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                    © BOSCH
Flexible Automation
Technische Beschreibung
Speicherprogrammierbare Steuerung
Bosch PC 200
Gerätehandbuch
P.Nr.:3730 D1 • 12/83

Technische Beschreibung © BOSCH Flexible Automation Bosch PC 200 Gerätehandbuch Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung 1 1.1 Bosch PC-Baureihe 1 1.2 Bosch PC 200 1 2. Arbeitsweise der Bosch PC 200 2 3. Beschreibung der Gerätekomponenten 4 3.1 PC 200 Grundgerät 4 3.2 PC 200 Erweiterungsgerät 4 3.3 Baugruppen 4 3.3.1 Netzteilbaugruppe (NT) 4 3.3.2 Zentraleinheit (ZE) 5 3.3.3 Programmspeicher 6 3.3.4 Eingangsbaugruppe E 24 V= 7 3.3.5 Eingangsbaugruppe E 220 V~ . 8 3.3.6 Ausgangsbaugruppe A 24 V=/2 A 9 3.3.7 Ausgangsbaugruppe Relais AR 11 3.3.8 Netzteilbaugruppe 24 V= Hilfsspannung, NT 24 V=/0,6 A 12 3.3.9 Zeitbaugruppen T4 und T8 13 4. Aufbau 15 4.1 Mechanischer Aufbau 15 4.2 Einzeilige Ausführung 15 4.3 Mehrzeilige Ausführung 16 4.4 Montage/Abmessungen 16 4.5 Bestückungsrichtlinien 17 4.6 Externe Lastspannung 18 4.7 AnschluBbelegung (Übersicht) 19 4.7.1 Eingangsbaugruppe E 24 V== 8fach 19 4.7.2 Eingangsbaugruppe E 220 V~, 8fach 19 4.7.3 Ausgangsbaugruppe A 24 V=/2 A, 8fach 19 4.7.4 Ausgangsbaugruppe Relais AR, 8fach 19 4.7.5 Externe Versorgungsspannung 19 5. Programmierung 20 5.1 Anweisungsliste 20 5.1.1 Operationsteil 20 5.1.2 Operandenteil 22 5.2 Kontaktplan 24 5.3 Programmierbeispiele 24 5.4 Programmiergeräte 26 5.5 Anschaltbaugruppe Programmiergerät 26 5.6 Anschlußkabel PC 27 6. Inbetriebnahme, Fehlersuche 28, 29 7. Wartung, Reparatur 30 7.1 Tausch der Pufferbatterie für remanente Merker auf der Zentraleinheit 30 7.2 Tausch der Pufferbatterie auf dem RAM-Modul 31 7.3 Tausch der Sicherung bei Ausgangsbaugruppe A 24 V=/2 A 32 7.4 Tausch der Sicherung (sekundärseitig) bei der Netzteilbaugruppe 32 7.5 Tausch der Sicherung (sekundärseitig) bei der Netzteilbaugruppe 33 (Hilfsspannung) 8. Technische Daten 34 / 8.1 Eingangsbaugruppen 34 8.2 Ausgangsbaugruppen 34 c 1983 Alle Rechte bei ROBERT BOSCH GMBH, auch für den Fall von Schutzrechts- anmeldungen. Jede Verfügungsbefugnis, wie Kopier- und Weitergaberecht bei uns. 8.3 Zeitbaugruppen 34 8.4 Netzteilbaugruppe (Hilfsspannung) 34 8.5 System PC 200 35 9. Bestelldaten 36 Irrtum und technische Änderungen vorbehalten.
Technische Beschreibung Bosch PC 200 Gerätehandbuch © BOSCH Flexible Automation 1. Einleitung 1.1 Bosch PC-Baureihe Der Siegeszug speicherprogrammierbarer Steuerungen (SPS) begann ca. 1970. Sie ersetzten die bis dahin üblichen Relais- und Schützsteuerungen durch frei programmierbare Schaltungstechnik. Praxisnahe Programmie- rung, geringer Platzbedarf, keine interne Verdrahtung, hohe Funktions- sicherheit, einfaches Ändern während der Inbetriebnahme oder im Feld und geringer Dokumentationsaufwand waren die Gründe für diesen Erfolg. Neue Technologien und sich immer stärker ausweitende Einsatzgebiete zwangen jedoch die Hersteller von SPS, ihre Konzepte zu überdenken. So werden heute neben den reinen Verknüpfungs- und Ablaufsteuerungen zunehmend Überwachungs- und Regelfunktionen, aber auch intelligente Schnittstellen zur Kopplung an Leitsysteme oder übergeordnete Rechner verlangt. Mit der Steuerungsfamilie Bosch PC wird dieser breite Einsatzbereich - von kleinsten Verknüpfungsaufgaben bis zur Integration in Leitsysteme - abgedeckt. 1.2 Bosch PC 200 Die speicherprogrammierbare Steuerung PC 200 wurde speziell für kleine Steuerungsaufgaben ent- wickelt. Mit der PC 200 lassen sich Steuerungen mit binären Ver- knüpfungen, Speicher- und Zeit- funktionen realisieren. Wo bisher aus Kostengründen noch Steuerun- gen in Relais- und Schützentechnik oder in konventioneller Elektronik eingesetzt wurden, bietet die speicherprogrammierbare Steue- rung PC 200 eine wirtschaftliche Alternative. Typische Anwendungsfälle: Werkzeugmaschinen Verpackungsmaschinen Transferstraßen Schweißmaschinen Montageautomaten Holzbearbeitungsmaschinen 1
Bosch PC 200 Gerätehandbuch 0 BOSCH Flexible Automation Technische Beschreibung 2. Arbeitsweise der Bosch PC 200 Die „Verknüpfung” der Signalgeber und Stellglieder wird in einem Pro- gramm in der Steuerung festgelegt. Dadurch reduziert sich die Verdrahtung auf den Anschluß der Signalgeber und Stellgeräte der zu steuernden Anlage. Die Programmierung erfolgt z.B. in Anweisungsliste oder in Form eines Kontaktplanes ( siehe Kapitel „ Programmierung "). Ebenso einfach, wie die „Verknüpfung" per Programm eingegeben werden kann, läßt sie sich ändern, und zwar ohne Ändern des Aufbaus und der Verdrahtung, so daß Test und Inbetriebnahme erheblich verkürzt werden. Der mechanische Aufbau ist unabhängig von der Steuerungsaufgabe stets gleich. Lediglich die Zahl der Ein- und Ausgänge sowie der Zeiten muß den Erfordernissen der zu steuernden Einrichtung angepaßt werden. Arbeitsweise der Bosch PC 200 Programmspeicher, Bitprozessor, Merker, Ausgangsspeicher, E/A- und Zeitbaugruppen sind durch einen „Bus" miteinander verbunden. Dieser besteht aus Sammelleitungen auf denen der Datenaustausch erfolgt. Das Steuerwerk des Prozessors organisiert die Datenübertragung auf diesen Leitungen. Der Programmspeicher ist als Modul ausgeführt und wird in die Zentral- einheit eingesteckt. Das Speichermodul RAM (random access memory) ist ein Schreib-ZLesespeicher. Sein Inhalt kann immer wieder (z.B. bei der Inbetriebnahme) schnell verändert werden. Bei Netzspannungsausfall bleibt der Inhalt des RAM-Speichermoduls ca. 1 Jahr erhalten. Die Puffe- rung erfolgt durch eine Batterie auf der RAM-Speicherplatine. 2
Technische Beschreibung Bosch PC 200 Gerätehandbuch © BOSCH Flexible Automation Nach Inbetriebnahme und Test der Steuerungsfunktion ist es zweckmäßig, das Programm unverlierbar in das Speichermodul EPROM (Erasable Programmable Read Only Memory) zu übertragen. Das Programm im EPROM-Speichermodul kann nur durch Bestrahlung mit UV-Licht gelöscht werden (siehe Seite 7 ). Während des Betriebs werden durch das Steuerwerk des Prozessors die einzelnen Speicherzellen des Programmspeichers im ständigen Umlauf angewählt. Die in den angewählten Speicherzellen stehenden Anweisungen werden vom Prozessor gelesen und ausgeführt. Der Signalzustand an den Eingängen wird direkt während der Programm- bearbeitung entsprechend dem zugehörigen Operationsteil (s. auch „Pro- grammierung") mit dem Verknüpfungsergebnis (VKE) der vorher bearbeite- ten Anweisung verknüpft. Das entstehende neue Verknüpfungsergebnis wird im Rechnerregister gespeichert. Es wird dann bei Bearbeitung der nächsten Anweisung berücksichtigt.Nach einer Abschluß-Operation wird keine Verknüpfung mit der vorhergehenden Anweisung durchgeführt, son- dern das Verknüpfungsergebnis direkt zur Ausgangsbaugruppe gegeben und parallel hierzu im Ausgangsspeicher abgelegt. Im Merkerbereich kann sich der Prozessor Signalzustände „merken" (speichern). Dieser Bereich kann