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& t ^ ^ i ^ t t  *  e u f f e n S. 
® e f (ä& i * t e  ^ t e tt f f e tt ö,  wn ben alU^n 3ett«ti. • « bis  • * A ». .4  <(um Untergange« ber ^tn\^aft beS beutf^en iOtbenS,  t> n  Sol^annea S^oigt  Srfler S3anb.  )Die 3<tt be6 «^etbent^um^.  £6nigSbetg/ im Serlage ber ®ebr&bet SSorntviger. 18 2 7^: • ' ' ' 
^MJkMiMmmsmmii^.  -^/i/ .yjy////t///r f/C-r / ry/--(fy/ fm ./y///f/r/ff/r^  «-('A^ .X„/„.^/,«.  S^^;. ,^^„Ä,,^7™.Ä!W«^~»j^;  '„.Jr.U^, . ^ys/.; jrd4.y^<^/2^.  eUv,.,*  rr'   <^ 
® e f (ä& i t e ^ t e u f f e tt ö,  Don ben alttftin 3ettm.  bt6  <(UTn Untergange* ber ^ertf^aft be§ beutfc^n iOtbenS,  t> n  Sol^anncö SJoigt  Srfler S3anb.  )Dte Seit be6 «^etbent^um^.  £6nigSberg/ im SerUge ber ®ebr&bet SSorntriger. 18 2 7;^  « • •  / # 
fti  KSV  ^v^t  i^OBUC  üttRAKt  • « •   • - •   *% ' 
S$ c c e b e.  ^em Satettanbe fe^ biefed SEBert getotbmet ! ^ Q6 ift eine ^ulb banlenber Siebe ^ >tV i^ lange en,tf(d[)Iof{eii »ac, i^m eittfl entgegen ju briftgen. (SS tfl ein fd()6net itnb er^ebenbet @eban(e, bte Gef^t^te eines Solfed )tt bef^teiben; ^uetfi ju erföi^ \i^n, Toie n)ett bte Spuren feined ^Dafe^nS unb feinet S^tigfeit auf bem |>e{matlic(^en S3oben in baS Sunfel ber fti^)tttn BAUn sur&d ge^en, wie ft^ bte erften jtetme bed ÜRenfc^engeifteS )u einet S3i(bung entwtcfeft unb bie erften S^^^n unb $&et(><Utni|fe feines Sebenö ftd) gefialtet, wie jur %bTä>tmnQ bet geizigen (&ntxou tfelung bet (Seift bed JBoIfeS auf bie ftnnli^e SSelt befi SSobend unb biefe wiebetum auf ben @eift einge» toittt, in roü(i}tv SS3e4)feImirfung alfo ber innere g^tflige Stenfd) unb bie 92atur um i^n ^n )u einanber ge» Rauben, xoüä)tti SBeg bann baS geiflige Seben ber 9{enf4)en in fortfteigenbem 9Ba4)fit^ume feiner Huibü^ bung genommen, n)el4)e (Sebanfeu/ fOtetnungen unb U^ f)erseugungen {td(^ in g6tttid()en unb menfc^K^en £in$ gen, im (Slauben unb in ben Stt6)Un, in ben ®efe|en beS VUarS unb beg gefedigen gebend audge{))ro4)en. es liegt ein ^o^et ®enup beg ©eifleS in ber S3etrad()« tung, mit xodd^x treuen Eingebung unb iUbt, mit mUI)m iDf)fem burc^ ®ut u(tb $B(ut, mit n)eI4>en SJlä« ^tt unb 2)rangfa(en ein SBoIf fein S^aterlanb gegen 
VI aSorrcbe. geinbeS 2Rad)t gefc^filt, r>ttti)ext>iQt , gerettet, mit n>el* ({)em SRuti^e, tntt^ welket' ä^apferfett eS bem fremben Uebeumdlttgei: begegnet / mit toeld)n Streue unb 3nntg« feit eS am ©tauben an baS So^tn)<^I^^n feiner ®6tter unb an ber Ueberjeugüng feiner Srfenntnip beö @6tt^ li^en unb «^eiligen immerbar feflge^alten, mie a(fo bie Siebe gum iBaterlanbe unb baS «g)eUtge beS- (SlaubenS baö Seben erfä(Iten> bag Seben bewegten, bem Seben ®mi6)t unb SSertl^ r>er(ie^en. 66 liegt ein eigener f)o^ ^tt fRiii fär ben forfd)enben ©eifl in ber Srfenntniß, in n)el4>en S^ugenben beS ][)du5lid)en unb gefeQigen Se^ ben§ bie Urvater gegldnjet, in welchen ©puren baö en>ig @ute unb Sble beS menjid)lid)en ©eifteS bei xifntn du(f) ni>6) im Suflanbe ro^er unb ungelduterter SSilbung bemerfbar gen)orben, in n>e(4)en SBerirrungen {te ntyö) befangen, meieren 9Rißb):dud(^en unb 3(ugbräd)en berUu:: cultur fte nod) Eingegeben, mit xoel6)en @itten unb aSrdu^en i^r Seben burc^flo^ten , auf tozl^t SSejlre* bungen im Greife i^rer S^^dtigfeit i^re ^raft gen^enbet war unb in »eichen S3efc|)dftigungen i^r reger unb {irebfamer ©eift im Greife beg @tiaieben8 ffd) auSge«: bilbet f)aUt, big ju ber Seit, al8 ber Sag beS ^riftli^ ö)m Si4)te8 and) f&r fte anbra^ unb an6) bei i^nen eine neue ©eflaltung aQer SDinge f^erbei füiftte. din foIc^eS SBitb t)on bem Seben ber fr&^eren S3es wo^ner ^reuffenS in ber Seit beS «^eibent^umS, in fei« ner ix6)t^ unb @d[)attenfeite , treu unb ma^r, \ä)mud^ loa unb einfa^, wie ba6 Seben felbfi, war eß, xodi)t6 i^ in biefem erften SS^eile ber ®e\ä)iä)U ^reuffenS Ein^ }U3eid()nen ftrebte. S<^ ^abe mit warmer Vitbt ba6  /V 
85 r c t b e. vii SBfrf begonnen, mit wannet 8lebe an bem Silbe ge« ^ngen, mit ftenbiger Eingebung bie fc^ftnflen SebenS:: ja^re an feine SSorbereitung, an feine SSeatbettung unt) an feine SoOenbung gefegt. 3e|>n Sa^re ftnb es faft, atö bet ®eban(e einer ®ef<^i4>te biefeS SanbeS meine @ee(e juetfi erf&Qte; im^ met tiefet in if>r wurjelte; je mef^t i^ S3oIf unb Sanb fennen lernte; mit immet t^euetet mutbe, je me^t id) feinet 3(nSf&|>tttng entgegen fa^; mi^ immet ^b^t begeifiette, jje- fteunbti4)et dupete SSetf^dltniffe etmun=: temb unb f6tbernb i^m entgegen Famen. @eitbem i|i (ein Sag vergangen, an bem ni^t neuer ®toff gefam^ melt, neuet änfammenfyang gefitnben, mand)e Hdt ge^ fiat, mancf)e @(^nrietig!eit beftegt würbe. Unb mie brr Afinfilet baö S3i(b feinet ®^6))fung immet . liebet unb liebet gewinnt, je me|)t bie Sbee feines ©eifteS bur4> 3eic(>nung unb ^arbe ins iehen tritt unb in bet SBir((i4)feit erf^int, fo genießet ber @ef(^id()tf(^reibet eine ^teube in feinet SS3iffenfd()aft fonbet ®Ux6)m, wenn baS Sinjelne i^m immet me^t ium ©anjen witb, wenn bie ttmtiffe beS SebenS eines SSotfeS bur^ Sammlung unb ^otf^ung t>on Xa^ ju Sag mef^t ^atbe unb ixä)t et^alten, wenn bie S&cfen beS 9ebenS ftc^ gleid)^ fam wiebet auSffiUen unb baS matte ä3i(b bet 3eic()' nung in bet @ee(e beS ®ef(^ic{)tfot{c^etS jum ©emdtbe ooHet Seben witb. ^aS ift bet £luea , bet xoaf)un \ eiebe jut Si{fenf(i[)aft, bie 9{a^tung beS ^euerS, baS ben (Seift beS ^orfi^etS immet neu etwdtmt, t>on neuem aufl^tett unb immet weitet unb wettet in bet ^ot^ fc^ung treibt; t>on bettlet fommt i^m bet 9tut^ unb 
viii as r c e b e. Ut @ntf4)Iuß jut freubtgen «Eingebung feinet Sttäfte, iw freubigen SSemenbung feiner XaQt unb ^af)te f&r baS f^eitige £(einob eines SBotfeg, fär bie ®e\ä)i6)tt feines 8eben8; feiner SBorfaf^ren^ fetneg S$ater(anbeS. SEBer aber bebarf xm^t, atö ber ©efcf^i^tforfc^er folc^er ^ebe jur Sßiffenfc^aft; folc^er @rmut^igung unb (Srmuntenmg in ben Sab^rint^en feiner Sorfd)ungen ? gelten ober nie gef^t er auf einer SSaiftn o^ne @d)n)ie« rigleiten unb «^inberniffe ; bie e6 i^m erfd^meren , oft fe(b{l nnmbQÜä) mad^m, fein ^id }u mtiä)tn. £ie ®efc^i(|)te 9)reu{Tend in ben dUejlen Seiten bietet btefer (34>n>ierigfeiten eine fo(4)e 9Kenge bar, bap eS bie fA^nfte aUer «Hoffnungen n>dre> fte einfi alle ju befte* gen. 9lie i^at in ben Sal[>rf>unberten beS «^eibenti^umS ein Sf^ronijl biefeS Sanb mit feinem SSotfe ium ©egen« jlanbe feiner befonberen SSeadfytung genommen; nur ^ie unb ba b(idEt ber eine unb ber anbere, tote im SBoräberge^en , auf baffe(be ^n. ®o liegt ein bebeui* tenber Zifül jener Seiten n)ie in einem bunfeten 92ebe( oor ung ba. ®ange Sa()r()unberte ftnb in tiefe flta^t ge^&dt; in mld)t fein Sorfd)er je wirb eid)t bringen f6nnen, unb brid)t au^ ^ie unb ba juweiten ber ^6)m einjelner ®terne bnxä), ber eS bem^orft^er m6g(i4^ mad^t, ben oer(orenen $aben n)teber aufjufaffen unb einige Seit fortjuleiteu; fo ge^en auö^ biefe einzelnen @terne ba(b n)ieber unter ; bie bunfe(e ^aö^t fe^ret iurficC unb ber Saben oerliert ft^ abermals inS Ungemifie. 3n biefer bunfelen SBelt fie(;t ber ®ef(^i(^tforfd()er ba o^ne %\if)s rer; o^ne SBa^n, o^ne iiö^t unb fud)t oergebenS in ben Sreigniffen ^bnung unb Sufammen()ang, in ben 
S) r r e b e. ix &f(^eihttngeii ben xoaf)un @tnn iinb bte ri(!()ttge ä3e'. betttung, in ben (Stnjefoi^ettcn 2Cnfang unb @nbe. Uebec einem anbem Zi^ü btefer dtteten 3eiten aber liegt ein »unberlt^^er iDdmmerf^ein. £er %ot\ö)n \kf)t ®t^ galten unb @tf4)einungen, aber bte eS i^m faum m6gs It4> u>irb, ju einiger £(ar^eit jn gelangen. Sieben ber 6ef4)i4)te fte^t bie Sage unb umi)uat nic^t feiten ba& gef<^t4>tU(!^e ithen auf eine fo n)unberbare Sßeife, ba^ eft f(^n>er ift, ba6 (Semebe ju entfalten unb SSaf^r^eit unb £i4)tttng ju fd)eiben. Unb enbli(i[) f>aben immer nur TCttSldnber, ^remblinge unb S^riften f)k unb ba üom SSolfe unb wm 8anbe gefproc^en. SSerfianben aber folc^e aud^; baS SBoK in feinem ®eifte, in feinem eigentf^&mlid^en SBefen }u mfirbigen? &afy nid)t in if^nen oftmals fiol}e S3erac()tung auf aUeg f^in, n>a6 andt nur irgenb bei bem ungebilbeteren 9l6rbldnber ju finben mar? «Konnte ed ber befangene Si^rtji am^ im^ mer Aber ftc^ geminneu/ felbft an bem «Reiben ju f(i[^d^ ^n unb i)0(^ ju a4)ten^ n>a§ an i^m grof unb ebel unb ac|>tung§mertf> erf4)ten? Unb mnn nun ber ®e« f4)i^tf^reiber f&r bie Aufgabe feines @emdlbeS; f&r bie @(^Uberung beS SebenS feines SBolfeS reine ^arbe unb teinen @toff fu4)et; barf er ^ofeuv baf fo% £lue(len fie if^m bieten? Sarf er meinen ; baf baS ^ingejeic^? nete ä3i(b ber vergangenen ^eiUn treu unb ma^r unb bem einftigen Seben, mie eS mirflid) mar, nac^gebilbet fepn merbe? 9Rtt folc^en unb anbem ®4)n>iertgfeiten ift mel gerungen unb gefdmpft morben, um bie 2Cufgabe ju 16* fen; bie t4> mir gefiettt f>atte. Unb baS SSemuftfepn 
X 93 r r e b t. i{l lebenbtg in meiner @ee(e^ bap id) immetbat mit 6tfer unb Wlnt}), mit Sufl itnb Siebe gejlrebt l(^abe, bag m6g(id)e Biel iu emid^en, baf eS ni(i()t in meinet Stxaft roax, \>a6 äSUb beg dlteflen £ebenS biefeS SolfeS getreuer unb toa^tn unb t)oa(ommener ^u jeic^nen, als e6 bajlef^t, baf eö feinen S^^I>^n{ln4> trdgt, bet nid)t forgfam unb mit S3efonnen^eit geprAft^ feinen 3ug unb feine Sinte, aber n>e(d^e nic^t na^^ ^rdften geforfc^t unb nad)gebad^t i{l. @o barf i^ ol[>ne 9lul(^m baS Seugnip n>o^( mir felbft au8fpre4)en, baf id) ge:: t^an f)aht, n>aS meine .^dj^ Dermoc^ten, mag bie S3efc^a{fenf)eit beS (SegenjianbeS , xoa& meine fluetten unb «^&tfSmitte(, beren mand)e mangelten^ mir irgenb m6glid^ maö)Un. S4) ^<^b^ ^(^^ S<^nb mtfaö^ bereifet^ id) ^abe mic^tige ®egenben unb £)rte n)ieber()olt gefe^ f)en unb maS bie ©efc^ic^te bar bot; mit ber (Seflait unb Statur beS Sanbeg jufammen gehalten ^ id) ^ahe mand)e le^rrei^e S3emerfung t>on SanbeSfnnbtgen ein:^ geholt. S)b aber i^ie unb ba bennod^ geirrt fei)n mag, mögen nun 2Cnbere entfd)eiben; benn iiber ba$ ^aa$ meiner ^raft, mtineS ©eißeS unb meiner ^enntniffe i^abe iä) nic^t |)inau6}uge^en t)ermo(^t. 9lur ixoü 93emerfttngen mögen ^ier noä) Staum ftnben, xoüd)t ben Umfang unb bie Einrichtung biefeg erften Si)ei(eS ber ®t\d)i^te ^reuffenS betreffen. 3um erfien burfte DieQeid^t Slanc^er bie 9Reinung ^egen; bie ®efd)id)te biefer ^eit beS ^eibnifc^en SebenS ber ^reuffen fet). n)of)( in ju groper XuSf&^rlici^feit Qt^ geben; f)ie unb ba mb6)tm Umriffe, allgemeine B^i^^ nungen gen&gt f^aben, wn biefem unb jenem tonnten 
ö c r e b e. xi nur aUgeineine VUUx\id)ttn , aQgemetne Stefultate ent^ tDorfen fepn. SCUein tnt(i) leitete eine aitbm Uebetjeu^ gung. 6tn anbereg xoiu eine ®efd)i^te 9)teuf!enS in einer (Sefc^idjte ber SS6lfer unb Btaattn. Anbete wer- ben ff>dter^in bie ®ef^t(i)te ^teuffenö gen)iß aud) an« berS fc^reiben. 3d) meinte aber, baS alte SSoK ber 3)reu{fen, fo n>eit bie £lneUen eS m6gli(^ mad^^ten, 5»» etil einmal in feinem ganzen inneren SSBefen; in allen Sticiytttngen feineg 6f>arafter8; in allen 6rf4>einttngen feiner 6igentf>fim(i4)fett barfteden ju mfijfen; t})eil6 um in fotc^er SBeife, wie &pittla e8 nennt/ ben ^xm^ ^tttifdb^n Aircb^of ju uermeiben, tf^eilS um ba6 Semdlbe, n)eld[)e8 id) mir als bie 2(ufgabe eines ®e{c^id)tf^reiber8 einer aSolfögef^id^te gebadet ^abt, anfs m6glid){le }u oerDoUftdnbigen. iDa f(i)ien mrr ieber 3ug unb jjebe Sinjetn^eit; fofern fte bem ©an^en me^r Sreue unb Sßa^r^eit, mt^t Sict)t unb ithtn ga- ben ; fo wichtig als noti^wenbig. ^6) glaubte ferner, manches in einem anbern Sichte jü fef^en, alS anbere e§ Dor mir gefel[^en f)atUn. «hierüber war i^ 9(ec^en^ fc^aft fc^ttlbig? eS mußten ©runbe unb S3emeife gefiellt werben, um }u äberjeugen, wo iä) mi^ äberjeugt ^iett. Unb biefeS leitet mic^ auf bie jweite SBemerfung, bie mir ^ier nod) Derg5nnt fe^n mag. ^ä) f>abe l[>dupg mit Angaben ber ^lueUen belegt, anS benen id) ge« fd)&pft unb meift auc^ bie i^&lfgmittel genannt, weld()e id) benu^t. €8 mag biefeS ^duftger gefc^e^en fepn, als S»ancl)er eS ffir nit^ig ftnbet. 2faein^ axxd) ^iebei leiteten mi4> bejKmmte Orunbe. „iOf>ne SSeweife unb of^ne ftd()ere ^ata glaube iö) felbft nichts in ber i^ifio^ 
XII 91 1 1 e b e. ne% fagt einmal So^anneS r>on SR&det, unb i^ t^abe btefed a\x6) ju meinem ®runbfa|e genommen. SSBie fonnte ic^ aber wn anbem®(auben t)er(angen^ n>o id^ felbft feinen ©lauben f^ege ? ^6) wollte eö alfo ^te- hntd) jjebem m&gltd) ma^^en, mid) ju |)riüfen unb ba iu Detbeffetn, too iä) geirrt. Sci^ moQte äberall m6g^ tid^fl begrfinben, toaS unb tt)arum ici() fo(ci)eS gefagt. ^d) fc^eue adent^alben bie 9)tad()tf))räd[)e in ber Oe« fc^i^tej fte iiemen feinem xomiQct, atö bem ®e\6)id)t' f^^reibet. ^6) ][>ulbtgte enblic^ |)iebet ber Deutfc^en (6bU(^eu ®itte in ber ®ef(^i4)tf4)retbung unb glaubte, hieran n)o^I gu tf^un. — S3o eS baö Sunfele unb ®4>wanfenbe beS ©egenflanbeS erforberte, ftnb felbfl bie einjelnen fritifc^en Unterfud^ungen in ben S3et(agen l^injugefägt, unter i^nen mirb ber Sefer, ic^ glaube nidE)t of>ne Sntereffe; auc^ eine Xb^anblung meines SreunbeS; be6 «^errn ^rof. von S3o()len aber bie Qipxaö)t ber alten ^reuffen ftnben. ^ftnigSberg; ben 8*^ jDctober 1826. Sol()anneö SJoigt 
^nhfctihtnUn ^SSttiti^ni^  Cr^. Sei.  Dreuffen ee. Sthniilii^ «^o^t't ber Drin; aStl^elm Dütt 9>rettrfen (@o]^n ®r. Wivftit beS it6ntdS) 6e. Jtintdlidi^e «^o^ett ber ^'nj 6arl bon Dreuffen (Go^n ®r. SRajefiit beS Sthnisji) ee. Sthniiliü^ ^ti^t ber 9>rtn) XIbre(|)t bon |)reuffen 6e. itintglidS^e ^o^t ber Drfn} aSill^elm oon Dreuffen (fBruber @r. aSajejlit beS itöntgS) 6e. Jciiitdltctie «^ol^t ber 9)ritti Vu^ttfi bon Dreuffen et. 2>ttr((Iaudi^t ber Sonbgraf jBictor ^abeud Mn .^fiensStotl^nbur^ 6e. Our^^Iaud^t ber 3)rfns Sr{ebr{(|^ jur Sippe  2>ie teTpectfoeti Aiiii8li<^n IBe^itben, wetd^e im nad^fie^enben AtKcnbentetisfBetaeid^itiffe genannt ftnb/ l^aben ^ ber Conmtlung von Sntei^ii^ften qfiügXtuntetiOQtn, um bte ffreisG^emplore ben ©d^uUn t^ Sfrftsnd^^itreffed ^nwenben an ttnnen. 
XIV  €^u6fcct6ettten « fBetieid^titf.  Or». 9e(.  Tladfen  ^rOenfi^ein  2(ngetburg  2(mf{erbam  IBerent  flh: s ooR (S6U, 8anbrat^ unt 9plt>ts S)h:ector Mrdtfi^^ 8antrat^|fXmt fftc «^. Sle(^f(^mibt, 6teuers2Cttfre^a; * gricbcid^, ölegiUrator * s JCalwa, 9)remterr8teut. » t)on Jtnoblauc^, Sanbrat^ s ^etttni, 8anbs unb Stabtri^tet : @ d) m t b t, «^au|)ts^teuers(^d{fensSRenb. s eä^a^t, ®ut6be{t4ec auf Jtutborn s ©c^utj; |)farcer s 6 4 u l S/ «Haupts® teuer^Vmtl^ontrot. s Xmtmann ®d!)orn/ 2)omämeiis3n- tenbant : 645nbecf/ JCretdrat^ s Sßeinfned^t, Q^olculator i Sänge, 8anbs unb BtQhtQte.t2[fs feffoc Jtönigßd^ed 8anbrat^d»^mt für bai iDomtnium ® t e i n o c t {>m. SBecner, dtenbont ' (S. ^ilt^altv auf !OKIt(aIetdberd s 8ettner; Sulü^ratb s jD ü m p t e / JCdnigl. 8anb-93aumet|lct s Jtie^l, ^farrec in dw^elfttin «^c. ^ällec et Comp., fßuäf^hln för t^. ©cafenoanber )Du9n«)an9)laa08 bam im «^aag, 1 Q^empL Sei. ' Sß. •& offmann, ©e^eimen Bt^it^ rungöratf» im '^aa^ .'- '3. ^ftdec et Comp. 7 (ftcempl. X6nidli4ed Sanbvat^lsXmt fftr ^tn. Seefei, Oberlehrer in ^pnetf  1 15 
®u6fcci6enten ^ a3er}eid^ntf.  5tV  IBritnt  SJerlin  I  ^ni. fStevmann, ^otocoHfä^et in ' & SB. e. SOeenaef, VrotocoSf. bat * .@(l^u(}e, 8tcctoc bafel&{l 5 85 1 f n b », Äöntgl. 8anbr. in »ewnt ' @(l^ul|, jedntdL Sntenbanten baf. «^r. Ytneland, tBud^^&nbler - Don »elow/ Äinigl. ?>tc. SKaJor s s€fe. Q^eOii« bet «^erc t>on SSerns ftocff, Ä6ntöl. |)r. ©ab. SKinifl « Sutd^arb, Snd^^dnbln ^o(^(abl. 4te 2)tt>if!on •&r. (Snölin, S3u4$anb(er föi: •&«i. Äfd^enbocn, Äfinigl. (3c^ Ober« Sdb.sSVat^ * Dr. IBarteld = » a u e c ; Ä6ni0L SujKj = (Somwiff. * »eile et; 8e^er = Serenb, Dr. med. ^te SBibliot^e! be6 boc^I^blid^en ©rena*- bfer Jffegt. Äoifer 2ft«j:anber «ßrn. t>on S3i$mar! auf @(J6nl^aufen, »iittmeifler a. ©. s 85 r e f (^ ; ?)rotocoaf%ei: = aSocf; ®e^. ^ofcat^ ' «ormanri; Äönlör; ®ej. Ober^ ^bimaUrat^ ginanarat^ '- Sr. SB. S5run^low * «u^^olj; 3ufKjratJ ' t)on IBör^ing, ®e^. 9tQt^ unb Obers a5ör0eniieiftfr . '- »uf Icr, ^ofrat^ ' SB. (Sonrabt, @oubttor -' S)oi;tu, «^offilcal unb 4}itftti « ©om« «iffaii; - Cbatt et ©tce^mann, Äoufm. '- (5. *. Cbeling; Äau^. » Dr. e^cenbcr0, »irff. ObetsSon-- ffflortolrat^  Ort. «oei.  1  1  3  4 91 
XVI  Gubfcribettten « S^erteid^nif.  Ort. ^er.  Serlin  <^. C^nfe, |)rofeffer « @oev0mann, £)6et sSergmeiltet « 9^9v>n<tnn, «^ouptcafflrer beim £)beteSBetdamt < Selgentreff,' «^ofrat^ « Stfteticir 9{e0. SBaurat^ s 3. 9. m ®uf felbt, Jtaitfm. « •&. «^abel, XBein|6atIer. s «Wartung, ^rofeffot s t&elm/ ^bigec s Dr. «{^evmb^dbt, ®e^hner ^eb. s von «{^evc, 8?edientnd0rat( s t^ertenbutger/ fRanvetmelftetr s Dr. Sacobi * Aecflen, Jtdcgd » CTommlfratt in S)rieffen « ®raf von Aeprecttng, A5nfgl. 9hr. ^aioic, 1 (ftraipL S^el * Jti^ne, «{^ofcat^ t Dr. t)on Jtditeni ®e^ !R(b. fRciXi^ i Acamet/ dlcgfettmgdcat^ s jtraudnid, £)ber(«tibe< » Gedd^tds rat^ s Avemnt(, ®e$. Cl!]cpeb. Gecret. « ftefringi 3ufti3s(SoiQmiff: > 8eop. 8imonn s €oPl; ©ennatsfiBotbein. s 3. <^. 8nttcr/ SBein^anbbt s <S. !0(arttnt/ Jtaufmanti s ffi^ofer, dteg. Sautat^ i von SRö^l^eim auf SXotto s !R 6 n e r , xoxdl ®t%. .Jtrfea«cat^ « . fOtftUet, ®e^. Obec^SErtb. 9{at^ ? 3. ID. SOSönec, IBonquier ' 9(attf, 83nd^$SnbIer 
eubfctibtnttn ^ Ütx^tiji^nii,  xvu  Ott. mt.  SMin  '^ Or. fteanbev, 3)ro(fl unb lofrfl Obct « ^oii|t#o«iaI(at^ s S^eumonn, «t^anbeUcffomniiffair. s 9tilft, i(rd<eume^mct )u ®olbtn s 9ttcolad, 8c$(e( an b<r Jt^ntgL 8lealf(6u(e s Dr. 9ioobt, 2)iacontti an bec 9lts co(ai«J(n:4e ^aaf^e, ®f^.^«&ofrat^ $ie|{erf JtaufWiann ¥or<l0er,.9>tofeffoc 3. ^. 8taa«pa4 8ie9inann, ffopitam Dr. dll^on, CTommer^Oer. Steferenbar G. dltttcr, 9tofeffor fitbltl, |>roWfot Dr. ®a(t/ «^o^rebi^et i^aalbacb, {Renbont oon @^albern €id^ebc, BtiQietvm^^at^ von @Äterü&bt auf ^ic^ningen 3. S. @<6mibt, ®a9mvti 3. ®* @4mibt, Dr. med. 04ne<bes:, @ont(Oleur Don C^^ttlenbutBi ®raf; ^e^ont bed «&o<((tiftd Sranbenburd eembecf, SufttssGommiffl Seger/ ®e^. Galculator etetnbecf, «^ofrat^ 3. <0. Gtelanet/ Jtaufmann Dr. &ttaiif, Jtdttidt *&o|prebi0er 2 b t / 3»|lt|« GommttTaic Don 2f^itf4!9/ ®e^. Srib. Stat^ Sa floppe, (Se(. aiedimmgteat^ 83od<l, eanbtentmeifler • aSctmann« 9e^. e)q|)ebit. 3tt|ltas ^cretair S(. SBimmel auf iSKeffint  *4i 
