kosmische Strahlen; der Kosmonaut
(Weltraumfahrer); die Kosmonautin; der
Kosmopolit (Weltbürger)
kosten: Speisen kosten (probieren); die Kost
(Nahrung, Essen); das Kostgeld; köstlich:
eine köstliche (schmackhafte) Speise - sich
köstlich (mit Vergnügen) unterhalten; die
Köstlichkeit; die Kostprobe; der Kostver¬
ächter: kein Kostverächter (ein Fein¬
schmecker) sein
X o
Kosten
182
Kosten Mz., die: - (Geld, Ausgaben, Ge¬
bühren); auf Kosten von - ein Kosten spa¬
render Plan - auf seine Kosten kommen
(zufrieden gestellt werden); kostbar: ein
kostbarer (wertvoller) Schmuck; die Kost¬
barkeit; kosten: was kostet das Haus? - das
kann mich meine Stellung kosten - das kos¬
tet (erfordert) viel Zeit und Geld; die Kos¬
tenerstattung; die Kostenexplosion; die
Kostenfrage; kostenfrei; kostengünstig; kos¬
tenlos; kostenpflichtig; der Kostenpunkt;
die Kostensenkung; der Kostenvoranschlag
(Kostenberechnung); kostspielig (teuer); die
Kostspieligkeit
Kostüm franz., das: -s, -e (zweiteiliges Klei¬
dungsstück aus Rock und Jacke für Frauen);
der Kostümball; das Kostümfest; sich kos¬
tümieren (verkleiden); die Kostümierung
Kot, der: -(e)s (Schmutz); das Kotblech (Ver¬
kleidung von Rädern); auch: der Kotflügel;
kotig
Kotelett franz., das: -s, -s (Rippenstück von
einem Schlachttier); die Koteletten AAz.
(Backenbart)
Köter, der: -s, - (abwertend für: Hund)
kotzen: (sich übergeben); zum Kotzen
(äußerst widerlich) sein; kotzübel
Kr. (Krs.) = Kreis
krabbeln: auf dem Fußboden krabbeln (auf
Händen und Füßen kriechen); die Krabbe
(Krebsart); das Krabbelalter; der Krabbenfi¬
scher
Krach, der: -(e)s, Kräche; Krach (Lärm) im
Zimmer machen - ständig mit jemandem
Krach (Streit) haben - Krach schlagen (sich
beschweren); krachen: Schüsse krachen
(knallen) - gegen einen Baum krachen
(prallen) - sich mit jemandem krachen
(streiten); der Kracher (Knallkörper)
krächzen: (mit heiserer Stimme sprechen);
du krächzt wie ein Rabe; der Krächzer
Kraft, die: -, Kräfte; mit allen Kräften - in Kraft
(gültig) - ein Gesetz in Kraft setzen (gültig
werden lassen) - in Kraft treten; aber: das
In-Kraft-Treten - außer Kraft (ungültig) - die
Kraft (Macht) des Wortes; kraft: kraft (auf¬
grund) seines Amtes; der Kraftakt; die
Kraftanstrengung; der Kraftaufwand; die
Kraftbrühe; kräftezehrend (anstrengend);
der Kraftfahrer; die Kraftfahrerin; das
Kraftfahrzeug (Kfz); das Kraftfutter; kräf¬
tig: ein kräftiger (starker) Stoß - einen kräf¬
tigen (ordentlichen) Schluck nehmen -
eine kräftige (nahrhafte) Suppe; kräftigen;
die Kräftigung; kraftlos; die Kraftlosigkeit;
der Kraftmensch; die Kraftprobe; das
Kraftrad; der Kraftstoff; kraftstrotzend;
aber: vor Kraft strotzend; der Kraftver¬
brauch; der Kraftverkehr; kraftvoll (stark,
wuchtig); der Kraftwagen; das Kraftwerk
Kragen, der: -s, -/Krägen; jemanden am Kra¬
gen (Hals) packen - der Kragen des Man¬
tels; der Kragenknopf; die Kragenweite
krähen: der Hahn kräht am frühen Morgen;
die Krähe (Rabenvögel): eine Krähe hackt
der anderen kein Auge aus; das Krähennest
Kra-ke norw., der: -n, -n (Riesentintenfisch)
krakeelen: auf den Straßen krakeelen
(schreien, lärmen); der Krakeel (Unruhe,
Streit); der Krakeeler
Krakel, der: -s, - (schwer lesbares Schriftzei¬
chen); krak(e)lig; krakeln
kral len: sich an etwas krallen (mit den Hän¬
den festhalten); die Kralle: jemandem die
Krallen zeigen (sich nicht alles gefallen las¬
sen)
Kram, der: -(e)s; auf dem Speicher liegt aller¬
lei Kram (Gerümpel, Zeug, Ramsch) - den
ganzen Kram hinschmeißen (nicht weiter¬
machen wollen); kramen: in der Tasche
kramen (herumwühlen) - alte Fotos aus
dem Fach kramen (hervorholen); der Krä¬
mer (Kaufmann); die Krämerseele (kleinli¬
cher Mensch); der Kramladen
Krampf, der: -(e)s, Krämpfe; einen Krampf in
der Wade bekommen - lauter Krampf (Un¬
sinn, Fehler) machen; die Krampfader;
krampfartig; krampfhaft: krampfhaft (ver¬
bissen, beharrlich) an etwas festhalten -
krampfhaft (gequält) lächeln; krampfstil¬
lend; aber: den Krampf stillend
Kran, der: -(e)s, -e/Kräne (Hebevorrichtung);
der Kranführer
Kranich, der: -s, -e (Stelzvogel)
krank: kränker, am kränksten; krank im Bett
liegen - krank sein - sich krank (leidend)
fühlen - krank werden - sich krank stellen;
der/ die Kranke; kränkeln (längere Zeit ein
wenig krank sein); kranken: an etwas kran¬
ken (leiden, Mangel haben); die Kran¬
kengymnastik; das Krankenhaus; die Kran¬
kenkasse; der Krankenpfleger; die Kran-
183
Kreis
kenpflegerin; die Krankenschwester; der
Krankentransport; krankenversichert; der
Krankenwagen; krankfeiern (der Arbeit
fernbleiben, ohne krank zu sein); krank¬
haft: eine krankhafte (nicht mehr normale)
Eifersucht; die Krankhaftigkeit; die Krank¬
heit; krankheitserregend; krankheitshal¬
ber; sich kranklachen; kränklich: ein
kränkliches Aussehen haben; die Kränk¬
lichkeit; krankmachen (krankfeiern); sich
krankmelden; krankschreiben: den Patien¬
ten krankschreiben
kränken: deine Worte kränken (beleidigen,
verletzen) mich; kränkend: kränkende (be¬
leidigende) Worte; die Kränkung
Kranz, der: -es, Kränze (Gewinde); Kränze
binden; das Kränzchen (Zusammenkunft
von mehreren weiblichen Personen zur
Unterhaltung); kränzen; die Kranzspende
Krapfen, der: -s, - (Gebäck aus Hefeteig)
krass: krasser, am krassesten; krasse (sehr
große) Fehler machen - ein krasser (extre¬
mer) Außenseiter; die Krassheit
Krater griech., der: -s, - (trichterförmige Öff¬
nung im Boden); die Kraterlandschaft; der
Kratersee
Krätze, die: - (Hautkrankheit); krätzig (von
Krätze befallen)
kratzen: die Katze kratzte und biss - sich im
Gesicht kratzen - die Feder kratzt auf dem
Papier beim Schreiben - der Pullover kratzt
(juckt, beißt) fürchterlich; die Kratzbürste
(harte Bürste, widerspenstige Person);
kratzbürstig: ein kratzbürstiges (wider¬
spenstiges, bockiges) Mädchen; die Kratz-
bürstigkeit; der Kratzer (Schramme); der
Kratzfuß: einen Kratzfuß (eine tiefe Ver¬
beugung) machen; kratzig: eine kratzige
Wolle; die Kratzspur; die Kratzwunde
kraulen: engl.: im Wasser kraulen (im
Kraulstil schwimmen); auch: crawlen - das
Fell eines Hundes kraulen (fein, leicht krat¬
zen); das Kraul (Schwimmstil); auch: das
Crawl; der Krauler; die Kraulerin; das
Kraulschwimmen; der Kraulstil
kräuseln: die Haare kräuseln (ringeln) sich -
der Wind kräuselt die Wasserfläche; kraus:
krauses (stark gewelltes, gelocktes) Haar
haben - krause (verworrene) Gedanken;
die Krause; das Kraushaar; der Krauskopf;
krausköpfig
Kraut, das: -(e)s, Kräuter (Pflanze, Gemüse);
wie Kraut und Rüben (durcheinander, un¬
ordentlich) - ins Kraut schießen (sich über¬
mäßig ausbreiten); die Kräuterbutter; der
Kräutertee; krautig; der Krautwickel
Krawall, der: -s, -e (Aufruhr, Streit, Lärm);
Krawall machen (sich energisch beschwe¬
ren); der Krawallmacher
Krawatte franz., die: -, -n (Schlips, Binder);
die Krawattennadel
kraxeln: auf einen Berg kraxeln (klettern); die
Kraxe (Tragegestell); die Kraxelei; der Krax¬
ler
kreativ lat.: (erfinderisch, schöpferisch); die
Kreation (Modeschöpfung); die Kreativität;
der Kreativurlaub; kreieren (schaffen, ent¬
werfen, ins Leben rufen)
Kreatur lat., die: -, -en (Lebewesen, Ge¬
schöpf); kreatürlich
Krebs, der: -es, -e; Krebse fangen - an Krebs
(einer bösartigen Geschwulst, Wucherung)
leiden - ein Krebs erregendes Mittel; krebs¬
artig; krebsen: das Unternehmen krebst
(bewegt sich mühsam) am Rande des
Ruins; die Krebsfrüherkennung; das Krebs¬
geschwür; krebskrank; der/die Krebskran¬
ke; krebsrot; die Krebssuppe; das Krebs¬
tier; die Krebszelle
kredenzen ital.: dem Gast Wein kredenzen
(anbieten, einschenken)
Kredit lat., der: -s, -e; einen Kredit (ein befris¬
tetes Darlehen) aufnehmen - bei jeman¬
dem Kredit haben (Vertrauen genießen);
die Kreditanstalt; der Kreditantrag; die Kre¬
ditbank; der Kreditbrief; der Kreditgeber;
das Kreditinstitut; die Kreditkarte; kredit¬
würdig; die Kreditwürdigkeit
Kredo lat., das: -s, -s (Glaubensbekenntnis);
auch: das Credo
Kreide, die: -n; mit Kreide an die Tafel
schreiben - bei jemandem in der Kreide
stehen (Schulden haben); kreidebleich
(sehr bleich); der Kreidefelsen; kreideweiß
(blass); die Kreidezeichnung; die Kreide¬
zeit (vorgeschichtliches Zeitalter); kreidig:
kreidige Hände
kreieren franz.: (neu schaffen, erstmals he¬
rausbringen)
Kreis, der: -es, -e: einen Kreis bilden - im
Kreise der Familie - den Umfang des Krei¬
ses berechnen - sich im Kreise bewegen
Kreisabschnitt
184
(nicht vorwärts kommen); der Kreisab¬
schnitt; der Kreisausschnitt; die Kreisbahn;
die Kreisbewegung; der Kreisdurchmesser;
der Kreisel (Spielzeug); kreisen: die Erde
kreist um die Sonne - mit dem Flugzeug
über der Stadt kreisen - meine Gedanken
kreisen (drehen sich) nur um dich; die
Kreisfläche; kreisförmig; kreisfrei: eine
kreisfreie Stadt; der Kreisinhalt; der Kreis¬
lauf; der Kreislaufkollaps; die Kreislinie;
kreisrund; die Kreissäge; die Kreisstadt;
der Kreistag; der Kreisverkehr
kreischen: kreischende (laut, schrill schrei¬
ende) Kinder - das Tor kreischt beim Auf¬
machen - kreischende Bremsen
kreißen: (in Geburtswehen liegen, gebären);
der Kreißsaal (Entbindungszimmer in ei¬
nem Krankenhaus)
Krem, die: -, -s (Hautsalbe, Süßspeise); auch:
die Kreme; kremig; —► Creme
Krematorium lat., das: -s, Krematorien
(Einäscherungsanlage)
Krempe, die: -, -n (Hutrand); krempeln (Um¬
schlägen)
Krem-pel, der: -s (Abfall, Trödel, Ramsch)
krepieren ital.: elend krepieren (verenden) -
eine Granate krepiert (platzt)
Krepp franz., der: -s, -s/-e (Kräu sei Stoff, raues
Gewebe); das Krepppapier; die Kreppsohle
Kreuz lat., das: -es, -e; zum Kreuz (Kruzifix)
aufschauen - einen Stoß in das Kreuz (den
Rücken) bekommen - ein schweres Kreuz
(Leid) zu tragen haben - das Rote Kreuz -
das Eiserne Kreuz (eine Kriegsauszeich¬
nung) - zu Kreuze kriechen (klein beige¬
ben) - mit jemandem über(s) Kreuz (zer¬
stritten, böse) sein; aber: kreuz und quer;
kreuzbrav (sehr brav); kreuzehrlich (sehr
ehrlich); kreuzen: die Arme kreuzen - die
Wege haben sich gekreuzt - das Schiff
kreuzt vor dem Hafen (fährt hin und her);
der Kreuzer (Kriegsschiff, alte Münze); der
Kreuzestod; das Kreuz(es)zeichen; die
Kreuzfahrt; das Kreuzfeuer: ins Kreuzfeuer
geraten (von allen Seiten angegriffen wer¬
den); kreuzfidel (sehr lustig); kreuzförmig;
der Kreuzgang; kreuzigen; die Kreuzigung;
kreuzlahm; die Kreuzotter (giftige Schlan¬
ge); der Kreuzreim; der Kreuzritter; die
Kreuzspinne; die Kreuzung: an einer Kreu¬
zung halten - eine Kreuzung (Mischung)
von zwei Tieren; kreuzungsfrei; das Kreuz¬
verhör; der Kreuzverkehr; der Kreuzweg;
das Kreuzweh; kreuzweise (über Kreuz);
das Kreuzworträtsel; das Kreuzzeichen;
der Kreuzzug
kribbeln: es kribbelt (juckt) in den Fingern;
kribb(e)lig: ganz kribbelig (gereizt, unge¬
duldig) sein; das Kribbeln
kriechen: du kriechst, er kroch, sie ist gekro¬
chen, kriech(e)!; vor dem Chef kriechen
(sich unterwürfig zeigen); der Kriecher; die
Kriecherei; kriecherisch (unterwürfig); die
Kriechspur; das Kriechtempo; das Kriech¬
tier
Krieg, der: -(e)s, -e; einen Krieg (eine bewaff¬
nete Auseinandersetzung) führen; der Krie¬
ger; die Kriegerin; kriegerisch (kämpfe¬
risch); der Kriegsausbruch; der Kriegs¬
beginn; das Kriegsbeil: das Kriegsbeil aus¬
graben (einen Streit beginnen); kriegsbe¬
schädigt; der Kriegsdienst (Wehrdienst);
der Kriegsdienstverweigerer; das Kriegs¬
ende; die Kriegsentschädigung; die Kriegs¬
erklärung; der Kriegsfall; die Krieg(s)-
führung; Kriegsfuß: mit jemandem auf
Kriegsfuß (in ständigem Streit, Zwist) ste¬
hen; der Kriegsgefangene; der Kriegsgeg¬
ner; kriegsgeschädigt; die Kriegsgräberfür¬
sorge; das Kriegshandwerk; der Kriegs¬
invalide; das Kriegsopfer; das Kriegsrecht
(Ausnahmezustand); der Kriegsschauplatz;
das Kriegsschiff; der Kriegsteilnehmer; das
Kriegsverbrechen; kriegsversehrt; der Kriegs¬
veteran (alter oder ehemaliger Soldat, der
an einem Krieg teilgenommen hat); der
Kriegsversehrte; die Kriegswaise; die
Kriegswirren Mz.; der Kriegszug; der
Kriegszustand
krie gen: sie kriegt (bekommt) Heimweh - ein
Kind kriegen (schwanger sein) - den Aus¬
brecher nicht kriegen (nicht fassen, ergrei¬
fen können)
kri mi nell: eine kriminelle (verbrecherische,
strafbare) Tat; der Krjmi (Kriminalfilm, -ro¬
man); der Kriminalbeamte; oder: der Kri¬
minaler; auch: der Kriminalist; kriminalis¬
tisch; die Kriminalität (Verbrechen, Straf¬
fälligkeit); der Kriminalkommissar; die Kri¬
minalpolizei (Kripo); der/die Kriminelle
Krimskrams, der: -(es) (wertloses Zeug,
Ramsch)
185
Kubikmeter
Krjn gel, der: -s, Kringel (kleine Kreise) in
das Heft zeichnen - einen Kringel (Gebäck)
essen; kringelig; kringeln
Krjp pe, d ie: -, -n; Futter in die Krippe (den
Futtertrog) werfen - die Kinder von der
Krippe (der Kindertagesstätte) abholen; die
Krippenfigur; das Krippenspiel (Weih¬
nachtsspiel)
Kri •se griech., die: -n (Höhepunkt einer
schlimmen Lage, Störung); kriseln: in ihrer
Ehe kriselt es; krisenanfällig; krisenfest; kri¬
senhaft; der Krisenherd (Gefahrengebiet);
der Krisenstab; die Krisis (Höhepunkt,
Wendepunkt einer Krankheit)
Kristall griech., das: -s, -e (Mineral, ge¬
schliffenes Glas); der Kristall (Kristallkör¬
per); kristallen (aus Kristall); das Kristall¬
glas; die Kristallisation (Bildung von Kris¬
tallen); kristallisieren; kristallklar (klar und
durchsichtig); die Kristallkugel; der Kris¬
tallleuchter; die Kristallschale; die Kris¬
tallvase; der Kristallzucker
Kriterium griech., das: -s, Kriterien (Kenn¬
zeichen, unterscheidendes Merkmal)
Kritik griech., die: -, -en (Stellungnahme, Be¬
anstandung, Tadel); eine sachliche Kritik -
unter aller Kritik (sehr schlecht) sein; der
Kritikaster (kleinlicher Nörgler); der Kriti¬
ker; die Kritikerin; kritikfähig; die Kri¬
tikfähigkeit; kritiklos (leichtgläubig, beden¬
kenlos); die Kritiklosigkeit; kritisch: sich in
einer kritischen (ernsten) Lage befinden -
sich kritisch (ablehnend, herabsetzend)
äußern - ein kritischer (wachsamer, urteils¬
fähiger) Kopf; kritisieren; die Kritisierung
kritteln: (tadeln, beanstanden); er hat immer
etwas zu kritteln; die Krittelei
kritzeln: in das Heft kritzeln (unleserlich
schreiben); die Kritzelei (Schmiererei)
Kroatien: -s (Staat in Osteuropa); der Kro¬
ate; die Kroatin; kroatisch
Krokodil griech., das: -s, -e (Reptil, Panzer¬
echse); das Krokodilleder; die Krokodils¬
träne (unechte, scheinheilige Träne)
Krokus griech., der: -, -/-se (Frühlingsblüher)
Krone griech., die: -, -n; eine Krone auf dem
Haupt tragen - die Krone (der Wipfel; der
obere, Laub oder Nadel tragende Teil) ei¬
nes Baumes - die Krone (das Höchste) der
Schöpfung - einer Sache die Krone aufset¬
zen (an Unverschämtheit nicht mehr zu
überbieten sein); das Krönchen; krönen;
der Kron(en)korken (Flaschenverschluss);
der Kronleuchter; der Kronprinz; die Kron¬
prinzessin; der Kronschatz; die Krönung;
der Kronzeuge (Hauptzeuge vor Gericht);
die Kronzeugin
Kropf, der: -es, Kröpfe (krankhafte Wuche¬
rung am Hals, der Schlund eines Vogels);
überflüssig wie ein Kropf sein (ganz und
gar nicht notwendig sein); das Kröpfchen
kross: krosse (knusprige) Brötchen
Kröte, die: -, -n (Froschlurch); diese kleine
Kröte! (freches, kleines Mädchen) - seine
letzten Kröten (das letzte Geld) ausgeben;
die Krötenwanderung
Krücke, die: -, -n (Stütze); der Krückstock
Krug, der: -(e)s, Krüge (Gefäß); der Krug geht
so lange zum Brunnen, bis er bricht; das
Krügelchen; das Krüglein
Krume die: -, -n (Brotbröckelchen, Ackerbo¬
den); auch: der Krümel; das Krümelchen;
krümelig; krümeln
krumm: krummer, am krummsten; krumm
(nicht gerade) sitzen - krumme Beine ha¬
ben - ein krummer (gebeugter, buckeliger)
Rücken - es wird schon krumm gehen
(misslingen) - er geht krumm (gekrümmt) -
etwas krumm (übel) nehmen - krumm sit¬
zen - das Eisen krumm biegen - krumme
(unredliche) Geschäfte machen - sich
krumm- und schieflachen (heftig lachen);
krummbeinig; krümmen: sich am Boden
krümmen; sich krummlachen; das Krumm¬
schwert; der Krummstab (Bischofsstab);
die Krümmung
Krüp-pel, der: -s, - (Körperbehinderter); krüp¬
pelhaft; krüpp(e)lig
Kruste lat., die: -, -n; die Kruste (harte äußere
Schicht, Rinde) des Brotes - auf der Wunde
bildet sich eine Kruste; krustig
Kruzifix lat, das: -es, -e (Kreuz, Darstellung
des gekreuzigten Christus)
Krypta griech., die: Krypten (unterirdischer
Kirchenraum, Gruft)
Kto.-Nr. = Kontonummer
Kübel, der: -s, -; Wasser in einen Kübel (Ei¬
mer) schütten - wie aus Kübeln gießen
(heftig regnen); der Kübelwagen (offenes
Militärauto)
Kubus griech., der: -, Kuben (Würfel); der/
das Kubikmeter (m3) (Maßeinheit des Rau¬
Kubikwürfel
186
mes); der Kubikwürfel; die Kubikzahl; ku¬
bisch (würfelförmig)
Kü che, die: -n (Kochraum); das Essen in
der Küche zubereiten - den ganzen Tag
in der Küche stehen; der Küchenabfall;
das Küchenbüfett (Küchenschrank); auch:
das Küchenbuffet; der Küchenchef; die Kü¬
chenchefin; der Küchendienst; der Küchen¬
herd; die Küchenhilfe; der Küchenjunge;
das Küchenpersonal; der Küchenschrank;
der Küchenstuhl; die Küchenwaage; der
Küchenzettel
Kuchen, der: -s, - (Gebäck); das Kuchen¬
blech; die Kuchenform; die Kuchengabel;
der Kuchenteig
Kuckuck, der: -s, -e (Vogel); das Kuckucksei;
die Kuckucksuhr
Kud del mud del, das/der: -s (Durcheinan¬
der, Wirrwarr)
Kufe, die: -n (Gleitschiene)
Küfer, der: -s, - (Hersteller von Weinfässern)
Ku gel, die: -, -n (runder Körper); die Kugel
rollt unter den Tisch - von einer Kugel
(einem Geschoss) getroffen werden - eine
ruhige Kugel schieben (sich nicht sehr an¬
strengen müssen); das Kügelchen; kugel¬
fest; kugelförmig; das Kugelgelenk; der Ku¬
gelhagel; kug(e)lig (dick); das Kugellager;
kugeln: sich kugeln (krümmen) vor Lachen;
kugelrund; der Kugelschreiber; auch: der
Kuli; kugelsicher; kugelstoßen; das Kugel¬
stoßen; der Kugelwechsel
Kuh, die: -, Kühe (weibliches Rind); Kühe mel¬
ken; der Kuhdung; das Kuheuter; der Kuh¬
fladen; der Kuhhandel (unsauberes Ge¬
schäft); die Kuhhaut: das geht auf keine
Kuhhaut (das ist unglaublich); der Kuhhirt;
die Kuhmilch; der Kuhmist; der Kuhstall;
kuhwarm: kuhwarme Milch
kühl: ein kühler (frischer) Abend - jemandem
kühl (abweisend) begegnen - etwas kühl
lagern - einen kühlen Kopf bewahren (be¬
sonnen, überlegen bleiben); aber: im Kühlen
sitzen; die Kühle; kühlen (kalt stellen); der
Kühler; die Kühlerhaube; das Kühlhaus;
das Kühlmittel; der Kühlraum; der Kühl¬
schrank; die Kühltasche; die Kühltruhe;
die Kühlung; das Kühlwasser
Kuh le, die: -, -n (Grube, Loch, Mulde)
kühn: ein kühner (mutiger, verwegener) Fahrer
- eine kühne Idee; die Kühnheit
k.u.k. = kaiserlich und königlich; die k.u.k.
Monarchie
Küken, das: -s, - (junges Huhn)
kulant franz.: sich kulant (entgegenkom¬
mend, verbindlich) zeigen; die Kulanz
Kuli, der: -s, -s (Kugelschreiber, Gelegenheits¬
arbeiter in Südostasien)
kulinarisch lat.: (die Kochkunst betreffend);
kulinarische Genüsse
Ku I js-se franz., die: -, -n (Bühnenwand, De¬
koration); hinter den Kulissen (im Hinter¬
grund, heimlich); der Kulissenschieber
(Bühnenarbeiter); der Kulissenwechsel
kullern: die Äpfel kullern (rollen) auf den Bo¬
den; die Kulleraugen Mz. (erstaunte, große
Augen)
kul mi nie ren lat.: (gipfeln); die Kulmination
(Höhepunkt einer Entwicklung); der Kulmi¬
nationspunkt
Kult lat., der: -(e)s, -e (Verehrung, Gottes¬
dienst); die Kulthandlung; kultisch; kulti¬
vieren: das Land kultivieren (bearbeiten);
kultiviert: sich kultiviert (wohl erzogen) be¬
nehmen - eine kultivierte (gepflegte) Spra¬
che; die Kultstätte; die Kultur: die Kultur
(die künstlerischen und geistigen Errungen¬
schaften) eines Landes - ein Mann mit Kul¬
tur (Benehmen, Bildung); das Kulturdenk¬
mal; kulturell; das Kulturgut; die Kultur¬
landschaft; kulturlos; die Kulturnation; die
Kulturpolitik; die Kulturstätte; das Kultur¬
volk; das Kultusministerium
Kümmel, der: -s, - (Gewürz, Schnaps); das
Kümmelbrot
Kummer, der: -s; viel Kummer (Sorgen) ha¬
ben; der Kummerkasten (Kasten, in den
man Beschwerden schriftlich niederlegen
kann); kümmerlich: kümmerlich (dürftig)
leben - eine kümmerliche (schwächliche)
Gestalt; sich kümmern: sich um die Armen
und Kranken kümmern (für sie sorgen); die
Kümmernis, die Kümmernisse (Leid); kum¬
mervoll (betrübt)
Kumpan, der: -s, -e (Helfer, Gefährte); die
Kumpanei
Kumpel, der: -s, - (Arbeitskamerad, Berg¬
mann); kumpelhaft
ku mu lie ren lat.: (anhäufen, verstärken); die
Kumulation; die Kumulierung
Kunde, der: -n, -n; seine Kunden (Käufer,
Auftraggeber) besuchen - ein alter Kunde;
187
Kurswert
die Kundenberatung; der Kundenbesuch;
der Kundendienst; die Kundenkartei; der
Kundenkredit; der Kundenkreis; der Kun¬
denstamm; die Kundenwerbung; die Kun¬
din; die Kundschaft (Kundenkreis)
Kun de, die: -n (Botschaft, Nachricht); je¬
mandem Kunde (Nachricht) geben; künden
(bekannt geben, anzeigen); die Kundgabe
(Bekanntmachung); kundgeben (mitteilen);
die Kundgebung: eine öffentliche Kundge¬
bung (Demonstration); kundig: ein kundi¬
ger (erfahrener, sachverständiger) Führer;
kundmachen (etwas veröffentlichen); kund¬
schaften (zu erfahren suchen); der Kund¬
schafter (Späher, Agent); kundtun (kundge¬
ben); kundwerden (bekannt werden)
kündigen: die Wohnung kündigen (das
Mietverhältnis für beendet erklären) - ei¬
nem Arbeiter kündigen (ihn entlassen);
kündbar: ein kündbarer Vertrag; die Kündi¬
gung; das Kündigungsschreiben; der Kün¬
digungstermin
künftig: (in Zukunft, später); in künftigen Jah¬
ren - meine künftige Frau
kungeln: (etwas in geheimer Absprache ent¬
scheiden); die Kungelei
Kunst, die: -, Künste; die Kunst (Fertigkeit) des
Schreibens - die bildenden Künste (Male¬
rei, Bildhauerei, Grafik) - mit seiner Kunst
am Ende sein (nicht mehr weiterwissen);
die Kunstausstellung; das Kunstdenkmal;
der Kunstdruck; der Kunstdünger; das
Kunsteis; die Kunsterziehung; die Kunstfa¬
ser; der Kunstfehler; kunstfertig (ge¬
schickt); die Kunstfertigkeit; der Kunstflug;
kunstgerecht (fachmännisch); das Kunstge¬
werbe; der Kunstgriff (List, Kniff); das
Kunsthandwerk; der Künstler; die Künstle¬
rin; künstlerisch; das Künstlerpech; das
Künstlertum; künstlich: künstliche (un¬
echte) Blumen - die künstliche Atmung -
sein Lachen klang sehr künstlich (gezwun¬
gen); die Künstlichkeit; kunstlos (einfach,
schlicht); der Kunststoff; das Kunststück;
das Kunstturnen; kunstvoll; das Kunstwerk
kunterbunt: (durcheinander, gemischt); das
Kunterbunt
Ku pee franz., das: -s, -s; Coupe
Kupfer (Cu), das: -s (Schwermetall); das Kup¬
ferbergwerk; der Kupferdraht; der Kupfer¬
druck; der Kupferkessel; kupfern (aus Kup¬
fer); der Kupferpfennig; kupferrot; der
Kupferschmied; der Kupferstich
Kupon franz., der: -s, -s (abtrennbarer Zettel
z.B. als Beleg, Gutschein); auch: der Cou¬
pon
Kup pe, d ie: -, -n; die Kuppe (Gipfel) des Ber¬
ges - die Kuppe des Fingers; die Kuppel
(Gewölbe, Wölbung); der Kuppelbau
kup peln: (zusammenfügen, verbinden); die
Kuppelei; die Kupplerin; die Kupplung
(Verbindung zweier beweglicher Teile)
Kur lat., die: -, -en (Pflege, Heilbehandlung);
jemanden in die Kur nehmen (ihm ernst die
Meinung sagen); der Kuraufenthalt; kuren
(eine Kur machen); der Kurgast; das Kur¬
haus; kurieren (heilen, ärztlich behandeln);
das Kurkonzert; der Kurort; der Kur¬
pfuscher (Nichtskönner); die Kurtaxe
Kür, die: -, -en (Übung im Sport nach freier
Wahl); küren: jemanden zum Sportler des
Jahres küren (auswählen); der Kurfürst;
kurfürstlich; das Kürlaufen; die Kürübung
Kü •rass franz., der: -es, -e (Brustpanzer); der
Kürassier (Soldat der schweren Reiterei)
Kur bei, d ie: -, -n (Griff, Hebel); kurbeln; die
Kurbelwelle
Kürbis, der: -ses, -se (Pflanze, Frucht); der
Kürbiskern
Kurie lat. [kurje], die: -, -n (päpstliche Verwal¬
tungsbehörde); der Kurienkardinal
Kurier franz., der: -s, -e (Eilbote); der Kurier¬
dienst; das Kuriergepäck
kurios lat.: ein kurioser (seltsamer, sonderba¬
rer) Vorfall; die Kuriosität; das Kuriosum
(seltsamer Vorfall, seltsames Stück)
Kurs, der: -es, -e; der Kurs (die Fahrtrichtung)
eines Flugzeuges - ein schneller Kurs
(Rennstrecke) - einen Kurs (Lehrgang) im
Maschineschreiben besuchen - der Kurs
(Wert der Währung) fällt - etwas außer Kurs
setzen (für ungültig erklären) - hoch im
Kurs stehen (sehr viel wert sein); die Kurs¬
änderung; das Kursangebot; das Kursbuch;
der Kursgewinn; kursieren (im Umlauf
sein, die Runde machen); die Kurskorrek¬
tur; kursorisch: nur einen kursorischen
(ungenauen, oberflächlichen) Überblick
haben; der Kurssturz; der Kursteilnehmer;
die Kursteilnehmerin; der Kursus: einen
Kursus (Lehrgang) besuchen; der Kurswa¬
gen; der Kurswert
Kürschner
188
Kürschner, der: -s, - (Pelzbearbeiter); die
Kürschnerei
kur •siv lat.: eine kursive (schräg gestellte)
Schrift; der Kursivdruck; die Kursivschrift
Kur •ve lat., die: -n; in eine Kurve (Biegung,
Schleife, Kehre) fahren - aus der Kurve ge¬
tragen werden - die Kurve kratzen (sich da¬
vonmachen) - die Kurve kriegen (etwas er¬
reichen, nicht scheitern); kurven: um die
Ecke kurven (schnell fahren) - durch die
Gegend kurven (ziellos umherfahren); die
Kurvenlage; kurvenreich; die Kurverei;
kurvig: eine kurvige Strecke
kurz: kürzer, am kürzesten; eine kurze Hose -
ein kurzer Aufenthalt - kurz entschlossen -
kurz unterbrechen - binnen, seit, vor
kurzem - über kurz oder lang - kurz und
bündig (ohne Umschweife) - kurz und gut
- kurz gesagt - kurz treten - sich kurz fassen
(wenig Worte machen) - jemanden kurz
halten (wenig Geld geben) - kurz angebun¬
den (unfreundlich) sein - zu kurz kommen
(benachteiligt sein) - alles kurz und klein
schlagen (zertrümmern) - kürzer treten (sich
einschränken); aber: den Kürzeren ziehen
(im Nachteil sein); die Kurzarbeit; kurz-
arbeiten (Kurzarbeit machen); aber: nur
kurz (nicht lange) arbeiten; kurzärm(e)lig;
kurzatmig; kurzbeinig; die Kürze: in Kürze;
das Kürzel (Abkürzungszeichen); kürzen;
kurzerhand (ohne viel zu überlegen); kurz¬
fristig; etwas kurzfristig (kurz vorher)
ankündigen; die Kurzgeschichte; kurzhaa¬
rig; kurzlebig; kürzlich (neulich, unlängst);
das Kurzreferat; kurzschließen (den Strom¬
kreis schließen); der Kurzschluss; die Kurz¬
schlusshandlung (unüberlegte Handlung);
die Kurzschrift; kurzsichtig: kurzsichtig
(sehbehindert) sein - sehr kurzsichtig (eng¬
stirnig) handeln; die Kurzsichtigkeit; der
Kurzstreckenläufer; die Kurzwaren Mz.
(kleinere, zum Nähen benötigte Gegen¬
stände); die Kurzweil (Unterhaltung, Zeit¬
vertreib); kurzweilig; kurzum (um es kurz
zu sagen); die Kürzung; die Kurzwelle;
kurzzeitig (kurz)
kuscheln: (sich anschmiegen); die Kuschel¬
ecke; kusch(e)lig; das Kuscheltier; kuschel¬
weich
ku-schen: er hat nicht gekuscht (nicht ge¬
horcht, sich nicht gefügt)
Kusine franz., die: -, -n (Base); auch: die
Cousine
Kuss, der: -es, Küsse; einen Kuss auf die
Wange geben; das Küsschen; kussecht;
küssen; die Kusshand
Küste, die: -, -n (an das Meer angrenzendes
Land); der Küstenbewohner; die Küstenbe¬
wohnerin; die Küstennahe; die Küsten¬
schifffahrt; der Küstenstreifen; der Küsten¬
strich; die Küstenwacht
Küster, der: -s,*- (Kirchendiener); die Küsterin
Kutsche, die: -, -n (Pferdewagen mit Ver¬
deck); der Kutschbock; der Kutscher; kut¬
schieren: durch die Stadt kutschieren (fah¬
ren)
Kutte, d ie: -, -n (Mönchsgewand)
Kut-teln Mz., die: - (Kaldaune)
Kutter engl., der: -s, - (motorisiertes Fischer¬
boot)
Kuvert franz. [kuwär], das: -s, -s (Briefum¬
schlag)
kW = Kilowatt
kWh = Kilowattstunde
KZ = Konzentrationslager
L
I = Liter
laben: sich an etwas laben (erfrischen, er¬
quicken); das Labsal (etwas Erfrischendes,
Erquickendes; Trost); die Labung (Erfri¬
schung)
labern: (dummes Zeug reden, schwafeln)
labil lat.: eine labile (anfällige) Gesundheit -
ein labiler (schwankender, nicht zuverlässi¬
ger) Charakter; die Labilität
Labor lat., das: -s, -s/-e (Forschungsraum, na-
turwissenschaftliche Arbeitsstätte); auch:
das Laboratorium; der Laborant; die Labo¬
rantin; der Laborbefund; laborieren: an ei¬
ner Krankheit laborieren (leiden, sich damit
herumplagen); der Laborversuch
Labyrinth griech., das: -(e)s, -e (Irrgarten,
Wirrwarr); labyrinthisch (unentwirrbar)
La che, die: -, -n (Pfütze)
lachen: über einen Witz lachen - sich ins
Fäustchen lachen (heimlich schadenfroh
sein) - nichts zu lachen haben (es nicht
leicht haben) - wer zuletzt lacht, lacht am
189
lakonisch
besten; aber: am Lachen erkennt man den
Narren - es ist zum Lachen; die Lache (Ge¬
lächter): eine laute Lache haben; lächeln:
freundlich lächeln (strahlen) - mir lächelt
heute das Glück (es ist mir gewogen); das
Lachen; der Lacher; lächerlich: etwas
lächerlich (dumm, unsinnig) finden - sich
lächerlich (albern, komisch, überspannt)
benehmen - lächerlich (sehr) wenig Geld
verdienen; aber: etwas Lächerliches - et¬
was ins Lächerliche ziehen; die Lächerlich¬
keit; das Lachgas (ein Betäubungsmittel);
lachhaft: das ist ja lachhaft! (nicht ernst zu
nehmen); die Lachhaftigkeit; der Lach¬
krampf; die Lachsalve
Lachs, der: -es, -e (Raubfisch); der Lachsfang;
lachsfarben; der Lachsschinken (feiner,
goldgelber Schinken)
Lack ital., der: -(e)s, -e (glänzender Anstrich);
der Lackaffe (eitler Mann); lackieren: das
Auto lackieren (mit Lack besprühen); der
Lackierer; die Lackiererei; die Lackierung;
das Lackleder; der Lackschaden; der Lack¬
schuh; der Lackstiefel
Lade, die: -, -n (Schublade, Truhe)
la den: du ladest/lädst, er lud, sie hat gela¬
den, lad(e)!; Kohlen auf den Wagen laden
(aufladen) - jemanden zur Hochzeit laden
(einladen) - vor Gericht laden (kommen
lassen) - das Gewehr ist geladen - eine
Batterie laden - geladen (wütend) sein; die
Ladefläche; das Ladegerät; die Ladehem¬
mung; die Ladeklappe; die Ladeluke; die
Laderampe (Verladefläche); die Ladung:
eine Ladung (Fracht, Fuhre) Getreide - er
erhält eine Ladung (Vorladung) vom Ge¬
richt
Laden, der: -s, Läden; in einem Laden (Ge¬
schäft) einkaufen - alle Läden (Fensterlä¬
den) schließen - den Laden schmeißen
(dafür sorgen, dass etwas gut funktioniert);
das Lädchen; der Ladenbesitzer; der Laden¬
dieb; der Ladenhüter (schwer verkäufliche
Ware); die Ladenpassage[... pasasche]; der
Ladenpreis; der Ladenschluss; der Laden¬
tisch
lädieren lat.: (beschädigen, verletzen); die
Lädierung
Lady engl, [ledi], die: -, -s (vornehme Dame);
ladylike [ledilaik] (vornehm, damenhaft)
Lage, die: -, -n; eine unbequeme Lage (Stel¬
lung) einnehmen - die Lage (der Standort,
die Umgebung) des Hauses - er ist in einer
unangenehmen Lage (Situation) - eine
Lage (Schicht) Sand - eine Lage (Runde)
Bier zahlen - in der Lage (fähig, imstande)
sein - die Lage peilen (etwas auskund¬
schaften) - nach Lage der Dinge (unter den
gegebenen Umständen); der Lagebericht;
die Lagebesprechung; das Lagenschwim¬
men; die Lagenstaffel; lagenweise (in La¬
gen); der Lageplan
Lager, das: -s, -/Läger; das Lager (die Lager¬
stelle) abbrechen - ein Lager (eine Schlaf¬
stelle) aus Stroh - im Lager (Vorratsraum,
Speicher) aufräumen - das feindliche Lager
(die feindliche Seite) - etwas auf Lager
(vorrätig) haben; lagerfähig; das Lager¬
feuer; die Lagerhalle; die Lagerhaltung;
das Lagerhaus; der Lagerjst (Lagerverwal¬
ter); lagern: die Vorräte kühl lagern (aufbe¬
wahren) - die Feinde lagern in der Nähe;
die Lagerjstin; der Lagerplatz; der Lager¬
raum; die Lagerstatt (Bett, Schlafstelle); die
Lagerstätte; die Lagerung
Lagune ital., die: -n (vom Meer abge¬
schlossener Meeresteil, seichter Strandsee)
lahm: ein lahmes (gelähmtes) Bein - eine
lahme (langweilige) Diskussion - er ist
ganz lahm (müde, matt, erschöpft) - den
Verkehr lahm legen (zum Stillstand brin¬
gen); der/die Lahme; lahmen (hinken,
humpeln): das Pferd lahmt; lähmen: vor
Angst wie gelähmt sein; die Lahmheit; die
Lahmlegung; die Lähmung; die Lähmungs¬
erscheinung
Laib, der: -(e)s, -e; ein Laib Brot # Leib
Laich, der: -(e)s, -e (abgelegte Eier von Was¬
sertieren); laichen; der Laichplatz; die
Laichzeit # Leiche
Laie griech., der: -n, -n (Nichtfachmann,
Nichtgeistlicher); die Laienbühne; laien¬
haft (unzulänglich, stümperhaft); der Laien¬
priester; der Laienrichter; die Laienrichte¬
rin; das Laienspiel; das Laientheater
Lakai franz., der: -en, -en (Diener, unterwürfi¬
ger Mensch); lakaienhaft (unterwürfig)
Lake, die: -, -n (Salzlösung zum Einlegen von
Fisch, Fleisch)
Laken, das: -s, - (Betttuch, Tuch)
lakonisch griech.: eine lakonische (kurze,
treffende) Antwort
Lakritze 190
La-krjt •ze (Lakritze) griech., die: -n (schwar¬
ze Masse aus Süßholzsaft); der Lakritzen¬
saft; die Lakritz(en)stange
lal len: wie ein Betrunkener lallen (undeut¬
lich, unverständlich) sprechen
Lama peruan., das: -s, -s (kleine Kamelart)
Lame (ranz, [lame], der: -s, -s (Gewebe);
auch: der Lamee
Lamelle franz., die: -, -n (dünnes Plättchen,
Metall- oder Papierstreifen)
la men tie-ren lat.: (klagen, jammern); das
Lamento (Klagelied, Jammer)
Lametta ital., das: -s (glänzende Streifen aus
Metall, Christbaumschmuck)
Lamm, das: -(e)s, Lämmer (junges Schaf,
junge Ziege); der Lammbraten; das Lämm¬
chen; die Lamm(e)sgeduld; das Lammfell;
das Lammfleisch; lammfromm: ein lamm¬
frommes (sehr gehorsames) Pferd
Lampe franz., die: -n; die Lampe (Leuchte)
einschalten; das Lämpchen; das Lampen¬
fieber (Angst, Herzklopfen, Aufregung vor
einem öffentlichen Auftritt); der Lampen¬
schirm
Lam-pe: Meister Lampe (Name des Hasen in
der Fabel)
Lam-pi-on franz. [lampiö], der/das: -s, -s
(bunte Papierlaterne)
lan-cie-ren franz. [läsjren]: jemanden in eine
gute Stellung lancieren (bringen)
Land, das: -(e)s, Länder; ein Stück Land (ein
Grundstück) kaufen - das Land Bayern - in
ein fremdes Land reisen - vom Land (vom
Dorf) sein - an Land (an das Festland) ge¬
hen - außer Landes sein - aus aller Herren
Länder(n) - ins Land gehen/ziehen (ver¬
streichen) - zu Wasser und zu Lande - bei
uns zu Lande - „Land unter" (Überschwem¬
mung) - Land und Leute - das Heilige Land
(Palästina) - etwas an Land ziehen (für sich
gewinnen) - wieder im Lande (wieder
zurückgekehrt) sein - bleibe im Lande und
nähre dich redlich - andere Länder; andere
Sitten; aber: dortzulande; auch: dort zu
Lande - hierzulande; auch: hier zu Lande;
der Landarbeiter; die Landarbeiterin; land¬
auf, landab (im Lande umher); die Land¬
bevölkerung; die Lande: durch die Lande
(Gegend, Landschaft) ziehen; die Lände
(Landungsplatz); landeinwärts; die Land¬
enge; die Ländereien Mz. (großer Grund¬
besitz); der Länderkampf; das Länderspiel;
die Landeshymne; landeskundig; die Lan¬
desregierung; die Landessprache; landes¬
üblich; der Landesvater; der Landesverrat;
die Landflucht; die Landfrau; landfremd;
der Landfriedensbruch; das Landgericht;
der Landjäger (Gendarm); die Land¬
karte; der Landkreis; landläufig (üblich,
bekannt); ländlich (bäuerlich, dörflich); die
Landluft; der Landmann (Bauer); die Land¬
maschine; di£ Landnahme; die Landpartie
(Ausflug); die Landplage; der Landrat; das
Landratsamt; die Landratte (Nichtseemann);
die Landschaft; landschaftlich; der Landser
(Soldat); der Landsitz (Landgut, Ferien¬
haus); der Landsknecht (früher: zu Fuß
kämpfender Soldat); die Landsleute Mz.;
der Landsmann (Heimatgenosse); die
Landsmännin; die Landstraße; der Land¬
streicher (Heimatloser, Penner); der Land¬
strich (Gebiet, Gegend); der Landsturm
(Aufgebot aller waffenfähigen Männer); der
Landtag (Volksvertretung der deutschen
Bundesländer); der/die Landtagsabgeord¬
nete; der Landwirt (Bauer); die Landwirtin;
die Landwirtschaft; landwirtschaftlich; die
Landzunge (schmale Halbinsel)
landen: das Flugzeug landet pünktlich (setzt
auf, kommt an) - bei dem Gegner einen
Kinnhaken landen (anbringen) - im Ge¬
fängnis landen (sich wiederfinden) - bei je¬
mandem nicht landen können (keinen
Erfolg haben, keinen Anklang finden); die
Landebahn (Piste); das Landeboot; die Lan¬
debrücke; das Landemanöver; der Lande¬
platz; die Landung (Ankunft eines Flug¬
zeugs, Schiffes); der Landungssteg
lang: länger, am längsten; auch: lange: lange
Haare tragen - eine lange (ausführliche)
Rede halten - ein langes Leben haben - vor
langem - vor längerem - seit langem (seit
langer Zeit) - es ist lange her - sein Leben
lang - über kurz oder lang - lang und breit;
aber: des Langen und Breiten - lange vorher
- ein lang ersehnter Besuch - ein lang ge¬
hegter Wunsch - das ist noch lange (längst)
nicht alles - was fragst du noch lange (noch
viel)? - was lange währt; wird endlich gut;
langärm(e)lig; langatmig (weitschweifig);
langbeinig; die Länge: der Länge nach -
eine Schnur von fünf Meter Länge - um
191
Lästerzunge
Längen gewinnen (eindeutig Sieger sein) -
sich in die Länge ziehen (länger dauern als
gedacht); der Längengrad; das Längenmaß;
längerfristig; die Lang(e)weile (Eintönig¬
keit); der Langfinger (Dieb); langfristig (län¬
gere Zeit); langhaarig; langjährig; der Lang¬
lauf; der Langläufer; die Langläuferin; sich
langlegen (zum Ausruhen hinlegen); läng¬
lich (lang gestreckt): länglich rund; die
Langmut (Geduld); langmütig; längs: längs
(entlang) der Straße; die Längsachse; lang¬
sam: ein langsames Tempo - langsam (all¬
mählich) muss ich aufbrechen - langsam,
aber sicher; die Langsamkeit; der Lang¬
schläfer; die Langschläferin; die Langspiel¬
platte (LP); der Längsschnitt; längsseits:
längsseits des Schiffes; längst (seit langer
Zeit): er ist längst (bei weitem) nicht so groß
wie du; längstens (spätestens); langstielig;
der Langstreckenlauf; langweilen; langwei¬
lig; langwierig (Zeit raubend)
langen: er langt (greift) nach mir - in die Ta¬
sche langen (fassen) - der Mantel langt
(reicht) bis zum Boden - lang (gib) mir das
Buch vom Regal - das langt (reicht) mir
nicht - jetzt langt's mir aber! - jemandem
eine langen (ihn ohrfeigen)
Languste franz., die: -, -n (Krebsart)
Lanze franz., die: -n (lange Stoßwaffe,
Spieß); für jemanden eine Lanze brechen
(für ihn eintreten); die Lanzenspitze
lapidar lat.: ein lapidares (gewichtiges) Wort-
etwas lapidar (kurz und bündig) sagen
Lap pa lie [lapalje], die: -, -n (Kleinigkeit, Ne¬
bensächlichkeit)
Lap pen, der: -s, - (Stück Stoff, Fetzen, Lum¬
pen); jemandem durch die Lappen gehen
(ihm entwischen, entgehen); das Läpp¬
chen; lappig (weich)
läppern, sich: es läppert sich zusammen (es
häuft sich aus Kleinigkeiten an)
läp pisch: eine läppische (kindliche, alberne)
Bemerkung machen
Lap sus lat., der: -, - (kleiner Fehler, Versehen)
Lap top engl, [laptop], der: -s, -s (kleiner trag¬
barer Computer)
Lärche, die: -n (Nadelbaum) #Lerche
Larifari, das: -s (Unsinn, Gerede)
Lärm, der: -(e)s (Krach, lautes Geräusch); ein
ohrenbetäubender Lärm - Lärm schlagen
(sehr laut auf etwas aufmerksam machen);
die Lärmbekämpfung; die Lärmbelästigung;
lärmempfindlich; lärmen; der Lärmma¬
cher; die Lärmminderung; der Lärmpegel
(Lärmstärke); der Lärmschutz
Lar •ve lat., die: -, -n (Entwicklungsstadium
von manchen Tieren, Gesichtsmaske)
lasch: lascher, am laschesten (schwunglos,
matt); die Laschheit
Lasche, die: -, -n (Gürtelschleife, schmales
Metallband, Verbindungsstelle)
Laser engl, [leser], der: -s, - (Gerät zur Licht¬
verstärkung); der Laserstrahl (intensiver
Lichtstrahl); die Lasertechnik
lasieren: (eine durchsichtige Farbe auftra¬
gen); die Lasur
lassen: du lässt, er ließ, sie hat gelassen,
lass(e)!; sich Zeit lassen - er kann das Rau¬
chen nicht lassen - lass sie in Ruhe! - er
lässt sich gehen (er beherrscht sich nicht) -
sie lässt sich nichts gefallen - lass das! - die
Tür lässt sich nicht schließen - es nicht las¬
sen können (unverbesserlich sein); lässlich:
lässliche (kleinere, verzeihliche) Sünden
lässig: sich lässig (ungezwungen, zwanglos)
geben; die Lässigkeit
Lasso span., das/der: -s, -s (Seil mit Fang¬
schlinge, Wurfleine)
Last, d ie: -, -en; schwere Lasten (schweres Ge¬
wicht) tragen - das geht zu deinen Lasten
(auf deine Rechnung); auch: zulasten von
dir - Lasten (schwere Güter) befördern - ihr
ist eine Last (Sorge) genommen - die Last
(die Mühen) des Amtes - jemandem zur
Last fallen (ihm Mühe bereiten) - jeman¬
dem etwas zur Last legen (die Schuld an et¬
was geben); das Lastauto; lasten: auf ihm
lastet (liegt) eine schwere Schuld - eine
große Hitze lastet auf der Stadt; der Laster
(Lastkraftwagen); der Lastesel; der Lastfah¬
rer; lästig: eine lästige (unangenehme, be¬
schwerliche) Arbeit; die Lästigkeit; der
Lastkahn; der Last(kraft)wagen (LKW,
Lkw); das Lastschiff; das Lasttier; der Last¬
zug
Laster, das: -s, -; keine Laster (Untugenden,
schlechten Angewohnheiten) haben; laster¬
haft (verkommen, liederlich); die Laster¬
haftigkeit; die Lasterhöhle; das Lasterle¬
ben; lästerlich; das Lästermaul (jemand,
der ständig lästert); lästern (spotten); die
Lästerung; die Lästerzunge
Latein
192
Latein lat., das: -s (Sprache der alten Römer);
mit seinem Latein am Ende sein (nicht
mehr weiterwissen); lateinisch: die lateini¬
sche Schrift
latent lat.: eine latente (verborgene, unsicht¬
bare) Gefahr
Laterne griech., die: -, -n (Lampe); das La¬
ternenlicht; der Laternenpfahl
Latrine (Latrine) lat., die: -, -n (primitive
Toilette); die Latrinenparole (heimlich ver¬
breitetes Gerücht mit fragwürdigem Inhalt)
Latsche, die: -, -n (niedrig wachsende Berg¬
kiefer)
latschen: (schlurfen, nachlässig gehen); der
Latschen (alter Schuh); aus den Latschen
kippen (ohnmächtig werden)
Lat te, d ie: -, -n (schmales Brett, Leiste); je¬
manden auf der Latte haben (ihn nicht lei¬
den können); der Lattenschuss; der Latten¬
zaun
Latz, der: -es, Lätze (Bruststück an Kleid und
Schürze); jemandem eine vor den Latz
knallen (ihm einen kräftigen Schlag verset¬
zen); das Lätzchen (Kindermundtuch); die
Latzhose
lau: lauer, am lau(e)sten; ein laues (mäßig war¬
mes) Wasser - laue (milde) Winde; die Lau¬
heit; lauwarm
Laub, das: -(e)s (Blätter der Bäume); ein Laub
tragender Baum; der Laubbaum; die Laube
(Gartenhäuschen); die Laubenkolonie; der
Laubfall; der Laubfrosch; die Laubsäge
(feine Handsäge); der Laubwald; das Laub¬
werk (Zweige mit Laub)
Lauch, der: -(e)s, -e (Gemüsepflanze)
lau-ern: hinter einer Hecke lauern (versteckt
liegen und auf etwas warten) - ein lauern¬
der Blick; die Lauer: auf der Lauer liegen
(auf einen bestimmten Augenblick warten)
laufen: du läufst, er lief, sie ist gelaufen,
lauf(e)!; 100 Meter laufen - das Kind läuft
(geht) schon - über die Straße laufen -
Schlittschuh laufen - Ski laufen - Eis laufen
- Gefahr laufen - den Motor laufen lassen -
sie hat ihn laufen lassen (ihm den Laufpass
gegeben) - auf Grund laufen - das Auto
läuft gut - die Sache ist gut gelaufen (ver¬
laufen) - ein Film läuft im Fernsehen - der
Vertrag läuft (gilt) noch ein Jahr - das Was¬
ser läuft (fließt) aus dem Wasserhahn - das
Geschäft könnte besser laufen (gehen) -
der Motor läuft heiß (erhitzt sich) - wie am
Schnürchen laufen (reibungslos funktionie¬
ren); aber: es ist zum Auf-und-davon-Lau-
fen; der Lauf: im dritten Lauf siegen - der
Lauf eines Flusses - im Laufe der Zeit (all¬
mählich) - den Lauf eines Gewehrs reini¬
gen - die hinteren Läufe (Füße) des Hasen -
einer Sache ihren freien Lauf lassen (etwas
nicht behindern) - seinen Lauf nehmen
(sich ereignen, unaufhaltsam ablaufen); die
Laufbahn; der Laufbursche; laufend (lfd.):
im laufenden Jahr-am laufenden Band ar¬
beiten -jemanden laufend (ständig) beläs¬
tigen; aber: auf dem Laufenden sein/blei-
ben (ständig über das Neueste informiert
sein); der Läufer: der Läufer kommt ins Ziel
- einen Läufer (kleinen, schmalen Teppich)
auf den Boden legen - den Läufer (eine
Schachfigur) ziehen; die Lauferei; die Läu¬
ferin; läuferisch; das Lauffeuer: die Nach¬
richt verbreitet sich wie ein Lauffeuer (sehr
schnell); die Lauffläche; lauffreudig; läufig
(brünstig); die Laufkundschaft; die Laufma¬
sche; der Laufpass: jemandem den Lauf¬
pass geben (sich von ihm trennen); der
Laufschritt; der Laufsteg; das Laufwerk; die
Laufzeit (Gültigkeit)
Lau-ge, die: -, -n (Alkalienlösung); laugen; das
Laugenbad
Lau-ne lat., die: -, -n (Stimmung, Gemütszu¬
stand); schlechte Laune haben - eine
Laune (ein Einfall) des Augenblicks - je¬
manden bei Laune (guter Stimmung) hal¬
ten; launenhaft; die Launenhaftigkeit; lau¬
nig (witzig, gut aufgelegt); launisch
(unberechenbar, wankelmütig)
Laus, die: -, Läuse (kleines, Blut saugendes In¬
sekt); jemandem ist eine Laus über die Le¬
ber gelaufen (er ist schlecht gelaunt); der
Lausbub(e); der Lausbubenstreich; die
Lausbüberei (Streich); lausbübisch; der
Lausebengel; der Lausejunge; lausen; der
Lauser (Lausbub); lausig: eine lausige
(üble, erbärmliche) Arbeit - es ist lausig
(sehr) kalt
lauschen: (horchen auf, zuhören); die
Lauschaktion; der Lauschangriff (heimli¬
ches Anbringen von Abhörgeräten); der
Lauscher; die Lauscher Mz. (Ohren des
Hasen); lauschig: ein lauschiges (stilles,
gemütliches) Plätzchen
Leckermaul
193
laut: lauter, am lautesten; laut aufschreien -
eine laute Musik; der Laut; lauten: wie lau¬
tet (heißt) dein Name? - das Gesetz lautet
so; lauthals (aus voller Kehle); die Lautheit;
lautieren (Laut für Laut sprechen); lautlich:
ein lautlicher Unterschied; lautlos (still, un¬
hörbar); die Lautlosigkeit; die Lautmalerei;
der Lautsprecher; lautstark; die Lautstärke;
lauttreu
laut: laut (gemäß) Vorschrift - laut ärztlichem
Befund - laut Übereinkommen
Lau te, die: -, -n (altes Zupfinstrument); das
Lautenspiel
läuten: die Glocken läuten (ertönen, klingen)
- an der Haustüre läuten (klingeln) - etwas
läuten hören (andeutungsweise erfahren);
das Läut(e)werk
lauter: die lautere (reine) Wahrheit - einen
lauteren (aufrichtigen) Charakter haben;
die Lauterkeit (Ehrlichkeit); läutern: das
Schicksal hat ihn geläutert (reifer gemacht);
die Läuterung
lau-ter: lauter (lediglich, nur, nichts als) Unsinn
reden
La •va ital. [lawa], die: -, Laven (fließendes,
glühendes Gestein bei einem Vulkanaus¬
bruch); der Lavastrom
La-ven-del ital. [lawendel], der: -s, - (wohlrie¬
chende Heil- und Gewürzpflanze); das La¬
vendelöl
la-vie-ren nieder!, [lawiren]: (sich durchwin¬
den, klug vorgehen)
Lawine lat., die: -, -n (Schneerutsch); ...la-
wine: Kostenlawine - Prozesslawine -
Schuldenlawine; lawinenartig; die Lawi¬
nengefahr; der Lawinenhund; die Lawinen¬
katastrophe; lawinensicher
lax lat.: eine laxe (nachlässige, lasche) Hal¬
tung; die Laxheit
Lay-out engl, [leaut], das: -s, -s (Bild-, Textge¬
staltung); auch: das Layout
Lazarett franz., das: -(e)s, -e (Militärkran¬
kenhaus)
Lea-der engl, [lider], der: -s, - (Bandleader)
lea-sen engl. [Ilsen]: ein Auto leasen (mieten);
das Leasing
Leben, das: -s, -; sein Leben lang - ein erfüll¬
tes Leben - das Leben in Hamburg - das
Leben und Treiben in einer Stadt - ums Le¬
ben kommen - sich das Leben nehmen -
am Leben bleiben - jemandem das Leben
zur Hölle (unerträglich) machen - das In-
den-Tag-hinein-Leben; das Lebehoch; der
Lebemann; leben: in einer Stadt leben
(wohnen) - allein leben (sein Leben ver¬
bringen) - für seine Arbeit leben (sich ihr
ganz widmen); lebendig: noch lebendig
(am Leben) sein - bei lebendigem Leibe -
lebendig (lebhaft) erzählen; die Lebendig¬
keit; der Lebensabend; die Lebensart; die
Lebensbedingungen Mz.; lebensbedrohend;
lebensbejahend; die Lebensdauer; lebens¬
echt; das Lebensende; die Lebenserfah¬
rung; die Lebenserinnerungen Mz.; die
Lebenserwartung; lebensfähig; lebens¬
fremd; lebensfroh; die Lebensgefahr; le¬
bensgefährlich; der Lebensgefährte; die
Lebensgefährtin; lebensgroß; die Lebens¬
haltungskosten Mz.; die Lebenshilfe; der
Lebenshunger; der Lebenskampf; der Le¬
benskünstler; lebenslang; lebenslänglich;
der Lebenslauf; lebenslustig; die Lebens¬
mittel Mz. (Esswaren); lebensmüde; le¬
bensnah; die Lebensnähe; lebensnotwen¬
dig; die Lebensqualität; der Lebens¬
standard; die Lebensversicherung; der
Lebenswandel; der Lebensweg; die Lebens¬
weise; das Lebenszeichen; die Lebenszeit;
das Lebewesen (Mensch, Tier, Pflanze); das
Lebewohl: ein herzliches Lebewohl sagen;
aber: leb(e) wohl!; lebhaft; die Lebhaftig¬
keit; leblos (tot); die Leblosigkeit; der Leb¬
tag: er denkt sein Lebtag (sein ganzes Le¬
ben) daran; Lebzeiten: zu Lebzeiten seines
Vaters
Leber, die: -, -n (Organ von Menschen und
Tieren): frisch/frei von der Leber weg reden
(ungehemmt sagen, was man denkt); der
Leberfleck; der Leberkäse (Fleischgericht);
der Lebertran; die Leberwurst
Lebkuchen, der: -s, - (Pfefferkuchen)
lechzen: nach Wasser lechzen (dringend ver¬
langen)
Leck, das: -(e)s, -s (undichte, schadhafte
Stelle); leck: ein leckes Schiff; lecken: das
Boot leckt (ist undicht); leckschlagen
lecken: Eis lecken (schlecken, lutschen) - die
Katze leckt Milch; lecker: lecker (appetitlich)
aussehen - eine leckere (schmackhafte)
Mahlzeit; der Leckerbissen (etwas Köstli¬
ches zu essen); die Leckerei; das Lecker¬
maul (Feinschmecker)
G
H
I
J
K
L
M
Leder
194
Leder, das: -s; Schuhe aus Leder - vom Leder
ziehen (heftig schimpfen) - jemandem ans
Leder {ihn angreifen) wollen;der Lederball;
der Ledergurt; die Lederhaut; die Leder¬
hose; die Lederjacke; die Ledermappe;
ledern (mit einem Ledertuch polieren);
ledern: lederne (aus Leder gemachte)
Schuhe; der Lederranzen; der Lederrie¬
men; der Ledersessel; die Ledertasche; die
Lederwaren Mz.
ledig (led.): noch ledig (unverheiratet) sein -
aller Sorgen ledig sein (frei von Sorgen sein) -
ein lediges (uneheliches) Kind; der/die Le¬
dige.
lediglich: er hat lediglich (nur, bloß) Dumm¬
heiten im Kopf
Lee, die: - (die dem Wind abgekehrte Seite ei¬
nes Schiffs); die Leeseite
leer: (ohne Inhalt); ein leeres Fass - leer stehen
- leer machen - ein leeres (unbedrucktes)
Blatt - ein leeres (geistloses) Geschwätz -
leere Versprechungen - eine leer stehende
Wohnung - das Fass leer laufen lassen - er
lässt den Motor leer laufen - mit leeren
Händen (ohne alles) dastehen - leer ausge¬
hen (nichts abbekommen); die Leere: ins
Leere starren; leeren: den Eimer leeren -
der Saal leert sich allmählich # lehren; das
Leergewicht; das Leergut (Behälter, die
man zurückgeben kann, z.B. Flaschen);
der Leerlauf; die Leerstelle; die Leerung
Lefze, die: -, -n (Lippe bei Tieren)
legal lat.: der legale (rechtmäßige) Erbe - le¬
gal (gesetzlich) gegen jemanden vorgehen;
legalisieren (rechtskräftig machen, zum
Gesetz erheben); die Legalisierung; die Le¬
galität (Gesetzmäßigkeit)
Le gas the nie (Leg as the nie) (LRS) griech.,
die: -, Legasthenien (angeborene Lese- und
Rechtschreibschwäche); der Legastheniker;
die Legasthenikerin; legasthenisch
le-gen: das Messer auf den Tisch legen - er
legt sich auf die Couch - sich schlafen le¬
gen - die Hühner legen Eier - der Wind legt
sich wieder (flaut ab) - Rohre legen (verle¬
gen) - der Zorn hat sich gelegt (beruhigt) -
sich ins Zeug legen (anstrengen) - jeman¬
dem das Handwerk legen (seinem Treiben
ein Ende setzen)
Legende lat., die: -, -n (Heiligenerzählung);
legendär: ein legendärer (sagenhafter, un¬
wahrscheinlicher) Held; legendenhaft
leger franz. [leschär]: sich leger (ungezwun¬
gen, lässig) benehmen
Legierung ital., die: -, -en (Verschmelzung
mehrerer Metalle); legieren
Le-gi-on lat., die: -, -en (altrömische Heeres¬
einheit, eine große Menge); der Legionär
(Soldat)
legitim lat.: ein legitimer (rechtmäßiger) Erbe
- ein legitimes (begründetes) Anrecht ha¬
ben; die Legislative (gesetzgebende Ge¬
walt); die Legislaturperiode (Amtsdauer
eines Parlamentes); die Legitimation (Be¬
rechtigungsausweis, Beglaubigung); sich
legitimieren: sich nicht legitimieren (aus-
weisen) können; die Legitimierung
Lehen, das: -s, - (verliehenes, erbliches Nutz¬
recht im Mittelalter); der Leh(e)nsherr; der
Leh(e)nsmann (Gefolgsmann, Abhängiger);
das Leh(e)n§wesen; das Lehnwort (aus ei¬
ner fremden Sprache stammendes Wort,
das man nicht mehr als Fremdwort erkennt)
Lehm, der: -(e)s, -e (Schlamm, Erde); der
Lehmboden; lehmig
Leh ne, die: -, -n (Stütze, Halt); sich lehnen:
sich an die Wand lehnen - sie lehnt (beugt)
sich aus dem Fenster - das Fahrrad an die
Mauer lehnen; der Lehnsessel; der Lehn¬
stuhl
lehren: an der Universität Mathematik lehren -
sie lehrt ihn lesen - die Erfahrung lehrt
(zeigt) - ich will dich lehren (dir Gehorsam
beibringen); die Lehranstalt (Schule); lehr¬
bar; die Lehrbefähigung; der Lehrberuf;
das Lehrbuch; die Lehre: eine dreijährige
Lehre (Lehrzeit) - das wird ihm eine Lehre
(Belehrung) sein - seine Lehre (Lehrmei¬
nung) wird sich durchsetzen; der Lehrer;
die Lehrerin; die Lehrerkonferenz; die Leh¬
rerschaft; der Lehrgang (Unterricht); das
Lehrgeld: Lehrgeld zahlen müssen (durch
Schaden Erfahrungen sammeln); lehrhaft
(belehrend); der Lehrherr; das Lehrjahr:
Lehrjahre sind keine Herrenjahre; der Lehr¬
junge; der Lehrkörper; die Lehrkraft; der
Lehrling (Auszubildender); die Lehrme¬
thode; die Lehrmittel Mz.; der Lehrplan;
lehrreich (aufschlussreich); die Lehrstelle;
der Lehrstoff; der Lehrstuhl (Professoren¬
stelle); der Lehrvertrag; die Lehrwerkstatt;
die Lehrzeit # leeren
195
Leihbücherei
Leib, der: -(e)s, -er; am ganzen Leibe zittern -
mit Leib und Seele - Leib und Leben wagen -
nichts im Leibe haben (hungrig sein) - der
Leib des Herrn (Abendmahl); aber: beileibe
nicht; der Leibarzt; leibeigen (unfrei, unter¬
drückt); der/die Leibeigene; die Leibeigen¬
schaft (völlige Abhängigkeit von einem
Herrscher); die Leibeserziehung; die Lei¬
besfülle; die Leibeskraft: aus/nach Leibes¬
kräften; die Leibesübungen Mz.; die Lei¬
besvisitation (körperliche Durchsuchung);
die Leibgarde (Leibwache); das Leibgericht
(Lieblingsessen); leibhaftig: der Teufel leib¬
haftig (selbst, in eigener Person); der Leib¬
haftige (Teufel); die Leibhaftigkeit; leiblich
(körperlich); die Leibrente; die Leib¬
schmerzen Mz.; die Leibspeise; die Leib¬
wache; die Leibwäsche (Unterwäsche)
# Laib
Lei-che, die: -, -n (toter menschlicher Körper);
über Leichen gehen (rücksichtslos handeln);
der Leichenacker; die Lerchenbittermiene
(trauriger Gesichtsausdruck); leichenblass;
das Leichenbegängnis (Beerdigung); die
Leichenfledderei (Ausplünderung toter
Menschen); die Leichenhalle; der Leichen¬
schmaus (Totenmahl); die Leichenstarre;
der Leichenzug; der Leichnam (toter Kör-
# per)
leicht: ein leichtes Paket - eine leichte Klei¬
dung - die leichte (nicht zu schwierige)
Aufgabe - ein leichter (kleiner) Fehler -
eine leichte (unbedeutende) Krankheit -
leichte (unterhaltsame) Musik hören - ich
werde dir das Eingewöhnen leicht machen
- das wird mir nicht leicht fallen - du sollst
das nicht leicht nehmen - leicht lernen -
leicht behindert sein - leicht entzündlich -
leicht verderblich - leicht verständlich - sie
wird leicht (schnell) müde - leichten Her¬
zens (ohne Bedenken) - ein leichtes (leicht¬
fertiges) Mädchen - leichtes (müheloses)
Spiel haben - leicht beschwingt sein - eine
leicht verdauliche Mahlzeit - leicht verletzt
- leicht verwundet - mit etwas leicht
(mühelos) fertig werden - sich etwas sehr
leicht (zu einfach) machen - sie wird leicht
(beim geringsten Anlass) krank - etwas auf
die leichte Schulter (nicht ernst) nehmen;
aber: es ist mir ein Leichtes (fällt mir nicht
schwer); der Leichtathlet; die Leichtathle¬
tik (sportliche Übungen: Laufen, Springen,
Werfen); die Leichtathletin; der/die
Leichtbehinderte; auch: der/die leicht Be¬
hinderte; leichtfertig (unüberlegt, ober¬
flächlich); die Leichtfertigkeit; der Leicht¬
fuß: Bruder Leichtfuß (unbekümmerter
Mensch); leichtfüßig (gewandt, flink); die
Leichtfüßigkeit; das Leichtgewicht; leicht¬
gläubig (arglos); leichtherzig (sorglos);
leichthjn: etwas leichthin (nebenbei, ohne
viel zu denken) machen; die Leichtigkeit
(Mühelosigkeit); leichtlebig (lebenslustig,
unbekümmert); der Leichtmatrose; das
Leichtmetall; der Leichtsinn; leichtsinnig;
die Leichtsinnigkeit; der Leichtsinnsfehler
leiden: du leidest, er litt, sie hat gelitten,
leide!; an einer Krankheit leiden (krank
sein) - Not leiden - jemanden nicht leiden
können (nicht mögen) - ich leide (dulde)
das nicht; leid: ich bin es leid (mag es nicht
mehr dulden) - etwas zuleide tun; auch: zu
Leide tun; das Leid: es tut mir Leid (ich be-
daure es) - er trägt sein Leid (seinen
Schmerz, Kummer) gefasst - sich ein Leid
antun - geteiltes Leid ist halbes Leid; die
Leideform (Passiv); das Leiden (Leid,
Krankheit); leidend; die Leidenschaft (Be¬
gehren, Verlangen); leidenschaftlich; lei¬
denschaftslos (gleichgültig, beherrscht);
der Leidensgefährte; die Leidensgefährtin;
der Leidensgenosse; die Leidensgenossin;
der Leidensweg
leider: leider Gottes - ich habe leider (be¬
dauerlicherweise) kein Geld; leiderfüllt;
leidgeprüft (vom Schicksal heimgesucht);
leidig: eine leidige (lästige, unangenehme)
Sache; leidlich: er spricht die deutsche
Sprache leidlich (einigermaßen gut, ausrei¬
chend); der/die Leidtragende (Trauernde(r),
Hinterbliebene(r), das Opfer); leidvoll: leid¬
volle Erfahrungen machen; das Leidwesen:
zu meinem Leidwesen (Bedauern)
Leier griech., die: -, -n (altes Saiteninstru¬
ment, Drehorgel); immer diese alte Leier
(immer dasselbe)!; der Leierkasten (Dreh¬
orgel); der Leierkastenmann; leiern: ein
Gedicht leiern (ohne Betonung aufsagen)
leihen: du leihst, er lieh, sie hat geliehen,
leih(e)!; er leiht (borgt) ihm 50 Mark - sich
Geld leihen; das Leihamt; der Leiharbeiter;
die Leihbibliothek; die Leihbücherei; die
Leihgabe
196
Leihgabe; die Leihgebühr; das Leihhaus;
die Leihmutter; der Leihwagen; leihweise
(auf Kredit, auf Pump)
Leim, der: -(e)s, -e (Klebstoff); jemandem auf
den Leim gehen (aufseine List hereinfallen) -
aus dem Leim gehen (entzweigehen); lei¬
men: einen Stuhl leimen (kleben, reparie¬
ren) - jemanden leimen (hereinlegen); die
Leimfarbe; die Leimrute; der Leimsieder
(langweiliger Mensch); der Leimtopf
Leine, die: -, -n (kräftige Schnur); die Wäsche
hängt auf der Leine - den Hund an der
Leine führen - Leine ziehen (sich vorsich¬
tig, heimlich entfernen) - jemanden an die
Leine legen (über ihn bestimmen)
Leinen, das: -s, - (Gewebeart); auch: das Lin¬
nen; leinen (aus Leinen); der Leinenein¬
band; das Leinenkleid; der Lein(e)weber;
die Lein(e)weberin; das Leinöl; der Leinsa¬
men (Samen aus Flachskapseln); das Lein¬
samenbrot; das Leintuch (Betttuch); die
Leinwand
lei •se: leise (nicht laut) reden - ein leiser
(schwacher) Wind - nicht die leiseste
(überhaupt keine) Ahnung haben - in der
nächsten Zeit müssen wir leiser treten (spa¬
ren) - eine leise (schwache) Hoffnung - auf
leisen Sohlen (heimlich); aber: nicht im
Leisesten (gar nicht) daran denken; auch:
leis; der Leisetreter (hinterhältiger Mensch,
Schmeichler)
Leiste, die: -, -n (schmale Holzlatte, Randein¬
fassung); der Leistenbruch (Bruch der Ein¬
geweide); die Leistengegend; die Leisten¬
zerrung
leisten: gute Arbeit leisten (vollbringen) - ei¬
nen Eid leisten (schwören) - sich nicht viel
leisten (erlauben) können - eine Anzahlung
leisten (einen Betrag anzahlen) - jeman¬
dem Gesellschaft leisten - er leistet ihm
keinen Gehorsam (gehorcht ihm nicht) - je¬
mandem einen guten Dienst leisten (ihm
helfen) - leiste dir ja keine Fehler mehr!;
die Leistung; der Leistungsabfall; die Leis¬
tungsbilanz; der Leistungsdruck; leistungs¬
fähig; die Leistungsfähigkeit; leistungsge¬
recht; die Leistungsgesellschaft; die Leis¬
tungskontrolle; leistungsschwach; der Leis¬
tungssport; leistungsstark; die Leistungs¬
steigerung; der Leistungstest; das Leistungs¬
vermögen; die Leistungszulage
Leis-ten, der: -, - (Schuhspanner); alles über
einen Leisten schlagen (keinen Unterschied
machen, alles gleich behandeln)
leiten: Wasser in den Kanal leiten (lenken) -
einen Betrieb leiten (führen) - eine Diskus¬
sion leiten - ein teilender Angestellter -
sich von Grundsätzen leiten lassen; der
Leitartikel (wichtiger Zeitungskommentar);
leitbar; das Leitbild (Vorbild); der Leiter;
die Leiterin; der Leitfaden (kurze Anlei¬
tung); leitfähig; die Leitfigur; der Leitge¬
danke; der Leithammel (Anführer); die Leit¬
linie; das Leitmotiv (Leitgedanke); der
Leitpfosten; die Leitplanke; der Leitsatz
(Grundsatz, Richtschnur); der Leitspruch;
der Leitstern; das Leittier; die Leitung: die
Leitung (Führung) übernehmen - aus der
Leitung (dem Leitungsrohr) fließt kein Was¬
ser - eine elektrische Leitung verlegen -
eine lange Leitung haben (schwer begrei¬
fen) - auf der Leitung stehen (begriffsstutzig
sein); der Leitungsdraht; der Leitungsmast;
das Leitungsnetz; das Leitungsrohr; das
Leitungswasser
Leiter, die: -, -n (Steiggerät mit Sprossen); die
Leitersprosse; der Leiterwagen
Lektion lat., die: -, -en (Unterrichtsstunde,
Abschnitt, Aufgabe); seine Lektion gelernt
haben (aus Erfahrung klug geworden sein) -
jemandem eine Lektion (Lehre) erteilen
Lektüre franz., die: -, -n; in die Lektüre (das
Lesen) eines Buches vertieft sein - sich eine
Lektüre (einen Lesestoff) besorgen
Lende, die: -, -n (Hüftgegend); die Lendenge¬
gend; lendenlahm; der Lendenschurz (Klei¬
dungsstück); das Lendenstück; der Lenden¬
wirbel
lenken: ein Auto lenken (steuern) - seine
Schritte nach Hause lenken - die Aufmerk¬
samkeit auf sich lenken - die Geschicke ei¬
nes Staates lenken (den Staat leiten); die
Lenkachse; lenkbar; die Lenkbarkeit; der
Lenker; die Lenkerin; das Lenkrad; die
Lenkstange; die Lenkung
Lenz, der: -es, -e (Frühling); einen sonnigen
Lenz (ein angenehmes Leben) haben; der
Lenzmonat
Leopard lat., der: -en, -en (große Raubkatze,
Panther); das Leopardenfell
Lepra (Lepra) griech., die: - (Aussatz); le¬
prakrank
197
Lerche, die: -n (Singvogel) # Lärche
lernen: lesen lernen - Klavier spielen lernen -
ein gelernter Maler - was Hänschen nicht
lernt; lernt Hans nimmermehr; lernbar; die
Lernbegierde; lernbegierig; lernbehindert;
der/die Lernbehinderte; der Lerneifer;
lerneifrig; der/die Lernende; lernfähig; das
Lernmittel; der Lernprozess; der Lernstoff;
das Lernziel
lesbisch: eine lesbische (das gleiche Ge¬
schlecht liebende) Frau; die Lesbierin
lesen: du liest, er las, sie hat gelesen, lies!; die
Zeitung lesen - zwischen den Zeilen lesen -
Trauben lesen (ernten) - jemandem die Le¬
viten lesen (eine Strafpredigt halten); les¬
bar; die Lese (Weinlese); die Lesebrille; das
Lesebuch; die Leselampe; lesenswert; das
Lesepult; der Leser; die Leseratte (Bücher¬
narr); der Leserbrief; die Lese-Rechtschreib-
Schwäche (LRS); die Leserin; leserlich; die
Leserlichkeit; die Leserschaft; der Lesestoff;
die Lesung: eine Lesung aus dem Alten Tes¬
tament
Lethargie griech., die: - (geistige Trägheit,
Abgestumpftheit); lethargisch (teilnahms¬
los, träge)
Letter lat.f die: -, -n (gedruckter Buchstabe,
Drucktype)
letzt...: der letzte Mann - das letzte Stünd-
lein - letzten Endes - zum letzten Male -
letzter Hand - der letzte Wille; aber: der,
die, das Letzte - bis ins Letzte (ganz genau,
sehr) - der, die, das Letztere - Letzterer -
das Letzte Gericht - der Letzte des Monats
- bis zum Letzten (Äußersten) gehen - es
geht ums Letzte - sie ist die Letzte (der Leis¬
tung nach) in der Klasse - das Erste und
das Letzte (Anfang und Ende) - sein Letztes
geben - die Letzte Ölung - die Letzten wer¬
den die Ersten sein; die Letzt: auf die Letzt
(schließlich) - zu guter Letzt (am Schluss);
letztendlich (schließlich); letztens (kürz¬
lich); letztgenannt; der/die Letztgenannte;
letzthin; letztlich; letztmalig; letztmals;
letztmöglich
leuch ten: die Sterne leuchten (glänzen,
strahlen) in der Nacht - seine Augen leuch¬
ten; die Leuchte (Beleuchtungskörper):
keine große Leuchte (nicht besonders ge¬
scheit) sein; leuchtend: leuchtende Augen
- ein leuchtendes (hohes) Vorbild - leuch¬
tend rote Farben; der Leuchter (Kerzenstän¬
der); die Leuchtfarbe; das Leuchtfeuer; der
Leuchtkäfer; die Leuchtkraft; die Leucht¬
kugel; die Leuchtreklame; das Leuchtsig¬
nal; der Leuchtturm; die Leuchtziffer
leug nen: die Tat leugnen (abstreiten) - Gott
leugnen (seine Existenz nicht anerkennen);
aber: es hilft kein Leugnen; die Leugnung
Leu kä-mie (Leuk ä mie) griech., die: -, Leu¬
kämien (schwere Blutkrankheit); der Leu¬
kozyt (weißes Blutkörperchen)
Leu mund, der: -(e)s; er hat einen guten Leu¬
mund (Ruf); das Leumundszeugnis
Leu te Mz., die: -; viele Leute (Menschen)
kennen - Land und Leute kennen lernen -
meine Leute (meine Familie) - die feinen
Leute (bessere Gesellschaft) - etwas unter
die Leute bringen (etwas verbreiten); leute¬
scheu; der Leuteschinder (jemand, der mit
Untergebenen roh umgeht); leutselig: sich
leutselig (freundlich, wohl wollend) geben;
die Leutseligkeit
Leutnant franz., der: -s, -e/-s (Offiziersrang)
Level engl, [lewel], der: -s, -s (Rang, Qua¬
litätsstufe)
Le-xi kon griech., das: -s, Lexika/Lexiken; ein
Lexikon (Nachschlagewerk) benutzen - ein
wandelndes Lexikon sein (ein sehr großes
Wissen haben); lexikalisch
lfd. = laufend
Li ai son franz. [liäsö], die: -, -s (Liebesverhält¬
nis)
Li-a-ne franz., die: -, -n (Kletterpflanze)
Libelle lat., die: -, -n (Insekt, das am Wasser
lebt)
liberal lat.: liberal (freiheitlich gesinnt, auf¬
geschlossen) sein - eine liberale Partei; der/
die Liberale; liberalisieren (von Einschrän¬
kungen frei machen); der Liberalismus
(Denkrichtung, die für jeden Menschen
eine größtmögliche Freiheit fordert); libera-
Ijstisch; die Liberalität (freiheitliche Gesin¬
nung); der Libero (freier Verteidiger beim
Fußballspiel, der sich auch in den Angriff
einschalten kann)
Ljcht, das: -(e)s, -er; das Licht (die Helligkeit)
der Sonne - das Licht (die Beleuchtung) an¬
machen - das Licht der Welt erblicken (ge¬
boren werden) - jemanden hinters Licht
führen (täuschen, betrügen) - grünes Licht
geben (die Genehmigung erteilen, etwas in
H
I
J
K
T
Angriff zu nehmen) - kein großes Licht
(nicht sehr klug) sein - Licht in etwas brin¬
gen (etwas aufklären) - jemandem ein Licht
aufstecken (ihn aufklären) - wo viel Licht
ist, ist auch viel Schatten; licht: lichte
(helle) Farben - er hat schon lichte (spärli¬
che) Haare - der lichte (leuchtende, helle)
Morgen - die lichte Weite (gemessen von
Innenseite zu Innenseite); lichtarm; das
Lichtbild (Fotografie); der Lichtblick (er¬
freulicher Ausblick, freudiger Moment);
lichtdurchlässig; lichtempfindlich; lichten:
den Anker lichten (hochziehen) - der Wald
lichtet sich (wird heller); der Lichterbaum
(Weihnachtsbaum); lichterfüllt: ein lichter¬
füllter Raum; der Lichterglanz; lichterloh:
das Haus brennt lichterloh (völlig, ganz
und gar); das Lichtermeer; die Lichtge¬
schwindigkeit; die Lichthupe; die Lichtlei¬
tung; die Lichtmaschine; der Lichtmast;
Lichtmess (katholischer Feiertag); die Licht¬
pause (Fotokopie); die Lichtquelle; die
Lichtreklame; der Lichtschacht; lichtscheu:
ein lichtscheues (berüchtigtes, verrufenes)
Gesindel; der Lichtschimmer; die Licht¬
schranke; das Lichtspiel; der Lichtstrahl;
die Lichtung (eine gerodete Stelle im
Wald); das Lichtzeichen
Lid, das: -(e)s, -er (Augendeckel); der Lidschat¬
ten; der Lidstrich # Lied
lieben: seinen Nächsten lieben - eine lieben¬
de Mutter - er liebt (mag) gutes Essen; lie¬
ben lernen; lieb: ein liebes (folgsames, net¬
tes) Kind - liebe (willkommene) Gäste - sei
lieb (freundlich) zu ihm! - ein lieber (teurer,
geschätzter) Kamerad - am liebsten - der
liebe Gott - jemanden lieb haben - ich
werde ihn immer lieb behalten - etwas lieb
gewinnen - sich bei jemandem lieb Kind
machen (einschmeicheln); aber: mein Lie¬
ber - er ist mir der Liebste - mein Liebes -
meine Liebe; liebäugeln: mit einem neuen
Auto liebäugeln (es gerne wollen); das
Liebchen; die Liebe: die Liebe (innige Zu¬
neigung) der Eltern - mit Liebe (großer
Sorgfalt) kochen; aber: dir zuliebe - je¬
mandem etwas zuliebe tun - Liebe macht
blind - Liebe geht durch den Magen - alte
Liebe rostet nicht; liebebedürftig; liebedie¬
nerisch (unterwürfig); die Liebelei; der/die
Liebende; liebenswert (reizend); liebens¬
würdig (entgegenkommend, lieb, reizend);
liebenswürdigerweise; die Liebenswürdig¬
keit; der Liebesbrief; der Liebesdienst (Ge¬
fälligkeit); der Liebeskummer; Liebesmü-
h(e): das ist verlorene Liebesmüh (ver¬
geblich); das Liebespaar; der Liebesroman;
liebestrunken; das Liebesverhältnis; liebe¬
voll; der Liebhaber; die Liebhaberei (Hob¬
by); liebkosen (zärtlich streicheln, umar¬
men); die Liebkosung; lieblich (hübsch,
reizvoll); dije Lieblichkeit (Anmut); der
Liebling; die Lieblingsspeise (Leibgericht);
lieblos; die Lieblosigkeit; der Liebreiz; lieb¬
reizend; die Liebschaft (Liebesverhältnis);
die/der Liebste
L[ed, das: -(e)s, -er; laut ein Lied singen - von
etwas ein Lied singen können (aus eigener,
unangenehmer Erfahrung berichten kön¬
nen); das Liederbuch; der Liedermacher
(jemand, der Lieder dichtet, komponiert
und selbst vorträgt); der Lied(er)sänger; das
Liedgut # Lid
liederlich: ein liederliches (faules, unor¬
dentliches) Kind - ein liederliches (anstößi¬
ges) Leben führen; die Liederlichkeit
liefern: eine Ware liefern (bringen) - den Be¬
weis für etwas liefern (erbringen) - sich
eine Schlacht liefern (miteinander kämp¬
fen) - jemanden ans Messer liefern (durch
Verrat ausliefern) - geliefert (verloren) sein;
der Lieferant (Zulieferer); die Lieferantin;
lieferbar (vorrätig); die Lieferbedingungen
Mz.; die Lieferfirma; die Lieferfrist; der
Lieferschein; der Liefertermin; die Liefe¬
rung; der Liefervertrag; der Lieferwagen;
die Lieferzeit
liegen: du liegst, er lag, sie hat gelegen,
lieg(e)!; im Bett liegen bleiben - München
liegt an der Isar - den Fluss links liegen
lassen (daran vorbeifahren) - das liegt mir
am Herzen - die Arbeit liegt ihr nicht
(ist ihr nicht angenehm) - an mir liegt es
nicht - er liegt noch gut im Rennen - du
sollst das Buch liegen lassen! - sie hat das
Geld liegen lassen (vergessen) - jemanden
links liegen lassen (nicht beachten); die
Liege (Couch, Sofa); die Liegenschaften
Mz. (Grundbesitz); der Liegeplatz; der
Liegesitz; die Liegestatt; der Liegestuhl;
der Liegestütz (Turnübung); die Liege¬
wiese
199
Listigkeit
Ljft engl., der: -(e)s, -e/-s (Fahrstuhl, Aufzug);
der Liftboy [... boi] (Fahrstuhlführer); liften:
sich die Haut liften (straffen) lassen
Li ga span., die: Ligen; eine Liga (Vereini¬
gung) gründen - die Liga für Menschen¬
rechte - in der zweiten Liga (Spielklasse)
Fußball spielen
li ie ren, sich lat.: (sich verbinden, zusam¬
mentun); die Liierung
Li kör franz., der: -s, -e (süßes alkoholisches
Getränk); das Likörglas
li-la arab.: ein lila (fliederfarbenes) Kleid; das
Lila; lilafarben; auch: lilafarbig
Lilie lat., die: -n (Zwiebelpflanze); lilien¬
weiß
Liliputaner engl., der: -s, - (sehr kleiner
Mensch, Zwerg)
Ljmerick engl., der: -(s), -s (Scherzgedicht)
Limes lat., der: - (römischer Grenzwall vom
Rhein zur Donau)
Lj-mit engl., das: -s, -s/-e (Grenze, Preis¬
grenze); limitieren (beschränken, begren¬
zen)
Limonade franz., die: -, -n (alkoholfreies Er¬
frischungsgetränk); die Ljmo
Limousine franz. [limusjne], die: -n (ge¬
schlossener Personenkraftwagen)
Ljnde, die: -n (Laubbaum); die Lindenallee;
der Lindenbaum; der Lindenblütentee; lind¬
grün
lindern: die Schmerzen lindern (mildern, er¬
träglicher machen); lind: linde (milde,
sanfte) Winde; die Linderung
Linie lat., die: -, -n; eine Linie (einen Strich)
ziehen - eine gerade Linie (Gerade) - sich
in einer Linie (Reihe) aufstellen - auf seine
schlanke Linie (Körperform) achten - sich
auf eine Linie (Richtung) einigen - hinter
den Linien (hinter der Front) - eine ausge¬
storbene Linie (Abstammungsreihe) - die
Linie (Strecke) Hamburg-Bremen - in erster
Linie (zuerst) - auf der ganzen Linie (völlig,
in jeder Beziehung); das Lineal; linear (lini¬
enförmig, zeichnerisch); die Lineatur (Lini¬
ensystem, z.B. im Schulheft); das Linien¬
blatt; der Linienbus; der Linienflug; die
Linienführung; das Linienpapier; der Lini¬
enrichter; das Linienschiff; linientreu (er¬
geben, zuverlässig); linieren (Linien zie¬
hen); auch: liniieren; die Linierung; auch:
die Liniierung
links: von links kommen - auf der linken Seite
•
- von links nach rechts - links der Straße -
links um! - links abbiegen - mit links (ne¬
benbei) - links außen spielen - etwas links
liegen lassen (nicht beachten); link: ein lin¬
ker (hinterhältiger) Mensch) - linke (an¬
rüchige) Geschäfte machen; linke: der
linke Schuh - auf der linken Seite; die
Linke: zur Linken (zur linken Hand) - in
meiner Linken - die Linke kommt von Her¬
zen; linkerseits; linkisch: sich linkisch (un¬
geschickt) benehmen; der Linksabbieger;
der Linksaußen: er spielt Linksaußen; der
Linksdrall; linksextrem; der Linkshänder;
die Linkshänderin; linkshändig; die Links¬
händigkeit; linksherum; die Linkskurve;
linkslastig; die Linkspartei; linksrheinisch:
das linksrheinische Ufer; der Linksruck;
linksseitig; der Linksverkehr
Linnen, das: -s (Leinen); linnen (aus Leinen)
Li no le um (Lin o le um) lat., das: -s (Bo¬
denbelag); der Linolschnitt (ein mit einem
Messer aus einer Linoleumplatte herausge¬
schnittenes Bild)
Ljn •se, die: -, -n; Linsen (Hülsenfrüchte) ko¬
chen - durch eine Linse (einen Glaskörper
in optischen Geräten) schauen; linsen:
durch das Schlüsselloch linsen (blicken) -
um die Ecke linsen; linsenförmig; das Lin¬
sengericht
Ljppe, die: -n; sich in die Lippe beißen -
eine Lippe riskieren (vorlaut sein) - an je¬
mandes Lippen hängen (sehr aufmerksam
zu hören) - etwas nicht über die Lippen
bringen (es sich nicht zu sagen trauen); das
Lippenbekenntnis (ein ohne echte Über¬
zeugung abgelegtes Bekenntnis); der Lip¬
penblütler (Pflanzenfamilie); der Lippen¬
stift
liquidieren lat.: er liquidiert (tötet) den Ge¬
fangenen - sein Geschäft liquidieren (auf-
lösen); liquid(e) (flüssig, verfügbar): ein li¬
quides (zahlungsfähiges) Unternehmen;
die Liquidation (Abrechnung von Kosten,
Auflösung)
IjS'peln: (mit der Zunge beim Sprechen an¬
stoßen); das Lispeln
Ljst, die: -, -en (Geschick, Tücke, Täuschung);
mit List und Tücke; listenreich; listig
(durchtrieben, schlau); Ijstigerweise; die
Listigkeit
Liste
200
Ljste, d ie: -, -n; eine Liste (Aufstellung, ein
Verzeichnis) schreiben; der Listenplatz; die
Listenwahl
Litanei griech., die: -en (religiöses Bittge¬
bet, eintöniges Gerede)
Liter (I) griech., der/das: -s, - (Maß für Flüs¬
sigkeiten); zwei Liter Milch - ein halber
(halbes) Liter; die Literflasche; literweise
Literatur lat., die: -, -en (Schrifttum, Dich¬
tung); literarisch: literarisch (schriftstelle¬
risch) tätig sein; der Literat (Schriftsteller);
die Literaturgeschichte
Ljtfaßsäule, die: -, -n (runde Anschlagsäule)
Lithographie griech., die: -, Lithographien
(Steindruck); auch: die Lithografie
Liturgie griech., die: -, Liturgien (Gottes¬
dienstordnung; evangelische Kirche: Wech¬
selgesang zwischen Geistlichem und Ge¬
meinde); liturgisch
Ljt •ze lat., die: -, -n (flache Schnur zum Ver¬
zieren von Stoffen, Borte, Zierband)
live engl, [lajf]: live (unmittelbar) ein Fußball¬
spiel übertragen; die Livesendung (Ori¬
ginalübertragung); die Liveshow
Livree (Livree) franz. [liwre], die: -, Livreen
(uniformartige Kleidung eines Dieners)
Lizenz lat., die: -, -en (amtliche Genehmi¬
gung, Zulassung), die Lizenzgebühr; lizen¬
zieren (eine Genehmigung erteilen); der
Lizenzspieler (ein von einem Verein an-
gestellter Spieler); der Lizenzvertrag
Lkw (LKW) = Lastkraftwagen
Lobby engl, [lobi], die: -, -s (Halle im Parla¬
ment, Interessengruppe); der Lobbyjst (je¬
mand, der Abgeordnete für seine Interessen
gewinnen will)
loben: er lobt den fleißigen Schüler; das Lob:
des Lobes voll sein (sich sehr lobend
äußern); lobenswert; die Lobeshymne; der
Lobgesang; lobhudeln (schmeicheln); die
Lobhudelei; löblich (anerkennenswert); das
Loblied (Lobrede): ein Loblied auf jeman¬
den anstimmen (ihn übermäßig in Gegen¬
wart anderer loben); lobpreisen (verherrli¬
chen, ehren); die Lobpreisung; die Lobrede
Loch, das: -(e)s, Löcher; ein tiefes Loch graben -
ein Loch (eine schadhafte Stelle) in der
Hose haben - in einem Loch (einer kleinen,
dunklen Wohnung) leben - im Loch (Ge¬
fängnis) sitzen - aus dem letzten Loch pfei¬
fen (am Ende sein) - jemandem ein Loch in
den Bauch fragen (ihm pausenlos Fragen
stellen); lochen: einen Papierbogen lo¬
chen; der Locher; löch(e)rig (undicht);
löchern: der Reporter löcherte ihn mit Fra¬
gen; die Lochkarte; der Lochstreifen; die
Lochung; die Lochzange
Locke, die: -, -n; Locken im Haar haben; das
Löckchen; der Lockenkopf; die Locken¬
pracht; der Lockenwickler; lockig
lo cken: den Hund locken (heranrufen, kö¬
dern) - diese,Aufgabe lockt (reizt) ihn; das
Lockmittel; der Lockruf; die Lockung; der
Lockvogel (Köder, Anreiz)
lockenein lockeres (loses) Brett-ein lockerer
Boden - lockere (zwanglose) Sitten - sich
locker (ungezwungen) geben - die Zügel
locker lassen (nicht fest halten); locker¬
lassen: nicht lockerlassen (nicht nachge¬
ben); die Lockerheit; lockermachen: Geld
lockermachen; aber: den Gürtel locker ma¬
chen; lockern: Schrauben lockern - sich
nach einer Anstrengung lockern (entspan¬
nen); die Lockerung; die Lockerungsübung
Loden, der: -s, - (filziger Wollstoff); der Lo¬
denmantel; der Lodenstoff
lodern: ein loderndes (heftig brennendes)
Feuer - lodernde Flammen
Löffel, der: -s, -; die Suppe mit dem Löffel es¬
sen - die Löffel (Ohren) des Hasen - die
Löffel spitzen (aufmerksam zuhören) - ein
paar hinter die Löffel bekommen/kriegen
(geohrfeigt werden) - sich etwas hinter die
Löffel schreiben (gut merken); löffeln: seine
Suppe löffeln; löffelweise
Lo ga rjth mus (Log a rjth mus) (log) griech.,
der: -, Logarithmen (mathematische Grö¬
ße); die Logarithmentafel; logarithmisch
Loge franz. [lösche], die: -, -n (kleiner, abge¬
teilter Raum im Zuschauerraum; Pförtner¬
raum; Geheimbund); logieren [loschjren]:
in einem Hotel logieren (für eine be¬
stimmte Zeit wohnen); der Logiergast; der
Logierplatz; das Logis [loschj] (einfache
Unterkunft)
Lpgger nieder!., der: -s, - (Küstenfahrzeug)
Loggia ital. [lodscha], die: -, Loggien (offener,
überdeckter Raum)
Logik griech., die: - (exakte Denkart); logisch:
ein logischer (folgerichtiger) Schluss - das
ist doch logisch (selbstverständlich); logi¬
scherweise (folglich); die Logjstik (mathe.r
201
Losungswort
matische Denkart, militärisches Nachschub¬
wesen)
Logopädie griech., die: - (Sprachheilkun¬
de); der Logopäde; die Logopädin; logopä-
disch
lo hen: (hell brennen, lodern); die Lohe
(Flamme, Glut)
Lohn, der: -(e)s, Löhne; keinen Lohn (keine
Anerkennung) ernten - einen hohen Lohn
(ein großes Gehalt) bekommen - um
Gottes Lohn (umsonst) arbeiten - Undank
ist der Welt Lohn; der Lohnabzug; die
Lohnarbeit; der Lohnausfall; der Lohn¬
buchhalter; der Lohnempfänger; sich loh¬
nen: die Mühe hat sich gelohnt (bezahlt ge¬
macht) - er hat mir meine Mühe übel
gelohnt (vergolten); löhnen (auszahlen);
lohnend: eine lohnende Aufgabe; lohnens¬
wert; die Lohnforderung; der Lohnkampf;
die Lohnkosten Mz.; die Lohnpfändung;
die Lohnsteuer; der Lohnstopp; der Lohn¬
tag; die Lohntüte; die Löhnung; der Lohn¬
zettel
Loipe norw., die: -n (Spur für den Ski¬
langlauf)
Lo kal franz., das: -(e)s, -e (Gastwirtschaft);
lokal: lokale (örtliche) Nachrichten; die Lo¬
kalbahn; das Lokalblatt; die Lokalisation
(Ortsbestimmung); lokalisieren (abgren¬
zen, beschränken): ich kann die Stelle
nicht lokalisieren (bestimmen); die Lokali¬
sierung; die Lokalität (Raum, Örtlichkeit);
die Lokalnachrichten; die Lokalpresse; der
Lokaltermin (Gerichtstermin am Tatort); die
Lokalzeitung
Lokomotive engl., die: -n; kurz: die Lok;
der Lok(omotiv)führer
Lo kus lat., der: -/-ses, -/-se (Toilette)
Long drink engl., der: -(s), -s (alkoholisches
Mixgetränk)
Longe franz. [lösche], die: -, -n (Laufleine für
Pferde, Sicherheitsleine); longieren (ein
Pferd an der Leine laufen lassen)
Look engl, [luk], der: -s, -s (Äußeres, Aussehen
nach der Mode); ein sportlicher Look
Looping engl, [luping], der/das: -s, -s (Kunst¬
flugfigur)
Lorbeer lat., der: -s, -en (Gewürzstrauch);
sich auf seinen Lorbeeren ausruhen (sich
nach seinen Erfolgen nicht mehr anstren¬
gen) - Lorbeeren ernten (Erfolg haben); der
Lorbeerbaum; das Lorbeerblatt; der Lor¬
beerkranz (Auszeichnung)
Lord engl., der: -s, -s (engl. Adelstitel)
Lo re engl., die: -n (offener Güterwagen)
los: der Hund ist los (frei) - bei uns ist nichts
los (es passiert nichts) - er ist sein Vermö¬
gen los - eine Sorge los sein - jetzt geht's
los! - los!; ...los: ausweglos - baumlos -
kinderlos; losballern (plötzlich zu schießen
anfangen); losbekommen; losbrausen; los¬
brechen: ein Unwetter wird bald losbre¬
chen; lose: ein loses (lockeres) Brett - ein
Knopf ist lose - ein loser (leichtfertiger)
Bursche - ein loses (freizügiges, liederli¬
ches) Leben führen - eine lose Zunge ha¬
ben (leichtfertig reden); die Loseblattsamm¬
lung; loseisen (befreien); losfahren; los¬
gehen; loshaben: in seinem Beruf viel los¬
haben (können); loskaufen; loslassen; los¬
laufen; loslegen (sich ins Zeug legen); los¬
lösen; die Loslösung; losmachen; losmar¬
schieren; sich lossagen; losschicken; los¬
schlagen, lossprechen; lossteuern: auf eine
Bekannte lossteuern; loswerden; losziehen
Los, das: -es, -e; sich ein Los (einen Lotterie¬
schein) kaufen - mit seinem Los (Schicksal)
nicht zufrieden sein - das große Los
(Hauptgewinn) - das große Los ziehen
(sehr viel Glück haben); losen (ein Los zie¬
hen); der Losentscheid; die Losnummer;
die Lostrommel; der Losverkäufer
löschen: das Feuer löschen (ausmachen) -
seinen Durst löschen (stillen) - ein Konto
löschen (auflösen) - er löscht (tilgt) seine
Schuld; die Löscharbeit; das Löschblatt
(Saugpapier); der Löscheimer; der Löscher;
das Löschfahrzeug; das Löschgerät; das
Löschpapier; die Löschtaste; der Lösch¬
teich; die Löschung; das Löschwasser; der
Löschzug
lö-schen: ein Schiff löschen (ausladen)
lösen: die Tapeten von der Wand lösen - sie
löst einen Knoten - eine Fahrkarte lösen
(kaufen) - er kann die Aufgaben nicht lösen
(bewältigen) - einen Vertrag lösen (aufhe-
ben) - er löst (lockert) eine Schraube - je¬
mandem die Zunge lösen (ihn zum Spre¬
chen bringen); lösbar; die Lösbarkeit; das
Lösegeld; löslich; die Lösung; das Lösungs¬
mittel; der Lösungsversuch; der Lösungs¬
weg; das Lösungswort
Löss
202
LÖSS, der: -es, -e (Bodenart); auch: der Löß;
der Lössboden; die Lössschicht
Losung, die: -en (Kennwort, Wahlspruch);
das Losungswort
Lot, das: -(e)s, -e; das Lot (Gerät zum Feststel¬
len der Wassertiefe) einholen - ein Lot
(eine senkrechte Gerade) fällen - eine
Mauer mit dem Lot (Senkblei) ausrichten -
etwas ins rechte Lot (in Ordnung) bringen -
ins Lot (in Ordnung) kommen; loten (die
senkrechte Lage bzw. die Wassertiefe be¬
stimmen); lotrecht (senkrecht); die Lotung
löten: (Metallteile verbinden); ein Rohr löten;
der Lötapparat, der Lötkolben; die Löt¬
lampe; die Lötnaht; die Lötstelle; die Lö¬
tung; das Lötzinn
Lotion engl., die: -, -en (Hautpflegemittel);
auch: die Lotion [loschen]
Lot •se engl., der: -n, -n (ortskundiger See¬
mann); lotsen: ein Schiff in den Hafen lot¬
sen (leiten, führen) - jemanden durch die
Stadt lotsen; der Lotsendienst
Lotterie nieder!, die: -, Lotterien (Glücks¬
spiel); das Lotterielos; das Lotteriespiel;
das Lotto (Zahlenlotto); der Lottogewinn;
die Lottozahlen Mz.
lot-te-rig: lotterig (nachlässig, schlampig, lie¬
derlich) sein; auch: lottrig; der Lotterbube
(Taugenichts); lotterhaft; die Lotterigkeit;
das Lotterleben; die Lotterwirtschaft (Un¬
ordnung)
Lounge engl, [laundsch], die: -, -s (Hotelhalle)
Lö •we griech., der: -n, -n (afrikanische Raub¬
katze, König der Tiere); der Löwenanteil;
der Löwenbändiger; der Löwenkäfig; der
Löwenmut; löwenstark; der Löwenzahn
(Blume); die Löwin
loyal franz. [loajalj: (redlich, gesetzestreu);
die Loyalität
LP = Langspielplatte
LSD = ein Rauschgift
It. = laut
Luchs, der: -es, -e (katzenartiges Raubtier);
wie ein Luchs (ganz genau) aufpassen;
luchsen (aufmerksam schauen)
Lücke, die: -, -n; eine Lücke (ein Zwischen¬
raum, Abstand) im Gebiss - in Mathematik
hat sie große Lücken (Mängel); der Lücken¬
büßer (Ersatzmann, Aushilfe); lückenhaft
(unvollständig); die Lückenhaftigkeit; lü¬
ckenlos (ganz); die Lückenlosigkeit
Luder, das: -s, - (grobes Schimpfwort); ein raf¬
finiertes Luder; luderig (schlampig); das Lu¬
derleben; ludern; die Luderwirtschaft
Luft, die: -, Lüfte (gasförmiger Stoff); die Ler¬
che steigt in die Lüfte - Luft holen - in der
frischen Luft sein - jemanden an die Luft
setzen (ihn hinauswerfen) - in der Luft hän¬
gen (im Ungewissen sein) - sich in Luft auf-
lösen (spurlos verschwinden) - es herrscht/ist
dicke Luft (es droht etwas Unangenehmes)
- jemandenx wie Luft behandeln (ihn ab¬
sichtlich übersehen); der Luftalarm; der
Luftangriff; die Luftaufnahme; der Luftbal¬
lon; das Luftbild; das Lüftchen; luftdicht;
der Luftdruck; luftdurchlässig; lüften: das
Zimmer lüften (die Luft erneuern) - seinen
Hut lüften (hochheben); die Luftfahrt (Flie¬
gerei); die Luftfeuchtigkeit; luftgekühlt;
luftgetrocknet; das Luftgewehr; die Luft¬
hansa (deutsche Luftverkehrsgesellschaft);
die Lufthülle; luftig: in luftiger (windiger)
Höhe - ein luftiges (leichtes) Kleid; der Luf¬
tikus (Leichtfuß); das Luftkissen; der Luft¬
kurort; luftleer; die Luftlinie; die Luftma¬
tratze; der Luftpirat (Flugzeugentführer);
die Luftpost; die Luftpumpe; die Luftröhre;
das Luftschloss (Wunschvorstellung, Einbil¬
dung); der Luftschutz; der Luftsprung; die
Lüftung (Luftzufuhr); die Luftveränderung;
der Luftverkehr (Luftfahrt); die Luftver¬
schmutzung; die Luftwaffe; der Luftwider¬
stand; der Luftzug (Luftstrom, Windstoß)
lu gen: um die Ecke lugen (ausschauen,
spähen); der Luginsland (Aussichtsturm)
lü gen: du lügst, er log, sie hat gelogen, lüg(e)!
(die Unwahrheit sagen); lügen, dass sich
die Balken biegen (hemmungslos lügen);
Lug: es ist alles Lug und Trug (Lüge und
Täuschung); die Lüge: eine faustdicke Lüge
-jemanden Lügen strafen (ihn der Unwahr¬
heit überführen) - Lügen haben kurze
Beine; der Lügenbold (gewohnheitsmäßi¬
ger Lügner); das Lügengespinst (Lügenge¬
webe); lügenhaft; die Lügenhaftigkeit; die
Lügenkampagne [...kampanje] (Lügenfeld¬
zug); das Lügenmärchen (Lügengeschichte);
das Lügenmaul (Lügner); die Lügerei; der
Lügner; die Lügnerin; lügnerisch
Luke, die: -, -n (kleine Öffnung, Dachfenster)
lu kra tiv (luk ra tiv) lat.: ein lukratives (Ge¬
winn bringendes, einträgliches) Geschäft
203
Macher
lukullisch: ein lukullisches (üppiges) Mahl
lul len: (in den Schlaf singen)
Lümmel, der: -s, - (Flegel, frecher Mensch);
die Lümmelei; lümmelhaft; sich lümmeln:
sich in den Stuhl lümmeln (sich betont
nachlässig hinsetzen)
Lump, der: -en, -en (gewissenloser Mensch,
Strolch); lumpen: die ganze Nacht lumpen
(sich vergnügen) - sich nicht lumpen lassen
(großzügig zeigen); der Lumpen (Lappen,
zerrissene Kleidung); das Lumpengesindel;
das Lumpenpack (Gesindel); der Lumpen¬
sammler; die Lumperei; lumpig (gemein,
kläglich): lumpige fünf Mark
Lunch engl, [lantsch], der: -/-(e)s, -(e)s/-e
(Mittagsmahl); lunchen
Lunge, die: -, -n (Atmungsorgan von Men¬
schen und Tieren); eine grüne Lunge
(Grünanlage) - sich die Lunge aus dem
Hals schreien (laut schreien); die Lungen¬
embolie; die Lungenentzündung; lungen¬
krank; der/die Lungenkranke
lungern: auf den Straßen lungern (sich he¬
rumtreiben)
Lunte, die: -n (Zündschnur); Lunte riechen
(Gefahr wittern)
Lupe franz., die: -, -n (Vergrößerungsglas);
jemanden unter die Lupe nehmen (genau
beobachten, überprüfen); lupenrein (sehr
sauber, mustergültig)
lupfen: (lüften, hochheben); auch: lüpfen
Lupi •ne lat., die: -, -n (Futterpflanze)
Lurch, der: -(e)s, -e (Amphibie; Tier, das so¬
wohl im Wasser als auch auf dem Lande
lebt)
Lust, d ie: -, Lüste; zu/auf etwas Lust (Verlan¬
gen) haben - etwas mit Lust (Freude, Ver¬
gnügen) betreiben - nach Lust und Laune
(wie es beliebt); die Lustbarkeit (Feier,
Vergnügen); lustbetont; lüstern (voll Gier,
triebhaft); die Lüsternheit (Begierde); das
Lustgefühl; lustig: eine lustige (vergnügte)
Gesellschaft - eine lustige (humorvolle, un¬
terhaltsame) Geschichte - sich über jeman¬
den lustig machen (ihn verspotten); aber:
Bruder Lustig; die Lustigkeit; der Lüstling
(Wüstling); auch: der Lustmolch; lustlos;
die Lustlosigkeit (Unlust); der Lustmörder;
das Lustschloss; das Lustspiel (Komödie);
lustvoll; lustwandeln (gemächlich spazie¬
ren gehen)
Lüster franz., der: -s, - (Kronleuchter)
Lu the •raner, der: -s, - (Anhänger Luthers,
Protestant); lutherisch: die lutherische Kir¬
che; das Luthertum
lutschen: am Daumen lutschen (saugen) -
Eis lutschen (schlecken, auf der Zunge zer¬
gehen lassen); der Lutscher
Luv, das: -s (dem Wind zugekehrte Seite eines
Schiffes); die Luvseite
Luxemburg: -s (Großherzogtum in Westeu¬
ropa); der Luxemburger; die Luxemburge¬
rin; luxemburgisch
Lu •xus lat., der: - (großer Aufwand, Ver¬
schwendung, Prunk); luxuriös; der Luxus¬
artikel; der Luxusdampfer; das Luxusgut;
das Luxushotel; die Luxusjacht; die Luxus¬
limousine; die Luxussteuer; der Luxuswa¬
gen; die Luxuswohnung
Lu •zer-ne franz., die: -, -n (Futterpflanze)
Lu •zi*fer lat., der: -s (Teufel)
Lym-phe griech., die: -, -n (hellgelbe Körper¬
flüssigkeit); das Lymphgefäß; der Lymph¬
knoten; das Lymphsystem
lyn-chen engl.: (ohne Richterurteil hinrich¬
ten); die Lynchjustiz
Ly-rik griech., die: - (Dichtkunst, Poesie); der
Lyriker; die Lyrikerin; lyrisch (dichterisch)
Lyzeum griech., das: -s, Lyzeen (höhere
Mädchenschule)
M
m = Meter
MA. = Mittelalter
Maar, das: -(e)s, -e (Kratersee)
Maat, der: -(e)s, -e/-en (Unteroffizier bei der
Marine) # die Mahd
machen: die Hausaufgaben machen (anferti¬
gen) - was soll ich machen (tun)? - er
macht sich gut in seiner neuen Stellung (er
bewährt sich) - ein gemachter (wohlhaben¬
der) Mann sein - sich nichts aus jemandem
machen (ihn nicht mögen) - etwas aus sich
machen (etwas im Leben erreichen); die
Machart (Ausführung, Beschaffenheit);
machbar; die Machbarkeit; die Mache
(Gehabe, Angabe, Vortäuschung); die Ma¬
chenschaften Mz. (Quertreiberei, ungesetz¬
liche Handlungen); der Macher (durchset-
G
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Machwerk
204
zungsfähiger Mensch, Manager); das Mach¬
werk (minderwertiges Erzeugnis)
Macho span, [matscho], der: -s, -s (sich be¬
tont männlich gebender Mann)
Macht, die: Mächte; Macht (Herrschaft, Ge¬
walt) ausüben - die Macht (Kraft) der Ge¬
wohnheit - mit aller Macht (Gewalt) - die
bösen Mächte - die verbündeten Mächte
(Staaten); die Machtbefugnis; die Macht¬
gier (Machtstreben); der Machthaber (Herr¬
scher); machthungrig; mächtig: ein mäch¬
tiger Baum - seiner Sinne nicht mehr
mächtig sein (völlig außer sich sein); die
Mächtigkeit; der Machtkampf; machtlos;
die Machtlosigkeit; der Machtmissbrauch;
die Machtprobe (Kraftprobe); die Macht¬
stellung (Einfluss); das Machtstreben;
machtvoll; die Machtvollkommenheit; der
Machtwechsel; das Machtwort: ein Macht¬
wort sprechen (eine Entscheidung treffen)
Macke hebe, die: -n (Tick, Fehler); eine
Macke haben (leicht verrückt sein)
Mädchen, das: -s, -; ein Mädchen für alles;
mädchenhaft; das Mädel
Made, die: -n (Insektenlarve); wie die Made
im Speck (im Überfluss) leben; madig: ein
madiger Apfel - etwas madig (schlecht)
machen
made in Germany engl, [med in dschör-
meni] (Stempel auf Waren: hergestellt in
Deutschland)
Madonna ital., die: -, Madonnen (Mutter
Jesu); das Madonnenbild; das Madonnen¬
gesicht; madonnenhaft: ein madonnenhaf¬
tes Gesicht
Mafia ital., die: -, -s (verbrecherische Ge¬
heimorganisation, Unterwelt); auch: die
Maffia; der Mafioso (Mitglied der Mafia)
Magazin ital., das: -s, -e; Waren im Magazin
(Lager) stapeln - in einem Magazin (einer
Zeitschrift) lesen - das Magazin (den Patro¬
nenbehälter) leer schießen
Magd, die: -, Mägde (Dienerin); das Mägde¬
lein
Magen, der: -s, -/Mägen (Körperorgan); mit
leerem Magen arbeiten - im Magen liegen
(bedrücken) - die Liebe geht durch den
Magen; die Magenbeschwerden Mz.; das
Magengeschwür; magenleidend; aber: am
Magen leidend; der Magensaft; die Ma¬
gensäure
mager: mageres (nicht fettes) Fleisch - das Er¬
gebnis ist mager (dürftig) - ein magerer
(nährstoffarmer) Boden; die Magerkeit; die
Magermilch; der Magerquark; die Mager¬
sucht
Magie pers., die: - (Zauberkunst, geheimnis¬
volle Kraft); der Magier (Zauberer); ma¬
gisch: magische (übernatürliche) Kräfte ha¬
ben - eine magische (geheimnisvolle) Zahl
Magister lat., der: -s, - (akademischer Titel,
Lehrer); der Magistrat (Stadtverwaltung)
Magma griech., das: -s, Magmen (flüssiges
Gestein im Erdinneren)
Magnat (Magnat) lat., der: -en, -en (Gro߬
industrieller, Finanzgröße)
Magnet (Magnet) griech., der: -(e)s/-en,
-e(n) (Eisen- oder Stahlstück mit Anzie¬
hungskraft); der Clown ist der Magnet (An¬
ziehungspunkt) des Zirkus; die Magnet¬
aufzeichnung (MAZ); das Magnetfeld; ma¬
gnetisch; magnetisieren; die Magnetisie¬
rung; der Magnetjsmus (Anziehungskraft)
Mahagoni indian., das: -s (edles auslän¬
disches Holz); die Mahagonimöbel
mähen: Gras mähen (abschneiden); die
Mahd (abgemähtes Gras); der Mähdre¬
scher; der Mäher; die Mähmaschine
Mahl, das: -(e)s, -e/Mähler (Essen, Gastmahl);
die Mahlzeit: gesegnete Mahlzeit! # Mal
mahlen: du mahlst, er mahlte, sie hat gemah¬
len, mahle!; Getreide mahlen (zerkleinern)
- wer zuerst kommt; mahlt zuerst; der
Mahlstein # malen
Mähne, die: -, -n (dichtes, langes Haar am
Kopf, Hals und Nacken)
mahnen: wegen einer Schuld mahnen - zur
Eile mahnen; der Mahnbescheid; der
Mahner; die Mahnerin; die Mahngebühr;
das Mahnmal; das Mahnschreiben; die
Mahnung
Mäh •re, die: -, -n (altes, abgemagertes Pferd)
Mai lat., der: -/-(e)s, -e (Monatsname); der Ers¬
te Mai (Feiertag); der Maibaum; maienhaft;
die Maiennacht; auch: die Mainacht; das
Maiglöckchen (Frühlingsblume); der Mai¬
käfer; das Maikätzchen
Majd, die: -, -en (junges Mädchen)
Mais indian., der: -es (Getreideart); das Mais¬
brot; maisgelb; der Maiskolben
Maische, die: -, -n (Gemisch zur Bier- und
Weinherstellung)
manch
205
Majestät lat., die: -, -en (Hoheit, Anrede
für Könige und Kaiser); majestätisch: ein
majestätischer (hoheitsvoller, würdevoller)
Gang; die Majestätsbeleidigung
Majonäse, die: -, -n (Soße aus Eigelb und
Öl); auch: die Mayonnaise
Major lat., der: -s, -e (Offiziersrang); majori-
sjeren (überstimmen); die Majorität (Stim¬
menmehrheit)
Majoran, der: -s, -e (Gewürzpflanze); auch:
der Mejran
makaber franz.: eine makab(e)re (unheimli¬
che) Geschichte
Ma kel, der: -s, - (Schandfleck, Fehler); die
Mäkelei (Nörgelei, Kritik); makelhaft; ma¬
kellos; die Makellosigkeit; mäkeln (nör¬
geln, etwas auszusetzen haben)
Make-up engl, [mekap], das: -s, -s (Kosme¬
tikmittel zur Gesichtsverschönerung, Tö¬
nungscreme)
Makkaroni Mz. ital., die: - (röhrenförmige,
lange Nudeln)
Makler, der: -s, - (Zwischenhändler, Vermitt¬
ler); die Maklergebühr
Ma kre le (Makrele) nieder!., die: -, -n (Spei¬
sefisch)
Makulatur lat., die: -, -en (Altpapier, wert¬
loses Papier, Fehldruck)
mal: vier mal drei (4x3)- 20-mal - 1- bis 2-
mal - ich bin nun mal so - mal so, mal so -
mal wieder - öfter mal - schon mal;
...mal: allemal - ein für allemal; aber: alle
Male-ein andermal; aber: ein anderes Mal
- diesmal; aber: dieses Mal - dreimal so
viel - eineinhalbmal so viel - auf einmal -
hundertmal - keinmal - nochmal -
manchmal; aber: manches Mal - ein paar¬
mal; aber: ein paar Male - soundsovielmal
- sovielmal; aber: so viele Male - tausend¬
mal - vielhundertmal; aber: viele hundert
Male - x-mal; aber: das x-te Mal - zigmal
- zweimal so viel; das Mal: das allererste
Mal - zum allerersten Mal(e) - ein anderes
Mal - manches Mal - ein paar Male - ein
ums andere Mal - beide Mal(e) - das dritte
Mal - (viele) Dutzend Mal(e) - mit einem
Mal(e) - einige Mal(e) - das einzige Mal -
(ein) jedes Mal - zu wiederholten Malen -
zum letzten Mal(e) - Mal für Mal - von
Mal zu Mal - (einige) Millionen Mal(e) -
nächstes Mal - das nächste Mal - das
soundsovielte Mal unzählige Male - das
vorige Mal - das zweite Mal;... mals: aber¬
mals - damals - ehemals - letztmals -
mehrmals - niemals - nochmals - oftmals -
vielmals; mainehmen (vervielfachen); das
Malzeichen
Mal, das: -(e)s, -e/Mäler; ein Mal (Zeichen,
Kennzeichen) an der Wange haben - einer
berühmten Frau ein Mal (Denkmal) setzen
# Mahl
malade franz.: sehr malade (krank, er¬
schöpft) sein; auch: malad
Malai •se franz. [maiäse], die: -, -n (Unbeha¬
gen, Unglück); auch: die Maläse
Malaria ital., die: - (tropische Infektions¬
krankheit, Sumpffieber); malariakrank
malen: ein Bild malen; das Malbuch; der Ma¬
ler; die Malerei; die Malerin; malerisch:
eine malerische (schöne) Landschaft; der
Malermeister; malern (Malerarbeiten aus¬
führen); die Maltechnik; die Malutensilien
Mz. (zum Malen benötigte Gegenstände) #
mahlen
Malheur franz. [malör], das: -s, -e/-s (Pech,
Unglück)
malochen hebr: (schuften, schwer arbei¬
ten); die Maloche
Mal •ve ital., die: -, -n (Heilpflanze)
Malz, das: -es (angekeimte Gerste); an jeman¬
dem ist Hopfen und Malz verloren (bei ihm
ist alles umsonst); das Malzbier; mälzen;
die Mälzerej; der Malzkaffee; der Malz¬
zucker
Ma ma, die: -, -s (Mutter); auch: die Mami;
das Mamachen
Mam mon griech., der: -s (abwertend für
Geld, Reichtum); dem Mammon nachjagen
Mammut franz., das: -s, -e/-s (ausgestorbene
Elefantenart); die Mammutschau; das Mam¬
mutunternehmen; die Mammutveranstal¬
tung
mampfen: (mit vollen Backen kauen, essen)
man: wie kommt man hier in die Stadt - das
tut man nicht - man kann nicht wissen
Ma na ger engl, [mänädscher], der: -s, - (Or¬
ganisator, Leiter, Geschäftsführer); das Ma¬
nagement (Leitung); managen; die Mana¬
gerin
manch: manch einer - manch böses Wort -
manche (einige, mehrere) meinen - man¬
che jüngere(n) Leute - in manchem - an
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mancherlei
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manchen (einzelnen) Stellen - so mancher
Tag - in mancher Beziehung - manches In¬
teressante; mancherlei (allerlei); manchmal
(gelegentlich, ab und zu); aber: manches
Mal; mancherorten; mancherorts
Mandat lat., das: -(e)s, -e (Auftrag, Erteilung
einer Vollmacht, Strafbefehl); der Mandant
(Auftraggeber, Kunde); die Mandantin; das
Mandatsgebiet; der Mandatsträger
Mandarine, die: -n (Zitrusfrucht)
Man-del griech., die: -, -n; entzündete Man¬
deln (eine Krankheit) haben - sich Mandeln
(Früchte) kaufen; mandeläugig; der Man¬
delbaum; die Mandelblüte; die Mandelent¬
zündung; die Mandeloperation
Mandoline franz., die: -n (Saiteninstru¬
ment)
Ma-ne-ge franz. [manesche], die: -, -n (Reit¬
bahn, Zirkusarena)
Man-gan (Mn) griech., das: -s (Metall, chemi¬
sches Element)
Mangel, der: -s, Mängel; Mangel (Not) leiden
- charakterliche Mängel (Fehler, Schäden)
haben; mangelhaft (schlecht, unzuläng¬
lich); die Mangelhaftigkeit; mangeln: es
mangelt (fehlt) uns an nichts; die Mängel¬
rüge (Beschwerde über eine mangelhafte
Ware); mangels: mangels (aus Mangel an)
Beweisen; die Mangelware
man geln: Wäsche mangeln (bügeln); die
Mangel (Bügelmaschine): jemanden in die
Mangel nehmen (ihm sehr zusetzen); die
Mangelwäsche
Mango port., die: -, -s/Mangonen (tropische
Frucht); der Mangobaum
Manie griech., die: -, Manien (Sucht, Beses¬
senheit); manisch
Manier franz., die: -; in bewährter Manier
(Art und Weise); die Manieren Mz.\
schlechte/gute Manieren (ein schlechtes/
gutes Benehmen) haben; manierlich: recht
manierlich (artig, gut erzogen) sein; mani-
riert (gekünstelt, unecht); die Maniriertheit
Manifest lat., das: -es, -e (Programm, öffent¬
liche Erklärung); manifest (offenbar, deut¬
lich); die Manifestation (Offenlegung, Be¬
kundung); manifestieren (offenbar werden,
sich zeigen, darlegen)
Maniküre franz., die: -, -n (Hand- und Na¬
gelpflege); maniküren
Manipulation lat., die: -, -en (Beeinflus¬
sung, Machenschaften, Betrug); manipu¬
lierbar; die Manipulierbarkeit; manipulie¬
ren; die Manipulierung
Manko ital., das: -s, -s (Mangel, Fehlbetrag)
Mann, der: -(e)s, Männer; fünf Mann hoch -
von Mann zu Mann (offen und ehrlich) -
ein Mann von Welt - ein Mann Gottes -
der schwarze Mann (Schreckensgestalt für
Kinder) - Mann für Mann - den starken
Mann spielen (vortäuschen) - Manns ge¬
nug sein (tücjitig sein) - seinen Mann ste¬
hen (sich bewähren); mannbar; die Mann¬
barkeit; das Männchen; die Mannen Mz.\
mit seinen Mannen (Anhängern) kommen;
die Männerbekanntschaft; die Männersa¬
che; die Manneskraft; das Manneswort;
mannhaft (mutig); die Mannhaftigkeit;
männlich; die Männlichkeit; das Manns¬
bild; die Mannschaft; der Mannschaftska¬
pitän; das Mannschaftsspiel; mannshoch;
die Mannsleute Mz.
Man-ne-quin franz. [manekä], das: -s, -s (Vor¬
führdame)
mannigfach: (vielfältig, abwechslungsreich,
reichhaltig); auch: mannigfaltig; die Man¬
nigfaltigkeit
Manometer griech., der/das: -s, - (Druck¬
messer)
Ma-nö-ver franz. [manöwer], das: -s, -; in das
Manöver (eine Truppenübung) ziehen - un¬
durchschaubare Manöver (Machenschaf¬
ten) - ein taktisches Manöver; der Manöver¬
schaden; manövrieren (geschickt steuern,
lenken); manövrierunfähig
Mansarde franz., die: -, -n (Dachzimmer,
-wohnung); die Mansardenwohnung; das
Mansardenzimmer
manschen: (mischen); der Mansch (Schnee¬
wasser, breiige Masse); die Manschere]
Man schet te franz., die: -, -n; die Man¬
schette (den Ärmelaufschlag) säubern -
eine Manschette (einen Dichtungsring) in
den Motor einbauen - vor jemandem Man¬
schetten (Angst) haben; der Manschetten¬
knopf
Mantel, der: -s, Mäntel; sich einen warmen
Mantel anziehen - den Mantel nach dem
Wind hängen (sich der jeweiligen Lage an¬
passen); das Mäntelchen; der Mantelkra¬
gen; der Manteltarif (Tarif, in dem die Ar¬
beitsbedingungen geregelt sind)
207
Marschall(s)stab
manuell lat.: manuell (mit der Hand) arbei¬
ten - manuelle Fertigkeiten; die Manufak¬
tur (Herstellung von Hand, Handfertigung);
das Manuskript (Ms.) (mit der Hand bzw.
mit Hilfe der Schreibmaschine geschriebe¬
ner Text, Niederschrift)
Mappe, die: -n (flache Tasche); das Mäpp¬
chen
Marathon, der: -s, -s (Langstreckenlauf über
eine Strecke von 42,2 km); auch: der Mara¬
thonlauf; der Marathonläufer; die Mara¬
thonläuferin
Märchen, das: -s, - (Erzählung, in der Wun¬
der möglich sind); die Mär (Sage, Kunde);
das Märchenbuch; märchenhaft: eine mär¬
chenhafte (traumhafte, zauberhafte) Er¬
scheinung; der Märchenprinz; die Mär¬
chenprinzessin
Marder, der: -s, - (kleines Raubtier); das Mar¬
derfell
Margarine franz., die: - (Speisefett)
Marge franz. [marsche], die: -, -n (Spielraum,
Spanne zwischen zwei Preisen)
Margerite franz., die: -, -n (Wiesenblume)
marginal lat.: eine marginale (beiläufige)
Anmerkung; die Marginalie [marginalje]
(Randbemerkung, Vermerk)
Marihuana mexik., das: -s (aus Hanf ge¬
wonnenes Rauschgift)
Marinade franz., die: -, -n (Tunke zum Ein¬
legen von Fleisch oder Fisch); marinieren:
ein marinierter (eingelegter) Hering
Marine franz., die: -, -n (Seewesen, Flotte);
marineblau (dunkelblau); der Marineoffi¬
zier; maritim: eine maritime (das Meer be¬
treffende) Angelegenheit; der Marinestütz¬
punkt
Marionette franz., die: -n (Glieder¬
puppe, unselbstständiger Mensch); mario-
nettenhaft; das Marionettentheater
Mark, das: -(e)s (Gewebe im Inneren des Kno¬
chens); jemanden bis ins Mark (zutiefst)
treffen - durch Mark und Bein gehen
(durchdringen); markerschütternd: marker¬
schütternd (sehr laut) schreien; markig:
markige (kraftvolle) Worte sprechen
Mark (DM), die: -, - (Einheit der deutschen
Währung); die Deutsche Mark - keine
müde Mark mehr haben (pleite sein) - die
schnelle Mark machen (schnell Geld ver¬
dienen); das Markstück; markstückgroß
Mark, die: -, -en (Grenzgebiet); die Mark
Brandenburg; der Markgraf; die Markgrä¬
fin; märkisch; die Markschaft; der Mark¬
stein: ein Markstein (wichtiger Einschnitt)
in meinem Leben
markant franz.: eine markante (ausgeprägte)
Persönlichkeit - markante (hervorste¬
chende) Eigenschaften - ein markantes
(scharf geschnittenes, auffallendes) Gesicht
Marke, die: -, -n; die Marke (das Fabrikat) ei¬
nes Autos - eine Marke (das Porto) auf den
Brief kleben - der Hund trägt eine Marke
(ein Erkennungszeichen) am Hals; der Mar¬
kenartikel; die Markenbutter; das Marken¬
erzeugnis; das Markenfabrikat; die Mar¬
kenware; das Markenzeichen
Marketing engl., das: -(s) (Marktforschung,
Verkaufsstrategie)
markieren franz.: einen Wanderweg mar¬
kieren (kennzeichnen) - den Dummen
markieren (vortäuschen); die Markierung;
die Markierungslinie; der Markierungs¬
punkt
Marki •se franz., die: -n (Schutzdach, Son¬
nenschutz); der Markisenstoff
Markt, der: -(e)s, Märkte; auf dem Markt
(Marktplatz) stehen - auf den Markt (Wo¬
chenmarkt) gehen - ein neues Fabrikat auf
den Markt (in den Handel) bringen - der
schwarze Markt (ungesetzlicher Handel);
die Marktforschung; die Markthalle; die
Marktlage; die Marktlücke; der Markt¬
platz; marktschreierisch (aufdringlich,
lautstark); die Marktwirtschaft
Marmelade port., die: -, -n (Früchteauf¬
strich); das Marmeladenglas
Marmor lat., der: -s, -e (Gesteinsart); der
Marmorblock; der Marmorkuchen; mar¬
morn (aus Marmor); die Marmorplatte; die
Marmorstatue
ma ro de franz.: ein maroder (erschöpfter)
Soldat; auch: marod; marodieren (plün¬
dern)
Marone franz., die: -n (essbare Kastanie);
der Maronenpilz
Marotte franz., die: -, -n; Marotten (seltsame
Angewohnheiten, komische Eigenheiten)
haben
Marschall, der: -s, Marschälle (hoher mi¬
litärischer Rang, Haushofmeister); der Mar-
schall(s)stab
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marschieren
208
marschieren: durch die Straßen marschie¬
ren; der Marsch; der Marschbefehl;
marschbereit; marschfertig; das Marsch¬
gepäck; der Marschierer; die Marschko¬
lonne; marschmäßig; die Marschmusik;
die Marschrichtung; die Marschverpfle¬
gung
Marstall, der: -(e)s, ...stalle (Pferde und
Ställe an einem Fürstenhof)
martern: jemanden zu Tode martern (quälen,
foltern); die Marter (Qual, Folter); das Mar¬
terinstrument; der Marterpfahl; der Mar¬
tertod; die Marterung; martervoll (qual¬
voll); das Marterwerkzeug
martialisch lat. [martsjalisch]: (kriegerisch,
verwegen)
Märtyrer griech., der: -s, - (Mensch, der we¬
gen seines Glaubens Qualen oder Tod auf
sich nimmt); die Märtyrerin; der Märtyrer¬
tod; das Märtyrertum; das Martyrium (Op¬
fertod, schweres Leiden)
Mar •xjsmus, der: - (Lehre des Sozialismus,
benannt nach dem Begründer Karl Marx);
der Marxist; die Marxistin; marxistisch
März lat., der: -(es), -en/-e (Monatsname); der
Märzenbecher (Frühlingsblume); das Mär¬
zenbier; die Märzensonne
Marzipan arab., der/das: -s, -e (Süßigkeit
aus Mandeln und Zucker)
Masche, die: -, -n; eine Masche (Schlinge)
binden - er durchschaut die Masche (den
Trick) - auf eine Masche reisen (mit einem
bestimmten Trick Vorgehen) - durch die
Maschen des Gesetzes schlüpfen (einer Be¬
strafung durch Gerichte entgehen); der Ma¬
schendraht; das Maschenwerk
Maschine franz., die: -, -n; an einer Ma¬
schine arbeiten - die Maschine (das Flug¬
zeug) nach Berlin besteigen - Maschine
schreiben - einen Brief mit der Maschine
schreiben; maschinell: etwas maschinell
(serienmäßig) herstellen; die Maschinenar¬
beit; der Maschinenbau; die Maschinen¬
fabrik; das Maschinengewehr; der Maschi¬
nenraum; der Maschinenschaden; die
Maschinerie (Räderwerk, Getriebe); der
Maschinjst (Maschinenarbeiter); die Ma-
schinjstin
Masern Mz., die: - (ansteckende Kinder¬
krankheit)
Maserung, die: -, -en (Musterung im Holz);
die Maser; maserig; masern (Holzmase¬
rung nachahmen)
Maske franz., die: -, -n; eine Maske vor dem
Gesicht tragen - die Maske fallen lassen
(sein wahres Gesicht zeigen); der Masken¬
ball; maskenhaft (starr, unbeweglich); die
Maskerade (Verkleidung, Kostümfest); sich
maskieren: sich als Hexe maskieren (ver¬
kleiden); die Maskierung
Maskottchen franz., das: -s, - (Glücksbrin¬
ger, Talisman)*
mas ku lin lat.: das maskuline (männliche)
Geschlecht; das Maskulinum (männliches
Hauptwort)
Maß, das: -es, -e; die Maße (Abmessung) des
Zimmers - ein hohes Maß an Verantwor¬
tung tragen - ein gerüttelt Maß (sehr viel
von etwas) - das rechte Maß finden - über
alle Maßen (außerordentlich) - das Maß ist
voll - ein Anzug nach Maß - er nimmt rich¬
tig Maß - in/mit Maßen (maßvoll) - ohne
Maß und Ziel (unüberlegt) - Maß halten -
Maß nehmen - mit zweierlei Maß messen
(unterschiedliche Maßstäbe anlegen) - das
Maß voll machen (über die erlaubten
Grenzen hinausgehen); die Maßarbeit; das
Maßband; die Maßeinheit; die Maßgabe:
nach Maßgabe (entsprechend); maßgebend;
maßgeblich (wichtig), maßgerecht; maßge¬
schneidert; maßlos (übertrieben, extrem);
die Maßlosigkeit; die Maßnahme; maßre¬
geln (tadeln, bestrafen); die Maßregelung;
der Maßstab; maßstabsgerecht; maß-
stab(s)getreu; maßvoll (mäßig, beherrscht)
Maß, die: -, -(e) (Flüssigkeitsmaß, ein Liter);
auch: die Mass (nach bayerischem Sprach¬
gebrauch); der Maßkrug
Massage franz. [masasche], die: -, -n (Be¬
handlung der Muskeln); der Masseur
[maßör]; auch: der Massör; die Masseurin
[maßörin]; die Masseuse [maßöse]; auch:
die Massöse; massieren (die Muskeln kne¬
ten, lockern)
Massaker franz., das: -s, - (Blutbad, Gemet¬
zel); massakrieren: die Feinde massakrie¬
ren (niedermetzeln); die Massakrierung
Masse, die: -, -n; eine zähe Masse (Material)
- eine Masse (Menge) Menschen - die
breite Masse; die Massenabfertigung; der
Massenandrang; die Massenarbeitslosig¬
keit; der Massenartikel; die Massenfabrika-
209
Mäulchen
tion; das Massengrab; massenhaft (sehr
viel); die Massenkundgebung; die Massen¬
medien (Presse, Rundfunk, Fernsehen); der
Massenmord; die Massenproduktion; der
Massentourismus; die Massenversamm¬
lung; massenweise; massieren: die Truppen
an einer Stelle massieren (zusammenzie¬
hen); massig: ein massiger (breiter, wuchti¬
ger) Körper
Massel hebr.f der: -s; großen Massel (Glück)
haben
mäßig: mäßige (nicht zu hohe) Preise verlan¬
gen - mäßige (schwache) Leistungen brin¬
gen; ... mäßig: gesetzmäßig - planmäßig -
rechtmäßig; sich mäßigen: sein Tempera¬
ment mäßigen (zügeln) - der Regen hat
sich gemäßigt (ist zurückgegangen) - sich
im Essen mäßigen (zurückhalten, beherr¬
schen); die Mäßigkeit (Enthaltsamkeit); die
Mäßigung (Selbstbeherrschung)
massiv franz.: ein massiver (fester, stabiler)
Stuhl - jemandem massiv (nachdrücklich)
drohen - massives (echtes) Silber - ein
massiver (gewaltiger) Angriff; das Massiv
(Gebirgszug); die Massivbauweise
Mast, der: -(e)s, -e/-en (hohe Holz- oder Me¬
tallstange); der Mastbaum; der Mastkorb
Mast, d ie: -, -en (Fütterungsverfahren); der
Mastdarm; mästen: eine Gans mästen; das
Mastfutter; die Mästung; das Mastvieh
Matador span., der: -s, -e oder -en, -en
(Stierkämpfer, Held)
Match engl, [matsch], das: -(e)s, -e/-s (Wett¬
kampf); der Matchbeutel
Material lat., das: -s, -ien; Material (Roh¬
stoffe, Werkstoffe) für den Hausbau kaufen
- Material (Geräte, Hilfsmittel) für den Un¬
terricht-Material (Unterlagen, Beweismit¬
tel) gegen jemanden sammeln; der Materi¬
alfehler; die Materialkosten Mz.
Materialjsmus lat., der: - (Auffassung,
dass die Materie die Grundlage der Welt
sei; auf Besitz, Gewinn ausgerichtete Hal¬
tung); der Materialist; die Materialistin;
materialistisch
Materie lat. [materje], die: -, -n (Stoff, Sache,
das Gegenständliche); mit der Materie ver¬
traut sein (Bescheid wissen); materiell: ma¬
teriell (wirtschaftlich, finanziell) geht es ihr
gut
Mathematik (Math.) griech., die: - (Wissen¬
schaft von den Zahlen und Größen); der
Mathematiker; die Mathematikerin; ma¬
thematisch
Ma ti nee franz., die: -, Matineen (Vormittags¬
vorstellung)
Matjeshering niederl., der: -s, -e (junger
gesalzener Hering)
Ma trat ze (Mat rat ze) die: -, -n (gepolster¬
ter Betteinsatz); an der Matratze horchen
(schlafen); das Matratzenlager
Mä tres se (Mät res se) franz., die: -, -n (Ge¬
liebte eines Fürsten)
Matrize (Mat ri ze), d ie: -n/Matrizes/
Matrices (Form für Vervielfältigung)
Matrose (Matrose) der: -n, -n (Seemann)
Matsch, der: -(e)s (aufgeweichter Boden,
Dreck); matschig (weich, breiig); das
Matschwetter
matt arab.: vor Hunger und Durst ganz matt
(schlapp, schwach) sein - eine matte
(glanzlose) Farbe - jemanden matt setzen
(ihn besiegen); das Matt; mattgold; die
Mattheit; die Mattigkeit; die Mattscheibe:
vor der Mattscheibe (dem Fernsehgerät) sit¬
zen - Mattscheibe haben (nicht mehr klar
denken können)
Mat te, d ie: -, -n; auf einer Matte (Unterlage)
turnen - die Kühe auf die Matten (Bergwei¬
den) treiben - jemanden auf die Matte le¬
gen (ihn täuschen)
Mätzchen Mz., die: -; Mätzchen (Unsinn,
Ausflüchte) machen
mau: mir ist ganz mau (flau) im Magen - ein
maues (dürftiges, mäßiges) Ergebnis
Mau-er, die: -, -n; eine Mauer errichten - wie
eine Mauer (geschlossen) hinter jemandem
stehen; mauern: er mauert (errichtet) ein
Haus - die Spieler mauerten (verteidigten
das eigene Tor mit allen zur Verfügung ste¬
henden Spielern); das Mauerblümchen (ein
unbeachtetes Mädchen); der Mauerhaken;
das Mauerwerk; der Maurer (Handwerker
im Bauwesen); der Maurermeister
Maul, das: -(e)s, Mäuler (Mund); ein ungewa¬
schenes Maul haben (sehr frech sein) - das
Maul hängen lassen (enttäuscht, beleidigt
sein) - jemandem aufs Maul schauen (ge¬
nau beobachten, was er sagt) - sich das
Maul zerreißen (bösartig klatschen); die
Maulaffen Mz.: Maulaffen feilhalten (untätig
dastehen und zuschauen); das Mäulchen;
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maulen
210
I
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M
maulen (murren); der Maulesel (Kreuzung
aus Pferdehengst und Eselstute); maulfaul
(einsilbig, wortkarg); der Maulheld (Ange¬
ber); der Maulkorb: jemandem einen
Maulkorb umlegen (ihn hindern, frei seine
Meinung zu sagen); die Maulschelle (Ohr¬
feige); die Maulsperre; das Maultier (Kreu¬
zung aus Eselhengst und Pferdestute); das
Maulwerk; der Maulwurf
Maus, die: -, Mäuse (Nagetier); weiße Mäuse
sehen (Wahnvorstellungen haben); das
Mäuschen; mäuschenstill; der Mäusebus¬
sard; die Mausefalle; das Mauseloch; mau¬
sen: er maust (stiehlt), was er sieht - die
Katze lässt das Mausen nicht; die Mäuse¬
plage; der Mäuserich; mausetot; mausgrau
mau sern, sich: der Vogel mausert sich
(wechselt sein Federkleid) - sich recht gut
mausern (herausmachen, entwickeln); die
Mauser; die Mauserung; mausig: sich mau¬
sig machen (vorlaut sein)
Mau so le um griech., das: -s, Mausoleen
(Grabmal)
Maut, d ie: -, -en (Straßen- oder Brückenge¬
bühr); die Mautgebühr; die Mautstelle; die
Mautstraße
m.a.W. = mit anderen Worten
maxi lat.: (in der Mode: lang); maxi gehen;
das Maxi
Maxime lat., die: -, -n (Grundsatz, Lebens¬
regel, Prinzip); maximal (höchstens); die
Maximalforderung; die Maximalstrafe; das
Maximum (Höchstmaß, Höchststand)
Mayonnaise (ranz, [majonäse], die: -, -n;
—► Majonäse
Mäzen lat., der: -s, -e (Kunstfreund, Gönner);
das Mäzenatentum (Förderung von Künst¬
lern)
mb = Millibar
MdB (M.d.B.) = Mitglied des Bundestages
MdL (M.d.L.) = Mitglied des Landtages
m.E. = meines Erachtens
Mechanik griech., die: -, -en (Wissenschaft
von der Bewegung der Körper); der Mecha¬
niker; die Mechanikerin; mechanisch: me¬
chanisch (mithilfe einer Maschine) etwas
herstellen - er antwortet mechanisch (ohne
viel zu überlegen); mechanisieren; die Me¬
chanisierung; der Mechanjsmus; mechanis¬
tisch
meckern: wie eine Ziege meckern - ständig
meckern (nörgeln, kritisieren); der Mecke¬
rer (Nörgler); die Meckerei
Meck len burg-Vor pom mern: -s (Land
der Bundesrepublik Deutschland); meck-
lenburg-vorpommerisch
Me dail le (ranz, [medalje]: die: -, -n (Ge¬
denkmünze, Orden, Auszeichnung); der
Medaillengewinner; die Medaillengewin¬
nerin; das Medaillon [medaljö]: sie trägt ein
Medaillon (einen Anhänger mit einem
Bildchen) Medaillons (runde Fleisch¬
stücke vom Filet) essen
Medikament lat., das: -(e)s, -e (Arznei,
Heilmittel); medikamentös: etwas medika¬
mentös (mithilfe von Medikamenten) hei¬
len; die Medizjn (ärztliche Wissenschaft,
Arznei); der Medizjnball; der Mediziner;
die Medizjnerin; medizinisch; der Medi¬
zinmann
Meditation lat., die: -, -en (tiefes Nach¬
denken, Versenkung); die Meditations¬
übung; meditativ; meditieren (sich versen¬
ken, tief nachdenken)
mediterran lat.: die mediterrane (mittellän¬
dische) Pflanzenwelt
Medium lat., das: -s, Medien (Kommunika¬
tionsmittel wie Buch, Zeitung, Fernsehen)
Meer, das: -(e)s, -e; auf dem Meer (Ozean)
segeln - ein Meer (eine gewaltige Anzahl)
von Häusern; der Meerbusen (Meeres¬
bucht); die Meerenge; der Meeresarm; der
Meeresgrund; der Meeresspiegel; der Mee¬
resstrand; die Meeresstraße; die Meeres¬
strömung; die Meerestiefe; die Meerjung¬
frau (Nixe); meerwärts; das Meerwasser
Meerrettich, der: -s, -e (Gewürzpflanze,
Kren); die Meerrettichsoße
Meeting engl, [mjting], das: -s, -s (Treffen,
Verabredung, öffentliche Versammlung)
mega... griech.: (groß); das Megabyte (MB)
[megabait]; das Megahertz (MHz); das
Megajoule (MJ) [megadschul]; das Mega¬
phon (Sprachrohr, Schallverstärker); auch:
das Megafon; das Megawatt (MW)
Mehl, das: -(e)s (Nahrungsmittel); mehlig (pul¬
verförmig, zerrieben); der Mehlpapp; die
Mehlspeise; der Mehltau (Pflanzenkrank¬
heit)
mehr: er weiß mehr, als er zugibt - du musst
mehr auf deine Gesundheit achten - nichts
mehr - niemand mehr - mehr und mehr
211
memorieren
(immer mehr) - weit mehr als - je mehr, des¬
to besser - um so mehr - mehr oder weni¬
ger (fast ohne Ausnahme); das Mehr: das
Mehr an Kosten; die Mehrarbeit; der Mehr¬
bedarf; mehrdeutig; die Mehrdeutigkeit;
die Mehreinnahme; mehren: seinen Reich¬
tum mehren (vergrößern); mehrere: meh¬
rere Besucher; mehrerlei; mehrfach; das
Mehrfache; das Mehrfamilienhaus; mehr¬
farbig (bunt); die Mehrheit; mehrheitlich;
der Mehrheitsbeschluss; mehrheitsfähig;
mehrjährig; die Mehrkosten Mz.; mehrma¬
lig; mehrmals (mehrere, einige Male);
mehrsprachig; mehrstellig; mehrstimmig;
mehrstündig; mehrtägig; die Mehrwegfla¬
sche; die Mehrwertsteuer (MwSt., MWSt.);
die Mehrzahl (Mz.); das Mehrzweckgerät
meiden: du meidest, er mied, sie hat gemie¬
den, meid(e)!; unangenehme Dinge mei¬
den
Meierei, die: -, -en (Landgut, Pachthof)
Meile tat., die: -, -n (Längenmaß); der Mei¬
lenstein (Merkstein, bedeutendes Ereignis);
meilenweit: meilenweit gehen; aber: meh¬
rere Meilen weit
Mei ler, der: -s, - (Holzstoß eines Köhlers)
mein: mein Haus - meiner Ansicht nach - an
meiner statt - mein Ein und Alles - meines
Erachtens (m. E.) - meines Wissens (m. W);
aber: das Meine; auch: das meine - die
Meinen; auch: die meinen - das Meinige;
auch: das meinige - Mein und Dein nicht
unterscheiden können; meinerseits; mei¬
nesgleichen; meinethalben; meinetwegen;
meinetwillen; die Meinigen Mz. (meine An¬
gehörigen)
Meineid, der: -(e)s, -e (falscher Eid); einen
Meineid schwören; meineidig
meinen: was meinst du dazu? - das will ich
meinen (selbstverständlich)!; die Meinung:
meine Meinung (Ansicht) - jemandem die
Meinung sagen (seinen Unmut aus-
drücken); der Meinungsaustausch; die
Meinungsbildung; die Meinungsforschung;
die Meinungsfreiheit; der Meinungsstreit;
die Meinungsumfrage; der Meinungsunter¬
schied; die Meinungsverschiedenheit; die
Meinungsvielfalt
Mei •se, die: -, -n (Singvogel); sie hat eine
Meise (ist verrückt)
Meißel, der: -s, - (Werkzeug); meißeln: ich
meiß(e)le (forme, arbeite heraus)
meist: am meisten - meist (fast immer) siegen
- am allermeisten - das meiste weiß ich -
die meisten glauben das nicht; meistbie¬
tend: etwas meistbietend verkaufen; aber:
der/die Meistbietende; meistenfalls; meis¬
tens; meistenteils: meistgefragt; meistge-
kauft; meistgenannt
Meister, der: -s, -; ein Meister (Könner) seines
Faches - er ist Meister in seinem Betrieb -
Meister Lampe (Bezeichnung für den Ha¬
sen) - es ist noch kein Meister vom Himmel
gefallen - früh übt sich, was ein Meister
werden will; meisterhaft (großartig); die
Meisterin; die Meisterleistung; meisterlich
(vorbildlich, vollkommen); meistern: sein
Schicksal meistern (bewältigen); die Meis¬
terprüfung; die Meisterschaft; der Meister¬
singer; das Meisterstück; der Meistertitel;
das Meisterwerk
Melancholie griech. [melankoli], die: -
(Schwermut, Niedergeschlagenheit); der
Melancholiker; melancholisch
melden: den Unfall der Polizei melden -
morgen melde ich mich bei dir wieder - du
musst dich im Unterricht öfter melden! -
nichts zu melden (nichts zu entscheiden)
haben; der Melder; die Meldepflicht; mel¬
depflichtig; der Meldeschluss; der Melde¬
termin; die Meldung
melieren franz.: (mischen); meliert: melier¬
tes (fast ergrautes) Haar
melken: du melkst, er molk, sie hat gemol¬
ken, melk(e)!; frisch gemolkene Milch; der
Melkeimer; der Melker; die Melkerin; der
Melkkübel; die Melkmaschine; —► Molkerei
Melodie griech., die: -, Melodien (Tonfolge,
Lied); die Melodie eines Liedes - eine Me¬
lodie pfeifen; melodisch (wohl klingend)
Melone griech., die: -, -n; eine Melone (Kür¬
bisfrucht) essen - die Melone (runder Hut)
steht ihm gut
Membran (Membran) lat., die: -, -en (dün¬
nes Häutchen oder Blättchen); auch: die
Membrane
Mem me, die: -, -n (Feigling); memmenhaft
Me moi ren Mz. franz. [memoaren], die: -
(Lebenserinnerungen)
Memorandum lat., das: -s, Memoranden
(Denkschrift); memorieren: ein Gedicht
memorieren (auswendig lernen)
Menagerie
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Menagerie (ranz, [menascherj], die: Me¬
nagerien (Tierschau)
Menetekel aram., das: -s, - (Anzeichen ei¬
nes bevorstehenden Unheils)
Menge, die: -n; eine Menge (viel) Geld -
jede Menge (sehr viel) - in rauen Mengen
(in großer Zahl) - eine kleine Menge (Do¬
sis) einnehmen - die auf dem Platz versam¬
melte Menge (das Volk); mengen (mi¬
schen); die Mengenangabe; die Mengen¬
lehre; mengenmäßig; der Mengenrabatt
(Preisnachlass bei großen Warenmengen)
Menjskus griech., der: -s, Menisken (Knor¬
pel im Kniegelenk); die Meniskusopera¬
tion; die Meniskusverletzung
Mennige, die: - (rote Rostschutzfarbe)
Mensa lat., die: -, -s/Mensen (Mittagstisch für
Studenten); das Mensaessen
Mensch, der: -en, -en; kein Mensch (nie¬
mand) - von Mensch zu Mensch (vertrau¬
lich) - ein neuer Mensch werden (sich zu
seinem Vorteil verändern) - der Mensch
denkt, Gott lenkt - des Menschen Wille
ist sein Himmelreich; das Mensch (ver¬
ächtlich: niederträchtige Person); der Men¬
schenaffe; das Menschenalter; menschen¬
arm; menschenfreundlich; seit Menschen¬
gedenken; das Menschengeschlecht; die
Menschengestalt: in Menschengestalt; die
Menschenhand: von Menschenhand; die
Menschenkenntnis; das Menschenkind;
das Menschenleben; menschenleer; die
Menschenmenge; menschenmöglich: das
ist menschenmöglich; aber: sie hat das
Menschenmögliche (alles) versucht; die
Menschenrechte Mz.; menschenscheu; die
Menschenseele: keine Menschenseele
(niemand); das Menschentum; die Men¬
schenwürde; menschenwürdig; die Mensch¬
heit; der Menschheitstraum; menschlich:
menschlich (wohlwollend, barmherzig)
handeln - nach menschlichem Ermessen
(aller Wahrscheinlichkeit nach) - Irren ist
menschlich; die Menschlichkeit
Mens tru a ti on (Men stru a ti on, Menst-
ruation) lat, die: -, -en (Monatsblutung,
Regel)
Men ta li tät lat., die: -, -en (Denkweise, Sin¬
nesart); mental (gedanklich)
Men thol lat., das: -s (stark riechender Stoff
aus Pfefferminzöl)
Men-tor griech., der: -s, Mentoren (Ratgeber,
Erzieher)
Menü franz., das: -s, -s (Speisenfolge)
Menuett franz., das: -(e)s, -e/-s (Tanz)
Mergel, der: -s, - (Gesteinsart); der Mergel¬
boden; merg(e)lig
Meridian lat., der: -s, -e (Längengrad)
merkantil lat.: (kaufmännisch); der Merkan¬
tilismus (Wirtschaftspolitik in der Zeit des
Absolutismus)
merken: sich pichts mehr merken (im Ge¬
dächtnis behalten) können - nicht merken
(wahrnehmen), dass eine Gefahr droht;
merkbar; das Merkblatt; das Merkheft; die
Merkhilfe; merklich (sichtbar, spürbar); das
Merkmal (Kennzeichen); der Merksatz; der
Merkspruch; das Merkwort; merkwürdig;
eine merkwürdige (seltsame) Erscheinung;
merkwürdigerweise; die Merkwürdigkeit;
der Merkzettel
Merkur, der: -s (Planet)
meschugge hebr.: völlig meschugge (ver¬
rückt) sein
Mesner lat., der: -s, - (Kirchendiener); auch:
der Messner; oder: der Mesmer
Messe, die: -, -n; die Messe (den Gottes¬
dienst) feiern - zu einer Messe (Indus¬
trieausstellung) reisen; der Messdiener; die
Messdienerin; der Messebesucher; die
Messebesucherin; das Messegelände; das
Messgewand; das Messopfer (katholische
Abendmahlsfeier)
messen: du misst, er maß, sie hat gemessen,
miss!; eine Länge messen - Fieber messen
-sich mit jemandem messen (vergleichen);
das Messband; messbar; die Messbarkeit;
das Messgerät; die Messung; der Messwert
Messer, das: -s, -; ein scharfes Messer - bis
aufs Messer (mit allen Mitteln) kämpfen -
jemanden ans Messer liefern (ihn auslie¬
fern, verraten) - jemandem das Messer an
die Kehle setzen (ihn unter Druck setzen) -
unters Messer kommen (operiert werden);
der Messerheld (Raufbold); der Mes¬
serrücken; messerscharf: einen messer¬
scharfen (scharfsinnigen) Verstand haben;
die Messerspitze; der Messerstich
Messias hebr., der: - (Erlöser, Christus)
Messing griech., das: -s (Legierung aus Zink
und Kupfer); der Messinggriff; das Messing¬
schild
Mikrofilm
213
Met, der: -(e)s (alkoholisches Getränk aus ge¬
gorenem Honig)
Metall griech., das: -s, -e; Gold ist ein edles
Metall - ein Metall verarbeitender Betrieb;
der Metallarbeiter; die Metallarbeiterin;
metallen (aus Metall); metallic (metallisch
schimmernd lackiert); die Metallindustrie;
metallisch (wie Metall); die Metalllegie¬
rung
Metamorphose griech., die: -n (Umge¬
staltung, Verwandlung)
Metapher griech., die: -, -n (bildlicher Aus¬
druck, Bild, Vergleich); die Metaphorik;
metaphorisch: etwas metaphorisch (bild¬
lich) sagen
metaphysisch griech.: (übersinnlich, über¬
natürlich); die Metaphysik (Lehre von den
letzten Zusammenhängen des Seins)
Metastase griech., die: -n (Tochterge¬
schwulst)
Meteor griech., der: -s, -e (Himmelskörper,
Sternschnuppe); der Meteorit (Meteor¬
stein); die Meteorologie (Wetterkunde); der
Meteorologe; die Meteorologin; meteoro¬
logisch
Meter (m) griech., der/das: -s, - (Längen¬
maß); zwei Meter hoch - eine Länge von
fünf Metern - der laufende Meter (lfd. M.) -
der 100-Meter-Lauf; meterdick; meter¬
hoch; meterlang; aber: zwei Meter lang;
das Metermaß; die Meterware; meter¬
weise
Methan griech., das: -s (Grubengas); das
Methangas
Methode griech., die: -, -n (Art und Weise
der Durchführung, Verfahrensweise, Weg);
die Methodik (Lehre von wissenschaftli¬
chen Methoden); methodisch (überlegt,
planmäßig)
Metier franz. [metje], das: -s, -s (Gewerbe,
Beruf, Fachgebiet)
Me tro po le (Met ro po le) griech., die: -,
-n (Hauptstadt, Zentrum); der Metropolit
(Erzbischof)
Metrum (Metrum) lat., das: -s, Metren
(Versmaß); die Metrik (Verslehre)
Mett, das: -(e)s (gehacktes Schweinefleisch);
die Mettwurst
Mette lat., die: -n (nächtlicher Gottes¬
dienst)
Metzger, der: -s, - (Fleischer); die Metzelei;
metzeln (töten, abschlachten, nieder¬
hauen); die Metzgerei; metzgern
Meu chel mord, der: -(e)s, -e (Mord aus dem
Hinterhalt); der Meuchelmörder; die Meu¬
chelmörderin; meucheln; meuchlerisch
(heimtückisch, hinterrücks); auch: meuch-
lings
meutern: die Soldaten meutern (gehorchen
nicht, lehnen sich auf); die Meute (Hunde¬
rudel, wilde Schar, Bande); die Meuterei
(Aufstand); der Meuterer
MEZ = mitteleuropäische Zeit
mg = Milligramm
miauen: die Katze miaut; miau!
mjch: (Wenfall von: ich); sie kennt mich nicht
mjckrig: ein mickriger (kümmerlicher, arm¬
seliger) Kerl; auch: mickerig; die Mickrig-
keit
Mickymaus, die: -, ...mäuse (Comic- und
Trickfilmfigur)
Mid-life cri-sis engl, [mjdlaifkraisis], die: -
(Krise um die Lebensmitte); auch: die Mid-
life-Crisis
Mieder, das: -s, - (Oberteil eines Trachten¬
kleides, Korsett); die Miederwaren Mz.
Mief, der: -(e)s (Gestank); mieten: es mieft
(riecht schlecht); miefig
Miene, die: -, -n (Gesichtsausdruck); das
Mienenspiel #Mine
mies hebrein mieser (minderwertiger) Cha¬
rakter - ihr geht es ziemlich mies (schlecht)
- miese Laune haben - etwas mies machen
(schlecht machen, verleumden) - in den
Miesen sein (sein Guthaben überzogen ha¬
ben); der Miesepeter (unzufriedener
Mensch); der Miesmacher; die Miesma¬
cherei
Miete lat., die: -, -n (frostsichere Grube)
Miete, die: -, -n (Wohngeld); das Mietauto;
mieten: sich ein Zimmer mieten; der Mie¬
ter; die Mieterhöhung; die Mieterin; der
Mieterschutz; mietfrei; das Mietrecht; das
Mietshaus; der Mietvertrag; die Mietwoh¬
nung; der Mietzins
Mieze, die: -n (Katze); die Miezekatze
Migräne (Migräne) griech., die: -, -n (pe¬
riodisch auftretende Kopfschmerzen)
mi-kro... (mikro...) griech. (ein Millionstel);
die Mikrobe (Kleinstlebewesen); der Mi¬
krochip [mjkrotschip] (winzige elektroni¬
sche Speichereinheit); der Mikrofilm; der
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Mikrokosmos
214
Mikrokosmos (Welt der Kleinstlebewesen);
das Mikrofon; auch: das Mikrophon; das
Mikroskop (Vergrößerungsgerät); mikros¬
kopieren; mikroskopisch; die Mikrowelle
Mjl-be, die: -n (Spinnentier)
Mjlch, die: frische Milch trinken; der Milch¬
bart (Milchgesicht, unreifer Bursche); die
Milchflasche; das Milchglas; milchig
(weißlich, trübe); der Milchkaffee; die
Milchkanne; die Milchmädchenrechnung
(eine auf Fehlern beruhende Rechnung);
der Milchnapf; die Milchstraße; das Milch¬
vieh; die Milchwirtschaft; der Milchzahn
mjld: ein mildes Klima - der Richter fällt ein
mildes Urteil; auch: milde; die Milde; mil¬
dern (mäßigen, lindern): er bekommt mil¬
dernde Umstände; die Milderung; mildtätig
(freigebig, wohltätig); die Mildtätigkeit
Milieu franz. [miljö], das: -s, -s (Umwelt, Le¬
bensbereich eines Menschen); milieuge¬
schädigt; der Milieuwechsel
Militär franz., das: -s, -s (Streitkräfte eines
Landes, Armee); militant (kämpferisch); das
Militärbündnis; der Militärdienst; militä¬
risch; der Militarismus (übersteigerte mili¬
tärische Gesinnung); der Militarist; milita¬
ristisch; die Militärregierung; die Militär¬
zeit; die Miliz (Volksheer, Bürgerwehr)
mjlli... lat. (ein Tausendstel); das Mille (M)
(Tausend); das kostet ein paar Mille; das
Milliampere (mA) (Maßeinheit für kleine
elektrische Stromstärken); der Milliardär;
die Milliardärin; die Milliarde (tausend
Millionen); das Millibar (mb, mbar)
(Maßeinheit für den Luftdruck); das Milli¬
gramm (mg) (ein tausendstel Gramm); der
Millimeter (mm) (ein tausendstel Meter);
das Millimeterpapier
Million (Mill.) ital., die: -, -en; (acht) Milli¬
onen Mal; der Millionär; die Millionärin;
der Millionenauftrag; millionenfach; die
Millionenstadt; das Millionstel
Mjlz, die: -, -en (inneres Organ); der Milz¬
brand (Infektionskrankheit)
Mimik griech., die: - (wechselnder Gesichts¬
ausdruck, Mienenspiel); der Mime (Schau¬
spieler); mimen: den starken Mann mimen
(vortäuschen); mimisch
Mi mi kry (Mimikry) engl, [mimikri] die: -
(Nachahmung unter Tieren, Farbanpas¬
sung)
Mimose griech., die: -, -n (empfindliche
Pflanzenart); wie eine Mimose (überemp¬
findlich) sein; mimosenhaft
Min. (min.) = Minute
Minarett arab., das: -s, -e/-s (Turm einer
Moschee)
mjn-der: eine nicht minder (nicht weniger)
große Bedeutung - mehr oder minder -
minder gut - minder wichtig - eine min¬
dere (schlechtere) Ware liefern; minder¬
begabt; minderbemittelt (arm); die Min¬
derheit; minderjährig (unmündig); der/die
Minderjährige; mindern (verringern, be¬
einträchtigen); die Minderung; minderwer¬
tig: eine minderwertige (mangelhafte)
Ware kaufen; die Minderwertigkeit; das
Minderwertigkeitsgefühl; der Minderwer¬
tigkeitskomplex
mindeste: das mindeste; auch: das Mindeste
- nicht im mindesten; auch: nicht im Min¬
desten; mindestens: ich bleibe mindestens
(wenigstens) eine Stunde; die Mindestfor¬
derung; das Mindestgebot; die Mindestge¬
schwindigkeit; der Mindestlohn; das Min¬
destmaß; die Mindeststrafe
Mine franz., die: -, -n; auf eine Mine (einen
Sprengkörper) treten - er arbeitet in einer
Mine (Bergwerk) - die Mine (Schreibein¬
lage) des Kugelschreibers auswechseln; der
Minenarbeiter; das Minenfeld #Miene
Mineral franz., das: -s, -e/-ien (Sammel¬
name für alle in der Natur vorkommenden
anorganischen Stoffe und Körper); das Mi¬
neralbad; der Mineraldünger; mineralisch;
die Mineralogie (Wissenschaft von den
Mineralien); das Mineralöl; die Mineral¬
quelle; das Mineralwasser
mj-ni... :(sehr klein, winzig); mini: mini
(kurze Kleider, kurze Röcke) tragen - mini
gehen; das Mini (sehr kurze Kleidung);
die Miniatur (kleines Bild, Illustration in al¬
ten Fiandschriften); die Miniaturausgabe
(kleinformatige Ausgabe); das Miniauto;
das Minigolf; das Minikleid; minimal (sehr
klein, unbedeutend); das Minimum (Kleins¬
te, Geringste, Mindestwert); der Minipreis;
der Minirock
Minjster lat., der: -s, - (Mitglied der Regie¬
rung); ministeriell; die Ministerin; das Mi¬
nisterium (oberste Verwaltungsbehörde ei¬
nes Staates); der Ministerpräsident
215
Mitbestimmungsrecht
Mi nis tränt (Mi nist rant) lat., der: -en, -en
(Messdiener); die Ministrantin; ministrie-
ren
Mjn-ne, die: - (Verehrung einer Dame der hö¬
fischen Gesellschaft im Mittelalter); der
Minnegesang; der Minnesänger
Minorität lat., die: -, -en (Minderheit)
minus lat.: sechs minus (weniger) zwei - mi¬
nus 10 Grad; auch: 10 Grad minus; der Mi¬
nuend (Zahl, von der eine andere abgezo¬
gen werden soll); das Minus (Fehlbetrag,
Verlust); der Minuspol; das Minuszeichen
Minute (Min., min.) lat., die: -, -n; in letzter
Minute; minutenlang; aber: zwei Minu¬
ten lang; der Minutenzeiger; ...minütig:
5-minütig; minütlich (jede Minute); minu¬
tiös (sehr genau, gewissenhaft); auch:
minuziös
Mjn ze, die: -, -n (Heilpflanze)
mir: (Wemfall von: ich); er gefällt mir - mir
nichts, dir nichts (ganz einfach so)
Mirabelle franz., die: -, -n (Pflaumenart)
Mirakel lat., das: -s, - (Wunder); mirakulös
mjschen: Flüssigkeiten mischen - er mischt
Farben - gemischter Salat - Spielkarten mi¬
schen - sich in einen Streit mischen - mit
gemischten Gefühlen; die Mischehe; der
Mischling (Halbblut); der Mischmasch (Mi¬
schung, Unordnung); die Mischung; der
Mischwald
miserabel franz.: er spielt miserabel (sehr
schlecht) Fußball - ein miserables (klägli¬
ches) Ergebnis; die Misere (Not, Elend)
mjss...: missachten: die Gesetze missachten
(nicht befolgen); die Missachtung (Gering¬
schätzung, Verletzung); das Missbehagen
(unangenehmes Gefühl); die Missbildung;
missbilligen (ablehnen); die Missbilligung
(Tadel); der Missbrauch; missbrauchen
(ausnutzen); missbräuchlich; missdeuten;
der Misserfolg (Fehlschlag); die Missernte;
missfallen (nicht Zusagen); das Missfallen;
die Missgeburt; missgelaunt (mürrisch);
das Missgeschick; missgestaltet; missge¬
stimmt; missglücken (scheitern); missgön¬
nen; der Missgriff (Fehler); die Missgunst
(Neid); missgünstig; misshandeln (quälen);
die Misshandlung; die Misshelligkeit
(Streit); der Missklang; der Misskredit: je¬
manden in Misskredit (in schlechten Ruf)
bringen; misslich: eine missliche (ärgerli¬
che) Lage; missliebig (unbeliebt); missljn-
gen: eine misslungene Probearbeit; der
Missmut (Ärger); missmutig (ärgerlich);
missraten (misslingen); der Missstand
(schlimmer Zustand); die Missstimmung
(Unmut); der Misston; misstrauen (kein
Vertrauen haben); das Misstrauen; miss¬
trauisch; das Missvergnügen; missver¬
gnügt; missverständlich; das Missverständ¬
nis; missverstehen (falsch deuten); die
Misswirtschaft (Unordnung)
Miss engl., die: -, -es (Fräulein); Miss Ger¬
many; die Misswahl
missen: du misst, sie hat gemisst; er will seine
Freiheit nicht mehr missen (entbehren)
Mjssetat, die: -, -en (Vergehen); der Missetä¬
ter; die Missetäterin
Mission lat., die: -, -en; in geheimer Mission
(Sendung) - jemanden mit einer besonde¬
ren Mission (mit einem besonderen Auf¬
trag) betrauen - die Innere Mission; der
Missionar; die Missionarin; missionieren
(den Glauben verbreiten); die Missionie¬
rung; die Missionsstation
Mjst, der: -(e)s; Mist (Dünger, Kompost) auf
das Feld fahren - Mist (Unsinn) verzapfen;
das Mistbeet; misten; der Mistfink; die
Mistgabel; der Misthaufen; mistig (schmut¬
zig); der Mistkäfer; der Mistkerl; das Mist¬
stück (Scheusal)
Mjs-tel, d ie: -, -n (ständig grün blühende
Pflanze); der Mistelzweig
mjt: ich gehe mit dir - mit anderen Worten -
er fährt mit seinem neuen Auto - etwas mit
ansehen - sich mit beteiligen - etwas mit
einbeziehen - mit übernehmen - sie stellte
mit Erschrecken fest - mit Unterstützung
seiner Freunde - ich freue mich mit dir -
das ist mit der beste Vorschlag - mit Hilfe;
auch: mithilfe; miteinander (gemeinsam);
das Miteinander; die Mithilfe; mithjn (also,
somit), mitnjchten (keineswegs); mitsamt
(gemeinsam mit); mitunter (manchmal)
mjtarbeiten: im Unterricht fleißig mitarbei-
ten; die Mitarbeit; der Mitarbeiter; die Mit¬
arbeiterin
mit be rück sich ti gen: sein Alter solltest
du mitberücksichtigen
mitbestimmen: im Betrieb mitbestimmen;
die Mitbestimmung; das Mitbestimmungs¬
recht
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mitbringen
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mjtbringen: ein Geschenk von der Reise
mitbringen; das Mitbringsel (Geschenk)
mjt füh len: (Verständnis haben); mitfühlend;
das Mitgefühl
Mjtgift, die: -en (Aussteuer); der Mitgift¬
jäger
Mjt-glied, das: -(e)s, -er; Mitglied (Angehö¬
riger) eines Vereins - Mitglied werden
(beitreten, sich anschließen); der Mitglie¬
derbeitrag; die Mitgliederliste; die Mitglie¬
derversammlung; der Mitgliedsausweis;
die Mitgliedschaft; die Mitgliedskarte; der
Mitgliedsstaat
mithilfe: mithilfe der Mutter; auch: mit Hilfe
mit lau fen: mit den anderen mitlaufen; der
Mitläufer (Jasager); die Mitläuferin
Mjtlaut, der: -(e)s, -e (Konsonant)
Mjtleid, das: -(e)s (Mitgefühl); Mitleid erre¬
gend; mitleiden; die Mitleidenschaft: je¬
manden in Mitleidenschaft ziehen (ihn
schädigen); mitleidig; mitleid(s)los; mit¬
leidsvoll
Mjt-mensch, der: -en, -en (der andere
Mensch, Nächster); mitmenschlich; die
Mitmenschlichkeit
mitnehmen: einen Anhalter mitnehmen;
die Mitnahme; der Mitnahmepreis
Mitra (Mitra) griech., die: -, Mitren (Bi¬
schofsmütze)
Mjtschuld, die: -; bei dem Unfall eine Mit¬
schuld haben; mitschuldig; der/die Mit¬
schuldige
Mjtschüler, der: -s, - (Schüler, der die glei¬
che Klasse oder Schule besucht); die Mit¬
schülerin
Mjt tag, der: -s, -e; gestern, heute, morgen
Mittag - es ist Mittag - wir machen Mittag -
jeden Mittag - zu Mittag - gegen Mittag -
am Mittag - über Mittag; das Mittagessen;
aber: zu Mittag essen; mittäglich; mittags:
mittags um zwölf; aber: eines Mittags; die
Mittagshitze; die Mittagspause; die Mit¬
tagsruhe; der Mittagsschlaf; die Mittags¬
stunde; der Mittagstisch; die Mittagszeit
Mjttäter, der: -s, - (jemand, der mit anderen
eine Straftat begeht); die Mittäterschaft
Mjtte, d ie: -, -n; in der Mitte der Straße - der
Gast in unserer Mitte (Runde) - er ist Mitte
(der) vierzig - die goldene Mitte (den rech¬
ten Mittelweg) finden - Mitte Juni; mitten:
mitten am Vormittag - mitten im Zimmer -
mitten in der Nacht - mitten entzwei - mit¬
ten durch die Stadt; aber: inmitten; mitten-
drjn; mittendurch
mjtteilen: etwas schriftlich mitteilen - sich
einer Freundin mitteilen (anvertrauen); mit¬
teilsam (gesprächig); die Mitteilung; der
Mitteilungsdrang
Mjttel, das: -s, -; mit allen Mitteln kämpfen -
dem Kranken ein gutes Mittel (Heilmittel)
verschreiben - das Mittel (den Mittelwert)
ausrechnen -»keine Mittel (kein Geld) mehr
haben - Mittel und Wege (Möglichkeiten)
finden; das Mittelalter (MA.); mittelalter¬
lich; mittelbar (nicht direkt); mittel¬
deutsch; das Mittelding; Mitteleuropa; das
Mittelfeld; der Mittelfinger; mittelfristig;
das Mittelgebirge; mittelgroß; die Mittel¬
klasse; die Mittellinie; mittellos (arm); die
Mittellosigkeit; das Mittelmaß (Durch¬
schnitt); mittelmäßig (durchschnittlich); die
Mittelmäßigkeit; das Mittelmeer; der Mit¬
telpunkt; die Mittelschicht; der Mittelstand
(kleinere Unternehmer); der Mittelständler;
die Mittelstufe; der Mittelweg; der Mittel¬
wert; das Mittelwort (Partizip)
mjttels: mittels (mithilfe von) Geld; der Mit¬
telsmann (Vermittler); die Mittelsperson
Mjtternacht, die: -, ...nächte; um Mitter¬
nacht- heute Mitternacht; mitternächtlich;
mitternachts; aber: des Mitternachts; die
Mitternachtssonne; die Mitternachtsstunde
Mjttler, der: -s, - (Vermittler); die Mittlerin;
die Mittlerrolle
mjtt le re: das mittlere Afrika - die mittlere
Reife - von mittlerer Größe; aber: der/die/
das Mittlere; mittlerweile (unterdessen)
Mjttwoch (Mi.), der: -(e)s, -e (Wochentag);
der Mittwochabend; mittwochabends;
mittwochs (jeden Mittwoch): mittwochs
abends
Mjt-wisser, der: -s, -; jemanden zum Mitwis¬
ser haben; die Mitwisserin; die Mitwisser¬
schaft
mj-xen engl.: ein Getränk mixen (mischen);
der Mixbecher; der Mixedgrjll [mikst...]