per Umschalter remanent (R) oder nicht remanent (NR) ausgelegt werden. Sind die Merker remanent, bleibt bei Netzspannungsausfall der aktuelle Inhalt ca. 1 Jahr durch eine Puffer- batterie erhalten. Ist der Merkerbereich nicht remanent, werden alle Mer- ker beim Einschalten auf Null gesetzt. Die Merker sind bitweise organisiert und werden vom Steuerwerk wie Ausgänge behandelt. Eine Eingangsbaugruppe enthält 8 elektronische Eingabeschaltungen für den Anschluß von 8 Signalgebern. Die einzelnen Eingabekreise sind zur Erhöhung der Störsicherheit durch Optokoppler galvanisch getrennt. Eine Ausgangsbaugruppe enthält jeweils 8 Ausgabeschaltungen für den Anschluß von 8 Verbrauchern (Schützspulen, Ventilspulen, Lampen etc.). Auch die einzelnen Ausgabeschaltungen sind durch Optokoppler gal- vanisch getrennt. Die Zeiten werden über Bereichsschalter und Potentiometer an der Zeit- baugruppe eingestellt und können per Programm als Ausgang gestartet sowie als Eingang abgefragt werden. Eine Zeitbaugruppe enthält je nach Ausführung 4 bzw. 8 Zeitkreise. Die Zeit für einen einmaligen Programmdurchlauf, die sogenannte Zyklus- zeit, errechnet sich aus der Zahl der Anweisungen eines Programms und der Bearbeitungszeit je Anweisung. Für die Bearbeitung einer Anweisung benötigt die PC 200 10ps. Bei einer Programmlänge von 1 K Anweisungen beträgt demnach die Zykluszeit tz = 10ms, sofern sie nicht durch Verwen- dung von Sprungbefehlen verändert wird. Zur Ermittlung der Reaktionszeit sind die Verzögerungszeiten der Ein- und Ausgänge (tE/tA, siehe technische Daten) zusätzlich zu berücksichtigen. Für die maximale Reaktionszeit gilt: tRmax = tz + tE + tA Die Reaktionszeit kann durch Mehrfachprogrammierung entsprechend ver- kürzt werden. 3
Bosch PC 200 Gerätehandbuch O BOSCH Flexible Automation Technische Beschreibung 3. Beschreibung der Gerätekomponenten 3.1 PC 200 Grundgerät Das Grundgerät besteht aus: - Trägerprofil für max. 8 Eingangs-, Ausgangs- oder Zeitbaugruppen - Netzteilbaugruppe - Zentraleinheit 3.2 PC 200 Erweiterungs- gerät Das Erweiterungsgerät besteht aus: - Trägerprofil für max. 8 Eingangs-, Ausgangs- oder Zeitbaugruppen - Verbindungskabel für den An- schluß des Erweiterungsgerätes an das Grundgerät bzw. andere Erweiterungsgeräte Hinweis: Die Trägerprofile von Grund- und Erweiterungsgerät sind identisch. 3.3 Baugruppen 3.3.1 Netzteilbaugruppe (NT) ElN/AUS-Schalter Sicherung, primär für Anschlußkabel LED-Anzeige für „Spannungs- versorgung bereit” — Netzanschlußklemmen Diese Baugruppe liefert die interne Versorgungsspannung für die Zentraleinheit sowie für alle Ein- gangs-, Ausgangs- und Zeitbau- gruppen. Diesen Baugruppen wird über die Stecker im Trägerprofil die Versorgungsspannung zugeführt. Die Netzteilbaugruppe liefert nicht die Versorgungsspannungen für die Signalgeber und Stellglieder. Hier- für ist ein zusätzliches Lastnetzteil erforderlich. Technische Daten NT Anschlußspannungen - Nennwert - Toleranz - zulässiger Frequenzbereich 220 V -15%, +10% 48 Hz - 63 Hz 110V bzw. 115V -15%, +10% 48 Hz - 63 Hz bzw. 58 Hz - 63 Hz Sicherung, primär in Frontblende 0,25 A MT 0,5 A MT Sicherung, sekundär auf Leiterplatte 1,25 A MT Spannung sekundär 5 V Leistungsaufnahme 15 VA Anschlußquerschnitt max. 1,5 mm2 4
Bosch PC 200 Gerätehandbuch @ BOSCH Flexible Automation Technische Beschreibung 3.3.2 Zentraleinheit (ZE) Diese Baugruppe enthält einen Bit-Prozessor mit Steuerwerk sowie den Speicherbereich für die Ausgänge und Merker. Blockbild Zentraleinheit Die Zentraleinheit übernimmt folgende Funktionen: - Sequentielle Bearbeitung der im Programmspeicher hinterlegten Anweisungen - Zyklusüberwachung - Überwachung der Pufferbatteriespannung Der Merkerbereich kann über einen Umschalter auf der Frontblende wahl- weise remanent (R) oder nicht remanent (NR) ausgeführt werden. Sind die Merker remanent, bleibt die gespeicherte Information auch bei Spannungs- ausfall durch eine Pufferbatterie erhalten. Die Pufferzeit beträgt ca. 1 Jahr. Unterspannung der Pufferbatterie wird durch die Anzeige-LED in der Front- blende angezeigt. In Stellung „NR" werden alle Merker beim Systemanlauf auf NULL gesetzt. Die Umschaltung des Merkerbereichs R/NR erfolgt bei ausgeschalteter Spannungsversorgung oder bei Zentraleinheit in Stellung „STOP”. Die Pufferspannungsüberwachung ist auch dann wirksam, wenn die Merker nicht remanent gewählt sind. 5
0 BOSCH Flexible Automation Bosch PC 200 Gerätehandbuch Technische Beschreibung Wahlschalter Merker R (remanent)ZNR (nicht remanent) Anzeige-LED für „ZE STOP” Schalter für „BETRIEB/STOP" Steckplatz für Programmspeichermodul (hier mit eingestecktem EPROM-Modul) Wenn die rote Anzeige-LED leuchtet erfolgt keine Programmausführung. Dies kann folgende Ursachen haben: - Umschalter am RAM-Speichermodul in Stellung „EDIT" Umschalter an der Zentraleinheit in Stellung „STOP” - Batterie-Ausfallerkennung der Zentraleinheit oder des RAM-Moduls hat angesprochen - Zykluszeitüberwachung hat angesprochen (Schleife programmiert bzw. fehlende PE-Anweisung) In allen o.a. Fällen werden sämtliche Ausgänge auf Null gesetzt. 3.3.3 Programmspeicher Im Programmspeicher ist das vom Anwender geschriebene SPS-Programm abgelegt. Der Programmspeicher ist als Modul ausgeführt und wird in den Steckplatz auf der Zentraleinheit eingesteckt. Als Programmspeicher kann sowohl ein RAM-, als auch ein EPROM-Modul verwendet werden. © Schraube zur Sicherung des RAM-Moduls ® Umschalter „EDIT/MON.” ® Steckanschluß zur Programmier- geräteanschaltung (siehe auch „Anschaltbaugruppe Pro- grammiergerät”) ) RAM-Programmspeichermodul Die Speicherkapazität beträgt 4 K Anweisungen (1 Anweisung =16 Bit- Wort). Das RAM-Modul ist durch eine Pufferbatterie gegen Speicherverlust bei Spannungsausfall geschützt. Die Pufferzeit beträgt ca. 1 Jahr. Unter- spannung der Batterie wird durch die LED in der Zentraleinheit angezeigt. Durch einen Umschalter können zwei Betriebsarten angewählt werden: 6
Bosch PC 200 Gerätehandbuch Technische Beschreibung © BOSCH Flexible Automation EDIT-Betrieb In der Betriebsart „EDIT” erfolgt keine Programmausführung (ZE auf „STOP”). Über die Anschaltbaugruppe AG/PG bzw. direkt über das Pro- grammiergerät PG 1 ist ein Zugriff auf den Programmspeicher möglich und Programme können eingegeben oder geändert werden. MONITOR-Betrieb In der Betriebsart „MONITOR" hat die Zentraleinheit Zugriff auf den Pro- grammspeicher. Die Programmausführung ist freigegeben und Programme können getestet werden. EPROM- Programmspeichermodul © Steckanschluß zur Programmier- geräteanschaltung (siehe auch „Anschaltbaugruppe Programmiergerät”) Das EPROM-Modul ist entweder mit 2 K oder 4 K Speicherkapazität lieferbar. Das EPROM-Modul kann mit den Programmiergeräten PG 1, PG 2 oder PG 3 programmiert werden, wobei zum PG 1 das EPROM-Programmier- gerät (Nr. ) zusätzlich erforderlich ist. (Zur EPROM-Programmierung siehe Bedienungsanleitung dieser Geräte) Zum Löschen des Speicherinhaltes wird das komplette EPROM-Modul in die UV-Löscheinrichtung (Nr. 247 043475) gelegt. Die Strahlungsintensität beträgt 6700 pW/cm2. Nach einer Löschzeit von ca. 1 Stunde kann das EPROM-Modul wieder neu programmiert werden. 3.3.4 Eingangsbaugruppe E 24 V= Gleichspannungs-Eingangskreis Eingang ]----C24 V <0 V Die Eingangsbaugruppe E 24 V= verarbeitet Gleichspannungssignale und enthält die Eingangsschaltungen für den Anschluß von 8 Signalgebern. Für eine hohe Störsicherheit des Steuerungssystems werden die vom Prozeß kommenden Eingangs-Gleichspannungen von der internen Logik durch Optokoppler galvanisch getrennt. 7