XVIIl  aSetlin  IBonn  SSraundberg  ®u6fcribentett » SSecs^td^nif. ^, ®taf t)on tec 9xhhzn, (S^ be< ®ener<aftabe< bed 2ten Vtiiief»C^ocp< ®f ofr^efttir S)fa>ff. Vnbiteuc «^ er big, Sud^^nbUc Satte, Sttd^^bler 8 00 i et, Sttd^^&nblec s 5f)lattfiiffon, Bitdii^blet s ^ittUx, Su<lft^btet s 9lau(f , IBud^^AnMer s 9licolot>iud, toii:Rt(l^ <9e^. Cbetf Stegtenrngdcatl^ « 8. £)e^tnigCe, SStt^^^&nbfec s 9ttemann/ Sit4|Anbler s t>on 9toebet, 9tiqo(, Vbiutant Ghr. Jtftnigl. «^o^eit, be« i(coii|>init3eit t ^oxL @4acn^otft, Stoiot, ^ef beö @enetal(labe<bet<8acbe<KttU[erie 2 t)pit @d^6tiin0i fKajot, ICbiutant @{r. i(6nt9(. «ßo^ft, be« Jt(onpritt|en <&r. 98 e b e € , Suil^^nbCet <^. von 9le^ftte</ J^intgt. ®e^. aiegie^ ttmgerat^ ttnb SeooOmStl^tfdter bei bet Jt. St^eiitsUniüerfttAt < Jto((, JCbttigL Cbec«8erg«ltat$ bie SthmX, Unioerftt&tS^Sibäot^ «&C. Cluip, 9tofetfbc in TioO^ burcb ba« Jtbnigl. &anteatt$s2Cint bett wo^a6bI. IRogifhrot in Scauneberg SS SS SSoirmbitt .^tm. von Sloebel(,3ntenb<tiit tt.«^attpts mann in Sratmtbecd s Slu^nau, 3ntenbant unb Obecomts mann in fGSormbitt (Sin t^o^w. 2)i)ms9a)9ttel in gtanenbtti:^ •^rn. SSI otrd)h, Doms ';De4<uit bafelbfl ' t}on «Ratten/ jDpm^en tmb Sßei^ btf((of ba|!elbfl » von ®tabc)ett><fi| jDom^ baf. i «Ott 6c§tt9<fi, iDoml^ baf.  Ort. Sei'  12  20  14 
Subfcrcbenten > Seratit^nif.  XIX  SratmSbnrg  Sraun? fc^toeig Sveötait  &rt^d  CüfTd (bbbii) Sebtttg  s Samprecbt, jDom^etr baf. CKttaiv baf. s Jtatpomöfi, Äegljlrator baf. * «on.®<^au, Je6ttfgl. Canbratb »nb Sonbr^aft^rector auf Jtotbiborf >&r. oon Sattere, ^auptomt^Stenbont s «&6pfnec, JCoitfmann för •(rn. SBartb/ ^^«dot. in Sraitngberd ^ »o(f/|)famr in aXe^a! s « e r r a ^ , |)roff ffoc m a»r<mn<bet9 8 Sle^felb/ Sanbbattinetfiet « ecbrnftlling, Dr. ber X^oL unb 2)frector bed ^^mnolfttm^ ' ^tampt, iSommera. Slotb s Stengel, (Kantor ^ Suctud, S^^dnMec S^ulbud^^anblung #r. Äbegg, ?)rofe||bt ®af4ore(9, SBut^^blet «^m. SRe^^erc, !0{<»ior^ (S^ te< (9enes r<tr« @taied it6nidC. }Dtt>i1t(>ndsjened<r<l»ttCe • «&r. as. 9. 3tovn, 93i«ffb^nbler Seufart; S^t^f^tobter ^aiE et Com., $Bu(bbMlet 9tenbourd, f8nä)f)änhUt 9teQenhxed)tf 9)rofefor ®ten§et, ^rofeffot bte A6nt0(. Unbetf!tdt<«a3ib«ot^ef bttrc^ ba9 JCintgL Sanbrat^d«2(mt •^rn. Sßelfenflein/ (Sutdber. auf 8eefen ^. SB raun/ SBu^b^nbter s «& e If d^ er ^ Suc^^toblev - s Siebermann / Su<^nb(ier « aieuffel et ®obn, S3tt4|»inbler fb ^m. €^art\>rtu<, ^ofcboocot  Orb. <Br(.  1 7  6 1 4  2 1 
XX  ®u6fccibenten » IBer^eic^nif,  Qhin  Qhmn 6olberg 6onig Sopenl^agen 6reu}burg 6rone  bte ^6nid(. Xrttllene * 2(&t^t(und ^r. Dr. Sbtinowili, (öbetU^n * ©iplbenba^l, Sud^l^nblec läutert Brauet;, 9iecto( &ünL ®4mtb bur4 6in ^6m0t. eanb(at^$s 2Cmt «^irm D^n 2Crnim/ A6nigl. ®e^. SVat^ unb Sanbfc^aftd « jDircctoi: auf <&etn« rici^cf . 1 @rrmpl. S3el. s »Ott SS^alboto auf SßaObntc^ s oon Blanlenfee in IBcoten \: S33^*etfe, ^facttt in SBco^en f^tKon IBuffe, eanbf(^aftd«8iat^ auf iDamlang s Step et;, 8anbn(l(^er tn 3a(irow i 9te^tinQ, Jtteid » Suftiatat^ bafeK^jl ' «&Hn/ Sufltaactuar. baf. i Vvohti^t, ®teuerrat^ baf. i ^al^li, Cfftdol in 2)eut((^s(^(one ' 9>er}9nd{t/ Sfd^ulprdfeci bafelbft s ^^tbbtv, S3aus(?onbucteur baf. '- Atrr4/ @u|)enntenbent in Steupol) : ©ramfe, 9fcxttt in ©d^vo^ ^ t)on 39d()Hndet, SlittetjiMt^at^ auf ^X)t «^ein^e, ®ntdbeft6erauf9>(enfenboi:ff t>on SeDille, ^alot, auf 36tap Slobel, Pfarrer tn ®(|)Io))|>e Sftael a)tat:cu< €$6$ne in fOt. Strieblanb ben Sßo^aöbr. SJ^agiftrat bafelbft «^rn ©d^meling/ 3(pot^e<ei: baf. s &tii>i, ^fcxta baf. s ©d^toanle, 9>farrer in ^attl t trafen t>on0(aneenfeey!pra]oivattf  OtD. S8e{. 1  1 2 1 4 1 1 1 34 
Srone  Stilm  2>an){g  Dorfe^men  €htbfcrtbenten = »erjetdSfnt?.  ^nu ^xetoello, (Sutihtfi^tt cfaf^^toi : |)römt(fe, Lieutenant ju SKifluttti • s fßt.d, aufKjrot^ auf '&acm«Kborff s S 6 cf , 2rppellattonids9?at$ auf «^o^en- jtetn « ÖJlert, C5fconomtes0ommi|roic in W. ffrieMonb * ®o]j>rfromm, SufKarot^ bofelbjl r «aron »on »lanJenburg, baf. s 3 eitler, Pfarrer 2u Cüben s (SebrÄber ©targarbtauf ©eeligen^ felbe s ©fttbidj, Äret«|leucr ? @:mne^met {n jDeutfdJs^rone ble SfracKtiTdJe SBörgerfc^ulc In «K. gneb= ^r. Dr. ^cutfd^ert, Äönfgt SReßimenW: ocjt s «^alml^uber, SBürgermeJIfet « »OH'Ofuö, Rentier ?8fratenönt tte «ibliot(^ef ber ÄdntgKd&en ^abrttens Änllart •&r. Eubwfß, yrcmfets Lieutenant s Vn^utl^, S3u(^^anbrer s ©er^örb, SBu^^anbrer bur4 ba$ A6ntgl. ianhvat^i'-TCmt hei jDanjigec eanbfreife« för *m. oon Oftau Eni «ff, ^famr in 0t. 2abre(l)t f t)on ®talat^, (Sut<be%r unb 8onbta9ös2>fputirtet auf ^ulnin '- iaed)elin, lOberomtmann in ©ob*  - »on ajiebemann, genannt Don »ranbi«, ConbrcJ. SDircctoc ouf SBa^anow « SBoIff, |)famc in 2»ä5lbanj burdj ba« Äfinigt Sanbrat^ösVmt ben wo^ibl. SRagifhrat in tbatfe^mtn «&rn. »on Salären ^eib auf Xngeropp  XXI Ort. gjef.  t 1 1 1 1 12 20 
XXII  ®u(f<cibcnteii • 8<c§«t(^ntf.  2)arfe(imen S>effau 2)ä{fe(borf eiberfelb  eibing  fäc bic borjodL SibCiotbet '- @4retner, Saibb&nUer 2 Spontan, 93u4^dnbU( für «^m. Dr. Je et um/ Goafiftodol sdtatb in jOüfTelbocf : Dr. Sirome, ObfrUbrer bafclbft s. Br&gdemann, Vrofeffor unb 2>i« rector beS ^pmnaftumd baf. s Dr. «^ftljiaebt, Cberlebro: baf s gadbenbcr, 9tcdierimddi;at^ baf. bu ©d^ulbibltot^ef be4 ^6ntgL (Spnma' {ium< bafelbH bie ie6nidl. eanbeibibliot^ef bdf. btmb C^. JCdnigl. eanbratb^sVmt föc «^rn. 2Cbramo»dft/ J^omgl. Sanbvatb K ^ti%zllf ®uf>enntenbent' s fOlunbt, |)i;ofefror unb iDtrector M ©pmnaftumd Dr. jeoe^Uv, A6mgl. Are(6s|)b9ficu0 Traufe, @tabtratb Araufe, ©(bultnfpector unb Vcebi« gei; tn 9^. 9){ati Jtrtdpten, Dr. med. SOS ( f f e li n f , ©upetmtcnbent unb ^onftfloi;. 2C{feffor oon S3orcied/ (Sopitatn im Atta SZegtment $Bu(b^oli, @$tabtgm(btösDtrectoc Don ^tXitn^tixi^t Gtapttatn im 4ten 9(egtment ®. ^^.'SBaurn, Kaufmann (S. ®. {)drtel, Kaufmann t}on iBtcfb^^n, CTapitain im 4ten dSegtment deiner, <&anptf!ea€cs2(mt< ^ 2Cf{iftent SBurcucfetr SDdcb^SnfpectiOt JCo^er, 3Cmtdratb unb Sntcnbont Saumgarti JCaufmann  Cr). 1  4 7  ^el<  48  •s 
Gttbfcribcnten * tGerseit^nif.  xxui  Or&. {8er.  eiKng  f  fifnrt  ^m. TL SttAnet/ JCanfmonn SuffjsCFommtjfair s 93u(bn€i;, 9>cofeff«t s @a^me, OberUbnc « 9itia^q, 9tchft * Qlrunau, (Santov i «^ aa fe / Ober » SBftcdmneiflec : 05. loon 92iefcn/ J^aufmonn s Sonaf , l^oUaeicatb s 3. ®. SReumannr Kaufmann s 8. '^onfftilt, ©pmnaftaft s S* 9lettmann, 2Cpotbe!er s J^&^noffel, 9>rebt0er s «^ouffelU, Dr. med. i ®ec(en/ ^et<bgef(b»orner in (3t. t JCum mer, jDei(bsS3att«Q^onbuctetic in ^orfifcburd^ s Sa^/ •^auptfleuersXmtdcontroflettr s 9)0^1/ 8ebm am ©pmnaltum s 8li4tc(/ Sebcec an bemf. c JCel^r 9>rofefroc ff @(bdnfelb, Gantoc ff Dr. «Döpfner, 9)i;ofcffoi; s Grabe, Sef^rec s 9teffetmann 9^t\f\%tt in Sörftenau s m i 1 1 e c öl r f f, ^rcbiger u. ^. @4)uls inTpector va ®r. SSaudbocff £)ttO; it6ni9l£)berf5rilerin@tellinen «&obtnann# 9>farrer in S^olfemit Gtdrmer, Sußi^siSommiffair <S. @(n0ec, 3uftiis(^ommtffair Die J(e9f(rf(be SBucbbanblang fäc b(c Sibliotb<( ber JUnidt. 8ten S)imfionö» Jtrie06s@4ule * IBibUotbff be< Jt^ntal. bodftl6bl. 32{len 3nfant ategim. •(rn. 6(bmibt, a>ioiftond»9t:cbt9i>r s Dr. Sbi«¥ba4; CberUbcft 
^».  XXVI   ^anno^tt  •^tbelberg •^iligenbeil  ^elttberg  »albe ^e^befrug  0ttbfcrtb<nten < Secseicbnif. * ho»on i ftpnnpt fix J^m. Dr. (ap 2)te ®4tt(&if4e »ttd^^attbltmd ^. fSunbermann, Sitcbl^Ier für •&ni. @eibetU^ 3ttitts<nntiiiami in Mt^ jDte «^a^nf^e <&ofbtt(i$<mblun0 6e. (Sixelbni «^. 9vei(. t». 2Cvn<toaIb, A6nigl. etoat^ unb Jtabinet^9){int jlcr ^, Dr. 9(ctSf 2Cv4to 8 Seccetaic 3 &tihtnfti^tt, Berg s Gonunifraic in 6(att<t(al 9 ®ottevmann in Bonbon s a:(6rl, 9aftov in Gelle «^r 9)to^r, Su(^nbkc StbfdiL eanb(at^ds2(mt für «&ni. t>on Xuei:di9a(b, 8anbrat$ tmb dltttmeiftev o. «D. ic. auf JCL JtaQen « von IBavbeUben aaf SBülhiit s &^miht, Steutenant auf®4mengeU 4^. ®4(6ber/ @ny>fnntenbent s ^teenfe, Steg. Gonbucteur Stbniql &anbrat$<»2(mt fär «^. i»on Spief r Obciftlieutenant auf 9r. e^otnicf s loQtt ^ttad^otoiti auf Q^ibitttti 8 i»on 6(bimme(|>fenni0 auf ®(bmen0ett 8 t>on <2fttni;abi; toibrat^^ auf Sum bten A6ni0L eonbrat^sXmt fSr «ßcn. Srubvttttdr Cfequcftev in ®rän^aobe JC6nidL eanbcatf><«3Cmt fAt <&rn. Zntit, 0pebiteuc in atuf 8 Vtipobienr ^foiva: in ittnten/ 1 Cbcmpt tBel s Sunli Otttibefitev auf 9toriatten  Crb. S^tC.  3 1  le  4 3  6 4 4  13 
t^brfrag  (anb  3nfifr6urg  XintgSberg  Sttbfcrtbettten « S3ec)ei(^ntf. s Jtempfec, ih;etd>Gaffen^ontroIIettr s j^riei^er, Sntenbont in Stuf s i»on SStaU^iemdlt, 9{ittmetfier uiib s 9(att9acbt/ |)fa(ter in SBerben s 9Q({ec, @|>ebiteur in 9luf *s aiodde, 9o^s(S]cpeb. s @4mtbt, Kaufmann s ®tein, Lieutenant unb ßpotUh (Soffen $8tenbant s 3obel Don 3abelti(, Stbni^l Sonbcat^ Jtdttid(i(^< eonbratb^sXmt fftc @e. (fcceOena ben «&m. <8i:afen s u 2> o ( n a, ^6ni0t. ^taatisSRiniH. auf <^AU>bitten «^rn. t)on «^afe/ i^önidL Sanbratb •&r. oon SBdt/ Cberlanbe^eri(l^t<<a{at$ r 3ttl. oon Rauben/ Oberlanbedger. dteferenb. 8 «^eint. oon €fanben, Cbetlonbei« ger. CRefecenb. s i»on 9)loocfietnr Oberfonbe^ger. Slefeircnb. bad J(6meL ©ebeime 2Cr4it> ^. 2Ccnbt, ^forcer in |)li6ir4een i Bartb olb, 8e$vet am OTod. Sriberic i iBetgau bie »ibUotbef beö 2CltflAttir4en (B^mnaf. i 9 be$ CEotteg. Scibenc. ' t bei l^o^löbL (Sorbe s&anbs »ebc Stegimenti s be< bo4t6bl. I. 3nf. Steg. ^ be< io^i>l IL 3nf. 8?eg. s bed eemigar. in J^calene 9 htt 6tabt Mnigiberg .^i:. {Biendfelbr ^onbibot i Sittci<b iun*# Jtaufmann t Dr. 1900 SBoblett/ 9h;ofefl<>f ' 8o€l, dorret in Stofllttett  xxyii  Orb. <8cc. 
XXVIII  Ainfgeberg  ^«6fctt6ent«tt « »erjeic^nif. «&r. 83 raun, etahtcat^ . s SStraun, ^teuetsStenb. in SftM^ttfen s t>on IBreet); Lieutenant tm I. Bit^. i SSretf^neiber / Cbertanbed^er. «eferenb. - t>on fßvünett, £)bttft auf fBelf4tt)t( s SSu^fteinet/ Jtaufmann . ' t)on SBubbenbro! L; Lieutenant s Dr. »öttncr ' 9on iButd'öborrf/ LanbftaOmetfler in l$ta!e^nen i S3uroIt, dtegierunddrot^ s ^annot; 9?egterungdtat^ s t}on ^nobloc^, @a|)ttatn auf ^ufd^s !aiten 5 ^unow, ?)reb{öer s 2)6r{, Studios. Mfithem. - ©recu«, fBauinfpectoc s @^m, ©ef^eimer Sribunalktat^ j Dr. (S tön er, ?>rofe|for Med. s @ldner, Stet^ierungg s 6>ecretair ' Sab er, ©e^etmer Ktä^it>at i Zh. Sfernt^, Jtaufmann s Sett^rien, (Sonxectot '. Dr. grep, SRegierungd ; ^trector ' Sreiptag, Oberamtmann in Som forref s Sriberici, Lehrer s Sriebldnber, Lieutenant unb ®ut^7 beff^er auf SBangen s ®ebauer, Studios, theol. bie ^6ni9t iDeutfd^e ©efeUfd^ft ^r. ®o Ibmann, Lehrer '- ©ottfd^alf, Jtaufinann ' ®re(d, SBuc^brucfereibeftler '- 3ob. «^aberbier^ ^ifier » i^aberlanb, S3u(bbru(fereibeft6er i IBoron t)on >&aufens2Cubier s «Tempel, 9?eg. ^alculator 5 .^ehfclje, 2fpotb«fer burd^ «^m. «^ermann, JDberlanbe^er. Gecretait  Örl  <8e(.  16 
6u6fcttb<nten * 93<c)ei(^ni|.  XXJX  JUntgSierg  Or^. S^el.  ffe bie SibtiQtbef beö Aintgt £)6<];lanbe^e(. oon Oflyreufen Cberlanbe^er. 1 (feempL auf Sei u. 1 auf ocb. 9opin e ianhev, Obectobe^ev. IDirector s j(abl/ ChevlanMQtv. 9tat^ s 6euffert, £)6et;lanbe^n:. Stütl^ t €itebC/ Oberlanbe^gev. Stotb e j^aminöft/ *&au|>tmann unb Obm laQbelgei;. Stefevenb. ' Bertram/ £)bei:lanbe^er. f^^^^ t *&erbi0, Obctlanbe^ger. 9^atb unb Snqutfttonat^Director/ 1 ^cpLSel. Spiegel, ^^tabt^Sufliarat^ SXatt^U«, SRenbant Simm/ CRenbant bec «^uptsUntcts gctri^tis @a(artcncaffe s 9tappo(t, £)ber(anbed0er. ®ecretaic tmb ^Cribtvartu« s tiefer, £). 8. ®er. JCanacIlift s @ (b 6 1 e r, Cberlanbe^eer. @an)t Snfp.  *^. i»on «Hippel/ «^uptmann s Steutenant «Coburg pon b« ^(ttillede fib fub unb fär «^m. Dr. mubolpbr SiegimentesKrat s Jt 1 1 fcb € (, ^em. 8ieut. t>ott ber 2Cctt(L « 916 m er, HtvAitmat s. % t s 6(bopf/ 8tcaitnant' « s s oon ©allwit}/ Steut. s s =, s Dr. AdbUt/ Gonfiftorialratb .^c. Dr. Addier, |)fairrrr in Sleub^^ufen s JCa»etau> a>irectoi; b. SBmfenbaufe« ' Soron «Ott 4t e üb eil auf ®ie(gtts bifiblen « 0ttfta9 itostt s SSaron i»on JCcafft, ®€ttei;. Canb» ficbaft^siDIrector auf JtrafU^en  1 6  1 1 1 1 1 
XXX  Subfccibentcn « 9)trset(4nif.  A&nigöberg  «&V. oon Sttxf^n^tims&toUtn auf SuUtten eabfien, 9KL Snteab. ^ecretaic Saue^ Stu(L theoL 8e$mann, 5£aufmann etebt!e, (ianbtbat in 9abbeim ^{nbeinann^JtrUddrat^ 8 in!/ Sebrer Dr. 8uca<, 8ebce( <nn &taHs®i^m* naflum t9on a)(annttein/ Obrifl u. (Som? monbeur M 3ten (Smtaff, Steg. 3o(|. aj^e^cr, Jtaufmann 9^>umann II., etabt«3uil{)tatb 9tieberfi^ttet, Sieut. in Slocienboff t90tt Oeldnit, Gopttahi oon Oeldnitr Sinttenant tt. Cbers ®aIgtnf|>ectoi; in ®olbau s flß. £)ejierrei(b, ®utdbejt(er auf SBublttten s Dr. OH^anfen, ^ofeffbr Thcol. s oon Oftatt/ ^ftnigl. Sanbrotb s oon |)evbanbt auf (Sid^en bur(^ ba< Einigt 9)oUset*|)td{lb{ttm für s Kppelbaum, Kaufmann s ICronfon/ Kaufmann : oon 2CuerdwaIb/ 8Kttme{)ler im ®eneralftabe ^ S&t, Jtaufmann « SB e 4 e r , t^onunersienvotb/ 1 C^ SSel. s Se'denflein/ JCaufmann ^ Sccfev, 5taufmann s fßtlau, Jtaufmann t fßixihtt, SJ^ftblenbeft^ar * e^bttfe, etabtratb s Dr. SarottSfi, SSifd^of ber eoang. s Oranb/ (idminatrotb, l<fc.a.SeL s IBcocfmanri/ Gtabtrat^ ' Stodtme^er, 9ledienm9lratb  Ovb. ?J«(,  13 
linigStorg  ®nbfcrt6enten - Set§etd^ntf. » C^mTe/ 0tahtrat^ s 2)aii{etaidf, ®tabt<3afHirat^ s Dr. lb\xl\tn, f)rofeffor jimt « C^i^Ur, 0dlciibitucs2>irtgent s SEXvector €ngflf4mibt, 3tiftiis » <l(rbmann, aUgtcnmoIcSi^cal s Cffftg, Jtaufmattn '* %^M9 fhrorectot « 9on S^if^et, aiafor fm^cnerolßabe < {fotbergiU/ ^ufmoim n. ataffet s 0{. gfciebmannr Aat^onn s 8tfebvtd^, Jtattfiiiaiiti s Set [4, 4taQfmonn t 9&btfe, Jtatifmoim s (Blabau/ dontor < <S6be(, (9«tfdmet 3«|lisvat|f unb iDtrectoi; bc< @tabteed(^t< s ^tabe, 9>oIt|eis2Cfreffor ^ (Stube, 3afit)::(5omiiiifr. unb ttni^ s <9rüt^inad^ev, Jtaufmami s «^Ablet, JtMtfmanii « «^aseii, 4^ofapotbcfet s Dr. «^asen, Webidnoltiat^ s .^a^eti n., Stegiemiid^ratb unb « «^airbt/ Regimtngteatb * «^enle, StetenUmturrotb » Dr. «^evbart/ |)roff|fo( PUlos. s SenTea/ iJhifiCsDiyector s Sungmantt, ffabrlfont s ^h^Uti SuJHsratb 3 9raf »Ott JCänfft, £)b<tlanbe<dey. » Xannegiff et, 9o]l«3ttfpector s Jte((bi 9eb. dUgierunglttttb  XXXI  dr). iDcf. 
XXXII  A&mg«6erg  eSubfcribenteit » Serjeti^nif * «^rn. SttfUU Jlanftemm Stiftf JCottfmami 3. 3. Jto4, J^ufmaim @e. (SpceOena f!hrei$. i>on JCcafft, (Sc nerals Lieutenant, GommonMcenber ®eneral M ifün ¥nnees(Sorpi «^rn. Aro^/ Suftiarat^ ^ Stteii, SDitector ter ^em ^^^^tet^j fc^ule, für bte @4uIbtbUot$ef s jereutibetdev, (Boiwemement^ 2(ubiteuc Ariele, «^auptm. u. ^ooiotttmeiftei; JtuteUa, |)o(taeitat^ Jturred/ JtAufnann unb dJttttec 8anbmann, ®e$etmei; Sinan^ratfi 8e(»wed, Jtoufmann ^ift, CbecbArdermeiftec 8ubbe, 2(ffeffot aXail&nber, 0{edferun9<(Qt( . ^anitint, Sufliarat^ ajtebtng/ CF^^f)r&ftbent ber Mni^l 9?egierund a){eiei;/ 3ufHi?CEommtifbtr fDletcr, Cberlonbe^r. ffiat^ aXt^aUü/ jtaufmann 2Cbr. 9){6ner/ Jtattfmann a){An4enberd, Kaufmann Btat^an Sacob, Kaufmann 9leumann L, SufÜ^totb Stteberßdtter, ategier. 9cifibent £)be(b<>ufer/ itoufmonn 9il^oto^li, Jtaufimmn 9)aden{opf, Attufmanit |)cterfon, SnteaUmtwsdtat^ 9>frtaeV| •&oM)o9met#er 9obl/ 3ufKii:atb be 9iÄ0e/ aJKtttair« Sntenbant mattet, QmmttkimtA^, lAcSSeC Stiftet, Gnminol'Vfleffbi; Btitmain, TMßi^it^ui onb 9rof.  Or^. ©fl. 
1  Subfcttbenten ' Serjeic^nif.  XXXIII  StbmgßUtQ  ^im. Btiti^aupt, JtattfmottTi Btiehfamen, Kaufmann u. tOSUlec SagelSborffi itaufmann 6anio, (Sommethitntdiat^ 9)aul @anto, Jtaufmann ® (Rammet;, SöUtsfüe^ifttatot ^ö^aviow, etabtrat(i für bfe iOtos gifhatSsSStbliot^eC s @(^Iuba4, fi3ancos)Dtre€toc s ®(^mtbt, ^^oltjeis^r&ltbent s @(^netber/ itaufmann £ @(l^nell, ^oufinann @(^ula/ Kaufmann unb ^iUev e(b»anfelberr itaufm. u. SOl&Kei: @4tt)ei4el, Jtaufmann ©embritifi, Aaufm. unb ^Ültt @enfff itaufmann @lotfo, Jtaufmantt ®piro, Jtaufmann Steffen, Oberlanbe^gev. fltat^ &tilow, @4uts3nfpectoi; ©tolaer, Obers eteuetrat^ ©torc^, Snfpector, KSr-o-SBet von ©tülpnaget, ©enetA^SXaior unb Svigabe^^iSommanbeur s ZffetoinQ, S3u(^^dnbler s S ^ { e l , Cberranbeöger. 9tat^ s as. Stiele, Jtaufinann ft Dr. Unger, fOlebliinalrat^ u. ^of. s Dr. SBalb, Gupenntenbent t flSarfd^auer, Jtaufmann SBeger, ffUcal Sßeipner, JCaufmann Sßftt, Stegietundörat^ t^ott Sßitti^, £>bn^ unb S^igobe^ CTommanbeut SBittuUfi, ®tabtrat$ ißoibe, (SFonffflorfalrat^ iSatl SBolff, JCaufinantt 3. G. SßoUer/ Jtaufmami 
XXXIV  ^ftnfgftberg  9  0ttbfcribeRC0ti « aStttetd^nif. .^tn. SB utile; 8lfdieniii0lrat^ i Sad^avta«, Jtaufmonn 9 äoUanh, StavLfvm» ^t. Btii^Ut, SUttot in |>iiaaaf» t Dr. SR^efa, »töfeffoc bw Sjeol. s e«nflomic|, ^otocoOf&^rer in @«ontOR)!en 0d^eti:e# jan.^ Kaufmann oon 646n, £)6riffcs^eotenant a. S>. , (Butdbcfttev auf JSM^bri^ldabe 3^ airceOent, 9nus (Sonaletfat oon ^r. 8eo|>. &^txl%, 8e^er « ed^ttl}, ^famr in tUismotbe i eiegfrieb, <lkit«be1t^ auf (Konten s Jl^ieclo/ «ett(w in SSteUftfen s strebet/ Stud. phil« t ^on ZtoaTht>mMi, d^enarol^SXaioi; «^m. J^fi^najl s ®diit^et| SSectoi; in AU t^mn . s Soäti, ^htainttt in «^ettigenbetl s Dr. @i4we{c(art, Zn^malicat^ tmtF Vtofeffbv 5 |)rand# IDirectot; in (Busibinnen < tfi^Ta^efcienefi, £)bevU^(ec in Sp! s ^rengel^ ^Orofeflov in S^roundberg s 9)2 i f (^ e l , 3ttfitjvat(^ in So^nnidbucg s ^otrmann/ 9>f<>tc^>? in StL ^Man bie edbenid^tf^ (6f^re ^tabtfMe 4>nt. J^elc^f 9>fa«cev in 9{dbcnbtt(9 <^. Sentjfi/ «frauftroann fßettet, ^eutenont unb tt^tn haltet, 7i}p^tf^eht t)on Sßinterfelby Obeiforfbnciftet SBitti Stud. philol. Dr. SßoUfcebocff« 9>f<»tcr  Ott. tßet. \  1 1 1  1 1 1 1 1 1 1 1 1 11 
Sabtau  ^itS  eibdu  Stagbeburg 9tarburg 9(amnburg  ®ttbfct{bettten « Serjetc^titi «^. 3anber# Be^o; . 9>abtt6rin, 2(mt<f4tci6ev » ®rafftt t>0R SLxtnl auf 9>0|>arten s Stapfet, Sufhi^ommifT. auf ®rünben s 2)re»ello, SBirt^f- in Stotf^ömolbc bie 0tttbtf(!()ule «&(. SBatt^, aSud^^dnbler s IBvo(f^aud/ 8u((^dttbler f6c «^m. oon Stauntet/ tftegjies s (Inoblod^, SBud^^^let s ^ummev, IBtt(|){^nb(et bie SSepganbf^e S3u<6^anblun9 «C>r. ^u^lmep, SBu^^^&nblec bai MniQU^e eonbrat^d^sVmt für G. SSio^IUbt. Vtaeliftcat in 9(euniar! fftc bie €ilementarf((ulen ^nt. 91 e b e / jDemoinen $ SSeamten in Scattien (S. aSto^ttöbl. fOtodifbat in Sibau, für bfe Gäulen ^. Fabian, Dbevlel^ bie (Steuin^ fBu^t^nblung •&r. dtnha^, SBu^f^bCer s itrteger; Suc^^nbleir Q^. SSo^ndbl. ^ag\ftinA füt ^^ «^dblec, Vfattet: u. €^4uItnfpectot, iDirectoc ber Mnifi, n>e{i|>reu0. bie Stbliot^ bec SQSeflpreuf . Se^d^ule 2 @jfem^l. s s < ^6^eren ®tabtf(^ule 9 s be< ^^ttOe^rer s SSecs etn$ be«SRartettbttr0er®4tt(»itreired «^R. Subbe, £)rganiffc unb ©^ude^ret in Jtom^nboff  Orb. 1 1 6  1 1  4 1 1 5 3  1 2 7 3 12  XXXV  »er. 