(Gericht aus verschiedenen gegrillten
Fleischstückchen und Würstchen; auch:
der Mixed Grill; Mix(ed)pickles Mz. (in ge¬
würzten Essig roh eingelegtes gemischtes
Gemüse); auch: Mixed Pickles; der Mixer;
das Mixgetränk; die Mixtur (Mischung)
217
Molke
Mob eng/., der: -s (Gesindel, Pöbel) #Mopp
Möbel lat, das: -s, - (Einrichtungsgegen¬
stand); neue Möbel kaufen; die Möbelfa¬
brik; das Möbelgeschäft; das MöbeNager;
die Möbelpolitur; der Möbelspediteur
[...schpeditör]; das Möbelstück; der Mö¬
belwagen; möblieren (einrichten); möbliert:
ein möbliertes Zimmer; die Möblierung
mo bil lat.: (beweglich); das Mobile; das Mo¬
biliar (Wohnungseinrichtung); die Mobi¬
lien Mz. (bewegliche Güter); mobilisieren:
alle Kräfte mobilisieren (aufbieten) - die
Streitkräfte mobilisieren (einsetzen, kampf¬
bereit machen); die Mobilisierung; die Mo¬
bilität (Beweglichkeit); die Mobilmachung
Mode franz., die: -n (Geschmack einer
Zeit); sich nach der neuesten Mode klei¬
den; der Modeartikel; modebewusst; die
Modekrankheit; die Mode(n)schau; mo¬
dern: ein modernes (neuartiges) Gerät -
sich modern einrichten; die Moderne; mo¬
dernisieren; die Modernisierung; die Mo¬
dernität (Neues, Neuheit); der Modesalon;
der Modetrend; modisch
Model engl., das: -s, -s (Fotomodell)
Model lat, der: -s, - (Hohlform); modeln
(Form geben, gestalten)
Modell franz., das: -s, -e; das Modell (der
plastische Entwurf) des neuen Flughafens -
ihr Auto ist das neueste Modell (Typ, Bau¬
art) - einem Maler Modell stehen (als Vor¬
lage dienen); der Modellbau; modellhaft;
modellieren (formen, nachbilden); das Mo¬
dellkleid
Modem engl., das: -s, -s (Gerät zur Daten¬
übertragung)
Moder, der: -s (Fäulnis, Verwesung); der Mo¬
dergeruch; mod(e)rig; modern (faulen)
moderieren lat.: (eine Diskussion leiten,
eine Sendung im Rundfunk oder Fernsehen
kommentieren); moderat (gemäßigt); die
Moderation; der Moderator; die Modera¬
torin
Modul engl., das: -s, -e (Baueinheit in der
Elektroindustrie)
Modus lat, der: -, Modi (Art und Weise); die
Modifikation (Abänderung, Umstellung);
modifizieren (ändern); die Modifizierung
Mofa, das: -s, -s (Motorfahrrad)
mogeln: ich mog(e)le (schwindle) beim Kar¬
tenspiel; die Mogelei
mö-gen: du magst, er mochte, sie hat ge¬
mocht; er mag nicht arbeiten - sie mag
(liebt) ihre Eltern - sie mag keine Krabben
(isst sie nicht gerne) - wo mag er nur sein?
- das hätte er nicht hören mögen - mag
sein - es mochten fast hundert Leute gewe¬
sen sein - ich möchte gern; aber: der
Möchtegern
mög-lich: so viel wie (als) möglich - etwas
nicht für möglich halten - wo möglich (bei
jeder Gelegenheit); aber: womöglich (viel¬
leicht) kommt er nicht - es ist mir nicht
möglich; aber: das Mögliche - Mögliches
und Unmögliches probieren - alles Mögli¬
che (alle Möglichkeiten) erwägen - im
Rahmen des Möglichen; möglichenfalls;
möglicherweise (vielleicht); die Möglich¬
keit; die Möglichkeitsform; möglichst:
möglichst schnell - möglichst bald; auch:
baldmöglichst; aber: sein Möglichstes tun
Mo-hair arab.-engl. [mohär], der: -s, -e;
Mohär
Mohammedaner, der: -s, - (Anhänger der
Lehre Mohammeds, Moslem bzw. Muslim);
mohammedanisch: der mohammedani¬
sche Glaube
Mohär arab., der: -s, -e (Wolle oder Stoff aus
dem Haar der Angoraziege); auch: der Mo¬
hair
Mohn, der: -(e)s (Pflanze); die Mohnblume;
der Mohnkuchen
Mohr, der: -en, -en (früher für: Schwarzer); der
Mohrenkopf (Gebäck); die Mohrin #Moor
Möhre, die: -, -n (Gemüsepflanze); auch: die
Mohrrübe
Mokassin indian., der: -s, -s/-e (leichter
Lederschuh)
Mokick das: -s, -s (kleines Motorrad)
mokieren, sich franz.: sich über alles mo¬
kieren (lustig machen, spötteln); mokant
(spöttisch)
Mokka arab., der: -s, -s (starker Kaffee); die
Mokkatasse
Molch, der: -(e)s, -e (Schwanzlurch)
Mole ital., die: -, -n (Hafendamm)
Molekül franz., das: -s, -e (kleinster Teil ei¬
ner chemischen Verbindung); molekular;
das Molekulargewicht
Molkerei, die: -, -en (Milch verarbeitender
Betrieb); die Molke (Käsewasser); -► mel¬
ken
Moll
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Moll lat., das: - (eins der beiden Tonge¬
schlechter); a-Moll; der Mollakkord; der
Mollklang; die Molltonart
mollig: ein molliges (weiches) Kleid - eine
mollige (behagliche) Wärme - sie ist ziem¬
lich mollig (dicklich, beleibt)
Mo loch, der: -s, -e (alles zerstörende Macht,
Ungeheuer)
Moment lat., das: -(e)s, -e; ein wichtiges Mo¬
ment (einen Umstand) übersehen - das
Moment der Spannung in einer Erzählung
Mo-ment lat., der: -(e)s, -e; der richtige Mo¬
ment (Augenblick) - im Moment (jetzt) -
sie kann jeden Moment (gleich) kommen;
momentan: momentan (zur Zeit, jetzt) ist
sie gesund - momentan (vorübergehend)
arbeitet sie nicht
Mo nar chie (Mon ar chie) griech., die:
Monarchien (Alleinherrschaft); der Mo¬
narch; die Monarchin; der Monarchjst (Kö¬
nigstreuer); monarch jstisch
Monat, der: -(e)s, -e; dieses Monats (d.M.) -
laufenden Monats (lfd. M.) - vorigen Mo¬
nats - von Monat zu Monat; ...monatig:
dreimonatig; auch: 3-monatig; monate¬
lang: monatelang war sie verreist; aber:
viele Monate lang; monatlich (jeden Mo¬
nat): die monatliche Zahlung; das Monats¬
einkommen; der Monatserste; die Monats¬
frist; das Monatsgehalt; die Monatskarte;
die Monatsmiete
Mönch griech., der: -(e)s, -e (Angehöriger
eines Männerordens); mönchisch: mön¬
chisch (zurückgezogen) leben; das Mönchs¬
kloster; die Mönchskutte; der Mönchsor¬
den; das Mönch(s)tum; die Mönchszelle
Mond, der: -(e)s, -e (Himmelskörper); hinter
dem Mond leben (nicht wissen, was vor¬
geht) - in den Mond gucken (das Nachse¬
hen haben) - vom Mond kommen (nicht
Bescheid wissen); der Mondaufgang; die
Mondbahn; der Mond(en)schein; die Mond¬
fähre; die Mondfinsternis; mondhell; die
Mondlandschaft; die Mondlandung; das
Mondlicht; der Mondschein; mondsüchtig
mondän franz.: eine mondäne (betont ele¬
gante) Frau
Moneten Mz. lat., die: - (Geld); monetär:
monetäre (das Geld betreffende) Angele¬
genheiten
mo-nie-ren lat.: (beanstanden, bemängeln)
Monitor engl., der: -s, Monitoren (Kontroll-
bildschirm)
Monogramm griech., das: -s, -e (Namens¬
zeichen)
Mo-no-gra-phie griech., die: Monogra¬
phien (Einzeldarstellung); auch: die Mono¬
grafie
Mo no kel (Mon o kel) franz., das: -s, - (Au¬
genglas für nur ein Auge)
Monokultur lat., die: -, -en (einseitiger An¬
bau einer bestimmten Pflanze)
Monolog griech., der: -s, -e (Selbstge¬
spräch); monologisch; monologisieren
Monopol griech., das: -s, -e (Vorrecht für die
alleinige Herstellung einer Ware bzw.
Recht auf Alleinverkauf, alleiniger An¬
spruch); der Monopoljst; die Monopoljstin
monoton griech.: (langweilig, eintönig); die
Monotonie
Monster engl., das: -s, - (Riese, Ungeheuer);
der Monsterbau; der Monsterfilm; die
Monsterschau; monströs (riesig, ungeheu¬
erlich); das Monstrum (Ungeheuer, Scheu¬
sal)
Mons tranz (Monst ranz) lat., die: -, -en
(Gefäß für geweihte Hostien)
Monsun arab., der: -s, -e (Wind in Südasien);
der Monsunregen (lang anhaltender Regen,
durch den Monsun verursacht)
Montag (Mo.), der: -(e)s, -e (Wochentag); ei¬
nen blauen Montag machen; der Montag¬
abend; montagabends; montags (an Mon¬
tagen): montags abends; montägig (am
Montag); montäglich (jeden Montag); die
Montagsausgabe
Montage franz. [montasche], die: -, -n (Auf¬
bau, Zusammenstellung von technischen
Anlagen); das Montageband; die Montage¬
halle; der Monteur [montör]; montieren:
ein Werk montieren (zusammenbauen) - er
montiert (befestigt) das Schloss an der Tür;
die Montierung
Montur franz., die: -, -en (Dienst- bzw. Ar¬
beitskleidung)
Monument lat., das: -(e)s, -e (großes Denk¬
mal); monumental (wuchtig, riesig); der
Monumentalbau; das Monumentalgemäl¬
de
Moor, das: -(e)s, -e (sumpfige Landschaft); das
Moorbad; moorig; die Moorpackung (Be¬
handlung mit Moorerde) # Mohr
219
Moto-Cross
Moos, das: -es, -e (Polster aus kleinen,
immergrünen Pflanzen); Moos ansetzen
(alt werden); moosbedeckt; die Moos¬
flechte; moosgrün; moosig; das Moospols¬
ter; moosüberwachsen
Mo ped, das: -s, -s (Kleinkraftrad)
Mopp engl., der: -s, -s (Staubbesen); moppen:
den Flur moppen #Mob
Mops, der: -es, Möpse (Hunderasse); mopsen
(stehlen); das Mopsgesicht; mopsig (klein
und dick)
Mo ral lat., die: -; keine Moral (sittlichen
Grundsätze) haben - die Moral (Disziplin)
der Soldaten ist gut - die Moral (Lehre)
einer Erzählung; der Moralbegriff; mora¬
lisch: einen moralischen Lebenswandel
führen - den Moralischen (Gewissensbisse)
haben; moralisieren; der Moraljst; die Mo-
raljstin; die Moralpredigt (eindringliche Er¬
mahnung)
Moräne franz., die: -, -n (von einem Glet¬
scher mitgeführtes Geröll); die Moränen¬
landschaft
Morast, der: -(e)s, -e/Moräste (Sumpfboden,
Schlamm); morastig
morbid lat.: morbid (krank) aussehen - eine
morbide (vom Verfall bedrohte) Gesell¬
schaft
Morchel, die: -, -n (Speisepilz)
Mord, der: -(e)s, -e (vorsätzliche Tötung); die
Mordanklage; der Mordanschlag; die
Morddrohung; morden; der Mörder; die
Mörderbande; die Mörderin; mörderisch:
eine mörderische (sehr starke, fürchter¬
liche) Hitze; der Mordfall; die Mordgier;
der Mordprozess; die Mordsarbeit; das
Mordsglück: ein Mordsglück (großes
Glück) haben; die Mordshitze; der Mords¬
hunger; der Mordskrach; mordsmäßig: er
hat einen mordsmäßigen (gewaltigen)
Durst; der Mordsspaß; die Mordswut; die
Mordtat; der Mordversuch; die Mordwaffe
morgen: ich schlafe bis morgen - morgen
früh - morgen Nachmittag - morgen Abend
- für morgen - morgen in einer Woche -
die Mode von morgen - morgen ist auch
noch ein Tag; der Morgen: heute, gestern
Morgen - vom Morgen bis Abend - eines
Morgens - am nächsten Morgen - gegen
Morgen - den ganzen Morgen über; das
Morgen (Zukunft): das Heute und Morgen -
was wird das Morgen bringen?; die Mor¬
gendämmerung; morgendlich: die mor¬
gendliche Stille; das Morgengrauen; die
Morgengymnastik; das Morgenland; das
Morgenlicht; die Morgenluft: Morgenluft
wittern (einen Vorteil für sich erkennen);
der Morgenmuffel; morgens: morgens um
sechs - sonntags morgens; aber: eines Mor¬
gens; der Morgenspaziergang; der Mor¬
genstern; die Morgenstunde: Morgenstund
hat Gold im Mund; die Morgenzeitung;
morgig: der morgige Tag
Morgen, der: -s, - (altes Feldmaß = ein viertel
Hektar); fünf Morgen Land besitzen
Moritat, die: -, -en (Bänkelgesang, Schauer¬
geschichte); der Moritatensänger
Morphium griech., das: -s (Rauschgift,
Betäubungsmittel); die Morphiumspritze;
morphiumsüchtig
morsch: eine morsche (baufällige, brüchige)
Hütte
mor sen: (funken); das Morsealphabet; der
Morseapparat; das Morsezeichen
Mörser, der: -s, - (Gefäß zum Zerreiben har¬
ter Stoffe, ein schweres Geschütz)
Mörtel, der: -s (Bindemittel für Bausteine);
der Mörtelkasten; mörteln
Mosaik franz., das: -s, -e/-en (aus Steinchen
zusammengesetztes Bildwerk); die Mosaik¬
arbeit; mosaikartig; das Mosaikbild; das
Mosaiksteinchen
Moschee arab., die: -, Moscheen (islami¬
sches Gotteshaus)
mo-sern hebr: (nörgeln, meckern)
Moskito span., der: -s, -s (tropische Stech¬
fliege); das Moskitonetz
Moslem arab., der: -s, -s (Anhänger des Is¬
lams); moslemisch; —► Muslim
Most, der: -(e)s, -e (aus Obst gewonnener
Saft); mosten; die Mosterei; der Mostrich
(Senf)
Motel amerik., das: -s, -s (Hotel für Autorei¬
sende)
Motiv lat., das: -s, -e; das Motiv (der Beweg¬
grund) für eine Tat - das Motiv (Thema) ei¬
nes Kunstwerkes; die Motivation; moti¬
vieren (jemanden zu etwas anregen); die
Motivierung
Motocross engl., das: -, e (Motorradrennen
auf einer abgesteckten Strecke im Gelände);
auch: das Moto-Cross
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Motor
220
Mo-tor lat., der: -s, Motoren; den Motor lau¬
fen lassen - er ist der Motor (die treibende
Kraft) des Betriebes; das Motorboot; moto¬
risieren; die Motorisierung; die Motor¬
jacht; der Motorlärm; das Motorrad
Motte, d ie: -, -n (kleiner Schmetterling); die
Mottenkugel; das Mottenpulver
Motto ital., das: -s, -s (Leitspruch, Kennwort)
motzen: (schmollen, schimpfen, nörgeln);
motzig
Moun tain bike engl, [mountinbaik], das: -s,
-s (Fahrrad für Geländefahrten)
Möwe, die: -, -n (am Wasser lebender Vogel);
der Möwenschrei
Mücke, die: -, -n (kleines, Blut saugendes
Insekt); aus einer Mücke einen Elefanten
machen (maßlos übertreiben); die Mücken¬
plage; der Mückenschwarm; der Mücken¬
stich
mucken: (aufbegehren, widersprechen); die
Mucken (Launen): seine Mucken haben
(launisch sein)
mucksen: sich nicht mucksen (sich nicht
rühren, keinen Laut von sich geben); der
Mucks: keinen Mucks machen (keinen Ton
sagen); auch: der Muckser; mucksmäus-
chenstjll (ganz still)
müde: sich müde schlafen legen - am Mor¬
gen noch müde (unausgeschlafen) sein - er
ist einer Sache müde (überdrüssig); die Mü¬
digkeit
Muff nieder!., der: -(e)s, -e; die Hände im Muff
(Händewärmer) haben
Muff, der: -(e)s; der Muff (fauler, moderiger
Geruch) im Raum; muffen (dumpf riechen);
muffig: ein muffiges (dumpf, schlecht rie¬
chendes) Zimmer
Muffe, die: -, -n (Rohrverbindungsstück)
Muffel, der: -s, - (unfreundlicher Mensch,
Langweiler); muffeln (beleidigt, in schlech¬
ter Stimmung sein); muff(e)lig: er benimmt
sich muffelig (mürrisch, unfreundlich)
Muff-Ion franz., der: -s, -s (ein Wildschaf)
Mühe, die: -, -n; alle Mühe (Anstrengung)
war umsonst - mit Müh' und Not (gerade
noch) - sie gibt sich redlich Mühe; mühe¬
los; die Mühelosigkeit; sich mühen (an¬
strengen); mühevoll; die Mühsal; mühsam
(beschwerlich); mühselig; die Mühseligkeit
muhen: (muh schreien); die Kuh muht; muh!
Müh le, die: -, -n; Gottes Mühlen mahlen
langsam;das Mühl(en)rad; das Mühlespiel;
der Mühlstein; das Mühlwerk
Mulatte span., der: -n, -n (Sohn eines
weißen und eines schwarzen Elternteils);
die Mulattin
Mulch, der: -(e)s, -e (Schicht aus zerkleinerten
Pflanzen, eine Humusform); mulchen (mit
Mulch bedecken)
Mulde, die: -, -n (leichte Bodenvertiefung);
muldenförmig
Muli lat., der: -(s) (Maulesel)
Mull engl., der: -(e)s, -e (feines Baumwollge-
webe); die Mullbinde
Mull, der: -(e)s, -e (lockerer Humusboden)
Müll, der: -(e)s (Abfälle); die Müllabfuhr; der
Müllabladeplatz; das Müllauto; der Müll¬
container; die Mülldeponie; der Müll¬
eimer; die Müllhalde; die Müllkippe; der
Müllschlucker; die Mülltonne; die Müll¬
verbrennung; die Müllverwertung
Müller lat., der: -s, - (Handwerker im Müh¬
lengewerbe); die Müllerin # Mühle
mulmig: mir ist mulmig (unbehaglich) zu¬
mute - eine mulmige (gefährliche) Sache
mul-ti-kultu-rell lat.: eine multikulturelle
(viele Kulturen umfassende) Gesellschaft
mul ti la te ral lat.: multilaterale (mehrsei¬
tige) Verträge abschließen
Mul-tip le-choice-ver fah ren (Mul ti ple...)
engl, [maltipeltschois...], das: -s, - (Test¬
verfahren mit Auswahlantworten); auch:
das Multiple-Choice-Verfahren
Multiplikation (Mul tip li ka ti on) lat.,
die: -, -en (das Malnehmen, Vervielfachen);
der Multiplikand (die zu vervielfachende
Zahl); der Multiplikator (Zahl, mit der ver¬
vielfacht wird); multiplizieren
Mu-mie arab. [mumje], die: -n (durch be¬
sondere Mittel haltbar gemachte Leiche);
mumienhaft; mumifizieren; die Mumifi¬
zierung (Einbalsamierung)
Mumm, der: -s; viel Mumm (Schneid, Mut)
haben
Mumpitz, der: -es (Unfug, Unsinn)
Mumps engl., der/die: - (Krankheit, Ziegen¬
peter)
Mund, der: -(e)s, Münder; den Mund halten -
das Gerücht geht von Mund zu Mund - ein
paar Mund voll Kirschen - sich den Mund
verbrennen (sich durch unüberlegtes Re¬
den schaden) - den Mund voll nehmen
221
Musterung
(angeben); die Mundart; mundartlich; das
Mündchen; munden: es hat gut gemundet
(geschmeckt); mundfaul; mundgerecht;
mündlich; die Mundpropaganda; der
Mundraub; das Mundstück; mundtot:
jemanden mundtot machen (zum Schwei¬
gen bringen); der Mundvorrat; das Mund¬
werk: ein großes Mundwerk haben (gro߬
sprecherisch reden); die Mund-zu-Mund-
Beatmung
Mündel, der/das: -s, - (unter Vormundschaft
stehendes Kind); mündig: mündig (voll¬
jährig, erwachsen) sein - jemanden mün¬
dig sprechen; die Mündigkeit
münden: der Fluss mündet in das Meer; die
Mündung
Munition franz., die: -, -en (Schießmate¬
rial); die Munitionsfabrik; das Munitions¬
lager
munkeln: (heimlich erzählen, Gerüchte ver¬
breiten)
Münster, das: -s, - (Dom-, Klosterkirche)
munter: (wach, lebhaft, heiter); die Munter¬
keit
Münze lat., die: -, -n (Geldstück); etwas für
bare Münze nehmen (etwas ernsthaft glau¬
ben) - etwas mit gleicher Münze heimzah¬
len (auf die gleiche Weise vergelten); die
Münzanstalt; der Münzautomat; münzen:
das ist auf dich gemünzt (zielt auf dich,
spielt auf dich an); die Münzensammlung;
der Münzfernsprecher; die Münztankstelle
Muräne griech., die: -, -n (aalartiger Fisch)
mürbe: der Kuchen ist sehr mürbe (locker) -
jemanden mürbe machen (ihn entnerven);
auch: mürb; der Mürb(e)teig; die Mürbheit
murksen: (pfuschen); der Murks (schlechte
Arbeit); der Murkser
Murmel, die: -, -n (kleine Spielkugel)
murmeln: (leise, undeutlich sprechen)
Murmeltier, das: -(e)s, -e (im Gebirge le¬
bendes Nagetier)
murren: (sich beklagen, aufbegehren); mür¬
risch: ein mürrischer (unhöflicher) Mensch
- er macht ein mürrisches (verdrossenes)
Gesicht
Mus, das: -es, -e; ein Mus (einen Brei) kochen
Muschel, die: -, -n (im Wasser lebendes
Weichtier); muschelförmig; der Muschel¬
kalk; das Muschelwerk
Mu •se griech., die: -, -n (Göttin der schönen
Künste und der Wissenschaften); die leichte
Muse (heitere, unterhaltende Kunst); mu¬
sisch (künstlerisch begabt, schöpferisch)
Museum griech., das: -s, Museen (Samm¬
lung kostbarer Gegenstände); museal; der
Museumsführer; die Museumsführerin;
das Museumsstück; der Museumswärter
Mu •si cal amerik. [mjusikel], das: -s, -s (mo¬
dernes Sing- und Tanzspiel)
Musik griech., die: -, -en (Tonkunst); ein
Musik liebender Mensch; die Musikalien
(Notenbücher und -hefte); die Musikalien¬
handlung; musikalisch; die Musikalität (mu¬
sikalische Begabung); der Musikant; die Mu¬
sikantin; die Musikbox; der Musiker; die
Musikerin; das Musikinstrument; die Musik¬
kapelle; die Musikkassette; das Musikstück;
das Musikwerk; musizieren
Muskat franz., der: -(e)s, -e (Gewürz); die
Muskatnuss; der Muskateller (süßer Wein)
Mus kel lat., der: -s, -n; seine Muskeln spielen
lassen (seine Kraft zeigen); die Muskelfaser;
der Muskelkater; die Muskelkraft; der Mus¬
kelkrampf; das Muskelpaket; der Muskel¬
protz; der Muskelriss; die Muskelzerrung;
die Muskulatur (Gesamtheit der Muskeln);
muskulös (äußerst kräftig)
Müsli Schweiz., das: -s, - (Rohkostgericht)
Muslim, der: -s, -s/Muslime (Anhänger des
Islams, Moslem); die Muslime (weiblicher
Muslim); muslimisch
Mu ße, d ie: - (Ruhezeit, freie Zeit); die Muße¬
stunde; müßig (untätig, überflüssig): müßig
gehen; der Müßiggang: Müßiggang ist aller
Laster Anfang; der Müßiggänger (Faulen¬
zer); die Müßiggängerin; müßiggängerisch
müssen: du musst, er musste, sie hat ge¬
musst; sie muss um 8 Uhr in der Schule
sein - ich habe das sagen müssen - die Ar¬
beit muss heute noch getan werden - sie
muss gleich kommen; das Muss
Muster, das: -s, - (Vorlage, Modell, Vorbild);
das Musterbeispiel; die Musterehe; der
Musterfall; mustergültig; die Mustergültig¬
keit; musterhaft; die Musterhaftigkeit; der
Musterknabe; die Musterkollektion; mus¬
tern: jemanden scharf mustern (ansehen) -
die Soldaten mustern (auf ihre Wehrtaug¬
lichkeit untersuchen); der Musterpass; der
Musterprozess; der Musterschüler; die
Musterschülerin; die Musterung
G
H
I
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Mut
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N
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Mut, der: -(e)s; mit Mut (Kühnheit) kämpfen -
guten Mutes (guter Stimmung) sein - je¬
mandem Mut machen - nur Mut! - mir ist
elend zu Mute; auch: zumute; das Müt¬
chen: an jemandem sein Mütchen kühlen
(seinen Zorn auslassen); mutig; mutlos; die
Mutlosigkeit; die Mutprobe; der Mutwille;
mutwillig (absichtlich, bewusst); die Mut¬
willigkeit
mut ma ßen: (vermuten); mutmaßlich (ver¬
mutlich, angeblich); die Mutmaßung
Mutation lat., die: -, -en (Wandlung, Verän¬
derung von Erbanlagen)
Mutter, die: -, Mütter; Mutter von zwei Söh¬
nen - die Mutter Gottes; auch: die Gottes¬
mutter; der Mutterboden; das Mütterchen;
die Muttererde; das Müttergenesungs¬
heim; die Muttergottes; mütterlich (für¬
sorglich); mütterlicherseits; die Mütter¬
lichkeit; die Mutterliebe; mutterlos; das
Muttermal; die Mutterschaft; muttersee¬
lenallein (einsam); das Muttersöhnchen;
die Muttersprache; der Muttertag; der
Mutterwitz (angeborener, gesunder Witz)
Mut-ter, die: -, -n (der die Schraube um¬
schließende Ring)
Mut •ze, die: -, -n (Kopfbedeckung)
m. W. = meines Wissens
MwSt. (MWSt.) = Mehrwertsteuer
Myriade griech., die: -, -n (ungeheuer
große Menge)
Myrrhe griech., die: -, -n (wohl riechendes
’ Harz); auch: die Myrre
Myr-the griech., die: -, -n (ständig grün blü-
* hender Strauch); der Myrthenkranz (Braut¬
schmuck); der Myrthenzweig
mysteriös franz.: ein mysteriöser (geheim¬
nisvoller, unerklärlicher) Mord; das Myste¬
rium (unerklärliches Geheimnis); die Mys¬
tifikation (Täuschung); mystifizieren; die
Mystik (Suche Gottes, Geheimlehre); der
Mystiker; mystisch (dunkel, geheimnisvoll)
My-thos griech., der: -, Mythen (Erzählung
~aus der Vorzeit, Helden- und Göttersage);
auch: die Mythe; oder: der Mythus; my-
thenhaft; mythisch (sagenhaft); die Mytho¬
logie (Sagenkunde, Götterlehre); mytholo¬
gisch
Mz. = Mehrzahl (Plural)
N = Nord(en)
na: na ja! - na und? - na, wird's bald? - na,
was meinst du? - na, wie wär's? - na bitte!
- na warte!
Nabe, die: -, -n (Mittelteil eines Rades)
Nabel, der: -s, - (Bauchnabel); der Nabel
(Mittelpunkt, das Wichtigste) der Welt; der
Nabelbruch; die Nabelschau; die Nabel¬
schnur
nach: nach der Mahlzeit - nach Bremen fah¬
ren - nach Hause - nach Maß - nach wie
vor (noch immer) - nach und nach (all¬
mählich) - frei nach Goethe - nach Chris¬
tus (n. Chr.); auch: nach Christi Geburt;
nachdem: je nachdem - kurz nachdem er
gegangen war; nacheinander: nacheinan¬
der (in Abständen, der Reihe nach) über die
Straße gehen - nacheinander eintreten;
nachher; Nachhinein: im Nachhinein
nachäffen: einen Schauspieler nachäffen
(nachahmen); die Nachäfferei
nach-ah-men: den Lehrer nachahmen (nach¬
machen); nachahmenswert (ausgezeich¬
net); der Nachahmer; die Nachahmerin;
die Nachahmung; der Nachahmungstrieb;
nachahmungswürdig
Nachbar, der: -n/-s, -n; ein ruhiger Nachbar
(Anwohner) - sein Nachbar (Nebenmann)
am Tisch; das Nachbarhaus; die Nachba¬
rin; nachbarlich: nachbarliche Beziehun¬
gen; der Nachbarort; die Nachbarschaft;
die Nachbarschaftshilfe; das Nachbars¬
kind; die Nachbarsleute Mz.; der Nachbar¬
staat
nach-be-stel-len: Fotos nachbestellen; die
Nachbestellung
nach bil den: (nachahmen); die Nachbildung
nach-den-ken: über ein Problem nachden-
ken (sich Gedanken machen); nachdenk¬
lich (in Gedanken versunken); die Nach¬
denklichkeit
Nachdruck, der: -(e)s, -e; etwas mit Nach¬
druck (eindringlich) anordnen - der Nach¬
druck (Abdruck) eines Bildes - einer Sache
Nachdruck verleihen (etwas verstärken);
nachdrücklich; die Nachdrücklichkeit;
nachdrucksvoll
223
Nachspeise
nacheifern: einem Vorbild nacheifern (es
nachahmen); nacheifernswert; die Nachei¬
ferung
Na chen, der: -s, - (kleines Boot, Kahn)
nach er zäh len: eine interessante Ge¬
schichte nacherzählen (mit eigenen Wor¬
ten wiedergeben); die Nacherzählung
Nachfahre, der: -n, -n (Nachkomme,
Spross); auch: der Nachfahr
nach fol gen: sie folgte ihrem Mann in den
Tod nach; die Nachfolge: die Nachfolge
antreten; nachfolgend: die nachfolgenden
Jahre; aber: im Nachfolgenden (weiter un¬
ten) - das Nachfolgende - Nachfolgendes;
der Nachfolger (Nachf.); die Nachfolgerin
nachforschen: (versuchen etwas herauszu¬
bekommen, untersuchen); die Nachfor¬
schung
nachfragen: beim Fundbüro nachfragen
(sich erkundigen) - um Urlaub nachfragen
(ersuchen); die Nachfrage: eine starke
Nachfrage (ein großer Bedarf) nach Waren
nachgeben: den Forderungen des Vorge¬
setzten nachgeben (zustimmen) - der Klü¬
gere gibt nach; nachgiebig: ein nachgiebi¬
ger Mensch; die Nachgiebigkeit
Nachgebühr, die: -, -en (Strafporto)
nachhaltig: einen nachhaltigen (dauernden,
starken) Eindruck hinterlassen; die Nach¬
haltigkeit
Nach hau se weg, der: -(e)s, -e (Heimweg);
aber: der Weg führt nach Hause
nachhelfen: (behilflich sein); die Nachhilfe;
der Nachhilfeschüler; die Nachhilfeschü¬
lerin; die Nachhilfestunde; der Nachhilfe¬
unterricht
nachholen: den versäumten Unterricht
nachholen; der Nachholbedarf; das Nach¬
holspiel
nachkommen: in den Urlaub nachkommen
(später kommen) - ihren Bitten nachkom¬
men (sie erfüllen); der Nachkomme (Nach¬
fahre); die Nachkommenschaft; der Nach¬
kömmling (Nachzügler)
nachlassen: sein Fleiß lässt nach (flaut ab) -
der Regen lässt nach - jemandem etwas
vom Preis nachlassen; der Nachlass (Hin¬
terlassenschaft, Preisnachlass); nachlässig:
nachlässig (unordentlich, flüchtig) arbei¬
ten; die Nachlässigkeit; der Nachlassver¬
walter
nachmachen: Tierstimmen nachmachen
(nachahmen) - Geld nachmachen (fäl¬
schen)
Nachmittag: der: -(e)s, -e; am späten Nach¬
mittag - am Sonntag Nachmittag - heute
Nachmittag fahre ich; nachmittägig (am
Nachmittag): der nachmittägige Schlaf;
nachmittäglich (jeden Nachmittag); nach¬
mittags (nachm.): nachmittags (an Nach¬
mittagen) muss ich arbeiten; die Nachmit¬
tagsstunde; die Nachmittagsvorstellung
Nachnahme, die: -, -n (das Einziehen der
Postgebühr bei der Aushändigung der Sen¬
dung); das Paket kommt per Nachnahme
# Nachname
Nachname, der: -ns, -n (Familienname)
# Nachnahme
nach prü fen: (kontrolIieren); nachprüfbar;
die Nachprüfbarkeit; die Nachprüfung
Nachrede, die: -n; eine üble Nachrede
(Verleumdung)
Nachricht, die: -, -en; keine Nachricht (Be¬
nachrichtigung) haben - Nachricht geben
(informieren) - die Nachrichten (Meldun¬
gen) im Fernsehen verfolgen; die Nachrich¬
tenagentur; der Nachrichtendienst; das
Nachrichtenmagazin; der Nachrichtensa¬
tellit; die Nachrichtensendung; die Nach¬
richtenübermittlung
Nach-ruf, der: -(e)s, -e (Worte für Verstor¬
bene, Gedenkrede); nachrufen
nachschlagen: in einem Lexikon nach¬
schlagen (nachsehen) - er schlägt seinem
Vater nach (ähnelt ihm); der Nachschlag,
die Nachschläge; das Nachschlagewerk
(Lexikon, Wörterbuch)
Nachschrift, die: -en (Niederschrift nach
Ansage)
Nachschub, der: -(e)s, Nachschübe (Versor¬
gung der kämpfenden Truppe)
nachsehen: nachsehen (prüfen), ob die Türe
geschlossen ist - im Wörterbuch nachse¬
hen (nachschlagen) - sie sieht ihm den Feh¬
ler nach (verzeiht ihn); das Nachsehen: das
Nachsehen haben (im Nachteil sein, nichts
mehr bekommen); die Nachsicht: um
Nachsicht (Verständnis) bitten - Vorsicht ist
besser als Nachsicht; nachsichtig
nachsenden: die Post wurde nachgesendet;
auch: nachgesandt; die Nachsendung
Nach spei se, die: -, -n (Nachtisch)
73 O
Nachspiel
224
N
O
P
Nachspiel, das: -(e)s, -e; die Angelegenheit
hat noch ein Nachspiel (sie ist noch nicht
erledigt, hat Folgen)
Nachsilbe, die: -n (an ein Wort an¬
gehängte Silbe, z. B. -bar, -lieh; Suffix)
nächst: nächst dem Bahnhof (ganz in der
Nähe); auch: nächst des Bahnhofs - am
nächsten - vom nächsten Ersten (des Mo¬
nats) an - nächstes Jahr - aus nächster
Nähe - das nächste Mal - nächsten Jahres;
aber: der Nächste, bitte! - als Nächstes -
fürs Nächste; nächstbeste: die nächstbeste
Stadt; aber: der nächste Beste; der Nächste
(der Mitmensch): mein Nächster - jeder ist
sich selbst der Nächste; die Nächstenliebe;
nächstens (in naher Zukunft, bald); nächst¬
folgend; nächstliegend: der nächstliegende
Gedanke; das Nächstliegende
nachstehen: sie will ihrer Schwester nicht
nachstehen (ihr ebenbürtig sein) - im nach¬
stehenden (folgenden) Kapitel; aber: im
Nachstehenden (weiter unten)
Nacht, die: -, Nächte; eine kalte Nacht - in
dunkler Nacht - es ist Nacht - gestern,
heute, morgen Nacht - gute Nacht sagen -
bei Nacht - über Nacht (plötzlich) - die
Nacht über - zu Nacht essen - bei Nacht
und Nebel (heimlich) - die Heilige Nacht
(Nacht zum 1. Weihnachtstag) - jemandem
schlaflose Nächte bereiten (ihn sehr beun¬
ruhigen) - in der Nacht sind alle Katzen
grau; die Nachtarbeit; nachtblind; der
Nachtdienst; nächtelang; aber: fünf
Nächte lang; nächtens (in der Nacht); das
Nachtessen; die Nachteule; der Nacht¬
frost; das Nachtgebet; das Nachthemd;
nächtigen: im Freien nächtigen (übernach¬
ten); die Nächtigung; nächtlich (zur Nacht¬
zeit); das Nachtlokal; das Nachtmahl; die
Nachtmütze (Schlafmütze); das Nacht¬
quartier; die Nachtruhe; nachts: sonntags
nachts (jede Sonntagnacht); auch: sonntag-
nachts; aber: eines Nachts - des Nachts;
das Nachtschattengewächs; die Nacht¬
schicht; nachtschlafend: zu nachtschlafen¬
der Stunde (spät nachts); nachtsüber; der
Nachttarif; die Nachttischlampe; der
Nachttopf; die Nacht-und-Nebel-Aktion;
der Nachtwächter; nachtwandeln (schla¬
fend umhergehen); der Nachtwandler; die
Nachtwandlerin; nachtwandlerisch
Nachteil, der: -(e)s, -e; im Nachteil (benach¬
teiligt) sein - der Handel brachte ihm nur
Nachteile (Schaden, Verluste); nachteilig:
das wirkt sich nachteilig aus; aber: mir ist
nichts Nachteiliges bekannt
Nachtigall, die: -, -en (Singvogel)
Nachtisch, der: -(e)s; als Nachtisch (Nach¬
speise) gibt es Eis
nachtragen: dem Gast den vergessenen
Koffer nachtragen - sie trägt in der Liste die
neuesten Zahlen nach - jemandem etwas
nachtragen (verübeln); der Nachtrag (Er¬
gänzung); nachtragend: ein nachtragender
Mensch; nachträglich (später, hinterher);
der Nachtragshaushalt
nachtun: es jemandem nachtun (ihn nachah¬
men, ihm nacheifern)
nachweisen: jemandem einen Fehler nach-
weisen (aufzeigen); der Nachweis; nach¬
weisbar; nachweislich: ein nachweislicher
Irrtum
Nachwelt, die: - (spätere Generationen)
Nach-wort, das: -(e)s, -e; das Nachwort
(Schlusswort) zu einem Buch
Nachwuchs, der: -es; wir haben Nachwuchs
(ein Kind) bekommen - das Handwerk
klagt über Mangel an Nachwuchs (junge
Menschen in der Ausbildung); die Nach¬
wuchskraft; der Nachwuchsmangel; der
Nachwuchsspieler
nach zah len: (nachträglich etwas zahlen);
nachzählen; die Nachzahlung
Nachzügler, der: -s, - (der Letzte, Nach¬
kömmling)
Nacken, der: -s, - (hintere Halsgegend, Ge¬
nick); jemandem den Nacken stärken (ihn
unterstützen) - jemandem auf dem Nacken
sitzen (ihn hart bedrängen); der Nacken¬
schlag (schweres Schicksal); die Nacken¬
stütze; der Nackenwirbel
nackt: nackt (ohne Bekleidung) herumlaufen
- nackend sein (nur bei Personen) - auf
dem nackten (bloßen) Boden stehen - eine
nackte (schmucklose) Wand - jemandem
die nackte (reine) Wahrheit sagen; der
Nackedei (nacktes Kind); nackig; die Nackt¬
heit; die Nacktkultur
Nadel, die: -, -n; die Nadeln des Tannenbau¬
mes fallen ab - eine Nadel einfädeln - sie
steckte das Kleid mit Nadeln zusammen -
wie auf Nadeln sitzen (ungeduldig warten);
225
Narr
der Nadelbaum; das Nadelkissen; nadeln
(Nadeln verlieren); das Nadelöhr; der Na¬
delstich; der Nadelwald
Nagel, der: -s, Nägel; einen Nagel (Metall¬
stift) in die Wand schlagen - den Nagel auf
den Kopf treffen (den Kern einer Sache er¬
fassen) - Nägel mit Köpfen machen (etwas
richtig durchführen) - etwas an den Nagel
hängen (etwas aufgeben) - sich etwas unter
den Nagel reißen (sich etwas aneignen);
das Nagelbett; die Nagelfeile; nagelfest:
niet- und nagelfest; der Nagellack; nageln;
nagelneu; die Nagelpflege; die Nagel¬
probe; die Nagelschere
na-gen: der Hund nagt an einem Knochen -
nichts zu nagen und zu beißen haben
(Hunger leiden); der Nager; das Nagetier;
die Nagezähne
nahe: näher, am nächsten; auch: nah: nahe
am Fenster stehen - ein naher (enger) Ver¬
wandter - in naher Zukunft - nahe der
Stadt - nahe (in der Nähe) liegen - von nah
und fern (von überall her) - von nahem
(aus der Nähe) - nahe daran sein - immer
näher kommen - nahe bringen (Verständnis
wecken) - das ist ihr nahe gegangen (hat
sie innerlich ergriffen) - nahe kommen (fast
gleichen) - etwas nahe legen (empfehlen) -
nahe liegen (verständlich sein) - ein nahe
liegender Gedanke - nahe stehen (vertraut,
befreundet sein) - nahe stehend - jeman¬
dem zu nahe kommen; aber: das Nähere
erfährst du bald - des Näher(e)n (genauer)
- der Nahe Osten; die Nahaufnahme; die
Nähe; nahebei; nahen: der Abschied naht;
das Naherholungsgebiet; der Naherholungs¬
raum; sich nähern: wir nähern uns jetzt der
Stadt; nahezu (beinahe, fast); der Nah¬
kampf; Nahost (der Nahe Osten); der Nah¬
schnellverkehr; das Nahverkehrsmittel;
das Nahziel
nähen: ein Kleid nähen (schneidern) - dop¬
pelt genäht hält besser; die Näharbeit; die
Näherei; die Näherin; das Nähgarn; das
Nähkästchen: aus dem Nähkästchen plau¬
dern (etwas verraten); der Nähkorb; die
Nähmaschine; die Nähnadel; die Näh¬
seide; der Nähtisch; das Nähzeug
nähren: ein Kind mit Milch nähren (er¬
nähren) - er nährt immer wieder die Hoff¬
nung auf Rettung (hält aufrecht); der Nähr¬
boden (Grundlage); nahrhaft: eine nahr¬
hafte Speise; das Nährmittel; der Nähr¬
stoff; die Nahrung; das Nahrungsmittel;
die Nahrungssuche; der Nährwert (Ener¬
giewert von Nährstoffen)
Naht, die: -, Nähte; die Naht auftrennen - aus
allen Nähten platzen (zu dick, umfangreich
werden); nahtlos; die Nahtstelle
naiv franz.: eine naive (kindliche, lebens¬
fremde, arglose) Frage; die Naivität; der
Naivling
Name, der: -ns, -n (Bezeichnung); wie ist der
Name der Stadt? - im Namen (Auftrag) des
Volkes - sich einen Namen machen
(berühmt werden) - Name ist Schall und
Rauch; auch: der Namen; die Namenge¬
bung; das Namengedächtnis; namenlos:
eine namenlose (unsagbare) Angst; na¬
mens: ein Land namens (mit dem Namen)
Fantasia - namens (im Namen) der Re¬
gierung; die Namensänderung; die Na¬
mensnennung; der Namenspatron; das
Namensregister; das Namensschild; der
Namenstag; der Namensvetter (Person mit
gleichem Vor- oder Familiennamen); das
Namensverzeichnis; der Namenszug; na¬
mentlich (mit Namen, ausdrücklich); nam¬
haft: ein namhafter (bekannter) Musiker -
eine namhafte (große, stattliche) Spende -
können Sie jemanden namhaft machen
(nennen)?
nämlich: die nämliche (dieselbe) Stadt - ich
fahre nämlich fort; aber: der, die, das Nämli¬
che
Napf, der: -(e)s, Näpfe (kleine Schüssel); der
Napfkuchen
Nap pa le der, das: -s (Lamm- oder Ziegen¬
leder); auch: das Nappa
Narbe, die: -n (Schramme, Spur einer ver¬
heilten Wunde); narbig: ein narbiges Ge¬
sicht; die Narbung (äußere Zeichnung ei¬
nes Leders)
Narkose griech., die: -n (Betäubung); der
Narkosearzt; die Narkoseärztin; das Nar¬
kotikum (schmerzlinderndes Mittel); nar¬
kotisch; narkotisieren: der Arzt narkotisiert
(betäubt) den Kranken vor der Operation;
die Narkotisierung
Narr, der: -en, -en (Dummkopf, Tölpel); an je¬
mandem einen Narren gefressen haben
(ihn sehr mögen) - jemanden zum Narren
N
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narren 226
N
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s
halten (täuschen, irreführen); narren: er hat
alle genarrt (getäuscht); die Narrenfreiheit;
das Narrenhaus; narrensicher; der Narren¬
streich; die Narretei; die Narrheit; die
Närrin; närrisch: eine närrische (unver¬
nünftige, ausgefallene) Idee
Narzjss griech., der: -/-es, -e (Mensch, der
sich selbst bewundert); der Narzissmus;
der Narzisst; die Narzisstin; narzisstisch
Narzjsse griech., die: -, -n (Frühlingsblume)
nasal lat.: nasal (durch die Nase) sprechen;
der Nasallaut
naschen: Süßigkeiten naschen (heimlich
essen, schlecken); die Nascherei; auch:
Näscherei; naschhaft; die Naschhaftigkeit;
die Naschkatze (Leckermaul); die Nasch¬
sucht; das Naschwerk (Süßigkeiten)
Na-se, die: -, -n; sich die Nase putzen - je¬
manden an der Nase herumführen (täu¬
schen) - seine Nase in etwas stecken (sich
um etwas kümmern, was einen nichts an¬
geht) - jemandem etwas auf die Nase bin¬
den (etwas erzählen) - die Nase voll haben
(genug haben) - auf die Nase fallen (Miss¬
erfolg haben) - die Nase hoch tragen (ein¬
gebildet sein); nas(e)lang: alle naslang (in
kurzen Abständen); näseln (durch die Nase
sprechen); das Nasenbluten; der Nasenflü¬
gel; die Nasenlänge: eine Nasenlänge vo¬
raus sein; die Nasenspitze; der Nasenstü¬
ber (leichter Stoß gegen die Nase); der
Nasentropfen; das Naserümpfen (Aus¬
druck der Ablehnung); naseweis (frech,
vorlaut); der Naseweis; nasführen (narren,
täuschen); das Nashorn; das Näslein
nass: nässer/nasser, am nässesten/nässesten;
nasse Kleider bekommen - nass geschwitzt
- jemanden nass machen - nass werden;
das Nass; die Nässe; nässen; nassfest; nass¬
kalt; der Nassschnee
Nation lat., die: -, -en (Staatsvolk, Gemein¬
schaft von Menschen in einem Staatsver¬
band); national: eine nationale (staatliche)
Angelegenheit - national (vaterlandslie¬
bend) gesinnt sein; nationalbewusst; die
Nationalelf; der Nationalfeiertag; die Na¬
tionalflagge; der Nationalheld; die Natio¬
nalhymne; der Nationalismus (übertriebe¬
nes Nationalbewusstsein); der Nationalist;
die Nationaljstin; nationalistisch; die Na¬
tionalität (Staatsangehörigkeit); die Natio¬
nalmannschaft; der Nationalpark; der Na¬
tionalsozialismus; nationalsozialistisch;
der Nationalstaat; der Nationalstolz; die
Nationaltrauer
NATO (Nato) = Nordatlantisches Bündnis
zur Verteidigung Westeuropas
Natrium (Natrium) (Na) ägypt., das: -s
(chemisches Element); das Natron
Natter, die: -, -n (Schlange); die Natternbrut
(üble Gesellschaft)
Natur lat., die: -, -en (unberührte Landschaft);
die Kräfte der Natur - in freier Natur (Wald
und Feld) - die weibliche Natur (Art, Eigen¬
art) - es liegt in der Natur (im Wesen) der
Sache; die Naturalien Mz. (Bodenerzeug¬
nisse); der Naturahsmus (Kunstrichtung);
das Naturell (Wesensart, Veranlagung); das
Naturereignis; die Naturerscheinung; der
Naturforscher; die Naturforscherin; der
Naturfreund; die Naturfreundin; natur¬
gemäß; das Naturgesetz; naturgetreu; die
Naturkatastrophe; die Naturkunde; natür¬
lich: d ie natürlichen Kräfte des Wassers -
sich ganz natürlich (ungezwungen) geben
- das ist doch ganz natürlich (selbstver¬
ständlich); die Natürlichkeit; naturrein
(echt, unverfälscht); der Naturschutz; der
Naturschutzpark; das Naturtalent; natur¬
widrig; die Naturwissenschaft; das Natur¬
wunder
Nautik griech., die: - (Schifffahrtskunde); nau¬
tisch
Na vi ga ti on lat. [nawigatsion], die: - (Kurs¬
bestimmung von Wasser-, Luft- und Raum¬
fahrzeugen); der Navigationsfehler; navi¬
gieren
Nazi, der: -s, -s (Kurzbezeichnung für Natio¬
nalsozialist); nazjstisch
n.Chr. = nach Christus
Ne an der ta-ler, der: -s, - (vorgeschicht¬
licher Mensch)
Nebel, der: -s, - (Wasserdampf); bei Nacht
und Nebel - ein dichter Nebel liegt über
dem Tal; die Nebelbank; die Nebeldecke;
der Nebelfetzen; nebelhaft; das Nebel¬
horn; neb(e)lig; die Nebellampe; der Ne¬
belscheinwerfer; der Nebelschleier; die
Nebelschwaden Mz.; die Nebelwand; ne¬
bulös (anrüchig, unklar); auch: nebulös
neben: er steht neben dir - den Korb neben
die Bank stellen - neben ihrem Beruf (zu-
227
Nerv
sätzlich) ist sie noch Hausfrau; nebenan (im
Nachbarhaus oder -zimmer); der Neben¬
ausgang; nebenbei: nebenbei (außerdem)
ist er auch noch reich - nebenbei (neben¬
her) etwas erwähnen; der Nebenberuf; ne¬
benberuflich; die Nebenbeschäftigung;
der Nebenbuhler (Mitbewerber, Konkur¬
rent); die Nebenbuhlerin; nebeneinander:
etwas nebeneinander legen - nebeneinan¬
der liegen; das Nebeneinander; der Ne¬
beneingang; die Nebenerscheinung; der
Nebenfluss; nebenher: etwas nebenher
(beiläufig) erwähnen - nebenher fahren -
nebenher gehen; die Nebenkosten Mz
der Nebenmann (Nachbar); das Nebenpro¬
dukt; der Nebenraum; die Nebenrolle; die
Nebensache; nebensächlich (unwichtig);
die Nebensächlichkeit; der Nebensatz; ne¬
benstehend: im Nebenstehenden; die Ne¬
benstraße; die Nebentätigkeit; der Neben¬
verdienst; die Nebenwirkung; das Neben¬
zimmer
nebst: nebst (zusammen mit) seiner Familie
Necessaire franz. [nesäsär], das: -s, -s (Toi¬
lettentasche); auch: das Nessessär
necken: jemanden necken (foppen) - was
sich liebt; das neckt sich; die Neckerei;
neckisch (übermütig, drollig, affig)
Neffe, der: -n, -n (Sohn des Bruders oder der
Schwester)
negativ lat.: eine negative (ablehnende,
ungünstige) Antwort erhalten - negative
(nachteilige) Folgen - ein negativer (nicht
günstiger) Befund; die Negation (Ableh¬
nung, Verneinung); das Negativ (Kehrbild
einer Fotografie); das Negativbeispiel; ne¬
gieren (verneinen, bestreiten)
Neger lat., der: -s, - (früher Bezeichnung für:
Schwarzer, Farbiger); die Negerin; der Ne¬
gerkuss (Schaumgebäck); der Negersklave;
der Negerstamm
Negligee (Negligee) franz. [neglische],
das: -s, -s (Morgenrock, Morgenmantel);
auch: das Neglige
nehmen: du nimmst, er nahm, sie hat ge¬
nommen, nimm!; etwas in Empfang neh¬
men - sie nimmt Pillen - seinen Abschied
nehmen - Unterricht in Englisch nehmen -
er darf Einblick in die Akten nehmen - An¬
stoß an etwas nehmen (sich über etwas är¬
gern) - jemanden ins Verhör nehmen
Nehrung, die: -, -en (Landzunge)
Nejd, der: -(e)s; von Neid (Missgunst) erfüllt
sein - vor Neid erblassen (sehr neidisch
werden) - das muss ihm der Neid lassen
(das muss man anerkennen); neiden (nicht
gönnen); der Neider; neiderfüllt; das Neid¬
gefühl; der Neidhammel (neidischer
Mensch); neidisch; neidlos; die Neidlosig¬
keit; neidvoll
neigen: sich über den Tisch neigen (beugen)
- der Tag neigt sich (geht zu Ende, es wird
dunkel) - ich neige zu einer anderen Mei¬
nung; die Neige (letzter Rest, Überbleib¬
sel): ein Glas bis zur Neige (ganz) leeren -
zur Neige (zu Ende) gehen; die Neigung:
die Neigung (das Gefälle) der Straße - er
hat eine Neigung (Vorliebe) für den Sport;
die Neigungsgruppe; der Neigungswinkel
nein: nein sagen - ja oder nein - ach nein! -
nicht nein sagen können (zu gutmütig sein,
um etwas abzulehnen); das Nein: das Ja
und Nein - mit Nein stimmen - mit einem
Nein erwidern - Nein sagen; auch: nein
sagen; der Neinsager; die Neinsagerin; die
Neinstimme
Nektar griech., der: -s, -e (zuckerhaltiger Saft
der Pflanzen, Göttertrank); die Nektarjne
(Pfirsichart)
Nelke, die: -, -n (Zierpflanze); der Nelken¬
strauß
nennen: du nennst, er nannte, sie hat ge¬
nannt, nenn(e)!; jemanden einen Dieb nen¬
nen (heißen) - er nannte seinen Namen
nicht; nennenswert (beachtlich); der Nen¬
ner (Zahl unter dem Bruchstrich) - einen
gemeinsamen Nenner finden - etwas auf
einen Nenner (in Übereinstimmung) brin¬
gen; die Nennform (Sprachlehre: Grund¬
form, Infinitiv); die Nennung; der Nenn¬
wert
Neon (Ne) griech., das: -s (Edelgas); die
Neonlampe; das Neonlicht; die Neon¬
reklame; die Neonröhre
neppen: den Gast neppen (prellen, einen zu
hohen Preis von ihm verlangen); der Nepp
(Übervorteilung); die Nepperei; das Nepp¬
lokal
Neptun, der: -s (Planet)
Nerv lat., der: -s, -en; er geht mir auf die Ner¬
ven (er ist mir lästig) - Nerven wie Draht¬
seile haben - die Nerven behalten (ruhig
N
Ö
P
O' e*
nerven
bleiben) - Nerven zeigen (nervös werden);
nerven: sie nervt mich ständig (regt mich
auf); der Nervenarzt; die Nervenärztin;
nervenaufreibend; das Nervenbündel; der
Nervenkitzel; nervenkrank; der/die Ner¬
venkranke; der Nervenkrieg; die Nerven¬
lähmung; die Nervenprobe (Gedulds¬
probe); die Nervensäge (lästige Person);
nervenschwach; das Nervensystem; der
Nervenzusammenbruch; nervig (kraftvoll);
nervlich; nervös (reizbar, erregt); die Ner¬
vosität; nervtötend
Nerz, der: -es, -e (Pelztier, wertvoller Pelz);
die Nerzfarm; das Nerzfell; der Nerzman¬
tel
Nes sel, die: -n (Kraut mit Brennhaaren);
sich in die Nesseln setzen (sich Unan¬
nehmlichkeiten bereiten); das Nesselfie¬
ber; die Nesselsucht; das Nesseltier
Nessessär franz., das: -s, -s; -► Necessaire
Nest, das: -(e)s, -er; die Vögel brüten im Nest
- ein verschlafenes Nest (abgelegener Ort)
- früh ins Nest gehen (sich früh schlafen le¬
gen) - sich ins warme/gemachte Nest set¬
zen (in gute Verhältnisse einheiraten); der
Nestbau; der Nestbeschmutzer; der Nest¬
flüchter; das Nesthäkchen (jüngstes, kleins¬
tes Kind in der Familie); der Nesthocker;
die Nestwärme (Geborgenheit)
nesteln: ich nest(e)le (knüpfe auf, fingere an
etwas herum); die Nestel (Band, Schnur)
nett franz.: ein nettes (freundliches, liebens¬
würdiges) Kind - einen netten (angeneh¬
men) Abend verbringen - eine nette (be¬
trächtliche) Summe - das kann ja nett
werden!; netterweise; die Nettigkeit
netto ita!.: (ohne Verpackung, Steuern, Un¬
kosten u.Ä.); das Nettoeinkommen; der
Nettoertrag; das Nettogewicht; der Netto¬
gewinn; der Nettolohn; der Nettopreis
Netz, das: -es, -e; der Ball geht nicht ins Netz
- ein Netz von Lügen - das Netz der Deut¬
schen Bahn - jemandem ins Netz gehen
(von ihm überlistet werden); der Netzan¬
schluss; netzartig; das Netzauge; der Netz¬
ball; netzförmig; die Netzhaut; der Netz¬
stecker; das Netzwerk
netzen: (nass machen, anfeuchten)
neu: neuer, am neu(e)sten; das neue Jahr - seit
neuestem (kurzem) - die neuen Bundeslän¬
der - ein neu eröffnetes Geschäft - etwas
neu gestalten - den Laden neu einrichten -
wie neu geschaffen - ein neu vermähltes
Paar - von neuem (nochmals) - ein neues
Kleid tragen - ein neuer Tag - eine neue
Mode - die neue Schülerin - ein neuer
Mensch werden; aber: das Alte und das
Neue - aufs Neue - aus Alt mach Neu - das
Neu(e)ste vom Neuen - etwas, nichts, al¬
lerlei Neues - das Neue Testament (N.T.) -
die Neue Welt (Amerika); der Neuanfang;
die Neuanschaffung; neuartig; die Neuauf¬
lage; der Neubau; die Neueinstellung; neu¬
erdings (in letzter Zeit); neuerlich (aufs
Neue, wieder); die Neueröffnung; die Neu¬
erscheinung; die Neuerung; der Neuer¬
werb; neu(e)stens; die Neufassung; neuge¬
boren: sich wie neugeboren fühlen; das
Neugeborene (Säugling); neugriechisch;
die Neuheit; die Neuigkeit; das Neujahr;
das Neujahrsfest; das Neuland; neulich
(kürzlich); der Neuling (Anfänger); neumo¬
disch; der Neumond; die Neuordnung; die
Neuorientierung; die Neuregelung; neu¬
reich; der/die Neureiche (Emporkömm¬
ling); der Neuschnee; der/die Neuver¬
mählte; der Neuwagen; die Neuwahl; der
Neuwert (Anschaffungswert); die Neuzeit;
neuzeitlich; die Neuzulassung
neugierig: neugierig (gespannt) sein; die
Neugier: vor Neugier sterben; auch: die
Neugierde
neun: alle neun(e) - wir sind zu neunt; auch:
wir sind zu neunen; die Neun; neunbän¬
dig; auch: 9-bändig; neuneckig; auch: 9-
eckig; neuneinhalb; neunerlei; neunfach;
auch: 9fach; das Neunfache; neunhundert;
neunjährig; auch: 9-jährig; neunmal; auch:
9-mal; neunmalklug (überklug): so ein
Neunmalkluger!; neunstellig; auch: 9-stel-
lig; neuntägig; auch: 9-tägig; neuntausend;
neuntens; der Neuntöter (Singvogel);
neunzehn; neunzig
Neu ral gje (Neur al gie)gr/ec/7., die: -,
Neuralgien (Nervenschmerz); neuralgisch:
neuralgische Schmerzen - der neuralgische
(kritische) Punkt; der Neurologe (Nerven¬
arzt); die Neurologie; die Neurologin; neu¬
rologisch
Neurose griech., die: -, -n (seelisch bedingte
Krankheit, Nervenleiden); der Neurotiker;
die Neurotikerin; neurotisch (nervenkrank)
229
Niedlichkeit
neu tral (neutral) lat: sich neutral (unpar¬
teiisch) verhalten - eine neutrale (unauffäl¬
lige) Farbe - sie treffen sich an einem neu¬
tralen Ort; neutralisieren (wirkungslos
machen, ausgleichen, ausschalten); die
Neutralität (Nichteinmischung)
Neu tron (Neutron) lat., das: -s, Neutronen
(elektrisch geladenes Teilchen, Baustein
des Atomkernes); die Neutronenbombe;
die Neutronenwaffe
Neutrum (Neutrum) lat., das: -s, Neutra/
Neutren (Sprachlehre: sächliches Haupt¬
wort)
Newton [njuten], das: -s, - (Maßeinheit der
Kraft)
njcht: ich komme nicht - gar nicht - ganz und
gar nicht(s) - nicht einmal - nicht mehr -
nicht mehr und nicht weniger - nicht nur -
nicht doch! - so nicht! - noch nicht - nicht
wahr? - ist das nicht fein? - nicht selten -
nicht auffällig - nicht rostend; auch: nicht¬
rostend - eine nicht zumutbare Wohnung;
die Nichtachtung; nichtamtlich; auch:
nicht amtlich; die Nichtanerkennung; der
Nichtangriffspakt; die Nichtbefolgung; die
Nichteinmischung; der Nichtfachmann; das
Nichtgefallen: bei Nichtgefallen; der Nicht¬
leiter; das Nichtmitglied; nichtöffentlich:
die nichtöffentliche Sitzung; auch: nicht öf¬
fentlich; der Nichtraucher; die Nichtrau¬
cherin; der Nichtschwimmer; die Nicht¬
schwimmerin; der/die Nichtsesshafte; nicht¬
wörtlich: die nichtwörtliche Rede; auch:
nicht wörtlich; das Nichtzutreffende;
auch: das nicht Zutreffende
Njch-te, die: -, -n (Tochter des Bruders oder
der Schwester)
njchtig: nichtige (unbedeutende) Dinge - et¬
was für null und nichtig (ungültig) erklären;
die Nichtigkeit (Kleinigkeit); die Nichtig¬
keitserklärung
njchts: nichts hören - für nichts - mir nichts,
dir nichts (ohne weiteres, ganz einfach so)
- zu nichts - gar nichts - um nichts und
wieder nichts (nutzlos) - nichts and(e)res -
alles oder nichts - nichts für ungut (neh¬
men Sie mir's nicht übel)! - nichts da
(kommt nicht in Frage)! - sich in nichts auf-
lösen - viel Lärm um nichts - wie nichts
(blitzschnell) - sie kam nichts ahnend zur
Tür herein - eine nichts sagende Antwort -
nichts tun; aber: das Nichtstun - nichts
Neues; das Nichts: vor dem Nichts stehen
(plötzlich sämtlichen Besitz verloren ha¬
ben); nichtsdestotrotz (dennoch); auch:
nichtsdestoweniger; der Nichtskönner (Stüm¬
per); die Nichtskönnerin; der Nichtsnutz
(Taugenichts, fauler Mensch); nichtsnutzig;
der Nichtstuer; die Nichtstuerin; nichtstue-
risch; das Nichtstun; nichtswürdig (ge¬
mein); die Nichtswürdigkeit
Nickel (Ni) das: -s (ehern. Grundstoff, Me¬
tall); die Nickelbrille
nj-cken: dazu mit dem Kopf nicken (etwas be¬
jahen); das Nickerchen (kurzer Schlaf)
Njcki, der: -s, -s (samtartiger Pullover); der
Nickipullover
nie: nie wieder (zu keiner Zeit) - nie und nim¬
mer (auf keinen Fall) - nie mehr - jetzt oder
nie; niemals; niemand: niemanden (keinen
Menschen) gesehen haben - niemand an¬
ders; der Niemand; das Niemandsland
nieder: der Stuhl ist zu nieder (von zu gerin¬
ger Höhe) - auf und nieder; aber: das Auf
und Nieder - nieder mit ihm! - das niedere
Volk; aber: Hoch und Nieder (jedermann);
niederbrennen; niederdrückend; der Nie¬
dergang; niedergehen; niedergeschlagen:
sie ist sehr niedergeschlagen (traurig, mut¬
los); die Niedergeschlagenheit; nieder¬
knien; niederkommen (ein Kind gebären);
die Niederkunft (Entbindung); die Nieder¬
lage; sich niederlassen (sich ansiedeln):
sich häuslich niederlassen (längere Zeit
bleiben); die Niederlassung; niederlegen:
sich zum Schlafen niederlegen - sein Amt
niederlegen; die Niederlegung; nieder¬
reißen; niederschießen; der Niederschlag;
niederschlagen; niederschreien; die Nie¬
derschrift; sich niedersetzen; niedersin¬
ken; niederstürzen; die Niedertracht
(Falschheit); niederträchtig; die Nieder¬
trächtigkeit; die Niederung: das Vieh wei¬
det in einer Niederung (in einem tiefer lie¬
genden Landstück) - die Niederungen
(Alltäglichkeiten) des Lebens; niederwer¬
fen; die Niederwerfung
Nie der Sach sen: -s (Land der Bundes¬
republik Deutschland); der Niedersachse;
die Niedersächsin; niedersächsisch
niedlich: ein niedliches (hübsches) Kätz¬
chen; die Niedlichkeit
N
O
P
s
» O
niedrig
230
niedrig: ein niedriger (nicht hoher) Raum -
ein niedriger (geringer) Preis - niedrig ge¬
sinnt sein - niedrig stehend - eine niedrige
(gemeine) Gesinnung; aber: Hoch und
Niedrig (jedermann) - Hohe und Niedrige;
die Niedrigkeit; das Niedrigwasser
Nie re, die: -, -n (inneres Organ von Men¬
schen und Tieren); jemandem an die Nie¬
ren gehen (ihn sehr aufregen); die Nieren¬
entzündung; nierenförmig; nierenkrank;
der Nierenstein
nie seln: (leise regnen, tröpfeln); der Niesel¬
regen
niesen: heftig niesen müssen; das Niespulver
Nießbrauch, der: -(e)s (Nutzungsrecht);
auch: der Nießnutz; der Nießnutzer; die
Nießnutzerin
Niet, der/das: -(e)s, -e (Metallbolzen); auch:
die Niete; nieten; der Nietnagel; niet- und
nagelfest (sehr fest)
Niete nieder!., die: -, -n; nur Nieten (Fehllose)
ziehen - er ist eine Niete (ein Versager)
Njg-ger amerik., der: -s, - (abwertend für:
Schwarzer)
Nihil js-mus lat, der: - (Verneinung jeglicher
Ordnungen und Werte); nihilistisch; der
Nihilist; die Nihilistin
Njkolaus, der: -, Nikolause/Nikoläuse; der
Nikolaustag
Ni ko tin franz., das: -s (giftiger Stoff im Ta¬
bak); nikotinarm; nikotinfrei; der Nikotin¬
gehalt; nikotinhaltig; die Nikotinvergiftung
Nil pferd, das: -(e)s, -e (großes Flusspferd)
Njm-bus lat., der: -, -se (Heiligenschein, An¬
sehen, Ruf)
nimmer: nie und nimmer (niemals); nimmer¬
mehr; nimmermüde (fleißig); der Nimmer¬
satt; das Nimmerwiedersehen
Nippel, der: -s, - (kurzes Stück Rohr mit Ge¬
winde)
njppen: vom Wein nippen (einen kleinen
Schluck nehmen)
Njp-pes Mz. franz., die: (kleine Ziergegen¬
stände aus Glas oder Porzellan); Nippsa¬
chen
njrgend(s): nirgends (an keinem Ort) finde
ich ihn; nirgendshin; nirgendswo; nir-
gendSwoher; nirgend(s)wohin
Nische franz., die: -, -n (Mauervertiefung)
Njs-se, die: -, -n (Ei der Laus); nissig (voller
Lauseier)
nisten: auf dem Baum nisten (ein Nest
bauen); die Nisthöhle; der Nistkasten; der
Nistplatz; die Niststätte
Nitrat (Nit rat) ägypt., das: -(e)s, -e (Salz der
Salpetersäure)
Niveau franz. [niwo], das: -s, -s (Ebene, Rang¬
stufe, Bildungsstand); niveaulos; der Ni¬
veauunterschied; niveauvoll: ein niveau¬
voller (geistig anspruchsvoller) Vortrag;
nivellieren (gleichmachen); die Nivellie-
rung
Nj-xe, die: -, -n (weiblicher Wassergeist); ni¬
xenhaft
n. J. = nächsten Jahres
no bel franz.: nobler, am nobelsten; eine nob¬
le (vornehme, elegante) Frau - noble
(großzügige) Geschenke machen - ein nob¬
les (luxuriöses) Hotel - einen noblen (ed¬
len, hochherzigen) Charakter haben; die
Nobelherberge; das Nobelhotel
Nobelpreis, der: -es, -e (jährlich verliehener
Preis für verdiente Wissenschaftler und
Künstler); der Nobelpreisträger
noch: noch einmal (nochmal) - noch nicht
fertig - er kommt noch - noch und noch
(sehr viel) - weder, noch - noch einmal so
viel - weder Gut noch Geld; nochmal;
nochmalig; nochmals (ein weiteres Mal)
Nocken, der: -s, - (Vorsprung an einer Welle
oder Scheibe); die Nockenwelle
NOK = Nationales Olympisches Komitee
Nomade griech., der: -n, -n (Angehöriger ei¬
nes Wandervolkes); das Nomadendasein;
nomadenhaft; das Nomadenleben; das
Nomadenvolk; nomadisch
Nomen lat., das: -s, -/Nomina (Name,
Hauptwort); nominell (dem Namen nach);
nominieren: einen Kandidaten nominieren
(benennen, wählen); die Nominierung
Nominativ lat., der: -s, -e (Sprachlehre:
Werfall, 1. Fall)
Nonne, die: -, -n (Angehörige eines Frau¬
enordens, Ordensfrau); das Nonnenkloster
Nonsens engl., der: -/-es (etwas Unsinniges,
dummes Geschwätz)
nonstop engl.: (ohne Halt); der Nonstopflug
(Flug ohne Zwischenlandung); auch: der
Non-Stop-Flug; das Nonstopkino
Noppe, die: -, -n (Gewebeknoten)
Nord (N): (Himmelsrichtung); Nord und Süd -
er kommt von Nord - München-Nord;
231
N.T.
Nordamerika; norddeutsch; Norddeutsch¬
land; der Norden: im hohen Norden leben;
Nordeuropa; der Nordflügel; der Nord¬
hang; nordisch; das Nordkap; das Nord¬
land; nördlich: nördlich des Flusses; aber:
das Nördliche Eismeer; das Nordlicht; der
Nordosten (NO); nordöstlich; der Nord¬
pol; die Nordsee; die Nordwand; nord¬
wärts; der Nordwesten (NW); nordwest¬
lich; der Nordwind
Nord rhein-West fa len (NRW): -s (Land der
Bundesrepublik Deutschland); nordrhein¬
westfälisch
nörgeln: ständig nörgeln (Kritik üben) - sie
hat an allem etwas zu nörgeln (zu bean¬
standen); die Nörgele]; der Nörgler
normal lat.: normale (übliche, durchschnitt¬
liche) Leistungen bringen - er ist geistig
völlig normal (gesund): die Norm (Regel,
festgesetztes Maß, der Durchschnitt); das
Normalbenzin; normalerweise; der Nor¬
malfall; das Normalgewicht; normali¬
sieren: nach dem Erdbeben hat sich das
Leben wieder normalisiert; die Normalisie¬
rung; die Normalität; das Normalmaß; der
Normalverbraucher; die Normalzeit; der
Normalzustand; normativ (verbindlich,
verpflichtend); das Normblatt; der Nor¬
menausschuss; normen (einheitlich festle¬
gen); auch: normieren; die Normierung
Nome die: -n (Schicksalsgöttin)
Nor we gen: -s (Staat in Nordeuropa); der
Norweger; die Norwegerin; norwegisch
Nostalgie (Nost al gie) griech., die: -,
Nostalgien (Sehnsucht nach Vergange¬
nem); die Nostalgiewelle; nostalgisch
Not, d ie: -, Nöte; in Not (Armut, Elend) leben
- ohne Not (ohne zwingenden Grund) -
aus Not - in Not (Nöten) sein - zur Not -
mit Müh' und Not (gerade noch) - mit
knapper Not - Not leiden - Not leidend -
der, die Not Leidende; auch: der, die Not¬
leidende - Not tun - es ist Not am Mann -
seine liebe Not (große Schwierigkeiten) mit
jemandem haben - Not macht erfinderisch;
der Notarzt; die Notärztin; der Notaus¬
gang; der Notbehelf; die Notbremse: die
Notbremse ziehen; die Notdurft (Ausschei¬
dung von Kot oder Harn); notdürftig: etwas
notdürftig (behelfsmäßig) reparieren; der
Notfall; notfalls; notgedrungen (wohl oder
übel); der Notgroschen (Ersparnis); der Not¬
helfer; nötig: etwas für nötig (notwendig,
erforderlich) halten - sie hat das Geld nicht
nötig; aber: es fehlt das Nötigste; nötigen:
sie nötigt (veranlasst, zwingt) ihn zu gehen;
nötigenfalls; die Nötigung; die Notlage;
notlanden; die Notlandung; die Notlö¬
sung; die Notlüge; die Notmaßnahme; der
Notnagel (Ersatz, Aushilfe); die Notopera¬
tion; das Notopfer; der Notruf; die Notruf¬
säule; notschlachten; das Notsignal; die
Notsituation; der Notstand; das Not¬
standsgebiet; die Nottaufe; die Notunter¬
kunft; die Notwehr; notwendig: notwendig
sein; aber: nur das Notwendigste antwor¬
ten; die Notwendigkeit; die Notzucht (Ver¬
gewaltigung); der Notzustand
Notar lat., der: -s, -e (amtliche Person zur Be¬
urkundung von Rechtsgeschäften); das No¬
tariat (Amt, Büro des Notars); notariell: ein
Schriftstück notariell beglaubigen lassen
Note lat., die: -, -n; nach Noten (Tonzeichen)
singen - Noten (Geldscheine) Umtauschen
- gute Noten (Zensuren) haben - eine Note
(Anmerkung) zu einem Vertrag schreiben -
die Regierungen beider Staaten tauschen
Noten (Mitteilungen) aus; das Notenheft;
die Notenlinie; das Notenpult; der Noten¬
ständer; das Notensystem
notieren lat.: sich die wichtigsten Punkte
notieren (aufschreiben); die Notierung; die
Notiz: sich Notizen (Aufzeichnungen)
machen - Notiz von jemandem nehmen
(ihm seine Aufmerksamkeit schenken); der
Notizblock; das Notizbuch; der Notiz¬
zettel
notorisch lat.: ein notorischer (ständiger, ge¬
wohnheitsmäßiger) Trinker
Nougat franz. [nugat], der/das: -s, -s; -> Nu¬
gat
No vel le lat. [nowele], die: -, -n; eine Novelle
(kurze Erzählung) lesen - eine Novelle (ein
Nachtraggesetz) im Bundestag beraten
No vem her (Nov.) lat. [nowember], der: -(s), -
(Monatsname)
Novität lat. [nowität], die: -, -en (Neuheit,
Neuerscheinung); der Novize (Mönch in
der Probezeit); die Novizin; das Novum
(etwas Neues)
Nr. = Nummer
N.T. = Neues Testament
Nu, der: im Nu (sofort, in kürzester Zeit) zur
Stelle sein - in einem Nu (sofort)
Nuance franz. [nüase], die: -n (Feinheit,
eine Kleinigkeit); nuancenreich; nuancie¬
ren (fein abstimmen); die Nuancierung
nü-ber: (hinüber)
nüchtern: nüchtern (sachlich) antworten -
auf nüchternen (leeren) Magen trinken -
ein nüchterner (einfacher) Bericht; die
Nüchternheit
Nuckel, der: -s, - (Schnuller); nuckeln (sau¬
gen)
Nu del, die: -, -n (Teigware); gerne Nudeln es¬
sen - eine ulkige Nudel (lustiger Mensch);
das Nudelbrett; das Nudelholz; die Nudel¬
suppe
Nu-djst lat., der: -en, -en (Anhänger der Frei¬
körperkultur); die Nudistin
Nu gat franz., der/das: -s, -s (Konfekt, Süßig¬
keit aus Mandeln, Kakao und Zucker); auch:
der/das Nougat
Nugget engl, [nagit], der: -(s), -s (Goldklumpen)
nuklear (nuklear) lat.: nukleare Waffen
(Atomwaffen) - nukleare Streitkräfte; die
Nuklearmacht (Atommacht)
null lat.: null Fehler machen - zwei zu null -
null Grad - null Uhr dreißig - null und
nichtig (ungültig) - gleich null sein - durch
null teilen - in null Komma nichts - unter
null sinken - auf null stehen - null Bock
(keine Lust) auf etwas haben; die Null: eine
Zahl mit einer Null - er ist eine Null (ein
bedeutungsloser Mensch, Versager); null¬
achtfünfzehn; die Null-Bock-Generation;
die Nulldiät; die Nulllinie; die Nulllösung;
der Nullpunkt (Tiefstand, Gefrierpunkt);
der Nulltarif; das Nullwachstum
Nu-me-ra-le lat., das: -s, Numeralien/Nume-
ralia (Zahlwort); numerisch (zahlenmäßig);
der Numerus clausus (zahlenmäßige Be¬
grenzung der Studienbewerber an Hoch¬
schulen)
Nummer (Nr.) lat., die: -, -n (Zahl, die eine
Rangfolge angibt); die Nummer 8 - die lau¬
fende Nummer - eine Nummer zu klein -
auf Nummer Sicher gehen (sich gut absi¬
chern) - bei jemandem eine gute Nummer
haben (sehr angesehen sein) - eine Num¬
mer abziehen (sich aufspielen); nummerie¬
ren (beziffern); die Nummerierung; das
Nummernkonto; das Nummernschild
nun: nun gut - nun und nimmer - von nun an
- was nun? - nun geht's los!; nunmehr
nun-ter: (hinunter)
Nuntius lat. [nuntsjus] der: -, Nuntien
(päpstlicher Gesandter)
nur: nur eine kurze Zeit - da kann man nur
noch staunen - nicht nur, sondern auch -
nur zu! - nur fünf Mark
nuscheln: (undeutlich sprechen)
Nuss, die: -, Nüsse; Nüsse essen - eine harte
Nuss (ein schwieriges Problem) knacken;
der Nussbaum; nussbraun; das Nüsschen;
der Nussknacker; der Nusskuchen; die
Nussschale (Schale der Nuss, sehr kleines
Boot); die Nussschokolade; die Nusstorte
Nüster, die: -, -n (Nasenloch beim Pferd)
Nute, d ie: -, -n (Rinne, Furche, Vertiefung);
auch: die Nut; nuten
Nut ria (Nu tria) span., die: -, -s (Biberratte);
der Nutria (Pelz aus Nutriafellen)
Nut te, d ie: -, -n (leichtes Mädchen, Dirne);
nuttenhaft
nutzen: jede Gelegenheit nutzen; auch: nüt¬
zen; das Mittel nützt mir nichts; die Nutz¬
anwendung; nutzbar (brauchbar, geeignet);
die Nutzbarmachung; die Nutzbarkeit; nutz¬
bringend; nütze: sie ist zu nichts nütze
(brauchbar) - sich etwas zunutze machen;
auch: zu Nutze; der Nutzeffekt; der Nut¬
zen (Vorteil, Gewinn): von Nutzen sein;
das Nutzfahrzeug; die Nutzfläche; die
Nutzlast; nützlich: sich nützlich machen
(mithelfen); die Nützlichkeit; nutzlos: eine
nutzlose (entbehrliche, überflüssige) Arbeit;
die Nutzlosigkeit; nutznießen (den Vorteil
von etwas haben); der Nutznießer; die
Nutznießerin; die Nutzpflanze; die Nut¬
zung; das Nutzungsrecht; der Nutzwert
Ny-Ion engl, [nailon], das: -(s) (Kunstfaser); der
Nylonstrumpf
Nym-phe griech., die: -, -n (Naturgöttin,
* Nixe); nymphenhaft
o
o: o ja! - o nein! - o je! - o doch! - o wie
schön! - o weh!; oh (allein stehend)
O = Ost(en); chemisches Zeichen für Sauerstoff
o.a. = oben angegeben
233
obskur
0. Ä. = oder Ähnliche(s)
Oa •se ägypt., die: -n (Wasserstelle in der
Wüste) - eine Oase (ein Ort) der Stille
ob: ob er wohl kommt? - ob Arm, ob Reich -
und ob ich das weiß! - er fragt mich, ob ich
komme - so tun, als ob (wie wenn); aber:
das Ob und Wann; obgleich (wenn auch);
obschon; auch: obwohl; obzwar
OB = Oberbürgermeister
O. B. = ohne Befund (z.B. nach einer ärztli¬
chen Untersuchung)
Ob acht (O bacht), die: -; auf etwas Obacht
geben /haben (achten, aufpassen)
Ob dach, das: -(e)s (Unterkunft); obdachlos
(ohne Wohnung); der/die Obdachlose; das
Obdachlosenheim; die Obdachlosigkeit
Obduktion lat., die: -, -en (Öffnung einer
Leiche); der Obduktionsbefund; obduzie¬
ren
O-Bei-ne Mz., die: - (nach außen gebogene
Beine); o-beinig; auch: O-beinig
Obelisk griech., der: -en, -en (vierkantiger,
sich nach oben verjüngender Steinpfeiler,
Spitzsäule)
oben: oben bleiben - oben stehen - bis,
nach, von oben - oben auf dem Dach -
von unten bis oben - das oben Gesagte -
siehe oben (s. o.) - oben ohne - oben ange¬
führt (o.a.) - oben erwähnt - das oben Er¬
wähnte; auch: das Obenerwähnte - oben
genannt - oben Genanntes - oben stehend
- oben Stehendes; auch: Obenstehendes -
jemanden von oben herab (hochmütig) an-
sehen - sich oben halten (sich behaupten) -
nicht wissen, was oben und unten ist (völlig
verwirrt sein) - alles Cute kommt von
oben; obenan; obenauf: obenauf liegt das
Buch; obendrauf; obendrein (außerdem);
obenhin (oberflächlich, leichthin)
ober...: das obere Stockwerk - das oberste
Buch im Regal - das oberste (wichtigste)
Gebot - die oberen Zehntausend; aber: das
Oberste zuunterst kehren (alles durchsu¬
chen) - der Oberste Gerichtshof; der Ober:
sich vom Ober (Kellner) bedienen lassen -
einen Ober (eine Spielkarte) ausspielen;
der Oberarm; der Oberarzt; die Oberärz¬
tin; Oberbayern; der Oberbefehl; der
Obere (Vorgesetzte); die Oberfläche; ober¬
flächlich; die Oberflächlichkeit; Oberfran¬
ken; das Obergeschoss; die Obergrenze;
oberhalb; die Oberhand: die Oberhand
behalten (der Stärkere bleiben); das Ober¬
haupt (Herrscher); das Oberhemd; die
Oberherrschaft; die Oberhoheit; die Obe¬
rin (Leiterin eines Nonnenklosters, Ober¬
schwester in einem Krankenhaus); oberir¬
disch (über der Erdoberfläche); die Ober¬
kante; das Oberkommando; der Oberkör¬
per; die Oberrealschule; der Oberschenkel;
die Oberschicht; der Oberst (hoher Offi¬
zier); der/die Oberste (Vorgesetzte); die
Oberstufe; Oberwasser: Oberwasser ha¬
ben (im Vorteil sein); die Oberweite
ob-gleich: (wenn auch, obwohl); obschon;
obwohl
Ob hut, die: -; sie steht unter meiner Obhut
(meinem Schutz)
o big: im obigen (weiter oben stehenden)
Text; aber: im Obigen; der/die/das Obige
Objekt lat., das: -(e)s, -e; das Objekt (der Ge¬
genstand) der Forschung - das Objekt des
Satzes (Satzergänzung) bestimmen; objektiv
(sachlich, unvoreingenommen); das Ob¬
jektiv (optische Linse); objektivieren (ver¬
sachlichen); die Objektivierung; die Ob¬
jektivität (Sachlichkeit)
Oblate lat., die: -, -n (Waffelgebäck, Hostie)
obliegen: diese Aufgabe obliegt ihm (ist
seine Pflicht); die Obliegenheit: es gehört
zu deinen Obliegenheiten (Pflichten)
obligat lat.: (unerlässlich, üblich); obligato¬
risch (verpflichtend, bindend)
Qb-mann, der: -s, Obmänner/Obleute (Ver¬
trauensmann); der Obmann (Vorsitzende)
eines Vereins; die Obmännin
O-boe ital., die: -, -n (Holzblasinstrument);
der Obojst; die Obojstin
O-bo-lus griech., der: -, -/-se (Spende, finan¬
zieller Beitrag); seinen Obolus entrichten
Ob-rig-keit, die: -, -en (Vorgesetzte Behörde,
Staat); von Obrigkeits wegen; das Obrig¬
keitsdenken; obrigkeitsgläubig; obrigkeits¬
hörig; der Obrigkeitsstaat
Ob-ser va to ri um lat., das: -s, Observato¬
rien (Beobachtungsstation, Sternwarte); die
Observation (Beobachtung); observieren
(beobachten, überwachen); die Observie-
rung
obskur (ob-skur) lat.: obskure (dunkle, un¬
klare) Geschäfte - eine obskure (fragwür¬
dige) Person
Nl
O
P
S
o C*
obsolet
234
ob •so-let lat.: (veraltet, nicht mehr üblich)
Obst, das: -(e)s (essbare Früchte); frisches
Obst kaufen; der Obstbaum; die Obst¬
ernte; der Obstgarten; der Obstkuchen;
die Obstplantage; die Obstsorte
obszön (obszön) lat.: (unanständig, scham¬
los); die Obszönität
Och •se, der: -n, -n (Rind); den Ochsen hinter
den Pflug spannen (eine Sache verkehrt an¬
packen); auch: der Ochs; ochsen: für das
Examen ochsen (angestrengt arbeiten); das
Ochsenauge (Spiegelei); das Ochsenge¬
spann; der Ochsenkarren; die Ochsentour
(mühevolle Arbeit, langsamer beruflicher
Aufstieg)
Ocker griech., der/das: -s, - (eine Tonerde,
gelbbraune Malerfarbe); ocker (gelbbraun);
ockerfarben; ockergelb
Ode griech., die: -, -n (feierliches Gedicht)
Öde: öder, am ödesten; auch: öd: eine öde
(verlassene, einsame) Gegend - öd und
leer - ein ödes (langweiliges) Dasein; die
Öde; das Ödland (landwirtschaftlich unge¬
nutztes Land); die Ödnis
Odem, der: -s (Atem)
Ö dem griech., das: -s, -e (angesammelte
Flüssigkeit im Gewebe)
o der (od.): weiß oder schwarz - entweder...,
oder; aber: das Entweder-oder - ja oder
nein - er oder ich - jetzt oder nie - oder so
ähnlich
Odium lat., das: -s (übler Beigeschmack,
Makel)
Odyssee griech., die: -, Odysseen (Irrfahrt)
O fen, der: -s, Öfen; den Ofen heizen; das Öf-
chen; die Ofenbank; ofenfrisch; die Ofen¬
heizung; die Ofenplatte, die Ofenröhre;
die Ofentür; ofenwarm
offen: ein offenes (nicht geschlossenes) Fens¬
ter - das offene (freie) Feld - ein offenes
(ehrliches) Wort sagen - die Ausstellung ist
offen (kann besichtigt werden) - auf offener
Straße - das Haar offen tragen - offen (auf¬
richtig) reden - eine Rechnung ist noch of¬
fen (nicht bezahlt) - für Vorschläge offen
(aufgeschlossen) sein - es ist noch alles of¬
fen (nichts entschieden) - offene Stellen
(freie Arbeitsplätze) - Tag der offenen Tür -
die Tür kann offen bleiben - die Frage offen
(unbeantwortet) lassen - offen stehen (of¬
fen, unbezahlt) sein - offen halten - etwas
offen legen (sichtbar, öffentlich machen) -
mit offenen Karten spielen (ohne Hinterge¬
danken sein) - eine offene Hand haben
(freigebig sein); offenbar: offenbar (an¬
scheinend) ist er krank - seine Absicht ist
offenbar (sichtbar); offenbaren: er offen¬
barte (gestand) der Polizei die Tat - sich sei¬
ner Freundin offenbaren (anvertrauen); die
Offenbarung; der Offenbarungseid; die
Offenheit (Aufrichtigkeit); offenherzig (ehr¬
lich, aufrichtig); die Offenherzigkeit; offen¬
kundig (offenbar); die Offenlegung; offen¬
sichtlich; die Offensichtlichkeit
Offensive lat., die: -, -n (Angriff); offensiv
(angriffslustig, kämpferisch); das Offensiv¬
spiel; die Offensivtaktik; der Offensivver¬
teidiger; die Offensivwaffe
Öffentlich keit, d ie: - (Leute, Volk, alle
Welt); unter Ausschluss der Öffentlichkeit
(Allgemeinheit); öffentlich: die öffentliche
Meinung - im öffentlichen Interesse han¬
deln - der öffentliche Dienst - die öffentli¬
che Hand (der Staat, die Gemeinden); die
Öffentlichkeitsarbeit; öffentlich-rechtlich:
ein öffentlich-rechtlicher Vertrag
offerieren lat.: (anbieten); die Offerte (An¬
gebot, Vorschlag): jemandem eine Offerte
unterbreiten
offiziell franz.: ein offizieller (amtlicher, fei¬
erlicher) Empfang; offiziös: eine offiziöse
(halbamtliche, nicht verbürgte) Nachricht
Offizier franz., der: -s, -e (militärischer
Rang); der Offiziersanwärter; das Offi¬
zierskasino; der Offiziersrang
öffnen: das Tor öffnen (aufmachen) - sie öff¬
net die Dose - bis 12 Uhr ist geöffnet - sich
einem Menschen öffnen (anvertrauen); der
Öffner; die Öffnung; die Öffnungszeit
Offsetdruck engl., der: -(e)s, -e (Flachdruck¬
verfahren)
O-förmig: o-förmige Beine haben; auch:
O-förmig
oft: öfter, am öftesten; so oft - wie oft - öfter
als; aber: des Öft(e)ren; öfters; oftmalig;
oftmals
oh: oh, wie schade!; aber: o weh! - o je! -
oje!; das Oh
Oheim, der: -s, -e (veraltet für: Onkel)
Ohm, das: -(s), - (Maßeinheit für den elektri¬
schen Widerstand); das ohmsche Gesetz;
auch: das Ohm'sche Gesetz
235
Omnibuslinie
ohne: ohne Geld - ohne weiteres (ohne
Schwierigkeiten) - ohne lange zu warten -
ohne Befund (o. B.) - ohne Jahr (o.J.) -
ohne dass; ohnedies (sowieso); ohneeinan¬
der; ohnegleichen; ohnehjn: er kommt oh¬
nehin (sowieso) nicht
Ohnmacht, die: -, -en (Bewusstlosigkeit);
von einer Ohnmacht in die andere fallen
(sich ständig aufregen); ohnmächtig: ohn¬
mächtig (bewusstlos) zu Boden sinken - er
muss ohnmächtig (machtlos) einem Verbre¬
chen zuschauen; der Ohnmachtsanfall
oho!: (Ausruf der Überraschung, des Erstau¬
nens); klein, aber oho! (klein, aber kräftig;
klein, aber schlau)
Ohr, das: -(e)s, -en; sich die Ohren zuhalten -
rote Ohren bekommen - zu Ohren kom¬
men - die Ohren spitzen (aufmerksam lau¬
schen) - jemandem in den Ohren liegen
(ihm ständig zusetzen) - nicht trocken hin¬
ter den Ohren sein (noch jung, unerfahren
sein) - sich etwas hinter die Ohren schrei¬
ben (sich etwas gut merken) - ganz Ohr
sein (gut zuhören) - die Ohren steif halten
(nicht den Mut verlieren); das Öhrchen;
der Ohrenarzt; die Ohrenärztin; ohren¬
betäubend (sehr laut); der Ohr(en)klipp;
das Ohrensausen; der Ohrenschmaus (et¬
was, dem man gerne zuhört); der Oh¬
renschmerz; der Ohrenzeuge; die Ohren¬
zeugin; die Ohrfeige; ohrfeigen; das
Ohrläppchen; die Ohrmuschel; der Ohr¬
ring; der Ohrschmuck; der Ohrwurm
(leicht eingängige Melodie, Schlager)
Öhr, das: -(e)s, -e (Nadelöffnung)
okay (o. k.) amerik. [oke]: (in Ordnung)
okkult lat.: (verborgen); okkulte (übersinnli¬
che) Kräfte; okkultisch; der Okkultismus
(Lehre vom Übersinnlichen)
Ok ku pa ti pn lat., die: -, -en (Besetzung,
Einnahme); die Okkupationsmacht; okku¬
pieren; die Okkupierung
Ö ko lo gie griech., die: - (Wissenschaft von
den Beziehungen der Lebewesen zu ihrer
Umwelt); ökologisch; das Ökosystem
Ö ko no mie griech., die: -, Ökonomien
(Wirtschaftswissenschaft, Wirtschaftlich¬
keit); der Ökonom (Landwirt); die Ökonp-
min; ökonomisch: ökonomisch (sparsam,
wirtschaftlich) planen - ökonomisch (über¬
legt) vorgehen
Ok ta ve lat., die: -, -n (achter Ton der Tonlei¬
ter, Intervall von acht Tönen); eine Oktave
höher singen
Oktober (Okt.) lat., der: -(s), - (Monats¬
name); das Oktoberfest (Fest in München)
Ökumene griech., die: - (der bewohnte Teil
der Erde, Gesamtheit der Christen); öku¬
menisch: der ökumenische Gottesdienst
Okzident lat., der: -s (das Abendland, der
Westen); okzidental
Ol, das: -(e)s, -e; in Öl (mit Ölfarben) malen -
mit Öl (flüssigem Speisefett) kochen - Öl
ins Feuer gießen (etwas noch schlimmer
machen); der Ölbaum (Olivenbaum); der
Öldruck; ölen: den Motor ölen (schmie¬
ren); die Ölfarbe; der Ölfilm; das Ölge¬
mälde; der Ölgötze: dasitzen wie ein Öl¬
götze (stumm, unbeteiligt); die Ölheizung;
ölig: ölig glänzen; die Ölkrise; die Öl¬
lampe; die Ölleitung; die Ölpest; die Öl¬
quelle; die Ölraffinerie; der Ölscheich (ein
durch Erdöl reich gewordener Scheich); der
Öltank; der Ölteppich; die Ölung: die
Letzte Ölung (Salbung vor dem Tod); der
Ölwechsel; das Ölzeug (wasserfeste Klei¬
dung); der Ölzweig
Oldtimer engl, [oldtaimer], der: -s, - (Fahr¬
zeug von alter Bauart); der Oldie [oldi] (be¬
liebter alter Schlager, alter Mensch)
o le! span.: (los!, hurra!, auf!)
Oleander ital., der: -s, - (Zierstrauch)
oliv griech.: (olivfarben); das Oliv; die Olive
(Ölbaumfrucht); der Olivenbaum; das Oli¬
venöl; olivgrün
Olympiade griech., die: -, -n (alle vier
Jahre stattfindender sportlicher Wettkampf);
der Olymp (Berg in Griechenland, Wohn¬
sitz der Götter); die Olympiamannschaft;
die Olympiamedaille; der Olympiasieg;
das Olympiastadion; der Olympiateilneh¬
mer; die Olympiateilnehmerin; olympisch:
der olympische Gedanke; aber: die Olym¬
pischen Spiele
Oma, die: -, -s (Großmutter); auch: die Omi
O me lett franz., das: -(e)s, -e/-s (Eierkuchen);
auch: die Omelette
Omen lat., das: -s, -/Omina; ein böses, gutes
Omen (Vorzeichen); ominös: dieser omi¬
nöse (seltsame) Unfall
Omnibus lat., der: -ses, -se (Autobus); die
Omnibusfahrt; die Omnibuslinie
N
O
P
Q
R
S
Onanie
236
O na nie, die: - (geschlechtliche Selbstbefrie¬
digung); onanieren
On-kel lat. der: -s, - (Bruder oder Schwager
der Mutter oder des Vaters)
OP = Operationssaal
O pa, der: -s, -s (Großvater)
O pen airfes ti val engl, [open är fästiwel],
das: -s, -s (Musikveranstaltung im Freien);
auch: das Open-Air-Festival
Oper ital., die: -n (musikalisches Bühnen¬
werk, Gebäude für Musiktheater); die
Operette (heiteres Bühnenstück mit Musik
und gesprochenen Dialogen); die Opern¬
arie; der Opernball (gesellschaftliches Er¬
eignis in Wien); der Opernführer; das
Opernglas; das Opernhaus; die Opernme¬
lodie; die Opernmusik; der Opernsänger;
die Opernsängerin
operieren lat.: (einen ärztlichen Eingriff
vornehmen); sehr geschickt operieren (Vor¬
gehen); operabel (operierbar); die Opera¬
tion: sich einer Operation unterziehen -
die Operation (Unternehmung) ist gut vor¬
bereitet; der Operationssaal (OP); opera¬
tiv: ein operativer Eingriff
Op fer, das: -s, -; dem Gott ein Opfer (eine
Gabe) bringen - der Krieg fordert viele Op¬
fer (Menschenleben) - das Opfer eines Un¬
falls - der Kranke wird mit vielen Opfern
(Verzicht, Aufopferung) gepflegt; opferbe¬
reit; die Opferbereitschaft; opferfreudig;
die Opferfreudigkeit; die Opfergabe; der
Opfergang; das Opferlamm; der Opfer¬
mut; opfern: sich opfern (zur Verfügung
stellen) - sein Leben opfern (hingeben); der
Opfersinn; der Opferstock (Sammelkasten
in der Kirche); der Opfertod; die Opferung;
opferwillig; die Opferwilligkeit
Opium griech., das: -s (Rauschgift); der Opi¬
umhandel; der Opiumschmuggel
opponieren lat.: (dagegen sein, sich wider¬
setzen); die Opposition (Widerstand, Ge¬
genpartei); die Oppositionspartei; opposi¬
tionell: eine oppositionelle (gegnerische,
Widerstand leistende) Gruppe
opportun lat.: ein opportunes (angebrach¬
tes, angepasstes, auf den eigenen Vorteil
bedachtes) Verhalten; der Opportunismus
(Handeln um der eigenen Vorteile willen);
der Opportunist (jemand, der sich um
persönlicher Vorteile willen anpasst); die
Opportunistic opportunistisch (ange¬
passt); die Opportunität (Vorteil, Zweck¬
mäßigkeit)
Op tik griech., die: -, -en (Lehre vom Licht,
Linsen eines Gerätes); der Optiker; die Op-
tikerin; optisch
Optimjsmus lat., der: - (bejahende Einstel¬
lung, Zuversicht); optimal (bestmöglich);
optimieren (verbessern); die Optimierung;
der Optimist; die Optimistin; optimistisch
(zuversichtlich); das Optimum (das Beste,
Höchstmaß)
Option lat., die: -, -en (Entscheidungsmög¬
lichkeit)
O ra kel lat., das: -s, - (rätselhafte, verschlüs¬
selte Weissagung); orakelhaft (rätselhaft);
orakeln (weissagen, in Andeutungen spre¬
chen); der Orakelspruch
oral lat.: (in der Mundgegend, durch den
Mund)
Orange franz. [oräsche], die: -, -n (Apfel¬
sine); orange (goldgelb); die Orangeade
[oräschade] (Erfrischungsgetränk); der Oran¬
genbaum; der Orangensaft; die Orangerie
(Gewächshaus in Parkanlagen, hauptsäch¬
lich mit Orangenbäumen)
Orang-Utan malai., der: -s, -s (Menschen¬
affe)
Orbit engl., der: -s, -s (Umlaufbahn, Kreis¬
bahn eines Satelliten); orbital; die Orbital¬
bahn; die Orbitalstation (Raumstation)
Orchester griech. [orkäster], das: -s, - (Mu¬
sikkapelle, Musikerraum vor der Bühne);
der Orchesterleiter
Orchidee griech., die: -, Orchideen (exoti¬
sche Zierblume); die Orchideenart
Orden lat., der: -s, -; einen Orden (eine Aus¬
zeichnung) erhalten - in einen Orden (eine
religiöse Gemeinschaft) eintreten; das Or¬
densband; der Ordensbruder (Mönch); die
Ordensfrau; der Ordensmann; die Ordens¬
regel; die Ordensschwester (Nonne); die
Ordenstracht
ordentlich: eine ordentliche (saubere)
Handschrift - ein ordentliches (anständi¬
ges) Leben führen - ordentlich (ganz gut)
arbeiten - sie hat ordentlich (sehr) ge¬
schwitzt; die Ordentlichkeit
Order franz., die: -, -n/-s (Anweisung, Be¬
fehl); ordern: Waren ordern (bestellen); die
Ordinalzahl (Ordnungszahl)
237
ordinär franz.: eine ordinäre (gemeine, un¬
feine) Sprache - ein ordinärer (unanständi¬
ger) Witz
ordnen: seine Kleider ordnen - in geordne¬
ten Verhältnissen leben; der Ordner; die
Ordnung: etwas in Ordnung finden (für
richtig halten) - in Ordnung; der Ord¬
nungsdienst; ordnungsgemäß; ordnungs¬
halber; der Ordnungshüter; die Ordnungs¬
liebe; ordnungsliebend; der Ordnungssinn;
die Ordnungsstrafe; ordnungswidrig (ge¬
setzwidrig); die Ordnungswidrigkeit; die
Ordnungszahl
Ordonnanz franz., die: -, -en (abkomman¬
dierter Soldat); auch: die Ordonanz
Organ griech., das: -s, -e; die inneren Organe
(Körperteile) - ein lautes Organ (eine laute
Stimme) haben - die Organe (Behörden,
Einrichtungen) des Staates; organisch: or¬
ganisch gesund sein - eine organische (ge¬
wachsene) Einheit; der Organjsmus: ein
gesunder Organismus (Körper); der Organ¬
spender; die Organspenderin; die Organ¬
transplantation; die Organverpflanzung
Organisation franz., die: -, -en; die Orga¬
nisation (Planung, Gestaltung) des Festes -
in der Organisation (Gruppe) der Wider¬
standskämpfer sein; der Organisationsfeh¬
ler; das Organisationstalent; der Organisa¬
tor; die Organisatorin; organisatorisch; or¬
ganisieren: etwas zu essen organisieren
(beschaffen) - er organisiert (plant, leitet)
das Schulfest - sich politisch organisieren
(zusammenschließen); die Organisierung
Orgasmus griech., der: -, Orgasmen (Höhe¬
punkt der geschlechtlichen Erregung)
Orgel griech., die: -, -n (großes Tasteninstru¬
ment); der Organjst; die Organjstin; das
Orgelkonzert; orgeln; die Orgelpfeife: wie
Orgelpfeifen (der Größe nach geordnet);
das Orgelspiel
Orgie griech. [orgje], die: -, Orgien (aus¬
schweifendes Fest); orgiastisch (wild, zü¬
gellos)
Orient lat., der: -s (Morgenland, Länder des
Nahen, Mittleren und Fernen Ostens); der
Orientale; die Orientalin; orientalisch:
eine orientalische Sprache; der Orienttep¬
pich
orientieren lat.: sich an den Wegweisern
orientieren (zurechtfinden) - jemanden
schlecht orientieren (in Kenntnis setzen);
die Orientierung; orientierungslos; der
Orientierungssinn; die Orientierungsstufe;
das Orientierungszeichen
Original lat., das: -s, -e; das ist eine Kopie
des Originals (der Urfassung) - er ist ein
Original (Mensch mit Eigenheiten, Sonder¬
ling); original (ursprünglich, urschriftlich);
die Originalaufnahme; der Originaldruck;
die Originalfassung; originalgetreu; die
Originalität (Ursprünglichkeit, Einfalls¬
reichtum); der Originaltext; die Original¬
übertragung; die Originalzeichnung; origi¬
när (eigenständig, grundlegend neu);
originell; ein origineller (einzigartiger) Ge¬
danke - ein origineller (schöpferischer, ein¬
fallsreicher) Künstler
Orkan karib., der: -(e)s, -e (heftiger Sturm);
orkanartig; die Orkanstärke
Orkus, der: - (Unterwelt)
Ornament lat., das: -(e)s, -e (Verzierung,
Schmuck); ornamental (mit Ornamenten
versehen); ornamentartig; die Ornamentik
Ornat lat., das: -(e)s, -e (feierliche Amts¬
tracht)
Ort, der: -(e)s, -e; ein herrlich gelegener Ort -
der Ort des Verbrechens - das Buch liegt an
seinem Ort (Platz) - vor Ort - an Ort und
Stelle - von Ort zu Ort - höheren Ortes -
an allen Orten; aber: allerorts; das Ört¬
chen; orten (aufspüren, die Lage bestim¬
men); örtlich: die örtlichen Verhältnisse;
die Örtlichkeit; die Ortsangabe; ortsansäs¬
sig; die Ortschaft; ortsfremd; das Ortsge¬
spräch; die Ortskrankenkasse; ortskundig;
der Ortsname; das Ortsnetz; der Ortssinn;
der Ortsteil; ortsüblich; der Ortsverkehr;
die Ortszeit; der Ortszuschlag; die Ortung
orthodox griech.: (recht-, strenggläubig); die
orthodoxe Kirche; die Orthodoxie
Or tho gra phie griech., die: -, Orthogra¬
phien (Rechtschreibung); auch: die Ortho¬
grafie; orthographisch: ein orthographi¬
scher Fehler
Or-tho pä de griech., der: -n, -n (Facharzt zur
Behandlung von Knochenmissbildungen);
die Orthopädie; die Orthopädin; orthopä¬
disch
O •se, die: -, -n (Schlinge, kleine Öffnung)
Osten (O), der: -s; im Osten geht die Sonne
auf - gen Osten - der Nahe Osten (Vorder-
N
Ö
P
O' as
Ost
238
asien) - der Ferne Osten; auch: Ost: der
Wind kommt aus Ost - Ost und West; der
Ostblock; ostdeutsch; Ostdeutschland;
Osteuropa; östlich; die Ostsee; die Ost¬
seite; der Ostteil; ostwärts; der Ost-West-
Konflikt; der Ostwind
Ostern, das: - (Fest der Auferstehung Chris¬
ti); an, zu Ostern; der Osterbrauch; das
Osterei; das Osterfest; die Osterglocke;
der Osterhase; das Osterlamm; österlich;
der Ostermarsch; der Ostersonntag; die
Osterwoche; die Osterzeit
Österreich: -s (Staat in Europa); der Öster¬
reicher; die Österreicherin; österreichisch
Otter, der: -s, - (im Wasser lebende Marder¬
art)
Otter, die: -n (Giftschlange); die Otternbrut
out engl, [aut]: diese Mode ist längst out (un¬
modern) - out sein (nicht mehr gefragt
sein); das Out; das Outfit (äußere Aufma¬
chung); der Output (Arbeitsergebnis bei der
elektronischen Datenverarbeitung, Aus¬
stoß; der Outsider [autßaider] (Außenseiter)
Ou ver tü re franz. [uwertüre], die: -n (mu¬
sikalisches Vorspiel)
oval lat. [owal]: (eiförmig); eine ovale Ge¬
sichtsform; das Oval
O va ti on lat. [owatsion], die: -, -en (Beifall,
Huldigung); Ovationen darbringen
Overall engl, [owerol], der: -s, -s (einteiliger
Schutzanzug, Überanzug)
Oxer engl., der: -s, - (Hindernis beim Pferde¬
rennen)
Oxid griech., das: -(e)s, -e (chemische Ver¬
bindung mit Sauerstoff); auch: das Oxyd;
die Oxidation (Oxydation); oxidieren (oxy¬
dieren)
Ozean griech., der: -s, -e (Weltmeer); der
große (endlose) Ozean; aber: der Große
(Pazifische) Ozean - der Stille Ozean; der
Ozeandampfer; ozeanisch; der Ozeanriese
O ze lot franz., das: -s, -e/-s (kleines, katzen¬
artiges Raubtier)
Ozon griech., der/das: -s (besondere Form
des Sauerstoffes); der Ozongehalt; ozon¬
haltig; das Ozonloch (Zerstörung der obe¬
ren Schichten der Erdatmosphäre); ozon¬
reich; die Ozonschicht
p
paar: ein paar (einige, mehrere) Leute - ein
paar Pfennige - ein paar hundert Tiere - ein
paar Dutzend Mal(e) - ein paar Male; aber:
ein paarmal; das Paar: ein junges Paar
(Brautpaar, Ehepaar) - ein Paar (zwei zu¬
sammengehörende) Strümpfe; aber: das
Pärchen; sicjp paaren: die Enten haben sich
gepaart (geschlechtlich vereinigt) - bei ihr
paaren (vereinigen) sich Klugheit und gutes
Aussehen; der Paarhufer; paarig (paar¬
weise); der Paarlauf; paarlaufen; paarmal;
der Paarreim; die Paarung; paarweise:
paarweise (zu zweit) tanzen; der Paarzeher
pachten: ein Lokal pachten; die Pacht: etwas
in Pacht nehmen - die Pacht (der Pachtver¬
trag) läuft ab; der Pächter; die Pächterin;
das Pachtgeld; der Pachtzins
Pack, das: -(e)s (Gesindel, Pöbel); ein freches
Pack - Pack schlägt sich, Pack verträgt sich
Pack, der: -(e)s, -e/Päcke; ein Pack (Bündel,
Paket) Bücher; auch: der Packen; das
Päckchen: sein Päckchen zu tragen haben
(seine Sorgen haben); das Packeis; packen:
die Koffer packen - jemanden an der Hand
packen (fassen) - das packen (schaffen) wir
leicht-sich packen (fortscheren); packend:
eine packende (spannende) Erzählung; der
Packer; die Packerei; die Packerin; der
Packesel (jemand, dem alles aufgeladen
wird); das Packpapier; das Packpferd; die
Packung: eine Packung Pralinen
Pä da go ge (Päd a go ge) griech., der: -n,
-n (Erzieher, Lehrer); die Pädagogik (Erzie¬
hungswissenschaft); die Pädagogin; päda¬
gogisch (erzieherisch)
Paddel engl., das: -s, -; das Paddel ins Wasser
tauchen; das Paddelboot; paddeln: über
den See paddeln (mit dem Paddelboot fah¬
ren); der Paddler; die Paddlerin
paf-fen: Zigarren paffen (hastig und stoßweise
rauchen)
Pa ge franz. [pasche], der: -n, -n (früher: Edel¬
knabe; heute: Diener, Laufbursche); der Pa¬
genkopf (kurze, glatte Frisur)
Paket, das: -(e)s, -e; ein Paket (Bündel,
Packen) Zeitschriften; die Paketpost; die
Paketzustellung
239
Papierserviette
Pakt lat., der: -(e)s, -e; er trat einem Pakt
(Bündnis) bei - einen Pakt (Vertrag) schlie¬
ßen; paktieren: mit dem Feind paktieren
(gemeinsame Sache machen, sich verbün¬
den)
Palais franz. [palä], das: - (Schloss, Palast)
Pa last lat., der: -(e)s, Paläste; in einem Palast
(Prachtbau, Schloss) wohnen; palastartig
Palaver port, [palawer], das: -s, - (endloses
Gerede); palavern (schwatzen)
Paletot franz. [paleto], der: -s, -s (doppelrei¬
higer Herrenmantel)
Palette franz., die: -n (Mischbrett für Ma¬
lerfarben, hölzerner Ladeuntersatz für
Transporte); eine breite Palette (eine große
Auswahl, ein großes Angebot) von Gütern
Palisade franz., die: -, -n (Hindernis mit
spitzen Pfählen); der Palisadenzaun
Palisander franz., der: -s, - (Edelholz); das
Palisanderholz
Pal-me lat, die: -, -n (tropischer Baum); je¬
manden auf die Palme bringen (ihn sehr
wütend machen); palmartig; der Palm(en)-
zweig; das Palmkätzchen; das Palmöl; der
Palmsonntag (Sonntag vor Ostern); der
Palmwedel
Pampelmuse nieder!., die: -n (Zitrus¬
frucht)
Pampf, der: -(e)s (Brei)
Pamph let (Pam phlet) franz., das: -(e)s, -e
(Schmähschrift)
pam-pig: das Essen ist pampig (breiig) - pam¬
pig (frech, patzig) werden
Paneel nieder!., das: -s, -e (Holzvertäfelung)
Panier franz., das: -s, -e (Fahne, Banner,
Wahlspruch)
pa nie ren franz.: ein Schnitzel panieren (in
Semmelbrösel und Ei wälzen); das Panier¬
mehl
Panik franz., die: -, -en; der Brand löste eine
Panik (eine Massenangst, ein plötzliches
Entsetzen) aus; panikartig; die Panikma¬
che; der Panikmacher; die Panikstimmung;
panisch; eine panische (lähmende) Angst
haben
Panne franz., die: -, -n (Unfall, Störung); eine
Panne mit dem Auto haben; der Pannen¬
dienst; pannenfrei
Pa nop ti kum (Pan op ti kum) griech., das:
-s, Panoptiken (Sammlung von Sehenswür¬
digkeiten)
Pa no ra ma (Pan o ra ma) griech., das: -s,
Panoramen (Ausblick, Rundblick); der Pano¬
ramabus
panschen: Wein panschen (mit Wasser ver¬
dünnen) - im Wasser panschen (mit Wasser
spielen); der Panscher; die Panschere]
Pan sen, der: -s, - (erster Magenabschnitt der
Wiederkäuer)
Panther griech., der: -s, - (Leopard); auch:
der Panter; das Pantherfell
Pantine nieder!., die: -, -n (Holzschuh)
Pan tof fel franz., der: -s, -n (Schuh ohne Fer¬
senteil, Hausschuh); Pantoffeln anziehen -
unter dem Pantoffel stehen (von seiner Ehe¬
frau völlig beherrscht werden); das Pantöf¬
felchen; der Pantoffelheld (Ehemann, der
zu Hause nicht viel zu sagen hat); das Pan¬
toffeltierchen
Pantolette, die: -, -n (leichter Sommer¬
schuh ohne Fersenteil)
Pantomime griech., die: -, -n (stummes Ge¬
bärden- und Mienenspiel); auch: die Pan-
tomimik; der Pantomime; pantomimisch
Pan •zer, der: -s, -; mit Panzern (Kampffahr¬
zeugen) kämpfen - der Panzer (harte
Schutzschicht) der Schildkröte - seinen
Panzer (die Rüstung) anlegen; die Panzer¬
abwehr; die Panzerfaust; das Panzerglas;
panzern: ein gepanzertes Auto - sich gegen
Vorwürfe panzern (wappnen); der Panzer¬
schrank (Geldschrank); die Panzersperre;
die Panzerung; der Panzerwagen
Papa, der: -s, -s (Vater); auch: der Papi (Kose¬
form)
Pa pa gei franz., der: -s/-en, -en (tropischer
Vogel); papageienhaft
Paper engl, [peper], das: -s, -s (Schriftstück,
schriftliche Unterlage); das Paperback
[peperbäk] (kartoniertes Taschenbuch)
Papier griech., das: -s, -e; auf Papier schrei¬
ben - in Papier einwickeln - etwas zu Pa¬
pier bringen (aufschreiben) - gefälschte Pa¬
piere (Ausweise) haben - die Papier
verarbeitende Industrie - nur auf dem Pa¬
pier (nur der Form nach) bestehen; der Pa¬
pierblock; papieren (aus Papier); die Pa¬
pierfabrik; das Papiergeld; der Papierkorb;
das Papiermache [...masche] (Masse aus
eingeweichtem Papier, Stärke und Leim);
der Papiersack; die Papierschere; der/
das Papierschnitzel; die Papierserviette
Papiertaschentuch
240
[... servjete]; das Papiertaschentuch; der
Papiertiger (nur scheinbar mächtiger, star¬
ker Mensch); das Papiertuch; die Papier¬
waren Mz.
Pappe, die: -n (festes Papier, Karton); nicht
von Pappe (nicht zu unterschätzen) sein;
der Pappband (Buch mit festem Pappein¬
band); pappen: ein Kaugummi pappt
(klebt) am Boden; der Papp(en)deckel; der
Pappenstiel (Kleinigkeit, etwas Wertloses):
keinen Pappenstiel (gar nichts) wert sein;
pappig: pappiger Schnee; das Pappplakat;
die Pappschachtel; der Pappschnee; der
Pappteller
Pappel lat., die: -n (Laubbaum); die Pappel¬
allee
päppeln: einen Säugling päppeln (liebevoll
pflegen und ernähren)
Paprika (Pa pri ka) ungar., der: -s, -(s) (Ge¬
würz- und Gemüsepflanze); die Papri¬
kaschote
Papst lat., der: -(e)s, Päpste (Oberhaupt der
katholischen Kirche); päpstlich: päpstlicher
als der Papst sein (genauer als nötig sein);
das Papsttum; die Papstwahl
Papyrus griech., der: -, Papyri (Papyrus¬
staude, Schreibmaterial daraus); die Papy¬
rusrolle
Pa ra bel griech., die: -, -n (lehrhafte Erzäh¬
lung, Vergleich, Gleichnis, Kegelschnitt)
Parade franz., die: -, -n; eine Parade (Heer¬
schau) abhalten - eine schnelle Parade
(Abwehr) des Gegners - jemandem in die
Parade fahren (ihm energisch entgegentre¬
ten); das Paradebeispiel (besonders an¬
schauliches Beispiel); der Parademarsch;
das Paradepferd; der Paradeschritt; das Pa¬
radestück; die Paradeuniform; paradieren
(auf-, vorbeimarschieren)
Paradentose griech., die: -, -n; -► Paro¬
dontose
Paradies pers., das: -es, -e; im Paradies le¬
ben - das Paradies auf Erden haben (sehr
angenehm leben); der Paradiesapfel (To¬
mate); paradiesisch: paradiesische (herrli¬
che, beglückende) Zustände
Paradjgma griech., das: -s, Paradigmen/
Paradigmata (Beispiel, Muster); paradigma¬
tisch (beispielhaft)
paradox griech.: paradoxe (widersinnige)
Ansichten haben; paradoxerweise
Paragraph (§) griech., der: -en, -en (Textab¬
satz eines Gesetzes, Abschnitt); auch: der
Paragraf; der Paragraphenreiter (jemand,
der sich peinlich genau nach Vorschriften
richtet)
pa ral lel (par al lel) griech.: (in gleichem
Abstand neben etwas anderem verlaufend);
parallel zur Straße - der Film läuft parallel
zu dieser Veranstaltung (gleichzeitig) - pa¬
rallel laufend; die Parallele; der Parallel¬
fall; die Parallelität; die Parallelklasse; das
Parallelogramm (Viereck mit zwei je
gleichlangen Seiten); die Parallelschaltung;
der Parallelslalom; die Parallelstraße
paralysieren griech(lähmen, unwirksam
machen); die Paralyse: eine Paralyse (Läh¬
mung) der Beine
Parameter griech., der: -s, - (Bestimmungs¬
größe)
Paranoia griech., die: - (Geistesgestörtheit)
paraphieren griech.: (vorläufig unterzeich¬
nen); die Paraphierung
Parasit griech., der: -en, -en (Schmarotzer,
Schädling); parasitär (schmarotzerhaft);
das Parasitentum
parat lat.: etwas schon parat (fertig, bereit)
haben
Pärchen, das: -s, -; -► Paar
Parcours franz. [parkur], der: -, - (Renn¬
strecke mit Hindernissen)
par dauz!: (Ausruf); pardauz!, da lag er am
Boden
Pardon franz. [pardö], der: -s; um Pardon
(Gnade, Verzeihung) bitten - Pardon! (Ent¬
schuldigung!)
Parfüm franz., das: -s, -e/-s (Riechmittel,
Duftstoff); die Parfümerie (Geschäft für Par¬
füme); die Parfümflasche; parfümieren
pari ital.: pari (gleich, unentschieden) sein -
unter pari (unter dem Nennwert); die Pa¬
rität (Gleichheit, Gleichwertigkeit); pa¬
ritätisch
parieren franz.: einen Schlag parieren (ab-
wehren) - nicht parieren (gehorchen) wol¬
len - ein Pferd parieren (zum Stehen brin¬
gen)
Park franz., der: -s, -e/-s (weiträumige Grün¬
anlage); die Parkanlage; die Parkbank; die
Parkdauer; das Parkdeck; parken: das Auto
am Straßenrand parken (abstellen); der Par¬
ker; die Parkerin; das Parkhaus; die Park¬
241
Passat
kralle (Vorrichtung zum Blockieren der Au¬
toräder); die Parkleuchte; die Parklücke;
der Parkplatz; die Parkscheibe; der Park¬
sünder; die Parkuhr; das Parkverbots¬
schild; der Parkwächter; die Parkwächte¬
rin
Parka eskim., der: -s, -s (anorakähnlicher,
knielanger Mantel mit Kapuze)
Parkett franz., das: -(e)s, -s/-e; Parkett (getä¬
felten Fußboden) legen - im Parkett (eben¬
erdiger Teil des Zuschauerraumes im Thea¬
ter) sitzen; der Parkettboden; der Parkett¬
sitz
Par ia ment engl., das: -(e)s, -e (gewählte
Volksvertretung); in das Parlament gewählt
werden - vor dem Parlament (Abge¬
ordnetenhaus) stehen; der Parlamentär
(Unterhändler); der Parlamentarier (Ab¬
geordneter); die Parlamentarierin; parla¬
mentarisch: eine parlamentarische An¬
frage; der Parlamentarismus; die Parla¬
mentsdebatte; Parlamentsbeschluss
Parodie (Parodie) griech., die: Parodien
(scherzhafte, übertrieben wirkende Nach¬
ahmung); parodieren; der Parodist; die
Parodjstin; parodistisch
Pa ro don to se (Par o don to se) griech.,
die: -, -n (Erkrankung des Zahnbettes)
Parole franz., die: -n (Kennwort, Wahl¬
spruch)
Part franz., der: -s, -s; seinen Part (seine Rolle
in einem Bühnenstück) einstudieren
Partei franz., die: -, -en; einer Partei (politi¬
schen Organisation) beitreten - zwei strei¬
tende Parteien (Gruppen) - in dem Miets¬
haus wohnen fünf Parteien (Mieter) - für
jemanden Partei ergreifen (ihn verteidigen,
seine Interessen vertreten); das Parteiamt;
das Parteiensystem; der Parteifreund; die
Parteifreundin; die Parteiführung; der
Parteifunktionär; die Parteifunktionärin;
der Parteigenosse; die Parteigenossin; par¬
teiisch (für eine Partei eingenommen, un¬
sachlich); parteilich; die Parteilichkeit;
parteilos; die Parteilosigkeit; das Partei¬
mitglied; die Parteinahme; das Parteipro¬
gramm; der Parteitag
Parterre franz. [partär], das: -s, -s; im Parterre
(Erdgeschoß) wohnen; parterre (zu ebener
Erde); die Parterrewohnung
Partie franz., die: -, Partien; die obere Partie
(der obere Teil) des Gesichts - eine Partie
(ein Spiel) Schach verlieren - er macht eine
Partie (einen Ausflug) aufs Land - eine Par¬
tie (größere Menge) Hosen kaufen - mit
von der Partie sein (sich an etwas beteili¬
gen) - eine gute Partie machen (reich heira¬
ten); partiell [partsjel] (teilweise, anteilig)
Par ti kel lat., das: -s, -n (Teilchen); partikular
(einzeln); der Partikularjsmus (Streben von
Teilstaaten nach Selbstständigkeit)
Parti-san franz., der: -s/-en, -en (Wider¬
standskämpfer im feindlich besetzten Hin¬
terland); die Partisanin
Partitur ital., die: -, -en (Zusammenstellung
aller zu einem Musikstück gehörenden
Stimmen)
Partizjp lat., das: -s, -ien (Sprachlehre: Mit¬
telwort); partizipieren (teilnehmen, Anteil
nehmen)
Partner engl., der: -s, -; mein Partner (Teilha¬
ber) in der Firma - den richtigen Partner
(Ehepartner) gefunden haben; die Partne¬
rin; der Partnerlook [... luk]: im Partner¬
look gehen (Kleidung mit gleicher Farbe
und gleicher Form tragen); die Partner¬
schaft; partnerschaftlich; die Partnerstadt;
die Partnerwahl; der Partnerwechsel
partout franz. [partu]: (unbedingt, durchaus)
Party engl, [pati], die: -, -s (kleine Feier)
Parzelle lat., die: -, -n (kleines Grundstück);
parzellieren (unterteilen)
Pass lat., der: -es, Pässe; seinen Pass (Ausweis)
vorzeigen - einen guten Pass (Ballweiter-
gabe beim Fußball) spielen - über den Pass
(Bergübergang) marschieren; das Passamt;
das Passbild; das Passfoto; die Passhöhe;
die Passkontrolle; die Passstelle; die Pass¬
straße; das Passwort (Kennwort)
pas sa bei franz.: eine passable (annehmbare,
erträgliche) Lösung - das klingt ganz passa¬
bel
Passagier franz. [paßaschjr], der: -s, -e (Fahr¬
gast, Reisender); die Passage [paßasche]:
die Passage (der überdachte Durchgang) in
der Fußgängerzone - eine Passage (Schiffs¬
reise) nach Übersee buchen - diese Pas¬
sage (Stelle) in dem Buch verstehe ich
nicht; der Passagierdampfer; das Passagier¬
flugzeug; der Passant (Fußgänger); die Pas¬
santin; passee; auch: passe (vergangen)
Passat nieder!., der: - (e)s, -e (Tropenwind)
passen
242
pas-sen: ich passe, er passte, sie hat gepasst,
pass(e)!; der Anzug passt gut - dein Freund
passt (gefällt) mir nicht - jetzt muss ich pas¬
sen (aufgeben); passend: eine passende
(angemessene) Antwort geben - nichts Pas¬
sendes finden; die Passform: der Mantel
hat eine gute Passform (einen maßgerech¬
ten Sitz)
passieren franz.: eine Ortschaft passieren
(daran vorbeifahren) - die Grenze passie¬
ren (überschreiten) - ein Unglück passiert
(geschieht) - ihr ist nichts passiert (zuge¬
stoßen); passierbar; der Passierschein; der
Passierschlag (im Tennis)
Passion lat., die: -, -en; er hat eine Passion
(Vorliebe, Leidenschaft) für die Jagd - die
Passion (Leidensgeschichte Christi); passio¬
niert: ein passionierter (begeisterter) Jäger
sein; das Passionsspiel; die Passionswoche
(Woche vor Ostern); die Passionszeit
passiv lat.: sich völlig passiv (untätig, uninte¬
ressiert) verhalten - das passive Wahlrecht
(das Recht, gewählt zu werden); das Passiv
(Sprachlehre: Leideform); die Passiva (Schul¬
den, Verbindlichkeiten); die Passivität (teil¬
nahmsloses Verhalten)
Passus lat., der: -, -; einen Passus (eine Stelle,
einen Absatz) im Text unterstreichen
Paste ital., die: -n (weiche, streichbare
Masse); das Pastell (mit Pastellfarben ge¬
maltes Bild); die Pastellfarbe; pastellfarben
Pastete lat., die: -, -n (Fleisch- oder Fischge¬
richt in Blätterteig)
pas-teu-ri-sie-ren franz. [pastörisiren]: pasteu¬
risierte (durch Erhitzen entkeimte und halt¬
bar gemachte) Milch
Pastor lat., der: -s, Pastoren (Geistlicher);
pastoral: pastoral (salbungsvoll, übertrie¬
ben feierlich) predigen; die Pastorin
Pate lat., der: -n, -n (Zeuge bei der Taufe oder
Firmung); das Patengeschenk; das Paten¬
kind; der Patenonkel; die Patenschaft; die
Patenstadt; die Patentante; die Patin
Patent lat., das: -(e)s, -e; ein Patent (Schutz¬
recht für eine Erfindung) haben - das Patent
(Urkunde über die berufliche Eignung) als
Kapitän erwerben; patent: ein patenter
(tüchtiger, brauchbarer) Kerl; das Patent¬
amt; patentieren: eine Erfindung patentie¬
ren lassen; die Patentlösung; das Patent¬
recht; das Patentrezept
Pater (P.) lat., der: -s, -/Patres (katholischer
Ordensgeistlicher); das Paternoster (das
Vater-unser-Gebet); der Paternoster (offe¬
ner, ständig fahrender Aufzug)
Pathos griech., das: - (Gefühlsausbruch, Lei¬
denschaftlichkeit); die Pathetik (übertrie¬
bene Feierlichkeit); pathetisch: eine pathe¬
tische (allzu gefühlvolle) Rede halten - ein
Gedicht pathetisch (übertrieben feierlich)
aufsagen; pathologisch (krankhaft)
Pa-ti-ence franz. [pasiäs], die: -, -n (Gedulds¬
spiel mit Karten)
Patient lat. [patsjent], der: -en, -en (Kranker
in ärztlicher Behandlung); die Patientin
Patina ital., die: - (grünlicher Überzug auf
Kupfer, Edelrost)
Pa tri arch (Pat ri arch) griech., der: -en,
-en (Titel von Erzbischöfen, Familienältes¬
ter); patriarchalisch (väterlich, altehrwür¬
dig, selbstherrlich); das Patriarchat (Amts¬
bereich eines Patriarchen, Vaterherrschaft)
Patriot (Patriot) griech., der: -en, -en (Va¬
terlandsfreund); patriotisch; der Patriotjs-
mus (Vaterlandsliebe)
Pa tri zi er (Pat ri zi er) lat., der: -s, - (vor¬
nehmer Bürger); das Patriziergeschlecht;
das Patrizierhaus; die Patrizierin
Patron (Patron) lat., der: -s, -e (Schutzheili¬
ger, Gönner); das Patronat (Schirmherr¬
schaft); die Patronin; das Patrozinium
(Schutzherrschaft eines Heiligen über eine
Kirche, Fest des Schutzheiligen); das Pa-
trozjniumsfest
Pa tro ne (Pat-ro-ne) franz., die: -, -n; alle
Patronen (Kugeln) verschossen haben - Pa¬
tronen (Tintenbehälter) für den Füller kau¬
fen; der Patronengurt; die Patronenhülse;
die Patronentasche
Pa trouil le (Pat rouil le) franz. [patrulje],
die: -, -n; der Polizist ist auf Patrouille
(Streife, Erkundungsgang) - eine Patrouille
(einen Spähtrupp) losschicken; das Pa¬
trouillenboot; der Patrouillengang; patrouil¬
lieren (Streife gehen, etwas bewachen)
Patsche, die: -n; in der Patsche sitzen (in
Bedrängnis sein) - jemandem aus der Pat¬
sche helfen (ihn aus einer Notlage be¬
freien); der Patsch (klatschendes Geräusch,
Schlag); patschen: sich auf die Schenkel
patschen (mit den Händen schlagen); das
Patschhändchen; patschnass (sehr nass)
243
Pendant
Ratt (ranz., das: -s, -s (unentschiedener Aus¬
gang bei einem Spiel); patt: patt (unent¬
schieden, punktgleich) sein
patzen: (einen kleinen Fehler machen); der
Patzer (Fehler); die Patzerei; patzig: eine
patzige (freche, unverschämte) Antwort ge¬
ben
Pau ke, die: -, -n (Musikinstrument); die
Pauke schlagen - mit Pauken und Trompe¬
ten durchfallen (bei einer Prüfung völlig
versagen) - auf die Pauke hauen (feiern,
ausgelassen sein, angeben); pauken: für ei¬
ne Prüfung pauken (fleißig lernen, sich an¬
strengen); der Paukenschlag; der Pauker
(Lehrer, sehr fleißiger Schüler); die Paukerei;
die Paukerin
paus ba ckig: ein pausbackiges Gesicht (Ge¬
sicht mit roten, runden Wangen) haben;
auch: pausbäckig; die Pausbacken Mz.
pau schal: die Anschaffung kostet pauschal
(rund, alles in allem) 100 Mark - er kann
nur einen pauschalen (ungefähren) Preis
nennen; der Pauschalbetrag; die Pauschale
(geschätzter Gesamtbetrag); pauschalieren
(abrunden, sehr stark verallgemeinern); der
Pauschalpreis; die Pauschalreise; das Pau¬
schalurteil
Pau se griech., die: -, -n (Ruhezeit); die große
Pause (zwischen den Unterrichtsstunden);
das Pausenbrot; die Pausenhalle; pausen¬
los; der Pausenpfiff; das Pausenzeichen;
pausieren (ausruhen, zeitweise aufhören)
pau sen: eine Skizze pausen (durchzeichnen);
die Pause (Durchzeichnung); das Pauspa¬
pier
Pa vi an nieder!, [pawian], der: -s, -e (Affenart)
Pa vil lon franz. [pawiljö], der: -s, -s (Rund¬
bau, Gartenhäuschen)
Pazifik engl., der: -s (der Große Ozean);
pazifisch: die pazifischen Inseln; aber: der
Pazifische Ozean
Pa zi fis mus lat., der: - (Friedensliebe, Ab¬
lehnung des Krieges); der Pazifist (Kriegs¬
gegner); die Pazifistin; pazifistisch
PC = Personalcomputer
Pech, das: -(e)s, -e; Pech (zähflüssigen Teer¬
stoff) an den Füßen haben - das klebt wie
Pech - vom Pech (Missgeschick, Unglück)
verfolgt sein - wie Pech und Schwefel (sehr
fest) Zusammenhalten; die Pechfackel; die
Pechnase; die Pechnelke (purpurfarbene
Blume); pechrabenschwarz; pechschwarz;
die Pechsträhne (Reihe von unglücklichen
Zufällen); der Pechvogel (Unglücks¬
mensch)
Pe dal lat., das: -s, -e (Tretkurbel, Fußhebel)
Pedant griech., der: -en, -en (kleinlicher
Mensch); die Pedanterie (übertriebene Ge¬
nauigkeit, Haarspalterei); die Pedantin; pe¬
dantisch (übertrieben genau)
Pe-dell, der: -s, -e (Diener, Hausmeister an ei¬
ner Schule)
Pediküre franz., die: -, -n (Fußpflege); pedi¬
küren
Pegel, der: -s, - (Wasserspiegel, Wasser¬
standsmesser); die Pegelhöhe; der Pegel¬
stand
pei-len: (die Richtung, Entfernung bestim¬
men); die Lage peilen (auskundschaften) -
über den Daumen peilen (ungefähr schät¬
zen); die Peilung
Pein, die: - (Schmerz, Qual); peinigen
(quälen, plagen); der Peiniger; die Peinige¬
rin; die Peinigung; peinlich: sich in einer
peinlichen (unangenehmen) Lage befinden
- das ist mir aber peinlich! - peinlich ge¬
nau (ganz genau) aufpassen; die Peinlich¬
keit
Peitsche, die: -, -n; er knallt mit der Peitsche
(Geißel, Gerte); peitschen: du peitschst -
der Sturm peitscht ihm den Regen ins Ge¬
sicht - Schüsse peitschen durch die Nacht;
der Peitschenhieb; der Peitschenknall; der
Peitschenstiel
Pekinese, der: -n, -n (Hunderasse)
pekuniär, lat.: (geldlich, in Geld bestehend)
Pe le ri ne franz., die: -, -n (Umhang, Cape)
Pelikan griech., der: -s, -e (großer Schwimm¬
vogel)
Pel le lat., die: -, -n (dünne Schale, Haut); je¬
mandem auf die Pelle rücken (ihn bedrän¬
gen); pellen: Kartoffeln pellen (schälen) -
wie aus dem Ei gepellt (sorgfältig gekleidet)
sein; die Pellkartoffel
Pelz, der: -es, -e (Fell eines Tieres); jemandem
auf den Pelz rücken (ihn bedrängen); pelz¬
besetzt; pelzgefüttert; pelzig: ein pelziges
(raues, trockenes) Gefühl auf der Zunge ha¬
ben; die Pelzjacke; der Pelzkragen; der Pelz¬
mantel; die Pelzmütze; die Pelztierfarm
Pen-dant franz. [pändä], das: -s, -s (ergänzen¬
des Gegenstück)
N
O
P"
O' C*
Pendel
244
P
Pen-del lat., das: -s, - (Gegenstand, der um ei¬
nen Aufhängepunkt hin- und herschwingt);
pendeln: mit den Füßen pendeln (gleich¬
mäßig hin- und herschwingen) - er muss
ständig zwischen Berlin und Frankfurt pen¬
deln (hin- und herfahren) - an einem Fall¬
schirm pendeln; die Pendeltür; die Pendel¬
uhr; der Pendelverkehr; der Pendelzug; der
Pendler; die Pendlerin
pe ne trant (pe net rant) franz.: ein pene¬
tranter (aufdringlicher, hartnäckiger) Ver¬
käufer - penetrant riechen - penetrant
(durchdringend) kreischen; die Penetranz
penibel franz.: (peinlich genau, äußerst
sorgfältig)
Pe-ni-cil-lin lat., das : -s, -e; —► Penizillin
Penis lat., der: -, -se/Penes (männliches Glied)
Penizillin lat., das: -s, -e (Arzneimittel ge¬
gen Infektionskrankheiten); auch: das Peni¬
cillin; die Penizillinspritze
Penne lat., die: -, -n (Schule); der Pennäler
(Schüler einer höheren Schule)
pennen: unter einer Brücke pennen (schla¬
fen); der Pennbruder (Landstreicher); auch:
der Penner; die Pennerin
Pen-si-on franz. [päsion], die: -, -en; in Pen¬
sion (in Ruhestand) gehen - eine kleine
Pension (ein kleines Ruhegehalt) bekom¬
men - in einer hübschen Pension (einem
Gästehaus, Hotel) wohnen; der Pensionär
(Ruheständler); die Pensionärin; das Pen¬
sionat (Schulheim für Mädchen); pensio¬
nieren (in den Ruhestand versetzen); der
Pensionist; das Pensionsalter; pensionsbe¬
rechtigt; pensionsreif
Pensum lat., das: -s, Pensen/Pensa (festge¬
legte Aufgabe, zugewiesene Arbeit)
Pep amerik., der: -(s) (Schwung); peppig
(schwungvoll)
Peperoni Mz. itai., die: -, - (kleine Papri¬
kaschote)
per lat.: per (mittels) Einschreiben - per (mit
der) Post - per (durch) Eilboten - per (zum)
1. Januar - per (ab) sofort - per pedes (zu
Fuß) - mit jemandem per Du sein
perfekt lat.: eine perfekte (mustergültige) Se¬
kretärin - perfekt (fließend) Englisch spre¬
chen - der Vertrag ist endlich perfekt (gül¬
tig, abgemacht); das Perfekt (Zeitform:
vollendete Gegenwart); die Perfektion;
perfektionieren (vervollkommnen, vollen¬
den); der Perfektionismus (übertriebenes
Streben nach Vollkommenheit); der Perfek¬
tion jst; die Perfektionjstin; perfektionjstisch
perfid franz.: auch: perfide: eine perfide (ge¬
meine) Lüge - ein perfider (heimtückischer)
Plan; die Perfidie (Niedertracht)
perforieren lat.: ein perforiertes (durch¬
löchertes) Trommelfell haben; die Perfora¬
tion (Durchbohrung, Lochung)
Pergament griech., das: -(e)s, -e (Schreib¬
material aus ^Tierhaut); das Pergamentpa¬
pier (fettundurchlässiges Papier)
Pergola itai, die: -, Pergolen (offener Lau¬
bengang)
Periode griech., die -, -n (Zeitabschnitt); pe¬
riodisch: in periodischen (regelmäßig wie¬
derkehrenden) Abschnitten
peripher griech.: eine periphere (nebensäch¬
liche) Frage; die Peripherie: an der Peri¬
pherie (am Rand) der Stadt wohnen
Perle lat., die: -, -n; eine Kette aus Perlen -
nach Perlen tauchen - Perlen vor die Säue
werfen (etwas Wertvolles Leuten geben,
die es nicht verdienen); perlen: Schweiß
perlt (tropft) von der Stirn - ein perlender
(spritziger) Sekt; perlenbesetzt; die Perlen¬
kette; die/das Perlmutter (schimmernde
Innenschicht von Perlmuscheln); auch: das
Perlmutt; der Perlmutt(er)knopf; perlweiß
Perlon, das: -s (Kunstfaser); der Perlon¬
strumpf
permanent lat.: permanent (dauernd, ohne
Unterbrechung) im Spiel verlieren; die Per¬
manenz
perplex lat.: völlig perplex (verblüfft, er¬
staunt) sein
Per si fla ge (Per sif la ge) franz. [persifla-
sche], die: -, -n (Verspottung); persiflieren
Person lat., die: -, -en (Mensch, Wesen); das
Personal (Beschäftigte, Belegschaft); der
Personalabbau; die Personalakte; der Per¬
sonalausweis; die Personalien Mz. (Anga¬
ben einer Person über Name, Wohnort, Be¬
ruf o.Ä.); die Personalkosten Mz.; das
Personalpronomen (Sprachlehre: persönli¬
ches Fürwort); personell (das Personal be¬
treffend); die Personenbeschreibung; der
Personenkraftwagen; (Pkw), (PKW); der
Personenzug; personifizieren; persönlich:
ich komme persönlich (selbst) - eine per¬
sönliche (private) Angelegenheit - er wurde
245
Pferd
sehr persönlich (beleidigend); die Persön¬
lichkeit (bedeutender Mensch, Respekts¬
person); das Persönlichkeitsbild
Perspektive lat., die: -, -n; das Gebäude
aus einer anderen Perspektive (einem an¬
deren Blickwinkel) betrachten - es ergibt
sich eine ganz neue Perspektive (Möglich¬
keit, Aussicht für die Zukunft); die Perspek-
tivelosigkeit; perspektivisch
Perücke franz., die: -n (falsche Haare,
Haarersatz)
pervers lat. [perwärs]; pervers (krankhaft)
veranlagt sein; die Perversion; die Perver¬
sität (perverse Verhaltensweise); pervertie¬
ren (von der Norm abweichen); die Perver¬
tierung
Pessimjsmus lat., der: - (Neigung, alles
düster zu sehen); der Pessimist (Schwarz¬
seher); die Pessimistin; pessimistisch: die
Lage pessimistisch (düster) beurteilen
Pest lat., d ie: - (Seuche); jemanden wie die
Pest (sehr) hassen; die Pestbeule; das Pesti¬
zid (chemisches Gift gegen Schädlinge);
pestkrank
Pe ter si lie griech. [petersilje], die: -, -n (Ge¬
würzpflanze)
Petition lat., die: -, -en (Eingabe, Bittge¬
such); der Petitionsausschuss
Pe tro le um (Pet ro le um) lat., das: -s (Erd¬
ölerzeugnis); die Petroleumlampe
Petting engl., das: -(s), -s (sexuelle Berührung
ohne Geschlechtsverkehr)
petzen: (etwas verraten); du petzt gerne; der
Petzer; die Petzerin
Pf = Pfennig
Pfad der: -(e)s, -e; ein schmaler Pfad (Weg)
führt am Fluss entlang; der Pfadfinder
Pfaffe, der: -n, -n (abwertend für einen Geist¬
lichen); das Pfaffentum
Pfahl, der: -(e)s, Pfähle (dicke Stange, Pfosten);
der Pfahlbau; pfählen (auf einem Pfahl auf¬
spießen); das Pfahlwerk; die Pfahlwurzel
Pfalz lat., d ie: -, -en (Gebiet, auch Burg eines
Pfalzgrafen); die Pfalz (Gebiet des Bundes¬
landes Rheinland-Pfalz); der Pfälzer; die
Pfälzerin; der Pfalzgraf; die Pfalzgräfin;
pfälzisch
Pfand lat., das: -(e)s, Pfänder; etwas als Pfand
(zur Sicherheit) behalten - ein Pfand (eine
Gebühr) bezahlen müssen; pfändbar; der
Pfandbrief; pfänden (beschlagnahmen);
das Pfänderspiel; die Pfandflasche; das
Pfandhaus; die Pfandleihe; der Pfand¬
schein; die Pfändung
Pfanne, die: -, -n (Gerät zum Backen,
Schmelzen); Eier in die Pfanne schlagen -
jemanden in die Pfanne hauen (ihn erledi¬
gen, hereinlegen); das Pfannengericht; der
Pfannkuchen (Eierkuchen)
Pfarrer griech., der: -s, - (Geistlicher); das
Pfarramt; die Pfarre]; die Pfarrerin; die
Pfarrersköchin; das Pfarrhaus; der Pfarr-
helfer; die Pfarrhelferin; der Pfarrherr; das
Pfarrkind; die Pfarrkirche
Pfau, der: -(e)s, -en (Fasanenvogel); das Pfau¬
enauge (Schmetterling)
Pfd. = Pfund
Pfeffer lat., der: -s (scharfes Gewürz); der
Pfefferkuchen; das Pfefferminz (Bonbon,
Plätzchen); die Pfefferminze (Heil- und
Gewürzpflanze); der Pfefferminztee; pfef¬
fern: das Essen pfeffern (würzen) - eine
gepfefferte (gehörige) Strafe - gepfefferte
(hohe) Preise bezahlen; das Pfeffersteak
[... stek]
pfeifen: du pfeifst, er pfiff, sie hat gepfiffen,
pfeif(e)!; die Vögel pfeifen (singen) am
Morgen - ein Spiel (als Schiedsrichter) pfei¬
fen - der Wind pfiff ihm um die Ohren; die
Pfeife: eine Pfeife rauchen - nach jeman¬
des Pfeife tanzen (ihm gehorchen); der
Pfeifenraucher; der Pfeifentabak; der Pfei¬
fer; das Pfeifkonzert; der Pfeifton; —► Pfiff
Pfeil, der: -(e)s, -e (Geschoss); mit Pfeil und
Bogen; pfeilgerade; pfeilgeschwind; das
Pfeilgift; pfeilschnell
Pfeiler, der: -s, - (Stütze, Säule); die Pfeiler¬
brücke
Pfennig (Pf), der: -s, -e (Pfennigstück, Münze);
er hat keinen Pfennig (überhaupt kein
Geld) mehr - mit dem Pfennig rechnen
(sehr sparsam sein) müssen - wer den Pfen¬
nig nicht ehrt; ist des Talers nicht wert; der
Pfennigfuchser (Geizhals); pfenniggroß; das
Pfennigstück; pfennigweise
Pferch, der: -(e)s, -e (eingezäunte Fläche für
das Vieh); pferchen (zusammendrängen,
hineinzwängen)
Pferd, das: -(e)s, -e (Reit- und Zugtier); sein
Pferd satteln - zu Pferde - eine Grätsche
über das Pferd (Turngerät) machen - die
Pferde scheu machen (Aufregung verursa-
N
O
P
o CÄ
Pferdeapfel
246
chen) - auf das falsche Pferd setzen (etwas
falsch einschätzen); der Pferdeapfel; das
Pferdefleisch; der Pferdefuß: die Sache hat
einen Pferdefuß (Haken, Nachteil); die
Pferdekoppel; die Pferdekur (sehr starke,
anstrengende Kur, Rosskur); der Pferde¬
mist; das Pferderennen; die Pferdestärke
(PS) (frühere Maßeinheit); die Pferdezucht
Pfjff, der: -(e)s, -e; der Pfiff des Schiedsrichters
- die Krawatte gibt dem Anzug erst den
richtigen Pfiff; pfiffig: ein pfiffiger (schlauer,
listiger) Bursche; die Pfiffigkeit; der Pfiffi¬
kus (Schlaukopf); —► pfeifen
Pfifferling, der: -s, -e (essbarer Pilz); keinen
Pfifferling (nichts, kein bisschen) wert sein
Pfingsten griech., das: -, - (christliches Fest);
an, zu Pfingsten; das Pfingstfest; pfingst-
lich; der Pfingstmontag; die Pfingstrose;
der Pfingstsonntag; die Pfingstwoche
Pfirsich lat., der: -s, -e (Steinfrucht); der Pfir¬
sichbaum; die Pfirsichhaut
Pflan •ze lat., die: -, -n (Gewächs); eine kesse
Pflanze (Person); das Pflänzchen; pflan¬
zen: Blumen pflanzen - er kommt und
pflanzt sich (setzt sich breit) in den Sessel;
der Pflanzenfresser; das Pflanzengift; die
Pflanzenkunde; die Pflanzenwelt; der Pflan¬
zer; das Pflänzlein; pflanzlich; der Pflänz¬
ling; die Pflanzung
Pflaster griech., das: -s, -; ein Pflaster (einen
Wundverband) auf die Wunde legen - auf
einem holprigen Pflaster (Straßenbelag)
fahren; der Pflasterer; pflastern; der Pflas¬
terstein; die Pflasterung
Pflaume, die: -, -n (Steinfrucht); Pflaumen
pflücken - du bist vielleicht eine Pflaume
(ein Versager); das Pflaumenmus; pflau¬
menweich (sehr weich) # Flaum
pfle-gen: sie pflegt (betreut) ihren kranken Va¬
ter - Freundschaften pflegen (haben) - sie
pflegt (hat die Gewohnheit) am Nachmittag
zu ruhen - sich pflegen (sich schonen, viel
auf sein Äußeres geben); die Pflege; pflege¬
bedürftig; die Pflegeeltern; der Pflegefall;
das Pflegekind; pflegeleicht; die Pflege¬
mutter; das Pflegepersonal; der Pfleger;
die Pflegerin; der Pflegevater; die Pflege¬
versicherung; pfleglich: pfleglich (scho¬
nend, sorgsam) mit etwas umgehen; die
Pflegschaft (Vormundschaft)
Pfljcht, die: -, -en; seine Pflicht erfüllen - es
ist seine Pflicht (Aufgabe) zu kommen -
seine Pflicht und Schuldigkeit tun; pflicht¬
bewusst; das Pflichtbewusstsein; der
Pflichteifer; pflichteifrig; die Pflichterfül¬
lung; das Pflichtgefühl; pflichtgemäß;
pflichtgetreu;... pflichtig: meldepflichtig -
schulpflichtig; die Pflfchtlektüre; pflicht¬
schuldig; das Pflichtteil; die Pflichtübung;
pflichtvergessen; die Pflichtvergessenheit;
die Pflichtverletzung; die Pflichtversiche¬
rung; pflichtwidrig: ein pflichtwidriges
Verhalten
Pflock, der: -(e)s, Pflöcke (Pfahl, Pfosten)
pflücken: Blumen pflücken; der Pflücker;
die Pflückerin; das Pflückobst; pflückreif
Pflug, der: -(e)s, Pflüge (Ackergerät); hinter
dem Pflug hergehen; pflügen: den Boden
pflügen (ackern); die Pflugschar (Schneide¬
blatt des Pfluges)
Pforte lat., die: -, -n (Eingang, kleine Tür);
sich an der Pforte anmelden - die Pforte
zum Garten schließen - seine Pforten
schließen (den Betrieb einstellen); der
Pförtner (Türsteher); die Pförtnerin; die
Pförtnerloge [... lösche]
Pfosten lat., der -s, - (Pfahl, Pfeiler); sie
spannte die Schnur von Pfosten zu Pfosten;
der Pfostenschuss (Schuss an den Pfosten)
Pfote, die: -, -n; die rechte Pfote der Katze -
wasch dir deine dreckigen Pfoten (Hände)!
- sich die Pfoten verbrennen (Schaden er¬
leiden) - sich etwas aus den Pfoten saugen
(etwas frei erfinden); das Pfötchen
Pfrop fen, der: -s, - (Stöpsel, Korken); der
Pfropf: in der Vene hat sich ein Pfropf ge¬
bildet; pfropfen: die Bücher in die Tasche
pfropfen (hineindrücken) - Obstbäume
pfropfen (veredeln)
Pfründe, die: -, -n (Einnahmen aus einem
Kirchenamt, müheloses Einkommen)
Pfuhl, der: -(e)s, -e (kleiner, schmutziger
Teich; Sumpf)
pfui!: (Ausruf des Missfallens); pfui rufen -
pfui Teufel!; das Pfui; der Pfuiruf
Pfund (Pfd .) lat., das: -(e)s, -e (Gewichtsein¬
heit: 500 g); mit seinen Pfunden wuchern
(seine Fähigkeiten klug nutzen); das Pfünd-
chen; pfundig (großartig, toll); ein Pfunds¬
kerl; der Pfundsspaß; pfundweise
pfu sehen: (schlecht, fehlerhaft arbeiten); je¬
mandem ins Handwerk pfuschen (sich in
247
Pieta
fremde Angelegenheiten mischen); der
Pfusch (schlecht ausgeführte Arbeit); der
Pfuscher; die Pfuscherei (Flickwerk); pfu¬
scherhaft; die Pfuscherin
Pfüt •ze, die: -n (Wasserlache)
Phänomen griech., das: -s, -e (Erscheinung,
Naturereignis, Wunder); der Mann ist in
seinem Fach ein Phänomen (Meister, Ge¬
nie); phänomenal: ein phänomenales (au¬
ßergewöhnliches, fabelhaftes) Ergebnis
Phanta •sie griech., die: -, Phantasien;-> Fan¬
tasie; die Phantasmagorie (Truggebilde)
Phantom griech., das: -s, -e: einem Phantom
(einer Einbildung, einem Trugbild) nachja¬
gen; das Phantombild (ein nach Zeugen¬
aussagen gezeichnetes Bild eines Täters)
Pharao, der: -s, Pharaonen (Titel der ägypti¬
schen Könige im Altertum); das Pharaonen¬
grab; das Pharaonenreich
Pharisäer hebe, der: -s, - (selbstgerechter
Heuchler); pharisäerhaft; das Pharisäer¬
tum
Phar ma zeut griech., der: -en, -en (Apothe¬
ker); die Pharmaindustrie; die Pharmazeu¬
tik (Arzneimittelkunde); oder: die Pharma¬
zie; die Pharmazeutin
Pha •se griech., die: -, -n (Abschnitt, Entwick¬
lungsstufe)
Philharmonie griech., die: -, Philharmo¬
nien (großes Orchester, Gebäude mit Kon¬
zertsaal); der Philharmoniker; die Philhar¬
monikerin; philharmonisch
Phi lo den dron (Phi lo dendron) griech.,
der/das: -s, Philodendren (Kletterpflanze)
Philologe griech., der: -n, -n (Sprach- und
Literaturwissenschaftler); die Philologie;
die Philologin, philologisch
Phi lo soph griech., der: -en, -en (Weiser,
Denker); die Philosophie (Wissenschaft,
die sich um Welterkenntnis bemüht); philo¬
sophieren; die Philosophin; philosophisch
Phlegma griech., das: -s (Trägheit, Schwerfäl¬
ligkeit); der Phlegmatiker; der Phlegmati¬
kerin; phlegmatisch (träge, schwerfällig)
Phobie griech., die: -, Phobien (krankhafte
Angst)
Phon griech., das: -s, -(s) (Maßeinheit für die
Lautstärke); 100 Phon; auch: das Fon; die
Phonetik (Lautbildungslehre); phonetisch;
das Phonometer (Lautstärkemesser); die
Phonzahl
Phosphat griech., das: -(e)s, -e (Salz der
Phosphorsäure); phosphathaltig; der Phos¬
phor (chemisches Element); phosphores¬
zieren (bei Lichtbestrahlung leuchten); die
Phosphorsäure
Phra •se griech., die: -, -n (Redewendung, Ge¬
rede, nichts sagende Redensart); Phrasen
dreschen (nichts sagende Reden führen);
der Phrasendrescher (Schwätzer); die Phra¬
sendrescherin; phrasenhaft (inhaltslos,
nichts sagend)
pH -Wert, der: -(e)s, -e (Zahl, die angibt, wie
stark eine Lösung ist)
Physik griech., die: - (Lehre von den Vorgän¬
gen in der unbelebten Natur); physikalisch:
physikalische Gesetze; der Physiker; die
Physikerin; der Physikraum; der Physikun¬
terricht; physisch: physische (körperliche)
Schmerzen haben
piano (p) ital.: piano (leise) spielen; pianjs-
simo (pp) (sehr leise); der Pianjst (Klavier¬
spieler); die Pianistin
Pjc-co-lo ital., der: -s, -s; —► Pikkolo
Pjc-co-lo ital., das: -s, -s; -► Pikkolo
Pj-ckel, der: -s, -; Pickel (einen Hautausschlag)
im Gesicht haben - mit dem Pickel (der
Spitzhacke) arbeiten; die Pickelhaube
(früherer Infanteriehelm); pick(e)lig: eine
pickelige Haut haben; pickein (mit einer
Spitzhacke arbeiten)
pj-cken: (mit dem Schnabel schlagen oder
aufnehmen); das Huhn pickt die Körner
vom Boden
Pjck-nick franz., das: -s, -s/-e (Mahlzeit im
Freien), picknicken; der Picknickkorb
Piefke, der: -s, -s (eingebildeter, unsympathi¬
scher Mensch)
pieken: (stechen, zwicken); auch: pieksen;
piekfejn (elegant); pieksauber (sehr sauber)
piepen: der Vogel piept (pfeift, zwitschert)
leise; der Piep(s): keinen Piep mehr ma¬
chen (tot sein); piepegal: das ist mir piep¬
egal (ganz und gar gleichgültig); der Piep¬
matz (kleiner Vogel); piepsen (mit feiner,
hoher Stimme sprechen); der Piepser
Pier engl., der/die: -s, -e/-s (Hafendamm, An¬
legestelle)
piesacken: (quälen, ärgern)
Pi-e-tät lat. [piätät], die: - (Rücksicht, Fröm¬
migkeit, Ehrfurcht); die Pieta (Darstellung
der trauernden Maria mit dem Leichnam
pietätlos
248
Christi); pietätlos; die Pietätlosigkeit; pie¬
tätvoll (ehrfürchtig)
Pigment lat., das: -(e)s, -e (Farbstoff, Farbkör¬
per); der Pigmentfleck; das Pigmentmal
(Muttermal)
Pik franz. das: -(s) (Spielkartenfarbe); Pik aus¬
spielen - Pik ist Trumpf
pikant franz.: eine pikante (schmackhafte,
stark gewürzte) Soße - eine pikante (ge¬
wagte, zweideutige) Bemerkung machen;
die Pikanterie; pikanterweise
piken franz.: (stechen); die Pike (Spieß): von
der Pike auf (von Grund auf) lernen; pi¬
kiert: pikiert (beleidigt, gekränkt) sein
Pjk-ko-lo ital., der: -s, -s; den Pikkolo (Kell¬
nerlehrling) rufen - einen Pikkolo (kleine
Flasche Sekt) trinken; auch: der Piccolo
Pjk-ko-lo ital., das: -s, -s (kleine Flöte); auch:
das Piccolo; die Pikkoloflöte
Piktogramm lat., das: -s, -e (Bildzeichen)
Pjl-ger lat., der: -s, - (Wallfahrer); die Pilger¬
fahrt (Wallfahrt); die Pilgerin; pilgern (eine
Pilgerfahrt unternehmen); die Pilgerreise;
der Pilgerstab
Pjl-Ie lat., die: -, -n (Arzneimittel in Form eines
Kügelchens); eine bittere Pille schlucken
(etwas Unangenehmes hinnehmen); der
Pillendreher (scherzhafte Bezeichnung für
Apotheker); der Pillenknick (durch die
„Pille" entstandener Geburtenrückgang);
die Pillenschachtel
Pi-lot franz., der: -en, -en (Flugzeugführer,
Rennfahrer); die Pilotanlage (Versuchsan¬
lage); der Pilotenschein; der Pilotfilm (Test¬
film für eine geplante Fernsehserie); die Pi¬
lotin; das Pilotprojekt (Vorhaben, bei dem
neuartige Verfahrensweisen o.Ä. angewen¬
det werden); die Pilotsendung; die Pilotstu¬
die (vorläufige Untersuchung)
Pils, das: -, - (Biersorte) # Pilz
Pilz, der: -es, -e; Pilze (Schwammerl) sammeln
- wie Pilze aus dem Boden schießen (plötz¬
lich in großer Zahl da sein); der Pilzsamm¬
ler; die Pilzsammlerin; die Pilzvergiftung #
Pils
Pinakothek griech.; die: -, -en (Gemälde¬
sammlung)
pjn ge lig: (sehr gewissenhaft, kleinlich); die
Pingeligkeit
Pingpong engl., das: -s (Tischtennis); der
Pingpongschläger
Pjn-gu-in, der: -s, -e (Tauchvogel)
Pi-nie lat. [pinje], die: -, -n (in den Mittelmeer¬
ländern vorkommende Kiefernart); der Pi¬
nienwald
pjnk engl.: (rosa); das Pink; pinkfarben
Pjn-ne, die: -, -n (Teil dessSteuerruders, Rei߬
zwecke); pinnen (etwas mit Reißzwecken
befestigen); die Pinnwand (Tafel, auf der
man Merkzettel befestigen kann)
Pjn-scher, der: -s, - (Hunderasse)
Pjn-sel lat., der\-s, -; mit einem dicken Pinsel
malen; pinseln (malen, schmieren); der
Pinselstrich
Pin-up-Girl engl, [pinapgörl], das: -s, -s
(leicht bekleidetes Mädchen auf Bildern,
die man an die Wand heften kann)
Pinzette franz., die: -, -n (kleine Greifzange)
Pionier franz., der: -s, -e (Soldat der techni¬
schen Heeresgruppe, Wegbereiter, Vor¬
kämpfer); die^ Pionierarbeit; der Pionier¬
geist; die Pionierzeit
Pi-pe-li-ne engl, [paiplain], die: -, -s (Rohrlei¬
tung für Erdöl und Erdgas)
Pi pet •te franz, die: -, -n (Saugröhrchen)
Pirat griech., der: -en, -en (Seeräuber); das Pi¬
ratenschiff; der Piratensender (privater
Fernseh- oder Rundfunksender, der ohne
Genehmigung Sendungen ausstrahlt); das
Piratentum; die Piraterie
Pi-rou-et-te franz. [piruete], die: -, -n (Dre¬
hung um die eigene Achse)
pjr-schen: (sich an das Wild heranschleichen,
jagen); die Pirsch: auf die Pirsch (Schleich¬
jagd) gehen; der Pirschgang
pjs-sen: (urinieren); die Pisse (Harn); das
Pissoir [pisoar]
Pjs-te franz., die: -, -n (Ski- oder Rodelstrecke,
Start- und Landebahn von Flugzeugen)
Pistole tschech., die: -, -n (Handfeuerwaffe);
jemandem die Pistole auf die Brust setzen
(ihn zu einer Entscheidung zwingen); die
Pistolenkugel; der Pistolenschuss
pjtschnass: er ist pitschnass (nass bis auf die
Haut) geworden; auch: pitschenass
Pjz-za ital., die: -, -s/Pizzen (Hefeteig mit
Käse, Tomaten, Sardellen o.Ä.); der Pizza¬
bäcker; die Pizzabäckerin; der Pizzateig;
die Pizzeria, die Pizzerias/Pizzerien (Lokal
mit Pizzaverkauf)
Pkt. = Punkt
Pkw (PKW) = Personenkraftwagen
249
Plattenspieler
placken, sich: (sich plagen, abmühen); die
Plackerei; —► plagen
plädieren franz:. (sich einsetzen für); das
Plädoyer [plädoaje] (zusammenfassende
Rede des Staatsanwalts oder Verteidigers
vor Gericht)
plagen: sich bei der Arbeit sehr plagen
(mühen); die Plage; der Plagegeist (lästiger
Mensch); die Plagerei; —► placken
Pia gi at lat., das: -(e)s, -e (Diebstahl geistigen
Eigentums); der Plagiator; plagiieren (wi¬
derrechtlich abschreiben)
Plaid engl. [ölet], das: -s, -s (kariertes Umhang¬
tuch, Reisedecke)
Plakat franz., das: -(e)s, -e; ein Plakat (einen
Anschlag) ankleben; plakatieren (ein Pla¬
kat ankleben); die Plakatierung; plakativ:
plakative (auffällige) Farben; die Pla¬
katsäule; die Plakatwand; die Plakatwer¬
bung; die Plakette (Gedenktafel, Abzei¬
chen zur Erinnerung)
plan lat.: ein planes (ebenes, flaches) Ge¬
lände; aber: jemanden auf den Plan rufen
(ihn zum Erscheinen veranlassen) - auf den
Plan treten (erscheinen); planieren: einen
Platz planieren (einebnen); die Planier¬
raupe; die Planierung; der Planwagen
Plan, der: -(e)s, Pläne; große Pläne (Absichten,
Einfälle) haben - einen Plan (Entwurf) für
ein Haus machen - Pläne schmieden (sich
etwas ausdenken, was man tun will) - auf
dem Plan stehen (geplant sein); planbar;
planen: eine Reise planen; der Planer; die
Planerin; plangemäß; planlos; die Planlo¬
sigkeit; planmäßig; das Planquadrat; das
Planspiel; die Planung; planvoll: planvoll
(überlegt) Vorgehen; die Planwirtschaft
Plane, die: -, -n (Schutz-, Wagendecke); der
Planwagen
Planet griech., der: -en, -en (Himmelskörper,
der sich um die Sonne bewegt und nicht
selbst leuchtet); planetarisch; das Planeta¬
rium (Gerät zur Bestimmung der Bewe¬
gung, Größe und Lage von Gestirnen;
Gebäude mit einem Planetarium); das Pla¬
netensystem
Planke griech., die: -, -n (Bohle, festes Brett)
plänkeln: (im Scherz streiten); die Plänkelei
(Wortgefecht)
Plankton griech., das: -s (im Wasser schwe¬
bende, niedere Lebewesen)
planschen: (sich im Wasser tummeln, sprit¬
zen); du planschst; auch: plantschen; das
Planschbecken; die Planscherei
Plantage franz. [plantasche], die: -, -n
(größere Anpflanzung, z.B. Kaffeeplanta¬
ge); der Plantagenarbeiter; die Plantagen¬
arbeiterin; der Plantagenbesitzer; die Plan¬
tagenbesitzerin
plappern: (gerne viel reden, schwatzen); die
Plapperei; das Plappermaul; das Plapper¬
mäulchen
plärren: (schreien, laut weinen); der Plärrer
Plä sier franz., das: -s, -e (Vergnügen, Spaß)
Plasma griech., das: -s, Plasmen (flüssiger Be¬
standteil des Blutes bzw. einer Zelle)
Plastik engl., das: -s; Geschirr aus Plastik
(Kunststoff); der Plastikbeutel; der Plastik¬
einband; die Plastikfolie; der Plastiksack;
die Plastiktüte
Plas-tik griech., die: -, -en (Werk eines Bild¬
hauers, Standbild, Figur); das Plastilin
(Knetmasse); plastisch: plastisch (anschau¬
lich, bildhaft) erzählen - ein plastisches (le¬
bensnahes) Beispiel bringen - eine plasti¬
sche (formbare) Masse; die Plastizität
(Formbarkeit) mm
Platane griech., die: -, -n (Laubbaum)
Pla-teau franz. [plato], das: -s, -s (Hochfläche,
Hochebene); plateauförmig
Platin (Pt) span., das: -s (Edelmetall); platin¬
blond (weißblond); die Platinhochzeit (70.
Hochzeitstag)
Pla-ti-tu-de franz. [platitude], die: -, -n; -> Plat¬
titüde
platschen: im Wasser platschen - Regen
platscht auf die Straße - du platschst;
platsch!; plätschern: die Unterhaltung plät¬
schert (fließt) so dahin; aber: das Plätschern
des Baches; platschnass
platt: platter, am plattesten; etwas platt (ganz
flach) drücken - da bin ich aber platt (über¬
rascht, sprachlos)! - platte (geistlose) Re¬
densarten; das Platt (die plattdeutsche Spra¬
che, das Niederdeutsche); plattdeutsch;
das Plattdeutsche; die Platte: eine Platte
aus Stein - eine Platte (Schallplatte) spielen
- eine kalte Platte (Teller mit Wurst und
Käse) bestellen - eine andere Platte auf le¬
gen (von etwas anderem sprechen); das
Plätteisen (Bügeleisen); plätten: Hemden
plätten (bügeln); der Plattenspieler; der
73 O
Plattfisch
250
Plattfisch; die Plattform; der Plattfuß;
plattfüßig; die Plattheit; die Plattitüde
(Plattheit, Seichtheit); auch: die Platitude
Platz, der: -es, Plätze; Platz finden, machen,
nehmen - der große Platz vor dem Rathaus
- der Platz (das Spielfeld) ist nicht bespiel¬
bar - den 1. Platz (Rang) belegen - Platz
sparend bauen - am Platze (angebracht)
sein - jemanden auf die Plätze verweisen
(ihn in einem Wettkampf besiegen); die
Platzangst; das Plätzchen: ein ruhiges
Plätzchen (einen ruhigen Ort) suchen; die
Platzkarte; das Platzkonzert; der Platz¬
mangel; die Platzmiete; der Platzordner;
die Platzrunde; der Platzverweis;der Platz¬
wart; der Platzwechsel; die Platzziffer
Plätzchen, das: -s, - (Kleingebäck)
plat zen: du platzt - der Autoreifen platzt -
mein Plan ist leider geplatzt (gescheitert) -
vor Neid platzen - er platzte mitten in die
Feier; die Platzpatrone; der Platzregen
(Regenschauer); die Platzwunde
platzieren: jemanden ganz vorne platzieren
(hinstellen) - einen Schuss ins Ziel platzie¬
ren - die Läuferin konnte sich nicht platzie¬
ren (einen bestimmten Platz erreichen); die
Platzierung; —► Platz
plau dern: (sich unterhalten); die Plauderei
(Gespräch); der Plaud(e)rer; die Plaud(e)re-
rin; das Plauderstündchen; die Plauder¬
stunde; der Plauderton
Plausch, der: -(e)s, -e (gemütliche Unterhal¬
tung); plauschen
plau si bel lat.: eine plausible (einleuchtende,
stichhaltige) Erklärung; die Plausibilität
Play-back engl, [plebäk], das: -, -s (tontechni¬
sches Verfahren); auch: das Playback
Playboy engl, [plebeu], der: -s, -s (nur dem
Vergnügen lebender, reicher Mann; Lebe¬
mann); das Playgirl [plegörl]
plei te hebr.: pleite (zahlungsunfähig) sein,
werden; die Pleite: das Unternehmen war
eine Pleite (ein Misserfolg) - Pleite ma¬
chen, gehen
Plenum lat., das: -s, Plenen (Vollversamm¬
lung); der Plenarsaal; die Plenarsitzung;
die Plenarversammlung (Sitzung aller Mit¬
glieder)
Pleuel, der: -s, - (Schubstange); die Pleuel¬
stange
Plexiglas, das: -es (splitterfreier, glasartiger
Kunststoff)
Plombe franz., die: -, -n (Bleiverschluss,
Zahnfüllung); plombieren (versiegeln): die
Zähne plombieren (ausbessern); die Plom¬
bierung
plötzlich: plötzlich (unerwartet) stand sie vor
mir - eine plötzliche Wende; die Plötzlich¬
keit
pludern: die Hose pludert (bauscht sich); die
Pluderhose; plud(e)rig
plump: plumpet; am plump(e)sten; sich plump
(ungeschickt) benehmen - er hat einen
plumpen (unförmigen) Körper-ein plumper
(geistloser) Witz - eine plumpe (leicht zu
durchschauende) Falle - er zeigt eine
plumpe (aufdringliche) Vertraulichkeit; die
Plumpheit; plumps!: plumps!, da liegt er am
Boden; der Plumps (Fall, Sturz); plumpsen:
auf den Boden plumpsen (dumpf fallen)
Plumpudding engl, [plam...], der: -s, -s
(englische Süßspeise)
Plunder, der: -s (altes Zeug, Ramsch)
plündern: die Geschäfte plündern (ausrau¬
ben); die Plünderei; der Plünd(e)rer; die
Plünderung
Plu ral (Plu r.) lat., der: -s, -e (Mehrzahl); der
Pluralismus (Nebeneinander verschiedener
Meinungen); pluraljstisch: eine pluralisti¬
sche (vielgestaltige) Gesellschaft; die Plura¬
lität (Mehrheit, Vielfältigkeit)
plus lat.: zwei plus (und) drei ist fünf - plus 10
Grad (+ 10°) - 15 Grad plus - plus (zuzüg¬
lich) Zinsen - der Strom fließt von plus
nach minus; das Plus: ein Plus (einen Ge¬
winn) im Betrieb machen - ihr Plus (Vorteil)
ist ihre Jugend; der Pluspol (positiv gela¬
dener Pol); der Pluspunkt; das Plusquam¬
perfekt (Zeitform: vollendete Vergangen¬
heit); das Pluszeichen (+)
Plüsch franz., der: -(e)s, -e (Samtgewebe); die
Plüschdecke; der Plüschsessel; das Plüsch¬
sofa; das Plüschtier
plus tern: die Vögel plustern sich auf (ihre Fe¬
dern richten sich auf)
Pluto, der: - (Planet)
Plutonium (Pu) griech., das: -s (chemisches
Element, Schwermetall)
PLZ = Postleitzahl
p.m. = pro mille (vom Tausend)
pneu ma tisch griech.: (durch Luftdruck be¬
wegt)
251
poltern
Po, der: -s, -s (Gesäß); auch: der Popo
Pöbel franz., der: -s (niedriges Volk, Gesin¬
del); die Pöbelei; pöbelhaft: ein pöbel¬
haftes (rohes, flegelhaftes) Betragen; die
Pöbelhaftigkeit; pöbeln: ich pöb(e)le - hör
auf zu pöbeln!
pochen: an das Tor pochen (klopfen) - ihr
Herz pocht (schlägt) vor Aufregung - auf
seine Rechte pochen (darauf bestehen)
Pocke, die: -, -n (Pickel, Eiterbläschen); die
Pocken Mz. (schwere Infektionskrankheit,
Blattern); pockennarbig; die Pocken¬
schutzimpfung
Podest lat., das/der: -(e)s, -e (erhöhter Platz,
Treppenabsatz); das Podium (kleine Bühne,
Erhöhung); die Podiumsdiskussion; das Po¬
diumsgespräch
Poesie griech., die: -, Poesjen (Dichtung,
Dichtkunst); das Poesiealbum; der Poet
(Dichter, Schriftsteller); die Poetik (Lehre
von der Dichtkunst); die Poetin; poetisch:
poetisch (dichterisch) veranlagt sein
Po grom (Pog rom) russ., der/das: -s, -e
(Ausschreitung gegen Minderheiten in ei¬
nem Land)
Poin-te franz. [poate], die: -, -n (überra¬
schende Lösung eines Witzes oder einer Er¬
zählung, Hauptsache); pointiert: etwas
pointiert (betont) vortragen - eine poin¬
tierte (gezielte) Bemerkung
Pokal griech., der: -s, -e (Trinkbecher, Sieges¬
preis); das Pokalendspiel; der Pokalsieger;
das Pokalspiel; der Pokalwettbewerb
pö keln: (mit Salz haltbar machen); der Pökel
(Salzbrühe); das Pökelfleisch
Poker amerik., der/das: -s (Kartenglücks¬
spiel); eine Runde Poker spielen; pokern;
das Pokerspiel
Pol griech., der: -s, -e (Endpunkt der Erdachse,
Ende eines Magneten, Drehpunkt); polar:
eine polare (arktische) Kälte - eine polare
(gegensätzliche) Haltung einnehmen; das
Polareis; die Polarexpedition; der Polarfor¬
scher; das Polargebiet; polarisieren: der
Streit polarisiert sich immer mehr (ent¬
wickelt sich zu Gegensätzen); die Polarität
(Gegensätzlichkeit); der Polarkreis (Brei¬
tengrad, der die Polarzone von der gemä¬
ßigten Zone trennt); das Polarlicht; das
Polarmeer; der Polarstern; polen (an einen
elektrischen Pol anschließen)
Pol der nieder!., der: -s, - (eingedeichtes
Marschland); der Polderdeich
Po le mik griech., die: -, -en (Auseinanderset¬
zung, Redestreit); polemisieren: gegen je¬
manden polemisieren (dessen Ansichten
unsachlich bekämpfen); polemisch: eine
polemische Äußerung
Po-len: -s (Staat in Europa); der Pole; die Po¬
lin; polnisch
Po li •ce franz. [polise], die: -, -n (Urkunde,
Versicherungsschein)
Po lier franz., der: -s, -e (Bauführer, Vorarbei¬
ter von Maurern und Zimmerleuten)
po-lje-ren franz.: (glänzend machen, blank
reiben); die Polierbürste; der Polierer; die
Poliererin; das Poliermittel; das Polier¬
tuch; die Politur (Glanzmittel, Glanz¬
schicht)
Po-li-kli nik, die: -, -en (Krankenabteilung für
ambulante Patienten)
Polio, die: - (Kinderlähmung); die Polioimp-
fung
Politik griech., die: - (Staatsführung); der Po¬
litiker; die Politikerin; das Poljtikum (Ereig¬
nis von politischer Bedeutung); politisch:
eine politische Entscheidung; politisieren; j
die Politisierung
Polizei griech., die: - (Sicherheitsbehörde);
die Polizei regelt den Verkehr - sich der Po¬
lizei stellen; die Politesse (Hilfspolizistin);
die Polizeiaktion; der Polizeiapparat; der
Polizeibeamte; die Polizeibeamtin; die Po¬
lizeieskorte (Polizeigeleit); die Polizeikon¬
trolle; polizeilich; das Polizeirevier; der
Polizeistaat; die Polizeistreife; die Polizei¬
stunde (Sperrzeit für Lokale); polizeiwidrig;
der Polizjst; die Polizjstin
Polka poln., die: -, -s (Tanz)
Pol-len lat., der: -s, - (Blütenstaub); das Pol¬
lenkorn
Po Io engl., das: -s (Ballspiel für Reiter); das
Polohemd
Polonäse franz., die: -, -n (Reihentanz);
auch: die Polonaise
Polster, das/der: -s, - (Kissen); der Polsterer;
die Polstergarnitur; die Polstermöbel; pols¬
tern; der Polstersessel; der Polsterstuhl; die
Polsterung
pol-tern: Kinder poltern (lärmen) auf der
Treppe - die Steine poltern (fallen ge¬
räuschvoll) auf den Boden - er kam ins
7= JO
Polterabend
252
Haus gepoltert - gegen die neuen Gesetze
poltern (schimpfen); der Polterabend (Vor¬
abend einer Hochzeit); der Polterer (je¬
mand, der gerne schimpft); der Poltergeist
(Klopfgeist); polt(e)rig
Polyp griech., der: -en, -en (Nesseltier mit
Greifarmen); Polypen Mz.: Polypen (Wu¬
cherungen) in der Nase haben
polytechnisch griech.: (mehrere Zweige
der Technik umfassend); das Polytechni¬
kum (technische Hochschule)
Pomade (ranz., die: -n (Haarfett); poma¬
dig: sie hat ein pomadiges (anmaßendes)
Benehmen - pomadig (langsam, träge)
spielen - pomadige (fettige) Haare
Pommes frites Mz., franz. [pom frit], die: - (in
Fett gebackene Kartoffelstäbchen)
Pomp franz., der: -(e)s; mit gewaltigem Pomp
(Aufwand, Prunk); pomphaft; die Pomphaf¬
tigkeit; pompös: ein pompöses (aufwendi¬
ges, prunkvolles) Fest feiern
Poncho indian. [pontscho], der: -s, -s (ärmel¬
loser Umhang)
Pond (p) lat., das: -s, - (frühere physikalische
Einheit der Kraft); 100 Pond
Pontifex lat., der: -, Pontifizes/Pontifices
(Oberpriester im alten Rom); der Pontifex
maximus (Titel des Papstes); das Pontifikal¬
amt (von einem Bischof oder Abt gehalte¬
nes Hochamt); das Pontifikat (Amtszeit des
Papstes oder eines Bischofs)
Ponton franz. [pötö], der: -s -s (Kahn als Teil
einer schwimmenden Behelfsbrücke); die
Pontonbrücke
Pony engl., das: -s, -s (Kleinpferd); der Pony
(in die Stirn fallende, waagrecht abge¬
schnittene Haare); die Ponyfrisur
Pool engl, [pul], der: -s, -s (Schwimmbecken)
Popanz tschech., der: -es, -e (Schreckge¬
spenst, willenloser Mensch)
Pop-Art amerik., die: - (moderne Kunstrich¬
tung); die Popfarbe; das Popfestival; die
Popmusik (moderne Unterhaltungsmusik);
aber: poppig; der Popsänger; die Popsän¬
gerin; der Popstar; die Popszene
Pop-corn engl., das: -s (gerösteter Mais, Puff¬
mais)
Po pe lin franz., der: -s, -e (feinrippiges Ge¬
webe); auch: der Popeline
popeln: (in der Nase bohren); der Popel (ver¬
härteter Nasenschleim)
populär lat.: eine populäre (beim Volk be¬
liebte, volkstümliche) Sendung - populäre
(gern gesehene) Maßnahmen treffen; popu¬
larisieren (verbreiten, bekannt machen);
die Popularität (Beliebtheit, Volkstümlich¬
keit)
Po •re griech., die: -, -n (feine Hautöffnung);
aus allen Poren schwitzen; porentief; po¬
rig; porös (undicht, durchlässig)
Porno, der: -s, -s (pornografischer Film, Ro¬
man o.Ä.); die Pornografie (aufreizende
Darstellung aus dem sexuellen Leben);
auch: die Pornographie; pornografisch:
pornografische Bilder ansehen; das Porno¬
heft
Por •ree franz., der: -s, -s (Gemüse)
Portal lat., das: -s, -e (Haupteingang, großes
Tor)
Por-tier franz. [portje], der: -s, -s (Pförtner);
die Portiere [portjere] (Türvorhang); die
Portiersfrau
Port-mo-nee franz. [portmone], das: -s, -s
(Geldbörse); auch: das Portemonnaie
Portion lat. [porzjon], die: -, -en (Anteil, zu¬
gewiesene Menge); eine Portion Eis - er ist
nur eine halbe Portion (ein sehr dünner,
schmächtiger Mensch) - dazu gehört eine
gehörige Portion Mut; portionieren (in
bestimmte Mengen einteilen); die Portio-
nierung; portionsweise; auch: portionen¬
weise
Porto ital., das: -s, -s/Porti (Postgebühr); por¬
tofrei (franko); die Portokasse; porto¬
pflichtig (gebührenpflichtig)
Porträt (Port-rät) franz. [porträ], das: -s, -s
(Bildnis eines Menschen); die Porträtauf¬
nahme; porträtieren; der Porträtjst; der
Porträtmaler; die Porträtzeichnung
Portugal: -s (europäischer Staat); der Portu¬
giese; die Portugiesin; portugiesisch
Porzellan ital., das: -s, -e (gebrannter Ton);
chinesisches Porzellan - Porzellan zer¬
schlagen (Schaden, Unheil anrichten); die
Porzellanfigur; der Porzellanladen
Po sau ne franz., die: -, -n (Blasinstrument);
posaunen: etwas in die Welt posaunen
(überall herumerzählen); der Posaunist; die
Posaunistin
Po •se franz., die: -, -n (Körperhaltung, geküns¬
telte Stellung); posieren; die Position: die
Position (der Standort) eines Schiffes - eine
253
Pragmatik
hohe Position (Stellung) einnehmen; posi¬
tioneil; das Positionslicht; die Positur: sich
in Positur werfen (eine auffällige Haltung
einnehmen)
PO -si-tiv lat.: eine positive (bejahende) Ant¬
wort erhalten - das Ergebnis ist für dich
sehr positiv (gut, günstig) - das behauptet
er positiv (sicher, bestimmt) - eine positive
Zahl; das Positiv (fertige Fotografie); der
Positiv (Sprachlehre: Grundstufe des Eigen¬
schaftswortes, nicht gesteigerte Form)
Posse franz., die: -, -n (Schwank, derb-komi¬
sches Bühnenspiel); eine Posse aufführen;
die Possen Mz.: Possen reißen (Witze ma¬
chen); possenhaft (spaßig); der Possenreißer
(Spaßmacher); possierlich: ein possierliches
(drolliges) Tier
possessiv lat.: (besitzanzeigend); das Possessiv¬
pronomen (Sprachlehre: besitzanzeigen¬
des Fürwort)
Post ital., die: -; einen Brief mit der Post
schicken - viel Post bekommen - auf die
Post (das Postamt) gehen - ab die Post
(los)!; postalisch: auf postalischem Wege
(durch die Post); das Postamt; die Postan¬
schrift; der Postbote; die Postbotin; der
Postdienst; das Postfach; die Postgebühr;
das Postgeheimnis; der Postillion [postil-
jon] (Fahrer einer Postkutsche); die Post¬
karte; der Postkasten; die Postkutsche;
postlagernd; die Postleitzahl (PLZ); der
Postler; das Postpaket; der Postscheck; der
Poststempel; postwendend (sofort); das
Postwertzeichen; die Postwurfsendung
Posten ital., der: -s, -; er hat einen guten Pos¬
ten (eine gute Stellung) - Posten (Wache)
stehen - die Posten (Beträge) einer Rech¬
nung zusammenzählen - einen Posten
(eine Sendung) Schuhe bekommen haben -
auf verlorenem Posten kämpfen (in einer
aussichtslosen Lage sein) - auf dem Posten
(bereit, in guter Verfassung) sein; postieren:
den Polizisten vor dem Eingang postieren
(aufstellen); die Postierung
Poster engl, [poster], das/der: -s, -(s) (Plakat,
Wandbild)
posthum lat. (nach jemandes Tod, nachge¬
lassen); auch: postum
Post-skrjp-tum (PS) lat., das: -s, Postskripta
(Nachsatz, z.B. in einem Brief); auch: das
Postskript, die Postskripte
potent lat.: (reich, mächtig, zeugungsfähig);
der Potentat (Herrscher, Machthaber); das
Potenzial (Kraftreserve, Leistungsfähigkeit);
auch: das Potential; potenziell (möglich,
denkbar); auch: potentiell; die Potenz
(Zeugungsfähigkeit, Leistungsvermögen);
potenzieren (steigern, verstärken)
Potpourri franz. [potpuri], das: -s, -s (Zu¬
sammenstellung, bunte Mischung, Vielfalt)
Pott, der: -(e)s, Pötte (Topf, altes Schiff); pott¬
hässlich; der Pottwal (Zahnwal)
potz Bljtz!: (Ausruf der Überraschung); potz¬
tausend!