Bosch PC 200 Gerätehandbuch © BOSCH flexible Automation Technische Beschreibung Jeder Eingang ist gegen Verpolung geschützt. Der Signalzustand wird über eine Leuchtdiode angezeigt. Die Anzeige des Signalzustandes ist nur bei Anschluß der externen Spannung wirksam. Der angeschlossene Signal- geber wird durch die Eingangsschaltung mit ca. 8mA belastet. LED dunkel Signalzustand „0” LED leuchtet Signalzustand „1” LED-Anzeigefeld für Signalzustände Anschlußbeiegung der Steck-Klemme s.S. 19 Schnappschild ; Kennzeichnung der Baugruppe Der Anschluß der Signalgeber er- folgt gemäß dem Anschlußplan auf Seite 19. Die Eingangsbaugruppe benötigt außer den Signaleingängen nur noch OV-Anschluß. Die 24V werden nicht benötigt. - max.Anschlußquerschnitt 1,5mm2 - Beim Verdrahten darf die Steck- Klemme nicht gesteckt sein! (siehe Hinweis in Kapitel 4.1) Technische Daten E24 V= Eingangsspannung 24 V= Anzahl der Eingänge 8 Spannungsbereich „0" -1V...+2V Spannungsbereich „1” +24V±15°/o Eingangsstrom ca. 8 mA Schaltverzögerung „EIN”/„AUS” ca. 2ms/ca. 2ms Potentialtrennung ja Gleichzeitigkeit 100% 3.3.5 Eingangsbaugruppe E 220 V~ Die Eingangsbaugruppe E 220 V~ verarbeitet Wechselspannungssignale und enthält die Eingangsschaltungen für den Anschluß von 8 Signalgebern. Für eine hohe Störsicherheit des Steuerungssystems werden die vom Prozeß kommenden Eingangs-Wechselspannungen von der internen Logik durch Optokoppler galvanisch getrennt. Jeder Eingang besitzt eine Leuchtdiode zur Anzeige des Signalzustandes, die nur bei Anschluß der externen Spannung wirksam ist. LED dunkel Signalzustand „0” LED leuchtet Signalzustand „1" 8
Bosch PC 200 Gerätehandbuch Technische Beschreibung 0 BOSCH Flexible Automation -----LED-Anzeigefeld für Signalzustände -----Anschlußbelegung der Steck-Klemme s.S.19 -----Schnappschild zur Kennzeichnung der Baugruppe Der Anschluß der Signalgeber er- folgt gemäß dem Anschlußplan auf Seite 19. Die Klemme für den Null- leiter ist mehrpolig ausgeführt. - max.Anschlußquerschnitt 1,5mm2 - Die Baugruppe muß mit(^ver- bunden werden. - Beim Verdrahten darf die Steck- klemme nicht gesteckt sein. (siehe Hinweis in Kapitel 4.1) Technische Daten E 220V- Eingangsnennspannung 220 V~ Anzahl der Eingänge 8 Spannungsbereich „0" 0...60 V~ Spannungsbereich „1" 175...255 V~ Eingangsstrom 7 mA Schaltverzögerung „EIN”/,,AUS” ca. 2 ms*/18 ms* Potentialtrennung ja Gleichzeitigkeit 60% * Abhängig von der Netzhalbwelle 3.3.6 Ausgangsbaugruppe A 24 V=/2 A Die Ausgangsbaugruppe A 24 V=/2 A enthält die Leistungsschalter für den Anschluß von 8 Verbrauchern. Die Ausgangskreise sind durch Opto-Koppler von der internen Schaltung galvanisch getrennt und durch Schmelzsicherungen gegen Überlastung geschützt. Jeder Ausgang besitzt eine LED zur Anzeige des Signalzustandes, die nur bei Anschluß der externen Lastspannung wirksam ist und den Zustand vor der Sicherung anzeigt. LED dunkel Signalzustand „0” LED leuchtet Signalzustand „1” 9
@ BOSCH Bosch PC 200 Technische Beschreibung Flexible Automation Gerätehandbuch Die Ausgangsbaugruppe ist an jedem Ausgang mit max. 2A belastbar und für 50% Gleichzeitigkeit ausgelegt, so daß gleichzeitig z.B. alle Ausgänge mit je 1A oder 4 Ausgänge mit je 2A belastet werden können. Abhängig von der Belastung müssen evtl, zwei Klemmen +24V ange- schlossen werden, da die Belastung je Klemmenkontakt max. 6A betragen darf. Der Anschluß der Verbraucher er- folgt gemäß dem Anschlußplan auf Seite 19. Die Klemmen für +24V und 0V sind zweipolig ausgeführt. - max.Anschlußquerschnitt 1,5mm2 - Beim Verdrahten darf die Steck- klemme nicht gesteckt sein! (siehe Hinweis in Kapitel 4.1) -----LED-Anzeigefeld für Signalzustände -----Anschlußbelegung der Steck-Klemme s.S. 19 -----Schnappschild zur Kennzeichnung der Baugruppe Technische Daten A24V=/2A Spannung (Externe Lastspannung Uext) 24V=±15% Strom 2A Anzahl der Ausgänge 8 Spannungsbereich „0" OV ... + 2V Spannungsbereich „1” Uext - 2V Schaltverzögerung „Ein”/,,Aus" ca. ßOps/ca. 1 ms Überlastungsschutz Sicherung 2,5 A FF Potentialtrennung ja Gleichzeitigkeit 50% 10
Bosch PC 200 Gerätehandbuch ® BOSCH Flexible Automation Technische Beschreibung 3.3.7 Ausgangsbaugruppe Relais AR Die Ausgangsbaugruppe AR enthält 8 Relais-Ausgänge. Die Ausgangskreise sind durch Opto-Koppler von der internen Schaltung galvanisch getrennt. Die Ausgangsbaugruppe AR muß extern mit einer Hilfsspannung von 24 V= versorgt werden. Dazu kann die externe Lastspannung 24 V= oder die Netzteilbaugruppe Hilfsspannung (24 V=/0,6 A) verwendet werden. Jeder Ausgang besitzt eine LED zur Anzeige des Signalzustandes, die nur bei Anschluß der externen Hilfsspannung wirksam ist. LED dunkel Signalzustand „0” LED leuchtet Signalzustand „1" Die Ausgänge sind nicht gegen Überlastung geschützt. Eine entsprechende Schutzschaltung ist ggf. extern vorzusehen. Der Anschluß der Verbraucher er- folgt gemäß dem Anschlußplan auf Seite 19. - max.Anschlußquerschnitt 1,5mm2 - Die Baugruppe muß mit(J)ver- bunden werden. - Beim Verdrahten darf die Steck- klemme nicht gesteckt sein, (siehe Hinweis in Kapitel 4.1) -----Anschlußbelegung der Steck-Klemme s.S. 19 -----Schnappschild zur Kennzeichnung der Baugruppe -----LED-Anzeigefeld für Signalzustände Technische Daten AR/2A Spannung (Externe Lastspannung Uext) 220 V-/30 V= Strom 2 A Anzahl der Ausgänge 8 Stromaufnahme bei log. „1” 10 mA pro Ausgang Schaltverzögerung „EIN”/,,AUS" ca. 10ms/ca. 10ms Schaltspiele bei max. Last >105 Überlastungsschutz ohne Potentialtrennung ja Gleichzeitigkeit 100% Bei der Ausgangsbaugruppe Relais ist eine zusätzliche Hilfsspannung 24 V=zur Spannungs- versorgung der Baugruppe erforderlich. 11
Bosch PC 200 Gerätehandbuch © BOSCH Flexible Automation Technische Beschreibung 3.3.8 Netzteilbaugruppe 24 V= Hiifsspannung, NT 24 V=/0,6 A Die Ausgangsbaugruppe Relais benötigt eine Hilfsspannung von 24 V— Zur Spannungsversorgung dieser Baugruppe kann die externe Lastspannung oder die Netzteilbaugruppe Hilfsspannung verwendet werden. 0 V-Anschlußklemmen 24 V-Anschlußklemmen Sicherung, primär Netzanschlußklemmen Anzeige-LED für „Spannungsversorgung bereit" EIN/AUS-Schalter Die Netzteilbaugruppe NT 24 V= ist mit max. 0,6 A belastbar. Die Anschlußklemmen 24 V= und 0V für die Ausgangsspannung sind mehr- polig ausgeführt. Die Baugruppe kann auf jedem Steckplatz des Baugruppenträgers gesteckt werden. Sie besitzt keine Verbindung zum internen Bus der PC 200. Technische Daten NT-Hilfsspannung Anschlußspannungen - Nennwert - Toleranz - zulässiger Frequenzbereich 220 V -15%, +10% 48Hz-63Hz 110 Vbzw. 115 V -15%, +10% 48Hz-63Hz bzw. 58Hz-63Hz Sicherung, primär in Frontblende 0,25 A MT 0,5 A MT Sicherung, sekundär auf Leiterplatte 1,25 A MT Laststrom max. 0,6A Anschlußquerschnitt max. 1,5mm2 12