XXXTI  SRarienburg  gRaricnwet« bcr  ÜRemel  Gubfcribenten • SBecieidjintf. ^tn. «Keffer/ Gd^ttSe^er in JSteden^agen s a){finer/ ®(l^ulle()cec unt Orgamf^ in 9)2artenatt * SfB 9 f c ! i , eöang., ?)farrer in Äajnafe s »& 6 u r g, eöang. ?)fan:er in Cofenbotff bie (Sc^ulbibliot^eC in Stegenort ^cn. «feinet, eoang. 9)famr in8abefop|> t>on @4doen, eoang. ^'^ebiger in @4abwalbe *&t. Äantec, ÄinigL .&ofbu(!ibru<«et für ^rn. g 1 1 1 w e U , SRegier. ^eM)ca|ibent » Dr. 9{6{net, @on{tflonalsjDii:ector 5 ÄüniJ, Slegierung^ÄÄtfetfoc . bie J^dnigl. SRegterungdsaSibliot^ef « s ® pmnaflal -- SßibUot^ef ^rn. »on Settau, (5^ef s 9)rdfibent be« Jt5ntgL Obetlanbedgen^tö s ®raf oon Aauita, £)bei:lanbe^er. s SSufdS), CbecIanbeöger.sSRat^ «rtatau/ £)beclanbe«gec.sÄfleffo« iDe^enbr 3u1li}s@ommtffartu4 fO^ebed, Stegierungörat^ ^6 m i b , Suftia 5 ©ommiffariuö grei&. öon ©4«5tter, ^rfjibent bcr ©eneirals^ommifTlon ^olft, Sanbrid^ter in Slorenberg fKepet, J^aufmann Dr. ©toi p; SRegierung^ u. ®4ulcat^ ($, StbniH. 8anbrat$6 ^ 2Cmt för ^m. 8amött, d^at^mann in ^ewe « ^pittel, 3uflii<2Cctuadud bafelbft » 3 u r 9 , 9{atbmanni baf. < Steptag, ^ofi^olter baf. s SOiocamindfi; Jtaufmann baf. Srdutetn S^ad^e jDie ^&mmeret baf. ' (5. A6nigl. 8anbcat^is2rmt (S. ^o^lSbr. fRagifhrat, 2 (5pcnif l.  Orb. S0<1.  16 
Subfcribenten « aSerjeic^jtif.  XXX\II  Wttmü  Cr^. «Oel.  3Rerfeburg 9Ro()rungen  92und[ien  «ßrn. epttnQil, @u|>edntenbent s £)fterme9er, ?)farrer s 8la|}poIb/ ^orvcr in ^ä^wa^ott s ®raf oon 9Serfowiti auf ©o^loten fuc «f»rn. Don ©olbbecf, ®efi. 8?at^ unb £)be);s9o1ls]Dti;ector i @. 3* @4n>cberöft, Kaufmann s äBolfgramm, 3ufti>s^ommtffanttd s fRacotift, Jtaufmann : Sß. SKuttrap/ JCaufmann s Bä^tbheVf Sootfens^ommanbeur 5 Dr. med. aÄor0cn, «^ofrat^ « 2(nbr. Si^obeen, Jtaufmann : 3. «gering/ 2())0t^e(er s oon £)ertel/ Suutenont a. S). s 8. dtingetmann, JCaufmann s Serbin/ 8el;cec ' *&arfe/ (^anbibat unb Ze^xtt s »^ofcic^tcr, Beßrer bie Soge ^itapt)ii ^r. Sonntag, ^näfyänUn für (S. SSobfltdbr. SKadtftrat i ' s in @aalfelb- «^rn. ©cafen au ^o^na, Z)hvip%k\xUs nant in SfZeicbeirtdwalbe s ®cafen oon Stnfenftein, ®enera(s eanbfdiaftösaiatf) in Sdgfenbacf ' öon ?)oren5, ®enerars8anbr4)aft65 9{at$ auf SJenebten fUc ®e. C^ceUen} ^vn, Grafen 4)on fOlonts de lad, StbniQl. aRinifler ^rn. S3&r, dtat^ • t>on ä3e(Ii, S)eim|tenalrat$ s 3. X SinfierUn  17  2 5 
xxxTiii Gubfcrtbenteit « $Bec)etd(^ni$.  SKfinfiev 9{ettbranben^ bttrg 9{eu{iabt (in ffiejipr.)  örl  9$c(.  «  Slorb^aufen * i&flerobe am Öjlerobe in 9)aberbotn 9)taau  9ot((bam 9ren)lau ^pvmont  «&C. flfleifd^maiitt/ SBiu^^bler s ^inbotteiT/ IBu(|^nbln; s 8legen<berd/ IBud^^bler « B. ^Dämmtet, SBui^foMa; J(6ittdUd^i eonbvat^sVmt fftt «&tn. Scofeii Don ^e^fetlingf, Vtciot auf «ßofs^d^mectatt s *&an!e, SitfH^tat^ s S6pec, Sanbdcbtet s Stelle, SVtttmeifiet tmb Obcromt^ mann in (Sitä^oc^in s 0rump, Lieutenant in §ßt&d s ®ütte, «Hauptmann tfnb Sntenbont in ^pett » ®taf f ®ttt^if!(et auf ^l. ©targin s oon ^ahoUii^ti, ®ut<be1t(et; auf J^omtou s "bon Uftairbow6(i, <9ttt6befi(er auf J^lanin • €lf(b/ 2rmtdr4reiber in @a«4ocain s ^^eecing, ©utsbeftter auf Occalift ' SSSil^be, eanbncbter in |)uti9 s oon SQei^et, Sanbe$$}Director auf ^v.%an\>Qtaf, SSuil^^&nblet « *&{tf(!b/ SSu4)^anbter fftr «^. 2Cbt)0cat Dr. JtSnig ' t>on 3a$fi, 8anbrat$ t SBefeney, SBud^^dnblet i (Slfaffet/ J^aufinann ' Slad^/ 9)onseislDicectot s ^aJ)n, Gpebiteut s ^eterfen, ©out^ecnententös^Cubitcnr s oon dtoggenbufe 5 «^oroat^, fBud^l^dnbler « 9{iegel/ SBucbb^nbler s SRagocaP/ S3u(b^b(et ' ueiat, iBud^^nbler  13  1 i  2 1 1 1 1 2 2 15 1 1 
Sttbfctibenteti • 8ergti(^ni|.  Orb. ©<r. dtdffdtbitfg ^ et««! (et/ ¥»tiratb 1 Sittipntbttvg s Sßeif , gartet $ fb tk tMM^ bc« bo40bL 6tm Ctoltdffler» • 0te0imeiitl Ufi^tt auf 8la(nenb«rd Sjija <&r. Deubnec, fM^^MUt 1 Siffel Oie «Nbltotbel M JtMdL ü^mnoffiim« 1 9lo{lo(! •«»c. StilUi;, «wbb^^nbfer 1 9ltiboIf{abt jDie «^ofbucbbonblung 1 e^tpe^ MüigL ean&catb^sVmt ffe *&nt (S|t4^<f f , 9fanrcr In ^opoUio 12 9 Jtalitff, yftrtec in GdjfwebtoMo s Don 9>tab|ind{i/ Cffidat s 0ofatnietfi, 9fan!cr in Sksmo s £)!onieio<(ff i^fottct In Sobtnoo * Safomrtjf 1, :S>ecatt in etneino '- 9tt^Untti,fßkQfbiii%^acm s 6a9nalew<fi, iBicar. itt|)oln.eonf ben®<buaebte«4Berein bc< (Steter ^etfe< ^xtu 2)orbrlt}, SKcctor s 3abloi9<!i, €onrectpr s S. Sauber Kantor • etabe •ßr. 9)ofwies/ Sud^&ibleit . 1 Stettin s 9)lorin, Sn^b^nbler 2 6ttalfunb « 9on itempben/ i^ntgl. Generals Qlaior unb €ommanbant f 6trfttburg in Mnidl. «anbvatbi'^mt 8 Se^r. ftti: <&nL »Ott Sßpbl, Mm^ eonbrot^ auf 0r. J^onoiab c iCalau, &mb« unb GtobtsOedcbt^ •* ^icector • ' 9>0blaw$fir IDomoinen « Stttenbont in (SoOub ' ^ofbaitfet/ atectot bafelbjl 1 1 \ 9 6(bloffr Cowaingn g^tttcnbont in • ®ttttoiDOr 2 QiKiii;^!. 1 
xxxx  Strasburg in gBejli)r. ©tuttgarbt  S^orn  Xie^cnfjo^  €}ubfcrt6enten < SJeci^tcbnif. J^. iDeuf, @tetters<Siime|imer in (3oU 8df(unb et &oi)n, SBu^^&nbler aÄetaler, IBudS)^4nblei: gifd()er, Ä6ni9t. SngenieursSieut. Sromm, @q>ttain för ^cn. ©euneenborff t>on l^inbenburg, Äönigl. (Sener-sSÄüjoc u. Sommonb. s SWellien, SBörgemeiller unb 9)olit jeisjDirectot bte Stat^öbibliot^ef ^m. Dr. ^xoi)m, sbirectoc beö ©pmnaf. IDfefel, 3ujlij*©{rectoi: @tfen|>auer, ©enioc unb ©uperim tenbent Dr. ©üle, ?)facrcr Sriabrowöli, 9>famr «^a^n, @teuen;at$ - ©ponnagel, ©utsbejilcr öon grepdlcben, aRoior ©cibel, Suftias^Cfieffor Dr. Äeferflefn, ^rofeflbc ««äffe, kriminal siDirector öon SBittfe, Suflij^WelTor aiofcno», halfen sSRenbant hülfen, Suflljs^ommtfiair öon gtf4er, @tobt=®eri*t&:2CMot Dr. ^rdtoriu«, ?)cdfibent SQSönneberg, «Hauptmann gcomm/ Hauptmann unb Snacnieur in $Ia|  Orb. Sßer.  1 4 1 1 18  .^r. Seemann/ SSud^^dnblet i SR^eniud/ Aömgl. 2)omatn. 3ntenb. für ^xn. SBiebe/ 8anbs unb ©tabts^eti^tSe 2)irector s 3- Baratt, Jtaufmann bie Slugen^dffd^en £)berb5rfer ta$ SBaaren^dfPe ®€biet  10 7 
&uh\ct\btnUn < Sterjetd^nif.  Stegett^off  sajit  Subingen Sarfd^au  Set)Iau Seimar Sefel Sien  Solfenbättel äuQic^au  •gm. ®d^»en«fcucr/ |)fan:er in SRo* rienau ^ ^ina, 9)rarret in Sabelopp e SR()eniuö, ^önigl. 2)om. Sntenbant ^v. &ctlmann, Btectot für {t4 unb för ^m. t>on Säbecf, Röntgt, ^ofti^ittttot i Don t^aTenfamp, ^ajor •&r. OriAnber, SBu^^dnbler ^ Saupp, SSud^^dnbler ®e. jDurd&lQudit bet görfl (5aartT>rpöIi auf 9uaatt)9 «&r. ©lädEdberg, S3u(i5$dnblei; 9 ©rof 3o^. t)on SSarnowöfi ^k JtQtferL Äöniel. Unioerjitdtg^Sibliot^icI ^c. Dr. ©d^neiber, ÄönigL Äm«^ ?)^9ltcuö ' SB. «b offmann, IBud^^dnbler s SSagel, S3u((^dnbler, für bie Stbiiot^ef beö (S^mnaffumd *&r. ®ecolb, SBud^^änbler ' ©Naumburg et Comp. S3u(^^dnblei; ' SQalliö^aurer, IBud^^&nbler s 2C(bce4)t, S3u(6^dnbler « 2)ai;ttmann, Sud^^dnbler ' Siegler et ®6$ne, SStu^^dnbrer  XXXXI  ^rb. lGe(.  1 2 1 1 1 1  1 1 9 1 2 1  1 1  J)ic gortfcfeung biefer ©ubfcription« :: Sijie folgt im 2Un Sßaxibe. 
3 n l() a t t.  Kapitel I. ®eite fhrenffetrt llraeit 1 s t SobenMlbung 4 2)te SM^mrogen unb 9te4rm0en 11 ICdtefle Qcte^en Met f^reuffen (?) . • 14 9^6nU{et tm 9(otten (?) 16 |)9t^a< ftber ba< Bemfletnianb 18 s ttttb jDioboi: über bad SBemflcinlattb 28 Stobot übet ba< SSemjhmtonb '29 Ctoge t)on Bit^nifd^en fReifenben 32 9om|>onia< fJtela öbei; ben 9h)tben 34 Stttfe be< Mmifc^en mtUti int Semiiemlanb 36 |)(mttt« über bte Salttfd^ii Afifbmlanbe. ....... 38 Slaunonia. ICbaM. JBaftleta. Ofmcta 45 Zadint Aber bte »alttfd^en Mffenlanbe ....... 50 BUXttsfßmt^nn^tn. aXarfmannen 60 ' s ytolemäud über bte SBatttf^eit 8aitbe . 65 9Mim&ni über bte ^übbalttfu^it Mfenlanbe 66 C^tommvenoanbtrc^ft ber IBdIferatoetde ^\xfftni .... 73 9tcUm&va über bie ^übbaltlfd^eis Jtüftenlanbe 75 Xkmfielii^nbel im XtUtt^uta 80 Xapitel II. Hüitoanhttnnq C^fanbffd^ ®ot^tt . 94 C^fanbtf^e ^tffen in 9^nfftn 97 9etbin, ®eptben, Sorguttbionen 101 Jtriegerifc^e SBewegungen ber ®ot^n 103 • t {Berü^ngen norbif^ SßhVtxc 105 9eitchier, yrut^tsn0er, fBit^inger 107 
XLIV 3 tt M i t. jDunKe 3ett im Stocben 110 T Skneber, @(at>en, ©laoifc^e Sßanberutiden 113 jDie mihmmt ..,..• 114 ^ttmanviä)^ «^enrfd^aft im 9lotUn 120 $B6(!erbeioegun9en im S'^ocben •. • • 1^2 SBanberung bei; @(ai>en nac^ 9{o«ben 125 ©efanbtrc^aft ber 2Ceflt^er an ;£(^obedd^ bett ®rofen . . . 126 {Bewegungen unter ben @(at>en im @üben 130 ^anberung ber @lat)en nad^ 9lorben 132 SRteberlaffung ber ^ta^en im Ziethen 134 \ Ungewifler ßuflanb ber S36(fer In 9)reuffen 135 ®(\ä)i^U unb ®age t>on SSibetoub unb SSruteno .... 138 f s s t)on SQStbewub 140 * s s s s unb bem ®dtot . . . 144 >Dag l^Ütge dtomotot 159. ^rieg mit 9){afoi>ten 164 griebe 167 ®age ober bte 8anbedtl^(ung 169 @efd)id^te unb ®age ober bie ßanbeötf^etlung 173 •Die 9lamen ber einjelnen £anbfd^aften 178 ®ef(^t(^te unb ^^age ober bte Sanbedt^etlung 181 JCrieg. mit ben ^afomtn 183 (S^age t)on ^olenö «^errfc^iaft ober 9)reuffen 185 Äapilel IIL 3eit (SatH beö ®rofen. 2)er Slorben 187 @age oon ©tarfabberd Zi)aUn an ber ©öbbalttfc^en Jtüfle . 189 <S(anbinai>tfd)e ^eerduber auf ber Ofifee 192 2Cu|lurrei*. SReit^got^lonb 197 <5Crtegöpg 3armertCg, gelben mit ben IBifingern .... 199 Se()ben mit ben Sifingern 20i 9 s i t t SRegnar CobbroE *02 jDftnifc^e JCoIonien an ber (Säbbalttrdi)en ^ä|le 203 jDun!ele 3eit. Sßurffland aZetfeberic^t 206 SBulfflanö ^{eifebertd^t über ^reuffen 208 Äriegdfe^be mit ben ©änen - '^^^ 
IDdntfd^e SttebecIaflUng auf @amlanb 236 Ättpitcl IV, |)olen€ frfi^cflc Seiten . • . ' 240 ©nfü^rung M (S^tifttntf)VLm^ in 9oUn 242 SDie ^inb^it hei t^i^m 3Cbalbert§ 244 TCbalbertS IBtlbung {n ^agbebur^ 246 »albert »ffc^of »on 9)ro9 250 »aCbertd ^(oflerleben iu fRom 253 Stfc^of Tibalbevt oon neuem ju 9^rag 256 Xbalbert abemtald im Jticfter 3U 9?om 259 s * am ^aifer^ofe 260 ' '" bei htm «^erioge ocn ^olen 262 ' * * iDanstg 264 s s aU TCpoftel tn ^reuflen 266 »olbert« SRÄrtprersSTcb 270 J^atfer £)tto III. an TCbalbertd ®rabe 274 jDed ^il. 2(balbett6 ^fnbenCen 276 s < « s » unbgolgen f. SD^ärtprecs^Sobeö 278 2>rr «^eibenbefe^cec SBruno 28i Sntno'd fJRdrtprersSob tn 9)reuffen 287 CF^ftent^um unb «^tbent^um 290 Ade9 mit ^olen 294 2>te jD&nif(^e JColonie in ©amlanb 296 9tamfn beö Sanbe« ^reuffen 299 ttcfprun^ bed 9{amend 9)teuffen 302 Jtapitel V. 9oren unter fD^jedfo II 309 ^<aia»t (5mf>5run0 gegen ^olen 312 Aticg i»iri^en CTaffmir unb ^ailw ........ 313 (Fa|imir oon 9><>Ien unb bie 9>reuffen 317 Jtrteg IBo(e«(aod II. gegen f^reufTen 321 |)rrnffene SSeretnselung im JCriege mit 9o(en ..... 323 Artegg^ug ber 2)änen gegen Gamlanb . < 326 *^nbe{d«€rfe$c mit ^reuffen ...... 4 ... . 328 Aneg IßlabiBtoüd «^errmann gegen 9ommeni 330 
XLVI 3 tt M l t. &ntt Jtrieg 9BUibidlai»4 «^emnaiiii tfegeQ f)tettffen 335 ^ jDie 9)reuffen, ^Mfir>btUt geaen ^Un 336 fßtthuitan^ M Ctfiriftent^umS in 9)ommcrQ 341 IBote^Iao IV, Doit 9oUn .... * 344 t « * Jtriegösud nac^ ?>ceitireii 345 fBlidt auf 9)ommem unb ^Ddimnairf 352 < i 8lu$(anb 354 Stapittl VI. ' (SafImtcS bed (Sere^ten Arteg ^egen 9teufi€n 356 s * s > » gedcn bte 9>olenaner • . \ 359 Serwtmtng 9>cten$ unter CfaftmtrS Stad^folgem .... 365 ^tthp^ (SonxQh Don SRafomen . . . • 367 Sltd auf 9>oinmem 370 t i |)otenf Sftuflanb unb Sitt^uen 378 • t eiolanbS &ltefte ©efcitid^te 380 «CianbeUoe^ebr Don Sternen nad^ Stotanb 383 9(ein^acbf SBefe^cer ber etpen 385 SXtein^rb, Stfc^of oon 8ioIanb 390 IBert^otb , iBtf4)of Don Siolanb 394 4^emmtttt0 bet ^efebrung bei; ^ioen 398 2Clbert , IBifc^of von 8toIanb 400 J(ceuaau0 nad!) 8ti>lanb untec SBifd^of lL\biit 402 OSränbung 9liga'd burd^ SBif^of XÜmt 405 Stiftung be< £)cben« be< SRitterbienfie« Oi^ttfK 407 ^inbemifTe in ber IBefebntng bet Sioen 412 3mift Bmifd^en Stf^of 2((bert unb bem Ovben 414 jDet Ocben^sSDleijlet IBinno 417 ^er Orbends9)(eifiec fBoIquitt 419 9leuer 3mift ^mifc^en QObcrt unb bem £)iben 421 t ^eu^aug na(( Siolonb 423 Soctgang ber d^riflfic^en ®a(^ va StPlanb 425 Ätt?>iteC VII. Serfnd^e gut IBefe^rung ber |>crufreii 428 jDer SBembarbiner » SXdnc^ C^rifhan 430 SBatbemar« II. Jtrieglavd nad^ yreufin ....... 434 
. iDer 9lSn4 C^jHan, IBeüe^cer Ut 9>rettf|en .... 436 (S^fdan , ttfttt f8if(^of *9on 9tenf[en ........ 441 StteoüvtQ nad^ 9)nuffen 446 aDaö Arctt^^eer im ^ulmerlante 450 Söa^ ü^itfytm Aulm 453 Scbrängntfc Sltarootend bur^ bte ^ceuffen 458 ©tfftiing he$ föxheni ter düittersIBrftbe]; oon )Dobnii . . • 460 SDfr Orbcn bei; Setter sIBrüber oon iDobrin .•'.... 462 @<^a4t bei ©tradburg .- 465 9>omiiicni< SBecljfältnife ^u |)ceuf|eit 467 3ut>aii((t 5ur ^Rettung burdft ben föttxtf^n Qx^tn ... 471 ÄttpiTeJ VIII. 3nnere€ Seben 473 0ffialt brt eanbed 475 jDaS ^Imerlanb 476 f)omefanfen 479 ^ogefanten i .... 483 (Srmlanb 486 9latangen 488 fSaxUn ober bad Sarterlanb 490 €la(ittbien 495 €^bdtten 497 9(abrauen 499 ^amtonb 502 &^alamn 5d6 Serfaffung unb bärgevlid^e £)i:bnung . ' 510 Aapttel IX. Jtnegöoerfaffung unb ^vie^iavt 525 ^biSlX^iA unb gefeaige« ßeben 541 jiapitel XI. ateltgion unb ®$ttecbienfi 574 sDie f)rte0et 600 
'XLviii S n ^ a ( t. Gette ' ^cieftecmnen unb SBa^rfagec 610 2)ie ^riefler 613 Sleligtöfc gffte 615  *  S3 e t t a g e n. N7 I. U^be( bte ^rontl C^^nfltan^, bed erfleiv SSifd^ofd t>on 5)reu(|en 617 N7 II. Ueber bte a3ernftetn<3nfe( ataunoma; 2CbaIug, SSafKta unb Ofedcta, @amtanb 632 N? IIL lieber ben ^eiligen Ta^kVotxX unb be(fen a5fo9W?>$en^ *. 650 N7 IV. Uebcc ben Flamen 5)reuffen 667 N^« V 674 N-:« VI. Otto IV. 8löm. Äaifcr beftdttföt bem ©(^»ett^-SJcübet» £)rben in Siolanb alle feine bamaligen unb ülnftigen »eftftungen. 5Dat. ftouban VI KaL Febr. (27. San.) 1211. 675 Nl* VII . 676 N7 VIII. S3emei0 aber ben Untergand eineö Sanbed neben ©amlanb, SBitlanb genannt 677 N-r» IX. Ueber bie altpreuffif^e gähnen s SnWrtft 686 N? X. Heber ben Oberri(^ter yxxfsi Oberpriefter (3ri»e ... 696  <»  Ueber tte @|>rad^e ber alten ^reuffen 711 
etjied & a p i t c is  Ucber |)reufrenS (Schalt unb SSefd^affen^eit in uxilUftex 3ett liegt tiefet, unbur(!^brfngli(i[)ed X>unUl, unb felbjt and) an^ ben 3a^tf^unberten/ tpeld^e bad Sid(^t gef(l^id(^tlid(^er ^unbe in anbem Sänbem fdl^on ]()eller Uku^Ut, ^pxx6)t nod() (eine menfd^Itc^e @timme über ^reuffen ju und b^täber. }C(fo »ttb QUd^ !ein Sorfd()et bie erften Silagen über be$ SanbeS Orselialt^ ^(tefle @d()i(lfale unb 3lat\xt je mit t)oIIer ®mx^^ ^it auf}u(&fen t)erm&gen/ unb nie mirb bie reine @onne it^id)tl\6)ex Srfenntni^ jene bunfelen ißebel brechen/ bie in ber 9la^t beS liol^en 3Cltertf)umd ftd^ aber ^r^uffen dni^ breiten. 9{ur einige (Sagen, roxe frembe S3oten aud einer anbem Sßelt/ (ommen qu8 bem ^unlel btefer 2(tejlen Seiten itt und hierüber. 9Bie fte baS SBaltifc^e üJIeer mit bem ^eut^: \^m im ftiblid^en Steile ber 6imbrifd()en «^albinfel in enge SSerbtnbung fe^en, fo laffen fte j[ene$ aud^ feine n)itben Seilen bort aber Sommern bi§ in bie Sauft^ unb liier über |)reuffen bi« md) 9)olen weit l&ineinjlrJmen >); fte bringen felbfl ben n&rblic^en iDcean in na))c S3eru^rung mit bem StaBpi\i)tn 9Reere «).  1) Son «^off ^ef^i^tebrr (Sv\>oUv^l&(it^J.&.6Z^ifan9f\, fibcr btf Cftfee ®. 28. 2)9^annertber 9tcvben ber (Srbe @. 73. «^afTe @ntbe(!ungen im gelbe ber dlteflen (Srb» nnb fRenre^engerc^t^te €$. 58 ff. S)en ftnnifc^ Steerbufen bringen bie olten ©eograp^en oud^ mit bem |)ons titd in Berbinbung, r* &ä)thitt gum 92e{lor @. 89. IBart^ iDestf^ranbö UrdeT^t^te SB. I. 6$. 147. «&affe 9reuffend 2Cnfptä4e, Ott Semftetntanb ba< 9arabte^ bet 2aten ®. 21. l 1 
2 ^tettffen^ ttcseit. 9Ba8 aber a\x6) in biefen Qa^en SBal^rbett fe^n unb xoai ber S)t(!^tung unb SSermutl^ung jugel^iren mag: — bte 3la6)xi6)ten , xoeld)t fte über 3)reuffen bringen/ fcbetnt baS f))re(l()enbe Seugniß ber ^atnx in ibren @rfcbet ungen \>ieU faöf )U befl^tigen. 6S ijt b^f^ n>abrf(beinli(b unb oft be^ bauptet werben : 9)reujTen fep einfi t)&Ilig t)om ®ewif[er bed ÜReereS bebest gen)efen; feinS3oben fep ein @r)eugntf über? fiutbenber ©emdffer/ unb ba wo je^t @tdbte blüben unb frud^tbare Xeder gränen^ b^be in nxalUn bunlelen Sagen bie Zl)iemelt ber @ee ibr naä)tti^ii Seben burcblebt. %vtU 1x6) t)ermag (einer gu fagen, }u wetcber 3eit unb wie lange bie SBbgen ber 9Baf[erma{]e ftcb über ^reuffenö S3oben bm unb ^ei beweget; gewt^ aber beburfte e$ einer gewattigen Umw^()ung unb SSerdnberung aller S^inge^ um biefed alte fDleereSsSSette bem Siebte ber @onne iugangli^) unb für baS 8eben ber ^ier? unb Sßenfdbenwelt gefcbidt ju tnad^en. @i ift t)on gelebrten Kennern ber Srbgefcbicbte bie SReinung auSgef))ro(ben werben: t>or t)ielen Sabrtaufenben fe9 unfere (Srbe ungebeueren Umwdtiungen unterworfen ge« wefen; in einer biefer gewattigen Umwdtjungen babe ftdb im ®egen(ampfe be8 SBafferS mit bem ^euer burd; 92teberfdblag ba8 Urgebirge, ber ©ranit/ bad eigenttid^e ®exippt ber @rbe gibilbet; 3abrtaufenbe nacb biefer Urjeit fep biefe auferfie ©ranitrinbe burcb Sinflurjung innerer grofier ^hl^Un ge? brocben ober burdt^ anbere innere wirlenbe «Gräfte {ufammen? geflär)t; am ^u^e biefer etnge|turiten SErummer batten ft^^ in febr langen Seitrdumen bie ©anggebirge t)on einfad[^em Sbon unb Stoß gebilbet/ in ibrem Snnem bie Sager ber Sr^e entbaltenb/ unb auf biefe S3ilbung fep in einem brt^t? ten grofen äeitraume bie ber Sli^gebirge erfotgt, bie au8 mandl^faltig abwec^felnben @d[)icbteii t)erfcbiebener @tein s unb Srbarten bejieben ; eS fep ni(bt unwabrf(beinlid(^/ bafi in bte:r fer britten fi3i(bung8))eriobe nocb mebrere, jwar nic^t mebr aOgemeine/ aber bocb febr weit t)erbreitete irtlid^e Umwät- jungen grof e @tred(en be8 SReereöbobenS abwecbfelnb trodfen gelegt unb wieber uberfdS^wemmt b<^ben ; baf aber burcb aDe 
^reuff^n« Urjeit. 3 biefe nimodljungen aud) eine ^ehge g^^ruitgSfä^tger Stoffe tn ba^ 3nnere ber (Srbe vergraben morben fe9/ toelc^e tief im @(|^oof[e ber'@rbe ben «^eerb t>on SSuIcanen unb (Srb^ Feben geMIbet^ iutä^ weldE)e toieberum neue ttmn)dl}ungen er}eugt worben fepen; bur^ biefe legten Umn)^Ijungen bon net>tuntf(^?bulcanif<|^er Zxt fepen nun wdf)t\^mli^ bie Oebenefie beS ehemaligen SlteereS boQig au^trodnet^ un^ ferc Serge unb ßbenen ttodcn gelegt/ unb babntö) enitid) fep bem SRenf^en felbji etne bleibenbe unb nil)ige SSo^nfidtte ieteitet »otben *). 2>iefe ^(nftdbt über bte 93i(bung ber (Srbober^il^e bor^ ausgefeilt/ biirfte eS nun too\)l nid^t unwa^rfc^einlic^ fe^n^ baf ^6) einjtenö in einer biefer grofien Umn^ilsungen/ fo^ n>o|^I in ben bon ^euffen auS na^ ©uben^ afö naöi @fib^ Sofien gelegenen if^ac^barlanbeu/ jn^ei gro^e SBaflerbecfen ge? bi(bet ^abeU/ bie biele ÜReilen n?eit ftdS) auSbel^nten unb itren äuflu^ auS fernen ®ebirgen erlf^ieften ')« Sänge nt&gen bte SSafjfermaffen ffd^ bort* gefammelt Igiaben, bi^ enblid) bttr^^ irgenb ein gro^e$ ißaturereigni^ jeneSBafferfeffetburdt^r Broten morben fei^n migen unb bie SSSaffermaffe in ^cwaU tigen @tr6mungen ft^ t^titt nad^ Sterben/ tl^eifö na^ 9torb$ Seflen ^in gefturjt ju ^aben fc^ieint S)iefer SRemung ent^ fpri4^t n>enig{ienS bie bis )ur l^&^f(en äBalE)rfc|)ein(i(lt^(eit nad^$ geioiefene Sticf^tung ber (egten großen Sßafferflutli) toon @äben unb @i!ib::£)flen nad) ißorben unb 9?orb::3Bej}en; e$ be« {tätigen fte aber anä) nid)t mmbcr bie eigentbömtid^e Sage ber <f>oll)en}uge in 9)teuf[en/ unb bie gematttgen Strombetten feiner glufie, j. SB. bea SBei^feU unb beS ^regeh ©tromeö, 1) ^iff ifi x>otMiä) bie 2Cnfr4t von 8tttrom über bieSSirbung bet erboberfTäc^ in feiner ,,?)oputären Äflronomie.'t 2ter 3*1. IffeÄb* l^a. 0. 41—4?. e« ?>ot s»«cfmdgf3 uefiftienen, fie gum S^l mit feinen eigenen SBorten ^ierivicberjU(K^eii. ©evöt. bamtt, »a« Äant 9teftf(^ eeogrop^ie S3. l &. 297 ff. aber bte S^eooruttonen ber (Srbe fast/ unb ZinVi Urwelt unb 2fltcrtbura. JB. I. 0. 11 ff. 2) ©or<^ erfd^emunacn in ben SSerÄnbeningen ber ßrbe über^upt nimmt ati<^ Äant in feiner 1)^. ©eogropjie ». I. 0.299 an; f. au<^ 6.504. 1* 
4 9reufren6 SSobett^SBitbung. beten fa^ tneilenbreite ^(uSbel^nttng t^te (Entlte^ttng l^ft tt)a]^rfd(^etnlt(^ in jenen ura(tcn Betten in ber gewattfamen 3Cuft|lr&mung lener aSBaffermafTen auf ben (üblichen unb fäb:: iflii^^en aSafTerbeden erbielf. jDemnac^ würbe einjhna»^ toieOei^t t>or mebren 3a^rtaufenben / nicbt Mof eine Seit bagewefeu fe^n^ in nfe(4^er ba8 ganje Sanb 9)reu1Ten eine gto^e/ unabfel^bate SBafferfIi(|)e bildete/ fonbetn auc^ eine 3eit/ in mehret gewaltige SBafferfir&mungen t>on @uben lierab nad^ Sterben unb t)on Sub^^iDften no4^9lorb?SSe{len )u ®tatt gefunben ^aben. Unb )ur SBeflAtigung biefer Xnftd&t t)Dn 9)reu{Tend Urgejiatt liefert au^ bie Statur man^t xiid^t unwi^ttge iBemeife in t)erf4iiebenen ibrer Qu fcl^einungen. :&abin beuten namlidl) erflenS fd^on bie in 9>reufren fo iu^erft jablreid^ üorbanbenen Serfieinerungen Don &ä)aU toteren, @eegef4)&pfen unb ben t)te(filtigen anbem Srjeug« niffen beS ÜReereS/ bie burd^^ alle Slf^eite beS ganbed, ^ie unb ba in benounberung^wttrbiger SRenge^ )er|lreut liegen ^). SS ftnb bie Ueberrefle einer einfl belebten )ablreid(^n SBaffer« weit t)on sedieren unb ®ttoh6)ien, bie fiä) t)or 3abrtaufen« ben auf bem ehemaligen 9Reere<grunbe bewegt b<^ben ober im @eegew jffer ibre 9labrung fanben. @elbfl auf ben «g)6ben be< 8anbe8 ftnb fte als äeugen ber einfügen Ueberflutbung )urfi(f geblieben imb geben nun ben 9Haa^^ab, wie boc^ einfi bie ©ewdfler aber ben IBoben b^n unb ber wogten *). £)ft tief in baS Snnere biefer «^iben vergraben, bienen fte 1) SSer^r. Soct'« 9tat\xt^ef^id)U x>on |)reuffen^ IB. IL 6. 425 f. Pisan^ki Comment. de montibus regni Prusfiae notabilioribus {. 3. p. 5. „Occurrunt, fagt biefer/ frequenter concbarum, ostreanim comuumcpie Amioonis ingenies €tcervL Heltving Litbographia An- geri>urgica, p. 67 seq. 2) @o fbibet man \t\b^ auf einer ber (duften «&6^n von |>rettf|eQ, auf ber 6^ ifte be^ ^altgarben in eamUinb , in einer ^h\^ oon 370 bis 380 gttf über ber gjleeredfld^e eine fRenge oon ajeuf^elfollfteinen mit I9ielen oerfteinerten G^alt^ieren ; be^gUi^en au4 in ber gebirat* aen ©egenb oon Vngerburg. fBergL Seitrdae gur Aunbe lyreufTen«, S. iV. e. 122. Helwing L c. p. 58 seq. »o<f a. a. £). 8.L 6. 410. 