Poularde franz. [pularde], die: -, -n (junges,
kastriertes Masthuhn); auch: die Poulard
Power engl, [pauer], die: - (Kraft, Wucht,
Leistung); powern (mit großem Einsatz et¬
was tun, Wucht haben); das Powerplay
PP = pianissimo (sehr leise)
PR = Publicrelations (Werbung für Personen
oder Waren); auch: Public Relations
Prä-am-bei lat., die: -, -n (Vorwort, Vorrede)
Pracht, d ie: - (Prunk, Herrlichkeit, Glanz);
eine wahre Pracht (großartig) sein; der
Prachtbau; das Prachtexemplar; prächtig:
ein prächtiger (sehr schöner) Raum - er ist
ein prächtiger (tüchtiger) Mensch - eine
prächtige (meisterhafte) Arbeit; der Pracht-
junge; der Prachtkerl; prachtliebend; die
Prachtstraße; das Prachtstück; prachtvoll;
das Prachtwerk
prädestiniert lat.: (wie geschaffen)
Prädikat lat., das: -(e)s, -e; das Prädikat
(Sprachlehre: Satzaussage) eines Satzes be¬
stimmen - das Prädikat (die Note) „sehr
gut" - mit Prädikat (Auszeichnung) beste¬
hen
Präfekt lat., der: -en, -en (hoher katholischer
Geistlicher, Aufsichtsperson in einem Inter¬
nat); die Präfektur (Amt, Amtsbezirk eines
Präfekten)
Präferenz lat., die: -, -en (Vorrang, Vorzug,
Vergünstigung); die Präferenzstellung
Prä-fix lat., das: -es, -e (Vorsilbe)
prä-gen: eine Münze prägen (formen) - das
Elternhaus hat sie nachhaltig geprägt (ge¬
formt, beeinflusst); prägbar; die Prägbar-
keit; die Prägung
pragmatisch griech.: eine pragmatische
(sachbezogene) Antwort geben; die Prag¬
matik (Sachbezogenheit, Besinnung auf
N
O
P
50 /O
254
Pragmatiker
s
das Nützliche); der Pragmatiker; die Prag¬
matikerin
präg nant (prägnant) lat.: etwas prägnant
(genau, treffend, kurz) darstellen; die Präg¬
nanz
prahlen: mit seinem Reichtum prahlen (an¬
geben, sich brüsten); der Prahler; die Prah¬
lerei (Angabe); die Prahlerin; prahlerisch;
der Prahlhans (Angeber); die Prahlsucht
praktisch griech.: ein praktischer (handwerk¬
licher) Beruf - er weiß praktisch (so gut
wie) alles - eine praktische (brauchbare)
Erfindung - ein praktischer Arzt; die Praktik
(Verfahrensweise, Handhabung); praktika¬
bel: eine praktikable (brauchbare) Lösung;
der Praktikant (praktisch Auszubildender);
die Praktikantin; der Praktiker; die Prakti¬
kerin; das Praktikum (die praktische Arbeit
während einer beruflichen Ausbildung);
praktizieren: als Ärztin praktizieren (tätig
sein)
Prä lat lat. der: -en, -en (hoher kirchlicher
Würdenträger)
Praline franz., die: -, -n (mit Schokolade
überzogene Süßigkeit); auch: das Pralinee;
die Pralinenschachtel
prallen: mit dem Auto gegen eine Mauer
prallen; prall: eine prall (voll) gefüllte Ta¬
sche - in der prallen Sonne sitzen; der Prall
(kräftiger Stoß); prallvoll (ganz voll)
Präludium lat., das: -s, Präludien (musikali¬
sches Vorspiel)
Prämie lat., die: -, -n (Geldpreis, Belohnung,
regelmäßiger Versicherungsbeitrag); das
Prämiensparen; prämieren (auszeichnen,
belohnen); auch: prämiieren; die Prämie¬
rung; auch: die Prämiierung
Prämjsse lat., die: -, -n (Voraussetzung, Be¬
dingung)
prangen: über dem Eingang prangt (hängt
weithin sichtbar) ein großes Schild
Pran ger, der: -s, - (Schandpfahl); jemanden
an den Pranger stellen (ihn öffentlich ankla-
gen)
Pranke, die: -, -n (große Raubtiertatze)
Präparat lat., das -(e)s, -e (Arzneimittel,
Schaustück für Lehrzwecke); die Präpara¬
tion; der Präparator (Tierausstopfer); präpa¬
rieren: ein präparierter (ausgestopfter) Vo¬
gel - gut für den Unterricht präpariert
(vorbereitet) sein; die Präparierung
Prä po si ti on lat., die: -, -en (Sprachlehre:
Verhältniswort); das Präpositionalobjekt
Prärie franz., die: -, Prärien (Grassteppe
Nordamerikas); der Präriehund
Präsens lat., das: - (Sprachlehre: Zeitform
Gegenwart); präsent: präsent (anwesend,
gegenwärtig) sein; die Präsenz (Anwesen¬
heit); die Präsenzpflicht
prä sen tie ren franz.: eine Rechnung prä¬
sentieren (vorlegen) - sich präsentieren
(zeigen, Vorteilen) - ein Gewehr präsen¬
tieren (eine militärische Ehrenbezeigung
machen); das Präsent (Geschenk); die Prä¬
sentation (öffentliche Vorstellung); Präsen¬
tierteller: auf dem Präsentierteller sitzen
(allen Blicken ausgesetzt sein); die Präsen¬
tierung
Prä ser va tiv lat. [präserwatif], das: -s, -e (Ver¬
hütungsmittel, Kondom)
Präsident lat, der: -en, -en (Staatsober¬
haupt, Vorsitzender); der Präses (Vorsitzen¬
der einer Einrichtung); die Präsidentin; die
Präsidentschaft; präsidial; präsidieren (den
Vorsitz führen); das Präsidium (Vorsitz, Lei¬
tung)
prasseln: der Regen prasselt (klatscht, trom¬
melt) auf die Straße - das Feuer prasselt im
Ofen
prassen: (im Überfluss leben, schlemmen);
der Prasser; die Prasserei
Prä te ri tum (Prä ter i tum): lat., das: -s
(Sprachlehre: Zeitform Vergangenheit)
präventiv lat.: präventive (vorbeugende,
verhütende) Maßnahmen; die Prävention
(Abschreckung, das Zuvorkommen); der
Präventivkrieg; der Präventivschlag
Praxis griech., die: -, Praxen; die Praxis (die
Räume) eines Arztes aufsuchen - er hat
eine große, gut gehende Praxis - keinerlei
Praxis (Berufserfahrung) haben - das ist
längst Praxis (Brauch, Gepflogenheit) - in
der Praxis (Wirklichkeit) sieht alles anders
aus; praxisbezogen; der Praxisbezug; pra¬
xisfern; praxisgerecht; praxisnah; praxis¬
orientiert
Prä ze denz fall lat., der: -(e)s, ...fälle (bei¬
spielhafter, ähnlicher Fall)
prä zi se lat.: (genau, gewissenhaft, exakt);
auch: präzis; präzisieren (verdeutlichen,
genauer angeben); die Präzision (Genauig¬
keit); die Präzisionsarbeit
255
Prinzengarde
pre-di-gen lat.: auf der Kanzel predigen (das
Wort Gottes verkünden) - er predigt stän¬
dig den Schülern (er ermahnt sie) fleißig zu
sein; der Prediger; die Predigerin; die Pre¬
digt; der Predigttext
Prei-sel bee re, die: -n (Waldstrauch mit
essbaren Beeren)
preisen: du preist, er pries, sie hat gepriesen,
preis(e)!; er preist (lobt, rühmt) deine Tüch¬
tigkeit; der Preis: der Sieger erhält einen
wertvollen Preis (eine Auszeichnung) - um
jeden Preis (koste es, was es wolle) - die
Preise werden gesenkt - er verlangt einen
hohen Preis (eine hohe Summe) - hoch im
Preis stehen (guten Gewinn bringen) -
ohne Fleiß kein Preis; der Preisanstieg; das
Preisausschreiben; preisbewusst; die Preis¬
bindung; die Preiserhöhung; die Preis¬
frage; die Preisgabe; preisgeben: seine
Grundsätze preisgeben (aufgeben) - sie hat
ihr Geheimnis nicht preisgegeben (nicht
mitgeteilt); das Preisgefälle; preisgekrönt;
das Preisgericht; preisgünstig; die Preis¬
klasse; die Preiskontrolle; die Preislage;
preislich; das Preislied (Lobrede); der
Preisnachlass (Rabatt); der Preisrichter; die
Preisrichterin; der Preisrückgang; der
Preisschlager; die Preissenkung; die Preis¬
steigerung; der Preisstopp; der Preissturz;
der Preisträger; die Preisträgerin; die
Preistreiberei; preiswert; preiswürdig
prekär (ranz.: sich in einer prekären (schwie¬
rigen, bedenklichen) Lage befinden
prellen: er hat sich den Arm geprellt (ge¬
stoßen, verletzt) - die Zeche prellen (schul¬
dig bleiben) - jemanden um sein Geld prel¬
len (betrügen); der Prellbock; die Prellerei
(Betrug); die Prellung
Pre-mie-re (ranz, [premjere], die: -, -n (Erst-,
Uraufführung); der Premierenabend; der
Premierminister[premje...] (Ministerpräsi¬
dent); die Premierministerin
pre-sehen: du preschst - durch das Tor pre¬
schen (jagen, eilen)
pressen: du presst, er presste, sie hat ge¬
presst, press(e)!; den Saft aus der Orange
pressen (drücken) - frisch gepresst - sie
wurde an die Wand gepresst; die Presse: an
der Presse (Maschine zum Drucken, For¬
men o.Ä.) arbeiten - von der Presse (von
der Zeitung, ein Journalist) sein - die ge¬
samte Presse (alle Zeitungen) berichtete
darüber - eine gute Presse (Kritik) bekom¬
men; die Presseagentur; der Pressebericht;
die Pressefreiheit; der Pressekommentar;
die Pressekonferenz; die Pressemeldung;
die Pressenotiz; die Pressestimme; die Pres¬
sezensur; die Pressluft; der Pressluftboh¬
rer; der Presslufthammer; die Pressung
pressieren (ranz.: es pressiert ihr (sie ist in
Eile); pressant (eilig, dringlich)
Pres-ti-ge franz. [prestjsch], das: -s (Ansehen,
Geltung); die Prestigefrage; der Prestigege¬
winn; die Prestigesache; der Prestigever¬
lust
Preu ßen: -s (früheres Land des Deutschen
Reiches); der Preuße; die Preußin; preu¬
ßisch
prj-ckeln: ein prickelndes (erregendes) Ge¬
fühl - der Sekt prickelt (perlt) im Glas;
prick(e)lig; das Prickeln
Priel, der: -(e)s, -e (Wasserrinne im Watten¬
meer)
Prjem nieder!., der: -(e)s, -e (Kautabak); der
Priemtabak
Priester griech., der: -s, - (Geistlicher); das
Priesteramt; die Priesterin; priesterlich;
das Priestertum; die Priesterweihe
prima lat.: das macht er prima (ausgezeich¬
net, vorzüglich) - ein prima (großartiger)
Bursche; die Primaballerina (erste Tänzerin
eines Balletts); die Primadonna (gefeierte
Opernsängerin); der Primaner (Schüler der
obersten Schulstufe); die Primanerin;
primär (in erster Linie); die Primarschule
(Grundschule); der Primas (kirchliches
Oberhaupt); der/das Primat (Vorzug, Vor¬
rang, höchst entwickeltes Säugetier); der
Primus (Klassenbester); die Primzahl (nur
durch 1 oder durch sich selbst teilbare
Zahl)
Primel lat, die: -, -n (Frühlingsblume)
primitiv lat.: ein primitiver (geistig wenig
entwickelter, gewöhnlicher) Mensch - in
primitiven (einfachen) Verhältnissen leben;
die Primitivität; der Primitivling
Primiziant lat., der: -en, -en (neu geweihter
katholischer Priester); die Primiz (erste
Messe eines Primizianten), die Primizfeier
Prjnz lat., der: -en, -en (Sohn aus einem re¬
gierenden Fürstenhaus); die Prinzengarde
(Garde eines Karnevalsprinzen); das Prin-
Prinzesschen
256
zesschen; die Prinzessin; der Prinzgemahl
(Ehemann einer regierenden Königin); der
Prinzregent
Prinzip lat., das: -s, Prinzipien (Grundsatz,
Regel); etwas aus Prinzip tun; prinzipiell
(grundsätzlich); prinzipienfest; prinzipien¬
los; die Prinzipienreiterei (kleinliches Fest¬
halten an bestimmten Grundsätzen); der
Prinzipienstreit
Prior lat., der: -s, Pripren (Klostervorsteher,
Stellvertreter eines Abtes); die Priprin; die
Priorität (Vorrang, Erstrecht)
Prise franz., die -, -n; eine Prise (kleine
Menge) Salz
Prjsrna griech., das: -s, Prismen (Kantensäule,
Licht brechender Körper); prismenförmig
Pritsche, die: -, -n (einfache Liege, Lade¬
fläche eines Kraftwagens, Schlaggerät); der
Pritschenwagen
privat lat. [priwat]: ein privater (persönlicher)
Brief - ein privates (nicht öffentliches)
Grundstück - ein privates (vertrauliches)
Gespräch führen - privat versichert; die
Privatadresse; die Privatangelegenheit; die
Privataudienz; der Privatdetektiv; die Pri¬
vatdetektivin; das Privateigentum; das Pri¬
vatfernsehen; das Privatinteresse; privati¬
sieren: einen Staatsbetrieb privatisieren (in
Privateigentum überführen); die Privatisie¬
rung; die Privatklage; das Privatleben; der
Privatlehrer; die Privatlehrerin; der Privat¬
mann; der Privatpatient; die Privatpatien¬
tin; die Privatperson; das Privatrecht; die
Privatsache; die Privatschule; die Privat¬
wirtschaft; die Privatwohnung
Pri-vi leg lat. [priwileg], das: -(e)s, -e/-ien
(Sonderrecht, Sonderstellung); privilegieren
(bevorzugen): ein privilegierter Berufsstand
pro lat.: pro (je) Kopf - pro Mann - pro jahr -
pro anno (jährlich) - pro domo (in eigener
Sache) - pro forma (nur zum Schein); aber:
das Pro und Kontra (der Vor- und Nachteil,
das Für und Wider)
probat lat.: ein probates (erprobtes, bewähr¬
tes) Mittel
Probe lat., die: -, -n; jemanden auf die Probe
stellen - eine Probe (einen kleinen Teil) des
Gifts untersuchen - eine Probe (vorberei¬
tende Arbeit) für ein Theaterstück - Probe
fahren - auf Probe (versuchsweise) - die
Probe aufs Exempel machen (etwas nach¬
prüfen); der Proband (Testperson); die Pro¬
bandin; der Probealarm; die Probearbeit;
die Probebohrung; das Probeexemplar; die
Probefahrt; probehalber; proben: ein
Theaterstück proben (einüben); der Probe¬
lauf; die Probenummer; die Probesendung;
probeweise (versuchsweise); die Probe¬
zeit; probieren (prüfen, versuchen): einen
Wein probieren; aber: Probieren geht über
Studieren
Pro blem (Prob lem) griech., das: -s, -e; sei¬
nen Eltern Probleme (Schwierigkeiten) ma¬
chen - das ist ein schwieriges Problem
(eine nicht leicht zu lösende Aufgabe) -
Probleme wälzen (über ungelöste Aufga¬
ben nachdenken); die Problematik; proble¬
matisch: eine problematische (schwierige)
Angelegenheit; problematisieren; der Pro¬
blembereich; problembewusst; das Pro¬
blembewusstsein; der Problemfall; pro¬
blemlos; der Problemmüll; problem¬
orientiert; die Problemstellung
Pro dukt lat., das: -(e)s, -e (Ergebnis, Erzeug¬
nis, Ertrag); die Produktion (Herstellung,
Erzeugung von Waren o.Ä.); produktiv
(ergiebig, schöpferisch, fruchtbar); die Pro¬
duktivität; der Produzent (Erzeuger, Her¬
steller); die Produzentin; produzieren: Ma¬
schinen produzieren (hersteilen) - sich
gerne produzieren (sich darstellen, sich in
auffälliger Weise benehmen)
profan lat.: (weltlich, nicht kirchlich); eine
ganz profane (alltägliche) Angelegenheit;
der Profanbau (nichtkirchliches Bauwerk)
professionell franz.: professionell (wie ein
Fachmann) arbeiten; der Profi (Berufssport¬
ler); der Profifußball; das Profigeschäft;
prpfihaft; das Profilager: der Sportler wech¬
selt ins Profilager; die Profimannschaft; der
Profisport
Pro fes sor (Prof.) lat., der: -s, Professoren
(Lehrer an einer Universität); professoral
(würdevoll); die Professorin; die Professur
(Lehramt, Lehrstuhl)
Profil ital., das: -s, -e; etwas im Profil (in Sei¬
tenansicht) zeichnen - an Profil (an Anse¬
hen, Persönlichkeit) gewinnen - das abge¬
fahrene Profil (die Lauffläche) eines
Autoreifens; sich profilieren (sich hervor¬
tun): ein profilierter Fachmann; die Profi¬
lierung; profillos; die Profilzeichnung
257
Proporz
Pro fit franz., der: -(e)s, -e (Gewinn, Nutzen);
profitabel: ein profitables (Gewinn brin¬
gendes) Geschäft; die Profitgier; profitie¬
ren (Nutzen ziehen, gewinnen); der Profit¬
macher; das Profitstreben
profund lat.: profunde (gründliche, umfas¬
sende) Kenntnisse haben
Prog no se (Pro gno se) griech., die: -, -n;
eine Prognose (Vorhersage) über den Ver¬
lauf der Krankheit erstellen; prognostisch;
prognostizieren
Programm griech., das: -s, -e; diese Partei
hat ein fortschrittliches Programm (Grund¬
sätze) - das Programm (der vorgesehene
Ablauf) einer Feier - das Programm eines
Computers - alles verläuft nach Programm
(wunschgemäß) - auf ein anderes Pro¬
gramm (im Fernsehen) umschalten; der
Programmablauf; die Programmänderung;
die Programmfolge; programmgemäß (wie
vorgesehen); programmatisch: eine pro¬
grammatische (richtungsweisende) Rede
halten; programmieren (einen Computer
mit einem Programm versehen); der Pro¬
grammierer; die Programmiererin; die Pro¬
grammierung; programmmäßig; die Pro¬
grammmusik; die Programmvorschau; die
Programmzeitschrift
Progress franz., der: -es, -e (Fortschritt); pro¬
gressiv: progressive (fortschrittliche) Ansich¬
ten haben; die Progression (Steigerung, Zu¬
nahme)
Projekt lat.; das: -(e)s, -e (Plan, Vorhaben);
die Projektgruppe; projektieren: eine An¬
lage projektieren (entwerfen, planen); die
Projektierung; das Projektil (Kugel, Ge¬
schoss); die Projektion (Übertragung eines
Bildes auf eine Bildfläche); der Projektions¬
apparat; der Projektor (Lichtbildwerfer);
die Projektwoche; projizieren (ein Bild mit
dem Projektor an eine Wand werfen); die
Projizierung
Proklamation lat., die: -, -en (amtliche
Verlautbarung, Kundgebung); proklamie¬
ren (erklären, feierlich verkünden); die Pro-
klamjerung
Pro-Kopf-Ver brauch, der: (e)s (auf jede
einzelne Person umgerechneter Verbrauch)
Prokurist ital., der: -en, -en (Bevollmächtig¬
ter); die Prokura (Geschäftsvollmacht); die
Prokurjstin
Prolet lat., der: -en, -en (ungebildeter, roher
Mensch); das Proletariat (Arbeiterklasse);
der Proletarier (Arbeiter, Werktätiger); pro¬
letarisch; proletenhaft (ungebildet, unge¬
hobelt)
Pro log griech., der: -(e)s, -e (Vorwort, Einlei¬
tung)
Promenade franz., die: -, -n (Spaziergang,
angelegter Spazierweg); das Promenaden¬
deck (auf einem Schiff); der Promenaden¬
weg; promenieren: im Park promenieren
(auf und ab gehen, spazieren gehen)
pro mjl-le (p. m.) lat.: (vom Tausend); das Pro¬
mille (ein Tausendstel, Alkoholspiegel im
Blut); die Promillegrenze; der Promillesatz
prominent lat.: (berühmt, bekannt); der/die
Prominente (bedeutende Persönlichkeit);
die Prominenz: die gesamte Prominenz
(alle bekannten Persönlichkeiten) von Film
und Fernsehen war anwesend
promovieren lat. [promowiren]: er promo¬
vierte (erlangte den Doktortitel); die Pro¬
motion
prompt lat.: eine prompte (rasche, umge¬
hende) Antwort; die Promptheit
Pronomen lat., das: -s, -/Pronomina
(Sprachlehre: Fürwort)
Propaganda lat., die: -; Propaganda (Wer¬
bung, Reklame) für eine Partei machen; das
Propagandamaterial; die Propaganda¬
schrift; die Propagandasendung; propa¬
gandistisch; propagieren (vorbereiten, für
etwas werben)
Propan griech., das: -s (Brenngas); das Pro¬
pangas
Propeller engl., der: -s, - (Antriebsschraube
bei Flugzeugen und Schiffen); das Propel¬
lerflugzeug
pro-per franz.: ein properes (gepflegtes, or¬
dentliches) Aussehen haben
Pro phet griech., der: -en, -en (Seher, Weissa¬
ger); die Prophetie (Weissagung); die Pro¬
phetin; prophetisch: eine prophetische
Gabe haben; prophezeien (weissagen, vo¬
rausschauen); die Prophezeiung
prophylaktisch griech.: prophylaktische
(vorbeugende) Maßnahmen; die Prophy¬
laxe (Vorbeugung, Verhütung)
Proportion lat., die: -, -en (Größenverhält¬
nis); proportional; proportioniert; der Pro¬
porz (Verteilung der Ämter nach dem Kräf-
N
O
~P
Q
R
S
Proporzdenken
258
teverhältnis von Parteien, Gruppen o.Ä.);
das Proporzdenken; die Proporzwahl
Propst lat., der: -(e)s, Pröpste (Geistlicher in
gehobener Stellung, Vorsteher eines Klos¬
ters); die Propstei (Amt eines Propstes); die
Pröpstin
Prosa lat., die: - (Erzählkunst, erzählende
Sprachform); die Prosadichtung; prosaisch
(in Prosa abgefasst, sachlich, nüchtern); der
Prosatext
prosit! lat.: (zum Wohle!); prosit Neujahr!
auch: prost; das Prosit; das Prost; prosten
(zutrinken); prösterchen!
Prospekt (Prospekt) lat., der: -(e)s, -e (Wer¬
beschrift, Katalog)
Pros ti tu ti on (Pro sti tu ti on) franz., die:
- (Dirnenwesen); sich prostituieren (sich
für Geld sexuell verkaufen); die Prostitu¬
ierte (Dirne, Freudenmädchen)
Protagonist griech., der: -en, -en (Vor¬
kämpfer, Hauptperson); die Protagonistin
protegieren franz. [proteschjren]: einen
Bewerber protegieren (sich für ihn einset-
zen); der Protege [protesche] (Günstling,
Schützling); die Protektion (Schutz, Begüns¬
tigung); der Protektor (Schirmherr, Schutz¬
macht); das Protektorat (Schutzherrschaft)
Protein griech., das: -s, -e (Eiweißkörper)
Protest ital., der: -(e)s, -e (Einspruch, Wider¬
spruch); die Protestaktion; der Protestant
(Angehöriger der protestantischen (evange¬
lischen) Kirche); die Protestantin; protes¬
tantisch; der Protestantismus (evangeli¬
sche Glaubensbewegung); die Protestbe¬
wegung; protestieren: gegen jemanden
protestieren (aufbegehren, ankämpfen); die
Protestkundgebung; der Protestmarsch;
der Protestwähler; die Protestwelle
Prothese griech., die: -, -n (Ersatz eines feh¬
lenden Körperteils, Zahnersatz); eine Pro¬
these tragen
Pro to koll griech., das: -s, -e (Niederschrift,
Aufzeichnung); etwas zu Protokoll geben;
der Protokollant (Schriftführer); die Proto¬
kollantin; protokollarisch: protokollarische
(festgelegte) Pflichten; protokollieren; die
Protokollierung
Protoplasma griech., das: -s (Grundbe¬
standteil der Zellen)
Prototyp griech., der: -s, -en (Urbild, Mus¬
ter); prototypisch
protzen: (angeben, prahlen); er protzt mit
seinem Reichtum; der Protz; protzen¬
haft; die Protzerei; protzig; die Protzig-
keit
Proviant ital. [prowiant], der: -s; Proviant
(Verpflegung, Vorrat an Lebensmitteln) für
die Reise kaufen; der Proviantwagen
Provinz lat. [prowjnz], die: -, -en (Teil eines
Landes, Landschaft); aus der Provinz (vom
Land, Dorf) sein; provinziell (kleinstäd¬
tisch, engstirnig, rückständig); der Provinz¬
ler; die Provinzlerin; provinzlerisch; das
Provinznest
Provision lat. [prowision], die: -en (Ver¬
mittlungsgebühr, Vergütung); die Provisi¬
onsbasis; provisionsfrei
pro vi so risch franz. [prowisorisch]: (be¬
helfsmäßig, vorläufig); das Provisorium
(Übergangslösung)
Pro vo ka ti on lat. [prowokatsion], die: -, -en
(Herausforderung); der Provokateur [pro-
wokatör] (Aufwiegler); provokativ: eine
provokative Haltung einnehmen; auch:
provokatorisch; provozieren: einen Streit
provozieren (auslösen, herausfordern); die
Provozierung
Prozedur lat., die: -, -en (Verfahren, Be¬
handlungsweise)
Prozent (v. H.) ital., das: -(e)s, -e (vom Hun¬
dert, ein Hundertstel); zwei Prozent (2%) -
Prozente (einen Preisnachlass) bekommen;
...prozentig: fünfprozentig; auch: 5-pro¬
zentig; oder: 5%ig; die Prozentrechnung;
der Prozentsatz; prozentual: eine prozen¬
tuale Beteiligung; der Prozentwert
Prozess lat., der: -es, -e; einen Prozess
(Rechtsstreit) verlieren - der Prozess (Ab¬
lauf, Entwicklungsgang) der Herstellung
einer Ware - mit etwas kurzen Prozess ma¬
chen (damit energisch verfahren); prozes¬
sieren; die Prozesskosten
Prozession lat., die: -, -en (feierlicher kirch¬
licher Umzug)
prüde franz.: (zimperlich, übertrieben scham¬
haft); die Prüderje
prüfen: er prüft (kontrolliert) die Kasse - das
Material prüfen (erproben, testen) - eine
Schülerin mündlich prüfen (ausfragen);
prüfbar; der Prüfer; die Prüferin; der Prüf¬
ling; der Prüfstein (Bewährungsprobe); die
Prüfung; die Prüfungsangst; die Prüfungs¬
259
Pump
frage; die Prüfungsgebühr; der Prüfungs¬
kandidat; die Prüfungskandidatin; der Prü¬
fungstermin; das Prüfungsverfahren; das
Prüfungszeugnis
Prü-gel, der: -s, - mit einem Prügel (Stock) zu¬
schlagen - Prügel (Schläge) bekommen;
die Prügelei (Schlägerei); der Prügelknabe
(Schuldiger, Sündenbock); prügeln: er prü¬
gelt (schlägt) auf seinen Gegner ein - sich
prügeln (raufen); die Prügelstrafe
Prunk, der: -(e)s (glanzvolle Ausstattung, Lu¬
xus); ein Fest mit großem Prunk (Aufwand)
feiern; der Prunkbau; prunken (glänzen,
strahlen); das Prunkgemach; das Prunkge¬
wand; prunkliebend; auch: den Prunk lie¬
bend; der Prunksaal; das Prunkstück
(Prachtstück); die Prunksucht; prunk¬
süchtig; prunkvoll (prächtig)
prusten: laut prusten (schnauben)
PS = Pferdestärke; Postskriptum
Psalm griech., der: -s, -en (geistliches Lied);
der Psalter (Psalmenbuch)
Pseu do nym (Pseud o nym) griech., das: -
s, -e (Deckname, Künstlername); pseu¬
donym (unter einem Decknamen verfasst)
Psyche griech., die: -, -n (Seele, Gefühlsle¬
ben, Gemüt); der Psychiater (Facharzt für
seelische Krankheiten); die Psychiaterin;
die Psychiatrie (Wissenschaft, die sich mit
seelischen Krankheiten befasst); psychisch:
psychisch (seelisch) krank sein; die Psycho¬
analyse (Erkennung und Heilung seelischer
Störungen); der Psychologe; die Psycholo¬
gie (Wissenschaft vom Seelenleben); die
Psychologin; psychologisch; der Psycho¬
path (verhaltensgestörter Mensch, Irrer);
die Psychopatin; psychopathisch; die Psy¬
chose (Geistes- und Gemütskrankheit); der
Psychotherapeut (Fachmann zur Behand¬
lung seelischer Leiden); die Psychothera¬
peutin
Pubertät lat., die: - (Entwicklungszeit der
Geschlechtsreife); pubertär; die Pubertäts¬
zeit; pubertieren (sich in der Pubertät be¬
finden)
Pu bli ci ty (Pub li ci ty) engl, [pabljsiti],
die; - (Bekanntsein in der Öffentlichkeit,
Berühmtheit, Reklame); Publicrelations
(PR) [pablik rileschens] (Öffentlichkeitsar¬
beit, Werbung); auch: Public Relations
Pub li kum (Pu bli kum) lat., das: -s (alle
Besucher, Zuhörer, Öffentlichkeit); publik:
etwas publik (öffentlich bekannt) machen -
das ist längst publik (hat sich herumgespro¬
chen); die Publikation (Veröffentlichung);
der Publikumserfolg; der Publikumsge¬
schmack; publizieren (veröffentlichen); der
Publizist (Journalist); die Publizjstik; die
Publizistin; publizistisch
Pudding engl., der: -s, -e/-s (Süßspeise); das
Puddingpulver
Pu del, der: -s, - (kleine Hunderasse); pudel¬
nackt (völlig nackt); die Pudelmütze (zot¬
tige Mütze); pudelnass: pudelwohl: er fühlt
sich pudelwohl (sehr wohl)
Puder franz., der: -s, - (feines Pulver zur
Haut- und Gesichtspflege); die Puderdose;
pudern; der Puderzucker
puffen: jemanden in die Seite puffen
(stoßen); der Puff (Stoß); der Puffer
(Stoßdämpfer); die Pufferzone
Pulk slaw., der: -(e)s, -s; ein Pulk (größere An¬
sammlung, Kolonne) von Menschen
Pul le lat., d ie: -, -n; eine Pulle (Flasche) Sekt
Pullover (Pullover) engl, [pullower], der:
-s, -; auch: der Pulli; der Pullunder (ärmel¬
loser Pullover)
Puls lat., der: -es, -e; den Puls messen - der
Arzt fühlt ihm den Puls - jemandem den
Puls fühlen (ihn ausfragen); die Pulsader;
pulsen; pulsieren; der Pulsschlag; der Puls¬
wärmer; die Pulszahl
Pult lat., das: -(e)s, -e (Kanzel, Katheder)
Pul •ver lat. [pulwer], das: -s, -; mit Pulver und
Blei schießen - kein Pulver (kein Geld)
mehr haben - sein Pulver verschossen ha¬
ben (seine Möglichkeiten erschöpft haben);
das Pülverchen; der Pulverdampf; das Pul¬
verfass: auf dem Pulverfass sitzen (in einer
gefährlichen Lage sein); pulv(e)rig; pulve¬
risieren: pulverisierter (gemahlener) Kaffee;
die Pulverisierung; pulvern: in die Luft pul¬
vern (schießen); der Pulverschnee
Puma, der: -s, -s (Großkatze)
pummelig: ein pummeliges (dickliches,
rundliches) Mädchen; auch: pummlig; das
Pummelchen
Pumpe, die: -, -n (Gerät zum Fördern von
Flüssigkeiten); pumpen: Wasser pumpen (an-
bzw. absaugen)
pumpen: sich Geld pumpen (borgen); der
Pump: auf Pump (von geborgtem Geld) leben
N
O
P
73 O
Pumpernickel
Pumpernickel, der: -s, - (Schwarzbrot)
Punk engl, [pank], der -(s), -s (Angehöriger ei¬
ner jugendlichen Protestbewegung); auch:
der Punker; die Punkerin
Punkt (Pkt.) lat., der: -(e)s, -e; es ist Punkt
(ganz genau) 12 Uhr - den Punkt auf das i
setzen - der Satz schließt mit einem Punkt
- der höchste Punkt (Ort) in dieser Gegend
- sie kam auf diesen Punkt (diese Frage)
nicht zu sprechen - 15 Punkte bei einem
Wettbewerb erreichen - etwas auf den
Punkt bringen (etwas sehr genau aus-
drücken); das Pünktchen; punkten; das
Punktespiel; punktgleich; die Punktgleich¬
heit; punktieren (mit Punkten versehen);
die Punktierung; pünktlich: sie ist immer
pünktlich; die Pünktlichkeit; der Punkt¬
richter; die Punktrichterin; der Punktsieg;
punktuell (im Einzelnen); Punktum! (Aus!,
Schluss!)
Punsch engl., der: -(e)s, -e (alkoholisches
Mischgetränk)
Pu-pjlle lat., die: -n (Sehöffnung im Auge)
Puppe lat., die: -n (Kinderspielzeug); mit ei¬
ner Puppe spielen; das Püppchen; das Pup¬
penhaus; das Puppenspiel; die Puppen¬
stube; das Puppentheater
pur lat.: pures (reines) Gold - puren (reinen) Un¬
sinn reden - purer (unverdünnter) Alkohol
Pü •ree franz., das: -s, -s (Brei); pürieren (zu
Püree machen)
Pur-pur griech., der: -s (Farbstoff); purpurfar¬
ben; der Purpurmantel; purpurn; purpur¬
rot
purzeln: vom Stuhl purzeln (fallen, stürzen);
der Purzelbaum
pu-shen engl, [puschen]: (in Schwung brin¬
gen); auch: puschen
pus seln: (sich mit Kleinigkeiten befassen); die
Pusselarbeit; puss(e)lig (übertrieben genau)
# puzzeln
Pus te, die: -; außer Puste (außer Atem) sein -
er hat keine Puste (keine Kraft) mehr; die
Pusteblume (Löwenzahn); pusten: den
Staub von der Bank pusten (blasen) - er
muss bei jeder Anstrengung schwer pusten
(schnaufen, keuchen)
Pus tel lat., die: -, -n (Blase, Pickel)
Pu te, d ie: -n (Truthenne); der Puter (Trut¬
hahn); puterrot
Putsch, der: -(e)s, -e (Aufruhr, politischer Um¬
sturzversuch); putschen; der Putschjst; die
Putschistin; der Putschversuch
Putte ital., die: -, -n (kleine Kinderfigur)
putzen: die Schuhe putzen (säubern) - sich
putzen (fein machen) - sich die Nase put¬
zen (schneuzen); der Putz: auf den Putz
hauen (ausgelassen sein); der Putzdrachen;
die Putzerei; die Putzfrau; der Putzlappen;
das Putzmittel; putzmunter; putzsüchtig
(eitel); der Putzteufel; die Putzwolle; das
Putzzeug %
putzig: ein putziges (drolliges) Mädchen
Puzz-Ie engl, [paßl], das: -s, -s (Geduldspiel);
das Puzzlespiel; puzzeln # pusseln
PVC = ein umweltbelastender Kunststoff
Py-ja-ma engl, [pidschama], der -s, -s (Schlaf¬
anzug); die Pyjamajacke
Pyramide griech., die: -, -n (geometrischer
Körper, Grabmal ägyptischer Könige)
■N
Q
Quack sal ber, der: -s, - (Kurpfuscher); die
Quacksalberei; quacksalbern
Quad del, die: -, -n (juckende Hautanschwel¬
lung)
Quader lat., der: -s, - (behauener Steinblock,
rechteckiger Körper); das Quadrat (gleich¬
seitiges Rechteck); quadratisch; der Qua¬
dratkilometer (km2, qkm); der Quadratme¬
ter (m2, qm); die Quadratur (Umwandlung
einer geometrischen Figur in ein Quadrat);
die Quadratwurzel; die Quadratzahl; der
Quadratzentimeter (cm2, qcm); quadrie¬
ren (eine Zahl mit sich selbst multiplizieren)
Qua dril le (Quad ril le) franz. [kadnlje], die:
-n (Tanz)
Quai franz. [kä], der/das: -s, -s; —► Kai
quaken: (Laute wie ein Frosch ausstoßen);
quäken (jammernde, schrille Töne von sich
geben)
Quäker engl., der: -s, - (Angehöriger einer re¬
ligiösen Sekte)
quälen: Tiere quälen (misshandeln, martern)
- sich mit einer Aufgabe quälen (ab¬
mühen); die Qual (Leid, Schmerz); die
Quälerei; der Quälgeist (Störenfried); qual¬
voll: das Tier verendet qualvoll - eine qual¬
volle (bedrückende) Stille
261
Quetschung
Qualifikation lat., die: -en (Befähigung,
Eignungsnachweis); das Qualifikations¬
spiel; qualifizieren (eine bestimmte Leis¬
tung erbringen, sich eignen, ausbilden) -
der qualifizierende Hauptschulabschluss;
qualifiziert: eine qualifizierte (fachmänni¬
sche) Arbeit verrichten - ein qualifiziertes
(sachkundiges) Urteil; die Qualifizierung
Qualität lat., die: -, -en; ein Anzug von bes¬
ter Qualität (Beschaffenheit, Güte) - ein
Mann mit Qualitäten (mit Fähigkeiten); qua¬
litativ; die Qualitätsarbeit; das Qualitäts¬
erzeugnis; die Qualitätsware
Qual le, die: -, -n (Nesseltier); quallig: eine
quallige (schleimige) Masse
Qualm, der: -(e)s (dicker Rauch, Dampf);
qualmen: der Ofen qualmt (raucht stark) -
pausenlos Zigaretten qualmen (rauchen);
qualmig (rauchig)
Quantität lat., die: -, -en (Menge, Anzahl);
das Quäntchen (eine kleine Menge): es
fehlte ein Quäntchen (ein wenig) Glück;
quäntchenweise; quantitativ (der Menge
nach, größenmäßig); das Quantum (be¬
stimmte Menge)
Qua ran tä ne franz. [karantäne], die: -, -n
(Isolierung, Absonderung, Schutz gegen
Ansteckung); die Quarantänestation
Quark, der: -s; er isst viel Quark (Käse aus
Sauermilch) - viel Quark (Unsinn) reden;
quarkig; der Quarkkäse; der Quarkkuchen;
die Quarkspeise
Quartal lat, das: -s, -e (Vierteljahr); quar¬
talsweise; der Quartalsabschluss
Quarte ital., die: -, -n (vom Grundton aus der
vierte Ton); auch: die Quart; das Quartett
(Musikstück für vier Stimmen oder vier In¬
strumente)
Quartier franz., das: -s, -e; ein Quartier (eine
Unterkunft) für eine Nacht suchen; der
Quartiermeister
Quarz, der: -es, -e (Mineral); der Quarzfels;
quarzhaltig; das Quarzit (quarzhaltiges
Gestein); die Quarzlampe; die Quarzuhr
quasi lat.: er ist quasi (gewissermaßen,
gleichsam) schon vergeben
quasseln: (dummes Zeug reden, schwatzen);
ich quass(e)le; die Quasselei; der Quassel¬
kopf; die Quasselstrippe (Telefon, Schwät¬
zer)
Quaste, die: -, -n (Schleife, Fransenbüschel)
Quatsch, der: -(e)s; einen Quatsch (Unsinn)
reden - ach Quatsch! - lass den Quatsch!;
quatschen; die Quatscherei; der Quatsch¬
kopf (Schwätzer)
Quecke, die: -, -n (Unkraut)
Quecksilber (Hg), das: -s (zähflüssiges, silb¬
riges Schwermetal I); quecksilberhaltig;
quecksilb(e)rig
Quel le, d ie: -, -n; aus der Quelle trinken -
nach der Quelle (dem Ursprung) eines
Gerüchtes suchen - aus erster Quelle -
neue Quellen erschließen - an der Quelle
sitzen (etwas unmittelbar erfahren); auch:
der Quell; quellen: du quillst, er quoll, sie
ist gequollen, quill!; das Wasser quillt
(fließt) aus dem Boden - ihr quollen fast die
Augen aus dem Kopf; quellen: du quellst,
er quellte, sie ist gequellt, quell(e)!; die
Bohne quellt (wird im Wasser weich); die
Quellenangabe (Zitatnachweis); der Quel¬
ler (Strandpflanze); der Quellfluss; das
Quellgebiet; das Quellwasser
quengeln: müde Kinder quengeln (klagen,
jammern) gerne - sie quengelt (nörgelt) an
allem herum; die Quengelei; queng(e)lig;
der Quengler; die Quenglerin
quer: etwas quer (der Breite nach) legen -
quer durch den Fluss - alles geht quer (ver¬
kehrt) - quer liegen - sich quer stellen
(nicht mitmachen) - quer schießen (etwas
hintertreiben) - ein quer gestreiftes Kleid -
kreuz und quer (ziellos) durch die Gegend
irren; aber: in die Kreuz und Quer(e) lau¬
fen; der Querbalken; querbeet (ohne fest¬
gelegte Richtung); der Querdenker; die
Querdenkerin; die Quere: jemandem in
die Quere kommen (ihn stören, seine Pläne
durchkreuzen); querfeldein; die Querflöte;
das Querformat; der Querkopf (Trotzkopf);
querköpfig (widerspenstig); die Querlatte;
der Querpass; der Querschlag; der Quer¬
schläger; der Querschnitt (Auswahl, Über¬
sicht); querschnitt(s)gelähmt; die Quer¬
summe; der Quertreiber; die Quer¬
treiberin; die Querverbindung
Que ru lant lat., der: -en, -en (Nörgler); die
Querele (Ärger, Streitigkeit); das Querulan-
tentum; die Querulantin
quetsehen: sich durch eine Zaunlücke quet¬
schen (klemmen, zwängen) - er hat sich
den Finger gequetscht; die Quetschung
262
■M
quick
N
O
P
Q
R
S
quick: (lebendig, rege); quicklebendig (sehr
munter); der Quickstepp (Tanz)
quieken: wie ein Schwein quieken (hohe,
helle Töne ausstoßen)
quietschen: quietschende Bremsen - sie
quietscht vor Freude; quietschfidel (sehr
lustig, fröhlich); quietschvergnügt (ausge¬
lassen, fröhlich)
Qujn-te lat., die: -, -n (vom Grundton aus der
fünfte Ton); auch: die Quint; die Quintes¬
senz (Ergebnis, das Wesentliche einer Sa¬
che); das Quintett (Musikstück für fünf
Stimmen oder fünf Instrumente)
Qujrl, der: -(e)s, -e (Rührbesen); quirlen: ein
Ei quirlen (rühren); quirlig: ein quirliger
(sehr lebhafter) Junge
quitt (ranz.: beide sind quitt (sie schulden sich
nichts mehr) - mit jemandem quitt sein (die
Beziehungen zu ihm abgebrochen haben);
quittieren: den Empfang des Geldes quit¬
tieren (bestätigen) - seinen Dienst quittie¬
ren (aufgeben) müssen; die Quittung: eine
Quittung (Empfangsbestätigung) ausstellen
- das ist die Quittung (Strafe) für seine Tat;
der Quittungsblock
Qujt-te griech., die: -, -n (Obstbaum); quitte(n)-
gelb; der Quittenbaum
Quiz engl, [kwis], das: -, - (Unterhaltungsspiel,
Frage-Antwort-Spiel); quizzen; die Quiz¬
frage; der Quizmaster (Fragesteller bei ei¬
nem Quiz); die Quizmasterin
Quote lat., die: -, -n (Anteil, Menge, Rate);
die Quotenfrau; die Quotenregelung
Quotient lat., der: -en, -en (Ergebnis einer
Teilung, Teilzahl)
r (R) = Radius
r. = rechts
Rabatt ital., der: -(e)s, -e; einen Rabatt (Ab¬
zug, Preisnachlass) gewähren; die Rabatt¬
marke
Rabatte nieder!., die: -, -n (schmales Pflan¬
zenbeet, Randbeet)
Rabatz, der: -es; einen großen Rabatz (Un¬
ruhe, Lärm, Krach) machen
Ra bau ke nieder/., der: -n, -n (grober Kerl,
gewalttätiger Mensch); rabaukenhaft
Rabbiner hebr., der: -s, - (jüdischer Schrift¬
gelehrter, Gesetzeslehrer); der Rabbi (jüdi¬
scher Ehrentitel)
Rabe, der: -n, -n (Krähenvogel); klauen wie
ein Rabe (viel stehlen); die Rabeneltern
Mz. (lieblose Eltern); vdie Rabenmutter
(lieblose Mutter); rabenschwarz; der Ra¬
benvater (liebloser Vater); der Rabenvögel
rabiat lat.: ein rabiater (roher, gewalttätiger,
grober) Mensch - rabiat (hart) durchgreifen
Rache, die: -; Rache (Vergeltung) schwören -
auf Rache sinnen - nach Rache dürsten -
an jemandem Rache nehmen (sich rächen);
der Racheakt; der Rachedurst; rachedurs¬
tig; der Racheengel; rächen: er rächte sich
(übte Vergeltung) für die Niederlage - ei¬
nen Mord rächen # rechen; die Rache¬
gelüste Mz.: Rachegelüste (Rachegedan¬
ken) haben; der Racheplan; der Rächer; die
Rächerin; die Rachgier; rachgierig; die
Rachsucht; rachsüchtig
Rachen, der: -s, - (Teil des Schlundes bei Säu¬
getieren und Mensch); den Rachen nicht
voll kriegen können (immer noch mehr ha¬
ben wollen) - jemandem den Rachen stop¬
fen (ihn zufrieden stellen); die Rachenent¬
zündung; der Rachenkatarrh
Rachitis griech., die: - (durch Vitaminman¬
gel hervorgerufene Krankheit); rachitisch
rackern: den ganzen Tag rackern (schwer ar¬
beiten, sich sehr anstrengen); der Racker
(Schlingel, Schelm); die Rackerei (schwere
Arbeit, Schinderei)
Raclette franz., die: -s (Käsegericht)
Rad, das: -(e)s, Räder; die Räder des Autos -
ein Rad (im Turnen) schlagen - Rad fahren
- ein Rad schlagen - die Räder einer Ma¬
schine - das Rad der Geschichte - unter
die Räder kommen (völlig herunterkom¬
men) - das fünfte Rad am Wagen sein
(überflüssig, nur geduldet sein); das
Rädchen: ein Rädchen zu viel haben (nicht
ganz normal sein); der Raddampfer; ra¬
deln; der Rädelsführer (Anführer); rädern:
wie gerädert (völlig erschöpft) sein; das Rä¬
derwerk; der Radfahrer; die Radfahrerin;
der Radfahrweg; die Radfelge; der Radler
(Radfahrer); die Radlerin; die Radrennbahn;
das Radrennen; der Radsport; der Radstand
(Achsabstand); der Radsturz; die Radtour;
der Radwechsel; der Radweg # Rat
263
Rancher
Ra-dar engl., der/das: -s, -e (Funkmessverfah-
ren, Radargerät); die Radarfalle; die Radar¬
kontrolle; die Radarpeilung; der Radar¬
schirm; die Radarstation; der Radartech¬
niker; der Radarwagen
Radau, der: -s; Radau (Lärm, Krach) machen;
der Radaubruder (jemand, der Krach macht;
Störenfried); der Radaumacher
radebrechen: (eine fremde Sprache nur
unvollkommen sprechen); du radebrechst
- er hat Englisch geradebrecht
radieren lat.: er hat im Heft viel radiert; der
Radierer; der Radiergummi; die Radierung
(Ätzdruckzeichnung)
Radieschen lat., das: -s, - (kleine Rettichart)
radikal lat.: radikal (rücksichtslos, hart)
durchgreifen - etwas radikal (vollständig,
gründlich) ändern - radikale (extreme) An¬
sichten vertreten; der/die Radikale; radika-
lisieren (radikal machen); die Radikalisie¬
rung; der Radikalismus; die Radikalität; die
Radikalkur
Radio lat., das: -s, -s (Hörfunk, Rundfunk¬
gerät); Radio hören; der Radioapparat; das
Radiogerät; die Radiosendung
radioaktiv lat.: der Müll ist radioaktiv ver¬
seucht- radioaktiver Niederschlag; die Ra¬
dioaktivität (Eigenschaft von Atomkernen,
sich umzuwandeln und dabei bestimmte
Strahlen auszusenden)
Radium (Ra) lat., das: -s (radioaktives
Schwermetall, chemischer Grundstoff); die
Radiumbestrahlung; radiumhaltig
Ra di us (r, R) lat., der: -, Radien (halber
Durchmesser eines Kreises); radial (strah¬
lenförmig, vom Mittelpunkt ausgehend)
raffen: Geld raffen (habgierig anhäufen) - in
Eile das Wichtigste raffen (an sich reißen) -
einen Stoff raffen (in Falten legen); die Raff¬
gier; raffgierig; die Raffsucht; die Raffung
Raffinerie (ranz., die: -, Raffinerien (Reini¬
gungsanlage für Naturprodukte); die Raffi¬
nade (feiner, gereinigter Zucker); raffinie¬
ren (reinigen, verfeinern)
raf fi niert franz.: ein raffinierter (schlauer,
durchtriebener) Kerl - ein raffiniert ausge¬
klügelter Plan; die Raffiniertheit; die Raf¬
finesse (Schlauheit, Durchtriebenheit)
Ra-ge franz. [rasche], die: -; in Rage (Wut, Ra¬
serei) sein, geraten - jemanden in Rage
bringen (ihn aufregen)
ra-gen: der Turm ragt (erhebt sich) hoch in
den Himmel
Ragout franz. [ragu], das: -s, -s (Gericht aus
kleinen Fleisch- oder Fischstückchen)
Ra he, d ie: -, -n (Querstange am Mast); auch:
die Rah; das Rahsegel
Rahm, der: -(e)s (Sahne); den Rahm abschöp¬
fen (absahnen, sich bereichern); rahmig
(sahnig); der Rahmkäse; die Rahmsoße
Rahmen, der: -s, -; der Rahmen (die Einfas¬
sung) für ein Bild - im Rahmen (Bereich)
der Möglichkeiten - die Unkosten halten
sich im Rahmen (sind erträglich) - den
Rahmen sprengen (nicht innerhalb des Üb¬
lichen bleiben) - aus dem Rahmen fallen
(vom Üblichen abweichen); das Rähm¬
chen; rahmen: ein Bild rahmen (einfassen);
die Rahmenbedingung; die Rahmenerzäh¬
lung; der Rahmenplan; die Rahmenverein¬
barung; die Rahmung
Rain, der: -(e)s, -e (Ackergrenze)
räkeln, sich: sich auf dem Sofa räkeln (sich
wohlig ausstrecken); auch: rekeln
Rakete ital., die: -, -n; eine ferngesteuerte
Rakete (Flugkörper mit Rückstoßantrieb) -
eine Rakete (einen Feuerwerkskörper) ab¬
brennen; die Raketenabwehr; der Raketen¬
angriff; der Raketenantrieb; die Raketenba¬
sis; der Raketenstart; das Raketentriebwerk
Rallye franz. [fall, räli], die: -, -s (Autostern¬
fahrt); der Rallyefahrer; die Rallyefahrerin
Ramadan arab., der: -(s) (Fastenmonat der
Mohammedaner)
rammen: ein Auto rammen (anfahren) - ei¬
nen Pflock in den Boden rammen (treiben,
schlagen); der Rammbock; die Ramme
Ram-pe franz., die: -, -n (Wagenauffahrt, Ver¬
ladebühne, Bühnenrand); das Rampen¬
licht: im Rampenlicht stehen (die Aufmerk¬
samkeit auf sich ziehen, im Mittelpunkt
stehen)
ramponieren ital.: ein ramponierter (stark
beschädigter) Sessel - einen ramponierten
Ruf haben
Ramsch, der: -(e)s, -e (minderwertige Ware,
Plunder); ramschen (Ramschware billig kau¬
fen); der Ramschladen
ran: (heran, herbei)
Ranch amerik. [räntsch], die: -, -(e)s (nord¬
amerikanische Farm); der Rancher (Farmer,
Viehzüchter)
Rand
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Rand, der: -(e)s, Ränder; am Rande der
Schlucht - sich am Rande eines Krieges be¬
finden - am Rande der Verzweiflung sein -
er ist am Rande seiner Kräfte - etwas am
Rande (ganz nebenbei) erwähnen - außer
Rand und Band (übermütig, ausgelassen)
sein - mit etwas nicht zu Rande kommen
(etwas nicht können); auch: zurande kom¬
men - seinen Rand halten (seinen Mund
halten, still sein); die Randbemerkung; das
Rändchen; die Randerscheinung (Ne¬
bensächlichkeit); die Randfigur; das Rand¬
gebiet; die Randgruppe; die Randlage; die
Randleiste; randlos; die Randnotiz; der
Randstein; die Randverzierung; randvoll;
die Randzone
randalieren: (lärmen, Unfug machen, mut¬
willig Sachen beschädigen); die Randale
Mz.: Randale machen; der Randalierer
Rang franz., der: -(e)s, Ränge; ein Schauspie¬
ler von Rang und Namen (von Bedeutung)
- er hat den Rang (die Rangstufe, die Stel¬
lung) eines Offiziers - ein Gelehrter von
höchstem Rang - jemandem den Rang
streitig machen - der zweite Rang im Thea¬
ter - jemandem den Rang ablaufen (ihn
übertreffen); das Rangabzeichen; der/die
Rangälteste; die Rangelej; rangeln (raufen);
die Rangfolge; ranggleich; der/die Rang¬
höchste; ranghöher; rangieren [räschiren]:
den Zug auf das Hauptgleis rangieren (ver¬
schieben) - sie rangiert (steht) auf Platz 1;
der Rangierbahnhof;... rangig: hochrangig
- zweitrangig; die Rangliste; rangmäßig;
die Rangordnung; die Rangstufe; der Rang¬
unterschied
rank: (hoch, biegsam); rank und schlank
(schlank und geschmeidig) sein; die Ranke:
die Ranke (Pflanzenspross) eines Wein¬
stocks; ranken: an der Mauer rankt
(wächst, klettert) wilder Wein in die Höhe;
das Rankengewächs
Ränke Mz., die: - (Intrigen, Machenschaften);
Ränke schmieden (sich Böses überlegen);
der Ränkeschmied (hinterlistiger Mensch);
das Ränkespiel; ränkesüchtig; ränkevoll
Ranzen, der: -s, -; den Ranzen (die Schul¬
mappe) packen - einen ziemlichen Ranzen
(dicken Bauch) haben; das Ränzel: sein
Ranzel schnüren (sich zur Abreise fertig
machen); das Ränzlein
ranzig lat.: ranzige (nicht mehr frische) Butter
rapide lat.: die Krankheit schreitet rapide
(sehr schnell) voran; auch: rapid
Rappe, der: -n, -n (Pferd mit schwarzem Fell);
auf Schusters Rappen (zu Fuß) kommen
Rappel, der: -s, - (Wutapsbruch, Verrückt¬
heit); rapp(e)lig (ungeduldig, wütend); rap¬
peln
Rapport franz., der: -(e)s einen Rapport schrei¬
ben (eine dienstliche Meldung machen)
Raps, der: -es (gelb blühende Ölpflanze); die
Rapsblüte; das Rapsfeld; das Rapsöl
rar lat.: eine rare (seltene) Ware - sich rar ma¬
chen (sich nur selten sehen lassen); die Ra¬
rität (Seltenheit); die Raritätensammlung
rasant franz.: ein rasantes (sehr schnelles)
Tempo - eine rasante (sehr stürmische) Ent¬
wicklung - ein rasanter (schnittiger) Sport¬
wagen; die Rasanz
rasch: rascher, api rasch(e)sten; ein rascher
(schnell gefasster) Entschluss - sie ist beim
Arbeiten nicht sehr rasch (flink); rasches-
tens; die Raschheit; raschlebig: eine rasch¬
lebige Zeit
rascheln: mit Papier rascheln - raschelndes
Laub
rasen: er rast mit dem Auto (fährt schnell) da¬
von - vor Zorn rasen (sehr wütend sein, to¬
ben); rasend: eine rasende (sehr schnelle)
Fahrt - rasend (sehr, heftig) in jemanden
verliebt sein; aber: es ist zum Rasendwer¬
den; der Raser; die Raserei (Wahnsinn,
Tobsucht, unsinnige Geschwindigkeit); die
Raserin
Ra-sen, der: -s, -; den Rasen mähen; der Ra¬
senmäher; der Rasensprenger
rasieren franz.: sich den Bart rasieren las¬
sen; der Rasierapparat; der Rasierer; das
Rasiermesser; der Rasierschaum; das Ra¬
sierwasser; das Rasierzeug; die Rasur
Rä-son franz. [räsö], die: -; zur Räson (Einsicht)
kommen; räsonieren (schimpfen)
raspeln: (feilen, zerkleinern); Süßholz ras¬
peln (jemandem schmeicheln); die Raspel
(grobe Feile)
Ras •se franz., die: -, -n; die menschliche Rasse
(die Menschheit) - einer anderen Rasse
(Menschenrasse) angehören - die schwarze
Rasse - Rasse haben (rassig sein); der Ras¬
sehund; die Rassendiskriminierung; der
Rassenhass; das Rassenproblem; die Ras¬
265
Raubzug
sentrennung; rasserein; rassig: ein rassiges
(aus edler Zucht stammendes, feuriges)
Pferd - eine rassige (temperamentvolle)
Frau; rassisch: rassische Vorurteile haben;
der Rassjsmus (übersteigertes Rassenbe¬
wusstsein); der Rassjst; die Rassjstin; rassis¬
tisch
rasseln: mit der Kette rasseln (klirren) - durch
das Examen rasseln (durchfallen) - mit dem
Säbel rasseln (drohen); die Rassel (Kinder¬
spielzeug, Klapper); die Rasselbande (lär¬
mende, wilde Kinderschar)
rasten: beim Wandern rasten (einen Halt ein-
legen) - wer rastet; der rostet; die Rast: Rast
machen - ohne Rast und Ruh (ohne sich
Ruhe zu gönnen); das Rasthaus; rastlos
(unermüdlich); die Rastlosigkeit; der Rast¬
platz; die Raststätte
Raster lat, der: -s, - (Liniennetz oder Punkt¬
system, Muster, Schema); das Raster (aus
Lichtpunkten bestehendes Fernsehbild)
Rate ital., die: -, -n; seine Rate (seinen Anteil)
bekommen - etwas auf Raten (auf Teilzah¬
lung) kaufen; der Ratenbetrag; das Raten¬
geschäft; der Ratenkauf; ratenweise; die
Ratenzahlung
raten: du rätst, er riet, sie hat geraten, rat(e)!;
rate, was ich dir mitgebracht habe - ein
Rätsel raten (lösen) - jemandem etwas
dringend raten (nahe legen) - sich nicht zu
raten wissen (ratlos, verzweifelt sein) -
wem nicht zu raten ist; dem ist auch nicht
zu helfen; der Rat: jemanden um Rat fragen
- Rat suchen - Rat suchend - der/die Rat
Suchende; auch: der/die Ratsuchende -
jemanden zu Rate ziehen; auch: zurate
ziehen - eine Rat suchende Person - je¬
mandem mit Rat und Tat (tatkräftig) zur
Seite stehen - der Rat der Stadt - mit sich
zu Rate gehen (gründlich überlegen); auch:
zurate gehen; das Ratespiel; das Rateteam
[... tim]; der Ratgeber; das Rathaus; der
Rathaussaal; ratlos; die Ratlosigkeit; rat¬
sam (empfehlenswert); der Ratsbeschluss;
der Ratschlag; ratschlagen; der Ratschluss
(Beschluss, Wille); das Rätsel: ein Rätsel lö¬
sen - in Rätseln sprechen (etwas Unver¬
ständliches sagen); die Rätselecke; rätsel¬
haft; die Rätselhaftigkeit; die Rätsellösung;
rätseln; das Rätselraten; der Ratsherr; der
Ratskeller; die Ratssitzung # Rad
ratifizieren lat: einen Vertrag ratifizieren
(anerkennen, genehmigen, unterzeichnen);
die Ratifikation (Genehmigung, Bestäti¬
gung); die Ratifizierung
Ration (ranz., die: -, -en (festgelegte Menge,
Portion); rationell (sparsam, zweckmäßig);
rationieren: die Lebensmittel im Krieg ra¬
tionieren (einteilen, zumessen); die Ratio¬
nierung
rational lat.: rational (überlegt, vernünftig)
handeln; rationalisieren: einen Betrieb ra¬
tionalisieren (zweckmäßig und wirtschaft¬
lich organisieren); die Rationalisierung; der
Rationaljsmus
ratschen: mit der Nachbarin ratschen (sich
unterhalten)
Rat te, die: -, -n (Nagetier); die Rattenfalle;
der Rattenfänger; das Rattengift; der Rat¬
tenschwanz: ein Rattenschwanz (eine end¬
lose Folge) von Bestimmungen
rat-tern: der Wagen rattert (poltert, knattert)
über die holprige Straße - das Rattern der
Schreibmaschine
rau: rauer, am rau(e)sten; er hat raue (aufge¬
sprungene, rissige) Hände - mit rauer
Stimme singen - raue Sitten - ein raues (un¬
angenehmes, kaltes) Klima - die raue
(harte) Wirklichkeit; das Raubein (ein nach
außen grob erscheinender Mensch); rau¬
beinig; die Raufasertapete; der Rau¬
haardackel; rauhaarig; die Rauheit; die
Raunächte (die zwölf Nächte vom ersten
Weihnachtsfeiertag bis Dreikönige); der
Rauputz; der Raureif (gefrorener Tau)
rau-ben: man hat ihr Geld und Schmuck ge¬
raubt (gestohlen) - er raubt (nimmt) mir alle
Hoffnungen - ein Kind rauben (entführen);
der Raub: auf Raub ausgehen - das Haus
wurde ein Raub der Flammen; der Raub¬
bau: mit seinen Kräften Raubbau treiben
(sie rücksichtslos ausnützen); der Raub¬
druck (widerrechtlicher Druck eines Wer¬
kes); der Räuber: unter die Räuber gefallen
sein (von anderen ausgenutzt werden); die
Räuberbande; die Räubergeschichte; die
Räuberhöhle; die Räuberin; räuberisch;
räubern; der Raubfisch; die Raubgier;
raubgierig; die Raubkatze; der Raubmord;
der Raubritter; das Raubtier; der Raub¬
überfall; der Raubvogel; das Raubwild; der
Raubzug
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rauchen
266
rauchen: eine Zigarette rauchen - der
Schornstein raucht - rauchen wie ein
Schlot (sehr viel rauchen) - keinen Guten
rauchen (schlecht aufgelegt sein); der
Rauch; der Raucher; der Räucheraal; der
Räucherfisch; der Raucherhusten; die Rau¬
cherin; die Räucherkammer; der Räucher¬
lachs; räuchern: ein geräucherter (durch
Rauch haltbar gemachter) Schinken; der
Räucherspeck; die Räucherwaren Mz.
(geräucherte Fleisch- und Wurstwaren); die
Rauchfahne; der Rauchfang (Schornstein):
etwas in den Rauchfang schreiben (aufge¬
ben) müssen; der Rauchfangkehrer; die
Rauchfangkehrerin; das Rauchfleisch (ge¬
räuchertes Fleisch); rauchig: ein rauchiges
(verrauchtes) Zimmer - sie hat eine rau¬
chige (heisere) Stimme; der Rauchschwa¬
den; der Rauchtabak; das Rauchverbot; die
Rauchwaren Mz. (Tabakwaren); das Rauch¬
zeichen
Rauch wa ren Mz., die: - (Pelzwaren)
Räu de, die: -, -n (Krätze, Grind, Hautkrank-
heit der Haustiere); räudig: ein räudiger
Hund
rauf: (herauf, hinauf) raufbringen; raufholen;
rauflassen
Rau fe, die: -, -n (Futtergestell im Stall)
rau fen: auf dem Schulweg raufen (sich prü¬
geln) - sich vor Ärger die Haare raufen
(sich an den Haaren reißen); der Raufbold
(jemand, der oft und gerne rauft); der Rau¬
fer; die Rauferej; die Rauflust; rauflustig
Raum, der: -(e)s, Räume; das Haus hat viele
Räume (Zimmer) - im Raum (Gebiet) Sach¬
sen - eine Rakete in den Raum (Weltraum)
schießen - im luftleeren Raum - es ist kein
Raum (Platz) für ein Bett - Raum sparend
ein Haus planen - eine Frage steht noch im
Raum (ist noch ungelöst); räumen: sie
räumt das Geschirr vom Tisch - die Woh¬
nung räumen (ausziehen) - er räumt die
Kreuzung - jemanden aus dem Weg räu¬
men (ihn töten) - das Feld räumen (Wegge¬
hen); die Raumfähre; der Raumfahrer; die
Raumfahrerin; die Raumfahrt; das Raum¬
fahrzeug; der Raumflug; der Rauminhalt
(Volumen); die Raumkapsel; die Raum¬
lehre (Geometrie); räumlich: räumlich be¬
engt wohnen; die Räumlichkeit; das Raum¬
maß (Hohlmaß); der/das Raummeter; die
Raumpflegerin; das Raumschiff; die Raum¬
station; die Räumung
raunen: dem Nachbarn etwas ins Ohr rau¬
nen (flüstern) - man raunt (klatscht) heim¬
lich; das Raunen: ein Raunen geht durch
den Wald
Rau pe, die: -, -n (Entwicklungsstadium eines
Schmetterlings, schweres Baufahrzeug);
Raupen (seltsame Einfälle) im Kopf haben;
das Raupenfahrzeug; der Raupenfraß; der
Raupenschlepper
raus: (heraus, hinaus); rausfahren; rausgehen;
rauslassen; der Rausschmiss
Rausch, der: -(e)s, Räusche; seinen Rausch
ausschlafen - im Rausch (im Hochgefühl)
des Sieges; das Rauschgift; rauschgiftsüch¬
tig; das Rauschgold (sehr dünnes Messing¬
blech); der Rauschgoldengel; das Rausch¬
mittel; der Rauschzustand
rau schen: Bäume rauschen im Wind - das
Rauschen des Meeres - Beifall rauscht auf
-ein rauschendes (prunkvolles) Fest feiern
räus pern: sich beim Sprechen räuspern (hüs¬
teln); das Räuspern
Rau te, die: -, -n (gleichseitiges Parallelo¬
gramm); rautenförmig
Razzia franz., die: -, Razzien; eine Razzia
(polizeiliche Durchsuchung, Fahndung)
durchführen
rd. = rund, etwa
Reader engl. [ri_der], der: -s, - (Textzusam¬
menstellung)
Reaktion lat., die: -, -en (Gegenwirkung,
Rückschlag); eine chemische Reaktion; das
Reagenzglas (Probierröhrchen für chemi¬
sche Versuche); reagieren: heftig reagieren;
reaktionär (rückschrittlich); der Reaktionär
(jemand, der die Zustände vergangener
Zeiten erhalten will); reaktionsschnell; die
Reaktionszeit
Reaktor engl., der: -s, Reaktoren (Anlage zur
Umwandlung von Kernenergie in Wärme¬
energie); der Reaktorunfall
real lat.: reale (wirkliche) Gegenstände - ein
real denkender Mensch; die Realien Mz.
(Tatsachen, wirkliche Dinge); realisierbar
(durchführbar); die Realisierbarkeit; reali¬
sieren: ein Vorhaben realisieren (in die Tat
umsetzen, verwirklichen); die Realisierung;
der Realjsmus (Wirklichkeitssinn); der Rea-
Ijst; die Realjstin; realjstisch: eine realisti-
sehe (sachliche) Einstellung haben - realis¬
tisch (lebensecht) erzählen; die Realität
(Wirklichkeit, tatsächliche Lage); realitäts¬
fern; der Realitätssinn; der Reallohn; die
Realpolitik; die Realschule; der Realwert
(wirklicher Wert)
Re be, d ie: -n (Weinrebe); die Reblaus
(Blattlaus am Weinstock); der Rebstock
(Wein stock)
Rebell franz., der: -en, -en (Aufständischer,
Aufrührer); rebellieren (aufbegehren, sich
widersetzen); die Rebellion (Empörung,
Aufstand); rebellisch: eine rebellische (sich
auflehnende) Jugend - er machte das ganze
Haus rebellisch (versetzte alle in Unruhe)
Rechen, der: -s, - (Gartengerät, Harke); re¬
chen: Laub rechen (zusammenkehren)
# rächen
recherchieren franz. [rescherschiren]: in
einem Mordfall recherchieren (nachfor¬
schen, ermitteln); die Recherche [rescher-
sche]
rechnen: sie hat die Aufgabe falsch gerech¬
net - auf meine Hilfe kannst du rechnen
(zählen) - wir rechnen (zählen) ihn zu den
besten Schülern - mit jedem Pfennig rech¬
nen müssen - drei Stunden für die Fahrt
rechnen (veranschlagen); die Rechenauf¬
gabe; das Rechenbuch; der Rechenfehler;
die Rechenmaschine; die Rechenschaft:
Rechenschaft ablegen (sein Tun rechtferti¬
gen); der Rechenschaftsbericht; der Re¬
chenstift; die Rechenstunde; das Rechen¬
zentrum; der Rechner; rechnerisch; die
Rechnung: auf seine Rechnung kommen
(zufrieden gestellt werden) - einer Sache
Rechnung tragen (etwas berücksichtigen)
Recht, das: -(e)s, -e; das Recht (Gesetz) miss¬
achten - das deutsche Recht - ein Recht
(einen Anspruch) auf Arbeit haben - das ist
mein gutes Recht - mit Recht - Recht ha¬
ben, behalten, bekommen - jemandem
Recht geben - Recht finden, suchen - im
Recht sein - von Rechts wegen (eigentlich)
- mit Fug und Recht - zu Recht (mit Grund)
- Recht sprechen (ein richterliches Urteil
fällen) - auf sein Recht pochen (mit Nach¬
druck auf seinem Recht bestehen); recht:
recht tun - recht sein - ihm geschieht recht
- wenn mir recht ist (wenn ich nicht irre) -
das ist recht und billig - ihr kann man
nichts recht machen - ganz recht (das
stimmt)! - recht herzlichen Dank! - nun
erst recht (trotzdem) - nicht recht bei Sin¬
nen (verwirrt) sein - alles, was recht ist! -
keine rechte Lust haben - er ist der rechte
Mann für diese Aufgabe - bin ich hier recht
(am richtigen Ort)? - das geht nicht mit
rechten Dingen zu - er ist ein rechter
(gehöriger) Taugenichts - was recht ist,
muss recht bleiben - was dem einen recht
ist, ist dem anderen billig; aber: nach dem
Rechten sehen (etwas nachprüfen) - das
Rechte tun - nichts Rechtes können - du
bist mir der Rechte!; das Rechteck; recht¬
eckig; rechtens (mit Recht, rechtmäßig): es
ist rechtens, dass ... - etwas für rechtens
halten; rechtfertigen: seine Entscheidung
rechtfertigen (verteidigen, entschuldigen);
die Rechtfertigung; rechtgläubig (dem
rechten Glauben folgend); die Rechthabe¬
rei; rechthaberisch (besserwisserisch, ei¬
gensinnig); rechtlich: das ist rechtlich
(nach dem gültigen Recht) nicht zulässig;
rechtlos (entrechtet, schutzlos); die Recht¬
losigkeit; rechtmäßig: die rechtmäßige (ge¬
setzliche) Erbin'; die Rechtmäßigkeit; der
Rechtsanspruch; der Rechtsanwalt; die
Rechtsanwältin; rechtschaffen: ein recht¬
schaffener (ehrlicher, anständiger) Mensch -
er muss rechtschaffen (sehr viel) arbeiten;
die Rechtschaffenheit; rechtschreiben; die
Rechtschreibreform; die Rechtschreibung;
rechtserfahren; das Rechtsgefühl; der/die
Rechtsgelehrte; rechtsgültig; rechtskräftig:
ein rechtskräftiges Urteil; rechtskundig; die
Rechtspflege; die Rechtsprechung (Ge¬
richtsbarkeit); der Rechtspruch (Urteil, Rich¬
terspruch); die Rechtssache; der Rechts¬
schutz; die Rechtssicherheit; der Rechts¬
staat; rechtsstaatlich; der Rechtsstreit; der
Rechtsweg; das Rechtswesen; rechtswidrig
(ungesetzlich); rechtwink(e)lig; rechtzeitig
(früh genug, pünktlich)
rechts (r.): nach rechts fahren - rechts von
ihm - von rechts nach links - rechts der
Donau - auf der rechten Hand - rechter
Hand (rechts) - rechts außen spielen - we¬
der rechts noch links schauen (sich nicht
beirren lassen) - nicht mehr wissen, was
rechts und links ist (völlig verwirrt sein); die
Rechte (rechte Seite, rechte Hand): sie sitzt
rcchterseits
268
zu meiner Rechten - er hält ein Buch in sei¬
ner Rechten - mit seiner Rechten blitz¬
schnell zuschlagen; rechterseits (auf der
rechten Seite); der Rechtsabbieger; der
Rechtsaußen: er spielt Rechtsaußen;
rechtshändig; rechtsherum: rechtsherum
gehen; aber: rechts herumgehen; die Rechts¬
kurve; rechtsradikal; der Rechtsradikalis¬
mus; rechtsrum
re cken, sich: er reckt (streckt) sich beim Auf¬
stehen; das Reck (Turngerät); der Recke
(kühner Krieger, Held); die Reckstange
Recorder eng/., der: -s, -; —► Rekorder
Recycling (Re-cyc ling) engl, [risajkling],
das: -s (Wiederverwertung schon benutzter
Rohstoffe); recyceln; das Recyclingpapier
Redakteur franz. [redaktör], der: -s, -e (je¬
mand, der Texte redigiert, bearbeitet); die
Redakteurin; die Redaktion; redaktionell;
der Redaktionsschluss; redigieren: einen
Vortrag redigieren (überarbeiten)
reden: undeutlich reden (sprechen) - sie hat
gut reden - über ihn wird geredet (geklatscht)
- offen über etwas reden - sie redete nicht
mehr mit ihm - von sich reden machen (Auf¬
merksamkeit erregen) - mit sich reden lassen
(zu Zugeständnissen bereit sein); aber: Reden
ist Silber; Schweigen ist Cold; die Rede: eine
Rede (Ansprache) halten - die Rede ist nicht
von dir (es betrifft nicht dich) - wovon war
die Rede? - die wörtliche Rede - es geht die
Rede (man sagt, dass...) - jemandem Rede
und Antwort stehen (sich rechtfertigen) -
nicht der Rede wert (bedeutungslos) sein -
jemanden zur Rede stellen (Rechenschaft
von ihm verlangen) - jemandem in die Rede
fallen (ihn unterbrechen); der Redefluss; die
Redefreiheit; redegewandt: redegewandt
(nicht auf den Mund gefallen) sein; die Rede¬
gewandtheit; die Redensart; das Redepult;
die Rederei (Gerede); der Redeschwall; die
Redetribüne; das Redeverbot; die Redewen¬
dung (feststehende sprachliche Wendung);
der Redner; die Rednerin; redselig (redefreu¬
dig); die Redseligkeit # Reede
red lieh: ein redlicher (zuverlässiger, ehrlicher)
Geschäftsmann - sich redlich (sehr)
bemühen; die Redlichkeit
redundant lat.: (weitschweifig, überflüssig);
die Redundanz
re- du -zie-ren lat.: (vermindern, einschränken,
zurückführen); die Preise auf die Hälfte re¬
duzieren; die Reduktion; die Reduzierung
Ree de, die: -, -n (Ankerplatz, Hafen); der
Reeder (Eigentümer eines Schiffes); die
Reederei (Schifffahrtsunternehmen, Büro
eines Reeders) # Rede ,
re ell franz.: ein reelles (vernünftiges) Angebot
machen - er hat reelle (ehrliche) Absichten
-ein reeller (zuverlässiger) Partner
Reet, das: -s (Schilf, Rohr); das Reetdach
Referat lat., das: -(e)s, -e; ein Referat (einen
Vortrag) halten - er leitet in einer Behörde
ein Referat (ein Sachgebiet); der Referats¬
leiter; der Referendar (Anwärter auf eine
höhere Beamtenlaufbahn); das Referenda¬
riat; die Referendarin; das Referendum
(Volksabstimmung); der Referent: als Refe¬
rent (leitender Sachbearbeiter) arbeiten -
der Referent (Vortragende, Berichterstatter)
hat sehr lange,gesprochen; die Referentin;
referieren (berichten, vortragen)
Referenz lat., die: -, -en; eine gute Referenz
(Empfehlung, Fürsprache) haben
reflektieren lat.: der Spiegel reflektiert die
Sonnenstrahlen (wirft sie zurück) - auf eine
Erbschaft reflektieren (hoffen) - über eine
Frage reflektieren (nachdenken); der Re¬
flektor; der Reflex: der Reflex (Wider¬
schein) des Mondes - gute Reflexe haben
(schnell reagieren); die Reflexbewegung;
die Reflexhandlung; die Reflexion (Überle¬
gung, Betrachtung); reflexiv (rückbezüg¬
lich); das Reflexivpronomen (Sprachlehre:
rückbezügliches Fürwort)
Reform lat., die: -, -en (Verbesserung, Neuge¬
staltung); die Reformation (Umgestaltung
im kirchlichen Bereich, geistige Erneue¬
rung); der Reformator (Erneuerer); reform¬
bedürftig; der Reformer; die Reformerin;
das Reformhaus (Fachgeschäft für natürli¬
che, der Gesundheit dienende Nahrungs¬
mittel); reformieren: die reformierte (erneu¬
erte) Kirche; die Reformierung
Ref-rain (Re-frain) franz. [refrä], der: -s, -s
(Kehrreim)
Re fu gi um lat., das; -s, Refugien (Zufluchts¬
ort, Versteck)
Regal lat., das: -s, -e (Gestell für Bücher oder
Waren)
Regatta ital., die: -, Regatten (Wettfahrt mit
Booten)
269
Rehabilitierung
Reg.-Bez. = Regierungsbezirk
Re gel lat., die: -n; die Regeln (Vorschriften)
im Verkehr beachten - sich nicht an die
Regeln (Gesetze, Übereinkünfte) halten -
das ist nicht die Regel (nicht der Brauch) -
in der Regel (meist, normalerweise) - nach
allen Regeln der Kunst (wie es sich gehört);
regellos; regelmäßig: in regelmäßigen
(gleichen) Abständen - regelmäßig (zu be¬
stimmten Zeiten) seine Medizin nehmen -
er kommt regelmäßig (ständig) zu spät; die
Regelmäßigkeit; regeln: seine Angelegen¬
heiten regeln (in Ordnung bringen); regel¬
recht; die Reg(e)lung; das Regelwerk; re¬
gelwidrig (gegen die Regel, nicht richtig);
die Regelwidrigkeit; der Regler
re-gen: er konnte seine Glieder nicht mehr re¬
gen (bewegen, rühren) - sein Gewissen
regt sich (wird wach) - kein Lüftchen regt
(bewegt) sich mehr - sich regen bringt Se¬
gen; rege: eine rege (lebhafte) Beteiligung-
ein reger (betriebsamer) Verkehr - er ist
geistig noch sehr rege (beweglich); reglos;
regsam; die Regung: keine Regung (keine
Empfindung) zeigen; regungslos; die Re¬
gungslosigkeit
Re-gen, der: -s; im Regen stehen - jemanden
im Regen stehen lassen (in einer schwieri¬
gen Situation allein lassen) - vom Regen in
die Traufe kommen (von einer Schwierig¬
keit in eine noch schlimmere geraten);
regenarm; der Regenbogen; regenbogen¬
farbig; das Regencape [... kep]; das Regen¬
fass; regenglatt; der Regenguss; der Regen¬
mantel; regennass; regenreich; die Regen¬
rinne; der Regenschauer (Regenguss, Sturz¬
regen); der Regenschirm; die Regentonne;
der Regentropfen; das Regenwetter; die
Regenwolke; der Regenwurm; die Regen¬
zeit; regnen: es regnet seit Stunden; regne¬
risch: ein regnerischer Tag
regenerieren lat.: (erneuern, wiederher¬
stellen); die Regeneration; regenerations-
fähig
Regie franz. [reschj], die: Regie (Spiellei¬
tung beim Theater, Film o.Ä.) führen - in
eigener Regie (selbstständig); die Regiean¬
weisung; der Regiefehler; der Regisseur
[reschißör] (Spielleiter); die Regisseurin
re gie ren lat.: über ein großes Volk regieren
(herrschen); aber: der Regierende Bürger-
meister; der Regent (Herrscher, Staatsober¬
haupt); die Regentin; die Regentschaft
(Herrschaft); die Regierung; der Regie¬
rungsbezirk; die Regierungsform; das Re¬
gierungsgebäude; die Regierungspartei;
der Regierungssitz; der Regierungswechsel;
die Regierungszeit; das Regime [rescNm]
(Herrschaft, Regierung); das Regiment
(Herrschaft, Führung, Truppeneinheit): ein
strenges Regiment führen (sehr streng sein)
Re-gi-on lat., die: -, -en (Gegend, Bereich); in
höheren Regionen schweben (in einer
Traumwelt leben); regional: regionale (eine
bestimmte Region betreffende) Nachrich¬
ten; die Regionalliga; das Regionalpro¬
gramm
Re-gjs-ter lat., das: -s, -; im Register (Ver¬
zeichnis) nachschlagen - alle Register zie¬
hen (alle Möglichkeiten ausschöpfen); die
Registertonne (RT) (Raummaß für Schiffe);
die Registratur (Aufbewahrungsstelle für
Akten, Aktenschrank); registrieren: einen
Vorfall nicht registrieren (nicht wahrneh¬
men, bemerken) - seine Einnahmen regis¬
trieren (aufzeichnen); die Registrierkasse;
die Registrierung
Re gle ment (Reg le-ment) franz. [reglemä],
das: -s, -s (Vorschrift, Ordnung); reglemen¬
tieren: jemanden reglementieren (gängeln)
- er hat alles genau reglementiert (festge¬
legt, geregelt)
Regress lat., der: -es, -e (Ersatzanspruch); der
Regressanspruch; regresspflichtig (ersatz¬
pflichtig)
re gu lär lat.: reguläre (festgelegte) Arbeits¬
zeiten - eine reguläre (ordnungsgemäße)
Handlung - ein regulärer (normaler) Flug;
die Regulation (Ausgleich, Wiederherstel¬
lung der Ordnung); regulieren: die Hei¬
zung regulieren (einstellen) - er regulierte
(regelte) den Schaden - einen Bach regulie¬
ren (begradigen); die Regulierung (Rege¬
lung, Begradigung)
Reh, das: -(e)s, -e (kleine Hirschart); der Reh¬
bock; der Rehbraten; rehbraun; das Reh¬
kitz; das Rehwild
rehabilitieren lat.: (jemandes Ehre, Ruf
wiederherstellen); einen ehemaligen Sträf¬
ling rehabilitieren (wieder in die Gesell¬
schaft eingliedern); die Rehabilitation; die
Rehabilitierung
reiben
270
rej-ben: du reibst, er rieb, sie hat gerieben,
reib(e)!; sich die Augen, Hände reiben - sie
reibt sich den Schlaf aus den Augen - blank
reiben (polieren) - der Hemdkragen reibt
(scheuert) am Hals; die Reibe; das Reibei¬
sen; der Reibekuchen (Kartoffelpuffer); die
Reiberei (Streitigkeit); die Reibfläche; die
Reibung; die Reibungselektrizität; rei¬
bungslos: ein reibungsloser (störungsfreier)
Ablauf- alles klappt reibungslos (einwand¬
frei); der Reibungspunkt; der Reibungsver¬
lust; die Reibungswärme; der Reibungswi¬
derstand
reich: reich sein (viel Geld haben, vermögend
sein) - ein reich geschmückter Tisch - ein
reich verzierter Ring - ein reicher Mann -
eine reiche (ergiebige) Ernte - reich an Er¬
fahrungen sein - ein reiches (vielfältiges)
Angebot - ein reich (vielfältig) bebildertes
Buch - reiche (umfassende) Kenntnisse
haben; aber: Arm und Reich - Arme und
Reiche; der/die Reiche; reichhaltig: ein
reichhaltiges Angebot; die Reichhaltigkeit;
reichlich: das Essen war zu reichlich (aus¬
giebig) - sie kam reichlich (ziemlich) spät -
er gab reichlich (viel) Trinkgeld - vor reich¬
lich (mehr als) 20 Jahren; der Reichtum, die
Reichtümer
Reich, das: -(e)s, -e (Gebiet); ein mächtiges
Reich regieren - das Reich des Bösen - das
Reich Gottes - das Römische Reich - im
Reich der Fantasie; die Reichsgrenze; die
Reichsgründung; der Reichskanzler; der
Reichspräsident; die Reichsstadt; der
Reichstag
reichen: sich die Hände reichen (geben) -
soweit das Auge reicht (überall) - jetzt
reicht es mir (ich habe genug) - das Geld
reicht nicht (ist zu wenig) zum Leben - das
Grundstück reicht (erstreckt sich) bis zum
Wald; die Reichweite: etwas in Reichweite
haben (in der Nähe, sodass man es mit der
Hand erreichen kann)
reif: reifes Obst - reif sein, werden - ein reifer
(abgeklärter, besonnener) Mensch - die rei¬
fere (ältere) Jugend - reif für das Irrenhaus -
eine reife (hohen Ansprüchen genügende)
Leistung - reif für den Urlaub sein (ihn sehr
nötig haben); die Reife: die Reife der Trau¬
ben - die innere Reife eines Menschen -
die mittlere Reife (Schulabschluss); reifen:
wegen des Regens reifen die Trauben nur
langsam; die Reifeprüfung; die Reifezeit;
das Reifezeugnis; reiflich: nach reiflicher
(gründlicher) Überlegung; die Reifung; der
Reifungsprozess
Reif, der: -(e)s; am Morgen lag Reif (gefrorener
Tau, Raureif) auf den Feldern; reifen: ges¬
tern hat es gereift; die Reifglätte
Reif, der: -(e)s, -e; einen Reif (ringförmiges
Schmuckstück) aus Gold tragen; der Rei¬
fen: einen Reifen flicken - ein Reifen aus
Plastik - mit Reifen (Spiel- und Sportgerät)
turnen; der Reifendruck; die Reifenpanne;
der Reifenwechsel
Reigen, der: -s, - (Rundtanz); den Reigen
eröffnen (den Anfang machen) - den Rei¬
gen schließen (bei etwas den Abschluss bil¬
den); der Reigentanz
Reihe, die: -, -n; in einer Reihe (Linie) mar¬
schieren - in der letzten Reihe (Stuhlreihe)
sitzen - eine Reihe (Menge) von Versuchen
- an der Reihe sein - an die Reihe kommen
- außer der Reihe - der Reihe nach (einer
nach dem anderen) - in Reih und Glied (in
strenger Ordnung) - aus der Reihe tanzen
(sich nicht einordnen); reihen: es reihte sich
Wagen an Wagen; die Reihenfolge; das Rei¬
henhaus; die Reihensiedlung; die Reihen¬
untersuchung; reihenweise (massenhaft, in
großer Zahl); reihum; die Reihung
Reiher, der: -s, - (Schreitvogel)
Reim, der: -(e)s, -e (gleich klingender Ausgang
von Versen); sich keinen Reim auf etwas
machen können (etwas nicht begreifen);
die Reimart; reimen: das Gedicht reimt
sich nicht; das Reimwort
rein: reiner (unvermischter) Wein - etwas rein
machen; aber: das große Rein(e)machen -
reine (saubere) Wäsche - sich rein wa¬
schen (seine Unschuld beweisen) - die
reine Wahrheit sagen - ein reines Gewis¬
sen haben - ein reiner Zufall - rein persön¬
lich; aber: einen Aufsatz ins Reine schrei¬
ben - etwas ins Reine bringen (klären) - mit
jemandem ins Reine kommen (mit jeman¬
dem einig werden); das Rein(e)machen;
die Rein(e)machefrau; der Reinerlös; auch:
der Reinertrag; rein(e)weg (ganz und gar);
der Reinfall (Fehlschlag, Enttäuschung); das
Reingewicht; der Reingewinn; reingolden:
eine reingoldene Uhr; auch: rein golden;
271
Rekorder
die Reinhaltung; die Reinheit; reinigen
(säubern); die Reinigung; reinlich (sauber);
die Reinlichkeit; reinrassig; die Reinrassig¬
keit; die Reinschrift; reinseiden; auch: rein
seiden; reinwollen (aus reiner Wolle);
auch: rein wollen
rein: (herein, hinein); der Reinfall; reinfallen;
reinlegen: jemanden reinlegen (betrügen);
reinstecken
Reineke, der: -s (Name des Fuchses in der
Tierfabel); Reineke Fuchs
Reis ind., der: -es; Reis (asiatische Getreideart)
anbauen - sich von Reis ernähren; der
Reisbau; der Reisbrei; das Reisfeld; das
Reiskorn
Reis, das: -es, -er (Zweiglein); das Reisig
(Zweigholz, dürres Holz); der Reisigbesen;
das Reisigbündel
reisen: ans Meer reisen - mit dem Flugzeug
reisen; die Reise: auf Reisen sein, gehen -
eine Reise in die Vergangenheit - seine
letzte Reise antreten (sterben); das Reisean¬
denken; der Reisebegleiter; die Reisebe¬
gleiterin; das Reisebüro; der Reisebus; rei¬
sefertig; das Reisefieber; der Reiseführer;
das Reisegepäck; die Reisekosten Mz.; das
Reiseland; der Reiseleiter; die Reiseleite¬
rin; die Reiselektüre; die Reiselust; reiselus¬
tig; der/die Reisende; der Reisepass; der
Reiseprospekt; der Reiseproviant; die Reise¬
route [... rute]; der Reisescheck; der Reise¬
tip; der Reiseverkehr; die Reisewelle; das
Reiseziel # reißen
reißen: du reißt, er riss, sie hat gerissen,
reiß(e)!; einen Zettel in Stücke reißen - das
Seil reißt-sich an einem Nagel reißen (ver¬
letzen) - jemandem etwas aus der Hand
reißen - hin- und hergerissen sein (sich
nicht entscheiden können) - der Hund hat
sich von der Leine gerissen - sich um etwas
reißen (sich sehr darum bemühen); Reißaus:
Reißaus nehmen (weglaufen); das Rei߬
brett; das Reißen (Gliederschmerzen, Rheu¬
matismus); reißend: ein reißender (wilder)
Fluss - eine Ware geht reißend weg (ist sehr
begehrt); der Reißer (spannender, etwas
oberflächlicher und erfolgreicher Roman
oder Film; Ware, die leichten Absatz findet);
reißerisch: eine reißerische (auffallende,
knallige) Überschrift; reißfest: ein reißfester
Stoff; die Reißfestigkeit; die Reißleine; der
Reißnagel; der Reißverschluss; das Reiß-^
zeug (alle Geräte fürs technische Zeichnen);
die Reißzwecke (kurzer Nagel mit flachem,
breitem Kopf) # reisen
reiten: du reitest, er ritt, sie ist geritten,
reit(e)!; auf einem Pferd reiten; die Reit¬
bahn; der Reiter; die Reiterei; die Reiterin;
reiterlich; der Reitersmann; die Reitpeit¬
sche; das Reitpferd; die Reitschule; der
Reitsport; der Reitstall; das Reittier; das
Reitturnier
rei-zen: sehr gereizt (ärgerlich, zornig) sein -
jemanden bis aufs Blut reizen (ärgern, ra¬
send machen) - meine Augen sind vom
Rauch gereizt - die Aufgabe reizt mich
(lockt mich, fordert mich heraus); der Reiz:
der Reiz (Zauber) des Neuen - er ist ihren
Reizen (ihrer Schönheit, Anziehungskraft)
verfallen; reizbar: er ist sehr reizbar (leicht
erregbar, aufbrausend); die Reizbarkeit;
reizend: ein reizendes (sehr nettes) Kind;
der Reizhusten; das Reizklima; reizlos; die
Reizlosigkeit; das Reizmittel; die Reizüber¬
flutung; die Reizung; reizvoll; das Reiz¬
wort
re ka pi tu lie ren lat.: (zusammenfassen,
sich noch einmal vergegenwärtigen); die
Rekapitulation
rekeln: —► räkeln
Reklame lat., die: -, -n; für etwas Reklame
(Werbung) machen; reklamehaft; das Re¬
klameplakat; der Reklamerummel; der Re¬
klametrick
reklamieren lat.: eine Ware reklamieren
(beanstanden) - er reklamierte nicht (erhob
keine Einwände); die Reklamation (Be¬
schwerde, Einspruch)
re kon stru ie ren (re kons tru ie ren, re-
konstruieren) lat.: ein Bauwerk rekon¬
struieren (wiederherstellen, nachbilden) -
der Vorgang des Unfalls wurde rekonstru¬
iert (nachgebildet); die Rekonstruierung;
die Rekonstruktion
Rekord engl., der: -(e)s, -e; einen Rekord
(eine Höchstleistung) aufstellen; der Re¬
kordbesuch; das Rekordergebnis; die Re¬
kordernte; der Rekordhalter; die Rekord¬
halterin; der Rekordversuch
Rekorder engl., der: -s, - (Gerät zur Auf¬
zeichnung und Wiedergabe von Tonauf¬
nahmen); auch: der Recorder
Rekrut
272
Rekrut (Rekrut) franz., der: -en, -en (Soldat
in der ersten Ausbildungszeit); die Rekru¬
tenzeit; rekrutieren: Arbeitskräfte rekrutie¬
ren (beschaffen); die Rekrutierung
Rektor lat., der: -s, Rektoren (Leiter einer
Schule); das Rektorat (Amt, Amtszeit,, Amts¬
zimmer eines Rektors); die Rektorin
Relais franz. [relä], das: -, - (elektrische
Schalteinrichtung); die Relaisstation
Relation lat., die: -en; der Preis steht in
keiner Relation (in keinem angemessenen
Verhältnis) zur Qualität der Ware; relativ:
er ist relativ (im Vergleich zu anderen) klein
- ein relativ (verhältnismäßig) günstiger
Preis - das trifft nur relativ (bedingt) zu; re¬
lativieren (einschränken, abschwächen);
die Relativierung; die Relativität (einge¬
schränkte Gültigkeit, Bedingtheit); das Re¬
lativpronomen (bezügliches Fürwort); der
Relativsatz
relevant lat. [relewant]: das ist ein relevantes
(bedeutsames, wichtiges) Problem; die Re¬
levanz (Wichtigkeit in einem bestimmten
Zusammenhang)
Relief franz., das: -s, -s/-e (plastisches, über
eine Fläche herausstehendes Bild); reliefar¬
tig; die Reliefkarte
Religion lat., die: -, -en (Glaube, Bekennt¬
nis); das Religionsbekenntnis; die Religi¬
onsfreiheit; die Religionslehre; die Religi¬
onsstunde; der Religionsunterricht; religiös
(fromm, gläubig): die religiöse Erziehung;
die Religiosität (Frömmigkeit, Gottesfurcht)
Re-Ijkt lat., das:.-(e)s, -e (Rest, Überbleibsel)
Re ling, d ie: -, -s/-e (Schiffsgeländer)
Re li quie lat. [relikwje], die: -n (Überrest
von einem Heiligen, z. B. Knochen, Kleider
o.Ä.); der Reliquienschrein (Behältnis für
Reliquien); die Reliquienverehrung
remis franz. [remj]: (unentschieden, punkt¬
gleich); das Remis
Re mou la de franz. [remulade], die: -, -n
(Kräutermajonäse)
rempeln: seinen Banknachbarn rempeln
(stoßen, wegdrängen); die Rempelei; der
Rempler
Ren skand., das: -s, -s (Hirschart); das Rentier;
die Rentierflechte
Re nais sance franz. [renäßäß], die: -, -n
(Wiederaufleben der Antike, Erneuerung);
die Renaissancezeit
Ren dez vous franz. [rädewu], das: -; ein
Rendezvous (Treffen) haben
Rendite ital., die: -, -n (Ertrag, Zinsertrag)
renitent franz.: ein renitenter (widerspensti¬
ger) Mensch; die Renitenz
rennen: du rennst, er rannte, sie ist gerannt,
renn(e)!; über die Straße rennen (laufen) -
sie ist gegen die Tür gerannt - jemanden
über den Haufen rennen (umstoßen); das
Rennauto; die Rennbahn; das Rennen: an
einem Rennen teilnehmen - das Rennen
machen (gewinnen) - jemanden aus dem
Rennen werfen (ihn übertreffen) - gut im
Rennen liegen (gute Aussichten auf Erfolg
haben); der Renner: das Buch ist ein Ren¬
ner (es ist sehr gut verkäuflich); der Renn¬
fahrer; die Rennfahrerin; das Rennpferd;
die Rennpiste; das Rennrad; der Renn¬
sport; die Rennstrecke; der Rennwagen
renommiert franz.: ein renommierter
(berühmter) Künstler - ein renommiertes
(angesehenes) Geschäft; das Renommee
(Ansehen, Ruf); renommieren (prahlen);
der Renommjst (Angeber, Prahlhans)
re no vie ren lat. [renowi/en]: ein Gebäude
renovieren (erneuern, neu herrichten); die
Renovierung
Rente franz., die: -, -n; in Rente (Pension) ge¬
hen - er hat eine kleine Rente (ein kleines
Ruhegeld); rentabel: eine rentable (einträg¬
liche, lohnende) Beschäftigung; die Renta¬
bilität; der Rentier [rentje] (Rentner); sich
rentieren: die Arbeit rentiert (lohnt) sich
nicht; der Rentner; die Rentnerin
Reparatur lat., die: -, -en (Ausbesserung,
Erneuerung); reparabel (wiederherstellbar);
die Reparationen Mz. (Kriegsentschädi¬
gungen); reparaturanfällig; reparaturbe¬
dürftig; die Reparaturkosten Mz.; die Re¬
paraturwerkstätte; reparieren: ein Auto
reparieren (instand setzen) - er repariert
(behebt) den Schaden
Repertoire franz. [repertoar], das: -s, -s (ein¬
geübte Stücke wie z. B. Bühnenrollen, Mu¬
sikstücke o.Ä., die jederzeit gespielt wer¬
den können)
Report franz., der: -(e)s, -e (Mitteilung, Be¬
richt); die Reportage [reportasche]: eine
Reportage (einen Bericht für Presse, Rund¬
funk oder Fernsehen) machen; der Repor¬
ter (Berichterstatter); die Reporterin
273
Restaurant
repräsentieren (ranz.: er repräsentiert (ver¬
tritt) eine große Firma - er kann gut reprä¬
sentieren (in der Öffentlichkeit auftreten);
der Repräsentant (Vertreter, Bevollmächtig¬
ter); das Repräsentantenhaus (Abgeordne¬
tenhaus); die Repräsentanz; die Repräsenta¬
tion; repräsentativ: repräsentative (ansehn¬
liche) Räume - eine repräsentative (für eine
Gesamtmenge stel Ivertretende) Umfrage;
die Repräsentativumfrage
Repressalie lat. [repressive], die: -n
(Druckmittel, Vergeltungsmaßnahme); die
Repression (Unterdrückung); repressiv
Re*prjnt engl., der: -s, s (unveränderter Nach¬
druck, Neudruck)
reproduzieren lat.: (wiedergeben, nach¬
bilden); die Reproduktion; auch: das Re¬
pro; reproduktiv (nachbildend, nachschaf¬
fend)
ReptH franz., das: -s, -ien (wechselwarmes
Kriechtier)
Re pu blik (Re pub lik) franz., die: -, -en
(Staatsform, bei der die Regierenden vom
Volk gewählt werden); der Republikaner;
die Republikanerin; republikanisch
Reputation lat., die: - (Ruf, Aussehen); re-
putierlich (achtbar, ordentlich, ansehnlich)
Requiem lat. [rekwiäm], das: -s, -s (Toten¬
messe)
requirieren lat.: Lebensmittel im Krieg re¬
quirieren (beschlagnahmen, wegnehmen);
die Requisition
Requisit lat., das: -(e)s, -en (Ausstattungszu¬
behör bei Film oder Theater, Arbeitsgerät);
die Requisitenkammer
reservieren lat.: [reserw[ren] Plätze reser¬
vieren (freihalten, belegen, vormerken);
das Reservat [...wat] (abgegrenztes Gebiet
für gefährdete Tierarten, Schutzgebiet für
bestimmte Volksgruppen, z.B. Indianer);
auch: die Reservation; die Reserve: eine
Reserve (einen Vorrat) an Lebensmitteln ha¬
ben - in der Reserve (Ersatzmannschaft)
spielen - stille Reserven (Geldrücklagen)
haben - jemanden aus der Reserve locken
(ihn dazu bringen, seine Zurückhaltung
aufzugeben); der Reserveoffizier; das
Reserverad; der Reservereifen; der Reser¬
vespieler; die Reservespielerin; der Reser¬
vetank; die Reserveübung; reserviert: sich
reserviert (zurückhaltend, abweisend) ver¬
halten; die Reservierung; der Reservjst
(Reservesoldat); das Reservoir [reserwoar]
(Speicher, Vorrat)
Residenz lat., die: -, -en (Sitz eines Herr¬
schers oder Staatsoberhauptes, Haupt¬
stadt); die Residenzstadt; residieren: der
Bundespräsident residiert in Berlin
re sig nie ren (re si gnie ren) lat.: (aufge¬
ben, entmutigt sein, verzagen); die Resig¬
nation (das Sichzufriedengeben, verzich¬
tende Haltung)
resistent lat.: (widerstandsfähig, unempfind¬
lich); die Resistenz
resolut lat.: eine resolute (entschlossene,
energische) Person; die Resolutheit; die Re¬
solution (Beschluss, Entschließung)
Resonanz lat., die: -, -en (Anklang, Wider¬
hall); keine Resonanz (Zustimmung) fin¬
den; der Resonanzkörper
resozialisieren lat.: (wieder in die Ge¬
sellschaft eingliedern); die Resozialisation;
die Resozialisierung
Respekt (Respekt) franz., der: -(e)s; sich
Respekt (Achtung, Ansehen) verschaffen;
respektabel (angesehen, ansehnlich); re¬
spektieren: eine Entscheidung respektieren
(anerkennen) - seine Persönlichkeit wird
von allen respektiert (geachtet); respektier-
lich (ansehnlich); respektlos (abfällig); die
Respektlosigkeit; die Respektsperson; re¬
spektvoll
Ressort franz. [reßor], das: -s, -s (Amts-, Ge¬
schäftsbereich); der Ressortchef; der Res¬
sortleiter
Ressourcen Mz. franz. [resursen], die: -
(Hilfsmittel, Rohstoffvorräte)
Rest lat., der: -(e)s, -e (Überbleibsel); der Rest
der Mahlzeit - den Rest des Tages faulenzen
- er ging den Rest des Weges zu Fuß - der
Rest der Welt (alle anderen) - billige Reste
(Stoffreste) kaufen - der Rest ist Schweigen
(es ist nichts mehr zu sagen) - jemandem den
Rest geben (ihn zugrunde richten); der Rest¬
bestand; der Restbetrag; der Resteverkauf;
die Restgruppe; restlich: das restliche
(übrige, verbleibende) Geld; aber: das Restli¬
che; restlos: restlos (ganz und gar) verschul¬
det sein; der Restposten; das Restrisiko; die
Reststrafe; die Restsumme; der Resturlaub
Res tau rant (Re stau rant) franz. [restora],
das: -s, -s (Speiselokal, Gaststätte)
restaurieren
274
res tau rie ren (re stau rie ren) lat.: ein
Kunstwerk restaurieren (wiederherstellen,
erneuern) - sich nach der Anstrengung
schnell wieder restaurieren (stärken, erfri¬
schen); die Restauration (Wiederherstel¬
lung von früheren Ordnungen bzw. Ver¬
hältnissen); der Restaurator (jemand, der
Kunstwerke restauriert); die Restaurierung
restriktiv (restriktiv) lat.: restriktive (ein¬
schränkende, einengende) Maßnahmen;
die Restriktion (Beschränkung, Vorbehalt)
Resultat franz., das: -(e)s, -e; das Resultat
(Ergebnis, Lösung) einer Rechnung - er hat
ein gutes Resultat erreicht; resultieren (sich
ergeben, zur Folge haben)
Re sü mee franz., das: -s, -s (Zusammenfas¬
sung, Ergebnis); ein Resümee ziehen; resü¬
mieren (zusammenfassen, feststellen)
retardieren lat.: (verzögern, hinausschie¬
ben, hemmen); retardiert (in der Entwick¬
lung zurückgeblieben)
Retorte franz., die: -, -n (Laborgefäß); aus
der Retorte (auf künstliche Weise herge¬
stellt); das Retortenbaby (ein durch künstli¬
che Befruchtung gezeugtes Kind)
retten: er hat sie vor dem Ertrinken gerettet -
sich ins Ziel retten (es mit Mühe gerade
noch erreichen) - seine Habe vor dem
Brand retten (in Sicherheit bringen) - er
konnte sich vor Glückwünschen kaum
noch retten (er wurde von ihnen überschüt¬
tet) - nicht mehr zu retten (vollkommen
verrückt) sein; der Retter; die Retterin; die
Rettung; die Rettungsaktion; der Rettungs¬
anker; das Rettungsboot; der Rettungs¬
dienst; rettungslos: rettungslos (ohne Aus¬
sicht auf Abhilfe) verschuldet sein; die
Rettungsmannschaft; der Rettungsring; das
Rettungsschwimmen; die Rettungsstation
Rettich lat., der: -s, -e (Pflanze mit einer rü¬
benförmig verdickten Wurzel)
Return engl, [ritörn], der: -s, -s (Rückschlag
im Tennis)
Retusche franz., die: -, -n (nachträgliche Än¬
derung des Originals); retuschieren: ein
Foto retuschieren (nachträglich verändern)
reuen: der Kauf reut mich nicht (ich be¬
dauere ihn nicht); die Reue: er zeigte vor
Gericht keine Reue; reuevoll; reuig: ein
reuiger Sünder; reumütig: reumütig (be¬
schämt) kehrte er zurück; die Reumütigkeit
Reu se, die: -, -n (Korb zum Fischfang)
re van chie ren, sich franz. [rewäschiren]: (sich
rächen, sich erkenntlich zeigen, danken);
die Revanche (Vergeltung, Rache)
Re ve renz lat. [rewerents], die: -, -en; je¬
mandem seine Reverenz (Ehrerbietung,
Achtung) erweisen
Re •vers franz. [rewär], das/der: -, - (Mantel¬
oder Jackenaufschlag, Besatz)
reversibel lat. [rewersibel]: (umkehrbar);
die Reversibilität
revidieren lat. [rewidi/en]: die Kasse revi¬
dieren (prüfen) - er revidierte (berichtigte,
änderte) seine Meinung; die Revision: eine
Revision (Kontrolle, Überprüfung) durch¬
führen - er ging vor Gericht in die Revision
(Berufung); der Revisor (Prüfer, Aufsichts¬
beamter)
Revier niederI. [rewir], das: -s, -e; das ist mein
Revier (Bezirk, Tätigkeitsbereich) - der Jä¬
ger geht in sein Revier (Jagdgebiet) - sich
auf dem Revier (einer Polizeidienststelle)
melden - im Revier (Abbaugebiet im Berg¬
bau) arbeiten; der Revierförster
Revolte franz. [rewolte], die: -, -n (Aufstand,
Aufruhr, Reform); revoltieren: gegen die
Wachmannschaft revoltieren (sich aufleh¬
nen, empören) - eine revoltierende (aufbe¬
gehrende, protestierende) Jugend; die Re¬
volution (Umwälzung, Umsturz): die
industrielle Revolution; revolutionär: eine
revolutionäre (bahnbrechende) Erfindung-
eine revolutionäre Mode; der Revolu¬
tionär; revolutionieren; die Revolutionje-
rung; der Revoluzzer (jemand, der sich wie
ein Revolutionär gebärdet)
Revolver engl, [rewolwer], der: -s, - (mehr-
schüssige Handfeuerwaffe); das Revolver¬
blatt (eine reißerisch aufgemachte Zei¬
tung); der Revolverheld
Revue franz. [rewü], die: -, -n; sich eine Re¬
vue (Bühnendarbietung) ansehen - eine
Revue (Zeitschrift) lesen - etwas Revue pas¬
sieren lassen (sich etwas vorstellen, verge¬
genwärtigen); der Revuefilm; das Revuegirl
[rewügörl]
Re zen si on lat., die: -, -en (kritische Bespre¬
chung von neuen Büchern, Theaterauf¬
führungen, Filmen); der Rezensent (Verfas¬
ser einer Rezension); rezensieren: einen
Film rezensieren (kritisch besprechen)
275
Riemen
Rezept lat, das: -(e)s, -e; Rezepte (Kochan¬
leitungen) sammeln - der Arzt stellt ein Re¬
zept (Arzneiverordnung) aus; der Rezept¬
block; rezeptfrei; die Rezeptpflicht; rezept¬
pflichtig; die Rezeptur (Zusammenstellung
von Arzneimitteln, Nahrungsmitteln o.Ä.
nach einer Anweisung)
Rezeption lat., die: -en (Anmeldung,
Empfangshalle in einem Hotel); rezeptiv
(aufnehmend, empfangend)
Rezession lat., die: -, -en (Rückgang des
wirtschaftlichen Wachstums, Verminde¬
rung); rezessiv: rezessive (nicht in Erschei¬
nung tretende) Maßnahmen
re zi prok (reziprok) lat.: (wechselseitig,
abwechselnd, aufeinander bezogen)
Rezitation lat., die: -, -en (Vortrag einer
Dichtung); der Rezitator; die Rezitatorin;
rezitieren: ein Gedicht rezitieren
Rhabarber griech., der: -s (Heil- und Nutz¬
pflanze); der Rhabarberkuchen
Rheinland-Pfalz (Land der Bundesrepublik
Deutschland); rheinisch; das Rheinland;
rheinländisch; rheinland-pfälzisch
Rhetorik griech., die: - (Redekunst); rheto¬
risch: rhetorisch (die Redeweise betreffend)
war der Redner sehr gut - eine rhetorische
(rein um der Wirkung willen gestellte)
Frage
Rheuma griech., das: -s; an Rheuma (Erkran¬
kung der Gelenke, Muskeln, Sehnen, Ner¬
ven) leiden; das Rheumabad; die Rheuma¬
decke; der Rheumatiker; die Rheuma¬
tikerin; rheumatisch; der Rheumatismus,
die Rheumatismen; die Rheumawäsche
Rhi •nozeros griech., das: -/-ses, -se (Nas¬
horn, Dummkopf)
Rho do den dron (Rho do dend ron) griech.,
der/das: -s, Rhododendren (Zierpflanze)
Rhomboid griech., der: -(e)s, -e (Parallelo¬
gramm mit paarweise ungleichen Seiten);
der Rhombus, die Rhomben (gleichseitiges
Parallelogramm, Raute); rhombisch (rau¬
tenförmig)
Rhythmus griech., der: -, Rhythmen (Gleich¬
takt, gleichmäßige Bewegung); ein schnel¬
ler Rhythmus; die Rhythmik; rhythmisch:
ein rhythmisches (gleichmäßiges) Stamp¬
fen; rhythmisieren
richten: den Blick nach oben richten (len¬
ken) - er richtet (repariert) den Kühlschrank
- Fragen an jemanden richten (stellen) -
sich nach den Gesetzen richten - über je¬
manden richten (urteilen) - das Frühstück
richten (herrichten) - die Antenne richten
(richtig einstellen) - der Verdacht richtet
(wendet) sich gegen dich - er hat sich
selbst gerichtet (er beging Selbstmord) - je¬
manden zugrunde richten (ruinieren); der
Richter; die Richterin; richterlich; der
Richterspruch; das Richtfest (Feier der Ar¬
beiter nach der Fertigstellung des Roh¬
baus); richtig: den richtigen Weg einschla-
gen - ein Wort richtig (fehlerlos) schreiben
- richtig sein (stimmen) - etwas richtig stel¬
len (berichtigen) - etwas richtig machen -
mit etwas richtig liegen - das ist der rich¬
tige (passende) Zeitpunkt - einen richtigen
(ordentlichen) Beruf haben - richtig (regel¬
recht) wütend werden; aber: das Richtige
machen - das ist für mich das Richtigste -
im Lotto fünf Richtige haben - sie hat den
Richtigen (den passenden Mann) gefunden
- nicht ganz richtig im Kopf (verrückt) sein;
richtigerweise; richtiggehend (genau, ge¬
radezu): sie war richtiggehend böse; aber:
eine richtig gehende Uhr; die Richtigkeit;
die Richtigstellung; die Richtlinie; die
Richtschnur (Regel); der Richtspruch; die
Richtstätte (Hinrichtungsplatz); die Rich¬
tung; richtunggebend; der Richtungs¬
kampf; richtungslos; die Richtungslosig-
keit; richtungweisend; der Richtwert; die
Richtzahl
riechen: du riechst, er roch, sie hat gero¬
chen, riech(e)!; an einer Blume riechen - es
riecht (duftet) hier gut - jemanden nicht rie¬
chen können (ihn unausstehlich finden);
der Riecher: einen guten Riecher haben (ei¬
nen guten Spürsinn haben, etwas richtig
einschätzen); das Riechorgan
Ried, das: -(e)s, -e (Schilf)
Rle-ge, die: -, -n (Turnergruppe); das Riegen¬
turnen
Rle-gel, der: -s, -; den Riegel (Verschluss) öff¬
nen - ein Riegel (Stück) Schokolade - einer
Sache einen Riegel vorschieben (sie unter¬
binden); riegeln
Riemen lat., der: -s, - (Lederband, Ruder);
den Riemen enger schnallen (sich ein¬
schränken) - sich am Riemen reißen (zu¬
sammennehmen)
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Riese
276
Rie •se, der: -n, -n (besonders großer Mensch,
Märchen- und Sagengestalt); die Riesen¬
dummheit; der Riesenerfolg; die Riesen¬
felge (Turnübung); riesengroß; riesenhaft;
der Riesenhunger; das Riesenrad; die Rie¬
senschlange; der Riesenskandal; der Rie¬
senslalom; der Riesenspaß; riesenstark; rie¬
sig (gewaltig): riesig groß; die Riesin
rieseln: der Kalk rieselt (fällt in kleinen
Stückchen) von den Wänden - Wasser rie¬
selt (fließt sacht, rinnt) über die Steine
Rjff, das: -(e)s, -e (Meeresklippe, Felsen)
rigide lat.: rigide (strenge) Verbote - rigide
(starr) an etwas festhalten; auch: rigid
rigoros lat.: rigoros (streng, unnachgiebig,
rücksichtslos) durchgreifen - rigorose (radi¬
kale) Maßnahmen ergreifen; die Rigorosität
Rjkscha jap., die: -s (von einem Mann ge¬
zogener Mietwagen in Süd- und Ostasien)
Rjl-Ie, die: -, -n (lange, schmale Vertiefung;
Kerbe, Rinne); Rillen im Glas
Rjnd, das: -(e)s, -er (Nutztier); der Rinderbra¬
ten; auch: der Rindsbraten; die Rinder¬
herde; die Rinderpest; die Rinderzucht;
das Rindfleisch; das Rind(s)leder; das
Rindvieh
Rjn-de, die: -, -n (Borke, Kruste, Schale)
Ring, der: -(e)s, -e; einen goldenen Ring am
Finger tragen - an den Ringen turnen - die
Händler schlossen sich zu einem Ring (ei¬
ner Vereinigung) zusammen; das Ring¬
buch; sich ringeln (sich winden, schlingen,
drehen): der Schwanz eines Schweins ist
geringelt; die Ringelnatter (eine ungiftige
Schlange); der Ringelpiez (Tanzvergnügen);
der Ringelreigen (Rundtanz); das Ringel¬
spiel (Karussell); die Ringfahndung (Gro߬
fahndung der Polizei); der Ringfinger; ring¬
förmig; der Ringgraben; rings: er ist rings
(von allen Seiten) von Zuschauern umge¬
ben; ringsherum; die Ringstraße; ringsum
(rundherum, überall); ringsumher; der
Ringwall
rjn-gen: du ringst, er rang, sie hat gerungen,
ring(e)!; mit dem Gegner ringen (kämpfen,
raufen) - er rang mit dem Tode - nach Aner¬
kennung ringen (danach streben); der Ring:
er verließ den Ring (Boxring) als Sieger; das
Ringen (Kampf); der Ringer; der Ringkampf;
der Ringkämpfer; der Ringrichter
rjn-nen: er rann, sie ist geronnen; das Wasser
rinnt (fließt) über die Felsen - das Geld
rinnt ihnen durch die Finger (sie geben es
schnell und unüberlegt aus); die Rinne
(Furche, Vertiefung, Graben); das Rinnsal
(Bächlein); der Rinnstein (Bordstein)
Rippe, die: -, -n (Knochen zwischen Wirbel¬
säule und Brustbein); er hat sich beim Un¬
fall mehrere Rippen gebrochen; das Ripp¬
chen; der Rippenbruch; das Rippenfell; die
Rippenfellentzündung; der Rippenstoß; das
Rippenstück^
Risiko, ital., das: -s, -s/Risiken; ein großes
Risiko (Wagnis) auf sich nehmen; der Risi¬
kofaktor; risikofrei; risikofreudig; risikolos;
risikoreich; riskant: ein riskantes (gefährli¬
ches) Unternehmen; riskieren: er riskiert
(wagt) nichts - Kopf und Kragen riskieren
(alles aufs Spiel setzen)
Rjspe, die; -, -n (Blütenstand); rispenförmig;
das Rispengras
Rjss, der: -es, -e; ein Riss in der Hose - im
Mauerwerk sind tiefe Risse (Sprünge); riss¬
fest; rissig (aufgesprungen, rau)
Rjst, der: -es, -e (Fuß-, Handrücken)
Rjtt, der: -(e)s, -e; ein schneller Ritt zu Pferde;
der Ritter (mittelalterlicher Krieger); die
Ritterburg; das Ritterkreuz (Orden als Aus¬
zeichnung); ritterlich: sich ritterlich (fair,
zuvorkommend) benehmen; die Ritterlich¬
keit; der Ritterorden; die Ritterrüstung; die
Ritterschaft; der Ritterschlag; das Ritter¬
spiel; der Rittersporn (Pflanze); das Ritter¬
tum; die Ritterzeit; rittlings: rittlings (wie
ein Reiter) auf dem Stuhl sitzen; der Ritt¬
meister
Ritual lat., das: -s, -e/-ien (religiöse Hand¬
lung, Brauch); der Ritualmord (Mord auf
Grund eines religiösen Kultes); rituell; der
Ritus, die Riten: nach überliefertem Ritus
(Brauch)
Rjtz, der: -es, -e (Kerbe, Spalte, Riss); der
Wind pfeift durch die Ritzen; auch: die
Ritze; ritzen: seinen Namen in die
Baumrinde ritzen - er ritzte (verletzte, riss)
sich; der Ritzer (kleine Schramme)
Ri •vale franz. [riwale], der: -n, -n (Mitbewer¬
ber, Gegner, Nebenbuhler); die Rivalin; ri¬
valisieren (wetteifern, konkurrieren); die
Rivalität
Rizinus lat., der: -, -/-se (Heilpflanze); das
Rizinusöl (Abführmittel)
277
Römer
r.-k. = römisch-katholisch
Roastbeef engl, [roßtbif], das: -s, -s (gebrate¬
nes Rippenstück vom Rind, Rostbraten)
robben: (sich kriechend fortbewegen); die
Robbe (Seesäugetier); der Robbenfänger;
das Robbenfell; die Robbenjagd
Robe franz., die: -, -n (Amtstracht, festliches
Kleid)
Roboter tschech., der: -s, - (elektronisch ge¬
steuerter Automat, Maschinenmensch); ro¬
boterhaft
robust lat.: er hat eine robuste (kräftige, sta¬
bile) Gesundheit - ein robustes (stabiles,
widerstandsfähiges) Material; die Robust¬
heit
röcheln: (keuchend atmen)
Rochen, der: -s, - (Meeresraubfisch)
Rock, der: -(e)s, Röcke (Kleidungsstück für
Frauen, Jacke des Männeranzugs); das
Röckchen; die Rocktasche; der Rockzipfel:
am Rockzipfel der Mutter hängen (un¬
selbstständig sein)
Rock amerik., der: -(s) (Musikrichtung); der
Rock and Roll [roknrol] (amerikanischer
Tanz); auch: der Rock'n' Roll; rocken (Rock
spielen, nach Rockmusik tanzen); der
Rocker (Angehöriger einer jugendlichen
Bande, Halbstarker); die Rockerbande; das
Rockfestival; die Rockmusik; der Rocksän¬
ger; die Rocksängerin; der Rockstar
rodeln: (Schlitten fahren); der Rodel; die Ro¬
delbahn; der Rodelschlitten; der Rodler;
die Rodlerin
roden: den Wald roden (Bäume fällen, den
Wald urbar machen); die Rodung
Ro-gen, der: -s, - (Fischeier); der Rogener
(weiblicher Fisch)
Roggen, der: -s (Getreideart); das Roggen¬
brot; das Roggenfeld; das Roggenmehl
roh: ein roher (unbehauener) Balken - er ist
ein roher (grober, brutaler) Mensch - rohes
(ungekochtes) Fleisch essen; aber: im
Rohen (fertig) sein; der Rohbau; der Roh¬
entwurf; das Roherzeugnis; die Rohfas¬
sung; das Rohgewicht; die Rohheit; die
Rohkost (ungekochte Pflanzenkost); der
Rohling (roher, brutaler Mensch; unbear¬
beitetes Werkstück); das Rohöl; rohseiden;
der Rohstoff (Naturstoff, Rohmaterial)
Rohr, das: -(e)s, -e (hohle Röhre, Schilf¬
pflanze); aus allen Rohren (Geschützroh¬
ren) feuern; der Rohrbruch; die Röhre: das
Essen steht in der Röhre (Bratröhre) - in die
Röhre gucken (leer ausgehen, nichts be¬
kommen; fernsehen); röhren (schreien,
brüllen); röhrenförmig; das Röhricht
(Schilfdickicht); die Rohrleitung; der Röhr¬
ling (Pilz); die Rohrpost; der Rohrspatz
(Vogel): schimpfen wie ein Rohrspatz (laut
und erregt schimpfen); der Rohrstock; der
Rohrstuhl; die Rohrzange; der Rohrzucker
Rokoko franz., das: -s (Kunstrichtung im 18.
Jahrhundert); der Rokokostil; die Rokoko¬
zeit
Rolle, die: -n; sie spielte im Film die Rolle
(Person, Figur), der Königin - er hat seine
Rolle (seinen Rollentext) nicht gelernt -
eine Rolle spielen (bedeutsam, wichtig
sein) - aus der Rolle fallen (sich ungehörig
benehmen); das Rollenspiel; das Rollen¬
verhalten; die Rollenverteilung
rollen: der Ball rollt ins Tor - ein Fass am Bo¬
den rollen - eine Lawine rollt zu Tal - er
rollte mit den Augen - der Donner rollt -
ins Rollen (in Gang) kommen - etwas ins
Rollen bringen (etwas beginnen); die Roll¬
bahn (Start- und Landebahn); das Röllchen;
die Rolle: eine Rolle (einen Überschlag)
vorwärts machen - eine Rolle Papier - das
Seil läuft über eine Rolle - von der Rolle
sein (nicht mehr mitkommen); der Roller
(Tret- oder Motorroller); rollern; das Roll¬
feld; das Rollkommando; der Rollkragen¬
pullover; der Rollladen; auch: das Rollo;
der Rollmops (gewickelter halber Hering);
der Rollschrank; der Rollschuh; der Roll¬
split (mit Teer vermischte Steinchen zum
Ausbessern von Straßen); der Rollstuhl; die
Rolltreppe
Roman franz., der: -s, -e; einen Roman (eine
größere Erzählung) lesen; romanhaft; der
Romanheld; der Romanschriftsteller
Romanik lat., die: - (Baustil im frühen Mit¬
telalter); romanisch
Ro man tik lat., die: - (Geistesepoche um
1800, das Märchenhafte); der Romantiker
(schwärmerischer, gefühlsbetonter Mensch);
die Romantikerin; romantisch: sie ist roman¬
tisch (schwärmerisch) veranlagt-ein roman¬
tisch (malerisch) gelegener Ort; die Ro¬
manze (Liebeserlebnis, Liebesbeziehung)
Römer, der: -s, - (Angehöriger des Römischen
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Römertum
278
Reiches, Bewohner Roms); das Römertum;
das Römerreich; römisch: ein römischer
Brunnen; römisch-katholisch (röm.-kath.,
r.-k.): die römisch-katholische Kirche
röm.-kath. = römisch-katholisch
Rom mee franzdas: -s, -s (Kartenspiel);
auch: das Romme
Rondell franz., das: -s, -e (rundes Beet, run¬
der Platz, runder Turm)
röntgen: (mithilfe von Röntgenstrahlen
durchleuchten); der Röntgenapparat; die
Röntgenaufnahme; das Röntgenbild; der
Röntgenolpge (Röntgenfacharzt); die Rönt-
genologin; der Röntgenschirm; die Rönt¬
genstrahlen Mz. (elektromagnetische Strah¬
len); die Röntgenuntersuchung
rosa lat.: ein rosa (rosafarbenes) Kleid - rosa
(unbeschwerte) Zeiten; das Rosa; rosafar¬
ben; auch: rosafarbig; rosarot; rose (zart¬
rosa); das Rose: ein zartes Rose
rösch: röscher, am röschesten; ein rösches
(knuspriges) Brot - rösches (trockenes,
sprödes) Holz
Ro •se lat., die: -, -n (Pflanze mit angenehm
duftenden Blüten); ein Strauß Rosen - nicht
auf Rosen gebettet sein (in keinen guten
Verhältnissen leben); das Rosenbeet; die
Rosenblüte; der Rosenduft; rosenfarben;
auch: rosenfarbig; der Rosengarten; der
Rosenkohl; der Rosenkranz; der Rosen¬
montag; das Rosenöl; rosenrot; der Rosen¬
strauß; die Rosette (rosenförmige Verzie¬
rung); rosettenförmig; rosig: ein rosiges
(rosafarbiges) Gesicht haben - rosig weiß -
das sind keine rosigen (besonders guten)
Zeiten; das Röslein
Ro •sine, die: -, -n (getrocknete Weinbeere);
Rosinen im Kopf haben (unerfüllbare Pläne
haben) - die Rosinen aus dem Kuchen
picken (das Beste aussuchen); der Rosinen¬
kuchen
Rosmarin lat., der: -s (Gewürzpflanze); das
Rosmarinöl
Ross, das: -es, -e/Rösser (Pferd); hoch zu Ross
- auf dem hohen Ross sitzen (sehr
hochmütig sein) - von seinem hohen Ross
heruntersteigen (seine Überheblichkeit,
seinen Hochmut ablegen); der Rossapfel;
die Rossbreiten Mz. (subtropische Zone
mit schwachen Winden und hohem Luft¬
druck); das Rosshaar; die Rosskastanie; die
Rosskur (eine für den Patienten überaus an¬
strengende Behandlung); das Rösslein
Rost, der: -(e)s (rötlich brauner Belag auf Ei¬
sen); das Auto hat Rost angesetzt; der Rost¬
ansatz; rostbeständig; die Rostbildung;
rostbraun; rosten; rostfarben; auch: rost¬
farbig; der Rostfleck; rostfrei; rostig: ros¬
tige Nägel - eine rostige (tiefe, raue)
Stimme haben; die Rostlaube (altes, verros¬
tetes Auto); der Rostschutz; das Rost¬
schutzmittel; die Roststelle
Rost, der: -(e)s, -e (Gitterwerk); die Rostbrat¬
wurst; das Röstbrot; rösten (durch Erhitzen
bräunen, dörren); der Röster; die Rösterei;
röstfrisch; die Rösti Mz. (Bratkartoffeln);
die Röstkartoffeln Mz.; die Röstschnitte
rot: röter, am rötesten; einen Fehler rot an¬
streichen - rote Backen haben - ein rot
glühendes Eisen - ein rot gestreiftes Hemd
- rote Grütze essen - rot wie Blut - rot wer¬
den (vor Scham erröten) - keinen roten
Heller (kein Geld) haben; aber: Rote Be(e)te
- das Rote Meer - das Rote Kreuz - die
Rote Armee - einen Roten (Rotwein) trin¬
ken; das Rot: das Rot steht ihr gut - in Rot -
bei Rot über die Kreuzung gehen; rot¬
backig; auch: rotbäckig; der Rotbarsch
(Fisch); rotblau; die Röte; die Rote-Kreuz-
Schwester; auch: die Rotkreuzschwester;
die Röteln Mz. (Kinderkrankheit); röten (rot
färben): gerötete Augen haben; rothaarig;
rötlich: rötlich braun; das Rotkäppchen
(Märchengestalt); das Rotkehlchen (Singvo¬
gel); der Rotkohl (Blaukraut); das Rotlicht;
die Rötung; der Rotwein; das Rotwild
rotieren lat.: die Messer der Maschine rotie¬
ren (drehen sich um die eigene Achse) - er
fing an zu rotieren (durchzudrehen); die
Rotation (Umlauf, Umdrehung); die
Rotationsachse; die Rotationsmaschine;
der Rotor (sich drehender Maschinenteil);
das Rotorblatt
Rotte, die: -, -n; eine Rotte (Schar, Gruppe)
von Dieben - eine Rotte von Wildschwei¬
nen; rotten: sie rotteten sich zusammen;
der Rottenführer
Rot-welsch, das: - (es) (Gaunersprache); auch:
das Rotwelsche
Rotz, der: -es (Schleimabsonderung der
Nase); Rotz und Wasser heulen (laut und
heftig weinen); der Rotzbengel; rotzen; der
279
Rücksprache
Rotzer (Rotzbengel); die Rotzfahne (Ta¬
schentuch); rotzig (schleimig, frech); der
Rotzjunge (unverschämter Junge); der
Rotzlöffel (Rotzbengel); die Rotznase (fre¬
ches Kind)
Rouge franz. [rusch], das: -s, -s (Wangen¬
schminke)
Roulade franz. [rulade], die: -, -n (gerollte
und gefüllte Fleischscheibe)
Rouleau franz. [rulo], das: -s, -s (aufrollbarer
Vorhang)
Rou-Iett franz. [rulet], das: -(e)s, -e/-s (Glücks¬
spiel); auch: das Roulette
Route franz. [rufe], die: -, -n (Reiseweg, Weg¬
strecke); das Routenverzeichnis
Routine franz. [rut]ne], die: - (Gewandtheit,
Erfahrung, eingeübte Fertigkeit); die Routi¬
nekontrolle; routinemäßig, die Routine¬
sache; die Routineuntersuchung; der Rou¬
tinier [rutinje]; routiniert (geschickt, ge¬
wandt)
Rowdy engl, [raudi], der: -s, -s (Rohling,
Halbstarker, Strolch); rowdyhaft; das Row¬
dytum
rubbeln: den Körper mit dem Handtuch rub¬
beln (kräftig reiben)
Rü be, d ie: -, -n (Pfahlwurzel verschiedener
Pflanzen); die gelbe Rübe - die rote Rübe -
eins auf die Rübe (den Kopf) kriegen; der
Rübenacker; das Rübenfeld; der Rüben¬
saft; Rübezahl (schlesischer Berggeist)
rüber: (herüber, hinüber); rüberbringen; rü¬
berkommen
Ru-bm lat., der: -s, -e (Edelstein); rubinfarben;
auch: rubinfarbig; das Rubinglas; rubinrot
(dunkel rot)
Rubrik (Rub-rik) lat., die: -, -en (Spalte, Ab¬
teilung); die Rubrik einer Zeitung - er trägt
das Wort in die rechte Rubrik ein; rubrizie¬
ren
ruch-bar: das Verbrechen wurde schon bald
nach der Tat ruchbar (es ist bekannt gewor¬
den)
ruch-los: ein ruchloser (gemeiner, gewissen¬
loser) Verbrecher - eine ruchlose Tat; die
Ruchlosigkeit
rücken: einen Stuhl an den Tisch rücken
(schieben) - er ist zur Seite gerückt - ins
Manöver rücken (ziehen) - jemandem auf
den Pelz rücken (ihn bedrängen); der Ruck:
mit einem Ruck (plötzlich) - sich einen
Ruck geben (sich zu etwas durchringen);
aber: hau ruck!; die Rückansicht; ruckar¬
tig: ruckartig (mit einem Ruck) anfahren-
rückbezüglich; die Rückbildung; die Rück¬
blende; der Rückblick; rückblickend; der
Rücken: auf dem Rücken liegen - jeman¬
dem den Rücken zuwenden - auf dem
Rücken eines Pferdes sitzen - der Rücken
eines Buches - mit dem Rücken an der
Wand (in einer schwierigen Situation, in
der man sich wehren muss) - jemandem
den Rücken stärken (ihn unterstützen) - je¬
mandem in den Rücken fallen (ihn verra¬
ten) - einer Sache den Rücken zuwenden
(nichts mehr damit zu tun haben wollen);
die Rückendeckung (Unterstützung); die
Rückenflosse; die Rückenlage; die Rücken¬
lehne; das Rückenmark; rückenschwim-
men; das Rückenschwimmen; der Rücken¬
wind; die Rückerstattung (Rückzahlung);
die Rückfahrt; der Rückfall: der Kranke er¬
litt einen Rückfall (wurde wieder kränker) -
ein Rückfall in frühere Gewohnheiten;
rückfällig; der Rückflug; die Rückfrage;
rückfragen; der Rückgang: der Rückgang
des Fiebers; rückgängig: etwas rückgängig
machen (für ungültig erklären); das Rück¬
grat (Wirbelsäule): Rückgrat zeigen (cha¬
rakterfest sein, offen zu seiner Auffassung
stehen) - jemandem das Rückgrat brechen
(ihm seine Widerstandskraft nehmen); der
Rückhalt (Stütze); rückhaltlos (ganz offen,
ohne Vorbehalt); der Rückkampf; die Rück¬
kehr; rückkoppeln; die Rückkopp(e)lung;
die Rücklage (Ersparnis, Vorrat); rückläufig:
eine rückläufige (nachlassende, schwin¬
dende) Besucherzahl; das Rücklicht (Rück¬
leuchte); rücklings (von hinten, nach hin¬
ten, mit dem Rücken nach vorn); der
Rückpass; der Rucksack (Ranzen); die
Rückschau: Rückschau halten (sich erin¬
nern); der Rückschlag (Verschlechterung
nach anfänglicher Verbesserung); der
Rückschluss; der Rückschritt (Rückgang);
rückschrittlich; die Rückseite; rückseitig;
die Rücksicht: Rücksicht auf etwas nehmen
- ohne Rücksicht; die Rücksichtnahme;
rücksichtslos; die Rücksichtslosigkeit;
rücksichtsvoll; der Rücksitz; der Rückspie¬
gel; Rücksprache: mit jemandem Rück¬
sprache nehmen (ungeklärte Angelegen-
Rückstand 280
heiten mit jemandem besprechen); der
Rückstand (Rest, Verzögerung); rückstän¬
dig (veraltet, unterentwickelt); die Rück¬
ständigkeit; der Rückstau; der Rückstoß;
der Rückstrahler; der Rücktritt (Abschied,
Abdankung); rückvergüten (ersetzen, zu¬
rückzahlen); rückversichern; die Rück¬
wand; rückwärtig: der rückwärtige (im
Rücken von jemandem befindliche) Ver¬
kehr; rückwärts: rückwärts gehen, fahren,
laufen - rückwärts gewandt; der Rück¬
wärtsgang; der Rückweg; rückwirkend; die
Rückwirkung; die Rückzahlung; der Rück¬
zieher: einen Rückzieher machen (sich
zurückziehen, nachgeben); der Rückzug:
den Rückzug antreten (nachgeben)
rüde franzein rüdes (grobes, freches, unge¬
schliffenes) Benehmen - ein rüder Kerl
Rü de, der: -n, -n (männlicher Hund)
Rudel, das: -s, -; ein Rudel (eine Schar)
Wölfe; rudelweise
rudern: über den See rudern - beim Gehen
mit den Armen rudern (sie hin und her
schwingen); das Ruder: am Ruder (Steuer)
sitzen - das Ruder herumwerfen (den Kurs
ändern) - am Ruder sein (herrschen, die
Führung innehaben) - ans Ruder (an die
Macht) kommen; das Ruderboot; der
Rud(e)rer; die Ruderregatta; der Ruder¬
sport; die Rud(r)erin
rudimentär lat.: (verkümmert, zurückge¬
blieben); das Rudiment (Überbleibsel,
Rest)
rufen: du rufst, er rief, sie hat gerufen, ruf(e)!;
mit lauter Stimme rufen (schreien) - sie ruft
nach, um Hilfe - die Glocke ruft zum Ge¬
bet - er rief den Ober - zur Ordnung rufen
(ermahnen) - wie gerufen kommen (zu ei¬
nem sehr günstigen Moment erscheinen);
aber: das laute Rufen; der Ruf: ein lauter
Ruf (Schrei) - der Ruf (Aufruf) zu den Waf¬
fen - der Ruf (das Verlangen) nach Freiheit
- einen guten Ruf (Ansehen) genießen; der
Rufmord (böswillige Verleumdung); der
Rufname (Vorname); die Rufnummer (Tele¬
fonnummer); die Rufsäule; die Rufweite: in
Rufweite bleiben; das Rufzeichen (Freizei¬
chen)
rüffeln: jemanden rüffeln (tadeln); der Rüffel:
einen Rüffel (Verweis, Vorwurf) erteilen
Rugby engl, [ragbi], das: -(s) (kampfbetontes
Ballspiel)
rü gen: (tadeln, zurechtweisen); die Rüge:
eine Rüge erteilen
ruhen: nach dem Essen ruhen (sich entspan¬
nen, schlafen) - er soll in Frieden ruhen (im
Grabe liegen) - die Maschinen ruhen (sind
nicht in Gang) - die Waffen ruhen (es wird
nicht gekämpft) - ihre Blicke ruhen auf
dem Kind - still ruht der See - die ganze
Verantwortung ruht (lastet) auf ihm - das
Gebäude ruht (steht) auf festen Pfeilern -
etwas, jemanden ruhen lassen; die Ruhe:
die Ruhe (Stille) des Waldes genießen - er
will seine Ruhe haben - sie gönnt sich
keine Ruhe (Erholung) - in aller Ruhe (un¬
gestört, ohne Zeitdruck) - die ewige Ruhe
(Ruhe des Todes) - jemanden aus der Ruhe
bringen (ihn unruhig machen) - sich zur
Ruhe setzen (sich pensionieren lassen) -
die Ruhe weghaben (nicht zu erschüttern
sein) - jemanden in Ruhe lassen (nicht
belästigen) - jemanden zur letzten Ruhe
betten (beerdigen); ruhebedürftig; das Ru¬
hebett; das Ruhegehalt (Pension); das Ru¬
hegeld; ruhelos (unruhig); die Ruhelosig¬
keit; die Ruhepause; der Ruhestand
(Zystand nach Beendigung des Arbeitsle¬
bens): in Ruhestand (i.R.); die Ruhestatt
(Grabstätte); die Ruhestörung (Lärm); der
Ruhetag; ruhig: ruhig bleiben (sich beherr¬
schen) - jemanden ruhig stellen - eine ru¬
hige (von Lärm freie) Wohngegend - ein ru¬
higes (schönes) Wetter-er führt ein ruhiges
(geruhsames) Leben - trotz der schlimmen
Nachricht blieb er ruhig (gefasst, be¬
herrscht) - er hat eine ruhige (sichere)
Hand - ihr könnt mir ruhig (unbesorgt)
glauben - du kannst ruhig (ohne weiteres)
kommen
Ruhm, der: -(e)s; dafür gebührt ihm Ruhm
(Ansehen, Achtung) - sich nicht gerade mit
Ruhm bekleckert haben (eine schwache
Leistung gezeigt haben); ruhmbegierig;
rühmen: man rühmt (lobt) an ihm seine
Pünktlichkeit - sich seiner Taten rühmen
(damit prahlen); rühmenswert: eine rüh¬
menswerte Tat; die Ruhmestat; rühmlich:
er ist eine rühmliche (anerkennenswerte)
Ausnahme; rühmlos; die Ruhmlosigkeit;
ruhmreich; die Ruhmsucht; ruhmsüchtig;
ruhmvoll
281
rüsselförmig
Ruhr, die: - (Infektionskrankheit)
rühren: den Teig rühren (vermischen) - er
rührt (bewegt) sich nicht von der Stelle -
wenn du was willst, musst du dich rühren
(melden) - er ist sehr gerührt (innerlich be¬
wegt) - keinen Finger rühren (nichts tun) -
an eine Sache nicht rühren (sie auf sich be¬
ruhen lassen); das Rührei; rührend: eine
rührende (zu Herzen gehende) Rede hal¬
ten; rührig: ein rühriger (aktiver) Geschäfts¬
mann; rührselig: eine rührselige (übertrie¬
ben ergreifende, herzbewegende) Erzäh¬
lung; der Rührteig; die Rührung (Ergriffen¬
heit)
Ruin franz., der: -s (Zusammenbruch, Verfall);
die Ruine (verfallenes Gebäude); ruinieren:
er hat sich gesundheitlich ruiniert (zu¬
grunde gerichtet); ruinös: das Gebäude ist
in einem ruinösen (baufälligen) Zustand
rülp •sen: (laut aufstoßen); der Rülpser
rum: (herum)
Rum, der: -s, -s (Branntwein aus Zuckerrohr);
die Rumkugel (Süßigkeit); der Rumtopf (in
Rum und Zucker eingelegtes Obst)
Rumänien: -s (Staat in Osteuropa); der
Rumäne; die Rumänin; rumänisch
Rummel, der: -s (Lärm, starker Betrieb, Jahr¬
markt); der Rummelplatz
rumoren lat.: es rumort (rumpelt) in seinem
Bauch - er rumort (hantiert geräuschvoll)
auf dem Dachboden
rumpeln: der Wagen rumpelt (holpert) über
die schlechte Straße; die Rumpelkammer
(Abstellkammer); das Rumpelstilzchen (eine
Märchengestalt)
Rumpf, der: -(e)s, Rümpfe (Leib, Körper ohne
Glieder und Kopf): den Rumpf beugen -
der Rumpf des Schiffes; das Rumpfgebirge;
das Rumpfkreisen (Gymnastikübung)
rümpfen: die Nase rümpfen (verächtlich
kraus ziehen)
Rump-steak engl, [rumpßtek], das: -s, -s (kurz
gebratene Scheibe Rindfleisch)
Run engl, [ran], der: -s, -s; ein Run (Ansturm)
auf die Geschäfte
rund (rd.): ein rundes Becken - eine runde
Zahl - rund (ungefähr, zirka) 10 Prozent -
rund um die Erde (um die Erde herum) flie¬
gen - rund um die Uhr (24 Stunden lang) -
eine runde Summe - eine Ausstellung rund
um das Auto; das Rund (runde Form von et¬
was); der Rundbau; das Rundbeet; der
Rundblick (Aussicht); der Rundbogen; der
Rundbrief; die Runde: er fehlt heute in un¬
serer Runde (in unserem Kreis) - eine
Runde Bier bestellen (Bier für alle am
Tisch) - der Boxkampf ging über acht Run¬
den - der Becher macht die Runde (wird im
Kreis herumgereicht) - er ist die schnellste
Runde gefahren - über die Runden kom¬
men (Schwierigkeiten meistern); runden
(sich wölben, rund machen); runderneu¬
ern: er lässt die Reifen runderneuern; die
Rundfahrt; die Rundfrage (Umfrage); der
Rundfunk (Radio); der Rundgang; rundhe¬
raus: etwas rundheraus (ohne Umschweife,
aufrichtig) sagen; rundherum (ringsum);
rundlich: ein rundliches (dickes) Mädchen;
die Rundreise; die Rundschau (Rundblick);
das Rundschreiben; rundum; rundumher;
die Rundung (runde Form, Wölbung); rund¬
weg: etwas rundweg (entschieden) leug¬
nen; der Rundweg
Rune, die: -, -n (Schriftzeichen der Germa¬
nen); die Runenschrift
Runkelrübe, die: -, -n (als Viehfutter ver¬
wendete Pflanze)
runter: (herunter, hinunter); runterkommen;
runterlaufen; runterspringen
runzeln: die Stirn runzeln (in Falten ziehen);
die Runzel (Hautfalte); runz(e)lig: eine run¬
zelige (faltige) Haut haben
Rü pel, der: -s, - (Flegel); die Rüpelei; rüpel¬
haft: ein rüpelhaftes (flegelhaftes) Beneh¬
men; die Rüpelhaftigkeit
rupfen: Unkraut rupfen (ausreißen) - Gänse
rupfen (ihnen die Federn ausreißen) - je¬
manden rupfen (ihm Geld abnehmen)
rup-pig: sich ruppig (flegelhaft, grob) beneh¬
men - ein ruppiger Mensch; die Ruppigkeit
Rüsche franz., die: -, -n (gefältelter Stoffbe¬
satz)
Rush-hour engl, [raschauer], die: -, -s (Haupt¬
verkehrszeit)
Ruß, der: -es (schwarzes Pulver aus dem
Rauch eines Feuers); rußbeschmutzt;
rußen: der Ofen rußt; rußfarben; auch:
rußfarbig; rußgeschwärzt; rußig: ein rußi¬
ges Gesicht
Rüssel, der: -s, - (röhrenförmige Nase man¬
cher Säugetiere); der Rüssel des Elefanten;
rüsselförmig
N
O
P
Q
R
S
Russland
282
Russland: -s (Staat in Osteuropa und Asien);
der Russe; die Russin; russisch: die russi¬
sche Sprache; das Russisch: er lernt,
schreibt, spricht Russisch - auf Russisch et¬
was sagen - ins Russische übersetzen;
auch: das Russische; russisch-orthodox:
die russisch-orthodoxe Kirche
rüsten: sich für den Krieg rüsten (militärisch
vorbereiten) - er rüstet sich (schickt sich
an) zu gehen - sie rüstet sich zum Auf¬
bruch; rüstig: ein rüstiger (gesunder, leis¬
tungsfähiger) Rentner; die Rüstigkeit; die
Rüstung (Bewaffnung, Panzerkleid, Har¬
nisch); der Rüstungsabbau; die Rüstungsin¬
dustrie; die Rüstungskontrolle; das Rüst¬
zeug (Werkzeug, Ausstattung)
Rüster, die: -, -n (Ulme)
rustikal lat.: rustikale (schlichte) Möbel -
eine rustikale (ländliche, bäuerliche) Le¬
bensweise
Ru te, d ie: -, -n; Ruten (dünne Zweige, Ger¬
ten) abschneiden - der Hund wedelt mit
der Rute (dem Schwanz); der Rutengänger
(Wünschelrutengänger)
rutschen: auf dem Schnee rutschen (gleiten,
den Halt verlieren) - sie rutschte (rückte)
zur Seite; der Rutsch: einen Rutsch (Abste¬
cher) über die Grenze machen; die Rutsch¬
bahn; die Rutsche; rutschfest; die Rutsch¬
gefahr; rutschig; die Rutschpartie; rutsch¬
sicher
rütteln: der Wind rüttelt an der Türe (er be¬
wegt sie schnell und heftig hin und her) -
ein gerüttelt Maß - an etwas nicht rütteln
lassen (an etwas festhalten); der Rüttler
(Baumaschine)
s
s = Sekunde
s. = siehe
S = Süd(en)
S. = Seite
Saal, der: -(e)s, Säle (großer Raum, Halle); der
Saal war überfüllt; der Saalordner; die
Saalschlacht
Saar land; das: -(e)s (Land der Bundesrepu¬
blik Deutschland); der Saarländer; die Saar¬
länderin; saarländisch
Saat, di e: -, -en; die Saat (der Samen) geht auf
- die Saat (das junge Getreide) steht gut auf
dem Feld; das Saatbeet, das Saatfeld; das
Saatgetreide; das Saatgut; die Saatkartof¬
fel; das Saatkorn; die Saatkrähe; —► säen
Sabbat hebe, der: -s, -e (Ruhetag der Juden);
die Sabbatruhe
sabbern: (den Speichel fließen lassen,
schwatzen); das Baby hat gesabbert; auch:
sabbeln
Säbel ungar., der: -s, - (lange Hiebwaffe); ei¬
nen Säbel tragen - mit dem Säbel rasseln
(mit Krieg, Gewalt drohen); säbeln (unge¬
schickt schneiden); das Säbelrasseln (das
Drohen mit Krieg); säbelrasselnd
sabotieren franz.: (beschädigen, vorsätz¬
lich stören, zu vereiteln suchen); die Sabo¬
tage [sabotasche]; der Sabotageakt; der
Saboteur [sabotör]
Sache, die: -, -n; diese Sachen (Gegenstände)
wurden gefunden - sie hat ihre guten Sa¬
chen (Kleider) an - das tut nichts zur Sache
(ist unwichtig) - über diese Sache (Angele¬
genheit) schweige ich - in eigener Sache -
mit jemandem gemeinsame Sache machen
(etwas gemeinsam machen, sich zusam¬
mentun) - seine Sache verstehen (sich in
seinem Fachgebiet gut auskennen) - bei
der Sache (aufmerksam, konzentriert) sein
- zur Sache kommen (sich dem eigentli¬
chen Thema zuwenden); der Sachbearbei¬
ter; die Sachbearbeiterin; der Sachbegriff;
der Sachbereich; die Sachbeschädigung;
sachbezogen; das Sachbuch; sachdienlich
(einer Sache nützlich); sachfremd; das
Sachgebiet (Fach); sachgemäß (fachmän¬
nisch); sachgerecht (sachgemäß); die Sach¬
kenntnis; die Sachkunde; sachkundig (sach¬
verständig, erfahren); die Sachlage (Sach¬
verhalt); sachlich: ein sachliches (von Ge¬
fühlen und Vorurteilen freies) Gespräch
führen - in einem sachlichen Ton reden;
sächlich: das sächliche Geschlecht; die
Sachlichkeit; das Sachregister; der Sach¬
schaden; die Sachspende; der Sachstand;
der Sachverhalt; der Sachverstand; sach¬
verständig; der/die Sachverständige (Fach-
mann/Fachfrau); der Sachwalter (Bevoll¬
mächtigter); die Sachwalterin; der Sach¬
wert; das Sachwissen; der Sachzu¬
sammenhang; der Sachzwang
283
Säkularisierung
Sachsen (Sa.): -s (Land der Bundesrepublik
Deutschland); der Sachse; die Sächsin;
sächsisch; Sachsen-Anhalt (Land der Bun¬
desrepublik Deutschland)
sacht: (leise, behutsam, vorsichtig); auch:
sachte
Sack, der: -(e)s, Säcke (Behälter aus Stoff, Pa¬
pier o.Ä.); einen Sack zubinden - zwei
Sack Mehl - mit Sack und Pack (mit allem,
was man besitzt) - jemanden in den Sack
stecken (ihm überlegen sein); der Sack¬
bahnhof; das Säckchen; der Säckel (Geld¬
börse); sacken (sinken, sich senken); säcke¬
weise (in Säcken); sackförmig; die Sack¬
gasse; das Sackhüpfen; das Sackkleid; die
Sackleinwand; das Sacktuch (Taschen¬
tuch); sackweise
Sadjsmus franz., der: - (Freude an Grausam¬
keiten); der Sadist; die Sadistin; sadistisch
säen: du säst, er säte, sie hat gesät, säe!; Ge¬
treide säen (unter die Erde bringen) - Miss¬
trauen säen (hervorrufen) - dünn gesät sein
(nur in geringer Zahl vorhanden sein); der
Säer; die Säerin; der Sämann; die Säma¬
schine; —> Saat
Safari arab., die: -, -s (Reise in Afrika zur
Jagd oder Beobachtung von Großwild, Ka¬
rawanenreise); der Safaripark
Safe engl, [sef], der/das: -s, -s (Geldschrank,
Sicherheitsfach in einer Bank); der Safer¬
sex [sefer sex] (Sexualverhalten, das die
Gefahr der Aidsinfektion mindert); auch:
der Safer Sex
Safran (Safran) pers., der: -s (Gewürz); saf¬
rangelb
Saft, der: -(e)s, Säfte (durch Auspressen von
Gemüse oder Obst gewonnenes Getränk);
der Saft der Reben - ohne Saft und Kraft -
jemanden im eigenen Saft schmoren lassen
(ihm in einer schwierigen Situation nicht
helfen); das Säftchen; saften; saftgrün; saf¬
tig: ein saftiges Stück Fleisch - saftige
(überhöhte) Preise bezahlen - eine saftige
(gehörige) Ohrfeige bekommen; die Saftig¬
keit; der Saftladen (schlecht funktionieren¬
der Betrieb); saftlos: saft- und kraftlos; die
Saftpresse; saftvoll
sa-gen: was sagst du dazu (was ist deine Mei¬
nung)? - man sagt - wie gesagt (wie ich be¬
reits gesagt habe) - was soll man dazu sa¬
gen? - sage und schreibe (tatsächlich,
wahrhaftig) - der Name sagt mir gar nichts
- das hat gar nichts zu sagen (bedeuten) -
etwas zu sagen (zu bestimmen) haben -
sich nichts sagen lassen (nicht gehorchen,
keinen Rat annehmen) - sich nichts mehr
zu sagen haben (kein Interesse mehr anei¬
nander haben); aber: das Sagen haben (al¬
les bestimmen, entscheiden können); die
Sage (literarisch gestaltete Erzählung mit
geschichtlichem Inhalt, Gerücht); es geht
die Sage (es wird allgemein behauptet); das
Sagenbuch; die Sagengestalt; sagenhaft:
sagenhaft (unvorstellbar) reich sein - eine
sagenhafte (traumhafte) Landschaft - er
hatte ein sagenhaftes (erstaunliches) Glück;
sagenumwoben: eine sagenumwobene (an
Sagen reiche) Burg
sä-gen: Holz sägen (zerschneiden); die Säge;
der Sägebock; das Sägemehl; der Säger; die
Sägespäne Mz.; das Sägewerk
Sago indon., der: -s (gekörntes Stärkemehl)
Sahara arab., die: - (große nordafrikanische
Wüste)
Sahne, die: - (Rahm, Milchfett); das Sahne¬
bonbon; das Sahneeis; der Sahnequark; die
Sahnetorte; sahnig
Saison franz. [säsö], die: -, -s (Zeit des Hoch¬
betriebes, Hauptgeschäftszeit); saisonab¬
hängig; die Saisonarbeit; saisonbedingt;
der Saisonbeginn; der Saisonbetrieb; der
Saisonschluss; saisonweise
Saite, die: -, -n (Faden aus Tierdarm, Pflan¬
zenfasern oder Metall); eine Saite der
Geige ist gerissen - andere Saiten aufzie-
hen (strenger Vorgehen); das Saiteninstru¬
ment; das Saitenspiel # Seite
Sakko, der/das: -s, -s (Jacke für Herren)
Sak ra ment (Sa kra ment) lat., das: (e)s, -e
(heilige Handlung, Gnadenmittel der Kir¬
che); sakral (heilig, den Gottesdienst betref¬
fend); der Sakralbau (Bauwerk für religiöse
Zwecke); das Sakrileg (Gotteslästerung,
Vergehen gegen etwas Heiliges); die Sakris¬
tei (Nebenraum in einer Kirche für Priester
und Gottesdienstgeräte); sakrosankt (un¬
verletzlich, unantastbar)
säkularisieren lat.: (verweltlichen, kirch¬
lichen Besitz in weltlichen Besitz über¬
führen); säkular: ein säkulares (außerge¬
wöhnliches) Ereignis; die Säkularisation;
die Säkularisierung
N
O
P
s
O' oi
Salamander
284
Salamander griech., der: -s, - (Schwanz-
lurch)
Salami ital., die: -(s) (luftgetrocknete Dau¬
erwurst); die Salamitaktik (Weg zum
schrittweisen Erreichen eines Zieles); die
Salamiwurst
Salär franz., das: -s, -e (Einkommen, Gehalt,
Lohn)
Sa lat, der: -(e)s, -e (aus Gemüse, Obst
o.Ä. zubereitete Speise); da haben wir
den Salat (das Durcheinander)!; das Salat¬
besteck; das Salatblatt; das Salatbüffet
[... ibüfe]; das Salatöl; die Salatpflanze; die
Salatplatte; der Salatteller
Sal be, d ie: -, -n (Creme, Paste); salben; die
Salbendose; die Salbung (feierliche Weihe¬
handlung); salbungsvoll: eine salbungs¬
volle (würdevolle, übertrieben feierliche)
Rede halten
Salbei lat., der/die: -(s) (Gewürz- und Heil¬
pflanze); der Salbeitee
Saldo ital., der: -s, -s/Salden/Saldi (Unter¬
schiedsbetrag zwischen Haben- und Soll¬
seite eines Kontos, Restbetrag); per Saldo
(im Endeffekt)
Saline lat., die -, -n (Salzbergwerk, Anlage
zur Salzgewinnung)
Salmiak lat., der/das: -s (Ammoniakverbin¬
dung); der Salmiakgeist; die Salmiaklösung
Salmonellen Mz., die: - (Bakterien, die
Darmkrankheiten bewirken)
Salon franz. [salo], der: -s, -s (Mode- und Fri¬
seurgeschäft, Empfangszimmer); salonfähig
(gesellschaftsfähig, gewandt)
Saloon amerik. [selun] der: -s, -s (Lokal im
Wilden Westen)
salopp franz.: eine saloppe (bequeme) Klei¬
dung tragen - sich salopp (ungezwungen)
geben; die Saloppheit
Salpeter lat., der: -s (Salz der Salpetersäure);
der Salpeterdünger; salpeterhaltig; die Sal¬
petersäure
Salto ital., der: -s, -s/Salti (Luftsprung, Über¬
schlag); der Salto mortale (mehrfacher
Salto, „Todessprung")
Salut franz., der -(e)s, -e (Ehrengruß); Salut
schießen; salutieren (militärisch grüßen,
eine Ehrenbezeigung machen); der Salut¬
schuss
Salve franz. [salwe], die -, -n (gleichzeitiges
Schießen mit mehreren Waffen)
Salz, das: -es, -e; das Essen mit Salz würzen -
eine Prise Salz - jemandem nicht das Salz
in der Suppe gönnen (sehr missgünstig
sein); salzarm: salzarme Speisen; das Salz¬
bergwerk; die Salzbrezel; salzen: die
Suppe salzen - eine gesalzene (sehr hohe)
Rechnung; die Salzgewinnung; die Salz¬
gurke; salzhaltig; der Salzhering; salzig;
die Salzkartoffeln Mz.; salzlos; die Salzlö¬
sung; salzreich; die Salzsäule; die Salz¬
säure; der Salzstreuer; das Salzwasser; die
Salzwüste
Samariter lat., der: -s, - (freiwilliger Helfer,
Krankenpfleger); der Samariterdienst; das
Samaritertum
Sarnen, der: -s, - (Keim einer Pflanze); Samen
aussäen - der Samen keimt; auch: der
Same; der Samenerguss; der Samenfaden;
die Samenflüssigkeit; die Samenhandlung;
die Samenkapsel; das Samenkorn; der Sa¬
menleiter; der Samenstrang; die Samen¬
zelle; die Sämerei (Samenhandlung); die
Sämereien Mz. (Saatgut); sämig (dickflüs¬
sig, breiig); der Sämling (aus einem Samen
gezogene Pflanze)
sammeln: er sammelt Briefmarken - Pilze
sammeln - Erfahrungen sammeln - sich auf
dem Marktplatz sammeln (treffen) - sich
sammeln (seine Gedanken zusammenneh¬
men); das Sammelalbum; der Sammel¬
band; das Sammelbecken; der Sammelbe¬
griff; die Sammelbestellung; die Sammel¬
büchse; das Sammelgut; das Sammellager;
die Sammellinse; die Sammelmappe; der
Sammelname; der Sammelplatz; der Sam¬
melpunkt; die Sammelstelle; das Sammel¬
surium, die Sammelsurien (bunt gemischte
Menge); der Sammler; der Sammlerfleiß;
die Sammlerin; die Sammlung; die Samm¬
lungsbewegung
Samstag (Sa.) hebr., der: -(e)s, -e (Wochen¬
tag); der Samstagabend: am Samstagabend;
Samstagabends; auch: samstags abends;
samstags (an Samstagen)
samt: samt (mit) allem Zubehör - samt und
sonders (ohne Ausnahme, alles zusam¬
men); sämtlich: sämtliche (alle) Anwesen¬
den - Schillers sämtliche Werke
Samt, der: -(e)s, -e (weiches Gewebe); eine
Haut wie Samt; auch: der Sammet; samt¬
artig; samten: eine samtene Jacke; der
285
salt
Samthandschuh: jemanden mit Samthand¬
schuhen anfassen (sehr vorsichtig, rück¬
sichtsvoll behandeln); samtig; das Samt¬
kleid; der Samtteppich; samtweich
Sanatorium lat., das: -s, Sanatorien (Heil¬
stätte, Genesungsheim); der Sanatoriums¬
aufenthalt
Sand, der: -(e)s (feine Körner aus verwittertem
Gestein); die Kinder spielen im Sand - das
Wasser versickert im Sand - wie Sand am
Meer (zahllos, im Überfluss) - jemandem
Sand in die Augen streuen (ihm etwas vor¬
machen, ihn täuschen) - auf Sand gebaut
haben (sich auf etwas recht Unsicheres ver¬
lassen) - im Sande verlaufen (erfolglos blei¬
ben, in Vergessenheit geraten) - etwas in
den Sand setzen (mit etwas erfolglos sein);
die Sandbank; der Sandboden; die Sand¬
burg; sandfarben; auch: sandfarbig; die
Sandgrube; sandig: ein sandiger Weg; der
Sandkasten; das Sandmännchen; das Sand¬
papier (Schleifpapier); der Sandplatz; der
Sandsack; der Sandstein; sandstrahlen; der
Sandstrand; der Sandsturm; die Sanduhr;
die Sandwüste
Sandale griech., die: -, -n (leichter Schuh
aus Riemen); die Sandalette
Sand-wich engl, [ßändwitsch], das/der: -(e)s/-,
-(e)s/-e (belegte, doppelte Weißbrotschnitte)
sanft: jemanden sanft (behutsam) wecken -
ein sanfter (leichter) Händedruck - sanft
(still, friedlich) schlafen - mit sanfter Stim¬
me reden - sanft wie ein Lamm sein - eine
sanfte (leichte) Erhebung; die Sänfte (Trag¬
stuhl); die Sanftheit (Milde); die Sanftmut
(Güte, Geduld); sanftmütig; die Sanft¬
mütigkeit
Sänger, der: -s, -; er ist ein bekannter Sänger;
der Sang: mit Sang und Klang (mit Gesang
und Musik); der Sängerbund; die Sängerin;
die Sängerschaft; die Sangesfreude; san¬
gesfreudig; sangesfroh; die Sangeslust; san¬
geslustig; sanglos: sang- und klanglos (un¬
bemerkt, unbeachtet)
sanguinisch lat.: (lebhaft, temperamentvoll);
der Sanguiniker
sanieren lat.: (heilen, gesund machen); ein
saniertes (renoviertes und modernisiertes)
Gebäude - einen Betrieb sanieren (ihn wie¬
der leistungsfähig machen) - sich sanieren
(sich gesundstoßen, sich bereichern); die
Sanierung; sanierungsbedürftig; die Sanie¬
rungsmaßnahme; der Sanierungsplan; das
Sanierungsprogramm; sanitär: sanitäre An¬
lagen (Toiletten, Waschräume o. Ä.); die Sa¬
nitäranlagen Mz.; der Sanitäter (Kranken¬
pfleger); der Sanitätsdienst; das Sanitäts¬
wesen; der Sanka (Sanitätskraftwagen)
auch: der Sankra
Sankt (St.) lat.: (heilig); Sankt Peter - Sankt
Gallen - die St.-Michaels-Kirche; der Sankt
Gotthard (Alpenpass)
Sanktion lat., die: -, -en (Bestätigung); die
Sanktion (Zustimmung) verweigern - Sank¬
tionen (Zwangsmaßnahmen) verhängen;
sanktionieren (gutheißen, bestätigen); die
Sanktionierung
Saphir griech., der: -s, -e (Edelstein)
Sardelle ital., die: -, -n (kleiner Heringsfisch)
Sardine ital., die: -, -n (kleiner Heringsfisch);
die Sardinenbüchse
Sarg, der: -(e)s, Särge (Totenschrein); am offe¬
nen Sarg stehen; der Sargdeckel; das Sarg¬
tuch
sarkastisch griech.: (spöttisch, beißend); der
Sarkasmus
Sarkophag griech., der: -s, -e (Steinsarg) j
Sa-tan hebr., der: -s, -e (Teufel, teuflischer
Mensch); auch: der Satanas; satanisch: ein
satanisches (teuflisches) Werk; der Satans¬
braten (durchtriebener, pfiffiger Mensch)
Satellit lat., der: -en, -en (Himmelskörper,
ständiger Begleiter); der Mond ist ein Satel¬
lit unserer Erde - einen Satelliten in die
Umlaufbahn schießen; die Satellitenbahn;
das Satellitenfernsehen; das Satellitenpro¬
gramm; der Satellitenstaat (von einer
Großmacht abhängiger Staat); die Satelli¬
tenstadt (Siedlung am Rande einer Stadt,
Trabantenstadt); die Satellitenübertragung
Sa tin franz. [sata], der: -s, -s (Stoff mit glän¬
zender Oberfläche); die Satinbluse; sati-
nieren (Stoff, Papier glätten)
Satire lat., die: -, -n (Schrift, die durch Über¬
treibung, Ironie und Spott Ereignisse bzw.