Bosch PC 200 Gerätehandbuch Technische Beschreibung © BOSCH Flexible Automation 3.3.9 Zeitbaugruppen T4 und T8 Zeitkreis Die Zeitbaugruppe enthält je nach Ausführung 4 bzw. 8 Zeitkreise. Die Zeit- bildung erfolgt analog. Die Zeit wird als Ausgang gestartet und als Eingang abgefragt. Eine Zeitbaugruppe belegt den Adreßbereich je einer Eingangs- und Ausgangsbaugruppe (siehe „Bestückungsrichtlinien"). Die Grund- funktion der Zeitstufe ist die Einschaltverzögerung. Andere Funktionen, z.B. Ausschaltverzögerung oder Zeit als Impuls sind durch entsprechende Pro- grammierung darstellbar (siehe „Programmierbeispiele PC 200”). Für jedes Zeitglied kann über einen Schalter in der Frontblende der Zeit- bereich grob eingestellt werden: Bereich I 0,07s - 5s Bereich II 0,7s - 50s Die Feineinstellung innerhalb eines Bereiches erfolgt über ein Potentio- meter in der Frontblende. Die Drehrichtung ist dabei mit „+” bzw. gekennzeichnet. Die Einstellung der Zeit geschieht mittels Stop-Uhr oder bei sehr kurzen Zeiten mittels Zeit-Meßgerät, das über entsprechende Meßpunkte in der Frontblende angeschlossen werden kann. LED-Zustandsanzeigen Potentiometer mit zugehörigem Meßpunkt Bereichsschalter Testschalter zum gemeinsamen Start aller Zeitkreise 13
Technische Beschreibung Bosch PC 200 Gerätehandbuch @ BOSCH Flexible Automation Jedem Zeitglied ist eine LED-Anzeige zugeordnet, die nach Ablauf der ein- gestellten Zeit leuchtet. Für die Einstellung der Zeiten wird folgende Vorgehensweise empfohlen: - Betriebsartenschalter auf der Zentraleinheit in Stellung „STOP” - Gewünschte Laufzeit näherungsweise mit Bereichsschalter und Potentio- meter einstellen. - Zum Start der Zeiten Testschalter auf der Zeitbaugruppe in Stellung „TEST” - Nach Zeitmessung gewünschte Laufzeit exakt mit Potentiometer einstellen. - Im Normalbetrieb Umschalter in Stellung „0" Technische Daten T4 T8 Anzahl der Zeitkreise 4 8 Zeitbereich 0,07 ... 50s 0,07 ... 50s Zeiteinstellung Grobeinstellung über Schalter in zwei Bereiche: Bereich 1:0,07... 5s Bereich II: 0,7 ... 50s Feineinstellung innerhalb der Bereiche über Potentiometer in der Frontblende. Anschluß eines Zeit-Meßgerätes zur Einstellung sehr kurzer Zeiten über Meß- punkte in der Frontblende 14
Bosch PC 200 Gerätehandbuch Technische Beschreibung @ BOSCH Flexible Automation 4. Aufbau 4.1 Mechanischer Aufbau ® Ein Trägerprofil mit integriertem Bus dient zur Aufnahme der verschiedenen Baugruppen @ Die Baugruppe wird auf das Trägerprofil gesteckt und festgeschraubt ® Leuchtdioden zeigen den Signalzustand der Eingänge, Ausgänge und Zeiten an. ® Steck-Klemmen für den Anschluß der Ein- und Ausgänge. Dadurch ist das Tauschen der Schaltgruppe ohne Lösen der externen Verdrahtung möglich. Zulässiger Drahtquerschnitt max. 1,5mm2. (max. Belastung 6A je Kontakt) Hinweis: Die Steck-Klemmen dürfen nicht im gesteckten Zustand verdrahtet werden, um ein Ausweiten der Kontakte in den Buchsen zu verhindern. Bei Verwendung von Leiterquerschnitten <0,5mm2 müssen Aderendhülsen verwendet werden, um Kontaktprobleme zu vermeiden. 4.2 Einzeilige Ausführung ©Trägerprofil mit integriertem Bus- kabel ® Netzteilbaugruppe ® Zentraleinheit mit eingestecktem Programmspeichermodul EPROM © Eingangsbaugruppe(n), Ausgangsbaugruppe(n), Zeitbaugruppe(n) In einzeiliger Ausführung besteht die Steuerung PC 200 aus einem Grund- gerät und max. 8 Eingangs-, Ausgangs- und Zeitbaugruppen in beliebiger Anordnung. 15
© BOSCH flexible Automation Bosch PC 200 Gerätehandbuch Technische Beschreibung 4.3 Mehrzeilige Ausführung © Grundgerät mit Eingangs-, Aus- gangs-, Zeitbaugruppen ® Erweiterungsgerät mit Eingangs-, Ausgangs-, Zeitbaugruppen ® Verbindungskabel zum Anschluß des Erweiterungsgerätes an das Grundgerät © Schrauben zur Sicherung gegen unbeabsichtigtes Lösen des Verbindungskabels Bei Bedarf kann die Steuerung PC 200 auch in mehrzeiliger Ausführung aufgebaut werden. Die modulare Erweiterung des einzeiligen Grundgerätes geschieht durch Hinzufügen zusätzlicher Trägerprofile (Erweiterungsge- räte), von denen jedes weitere 8 Steckplätze für Eingangs-, Ausgangs- und Zeitbaugruppen besitzt. Der Bus der Gerätezeilen wird durch ein Ver- bindungskabel elektrisch verbunden. An ein Grundgerät können max. 3 Erweiterungsgeräte angeschlossen werden. Bei drei- und vierzeiligem Auf- bau sind Bestückungsrichtlinien für Eingangs-, Ausgangs- und Zeitbau- gruppen zu beachten. 4.4 Montage/Abmessungen Die Steuerung kann montiert werden - in Standardschaltschränken 19 Zoll - auf senkrechten Montageflächen Bei mehrzeiligem Aufbau dürfen die einzelnen Trägerprofile einen Mittenabstand von 300mm haben. Die Busleitungen der Gerätezeilen werden durch das konfektionierte Verbindungskabel untereinander verbunden (siehe auch „4.5 Bestückungsrichtlinien”). Die Wärmeabfuhr geschieht durch Eigenkonvektion. Beim Einbau muß darauf geachtet werden, daß die Eigenkonvektion gewährleistet bleibt. 16
@ BOSCH Flexible Automation Bosch PC 200 Gerätehandbuch Technische Beschreibung 4.5 Bestückungsrichtlinien Ein- und zweizeilige Ausführung Die Eingangs-, Ausgangs- und Zeit- baugruppen können beliebig ange- ordnet werden. Drei- und vierzeilige Ausführung Hierbei sind folgende Bestückungs- richtlinien zu beachten: 1. Steckplätze mit gleichen Adressen dürfen nicht mit gleichen Baugruppen bestückt werden. 2. Bei einer Zeitbaugruppe muß der zweite Steckplatz mit gleicher Adresse frei bleiben. ZE E T 00 01 02 03 04 05 06 07 lNTlElEl Illi Beispiele: Ist der Steckplatz mit der Adresse 0 in der 1. Zeile mit einer Eingangs- baugruppe belegt, darf der Steck- platz mit der Adresse 0 in der 3. Zeile nur mit einer Ausgangsbau- gruppe belegt werden. Sind die Steckplätze mit der Adresse 8 und 9 in der 2. Zeile mit Eingangsbaugruppen belegt, dürfen die Steckplätze mit der Adresse 8 und 9 in der 4. Zeile nur mit Aus- gangsbaugruppen belegt werden. Ist der Steckplatz mit der Adresse 2 der 1. Zeile mit einer Zeitbau- gruppe belegt, muß der Steckplatz mit der Adresse 2 der 3. Zeile frei bleiben. 08 09 10 11 12 13 14 15 I 00 01 02 03 04 05 06 07 I I NT A A 08 09 10 11 12 13 14 15 Das Netzteil wird bei der mehrzeili- gen Ausführung immer auf dem 2. Steckplatz der letzten Geräte- zeile angeordnet. Die Zentraleinheit wird immer auf dem 2. Steckplatz der ersten Ge- rätezeile angeordnet. Das Verbindungskabel belegt immer den 1. bzw. 2. Steckplatz einer Gerätezeile.