9>teufren6.S3o^fn<SSl(bung. 5 ge< Ueberflutl^n beS ©etodfTer^ unb burd^ fortoj^renbe Xiebeifd^lige ber t>err<4tebenen @toffe/ n>el(^ ba$ SBafTer mit 1t(^ fA^tte^ in t^rer ®r6f e bebeutenb getoacf^fen unb in ber Sonn, in n>el(^r mir ffe jc^t feilten/ }um größten Z^tle crft butcl^ baS SBaffcr gebilbet fepn m6gen ^). C^tn anbereS wic^figeS äeugntf für bie Xnna^me/ baf |>miffenS Soben einji bon groflen SEBafferftrimungen uber^ {ogcn wotbcn ift^ finb olftne 3n>etfel bie 9lei()en(agen bon gn»^en Setöträmmem unb mic^tigen ©teinmafteU/ bie in Mfc^tebenen Seilen beS fonjl ganj f^Ifenleeren SanbeS ge« fnnben loetben. 3|ite JBefc^affenl^eit fowo^I/ atö bie ganj etgent^ämlt^^e 9li4^tung il^ret Sage, f)at wn je^er bie Xuf? metfTainfett forfct^enber Jtennev angeregt/ unb jene xok biefe iabtn bte SReinung erzeugt/ ba^ nur bie ®en>alt ber mii)^ tigPen SBafTerfhr&mungen biefe Settmaffien t>on einer entfern« (m th^imat ^6e l^inn>eg toil^tn, an il^ren Qäm fo fiart aftntnben unb baO> me^r balb weniger bur^ (anged Sort? fi^teben abgidtten {innen ; bafi aber jene Urheimat au^ »olEil harn eine anbere fepn !6nne/ atö bie fub(i(|^en Urgebirge ber Matpat^n, bon weUtien fte bunfi irgenb ein 9laturereigniß Mgeriffen^ burct^ ftarte Safferfhimungen/ t>iellei4^t in tau^ fenbii^ger Xrbeit nai^ 9lorben ^inab fortgetrieben fepn »id^ten. «^ief&r fpricl^t t>Dr)&g(ic^ bie wtd^tige 6rf(d[^einung/ bof biefe ®teinfami(ien fSrnrntiCic^ in ber 9{i(l[)tung gegen bte @ee )u gelagert finb, eine Stic^tung/ bie nur atö bie SSir« tung einer bon Säben na<l^ 9lprben in ^Bewegung gewefe^ nen Jtraft }u erfliren ift '> iDiefe Araft aber (ag ol^ne 1) jDiffer fRmtii qitt fxeiiiä) nt^t atUin ffir^reuffen; er gilt na^ ^ fBttinnn^ Jtant'S/ V^itf^e ^eograp^te S. I. &. 294, 9on bcc 9091» <Mt, bcnn „an aSen Certem ber 0rbe, felbfl auf ben &p\^n ifsUfn Berge, finbet man grofe «Raufen. von Geemuf^eln unb anbere VUOmotU M ebemaligen ^uv^nMJ' tinl Unoelt unb 3Cltectbuni, B. L e. 8 ff. 2) Ser^L was Bo<f in Tetner 9(aturder(i^i4te|)reuffen6, SB. n. Q^. 332—336 übet bie 6tein(a0en ragt 6< be^ben ftä) fol^^tUmafftn »VnUt Zttßmhn, auf bem Sßfge amifd^n Sapiau unb yogauen bei 
6 ^reuffenc^ SBoben^Sttbung. 3i9etfc( tif bet Slt^^tung einer großen SBafferflttt^/ bte Mti @&ben unb @äb$jD^en nad^ 9lcrben unb 9lorbsS9Beflen, t>on ben Starpat^ifd)tn Scbtrgen unb ber fßol^a^^h^ ge^ gen bad fi3alttf(^e ÜXeer )u{lr6mte. • @$ ieugt nid^t minber f&r btefe SReinung aber bte Uv? geftalt 9}reu{Ten$ aucb bte 9Iatur unb fiSefc^affen^eit M IBo« benS. @$ tjl gewiß, ba§ ber S3obifn 9)reu|fen8 eine ge^ ntetnf^afttid)e Xbbac^^ung mit bem Aarpatbifcben ®e6trge unb ber 3ßD(ga=^6()e f)at; ed ifl ni<|^t weniger anö) befannt^ baß in ^reuffenS füblicben Zi)exUn febr bebeutenbe @anbs gegenbcn unb bte unb ^a felbfi eigentitcbe @anbt!cp|)en oott meilenwetter 2Cu§bel^nuug ju finben ftnb/ *unb ^aß bagegeti in feinem n&rbltdE^en ®elinbe faft überall im XUgemeinett feinere unb fruchtbarere Srbtbeile ben IBoben bilben. Sobet biefe Srfcbeinung? @ie mhd)U uieUeic^t babur^ am tiat&t^ lidl^tten ju erlldren fepn, baß in ber fortftr&menben Sßaffer» maffe bie gr5beren unb fd()n7erercn Sanbtbeik/ bie baS ®e» wdffer mit ftcb iox0^tU, im @äben Dor bem •&6^en)uge in ber SRitte ^reuffenS nieberfanten unb fo bie weiten @anbfhre(!en erzeugten/ w^b^^enb bagegen bie feineren ttnb Uiä)texen (Sibf^iU, iuxäf baS ©ew^ffer aber ben «^ibenjug btnn)eggetragen/ erfl weiter n6rb(i(l() ftcb nieberfeniten , unb in folcber 3Crt ben im SRorben $reuffenS tm XSgemeinen weit frudS^tbareren JBoben bitbeten. & fpxi^t femer för biefe Xnnabme auc^ bie ganj eigene t^ümlid&e ©eftalt ber ©rboberpäcl^e ?)reuffen8. '2)er ÜRenf* erfreut fiä) bier weber jener gewaltigen ©ebirgdmafTeif/ nocb ber tiefen anmutl^igen S^algrünbe^ wie ffe/ bur(b einfttge große Slaturereigniffe erjeugt, bie SBewobner Deutfcblanbö^ ber @d()wei}, Stauend unb anberer S^nber erfreuen unb ht» glätfen. 9)teuffen liegt t)telmebr im ©anjen jußerfi ^df^ berglod unb eben ba, bur^iauS ol^ne alle @puren einßiger fB^llinen, in 6teinbe<!/ um ben |)ilfen!rttg auf ber Strafe no(( Sße^ lau im &otq\xittifd)tn ^itd)fpieU, bei Srutenau, a){Arrenunb 6^a&n^ in ber ®egenb um Sartenfbein, beim jDorfe (Srobecf ge^en Gdbwej hu, att4 no^ hti ^bni^iUtQ in einer Keinen (fntfernund «o#9>redeL 
mbonili^er etniDtttungen ^). SBer fo ba& Sanb ibtxbliitt, bnn ift ei laum m&gli4^^ ffc^ bei ®ebanfeni }u emel^reti, baf bicfe ebene unb berglofe £)berfIJd(^e bei Sanbei ni^^tS anberei geioefen fe^n (inne, ali bai taufenbj^brige ruhige Bette bei Sfeerdet^ifferi, beffen SRaffe ben SSoben gegen bie anberiwo fonft fo gewaltig mirfenben 9latttreretgnt{fe ü^&it baben mufie. 3m ®uben bei Sanbei ^at ftcb ieboc^^ unter ber SBaffetllutb fenirecbt gegen bte dttdj^tung {()rer @tr5mung ein <£>&|)en)ug gebilbet/ ber itiit einem S^beik ber Släfie bei ^anbeft ibre Siicbtung nacb ®äben, einem anbem Z^Ie berfelben aber bie entgegengefe^te Sticbtung anmeifet/ tmb in folcber SSeife bie ^au))tn)a{ferf(beibe bei £anbei ifi. tlQb an tiefen ^au)>tbiben)ug lebten ftcb nrieberum anbere lange «^bbenlinien an totlö^t, wie in ibrer iu^eren ®eflal^ tung, fo in ibtet inneren SBefcbaffenbett auf eine gleicbe bit? benbe Sirfun^ftfraft ber ©ew^ffer f4^lie$en (äffen. £)ie Un^ teifttibung l^t gefünben/ baf ei auf @teins ober Srbmaffen Mfgefcbwemmte ^b^n ftnb, burcb bie SBafferflutb in ber Si<btung ibtet @tr6mung- aufgetriebene SSerfanbungen^ bie . ibte Sänge in ber 9tege( oon @tiben na(b 9lorben auibebnen mib faft immet nur eine im SSerb^ltnif geringere ^Breite Ha £)ften nadb SBeflen b^^ben, norbn>Jrti meifteni mit ge^ (tnberer tinb ntSfligerer. 3(bba(bung ali gegen @uben. iDiefe eiförmige ®eftalt ber meif^en ^ht^n beutet ft^^tbar auf eine bunb Uebetfhttbung unb 9lieberf(btag gefcbebene S)i(bung bin, unb ibr (Sid^ipfet toat alfo toobi (ein anberer/ M bie auf bem ganzen Sanbe bin unb berbemegte SßafTermafTe ml6)e, bie eitbungijloffe juerfl bii auf eine getoiffe ^bf)e anb^ufenb/ bann mebr unb mebr ftcb tiefer fen!enb unb ibre SSirfung auf bie ®ipUl ber *^6b^n berlierenb / bie beiben $o(e ber Ctform bilbete. SBai aber bie innere JBefcbaffenbeit biefer ^l^n betrifft/ fo ift burcb Kenner l^ngfi entfcbieben, baf 1) ^a0en'< Qttttivxn^ ber fvaqe: ^at ^ttnfftn ein CMbeben |v bcfii^ten? in bcn SeitrAgen )ur Xunbe yreufjens, IB. IV. e. 294 f.; aa4 bie f^on enoi^te Comment geograplrica de montibua regoi Pngs, ootabil. a Pisantki, 
8 9r<urfen^ {Soben^SSilbung. fte aufgef4)tE9emmt, alfo bmd^ bte SBirtung ber @etoiffer entftanben ftnb *). ©ie 8el()5rett' alle ju ben glJjgebirgen, bt0fen lungeren Srfd^etnungen ber ®e6trgd6Ubung/ in loel^en fid) l^orijiontal über einanber liegenbe &dfi<l}Un ober S^i|e Don ®anb/ 6rbe unb @tetnarten beftnben. SSBiefe aberau<|^ nx(i)t fcbon biefe innere IBefcl^affenlE^eit auf ibre Silbung burd^ Stiebei'fcblag auS einer grofien SBaffermafTe anfi flarjle bin^ fo würben offenbar/ n^ie fo eben emabnt/ i^on bie jabl^ iofeU/ in ilfirem Snneren oerbotgenen SSerfleinerungen von ®eetbteren unb anbem A&rpem ber SBaffenoelt für biefen Urf))rung }eugen '). Unb fo ffnb {te unleugbar bie ilttftax UrFunben ber Statur, über be& Sanbed einfüge JBefcbaffen? "^cit au6 einer 'Seit )u unS rebenb/ auS »eUber fonfi no(l(^ fein iant über biefeS Sanb bernommen werben (ann '). Zbev wer ermift bie ^tit, wer ^i^Ut bie unenbltcbe 9{eibe ber Sage, üieHeicbt bie grofe 3a^( t>on Sabrbunber« Un, burcb weld^e biefer wüfle unb formlofe Sufianb bier fortr gebauert 1)ahen mag? SBtr (ennen (einen Beitraum / webet be6 @nben6 biefer gewaUigen SBafferwüjle/ nodE^ bed2(nfan:E gen$ einer bewobnbar werbenben neuen SBett Unb wie über . bie Btxt, fo fd[^weiget a\x<!^ aQeS über 2(n(afl unb Urfac^e ber SBer^nberung bed alten wüßen 3uflanbed; benn welcbe mid^ tige ^raft etwa einftmatö in ^Bewegung getommen ifl, bte ben SReereSboben mpotffob au$ ber SEiefe ber ©ew^ffer: ob bie 92ieberfcblage auS ber SßafTermaffe unb bie oieQeiddt Sabrtaufenbe fortgefe^ten 2Cnfa^e bon neuen iBilbung^jloffen/ ben jSBobeii enbli4) fo weit erb&l^t Ubtn migen, bafi bte ^ ©ew^ffer ibren natürli(|^en Xbfall nac^ 9lorben in bie @ee erbielten unb bie bebeutenbe äafyl bon f^Iüffen entflanb; ob bielleicbt aucb/ wie biele bel^auptet b<^ben/ bie @ee in il^rer SBaffermafTe bon Sabr^unbert ju 3abrl^unbert fid) ber^ 1) S^etgL SBrebe'6 SO^ineraloaird^e S^emerfungen fi&er |)reuffen in ben SBcitrAgen jur jtunbe 9)reufffn6, IB. I. e. 418. 2) »od a. a. Ow »• I- ®- 408 — 409. 3) Sergl. Aant'i 3)(^9fif(^e ©foarap^te, ». I. @. 295. etne'< Unoelt unb mert^um , S. l ®. 58. 
9)reuffend fBoben«S3i(bun^. 9 minbttt unb bie fonft Aber bem Sanbe Uegenben @eto2ffer an fK^ fle^ogen b<tM/ alfo ba{i bte gebtibeten «g)6l^en{tmen {iterfl, nact^molö aud^ bev tiefer gelegene IBoben bem @e« o^r enthoben würben unb nur bte ttefften 9{{eberungen sab auSge^i^tten ^fAnbe jule^t attStefie be< alten 9Seere8:s gntnbei in Sinnen ::@een nvd^ übrig blieben; oberobenb? üäf m ber Urjeit^ au» weß^er (eine ®cbri^ auf bie %i^i weit überging/ ein grofeS unb allgemalttgeS 9{aturereigni(r irgenbioo eine SSBelt jerftirte unb gertrummette unb liier einer anbem ein neueS S>afe9n gab/ bie SBaffermaffe in bie 6ee unb weiter in baS Seitmeer trieb unb fo ben Soben fitbenSRenfdi^en/Wie für bie Sbier^ unb Pflanzenwelt jugang« lU^ ma^U, ob alfO/ wie längfl wieber bt^aupUt ift ')/ jener SR^f^ ober |>bae^onS @tur) Dom @onnenwagen unb über bte in Sem^ein üerwanbelten S^r^nen feiner @4iweftem irgenb ein gefi^icf^tlidS^ed unb auf biefeS norbifcf^e Sanb be« )]igli4^e6 (Sreigni^ jum ®runbe liege/ auf weldbem bie (Sage ^'elt: über biefeS alleS wirb (einer je ein entfd^eibenbeS Urteil auS)ufpre4^en wagen. 2)0(b fd^eint ber ewig ruhige ®ang ber 9{aturentwidfes Inng uns allerbingö wo^t iun^(|i{l auf jene allm jl^lige ^er^ 1) 2)ie fRctnung 9on ber aUmä^li^tn TCbno^me hei fßaffM in tcr £)9fce i(l fdS^faji aU^emtin andenommen motten; utfi, Hartmanni Hisiorb succini p. 18. jDoltn'ö (SeTc^td^te 6(^webend/ IB. I. ^. 7, S^unmann'i dkf^tc^te etmgei; xibM\6^tn^h\Xtv, @.14. @l46tttnd In 6<bC6ser'« 9{orb. 9f\^\^tt, 6. 53 u; a. ;Dt> &(^rtften anberec Mctrtni/ fo tole bte ®ribtbe, morouf ffe if^re Sebauptun^ i»on ber fienniiiberund be< flßafferd in ber Ofifee ffft^ten/ fäbrt «&off tu ferner 9ef4i4te ber (Stboberfldc^e , S. L 0. 405 ff. an / beronberö e. 486. IDtefer 0elef^e befireitet bte SSebauptung jebod^ vait manchen micbttgen SBeoetfen. SnbefTen ffnbet e< bocb nocb Sin! in f. Urwelt ttnb Xlter« (bttsi/ 9. I. e. 71 —72 nt<bt ttnwabrftbetnticb/ baf bieS^onoeCt gr5fere fSitntf gripere ßantfeen unb gr^fere ®&mpfe (atte, ol^ je^t bte Ober« 1!i4e ber Qhrbe. iSz »ibertegt aber IB. IL ®. 26, baß an ber beutfc^ Itfi^e ber £)|ifee eine ^nabme beS g)leere< ^att ftnbe. ;Z) fllablof Sertrümmernna ber grofen Planeten ^dperue unb 9baVt^tt ttnb b(e barauf erfotgten Serftörungen unb Ueberflut^ungeh aafberdrbe: (Berttn 1823. 
10 9rfuffen« SSobett^fBübung. ouSbUbung ttnb jenes UHK^fenbe (Smporfktiitn M Sanbe« ani bem ®en>^ffer ]^tn)uwetfen, unb bie Se^uptung bätfte nic^t ttnnni^rrc^einß^^ fe^n, baf w^tirenb be$ XblaufeS einer Seit t)on mehren Sal^rtaufenben baS flutf^nbe ®en> jJTer immer neue IBilbungftfloffe beS SBobenS &6ev einanber lagerte^ ba# ft(^ in fo((^er SBeife baS ffiafferbette tmtnet weiter evxpou bob unb bie Slieberfd^Iige unb SCnfc^wemmungen fo lange fortbauerteu/ bis bie @(^i(|)ten ber aufgelagerten unb an? gebeulten SBilbungSfloffe fo bo<b ftanbeu/ baß bie ®em^ffer ftcb in %lu^t^Ux fammelten unb als @trime unb Släffe ftcb ibte eigenen Setten unb SBege bilben mußten. 3n fol<ber SSBeife unb in Serbinbuttg mit ber SSirfung jener t>on @&ben unb ®äb$j&flen nacb Storben unb 9lorb$93eflen gebenben jlarfen SBafferflr&mung würben bie Seicbfet/ ber (SIbing, bie ^affarge, bte 2CIIe/ ber9)rege(/ bie SRemel unb bie äbrigen Heineren Släffe, unb jenfeitS beS J^aupt^f^niu^a , biefer naturlicben SSafferfcbeibe/ bieiDrewenj/ bieSteibe, berlDmu:: leff unb anbere entftanben fepn. SBo aber bie unrubige SBafTermaffe ibr fiSette tiefer gegraben ^tt^, ober n>o bte 9lieberf(blige ber SilbungSf^offe burcb itgenb einen Umjianb Derbinbert »orben waren ^ ober aucb too aüS ber Siefe ber 6rbe bett)orf))rubeInbe flueUen eine fefle Anlagerung ber fi3i(bungS{loffe nicbt juließen^ ba blieben in ben uralten Vertiefungen beS SBobenS bie ©ewiffer aß @een jieben unb — xoai t)ie( )ur IBefl^tigung biefer ganjen 2(nft^t uoit ^reuffenS IBoben^fiSilbung beitragt — baS Derb^ftnißmißig m6)t große Sanb war nocb in fplut Seit t)on fohben ®een fo außerorbentiicb angef&Ot/ baß ibre XnjabI aber jweitaufenb ^ieg ^)/ obgleicb obne Sweifel t)orber fdbon t)ie(e auSgetrocf? net waren. @ie ftnb wabrf^ieinücb aOe urfpriünglicb nicbtft anbereS gewefeu/ als Ueberrefle ber ebemaligen @eegew2ffer, baS Urbette ber einft baS ganje S^nb bebetfenben SXeereS« fitttb. 1) ^er alte «^cnneberger in f. 8anbtafe( ®. 5 unb ^avU fao4 in V(t unb 9Uü, ^reuff. 6. U gd>en 2037 6fm ali Hnft in fhrcuflfen ))or^nben an. 
2)ie (Riebertrngen unb (Re^cinsen. 11 S>H fpiteftm Stseugmffe büfer in fold^r SSeife ^thiU bdrn neuen Seit {inb offenbar eine« S^iettd bte 9Keb^nin* jen m bet 9Bei(^fe(/ an einigen ituftenliredfen beS Snfd^n ttnb beS JCnrifc^en ^affeft unb an ber SRemet/ tinb anbetm Z^ilö bte iReiringen an ber fublici^en Aüfte ber iDflfee. 3ene erftem^ bie Slieberungen/ f^einen uberaU bie letzten 9l{eber$ Wi^e ber Sitbnngajloffe au^ ber SSBofferflut^ ermatten unb niK^ lange unter ben ®en?^ffem geftanben ju ^aben, a» ba$ übrige Sanb ftc^ über biefetben fd[^on emporgehoben l^atte. Stefe SSt^auptunQ ifi fc^ion U^x ait unb ftnbet eine fel^r wid^ti^t fBejl^tigung in bem mer{n>ärbtgen Um^anie, baf man in biefen SZieberungen ni^t nur feine anbem @teine Imbet, a(S ielä)e, xoü^t 9Renfc^enf)inbe bort l^ingefd^afft ^ben^ fonbem bafi {te auc^ burdi^aud aOe« flueUnnifrer« er^ mangeln unb bie Sef((^affenl()eit beö IBobenS ol)nebie{i audl^ ade Seweife einer S3ilbung burcl^ 2(nfd^wemmungen/ %uf$ (agerungen unb 9{ieberfc^[(lge barbietet 0* £)ffenbar ftnb aud) bie Sße^ringen ein ipitexci Srgeugnif ber bilbenben SBaffertraft. ®ie tonnten fc^werlic^ wol^I fcf^on t^or^nben fepn / alS |)reuffen , noi) ganj t>on ber grofien Saffermaffe bebest n>ar. 3^re @ntfie|)ung fc^eint ft4^ am naturU4^en burdS^ bie S93irfung )toeier einanber entgegen« frebenber Sttiftt erfldren )u (äffen. @« ift namlicf^ unbe« imifelt unb Wt6) jBeobadiitung prSfenber Sforfcl^er untoiber« leglicti bargetl^Q/ baf bie {Bewegung be& fBaltifid^en SReereft in fublt4^er 9li4^tung immer am l^eftigften iji unb feine 1) IBlan finhtt über etnige btefer Slieberungen ober SBerber mitunter gute 9ttt4n4tett ,{n ^avtroitS^'i deodray>$tf<^s|)iflonr4er SanbedsSe* f(tietbttii0 ber bret im 9)Qbiir4ett' 9>reuffen liegenben SBBerber ^6nigds bec0 1722. &. 6 ^tft e^: „^an l^t aud ber (Srfa^rttng/ baf im Secber fetten ober 9ar feine Se(b|ieine gefnnben merben , H fe^ benn, baf fte mit greif baf}in ^ehvaö^t finb.'' SDafTelbe befldtiget auc^ SBoeC 9lati2rder(^i(6te ^euff. IB. I. @. 419 — 420. jDer SBebauptung be$ ^erm »on ^off O^c^ic^te ber Grboberfia^e S3. I. &. 71, ,,baf bie Stteberungen o^ne 3»eifet in älterer S^t nid^t fo ganj mit SBafler be« bctft dewffen , fo lange nod) bie glüffe i^re fBetten nid^t fo fe^r loerfan« bet unb crb^t ^tten,'' n^iberfpred^en bie defc^id^tlic^en DueUen, fo wie ni^t minber bte iSefd^fen^eit bed «anbe«. 
12 2>tf Sltebecungcn unb Ste^tiitgem aBaffermaffe tn il^rer @trimung unb i^ttm SBeOenfc^Iage Dom ^9lorben na(^ ®üben l^tn ftdE^ n)eit md^^tlger, iH^^iäf aber aud(^ «oeit mel^ jerfl&renb setget/ al6 in entgegenge« fr^ter Sttd^tung ^). (Sft tfl alfo eine Profit üorldanben, totlä)e in tnii^tx, fo wie in It&rmifdj^er Seit t>ovl^errf((^enb unb m jc^tig wtvtenb bte SBaffetmaffe bet £){ifee gegen @ubfn bräcft 9{un bringen aber bie ®tr6me unb Sl&ffe/ bie i^re SBafTermafTen an& @uben unbiDflen J^erbeifä^reU/ burc^ben SBafferbrutf / ber in ifirem (def^Qe liegt, eine anbere Araft l^rjU/ bie von @äben nac^ SZorben, a(fo ber t>erl^rrf4^n' ben ^Bewegung ober itraf^ ber JBaltifd^en ©ewiffer burc|^ idren X>tfxd entgegenwirft. X>a n>o ffcf^ biefe beiben Axi^ nun im dußerften ^xudt entgegenflefien/ ^btn ftc^ in alter Seit htdd^tige @anbbunen gebilbet, web^e ben (Sinbxu^ be« fReergen>%rS in baS fefte Sonb aü natärlic^e @4u^mauem üer]E)iQbem. £ie^ ftnb bie 9{e|iringen. Sine wichtige Söes jlitigung ftnbet biefe ÜReinung über bie Urfa<liie il^rer fdiU bung in ber merhoärbigen (Srfcdeinung, baf ibtxaU, n>o be^ beutenbe ®tromgen>i{fer mit ilfirer itraft jener jDrudfraft ber SBaiTermaffe ber iDftfee entgegei^gebmmen ftnb, aud^ biefelbige SSirfung ft(^ in glei4)er Seife immer wieberl^olt l^t/ unb )n>ar immer nur an ben fäblic^en itufienlanben M IBattifdiien SReereS. di liegen fold^e 9{el^ringen t)or bem iDber:: Strome, t)or ber SBeictifel/ bem (Stbing unb bem Dregel, wx bem Stiemen unb ber X>&na; bagegen ftnben fie {t(^ nirgenbS an ben anbem Ad^en ber iOfifee t)or ben großen t)on 9lorben |^er tommenben ^&fitn, unb ed mu^ alfo bie (Srfdi^einung biefer 9le^ringen notJiwenbig mit jener f&bwdrt^ bräcfenben Mxaft beö SBafTerS im Saltifc^en SKeere in Saufaloerbinbung fleli^en '). UeberaK l^aben ferner jene ®tr&me jwifctien bem fejlen Sanbe, au# mel4)em fte f ommen, unb jenen aufge^uften jDänen grof e SSafferbe^^ltnifTe, fBin:^ nen::@een ober *&afe gebilbet, bie iffxt SSaffermaffen ju« 1) Catteau - CaUeville Tableau de Ja Mer Baltique T. L p. 51. Ißon «off «efd^t^te hn&dtofutfää^, 0. I. 0. 64. 71. 2) S^oii «^off a. a. €). B. I. 0. 71. 
IDU Sle^riitgen unb ^affe. 13 vi^ft aufnehmen unb }ug(et(|^ bte Araft iredE^eit/ bie fonfl in nnnittte(barer SBirfung mit bem @en>£fTer ber @ee jlanb. SMefe ^af e entfenben auf^ einem bun^^brod^enen fünfte ber Ganbb&ne ben tleberfluf i^rer SBafTermaJTe in bie offene 6ee. 9ltrgenb& aber f^aben btefe ^Cudfhimungen, Siefe ^t^ nannte ifter gebec^felt unb nirgenbS ^at biefet 9Bed^fe( gt&f ere Seränberungen an bem naiven JCäflenlanbe (^erbeige^ fn^rt, atö an bet 9lorbIäfie $reuf[en6/ wie n^eiterl^in in biefem SSerfe gejeigt n>erben mirb. 2&tefe$ ftnb im XSgemetnen bte «^aupterfdS^inun^en/ iveb^e ber Se^uptunairjur @tu^e unb jum SBeweife bieneU/ baf f>reuffen etnft boh einer großen SBafTermafTe bebecft unb bod gefammte jje^t }u S£age Itegenbe Sanb bod einflige 83ette ber 9lteereöf(ut^en gcwffen fep ^). SBann nun aber unb wo^r ba€ bon ber SSafTermaffe berlaffene unb trocfen ge$ legte Sanb feine erfien iBen>o^ner erl^alten^ wie ftd^baS erf^e Keben ber Zf^iexs unb SÄenfc^enwelt l^ier geflaltet unb »le lange bte erfien Sage ber unbefannten jungen SBelt gebauert taben, ba? fann feiner erforfdj^en. 9lur baö fct^etnt unbefireit:^ bar, bafi bamalS eine SRenge'ganj anberer Gattungen bon Z^ieteU/ S3dumen unb 9>tlanien au$ bem neuen fBoben i(ire 9la(^rung gewannen, bie )e^tni(||t mel^r borf^anben ftnb mib nur no4) einzelne Spuren il^re« einfifgen 2>afe9n6 iin^^ tertaffen ^aben. 2>amaI8 niod)tt in jugenbli^^ frifc^em Tinf^ tou^\t bie Saumgattung grünen, ani welcher bai «^arj be& SemfteinS träufelte; bamafö mo4^ten bie Suft jene Snrecten^ arten bun^fcliw jrmen , bie in bem tr jufelnben ^arje bama($ gefangen jefst noc^ bie einjigen Sengen if^rer ®attungen ftnb. „Senn bu erjjf^len f&nntefl, wie eS ju beiner 3eit »ar, wie groß würbe unfere Jtenntniß fe^n!" fagte einfl Jtant beim Xnblitf einer in S3emflein eingef4)(offenen fliege. @o feinte ftdi^ ber große 9)^iIofopl^ nad^ bem HdfU über eine Seit, Aber welcher für ben Sterblid^eh eine ewige ftn^ 1) 80 wdte alfo VreufTen eine ber iüngeren Z&nhtt ber Orbe. Vu4 Cti( 0. 0. O. 8. 1 6. 76 (itt ito(| bie VMiunQ feft, baf nid^t aDe <Anber ber jefigen 9tbt i»o» glei^em TCtUt ffnb. 