Personen kritisiert); der Satiriker; satirisch:
eine satirische (spöttische) Bemerkung ma¬
chen
Satisfaktion lat., die: -, -en (Genugtuung,
Wiedergutmachung); satisfaktionsfähig
satt: satt (gesättigt) sein - satte (kräftige) Farben
- sich satt essen - sich an etwas satt sehen
O' &
sattgrün
286
- etwas satt haben (einer Sache überdrüssig
sein); sattgrün; die Sattheit; sättigen: den
Bettler sättigen (ihm zu essen geben); die
Sättigung; sattsam: das ist sattsam (genü¬
gend, hinreichend) bekannt
Sattel, der: -s, Sättel; einem Pferd den Sattel
(Sitz für den Reiter) auflegen - den Sattel
(Sitz) des Fahrrades höher stellen - über
den Sattel (Pass) eines Berges marschieren
- fest im Sattel sitzen (sich behaupten) - je¬
manden aus dem Sattel heben (ihn ent¬
machten); das Satteldach; die Satteldecke;
sattelfest; der Sattelgurt; satteln: ein Pferd
satteln; der Sattelschlepper (Zugfahrzeug);
die Satteltasche; das Sattelzeug; der Satt¬
ler; die Sattlerin; die Sattlerei
Satz, der: -es, Sätze; in ganzen Sätzen spre¬
chen - ein Musikstück in vier Sätzen (Ab¬
schnitten) - er war mit einem großen Satz
(Sprung) im Zimmer - einen Satz (Spielab¬
schnitt) im Tennis verlieren - ein Satz Brief¬
marken - der Satz des Pythagoras - die
Summe übersteigt den festgesetzten Satz
(die festgelegte Höhe) - den Satz (Rest am
Boden) aus der Tasse trinken; die Satzart;
die Satzaussage (Sprachlehre: Prädikat);
der Satzbau; das Sätzchen; die Satzergän¬
zung (Sprachlehre: Objekt); der Satzfehler;
das Satzgefüge; der Satzgegenstand (Sprach¬
lehre: Subjekt); das Satzglied; der Satzkern
(Sprachlehre: Prädikat); die Satzlehre; die
Satzreihe (Sprachlehre: Satzverbindung);
der Satzteil; die Satzung (Vorschrift, Rege¬
lung); satzungsgemäß; satzweise; das Satz¬
zeichen
Sau, die: -, Säue/-en (Schwein, Schmutzfink);
unter aller Sau (unbeschreiblich schlecht) -
die Sau rauslassen (sich hemmungslos
gehen lassen) - jemanden zur Sau ma¬
chen (ihn fertig machen); die Sauarbeit
(schwere, mühselige Arbeit); saudumm
(sehr dumm); die Sauerei (Schmutz, Ge¬
meinheit); der Saufraß (minderwertiges Es¬
sen); saugrob (sehr grob); der Sauhaufen
(ungeordnete Menge); säuisch: säuische
(abstoßende) Witze erzählen; saukalt (sehr
kalt); saumäßig; der Saustall; das Sauwet¬
ter; sauwohl: sich sauwohl (besonders
wohl) fühlen; die Sauwut (heftige Wut)
sau ber: saub(e)rer, am saubersten; saubere
(reinliche) Wäsche tragen - sauber (genau,
exakt) arbeiten - er schreibt sauber (ordent¬
lich) - ein sauberes (hübsches) Mädchen -
er hat einen sauberen (anständigen) Cha¬
rakter - eine saubere (fehlerfreie) Darbie¬
tung - die Wohnung sauber halten - etwas
sauber machen; die Sauberkeit; säuberlich
(genau, sorgfältig); säubern: das Beet von
Unkraut säubern - der Arzt säubert (reinigt)
die Wunde; die Säuberung; die Säube¬
rungsaktion
Sauce franz. [sose], die: -, -n (Soße, Tunke);
die Sauciere [sosiäre] (Soßenschüssel); —►
Soße
sau er: saurer, am sauersten; ein saurer (unrei¬
fer) Apfel - der Wein schmeckt sauer -
sauer (ärgerlich, beleidigt) sein, reagieren -
ein saurer Boden - die Milch ist sauer (ge¬
ronnen, dick) - saurer Regen - ein saures
(verdrießliches) Gesicht machen - ein
sauer (mühsam) verdientes Geld - jeman¬
dem Saures geben (es ihm zeigen, ihn ver¬
prügeln); der Sauerampfer; der Sauerbra¬
ten; die Sauerkirsche; das Sauerkraut; säu¬
erlich; die Sauermilch; säuern: gesäuertes
Brot; der Sauerstoff; die Sauerstoffflasche;
der Sauerstoffgehalt; sauerstoffhaltig; der
Sauerteig; sauertöpfisch (mürrisch, humor¬
los); die Säuerung; —► Säure
sau fen: du säufst, er soff, sie hat gesoffen,
sauf(e)!; Wasser saufen (trinken) - er säuft
gerne (trinkt gerne Alkohol); der Saufbold
(Trinker); der Säufer (Alkoholiker); die Sau¬
ferei; die Säuferin; das Saufgelage; der
Saufkumpan; die Sauftour [... tur]
sau-gen: du saugst, er saugte/sog, sie hat ge-
saugt/gesogen, saug(e)!; Limonade durch
einen Strohhalm saugen - das Löschblatt
saugt sich voll Tinte - das Wohnzimmer
saugen (mit dem Staubsauger reinigen);
säugen (nähren, stillen); der Sauger; der
Säuger; auch: das Säugetier; saugfähig; die
Saugfähigkeit; die Saugflasche; die Saug¬
glocke; die Saugkraft; der Säugling; der
Saugnapf; die Säugpumpe; der Säugrüssel;
die Saugwirkung
Säu le, d ie: -, -n; das Haus ruht auf festen Säu¬
len (Stützen) - er ist eine Säule (Stütze) der
Gesellschaft - eine Säule (einen geometri¬
schen Körper) berechnen; der Säulenbau;
säulenförmig; die Säulenhalle; der Säulen¬
tempel
287
schädigen
Saum, der: -(e)s, Säume (umgeschlagener
Rand an Kleidungsstücken, Umgrenzung);
säumen: einen Rock säumen (mit einem
Saum einfassen) - Bäume säumen die
Straße
Saum, der: -(e)s, Säume (Traglast eines Tieres);
säumen (mit Saumtieren Lasten transportie¬
ren); der Säumer (Saumtreiber); der Saum¬
pfad; das Saumtier
säu men: (zögern, sich Zeit lassen, trödeln);
mach dich ohne Säumen auf den Weg!;
säumig (nachlässig, langsam, unpünktlich);
die Säumigkeit; die/das Säumnis; der
Säumniszuschlag; saumselig (langsam, sich
Zeit lassend); die Saumseligkeit
Sau-na firm., die: -, -s/Saunen; in die Sauna
(in das Dampfbad) gehen; saunen
Säu re; die: -, -n; die Säure des Essigs - eine
ätzende Säure (chemische Verbindung, die
Stoffe auflöst); säurebeständig; säurefest;
der Säuregehalt; säurehaltig; sauer
Sau ri er griech., der: -s, - (vorzeitliche Rie¬
senechse)
sau-sen: (brausen, eilen); sausen lassen (da¬
rauf verzichten); der Saus: in Saus und
Braus (verschwenderisch) leben; die Sause
(ausgelassene Feier); säuseln: der Wind
säuselt (rauscht leise) - der Nachbarin et¬
was ins Ohr säuseln (flüstern); der Sause¬
wind (starker Wind, sehr lebhafter Mensch)
Savanne [sawane], die: -, -n (Grassteppe)
Saxophon, das: -s, -e (Blasinstrument);
auch: das Saxofon; der Saxophonjst; die
Saxophonjstin
SB = Selbstbedienung
S-Bahn, die: -, -en (Schnellbahn, Stadtbahn);
der S-Bahnhof; die S-Bahn-Station; der
S-Bahn-Wagen
Scanner engl, [skäner], der: -s, - (elektroni¬
sches Lesegerät); scannen
Schabe, die: -, -n (schädliches Insekt)
schaben: blank schaben (säubern) - das Eis
von der Scheibe schaben (kratzen) - sie
schabt (zerkleinert) Mohrrüben; die Schabe
(Werkzeug); das Schabeisen; der Schaber
(Werkzeug); das Schabmesser
Schabernack, der: -(e)s, -e (Streich, Scherz);
jemandem einen Schabernack spielen
schäbig: eine schäbige (ärmliche, abgetra¬
gene) Kleidung - sich schäbig (gemein, nie¬
derträchtig) benehmen; die Schäbigkeit
Schab Io ne (Scha blo ne) (ranz., die: -, -n
(Muster, Vorlage, Schema, Klischee); er
lässt sich in keine Schablone pressen; der
Schablonendruck; schablonenhaft
Schach pers., das: -s, -s (Brettspiel); Schach
spielen - jemanden in Schach halten (ihn
nicht gefährlich werden lassen); das
Schachbrett; schachbrettartig; der Schach¬
computer; die Schachfigur; schachmatt:
jemanden schachmatt setzen (ihn hand¬
lungsunfähig machen); das Schachmuster;
die Schachpartie; das Schachspiel; das
Schachturnier; der Schachzug: das war ein
kluger Schachzug (eine kluge Maßnahme)
Schächer, der: -s, - (Übeltäter, Räuber)
schachern hebr.: (feilschen, den Preis
drücken); die Schacherei
Schacht, der: -(e)s, Schächte (hoher, um¬
grenzter Raum); er ist in einen tiefen
Schacht gefallen - einen Schacht für die
U-Bahn graben; schachten (einen Schacht
graben)
Schachtel, die: -, -n (Behälter, Karton); das
Schächtelchen; schachteln; die Schachte-
lung
Schädel, der: -s, -; einen harten Schädel
(Kopf) haben - sich über etwas den Schädel
zerbrechen (angestrengt nachdenken) - ei¬
nen dicken Schädel (Dickschädel) haben;
der Schädelbasisbruch; Schädelbruch; die
Schädeldecke; die Schädelform
schaden: ich will dir nicht schaden (keinen
Nachteil zufügen) - das schadet deiner Ge¬
sundheit; schade: schade (es tut mir Leid),
dass ich nicht kommen kann - oh, wie
schade (bedauerlich)! - dazu bin ich mir zu
schade (gebe ich mich nicht her); der Scha¬
den: der Hagel richtete große Schäden
(Zerstörungen) an - sein Schaden (Verlust)
ist nicht groß - ein körperlicher Schaden -
Schaden nehmen (geschädigt werden) -
wer den Schaden hat, braucht für den Spott
nicht zu sorgen - durch Schaden wird man
klug; auch: der Schade: es soll dein Schade
nicht sein; die Schadenfreude; schaden¬
froh (gehässig, boshaft); die Schaden(s)-
begrenzung; der Schaden(s)bericht; der
Schadensersatz (Rückerstattung, Aus¬
gleich); der Schadensfall; die Schaden(s)-
feststellung; der Schaden(s)nachweis; schad¬
haft; die Schadhaftigkeit; schädigen; die
N
O
P
s
7S O
Schädigung
288
Schädigung; schädlich; die Schädlichkeit;
der Schädling; die Schädlingsbekämpfung;
schadlos: sich für etwas schadlos halten
(sich für etwas entschädigen); der Schad¬
stoff; schadstoffarm; schadstofffrei
Schaf, das: -(e)s, -e (Wolle tragendes Nutz¬
tier); Schafe hüten - er ist das schwarze
Schaf in der Familie (der ungeratene Sohn);
der Schafbock; das Schäfchen: sein Schäf¬
chen ins Trockene bringen (sich Vorteile
verschaffen); der Schäfer (Schafhirt); der
Schäferhund; die Schäferin; das Schaffell;
die Schafgarbe (Arzneipflanze); die Schaf¬
herde; das Schafleder; der Schaf(s)käse;
der Schafskopf (Dummkopf); der Schafs¬
pelz; der Schaf(s)stall; die Schafweide; die
Schafwolle; die Schafzucht
Schaff, das: -(e)s, -e (großes, offenes Gefäß,
Bottich)
schaffen: du schaffst, er schaffte, sie hat ge¬
schafft, schaff(e)!; sie hat den ganzen Tag
geschafft (gearbeitet) - mit dieser Sache
will ich nichts zu schaffen (zu tun) haben -
sich an einer Sache zu schaffen machen -
jemandem eine Arbeit schaffen (befehlen) -
ich bin ganz geschafft (erschöpft) - das
schaffe ich einfach nicht mehr (ich werde
damit nicht mehr fertig) - sie schafften
(brachten) den Verwundeten ins Kranken¬
haus - jemandem zu schaffen machen (ihm
Sorgen, Schwierigkeiten machen); schaf¬
fen: du schaffst, er schuf, sie hat geschaf¬
fen, schaff(e)!; ein Werk schaffen (gestalten)
- Gott schuf den Menschen - Ordnung
schaffen - er schuf sich ein gemütliches
Heim - für etwas wie geschaffen (beson¬
ders geeignet) sein; das Schaffen (Arbeit,
Werk); der Schaffensdrang; die Schaffens¬
freude (Fleiß); die Schaffenskraft; der
Schaffner; die Schaffnerin; die Schaffung:
die Schaffung neuer Arbeitsplätze
Schafott nieder!., das: -(e)s, -e (Hinrichtungs¬
gerüst)
Schaft, der: -(e)s, Schäfte; der Schaft (Griff)
des Messers; der Schaftstiefel
Schakal pers., der: -s, -e (von Aas lebendes
Raubtier)
schäkern: (scherzen, sich necken); der
Schäker; die Schäkerei; die Schäkerin
schal: ein schales (abgestandenes) Bier - ein
schaler (geistloser) Gedanke
Schal engl., der: -s, -s/-e; einen seidenen
Schal (ein langes, schmales Halstuch) tra¬
gen
Schale, die: -, -n (Gefäß, Hülle); eine Schale
(Tasse) Kaffee - Obst in eine Schale (flaches
Gefäß) legen - die Schale des Apfels ist hart
- er hat eine raue Schale (er ist nach außen
abweisend) - die Schale (das Gehäuse) ei¬
ner Muschel - die Schalen (Hufe) eines
Hirsches - sich in Schale werfen (sich fest¬
lich kleiden) in einer rauen Schale steckt
oft ein guter Kern; das Schälchen; schälen:
er schält Kartoffeln - sich schälen (die Haut
in kleinen Stückchen abstoßen); das Scha¬
lenobst (Obst mit einer harten Schale); der
Schalensessel; das Schalenwild; die Scha¬
lung (Holzverkleidung); die Schälung (das
Schälen)
Schalk, der: -(e)s, -e/Schälke (Schelm, Spa߬
vogel); jemandem sitzt der Schalk im
Nacken (er ist ein Spaßvogel); schalkhaft:
schalkhaft lächeln; die Schalkhaftigkeit
Schall, der: -(e)s, -e/Schälle (nachhallendes
Geräusch, Klang, Widerhall); Schall und
Rauch sein (vergänglich sein, keine Bedeu¬
tung haben); schalldämmend; die Schall¬
dämmung; der Schalldämpfer; die Schall¬
dämpfung; schalldicht; schallen: ein
schallendes (lautes) Gelächter - er gab ihm
eine schallende (kräftige) Ohrfeige; schal¬
lern: jemandem eine schal lern (eine Ohr¬
feige geben); die Schallgeschwindigkeit;
die Schallgrenze; die Schalllehre; der
Schallleiter (Material, das Schallwellen gut
leitet); die Schallmauer; die Schallplatte;
schallsicher; der Schalltrichter; die Schall¬
welle
Schalmei, die: -, -en (altes Holzblasinstru¬
ment); der Schalmeienklang
schal-ten: einen Stromkreis schalten
(schließen bzw. öffnen) - er schaltet (wech¬
selt) in den 1. Gang - ein Gerät auf „aus"
schalten - die Ampel schaltet auf Rot -
schnell schalten (begreifen) - nach Belie¬
ben schalten und walten (nach eigenem
Belieben handeln) können; die Schaltan¬
lage; das Schaltbrett; der Schaltdienst; der
Schalter: den Schalter (Lichtschalter) be¬
tätigen - den Brief am Schalter abgeben;
der Schalterbeamte; der Schalterschluss;
der Schalthebel; das Schaltjahr (Jahr mit ei¬
289
schassen
nem Schalttag, dem 29. Febr.); die Schalt¬
pause; der Schaltplan; die Schaltskizze; die
Schaltstelle; die Schalttafel; die Schaltung;
das Schaltwerk; die Schaltzentrale
Schaluppe franz., die: -n (Boot, Küsten¬
fahrzeug)
schämen, sich: sich wegen seiner Armut
schämen - sich in Grund und Boden schä¬
men; die Scham: vor Scham rot werden -
Scham empfinden - nur keine falsche
Scham! - seine Scham (Geschlechtsteile)
zudecken; das Schamgefühl; die Scham¬
haare; schamhaft (schüchtern, züchtig); die
Schamhaftigkeit; schamlos (frech, unver¬
schämt); die Schamlosigkeit; schamrot; die
Schamröte; schamvoll
Schamotte ital., die: - (feuerfester Ton); der
Schamotteziegel
Schampon, das: -s, -s (Haarwaschmittel);
auch: das Schampoo
Schande, die: -; seinen Eltern keine Schande
(keine Schmach) machen - jemanden mit
Schimpf und Schande davonjagen - zu
Schanden gehen, machen; auch: zuschan¬
den gehen, machen; schandbar (schänd¬
lich); schänden: ein Grab schänden (be¬
schädigen, zerstören) - Arbeit schändet
nicht; der Schandfleck (Beschmutzung,
Makel); schändlich: eine schändliche (ge¬
meine, niederträchtige) Tat; die Schänd¬
lichkeit; das Schandmal; das Schandmaul
(böses Mundwerk); der Schandpfahl (Pran¬
ger); die Schandtat: zu jeder Schandtat be¬
reit sein (jeden Unfug mitmachen); die
Schändung; das Schandurteil
Schän ke, die: -, -n; -> Schenke
Schanze, die: -, -n (Befestigung, Sprungan¬
lage); schanzen; der Schanzenbau; der
Schanzenrekord; der Schanzentisch
Schar, die: -, -en; eine Schar (größere Menge,
Gruppe) Jugendliche(r) - eine Schar Vögel
- in großen/hellen Scharen (in großer
Zahl); sich scharen: sich um den Lehrer
scharen (versammeln); scharenweise
Schar, die: -, -en (Pflugschar)
Scharade franz., die: -, -n (Rätsel, bei dem
Teile eines zusammengesetzten Wortes
pantomimisch dargestellt werden und erra¬
ten werden müssen)
Schäre schwed., die: -, -n (kleine, flache Insel
vor der Küste) # Schere
scharf: schärfer, am schärfsten; ein scharfes
(geschliffenes) Beil - scharfe (starke) Ge¬
tränke - ein scharfes Auge haben (genau
sehen) - scharf (hart) durchgreifen - er be¬
sitzt einen scharfen (klaren) Verstand - eine
scharfe (starke) Biegung - eine scharfe
Zunge haben (angriffslustig sein) - ein
scharfer Hund - scharf (sehr genau) überle¬
gen - scharfe (spitze) Krallen haben -
scharf (mit echter Munition) schießen - das
war ein scharfer (wuchtiger) Schuss auf das
Tor - jemanden scharf machen (aufhetzen,
aufreizen) - ein Messer scharf machen -
ein gestochen scharfes Bild - jemanden
scharfanfassen (energisch behandeln)-ein
scharfer (sehr kalter) Wind - auf etwas
scharf sein (etwas sehr wünschen, begeh¬
ren); aber: etwas auf das Schärfste verurtei¬
len; der Scharfblick; die Schärfe; die Scharf¬
einstellung; schärfen; die Schärfentiefe;
scharfkantig; der Scharfmacher; der Scharf¬
richter (Henker); der Scharfschütze; scharf¬
sichtig; der Scharfsinn; scharfsinnig; die
Schärfung
Scharlach lat, der: -s (ansteckende Kinder¬
krankheit); der Scharlachausschlag
Scharlach lat., der: -s (leuchtendes Rot);
Scharlachfarben; auch: scharlachfarbig;
scharlachrot (hellrot)
Scharlatan franz., der: -s, -e (Schwindler,
Kurpfuscher); die Scharlatanerie
Scharm franz., der: -s; scharmant; -* Charme
Scharmützel, das: -s, - (Geplänkel, kleines
Gefecht)
Scharnier franz., das: -s, -e (Gelenk, Dreh¬
vorrichtung); das Scharnierband; das Schar¬
niergelenk
Schärpe franz., die: -, -n (Ordensband, brei¬
tes Band um die Taille)
scharren: (reiben, kratzen, schaben); mit den
Füßen scharren - das Huhn scharrt im Gar¬
ten
Scharte, die: -, -n (Kerbe, Einschnitt); eine
Scharte auswetzen (einen Fehler wieder¬
gutmachen); schartig (voller Scharten)
scharwenzeln: (übereifrig sein, sich ein¬
schmeicheln)
Schasch lik russ., das/der: -s, -s (am Spieß
gebratene Fleisch- und Gemüsestückchen)
schassen franz.: er wurde aus seinem Amt
geschasst (entlassen, fortgejagt)
Schalten
290
Schatten, der: -s, ein Schatten spendender
Baum - in der Dämmerung taucht ein
Schatten (eine nicht mehr erkennbare Ge¬
stalt) auf - er hat Schatten (Ringe) unter den
Augen - jemanden in den Schatten stellen
(ihn bei weitem übertreffen) - über seinen
Schatten springen (etwas tun, was große
Überwindung verlangt) - jemandem wie
ein Schatten folgen (ihn nicht aus den Au¬
gen verlieren); das Schattenbild (den Schat¬
ten einer Person wiedergebendes Bild);
auch: der Schattenriss; das Schattenboxen
(Boxtraining ohne Gegner); das Schatten¬
dasein: ein Schattendasein (unbeachtetes
Dasein) führen; schattenhaft (undeutlich,
geisterhaft); das Schattenreich (Totenreich);
die Schattenseite (Dunkel, Nachteil): die
Schattenseite des Lebens (die weniger
schöne oder unangenehme Seite des Le¬
bens); das Schattenspiel (Schattentheater);
schattieren (tönen); die Schattierung;
schattig: ein schattiges Plätzchen
Scha tul le lat., d ie: -, -n (Geld-, Schmuck¬
kästchen)
Schatz, der: -es, Schätze; große Schätze
(Reichtümer) haben - ein Schatz (eine
Fülle) an Erfahrungen - komm zu mir, mein
Schatz (Liebling)!; das Schätzchen; der
Schatzgräber; die Schatzinsel; die Schatz¬
kammer; das Schatzkästchen; der Schatz¬
meister; die Schatzsuche
schätzen: eine Entfernung schätzen (unge¬
fähr angeben, überschlagen) - sein Haus
schätzen (den Wert feststellen) lassen - er
schätzt (achtet) seine Eltern - jemanden
schätzen (achten) lernen - ich schätze (ver¬
mute), dass...; schätzenswert; der Schät¬
zer; die Schätzerin; der Schätzpreis; die
Schätzung; schätzungsweise (annähernd);
der Schätzwert
schaudern: sie schaudert (zittert) vor Angst,
Kälte - mir/mich schaudert (ich habe
Angst, Abscheu) vor diesen Gedanken; der
Schauder (Abscheu, Ekel, Frösteln); schau¬
derhaft (furchtbar, entsetzlich); schauder¬
voll (entsetzlich); —► schauern
schau en: auf die Uhr schauen - jemandem
ins Gesicht schauen (blicken) - nach den
Kindern schauen (sich um sie kümmern) -
auf Ordnung schauen (sich darum be¬
mühen) - er soll schauen (darauf achten),
dass er bald fertig wird; die Schau: eine
landwirtschaftliche Schau (Ausstellung) -
sich eine Schau (Vorstellung) ansehen - das
ist eine Schau (ist großartig)! - etwas zur
Schau stellen (öffentlich zeigen, ausstellen)
- jemandem die Schau stehlen (ihn über¬
treffen, ausstechen) - eine Schau abziehen
(sich aufspielen, angeben); das Schaubild
(grafische Darstellung); die Schaubude; das
Schaufenster; das Schaugeschäft; der
Schaukampf; 'der Schaukasten; Schaulau¬
fen; das Schaulaufen; die Schaulust; schau¬
lustig (neugierig); der/die Schaulustige;
das Schauobjekt; der Schauplatz (Ort des
Geschehens); der Schauprozess; das
Schauspiel; der Schauspieler; die Schau¬
spielerei; die Schauspielerin; schauspiele¬
risch; schauspielern; der Schausteller; die
Schaustellerin; das Schauturnen
Schauer, der: -s; - (kurzer Hagelschlag oder
Regenguss, Schreck, Frösteln); sie wartete,
bis der Schauer vorüber war - ihm lief ein
Schauer über den Rücken; schauerartig:
schauerartige Regenfälle; die Schauerge¬
schichte (Gespenster-, Gruselgeschichte);
schauerlich: ein schauerlicher (unheimli¬
cher, gespenstischer) Anblick; die Schauer-
lichkeit; das Schauermärchen; schauern:
mich/mir schauert vor dem morgigen Tag;
der Schauerroman (gruseliger Roman);
schauervoll; schaurig: eine schaurige (un¬
heimliche) Geschichte - es ist schaurig
(grässlich) kalt; die Schaurigkeit; —> schau¬
dern
Schauer-mann nieder/., der: -(e)s, ...leute
(Hafen-, Schiffsarbeiter)
schau-fein: er schaufelt (schippt) Kohlen in
den Keller - Schnee schaufeln (wegräu¬
men) - ein Grab schaufeln (graben, aushe¬
ben); die Schaufel (Schippe, Spaten);
schaufelförmig
schaukeln: (hin und her schwingen); Boote
schaukeln auf dem Wasser - er wird die Sa¬
che schon schaukeln (meistern); die Schau¬
kel; die Schaukelbewegung;die Schaukele);
schauk(e)lig; das Schaukelpferd; der Schau¬
kelstuhl
Schaum, der: -(e)s, Schäume (Gischt); der
Schaum des Bieres - Schaum schlagen
(prahlen) - Träume sind Schäume; das
Schaumbad; schaumbedeckt; schäumen:
291
Schema
das Meer schäumt (bildet Schaum) - vor
Wut schäumen (sich aufregen, rasen); der
Schaumgummi; schaumig; das Schaumkis¬
sen; die Schaumkrone (Gischt auf einer
Welle); der Schaumlöscher; das Schaum¬
löschgerät; der Schaumschläger (Küchen¬
gerät, Angeber); die Schaumschlägerei; der
Schaumstoff; der Schaumwein (Sekt)
Scheck eng/., der: -s, -s (Anweisung zur Geld¬
zahlung, bargeldloses Zahlungsmittel); auch:
der Check; der Scheckbetrug; das Scheck¬
buch; das Scheckheft; die Scheckkarte
scheckig: eine scheckige (gefleckte Kuh); das
Scheckvieh
scheel: jemanden scheel (misstrauisch, ge¬
ringschätzig, schief) anschauen
Schef fei, der: -s, - (altes Hohlmaß); sein Licht
unter den Scheffel stellen (seine Leistungen
bzw. Verdienste aus Bescheidenheit verber¬
gen); scheffeln: Geld scheffeln (ohne Mühe
in Mengen verdienen); scheffelweise (in
großen Mengen)
Schei be, d ie: -, -n; eine Scheibe (Schnitte)
Brot - eine Scheibe (Fensterscheibe) einwer¬
fen - sich von etwas eine Scheibe abschnei¬
den können (sich ein Beispiel nehmen kön¬
nen); das Scheibchen; scheibchenweise; die
Scheibenbremse; die Scheibengardine; das
Scheibenschießen; der Scheibenwischer
Scheich arab., der: -s, -e/-s (arabischer Titel);
das Scheichtum
scheiden: du scheidest, er schied, sie ist ge¬
schieden, scheid(e)!; aus dem Amt schei¬
den (es niederlegen) - sich scheiden lassen
(die Ehe auflösen) - freiwillig aus dem Le¬
ben scheiden - ich muss bald scheiden
(mich verabschieden) - die faulen Äpfel
von den guten scheiden (trennen); die
Scheide: das Schwert aus der Scheide zie¬
hen - die Scheide (Geschlechtsorgan) einer
Frau; die Scheidewand; der Scheideweg:
am Scheideweg (vor einer grundsätzlichen
Entscheidung) stehen; die Scheidung; der
Scheidungsgrund; die Scheidungsklage;
das Scheidungsurteil; —► geschieden
schej-nen: du scheinst, er schien, sie hat ge¬
schienen, schein(e)!; die Sonne scheint
(strahlt Licht aus) - das scheint (erweckt
den Eindruck) richtig zu sein - er kommt
scheint's (anscheinend) nicht mehr; der
Schein: der Schein (das Licht) der Lampe -
der Schein (Anschein) kann trügen - mit
Scheinen (Geldscheinen) bezahlen - einen
Schein (eine Bescheinigung) ausstellen -
zum Schein (scheinbar, nicht wirklich) -
den Schein wahren (den Eindruck er¬
wecken, als ob alles in Ordnung sei); der
Scheinangriff; das Scheinargument; der
Scheinasylant; die Scheinasylantin; schein¬
bar (nicht wirklich); die Scheinfirma; das
Scheingefecht; das Scheingeschäft; der
Scheingrund; scheinheilig (unehrlich,
heuchlerisch); der/die Scheinheilige; die
Scheinheiligkeit; der Scheintod (todesähn¬
licher Zustand); scheintot; der/die Schein¬
tote; der Scheinvertrag; der Scheinwerfer
scheißen (derber Ausdruck): du scheißt, er
schiss, sie hat geschissen, scheiß(e)!; der
Scheißdreck; die Scheiße (Kot, Unsinn);
scheißegal (völlig egal); scheißfreundlich
(übertrieben freundlich); das Scheißwetter;
der Schiss (Kot, Angst)
Scheit, das: -(e)s, -e (Holzstück); der Scheiter¬
haufen; das Scheitholz
Scheitel, der: -s, - (Kamm, Gipfel, höchster
Punkt); vom Scheitel bis zur Sohle (ganz
und gar, durch und durch); die Scheitel- *
linie; scheiteln: das Haar gescheitelt tra¬
gen; der Scheitelpunkt; der Scheitelwinkel
scheitern: das Unternehmen scheitert (miss¬
lingt, geht schlecht aus); das Scheitern
Schelf engl., der/das: -s, -e (flaches Meer ent¬
lang der Küste); das Schelfmeer
Schel le, d ie: -, -n (ringförmige Klammer)
schellen: (läuten, klingeln); die Schelle
(Glöckchen, Ohrfeige); der Schellenbaum
(Musikinstrument); das Schellengeläute;
die Schellenkappe (Narrenkappe)
Schell-fisch, der: -(e) s, -e (Seefisch)
Schelm, der: -(e)s, -e (Schlingel, Schalk, Lau¬
sejunge); der Schelmenroman; das Schel-
menstück (Streich); die Schelmerei; schel¬
misch: schelmisch (spitzbübisch) schauen
schelten: du schiltst, er schalt, sie hat ge¬
scholten, schilt!; die Mutter schilt (tadelt,
schimpft) ihr Kind; die Scheite (Vorwurf,
Tadel); das Scheltwort
Schema griech., das: -s, -s/-ta/Schemen
(Plan, Muster, Umriss, Verfahrensweise);
nach einem Schema arbeiten - eine Auf¬
gabe nach Schema F (ohne zu denken,
nach dem üblichen Muster) lösen; schema-
O' c*
schematisch 292
tisch: etwas schematisch (vereinfacht)
zeichnen - die Arbeit läuft schema¬
tisch (automatisch, gewohnheitsmäßig) ab;
schematisieren; die Schematisierung; der
Schematismus (Gleichmacherei, Verzeich¬
nis von Amtspersonen)
Schemel, der: -s, - (Hocker, Fußbank)
Schemen, der: -s, - (geisterhafter Schatten,
Schattenbild); schemenhaft (schattenhaft,
unklar, unbestimmt)
Schenke, die: -n (Gaststätte); auch: die
Schänke; der Schenkbetrieb; der Schenk¬
tisch; der Schenkwirt; die Schenkwirtin;
die Schenkwirtschaft
Schenkel, der: -s, -; sich auf die Schenkel
(Oberschenkel) schlagen - die Schenkel ei¬
nes Winkels; der Schenkelbruch; der
Schenkeldruck; der Schenkelhalsbruch;
.. .schenk(e)lig: gleichschenkelig
schenken: einer Sache Aufmerksamkeit
schenken - zum Geburtstag Blumen schen¬
ken - deine Bemerkung hättest du dir
schenken (sparen) können - etwas ge¬
schenkt bekommen; die Schenkung; die
Schenkungsurkunde
schep pern: mit den Töpfen scheppern (klap¬
pern, klirren)
Scherbe, die: -, -n; sie sammelt die Scherben
(Splitter, Bruchstücke) der zerbrochenen
Vase auf - in Scherben gehen (zerbrochen
werden) - Scherben bringen Glück; auch:
der Scherben; der Scherbenhaufen
scheren: du scherst, er schor, sie hat gescho¬
ren, scher(e)!; sich die Haare scheren (kür¬
zer schneiden) lassen - Schafe scheren - al¬
les über einen Kamm scheren (alles
einheitlich behandeln); die Schere; das
Scherengitter; der Scherengriff; der Sche¬
renschleifer; der Scherenschnitt; das Scher¬
messer; die Schur (das Scheren der Schafe);
die Schurwolle # Schäre
sche-ren, sich: du scherst dich, er scherte
sich, sie hat sich geschert, scher!; scher
dich raus (geh weg)! - sie hat sich nicht im
Geringsten darum geschert (gekümmert);
die Schererej: Scherereien (Unannehm¬
lichkeiten, Ärger) haben
Scherflein, das: -s, -; sein Scherflein (einen
kleinen Geldbetrag) zu etwas beitragen
Scherge, der: -n, -n (Befehlsvollstrecker,
Henkersknecht)
scherzen: du scherzt (du spaßt, machst
Dummheiten); der Scherz: er hat einen
Scherz (Spaß) gemacht - Scherz beiseite
(im Ernst)! - seine Scherze mit jemandem
treiben (ihn verspotten); der Scherzartikel;
der Scherzbold (Witzbold); die Scherz¬
frage; scherzhaft (nicht im Ernst, im Spaß);
scherzhafterweise; die Scherzhaftigkeit;
das Scherzlied; das Scherzrätsel; scherz¬
weise; das Scherzwort
scheu: scheuer, äm scheu(e)sten; sie ist noch
sehr scheu (gehemmt, schüchtern) - scheu
machen, sein, werden - einen scheuen
(zaghaften) Blick darauf werfen - ein
scheues (wildes, ängstliches) Pferd; die
Scheu: er zeigte keine Scheu (Furcht,
Angst) vor ihm; scheuen: keine Arbeit
scheuen (fürchten) - das Pferd scheute
(schreckte) vor dem Auto - er scheute
(mied) keine Mühe - er scheute sich nicht
zu lügen; die Scheuklappe: Scheuklappen
haben (keinen Weitblick haben)
scheu chen: Vögel aus dem Garten scheu¬
chen (verjagen); die Scheuche (Schreckge¬
stalt zur Vertreibung von Vögeln)
Scheu-er, die: -, -n (Scheune)
scheu-ern: den Boden scheuern (reinigen,
putzen) - sie hat sich den Arm blutig ge¬
scheuert (gerieben) - jemandem eine
scheuern (ihn ohrfeigen); der Scheuerbe¬
sen; die Scheuerfrau; der Scheuerlappen,
das Scheuertuch
Scheu ne, die: -, -n (Getreidespeicher); der
Scheunendrescher: fressen wie ein Scheu¬
nendrescher (sehr viel essen); das Scheu¬
nentor
Scheusal, das: -s, -e (widerwärtiger Mensch,
Ungeheuer); scheußlich: das Essen schmeckt
scheußlich (grässlich) - ein scheußliches
(sehr unangenehmes) Wetter; die Scheu߬
lichkeit
Schi, der: -s, -er/-; —► Ski
Schjcht, d ie: -, -en; eine Schicht (Lage) Sand -
Schicht (in Schichten) arbeiten - die vor¬
nehme Schicht der Gesellschaft; der
Schichtarbeiter; die Schichtarbeiterin; der
Schichtdienst; schichten: Pakete schichten
(aufeinander stellen) - Wäsche in den
Schrank schichten; schicht(en)weise; das
Schichtgestein; der Schichtlohn; die
Schichtung; der Schichtwechsel
293
Schiffskatastrophe
schick franz.: eine schicke (elegante, modisch
gekleidete) Frau - schicke Kleider tragen;
auch: chic; der Schick (modische Feinheit)
schjcken: zum Einkäufen schicken - er
schickt (sendet) uns ein Päckchen - ich
schicke (füge) mich in mein Los - das
schickt sich nicht (gehört sich nicht) - sich
schicken (beeilen) müssen; schicklich: ein
schickliches (geziemendes) Benehmen; die
Schicklichkeit; die Schickung (Fügung,
Schicksal)
Schickeria ital., die: - (modebewusste obere
Gesellschaftsschicht); der Schickimjcki (je¬
mand, der sehr viel Wert auf modische
Dinge legt)
Schjcksal, das: -s, -e (Geschick, Los, Bestim¬
mung); sich mit seinem Schicksal abfinden
- jemanden seinem Schicksal überlassen
(sich nicht weiter um ihn kümmern);
schicksalhaft; die Schicksalsfrage; die
Schicksalsfügung; der Schicksalsgefährte;
die Schicksalsgefährtin; die Schicksalsge¬
meinschaft; der Schicksalsschlag (Un¬
glück); schicksalsträchtig; schicksalsvoll;
die Schicksalswende
schieben: du schiebst, er schob, sie hat ge¬
schoben, schieb(e)!; sein Fahrrad schieben
- die Schuld auf einen anderen schieben
(ihn verantwortlich machen) - Wache
schieben (Wache stehen) - Kohldampf
schieben (Hunger haben) - etwas auf die
lange Bank schieben (etwas hinauszögern);
das Schiebedach; das Schiebefenster; der
Schieber (Riegel, Betrüger); die Schieberei;
die Schiebetür; die Schiebkarre; auch: der
Schiebkarren; die Schiebung (Betrug)
Schiedsrichter, der: -s, - (Kampfrichter, Un¬
parteiischer); das Schiedsgericht; die Schieds¬
richterentscheidung; die Schiedsrichterin;
schiedsrichtern; der Schiedsspruch; die
Schiedsstelle; das Schiedsurteil
schief: (geneigt, schräg, nicht gerade); schief
sein, halten, stehen - ein schiefer Turm -
das Bild hängt schief - die schiefe Ebene -
ein schiefer (nicht zutreffender) Vergleich -
in ein schiefes Licht geraten (falsch beur¬
teilt werden) - auf die schiefe Bahn geraten
(den inneren Halt verlieren, gesellschaft¬
lich sinken) - das wird schief gehen (miss¬
lingen) - Schuhabsätze schief treten -
schief liegen (falsche Ansichten haben) -
jemanden schief ansehen (ihm seine Miss¬
billigung zu verstehen geben); die Schiefe;
die Schiefheit; sich schieflachen; schief¬
winklig
Schiefer, der: -s, - (aus Platten bestehendes
Gestein); das Schieferdach; das Schieferge¬
birge; schiefergrau; die Schiefertafel
schielen: er schielt auf beiden Augen (er
kann nicht geradeaus sehen) - zu seinem
Nachbarn schielen (verstohlen blicken);
schieläugig
Schiene, die: -, -n (Gleis, Stütze); das Schien¬
bein; schienen: sie hat den Arm geschient;
das Schienenfahrzeug; das Schienennetz;
der Schienenstrang; der Schienenverkehr
schier: schieres (reines) Gold - die schiere
(reine) Wahrheit sagen - er ist schier (bei¬
nahe) umgekommen - das ist schier (fast)
unmöglich
schießen: du schießt, er schoss, sie hat ge¬
schossen, schieß(e)!; mit dem Gewehr
schießen (feuern) - er schießt (erzielt) ein
Tor - durch das Zimmer schießen (rennen)
- ein Gedanke schießt mir durch den Kopf
- die Pflanzen schießen (wachsen schnell)
aus dem Boden - wie aus der Pistole ge¬
schossen (sofort) - ein Foto schießen (ma¬
chen) - er will sein Vorhaben schießen las¬
sen (aufgeben) - einen Bock schießen (einen
Fehler machen); aber: es ist zum Schießen
(zum Lachen); der Schießbefehl; die
Schießbude; das Schießeisen (Gewehr); die
Schießerei; das Schießgewehr; der Schie߬
hund: aufpassen wie ein Schießhund (scharf
aufpassen); der Schießplatz; der Schießprü¬
gel (Gewehr); das Schießpulver; die Schie߬
scharte; die Schießscheibe; der Schie߬
stand; die Schießübung; die Schießwaffe
Schiff, das: -(e)s, -e; mit einem Schiff fahren -
das Schiff lag vor Anker - klar Schiff ma¬
chen (eine Angelegenheit in Ordnung brin¬
gen); schiffbar; die Schiffbarkeit; der
Schiff(s)bau; der Schiffbruch: Schiffbruch
erleiden (scheitern); schiffbrüchig; der/die
Schiffbrüchige; schiffen (zu Wasser fahren);
der Schiffer; die Schifferin; das Schifferkla¬
vier; die Schifffahrt; die Schifffahrtslinie;
die Schifffahrtsstraße; der Schiffsarzt; die
Schiff(s)schaukel; der Schiffseigner; die
Schiffsfracht; die Schiffsglocke; der Schiffs¬
junge; der Schiffskapitän; die Schiffskatas-
N
O
P
Cf c*
7S O
Schiffskoch
294
N
O
P
s
trophe; der Schiffskoch; die Schiffsladung;
der Schiffsmakler; die Schiffsmannschaft;
die Schiffsmaschine; die Schiffsplanke; die
Schiffsreise; der Schiffsrumpf; die Schiffs¬
schraube; die Schiffstaufe; der Schiffsver¬
kehr; die Schiffswerft
Schikane (ranz., die: -, -n; ich kann seine
Schikanen (Bosheiten, Hinterhältigkeiten)
nicht mehr ertragen - das Auto ist mit allen
Schikanen (mit allen Feinheiten, mit allem
Zubehör) ausgestattet-Schikanen (schwie¬
rige Stellen) auf der Rennstrecke; schika¬
nieren (quälen); schikanös (boshaft)
Schild, das: -(e)s, -er (Erkennungszeichen,
Hinweistafel); das Schildchen; der Schil¬
derwald (große Menge von Verkehrszei¬
chen)
Schjld, der: -(e)s, -e (Schutzwaffe, Schutz); et¬
was im Schilde führen (etwas heimlich Vor¬
haben); der Schildbürger (Spießer, engstir¬
niger Mensch); der Schildbürgerstreich;
die Schilddrüse; die Schildkröte; die
Schildwache (Posten)
schjl-dern: einen Vorgang genau schildern
(beschreiben); die Schilderung
Schjlf, das: -(e)s, -e (hohes Ufergras, Röh¬
richt); schilfbedeckt; das Schilfdach; das
Schilfgras; die Schilfmatte; das Schilfrohr
Schjl-ler-lo-cke, die: -, -n (geräucherte Fisch¬
spezialität)
schjl-lern: das Kleid schillert (schimmert,
glänzt) in verschiedenen Farben; der Schil¬
lerfalter (Schmetterling); schillernd: er ist
eine schillernde (schwer durchschaubare)
Persönlichkeit
Schimäre griech., die: -, -n (Hirngespinst,
Trugbild); auch: die Chimäre; schimärisch
(trügerisch)
Schjm-mel, der: -s (weißlicher Belag, Pilzart);
der Schimmelbelag; schimm(e)lig: ein
schimmeliges (verdorbenes) Brot; schim¬
meln (faulen, verderben); der Schimmel¬
pilz
Schjm-mel, der: -s, - (weißes Pferd); das
Schimmelgespann; der Schimmelreiter
(geisterhaftes Wesen in der deutschen
Sage)
schjm-mern: Sterne schimmern (leuchten)
am Himmel - von ferne schimmert ein
Licht; der Schimmer: der Schimmer (matte
Schein) der Lampe - der Schimmer (Glanz)
ihres Haares - keinen Schimmer von etwas
haben (überhaupt nicht Bescheid wissen,
nichts ahnen)
Schimpanse afrik., der: -n, -n (Menschen¬
affe)
schjmp-fen: heftig schimpfen (schelten, ta¬
deln) - er schimpft mich (bezeichnet mich
als) einen Lügner - schimpfen wie ein
Rohrspatz (erregt schimpfen); der Schimpf
(die Schmach, Beleidigung): jemanden mit
Schimpf und Schande (unter unehrenhaf¬
ten Bedingungen) davonjagen; die Schimp¬
fe: Schimpfe (Schelte) bekommen; die
Schimpferei; schimpflich: jemanden schimpf¬
lich (entwürdigend, schändlich) behan¬
deln; der Schimpfname; das Schimpfwort
Schjn-del, d ie: -, -n (Platte zum Decken von
Häusern); das Schindeldach
schjn-den: du schindest, er schindete, sie hat
geschunden, schind(e)!; Tiere schinden
(quälen) - sie schindet (müht) sich schwer -
seine Arbeiter schinden (schikanieren) - er
will bei Frauen Eindruck schinden (ma¬
chen) - Zeit schinden (gewinnen) wollen -
ein totes Tier schinden (abhäuten); der
Schindanger (Platz zum Verscharren von
Tierkadavern); der Schinder (jemand, der
andere quält bzw. tote Tiere abhäutet); die
Schinderei (Qual, Strapaze); das Schind¬
luder: mit jemandem Schindluder treiben
(ihn übel behandeln); die Schindmähre (al¬
tes, dürres Pferd)
Schjn-ken, der: -s, -; einen Schinken (eine
geräucherte bzw. gekochte Keule) essen -
er liest einen Schinken (ein großes, dickes
Buch); das Schinkenbrot; der Schinken¬
speck; die Schinkenwurst
Schjp-pe, die: -, -n (Schaufel); jemanden auf
die Schippe nehmen (ihn verulken, ver¬
spotten); schippen: Schnee schippen
(schaufeln, wegräumen)
schjp-pern: er schippert (fährt mit dem Schiff)
die Donau hinunter
Schjrm, der: -(e)s, -e; den Schirm (Regen-,
Sonnenschirm) aufspannen - die Sendung
lief über den Schirm (Bildschirm); schirmen
(schützen); der Schirmherr (Schutzherr); die
Schirmherrin; die Schirmherrschaft; die
Schirmmütze; der Schirmständer
schjr-ren: er schirrt (spannt) die Pferde an den
Wagen; der Schirrmeister
295
Schlag
Schjsma griech., das: -s, Schismen/Schis-
mata (Kirchenspaltung)
Schizophrenie griech, die: Schizophre¬
nien (Geisteskrankheit, Spaltung des Be¬
wusstseins); schizophren
schlab bern: (schlürfend trinken bzw. essen);
die Katze schlabbert ihre Milch; schlabb(e)-
rig (gallertartig): eine schlabberige (dünne,
wenig nahrhafte) Suppe
schlachten: Tiere schlachten (töten); die
Schlacht; die Schlachtbank; der Schlach¬
tenbummler (Zuschauer); der Schlachter
(Metzger); auch: der Schlächter; die Schlach¬
terei (Fleischerei); auch: die Schlächterei;
die Schlachterin; auch: die Schlächterin;
das Schlachtfeld (Kampfplatz); das Schlacht¬
fest; das Schlachtgewicht; das Schlacht¬
haus; der Schlachthof; das Schlachtmesser;
das Schlachtopfer; der Schlachtplan (militä¬
rischer Plan für eine bevorstehende Schlacht);
die Schlachtplatte; schlachtreif; das Schlacht¬
ross; der Schlachtruf; das Schlachtschiff
(großes Kriegsschiff); das Schlachttier; die
Schlachtung; das Schlachtvieh
Schlacke, die: -, -n (Verbrennungsrückstand
bei Kohle und Koks)
schlackern: ihm schlackerten (schlotterten)
die Knie - mit den Ohren schlackern (er¬
staunt, überrascht sein)
Schläfe, die: -, -n (Stelle des Kopfes oberhalb
der Wange zwischen Auge und Ohr); graue
Schläfen haben
schlafen: du schläfst, er schlief, sie hat ge¬
schlafen, schlaf(e)!; schlafen gehen (zu Bett
gehen) - schlaf gut! - im Zelt schlafen
(übernachten) - er schläft während des Un¬
terrichts (er ist unaufmerksam, geistesab¬
wesend) - schlafen wie ein Murmeltier
(sehr fest schlafen) - wer schläft; sündigt
nicht; der Schlaf: den Schlaf des Gerechten
schlafen (fest schlafen) - jemandem den
Schlaf rauben (ihm große Sorgen bereiten)
- etwas im Schlaf können (etwas sehr si¬
cher beherrschen); der Schlafanzug; das
Schläfchen; die Schlafcouch [... kautsch];
das Schlafengehen: Zeit zum Schlafenge¬
hen; die Schlafenszeit; der Schläfer; die
Schläferin; die Schlafgelegenheit (Unter¬
kunft); das Schlafgemach (Schlafzimmer);
die Schlafkrankheit; das Schlaflied; schlaf¬
los; die Schlaflosigkeit; das Schlafmittel;
die Schlafmütze (unaufmerksamer, träger
Mensch; Langweiler); die Schlafratte (je¬
mand, der gerne schläft); schläfrig (müde);
die Schläfrigkeit; der Schlafrock (Morgen¬
rock); der Schlafsaal; der Schlafsack; die
Schlafstelle (Unterkunft); die Schlaftab¬
lette; schlaftrunken (noch nicht richtig
wach); die Schlaftrunkenheit; der Schlaf¬
wagen; schlafwandeln (im Schlaf herumge¬
hen); der Schlafwandler; die Schlafwandle¬
rin; schlafwandlerisch; das Schlafzimmer
schlaff: eine schlaffe (welke) Haut - das Seil
ist schlaff (locker) - er wirkt völlig schlaff
(erschöpft) - ein schlaffer (schwacher) Hän¬
dedruck; die Schlaffheit
Schlafittchen, das: jemanden beim Schla¬
fittchen nehmen (ihn zur Rechenschaft zie¬
hen)
schlagen: du schlägst, er schlug, sie hat ge¬
schlagen, schlag(e)!; er schlägt einen Nagel
in die Wand - sie schlug (trommelte) gegen
die Türe - der Raubvogel schlägt (tötet)
seine Beute - das Meer schlug (brandete)
gegen die Küste - Flammen schlagen aus
dem Fenster - Bäume schlagen (fällen) -
das Herz schlägt (klopft, pulsiert) heftig -
sich schlagen (prügeln) - die Feinde wur¬
den völlig geschlagen (besiegt) - eine
Schlacht schlagen - jemanden in die Flucht
schlagen (verjagen) - Wurzeln schlagen -
die Uhr schlägt 10 (Uhr) - sie schlägt (gerät)
nach ihrer Mutter - sich mit jemandem
schlagen (duellieren) - sich durchs Leben
schlagen - eine geschlagene (volle) Stunde
warten müssen - die Bedenken in den
Wind schlagen (zerstreuen) - die Nachricht
hat wie eine Bombe eingeschlagen - etwas
kurz und klein schlagen (zertrümmern) -
zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen
(zwei Dinge mit einer einzigen Maßnahme
erledigen) - sich geschlagen geben (aufge¬
ben); der Schlag: der Schlag (Stoß, Hieb)
traf ihn auf den Kopf - der Schlag des Her¬
zens - das ist ein schwerer Schlag (Un¬
glück) für ihn - es ist Schlag (Punkt) 12 Uhr
- er wurde vom Schlag getroffen (er hatte
einen Schlaganfall) - Männer von seinem
Schlag (seiner Art) sind selten - Schlag auf
Schlag (schnell nacheinander) - mit einem
Schlag (plötzlich) - auf einen Schlag (auf
einmal, gleichzeitig) - ein Schlag ins Was-
N
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P
o &
Schlagabtausch
296
ser (Misserfolg) - der Schlag (Gesang) der
Nachtigall - wie vom Schlag getroffen (ver¬
stört, fassungslos) sein - jemandem einen
Schlag versetzen (ihn enttäuschen); der
Schlagabtausch; die Schlagader; der
Schlaganfall (Gehirnschlag); schlagartig
(plötzlich); der Schlagball; schlagbar:
schlagbares (schlagreifes) Holz; der Schlag¬
baum (die Schranke); der Schlagbohrer;
der Schlagbolzen; die Schläge Mz. (Prü¬
gel); der Schlägel (Werkzeug) # Schlegel;
schlagend: das ist ein schlagender (zwin¬
gender, stichhaltiger) Beweis; der Schläger
(Sportgerät, Raufbold); die Schlägerei;
Schlägern; der Schlägertyp; schlagfertig
(redegewandt, nicht auf den Mund gefal¬
len); die Schlagfertigkeit; schlagfest; der
Schlagfluss; das Schlaginstrument; die
Schlagkraft; schlagkräftig: eine schlagkräf¬
tige (gut ausgebildete, einsatzbereite) Ar¬
mee; das Schlaglicht; schlaglichtartig; das
Schlagloch; der Schlagring; die Schlag¬
sahne (der Schlagrahm); die Schlagseite:
Schlagseite haben (betrunken sein); der
Schlagstock (Gummiknüppel); das Schlag¬
wort (Leitwort, einprägsamer Ausdruck,
Motto, Slogan, Phrase); die Schlagzeile
(Überschrift, Titelzeile): Schlagzeilen ma¬
chen (Aufsehen erregen, auffallen); das
Schlagzeug (Musikinstrument)
Schlager, der: -s, - (leicht ins Ohr gehendes,
einige Zeit sehr beliebtes Lied; Publikums¬
erfolg, Hit, Knüller); das Schlagerfestival
[... festiwal]; die Schlagermusik; der Schla¬
gersänger; die Schlagersängerin; der
Schlagerstar; der Schlagertext
schlaksig: (hoch aufgeschossen und in den
Bewegungen ungeschickt); der Schlaks
(junger, hoch aufgeschossener Bursche)
Schlamassel hebe, der/das: -s (Unglück,
schlimmes Durcheinander) # Schlamm¬
masse
Schlamm, der: -(e)s, -e/Schlämme (Sumpf, auf¬
geweichter Boden); das Schlammbad;
schlämmen (von Schlamm reinigen);
schlammig; die Schlämmkreide (gereinigte
Kreide); die Schlammmasse; die Schlamm¬
packung; die Schlammschlacht
schlampig: schlampig (nachlässig) arbeiten -
eine schlampige (unordentliche) Schrift;
die Schlampe (schlampige Frau, liederli¬
ches Frauenzimmer); schlampen (pfu¬
schen, nachlässig arbeiten); der Schlam¬
per; die Schlamperei; die Schlamperin; die
Schlampigkeit
Schlange, die: -, -n (fußloses Kriechtier); von
einer Schlange gebissen werden - sie ist
eine Schlange (unaufrichtige Frau) -
Schlange stehen (in einer langen Reihe an¬
stehen); sich schlängeln: sie schlängelt
(windet) sich durch die Menge; der Schlan¬
genbiss; die Schlangenbrut; der Schlangen¬
fraß (schlechtes Essen); das Schlangengift;
die Schlangenlinie (Linie in zahlreichen
Windungen)
schlank: schlanker, am schlank(e)sten; eine
schlanke (schmale) Figur haben - rank und
schlank - schlank machen; die Schlank¬
heit; die Schlankheitskur (Abmagerungs¬
kur); der Schlankmacher (Mittel, das das
Abnehmen fördern soll); schlankweg (ohne
Zögern, ohne weiteres); schlankwüchsig
schlapp: sich müde und schlapp (erschöpft)
fühlen - schlapp (kraftlos, schwach) ma¬
chen; die Schlappe (Niederlage, Misserfolg);
der Schlappen (bequemer Hausschuh);
schlappem (schlürfend essen und trinken);
die Schlappheit; der Schlapphut; schlapp¬
machen (zusammenbrechen); das Schlapp¬
ohr (herunterhängendes Ohr); der Schlapp¬
schwanz (schwächlicher Mensch, Feigling)
Schlaraffenland, das: -(e)s (Märchenland
für Faulenzer und Schlemmer)
schlau: schlauer, am schlau(e)sten; ein schlauer
Fuchs - aus jemandem nicht schlau wer¬
den (ihn nicht verstehen); der Schlauberger
(Schlaukopf); die Schläue; schlauerweise;
die Schlauheit; der Schlaukopf; auch: der
Schlaumeier
Schlauch, der: -(e)s, Schläuche (biegsames
Rohr, Luftreifen); den Schlauch (Luftreifen)
aufpumpen - das war vielleicht ein Schlauch
(eine große körperliche Anstrengung)! - auf
dem Schlauch stehen (nicht sofort verste¬
hen); das Schlauchboot; schlauchen (ermü¬
den, anstrengen); schlauchförmig; die
Schlauchleitung; schlauchlos: ein schlauch¬
loser Reifen
Schlau fe, die: -, -n (Schleife, Schlinge, bieg¬
samer Griff)
Schlawiner, der: -s, - (Taugenichts, durch¬
triebener Mensch)
297
Schlepptau
schlecht: ein schlechter (böser) Mensch -
schlechtes (regnerisches) Wetter haben -
eine schlechte (minderwertige) Ware kau¬
fen - es gibt schlechte (ungünstige) Nach¬
richten - schlecht (wenig) verdienen - die
Geschäfte gehen schlecht (nicht gut) - ihr
ist schlecht (übel) - ein schlechtes (schwa¬
ches) Gedächtnis haben - eine schlecht be¬
zahlte Arbeit - er lässt es sich nicht
schlecht gehen - sie ist nie schlecht gelaunt
- etwas schlecht machen (es nicht gut ma¬
chen) - jemanden schlecht machen (ihn
verleumden, herabsetzen) - schlecht und
recht (so gut es eben geht, mittelmäßig) -
mehr schlecht als recht (nicht besonders
gut) - schlecht wegkommen (benachteiligt
sein) - schlecht gelaunt (missmutig) sein -
das Obst wird schlecht (fault) - es ergeht
ihm schlecht (er befindet sich in Schwierig¬
keiten) - keine schlechte (eine gute) Idee!;
schlechterdings (ganz und gar); die
Schiechtheit; schlechthin (an sich, gera¬
dezu); die Schlechtigkeit (Gemeinheit);
schlechtweg (ohne Umstände, einfach);
das Schlechtwetter
schlecken: am Eis schlecken (lecken) - sie
schleckt (nascht) gerne; die Schleckerei
(Süßigkeit); das Schleckermaul (jemand,
der gerne nascht)
Schlegel, der: -s, -; einen Schlegel (eine Hin¬
terkeule) von einem Hasen kaufen # Schlä¬
gel
Schlehe, die: -, -n (dorniger Strauch mit her¬
ben Früchten); der Schlehdorn
schleichen: du schleichst, er schlich, sie ist
geschlichen, schleich(e)! (leise, vorsichtig,
unbemerkt gehen); sich aus dem Haus
schleichen - wie eine Katze schleichen -
müde nach Hause schleichen - eine schlei¬
chende (langsam fortschreitende) Krank¬
heit - sich schleichen (Weggehen); der
Schleicher (Leisetreter); der Schleichhan¬
del (ungesetzlicher Handel); die Schleich¬
katze; der Schleichpfad; der Schleichweg:
auf Schleichwegen; die Schleichwerbung
Schleie, die: -, -n (Fischart); auch: die Schlei
Schleier, der: -s, -; einen Schleier (ein den
Kopf umhüllendes Gewebe) tragen - den
Schleier lüften (ein Geheimnis verraten,
lüften); die Schleiereule; schleierhaft (un¬
erklärlich); der Schleiertanz
schleifen: du schleifst, er schliff, sie hat ge¬
schliffen, schleif(e)!; er schleift (schärft) das
Messer - eine geschliffene (gut formulierte)
Rede halten; der Schleifer; die Schleiferei;
die Schleiferin; der Schleiflack; die Schleif¬
maschine; das Schleifpapier; die Schleif¬
spur; der Schleifstein; —► Schliff
schlei-fen: du schleifst, er schleifte, sie hat ge¬
schleift, schleif(e)!; einen Sack über den
Hof schleifen - er schleifte (schleppte, zog)
mich in das Geschäft - die Hose schleift
auf dem Boden - über das Eis schleifen
(schlittern) - er schleift (drillt) die Soldaten
- eine Burg schleifen (dem Erdboden gleich
machen) - die Kupplung schleifen lassen
(nicht ganz loslassen); die Schleife: eine
Schleife (Schlinge) in das Seil machen - der
Fluss macht eine Schleife (Biegung) - eine
Schleife (ein verschlungenes Band) im
Haar tragen
Schleim, der: -(e)s, -e (Brei, zähflüssige Masse);
der Schleimbeutel; schleimen (Schleim ab¬
sondern, heucheln); der Schleimer (Heuch¬
ler, Schmeichler); die Schleimerin; die
Schleimhaut; schleimig (feucht, schmierig,
unterwürfig); der Schleimscheißer (krie¬
cherischer Mensch, Speichellecker); die
Schleimsuppe
schlemmen: (viel Gutes essen und trinken,
genießen); der Schlemmer (Feinschmecker);
die Schlemmerei; die Schlemmerin; das
Schlemmerlokal; das Schlemmermahl
schien dem: (gemächlich einhergehen); der
Schlendrian (Schlamperei, Nachlässigkeit)
schlenkern: mit den Armen schlenkern (sie
locker schwingen); der Schlenker
schlen-zen: (schießen ohne weit auszuho¬
len); er schlenzte den Ball in das gegneri¬
sche Tor; der Schlenzer
schleppen: er schleppte (trug) den schweren
Sack bis nach Hause - jemanden zur Poli¬
zei schleppen (gegen dessen Willen brin¬
gen) - die Unterhaltung schleppt sich (zieht
sich langsam und mühevoll) dahin; der
Schleppdampfer; die Schleppe; schlep¬
pend: die Fahrgäste werden schleppend
(langsam) abgefertigt; das Schlepp(en)-
kleid; der Schlepper (Schleppschiff, Trak¬
tor); die Schlepperei; der Schleppkahn; der
Schlepplift; das Schleppnetz; das Schlepp¬
schiff; das Schleppseil; das Schlepptau: et-
Schleppzug
298
was ins Schlepptau nehmen (es abschlep¬
pen); der Schleppzug
Schleswig-Holstein, das: -s (Land der Bun¬
desrepublik Deutschland); der Schles¬
wig-Holsteiner; die Schleswig-Holsteinerin;
schleswig-holsteinisch
schleudern: die Tasche in die Ecke schleu¬
dern (mit Schwung werfen) - ins Schleu¬
dern kommen (die Kontrolle über etwas
verlieren); die Schleuder; der Schleuder¬
ball; die Schleudergefahr; der Schleuder¬
kurs; die Schleudermaschine; der Schleu¬
derpreis (sehr niedriger Preis); der
Schleudersitz; die Schleuderware (sehr bil¬
lig verkaufte Ware, Ramsch, Ladenhüter)
schleu nig: (sofort, eilig); schleunigst
Schleu •se, die: -, -n; die Schleusen (Wasser¬
tore) waren geschlossen - der Himmel öff¬
nete alle Schleusen (es regnete in Strömen);
schleusen: den Fremden über die Grenze
schleusen (heimlich bringen) - er schleuste
(lotste) mich durch die Menschenmenge;
die Schleusenkammer; das Schleusentor;
der Schleusenwärter
Schljche Mz., die: - (Tricks, Listen); yeman-w
dem auf die Schliche kommen (ihn durch¬
schauen, überführen)
schljcht: ein schlichtes (bescheidenes) Leben
führen - ein schlichtes (einfaches) Kleid
tragen - schlichte Worte sagen - das ist
schlicht (einfach gesagt) ein Unsinn -
schlicht und einfach (ohne Umstände);
schlichten: einen Streit schlichten (beile¬
gen); der Schlichter; die Schlichterin; die
Schlichtheit (Einfachheit); die Schlich¬
tung; der Schlichtungsversuch; schlicht-
weg (ganz einfach gesagt)
Schlick, der: -(e)s, -e (Schlamm, Schwemm¬
land); schlick(e)rig
Schliere, die: -, -n (schmieriger Streifen);
schlierig (schleimig, schlüpfrig)
schließen: du schließt, er schloss, sie hat ge¬
schlossen, schließ(e)!; das Buch schließen
(zumachen) - er schloss die Türe - er
schloss die Fabrik (er stellte den Betrieb
ein) - eine Grenze schließen (zumachen) -
die Gegner schlossen (vereinbarten) Frie¬
den - jemanden in sein Herz schließen -
den Bund fürs Leben schließen (heiraten) -
er schloss (beendete) die Versammlung -
eine geschlossene (nur für Mitglieder ge¬
dachte) Veranstaltung - daraus schließe
(folgere) ich, dass...; die Schließe (Ver¬
schluss, Schnalle); der Schließer; die
Schließerin; das Schließfach; der Schlie߬
muskel; die Schließung
schließlich: schließlich (letzten Endes) kam
er doch - schließlich (im Grunde genom¬
men) bin ich dafür zu alt
Schljff, der: -(e)s, -e; das Glas hat einen schö¬
nen Schliff - ihm fehlt jeglicher Schliff (er
hat keine feiVien Umgangsformen); die
Schlifffläche; —> schleifen
schljmm: schlimme (arge) Zeiten erleben -
eine schlimme (gefährliche) Krankheit - es
steht schlimm (schlecht) um ihn - im
schlimmsten Fall; aber: man muss das
Schlimmste befürchten - er macht sich auf
das (aufs) Schlimmste gefasst - es wendet
sich zum Schlimmen - auf das (aufs)
Schlimmste zugerichtet werden; auch: auf
das (aufs) schlimmste zugerichtet werden -
er ist ein ganz Schlimmer; schlimmstenfalls
(notfalls); aber: im schlimmsten Fall(e)
schljngen: du schlingst, er schlang, sie hat
geschlungen, schling(e)!; die Arme um die
Mutter schlingen (fest um sie legen) - sie
schlingt das Essen hinunter (sie isst sehr has¬
tig); die Schlinge (Schlaufe, Schleife): je¬
mandem die Schlinge um den Hals legen
(ihn hart bedrängen); der Schlingel (über¬
mütiger, viel Unsinn treibender Junge); der
Schlingensteller; schlingern: das Schiff
schlingert (schwankt hin und her, schau¬
kelt); die Schlingpflanze (Kletterpflanze)
Schljps, der: -es, -e (Krawatte); jemandem auf
den Schlips treten (ihn beleidigen)
Schljt-ten, der: -s, - (Rodel); Schlitten fahren
(rodeln) - mit jemandem Schlitten fahren
(ihn hart behandeln); die Schlittenbahn, das
Schlittenfahren; die Schlittenfahrt; der
Schlittenhund; schlittern: sie schlittert
(rutscht, gleitet) über das Eis - nach und
nach schlitterte er in sein Verderben; der
Schlittschuh: Schlittschuh laufen; das Schlitt¬
schuhlaufen; der Schlittschuhläufer; die
Schlittschuhläuferin
Schljtz, der: -es, -e (schmale Öffnung, Spalte,
Ritze); schlitzäugig; schlitzen: du schlitzt
den Saum auf; das Schlitzohr (gerissener
Bursche, Schelm); schlitzohrig; die Schlitz¬
ohrigkeit
299
schmackhaft
schlohweiß: sie hat schlohweißes (ganz
weißes) Haar
Schloss, das: -es, Schlösser; in einem großen
Schloss (Palast) wohnen - er baute ein
neues Schloss (einen Verschluss) in die Türe
ein - hinter Schloss und Riegel (im Gefäng¬
nis) sitzen; das Schlösschen; der Schlossgar¬
ten; der Schlossherr; die Schlossherrin; der
Schlosshof; der Schlosshund (Kettenhund);
die Schlosskapelle; der Schlosspark; die
Schlossruine
Schlos ser, der: -s, - (Handwerker, der Metall
verarbeitet); die Schlosserei; das Schlosser¬
handwerk; die Schlosserin; schlossern; die
Schlosserwerkstatt
Schlot, der: -(e)s, -e/Schlöte (Schornstein);
der Schlotfeger
schlottern: ihr Kleid schlotterte am Körper
(war zu weit, hing schlaff herab) - er
schlottert (zittert) vor Kälte; schlott(e)rig
Schlucht, d ie: -, -en (Kluft, Abgrund)
schluchzen: sie schluchzte (weinte) laut; der
Schluchzer
schlucken: eine Tablette schlucken - er muss¬
te viel schlucken (hinnehmen, einstecken)
- das Auto schluckt (verbraucht) viel Ben¬
zin; der Schluck: ein Schluck Wasser - ei¬
nen kräftigen Schluck aus der Pulle
nehmen; der Schluckauf; die Schluckbe¬
schwerden Mz.; das Schlückchen; der
Schlucker (armer, bedauernswerter Kerl);
die Schluckimpfung; das Schlücklein;
schluckweise
schludern: (pfuschen, unachtsam arbeiten);
die Schluderarbeit; die Schluderei; schlu-
d(e)rig (nachlässig); der Schludrian; die
Schludrigkeit
Schlummer, der: -s (Halbschlaf); das Schlum¬
merlied; schlummern; die Schlummer¬
stunde; der Schlummertrunk
Schlumpf, der: -(e)s, Schlümpfe (zwerghafte
Comicfigur)
Schlund, der: -(e)s, Schlünde (Schlucht, Rachen)
schlüpfen: in den Mantel schlüpfen (ihn an-
ziehen) - er schlüpfte (kroch) durch das
Loch in den Garten - unter die Bettdecke
schlüpfen - das Küken schlüpft aus dem Ei;
auch: schlupfen; der Schlüpfer (Unter¬
hose); das Schlupfloch (Zuflucht); schlüpf¬
rig: ein schlüpfriger (glitschiger) Weg -
schlüpfrige (zweideutige) Reden führen;
die Schlüpfrigkeit; der Schlupfwinkel (Zu¬
fluchtsort)
schlurfen: mit den Füßen am Boden schlur¬
fen (schleppend gehen) - die alte Frau
schlurft in die Küche
schlürfen: Tee schlürfen (geräuschvoll trin¬
ken)
Schluss, der: -es, Schlüsse; der Schluss (das
Ende) des Films - Schluss damit (genug)! -
falsche Schlüsse (Folgerungen) ziehen - mit
etwas Schluss machen (aufhören); der
Schlussakt; der Schlussball; die Schlussbe¬
merkung; die Schlussbilanz; schlussendlich
(schließlich); die Schlussfeier; schlussfol¬
gern; die Schlussfolgerung; schlüssig: das ist
kein schlüssiger (folgerichtiger, zwingender)
Beweis - sich schlüssig werden (sich ent¬
scheiden); das Schlusskapitel; das Schluss¬
licht (Rücklicht, Letzter); der Schlussmann
(Tormann); der Schlusspfiff; die Schluss¬
phase; der Schlusspunkt; die Schlussrech¬
nung; der Schlusssatz; der Schlussspurt; der
Schlussstrich: einen Schlussstrich unter et¬
was ziehen (etwas als beendet ansehen); der
Schlussverkauf; das Schlusswort; das
Schlusszeichen
Schlüssel, der: -s, -; mit dem Schlüssel das
Tor aufsperren - das ist der Schlüssel (die
Lösung) zu diesem Problem; der Schlüssel¬
bart; das Schlüsselbein; die Schlüssel¬
blume; das Schlüsselbrett; der Schlüssel¬
bund; der Schlüsseldienst; schlüsselfertig:
ein Haus schlüsselfertig (bezugsfertig)
übergeben; die Schlüsselfigur (Hauptfigur);
die Schlüsselgewalt; das Schlüsselkind
(Kind mit Schlüssel zur elterlichen Woh¬
nung, das nach der Schule unbeaufsichtigt
und auf sich gestellt ist); das Schlüsselloch;
der Schlüsselring; die Schlüsselstellung
(beherrschende Stellung); das Schlüssel¬
wort
Schmach, die: -; eine Schmach (Schande,
Kränkung) erleiden; schmachbedeckt;
schmachbeladen; schmachten (darben,
lechzen); der Schmachtfetzen (rührseliges
Werk wie Film, Buch, Schlager o.Ä.);
schmachvoll (erniedrigend, verletzend)
schmäch tig: (dünn, mager); die Schmächtig¬
keit
schmackhaft: ein schmackhaftes (köstliches,
gut zu bereitetes) Fssen - jemandem etwas
N
O
P
*5 O
300
Schmackhaftigkeit
schmackhaft machen (ihm etwas als ange¬
nehm erscheinen lassen); die Schmackhaf¬
tigkeit; —► schmecken
schmähen: (beleidigen, beschimpfen); schmäh¬
lich: er ließ sie schmählich (schändlich) im
Stich; die Schmährede; die Schmähschrift;
die Schmähung (Beleidigung)
schmal: schmaler/schmäler, am schmälsten/
schmälsten; ein schmaler (enger) Weg - er
hat ein schmales (geringes) Einkommen -
eine schmale (karge) Kost; schmalbrüstig;
schmälern: ich will dir deine Verdienste
nicht schmälern (vermindern); die Schmäle¬
rung (Kürzung); der Schmalfilm; der
Schmalhans: da ist Schmalhans Küchen¬
meister (es muss sehr gespart werden); die
Schmalheit; die Schmalspur; schmalspurig
(engstirnig)
Schmalz, das: -es, -e (Fett); das Schmalzbrot;
schmalzen: Speisen schmalzen - ein ge-
schmalzener (sehr hoher) Preis; das
Schmalzgebäck; das Schmalzgebackene;
schmalzig: schmalzige (gefühlvolle, rühr¬
selige) Lieder singen; der Schmalzler
(Schnupftabak)
Schmankerl, das: -s, -n (Leckerbissen)
schmarotzen: (auf Kosten anderer leben);
der Schmarotzer; schmarotzerhaft; die
Schmarotzerin; die Schmarotzerpflanze;
das Schmarotzertum
Schmarren, der: -s; einen Schmarren (eine
Mehlspeise) kochen - er redet einen
Schmarren (Unsinn) - das geht dich einen
Schmarren (gar nichts) an; Schmarren
(scherzen, Unsinn reden)
schmatzen: er schmatzt beim Essen (er isst
sehr geräuschvoll); der Schmatz (Kuss)
schmau chen: sein Pfeifchen schmauchen
(genussvoll rauchen); der Schmauch (qual¬
mender Rauch); die Schmauchspuren Mz.
(Reste unverbrannten Pulvers nach einem
Schuss)
schmausen: (genussvoll essen und trinken);
der Schmaus (gutes, reichhaltiges Mahl);
die Schmauserei
schmecken: das Essen schmeckt gut - deine
Ansichten schmecken (gefallen) mir gar
nicht - Speisen schmecken (kosten) - je¬
manden nicht schmecken (leiden) können
schmeicheln: dem Vorgesetzten schmei¬
cheln (schöntun) - sie schmeichelt mit ih¬
rer Mutter (ist zärtlich zu ihr) - das Kleid
schmeichelt dir (steht dir gut); die Schmei¬
chelei; schmeichelhaft; das Schmeichel¬
kätzchen; der Schmeichler (Heuchler); die
Schmeichlerin; schmeichlerisch
schmeißen: du schmeisst, er schmiss, sie hat
geschmissen, schmeiß(e)!; jemanden aus
dem Zimmer schmeißen (hinausjagen) -
mit Geld um sich schmeißen (es sinnlos
ausgeben) - er wird die Sache schon
schmeißen (bewältigen) - eine Runde Bier
schmeißen (bezahlen); die Schmeißfliege
schmelzen: du schmilzt, er schmolz, sie ist
geschmolzen, schmilz!; der Schnee ist in
der Sonne geschmolzen (zergangen) - Erz
schmelzen (flüssig machen); der Schmelz:
der Schmelz (Glasur, Überzug) auf Tonwa¬
ren - mit Schmelz (mit Ausdruck in der
Stimme) singen; die Schmelze (das Schmel¬
zen, Geschmolzenes); das Schmelzglas;
die Schmelzhütte; der Schmelzkäse;
der Schmelzofen; der Schmelzpunkt; der
Schmelztiegel (Sammelbecken); die Schmel¬
zung; das Schmelzwasser
Schmer, der/das: -s (Fett); der Schmerbauch
(Fettbauch)
Schmerz, der: -es, -en; Schmerzen (Qualen,
Leid) ertragen; schmerzempfindlich; die
Schmerzempfindlichkeit; schmerzen: der
Fuß schmerzt (tut weh) - ihr Unglück
schmerzt mich (macht mich traurig) - das
schmerzt (kränkt) mich sehr; das Schmer¬
zensgeld; der Schmerzenslaut; schmer¬
zensreich; schmerzerfüllt; schmerzfrei;
das Schmerzgefühl; die Schmerzgrenze;
schmerzhaft; die Schmerzhaftigkeit;
schmerzlich (bitterlich); schmerzlindernd;
schmerzlos; die Schmerzlosigkeit; das
Schmerzmittel; schmerzstillend: ein
schmerzstillendes Mittel nehmen; aber:
den Schmerz stillend; die Schmerztablette;
schmerzunempfindlich; schmerzverzerrt:
ein schmerzverzerrtes Gesicht; schmerz¬
voll
Schmet ter ling, der: -s, -e (Falter); die
Schmetterlingsblüte; das Schmetterlings¬
netz; die Schmetterlingssammlung; der
Schmetterlingsstil (Schwimmstil)
schmettern: ein Glas an die Wand schmet¬
tern (mit Wucht schleudern) - den Ball
über das Netz schmettern (kräftig schlagen)
301
Schmutzwasser
- ein Lied schmettern (laut singen); der
Schmetterball; der Schmetterschlag
schmjeden: eine Kette schmieden - Pläne
schmieden (etwas planen) - man muss das
Eisen schmieden, solange es heiß ist-jeder
ist seines Glückes Schmied; der Schmied;
die Schmiede; die Schmiedearbeit; das
Schmiedeeisen; schmiedeeisern; der
Schmiedehammer; das Schmiedehand¬
werk; die Schmiedekunst; die Schmiedin
schmjegen: das Kind schmiegt sich (lehnt
sich fest) an die Mutter - sich in das Kissen
schmiegen - das Haus schmiegt sich an
den Hang (passt sich an); schmiegsam
(weich, geschmeidig); die Schmiegsamkeit
schmieren: Butter auf das Brot schmieren
(streichen) - er schmiert (ölt) das verrostete
Schloss - einen Beamten schmieren (beste¬
chen) - beim Schreiben schmieren (unor¬
dentlich schreiben) - jemandem ein paar
schmieren (ihn ohrfeigen) - wie geschmiert
(reibungslos) gehen - wer gut schmiert, der
fährt gut; der Schmierblock; der Schmier¬
dienst; die Schmiere: Schmiere (Wache)
stehen; das Schmierentheater (schlechtes
Theater); der Schmierer; die Schmiererei;
die Schmiererin; das Schmierfett; der
Schmierfink; das Schmiergeld (Beste¬
chungsgeld); das Schmierheft; schmierig:
ein schmieriges (schmutziges) Buch - eine
schmierige (klebrige) Masse - er ist ein
schmieriger (ekelhafter) Mensch; das
Schmiermittel; das Schmieröl; die Schmier¬
seife; die Schmierung; der Schmierzettel
Schmjnke, die: -, -n (Schönheitsmittel, Make¬
up); schminken: sich das Gesicht schmin¬
ken; der Schminkstift; der Schminktisch
schmjr-geln ital(schleifen, glätten); der
Schmirgel (Schleifmittel); das Schmirgel¬
papier
schmjs-sig: eine schmissige (beschwingte,
flotte) Musik; der Schmiss (Schwung, Hieb¬
narbe)
schmökern: er schmökert gerne (liest oft in
Büchern); der Schmöker (dickes, meist an¬
spruchsloses Buch)
schmollen: (verärgert, beleidigt sein); sie
schmollt oft; der Schmollmund: einen
Schmollmund ziehen; der Schmollwinkel:
sich in den Schmollwinkel zurückziehen
(beleidigt sein)
schmoren: sie hat das Fleisch geschmort
(kurz angebraten und anschließend im ei¬
genen Saft garen lassen) - jemanden
schmoren (in Angst und Ungewissheit) las¬
sen; der Schmorbraten; das Schmorfleisch;
der Schmortopf
Schmu, der: -s (leichter Betrug); Schmu ma¬
chen (schummeln, betrügen); das Schmu¬
geld (heimlich beiseite geschafftes Geld)
schmücken: sich schmücken (herausputzen)
- den Weihnachtsbaum schmücken - sich
mit fremden Federn schmücken (die Ver¬
dienste von anderen als die eigenen ausge¬
ben); schmuck: ein schmuckes (sauberes,
fesches) Mädchen; der Schmuck: kostbaren
Schmuck tragen; der Schmuckkasten; der
Schmuckkoffer; schmucklos (einfach); die
Schmucklosigkeit; die Schmucksachen Mz.;
der Schmuckstein; das Schmuckstück; die
Schmückung; schmuckvoll; die Schmuck¬
waren Mz.
schmuddelig: (ungepflegt, schmutzig); auch:
schmuddlig; der Schmuddel (Schmutz,
Unsauberkeit); die Schmuddelei; das
Schmuddelwetter (nasskaltes, regnerisches
Wetter)
schmuggeln: Waren über die Grenze
schmuggeln (gesetzwidrig ein- oder aus¬
führen); der Schmuggel (Schwarzhandel);
die Schmuggelei; die Schmuggelware; der
Schmuggler; die Schmugglerbande; die
Schmugglerin; der Schmugglerring
schmunzeln: (verstohlen lächeln); sie
schmunzelte über meine Bemerkung
schmusen hebr(zärtlich sein); der Schmus
(leeres Gerede, Schmeichelei); die Schmu¬
sekatze; der Schmuser; die Schmuserei;
die Schmuserin
Schmutz, der: -es; deine Hose starrt vor
Schmutz - ein Schmutz abweisender Stoff —
jemanden in/durch den Schmutz ziehen
(ihn herabsetzen, verleumden); die
Schmutzbürste; schmutzen: der Anzug
schmutzt sehr leicht; der Schmutzfänger; der
Schmutzfink (unreinlicher Mensch); der
Schmutzfleck; schmutzig: eine schmutzige
Hose anhaben - schmutzig grau - er führt
schmutzige (gemeine, unanständige) Reden;
die Schmutzigkeit; die Schmutzliteratur; die
Schmutzschicht; die Schmutzwäsche; das
Schmutzwasser
N
O
P
s
*3 JO
O' c*
Schnabel
302
N
O
P
s
Schnabel, der: -s, Schnäbel; die Vögel im
Nest reißen ihre Schnabel weit auf - reden,
wie einem der Schnabel gewachsen ist
(ohne Scheu reden) - den Schnabel halten
(still sein) - sich den Schnabel verbrennen
(etwas sagen und sich dabei schaden); das
Schnäbelchen; schnabelförmig; Schnäbeln
(küssen); der Schnabelschuh; die Schnabel¬
tasse; schnabulieren (mit Genuss essen)
Schnack, der: -(e)s, -s/Schnäcke (Unterhal¬
tung, Geschwätz); schnacken (schwatzen)
Schnake, die: -n (Stechmücke); die Schna¬
kenplage; der Schnakenstich
Schnal le, d ie: -n (Verschluss, Schließe);
schnallen: den Rucksack auf den Rücken
schnallen (ihn befestigen); der Schnallen¬
schuh
schnalzen: (einen kurzen, knallenden Laut
erzeugen); du schnalzt - mit der Zunge
schnalzen; der Schnalzer; der Schnalzlaut
schnappen: das Schloss schnappt ein
(schließt sich) - er schnappte (rang) nach
Luft - der Verbrecher wurde geschnappt
(gefasst) - der Hund schnappt (fasst schnell)
nach der Wurst; das Schnäppchen (vorteil¬
hafter Kauf); das Schnappmesser; das
Schnappschloss; der Schnappschuss (Mo¬
mentaufnahme)
Schnaps, der: -es, Schnäpse (Branntwein); die
Schnapsbrennerej; der Schnapsbruder (ge¬
wohnheitsmäßiger Trinker); das Schnäps-
chen; die Schnapsflasche; die Schnapsidee
(verrückter Einfall); die Schnapsnase; die
Schnapszahl (aus gleichen Ziffern beste¬
hende Zahl, z.B. 999)
schnarchen: er schnarcht laut im Schlaf; der
Schnarcher; die Schnarcherin
schnarren: er hat eine schnarrende (knar¬
rende, durchdringende) Stimme
schnattern: Gänse schnattern - schnatternde
(unaufhörlich redende) Frauen und Männer;
die Schnattergans (schwatzhafte Person);
schnatt(e)rig
schnau ben: du schnaubst, er schnaubte, sie
hat geschnaubt, schnaub(e)! (hörbar at¬
men); er schnaubte vor Wut (er war sehr er¬
regt)
schnau fen: (heftig atmen, keuchen); er
schnauft schwer; der Schnaufer: den letz¬
ten Schnaufer tun (sterben); das Schnauferl
(altes Auto); die Schnaufpause
Schnau ze, die: -n; halt die Schnauze (den
Mund)! - die Schnauze des Hundes - frei
nach Schnauze (ohne vorgegebenen Plan)
- die Schnauze von etwas voll haben (einer
Sache überdrüssig sein) - die Schnauze
halten (still sein) - eine große Schnauze ha¬
ben (prahlen, angeben); der Schnauzbart;
schnauzbärtig; schnauzen (laut schimp¬
fen); schnäuzen: sich die Nase schnäuzen;
der Schnauzer (Hunderasse, Schnauzbart);
das Schnäuztüch (Taschentuch)
Schnecke, die: -, -n; so langsam wie eine
Schnecke gehen - jemanden zur Schnecke
machen (ihn heftig tadeln); schneckenför¬
mig; der Schneckengang; das Schnecken¬
gehäuse; das Schneckenhaus: sich in sein
Schneckenhaus zurückziehen (sich zurück¬
ziehen, andere meiden); das Schnecken¬
tempo: im Schneckentempo (sehr langsam)
fahren
Schnee, der: -s (Niederschlag in Form weißer
Flocken); es fällt Schnee - Schnee von ges¬
tern (Dinge, die niemanden mehr interes¬
sieren); der Schneeball; schneebedeckt;
schneebeladen; der Schneebesen (Küchen¬
gerät); schneeblind; das Schneebrett; der
Schneebruch; die Schneedecke; der Schnee¬
fall; die Schneeflocke; schneefrei; das
Schneegestöber; schneeglatt: eine schnee¬
glatte Fahrbahn; die Schneeglätte; das
Schneeglöckchen (Blume); schneeig; die
Schneeketten Mz.; der Schneekönig: sich
freuen wie ein Schneekönig (sich sehr freuen);
die Schneelandschaft; der Schneemann; der
Schneematsch; der Schneepflug; die Schnee¬
schippe (Schneeschaufel); die Schnee¬
schmelze; schneesicher: ein schneesiche¬
res Gebiet; der Schneesturm; das Schnee¬
treiben; die Schneeverwehung; die Schnee¬
wechte; schneeweiß; das Schneewjttchen
(Märchenfigur); —► schneien
schneiden: du schneidest, er schnitt, sie hat
geschnitten, schneid(e)!; Brot schneiden -
er lässt sich die Haare schneiden - schnei¬
den wie Gift (sehr scharf sein) - sich schnei¬
den (verletzen) - jemandem ein Gesicht
schneiden (eine Grimasse machen) - die
beiden Straßen schneiden (kreuzen) sich -
eine Kurve schneiden (nicht ausfahren) - sie
wird von ihren Nachbarinnen geschnitten
(gemieden) - er trägt einen elegant ge¬
303
schnöselig
schnittenen Mantel - eine schneidende (ei¬
sige) Kälte; der Schneidbrenner (Werkzeug
zum Zerschneiden von Metall); die
Schneide: die Schneide des Messers; der
Schneider: aus dem Schneider sein (eine
schwierige Situation überwunden haben);
die Schneiderei; das Schneiderhandwerk;
die Schneiderin; schneidern: er ließ sich
einen Anzug schneidern (anfertigen); die
Schneiderwerkstatt; der Schneidezahn;
Schnitt
schnei-dig: ein schneidiger (mutiger, tapferer,
forscher) Bursche; der Schneid: Schneid
(Mut) haben - jemandem den Schneid ab¬
kaufen (ihn entmutigen); die Schneidigkeit
schneien: es hat den ganzen Tag geschneit -
plötzlich kam er hereingeschneit (unange¬
meldet); —i► Schnee
Schneise, die: -, -n; eine Schneise (baumlo¬
ser Streifen) im Wald
schnell: er ist sehr schnell (geschwind) gelau¬
fen - schnell (rasch, eilig) kommen -
schnell machen (sich beeilen); aber: auf die
Schnelle (schnell, rasch); die Schnell¬
bahn; das Schnellboot; der Schnelldienst;
schnellen: das Fieber schnellte (stieg sehr
rasch) in die Höhe - der Pfeil schnellte
(schoss) durch die Luft; das Schnellfeuer;
schnellfüßig; das Schnellgericht; der Schnell¬
hefter; die Schnelligkeit; der Schnellimbiss;
die Schnellkraft; der Schnelllaster (schnell
fahrender LKW); schnelllebig; die Schnell-
lebigkeit; die Schnellreinigung; der Schnell¬
schuss; schnellstens (unverzüglich); schnellst¬
möglich (möglichst schnell); die Schnell¬
straße; das Schnellverfahren; der Schnell¬
verkehr; der Schnellzug (D-Zug)
Schnel le, die: -, -n (Stromschnelle)
Schnep fe, die: -, -n (Vogel); die Schnepfen¬
jagd; der Schnepfenvogel
schnetzeln: (zerkleinern, fein zerschneiden);
geschnetzeltes Fleisch
Schnickschnack, der: -(e)s (Unsinn; hüb¬
sches, aber wertloses Zeug; Geschwätz)
schmefen: (hörbar durch die Nase atmen)
schniegeln, sich: sich schniegeln (sich he¬
rausputzen) - geschniegelt und gebügelt
(fein herausgeputzt)
schmeke: (elegant, fein)
schnippeln: (in kleine Stücke schneiden);
der/das Schnippei (kleines abgeschnitte¬
nes Stück, Fetzen); die Schnippelei; —►
schnipseln
schnjppen: mit den Fingern schnippen
(schnalzen); das Schnippchen: jemandem
ein Schnippchen schlagen (einen Streich
spielen); schnippisch: ein schnippisches
(freches, keckes) Mädchen
schnjpseln: (in kleine Stücke schneiden);
der/das Schnipsel; die Schnipselei; -►
schnippeln
Schnjtt, der: -(e)s, -e; er hatte einen tiefen
Schnitt (eine Schnittwunde) im Fuß - der
Schnitt (die Ernte) des Getreides - im
Schnitt (durchschnittlich) - der Schnitt (die
Form) eines Kleides - einen guten Schnitt
machen (gut verdienen, profitieren); die
Schnittblume; die Schnitte (Brotscheibe);
der Schnitter (Mäher); die Schnitterin;
schnittfest; die Schnittfläche; das Schnitt¬
holz; schnittig: ein schnittiges (sportliches)
Auto; der Schnittlauch (Zwiebelgewächs);
die Schnittmenge; das Schnittmuster; der
Schnittpunkt (Kreuzungspunkt); schnitt¬
reif; die Schnittstelle; die Schnittware
(Stoffe, die in gewünschter Länge verkauft
werden); die Schnittwunde; —► schneiden
schnjt-zen: du schnitzt - Figuren schnitzen
(aus Holz oder Elfenbein schneiden); die
Schnitzarbeit; das Schnitzel (abgeschnitte¬
nes Stückchen, gebratene Scheibe vom
Schwein oder Kalb): ein Wiener Schnitzel;
die Schnitzeljagd; schnitzeln: (zerklei¬
nern); der Schnitzer: er leistete sich einen
groben Schnitzer (Fehler); die Schnitzerei;
das Schnitzmesser; das Schnitzwerk
schnod de rig: eine schnodderige (freche,
unverschämte) Bemerkung; auch: schnodd¬
rig; die Schnodd(e)rigkeit
schnöde: jemanden schnöde (verächtlich)
behandeln - einen schnöden (verachtens¬
werten) Gewinn machen; auch: schnöd;
die Schnödigkeit
Schnorchel, der: -s, - (Tauchgerät); schnor¬
cheln (mit dem Schnorchel tauchen)
Schnörkel, der: -s, - (unnötige Verzierung);
die Schnörkelei; schnörkelhaft; schnörke¬
lig; die Schnörkelschrift
schnorren: (auf Kosten anderer leben, bet¬
teln); der Schnorrer; die Schnorrerei; die
Schnorrerin
Schnösel, der: -s, - (frecher Junge); schnöselig
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Schnucke
304
Schnu-cke, die: -n (Schaf, Heidschnucke);
das Schnuckelchen; schnuck(e)lig (lieb,
zierlich)
schnüffeln: der Hund schnüffelt (schnup¬
pert) an der Türe - in fremden Sachen
schnüffeln (herumsuchen) - er schnüffelt
heimlich (inhaliert die Dämpfe von berau¬
schenden Stoffen); die Schnüffele]; der
Schnüffler (Detektiv, Spion)
schnullen: am Daumen schnullen (saugen,
lutschen); der Schnuller (Cummisauger für
Babys)
Schnul •ze, die: -n (rührseliges, kitschiges
Kino-, Fernseh-, Musik- oder Theaterstück);
der Schnulzensänger; die Schnulzensänge¬
rin; schnulzig
schnupfen: er schnupft (nimmt Schnupfta¬
bak); Kokain schnupfen (durch Einatmen in
die Nasenlöcher zu sich nehmen); der
Schnupfen (Erkältung, Katarrh); der Schnup¬
fer; die Schnupferin; der Schnupftabak;
das Schnupftuch
schnuppe: das ist mir schnuppe (gleichgültig)
schnuppern: (stoßweise durch die Nase at¬
men); sie schnupperte (roch) an dem Käse;
die Schnupperlehre (Lehre auf Probe vor
der Berufsentscheidung)
Schnur, die: -, Schnüre (Bindfaden, Kordel);
über die Schnur hauen (übermütig sein);
das Schnürchen: wie am Schnürchen
(mühelos) gehen; schnüren: ein Paket
schnüren - er schnürte seine Wander¬
schuhe - die Angst schnürt ihm die Kehle
zu - der Riemen schnürte (drückte) sich tief
ins Fleisch; schnurgerade; das Schnürleib¬
chen; der Schnürriemen; der Schnürschuh;
der Schnürsenkel (Schuhriemen); der
Schnürstiefel; schnurstracks (direkt, ohne
Umwege); die Schnürung
schnurren: (ein leises, summendes Ge¬
räusch von sich geben); wie eine Katze
schnurren; der Schnurrbart (Bart auf der
Oberlippe); schnurrbärtig; die Schnurre
(Erzählung von einer spaßigen Begeben¬
heit); schnurrig: schnurrige (lustige) Ge¬
schichten erzählen
schnurz: das ist mir schnurz (egal, gleichgül¬
tig); auch: schnurzpiepe
Schnute, die: -, -n (Mund mit vorgeschobe¬
nen Lippen); er macht eine Schnute (ver¬
zieht enttäuscht, beleidigt das Gesicht)
Schober, der: -s, - (Heu-, Strohhaufen)
Schock, das: -(e)s, -(e) (altes Zählmaß); ein
Schock Eier (60 Stück)
Schock engl., der: -(e)s, -e/-s; einen Schock
(eine plötzliche seelische Erschütterung)
erleiden; schocken (in 'Starken Schrecken
versetzen): nach dem Unfall war er völlig
geschockt; der Schocker (Schauerroman,
-film); die Schockfarbe; schockgefroren;
schockieren (Bestürzung hervorrufen, An¬
stoß erregen),* schocking (anstößig, pein¬
lich); auch: shocking; die Schocktherapie;
der Schockzustand
schofel hebe: (schäbig, gemein); schof(e)lig
Schöffe, der: -n, -n (ehrenamtlicher Laien¬
richter); das Schöffengericht (Gericht, in
dem Schöffen mitwirken); die Schöffin
Schokolade mexik., die: -, -n (Süßigkeit aus
Kakao, Milch und Zucker); auch: die
Schoko; schokoladen (aus Schokolade);
schokolade(n)braun; das Schokoladeneis;
schokoladenfarben; auch: schokoladenfar¬
big; der Schokoladenguss; der Schokola¬
denpudding; die Schokoladenseite (Seite,
die am vorteilhaftesten aussieht); die Scho¬
koladentorte; der Schokoriegel
Schol le, d ie: -, -n (Heimaterde, Erdklumpen,
großes Eisstück)
Schol le, d ie: -, -n (Seefisch)
schon: ich war schon (bereits) früher hier -
schon (allein) ein Blick genügt - es wird
schon (bestimmt) klappen - wenn du nur
schon (endlich) da wärst! - das ist schon
(ohnehin) billig genug - was macht das
schon; ...schon: obschon - wennschon -
wennschon, dennschon
schön: schön sein - eine schöne Figur haben
- etwas schön machen - schön (gut leser¬
lich) schreiben - schön werden - das Wet¬
ter wird schön - das war eine schöne (herr¬
liche) Zeit - das ist eine schöne
(beträchtliche) Summe - er ist ganz schön
(ziemlich) frech - das ist aber eine schöne
Bescherung! - das wäre ja noch schöner!;
aber: sie ist die Schönste von allen - nichts
Schöneres - das Schöne und das Gute - da
hast du aber etwas Schönes angerichtet! -
aufs Schönste übereinstimmen; auch: aufs
schönste; die Schöne (schönes Mädchen,
schöne Frau); schönen (verbessern, zu
schön darstellen); schönfärben (günstig
305
Schraubzwinge
darstellen); aber: das Tuch schön färben; die
Schönfärberei; schöngeistig: schöngeistige
Literatur; die Schönheit; die Schönheits¬
pflege; der Schönling (gepflegter, gut aus¬
sehender jüngerer Mann); Schönschreiben
(in Schönschrift schreiben); das Schön¬
schreiben; die Schöntuerei; schöntun
(schmeicheln); die Schönwetterlage
schonen: er schont seine Augen - seinen
neuen Anzug schonen (nicht strapazieren)
- sich schonen (auf seine Gesundheit ach¬
ten, Anstrengungen vermeiden); schonend;
der Schoner (Schutzdecke, Überzug); die
Schonfrist; der Schongang; die Schonkost
(Diät); die Schonung: die Gefangenen ba¬
ten um Schonung (sie baten nicht getötet
zu werden) - auf der Schonung (Stelle im
Wald mit jungem Baumbestand) stehen
Rehe; schonungsbedürftig; schonungslos;
schonungsvoll; der Schonwaschgang; die
Schonzeit (Jagdverbot)
Schoner, der: -s, - (mehrmastiges Segelschiff)
Schopf, der: -(e)s, Schöpfe (Haarbüschel);
eine Gelegenheit beim Schopfe fassen (ent¬
schlossen nützen)
schöpfen: frische Luft schöpfen (atmen) - mit
der hohlen Hand Wasser aus dem Bach
schöpfen - er schöpfte Verdacht - aus dem
Vollen schöpfen (auf reichlich vorhandene
Mittel zurückgreifen können); der Schöpf¬
eimer; der Schöpfer; auch: die Schöpf¬
kelle; das Schöpfgefäß; der Schöpflöffel
Schöpfung, die: -; die Schöpfung (Erschaf¬
fung) der Erde; der Schöpfer (Gott); die
Schöpferin; schöpferisch (fantasievoll, er¬
finderisch); die Schöpfungsgeschichte (Be¬
richt über die Schöpfung in der Bibel)
Schoppen, der: -s, - (altes Flüssigkeitsmaß);
ein Schoppen Wein; das Schöppchen;
schoppenweise
Schorf, der: -(e)s, -e (Kruste auf einer Wunde);
schorfig
Schorle, die: -, -n (Getränk aus Wein bzw.
Apfelsaft und Mineralwasser)
Schornstein, der: -s, -e (Schlot, Kamin); et¬
was in den Schornstein schreiben (etwas
als verloren ansehen); der Schornsteinfe¬
ger; die Schornsteinfegerin
Scho-se franz., die: -, -n; —► Chose
Schoß, der: -es, Schöße; das Kind sitzt auf
dem Schoß der Mutter - er kehrte in den
Schoß (Schutz) der Familie zurück - die
Hände in den Schoß legen (untätig sein);
der Schoßhund; das Schoßkind
Schössling, der: -s, -e (junger Trieb einer
Pflanze); auch: der Schoss
Scho te, d ie: -n (längliche Kapselfrucht,
Hülse); die Schotenfrucht
Schott, das: -(e)s, -en/-e (feuerfeste und was¬
serdichte Wand in einem Schiff)
Schotter, der: -s, - (Geröllablagerung, zer¬
kleinerte Steine); die Schotterdecke; schot¬
tern; die Schotterstraße; die Schotterung;
der Schotterweg
schraffieren: eine Zeichnung schraffieren
(parallel stricheln); die Schraffierung (Stri¬
chelung); die Schraffur (Striche, die eine
Fläche hervorheben)
schräg: eine schräge (geneigte, schiefe) Wand
- schräg gegenüber - eine schräg laufende
Linie - etwas schräg halten - jemanden
schräg (prüfend) ansehen; die Schräge;
schrägen (schräg abkanten); die Schräg¬
heit; die Schräglage; die Schrägschrift; der
Schrägstrich; die Schrägung
Schramme, die: -, -n (Riss, Kratzer, leichte
Verletzung); schrammen; schrammig **
Schrank, der: -(e)s, Schränke (Möbelstück);
die Kleider in den Schrank hängen; das
Schrankbett; das Schränkchen; das Schrank¬
fach; der Schrankkoffer; der Schrankspie¬
gel; die Schrankwand
Schranke, die: -, -n (Schlagbaum, Sperre,
Hindernis); die Schranke geht hoch - etwas
in Schranken halten (etwas begrenzen) - je¬
manden in seine Schranken weisen (ihn zur
Mäßigung auffordern); schrankenlos; die
Schrankenlosigkeit; der Schrankenwärter
schränken: er schränkt die Arme über die
Brust - eine Säge schränken (die Zähne ab¬
wechselnd links und rechts abbiegen)
schrauben: ein Schild an die Wand schrau¬
ben (mit Schrauben befestigen) - er
schraubt (setzt) seine Ansprüche immer
höher - sie spricht geschraubt (geziert); das
Schräubchen; die Schraube: bei dir ist eine
Schraube locker (du bist nicht recht bei
Verstand) - die Schraube überdrehen (zu
weit gehen); die Schraubenmutter; der
Schraubenschlüssel; der Schraubenzieher;
der Schraubstock; der Schraubverschluss;
die Schraubzwinge
O' oc
Schrebergarten
306
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Schrebergarten, der: -s, ...gärten (Klein¬
garten am Ortsrand); der Schrebergärtner;
die Schrebergärtnerin
schrecken: du schrickst, er schrak/schreckte,
sie ist erschrocken/erschreckt, schreck(e)!;
er hat ihn geschreckt (ihm einen Schreck
versetzt); der Schreck (Angst, Furcht): er
bekam einen tüchtigen Schreck; das
Schreckbild; der Schrecken: sie kam noch
einmal mit einem Schrecken davon - die
Schrecken (schlimmen Geschehnisse) des
Krieges; schreckensblass; schreckensbleich;
die Schreckensbotschaft; Schreckensherr¬
schaft; die Schreckensnachricht; die Schre¬
ckenstat; die Schreckenszeit; das Schreck¬
gespenst (Schreckgestalt); schreckhaft (ängst¬
lich); die Schreckhaftigkeit; schrecklich: der
Anblick war schrecklich (fürchterlich) - ein
schreckliches (schlimmes) Unwetter - das
ist mir schrecklich (sehr) peinlich; aber: auf
das Schrecklichste gefasst sein; die Schreck¬
lichkeit; die Schreckschraube (unbeliebte,
ältere Frau); die Schreckschusspistole
Schredder, der: -s, - (Zerhacker, Reißwolf)
schreiben: du schreibst, er schrieb, sie hat
geschrieben, schreib(e)!; sie schrieb mir ei¬
nen Brief - wir schreiben das Jahr 1996 - er
schreibt an einem Roman - der Arzt hat sie
krankgeschrieben - sage und schreibe
(tatsächlich) - sich etwas hinter die Ohren
schreiben (sich etwas gut merken); der
Schreibblock; das Schreibbüro; das Schrei¬
ben (schriftliche Mitteilung); der Schreiber;
die Schreiberei; die Schreiberin; der
Schreiberling; schreibfaul; die Schreibfeder;
der Schreibfehler; schreibgewandt; das
Schreibheft; die Schreibkraft; die Schreib¬
mappe; die Schreibmaschine; das Schreib¬
papier; das Schreibpult; die Schreibschrift;
der Schreibtisch; die Schreibübung; die
Schreibung; die Schreibwaren Mz.; die
Schreibweise; das Schreibzeug; der Schrieb
(Schreiben, Schriftstück); —► Schrift
schrei-en: du schreist, er schrie, sie hat ge-
schrien, schrei(e)!; die Kinder schreien (lär¬
men, johlen) auf der Straße - schreien wie
am Spieß (sehr laut schreien) - sie schrie
vor Angst - schrei nicht so! - diese Tat
schreit (verlangt) nach Vergeltung; aber: es
ist zum Schreien (sehr lustig, komisch); der
Schrei: einen lauten Schrei ausstoßen - sie
ist stets nach dem letzten Schrei (der neues¬
ten Mode) gekleidet; schreiend: schreiende
(knallige, grelle) Farben; der Schreier;
auch: der Schreihals; die Schreierei; die
Schreierin; der Schreikrampf
schreinern: einen Tisch schreinern; der
Schrein (Schrank, Sarg); der Schreiner
(Tischler); die Schreinerei; die Schreinerin
schreiten: du schreitest, er schritt, sie ist ge¬
schritten, schreit(e)! (langsam, feierlich, ge¬
messenen Schrittes gehen); -> Schritt
Schrift, d ie: -, -en; deine Schrift hat sich ge¬
bessert - sie spricht nach der Schrift (hoch¬
deutsch) - die Heilige Schrift (Bibel); die
Schriftart; das Schriftbild; das Schrift¬
deutsch; der Schriftführer; der Schriftge¬
lehrte; schriftlich: eine schriftliche Prü¬
fung; aber: etwas Schriftliches in Händen
haben; die Schriftsprache (Hochdeutsch);
der Schriftsteller; die Schriftstellerin;
schriftstellerisch; das Schriftstück (Schrei¬
ben); das Schrifttum (Literatur); der Schrift¬
verkehr; der Schriftwechsel; das Schrift¬
zeichen; die Schriftzüge Mz. (Handschrift
eines Menschen); —► schreiben
schrill: ein schriller (durchdringender) Ton;
schrillen: das Telefon schrillte
Schritt, der: -(e)s, -e; er macht große Schritte -
auf Schritt und Tritt (überall, ständig) -
Schritt für Schritt (allmählich) - Schritt (sehr
langsam) fahren - den ersten Schritt tun
(mit etwas beginnen, sich als Erster versöh¬
nen) - mit jemandem Schritt halten (das
gleiche Tempo halten) - Schritte gegen je¬
manden unternehmen (Maßnahmen gegen
ihn ergreifen); die Schrittlänge; der Schritt¬
macher; das Schritttempo; schrittweise
(allmählich); —► schreiten
schroff: schroffer, am schroffsten; ein schrof¬
fer (steil aufragender) Felsen - sie ist eine
schroffe (abweisende, unhöfliche) Person -
ein schroffer (plötzlicher) Übergang; die
Schroffheit
schröpfen: (zur Ader lassen, Geld abnehmen)
Schrot, das/der: -(e)s, -e (Bleikügelchen, ge¬
mahlene Getreidekörner); ein Mann von
echtem Schrot und Korn (ein richtiger,
tüchtiger Mann); das Schrotbrot; schroten
(grob mahlen, zerkleinern); die Schrot¬
flinte; die Schrotkugel; die Schrotladung;
die Schrotpatrone; der Schrotschuss
307
Schulabschluss
Schrott, der: -(e)s, -e (Alteisen, Metallabfälle);
etwas zu Schrott fahren (so beschädigen,
dass es verschrottet werden muss); der
Schrotthändler; der Schrotthaufen; die
Schrottpresse; schrottreif; der Schrottwert
schrubben: die Matrosen schrubben (scheu¬
ern) das Schiffsdeck - den Rücken schrub¬
ben (kräftig reiben); der Schrubber # schrup¬
pen
Schrul le, d ie: -, -n; Schrullen (verrückte
Ideen, seltsame Einfälle) im Kopf haben;
schrullenhaft; schrullig: er ist ein schrulli¬
ger (eigensinniger, wunderlicher) alter
Mann; die Schrulligkeit
schrumpelig: eine schrumpelige (faltige,
runzlige) Haut; auch: schrumplig; schrum¬
peln
schrumpfen: der Pullover ist beim Waschen
geschrumpft (er hat sich zusammengezo¬
gen) - die Ersparnisse sind geschrumpft
(kleiner geworden); die Schrumpfniere; die
Schrumpfung
Schrun de, die: -, -n (Spalte, Riss); schrundig:
schrundige (rissige, raue) Hände
schruppen: (grob hobeln oder feilen); die
Schruppfeile; der Schrupphobel # schrub¬
ben
Schub, der: -(e)s, Schübe (Stoß); der Schuber
(Schutzkarton für Bücher); das Schubfach;
die Schubkarre; auch: der Schubkarren;
die Schubkraft; die Schublade; die Schub¬
lehre (Messwerkzeug); der Schubs: er gab
dem Nachbarn einen Schubs (einen leich¬
ten Stoß); auch: der Schups; schubsen: er
schubste ihn zur Seite; auch: schupsen; die
Schubserei; schubweise (in kleinen Grup¬
pen, in Schüben); —► Schups
schüchtern: ein schüchterner (zurückhalten¬
der, gehemmter) Junge - einen schüchter¬
nen (zaghaften) Versuch unternehmen; die
Schüchternheit
Schuft, der: -(e)s, -e (Schurke, niederträchtiger
Mensch); schuftig (gemein); die Schuftig¬
keit
schuften: er schuftet (arbeitet hart) den
ganzen Tag; die Schufterei
Schuh, der: -(e)s, -e; neue Schuhe tragen - je¬
mandem etwas in die Schuhe schieben
(ihm die Schuld an etwas geben) - wissen,
wo jemanden der Schuh drückt (seine
Nöte, Sorgen kennen); das Schuhband; das
Schühchen; die Schuhcreme; die Schuh¬
fabrik; das Schuhgeschäft; der Schuh¬
karton; der Schuhladen; der Schuhlöffel;
der Schuhmacher (Schuster); die Schuh¬
macherin; die Schuhnummer; der Schuh¬
plattler (Volkstanz); der Schuhriemen; die
Schuhsohle; das Schuhwerk; die Schuh¬
wichse; das Schuhzeug
Schukostecker, der: -s, - (Schutzkontakt¬
stecker)
Schuld, die: -, -en; er hat die Schuld an der
Niederlage (er ist verantwortlich dafür) -
eine schwere Schuld (Verfehlung) auf sich
geladen haben - Schuld tragen - es ist
nicht meine Schuld - sich keiner Schuld
bewusst sein - Schuld geben - er ließ sich
nichts zu Schulden kommen; auch: zu¬
schulden kommen lassen; schuld: schuld
sein - sie sind schuld daran; das Schuldbe¬
kenntnis; schuldbeladen; schuldbewusst
(reuig, beschämt); aber: er ist sich seiner
Schuld bewusst; das Schuldbewusstsein;
schulden: er schuldet mir noch viel Geld -
ich schulde ihm Dank; die Schulden Mz.:
er hat große Schulden - mehr Schulden als
Haare auf dem Kopf haben (sehr verschul¬
det sein) - tief in Schulden stecken (große
Schulden haben); schuldenfrei (ohne
Schulden); aber: sie ist von allen Schulden
frei; die Schuldenlast; die Schuldfrage;
schuldfrei (ohne Schuld); das Schuldge¬
fühl; schuldhaft: ein schuldhaftes (vorsätz¬
lich gesetzwidriges) Verhalten; schuldig: je^
manden schuldig sprechen (verurteilen) -
er ist schuldig an diesem Unglück (verant¬
wortlich dafür) - er ist mir noch Geld
schuldig; der/die Schuldige; die Schuldig¬
keit: seine Schuldigkeit tun (tun, wozu man
verpflichtet ist); schuldlos (unschuldig); die
Schuldlosigkeit; der Schuldner; die Schuld¬
nerin; der Schuldschein; der Schuldspruch
(Verurteilung); schuldvoll; der Schuldzins;
die Schuldzuweisung
Schule lat., die: -, -n; die Schule (der Unter¬
richt) ist ausgefallen - eine neue Schule
(Schulhaus) wird gebaut - dieses Beispiel
machte Schule (wurde häufig nachgeahmt)
- aus der Schule plaudern (interne Angele¬
genheiten anderen mitteilen, Geheim¬
nisse ausplaudern); der Schulabgänger; die
Schulabgängerin; der Schulabschluss; der
Schulanfänger
308
Schulanfänger; die Schulanfängerin; der
Schulatlas; die Schulaufgabe; die Schul¬
bank: die Schulbank drücken (zur Schule
gehen); der Schulbeginn; die Schulbe¬
hörde; die Schulbildung; das Schulbuch;
der Schulbus; der Schulchor; schulen: er
schult (trainiert) sein Gedächtnis - die
neuen Mitarbeiter schulen (ausbilden); die
Schulentlassung; der Schüler; die Schüle¬
rin; der Schülerlotse; die Schülermitver¬
waltung (SMV); die Schülerschaft; die
Schülerzeitung; die Schulferien Mz.; schul¬
frei; der Schulfunk; das Schulgebäude; das
Schulheft; der Schulhof; schulisch: seine
schulischen Leistungen haben sich gebes¬
sert; das Schuljahr; die Schuljugend; der
Schulkamerad; die Schulkameradin; die
Schulkenntnisse Mz.; das Schulkind; die
Schulklasse; das Schullandheim; der Schul¬
lehrer; die Schullehrerin; der Schulleiter;
die Schulleiterin; schulmeistern; die Schul¬
ordnung; die Schulpflicht; schulpflichtig;
der Schulranzen; der Schulrat; die Schulre¬
form; die Schulreife; der Schulschluss; das
Schulsparen; der Schulsprecher; die Schul¬
sprecherin; der Schulstress; die Schulstufe;
die Schulstunde; die Schultüte; die Schu¬
lung; das Schulungszentrum; der Schul¬
wechsel; der Schulweg; das Schulwesen;
die Schulzeit; das Schulzeugnis
Schulter, die: -, -n; jemandem auf die Schul¬
ter klopfen - Schulter an Schulter (dicht ge¬
drängt) - jemandem die kalte Schulter zei¬
gen (ihn abweisen, nicht beachten) - etwas
auf die leichte Schulter (nicht ernst genug)
nehmen - jemanden über die Schulter an-
sehen (auf ihn herabsehen); das Schulter¬
blatt; das Schultergelenk; die Schulter¬
klappe; schulterlang; schultern: das Gewehr
schultern; der Schulterschluss (Zusammen¬
halt); das Schulterzucken
schummeln: (schwindeln, betrügen); die
Schummelei; der Schummler; die Schumm¬
lerin
schummerig: (dämmrig, dunkel); auch:
schummrig; schummern (dämmern); die
Schummerstunde (Dämmerstunde)
Schund, der: -(e)s (Wertloses, Ramsch); das
Schundheft; schundig (wertlos, minder¬
wertig); die Schundliteratur; der Schundro¬
man
schunkeln: (sich hin und her wiegen, schau¬
keln); das Schunkellied; der Schunkel¬
walzer
Schupo, der: -s, -s (Schutzpolizist); die
Schupo (Schutzpolizei)
Schuppe, die: -, -n (Plättchen der Haut); die
Schuppen des Fisches - jemandem fällt es
wie Schuppen von den Augen (er erkennt
plötzlich den wahren Sachverhalt); schup¬
pen: die Haut schuppt sich (löst sich ab) -
der Fisch wird geschuppt; die Schuppen¬
flechte (Hautkrankheit); der Schuppenpan¬
zer; das Schuppentier; schuppig
Schuppen, der: -s, - (einfacher Holzbau für
Wagen und Geräte); die Gartengeräte ste¬
hen im Schuppen
Schlips, der: -es, -e; auch: der Schubs; schup-
sen; -► Schub
Schur, die: -, -en (das Scheren der Schafe); die
Schurwolle; Schurwollen
schüren: Feuer schüren (entfachen) - er
schürte den Hass gegen uns; das Schürei¬
sen; der Schürhaken
schürfen: er schürfte (verletzte) sich das Knie
- nach Gold schürfen (graben, suchen); das
Schürfrecht; die Schürfung; die Schürf¬
wunde
schurigeln: (quälen, schikanieren); die
Schurigelei
Schurke, der: -n, -n (Gauner, Schuft, Verbre¬
cher); der Schurkenstreich; die Schurkerei;
die Schurkin; schurkisch (gemein)
Schurz, der: -es, -e (um die Hüfte gebundenes
Kleidungsstück); beim Arbeiten trägt er ei¬
nen Schurz; die Schürze (die Vorderseite
des Körpers bedeckendes, schützendes
Kleidungsstück); schürzen: du schürzt -
den Rock schürzen (hochbinden) - ver¬
ächtlich die Lippen schürzen; der Schür¬
zenjäger (Frauenheld); das Schurzfell
Schuss, der: -es, Schüsse; der Schuss aus ei¬
nem Gewehr - der Schuss ging ins Tor - ein
Schuss (ein wenig) Rum - weitab vom
Schuss (weit weg) - etwas in Schuss (in
guter Ordnung) halten - keinen Schuss Pul¬
ver wert sein (nichts taugen) - weit vom
Schuss (in Sicherheit, weit weg) sein - je¬
mandem einen Schuss vor den Bug geben
(ihn eindringlich warnen); schussbereit;
die Schussfahrt (ungebremste Abfahrt); das
Schussfeld; schussfest; die Schusslinie: in
309
Schwägerin
die Schusslinie geraten (Angriffen ausge¬
setzt sein); die Schussrichtung; schuss¬
sicher; die Schussverletzung; die Schuss¬
waffe; der Schusswechsel; die Schuss¬
wunde
Schüssel, die: -n (Gefäß); eine Schüssel
voll Äpfel
V'schuss-Iig: (nervös, fahrig, übereilt); auch:
schusselig; der Schussel (gedankenloser,
unkonzentrierter Mensch); schusseln (fah¬
rig, unkonzentriert arbeiten)
Schusser, der: -s, - (Murmel, Spielkugel);
schussern
Schuster, der: -s, - (Schuhmacher); auf Schus¬
ters Rappen (zu Fuß) - Schuster,; bleib bei
deinen Leisten!; der Schusterjunge; schus¬
tern; die Schusterwerkstatt
Schutt, der: -(e)s (Geröll, Abfall, Baurück¬
stände); Schutt abladen - etwas in Schutt
und Asche legen (völlig zerstören); der
Schuttabladeplatz; die Schutthalde; der
Schutthaufen; der Schuttplatz
schütteln: (rütteln, hin und her bewegen);
den Kopf schütteln - jemandem die Hand
schütteln - Äpfel von den Bäumen schüt¬
teln - er schüttelte sich vor Lachen; die
Schütte (kleine Schublade zum Schütten,
Bündel); der Schüttelfrost; die Schüttelläh¬
mung; der Schüttelreim
schütten: Milch in die Kanne schütten (ein¬
gießen) - es schüttet (regnet in Strömen)
heute schon den ganzen Tag; die Schüt¬
tung
schütter: schüttere (spärliche, lichte) Haare
haben - sie sprach mit schütterer (schwa¬
cher) Stimme
Schüt •ze, der: -n, -n; er ist ein sicherer
Schütze; das Schützenfest; der Schützen¬
graben; die Schützenhilfe; der Schützen¬
könig; die Schützenkönigin; der Schützen¬
panzer; der Schützenverein; die Schützin
schützen: du schützt - er schützt sich vor/
gegen Kälte - eine Landschaft schützen
(unter Naturschutz stellen); der Schutz:
Schutz vor dem Gewitter suchen - jeman¬
den in Schutz nehmen (ihn verteidigen);
der Schutzanstrich; der Schutzanzug;
schutzbedürftig; der/die Schutzbefohlene;
das Schutzblech; die Schutzbrille; das
Schutzbündnis; der Schutzengel; der
Schützer; die Schützerin; die Schutzfarbe;
die Schutzfrist; das Schutzgebiet; die
Schutzgebühr; die Schutzhaft (polizeiliche
Verwahrung); der/die Schutzheilige; der
Schutzhelm; der Schutzherr; die Schutz¬
herrin; die Schutzhülle; schutzimpfen; die
Schutzimpfung; die Schutzkleidung; der
Schützling (zu beschützende Person);
schutzlos; die Schutzlosigkeit; der Schutz¬
mann (Polizist); das Schutzmittel; der
Schutzpatron (Schutzheiliger); die Schutz¬
patronin; die Schutzschicht; der Schutz¬
schild; die Schutztruppe; der Schutzum¬
schlag; der Schutzwall
schwabbelig: (weich, wackelig, schwam¬
mig); ein schwabbeliger Bauch; auch:
schwabblig; schwabbeln # schwappen
Schwa be, der: -n, -n; das Schwabenland; die
Schwäbin; schwäbisch: schwäbische Bräu¬
che; aber: die Schwäbische Alb
schwach: schwächer, am schwächsten; ein
schwaches Seil - eine schwache (kraftlose,
leise) Stimme - das schwache Geschlecht
(die Frauen) - er ist ein schwacher (leis¬
tungsschwacher) Schüler - eine schwache
(mäßige) Leistung bringen - er wird nicht
schwach werden (nicht nachgeben) - die
Veranstaltung war schwach (dürftig) be¬
sucht - ich kann mich daran nur schwach
(undeutlich) erinnern - ein schwach bevöl¬
kertes Land; die Schwäche: vor Schwäche
(Erschöpfung, Kraftlosigkeit) zusammen¬
brechen - er hat für Fußball eine Schwäche
(Vorliebe) - die Schwäche (Nachgiebigkeit)
anderer ausnutzen - es ist eine Schwäche
(ein Nachteil) dieses Buches, dass es kei¬
nen festen Einband hat; der Schwächean¬
fall; schwächen; der Schwächezustand; die
Schwachheit; der Schwachkopf (Dumm¬
kopf); schwächlich; der Schwächling; der
Schwachpunkt; der Schwachsinn (Geistes¬
krankheit); schwachsinnig; der Schwach¬
strom; die Schwächung
Schwaden, der: -s, - (Dunst, Rauch)
Schwa dron (Schwad ron) ital., die: -, -en
(Reiterabteilung)
schwafeln: (töricht reden, faseln); die
Schwafelei; der Schwafier; die Schwaflerin
Schwager, der: -s, Schwäger (Ehemann der
Schwester oder Ehemann der Schwester
des Ehepartners, Bruder des Ehepartners);
die Schwägerin
N
O
P
s
73 O
Schwalbe
310
Schwalbe, die: -n (Singvogel); eine Schwal¬
be macht noch keinen Sommer; das
Schwalbennest; der Schwalbenschwanz
(Schmetterling)
Schwall, der: -(e)s, -e (Flut, Guss, Welle)
Schwamm, der: -(e)s, Schwämme; die Tafel mit
einem Schwamm abwischen - Schwamm
drüber (die Sache soll vergessen sein)!; das
Schwammerl (Pilz); schwammig: der
Kranke hat ein schwammiges (aufgedunse¬
nes) Gesicht
Schwan, der: -(e)s, Schwäne (großer
Schwimmvogel); der Schwanengesang; der
Schwanenhals; der Schwanenteich; schwa¬
nenweiß
schwanen: mir schwant (ich ahne) nichts
Gutes
Schwange: im Schwange (üblich, sehr ge¬
bräuchlich) sein; auch: der Schwang; —►
schwingen
schwanger: schwanger (in anderen Umstän¬
den) sein - er geht schon lange mit einer
Idee schwanger (er beschäftigt sich schon
lange damit); die Schwangere; schwängern
(schwanger machen); die Schwanger¬
schaft; der Schwangerschaftsabbruch; die
Schwangerschaftsgymnastik; der Schwan¬
gerschaftstest; die Schwangerschaftsver¬
hütung
Schwank, der: -(e)s, Schwänke (lustiges Büh¬
nenstück, Komödie); die Schwankfigur
schwanken: er schwankt (taumelt, torkelt)
die Treppe hinauf - die Brücke schwankt
(schwingt hin und her) - die Preise schwan¬
ken (sind nicht fest) - er schwankt immer
noch (er hat sich noch nicht entschieden);
schwankend (wankelmütig, unentschlos¬
sen): eine schwankende (unbeständige)
Wetterlage; die Schwankung
Schwanz, der: -es, Schwänze; der Hund we¬
delt mit dem Schwanz (Schweif); das
Schwänzchen; schwänzeln (tänzelnd, ge¬
ziert umhergehen); die Schwanzfeder; die
Schwanzflosse; die Schwanzspitze
schwänzen: die Schule schwänzen (in der
Schule unentschuldigt fehlen); der Schwän¬
zer; die Schwänzerin
schwappen: das Wasser schwappt (ergießt
sich) über die Wanne # schwabbeln
Schwäre, die: -, -n (Geschwür); schwären
(eitern)
Schwarm, der: -(e)s, Schwärme; ein Schwarm
(eine Gruppe) von Jugendlichen - ein
Schwarm Fische - er hat einen neuen
Schwarm (jemanden, den er verehrt); schwär¬
men: er schwärmt (begeistert sich) für Tier¬
filme - die Bienen schwärmen (fliegen zur
Errichtung eines neuen Staates aus); der
Schwärmer (Träumer, Eiferer); die Schwär¬
merei; die Schwärmerin; schwärmerisch
Schwarte, die: -, -n (dicke Haut; altes, wert¬
loses Buch); der Schwartenmagen (Wurst¬
art)
schwarz: schwärzer, am schwärzesten; sie
trägt ein schwarzes Kleid - schwarz gefärb¬
tes Haar - ein schwarz gestreiftes Kleid -
sich schwarz kleiden - schwarz werden -
schwarz malen (pessimistisch sein) -
schwarz sehen (Künftiges negativ beurtei¬
len) - jemanden schwarz (heimlich) über
die Grenze bringen - die schwarze Liste
(Aufstellung verdächtiger Personen) - das
ist ein schwarzer Tag (Unglückstag) für
mich - das schwarze Brett (Anschlagebrett)
- der schwarze Peter (Spiel) - der schwarze
Tod (Pest) - etwas schwarz auf weiß besit¬
zen (schriftlich haben) - sich schwarz (sehr)
ärgern - schwarzweiß malen (einseitig be¬
urteilen); aber: der Schwarze Erdteil
(Afrika) - das Schwarze Meer - die
Schwarze Johannisbeere - der Schwarze
Freitag - aus Schwarz Weiß machen - ins
Schwarze treffen (das Richtige tun) - je¬
mandem nicht das Schwarze unter dem
Fingernagel gönnen (ihm gegenüber sehr
missgünstig sein); das Schwarz: er geht in
Schwarz (in Trauerkleidung); die Schwarz¬
arbeit; Schwarzarbeiten (unerlaubt Lohn¬
arbeit verrichten); schwarzäugig; schwarz¬
braun; das Schwarzbrot; der/die Schwarze
(dunkelhäutiger Mensch); die Schwärze
(schwarze Farbe); schwärzen: sich das Ge¬
sicht schwärzen; Schwarzfahren (ohne
Führerschein, ohne Fahrkarte fahren); der
Schwarzfahrer, die Schwarzfahrerin;
schwarzhaarig; der Schwarzhandel;
schwarzhören; der Schwarzhörer (jemand,
der sein Radiogerät nicht angemeldet hat);
die Schwarzhörerin; schwärzlich; der
Schwarzmarkt; das Schwarzpulver;
schwarzrotgolden: eine schwarzrotgol¬
dene Fahne; auch.: schwarz-rot-golden;
311
schwellen
schwarzsehen (ohne Bezahlung von Ge¬
bühren fernsehen); die Schwärzung;
schwarzweiß; der Schwarzweißfernseher;
der Schwarzweißfilm; das Schwarzwild
(Wildschweine)
schwatzen: sie kommt, um mit mir zu
schwatzen (zu plaudern) - du schwätzt (un¬
terhältst dich) ständig während des Unter¬
richts - wer hat hier geschwatzt (ausgeplau¬
dert)?; auch: schwätzen; der Schwatz; die
Schwatzbase; das Schwätzchen; der
Schwätzer; die Schwätzerei; die Schwätze¬
rin; schwatzhaft (klatschsüchtig, redselig);
die Schwatzhaftigkeit; das Schwatzmaul
schweben: in der Luft schweben (sich frei in
der Luft bewegen) - der Fallschirm schwebt
langsam zu Boden - zwischen Angst und
Hoffnung schweben (hin und her gerissen
sein) - ein schwebendes (offenes, noch
nicht entschiedenes) Verfahren; die
Schwebe: in der Schwebe (unentschieden)
sein; die Schwebebahn; der Schwebebal¬
ken; der Schwebezustand
Schweden: -s (Staat in Europa); der
Schwede; die Schwedin; schwedisch
Schwefel (S), der: -s (chemischer Grundstoff);
schwefelgelb; schwefelhaltig; das Schwefel¬
hölzchen (Streichholz); schwef(e)lig;
schwefeln; die Schwefelquelle; die Schwe¬
felsäure
Schweif, der: -(e)s, -e (langer, buschiger
Schwanz); schweifen (eine gebogene Form
geben): ein geschweiftes Brett - durch die
Wälder schweifen (ziellos wandern); die
Schweifsäge; der Schweifstern (Komet);
schweifwedelnd
schweigen: du schweigst, er schwieg, sie hat
geschwiegen, schweig(e)!; er schweigt auf
die Frage (sagt nichts) - alles schweigt (ist
still) - die Waffen schweigen; das Schweige¬
geld; der Schweigemarsch; das Schweigen:
jemanden zum Schweigen bringen (ihn
mundtot machen, einschüchtern) - sich in
Schweigen hüllen (sich nicht äußern); die
Schweigepflicht; schweigsam (nicht ge¬
sprächig, redescheu); die Schweigsamkeit
Schwein, das: -(e)s, -e; Schweine (Säue) züch¬
ten - er ist ein Schwein (gemeiner Mensch)
- Schwein (Glück) haben; der Schweine¬
braten; auch: der Schweinsbraten; das
Schweinefett; das Schweinefleisch; der
Schweinehund (niederträchtiger Mensch);
der Schweinekerl (Schurke); die Schweine¬
mast; die Schweinepest; die Schweinerei
(Schmutz, Gemeinheit); schweinern:
schweinernes Fleisch; das Schweine¬
schmalz; der Schweinestall; die Schweine¬
zucht; der Schweinigel (unanständiger
Mensch); schweinigeln; schweinisch:
schweinische (anstößige) Reden führen;
die Schweinsborste; die Schweinshaxe;
die Schweinsleber; schweinsledern; das
Schweinsohr
Schweiß, der: -es (wässrige Absonderung der
Haut); im Schweiße seines Angesichts (un¬
ter großen Mühen) - bei der Arbeit in
Schweiß geraten; der Schweißausbruch;
schweißbedeckt; aber: von Schweiß be¬
deckt; der Schweißfleck; schweißgebadet;
der Schweißhund (Jagdhund, der die blu¬
tige Fährte des Wildes verfolgt); schwei߬
treibend; schweißtriefend; aber: von
Schweiß triefend; der Schweißtropfen; das
Schweißtuch; schweißüberströmt; schwei߬
verklebt
schweißen: Eisen schweißen (fest verbinden,
verschmelzen); der Schweißbrenner (Ge¬
rät zum Schweißen); der Schweißer;
die Schweißerin; die Schweißnaht; die
Schweißung
Schweiz: - (Staat in Europa); der Schweizer;
die Schweizerin; schweizerisch
schwelen: das Feuer schwelt (glimmt) - zwi¬
schen den beiden schwelt immer noch
Hass; der Schwelbrand (Brand ohne sicht¬
bare Flamme)
schwel-gen: auf einem Fest schwelgen (das
Essen und Trinken genießen) - in Erin¬
nerungen schwelgen; die Schwelgerei;
schwelgerisch (genießerisch, üppig)
Schwel le, die: -, -n; sie tritt über die
Schwelle (den unteren Balken des Türrah¬
mens) - Schwellen (Querträger) für die Ei¬
senbahn legen; die Schwellenangst (Angst
vor dem Betreten fremder Räume bzw. ei¬
ner ungewohnten Umgebung)
schwei-len: es schwillt, er schwoll, sie ist ge¬
schwollen, schwill!; meine Hand ist ge¬
schwollen (dick geworden) - der Fluss
schwillt an (sein Wasserspiegel steigt); die
Schwellung
schwei-len: du schwellst, er schwellte, sie hat
w O
73 O
schwemmen
312
geschwellt, schwell(e)!; der Wind schwellt
die Segel (bläht sie auf) - mit geschwellter
Brust
schwemmen: das Hochwasser schwemmte
(spülte) Schlamm auf die Wege; die
Schwemme: eine Schwemme (ein Überan¬
gebot) von Waren - die Pferde zur
Schwemme (zu einer flachen Flussstelle)
treiben; das Schwemmland (angeschwemm¬
tes Land); der Schwemmsand
Schwengel, der: -s, - (Klöppel der Glocke)
schwenken: Fahnen schwenken (über dem
Kopf hin und her schwingen) - nach rechts
schwenken (abbiegen) - Gläser im Was¬
ser schwenken (spülen); der Schwenk;
schwenkbar; die Schwenkkartoffeln Mz.)
der Schwenkkran; die Schwenkung
schwer: ein schwerer (nicht leichter) Stein -
fünf Tonnen schwer - ein schwer beladener
Wagen - schwer behindert sein - ein
schwer beschädigtes Auto - schwer be¬
waffnete Soldaten - schwer erziehbar -
schwer kranke Kinder - ein schwer reicher
Mann - das ist ein schwer verdauliches Es¬
sen - ein schwer verständlicher Text -
schwer verwundete Menschen - das wird
mir schwer (nicht leicht) fallen - etwas
schwer (nicht leicht) nehmen - sich schwer
tun - schwer (hart) arbeiten - schwer (sehr)
erkranken - jemanden schwer (hart) bestra¬
fen - sie stellt eine schwere (schwierige)
Frage - er hat eine schwere (unangenehme,
schreckliche) Zeit hinter sich - eine
schwere (große) Verantwortung tragen -
ein schwerer Junge (gefährlicher Verbre¬
cher); aber: er hat viel Schweres durchge¬
macht - etwas Schweres heben; der
Schwerathlet; die Schwerathletin; der
Schwerarbeiter; der/die Schwerbehin¬
derte; der/die Schwerbeschädigte;
schwerblütig (ernst, bedachtsam); die
Schwere; schwerelos; die Schwerelosigkeit;
der Schwerenöter (Frauenheld); schwerfäl¬
lig (unbeholfen, langsam); die Schwerfällig¬
keit; das Schwergewicht; schwerhörig
(hörgeschädigt); die Schwerhörigkeit; die
Schwerindustrie (Bergbau, Eisen- und Stahl¬
industrie); die Schwerkraft (Anziehungs¬
kraft); der/die Schwerkranke; schwerlich
(nicht leicht, kaum); das Schwermetall; die
Schwermut (Trauer); schwermütig; die
Schwermütigkeit; der Schwerpunkt (Haupt¬
sache); schwerpunktmäßig; Schwerpunkt¬
thema; schwerstbehindert; der Schwer¬
verbrecher; der/die Schwerverwundete;
schwerwiegend: das ist ein schwerwiegen¬
der (gewaltiger, entscheidender) Fehler
Schwert, das: -(e)s, -er (Hieb- und Stich¬
waffe); ein zweischneidiges Schwert (eine
Sache, die Vor- und Nachteile hat);
der Schwertfisch; die Schwertlilie (Pflanze)
Schwester (Sohw.), die: -, -n; er besucht
seine Schwester - sie will eine Schwes¬
ter (Nonne) werden; schwesterlich; die
Schwesternhelferin; die Schwesternschü¬
lerin; die Schwesterntracht
Schwiegermutter, die: . mütter (Mutter
des Ehepartners); die Schwiegereltern Mz.;
der Schwiegersohn; die Schwiegertochter;
der Schwiegervater
Schwiele, die: -n (Hornhaut); an den Hän¬
den Schwielen (durch Arbeit entstandene
hornige Hautstellen) haben; schwielig
schwierig: ein schwieriges (kompliziertes)
Problem - er ist ein schwieriger (nicht an¬
passungsfähiger) Mensch; die Schwierig¬
keit; der Schwierigkeitsgrad
schwjmmen: du schwimmst, er schwamm,
sie ist geschwommen, schwimm(e)!; sie
gehen schwimmen (baden) - das Brett
schwimmt (treibt) auf dem Wasser - in
Geld schwimmen (sehr viel Geld besitzen);
das Schwimmbad; das Schwimmbassin
[...basä]; das Schwimmbecken; die
Schwimmblase; der Schwimmer; die
Schwimmerin; die Schwimmflosse; der
Schwimmgürtel; die Schwimmhaut; der
Schwimmmeister; der Schwimmsport; der
Schwimmstil; der Schwimmvogel; die
Schwimmweste
schwjndeln: er schwindelte (log) uns etwas
vor - mir schwindelt (mir wird schwindlig)
- in schwindelnder Höhe; der Schwindel:
der Handel war ein ausgemachter Schwin¬
del (Betrug) - eine Schwindel erregende
Sache; der Schwindelanfall; die Schwin¬
delei; schwindelfrei; das Schwindelgefühl;
schwind(e)lig (benommen, taumelig); der
Schwindler (Betrüger); die Schwindlerin
schwjnden: du schwindest, er schwand, sie
ist geschwunden, schwind(e)!; sein Reich¬
tum schwindet mehr und mehr (wird im-
313
Seeräuber
mer kleiner) - mein Vertrauen in dich ist
völlig geschwunden (abgeflaut, ver¬
schwunden); die Schwindsucht (Tuberku¬
lose); schwindsüchtig (lungenkrank);
Schwund
schwjngen: du schwingst, er schwang, sie
hat geschwungen, schwing(e)!; eine Fahne
schwingen (schwenken) - sich in den Sattel
schwingen - er schwingt das Tanzbein -
eine Rede schwingen (halten); die
Schwinge (Flügel); der Schwinger (Box¬
schlag); die Schwingtür; die Schwingung;
—► Schwung
Schwjps, der: -es, -e (leichter Rausch)
schwjrren: Käfer schwirren (fliegen) durch
den Raum - schwirr ab (hau ab, ver¬
schwinde)! - der Pfeil schwirrt durch die
Luft - mir schwirrt der Kopf (ich bin be¬
nommen)
schwjtzen: vor Angst schwitzen (Schweiß
absondern); aber: ins Schwitzen kommen;
das Schwitzbad; die Schwitze (Mehl¬
schwitze); schwitzig; der Schwitzkasten;
die Schwitzkur
Schwof, der: -(e)s, -e (Tanzvergnügen);
schwofen
schwören: du schwörst, er schwor, sie hat
geschworen, schwör(e)!; er schwört (leistet
einen Eid) - sie schwören (versprechen)
einander Treue - auf ein bestimmtes Medi¬
kament schwören (fest darauf vertrauen) -
Stein und Bein schwören (etwas fest be¬
haupten); —► Schwur
schwül: ein schwüler (drückend heißer)
Nachmittag; schwul (homosexuell); der
Schwule; die Schwüle: eine unerträgliche
Schwüle (feuchte Wärme bzw. Hitze)
Schwulst, der: -(e)s, Schwülste (Überladung,
überreicher Schmuck); schwülstig (aufge¬
schwollen, verdickt); schwülstig: eine
schwülstige (übertriebene, überschwengli¬
che) Rede halten; die Schwülstigkeit
schwummerig: ihm ist schwummerig
(schwindlig, unbehaglich) geworden;
auch: schwummrig
Schwund, der: -(e)s (das Abnehmen, Ge¬
wichtsverlust); —► schwinden
Schwung, der: -(e)s, Schwünge; mit viel
Schwung (Begeisterung) an die Arbeit ge¬
hen - etwas in Schwung (in Gang) bringen;
die Schwungfeder; schwunghaft: er treibt
einen schwunghaften (lebhaften) Handel;
die Schwungkraft; schwunglos; schwung¬
voll (lebhaft, feurig); -► schwingen
schwupp!: schwupp, weg war er!; schwupp¬
diwupp!
Schwur, der: -(e)s, Schwüre; einen Schwur
(Eid) auf die Verfassung leisten; das
Schwurgericht; -► schwören
Sciencefiction amerik. [ßaienßfikschen],
die: - (Erzählungen, Filme o. Ä. von zu¬
künftigen Zeiten); der Sciencefictionroman
sechs: wir sind sechs - wir sind zu sechsen/
zu sechst; die Sechs: er hat in Mathematik
eine Sechs geschrieben - eine Sechs wür¬
feln; das Sechseck; sechseckig; auch: 6-e-
ckig; sechseinhalb; der Sechser: einen
Sechser im Lotto haben; sechserlei; die
Sechserpackung; sechsfach; auch: 6fach;
das Sechsfache; auch: das 6fache; sechs¬
hundert; sechsjährig; auch: 6-jährig;
sechskantig; auch: 6-kantig; sechsmal;
auch: 6-mal; der Sechsspänner (Wagen mit
sechs Pferden); sechsstöckig; auch: 6-stö-
ckig; das Sechstagerennen; sechstausend;
sechste: einen sechsten Sinn haben (etwas
ahnen, voraussehen); sechstel; das Sechs¬
tel; sechstens; sechzehn, sechzig; der Sech¬
ziger; die Sechzigerin
Se cond hand shop engl, [säkendhändschop],
der: -s, -s (Laden für gebrauchte Artikel)
Sediment lat.f das: -(e)s, -e (Ablagerung, Bo¬
densatz); das Sedimentgestein
See, der: -s, Seen (größeres Binnengewässer);
über den See rudern - im See baden; die
See (Meer): in See stechen (mit dem Schiff
auslaufen) - zur See fahren (Seemann sein)
- auf hoher See (weit draußen auf dem
Meer); der Seeaal; das Seebad; der Seebär
(älterer, erfahrener Seemann); der Seeele¬
fant; die Seefahrt; der Seefisch; der See¬
gang (Wellenbewegung auf dem Meer); das
Seegras; die Seeherrschaft; der Seehund
(Robbe); der Seeigel; seeklar: das Schiff ist
seeklar (fertig zur Fahrt aufs Meer); das See¬
klima; seekrank; der Seekrieg; der Seelachs
(Fisch); die Seeluft; die Seemacht; der See¬
mann; seemännisch; das Seemannsgarn
(Erzählung eines Seemann^ mit geringem
Wahrheitsgehalt); die Seemeile (1,852 km);
die Seenot: das Schiff ist in Seenot geraten;
die Seenplatte; der Seeräuber; die See-
o &
314
Seereise
o
p
reise; die Seerose (Teichblume); die See¬
schlacht; der Seestern (Meerestier); die
Seestreitkräfte Mz.; seetüchtig (tauglich für
die Schifffahrt auf dem Meer); das Seeufer;
seewärts (zur See hin); die Seezunge
(Fisch)
See le, die: -n (Innenleben eines Lebe¬
wesens, das sich im Fühlen, Denken und
Handeln äußert); an Leib und Seele gesund
sein - die Seelen im Fegefeuer - das tut mir
in der Seele weh (berührt mich schmerzlich
im Innersten) - er ist die Seele (die Trieb¬
kraft) der Firma - aus tiefster Seele (ohne
Vorbehalt) zustimmen - ein Herz und eine
Seele (unzertrennlich, sehr befreundet) sein
- mit Leib und Seele (mit Begeisterung) bei
der Sache sein - seine Seele aushauchen
(sterben); das Seelenamt (Totenmesse); der
Seelenfriede(n); die Seelengröße (edle Ge¬
sinnung); das Seelenleben (Innen- und Ge¬
fühlsleben); die Seelenqual; die Seelenruhe
(Gemütsruhe); seelenruhig; seelenvergnügt
(heiter); der Seelenverkäufer (skrupelloser
Mensch; altes, seeuntaugliches Schiff); see¬
lenverwandt (geistig, seelisch übereinstim¬
mend); die Seelenwanderung; seelisch; die
Seelsorge (Hinführung der Gläubigen zu
Gott); der Seelsorger (Pfarrer, Geistlicher);
die Seelsorgerin # selig
Segel, das: -s, - (Segeltuch zur Fortbewegung
von Schiffen); die Segel setzen - die Segel
streichen (seinen Widerstand aufgeben,
von seinem Vorhaben ablassen); das Segel¬
boot; Segelfliegen; der Segelflug; das Se¬
gelflugzeug; die Segeljacht; segeln; die Se¬
gelohren Mz. (abstehende Ohren); das
Segelschiff; der Segelsport; das Segeltuch
(festes, wasserabweisendes Gewebe); der
Segler
Se-gen, der: -s, -; der Priester spendet den Se¬
gen - Segen bringend - Segen spendend -
auf deiner Arbeit ruht kein Segen (kein
Glück) - ich gebe dir meinen Segen (mein
Einverständnis) - aller Segen kommt von
oben; segensreich; segensvoll; der Segens¬
wunsch; segnen: die Gläubigen segnen -
sie hat das Zeitliche gesegnet (sie ist gestor¬
ben) - gesegnete Mahlzeit!; die Segnung
Segment lat., das: -(e)s, -e (Kreisausschnitt,
Kugelabschnitt); segmentieren; die Seg¬
mentierung
sehen: du siehst, er sah, sie hat gesehen,
sieh(e)!; wann sehen wir uns wieder? - er
sieht noch ganz gut (hat noch gute Augen)
- sich nicht sehen lassen (sich nicht zeigen)
- das sieht (mag) sie nicht gerne - das sieht
ihm ähnlich - ich habe das kommen sehen
(erwartet) - wie siehst (beurteilst) du das? -
nach dem Rechten sehen - ich sehe mich
(ich bin) gezwungen zu handeln - das kann
sich sehen lassen (ist ordentlich) - sieh mal
an!; aber: ich kenne ihn nur vom Sehen;
sehbehindert; der/die Sehbehinderte; se¬
henswert; sehenswürdig; die Sehenswür¬
digkeit; der Seher (Prophet; jemand, der in
die Zukunft sehen kann); die Seherin; der
Sehfehler; die Sehkraft; der Sehnerv; die
Sehschärfe; die Sehschwäche; der Sehtest;
das Sehvermögen; —► Sicht
Sehne, die: -, -n; die Sehne (Bindegewebe
zwischen Muskel und Knochen) ist gezerrt
- die Sehne des Bogens - in den Kreis eine
Sehne (Gerade, die zwei Punkte der Kreis¬
linie verbindet) zeichnen; der Sehnenriss;
die Sehnenscheide; die Sehnenscheiden¬
entzündung; die Sehnenzerrung; sehnig:
sehnige Beine haben
sehnen, sich: sich nach etwas, jemandem
sehnen (verlangen, herbeiwünschen) - sich
nach der Heimat sehnen; das Sehnen;
sehnlich: du wirst schon sehnlichst erwar¬
tet; die Sehnsucht; sehnsüchtig; sehn¬
suchtsvoll
sehr: sehr klein sein - das ist sehr schön - sehr
viel - sehr vieles - gar sehr - zu sehr - sie
hat die Note „sehr gut" bekommen; aber:
sie hat ein „Sehr gut" bekommen - er
rannte so sehr, dass er außer Atem war;
aber: sosehr ich mich auch anstrenge, ich
kann das nicht
seicht: eine seichte (nicht tiefe) Stelle im Fluss
- das war ein seichtes (oberflächliches) Ge¬
schwätz; die Seichtheit
seid: —► sein; ihr seid heute meine Gäste - seid
alle still! # seit
Sei de, d ie: -, -n (glänzendes Gewebe); in
Samt und Seide gehen; seiden: ein seidenes
Kleid; die Seidenbluse; der Seidenglanz;
das Seidenpapier; die Seidenraupe; der
Seidenschal; das Seidentuch; seidenweich;
seidig (wie Seide glänzend bzw. weich)
Sei del lat., das: -s, - (Bierglas)
315
selbst
Seji-fe, die: -n (Waschmittel); seifen; die Sei¬
fenblase; die Seifenschale; der Seifen¬
schaum; seifig
seihen: (filtern, durchlassen); der Seiher
Seil, das: -(e)s, -e (dicker Strick); mit dem Seil
hüpfen; die Seilbahn; der Seiler (Handwer¬
ker, der Seile herstellt); Seilhüpfen; das Seil¬
hüpfen; die Seilschaft (Bergsteigergruppe
am Seil); die Seilschwebebahn; seilsprin¬
gen; das Seilspringen; seiltanzen; das Seil¬
tanzen; der Seiltänzer; die Seiltänzerin;
die Seilwinde
Seim, der: -(e)s, -e (zäher, dicker Saft); seimig;
auch: sämig
sein: ich bin, du bist, er ist, wir sind, ihr seid,
sie sind, du warst, er war, wir sind gewe¬
sen, sei!; wir sollten das lieber sein lassen
(unterlassen)!; das Sein: Sein und Schein
(Wirklichkeit und Einbildung) - das wahre
Sein
sein: das ist seine Tasche - seiner Meinung
nach - sie ist sein - das Auto ist seins - wir
gedenken seiner; aber: jedem das Seine;
auch: jedem das seine - für die Seinen sor¬
gen; auch: für die seinen - er hat das Seine
getan; auch: das seine-die Seinigen; auch:
die seinigen - Seine Majestät - Seine Ho¬
heit; seinerseits; seinerzeit (damals); sei¬
nesgleichen; semethalben; seinetwegen;
um seinetwjllen
Seismograph griech., der: -en, -en (Gerät
zur Aufzeichnung von Erdbeben); auch:
der Seismograf; der Seismologe; die Seis¬
mologin
seit: seit gestern - seit kurzem - seit langem -
seit damals - seit alters - seit ich dich sah;
seitab; seitdem: seitdem du bei mir bist;
aber: seit dem Essen; auch: seither # seid
Sei te (S.), die: -, -n; die rechte Seite - von al¬
len Seiten (aus jeder Richtung) - er geht zur
Seite - die Seite des Heftes - die vordere
Seite des Hauses - Seite an Seite gehen -
auf der anderen Seite des Flusses - jeman¬
dem zur Seite stehen (ihm helfen) - etwas
auf die Seite legen (zurücklegen, sparen) -
sich von der besten Seite zeigen (seine
guten Eigenschaften erkennen lassen) - je¬
manden auf die Seite schaffen (ihn umbrin¬
gen) - jemanden auf seiner Seite haben
(seine Unterstützung haben) - jemandem
nicht von der Seite gehen/weichen (ständig
in seiner Nähe bleiben) - auf Seiten der
Gegner; auch: aufseiten - von Seiten der
Verwandten; auch: vonseiten - zu Seiten;
auch: zuseiten; die Seitenansicht; der Sei¬
tenarm; der Seitenblick; der Seiteneinstei¬
ger; die Seiteneinsteigerin; der Seitenflü¬
gel; die Seitenfront; der Seitengang; die
Seitenhalbierende (in der Mathematik); der
Seitenhieb (bissige Bemerkung); seiten¬
lang: ein seitenlanges Schreiben; aber: das
Schreiben war vier Seiten lang; die Seiten¬
linie; seitens: seitens (von der Seite) der El¬
tern; der Seitensprung; das Seitenstechen;
die Seitenstraße; das Seitenstück; seiten¬
verkehrt; seitenweise; der Seitenwind; die
Seitenzahl;.. .seitig: ganzseitig - halbseitig;
seitlich: sie steht seitlich (auf der Seite) von
mir - der Wind kommt seitlich (von der
Seite); seitwärts # Saite
Se kret (Sek ret) lat., das: -(e)s, -e (Ausschei¬
dung, Absonderung)
Se kretär (Sek retär) lat., der: -s, -e
(Schriftführer, Titel für Beamte, Schreib¬
schrank); das Sekretariat (Geschäftsstelle);
die Sekretärin
Sekt franz., der: -(e)s, -e (Schaumwein); die
Sektflasche; das Sektglas; der Sektkorken;
der Sektkübel; die Sektlaune (beschwingte
Stimmung); die Sektschale
Sekte lat., die: -, -n (Gemeinschaft von
Gleichgesinnten, Glaubensgemeinschaft);
das Sektenwesen; der Sektierer (Anhänger
einer Sekte); sektiererisch; das Sektierer¬
tum
Sektion lat., die: -, -en (Gruppe, Abteilung,
Leichenöffnung); der Sektionsbefund; der
Sektionschef (Abteilungsleiter); -> sezieren
Sektor lat., der: -s, Sektoren (Kreis- oder Ku¬
gelausschnitt, Arbeitsbereich)
se kun dar franz.: (zweitrangig, untergeord¬
net); die Sekunda (sechste und siebte
Klasse einer höheren Schule); der Sekun¬
daner; die Sekundanerin; die Sekundar¬
schule; die Sekundarstufe (ab dem 5.
Schuljahr)
Sekunde (Sek.) lat., die: -, -n; die Uhr geht
auf die Sekunde genau - nur einige Sekun¬
den bleiben; sekundenlang; sekunden¬
schnell; der Sekundenzeiger; sekundlich;
auch: sekündlich
selbst: ich komme heute selbst - ein selbst ge-
73 O
selber
316
backener Kuchen - etwas selbst Gemachtes
- ein selbst gestrickter Pullover - das selbst
verdiente Geld - selbst Tränen konnten ihn
nicht rühren - von selbst (ohne fremde Hilfe)
- selbst ist der Mann; auch: selber; selbig:
am selbigen (gleichen) Tag; das Selbst: das
eigene Selbst finden; die Selbstachtung;
selbständig: er macht sich selbständig; auch:
selbstständig; der/die Selbständige; auch:
der/die Selbstständige; die Selbständigkeit;
auch: die Selbstständigkeit; der Selbstauslö¬
ser; die Selbstbedienung (SB); die Selbstbe¬
friedigung; die Selbstbeherrschung; die
Selbstbestätigung; selbstbewusst; das Selbst¬
bewusstsein; das Selbstbildnis; die Selbstdis¬
ziplin; die Selbsterhaltung; die Selbst¬
erkenntnis; selbstgefällig (eitel); selbst¬
genügsam; selbstgerecht; das Selbstge¬
spräch; selbstherrlich (rücksichtslos); der
Selbstherrscher; die Selbsthilfe; selbstkle¬
bend; die Selbstkosten Mz.; der Selbstkos¬
tenpreis; die Selbstkritik; selbstkritisch; der
Selbstlaut (Vokal); selbstlos (uneigennützig);
die Selbstlosigkeit; der Selbstmord; selbst¬
mörderisch; selbstredend (selbstverständ-
m lieh); der Selbstschutz; selbstsicher; die
|N Selbstsicherheit; selbstständig; auch: selb¬
ständig; das Selbststudium; selbstsüchtig;
O selbsttätig; die Selbsttäuschung; die Selbst¬
überschätzung; die Selbstüberwindung;
selbstverantwortlich; selbstverständlich; die
Selbstverständlichkeit; das Selbstverständ¬
nis; das Selbstvertrauen; die Selbstzucht;
selbstzufrieden; der Selbstzweck
selchen: Fleisch selchen (räuchern); das
Selchfleisch
selektieren lat.: (auswählen, aussondern);
die Selektion
Self made man engl, [ßelfmedmän], der: -s,
Selfmademen (jemand, der es aus eigener
Kraft zu etwas gebracht hat)
selig (sei.): (völlig beglückt); selig machen,
sein, werden - Gott hab ihn selig (gebe ihm
die ewige Seligkeit) - jemanden selig prei¬
sen, sprechen - mein seliger (verstorbener)
Mann - sich selig (glücklich) in den Armen
liegen; der/die Selige; die Seligkeit; die Se¬
ligpreisung; die Seligsprechung # Seele
Sel le rie griech., der: -s, -(s) (Gemüse); der
Selleriesalat
selten: das kommt selten (nicht häufig) vor -
eine seltene Pflanze - ein selten (sehr)
schönes Haus; die Seltenheit; der Selten¬
heitswert
Sei ter(s) was ser, das: -s, ...wässer (Mine¬
ralwasser)
seltsam: ein seltsamer (merkwürdiger, unge¬
wöhnlicher) Mensch; seltsamerweise; die
Seltsamkeit
Semester lat., das: -s, - (Studienhalbjahr);
der Semesteranfang; das Semesterende;
die Semesterferien Mz.
Semifinale lat., das: -s, - (Vorschlussrunde
bei sportlichen Wettkämpfen)
Semikolon lat., das: -s, -s/Semikola (Strich¬
punkt)
Seminar lat., das: -s, -e (Ausbildungsstätte,
Übungskurs für Studierende); die Seminar¬
arbeit; der Seminarjst (Angehöriger eines
Priesterseminars)
Sem mel, die: -, -n (Kleingebäck); Weggehen
wie warme Semmeln (sehr begehrt sein);
semmelblond (hellblond); die Semmelbrö¬
sel Mz.; der Semmelknödel
Senat lat., der: -(e)s, -e (Stadtverwaltung, Rat
der Ältesten, Richtergremium); der Senator
(Mitglied des Senats); die Senatorin; der
Senatsbeschluss; der Senatspräsident; die
Senatspräsidentin; die Senatssitzung
senden: du sendest, er sandte, sie hat ge¬
sandt, send(e)!; jemandem viele Grüße
senden - er sandte mir Glückwünsche; die
Sendeanlage; das Sendegebiet; senden: du
sendest, er sendete, sie hat gesendet,
send(e)!; der Rundfunk sendete ein interes¬
santes Hörspiel; die Sendepause; der Sen¬
der; die Sendestation; der Sendetermin;
das Sendezeichen; die Sendezeit; die Sen¬
dung; das Sendungsbewusstsein
Senf griech., der: -(e)s, -e (Gewürzpaste); senf-
farben; auch: senffarbig; die Senfgurke;
das Senfpflaster (Hautreizmittel); die Senf¬
soße
sengen: die Zigarette sengte (brannte) ein
Loch in den Teppich - eine sengende
(glühende) Hitze - sengen und brennen
(plündern und durch Brand zerstören) #
senken
senil lat.: (altersschwach, greisenhaft); die
Senilität
Senior lat., der: -s, Senioren (Ältester, älterer
Mensch, Vorsitzender); senior (sen.): Mül-
317
ler senior (Müller, der Ältere) - Haslinger
sen.; der Seniorchef; das Seniorenheim;
die Seniorenmannschaft; der Senioren¬
pass; der Seniorentreff; die Seniorin
Sen kel, der: -s, - (Schnürband)
senken: er senkte die Preise (machte sie nied¬
riger) - den Blick senken (nach unten rich¬
ten) - die Fahne zum Gruß senken - die
Nacht senkt sich über das Land; das Senk¬
blei; die Senke (Mulde, Vertiefung); senk¬
recht; die Senkrechte; der Senkrechtstar¬
ter (Flugzeug, das senkrecht starten und
landen kann; jemand, der schnell Karriere
macht); die Senkung # sengen
Senne, der: -n, -n (Almhirt); auch: der Senn;
die Sennerin; auch: die Sennin; die Senn¬
hütte; die Sennwirtschaft
Sensation franz., die: -, -en (unerwartetes
Ereignis, unerhörter Vorfall); sensationell
(Aufsehen erregend); das Sensationsbe¬
dürfnis; die Sensationslust; sensationslüs¬
tern; die Sensationsmeldung; die Sensa¬
tionsnachricht; die Sensationspresse; die
Sensationssucht
Sense, die: -, -n (Mähwerkzeug); mit der
Sense mähen - dann ist aber Sense (dann
ist Schluss)!; der Sensenmann (der Tod)
sensibel franz.: sie ist sehr sensibel (emp¬
findsam, zartfühlend); sensibilisieren (emp¬
findlich machen); die Sensibilisierung; die
Sensibilität (Feinfühligkeit, Empfindlich¬
keit); der Sensor (Messfühler, Berührungs¬
schalter); die Sensortaste
Sentenz lat., die: -, -en (Ausspruch, Sinn¬
spruch)
sentimental engl.: (wehmütig, gefühlvoll,
rührselig); die Sentimentalität
separat lat.: separat (einzeln, abgesondert)
wohnen; der Separateingang; der Separa¬
tismus (Streben nach Loslösung eines Ge¬
bietes aus einem Staat); der Separatist; die
Separat|stin; sich separieren (absondern)
Sep tem ber (Sept.) lat., der: -(s), - (Monats¬
name); das September-Oktober-Heft
Septett ital., das: -(e)s, -e (Musikstück für sie¬
ben Stimmen oder Instrumente)
Sequenz lat., die: -, -en (Folge, Reihe); eine
Sequenz (Handlungseinheit) aus einem
Film; sequenziell; auch: sequentiell
Serenade franz., die: -, -n (Abendmusik)
Se-rie lat. [serje], die: -, -n (Aufeinanderfolge,
Reihe); eine Serie von Einbrüchen - in Se¬
rie herstellen; seriell; auch: serienmäßig;
die Serienanfertigung; die Serienfabrika¬
tion; die Serienproduktion; serienreif; der
Serientäter; die Serientäterin; serienweise
seriös franz.: ein seriöser (zuverlässiger, ver¬
trauenswürdiger) Geschäftsmann; die Se¬
riosität
Serpentine lat., die: -n (Windung, in
Schlangenlinien ansteigende Straße); die
Serpentinenstraße
Serum lat., das: -s, Seren/Sera (Impfstoff, Be¬
standteil des Blutes)
Servelatwurst ital., die: -, ...würste; -+ die
Zervelatwurst
Service engl, [sörwis], der: -, -s (Kunden¬
dienst, Gästebetreuung); das Servicenetz;
das Serviceteam [sörwistjm]
Ser-vice franz. [serwis], das: -s, - (zusammen¬
gehöriges Tafelgeschirr); ein Service für
6 Personen; servieren: das Essen servieren
(auftragen); die Serviererin; der Servier¬
tisch; der Servierwagen; die Serviette
(Mundtuch)
Ser-vo-brem-se [serwo...], die: -, -n (Bremse
mit einer Vorrichtung, die die Bremswir- m
kung verstärkt); die Servolenkung
Servus! lat. [serwus]: (Gruß zum Abschied)
Sessel lat., der: -s, - (Stuhl mit Armlehnen); O
die Sesselbahn; die Sessellehne; der Sessel¬
lift p
sesshaft: (einen festen Wohnsitz habend); die
Sesshaftigkeit
Set engl., der/das: -(s), -s (Gedeckunterlage,
Satz zusammengehöriger Gegenstände)
setzen: sich auf den Stuhl setzen (niederlas¬
sen) - setz dich! - sich zur Ruhe setzen (für
immer aufhören zu arbeiten) - sich etwas
in den Kopf setzen (es hartnäckig wollen) -
einen Strauch setzen (pflanzen) - sich zur
Wehr setzen (verteidigen) - es setzt (gibt)
Schläge - über einen Graben setzen (sprin¬
gen) - einen Text setzen (drucken) - Segel
setzen - ein Haus in Brand setzen - er
setzte ihn an die frische Luft (er warf ihn
hinaus) - auf Pferde setzen (wetten) - je¬
manden auf freien Fuß setzen (ihn freilas¬
sen) - sich zwischen zwei Stühle setzen (es
sich mit jeder der beteiligten Parteien ver¬
scherzen) - jemanden matt setzen (ihn
handlungsunfähig machen); der Setzer
O &
Setzerei
318
(Schriftsetzer); die Setzerej; die Setzerin;
der Setzkasten; der Setzling (junge Pflan¬
ze); die Setzmaschine; die Setzung
Seu che, die: -n (sich rasch ausbreitende In¬
fektionskrankheit); die Seuchenbekämp¬
fung; die Seuchengefahr; der Seuchenherd
seuf zen: (stöhnen, tief aufatmen); du seufzt;
der Seufzer
Sex engl., der: -(es) (Geschlechtlichkeit); der
Sexappeal [seksäpjj] (sexuelle Anziehungs¬
kraft); der Sexfilm; das Sexmagazin; der
Sexshop [... sc hop]; das Sexualdelikt; die
Sexualerziehung; die Sexualität; der Sexual¬
trieb; das Sexualverbrechen; sexuell; sexy
(geschlechtlich reizvoll)
Sextett ital., das: -(e)s, -e (Musikstück für
sechs Stimmen oder Instrumente)
sezieren lat.: eine Leiche sezieren (öffnen,
zergliedern); das Seziermesser; -> Sektion
S-förmig: (in der Form eines S); auch: s-för-
mig
Shaker engl, [scheker], der: -s, - (Becher zum
Mischen von Getränken); der Shake
(Mischgetränk)
Shampoo engl, [schampo, schampu], das: -s,
-s (schäumendes Haarwaschmittel); auch:
das Schampon; shampoonieren
Sheriff engl, [scherif], der: -s, -s (Polizei¬
beamter in den USA)
Shirt engl, [schört], das: -s, -s (Baumwoll-
hemd); das T-Shirt
Shop engl, [schop], der: -s, -s (Geschäft,
Laden); das Shoppingcenter [schoping-
sänter] (Einkaufszentrum); auch: das Shop¬
ping-Center
Shorts Mz. engl, [schprts], die: - (kurze Som¬
merhose)
Short-story engl, [schprtstpri], die: -, -s (be¬
sondere Form der Kurzgeschichte); auch:
die Short Story
Show engl, [scho], die: -s (Unterhaltungs¬
sendung, Vorführung, Schau); das Showge¬
schäft; der Showman [...män] (ein im
Showgeschäft Tätiger); der Showmaster
(Unterhaltungskünstler); die Showmasterin
sich: er verrechnete sich - sich freuen - an
und für sich (eigentlich) - von sich aus
(freiwillig) - für sich allein
Sj-chel, die: -, -n (Mähmesser); sichelförmig;
sicheln (mit der Sichel abschneiden)
sj-cher: ich bin sicher (überzeugt), dass er
kommt - sicher gehen, sein, werden - er ist
ein sicherer (geübter) Fahrer - hier ist er vor
seinen Verfolgern sicher (geschützt) - er hat
einen sicheren (festen) Verdienst - er wird
sicher (sicherlich) bald gehen - eine si¬
chere (ruhige) Hand haben - er tritt sicher
(selbstbewusst) auf; aber: auf Nummer Si¬
cher gehen (nichts wagen); auch: auf Num¬
mer sicher gehen - es ist das Sicherste zu
warten - im'Sichern (geborgen) sein; si¬
chergehen (Gewissheit haben); aber: über
den Steig könnt ihr sicher (ohne Gefahr) ge¬
hen; die Sicherheit; der Sicherheitsabstand;
die Sicherheitsbehörde; der Sicherheits¬
gurt; sicherheitshalber; die Sicherheitsma߬
nahme; die Sicherheitsnadel; die Sicher¬
heitsorgane Mz.; das Sicherheitsrisiko; das
Sicherheitsschloss; das Sicherheitsventil;
sicherlich: sicherlich (gewiss) werden wir
gewinnen; sichern; sicherstellen: die Poli¬
zei hat das Fahrrad sichergestellt; die Si¬
cherstellung; die Sicherung
Sjcht, die: -; in Sicht sein, kommen - oben auf
dem Berg ist eine gute Sicht - auf lange
Sicht (für längere Zeit) - aus meiner Sicht
(von meinem Standpunkt aus) - er ist in
Sicht (Sichtweite); sichtbar; die Sichtbar¬
keit; sichten: ich werde meine Unterlagen
sichten (durchsehen) - ein Flugzeug sich¬
ten (erblicken); sichtlich: er war sichtlich
(offenkundig, deutlich) verlegen; die Sich¬
tung; die Sichtverhältnisse Mz.; der Sicht¬
vermerk; die Sichtweise; die Sichtweite; —►
sehen
sj-ckern: Wasser sickert (fließt langsam) in
den Boden - Blut sickert aus der Wunde;
die Sickergrube; das Sickerwasser
Side-board engl, [saidbord], das: -s, -s (An¬
richte, Geschirrschrank)
sie: sie ist heute krank - wir mögen sie alle;
Sie: jemanden mit Sie anreden
Sieb, das: -(e)s, -e (Filter, Seiher); der Sieb¬
druck (Druckverfahren); sieben: er siebt
Sand - bei der Prüfung wurde stark gesiebt
(eine strenge Auswahl getroffen)
sieben: wir sind zu sieben; auch: wir sind zu
siebent/siebt - sieben auf einen Streich -
die sieben Sakramente - die sieben Schwa¬
ben (Schwankfiguren) - die sieben Welt¬
wunder - im siebten Himmel (überglück-
319
Sinfonie
lieh) sein; die Sieben (Zahl); siebeneckig;
auch: 7-eckig; siebeneinhalb; siebenfach;
auch: 7fach; das Siebenfache; auch: das
7fache; siebengescheit (überklug); sieben¬
hundert; siebenjährig: ein siebenjähriges
Mädchen; aber: der Siebenjährige Krieg;
auch: 7-jährig; siebenköpfig; auch: 7-köp-
fig; siebenmal; auch: 7-mal; die Siebenmei¬
lenstiefel Mz.; die Siebensachen Mz.: wo
hast du deine Siebensachen (Habseligkei¬
ten)? - seine Siebensachen packen (auszie-
hen, einen Ort verlassen); der Siebenschlä¬
fer (Nagetier, Kalendertag: 27 Juni); sieben¬
stellig; auch: 7-stellig; siebentägig; auch:
7-tägig; siebentausend; das Sieb(en)tel;
sieb(en)tens; siebzehn; siebzig; siebzig¬
jährig; auch: 70-jährig
siechen: sie siecht dahin (leidet lange); siech:
alt und siech (gebrechlich, krank); das
Siechtum
siedeln: (sich ansässig machen); der Siedler;
die Siedlerin; die Siedlung (Ort, Niederlas¬
sung); die Siedlungsdichte; das Siedlungs¬
gebiet; das Siedlungsland
sieden: du siedest, er siedete/sott, er hat ge-
siedet/gesotten, sied(e)! (kochen, zum Ko¬
chen bringen); gesottene Eier - es ist sie¬
dend heiß; die Siedehitze; der Siedepunkt;
—► Sud
Siegel lat., das: -s, -; ein Siegel (einen Stem¬
pel) auf etwas drücken - das Siegel (den
Briefverschluss) aufbrechen - jemandem
Brief und Siegel (jede Garantie) geben - et¬
was unter dem Siegel der Verschwiegenheit
(bei strengster Geheimhaltung) mitteilen;
der Siegellack; siegeln: einen Brief siegeln;
der Siegelring; die Sieg(e)lung
s|egen: unsere Mannschaft wird gewiss sie¬
gen (gewinnen); der Sieg; der Sieger; die
Siegerehrung; die Siegerin; die Sieger¬
macht; das Siegerpodest; siegesbewusst;
die Siegesfeier; die Siegesfreude; siegesge¬
wiss; siegesgewohnt; der Siegespreis; die
Siegessäule; siegessicher; das Siegestor;
der Sieg(es)treffer; siegestrunken; der Sie¬
geswille; der Siegeszug; sieggewohnt; sieg¬
haft; sieglos; die Siegprämie; siegreich:
eine siegreiche Mannschaft
siehe!: siehe da! - siehe oben! (s.o.) - siehe
unten (s. u.); auch: sieh!
siezen: jemanden siezen (mit „Sie" anreden)
Sig nal (Si gnal) lat., das: -s, -e (Zeichen,
Hinweis, Alarm); die Signalfarbe; das Sig¬
nalfeuer; signalisieren: eine Nachricht sig¬
nalisieren; die Signallampe; der Signalmast
Sig na tur (Si gna tur) lat., die: -, -en (Zei¬
chen, abgekürzter Namenszug); signieren:
der Schriftsteller signiert seinen Roman;
signifikant (bezeichnend, charakteristisch,
wesentlich); das Signum (Zeichen, ab¬
gekürzte Unterschrift)
Sjl be griech., die: -, -n (kleinste Sprecheinheit
eines Wortes); jemandem keine Silbe (kein
Wort) glauben - etwas mit keiner Silbe er¬
wähnen (etwas völlig verschweigen); das
Silbenrätsel; die Silbentrennung; . ..silbig:
einsilbig - dreisilbig
Sil ber <Ag>, das: -s (Edelmetall); ein Ring aus
Silber - Reden ist Silber, Schweigen ist
Cold; das Silberbesteck; das Silbererz; das
Silbergeschirr; der Silberglanz; silbergrau;
silberhell; die Silberhochzeit (25. Jahrestag
der Hochzeit); silb(e)rig; der Silberling: je¬
manden für dreißig Silberlinge (für wenig
Geld) verraten; die Silbermedaille [...me-
daljej; die Silbermünze; silbern (aus Silber,
wie Silber): das silberne Licht des Mondes; j
das Silberpapier; der Silberschmied; die
Silberschmiedin; der Silberstreif(en): ein
Silberstreif (Hoffnungsschimmer) am Hori- O
zont; das Silberzeug
Silhouette franz. [situate], die: -, -n (Schat¬
tenbild, Profil)
S| Io span., das/der: -s, -s (großer Speicher,
Behälter); siljeren (im Silo einlagern); das
Silofutter
Silvester [silwester], der/das: -s, - (letzter
Tag des Jahres: 31. Dezember); der Silves¬
terabend; der Silvesterball; die Silvester¬
nacht
sjm-pel franz.: das ist eine simple (einfache,
leichte) Aufgabe - ein simples (einfältiges)
Gemüt; der Simpel (Dummkopf); simplifi¬
zieren (vereinfachen); die Simplifiz[erung
Sjms lat., der/das: -es, -e (Gesims, Leiste)
simulieren lat.: (heucheln, vortäuschen,
sich verstellen); der Simulant; die Simulan¬
tin; die Simulation
simultan lat.: (gleichzeitig, gemeinsam); der
Simultandolmetscher
sjnd: -► sein
Sinfonie griech., die: -, Sinfonien (Musik-
73 O
SO -O
Sinfoniekonzert
320
N
O
P
werk für Orchester); das Sinfoniekonzert;
das Sinfonieorchester; sinfonisch; —► Sym¬
phonie
sjn-gen: du singst, er sang, sie hat gesungen,
sing(e)!; ein Lied singen - der Dieb hat bei
der Polizei gesungen (gestanden); der Sing¬
kreis (kleiner Chor); der Singsang (einfa¬
cher Gesang); das Singspiel; die Sing¬
stimme; die Singstunde; der Singvogel #
sinken
Single engl, [singt], die: -, -s (kleine Schall¬
platte); der Single (allein stehender
Mensch)
Sjngular (Sing.) lat., der: -s, -e (Sprachlehre:
Einzahl); singulär (selten, vereinzelt)
sjri'ken: du sinkst, er sank, sie ist gesunken,
sink(e)!; müde in den Stuhl sinken (sich fal¬
len lassen) - vor jemandem auf die Knie
sinken - vor Scham in die Erde sinken - die
Sonne sinkt - sie sinkt in Ohnmacht (wird
ohnmächtig) - in den Schlaf sinken (ein-
schlafen) - das Thermometer sinkt - den
Mut nicht sinken lassen - die Aktien sinken
(verlieren an Wert); die Sinkstoffe Mz. #
singen
Sjnn, der: -(e)s, -e; der Sinn (die Aussage)
eines Gedichts - die fünf Sinne des
Menschen (Sehen, Hören, Riechen,
Schmecken, Fühlen) - ihm schwanden die
Sinne (er wurde ohnmächtig) - einen Sinn
(ein Gefühl, Verständnis) für Kunst haben -
etwas ohne Sinn und Verstand (ohne jede
Überlegung) machen - dem Sinn nach
(sinngemäß) - im Sinne des Gesetzes (wie
es das Gesetz vorschreibt) - einen aufrech¬
ten Sinn (eine aufrechte Gesinnung) haben
- es hat keinen Sinn (Zweck) länger zu war¬
ten - nicht bei Sinnen (nicht bei klarem
Verstand) sein - etwas im Sinn haben (et¬
was beabsichtigen) - seine fünf Sinne zu¬
sammennehmen (sich konzentrieren, auf¬
passen) - sich etwas aus dem Sinn schlagen
(etwas aufgeben) - in den Sinn kommen
(einfallen) - aus den Augen, aus dem Sinn;
das Sinnbild (Zeichen, bildhafter Aus¬
druck); sinnbildlich (bildlich, nicht wört¬
lich); sinnen (nachdenken, grübeln): auf
Rache sinnen; sinnenfroh; sinnentstellend;
die Sinnesart (Denkweise); der Sinnesein¬
druck; das Sinnesorgan; die Sinnestäu¬
schung (Einbildung); der Sinneswandel;
sinnfällig (anschaulich); der Sinngehalt
(Bedeutung); sinngemäß (dem Sinn ent¬
sprechend, nicht wörtlich); sinnie¬
ren (in Nachdenken versunken sein); sinnig
(sinnvoll, überlegt); sinnlich (wahrnehm¬
bar, triebhaft, genussfreudig); die Sinnlich¬
keit; sinnlos: ein sinnloses (unsinniges,
nutzloses) Unternehmen - er war sinnlos
(übermäßig) betrunken; der Sinnspruch;
sinnverwandt; sinnvoll; sinnwidrig (wider¬
sinnig); der Sinnzusammenhang
Sjntflut, die: - (biblische Flutkatastrophe zur
Vernichtung allen Lebens auf Erden); sint¬
flutartig; —► Sündflut
Sinus (sin) latder: -, -/-se (Winkelfunktion
im rechtwinkligen Dreieck); die Sinuskurve
Siphon franz. [sifö], der: -s, -s (Verschluss bei
Wasserausgüssen)
Sjp-pe, die: -, -n (Gruppe, Familie, die Bluts¬
verwandten); die Sippenhaftung; die Sipp¬
schaft (Familie, Gruppe, Gesindel)
Sirene griech., die: -, -n (Alarmgerät, Warn¬
anlage); das Sirenengeheul
sjrren: ein sirrendes (feines, hell klingendes)
Geräusch
Sirtaki griechv der: -, -s (griechischer Volks¬
tanz)
S|rup arab., der: -s, -e (eingedickter Saft); das
Sirupglas
Si-sal, der: -s (Pflanzenfaser); die Sisalmatte;
der Sisalteppich
Sit-jn engl., das: -(s), -s (Sitzstreik, Demonstra¬
tion durch Sitzen)
Sjtte, die: -, -n; überall sind die Sitten (Bräu¬
che) anders - er hat keine guten Sitten (kein
Benehmen); das Sittengesetz; die Sitten¬
lehre; sittenlos (unanständig); die Sittenlo-
sigkeit; die Sittenpolizei; sittenstreng; der
Sittenstrolch (Sittlichkeitsverbrecher); sit¬
tenwidrig; sittlich (anständig, moralisch);
die Sittlichkeit; das Sittlichkeitsverbre¬
chen; sittsam (sehr bescheiden, tugend¬
haft); die Sittsamkeit
Sjttich, der: -s, -e (kleiner Papageienvogel)
Situation lat., die: -, -en; er befindet sich
in einer unangenehmen Situation (La¬
ge); situationsbedingt; situationsgerecht;
situiert: sie ist gut situiert (sie lebt in guten
Verhältnissen)
sjt-zen: du sitzt, er saß, sie hat gesessen,
sitz(e)!; auf seinem Platz sitzen (hocken) -
321
SMV
gerade sitzen - er sitzt lange an dieser Ar¬
beit - über den Büchern sitzen (lesen, stu¬
dieren) - der Anzug sitzt (passt) gut - er sitzt
im Gefängnis (er ist eingesperrt) - in der
Schule sitzen bleiben (nicht versetzt wer¬
den) - auf dem Stuhl sitzen bleiben (nicht
aufstehen) - jemanden sitzen lassen (im
Stich lassen) - er hat ihn nicht auf dem
Stuhl sitzen lassen - etwas nicht auf sich
sitzen lassen (es nicht unwidersprochen
hinnehmen) - einen sitzen haben (betrun¬
ken sein); der Sitz: einen Sitz (Platz, Stuhl)
reservieren - den Sitz (die Sitzfläche) hoch¬
klappen - der Sitz (Ort) der Regierung - der
Sitz (die Passform) des Anzugs - auf einen
Sitz (auf einmal); die Sitzecke; der Sitzen¬
bleiber; die Sitzenbleiberin; die Sitzfläche;
das Sitzfleisch: kein Sitzfleisch haben
(nicht lange still sitzen können); die Sitzge¬
legenheit; das Sitzmöbel; die Sitzordnung;
der Sitzplatz; der Sitzstreik; die Sitzung
(Beratung, Tagung); der Sitzungssaal; das
Sitzungszimmer
Skala lat., die: -, Skalen/-s (Maßeinteilung,
Stufenfolge, Reihe); der Skalenzeiger
Skalpell lat., das: -s, -e (Messer des Chirur¬
gen)
Skandal griech., der: -s, -e (ärgerliches Vor¬
kommnis, Ärgernis, Schande); skandalös
(unerhört, anstößig); die Skandalpresse
Skan di na-vi-en [...Wien]: -s (Teil Nordeuro¬
pas); der Skandinavier; die Skandinavierin;
skandinavisch
Skat lat., der: -(e)s (Kartenspiel); Skat spielen;
der Skatabend; die Skatrunde; das Skat¬
spiel
Skateboard engl, [sketbord], das: -s, -s (Roll¬
brett)
Skelett griech., das: -(e)s, -e (Gerippe, Kno¬
chengerüst); der Skelettbau
Skepsis griech., die: -; etwas mit Skepsis
(Zweifel, Misstrauen, Vorbehalt) betrach¬
ten; der Skeptiker; skeptisch
Sketsch engl, [sketsch], der: -(es), -e(s)/-s
(kurze Bühnenszene mit Schlusspointe im
Kabarett bzw. Varietee); auch: der Sketch
Ski [schi], der: -s, -/-er; Ski fahren, laufen;
auch: der Schi; der Skipass
Skin-head engl, [skjnhed], der: -s, -s (Jugend¬
licher mit kahl geschorenem Kopf)
Skjz-ze ital., die: -, -n (flüchtiger Entwurf,
stichpunktartige Aufzeichnung); der Skiz¬
zenblock; skizzenhaft; skizzieren; die Skiz-
zierung
Sklave slaw. [sklawe, sklafe], der: -n, -n (un¬
freier Mensch, leibeigener Diener); die
Sklavenarbeit; der Sklavenhandel; das
Sklaventum; die Sklaverei; die Sklavin;
sklavisch: ein sklavischer (blinder, unbe¬
dingter) Gehorsam - sich sklavisch (ohne
eigene Ideen) an etwas halten
Skonto ital., das/der: -s, -s/Skonti (Preisnach¬
lass)
Skorpion griech., der: -s, -e (krebsähnliches
Spinnentier, Sternbild)
Skrjptum lat., das: -s, Skripten (Schriftstück,
Manuskript); das Skript (Drehbuch)
Skrupel lat., der: -s, -; keine Skrupel (Beden¬
ken, Gewissensbisse) kennen - ohne Skru¬
pel (gewissenlos); skrupellos; die Skrupel¬
losigkeit
Skulptur lat., die: -, -en (Werk eines Bildhau¬
ers, Plastik)
skurril lat.: (komisch, verschroben, drollig);
die Skurrilität
S-Kurve, die: -, -n (Doppelkurve); S-Kurven¬
reich
Slalom norweg., der: -s, -s (Torlauf beim Ski¬
sport); der Slalomkurs; der Slalomlauf
Slang engl, [släng], der: -s, -s (lässige Alltags¬
sprache, Umgangssprache)
s-Laut, der: -(e)s, -e
sijp engl., der: -s, -s (kurze Unterhose, Schlüp¬
fer); der Slipper (bequemer Schlupfschuh)
Slogan engl. [slogen, slougen], der: -s, -s
(Schlagwort, Werbespruch, Motto)
Slowakei, die: - (Staat in Osteuropa); der
Slowake; die Slowakin; slowakisch
Slowenien: - (Staat in Osteuropa); der Slo¬
wene; die Slowenin; slowenisch
Slums Mz. engl, [slams], die: - (Elendsviertel)
Small-talk engl, [smol tok], der: -s, -s (leichtes
Gespräch, Gerede); auch: der Small Talk
Smaragd griech., der: -(e)s, -e (grüner Edel¬
stein); smaragdgrün
smart engl.: (gewandt, durchtrieben)
Smog engl., der: -(s), -s (dicker Dunst über In¬
dustriestädten, Dunstglocke); der Smog¬
alarm
Smoking engl., der: -s, -s (Gesellschaftsanzug
für Herren)
SMV = Schülermitverwaltung
N
O
P
Q
R
S
Snackbar
322
Snack-bar engl, [snäkbar], die: -s (Imbiss-
Stube, Schnellgaststätte)
Snob engl., der: -s, -s (sich überlegen, vor¬
nehm gebender Mensch, der auf andere
herabblickt); snobjstisch (eingebildet)
s.o. = siehe oben
so: so (auf diese Weise) geht es nicht - so sein,
bleiben, werden - so genannt (allgemein so
bezeichnet) - er wurde so genannt - bald
so, bald so - so klein wie ein Zwerg - so
(wirklich)? - so und nicht anders - wie du
mir, so ich dir - so (falls) ich dann noch
lebe - und so weiter (usw.) - so oder so (in
jedem Fall) - ich habe mich so (sehr) darauf
gefreut! - so (von dieser Art) ist er nun ein¬
mal - so (etwa, ungefähr) um 12 Uhr - so
viel Arbeit - so viele - so ein Pech! - gut so!