@ BOSCH Flexible Automation Bosch PC 200 Gerätehandbuch Technische Beschreibung 4.6 Externe Lastspannung Zur Versorgung der Signalgeber und Stellglieder stehen folgende Drehstrom-Lastnetzteile zur Verfügung: Bestell-Nummer EL 3000-6 EL 3000-10 EL 3000-20 EL 3000-40 Eingangsspannung 380 V13-150 Hz Ausgangsspannung 24 V= ±10% ungeregelt: Restwelligkeit: ca. 4,8% max. Ausgangsstrom 6A= 10 A= 20 A= 40 A= Eingangsstrom bei Nennlast 0,3 A~ 0,45 A~ 0,83 A~ 1,7 A~ Eingangsstrom bei Leerlauf 0,05 A~ 0,08 A~ 0,19 A~ 0,19 A~ Sicherung (gleichstromseitig) Feinsicherung m. Leuchtanz. therm. Überstromschutzschalter Schmelzsich. (NEOZED) Wirkungsgrad bei Nennlast ca. 72% 77% 80% 86% Anschlußklemmen 1,5mm 1,5mm2 2,5mm2 4mm2 Isolationsgruppe Gruppe C für 380 V Schutzart IP 00 Abmessungen in mm (BreitexHöhexTiefe) 300x165x100 300x165x100 340x185x140 420x240x140 Gewicht in kg 6,3 6,4 10,9 19,5 Zur Anpassung an das vorhandene Netz sind primärseitig zusätzliche Anzapfungen bei ±5% vorhanden. 380 V 380 V - 5% ö +24 V Ö 0V 380 V+ 5%------ III Schaltbild 18
© BOSCH Flexible Automation Technische Beschreibung Bosch PC 200 Gerätehandbuch 4.7 Anschlußbelegung (Übersicht) 4.7.1 Eingangsbaugruppe E 24 V=, 8fach 4.7.2 Eingangsbaugruppe E 220V~, Bfach max. Anschlußquerschnitt 1,5 mm2 max. Anschlußquerschnitt 1,5 mm2 Die Baugruppe muß mit ^verbun- den werden. 4.7.3 Ausgangsbaugruppe A24V = / 2A, 8fach ov — 0 0 • 0 1 • 0 2 9 0 3 • 0 4 • 0 5 • 0 6 24V — Ix I 0 0 7 24V ext 24V — . 0 24 V Last- 0V — — 0 0V span- 0V — — 0 ov nung max. Anschlußquerschnitt 1,5 mm2 Abhängig von der Belastung (maxi- mal zulässig 8A pro Schaltgruppe) müssen mehrere Klemmen + 24V angeschlossen werden. Die Bela- stung je Klemme beträgt max. 6 A. Generell gilt, daß beim Verdrahten die Steck-Klemme nicht gesteckt sein darf. 4.7.4 Ausgangsbaugruppe-Relais AR, 8fach 4.7.5 Externe Versorgungsspannung max. Anschlußquerschnitt 1,5 mm2 Die Baugruppe muß mit ^^verbun- den werden. Die Ausgangsbaugruppe wird mit einer Hilfsspannung 24 V= versorgt. Diese muß extern zur Verfügung gestellt werden. Zur Spannungsver- sorgung der Baugruppe kann die externe Lastspannung 24 V= oder die Netzteilbaugruppe Hilfsspannung verwendet werden. Die Netzteilbaugruppe liefert nicht die Versorgungsspannungen für die Signalgeber und Stellglieder. Hierfür ist ein zusätzliches Lastnetzteil erfor- derlich. Lastspannung 24 V= max. Welligkeit 5% zul. Spannungsschwankung ±10% Wir empfehlen als Lastnetzteil eine Drehstrombrücke. Folgende Typen sind lieferbar: Primär: 380 V/3~ Sekundär: 24 V= Ausgangsstrom: 6A, 10A, 20A, 40A 19
0 BOSCH Flexible Automation Bosch PC 200 Gerätehandbuch Technische Beschreibung 5. Programmierung 5.1 Anweisungsliste (Mnemotechnische Programm- darstellung) Steuerungsanweisung Operationsteil Operandenteil (Befehl) (Adresse) Kennzeichen Parameter Die Steuerungsanweisung (Abk.: Anweisung) gliedert sich nach DIN 19239 in den Operationsteil und den Operandenteil. Der Operan- denteil besteht aus dem Operan- denkennzeichen und dem Parameter. Anweisungsstruktur Jeder Anweisung ist eine Programmadress- und jeder abgeschlossenen Verknüpfung eine Programmzweig-Nummer zugeordnet. Diese Nummern sind zur Kennzeichnung der Einsprungstelle bei Programmverzweigungen erforderlich. PA PZ OP • absol. OPD symb. OPD Symbol-Kommenta r 00000 1 • UN E 0.1 EIN1 ZAEHLIMPULS 00001 R M 0.0 MERKO FLANKENMERKER 00002 7 UN E 0.1 EIN1 ZAEHLIMPULS 00003 0 M 0.0 MERKO FLANKENMERKER 00004 SPB 11 ZIEL1 00005 3 U E 0.1 EIN1 ZAEHLIMPULS 00006 S M 0.0 MERKO FLANKENMERKER 00007 4 U A 0.0 AUSO BIT 0 00008 U A 0.3 AUS3 BIT 3 00009 R A 0.0 AUSO BIT 0 00010 R A 0.3 AUS3 BIT 3 00011 ZIEL1 <=== SPRUNGADRESSE! 00011 U • E 0.1 EIN1 ZAEHLIMPULS • PG 3-Programm-Teilausdruck 5.1.1 Operationsteil Boolesche Verknüpfungen Unter booleschen Verknüpfungen versteht man das Verarbeiten von. Operanden nach den Regeln der Booleschen Algebra. Die hierfür vorgesehenen Ope- rationen sind: Operationszeichen Bezeichnung U UND 0 ODER UN UND NICHT ON ODER NICHT Die Negation/NICHT wird in Verbindung mit den Operationen UND sowie ODER verwendet. 20
Technische Beschreibung Bosch PC 200 Gerätehandbuch @ BOSCH Flexible Automation Die UND-Verknüpfung wird vor der ODER-Verknüpfung abgearbeitet. Soll ODER vor UND verarbeitet werden, müssen mehrstufige Verknüpfungen durch Ablage von Zwischenergebnissen in Merkern aufgelöst werden. UND- vor ODER-Verknüpfung ODER- vor UND-Verknüpfung Beis E Pi N IN eie: 1 „i ..4 2 l AUS 1 —(H PA PZ OP OPD Sym-N. 0001 0001 U E 0.0 EIN 1 0002 U E0.1 EIN 2 0003 O E 0.2 EIN 3 0004 U E0.3 EIN 4 0005 = A 0.0 AUS 1 PA PZ OP OPD Sym-N. 0001 0001 U E 0.0 EIN 1 0002 O E 0.2 EIN 3 0003 = M 0.0 Merk 1 0004 0002 U E0.1 EIN 2 0005 O E 0.3 EIN 4 0006 = M 0.1 Merk 2 E 1 2 AUS 1 (LJ J — 1 U -I 0007 0003 U M 0.0 Merk 1 0008 U M 0.1 Merk 2 0009 = A 0.0 AUS 1 Abschluß-Operationen Dies sind die Operationen, mit deren Hilfe das Verknüpfungsergebnis im Merkerbereich bzw. Ausgangsabbild gespeichert und zur Ausgangsbau- gruppe gegeben wird. Zu den Abschluß-Operationen zählen: Operationszeichen Bezeichnung = Zuweisung S Setzen R Rücksetzen SPB Bed. Sprung Mehrfachabschlüsse, d.h. aufeinan- derfolgende Abschluß-Operationen sind zulässig. Operationen zur Programmorganisation Zu diesen Operationen gehören: NOP 0, NOP 1, U, UN, PE, SPB Die Nulloperation NOP kann an beliebiger Stelle im Anwenderprogramm eingefügt werden. Sie bewirkt keine Änderung vorhergehender Ergebnisse oder Zustände. Operations-Zeichen Bezeichnung NOP 0 Nulloperation - Überschreiben von Speicherzellen NOP 1 Nulloperation - Freihalten von Speicherzellen 21