14 2(eaefle ®cie(^en Aber 9tettffen. (?) ftere 9lad)t ntl^t unb fo fe^nt fidE^ mit t^m naöf ^Uet Grfenntnifi lebet forfd^nbe ®eift.  jDaS Streben bed SRenfd^en nac^ Crtenntntf aber ben Urfpntng unb bie dltejle «^etmat feine« @ef4)(e((^teS ift iu tief im Sßefen feineS ®ei|led begrdnbet/ unb im foi#enben Serfianbe liegt ein )u mdd^tig n>ir(enber Sorttrieb na^ Sielet unb Alax^eit, aü ba{[ bie ®e\dfii)te, toe in ibr bie Stimme bef ÜRenfc^en über bie (Srfc^einungen ber Urjett nod^ nicl^t felbft rebet/ eS ni6)t t>erfuc^t ^aben ^oOte/ {t(|^ anbem £luet:: len )u n%rn/ a\xp benen ber S>at|i beö ®eifle< geftiQt n)erben f6iinte. @o l^at bie gefc|)i(f^tli(|^e Sorfcf^ung^ über ^reuffend dltefte Auntt, t>on rebenben äeugnifjfen t>er(affen^ ben fiSemftein )u i()rem Sufirer n>a^(en )u bürfen geglaubt, um biefeS Sanbed {Betanntfid^aft M .ind ^o(^e 2((tert^um I^in« ein (U verfolgen. & ^at ni^lt anSR^nnem gefe^lt^ bie in ber ÜReinnng/ bag ^reuffen in aOen Seiten pai alleinige SRutterlanb beS fi3ern|leind gewefen fep/ geglaubt ^abeU/ ba muffe immer ant^ eine JBefanntfdbaft/ eine Serbinbung unb ©emeinfc^aft mit |}reu{fen toorl^anben gemfen fepn, wo man beS JBemjleind em>d()nt ftnbe 0- ^^ ift biele (Selef^rt^ ]E;eit aufgeböten 'worben, ^reuffen fcbon in ben fiSätf^em SRoftd ju entbecfen^ unb bie Url^eimat ber aKenf(b|)eit/ baö 3)arabieS/ im Xüfienlanbe beriDflfee nac^juweifen^). Xucb in *&omer6 @efingen fanb man be$ S3ern{tein& geba4)t unb f(t)Iof Wxaui auf eine ®emeinf4)aft bed alten ©riec^^enlan:: be6 mit 9)reuflen '), n>iemo^I fc(^n>erlt((^ ber'fi3ett)ei9 ju liefern ifl , baf e§ S3ernjiein ani ^reuffen roax, ben «^omer fdS^on fannte. 'S3ielme()r f^eint i^n ber alte @dnger fär ein Srieugnif @ici(ien$ {U l^alten. 1) 64l6ifr 9tot\>iJ(S)t ©ef^t^te G. 34. 2) 1. ^ofi$ IIL 6. ^affe 9)cettffett< Xnfprüi^ Ott Sernfletnianb bal 9arabte< tcc 2C(tett , 6. 19. 3) ^foirurr Oilyss. XV. 46a XVIIL 296. ITphagen Parerga btstorica ^>. 166 — 167. 
Vettere ^riec^en &(tr ^reurfeti. (?) 15 &xd^€ut i9eifet fc^on |>erobott 9laijftiä)t t)on be& ß^ttu 'tetirt Ct}eu0ung auf ben SAotbcn (Europa'« l^tn. X>UUt Sater ber ®ef4^id(fte »etfl eö f4^o1i getvffi, baß mit bem Stint anöf betSemjtetn wndnxopa-i ^u^erflem &ibe (ommt; aber er fann nid^tö von bem Sanbe fagett/ in welchem er crieugt loerbe^ unb er bejioeifelt bie t^m jugebracf^te 9la^$ ru^t, baf e< bort einen Sfluf gebe / ben bie Sarbaren Sri^ banoS itemiten unb an beffen mtttem2(|^tlidi^er SRinbung in ba< 9teer ber Semftein gefitnben n>erbe ^). JDbgleic^ ber alte Sforf4>er nun auSbrädRidE^ ne^ JS^injufAgt: er I^Kibe bei aOer SHifie t>on feinem Xugenjeugen aber 9latur unb fi3es fc^ffen^t ber 9{orbgegenben (Suropa'S etwaS @t(l[^ered er^: fa^^ren Hnmn, fo l^at e§ bennoc^ nicf^t an t)ielf JUtgen SSer« fiKben gefehlt, ben besmeifelten ®trom (Sribano'S im 9lorben loieber auf)uftnben unb an feinen Ufern ba^ Semfteinlanb SU entbecfen. SRan fa^ il^n balb in ber Söüna ^), weil 9)to(em^u§ unb 9Rarcianu8 fte mit bem iifyxlxi^ Kingenben SUimen 9l|^ubon benannt ^ben foKen '). Salb fanb ii^n aII)ttgrofe SSaterlanbMiebe in ber 9iabaune/ einem Sfläfld^en bei jDangig^ beffen ttnbebeutfamf eit ba$ ®ewi<l^t ber @a(^e bic^t äberfe^en liefi ^). Xnbere, ftcf^ t>om Slorben ^inmeg« »enbenb, erfannten i^n im $0/ bem alten 9)qbuS/ Oberin bem St^obanuS^ ie|t 9ti^one 0; no((^ anbere entbedten i^n mit n>i(^tigeren ©ränben im 9t^eins@trome, nm beffen Xorbm&nbung, Sritännien gegenAber, bie 9i&mer auf bem 1) Herodol. L. IIL c. 115. Bayeri Opuscula ad historiam ant^u. etc. p. 523 ia ber 2Cb)|anb(und: De Yenetls et Eridano Fluno. 7^ Bayer 1. c p. 527. ^üiXbiti aber in ber 9^orb. ®9\^i^U CS. 9. »iberTprai^ T^cii. 3) Bpf 811 mt%U (inbl. «ebt^ten, ». 10. e. 196. 4} 6o ber SDan^iger Cluver In f. Germania antiqua p. 641. CS^Uier a. a. £). G. 8. 36. €^Ibfi 3o$. o. SOtüHer TCagemeine 9ef4. B.L €^.35. Rennet Geogr. syst, of Herod. Dergt. fBrebow'e tlalerfa^imo : Aber eiatelne (SegenflAnbe ber atten ^ef^i^te €$. 397. 5) Pi^iV Bist Nat L. XKX. IL SoUnus c. IV. SSit^elm Okraonica wbS^ fdne Deioo^ner/ 6. 81. (Berd(. Aber biefe oerfd^icbenen Scirnngni Uphagen L c. p. 172 «eq. 
16 y^ntgiec im 9torben. (?) (Stianbe 2Ctt|lrat)t(t IBem|letn fanben ^). ®d fc^nft tote ^Deutung be9 9lamend Sribanod t>on bem einen Sanbe |u bem anbem unb xoix fe^en^ bafi wenn ben ®titäftn ber Semftetn aud^ wirftid^ befannt unb fein .^erfommen naci^ t^tet SReinung ah ben @trom (Srtbanod gefnü^ft war, bar^^ auft nod^ in feinet SBeife auf etne fU^xe ©emeinfcbofit unb SSetbtnbung mit bem eigentlichen JBemjieins&anbe, felbft'nicf^t einma( auf eine beflimmte SSefanntfd^aft mit bemfetben )u fcK^Iie^en fe^n mlä)U. Hbex f)abzn benn nid^t fc^on . in uralter 3eit bie fee^ funbigen 9^6ni)ier auf i^ren (Abnen Sabtten, xoit Säxitan^ nien^ Binninfeln, fo bie S3emftein ^^ J(üfte @amlanb< befuc^t unb bad bocbgefcb^^te / glanjenbe @r}eugnif in bie iinbtt ber «alten 9Be(t wtitfyin Derbreitet? @o iji fcbon oft gefragt n^orbeU/ unb über bie Srage iji t>iel t>ermut(iet, lange ge« ftrftten; fte iji beia^^et unb Demeinet/ unb bi9 auf btefen Sag bo(^ nod) md)t^ )ur feften ©emi^beit bteräber gebracht worben. @o jweifetbaft inbeffen ed felbft nod^ ifl^ ob nic^t bte @iulen bed «^erculed aud^ bie ®r2n))>unfte ber ^ffhnis )if^en @eefa]S)rten waren/ unb ob ber 9)(^6ni)ier Jtiele jemald ben £)cean befud^ten; fo Dieled ferner a\x^ bafdr fpricbt baf ber $^6ni)ier/ wie manche fetner übrigen |)anbettwaaren/ fo aucb bad, Sinn unb ben JBemfiein burd[^ Swif^KU^nbet aud ®aUien unb Spanien jog, ben @eeweg )u ben Sinns infein unb bem fBemfiein^£anbe mo^I nur be^megen t>er^ ^imUi)cn\>, weil er ibn felbfl nicbt (annte; unb fo wenig enb(id(^ an eine fo ungebeure Käflenfal^rt burcb Untiefen^ jliirmtfc^e Suchten unb bütrftige SBarbaren bed 9lorben9 }U glauben {{1/ fo b<^t eS bo(b manche gegeben , webbe bat lvi\)ne, gewinnlußige «^anbeUooK bis an bie Stiflt ^reuffen* fegein liefien ^), um f)iex ben jBernjlein an feiner ^npU 1) Plin. H. N. IV. 27. Sof }it StcgU a. a. O. e. 198; vor> |üdl:<b beffen Vb^nbUtn^ ftber bie oUtiEkttXutAt in b. fleftaif. Biterot« 3eit. 1804. e. XXXI — XXXIL % 2) e^lbitx 9torb. ®ef<^i<btcr €$.105. S^unsBattti Aber bat Urfprung ber f)reitfreii/ e. 9« «beeren Sbees über Me ^otttie, ben 
9^bniiuv im Storbun. (?) 17 queOe auftufttc^n; ja man ^'t fettfi !^ie ©rAnbung einer |>^nt)ir((^n (Solonte in bet 9lält^ ber JBemfietnfujie nid^t }tt umoalSirrc^etnlicf^ gefunben. 2)er eine meinte fte in bem alten ©curgon auf ber )e|tgen <f)albinrer «^ela ^), ber an^ bere in bem aitzn Qnlm )u cntbecfen '). 2(6er e6 finb bie^ oOed nur SSerfudi^e be^ forfc^enben ®eified^ um in bte ftn^; f ere Ka4^t ein btlmmembe6 ii^t ju bringen, unb »enn e8 auc!^ f^werKc^ ©rünbe giebt, um bte 9R6gli(l^teit t)on bem aSen o^ne SBeitered ab)u(&ugnen, fo mangelt ed bo^^ eben fo fe^r an t>6n{g {urei^^enben ^eweifeU/ mit n>eI4^en bie StrRic^feit unb bie gefd^ic^tli4^e ®en>ipl^tt^ fomo^I jener turnen .@eefa(^rten inS entfernte jBernfiein^Sanb/ aU biefer Grunbung einer 9>(^iniiifc^{i ^flan^fiabt aufier aUen 3n>eife( )a fe^n mare. Stel ftd(Krer ifi bie. Slad^rid^t, ba^ bie 9>^&nijier mit SRaffitien, einer 9>flanif{abt ber ^l^ocder in ®aUUn, in ^nbeKgemeinfcf^aft unb SSerfel^r ftanUn, unb Don f)itt aM knetet ber erjie &tta% wenn gleich noc^ in mattb Ammern? bem Sterte über baö ^(tefte ^reuffen. & gefd^al^ )ur Sdt, aß Xtoanber ber ®n)^e auf feinem «^eered}uge nadf 2({ten an4r |>6iniiien äbenvaKigte unb ba6 Qetoaüiit S^rud be« miä^xQUf bafi bie ÜRafTilier ^ DieOeicf^t begierig/ Aunbe ober bie äinninfeln unb ba^ ferne iBemfietn::Sanb }u erfal^ren 0/ einen in ber @temfunbe/ @4iffal^rt unb Sdnberlunbe wof^l betiKinberten SRann ^), beffen 9lame 99t^ea9 war^ xoit e9 Snfc^r u. «^aiibfl k. IB. I. e. 695. ü. &. 195. So^* v. ^tilUv, XOdfiiL ®cr^i4te, e. L ®. 35. 1) Uphagen Parerga kiator. p.'lSö. seq. 2) 3o$. 0. SRAUei; a, a. £). na(!^ Upl^en 1. c p. 313. 3) IDte arseudniffe biefer Sdnber fannten bte a){affi(ter fc^on ^\xt^ bm Sanb^nbel; Diodon L. I. p. 348. «beeren 3beeti k. S. II. 6. 194. 4) Murray de Pythea Massitiensi in Not. Commentar. Societ. Gouing. T. VI. p. 68 u. VbelttR0 ^eltefte ©ef^t^te ber S^eutfd^ii 6. 58 - GO (»aben bie eteOen ber ^Oten ober ^^^tSfta^ gelehrte IBer« bienlle gefammeCt. eämmtüd^t euütn ber C^tofftfor/ bie aber |)9t(eaS bonbeln^ ftnbet man oeretttigt in: Pytliea^ Massiliensls Fragmente coUeg« et Ulvitra^it Andr. Arr. Arvedso^, Upxal. 1824. I. 2 
18 ^Pt^ead ftbex ba6 fiSemPetnCanb. fcf^etnt gum erftenmal au< W SReerenge bei bcn ®itt(en bc9 «^etculcd l^inauSfanbten / itxxö) t^n erf^rr([|^en )u laffen, to\t bte Sinber bee 9lorben$ gefiattet fepen/ von benen bi« ^af)in t^nen fafi aOeS nocf^ unbetannt voax. & mar um bte Seit Don ettoa breibunbett unb einigen gmangig Sabren Doi unfereS «^erm ©tburt ^), ali tini Ux erflen ®ä)ifft, fo t>tel n^it jtcber miffen *), (Sux^a*i n^eßUcbeö @nbe unu fegelte unb ber fubne @eefabret: an fiSritanntend fäbiftlic^er @l>i^e/ gu Santium/ bem blutigen (Santerbnrp lanbenb, einen S^beil beö' @i(anbe9 beteifete. SSon ba auft ging bte f^abrt notbwirtS xtad) Xf^nU , na^ einigen baö blutige 38^ lanb/ nad) anbem bie Storbfufie ÜtorwegenöO- 2)annnabm er in langfamer Sabrt feine Sticbtung na6) @uben unb fab' bie Äüjlen ?)reuffen8. ,,2n biefer falten Sone," berietet er nun, „Unmn bie SRenfcb^n nocb (eine eblen Srä(bte/ unb Don gabttien Zl^itxaxUn nur einige; fte n^b^n ^d) t)on «^ir^ fen unb anberh SCvauUxn, t)on SEBurgeln unb Sräcbten. 2>ie^ ienigeu/ b^^ benen «^onig unb (Setreibe gcfunben werben^ bereiten barauö ein ®ctran{. S)ad betreibe aber brefcben fie^ n^eil b^iterer @onntnf(^ein feiten ifi, in grofen ®eb^us Un, in ivelcbe bie SCebten eingebra^it werben/ benn /kennen auf freiem Selbe n^ärben burc^ Stegen unb 9Range( an @onr nenfrbein febr balb Derberben ♦)." 25arauf fpri^t ?>9tbea« 1) SDic Unterfud^ungen f)ierfibfr f. Bei Murray p. 61. §. 1 de acute P>'theae; 2Cbelung ^, bl. 64l6}er 9torb. Ocf^. 6. 194. 2) 9^ur t^tmüco fc^eint bc6 ^t^a< fBorgdngec gcmefra }u fepn; Murray p. 66. @pr enget ®ef4)i(!^te tec loic^ttgtlen gcograp(^. (Snt« bccfungen @. 57. 3) S^ergl. )Oof über Sbute in SBreboto'd Unterfucbungen Aber einneble ©egenfldnbe ber alten ©ef^^ti^te u. f. n>. 6. 122 ff. 4) ®0 bei Strabo Rcr. Geograph. L. IV. c 5. To tmv xa^Trwv civai Twv ij^u^^oiv, xxi ^CMOiv rcuv /xcv «f>o^/ay TravTfA^, rwv de 0-7rav<v xi^x?^ ^^ ^^' ocXXoi^ X«x^voK> )m' Ma£7ro7^ xai ^f^cLi^ r^eipea^xi' Tra^ of{ de CiToa xai fjJXi ^fyveron^ xai ro -irofuc ivTiv^fv ex^'v* '^^v d^ erlTWj inttoi^ rov^ i^X/ov^ oute «x^*'^' 'c^* l^a^ovf) Iv 01X01^ jurj'aAoK scoTTrouci, oi/yxo/u^ dfvrwv dcu^o tmv ffT«x*'**v' *' 7^f «^" *?X1^"'W 7^oyrai d»« to ocvtJXioV) xai 
9>pt^ea6 Aber bal St cnftiinUnb. 19 « ati4 wn Um Solfe , tveUfte!! einen großen S(iei( bei nor? btf<!ften Sanbe bewohne. ;/2)Drt wobnen bie @uttonen/ ein Qfrmanifi^eS SBoIf/ an einer bur^^ baö einbringenbe SXeet 9te(fa(^ iemifenen unb oftmatö unterbroc^^enen Aüifte/ fRen^ tonomon genannt^ bie fid) fec^Staufenb @tabien xocit auis bebnet 6ine Za^t^idfi^afftt bavon entfernt liegt bie Snfel Xbalud/ an weCcbe )ur ^ublingSjeit burcb bh ^(ut^en beS Sherei ber SBemflein ^auögefpult n>irb/ ein Xuöwurf beS Derbicften !Dteere$. 2>ie fiSen^olS^ner gebrauchen il)n f^^^tt be^ <^o()e8 )ur Neuerung ^ ober t>erfaufen i^n an bie nad^s bar(t(ben Seutonen ^y @o lautet bie erfte ftcl^ere fHadfxi(i)t Aber 9)reuffen9 altefte ®^\^i6)U, benn fo t)ielfa(^ au4^ in fjrü^rer unb in neuerer Seit über biefen SBerid^t bin unb ^er geflritten wou ben i^, fo ;f>a^t ba$ ®anje ber (Srii^lung^ unb im ein$ fachen äufammen^ange auc^ baS Sinjelne/ bodj^ auf fein Sanb beS 92orbenft fo gut/ ali auf ba$ ^ujlenlanb ^reuffen. Srag|^ nOin juerfi na^ be§ (u^nen @eefabrerd eigentlichem 3n>etf bei fetner %af)xt in bie norbifcf^en (Smi^tv, fo fonnte er für ben b^nbelnben ^eiftaat Sßaffilien ivobi lautfi ein an^ berer aß ein 3n>etf für «^anbel unb @m>erb fe^n. $9tl^ead foUte bie ©egenben erforf^^en unb bie Siblht !ennen (ernen, bei melcben bie itoti widS^tigen «^anbelögegenftanbe; 3inn unb Stmftcin, bie bi^ber 3)?apien$ itaufieuten i^uri^ ben Sanb^ ^nbe( über ®aQien iixtamzn, gewonnen würben >). @o? mit waren Sritannien unb ^reuffen^ IBemfiein^ufle/ ber Slatur ber @ad^e nad), gemip bie {wei wic^tigften fünfte  1) 00 Plinius H. N. L. XXXVII. c. 2. Pytheas GuUonibua Gernianiae genli accoli aestuarium oceani Mentonomon nomine, spalio stadiorum sex millium. Ab hoc diel naTtgatione insulam abesse Abalum. Illo vere Fiuctibus advebi et esse, concreti maris purgamen* tum. Incolas pro ligno ad ignem uti eO| proximis^e Teutonis vendere. 2) ßof TCbbantluna über &(tfre äSeltfunbe, 3en. Zit 3eit. 1804. 6. XXXIL Qt meint 2cb#4, |)9tbcad l^ht nur eine @trecfe bed ^t^ t^r^en ®e(|abe</ »el^ei fp4ter Germania bi^f / oielletcbt bis sur Sßerer ober b^4M< bis jur Cllbe befcbifft SBir »erben im golgenben ben Se« mtl oci^iMbcn , baf 99tb^as bil nacb 9)reuffen f am. 
70 9T^t\)^a^ fibet ^a^fSernftetnUnb. feinet @eete{fe. fBeibe mu^U er befud^en uxtt> toit er Sri« tattnten begräf te^ fo faf! er offenbar andf f)reuffen. äu fetner 8f<^^rt naä) bem bunlelen Sbule, ber SBunber?3nfel bei 2Cltertl^umö/ trieb i^n fonber^n^etfel nur feine wiffenfdb^^ft» li^e Sorfdf^begierbe/ bieUeicf^t au^ man^ti, xoM xfym erfi in {Britannien aber 3!l^ule eri^^lt würbe. Son bort ani, bom (^o^en 9lorben fegelt nun ^pti^ead l^erabn>irtd na^ fublic^en Jtöften unb trifft auf ein bielfacb burtib SteereS« flrimungen burd^riffened ©eftabe, aK beffen iBewol^ner man ibm bad Solf ber ©uttonen nennt. &m\9 wärbe bi< ge« ft^ic^t(icl[^e SprfdS^ung ganj un)>affenb berfabren^ wenn fte beö 9}9tbea$ SSefd^reibung ber Aäfte auf bie beutige ®efialt be$ iDflfeeftranbed ^reuffend anwenben woBte. SBenn fd)on im Snnern ber Sanber im 2CbIaufe einiger Sa^r^unberte ber Uns blicf unb bie S3efcbaffenbeit einzelner Sanbfcbaften oft fo bcs beutenb beranbert werben , wa$ mu^ in jmeitaufenb 3abren baS ewig beweglicbe/ ba^ oft fo wi(b fiärmenbe unb Sag unb 9tad()t am Sanbe }ebrenbe @(ement bed SReereS .an ber £uf^e 9>reufren$ nicbt 4lle$ umgef}a(tet baben, jumal ba^ wie erwabnt/ bie fi3ewegungen ber oftfeeifdfien ©ew^ffer in fäblicber SRid^ng feit ewiger Seit am f^eftii^^n gewefen; wie bietet einfl Sagcwefene mag burd^ bie ®ewalt ber @ee gerriffen unb in bie ^^iefe berfenft/ wie mawibei bamafö no(|^ nicbt SSorbanbene mag feitbem neu gefd[)afen unb fo baö ganje JBitb ber Auftengegenben in taufenbfacber SBeife um? Sewanbe(t worben fe^n ^I Wtt 9ied)t mag atfo 99tbead iDon einem burd^ ben 2(nbrang ber @cegewaffer b^uftg bunb« brod()enen unb bielfac^) burdi^riffenen jtuflenlanbe i^te^en ^). " - — — - - - - 1) ScrgL nur toad «^off (Seföii^tt ber Qt\>ohttfl&ä)t SB« I. €^. 59^-74 u. 2um S£l^Ü auA ^tfandft (Sini^t Semfrf ungen übrr bCe Oflfce, inronberbett an ben Höften üon ^reuffcn ®« 21 f. über bk fßtr» inberungen an ben £)firee£uflen anfübren. 2) Plinius H. N, L. XXXVU. c 2 bef^teibt ba« 8anb natb ber 2Cngabe hei 9^^ai aH ein Aestuarium« @(b(6iet a. o. C. 6. 22 ctMvte btefe« 8Bort bur^f ^f^^icbte unb fla^e GteOen am Ufer, »elcbe bisweilen unter Sßaffer (leben, biimetlcn tro(fen ftnb, fo toU man fte b^ufli) m'9)reuffen finbet.'' iDie ^rfidrung beS SS^orte« tfl aber »ebet 
99t^ea^ Aber ba« ISitnflf inU'nb. 21 Ißi fein 9tame würbe tldm bad SBort SRentonomon s^i^ nannt Heber bie iBebeutung beffelben jtnb in fr&l^erer unb nettere 3eit {öfon fo Diele ttnb fo t>erf(btebenartige Sev« mtit^ungen tmb &rK2mngen aufgefleUt werben / baf ed woti( eben fo fc^wer ift, aU e$ nu^Io^ f^^einen mhä)te, ibreäa^I bun|» eine neue nbd^ )U t)ermebren. Sftan bat gemeint baf in bem ie|igen Aird^borfe SRebenau in ^amlanb, beffen n4tid, aocb tfi abiufr^en, wie ein ganse^ groSed iBoIl auf fold^it fei^« ten tmb flacben &telleit am Ufer f)ab€ »o^nen !6nRen. ®an} anberd nobm STf ic^atb @ermanfen @. 86 u. 1238 hitfei SBort. Ohr finbet {n Vn Acstuarlum ha9 ftif^e «ßaff unb fagt: „S^ begreife gar nicbt, 9ie man biefirö Vefhiadum, wad ^t^ead ganj geim'f burcb bad SBort «vdtxir^K ütt<gebrfi<et b^ben mup/ mit bem 9lamen ^ikfte belegen fann, mt bo<b fo b^ttfig geffbiebt.'' I8ergletd)t man mit biefen SBorten aber, »aö er €^. 86 barüber fagt/ Id fcbetnt er bocb eigentUcb bie ^öjle M frifcben <&afd unb nicbt baö ^aff felbfi unter bem Aestuarlum oerfian« ben 2» ^ben; benn »icmodlerfagt, ba^ ,;bie ©uttonen e« nacb ^pt^eaS befr(t bitten," fo fann bo(b unm6gli(b angenommen tt>erben, baf fte Ui frifdbe *&aff felbft bewobnt b<>ben follen. £)fenbar giebt üteiä^atb ha Oottonen, »enn er ba< 2Cefluarium i»on ber IBkicbfet Ui Sraund« beig ober «(eiligenbeil au^be^nt, einen üiel ju befcbrSnften Umfang. 3Cii4 t^ bie TCnnabme, baf ^pt^eiid baS Sßort ava^^cr^^ gebraucht unb yftinini ti burcb Aestuanum Überrest ^abe, auf feinen JaU ermei^licb. a$erg(d(bt man bie &enen mit einanber , in benen ba^ ^ort fonfl nod^ wrfommt, i. fß. Caesar de bello Gall. II. 28. III. 9. Tacit. An. II. 8. Piin. ep. VIIL 33.» fo fantt ed faum etmai anbereS bebeuten, aH, ein burcb Aftern Vnbrang unb b^uftge Ueberfh6mung bed SBafferö »on ber &et ober »on gCüffen Sberfcbwemmted , baburcb «ietfaib burd^broc^es M unb ^erriffeneö JCäften« ober Uferlanb, wie ei ^reuffen an berC|i> feOtfie tobOlid^ auA ie|t no(b ift unb einft in feinen 9{ieberungen o^ne ^ifet ttO(b weit mtbr n>ar. 9^mt man ben ehemaligen 3uflanb bie« fer 9Kcbentngen/ bie fo fe^r bebeutenben SSerdnberungen bed frifd^en <&of5, bie gana oerdnberte 2Cu<münbung bed 9)regel1lrom^/ hie o6IKg 9erf4tebene IBefcbaffenbeit/ber ganaen 0amldnbif(ben MfU u. bed ^uris f(ben <^affd {Hartntann Historia succini Pruss. p. 17) u. ben!t man btRitt, mag in jmei Sabrtaufenben bie flörmenbe @ee an ber Jtäfte alTei ongeioattbelt b^ben mag, fo liegt mobl in ber €la(be felbft bie aufge» Mte Clrfldrong bed fßorteS. Sßtlbelm Germanien ®. 327 flimmt im C9att|en bamit äberein. IBof ermd^nte ICbbanbl. 3en. Sit 3eit. e. xxxn. 
22 ' 9pt^ea« tut ba« fBerntietttUnb. gan}e0 ®e{»|et efnft bie Selbmatt SRebenau ^1e^ ^)^ beralte 9lame no^» t)or]^nben fep, unb (6 f 6nne Don btefem (Sebtete wo^I felbft aviS) ba9 frifc^e «^aff mit btefem iRamen be}et<^$ net n>orben fe^n >). 97{an(be bagegen ^aben in bem SRamen SRontau an bet 9Bet(|»fer eine XelEinKc^feit beS 9lamenS ge^ funben. 3Cnbere n^u^ten bad 9Bort auS bem Sinnifcf^en }u beuten; im Sinnifcf^en (^eiße nad^ bem 6fll^nifd[^en/ einer Seunbört be« ginnifd[)en, bie Äutifdl^e Stte^ting am Äurifc^n ^aff 5Renbäniemi, foöielalögidl^ten^SBorgebirg, »onSRcnb eine gid^te «nbSRiemi ein SSorgebirö , unb biefer Verleitung beJSBorte« ftnb immer bie meiflen gugetl^an gewefen^ mei» nenb, baß berJBernjleln, a» ,,ein t)er^irtete« gic^ten^rj/' fd^on Don fe(bfi auf baS einf^malige j&afepn ungel^eueter gic^tenwdlber lingö ber ganjen ©eelüp« l^^inbeute »)• SBt«' ber anbere/ ftd[^ in eine S)eutunyt)eö bunfelen SBorteSgar nic^t weiter einlafienb, l^aben über]^am)t geiweifelt, ob 9)9tl&eae ben Kamen au(^ rid^tig genannt unb ricj^tig aufs gefaßt ^abe, ob \>af> SBort nic^t fpäter^in »on anbem fe^r t)erfiümmelt, ober »ielleidS^t fd[)oii i)on bem ber @<)rad&e uns funbigen Seefahrer Derborben niebergefdl^rieben »orben fe9 ♦), Unb fte l&aben be8IS)alb einigen ©lauben für ffdj^ ju erwetfen gewußt, weil walS)rfcf)einli4> aud[> in ber 3Cngabc ber Sänge ber ÄüpwipredPe, weldf^e 9)9t^ea8 nad^ 9)Iiniu6 auf fe*fc taufenb ©tabien ober ^unbert unb funfjig 3)eutf4>e SKeiten auSbel^nt, ein Srrtl^um entlSialten ifl; benn fo biele 2Rii^e ^ aud& aufgewanbtworbenifl, \xm biefe Sänge ju berechnen, * unb fo fd^arfjtnnig mand&e biefe gewaltige 2Cu8be^nung I)ers auögeWnftelt ^aben , fo ift e« bod(> immer ba« ÄfinfHidi^c unb SBilBii^rrid^ e ber S5eredE>nung , waö i^r aUe fefte 3u^ 1) Dushurg CLron. P. HL c. 70, 2) Uphagen Parerga p. 184. ^artfnodj 2CIt» u. 9leu * ^reufien 0. 28. ©c^Iöaer a. a. O. @. 36. 124. 3) 2Cberun0 2Ceit. ®efd^{«te ber ©eutf. ®. 85— §6 (wo aud^ ©achter'« JfWeitungin Praef. ad Glo$sar.§.45 angtfö^rtifl) ©djcöjer tt. a. £). @. 124. Söfc^inö, gorfler u. a. 4) ©pcenGel ®ef(^i*te ber ^fbedP. 0. 81. Äu* 2fbflunö a. a. £). neige ftd^ bal^in. 