- so wahr mir Gott helfe! - es ist so weit;
das kann ich so wenig die du; sobald: so¬
bald (gleich wenn) du kannst, schreibe
mir!; aber: sie wird so bald nicht kommen -
so bald wie möglich; sodann (danach);
sodass; auch: so dass; soeben (gerade
jetzt); sofern (wenn, falls); aber: das liegt
mir so fern, dass; sofort: sie kommt sofort;
aber: sie lebt immer so fort (immer so wei¬
ter); sogar (auch, selbst); aber: er hat so gar
kein Glück; sogleich (sofort); aber: sie sind
sich so gleich, dass; solang(e): solange die
Schule dauert; aber: ich bleibe nicht so
lange; somit (also, folglich); sooft: sooft du
kommst, freue ich mich; aber: ich komme
nicht mehr so oft; sosehr: sosehr du auch
bittest; aber: er bat mich so sehr; soundso:
soundso lang; soviel: soviel ich weiß, ist er
krank; aber: so viel wie (ebenso viel) - noch
einmal so viel; soweit: soweit ich es beur¬
teilen kann, stimmt alles; aber: ich springe
nicht so weit wie du - so weit wie möglich;
sowie (auch, sobald); aber: mach es so wie
ich; sowieso (auf alle Fälle); sowohl: so¬
wohl... als auch... - sowohl heute wie
morgen; aber: er fühlt sich so wohl, dass;
das Sowohl-als-auch; sozusagen
Socke, die: -, -n (kurzer Strumpf); sich auf die
Socken machen (aufbrechen) - von den
Socken (überrascht) sein; auch: der Socken;
das Söckchen
Sockel, der: -s, - (Fundament, Unterbau)
Soda span., das/die: -s; auch: das Sodawas¬
ser (Mineralwasser)
Sodbrennen, das: -s (anhaltendes Brennen
in der Speiseröhre)
So fa arab., das: -s, -s (gepolstertes, breites
Sitzmöbel); das Sofakissen
Softeis, das: -es (sahniges Speiseeis); der
Softdrink (alkoholfreies Getränk); auch: der
Soft Drink; der Softrock; auch: der Soft
Rock; die Software [softwär] (Programme
in der Datenverarbeitung)
Sog, der: -(e)s, -e (saugende Strömung); der
Sog (starker Einflussbereich) einer Gro߬
stadt - durch den Sog eines Strudels unter
das Wasser gezogen werden
Sohle lat., die: -, -n; sie hat Blasen an den
Sohlen (Fußsohlen) - Sohlen aus Leder -
auf leisen Sohlen (unbemerkt) - die Sohle
des Tales; sohlen: die Schuhe sohlen (be¬
sohlen) # Sole
Sohn, der: -(e)s, Söhne; keine Söhne (männ¬
liche NachkorTtmen) haben; das Söhnchen
Sojabohne, die: -, -n (asiatische Bohnen¬
art); das Sojamehl; die Sojasoße
solar lat.: (von der Sonne herrührend, mit
Sonnenenergie betrieben); das Solarauto;
die Solarbatterie; die Solarenergie; das So¬
larium, die Solarien (Anlage für künstliche
Sonnenbäder); das Solarkraftwerk; die So¬
lartechnik; die Solarzelle
solch: solch hilfsbereite Menschen - solch
herrliche Häuser - solch ein Pech!; solche;
solcher; solcherart; solcherlei: solcherlei
(so ähnliche) Sachen; solchermaßen; sol¬
ches: ein solches ist mir geschehen
Sold lat., der: -(e)s, -e (Soldatenlohn, Löh¬
nung); der Soldat; soldatisch; das Sold¬
buch; der Söldner (Soldat, der gegen Be¬
zahlung Kriegsdienste ausübt)
So le, die: -, -n (kochsalzhaltiges Wasser); das
Solbad; das Solei (in Salzbrühe eingelegtes
Ei) # Sohle
solide lat.: ein solides (haltbares) Haus - das
ist eine solide (gediegene) Arbeit - sie lebt
sehr solide (rechtschaffen); auch: solid; die
Solidität
solidarisch lat.: (gemeinsam, eng verbun¬
den); ich bin mit euch solidarisch (halte mit
euch zusammen); der Solidarbeitrag; die
Solidargemeinschaft; sich solidarisieren
(sich zusammentun, gemeinsame Sache
machen); die Solidarisierung; die Soli¬
darität
323
sonstig
sol-len: was soll ich tun? - was soll (bewirkt,
nützt) das alles? - was soil's? (es ist gleich¬
gültig) - soll er doch (meinetwegen)! -
sollte es regnen (für den Fall, dass es reg¬
net), fahren wir nicht - hoch soll er leben!;
das Soll (Verpflichtung, Zwang): er hat sein
Soll (seine Norm) erfüllt - Soll und Haben
(die beiden Seiten eines Kontos)
So Io ital., das: -s, -s/Soli (Einzelstimme, Ein¬
zelvortrag, Einzelspiel); der Soljst; die Soljs-
tin; solo (allein, ohne Begleitung); der Solo¬
gesang; der Solotanz
sol vent lat. [solwent]: er ist nicht solvent
(zahlungsfähig)
Som mer, der: -s, - (die wärmste Jahreszeit);
ein heißer Sommer - Sommer wie Winter
(in jeder Jahreszeit); der Sommerabend; der
Sommerfahrplan; die Sommerferien Mz.;
die Sommerfrische (Urlaub im Sommer);
das Sommerkleid; sommerlich: sommerli¬
che Temperaturen; der Sommermonat; die
Sommernacht; der Sommerregen; som¬
mers (im Sommer): sommers wie winters;
die Sommersaat; der Sommerschlussver¬
kauf; die Sommersprosse; sommersprossig;
die Sommer(s)zeit; sommertags
Sonate ital., die: -, -n (Musikstück)
Sonde franz., die: -, -n (Instrument zum Ein¬
führen in den Körper); sondieren (auskund¬
schaften, erforschen); die Sondierung; das
Sondierungsgespräch
sonder...: das Sonderangebot; sonderbar
(merkwürdig, seltsam); sonderbarerweise;
der Sonderdruck; die Sonderfahrt; der Son¬
derfall (Ausnahme); sondergleichen: eine
Frechheit sondergleichen (außergewöhnli¬
che Frechheit); die Sonderheit: in Sonder¬
heit; das Sonderkommando; sonderlich:
ein sonderlicher (seltsamer) Mensch - er
zeigt keine sonderliche (keine besonders
große) Freude; Sonderling (Einzelgänger,
Außenseiter); der Sondermüll (Müll mit ge¬
fährlichen Giftstoffen); sondern: nicht ich,
sondern (vielmehr) du - nicht nur, sondern
auch; sondern: Spreu vom Weizen sondern
(trennen); die Sondernummer; der Sonder¬
rabatt; die Sonderration (zusätzliche Ra¬
tion); das Sonderrecht; die Sonderrege¬
lung; sonders: samt und sonders (voll¬
ständig, ohne Ausnahme); die Sonder¬
schule; die Sondersendung; die Sonder¬
stellung; der Sonderurlaub; der Sonder¬
wunsch; der Sonderzug
Sonett ital., das: -(e)s, -e (Gedichtform)
Song engl., der: -s, -s (Schlagerlied, Sprechge¬
sang)
Sonn a bend, der: -s, -e (Samstag); sonn¬
abends
Sonne, die: -, -n; in der Sonne sitzen - die
Sonne geht auf - Sonne, Mond und Sterne
- Sonne im Herzen haben (ein fröhlicher
Mensch sein); sich sonnen: sie sonnt sich
am Strand (liegt in der Sonne) - sich in sei¬
nem Ruhm sonnen (ihn auskosten); der
Sonnenaufgang; das Sonnenbad; sonnen¬
baden; die Sonnenblume; der Sonnen¬
brand; die Sonnenbräune; die Sonnen¬
brille; die Sonnencreme; sonnendurch¬
flutet; die Sonnenenergie; die Sonnen¬
finsternis; die Sonnenflecken Mz.; sonnen¬
gebräunt; sonnenklar (ganz, völlig klar); der
Sonnenkollektor (Gerät zur Wärmegewin¬
nung aus Sonnenenergie); das Sonnenlicht;
der Sonnenschein; der Sonnenschirm; der
Sonnenstich: einen Sonnenstich haben
(nicht ganz bei Verstand sein); der Sonnen¬
strahl; die Sonnenuhr; der Sonnenunter¬
gang; sonnenverbrannt; die Sonnen¬
wärme; sonnig: ein sonniger Tag - ein
sonniges (heiteres) Gemüt haben; die
Sonnwendfeier
Sonn-tag (So.), der: -(e)s, -e (Wochentag, Ru¬
hetag); der Sonntagabend; sonntagabends;
auch: sonntags abends; sonntäglich:
sonntäglich (festlich) gekleidet sein - eine
sonntägliche Stille; sonntags (an Sonn¬
tagen): sonntags sind die Geschäfte ge¬
schlossen - sonn- und feiertags; die Sonn¬
tagsarbeit; der Sonntagsfahrer; das Sonn¬
tagskind (Glückskind); die Sonntagsruhe
sonor lat.: eine sonore (wohl klingende, tiefe)
Stimme
sonst: sonst (außerdem) niemand? - sonst ein
- sonst etwas - sonst was - sonst wer -
sonst wie - sonst wo - sonst woher - sonst
wohin - er und sonst keiner - du bist doch
sonst (für gewöhnlich) nicht so - was soll
ich sonst (anderes) tun? - schreibe mir,
sonst (andernfalls) bin ich dir böse - sonst
(zu anderer Zeit) war er immer da; sonstig:
alle sonstigen (anderen, übrigen) Ausgaben
übernehme ich; aber: das Sonstige
Sopran
324
Sopran (Sopran) ital., der: -s, -e (hohe
Frauen- oder Knabenstimme); der Sopra¬
nist; die Sopranjstin; die Sopranstimme
sorgen, sich: ich sorge (ängstige) mich um
deine Gesundheit - sich um seine kranken
Eltern sorgen (kümmern) - er sorgt für
Ruhe; die Sorge: er macht sich um seine
Zukunft Sorgen - Sorge tragen - die Sorge
(Pflege) für die Kranken; sorgenfrei; das
Sorgenkind; sorgenlos; sorgenschwer; sor¬
genvoll; das Sorgerecht; die Sorgfalt; sorg¬
fältig; die Sorgfältigkeit; sorglos: ein sorg¬
loses (unbekümmertes) Leben führen - er
geht sorglos (unachtsam) mit seinen
Büchern um; die Sorglosigkeit; sorgsam
(schonend, gewissenhaft); die Sorgsamkeit
Sorte lat., die: -, -n (Art, Gattung, Güte¬
klasse); eine milde Sorte - die billigste
Sorte Wurst; sortieren: nach der Größe sor¬
tieren (ordnen); der Sortierer; die Sortiere¬
rin; die Sortierung; das Sortiment (Waren¬
angebot)
SOS = (internationales Seenotzeichen); der
SOS-Ruf
Soße, franz., die: -, -n (Tunke); auch: die
Sauce
Souff leur (Souffleur) franz. [suflör], der: -s,
-e (Vorsager beim Theater); die Souffleuse
[suflöse]; soufflieren (einsagen, vorsagen)
Soul amerik. [sol], der: -s (seelenvoller Jazz)
Sound engl, [saunt], der: -s, -s (Klangwirkung
bei der Musik)
Soutane franz. [sutane], die: -, -n (Gewand
der katholischen Geistlichen); —► Sutane
Souterrain franz. [suterä], das: -s, -s; im
Souterrain (Keller-, Untergeschoss) wohnen
Sou ve nir franz. [suwenir], das: -s, -s (Anden¬
ken, Erinnerungsstück); der Souvenirladen
souverän franz. [suwerän]: (unabhängig,
überlegen, unumschränkt); der Souverän
(Herrscher); die Souveränität: die Souverä¬
nität (Unabhängigkeit) eines Staates
sozial lat.: die sozialen (gesellschaftlichen)
Verhältnisse - die sozial Schwachen - er ist
sozial (uneigennützig, wohltätig) einge¬
stellt; das Sozialamt; die Sozialarbeit; der
Sozialdemokrat; die Sozialdemokratie (po¬
litische Parteirichtung); die Sozialdemokra¬
tin; sozialdemokratisch; die Sozialfür¬
sorge; die Sozialhilfe; sozialisieren (ver¬
staatlichen, in die Gesellschaft einordnen);
die Sozialisierung; der Sozialismus (politi¬
sche Bewegung, die eine klassenlose Ge¬
sellschaft anstrebt); der Sozialjst; die Sozia-
Ijstin; sozialjstisch; die Sozialkunde; die
Soziallehre; die Sozialpädagogik; der So¬
zialstaat; die Sozialwohnung; der Sozio¬
loge; die Soziologie (Lehre von den Zu¬
sammenhängen in der menschlichen
Gesellschaft); die Soziologin; soziologisch;
der Sozius (Geschäftsteilhaber, Beifahrer)
Spachtel, der/die: -, -n (Werkzeug zum Auf¬
trägen bzw. Abkratzen von Farbe, Gips,
Mörtel o.Ä.); der Spachtelkitt; die Spach¬
telmasse; spachteln
Spagat ital., der/das: -(e)s, -e (gymnastische
Figur: völliges Spreizen der Beine)
Spaghetti Mz. ital., die: - (lange Fadennu¬
deln); auch: die Spagetti
spähen: (genau, vorsichtig, forschend
blicken); um die Ecke spähen; der Späher
(Kundschafter); die Späherin; der Späh¬
trupp
Spalier ital., das: -s, -e; ein Spalier (Gitter¬
wand zum Anbinden von Obstbaumzwei¬
gen) anbringen - er marschiert durch ein
Spalier (eine Menschengasse) - Spalier ste¬
hen (sich in Form einer Gasse aufstellen);
der Spalierbaum; das Spalierobst
spalten: du spaltest, er spaltete, sie hat ge¬
spalten, spalte!; Holz spalten (zerkleinern)
- einen Atomkern spalten - das Land ist in
zwei Lager gespalten (geteilt); der Spalt
(schmale Öffnung, Schlitz): die Tür einen
Spalt weit öffnen; spaltbar; spaltbreit; die
Spalte: in der Mauer sind tiefe Spalten
(Risse) zu sehen - der Bericht in der Zei¬
tung nimmt zwei Spalten ein; die Spaltung
Span, der: -(e)s, Späne (Splitter, Abfall beim
Bearbeiten eines Materials); das Spänchen;
die Spanplatte; die Spanschachtel
Spanferkel, das: -s, - (junges Ferkel)
Spange, die: -, -n (Schließe, Haarnadel, Bro¬
sche); eine Spange im Haar tragen
Spanien: -s (Staat in Europa); der Spanier;
die Spanierin; spanisch: die spanische
Sprache; aber: auf Spanisch
spannen: ein Seil zwischen zwei Pfosten
spannen (ziehen, straff befestigen) - die
Brücke spannt (wölbt) sich über das Tal - er
spannt Pferde vor den Wagen - die Bluse
spannt (ist eng) - eine gespannte (unbehag-
325
speiübel
liehe, leicht feindselige) Atmosphäre - auf
etwas gespannt (neugierig) sein - jeman¬
den auf die Folter spannen (in Ungewiss¬
heit lassen); der Spann (Fußrücken, Rist);
der Spanndienst (Frondienst); die Spanne:
eine Spanne (ein Zeitraum) von zwei Jah¬
ren - eine Spanne (20 - 25 cm) breit - die
Spanne (der Unterschied) zwischen Ein-
und Verkaufspreis; spannend: eine span¬
nende (fesselnde, mitreißende) Sendung;
die Spannkraft (Energie); die Spannung;
das Spannungsfeld; spannungsgeladen:
eine spannungsgeladene (gereizte, ge¬
spannte) Lage; das Spannungsmoment; der
Spannungszustand; die Spannweite
Spanten Mz., die: - (Bauteile zum Verstärken
eines Schiffs- oder Flugzeugrumpfes)
sparen: Geld sparen (zurücklegen) - auf/für
ein Auto sparen - diese Arbeit hätte er sich
sparen (schenken) können - spare dir (un¬
terlasse) deine Bemerkungen - spare in der
Zeit, so hast du in der Not; der Sparbrief;
das Sparbuch; die Sparbüchse; die Spar¬
einlage; der Sparer; die Sparerin; die Spar¬
flamme: auf Sparflamme schalten (sparsa¬
mer wirtschaften); der Spargroschen; das
Sparguthaben; die Sparkasse; das Spar¬
konto; spärlich (kläglich, ärmlich); die
Sparmaßnahme; der Sparpfennig; die Spar¬
prämie; sparsam; die Sparsamkeit; das
Sparschwein; der Sparstrumpf; der Spar¬
zins
Spar gel, der: -s, - (Gemüse); das Spargelbeet;
die Spargelsuppe
Sparren, der: -s, - (schräger Balken des
Dachs); auch: die Sparre
Sparring engl., das: -s (Boxtraining); der
Sparringspartner
spartanisch: er lebt sehr spartanisch (ent¬
haltsam, anspruchslos)
Sparte, die: -, -n (Bereich, Abteilung, Fach)
spaßen: du spaßt - mit ihm ist nicht zu
spaßen (er wird leicht böse); der Spaß: die
Späße (Scherze) des Clowns - die Arbeit
macht ihm viel Spaß (viel Freude) - Spaß
beiseite! - keinen Spaß verstehen (humor¬
los sein); das Späßchen; spaßeshalber (rein
aus Vergnügen); spaßhaft; spaßig: ein
spaßiger (komischer) Mensch; der Spaßma¬
cher (Witzbold, Narr); der Spaßverderber;
Spaßvogel (jemand, der gern Späße treibt)
/s \
spastisch griech.: (verkrampft'; krampfartig);
der Spastiker; die Spastikerin
spät: es ist schon spät - zu später (vorgerück¬
ter) Stunde - du kommst spät (unpünktlich)
- von früh bis spät - später (nachher, eines
Tages) werde ich schon kommen - ein spä¬
ter (überfälliger) Sommer; spätabends; der
Spätaussiedler; der Spätentwickler; später¬
hin; spätestens; der Spätheimkehrer; der
Spätherbst; die Spätlese (Weinsorte); die
Spätnachrichten Mz.; die Spätschicht; der
Spätsommer
Spaten, der: -s, - (Gerät zum Umgraben der
Erde); der Spatenstich
Spatz, der: -en/-es, -en (Sperling); das Spätz¬
chen; das Spatzennest; die Spätzin
spazieren lat.: gemächlich durch die Gas¬
sen der Stadt spazieren - spazieren fahren,
gehen; die Spazierfahrt; der Spaziergang;
der Spaziergänger; die Spaziergängerin;
der Spazierritt; der Spazierstock; der Spa¬
zierweg
SPD = Sozialdemokratische Partei Deutsch¬
lands
Specht, der: -(e)s, -e (Klettervogel)
Speck, der: -(e)s (Fett); Kartoffeln mit Speck -
Speck ansetzen (dick werden) - mit Speck
fängt man Mäuse; speckig (fettig, schmut¬
zig, abgegriffen); die Speckschwarte; die
Speckseite
Spe di teur franz. [schpeditör], der: -s, -e
(Transportunternehmer); die Spedition; die
Speditionsfirma
Speer, der: -(e)s, -e (Wurf- bzw. Stoßwaffe,
Sportgerät); der Speerschaft; das Speerwer¬
fen; der Speerwurf
Speiche, die: -, -n (Teil des Rades, Unterarm¬
knochen)
Speichel, der: -s (Spucke, Geifer); die Spei¬
cheldrüse; der Speichellecker (Schmeich¬
ler, Kriecher); die Speichelleckerin
speichern: (lagern, aufbewahren); Wasser im
Becken speichern - Daten speichern; der
Speicher (Lagerraum, Dachboden); die
Speicherkapazität; der Speicherofen; die
Speicherung
spe| en: du speist, er spie, sie hat gespien,
spei(e)! (erbrechen, spucken); auf den Bo¬
den speien - Cift und Calle speien (seinen
Ärger böse und heftig ausdrücken); spei¬
übel
O &
speisen
326
N
O
P
Q
R
S
speisen: in einem Restaurant zu Abend spei¬
sen (vornehm essen) - die Armen speisen
(ihnen zu essen geben) - der Fluss wird vom
Gletscherwasser gespeist; die Speise: Speis
und Trank; das Speiseeis; der Speisefisch;
die Speisekammer (Vorratskammer)," das
Speiselokal; die Speise(n)karte; das Speise¬
öl; die Speiseröhre; der Speisesaal; der Spei¬
sewagen; das Speisezimmer; die Speisung
Spek ta kel lat., der: -s, - (Unruhe, Lärm); das
Spektakel (Schauspiel); spektakulär: eine
spektakuläre (Aufsehen erregende) Tat
Spek trum (Spekt rum) lat., das: -s, Spek-
tren/Spektra (durch Lichtzerlegung ent¬
standenes farbiges Band, Bandbreite); die
Spektralfarben Mz.
spekulieren lat.: lange spekulieren (nach-
denken, grübeln) - auf eine Beförderung
spekulieren (hoffen) - an der Börse speku¬
lieren (Geschäfte machen); der Spekulant;
die Spekulantin; die Spekulation (An¬
nahme, Einbildung, Geschäft); spekulativ
Spelunke griech., die: -, -n (verrufenes
Lokal, schlechte Kneipe)
spenden: er spendet (gibt) Geld für die Ar¬
men - Lob spenden (loben) - Beifall spen¬
den (klatschen) - er spendet Blut; spenda¬
bel (freigebig); die Spende; die Spenden¬
aktion; das Spendenkonto; der Spender;
die Spenderin; spendieren (freigebig für
andere bezahlen); die Spendierhosen: die
Spendierhosen anhaben (freigebig sein);
die Spendierlaune; die Spendung
Speng ler, der: -s, - (Klempner); die Spengle¬
rei; die Spenglerin
Spenzer englv der: -s, - (kurzes Jäckchen)
Sperber, der: -s, - (falkenartiger Greifvögel)
Spe renz chen Mz. lat., die: -; Sperenzchen
(Umstände, Schwierigkeiten) machen
Sperling, der: -s, -e (Spatz)
Sperma griech., das: -s, Spermen/Spermata
(Samenflüssigkeit mit männlichen Keim¬
zellen)
sperren: den Dieb ins Gefängnis sperren
(einschließen) - den Weg für den Verkehr
sperren - er sperrte (sträubte) sich gegen
den Plan - die Tür sperrt (klemmt) - ge¬
sperrt (mit Zwischenräumen zwischen den
Buchstaben) gedruckte Wörter; sperr¬
angelweit (ganz offen); der Sperrbezirk;
die Sperre (Behinderung, Hindernis); das
Sperrfeuer; das Sperrgut; das Sperrholz;
sperrig: ein sperriger (viel Raum einneh¬
mender, unhandlicher) Gegenstand; die
Sperrkette; das Sperrkonto; der Sperrmüll;
der Sperrsitz (Sitz, der normalerweise nicht
benutzt wird); die Sperrstunde (Polizei¬
stunde); die Sperrung; die Sperrzone
Spesen Mz. ital., die: - (Unkosten, Auslagen);
außer Spesen nichts gewesen; die Spesen¬
rechnung
Spezereien Afiz. ital., die: - (Gewürze); die
Spezereiwaren Mz.
Spezi, das: -s, -(s) (Mischgetränk aus Limo¬
nade und Cola); der Spezi (Freund, Kum¬
pan)
spe zi ell lat.: eine spezielle (eigene, beson¬
dere) Aufgabe - spezielle Wünsche haben;
aber: im Speziellen (besonders); das Spezi¬
alfahrzeug; das Spezialgebiet (Fach); sich
spezialisieren,^ die Spezialisierung; der
Spezialjst (Fachmann); die Spezialistin; die
Spezialität (Eigenart, Fachgebiet); das Spe¬
zialtraining; die Spezies [spezjes] (Art,
Gattung); spezjfisch (eigentümlich, kenn¬
zeichnend)
Sphäre griech., die: -, -n (Himmelsgewölbe,
Wirkungskreis, Reichweite); sphärisch
Sphjnx, die: -, -e (ägyptisches Fabelwesen)
spjcken: das Fleisch spicken (zum Braten mit
Spreckstreifen durchziehen) - vom Nach¬
barn spicken (abschreiben) - ein mit Feh¬
lern gespicktes (reichlich versehenes) Schrei¬
ben; der Spicker; der Spickzettel
Spie-gel lat., der: -s, -; in den Spiegel schauen
- der Spiegel (die glatte Oberfläche) des
Sees - jemandem den Spiegel Vorhalten
(ihn auf seine Fehler hinweisen) - sich
etwas hinter den Spiegel stecken (es sich
gut einprägen); das Spiegelbild (Abbild, sei¬
tenverkehrtes Bild); spiegelbildlich; spiegel¬
blank (glänzend); das Spiegelei; die Spie¬
gelfechterei (Täuschung, Scheinkampf);
das Spiegelglas; spiegelglatt (vollkommen
glatt); spiegeln: sich spiegeln (Widerschei¬
nen) - der Mond spiegelt sich im See - in
seinem Gesicht spiegelt sich Überra¬
schung; die Spiegelschrift; der Spiegel¬
strich; die Spieg(e)lung; spiegelverkehrt
spielen: Kinder spielen auf der Wiese - mit
Puppen spielen - sie spielt Lotto - er spielt
Tennis - auf der Geige spielen (musizieren)
327
spleißen
- das spielt keine Rolle - er spielt im Film
die Hauptperson - falsch spielen (betrügen)
- jemanden an die Wand spielen (ihn weit
übertreffen) - seine Beziehungen spielen
lassen (einsetzen); das Spiel: etwas aufs
Spiel setzen (riskieren); der Spielabbruch;
die Spielart (Eigenart, Ausnahme); der
Spielautomat; der Spielball; die Spielbank
(Unternehmen für Glücksspiele); der Spiel¬
beginn; die Spieldose; spielend (leicht); das
Spielende; der Spieler; die Spielerei (Klei¬
nigkeit, Scherz); die Spielerin; spielerisch;
das Spielfeld; die Spielfigur; der Spielfilm;
die Spielfläche; spielfrei; der Spielführer;
die Spielführerin; der Spielgefährte; die
Spielgefährtin; das Spielgeld; der Spielka¬
merad; die Spielkarte; das Spielkasino; der
Spielleiter; die Spielleiterin; der Spielplatz;
der Spielraum (Bewegungsfreiheit); die
Spielregel; die Spielsachen Mz.; der Spiel¬
stand; der Spieltrieb; die Spieluhr; der
Spielverderber; die Spielverderberin; die
Spielvereinigung; die Spielwaren Mz.; die
Spielweise; das Spielwerk; die Spielzeit;
das Spielzeug
Spieß, der: -es, -e (Lanze, Speer); einen Och¬
sen am Spieß braten - den Spieß umdrehen
(mit einem Gegenangriff antworten) - wie
am Spieß (heftig, sehr laut) schreien; der
Spießbürger (engstirniger Mensch); spie߬
bürgerlich; spießen; der Spießer (Spie߬
bürger); spießerhaft; die Spießerin; das
Spießertum; der Spießgeselle (Komplize,
Kamerad); spießig (kleinlich); das Spie߬
rutenlaufen
Spikes Mz. engl, [spaikß], die: - (Spezial¬
stifte für Autoreifen und Rennschuhe); der
Spike(s)reifen
Spinat arab., der: -(e)s (Blattgemüse)
Spind, das/der: -(e)s, -e (einfacher Schrank)
Spjndel, die: -, -n (Teil des Spinnrades,
Achse, Stange); spjndeldürr (dünn, sehr
mager); die Spindeltreppe
Spinett ita\., das: -(e)s, -e (Tasteninstrument)
spjnnen: du spinnst, er spann, sie hat ge¬
sponnen, spinn(e)!; Wolle spinnen - sie
spinnt (ist verrückt); die Spinne; der Spinn¬
faden; das Spinn(en)gewebe; auch: die
Spinnwebe; das Spinnennetz; der Spinner
(Verrückter); die Spinnerei; die Spinnerin;
das Spinnrad; die Spinnstube
spin ti sie ren: (grübeln), die Spintisiererei
spionieren franz.: (als Spion(in) arbeiten,
auskundschaften); der Spion; die Spionage
[schpionasche]; der Spionagefall; der
Spionagering; die Spionin
Spirale griech., die: -, -n (Schraubenlinie,
Windungen um eine Achse); die Spiral¬
feder; spiralförmig; spiralig
Spiritus lat., der: - (Weingeist, Alkohol); die
Spirituosen Mz. (alkoholische Getränke);
der Spirituskocher
Spital latv das: -s, Spitäler (Altersheim, Kran¬
kenhaus)
spitz: ein spitzer Bleistift - eine spitze
(scharfe) Zunge haben - sie sieht spitz (ma¬
ger) aus - eine spitze (bissige) Bemerkung -
ein spitzer Winkel (Winkel unter 90°) -
spitz machen (anspitzen); der Spitzbart;
der Spitzbauch; spitzbekommen (merken,
herausfinden); der Spitzbogen; der Spitz¬
bohrer; der Spitzbube (Betrüger, Schelm);
die Spitzbübin; spitzbübisch; spitze: er hat
spitze (toll) gespielt; die Spitze: die Spitze
der Nadel - er steht an der Spitze (ersten
Stelle) der Partei - er ist für seine Spitzen
(Anspielungen, bissigen Bemerkungen)
schon bekannt - Spitzen (durchbrochenes
Gewebe) weben - das ist Spitze! - etwas
auf die Spitze treiben (etwas zum Äußers¬
ten treiben) - auf Spitz und Knopf stehen
(noch nicht entschieden sein); der Spitzel
(Spion); spitzeln; spitzen: einen Stock spit¬
zen (spitz machen) - die Ohren spitzen
(aufpassen, lauschen); die Spitzenklasse;
die Spitzenkraft; die Spitzenleistung; die
Spitzenqualität; der Spitzenreiter (Person
in führender Stellung; besonders zugkräf¬
tige Sache, Ware); der Spitzensportler; die
Spitzensportlerin; der Spitzenwert; der
Spitzer; spitzfindig (kleinlich, übergenau);
die Spitzfindigkeit (Haarspalterei); die
Spitzhacke (Pickel); spitzig; die Spitzkehre
(sehr enge Kurve); spitzkriegen; die Spitz¬
maus; der Spitzname (Scherz-, Spottname);
spitzwink(e)lig
Spleen engl, [schplin], der: -s, -e/-s (sonder¬
barer Einfall, Marotte); spleenig (schrullig)
spleißen: du spleißt, er spliss/spleißte, sie
hat gesplissen/gespleißt, spleiß(e)! (spal¬
ten, zerreißen, die Enden zweier Taue ver¬
binden); —► Spliss
Splint
328
Spljnt, der: -(e)s, -e (Stift zur Sicherung von
Schrauben, Bolzen o.Ä.)
Spljt ter, der: -s, - (abgesprungenes Stück von
einem harten Material); der Splitt (Straßen¬
belag aus zerkleinerten Steinen); splittern
(zerbrechen); splitternackt
Split ting engl., das: -s (Aufspaltung); splitten
Spoiler engl., der: -s, - (Vorrichtung zum Ver¬
mindern des Luftwiderstands bei Fahrzeu¬
gen)
Sponsor engl., der: -s, Sponsoren (Förderer,
Geldgeber); sponsern
spontan lat.: er sagte spontan (ohne Überle¬
gung) zu - eine spontane (unüberlegte,
unmittelbare) Antwort; die Spontaneität;
auch: die Spontanität
sporadisch griech.: (vereinzelt, selten)
Spore griech., die: -, -n (Fortpflanzungszelle
der Pflanze); die Sporenpflanze; das Spo¬
rentierchen; sporig (schimmelig)
Sporn, der: -(e)s, Sporen (Rädchen am Absatz
eines Reitstiefels); dem Pferd die Sporen
geben - sich die ersten Sporen verdienen
(die ersten Erfolge verzeichnen können);
spornstreichs (sofort, geradewegs)
Sport engl., der: -(e)s (Körper-, Leibeserzie¬
hung); Sport treibend; die Sportart; der
Sportartikel; sportbegeistert; der Sportbe¬
richt; der Sportdress; sportein (nebenbei,
nicht ernsthaft Sport betreiben); das Sport¬
fest; das Sportgerät; das Sportgeschäft; spor-
tiv (sportlich); der Sportler; die Sportlerin;
sportlich: sich sportlich betätigen - eine
sportliche Figur haben; der Sportplatz; der
Sport(s)freund; der Sport(s)geist; der Sports¬
mann; das Sportstadion; die Sportstätte;
der Sporttaucher; die Sporttaucherin; der
Sportunfall; der Sportverein; der Sportwa¬
gen; der Sportwart; die Sportwartin
Spot engl., der: -s, -s (kurzer Werbefilm, Wer¬
betext, Werbespruch) # Spott
spotten: über einen Mitschüler spotten (sich
über ihn lustig machen, ihn verhöhnen);
der Spott # Spot; das Spottbild (Karikatur);
spottbillig (äußerst billig); die Spöttele];
spötteln; der Spötter; die Spötterin; spöt¬
tisch (höhnisch, anzüglich, ironisch); der
Spottname (Spitzname); der Spottpreis; der
Spottvogel
Sprache, die: -, -n; er beherrscht mehrere
Sprachen - hast du die Sprache verloren
(warum sagst du nichts)? - etwas zur Sprache
bringen (etwas ansprechen) - nicht mit der
Sprache herausrücken wollen (etwas nur zö¬
gernd sagen); sprachbehindert; das Sprach-
buch; der Sprachfehler; der Sprachge¬
brauch; sprachgewaltig; sprachgewandt;
die Sprachgewandtheit; die Sprachkennt-
nisse Mz.; sprachkundig; der Sprachkurs;
das Sprachlabor; die Sprachlehre; sprach¬
lich; sprachlos; die Sprachlosigkeit; das
Sprachrohr; sprechen
Spray engl, [schpre], das/der: -s, -s (Sprüh¬
flüssigkeit); die Spraydose; sprayen
sprechen: du sprichst, er sprach, sie hat ge¬
sprochen, sprich!; mit seinem Nachbarn
sprechen (reden, sich unterhalten) - offen
sprechen (seine Meinung sagen) - über je¬
manden schlecht sprechen (urteilen) - er
spricht heute im Rundfunk (er hält eine
Rede) - sprechen lernen; aber: das Spre¬
chen lernen - auf etwas zu sprechen kom¬
men (etwas im Gespräch erwähnen) - auf
jemanden schlecht zu sprechen sein
(über ihn verärgert sein); der Sprechchor;
der Sprecher (Ansager, Redner, Wort¬
führer); die Sprecherin; der Sprechfunk;
die Sprechpause; die Sprechstunde;
die Sprechstundenhilfe; der Sprechtag;
die Sprechzeit; das Sprechzimmer; —►
Sprache
spreizen: die Finger spreizen (auseinander
strecken) - er spreizt (ziert) sich nicht
lange; der Spreizfuß; die Spreizung
Spren gel, der: -s, - (Bezirk)
sprengen: die Brücke wurde gesprengt (zer¬
stört) - er sprengt (öffnet gewaltsam) die
Fesseln - den Rasen sprengen (befeuchten,
bespritzen) - die Versammlung wurde ge¬
sprengt (aufgelöst, auseinander gejagt); der
Sprengkopf; der Sprengkörper; die Spreng¬
ladung; das Sprengloch; das Sprengpulver;
der Sprengsatz; der Sprengstoff (Zünd¬
stoff); die Sprengung
Sprenkel, der: -s, - (Tupfen, Fleck, Punkt);
sprenkeln: ein gesprenkeltes (getupftes)
Kleid
Spreu, die: - (Dreschabfall); die Spreu vom
Weizen (das Wertlose vom Brauchbaren)
trennen
Sprich wort, das: -(e)s,.. .Wörter (Spruch, Le¬
bensweisheit); sprichwörtlich
329
sputen
sprießen: es sprießt, er spross/sprosste, sie
ist gesprossen/gesprießt, sprieß(e)! (kei¬
men, wachsen); die Blumen sprießen aus
dem Boden; —► Spross
sprjngen: du springst, er sprang, sie ist ge¬
sprungen, spring(e)!; über den Bach sprin¬
gen (hüpfen) - hin und her springen - der
Ball sprang von seinem Fuß - das ist der
springende Punkt (die Hauptsache) - etwas
springen lassen (etwas spendieren); der
Springbrunnen; der Springer; die Springe¬
rin; die Springflut; der Springinsfeld;
sprmglebendig; das Springpferd; der Spring¬
reiter; die Springreiterin; Sprung
Sprjnt engl., der: -s, -s (kurzer Wettlauf); sprin¬
ten: über die Straße sprinten (schnell lau¬
fen); der Sprinter; die Sprinterin; die
Sprintstrecke
Sprjt, der: -(e)s (Treibstoff, Alkohol)
spritzen: die Blumen spritzen (gießen) - in
den Arm spritzen (eine Spritze geben) -
Wasser spritzt aus dem Schlauch - das
heiße Öl spritzt ihm ins Gesicht - schnell
zum Bäcker spritzen (laufen); die Spritze;
der Spritzer (Fleck, Tropfen); die Spritzerei;
die Spritzfahrt; das Spritzgebäck; spritzig:
ein spritziges (sportliches, flottes) Mädchen
- eine spritzige (geistreiche) Rede halten;
die Spritzigkeit; die Spritztour [... tur] (kur¬
zer Ausflug)
spröde: sprödes (brüchiges, splitteriges) Holz
- sie benimmt sich sehr spröde (abweisend,
verschlossen); auch: spröd; die Sprödigkeit
Spross, der: -es, -e (Nachkomme, Schössling,
junger Trieb); sprossen; der Sprössling
(Kind); —> sprießen
Sprosse, die: -, -n (Querholz der Leiter); die
Sprossenleiter; die Sprossenwand
Sprotte, die: -, -n (Fisch)
Spruch, der: -(e)s, Sprüche (Aussage, Lebens¬
weisheit, Sprichwort); einen frommen
Spruch aufsagen - der Spruch (das Urteil)
des Richters - Sprüche machen (prahlen);
das Spruchband (Transparent); spruchreif
sprudeln: die Quelle sprudelt (fließt, strömt)
aus dem Felsen; der Sprudel (Mineralwas¬
ser, Limonade); das Sprudelwasser
sprühen: Funken sprühen (stieben) nach allen
Seiten - vor Freude sprühen (lebhaft, ausge¬
lassen sein); die Sprühdose; sprühend (leb¬
haft und geistreich); der Sprühregen
Sprung, der: -(e)s, Sprünge; ihn rettete nur ein
Sprung in den Graben - die Tasse hatte ei¬
nen Sprung (Riss) - auf einen Sprung (kurz,
in Eile) vorbeikommen - jemandem
auf/hinter die Sprünge kommen (dessen
List durchschauen) - keine großen Sprünge
machen können (keine großen finanziellen
Mittel haben) - jemandem auf die Sprünge
helfen (ihn unterstützen); der Sprungbal¬
ken; das Sprungbecken; sprungbereit; das
Sprungbrett; die Sprungfeder; die Sprung¬
grube; sprunghaft (plötzlich, unbeständig);
die Sprungkraft; die Sprungschanze; das
Sprungseil; das Sprungtuch; der Sprung¬
turm; die Sprungweite; —► springen
spucken: jemandem ins Gesicht spucken
(speien) - große Töne spucken (angeben);
die Spucke (Speichel); der Spucknapf
spuken: im Schloss spukt es (treibt ein Ge¬
spenst sein Unwesen, geht es nicht mit
rechten Dingen zu); der Spuk (Gespenst,
Gespenstererscheinung); die Spukgeschich¬
te; die Spukgestalt; das Spukschloss
Spu le, d ie: -, -n; Wolle auf eine Spule (Rolle,
Walze) wickeln - eine Spule Garn kaufen;
spulen
spülen: Geschirr spülen (reinigen, säubern) -
die Reste des Bootes wurden an Land ge¬
spült (angeschwemmt); das Spülbecken;
auch: die Spüle; die Spülmaschine; das
Spülmittel; die Spülung; das Spülwasser
Spund ital., der: -(e)s, Spünde/-e; den Spund
(Fassverschluss) öffnen - ein junger Spund
(junger Bursche); das Spundloch
Spur, die: -, -en; Spuren (Abdrücke) im Sand -
von ihm war keine Spur (nichts) zu sehen -
er überholte auf der falschen Spur (Fahr¬
spur) - eine heiße Spur (Fährte) verfolgen -
in der Suppe fehlt noch eine Spur (ein we¬
nig) Salz - keine Spur (ganz und gar nicht)!
- einer Sache auf die Spur kommen (etwas
aufdecken) - auf einer falschen Spur sein
(etwas Falsches vermuten); spürbar (merk¬
lich); spuren (gehorchen); spüren (fühlen,
bemerken); der Spürhund; spurlos; die
Spürnase; der Spürsinn (Gespür, Gefühl);
die Spurweite
Spurt engl., der: -(e)s, -e/-s (Geschwindig¬
keitssteigerung beim Lauf, Sprint); spurten
(schnell laufen); spurtschnell
sputen, sich: (sich beeilen)
st.
330
St. = Sankt, Stück, Stunde
Staat lat., der: -(e)s, -en; den Staat (das Land)
regieren - sich in Staat werfen (sich fein
kleiden) - Staat machen (Eindruck ma¬
chen); staatenlos (ohne Staatsangehörig¬
keit); der/die Staatenlose; staatlich; die
Staatsangehörigkeit; der Staatsanwalt; die
Staatsanwältin; der Staatsbesuch; der
Staatsbürger; die Staatsbürgerin; das Staats¬
examen; staatsfeindlich; staatsgefährdend;
das Staatsgeheimnis; der Staatsmann (Politi¬
ker); der Staatsstreich (Umsturz)
Stab, der: -(e)s, Stäbe; den Stab (Stock,
Stecken) brechen - einen Stab (eine Ar¬
beitsgruppe) bilden - den Stab über jeman¬
den brechen (ihn verurteilen); das Stäb¬
chen; der Stabhochsprung; der Stabreim
(Reim beim Anfangsbuchstaben)
stabil lat.: (dauerhaft, beständig, fest); stabili¬
sieren (festigen); die Stabilisierung; die
Stabilität (Festigkeit, Standfestigkeit)
Stachel, der: -s, -n (Spitze, Dorn); die Sta¬
cheln des Igels - wider den Stachel locken
(aufbegehren, sich sträuben); die Stachel¬
beere; der Stacheldraht; stach(e)lig; das
Stachelschwein
Sta del, der: -s, - (Scheune, Schuppen)
Stadion griech., das: -s, Stadien (Kampf¬
platz, Spielfeld)
Stadium lat., das: -s, Stadien (Abschnitt, Ent¬
wicklungsstufe)
Stadt, die: -, Städte; er wohnt im Zentrum der
Stadt - in Stadt und Land; stadtbekannt;
der Stadtbezirk; das Städtchen; der Städter
(Stadtmensch); die Städterin; das Stadtge¬
spräch (etwas, wovon überall gesprochen
wird); städtisch; die Stadtmauer; die Stadt¬
mitte; der Stadtplan; der Stadtrand; der
Stadtrat; der Stadtstreicher (Vagabund);
die Stadtstreicherin; der Stadtteil; das
Stadttor; die Stadtväter Mz. (Stadträte); die
Stadtverwaltung; das Stadtviertel
Stafette ital. die: -, -n (Staffellauf, Kurier);
der Stafettenlauf
Staf fa-ge [stafasche], die: -n (Beiwerk, Ne¬
bensächliches)
Staffel, die: -, -n (Gruppe von Sportlern); es
siegte die deutsche Staffel; die Staffelei
(Gestell zum Malen bzw. Zeichnen); der
Staffellauf; staffeln (einstufen); die Staffe¬
lung; der Staffelwettbewerb
stag nie-ren (sta gnie ren) lat.: (stocken,
Stillstehen); die Stagnation (Stillstand); die
Stagnierung
Stahl, der: -(e)s, Stähle (schmiedbares Eisen);
Nerven wie Stahl haben; der Stahlbeton;
stählen (abhärten, festigen); stählern (aus
Stahl, wie Stahl); stahlhart; das Stahlross
(Fahrrad)
staksen: (mit steifen Schritten gehen); staksig
(steif, hölzern)
Stalagmit griecfi., der: -s/-en, -e(n) (nach
oben wachsender Tropfstein); der Stalaktit
(nach unten wachsender Tropfstein)
Stall, der: -(e)s, Ställe; die Kühe werden in den
Stall getrieben; der Stallhase; die Stall¬
laterne; die Stallung
Stamm, der: -es, Stämme; der Stamm der Ei¬
che - er hat einen festen Stamm (Bestand)
von Mitarbeitern - die deutschen Stämme
(Volksstämme); der Stammbaum (Ahnenta¬
fel, Herkunft); das Stammbuch; die Stamm¬
eltern; stammen: er stammt von reichen
Eltern ab; der Stammgast; der Stammhalter
(männlicher Nachkomme); stämmig: ein
stämmiger (kräftiger) Bursche; der Stamm¬
kunde; die Stammkundin; das Stammlokal;
die Stammmutter; der Stammsitz; der
Stammtisch; der Stammvater; stammver¬
wandt; die Stammwähler Mz.
stammeln: vor Schreck stammeln (stottern,
abgehackt reden)
stampfen: mit den Füßen auf die Erde stamp¬
fen (heftig auftreten) - durch das Zimmer
stampfen - Kartoffeln stampfen (zerklei¬
nern); der Stampfer
Stand, der: -(e)s, Stände; der Stand (die Höhe)
des Wassers - aus dem Stand (ohne Anlauf)
springen - der Stand des Spiels ist unent¬
schieden - der Stand (Klasse, Schicht) der
Arbeiter und Bauern - an einem Stand (an
einer Verkaufsbude) stehen - etwas in
Stand setzen; auch: instand setzen - im
Stande sein; auch: imstande sein - außer
Stande sein; auch: außerstande sein - zu
Stande bringen, kommen; auch: zustande
bringen, kommen - keinen leichten Stand
haben (sich behaupten müssen); das Stand¬
bild (Statue); das Ständchen; der Ständer
(Gestell); das Standesamt; standesamtlich;
standesgemäß; standfest; standhaft (be¬
harrlich, mutig); die Standhaftigkeit; stand-
331
Statur
halten (aushalten, festbleiben); ständig
(dauernd); ständisch; das Standlicht; der
Standort (Lage, Platz); die Standpauke
(Strafpredigt); der Standpunkt: er hat einen
festen Standpunkt^eine feste Meinung) -
von seinem Standpunkt (Blickwinkel) aus
hat er Recht; das Standrecht; die Standuhr
Standard engl., der: -s, -s (Norm, Richtmaß);
standardisieren (vereinheitlichen); die Stan¬
dardisierung; das Standardwerk
Standarte franz., die: -, -n (Flagge, Fahne)
Stan ge, die: -, -n (Stock, Stecken); eine
Stange Zigaretten - eine Stange (viel) Geld
- jemandem die Stange halten (ihn unter¬
stützen); die Stangenbohne
Stängel, der: -s, - (Stiel, Halm)
stänkern: (nörgeln, für Ärger sorgen); die
Stänkerei; der Stänkerer
Stanniol lat., das: -s, -e (dünne Zinnfolie);
das Stanniolpapier
stanzen: (in eine bestimmte Form pressen);
die Stanze; die Stanzmaschine
stapeln: (schichten, anhäufen); der Stapel:
ein Stapel (Stoß) Bücher - das Schiff wird
vom Stapel gelassen; der Stapellauf; der
Stapelplatz; die Stapelung; stapelweise;
der Stapler; der Staplerfahrer; die Stapler¬
fahrerin
stapfen: durch tiefen Schnee stapfen (gehen
und dabei die Füße hochheben); der Stap¬
fen (Fußspur)
Star, der: -(e)s, -e (Augenkrankheit); der graue,
grüne, schwarze Star
Star, der: -(e)s, -e (Singvogel); der Starenkas¬
ten
Star, engl., der: -s, -s (gefeierte Größe beim
Film, Theater, Sport o.Ä.); das Starlet(t)
(angehender Star); die Starallüren Mz. (lau¬
nenhaftes Benehmen); die Starbesetzung
stark: stärker, am stärksten; stark sein, ma¬
chen, werden - er ist ein starker (mächti¬
ger) Herrscher-ein starker (kräftiger) Mann
- das Seil ist sehr stark (stabil) - eine starke
(große) Kälte - stark besiedelt - sich für et¬
was stark machen (sich für etwas erset¬
zen); das Starkbier; die Stärke, stärken:
sich stärken (essen); der Starkstrom; die
Stärkung
starr: vor Schreck starr (regungslos, fassungs¬
los) dastehen - er hält starr (hartnäckig) an
seinen Ansichten fest - sie hat einen starren
Blick - die Finger sind vor Kälte starr (steif);
die Starre; starren; aus dem Fenster starren
(unentwegt blicken) - die Kleider starren
vor Dreck; die Starrheit; der Starrkopf
(Trotzkopf); starrköpfig; die Starrköpfigkeit
(Trotz); der Starrkrampf; der Starrsinn (un¬
nachgiebige Haltung); starrsinnig
starten: das Auto starten (anlassen) - bei ei¬
nem Rennen starten (teilnehmen) - eine
Aktion für die Umwelt starten (unterneh¬
men); der Start; die Startbahn; startbereit
(fertig); der Starter; der Startplatz; der
Startschuss; das Startverbot; das Startzei¬
chen
Statement engl, [stetment], das: -s, -s (öf¬
fentliche Erklärung, Bekanntmachung)
Statik griech., die: - (Gleichgewicht ruhender
Körper); der Statiker; die Statikerin; sta¬
tisch (still stehend, ruhig)
Station lat., die: -, -en (Haltestelle, Abteilung
in einem Krankenhaus); Station machen
(sich aufhalten); stationär: eine stationäre
Behandlung (Behandlung im Krankenhaus);
stationieren; die Stationierung; der Stations¬
arzt; die Stationsärztin; der Stationsvorste¬
her; die Stationsvorsteherin
Statist lat., der: -en, -en (Darsteller einer un¬
bedeutenden, meist stummen Rolle); sta¬
tisch (still stehend, ruhig, unbeweglich)
Sta tjs-tik lat., die: -, -en (zahlenmäßige Erfas¬
sung und Auswertung); der Statistiker; die
Statistikerin; statistisch: etwas ist statistisch
(durch Zahlen) belegt
Stativ lat., das: -s, -e (Ständer für Apparate)
statt: (an Stelle, in Vertretung); statt deiner -
statt zu lachen solltest du die Sache ernst
nehmen - an Eides statt - an Kindes statt;
aber: anstatt; stattdessen; aber: statt dessen
Geld möchte ich lieber...; die Stätte (Ort,
Stelle); stattfinden (geschehen); stattgeben
(erlauben); statthaft: das Rauchen ist hier
nicht statthaft (nicht zulässig, nicht er¬
laubt); der Statthalter (Vertreter der Obrig¬
keit); stattlich: eine stattliche (große, an¬
sehnliche) Zahl - er ist ein stattlicher
(großer und kräftiger, beeindruckender)
Mann; die Stattlichkeit
Statue lat., die: -, -n (Standbild, Plastik); sta¬
tuieren: ein Exempel statuieren (ein ab¬
schreckendes Beispiel geben); die Statur:
er ist von großer Statur (großem Wuchs)
N
O
P
\
73 O
Status
332
N
O
P
Q
R
~S
i Status lat., der: -, - (Zustand, Lage); der Status
quo (der jetzige Zustand); das Statussym¬
bol
Statut lat., das: -(e)s, -en; gegen die Statuten
(Vorschriften, Satzungen) verstoßen; statu¬
tengemäß
stau ben: die Straße staubt; der Staub: Staub
aufwirbeln (Aufregung verursachen) - sich
aus dem Staub machen (fliehen, Wegge¬
hen); staubbedeckt; der Staubbeutel; das
Staubblatt; das Stäubchen; stäuben; staub¬
frei; das Staubgefäß; staubig; der Staublap¬
pen; staubsaugen; auch: Staub saugen;
aber: das Staubsaugen; der Staubsauger;
staubtrocken; das Staubtuch; die Staub¬
wolke
stau chen: (durch Druck, Stoß, Schlag etwas
kürzer machen); die Stauchung
Stau-de, d ie: -n (Pflanze, Gesträuch)
stau en: das Wasser stauen (absperren) - der
Verkehr staut sich (gerät ins Stocken) in der
engen Straße; der Stau; das Staubecken;
der Staudamm (Staumauer); der Stausee;
die Staustufe; die Stauung (Ansammlung,
Stockung); das Stauwehr
stau nen: (überrascht, verwundert sein); das
Staunen: eine Staunen erregende Vorstel¬
lung; staunenswert (erstaunlich)
Stau pe, die: -, -n (ansteckende Tierkrankheit)
Std. = Stunde
Steak engl, [stek], das: -s, -s (gebratene
Fleischschnitte); das Steakhaus
Stearin griech., das: -s, -e (Rohstoff für Ker¬
zen)
stechen: du stichst, er stach, sie hat gesto¬
chen, stich!; mit dem Messer stechen - er
wurde von einer Biene gestochen - einen
stechenden Schmerz in der Brust verspüren
- wie gestochen (sehr fein) schreiben - die
Sonne sticht (brennt) vom Himmel - ein
Schiff sticht in See - ihn sticht der Hafer (er
ist übermütig) - in die Augen stechen (auf¬
fallen); aber: das Stechen; die Stechfliege;
die Stechmücke; der Stechschritt; die
Stechuhr (Stempeluhr)
stecken: du steckst, er steckte/stak, sie hat
gesteckt, steck(e)!; Nadeln in den Stoff
stecken - er steckt seine Hände in die Ho¬
sentaschen - wo steckst (bist) du denn? -
im Schnee stecken bleiben - etwas stecken
lassen - er steckt (befindet sich) in großen
Schwierigkeiten - tief in Schulden stecken
- der Schlüssel steckt - ein Haus in Brand
stecken (anzünden) - er steckt (investiert)
all sein Geld in den Betrieb; der Steckbrief;
die Steckdose; der Stecken (Stock); das
Steckenpferd: sein Steckenpferd reiten (sei¬
nem Hobby, seiner Liebhaberei nachge¬
hen); der Stecker; der Steckling (Schöss¬
ling); die Stecknadel
Steg, der: -(e)s, -e; über den Steg (eine
schmale Brücke) gehen - das Schiff legt am
Steg (an der Landungsbrücke) an; Stegreif:
aus dem Stegreif (unvorbereitet) sprechen
stehen: du stehst, er stand, sie hat gestanden,
steh(e)!; auf dem Boden stehen - vor dem
Schaufenster stehen bleiben - etwas stehen
lassen - die Wohnung steht leer - wie
steht's? - es steht nicht gut um ihn (es geht
ihm nicht gut) - das neue Kleid steht ihr gut
- er steht sich flicht schlecht (es geht ihm
gut) - die Uhr steht (geht nicht mehr) - er
steht unter Verdacht - in Blüte stehen - er
steht zu seiner Meinung (tritt für sie ein) -
seinen Mann stehen (sich bewähren); aber:
zum Stehen bringen; das Stehaufmänn¬
chen; der Stehimbiss; der Stehkragen; die
Stehlampe; die Stehleiter; der Stehplatz;
das Stehvermögen (Beharrlichkeit)
stehlen: du stiehlst, er stahl, sie hat gestoh¬
len, stiehl!; er hat mein Geld gestohlen
(entwendet) - er stahl sich (entfernte sich
heimlich) aus der Wohnung; die Stehlerei
steif: das behauptet er steif und fest (hart¬
näckig) - steife (starre) Finger haben - steif
werden (erstarren) - er benimmt sich steif
(gehemmt, ungeschickt) - bei der Feier geht
es steif (unpersönlich, förmlich) zu - eine
steife (starke) Brise - die Ohren steif halten
(sich nicht entmutigen lassen); steifbeinig;
die Steife; steifen (stärken, hart machen);
die Steifheit
steigen: du steigst, er stieg, sie ist gestiegen,
steig(e)!; auf einen Berg steigen (klettern) -
das Wasser steigt (wird höher) stündlich -
die Preise steigen schon wieder - die Span¬
nung steigt (wird stärker); der Steig (Weg);
der Steigbügel; die Steigung
stei gern: die Geschwindigkeit steigern (ver¬
stärken) - der Sportler konnte sich nicht
mehr steigern (verbessern); die Steigerung;
steigerungsfähig; die Steigerungsstufe
333
stereotyp
steil: ein sehr steiler (fast senkrecht aufragen¬
der) Felsen - einen steilen Weg gehen; der
Steilhang; die Steilküste; die Steilwand
Stein, der: -(e)s, -e; aus Steinen ein Haus
bauen - einen kostbaren Stein (Edelstein)
tragen - mit den schwarzen Steinen (Spiel¬
steinen) spielen - den Stein ins Rollen brin¬
gen (eine Angelegenheit in Gang bringen) -
jemandem Steine in den Weg legen (ihm
Schwierigkeiten bereiten) - Stein und Bein
schwören (fest behaupten) - bei jemandem
einen Stein im Brett haben (von ihm sehr
geschätzt werden); steinalt (sehr alt); der
Steinbock; der Steinbruch; steinern (aus
Stein, hart); das Steinerweichen: er weinte
zum Steinerweichen (herzzerreißend);
steingrau; steinhart; der Steinhaufen; stei¬
nig (felsig, voller Steine, schwierig); steini¬
gen (durch Steinwürfe töten); die Steini¬
gung; die Steinkohle; der Steinmetz; das
Steinobst; der Steinpilz; steinreich (sehr
reich); der Steinschlag; der Steinwurf; die
Steinzeit
Steiß, der: -es, -e (Gesäß); das Steißbein (un¬
terster Knochen der Wirbelsäule); die
Steißlage (Lage eines Kindes bei der Geburt
mit dem Steiß nach vorne)
Stel la ge franz. [schtelasche], die: -, -n
(Regal, Gestell)
stehlen: das Essen auf den Tisch stellen - die
Uhr stellen - sich der Polizei stellen - er
stellt sich dumm - eine Frage stellen - sich
schlafend stellen - etwas in Rechnung stel¬
len (berechnen) - jemanden zur Rede stel¬
len - auf sich allein gestellt sein (allein zu¬
rechtkommen müssen); das Stelldichein
(Verabredung); die Stelle: an erster, zweiter,
letzter Stelle - an Stelle meiner Frau
komme ich; auch: anstelle - sich nicht von
der Stelle (von diesem Ort) rühren - auf der
Stelle (sofort) kommen - auf der Stelle tre¬
ten (nicht vorankommen) - zur Stelle (an¬
wesend) sein; das Stellenangebot; das
Stellengesuch; stellenlos (arbeitslos); Stel¬
lenvermittlung; stellenweise (an manchen
Stellen); der Stellenwert (Bedeutung); der
Stellplatz; die Stellung: sie nimmt eine
falsche Stellung (Haltung) ein - er hat eine
hohe Stellung (einen hohen Rang) - keine
Stellung (Arbeit) haben - feindliche Stel¬
lungen (befestigte Anlagen) - die Stellung
halten (dableiben) - Stellung nehmen (sich
äußern); die Stellungnahme (Erklärung der
eigenen Ansicht); der Stellungsbefehl; der
Stellungskrieg; stellungslos (arbeitslos); die
Stellungssuche; der Stellungswechsel;
stellvertretend; die Stellvertretung; das
Stellwerk
stelzen: über den Hof stelzen (steif gehen);
die Stelze: Stelzen laufen; der Stelzvogel
stemmen: ein großes Gewicht stemmen (he¬
ben) - sich gegen ein Vorhaben stemmen
(wehren) - ein Loch in den Balken stem¬
men; das Stemmeisen
Stem pel, der: -s, - (Zeichen, Aufdruck); das
Stempelgeld; das Stempelkissen; stempeln:
einen Brief stempeln - jemanden zum Lüg¬
ner stempeln (erklären) - stempeln gehen
(Arbeitslosenunterstützung beziehen); die
Stemp(e)lung
Stenografie griech., die: -, Stenografien
(Kurz-, Eilschrift); auch: die Stenographie;
die Steno; der Stenoblock; stenografieren;
das Stenogramm; die Stenotypistin (Schreib¬
kraft)
Stepp eng/., der: -s, -s (Tanzart); steppen
(Stepp tanzen); der Stepptanz
Steppe russ., die: -, -n (baumlose, wasser¬
arme Landschaft)
steppen: eine Naht steppen (nähen); die
Steppdecke; die Steppjacke
Ster griech., der: -s, -e/-s (altes Raummaß für
Holz); drei Ster Holz
sterben: du stirbst, er starb, sie ist gestorben,
stirb!; einen qualvollen Tod sterben -
meine Liebe ist gestorben (erloschen); aber:
das Sterben: im Sterben liegen; das Sterbe¬
bett; der Sterbefall; die Sterbeglocke;
sterbenseiend; sterbenskrank; sterbens¬
langweilig; Sterbensseele: keine Sterbens¬
seele (niemand) war zu sehen; Sterbens¬
wörtchen: er hat kein Sterbenswörtchen
(nichts) verraten; die Sterbesakramente
Mz.; die Sterbestunde; die Sterbeurkunde;
sterblich; der/die Sterbliche; die Sterb¬
lichkeit
Stereo griech., das: -s (Übertragung von
Schall mit räumlicher Wirkung, Raumton);
die Stereoanlage; der Stereolautsprecher;
stereophon; auch: stereofon
stereotyp griech.: (unveränderlich, festste¬
hend)
73 O
steril
334
N
O
P
steril lat.: (unfruchtbar, keimfrei); die Steri¬
lisation; sterilisieren; die Sterilisierung;
die Sterilität (Unfruchtbarkeit, Keimfrei¬
heit)
Stern, der: -(e)s, -e (Himmelskörper); die
Sterne funkeln in der Nacht - Sterne sehen
(vor Schmerz ein Flimmern vor Augen ha¬
ben) - nach den Sternen greifen (etwas Un¬
mögliches erreichen wollen); das Stern¬
bild; der Stern(en)himmel; stern(en)klar;
das Sternenzelt; die Sternfahrt; sternför¬
mig; sternhagelvoll (stark betrunken);
sternkundig; der Sternmarsch; die Stern¬
schnuppe; die Sternsinger Mz. (als Heilige
Drei Könige verkleidete Kinder, die von
Haus zu Haus ziehen und singen); die
Sternstunde (Glücksstunde); die Stern¬
warte; das Sternzeichen (Tierkreiszeichen)
stets: ich habe stets (immer) nur an dich ge¬
dacht; stet (beharrlich, dauernd); stetig
(ständig, gleichmäßig); die Stetigkeit
Steu er, die: -, -n; seine Steuern (Abgaben)
zahlen; die Steuerbehörde; der Steuerbe¬
rater; die Steuerberaterin; der Steuerbe¬
scheid; die Steuererklärung; steuerfrei;
steuerlich; steuerpflichtig; der Steuersatz;
die Steuerschuld; der Steuerzahler; die
Steuerzahlerin
Steu er, das: -s, - (Lenkvorrichtung); das
Steuer (Lenkrad) festhalten - das Steuer
herumreißen (den bisherigen Verlauf von
etwas grundlegend ändern); steuerbar; das
Steuerbord (in Fahrtrichtung gesehen die
rechte Schiffsseite); steuerlos; der Steuer¬
mann; steuern: das Schiff steuern (führen,
lenken); das Steuerrad; die Steuerung
Steward engl, [stjuert], der: -s, -s (Kellner, Be¬
treuer in Flugzeugen oder auf Schiffen); die
Stewardess
stibjtzen: (entwenden, stehlen)
StGB = Strafgesetzbuch
Stjch, der: -(e)s, -e; der Stich einer Biene - er
verspürt einen Stich (einen plötzlichen
Schmerz) in der Brust - das gab ihm einen
Stich (kränkte ihn) - den Stoff mit großen
Stichen nähen - jemanden im Stich lassen
(ihn allein lassen, ihm nicht helfen); der Sti¬
chel (spitzes Werkzeug); die Stichelei
(Spott); sticheln (boshafte Bemerkungen
machen); stichfest; die Stichflamme; stich¬
haltig: ein stichhaltiger (zwingender) Be¬
weis; die Stichhaltigkeit; die Stichprobe;
der Stichtag (Termin, festgesetzter Tag); die
Stichwahl; das Stichwort; der Stichwort¬
zettel; die Stichwunde
stjcken: eine schöne Decke sticken; die
Stickarbeit; die Stickerei; die Stickerin
stjckig: ein stickiger (ungelüfteter, dumpfer)
Raum; der Stickhusten; die Stickluft; der
Stickstoff (färb- und geruchloses Gas);
stickstofffrei
stieben: du stiebst, er stob, sie ist gestoben;
die Funken stieben (fliegen, sprühen)
Stiefbruder, der: -s, ... brüder (Halbbruder);
die Stiefeltern Mz.; das Stiefkind; die Stief¬
mutter; stiefmütterlich: jemanden stief¬
mütterlich (lieblos) behandeln; die Stief¬
schwester (Halbschwester); der Stiefsohn;
der Stiefvater
Stiefel, der: -s, - (langschäftiger Schuh); die
Stiefel anziehen - jemandem die Stiefel
lecken (sich ihm gegenüber kriecherisch
verhalten) - im alten Stiefel weitermachen
(in gewohnter Weise Weiterarbeiten); die
Stiefelette (Halbstiefel); der Stiefelknecht;
stiefeln: nach Hause stiefeln (mit langen
Schritten gehen) - gestiefelt und gespornt
(fertig angezogen); die Stiefelspitze
Stiege, die: -, -n (schmale Holztreppe); das
Stiegengeländer
Stieglitz staw., der: -es, -e (Singvogel)
Stiel, der: -(e)s, -e; der Stiel (Griff) der Pfanne
- Blumen mit langen Stielen (Stängeln) -
mit Stumpf und Stiel (ganz und gar); das
Stielauge: Stielaugen machen/bekommen
(neugierig, verwundert schauen) # Stil
Stier, der: -(e)s, -e (Bulle); den Stier bei den
Hörnern packen (eine Arbeit mutig an¬
packen); stier: einen stieren (unbewegli¬
chen, starren) Blick haben; stieren (starr
blicken); der Stierkampf; der Stiernacken
(starker Nacken); stiernackig
Stjft, der: -(e)s, -e; einen Stift (Nagel) in die
Wand schlagen - mit einem Stift schreiben
- der Meister arbeitet mit einem Stift (Lehr¬
ling); der Stiftzahn
Stjft, das: -(e)s, -e; in einem Stift (einer Anstalt,
einem Altersheim) leben; stiften: für die Ar¬
men Geld stiften (spenden) - Frieden stiften
(schaffen) - stiften gehen (fliehen, ab-
hauen); der Stifter; die Stifterin; die Stifts¬
kirche; die Stiftung
335
stoisch
Stjg-ma griech., das: -s, -ta/Stigmen (Wund-,
Brandmal; Merkmal, das einen Menschen
zum Außenseiter abstempelt); stigmatisie¬
ren (brandmarken); die Stigmatisierung
Stil lat der: -(e)s, -e; das ist nicht mein Stil
(meine Art) - der Stil (die Ausdrucksweise)
eines Künstlers - der gotische Stil (Baustil) -
im großen Stil (in großem Umfang); die
Stilart; die Stilblüte (ungewollt komischer
sprachlicher Ausdruck); der Stilbruch; stil¬
gerecht (geschmackvoll); stilisieren (in den
wichtigsten Grundstrukturen darstellen);
die Stilisierung; stilistisch; stillos (ge¬
schmacklos); das Stilmittel; die Stilmöbel
Mz.; stilvoll; stilwidrig # Stiel
Stilett ital., das: -s, -e (kleiner Dolch)
still: still (ruhig) bleiben, halten, liegen, sein,
sitzen, stehen, werden - in aller Stille - er
ist heute sehr still (schweigsam) - eine stille
(ruhige) Stunde - eine stille (heimliche)
Liebe haben; aber: etwas im Stillen (unbe¬
merkt) tun - die Stille Nacht - der Stille
Ozean; die Stille: in aller Stille (ohne gro¬
ßes Aufsehen); stillen: die Mutter stillt ihr
Kind (gibt ihm die Brust) - seinen Durst stil¬
len (befriedigen); stillgestanden; stillhalten
(erdulden, geduldig ertragen); aber: still hal¬
ten (ruhig bleiben); das Stillleben (Darstel¬
lung lebloser Gegenstände in der Malerei);
stilllegen: eine Fabrik stilllegen (den Be¬
trieb einstellen); die Stilllegung; stillliegen
(außer Betrieb sein); das Stillschweigen;
stillschweigend; der Stillstand; Stillstehen
(zum Stillstand kommen, außer Betrieb
sein); aber: er kann nicht still (ruhig) stehen
stimmen: die Lösung stimmt nicht (ist nicht
richtig) - das Klavier stimmen (ihm die rich¬
tige Tonhöhe geben) - für einen Kandida¬
ten stimmen (ihm seine Stimme geben) -
das stimmt (macht) mich fröhlich; die
Stimmabgabe; das Stimmband; stimmbe¬
rechtigt; der/die Stimmberechtigte; der
Stimmbruch (Stimmwechsel); die Stimme;
die Stimmgabel; stimmgewaltig; stimm¬
haft; stimmig (passend); die Stimmigkeit;
die Stimmlage; stimmlich; stimmlos; das
Stimmrecht (Wahlrecht); die Stimmung;
stimmungsvoll; der Stimmungswandel; der
Stimmzettel
sti mu lie ren lat.: (anregen); das Stjmulans
(Anregungsmittel); die Stimulierung
stinken: du stinkst, er stank, sie hat gestun¬
ken, stink(e)!; wie die Pest stinken (übel rie¬
chen); die Stinkbombe; stjnkfaul (sehr
faul); stjnkfein; stinkig; stinklangweilig;
stjnkreich; das Stinktier; stjnkvornehm; die
Stinkwut
Stipendium lat., das: -s, Stipendien (finan¬
zielle Unterstützung); der Stipendiat (je¬
mand, der ein Stipendium erhält); die
Stipendiatin
stippen: (tupfen, tunken); die Stippvisite (kur¬
zer Besuch)
Stjrn, d ie: -, -en; den Schweiß von der Stirn
wischen - jemandem die Stirn bieten (ihm
ohne Furcht entgegentreten); auch: die
Stirne; das Stirnband; die Stirnglatze; die
Stirnhöhle; stirnrunzelnd; aber: die Stirne
runzelnd; die Stirnseite (Vorderseite)
stöbern: die Wohnung stöbern (sauber ma¬
chen) - in alten Akten stöbern (suchen)
stochern: (bohren, hineinstechen); er sto¬
cherte in seinen Zähnen
Stock, der: -(e)s, Stöcke; mit dem Stock
(Stecken) zuschlagen - über Stock und
Stein (über alle Hindernisse, querfeldein);
stockbesoffen (sehr betrunken); das Stöck-
chen; stockdumm; stockdunkel; der Stöckel
(Absatz, Hacken); stöckeln; der Stöckel¬
schuh; stockfinster; stockheiser; der
Stockhieb; stocksauer; der Stockschirm;
stocksteif; stocktaub
Stock, der: -(e)s, -; das Bauwerk hat drei Stock
(Stockwerke) - im ersten Stock wohnen;
...stockig: zweistöckig; das Stockwerk
(Geschoss)
stocken: der Verkehr stockt (kommt nicht
vorwärts) - das Blut stockte ihm in den
Adern; aber: ins Stocken kommen (nicht
mehr vorankommen); die Stockung
stockig: ein stockiges (muffiges) Zimmer -
die Milch ist stockig (dick, geronnen)
Stoff, der: -(e)s, -e; ein Stoff aus Baumwolle -
pflanzliche Stoffe; der Stoffballen; die
Stofffarbe; der Stofffetzen; das Stoffgebiet;
die Stoffhülle; stofflich; der Stoffrest; das
Stofftier; der Stoffwechsel
Stoffel, der: -s, - (Flegel, ungehobelter
Mensch)
stöhnen: der Verletzte stöhnt (ächzt, seufzt)
laut; aber: ein leises Stöhnen ist hörbar
stoisch lat.: (gelassen, unerschütterlich)
Sto-la griech., die: -, Stolen (breiter Schal)
Stol len, der: -s, - (Weihnachtsgebäck); auch:
die Stolle
StoMen, der: -s, in einem Stollen (einem
waagerechten Grubenbau) arbeiten - Stol¬
len (Zapfen) an den Fußballschuhen
stolpern: über einen Stein stolpern (stürzen,
straucheln); der Stolperdraht; der Stolper¬
stein
stolz: er ist auf seine guten Leistungen stolz -
das ist eine stolze (ausgezeichnete) Leis¬
tung; der Stolz; stolzieren: über den Platz
stolzieren (hochmütig einherschreiten)
stop! engl.: (auf Verkehrsschildern: halt!): der
Stop-and-go-Verkehr; aber: der Stopp; der
Stoppball; stoppen: den Verkehr stoppen
(anhalten) - die Geschwindigkeit des Läu¬
fers stoppen (mit der Stoppuhr messen) -
stopp den Ball!; das Stopplicht; das Stopp¬
schild; die Stoppstraße; die Stoppuhr
stopfen: Strümpfe stopfen (ausbessern) - sie
stopfte (packte, presste) die Wäsche in den
Koffer - er stopfte sich die Pfeife - Schoko¬
lade stopft (hemmt die Verdauung); das
Stopfgarn
Stop pel, die: -, -n (Halmrest); die Stoppeln
Mz. (kurzer Bart); der Stoppelbart; stoppel¬
bärtig; das Stoppelfeld; stopp(e)lig: ein stop¬
peliges (stacheliges, unrasiertes) Gesicht
Stöp sel, der: -s, - (Pfropfen, Korken); stöpseln
Storch; der: -(e)s, Störche (großer Stelzvogel);
das Storch(en)nest; die Störchin
Store franz. [schtor], der: -s, -s (durchschei¬
nender Vorhang)
stören: den Unterricht stören (behindern, be¬
einträchtigen) - ich störe mich (nehme An¬
stoß) an dem Lärm; störanfällig; der
Störenfried (Unruhestifter); der Störfall;
das Störmanöver; die Störung; störungs¬
frei; die Störungsstelle
stornieren ital.: eine Zahlung stornieren
(rückgängig machen); die Stornierung; das/
der Storno (Rückbuchung, Berichtigung,
Löschung)
stör-risch: ein störrischer (widerspenstiger)
Mensch - störrisch sein (bocken)
Story engl., die: -, -s (Kurzgeschichte)
stoßen: du stößt, er stieß, sie hat gestoßen,
stoß(e)!; sich stoßen (verletzen) - er wurde
zu Boden gestoßen (geschubst) - sie stieß
sich (nahm Anstoß) an seinem Aussehen -
das Grundstück stößt (grenzt) an die Straße
- auf Erdöl stoßen (treffen) - jemanden vor
den Kopf stoßen (ihn kränken); der Stoß,
die Stöße: einen Stoß (Schlag, Hieb) in die
Rippen bekommen - ein Stoß (Stapel)
Bücher; der Stoßdämpfer; der Stößel (Werk¬
zeug zum Stoßen); stoßfest; das Stoßgebet;
das Stoßgeschäft; die Stoßkraft; die Sto߬
richtung; der Stoßseufzer; stoßsicher; die
Stoßstange; der Stoßtrupp; der Stoßver¬
kehr; stoßweise (ruckweise); die Stoßzeit
(Hau ptver keh rsze i t)
stottern: vor Aufregung stottern (stockend
sprechen, stammeln) - sie kaufte die Möbel
auf Stottern (auf Ratenzahlung) - der Motor
stottert (läuft unregelmäßig); die Stotterei;
der Stotterer; die Stotterin
Stövchen, das: -s, - (Wärmevorrichtung für
Kaffee oder Tee)
Str. = Straße
stracks: er lief stracks (geradewegs, direkt, so¬
fort) nach Hause
strafen: jemanden schwer strafen; die Straf¬
aktion; die Strafanstalt; die Strafanzeige;
die Strafarbeit; die Strafbank; strafbar:
sich strafbar machen; der Strafbefehl; der
Strafbescheid; die Strafe; der/die Strafent¬
lassene; der Straferlass (Begnadigung);
straffällig; straffrei; die Straffreiheit; der/
die Strafgefangene (Häftling); das Strafge¬
richt; das Strafgesetz; das Strafgesetzbuch
(StGB); das Straflager; sträflich: sträflich
(unverzeihlich) nachlässig sein; der Sträf¬
ling (Häftling); das Strafmandat (Strafverfü¬
gung); das Strafmaß; strafmündig; das
Strafporto (Nachgebühr bei der Post); die
Strafpredigt; der Strafprozess; der Straf¬
raum; strafrechtlich; das Strafregister; der
Strafstoß; die Straftat; der Straftäter; die
Straftäterin; strafversetzen; der Strafver¬
teidiger; die Strafverteidigerin; der Straf¬
vollzug; der Strafzettel
straff: ein straffes (stramm, fest gespanntes)
Seil - eine straffe (faltenlose) Haut haben -
eine straffe Organisation; straffen: den Auf¬
satz straffen (auf das Wesentliche kürzen);
die Straffheit; die Straffung
Strahl, der: -(e)s, -en; der Strahl des Wassers -
die Strahlen der Sonne; strahlen: vor
Freude strahlen (glücklich aussehen) - ein
strahlender (sonniger) Tag; strahlenförmig;
337
Streifzug
der Strahlenschutz; der Strahler; die
Strahlkraft; die Strahlung
Sträh ne, die: -n (Strang, Haarbüschel);
strähnig: strähniges (fettiges) Haar
stramm: ein strammer (kräftiger) Junge - eine
stramme (aufrechte) Haltung einnehmen -
die Hose sitzt stramm (eng) - die Schnur
stramm ziehen; strammstehen
strampeln: das Kind strampelt (zappelt) mit
den Beinen - mit dem Fahrrad zur Schule
strampeln; das Strampelhöschen
Strand, der: -(e)s, Strände (Küste); am Strand
liegen; das Strandbad; stranden: das Schiff
strandete auf den Klippen (kam auf Grund)
- sie strandete (scheiterte) in ihrem Beruf;
das Strandgut; das Strandhotel; der Strand¬
korb; die Strandung
Strang, der: -(e)s, Stränge (dicker Strick); über
die Stränge schlagen (übermütig werden) -
am gleichen/selben Strang ziehen (das
gleiche Ziel verfolgen); strangulieren (er¬
drosseln); die Strangulierung
Strapaze ital.f die: -n; große Strapazen
(Anstrengungen) auf sich nehmen; strapa¬
zierbar; strapazieren (stark beanspruchen):
sich strapazieren (sich anstrengen); strapa¬
zierfähig: ein strapazierfähiger (fester) An¬
zug; die Strapazierfähigkeit; strapaziös
(anstrengend)
Straps engl, der: -es, -e (Strumpfhalter)
Strass, der: -/-es, -e (Edelsteinimitation aus
Glas)
Straße (Str.), die: -, -n; jemanden auf die
Straße setzen (ihn entlassen); straßauf,
straßab; das Sträßchen; die Straßenarbeiten
Mz.; die Straßenbahn; der Straßenjunge; die
Straßenkarte; die Straßenkreuzung; der Stra¬
ßenlärm; der Straßenname; das Straßen¬
pflaster; der Straßenraub; das Straßenschild;
die Straßensperre; der Straßenverkehr
Strategie griech., die: -, Strategien (Art des
Vorgehens); der Stratege (Feldherr); strate¬
gisch
stray ben, sich: ich sträube (wehre) mich ge¬
gen diesen Befehl - da hilft kein Sträuben -
mir sträuben sich die Haare (stehen zu
Berge)
Strauch, der: -(e)s, Sträucher (Staude, Busch);
der Strauchdieb (Räuber); auch: der
Strauchritter; das Strauchwerk (Gesträuch)
straucheln: (taumeln, stolpern, scheitern)
Strauß griech., der: -es, -e (großer Laufvogel);
das Straußenei; die Straußenfeder; die Vo¬
gel-Strauß-Politik (vor wichtigen Proble¬
men wird der Kopf in den Sand gesteckt)
Strauß, der: -es, Sträuße; einen Strauß (Blu¬
menstrauß) überreichen - mit jemandem
einen Strauß ausfechten (mit ihm im Streit
liegen); das Sträußchen
Strebe, die: -n (schräge Stütze); der Strebe¬
pfeiler
streben: er strebt (trachtet) nach Macht -
nach Hause streben (ohne Umwege ge¬
hen); das Streben (Trachten, Ehrgeiz,
Wille); der Streber (Ehrgeizling); die Stre¬
berei; streberhaft; die Streberin; das Stre¬
bertum; strebsam (fleißig, gewissenhaft);
die Strebsamkeit
Strecke, die: -n (Entfernung, Abstand); eine
kurze Strecke - der Zug hält auf offener
Strecke (außerhalb des Bahnhofs) - auf der
Strecke bleiben (stecken bleiben) - jeman¬
den zur Strecke bringen (ihn überwältigen,
töten, verhaften); strecken: sich strecken -
seine Glieder strecken (dehnen) - die Soße
wird gestreckt (verdünnt); das Strecken¬
netz; der Streckenwärter; streckenwei¬
se (stellenweise); der Streckmuskel; die
Streckung; der Streckverband
streichen: du streichst, er strich, sie hat/ist
gestrichen, streich(e)!; Butter auf das Brot
streichen - den Gartenzaun streichen (an¬
malen) - sich über die Haare streichen - ei¬
nen Satz im Text streichen - die Katze ist
ums Haus gestrichen - die Segel streichen
(aufgeben, nachgeben); der Streich (Scha¬
bernack, Scherz); streicheln (liebkosen);
das Streichholz (Zündholz); das Streichin¬
strument; der Streichkäse; das Streich¬
konzert; die Streichmusik; das Streich¬
orchester; das Streichquartett; die Streichung
(Kürzung); die Streichwurst
streifen: der Schuss streifte (berührte) den
Arm - ein Thema streifen (am Rande
berühren) - durch die Felder streifen (wan¬
dern) - er streifte (zog) den Ring vom Fin¬
ger; die Streife (polizeilicher Kontrollgang,
kontrollierende Polizisten); der Streifen:
das Kleid hat rote Streifen - ein Streifen
(schmales, langes Stück) Wald; der Strei¬
fenwagen; das Streiflicht; der Streifschuss;
der Streifzug (Wanderung, Gang)
N
O
P
s
O' C*
streiken
338
streiken engl.: die Arbeiter streiken (legen
die Arbeit nieder, sind im Ausstand); der
Streik; die Streikaktion; der/die Strei¬
kende; die Streikwelle
streiten: du streitest, er stritt, sie hat gestrit¬
ten, streit(e)!; sich wegen jeder Kleinigkeit
streiten; der Streit; die Streitaxt; streitbar:
eine streitbare (kämpferische) Frau; die
Streiterei; der Streitfall; die Streitfrage;
das Streitgespräch; der Streithammel
(streitsüchtiger Mensch); auch: der Streit¬
hahn; streitig: jemandem etwas streitig ma¬
chen (etwas beanspruchen); die Streitigkei¬
ten Mz. (Auseinandersetzungen); die
Streitkräfte Mz. (Militär); die Streitlust;
streitlustig; die Streitmacht (Truppen und
Waffen); das Streitobjekt (Zankapfel); die
Streitsache; die Streitsucht; streitsüchtig;
der Streitwert; strittig (ungeklärt, umstrit¬
ten)
streng: eine strenge (auf Ordnung bedachte,
unnachsichtige) Lehrerin - das ist strengs¬
tens verboten - ein strenger (harter) Winter
- streng durchgreifen - die Kinder streng er¬
ziehen - streng genommen (eigentlich) -
streng sein - auf das (aufs) Strengste; auch:
auf das (aufs) strengste; die Strenge; streng¬
gläubig; strengstens
Stress eng/., der: -es, -e (Überbeanspru¬
chung); im Stress sein; stressen (anstren¬
gen); stressig; die Stresssituation
streu en: in den Straßen Salz streuen; die
Streu; das Streufahrzeug; der Streusand;
der Streuselkuchen; die Streusiedlung; die
Streuung; der Streuwagen; der Streuzucker
streu nen: durch die Gassen streunen (sich
herumtreiben); der Streuner; die Streunerin
Strjch, der: -(e)s, -e; einen Strich (eine Linie)
ziehen - nach Strich und Faden (gehörig) -
unter dem Strich (nach Abwägen aller Vor-
und Nachteile) - keinen Strich tun (nicht
arbeiten) - jemandem einen dicken Strich
durch die Rechnung machen (seine Pläne
durchkreuzen); stricheln (feine Striche ma¬
chen); der Strichpunkt (Satzzeichen, Semi¬
kolon); strichweise (stellenweise); die
Strichzeichnung
stricken: sie strickt sich einen Pullover; der
Strick: die Kuh an einem Strick (Seil) führen
- ein fauler Strick (Faulenzer); die Stricke¬
rei; das Strickgarn; die Strickjacke; das
Strickkleid; die Strickleiter; die Strick¬
mode; das Strickmuster; die Stricknadel;
die Strickwaren Mz.; die Strickweste; das
Strickzeug
strie geln lat.: das Pferd striegeln (mit einem
Striegel die Haare bürsten); der Striegel
Strieme, die: -, -n; er hat blutige Striemen
(Streifen) auf dem Rücken; auch: der Strie¬
men; striemig
strjkt lat.: einen Befehl strikt (genau) befolgen
- ein striktes (stYenges) Verbot; auch: strikte
Strjp engl., der: -s, -s (Vorführung, bei der man
sich entkleidet); strippen; der Striptease
[striptis]
Strippe, die: -, -n (Schnur, Band, Telefonlei¬
tung); jemanden an der Strippe haben (mit
ihm telefonieren)
strippen engl.: (sich entkleiden, z.B. in ei¬
nem Nachtlokal); der Strip; auch: der Strip¬
tease [striptis]; der Stripper; die Stripperin;
das Stripplokal
Stroh, das: -(e)s; auf Stroh (auf Halmen von
gedroschenem Getreide) schlafen - leeres
Stroh dreschen (unnötig viel reden, Unsinn
reden); der Strohballen; strohblond; die
Strohblume; das Strohdach; strohdumm;
das Strohfeuer (kurz anhaltende Begeiste¬
rung); strohgedeckt; der Strohhalm: sich an
jeden Strohhalm klammern (auf jede noch
so geringe Chance hoffen); der Strohhut;
strohig (spröde, trocken); der Strohkopf
(Dummkopf); der Strohmann (heimlich Be¬
auftragter, vorgeschobene Person); der
Strohsack; der Strohstern; strphtrocken;
der Strohwisch (Bündel aus Stroh); die
Strohwitwe (Ehefrau, die vorübergehend
ohne ihren Mann lebt); der Strohwitwer
strolchen: durch die Straßen strolchen (sich
herumtreiben); der Strolch
Strom, der: -(e)s, Ströme; ein breiter Strom
(Fluss) - ein Strom (eine große Menge) von
Menschen - es regnet in Strömen (sehr hef¬
tig) - den Strom (elektrischen Strom) ab¬
schalten - mit dem Strom schwimmen (sich
der Meinung der Mehrheit anschließen);
stromab; stromabwärts; aber: den Strom
abwärts; stromauf; stromaufwärts; das
Strombett; strömen: der Fluss strömt durch
die Ebene - die Leute strömen in das Kauf¬
haus; der Stromkreis; die Stromleitung;
stromlinienförmig; das Stromnetz; die
339
Stunde
Stromquelle; der Stromschlag; die Strom¬
schnelle; der Stromspeicher; die Strom¬
stärke; der Stromstoß; die Strömung
Stromer, der, -s, - (Landstreicher, Herumtrei¬
ber); stromern
Strophe griech., die: -, -n (Abschnitt eines
Gedichtes oder Liedes)
strotzen: (überlaufen, voll sein); vor Gesund¬
heit strotzen
strubbelig: strubbelige (verwirrte, struppige)
Haare; auch: strubblig; der Strubbelkopf
Strudel, der: -s, -; einen Strudel (eine Mehl¬
speise) essen - in einen Strudel (Wirbel,
Sog) geraten; strudeln
Struktur lat., die: -, -en (innerer Aufbau,
Gliederung); strukturell; strukturieren; die
Strukturierung; die Strukturreform; der
Strukturwandel
Strumpf, der: -(e)s, Strümpfe; wollene
Strümpfe tragen; das Strumpfband; die
Strumpfhose
Strunk, der: -(e)s, Strünke (dürrer Stamm,
Stumpf)
strup pig: struppige (zerzauste, borstige, un¬
gekämmte) Haare; die Struppigkeit
Struwwelpeter, der: -s, - (Gestalt aus ei¬
nem Kinderbuch; Kind mit langem, strub¬
beligem Haar); der Struwwelkopf
Strychnin griechdas: -s (Gift, Arzneimittel)
Stu be, d ie: -, -n (Raum, Zimmer); das Stüb¬
chen; der Stubenarrest; die Stubenfliege;
der Stubenhocker; die Stubenhockerin;
stubenrein: der Hund ist stubenrein (zur
Sauberkeit erzogen)
Stuck ital., der: -(e)s (Decken- bzw. Wand¬
ornamente aus einer Gipsmischung); die
Stückarbeit; der Stuckateur [stukatör]; die
Stuckatur (Stückarbeit); die Stuckdecke
Stück (St ), das: -(e)s, -(e) (einzelnes Stück);
ein Stück Schokolade - drei Stück Kuchen
- Stück für Stück (einzeln) - aus freien
Stücken (freiwillig) - an einem Stück (ohne
Unterbrechung) - in Stücke gehen (ent¬
zweigehen) - große Stücke auf jemanden
halten (ihn sehr schätzen); das Stückchen;
stückeln (aus kleinen Teilen zusammenset¬
zen); die Stück(e)lung; das Stückgut; der
Stücklohn (Akkordlohn); stückweise; das
Stückwerk (Flickwerk, unvollkommene Ar¬
beit); die Stückzahl
Student (stud.) lat., der: -en, -en (Hoch¬
schüler); die Studentin; studentisch; die
Studie (wissenschaftliche Arbeit, Untersu¬
chung); studieren: Medizin studieren - ein
studierter (gelehrter) Mann; der/die Studie¬
rende; das Studium
Studio ital., das: -s, -s (Aufnahmeraum beim
Film und Rundfunk, Arbeitsraum)
Stu fe, d ie: -, -n; die Stufen der Treppe hinauf¬
steigen - beruflich eine höhere Stufe (einen
höheren Rang) anstreben; der Stufenbarren;
die Stufenfolge; stufenförmig; die Stufen¬
leiter; stufenlos; stufenweise; stufig; die
Stufung
Stuhl, der: -(e)s, Stühle; auf einem Stuhl sitzen
- fast vom Stuhl fallen (sehr überrascht
sein) - zwischen zwei Stühlen sitzen (es
sich mit beiden Parteien verscherzt haben);
das Stuhlbein; das Stühlchen; der Stuhl¬
gang; die Stuhllehne
Stulle, die: -, -n (belegte Brotschnitte)
stülpen: sich den Hut auf den Kopf stülpen -
die Taschen des Kleides nach außen stül¬
pen (kehren, wenden); die Stulpe (Auf¬
schlag an Ärmeln, Hosen o.Ä.)
stumm: er ist stumm (er kann nicht sprechen)
- stumm (wortlos) Vorbeigehen - stumm
wie ein Crab (äußerst verschwiegen) sein;
der/die Stumme; der Stummfilm; die
Stummheit
Stummel, der: -s, - (Reststück); der Stummel
des Bleistifts
Stümper, der: -s, - (Nichtskönner); die Stüm¬
perei (Pfuscharbeit); stümperhaft; die
Stümperin; stümpern (schlecht arbeiten)
stumpf: stumpfer, am stumpf(e)sten; ein
stumpfes (unscharfes) Messer - stumpfe
(matte, glanzlose) Farben - er hat einen
stumpfen (ausdruckslosen) Blick - ein
stumpfer Winkel (Winkel über 90°); der
Stumpf, die Stümpfe: der Stumpf (das Rest¬
stück) einer Kerze - mit Stumpf und Stiel
(völlig, ganz und gar); die Stumpfheit; der
Stumpfsinn; stumpfsinnig: ein stumpfsinni¬
ger (beschränkter, einfältiger) Mensch - das
ist eine stumpfsinnige (geistlose, langwei¬
lige) Arbeit; stumpfwinklig
Stunde (Std.. h), die: -n (Zeitraum von 60
Minuten); eine viertel Stunde; auch: eine
Viertelstunde - von Stund an - zur Stunde
(gerade jetzt) - zu später Stunde (spät am
Abend) - die Stunde X (ein noch unbestimm-
stunden
340
N
O
R
S
ter Zeitpunkt, an dem etwas passieren
wird); stunden (Aufschub gewähren, ver¬
längern); der Stundenkilometer (km/h);
stundenlang (sehr lang); aber: eine Stunde
lang; der Stundenlohn; der Stundenplan;
stundenweise: stundenweise (nach Stun¬
den) bezahlt werden; der Stundenzeiger;
...stündig: zweistündig (zwei Stunden
lang); auch: 2-stündig; das Stündlein;
stündlich (jede Stunde); die Stundung
Stunk, der: -s (Streit, Unfrieden, Auseinander¬
setzung)
Stuntman engl, [stantmän], der: -s, Stuntmen
(Ersatzspieler für gefährliche Szenen in ei¬
nem Film); das Stuntgirl [stantgörl]
stupide lat.: eine stupide (stumpfsinnige) Ar¬
beit - er ist ein stupider (dummer, einfälti¬
ger) Mensch; auch: stupid; die Stupidität
stupsen: in die Seite stupsen (stoßen); der
Stups (Stoß, Puff); die Stupsnase
stur: stur (nach Vorschriften) arbeiten - ein
sturer (eigensinniger) Mensch - auf stur
schalten (stur werden); die Sturheit
Sturm, der: -(e)s, Stürme; ein Sturm (heftiger
Wind) hat den Baum entwurzelt - er gab
den Befehl zum Sturm (Angriff) - gegen
etwas Sturm laufen (heftig dagegen kämp¬
fen) - Sturm läuten (heftig läuten); der
Sturmangriff; die Sturmbö(e); stürmen: es
hat gestern gestürmt und geschneit - die
Stadt wurde gestürmt (erobert) - aus dem
Haus stürmen (schnell, heftig laufen) - auf
das Tor des Gegners stürmen; der Stürmer
(Angriffsspieler); die Sturmflut; stürmisch;
der Sturmschritt; die Sturmwarnung; der
Sturmwind
stürzen: sie ist auf der Straße gestürzt (ge¬
fallen) - die Regierung wurde gestürzt (ent¬
machtet) - sie stürzte weinend aus dem
Zimmer - sich zu Tode stürzen - sie stürzte
sich in Unkosten - er stürzte sich in die
Arbeit; der Sturz, die Stürze; der Sturz¬
bach; der Sturzflug; der Sturzhelm; der
Sturzregen (Regenschauer)
Stuss hebr., der: -es; Stuss (Unsinn) reden
Stu te, d ie: -, -n (weibliches Pferd)
stutzen: er ließ seinen Bart stutzen (kürzen) -
plötzlich stutzte er (wurde er nachdenklich,
schöpfte er Verdacht); der Stutzen (kurzes
Gewehr, Ansatzrohrstück, Wadenstrumpf);
stutzig: stutzig (misstrauisch) werden
stützen: sich auf den Stock stützen - die
Kranke musste gestützt werden - das Urteil
des Richters stützt sich auf klare Beweise
(beruht darauf); die Stütze (Rückhalt, Pfos¬
ten, Hilfe); die Stützmauer; der Stützpfei¬
ler; der Stützpunkt (Ausgangspunkt, Stand¬
ort); die Stützung
StVO = Staßenverkehrsordnung
sty len engl, [stallen]: (entwerfen, gestalten);
der Styljst; die Styljstin
Styropor lat.f d^s: -s (fester Schaumstoff)
s. u. = siehe unten!
subjektiv lat.: das ist meine subjektive (per¬
sönliche) Ansicht - das sieht er völlig sub¬
jektiv (einseitig, voreingenommen); das
Subjekt (Sprachlehre: Satzgegenstand); die
Subjektivität
Substantiv lat., das: -s, -e (Sprachlehre:
Hauptwort, Namenwort); substantiviert:
ein substantiviertes (hauptwörtlich ge¬
brauchtes) Zeitwort; substantivisch
Substanz lat., die: -, -en (Masse, Stoff, Be¬
standteil, das Wesentliche); substanziell
(stofflich, wesentlich); auch: substantiell;
substanzlos (gehaltlos); der Substanzver¬
lust
subtil lat.: (fein, zart, spitzfindig)
sub tra hie ren lat.: eine Zahl von der ande¬
ren subtrahieren (abziehen); der Subtra¬
hend (die von einer anderen abzuziehende
Zahl); die Subtraktion
Subvention lat. [subwentsion]: die: -, -en
(Unterstützung aus öffentlichen Mitteln);
subventionieren
sub ver siv lat. [subwerslfj: subversive (zer¬
störende, umstürzlerische) Kräfte; die Sub¬
version
suchen: die verlorene Geldbörse suchen -
was suchst du hier? - ich suche deinen Rat
- eine Wohnung suchen - sie sucht ihren
Kummer zu vergessen; die Suchaktion; der
Suchdienst; die Suche (Fahndung, Ermitt¬
lung); die Sucherei; der Suchhund; der
Suchtrupp
Sucht, d ie: -, Süchte/Suchten (Verlangen,
krankhafte Gier); die Suchtgefahr; süchtig;
die Süchtigkeit; der/die Suchtkranke
Sud, der: -(e)s, -e (Bratensaft, Brühe); das Sud¬
haus; —► sieden
sudeln: (schmutzig machen, schlecht arbei¬
ten); die Sudelei (Schmutz, Unsauberkeit)
341
Süßigkeit
Süden (S), der: -s (Himmelsrichtung); das
Zimmer schaut nach Süden - wir fahren in
den Süden (in ein südliches Land); Süd: aus
Nord und Süd; süddeutsch; die Südfrucht;
der Südländer; die Südländerin; südlän¬
disch; südlich: südlich von Berlin - die
südliche Breite (s. Br.); der Südosten (SO);
südöstlich; der Südpol; die Südseite; süd¬
wärts; der Südwesten (SW); südwestlich;
der Südwind
Suff, der: -(e)s (Rausch, Trunksucht); süffeln
(genüsslich Alkohol trinken); süffig: ein süf¬
figes (wohl schmeckendes) Bier; der Süff-
ling
Suffix lat., das: -es, -e ( Sprachlehre: Nach¬
silbe)
suggerieren lat.: (einreden); die Suggestion
(Beeinflussung, Willensübertragung); sug¬
gestiv: eine suggestive Wirkung ausüben;
die Suggestivfrage (Frage, auf die eine be¬
stimmte Antwort erwartet wird)
suhlen, sich: (sich im Schlamm wälzen); die
Suhle
Sühne, die: -, -n (Buße, Genugtuung, Wieder¬
gutmachung); das Sühnegericht; sühnen:
er sühnt (büßt) seine Untat; das Sühneop¬
fer; der Sühneversuch
Suit •case engl, [sjutkes], das/der: -, -/-s (klei¬
ner Handkoffer)
Sui-te franz. [swjt], die: -, -n (Instrumental¬
stück, Zimmerflucht)
Suizid lat., der/das: -(e)s, -e (Selbstmord);
suizidgefährdet
sukzessiv lat.: (allmählich, nach und nach);
auch: sukzessive
Sulfat lat., das: -(e)s, -e (Salz der Schwefel¬
säure); das Sulfid (Salz der Schwefelwasser¬
stoffsäure); das Sulfit (Salz der schwefligen
Säure)
Sulky engl, [salki], das: -s, -s (leichter,
zweirädriger Einspänner für Trabrennen)
Sultan arab., der: -s, -e (Titel islamischer
Herrscher)
Sultanine arab., die: -n (große kernlose
Rosine)
Sül •ze, die: -n (Fleisch oder Fisch in Aspik);
auch: die Sulz(e)
Summe lat., die: -, -n (Ergebnis, Betrag); er
spendet eine große Summe; der Summand
(hinzuzuzählende Zahl); summarisch (zu¬
sammengefasst); das Sümmchen; summie¬
ren: Beträge summieren (zusammen¬
zählen) - seine Fehler haben sich summiert
(sind angewachsen); die Summierung
summen: die Bienen summen im Garten - er
summt leise eine Melodie vor sich hin; der
Summer (elektrisches Signalgerät); der
Summton
Sumpf, der: -(e)s, Sümpfe; im Sumpf (Moor,
Schlamm) versinken; die Sumpfdotter¬
blume; das Sumpffieber; das Sumpfgebiet;
sumpfig; das Sumpfland; die Sumpfpflanze
Sund, der: -(e)s, -e (Meeresenge)
Sünde, die: -, -n (Verstoß, Verbrechen); der
Sündenbock; der Sündenfall; die Sünden¬
last; der Sündenpfuhl (Ort des Lasters); der
Sünder; die Sünderin; sündhaft: ein sünd¬
haftes (lasterhaftes) Leben führen - das ist
sündhaft (sehr) teuer; die Sündhaftigkeit;
die Sündflut; —► Sintflut; sündig; sündigen;
sündteuer (überaus teuer)
super lat.: (großartig, ausgezeichnet, äußerst);
das Superbenzin; superfein; der Superlativ
(Sprachlehre: 2. Steigerungsstufe, Höchst¬
stufe); superleicht; die Supermacht (Gro߬
macht); der Supermann; der Supermarkt
(großes Selbstbedienungsgeschäft); super-
modern; die Superschau; superschlau;
superschnell; der Superstar
Suppe, die: -, -n; ein Teller heißer Suppe - je¬
mandem eine schöne Suppe einbrocken
(ihn in eine unangenehme Situation brin¬
gen) - jemandem die Suppe versalzen
(seine Pläne durchkreuzen); das Süppchen;
das Suppenfleisch; das Suppengemüse; das
Suppengrün; der Suppenkasper (Kind, das
wenig isst); der Suppenlöffel; die Suppen¬
nudel; die Suppenschüssel; der Suppentel¬
ler; suppig
surfen engl, [sörfenj: (auf einem Surfbrett
über das Wasser fahren); das Surfbrett; der
Surfer; die Surferin; das Surfing
surren: die Räder surren (summen, schnurren)
suspekt (suspekt) lat: (verdächtig)
suspendieren lat.: (beurlauben, entlassen);
die Suspendierung; die Suspension
süß: die Trauben schmecken süß - sie ist ein
süßes (reizendes) Mädchen - süße (ange¬
nehme) Träume haben - das süße Leben
(ausschweifendes Leben); die Süße; süßen
(zuckern); Süßholz: Süßholz raspeln
(Schmeicheleien sagen); die Süßigkeit;
süßlich 342
süßlich (leicht süß); süßsauer; die Sü߬
speise; der Süßstoff; das Süßwasser
Sutane franz., die: -n; -> Soutane
SV = Sportverein
svw. = so viel wie
Sweater engl, [sweter], der: -s, - (Pullover);
das Sweatshirt [swätschört] (weit geschnit¬
tener Pullover)
Swimmingpool engl, [swjmingpul], der: -s, -s
(Schwimmbecken)
Symbiose griech., die: -, -n (dauerhaftes
Zusammenleben mehrerer Lebewesen zum
gegenseitigen Nutzen); symbiotisch
Symbol griech., das: -s, -e (Zeichen, Gleich¬
nis, Sinnbild); die Taube ist ein Symbol des
Friedens; symbolhaft; die Symbolhaftig-
keit; die Symbolik; symbolisch (bildlich,
gleichnishaft); symbolisieren; die Sym-
bolisierung; symbolträchtig
sym me trisch (sym met risch) griech.:
(spiegelbildlich, spiegelgleich); die Sym¬
metrie; die Symmetrieachse
Sympathie griech., die: -, Sympathien;
meine Sympathie (Zuneigung) gehört dir;
der Sympathisant (Anhänger, Mitläufer);
die Sympathisantin; sympathisch: sie hat
ein sympathisches (einnehmendes, ange¬
nehmes, nettes) Wesen; sympathisieren
(mögen, billigen): er sympathisiert mit mei¬
nem Plan
Symphonie griech., die: -, Symphonien; —►
Sinfonie
Symposion griech., das: -s, Symposien (Ta¬
gung); auch: das Symposium
Symp tom (Sym ptom) griech., das: -s, -e;
die Symptome (Zeichen, Anzeichen) einer
Krankheit; symptomatisch (typisch, be¬
zeichnend)
Sy na go ge (Syn a go ge) griech., die: -, -n
(jüdischer Tempel)
synchron griech. [sünkron]: (gleichzeitig er¬
folgend); die Synchronisation; synchroni¬
sieren; die Synchronisierung
Syn di kat griech., das: -(e)s, -e (Zweckver¬
band, Organisation)
Syndrom griech., das: -s, -e (Krankheitsbild)
Sy no de (Syn o de) griech., die: -, -n (Kir¬
chentag, Treffen)
sy no nym (syn o nym) griech.: (sinngleich,
sinnverwandt); das Synonym (sinnver¬
wandtes Wort)
Synthese griech., die: -, -n (Verknüpfung
von Einzelteilen zu einer Einheit); synthe¬
tisch: eine synthetische (künstliche) Faser;
der Synthesizer [süntesaiser] (elektroni¬
sches Gerät zur Klangerzeugung)
System griech., das: -s, -e; das System (Ge¬
füge) einer Sprache - ohne System (Ord¬
nung, Plan) arbeiten - gegen das System
(die herrschende Gesellschaftsordnung)
kämpfen; die Systematik; systematisch; sys¬
tematisieren ^ordnen); die Systematisie¬
rung; systemlos
Szene franz., die: -, -n; eine Szene (ein Aus¬
schnitt) aus einem Film - Beifall auf offener
Szene (während des Spiels) - die Szene be¬
herrschen (im Mittelpunkt stehen) - jeman¬
dem eine Szene (laut, heftig Vorwürfe) ma¬
chen - sich in Szene setzen (sich zur
Geltung bringen); der Szenenwechsel; die
Szenerie (Bühnendekoration, Schauplatz
einer Handlung); szenisch
t = Tonne
Tabak span., der: -s, -e; Tabak rauchen; die
Tabakpflanze; der Tabakraucher; die Ta¬
bakraucherin; der Tabaksbeutel; die Ta¬
bakspfeife; die Tabaksplantage [...planta-
sche]; die Tabaksteuer; die Tabakwaren
Mz. (Rauchwaren)
Tabelle lat., die: -, -n; eine Tabelle (Aufstel¬
lung, Verzeichnis) ausfüllen - die Tabelle
anführen (auf dem ersten Platz stehen);
tabellarisch (in Form einer Übersicht);
der/die Tabellenerste; der Tabellenführer;
die Tabellenführerin; der/die Tabellen¬
letzte; der Tabellenplatz; der Tabellen¬
stand
Tabernakel lat., der/das: -s, - (Aufbewah¬
rungsort für geweihte Hostien)
Ta blett (Tab lett) franz., das: -(e)s, -s/-e
(Brett zum Aufträgen von Speisen o.Ä.);
nicht aufs Tablett (nicht in Frage) kommen
Ta blet te (Tab let te) franz., die: -, -n (Arz¬
neimittel, Pille); tablettenabhängig; der Ta¬
blettenmissbrauch; tablettensüchtig
tabu: das ist tabu (unangreifbar, verboten);
das Tabu (etwas, das man nicht erwähnen
343
taktvoll
bzw. berühren darf); gegen ein Tabu ver¬
stoßen; tabuisieren: ein Thema tabuisieren
(für tabu erklären); auch: tabuieren; die Ta¬
buisierung; auch: die Tabuierung
Tachometer griech., der/das: -s, - (Ge¬
schwindigkeitsmesser); auch: der Tacho;
der Tachostand
Tackling engl, [täkling], das: -s, -s (beim
Sport: harter körperlicher Einsatz)
tadeln: die Lehrerin tadelt (missbilligt) die
Faulheit der Schüler; der Tadel: einen Tadel
(eine Rüge, einen Verweis) erteilen; tadel¬
los (ordentlich, fehlerlos); tadelnswert
Tafel (Taf.), die: -, -n; an die Tafel schreiben -
eine Tafel Schokolade - das Buch enthält
zahlreiche Tafeln (Abbildungen u.Ä.) - an
der Tafel (an einem festlich gedeckten
Tisch) sitzen - die Tafel aufheben (die
Mahlzeit für beendet erklären); das Tafel¬
besteck (wertvolles Essbesteck); das Täfel¬
chen; tafelfertig; die Tafelfreuden Mz.; das
Tafelgeschirr; tafeln (festlich speisen); das
Tafelobst; die Tafelrunde; das Tafelwasser
(Mineralwasser in Flaschen); der Tafelwein
tä fein: eine getäfelte (mit Holztafeln verklei¬
dete) Wand; die Täf(e)lung
Taft pers., der: -(e)s, -e (Gewebe aus Seide);
das Taftkleid
Tag, der: -(e)s, -e; der Tag hat 24 Stunden - alle
acht Tage - am Tag - bei Tage - eines schö¬
nen Tages (irgendwann) - bei Tage besehen
(genau betrachtet) - von Tag zu Tag (stän¬
dig) - seit Jahr und Tag (seit langem) - Tag
für Tag (täglich) - dieser Tage (neulich) -
über Tage (an der Erdoberfläche) - unter
Tage (im Bergbau) - etwas zu Tage fördern;
auch: zutage - unter Tags (den Tag über) -
Guten Tag sagen; auch: guten Tag sagen -
Tag und Nacht (zu jeder Zeit) - von einem
Tag auf den anderen (plötzlich) - vor Tag
(vor Tagesanbruch) - Tag der offenen Tür -
der Tag des Herrn (der Sonntag) - auf
meine alten Tage (im hohen Alter) - der
Jüngste Tag (der Tag des Jüngsten Gerichts)
- jemandem den Tag stehlen (ihn von der
Arbeit abhalten) - einen schlechten Tag ha¬
ben (schlecht aufgelegt sein) - etwas an
den Tag bringen (etwas aufdecken, enthül¬
len) - an den Tag kommen (bekannt wer¬
den) - in den Tag hinein leben (sorglos da¬
hinleben) - zu Tage treten; auch: zutage -
schon bessere Tage gesehen haben (es
früher besser gehabt haben) - man soll den
Tag nicht vor dem Abend loben - es ist
noch nicht aller Tage Abend - jeder Tag
bringt neue Sorgen; tagaus, tagein (jeden
Tag); der Tag(e)bau (Abbau von Mineralien
an der Erdoberfläche); das Tagebuch; der
Tag(e)dieb (Faulenzer); das Tagegeld (Spe¬
sen); tagelang; aber: mehrere Tage lang;
der Tagelöhner (Arbeiter, der täglich be¬
zahlt wird); tagen: es fängt schon an zu ta¬
gen (der Tag bricht an) - die Vereinsmitglie¬
der tagen (halten eine Sitzung ab); der
Tagesanbruch; der Tagesbefehl; die Tages¬
decke; das Tagesgeschäft; das Tagesgesche¬
hen; das Tagesgespräch; die Tageskarte;
die Tageskasse; der Tageslauf; das Tages¬
licht: ans Tageslicht kommen (bekannt wer¬
den); der Tageslohn; der Tagesmarsch; die
Tagesordnung: dieser Punkt steht nicht auf
der Tagesordnung (Geschäftsordnung) - an
der Tagesordnung sein (ständig geschehen);
die Tagespresse; der Tagesraum (Aufent¬
haltsraum); die Tagesreise; der Tagessatz;
die Tagesschau; die Tagesschicht; der Ta¬
gessieger; die Tagesstätte; die Tagessuppe;
die Tageszeit; die Tageszeitung; tageweise;
das Tag(e)werk (tägliche Arbeit): sein Tage¬
werk verrichten; ...tägig: zweitägig; auch:
2-tägig; taghell; täglich (jeden Tag); tags:
tags darauf - tags zuvor; tagsüber (am
Tage); tagtäglich; die Tagundnachtgleiche;
die Tagung (Versammlung, Sitzung); der Ta¬
gungsort
Taifun chin., der: -s, -e (asiatischer Wirbel¬
sturm)
Tail le franz. [talje], die: -, -n (Gürtellinie,
schmälste Stelle des Rumpfes); die Taillen¬
weite; taillieren [tajjren]: ein taillierter
Mantel
Ta ke la ge franz. [takelasche], die: -, -n (Se¬
gelausrüstung eines Schiffes)
Takt lat., der: -(e)s, -e: im Takt (Zeiteinheit in
der Musik) spielen - ein Walzer im Drei¬
vierteltakt - im Takt rudern - keinen Takt
(Anstand) haben - den Takt angeben (zu be¬
stimmen haben) - jemanden aus dem Takt
bringen (ihn verwirren); der Taktfehler; das
Taktgefühl (Zartgefühl); taktlos (ohne
Rücksicht); die Taktlosigkeit; der Taktstock;
taktvoll (höflich, rücksichtsvoll)
Taktik
344
Taktik griech., die: -en (berechnendes Ver¬
halten, geschicktes Ausnutzen einer Lage);
taktieren (taktisch vorgehen); der Taktierer;
der Taktiker; taktisch (klug, berechnend,
planvoll)
Tal, das: -(e)s, Täler (Vertiefung im Gelände,
Bergeinschnitt); über Berg und Tal - zu Tal
fahren; talab; talabwärts; die Talfahrt; die
Talmulde; die Talsenke; die Talsohle; die
Talsperre (Staudamm); die Talstation; tal¬
wärts
Ta-Iar ital., der: -s, -e (langes Amtsgewand von
Geistlichen und Richtern)
Talent griech., das: -(e)s, -e; er hat für seinen
Beruf kein Talent (kein Geschick) - junge
Talente (junge, begabte Künstler u.Ä.); ta¬
lentiert (begabt); die Talentiertheit; talent¬
los; die Talentlosigkeit; die Talentsuche; ta¬
lentvoll
Taler, der: -s, - (alte deutsche Münze); taler¬
groß; das Talerstück
T?lg, der: -(e)s (starres Fett, Tierfett); die
Talgdrüse; talgig; das Talglicht
Talisman griech., der: -s, -e (Glücksbringer,
Maskottchen)
Talkshow engl, [tokscho], die: -, -s (Unterhal¬
tungssendung in Form von Gesprächen);
der Talkmaster [tpkmaster] (Moderator ei¬
ner Talkshow); die Talkmasterin
Talkum arab., das: -s (weißes Streupulver)
Talmud hebe, der: -(e)s, -e (Sammlung der
Überlieferungen und Gesetze des Juden¬
tums)
Tam hour arab. [tambur], der: -s, -e (Tromm¬
ler); das Tamburin (kleine FHandtrommel,
Strickrahmen); der Tambourmajor (Leiter
eines Spielmannszuges)
Tampon franz. [tampon, tampo], der: -s, -s
(Watte- oder Mullbausch)
Tamtam, der: -s, -s; viel Tamtam (Lärm, Ge¬
schrei) machen
Tand lat., der: -(e)s (wertlose Sachen,
Ramsch); die Tändelei (Liebelei, Flirt); tän¬
deln (etwas spielerisch tun, schäkern); der
Tändler (Schäker, Trödler)
Tandem lat., das: -s, -s (Fahrrad für zwei hin¬
tereinander sitzende Personen)
Tang skand., der: -(e)s, -e (Meeresalge) # Tank
Tangente lat., die: -, -n; er zeichnet eine
Tangente (Gerade, die eine Kurve berührt)
- eine Tangente (Autostraße, die an einem
Ort vorbeiführt) bauen; tangieren: dieses
Problem tangiert (berührt, betrifft) mich
nicht
Tan-go span., der: -s, -s (Tanz)
Tank engl., der: -s, -s/-e; den Tank (Flüssig¬
keitsbehälter) leeren - mit Tanks (Panzern)
angreifen; tanken (Treibstoff aufnehmen);
der Tanker (Tankschiff); die Tankfüllung;
der Tankinhalt; das Tanklager; die Tank¬
säule; das Tankschiff; das Tankschloss; die
Tankstelle; d£r Tankverschluss; der Tank¬
wart; die Tankwartin # Tang
Tanne, die: -, -n (Nadelbaum); schlank wie
eine Tanne; der Tann (Wald); der Tannen¬
baum; das Tannengrün; die Tannennadel;
der Tannenwald; der Tann(en)zapfen; der
Tannenzweig
Tante, die: -, -n (Schwester der Mutter oder
des Vaters); der Tante-Emma-Laden (kleiner
Laden); tanterrhaft
Tan-tie-me franz. [tantjeme], die: -, -n (Ge¬
winnanteil)
tanzen: auf einer FHochzeit tanzen - das Boot
tanzt auf den Wellen; der Tanz: ein lang¬
samer Tanz - zum Tanz aufspielen - einen
Tanz aufführen (sehr heftig reagieren); der
Tanzabend; das Tanzbein: das Tanzbein
schwingen (tanzen); der Tanzboden; das
Tänzchen; die Tanzdiele; tänzeln (trip¬
peln); der Tänzer; die Tänzerin; tänze¬
risch; die Tanzkapelle; das Tanzlokal; die
Tanzmusik; das Tanzorchester; der Tanz¬
saal; die Tanzschule; die Tanzstunde; die
Tanzveranstaltung; das Tanzvergnügen
Tapet griech., das: etwas aufs Tapet (zur Spra¬
che) bringen
Ta pe te lat., die: -, -n (Wandbekleidung); die
Tapeten wechseln (umziehen); der Tape¬
tenkleister; das Tapetenmuster; die Tape¬
tenrolle; der Tapetentisch; der Tapeten¬
wechsel; tapezieren; der Tapezierer; die
Tapeziererin
Tapfen, der: -s, - (Abdruck, Fußspur); auch:
die Tapfe; —► tappen
tapfer: tapfer (mutig) kämpfen - sie ertrug
tapfer (ohne zu klagen) ihre Schmerzen; die
Tapferkeit
tappen: (unsicher, schwerfällig gehen); in
eine Pfütze tappen - im Dunklen tappen
(im Ungewissen sein); auch: tapsen; täp¬
pisch (unbeholfen); auch: tapsig; —► Tapfen
345
Täubin
Tara (T) ital., die: Taren (Verpackung, Ver¬
packungsgewicht); tarieren (das Gewicht
ausgleichen)
Tarantel ital., die: -n (giftige Spinne); wie
von einer Tarantel gestochen (plötzlich)
Tarif franz., der: -s, -e (festgelegter Preis, Ge¬
bühr, Lohnstufe); die Tarife der Post; der Ta¬
rifabschluss; die Tariferhöhung; die Tarif¬
gruppe; der Tarifkonflikt; tariflich; der
Tariflohn; die Tarifrunde; die Tarifverhand¬
lung; der Tarifvertrag; tarifvertraglich
tarnen: (verbergen, der Umgebung anpas¬
sen); eine Sache tarnen (verschleiern) -
sich tarnen; der Tarnanzug; die Tarnfarbe;
die Tarnkappe (unsichtbar machende Kap¬
pe, auch Mantel mit Kapuze, in der Volks¬
sage); der Tarnname (Deckname); die Tar¬
nung
Tarock italv der: -s, -s (Kartenspiel)
Tasche, die: -, -n (Beutel, Mappe); Bücher in
die Tasche stecken - er hat die Hände in
den Taschen (Hosentaschen) - tief in die
Tasche greifen (viel bezahlen) müssen - je¬
manden in die Tasche stecken (ihm überle¬
gen sein) - sich in die eigene Tasche lügen
(sich etwas vormachen) - sich die Taschen
füllen (bereichern) - jemandem auf der
Tasche liegen (von ihm unterhalten wer¬
den) - etwas aus eigener Tasche (selbst) be¬
zahlen; das Täschchen; das Taschenbuch;
der Taschendieb; das Taschenformat; das
Taschengeld; die Taschenlampe; das Ta¬
schenmesser; der Taschenrechner; der Ta¬
schenspieler (Zauberkünstler); das Ta¬
schentuch; die Taschenuhr
Tasse, die: -, -n (Trinkgefäß); den Kaffee aus
einer Tasse trinken - eine trübe Tasse (ein
langweiliger Mensch) - nicht alle Tassen im
Schrank haben (nicht bei klarem Verstand
sein); das Tässchen
tasten: im Dunkeln nach etwas tasten
(fühlend zu berühren suchen); die Tastatur:
die Tastatur (die Tasten) einer Schreib¬
maschine; tastbar; die Taste (Hebel): in die
Tasten greifen (mit Schwung Klavier spie¬
len); die Tastempfindung; das Tasteninstru¬
ment; das Tastentelefon; das Tastorgan;
der Tastsinn
Tat, die: -, -en; eine große Tat (Leistung) voll¬
bringen - in der Tat (tatsächlich) - jeman¬
den auf frischer Tat ertappen (ihn bei etwas
Verbotenem überraschen) - etwas in die Tat
umsetzen (etwas verwirklichen); der Tatbe¬
stand (Sachlage); die Tateinheit; der Taten¬
drang (Energie, Fleiß); der Tatendurst; ta¬
tendurstig; tatenlos (ohne zu handeln); die
Tatenlosigkeit; der Täter (Übeltäter, Ver¬
brecher); die Täterin; die Täterschaft; die
Tatform (Sprachlehre: Tätigkeitsform, Ak¬
tiv); der Tathergang; tätig: tätig sein (arbei¬
ten); tätigen: einen Kauf tätigen (ab¬
schließen); die Tätigkeit; der Tätigkeits¬
bereich (Arbeitsgebiet); das Tätigkeitswort
(Sprachlehre: Zeitwort, Verb); die Tatkraft
(Energie); tatkräftig, tätlich: tätlich (hand¬
greiflich) werden; die Tätlichkeiten Mz.
(Schlägerei); das Tatmotiv; der Tatort; die
Tatsache; tatsächlich: kommt er tatsächlich
(wirklich)? - ist das der tatsächliche (wirkli¬
che) Grund?; der Tatverdacht; tatverdäch¬
tig; die Tatwaffe; der Tatzeuge; die Tatzeu¬
gin
Tatar, das: -s, -(s) (rohes, geschabtes Rind¬
fleisch)
tätowieren tahit.: (etwas in die Haut einrit¬
zen); die Tätowierung
tätscheln: jemandem die Hand tätscheln
(streicheln, liebkosen); tatschen (plump an
eine Stelle fassen)
Tattergreis, der: -es, -e (gebrechlicher alter
Mann); der Tatterich (krankhaftes Zittern);
tatt(e)rig
Tattersall, der: -s, -s (Reithalle)
Tatze, die: -, -n (Pranke, Pfote, Schlag auf die
Hand)
Tau, das: -(e)s, -e (dickes Seil); das Tauende;
das Tauziehen
Tau, der: -(e)s (Niederschlag); in der Nacht fiel
Tau; tauen: das Eis ist getaut (geschmol¬
zen); taufrisch (ganz frisch); taunass; der
Tautropfen; das Tauwetter
taub: taub sein (nichts hören) - seine Finger
sind vor Kälte taub (wie abgestorben) -
eine taube Nuss (dummer Mensch);
taubblind; der/die Taube; die Taubheit; die
Taubnessel (Heilpflanze); taubstumm (un¬
fähig zu hören und zu sprechen); der/die
Taubstumme
Tau be, die: -, -n (mittelgroßer Vogel); das
Täubchen; das Taubenei; der Taubenkobel;
der Taubenschlag; der Tauberich; auch: der
Täuberich; die Täubin
T
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tauchen
346
tauchen: bis auf den Grund des Sees tauchen
- er taucht den Pinsel in die Farbe (er tunkt
ein); die Tauchente; der Taucher; der Tau¬
cheranzug; die Taucherbrille; die Tauche¬
rin; der Tauchsieder (elektrisches Gerät
zum Erhitzen von Flüssigkeiten); die Tauch¬
station: auf Tauchstation gehen (sich ver¬
stecken); die Tauchtiefe
tau fen: ein Kind taufen lassen; das Tauf¬
becken; die Taufe (Sakrament der Kirche):
etwas aus der Taufe heben (etwas begrün¬
den); der Täufer; das Taufgelübde; die
Taufkerze; das Taufkleid; der Täufling (je¬
mand, der die Taufe empfangen soll); der
Taufname; der Taufpate; die Taufpatin; der
Taufschein; der Taufstein
tau-gen: das taugt nichts (ist wertlos) - er taugt
zu keiner Arbeit (ist dafür nicht geeignet);
der Taugenichts (Nichtsnutz); tauglich
(nützlich, zweckmäßig); die Tauglichkeit
tau meln: er taumelt (schwankt) vor Müdig¬
keit; der Taumel (Schwindel, Betäubung);
taum(e)lig
tauschen: Briefmarken tauschen - ich
möchte mit dir nicht tauschen (nicht dein
Leben führen); der Tausch; das Tauschge¬
schäft; der Tauschhandel; der Tauschwert
täu schen: jemanden täuschen (betrügen) -
du täuschst (irrst) dich - er sieht ihm täu¬
schend (zum Verwechseln) ähnlich; die
Täuschung (Irrtum, Betrug); das Täu¬
schungsmanöver
tausend: viele tausend Menschen - tausend
Gründe - an die tausend Autos - tausend
und abertausend; aber: das Tausend - ein
paar Tausend; auch: tausend - einige Tau¬
send - ein halbes Tausend - viele Tausende
von Zuschauern; auch: tausende - Tau¬
sende und Abertausende; —► abertausend;
die Tausend (T) (Zahl); der Tausender; tau¬
senderlei: er hat tausenderlei Dinge im
Kopf; tausendfach; auch: 1000fach; das
Tausendfache; tausendfältig; der Tausend¬
füßler; tausendjährig; tausendmal: das
habe ich schon tausendmal gesagt; auch:
1000-mal; aber: tausend mal tausend; der
Tausendmarkschein; tausendprozentig;
auch: 1000-prozentig; der Tausendsassa
(Alleskönner, Draufgänger); tausendst...:
der tausendste Besucher; aber: vom Hun¬
dertsten ins Tausendste kommen; tausends¬
tel: eine tausendstel Sekunde; auch: eine
Tausendstelsekunde; oder: eine lOOOstel Se¬
kunde; das Tausends-tel; tausendundein:
ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht
Taverne ital. [tawerne], die: -, -n (Schenke);
auch: die Taberne
Ta •xe lat., die: -, -n (festgesetzter Preis, Ge¬
bühr, Taxi); das Taxi: ein Taxi bestellen; der
Taxichauffeur [... schoför]; taxieren: den
Wert des Hauses taxieren (schätzen); der
Taxifahrer; die Taxifahrerin; der Taxistand
Tb (Tbc) = Tuberkulose; Tb-krank; auch: Tbc-
krank
Teach-in amerik. [titschin], das : -(s), -s (Zu¬
sammenkunft als Protestveranstaltung)
Teak engl, [tik], das: -s (Holz eines tropischen
Baumes); auch: das Teakholz
Team engl, [tim], das: -s, -s (Gruppe, Mann¬
schaft); wir sind ein eingespieltes Team; die
Teamarbeit; cter Teamchef; der Teamgeist;
das Teamwork [timwörk] (gemeinschaft¬
liche Arbeit, Zusammenarbeit)
Technik griech., die: -, -en (Herstellungsver¬
fahren, Arbeitsweise, Stil); das Zeitalter der
Technik - die moderne Technik - ein Wun¬
der der Technik - die Technik des Schwim¬
mens beherrschen; der Techniker; die
Technikerin; technisch: technisch begabt
sein - eine technische Panne - der techni¬
sche Zeichner; aber: der Technische Direk¬
tor - die Technische Universität (TU) (Mün¬
chen); aber: die technischen Universitäten
- der Technische Überwachungs-Verein
(TÜV); technisieren (technische Mittel ein-
setzen); die Technisierung; die Technologie
Tech tel mech tel, das: -s, - (Liebelei, Affäre)
TED, der: -s (Computer für telefonische
Stimmabgabe)
Teddy engl., der: -s, -s (Stoffbär für Kinder);
auch: der Teddybär; der Teddymantel
Tedeum lat., das: -s, -s (kirchlicher Lobge¬
sang)
Tee chines., der: -s, -s (Getränk); einen heißen
Tee trinken - jemanden zum Tee (zur Tee¬
stunde) einladen; das Teeei; auch: das Tee-
Ei; die Teeernte; auch: die Tee-Ernte; die
Teekanne; der Teekessel; die Teeküche; der
Teelöffel; die Teerose; die Teetasse; der
Teewagen
Teenager engl, [tinedscher], der: -s, -
(Jugendliche(r) zwischen 13 und 19 Jahren)
347
tendenziös
Teer, der: -(e)s (aus Holz, Kohle o.Ä. herge¬
stellte flüssige, schwarze Masse); die Teer¬
decke; teeren: die Straße teeren; teerhaltig;
teerig; die Teerstraße; die Teerung
Teich, der: (e)s, -e (kleines, stehendes Gewäs¬
ser); der Große Teich (der Atlantische
Ozean); die Teichrose; die Teichwirtschaft
Teig, der: -(e)s, -e (Masse aus Mehl, Milch
oder Wasser, Eiern, Zucker u.a. zum Ba¬
cken von Brot, Kuchen o.Ä.); den Teig für
das Brot kneten; teigig; die Teigwaren Mz.
teilen: eine Torte teilen - der Gewinn wurde
geteilt - mit jemandem die Wohnung teilen
- sich die Kosten teilen (sie gemeinsam tra¬
gen) - der Weg teilt (gabelt) sich - eine
Zahl durch eine andere teilen (dividieren) -
geteilter Meinung sein - geteilte Freude ist
doppelte Freude; der Teil: der dritte Teil -
zum Teil - zu gleichen Teilen - ein gut Teil
(ziemlich viel) - ich für meinen Teil; aber:
großenteils - größtenteils - seinen Teil zu
tragen haben (es nicht leicht haben) - sich
seinen Teil denken (sich seine eigenen Ge¬
danken zu etwas machen); der Teilaspekt;
teilbar; die Teilbarkeit; das Teilchen; der
Teiler: größter gemeinsamer Teiler (g.g.T);
der Teilerfolg; teilerfremd: eine teiler¬
fremde Zahl; das Teilgebiet; die Teilhabe;
teilhaben (Anteil haben, teilnehmen); der
Teilhaber; die Teilhaberin; teilhaftig: einer
Sache teilhaftig sein (Anteil daran haben);
die Teilkaskoversicherung; die Teilnahme
(Interesse, Mitleid, Beteiligung); teilnahme¬
berechtigt; der/die Teilnahmeberechtigte;
teilnahmslos (gleichgültig, träge); die Teil¬
nahmslosigkeit; teilnahmsvoll; teilneh¬
men; der Teilnehmer; die Teilnehmerin;
der Teilnehmerkreis; die Teilnehmerliste;
teils: teils gut, teils schlecht; die Teil¬
strecke; das Teilstück (Teil, Teilstrecke); die
Teilung; teilweise; die Teilzahlung; die
Teilzeit: (in) Teilzeit arbeiten
Teint franz. [ta], der: -s, -s (Gesichtsfarbe, Be¬
schaffenheit der Gesichtshaut); ein reiner
Teint
T-Eisen, das: -s, - (Eisen mit T-förmigem
Querschnitt)
Te le fax griech., das: -(e) (Fernkopierer,
Fernkopie); auch: das Fax; telefaxen; das
Telefaxgerät; die Telefaxnummer
Telefon (Tel.) griech., das: -s, -e (Fernspre¬
cher); der Telefonanruf; das Telefonat (Te¬
lefongespräch); das Telefonbuch; die T^le-
fonfürsorge; die Telefongebühr; das Tele¬
fongespräch; der Telefonhörer; tele¬
fonieren; telefonisch; der Telefonjst; die
Telefonjstin; die Telefonkarte; die Telefon¬
nummer; die Telefonzelle
telegen griech.: eine telegene (für Fernseh¬
aufnahmen gut geeignete) Nachrichten¬
sprecherin
Telegraf griech., der: -en, -en (Fernschrei¬
ber); auch: der Telegraph; die Telegrafen¬
stange; die Telegrafie; telegrafieren; tele¬
grafisch; das Telegramm; ein Telegramm
(eine Funknachricht) aufgeben
Telepathie griech., die: - (Gedankenüber¬
tragung); telepathisch
Te les kop (Te le skop) griech., das: -s, -e
(Fernrohr)
Television (TV) engl, [telewision], die: -
(Fernsehen)
Telex griech., das: -, -(e) (Fernschreiben); tele-
xen
Teller, der: -s, - (flaches Essgeschirr); ein Teller
Suppe; tellerfertig; der Tellerwäscher
Tel lur (Te) lat., das: -s (Halbmetall, chemi¬
scher Grundstoff)
Tempel lat., der: -s, - (Heiligtum); jemanden
zum Tempel hinausjagen (ihn hinauswerfen)
Temperafarbe ital., die: -, -n (wasserunlös¬
liche Malfarbe, Deckfarbe)
Temperament lat., das: -(e)s, -e (Gemüts¬
art, Schwung, Lebhaftigkeit); tempera¬
mentlos; die Temperamentsache; tempera¬
mentvoll: eine temperamentvolle Rede
halten
Temperatur lat., die: -, -en; die Temperatur
(den Wärmegrad) des Wassers messen -
der Kranke hat hohe Temperatur (Fieber);
der Temperaturanstieg; der Temperatur¬
sturz; temperieren (Wärme regeln)
Tempo ital., das: -s, -s oder (in der Musik):
Tempi (Geschwindigkeit, Eile); mit hohem
Tempo fahren; das Tempolimit (Begren¬
zung der Geschwindigkeit); temporal (zeit¬
lich); temporär: eine temporäre (vorüber¬
gehende, zeitlich begrenzte) Erscheinung;
das Tempus (Sprachlehre: Zeitform des
Verbs)
Tendenz lat., die: -, -en (Absicht, Neigung);
tendenziell; tendenziös (parteilich, einsei-
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tendieren
348
tig); tendieren: ich tendiere (neige) zu dei¬
nem Vorschlag
Tender engl., der: -s, - (Kohlenwagen der
Lokomotive)
Tenne, die: -n (Platz zum Getreidedre¬
schen)
Tennis engl., das: - (Ballspiel); Tennis spie¬
len; der Tennisball; das Tennismatch
[... mätsch]; der Tennispartner; die Tennis¬
partnerin; der Tennisplatz; der Tennis¬
schläger; das Tennisspiel; das Tennistur¬
nier
Tenor ital., der: -s, Tenöre (hohe Männersing¬
stimme); die Tenorstimme
Te-nor lat., der: -s; der Tenor (Sinn, Inhalt,
Wortlaut) einer Rede
Teppich griech., der: -s, -e (Fußbodenbelag,
Wandbehang); Teppich klopfen - ein Tep¬
pich von Blumen - auf dem Teppich blei¬
ben (vernünftig bleiben) - etwas unter den
Teppich kehren (etwas vertuschen); der
Teppichboden; der Teppichhändler; der
Teppichklopfer; die Teppichstange
Termin lat., der: -s, -e (Frist, festgelegter Zeit¬
punkt); einen Termin pünktlich einhalten -
Termin ist der 1. Juni; termingemäß; ter¬
mingerecht; das Termingeschäft; terminie¬
ren (zeitlich festlegen); die Terminierung;
der Terminkalender; terminlich
Ter-mi-nal engl, [törminal], der: -s, -s (Daten¬
endstation bei der EDV, Abfertigungshalle
für Fluggäste)
Terminus lat., der: -, Termini (Fachaus¬
druck); die Terminologie (Wortschatz, Ge¬
samtheit der Fachausdrücke auf einem Ge¬
biet)
Termite lat., die: -, -n (tropische Ameisen¬
art); der Termitenstaat
Terpentin griech., das: -s (Harzöl, Lösungs¬
mittel für Farben); das Terpentinöl
Ter-rain franz. [tera], das: -s, -s; das Terrain
(Gelände, Gebiet) abgehen - das Terrain
sondieren (Nachforschungen anstellen)
Ter ra ri um lat., das: -s, Terrarien (Behälter
zum Halten von kleinen Landtieren)
Terrasse franz., die: -, -n (Erdstufe, Absatz,
Veranda); terrassenförmig
ter res trisch (ter rest risch) lat.: (die Erde
betreffend); ein terrestrisches Beben (Erd¬
beben)
Terrier engl., der: -s, - (Hunderasse)
Terrine franz., die: -, -n (Suppenschüssel)
Ter ri to ri um lat., das: -s, Territorien
(Gebiet, Land, staatliches Hoheitsgebiet);
territorial (ein Gebiet betreffend)
Terror lat., der: -s (Schreckensherrschaft,
Willkür); der Terrorakt; der Terroran¬
schlag; die Terrorherrschaft; terrorisieren
(in Schrecken versetzen, bedrohen); die
Terrorisierung; der Terrorjsmus (Ge¬
waltherrschaft, Untergrundkampf); der Ter¬
ror ist; die Terrorjstin; terroristisch; die
Terrorwelle
Tertiär lat., das: -s (der ältere Teil der Erd¬
neuzeit)
Terz lat., die: -, -en (dritter Ton vom Grundton
aus); das Terzett (Musikstück für drei Stim¬
men oder drei gleiche Instrumente)
Test engl., der: -(e)s, -s/-e (Experiment, Unter¬
suchung, Probe); das Testbild; testen (prü¬
fen); der Tester; die Testerin; die Testfahrt;
der Testflug; die Testfrage; das Test¬
gelände; der Testlauf; die Testperson; der
Testpilot; das Testspiel; die Teststrecke; die
Testung; das Testverfahren
Testament lat., das: -(e)s, -e; er macht sein
Testament (verfügt schriftlich seinen letzten
Willen) - das Alte Testament (AT) - das
Neue Testament (NT); testamentarisch; die
Testamentseröffnung; das Testat (Beschei¬
nigung); testieren (bescheinigen)
Tetanus griech., der: - (Wundstarrkrampf);
die Tetanusimpfung
Tete franz., die: -, -n (Anfang, Spitze einer Ko¬
lonne)
Tete-a-tete franz. [tätatät], das: -, -s (zärtli¬
ches Beisammensein); auch: das Tete-ä-
tete
teuer: teurer, am teuersten; teuer sein (viel
kosten) - ein teures (nicht billiges) Ge¬
schenk - ein teures (kostspieliges) Vergnü¬
gen - ein teurer (geschätzter, verehrter)
Freund - teuer zu stehen kommen (üble
Folgen haben) - da ist guter Rat teuer (da
bin ich ratlos); die Teuerung; der Teue¬
rungszuschlag
Teu fel, der: -s, - (Satan, Scheusal); wie der
Teufel (sehr schnell) fahren - vom Teufel
besessen (bösartig) sein - ein armer Teufel
(armer Mensch) - das Geld ist beim Teufel
(verloren) - geh zum Teufel (mach, dass du
fortkommst)! - pfui Teufel! - sich den Teufel
349
Tide(n)hub
um etwas scheren (sich um etwas über¬
haupt nicht kümmern) - den Teufel im Leib
haben (wild sein) - den Teufel an die Wand
malen (Unheil heraufbeschwören) - in Teu¬
fels Küche kommen (große Schwierigkeiten
bekommen) - jemanden zum Teufel
schicken (ihn fortjagen); die Teufelei (Bos¬
haftigkeit); die Teufelin; der Teufelsbraten
(boshafter Mensch, tollkühner Bursche);
der Teufelskerl (Draufgänger); der Teufels¬
kreis (Sackgasse, Ausweglosigkeit); das
Teufelsweib; das Teufelswerk; das Teufels¬
zeug; teuflisch (böse, niederträchtig)
Text lat., der: -(e)s, -e; der Text (Inhalt, Wort¬
laut) einer Rede - einen Text auswendig
lernen; die Textaufgabe; das Textbuch; tex¬
ten (Texte, z. B. Werbe- oder Schlagertexte,
verfassen); der Texter (Verfasser, z.B. von
Werbetexten); die Textstelle; der Textteil;
die Textverarbeitung
Textilien Mz., die: - (Sammelbezeichnung
für Stoffe, Kleidung, Wäsche); die Textil¬
fabrik; die Textilindustrie; die Textilwaren
Mz.
T-förmig: (in der Form des Großbuchsta¬
bens T)
TH = technische Hochschule
Theater griech., das: -s, -; Theater spielen -
ins Theater gehen - zum Theater gehen
(Schauspieler(in) werden) - Theater ma¬
chen (sich unmöglich aufführen); der Thea¬
terbesuch; die Theaterkarte; der Theater¬
raum; der Theatersaal; das Theaterstück
(Bühnenwerk); die Theatervorstellung; thea¬
tralisch (unnatürlich, gespreizt)
Theke griech., die: -n (Schank-, Ladentisch)
Thema griech., das: -s, ThemenAThemata
(Gegenstand; Stoff für ein Gespräch, eine
Ausarbeitung); ein heikles Thema - zu ei¬
nem Thema einen Aufsatz schreiben; die
Thematik (Themenstellung); thematisch
(das Thema betreffend); thematisieren
(zum Thema machen); die Thematisjerung;
der Themenkatalog; die Themenstellung
Theologie griech., die: -, Theologien (Reli¬
gionswissenschaft); der Theologe (Geistli¬
cher); die Theologin; theologisch
theoretisch griech.: (gedanklich, vorge¬
stellt, wissenschaftlich, nicht praktisch);
der Theoretiker (jemand, der sich mit einer
Sache nur gedanklich und nicht praktisch
befasst); die Theoretikerin; theoretisieren;
die Theorie (Lehrmeinung, Betrachtungs¬
weise)
Therapie griech., die: -, Therapien (Heilbe¬
handlung); der Therapeut; die Therapeu¬
tin; therapeutisch; therapieren (einer Heil¬
behandlung unterziehen)
Therme griech., die: -, Thermen (warme
Quelle); das Thermalbad (Warmwasser-
heilbad); die Thermik (aufsteigende Warm¬
luft); thermisch; das Thermometer (Gerät
zum Messen der Temperatur); die Ther¬
mosflasche (Gefäß zum Warm- oder Kühl¬
halten von Speisen oder Getränken); der
Thermostat (Wärmeregler)
The •se griech., die: -, -n (Lehrsatz, Behaup¬
tung); thesenhaft; das Thesenpapier
Thjng, das: -(e)s, -e (germanische Volks- und
Gerichtsversammlung); auch: das Ding;
der Thingplatz; die Thingstätte
ThrjMer amerik., der: -s, - (reißerischer, grau¬
siger Film oder Roman)
Thrombose griech., die: -, -n (Verschluss ei¬
ner Vene durch Blutgerinnsel)
Thron griech., der: -(e)s, -e (Herrschersessel);
von seinem Thron heruntersteigen (seine
Überheblichkeit aufgeben); thronen: hinter
seinem Schreibtisch thronen (feierlich sit¬
zen); der Thronerbe; die Thronerbin; der
Thronfolger; die Thronfolgerin; der Thron¬
saal; der Thronsessel
Thun-fisch griech., der: -(e)s, -e (Speisefisch);
auch: der Tunfisch
Thü rin gen: -s (Land der Bundesrepublik
Deutschland); der Thüringer; die Thüringe¬
rin; thüringisch
THW = Technisches Hilfswerk
Thy-mi-an griech., der: -s, -e (Gewürz- und
Heilpflanze)
Ti a •ra pers., die: Tiaren (Krone des Papstes)
Tjck; der: -(e)s, -s; er hat einen Tick (wunderli¬
che Eigenart) - einen Tick (eine Kleinigkeit)
besser sein; ticken (leise klopfen): die Uhr
tickt - nicht richtig ticken (nicht ganz nor¬
mal sein); ticktack: die Uhr macht leise
ticktack
Tj-cket engl., das: -s, -s (Karte, Fahrkarte für
Schiffs- oder Flugreise)
Ti de, die: -, -n (Ebbe und Flut, Gezeiten); der
Tide(n)hub (Unterschied des Wasserstan¬
des bei den Gezeiten)
tief: ein tiefer Graben - tief (fest) schlafen - et¬
was tief (sehr) bereuen - tief empfunden -
eine tief bewegte alte Frau - tief erschüttert
sein - ein tief empfundener Schmerz - tief
gehend - ein tief greifendes Ereignis - ein
tief liegendes Dorf - ein tief schürfender
Gedanke - ein tief verschneites Land - im
tiefsten Urwald - eine tiefe Wunde - eine
tiefe Stimme haben - bis tief (weit) in den
Winter - tief blicken lassen (mancherlei
verraten) - aufs (auf das) tiefste gekränkt;
auch: aufs (auf das) Tiefste gekränkt; das
Tief (Tiefstand des Luftdrucks, Niederge¬
schlagenheit); der Tiefausläufer; der Tief¬
bau; tiefblau; das Tiefdruckgebiet; die
Tiefe: die Tiefe des Meeres - die Tiefe
(Stärke) eines Gefühls; die Tiefebene; tief¬
ernst; der Tiefflug; der Tiefgang; die Tief¬
garage; tiefgefroren; tiefgekühlt: tiefge¬
kühltes Fleisch; tiefgründig (tiefsinnig);
tiefkühlen; das Tiefkühlfach; die Tiefküh¬
lung; der Tieflader (Wagen mit tief liegen¬
der Ladefläche); das Tiefland (Tiefebene);
der Tiefpunkt (Tief, Krise); der Tiefschlaf;
der Tiefschlag (Faustschlag, Boxhieb unter¬
halb der Gürtellinie); der Tiefschnee; tief¬
schwarz; die Tiefsee; tiefsinnig (gehaltvoll,
durchdacht); der Tiefstand (Flaute); tiefsta¬
peln (untertreiben); der Tiefstapler; die
Tiefstaplerin; der Tiefstart
Tie-gel griech., der: -s, - (Pfanne, flacher Topf)
Tier, das: -(e)s, -e; die Tiere füttern - ein hohes
Tier (eine hoch gestellte Persönlichkeit) - er
ist ein Tier (ein brutaler, roher Mensch); die
Tierart; der Tierarzt; die Tierärztin; der
Tierbändiger; das Tierbuch; der Tier¬
freund; der Tiergarten (Zoo); die Tierhand¬
lung; das Tierheim; tierisch: tierische Nah¬
rung - etwas tierisch (sehr) ernst nehmen;
die Tierkunde; die Tierleiche (Kadaver);
tierlieb; der Tierpark (Tiergarten); der Tier¬
pfleger; die Tierpflegerin; die Tierquälerei;
das Tierreich (Tierwelt); die Tierschau; der
Tierschutzverein; der Tierversuch; die
Tierwelt; die Tierzucht
Tiger lat., der: -s, - (Raubkatze); das Tigerfell;
die Tigerin
tjl gen: seine Schulden tilgen (zurückzahlen,
löschen) - etwas aus seinem Gedächtnis
tilgen (auslöschen); die Tilgung; die Til¬
gungsrate
timen engl. [iaimen]: (den richtigen Zeit¬
punkt wählen, zeitlich abstimmen); das
Timing
tjn-geln: (als Künstler von Ort zu Ort ziehen);
der/das Tingeltangel (Tanzlokal)
Tinktur lat., die: -, -en (Auszug aus Pflanzen¬
stoffen, Färbemittel)
Tjn-te, die: -, -n (Flüssigkeit zum Schreiben);
mit blauer Tinte schreiben - in der Tinte sit¬
zen (in einer unangenehmen Lage sein);
das Tintenfass? der Tintenfisch; der Tinten¬
fleck; der Tintenklecks; der Tintenkuli; der
Tintenstift
Tjpp engl., der: -s, -s (Rat, Hinweis); tippen:
im Lotto tippen (wetten); die Tippgemein¬
schaft; der Tippschein; der Tippzettel
tjp'peln: (wandern, kleine Schritte machen);
der Tippelbruder (Landstreicher); die Tip¬
pelei
tjp-pen: jemande'rn/jemanden auf die Schul¬
ter tippen (ihn an der Schulter leicht
berühren) - mit der Maschine ein paar Zei¬
len tippen (schreiben); das Tipp-Ex; der
Tippfehler; das Tippfräulein
tjpp-topp engl.: die Arbeit ist tipptopp (sehr
sauber, tadellos) gemacht
Tirade franz., die: -, -n (Wortschwall)
tirilieren: eine Lerche tiriliert (singt, zwit¬
schert) in der Luft
Tjsch, der: -(e)s, -e; am Tisch sitzen - sie deckt
den Tisch - zum Tisch des Herrn gehen
(das Abendmahl nehmen) - zu Tisch - bei
Tisch - auf den Tisch hauen (sich durchset¬
zen) -jemanden überden Tisch ziehen (ihn
übervorteilen) - reinen Tisch machen (eine
Angelegenheit in Ordnung bringen, klare
Verhältnisse schaffen) - etwas unter den
Tisch wischen/kehren (als unwichtig ab¬
tun); das Tischbein; die Tischdecke; tisch¬
fertig (zum Essen fertig); das Tischgebet;
die Tischkante; der Tischler (Schreiner); die
Tischlere]; die Tischlerin; die Tischplatte;
das Tischtennis; das Tischtuch
Titan (Ti) griech., das: -s (Leichtmetall, che¬
mischer Grundstoff)
Ti-tan, der: -nen, -nen (riesenhafter Mensch);
titanenhaft; titanisch (übermenschlich,
gewaltig)
Ti-tel (Tit.) lat., der: -s, -; der Titel (Überschrift)
des Buches - jemanden mit seinem Titel
(Rang) anreden; der Titelgewinn; der Titel-
351
Tonwiedergabe
held; die Titelheldin; der Titelkampf; die
Titelseite; die Titelverteidigung; die Titel¬
zeile; titulieren (benennen); die Titulierung
Toast engl, [tost], der: -(e)s, -e/-s; einen Toast
(geröstete Weißbrotscheibe) essen - einen
Toast (Trinkspruch) ausbringen; das Toast¬
brot; toasten; der Toaster (Gerät zum Rös¬
ten)
toben: er tobte (raste) vor Wut - die Schlacht
tobte drei Tage - der Wind tobt (heult,
braust wild) um das Haus - die Kinder to¬
ben (lärmen, tollen) durch das Klassenzim¬
mer; die Tobsucht; tobsüchtig; der Tob¬
suchtsanfall
Tochter, die: -, Töchter (weiblicher Nach¬
komme); das Töchterchen
Tod, der: -(e)s, -e (Lebensende); sie hatte einen
sanften Tod - treu bis in den Tod (bis ans
Lebensende) - ein Tier zu Tode hetzen - je¬
manden zu Tode (sehr) erschrecken - auf
Leben und Tod - der schwarze Tod (Pest) -
der weiße Tod (das Erfrieren) - zu Tode
kommen (verunglücken) - mit dem Tode
ringen (im Sterben liegen) - dem Tod ins
Auge sehen (in Todesgefahr schweben) -
den Tod finden (umkommen) - weder Tod
noch Teufel (niemanden) fürchten - etwas
zu Tode reiten (bis zum Überdruss machen,
wiederholen); todblass; todbleich; todbrin¬
gend; todelend; todernst; die Todesangst;
die Todesanzeige; der Todesfall; die Todes¬
gefahr; der Todeskampf; todesmutig; die
Todesnachricht; das Todesopfer; die To¬
desqual; der Todesritt; der Todesschuss;
der Todesschütze; der Todesstoß; die To¬
desstrafe; die Todesstunde; der Todestag;
die Todesursache; das Todesurteil; die To¬
deszelle; todfeind; der Todfeind; todge¬
weiht; todkrank; der/die Todkranke;
todlangweilig; tödlich: sich in tödlicher
Gefahr befinden - mit tödlicher (völliger)
Sicherheit; todmüde; todschjck; todsjcher;
die Todsünde; tpdtraurig; todunglücklich;
todwund # tot
Tohuwabohu hebe, das: -(s), -s (Wirrwarr,
Durcheinander)
Toi let te franz. [toalete], die: -, -n; auf die Toi¬
lette (das Klosett) gehen - Toilette machen
(sich sorgfältig zurechtmachen) - in großer
Toilette (Aufmachung) erscheinen; die Toi¬
lettenfrau; das Toilettenpapier; der Toilet¬
tentisch
tolerant lat.: tolerant (nachgiebig, duldsam,
großzügig) sein; die Toleranz; die Tole¬
ranzgrenze; tolerierbar; tolerieren (ertra¬
gen, gewähren lassen); die Tolerierung
toll: ein tolles (außergewöhnliches) Kleid -
wie toll (verrückt) schreien - eine tolle
(ausgelassene, wilde) Party; tolldreist (sehr
kühn); tollen: die Jungen tollen (toben, lär¬
men) durch das Haus; das Tollhaus (Irren¬
anstalt); die Tollheit; die Tollkirsche; toll¬
kühn (waghalsig); die Tollkühnheit; die
Tollwut (auf Menschen übertragbare Tier¬
krankheit); tollwütig
Tolle, die: -, -n (Schopf, Haarbüschel)
Tollpatsch ungar., der: -(e)s, -e (ungeschick¬
ter Mensch); tollpatschig; die Tollpatschig¬
keit; —► toll
Tölpel, der: -s, - (ungeschickter, einfältiger
Mensch); die Tölpelei; tölpelhaft
Tomahawk indian. [tomahak], der: -s, -s
(Streitaxt der Indianer)
Tomate mexik., die: -, -n (Gemüsepflanze
und deren Frucht); eine treulose Tomate
(unzuverlässiger Mensch); das Tomaten¬
ketschup; das Tomatenmark; der Tomaten¬
saft; der Tomatensalat; die Tomatensoße;
die Tomatensuppe
Tombola itai, die: -, -s/Tombolen (Verlo¬
sung)
Ton, der: -(e)s (Erde, Bodenart); eine Blumen¬
vase aus Ton - Ton kneten; tönern (aus
Ton): tönernes Geschirr; das Tongefäß; das
Tongeschirr; die Tonwaren Mz.
Ton griech., der: -(e)s, Töne (Laut, Klang); ein
hoher Ton - keinen Ton von sich geben -
etwas in einem feindlichen Ton sagen - die
Farbe ist einen Ton (eine Spur) zu hell - sich
im Ton vergreifen (sich unpassend aus-
drücken) - einen anderen Ton anschlagen
(strenger werden) - den Ton angeben (be¬
stimmen) - große Töne spucken (angebe¬
risch reden) - der Ton macht die Musik;
tonangebend (bestimmend); die Tonart;
das Tonband; tönen: Musik tönt (schallt)
aus dem Zimmer - sie trägt getöntes (leicht
gefärbtes) Haar - mit seinem Reichtum tö¬
nen (prahlen); der Tonfall; der Tonfilm; die
Tonhöhe; die Tonleiter; tonlos; die Ton¬
störung; die Tönung (farbliche Abstim¬
mung); die Tonwiedergabe
Tonikum
352
Tonikum griech., das: -s, Tonika (stärkendes
Mittel)
Tonne (t) lat., die: -n; eine Tonne (ein
großes Fass) füllen - ein Gewicht von meh¬
reren Tonnen (Maßeinheit von tausend Ki¬
logramm) - dick wie eine Tonne sein; die
Tonnage [tonasche] (Frachtraum von Schif¬
fen); tonnenweise
TOP = Tagesordnungspunkt
Tonsur lat., die: -en (geschorene Stelle auf
dem Kopf eines katholischen Geistlichen)
Topas griech., der: -es, -e (Schmuckstein)
Topf, der: -(e)s, Töpfe; ein Topf (Gefäß) für
Blumen - alles in einen Topf werfen (alles
gleich behandeln, keine Unterschiede
machen); die Topfblume; das Töpfchen;
der Topfen (Quark); der Töpfer; die
Topferde; die Töpfere]; das Töpferhand¬
werk; die Töpferin; töpfern; die Töpfer¬
scheibe; die Töpferware; der Topflappen;
die Topfpflanze
topfit engl.: topfit (in guter körperlicher Ver¬
fassung, in Höchstform) sein; die Topform
(Bestform); die Topleistung; topsecret [top-
sikrif] (streng geheim); der Topstar (Spitzen¬
star)
Topographie griech., die: -, Topographien
(Geländedarstellung, Lagebeschreibung);
auch: die Topografie
Tor, das: -(e)s, -e (große Tür); die Tore (Ein¬
gänge, Pforten) schließen - vor den Toren
(außerhalb) der Stadt - den Ball in das Tor
schießen; die Toreinfahrt; die Torfrau; der
Torhüter; der Torlauf; die Torlinie; torlos;
der Tormann; der Torpfosten; der Torraum;
die Torschlusspanik; der Torschuss; die
Torwand; der Torwart
Tor, der: -en, -en; er ist ein Tor (einfältiger,
törichter Mensch); die Torheit (Unvernunft,
Dummheit); töricht; törichterweise; die
Törin
Torero span., der: -(s), -s (Stierkämpfer)
Torf, der: -(e)s (Brennstoff aus zersetzten Pflan¬
zenresten); Torf stechen; der Torfballen; die
Torferde; torfig; das Torfmoor; der Torf¬
mull; das Torfstechen; der Torfstich
tor keln: er torkelt (taumelt, schwankt) zur Tür
herein; tork(e)lig
Tor na do engl., der: -s, -s (Wirbelsturm in
Nordamerika)
Tornjster slaw., der: -s, - (Ranzen)
Torpedo lat., der: -s, -s (Unterwasserge¬
schoss); das Torpedoboot; torpedieren: ein
Schiff torpedieren (beschießen, versenken)
- er torpedierte (verhinderte) den Be¬
schluss; die Torpedierung
Tor •SO ital., der: -s, -s/Torsi (unvollendete Fi¬
gur, Bruchstück einer Statue)
Torte ital., die: -, -n (kreisrunder Kuchen); das
Törtchen; der Tortenboden; der Torten¬
guss; der Tortenheber; das Tortenstück
Tortur lat., die: -, -en (Qual, Folter, Strapaze)
tosen: ein tosender (brausender) Beifall - das
Meer tost (rauscht, stürmt)
tot: ein toter (lebloser) Mensch - tot sein - ein
tot geborenes Kind - tot umfallen - ein to¬
tes Telefon - ein toter Ast - eine tote (unbe¬
lebte) Stadt-totes Kapital (Kapital, das kei¬
nen Ertrag bringt); aber: etwas Totes - das
Tote Meer; sich totarbeiten; sich totärgern;
der/die Tote: der Toten gedenken - die To¬
ten ruhen lassen (nichts Nachteiliges über
sie reden); töten; der Totenacker; die To¬
tenbahre; das Totenbett; totenblass; die
Totenfeier; der Totengräber; der Toten¬
kopf; die Totenmesse; das Totenreich; der
Totenschädel; der Totenschrein (Sarg); der
Totensonntag; tptenstjll; die Totenstille; der
Totentanz; totfahren; die Totgeburt; der/
die Totgesagte; totkriegen; sich totlachen:
es ist zum Totlachen (sehr komisch); sich
totlaufen; totsagen; totschießen; der Tot¬
schlag: Mord- und Totschlag (Streit, Mord);
totschlagen: die Zeit totschlagen (faulen¬
zen); der Totschläger; totschweigen; sich
totstellen; tottreten; die Tötung # Tod
total franz.: total (völlig, ganz und gar)
erschöpft sein; die Totalansicht; die Totale;
totalitär: ein totalitärer (undemokratischer,
diktatorischer) Staat; die Totalität (Gesamt¬
heit, Ganzheit); der Totalschaden
Totem indian., das: -s, -s (indianisches Stam¬
meszeichen); der Totempfahl
Toto, der/das: -s, -s (Sportwette); das Toto¬
ergebnis; der Totogewinn; der Totoschein
Touch engl, [tatsch], der: -s, -s (Hauch, An¬
strich); touchieren franz. [tuschiren] (leicht
berühren)
tou-pie-ren franz. [tupiren]: (Haare locker käm¬
men und aufbauschen); das Toupet [tupe]
(künstliches Haarteil für Männer); die Tou-
pierung
353
Trampeltier
Tour franz. [tur], die: -, -en; eine Tour (Wande¬
rung, Fahrt) unternehmen - auf die gemüt¬
liche Tour (Art und Weise) - der Motor läuft
auf vollen Touren (mit voller Leistung) - auf
Tour gehen (eine Geschäftsreise machen,
verreisen) - in einer Tour (ständig) - eine
krumme Tour (Betrügerei) - krumme Touren
reiten (betrügen) - jemandem die Tour ver¬
masseln (sein Vorhaben unterbinden) - je¬
manden auf Touren (in Schwung) bringen -
auf vollen Touren laufen (voll im Gang
sein); der Tourenzähler; der Tourjsmus
(Fremdenverkehr); der Tourjst (Urlauber);
die Tourjstik; die Tourjstin; touristisch; die
Tournee: der Künstler geht auf Tournee
(Gastspielreise)
Tower engl, [tauer], der: -(s), - (Flughafenkon-
trollturm)
toxisch: (giftig, durch Gift verursacht)
Trabant, der: -en, -en (künstlicher Erdmond,
Begleiter); die Trabantenstadt (große Wohn¬
siedlung außerhalb des Stadtzentrums)
traben: er trabt (reitet) mit dem Pferd über die
Wiese - von der Schule nach Hause traben
(eilig gehen); der Trab (Pferdegangart): je¬
manden auf Trab bringen (ihn antreiben) -
sich in Trab setzen (schneller gehen, arbei¬
ten); der Traber; die Trabrennbahn; das
Trabrennen
Tracht, die: -, -en; eine Tracht (Kleidung einer
bestimmten Volksgruppe) anhaben - eine
Tracht (Portion) Prügel bekommen; das
Trachtenfest; der Trachtenhut; die Trach¬
tenjacke; das Trachtenkostüm; der Trach¬
tenverein
trachten: nach Ruhm trachten (streben) - je¬
mandem nach dem Leben trachten (ihn
töten wollen); das Trachten (Streben, Be¬
gehren)
trächtig: eine trächtige (ein Junges tragende)
Kuh
Tradition lat., die: -, -en (Brauch, Überliefe¬
rung, Gewohnheit); eine alte Tradition; tra¬
dieren (überliefern); der Traditionaljsmus;
traditionell (herkömmlich); traditionsreich
Trafo: der: -(s), -s; -> Transformator
träge: ein träger (fauler) Arbeiter - der Bach
fließt träge (langsam) dahin - geistig träge
(schwerfällig) sein; auch: trag; die Trägheit
tragen: du trägst, er trug, sie hat getragen,
trag(e)!; einen schweren Koffer tragen
(schleppen) - sie trägt ein wertvolles Arm¬
band - sein Haar lang tragen - eine tra¬
gende (trächtige) Kuh - der Balken trägt ein
Gewicht von 1 Tonne - sich mit einem Ge¬
danken tragen - er trägt sein Leid mit Fas¬
sung - jemanden zu Grabe tragen (beerdi¬
gen) - der Baum trägt in diesem Jahr keine
Früchte - sich mit etwas tragen (sich damit
befassen, etwas planen); aber: zum Tragen
kommen (wirksam werden); die Tragbahre;
tragbar: ein tragbarer Fernseher - dieser
Zustand ist nicht mehr tragbar (er kann
nicht hingenommen werden); die Trage
(Gestell zum Tragen von Lasten, Bahre);
der Tragekorb; der Träger (Lastenträger,
Stütze); die Trägerin; die Tragetasche; trag¬
fähig; die Tragfähigkeit; die Tragfläche; die
Tragkraft; die Traglast; der Tragriemen; das
Tragtier; die Tragweite: die Tragweite (Be¬
deutung, Folgen) seines Tuns nicht erken¬
nen
Tragik griech., die: - (schweres, schicksalhaf¬
tes Leid); tragisch: ein tragischer (erschüt¬
ternder) Unfall - etwas nicht tragisch (ernst)
nehmen; die Tragödie (Trauerspiel, Un¬
glück)
trainieren engl. [iräniren]: eine Mannschaft
trainieren (sportlich ausbilden) - er trainiert
(übt) täglich zwei Stunden; der Trainer (je¬
mand, der z. B. Sportler trainiert); die Trai¬
nerin; das Training; der Trainingsanzug;
die Trainingshose; das Trainingslager; die
Trainingszeit
Trakt lat., der: -(e)s, -e (Gebäudeteil, Strang);
das/der Traktat (Abhandlung, religiöse
Schrift); traktieren (quälen, schlecht be¬
handeln)
Traktor lat., der: -s, Traktoren (Zugmaschine,
Bulldog); der Traktorjst; die Traktorjstin
trällern: ein Lied trällern (fröhlich singen);
trallala
Tram, die: -, -s, (Straßenbahn); die Trambahn
Tramp engl, [trämp], der: -s, -s (Landstreicher);
trampen: durch Deutschland trampen (per
Anhalter fahren); der Tramper; die Trampe¬
rin
trampeln: (heftig mit den Füßen stampfen);
durch das Zimmer trampeln; der/das
Trampel (unbeholfener Mensch); der Tram¬
pelpfad; das Trampeltier (Kamel, plumper
Mensch)
_____.
Trampolin
354
T
U
V
w
X
Y
z
Trampolin ital., das: -s, -e (federndes
Sprungtuch für sportliche Übungen)
Tran, der: -(e)s (Fett von Fischen, Robben und
Walen); tranig; die Transuse (langweiliger
Mensch)
Trance franz. [fräse], die: -n (schlafähn¬
licher Dämmerzustand); der Trancezustand
tranchieren franz. [träschiren]: -* tran¬
schieren
Träne, die: -n; Tränen der Freude vergießen
- in Tränen zerfließen - jemandem keine
Träne nachweinen (die Trennung von ihm
nicht bedauern); tränen: ihre Augen tränen
vom Qualm; die Tränendrüse; tränener¬
stickt; der Tränenfluss; das Tränengas; trä¬
nenreich; tränenüberströmt
Trank, der: -(e)s, Tränke (Getränk); die Tränke
(Stelle, wo Tiere getränkt werden); tränken:
einen Lappen in Öl tränken (eintunken) -
die Kühe tränken (ihnen zu trinken geben);
das Trankopfer; die Tränkung; —► trinken
Transaktion lat., die: -, -en (Geldgeschäft,
Geschäftsabsch I uss)
transchieren franz. [träschiren]: eine Gans
transchieren (fachgerecht zerlegen); auch:
tranchieren; das Transchiermesser; die
Transchierung
Transfer engl., der: -s, -s (Weitertransport,
Zahlung, Austausch); transferieren (um¬
wandeln, umgestalten); die Transferierung
Transformator lat., der: -s, Transformato¬
ren (Umformer elektrischer Ströme); auch:
der Trafo; die Transformation (Umwand¬
lung, Umformung); transformieren (etwas
ändern, umformen); die Transformierung
Trans fu si on lat., die: -, -en (Blutübertra¬
gung)
Transjstor engl., der: -s, Transistoren (Ver¬
stärker); das Transistorgerät; das Transis¬
torradio
Transit lat., der: -s, -e (Durchfuhr von Waren,
Durchreise von Personen durch ein Dritt¬
land); das Transitabkommen; der Transit¬
handel; der/die Transitreisende; der Tran¬
sitverkehr (Verkehr durch ein Land); das
Transitvisum
Trans pa rent lat., das: -(e)s, -e (durchschei¬
nendes Bild, großes Plakat mit Aufschrift);
transparent (durchscheinend, durchsich¬
tig); das Transparentpapier; die Transpa¬
renz (Durchsichtigkeit, Durchschaubarkeit)
Trans pi ra ti-on (Tran spi ra ti on) lat, die:-
(Schweißabsonderung); transpirieren (schwit¬
zen)
Trans plan ta ti on lat., die: -, -en (Verpflan¬
zung von Organen oder Haut); das Trans¬
plantat (verpflanztes Gewebestück); trans¬
plantieren
Transport lat., der: -(e)s, -e; die Waren wur¬
den beim Transport (bei der Beförderung)
beschädigt - qin Transport mit Lebensmit¬
teln; transportabel; der Transportarbeiter;
der Transportbehälter; der Transporter;
das Transportgut; transportieren; die
Transportkosten Mz.; das Transportwesen
Transvestit lat., der: -en, -en (Mann, der sich
wie das andere Geschlecht kleidet und be¬
nimmt)
trans zen dent (trän szen dent) lat.: (über¬
natürlich, übersinnlich); die Transzendenz;
transzendieren (hinübergehen, übersteigen)
Trapez griech., das: -es, -e; die Fläche eines
Trapezes (einer geometrischen Figur) be¬
rechnen - auf dem Trapez (einer Artisten¬
schaukel) arbeiten; trapezförmig; der Tra¬
pezkünstler; die Trapezkünstlerin
trappeln: (mit kleinen Schritten laufen)
Trapper engl., der: -s, - (Fallensteller, Pelz¬
tierjäger in Nordamerika)
Trara, das: -s (Hornsignal, Lärm, Aufsehen)
Trasse franz., die: -, -n (abgesteckte Linie im
Gelände für Straßen, Bahnen o. Ä.); trassie¬
ren: eine Straße trassieren (abstecken, fest¬
legen); die Trassierung
tratschen: (klatschen, ausplaudern); der
Tratsch (Klatsch, Gerede); die Tratscherei
Trau be, die: -, -n; süße Trauben (Weintrau¬
ben) essen - eine Traube (dichte Menge)
von Menschen; traubenförmig; die Trau¬
benlese; der Traubensaft; der Trauben¬
zucker
trau en: sich nichts trauen (nichts wagen) -
seinen Freunden trauen (Vertrauen schen¬
ken) - sich in der Kirche trauen lassen (eine
Ehe schließen) - trau, schau, wem!; der
Traualtar; traulich (vertraut, gemütlich);
der Trauring; der Trauschein; die Trauung
(Hochzeit); der Trauzeuge; die Trauzeugin
trau ern: er trauert (empfindet seelischen
Schmerz) um einen Verstorbenen - die
trauernden Hinterbliebenen; die Trauer:
Trauer (Trauerkleider) tragen; der Trauer-
fall; die Trauerfeier; der Trauerflor; das
Trauergeleit; die Trauergemeinde; der
Trauerkloß (langweiliger Mensch); der
Trauermarsch; die Trauermiene; die Trau¬
errede; das Trauerspiel (Drama); die Trau¬
erweide; der Trauerzug; traurig; die Trau¬
rigkeit
träu feln: (tropfen lassen, tröpfeln); Medizin
in ein Glas träufeln; die Traufe (Regen¬
rinne, untere Kante des Daches)
Trau ma griech., das: -s, Traumen/Traumata
(nachwirkendes bedrückendes Erlebnis,
seelische Erschütterung); traumatisch
träu men: schlecht geträumt haben - mit
offenen Augen träumen (mit seinen Gedan¬
ken woanders sein) - sich etwas nicht träu¬
men lassen (überhaupt nicht daran den¬
ken); der Traum: nicht im Traum (nicht im
Entferntesten) daran denken - Träume sind
Schäume; der Traumberuf; das Traumbild;
der Traumdeuter; der Träumer (Schwär¬
mer, Schlafmütze); die Träumerei; die
Träumerin; träumerisch; die Traumfabrik
(Welt des Films); das Traumgebilde; traum¬
haft: ein traumhaftes (großartiges) Erlebnis;
die Traumnote; der Traumtänzer (wirklich¬
keitsfremder Mensch); traumverloren (geis¬
tesabwesend); traumversunken; traum¬
wandeln; der Traumwandler (Schlafwand¬
ler); die Traumwandlerin; traumwandle-
risch
traut: ein trauter (lieber) Freund - ein trautes
(gemütliches) Heim - trautes Heim, Glück
allein
Treck, der: -s, -s (Zug von Flüchtlingen oder
Siedlern zur Auswanderung); trecken;
der Trecker (Zugmaschine, Traktor); das
Trecking; —► Trekking
treffen: du triffst, er traf, sie hat getroffen,
triff!; das Ziel treffen - der Schuss traf ihn in
die Brust-getroffen zu Boden sinken-sich
mit seinen Freunden treffen (mit ihnen Zu¬
sammenkommen) - er ist auf dem Foto gut
getroffen - sie trifft (hat) keine Schuld - die
Nachricht traf ihn hart (erschütterte ihn);
der Treff, die Treffs (Zusammenkunft, Treff¬
punkt); das Treffen: etwas ins Treffen führen
(etwas als Argument anführen); treffend:
eine treffende (genau richtige) Bemerkung
machen; der Treffer: einen Treffer (Haupt¬
gewinn) haben; trefflich (sehr gut, ausge¬
zeichnet); der Treffpunkt; treffsicher; die
Treffsicherheit
treiben: du treibst, er trieb, sie hat getrieben,
treib(e)!; die Kühe auf die Weide treiben -
der Wind treibt die Blätter - jemanden zur
Eile treiben (drängen) - er treibt die Preise
nach oben (bringt sie zum Steigen) - je¬
manden zur Verzweiflung treiben (bringen)
- Handel treiben (mit etwas handeln) -
Sport treiben (ausüben) - Unfug treiben
(anstellen) - jemanden in den Tod treiben -
das Schiff treibt auf dem Meer - die Pflan¬
zen treiben (wachsen) schnell - was treibst
(machst) du heute? - es zu weit treiben (zu
weit gehen); das Treibeis; das Treiben: ein
geschäftiges Treiben - das närrische Trei¬
ben (Faschingstrubel); der Treiber; die Trei¬
berei; die Treiberin; das Treibgas; das
Treibgut; das Treibhaus (Gewächshaus);
der Treibhauseffekt; die Treibjagd; der
Treibriemen; der Treibsand; der Treibstoff
(Benzin); —► Trieb
Trekking engl., das: -s, -s (mehrtägige schwie¬
rige Wanderung); auch: das Trecking
Trench-coat engl, [trentschkof], der: -(s), -s
(Wettermantel)
Trend engl., der: -s, -s (Richtung, Entwicklung,
Tendenz); die Trendmeldung; die Trend¬
wende
trennen: sie trennten sich (gingen auseinan¬
der) vor der Haustüre - ein Wort trennen
(in Silben zerlegen) - sie trennte (löste) die
Naht auf - die Ehe wurde getrennt (aufge¬
löst) - etwas getrennt (gesondert) berech¬
nen; trennbar; die Trennbarkeit; die Trenn¬
linie; trennscharf; die Trennschärfe; die
Trennscheibe; die Trennung; die Tren¬
nungsentschädigung; das Trennungsgeld;
die Trennungslinie; der Trennungs¬
schmerz; der Trennungsstrich; die Tren¬
nungswand; die Trennwand
Trense nieder!., die: -, -n (Zaumzeug für
Pferde)
Treppe, die: -, -n (Stiege); Treppen steigen -
eine Treppe tiefer - die Treppe hinauffallen
(ohne Anstrengung in eine höhere Position
gelangen); treppab; treppauf; das Treppen¬
geländer; das Treppenhaus; das Treppen¬
steigen; die Treppenstufe
Tresen, der: -s, - (Laden-, Schanktisch, Theke)
Tresor franz., der: -s, -e; der Tresor (Geld-
Tresorraum
356
schrank) einer Bank; der Tresorraum; der
Tresorschlüssel
Tresse franz., die: -n (Streifen an Kleidungs¬
stücken und Uniformen, Borte)
Trester, der: -s (Rückstände bei der Kelterung
der Trauben); der Tresterschnaps
treten: du trittst, er trat, sie hat (ist) getreten,
tritt!; jemanden mit Füßen treten - in die
Pedale treten - tritt (komm) näher! - ihr tre¬
ten Tränen in die Augen - auf die Bühne
treten - er tritt in eine Pfütze - zur Seite tre¬
ten (Platz machen) - in Aktion treten (tätig
werden) - auf der Stelle treten (nicht vor¬
wärts kommen) - jemandem zu nahe treten
(ihn beleidigen, verletzen); das Tretauto;
das Tretboot; die Treter Mz. (alte Schuhe);
die Tretmine; die Tretmühle (gleichförmi¬
ger Alltag, Langeweile); das Tretrad; der
Tretroller; das Tretwerk; —► Tritt
treu: treuer, am treu(e)sten; treu (anhänglich)
sein - eine treue (beständige) Freundin -
sie ist eine treue Ehefrau - er wird für seine
treuen (zuverlässigen) Dienste belohnt -
treu dienen - ein treu ergebener Diener - er
ist mir treu ergeben - ein treu sorgender Va¬
ter; die Treue: auf Treu und Glauben - mei¬
ner Treu!; der Treueeid; die Treuepflicht;
die Treueprämie; der Treueschwur; der
Treuhänder (jemand, der fremden Besitz
verwaltet); treuhänderisch; treuherzig; die
Treuherzigkeit; treulich (getreulich); treu¬
los; die Treulosigkeit
Trevira [trewjra], das: -(s) (synthetisches
Fasergewebe)
Triangel lat., der: -s, -; den Triangel (Schlag¬
instrument aus Metallstäben) spielen - ei¬
nen Triangel (einen dreieckigen Riss) in der
Hose haben
Triathlon griech., das: -s, -s (Mehrkampf)
Tribüne franz., die: -, -n (Redner- bzw. Zu¬
schauerbühne); das Tribunal (Gericht, Ge¬
richtshof); der Tribünenplatz
Tri-but lat., der: -(e)s, -e; Tribut (Abgaben,
Steuern) zahlen - jemandem Tribut (Hoch¬
achtung) zollen; tributpflichtig
Trichine griech., die: -, -n (Schmarotzer¬
wurm)
Trichter, der: -s (Gefäß zum Füllen von Fla¬
schen o.Ä.); trichterförmig; die Trichter¬
mündung
Trjck engl., der: -s, -s; auf einen Trick (Kunst¬
griff, Dreh) hereinfallen - Trick siebzehn
(der richtige Dreh); die Trickaufnahme; der
Trickbetrüger; die Trickbetrügerin; der
Trickdieb; die Trickdiebin; der Trickfilm;
die Trickkiste; trickreich (schlau); tricksen
(den Gegner ausspielen, überlisten)
Trieb; der: -(e)s, -e; ein junger Trieb (Pflanzen¬
spross, Schössling) - er hat einen Trieb
(Hang, Drang) zum Stehlen; die Triebbe¬
friedigung; die^ Triebfeder (Antrieb); trieb¬
haft (tierisch, sinnlich); die Triebhaftigkeit;
die Triebhandlung; die Triebkraft; das
Triebleben; der Triebmörder; die Trieb¬
mörderin; der Triebtäter; die Triebtäterin;
das Triebverbrechen; der Triebwagen; das
Triebwerk; —► treiben
triefen: du triefst, er triefte/troff, sie hat ge¬
trieft; ihm trieft (tropft, perlt) der Schweiß
von der Stirn - vor Nässe triefen (durch und
durch nass sein); das Triefauge; triefäugig;
triefnass
triezen: er triezt (quält, ärgert) mich ständig
Trift, die: -, -en; die Tiere sind auf der Trift
(dem Weideweg) - die Trift (Holzflößung)
auf der Isar; triften (Holz flößen); —► Drift
triftig: ein triftiger (wichtiger, entscheiden¬
der) Grund; die Triftigkeit
Tri go no me trie (Tri go no met ne) griech.,
die: - (Dreiecksberechnung); trigonome¬
trisch: der trigonometrische Punkt (TP)
Trikolore franz., die: -, -n (dreifarbige
Fahne)
Trikot franz. [triko, triko], der/das: -s, -s
(dehnbarer Stoff); das Trikot (eng anliegen¬
des Kleidungsstück, Sporthemd); die Triko-
tage [trikotasche] (Kleidung aus gewirktem
Stoff); das Trikothemd; die Trikotwerbung
trillern: ein Lied trillern (singen, pfeifen); der
Triller; die Trillerpfeife
Trilli •ar-de lat., die: -, -n (tausend Trillionen);
die Trillion (eine Million Billionen)
Trilogie griech., die: -, Trilogien (Folge von
drei zusammenhängenden Werken)
trimmen: einen Hund trimmen (scheren) -
sich für einen Wettkampf trimmen (körper¬
lich fit machen) - die Ladung ist gut ge¬
trimmt (verstaut); die Trimmaktion; der
Trimm-dich-Pfad; die Trimmung; die Trim¬
mungsvorrichtung
trinken: du trinkst, er trank, sie hat getrun¬
ken, trink(e)!; Tee trinken - jemandem zu
357
Tropf
trinken geben - er trinkt (er ist Alkoholiker);
trinkbar; der Trinkbecher; der Trinker; die
Trinkerej; die Trinkerin; trinkfest; die
Trinkfestigkeit; die Trinkflasche; trinkfreu¬
dig; das Trinkgefäß; das Trinkgelage; das
Trinkgeld; das Trinkglas; der Trinkhalm; die
Trinkkur; das Trinklied; die Trinkmilch; die
Trinkschale; der Trinkspruch; das Trink¬
wasser; —► Trank, Trunk
Trio ital., das: -s, -s (Musikstück für drei ver¬
schiedene Instrumente, Gruppe von drei
Musikern bzw. drei Personen)
Trjp engl., der: -s, -s; einen Trip (kurzen Aus¬
flug) nach Italien planen - auf einem Trip
(Rauschzustand nach der Einnahme von
Drogen) sein
trippeln: (mit kleinen Schritten schnell ge¬
hen, tänzeln) # dribbeln
Trjp per, der: -s, - (Geschlechtskrankheit); ei¬
nen Tripper haben
trjst franz.: eine triste (traurige) Geschichte -
eine triste (trostlose, öde) Landschaft; die
Tristheit
Trjtt, der: -(e)s, -e; einen falschen Tritt (Schritt)
machen - jemandem einen kräftigen Tritt
(Stoß mit dem Fuß) geben - im gleichen
Schritt und Tritt (im Gleichschritt) - Tritte
(Abdrücke) im Sand - Tritt fassen (sich wie¬
der zurechtfinden) - einen Tritt bekommen
(fortgejagt, entlassen werden); die Tritt¬
bremse; das Trittbrett; trittfest; trittsicher;
die Trittsicherheit; —► treten
Triumph lat., der: -(e)s, -e; einen Triumph (Er¬
folg) erringen - Triumph (Siegesfreude)
zeigte sich in seinem Gesicht; triumphal:
ein triumphaler (großartiger) Empfang; der
Triumphbogen; triumphieren (jubeln, sie¬
gen); der Triumphwagen; der Triumphzug
trivial lat. [triwial]: eine triviale (abgedro¬
schene, geistlose, gewöhnliche) Redensart;
die Trivialität; die Trivialliteratur; der Tri¬
vialroman
trocken: trocken (frei von Nässe, Feuchtig¬
keit) sein, werden - trocken (an trockener
Stelle) liegen - ein trockenes (dürres) Laub
- ein trockener Sommer (ohne Nieder¬
schläge) - trockenes (altbackenes) Brot es¬
sen - Brot trocken (ohne Wurst, Käse
o.Ä.) essen - sich trocken (ohne Seife) ra¬
sieren - eine trockene (nüchterne) Bemer¬
kung machen - einen trockenen Humor
haben - ein trockener (herber) Wein - er
hielt eine trockene (langweilige) Rede -
trocken Brot macht Wangen rot; aber: im
Trock(e)nen (auf trockenem Boden) sitzen -
auf dem Trockenen sitzen (ausgetrunken
haben, nicht mehr weiterkommen); die
Trockenbatterie; die Trockenblume; das
Trockendock; das Trockenfutter; die
Trockenhaube; die Trockenheit; trockenle¬
gen: ein Kind trockenlegen (mit frischen
Windeln versehen) - der Sumpf wurde
trockengelegt (entwässert); die Trocken¬
milch; das Trockenobst; die Trocken¬
presse; die Trockenrasur; trockenreiben
(durch Reiben trocknen); trockenschleu¬
dern (durch Schleudern trocknen); die
Trockenübung; die Trockenwäsche; die
Trockenzeit; trocknen; der Trockner; die
Trocknung
Trod-del, die: -, -n (Quaste) # Trottel
Trödel, der: -s (alter Kram, unbrauchbares
Zeug); die Trödelbude; die Trödelei (Lang¬
samkeit); der Trödelkram; der Trödelladen;
der Trödelmarkt; trödeln (Zeit verschwen¬
den, langsam sein); die Trödelware; der
Trödler (Altwarenhändler, Bummler); die
Trödlerin
Trog, der: -(e)s, Tröge (großes, meist längliches
Gefäß)
Troika russ., die: -, -s (russisches Dreige¬
spann)
trol len, sich: (Weggehen, sich davonma¬
chen); troll dich!; der Troll (gespenstisches
Wesen, Kobold)
trommeln: mit der Faust gegen die Tür trom¬
meln (rasch hintereinander schlagen) - Re¬
gen trommelt (klopft heftig) auf das Dach -
jemanden aus dem Schlaf trommeln (ihn
unsanft wecken); die Trommel: die Trom¬
mel für etwas rühren (Reklame machen);
das Trommelfell; das Trommelfeuer; der
Trommler; die Trommlerin
Trompete franz., die: -, -n (Blechblasinstru¬
ment); trompeten; der Trompetenstoß; der
Trompeter; die Trompeterin
Tropen Mz., die: - (heiße Zone zwischen den
Wendekreisen); der Tropenanzug; das Tro¬
penfieber; der Tropenhelm; das Tropen¬
klima; tropisch
Tropf, der: -(e)s, Tröpfe; er ist ein Tropf (be¬
dauernswerter, einfältiger Mensch)
tropfen
358
tropfen: Wasser tropft (fällt in einzelnen
Tropfen) auf den Boden - der Wasserhahn
tropft - Blut tropft aus der Wunde; der
Tropf, die Tropfe: der Kranke hängt am
Tropf (Infusionsgerät); das Tröpfchen;
tröpfchenweise; tröpfeln: es tröpfelt (reg¬
net in kleinen Tropfen); der Tropfen: ein
Tropfen auf dem heißen Stein (viel zu we¬
nig) sein - steter Tropfen höhlt den Stein;
tropfenförmig; tropfenweise; die Tropf¬
infusion (Zufuhr von Nährflüssigkeit);
tropfnass: seine tropfnasse Hose auszie-
hen; die Tropfsteinhöhle
Trophäe griech., die: -, -n (Siegeszeichen,
Beute)
Tross franz., der: -es, -e (Transportgruppe, Ge¬
folge); der Trossknecht
Trosse, die: -, -n (Drahtseil, starkes Tau)
trösten: deine Worte trösten mich (richten
mich auf); der Trost: jemandem Trost zu¬
sprechen - nicht recht bei Trost (nicht recht
bei Verstand) sein; trostbedürftig; der Trös¬
ter; die Trösterin; tröstlich; trostlos: eine
trostlose (verzweifelte) Lage - das ist eine
trostlose (öde, reizlose) Gegend; die Trost¬
losigkeit; das Trostpflaster; der Trostpreis;
trostreich; die Tröstung; trostvoll; die
Trostworte Mz.: Trostworte sprechen
Trott, der: -(e)s, -e (langsamer, schwerfälliger
Gang); immer der gleiche Trott (immer der
gleiche Ablauf)! - er verfällt wieder in den
alten Trott (in die alten Gewohnheiten); der
Trottel (Dummkopf, Narr) # Troddel; trot¬
telhaft; die Trottelhaftigkeit; trott(e)lig; die
Trotteligkeit; trotteln: er trottelt (geht lang¬
sam und unaufmerksam) hinter mir her;
trotten: müde trottet (geht schwerfällig) er
von der Arbeit heim
Trottoir franz. [trotoar], das: -s, -e/-s (Bürger¬
steig, Gehweg)
trotz: trotz (ungeachtet) des schönen Wet-
ters/dem schönen Wetter bleiben wir zu
Hause - trotz Regen und Sturm - trotz al¬
lem - trotz all(e)dem; der Trotz (Eigensinn);
das Trotzalter; trotzdem: trotzdem (den¬
noch) kam sie nicht; trotzen (aufbegehren);
trotzig (widerspenstig); der Trotzkopf
(Dickkopf), trotzköpfig; die Trotzphase;
die Trotzreaktion
trübe: ein trüber (bedeckter) Himmel - das
Glas ist trüb (nicht klar, schmutzig) - ein
trüber (regnerischer) Abend - es herrscht
eine trübe (gedrückte) Stimmung - trübes
(unklares) Wasser - trübe (ungünstige) Zei¬
ten - eine trübe Tasse (langweilige Person);
aber: im Trüben fischen (unklare Verhält¬
nisse zum eigenen Vorteil ausnutzen);
auch: trüb; trüben: die schlimme Nach¬
richt hat unsere Freude getrübt; die Trübsal:
Trübsal blasen (lustlos, traurig sein); trübse¬
lig: eine trübseljge (niederdrückende) Stim¬
mung; die Trübseligkeit; der Trübsinn;
trübsinnig; die Trübsinnigkeit; die Trübung
Trubel franz., der: -s; im Kaufhaus herrscht
ein großer Trubel (ein Durcheinander, Be¬
trieb)
Truchsess, der: -es, -e (für Küche und Tafel
zuständiger Beamter im Mittelalter)
trudeln: das Flugzeug trudelt zu Boden (geht
drehend nieder)
Trüffel franz., die: -n (Pilzart); die Trüffel¬
pastete; das Trüffelschwein
trügen: du trügst, er trog, sie hat getrogen,
trüg(e)!; der Schein trügt (täuscht); der Trug
(Täuschung): Lug und Trug; das Trugbild
(Fantasiebild); trügerisch: ein trügerischer
(unsicherer) Frieden; der Trugschluss (Irr¬
tum)
Truhe, die: -n (Kasten, Schrein); der
Truhendeckel
Trumm, das: -(e)s, Trümmer; ein Trumm (großes
Stück) Holz; die Trümmer Mz.: die Trüm¬
mer (Überreste) eines eingestürzten Hauses
- in Trümmern liegen (völlig zerstört sein) -
in Trümmer sinken (zerstört werden); das
Trümmerfeld; der Trümmerhaufen; die
Trümmerlandschaft; die Trümmerstätte
Trumpf lat., der: -(e)s, Trümpfe (gute Karte,
Vorteil); alle Trümpfe in der Hand haben
(die stärkere Stellung haben) - einen
Trumpf ausspielen (einen Vorteil geltend
machen); das Trumpfass; trumpfen; die
Trumpfkarte
Trunk, der: -(e)s, Trünke (das Trinken, Ge¬
tränk); trunken: trunken (betrunken, begeis¬
tert) vor Glück; der Trunkenbold (Alkoholi¬
ker); die Trunkenheit; die Trunksucht;
trunksüchtig; der/die Trunksüchtige; —►
trinken
Trupp franz. der: -s, -s; ein Trupp (eine Schar,
kleine Gruppe); die Truppe (Mannschaft,
militärischer Verband): von der schnellen
359
Tunfisch
Truppe (flink) sein; der Truppenabbau; der
Truppenführer; die Truppenparade; die
Truppenschau; die Truppenstärke; der
Truppentransport; der Truppenübungsplatz;
truppweise
Trust engl, [trast], der: -(e)s, -e/-s (Konzern,
Zusammenschluss mehrerer größerer Un¬
ternehmen); die Trustbildung
Truthahn, der: -(e)s, ...hähne (großer Hüh¬
nervögel); die Truthenne
Trutz, der: -es (Widerstand); Schutz und Trutz
(gegenseitiger Schutz und gemeinsamer
Widerstand); das Schutz-und-Trutz-Bünd-
nis; die Trutzburg; trutzig (trotzig)
Tsaziki griech., der/das: -s, -s; —► Zaziki
Tschako ungar., der: -s, -s (Polizeihelm, Kopf¬
bedeckung)
tschau!: (Abschiedsgruß); auch: ciao
Tschechien: -s (Staat in Europa); der Tsche¬
che; die Tschechin; tschechisch
tschjlpen: der Sperling tschilpt (gibt kurze,
hohe Laute von sich); auch: schilpen
tschüs!: tschüs (auf Wiedersehen) sagen;
auch: tschüss!