Technische Beschreibung Bosch PC 200 Gerätehandbuch @ BOSCH Flexible Automation Am Anfang jedes neuen Stromzweiges muß die Operation U oder UN stehen. Sie erfüllen die Funktion einer Lade-Operation, die den ersten Operanden für eine Verknüpfung bereitstellt. Die Operation PE (Programmende) bewirkt den Rücksprung zum Programmanfang und muß mindestens einmal verwendet werden. Mehrere PE-Anweisungen in einem Programm sind zulässig. Programmverzweigungen werden mit der Operation SPB (Sprung bedingt) verwirklicht. Die Programmverzweigung erfolgt beim Verknüpfungsergebnis VKE = 1 und wird nicht ausgeführt bei VKE 0. Der Operandenteil der Sprunganweisung ist die Programmadreß-Nummer oder einfacher die sym- bolische Adresse des Programmzweiges, bei dem die Programmbearbei- tung fortgesetzt werden soll. 5.1.2 Operandenteil Steuerungsanweisung Operationsteil Operandenteil (Befehl) (Adresse) Kennzeichen Parameter Der Operandenteil enthält die für die Ausführung einer Operation notwendigen Daten. Die Schreib- weise von Operanden kann sym- bolisch oder absoluterfolgen. Bei symbolischer Schreibweise kann ein Operand aus bis zu 8 Zeichen bestehen, wobei Buchstaben und Ziffern als Zeichen zugelassen sind. Anweisungsstruktur Bei absoluter Schreibweise gliedert sich der Operandenteil in Kennzeichen und Parameter. Eine Ausnahme bildet die SPB-Anweisung, bei der als Operand eine Programmadreß-Nummer steht. Als Operandenkennzeichen werden die Buchstaben E, A oderM verwendet. Kennzeichen Bezeichnung E Eingang,Zeitabfrage A Ausgang, Zeitstart M Merker 22
Technische Beschreibung Bosch PC 200 Gerätehandbuch © BOSCH Flexible Automation Der Parameter besteht aus zwei Zahlen, die durch Punkt getrennt sind. Die Zahl links vom Punkt gibt die Steckplatz-Nr. an, auf dem die Eingangs-, Ausgangs- oder Zeitbaugruppe gesteckt wird. Die Zahl rechts vom Punkt (0 - 7) bestimmt den einzelnen Signalkreis innerhalb einer Baugruppe. Die PC 200 ist platzcodiert, d.h. der Steckplatz bestimmt die Baugruppen- adresse (siehe „Bestückungsrichtlinien”). Die Merker sind nach demselben Schema organisiert wie Ein- und Ausgänge (z.B. M 1.1 = M 10). Beispiele: Eingangsbaugruppe auf Steckplatz 3 E 3. 0 Operanden-Kennzeichen---------1 Steckplatz-Nummer-------------------1 Eingangs-Nummer-------------------------- Ausgangsbaugruppe auf Steckplatz 4 A 4. 0 Operanden-Kennzeichen---------1 Steckplatz-Nummer-------------------1 Ausgangs-Nummer-------------------------- bis E 3. 7 bis A 4. 7 Zeitbaugruppe (8fach) auf Steckplatz 2 Zum Start des Zeitgliedes: A 2. 0 bis Zur Abfrage des Zeitgliedes: E 2. 0 bis A 2. 7 E 2. 7 Zeitbaugruppe (4fach) auf Steckplatz 2 Zum Start des Zeitgliedes: A 2. 0 bis Zur Abfrage des Zeitgliedes: E 2. 0 bis A 2. 3 E 2. 3
Bosch PC 200 Gerätehandbuch Technische Beschreibung © BOSCH Flexible Automation 5.2 Kontaktplan (grafische Programm- darstellung) Diese Art der Darstellung entspricht dem Stromlaufplan, wie er dem Wartungspersonal von der Relais- und Schütztechnik vertraut ist. In der folgenden Übersicht zum Operationsvorrat der PC 200 sind die in Anlehnung an DIN 19239 geltenden Kontaktplansymbole zusammengestellt. Anweisungsl. Kontaktplan Operand Bezeichnung U +"] [" E, A, M UND-Verknüpfung mit einem Schließer UN +-] / [- E, A, M UND-Verknüpfung mit einem Öffner O t-J E, A, M ODER-Verknüpfung mit einem Schließer ON +-] / [- E, A, M ODER-Verknüpfung mit einem Öffner = +--( ) A, M Zuweisung S +--( S ) A, M Setzen bei Verknüpfungsergebnis »» -| »» R +-(R) A, M Rücksetzen bei Verknüpfungs- ergebnis ”1” SPB +-(>) Ziel- Adresse Bedingter Sprung bei Verknüpfungs- ergebnis "1" NOP0 +-NOP 0- Nulloperation Überschreiben von Speicherzellen NOP 1 +-NOP 1- Nulloperation Freihalten von Speicherzellen PE +--PE Programmende Adressbereich: Eingänge E 0.0... 15.7 Ausgänge A 0.0... 15.7 Merker M 0.0 ...63.7 5.3 Programmierbeispiele Eine Sammlung von Programmierbeispielen für den Operationsvorrat der PC 200 mit Anwendungsbeispielen (Zähler, Register, Code-Umsetzer, Ver- gleicher, Ablaufketten in 1 aus n-Struktur) enthält unsere Druckschrift P.Nr.: 3590/D2-6/82. Nachfolgend sind exemplarisch lediglich Programmierbeispiele für die Booleschen-Verknüpfungen und den bedingten Sprung angegeben: UND-Verknüpfung EIN 1 EIN 2 AUS 1 E 00.0 E 00.1 A 00.0 0000 0001 U E 0.0 EIN 1 0001 UN E 0.1 EIN 2 0002 = A 0.0 AUS 1 Der Ausgang AUS 1 wird nur dann logisch „1”, wenn der Eingang EIN 1 „1” und der Eingang EIN 2 „0” ist. Bei allen anderen Signal- kombinationen ist AUS 1 „0”. 24
Bosch PC 200 Gerätehandbuch Technische Beschreibung O BOSCH Flexible Automation ODER-Verknüpfung EIN 3 E 0.02 AUS 2 A0.01 Ausgang AUS 2 wird „1", wenn einer der beiden Eingänge „1” ist. Ausgang AUS 2 wird „0”, wenn keiner der beiden Eingänge „1" ist. EIN 4 E 0.03 0003 0002 U 0004 0 0005 E 0.2 EIN 3 E 0.3 EIN 4 A 0.1 AUS 2 NICHT-Verknüpfung AUS 2 A0.01 AUS 3 A 0.02 Ausgang AUS 3 wird „1", wenn Aus- gang AUS 2 „0” ist. Ausgang AUS 3 wird „0”, wenn Aus- gang AUS 2 „1" ist. 0006 0003 UN A 0.1 AUS 2 0007 = A 0.2 AUS 3 A 0.2 AUS 3 Bedingter Sprungbefehl 0041 0014 U E 0.0 EIN 1 0042 R A 1.0 AUS 1 Bei erfüllter Rücksetzbedingung wird der Ausgang AUS 1 gelöscht 0046 0016 0047 0048 U E 0.0 EIN 1 U E 0.1 EIN 2 = A 1.1 AUS 2 und der Sprung zur symbolischen Adresse ENDE ausgeführt. Bei nicht erfüllter Setzbedingung wird der Sprung nicht ausgeführt und der Ausgang gesetzt. Der bedingte Sprungbefehl ermöglicht es dem Anwender, den gesamten Speicher- bereich zu überspringen.