^i^tfftai Aber bat fiSernllffnUnb.. 2d ttxÜfi^Uit entnimmt '). (SnUii) b&rfte mf)l bfe fi3c^ ^tq^tung nid^t iu tu^n fe9n, ba^ bte SSenennung ^cnto:: ntmon, eben fo mte bte 9lamen SßafiUia , übalui unb ^fe^» rtcta, benen mit 6a(b ni^er begegnen metben, grie(|)if(IE^en ttrfprungS fep unb vteUeid^t nicbtft. anbetrS bebeute o(d ein eom SReere (iuftg beftärmted unb burcbbrodf^ened Jtäflen< lanb «). @ine SEageSfcbtffabrt von biefem SSentonomon entfernt lag nacb beö 9)9tbea$ JBericbt eine Snfel Tibalni, an beten Jtufte bie SReere^flut^en ben IBernfiein au<f))ulten. @ö mar, oie f>Iiniud t>er|td^ert, biefelbige Snfel/ mel^ie SimauS 0«{tlta ober SBaltia nannte. @(^on frul^er baben fotgfam fotfcbenbe Stbbeftbreibet gtunbli^^ bargetban unb n)it met^: ben ed mit neuen JBemeifen befiätigen, baf 2tbalu$ lein anbetet Sanb ali ba6 aucb in mett ipiUxzn idUn nocb oft aU Snfel angefebene @amlanb/ bad eigentliche SRutterlanb be$ iBetnjieinS fepn fonn. 1) Murrajr de Pythea Mass. 1. c. p, 93, Bayer 1. c. p. 415 — 416. Hariknoch Dispert, de antiquis Prus5. populis §. XI. nimmt, einen €$4reibfebler, F^ax<7X(^M*iv arxi^wv ffir i^xxofficav orad/^jv on. '2) €$4on Bayer l c 415 fagt: Omne liltu3 Suevlci maris Menlonomon a Graecis nuncupatum. @tnbeimtf(f) b. (^. ben ©Uttonen rident^umli(b mag ba^ Sßort wo^l fcbmerlicb getoefen fepn. aBir werben r<^, baf bie eben ermi^i^nten Flamen SBaltleia, 2Cba(ttd u. f. xo, nur an« bem (Briec^ifc^n eine ' vernänftige ^rfCdruna finben (6nnen. SS^te nenn au(b ber 9{ame Mentonomon griec^ifc^ unb eine Ueberfelung für aestuarium wdre? jDfirfte er oieQetc^t von fi^vid- ®roU, 3orn, |üc);v/cii groOen; si^rnen, fiouvfi, fto/vofAoci tc^ »erbe rafenb, iä^ geratfK in eeibenf^aft unb vofxo^ ein 8anbt!ri(b/ mie bie TCegpptifdben vo^oi, abs 0e(eitet werben? Ma/voftai »irb metap^or. »om 2Reere gebraurfit — SerdL Stefterd ^rb^anblung: fßaren bie erften S3en)o(ner ber SBran« benburgifd^ IJreufpWen 8dnber an ber £)|lfee ©lawen ober ©eutf^e 0. 19 — 20. 3) &^liitt 2Cnmerf. }u ©(b^ning^d 2Cb^anbl. oon ben fBei 0rtfen unb Sla^ric^ten ber alten ®rie4en unb 9l6mer von ben n5rbl. Wnbern in ber SRorb. Oefdji^te ©. 23 ff. Murrajr p. 94. Bayer I. c p. 415. SBil^elm e. 328 — 330. ^^dning wufte aud ben mmm ICMui n. Soltta /, bfe fMi^n unb ö^ic^en JCftflett ber eCanbf navif^en •^tnfeC' (Krau^iufünfietn. 
24 99t^ea6 Aber bai S3ernflcin(anb. Son nod^ gr&^erer SBic^tigfett afö biefe Unitu^mtn flnb bte Benennungen ber JB5(f er ^ beren ^ptl^aS in feinem {Berichte Snvdl^nuns tbut. @r nennt bad ©ermanifc^e Soll bev ®uttonen unb bte £){lt jer atö SBewo^ner btefer S^m ber. @o erfc^einen in 9)teu1fen$ ©efc^ic^te gum frßenmal jmef SBi((er::9lamen^ bie un$ bei ber gefdE^td^tftd^en Se« txaöftvmQ bief(?$ Sanbe^ burd^ Diele 3abr()ttnberte begleiten werben. S)ie ©uttonen jtnb ofenbar !ein (tnbereS SSolf a\i bte ©otl^onen ober ©otben ^), bie toir anber^albbunbert Sa^re oor ©E^rifli ®eburt bei 9>toIemJu6 >), etwa fttn^tg Saläre nad() iem anfange unferer äeitred^nung Ui f)Iiniu6 *) unb im erften 3al^rl^unbert bei ^cituS in ben namticl^en SBol^nftigen wieber ^nben; eS ftnb btefeDbigen/ beren ft&^ SBanberung unb 9tieberla{fung in ^reuffen im fe4^flen ^^x:f l^unbert aud^ Sornanbe§ wieber berul^rt ^^'^ beren 9lame fid) felb{i bt6 in« «swilfte unb breije^nte 3nf^r|^unbert binab bti ben 92a(IE)ban)6lfern erhalten ^attt ^). ^alSier flimmen a\xi) bte grönbltc^fien Sorfd^er über ältere @rb(unbe in bet 1) Plin. H. N. XXXVIL c 2. nennt ffe nadj beö ?)9%a8 ©eritftf Gultoncs Gcrmaniae genti accoli. SDaf ber S3etfa| ^ Germaniae genti accoli<< »on manchen ©ete^rten för Sßotte te6|)lintud ge^KiIten lEverben unb bem ^pt^aS n^t gttge()6ren foHen/ um bie angeblich 9leu^ bed 9lamend bei TVzciV. German. c 2. 3u retten, ift f^on ocn Vbe* lung a. a. £). @f.86 ermd^nt tt>orben. 3nbeffen ifl bod^ att<^ enoiefen, \ia^ ber 9lame Germanen fd^on jiemlic^ lange uor Sacttud Dor^nben war; f, S^etd^yarb ©ermanten unter htn Bthmtin @). 1. SStlf^elm ©ermanien @. 15—16. 2) (Sg tfl »0^1 o(^ne äwetfel eine gan} richtige SBemerfung bei euben ®ef<l^t4te beö beutfc^n $Bol!ö $B. L e. 715, baf Goton^ Burgundion, Teuton u. f. to. bte 2Cudfpra(f>e ber ^eutTc^en felbfi t{i fär bie je^ige ®oten, S3urgunbien unb \ia^ Gothones \ia^ fpdtere Go- thi, Burgundiones baS fpdtere Burgundii i% 3) Ptolem. Geogr, III. 5. 4) P/iVi. H. N. IV. 14. 5) TaciL German. c 43. 6) Joruand, de reb. Getig. c. IV. )Cttd^ btx Paul Warnefrid L. L c 1. 7) Kadlubko kistor. p. 149 -—15a Boguphal p. 26. ' Annal. gent. PoloD. 
99t^ta« übit bat SSernfietnUnb. 25 %ina^e foft aSgemetn iiberein/ baf tS immtx 83(If et befiele btgen Qtammti ttnb )wat ®o%n gcioefen ftnb/ bte fcf^on $9t^ad dtö Sewo^ner bed 8anbe6 fanb '). — 3n gleitet fietfi^ {inben n>ir au^^ ben S3oS9::9lamen ber£){li4er bur<^ 9ie(e äaHunberte fottge^flanjt/ benn ed tji nt4^t ju be^r pnten, ba^ bie ibfli^er baS nimlid^e SoK ftnb/ beffen einige Sabr^ünberte feitet S£acitu6 ^ untet bem tpetitg t>erä dnberten 9tamen ber Xetiier nod) an ber St&^t ber iDftfee tit |>Yeu{fen tnoil^nt unb ba$ im 2(nfange beS fedS^fien ^^u bnnbertS/ no(b immer an ber 93emjtein!iü|le l^aufenb/ bem grof en ©ot^nfinige ein (oftbare^ ©efcf^enf Don feinem San:? beterjeugntf braute ^). @ö ftnb btefelbigen %tftUt, meiere im acbten unb neunten Stt()rl^unberte }u (Sari bed ®rof en Seit (Sgin^rt atö 3(nnn)l(^ner ber £)|lfee {ennt ^) unb gegen bad Snbe be$ neunten Sa^rbunbertö ber notbtf^e @eefa]£)rer SBulfftan nod) unter bemfetbigen 9lamen an ber n^mltdj^eti Stufte 9reu1fen8 fanb ^>. ^tefe i&ftijer ober Xefiier ivaren wlfyl o^ne äweifel ein Smeig be$ ©otf^ifc^en S3oI(e6 unb. m'eOeic^t toon ben xoeftliöi) mol^nenben ®uttonen wegen il^rer i^icben So|»njt^e an ber jEBernfleinfäfie mit biefem 9tamen beieicbnet/ benn er i{i offenbar beutfcli unb bebeutet bie Oeßfi^Kn 0* 3n foI<^er SSeife ftnb alfo felbfi btefe beiben 1) Uphagen 1. c. p. 392. ©prengel ä. a. O. ©. 112—113. Vbeluns 6. 93. atei^atb €$.86. S&(ll[ielni ®. 258 — 259. Sannirt ®eo9r. IB. III. ^, 406. 2) TaciU German. c 45. 3) Cas9wäor, Variar. L. V. ep. 2. 4) S^üihari c XII. 5) Langebeck Scriptores rer. Danicar. T.II. SO^onc all StCCenf« «on Sater ö SBer!: @pra4e ber atten 9)reufr. in ben «^eibelberg. 3a^rb. 14ter Sa^rg. €f. 489 fann und ba^c nicbt überzeugen, wenn er bxt Getier nad^ ^rfanb, 8b(anb u. ^lanb «erfelt. jDie bort gegebene Grftdntng be« 9lamend, »el(^e biefe 2Cu8bebnun0 bereifen foU; bemctft nai unferem äSebfinfen nt^td. 6) jDer 9(ame wirb fd^on Ini 2CItertbum oerfcbieben angegeben. i^^o^ L. I. c 4w nennt bad IBoK 'fi<7T<a/o<. @o fanb er ben 9{amen ne 8eri4t bed ^ptbea«. Stephanus Bjzant p. 490 fagt aber: Ostior nes populnj ad Oceanum occidaitalem , quo» Cos^inos Artemidonif 
26 99t^ea« &6(r bas S3ernfletnUnb, JB&H et $9lamen ein wichtige« äeugntfi fät bie SBa^i^af« tigfeit beS Seri^teS beS SRafftlifc^en @eefa(^ret«. Sine nt4^e minbet wichtige Seftdttgung geben aber auflerbem auö) no4^ bie (Stnjelntieiten/ bte n^entgen Böge bom Sanbe unb bom S3ol{e/ bte und ^ptl^eaS uberbrac^t ^at 3(m meifien t)erbtent S3ea4^tung/ n^aS er bot^ $reuffenS ^imatti<fytm Srjeugnifl/ bem JBemftein/ berichtet Sienn auä) ni^t abju^reiten ifl, ba^ $reu(fen ipeber tn alter/ no(^ in neuerer Seit jtc^^ aOein unb aixifäflk^idf ben i93e{t| befs felben l^t jueignen burfen, fo ifl boi) aUbefannt^ ba^ bie iDf!fee(ufle @am(«nbd wn ie^er bie etgentlicf^e Sunbgrube biefed ©efcfienteft bed 9ReereS nmr unb ba^ er ntrgenbd anberjwo in foId[^er 9Renge gefunben würbe/ baf ber <f)an^ bei mit ben nad^barlidi^en Seutonen i^n nid^t einmal ganj <^6fe^te/ fonbem ba6 UbermaafI felbji jur Neuerung benu^t n^urbe ^). @o ipenig wir nun auä) aber ienen {)anbet iwifd^en @amlanbö SBewo^nem unb ben na^e wo^nenben SEeutonen tttoa^ ni^ereö erfal^ren/ fo n>i4^tig iji und iod) idfon bie iRa^rid^t bon bem 2)afe9n biefer «^anbeKberbin^ . bung in fo lio^er 3eit. SBie U\6)t mu^te allerbingd and) baS 9Reer bie fiSewo^net bon Xbalud ober @am(anb mit ben Xeutonen ju einem $BerIel(^re berbinbeU/ bie vieUei^lt f^on Don ber 91% ber SBeid^fel m, in einjelne ®aue ges t^eilf unb bed(ialb aud^ unter eigenen Slamen erf(()einenb/ ft(^ auf bem (angen jtuftenftrid^e bt$ jur £)ber unb Sra\>e ausbreiteten unb fo au4^ fug(i(^ bie 9lac^barn ber ®uttonen ^€ifcn !onnten '> SBo^in ber «^anbel ber Zeutonen mit vocat, Pitheas rero 03tyaeo3. His rero a sinistra Cossini Ostiones dictiy quos Pytheas Ostyaeos appellat. 1) yyincolas pro ligno ad ignem uti eo'' fpd^t Plin, H. N. XXXVU. c 2. bem S3m4tc bed 9)9t^a« na(^. 9)2an f^at ivoat bfcfe Sßorte ni(6c auf ben SBernfletn Utbft, fonbern auf bai ©eegrad bejte^n woUen, »ottn ber SBernfletn gefunben toixib; fo @»erd vom UrFprang bföSRuffir^. (Sftaatd @. 19; aOetn man trdgt mit bfefer SJ^einung tttoai in beö $(tniuö ober »ielmej^r Ui ^t^ta^ SBorte hinein , wad in t^nen nic^t lit^t 2) jDer 9lame 2£eutonen (je^örte burctiaud nid^t einem einaelnen fßol!i^miQt an, fonbern er war o^ne 3n>eife( bei* urfprünoli^e 9lame 
^Vtf^ta^ ftbft bat SernfleinUnb. 27 Bentßefn loettet it^an^en fe^^ Ihtmtn t9tr ntt^t mel^r bc« ^'mmeti; abet t>ermttt^n la^t fidi^, baf fie tlin int innere Sonb betrieben unb in fold^er SBeife bo^ glänjenbe unb ^oc^^ grfcbJ^te Crjeugni^ bunf^ 3n>tf(^en^anbel bit an iat TiMos HMe SReer brachten 0. SteOeic^t wArbe ba« 2)unfe( über biefeit ®egenftanb b&Dtg berfd^winben, befd^en totr beö 9>9^ad t^oOftanbigen Sieifebertd^t unb mußten wir unt nic^t mit Srauer nur mit ben menigen Sleften begnügen/ bie fetnbfelige ®egner i^ entlel^nt f)aien. SBenn aber Ut Semtietn ber mid^tige ©egenftanb bed SSerfe^reS mit ben Seittonen mar^ marum^ bürfte man t>ermunbemb fragen, gebrauchten i^n bie SSmoifnex bon SCbaluS flatt bei «^oljeS )ttr Neuerung ? lieferte nidSit bat gemi^ aud^ bamaK fd^on fo malbreidfie Sanb ^in(jngli(|^ «f>oli ju gemeinem itoede? 3n>ei St&d^^tm bärfen l^ier für biefe fragen md)t unbeachtet bkiben. 3um erfreu liegt fiä)tbax, mie aber be6 9^tbzai ganzem Simäftt, fo inö ^efonbere aud^ aber biefer Angabe ein get)eimniflbo(ler <S6)kux. & iji faum benfbat/ baf bertBem^ein oon ben SanbeSeinmo^nem intn gemeinen ®ts btouöft ber Seuerung oenoenbet mürbe / ba et an )me(f« miifigeren IBrennftoffen mol^I f^merlid() fehlen fonnte; mo^I abet burfte aud fpdtem 2(ngaben oermutl^et merbeu/ baf man ben @&ttem fBemjiein opferte/ bafi ba$ (^eilige/ emige^euer^ mit bem eb(en Grjeugnif )um S^iei( unUx^alUn unb ^h^ oon bie ütad^ric^t bem @eefal6rer jugebrac^t marb '). 3um anbem iji mo^ glaubl^aft/ ba% in fo früher Seit bie ®ee ben {Bempein no4^ in meit gr6{ierer %Me ausgeworfen l^abe, alfo ba^ ber Raubet feinen ganzen Uiberfiufl nod^ nid^t^in« aUn (Bexmanen; bamit fHmmt au4 ^uben ©efd^tc^te beS beutf^m Seife« » L 6. 28 überetn. C£ Joh. Müller de bello Cimbrico c IL ^ V. VI. ScandinaTiam habuere Teutoni, Pbaradenos atque Suevos Ticinos, 3(belund®.87. 9{etd^arb Germanien ®,75. Uebrt« qiaa t9 irid^t not^menbi^, bei ben proximis Teutonis an nnmitUlbavt 9xiininad^bam bet Titft^ ober (Suttonen su benfen. 1) Diodor. L. V. c. 23 beflÄtißt biefeö. 2) IDtcf fc^fint um fo glauJ^bafter, ba 9)9t^ad/ »!e n>tr na^^ feben sterben , felbft in ber 9t&^ M t>tttt gewefen fepn mag, »o ba9 Ww S^uer brannte. 
28 ^pt^ial ti. 2)tobor &6er bat SBctnfteinlan^ ipegnalim ttnD nur bad Xulgeivaliltere bem «^anbel bärge:: boten xoati, benn gewif ift/ ba^ etfi um btei Sa^r^unberte fpiUv ein mnti regeS Seben in ben «^anbel mit Xicmftein tarn 0. Xttflet biefem «^anbel mit ISemjtein enoiffnt 9)9t^eaö ald bem Sanbe ber ®uttonen uhb iDjiiiet befonberS eigene tfiümlid^ baS ©etrinf be^ SRetl^ea. @o lange bie ©efcf^ic^te t>Dn ben alten f)reu{fen fpti6)t, nennt fie ben üRet^ unter ben erften SieblingSgetränfen bee SBoKed. 6r fe^t eine nii^t SäKe t>on «^onig loorauS/ unb in ber SS)at warb ber «^ontgs bau au(|» no^^ im Saufe be$ ganjen !Dtitte(a(terd mit bem «rgtebigßen (Srtrage betrieben '). ferner gebeutet 9)bt^<tö aud^ be$ «^irfen^ unb ©etreibebaueS; be!annt(i4^ in aOen Stittn jwei ber Dorjöglid^lienSlationalerjeugniffejPreuffenS; babei bad ©etreibe in foU(^er Uebermenge , baf eS aud^ )ur ^Bereitung eineS ©etrinfeS Dermanbt iperben fonnte; ba6 jBier aber gelSi6rt mit ju ben uralten ®tUinUn ber ^^ xoo^mx 9)reuffen8 ')• 2>iefi ftnb bie wenigen 3üge^ bie uni aud beö f>9((ead gewifi loiel DoOflJnbigerem S3eri(l(^te über bat alte SSernfleinr lanb ^interlaffen worben ftnb. ®o jerriffen unb einftibig und biefe ^aöfxi^Un aud) erfc^einen mäffeu/ fo ^&(^ft widS^tig unb f^id^bat bleiben ffe uniS boä) immer att bie erjlen @tta^Un, bie baS 3)unfel ber alten 9tad)t bur(|)bre(|ien unb und baS Sanb mit feinen Säm^^mm, mit i^ren (Sitten unb ©ebrJudS^en im erften 2)ammerlidSite erbtidfen laffen^ atö bie frA^eften Saute/ bie bem forf(|»enben ©eifle bie er(le Kenntnis ober baS alte SSernfieinlanb m(glid() nfac^en. SSSeU ^en Srfolg bed $9tl^ead fä^ne @eefal^rt f&r SRafftlien ge^ l^abt l^abe/ t{i ni6)t me^x ju ergrunben; aber ed fnben ftd^ too^l 2tnbeutungen ju ber SSermutf^ung^ ba^ bur^^ fte ber 1) IDag „donec luxuria noslra dedit nomen*< hti Tacit, Ger- man. e. 45 beutet biereS an. 2) Schulz histor. rer. Pnissicar. p. 3. ^avttnoä) 7[. Vi. 9L |)reuff. 9. 206. SSoigt*« (Sefc^t^te »on SOlartettbucg (2>. 198. 3) iDdOOn todtn in fVulfstani Periplus ap. Lcmgebeck Scripl. rer. Dan. T. II., t)on toeldj^en »it fpdtet fprec^en koerben. 
S)toboc Aber bft4 !Betnfiein(anb. 29 Binn^ uvb IBemfiem^nbel eine bebeutenbe Ummnblun^ eilitten unb SXaffttten i^n mel^r aU )ut)or an jtcf) gejogen bobc, tnbem fett biefer B^it ber «^anbel bet iUrt^ager mit btefen |)«9bucten fe^r gefunfen fe^n foll 0- X>a^ mattz Sic^t ober, Yoeld^eS ber lül^nt äRaffilier bnnJ^ feinen SStnäft über 9>reu{fen gegeben / )>erl6fcbt nad^^- fetner Seit wieder an brei Sabrbunberte binburcf^^ in benen au(b ni^t ber mtnbefle iaut über biefeö £anb in ben @(^riften ber ZUtn t^ernommen toitb. ßrft 2)iobor ber @tci(ter n^arf etwa iwanjig Sabre t)or Gb^tfli ©eburt wieber einen üBIicf auf iene 3nfe( im Sterben/ bei ibm ISaftleia genannt/ „an wtldft bk SReereöflutb in SRenge SBemftein aui^pnUt, ber fonfi nirgenb in ber SBelt gefunben wirb ')/' @(^on biefe Sorte ftnb und bon aSicbtigfeit. 3war iji bte 2(ngabe 2)tobDrd über bie Sage M ßiianbd „Um über ®alatien (Sattien — ©ermanien) liegenben ©fptbenlanbe gegenüber am jDcean *y^ im ©anjen febr unbeftimmt. SEBie (onnte ober 2>tDbor/ ber nicbt roie 9^t1)ea^ atö 2(ugen}euge/ fon« bem bloß nacb ®dgen unb ungewiffen fBertcbten fcbrieb/ mit voUet iBeftimmtbeit Söa^Uia^ Sage bejeicbnen! Unb bmf^ ^tmmt feine SRacbricbt/ iit, wie eS fcb^int/ leine an:: ben tfl, als bie bed Zimiu^, xotlä)t ^Vmiui aufbebatten ^)/ mit htm, u>aS n>ir burcb 9^ti)ea^ rotten, vollfommen über:? eis. Die 3nfet S3a{t(eia tfl nacb ben S3en>eifen, beren wir balb weiter gebenden werben/ feine anbere atö be$ 9vtl)eai Cilanb 3(balu§ ober baS bernjfeinreicbe @amtanb. 3Cucb 2)iobor fennt ben S3ernf}einbanbe( / burcb welcben bte SSe^ wobner bed Silanbd mit bem gegenüber liegenben Siuftens lanbe im Serfebr fLtnben. @d ifi bteß offenbar (ein anbereS 1) 9ta^ Diodor L. V. c. 22— 23. 38 ging fpStcr berJKnn» unb Scrnffdn^anbeC torgäglic^ bur^ Oallicn ; a)(affUien »ar baför einer bec ioi4ti9fien fX^fte. Murraj 1. c p. 97. Äbetung a. a. £). ©. 97. 2) Diodor L. V. c. 23. 3) T]j^ SxvS/a^ Te utre^ tjjv raÄar/av xotTavrix^u vjjo"0^ i^or* 4) ÄÄi. n. N. JL IV. 13. XXXVU. 2. »of 2Cb^nW. über dltere Seltfnnbe o. a. C p. XXXIL 
30 S)iobor Aber \>at {Bernfieintanb. atö bai von 9>9tl&eae ettoi^nte Sanb ber Seutonen. Su:: gletd^ aber fögt 2)tobor nDd(^ ^injU/ ba^ von lenem 8anbe lier ber Sernflein nad) Stalten gebrad^t merbe. SQSit finben alfo l^iemlt bic erpe @^)ur etheS ^anl»Bt)erfel^r% jiotfAen Statten unb bem alten JBem^etnlanbe/ unb bte SRetnung 2>tobor$^ ba^ fonß nirgenb atö auf bem (Sttanbe Sajtleia IBemflem gefunben werbe ^ giebt eine «f>tnbeutung , baf-ber •^anbel mit biefem Srjeugniffe nac^ Italien fd^on im ooOen Seben unb in Stallen fc^on fein anbetet S3etnftetn me^t befannt mar^ afö ben man t)on üBaftleia er^^ielt. TiMn man xoax )u StoborS ieit {eine^wegS in biefet fD^einung allgemein ekiig. £er ßrbbefdS^reibet ®ttabO/ S)tos borg Seitgenoffe/ tonnte allen btefenlBeri4^tenbut(|^au${ein fBertrauen fc^enfen. £)e$ ^t^tl^fead iRadb^i^^ten fafi unge? jiemenb beFam^fenb unb aSeS^ toa^ er erjäblt/ für fabeln unb Wli,f)x6)cn erflarenb ^), giebt er bie (ecfe ^e^auptung: ' „%üi^ iatib jenfeitS bed @lb^@tromee bt^ an baS gro#e Sßeer binauf / fep nocb t)illig unbefannt/ benn nie fe^en bie 9t6mer bi^- auf bie anbere ^elU ber €(be gefommen unb feiner babe nt>^ ju 8anbe biefe totiun 8anbjirerfen bereifet *)/' Unb benno^ tritt \)kx eint febr alte @age tin, bie und t)on einet 'Steife »eitentfemter gremblinge nacb SJreuffen t)iele9 SBunberbare )u erjablen weif unb \d)on if)xt^ bobtn 3Clterd wegen ') bier eine @rwdbnung Derbient. &ie erjclblt: 1) Strabo Geogr. L. IV. c. 5. VII. 3. 3u bemerPen ift jebocj^, baf @ti*a&o bem SScric^t bed ^t^eai in Mc!fi(^t beffen , xoa% tt über bte ^egenben ber falten 3one fagt, mctt nte^r ©(aubeii fcbnift. n^o^ y^X^yJT^stt TO/; n^oiy^oiiTiy to7; tt] JwcTc^a/Yfuft^ii ^wv9| 7rX9}(7/ec^ov^i. 2) -SVa^o Gcogr. L. VII. c,'2. Toc ie its^srv tqv "Kkßioi;, T0C TT^of TW Q,XExviS^ TTxvTciTZxatv a'^'VotcTdc ij^Aiv iffTtv, O'jTs ycto TMV TT^or^^flüv oifiivx^ Vc/kifv rov Tra^xTrXouv rourov 7rc7roi}]|üt#vov> TTpO; TX £M5r<r« |U.€^}] , TX. fJ^^X^^ "^^^ CTTQfAXTO^ TtJ^ KoLOV^X^ 5a- XsÜTTVl^y OU^ 6t PwjLlXlOV TT^O^X^OV TTO» if^ Ta TTC^aiT^^Cil TO'J 3) e$d)on (Sbrifttan, bec erfle S^Lfcbof 9on 9)cettffen/ fanb biere ^age in einet atten Gcbrift unb na^m fte in feine G^ronif auf, an» toüäftt 
jDtobor Aber ba$ 99ernftetn(anb. 31 3nr Seit aU Jtaifer SCugufhtS in Stom ber if^etrfc^Hift M 9leid^ Dotflanb , fanbten fiemtunbtge SX^nnev aut Valuta, «incr @tabt Stt^pniend, aut Segter, ju ixfotiö^m, ob att4^ am 6nbe beS {tebenten «^immeUttetfed unb im ad^Un bif Sibe bei ber ()efttgen £alte tH)n aRenfdl^en no4) bemol^nt ftp, einige SRdnner aud, bie folc^^eS ertunben foQten. @ie )ogen bur^ bie n>eiten ^anbflveden ber S^ttaren / If^terauf buT^^ Storolanien, baö grofie ©ebiet Don SXoSfaU/ bann burc^ bie ©egenben ber SSeneber unb 20anen in Siefianb. Son ba gelangten fte über ein grof ed SBaffer in ein toeiM, touftti ian\>, ba§ feinen beflanbtgen iRamen trug, benn ci nHitb ba(b @argatia/ balb ®eliba, balb aud^^ SSatina ge^: nannt. 2>a burc^^gogen fte ba6 £anb n>ett unb breit; aber fit tonnten mit feinem SRenf^en reben, bi6 etlid^ie SBenben avA Sarmatien ju i^nen famen , bcren ®pxa<i^e fte enoad i^erftanben. ^urc^ biefe erfulj^ren {te: ba§ SSolt fe« iUmi^ gerer ^) genannt, n>eil bie SRenfi^en an ^u\^en unter @aal:: «eiben wohnten/ n^o fte t^on @4)ii(f i^re «f>titten baueten nnb i^re iCleiber bereiteten; fte fennfen n^eber «^^ufer % jD6rfer unb ©tabte, no4> W erbau ; gifdj^e fepen ibre einjtge @ptiit unb Sßaffer i^r ©etr&nt; bad ganb xtii) an ©e^ fte bann Sucad jDaoib in feine ^retifftfc^e ^roni! übertragen ^at SergL bie TCbbanHung öder bie CF^ronif M Sifc^ofd iS^tiftxan in ber Scttage I. 1) euca< SDaoib S. I. &. 10 — 11 fA6rt bie 9{amen Ulmigani, Culmigeri iL Ulmigeri an IX. fa^t 0. 145 auöbr6cfli(^, haf ber ^ifä^of Qlftifdan fte Ülmigeri ober Ulmigani nenne, «ßartfnoc^ ^flt? unb ^,iut9fnnf[. 0. 26 mÜ Ulmigeria in Culmigeria oerwanbeln unb tamnter ba< Gutmerlaub oerflfden. SBemtrfendmert^ ifl, baß Jornan- des de reb. Geticis c IV. , inbem er t>on ber SBanberung ber ®ot^ ad Ckan^ia fpriC^t, fagt: Gothi ut primum e navibus exeuntesy ter- ms attigcre, illico loco nomen dederunt. Nam hodie illic, ut fertur, Golhiscanua \ocatur. Undc mox promoi^entes €id sedes Ulnteru- ^orum, qui tunc Oceani ripas insidebant, castrainctati sunt. »Das mit meint 3ornanbe< nad) feiner 2Cnft(^t oon ber SBSanberung ber(9ot^ otae 3a)ftfe( ^reuffen , toiz fpdter nif^er ertdutert »ecben wirb. 2) S)afre(be fagt oon ben ®armaten an ber SBei^fet Pompon, Mela L. IL c 1. in. c. 4. u. Jornandes de reb. Getic c V. t)on brn an biefeoi Gtrome loohnenben ®tai>en. 