Tsd. = das Tausend
T-Shirt engl, [tjschört], das: -s, -s (kragenloses
Hemd mit kurzen Ärmeln)
T-Träger, der: -s, - (T-förmiger Stahlträger)
TU = Technische Universität (München)
Tuba lat., die: Tuben (Blechblasinstrument)
Tube lat., die: -n (röhrenförmiger Behälter);
auf die Tube drücken (sich beeilen)
Tuberkel lat., der: -s, - (Geschwulst); der
Tuberkelbazillus; tuberkulös; die Tuber¬
kulose (Tb, Tbc) (Lungenkrankheit, Schwind¬
sucht); tuberkulosekrank; der/die Tuber¬
kulosekranke
Tuch, das: -(e)s, -e; ein Stück Tuch (Stoff); ein
Anzug aus feinem Tuch (Stoff); die Tuch¬
fabrik; die Tuchfühlung: mit jemandem
Tuchfühlung (Verbindung) aufnehmen
Tuch, das: -(e)s, Tücher; ein Tuch zum Abwi¬
schen - sich ein Tuch um den Hals binden;
das Tüchlein
tüch tig: tüchtig (geschickt, fähig) sein - sich
tüchtig (sehr) anstrengen - eine tüchtige
(gehörige) Portion Mut; der/die Tüchtige;
die Tüchtigkeit
Tücke, die: -, -n (Hinterlist, Verschlagenheit);
mit List und Tücke (mit viel Geschick und
Schläue) - seine Tücken haben (kompliziert
sein); tückisch: eine tückische (heimtücki¬
sche, gefährliche) Krankheit
tuckern: das Boot tuckert (rattert, knattert) in
den Hafen
Tuff ital., der: -s, -e (Vulkangestein); der Tuff¬
stein; der Tufffelsen; auch: der Tuff-Felsen
tüf teln: (sich ausdauernd mit etwas Schwieri¬
gem beschäftigen); die Tüftelarbeit; die
Tüftelei; der Tüft(e)ler
Tugend; die: -, -en (Anstand, Sittenstrenge);
der Tugendbold (jemand, der sich beson¬
ders tugendhaft gibt); tugendhaft; die Tu¬
gendhaftigkeit; der Tugendheld; tugend-
sam; der Tugendwächter
Tüll franz., der: -s (gitterartiges Gewebe); die
Tüllgardine; der Tüllschleier
Tulpe pers., die: -, -n (Blume); du bist vielleicht
eine Tulpe (ein sonderbarer Mensch)!; das
Tulpenbeet; die Tulpenzwiebel
tumb: (einfältig, naiv); die Tumbheit
Tum-ba span., die: -, -s (große Trommel)
tummeln: die Kinder tummeln sich (toben)
im Wasser - sich tummeln (sich beeilen);
der Tummelplatz
Tummler, der: -s, - (Delphin)
Tumor lat., der: -s, Tumoren (Geschwulst)
Tümpel, der: -s, - (kleiner, meist sumpfiger
Teich)
Tumult lat., der: -(e)s, -e (Unruhe, Aufruhr,
Verwirrung)
tun: du tust, er tat, sie hat getan, tu(e)!; seine
Arbeit tun (verrichten) - es muss etwas ge¬
tan (es muss gehandelt) werden - was tun?
- hier tut (ereignet) sich nichts - der Hund
tut (macht) dir nichts - was tut's (was scha¬
det es)? - so tun als ob (heucheln) - mit je¬
mandem nichts zu tun haben wollen (ihn
meiden) - es mit jemandem zu tun bekom¬
men (von ihm zur Rechenschaft gezogen
werden); das Tun: sein Tun und Treiben
(seine Handlungsweise) ist mir verdächtig -
das Tun und Lassen; der Tunichtgut (Tauge¬
nichts); tunlich: es ist nicht tunlich (ratsam,
sinnvoll); tunlichst: das sollst du tunlichst
(möglichst) vermeiden; das Tu(n)wort
(Sprachlehre: Zeitwort, Verb)
tünchen: die Wand tünchen (weißen, strei¬
chen); die Tünche (Kalkfarbe); der Tüncher
Tundra (Tundra) russ., die: -, Tundren
(baumlose Kältesteppe)
Tunfisch griech., der: -(e)s, -e; —► Thunfisch
Tuning
360
Tuning engl, [tjuning], das: -s (nachträgliche
Steigerung der Leistung eines Kfz-Motors);
tunen; der Tuner (Empfangsgerät)
Tunke, die: -n (Soße); tunken: Brot in die
Soße tunken (eintauchen)
Tunnel eng/., der: -s, -/-s (unterirdischer Ver¬
kehrsweg, Unterführung)
tupfen: den Schweiß von der Stirn tupfen
(entfernen) - ein getupftes Kleid tragen -
Puder auf die Wunde tupfen (vorsichtig ge¬
ben); das Tüpfelchen: das Tüpfelchen auf
dem i - das i-Tüpfelchen - bis aufs Tüpfel¬
chen (genauestens); der Tupfen (rundlicher
Fleck, Punkt); der Tupfer: ein Tupfer
(Bausch) Watte
Tür, die: -, -en; auch: die Türe; die Tür
schließen - von Tür zu Tür gehen - er
kommt zur Tür herein - hinter verschlosse¬
nen Türen (geheim) - zwischen Tür und
Angel (in Eile, flüchtig zusammentreffend)
- jemandem die Tür ein rennen (ständig mit
einem Wunsch zu ihm kommen) - offene
Türen finden (gut aufgenommen werden) -
jemandem die Tür weisen (ihn abweisen) -
jemanden zur Türe hinausbefördern (ihn
hinauswerfen) - mit der Türe ins Haus fal¬
len (sein Anliegen ohne Umschweife Vor¬
bringen); die Türangel; der Türdrücker; der
Türflügel; der Türgriff; die Türklinke; der
Türöffner; der Türrahmen; der Türriegel;
das Türschild; das Türschloss; die Tür¬
schwelle; der Türspalt; der Türvorleger
(Fußabstreifer)
Turban pers., der: -s, -e (orientalische Kopf¬
bedeckung)
Turbine (ranz., die: -n (Maschine zum Er¬
zeugen einer Drehbewegung); der Turbi¬
nenantrieb; der Turbo (Turbolader); der Tur¬
bomotor
turbulent lat.: heute geht es wieder turbu¬
lent (unruhig, wild, stürmisch) zu - ein tur¬
bulenter (aufregender) Tag; die Turbulenz
Türkei, die: - (Staat in Klemasien und Südost¬
europa); der Türke; die Türkin; türkisch:
die türkische Sprache; aber: auf Türkisch
Türkis franz., der: -es, -e (Edelstein); türkis
(blaugrün); türkisfarben; auch: türkisfarbig
Turm, der: -(e)s, Türme (hoch aufragendes
Bauwerk); auf einen Turm steigen - der
Turm einer Burg; der Turmbau; das Türm¬
chen; türmen: Bücher auf den Tisch tür¬
men (stapeln) - der Müll türmt sich auf der
Straße - der Verbrecher türmte (floh) nach
dem Überfall; der Türmer (Turmwächter);
der Turmfalke; turmhoch; das Turmsprin¬
gen; die Turmuhr; der Turmwächter
turnen: (sich sportlich betätigen); am Reck tur¬
nen; der Turnanzug; das Turnen; der Turner;
die Turnerin; turnerisch; die Turnerschaft;
das Turnfest; das Turngerät; die Turnhalle;
das Turnhemd,^die Turnhose; der Turnleh¬
rer; die Turnlehrerin; der Turnschuh; die
Turnstunde; die Turnübung; der Turnunter¬
richt; der Turnverein; das Turnzeug
Turnier franz., das: -s, -e (Wettkampf, früher:
Ritterkampfspiel)
Turnus griech., der: -, -se; im Turnus (in der
festgelegten Reihenfolge, im regelmäßigen
Wechsel); turnusgemäß; turnusmäßig
turteln: (Zärtlichkeiten austauschen, sich
verliebt verhalten); die Turteltaube (Tau¬
benart)
Tusch, der: -(e)s, -e (Musikbegleitung bei ei¬
nem Hochruf); die Musikkapelle spielt ei¬
nen Tusch
Tu-sehe franz., die: -, -n (Zeichentinte); tu¬
schen; die Tuschfarbe; der Tuschkasten;
die Tuschzeichnung # Dusche
tu-schein: miteinander tuscheln (heimlich flüs¬
tern) - jemandem etwas ins Ohr tuscheln;
die Tuschelei
Tü te, d ie: -, -n (Papierbeutel); eine Tüte Bon¬
bons - Tüten kleben (im Gefängnis sitzen)
- nicht in die Tüte (nicht infrage) kommen
tuten: (hupen, trompeten); von Tuten und
Blasen keine Ahnung haben (von einer Sa-
##che nichts verstehen); die Tute
TUV = Technischer Überwachungs-Verein
TV = Television (Fernsehen); Turnverein
Tweed engl, [twit], der: -s, -s/-e (Gewebeart,
Wollstoff)
Twen engl., der: -(s), -s (Jugendliche(r) Anfang
zwanzig)
Twjn-set engl., das/der: -(s), -s (kragenloser
Pullover mit dazugehöriger Jacke)
Twjst engl., der: -(e)s, -e (Garn)
Twjst amerik., der: -s, -s (Modetanz); twisten
Typ griech., der: -s, -en (Modell, Muster, Bau¬
art, Gattung); der Typ: einen Typen (Kerl,
Mann) kennen lernen; die Type: die Typen
(Druckbuchstaben, Lettern) reinigen - das
ist vielleicht eine Type (ein eigenartiger
361
überbraten
Mensch)!; typisch: das ist typisch (bezeich¬
nend, charakteristisch) für sie; typisieren;
die Typisierung; der Typus (Typ)
Typhus griech., der: - (Infektionskrankheit);
die Typhuserkrankung
Ty-po-gra-fie griechv die: Typografien
(Buchdruckerkunst); auch: die Typographie
Tyrann griechder: -en, -en (Gewaltherr¬
scher, selbstsüchtiger Mensch); die Tyran¬
nei (Schreckensherrschaft); die Tyrannen¬
herrschaft; das Tyrannentum; tyran¬
nisch; tyrannisieren (quälen, knechten);
die Tyrannisierung
u
u. = und
u.a. = und and(e)re, und and(e)res; unter an¬
derem
u.Ä. = und Ähnliche(s)
U-Bahn, die: -, -en (Untergrundbahn); der
U-Bahnhof; die U-Bahn-Station; der U-Bahn-
Tunnel
übel: übler, am übelsten; einen üblen
(schlechten) Ruf haben - üble (böse) Ver¬
leumdungen - ein übler (unangenehmer,
widerlicher) Geruch - nicht übel (nicht
schlecht, eigentlich recht gut) - jemandem
übel (arg) mitspielen - er hat ihn übel
(schlimm) zugerichtet - er ist übel gelaunt¬
em übel gelaunter Mensch - übel gesinnt
sein - jemandem etwas übel nehmen
(nachtragen, ankreiden) - übel riechen -
übel wollen - etwas übel zurichten - ihm
wird übel (er muss sich erbrechen) - übel
dran sein (in einer schwierigen Lage sein) -
nicht übel Lust haben etwas zu tun (nicht
abgeneigt sein etwas zu tun); aber: nichts
Übles getan haben; das Übel: ein Übel (ei¬
nen Missstand) beseitigen - alles Übel
(Böse) dieser Welt - zu allem Übel (noch
obendrein) - das Übel an der Wurzel fas¬
sen/packen (etwas Böses von seiner Ursa¬
che her angehen) - von Übel (schlecht)
sein; die Übelkeit (Unwohlsein, Schwin¬
del); übellaunig; der Übelstand (Miss¬
stand); die Übeltat (Missetat, Verbrechen);
der Übeltäter; die Übeltäterin
üben: auf dem Klavier üben - Gerechtigkeit
üben (gerecht sein) - sich in Geduld üben
(geduldig sein) - Rache üben (sich rächen);
die Übung: Übung macht den Meister; die
Übungsarbeit; das Übungsbuch; übungs¬
halber; der Übungsplatz
über: über eine Stadt fliegen - über ein Jahr -
sie ist schon über 16 Jahre - sie ist mir über
(überlegen) - über dem Durchschnitt liegen
- eine Rechnung über 100 Mark - über
Weihnachten verreisen - eine Stadt mit
über einer Million Einwohnern - den
ganzen Tag über; aber: tagsüber - über
kurz oder lang - über und über (sehr, völlig)
- über allem - über Kreuz - über einen
Witz lachen - es über sich bringen (sich
dazu überwinden können)
überall: überall (an allen Orten) kann ich
nicht sein - überall und nirgends (an kei¬
nem bestimmten Ort); überallher;
überallhjn; aber: überall hingehen
überanstrengen: er hat sich bei der Arbeit
überanstrengt; die Überanstrengung
überantworten: jemandem eine schwie¬
rige Aufgabe überantworten (übertragen,
anvertrauen) - er wurde dem Gericht über¬
antwortet (übergeben); die Überantwortung
überarbeiten: einen Aufsatz überarbeiten
(verbessern) - sich überarbeiten; die Über¬
arbeitung
überaus: überaus (sehr, übertrieben) freund¬
lich sein
ü ber be an spru chen: er ist völlig überbe¬
ansprucht (überlastet); die Überbeanspru¬
chung
ü ber be las ten: (zu stark belasten); die
Überbelastung
überbelegen: das Hotel war überbelegt;
die Überbelegung
überbewerten: (zu hoch bewerten); die
Überbewertung
überbezahlen: (zu hoch bezahlen); auch:
überzahlen: das hast du überzahlt; die
Überbezahlung
überbleiben: (übrig bleiben); es bleibt
nicht viel über; das Überbleibsel (Rest)
überbljcken: von einem Hügel aus die
Stadt überblicken (übersehen) - er kann die
Lage nicht mehr überblicken (über¬
schauen, kontrollieren); der Überblick
überbraten: jemandem eins überbraten
(ihm einen Schlag, Hieb versetzen)
T
N -< X ^ < C
überbringen
362
überbrjngen: eine gute Nachricht über¬
bringen; der Überbringer; die Überbringe¬
rin; die Überbringung
überbrücken: der Fluss wurde überbrückt
- nicht alle Gegensätze lassen sich über¬
brücken (ausgleichen); überbrückbar; die
Überbrückung; der Überbrückungskredit
überdachen: ein überdachter Vorbau; das
Überdach; die Überdachung
ü ber dau ern: das Bauwerk hat viele Jahr¬
hunderte überdauert (überstanden)
überdenken: (über etwas nachdenken)
überdeutlich: (überaus, sehr deutlich)
überdies (überdies): überdies (außerdem)
habe ich keine Zeit
ü ber di men si o nal: (überaus groß); über¬
dimensioniert; die Überdimensionierung
Ü ber druck, der: -(e)s, ...drücke (zu starker
Druck); die Überdruckkabine; das Über¬
druckventil
Überdruss, der: -es (Abneigung, Wider¬
wille, Übersättigung); überdrüssig: einer
Sache überdrüssig sein (genug davon ha¬
ben)
ü ber durch schnitt lich: er bringt über¬
durchschnittliche (ausgezeichnete) Leistun-
.. 8en
Übereifer, der: -s (allzu großer Eifer); über¬
eifrig
übereignen: das Grundstück wurde ihr
übereignet (übergeben); die Übereignung
übereilen: eine Sache übereilen (überstür¬
zen); übereilig; die Übereilung
ü ber ei nan der (ü ber ein an der) die
Bücher liegen übereinander - übereinan¬
der (über andere und sich) reden, sprechen
- etwas übereinander legen - die Beine
übereinander schlagen - Wörter überei¬
nander schreiben
Ü ber ein kom men, das: -s, - (Abmachung,
Vertrag); ein Übereinkommen treffen; Über¬
einkommen (sich einigen); die Überein¬
kunft
ü-ber-ein-stim-men: (einer Meinung sein);
übereinstimmend (einhellig); die Überein¬
stimmung
überfahren: er hat ein Halteschild überfah¬
ren - das Kind ist überfahren worden - er
hat sich von einem Verkäufer überfahren
(überrumpeln) lassen; die Überfahrt; die
Überfahrtszeit
überfallen: sie wurde auf der Straße über¬
fallen (plötzlich angegriffen) - ihn überfällt
(überkommt) Müdigkeit; der Überfall, die
Überfälle; überfällig: der Bus ist längst
überfällig (er hat Verspätung); das Überfall¬
kommando
überfliegen: die Berge überfliegen - er hat
das Buch nur überflogen (flüchtig gelesen);
der Überflieger (jemand, der besonders be¬
gabt oder tüchtig ist); der Überflug
überfließen: die Milch ist übergeflossen
(übergelaufen); der Überfluss (Reichtum,
Überangebot): zu allem Überfluss (oben¬
drein); die Überflussgesellschaft; überflüs¬
sig: ich komme mir völlig überflüssig (nutz¬
los, entbehrlich) vor - überflüssig wie ein
Kropf (völlig überflüssig); überflüssiger¬
weise
überflügeln: jemanden überflügeln (über¬
treffen) wollen; die Überflüg(e)lung
überfluten: das Land wurde überflutet
(überschwemmt); die Überflutung
überfordern: die Arbeit hat ihn völlig über¬
fordert (überbeansprucht, strapaziert); die
Überforderung
überführen: der Patient wird in die Klinik
überführt (gebracht); aber: jemanden eines
Verbrechens überführen (ihm ein Verbre¬
chen nachweisen); die Überführung (Brü¬
cke, Transport)
ü ber fül len: der Saal war überfüllt (zu voll);
die Überfülle (allzu große Menge); die
Überfüllung
Übergang, der: -(e)s, Übergänge; ein Über¬
gang über den Fluss - der Übergang des Ta¬
ges in die Nacht - einen Übergang (eine
Überleitung) von einem Thema zum ande¬
ren suchen - ein Übergang (gesicherter
Weg) für Fußgänger; die Übergangsbestim¬
mung; die Übergangslösung; der Über¬
gangsmantel; die Übergangsregelung; das
Übergangsstadium; die Übergangsstelle;
die Übergangszeit
übergeben: er hat seinem Sohn die Leitung
der Firma übergeben (übertragen) - ein Pa¬
ket übergeben (aushändigen) - den Belage¬
rern wurde die Stadt übergeben (ausgelie¬
fert) - sie musste sich übergeben (sich
erbrechen); die Übergabe: die Übergabe
eines Amtes
übergehen: zum Angriff übergehen (angrei-
363
Übermacht
fen) - er ist zu einer anderen Partei überge¬
gangen (übergewechselt) - das Haus ist in
meinen Besitz übergegangen; aber: über¬
gehen (nicht berücksichtigen): er wurde bei
der Bewerbung übergangen - er hat ihn
einfach übergangen (nicht beachtet); die
Übergehung
übergenau: (allzu genau)
U ber ge päck, das: -(e)s (Gepäck mit Über¬
gewicht)
Übergewicht, das: -(e)s; Übergewicht (ein
zu großes Gewicht) haben - Übergewicht
bekommen (das Gleichgewicht verlieren);
übergewichtig
übergießen: sich mit kaltem oder heißem
Wasser übergießen; der Überguss
überglücklich: überglücklich (überaus glück¬
lich) sein
übergreifen: das Feuer griff auf andere Ge¬
bäude über; der Übergriff (unrechtmäßiges
Eingreifen)
übergroß: eine übergroße (gewaltige) Last;
die Übergröße
überhaben: etwas überhaben (mehr als ge¬
nug davon haben, etwas übrig haben) - sie
hat die Süßigkeiten über (sie hat sie satt)
überhand: die Überfälle nehmen überhand
(greifen um sich, breiten sich aus) - über¬
hand nehmen; die Überhandnahme
Überhängen: sich die Jacke Überhängen
(über die Schultern hängen) - ein überhän¬
gendes (überstehendes) Dach; der Über¬
hang (über das notwendige Maß hinausge¬
hende Menge)
überhasten: überhastet (übereilt, über¬
stürzt) handeln; die Überhastung
überhäufen: er überhäufte (überschüttete)
sie mit Geschenken - jemanden mit Vor¬
würfen überhäufen; die Überhäufung
überhaupt: überhaupt (eigentlich) gehört
sich das nicht! - arbeitet sie überhaupt et¬
was? - davon kann überhaupt nicht (ganz
und gar nicht) die Rede sein - das ist über¬
haupt (gar) nicht wahr!
überheblich: eine überhebliche (herablas¬
sende, hochmütige) Antwort geben; die
Überheblichkeit
überheizen: ein überheizter Raum; über-
hjtzen; die Überhjtzung
überholen: andere Autos überholen - er
hat in seinen Leistungen alle anderen über¬
holt (übertroffen) - sein Auto überholen
(überprüfen, erneuern) lassen - das ist
längst überholt (unmodern, veraltet); das
Überholmanöver; die Überholspur; die
Überholung (Ausbesserung, Überprüfung);
überholungsbedürftig; das Überholverbot;
der Überholvorgang
überirdisch: sie hat überirdische (über¬
natürliche, übersinnliche) Kräfte - ein
überirdisches (nicht zur Erde gehöriges,
göttliches) Wesen
überkommen: überkommene (überlieferte)
Bräuche - Mitleid überkam (ergriff) sie
überlassen: jemanden seinem Schicksal
überlassen - ich möchte diese Entschei¬
dung meinen Eltern überlassen - sich selbst
überlassen (einsam, allein) sein
überlasten: ein total überlasteter (allzu sehr
beanspruchter) Arzt; überlastig (zu sehr be¬
laden); die Überlastung
überlaufen: die Milch im Topf ist überge¬
laufen (übergeflossen) - er ist zu den Fein¬
den übergelaufen (er ist desertiert); aber: es
überläuft mich kalt (ich erschrecke sehr) -
die Stadt ist von Fremden völlig überlaufen
(es herrscht viel Betrieb); der Überlauf; der
Überläufer (Verräter, Fahnenflüchtiger); die
Überläuferin; das Überlaufrohr
überleben: das Unglück haben nur wenige
überlebt - das überlebe ich nicht (das kann
ich nicht ertragen)! - seine Vorstellungen
sind völlig überlebt (veraltet, altmodisch);
der/die Überlebende; die Überlebens¬
chance; überlebensgroß; der Überlebens¬
kampf; das Überlebenstraining
überlegen: ich muss nicht lange überlegen
(nachdenken) - ohne zu überlegen - sie ist
ihrer Schwester in Mathematik weit überle¬
gen (besser als sie) - überlegen (herablas¬
send) tun; aber: jemanden überlegen (übers
Knie legen); überlegt: überlegt (besonnen,
durchdacht) handeln; die Überlegenheit;
die Überlegung
überliefern: diese Sagen sind mündlich
überliefert - überlieferte (herkömmliche,
vererbte) Bräuche; die Überlieferung (Erbe,
Weitergabe)
überlisten: einen Gegner überlisten (durch
List täuschen); die Überlistung
überm: überm (über dem) Haus
Übermacht, die: - (Überlegenheit, Mehr-
N -< X
übermächtig
364
heit); übermächtig: ein übermächtiges
(allzu mächtiges) Verlangen haben
übermannen: er wurde vom Schlaf über-
mannt (überwältigt); übermannshoch
übermäßig: ein übermäßig (übertrieben)
hoher Preis; das Übermaß (ungewöhnlich
große Menge): ein Übermaß an Arbeit
übermenschlich: übermenschliche (ganz
gewaltige) Anstrengungen unternehmen;
der Übermensch
übermitteln: eine Nachricht übermitteln
(überbringen); die Übermittelung (Mel¬
dung, Lieferung)
übermorgen: übermorgen kommt er be¬
stimmt - übermorgen Abend
übermüdet: übermüdet schlief er ein; die
Übermüdung
übermütig: übermütig (ausgelassen, fröh¬
lich) sein - übermütige Kinder; der Über¬
mut: etwas aus lauter Übermut tun - Über¬
mut tut selten gut
übern: übern (über den) Zaun springen
übernächst...: im übernächsten Jahr; aber:
ich bin der Übernächste
übernachten: in einem Hotel übernachten;
übernächtig (unausgeschlafen); auch: über¬
nächtigt; die Übernachtung
übernatürlich: er hat übernatürliche
(nicht mehr mit dem Verstand zu er¬
klärende) Kräfte
übernehmen: er übernimmt gerne zusätzli¬
che Arbeiten - das Geschäft vom Vater
übernehmen - Verantwortung übernehmen
- sie hat sich völlig übernommen (sich zu
viel zugemutet) - übernehmt euch nur
nicht!; die Übernahme
überprüfen: eine Rechnung überprüfen;
überprüfbar; die Überprüfung
überqueren: die Straße zu Fuß überqueren
(passieren, überschreiten); die Überque¬
rung
überragen: der Kran überragt die Häuser
der Stadt - überragende (ausgezeichnete)
Leistungen - von überragender Bedeutung
überraschen: er wurde beim Diebstahl
überrascht (unerwartet angetroffen) - das
überrascht (verblüfft, erstaunt) mich sehr -
ein überraschender (unerwarteter Besuch);
überraschenderweise; die Überraschung;
der Überraschungseffekt; das Überra¬
schungsmoment; der Überraschungssieg
überreden: jemanden zum Mitmachen
überreden; die Überredung; die Überre¬
dungskunst
überreichen: er überreichte (gab) ihr ein
Geschenk; die Überreichung
überreizen: die Nerven überreizen (zu sehr
belasten und übermäßig erregen); die Über¬
reiztheit
Überrest, der: -(e)s, -e; die Überreste (letz¬
ten Reste) einer Burg - die sterblichen
Überreste (der Leichnam)
überrumpelnder hat mich mit seiner Frage
überrumpelt (überfallen, überrascht); die
Überrumpelung
überrunden: alle anderen Fahrer überrun¬
den - er hat alle Mitbewerber überrundet
(übertroffen); die Überrundung
übers: übers (über das) Jahr (nach einem Jahr)
- übers Wochenende (während des Wo¬
chenendes)
übersät: sein Gesicht ist übersät von (voll
von, dicht bedeckt mit) Narben - ein mit
Sternen übersäter Himmel
übersättigen: ein übersättigter Wohl¬
standsbürger; die Übersättigung
Ü berschallflug, der: -(e)s, ...flüge (Flug
mit Überschallgeschwindigkeit); das Über¬
schallflugzeug
überschatten: seine Freude wurde von ei¬
ner traurigen Nachricht überschattet (ge¬
trübt, gedämpft); die Überschattung
überschätzen: seine Kräfte überschätzen
(zu hoch einschätzen) - du überschätzt
dich vollkommen; die Überschätzung
überschauen: die Stadt von einem Hügel
aus überschauen (überblicken) - er kann
seine Schulden nicht mehr überschauen
(richtig einschätzen); die Überschau (Über¬
blick, Übersicht); überschaubar; die Über¬
schaubarkeit
ü berschäu men: der Sekt schäumt (fließt)
über - eine überschäumende (nicht zu zü¬
gelnde) Fröhlichkeit
ü ber schla gen: er hat sich mit dem Auto
überschlagen - seine Stimme überschlägt
sich - sich vor lauter Höflichkeit fast über¬
schlagen (äußerst höflich sein) - das Was¬
ser ist überschlagen (lauwarm) - eine Seite
im Buch überschlagen (auslassen) - den
Preis überschlagen (ungefähr ausrechnen)
- die Ereignisse überschlagen sich (folgen
Cs ICS
365
überstürzen
sehr dicht aufeinander); der Überschlag
(schnelle, ungefähre Berechnung); über¬
schlägig (ungefähr, annähernd); auch:
überschläglich; die Überschlagsrechnung
überschnappen: (durchdrehen, verrückt
werden)
ü ber schnei den: die Linien überschneiden
(kreuzen) sich - zwei Sendungen über¬
schneiden sich (treffen zeitlich zusammen);
die Überschneidung
überschreiben: ein Kapitel überschreiben
(mit einer Überschrift versehen) - den Kin¬
dern seinen Besitz überschreiben (überge¬
ben); die Überschreibung; die Überschrift
ü ber schrei ten: den Fluss an der engsten
Stelle überschreiten (überqueren) - Ge¬
setze überschreiten (übertreten) - das über¬
schreitet (übersteigt) meine Kräfte - die Ge¬
schwindigkeit überschreiten (schneller
fahren, als es erlaubt ist); die Überschrei-
tung
Überschuss, der: -es, Überschüsse (Ge¬
winn, Überfluss, Ertrag); überschüssig:
überschüssige (überflüssige) Kräfte haben;
die Überschussproduktion
überschütten: jemanden mit vielen Wor¬
ten überschütten (überhäufen); aber: sie hat
sich die Suppe übergeschüttet; die Über¬
schüttung
Überschwang, der: -(e)s (Ausgelassenheit,
Begeisterung); im Überschwang der Ge¬
fühle; überschwänglich: jemanden über¬
schwänglich (übertrieben) loben; die Über¬
schwänglichkeit
berschwappen: (überfließen, überlaufen)
berschwemmen: der Fluss hat Felder und
Wiesen überschwemmt (überflutet) -
ein Land mit Waren überschwemmen
(reichlich versehen); die Überschwem¬
mung; das Überschwemmungsgebiet; die
Überschwemmungskatastrophe
Übersee: (Länder jenseits des Ozeans); Wa¬
ren aus Übersee bekommen - von Übersee
- nach Übersee (Amerika) auswandern; der
Überseedampfer; der Überseehafen; der
Überseehandel; überseeisch: überseeische
Gebiete; der Überseeverkehr
übersehen: er übersieht keinen einzigen
Fehler - die Lage lässt sich noch nicht über¬
sehen (überblicken); übersehbar; Über¬
sicht
übersetzen: einen Text aus dem Englischen
übersetzen (übertragen); aber: mit dem
Schiff zum Festland übersetzen (hinüber¬
fahren); übersetzbar; die Übersetzbarkeit;
der Übersetzer; die Übersetzerin; die
Übersetzung: eine Übersetzung ins Fran¬
zösische - das Rad hat eine kleine Überset¬
zung (Bewegungsübertragung); der Über¬
setzungsfehler
Übersicht, die: -, -en; die Übersicht (den
Überblick) behalten; übersichtlich: eine
übersichtliche Tafelanschrift - das Gelände
ist übersichtlich; die Übersichtlichkeit; die
Übersichtskarte; die Übersichtstafel; -►
übersehen
übersiedeln: nach Berlin übersiedeln (zie¬
hen); die Übersiedelung; der Übersied¬
ler; die Übersiedlerin
ü ber sinn lieh: übersinnliche (übernatür¬
liche) Kräfte haben; die Übersinnlichkeit
überspannen: eine Brücke überspannt das
Tal - etwas mit Stoff überspannen - den Bo¬
gen überspannen (eine Sache zu weit trei¬
ben) - überspannte (ausgefallene, ver¬
rückte) Ansichten haben; die Überspannt¬
heit
überspjtzt: überspitzt (übertrieben) formu¬
lieren; die Überspitztheit; die Überspit¬
zung
überspringen: ein Hindernis überspringen
- er übersprang (überblätterte) einige Sei¬
ten im Buch
überstehen: er hat die Krankheit gut über¬
standen (überwunden, ausgehalten); aber:
er lässt das Brett ein wenig überstehen; der
Überstand (das Vorstehen); überständig
(längst überholt, veraltet)
übersteigen: einen Zaun übersteigen (über
ihn klettern) - das übersteigt (übertrifft) alle
Erwartungen; übersteigbar; übersteigern;
die Übersteigerung; die Übersteigung;
überstiegen: überstiegene (überspannte)
Forderungen stellen
überstimmen: von der Mehrheit über¬
stimmt werden; die Überstimmung
Überstunde, die: -, -n (eine über die regel¬
mäßige Arbeitszeit hinaus geleistete Ar¬
beitsstunde); Überstunden machen; der
Überstundenzuschlag
überstürzen: überstürze (übereile) nichts!
- überstürzt handeln - die Nachrichten
Überstürzung
366
überstürzten (überschlugen) sich; die Über-
stürzung
überteuern: eine überteuerte (übermäßig
teuer gemachte) Ware; die Überteuerung
übertölpeln: jemanden übertölpeln (überlis¬
ten, betrügen); die Übertölp(e)lung
übertragen: jemandem eine Aufgabe über¬
tragen - eine ansteckende Krankheit wurde
übertragen - das Fußballspiel wurde nicht
übertragen (gesendet) - die übertragene
(bildliche) Bedeutung eines Wortes - einen
Roman aus dem Englischen ins Deutsche
übertragen (übersetzen); der Übertrag, die
Überträge; übertragbar: eine übertragbare
(ansteckende) Krankheit; die Übertragbar¬
keit; die Übertragung
ü ber tref fen: sich selbst übertreffen (über¬
bieten) - das übertrifft (übersteigt) alle Er¬
wartungen
übertreiben: er hat maßlos übertrieben
(aufgebauscht, dick aufgetragen) - übertrie¬
ben (maßlos) vorsichtig sein; die Übertrei¬
bung
übertreten: ein Gesetz übertreten (nicht
beachten); aber: zu einem anderen Glau¬
ben übertreten - er ist beim Weitsprung
übergetreten; die Übertretung; der Über¬
tritt
übervölkert: ein übervölkertes (zu dicht be¬
wohntes) Land; auch: überbevölkert; die
Überbevölkerung; die Übervölkerung
übervoll: ein übervolles (übermäßig volles)
Glas
überwachen: die Gefangenen überwachen
(beaufsichtigen); die Überwachung; der
Überwachungsdienst; das Überwachungs¬
system
überwältigen: einen Dieb überwältigen
(gefangen nehmen) - die Freude überwäl¬
tigte ihn - ein überwältigender (unvergess¬
licher, außergewöhnlicher) Anblick - die
Künstlerin bekam einen überwältigenden
Beifall; die Überwältigung
überweisen: jemandem Geld überweisen
(durch die Bank o.Ä. senden) - der Patient
wurde ins Krankenhaus überwiesen (ge¬
schickt); die Überweisung; der Überwei¬
sungsschein
überwiegen: die Vorteile überwiegen
(zählen mehr) - das Wetter war überwie¬
gend (vorwiegend) trocken
überwjnden: er konnte sich nicht überwin¬
den (sich aufraffen, entschließen) aufzuste¬
hen - sich überwinden (etwas tun, obwohl
es einem nicht leicht fällt); überwindbar;
die Überwindung
überwjntern: die Zugvögel überwintern
nicht bei uns; die Überwinterung
Überzahl, die: -; die Frauen waren in der
Überzahl (in größerer Zahl); überzahlen
(zu hoch bezahlen); auch: überbezahlen;
überzählig (zu viel, übrig)
ü ber zeu gen: ec konnte den Richter von sei¬
ner Unschuld überzeugen - er überzeugte
(vergewisserte) sich - ein überzeugender
(glaubhafter) Beweis; die Überzeugung;
die Überzeugungsarbeit; der Überzeu¬
gungstäter
überziehen: ein Kleidungsstück überzie¬
hen (anziehen) - jemandem eins überzie¬
hen (ihm einen Schlag, Hieb versetzen);
aber: sein Kontp überzjehen (zu viel abhe¬
ben) - die Betten frisch überziehen - die
Zeit überziehen (überschreiten); der Über¬
zieher (leichter Herrenmantel); die Über¬
ziehungszinsen Mz.; der Überzug: ein
Überzug (Belag) aus Schokolade
üblich: das ist bei uns so üblich (gebräuch¬
lich, normal) - sie kam wie üblich (wie ge¬
wohnt) mit ihrem Auto - die übliche Zeit;
aber: das Übliche; üblicherweise
U-Boot, das: -(e)s, -e (Unterseeboot); der
U-Boot-Krieg
übrig: etwas übrig behalten - dir wird nichts
anderes übrig bleiben - etwas übrig lassen
- von dem Kuchen ist nichts übrig - für an¬
dere etwas übrig haben (Sympathie für sie
empfinden); aber: die Übrigen - das Übrige
- alles Übrige - ein Übriges tun - im Übri¬
gen; übrigens: übrigens (nebenbei be¬
merkt) wusste ich das längst
u. dgl. = und dergleichen
u.d.M. = unter dem Meeresspiegel; ü.d.M. =
über dem Meeresspiegel
u. E. = unseres Erachtens
Ufer, das: -s, - (Rand eines Gewässers); das
Ufer des Sees - ans andere Ufer fahren - zu
neuen Ufern aufbrechen (sich neuen Zielen
zuwenden); uferlos (endlos, unbeschränkt):
ins Uferlose gehen (kein Ende haben); die
Uferpromenade; die Uferstraße
u.ff. = und folgende (Seiten)
367
Umgebung
U FO (U fo), das: -(s), -s (unbekanntes Flug¬
objekt)
U-förmig: (in der Form eines u); auch: U-för-
mig
U-Haft = Untersuchungshaft
Uhr, die: -en; auf die Uhr sehen - rund um
die Uhr (Tag und Nacht) - wieviel Uhr ist
es? - um 12 Uhr mittags # der Ur; das Uhr¬
band; der Uhrmacher; die Uhrmacherin;
das Uhrwerk; der Uhrzeiger: im Uhrzei¬
gersinn (rechts herum); die Uhrzeit # Ur¬
zeit
Uhu, der; -s, -s (Nachtgreifvogel)
Ukraine, die: - (Staat in Osteuropa); der
Ukrainer; die Ukrainerin; ukrainisch
UKW = Ultrakurzwelle(n); der UKW-Sender
Ulk, der: -(e)s, -e; etwas aus Ulk (Spaß, Scherz)
machen; ulken; ulkig; die Ulknudel
Ulme lat., die: -n (Laubbaum); das
Ulmenblatt
Ultimatum lat., das: -s, -s/Ultimaten (letzte
Aufforderung); ultimatjv; ultimo (am letz¬
ten Tag des Monats)
ultra (ultra)... lat.: (jenseits, über das Nor¬
male hinaus); der Ultra (politischer Fanati¬
ker); ultrakurz; Ultrakurzwelle (UKW); der
Ultraschall (Schall, der mit dem menschli¬
chen Gehör nicht mehr wahrnehmbar ist);
ultraviolett (UV) (über dem violetten Licht)
um: sich um den Tisch setzen - um die Ecke
laufen - sich um jemanden sorgen - um et¬
was streiten - um Hilfe bitten - um Gottes
willen! - um vieles, nichts - Schritt um
Schritt - Jahr um Jahr - um deinetwillen -
um sein - um 9 Uhr - um und um - um
fünf Stunden weniger - um was geht es? -
er kam um dich zu sehen
umändern: sie lässt das neue Kleid umän¬
dern; die Umänderung
umarmen: sie umarmt ihre Freundin; die
Umarmung
umbauen: das Haus umbauen (baulich ver-
ändern); aber: das freie Grundstück um¬
bauen (durch Gebäude einschließen); der
Umbau
um blät tern: eine Seite im Buch umblättern
(Umschlägen)
umbringen: jemanden umbringen (töten) -
sich umbringen (das Leben nehmen)
Umbruch, der: -(e)s, Umbrüche (Änderung,
Umwandlung, Revolution)
umdrehen: den Schlüssel umdrehen - mit
dem Auto umdrehen (umkehren) - er hat
sich zum Abschied noch einmal umgedreht
(umgesehen); die Umdrehung (Drehung
um die eigene Achse); die Umdrehungs¬
zahl
Umdruck, der: -(e)s, -e (Vervielfältigungsver¬
fahren); Umdrucken
um ei nan der (um ein an der): sich um¬
einander (einer um den anderen) kümmern
- umeinander laufen
umfahren: ein Verkehrsschild umfahren
(Umstürzen); aber: ein Hindernis umfahren
(ihm ausweichen); die Umfahrt; die Um¬
fahrung (das Umfahren)
Umfallen: vor Müdigkeit umfallen (umsin¬
ken) - er ist bei der Wahl umgefallen (er hat
seine Meinung geändert) - plötzlich fiel sie
um (wurde sie ohnmächtig) - zum Umfal¬
len (sehr) müde sein; der Umfaller
umfangen: seinen Freund herzlich umfan¬
gen halten (umarmen); der Umfang: der
Umfang eines Kreises - das Buch hat einen
Umfang von 500 Seiten; umfänglich (aus¬
gedehnt, umfangreich); umfangmäßig; um¬
fangreich; die Umfangsberechnung
umfassen: einen Baum umfassen (um¬
schließen) - sie hat ein umfassendes (um¬
fangreiches) Geständnis abgelegt; die Um¬
fassung; die Umfassungsmauer
Umfeld, das: -(e)s, -er (Umgebung, Umwelt)
umformen: (eine andere Form geben); um¬
formulieren; die Umformung
Umfrage, die: -, -n; vor der Wahl eine Um¬
frage (Befragung) durchführen; das Umfra¬
geergebnis; Umfragen
umfrieden: sein Grundstück umfrieden
(umzäunen); die Umfriedung
Um-gang, der: -(e)s; er hat keinen guten
Umgang (gesellschaftlichen Verkehr); um¬
gänglich: er ist ein umgänglicher (verträg¬
licher, geselliger) Mensch; die Umgäng-
lichkeit; die Umgangsformen Mz. (Beneh¬
men); die Umgangssprache (Alltagsspra¬
che); umgangssprachlich (ugs.); der Um¬
gangston
umgarnen: jemanden zu umgarnen (bezau¬
bern) versuchen; die Umgarnung
Umgebung, die: -, -en (Umland, Umkreis);
die Umgebung einer Stadt - einen Ausflug
in die Umgebung (umliegende Landschaft)
umgeben
368
machen; umgeben: von Zuschauern umge¬
ben (umringt) sein - Stille umgibt mich -
die Decke mit einem Saum umgeben (ein¬
fassen)
umgehen: als Gespenst umgehen (erschei¬
nen, spuken) - ein Gerücht geht um (ist im
Umlauf) - mit jemandem freundlich umge¬
hen; aber: er umgeht ein Gesetz (befolgt es
nicht); umgehend (gleich, sofort); die Um¬
gehung; die Umgehungsstraße
umgrenzen: (von allen Seiten begrenzen);
die Umgrenzung
umhaben: ein Tuch umhaben
umhängen: Bilder umhängen (woanders
aufhängen) - sich einen Mantel umhängen
(Überhängen); der Umhang; die Umhänge¬
tasche
umher: (hierhin, dorthin; nach allen Seiten);
umherblicken; umherfahren; umhergehen;
umhergeistern; umherirren; umherjagen;
umherkriechen; umherlaufen; umher¬
reisen; umherschauen; umherschleichen;
umherstreunen; umherstrolchen; umher¬
tragen; umherwandern; umherziehen
um hjn kom men: er wird nicht umhinkom¬
men (nicht anders können); auch: um¬
hinkönnen
U/min: = Umdrehungen pro Minute
umkehren: auf halbem Wege umkehren -
mit dem Auto umkehren (umdrehen) - er
kehrt (wendet) die Taschen seiner Jacke
um; umgekehrt (im Gegenteil); die Um¬
kehr; umkehrbar; die Umkehrung
umklammern: er umklammert (hält kräftig)
meine Hände; die Umklammerung
umkleiden: sich für den Abend umkleiden
(umziehen); aber: ein Kästchen umkleiden
(verkleiden, überziehen); der Umkleide¬
raum; die Umkleidung
umkommen: in der Kälte umkommen (zu
Tode kommen, sterben)
Umkreis, der: -es, -e (Reichweite, Umge¬
bung); im Umkreis der Stadt; umkreisen;
die Umkreisung
Umlage, die: -, -n (Beitrag, Steuer)
umlagern: der Schauspieler war von Repor¬
tern umlagert (umgeben, umringt); die Um¬
lagerung
Umland, das: -(e)s (Umgebung)
umlaufen: er hat den Korb umgelaufen (um¬
gerannt); aber: sie hat den See umlaufen;
der Umlauf: falsches Geld in Umlauf brin¬
gen (verbreiten) - etwas in Umlauf bringen
(dafür sorgen, dass es bekannt wird) - im
Umlauf sein/in Umlauf kommen (weiter¬
gesagt, weitergegeben werden); die Um¬
laufbahn; die Umlaufgeschwindigkeit;
die Umlauf(s)zeit
Umlaut, der: -(e)s, -e (Sprachlehre: veränder¬
ter Selbstlaut: ä, ö, ü, äu)
umlegen: sich eine Kette umlegen (umhän¬
gen) - jemanden umlegen (erschießen);
die Umlegung*(planmäßige Verteilung auf
mehrere Personen)
umleiten: der Verkehr wird wegen Straßen¬
arbeiten umgeleitet; die Umleitung; das
Umleitungsschild
umliegend: (nahe, in der näheren Umge¬
bung); umliegende (benachbarte) Ortschaf¬
ten
umnachtet: er ist geistig umnachtet (ver¬
wirrt, wahnsinnig); die Umnachtung
umrahmen: die Feier wurde von Musik um¬
rahmt; die Umrahmung
umranden: (rundum mit einem Rand verse¬
hen); umrändern; die Umränderung; die
Umrandung
umreißen: er hat seinen Plan kurz umrissen
(knapp beschrieben); aber: einen Zaun
umreißen; der Umriss: der Umriss (die
äußeren Linien) des Hauses; die Umrissli¬
nie; die Umrisszeichnung
umringen: er wurde von Kindern umringt
(bedrängt, belagert)
ums: ums (um das) Haus laufen - es geht ums
Ganze - ein Jahr ums andere
Um-satz, der: -es, Umsätze (Verkauf, Absatz);
sein Umsatz steigt von Jahr zu Jahr; der
Umsatzrückgang; die Umsatzsteigerung;
die Umsatzsteuer; —► umsetzen
umschalten: auf einen anderen Sender um¬
schalten; der Umschalter; der Umschalt¬
hebel; die Umschaltung
umschauen, sich: sich nach einer neuen
Wohnung umschauen (suchend umsehen);
die Umschau: Umschau halten
Umschlag, der: -(e)s, Umschläge; ein Um¬
schlag (eine Schutzhülle) für Hefte - dem
Kranken kalte Umschläge (Wickel) machen
- der Umschlag (die Umladung) von Süd¬
früchten - der Umschlag (Umschwung) des
Wetters - eine Hose mit Umschlag (mit um-
369
umwälzen
geschlagenem Rand); Umschlägen: Bäume
Umschlägen (fällen) - das Wetter schlägt
um (ändert sich) - die Waren wurden um¬
geschlagen (umgeladen) - der Wind schlug
um (er änderte plötzlich die Richtung); der
Umschlaghafen; der Umschlagplatz
umschreiben: einen Text umschreiben (neu
schreiben); aber: er hat das Fremdwort um¬
schrieben (mit anderen Worten ausge¬
drückt); die Umschreibung; die Umschrei¬
bung
umschulen: der Facharbeiter ließ sich um¬
schulen (in einem anderen Beruf ausbil¬
den); der Umschüler; die Umschülerin; die
Umschulung
um-schwär-men: jemanden umschwärmen
(ihm den Hof machen, ihn umwerben) - er
ist umschwärmt (ständig von vielen Be¬
wunderern umgeben)
Umschweife Mz., die: -; ohne Umschweife
(geradeheraus, direkt) seine Meinung sagen
Umschwung, der: -(e)s, Umschwünge; der
Umschwung (die Wende) in der öffentli¬
chen Meinung
um-se-hen: sich nach einem Fremden Umse¬
hen (umdrehen) - er hat sich nach einer Ar¬
beit umgesehen (Arbeit gesucht) - sich in
der Welt umsehen (sie kennen lernen);
aber: das Umsehen: im Umsehen (im Nu)
umseitig: (auf der Rückseite stehend)
umsetzen: sich umsetzen (seinen Platz
wechseln) - Pflanzen umsetzen (in ein an¬
deres Erdreich pflanzen) - seinen Plan in
die Tat umsetzen (verwirklichen) - alle Wa¬
ren wurden umgesetzt (verkauft); die Um¬
setzung; —► Umsatz
Umsicht, die: -; mit viel Umsicht (sehr über¬
legt) handeln; umsichtig (besonnen, mit
Weitblick); die Umsichtigkeit
umsiedeln: in ein anderes Land umsiedeln;
die Umsied(e)lung; der Umsiedler; die
Umsiedlerin
iirn-so: umso mehr als - umso eher - umso
weniger - umso besser
umsonst: umsonst (ohne Bezahlung) arbeiten
- sie ist nicht umsonst (nicht vergeblich)
gekommen - nicht umsonst (aus gutem
Grund) bin ich wütend
Um-stand; der: -(e)s, Umstände; unter diesen
Umständen (bei diesen Verhältnissen) -
unter Umständen (u. U.) (vielleicht) - unter
keinen Umständen (keinesfalls) - unter al¬
len Umständen (unbedingt) - mildernde
Umstände bekommen - in anderen Um¬
ständen (schwanger) sein - keine Um¬
stände machen (keinen großen Aufwand
treiben, keine Schwierigkeiten machen);
umständehalber; aber: der Umstände hal¬
ber; umständlich (ungeschickt, langsam);
die Umständlichkeit; die Umstandsan¬
gabe; die Umstandsbestimmung; üm¬
standshalber; das Umstandskleid; das Um¬
standswort
umstehen: ihn umstehen viele Zuschauer;
umstehend: umstehend weitere Angaben;
aber: lies das Umstehende (das auf der an¬
deren Seite Stehende)! - die Umstehenden
- im Umstehenden - Umstehendes
umsteigen: vom Zug in den Bus umsteigen
- er ist auf eine andere Automarke umge¬
stiegen
umstellen: Möbel umstellen (verrücken) -
sich nicht auf die neue Situation umstellen
(sich ihr nicht anpassen) können; aber: die
Polizei umstellt das Gebäude; die Umstel¬
lung; die Umstellung
um-strjt-ten: eine umstrittene (nicht allge¬
mein anerkannte, zweifelhafte) Entschei¬
dung
Umstürzen: einen Tisch Umstürzen (umwer-
fen) - er will alles Umstürzen (grundlegend
verändern); der Umsturz, die Umstürze: ei¬
nen Umsturz (eine gewaltsame Verände¬
rung der bisherigen politischen Ordnung)
planen; die Umsturzbewegung; der Um¬
stürzler; die Umstürzlerin; umstürzlerisch:
umstürzlerische Pläne haben; die Umstür¬
zung; der Umsturzversuch
Umtauschen: Geld Umtauschen; der Um¬
tausch (Tausch); das Umtauschrecht
Umtriebe Mz., die: -; geheime Umtriebe
(Machenschaften); umtriebig (betriebsam);
die Umtriebigkeit
Umtrunk, der: -(e)s, Umtrünke; er lädt zu ei¬
nem Umtrunk (einem gemeinsamen Trin¬
ken in einer Runde) ein
urn-tun, sich: sie tat (legte) sich einen Mantel
um - sich nach etwas umtun (etwas su¬
chen, überall nachfragen)
U-Musik, d ie: - (Unterhaltungsmusik)
um-wäl-zen: einen Stein umwälzen - eine
umwälzende (bahnbrechende) Erfindung
Umwälzanlage
370
machen; die Umwälzanlage; die Umwälz¬
pumpe; die Umwälzung
um wan deln: (ändern); die Umwand(e)lung;
der Umwandlungsprozess
unvwechseln: Geld umwechseln (tauschen);
die Umwechs(e)lung
Umweg, der: -(e)s, -e; auf Umwegen (nicht
direkt) nach Hause gehen - einen Urriweg
machen
Umwelt, die: -; er passt sich seiner Umwelt
(Umgebung, Mitwelt) an; die Umweltbelas¬
tung; umweltbewusst; der Umwelteinfluss;
umweltfreundlich; die Umweltschäden
Mz.; umweltschädlich; der Umweltschutz;
der Umweltschützer; die Umweltschütze¬
rin; der Umweltsünder; die Umweltsünde¬
rin; die Umweltverschmutzung; umwelt¬
verträglich
umwerfen: einen Eimer umwerfen (um¬
stoßen) - das wirft mich nicht um (erschüt¬
tert mich nicht) - er wirft seinen Plan um
(ändert ihn) - eine umwerfende (außerge¬
wöhnliche, verblüffende) Erfindung
umwjttern: er ist von Geheimnissen umwit¬
tert (umgeben)
um zäu nen: ein Grundstück umzäunen (ein¬
zäunen); die Umzäunung
umziehen: sich vor dem Essen umziehen
(die Kleidung wechseln) - sie ist in die
neue Wohnung umgezogen; der Umzug,
die Umzüge (Wohnungswechsel, Demons¬
tration); umzugshalber; die Umzugskosten
Mz.
umzjngeln: die Geiselnehmer sind umzin¬
gelt (umstellt); die Umzing(e)lung
UN = United Nations (Vereinte Nationen)
un ab an der lieh: (endgültig, unwiderruf¬
lich); die Unabänderlichkeit
unabdingbar: (unbedingt notwendig, un¬
umgänglich); die Unabdingbarkeit
unabhängig: eine unabhängige Frau - un¬
abhängig (abgesehen) von; die Unabhän¬
gigkeit
unabkömmlich: (unentbehrlich); die Un¬
abkömmlichkeit
unablässig: unablässig (ständig) schwätzen
unabsehbar: dies hätte unabsehbare (nicht
absehbare) Folgen; aber: sich ins Unabseh¬
bare (Endlose) ausweiten
unabsichtlich: (ungewollt, ohne Absicht,
aus Versehen)
unachtsam: (gedankenlos, leichtfertig); die
Unachtsamkeit
unangebracht: eine unangebrachte (un¬
passende) Bemerkung machen
unangefochten: (von niemandem behin¬
dert, bedrängt); er führt unangefochten das
Rennen an
unangemessen: (unangebracht); die Un¬
angemessenheit
unangenehm: (unerfreulich, ungemütlich,
ekelhaft)
unannehmbar (unvertretbar, unmöglich);
die Unannehmbarkeit
Un an nehm lich kei ten Mz., die: - (unan¬
genehme Sache, Ärger)
unansehnlich: (nicht gut aussehend); die
Unansehnlichkeit
unanständig: einen unanständigen (an¬
stößigen) Witz erzählen - sich unanständig
(ungehörig) benehmen; die Unanständig¬
keit
unantastbar: etwas ist unantastbar (darf
nicht angetastet werden); die Unantastbar¬
keit
Un art, d ie: -, -en (schlechte Angewohnheit);
unartig: ein unartiges (ungezogenes, fre¬
ches) Kind; die Unartigkeit
unauffällig; sie hat ein unauffälliges (un¬
scheinbares) Kleid an; die Unauffälligkeit
unauffindbar: das Buch war unauffindbar
un auf halt sam: unaufhaltsam stieg das
Hochwasser; unaufhaltbar; die Unaufhalt-
samkeit
unaufhörlich: es regnet seit gestern unauf¬
hörlich (ohne Unterbrechung, dauernd)
unauflösbar: unauflösbar verbunden sein;
die Unauflösbarkeit
unaufmerksam: im Unterricht unaufmerk¬
sam (zerstreut, unkonzentriert) sein; die
Unaufmerksamkeit
unaufrichtig: er war unaufrichtig (nicht
ehrlich); die Unaufrichtigkeit
un auf sclfieb bar: die Operation war unauf¬
schiebbar; die Unaufschiebbarkeit
un aus bleib lich: eine unausbleibliche (mit
Sicherheit eintretende) Folge
unausführbar: ein unausführbarer (nicht
durchführbarer) Befehl; die Unausführbar¬
keit
un aus ge gli chen: (sprunghaft im Wesen);
die Unausgeglichenheit
371
Unbeständigkeit
unaussprechlich: die Freude war unaus¬
sprechlich (unbeschreiblich, unglaublich)
groß; unaussprechbar
unausstehlich: ein unausstehliches (uner¬
trägliches, sehr lästiges) Kind; die Unaus-
stehlichkeit
unbändig: einen unbändigen (sehr großen)
Hunger haben - ein unbändiger (wilder,
ungebändigter) Junge; der Unband (wildes
Kind)
un-bar: (bargeldlos)
unbarmherzig: er beharrt unbarmherzig
(hart, brutal) auf seinen Forderungen; die
Unbarmherzigkeit
unbedacht: etwas unbedacht (ohne Überle¬
gung) sagen; unbedachterweise; die Unbe¬
dachtheit; die Unbedachtsamkeit
unbedarft: (unerfahren, unbedeutend); die
Unbedarftheit
unbedenklich: (ohne Bedenken); die Un¬
bedenklichkeit
unbedingt: er will unbedingt (auf jeden Fall,
um jeden Preis) gewinnen - unbedingt
(ganz gewiss)!; die Unbedingtheit
unbefangen: unbefangen (ungezwungen,
ohne Scheu) sein; die Unbefangenheit
unbefugt: unbefugt (eigenmächtig) handeln;
der/die Unbefugte: kein Zutritt für Unbe¬
fugte!
un-be greif lieh: (unerklärlich, unfassbar); un¬
begreiflicherweise; die Unbegreiflichkeit
unbegrenzt: (ohne Einschränkung, unend¬
lich); auf unbegrenzte Zeit; die Unbe¬
grenztheit
unbegründet: ein unbegründeter (grund¬
loser, abwegiger) Verdacht
unbehaglich: eine unbehagliche (un¬
gemütliche, unfreundliche) Wohnung - mir
ist unbehaglich (unwohl); das Unbehagen;
die Unbehaglichkeit
unbehelligt: (unbelästigt, unbehindert)
unbeherrscht: (aufbrausend, jähzornig); die
Unbeherrschtheit
unbeholfen: (ungeschickt, umständlich);
die Unbeholfenheit
un-be-jrrt (unbeirrt): unbeirrt (beharrlich,
zielstrebig) seinen Weg gehen; unbeirrbar
(nicht zu beeinflussen); die Unbeirrbarkeit;
die Unbeirrtheit
unbekannt: eine Anzeige gegen unbekannt
- nach unbekannt verzogen sein - ein un¬
bekannter (fremder) Mann; aber: der große
Unbekannte - eine Gleichung mit mehre¬
ren Unbekannten; unbekannterweise; die
Unbekanntheit
unbekümmert: (ohne Sorgen, gleichgül¬
tig); die Unbekümmertheit
unbelehrbar: ein unbelehrbarer (eigensin¬
niger) Mensch; die Unbelehrbarkeit
unbeliebt: unbeliebt (nicht gern gesehen)
sein; die Unbeliebtheit
unbemerkt: (heimlich, verstohlen)
unbenommen: es bleibt dir unbenommen
(frei gestellt)
unbequem: ein unbequemer (ungemüt¬
licher) Sessel - er ist ein unbequemer (lästi¬
ger) Gast - unbequeme (peinliche) Fragen
stellen; die Unbequemlichkeit
unberechenbar: er ist unberechenbar
(wankelmütig, launenhaft); die Unbere¬
chenbarkeit
unberechtigt: (ohne Berechtigung, zu Un¬
recht); unberechtigterweise
unberührt: das Essen unberührt lassen (ste¬
hen lassen) - eine unberührte Landschaft -
die Nachricht ließ sie unberührt (ergriff sie
nicht); die Unberührtheit
unbeschadet: unbeschadet (trotz) seiner
Verdienste; unbeschädigt
unbescholten: ein unbescholtener (recht¬
schaffener, ehrenhafter) Mensch; die Unbe¬
scholtenheit
unbeschrankt: ein unbeschrankter (nicht
durch Schranken geschützter) Bahnüber¬
gang
unbeschränkt: (ohne jede Einschränkung,
unbegrenzt); unbeschränkte Vollmachten
haben; die Unbeschränktheit
un-be-schreib-lich: eine unbeschreiblich
schöne Landschaft; unbeschrieben: ein un¬
beschriebenes Blatt sein (unbekannt, uner¬
fahren sein)
unbeschwert: eine unbeschwerte (sorglose,
heitere) Kindheit; die Unbeschwertheit
unbesehen: sie nimmt die Ware unbesehen
(ohne Prüfung, ohne zu überlegen)
unbesonnen: unbesonnen (ohne Überle¬
gung) handeln; die Unbesonnenheit
un-be sorgt: (guten Gewissens, beruhigt); sei
unbesorgt!
unbeständig: (schwankend, wechselhaft,
veränderlich); die Unbeständigkeit
T
U
V
W
X
Y
Z
unbestechlich
372
w
X
Y
z
unbestechlich: (nicht zu bestechen); die
Unbestechlichkeit
unbestimmt: sie verreist auf unbestimmte
Zeit - es ist noch unbestimmt (unklar, zwei¬
felhaft), ob ich komme - ein unbestimmtes
Fürwort; unbestimmbar; die Unbestimm¬
barkeit; die Unbestimmtheit
unbestreitbar: ihre Verdienste sind unbe¬
streitbar; unbestritten (allgemein aner¬
kannt)
unbeteiligt: unbeteiligt (nicht betroffen,
nicht interessiert) sein; der/die Unbetei¬
ligte; die Unbeteiligtheit
unbeugsam: sie besitzt einen unbeugsamen
(unbeeinflussbaren, unerbittlichen) Willen;
die Unbeugsamkeit
un-be-wäl-tigt: (innerlich nicht verarbeitet);
die unbewältigte Vergangenheit
unbeweglich: ein unbewegliches Gelenk -
er machte ein unbewegliches Gesicht; die
Unbeweglichkeit; unbewegt
un be wusst: ein unbewusstes (unabsicht¬
liches) Handeln; das Unbewusste; die Un¬
bewusstheit
unbezahlbar: (viel zu teuer); sein Können
ist unbezahlbar (großartig); die Unbezahl-
barkeit
unbezähmbar: (nicht mehr zu zügeln); die
Unbezähmbarkeit
un-be-zwjng-bar: eine unbezwingbare Fes¬
tung; unbezwinglich
Un bil den Mz., die: -; die Unbilden (Unan¬
nehmlichkeiten) des Wetters; die Unbill:
Unbill (Unrecht, üble Behandlung) ertra¬
gen müssen; unbillig: eine unbillige (unge¬
rechte) Behandlung
unbotmäßig: (frech, aufrührerisch); die Un¬
botmäßigkeit
un brauch bar: (nicht zu verwenden); die Un¬
brauchbarkeit
und (u.): du und ich - und vieles andere auch
- na und (was macht das schon)? - und so
fort (usf.) - und so weiter (usw.) - und
dergleichen (u. dgl.) — und Ähnliche(s) (u. Ä.)
- und folgende Seiten (u. ff.) - und zwar
un dank bar: ein undankbares Kind; der Un¬
dank: Undank ist der Welt Lohn; die Un¬
dankbarkeit
Underground engl, [andergraund], der: -s
(Untergrund, künstlerische Protestbewe¬
gung)
Understatement engl, [anderstetment],
das: -s, -s (bescheidenes Untertreiben)
Unding, das: -(e)s, -e (etwas Widersinniges);
ein Unding (absolut unsinnig) sein
unduldsam: ein unduldsamer Vorgesetzter;
die Unduldsamkeit
undurchdringlich: ein undurchdringlicher
(unzugänglicher) Urwald - er machte eine
undurchdringliche (verschlossene) Miene;
undurchdringbar
uneben: ein unebener (holpriger) Weg - ein
unebenes (hügeliges) Gelände; die Un¬
ebenheit
un-echt: sie trägt einen unechten (künst¬
lichen, nachgemachten) Schmuck; die Un¬
echtheit
unehelich: ein uneheliches (nicht ehe¬
liches) Kind; die Unehelichkeit
un-ehr er bie tig: (respektlos); die Unehrer¬
bietigkeit
un ehr lich: (nicht aufrichtig); unehrenhaft;
die Unehrenhattigkeit; die Unehrlichkeit
uneigennützig: uneigennützig (selbstlos)
handeln; die Uneigennützigkeit
uneinig: sie sind uneinig (zerstritten, ver¬
schiedener Meinung); die Uneinigkeit; un¬
eins: mit jemandem uneins (nicht einig)
sein
unempfindlich: (gefühllos, gleichgültig);
die Unempfindlichkeit
unendlich: dein Besuch hat mich unendlich
(sehr) gefreut - eine unendliche (grenzen¬
lose) Geduld haben - unendliche Mal(e);
aber: die Straße scheint bis ins Unendliche
zu führen; die Unendlichkeit
unentbehrlich: (unbedingt notwendig); die
Unentbehrlichkeit
un ent gelt lich: unentgeltlich (ohne Bezah¬
lung, gratis, kostenlos) Arbeiten verrichten;
die Unentgeltlichkeit
unentschieden: der Wettkampf endete un¬
entschieden (punktgleich) - er zeigt sich
noch unentschieden (unentschlossen); das
Unentschieden; die Unentschiedenheit
unentwegt: sie weinte unentwegt (ohne
Unterbrechung) - er arbeitet unentwegt
(unermüdlich, unverdrossen); der/die Un¬
entwegte (Unbeirrbare)
un-er-bjtt-lich: sie blieb in dieser Sache uner¬
bittlich (unnachgiebig, unbeugsam); die
Unerbittlichkeit
373
ungebräuchlich
unerfahren: er ist in seinem Beruf noch un¬
erfahren (ohne Erfahrung); die Unerfahren¬
heit
un er find lich: aus unerfindlichen (unerklär¬
lichen) Gründen
un er freu lich: eine unerfreuliche (unange¬
nehme) Nachricht
unerfüllbar: unerfüllbare Wünsche
unergiebig: eine unergiebige (wenig
fruchtbare) Arbeit; die Unergiebigkeit
unergründlich: (unerforschlich); uner-
gründbar; die Unergründlichkeit
unerheblich: ein unerheblicher (kleiner,
unwichtiger) Schaden; die Unerheblichkeit
unerhört: das ist unerhört (unglaublich,
empörend) - das ist unerhört (unglaublich)
billig; aber: seine Bitte blieb unerhört (nicht
erfüllt)
un-erklärlich: diese Entscheidung ist mir
unerklärlich; unerklärbar; die Unerklär¬
barkeit
unerlässlich: eine unerlässliche (unbedingt
notwendige) Voraussetzung
unermesslich: (unendlich, riesengroß);
aber: das Unermessliche - ins Unermessli¬
che steigen; die Unermesslichkeit
un-ermüd-lieh: unermüdlich (beharrlich,
fleißig) arbeiten; die Unermüdlichkeit
unersättlich: er hat ein unersättliches (un¬
mäßiges, maßloses) Verlangen - er ist uner¬
sättlich (nicht zufrieden zu stellen); die Un¬
ersättlichkeit
unerschöpflich: (reichlich, unendlich); ein
unerschöpfliches Thema; die Unerschöpf-
lichkeit
unerschrocken: (mutig, kühn); die Uner¬
schrockenheit
un-er-schüt-ter-lich: eine unerschütterliche
(durch nichts zu verändernde) Geduld; die
Unerschütterlichkeit
un-er-schwjng-lich: (zu teuer)
unersetzbar: ein unersetzbarer Verlust; un¬
ersetzlich; die Unersetzlichkeit
unersprießlich: ein unersprießliches (un¬
fruchtbares, keinen Nutzen bringendes)
Gespräch
unerträglich: (schrecklich, unausstehlich);
die Unerträglichkeit
unerwartet: ein unerwarteter (plötzlicher,
unvorhergesehener) Entschluss; das Uner¬
wartete
unfähig: er ist unfähig (ungeeignet, nicht im¬
stande) diese Aufgabe zu lösen; die Un¬
fähigkeit
un-fair eng!, [unfär]: ein unfaires (gemeines,
nicht anständiges) Verhalten, Handeln; die
Unfairness
Unfall, der: -(e)s, Unfälle (Zusammenstoß,
Unglück); der Unfallarzt; die Unfallärztin;
der/die Unfallbeteiligte; die Unfallgefahr;
der Unfallhergang; die Unfallhilfe; die Un¬
fallflucht; unfallfrei; unfallgeschädigt; das
Unfallopfer; der Unfallort; der Unfall¬
schutz; die Unfallstation; die Unfallstelle;
die Unfallursache; der/die Unfallverletzte;
der Unfallwagen (Rettungswagen)
unfassbar: auch: unfasslich (nicht zu be¬
greifen, unglaublich)
un-fehl-bar: mit unfehlbarer Sicherheit - er
wird unfehlbar (sicher, unweigerlich) in
sein Unglück rennen; die Unfehlbarkeit
unflätig: (anstößig, grob, unanständig); der
Unflat (Schmutz, Dreck, Beschimpfungen);
die Unflätigkeit
unförmig: (missgestaltet); ihr Arm war un¬
förmig angeschwollen; die Unförmigkeit;
unförmlich (unförmig, zwanglos)
un-frei: ein unfreies Leben führen; der/die
Unfreie; die Unfreiheit; unfreiwillig
unfreundlich: er ist ein unfreundlicher (un¬
höflicher) Mensch - ein unfreundliches
(regnerisches, kaltes) Wetter; die Un¬
freundlichkeit
Unfriede, der: -ns; auch: der Unfrieden: mit
jemandem in Unfrieden (Streit) leben
unfruchtbar: ein unfruchtbarer Boden; die
Unfruchtbarkeit
Unfug, der: -(e)s; groben Unfug (Unsinn) trei¬
ben
Ungarn: -s (Staat in Europa); der Ungar; die
Ungarin; ungarisch: die ungarische Spra¬
che; aber: auf Ungarisch
ungeachtet: ungeachtet (trotz) seines Alters
- ungeachtet dessen (ohne Rücksicht dar¬
auf)
ungeahnt: ungeahnte (nicht vorauszuse¬
hende) Möglichkeiten
ungebärdig: ein ungebärdiges (wildes, aus¬
gelassenes) Kind; die Ungebärdigkeit
ungebeten: ungebetene (nicht willkom¬
mene) Gäste
un ge bräuch lich: (nicht üblich)
ungebührlich
H Hj I'
374
ungebührlich: sich ungebührlich (ungezo¬
gen, ungehörig) benehmen; auch: unge¬
bührend; die Ungebührlichkeit
ungebunden: völlig ungebunden leben;
die Ungebundenheit
ungedeckt: der Spieler war ungedeckt - ein
ungedeckter Scheck
ungeduldig: (erwartungsvoll, aufgeregt);
die Ungeduld
ungefähr: ungefähr (etwa) zehn Meter - ein
ungefährer (nicht sehr genauer) Bericht -
das passiert nicht von ungefähr (nicht zufäl¬
lig) - wie von ungefähr (scheinbar zufällig)
ungehalten: der Lehrer war sehr ungehal¬
ten (ärgerlich, aufgebracht); die Ungehal-
tenheit
ungeheuer: er strengt sich ungeheuer (sehr,
gewaltig) an - eine ungeheure (gewaltige)
Leistung; aber: das Ungeheure - ins Unge¬
heure steigen; das Ungeheuer (großes,
Furcht erregendes Tier; Monster); ungeheu¬
erlich: das ist ungeheuerlich (unerhört)!;
die Ungeheuerlichkeit
ungehörig: er gab eine ungehörige (freche,
unhöfliche) Antwort; die Ungehörigkeit
ungehorsam: ein ungehorsames (ungezo¬
genes) Kind; der Ungehorsam
Ungeist, der: -(e)s (schädliche Gesinnung)
un ge le gen: zu ungelegener (unpassender)
Zeit; die Ungelegenheiten Mz. (Verdruss)
ungelenk: (ungeschickt, unbeholfen); unge¬
lenkig (steif); die Ungelenkigkeit
Ungemach, das: -(e)s (Unglück, Unan¬
nehmlichkeit); Ungemach auf sich nehmen
ungemein: er ist ungemein (sehr) tüchtig
ungenau: ungenau rechnen; die Ungenau¬
igkeit
ungeniert [unschenirt]: sich ungeniert (zwang¬
los) am Gespräch beteiligen; die Unge-
niertheit
ungenießbar: ein ungenießbares (verdor¬
benes) Essen - er ist heute wieder unge¬
nießbar (unerträglich, schlecht gelaunt);
die Ungenießbarkeit
ungenügend: ungenügende (mangelhafte)
Leistungen - er hat sich ungenügend auf
die Prüfung vorbereitet - sie bekam die
Note „ungenügend"; das Ungenügen (Un¬
zulänglichkeit)
ungerade: eine ungerade (nicht durch 2
teilbare) Zahl
ungeraten: ein ungeratenes (missratenes)
Kind
ungerecht: (gemein, einseitig); ein unge¬
rechtes Urteil; ungerechterweise; unge¬
rechtfertigt; die Ungerechtigkeit
ungerührt: er hat die Nachricht völlig un¬
gerührt (gleichgültig, unbeteiligt) aufge¬
nommen; die Ungerührtheit
ungeschickt: sich ungeschickt (unbeholfen,
hilflos) anstellen; das Ungeschick; unge-
schicklich; die Ungeschicklichkeit; die Un¬
geschicktheit
un ge schlacht: 'ein ungeschlachter (plum¬
per, grober) Kerl; die Ungeschlachtheit
ungeschminkt: ein ungeschminktes Ge¬
sicht - er sagt ungeschminkt (klar und deut¬
lich, aufrichtig) seine Meinung
un -ge scho • ren: ungeschoren bleiben/da¬
vonkommen (keinen Schaden haben) - je¬
manden ungeschoren lassen (ihn nicht be¬
helligen)
ungeschrieberf: ein ungeschriebenes Gesetz
ungesetzlich: eine ungesetzliche (gesetz¬
widrige) Handlung; die Ungesetzlichkeit
un ge stalt: (von Natur aus missgestaltet); un¬
gestaltet (noch nicht gestaltet)
ungestört: ungestört (unbehindert, in Ruhe)
arbeiten; die Ungestörtheit
ungestüm: ungestüm (heftig, schnell)
angreifen - eine ungestüme (tempera¬
mentvolle) Begrüßung; das Ungestüm:
das kindliche Ungestüm - mit Ungestüm
ungetrübt: eine ungetrübte (unbeschwerte)
Stimmung; die Ungetrübtheit
Ungetüm, das: -(e)s, -e (Ungeheuer, Scheu¬
sal, Monstrum)
ungewandt: (ungeschickt); die Ungewandt¬
heit
ungewiss: es ist noch ungewiss (zweifelhaft,
offen, fraglich), ob wir verreisen; aber: im
Ungewissen bleiben - eine Fahrt ins Unge¬
wisse - jemanden im Ungewissen lassen;
die Ungewissheit
Ungewitter, das: -s, - (Unwetter)
un ge wöhn lich: ein ungewöhnliches (aus¬
gefallenes) Geschenk - ein ungewöhnlich
(erstaunlich) schönes Bild; die Ungewöhn¬
lichkeit; ungewohnt (ungebräuchlich, nicht
üblich)
ungezählt: ungezählte Menschen; aber:
Ungezählte kamen
375
Unkrautvertilgung
Ungeziefer, das: -s (tierische Schädlinge,
z. B. Läuse)
un-geziemend: sich ungeziemend (un¬
gehörig) benehmen
ungezogen: ein ungezogenes (freches, un¬
gehorsames) Kind; die Ungezogenheit
ungezügelt: ungezügelter (hemmungsloser,
maßloser) Freiheitsdrang
ungezwungen: ein ungezwungenes
(zwangloses, natürliches) Benehmen; die
Ungezwungenheit
ungläubig: ungläubig sein (an allem zwei¬
feln); unglaubhaft (unglaubwürdig); der/
die Ungläubige; unglaublich (unbegreif¬
lich, unerhört); unglaubwürdig; die Un¬
glaubwürdigkeit
un-gleich: ungleiche (verschieden große)
Füße haben - ich arbeite ungleich (bei wei¬
tem) mehr als du; ungleichartig; ungleich¬
förmig; das Ungleichgewicht; die Un¬
gleichheit; ungleichmäßig (unregelmäßig,
verschieden); die Ungleichmäßigkeit; un¬
gleichnamig: ungleichnamige Brüche
Unglück, das: -(e)s, -e (Unfall, Missgeschick,
Unheil); zu allem Unglück (obendrein) - in
sein Unglück rennen (sich ohne sein Wis¬
sen in eine schlimme Lage bringen) - ein
Unglück kommt selten allein; unglücklich;
unglücklicherweise (leider); der Unglücks¬
bote; unglückselig; unglückseligerweise;
die Unglückseligkeit; der Unglücksfall; der
Unglücksmensch (Pechvogel); der Un¬
glücksrabe (Pechvogel); die Unglücks¬
stelle; der Unglückstag; der Unglücksvogel
ungnädig: (unfreundlich); die Ungnade: in
Ungnade sein (die Gunst verloren haben)
ungültig: eine ungültige Fahrkarte - ungültig
werden (verfallen); die Ungültigkeit; die
Ungültigkeitserklärung
ungünstig: (nachteilig, unangenehm); die
Ungunst: das ist zu deinen Ungunsten (zu
deinem Nachteil); auch: zuungunsten; die
Ungünstigkeit
un-gut: eine ungute (unangenehme Situation)
- ein unguter (böser) Mensch - nichts für
ungut (es ist nicht so gemeint)!
unhaltbar: unhaltbare (unerträgliche) Zu¬
stände - eine unhaltbare (ungerechtfertigte)
Behauptung; die Unhaltbarkeit
Un-heil, das: -(e)s (Unglück, Übel); Unheil
stiften, verkünden - Unheil bringend; un¬
heilbar: unheilbar (unrettbar) krank sein;
die Unheilbarkeit; unheildrohend; der Un¬
heilstifter; unheilvoll: eine unheilvolle (be¬
drohliche, gefährliche) Lage
unheimlich: sich unheimlich (sehr) freuen -
ein unheimlicher (schauerlicher) Anblick -
er sah unheimlich (Furcht erregend) aus;
die Unheimlichkeit
unhöflich: eine unhöfliche (unfreundliche,
taktlose) Antwort; die Unhöflichkeit
Un-hold, der: -(e)s, -e (böser Geist, gefährli¬
cher Mensch, Sittenstrolch)
u-ni franz. [üni, ünfl: uni (einfarbig, ungemus¬
tert) gefärbt; unifarben
UNICEF engl, [unitsef], die: - (Kinderhilfs¬
werk der UNO)
Uniform franz., die: -, -en (einheitliche
Dienstkleidung); uniform (gleichförmig);
das Uniformhemd; uniformieren (verein¬
heitlichen); der/die Uniformierte; die Uni¬
formierung
Unikum lat., das: -s, -s (Sonderling, seltsa¬
mer Mensch); das Unikat (einzige Ausferti¬
gung)
Union lat., die: -, -en (Vereinigung, Bund)
U-ni-ver-si-tät lat. [uniwersität], die: -, -en
(Hochschule); das Universitätsstudium
U-ni -ver-sum lat. [uniwersum], das: -s, Uni-
versen (Weltall); universal: ein universales
(umfassendes) Wissen haben; auch: univer¬
sell; das Universalgenie [...scheni] (Alles¬
könner)
unken: (Böses prophezeien); die Unke (Krö¬
tenart); die Unkenart; der Unkenruf (un¬
günstige Voraussage)
unkenntlich: (nicht zu erkennen); die Un¬
kenntlichkeit; die Unkenntnis: er hat aus
Unkenntnis (aus Unwissenheit) gehandelt
un-klar: unklares (trübes) Wasser - er hat eine
unklare (unbestimmte, verschwommene)
Vorstellung - etwas nur unklar (undeutlich)
erkennen; aber: jemanden im Unklaren
(Ungewissen) lassen; die Unklarheit
Unkosten Mz., die: -; viele Unkosten (Aus¬
gaben, Auslagen) haben - sich in Unkosten
stürzen (sehr viel Geld ausgeben); der Un¬
kostenbeitrag
Unkraut, das: -(e)s, Unkräuter (zwischen
Nutzpflanzen wild wachsende Pflanzen);
Unkraut vergeht nicht; die Unkraut¬
bekämpfung; die Unkrautvertilgung
T
U
V
W
X
Y
Z
unlängst
376
un-längst: unlängst (kürzlich, vor kurzem)
habe ich sie gesehen
unlauter: ein unlauterer (nicht ehrlicher)
Wettkampf
unleidlich: unleidlich (schlecht gelaunt, un¬
freundlich) sein; die Unleidlichkeit
un leug bar: (sicher)
unliebsam: ein unliebsames (unangeneh¬
mes) Ereignis; unlieb; unliebenswürdig; die
Unliebsamkeit
Unlust, die: - (Lustlosigkeit, Abneigung); das
Unlustgefühl; unlustig
Un-mas-se, die: -, -n (sehr große Menge); Un¬
massen von Fußgängern
unmäßig: (maßlos, sehr); das Unmaß; die
Unmäßigkeit
Unmenge, die: -n (sehr große Menge)
Unmensch, der: -en, -en (Rohling, Scheusal);
kein Unmensch sein (sich als nachgiebig
erweisen); unmenschlich: eine unmensch¬
liche (grausame) Härte - es herrscht eine
unmenschliche (unerträgliche) Hitze; die
Unmenschlichkeit
un-merk-lich: (nicht wahrnehmbar, allmäh¬
lich)
un miss ver ständ lich: etwas unmissver¬
ständlich (klar, nachdrücklich) sagen
unmittelbar: (sofort, direkt, gleich); die
Unmittelbarkeit
unmöglich: etwas unmöglich machen (ver¬
hindern) - ich kann unmöglich (auf keinen
Fall) kommen; aber: er verlangt Unmögli¬
ches - das Unmögliche möglich machen;
die Unmöglichkeit
unmündig: unmündige (noch nicht mün¬
dige, minderjährige) Kinder; die Unmün¬
digkeit
Un mut, der: -(e)s (Ärger, Unzufriedenheit,
Missstimmung); unmutig (ärgerlich, mür¬
risch)
unnachgiebig: (hart, eigensinnig); die Un¬
nachgiebigkeit
un-nach-sich-tig: unnachsichtig (unerbitt¬
lich) sein; die Unnachsichtigkeit
un-nah-bar: sie wirkt unnahbar (abweisend,
verschlossen); die Unnahbarkeit
unnatürlich: (künstlich, geziert); die Un¬
natürlichkeit
unnötig: (nicht erforderlich, nicht nötig);
unnötigerweise
un nütz: (nutzlos); unnützerwejse
UNO (Uno) = Organisation der Vereinten
Nationen
unordentlich: (ungeordnet, schlampig);
die Unordentlichkeit; die Unordnung
unparteiisch: er verhielt sich in dem Streit
unparteiisch (neutral); der Unparteiische
(Schiedsrichter); unparteilich; die Unpar¬
teilichkeit
unpassend: (unangebracht, ungelegen)
unpässlich: er fühlt sich unpässlich (un¬
wohl, krank); die Unpässlichkeit
Unrast, die: - (Ruhelosigkeit, innere Unruhe)
Unrat, der: -(e)s; Unrat (Schmutz, Abfall) be¬
seitigen - Unrat wittern (Schlimmes ahnen)
Un-recht, das: -(e)s (Vergehen, Schuld); im
Unrecht sein - ihm geschieht Unrecht -
Unrecht behalten - Unrecht bekommen -
Unrecht haben - zu Unrecht (fälschlich) -
sich ins Unrecht setzen (unrecht handeln);
unrecht: sich unrecht aufführen - unrecht
sein - jemandem unrecht tun - in Unrechte
Hände fallen - am Unrechten Platz sein -
unrecht Cut gedeihet nicht; aber: etwas
Unrechtes tun - an den Unrechten kom¬
men (sich bei jemandem nicht durchsetzen
können); unrechtmäßig (gesetzwidrig); un¬
rechtmäßigerweise; die Unrechtmäßig¬
keit; das Unrechtsbewusstsein; der Un¬
rechtsstaat
unredlich: ein unredlicher (betrügerischer)
Geschäftsmann; die Unredlichkeit
un re gel mä ßig: ein unregelmäßiger Puls¬
schlag; die Unregelmäßigkeit
un-rein: unrein (nicht sauber) sein; aber: et¬
was ins Unreine schreiben (in noch nicht
ausgearbeiteter Form niederschreiben); die
Unreinheit; unreinlich; die Unreinlichkeit
unruhig: unruhig (ruhelos) umherlaufen -
unruhig (nervös) sein - er wohnt in einer
unruhigen (verkehrsreichen) Gegend; die
Unruh (Teil der Uhr); die Unruhe; der Un¬
ruheherd (Krisenherd); die Unruhen Mz.
(Ausschreitungen); der Unruhestifter (Stö¬
renfried); die Unruhestifterin
uns: wann kommst du zu uns?
unsachlich: ein unsachliches (die Tatsachen
nicht beachtendes) Gespräch; unsachge¬
mäß; die Unsachlichkeit
un-sag-bar: unsagbar (sehr, unglaublich)
reich sein; unsäglich: unsägliches (unbe¬
schreibliches) Leid erdulden
377
Unterbreitung
unsauber: (schmutzig, unrein); die Un¬
sauberkeit
unschätzbar: (kostbar, wertvoll); er hat sich
unschätzbare (außerordentliche) Verdiens¬
te erworben
unscheinbar: (unauffällig, nichts sagend,
einfach); die Unscheinbarkeit
unschicklich: (ungebührlich, anstößig); die
Unschicklichkeit
unschlüssig: (unentschlossen, unentschie¬
den); die Unschlüssigkeit
Unschuld, die: - (Schuldlosigkeit); er konnte
seine Unschuld beweisen - die (gekränkte)
Unschuld spielen (übertrieben beleidigt
sein); unschuldig: er war an dem Unfall un¬
schuldig - sie hatte einen unschuldigen
(reinen) Ausdruck im Gesicht; der/die Un¬
schuldige; unschuldigerweise; der Un¬
schuldsengel; die Unschuldsmiene; un¬
schuldsvoll (unschuldig)
un-schwer: das war unschwer (mühelos,
leicht) zu erraten
unselbständig: ein unselbständiger (auf an¬
dere angewiesener) Mensch; auch: un¬
selbstständig; die Unselbständigkeit; auch:
die Unselbstständigkeit
un se lig: eine unselige (folgenschwere) Tat
unser: unser Haus - erbarme dich unser - un¬
seres Erachtens (u.E.) - unseres Wissens
(u. W); aber: das Unsere; auch: das unsere-
das Unsrige; auch: das unsrige - die Unse¬
ren; auch: die unseren; unsereiner; un¬
sereins; unsererseits; unser(e)sgleichen;
unser(e)thalben; unser(e)twegen; um un-
ser(e)twillen
unsicher: eine unsichere (gefährliche) Ge¬
gend - unsicher (schwankend) gehen - er
hat eine unsichere Hand - der Ausgang ist
noch unsicher (ungewiss); aber: im Unsi¬
cheren sein (zweifeln); die Unsicherheit;
der Unsicherheitsfaktor
Unsinn, der: -(e)s (Unfug, Dummheiten); Un¬
sinn reden; unsinnig; unsinnigerweise; die
Unsinnigkeit
Unsitte, die: -, -n (schlechte Angewohnheit);
unsittlich (anstößig); die Unsittlichkeit
unstatthaft: (verboten, gesetzwidrig)
unsterblich: eine unsterbliche Seele - sich
unsterblich verlieben - ein unsterbliches
(unvergängliches) Werk; die Unsterblich¬
keit
un-stet: ein unstetes (ruheloses, unbeständi¬
ges) Leben führen; auch: unstetig; die Un¬
stetheit; die Unstetigkeit
un-stimmig: ein unstimmiges (nicht richti¬
ges) Ergebnis; die Unstimmigkeit (Fehler,
Meinungsverschiedenheit)
unstreitig: (sicher, unbestreitbar); auch: un¬
strittig
Un sum me, die: -, -n (sehr große Summe)
untadelig: er führt ein untadeliges (ordent¬
liches) Leben; auch: untadlig
Un tat, d ie: -, -en (böse Tat, Verbrechen)
untätig: (faul, müßig); die Untätigkeit
untauglich: (unfähig, unbrauchbar); die Un¬
tauglichkeit
un teil bar: (nicht teilbar); die Unteilbarkeit;
unteilhaftig
unten: tief unten - weiter unten - unten drun¬
ter - er ist bei mir unten durch - von unten
hinauf - der unten erwähnte Titel - das un¬
ten Erwähnte; auch: das Untenerwähnte -
nicht wissen, was unten und oben ist - un¬
ten links - siehe unten (s. u.) - unten liegen
- der unten stehende Abschnitt; aber: das
unten Stehende - unten Stehendes; auch:
das Untenstehende - Untenstehendes
unter: unter der Decke liegen - unter das Bett
schauen - unter Wasser - unter die Leute
gehen - unter Tage (in einem Bergwerk) ar¬
beiten - Kinder unter acht Jahren - unter
der Voraussetzung, dass - unter ander(e)m
(u.a.) - 10° unter null - unter Umständen
(u.U.) - unter uns (im Vertrauen) - unter
der Hand (heimlich, unbemerkt); unterst:
im untersten Fach; aber: das Unterste zu¬
oberst kehren (alles gründlich durchsuchen)
un-ter be wusst: (unbewusst); das Unterbe¬
wusstsein
unterbieten: den Preis unterbieten (herun¬
terdrücken); die Unterbietung
un-ter-bjn-den: einen Streit unterbinden (ver¬
hindern); die Unterbindung
unterbleiben: etwas unterbleibt (es ge¬
schieht nicht)
unterbrechen: den Unterricht unterbre¬
chen - jemanden unterbrechen (ihn hin¬
dern weiterzusprechen); die Unterbrechung
(Störung, Pause)
unterbreiten: einen Vorschlag unterbreiten
(darlegen, etwas vorschlagen); die Unter¬
breitung
unterbringen
378
unterbringen: die Koffer im Auto unter¬
bringen (verstauen) - die Gäste sind in ei¬
nem Hotel untergebracht; die Unterbrin¬
gung
unterdessen: (inzwischen); auch: unterdes
unterdrücken: seinen Hunger unter¬
drücken (dämpfen, nicht aufkommen las¬
sen) - er unterdrückte (knechtete) seine
Untertanen - unterdrückt (unfrei) sein; der
Unterdrück; der Unterdrücker; die Unter¬
drückerin; die Unterdrückung (das Unter¬
drücken, das Unterdrücktsein, Knecht¬
schaft)
un ter ei nan der (un ter ein an der): sie
kennen sich untereinander gut - etwas un¬
tereinander (miteinander) vereinbaren -
untereinander tauschen - untereinander
liegen, stehen, stellen - etwas untereinan¬
der schreiben
Un ter er näh rung, die: - (mangelhaftes Er¬
nährtsein); unterernährt
unterfangen: sich unterfangen etwas zu
tun (etwas riskieren); das Unterfangen
(Vorhaben, Wagnis)
Unterführung, die: -, -en (unterirdischer
Weg, Tunnel); unterführen: eine Straße
wird unterführt
untergeben: er ist ihm untergeben (unter¬
stellt); der/die Untergebene: er ist einer
meiner Untergebenen
untergehen: die Sonne geht unter (sinkt) -
seine Ansprache geht im Geschrei unter
(wird übertönt) - ein untergehendes (ster¬
bendes) Volk; der Untergang; die Unter¬
gangsstimmung
Untergrund, der: -(e)s; der Untergrund (die
unterste Schicht) eines Gemäldes - im Un¬
tergrund (in einer geheimen Widerstands¬
bewegung) kämpfen; die Untergrundbahn
(U-Bahn); die Untergrundbewegung (eine
verbotene politische Gruppe); der Unter¬
grundkämpfer; die Untergrundkämpferin;
die Untergrundorganisation
unterhalb: (am Fuße, tiefer, weiter unten);
unterhalb des Weges
Unterhalt, der: -(e)s; für den Unterhalt (die
Lebenskosten) seiner Familie aufkommen -
für jemanden Unterhalt zahlen; unterhal¬
ten: er wird vom Staat unterhalten - er un¬
terhält (pflegt) viele Freundschaften; unter¬
haltspflichtig; die Unterhaltszahlung; die
Unterhaltung: die Unterhaltung (Instand¬
haltung) der Gebäude
Unterhaltung, die: -, -en; die Unterhaltung
(das Gespräch) beenden - für die Unterhal¬
tung der Gäste sorgen; unterhalten: sich
mit jemandem unterhalten (mit ihm ein
Gespräch führen) - jemanden unterhalten
(ihm die Zeit vertreiben); der Unterhalter;
die Unterhalterin; unterhaltsam: unterhalt¬
sam (kurzweilig, interessant) erzählen; die
Unterhaltungsmusik; das Unterhaltungs¬
programm; die Unterhaltungssendung
unterhandeln: (sich besprechen); der Unter¬
händler; die Unterhändlerin; die Unter¬
handlung
unterirdisch: ein unterirdischer (unter der
Erde befindlicher) Gang
un ter jo chen: (unterwerfen, knechten); die
Unterjochung
Unterkiefer, der: -s, - (Teil des Kiefers)
Unterkommen: sie sind in der Pension gut
untergekommen (untergebracht) - so etwas
ist mir noch nicht untergekommen (pas¬
siert) - in einem Betrieb Unterkommen (An¬
stellung finden); das Unterkommen; die
Unterkunft (Unterkommen, Wohnung, Her¬
berge)
unterkühlt: ein unterkühltes (frostiges)
Klima; die Unterkühlung
Unterlage, die: -, -n (Aufzeichnung, Doku¬
ment)
un ter las sen: sie hatte es unterlassen (ver¬
säumt) Hilfe zu holen - unterlass (verzichte
auf) deine Bemerkungen!; der Unterlass: es
schneite ohne Unterlass (ohne Unterbre¬
chung); die Unterlassung; die Unterlas¬
sungsklage; die Unterlassungssünde
unterlegen: ein Kissen unterlegen; aber: er
ist ihm unterlegen (schwächer als er); die
Unterlage: eine Unterlage aus Plastik; der/
die Unterlegene; die Unterlegenheit; die
Unterlegung; unterliegen: im Wettkampf
unterliegen (verlieren)
unterm: unterm (unter dem) Tisch liegen
untermalen: (umrahmen, begleiten, abrun¬
den); die Untermalung
un ter mau ern: er untermauert (stützt, be¬
gründet) seine Ausführungen mit Beispie¬
len; die Untermauerung
Untermiete, die: -; zur Untermiete woh¬
nen; der Untermieter; die Untermieterin
379
Unterwanderung
unternehmen: (veranstalten); das Unter¬
nehmen (Vorhaben, größerer Betrieb); die
Unternehmensberatung; der Unternehmer;
die Unternehmerin; unternehmerisch; die
Unternehmerschaft; das Unternehmer¬
tum; die Unternehmung; der Unterneh¬
mungsgeist (die Energie); die Unterneh¬
mungslust; unternehmungslustig
unterordnen: sich unterordnen (sich fü¬
gen) - eine untergeordnete (geringere) Be¬
deutung haben; die Unterordnung
Unterpfand, das: -(e)s, ...pfänder; ein Un¬
terpfand (Zeichen, Beweis) der Treue
Unterredung, die: -, -en (Besprechung);
sich unterreden (etwas besprechen)
Unterricht, der: -(e)s (Schule, Unterwei¬
sung, Ausbildung); unterrjchten: er unter¬
richtet an einer Hauptschule - ich wurde
davon nicht unterrichtet (in Kenntnis ge¬
setzt) - sich unterrichten (sich informieren);
unterrichtlich; das Unterrichtsfach; unter¬
richtsfrei; die Unterrichtsstunde; die Un-
terrjchtung (Information)
unters: unters (unter das) Bett sehen
untersagen: sie untersagt (verbietet) ihm zu
rauchen; die Untersagung
Untersatz, der: -es, Untersätze; einen Un¬
tersatz für einen heißen Topf suchen - ein
fahrbarer Untersatz (Auto)
unterschätzen: (nicht ernst nehmen, unter¬
bewerten)
unterscheiden: er kann keine Farben un¬
terscheiden (auseinander halten) - sich von
etwas unterscheiden (abheben); unter¬
scheidbar; die Unterscheidung; das Unter¬
scheidungsmerkmal; der Unterschied: ein
Unterschied wie Tag und Nacht (ein sehr
großer Unterschied); unterschiedlich (ver¬
schieden); die Unterschiedlichkeit; unter¬
schiedslos (ohne Unterschied, gleich)
unterschieben: ein Kissen unterschieben
(unterlegen) - aber: jemandem Feigkeit un¬
terschieben (unterstellen); die Unterschie¬
bung
unterschlagen: er hat Geld unterschlagen
(veruntreut) - eine Nachricht unterschla¬
gen (verschweigen, nicht erwähnen); die
Unterschlagung
Unterschleif, der: -(e)s, -e (Unterschlagung,
Betrug)
Unterschlupf, der: -(e)s, Unterschlüpfe; je¬
mandem Unterschlupf (Zuflucht, Unter¬
kunft) gewähren; unterschlüpfen
Unterschrift, die: -en; seine Unterschrift
geben (etwas bestätigen); unterschreiben;
die Unterschriftenaktion; unterschriftsbe¬
rechtigt; unterschriftsreif
un ter schwel lig: (unbewusst)
untersetzt: ein untersetzter (kleiner, aber
kräftig gebauter) Mann; der Untersetzer
(Schale für Blumentöpfe u.a.); die Unter¬
setztheit
Unterstand, der: -(e)s, ...stände (unterirdi¬
scher Schutzraum, Bunker)
unterstehen: er untersteht mir (ist mir un¬
tergeordnet) - untersteh dich (wehe dir)! -
sich unterstehen (sich anmaßen); aber: bei
Regen unterstehen (unter einem schützen¬
den Dach stehen); der Unterstand
unterstellen: jemandem böse Absichten
unterstellen (unberechtigt vorwerfen); aber:
sein Fahrrad unterstellen; die Unterstellung
(böswillige Behauptung)
unterstützen: (Hilfe, Beistand gewähren);
er unterstützt arme Leute - ein Gesuch un¬
terstützen (befürworten); die Unterstüt¬
zung; unterstützungsbedürftig
untersuchen: der Arzt untersucht den
Kranken - die Polizei untersucht einen
Mordfall; die Untersuchung; der Un¬
tersuchungsausschuss; der/die Untersu¬
chungsgefangene; die Untersuchungs¬
haft (U-Haft); der Untersuchungsrichter;
die Untersuchungsrichterin
Un ter ta ge ar bei ter, der: -s, - (Bergarbei¬
ter, der unter Tage arbeitet); der Untertage¬
bau
untertan: er ist ihm untertan (untergeben);
der Untertan; untertänig (ergeben, unter¬
würfig): untertänigst um Verzeihung bitten;
die Untertänigkeit; die Untertanin
Untertasse, die: -, -n; die fliegende Unter¬
tasse (angeblich gesichtetes, rundes, fla¬
ches Raumschiff von einem anderen Plane¬
ten)
unterteilen: (einteilen, gliedern); das/der
Unterteil; die Unterteilung
untertreiben: (etwas als unbedeutender
hinstellen, als es ist); die Untertreibung
unterwandern: eine Armee unterwandern
(heimlich in sie eindringen und sie zerset¬
zen); die Unterwanderung
unterwegs
380
unterwegs: er ist schon Stunden unterwegs
(auf dem Wege)
unterweisen: jemanden unterweisen (an¬
leiten, unterrichten); die Unterweisung
Unterwelt, die: in die Unterwelt (das
Totenreich) kommen - der Unterwelt (Welt
der Verbrecher) angehören
unterwerfen: ein Volk, Land unterwerfen
(bezwingen, sich untertan machen) - sich
jemandem unterwerfen (sich ergeben) -
sich einem Richterspruch unterwerfen; die
Unterwerfung; unterwürfig (ergeben); die
Unterwürfigkeit
unterzeichnen: (unterschreiben); der/die
Unterzeichnete; die Unterzeichnung
unterziehen: sie unterzieht sich einer Prü¬
fung (sie lässt sich prüfen)
Un tie fe, d ie: -, -n (seichte Stelle; auch: sehr
große Tiefe); untief (flach, seicht)
Untier, das: -(e)s, -e (Ungeheuer, Scheusal)
un-trag-bar: untragbare (unhaltbare) Zu¬
stände; die Untragbarkeit
un-treu: (treulos, verräterisch); die Untreue
untrüglich: er hat untrügliche (ganz sichere)
Beweise
unüberlegt: (unbedacht, kopflos, leichtfer¬
tig); die Unüberlegtheit
unübersehbar: eine unübersehbare (un¬
endliche) Menschenmenge - das ist un¬
übersehbar (offensichtlich)
unübersichtlich: eine unübersichtliche
(schlecht überschaubare) Kurve - die Lage
ist unübersichtlich (verworren); die Un¬
übersichtlichkeit
unumgänglich: (unabwendbar, nötig); die
Unumgänglichkeit
unumschränkt: unumschränkt (ohne Ein¬
schränkung, absolut) herrschen
unumstößlich: mein Entschluss ist unum¬
stößlich (endgültig); die Unumstößlichkeit
unumwunden: etwas unumwunden (auf¬
richtig, offen) zugeben
ununterbrochen: ununterbrochen (dau¬
ernd) schwätzen
un-ver-ant wört lich: (leichtsinnig); die Un¬
verantwortlichkeit
unveräußerlich: unveräußerliche (unver¬
zichtbare) Rechte - ein unveräußerlicher
(unverkäuflicher) Besitz
unverbesserlich: (nicht zu ändern); die
Unverbesserlichkeit
unverbindlich: eine unverbindliche (nicht
bindende) Auskunft geben; die Unverbind¬
lichkeit
unverbleit: unverbleites (bleifreies) Benzin
tanken
unverblümt: unverblümt (freimütig, auf¬
richtig) seine Meinung sagen
unverbrüchlich: jemandem unverbrüch¬
lich (ganz fest) die Treue halten
un ver dient: (unberechtigt); unverdienter¬
maßen; unverdienterweise
unverdrossen: (beharrlich); die Unver¬
drossenheit
unvereinbar: das ist mit meinem Gewissen
unvereinbar; die Unvereinbarkeit
unverfänglich: (nicht bedenklich, harm¬
los); die Unverfänglichkeit
unverfroren: (frech, ziemlich unverschämt);
die Unverfrorenheit
unvergänglich: (ewig dauernd); die Un¬
vergänglichkeit
un ver gess lich: eine unvergessliche Zeit
unvergleichlich: (nicht vergleichbar, außer¬
gewöhnlich); unvergleichbar
un-ver-hält nis-mä-ßig: (übermäßig); die Un¬
verhältnismäßigkeit
unverhofft: ein unverhofftes (nicht erwarte¬
tes) Wiedersehen - unverhofft kommt oft
unverhohlen: unverhohlen (offen, aufrich¬
tig) seine Meinung sagen
unverletzbar: (nicht zu verwunden); un¬
verletzlich; die Unverletzlichkeit
unvermeidbar: (unabwendbar, nötig); un¬
vermeidlich: sich in das Unvermeidliche
fügen
unvermindert: mit unverminderter (nicht
geringer gewordener) Kraft
unvermittelt: unvermittelt (plötzlich, ohne
Übergang) fragte er uns
Un-ver-mö gen, das: -s (Unfähigkeit); unver¬
mögend (ohne Vermögen, nicht imstande)
un-ver-mu-tet: (plötzlich)
Unvernunft, die: - (Dummheit); unvernünf¬
tig (töricht, unüberlegt); die Unvernünftig¬
keit
unverrichtet: (nicht getan, nicht erledigt);
unverrichteterdjnge: unverrichteterdinge
(erfolglos, ohne etwas erreicht zu haben)
kam er zurück; auch: unverrichteter Dinge
unverschämt: (frech, schamlos); die Unver¬
schämtheit
381
unzutreffend
unversehens: unversehens (unerwartet,
plötzlich) stand sie vor mir
unversehrt: (heil, nicht beschädigt); die Un¬
versehrtheit
un ver stän dig: (unklug); unverständlich
(unbegreiflich, unklar); die Unverständ¬
lichkeit; der Unverstand (Dummheit); das
Unverständnis (Mangel an Verständnis)
unverträglich: unverträgliche Speisen - er
ist ein unverträglicher Mensch; die Unver¬
träglichkeit
unverwandt: jemanden unverwandt (un¬
aufhörlich, ununterbrochen) anstarren
un-ver-wech-sel bar: (außergewöhnlich); die
Unverwechselbarkeit
un ver wüst lich: ein unverwüstliches (sehr
haltbares) Leder; die Unverwüstlichkeit
un-verzagt: (mutig, beherzt); die Unverzagt¬
heit
unverzüglich: (gleich, sofort)
unvollständig: (unbeendet, nicht ganz fer¬
tig); unvollkommen (mit Fehlern behaftet);
die Unvollkommenheit; die Unvollständig¬
keit
unvoreingenommen: (ohne Vorurteil);
die Unvoreingenommenheit
unvorhergesehen: (unerwartet, plötz¬
lich)
unwahr: (falsch, gelogen); unwahrhaftig
(nicht aufrichtig); die Unwahrhaftigkeit;
die Unwahrheit; unwahrscheinlich; die
Unwahrscheinlichkeit
unwandelbar: (immer gleich bleibend); die
Unwandelbarkeit
unwegsam: ein unwegsames (unzugäng¬
liches) Gelände
un-wei-ger lieh: (sicher, auf jeden Fall)
un-weit: unweit (nahe) des Dorfes
Unwesen, das: -s (übler Zustand, störendes
Tun); sein Unwesen treiben
unwesentlich: (unbedeutend, nicht wichtig)
Ün wet ter, das: -s, - (Sturm, Gewitter)
unwichtig: eine unwichtige (nicht wichtige)
Sache; die Unwichtigkeit
unwiderlegbar: (sicher, nicht zu wider¬
legen); unwiderleglich
un-wi-der ruf-lich: ein unwiderruflicher (end¬
gültiger) Beschluss
unwidersprochen: (ohne Entgegnung);
diese Behauptung kann nicht unwiderspro¬
chen bleiben
unwiderstehlich: er hatte einen unwider¬
stehlichen Drang; die Unwiderstehlichkeit
un-wie-der brjng lieh: (unersetzlich); die
Unwiederbringlichkeit
Unwille, der: -ns (Ärger, Missstimmung);
auch: der Unwillen; unwillig (ärgerlich)
unwillkürlich: (unbewusst, unabsichtlich)
unwirklich: (nicht der Wirklichkeit entspre¬
chend); die Unwirklichkeit
unwirksam: (nutzlos, ungültig); die Unwirk¬
samkeit
un-wirsch: jemanden unwirsch (unfreund¬
lich, kurz angebunden) behandeln
unwirtlich: eine unwirtliche (raue, einsame,
unbewohnte) Gegend; die Unwirtlichkeit
unwissend: (unerfahren, nicht unterrichtet);
die Unwissenheit; unwissentlich (verse¬
hentlich)
unwohl: sie fühlt sich heute wieder unwohl
(nicht gesund); das Unwohlsein
un-wohnlich: (unbehaglich, ungemütlich)
Unzahl, die: - (sehr große Zahl, Menge); un¬
zählbar; unzählig: unzählige Sterne; aber:
Unzählige kamen - unzählige Male
Unze lat., die: -n (altes Feingewicht); un¬
zenweise
Un zeit, di e: -; zur Unzeit kommen (zu nicht
passender Zeit); unzeitgemäß (altmodisch);
unzeitig (unreif)
un-zie-mend: (ungehörig, ungebührlich);
auch: unziemlich; die Unziemlichkeit
Unzucht, die: - (unsittliche Handlung, sexu¬
elles Vergehen); unzüchtig (anstößig); die
Unzüchtigkeit
un-zu-frie den: unzufrieden (unglücklich,
enttäuscht) sein; die Unzufriedenheit
unzugänglich: ein unzugängliches Gebiet;
die Unzugänglichkeit
un-zu-läng-lich: eine unzulängliche (man¬
gelhafte, nicht ausreichende) Ausbildung;
die Unzulänglichkeit
un-zu-läs-sig: (nicht erlaubt, gesetzwidrig);
die Unzulässigkeit
un-zu rech-nungs fä hig: (geistesgestört);
die Unzurechnungsfähigkeit
un-zu-rei-chend: er war unzureichend (nicht
genügend, mangelhaft) unterrichtet
un-zu-träg-lich: einer Sache unzuträglich
(nachteilig, schädlich) sein; die Unzuträg¬
lichkeit
un-zu tref fend: (falsch)
382
T
U
V
w
X
Y
z
unzuverlässig
unzuverlässig: (pflichtvergessen, unsicher);
die Unzuverlässigkeit
un zwei fei haft: (zweifellos, sicher)
üppig: ein üppiges (reichliches) Mahl - sie
hat eine üppige (blühende) Fantasie; die
Üppigkeit
up to date engl. [aptudet]: (auf der Höhe der
Zeit, zeitgemäß, modern)
Ur, der: -(e)s, -e (Auerochse) # Uhr
Urabstimmung, die: -, en (Abstimmung al¬
ler Mitglieder einer Gemeinschaft)
Urahn, der: -(e)s, -en (Vorfahr, Urgroßvater);
auch: der Urahne; die Urahne (Vorfahrin,
Großmutter) # Uran
uralt: ein uralter (sehr alter) Mann
Uran (U), das: -s (radioaktives Schwermetall,
chemischer Grundstoff); das Uranerz # Urahn
Uraufführung, die: -, -en (Erstaufführung);
uraufführen
urban lat.: urbane (städtische) Lebensweise
urbar: ein Land urbar (anbaufähig, fruchtbar)
machen; die Urbarmachung
Urbewohner, der: -s, - (erster Bewohner
eines Gebietes); die Urbewohnerin; auch:
der Ureinwohner; die Ureinwohnerin
Ur bild, das: -es, -er (Vorbild, Inbegriff)
Ur en kel, der: -s, - (Sohn des Enkels oder der
Enkelin); die Urenkelin; die Urgroßeltern
Mz.; die Urgroßmutter; der Urgroßvater
Urfassung, die: -, -en (ursprüngliche Fas¬
sung, Original)
urgemütlich: (überaus gemütlich)
Urheber, der: -s, - (der für eine Tat Verant¬
wortliche; Verfasser, Schöpfer eines Wer¬
kes); die Urheberin; das Urheberrecht; ur¬
heberrechtlich; die Urheberschaft
urig: (urwüchsig, originell)
Urin lat.f der -s, -e (Harn); urinieren; der Uro¬
loge; die Urologie; die Urologin; urolo-
gisch
Urkunde, die: -, -n (amtliches Schriftstück,
Dokument); urkundlich (amtlich)
Urlaub, der: -(e)s, -e (Ferien, Erholung); Ur¬
laub machen - im Urlaub; der Urlauber;
die Urlauberin; der Urlaubsgast; der Ur¬
laubsort; urlaubsreif; die Urlaubsreise; die
Urlaubssperre; die Urlaubszeit
Urne lat., die: -, -n (Aschengefäß, Behälter für
Wahlzettel); zur Urne gehen (wählen); der
Urnengang (Wahl); das Urnengrab
Ursa-che, die: -, -n (Grund für ein Gesche¬
hen, Veranlassung, Ursprung); keine Ursa¬
che (bitte)!; ursächlich
Urschrift, die: -, -en (Original, erste Nieder¬
schrift); urschriftlich
Ursprung, der: -s, Ursprünge (Beginn, An¬
fang); ursprünglich (anfangs); die Ur¬
sprünglichkeit; das Ursprungsland
urteilen: (entscheiden, beurteilen); das Ur¬
teil; die Urteilsbegründung; urteilsfähig;
die Urteilsfähigkeit; die Urteilskraft; der
Urteilsspruch^die Urteilsverkündung
urtümlich: (unberührt, ursprünglich, natür¬
lich); die Urtümlichkeit
Urwald, der: -(e)s, Urwälder (Dschungel, Wild¬
nis); das Urwaldgebiet
urwüchsig: (natürlich, robust, unverfälscht);
die Urwüchsigkeit
Urzeit, die: -, -en; seit Urzeiten (seit unend¬
lich langer Zeit); urzeitlich # Uhrzeit
USA = United States of America (Vereinigte
Staaten von Amerika)
User engl, [juser], der: -s, - (Benutzer, z.B.
von Computern)
usf. = und so fort
usw. = und so weiter
Utensilien Mz. lat., die: - (Gebrauchsge¬
genstände, Geräte, Zubehör)
Utopie griech., die: -, Utopien (Wunschvor¬
stellung, Schwärmerei); utopisch (undurch¬
führbar); der Utopjst; die Utopjstin
u. U. = unter Umständen
UV = ultraviolett; die UV-Strahlung (Höhen¬
strahlung): UV-Strahlen-gefährdet; aber:
strahlengefährdet
u. v. a. = und viele(s) andere
u.YV. = unseres Wissens
Ü-Wagen, der: -s, - (Übertragungswagen)
uzen: jemanden mit etwas uzen (necken)
V
V = Volt; Volumen (Rauminhalt)
Vagabund franz. [wagabunt], der: -en, -en
(Landstreicher); das Vagabundenleben; va¬
gabundieren (ohne festen Wohnsitz her¬
umziehen)
va ge franz. [wage]: eine vage (unsichere, un¬
genaue) Auskunft - eine vage Hoffnung ha¬
ben; auch: vag; die Vagheit (Ungewissheit)
383
Verallgemeinerung
Va-gi-na lat. [wagina, wagina], die: Vaginen
(weibliches Geschlechtsorgan, Scheide)
vakant lat. [wakant]: eine vakante (freie, un¬
besetzte) Stelle
Va ku um lat. [wakuum], das: -s, Vakua/Va-
kuen (luftleerer Raum, Leere); die Vakuum¬
pumpe; vakuumverpackt
Va lu ta ital. [waluta], die: -, Valuten (ausländi¬
sche Währung)
Vampir engl, [wampir, wampir], der: -s, -e
(Blut saugendes Wesen, Wucherer); der
Vamp [wämp] (kalt berechnende, verführe¬
rische Frau)
Vandale, der: -n, -n; —► Wandale
Vanille franz. [wanjl(j)e], die: - (Gewürz¬
pflanze, Gewürz); das Vanilleeis; der Va¬
nillegeschmack; der Vanillepudding; der Va¬
nillezucker
variabel franz. [wariabel]: (veränderlich,
veränderbar); die Variable (veränderliche
Größe); die Variante (Abwandlung, ver¬
änderte Form); die Variation (Veränderung,
Abweichung); das Varietee; auch: das Va¬
riete [wariete] (Theater mit abwechslungs¬
reichem, unterhaltendem Programm); vari¬
ieren (verändern, abwandeln)
Vasall, franz. [wasal], der: -en, -en (Lehns¬
mann, Anhänger); das Vasallentum
Vase franz. [wase], die: -, -n (Gefäß für Blu¬
men); vasenförmig
Vaseline [waseline], die: - (Mittel, aus dem
Salben hergestellt werden); auch: das Vase¬
lin
Vater, der: -s, Väter; der Vater der Kinder - er
ist der Vater (Schöpfer) dieser Idee - Vater
Staat - Heiliger Vater (Anrede des Papstes);
das Väterchen; das Vaterhaus; das Vater¬
land; vaterländisch; die Vaterlandsliebe;
der Vaterlandsverräter; väterlich; väter¬
licherseits; vaterlos; die Vaterschaft; die
Vaterstadt; der Vatertag; das Vaterunser
(Gebet)
Vatikan lat. [watikan], der: -s (Palast des Paps¬
tes in Rom); vatikanisch; der Vatikanstaat
v.Chr. = vor Christus
Vegetation lat. [wegetatsion], die: -, -en
(Pflanzenwuchs, Pflanzenwelt); vegeta¬
risch: sich vegetarisch (fleischlos, pflanz¬
lich) ernähren; der Vegetarier (jemand, der
nur Pflanzenkost isst); die Vegetarierin; ve¬
getativ: die vegetative (ungeschlechtliche)
Vermehrung - das vegetative (unbewusst
ablaufende) Nervensystem; vegetieren: er
vegetierte (lebte kümmerlich) in einem La¬
ger
vehement lat. [wehement]: sich vehement
(heftig, lebhaft) zur Wehr setzen; die Vehe¬
menz (Wucht, Stärke)
Vehikel lat. [wehikel], das: -s, - (altes, altmo¬
disches Fahrzeug, Hilfsmittel)
Veilchen lat. das: -s, - (Frühlingsblume); blau
wie ein Veilchen (sehr betrunken); veil¬
chenblau; der Veilchenduft; der Veilchen¬
strauß
Vektor lat. [wektor], der: -s, Vektoren (mathe¬
matische oder physikalische Größe); die
Vektorrechnung
Velours franz. [welur], der: -, - (samtweiches
Gewebe); das Veloursleder
Vene lat. [wene], die: -, -n (Blutader); die
Venenentzündung; venös (die Venen be¬
treffend): venöses (dunkles) Blut
Ventil lat. [wentil], das: -s, -e (Vorrichtung
zum Absperren von Flüssigkeiten und Ga¬
sen); die Ventilation (Lüftungsanlage); der
Ventilator (Lüfter); ventilieren (lüften, sorg¬
fältig überlegen)
Venus lat. [wenus], die: - (Planet)
verabreden: ein Treffen verabreden (ab¬
machen) - zur verabredeten Zeit nicht
kommen; die Verabredung (Vereinbarung,
Treffen)
verabscheuen: etwas verabscheuen (uner¬
träglich, widerwärtig finden) - er verab¬
scheut jede Art von Gewalt; verab¬
scheuenswert; die Verabscheuung; verab¬
scheuungswürdig
verabschieden: sie verabschiedete sich
mit einem Gruß - ein Gesetz verabschie¬
den (beschließen); die Verabschiedung
verachten: er verachtet (verabscheut) Feig¬
linge - den Tod verachten (für gering anse-
hen) - nicht zu verachten (erstrebenswert)
sein; verächtlich; die Verächtlichkeit; die
Verächtlichmachung; die Verachtung: je¬
manden mit Verachtung strafen (ihn nicht
beachten); verachtungsvoll; verachtungs¬
würdig
verallgemeinern: diese Erkenntnis kann
man nicht verallgemeinern (nicht allge¬
mein auf alle Fälle anwenden); die Verall¬
gemeinerung
veralten
384
veralten: etwas ist veraltet (nicht mehr zeit¬
gemäß, altmodisch)
Veranda engl, [weranda], die: Veranden
(Hausvorbau); auf der Veranda sitzen
verändern: du hast dich überhaupt nicht
verändert - sich im Wesen verändern (sich
wandeln) - er will sich verändern (seine
berufliche Stellung wechseln); veränder¬
bar; veränderlich; die Veränderlichkeit;
die Veränderung
verängstigen: verängstigt sein
ver an la gen: ein musisch veranlagter (be¬
gabter) Mensch - ein Einkommen veranla¬
gen (schätzen); die Veranlagung (Anlage,
Begabung)
veranlassen: er veranlasste (bewirkte, ord¬
nete an) eine Untersuchung des Vorfalls;
die Veranlassung: zur Freude hast du keine
Veranlassung (keinen Grund)
ver an schau li ehen: etwas veranschau¬
lichen (klar, deutlich machen); die Veran¬
schaulichung
ver an schla gen: die Kosten für etwas ver¬
anschlagen (schätzen); die Veranschlagung
veranstalten: ein Fest veranstalten (abhal¬
ten, durchführen); der Veranstalter; die
Veranstalterin; die Veranstaltung (Feier,
Aufführung)
verantworten: sich vor Gericht verantwor¬
ten (sich rechtfertigen) müssen - ich kann
das verantworten (vertreten, die Folgen
dafür tragen); verantwortlich; die Verant¬
wortlichkeit; die Verantwortung: die Ver¬
antwortung für etwas übernehmen - je¬
manden für etwas zur Verantwortung
ziehen (ihn dafür verantwortlich machen);
verantwortungsbewusst; das Verantwor¬
tungsbewusstsein; verantwortungslos; die
Verantwortungslosigkeit; verantwortungs¬
voll
veräppeln: (veralbern, verhöhnen)
verarbeiten: Holz verarbeiten - die Erleb¬
nisse meiner Reise muss ich erst verarbei¬
ten (geistig bewältigen); die Verarbeitung
verargen: jemandem etwas verargen (übel
nehmen)
verärgern: er verärgerte (verstimmte) alle
Anwesenden; die Verärgerung
ver aus ga ben: sich verausgaben (sich bis
zur Erschöpfung anstrengen)
veräußern: Grundstücke veräußern (ver¬
kaufen); die Veräußerung
Verb lat. [werb], das: -s, -en (Sprachlehre:
Tätigkeitswort, Zeitwort); auch: das Ver¬
bum; verbal (mündlich); verbalisteren (mit
Worten ausdrücken)
ver ball hor nen: (entstellen); die Verball¬
hornung
Verband, der: -es, Verbände; einen Verband
(eine Binde, Bandage) anlegen - einen Ver¬
band (eine Vereinigung) gründen; der Ver¬
bandskasten; das Verbandsmaterial; der
Verbandsstoff; das Verbandszeug; —►
verbinden
verbannen: (des Landes verweisen); er
wurde auf eine Insel verbannt; der/die Ver¬
bannte; die Verbannung; der Verbannungs¬
ort
verbarrikadieren: das Tor verbarrikadie¬
ren (unzugänglich machen) - sich verbarri¬
kadieren (sich hinter schützenden Hinder¬
nissen verbergen)
ver bau en: ihm wurde die Aussicht auf den
See verbaut - jemandem seine Aussichten
verbauen (zunichte machen); die Verbau¬
ung
verbergen: er verbarg (versteckte) sich vor
der Polizei - sie hat nichts zu verbergen (zu
verheimlichen); aber: im Verborgenen (un¬
bemerkt) bleiben
verbessern: seine Fehler im Diktat verbes¬
sern (berichtigen) - sie hat sich beruflich
verbessert (eine bessere Stellung erreicht);
die Verbesserung; der Verbesserungsvor¬
schlag
ver beu gen, sich: sich vor dem Publikum
verbeugen (sich verneigen); die Verbeu¬
gung
verbieten: du verbietest, er verbot, sie hat
verboten, verbiete!; das Betreten des Ge¬
bäudes ist verboten (untersagt) - jemandem
den Mund verbieten (das Wort entziehen);
—► Verbot
verbjUigen: verbilligte (billiger gemachte)
Waren kaufen; die Verbilligung
verbinden: sich seine Wunde verbinden las¬
sen - beide verbindet (vereint) eine tiefe
Freundschaft - sich telefonisch mit jeman¬
dem verbinden lassen - das Angenehme
mit dem Nützlichen verbinden (verknüp¬
fen) - damit verbinden mich angenehme
Erinnerungen - jemandem sehr verbunden
385
verdammen
(dankbar) sein; verbindlich (freundlich,
bindend); die Verbindlichkeiten Mz.
(Schulden, Rückstände); die Verbindung:
in Verbindung (zusammen) mit - sich mit
jemandem in Verbindung setzen (mit ihm
Kontakt aufnehmen); der Verbindungs¬
mann; auch: der V-Mann; die Verbindungs¬
straße; das Verbindungsstück; die Verbin¬
dungstür; —► Verband
verbjssen: verbissen (hartnäckig, beharrlich)
um sein Recht kämpfen - verbissen (zornig,
grimmig) dreinschauen; die Verbissenheit
ver bit ten: sich etwas verbitten (verlangen,
dass es unterbleibt)
ver bjt tern: (ärgern, kränken); jemandem
das Leben verbittern (schwer machen) -
verbittert (mürrisch, vergrämt) sein; die
Verbitterung
verblassen: die Farbe war verblasst (blass ge¬
worden)
verbläuen: jemanden verbläuen (kräftig ver¬
prügeln)
verbleiben: (Zurückbleiben, verharren, übrig
bleiben); der Verbleib (Aufenthaltsort)
verbleichen: es verbleicht, es verblich, es
ist verblichen; verblichene (verblasste) Bil¬
der; der/die Verblichene (Verstorbene)
verblüffen: er verblüffte (überraschte) alle -
verblüffende (erstaunliche) Erfolge haben;
die Verblüffung
verblühen: die Blumen sind schon verblüht
(verwelkt)
verbohren, sich: sich in etwas verbohren
(sich verbissen damit beschäftigen) - ver¬
bohrt (starrköpfig, eigensinnig) sein; die
Verbohrtheit
verborgen: sich verborgen halten (sich ver¬
bergen); aber: im Verborgenen (unbemerkt,
geheim); die Verborgenheit
Verbot, das: -(e)s, -e (Untersagung, Befehl et¬
was nicht zu tun); ein Verbot aussprechen;
verboten (gesetzwidrig, tabu); das Verbots¬
schild; verbotswidrig; das Verbotszeichen;
—► verbieten
verbrämen: ein Kleid verbrämen (am Rand
verzieren) - ein mit schönen Worten ver¬
brämter (umschriebener, verschleierter) Ta¬
del; die Verbrämung
verbrauchen: viel Wasser verbrauchen - er
wirkt verbraucht (erschöpft, abgearbeitet) -
das Auto verbraucht wenig Benzin - eine
verbrauchte (schlechte) Luft; der Ver¬
brauch; der Verbraucher (Abnehmer, Kun¬
de, Käufer); die Verbraucherin; der Ver¬
brauchermarkt; die Verbraucherzentrale;
die Verbrauchsgüter Mz.; die Verbrauchs¬
steuer
Verbrechen, das: -s, - (schweres Vergehen,
Straftat); für ein Verbrechen bestraft wer¬
den; verbrechen: etwas verbrechen (etwas
Schlimmes anrichten); der Verbrecher; die
Verbrecherbande; die Verbrecherin; ver¬
brecherisch; die Verbrecherjagd; die Ver¬
brecherwelt
verbreiten: ein Gerücht verbreiten (in Um¬
lauf setzen, ausstreuen) - Angst und
Schrecken verbreiten (erregen) - sich ver¬
breiten (sich ausbreiten, ausdehnen) - das
ist eine weit verbreitete (gängige) Meinung;
die Verbreitung; das Verbreitungsgebiet
verbreitern: die Straße wurde verbreitert
(breiter gemacht); die Verbreiterung
verbrennen: Holz verbrennen - sich die
Hand verbrennen (durch Feuer verletzen) -
das Land ist durch die Hitze verbrannt; die
Verbrennung; der Verbrennungsmotor
verbringen: (zubringen, verleben); er ver¬
bringt (verlebt) seinen Urlaub zu Hause
verbünden, sich: alle haben sich gegen
mich verbündet (sich zusammengetan, ver¬
einigt); der Verbund; die Verbundenheit;
der/die Verbündete; das Verbundnetz; das
Verbundsystem
verbürgen: sich für jemanden verbürgen
(für ihn Bürgschaft leisten) - eine verbürgte
(glaubwürdige) Nachricht - verbürgte (zu¬
gesicherte) Rechte; die Verbürgung
verbüßen: eine Strafe verbüßen (abbüßen);
die Verbüßung
Verdacht, der: -(e)s, -e/Verdächte (Argwohn,
Zweifel); der Verdacht hat sich nicht be¬
stätigt - etwas auf Verdacht (ohne Genaue¬
res zu wissen) tun - einen Verdacht hegen
(etwas argwöhnen) - Verdacht schöpfen
(misstrauisch werden) - über jeden Ver¬
dacht erhaben sein (absolut unverdächtig
sein); verdächtig; der/die Verdächtige;
verdächtigen; die Verdächtigung; der Ver¬
dachtsgrund; das Verdachtsmoment
verdammen: jemanden verdammen (verur¬
teilen, verfluchen) - sie ist zum Nichtstun
verdammt (sie kann nichts tun); verdam-
verdammenswert
386
T
U
V
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X
Y
z
menswert; die Verdammnis, die Verdamm¬
nisse: die ewige Verdammnis (Hölle); der/
die Verdammte; die Verdammung; ver¬
dammungswürdig
verdattert: verdattert (ganz verwirrt, durch¬
einander) dastehen
verdauen: die Bohnen sind schwer zu ver¬
dauen - sie hat die schlechte Nachricht gut
verdaut (geistig verarbeitet); verdaulich:
ein gut verdauliches (bekömmliches) Es¬
sen; die Verdauung; die Verdauungsbe¬
schwerden Mz.; das Verdauungsorgan; die
Verdauungsstörung
verdecken: die Sträucher verdecken die
Aussicht - eine Sache verdecken (verber¬
gen); das Verdeck (oberstes Schiffsdeck,
Wagendecke)
verderben: du verdirbst, er verdarb, sie hat
verdorben, verdirb!; er hat mir den ganzen
Tag verdorben (verleidet) - verdorbenes
(faules) Obst - seine Freunde haben ihn
verdorben (einen schlechten Einfluss auf
ihn ausgeübt) - es sich mit jemandem ver¬
derben (sich bei ihm unbeliebt machen);
das Verderben: in sein Verderben (Un¬
glück) rennen - der Alkohol war sein Ver¬
derben (Untergang) - auf Gedeih und Ver¬
derb; verderblich: leicht verderbliche (nur
kurze Zeit haltbare) Waren; die Verderb¬
lichkeit; verderbt (lasterhaft); die Verderbt¬
heit; verdorben: verdorbene (ranzige) But¬
ter - verdorbenes (schimmeliges) Brot - er
ist ein verdorbener (lasterhafter) Mensch;
die Verdorbenheit
verdienen: er verdient viel Geld - seine Leis¬
tung verdient Anerkennung - es nicht bes¬
ser verdienen (zu Recht ein Missgeschick
erleiden) - sich um etwas verdient machen
(sich erfolgreich für etwas einsetzen); der
Verdienst: ein hoher Verdienst (hohes Ein¬
kommen); das Verdienst: das ist dein Ver¬
dienst (deine Leistung); der Verdienst¬
ausfall; die Verdienstmöglichkeit; der Ver¬
dienstorden; die Verdienstspanne; ver¬
dienstvoll (lobenswert); verdient: eine
verdiente Frau; verdientermaßen; verdien¬
terweise
Verdikt lat. [wärdjkt], das: -(e)s, -e (Verbot,
Urteil)
verdjngen: sich verdingen (eine Arbeit an¬
nehmen); die Verdingung
verdonnern: jemanden zu einer hohen
Geldstrafe verdonnern (verurteilen)
verdoppeln: er hat den Einsatz im Spiel ver¬
doppelt (verzweifacht); die Verdoppelung
verdorren: (dürr werden); infolge des
heißen Sommers verdorrte das gesamte Ge¬
treide (es wurde dürr)
verdrängen: sich nicht verdrängen (zur
Seite schieben) lassen - sie verdrängte (un¬
terdrückte) ihre schlimmen Erinnerungen;
die Verdrängung
ver dre hen: sie verdrehte die Augen - die
Wahrheit verdrehen (einen Vorgang un¬
richtig darstellen) - jemandem den Kopf
verdrehen (ihn verliebt machen); verdreht
(umgekehrt, überspannt, verrückt); die Ver¬
drehung
verdrießen: du verdrießt, er verdross, sie
hat verdrossen, verdrieß(e)!; es verdrießt
(ärgert) ihn - es sich nicht verdrießen lassen
(sich nicht entmutigen lassen); verdrießlich
(mürrisch); die Verdrießlichkeit; die Ver¬
drossenheit (Ärger); der Verdruss: Verdruss
bereiten (ärgern)
verdrücken: drei Stück Kuchen verdrücken
(essen) - sich verdrücken (heimlich Wegge¬
hen, sich wegschleichen) - ein verdrückter
(zerknitterter) Anzug
verduften: (unauffällig Weggehen, fliehen)
verdummen: jemanden verdummen (ihn
geistig anspruchslos machen); die Verdum¬
mung
verdunkeln: das Zimmer verdunkeln (dun¬
kel machen) - der Himmel verdunkelt sich
(trübt sich ein); die Verdunkelung; die
Verdunkelungsgefahr
verdünnen: Wein mit Wasser verdünnen;
sich verdünnisieren (Weggehen, sich weg¬
schleichen); die Verdünnung
verdunsten: das Wasser im Topf ist verduns¬
tet (langsam verdampft); auch: verdünsten;
die Verdunstung; auch: die Verdünstung
verdutzt: verdutzt (verwirrt, sprachlos) sein;
die Verdutztheit
ver eb ben: der Lärm verebbte (ließ allmäh¬
lich nach, flaute ab)
verehren: er verehrte (schätzte sehr hoch)
seinen Lehrer - Götter verehren - er ver¬
ehrte (schenkte) ihm ein Buch; der Vereh¬
rer; die Verehrerin; die Verehrung; vereh¬
rungswürdig
387
Verfügung
vereidigen: die Soldaten werden vereidigt
(durch Eid auf etwas verpflichtet); die Ver¬
eidigung
Verein, der: -(e)s, -e (Bund, Gruppe); einem
Verein beitreten - im Verein mit (gemein¬
sam mit) uns; vereinen: mit vereinten Kräf¬
ten; vereinigen: das Vereinigte Königreich
Großbritannien und Nordirland (UK) - die
Vereinigten Staaten von Amerika (USA);
die Vereinigung; die Vereinsmannschaft;
die Vereinsmeierei (übertriebenes Wichtig¬
nehmen der eigenen Tätigkeit in einem
Verein); das Vereinsmitglied; die Vereins¬
satzung; das Vereinswesen; die Vereinten
Nationen (UN)
vereinbaren: einen Termin vereinbaren
(ausmachen, festlegen); vereinbar; die Ver¬
einbarung; vereinbarungsgemäß
vereinfachen: etwas vereinfachen (einfa¬
cher machen); die Vereinfachung
vereinnahmen: (einnehmen); die Verein-
nahmung
vereinsamen: (einsam werden); die Ver¬
einsamung
vereinzelt: nur vereinzelt (gelegentlich) ka¬
men Gäste; aber: Vereinzelte kamen - ver¬
einzelte Niederschläge; die Vereinzelung
vereiteln: einen Plan vereiteln (verhindern,
zunichte machen); die Vereit(e)lung
ver e len den: (verarmen); die Verelendung
verenden: (langsam und qualvoll sterben,
eingehen); die Verendung
vererben: seinen Söhnen das ganze Vermö¬
gen vererben (hinterlassen); vererbbar;
vererblich; die Vererbung
verfahren: sich in einer Stadt verfahren (ver¬
irren) - gerecht verfahren (handeln) - der
Richter ist milde mit ihm verfahren - eine
verfahrene (ausweglose) Situation; das Ver¬
fahren; die Verfahrensweise
verfallen: ein verfallenes (baufälliges) Haus
- dem Alkohol verfallen sein (ein Trinker
sein) - der alte Mann verfiel immer mehr
(er wurde schwächer) - die Eintrittskarte ist
längst verfallen (ungültig) - sie ist wieder in
ihren alten Fehler verfallen - er verfiel
(kam) auf eine sonderbare Idee; der Verfall;
das Verfallsdatum; der Verfallstag; die
Verfallszeit
verfangen: er verfängt (verstrickt) sich in sei¬
nen eigenen Lügen - das verfängt (wirkt)
bei mir nicht mehr; verfänglich: verfäng¬
liche (peinliche, heikle) Fragen stellen; die
Verfänglichkeit
verfassen: einen Zeitungsartikel verfassen
(schreiben); der Verfasser (Verf.) (Urheber,
Autor); die Verfasserin; die Verfassung: in
guter Verfassung (in einem guten Zustand)
sein - die Verfassung (das Grundgesetz) der
Bundesrepublik Deutschland; die Verfas¬
sungsbeschwerde; verfassungsgemäß; das
Verfassungsrecht; der Verfassungsschutz;
verfassungstreu; verfassungswidrig (ge¬
setzwidrig)
verfechten: seinen Plan verfechten (dafür
eintreten, kämpfen); der Verfechter: der
Verfechter einer Sache (Kämpfer für eine
Sache); die Verfechterin; die Verfechtung
verfehlen: sie hat das Ziel verfehlt (nicht ge¬
troffen, erreicht) - eine verfehlte (falsche,
unangebrachte) Politik; die Verfehlung (Ver¬
stoß, Sünde)
verfliegen: der Pilot hat sich im Nebel ver¬
flogen (verirrt) - sein Zorn war schnell ver¬
flogen (vorbei) - der Rauch verfliegt - die
Zeit verfliegt (vergeht) schnell
verfljxt: eine verflixte (verdammte, ärger¬
liche) Sache - das ist verflixt (sehr) schwer
verfluchen: er hat seine Entscheidung
schon oft verflucht (verwünscht, zum Teu¬
fel gewünscht) - ein verflucht (sehr)
schwieriges Unternehmen - verflucht und
zugenäht!; die Verfluchung
verflüchtigen, sich: (in einen gasförmigen
Zustand übergehen); sich verflüchtigt ha¬
ben (unauffindbar sein); die Verflüchtigung
verfolgen: einen Flüchtigen verfolgen (zu
fangen suchen) - eine Spur verfolgen - er
verfolgt sein Ziel mit großer Ausdauer - er
ist vom Unglück verfolgt (oft davon betrof¬
fen) - Ereignisse verfolgen (genau beobach¬
ten); der Verfolger; die Verfolgerin; der/
die Verfolgte; die Verfolgung; die Verfol¬
gungsjagd; das Verfolgungsrennen; der
Verfolgungswahn
verfressen: (gefräßig); die Verfressenheit
verfügen: über viel Geld verfügen (viel Geld
besitzen) - er darf über sein Erbe nicht ver¬
fügen (keinen Gebrauch davon machen) -
die Schließung des Parks wurde verfügt
(angeordnet); verfügbar: verfügbar sein (da
sein); die Verfügung: eine Verfügung (An-
Verfügungsgewalt
388
Ordnung) erlassen - etwas zur Verfügung
haben (etwas verwenden können) - sich
zur Verfügung halten (bereit sein) - jeman¬
dem zur Verfügung stehen (von ihm einge¬
setzt werden können) - etwas zur Verfü¬
gung stellen (zum Gebrauch überlassen);
die Verfügungsgewalt; das Verfügungs¬
recht
verführen: sie wurde zum Rauchen verführt
(verleitet); der Verführer; die Verführerin;
verführerisch; die Verführung; die Ver¬
führungskunst
vergaffen, sich: sich in jemanden vergaffen
(sich verlieben)
ver gäl len: er vergällt (verdirbt) uns jede
Freude; die Vergällung
Vergangenheit, die: -; die jüngste Vergan¬
genheit - ein Zeitwort in die Vergangenheit
(in eine Vergangenheitsform) setzen - er
hat eine dunkle Vergangenheit (ein nicht
ganz einwandfreies Vorleben); vergangen:
vergangene (frühere) Zeiten; die Vergan¬
genheitsbewältigung; die Vergangenheits¬
form; vergänglich: alles ist vergänglich
(sterblich, veränderlich, von kurzer Dauer);
die Vergänglichkeit; —► vergehen
Ver-ga-ser, der: -s, - (Teil des Verbrennungs¬
motors); vergasen (mit Gas töten); die Ver¬
gasung
vergattern: jemanden vergattern (ihn zu et¬
was verpflichten); die Vergatterung
ver-ge-ben: vergib (verzeih) mir meine Faul¬
heit! - alle Plätze sind bereits vergeben (be¬
setzt) - einen Auftrag vergeben - er vergab
seine Chance (er nutzte sie nicht aus) - sie
ist heute schon vergeben (sie hat schon et¬
was vor); vergebens (ohne Erfolg, umsonst,
nutzlos); auch: vergeblich: es war eine ver¬
gebliche Mühe; die Vergeblichkeit; die
Vergebung (Verzeihung, Straferlass)
ver ge gen wär ti gen, sich: sich seine Lage
vergegenwärtigen (ins Bewusstsein rufen);
die Vergegenwärtigung
ver ge-hen: die Zeit vergeht (verstreicht)
schnell - er hat sich gegen das Gesetz ver¬
gangen (dagegen verstoßen) - die Schmer¬
zen vergingen (hörten auf) - vor Sehnsucht
vergehen (umkommen) - er hat sich an ihr
vergangen (sie vergewaltigt); das Vergehen
(Straftat, Unrecht, Verbrechen); -► Vergan¬
genheit
vergelten: (entlohnen, rächen); Gutes mit
Gutem vergelten; die Vergeltung; die Ver¬
geltungsmaßnahme; der Vergeltungsschlag
vergessen: du vergisst, er vergaß, sie hat
vergessen, vergiss!; eine Verabredung ver¬
gessen (nicht mehr daran denken) - vergiss
mich nicht! - sich vergessen (unüberlegt
handeln); die Vergessenheit: in Vergessen¬
heit geraten (vergessen werden); vergess¬
lich; die Vergesslichkeit
ver geu den: se(p Vermögen vergeuden (ver¬
schwenden, durchbringen) - Zeit vergeu¬
den (vertun); die Vergeudung
vergewaltigen: eine Frau vergewaltigen
(mit Gewalt zum Geschlechtsverkehr zwin¬
gen) - ein vergewaltigtes (unterdrücktes)
Volk; die Vergewaltigung
verge-wjssern, sich: er vergewisserte sich
(verschaffte sich Gewissheit); die Vergewis¬
serung
vergjften: er hat sich durch einen verdorbe¬
nen Fisch vergiftet - vergiftete Pilze essen -
eine vergiftete (verschmutzte, verpestete)
Luft; die Vergiftung; die Vergiftungsgefahr
vergjlben: vergilbte (gelb gewordene) Blät¬
ter
Ver gjss mein nicht, das: -(e)s, -(e) (Wiesen¬
blume)
vergleichen: Preise vergleichen - sich mit
jemandem vergleichen (messen, einen Ver¬
gleich mit ihm schließen); der Vergleich;
vergleichbar; die Vergleichbarkeit; der
Vergleichsmaßstab; vergleichsweise (im
Vergleich zu anderem); die Vergleichszahl
Vergnügen, das: -s, -; es bereitet mir Ver¬
gnügen (Freude, Lust) - viel Vergnügen!;
sich vergnügen; vergnüglich; vergnügt (lus¬
tig, zufrieden); die Vergnügungsreise; die
Vergnügungssteuer; die Vergnügungssucht;
das Vergnügungsviertel
ver göt tern: jemanden vergöttern (verherrli¬
chen, anbeten); die Vergötterung
ver-grä-men: er wurde vergrämt (verstimmt,
verärgert) - eine vergrämte (bedrückte, sor¬
genvolle) Miene machen
vergreifen: er hat sich an ihr vergriffen (ver¬
gangen) - ein vergriffenes (nicht mehr lie¬
ferbares) Buch
vergrößern: seinen Vorsprung vergrößern
(ausbauen) - er vergrößerte (erweiterte) sei¬
nen Betrieb; die Vergrößerung; der Ver¬
389
verjubeln
größerungsapparat; das Vergrößerungsglas
(Lupe)
Ver güns ti gung, die: -en (Preisnachlass,
Vorrecht); vergünstigt (ermäßigt, günstiger)
ver-gü-ten: seine Auslagen wurden ihm ver¬
gütet (ersetzt, bezahlt); die Vergütung
ver haf-ten: einen Dieb verhaften (festneh¬
men, abführen) - das ist fest in meinem
Gedächtnis verhaftet (eingeprägt); der/die
Verhaftete; die Verhaftung; die Verhaf¬
tungswelle
verhalten, sich: er verhielt (benahm) sich
stets korrekt - die Sache verhält sich (ist)
ganz anders; verhalten: eine verhaltene
(unterdrückte) Wut; das Verhalten; ver¬
haltensauffällig; die Verhaltensforschung;
verhaltensgestört; die Verhaltensregel; die
Verhaltensstörung; die Verhaltensweise;
das Verhältnis, die Verhältnisse: er lebt in
guten Verhältnissen (es geht ihm gut) - sie
hat zu ihrer Schwester ein gutes Verhältnis
(eine gute Beziehung); verhältnismäßig
(vergleichsweise, ziemlich); das Verhält¬
niswort (Sprachlehre: Präposition)
verhandeln: über den Preis verhandeln
(eingehend sprechen) - sie verhandelten
(besprachen sich) lange - sein Fall wurde
vor dem Gericht verhandelt; die Verhand¬
lung; verhandlungsbereit; die Verhand¬
lungsbereitschaft; verhandlungsfähig; der
Verhandlungspartner; die Verhandlungs¬
partnerin; die Verhandlungssache
ver hän gen: ein Fenster verhängen (zuhän¬
gen) - es wurde eine harte Strafe verhängt
(ausgesprochen, bestimmt); verhangen: ein
verhangener (trüber) Himmel; das Ver¬
hängnis, die Verhängnisse (Unglück, schlim¬
mes Schicksal); verhängnisvoll; die Ver¬
hängung
ver harm lo sen: der Vorfall wurde in der
Zeitung verharmlost (harmloser dargestellt
als in Wirklichkeit); die Verharmlosung
verhärmt: sie hatte ein verhärmtes (von
Kummer gezeichnetes) Gesicht
verharren: er verharrte (blieb unbeirrt) bei
seiner Meinung; die Verharrung
verhärten: (hart werden); ein verhärtetes
Herz haben; die Verhärtung
verhaspeln, sich: er hat sich vor Aufregung
verhaspelt (versprochen); die Verhasp(e)-
lung
verhasst: ein verhasster (unbeliebter, verab¬
scheuter) Mensch
ver hät scheln: ein verhätscheltes (verwöhn¬
tes) Kind; die Verhätsch(e)lung
Ver hau, der/das: -(e)s, -e (Unordnung, Durch¬
einander)
verheddern, sich: sie verhedderte (ver¬
wirrte, verfing) sich in den Schnüren
ver hee ren: ein Land verheeren (zerstören) -
ein verheerendes (furchtbares, katastropha¬
les) Unwetter - es ist verheerend (scheu߬
lich, unerhört)!; die Verheerung
ver heh len: sie konnte ihre Sorgen nicht ver¬
hehlen (nicht verbergen, verschweigen)
verheimlichen: eine Sache verheimlichen
(vertuschen, verbergen); die Verheimlichung
verheißen; (versprechen, Voraussagen); die
Verheißung; verheißungsvoll (vielverspre¬
chend)
verherrlichen: (verklären, feiern, in den
Himmel heben); die Verherrlichung
verhjndern: etwas verhindern (aufhalten,
zu Fall bringen); die Verhinderung
verhohlen: er grinste verhohlen (heimlich)
verhöhnen: jemanden verhöhnen (verspot¬
ten); die Verhöhnung
verhökern: etwas verhökern (verkaufen, zu
Geld machen)
verhören: von der Polizei verhört (vernom¬
men) werden - sich verhören (etwas falsch
verstehen); das Verhör: jemanden ins Ver¬
hör nehmen (ihn verhören)
verhüllen: ein verhülltes Denkmal; die Ver¬
hüllung
verhüten: Schaden verhüten (verhindern,
vermeiden) wollen; die Verhütung; das Ver¬
hütungsmittel (Mittel zur Verhinderung der
Schwangerschaft)
verifizieren lat. [werifiziren]: (durch Über¬
prüfung die Richtigkeit bestätigen); verifi¬
zierbar; die Verifizierbarkeit
verjrren, sich: sich in eine abgelegene Ge¬
gend verirren (vom Weg abkommen); die
Verirrung
verjagen: jemanden von Haus und Hof ver¬
jagen (gewaltsam vertreiben)
verjähren: (verfallen, seine Gültigkeit ver¬
lieren); eine verjährte Schuld; die Ver¬
jährung; die Verjährungsfrist
ver ju beim sein ganzes Geld verjubeln (ver¬
schwenden, für Vergnügungen ausgeben)
N ■< X 5[<]C -I
verjüngen
390
verjüngen, sich: die neue Frisur hat sie ver¬
jüngt (lässt sie jünger erscheinen) - der
Pfeiler verjüngt sich nach oben (er wird
schmaler); die Verjüngungskur
verjuxen: (vergeuden)
verkabeln: eine verkabelte (mit Kabel ange¬
schlossene) Leitung; die Verkabelung
verkalkt: das Rohr ist verkalkt (es hat Kalk
angesetzt) - er ist schon völlig verkalkt (alt
und geistig unbeweglich): die Verkalkung
verkalkulieren, sich: (sich verrechnen, et¬
was falsch veranschlagen)
verkappt: (unkenntlich gemacht); ein ver¬
kappter Dieb
ver kau fen: er verkauft sein Haus - etwas mit
Gewinn verkaufen; der Verkauf, die Ver¬
käufe: zum Verkauf stehen (zu verkaufen
sein); der Verkäufer; die Verkäuferin; ver¬
käuflich; die Verkäuflichkeit; die Verkaufs¬
ausstellung; verkaufsoffen: ein verkaufs¬
offener Samstag; der Verkaufsschlager; der
Verkaufsstand
verkehren: die Straßenbahn verkehrt (fährt
regelmäßig) alle 10 Minuten - mit jeman¬
dem verkehren (beisammen sein, Umgang
haben) - etwas in das Gegenteil verkehren
(verwandeln); der Verkehr: etwas aus dem
Verkehr ziehen (etwas nicht mehr zulas¬
sen); die Verkehrsader (Hauptverkehrs¬
straße); die Verkehrsampel; das Verkehrs¬
amt; verkehrsberuhigt; der Verkehrs¬
betrieb; das Verkehrsbüro; das Verkehrs¬
chaos; die Verkehrsgefährdung; das Ver¬
kehrsgeschehen; verkehrsgünstig; die Ver¬
kehrsinsel; der Verkehrsknotenpunkt; das
Verkehrsmittel; der Verkehrspolizist; die
Verkehrsregel; verkehrsreich (belebt); das
Verkehrsschild; die Verkehrssicherheit;
der Verkehrsstau; die Verkehrsstörung; der
Verkehrssünder; der Verkehrsteilnehmer;
der Verkehrsunfall; das Verkehrswesen;
verkehrswidrig; das Verkehrszeichen
verkehrt: die Antwort war verkehrt (falsch) -
mit dem verkehrten Bein aufgestanden sein
(schlechte Laune haben); die Verkehrtheit;
die Verkehrung (Umdrehung, Verdrehung)
verkennen: jemanden verkennen (falsch be¬
urteilen) - ein verkanntes Genie; die Ver¬
kennung
ver klap pen: (Abfallstoffe im Meer versen¬
ken); die Verklappung
verklären: ein verklärtes (strahlendes) Ge¬
sicht; die Verklärung
verklausulieren: (durch Vorbehalte, Spitz¬
findigkeiten schwer verständlich machen);
die Verklausulierung
verkleiden: sich als Clown verkleiden - er
verkleidete die Wand mit Holz; die Ver¬
kleidung
verkleinern: ein Bild verkleinern (kleiner
machen) - das Zimmer wurde verkleinert -
das verkleinert^deine Schuld nicht (macht
sie nicht geringer); die Verkleinerung; die
Verkleinerungsform
verklemmt: verklemmt (gehemmt, unsicher)
sein; die Verklemmung
verknappen: (knapp machen); die Lebens¬
mittel verknappten sich (wurden knapp);
die Verknappung
verkneifen: sich eine Bemerkung verkneifen
(darauf verzichten)
verknjffen: ein verkniffenes (verbittertes)
Gesicht; die Verkniffenheit
verknöchert: ein verknöcherter (steif, unbe¬
weglich gewordener) alter Mann; die Ver¬
knöcherung
verknüpfen: Seile miteinander verknüpfen
- er verknüpfte (verband) seine Reise mit
einem Besuch bei den Verwandten; die
Verknüpfung
verkommen: ein verkommener (verwahrlos¬
ter) Mensch - der Bauernhof ist völlig ver¬
kommen (verfallen); die Verkommenheit
verkorksen: etwas verkorksen (verderben,
verpfuschen)
verkörpern: sie verkörperte (spielte) auf der
Bühne eine alte Frau - er verkörpert (perso¬
nifiziert) die Gerechtigkeit; die Verkörpe¬
rung
verkosten: Speisen verkosten (kostend prü¬
fen); verköstigen (Kost geben); die Verkös¬
tigung; die Verkostung
verkracht: eine verkrachte (gescheiterte) Exis¬
tenz - sie haben sich, sind verkracht
verkraften: er hat die Belastung gut verkraf¬
tet (bewältigt, ausgehalten)
verkrampfen: die Muskeln verkrampften
sich - verkrampft (gehemmt, angespannt)
wirken - ein verkrampftes (gezwungenes)
Lachen; die Verkrampfung
verkühlen, sich: (sich erkälten); die Verküh-
lung
391
verloren
verkümmern: die Pflanze verkümmert lang¬
sam (geht ein) - ihr Talent verkümmerte
(blieb ungenutzt); die Verkümmerung
verkünden: der Richter verkündet das Urteil
(er gibt es bekannt) - eine Botschaft ver¬
künden (feierlich mitteilen); auch: verkün¬
digen; der Verkünder; die Verkünderin; die
Verkündigung; die Verkündung
verkuppeln: zwei miteinander verkuppeln
(sie zur Ehe zusammenbringen); die Ver¬
kuppelung
ver la den: Waren verladen (in ein Fahrzeug
bringen) - jemanden verladen (verulken);
der Verladebahnhof; der Verladekran; die
Verladerampe; die Verladung
Verlag, der: -(e)s, -e (Unternehmen, das
Werke der Literatur, Kunst, Musik vertreibt);
die Verlagsanstalt; der Verlagskatalog;
verlegen
verla-gern: er verlagerte (verlegte) seinen Be¬
trieb ins Ausland; die Verlagerung
verlangen: diese Arbeit verlangt (erfordert)
viel Kraft - er verlangt (wünscht) mich zu
sprechen - sie wird am Telefon verlangt
(gewünscht) - ihn verlangte (er sehnte sich
danach) seine Eltern wiederzusehen; das
Verlangen (Bedürfnis, Wunsch, Sehnsucht)
verlängern: die Sperrstunde wurde verlän¬
gert (ausgedehnt) - einen Vertrag verlän¬
gern; die Verlängerung; die Verlängerungs¬
schnur
verlassen: die Heimat verlassen - sich auf
seine Freunde verlassen (ihnen vertrauen)
können - er ist völlig verlassen (allein); der
Verlass: auf ihn ist Verlass; die Verlassen¬
heit; verlässlich (zuverlässig); die Verläss¬
lichkeit
Ver laub, der: mit Verlaub (wenn es erlaubt
ist)
verlaufen: sich im Wald verlaufen (verirren)
- die Menschenmenge verläuft sich (geht
auseinander) - das Fest ist gut verlaufen
(abgelaufen) - das Wasser verläuft sich
(versickert) im Boden; der Verlauf: im Ver¬
lauf (während) des Abends - der Verlauf
(Ablauf, Hergang) der Verhandlung - einen
guten Verlauf nehmen (gut verlaufen)
verlauten: es verlautet (wird gesagt, be¬
kannt) - nichts verlauten lassen (nichts ver¬
raten); verlautbaren (mitteilen); die Ver¬
lautbarung
ver-le-gen: seine Brille verlegen (an einen
Platz legen, wo man sie nicht mehr findet)
- Kabel verlegen - seinen Wohnsitz verle¬
gen (verändern) - sich auf Bitten verlegen -
ein Buch verlegen (veröffentlichen); der
Verleger (Inhaber eines Buch- oder Zei¬
tungsverlags); die Verlegerin; -* Verlag
ver-le-gen: sehr verlegen (gehemmt, unsi¬
cher) sein - um etwas verlegen sein (etwas
gerade Notwendiges nicht haben); die Ver¬
legenheit; die Verlegenheitslösung
verleiden: das schlechte Wetter hat uns den
ganzen Urlaub verleidet (die Freude daran
genommen)
verleihen: Fahrräder verleihen (ausleihen,
verborgen) - jemandem einen Preis verlei¬
hen (überreichen); der Verleih; der Verlei¬
her; die Verleiherin; die Verleihung
verleiten: zum Stehlen verleiten (verführen);
die Verleitung
verletzen: er wurde bei dem Unfall verletzt
- sich am Bein verletzen - das verletzte
(kränkte) ihn sehr - ein Gesetz verletzen
(übertreten); verletzbar; die Verletzbarkeit;
verletzlich; die Verletzlichkeit; der/die
Verletzte; die Verletzung; die Verletzungs¬
gefahr
ver leug nen: er verleugnete seinen Glauben
(er bekannte sich nicht dazu) - sich ver¬
leugnen lassen (seine Anwesenheit ver¬
heimlichen); die Verleugnung
ver leum den: jemanden verleumden (in ei¬
nen schlechten Ruf bringen); der Verleum¬
der; die Verleumderin; verleumderisch;
die Verleumdung; die Verleumdungskam¬
pagne [... kampanje]
verlieben, sich: sie haben sich ineinander
verliebt - verliebt sein; der/die Verliebte;
die Verliebtheit
verlieren: du verlierst, er verlor, sie hat ver¬
loren, verlier(e)!; er hat seine Geldbörse
verloren - kein Wort über etwas verlieren -
sie hat ihren Mann verloren - die Geduld
verlieren - der Baum verliert seine Blätter -
im Spiel viel Geld verlieren - sich in Klei¬
nigkeiten verlieren (sie zu genau nehmen)
- sie verloren sich aus den Augen - nichts
zu verlieren haben (jedes Wagnis eingehen
können); der Verlierer; die Verliererin; ver¬
loren: alles ist verloren (vertan, fort) - ver¬
loren gehen - sich verloren geben (sich
Verlorenheit
392
aufgeben) - auf verlorenem Posten kämp¬
fen (einen aussichtslosen Kampf führen);
die Verlorenheit; der Verlust; die Verlust¬
anzeige; das Verlustgeschäft; verlustig: ei¬
ner Sache verlustig gehen (etwas verlieren);
verlustreich
Verlies, das: -es, -e (Gefängnis, Kerker)
verloben, sich: (einander die Ehe verspre¬
chen); das Verlöbnis; der/die Verlobte; die
Verlobung; der Verlobungsring
verlocken: das schöne Wetter verlockt zum
Baden - verlockend (appetitlich, einla¬
dend) sein - ein verlockendes Angebot; die
Verlockung
ver lo gen: (unaufrichtig, unehrlich, unred¬
lich); die Verlogenheit
verlöt-tern: (verwahrlosen, verkommen)
vermachen: jemandem ein Haus verma¬
chen (schenken, vererben); das Vermächt¬
nis, die Vermächntisse (Erbe, letzter Wille)
vermählen, sich: (heiraten); der/die Ver¬
mählte; die Vermählung (Hochzeit); die
Vermählungsanzeige
vermaledeit lat.: (verflucht)
ver mas seln: er hat alles vermasselt (verdor¬
ben, zunichte gemacht)
vermehren: sich rasch vermehren (sich fort¬
pflanzen) - das Ungeziefer hat sich stark
vermehrt; die Vermehrung
vermeiden: vermeide (unterlasse) künftig
diese Fehler!; vermeidbar; vermeidlich; die
Vermeidung
vermeinen: (fälschlich glauben); vermeint¬
lich (irrtümlich vermutet)
vermerken: im Notizblock vermerken (no¬
tieren) - etwas übel vermerken (übel neh¬
men) - am Rande vermerken (anmerken);
der Vermerk
vermessen: ein Grundstück vermessen -
sich vermessen (erdreisten); vermessen:
eine vermessene (kühne) Tat; die Vermes¬
senheit; die Vermessung
vermiesen: etwas vermiesen (verderben, die
Freude daran nehmen)
vermieten: ein Zimmer vermieten; der Ver¬
mieter; die Vermieterin; die Vermietung
vermjndern: die Gefahr verminderte (ver¬
ringerte) sich; die Verminderung
vermjssen: ich vermisse dich sehr (du gehst
mir ab) - Geld vermissen; der/die Vermiss¬
te; die Vermisstenanzeige
vermjtteln: zwischen streitenden Parteien
vermitteln (schlichtend tätig sein) - er hat
uns die Wohnung vermittelt (besorgt); der
Vermittler (Mittelsmann, Makler); die Ver¬
mittlerin; die Vermittlerrolle; die Vermitt¬
lung; die Vermittlungsgebühr; der Vermitt¬
lungsversuch
vermöbeln: (verprügeln)
vermögen: ich vermag dir nicht zu folgen
(kann dir nicht folgen); vermöge: vermöge
(aufgrund) ihtes Fleißes; das Vermögen;
vermögend: eine vermögende (reiche,
wohlhabende) Frau; die Vermögensabgabe;
der Vermögensberater; die Vermögensbe¬
raterin; die Vermögenslage; die Vermö¬
genssteuer; vermögenswirksam: vermö¬
genswirksame Leistungen
vermuten: ich vermute (nehme an), dass.. .;
vermutlich; die Vermutung (Annahme)
ver nach läs si gen: sie vernachlässigte ihre
Kinder (kümmerte sich nicht um sie) -
seine Pflichten vernachlässigen (versäu¬
men); die Vernachlässigung
vernarrt: sie ist ganz vernarrt (stark verliebt)
in ihn; die Vernarrtheit
vernehmen: eine Stimme vernehmen
(hören) - Zeugen vernehmen (befragen,
verhören); vernehmbar; das Vernehmen:
dem Vernehmen nach (wie allgemein be¬
kannt ist); vernehmlich: etwas vernehmlich
(laut, deutlich) sagen; die Vernehmung (das
Verhör); vernehmungsfähig
verneigen, sich: (sich verbeugen); die Ver¬
neigung
verneinen: eine Sache verneinen; die Ver¬
neinung
vernjchten: Insekten vernichten (vertilgen)
- der Hagel vernichtete die Ernte; der Ver¬
nichter; die Vernichtung; das Vernich¬
tungslager; das Vernichtungswerk
ver nied li chen: (verharmlosen, beschöni¬
gen); die Verniedlichung
Vernissage franz. [wernisasch], die: -, -n
(Eröffnung einer Ausstellung)
Vernunft, die: -; gegen alle Vernunft (Ein¬
sicht) - Vernunft annehmen (vernünftig
werden); vernunftbegabt; die Vernunftehe;
vernunftgemäß; vernünftig (klug, verstän¬
dig); vernünftigerweise; die Vernünftig¬
keit; der Vernunftmensch; vernunftsmäßig;
vernunftswidrig
393
Versammlungslokal
veröden: eine verödete (menschenleere)
Ortschaft - verödetes (unfruchtbar gewor¬
denes) Land - Krampfadern veröden (still¬
legen); die Verödung
ver öf fent li chen: einen Roman veröffent¬
lichen (drucken lassen); die Veröffentlichung
verordnen: etwas verordnen (bestimmen,
verfügen) - eine Medizin verordnen (ver¬
schreiben); die Verordnung
verpachten: Grundstücke verpachten (zur
Benutzung überlassen); der Verpächter;
die Verpächterin; die Verpachtung
verpacken: (versandfertig machen); die Ver¬
packung; das Verpackungsmaterial
verpassen: den Zug verpassen (nicht mehr
erwischen) - jemandem eine Ohrfeige ver¬
passen (geben)
verpesten: die Luft verpesten (mit Gestank
erfüllen); die Verpestung
verpetzen: er verpetzte (verriet) seinen Bru¬
der nicht
ver pflan zen: einen Baum verpflanzen - Or¬
gane verpflanzen; die Verpflanzung
verpflegen: (ernähren); die Verpflegung; das
Verpflegungsgeld; der Verpflegungssatz
verpfljchten: sich verpflichten (fest verspre¬
chen, Zusagen) - zu Dank verpflichtet sein
- eine verpflichtende (verbindliche) Zu¬
sage; die Verpflichtung
ver pfu-sehen: eine verpfuschte (verdorbene)
Arbeit
verpönen: das ist verpönt (nicht statthaft,
verboten)
verprassen: Geld verprassen (verschwen¬
den)
verpuffen: (wirkungslos bleiben); die Ver¬
puffung; die Verpuffungsgefahr
verpuppen, sich: ein Insekt verpuppt sich
(aus der Larve wird eine Puppe); die Ver¬
puppung
verputzen: die Wand neu verputzen - Brote
verputzen (essen, verzehren) - das Geld
verputzen (schnell und restlos ausgeben);
der Verputz
verquer: ihm geht alles verquer (ihm miss¬
lingt alles)
verquicken: (verbinden, vereinigen); die
Verquickung
verraten: er verrät sein Geheimnis nicht -
seinen Freund verraten (anzeigen, auslie¬
fern) - ihr Blick verrät (sagt) viel - verraten
und verkauft (im Stich gelassen) sein; der
Verrat; der Verräter; die Verräterin; verrä¬
terisch: verräterische Spuren im Schnee
verrechnen, sich: (falsch rechnen); in die¬
sem Menschen habe ich mich verrechnet
(geirrt); die Verrechnung; der Verrech¬
nungsscheck
verrecken: (elend zugrunde gehen)
verrenken: sich den Arm verrenken (aus
dem Gelenk drehen); die Verrenkung
verrennen, sich: er hat sich in diese Sache
verrannt (er hält hartnäckig daran fest)
verrich-ten: er kann nur leichte Arbeiten
verrichten (ausführen) - sein Gebet verrich¬
ten (beten); die Verrichtung
verriegeln: das Tor verriegeln (mit einem
Riegel zuschließen); die Verrieg(e)lung
verringern: die Preise verringern (herabset¬
zen) - sein Interesse verringerte sich täglich
(es flaute ab); die Verringerung
verrosten: ein verrostetes Auto - eine ver-
rostete (tiefe und heisere) Stimme haben
verrotten: (verfaulen, vermodern, verwahr¬
losen); die Verrottung
verrucht: er beging eine verruchte (gemeine,
schändliche) Tat; die Verruchtheit
verrückt: verrückt (nicht normal) sein - ver¬
rückte (ausgefallene) Ideen haben - wie
verrückt (sehr schnell) laufen - nach etwas
verrückt sein (sehr begierig auf etwas sein)
- verrückt spielen (sich unvernünftig auf¬
führen); der/die Verrückte; die Verrückt¬
heit; das Verrücktwerden: es ist zum Ver¬
rücktwerden
Verruf, der: jemanden in Verruf (in schlech¬
ten Ruf) bringen; verrufen: verrufen (be¬
rüchtigt) sein - eine verrufene Gegend
Vers lat., der: -es, -e (Zeile einer Strophe); die
Verse eines Gedichts - sich keinen Vers auf
etwas machen können (sich etwas nicht er¬
klären können); das Versmaß
versagen: in seinem Beruf versagen (nichts
leisten) - jemandem eine Bitte versagen
(nicht erfüllen) - sie hat in der Prüfung ver¬
sagt (das Erwartete nicht geleistet) - der
Motor hat versagt (nicht mehr funktioniert);
das Versagen; der Versager; die Versagerin
versammeln: seine Freunde um sich ver¬
sammeln (vereinigen) - sie haben sich vor
der Schule versammelt (getroffen); die Ver¬
sammlung; das Versammlungslokal
Versand
394
Versand, der: -(e)s (das Versenden, Liefe¬
rung); versandbereit; versandfertig; das
Versandgut; der Versandhandel; das Ver¬
sandhaus; die Versandkosten Mz.; —► ver¬
senden
versanden: das Becken ist versandet (hat
sich mit Sand gefüllt) - sein Interesse ver¬
sandet allmählich (lässt nach); die Versan¬
dung
ver sau ern: (eingehen, zugrunde gehen, ein
dürftiges Leben führen)
ver säu men: die Abfahrt versäumen (zu spät
kommen) - er versäumt (vernachlässigt)
seine Pflichten - er hat es versäumt (ver¬
passt), rechtzeitig zum Arzt zu gehen; das
Versäumnis, die Versäumnisse (Unterlas¬
sung, versäumte Gelegenheit); die Versäu¬
mung
verschachern: (verkaufen)
verschaffen: sich Geld verschaffen (be¬
schaffen, besorgen) - sich sein Recht ver¬
schaffen
verschalen: eine Wand verschalen (mit
Holz verkleiden); die Verschalung
verschämt: (verlegen, schamhaft, schüch¬
tern); die Verschämtheit; das Verschämt¬
tun
ver schan deln: die Landschaft verschandeln
(entstellen, verunstalten); die Verschand(e)-
lung
verschanzen, sich: sich hinter der Mauer
verschanzen (sich verstecken, in Stellung
gehen) - er verschanzte sich hinter Ausre¬
den (nahm sie zum Vorwand); die Ver-
schanzung
verschärfen: das Tempo verschärfen (stei¬
gern) - die Lage verschärft sich (spitzt sich
zu); die Verschärfung
verschätzen, sich: (falsch schätzen)
verscheiden: sie ist verschieden (gestor¬
ben); der/die Verschiedene
verschenken: er verschenkt sein ganzes
Hab und Gut
verscherzen, sich: sich etwas verscherzen
(es durch Leichtsinn oder Gedankenlosig¬
keit verlieren)
ver scheu chen: die Fliegen verscheuchen
(fortjagen, vertreiben)
verschieben: er verschiebt (verrückt) den
Schrank - einen Termin verschieben (zeit¬
lich verlegen) - Waren verschieben (auf
unredliche Weise kaufen bzw. verkaufen);
verschiebbar; der Verschiebebahnhof; die
Verschiebung
verschieden: die beiden Schwestern sind
ganz verschieden (unterschiedlich) - ver¬
schieden lang - an verschiedenen Orten
sein - er kaufte verschiedene (mehrere, ei¬
nige) Sachen ein - verschiedene Mal(e); aber:
Verschiedene (Unterschiedliche) kamen -
Verschiedenes einkaufen - das Verschiedens¬
te - Verschiedenstes; verschiedenartig; die
Verschiedenartigkeit; verschiedenerlei; ver¬
schiedenfarbig; die Verschiedenheit; ver¬
schiedentlich (wiederholt, manchmal)
verschlafen: sie verschlief (verbrachte
schlafend) den ganzen Tag - er hat den Ter¬
min verschlafen (versäumt) - verschlafen
(müde) sein
verschlagen: Fenster mit Brettern verschla¬
gen (zunageln) ^ in eine einsame Gegend
verschlagen werden (geraten) - den Ball
verschlagen (falsch ins Spiel bringen); der
Verschlag, die Verschläge (Hütte, Schup¬
pen)
ver-schla-gen: ein verschlagener (unaufrich¬
tiger, hinterlistiger) Kerl; die Verschlagen¬
heit
ver schlech tern: ihr Zustand hat sich ver¬
schlechtert (verschlimmert); die Verschlech¬
terung
verschleiern: das Gesicht verschleiern (ver¬
hüllen) - die Wahrheit verschleiern (vertu¬
schen); die Verschleierung
verschleißen: du verschleißt, er verschliss,
sie hat verschlissen; er trägt ein verschlisse¬
nes (abgenütztes) Hemd; der Verschleiß
(Abnutzung, Verbrauch); die Verschleißer¬
scheinung
ver schlep pen: Geiseln verschleppen (mit
Gewalt an einen anderen Ort bringen) - er
verschleppt eine Sache (zögert sie hinaus) -
eine verschleppte (nicht ausgeheilte) Grip¬
pe; die Verschleppung; die Verschleppungs¬
taktik
verschleudern: (leichtsinnig ausgeben, ver¬
schwenden); die Verschleuderung
verschließen: alle Türen des Hauses sind
verschlossen - den Schmuck in einem
Schrank verschließen - sich verschließen
(abkapseln); verschließbar; die Verschlie¬
ßung; der Verschluss, die Verschlüsse: un-
395
Verselbstständigung
ter Verschluss halten (eingeschlossen auf¬
bewahren); die Verschlusssache
verschljngen: jemanden mit den Augen
verschlingen (anstarren) - das Essen ver¬
schlingen (gierig hinunterschlucken) - er
verschlang das Buch (las es ohne Unterbre¬
chung) - der Bau verschlingt (kostet) sehr
viel; die Verschlingung
verschlüsseln: eine verschlüsselte (nur für
Eingeweihte verständliche) Nachricht; die
Verschlüsselung
verschmachten: (vor Durst, Langeweile,
Sehnsucht vergehen)
verschmähen: (ablehnen, abweisen); die
Verschmähung
verschmerzen: einen Verlust verschmerzen
(verkraften)
verschmjtzt: ein verschmitztes (schlaues,
pfiffiges) Gesicht machen
verschmutzen: er verschmutzte mit seinen
dreckigen Schuhen die Wohnung - eine
verschmutzte Straße; die Verschmutzung
verschnaufen: er musste beim Wandern
immer wieder verschnaufen (sich ausru¬
hen, Atem holen); die Verschnaufpause
verschneien: eine verschneite (mit Schnee
bedeckte) Landschaft
Verschnjtt, der: -(e)s, -e (Mischung alkoho¬
lischer Getränke)
verschnupft: verschnupft sein (einen Schnup¬
fen haben, gekränkt sein); die Verschnupft-
heit
verschollen: ein verschollenes (vermisstes)
Kind; die Verschollenheit
verschonen: jemanden verschonen (jeman¬
dem nichts zuleide tun); die Verschonung
ver schö nen: (schmücken); verschönern;
die Verschönerung
verschränken: die Arme verschränken
(kreuzweise legen); die Verschränkung
verschreckt: verschreckt (ängstlich) sein
verschreiben: der Arzt verschrieb (verord-
nete) ihr eine Medizin - sich verschreiben
(einen Fehler beim Schreiben machen) -
sie hat all ihren Besitz ihren Kindern ver¬
schrieben (hinterlassen); die Verschrei¬
bung; verschreibungspflichtig
verschrien: eine verschriene (anrüchige) Ge¬
gend
verschroben: verschrobene (ausgefallene)
Ansichten haben - ein verschrobener
(wunderlicher) Mensch; die Verschroben¬
heit
verschrumpeln: ein verschrumpeltes (falti¬
ges) Gesicht
verschulden: etwas verschuldet (verur¬
sacht) haben - er ist hoch verschuldet (hat
große Schulden gemacht); das Verschul¬
den; die Verschuldung
verschweigen: eine Nachricht verschwei¬
gen (verheimlichen); die Verschweigung;
verschwiegen: sie ist sehr verschwiegen
(nicht geschwätzig) - ein verschwiegenes
(stilles, einsames) Plätzchen - verschwie¬
gen wie ein Grab (völlig verschwiegen)
sein; die Verschwiegenheit
verschwenden: sein Geld verschwenden
(leichtsinnig ausgeben, durchbringen); der
Verschwender; die Verschwenderin; ver¬
schwenderisch; die Verschwendung; die
Verschwendungssucht; verschwendungs¬
süchtig
verschwjnden: seine Geldbörse ist ver¬
schwunden (weggekommen) - er hat den
Schmuck heimlich verschwinden lassen
(gestohlen) - das Flugzeug ist in den Wol¬
ken verschwunden - verschwinde (mach,
dass du wegkommst)!; das Verschwinden
verschwjtzen: seine Hausaufgaben ver¬
schwitzen (vergessen) - ein verschwitztes
(schweißnasses) Hemd
verschwommen: etwas verschwommen
(unklar, undeutlich) sehen - sich ver¬
schwommen (nicht eindeutig) ausdrücken;
die Verschwommenheit
verschwören, sich: sich gegen jemanden
verschwören (geheime Verabredungen ge¬
gen jemanden treffen); der Verschwörer;
die Verschwörerin; verschwörerisch; die
Verschwörung
versehen: seinen Dienst versehen (ausüben)
-jemanden mit Nahrungsmitteln versehen
(versorgen) - ich habe mich beim Rechnen
versehen (geirrt); das Versehen: aus Verse¬
hen - ihr ist ein Versehen (ein Fehler) unter¬
laufen; versehentlich (irrtümlich)
versehrt: versehrt (verletzt) sein; der/die Ver¬
sehrte (Körperbehinderte); die Versehrtheit
verselb stän di gen, sich: (sich selbständig
machen); auch: sich verselbstständigen;
die Verselbständigung; auch: die Verselbst¬
ständigung
versenden
396
V
w
X
V
z
versenden: ein Paket versenden (schicken);
die Versendung; -> Versand
versengen: ein Kleid versengen (leicht an¬
brennen); die Versengung
versenken: ein Schiff wurde versenkt - ei¬
nen Öltank in die Erde versenken - sich in
seine Bücher versenken (vertiefen);' ver¬
senkbar; die Versenkung: aus der Versen¬
kung auftauchen (plötzlich wieder in Er¬
scheinung treten)
versessen: auf etwas versessen (begierig)
sein; die Versessenheit
versetzen: sie wurde (beruflich) nach Berlin
versetzt - er ist nicht versetzt (nicht in die
nächsthöhere Klasse versetzt) worden -
Bäume versetzen (verpflanzen) - seine Uhr
im Leihhaus versetzen (verpfänden) - je¬
manden versetzen (vergeblich warten las¬
sen) - er versetzte (gab) ihm einen kräftigen
Hieb - ich kann mich in deine Lage verset¬
zen (hineindenken); die Versetzung
versjchern: sich gegen Brand versichern
(eine Versicherung abschließen) - er versi¬
chert (beteuert, behauptet) unschuldig zu
sein; der/die Versicherte; die Versiche¬
rung; der Versicherungsbeitrag; der Versi¬
cherungsfall; der Versicherungsnehmer;
die Versicherungsnehmerin; versicherungs¬
pflichtig; die Versicherungspolice; die Ver¬
sicherungsprämie; der Versicherungs¬
schutz; die Versicherungssumme; die Ver¬
sicherungsurkunde
versjckern: Wasser versickert (versiegt, ver¬
rinnt) im Boden; die Versickerung
versiegeln: der Brief wurde versiegelt (mit
einem Siegel versehen); die Versieg(e)lung
versiegen: die Quelle versiegt (hört auf zu
fließen); die Versiegung
versiert lat. [wersirt]: ein versierter (erfahre¬
ner, bewanderter) Geschäftsmann; die Ver¬
siertheit
versjnken: im Schnee versinken - er ver¬
sinkt in Schlaf (er schläft ein)
ver sinn bild li chen: einen Sachverhalt ver¬
sinnbildlichen (ihn durch Gleichnis, Bild
ausdrücken); die Versinnbildlichung
Version lat. [wersion], die: -, -en (Ausdrucks¬
weise, Fassung, Ausführung); eine bessere
Version - welche Version ist richtig?