@ BOSCH Flexible Automation Bosch PC 200 Gerätehandbuch Technische Beschreibung 5.4 Programmiergeräte Die Bosch PC 200 kann zusammen mit den Programmiergeräten PG 1, PG 2 und PG 3 betrieben werden. Die nachfolgende Tabelle gibt eine Funktionsübersicht zu den Pro- grammiergeräten. Detailinformationen sind der entsprechenden Pro- grammiergeräte-Dokumentation zu entnehmen. Funktion PG 1 PG 2 PG3 On-line-Betrieb • • • Off-line-Betrieb • • Kontaktplandarstellung • • Anweisungsliste • • • Funktionsplan • Programmierung mit symbol. Adressen • Kommentareingabe • Editieren, Programmieren • • • Testbetrieb • • • EPROM-Programmierung • • Archivierung auf Diskette • • Ausdruck Kontaktplan • • Ausdruck Anweisungsliste • • Ausdruck Funktionsplan® • Ausdruck Zuordnungsliste mit Kommentar • Ausdruck Querverweisliste • • । in Vorbereitung 2 nur bei Sprungbefehlen 3 nur mit EPROM-Programmiergerät 5.5 Anschaltbaugruppe Programmiergerät Diese Baugruppe wird zum Anschluß der Programmiergeräte PG 2 und PG 3 benötigt. Bei Verwendung des PG 1 ist keine besondere Pro- grammiergeräteanschaltung erforderlich. Das Bosch PG 1 kann sowohl mit dem Speichermodul EPROM, als auch mit dem RAM-Speichermodul in der Zentraleinheit der PC 200 direkt verbunden werden. Die Anschaltbaugruppe AG/PG wird auf dem freien Platz links neben der Zentraleinheit auf dem Trägerprofil montiert. Die Anschaltbaugruppe wird mit dem Speichermodul in der Zentral- einheit verbunden. In Verbindung mit einem Speicher- modul RAM können Programme getestet und geändert werden. In Verbindung mit einem Speicher- modul EPROM können Programme getestet werden. 26
Q BOSCH Flexible Automation Technische Beschreibung Bosch PC 200 Gerätehandbuch 5.6 Anschlußkabel PC Verdrahtung St. X1 nach St. X3 T Verdrahtungsseite V Verdrahtungsseite X1 »-PG X3*-AG/PG rosa St. X1/1 - St. X3/9 orange St. X1/3 - St. X3/3 violett St. X1/4 - St X3/11 schwarz St. X1/6 - St. X3/5 blau St. X1/7 - St. X3/14 transparent St. X1/8 - St. X3/15 braun St. X1/14- St. X3/2 beige St. X1 /15- St. X3/10 gelb St. X1/17- St. X3/4 grün St. X1/18- St. X3/12 blau-weiß St. X1/19- St. X3/6 rot-weiß St. X1/20- St. X3/7 gelb-weiß St. X1/21 - St. X3/8 Schirm St. X1/16 Brücke St. X1/2 - St. X1/5 - St. X1/16
@ BOSCH Bosch PC 200 Technische Beschreibung Flexible Automation Gerätehandbuch ja siehe Bestückungsrichtlinien siehe Anschlußbelegung siehe Fehlersuch-Flußdiagramm 28
Technische Beschreibung Bosch PC 200 Gerätehandbuch © BOSCH Flexible Automation Flußdiagramm 29
@ BOSCH Flexible Automation Bosch PC 200 Gerätehandbuch Technische Beschreibung 7. Wartung, Reparatur Die PC 200 besitzt auf der Zentraleinheit für remanente Merker und auf dem RAM-Speichermodul eine Pufferbatterie, die bei Netzspannungsaus- fall den Speicherinhalt sichert. Wir empfehlen zur Vermeidung von Datenverlust die Pufferbatterien im jährlichen Wechsel zu tauschen. Unterspannung einer Batterie wird auf der Zentraleinheit durch die Anzeige-LED für „ZE STOP” angezeigt. 7.1 Tausch der Puffer- batterie für remanente Merker auf der Zentraleinheit Der Tausch sollte nur von geschultem Fachpersonal ausgeführt werden. 1. Betriebsschalter auf der Zentraleinheit in Stellung „STOP”. 2. Spannungsversorgung ausschalten. 3. Zentraleinheit vom Trägerprofil lösen, Frontblende abnehmen und Leiterplatte aus der Kassette entnehmen. Achtung: Leiterplatte nicht auf leitfähiger Unterlage ablegen! 4. Neue Batterie parallel zur alten Batterie einsetzen, alte Batterie entnehmen. Achtung: Auf richtige Polung achten! Es darf nur folgende Batterie verwendet werden: TL 2150, Bestell-Nr. 53038264 Hinweis: Vor dem erstmaligen Einsetzen muß die neue Batterie leicht aufgeschlagen werden. t---------————————— Rückstellen Batterie-Fehler - Voraussetzung funktionsfähige Batterie - JP2 auf BATTERIE EIN - JP3 kurzzeitig 1 und 2 überbrücken - anschließend wieder aut Normalstellung BETR —C STOP ---- X Draufsicht ZE-Leiterplatte 5. Fehlererkennung durch kurzzeitiges Brücken der Kontakte 1 und 2 von Jumper JP3 löschen (siehe Abb.). Anschließend ist der Jumper wieder in Normalstellung zu bringen. 6. Zentraleinheit wieder zusammensetzen und ins Trägerprofil montieren. 7. Spannungsversorgung einschalten und Schalter auf Zentraleinheit in Stellung „Betrieb" bringen. 30
Technische Beschreibung Bosch PC 200 Gerätehandbuch © BOSCH Flexible Automation 7.2 Tausch der Puffer- batterie auf dem RAM-Modul Der Tausch sollte nur von geschultem Fachpersonal durchgeführt werden. 1. Betriebsschalter auf der Zentraleinheit in Stellung „STOP". 2. Spannungsversorgung ausschalten. 3. RAM-Modul lösen und Leiterplatte vollständig aus dem Gehäuse ent- entnehmen. Achtung: Leiterplatte nicht auf leitfähiger Unterlage ablegen! 4. Neue Batterie parallel zur alten Batterie einsetzen, alte Batterie ent- nehmen. Achtung: Auf richtige Polung achten! Es darf nur folgende Batterie verwendet werden: TL 2150, Bestell-Nr. 53038264 Hinweis: Vor dem erstmaligen Einsetzen muß die neue Batterie leicht aufgeschlagen werden. Draufsicht RAM-Leiterplatte 5. Fehlererkennung durch kurzzeitiges Brücken der Kontakte 1 und 2 von Jumper JP2 löschen (siehe Abb.). Anschließend ist der Jumper wieder in Normalstellung zu bringen. 6. RAM-Modul wieder zusammensetzen und in die Zentraleinheit ein- stecken. 7. Spannungsversorgung einschalten und Schalter auf Zentraleinheit in Stellung „Betrieb” bringen. 31