32 <3ag» oon SU^pnifc^en .Oteiftnben. roi^ctn, Sliffen unb.@een/ babei au4i ftaxl mttSBalb be? beA; feine SBemo^ner ein f4)li4)te&/ einfad^^e^/ gegen Sremb? Itnge fe^r freunbU4)e6 unb »ol^ltl^atige« aioS. 20« ®&tter Dere^re e6 @onne unb äSonb. 2)te ®d^ctftfunbe fe^ t^m itnbetannt; ba^er e6 Jbei tl^m @taunen errege^baf man bun^ (Sc^riftiuge einem anbem feine ©ebanten. bt« in ein anbete« Sanb ^inubet mitt^eilen {onne. S>ie 3a^l ber Sage unb ben ^tonbme^fel be^eid^ne ba6 SSolt burcl^ Aerbjl&tfe ober .Knoten an @d^nären. 2)ie lange SSinterigeit t)erbrtnge eS im @(f)lafe ober in ber ^&tU am Seuer. S)e« SRanne« Sufl btenten brei SSeiber toed^^feldmeife, unb ol^^ne @d[^ani bei eine« f^remben ©egenwart ^{lege er ber Umarmung. £)o(^ gering fek) bie ^a^l ber £inber. @o Diel txfu})xm, nad^ ber @age, bie Zitlfpmct t)on bed Sotfe« Tixt unb @itte. 2>er SBinter gtoang {te^ im Sanbe ju Dermei(en. 2(tö aber ber @ommer beranfam / ertranf ten unb ftarben fte atle^ bi« auf einen/ beffen 9lame 2>it)one$ xoax. @r begab ftd^ nad^ ^locgf / n»o er ebenfaSS flarb ^) unb feine aufgejei^^neten S3erid^te \piutn Seiten l^interließ. ®ie {amen nac^matö in bie «^dnbe be« £om))robfie§ SaroS? Im Don fXocjf / t)on n)e(d;^em ffe (Si)txftxan, ber erfle S3ifd[^of 9)reuffenö, jur ®enufeung für feine IBef4»reibung ber alten ?)reuflen erhalten l[)aben fott. — 6« ift o^ne äweifel, ganj unrnh^liö), bei bem SRangel älterer £luellen genau )u ets mittein, »a« an biefer erja()lung »alfirl^aft gefe^id^ttic^ unb n)a§ bagegen ©age fep. 6« mag aUerbing« ju ffil()n fepn, ftc ganj in ba§ Steiü) ber ÜRaljrc^en ju »erweifen, wie ge* fi^e^en ijl *); bod^ fann nic^t geldugnet werben, baß bie gefdS)i4)tli(|ie ©runblage burc^ @age unb £)ic^tung i!ar( unu l^ullt unb t)er{le(ft worben ifl. 2)iefe ©runblage t6nnte \>kM6)t bie ^fuömeffung be6 ganjen 8l6mifc^en Sleidf^e« fepU/ welche t>nxi) 3uliu« 6dfar nad^ einem @enat«bef(|)luffe Der^ anlaßt, ju Äugupuö Seit jwei unb breißig Saläre binbur^ 1) ^aä) Zithern an n^ (S^vonit (^Rfcc«) 0. 4 !am IDitooneö n>Ua ber 3U ben peinigen nac^ SStt^i^nten aurficf. 2) 3. SB. 9on «&artfno4 2C. u. 91. |)i;euff. G. 20. 
€!agc t)on S3it(^9ntfdl^en Steifenben. 33 »Ott geie^tteti unb erfahrenen 9Rdmiem fortgefe^t warb unb fidf in bie Qh^tf^iidten S4nber Wo an bie £)flfee erfhrecft ^en. foQ. 9ti^t unm&gltc^ » jre "eS, bafi jener S^eobotatö, ber MS )ttm je^ten Sonfulate beS 2Cuguf[u6 bie XuSmeffung M StotIbenS übernommen, fein anberer ali 2>tboneS ge« iDefen fey ^}. @onac(^ w&rbe biefer ber er{le9iimer gewefen fe^tt/ ber biefe @egenben befuct^te unb eS to&re benfbar, baf btefeS €retgnifi, in baS ®e)9anb ber @age geJ^uOt, ftc^ bi» auf ipitett 3etten i9orge))fIan}t l^itU ').  1) 0^ »ürbe tpenigflend in bie ©age^inn mb fßetf&nbnif tommcn. fier 0eU^ Sa^er, toeld^ec i^t m^t <B(auben T^enfte, a<« fonfl ju gff(it4ra VP^t, fagt in feiner Tlb^nbtung de numis Romanorum , in OpuscuL p. 430: Multa in Cbronicis no^tris de quodam Astrono<r momm in has terras ingressu memorantur, quae quia yetenim auctomm neminem prodidisse constabat, nostri intcr fabulas refe- rcbant Invenio autem eius originem narrationis apud Aetbicum. ^JidiiUf inquit, Caesar, cum consoJatus sui fasces erigeret, ex S. C. censuit omnem orbem iam Romani nominis admetiri per prudenüssimos viros et omni philosopbiae munere decoratos. A con- sulatu Jidii Caesaris et M. Antonii usque in consulatum Augustt decimnm annis XXOC. mensibus VII. diebus X. a Tbeodoro sep- trntrionalis pars dimensa esf Uic est adeo ille , quem nostri aliqui TöoDcm, alü» ex quorum numero Lucas David est, Divoncra nun- aiparunt — Aeiiiicus \xi ber Sorrebe ^u feiner Sodmodropbie nennt jrara Theodorus Thoodotus. lieber biefe SWejfung fpric^t au(b Ärufe im Xiiivo fut alte ©eograpbie u. f. ». »&eft II. €?. 85 — 86 unb bemeifet, bQ( ou(^ Äi/i. H. N. m. 3. IV. 24. 26. ffcj barauf UMt unb felbp Bo4 bie Gbromf eon Serrara M Maratori Scriptt rer. Ital. T. VIIL' p. 474 berfelben cm^nt €f. ScheiäüVTwiBL mEecarä, de.origine Gcnnanor. p. 45« 2) jDie datUe, aui »el^er ber Sif^of (S^nfiian biefe <3^|dblttng i^bfftt, mat, wie 8uca< ^aoib 93. I. @. lö aud feiner (^ronif fcfa), „tin hud^ in Steufc^er fpro^e, aber mit ^ttdid^en bucbttaben ge^^ricben , baö 3me ton 3arof(ao bie Seit ^umprobft $u ^(o(fa iti ber fltafanen gelieben mürben.'' «Da mir aber meber biefed uralte 83u(^, M^ ais4 G^nftran« iSbronif felbfl mebc {Ktben unb hit Grad^luna nur ui ber brieten Cinelle {tnca^ 2>ai>ib, 6imon Grünau, «Siebe« «asa tt. a.) fcb^pfen f6niien, fo ift und eine genaue Unterfud^ung unb cfaK ivfmaatn^vaiQ bec ^age in ibrtr Ucgeftolt mit ber erm^bnten M^m^ MiN^ ^^ me^r m^li«. 1. 3 
34 ^omponiu^i S)>^e(a Aber ben 9)orben. Tini reineren AueOen fliegen aber aud|^ unter Vogufiut gl^njenber «^errf(|)aft unb felbfi no((^ in ben njcf^fifotgenfeiett Zeiten bte ytai)tiifUn über btefen SlS^eil beS Korben« nur fe^r fpotfam unb fte ftnb meifl fo abgebrod)en^ fo sernjTen unb un)ufammenl()ingenb/ baf e9 bem @€\d)iö^tfÖ)xtibtx uits m&gltd^'tfl/ aus t^nen ein audji nur ettoai llaxzi iß\U> M ®an)en {ufammen in fletlen. 2>ie ^reg6}üge be« 2)rufuS unb ®ermant€u$ in« n6rblt(l[)e S>eutfd^(anb blieben bem Sanbe toiel ju fern, aU bafi fte bte Sinberfunbe ber Stimer btef$ fettS be6 @tb::®tront6 befoncerS i)itten enveitern {innen. ®ie trugen faum ba)u bei/ bie iRa^^ric^ten über bie nirbli^eit 3nfeln, an beren ©eftaben 93emjiein gefunben würbe/ etoaS me^r ju bericbtigen. Wiegte "berfetben fanben bie Stbmtt unter ©ermanicu« an ber f^rteftfc^en Aäfle unb nannten bte eine, bie bei ben ^Barbaren Xu{lrat)ia ^ief/ »egenbeS bort reid^(i.4^ gefunbenen fi3em{iein9 ®U^atia, meil irrten bai SSort Glessum für SBemflein burd^ bie ®ermanen fcf^oit befannt geworben war. Sorgfältige Unterfuc^ungen erfldren fte für bte Jricflfc^e Snfet 2(nielanb 0- ®elb{t audi^ nad^ btefen SBaffen jagen ging ber Stbmex e^nberlunbe no^ nid)t biel weiter/ ald fte i^re Xbler ge^ tragen i^atten. SBie mangel^ft/ unbeflimmt unb fabelMfl i^re 9la4>ri(^)ten Aber bie jDjtfee s 8inber no(|> fitnfjig 3tt^ na^ Qi)xi\ti ®eburt waren, beweifet t)or aOern ber ®eograp^ 9>omponiu$ 3Rela/ ber oon ber £)flfee unb beren Jt&flengebies ten faum etwa« me^r ju erjagten weif/ alft einige i^tn }ugefommene wunberbare @agen. 3m 9{orben ®erman{en« liegt i^m // ber grofie 6obanifc^e ^eerbufeU/ mit einer Stenge Heiner unb großer (Silanbe angefuOt/ burcl^ bie naf)en Mfktxt aber fo beengt/ baß er faum me^r einem SReere gleicht ntib  1) Plin. H. N. L. XXXVÜ, c 3. IV. 27. 8of tt. o. O. Ä XXXIII. 9Bi(^elm (Serman. 0. 153. tdtet ben 9tamtn Aostcnvia von ICuftnn ^r. (?) IRdd^rb erfennt badn bte 3nfe( Otottont SrAfKr fanb man unter bicfem ICuficawa puffen oRb meinte/ (BenRamcui liaU bte Mmif^en TShltt bt< ^(er getragen; cf. Erasmug SielU» de Boruss. antiquit. p, 13. Leo Hiftoria Ptiuaiae p. 1. 
9omponiue 2^e(a fi6et b^n 9lotben. 35 viel e^ @tr6men 2l^n(t^ tfl. 2)a$ gr&f te tUfcr (Silanbe 1$ Gobütionia '>'' SSSte in bent (Sobanifd^^en ÜReerbufen too^I ttnücTfennbar ber weftlt^^e SE^etl ber £)jlfee/ ber @unb^ber ber groge unb Keine SSett ge^cidE^net ift / fo IE;at man in btefer 3nfel bie fub&jitid^e @))t|e @(^n>eben8 ober bte ^änifc^e Snfel @ee(anb gefunben ^). 9{oc^ n>ic^ttger aber i{t für und atela'» @(i^tlberuns be§ norb5flli(i^en ?£f)eiU^ ber £)jlfee, tn^ bem er ^ier böö Äufienlanb |3r^ujTen ju berühren fcl^eint. ^2)a§ 8anb/ fagt er, n^etc^ed ben f^axmaUn gegenüber (iegt, iat wegen bed me^lfelnben 2(nbrange$ unb 3urä(fmei(|enS ber SRecreöflut^ unb weil bie Swifc^enrdume, bie eö Thrennen, balb but^d ®ero5([er bebctft, balb wieberum trocfen finb, }nr Stit bie ©eftalt Don Snfeln, balb auc^ n)ieber bon ff^em , }ufammenl)angenben 8anbe ')/' äßer benf t bei bie* fer S^eic^nung be6 bon @armatien au6 n6rblid[) gelegenen Sanbed md£^t unn>iOfii^r(ic^ an bed ^pt^eaS 2(e{iuariumf Zai wn ^eta gemeinte Sanb ift o^ne 3n>eifel fein anbered M bte Auflengebtete 3)reu{fen6 ^),. benn bie Srfc^einung \)on 6bbe unb ^iufi), n>e((^e bie£)|lfee befanntlidt gar nid^t bat, fann 3SeIa in jenen SBorten nid^t l^aben befd^^reiben moOen *), X>aB ified aber aud^ aüti, wai biefer @eograp^ att fidi^ere SBSa^r^ett bon ben ofifeeifdSlen Sanben ju berii^ten ^iDetf, benn um biefe ^äjiengebiete nun aud^ gu bebolfern lest! et in ba6 Selb ber Säbel ein/^ 3n biefen Sanben,f%l 1 ) Pompon. ßfela de situ orh. L. III. c. 3. 6. 3n nettem 2Cttd« Sabcn ^at ber 9tame Godanonia bec SBerbefferung ScandlnoTia loetcben Bilfirn; flieicbärb'd ®ränbe abei; jui* IBect$eibt0ung ber alten Sedart Imb nic^t obne ©etotc^t. 3) e<b(6ser 9{orbif(^e ©ef^ic^te ®. 65. »tei^arb e. 160. Sil^efm e. a33. 3) Quae Sarmatis advcrsa sunt, ob aitemos accessus recursas- qoe pelagiy et quod spatia, quis distanty modo operiuDtur undis, modo nöda sunt, alias insulae Tidentur, alias una et continens terra. Mela L. III. c 6. ^ 4) Stetc^arb 0. 16i f!nbet in bet ed^ilbetung ^SUWl Gcanbina: vkn. Vth^iiÜ^ ifl btefel frettl^ ebenfaS«. 5) 046ttin9 altenocb.®eo0ra|)^ena(^bem^eIaf, fnC{(6rDHt*a 9tetb. ^4 &. ^1- .5 *  V 
36 Steife be^ Stimifd^en {Ritter^ int SBernfleiitlanb. tx fort/ ^oufen bie £)ioncn — ßietsejfer — , btc nur t}on (Stern ber @um)>fb(gel unb t>on «^afer leben; au^ foD e9 bort ^i>)^)opoben — 9)ferbe5güßlet — unb S)anoten — ©anj« o{)ren — geben, bie i^ren nacften Äirper in i()re ungebeuere iO^ren ganj einbüßen f innen. 66 jtnb bieß freiließ, fugtet Xüu {td^ entfc^ulbigenb I;{n)u, aQe§ nur fabeln; aberbennoc^ et)renwert()e ÖcferiftfteUet berichten fte ')•" ®o ^attt alfo 3Rela Don ber iDjtfcc faum einen JBegriff; bon ©canbinaüien lou^te er fo wenig, aI6 bon ^reuffen ctwa^ befiimmted ju fag'ep; ©armatien war i^m fo unbefannt wie ©f^t^ien, unb ber ganjc ifWic^e Korben ein 8anb ber ©age unb ber Säbel ^). SBeit fi6)extt unb feper bcgrunbet warb bie Äunbe ber 9t6mer über baö eigentHdS^e SRutterlanb be$ fi3erni!etn$ fc^on ein 3al)r$e()enb nac^ 9>omponiu§ fBiela, atö ^aifer ^Uxo bie SleiAöberwaltung antrat 66 war umS Söl^^r 54 ober 55 naä) 6f)rif}i (Seburt "), aI6 bicfed AaiferS wunberltd^^e @lani^ fuc^t Anlag gab, einen 9i6mifc^en Äitter inS SSernfieinlanb 9)reuffen gu fenben. Um ein glanjenbeS ©dj^aufpiel turdf baS ^od^gefdba^ste ^rjeugnig be6 fernen SBerufieinlanbeß no(^ me^r ju »er^err(i(ben, ert^eiltc 9lero bem Siitter ben Sßift% ben glanit>b((en @(^mii(f im reic^flen ^aa^t ant feinem 51IRutterIan*e felbft l)erbei jubringen. SRa^ fanger Äeife auf *' ungeba(}nten Sßegen, txitö^ frembe SSotfer unb 8dnber l^tn« burd^, langte ber auSgefanbte Stitteran ber JBernfteinfuffe an. SEBelc^en Sm^fang er bei ben fi3ewo]^nem gefunben^  1 ) Pomp. Mela L. III. c. 6. In his esse Oaeonas , qui otis avium palustrium et avenls tanfum alantur; ^i%t equinis pedibus Uippopodas et Panotas, quibus magnae aures, et ad ambieadum corpus omne patulae^ nudis alloquin pro veste sint, pi'aeterquam quod Fabulis Iraditur, auctores etianiy quos sequi non pigeat, in^ renio. Plin, L. IV. c. 27 unb SoUnus c 24 ec^Äj^ten baflelilge. 2) ©(^löjer Q. a. O. 0. 65^ 3) Uv'&er tie'e ^ettbefHinmung fprt^t Bayer de numis Romanis^ in opiLsc. p. 424. IBon bei» jS^tttet fagt er: Eques Fortassis negotia* tor, quales pltuimi erant ^am integra repubUca, ^ut et ipse Nero- mi curator. 
Steife btt 9{6mif(^en 9{ttter6 tn^ Secnfleintanb. 37 m'ib und ntrgenbd Uxii)Ut dxft nad^ Sal^redDerlauf tarn er reic^ belaben nad^ Stalten toteber }utücf unb fRom ex^ ftaunte, ötö bei bem ©tiergefed^te Slefee, SBaffen ber Äampfer^ bie Sragbabren ber 83em?unbeten unb aüe^, to^ii }um ^efte ge^rte, t)on fl3emftetn ptdd^tDoQ gtJnjte. SSor allem aber loarb ein grogeS @tü(f ben>unbert/ n)elc()e§ baS ©ewid^t bon bretje^n 9l6mifd[)en ^funben ober naify ]()eutigem ®mi^tt bie @(^were t)on neun 9>f^nb^ ac^t unb einem (falben iot^ Uite '). Sfut bie genauere ^unbe be6 norbifc^en SBernfteinlam beS wat biefe ©enbung ein iußerfi wi^^tigeö (?reigniß, »enn gktd^ ber 9l6mif4)e JRittcr, fo t>iet »ir »iffen, unmittelbar nid}t$ für ffe QeH)an bot 3n>ei bebeuten.bc golgen gingen barau6 f^evoox, benn wir bemerfen erjlenS nun mit einemmale bei ben 9i&mem n^ett beltere 9Ia4)ricbten unb gemiffere S3e< griffe über bie Öjlfeefujle bicffeitd ber aBei(t)fel unb fel)en bie ©age «nb gabel Derfdjiwinben "); wir finben aber jwets  1) Phn. II. N. L. XXXVII. c. 3. erjäWt: D. C. fere M. pas- MUim a Camunlo Pannoniae abcst liltus Gernianiac, ex quo in- Tchitur (succinura), percognitum nuper. Vidit cnim eques Roma- Biu, missus ad id comparandum a Juliano, curante gladiatorjuni iDuottS Neronis principis, qui haec commcrcia et IiUora peragravit, tanta copia invecta, ut retia arcendis fcris podlum protegentia succinis nodarenlur, arma vero et libitina, totusque unlus diei apparatus esset c succino. Maximum pondus is glcbae atlulit XIII. librarum. S3cri)I. Ü6«r tiefe Steile Bayer opusc p. 42.5 seqq. Solinus c. 33 gtrbt bte abmetcfienbe ^{adbncbt: Munere Neronis principis ap^ paratus omnis absquc succino inornatus est, quum per idcm tempus 'yihL miilia librarum Rex Germaniae dono ei miseiil. SBSober b^tte Z^&ani biefe 9^ac^rid)t oon bem ©cfc^enfe etned iDeutfdben JC6nigd? Sen fann er unter bem Rex Germaniae gemeint baben? Sßufte er Bti^td oon ber ®enbung jencd Bhm\\äitn 9{ttterd? ®o u^entg birfe fragen |B I6fen ftnb unb To oufaltenb bie* ganje 9lacbncbt bei ©oHnul baflebt/ fo wto bo<^ bie angegebene S)7affe bei gefcbenften SBernfhind nacb ^agen'^ Beregnung in ben SSettrdgen gur J^ucbe ^euffend i& VI. 6. 514 gerobf feine Unmdgltc^eit, ba nocb im Sobre 1770 über 41 L Sonnen , alfo 6.5,760 ^funb eingefammelt mürben. 2) jDiefr fforge Sv^^t Plin, auöbröcKicb in obiger ^itUt in ben Qorfm dU<: percognitum nuper. Vidit enirn etc. 
/  tenö aud^/ bafi fcitbem bet SBernjlcin^anbel )mtfdSKn ^reuffen wnb Stalten an gebenbigfeit mtrflid^ gewann, fo »le nun^ mel;t au^ bct ®ang/ ben er na^m, xotii Harer unb ftd^eter nacli)iuwetfen ifl. SSaS nun va naiverer ä3etrad^tung ba$ Srfiere / bie ge^ nauere i^enntnif be$ üBetnfletnIanbed unb bet ^äftengebkte ber S3altif(i^en @ce betrifft , fo tfi e6 n>o^( fel()r begretfltc^/ mit welcf^em 6ifer um 9en)ifrere 9tacbrid^ten über baö btf^r fo bunfele Sanb bie 2(u6fagen be$ Stitterd über bie notbU f(|)en ©egenben ben ®eifl forfd^begieriger fDZ^nner erfäHen muften. 2)ie alteren SSermutI)ungen über Urf))rung unb SSaterlanb be6 SBernfleinS/ na(|i meieren er, wie 3:^eDt>^ra{i meinte, in Stgpen gegraben ober v^ biifem Sanbe ^ix% fMifi^ %<kxvi gebtibet/ unb wie anbere glaubten, bon fi3^umen auf unwegfamen f^elfen m Snnern bed Xbriatifc^en SReereö in ben «^unb^tagen audgefc^wi^t werben foUe, ober na4^ wehten il^n man4)e fogar fütr Derßeinerte S^^ranen ^eleagrifc^er SSigel in ben2(brtatif(|^en@(eftriben l^ielten: alle fol^^e unb lAfcXvS^ $BermutlE)ungen jerftelen nun in 9lid^t$ jurädf unb würben le^t nur nodE) al§ @onberbarTeiten aufgefteüt 0. 9loc(^ als Seitgenoffe jeneß Slitterß trat ber 5orf4)er ?>liniuÖ ber Weitere auf, ber erfte unter ben 9l&mern, weldl^er mit b.ur(t)brtn? genbem unb unerfdttlicl()en Sorf4iung%tf}e bie alte "^i^t bur#ri(^t unb ein ganj neueg, I^eltere6 8t4^t über beS San^ be« 85c(d[)affenl()eit unb SBewo^ner giebt. 6r fcl[)eint mit ganj befonberer SBorliebe atteS, wa6 frul;ere ©d^riftfteller , befons berS ber geleierte 9>9tbead, xo^a^ jener Si&mifc^e ^Ritter über ben 9lorben fd^on erforfdf)t %^tizxi unb wad er felbft burc^ eigene @r!unbigungen erfalE)ren, in feinem äBerfe gefammelt ju ^aben. Cr l^ielt |idi> felbjl eine Seittang in ÄriegSg«« fcl)dften im 8anbe ber 6l&aucen auf unb modj^te ba man^^eS aber bie norbifcl^en ©egenben nd^er erforfci^t unb erfragt (laben. @ein S3eric|)t gewinnt clxk Skrfidn'blicl^feit unb «Klarheit, wenn man bem ®ange feiner iBefd^reibung ber £)ft:: unb 1 ) üRan ffnbct f!e ^n Plm, I.. XXXVIL c 2. Sirabo L. IV. c. «. V. c. I. 
9(tnttt< ibtv bit föaltxf^tn Xtfttnlanbt. 39 Storbfee^Auften t>om iOftcn auS, 100 er beginnt^ nad^äBeften (in @((ritt tot Schritt nadi^folgt @r ge(it in Uintxi&nUu htf^uibuui, toic in ber Xufi^^Iung ber®ermantT(|ienlB&Ifet$ fid(vftien ton ben 9t{)t)>^if(f)en ©ebtrgen au0^ borf4)rettenb bi0 an ted iuperjie (Sube ber iDfIfee ^). £)a nennt er unter ben f&iif ^uptvotferßjmmen/ in bie er @ennantend JBemol^ner tintl^ilt, juerfl ben Stamm ber SSinbi(er unb ii^lt }u if)m I»9t}&g(t4i atö einzelne 3n>etge bie S3uygunbiohen ^ bie S3a« fincr, bie &riner unb ®uttonen '). £er jtpeite biefem iiiii2(^fi*n>otfnenbe®tamm n^aren bie 2lngä))Dnen unb 3n)eige imi t^en bie ßimbern/ S£eutonen unb bie SSölfer ber <^ucfn. 9lur fo rotit i{i f&r unfern imzd be6 ^(iniuS - 9a^d^t wn SSic^tigfeit ^ ®ein Sinbiters @tomm/ ber nad) i^m ben &{tli(^flen Z^il Oermaniend im S3e{t^ ^atU , ftnb <Ru{lenben)o(ner ber £)jtfeel2nber. 2>arauf weifet aucf^ f(|^on i^r Siammnamt, bea Zacituft SSanbalter fc^reibt 0/ beutlicb bin ^). @r n^ar ebne Sweifel eine allgemei)te @tammbe}ei(bnung/ unter wUber bie einjelnen än>eige ibre eigenen ^6(femamen no(^ fort^&bTten, entlebnt auö l)er eigentbilm(id[ien fi3ef4^affenbeit be< SanbeS/ melcbeS bfr @tamm im ®angen ald SBobnft^ einnobm; benn bie (Srfcbeinung iji nicbt fetten , bap bie B&O^ ftcb na(b ber 9latur beS Sanbeö benannten , xoi\i^i fie beiDobnten. Sntßanben mar er in uralter 3eit/ aU baS Mijioeigte 8}6tl!ergef(ble(bt bie aReere6n>anb ober bie @eeir fttften befegt bi^It ^) , unb er blieb au(ib nadbmal6 no4^^ aU bie oerfcbiebenen Steige in anbere Sänber (Suropa'6 aui«  1 ) Plin. H. N. L.' IV. c. 13. 2) „Germanorum genera quinque. Vindiliy quorum pars BurgWicIioneSy Varini, Caiini, Guttones/' L. IV. c. 14. 3) Tacil. Gcrman. c. 3. 4) Sartb 2)etttf4lanb$ Uraefc^tc^te $B. I. ®. 109: ,,a$enb ober Sanb \^yt im 2Cltbettt/(^fn ^äfle unb a^lrec.'' lSi($eIm (Serman. 6. 87. „9{o(b K4t ^tft bei bem gemeinen JDdnen Wanded bieCflfee. Sa&bal»r »dren bemnacb 9)teeronmo$ner ober Mflenbetpo^ner.'^ «^) C^n TVuriy. Germ, c 2. }^\tt bie 9la(^i:i(bt, baf au(| ber Xoatt Vandali unter bie vera et antiqua nomina gei&^ff werbe. 
40 9nntu0 tut bU S5aUircf)en JtäftenUnbe. YDanberten. (59 Ufkitist fic^ bi^fe Seutun^ beS 9lamen6/ wenn mit nilf^er auf bte Sßol^nft^e ber einjelnen Steige l(){nfel()en ; benn e6 ftnbet ftc^ in ber ^at aud[i bie entfd^te« benfle Uebereinfiimmung }n>tfd[)en ber £)ertlt(^feit beS San^ be6 unb ber SSebeutung ihx^i aUgemetnen ®tammnanien6, ba fte fimmtii^ Sderoo\)ntx wn ^uflenlJnbern ftnbi jDit SSariner^ audb ^If^arobener genannt, unb 6ariner burfen n>tr unbeiwetfelt im SffecflenburgtfclKn unb in @(bmebifd^s9oms mern fu(()en, mo ber ^(uf ^atnoto, SSameminbe unb meiere £)rtSbenennungen i^ren tarnen aufbel^alten iaUn. £)ie IBurgunbionen lagen im ^uftenlanbe Sommern 6t^ Qegen bi£ SSetd^fel ^tn, unb lingd biefed @tromed bieffetts in 9)reu|fen herein bie ©uttonen *). S)iefe$ le^tere SSoIt Derbient fär un$ fonber äweifel bie ttteifle 93eac()tung. (SS ift t^on SBicbtigfeit/ baf mir :t)ter 3a$r^unberte nad^ be6 ^9tl(^eaS Seiten bajTelbe SoK noc^ in benfelbigen 9Bobnf[^en mieber ftnben, in meldten |)9tl[)ea9 feiner fc^on ermähnt. 2)aß ^liniuS ber bernfteinfammelns ben 2fef(ier/ bie jener ®eefal()rer fd^on fannte, nidjt roeiUt gebenft, fann mo^I feine$meg6 befremben, ba eS auf feine SBeife fein 3metf xoax, aUe einzelnen Smeige be9 großen S3inbi(er-@tamme8 ber Steige na^^ axxfiUih^Un, unb feine %bftc^t offenbar nur barauf binauSging; eine biqp a&gemeine UeberftdS)t ber 8S6lfer ®ermanien6 )u liefern. & leibet aber feinen Smeifel, bafi bie 2fejiier aucb nod^ um biefe Seit an ber JBernfleinfüpe ibre SBolfinfi^e l^atten »)• Dagegen fu^rt $lintud atö 2(nmobner be§ SßeicbfeU @trome$ auf er ben @armaten unb äSenebem nod^ jmei anbere SSilferimeige jinter bem Slamen ber ©ciren unb »g^irren auf *). @o t>erB  1) SSergt. Ületc^art'd G^arte Germania Magna mit dteiä)avV^ ©ermamcn @. 55. 61-. 85. SBir^flm, ®. 254. 258. 275. «art^ ». n. ®. 195 — 196. 2) Tacit Germ, c 45. 3) jP/i/1. H. N. L. iV. c 13. „Quidam baec habitari adVistuIam usque FIuTium a Sarniaiis, Venedis, Sciris, Hirris tradunt" yUntttl f^nd^t olfo f)ift atiöbröcfttc^ oon fremben ^tv\Ö)tm, 
yitnin« aber bte SBalttf^en ftftflen^anbe. 41 fi^tebett auäf von gelehrten Soi#ern bte SBo^nfi^e biefet SilKer bejetcf^net morben ftnb, inbem einige fte vom Suris fi^ ^ff an I2ng$ ber @eetu|te I}in btd an bie Sßinbau 0, tnbere mit mtnberer 9Babtfct)einIi4)feit an ber SSei^^felmän« bmig in ber 9{ai^barf(^aft ber ®uttonen mo^nen laffen '), un^ fo Dtclfiltig felbfl an6) . baräber geflritten n^orben i% ob fie immer In t^ren alten ffio^nft^en geblieben tinb bie nn»2ter ber 5tur(^nber ftnb >) , ober ob fte nac^malS bei ber Sanbentng ber ©ot^^en, biefen ftc^ anfdS^tef enb^ beim Ueber« gange Aber bie 2)onau unter bcm ttfoa^ veranberten 9Iamen ber .^erukr tt>teber l(^en>ortreten unb ein Sweig ber 9tugier ftnb % ober ob fte aud \\jxtn alten SBo^nft^en an ber Suis linbtf<!(^n Sin^t nacl^maM wenigflenS )um Steile audn>an^ bemb/ in ber ®ef4)t(t^te fübUc^er S^nber n>ieber erf^^einen unb unter anbem mit iDboaferd <^eerl(^aufien nadj^ Italien }ie^n ^: fo ift bo4) ba9 ganj unbeftreitbar^ bafi fte auf bie na^folgenbe ®eftaltung be6 SB&fferlebenS in .9>reuffen ntc^t befonberö eingewirft unb bag fte mit aDen oon ^(tniuS genannten XnmolSinem ber jDflfeetufien jum großen (Suet)i$ fd^n Solft r @tamme gel^ftrten, ber ft^l in feiner ungetreueren Xuftbe^nung von ben innem beutfcf^en ®auen be< SXainS tinb ber £onau biS an bie £)fifee unb felbft nodE^ aber biefe ^nau9 erflrecfteO. ^emnac^ umfaßte biefer mdd^tige ®ue^ l)9tei4art auf feiner (S^ane Germania Magna; 9or|dg(i4 £)r(oltn<f i in feinem SBerfe: »incent Jeabiubef dberfe(t von ^inbt 6.149. 2) SB i (beim auf feiner .Cbarte iu r<Kinem Germanien. ^^Ibitt a. a. C &. 116 er&Art mit «^rbuin ebne »eiteret ben 9lamen Hirri fir eine ffblerbafte SBieberbotung bed 9lamend Sein. 3) £)rfo(in<!i a, a. S^. Upha^^n Parerg. p. 184. 0ff&at (tcb ia fcttfamen «^tP^tbefen aber bie ®€iren/ toiU biefe aber 9on ben fpdtem Svronen unterfcbieben »iffen. 4} 9Bie SBilbelm meint a. a. O. ®. 267. — ®ubm in Teiner Ocfibi^te ber jDAnen x^QA)t bie @ciren — Idcberlicb genug •:— fogar ju Sftcfen unb bie «girren ju »^rrren. (!) 5) Jornand, de reb. Get. c 53 — 54. De regnor. succeM. p. 130 --131 edit. Lugd. BataT. 6) Tacit. Germ. c. 45 — 46. Sartb ». 11. €5. 175— i76. 