versöhnen: er hat sich mit seinen Eltern
wieder versöhnt (er verträgt sich wieder mit
ihnen); versöhnlich; die Versöhnlichkeit;
die Versöhnung
versonnen: (nachdenklich, träumerisch);
die Versonnenheit
versorgen: die Soldaten versorgen (verpfle¬
gen) - sich mit etwas versorgen (eindecken)
- sie versorgt (pflegt, kümmert sich um) ihre
kranken Eltern; der Versorger; die Versor¬
gerin; die Versorgung; versorgungsberech¬
tigt; die Versorgungslage; die Versorgungs-
schwierigkeitpn Mz.
verspäten, sich: (zu spät eintreffen, un¬
pünktlich sein); die Verspätung: das Flug¬
zeug landet mit Verspätung
versperren: den Geldschrank versperren
(verschließen) - jemandem den Weg ver¬
sperren; die Versperrung
verspielen: das gesamte Geld verspielen (im
Spiel verlieren) - er ist noch sehr verspielt
(spielt noch gerne, ist unaufmerksam) - bei
jemandem verspielt haben (sich dessen
Wohlwollen verscherzt haben); die Ver-
spieltheit
verspotten: jemanden wegen seiner Armut
verspotten; die Verspottung
versprechen: er verspricht (sichert zu)
fleißiger zu werden - jemandem Geld ver¬
sprechen - sein Gesicht versprach nichts
Gutes - er hat sich beim Lesen versprochen
(ein Wort falsch gesprochen) - sie ver¬
spricht (erhofft) sich viel von ihrer Idee; das
Versprechen; der Versprecher; die Ver¬
sprechung
verst. = verstorben
ver staat li chen: (in staatlichen Besitz über¬
führen); die Verstaatlichung
verstädtern: (städtisch werden); die Ver¬
städterung
Verstand, der: -(e)s; seinen Verstand (Geist)
gebrauchen - ohne Verstand (Überlegung,
Vernunft) Vorgehen - seinen Verstand zu¬
sammennehmen - das raubt mir den Ver¬
stand (das macht mich verrückt) - den Ver¬
stand verlieren (verrückt werden); ver¬
standesmäßig; verständig (klug, beson¬
nen); verständigen: jemanden verständigen
(informieren) - er verständigte sich mit sei¬
nem Nachbarn (er einigte sich mit ihm); die
Verständigkeit; die Verständigung; die Ver¬
ständigungsschwierigkeiten Mz.; verständ¬
lich: er kann verständlich (verstehbar, ein-
397
Vertäf(e)lung
leuchtend) erklären - sich verständlich ma¬
chen können; verständlicherweise; die
Verständlichkeit; das Verständnis; ver¬
ständnislos; die Verständnislosigkeit; ver¬
ständnisvoll; —► verstehen
verstärken: eine Mauer verstärken - seine
Zweifel haben sich verstärkt (haben zuge¬
nommen); der Verstärker; die Verstärkung
ver staubt: der Schrank ist verstaubt (staubig)
- er hat verstaubte (altmodische) Ansichten
ver stau chen: er hat sich den Fuß verstaucht
(überdehnt, verzerrt); die Verstauchung
ver stau en: das Gepäck wurde im Koffer¬
raum verstaut (untergebracht); die Verstau¬
ung
verstecken: er hat sich hinter dem Schrank
versteckt (verborgen) - er versteckte das
Geld im Schreibtisch - sich vor jemandem
nicht zu verstecken brauchen (ihm eben¬
bürtig sein); das Versteck: ein sicheres Ver¬
steck suchen - Versteck spielen (seine wah¬
ren Absichten, Gedanken, Gefühle ver¬
bergen); das Verstecken: Verstecken spie¬
len; das Versteckspiel; die Verstecktheit
verstehen: du verstehst, er verstand, sie hat
verstanden, versteh(e)!; wegen des Lärms
nichts verstehen (hören) können - er ver¬
stand (begriff) die Aufgaben nicht - etwas
zu verstehen geben (nahe legen) - sich auf
etwas verstehen (sich auskennen) - etwas
falsch verstehen (missverstehen) - sie ver¬
steht sich mit ihr recht gut (kommt mit ihr
gut aus); das Verstehen; —► Verstand
versteifen: einen Pfeiler versteifen (stützen)
- die Glieder haben sich verste ft (sie sind
steif geworden) - sich auf etwas versteifen
(hartnäckig darauf bestehen); die Verstei¬
fung
versteigen: sich in den Bergen versteigen
(verirren) - sich zu etwas versteigen (sich
etwas anmaßen); -► verstiegen
versteigern: die Bilder wurden versteigert
(meistbietend verkauft); der Versteigerer;
die Versteigererin; die Versteigerung
versteinern: er zeigte eine versteinerte (un¬
bewegliche) Miene; die Versteinerung (Ab¬
druck in einem Stein)
verstellen: die Möbel verstellen (umstellen)
- den Weg verstellen (versperren) - sie
konnte sich nicht verstellen (heucheln) - er
verstellte seine Stimme (er änderte sie um
zu täuschen); verstellbar; die Verstellbar¬
keit; die Verstellung; die Verstellungskunst
versterben: sie verstarb (starb) am frühen
Morgen; —► verstorben
ver steu ern: sein Einkommen versteuern
(Steuern dafür bezahlen); die Versteuerung
verstiegen: verstiegene (überspannte) Pläne
haben; die Verstiegenheit; —► versteigen
verstimmen: ein verstimmtes Klavier - ver¬
stimmt (ärgerlich, schlecht aufgelegt) sein;
die Verstimmung
verstockt: ein verstockter (hartnäckiger, un¬
einsichtiger) Verbrecher; die Verstocktheit
verstohlen: verstohlen (heimlich, unbe¬
merkt) Weggehen; verstohlenerweise
verstopfen: der Abfluss ist verstopft - die
Straßen sind von Autos verstopft; die Ver¬
stopfung: an Verstopfung leiden
verstorben: verstorben (gestorben) sein; der/
die Verstorbene; —► versterben
verstören verstört (erschüttert, betroffen)
sein; die Verstörtheit
verstoßen: jemanden verstoßen (abweisen,
fortjagen) - er hat gegen ein Gesetz ver¬
stoßen (dagegen gehandelt); der Verstoß,
die Verstöße; die Verstoßung
verstreichen: seither ist viel Zeit verstrichen
(vergangen) - Farbe verstreichen (auftra¬
gen) - eine Gelegenheit verstreichen lassen
(ungenutzt lassen)
verstreuen: das Spielzeug liegt verstreut am
Boden
verstümmeln: (schwer verletzen, entstel¬
len); die Verstümmelung
verstummen: das Gelächter verstummte
(hörte auf)
versuchen: sie versuchten zu entkommen -
Speisen versuchen (kosten) - er versuchte
(bemühte sich) sauber zu arbeiten - jeman¬
den versuchen (auf die Probe stellen) - es
mit jemandem versuchen (ihm die Gele¬
genheit geben sich zu bewähren); der Ver¬
such; der Versucher; die Versucherin; die
Versuchsanstalt; das Versuchsgelände; die
Versuchsstation; das Versuchstier; ver¬
suchsweise; die Versuchung
versunken: eine versunkene (untergegan¬
gene) Stadt - versunken (andächtig) beten;
die Versunkenheit (Nachdenklichkeit)
vertäfeln: die Wand mit Holz vertäfeln (tä¬
feln); die Vertäf(e)lung
vertagen
398
vertagen: die Versammlung wurde vertagt
(verschoben); die Vertagung
vertäuen: ein Schiff vertäuen (mit Tauen
festbinden); die Vertäuung; -+ Tau
vertauschen: ihre Hüte wurden vertauscht
(verwechselt); vertauschbar; die Ver-
tauschbarkeit; die Vertauschung
verteidigen: eine Stadt verteidigen (vor An¬
griffen schützen) - er verteidigte sich vor
Gericht; der Verteidiger (Anwalt); die Ver¬
teidigerin; die Verteidigung; der Verteidi¬
gungspakt; der Verteidigungszustand
verteilen: die Diktathefte verteilen - die Gäs¬
te verteilten sich im Garten; der Verteiler;
die Verteilung
ver teu ern: (teuer machen); die Verteuerung
(Preisanstieg)
verteufeln: jemanden verteufeln (als böse,
schlimm darstellen) - eine verteufelte (ver¬
zwickte) Situation - das ging verteufelt
(sehr) schnell!; die Verteuf(e)lung
vertiefen: einen Graben vertiefen (tiefer ma¬
chen) - eine Freundschaft vertiefen (festi¬
gen) - er vertiefte (versenkte) sich in die
Zeitung; die Vertiefung
vertikal lat. [wertikal]: eine vertikale (senk¬
rechte) Linie; die Vertikale
vertilgen: Ungeziefer vertilgen (restlos ver¬
nichten, ausrotten); die Vertilgung; das
Vertilgungsmittel
vertonen: das Gedicht wurde vertont (es
wurde eine Musik dazu geschrieben); die
Vertonung
vertrackt: eine vertrackte (schwierige, unan¬
genehme) Situation; die Vertracktheit
Vertrag, der: -(e)s, Verträge; einen Vertrag
(eine Vereinbarung, Abmachung) schließen;
vertraglich: etwas vertraglich festlegen; der
Vertragsabschluss; der Vertragsbruch; der/
die Vertragsbrüchige; vertragsgemäß; der
Vertragspartner; die Vertragspartnerin; der
Vertragsschluss; der Vertragsspieler; der Ver¬
tragstext; die Vertragsunterzeichnung; ver¬
tragswidrig
vertragen: du verträgst, er vertrug, sie hat
vertragen, vertrag(e)!; sich gut mit jeman¬
dem vertragen (verstehen) - keinen Alkohol
vertragen - beides verträgt sich nicht (ist
unvereinbar); verträglich: ein gut verträg¬
liches (bekömmliches) Essen - er ist ein
verträglicher (umgänglicher, friedlicher)
Mensch; die Verträglichkeit
vertrauen: jemandem vertrauen (sich auf
ihn verlassen) - ich vertraue auf mein
Glück; das Vertrauen: ein Vertrauen er¬
weckender Mann - jemanden ins Ver¬
trauen ziehen (ihm etwas anvertrauen) -
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser; der
Vertrauensbeweis; vertrauensbildend: ver¬
trauensbildende Maßnahmen; der Vertrau¬
ensbruch; die Vertrauensfrage; der Ver¬
trauenslehrer; ^die Vertrauenslehrerin; die
Vertrauenssache; vertrauensselig (arglos);
die Vertrauensseligkeit; vertrauensvoll;
vertrauenswürdig (aufrichtig); vertraulich:
streng vertraulich (geheim) - mit jemandem
vertraulich (freundschaftlich) verkehren;
die Vertraulichkeit; vertraut: sich mit et¬
was vertraut machen (sich in etwas einar-
beiten) - mit jemandem vertraut sein (ihn
genau kennen) - ein vertrautes (bekanntes)
Gesicht; der/die Vertraute; die Vertraut¬
heit
verträumt: (geistesabwesend, schwärme¬
risch); die Verträumtheit
vertreiben: sich die Zeit vertreiben - die
Kinder vom Rasen vertreiben (verjagen) -
er vertreibt (verkauft) Haushaltswaren; der
Vertreiber; die Vertreiberin; die Vertrei¬
bung; der Vertrieb (Verkauf, Verkaufsorga¬
nisation); der/die Vertriebene
vertreten: seine Interessen vertreten (dafür
eintreten) - Waren vertreten (im Auftrag ei¬
ner Firma verkaufen) - einen Mitarbeiter
vertreten (vorübergehend seine Stelle ein¬
nehmen) - er war vertreten (anwesend) -
alle Volksgruppen waren vertreten - sich
die Füße vertreten; vertretbar (annehm¬
bar); die Vertretbarkeit; der Vertreter; die
Vertreterin; die Vertretung: in Vertretung
(i.V.); vertretungsweise
vertrödeln: kostbare Zeit vertrödeln (vertun)
vertrösten: jemanden auf etwas vertrösten
(ihm Hoffnung geben) - er vertröstete ihn
auf morgen; die Vertröstung
vertrotteln: er ist schon völlig vertrottelt (alt
und vergesslich)
vertun: seine Zeit vertun (vergeuden, ver¬
schwenden) - sich vertun (irren)
ver tu sehen: etwas vertuschen (verheim¬
lichen, verschweigen); die Vertuschung
verübeln: ich verüble (verarge) ihm nichts
399
verwendungsfähig
verüben: ein Verbrechen verüben (begehen)
verunglimpfen: (beleidigen, schmähen);
die Verunglimpfung
verunglücken: er ist verunglückt (er hatte
einen Unfall); der/die Verunglückte
verunreinigen: den Boden verunreinigen
(schmutzig machen); die Verunreinigung
verunsichern: er hat ihn sehr verunsichert
(unsicher gemacht); die Verunsicherung
verunstalten: die Landschaft verunstalten
(hässlich machen); die Verunstaltung
veruntreuen: er hat Gelder veruntreut (un¬
terschlagen, in die eigene Tasche gesteckt);
die Veruntreuung
verunzieren: (verschandeln); die Verunzie¬
rung
verursachen: Aufregung verursachen (aus-
lösen, bewirken); der Verursacher; die Ver¬
ursacherin; die Verursachung
verurteilen: der Dieb wurde verurteilt
(schuldig gesprochen) - der Plan ist zum
Scheitern verurteilt (bestimmt) - das verur¬
teile ich entschieden (lehne ich ab); der/
die Verurteilte; die Verurteilung
Verve franz. [wert], die: - (Schwung, Begeis¬
terung)
vervielfachen: eine Zahl mit einer anderen
vervielfachen (mainehmen) - die Zahl der
Schüler hat sich vervielfacht (hat beträcht¬
lich zugenommen); die Vervielfachung
vervielfältigen: ein Arbeitsblatt vervielfäl¬
tigen (kopieren); die Vervielfältigung
vervollkommnen: er hat seine Methode
vervollkommnet (verbessert) - mein Bild
von dir vervollkommnet sich allmählich (es
rundet sich ab); die Vervollkommnung
vervollständigen: seine Sammlung ver¬
vollständigen (ergänzen); die Vervollstän¬
digung
verw. = verwitwet
verwachsen: die Wunde ist gut verwachsen
(zusammengewachsen, verheilt) - mit et¬
was verwachsen (eng verbunden) sein - ein
verwachsener (missgebildeter) Mensch; die
Verwachsung
verwahren: Wertsachen im Tresor verwah¬
ren (aufbewahren) - sich gegen Vorwürfe
verwahren (wehren); der Verwahrer; die
Verwahrerin; die Verwahrung
verwahrlosen: völlig verwahrloste (unge¬
pflegte) Kinder - das Haus befindet sich in
einem verwahrlosten Zustand; die Ver¬
wahrlosung
verwaisen: ein verwaister (menschenleerer,
einsamer) Ort - ein früh verwaistes (eltern¬
loses) Kind # verweisen
verwalken: jemanden verwalken (verprü¬
geln)
verwalten: ein Vermögen verwalten (be¬
treuen, in seiner Obhut haben) - er verwal¬
tet (führt) ein Amt; der Verwalter; die Ver¬
walterin; die Verwaltung; das Verwal¬
tungsgebäude; das Verwaltungsgericht;
die Verwaltungsreform
verwandeln: die Nachricht hat sie völlig
verwandelt (verändert) - jemanden in et¬
was verwandeln; verwandelbar; die Ver¬
wandlung; der Verwandlungskünstler; die
Verwandlungskünstlerin
verwandt: sie sind miteinander verwandt
(von gleicher Abstammung, Herkunft); der/
die Verwandte; die Verwandtschaft; ver¬
wandtschaftlich
verwarnen: er wurde von der Polizei ver¬
warnt (ermahnt); die Verwarnung
verwechseln: ich habe euch verwechselt
(irrtümlich einen für den anderen gehal¬
ten); verwechselbar; die Verwechselung
verwegen: ein verwegener (kühner, wage¬
mutiger) Ritter; die Verwegenheit
verwehen: die Blätter sind vom Wind ver¬
weht - eine (vom Schnee) verwehte Straße;
die Verwehung
verwehren: jemandem etwas verwehren
(verbieten, untersagen); die Verwehrung
verweigern: die Aussage vor Gericht ver¬
weigern (ablehnen); der Verweigerer; die
Verweigerung
verweilen: bei einer Sache verweilen (län¬
ger bleiben) - die Bank lädt zum Verweilen
(zum Bleiben) ein; die Verweildauer
verweisen: auf etwas verweisen (hindeuten,
hinweisen) - von der Schule verweisen
(ausschließen) - des Landes verweisen
(ausweisen); der Verweis (Tadel, Hinweis)
# verwaisen
verwenden: sie verwendet viel Fleiß auf
diese Arbeit (sie wendet auf) - beim Ko¬
chen kein Salz verwenden (gebrauchen) -
sich für jemanden verwenden (für ihn ein-
treten); verwendbar; die Verwendbarkeit;
die Verwendung; verwendungsfähig; die
Verwendungsmöglichkeit
400
T
U
V
w
X
Y
z
Verwendungsmöglichkeit; der Verwen¬
dungszweck
verwerfen: sein Vorschlag wurde verworfen
(abgelehnt); verwerflich: eine verwerfliche
(schlechte, schändliche) Tat; die Verwerf¬
lichkeit; die Verwerfung (auch: Faltung im
Gestein)
verwerten: dieses alte Holz kann man nicht
mehr verwerten (gebrauchen) - Altpapier
verwerten (noch für etwas verwenden);
verwertbar; die Verwertbarkeit; die Ver¬
wertung
verwesen: (sich zersetzen, in Fäulnis über¬
gehen); verweslich; die Verweslichkeit; die
Verwesung (Fäulnis); der Verwesungsge¬
ruch
ver wj ckeln: die Wolle hat sich verwickelt -
er verwickelt (verfängt) sich in Wider¬
sprüche - eine verwickelte (schwierige) Si¬
tuation; die Verwickelung
verwjnden: er kann den Verlust nicht ver¬
winden (nicht darüber hinwegkommen);
die Verwindung
verwjrken: sein Leben verwirkt (verloren,
eingebüßt) haben; die Verwirkung
verwirklichen: er hat seine Pläne verwirk¬
licht (in die Tat umgesetzt); die Verwirk¬
lichung
ver-wjr-ren: er lässt sich nicht so leicht ver¬
wirren (irremachen) - sein Geist ist schon
ganz verwirrt (gestört); das Verwirrspiel;
die Verwirrtheit; die Verwirrung
verwjttern: ein verwittertes (durch Luft und
Niederschläge bröckelig gewordenes) Ge¬
stein; die Verwitterung
verwjtwet: eine verwitwete Frau; —► Witwe
verwoben: (eng verknüpft); die Verwoben¬
heit
verwöhnen: ein verwöhntes (verhätschel¬
tes, verzogenes) Kind; die Verwöhntheit;
die Verwöhnung
verworfen: ein verworfenes (lasterhaftes)
Geschöpf; die Verworfenheit
verworren: eine verworrene (unklare) Lage
- verworrene (wirre) Gedanken haben; die
Verworrenheit
verwunden: er wurde im Krieg verwundet
(verletzt); verwundbar; der/die Verwun¬
dete; die Verwundung
verwundern: das verwundert (erstaunt)
mich nicht - verwundert (überrascht)
dreinschauen; verwunderlich (merkwür¬
dig); die Verwunderung
ver-wün sehen: jemanden verwünschen
(verfluchen); verwunschen: ein verwun¬
schener (verzauberter) Prinz; die Verwün¬
schung
verwüsten: das Erdbeben verwüstete (zer¬
störte) die Stadt; die Verwüstung
verzagen: du darfst nicht verzagen (die
Hoffnung nicht aufgeben) - ein verzagtes
(mutloses) Kind; die Verzagtheit
ver zau bern: (verhexen, auf wunderbare
Weise verwandeln); ihre Schönheit hat ihn
verzaubert (tief beeindruckt); die Verzau¬
berung
verzehren: das Essen verzehren - sich nach
jemandem verzehren (sehr sehnen) - sich in
Gram verzehren (fast vergehen vor Gram) -
jemanden mit Blicken verzehren (ihn mit
verlangenden ^Blicken ansehen) - Friede
ernährt, Unfriede verzehrt; der Verzehr
(Verbrauch von Essen und Getränken); die
Verzehrung
Verzeichnis (Verz.), das: -ses, -se (Liste, Auf¬
stellung); verzeichnen: sie konnte ein gutes
Ergebnis verzeichnen - etwas in einer Liste
verzeichnen (festhalten)
verzeihen: du verzeihst, er verzieh, sie hat
verziehen, verzeih(e)!; etwas verzeihen
(vergeben, nicht mehr böse sein) - verzei¬
hen Sie!; verzeihlich; die Verzeihung (Ent¬
schuldigung, Vergebung)
verzerren: die Wahrheit verzerrt (verfälscht,
entstellt) darstellen - ihr Gesicht verzerrte
sich vor Wut - er hat die Tatsachen völlig
verzerrt dargestellt; die Verzerrung
ver zet teln: er verzettelte sich (vergeudete
seine Kraft an Kleinigkeiten); die Ver¬
zettelung
ver zjch ten: auf das Mittagessen verzichten
(es nicht haben wollen); der Verzicht; die
Verzicht(s)erklärung
verziehen: nach Berlin verziehen (umzie¬
hen) - das Gewitter hat sich verzogen (ist
allmählich verschwunden) - sie verzog
keine Miene - ein völlig verzogenes (ver¬
wöhntes) Kind; der Verzug: ohne Verzug
(ohne Verzögerung, sofort)
verzieren: eine Heftseite verzieren (aus¬
schmücken); die Verzierung
ver zjn ken: Eisen verzinken
401
vier
ver zjn sen: sein Geld verzinst sich (es bringt
Zinsen ein); verzinsbar; verzinslich; die
Verzinsung
verzögern: die Abfahrt verzögerte sich (ver¬
schob sich) - eine Sache verzögern (ver¬
langsamen); die Verzögerung; die Verzöge¬
rungstaktik
verzücken: jemanden verzücken (in helle
Begeisterung versetzen); verzückt: ein ver¬
zücktes (begeistertes) Gesicht machen; die
Verzücktheit; die Verzückung: in Verzü¬
ckung geraten
Verzug, der: -(e)s; es ist Gefahr im Verzug (es
droht unmittelbar Gefahr) - die Ware wird
mit Verzug (mit Verzögerung) geliefert - in
Verzug geraten (nicht rechtzeitig fertig wer¬
den); die Verzugszinsen; —► verziehen
ver zwei feln: er ist verzweifelt (ohne Hoff¬
nung) - eine verzweifelte (aussichtslose)
Lage; aber: es ist zum Verzweifeln; die Ver¬
zweiflung; die Verzweiflungstat
verzwjckt: eine verzwickte (schwierige) An¬
gelegenheit; die Verzwicktheit
Vesper lat., die: -n (Abendgottesdienst,
kleine Nachmittagsmahlzeit); das Vesper¬
brot; vespern; die Vesperzeit
Veteran lat. [weteran], der: -en, -en (Soldat
mit langer Dienstzeit)
Veterinär franz. [weterinär], der: -s, -e (Tier¬
arzt); die Veterinärin; die Veterinärmedizin
Veto lat. [weto], das ; -s, -s; ein Veto (einen
Einspruch) einlegen; das Vetorecht
Vettel lat., die: -, -n (schlampige Frau)
Vetter, der: -s, -n (Cousin, Sohn eines Onkels
oder einer Tante); die Vetternwirtschaft
(Begünstigung von Verwandten und Freun¬
den bei der Besetzung von Stellen)
V-förmig: ein V-förmiger Ausschnitt; auch:
v-förmig
vgl. = vergleich(e)!
v. H. = vom Hundert (%)
VHS = Volkshochschule
Viadukt lat. [wiadukt], der : -(e)s, -e (Über¬
führung, Talbrücke)
vi brie ren (vib rie ren) lat. [wibriren]:
(schwingen, beben, zittern); das Vibraphon
(Musikinstrument); auch: das Vibrafon; die
Vibration
Video engl, [wideo], das: -s, -s (Videoband);
der Videoclip (kurzer Videofilm zu einem
Popmusikstück); der Videofilm; die Video¬
kassette; der Videorekorder (Gerät zur Auf¬
zeichnung von Fernsehsendungen); die Vi¬
deothek (Sammlung von Videofilmen oder
Fernsehaufnahmen)
Vieh, das: -(e)s (Nutztiere); er trieb das Vieh
auf die Weide; das Viech, die Viecher (ab¬
fällig für: Tier); die Viecherei (eine über¬
mäßige Anstrengung erfordernde Tätigkeit,
Gemeinheit); der Viehbestand; das Vieh¬
futter; der Viehhändler; die Viehherde;
viehisch (roh, brutal); die Viehweide; die
Viehzucht
viel: mehr, am meisten; das ist viel - das viele
- vieles - viel zu groß - eine viel befahrene
Straße - ein viel diskutiertes Buch - er ist
ein viel beschäftigter Mann - viel ge¬
braucht - eine viel gekaufte Ware - eine
viel gereiste Frau - ein viel sagender Blick-
ein viel versprechendes Talent - recht viel -
gleich viel - nicht viel - zu viel; aber: das
Zuviel - zu viel Kraft haben - das ist ihm zu
viel - zu viel des Guten - sie weiß zu viel -
das sind zu viele Gegner - viel zu viel -
viel zu wenig - viel(e) Leute - um vieles -
er hat viel (vieles) erlebt - vielen Dank! -
sie hat in vielem Recht - wie viel - wie
viele - wie so viele - so viel Geld; aber: so¬
viel ich weiß, kann er nicht kommen - viel
Gutes; auch: vieles Gute - er hat viel Arbeit
- viele Freunde haben; vieldeutig; die
Vieldeutigkeit; vielerlei: vielerlei (unter¬
schiedliche) Dinge; das Vielerlei; vieler¬
orts; vielfach (oft, ziemlich häufig); das
Vielfache: um ein Vielfaches - das kleinste
gemeinsame Vielfache; die Vielfalt (Man¬
nigfaltigkeit, Abwechslung); vielfältig; viel¬
farbig; vielköpfig; vielmal; aber: viele
Male; vielmals: ich danke vielmals (sehr);
vielmehr (eher, besser); aber: viel mehr
kann ich nicht arbeiten; vielschichtig; die
Vielschichtigkeit; vielseitig; die Vielseitig¬
keit; vielstimmig; vieltausendmal; aber:
viele tausend Male; die Vielzahl (Menge)
viel leicht: vielleicht (möglicherweise) kommt
er doch
vier: die vier Himmelsrichtungen - alle viere
von sich strecken - auf allen vieren laufen
(auf vier Beinen) - zu vieren/viert sein - je¬
manden unter vier Augen sprechen (ihn
ohne Zeugen sprechen) - sich auf seine
vier Buchstaben setzen (sich hinsetzen) -
Vier
402
X
Y
Z
auf allen vieren (auf Händen und Füßen)
laufen; die Vier: eine Vier würfeln - in Ma¬
thematik eine Vier schreiben; der Vier¬
beiner; vierbeinig; auch: 4-beinig; vier-
blätterig; auch: 4-blätt(e)rig; das Viereck;
viereckig; auch: 4-eckig; viereinhalb; der
Vierer; viererlei; vierfach; auch: 4fach; das
Vierfache; auch: das 4fache; das Vierge¬
spann; vierhundert; vierjährig; auch: 4-
jährig; vierkant (waagerecht); vierkantig;
auch: 4-kantig; viermal; auch: 4-mal;
vierräd(e)rig; auch: 4-räd(e)rig; vier¬
schrötig (stämmig); der Viersitzer; vierstel¬
lig; auch: 4-stellig; vierstimmig; auch:
4-stimmig; der Viertaktmotor; viertausend;
vierteilen; vierteilig; auch: 4-teilig; viertel:
eine viertel Stunde; auch: eine Viertel¬
stunde - um viertel acht; aber: um Viertel
vor acht; das Viertel: ein Viertel vom
Ganzen - das Viertel (Stadtviertel), in dem
ich wohne; das Viertelfinale; das Viertel¬
jahr; vierteljährig (ein Vierteljahr alt); vier¬
teljährlich (alle Vierteljahre wiederkeh¬
rend); vierteln (in vier Teile zerlegen); das
Viertelpfund; auch: das viertel Pfund; die
Viertelstunde; viertens; viertletzt; vier¬
türig; auch: 4-türig; vierzehn; vierzehn¬
tägig (vierzehn Tage lang); auch: 14-tägig;
vierzehntäglich (alle vierzehn Tage wie¬
der); auch: 14-täglich; vierzig; die Vierzig¬
stundenwoche; auch: die 40-Stunden-Wo-
che; der Vierzylinder
vif franz. [wif]: (lebhaft, lebendig)
Vignette (Vignette) franz. [wjnjete], die:
-, -n (kleine Verzierung, Gebührenmarke
für die Benutzung von Autobahnen)
Vikar lat. [wikar], der: -s, -e (Hilfsgeistlicher);
die Vikarin
Viktualien Mz. lat. [wiktualien], die: - (Le¬
bensmittel); der Viktualienmarkt
ViMa lat. [wila], die: -, Villen (Landhaus); die
Villengegend; das Villenviertel
violett franz. [wiolet]: eine violette (veil¬
chenblaue) Farbe; das Violett
Violine ital. [wioline], die: -, -n (Geige)
VIP = very important person (sehr wichtige
Person)
Viper lat. [wiper], die: -, -n (Giftschlange)
virtuos ital. [wirtuos]: virtuos (gekonnt, meis¬
terhaft) spielen; der Virtuose; die Virtuosin;
die Virtuosität
vi ru lent lat. [wirulent]: (krankheitserregend)
Virus lat. [wiruß], der/das: -, Viren (Krankheits¬
erreger); virulent (krankheitserregend, giftig)
Vi •sage franz. [wisasche], die: -, -n (Fratze,
Gesicht); das Visavis [wisawi] (Gegenüber);
vis-a-vis: vis-a-vis (sich gegenüber) sitzen
Visier franz. [wisir], das -s, -e (Zielvorrich¬
tung, Gesichtsschutz); visieren (zielen, auf
etwas blicken)
Vision lat. [wision], die: -, -en (Erscheinung,
Trugbild, Vorstellung); visionär (seherisch,
traumhaft)
Visite franz. [wisite], die: -, -n (Besuch, Arzt¬
besuch); die Visitation; die Visitenkarte;
visitieren (durchsuchen, besichtigen)
visuell franz. [wisuel]: (das Sehen betref¬
fend); ein visueller Eindruck
Visum lat. [wisum]: das: -s, Visa/Visen (Pass¬
vermerk, Einreiseerlaubnis in ein fremdes
Land); der Visumzwang
vital lat. [wital]: (temperamentvoll, lebendig,
lebenskräftig); die Vitalität
Vi-ta-min (Vitamin) lat. [witamin], das: -s,
-e (lebenswichtiger Wirkstoff); Vitamin C;
vitaminarm: eine vitaminarme Kost; Vita-
min-B-haltig; der Vitamin-C-Mangel; der
Vitaminmangel; vitaminreich
Vi tri ne (Vit ri ne) franz. [witrine], die: -, -n
(Glasschrank, Schaukasten)
Vize... lat. (stellvertretend); der Vizekanzler;
die Vizemeisterschaft; der Vizepräsident
VI jes nieder!., das: -es, -e (Fell, Schaffell)
Vo-gel, der: -s, Vögel; Vögel füttern - ein lusti¬
ger Vogel (Spaßvogel) - ein sonderbarer
Vogel (Sonderling) - den Vogel abschießen
(den größten Erfolg haben) - einen Vogel
haben (nicht recht bei Verstand sein);
das/der Vogelbauer (Käfig); die Vogelbeere;
das Vög(e)lein; der Vogelflug; vogelfrei
(rechtlos, geächtet); das Vogelfutter; das
Vogelnest; die Vogelscheuche; der Vogel¬
schutz; das Vogelschutzgebiet; der Vogel¬
zug
Vogt, der: -(e)s, Vögte (früher: Verwalter,
Schirmherr, Richter); die Vogtei; die Vögtin
Vo ka bel lat. [wokabel], die: -, -n (einzelnes
Wort einer Sprache); das Vokabular (Wort¬
schatz, Wörterverzeichnis)
Vo-kal lat. [wokal], der: -s, -e (Selbstlaut)
Vo lant franz. [wola], der: -s, -s (Lenkrad, Be¬
satz)
403
vorausbedenken
Volk, das: -(e)s, Völker (Nation, Bevölkerung);
das gemeine Volk (Pöbel) - ein Mann aus
dem Volk (aus der Masse) - etwas unter das
Volk bringen (verbreiten, bekannt ma¬
chen); das Völkchen; der Völkerball; die
Völkerkunde; völkerrechtlich; die Völker¬
wanderung; völkisch; die Volksabstim¬
mung; die Volksbefragung; der Volks¬
brauch; der Volksentscheid; das Volksfest
(der Jahrmarkt, großes Fest für alle); die
Volksherrschaft (Demokratie); die Volks¬
hochschule; das Volkslied; der Volksmund;
die Volksschule; der Volksstamm; der
Volkstanz; das Volkstum; volkstümlich; die
Volksvertretung; die Volkswirtschaft
voll: ein Eimer voll (bis oben angefüllt) - eine
Hand voll - ein volles Glas - voll sein - der
Topf ist voll Wasser - sich voll essen - den
Eimer voll machen - sich voll saufen - die
Nase voll haben - voll zufrieden sein - den
Wagen voll laden - ein Blatt voll schreiben
- das Auto wird voll getankt - etwas voll
füllen, gießen, packen, pumpen, spritzen,
stopfen - voll mit - voll von - ein volles
(vollständiges) Jahr - voll(er) Menschen -
voll Angst - voll des Lobes - den Kopf voll
haben - in vollem Luxus leben - voll und
ganz (uneingeschränkt) - brechend voll
(überfüllt) - jemanden nicht für voll (ernst)
nehmen - voll (betrunken) sein; aber: aus
dem Vollen schöpfen (reichlich Mittel ha¬
ben) - in die Vollen gehen (sich mit aller
Kraft einsetzen); vollauf (völlig); vollauto¬
matisch; der Vollbart; vollbeschäftigt; die
Vollbeschäftigung; vollblütig; vollbrjngen;
der Volldampf: mit Volldampf davonfah¬
ren; das Völlegefühl; vollenden; vollends
(völlig, gänzlich, ganz); die Vollendung;
die Völlerei (Gelage); vollführen; das Voll¬
gas; das Vollgefühl: im Vollgefühl seiner
Macht; völlig (ganz, vollständig); volljährig
(mündig); die Volljährigkeit; die Vollkasko¬
versicherung; vollklimatisiert; vollkom¬
men (einwandfrei, fehlerlos); die Vollkom¬
menheit; das Vollkornbrot; vollleibig;
die Vollmacht; die Vollmilch; das Vollmit¬
glied; der Vollmond; vollmundig (kräftig,
voll im Geschmack); die Vollpension; voll¬
schlank (nicht ganz schlank); vollständig:
die Liste ist vollständig (komplett); die Voll¬
ständigkeit; vollstrecken (ausführen); die
Vollstreckung; der Volltreffer; volltrunken;
die Vollversammlung; die Vollwaise; voll¬
wertig; die Vollwertigkeit; die Vollwert¬
kost; vollzählig; die Vollzähligkeit;
vollziehen (ausführen); die Vollziehung;
der Vollzug
Volleyball engl, [wplibal], der: -(e)s (Ball¬
spiel); volley: den Ball volley (aus der Luft)
nehmen
Volontär franz. [wolontär], der: -s, -e (je¬
mand, der am Beginn seiner praktischen
beruflichen Ausbildung steht); die Volon¬
tärin; volontieren
Volt (V) [wolt], das: -/-(e)s, - (Maßeinheit der
elektrischen Spannung); 220 Volt; das Volt¬
meter
Volumen (V) lat. [wolumen], das: -s, -/Volu¬
mina (Rauminhalt); voluminös (umfang¬
reich)
vom (v.): vom (von dem) Baum springen - 20
vom Hundert (20 Prozent)
von (v.): von München aus - von hier - von
vorn - von weit her - von nah und fern -
von wegen! - von jeher (schon immer) -
von mir aus (meinetwegen) - von vornhe¬
rein (von Anfang an) - von Nutzen - eine
Frau von Geschmack; voneinander: von¬
einander lernen - voneinander gehen (sich
trennen); vonnöten (erforderlich, nötig);
vonseiten; auch: von Seiten; vonstatten:
vonstatten gehen (stattfinden)
vor: vor dem Fenster - vor die Bank treten -
vor Freude weinen - sich vor jemandem
fürchten - vor allem - vor langen Zeiten;
aber: vorzeiten - vor Christi Geburt (v. Chr.)
- nach wie vor - vor sich gehen - vor der
Zeit (früher als vorgesehen)
vorab (vorab): vorab (zuerst, zunächst)
schicke ich dir viele Grüße
voran (voran): (vorwärts); sie geht voran -
immer langsam voran!; vorangehen; aber:
das Vorangehende - Vorangehendes - im
Vorangehenden; vorankommen; voranstel¬
len; vorantreiben
Voranschlag, der: -s, ...Schläge (vorläufige
Kostenberechnung)
Vorarbeiter, der: -s, - (Führer einer Arbeits¬
gruppe); Vorarbeiten; die Vorarbeiterin
voraus (voraus): er war seiner Zeit voraus;
aber: im Voraus (vorher) - zum Voraus;
vorausahnen; vorausbedenken; vorausbe-
vorausberechenbar
404
rechenbar; vorausbestimmen; vorausbe¬
zahlen; vorauseilen; vorausfahren; voraus¬
gehen; aber: das Vorausgehende - Voraus¬
gehendes - im Vorausgehenden; voraus¬
laufen; voraussagbar; die Voraussage; Vo¬
raussagen; vorausschauend; voraussehen;
voraussetzen; die Voraussetzung; die Vo¬
raussicht; voraussichtlich; die Vorauswahl;
die Vorauszahlung; vorauszusehen: es war
vorauszusehen (absehbar)
vorbauen: wir müssen rechtzeitig vorbauen
(Vorsorgen) um dies zu verhindern; der
Vorbau (vorspringender Gebäudeteil)
Vorbedacht, der: mit Vorbedacht (mit voller
Absicht, Überlegung); vorbedacht: nach
einem vorbedachten Plan handeln
Vorbedingung, die: -, -en (Bedingung, Vo¬
raussetzung)
Vorbehalt, der: -(e)s, -e; ohne Vorbehalt
(Einschränkung) stimme ich zu - unter Vor¬
behalt; Vorbehalten; vorbehaltlich; vorbe¬
haltlos (bedingungslos)
vorbei: vorbei (vergangen) sein - an etwas
vorbei müssen - nicht vorbei können - es
ist schon 12 Uhr vorbei; sich vorbeibeneh¬
men; vorbeibringen; vorbeieilen; vorbei¬
fahren; Vorbeigehen; vorbeikommen; vor¬
beilassen; vorbeilaufen; vorbeimarschieren;
vorbeireden: am Thema vorbeireden; vor¬
beischauen; vorbeischießen; vorbeiziehen
Vorbemerkung, die: -, -en (Einleitung)
vorbereiten: ein Fest vorbereiten - sich auf
den Unterricht vorbereiten; die Vorberei¬
tung
vorbestimmt: das war vorbestimmt (vorher¬
bestimmt)
vorbestraft: der Angeklagte ist schon drei¬
mal vorbestraft; der/die Vorbestrafte
Vorbeugen: er beugte sich weit vor - einer
Gefahr Vorbeugen (sie verhindern); die
Vorbeugehaft; die Vorbeugung; die Vor¬
beugungsmaßnahme
Vorbild, das: -(e)s, -er (Ideal, Muster); vor¬
bildlich: ein vorbildliches (musterhaftes)
Betragen
vorder...: das vordere Auto; aber: der Vor¬
dere Orient - sie ist die Vorderste in der
Reihe; die Vorderachse; der Vorderaus¬
gang; die Vorderfront; der Vordergrund:
etwas in den Vordergrund stellen (es beson¬
ders betonen, heraussteilen); vordergrün¬
dig (oberflächlich); vorderhand (einstwei¬
len); der Vordermann; das Vorderrad; die
Vorderseite; vorderst: der vorderste Mann;
das/der Vorderteil; die Vordertür
Vordringen: in ein unerforschtes Gebiet
Vordringen (vorstoßen); vordringlich (drin¬
gend); die Vordringlichkeit
Vordruck, der: -(e)s, -e (Formular, Formblatt)
voreilig: voreilig (überstürzt) handeln; die
Voreiligkeit
vor ei nan der ^vor ein an der): sie fürch¬
ten sich voreinander (einer vor dem ande¬
ren) - voreinander fliehen - sich voreinan¬
der hinstellen
voreingenommen: voreingenommen sein
(ein Vorurteil haben); die Voreingenom¬
menheit
vorenthalten: jemandem eine Nachricht
vorenthalten (nicht geben); die Vorenthal-
tung
Vorentscheidung, die: -, -en (vorläufige
Entscheidung); der Vorentscheid; der Vor¬
entscheidungskampf
vorerst: vorerst (vorläufig) möchte ich mich
nicht äußern
Vorfahr, der: -en, -en (Ahne); auch: der Vor¬
fahre; die Vorfahrin
Vor fahrt, die: -; er hat Vorfahrt an der Kreu¬
zung; Vorfahren; vorfahrt(s)berechtigt; das
Vorfahrt(s)recht; die Vorfahrt(s)regel; das
Vorfahrt(s)schild; das Vorfahrt(s)zeichen
Vor fall, der: -s, Vorfälle (Ereignis, Angelegen¬
heit); ein unangenehmer Vorfall; vorfallen:
es ist nichts vorgefallen (geschehen, pas¬
siert)
vorführen: einen Film vorführen (zeigen) -
er führte ein Kunststück vor; das Vorführ¬
gerät; der Vorführraum; die Vorführung
Vorgang, der: -(e)s, Vorgänge (Geschehen,
Ablauf); der Vorgänger; die Vorgängerin;
-► Vorgehen
vor-gau-keln: jemandem etwas vorgaukeln
(etwas vortäuschen)
vor-ge-ben: er gab vor (täuschte vor) reich zu
sein
vor ge fasst: sie hat eine vorgefasste Meinung
vor-ge-hen: auf der Straße vorgehen (voraus¬
gehen) - die Uhr geht vor (voraus) - was
geht hier vor (geschieht hier)? - diese Arbeit
geht vor (hat Vorrang); das Vorgehen; die
Vorgehensweise; —► Vorgang
405
Vorname
Vorgeschmack, der: -(e)s; ein Vorge¬
schmack auf das Weihnachtsfest
Vor ge setzte, der/die: -n, -n (im Amt, im
Dienst höher Gestellte(r))
vor ges tern: vorgestern Abend - vorgestern
war ich im Kino; vorgestrig
vorgreifen: ich möchte dir nicht vorgreifen
(etwas vorwegnehmen); der Vorgriff
Vorhaben: eine Sache Vorhaben (beabsichti¬
gen); das Vorhaben (Absicht, beabsichtigte
Unternehmung)
Vorhalten: sich einen Spiegel Vorhalten - er
hielt (warf) ihm seine Faulheit vor; die Vor¬
haltungen Mz.: jemandem Vorhaltungen
(Vorwürfe) machen
vorhanden: vorhanden (verfügbar, vorrätig)
sein; das Vorhandensein
Vorhang, der: -(e)s, Vorhänge (Gardine); Vor¬
hängen; das Vorhängeschloss
vorher: lange vorher (früher) - drei Tage vor¬
her - vorher (früher) gehen - etwas vorher
(früher) sagen; vorherbestimmen; die
Vorherbestimmung; vorhergehen: am vor¬
hergehenden Tag; aber: das Vorhergehende
- im Vorhergehenden; vorherig; die Vor¬
hersage; Vorhersagen (Voraussagen); aber:
vorher sagen; vorhersehbar; vorhersehen
(prophezeien, ahnen)
vorherrschen: in dieser Gegend herrscht
Laubwald vor - die vorherrschende Mei¬
nung; die Vorherrschaft
vorhin: vorhin (eben, kürzlich) war sie noch
da; vorhinein: im Vorhinein (vorher)
Vorhut, die: -, -en (vorausgeschickter Trup¬
penteil)
vorig...: in der vorigen Woche - voriges Mal
- im vorigen Jahr; aber: der, die, das Vorige
- im Vorigen (weiter oben im Text)
Vorkehrung, die: -, -en; vor dem Hochwas¬
ser Vorkehrungen (sichernde Maßnahmen)
treffen
Vorkenntnis, die: -, -se; für diesen Beruf
brauchst du keine Vorkenntnisse
vorknöpfen, sich: sich jemanden vorknöp¬
fen (ihn zurechtweisen)
Vorkommen: an die Tafel Vorkommen (vor¬
treten) - das darf nicht wieder Vorkommen
(geschehen)!- das kommt mir komisch vor
(erscheint mir) - wie kommst du mir vor
(was fällt dir ein)?; das Vorkommen; das
Vorkommnis, die Vorkommnisse (Ereignis)
vorladen: jemanden vorladen (zum Erschei¬
nen vor Gericht auffordern); die Vorladung
Vorlage, die: -, -n; nach einer Vorlage (ei¬
nem Muster, einer Schablone) arbeiten -
dem Stürmer eine steile Vorlage geben
vorlassen: jemanden vorlassen (vorangehen
lassen) - ein Auto vorlassen (überholen las¬
sen)
vorläufig: vorläufig (einstweilen) bleibe ich
hier; der Vorlauf; der Vorläufer; die Vor¬
läuferin; die Vorläufigkeit
vorlaut: ein vorlauter (kecker) Schüler
vor-le-gen: einen Plan vorlegen (unterbreiten,
zur Einsichtnahme hinlegen) - er legt ein
scharfes Tempo vor; der Vorleger (Matte,
kleiner Teppich)
vorlesen: eine Erzählung vorlesen; der Vor¬
leser; die Vorleserin; die Vorlesung
vorletzt...: die vorletzte Besucherin - am
vorletzten Urlaubstag; aber: er ist der Vor¬
letzte
Vorliebe, die: -, -n (Neigung, besonderes In¬
teresse); vorlieb: vorlieb nehmen (sich be¬
gnügen)
vorm: die Katze liegt vorm (vor dem) Ofen
vormachen: er machte (zeigte) die Turn¬
übung vor - du brauchst mir nichts vorzu¬
machen (mich nicht täuschen) - sich etwas
vormachen (sich etwas einb:,den)
Vormacht, die: - (Vorherrsc aft); die Vor¬
machtstellung
vormals (vorm.): (früher, ehemals); vormalig
Vormittag, der: -(e)s, -e (Zeit vom Morgen
bis Mittag); heute, gestern, morgen Vormit¬
tag - Montag Vormittag; vormittägig (am
Vormittag stattfindend); vormittäglich (je¬
den Vormittag stattfindend); vormittags; die
Vormittagsstunde
Vormund, der: -(e)s, -e/Vormünder (Vertreter
von Minderjährigen, Entmündigten); die
Vormundschaft; das Vormundschaftsge¬
richt
vorn: vorn an der Spitze - von vorn beginnen
- weit vorn - nach vorn; auch: vorne;
vorn(e)herein: er hat die Bitte von vornher¬
ein (gleich, von Anfang an) abgelehnt;
vorn(e)über: sich vornüber beugen - vorn¬
über fallen - vornüber stürzen; vorn(e)weg
Vorname, der: -ns, -n (persönlicher Name,
Rufname)
N -< X
vornehm
406
vornehm: vornehm (fein) tun - eine vor¬
nehme (elegante) Gesellschaft; die Vor¬
nehmheit; vornehmlich (besonders, vor al¬
lem)
vornehmen, sich: sich etwas vornehmen
(etwas beabsichtigen) - er nahm sich sei¬
nen Sohn gehörig vor (er wies ihn zurecht)
Vorort, der: -(e)s, -e (äußerer Stadtteil, Vor¬
stadt)
Vorrang, der: -(e)s (Vorrecht, bevorzugte Stel¬
lung); einer Sache den Vorrang geben; vor¬
rangig; die Vorrangigkeit; die Vorrangstel¬
lung
Vorrat, der: -(e)s, Vorräte; sie hat einen Vorrat
an Lebensmitteln angelegt; vorrätig (vor¬
handen); die Vorratskammer
Vorrecht, das: -(e)s, -e (Vergünstigung, Vor¬
rang)
Vorrichtung, die: -, -en; eine Vorrichtung
(Hilfsmittel, Apparat) zum Abladen
Vorrunde, die: -, -n (erste Ausscheidungs¬
kämpfe für Meisterschaften); das Vorrun¬
denspiel
vors: vors (vor das) Gericht gehen
vorsagen: seinem Nachbarn in der Prüfung
vorsagen (einsagen) - sich die Wörter im¬
mer wieder vorsagen (um sie im Gedächt¬
nis zu behalten)
Vorsatz, der: -es, Vorsätze (Absicht); einen
Vorsatz fassen; vorsätzlich (bewusst und
absichtlich)
Vorschau, die: -, -en (Überblick über kom¬
mende Sendungen im Fernsehen, Film o.Ä.)
Vorschein, der: zum Vorschein kommen
(sichtbar, erkennbar werden)
vorschieben: einen Spielstein vorschieben
- er schob den Riegel vor - etwas vorschie¬
ben (vorschützen, als angeblichen Grund
angeben); —► Vorschub
vorschlagen: ich schlage vor nach Hause
zu gehen - jemanden als Kandidaten für
ein Amt vorschlagen; der Vorschlag; das
Vorschlagsrecht
vorschnell: vorschnell (voreilig) handeln
vor schreiben: (fordern, verlangen, befeh¬
len); die Vorschrift (Anweisung, Bestim¬
mung); vorschriftsmäßig (ordnungsgemäß)
Vorschub, der. einer Sache Vorschub leisten
(etwas fördern); —► vorschieben
Vor schu le, die: -, -n (Unterricht für noch
nicht schulpflichtige Kinder); das Vor¬
schulalter; die Vorschulerziehung; vor¬
schulisch
Vorschuss, der: -es, Vorschüsse (Vorauszah¬
lung); die Vorschusslorbeeren Mz. (ver¬
frühtes Lob)
vorschützen: eine Krankheit vorschützen
(zum Vorwand nehmen)
vorsehen: die vorgesehene (geplante) Reise
entfiel - er hat mich für diesen Posten vor¬
gesehen (ausersehen) - du musst dich vor
ihm vorsehen |dich in Acht nehmen); die
Vorsehung: die göttliche Vorsehung
(Macht, Bestimmung)
Vorsicht, die: - (Aufmerksamkeit, Besonnen¬
heit); mit Vorsicht zu genießen sein (nicht
sehr umgänglich sein) - Vorsicht ist besser
als Nachsicht; vorsichtig; die Vorsichtig¬
keit; vorsichtshalber
Vorsilbe, die: -, -n (Sprachlehre: Präfix)
Vorsitz, der: -es (Leitung eines Vereins, einer
Sitzung o.Ä.); cfer/die Vorsitzende (Vors.)
Vorsorgen: für den Winter Vorsorgen (vor¬
bauen, vorher sorgen); die Vorsorge: Vor¬
sorge treffen (für etwas sorgen); die Vorsor¬
geuntersuchung; vorsorglich (umsichtig,
vorausschauend)
Vorspann, der: -(e)s, -e (einem Film, einer
Sendung vorangestellte Angaben über Dar¬
steller, Titel u.Ä.)
vor spie geln: jemandem etwas vorspiegeln
(jemanden etwas glauben machen); die
Vorspiegelung (Vortäuschung)
vorsprechen: einen Satz vorsprechen (vor¬
sagen) - bei jemandem vorsprechen (eine
Bitte vortragen); die Vorsprache
Vorsprung, der: -(e)s, Vorsprünge; der Vor¬
sprung (vorspringende Teil) eines Felsens -
einen Vorsprung (eine Überlegenheit) auf
technischem Gebiet haben
vorstehen: das Brett steht vor (ragt hervor) -
einem Verein vorstehen (ihn führen) - wie
vorstehend (oben) erwähnt; aber: im Vor¬
stehenden heißt es; der Vorstand; das Vor¬
standsmitglied; die Vorstandssitzung; der
Vorsteher; die Vorsteherin
vor stel len: der neue Schüler wurde vorge¬
stellt (den anderen bekannt gemacht) - sich
etwas vorstellen (sich ausdenken, ausma¬
len); vorstellbar (möglich); vorstellig: vor¬
stellig werden (sich an jemanden wenden);
die Vorstellung (Ansicht, Gedanke); das
407
agschale
Vorstellungsgespräch; die Vorstellungs¬
kraft
vorstoßen: (Vordringen); der Vorstoß (An¬
griff)
Vorstrafe, die: -n; er hat schon viele Vor¬
strafen; das Vorstrafenregister
vorstrecken: Geld vorstrecken (borgen, aus¬
legen)
Vorstufe, die: -n; die Vorstufe zu einer Ent¬
wicklung, zu einer Krankheit
Vortäuschen: eine Krankheit vortäuschen;
die Vortäuschung
Vor teil, der: -s, -e (Vorsprung, Überlegenheit,
Nutzen); von Vorteil sein (vorteilhaft sein);
vorteilhaft (günstig, einträglich)
Vor trag, der: -(e)s, Vorträge; der Vortrag (die
Rede) war sehr langweilig; vortragen: ein
Gedicht vortragen - er trug ihm sein Anlie¬
gen vor (er teilte es mit)
vortrefflich: es schmeckt vortrefflich (aus¬
gezeichnet, hervorragend); die Vortreff¬
lichkeit
vortreten: an die Tafel vortreten; der Vor¬
tritt: jemandem den Vortritt lassen (ihn vor¬
ausgehen lassen)
vorüber (vorüber): es ist alles vorüber -
vorüber sein; vorübergehen; vorüberge¬
hend (zeitweise); aber: etwas Vorüberge¬
hendes
Vorurteil, das: -s, -e; ein Vorurteil (eine vor¬
gefasste Meinung) gegen jemanden haben;
vorurteilsfrei; vorurteilslos (sachlich)
Vor ver kauf, der: -(e)s; die Vorverkaufsstelle
Vorwahl, die: -, -en (das Wählen der Orts¬
kennzahl beim Telefonieren); vorwählen;
die Vorwahlnummer; auch: die Vorwähl¬
nummer
Vorwand, der: -(e)s, Vorwände (Ausrede,
Ausflucht, vorgeschobener Grund)
vorwärts: vor- und rückwärts - vorwärts
(nach vorn) blicken - vorwärts blicken
(vorausschauen, optimistisch sein) - vor¬
wärts gehen (nach vorne gehen, besser
werden) - vorwärts kommen (nach vorne
kommen, Erfolg haben)
Vorwäsche, die: - (das Vorwaschen); vorwa¬
schen; der Vorwaschgang
vorweg: (vorher, im Voraus); vorweg sein;
vorwegnehmen (vorgreifen, zuvorkom¬
men); die Vorwegnahme
vor wer fen: Tieren das Fressen vorwerfen
(hinwerfen) - sie hat ihm Faulheit vorge¬
worfen (vorgehalten); der Vorwurf; vor¬
wurfsvoll
vorwiegend: wir hatten vorwiegend (meist,
oft) schönes Wetter
vorwitzig: vorwitzig (vorlaut, frech) sein;
der Vorwitz
Vorwort, das: -(e)s, -e (Einleitung, Vorrede in
einem Buch)
Vorzeichen, das: -s, -; die Vorzeichen (An¬
zeichen) eines Unwetters - die Vorzeichen
+ (plus) und - (minus)
vorzeigen: seinen Pass vorzeigen (zeigen);
vorzeigbar
Vorzeit, die: - (vorgeschichtliche Zeit); vor¬
zeiten (vor langer Zeit); aber: vor langen
Zeiten; vorzeitig (verfrüht, zu früh); vor¬
zeitlich (aus der Vorzeit); der Vorzeit¬
mensch
vorziehen: die Gardinen vorziehen - einen
Termin vorziehen (vorverlegen) - ich ziehe
es vor zu schweigen (ich möchte lieber
schweigen); der Vorzug, die Vorzüge: er
hat viele Vorzüge (gute Eigenschaften) - ei¬
ner Sache den Vorzug geben (den Vorrang
einräumen); vorzüglich (ausgezeichnet);
die Vorzüglichkeit; der Vorzugspreis; vor¬
zugsweise (hauptsächlich, besonders)
Votivbild lat. [wotif...], das: -(e)s, -er (einem
oder einer Heiligen aufgrund eines Gelüb¬
des geweihtes Bild)
Vo tum lat. [wotum], das: -s, Voten (Meinungs¬
äußerung); votieren (wählen, abstimmen)
vulgär lat. [wulgär]: ein vulgärer (gewöhnli¬
cher, derber) Ausdruck
Vulkan lat. [wulkan], der: -s, -e (Feuer speien¬
der Berg); auf einem Vulkan tanzen (ein ge¬
fährliches Spiel treiben); der Vulkanaus¬
bruch; vulkanisch: vulkanisches Gestein;
vulkanisieren
w
W = West(en); Watt
Waa ge, die: -, -n (Gerät zum Wiegen); etwas
auf die Waage legen - einander die Waage
halten (gleich sein); der Waagebalken;
waag(e)recht; die Waag(e)rechte; die Waag¬
schale: etwas in die Waagschale werfen (et¬
wabbelig
408
was geltend machen) - jedes Wort auf die
Waagschale legen (alles wortwörtlich neh¬
men)
wabbelig: (schwabbelig, unangenehm weich);
auch: wabblig; wabbeln
Wa be, d ie: -n (Gebilde aus Wachs im Bie¬
nenstock); der Wabenhonig
wach: wach sein (wachen) - ein wacher (auf¬
geweckter) Junge - einen wachen (regen)
Verstand haben - wach bleiben, werden -
sich wach halten; der Wachdienst; die Wa¬
che: Wache halten - der Soldat steht Wa¬
che - Wache stehend - auf die Wache (Po¬
lizeiwache) müssen; wachen; das Wache¬
stehen; wachhabend: der wachhabende
Offizier; der Wachhabende; die Wachheit;
der Wachhund; der Wachmann; wachru¬
fen; wachrütteln (aufrütteln); wachsam
(aufmerksam); die Wachsamkeit; die
Wacht; der Wächter; der Wachtmeister
(Polizist); die Wachtparade (Aufzug einer
Wache mit Musik); der Wach(t)posten; der
Wach(t)turm; die Wach- und Schließge¬
sellschaft
Wacholder, der: -s, - (Strauch, Branntwein);
der Wacholderbaum; die Wacholderbeere;
der Wacholderschnaps
Wachs, das: -es, -e; eine Kerze aus Wachs;
wachsbleich (blass); wachsen: die Skier
wachsen (mit Wachs bestreichen); wäch¬
sern (aus Wachs); die Wachsfigur; die
Wachskerze; die Wachsmalkreide; der
Wachsstock; das Wachstuch; wachsweich
wachsen: du wächst, er wuchs, sie ist ge¬
wachsen, wachs(e)!; schnell wachsen
(größer werden) - die Schulden wachsen
(steigen) ins Unermessliche - mit wachsen¬
dem Interesse zu hören - jemandem ge¬
wachsen (ebenbürtig) sein; das Wachstum;
der Wuchs: der Baum ist von hohem
Wuchs (groß); -> Wuchs
Wach tel, d ie: -, -n (Feldhuhn)
wa ckeln: der Tisch wackelt (er steht nicht
fest) - mit den Ohren wackeln; die
Wackelei; wack(e)lig: ein wackeliger
(nicht fest stehender) Stuhl; der Wackel¬
kontakt (schadhafter elektrischer Kontakt);
der Wackelpudding
wacker: sich wacker (tüchtig, tapfer) schla¬
gen
Wade, die: -, -n (Muskelbündel am hinteren
Unterschenkel); das Wadenbein; der Wa¬
denkrampf
Waffe, die: -, -n (Kampfgerät); die Waffen
strecken (sich ergeben) - jemanden mit sei¬
nen eigenen Waffen schlagen (ihn mit sei¬
nen eigenen Mitteln besiegen) - unter Waf¬
fen stehen (zur Kriegsführung bereit sein);
der Waffengang (Kampf); die Waffengat¬
tung; der Waffenhandel; das Waffenlager;
waffenlos; der Waffenrock; die Waffen¬
ruhe; der Waffenschein; der Waffenstill¬
stand
Waffel niederk, die: -, -n (süßes Gebäck)
wa-gen: keiner wagte (traute sich) aufzuste¬
hen - im Spiel viel wagen (riskieren) - wer
nicht wagt, der nicht gewinnt - frisch ge¬
wagt ist halb gewonnen; wag(e)halsig: ein
waghalsiges (gewagtes) Unternehmen; die
Wag(e)halsigkeit; der Wagemut (Mut); wa¬
gemutig; das Wagnis, die Wagnisse (ge¬
wagtes Unternehmen, Abenteuer)
wä-gen: du wägst, er wog, sie hat gewogen,
wäg(e)!; etwas wägen (abwiegen, einschät¬
zen); die Wägung
Wa-gen, der: -s, -; Pferde an den Wagen span¬
nen - sich einen neuen Wagen (ein neues
Auto) kaufen - der Große Wagen (Stern¬
bild); das Wägelchen; die Wagenburg
(früher: ringförmig aufgestellte Wagen zur
Verteidigung gegen Feinde); der Wagen¬
heber; die Wagenladung; die Wagen¬
papiere Mz.; die Wagenplane; das Wagen¬
rad; das Wagenrennen; der Wagenschlag
(Wagentüre); der Wagentyp; die Wagenwä¬
sche; der Wagner (FHandwerker)
Wag-gon engl, [wagö, wagon], der: -s, -s (Ei¬
senbahnwagen); auch: der Wagon; wag¬
gonweise
wählen: einen Klassensprecher wählen - ei¬
nen Beruf wählen - er wählte die falsche
Telefonnummer; die Wahl: zur Wahl (zur
Abstimmung) gehen - erste Wahl (das Bes¬
te, die Besten) - wer die Wahl hat, hat die
Qual; der Wahlausschuss; wählbar; die
Wählbarkeit; wahlberechtigt; der/die
Wahlberechtigte; die Wahlberechtigung;
die Wahlbeteiligung; der Wähler; der
Wahlerfolg; das Wahlergebnis; die Wähle¬
rin; wählerisch (anspruchsvoll); die Wäh¬
lerliste; die Wählerschaft; die Wähler¬
stimme; das Wahlfach; wahlfrei; das
409
Walstat!
Wahlgeheimnis; die Wahlheimat; das
Wahljahr; die Wahlkabine; der Wahl¬
kampf; das Wahllokal; wahllos (beliebig,
willkürlich); das Wahlprogramm; das Wahl¬
recht; die Wahlrede; der Wahlsieg; der
Wahlspruch (Losung, Leitspruch); die
Wahlurne (Behälter für die Stimmzettel);
die Wahlverwandtschaft; wahlweise (ab¬
wechselnd) # Wal
Wahn, der: -(e)s (Einbildung, falsche An¬
nahme, Selbsttäuschung); das Wahnbild
(Wahnvorstellung); wähnen: (vermuten,
fälschlich annehmen); der Wahnsinn: dem
Wahnsinn verfallen (geistesgestört) sein -
das ist doch ein Wahnsinn (sehr unvernünf¬
tig)!; wahnsinnig; der/die Wahnsinnige;
die Wahnsinnstat; die Wahnvorstellung;
der Wahnwitz (Wahnsinn); wahnwitzig
wahr: eine wahre (wirkliche) Begebenheit -
das wird wahr werden (eintreten) - eine
wahre (nicht erfundene) Geschichte - sein
wahres (echtes) Gesicht zeigen - wahr sein
- nicht wahr (so ist es doch)? - so wahr ich
lebe! - im wahrsten Sinne des Wortes
(wirklich) - wahr bleiben - etwas für wahr
halten - etwas wahr machen (etwas ver¬
wirklichen); aber: das ist nicht das Wahre
(es ist nicht gut) - das einzig Wahre - da ist
nichts Wahres daran; wahrhaben: etwas
nicht wahrhaben (zugestehen) wollen;
wahrhaft; wahrhaftig (aufrichtig); die
Wahrhaftigkeit; die Wahrheit: in Wahrheit
(in Wirklichkeit); der Wahrheitsgehalt;
wahrheitsgemäß; wahrheitsgetreu; die
Wahrheitsliebe; der Wahrheitssinn; wahr¬
heitswidrig; wahrlich (wirklich); wahrsa¬
gen (hellsehen, weissagen); der Wahrsager;
die Wahrsagerin; die Wahrsagung; wahr¬
scheinlich (vermutlich); die Wahrschein¬
lichkeit
wahren: Stillschweigen wahren (bewahren)
- seine Rechte wahren (erhalten, verteidi¬
gen) - er wahrt das Gesicht (er gibt sich
keine Blöße, er beherrscht sich); die Wah¬
rung; das Wahrzeichen (Erkennungszei¬
chen, Kennzeichen)
währen: es währt (dauert) lange - was lange
währt, wird endlich gut - ehrlich währt am
längsten; während: während (im Verlaufe)
des Urlaubs; währenddem; währenddes¬
sen; aber: während dessen Aufenthalt
wahrnehmen: ein Licht in der Ferne wahr¬
nehmen (bemerken); aber: etwas für wahr
nehmen - er nimmt jede Gelegenheit wahr
(er nutzt sie); wahrnehmbar; die Wahr¬
nehmbarkeit; die Wahrnehmung; die
Wahrnehmungsfähigkeit
Währung, die: -en (gesetzliches Zahlungs¬
mittel eines Staates); die Währungseinheit;
die Währungsreform
Waid werk, das: (e)s (Jagd); waidgerecht;
der Waidmann; —► Weidwerk
Waise, die: -, -n (elternloses Kind); das Wai¬
senhaus; das Waisenkind; der Waisen¬
knabe # die Weise
Wal, der: -(e)s, -e (Meeressäugetier); der Wal¬
fang; der Walfisch; das Walross (große
Robbenart) # Wahl
Wald, der: -(e)s, Wälder (Forst, Gehölz);
durch Wald und Feld - tief im Wald - den
Wald vor lauter Bäumen nicht sehen (das
nahe Liegende nicht erkennen) - wie man
in den Wald ruft, so schallt es heraus;
waldarm; der Waldbrand; das Wäldchen;
der Wald(es)rand; waldig; das Waldjnnere;
waldreich; der Waldspaziergang; das Wald¬
sterben; die Waldung (Waldbesitz)
walken: Felle walken (kneten) - er walkte
(prügelte) ihn tüchtig durch
Walkman engl, [wokmän], der: -s, Walkmen
(kleiner Kassettenrekorder); das Walkie-
Talkie [wokitoki] (tragbares Fernsprech¬
gerät)
Wall lat.f der: -(e)s, Wälle (Erdaufschüttung,
Mauer); der Wallgraben
Wal lach, der: -(e)s, -e (kastriertes männliches
Pferd)
wal-len: (sprudeln, brodeln, kochen); ein wal¬
lender (faltenreicher) Rock; die Wallung: in
Wallung geraten (wütend werden)
Wall-fahrt, die: -en (Fahrt oder Wanderung
zu einer religiös bedeutsamen Stätte); der
Wallfahrer (Pilger); die Wallfahrerin; wall¬
fahrten (pilgern); Wallfahrtskirche; der
Wallfahrtsort
Walmdach, das: -(e)s, ...dächer (Dach mit
dreieckigen Giebelflächen)
Walnuss, die: -, Walnüsse (Frucht des Wal¬
nussbaums); der Walnussbaum
Wal-ross, das: -es, -e (Robbe)
Wal-statt, die: -, Walstätten (Kampfplatz der
Germanen, Schlachtfeld)
walten
410
walten: hier walten (herrschen) überirdische
Kräfte - jemanden schalten und walten (ge¬
währen) lassen - Gottes Gnade waltet
(wirkt) überall - das waltet (lenkt) Gott;
aber: das Walten Gottes
Wal •ze, die: -n (zylinderförmiger Körper,
früher: Wanderschaft der Handwerksbur¬
schen); auf der Walze (unterwegs) sein -
auf die Walze gehen (wandern); walzen:
einen Fußballplatz walzen (ebnen); wäl¬
zen: einen Stein wälzen (rollen) - sich vor
Schmerzen am Boden wälzen (sich herum¬
werfen) - ein Lexikon wälzen (darin nach¬
schlagen); walzenförmig; der Walzer
(Tanz im Dreivierteltakt): ein Wiener Wal¬
zer; der Wälzer (dickes, schweres Buch);
der Walzertakt; der Walzstahl; die Walz¬
straße; das Walzwerk
Wams, das: -es, Wämser (kurze Jacke)
Wand, die: -, Wände (seitliche Begrenzung ei¬
nes Raumes); in seinen eigenen vier Wän¬
den (in der eigenen Wohnung) - Wand an
Wand wohnen - eine steile Wand in den
Bergen - jemanden an die Wand spielen
(dessen Einfluss ausschalten); das Wand¬
brett; das Wandfach; der Wandkalender;
die Wandkarte; der Wandschrank; die
Wandtafel; die Wanduhr; die Wandzeitung
Wandale: -n, -n (Angehöriger eines ostgoti¬
schen Volkes); wie die Wandalen hausen
(alles zerstören); auch: der Vandale; der
Wandalismus; auch: der Vandalismus
wandeln: auf der Erde wandeln (gehen) - er
wandelt (ändert) seine Gesinnung - sich
wandeln (sich ändern); der Wandel: einen
Wandel (Wechsel, eine Änderung) wollen
- sein Wandel (Lebenswandel) ist einwand¬
frei; wandelbar; der Wandelgang; die Wan¬
delhalle; die Wandlung; der Wandlungs¬
prozess
wandern: viel wandern (zu Fuß gehen) - der
Zettel wanderte in den Papierkorb (er lan¬
dete im Papierkorb) - ins Gefängnis wan¬
dern; die Wanderameise; die Wanderaus¬
stellung; die Wanderdüne; der Wande¬
rer; die Wanderfahrt; der Wandergeselle;
die Wanderjahre Mz.; die Wanderkarte;
das Wanderlied; wanderlustig; der Wan¬
derpokal; der Wanderpreis; die Wander¬
ratte; die Wanderschaft; der Wanders¬
mann; der Wanderstab; der Wandertag;
die Wanderung; der Wandervogel; der
Wanderweg; die Wand(r)erin
Wan-ge, die: -, -n (Backe); das Wangenrot
wanken: durch die Türe wanken (unsicher
gehen, schwanken) - in seinem Entschluss
wankend (unsicher) werden; aber: ins
Wanken geraten (erschüttert werden); der
Wankelmut (Unentschlossenheit); wankel¬
mütig; die Wankelmütigkeit
wann: wann (zu welcher Zeit) essen wir? -
dann und wann (manchmal) - wann immer
du willst
Wanne, die: -, -n (trogähnliches Gefäß); in ei¬
ner Wanne baden; das Wannenbad
Wanst, der: -es, Wänste (dicker Bauch)
Wanze, die: -, -n; von Wanzen (Insekten) ge¬
bissen werden - eine Wanze (Abhörgerät)
im Zimmer einbauen
Wappen, das: -s, -; das Wappen (Erken¬
nungszeichen) einer Stadt; der/das Wap¬
penschild; der Wappenspruch; das Wap¬
pentier; sich wappnen: sich für schlimme
Zeiten wappnen (sich darauf einstellen) -
sich mit Geduld wappnen (geduldig sein)
Ware, die: -, -n; Waren (Güter, Erzeugnisse)
verkaufen - heiße Ware (Raub); das Wa¬
renangebot; der Warenbestand; der Wa¬
renexport; der Warenhandel; das Waren¬
haus; der Warenimport; das Warenlager;
die Warenprobe; die Warensendung; das
Warensortiment; der Warentest; das Wa¬
renzeichen (Wz) (rechtlich geschütztes
Handelszeichen)
warm: wärmer, am wärmsten; es ist sehr
warm - ein warmer Nachmittag - ein war¬
mes Essen - das Essen warm halten, stellen
- jemanden wärmstens (sehr) empfehlen -
warm baden - sich warm laufen - sich
warm waschen - sich warm anziehen -
warme Farben (Farben, in denen Rot und
Gelb vorherrschen); aber: sich etwas War¬
mes anziehen - im Warmen sitzen - mit je¬
mandem warm (vertraut) werden; warm¬
blütig; die Wärme; wärmedämmend; die
Wärmedehnung; die Wärmeenergie; der
Wärmegrad; die Wärmeisolierung; die
Wärmekapazität; wärmen; die Wärmfla¬
sche; warmherzig; die Warmherzigkeit;
die Warmluft; das Warmwasser
warnen: vor einer Gefahr warnen (darauf
aufmerksam machen); die Warnanlage; das
411
Webwaren
Warndreieck; das Warngerät; die Warn¬
leuchte; das Warnlicht; der Warnruf; der
Warnschuss; das Warnsignal; der Warn¬
streik; die Warnung; das Warnzeichen
warten: auf einen Besuch warten - er wartet
(pflegt, überprüft) den Motor - warten kön¬
nen, bis man schwarz wird (umsonst war¬
ten) - auf sich warten lassen (lange nicht
kommen); die Warte (Beobachtungsplatz):
von seiner Warte (seinem Standpunkt) aus
etwas beurteilen; die Wartefrau; die
Wartehalle; die Warteliste; der Wärter
(Aufseher); der Warteraum; die Warterej;
die Wärterin; der Wartesaal; die Warte¬
schleife; die Wartezeit; das Wartezimmer;
der Wartturm; die Wartung (Pflege, Repa¬
ratur); wartungsfrei; wartungsfreundlich
wa rum (war um): warum (aus welchem
Grund) bist du gekommen? - warum nicht?
- warum denn?
Warze, die: -, -n (kleine Wucherung der
Haut); das Warzenschwein
was: was machst du? - was ist das? - was für
ein Glück! - was (etwas) Neues - ich
glaube nicht, was er sagt - (et)was anderes;
auch: (et)was Anderes
waschen: du wäschst, er wusch, sie hat ge¬
waschen, wasch(e)!; sich morgens wa¬
schen (mit Wasser, Seife o.Ä.) - die Klei¬
dung waschen (säubern) - jemandem den
Kopf waschen (ihn zurechtweisen) - sich
gewaschen haben (sehr unangenehm sein);
die Waschanlage; der Waschautomat;
waschbar; das Waschbecken; die Wäsche;
waschecht: eine waschechte (kochfeste)
Bluse - ein waschechter (geborener) Ham¬
burger; die Wäscheklammer; die Wä¬
scherei; der Wäschetrockner; die Wasch¬
frau; der Waschkessel; der Waschlappen
(Lappen zum Reinigen, Schwächling); die
Waschmaschine; das Waschmittel; der
Waschsalon; die Waschschüssel; die Wa¬
schung; das Waschweib (Schwätzerin); das
Waschzeug
Wasser, das: -s, -/Wässer (z. B. Abwässer, Mi¬
neralwässer); Wasser trinken - ins Wasser
fallen - von Wasser und Brot leben - ein
Wasser abweisender Stoff - sich über Was¬
ser halten (seine Existenz erhalten können)
- jemandem nicht das Wasser reichen kön¬
nen (an dessen Leistungen nicht heranrei¬
chen) - nahe ans Wasser gebaut haben
(sehr leicht in Tränen ausbrechen) - mit al¬
len Wassern gewaschen (sehr gerissen)
sein; die Wasserader; wasserarm; das Was¬
serbad; der Wasserball; das Wässerchen;
der Wasserdampf; wasserdicht; der Was¬
serfall; die Wasserfarbe; wasserfest; was¬
sergekühlt; das Wasserglas; der Wasser¬
hahn; der Wasserhaushalt; wäss(e)rig; die
Wäss(e)rigkeit; das Wasserklosett (WC);
die Wasserkraft; die Wasserlache; der
Wasserlauf; die Wasserleitung; wasserlös¬
lich; der Wassermann (Sternbild); wassern
(auf dem Wasser niedergehen); wässern:
die Pflanzen auf dem Feld wässern (bewäs¬
sern); die Wassernixe; die Wasserpumpe;
das Wasserrad; der Wasserrohrbruch; die
Wasserrose; wasserscheu; das Wasser¬
schloss; der Wasserski; auch: der Wasser¬
schi; der Wasserspiegel; der Wassersport;
die Wasserspülung; der Wasserstand; der
Wasserstoff (H) (chemischer Grundstoff);
die Wasserstoffbombe; die Wasserstraße;
die Wassersucht; das Wassertreten; der
Wassertropfen; der Wasserturm; die Was¬
seruhr; die Wasserverschmutzung; die
Wasserwaage; die Wasserwelle; der
Wasserwerfer; das Wasserwerk; der Was¬
serzähler; das Wasserzeichen
waten: durch den Schlamm waten (einsin¬
kend gehen)
Watsche, die: -, -n (Ohrfeige); auch: die
Watschen; watschen
wat schein: wie eine Ente watscheln (wacke¬
lig, schwerfällig gehen)
Watt (W); das: -s, - (alte Maßeinheit für die
Stromleistung); 500 Watt
Watt, das: -(e)s, -en (bei Ebbe bloßgelegter
Küstenstreifen); das Wattenmeer; die Watt¬
wanderung
Watte nieder!., die: -, -n (lockere Faser¬
schicht); Watte auf die Wunde geben -
Watte in den Ohren haben (nicht hören
wollen); der Wattebausch; wattieren (pols¬
tern); die Wattierung
WC engl, [wetse], das: -(s), -(s) (Toilette)
weben: du webst, er webte/wob, sie hat ge-
webt/gewoben, web(e)i; Teppiche weben;
der Weber; die Weberei; die Weberin; der
Webfehler; der Webstuhl; die Webwaren
Mz.
wechseln
412
T
U
V
w
X
V
z
wechseln: Geld wechseln (Umtauschen) - er
wechselte das Hemd - ihre Stimmung
wechselte (änderte sich) rasch - den Ar¬
beitsplatz wechseln; der Wechsel: der
Wechsel (regelmäßige Ablauf) der Jahres¬
zeiten - einen Wechsel (Geldscheck) aus¬
stellen; das Wechselbad; die Wechselbe¬
ziehung; das Wechselgeld; wechselhaft
(unbeständig); die Wechseljahre; der Wech¬
selkurs; der Wechselrahmen; der Wechsel¬
schritt; wechselseitig (abwechselnd, ge¬
genseitig); die Wechselseitigkeit; der Wech¬
selstrom; die Wechselstube; die Wechs(e)-
lung; wechselwarm; wechselweise; die
Wechselwirkung
Wechte, die: -, -n (überhängende Schnee¬
masse im Gebirge)
wecken: um sieben Uhr wecken (wach ma¬
chen) - alte Erinnerungen werden geweckt
(wachgerufen); der Wecker: jemandem auf
den Wecker fallen (ihm lästig werden); der
Weckruf
We-cken, der: -s, - (Brot in länglicher Form);
auch: der Weck; die Wecke; das Weckerl
Wedel, der: -s, - (Schwanz, Fächer); wedeln:
der Hund wedelt mit dem Schwanz
weder: weder der eine noch der andere -
weder ein noch aus wissen (sich nicht zu¬
rechtfinden); aber: das Weder-noch
Week-end engl, [wikend], das: -(s), -s (Wo¬
chenende)
weg: sie ist schon lange weg (fort) - sie ist noch
weit weg (entfernt) - weg da! - das ganze
Geld ist weg - ganz weg (begeistert) sein -
sie ist noch längst nicht über seinen Tod
weg (hinweg, hat ihn noch nicht überwun¬
den); wegbleiben; wegblicken; wegbrin¬
gen; wegfahren; der Wegfall; wegfallen; der
Weggang; Weggehen; wegkommen; weg¬
lassen; weglaufen; wegmachen; wegmüs¬
sen; die Wegnahme; wegnehmen; weg¬
packen; wegräumen; wegschaffen; sich
wegscheren (Weggehen); wegschieben; sich
wegschleichen; wegschmeißen; sich weg¬
stehlen; wegstellen; wegtun; wegwerfen;
wegwerfend (verächtlich, abfällig); die
Wegwerfflasche; die Wegwerfgesellschaft;
wegziehei^; der Wegzug
Weg, der: -(e)s, -e; den Weg nach Hause ge¬
hen - wohin des Wegs? - er steht mir im
Wege (er stört mich) - etwas auf den Weg
bringen - etwas zu Wege bringen; auch:
zuwege bringen - jemandem aus dem Weg
gehen (ihn meiden) - eigene Wege gehen
(selbstständig handeln) - jemanden aus
dem Weg räumen (ihn umbringen) - sich
auf den Weg machen (aufbrechen) - je¬
mandem auf halbem Weg entgegenkom-
men (ihm teilweise nachgeben) - jeman¬
dem über den Weg laufen (ihm zufällig
begegnen) - viele Wege führen nach Rom;
der Wegbereiter; die Wegbereiterin; der
Wegelagerer (Straßenräuber); der Weges¬
rand; die Weggabelung; der Weggefährte;
die Wegkreuzung; wegkundig; weglos; die
Wegmarke; der Wegrand; auch: der Weg¬
rain; ...wegs: gerade(n)wegs - halbwegs -
keineswegs - unterwegs; die Wegstrecke;
wegweisend; der Wegweiser; die Wegzeh¬
rung (Reisevorrat)
wegen: wegen der Leute - meiner Familie
wegen (um ihretwillen) - von Rechts we¬
gen - wegen meiner (meinetwegen) - we¬
gen etwas anderem - wegen Geschäften -
von Amts wegen - von wegen!; ...wegen:
meinetwegen - deinetwegen - seinetwe¬
gen - ihretwegen - unsertwegen - euretwe¬
gen; auch: euertwegen - deswegen
Wegerich, der: -s, -e (Pflanze)
wehe: auch: weh; sie hat wehe (schmer¬
zende) Füße - mir ist weh ums Herz - es tut
ihm weh - o weh! - weh dir!; das Weh: mit
Ach und Weh - tiefes Weh (Leid) erfüllt
mich; die Wehe (Pressschmerz bei der Ge¬
burt eines Kindes); das Wehgeschrei; weh¬
klagen; wehleidig; die Wehleidigkeit; die
Wehmut (stiller Schmerz); wehmütig; weh¬
mutsvoll; wehtun; das Wehwehchen
wehen: der Wind weht - die Fahne weht
(flattert) im Wind - es weht (herrscht) ein
neuer Geist; die Wehe (Sand- und Schnee¬
verwehung)
Wehr, das: -(e)s, -e (Stauanlage, Stauwerk)
wehren: sich gegen ungerechte Vorwürfe
wehren (zur Wehr setzen) - dem Kind et¬
was wehren (verbieten); die Wehr, die
Wehren (Abwehr, Schutzvorrichtung): sich
zur Wehr setzen (sich verteidigen); wehr¬
bar; der/die Wehrbeauftragte; der Wehr¬
dienst; der Wehrdienstverweigerer; wehr¬
fähig; die Wehrfähigkeit; der Wehrgang
(Gang mit Schießscharten auf Burg- und
413
weise
Stadtmauern); das Wehrgehänge (Waffen¬
gurt); wehrhaft (tüchtig, erprobt); wehrlos:
ein wehrloses Kind; die Wehrlosigkeit; die
Wehrmacht; der Wehrpass; die Wehr¬
pflicht: die allgemeine Wehrpflicht; wehr¬
pflichtig; der Wehrpflichtige; die Wehr¬
übung
Weib, das: -(e)s, -er (früher: Frau, Ehefrau); das
Weibchen (weibliches Tier); der Weiber¬
held; weibisch (verweichlicht, unmänn¬
lich); weiblich (w.) (frauenhaft); die Weib¬
lichkeit; das Weibsstück (abwertend für:
Frau)
weich: weich (sanft) fallen - eine weiche
(wollige) Decke - ein weiches (mitfühlen¬
des) Herz haben - weich kochen - ein
weich gekochtes Ei - jemanden weich ma¬
chen (zermürben) - weich geklopft - weich
werden (aufweichen, nachgeben); weichen
(weich machen); die Weichheit; weichher-
zig (gütig); die Weichherzigkeit; weichlich
(verzärtelt, wehleidig); die Weichlichkeit;
der Weichling (Schwächling); der Weich¬
macher; der Weichspüler; die Weichteile
AAz. (knochenlose Körperteile); das Weich¬
tier
weichen: du weichst, er wich, sie ist gewi¬
chen, weich(e)!; der Gewalt nicht weichen
(nicht nachgeben) - jemandem nicht von
der Seite weichen - weiche von mir!; die
Weiche (verstellbarer Teil einer Gleisan¬
lage); die Weichenstellung
Werde, die: -, -n (Baum, Strauch); die Wei¬
denkätzchen Mz.; die Weidenrute
weiden: sie weidet (hütet) das Vieh - die
Kühe weiden (fressen) auf der Wiese - sich
an etwas weiden (Spaß daran haben); die
Weide (Grasfläche); das Weideland; der
Weideplatz; die Weidewirtschaft; weidge¬
recht (jagdgerecht); auch: waidgerecht;
der Weidmann; auch: der Waidmann;
Weidmannsdank!; Weidmannshell!; das
Weidwerk (Jagd); auch: das Waidwerk;
weidwund (verwundet); auch: waidwund
weidlich: etwas weidlich (gehörig, tüchtig)
ausnutzen
wei-gern, sich: er weigerte sich (er lehnte es
ab) zu arbeiten; die Weigerung
weihen: Kerzen weihen (segnen) - er weiht
(widmet) sein Leben den Armen - die Stadt
war dem Untergang geweiht (preisgege¬
ben); der Weihbischof; die Weihe; der
Weiheakt; weihevoll (feierlich); der
Weihrauch (Räuchermittel); die Weihung;
das Weihwasser
Weiher lat., der: -s, - (kleiner Teich, Tümpel)
Weih nacht, die: -; auch: das Weihnachten
(Weihnachtsfest, Fest der Geburt Jesu): fröh¬
liche Weihnachten! - an, zu Weihnachten;
Weihnachten: es weihnachtet schon; weih¬
nachtlich; der Weihnachtsabend; der Weih¬
nachtsbaum; die Weihnachtsferien Mz.;
das Weihnachtsfest; das Weihnachtsge¬
schenk; die Weihnachtskrippe; der Weih¬
nachtsmann; der Weihnachtsstern; der Weih¬
nachtstag; die Weihnachtszeit
weil: er turnt nicht mit, weil (da) er krank ist
Weile, die: -; eine Weile (kurze Zeit) warten -
es ist schon eine Weile her; ein Weilchen;
weilen: auf dem Lande weilen (sich aufhal¬
ten); ...weilen: bisweilen - einstweilen -
zuweilen
Weiler lat., der -s, - (Gehöft, kleines Dorf)
Wein lat., der: -(e)s, -e (alkoholisches Getränk
aus Weintrauben); Wein trinken - jeman¬
dem reinen Wein einschenken (die Wahr¬
heit sagen) - im Wein ist Wahrheit; der
Weinbau; die Weinbeere; der Weinberg;
der Weinbrand (Branntwein); der Wein¬
essig; das Weinfass; das Weinglas; die
Weinkarte; der Weinkeller; die Weinlese
(Traubenernte); die Weinprobe; die Wein¬
ranke; die Weinrebe; weinrot; der Wein¬
stock; die Weintraube
weinen: vor Freude weinen (Tränen ver¬
gießen); weinerlich: eine weinerliche
Miene machen; die Weinerlichkeit; der
Weinkrampf
weise: weise (kluge, lebenserfahrene) Leute-
ein weiser Rat; der/die Weise; die Weis¬
heit; der Weisheitszahn; weismachen: je¬
mandem etwas weismachen (vormachen,
einreden); weissagen (Vorhersagen); der
Weissager; die Weissagerin; die Weissa¬
gung # Waise
We| •se, die: -, -n; auf diese Weise (Art) - in
gleicher Weise (ebenso) - die Art und
Weise - auf keine Weise - eine traurige
Weise (Melodie) spielen; ...weise: aus¬
nahmsweise - dummerweise - glücklicher¬
weise - leihweise - probeweise - schritt¬
weise # Waise
weisen
414
weisen: du weist, er wies, sie hat gewiesen,
weis(e)!; auf ein Schild weisen (zeigen,
deuten) - alle Schuld von sich weisen (ab¬
streiten) - jemanden von der Schule weisen
(entlassen); die Weisung (Anordnung, Be¬
fehl); die Weisungsbefugnis; weisungsge¬
mäß; das Weisungsrecht
weiß: weißer, am weißesten; weiße Wäsche -
weiß werden - weiß gekleidet - etwas
schwarz auf weiß (schriftlich) besitzen -
weiß (blass) vor Schreck sein, werden - die
weiße Kohle (Wasserkraft) - ein weiß
glühendes Eisen - weiß blühen - der weiße
Sport (Tennis) - der weiße Tod (Lawi¬
nentod) - ein weißer Fleck (auf der Land¬
karte) - eine weiße (saubere) Weste haben
(keine Schuld haben); aber: die Farbe Weiß
- das Weiße Haus (Amtssitz des amerikani¬
schen Präsidenten) - der Weiße Sonntag
(der Sonntag nach Ostern); das Weiß (die
weiße Farbe): ganz in Weiß gekleidet sein -
aus Schwarz Weiß machen; das Weißbier;
weißblond; Weißbluten (sich völlig veraus¬
gaben) das Weißbrot; der/die Weiße (An¬
gehörige^) der weißen Rasse); eine Weiße
(Weißbier); weißen: die Wand weißen (tün¬
chen); ein Weißer; der Weißgerber (Hand¬
werker); die Weißglut (stärkste Glut);
weißhaarig; der Weißkohl; das Weißkraut;
weißlich; der Weißling (Schmetterling);
sich weißwaschen (sich von einem Ver¬
dacht befreien); aber: die Wäsche weiß
waschen; der Weißwein; die Weißwurst
weit: eine weite Ebene - bis zur Stadt ist es
nicht weit - die Hose ist ihm zu weit - die
weite Welt - weit fahren - weit gehen -
weit herumkommen - es weit bringen -
weit besser - weit und breit (überall) - bei
weitem - von weitem - von weit her - so
weit, so gut - weit voraus - weit weg - ein
zu weit gehender Vorschlag - ein weit ge¬
reister Mann - er hat weit greifende Pläne -
eine weit reichende Änderung - das ist
eine weit verbreitete Ansicht - sie hat eine
weit verzweigte Verwandtschaft - zu weit
gehen (über das vertretbare Maß hinausge¬
hen); weitab: weitab (weit entfernt) vom
Dorf; weitaus: er ist weitaus (bei weitem,
mit großem Abstand) der Älteste; der Weit¬
blick; das Weite: das Weite suchen (flie¬
hen); die Weite: die Weite des Ozeans - in
die Weite (Ferne) schweifen; weiten: den
Stiefel weiten (ausdehnen); weither: von
weither (aus weiter Ferne) kommen; aber:
mit ihm ist es nicht weit her; weitherzig
(freigebig); die Weitherzigkeit; weithin;
weitläufig (ausführlich, großzügig); die
Weitläufigkeit; weiträumig; weitschweifig
(umständlich); die Weitschweifigkeit; die
Weitsicht; weitsichtig (vorausschauend);
weitspringen; aber: er kann nicht weit
springen; das Weitspringen; der Weit¬
sprung; die Weitung
weiter: und so weiter (usw.) - immer weiter -
weiter nichts - ohne weiteres - bis auf wei¬
teres (vorläufig); aber: alles Weitere erfährst
du morgen - Weiteres in Kürze - des Wei¬
teren - im Weiteren; die Weiterarbeit; Wei¬
terarbeiten; sich weiterbilden; die Weiter¬
bildung; weiterentwickeln; die Weiter¬
entwicklung; weitererzählen; weiterfah¬
ren; aber: sie wird weiter fahren als; die
Weiterfahrt; die Weitergabe; der Weiter¬
gang; weitergeben; weitergehen; aber: er
kann weiter gehen als ich; weiterhelfen;
aber: er wird auch weiter (weiterhin)
helfen; weiterhjn (wie bisher, künftig); wei¬
terkommen; weiterlaufen; aber: sie wird
weiter laufen als; weiterleiten; weiterma¬
chen: so kannst du nicht weitermachen;
aber: das enge Kleid weiter machen; wei¬
terreichen; weitersagen; weitersprechen;
weiterverbreiten; die Weiterverbreitung;
weiterverwenden; die Weiterverwendung
Weizen, der: -s (Getreideart); das Weizen¬
brot; das Weizenfeld; der Weizenkeim; das
Weizenkorn; das Weizenmehl
welch: welch schöner Tag! - welch ein Held!;
welche: auf welche Weise - es sind schon
welche (einige) anwesend - welche von
euch melden sich freiwillig?; welcher; wel¬
cherart; aber: welcher Art; welcherlei; wel¬
ches: welches von den Kindern ist deines?
welk: welke (nicht mehr frische) Blumen -
eine welke (schlaff gewordene) Haut; wel¬
ken; die Welkheit
Welle, die: -, -n; die Wellen (Wogen) des
Meeres - Wellen (kleine Erhebungen) im
Gelände - eine Welle (Flut) von Protesten -
die grüne Welle - hohe Wellen schlagen
(große Erregung verursachen); das Well¬
blech; sich wellen: der Teppich wellt
415
werden
(wölbt) sich; das Wellenbad; wellenförmig;
der Wellenkamm; die Wellenlänge; die
Wellenlinie; wellig (lockig, uneben); die
Wellpappe; die Wellung
Wel pe, der: -n, -n (Junges eines Hundes,
Fuchses oder Wolfes)
Wels, der: -, -es, -e (Speisefisch)
Welt, die: -, -en; um die Welt (die Erde, den
Erdball) reisen - die Welt (der Lebensbe¬
reich) des Kindes - alle Welt (jedermann) -
von aller Welt vergessen sein - zur Welt
kommen (geboren werden) - aus aller Welt
(von überall her) - am Ende der Welt (sehr
weit entfernt) - die große Welt (die vor¬
nehme Gesellschaft) - die Dritte Welt (Ent¬
wicklungsländer) - die Neue Welt (Ame¬
rika) - die Alte Welt (Europa) - die Welt
nicht mehr verstehen (völlig fassungslos
sein) - nicht aus der Welt sein (leicht er¬
reichbar sein) - etwas in die Welt setzen
(etwas in Umlauf bringen); das Weltall;
weltanschaulich; die Weltanschauung;
weltbekannt; weltberühmt; weltbewe¬
gend; das Weltbild; der Weltbürger; die
Weltbürgerin; der Welt(en)bummler; welt¬
erschütternd; weltfern; die Weltflucht;
weltfremd; das Weltgericht (das Jüngste
Gericht); die Weltgeschichte; weltge¬
wandt; der Welthandel; die Weltherr¬
schaft; die Weltkarte; der Weltkrieg: der
Erste, Zweite Weltkrieg; die Weltkugel;
weltlich (irdisch); die Weltlichkeit; die
Weltmacht; weltmännisch (gewandt); das
Weltmeer; der Weltmeister; die Weltmeis¬
terin; die Weltmeisterschaft; weitoffen;
die Weltoffenheit; die Weltordnung; die
Weltpolitik; der Weltraum; der Weltraum¬
fahrer; die Weltraumfahrerin; das Welt¬
reich; die Weltreise; der Weltrekord; der
Weltruf (große Berühmtheit); der Welt¬
ruhm; der Weltschmerz (Schmerz über die
Unvollkommenheit der Welt); die Welt¬
stadt; der Weltuntergang; der Weltverbes¬
serer; weltweit; die Weltwirtschaft; das
Weltwunder: die sieben Weltwunder (im
Altertum)
Weltergewicht, das: -(e)s (Gewichtsklasse
beim Ringen und Boxen)
wem: wem gehört der Ball?; der Wemfall
(Sprachlehre: 3. Fall, Dativ)
wen: wen siehst du?; der Wenfall (Sprachlehre:
4. Fall, Akkusativ)
wenden: du wendest, er wandte/wendete,
sie hat gewandt/gewendet, wende!; den
Kopf wenden (umdrehen) - mit dem Auto
auf der Straße wenden - jemandem den
Rücken wenden (sich abwenden) - sich an
den Lehrer wenden - Heu wenden - sehr
gewandt (geschickt) sein; die Wende; der
Wendekreis; die Wendeltreppe; das Wen¬
demanöver; die Wendemarke; der Wende¬
platz; der Wendepunkt; wendig: ein wen¬
diges (leicht lenkbares) Auto - ein wen¬
diger (geschickter) Arbeiter; die Wendung
we-nig: ein wenig (etwas, ein bisschen) - ein
wenig Angst haben - sich ein wenig fürch¬
ten - wenig (nicht viel) verdienen - zu we¬
nig; aber: das Zuwenig - zu wenige - eine
wenig befahrene Strecke - zu wenig Erfah¬
rung haben - wenig Schönes - ein wenig
schöner Anblick - einiges wenige - ein we¬
niges - das wenige - mit wenigem auskom-
men - nicht mehr und nicht weniger - das
wenigste - am wenigsten; die Wenigkeit:
meine Wenigkeit (ich); wenigstens (mindes¬
tens, jedenfalls)
wenn: ich komme, wenn (falls) du es
wünschst - wenn (sobald) du fertig bist,
fahren wir - wenn sie nur da wäre! - wenn
auch (obgleich); aber: das Wenn und das
Aber; wenngleich (obgleich); wennschon:
wennschon, dennschon
wer: wer kommt da? - wer alles - er ist wer (er
wird geachtet); der Werfall (Sprachlehre:
1. Fall, Nominativ)
werben: du wirbst, er warb, sie hat gewor¬
ben, wirb!; einen neuen Kunden werben
(gewinnen) - um die Liebe einer Frau wer¬
ben (sie zu gewinnen suchen); die Werbe¬
agentur; das Werbebüro; das Werbefern¬
sehen; der Werbefilm; der Werber; die
Werberin; der Werbeslogan; der Werbe¬
spot (Werbekurzfilm); der Werbetext; die
Werbetrommel: die Werbetrommel rühren
(kräftig werben, Reklame machen); werbe¬
wirksam; die Werbung; die Werbungskos¬
ten Mz.
werden: du wirst, er wurde, sie ist geworden,
werd(e)!; er wird schon noch kommen - sie
wird Verkäuferin - daraus wird nichts - es
wird zwölf Uhr - eine werdende Mutter -
es wird schon werden - er ist müde gewor¬
Werdegang
416
den; aber: es ist noch im Werden - das
Werden und Vergehen; der Werdegang: ihr
beruflicher Werdegang
werfen: du wirfst, er warf, sie hat geworfen,
wirf!; Steine werfen (schleudern) - der Baum
wirft Schatten - mit Geld um sich werfen -
sich auf eine neue Arbeit werfen (stürzen) -
ein Tier wirft (kriegt Junge) - die Flinte ins
Korn werfen (aufgeben); der Werfer; die
Werferin; der Wurf
Werft nieder!., die: -, -en (Schiffsbauanlage);
der Werftarbeiter
Werg, das: -(e)s (Flachs-, Hanfabfall) # Werk
Werk, das: -(e)s, -e; ein Werk (eine Arbeit)
vollenden - ans Werk! - an einem neuen
Werk (Buch, Bild o. Ä.) arbeiten - er tat ein
gutes Werk (eine gute Tat) - ein großes
Werk (eine Fabrik) bauen - das Werk
(Triebwerk) einer Uhr - zu Werke gehen
(vorgehen, verfahren); der/die Werkan¬
gehörige; die Werkbank; werkeigen; wer¬
ken: von früh bis spät werken (arbeiten);
das Werken (Werkunterricht); werkge¬
recht; werkgetreu; die Werkstatt; auch: die
Werkstätte; werkstattgepflegt; der Werk¬
stoff; das Werkstück; die Werkswoh¬
nung; der Werktag; werktäglich; werktags
(wochentags); aber: eines Werktags; werk¬
tätig; der/die Werktätige; der Werkunter¬
richt; das Werkzeug # Werg
Wermut, der: -(e)s, -s; einen guten Wermut
(weinhaltiges, bittersüßes Getränk) trinken
- ein Tropfen Wermut (etwas Bitteres, Bit¬
terkeit) trübt meine Freude; der Wer-
mut(s)tropfen
wert: das Auto ist nichts mehr wert - das ist
nicht der Rede wert - nichts (für) wert hal¬
ten, achten - keinen Schuss Pulver wert
sein (nichts taugen); der Wert: der Wert des
Hauses ist gering - im Wert steigen - große
Werte besitzen - einen Wert von einem
Messgerät ablesen - das hat für mich kei¬
nen Wert (keine Bedeutung) - auf etwas
Wert legen (es wichtig nehmen); die Wert¬
arbeit; wertbeständig; die Wertbeständig¬
keit; der Wertbrief; werten (beurteilen);
wertfrei; der Wertgegenstand; die Wertig¬
keit; wertlos; die Wertlosigkeit; wert¬
mäßig; das Wertpaket; die Wertpapiere
Mz. (Aktien, Pfandbriefe); die Wertsache;
wertschätzen (achten); die Wertschätzung;
der Wertstoff; das Wertstück; die Wertung;
das Werturteil; wertvoll; die Wertvorstel¬
lung; das Wertzeichen (Briefmarke); der
Wertzuwachs
wes: (wessen); wes Brot ich ess', des Lied ich
sing; der Wesfall (Sprachlehre: 2. Fall, Ge¬
nitiv); weshalb: weshalb (warum) schreibst
du nicht mehr?; wessen: wessen Haus ist
das? weswegen (warum)
Wesen, das: -s, -; ein freundliches Wesen
(eine freundliche Art) haben - das Wesen
(die Merkmale) einer Sache - ein höheres
Wesen (Fantasiewesen) - das kleine Wesen
(Kind) muss man gern haben - viel We-
sen(s) von etwas machen (einer Sache
große Bedeutung beimessen) - sein Wesen
treiben (Unfug machen) - ein einnehmen¬
des Wesen haben (habgierig sein); wesen¬
los; die Wesensart; wesensfremd; wesens¬
verwandt; der Wesenszug (Merkmal);
wesentlich: keine wesentlichen Fehler ma¬
chen; aber: im Wesentlichen (in der Haupt¬
sache) - das Wesentliche
Wespe, die: -, -n (bienenähnliches Insekt);
das Wespennest; der Wespenstich
Weste franz., die: -, -n (Kleidungsstück ohne
Ärmel); eine Weste über dem Hemd tragen;
die Westentasche
Westen (W), der: -s (Himmelsrichtung); nach
Westen blicken - der Westen Deutsch¬
lands; auch: West (W): Ost und West - das
Gewitter kommt von West; westdeutsch;
das Westend (Stadtteil); der Western (Wild¬
westfilm); Westeuropa; westeuropäisch;
westlich; die Westmächte Mz.; westwärts;
der Westwind
West fa len: -s (Teil des Bundeslandes Nord¬
rhein-Westfalen); der Westfale; die West¬
fälin; westfälisch: der westfälische Schin¬
ken; aber: die Westfälische Pforte
wetten: um zehn Mark wetten; wett: jetzt
sind wir wett (quitt); der Wettbewerb; wett¬
bewerbsfähig; die Wette: um die Wette lau¬
fen - eine Wette eingehen; der Wetteifer;
wetteifern; die Wettfahrt; der Wettkampf;
der Wettkämpfer; die Wettkämpferin; der
Wettlauf; Wettlaufen; wettmachen: eine
Niederlage wettmachen (ausgleichen);
Wettrennen; das Wettrennen; das Wett¬
spiel; der Wettstreit; Wettstreiten (konkur¬
rieren); das Wetttauchen; das Wettturnen
417
wie
Wetter, das: -s, schönes Wetter haben - um
gutes Wetter (gute Stimmung) bitten; die
Wetteraussichten Mz.; der Wetterbericht;
wetterbeständig; der Wetterdienst; wetter¬
empfindlich; die Wetterfahne; wetterfest;
wetterfühlig; die Wetterfühligkeit; der Wet¬
terhahn; die Wetterkarte; wetterleuchten;
das Wetterleuchten (das Aufleuchten ent¬
fernter Blitze, ohne dass man den Donner
hört); wettern (stürmen, donnern und blit¬
zen): es wettert den ganzen Tag - gegen die
hohen Steuern wettern (schimpfen); der
Wettersatellit; die Wetterscheide; die Wet¬
terstation; der Wettersturz; der Wetterum¬
schlag; die Wettervorhersage; die Wetter¬
warte; wetterwendisch (unbeständig, lau¬
nisch)
wetzen: du wetzt - er hat die Messer gewetzt
(scharf gemacht) - den Schnabel am Ast
wetzen - der Junge ist zur Schule gewetzt
(gelaufen)
Whirl-pool engl, [wörlpul], der: -s, -s (Wasser¬
becken mit sprudelndem Wasser)
Whisky engl, [wjski], der: -s, -s (Branntwein);
aber: der Whiskey (irischer Whisky)
Wich •se, die: -; Wichse (Prügel) bekommen -
Wichse (Putzmittel für die Schuhe) kaufen;
wichsen: die Schuhe wichsen (polieren)
Wjcht, der: -(e)s, -e (Zwerg, kleiner Kerl); das
Wichtelmännchen (Zwerg, Kobold)
wjchtig: eine wichtige (bedeutende) Aufgabe
- wichtig sein (Bedeutung haben) - etwas
wichtig nehmen - sich wichtig machen
(sich aufspielen); aber: alles Wichtige -
nichts, etwas Wichtiges; die Wichtigkeit;
der Wichtigtuer; die Wichtigtuerei; die
Wichtigtuerin; wichtigtuerisch (prahlerisch)
Wj cke: d ie: -, -n (Pflanze)
wickeln: ein Seil auf eine Rolle wickeln - ein
Baby wickeln (in frische Windeln wickeln)
- sich in eine Decke wickeln (einpacken);
der Wickel: einen kalten Wickel (Um¬
schlag) machen - jemanden beim Wickel
nehmen (ihn festhalten); das Wickelkind
(Säugling); das Wickelkissen; die Wicklung
Wjdder, der: -s, - (männliches Schaf, Stern¬
bild)
wider: wider (gegen) meinen Willen - wider
Erwarten - wider den Befehl (entgegen
dem Befehl) handeln - für und wider; aber:
das Für und Wider (das Dafür und das Da¬
gegen); widerborstig (widerspenstig); wi¬
dereinander (gegeneinander); widerfahren
(zustoßen, geschehen); der Widerhaken;
der Widerhall (Echo); widerhallen; wider¬
legen; die Widerlegung; widerlich: ein wi¬
derlicher (abscheulicher) Kerl; die Wider¬
lichkeit; widernatürlich (abartig); die
Widernatürlichkeit; der Widerpart (Geg¬
ner); widerrechtlich (gesetzwidrig); die Wi¬
derrede (Widerspruch); der Widerrist (vor¬
derster Rücken- und unterster Nackenteil
bei Huf- und Horntieren); der Widerruf
(Zurücknahme): bis auf Widerruf; widerru¬
fen; die Widerrufung; der Widersacher
(persönlicher Gegner); der Widerschein
(Spiegelung); sich widersetzen; widersetz¬
lich; widersinnig (unverständlich, abwe¬
gig); widerspenstig (störrisch); die Wider¬
spenstigkeit (Trotz); widerspiegeln; wider¬
sprechen; der Widerspruch (Einspruch);
widersprüchlich (gegensätzlich); die Wi¬
dersprüchlichkeit; widerspruchsfrei; wider¬
spruchslos (ohne Widerspruch); wider¬
spruchsvoll; der Widerstand: Widerstand
leisten (sich widersetzen); widerstands¬
fähig; der Widerstandskämpfer; die Wider¬
standskämpferin; die Widerstandskraft; wi¬
derstandslos (kampflos); widerstehen;
widerstreben (zuwider sein); der Wider¬
streit; widerwärtig (ekelhaft); die Wider¬
wärtigkeit; der Widerwille (Abscheu); wi¬
derwillig (ungern); die Widerwilligkeit; die
Widerworte Mz. # wieder
wjd-men: sich ganz seiner Arbeit widmen
(zuwenden) - jemandem sein Buch wid¬
men (aus Verehrung zueignen, schenken);
die Widmung
widrig: widrige (unglückliche) Umstände -
in widrigen (ungünstigen) Verhältnissen le¬
ben; widrigenfalls; die Widrigkeit: mit vie¬
len Widrigkeiten (Problemen, Schwierig¬
keiten) im Leben zu kämpfen haben
wie: wie alt ist er? wie (auf welche Weise)
machst du das? - wie herrlich! - wie lange
bleibst du? - wie wenig - wie oft - er macht
es so wie ich; aber: sowie (sobald) sie
kommt - wie viel - wie sehr - wie auch im¬
mer - so lange wie - Knaben wie (ebenso
wie) Mädchen - ich merkte nicht, wie er
verschwand; aber: auf das Wie kommt es
an - nicht das Was, sondern das Wie ist
wieso
418
entscheidend; wieso (warum); wievielmal;
aber: wie viele Male; wieweit (inwieweit,
in welchem Umfang); aber: wie weit ist es
bis zum Bahnhof?; wiewohl (obgleich, ob¬
schon)
wieder: wieder (noch einmal) kommen - hin
und wieder (manchmal) - immer wieder -
für nichts und wieder nichts - ich bin
gleich wieder da - wieder aufbereiten -
wieder beleben - wieder entdecken - wie¬
der finden - wieder geboren - wieder gut¬
machen - wieder sehen - wieder ver¬
wenden; der Wiederanpfiff; der Wieder¬
aufbau; die Wiederaufführung; die Wie¬
deraufnahme; die Wiederbegegnung; der
Wiederbeginn; wiederbekommen (zurück¬
bekommen); aber: etwas wieder (erneut,
nochmals) bekommen; die Wiederbele¬
bung; der Wiedereintritt; die Wiederent¬
deckung; die Wiedererlangung; die
Wiedereröffnung; wiedererstatten (zu¬
rückzahlen); die Wiedererstattung; die
Wiedergabe; wiedergeben; die Wiederge¬
burt; wiedergewinnen; die Wiedergutma¬
chung; wiederherstellen; die Wiederher¬
stellung; wiederholen (erneut sagen); aber:
etwas wieder holen; wiederholt (mehrfach);
die Wiederholung; das Wiederholungs¬
spiel; das Wiederhören: auf Wiederhören!;
die Wiederinstandsetzung; Wiederkauen;
der Wiederkäuer; die Wiederkehr (Rück¬
kehr); wiederkehren; wiederkommen; das
Wiedersehen: Auf Wiedersehen sagen;
auch: auf Wiedersehen sagen; wiederum;
die Wiedervereinigung; der Wiederverkäu¬
fer; die Wiederverwendung; die Wieder¬
verwertung; die Wiederwahl # wider
wiegen: du wiegst, er wiegte, sie hat gewiegt,
wieg(e)! ein Kind in seinen Armen wiegen
(schaukeln, hin- und herbewegen) - sich in
den Hüften wiegen - den Kopf wiegen - er
wiegt sich in der Hoffnung (er hofft es); die
Wiege: von der Wiege bis zur Bahre (das
ganze Leben hindurch); das Wiegenfest
(Geburtstag); das Wiegenlied
wie-gen: du wiegst, er wog, sie hat gewogen
wieg(e)! (messen, feststellen); eine Tüte
Obst wiegen - er wiegt 80 Kilogramm -
seine Bedenken wiegen schwer (sind ernst
zu nehmen)
wiehern: das Pferd wieherte (gab laute, helle
Töne von sich) - ein wieherndes Gelächter
Wiese, die: -, -n (Grasfläche); die Wiesen¬
blume; der Wiesengrund
Wiesel, das: -s, - (kleines Raubtier); flink wie
ein Wiesel sein; wieselflink; wieselschnell
Wjg-wam indian., der: -s, -s (Indianerzelt)
Wikinger, der: -s, - (Normanne); die Wikin¬
gersage
wjld: wilder, am wildesten; wilde (in der
freien Natur wachsende) Pflanzen - eine
wilde (stürmische) Rauferei - sich wild (un¬
bändig, flegelhaft) aufführen - ganz wild
(versessen) sein auf etwas - ein wildes (pri¬
mitives) Volk - ein wild lebendes Tier -
halb so wild (nicht so schlimm) - ein wilder
(nicht genehmigter) Streik - wild wachsen¬
der Wein - wilder Wein; aber: der Wilde
Westen - sich wie ein Wilder aufführen;
das Wild; der Wildbach; die Wildbahn
(Jagdbereich]; das Wildbret (Fleisch eines
erlegten Wildes); der Wilddieb; die Wild¬
ente; die Wilderei; der Wilderer; wildern
(ohne Berechtigung jagen); der Wildfang
(sehr lebhaftes Kind); wjldfremd; die Wild¬
gans; das Wildgatter (Zaun in Wildgehe¬
gen); die Wildheit; der Wildhüter; das
Wildleder; die Wildnis, die Wildnisse;
wildreich; der Wildschaden; das Wild¬
schwein; der Wildwechsel; der Wildwest¬
film; der Wildwuchs; der Wildzaun
Wjl-Ie, der: -ns, -n; seinen Willen (Vorsatz,
festen Wunsch) durchsetzen - beim besten
Willen - auf seinem Willen bestehen -
guten Willens sein - einen eisernen Willen
haben - wider Willen - der letzte Wille (Tes¬
tament) - jemandem zu Willen sein (sich
ihm hingeben) - des Menschen Wille ist
sein Himmelreich; auch: der Willen; wil¬
len: um des lieben Friedens willen; ...wil¬
len: um meinetwillen - um seinetwillen -
um euretwillen; willenlos (nachgiebig); die
Willenlosigkeit; willens: willens sein (be¬
absichtigen, bereit sein) - sie ist nicht wil¬
lens das zu dulden; die Willensbildung; die
Willenskraft; willensschwach (nachgiebig);
die Willensschwäche; willensstark; die
Willensstärke; willentlich (absichtlich);
willfahren; willfährig (gefügig); die Will¬
fährigkeit; willig (folgsam); ...willig: ar¬
beitswillig - böswillig - eigenwillig - mut¬
willig - unwillig - widerwillig
419
wirbeln
willkommen: herzlich willkommen! - eine
willkommene (erwünschte) Abwechslung -
willkommen heißen - dein Besuch ist mir
willkommen (er passt mir); das/der Will¬
kommen (freundliche Begrüßung); auch:
der Willkomm; der Willkommensgruß
Wjll'kür, die: - (Selbstherrlichkeit); der Will¬
kürakt; die Willkürherrschaft; willkürlich;
die Willkürmaßnahmen Mz.
wjmmeln: es wimmelt (alles ist erfüllt) von
Ameisen - auf dem Platz wimmelte es von
Menschen
wjm-mern: man hört im Zimmer ein Baby
wimmern (leise weinen, jammern); aber:
ein leises Wimmern
Wjm-pel, der: -s, - (kleine dreieckige Fahne)
Wjmper, die: -n (Haar am Rand des Au¬
genlids); lange Wimpern haben - ohne mit
der Wimper zu zucken (ohne Bedenken);
die Wimperntusche
Wjnd, der: -(e)s, -e; der Wind weht von Ost -
in alle Winde (Gegenden) zerstreut sein -
frischer Wind (neuer Schwung) - wie der
Wind (sehr schnell) - Wind machen (prah¬
len) - von etwas Wind bekommen (von et¬
was erfahren) - den Mantel nach dem
Winde hängen (sich der jeweils herrschen¬
den Meinung anpassen) - etwas in den
Wind schlagen (etwas nicht beachten) - et¬
was in den Wind schreiben (etwas als ver¬
loren ansehen) - wer Wind sät, wird Sturm
ernten; der Windbeutel (leichtsinniger
Mensch, Gebäck); die Windbö(e); der
Windbruch; Windeseile: in Windeseile;
der Windfang (kleiner Vorraum mit Türe);
windgeschützt; der Windhauch; die Wind¬
hose (Luftwirbel); der Windhund; windig
(luftig, zweifelhaft); die Windjacke; Wind¬
jammer (Segelschiff); der Windkanal; der
Windmesser; die Windmühle; die Wind¬
pocken Mz. (Kinderkrankheit); das Wind¬
rad; die Windrichtung; die Windrose
(Kompassscheibe); der Windsack (Gerät
zum Messen der Windrichtung und
-stärke); die Windsbraut (früher: heftiger
Wind); der Windschatten; windschief;
windschlüpfig; die Windschutzscheibe;
die Windstärke; windstill; die Windstille;
windsurfen [windsörfen]; das Windsurfing
Wjndel, die: -, -n (Wickeltuch für Kleinkin¬
der); das Baby in Windeln wickeln; windel¬
weich: jemanden windelweich schlagen
(heftig verprügeln)
winden: du windest, er wand, sie hat gewun¬
den, wind(e)!; einen Draht um etwas win¬
den (wickeln) - einen Kranz winden - sich
vor Schmerzen winden (krümmen) - auf
gewundenen (kurvenreichen) Wegen - sich
winden (sich einer Lage entziehen wollen);
die Winde (Hebe- und Senkvorrichtung,
Kletterpflanze); die Windung (Biegung)
Wjnkel, der: -s, -; ein Winkel von 60° - er
steht im toten Winkel (im nicht einsehba¬
ren Bereich) - im Winkel (in der Ecke) des
Zimmers - sich in einen Winkel verkrie¬
chen; wink(e)lig; das Winkelmaß; der Win¬
kelmesser; die Winkelzüge Mz. (geschick¬
tes Vorgehen)
wjnken: zum Abschied winken - dafür winkt
eine Belohnung (ist eine Belohnung zu er¬
warten); der Wink (versteckter Rat, Hin¬
weis): der Wink mit dem Zaunpfahl (eine
deutliche Anspielung); der Winker
winseln: wie ein Hund winseln (jammern) -
um Gnade winseln; die Winselei
Wjn-ter, der: -s, - (die kalte Jahreszeit); der
Winterabend; der Winteranfang; winter¬
fest; der Wintergarten; das Winterhalb¬
jahr; winterlich; der Wintermonat; win¬
tern: es wintert (es wird Winter); das
Winterquartier; der Winterreifen; winters:
winters wie sommers geht er spazieren; die
Wintersaat; der Winterschlaf; der Winter¬
schlussverkauf; der Wintersport; winter¬
tauglich; die Wintertauglichkeit; die Win¬
terzeit
Wjn •zer, der: -s, - (Weinbergbesitzer); die
Winzerin
wjn-zig: ein winziges (sehr kleines) Loch - ein
winziges bisschen; die Winzigkeit; der
Winzling
Wjp-fel, der: -s, - (Baumkrone, Gipfel eines
Baumes)
Wjp-pe, die: -, -n (kippbarer Balken mit Sitzen
als Schaukel); wippen
wir: wir alle - wir beide - wir armen Leute -
wir Kinder - wir Deutsche(n)
Wjrbel, der: -s, -; sich einen Wirbel (Kno¬
chen der Wirbelsäule) brechen - die Wir¬
bel (Strudel) eines Flusses - einen großen
Wirbel (großes Aufsehen) machen; wirbe¬
lig; wirbeln: Blätter wirbeln (fliegen) im
X >■ N
Wirbelsäule
420
T
U
V
w
X
Y
Wind; die Wirbelsäule (Rückgrat); der Wir¬
belsturm; das Wirbeltier; der Wirbelwind
wjr-ken: Wunder wirken (vollbringen) - die
Medizin wirkt schnell - die Vorhänge wir¬
ken in diesem Raum nicht (kommen nicht
zur Geltung) - als Priester wirken (tätig
sein) - die Musik auf sich wirken lassen -
Textilien wirken (durch Verschlingen der
Fäden hersteilen); die Wirkkraft; wirksam;
die Wirksamkeit; der Wirkstoff; die Wir¬
kung; der Wirkungsbereich; der Wirkungs¬
kreis; wirkungslos; die Wirkungslosigkeit;
die Wirkungsstätte; wirkungsvoll; die Wir¬
kungsweise; die Wirkwaren Mz. (gewirkte
Waren)
wjrklich: bist du wirklich (tatsächlich) krank?
- da bin ich aber wirklich (sehr) gespannt -
er ist ein wirklicher (echter) Freund - wirk¬
lich (ganz bestimmt)!; die Wirklichkeit; die
Wirklichkeitsform; wirklichkeitsfremd;
wirklichkeitsgetreu; wirklichkeitsnah; der
Wirklichkeitssinn
wjrr: wirrer, am wirrsten; wirres (unverständli¬
ches) Zeug reden - wirre (ungeordnete)
Gedanken; die Wirren Mz. (Unruhen); die
Wirrheit; der Wirrkopf; die Wirrnis (Un¬
ordnung); der Wirrwarr (großes Durchei¬
nander)
wjrsch: wirsch (schroff, zornig) sein
Wjrsing ital., der: -s (Kohlart); der Wirsing¬
kohl
Wjrt, der: -(e)s, -e (Gastwirt); die Wirtin; wirt¬
lich (für Gäste angenehm); die Wirtschaft:
in die Wirtschaft (das Gasthaus) gehen - je¬
mandem die Wirtschaft (den Haushalt)
führen - die Wirtschaft (Volkswirtschaft) ei¬
nes Staates - das ist ja eine schöne Wirt¬
schaft (Unordnung)!; wirtschaften (haus-
halten); die Wirtschafterin; wirtschaftlich:
eine wirtschaftliche (sparsame) Hausfrau -
er ist in wirtschaftlichen (finanziellen)
Schwierigkeiten; die Wirtschaftlichkeit;
das Wirtschaftsabkommen; das Wirt¬
schaftsgeld; die Wirtschaftskrise; die Wirt¬
schaftslage; die Wirtschaftsreform; das
Wirtschaftswunder; der Wirtschaftszweig;
das Wirtshaus (einfache Gaststätte); die
Wirtsleute Mz.
wjschen: den Staub vom Schrank wischen -
sich den Mund wischen - jemandem eine
wischen (ihn ohrfeigen); der Wisch (wertlo¬
ses Schriftstück); der Wischer; wischfest;
das Wischiwaschi (Geschwätz); der Wisch¬
lappen; das Wischtuch
Wisent, der: -s, -e (Wildrind)
wjspern: (leise sprechen, flüstern)
wjs-sen: du weißt, er wusste, sie hat gewusst,
wisse!; sie weiß viel - er weiß nicht, was
das zu bedeuten hat - er wüsste gern - Be¬
scheid wissen - jemandem etwas wissen
lassen (ihn informieren) - von jemandem
nichts mehrxwissen wollen (kein Interesse
mehr an ihm haben) - es wissen wollen
(seine Fähigkeiten beweisen wollen) - was
ich nicht weiß, macht mich nicht heiß;
die Wissbegier; auch: die Wissbegierde
(Lerneifer); wissbegierig; das Wissen:
meines Wissens (soweit ich informiert bin)
- wider besseres Wissen - ohne mein
Wissen - nach bestem Wissen und Gewis¬
sen; die Wissenschaft; der Wissenschaft¬
ler; die Wissenschaftlerin; wissenschaft¬
lich; der Wissensdrang; der Wissens¬
durst; wissensdurstig; das Wissens¬
gebiet; die Wissenslücke; der Wissens¬
stand; wissenswert; wissentlich (absicht¬
lich)
wjttern: (riechen, ahnen); die Witterung: der
Hund nahm Witterung (den vom Wild
wahrnehmbaren Geruch) auf - eine nass¬
kalte Witterung (Wetter); witterungsbe¬
dingt; der Witterungsumschlag; die Witte¬
rungsverhältnisse Mz.
Wjt •we, die: -n (Frau, deren Ehemann ver¬
storben ist); die Witwenrente; das Witwen¬
tum; der Witwer; das Witwertum
Wjtz, der: -es, -e; Witze erzählen - Witze
(Scherze) machen - er erzählt mit viel
Witz (Geist); das Witzblatt; der Witzbold
(Spaßvogel); die Witzelei; witzeln (scher¬
zen, spotten); die Witzfigur; witzig (lustig
und einfallsreich); witzlos
WM = Weltmeisterschaft
wo: wo (an welchem Ort) ist er? - wo die
Sonne scheint - ach wo! - wo immer; das
Wo: das Wo interessiert mich; woanders
(an einem anderen Ort); aber: wo anders
(wo sonst) als hier könnte er sein; woan¬
dershin; wobei; wodurch; wofern; wofür;
wogegen; woher; woherum; wohin; wo-
hinauf; wohinaus; wohinein; wohingegen;
wohjnter; wohinunter; womjt (wie); wo-
421
wollen
möglich: womöglich (vielleicht) kommst du
nicht; wonach; woran; worauf; woraufhjn;
woraus; worm; worüber; worum; wor¬
unter; wovon; wovor; wozu
Woche, die: -n (Zeitraum von sieben Ta¬
gen); Woche für Woche - im Laufe der Wo¬
che - in zwei Wochen - nächste Woche;
aber: die Grüne Woche; das Wochenbett
(Kindbett); das Wochenblatt; das Wochen¬
ende; das Wochenendhaus; wochenlang;
aber: drei Wochen lang; der Wochenlohn;
der Wochenmarkt; die Wochenstunde; der
Wochentag; wochentags; wöchentlich
(jede Woche); wochenweise; die Wochen¬
zeitung; ...wöchig: ein dreiwöchiger Lehr¬
gang; die Wöchnerin (Frau im Kindbett)
Wodka: russ., der: -s, -s (Kartoffelschnaps)
Woge; die: -, -n; er versank in den Wogen
(Wellen) des Meeres - die Wogen der Be¬
geisterung; wogen (Wellen bilden): die wo¬
gende See - eine wogende Menge; der Wo¬
genschlag
wohl: wohler, am wohlsten; auch: besser, am
besten; mir ist wohl (behaglich, wohlig) -
ich bin wohl - es tut ihm wohl (gut) - ist
ihm nun wohler? - er ist wohl (vermutlich)
nicht gut aufgelegt - es ist wohl (ungefähr)
eine Woche her - wohl oder übel (ob man
will oder nicht) - ich sehe dich sehr wohl
(genau) - lebe wohl! - wohl bekomms! -
sich wohl befinden - sich wohl fühlen -
ein wohl durchdachter Plan - ein wohl ge¬
meinter Rat - das ist wohl überlegt - er ist
wohl unterrichtet - es wird ihm wohl er¬
gehen - sie sollten sich das wohl überle¬
gen - es wird ihm wohl tun (angenehm
sein) - jemandem wohl wollen; das Wohl:
sich um das Wohl (Wohlergehen) der Gäs¬
te sorgen - auf dein Wohl! - zum
Wohl(e)! - das Wohl und Wehe (Schick¬
sal) der Menschen; wohlan (nun denn)!;
wohlauf: wohlauf (gesund) sein; wohlan¬
ständig; das Wohlbefinden; das Wohlbe¬
hagen; wohlbehalten: kehre wohlbehal¬
ten wieder zurück!; das Wohlergehen;
wohlerzogen; die Wohlfahrt; der Wohl¬
fahrtsstaat; wohlfeil: eine wohlfeile (bil¬
lige) Ware; das Wohlgefallen: sich in
Wohlgefallen (in nichts) auflösen; wohlge¬
fällig; wphlgemerkt; wohlgemut (heiter,
fröhlich); wohlgenährt; wohlgeraten; der
Wohlgeruch; der Wohlgeschmack; wohl¬
gesinnt; wohlhabend; die Wohlhabenheit;
wohlig (behaglich); der Wohlklang; wohl¬
klingend; der Wohllaut; das Wohlleben;
wohlriechend; wohlschmeckend; das
Wohlsein: zum Wohlsein!; der Wohl¬
stand; die Wohlstandsgesellschaft; der
Wohlstandsmüll; die Wohltat; der Wohl¬
täter; die Wohltäterin; wohltätig; die
Wohltätigkeit; wohltuend; wohlverdient;
wohlweislich (klugerweise); das Wohl¬
wollen; wohlwollend
wohnen: er wohnt in der Stadt - zur Miete
wohnen; der Wohnbau; der Wohnblock;
die Wohndiele; die Wohnfläche; das
Wohngebiet; die Wohngegend; wohnhaft
(ansässig); das Wohnhaus; das Wohnheim;
wohnlich (behaglich); die Wohnlichkeit;
der Wohnort; der Wohnraum; der Wohn¬
sitz; die Wohnung; das Wohnungsamt; die
Wohnungseinrichtung; wohnungslos; die
Wohnungsnot; die Wohnungssuche; der/
die Wohnungssuchende; das Wohnviertel;
der Wohnwagen; das Wohnzimmer
wölben: eine Brücke wölbt sich über den
Fluss; die Wölbung (Rundung, Bauch, Kup¬
pel)
Wolf, der: -(e)s, Wölfe (in Rudeln lebendes
Raubtier); heulende Wölfe - jemanden
durch den Wolf drehen (ihm hart zusetzen)
- mit den Wölfen heulen (sich der Mehrheit
anschließen) - unter die Wölfe geraten sein
(rücksichtslos übervorteilt werden); die
Wölfin; wölfisch (grausam); der Wolfs¬
hund; der Wolfshunger (starker Hunger);
die Wolfsmilch (Pflanze); das Wolfsrudel
Wolfram (W), das: -s (Schwermetall, chemi¬
scher Grundstoff)
Wolke, d ie: -, -n; Wolken ziehen am Himmel
- aus allen Wolken fallen (sehr überrascht
sein) - in den Wolken schweben (ein Träu¬
mer sein); das Wölkchen; der Wolken¬
bruch (Regenschauer); die Wolkendecke;
der Wolkenkratzer (Hochhaus); das Wöl¬
kenkuckucksheim (Luftschloss, Traum¬
reich); wolkenlos; die Wolkenwand; wol¬
kig (bedeckt, bewölkt, verhangen)
Wolle, d ie: -; einen Pullover aus Wolle
stricken - sich in die Wolle geraten/kriegen
(miteinander Streit bekommen); die Woll¬
decke; wollen (aus Wolle): ein wollenes
T
U
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Wj
X >■ N
wollig
422
Kleid; wollig; das Wollknäuel; der Wolllap-
pen; der Wollstoff; das Wolltuch; die Woll-
waren Mz.
wollen: du willst, er wollte, sie hat gewollt,
wolle!; willst (magst) du mitkommen? -
hier ist nichts zu wollen (hier nützt alles
nichts) - sein Recht wollen (fordern) - wohl
wollen (gesinnt sein) - er will verreisen (er
beabsichtigt es) - zu wem wollen Sie (wen
möchten Sie sprechen)? - wir wollen sehen
(warten wir ab) - sie ist gewollt (gezwun¬
gen) freundlich
Wol lust, d ie: -, Wollüste (sinnlicher Genuss,
Entzücken); wollüstig (sinnlich, lüstern)
Wonne, die: -, -n; (großes Lustgefühl, Ge¬
nuss); es ist eine wahre Wonne ihr zuzuse¬
hen; wonnevoll (von tiefer Freude erfüllt);
wonnig
World cup: engl, [wörldkap], der: -s, -s (Welt¬
meisterschaft)
Wort, das: -(e)s, -e/Wörter; Wörter (einzelne
Wörter) falsch schreiben - dies waren ihre
letzten Worte (Äußerungen) - geflügelte
(oft zitierte) Worte - mir fehlen die Worte -
der Hund gehorcht aufs Wort - etwas Wort
für Wort lesen - Wort halten (sein Verspre¬
chen halten) - nicht viele Worte machen
(nicht viel reden) - das große Wort führen
(prahlen) - einer Sache das Wort reden
(sich für etwas einsetzen) - jemandem ins
Wort fallen (ihn in seiner Rede unterbre¬
chen); die Wortart; die Wortbedeutung;
die Wortbildung; der Wortbruch (Bruch ei¬
nes Versprechens); wortbrüchig (untreu);
das Wörtchen; das Wörterbuch; die Wort¬
familie; das Wortfeld; die Wortfügung (Re¬
dewendung); der Wortführer (Sprecher);
das Wortgefecht; das Wortgeklingel; das
Wortgeplänkel; wortgetreu (wörtlich);
wortgewaltig; wortgewandt; wortkarg
(schweigsam); die Wortklauberei (Haar¬
spalterei); der Wortlaut (wortgetreuer Text);
das Wörtlein; wörtlich: die wörtliche
Rede; wortlos; die Wortmeldung; wort¬
reich; der Wortreichtum; der Wortschatz
(Gesamtheit der Wörter einer Sprache); der
Wortsinn; das Wortspiel; der Wortstamm;
die Wortwahl; der Wortwechsel (Streit mit
Worten); wortwörtlich (Wort für Wort)
Wrack, das: -(e)s, -s/-e (gestrandetes oder al¬
tes Schiff); er ist nur noch ein Wrack (ein
körperlich verbrauchter Mensch)
wringen: du wringst, er wrang, sie hat ge¬
wrungen, wring(e)!; Wäsche wringen (aus¬
pressen)
Wucher, der: -s (zu hoher Preis, zu hohe Zin¬
sen); Wucher treiben (zu hohen Gewinn er¬
zielen); die Wucherei; der Wucherer (je¬
mand, der zu hohe Zinsen bzw. zu viel
Geld verlangt); wuchern: er wuchert (treibt
Wucher) - wuchernde (üppig wachsende)
Pflanzen - %mit seinem Pfunde wuchern
(seine Begabung voll einsetzen); der Wu¬
cherpreis; das Wuchertum; die Wuche¬
rung (Geschwulst); die Wucherzinsen Mz.
Wuchs, der: -es; der Wuchs (das Wachstum)
der Pflanzen - er ist von hohem Wuchs
(von hoher Gestalt); ...wüchsig: halb¬
wüchsig - kleinwüchsig
Wucht, d ie: mit großer Wucht (Kraft) zu¬
schlagen - er fiel mit voller Wucht (mit sei¬
nem ganzen Gewicht) hin; wuchten: einen
Sack auf den Wagen wuchten (mit Anstren¬
gung heben); wuchtig: wuchtige (schwere)
Möbel - ein wuchtiger (kraftvoller) Schlag;
die Wuchtigkeit
wühlen: er wühlt (gräbt) in der Erde - in sei¬
nen Papieren wühlen (stöbern, suchen) -
der Hunger wühlt in mir; die Wühlarbeit;
die Wühlerei; die Wühlmaus
Wulst, der/die: -(e)s, Wülste (längliche Ver¬
dickung); wulstig
wum mern: es wummert (dröhnt dumpf);
wumm!
wund: wund (aufgescheuert, entzündet) sein
- er läuft sich die Füße wund - sich den
Mund wund reden - sich wund liegen (im,
Krankenbett) - ein wunder Punkt (eine Sa¬
che, von der man nicht gerne spricht); die
Wundbehandlung; der Wundbrand (Ent¬
zündung einer Wunde); die Wunde (Verlet¬
zung); das Wundfieber; das Wundmal, die
Wundmale; das Wundpflaster; der Wund¬
starrkrampf; der Wundverband
Wunder, das: -s, -; ein Wunder vollbringen -
wie durch ein Wunder wurde er gerettet -
ein Wunder der Technik - kein Wunder! -
sein blaues Wunder erleben (eine große
Überraschung erleben) - sich Wunder was
(etwas Besonderes) einbilden - er glaubt,
Wunder was er geleistet hat; wunderbar;
aber: es grenzt ans Wunderbare; wunderba-
423
wutverzerrt
rerweise; der Wunderheiler; die Wunder¬
heilerin; wunderhübsch; das Wunderkind;
wunderlich: wunderlich (sonderbar, schrul¬
lig) werden; die Wunderlichkeit; das Wun¬
dermittel; wundern: sich über etwas wun¬
dern (staunen) - es wundert mich, dass du
kommst; wundernehmen: es nimmt mich
wunder (es erstaunt mich); wundersam;
wunderschön; wundervoll; das Wunder¬
werk
wünschen: jemandem Glück wünschen -
sich zu Weihnachten etwas wünschen -
ich wünsche nicht gestört zu werden; der
Wunsch, die Wünsche; das Wunschbild;
das Wunschdenken; die Wünschelrute;
wünschenswert; wunschgemäß; das
Wunschkind (ersehntes Kind); das Wunsch¬
konzert; die Wunschliste; wunschlos; der
Wunschtraum; der Wunschzettel
Würde, die: -, -n; die Würde (das Ansehen)
eines Menschen verletzen - er erträgt die
Schmerzen mit Würde (Haltung, Fassung) -
höchste Würden (Ämter) erreichen -
Würde bringt Bürde; würdelos; die Wür¬
delosigkeit; der Würdenträger; würdevoll
(feierlich); würdig; würdigen (anerkennen,
schätzen, loben): jemanden keines Blickes
würdigen; die Würdigkeit; die Würdigung
Wurf, der: -(e)s, Würfe; ein Wurf von 50 Me¬
tern - sein neuer Film ist ein großer Wurf
(Erfolg) - auf einen Wurf (auf einmal) - ein
Wurf junger Katzen; die Wurfbahn; das
Wurfgeschoss; die Wurfsendung; der Wurf¬
speer; der Wurfspieß
Würfel, der: -s, - (Körper mit sechs gleichen
quadratischen Seiten, Spielstein zum Wür¬
felspiel); der Würfelbecher; würfelförmig;
würf(e)lig; würfeln: eine Fünf würfeln; das
Würfelspiel; der Würfelzucker
würgen: jemanden am Hals würgen (ihm die
Kehle zusammendrücken) - an einem Essen
würgen (schwer schlucken); aber: mit Hän¬
gen und Würgen (mit knapper Not); der
Würgegriff; die Würgemale Mz.; der Wür¬
ger
Wurm, der: -(e)s, Würmer (Tier ohne Glied¬
maßen); Würmer haben (an einer Wurm¬
krankheit leiden) - jemandem die Würmer
aus der Nase ziehen (ihm etwas durch Fra¬
gen entlocken); das Wurm (das arme Kind,
das arme Geschöpf); das Würmchen; wur¬
men: das wurmt (ärgert) mich fürchterlich;
wurmig; die Wurmkrankheit; der Wurm¬
stich; wurmstichig
Wurst, d ie: -, Würste; Wurst essen - das ist
mir Wurst (Wurscht) (das ist mir gleichgül¬
tig) - es geht um die Wurst (um die Ent¬
scheidung); das Wurstbrot; die Würstchen¬
bude; die Wurstelei; wursteln (langsam
und unüberlegt arbeiten); wursten (Wurst
machen); wurstig (gleichgültig); die Wurs¬
tigkeit; der Wurstsalat; die Wurstwaren
Mz.; der Wurstzipfel
Württemberg: -s (Teil des Bundeslandes
Baden-Württemberg); der Württemberger;
die Württembergerin; württembergisch
Wurzel, die: -, -n; die Wurzeln eines Baumes
- das ist die Wurzel (der Ursprung) des
Übels - ein Übel an der Wurzel packen
(von Grund auf beseitigen wollen) - Wur¬
zeln schlagen (sesshaft werden); die
Wurzelbürste; das Würzelchen, die Wur¬
zelknolle; wurzellos; wurzeln: in der Erde
wurzeln; der Wurzelstock; das Wurzel¬
werk; das Wurzelziehen
würzen: die Speisen würzen (schmackhaft
machen) - eine Sache würzen (sie interes¬
sant, witzig machen); die Würze (Ge¬
schmack, Geist); würzig: eine würzige
(kräftige, anregende) Waldluft
wuschelig: wuscheliges (lockiges) Haar;
auch: wuschlig; das Wuschelhaar; der Wu-
schelkopf
Wust, der: -(e)s (wüstes Durcheinander, unge¬
ordneter Haufen)
Wüste, die: -, -n (trockenes, mit Sand be¬
decktes Gebiet); jemanden in die Wüste
schicken (ihn entlassen); wüst: eine wüste
(trostlose) Gegend - eine wüste (sehr
große) Unordnung - jemanden wüst (wild)
beschimpfen; wüsten (verschwenderisch
umgehen); die Wüstenei (öde Gegend); der
Wüstensand; der Wüstling (ausschweifend
lebender Mensch)
Wut, die: -; in Wut (maßlosen Zorn) geraten -
sie war rot vor Wut - vor Wut schäumen;
der Wutanfall; der Wutausbruch; wüten
(rasen, stürmen); wütend: wütend sein
(sich ärgern); wutentbrannt (sehr wütend);
der Wüterich (unbeherrschter, grausamer
Mensch); das Wutgeheul; wutschnaubend;
wutverzerrt
T
U
V
X >- N
X
424
X
X: (römisches Zeichen für die Zahl 10)
X [jks], das: der Buchstabe X - ein X - ein
Herr X (ein Herr mit unbekannntem Na¬
men); aber: das x in Hexe - jemandem ein
X für ein U vormachen (ihn täuschen)
x-Ach •se, die: -, -n (waagerechte Achse im
Koordinatensystem, Abszissenachse)
Xanthjppe, die: -n (Frau des Philosophen
Sokrates, streitsüchtige Frau)
X-Beine Mz., die: X-beinig; auch: x-beinig
x-beliebig: ein x-beliebiges Beispiel - jeder
x-Beliebige (irgendeiner)-etwas x-Beliebiges
x-fach: das x-fache
X-förmig: X-förmige Beine haben; auch: x-
förmig
x-mal: er hat schon x-mal gefehlt - x-mal an-
rufen - zum x-ten Mal(e)
X-Strahlen Mz., die: - (Röntgenstrahlen)
Xylophon griech., das: -s, -e (mit Hämmer¬
chen geschlagenes Musikinstrument)
Y
Y [üpsilon], das: -, - (Buchstabe); der Buch¬
stabe Y; aber: das y in Babylon
y-Ach •se, die: -, -n (senkrechte Achse im Ko¬
ordinatensystem, Ordinatenachse)
Yacht, die: -, -en; —► Jacht
Yan-kee amerik. [jänki], der: -s, -s (Spitzname
für den Bürger in den USA); der Yankee
Doodle [jänkidudel] (amerikanisches Na¬
tionallied)
Yard engl, [jart], das: -s, -s (englisches und
amerikanisches Längenmaß)
Yen: jap. [jen], der: -(s), -(s) (japanische
Währungseinheit)
Yo-ga [joga], das/der: -(s); -► Joga
Yp-sMon (Y) griech. [üpsilon], das: -(s), -s
(griechischer Buchstabe)
z
Zacke, die: -, -n; auch: der Zacken: die
Zacken (Spitzen) einer Krone - einen
Zacken drauf haben (sehr schnell fahren) -
ihm fällt kein Zacken aus der Krone (er ver¬
gibt sich nichts); Zack: auf Zack sein (seine
Sache gut machen); aber: zack, zack!; die
Zackenkrone; zackig: ein zackiger Gruß
za-gen: zagt (zögert) nicht!; aber: mit Zittern
und Zagen (voller Furcht); zaghaft: zaghaft
(ängstlich, schüchtern) an die Tür klopfen;
die Zaghaftigkeit; die Zagheit
zäh: zäher, am zäh(e)sten; auch: zähe; ein
zähes (ledernes) Fleisch kauen - ein zäher
(ausdauernder) Bursche - die Arbeit geht
zäh (langsam) voran - mit zähem (beharr¬
lichem) Fleiß; zähflüssig; die Zähheit; die
Zähigkeit; zählebig (widerstandsfähig)
Zahl (Z ), die: -, -en (Angabe einer Menge,
Größe); Zahlen zusammenrechnen - die
Zahl (Anzahl) der Schüler - ohne Zahl (un¬
sagbar viel) - in großer Zahl (viele) -100 an
der Zahl - schwarze Zahlen schreiben (Ge¬
winne machen) - in die roten Zahlen kom¬
men (Verluste machen); zahlbar; die Zahl¬
barkeit; zahlen: etwas in Raten zahlen - er
zahlt viel Steuern - was habe ich zu zah¬
len? - wer zahlt, schafft an; zählen: bis
zehn zählen - zu den vornehmen Leuten
zählen (gerechnet werden) - die Stadt zählt
eine Million Einwohner - du kannst auf
mich zählen (dich auf mich verlassen); die
Zahlenangabe; die Zahlenfolge; das Zah¬
lenlotto; zahlenmäßig; die Zahlenreihe;
das Zahlenschloss; der Zahler: ein guter
Zahler; der Zähler; die Zahlkarte; zahllos:
zahllose Menschen; aber: gestern haben
Zahllose zugeschaut; der Zahlmeister;
zahlreich: sie kamen zahlreich; aber: Zahl¬
reiche kamen; die Zahlstelle; der Zahltag;
die Zahlung; die Zählung; der Zahlungsbe¬
fehl; zahlungsfähig; die Zahlungsfähigkeit;
die Zahlungsfrist; zahlungskräftig; das
Zahlungsmittel (Geld); zahlungsunfähig;
die Zahlungsunfähigkeit; zahlungsunwil¬
lig; der Zahlungsverkehr; die Zahlungswei¬
se; das Zählwerk; das Zahlwort (Sprach¬
lehre: Numerale)
zähmen: ein Raubtier zähmen (bändigen) -
er zähmt (beherrscht) seine Neugier; zahm;
zähmbar; die Zähmbarkeit; die Zahmheit;
die Zähmung
Z. = Zahl; Zeile
425
Zeche
Zahn, der: -(e)s, Zähne; sich die Zähne putzen
- mit den Zähnen klappern - die Zähne zu¬
sammenbeißen (Unangenehmes tapfer ertra¬
gen) - jemandem auf den Zahn fühlen (ihn
erproben, überprüfen) - sich an etwas die
Zähne ausbeißen (mit etwas nicht fertig wer¬
den) - jemandem die Zähne zeigen (ihm un¬
erschrocken Widerstand leisten) - einen
Zahn zulegen (die Geschwindigkeit stei¬
gern); der Zahnarzt; die Zahnärztin; die
Zahnbürste; das Zähnchen; die Zahncreme;
zähnefletschend; das Zähneklappern; zäh¬
neknirschend; zahnen (die ersten Zähne be¬
kommen); der Zahnersatz; die Zahnfäule
(Karies); das Zahnfleisch: auf dem Zahn¬
fleisch gehen (in einer schwierigen Lage
sein); zahnlos; die Zahnlücke; die Zahnpas¬
ta; auch: die Zahnpaste; die Zahnpflege; das
Zahnrad; der Zahnschmelz; die Zahn¬
schmerzen Mz.; die Zahnspange; der Zahn¬
stein; der Zahnstocher; das Zahnweh; die
Zahnwurzel
Zähre, die: -, -n (Träne)
Zander s\aw.f der: -s, - (Speisefisch)
Zange, die: -, -n (Werkzeug); jemanden in die
Zange nehmen (ihn hart bedrängen); die
Zangenbewegung; zangenförmig; die Zan¬
gengeburt
Zank, der: -(e)s (Streit, Zwist); der Zankapfel
(Streitgegenstand); sich zanken: sich um
das Erbe zanken (streiten); die Zänkerei;
zänkisch (streitsüchtig); zanksüchtig
Zapfen, der: -s, - (Stöpsel, Verschluss); auch:
der Zapf; das Zäpfchen; das Zäpfchen-R;
auch: das Zäpfchen-r; zapfen: Bier zapfen
(vom Fass in ein Gefäß füllen); der Zapfen¬
streich (Signal zur Rückkehr der Soldaten
in die Kaserne); die Zapfsäule; die Zapf¬
stelle
zappeln: er zappelt (sitzt nicht still) vor Un¬
geduld - ein Fisch zappelt an der An¬
gel - jemanden zappeln (warten) lassen;
zapp(e)lig (unruhig, lebhaft); der Zappel¬
philipp (unruhiges Kind)
zappenduster: (ganz dunkel, aussichtslos)
Zar lat., der: -en, -en (einstiger Herrschertitel
in Russland); das Zarentum; die Zarin; der
Zarjsmus
Zarge, die: -, -n (Seitenwand, Einfassung an
Türen und Fenstern o.Ä.)
zart: ein zartes (weiches) Fleisch - sie hat eine
zarte (schwächliche) Gesundheit - eine
zarte (unaufdringliche) Farbe - zart besaitet
(empfindsam) sein - ein zart fühlendes
Mädchen - zarte Bande knüpfen (ein Lie¬
besverhältnis anbahnen); zartbitter: eine
zartbittere Schokolade; das Zartgefühl; die
Zartheit; zärtlich; die Zärtlichkeit; zartrosa
Zäsium (Cs) latdas: -s (chemisches Ele¬
ment, Metall); auch: das Cäsium
Zaster, der: -s (Geld)
Zäsur lat., die: -en (Einschnitt, Unterbre¬
chung, Bruch)
zau bern: (etwas Unmögliches tun); ein Ka¬
ninchen aus dem Hut zaubern - eine herr¬
liche Landschaft auf die Leinwand zau¬
bern; der Zauber: der Zauber (die Anmut)
der Jugend - von der Sache geht ein großer
Zauber (Reiz) aus; die Zaubere]; der
Zaub(e)rer; zauberhaft (reizend); die
Zauberkraft; das Zauberkunststück; der
Zauberlehrling; der Zauberspruch; der
Zauberstab; der Zaubertrank; das Zauber¬
wort; die Zaub(r)erin
zau dern: (zögern, sich nicht entscheiden
können); der Zaud(e)rer; die Zaud(r)erin
Zaum, der: -(e)s, Zäume (Lenkgeschirr für
Reit- und Zugtiere); sich im Zaume halten
(sich zügeln, beherrschen); zäumen: ein
Pferd zäumen (ihm das Zaumzeug anle-
gen); die Zäumung; das Zaumzeug
Zaun, der: -(e)s, Zäune (Gitter, Einzäunung);
über den Zaun klettern; zaundürr; die
Zauneidechse; der Zaungast; der Zaunkö¬
nig (kleiner Singvogel); der Zaunpfahl: mit
dem Zaunpfahl winken (einen sehr deutli¬
chen Hinweis geben)
zau sen: jemandem die Haare zausen (zup¬
fen, ziehen) - einen Knochen zausen (ab¬
knabbern)
Za-zrki griech., der/das: -s, -s (Joghurt mit
Knoblauch und Salatgurkenstückchen);
auch: der/das Tsatsiki
z. B. = zum Beispiel
z. b.V. = zur besonderen Verwendung
z. d. A. = zu den Akten
ZDF = Zweites Deutsches Fernsehen
Zebra (Zebra) afrik., das: -s, -s (afrikani¬
sches Wildpferd); der Zebrastreifen (Kenn¬
zeichnung eines Fußgängerüberganges)
Zeche, die: -, -n; in der Zeche (im Bergwerk)
arbeiten - die Zeche (Rechnung in einem
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zechen
426
Gasthaus) bezahlen - die Zeche prellen
(seine Rechnung für genossene Speisen
und Getränke nicht bezahlen) - die Zeche
bezahlen müssen (die Folgen zu tragen ha¬
ben); zechen: die ganze Nacht zechen
(trinken); die Zechenstilllegung; der Zecher;
die Zecherin; das Zechgelage; der Zech¬
kumpan; die Zechkumpanin; der Zechprel¬
ler; die Zechprellerei; die Zechprellerin;
die Zechtour
Zecke, die: -n (schmarotzendes Insekt);
auch: der Zeck
Zeder lat., die: -n (Nadelbaum des Mittel¬
meergebietes); das Zedernholz
Zehe, die: -, -n (Glied am Fuß); sich die große
Zehe verletzen - jemandem auf die Zehen
treten (ihn ärgern); auch: der Zeh; die Ze¬
henspitze: auf Zehenspitzen (ganz leise)
gehen
zehn: zehn Stück - das zehnte Auto - es ist
halb zehn; die Zehn; das Zehneck; zehn¬
eckig; auch: 10-eckig; zehneinhalb; der
Zehner; zehnerlei; die Zehnerpackung;
zehnfach; auch: 10fach; das Zehnfache;
auch: das 10fache; das Zehnfingersystem
(beim Maschinenschreiben); der Zehn¬
kampf; zehnmal; auch: 10-mal; der Zehn¬
markschein (10-Mark-Schein); das Zehn¬
meterbrett; das Zehnpfennigstück (10-
Pfennig-Stück); der Zehnt (früher: Abgabe
an den Grundherrn oder die Kirche); das
Zehntel; zehntens
zehren: von seinen Ersparnissen zehren (le¬
ben) - er zehrt von seinem Ruhme - das
Leid hat an ihr gezehrt (hat ihr zugesetzt)
das Zehrgeld; der Zehrpfennig; die Zeh-
rung
Zeichen, das, -s, -; ein Zeichen (Signal) ge¬
ben - zum Zeichen der Zustimmung
nicken - ein Zeichen (Anzeichen) für Fie¬
ber - seines Zeichens (von Beruf) Arzt; der
Zeichenblock; das Zeichenbrett; das Zei¬
chenpapier; der Zeichensaal; die Zeichen¬
setzung; die Zeichensprache; der Zeichen¬
stift; der Zeichentrickfilm; zeichnen; der
Zeichner; die Zeichnerin; zeichnerisch;
die Zeichnung
zei gen: auf jemanden zeigen (deuten) - Inte¬
resse zeigen (erkennen lassen) - jemandem
etwas zeigen (vorführen) - das wird sich
zeigen (sich herausstellen) - sich erkennt¬
lich zeigen (erweisen) - es jemandem zei¬
gen (ihn maßregeln, verprügeln); der
Zeig(e)finger; der Zeiger; der Zeigestock
zeihen: du zeist, er zieh, sie hat geziehen,
zeih(e)!; jemanden eines Diebstahls zeihen
(ihn des Diebstahls beschuldigen)
Zei-Ie (Z.), die: -, -n; einige Zeilen schreiben -
eine Zeile (Reihe) Häuser - zwischen den
Zeilen lesen können (auch das nicht aus¬
drücklich Gesagte verstehen); der Zeilen¬
abstand; dre Zeilenlänge; zeilenweise;
...zeilig: zweizeilig; auch: 2-zeilig
Zej-sig tschech., der: -s, -e (Vogel)
Zeit, d ie; -, -en; im Laufe der Zeit - zu jeder
Zeit (immer); aber: jederzeit - zu seiner
Zeit; aber: seinerzeit (damals) - zu Zeiten
Schillers; aber: zuzeiten (manchmal) - vor
langer Zeit; aber: vorzeiten - zu keiner Zeit
(niemals) - zu meiner Zeit - zur Zeit (z. Zt.);
aber: zurzeit (jetzt) - zur rechten Zeit
(rechtzeitig) - auf Zeit (a.Z.) (befristet) - mit
der Zeit (allmählich) - für alle Zeit (für im¬
mer) - zu der Zeit, als; aber: ich bin zurzeit
(derzeit) krank - eine Zeit lang - es ist an
der Zeit - es ist allerhöchste Zeit - von Zeit
zu Zeit (gelegentlich) - ach, du liebe Zeit! -
sich Zeit lassen - sich die Zeit vertreiben -
mit der Zeit gehen (fortschrittlich sein) -
Zeit raubend - Zeit sparend - auf Zeit spie¬
len (etwas absichtlich verzögern) - jeman¬
dem seine Zeit stehlen (ihn unnötig aufhal¬
ten) - die Zeit totschlagen (seine Zeit
nutzlos verbringen) - andere Zeiten, an¬
dere Sitten - Zeit ist Geld - alles zu seiner
Zeit - die Zeit heilt alle Wunden; zeit: zeit
(während) seines Lebens; der Zeitab¬
schnitt; das Zeitalter; die Zeitansage; zeit¬
aufwendig; die Zeitdauer; die Zeiterschei¬
nung; die Zeitersparnis; die Zeitform; die
Zeitfrage; der Zeitgeist; zeitgemäß (mo¬
dern, neuzeitlich); der Zeitgenosse; die
Zeitgenossin; zeitgenössisch; zeitgerecht;
das Zeitgeschehen; die Zeitgeschichte;
zeitgleich; zeitig (früh, pünktlich); zeitigen
(bewirken); die Zeitläuf(t)e Mz. (Ablauf der
Zeit); zeitlebens (dauernd); aber: zeit mei¬
nes Lebens; zeitlich: die zeitliche Reihen¬
folge; aber: das Zeitliche segnen (sterben);
zeitlos: ein zeitloses (nicht der Mode unter¬
worfenes) Kleid tragen; die Zeitlosigkeit;
die Zeitlupe; das Zeitmaß; zeitnah; die
427
Zerquetschung
Zeitnahme; der Zeitpunkt; der Zeitraffer;
der Zeitraum; die Zeitrechnung; die Zeit¬
schrift; die Zeitspanne; die Zeitung; die
Zeitvergeudung; zeitversetzt: eine zeitver¬
setzte Sendung; der Zeitvertreib; zeitweilig
(zeitweise, manchmal); zeitweise (vorüber¬
gehend); das Zeitwort (Sprachlehre: Verb);
das Zeitzeichen; der Zeitzeuge; die Zeit¬
zeugin; der Zeitzünder
ze le brje ren (ze leb rie ren) tat: (feiern,
feierlich begehen)
Zelle lat., die: -, -n; in einer Zelle (einem Ge¬
fängnisraum) eingesperrt sein - die Zellen
(kleinsten Bausteine) einer Pflanze; das
Zellgewebe; der Zellkern; das Zellophan;
auch: das Cellophan; der Zellstoff; die Zell¬
teilung; das Zelluloid (Kunststoff); auch:
das Celluloid; die Zellulose (Bestandteil der
pflanzlichen Zellwände); auch: die Cellu¬
lose; die Zellwolle
Zelt, das: -(e)s, -e: ein Zelt aufschlagen - seine
Zelte abbrechen (wegziehen); die Zelt¬
bahn; zelten; das Zeltlager; die Zeltplane;
der Zeltplatz
Zement lat., der: -(e)s, -e (Baustoff); zemen¬
tieren (festigen); die Zementierung; der Ze¬
mentsack
Zenit arab. [zenit, zenit], der: -(e)s; die Sonne
steht im Zenit (Scheitelpunkt) - er steht im
Zenit (auf dem Höhepunkt) seines Schaf¬
fens
zensieren lat.: (prüfen, beurteilen, überwa¬
chen); die Zensierung; der Zensor; die
Zensur: gute Zensuren haben - der Film
wurde von der Zensur verboten
Zentimeter (cm) lat., der/das: -s, - (Län¬
genmaß: hundertster Teil eines Meters); das
Zentimetermaß
Zentner (Ztr.) lat., der: -s, - (Gewichtsmaß:
50 Kilogramm); die Zentnerlast; zentner¬
schwer; zentnerweise
zentral (zentral) griech.: (im Mittelpunkt,
in der Mitte, wichtig); zentral wohnen - das
ist die zentrale Frage; die Zentrale (zentrale
Stelle); die Zentralfigur; die Zentralhei¬
zung; zentralisieren (vereinigen, auf ein
Zentrum hin organisieren); die Zentralisie¬
rung; der Zentralismus (Streben nach Zu¬
sammenziehung); zentraljstisch; zentrie¬
ren (auf die Mitte einstellen); die Zen¬
trierung; zentrifugal (vom Mittelpunkt
weg); die Zentrifuge (Gerät zur Trennung
von Stoffen); zentrisch; das Zentrum, die
Zentren (Mitte, Mittelpunkt)
Zeppelin, der: -s, -e (Luftschiff)
Zepter griech., das/der: -s, - (Herrscherstab);
das Zepter schwingen (herrschen)
zerbrechen: einen Stock zerbrechen - er
zerbricht nicht an seinem Leid (geht nicht
zugrunde) - sich den Kopf zerbrechen (an¬
gestrengt nachdenken); zerbrechlich; die
Zerbrechlichkeit
zerdeppern: (zerschlagen, durch Werfen
zerstören)
ze re bral (ze reb ral) lat.: (das Gehirn be¬
treffend)
Zeremonie lat., die: -, Zeremonien (feierli¬
che Handlung); zeremoniell (feierlich, förm¬
lich); das Zeremoniell
zerfahren: zerfahren (zerstreut, gedanken¬
los) wirken; die Zerfahrenheit
zerfallen: das Reich zerfällt (löst sich auf);
der Zerfall (Zusammenbruch, Niedergang);
die Zerfallserscheinung
zerfleddern: ein zerfleddertes (abgenutztes,
zerrissenes) Heft; auch: zerfledern
zerfurchen: ein zerfurchtes (runzliges) Ge¬
sicht
zerkleinern: Brennholz zerkleinern; die
Zerkleinerung
zerklüftet: ein zerklüfteter (vielmals gespal¬
tener) Felsen; die Zerklüftung; —► Kluft
zerknjrscht: eine zerknirschte (reumütige,
schuldbewusste) Sünderin; die Zerknirscht¬
heit; die Zerknirschung
zerknjttern: eine zerknitterte (zerknüllte)
Zeitung
zerlassen: Butter in der Pfanne zerlassen
(zergehen lassen)
zer-le-gen: eine Uhr (in ihre Bestandteile) zer¬
legen; zerlegbar; die Zerlegung
zerlöchert: ein zerlöchertes Hemd tragen
zerlumpt: zerlumpte (abgerissene) Kleidung
zermalmen: (zerdrücken, zerstören); die
Zermalmung
zermürben: das lange Warten ist zermür¬
bend (aufreibend, ermüdend); die Zermür-
bung
zerpflücken: seine Argumente wurden zer¬
pflückt (widerlegt)
zerquetschen: (heftig zerdrücken); die Zer¬
quetschung
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zerreißen
428
zer-rei-ßen: Papier zerreißen - das Seil zer¬
reißt - ein Blitz zerriss die Dunkelheit -
sich für jemanden zerreißen (fast Unmögli¬
ches für ihn tun); zerreißfest; die Zerrei߬
festigkeit; die Zerreißprobe; die Zerrissen¬
heit
zerren: am Ärmel zerren (mit Gewalt ziehen)
- jemanden aus dem Bett zerren - sich ei¬
nen Muskel zerren (stark dehnen); das
Zerrbild (Verzerrung); die Zerrerei; der
Zerrspiegel; die Zerrung
zerrinnen: das Eis zerrinnt (schmilzt) in der
Sonne - wie gewonnen, so zerronnen
zerrütten: eine zerrüttete (ruinierte) Ehe; die
Zerrüttung
zerschellen: das Schiff zerschellt (zerbricht)
an den Klippen
zer schla gen: eine Tasse zerschlagen - seine
Pläne haben sich zerschlagen (sind ge¬
scheitert) - sich zerschlagen (erschöpft)
fühlen; die Zerschlagung
zerschmettern: (heftig zuschlagen, ver¬
nichten, zerstören); die Zerschmetterung
zerschneiden: (in Stücke schneiden); die
Zerschneidung
zersetzen: (in seine Bestandteile auflösen);
die Säure zersetzt das Metall - er hat die
Ordnung im Staat zersetzt (untergraben);
die Zersetzung (Auflösung, Zerstörung);
der Zersetzungsprozess
zersplittern: eine zersplitterte Scheibe; die
Zersplitterung
zer stäu ben: eine Flüssigkeit zerstäubt (löst
sich in winzige Tröpfchen auf) - Parfüm
zerstäuben; der Zerstäuber; die Zerstäu¬
bung
zerstören: bei dem Erdbeben wurde die
Stadt zerstört - eine Ehe zerstören (zu¬
grunde richten); der Zerstörer (Kriegs¬
schiff); zerstörerisch; die Zerstörung; die
Zerstörungswut
zer streu en: sie zerstreuten sich in alle Rich¬
tungen - sich am Abend zerstreuen (ablen¬
ken) - er zerstreut (beseitigt) alle Zweifel -
zerstreut (unkonzentriert) sein; die Zer¬
streutheit; die Zerstreuung: keine Zerstreu¬
ung (keinen Zeitvertreib) haben
Zer ti fi kat lat., das: -(e)s, -e (Urkunde, amt¬
liche Bescheinigung)
Zervelatwurst ital., die: -, ...würste
(Dauerwurst); auch: die Servelatwurst
Zerwürfnis, das: -ses, -se (Streit, Verfein¬
dung)
zer zau sen: zerzaustes (verwirrtes) Haar
zetern: laut zetern (laut jammern, wehkla¬
gen); das Zetergeschrei
Zet-tel lat, der: -s, - (loses Stück Papier); sich
etwas auf einem Zettel notieren; der Zettel¬
kasten; die Zettelwirtschaft (ungeordnete
Notizen)
Zeug, das: -(e)s, -e; nasses Zeug (nasse Klei¬
dung) anhaben - er redete wirres Zeug
(Unsinn) - eine Schürze aus dickem Zeug
(Material) - sein Zeug (seine Sachen) in
Ordnung halten - dummes Zeug (Unsinn)
reden - sich ins Zeug legen (sich anstren¬
gen) - jemandem etwas am Zeug flicken
(etwas an ihm auszusetzen haben) - das
Zeug zu etwas haben (dafür geeignet sein)
- mit jemandem scharf ins Zeug gehen
(ihn streng behandeln); das Zeughaus
(früher: Rüstkammer, Vorratshaus); das
Zeugs (Dinge, Kram): so ein Zeugs!
Zeu ge, der: -n, -n; er war Zeuge des Unfalls -
ein Zeuge der Vergangenheit (etwas, das
aus der Vergangenheit stammt); zeugen:
vor Gericht zeugen (aussagen) - ihr Aufsatz
zecigt von (zeigt) Fleiß; die Zeugenaussage;
die Zeugenbank; die Zeugenbeeinflussung;
die Zeugenschaft; der Zeugenstand: in den
Zeugenstand treten (als Zeuge aussagen);
die Zeugenvernehmung; die Zeugin; das
Zeugnis, die Zeugnisse: Zeugnis ablegen
(bezeugen)
zeu gen: (hervorbringen, erzeugen); ein Kind
zeugen; die Zeugung; zeugungsfähig; die
Zeugungsfähigkeit; zeugungsunfähig; die
Zeugungsunfähigkeit
z. H. (z.Hd.) = zu Händen
Zjcken Mzv die: -; Zicken machen (Schwie¬
rigkeiten machen); die Zicke (weibliche
Ziege); zickig (zimperlich, launisch, wider¬
spenstig); das Zicklein (Junges der Ziege)
Zjckzack, der: -(e)s, -e (in Zacken verlau¬
fende Linie); im Zickzack laufen; aber:
zickzack laufen; zickzackförmig; der Zick¬
zackkurs; die Zickzacklinie
Zie ge, die: -, -n (Haustier); der Ziegenbock;
der Ziegenpeter (Kinderkrankheit, Mumps)
Zie gel, der: -s, - (Backstein, Baustein); das
Ziegeldach; die Ziegelei; ziegelrot; der Zie¬
gelstein
429
Zipfelmütze
ziehen: du ziehst, er zog, sie hat gezogen,
zieh(e)!; die Pferde ziehen einen Wagen -
jemanden aus dem Wasser ziehen - das In¬
teresse auf sich ziehen - durch die Straßen
ziehen - er zieht in eine andere Stadt - aus
etwas einen Vorteil ziehen - er zieht an der
Zigarette - jemanden zur Verantwortung
ziehen - der Wind zieht (bläst) durch das
Fenster - das wird Folgen nach sich ziehen
(haben) - den Schluss ziehen (folgern) - in
Erwägung ziehen (bedenken, berücksichti¬
gen) - jemanden ins Vertrauen ziehen (ihn
einweihen) - gegen etwas zu Felde ziehen
(es bekämpfen) - sich in die Länge ziehen
(lange dauern); der Ziehbrunnen; die Zieh¬
eltern Mz.; die Ziehharmonika; das Zieh¬
kind (Pflegekind); die Ziehmutter; die Zie¬
hung; der Ziehvater
Z[el, das: -(e)s, -e; an sein Ziel gelangen - das
war sein Ziel (seine Absicht) - ohne Maß
und Ziel - ein Ziel vor Augen haben - über
das Ziel hinausschießen (zu weit gehen);
zielbewusst (entschlossen); zielen; das
Zielfernrohr; die Zielgerade (letztes gera¬
des Stück einer Bahn vor dem Ziel); zielge¬
richtet; die Zielgruppe; die Zielkurve; die
Ziellinie; ziellos; die Ziellosigkeit; die Ziel¬
scheibe; zielsicher; die Zielsicherheit; ziel¬
strebig (beharrlich); die Zielstrebigkeit
ziemen, sich: es ziemt (gehört, schickt) sich
nicht alte Leute zu verspotten
ziemlich: ein ziemliches (beträchtliches)
Vermögen - ich bin ziemlich (recht) müde
- etwas ziemlich (fast) allein machen -
ziemlich fertig sein
zieren: etwas zieren (schmücken, verschö¬
nern) - es ziert (ehrt) ihn - sich zieren (et¬
was ablehnen, sich zurückhalten, zimper¬
lich sein); die Zier; die Zierde; die Ziererei;
der Ziergarten; die Zierleiste; zierlich: eine
zierliche (schlanke) Figur haben; die Zier¬
lichkeit; die Zierpflanze; der Zierrat, die
Zierrate (Verzierung, Schmuck); die Zier¬
schrift; das Zierstück
Ziffer (Ziff.) arabdie: -n (Zahlzeichen,
Nummer); die Ziffer Null; das Zifferblatt
zjg: ich kenne zig (sehr viele) Beispiele; zig¬
fach; zigmal; aber: das Zigfache; zigtau¬
send^); auch: Zigtausend(e)
Zi ga ret te franz., die; -n; eine Zigarette
rauchen; der Zigarettenautomat; die Ziga¬
rettenkippe; die Zigarettenpause, der Ziga¬
rettenrauch; der Zigarettenstummel; das
Zigarillo (kleine Zigarre); die Zigarre: je¬
mandem eine Zigarre verpassen (ihn zu¬
rechtweisen)
Zi geu ner, der: -s, - (Angehöriger eines Wan¬
dervolkes: Sinti, Roma); zigeunerhaft; die
Zigeunerin; das Zigeunerleben; zigeunern
(umherstreichen, umherziehen)
Zikade lat., die: -, -n (grillenähnliches Insekt)
Zjlle slaw., die: -, -n (kleiner Kahn, Lastkahn)
Zjmrner, das: -s, - (Raum, Stube); sein Zim¬
mer aufräumen - das Zimmer hüten müs¬
sen (es wegen Krankheit nicht verlassen
dürfen); der Zimmerbrand; die Zimmer¬
decke; die Zimmere]; der Zimmerer; die
Zimmerflucht (Reihe nebeneinander lie¬
gender Zimmer); das Zimmerhandwerk;
die Zimmerleute Mz.; das Zimmermädchen;
der Zimmermann; zimmern: einen Schrank
zimmern (zusammenbauen); die Zimmer¬
pflanze
zjmperlich: sehr zimperlich (empfindlich,
wehleidig) sein; die Zimperlichkeit; die
Zimperliese (zimperliches Mädchen)
Zjmt, der: -(e)s (Gewürz); die Zimtstange; die
Zimtzicke (Schimpfwort)
Zjnk (Zn), das: -(e)s (Metall, chemischer
Grundstoff); das Zinkblech
Zjnke, die: -, -n (Zacke, Spitze, FHaken); der
Zinken (bildliches Zeichen)
Zjnn (Sn), das: -(e)s (Schwermetall, chemi¬
scher Grundstoff); der Zinnbecher; zin¬
nern; der Zinngießer; der Zinnkrug; der
Zinnsoldat; der Zinnteller
Zjnne, die: -, -n (zackenförmiger Mauerab¬
schluss)
Zin no ber pers., der/das: -s (rotfarbenes
Mineral, Unsinn); zinnoberrot; das Zinno¬
berrot
Zjns lat., der: -es, -en (Abgabe, Kapitalertrag,
Miete); Zinsen zahlen - von seinen Zinsen
leben; die Zinserhöhung; der Zinsertrag;
der Zinseszins; der Zinsfuß; zinsgünstig;
zinslos; der Zinssatz; die Zinssenkung; die
Zinszahl
Zionjs-mus hebr., der: - (Bewegung zur
Gründung und Aufrechterhaltung eines na¬
tionalen jüdischen Staates); zionistisch
Zip fei, der: -s, -; der Zipfel (Ecke, Endstück)
der Schürze; zipf(e)lig; die Zipfelmütze
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Zipperlein
430
Zjpperlein, das: -s (Gicht)
zirka (ca.) lat.: zirka (etwa, ungefähr) hundert
Meter; auch: circa
Zjrkel lat., der: -s, mit dem Zirkel (Zeichen¬
gerät) einen Kreis ziehen - in der Mitte der
Turnhalle einen Zirkel (Kreis) bilden - ein
Zirkel (eine Gruppe) von Künstlern; zirkeln
(einen Kreis ziehen, genau einteilen); der
Zirkelschluss; die Zirkulation (Umlauf,
Kreislauf); zirkulieren (im Umlauf sein)
Zjr-kus lat., der: -se; ein Zirkus kommt in
die Stadt - macht doch keinen Zirkus (Wir¬
bel)!; auch: der Circus; die Zirkusvorstel¬
lung; das Zirkuszelt
zjr-pen: Grillen zirpen (erzeugen hohe, schrille
Laute)
zjschen: du zischst - heißes Fett zischt in der
Pfanne - die Schlange zischt - Zuschauer
zischen im Theater; zischeln (tuscheln); der
Zischlaut
zi se lie ren franz.: (kunstvoll Ornamente in
Metall einritzen); die Ziselierung
Zisterne griech.: die; -, -n (Gefäß für Regen¬
wasser); das Zisternenwasser
Zi ta del le franz., die: -, -n (befestigte Anlage
innerhalb einer Stadt oder Festung)
Zitat lat., das: -(e)s, -e (Ausspruch, wörtlich
angeführte Stelle eines Buches); zitieren: er
zitiert aus der Bibel - zu seinem Vorgesetz¬
ten zitiert (befohlen) werden; die Zitierung
Zj ther lat, d ie: -, -n (Saiteninstrument); das
Zitherspiel
Zi tro ne (Zitrone) ital., die: -, -n (Süd¬
frucht); das Zitronat (kandierte Zitronen¬
schale); zitronenfarben; auch: zitronenfar¬
big; zitronengelb; die Zitronenlimonade;
der Zitronensaft; die Zitrusfrucht (z.B.