0 BOSCH Aexible Automation Technische Beschreibung Bosch PC 200 Gerätehandbuch 7.3 Tausch der Sicherung bei Ausgangsbau- gruppe A 24 V=/2 A Der Tausch sollte nur von geschultem Fachpersonal durchgeführt werden. 1. Betriebsschalter auf Zentraleinheit in Stellung „Stop". 2. Spannungsversorgung ausschalten. 3. Baugruppe vom Trägerprofil lösen. 4. Seitliche Abdeckblende lösen und nach hinten schieben. 5. Alte Sicherung entnehmen, neue Sicherung (2,5 A FF, 5 x 20) einsetzen. Anordnung der Sicherung siehe Abbildung. Ausgang 7. Ausgang 0 Ausgang 1 Abdeckblende Sicherung Seitenansicht Ausgangsbaugruppe A 24V=/2A 7.4 Tausch der Sicherung (sekundärseitig) bei der Netzteil- baugruppe Der Tausch sollte nur von geschultem Fachpersonal durchgeführt werden. 1. Betriebsschalter auf der Zentraleinheit in Stellung „Stop". 2. Spannungsversorgung ausschalten, Netzanschluß entfernen. 3. Baugruppe vom Trägerprofil lösen, Frontblende abnehmen und Leiter- platte aus Kassette entnehmen. 4. Alte Sicherung entfernen, neue Sicherung (1,25 A, mittelträge) einsetzen. Anordnung der Sicherung siehe Abbildung. 5. NT wieder zusammenbauen und ins Trägerprofil einsetzen. 6. Netzanschluß wiederherstellen, Spannungsversorgung einschalten und Schalter auf der Zentraleinheit in Stellung „Betrieb” bringen. 32
Technische Beschreibung @> BOSCH Flexible Automation Bosch PC 200 Gerätehandbuch 7.5 Tausch der Sicherung (sekundärseitig) bei der Netzteil- baugruppe (Hilfsspannung) Der Tausch sollte nur von geschultem Fachpersonal durchgeführt werden. 1. Betriebsschalter auf der Zentraleinheit in Stellung „Stop”. 2. Spannungsversorgung ausschalten, Netzanschluß entfernen. 3. Baugruppe vom Trägerprofil lösen, Frontblende abnehmen und Leiter- platte aus Kassette entnehmen. 4. Alte Sicherung entfernen, neue Sicherung (1,25 A, mittelträge) einsetzen. Anordnung der Sicherung siehe Abbildung. 5. NT (Hilfsspannung) wieder zusammenbauen und ins Trägerprofil einsetzen. 6. Netzanschluß wiederherstellen, Spannungsversorgung einschalten und Schalter auf der Zentraleinheit in Stellung „Betrieb” bringen. 33
0 BOSCH Flexible Automation 8. Technische Daten 8.1 Eingangsbaugruppen E24V= E 220 V~ Eingangsnennspannung 24 V= 220 V~ Anzahl der Eingänge 8 8 Spannungsbereich "0” -1V... + 2V 0...60V- Spannungsbereich "1” + 24V±15% 175 V... 255V- Eingangsstrom ca. 8 mA 7 mA Schaltverzögerung "EIN" / "AUS” ca.2ms/ca.2ms ca. 2 ms*/18 ms* Potentialtrennung ja ja Gleichzeitigkeit 100% 60% * Abhängig von der Netzhalbwelle 8.2 Ausgangsbaugruppen A24 V=/2A AR/2A Spannung (Externe Lastspannung Uext) 24 V= ± 15% 220V-/30 V= Strom 2A 2A Anzahl der Ausgänge 8 8 Spannungsbereich "0" 0V... + 2 V Relais Stromaufnahme 10 mA pro Ausg. Spannungsbereich "1" Uext-2V Schaltverzögerung "EIN" / "AUS" ca.30ps/ca.1ms ca.10ms/ca.10ms Überlastungsschutz Sicherung ohne Potentialtrennung ja ja Gleichzeitigkeit 50% 100% Bei der Ausgangsbaugruppe Relais ist eine zusätzliche Hilfsspannung 24 V= zur Spannungs- versorgung der Baugruppe erforderlich. 8.3 Zeitbaugruppen T T Anzahl der Zeitkreise 4 8 Zeitbereich 0,07 ...50 s 0,07 ...50 s Zeiteinstellung Grobeinstellung über Schalter in zwei Bereiche: Bereich 1:0,07... 5 s Bereich II: 0,7 ...50 s Feineinstellung innerhalb der Bereiche über Potentiometer in der Frontblende. Anschluß eines Zeit-Meßgerätes zur Einstellung sehr kurzer Zeiten über Meßpunkte in der Frontblende 8.4 Netzteilbaugruppe /Ulilf cenanm — Anschlüßspannungen: wie unter 8.5 System PC 200 Ausgangsspannung: 24 V= Ausgangsstrom: 0,6 A 34
@ BOSCH Bosch PC 200 Technische Beschreibung Flexible Automation Gerätehandbuch 8.5 System PC 200 Ausbau: Grundgerät Trägerprofil bestückbar mit max. 8 Baugruppen Erweiterungsgerät Trägerprofil bestückbar mit max. 8 Baugruppen Baugruppen: Eingangsbaugruppen 24 V=, 8 Eingänge 220 V~, 8 Eingänge Ausgangsbaugruppen 24 V=/2A, 8 Ausgänge Relais 220V-/2A; 30 V=/2A; 8 Ausgänge Zeitbaugruppen 8(4) Zeiten, analog Zeitbereich: 0,07 - 50 s Programmspeicher: RAM, Speicherkapazität 4 K EPROM, Speicherkapazität 2 K oder 4 K Zentraleinheit Für maximal 128 Ein- und 128 Ausgänge Zykluszeit: 10 ms/ 1 K Merker: 512, wahlweise alle remanent / alle nicht remanent (nicht belegte Ausgänge als nicht remanente Merker verwendbar) Anschlußspannungen - Nennwert: - Toleranz: - zulässiger Frequenz- bereich: 220 V -15%,+10% 48 Hz - 63 Hz 110 Vbzw. 115 V -15%,+10% 48 Hz - 63 Hz bei 110 V 58 Hz-63 Hz bei 115 V Leistungsaufnahme: 15 VA Umgebungstemperatur: 0°C bis +55°C, ohne Zwangsbelüftung Lagertemperatur: — 25°C bis+65°C Feuchteklass □ * F nach DIN 40040 mechanische Beanspruchung: Einbau in ortsfeste nicht erschütterungsfreie Geräte Schutzart: IP 20 nach DIN 40050 z 35
© BOSCH Flexible Automation Technische Beschreibung Bosch PC 200 Gerätehandbuch 9. Bestelldaten Bezeichnung Bestell-Nr. Grundgerät PC 200 für Netzanschluß 220 V~ 247 041764 für Netzanschluß 115 V~ 247 046425 Ersatzteile: Zentraleinheit 447 041762 Netzteilbaugruppe für interne Spannungsversorgung für 220 V~ 447 038383 Netzteilbaugruppe für interne Spannungsversorgung für 115 V~ 447 046434 Baugruppenträger 447 038382 Erweiterungsgerät PC 200 Ersatzteile: 447 038385 Baugruppenträger 447 038382 Anschlußkabel 447 038386 Speichermodule Programmspeicher EPROM 2K 447 041761 Programmspeicher EPROM 4K 447 041610 Programmspeicher RAM 4K 447 041612 Baugruppen Eingangsbaugruppe, E 24 V=, 8 Eingänge 447 038396 Eingangsbaugruppe, E 220 V~, 8 Eingänge 447 041193 Ausgangsbaugruppe, A 24 V=/2A, 8 Ausgänge 447 038397 Ausgangsbaugruppe-Relais, 8 Ausgänge 447 041192 Zeitbaugruppe, 4 Zeitkreise 447 038615 Zeitbaugruppe, 8 Zeitkreise 447 038398 Anschaltbaugruppe Programmiergerät 447 041763 Netzteilbaugruppe Hilfsspannung 447 041577 Programmiergeräte/Zubehör Programmiergerät PG 1 247 046200 EPROM-Programmiergerät zum PG 1 247 046199 Programmiergerät PG 2 für 220 V~ 247 046516 Programmiergerät PG 2 für 115 V~ 247 046787 Programmiergerät PG 3 für 220 V~ 247 043082 Programmiergerät PG 3 für 115 V~ 247 046536 UV-Löscheinrichtung für EPROM-Speichermodule 247 043475 Drehstrom-Lastnetzteile: Primär: 380 V/3~ Sekundär: 24 V= - Ausgangsstrom: 6 A - Ausgangsstrom: 10 A EL 3000-6 EL 3000-10 / - Ausgangsstrom: 20 A EL 3000-20 ; / \ - Ausgangsstrom: 40 A EL 3000-40
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