Orange, Mandarine)
zjttern: vor Angst zittern - ihr zittern die
Hände; aber: mit Zittern und Zagen (angst¬
voll) - zittern wie Espenlaub (sehr zittern);
zitt(e)rig: eine zittrige Stimme; die Zitter¬
pappel; eine Zitterpartie (Spiel, bei dem
man bis zum Schluss um den Sieg fürchten
muss)
Zjt-ze, die: -, -n (Saugwarze bei weiblichen
Säugetieren)
zivil lat. [ziwil]: zivile (nicht militärische) An¬
lagen - im zivilen (bürgerlichen) Leben -
zivile (nicht übertriebene, angemessene)
Preise; der Zivi (Zivildienstleistender); das
Zivil: er geht in Zivil (nicht in Uniform); der
Zivilberuf; die Zivilcourage [...kurasche]
(Mut seine eigene Meinung zu vertreten,
Unerschrockenheit vor der Obrigkeit); der
Zivildienst (im Gegensatz zum Militär¬
dienst); der Zivildienstleistende; die Zivil¬
fahndung; die Zivilisation (Verbesserung
der menschlichen Lebensbedingungen
durch Wissenschaft und Technik); zivilisa¬
torisch; zivilisieren; die Zivilisterung; der
Ziviljst (Bürger; jemand, der nicht Soldat
ist); das Zivilleben; der Zivilprozess; das
Zivilrecht (bürgerliches Recht); der Zivil¬
schutz
Zobel slaw., der: -s, - (Edelmarder, Pelz des
Marders); der Zobelpelz
zockeln: (zuckeln)
zocken: (Glücksspiele machen); der Zocker
(Glücksspieler)
Zofe, die: -> -n (Kammerfrau, Zimmer¬
mädchen)
zö-gern: sie zögerte (zauderte, schwankte)
lange; zögerlich (zögernd)
Zögling, der: -s, -e (Kind, Schüler in einem
Heim)
Zölibat lat., das/der: -(e)s (kirchlich verfügte
Ehelosigkeit für katholische Geistliche); zö-
libatar; der Zölibatszwang
Zoll, der: -(e)s, - (altes Längenmaß); fünf Zoll
breit - sich keinen Zoll von der Stelle
rühren - Zoll für Zoll (ganz und gar); zoll¬
breit; aber: einen Zoll breit; zollhoch; aber:
einen Zoll hoch; der Zollstock
Zoll griech., der: -(e)s, Zölle (Abgaben, Steuer,
Gebühren an der Grenze); das Zollamt; der
Zollbeamte; zollen: jemandem Achtung
zollen (entgegenbringen); zollfrei; das Zoll¬
gebiet; der Zollgrenzbezirk; die Zollkon¬
trolle; die Zolllinie; der Zöllner; die Zöll¬
nerin; zollpflichtig (abgabepflichtig); die
Zollschranke; die Zollstation; die Zoll¬
union
Zombie afrik. der: -(s), -s (durch Zauberei
wieder zum Leben erweckter Toter)
Zone griech., die: -, -n (genau begrenztes Ge¬
biet); die Zonengrenze
Zoo griech., der: -s, -s (zoologischer Garten,
Tierpark); die Zoohandlung; der Zoologe
(Tierwissenschaftler); die Zoologie (Tier¬
kunde); die Zoologin; zoologisch; das Zoo¬
orchester
431
Zufall
Zoom engl, [zum], das; -s, -s (Fotoobjektiv mit
verstellbarer Brennweite)
Zopf, der: -(e)s, Zöpfe; das Mädchen hat lange
Zöpfe - alte Zöpfe (veraltete Ansichten);
das Zöpfchen
Zorn, der: -(e)s; sie gerät leicht in Zorn (Wut);
die Zornader; zornentbrannt; der Zorn(es)-
ausbruch; die Zorn(es)röte; zornig; zürnen
Zo te, d ie: -, -n (derber Witz, unanständiger
Ausdruck); zotig: eine zotige (unanstän¬
dige, anstößige) Bemerkung machen # zot¬
tig
zot tig: ein zottiges (büscheliges, struppiges)
Fell; der Zottelbär; zott(e)lig: zotteliges
(ungepflegtes) Haar; zotteln (langsam und
schwerfällig gehen) # zotig
z.T. = zum Teil
Ztr. = Zentner
zu: zu Haus(e); aber: das Zuhause - zu Mittag
- zu Bett gehen - das Stück zu fünf Mark -
drei zu drei (3:3) - zu Brei verrühren - er
hat zu lernen - es ist noch nicht zu spät -
ab und zu (manchmal) - nur zu! - zu zweit;
auch: zu zwei(e)n - zu sehr (viel zu viel) -
zu viel des Guten; aber: ein Zuviel an
Wohlwollen - zu wenig wissen - zu weit -
zu meinen Zeiten; aber: zuzeiten (biswei¬
len) - zu Ende gehen - zu Rate ziehen;
auch: zurate ziehen - die Haare stehen zu
Berge - zu Diensten stehen - sich zu Eigen
machen - etwas zu Fall bringen - zu Grabe
tragen - zu Hilfe eilen - zu Lasten des Klä¬
gers; auch: zulasten - zu mehreren - zu
Ohren kommen - zu (geschlossen) sein -
zu Tode erschrecken - zu Unrecht - zu
Willen sein - zu Schaden kommen - zu
Wasser und zu Lande - hier zu Lande;
auch: hierzulande - bei uns zu Lande - wir
gehen zu Fuß - zu guter Letzt; aber: zuletzt
- zu mehreren - jemandem zu Leibe
rücken - zu Recht bestehen - zu weit ge¬
hen - zu spät kommen; zuallererst; zual¬
lerletzt; zuallermeist; zualleroberst;
zuäußerst; zuerst; zuhinterst; zuhöchst;
zuletzt
Zubehör, das: -(e)s, -e (alles, was zu einer
Sache gehört)
Zuber, der: -s, - (großer Kübel, Eimer)
zu-be-reiten: ein Essen zubereiten (kochen,
anrichten); die Zubereitung
zu-bil-li-gen: jemandem etwas zubilligen (ge¬
statten, gewähren); die Zubilligung
zubringen: die Ferien im Ausland zubringen
- er kann die Tür nicht zubringen; der Zu¬
bringer: der Zubringer (die Zubringer¬
straße) zur Autobahn; der Zubringerbus;
die Zubringerstraße
Zucht, d ie: -; es herrscht strenge Zucht (Ord¬
nung) - die Zucht (das Züchten) von Rosen;
der Zuchtbulle; züchten: Pferde züchten;
der Züchter; die Züchterin; das Zuchthaus;
züchtig (anständig, keusch); züchtigen
(hart bestrafen); die Züchtigung; zuchtlos
(hemmungslos); die Zuchtlosigkeit; die
Züchtung; das Zuchtvieh
zu-ekeln: von der Schule nach Hause zuckeln
(langsam gehen bzw. fahren); auch:
zockeln; das Zuckeltempo
zucken: sie zuckte mit der Hand (machte
eine plötzliche, ruckartige Bewegung) - ein
Blitz zuckt am Himmel; die Zuckung
zücken: das Notizbuch zücken (rasch he¬
rausziehen) - er zückt sein Messer
Zucker, der: -s; den Kaffee mit Zucker trinken
- süß wie Zucker; das Zuckerbrot; der
Zuckerguss; der Zuckerhut; zuck(e)rig;
zuckerkrank; die Zuckerkrankheit; das
Zuckerlecken: kein Zuckerlecken sein (un¬
angenehm, anstrengend sein); zuckern
(süßen); die Zuckerraffinerie; das Zucker¬
rohr; die Zuckerrübe; zuckersüß; die
Zuckertüte; das Zuckerwasser
zudecken: sich warm zudecken - ein Loch
zudecken; die Zudecke
zudem: (außerdem, überdies)
zu-dre-hen: den Wasserhahn zudrehen - sich
jemandem zudrehen (sich ihm zuwenden)
zudringlich: zudringlich (aufdringlich, läs¬
tig) werden; die Zudringlichkeit
zueignen: (widmen, weihen, schenken); die
Zueignung
zu-ei-nan der (zu ein an der): nett zuei¬
nander sein - zueinander finden - zueinan¬
der kommen - zueinander legen - zuei¬
nander passen
zuerkennen: man hat ihm den ersten Preis
zuerkannt (zugesprochen); aber: sich zu
erkennen geben; die Zuerkennung
Zu-fahrt, die: -, -en; die Zufahrt zum Haus;
die Zufahrtsstraße; der Zufahrtsweg
Zufall, der: -(e)s, Zufälle; es war ein Zufall,
dass ich ihm begegnete - durch Zufall (zu-
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zufallen
432
fällig); zufallen: die Tür fällt zu (fällt ins
Schloss) - ihm fällt das ganze Erbe zu; zu¬
fällig: wie zufällig (nebenbei); zufälliger¬
weise; die Zufälligkeit; der Zufallstreffer
Zu flucht, d ie: Zufluchten (Obdach, Schutz);
die Zufluchtnahme; der Zufluchtsort; die
Zufluchtsstätte
Zufluss, der: -es, Zuflüsse (Zustrom, Verstär¬
kung, Anstieg)
zufolge: dem Gesetz zufolge (nach dem Ge¬
setz) - der Anordnung zufolge (gemäß) -
demzufolge
zufrieden: ein zufriedener (befriedigter,
glücklicher) Mensch - er ist mit ihm zufrie¬
den - sich zufrieden geben (sich begnügen)
- jemanden zufrieden (in Ruhe) lassen - je¬
manden zufrieden stellen - zufrieden sein;
die Zufriedenheit; die Zufriedenstellung
zufügen: jemandem einen Schaden zufügen
(antun); die Zufügung
Zufuhr, die: -, -en; die Zufuhr (das Heran¬
schaffen) von Nahrungsmitteln; zuführen;
die Zuführung
der: -es, Züge; mit dem letzten Zug an¬
kommen - der Zug der Vögel in den Süden
- einen tiefen Zug aus der Flasche nehmen
- ein Erlebnis in groben Zügen (Umrissen)
erzählen - in dem Zimmer ist ein ständiger
Zug (Luftzug) - in tiefen Zügen atmen -
matt in drei Zügen (beim Schachspiel) -
das ist ein sympathischer Zug (eine ange¬
nehme charakterliche Eigenart) an ihm -
Zug um Zug (ohne Unterbrechung) - im
Zuge (im Verlauf) - in einem Zuge (ohne
Pause) durcharbeiten - etwas in vollen Zü¬
gen (ausgiebig) genießen - in den letzten
Zügen liegen (bald sterben müssen, am
Ende sein) - zum Zuge kommen (tätig wer¬
den können); das Zugabteil; der Zugbeglei¬
ter; der Zugführer; zugig: eine zugige (der
Zugluft ausgesetzte) Halle; zügig: zügig
(schnell, ohne Stockung) arbeiten; die Zü¬
gigkeit; die Zugkraft; zugkräftig; die
Zuglast; die Zugluft (Luftbewegung); die
Zugmaschine; das Zugtier; das Zugun¬
glück; die Zugverbindung; der Zugverkehr;
der Zugvogel; der Zugwind; der Zug¬
zwang: unter Zugzwang stehen (handeln
müssen)
Zugabe, die: -, -n (Beigabe, Draufgabe); zu¬
geben: seine Schuld zugeben (eingestehen)
Zugang, der: -(e)s, Zugänge; der Zugang (Ein¬
gang) zum Park ist frei - er findet zur Musik
keinen Zugang; zugange: zugange sein
(sich befassen, beschäftigen); zugänglich:
sie ist sehr zugänglich (offen, aufgeschlos¬
sen); die Zugänglichkeit
zugeben: er gibt seine Fehler zu - ich kann
nicht zugeben (erlauben), dass du fehlst;
zugegebenermaßen
zugegen: zugegen (anwesend) sein
zugehen; die^Türe geht nicht zu (lässt sich
nicht schließen) - das Paket geht dir mor¬
gen zu (es wird geschickt) - auf jemanden
zugehen (an ihn herantreten) - bei euch
geht es lustig zu; die Zugeherin; auch: die
Zugehfrau (Putzfrau)
zugehörig: er ist keiner Partei zugehörig;
die Zugehörigkeit; das Zugehörigkeitsge¬
fühl
zugeknöpft: sie war sehr zugeknöpft (ver¬
schlossen, wortkarg); die Zugeknöpftheit
Zü'gel, der: -s, - (Riemen zum Lenken von
Zug- oder Reittieren); die Zügel in der
Hand haben (die Führung innehaben) - die
Zügel straff halten (streng sein) - die Zügel
schleifen lassen (nachlässig sein); zügellos
(hemmungslos); die Zügellosigkeit; zügeln:
ein Pferd zügeln - sich zügeln (beherr¬
schen); die Züg(e)lung
zu-ge-sel-len, sich: er gesellt sich zu uns
(schließt sich uns an)
zu-ge-ste-hen: jemandem ein Recht zugeste¬
hen (einräumen); zugestandenermaßen;
das Zugeständnis
zu-ge-tan: sie ist ihm von Herzen zugetan -
einer Sache zugetan sein (freundlich ge¬
sinnt sein)
zu-gleich: zugleich (zur selben Zeit, gleich¬
zeitig) ankommen
zu-grei-fen: (anpacken, Hand anlegen); bei
Tisch zugreifen (nehmen und essen); der
Zugriff
zugrunde: zugrunde gehen (sterben, ver¬
nichtet werden) - zugrunde legen, liegen -
etwas zugrunde richten (verderben, ver¬
nichten) - zugrunde liegend; auch: zu
Grunde; die Zugrundelegung
zugunsten: (zum Vorteil von); zugunsten
bedürftiger Menschen; auch: zu Gunsten:
zu deinen Gunsten verzichte ich auf die
Erbschaft
433
Zunftwappen
zU'gU'te: jemandem etwas zugute halten (an¬
rechnen) - es kommt dir zugute (wirkt sich
für dich günstig aus); aber: zu guter Letzt
zu hal ten: sich die Nase zuhalten - auf ein
Ziel zuhalten (es ansteuern); der Zuhälter
zu hauf: sie kommen zuhauf (in Scharen)
Zu hau se, das: -; kein Zuhause (Heim) ha¬
ben; aber: wir sind heute nicht zu Haus(e);
der/die Zuhausegebliebene
zu-hjn terst: (ganz hinten)
zu-höchst: er saß zuhöchst auf dem Baum
zuhören: einem Redner zuhören - nicht
zuhören (aufpassen) können; der Zuhörer;
die Zuhörerin; die Zuhörerschaft
zu-jn-nerst: (im tiefsten Innern)
zukommen: er kam lachend auf mich zu -
das Lob kommt (steht) mir nicht zu - je¬
mandem etwas zukommen lassen (zuteil
werden lassen, gewähren) - etwas auf sich
zukommen lassen (abwarten)
Zukunft, die: -; die Zukunft (die vor uns lie¬
gende Zeit) voraussehen - keine Zukunft
(Aussichten, Möglichkeiten) haben - in Zu¬
kunft (künftig) - ein Zeitwort in die Zukunft
setzen; zukünftig; der/die Zukünftige; zu¬
kunftsgläubig; die Zukunftsmusik; die Zu¬
kunftspläne Mz.; zukunftsreich; der Zu¬
kunftsroman; zukunftsträchtig; zukunfts¬
weisend
Zulage, die: -, -n (zusätzliche Zahlung); eine
Zulage von 100 Mark bekommen
zu-las-sen: das kann ich nicht zulassen (dul¬
den, erlauben) - eine Tür zulassen (nicht
öffnen) - ein Auto (zum Verkehr) zulassen;
zulässig (erlaubt); die Zulässigkeit; die Zu¬
lassung; die Zulassungsstelle
zulasten: zulasten von dir; auch: zu Lasten
Zu lauf der: -(e)s; das neue Geschäft hat einen
großen Zulauf (Zustrom); zulaufen: ihr ist
eine Katze zugelaufen - auf etwas zulaufen
zu-le-gen: auf der Autobahn zulegen (das
Tempo steigern) - sich etwas zulegen (sich
etwas anschaffen)
zuleide: jemandem etwas zuleide tun (etwas
antun, ihn kränken); auch: zu Leide
zuletzt: zuletzt (am Schluss) kam er - nicht
zuletzt (nicht im Geringsten); aber: zu guter
Letzt - wer zuletzt lacht; lacht am besten;
zuallerletzt
zuliebe: dir zuliebe (deinetwegen, dir zu
Gefallen) bleibe ich zu Hause
zum: (zu dem); zum ersten, zweiten, dritten
Mal(e) - zum letzten Mal(e) - zum Beispiel
(z. B.) - zum Schluss - zum Glück - es ist
zum Lachen - zum Teil (z. T) - zum Spaß -
zum Vergnügen - es ist zum Weinen - et¬
was zum Besten geben
zumachen: das Geschäft zumachen
(schließen); aber: es ist nicht zu machen
zumal: zumal (besonders) deine Schwester
mag dies gerne - zumal (weil) ich schon
hier bin
zu-meist: (meistens, meist)
zu-mjn-dest: zumindest (wenigstens) freund¬
lich könntest du sein; aber: zum mindes¬
ten; auch: zum Mindesten
zumute: mir ist traurig zumute (ich fühle
mich traurig); auch: zu Mute (sein)
zu-mu-ten: jemandem etwas nicht zumuten
(abverlangen, aufbürden) können; zumut¬
bar; die Zumutbarkeit; die Zumutung
zu-nächst: zunächst (zuerst, als Erstes) möchte
ich mich vorstellen - zunächst dem Ort (in
der Nähe des Ortes) - das zunächst Lie¬
gende; auch: das Zunächstliegende
Zuname: -ns, -n (Familienname, Nachname)
# Zunahme
zünden: eine Bombe zünden (zur Explosion
bringen) - ein Triebwerk zünden - eine
zündende (begeisternde) Rede halten; das
Zündblättchen; auch: das Zündplättchen;
der Zunder (leicht brennbarer, pflanzlicher
Stoff): das Holz brennt wie Zunder (sehr
leicht) - jemandem Zunder geben (ihn ver¬
prügeln); der Zünder (Vorrichtung zur Aus¬
lösung einer Explosion); der Zündfunke(n);
das Zündholz; die Zündkerze; das Zünd¬
schloss; der Zündschlüssel; die Zünd¬
schnur; der Zündstoff; die Zündung
zunehmen: er hat wieder zugenommen (ist
dicker geworden) - sein Einfluss hat zuge¬
nommen (ist stärker geworden); die Zu¬
nahme # Zuname; zunehmend: es gefällt
mir hier zunehmend (immer besser)
Zuneigung, die: -, -en (Liebe, Wohlwollen);
zuneigen: die Sonne neigt sich dem Wes¬
ten zu - er ist ihr zugeneigt (er hat sie gern)
Zunft, die: -, Zünfte (Innung, Handwerkerver¬
einigung in den mittelalterlichen Städten);
die Zunft der Schuster; zünftig: eine zünf¬
tige (heitere, ausgelassene) Stimmung; das
Zunftrecht; das Zunftwappen
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Zunge
434
Zunge, die: -n; sich auf die Zunge beißen -
eine belegte Zunge haben - Zunge vom
Rind (Speise) - eine lose Zunge haben (fre¬
che Bemerkungen machen) - seine Zunge
im Zaum halten (schweigen) - seine Zunge
hüten (sich vor einer unüberlegten Äuße¬
rung hüten) - etwas auf der Zunge haben
(nahe daran sein, etwas zu sagen); züngeln:
züngelndes (flackerndes, unruhig brennen¬
des) Feuer - die Schlange züngelt; der Zun¬
genbrecher; zungenfertig (wortgewandt);
die Zungenfertigkeit; der Zungenschlag
(bestimmte Ausdrucksweise); das Zungen-
R; auch: das Zungen-r; das Zünglein: das
Zünglein an der Waage sein (den Aus¬
schlag bei einer Entscheidung geben)
zu njch te: etwas zunichte machen (etwas
vereiteln, zerstören)
zunutze: sich etwas zunutze machen (etwas
ausnutzen, verwerten); auch: zu Nutze
zuoberst: das Buch liegt zuoberst (ganz
oben) im Schrank - das Unterste zuoberst
kehren (eine große Unordnung anrichten)
zu pass: zupass (gerade recht, gelegen) kom¬
men; auch: zupasse
zupfen: den Banknachbarn am Ärmel zupfen
(kurz ziehen); das Zupfinstrument (Saiten¬
instrument)
zur: (zu der); zur Zeit (z. Z., z. Zt.) - zur Not -
zur Folge haben - zur Ruhe kommen - zur
besonderen Verwendung (z. b. V.) - jeman¬
dem zur Hand gehen (ihm helfen)
zurande: mit jemandem gut zurande kom¬
men (auskommen); auch: zu Rande
zurate: jemanden zurate ziehen; auch: zu
Rate
zu rech nungs fä hig: er ist noch voll zu¬
rechnungsfähig (bei klarem Verstand); die
Zurechnungsfähigkeit
zurecht: (richtig, in Ordnung); zurechtbie¬
gen; zurechtbringen (in Ordnung bringen);
sich zurechtfinden; zurechtkommen; zu¬
rechtlegen; zurechtmachen; zurecht¬
rücken; zurechtweisen; die Zurechtwei¬
sung (Tadel, Verweis) # zu Recht
Zureden: (raten, überreden); jemandem gut
Zureden; aber: trotz allem Zureden - auf
ihr Zureden hin
zureichend: alles ist zureichend (genügend,
hinlänglich) bekannt
zurichten: die Schuhe sind schlimm zuge¬
richtet (beschädigt) - er wurde bei der Rau¬
ferei fürchterlich zugerichtet (verletzt)
zürnen: jemandem zürnen (böse, aufge¬
bracht gegen ihn sein)
zurück: bald zurück sein - vor und zurück -
mit der Arbeit noch sehr zurück (im Rück¬
stand) sein; aber: es gibt jetzt kein Zurück
mehr; sich zurückbegeben; zurückbehal¬
ten; sich zurückbilden; Zurückbleiben;
zurückblicken; zurückdenken; sich zurück¬
erinnern; die Zurückerstattung; zurück¬
fahren; zurückfallen; zurückfinden; zurück¬
führen; zurückgeben;zurückgehen;zurück¬
gezogen (einsam); die Zurückgezogenheit;
zurückgreifen; die Zurückhaltung; zurück¬
kehren; zurückkommen; zurücklassen; die
Zurücklassung; zurücklegen: sich ein Klei¬
dungsstück zurücklegen (reservieren) las¬
sen; zurückliegen; zurückmüssen: sie hat
zurückgemusst; zurücknehmen; die Zurück¬
nahme; zurückprallen; zurückrufen; zurück¬
schauen; Zurückschlagen (abwehren); zu¬
rückschrecken; zurücksetzen; zurück¬
stecken (nachgeben); zurückstehen (nach¬
geben); zurückstellen; die Zurückstellung;
zurücktreten; sich zurückversetzen (erin¬
nern); zurückweichen; zurückweisen; die
Zurückweisung; zurückwerfen; zurückzah¬
len; zurückziehen; der Zurückzieher; auch:
der Rückzieher
Zurufen: er rief ihnen einen Gruß zu; der
Zuruf
zurzeit: zurzeit ist sie verreist; aber: zur Zeit
Goethes
Zu-sa-ge, die: -, -n (Erlaubnis, Versprechen);
Zusagen: das kann ich noch nicht Zusagen
(versprechen) - die Wohnung sagt uns zu
(gefällt uns) - jemandem auf den Kopf Zu¬
sagen (jemandem offen sagen, was man
von ihm weiß)
zusammen: zusammen (vereint, gemein¬
sam) sind wir stark - zusammen sein - zu¬
sammen (insgesamt) kostet alles 50 Mark -
wir kommen zusammen (gemeinsam) an;
die Zusammenarbeit; Zusammenarbeiten;
aber: wir werden bald zusammen (gemein¬
sam, aber jeder für sich) arbeiten; zusam¬
menballen; die Zusammenballung; zusam¬
menbrauen; zusammenbinden: die Blu¬
men zusammenbinden; aber: einen Kranz
zusammen (miteinander) binden; zusam¬
435
zustatten
menbrechen; zusammenbringen; der
Zusammenbruch; zusammendrängen; zu¬
sammenfahren: mit den Autos zusammen¬
fahren (zusammenstoßen) - vor Schreck
zusammenfahren (erschrecken) - ein Hin¬
dernis zusammenfahren; aber: wir werden
zusammen (miteinander) fahren; der Zu¬
sammenfall; zusammenfallen; zusammen¬
fassen; die Zusammenfassung; zusammen¬
fügen; die Zusammenfügung; zusammen¬
führen; aber: ein Gespräch zusammen
(miteinander) führen; zusammengehören;
die Zusammengehörigkeit; das Zusam¬
mengehörigkeitsgefühl; der Zusammen¬
halt; Zusammenhalten; der Zusammen¬
hang; Zusammenhängen; zusammen¬
hanglos; Zusammenkommen; die Zu¬
sammenkunft; zusammenlaufen; aber: zu¬
sammen (gemeinsam) laufen; das Zusam¬
menleben; Zusammenlegen; die Zusam¬
menlegung; sich zusammennehmen (sich
beherrschen, anstrengen); zusammenpas¬
sen; der Zusammenprall; zusammenpral¬
len; zusammenpressen; zusammenraffen;
zusammenreißen: sich zusammenreißen
(sich anstrengen); zusammenrotten: sich
auf der Straße zusammenrotten; die Zu¬
sammenrottung; die Zusammenschau
(Überblick); zusammenschlagen; zusam¬
menschließen: sich zu einem Verein zu¬
sammenschließen; der Zusammenschluss;
zusammenschreiben; die Zusammenschrei¬
bung; zusammenschrumpfen; das Zusam¬
mensein; zusammensetzen; die Zusam¬
mensetzung; das Zusammenspiel; zusam¬
menstellen; die Zusammenstellung; der
Zusammenstoß; Zusammenstößen; der Zu¬
sammensturz; Zusammenstürzen; Zusam¬
mentreffen; das Zusammentreffen; Zusam¬
mentragen; aber: zusammen (gemeinsam)
tragen; zusammentreten; sich zusammen¬
tun; Zusammenwirken; das Zusammenwir¬
ken; zusammenzählen; zusammenziehen;
aber: zusammen (gemeinsam) ziehen; die
Zusammenziehung; zusammenzucken (er¬
schrecken)
Zusatz, der: -es, Zusätze; einen Zusatz (eine
Anmerkung) zum Text schreiben; das Zu¬
satzabkommen; die Zusatzbestimmung;
zusätzlich; die Zusatzsteuer; die Zusatz¬
versicherung
zuschanden: ein Auto zuschanden (kaputt)
fahren - etwas zuschanden machen (etwas
verhindern); auch: zu Schanden
zu-schau-en: bei einem Fußballspiel zu¬
schauen; der Zuschauer; die Zuschauerin;
die Zuschauerkulisse; der Zuschauerraum;
die Zuschauertribüne
zuschießen: Geld zuschießen (beisteuern)
Zuschlag, der: -(e)s, Zuschläge; einen Zu¬
schlag (eine Preiserhöhung) für die Ware
zahlen müssen - für sein Angebot den Zu¬
schlag (den Lieferauftrag) bekommen; zu¬
schlagen: die Türe heftig zuschlagen - mit
den Fäusten zuschlagen; zuschlagpflichtig
Zuschnitt, der: -es, -e (Schnitt, Form, Stil);
zuschneiden
zuschulden: sich etwas zuschulden kom¬
men lassen (etwas Unrechtes tun); auch: zu
Schulden
Zuschuss der: -es, Zuschüsse; einen Zu¬
schuss (eine finanzielle Unterstützung) be¬
kommen; der Zuschussbetrieb
zu-se-hen: jemandem bei der Arbeit Zusehen
- sieh zu (achte darauf), dass du dich nicht
verspätest; zusehends: sie erholt sich zuse¬
hends (rasch, merklich)
zu-sei-ten: zuseiten der Zuschauer; auch: zu
Seiten
zusetzen: die Krankheit setzt ihr sehr zu
(macht ihr zu schaffen) - der Läufer kann
noch zusetzen (er hat Reserven) - sie setzte
ihm so lange zu (bedrängte ihn), bis er
nachgab
zu-si-ehern: (fest versprechen); die Zusiche¬
rung: die Zusicherung für etwas geben
Zuspruch, der: -(e)s; für seine Arbeit Zu¬
spruch (Ermutigung, Anklang, Interesse) er¬
fahren; zusprechen: jemandem Mut zu¬
sprechen (machen) - das Erbe wurde ihm
zugesprochen (zuerkannt)
Zustand, der: -(e)s, Zustände; der Zustand
(die Beschaffenheit) des Hauses ist gut -
Zustände kriegen (sich sehr erregen);
zustande: zustande kommen (gelingen);
aber: das Zustandekommen - etwas zu¬
stande bringen (fertig bringen); auch: zu
Stande; zuständig: für den Verkauf ist sie
zuständig (verantwortlich); die Zuständig¬
keit; zuständigkeitshalber
zustatten: es kommt mir sehr zustatten (es
passt für mich) - zustatten kommen
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zu-ste-hen: ihm steht ein höherer Lohn zu (er
hat ein Recht darauf)
zu stel len: einen Brief zustellen (zugehen
lassen, austragen), die Zustellgebühr; die
Zustellung
zusteuern: Geld zusteuern (beisteuern, da¬
zugeben) - auf ein Ziel zusteuern (zuge¬
hen, zufahren)
zu-stim-men: einem Vorschlag zustimmen
(ihn billigen); die Zustimmung (Lob, Ein¬
verständnis)
zu-sto-ßen: die Tür zustoßen - mit dem Mes¬
ser zustoßen - es wird ihnen doch nichts
zugestoßen (geschehen, passiert) sein!
Zustrom, der: -(e)s; es herrschte ein reger Zu¬
strom (Zulauf, Andrang) von Zuschauern;
Zuströmen
zutage: etwas zutage bringen (entdecken,
zum Vorschein bringen) - das liegt offen
zutage (ist deutlich erkennbar) - zutage
treten (erscheinen, offenkundig werden);
auch: zu Tage
Zu tat, d ie: -, -en (Zugabe, Beiwerk)
zu-teil: zuteil werden - ihm ist eine hohe Ehre
zuteil (gewährt) geworden; zuteilen; die
Zuteilung
zu-tiefst: zutiefst (sehr, äußerst) enttäuscht
sein - zutiefst im Boden (sehr tief im Bo¬
den)
zutragen: jemandem etwas heimlich zutra¬
gen (weitersagen) - es hat sich damals so
zugetragen (es ist geschehen); der Zuträger
(Spion, Verräter); die Zuträgerin; zuträg¬
lich: der viele Alkohol ist ihm nicht zuträg¬
lich (bekömmlich); die Zuträglichkeit
Zutrauen, das: -s; er genießt mein Zutrauen
(Vertrauen); Zutrauen; zutraulich (zahm,
vertrauensvoll, arglos); die Zutraulichkeit
zu tref fen: das trifft zu (es ist wahr, richtig; es
passt) - eine zutreffende (richtige) Antwort
geben
Zu tritt: (e)s; sich Zutritt (Einlass, Eintritt) ver¬
schaffen
zu-tun: Zucker zutun (hinzufügen) - er hat
kein Auge zugetan (geschlossen, hat nicht
schlafen können); das Zutun: ohne dein
Zutun (ohne deine Mitwirkung, Hilfe) wäre
ich noch nicht so weit
zuungunsten: (zum Nachteil); auch: zu
Ungunsten
zuunterst: zuunterst (ganz unten) in der
Truhe suchen
zuverlässig: eine zuverlässige (glaubwür¬
dige) Nachricht - zuverlässig (gewissen¬
haft) arbeiten; die Zuverlässigkeit; der Zu¬
verlässigkeitstest
zuversichtlich: zuversichtlich (hoffnungs¬
froh, guten Mutes) sein; die Zuversicht; die
Zuversichtlichkeit
Zu-viel, das: -s (Übermaß); ein Zuviel an
Zucker
zuvor: (vorher, zuerst); zuvorderst (ganz
vorn); zuvorkommen: jemandem zuvor¬
kommen (schneller sein als er, ihn über¬
treffen); aber: zuvor (vorher) kommen; zu¬
vorkommend: ein zuvorkommender (höf¬
licher) junger Mann; die Zuvorkommen¬
heit
Zuwachs, der: -es, Zuwächse (Zunahme, Zu¬
strom); ein Zuwachs (eine Zunahme) an
Einnahmen - Zuwachs (ein Kind) bekom¬
men; Zuwachsen; die Zuwachsrate
zu-wan-dern: (von auswärts an einen Ort
kommen, um dort zu leben); der Zu-
wand(e)rer; die Zuwand(r)erin; die Zu¬
wanderung
zuwege: etwas zuwege bringen (fertig brin¬
gen, zustande bringen, bewältigen); auch:
zu Wege
zuweilen: zuweilen (manchmal, ab und zu)
gehe ich auf Reisen
zu-wen-den: sich jemandem zuwenden (sich
hindrehen) - sich einer Sache zuwenden
(sich damit beschäftigen); die Zuwendung
zuwider: das ist mir zuwider (ich verab¬
scheue es, es stößt mich ab) - zuwider sein;
zuwiderhandeln (Verbotenes machen): ei¬
nem Befehl zuwiderhandeln; der/die Zu¬
widerhandelnde; die Zuwiderhandlung;
zuwiderlaufen
zuzeiten: (manchmal, bisweilen); aber: zu
Zeiten Goethes (als Goethe lebte) - zu un¬
seren Zeiten
zuziehen: die Vorhänge zuziehen - sich
eine Erkältung zuziehen (holen) - die Fami¬
lie ist neu zugezogen; der Zuzug; zuzüglich
(einschließlich); die Zuzugsgenehmigung
zwacken: jemanden zwacken (kneifen)
Zwang, der: -(e)s, Zwänge; Zwang (Druck)
ausüben - ohne Zwang arbeiten können -
sich keinen Zwang antun (sich ungezwun¬
gen verhalten); zwängen: sich in eine Jacke
437
Zwetschgenmus
zwängen (hineinpressen); zwanghaft;
zwanglos (unbefangen, locker); die Zwang¬
losigkeit; die Zwangsarbeit; die Zwangs¬
herrschaft; die Zwangsjacke; die Zwangs¬
lage (Notfall); zwangsläufig (unvermeid¬
bar); die Zwangsläufigkeit; die Zwangs¬
maßnahme; zwangsräumen; die Zwangs¬
räumung; das Zwangsverfahren; die
Zwangsversteigerung; die Zwangsvoll¬
streckung; zwangsweise (notgedrungen);
—► zwingen
zwanzig: das kostet 20 Mark - wir sind zwan¬
zig Personen; die Zwanzigerjahre; auch: die
zwanziger Jahre; zwanzigjährig; auch: 20-
jährig; der Zwanzigmarkschein (20-Mark-
Schein); zwanzigstel; das Zwanzigstel
zwar: das Auto ist zwar (freilich) nicht neu,
aber noch gut erhalten - und zwar (näm¬
lich)
Zweck, der: -(e)s, -e (Sinn, Bedeutung, Ab¬
sicht); das hat alles keinen Zweck (es ist
sinnlos) - der Zweck heiligt die Mittel; die
Zweckbestimmung; zweckdienlich (zweck¬
mäßig); die Zweckdienlichkeit; zweckent¬
fremdet; die Zweckentfremdung; zweckent¬
sprechend; zweckgebunden; zwecklos; die
Zwecklosigkeit; zweckmäßig; zweckmäßi¬
gerweise; die Zweckmäßigkeit; zwecks
(zum Zwecke von, wegen); zweckvoll;
zweckwidrig
Zwecke, die: -, -n (kurzer Nagel mit einem
großen, flachen Kopf; Heftnagel)
zwei: zwei Brüder-zu zweien (zu zweit) sein
- wenn sich zwei streiten, freut sich der
Dritte; die Zwei: eine Zwei würfeln; der
Zweiachser; auch: der 2-Achser; zweiach¬
sig; auch: 2-achsig; zweiarmig; auch: 2-ar-
mig; zweibeinig; auch: 2-beinig; der Zwei¬
beiner; das Zweibettzimmer; auch: das
2-Bett-Zimmer; zweideutig: zweideutige
(doppelsinnige, anstößige) Bemerkungen
machen; zweidimensional; die Zweidrit¬
telmehrheit; auch: die 2/3-Mehrheit;
zweieiig: zweieiige Zwillinge; zweiein¬
halb; zweierlei: zweierlei Strümpfe anha-
ben; zweifach (doppelt); auch: 2fach; das
Zweifache; auch: das 2fache; das Zweifa¬
milienhaus; auch: das 2-Familien-Haus;
zweifarbig; auch: 2-farbig; das Zweige¬
spann; zweigleisig; auch: 2-gleisig;
zweihäusig; auch: 2-häusig; zweihundert;
zweijährig; auch: 2-jährig; zweimal; auch:
2-mal; der Zweikampf (Duell); das Zwei¬
markstück; auch: das 2-Mark-Stück; der
Zweimaster; der Zweipfünder; auch: der 2-
Pfünder; das Zweirad; zweireihig; auch: 2-
reihig; zweischneidig: ein zweischneidiges
Schwert (eine Sache, die Vor- und Nach¬
teile hat); zweiseitig auch: 2-seitig; der
Zweisitzer; der Zweispänner (Wagen für
zwei Pferde); zweisprachig; auch: 2-spra-
chig; zweispurig; auch: 2-spurig; zweistel¬
lig; auch: 2-stellig; zweistimmig; auch: 2-
stimmig; zweistöckig; auch: 2-stöckig;
zweistündig (zwei Stunden dauernd);
auch: 2-stündig; zweistündlich (alle zwei
Stunden); der Zweitaktmotor; auch: der 2-
Takt-Motor; zweitausend; zweite: etwas
aus zweiter Hand (gebraucht) kaufen - das
zweite Programm; das zweite Gesicht;
aber: jeder Zweite - zum Zweiten - er lügt
wie kein Zweiter - er wurde Zweiter - der
Zweite Weltkrieg - das Zweite Deutsche
Fernsehen (ZDF); zweiteilig; auch: 2-teilig;
die Zweiteilung; zweitens; zweitklassig;
der/die Zweitletzte: als Zweitletzter an die
Reihe kommen; zweitrangig (unbedeu¬
tend); die Zweitschrift (Abschrift); die
Zweitstimme; der Zweitwagen; die Zwei¬
zimmerwohnung; auch: die 2-Zimmer-
Wohnung
Zweifel, der: -s, -; Zweifel (Bedenken, Vorbe¬
halte) haben - im Zweifel sein - ohne
Zweifel (gewiss) - es steht außer Zweifel -
etwas in Zweifel ziehen (etwas bezwei¬
feln); zweifelhaft; zweifellos; zweifeln; der
Zweifelsfall; zweifelsfrei; zweifelsohne
(gewiss); der Zweifler; die Zweiflerin
Zweig, der: -(e.)s, -e; einen Zweig (Ast) vom
Baum reißen - auf keinen grünen Zweig
kommen (keinen Erfolg haben); das Zweig¬
geschäft; die Zweigniederlassung; die
Zweigstelle (Filiale)
Zwerch-feil, das: -(e)s, -e (Scheidewand zwi¬
schen Bauch- und Brusthöhle)
Zwerg, der: -(e)s, -e (Wicht, Kobold, kleiner
Mensch); zwergenhaft; die Zwergin; der
Zwergpudel; der Zwergstaat; zwergwüch¬
sig
Zwetschge, die: -, -n (Pflaume); auch: die
Zwetsche, die Zwetschke; der Zwetsch¬
genbaum; das Zwetschgenmus
T
U
V
W
X >-lN
zwicken
438
zwjcken: mich zwickt (kneift) die enge Hose;
der Zwickel (keilförmiger Einsatz); der
Zwicker; die Zwickmühle: in einer Zwick¬
mühle (einer ausweglosen Situation) sein
Zwieback, der: -(e)s, -e/Zwiebäcke (beider¬
seitig gebackene, knusprige Dauerback¬
ware)
Zwiebel lat., die: -, -n (Gewürz- und Gemü¬
sepflanze); der Zwiebelkuchen; zwiebeln:
jemanden zwiebeln (plagen, quälen); der
Zwiebelring; die Zwiebelsuppe; der Zwie¬
belturm
zwiefach: (zweifach); das Zwiegespräch; das
Zwielicht (Dämmerung); zwielichtig: eine
zwielichtige (nicht durchschaubare, an¬
rüchige) Person; der Zwiespalt, die Zwie-
spälte/Zwiespalte (Zweifel, Konflikt); zwie¬
spältig (unsicher, schwankend); die Zwie¬
spältigkeit; die Zwiesprache (Zwiege¬
spräch); die Zwietracht: Zwietracht (Unei¬
nigkeit, Streit) säen
ZwjMing, der: -s, -e (eins von kurz nachein¬
ander geborenen Geschwistern); der Zwil¬
lingsbruder; die Zwillingsschwester; das
Zwillingspaar
zwjngen: du zwingst, er zwang, sie hat ge¬
zwungen; zwing(e)!; jemanden zum Arbei¬
ten zwingen (nötigen) - sich zu etwas
zwingen (überwinden) - ein zwingender
(stichhaltiger) Grund - eine zwingende (un¬
umgängliche) Notwendigkeit; die Zwing¬
burg (früher: Burg, die einen bestimmten
Landstrich beherrscht); die Zwinge (Werk¬
zeug); der Zwinger (Käfig für Tiere); —► Zwang
zwjn kern: mit den Augen zwinkern (blin¬
zeln)
zwjrbeln: den Bart zwirbeln (zusammendre¬
hen)
Zwjrn, der: -(e)s (reißfestes Garn); der Zwirns¬
faden
zwischen: er setzte sich zwischen uns (in die
Mitte von uns) - zwischen den Feiertagen -
zwischen ihm und mir besteht Freund¬
schaft; die Zwischenbemerkung; das Zwi¬
schendeck (bei Schiffen); das Zwischending
(Mittelding); zwischendrjn (mittendrin);
zwischendurch; das Zwischenergebnis; der
Zwischenfall; die Zwischenfrage; die Zwi¬
schengröße; der Zwischenhandel; zwi¬
schenlanden; die Zwischenlandung; der
Zwischenlauf; die Zwischenlösung; zwi¬
schenmenschlich; die Zwischenprüfung;
der Zwischenraum; der Zwischenruf; die
Zwischenrunde; das Zwischenspiel; zwi¬
schenstaatlich; die Zwischenwand; die
Zwischenzeit; zwischenzeitlich
Zwist, der: -es, -e (Streit); die Zwistigkeit
zwjtschern: Vögel zwitschern (singen) in
den Zweigen - einen zwitschern (Alkohol
trinken)
Zwjtter: -s, - (zweigeschlechtliches Wesen);
zwitterhaft* zwitt(e)rig; die Zwitterstel¬
lung; das Zwittertum; das Zwitterwesen;
die Zwittrigkeit
zwölf: zwölf Uhr nachts - es ist fünf vor zwölf
(allerhöchste Zeit) - zwölf Uhr mittags - sie
sind zu zwölfen (zu zwölft) - die zwölf
Apostel; die Zwölf; zwölfeckig; auch:
12-eckig; zwölffach; auch: 12fach; das
Zwölffache; auch: das 12fache; der Zwölf¬
fingerdarm; zwölfjährig; auch: 12-jährig;
zwölfmal; auch: 12-mal; zwölft...: der
zwölfte Mann; zwölftausend; zwölftens;
zwölftel; das Zwölftel
Zyankali griech., das: -s (starkes Gift)
Zyklon (Zyklon) engl., der: -s, -e (Wirbel¬
sturm)
Zyklus (Zyklus) griech., der: -, Zyklen
(Kreislauf, ein regelmäßig wiederkehrender
Ablauf); zyklisch (regelmäßig wiederkeh¬
rend)
Zyljnder griech., der: -s, -; einen Zylinder
(steifen, röhrenförmigen Herrenhut) tragen
- den Umfang eines Zylinders (eines wal¬
zenförmigen Hohlkörpers) berechnen; der
Zylinderhut; zylindrisch (walzenförmig)
zynisch griech.: (beißend, spöttisch, bissig,
gemein); der Zyniker; die Zynikerin; der
Zynjsmus
Zypern: -s (Inselstaat im Mittelmeer); der Zyp¬
rer; auch: der Zyprier; der Zypriot; die Zyp¬
riotin; zypriotisch; auch: zyprisch
Zyp res se (Zy pres se) griech., die: -, -n
(Kiefernart in der Mittelmeergegend)
Zyste griech., die: -, -n (Geschwulst mit flüs¬
sigem Inhalt)
z. Z. (z. Zt.) = zur Zeit
439
Rechtschreibhilfen und Rechtschreibregeln
Grundwissen Grammatik
Für die Anwendung der im Folgenden aufgezeigten Rechtschreibhiilfen und
Rechtschreibregeln ist die Kenntnis der verschiedenen Wortarten sehr wichtig.
Verb (Tätigkeitswort, Tunwort, Zeitwort)
Leistung
Konjugation
(Beugung)
Singular
(Einzahl)
Plural
(Mehrzahl)
Mit Verben lassen sich Tätigkeiten, Vorgänge und Zustände be¬
zeichnen. Sie können darstellen, was man tut, wie man sich ver¬
hält, was vorgeht.
Ein Verb ist dadurch gekennzeichnet, dass es konjugiert (gebeugt)
werden kann:
Person Singular
Plural
1.
ich komme
wir kommen
2.
du kommst
ihr kommt
3.
er, sie, es
kommt
sie kommen
Beispielwörter
einfache Verben
fallen, machen, lachen, sich freuen, horchen, geben, schneiden,
werfen, kommen, baden, reisen
abgeleitete Verben
erziehen, Weggehen, begreifen, missglücken, sich verlaufen, ab¬
schauen, verspielen, Umfallen
Hilfszeitwörter
haben, sein, werden, wollen, sollen, können, dürfen, lassen, mögen
Gebrauch
Tätigkeiten
(Handlungen)
Der Bauer pflügt den Acker.
Er baut sich ein Haus.
Inge spielt auf der Straße.
Vorgänge
Das Gras duftet.
Heute scheint die Sonne.
Der Ball rollt auf die Straße.
/
440
Zustände Sie liegt krank im Bett.
Familie Bauer wohnt im ersten Stock.
Inge bleibt heute zu Hause.
Substantiv (Dingwort, Hauptwort, Namenwort, Nomen)
Leistung
Mit Substantiven werden Gegenstände, Dinge, Sachverhalte be¬
zeichnet.
Nominativ
(1. Fall)
Das wichtigste Kennzeichen eines
verschiedene Fälle setzen kann:
Substantivs ist, dass
man es in
Genitiv
(2. Fall)
Nominativ:
der Berg
die Wiese
das Tal
Genitiv:
des Berges
der Wiese
des Tales
Dativ
(3. Fall)
Akkusativ
(4. Fall)
Singular
Dativ:
dem Berg
der Wiese
dem Tal
Akkusativ:
Veränderbar
den Berg
sind Substantive auch
die Wiese
in der Anzahlform:
das Tal
(Einzahl)
Singular:
der Berg
die Wiese
das Tal
Plural
(Mehrzahl)
Plural:
die Berge
die Wiesen
die Täler
Auch Substantive haben ein Geschlecht. Dies hat jedoch mit
dem natürlichen Geschlecht nichts zu tun. Es ist ein grammati¬
sches Geschlecht:
männlich
weiblich
sächlich
der Mann
die Frau
das Kind
der Ball
die Straße
das Haus
Beispielwörter
einfache Wörter Stuhl, Tasche, Auto, Bagger, Himmel, Straße, Kind, Leute, Bauer,
Boden, Kamin, Dose
zusammengesetzte Tischdecke, Hausdach, Autoantenne, Puppenhaus, Gartenzaun,
Wörter Straßenbelag, Apfelbaum, Kirchturm
abgeleitete Wörter Krankheit, Gewitter, Austausch, Verstand, Begabung, Aufstand,
Zusammenspiel, Ausgang
441
Gebrauch
Bezeichnung von
- Lebewesen
Eva, Schwester, Lehrerin, Kind, Freundin, Nachbar, Schaffner,
Wurm, Fisch, Elefant
- Pflanzen
Gras, Rose, Baum, Eiche, Haselstrauch, Blume, Mohrrübe
- Dingen
- Gedachtem und
Vorgestelltem
Ball, Schrank, Zeitung, Stadt, Park, Zelt, Buch, Leiter
Tadel, Freundschaft, Angst, Wetter, Himmel, Liebe, Zeit, Faulheit,
Traum, Reise, Fleiß, Mut
A3
Artikel (Begleiter, Geschlechtswort)
Leistung
Die Artikel sind Begleiter der Substantive und für diese das wich¬
tigste Erkennungszeichen.
Sie zeigen auch das grammatische Geschlecht der Wörter auf:
männlich
der Vater, der Hund, der Garten
weiblich
die Mutter, die Pflanze, die Wiese
sächlich
das Kind, das Ding, das Auto
Beispielwörter
bestimmter
Artikel
der, die, das
des, dem, den
unbestimmter
Artikel
ein, eine, ein
eines, einer, einem, einen
Gebrauch
des bestimmten
Artikels
Kennzeichnung eines Substantivs als etwas Bekanntes und
Bestimmtes:
des unbestimmten
Artikels
Er sah das Kind auf der Wiese spielen.
(ein ganz bestimmtes Kind)
Der Lehrer stellte die Tasche auf das Pult.
(eine ganz bestimmte Tasche)
Kennzeichnung eines Substantivs als etwas Unbestimmtes und
Beliebiges:
Er sah ein Kind auf der Wiese spielen.
(irgendein Kind)
Der Lehrer stellte eine Tasche auf das Pult.
(irgendeine Tasche)
442
Adjektiv (Artwort, Eigenschaftswort, Wiewort)
Leistung
Mit Adjektiven bezeichnen wir Eigenschaften von Personen, Din
gen und anderen Wesen sowie von Tätigkeiten, Vorgängen und
Zuständen.
Beschrieben wird, wie etwas ist, wie jemand etwas macht, wie
etwas geschieht.
Das auffälligste Merkmal des Adjektiv^ ist, dass man es steigern
kann:
Grundform
(Positiv)
klein, groß, gut
Steigerungsform
(Komparativ)
kleiner, größer, besser
Höchstform
(Superlativ)
am kleinsten, am größten, am besten
Beispielwörter
klug, langsam, dünn, schön, bissig, freundlich, erfreulich, riesig,
weiß, grün, hölzern, bayerisch, schwer, stark, mächtig
Gebrauch
als Beifügung
(attributiv)
das schwarze Haar
ein heißer Tag
eine rote Rose
als Teil der Satz¬
aussage
(prädikativ)
Ihr Haar ist schwarz.
Der heutige Tag ist heiß.
Diese Rosen sind rot.
zur näheren Be¬
stimmung des
Verbs (adverbial)
Die Blume blüht schön.
Er fährt mit dem Auto schnell.
Sie lacht laut.
Pronomen (Fürwort)
Leistung
Beispielwörter
persönliches Für¬
wort (Personal¬
pronomen)
Ein Pronomen steht als Stellvertreter für ein Substantiv.
ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie
meiner, deiner, seiner, ihrer, unser, euer, ihrer
mir, dir, ihm, ihn, uns, euch, ihnen
mich, dich, uns
443
besitzanzeigendes
Fürwort (Possessiv¬
pronomen)
hinweisendes Für¬
wort (Demonstra¬
tivpronomen)
bezügliches Für¬
wort (Relativprono¬
men)
Fragefürwort
(Interrogativprono¬
men)
rückbezügliches
Fürwort (Reflexiv¬
pronomen)
unbestimmtes Für¬
wort (Indefinit¬
pronomen)
Gebrauch
als Stellvertreter
als Begleiter
Leistung
Beispielwörter
Kardinalzahlen
(Grundzahlen)
Ordinalzahlen
(Ordnungszahlen)
Bruchzahlen
Vervielfältigungs¬
zahlen
mein, dein, sein
dies, diese, dieser
jene, jener, jenes
(eine) solche, (ein) solcher, (ein) solches
dasselbe, derselbe, dieselbe
der, die, das
welche, welcher, welches
was, wer
was? wer? welche?
sich
alle, etwas, jemand, kein, keiner, man, mancher, nichts, niemand
Inge liest gerade ein Buch. Es ist sehr spannend
Hier ist das Geschenk, das du dir gewünscht hast.
Mein Auto ist neu.
Nimm dies Geschenk!
Welches Kleid soll ich anziehen?
Numerale (Zahlwort)
Die Numeralien dienen dazu, etwas zahlenmäßig zu erfassen.
null, eins, zwei, drei, zehn, hundert, tausend, zehntausend,
zehntausendvierundvierzig, hunderttausend, eine Million, eine
Milliarde, eine Billion
der erste Januar, das dritte Kind, die Vierte, das hundertste Mal
ein drittel Kilogramm, ein viertel Zentner, ein zehntel Meter,
drei Zehntel der Fläche, ein Achtel Rotwein
einfach, zweifach, dreifach, tausendfach
444
unbestimmte Zahl- einige, etliche, manche, mehrere, die meisten, ein paar, viele,
Wörter verschiedene, mehrere
Gebrauch
als Adjektiv drei Wochen, die ersten Menschen
(Beifügung)
als Adverb Er kam einmal zu spät.
als Substantiv der Zehnte, der Dritte im Bunde, das Fünffache von 10, die Null
als Teil eines Eigen- Otto der Erste, der Dreißigjährige Krieg
namens
Adverb (Lagewort, Umstandswort)
Leistung
Beispielwörter
Umstand des Or¬
tes: wo? woher?
wohin?
Umstand der Zeit:
wann? seit wann?
wie lange? wie oft?
Umstand der Art
und Weise: wie?
auf welche Weise?
Umstand des Grun¬
des: warum? wes¬
halb? weswegen?
wozu?
Gebrauch
als Beifügung
als Teil der Satzaus¬
sage
als Artangabe
Mit Adverbien beschreiben wir die genaueren Umstände eines
Geschehens.
Sie sagen uns, wo, wann, auf welche Art und Weise und warum
etwas geschieht.
da, daher, dahin, dort, dorthin, draußen, drinnen, fort, heim, he¬
rein, herunter, hier, hierher, hierhin, hin, hinauf, hinaus, hinein,
hinten, irgendwo, links, nirgends, oben, rechts, rückwärts, über¬
all, unten
allzeit, anfangs, bald, bisher, damals, dann, eben, endlich, früh,
gestern, immer, inzwischen, jahrelang, jetzt, morgen, morgens,
nachts, nie, nun, oft, stets, stundenlang, täglich, übermorgen, vor¬
her, zuletzt
anders, beinahe, besonders, dadurch, damit, ebenso, eher, ei¬
lends, einigermaßen, fast, ganz, irgendwie, kaum, keineswegs,
kopfüber, kurzerhand, noch, nur, sehr, so, teilweise, überaus, um¬
sonst, vergebens, weiterhin
also, daher, darum, dennoch, deshalb, deswegen, hierfür, hierzu,
nämlich, noch, nötigenfalls, somit, trotzdem, vorsichtshalber,
warum, weshalb, wozu
Der Bernd draußen spielt Ball.
Bernd ist draußen und spielt Ball.
Bernd spielt draußen Ball.
445
A8
Präposition (Verhältniswort)
Leistung
Präpositionen stehen vor einem Substantiv oder einem als Sub¬
stantiv gebrauchten Wort. Mit einer Präposition geben wir an, in
welchem Verhältnis Wörter zueinander stehen.
Beispielwörter Präpositionen sind immer fest an ein Wort oder an eine Wort¬
gruppe gebunden. Die Wörter, die ihnen folgen, stehen in ver-
2. Fall (Genitiv)
schiedenen Fällen:
angesichts, anlässlich, anstatt, bezüglich, diesseits, hinsichtlich,
infolge, inmitten, innerhalb, jenseits, kraft, namens, ungeachtet,
unterhalb, während, wegen, zwecks
3. Fall (Dativ)
aus, außer, bei, binnen, dank, entgegen, gegenüber, gemäß, mit,
nach, nächst, nebst, samt, seit, von, zu, zuliebe, zuwider
4. Fall (Akkusativ) bis, durch, für, gegen, ohne, um, wider
mehrere Fälle
Beispiel:
3. Fall (wo?): Er sitzt auf dem Boden.
4. Fall (wohin?):- Er fällt auf den Boden.
Gebrauch
Verschiedene Beziehungen:
Ort
Zeit
Grund
Art und Weise
Wir stiegen auf einen Berg.
Sie kam auf eine Woche.
Udo konzentrierte sich auf seine Arbeit.
Er fiel auf eine unangenehme Weise auf.
A9
Konjunktion (Bindewort)
Leistung
Mit Konjunktionen können Wörter, Satzglieder oder ganze Sätze
verbunden werden.
Beispielwörter
nebenordnend
(anreihend)
aber, auch, außerdem, dagegen, daher, dann, darum, dazu, denn
dennoch, deshalb, doch, infolgedessen, jedoch, oder, sondern,
trotzdem, und, wenn auch
unterordnend
als, bevor, bis, da, damit, dass, ehe, falls, indem, nachdem, ob,
obwohl, ohne dass, seitdem, sobald, sodass (so dass), solange,
sooft, während, weil, wenn, wie, wogegen
446
Gebrauch
Verbindung von
- Wörtern
- Satzgliedern
- Hauptsatz und
Hauptsatz
- Hauptsatz und
Nebensatz
- ganzen Sätzen
Mit Konjunktionen werden in einem Text immer zwei Teile mit¬
einander verknüpft:
Heiner und Inge, Felder und Wiesen, klein und schmächtig, viel
oder wenig
Erst aßen sie Kuchen, dann belegte Brote.
Claudia freut sich, denn sie hat gute Noten.
Er war froh, weil die Arbeit geschafft war.
%
Zuerst trat ein Clown auf. Dann zeigten die Artisten ihre Künste.
447
Besonderheiten der deutschen Rechtschreibung
B1
Lang gesprochene Selbstlaute werden durch verschie¬
dene Schreibweisen wiedergegeben.
langes a (ä)
ohne Kennzeich¬
nung
raten, Dame, Tal, Kran, zwar, klar, Träne, Qual, Märchen, Re¬
klame, Span, schälen, Bar
In den Nachsilben -bar, -sam und -sal wird die Deh¬
nung nicht gekennzeichnet:
essbar, furchtbar, kostbar, ehrsam, furchtsam, ratsam, Rinnsal,
Schicksal, Trübsal
Buchstabenverdop- Waage, ein Paar, ein paar, Aal, Saal, Saat, Staat, Kopfhaar, waag-
pelung recht, Aasfresser
HST
Haar - Härchen
Paar - Pärchen
Saat - säen
Dehnungs-h Kahn, nähren, fahl, zahlen, prahlen, lahm, gefährlich, wahr,
Zahn, Währung, ähnlich, Draht, zahm
Ein Doppel-ä wird nie geschrieben:
Das Dehnungs-h steht häufig vor I, m, n und r!
nsr1
Wichtige Unterschiedsschreibungen:
Wal (Tier)
Mal (jedes Mal)
malen (mit Farben)
die Wagen (Fahrzeuge)
Name
sie war
es ist spät
sie wären
- Wahl (wählen)
- das Mahl (Essen)
- mahlen (das Mehl)
- die Waagen (wiegen)
- die Einnahme (nehmen)
- es ist wahr
- sie späht (blickt)
- sie währen (dauern)
448
langes e
ohne Kennzeich¬
nung
Buchstabenverdop¬
pelung
Dehnungs-h
langes i
ohne Kennzeich¬
nung
Dehnungs-e
Infinitiv
(Grundform)
CST
Dehnungs-h
geben, Schere, Leder, Gegner, Leben, Herd, Kamel, Hefe, Gebet,
selig, beschweren, her
Seele, Schnee, Meer, Teetasse, Himbeere, See, Beet, ausleeren,
Klee, Kaffee, Allee, Speer
Kehle, nehmen, Sehne, sehr, Entbehrung, dehnen, angenehm, eh¬
ren, mehrmals, belehren
Das Dehnungs-h steht häufig vof I, m, n und r!
Wichtige Unterschiedsschreibungen:
leeren - lehren
Meer - mehr
Reederei - Rederei (Gerede)
seelisch (Seele) - selig (glücklich)
Kamin, Vitamin, Bibel, Apfelsine, Krise, Biber, Maschine, Kilo¬
gramm, Igel, dir, wir, Liter
Friede, lieb, Lied, neugierig, Chemie, Zwiebel, verlieren, Biene,
zielen, Melodie, Siegel
Viele Verben werden in der Grundform mit -ieren ge¬
schrieben:
notieren, spazieren, reklamieren, gratulieren, diskutieren, probie¬
ren, rasieren, blamieren
Die Vergangenheitsform vieler Verben wird mit je ge¬
schrieben:
sie schlief, er rief, er hat geschrien
ihr, ihm, ihn, ihnen, ihren
|~Das Dehnungs-h steht häufig vor I, m, n und r!
Längenzeichen -eh
Vieh, geschieht, befiehlt, ziehen, wiehern, fliehen
449
langes o (ö)
ohne Kennzeich¬
nung
Dehnungs-h
Buchstabenverdop¬
pelung
langes u (ü)
ohne Kennzeich¬
nung
Dehnungs-h
cSr3
Wichtige Unterschiedsschreibungen:
Lied (Gesang) - Lid (Augenlid)
Miene (im Gesicht) - Mine (im Bergwerk)
wieder (noch einmal) - wider (gegen)
Fieber - Fiber (Faser)
Ton, krönen, Zone, Alkohol, Gebot, lösen, Person, Dombau,
Lotse, Tor, Atom, holen, Öl
hohl, Bohne, bohren, Gejohle, gewöhnlich, Sohle, Mohn, loh¬
nen, Rohr, wohnen, wohl, ohne
Das Dehnungs-h steht häufig vor I, m, n und r!
Boot, Moor, Moos, Zoo
Wichtige Unterschiedsschreibungen:
der Bote - die Boote
die Sole (salzhaltiges - die Sohlen (Schuhsohlen)
Wasser)
Blut, Buche, Spule, jubeln, Frisur, spuren, Kür, Wut, Zensur, grü¬
beln, suchen, Blut
In der Vorsilbe ur- und in der Nachsilbe -tum wird die
Dehnung nicht bezeichnet:
Urlaub, uralt, Urahne, Urwald, Ursache, Urmensch
Brauchtum, Bürgertum, Menschentum, Heldentum, Reichtum,
Irrtum
Ruhm, Stuhl, Huhn, Uhr, Kuh, sie ruhte, Ruhe, rühren, Schuh,
blühen, kühl, fühlen
Wichtige Unterschiedsschreibungen:
Urzeit (Vorzeit) - Uhrzeit
die Blüte - blühen
450
B Folgt auf einen betonten kurzen Vokal ein Konsonant,
so wird er verdoppelt.
Vokal
(Selbstlaut)
Konsonant
(Mitlaut)
Anstelle von kk
schreibt man ck!
Anstelle von zz
schreibt man tz!
Ebbe, krabbeln, kribbeln, Schrubber, paddeln, Pudding, buddeln,
Buddel
Giraffe, Waffel, offen, treffen, gaffen
Bagger, Roggen, Kogge
bellen, Keller, Null, schnell, toll
fromm, Himmel, kümmern, immer, sch'limm
beginnen, denn, Kanne, Pfennig, dünn,
Galopp, kippen, Gruppe, Lappen, doppelt
Herr, irren, dürr, sperren, Zigarre
Biss, nass, Schloss, Nuss, hassen
Kette, Zettel, bitten, matt, flott
backen, Glück, flicken, Sack, Strecke, Gepäck, Mücke, bücken,
packen, dick
Ausnahmen: Akkord, Makkaroni, Marokko, Mokka, Sakko,
Akkordeon, akkurat, Akkusativ
Pfütze, trotz, blitzen, Netz, stützen, spitz, plötzlich, nützlich,
jetzt, nutzen, putzen
Ausnahmen: Pizza, Jazz, Skizze, Razzia, Intermezzo
einige Kurzwörter
Iln einigen Wörtern wird nach einem betonten kurzen
Vokal nicht verdoppelt:
in, an, am, ab, bis, drin, man, des, was
bei den Verbfor- ich bin, sie hat
men bin und hat
C®5
Eine Verdoppelung unterbleibt, wenn auf einen beton¬
ten kurzen Vokal verschiedene Konsonanten folgen:
Gift, halten, Hemd, sinken, Herz, senden, werfen, Kante, gesund
Ausnahmen:
gebeugte Formen kennen: kannte, gekannt, bekannt, die Bekannte, das Be-
und Ableitungen kenntnis, erkannt, die Erkenntnis, das Erkannte
der Gewinn: des Gewinns
dumm: am dümmsten
zusammengesetzte Ballkleid, Falltreppe, Mullbinde, vollbringen, stattdessen,
Wörter Schnittbrot, Mülltonne
451
B3
Artikel
Pronomen
Ersatz durch wel¬
ches und dies mög¬
lich
Konjunktion
Ersatz durch wel¬
ches oder dies
nicht möglich
stimmhafter
(weicher)
s-Laut
am Wortanfang
(im Wortanlaut)
im Wortinneren
(im Wortinlaut)
Die Konjunktion dass wird mit ss geschrieben.
das Haus
das Dachfenster
das Schönschreibheft
das Laufen und Springen
das Schönste
das Übrige
das Auto, das (welches) er fährt
das Buch, das (welches) er gerade liest
Er meint, das (dies) sei nicht möglich.
Das (dies) darfst du nicht machen!
Ich rechne damit, dass es morgen regnet.
Bernd sagte, dass er nicht länger bleiben könne.
Dass ihr ja ruhig seid!
Dass er wirklich kommt, damit hat keiner gerechnet.
Dass wir gewinnen könnten, das (dies) habe ich nie bezweifelt.
Dass er fleißig ist, das (dies) weiß jeder.
Ebenso:
sodass (auch: so dass)
der Dasssatz (auch: der dass-Satz)
Die verschiedenen s-Laute werden mit s, ß und ss
geschrieben.
Sonne, sauber, sieben, Susi, Seele, so, Süden, sagen, summen,
sicher, Salbe, Saft
lesen, Rasen, leise, Hase, Riese, Masern, Nase, lose, Gemüse,
reisen, sausen, Vase
452
Wörter, die bei ei¬
ner Wortverlänge¬
rung mit s geschrie¬
ben werden
einige Kurzwörter
einige Adverbien
Wörter mit den En¬
dungen -nis, -is,
-as, -os und -us
stimmloser
(scharfer,
zischender)
s-Laut
im Wortinlaut und
Wortauslaut nach
einem langen
Vokal: ß
im Wortinlaut und
Wortauslaut nach
einem kurzen
Vokal: ss
am Silbenende
Verbindung von
s-Laut mit dem
t-Laut: st
DSr3
Im Auslaut spricht man das s immer stimmlos.
Es wird in folgenden Fällen mit s geschrieben:
Haus - Häuser
dies-diese
er las - lesen
das, es, was, eins, nichts, etwas, aus, bis, als, falls, los, eines
stets, bereits, eilends, nirgends, morgens, abends, vorwärts, ab¬
wärts, zusehends
Erlebnis, Finsternis, Hindernis, Geheimnis, Zeugnis, Versäumnis,
Firnis, Kürbis, Atlas, Ananas, Rhinozeros, Bus, Krokus, Globus
fließen, gießen, Soße, fleißig, beißen, Füße, außer, Größe, Buße,
draußen, genießen, beißen, heißen,
Strauß, Fuß, bloß, Stoß, Maß, weiß, Grieß, Spieß, Kloß, groß,
Fleiß, heiß, Gruß
fassen, Messe, Tasse, passen, Masse, Bissen, Klasse, lassen,
Schlüssel, Flosse, Wasser
dass, Fass, nass, Pass, kess, Stress, Schluss, Kuss, Schuss, Fluss,
gewiss, er biss, Riss
ein bisschen, essbar, missbilligen
Fast, fasten, Westen, Kiste, listig, rasten, hastig, rostig, Küste,
Geist, leisten, husten, lästig, kosten, Kasten, Mist, Biest, meist
Aber: mussten (weil: müssen)
größte (weil: groß)
Wenn bei den Wörtern einer Wortfamilie kurz und
lang gesprochene Vokale wechseln, ändert sich auch
die Schreibung des s-Lautes:
fließen - er floss - geflossen - flüssig - Fluss - fließend - Fließpa¬
pier - Fließband
beißen - sie biss - gebissen - der Biss - ein Bissen - ein bisschen
453
Wichtige Unterschiedsschreibungen:
er isst (essen)
sie biss
du hasst (hassen)
sie fasst (fassen)
er reißt (reißen)
sie ließ (lassen)
du misst (messen)
die Masse
er ist (sein)
bis
du hast (haben)
fast
er reist (reisen)
lies! (lesen)
der Mist
die Maße
B5
Wenn Wörter zusammengesetzt werden, lässt man keine
Buchstaben wegfallen.
Rohheit
Zähheit
Zierrat
selbstständig
(auch: selbständig)
von: roh + heit
von: zäh + heit
von: zieren + rat
von: selbst + ständig
Aber: Hoheit
Auch wenn drei gleiche Buchstaben Zusammentreffen,
werden alle geschrieben:
drei gleiche Konso¬
nanten
drei gleiche Vokale
Schifffahrt
von:
Schiff
+ Fahrt
Betttuch
von:
Bett
+ Tuch
Flusssand
von:
Fluss
+ Sand
fetttriefend
von:
Fett
+ triefend
Bestellliste
von:
bestellen
+ Liste
wettturnen
von:
Wette
+ turnen
Aber: Mittag, dennoch, Drittel
Seeelefant
von:
See
+ Elefant
Teeecke
von:
Tee
+ Ecke
Zooorchester
von:
Zoo
+ Orchester
Schreibung mit
Bindestrich zur
Gliederung des
Wortes möglich
Sch iff-Fahrt
Bett-Tuch
See-Elefant
Zoo-Orchester
454
Getrennt- und Zusammenschreibung
Wörter werden im Normalfall von anderen getrennt ge¬
schrieben. Zusammenschreibungen sind die Ausnahme.
Eine Wortgruppe
besteht aus mehre¬
ren Wörtern.
Zusammengesetzte
Wörter werden als
ein Wort geschrie¬
ben.
Wörter, die im Text benachbart und aufeinander bezogen sind,
können unterschiedliche Verbindungen^eingehen.
Wir unterscheiden:
Wortgruppe: Zusammensetzung:
Rad fahren
liegen lassen
allein stehend
vorwärts kommen
fernsehen
langweilen
bereithalten
bloßstellen
= Getrenntschreibung = Zusammenschreibung
D®5
Nicht immer weiß man genau, ob nebeneinander
stehende Wörter eine Wortgruppe bilden oder zusam¬
mengesetzt sind:
Meist helfen Recht¬
schreibregeln wei¬
ter.
Im Zweifelsfalle im
Wörterbuch nach¬
schlagen!
nahe liegen
bereit sein
zum achten Mal
liegen lassen
bunt färben
blond gelockt
streng genommen
schwer behindert
kurzarbeiten
nebenstehend
vieldeutig
richtiggehend
sich krummlachen
heißblütig
dienstagabends
wundernehmen
Bestimmte Verbindungen werden immer getrennt ge¬
schrieben.
Verbindungen bestehen bleiben, sitzen bleiben, liegen lassen, spazieren gehen,
aus Verb und kennen lernen, stecken bleiben, (sich) gehen lassen, fallen lassen,
Verb flöten gehen, bleiben lassen, hängen bleiben, stecken lassen, lie¬
gen bleiben, hängen lassen
455
alle Verbindun¬
gen mit sein
(und gewesen)
Verbindungen
aus Substantiv
und Verb
Der erste Bestand¬
teil ist eindeutig ein
Substantiv.
Zusammensetzung
nur mit folgenden
Bestandteilen:
heim, irre-, preis-,
stand-, statt-, teil-,
wett-, wunder-
Verbindungen,
deren erster
Bestandteil ge¬
steigert oder
erweitert wer¬
den kann
Adjektiv und
Verb
Steigerung möglich
Steigerung nicht
möglich
beisammen sein, um sein, hinüber sein, fertig sein, pleite sein,
zufrieden sein, zurück sein, vorbei sein, da sein, zusammen sein,
inne sein, außerstande sein (außer Stande sein)
da gewesen, beisammen gewesen, zurück gewesen, vorbei gewe¬
sen, fertig gewesen, traurig gewesen
Rad fahren, Eis laufen, Pleite gehen, Halt machen, Schritt halten,
Fuß fassen, Posten stehen, Schlange stehen, Maschine schreiben,
Klavier spielen, Auto fahren, Gefahr laufen, Not tun, Maß halten,
Kopf stehen, Leid tun, Wasser speien, Angst haben, Diät halten,
Feuer fangen, Not leiden, Rat suchen, Schuld tragen, Ski laufen,
Walzer tanzen
Zusammenschreibung, wenn das Substantiv als solches
kaum noch erkennbar ist:
heimbringen, heimfahren, heimführen, heimgehen, heimkehren,
heimleuchten, heimreisen, heimsuchen, heimzahlen
irreführen, irregehen, irreleiten, irrewerden
preisgeben
standhalten
stattfinden, stattgeben, statthaben
teilhaben, teilnehmen
wettmachen
wundernehmen
Beispiel:
fern liegen (Steigerung: ferner liegen, sehr fern liegen,
ganz fern liegen)
bekannt machen, übel nehmen, fern liegen, genau nehmen,
schwer nehmen, zufrieden stellen, still (ruhig) sitzen, leicht fal¬
len, nahe bringen, schlecht gehen, sauber halten, nahe legen, gut
gehen, nahe liegen, ernst nehmen, frei (ohne Manuskript) spre¬
chen, gut (lesbar) schreiben, hell strahlen, langsam arbeiten, leise
reden, locker sitzen, leicht machen, schnell fahren, sauber
schreiben, kurz treten
Aber: totschlagen, festlegen, Schwarzfahren, bereitstehen, hoch¬
rechnen, wahrsagen, bloßstellen, fernsehen, klarlegen,
Schwarzarbeiten, bereitstellen, freisprechen (für nicht
schuldig erklären), gutschreiben (anrechnen)
456
Hier helfen Proben:
frei sprechen
(Steigerung: sehr,
ganz frei sprechen)
Adjektiv und
Adjektiv
Steigerung nicht
möglich
Adjektiv und
Partizip
Steigerung nicht
möglich
Verbindungen
aus Partizip
und Verb
Verbindungen
aus Adverb
(meist zusam¬
mengesetzt)
und Verb
Manchmal muss auf die Bedeutung der Wörter ge¬
achtet werden:
frei (ohne Manuskript)
sprechen
einen Aufsatz gut (ordent¬
lich) schreiben
= Steigerung der Adjektive
möglich
den Angeklagten freispre¬
chen (für nicht schuldig
erklären)
einen Betrag gutschreiben
(anrechnen)
= Steigerung der Adjektive
nicht möglich
schwer verständlich, leicht verdaulich
Aber: die neugriechische Sprache
dicht bevölkert, dicht behaart, weit reichend, dünn bewachsen,
klein geschrieben, ernst gemeint, heiß ersehnt, sauber gehalten,
reich geschmückt
Aber: der freigesprochene Angeklagte
gefangen nehmen, verloren gehen, getrennt schreiben, geschenkt
bekommen, geliehen bekommen, gesagt bekommen
abhanden kommen, beiseite legen, anheim stellen, überhand
nehmen, vorlieb nehmen, fürlieb nehmen, vonstatten gehen, zu¬
gute halten, zuteil werden, zunichte machen, zustatten kommen
dahinter kommen, davor schieben, darauf legen, darüber fahren,
darunter stellen, aneinander legen, aufeinander achten, auseinan¬
der laufen, beeinander stehen, durcheinander bringen, hinterein¬
ander schalten, nebeneinander stellen, überhand nehmen, zuein¬
ander finden
rückwärts gehen, seitwärts treten, vorwärts schauen, jenseits lie¬
gen, abseits stehen, abwärts laufen, aufwärts blicken, vorwärts
fahren
barfuß gehen, allein stehen, auswendig vortragen, (sich) quer
stellen, daheim bleiben, oben stehen
Aber: drauflegen, drüberfahren, drunterstellen
457
Verbindungen
mit Wörtern,
die auf -ig,
-isch oder -lieh
enden
Adjektiv und Verb
Adjektiv und
Adjektiv
andere Verbin¬
dungen
- aus Partizip und
Adjektiv
- mehrteilige Kon¬
junktionen
- mit allzu, ebenso
und genauso
- mit gar, so, wie
und zu
c®5
Konjunktionen:
soviel, soweit, so¬
fern. sobald, so¬
lange. sooft, sosehr,
umso, desto, wieso,
sowie, sowohl (als
auch)
müßig gehen, übrig lassen, übrig bleiben, lästig fallen, fertig stel¬
len, ruhig stellen, ruhig bleiben
freundlich grüßen, bitterlich weinen, heimlich tun, reinlich arbei¬
ten, gründlich säubern
spöttisch reden, praktisch denken, sich diebisch freuen, höhnisch
lachen, kritisch denken
riesig groß, winzig klein, eisig kalt, schrecklich nervös, bläulich
rot, grünlich gelb, handlich rund
mikroskopisch klein, himmlich schön, seelisch krank
kochend heiß, leuchtend rot, strahlend hell, blendend weiß, ab¬
schreckend hässlich, gestochen scharf
ohne dass, statt dass, außer dass
Aber: sodass (auch: so dass)
allzu oft, allzu sehr, allzu früh, allzu spät, allzu schwer
ebenso gut, ebenso viel, ebenso lang, ebenso wenig, ebenso
schön
genauso viel, genauso wenig, genauso lang, genauso weit, ge¬
nauso hoch
Aber: allzumal
gar nicht, gar sehr, gar oft, gar kein, gar nichts
so hoch, so oft, so weit, so viel, so viele, so lange, so fern, so
sehr, so bald
wie viel, wie oft, wie gern, wie lange, wie sehr, wie weit
zu viel, zu sehr, zu gern, zu oft, zu lange, zu teuer
Konjunktionen werden zusammengeschrieben:
Er weiß in Geschichte
nicht so viel wie du.
So bald habe ich damit
nicht gerechnet.
Soviel ich weiß, ist er
nicht zu Hause.
Ich verständige dich,
sobald er kommt.
458
Dsr
Zusammengeschrieben werden die folgenden Adver¬
bien:
Verbindungen
mit Mal
(Getrenntschrei¬
bung einer Sub¬
stantivgruppe)
Adverbien mit -mal
werden zusammen¬
geschrieben.
sogleich, sofort, sogar
sowieso, ebensq, geradeso, genauso
immerzu, geradezu, hierzu, allzu
zuerst, zuletzt, zuallererst, zuallerletzt, zumindest, zuoberst, zu¬
unterst, zuhöchst, zutiefst
das erste Mal, zum ersten Mal, etliche Mal, Millionen Mal, dies
eine Mal, kein einziges Mal, so manches Mal, zum achten Mal,
das vierte Mal, viele Male, mehrere Male, ein paar Male, jedes
Mal
Aber: diesmal, einmal, zweimal, keinmal, manchmal, achtmal,
vielmal, vielmals, erstmals, mehrmals, ein paarmal
Wörter können mit anderen Bestandteilen Verbindungen
eingeben, die man zusammenschreibt.
Verbindungen,
bei denen ein
Bestandteil
kein selbststän¬
diges Wort ist
Verbindungen,
bei denen der
erste Teil für
eine Wort¬
gruppe steht
Beispiel:
wiss ist kein selbstständiges Wort
wissbegierig, einfach, letztmalig, redselig, blauäugig, großspurig,
kleinmütig, schwerstbehindert, schwindsüchtig, mehrdeutig,
dreispurig, schreibgewandt,
vielfach, vieldeutig, großmütig, fehlschlagen, fehlgehen, feilbieten,
kundgeben, kundtun, weismachen
Beispiele:
butterweich (weich wie die Butter)
herzerquickend (das Herz erquickend)
angsterfüllt, fingerbreit, bahnbrechend, freudestrahlend, herzer¬
quickend, hitzebeständig, jahrelang, kilometerweit, knielang, me¬
terhoch, milieubedingt, altersschwach, anlehnungsbedürftig, but¬
terweich, denkfaul, fehlerfrei, druckreif, fernsehmüde, lernbe¬
gierig, röstfrisch, sonnenarm, werbewirksam, weltbekannt, regen¬
nass, selbstsicher, lebensfremd, sonnenarm
459
mehrteilige
Wörter, deren
Bestandteile
nicht mehr
deutlich er¬
kennbar sind
Adverbien
Konjunktionen
Präpositionen
Pronomen
-dessen: indessen, infolgedessen, unterdessen
-wegs: geradewegs, keineswegs, unterwegs
irgend-: irgendeinmal, irgendwann, irgendwie, irgendwo, irgend¬
wohin
Ebenso: -dings, -falls, -halber, -mal, -mals, -maßen, -orten, -orts,
-seits, -so, -teils, -wärts, -wegen, -weil, -weilen, -weise,
-zeit, -Zeiten, -zu, bei-, der-, nichts-, zu-
Zusammensetzungen von -einander mit Präpositionen:
aneinander, aufeinander, auseinander, beieinander, durcheinan¬
der, füreinander, ineinander, miteinander, untereinander, vonei¬
nander, zueinander
anstatt (dass, zu), indem, inwiefern, sobald, sofern, solange, sooft,
soviel, soweit, sodass (auch: so dass), sowie, sowohl (als auch)
anhand, anstatt (des/der), infolge, inmitten, zufolge, zuliebe
irgendein, irgendeine, irgendeiner, irgendetwas, irgendjemand, ir¬
gendwas, irgendwelcher, irgendwelche, irgendwer
Getrenntschreibung, wenn die einzelnen Bestandteile
deutlich erkennbar und bestimmbar sind:
zu Ende gehen, zu Hause sein, zu Wasser und zu Lande, zu
Schaden kommen
Getrenntschreibung, wenn ein Bestandteil erweitert
ist:
diesmal
erstmals
stromaufwärts
ehrenhalber
irgendein
kopfüber
jederzeit
keinesfalls
bekannterweise
dies eine Mal
das erste Mal
den Strom aufwärts
der Ehre halber
irgend so ein
den Kopf über
zu jeder Zeit
in keinem Fall
in bekannter Weise
460
gleichrangige
Adjektive
zusammen¬
gesetzte Sub¬
stantive
Zusammensetzun¬
gen aus Substantiv
und Substantiv
Zusammensetzung
aus Substantiv und
einem Bestandteil,
der von einer ande¬
ren Wortart
stammt
substantivisch ge¬
brauchte Zusam¬
mensetzungen
Zusammensetzun¬
gen mit einem
Eigennamen
mehrteilige
Zahlen
mehrteilige Grund¬
zahlen unter einer
Million
mehrteilige Ord¬
nungszahlen
Verbindungen,
bei denen der
erste Bestand¬
teil die Bedeu¬
tung des zwei¬
ten genauer
angibt
(bedeutungsver¬
stärkend oder be¬
deutungsvermin¬
dernd)
Beispiel:
nasskalt (kalt und nass in gleichem Maße)
blaugrau, dummdreist, grünblau, nasskalt, taubstumm, feucht¬
warm, süßsauer, gelbgrün
Haustür, Gurkensalat, Zugschaffner, Gartenbeet, Straßenbeleuch¬
tung, Fußboden, Autoreifen, Schulhof,'Monatslohn, Apfelbaum,
Montagnacht, Samstagabend
Schwimmbad, Heizkessel, Schmelzpunkt, Säugetier, Dreikampf,
Leerlauf, Faultier, Hartholz, Ichsucht, Innenpolitik, Nichtraucher,
Dreivierteltakt
das Autofahren, das Fensterputzen, das Unrechttun, das Sitzen¬
bleiben, das Traurigsein, das Schnelllaufen
Elbufer, Europabrücke, Brennerpass, Heinegedicht, Glockner-
gruppe, Schweizergarde
vierzehn, hundertneunzig, siebenhundert, neunzehnhundertsie¬
benundneunzig, zehntausend, zweihunderttausend
der vierzehnte Mann, der neunzehnte Dezember, der achtzigste
Geburtstag, der hundertelfte Besucher, der dreimillionste Einwoh¬
ner
Beispiel:
todschick (sehr schick)
todschick, bitterkalt, brandneu, dunkelblau, erzkonservativ,
grundfalsch, lauwarm, stockdunkel, todernst, urgemütlich, uralt,
vollschlank, kurzsichtig, hochgiftig, grundehrlich, superleicht,
extrafein, haushoch, gemeingefährlich, hyperaktiv, minderschwer,
ultraleicht, minderbegabt, stockdumm, vollwertig, stocktaub, bit¬
terböse, bitterernst, brandaktuell, hypermodern, superschlau
461
Pronomen
„selbst" in Ver¬
bindung mit
Adjektiven
KIT
Partizip
(Mittelwort)
untrennbar zu¬
sammenge¬
setzte Verben
Verben mit be¬
stimmten Parti¬
keln
Zusammensetzun¬
gen:
abbeißen, fortge-
hen, hinüber¬
schauen, hintan¬
stellen, innehaben,
umfahren, unter¬
scheiden, ...
selbsttätig, selbstsicher, selbstbewusst, selbstständig (auch: selb¬
ständig), selbstgefällig, selbstgenügsam, selbstgerecht, selbstherr¬
lich, selbstsüchtig
Getrenntschreibung in Verbindung mit Partizipien:
selbst gebacken, selbst gestrickt, selbst gefunden, selbst erbaut,
selbst ernannt, selbst gemacht, selbst gedreht, selbst geschneidert
brandmarken, handhaben, lobpreisen, maßregeln, nachtwandeln,
schlafwandeln, schlussfolgern, wehklagen, wetteifern
frohlocken, langweilen, liebäugeln, vollbringen, vollenden, weis¬
sagen, liebkosen
zwangsräumen, bauchreden, brustschwimmen, kopfrechnen,
notlanden, seiltanzen, schutzimpfen, sonnenbaden, Wettlaufen
Untrennbare Zusammensetzungen erkennt man daran,
dass die Reihenfolge der Bestandteile stets unverän¬
dert bleibt. Man merkt das beim Konjugieren:
frohlocken: ich frohlocke, du frohlockst, sie frohlockte, er hat
frohlockt, ...
maßregeln: ich maßregle, er maßregelt, sie maßregelte, er wurde
gemaßregelt, ...
ab-, an-, auf-, aus-, bei-, beisammen-, da-, dabei-,
dafür-, dagegen-, daher-, dahin-, daneben-, dar-,
d(a)ran-, d(a)rein-, da(r)nieder-, darum-, davon-, da¬
wider-, dazu-, dazwischen-, drauf-, drauflos-, drin-,
durch-, ein-, einher-, empor-, entgegen-, entlang-,
entzwei-, fort-, gegen-, gegenüber-, her-, herab-,
heran-, herauf-, heraus-, herbei-, herein-, hernieder-,
herüber-, herum-, herunter-, hervor-, herzu-, hin-,
hinab-, hinan-, hinauf-, hinaus-, hindurch-, hinein-,
hintan-, hintenüber-, hinterher-, hinüber-, hinunter-,
hinweg-, hinzu-, inne-, los-, mit-, nach-, nieder-,
über-, überein-, um-, umher-, umhin-, unter-, vor-,
voran-, vorauf-, voraus-, vorbei-, vorher-, vorüber-,
vorweg-, weg-, weiter-, wider-, wieder-, zu-, zurecht-,
zurück-, zusammen-, zuvor-, zuwider-, zwischen-
462
Durch eine verschiedene Schreibung eines Wortes
können verschiedene Bedeutungen ausgedrückt
werden:
Zusammensetzung:
Wortgruppe:
dabeisitzen
dabei (während
(mit in der Runde sitzen)
einer Tätigkeit) sitzen
daherkommen
daher (deshalb)
(herbeikommen)
kommen
darumkommen
darum (deshalb)
(nicht bekommen)
kommen
wiedergewinnen
wieder (noch einmal)
(zurückgewinnen)
gewinnen
zusammenspielen
zusammen (gemeinsam)
(Zusammenwirken)
spielen
Da nur diese oben angegebenen 92 Bestandteile mit
Verben zusammengeschrieben werden, gibt es so
gegensätzliche Schreibungen wie
vorwärts blicken zurückstellen
darüber stehen danebenstehen
Getrenntschreibung am Satzanfang:
Hinzu kommt, dass er auch noch arm ist.
Fort gehen möchte er nicht.
Zurück schauen werde ich nicht.
Partizipien werden wie der ihnen zugrunde liegende
Infinitiv geschrieben.
Getrenntschrei¬
bung
allein stehen
still halten
auseinander laufen
Rat suchen
ernst meinen
verloren gehen
wild leben
nicht leiten
allein stehend
still gehalten
auseinander laufend
Rat suchend
ernst gemeint
verloren gegangen
wild lebend
nicht leitend
463
Zusammen¬
schreibung
nicht rosten
Pflanzen fressen
Furcht erregen
beisammen sein
auswendig lernen
hell strahlen
kennen lernen
Gewinn bringen
Aber: äußerst/sehr gewi
unten stehen
oben stehen
bloßstellen
teilnehmen -
weissagen -
notlanden
zwangsräumen
vollenden -
wehklagen -
brachliegen
irreführen
nicht rostend
Pflanzen fressend
Furcht erregend
beisammen gewesen
auswendig gelernt
hell strahlend
kennen gelernt
Gewinn bringend
nbringend
unten stehend
oben stehend
bloßgestellt
teilnehmend, teilgenommen
geweissagt
notgelandet
zwangsgeräumt
vollendet
wehklagend
brachliegend
irreführend
C5
Zusammensetzungen werden in bestimmten Fällen mit
einem Bindestrich geschrieben.
Zusammenset¬
zungen mit Ein¬
zelbuchstaben,
Abkürzungen
und Ziffern
Einzelbuchstaben
Abkürzungen
Ziffern
Verbindung
von Nachsilben
mit Einzelbuch¬
staben
i-Punkt, i-Tüpfelchen, x-Achse, y-Achse, Fugen-s, x-beliebig,
x-beinig, s-förmig, s-Laut, T-Shirt, S-Kurve, A-Dur, b-Moll, T-Träger
D-Zug, Kfz-Schlosser, UNO-Sicherheitsrat, UV-bestrahlt, Abt.-
Leiter, Lungen-Tbc, Fußball-WM, Tgb.-Nr. (Tagebuchnummer),
Dipl.-Ing. (Diplomingenieur), S-Bahnhof, U-Bahn, IC-Zuschlag
5-Tonner, 12-Zylinder, 6-mal, 4-malig, 3-zeilig, 20-jährig, die
50-Jährige, 10-prozentig, 3-Pfünder
5:3-Sieg, 1:4-Niederlage, 2/3-Mehrheit, 4/4-Takt
der x-te, das x-te Mal, zum x-ten Mal, die n-te Potenz
Aber: der SPDler, 4fach, das 4fache, 20%ig, ein 24stel, der 50er
464
substantivisch
gebrauchte Zu¬
sammensetzun¬
gen
Gliederung in
einzelne Be¬
standteile
Hervorhebung ein¬
facher Bestandteile
Gliederung unüber¬
sichtlicher Zusam¬
menhänge
Kennzeichnung
gleichrangiger Ad¬
jektive
Vermeidung von
Missverständnissen
Zusammentreffen
von drei gleichen
Buchstaben
Eigennamen
das Make-up, das Walkie-Talkie, der Boogie-Woogie, das Entwe¬
der-oder, das Sowohl-als-auch, das Teils-teils
das In-den-Tag-Hineinträumen, das Auf-die-lange-Bank-Schie-
ben, das Von-der-Hand-in-den-Mund-Leben, das An-den-Haaren-
Herbeiziehen
Aber:
Nicht bei einfachen Verbindungen mit Infinitiv, z.B. das Radfah¬
ren, beim Ballspielen
Der Anfangsbuchstabe der gesamten Zusammenset¬
zung und das letzte Verb im Infinitiv werden großge¬
schrieben:
Das Sich-gehen-Lassen
das Sich-auf-den-Urlaub-Freuen
Der Bindestrich steht zwischen allen Bestandteilen ei¬
ner Zusammensetzung:
40-Stunden-Woche, 12-Zylinder-Motor, 100-m-Lauf, 2-Zimmer-
Wohnung, 500-Jahr-Feier, K.-o.-Schlag, 5-Mark-Stück, Kopf-an-
Kopf-Rennen, Berg-und-Tal-Bahn
Ich-Erzählung, das Be-Greifen, Soll-Stärke, Ist-Aufkommen, dass-
Satz, Trimm-dich-Pfad, Muss-Bestimmung, Ur-Instinkt
Blumentopf-Erde, das Blutdruck-Messgerät, die Auto-Unfallver¬
sicherungsgesellschaft, die Toto-Annahmestelle
die englisch-amerikanischen Fremdwörter, die deutsch-französi¬
sche Freundschaft, die physikalisch-chemisch-biologischen Ge¬
setze
Drucker-Zeugnis - Druck-Erzeugnis
Musiker-Leben - Musik-Erleben
Zoo-Orchester, Sauerstoff-Flasche, Schiff-Fahrt, Kaffee-Ersatz,
See-Elefant, Bett-Tuch, See-Enge, Genuss-Sucht, Geschirr-Reini¬
ger, Haselnuss-Sträucher, Schwimm-Meisterschaften
Foto-Baumann, baden-württembergisch, Friedrich-SchiIler-Platz,
Sophie-Scholl-Gymnasium, Theodor-Heuss-Straße, Heinrich-
Fjeine-Weg, Elbe-Havel-Kanal, Sachsen-Anhalt, Schiller-Ausgabe,
Nürnberg-Ost
465
Ergänzungsbin¬
destrich
C6
Haus- und Schulhefte, vor- und rückwärts, Haupt- und Nebenein¬
gang, ein- und ausgehen, bergauf und -ab, vor- und zurückfah¬
ren, saft- und kraftlos
In manchen Fällen gibt es zwei gleichberechtigte Schrei¬
bungen.
sodass
außerstand setzen
außerstande sein
imstande sein
infrage stellen
instand setzen
zugrunde gehen
zuleide tun
zumute sein
zunutze machen
zurande kommen
zurate ziehen
zuschanden machen
zuschulden kommen lassen
zustande kommen
zutage fördern
zuwege bringen
anstelle
aufgrund
aufseiten
dortzulande
hierzulande
mithilfe
vonseiten
zugunsten
zulasten
zuseiten
zuungunsten
Aber:
anhand
stattdessen
zuliebe
so dass
außer Stand setzen
außer Stande sein
im Stande sein
in Frage steilen
in Stand setzen
zu Grunde gehen
zu Leide tun
zu Mute sein
zu Nutze machen
zu Rande kommen
zu Rate ziehen
zu Schanden machen
zu Schulden kommen lassen
zu Stande kommen
zu Tage fördern
zu Wege bringen
an Stelle
auf Grund
auf Seiten
dort zu Lande
hier zu Lande
mit Hilfe
von Seiten
zu Gunsten
zu Lasten
zu Seiten
zu Ungunsten
466
Groß- und Kleinschreibung
Am Satzanfang schreibt man das erste Wort groß.
großer Anfangs- Morgen komme ich zurück,
buchstabe Ist es hier immer so laut?
Sei doch endlich still!
Warum denn nicht?
Bleib!
D®5
Sie meinte: „Das ist mir viel zu teuer."
Eine Stimme ertönte: „Aus!"
Udo fragte: „Kann ich morgen wieder kommen?"
Das erste Wort der wörtlichen Rede schreibt man groß:
Nach einem Doppelpunkt schreibt man das erste Wort
groß, wenn ein ganzer Satz folgt:
Denke immer daran: Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst
hinein.
Das eine ist klar: Du hast dein Versprechen nicht gehalten.
Der Anfang bestimmter Texteinheiten wird durch Gro߬
schreibung gekennzeichnet bzw. hervorgehoben.
Überschriften,
Werktitel (Bü¬
cher, Fernseh¬
sendungen,
Theaterstücke,
...)
Die neue deutsche Rechtschreibung
Elementare deutsche Grammatik
Kleine Tips für Urlaubsreisen
Viel Lärm um nichts
Ein Mann ohne Schatten
Der Zauberberg
Das große Dschungelbuch
Die Räuber
Gesetze, Ver¬
träge, Veranstal¬
tungen
Bürgerliches Gesetzbuch
Hessisches Hochschulgesetz
Grüne Woche (in Berlin)
Internationaler Frauenkongress
Das Sächsische Hochschulgesetz
467
Anschriften, An die
Grußformeln, Stadtverwaltung
Anreden Sehr geehrter Herr Glaser!
Mit freundlichen Grüßen
Martin Bauer
Die Großschreibung bleibt an jeder Stelle eines Textes
auch bei einer Veränderung der Texteinheit erhalten:
Bei verändertem
Artikel wird das
nächstfolgende
Wort großgeschrie¬
ben.
„Der kleine Häwelmann" ist ein beliebtes Kinderbuch. - Er hat
sich das Buch „Der kleine Häwelmann" gekauft. - Sie bekam
den „Kleinen Häwelmann" von Theodor Storm geschenkt. -
Storms „Kleinen Häwelmann" können Kinder schon ab 6 Jahren
lesen.
Alle Substantive schreibt man groß.
Namen für
Menschen,
Tiere, Pflanzen,
Dinge, Begriffe
Zahlsubstantive
Paarformeln zur
Bezeichnung
von Personen
Zusammen¬
setzungen mit
Bindestrich
Wortgruppe:
Substantiv + Verb
der Vater, das Wasser, der Vogel, der Tisch, die Kiste, der
Himmel, der Baum, der Kauf, das Lebewesen, das Unrecht,
der Mut, das Glück, ihr Verdienst, die Beschuldigung, das
Sein, seine Ehre, Paris, Alpen, Walter, Inge
das Paar, ein Dutzend, das Schock (60 Stück), das Hundert,
das Tausend, eine Million, die Milliarde, eine Billion, ein
Drittel, neun Fünftel, das Viertel, eine Zwei (in Deutsch), die
Achtzig (notieren), die Drei (würfeln)
Jung und Alt, Arm und Reich, Gleich und Gleich, Groß und
Klein, Hoch und Nieder
der Trimm-dich-Pfad, die X-Beine, die S-Kurve, der Erste-
Hilfe-Lehrgang, das Make-up, der Full-Time-Job, das Know-
how
Substantive, die in festen Verbindungen Vorkommen,
schreibt man ebenfalls groß.
...Recht haben/behalten/sprechen/geben, Angst haben, Angst
(und Bange) machen, Kegel schieben, Diät leben, Unrecht ha-
ben/behalten/bekommen, Hof halten, Auto fahren, Rad fahren,
Wert legen auf etwas, Schuld haben/tragen, Folge leisten, Ernst
468
machen mit etwas, Maschine schreiben, Eis laufen, Pleite gehen,
Not tun/leiden, Leid tun, Maß halten, Kopf stehen, Anteil neh¬
men, Ski laufen, Acht geben, Bankrott gehen/machen, Schlange
stehen, Gefahr laufen
Wortgruppe: außer Acht lassen, sich in Acht nehmen, in Betracht kommen, in
Substantiv + Präpo- Kauf nehmen, zu Hilfe eilen/kommen, zu Berge stehen, in Gang
sition + Verb setzen, im Gange sein, zu Eigen machen, zu Leide tun, in Frage
(infrage) stellen, außer Stande (außerstande) sein, im Stande (im¬
stande) sein, in Stand (instand) setzen,'zu Stande (zustande) brin-
gen/kommen, zu Tage (zutage) treten/fördern, zu Grunde (zu¬
grunde) gehen, zu Schulden (zuschulden) kommen lassen, zu
Wege (zuwege) bringen, zu Rate (zurate) ziehen, zu Rande (zu-
rande) kommen, zu Mute (zumute) sein, zu Schanden (zuschan¬
den) machen/werden, in Frage (infrage) stellen
zum letzten Mal, manches Mal, ein paar Male
Aber: einmal, diesmal, manchmal, vielmal
Wortgruppe:
Substantiv + Präpo¬
sition
Tagesangaben
nach:
vorgestern, ge¬
stern, heute,
morgen, über¬
morgen
in Bälde, auf Abruf, in/mit Bezug auf, auf Grund (aufgrund), im
Grunde, zu Händen von, zu Lasten (zulasten), auf Seiten (aufsei¬
ten), von Seiten (vonseiten), in Anbetracht, zur Seite, zur Not, in
Hinsicht auf, zu Gunsten (zugunsten), zu Hause, in Betreff, mit
Hilfe (mithilfe), zu Lasten (zulasten), hier zu Lande (hierzulande),
zu Ungunsten (zuungunsten), an Stelle (anstelle)
heute Mittag, gestern Abend, übermorgen Nachmittag, morgen
Mitternacht, vorgestern Morgen
Aber: mittags, abends, nachts, morgens, vormittags, freitags,
montagabends
Wörter anderer Wortarten, die als Substantive gebraucht
werden, schreibt man groß.
nach einem
vorausgehen¬
den Artikel
Substantive können
einen Begleiter ha¬
ben:
der, die, das,
ein, eine, eines
das Toben und Schreien, ein Kommen und Gehen, das Kom¬
mende, das Doppelte, der Letzte, der Lachende, das Blau, der
Reiche, die Neue, die Kleine, das Deutsche, den Kürzeren ziehen,
um ein Beträchtliches, sich eines Besseren besinnen, das Beste,
das Folgende, der Mittlere, der Erste, des Näheren, des Langen
und Breiten, der Achte, die Zweite, das Fünfte, ein Dreifaches,
das Besondere, das Bisherige, das Deine, das Du, ein Er, ein Hin
und Her, das Hier und Jetzt, ein Etwas, das Danach, ein Für und
469
Wider, das Nichts, das Drum und Dran, das Vor und Zurück, das
Dass und das Wie, das Aus, ein Nein oder Ja, das In-Kraft-Treten,
das Hand-in-Hand-Arbeiten, das In-den-Tag-Leben, ein Entwe¬
der-oder, das Sowohl-als-auch
Ein Artikel kann mit einer Präposition verbunden sein:
versteckte Beglei¬
ter:
im =
in dem
am =
an dem
ans =
an das
ums =
um das
beim =
bei dem
ins =
in das
vom =
von dem
zum =
zu dem
aufs =
auf das
fürs =
für das
häufig gebrauchte
Ausdrücke
sich im Werfen und Laufen üben
jemanden am Sprechen erkennen
nicht ans Arbeiten denken
sich ums Verdienen drehen
beim Lügen ertappt werden
ins Wanken geraten
vom Wandern müde sein
es ist zum Lachen
aufs Tanzen versessen sein
fürs Erste genug haben
im Allgemeinen, im Besonderen, im Wesentlichen, im Ganzen,
im Großen und Ganzen, im Einzelnen, im Folgenden, im Voraus,
im Nachhinein, nicht im Entferntesten, im Verborgenen
Der Artikel kann manchmal gedanklich ergänzt bzw.
davor gesetzt werden:
Elke lernt Schreiben.
(das Schreiben)
Probieren ist besser als Studieren
(das Probieren,
das Studieren)
nach langem Hin und Her
(ein Hin, ein Her)
sich Für und Wider überlegen
(ein Für, ein Wider)
Jung und Alt
(die Jungen, die Alten)
als Letzte durchs Ziel kommen
(die Letzte)
Lustiges und Besinnliches
(das Lustige,
das Besinnliche)
Folgendes beachten
(das Folgende)
Wichtiges und Unwichtiges
(das Wichtige,
das Unwichtige)
470
nach einem voraus¬
gegangenen Prono¬
men:
dieser, jener, wel¬
cher, mein, dein,
sein, unser, euer,
ihr, ...
nach einem unbe¬
stimmten Prono¬
men oder unbe¬
stimmten Zahlwort:
kein, etwas, genug,
nichts, manche,
mancher, manches,
manch, allerlei,
vielerlei, wenig,
wenige, viel, alle,
alles, einige, meh¬
rere, ...
Der Artikel kann auch durch andere Begleiter ersetzt
werden:
jeder Einzelne, sein Bestes geben, unser Singen, euer Streben, ihr
Lachen, unsere Jüngste, dein Nächster, dieses Nein, mein Rufen,
meine Kleinste, sein Kommen, ihr Englisch, jenes Stöhnen
Da hilft kein Zureden.
Etwas Besonderes gab es nicht zu sehen.
Wir erlebten nichts Aufregendes.
Dieser Künstler mag alles Moderne.
Es gab auch manches Neue zu entdecken.
Sie erlebte manch Unerfreuliches.
Es war mancherlei Unbrauchbares dabei.
In dem Bericht stand nicht viel Neues.
Sie hat wenig Angenehmes erlebt.
Jeder Einzelne muss sich anstrengen.
Manche Wörter haben die Bedeutung eines Substantivs
eingebüßt und die Aufgabe einer anderen Wortart über¬
nommen.
Adjektive
Bestimmen der
Wortart durch Ab¬
fragen:
Was machen mir
Gewitter?
(Angst)
Wie ist mir?
(angst)
Gewitter machen mir Angst. - Mir ist angst.
Er hat Pleite gemacht. - Der Betrieb ist pleite.
Wer trägt daran die Schuld? - Sie ist schuld daran.
Sein Vater hat Recht behalten. - Ist dir das recht?
Sie erkennt den Ernst der Lage. - Es ist mir ernst.
Es tut ihm Leid. - Ich bin es leid.
Er macht mir Bange. - Mir ist überhaupt nicht bange.
Sie ist von Gram gebeugt. - Wir sind uns gram.
zusammenge¬
setzte Verben
in getrennter
Stellung
Er nahm an der Veranstaltung teil.
Das führte uns irre.
Das nimmt mich aber wunder.
Er kehrt nicht mehr heim.
Das Fest findet am Sonntag statt.
Sie gab ihr Geheimnis nicht preis.
Es tat ihm weh.
(teilnehmen)
(irreführen)
(wundernehmen)
(heimkehren)
(stattfinden)
(preisgeben)
(wehtun)
471
Adverbien,
Präpositionen,
Konjunktionen
Kleinschreibung
durch das Anhän¬
gen von ^s und -ens
Präpositionen
unbestimmte
Zahlwörter
Bruchzahlen
auf Jel und
-stel
Kleinschreibung
vor Maßangaben
Kleinschreibung in
Uhrzeitangaben
vor Zahlen
der Morgen -
der Abend
der Freitag
der Wille
das Recht
der FHunger
der Anfang
das Ding
das Angesicht -
die Seite
der Name -
das Mittel
der Mangel -
der Mittag
der Nachmittag -
der Teil
der Fall -
die Nacht
der Dank
die Kraft
die Zeit
die Stätte
der Trotz -
der Willen -
der Laut -
morgens
abends
freitags
willens
rechtens
hungers
anfangs
schlechterdings
angesichts
seitens
namens
mittels
mangels
mittags
nachmittags
teils ... teils
falls, widrigenfalls
nachts
dank seines Fleißes
kraft seiner Stellung
zeit seines Lebens
an Kindes statt
trotz deines Reichtums
der Kinder willen
laut Gesetz
der Biss
das Paar
ein bisschen (ein wenig) Salz
ein paar (einige) Kinder
ein Viertel
das erste Viertel der Strecke
drei Viertel einer Ware
um ein Viertel größer als
ein Viertel vor zwölf
das erste Viertel
ein viertel Pfund - nach drei viertel Stunden - in zehn hunderts¬
tel Sekunden - zwei zehntel Millimeter
Auch: ein Viertelpfund, drei Viertelstunden, zehn Hundertstel¬
sekunden, zwei Zehntelmillimeter
um viertel acht - um drei viertel zehn - viertel vor drei
472
In manchen Fällen schreibt man Wörter klein, obwohl
sie Merkmale eines Substantivs aufweisen.
Bezug auf ein
vorausgegange¬
nes oder nach¬
folgendes Sub¬
stantiv
vier unbe¬
stimmte Zahl¬
wörter viel,
wenig, ein, an¬
der (mit allen
Formen)
einige feste
Verbindungen
von Präpositio¬
nen und Adjek¬
tiven, denen
kein Artikel
vorausgeht
Kleinschrei¬
bung auf die
Frage wie
Frage:
Wie ist hier der
Weg? (am steilsten)
Sammelt die alten Schulbücher jetzt ein. Die neuen werden mor¬
gen ausgeteilt.
Viele gute Läuferinnen waren am Start, die schnellste war Anja.
Sie ist die fleißigste aller Schülerinnen.
Udo ist der jüngste der drei Brüder.
*
Man kann sich das Substantiv auch an der betreffenden Stelle
hinzudenken:
die neuen Schulbücher
die schnellste Läuferin
die fleißigste Schülerin
der jüngste Bruder
Das hätten andere nicht gekonnt.
Die meisten blieben bei diesem Wetter' lieber zu Hause.
Dies können sich nur wenige leisten.
Die einen kamen, die anderen gingen.
Am meisten mußte ich über dich lachen.
Unter anderem habe ich auch meinen Onkel besucht.
Mir ist noch vieles unklar.
Die wenigsten von euch kenne ich.
Werden diese Wörter nicht als Zahlwörter benutzt,
kann man sie auch großschreiben:
Ich habe an etwas Anderes (ganz Andersartiges, etwas Neues) ge¬
dacht.
von fern(e), von nah und fern, durch dick und dünn, von klein
auf, über kurz oder lang, gegen bar, vor kurzem, vor allem, von
neuem, von weitem, bei weitem, bis auf weiteres, ohne weiteres,
seit langem, von nahem, seit längerem, grau in grau, schwarz auf
weiß, seit neuestem, auf ewig, jenseits von gut und böse, blau in
blau, bis später, von früher her, von früh bis spät, gegen unbe¬
kannt, seit kurzem
Der Weg ist hier am steilsten.
Am lautesten brüllte der kleine Udo.
Wer springt am höchsten?
Sie schreibt am schönsten.
Beate braucht am längsten.
473
Doppelschreibung
möglich
Frage:
Worauf (auf was)
machte sie sich
gefasst?
Woran (an was)
fehlte es?
Pronomen als
Stellvertreter
von Substanti¬
ven
manche, mancher,
manches, jeder, je¬
des, eine, alle, al¬
les, beide, ...
Kardinalzahlen
unter einer
Million
Doppelschreibun¬
gen, wenn eine un¬
bestimmte Menge
angegeben ist
aufs herzlichste -
aufs einfachste -
aufs äußerste
aufs beste
aufs genaueste
aufs gröbste
aufs schlimmste -
aufs Herzlichste
aufs Einfachste
aufs Äußerste
aufs Beste
aufs Genaueste
aufs Gröbste
aufs Schlimmste
Sie machte sich aufs Schlimmste gefasst
Es fehlte uns sogar am Nötigsten.
So mancher hat das schon versucht.
Nur einer hat die Aufgabe richtig.
Sie hat alles schon wieder vergessen.
Die beiden bleiben heute zu Hause.
Mit diesem unterhalte ich mich nicht.
Bei Possessivpronomen sind auch Doppelschreibungen
möglich:
das seine
die deinen
die deinigen
das ihre
das ihrige
die meinen
die meinigen
das Seine
die Deinen
die Deinigen
das Ihre
das Ihrige
die Meinen
die Meinigen
Um sechs besuche ich euch.
Teile die Zahl durch acht.
Die drei sind in meiner Klasse.
Es kommen an die zehn.
Er ist bereits über sechzig.
Es waren viele hunderte/Hunderte anwesend.
Einige tausend/Tausend Zuschauer waren gekommen.
Ich sehe mehrere dutzend/Dutzend.
474
Zu Substantiven gehören auch mehrteilige Eigennamen.
Eigennamen schreibt man daher groß.
Personennamen
geographische
Namen
Erdteile, Länder,
Staaten, Gebiete
Städte, Dörfer,
Straßen, Plätze
Landschaften, Ge¬
birge, Wälder, Wüs¬
ten, Fluren
Meere, Flüsse, In¬
seln, Küsten
Ableitung von geo¬
graphischen Na¬
men auf-er
Karl der Große, August der Starke, Ludwig der Fromme, Elisabeth
die Zweite, der Alte Fritz, Katharina die Große, Heinrich der
Achte, Klein Erna, die Heiligen Drei Könige, der Heilige Geist
In Eigennamen schreibt man das.erste Wort und alle
weiteren Wörter außer Artikel, Präpositionen und Kon¬
junktionen groß.
die Britischen Inseln, die Vereinigten Staaten von Amerika, die
Neue Welt, die Slowakische Republik, die Freie Hansestadt Bre¬
men, die Dritte Welt
Neu Schwanebeck, Unter den Linden, Alter Markt, Am Alten
Graben, die Hohe Gasse, Neues Kreuzberger Zentrum
der Thüringer Wald, der Böhmische Wald, die Libysche Wüste,
die Sächsische Schweiz, der Schwäbische Jura, die Hohe Tatra,
die Hohen Tauern, die Mecklemburgische Seenplatte
der Stille Ozean, der Indische Ozean, das Rote Meer, das
Schwarze Meer, das Kap der Guten Hoffnung, der Große Belt,
der Weiße Nil, der Gelbe Fluss, der Große Teich (Atlantik)
die Münchner Bevölkerung, die Berliner Theaterwelt, der Ham¬
burger Hafen, die Thüringer Klöße, der Schweizer Käse, die Leip¬
ziger Messe, das Frankfurter Würstchen, das Danziger Goldwas¬
ser, das Meißner Porzellan, der Berliner Pfannkuchen, das
Schwarzwälder Kirschwasser, das Ulmer Münster, der Dresdner
Zwinger
Von Orts- und Ländernamen abgeleitete Adjektive
auf -sch und -isch werden kleingeschrieben:
die hessische Tracht
die hamburgische Sprache
ein chinesisches Essen
Aber: die Schiller'schen Gedichte, das Ohm'sche Gesetz, die
Meyer'sche Buchhandlung, die Grimm'schen Märchen
475
Namen von
verschiedenen
Objekten
Sterne, Sternbilder
Fahrzeuge, Bau¬
werke, Örtlichkei¬
ten
Bestimmte Einzel¬
objekte
Orden, Auszeich¬
nungen
Namen von In¬
stitutionen, Or¬
ganisationen,
Einrichtungen
Dienststellen, Be¬
hörden, Bildungs¬
einrichtungen
Organisationen,
Verbände, Vereine,
Parteien
Betriebe, Firmen,
Gaststätten, Ge¬
schäfte
Zeitungen, Zeit¬
schriften
nicht amtliche
Eigennamen
der Große Bär, der Kleine Wagen, der Große Hund
der Blaue Enzian (Eisenbahnzug), die Blaue Donau (Schiff), die
Blaue Moschee (in Istanbul), das Heilige Grab (in Jerusalem), das
Heilige Land (Palästina), die Große Mauer (in China), das Weiße
Haus (in Washington), der Schiefe Turm (in Pisa), der Eiserne Vor¬
hang (die ehemalige Grenze nach Osten)
der Schnelle Pfeil (ein bestimmtes Pferd), die Alte Buche (ein be¬
stimmter Baum), das Hohe Lied (Buch des Alten Testamentes),
der Hohe Priester (oberster Priester in Jerusalem), das Alte Testa¬
ment, das Neue Testament, das Goldene Kalb
das Eiserne Kreuz, das Blaue Band des Ozeans, der Große Ver¬
dienstorden, das Goldene Sportabzeichen
das Erste Deutsche Fernsehen, das Zweite Deutsche Fernsehen,
der Süddeutsche Rundfunk, der Deutsche Bundestag, das Mu¬
seum für Deutsche Geschichte (in Berlin), die Technische Hoch¬
schule (in München), das Naturhistorische Museum (in Wien),
der Oberste Gerichtshof
die Vereinten Nationen, das Deutsche Rote Kreuz, der Allge¬
meine Deutsche Automobilclub, die Sozialdemokratische Partei
Deutschlands, die Christlich-Demokratische Union Deutsch¬
lands, der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Börsenverein des
Deutschen Buchhandels, die Rote Armee, die Grünen (Partei), In¬
ternationales Olympisches Komitee, die Grauen Panther
die Deutsche Bahn, die Deutsche Post, die Deutsche Bank, Gast¬
haus zur Alten Post, das Hotel Vier Jahreszeiten
die Berliner Zeitung, Die Zeit, die Sächsischen Neuesten Nach¬
richten, Die Welt, die Süddeutsche Zeitung
der Schwarze Kontinent, der Nahe Osten, die Vereinigten Staa¬
ten, die Goldene Stadt Prag, der Große Teich (Atlantik), die
Grüne Insel (Irland), der Rote Planet (Mars), der Ferne Osten, das
Dritte Reich, der Wilde Westen
476
D8
feste Fügungen aus
Adjektiv und Sub¬
stantiv
Titel, Ehrenbe¬
zeichnungen
Namen von Tieren,
Pflanzen
Besondere Kalen¬
dertage
Geschichtliche Er¬
eignisse
ln festen Begriffen, die keine Eigennamen sind, werden
die Adjektive kleingeschrieben.
der blaue Brief, die katholische Kirche, die evangelische Kirche,
das neue Jahr, der italienische Salat, das autogene Training, die
gelbe Karte, die rote Karte, das olympische Feuer, das große Los,
die grüne Lunge, die grüne Grenze, die innere Medizin, der gol¬
dene Schnitt, die schwedischen Gardinen, die goldene Hochzeit,
die silberne Hochzeit, der schnelle Brüter, der weiße Tod (Lawi¬
nentod), der weiße Sport (Tennis), das schwarze Schaf, das
schwarze Brett, die schwarze Liste, der schwarze Mann (Schorn¬
steinfeger), der schwarze Peter, das schwarze Gold (Kohle), ein
schwarzer Freitag, die schwarze Kunst, der schwarze Tee, die
schwarze Magie (Zauberei), die schwarze Messe, der schwarze
Tod (Pest), das zweite Gesicht, die graue Eminenz, die höhere
Mathematik, das gelbe Trikot, das gelbe Fieber, das heilige
Abendmahl, der heilige Krieg (des Islam), das hohe Haus (Parla¬
ment), die höhere Schule (Oberschule), der letzte Wille, die
großen Ferien, die neuen Bundesländer, der rote Hahn, die rote
Liste, der erste Spatenstich, die erste Hilfe, die sieben Schwaben,
die sieben Todsünden, die sieben Weltwunder, der dritte Stand,
die eiserne Lunge, die eiserne Ration
In bestimmten Wortgruppen werden Adjektive großge¬
schrieben, obwohl keine Eigennamen vorliegen:
der Regierende Bürgermeister, der Erste Bürgermeister, die König¬
liche Hoheit, der Heilige Vater, der Erste Vorsitzende, der Techni¬
sche Direktor
die Gemeine Stubenfliege, das Fleißige Lieschen, der Rote Milan,
der Schwarze Holunder, die Schwarze Johannisbeere, die Rau-
* haarige Alpenrose, der Deutsche Schäferhund, die Rote Beete
der Erste Mai, der Heilige Abend, die Heilige Nacht, der Weiße
Sonntag, der Goldene Sonntag, das Jüngste Gericht, die Letzte
Ölung
der Erste Weltkrieg, der Zweite Weltkrieg, die Ältere Steinzeit, der
Westfälische Frieden, der Dreißigjährige Krieg, die Französische
Revolution, die Napoleonischen Kriege, die Goldenen Zwanzi¬
ger, der Deutsch-Französische Krieg, der Kalte Krieg (zwischen
Ost und West nach dem Zweiten Weltkrieg)
477
In der schriftlichen Anrede schreibt man das Anredewort
Sie und das zugehörige Ihr groß.
höfliche Anrede: Werden Sie uns morgen besuchen, Frau Müller?
Sie, Ihr, Ihre, lh- Ich möchte Ihre Bitte gern erfüllen.
nen> ••• Wie können wir Ihnen oder Ihren Angehörigen helfen?
Haben Sie Ihrerseits noch Fragen?
Auch ältere Anredeformen werden großgeschrieben:
ich begrüße Euch, mein Fürst.
Johann, serviere Er die Speisen.
Wir erwarten Seine Majestät.
Ganz wie Eure Magnifizenz wünschen.
dp
Die vertraulichen Anredewörter schreibt man
stets klein:
normale Anrede: Kannst du nicht schon früher kommen?
du, dein, dich, dir, Für deinen Brief möchte ich dir herzlich danken.
ihr, euer, euch,... ich |<ann dich leider nicht besuchen, liebe Tante.
Warum habt ihr so lange nichts mehr von euch hören lassen?
Aber: das Du - jemandem das Du anbieten - jemanden mit Du
anreden - mit jemandem auf Du und Du stehen.
478
Zeichensetzung
Satzzeichen helfen einen Text bzw. Satz übersichtlich zu
gestalten und lesbarer zu machen.
Setzung der Satz¬
zeichen je nach
Aussageabsicht des
Schreibers
Ich war völlig überrascht. Es kam unerwarteter Besuch.
Ich war völlig überrascht; es kam unerwarteter Besuch.
Ich war völlig überrascht, es kam unerwarteter Besuch.
Ich war völlig überrascht: Es kam unerwarteter Besuch.
Ich war völlig überrascht - es kam unerwarteter Besuch
Ich war völlig überrascht (es kam unerwarteter Besuch).
Der Schluss eines Ganzsatzes wird durch einen Punkt, ein
Ausrufezeichen oder ein Fragezeichen gekennzeichnet.
Punkt Kein Laut war zu hören.
Ganzsatz = Haupt- Inge goss die Blumen, Evi räumte das Geschirr ab.
satz oder Satzreihe
oder Satzgefüge merkte zu spät, dass ein Feuer ausgebrochen war.
ißir
Am Ende eines Ganzsatzes setzt man nur einen Punkt:
Herr Müller ist Polizeirat a.D.
Wir behandeln im Unterricht Ludwig XIV.
Ich lese gerne Erzählungen, Geschichten, Romane usw.
Aber: Wer war Ludwig XIV.?
Fragezeichen Kommt dein Freund auch mit?
Was hat er dir alles erzählt?
Hat er auch gesagt, warum ich mich über ihn geärgert habe?
Ist er nicht freundlich, ist er nicht zuvorkommend?
Weshalb eigentlich?
Ausrufezeichen
Äußerungen mit
besonderem Nach¬
druck: Ausrufe, Be¬
hauptungen, Auf¬
forderungen,
Wünsche, Grüße
Schon wieder ein Treffer!
Gut gemacht!
Großartig!
Ja, nur so weiter!
Bitte sofort die Türen schließen!
Ich möchte, dass er ruhig ist!
Viel Glück!
Guten Tag!
479
Nach einer Anrede in Briefen kann man ein Ausrufe¬
zeichen oder ein Komma setzen:
Lieber Heinz!
Zunächst recht herzlichen Dank für...
Lieber Heinz,
zunächst recht herzlichen Dank für...
Das Komma trennt alle Teile ab, die den Fluss eines
Satzes hemmen bzw. unterbrechen.
Anreden Ich wünsche dir, lieber Klaus, einen erholsamen Urlaub.
Freunde, kommt mal alle her!
Kommst du auch mit, Inge?
Ausrufe
Kommasetzung nur
bei Hervorhebung
Oh, darauf war ich nicht gefasst!
Ach ja, das muss ich ja auch noch erledigen!
Au, du stehst auf meinem Fuß!
Was, du verstehst das immer noch nicht?
He, was machst du da?
ohne Hervorhe- Ach so eilig ist das nicht,
bung kein Komma Oh wenn es schon Abend wäre.
Einschübe Doch dann, niemand hatte damit gerechnet, war er plötzlich da.
Dieses Buch, es ist weder spannend noch interessant, habe ich
nicht zu Ende gelesen.
Mein Freund, ein begeisterter Wanderer, kommt morgen zu Be¬
such.
Peter Henlein, ein Nürnberger, erfand die Taschenuhr.
Ich kenne Herrn Banze, den Lehrer meines Sohnes, noch nicht.
Frau Berger, Berlin, und Herr Wagner, München, waren ebenfalls
anwesend.
In der Nacht, das heißt um drei Uhr, muss ich bereits aufbrechen.
Alle deine Freundinnen, insbesondere Ilona, kann ich gut leiden.
Er, ohne genau Bescheid zu wissen, stimmte sofort zu.
CS5
Herr Kral, Dresden, Bürgergasse 12, 2. Stock (,) hat den Preis ge¬
wonnen.
Bei mehrteiligen Wendungen kann das schließende
Komma weggelassen werden:
480
Am Montag, 13. Juli, 9 Uhr (,) beginnt die Veranstaltung.
In der Zeitschrift Panorama, Jahrgang 24, Heft 4, Seite 19 (,) steht
ein interessanter Artikel.
nachgestellte
Teile
Verdoppelun¬
gen, Wiederho¬
lungen
Der neue Schüler interessiert sich für Sport, besonders für Fu߬
ball.
Sie wohnt nicht mehr in Köln, das weiß ich genau.
Am späten Abend wollte er noch spazieren gehen, und das bei
diesem Wetter.
Jetzt hör damit auf, und zwar sofort!
Diesen Unfall, diesen schlimmen Unfall kann ich einfach nicht
vergessen.
Noch einmal, dieses Mal noch bitte ich dich um deine Hilfe.
Die Glieder einer Aufzählung werden voneinander durch
das Komma abgegrenzt.
gleichrangige
Teilsätze
gleichrangige
Wortgruppen
oder Wörter
Sie war in Berlin, er fuhr an die Nordsee.
Pack schlägt sich, Pack verträgt sich.
Gestern war er noch dagegen, heute ist er auf einmal dafür.
Er hatte schon wieder einen Unfall, ist das nicht ein großes Pech?
Komm her, setz dich an den Tisch, iss mit uns!
Sie achtete nicht auf den Straßenlärm, nicht auf die lauten Nach¬
barn, nicht auf die lärmenden Kinder.
Sein Blick schweifte über das Land, die dunklen Berggipfeln, die
sanften Hügel, die weite Ebene.
Er versprach die Hausaufgaben zu machen, ordentlich zu schrei¬
ben, fleißig zu lernen.
Er ist klug, gerecht, verständnisvoll.
Ich möchte Brot, Butter, Wurst, Käse.
Doch, doch, doch!
Warum, weswegen?
Man setzt auch ein Komma, wenn die Glieder einer
Aufzählung durch Gegensatz-Konjunktionen verbun¬
den werden:
Gegensatz-Kon¬
junktionen: aber,
doch, jedoch, son¬
dern, andererseits.
Die Schüler singen nicht schön, aber laut.
Er wollte nicht mich sprechen, sondern dich.
Es regnet ständig, andererseits könnte sich das Wetter rasch än¬
dern.
Er versuchte es immer wieder, jedoch ohne Erfolg.
481
Kommasetzung
auch bei nicht oder
kein
gleichrangige Ad¬
jektive: Verbindung
mit und möglich
nicht gleichrangige
Adjektive: Verbin¬
dung mit und nicht
möglich
vorangestellter
Nebensatz:
NS - HS
eingefügter Ne¬
bensatz:
H-NS-S
nachgestellter
Nebensatz:
HS - NS
I®3
Wortgruppen:
als dass, auch
wenn, außer wenn,
Er wurde gerufen, nicht du.
Ich habe ihn mehrmals gefragt, keine Antwort!
Sind zwei Adjektive nicht gleichrangig, so setzt man
kein Komma:
eine schöne, erholsame Zeit
ein freundliches, ordentliches Mädchen
ein unfreundliches, frostiges Wetter
die letzten großen Ferien
die allgemeine wirtschaftliche Lage
ein neues blaues Kleid
Das Komma trennt den Nebensatz vom Hauptsatz ab.
Weil er zu schnell fuhr, konnte er nicht mehr rechtzeitig brem¬
sen.
Da er krank war, nahm er am Ausflug nicht teil.
Damit alles gut gelingt, brauchen wir ein bisschen Glück.
Nachdem er angekommen war, ruhte er sich zunächst einmal
aus.
Mein Geschenk, das ich mitgebracht habe, bekommst du erst
morgen.
Der Weg, den du gehen willst, ist sehr steil und steinig.
Sie kann, wenn sie will, bei uns bleiben.
Der Gast sagte, dass er wieder kommen wolle, und verabschie¬
dete sich.
Der Dieb wurde ertappt, als er in die Bank einbrechen wollte.
Ich freue mich, dass es dir wieder besser geht.
Der Verkehr staute sich, weil dichter Nebel die Sicht behinderte.
Wir wissen nicht genau, wann die Veranstaltung beginnt.
Besteht der Anfang eines Nebensatzes aus mehr als
einem Einleitewort, so setzt man das Komma vor die
gesamte Wortgruppe:
Wir wandern morgen, ganz gleich wie das Wetter wird.
Wir ruhten uns aus, anstatt dass wir arbeiteten.
482
außer dass, anstatt Er wurde entdeckt, gleich als er sein Versteck verließ,
dass, ohne dass, |ch komme, selbst wenn es regnet,
selbst wenn, beson¬
ders wenn, und
weil, ...
D
Wie bereits gesagt (,) ist das so und nicht anders.
Ich kann (,) wenn nötig (,) auch länger arbeiten.
Er kommt (,) wie üblich (,) wieder zu spät.
Bei gleichrangigen Teilsätzen, Wortgruppen oder Wör¬
tern, die durch und und oder bzw. verwandte Konjunk¬
tionen verbunden sind, setzt man kein Komma.
Bei formelhaften Nebensätzen kann das Komma weg¬
gelassen werden:
Konjunktionen:
und, oder, bezie¬
hungsweise, wie,
entweder... oder,
sowohl ... als auch,
sowohl ... wie, we¬
der ... noch, ...
Ich habe ihn oft besucht und wir beide haben uns immer gut ver¬
standen.
Doris geht einkaufen und Inge räumt inzwischen die Wohnung
auf.
Bist du damit einverstanden oder hast du einen anderen Vor¬
schlag?
Wir fahren sowohl bei gutem als auch bei schlechtem Wetter.
Sie fährt entweder heute am Abend oder morgen am Vormittag.
Er versprach im Unterricht gut aufzupassen und nicht zu schwät¬
zen und fleißig zu lernen.
Hungrig und vom langen Wandern müde kamen sie nach Hause.
Er ist weder faul noch dumm.
Nein und dreimal nein!
Wozu und warum und wieso?
C®3
Bei gleichrangigen Teilsätzen kann vor und, oder usw.
ein Komma gesetzt werden, um die Gliederung des
Ganzsatzes deutlich zu machen:
Die Lehrerin ging voran (,) und die Schülerinnen marschierten zu
zweien hinterher.
Man merkte kaum, dass die Sonne sich verfinsterte (,) und dass
sich ein Gewitter zusammenzog.
Ich höre auf (,) oder ihr helft mir bei der Arbeit.
483
E 7
Infinitivgruppe
Partizipgruppe
ES’
Vermeidung von
Missverständnissen
Gliederung des
Satzes
Kür“
hinweisendes Wort
nachträglicher
Bezug
Bei Infinitiv- und Partizipgruppen wird in der Regel kein
Komma gesetzt.
Alle baten ihn zu bleiben.
Ich freue mich wieder einmal ein gutes Buch zu lesen.
Er hofft bald wieder nach Hause zu kommen.
Laut lachend kam er mir entgegen.
Darauf aufmerksam gemacht suchte er sofort nach dem Fehler.
Er lief vor Anstrengung keuchend den Berg hinauf.
Ein Komma kann gesetzt werden um Missverständ¬
nisse zu vermeiden bzw. die Gliederung des Ganzsat¬
zes deutlich zu machen:
Sie riet (,) ihm zu helfen.
Sie riet ihm (,) zu helfen.
Ich hoffe täglich (,) eine Arbeit zu finden.
Ich hoffe (,) täglich eine Arbeit zu finden.
Udo versprach dem Lehrer (,) zu folgen.
Udo versprach (,) dem Lehrer zu folgen.
Ich freue mich (,) wieder einmal ein gutes Buch zu lesen.
Er lief (,) vor Anstrengung keuchend (,) den Berg hinauf.
Ein Komma muss gesetzt werden, wenn eine Aussage
durch einen Hinweis angekündigt oder wieder aufge¬
nommen wird:
Er dachte nur daran, das Spiel zu gewinnen. - Sie freute sich da¬
rauf, endlich wieder ihre Eltern zu sehen. - Meine Mutter liebte
es, lange Spaziergänge zu machen. - Darüber, möglichst viel Ge¬
winn zu machen, dachte er lange nach.
Eine große Reise zu machen, das war ihr sehnlichster Wunsch. -
Von Angst getrieben, so eilte er nach Hause. - Schon einmal an
diesem Ort gewesen zu sein, daran erinnerte sie sich nicht.
484
Mit dem Strichpunkt trennt man gleichrangige Teilsätze
und Wortgruppen ab.
gleichrangige
Teilsätze
gleichrangige
Wortgruppen
Die Pause beginnt; die Schüler stürmen auf den Schulhof.
Er redete und redete; niemand hörte ihm zu.
Sie quälte sich seit Tagen mit Zahnschmerzen herum; aber sie
hatte keinen Mut zum Zahnarzt zu gehen.
Vieles gab es auf der Ausstellung zu sehen: Möbel, Gardinen,
Teppiche; Türen, Fenster, Fußböden; Gartenmöbel, Rasenmäher,
Schwimmbecken.
Der Doppelpunkt zeigt an, dass etwas Weiterführendes
folgt.
weiterführende Sie sagte: „Ich möchte mir morgen gerne die Sehenswürdigkeiten
Rede dieser Stadt ansehen."
Der Kellner fragte: „Darf ich Ihnen die Speisekarte bringen?"
Aufzählung
Erklärung, An¬
gabe
Zusammenfas¬
sung, Schluss¬
folgerung
Ich habe schon einige Fänder in Europa bereist: Frankreich, Un¬
garn, Polen, Schweiz, Österreich und Dänemark.
Wir suchen: Maurer, Kranführer, Eisenflechter, Kraftfahrer.
Die Wochentage heißen: Montag, Dienstag, Mittwoch, ...
Familienstand: verheiratet
Nächster Sitzungstermin: 24.10.1998
Deutsch: ausreichend
Vorsicht: Vergewissern Sie sich vor dem Herausnehmen des
Gerätes, dass Sie den Strom abgeschaltet haben!
Hinweis: Am Montag ist unser Geschäft erst ab 17 Uhr geöffnet.
Seine Eltern, seine Freunde, seine Bekannten: Alle waren gekom¬
men.
Also: nur Mut!
Ich möchte mit dem Satz schließen: Nur gemeinsam können wir
das Problem lösen.
DSV
Folgt nach dem Doppelpunkt ein ganzer Satz, schreibt
man das erste Wort groß:
Denke stets daran: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich
selbst.
Die Regel lautet: Wer die höchste Punktzahl würfelt, darf begin¬
nen.
485
E10
Mit einem Gedankenstrich kann man etwas Nachfolgen¬
des ankündigen, einen Wechsel deutlich machen und Zu¬
sätze oder Nachträge abgrenzen.
Ankündigung
möglich sind auch
Doppelpunkt und
Komma.
Und nun tat er etwas, womit niemand gerechnet hatte - er ver¬
ließ wortlos das Zimmer.
Sie trat ein - alle Augen waren auf sie gerichtet.
Plötzlich - ein lauter Schrei!
Wechsel des
Themas oder
des Gedankens
Gedankenstrich an¬
stelle eines Absat¬
zes
Abgrenzung
von Zusätzen
oder Nachträ¬
gen
Ausrufe- oder Fra¬
gezeichen setzt
man vor den Ge¬
dankenstrich.
Ich war vor allem von den Darbietungen der Artisten begeistert. -
Am nächsten Tag besuchte ich das Museum der Stadt.
Abschließend wurde ein Lied gesungen. - Nun begann die nächs¬
te Unterrichtsstunde.
So endete unser gemeinsamer Ausflug. - Wochen später besuchte
mich mein Freund.
Plötzlich - es war mitten in der Nacht - klingelte das Telefon.
Sein letzter Roman - es war der bedeutendste des Schriftstellers -
wurde ein großer Erfolg.
Nansen-ein berühmter Polarforscher - erhielt 1922 den Frie¬
densnobelpreis.
Sie trug - ich weiß es noch genau! - ein blaues Kleid.
Er behauptete - so eine Lüge! dass er zu Hause gewesen sei.
Mein Onkel war - kannst du dich noch erinnern? - schon vor
längerer Zeit krank.
E11
Nähere Erklärungen oder Zusätze kann man in Klammern
setzen.
Einschübe
Ausrufe- oder Fra¬
gezeichen setzt
man vor die Klam¬
mer.
Der Schlusspunkt
wird weggelassen.
nachgestellte
Erläuterungen
Letzten Montag (es war während des Mittagessens!) brach im
Nachbarort ein Brand aus.
Er hat uns doch (erinnerst du dich nicht mehr?) zu seinem Ge¬
burtstag eingeladen.
Über den Unfall (wir haben ihn selbst zufällig beobachtet) wurde
ausführlich in der Zeitung berichtet.
In diesem Text kommen besonders viele Eigenschaftswörter
(Adjektive) vor.
Die Messe findet in Leipzig (Sachsen) statt.
Meine Großmutter (eine geborene Leitner) stammt aus Tirol.
486
dr
Bei selbstständigen
Texteinheiten setzt
man den Schluss¬
punkt.
Hervorhebung
von Wörtern
oder Textteilen
wörtliche Rede
Das wörtlich Ge¬
sagte in An¬
führungszeichen
Doppelpunkt nach
dem vorangestell¬
ten Begleitsatz
Großschreibung
des Anfangswortes
der wörtlichen
Rede
Komma zwischen
Begleitsatz und
wörtlicher Rede
Ausrufe- und Fra¬
gezeichen werden
immer beibehalten.
Auch größere Textteile kann man mit Klammern ein¬
schließen und so als selbstständige Texteinheiten
kennzeichnen:
Er selbst wohnte mit seiner Familie im ersten Stock. (Die Parterre¬
wohnung hatte er an ein älteres Ehepaar vermieten können. Die
Zimmer im zweiten Stock standen lange Zeit leer.) Als seine El¬
tern zu Besuch kamen ...
Mit Anführungszeichen kann man Wörter und Textteile
sowie wörtliche Reden hervorheben bzw. kennzeichnen.
Sie trug die Ballade „Der Feuerreiter" vor.
Wir lesen im Unterricht „Aus dem Leben eines Taugenichts" von
Eichendorff.
Seine ständige Bemerkung „Das habe ich mir schon gedacht"
stört mich.
Dieter hat das Wort „nämlich" falsch geschrieben.
Kennst du das Sprichwort „Lügen haben kurze Beine"?
Berta erwiderte: „Ich fahre lieber mit dem Fahrrad." - „Ich fahre
lieber mit dem Fahrrad", erwiderte Berta. - „Ich fahre lieber", er¬
widerte Berta, „mit dem Fahrrad."
Vater erwiderte: ...
Evi meinte:...
Dieter fragte:...
Der Lehrer rief: „Alles aufstehen!"
Sie fragte: „Ist das nicht schrecklich?"
Der Schaffner sagte: „Wir fahren in zehn Minuten."
„Das Spiel war bis zur letzten Minute spannend", berichtete der
Reporter.
„Du kommst", meinte Vater, „ gerade noch rechtzeitig."
„Du kannst dir ruhig Zeit lassen", beruhigte mich die Lehrerin.
Sag ihm endlich: „Ich spiele nicht mehr in der Mannschaft"!
Hast du ihn schon darauf hingewiesen: „Ich bin wieder völlig ge¬
sund"?
„Hast du deine Freundin eingeladen?", fragte Mutter.
„Ich springe jetzt!", rief Inge.
Antworte ihm doch: „Stör mich jetzt nicht!"!
Hast du mich gefragt: „Wem gehört das Buch?"?
487
Worttrennung am Zeilenende
F1
Wörter trennt man am Zeilenende an einer Silbengrenze.
Die Silben ergeben teu-er, Mu-se-um, na-iv, in-di-vi-du-ell, reu-ig, Mau-er, Ei-er, bau¬
sich beim langsa- en, wa-schen, kau-fen, Ei-mer, end-lich, Fuß-ball, mu-si-zie-ren,
men Sprechen oder Fa-mi-lie, lei-der, steu-ern
Lesen (Sprechsilbe).
Einsilbige Wörter eng, ganz, Baum, heiß, Schluss, fern
werden nicht ge¬
trennt.
Vokal
(Selbstlaut)
Am Wortanfang und in der Wortmitte darf ein einzel¬
ner Vokal abgetrennt werden:
A-bend, l-gel, ü-ben, e-ben, a-ber, U-fer, A-horn, E-sel, A-Iarm,
O-fen, l-dee, A-del, o-der, U-hu, Ru-i-ne, na-ti-o-nal, eu-ro-pä-i-
sche, E-ri-ka, EHy-ä-ne, u-to-pisch, O-ri-ent, A-der, O-ma, E-re-mit
Am Wortende wird ein einzelner Vokal nicht abge¬
trennt:
Reue
nicht:
Reu-e
Kleie
nicht:
Klei-e
Laie
nicht:
Lai-e
raue
nicht:
rau-e
Trio
nicht:
Tri-o
Adria
nicht:
Adri-a
Steht in einem einfachen Wort nur ein Konsonant zwi¬
schen Vokalen, so kommt er bei der Trennung auf die
nächste Zeile.
Konsonant (Mit¬
laut)
einfach (= nicht zu¬
sammengesetzt)
ru-fen, lei-se, schla-gen, Ta-fel, ba-den, rei-ten, la-chen, La-den,
sto-ßen, lau-fen, Rei-he, Lü-ge, Ho-tel, Nä-he, schleu-nigst, bei¬
ßen, Ha-ken, Na-se, De-pot, Mo-ment, Ko-lo-nie, rei-zen, bo¬
xen, Glo-bus, hö-her, spie-len
488
F3
Stehen in einem einfachen Wort mehrere Konsonanten
zwischen Vokalen, so kommt nur der letzte auf die neue
Zeile.
st wird auch ge- Kan-te, kämp-fen, Far-be, schwit-zen; win-ken, leug-nen, kos-ten,
trennt! Füch-se, schwän-zen, Eg-ge, Klap-pe, Was-ser, schnap-pen, rob¬
ben, fet-tig, nied-rig, Schach-tel, Ar-beit, Ach-sel, Fens-ter, lis-tig,
prak-tisch, san-dig, lg-lu, knur-ren, Kup-fer, Spit-ze, imp-fen, hur¬
tig, ros-ten
Zu den einfachen Wörtern zählen auch Wörter mit
einer Nachsilbe:
knusp-rig
lus-tig
furcht-sam
freund-lich
KIT
Auch in Fremdwörtern können Buchstabenverbindun¬
gen nach dieser Regel getrennt werden:
Konsonantenver¬
bindungen mit i
und r sowie die
Buchstabenverbin¬
dungen gn und kn
Beide Trennungen
sind möglich.
Fe-bru-ar
auch: Feb-ru-ar
FHy-drant
FHyd-rant
Qua-drat
Quad-rat
Zy-klus
Zyk-Ius
mö-bliert
möb-liert
Ma-gnet
Mag-net
py-knisch
pyk-nisch
Mi-kro-fon
Mik-ro-fon
Ko-li-bri
Ko-lib-ri
Buchstabenverbindungen wie ch, ck, sch, ph, rh, sh oder
th werden nicht getrennt, wenn sie für einen Laut stehen.
ma-chen, Sa-chen, stri-cken, Sä-cke, wa-schen, rut-schig, Myr-
Dasck wird nicht rhe, Phos-phor, Zi-ther, Goe-the, Sa-phir, Ste-phan, Me-tho-de,
in kd< aufgelöst. FHy-po-thek, E-thik, Nym-phe, lä-cheln, du-schen
489
F5
Wörter mit Vorsilbe sowie Zusammensetzungen trennt
man zwischen den Bestandteilen.
Vorsilben An-kunft, be-ei-len, be-an-spru-chen, Ver-dienst, zer-ge-hen,
Sym-bol, im-pro-vi-sie-ren, a-ty-pisch, ir-re-gu-lär, Pro-gramm,
Er-foig, hin-fah-ren, Ver-ein, per-fekt, mit-neh-men
Zusammensetzun- Haus-bau, Spiel-ball, Fahr-zeug, Spar-schwein, Hart-brot, Rot¬
gen wein, bild-hübsch, haus-hoch, Bau-werk, Holz-zaun, eis-kalt,
Tisch-tuch
iksfr
Werden Zusammensetzungen als solche nicht mehr
erkannt oder empfunden, können sie auch nach ande-
ren Grundregeln getrennt werden:
Beide Trennungen dar-an
auch: da-ran
sind möglich: war-um
auch: wa-rum
Trennung nach
lin-ab
auch: hi-nab
Wortbausteinen ein-an-der
auch: ei-nan-der
und Sprechsilben
Hekt-ar
auch: Hek-tar
Chir-urg
auch: Chi-rurg
in-ter-es-sant
auch: in-te-res-sant
Lin-o-le-um
auch: Li-no-le-um
Klein-od
auch: Klei-nod
Mon-arch
auch: Mo-narch
her- an
auch: he-ran
dar-um
auch: da-rum
Päd-a-go-gik
auch: Pä-da-go-gik
He-li-ko-pter
auch: He-li-kop-ter
Doppellaute (ai, au, äu, eu, oi) dürfen nur zusammen
getrennt werden.
Bau-er, kau-fen, Eu-Ie, keu-chen, nei-disch, Hei-mat, Wai-se, Kai¬
ser, Boi-Ier, Toi-let-te
490
Wortfelder
Wörter, die miteinander sinnverwandt sind und etwas Ähnliches bezeichnen,
ergeben ein Wortfeld. Obwohl sie eine gemeinsame Grundbedeutung haben,
sind sie nicht beliebig austauschbar. Es gibt zwischen ihnen fast immer mehr
oder weniger deutliche Unterschiede. Wortfelder helfen das treffende Wort
zu finden und sich abwechslungsreich auszudrücken.
sich anstrengen
sich abarbeiten - sich abmühen - sich abplagen - sich abquälen - sich abrackern
- sich etwas abverlangen - ackern - sich anstrengen - sich aufreiben - sich be¬
mühen - bemüht sein - sich ins Geschirr legen - alle Hebel in Bewegung setzen -
Himmel und Hölle in Bewegung setzen - sich auf den Hosenboden setzen - seine
ganze Kraft aufwenden - alle Kräfte anspannen/mobilisieren - sein Möglichstes tun
- sich Mühe geben - sich mühen - sich plagen - sich quälen - sich schinden -
schuften - sich strapazieren - nichts unversucht lassen - sich ins Zeug legen -
sich zusammenreißen
arbeiten
anfertigen - sich anstrengen - Arbeit leisten/verrichten - arbeiten - einen Beruf
ausüben - sich beschäftigen - einer Beschäftigung nachgehen - sich betätigen -
dienen - den ganzen Tag eingespannt sein - erwerbstätig sein - fleißig sein -
fuhrwerken - alle Hände voll zu tun haben - hantieren - malochen - viel um die
Ohren haben - sich regen - sich rühren - schaffen - sich zu schaffen machen -
schuften - tätig sein - in der Tretmühle sein - tun - werkeln - werken - sich
widmen - wirken - wirtschaften
auch
neben anderem - unter anderem - ansonsten - auch - außerdem - daneben -
darüber hinaus - dazu - desgleichen - ebenfalls - ebenso - ergänzend - ferner
- genauso - gleichermaßen - gleichfalls - darüber hinaus - in demselben Maße
- noch - obendrein - plus - sonst - sonst noch - sowie - überdies - zum
Überfluss - zu allem Überfluss - im Übrigen - und - in gleicher Weise - weiter
- des Weiteren - weiterhin - zudem - zugleich - zusätzlich
491
außergewöhnlich
ansehnlich - auffallend - Aufsehen erregend - ausgefallen - ausgezeichnet -
außergewöhnlich - außerordentlich - bahnbrechend - beachtlich - bedeutend -
beeindruckend - beispiellos - bestechend - bewundernswert - blendend -
bombig - brillant - dufte - eindrucksvoll - einmalig - einzigartig - enorm -
erstaunlich - erstklassig - erstrangig - exzellent - fabelhaft - famos - fantas¬
tisch - genial - gewaltig - glänzend - grandios - groß - großartig - herrlich -
hervorragend - himmlisch - ideal - imponierend - irre - märchenhaft - meis¬
terhaft - mustergültig - pfundig - prächtig - prachtvoll - prima - sagenhaft -
schön - sensationell - stattlich - super - tadellos - toll - überragend - über¬
raschend - überwältigend - umwerfend - ungewöhnlich - unsagbar - unver¬
gleichlich - vorbildlich - vortrefflich - vorzüglich - wunderbar - wunderschön
- wundervoll
betrügen
anschmieren - aufsitzen lassen - ausschmieren - begaunern - belügen - be¬
schummeln - beschwindeln - betrügen - blenden - bluffen - um etwas bringen
- für dumm verkaufen - einseifen - einwickeln - ergaunern - in die Falle locken
- eine FaHe stellen - das Fell über die Ohren ziehen - foppen - hereinlegen -
hintergehen - mit falschen Karten spielen - aufs Kreuz legen - leimen - hinters
Licht führen - mogeln - zum Narren halten - nasführen - neppen - übers Ohr
hauen - prellen - reinlegen - Sand in die Augen streuen - Schmu machen - ein
Schnippchen schlagen - schummeln - ein falsches Spiel treiben - täuschen - auf
krumme Tour gehen - tricksen - jemanden überfahren - überlisten - übertölpeln
- übervorteilen - etwas unterschlagen - verschaukeln - ein X für ein U vormachen
bewältigen
ausführen - bewältigen - bewerkstelligen - bezwingen - das Ding schaukeln -
durchführen - sich durchsetzen - erledigen - (das Ziel) erreichen - erringen -
fertig werden mit - gelangen zu - in den Griff bekommen - sich zu helfen wissen
- Herr werden - hinkriegen - eine Hürde nehmen - klarkommen mit - können
- den Laden schmeißen - lösen - machen - meistern - packen - zurande (zu
Rande) kommen - über die Runden kommen - einer Sache gerecht werden - einer
Sache gewachsen sein - schaffen - eine Schwierigkeit überwinden - (richtig) mit
etwas umgehen können - verwirklichen - vollbringen - vollenden - ans Ziel
kommen - sich zurechtfinden mit - zurechtkommen - zustande (zu Stande) brin¬
gen - zuwege (zu Wege) bringen
492
dauernd
seit Adam und Eva - alle Augenblicke - all(e)zeit - andauernd - anhaltend - am
laufenden Band - beharrlich - von Bestand - beständig - von Dauer - dauernd
- durchgehend - wie eh und je - ohne Ende - endlos - ewig - in einem fort -
fortdauernd - fortgesetzt - fortlaufend - fortwährend - von früh bis spät - gleich
bleibend - immer - schon immer - immerfort - immerwährend - immer wieder
- immerzu - jahraus, jahrein - seit jeher - von jeher - jederzeit - jedes Mal -
solange ich kann - konstant - kontinuierlich - laufend - das ganze Leben - nach
wie vor - alle Nas lang - oft und oft - ohne Pause - pausenlos - permanent -
regelmäßig - rund um die Uhr - Schlag auf Schlag - ständig - stetig - stets - zu
jeder Stunde - tagaus, tagein - Tag für Tag - Tag und Nacht - täglich - in einer
Tour - rund um die Uhr - unablässig - unaufhaltsam - unaufhörlich - unausge¬
setzt - unentwegt - ohne Unterbrechung - ohne Unterlass - ununterbrochen -
unveränderlich - unverrückbar - unverwandt - zu jeder Zeit - zeitlebens
denken
abwägen - annehmen - eine Ansicht haben - sich etwas ausdenken - aushecken
- ausklügeln - ausknobeln - austüfteln - bedenken - Bedenken haben - begrei¬
fen - sich besinnen - in Betracht ziehen - beurteilen - sich bewusst werden -
brüten - draufkommen - durchdenken - Einfälle haben - einschätzen - einsehen
- erfassen - erfinden - erkennen - erwägen - folgern - sich fragen - einen Ge¬
danken fassen - sich Gedanken machen - seinen Gedanken nachhängen - sich
mit dem Gedanken tragen - seinen Geist anstrengen - grübeln - halten für - he¬
rauszukriegen versuchen - herleiten - herumrätseln - hinterfragen - sich das
Hirn zermartern - auf dem Holzweg sein - eine Idee haben - sich irren - im Irr¬
tum sein - kapieren - kauen an etwas - klären - knobeln - sich konzentrieren -
sich etwas durch den Kopf gehen lassen - sich den Kopf zerbrechen - meinen -
nachdenken - nachgrübeln - nachsinnen - planen - prüfen - mit sich zurate
(zu Rate) gehen - raten - rätseln - reflektieren - schließen - im Sinne haben -
sinnieren - tüfteln - zu tun gedenken - überdenken - überlegen - Überlegun¬
gen anstellen - urteilen - vermuten - sich versenken - den Verstand gebrauchen
- verstehen - voraussehen - sich vorstellen - einen Weg suchen - zweifeln
aufgebläht - aufgedunsen - aufgeschwemmt - aufgetrieben - behäbig - gut
beieinander sein - beleibt - breit - bullig - dick - dickbäuchig - dickleibig -
dicklich - drall - feist - fett - fettleibig - fleischig - füllig - gut im Futter sein -
gut genährt - gut gepolstert - korpulent - kugelig - kugelrund - mächtig - mas¬
sig - mollig - mopsig - aus allen Nähten platzen - nudeldick - plump - prall -
pummelig - rund - rundlich - schmerbäuchig - schwabbelig - schwammig -
493
schwerfällig - Speck auf den Rippen haben - speckig - stämmig - stark - stattlich
- stramm - Übergewicht haben - umfangreich - unförmig - untersetzt - üppig
- voll - vol I lei big - vollschlank - zu viel wiegen - wohlbeleibt - wohlgenährt -
wuchtig
begriffsstutzig - behämmert - bekloppt - bescheuert - beschränkt - blöd(e) -
blödsinnig - borniert - ein Brett vor dem Kopf haben - dämlich - doof - nicht
bis drei zählen können - dumm - dumm wie Bohnenstroh - dümmer, als die Poli¬
zei erlaubt - mit Dummheit geschlagen - dümmlich - dusselig - einfältig - eng¬
stirnig - gedankenlos - geistesgestört - geistesschwach - geistig arm - geistlos -
hirnrissig - hohlköpfig - idiotisch - auf den Kopf gefallen sein - eine lange Lei¬
tung haben - das Pulver nicht erfunden haben - schwach im Kopf - schwachköpfig
- schwachsinnig - schwer von Begriff - stockdumm - Stroh im Kopf haben -
strohdumm - stumpfsinnig - stupide - nicht alle Tassen im Schrank haben -
töricht - unbedarft - unbegabt - unerfahren - unintelligent - unklug - untalen¬
tiert - unüberlegt - unvernünftig - unverständig - unwissend - verblödet - ver¬
rückt - ohne Verstand - die Weisheit nicht mit Löffeln gegessen haben - zurückge¬
blieben
zu Abend essen - Abendbrot essen - sich den Bauch vollschlagen - beißen - di¬
nieren - sich ernähren - essen - das Essen einnehmen - beim Essen sitzen - fres¬
sen - fressen wie ein Scheunendrescher - frühstücken - futtern - genießen -
sich gütlich tun - herfallen über - sich hermachen über - hineinhauen - hinun¬
terschlingen - hinunterwürgen - den Hunger stillen - jausen - kauen - knab¬
bern - kosten - löffeln - eine Mahlzeit einnehmen - mampfen - (zu) Mittag es¬
sen - naschen - etwas zu sich nehmen - Picknick machen - picknicken - prassen
- probieren - reinhauen - sich sättigen - schlecken - schlemmen - schlucken -
schmatzen - schmausen - schnabulieren - schwelgen - spachteln - speisen -
sich stärken - tafeln - sich überessen - verdrücken - verschlingen - versuchen
- vertilgen - verzehren - vespern - mit langen Zähnen essen - zugreifen - zu¬
langen
aktiv - arbeitsam - arbeitsfreudig - arbeitswillig - bemüht - bestrebt - betrieb¬
sam - bienenfleißig - ehrgeizig - eifrig - emsig - fleißig - geschäftig - leis¬
tungsfähig - nimmermüde - produktiv - rastlos - rührig - schaffensfreudig -
strebsam - tätig - tatkräftig - tüchtig - übereifrig - unermüdlich
dumm
essen
494
sich fortbewegen (Tiere)
abfliegen - aufsteigen - dahinziehen - davonpreschen - fegen - flattern - flie¬
gen - fliehen - flitzen - flüchten - galoppieren - gleiten - hetzen - hoppeln -
hüpfen - huschen - jagen - klettern - krabbeln - kreisen - kriechen - landen
- laufen - rennen - robben - rudern - rutschen - sausen - schlängeln -
schleichen - schlüpfen - schnellen - schreiten - schweben - schwimmen -
schwingen - schwirren - segeln - springen - staksen - stapfen - steigen - stel¬
zen - stolzieren - stürmen - stürzen - tapsen - tauchen - traben - trampeln -
trippeln - trotten - wackeln - waten - watscheln - ziehen
ganz
von A bis Z - absolut - alles - von Anfang bis Ende - ohne Ausnahme - in jeder
Beziehung - durch und durch - ganz - ganz und gar - zur Gänze - gänzlich -
genau - gesamt - von Grund auf - bis auf den Grund - grundlegend - mit Haut
und Haar - in jeder Hinsicht - hundertprozentig - von innen und außen - insge¬
samt - komplett - von Kopf bis Fuß - lückenlos - in vollem Maße - bis zur
Neige - von oben bis unten - restlos - sämtlich - vom Scheitel bis zur Sohle - mit
Stumpf und Stiel - total - über und über - überhaupt - in vollem Umfang - voll
- voll und ganz - vollauf - völlig - vollkommen - vollständig - wirklich
gehen
abhauen - aufbrechen - ausreißen - ausrücken - sich beeilen - sich begeben -
die Beine in die Hand nehmen - sich die Beine vertreten - sich bewegen
- bummeln - davongehen - davonlaufen - sich davonmachen - davonstieben -
davonstürmen - davonstürzen - düsen - wie auf Eiern gehen - eilen - eintreffen
- entfliehen - entkommen - entrinnen - fegen - flanieren - fliehen - flitzen -
die Flucht ergreifen - flüchten - sich fortbewegen - fortgehen - zu Fuß gehen -
sich die Füße vertreten - gehen - hasten - hatschen - heimkehren - herumstrol¬
chen - sich herumtreiben - hetzen - hinken - humpeln - hüpfen - huschen -
jagen - kommen - krabbeln - kriechen - latschen - laufen - losziehen - lust¬
wandeln - marschieren - pesen - pilgern - rasen - Reißaus nehmen - rennen
- robben - sausen - schleichen - schlendern - schlittern - schlurfen - schrei¬
ten - schwanken - sich in Sicherheit bringen - spazieren - spazieren gehen -
springen - sprinten - spritzen - spurten - sich sputen - staksen - stapfen -
starten - sich aus dem Staube machen - stelzen - stieben - stiefeln - stiften ge¬
hen - stöckeln - stolpern - stolzieren - straucheln - stürmen - stürzen - tap¬
pen - tapsen - tänzeln - taumeln - tippeln - torkeln - trampeln - trippeln -
trödeln - trotten - türmen - sich verdrücken - verduften - verschwinden -
wandeln - wandern - eine Wanderung machen - wanken - waten - watscheln
- sich auf den Weg machen - Weggehen - weglaufen - das Weite suchen - wet-
495
zen - auf Zehenspitzen gehen - zockeln - zotteln - zuckeln - zurückkehren - zu¬
rückkommen
gemein
abscheulich - böse - boshaft - dreckig - ehrlos - ekelhaft - erbärmlich -
feige - garstig - gehässig - gemein - hässlich - hinterlistig - infam - lumpig -
miserabel - mistig - nichtswürdig - niederträchtig - niedrig - ruchlos - schä¬
big - schadenfroh - schändlich - scheußlich - schimpflich - schlecht -
schmachvoll - schmählich - schmutzig - schofelig - schrecklich - schuftig -
schurkisch - teuflisch - übel - unbarmherzig - unfair - verrucht - verwerflich
- widerlich - widerwärtig - wüst
groß
ausgedehnt - von beachtlichem Ausmaß/Umfang - baumgroß - baumlang -
breit - endlos - enorm - geräumig - gewaltig - gigantisch - grenzenlos - groß
- groß gewachsen - großräumig - hoch - hoch aufgeschossen - hoch gewachsen
- von hohem Wuchs - hünenhaft - immens - kolossal - lang - lang wie eine
Bohnenstange - mächtig - mannshoch - massig - monumental - riesengroß -
riesenhaft - riesig - stark - stattlich - super - tief - umfangreich - umfassend
- unermesslich - ungeheuer - unüberschaubar - unübersehbar - weit - weit¬
räumig - wuchtig
Haus
Anwesen - Appartement - Baracke - Bau - Bauwerk - Blockhaus - Bretter¬
bude - Bude - Bungalow - Domizil - Einfamilienhaus - Ferienhaus - Gebäude
- Haus - Heim - Hochhaus - Hütte - Jagdhütte - Kate - Landhaus - Miets¬
haus - Reihenhaus - Schuppen - Unterkunft - Villa - Wochenendhaus - Wohn¬
haus - Wohnkomplex - Wolkenkratzer - das Zuhause - Zweifamilienhaus
Gefährte/Gefährtin
Freund/Freundin - Gefährte/Gefährtin - Genosse/Genossin - Gesinnungsgenosse/
-genossin - Helfer/Helferin - Jugendfreund/-freundin - Kamerad/Kameradin -
Kollege/Kollegin - Komplize/Komplizin - Kumpan/Kumpanin - Kumpel - Le-
bensgefährte/-gefährtin - Schicksalsgefährte/-gefährtin - Schulfreund/-freundin -
Schulkamerad/-kameradin - Spezi - Spielgefährte/-gefährtin - Verbündeter/Ver-
bündete - Vertrauter/Vertraute - Weggefährte/-geführtin - Weggenosse/-genossin
496
von geringem Ausmaß - beengt - bescheiden - beschränkt - eingeschränkt -
nicht geräumig - gering - geringfügig - nicht groß - klein - klein gewachsen -
klitzeklein - knapp - kümmerlich - kurz - zu kurz geraten - mäßig - mickrig -
minimal - nicht nennenswert - niedrig - spärlich - unbedeutend - unbeträchtlich
- unerheblich - unscheinbar - unwichtig - wenig - winzig - zierlich - zwergen¬
haft
lachen
sich einen Ast lachen - hell auflachen - belächeln - sich biegen vor Lachen - sich
einen Bruch lachen - feixen - ein Gelächter anstimmen - in ein Gelächter ausbre¬
chen - grinsen - aus vollem Halse lachen - herausplatzen - sich kaputtlachen -
kichern - sich kranklachen - sich krumm- und schieflachen - sich vor Lachen ku¬
geln - einen Lachanfall bekommen - lächeln - lachen ^ sich vor Lachen aus-
schütten - sich vor Lachen den Bauch halten - losbrüllen - losplatzen - prusten
- schallend lachen - sich schieflachen - schmunzeln - strahlen - sich totlachen
- Tränen lachen - wiehern
anflunkern - ankohlen - anlügen - anschummeln - anschwindeln - nicht aufrich¬
tig sein - Ausflüchte machen - einen Bären aufbinden - belügen - beschwindeln -
betrügen - einen blauen Dunst vormachen - entstellen - erdichten - erfinden - er¬
lügen - fabulieren - falsch darstellen - ein falsches Bild geben - fantasieren - sich
etwas aus den Fingern saugen - flunkern - heucheln - etwas aus der Luft greifen -
lügen - Lügen auftischen - lügen, dass sich die Balken biegen - lügen wie gedruckt -
das Blaue vom Himmel herunterlügen - Romane erzählen - schummeln - schwin¬
deln - täuschen - unaufrichtig sein - die Unwahrheit sagen - etwas verdrehen -
verfälschen - verzerren - etwas vorschwindeln - nicht bei der Wahrheit bleiben -
es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen - etwas zusammenfantasieren
müde
sich nicht mehr auf den Beinen halten können - bettreif - die nötige Bettschwere
haben - ermüdet - erschöpft - hundemüde - müde - Müdigkeit verspüren -
vor Müdigkeit Umfallen - einen toten Punkt haben - ruhebedürftig - mit dem
Schlaf kämpfen - schlafbedürftig - schläfrig - schlaftrunken - todmüde - über¬
müdet - übernächtig - übernächtigt - zum Umfallen/Umsinken müde - unausge¬
schlafen - verschlafen
497
abenteuerlich - keine Angst haben - beherzt - draufgängerisch - entschlossen -
nicht feige - fest - forsch - frei von Furcht - ohne Furcht - furchtlos - der Ge¬
fahr ins Auge schauen/sehen - die Gefahr verachten - gewagt - halsbrecherisch -
heldenhaft - heldenmütig - heroisch - sich ein Herz fassen - kämpferisch -
kühn - mannhaft - mutig - mutvoll - riskant - schneidig - standhaft - stramm
- streitbar - tapfer - weder Tod noch Teufel fürchten - todesmutig - tollkühn -
unerschrocken - unverzagt - vermessen - verwegen - wacker - wagemutig -
waghalsig - die Zähne zusammenbeißen - vor nichts zurückschrecken
nachgeben
sich anpassen - aufgeben - ein Auge zudrücken - klein beigeben - sich beugen
- einlenken - jemandem entgegenkommen - sich ergeben - erhören - sich er¬
weichen lassen - die weiße Fahne hissen - das Feld räumen - die Flinte ins Korn
werfen - sich fügen - sich etwas gefallen lassen - gehorchen - gewähren - ka¬
pitulieren - klein werden - kleinlaut werden - kneifen - in die Knie gehen - ku¬
schen - lockerlassen - nachgeben - parieren - passen - resignieren - sich nach
etwas/jemandem richten - einen Rückzieher machen - den Rückzug antreten -
schwach werden - die Segel streichen - spuren - nicht standhalten - sich überre¬
den lassen - umschwenken - unterliegen - sich unterordnen - sich unterwerfen -
die Waffen strecken - weich werden - weichen - Wünschen entgegenkommen -
Zugeständnisse machen - zulassen - zurückgehen - zurückstecken - zurück¬
weichen - sich zurückziehen
Ärmlichkeit - Armseligkeit - Armut - Ausweglosigkeit - Bedrängnis - Bedürftig¬
keit - Beschränkung - Besitzlosigkeit - Debakel - Dilemma - Elend - Entbeh¬
rung - Hilflosigkeit - Hoffnungslosigkeit - Kalamität - Kargheit - in der Klemme
sein - Knappheit - Komplikation - Krise - unangenehme Lage - Leid - Mangel
- Misere - Missstand - Mittellosigkeit - Not - Notfall - Notlage - Notstand -
Patsche - Ratlosigkeit - Sackgasse - Schlamassel - schwere Zeit - Schwierigkeit
- schwierige Situation - in der Tinte sitzen - Trostlosigkeit - Übel - Übelstand -
missliche Umstände - Unglück - Verelendung - Verlegenheit - Zwangslage -
Zwickmühle
plötzlich
abrupt - von einem Augenblick zum anderen - blitzartig - blitzschnell - (wie ein
Blitz) aus heiterem Himmel - auf einmal - Hals über Kopf - von heute auf morgen
498
- jäh - jählings - Knall auf Fall - mit einem Mal - mir nichts, dir nichts - über
Nacht - plötzlich - ruckartig - mit einem Schlag - schlagartig - sofort - sprung¬
haft - stürmisch - ohne Übergang - übergangslos - überraschend - überstürzt -
unerwartet - unverhofft - unvermittelt - unvermutet - unversehens - unvorher¬
gesehen - urplötzlich - ehe man sich's versieht
prahlen
angeben - sich aufblähen - sich aufblasen - viel Aufhebens von sich machen -
sich aufplustern - aufschneiden - sich aufspielen - dick auftragen - auftrumpfen
- sich in die Brust werfen - sich brüsten - eingebildet sein - sich großtun - sich
herausstreichen - den großen Herrn spielen - ein großes Maul haben - den Mund
voll nehmen - eine Nummer abziehen - auf die Pauke hauen - prahlen - prot¬
zen - prunken - große Reden schwingen - sich rühmen - eine Schau abziehen -
Schaum schlagen - sich spreizen - Sprüche klopfen/machen - sich in Szene setzen
- große Töne spucken - übertreiben - sich in den Vordergrund stellen - sich wich¬
tig machen - viel Wind machen - das große Wort führen
säubern
abbürsten - abfegen - abkehren - abputzen - abreiben - abspülen - abstau¬
ben - abwaschen - abwischen - aufräumen - aufwaschen - aufwischen - aus¬
bürsten - ausfegen - ausputzen --ausspülen - auswaschen - bürsten - ent-
rußen - fegen - Hausputz halten - kehren - löschen - in Ordnung bringen -
putzen - reiben - reinemachen - reinigen - sauber machen - ein Zimmer ma¬
chen - säubern - scheuern - den Schmutz entfernen - schrubben - in Schuss
bringen - spülen - Staub saugen (staubsaugen) - Staub wischen - tilgen - wa¬
schen - wegräumen - wegwischen - wienern - wischen
schimpfen
abkanzeln - eine Abreibung erteilen - anblaffen - anbrüllen - anfahren - anfau¬
chen - angreifen - anknurren - anschnauzen - anschreien - Anstoß nehmen -
etwas auszusetzen haben - beanstanden - sich beklagen über - bemäkeln - be¬
mängeln - sich beschweren - eins aufs Dach geben - jemandem aufs Dach steigen
- eins auf den Deckel geben - donnern - ein Donnerwetter loslassen - jemanden
fertig machen - auf die Finger klopfen - jemandem die Flötentöne beibringen -
fluchen - jemandem etwas flüstern - es jemandem geben - jemanden ins Gebet
nehmen - geifern - ins Gewissen reden - kein gutes Haar an etwas/jemandem las¬
sen - jemandem die Hammelbeine lang ziehen - herumkritteln - herummäkeln -
herummeckern - herummosern - herumnörgeln - herumquengeln - jemanden
heruntermachen - mit jemandem ein Hühnchen zu rupfen haben - sich jemanden
499
kaufen - keifen - kläffen - jemandem den Kopf waschen/zurechtsetzen - jeman¬
dem etwas an den Kopf werfen - Kritik üben - kritisieren - vom Leder ziehen -
eine Lehre/Lektion erteilen - jemandem die Leviten lesen - sich Luft machen -
mäkeln - jemandem den Marsch blasen - maßregeln - maulen - meckern - je¬
mandem die Meinung sagen - zur Minna machen - missbilligen - monieren -
motzen - jemanden niedermachen - nörgeln - jemandem die Ohren lang ziehen
- etwas nicht in Ordnung finden - zur Ordnung rufen - poltern - rüffeln - je¬
mandem eine Rüge erteilen - rügen - schelten - schimpfen (wie ein Rohrspatz) -
schnauzen - jemanden zur Schnecke machen - eine Standpauke halten - stänkern
- sich stoßen an - eine Strafpredigt halten - eine Szene machen - tadeln - toben
- verurteilen - einen Verweis erteilen - Vorhaltungen/Vorwürfe machen - sich je¬
manden vorknöpfen/vornehmen - etwas vorwerfen - wettern - zanken - es je¬
mandem zeigen - zetern - eine Zigarre verpassen - mit nichts zufrieden sein -
zurechtstauchen - zurechtstutzen - zurechtweisen
mit einem Affenzahn - in Bälde - behände - wie ein geölter Blitz - wie der Blitz
- blitzartig - blitzschnell - mit Dampf - in größter Eile - eilends - eilig - wie
die Feuerwehr - fix - flink - flott - im Flug(e) - flugs - im Galopp - geschwind
- mit affenartiger Geschwindigkeit - mit großer/hoher Geschwindigkeit - Hals über
Kopf - im Handumdrehen - mit fliegender Hast - hastig - hurtig - mit Karacho
- in Kürze - binnen kurzem - wie ein Lauffeuer - leichtfüßig - im Nu - in null
Komma nichts - wie ein Pfeil - pfeilschnell - plötzlich - wie eine Rakete - ra¬
sant - rasch - ruck, zuck - in einem Saus - im Sauseschritt - Schlag auf Schlag
- schlagartig - schleunigst - so schnell wie möglich - auf die Schnelle - auf
schnellstem Wege - schnellstens - mit Siebenmeilenstiefeln - sofort - auf der
Stelle - im Sturmschritt - wie von der Tarantel gestochen - in mörderischem Tempo
- wie der Teufel - übereilt - überstürzt - möglichst umgehend - unversehens -
unverzüglich - voreilig - vorschnell - wie ein Wiesel - wieselflink - wie der
Wind - in Windeseile - auf Windesflügeln - in kurzer Zeit - zügig
altklug - aufgeklärt - aufgeweckt - ausgekocht - befähigt - begabt - besonnen
- clever - auf Draht sein - nicht dumm - durchtrieben - einfallsreich - ein¬
sichtig - erfahren - erfinderisch - fähig - findig - mit Geist - geistig beweglich
- geistig wach - geistreich - geistvoll - gelehrt - genial - gerissen - gescheit -
nicht von gestern sein - gewieft - gewitzt - Grips haben - Grütze im Kopf haben
- helle - intelligent - etwas auf dem Kasten haben - klardenkend - klug - nicht
auf den Kopf gefallen - mit Köpfchen - Köpfchen haben - listig - etwas los haben
- oberschlau - pfiffig - raffiniert - scharfsinnig - schlau - talentiert - überlegt
- umsichtig - vernünftig - verständig - vorausschauend - wach - mit allen Was¬
sern gewaschen - weise - weit blickend - wendig
schnell
schlau
500
schließen
abdichten - abriegeln - abschließen - absperren - beenden - beendigen -
dicht machen; aber: (den Laden) dichtmachen - den Riegel vorschieben - schließen
- die Tür ins Schloss fallen lassen - stilllegen - verbarrikadieren - verkorken -
vermauern - verriegeln - verschließen - versiegeln - versperren - verstopfen -
zubinden - zuklappen - zukleben - zuknallen - zuknöpfen - zumachen - zu¬
riegeln - zuschlagen - zuschließen - zuschmeißen - zuschmieren - zu¬
schnüren - zuschrauben - zusperren - zustoßen - zuwerfen - zuziehen
anblicken - angaffen - anglotzen - angucken - anschauen - ansehen - anstar¬
ren - anstieren - anvisieren - aufspüren - im Auge behalten - ein Auge riskieren
- kein Auge von etwas/jemandem lassen - äugen - mit den Augen verschlingen -
sein Augenmerk richten auf - etwas in Augenschein nehmen - etwas/jemanden aus¬
machen - beäugen - begaffen - begucken - bemerken - beobachten - be¬
schauen - besehen - besichtigen - bestaunen - betrachten - den Blick hef¬
ten auf - einen Blick werfen auf - einen Blick schenken/zuwerfen - blicken -
mit Blicken durchbohren - mit Blicken messen - blinzeln - entdecken - er¬
blicken - erfassen - erkennen - erspähen - fernsehen - finden - fixieren - gaf¬
fen - zu Gesicht bekommen - gewahren - gewahr werden - glotzen - glubschen
- gucken - hinblicken - hinsehen - hinstarren - kibitzen - linsen - luchsen - lu¬
gen - mustern - nachsehen - peilen - prüfen - registrieren - schauen - schie¬
len - sehen - sichten - spähen - starren - Stielaugen machen - stieren - über¬
blicken - verfolgen - wahrnehmen - wegsehen - zuschauen - Zusehen - zwinkern
sehr
arg - ausgesucht - ausgezeichnet - ausnehmend - außergewöhnlich - außeror¬
dentlich - äußerst - aufs Äußerste (aufs äußerste) - beachtlich - bedeutend - be¬
merkenswert - besonders - betont - beträchtlich - bewundernswert - bitter -
bitterlich - diebisch (sich freuen) - einzigartig - enorm - entsetzlich - erheblich
- erstaunlich - fantastisch - furchtbar - fürchterlich - ganz - gewaltig - in ho-
hem/höchstem Grad - ohne Grenzen - grenzenlos - gröblich - groß - haus¬
hoch - heftig - heillos - hervorragend - herzlich - hochgradig - höchst - aufs
Höchste (aufs höchste) - höllisch - ideal - immens - irre - irrsinnig - kolossal
- kräftig - mächtig - in hohem/großem Maße - über alle Maßen - maßlos -
merklich - mörderisch - mordsmäßig - ordentlich - wie die Pest - phänomenal
- rasend - recht - nach allen Regeln der Kunst - reichlich - riesig - schauder¬
haft - schrecklich - schwer - aus tiefster Seele - stark - nach Strich und Faden -
sündhaft - super - auf Teufel komm raus - tüchtig - überaus - übermäßig - um¬
werfend - unaussprechlich - unbändig - unbeschreiblich - unendlich - uner-
501
messlich - ungeheuer - ungemein - ungewöhnlich - unglaublich - unheimlich
- unmäßig - unsagbar - unsäglich - unsinnig - unwahrscheinlich - verdammt
- verteufelt - verzweifelt - viel - vielmals - wahnsinnig - nicht wenig - wesent¬
lich - was das Zeug hält - ziemlich - zutiefst
sprechen
abstreiten - andeuten - anfragen - ansagen - zur Antwort geben - antworten -
(sich) anvertrauen - aufsagen - zum Ausdruck bringen - ausdrücken - ausfragen
- sich auslassen über - auspacken - ausplaudern - ausposaunen - ausrufen - aus-
sagen - (sich) äußern - eine Aussprache halten - babbeln - beantworten - be¬
fehlen - befragen - behaupten - bejahen - bekannt geben - bekräftigen - be¬
kunden - bemerken - Bericht erstatten - berichten - Bescheid geben - be¬
schreiben - besprechen - bestätigen - auf etwas bestehen - betonen - bezeu¬
gen - bitten - kein Blatt vor den Mund nehmen - blödeln - brabbeln - brüllen -
brummen - daherreden - darstellen - dartun - diskutieren - dolmetschen -
donnern - drohen - dröhnen - einsagen - einwenden - entgegnen - erklären
- sich erkundigen - eröffnen - erwähnen - erwidern - erzählen - faseln - flüs¬
tern - fordern - formulieren - fragen - etwas von sich geben - hauchen -
herausstoßen - herunterleiern - hervorsprudeln - seinem Herzen Luft machen
- hinzufügen - informieren - jammern - johlen - klagen - klatschen über -
krächzen - kreischen - kundgeben - labern - lallen - lispeln - meinen - seine
Meinung kundtun/sagen - mitteilen - den Mund aufmachen - murmeln - murren
- nachfragen - nennen - nuscheln - offen legen - palavern - petzen - Phra¬
sen dreschen - plappern - plärren - plaudern - plauschen - prahlen - predigen
- quasseln - quatschen - radebrechen - eine Rede halten/schwingen - reden -
referieren - rufen - sagen - etwas zu sagen haben - säuseln - schelten - schil¬
dern - schimpfen - schmeicheln - schnattern - schreien - schwafeln - schwat¬
zen - schwätzen - seinen Senf dazugeben - zur Sprache bringen - sprechen -
stammeln - Stellung nehmen - stocken - stottern - leeres Stroh dreschen - tele¬
fonieren - toben - tönen - tuscheln - übersetzen - Unsinn reden - sich unter¬
halten - unterrichten - sich verbreiten - verkünden - verlauten lassen - verleug¬
nen - verneinen - verraten - versichern - vorausschicken - Vorbringen - einen
Vortrag halten - vortragen - widerrufen - widersprechen - wispern - wissen las¬
sen - das Wort ergreifen - in Worte fassen - zetern - dummes Zeug reden - zu¬
flüstern - zustimmen
sterben
abberufen werden - abkratzen - ableben - die Augen für immer schließen/zuma-
chen - dahingehen - dahingerafft werden - dahinscheiden - dran glauben müs¬
sen - draufgehen - entschlafen - erlöst werden - ersticken - ertrinken - in die
Ewigkeit eingehen - auf dem Felde der Ehre sterben - in den Flammen umkommen
- den Flammentod sterben - in den ewigen Frieden eingehen - seinen letzten Gang
502
antreten - von uns/euch gehen - aus dieser Welt gehen - den Geist aufgeben -
ins Grab sinken - ins Gras beißen - sich den Hals/das Genick brechen - heimge¬
hen - den Heldentod sterben - hinscheiden - hinüberschlummern - die sterbli¬
che Hülle ablegen - vor die Hunde gehen - an Hunger sterben - den Hungertod
erleiden - in die ewigen Jagdgründe eingehen - krepieren - im Krieg bleiben/fal-
len/sterben - sein Leben aushauchen/lassen/vollenden - aus dem Leben gerissen
werden - aus dem Leben scheiden - ums Leben kommen - seine letzte Reise an¬
treten - zur ewigen Ruhe eingehen - von hinnen scheiden - zu Staub werden -
sterben - im Sterben liegen - seine Tage beschließen - den Tod erleiden/finden -
vom Tode ereilt werden - zu Tode kommen - sich zu Tode stürzen - tot hinsinken
- überfahren werden - umkommen - verbluten - verbrennen - verdursten - ver¬
hungern - seinen Verletzungen erliegen - verrecken - verscheiden - versterben
- tödlich verunglücken - den Weg allen Fleisches gehen - das Zeitliche segnen -
in den letzten Zügen liegen - zugrunde (zu Grunde) gehen
streiten
aneinander geraten - sich anlegen mit - sich auseinander setzen - sich befehden
- sich bekriegen - debattieren - sich nicht einigen können - sich entzweien -
sich in den Haaren liegen - hadern - sich herumzanken - sich kabbeln - kollidie¬
ren - Krach haben - verschiedener Meinung sein - Meinungsverschiedenheiten
austragen - eine Sache verschieden sehen - schimpfen - in Streit geraten - mit je¬
mandem im Streit liegen - (sich) streiten - Stunk machen - nicht übereinstimmen
- sich Überwerfen - sich verfeinden - sich verkrachen - sich in die Wolle kriegen
- (sich) zanken - sich zerstreiten - zusammenprallen - Zusammenstößen
trotzig
aufmüpfig - aufrührerisch - aufsässig - beharrlich - bockbeinig - bockig -
dickköpfig’- dickschädelig - eigensinnig - eigenwillig - halsstarrig - hartnäckig
- kompromisslos - kratzbürstig - rechthaberisch - starrköpfig - starrsinnig -
störrisch - stur - trotzig - trotzköpfig - unbelehrbar - unbequem - unerbittlich
- unfolgsam - ungehorsam - unnachgiebig - unversöhnlich - unwillig - unzu¬
gänglich - verbohrt - verschlossen - verstockt - widerborstig - widersetzlich -
widerspenstig - zickig - zugeknöpft
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