42 9iiniui Aber bie Idaitif^tn «Afienlanbe. i>en::®tamm auc^ ben Sfnbikr« Stamm unb beffen etn)c(ne fBi(fer)tt>etge unter fic^; ob aber a\x6^ baS SSoR ber Sene:? ber, tpehl^ee |)ltntud ben Seiten unb «girren benachbart nennt/ nod[^ }u bem großen SSilfer^ Stamme ber &uc^n }u rechnen \cp, baruber n>ar man fc^on im TUUxt^um niöft 0an) gewtf / toit wir ipitet fe^en werben. Xu^er biefen SS&Ifem am iOfifeegejiabe nennt aber 9tmM au^ ned) bie wi(t)tis|ten Strbme, mi^ bai Sanb bur((»fc^neiben/ unb auö} t)xtUx gel^t et Dom £){len na6f SBeftett fort. 3C» ben entfemteflen im iDften (ennt er Un Strom ®uttalu60- 9Xan l^at t>te(fd(ttg gefragt: mel^^n Strom Vilnius mit biefem fremben 9{amen ^be bejetc^^nen woQen? ^an nannte in ft&f)txex Seit aU folc^n bte £)ber*), n>ei( e« befrembete, ba^ DUniuS biefeS Strome^ unter ben übrigen hicl^t enoa^int ^aben foQte, ba er ben 9t6mem ioä) fi^ttüd) n>eit betannter fe^n mußte, att jeber anbere mef^r bftUd^ fiiefenbe Strom. 2>agegen aber war ju erwiebem: SSBie .fonnte 9>(iniu6 gan) wiber feine ge? tohf)nUä)e £)rbnung iuerjl bie £>Ux, bann }uräcfgel()enb bte Sßeic^fel/ unb nun bie iDber uberf)>ringenb bie Slbe in ber Steige feiner Str(me nennen/ ba er fte bod(^ offenbar nadf if)tzx Sage auf}U)jli^len fd^^eint? ^) 9Ran rietl^ ba^er auf einen mebr (filic^ fliefenben Strom ^), ba(b auf bie SRe^  aiei(^arb &. 20—21. Subeti ®<r(bt((te hei jDeutf^en f&oVti. fß.L 0. 176 — 177. 471. 1) Plin, H. N. L. IV. c 14. Amnes clari in Oceanum dcfln- unt: GuttaduSy Vistiilus sive Vistula, Albis, Visurgis, Ambius, Rhe- nus, Mosa. 2) Ciuocr German. p. 722. 2Cber Ott(^ fc^on Boguphal Cbron. Polon. ap. Somntersberff Scriptt. rer. Siles. T. IL p. 20. fagl: per Oderam seu GuUalum. S^^uttmann Unterftt^ung wtx etmge norb. «6rter ©. 39. 3) ^Xtiliß^ fügt Soh'nus Polybist c' 22. De intemis eins (Ger- maniae) parlibus Albis, Guttallus, Vistula, amnes altissimi pra^- cipitantur in oceanum; allein &QUnui entttpixte ben yiintui/ toeö^alb auf r«{ne Orbnung loentg ®e»t(bt )tt legen fe^n m6(bte. JX&d)lbhet 9^orb. ®ef4i<bte &. 120. 
9linin« fiber bt^ SSaUifd^en JtfifienCanbe. 43 md ober bie »u^*)/ ba» auf bie Xtte*). Xm »a^ift^^eirb li^flen iff, ba$ in alter 3«it bcr ?)re9el, ber btc «De emi^finst, ben 9lamen ©uttalu» führte, benn 9)lmiu« be* jranjft fein ©etihanien feinedweg« bei ber SE3eidi)feI, fon^: betn er htmt auä) nix^ ojhvävt^ boft biefem Strome @€x» nanifcl^e »Mfer. & xoo^nUn, »ie wir na*^in fehlen wer* ben, ®94en bi« m ben Dregel ^in unb e» ift fel[>r »a^r^: fc^tnltc^, baf ber 9>re9el atö ®rin){irom iwtfcl^en ben 9ot^ unb SCejitem ben Stamen ®uttalu$ fül^rte, benn offenbar li^ngt btefer 9lame mit bem ber ®uttonen {ufam« «en. — ») SBeit befif mmter nennt f>Imiu» ben ©rdnj^: Ifarom 9)reufrend gegen SSBeflen, bie SBeid^fei, bie anäf f>oin)>oniuJ ^la f(bon fannte, nur mit bem Unterfd^iebe, baf . btefer i?>n für ®ermanien8 ®rinje nimmt, wi^renb jener Ite btS an ben ®utta(uö retdE^en I^fc'*). S>H £)fifee fddeint 9)ltntud nic^t unter einem bad ©anje bejeicl^nenben ®efammtnamen gefannt ju l(^aben, benn fein nirblic^er iDcean^ umfaft o\)m 3toeifel noc^ weit me^r 1) SSetc^atb'g erwarte Germania Magna. 2) Bavtl) 33. II. ®. 40. 3) SBdrc ouf bcö ?)rdtoriu8 9lacf,ii4t in ben Actis Boruss. T. U. ©. 900: „)Daf noc^ ju feiiwr 3eit "bie jc^ige SRabcaui^c unb e^atatttfdbe <S$pta(be oon ben 9)reuffen, bie in Zubauen, ©altnben, Slttt^ngen; 9)oniefan{en »o^^nen, iumat Don bem gemeinen fBoife bie Clatbifcbe Gprac^ genannt wirb; »te benn noc^ bie 9labbauer/ &i^ teuer 9on benen in 9'^at^ngeh, ^amCanb unb bei J^Önig^betg^ubben; be<alei4fa aud^ bie 8itt$atter unb 9{euffen no4) je(o ®nbben ^if en, baf alfo i^ eptad^ no^ hie ©ubbif^e, ba« ifl ©ot^tf^e Gpro^e (eift'' — irgenb oid )u ^Iten, fo to&vU aucb biefed etn>aö ^ur Srfl&rung be< Hamenl iSuttalui beitragen. S^unmann Unterruc^ung ober einige Qord. S6(!er @. 39 erflärt^biefen 9lamen burc^ Gotha älf, ber ^uf >er Sßiten ober (Sotten; Hie ober La bebeute ein ftiefenbeö SBaffer. 4) jP///i. nennt ben ©trom Vistillus sivc Vistula. O^ne äroeifel ratie^nte rr biefe Berdnberung bed SRamend au^ ixoti »erfc^iebenen OueQen. jDie ' Untere S'orm aU bie gem$t)n(i4e gebraust er f4|on L. IV. c. 12. Ztiäf Pompon» Mela L. III. c. 4 nennt i^n Vistula. Am" mian, Marceüin. XXXII. 8. bagegen Bisula, SoUnus Viscia unb VIsda, Ptolem, O'ui'oroiJAÄ .5) PUn, L. IV. c. \X Oceanuft septentrionalis. 
44 9t<ntii^ &btr bte Sa(ttf(^ett XäftenlanOe. xM bte S)ftsi unb 9{otbfee unb begreift ibzt^npt ,,alk^ SReer^ tüehi^ed t>om $o(arfretfe an meftlic^ unb nirbUdb wn Storwegen liegt/ mitl^in ba$ <St6meer.^).'^ Snbeffen fanb 9(iniud in feinen flueOen, in benen man il^n dngfUi<^ IS^rumfuc^en ficf)t, avt^ nod) mancherlei anbere ^amm fix btefe9 SReer. ^uataui nannte e6 ^mald^iunt; 9>^i(emon bagegen gab if)m bie Simbrifc^e ^Benennung SRorimantfa, fo Diel bebeutenb aU ,M^ tobte 9ßeer/^ Sßeiter nad^ 9tor« ben \)\naM f)k^ e6 ba$ <Sronifc^e SReer^. Unter bem (So^ banifc^en 9ReerbUfen begreift 9(iniu6 fo menig/ afö 9Ke(a ben ganjen Umfang ber SSaltif^^en (See, n^ie oft be^auf^tet iflt*): t)ielme^r Derjte^en beibe barunter nur ben ®unb, baft jle^ige ^attegat nebfl bem grofien unb {(einen S3e(t. (fben fo wenig ge^iört beö $ttniud 69(i))enifc^er ÜReerbufen an bie ^äjie ))on 9>reuffen^); er bejetd^net mit biefer S3enen« nung ben Sligaifc^en fi3ufen unb bie barfn (iegenbe 3nfel SatriS ifi ol(^ne 3n>eife{ feine anbere aU £)efe(. 3n gleicbcr Sßeife fanii bie bebddi^tige Sorfcbung in beS ^liniM @t^ tanb SRerigon fdt^werlidSi mebr bie ?)reufrif4>e SfelS^ring ftuben^ n>ie megen j()n(i(I)en Jl(ange6 bed 9lamend frulE)^r gefc(^eben ifiO- @^ ift <^uf^ fl^t^^ bewiefeU/ ba^ Sterigon 9lormegen bejeidfine •)• Sioö) mir eilen gerne üu^ biefer trocfenen 9lamenreil^e ffinmeg/ um ein Selb rei^^erer 93etra(^tungen ju betreten. ^ l)9leic^ai:b@.238. i'/iVi. L. IV. c. 19. gebraucht inbefien btc SB€2ei<bnutt9 Oceanus septentrionalis anä) fptcieU fäi' bie 9(orbfer. 2) P/i/i. L. IV. c 13. Stei^axh 0. 235 — 236 erioäbn* fÄr bad Marc Cronium ber 2Cb(eitungen oon Kronos b. U Satiimus, att ®ott ter Jtilte, obei; von (9r6nlanb unb nennt beibe finnig. Uni ge» faUen beibe «Verleitungen nicbt. S3ir m6(bten mit SBartb S3. I. ©. 152 ben Flamen lieber oon Croinn, Crunn, Cronp! im S^tinbifcben f. 9. a. bie!, geronnen abieittn, fo »ie aucb Amalchium eius gentis lingua significat congelatum. 3) ^artfnoc^ U. u. 91. $r. 6. 5. ®46ning 0. 51. 4) Sinus Cylipenus Plin, L. IV. c. 13. 5) Bajer Opusc p. 433. 6) Cluoer p. 140 — 141. ^(^bntng 0. 94. ®u$m S. L 0. 102. aiei^arb 0. 179. Sßt((felm @. 341. 
Staunonia. 2CbaCu^. SSaftUta. Sfertcta« 45 Senn man ton ben ffü)ipi\\^tn ®ebirgen l^etäber fommt^ fagt 9limui^), foUen bort meliere 3nfe(n liegen^ beten Uta? men niö^t befannt ftnb. 2)o(^ $imiu6 berichtet/ bafi bte eine r»on t^nen, ocr @(9t^ten (iegenb ünb nur eine Sage^ f(^tff«^rt oon &^tf)Un entfernt, Staunonta l^et^e; an fte loerte um bte Sru(^(tng6ieit Don ben gflut^en beft 9Reere6 ber Sern#etn au€gen»orfen *). (Somit erhalten n^ir ju ben uns f(bon befannten {Benennungen 3(baluö unb fBaftleia für bte norbif(be jBernflein ;: 3nfet einen neuen Sflamen Staunonia imb }war aud einer dett, bte gegen brei ^af^t^ ^unberte 2(ter i^ aK ^Itniu^, benn Sim^ud roat ein Seit^ genofie beö 9)9tl^ea$ oon 9Xaf|t(ien. 2>iefer 9{ame Staunonia aber mu$ um fo me^r befremben, ba berfelbige Simdut bie norbif^K SSernfietn^Snfel <tn einem anbem iDrteO au^ Saft(eia genannt ^atu, o^ne )U enoä^nen, baf feine Staus nonia unb SBafUeia bie nimlid^^e SBernjieinsSnfel bebeuten. Unb um ba6 2)unte( beft 9l^tbfe(ö noc^ }U oermebren^ fu^rt 9)lintud no(^ einen oierten Stamen auf. ÜRit^ribateS er« Ifi^ltt it^m: an ^®ermanien6 ilufien liege efne 3nfel/ welche bfericta Itiei^e; fte fe^ oon einer 6ebersSSaIbung bebedt nnb Mn biefer S3aumgattung traufeie ber SSemflein auf ba$ ®eflein nieber^). @omit ftel()en alfo oier 9lamen för bie norotfi^e Semfietns^nfel ba: Slaunonia, Xbalud, fiSa» {tieia unb iDfericta. & ift feit alter 3eit aUa, xpai ©elel^rtlE^eit nnb  1 ) Plin. L. IV. c. 13.^ 2) jPiiit. I.e. IiKuIae complures sine norainibus eo situ tradun- Uu*. Ex quibus ante Scythiam, quae appellatur Raunonia, unam abesse diei cursu, in quam veris tempore fluctibus electrum ejicia- tnr, Timaeus prodidit. ©o Xitft bie 3fuggabf oon «farbuin. 3) iS< ift bte eteffe bd PUn. L. XXX VIL c. 2, wo ber Bericht M 99t(feai mttget^tt unb borni bin^ugeffigt toirb: Huic et Timacus credidit, scd insulam Basiliam Yocavit, biefetbtge Snfet ndmti^, toe((^ 9l^t^aS Abalxu nannte. 4) Pttn. L. XXX VIL c. ^ Mithridates in Germaniae litoribus esse insulam, vocarique eam Oserictaniy cedri genere silTosam: inde defiuere in petras (succinnm). 
46 Staunontu. Tibaiut. SSaftCeia. £)fericta. r @d^atffinn aufzubieten vermag , in fBewegung gefegt xoou ben , biefeS nounberbare 9tit()fet ju lifen unb ben 9lamett fBejtel&ung unb Sebeutung ju geben. 2)afi fXtntud ober feine £lue&en mit biefen {Benennungen nicbt bte ©lefTarien^ gletcbfaUd StlanbC/ mld)e fi3ernfiein lieferten^ wie fc^on ibr 9lame bebeutet ^ \)ahm bejeicbnen n>oDen^ bartn voav man etnoerfianben/ benn btefe t>erfe^t er felbft auSbrutflic^ in§ beutfcbe 5Weer ober in bie Slorbfee^. S^ft ^^^ fr einig mar man in ber 7innaf)mt, ba^ bte eine ober bie anbere biefer {Benennungen auf bie IBemfteinfufle @amtanb beute. 2(ber mober bie frembartigen 92amen? SBie foUten fte erKart merben? SBober bie eine Snfel unter mebren, fo Derf4iieben lautenben ^Benennungen ? 2>iefi maren bie ^a^ gen^ 9on'meI(ben bie Sifung be$ 9{^tbfetö abbing unb f&r fie fanb man nirgenbS genugenbe 2(ntmort. 83teDei(bt aber gelingt bie Ztx^hfnnQ, menn mir einige Umflanbe unb tieu b^Itniffe berutf ftcbtigen/ auf meiere bie bidberigen Sorfdl^ungcn nic^t befonber^ g^acbtet t)ab(n. @cbon in uralter äeit nimlicb wax^ in @amlanbd meftlicber ^äflengegenb ^ ba mo nodb ie^t ber fi3ernflein in gr&^ter SuKe gefunben mirb/ ein billiger ®6tterftg/ mb bie fi9i(bni{fe breier ®6tter in bem Stammt eineS b^ilig^n Sidbbaumd tbronten. @ein 9tame mar 9tomot)e. 3ug(eiib aber ioax biefer beilige' ®6tterft^ au(b ber SBobnort beS oberjfen ^rießer^ unb Slicbterd beg !Bo(Fe9/ von metcbem in g&ttlicben unb meltltcben S)ingen ©efe^ unb £)rbnung, S3efeb( unb 9Iegel ausging. ?C(6 jtl^er mar er ber .^err^ f4^erort, ber ®ebieterft|, ber iOrt beö ^errfcben« unb be« Stegimenti; baber nannte man if)n auä) 9tt(aito, Slifajotb unb SRifta. 2Cl§ ber beiligfte $unft be6 @i(anbeS — mte benn @am(anb lange Seit \)in'butdf immer M 3nfel tfi be« trac^^tet morben — burfte er t)on feinem gremMinge betre* ten merben; fein Fußtritt ga(t für gottlofe (Sntmei^ung unb mufite mit bem Seben beS @&nber$ gebfifet merben. 1) Plin. L. IV. c 13. 15. In Gcrmanicum roare sparsae Gles- sariae, quas Electridas Graeci re(ientiorcs appellavere. 
Staanonia. Hhaiut. SBofiUia. JDfecicta. 47 JDtefeS ift bat Sint/ tpai toix ^itx ju betrachten ^Un^), XM Xnbere aber, toaS n{(|)t unbeod^tet bleiben batf, tf} ber Umftanb, baf ed ntdt^t bloß ®ne(ben n>aren^ weUde Dliniuö bei feinen iRacbricbten übe? bte norbifdt^e JSemflein« 3nfel bentt|te/ fonbem ta^ bie Seri(^te bed 9)i^tbea6, bed Ztmauö unb SRitbribated aucb fdmmtlicb in ber ©necbifdf^cn ®pradbe abgefaßt waren. 9lun i{i mit b&cbfter SBabrfc^einHcbfett anjunebmen, bflf 9>9tbea$/ um baS wabre aRutter(anb bed jSemflein« iu erforf<ben/ bid an @ainlanbd bemfteinreicbe Mftt felbft Setommen fe^. 7(uf feine Srage: wie ber 9{ame biefer Xufie fep? würbe ibm wabrfcbeinlic^ bie TCntwort ertbeilt: man nenne biefen iDrt 9lomot>e/ bamaK vieKeicbt 9taumct>e ober SlanmoDien. Tlixi biefer {Benennung aber entflanb entioebcr fcbon bamaß bur^ feblerbafte 2Cuf}eicbnung be< 9^ti^a^ felbfi/ ober burc^ nacbmalige feblerbafte 2(bf(breibung ber t>erflümme(te ^amt Staunonia^ wie wir ibn burcb |)Ii^ mud erbalfen baben *). I93ei weiterer SrFunbigung baruber^ »aS btefe« 9lomot)e eigentlt(^ fep, warb^ toU eö fc^cint^  1) jDie 9la(bioeifung<n ober Ueftn ®6ttrrftt, ba< 87omot)e m e^am« taftb, iaberOcgenb, »o ber (eilige Xbelbert erf^Iagen würbe, (tnb t^Ui ia ber Setlage nro. II. , t^etld fpAter in bem Kapitel aber bte 9{eligton ber atten 9reuffen gegeben. jDort au(^ bie (i^rflArung be< 9>^men< 8?omooe. ^ ' 2) 2>{e mid)ttgFeit ber Sedart be« 9lamen« bei ^Itniu« ift no((' huaer im SiPfifef. 3n ben dlterit 2Cu<gaben Ia6 man ben Staaten balb Bannomanna (biefe Sedart fä^rt au4 bie TTutgabe oon «^arbuin T. L p. 768 an) balb Baunomanna, balb Bauitonia, balb audf Banto« niannia. «^arbutn na^m aber aüi «&anbf(brtften bie Sedart Raunonia Ott bie loa^rfc^inlt^ n(bti^fle auf/ erfldrte biefed Raunonia j[ebo(^ nic^t f&r ben 9tamen ber Snfel, fonbem ffir ben Ztfiil ©f^tbiend, vor weis 4em bie SecnfleiasSnfel liege, um auf folc^elBkife ben anbern9{amen iSafiCia ober fBaltia mit in Serbinbung ju bringen. Id Scytbicae illhu ]»Ugac nomen, cui objacet insula, non insulae ipsius, quam ex Coden Timaeo Baltiam appellari Plinius prodit. JBad äbrigend S a r tb 0. 0. C mit ber 2Ceaberung Rauronia gewannen baben will, ifl ni^t ab|ttfc^. Bei btefer ttnflcber^it ber 8edart M 9lamend wAre ti alf« mtfl mb^Ü^i baf itrfprflngli^ Raumovia im Ztxtt geftanben t^ttt. 
48 Slaunonta. Zbaiu^. 95afÜeta. £)recicta. Um 9Raf|t(ter UxiAUt: ei fep boö SHitaito ober bad 9tifta be§ SSoIteg, ber ^errfc^erort, ber S93ol()nfti^ be6 ®ebtetetß^ be« oberflen $rte{ierd unb Sttc^terS, be« (Sriive. TCÜ folcf^en bciet4)nete i^n nun ^t(iea6 auc^ in feinet ®rie(^tf4^n Spraye unb fugte bem ißamen Staumoioia bie nähere Säe^ 5et(&nttng ßaer<Wa ^inju^ ba^er auc^ $Iiniud ema^nt^ ba^ fjpt^^ea« bie norbifcl^e JBern jlein ? 3nfel «Jafilia nenne *). £)ine 3n>eifet foOte biefed ni4;t eigentlicl^ ein "Slam, fen^ bern nur eine nähere jßejeic^nung fe^n^ welche siebeutung jene« 9lomo9e für iai SSoK ber 3nfel ^abe ^). £)em Srembtinge würbe ferner ba§ 9tomot>e atö ein ^eiliger £)rt, a(6 ber ^eilige SßoH^nft^ bed ®ebteter«; atö bad ^eilige dit^ latto ober baö l^^eilige Slifta beitiö^mt Zie 93e}ei(^nung ber .^ei(ig!eit trug ber ®xu6)e bnxd^ feine ^pxadfe, olfo in6 ®rie4^if4^e. Aber: ber 9lame Sltfaito ober 9ii(ttt blieb M fremb ,unb bem SSolfe eigent^umlic^^ unoerdnbert^ unb e6 entftanb in folcf^er SBeife ber b<^tb ®md)iid)c unb ^(b auSlinbifc^e 9tame 'O^of-Ricta. ba^ Osericta beS 3kitf)vU bated bei 9)liniu« *). enblic^ mußte wol^l jeber gremblfng, fobalb er an ber n>ef[(i(|ien ^ufle @amlanb6 lanbete, um fo mel^r auf bad ]l)eilige 9tomot>e aufmerffam Qtmad)t mer^ ben^ ba e$/ mie enoi^nt^ fein Seben galt, menn er ba< l^eilige ©ebiet Utxat unb ba< «^eiligtbum burc^ feinen Suf entwei^te.^ 6$ war ja felbjl für bie ganbeSbewo^ner, t)iet mel()r no^) fAr bie Srembtinge ein unjug^nglic^^er iDrt. %li ein foI4)er warb er gewiß und) bem @eefa(^rer |)9t^a< bejeid^net unb uberrafd^^enb genug erHJrt unS biefer Um^ ftanb aud) no4^ ben 9Iamen 2Cba(uS, webten 9)^tS)tai feiner 1) Plin. L. IV. c 13. Eandem Pytheas Basiliani nominat 2) SDer 9lame BasHJa tft alfo ni4t blof „ftatf qticifixt," wie tBft^elm ®. 329 meint, fonbern er tfl offenbar oöaig grietbif^. 3) IDaf ^it^tihatei in 8lfi(eft<it ber oeograp^if^en Za^t feiner Bem|iefns3nfe( £)fencta oon ben äbrtgen IBertc^ten inrofem abweist, hajß er fte nt^t in &tt)t^itn, fonbern in Germaniae littoribiu fnbet, fann nid^t beftemben , ba ja Pi'"- L* IV. c 14 burc^ feinen 9utta(ud, Meiallh 3 unb Tacä. German. cl. (Germanien no^ ftber bie IBeic^fcf auöbebnen. 
gtannonta. Tlbalu^. l3aftCeia. DittictCL 49 Semflem^Snfel ^Uht, Um ofenbat ift bUfe Ißenetifluiig eben fo tote SaftUa attS bem (Srie^tfcf^en entjtanben. Ibai Aried^tfi^e SBort 'Aßfß)jXo;, t>on einem £)rte gebrau^^t/ fO oiel bebeutenb aM betd'g, gemeibt/ für Sti^fgcwetbte un^ jttgingltcb/ bietet ficb int QMixunQ M ^ameni tbalni 9on felbß bar unb biefev be}etd()net bemna<|^ nld)ti anbetet, att btn für Ungen)eibte iinsugangticben £)rt beS uralten {^iligtbumS. 3n foldj^er SBetfe m&(bten bte Stamen fkava mooe, (9lomot)e — 9launönta) unb baS b^iHge SKfta — Dferlcta — bie a(tfaml^nbtf(b^n, IBafÜta aber unb TßxAni uberfe^te . ©rtecbtfcbe S3enennungen ber jBemfletn ^ 3nfel @amlanb fepn ^). @te b<^ben alle tbre Sejtebung auf ben betltgen ®6tters unb ?)riejler5@tfe an ©amtanb« weftticber Äfifle *). ^terau§ ergeben fub aber einige för VreuffenS altiftt 9efd^t4ite nt^^t unwichtige Folgerungen. 3um erften ndm? It(b gebt aud bem allen bert>or, baf fcbon in uralter 3ett an @amlanbd wefilic^er SSemfleinfütfle ber alte^ beilige' Mttctjt^ (u ftnben n>ar. @d^on bunbert unb in)an}ig 3ab^e vor (Sü^ti^i ®eburt marb er bem Idnberfunbigen 9)9^ Ibea^ unb faft um biefelbige 3eit au^ bem ^idlier Xim^u9 unter oerfdS^iebenen 9lamen genannt 3m 9Runbe ber Sremblinge gab er ber ganjen ian\>id)aft , bie bamalS ftet« 1) &cmit^ben f!(b äuglet^) au(& aUe SQiberfprfi(^e, hie man hUt %tt in bcn beiben &UVitn hti 9){intud L. IV. c. 13 unb L XXXYII. a 2 fatib, tn^iinher in brc txften &teUt fagt: Zimävii nenne bie Sern» fkia<3nfel Ra n^j p .i , in ber swetten eteSe bagegen behauptet, baf bie Snfel oon 2ättdu0 Basilla, oon |)9t()ead aber Abalua genannt »etbe, obetetc^ er oon biefem L. IV. c 13 au(b mieber onföbrt, baf er fie Basilia nenne. 3n fotd^ SBeife »dren alle ^^d^wterigfriten bi* fertigt, »ercbf ©«(öjer ^lorb. ®ef(b. 0. 22—23 in ber GrWning M 9lamen< Abalus unb 9Bt((^e(m ®. 329 in bem Serfu^e fanb, bicfe fo oerf^iebenen 9tamen für (Sine 3nfe( ju oereinigen. 2) Ainnten wir annefimen, baf in be< fhpt^ea« Sericbt ade vier Seieicbnnngen ffir bie 9em0ein < 3nrer ^urammen geflonbenunbSimditi unb Oli^bate< fie aud ibm entlehnt Httm, fo bilrfte bort geftenben Ifaben: PetvfAOvuij o^rof Pr/cr«, ßfictriAcMc« ot/3«ß)}Ao< (eontr. «3iy^4 •c- To?ro^) I. * A 
50 Xacitu^ ftber bte SBaltifc^^ti JtftfienUnbr für Mti (Sxlanb galt, in ber alten SBclt iSamen unb SBe^^ fanntf4^aft: Sunt jweiten gewinnt l^ierauS ber 9tti\Am^t I M |>9tl&ea< nodj^ me^r an innerer ®(aubn)ilrbtgteit. 9Rag er nun toittli^ felbfi, n>ofdr ber ®runbe t)iele fprec^^n, Jbi< an bie ^tifle ©amianbd gelommen fe^n ober andf nur, wie anbere meinen 0, bte SBefer ober ^6(|^{lend bie @(be gefe^en l^ben, fo tfl boc!^ fo t^iel in feiner SSeife )u bc> Jlreiten, ba^ er wn $reu{fen^ befonber^ aber wn ber JBemficin ^ 3nfel @amlanb iiemlii) ftd^ert JCunbe ^tte. 3um britten ifi eö wol^l fc^werlicl^ me|)r }u bezweifeln / baf a IBemflein aM @amlanb war, mit weI4^em man in SRafiilien «^anbel triebe ben man in @icilien tannU, ber in 9lom jum iSurud unb ^ur 9)ra4^t biente, felbfi beoot nod^ iener 9l&m tfc^e Slitter nacf^ 9>reu{ten gefanbt warb. 2)a^r anä) Siobor ber @icttter jur 3eit S^fard unb Vu? gujlS bie S3elf)au)>tung audfprad^/ baf fonft nirgenbd auf ber (Srbe atö auf ber 3nfel S3a{tleia S3em{lein gefunben werbe '). Wfo warb auc^ ni^^t erfi )u 3(ugu^ud Seiten bie SSemfieinfufte @amlanb« burcf^ ben @rbbef4^reiber Sionpftu^ ft4Kr befonntO. @o weit be(eu4itet baß aucf^ }u |>liniud ätit immer no4) Sp&tli^e iiö^t ben 92orben ber Srbe. SSielfad^ burcf^ feine fluellen jerftreut, balb }U ber einen, balb wieber )u ber anbem üReinung fräl^erer ®e(e^rten |itnge)ogen unb ba$ bur^ aufer @tanb gefegt, felbft eine eigene ftare 3(nftd^t ju faffen, weif er nur baS (Sine gewif, baf ber IBernflein auf 3nfeln bei norbifcf^en £)cean< gefunben unb t)on ben {Barbaren ®leffum genannt werbe ^). SRit bem dhtbe beß erflen Sall^rl^unbertS unferer Qciu  1) Go Sof , mit oben geaetgt tft 2) Diodor. L. V. c 23: £1$ raJrs}y (sc. Ba^r/XcMtv) i xXJSmv ficinf; ^«ivofACVOV. 3) flUte 0of in f. 2Cb(KUiUttng aber bie alte XBeltfunbe a. a. O. e. XXXm. be^uptet 4) PUn. L. XXXVn. c 3. . 
Sacitn« ibet ^ie Saltifc^en Jt&fienUnbe. 51 iK^nng ober t^at ber ®efid^t(|^tfd(^et6ev 2acitu^ in feinem SBerfe Aber £)eutfd()(anb touUx einige ^eSere JBIicfe mel^t Obtt bie S^nber be$ 9lor^en6. 3l^m waren onbere iQueUe^n ge&ffhet als feinem SSorgtlnger |)tin{uS; jubem war au^ fein 3me!( weniger S^nberhinbe, att @ittengef(|^i((^te ber fB6lfer, bie er unS tennen le^rt ^kan l^t ni^t ol^ne , Srunb oermut^t, baf ber emffe ©efcbicf^tfd^teiber feine ge^ naueren 9)ac^rid^ten }um Steile wn Stimifc^en fBeoba(|^tern fiotte , bie felbfi bie ginber ber iOßfee befudj^t^ benn alier^ • bingS fc^einen bie unb ba i^m Augenzeugen bie ^atben }U feinem SSilbe bargebaten )u l|Kiben. kv nennt bie @uet)en als ben Solföftamm/ ber gu feiner 3^it ben^ gri^ten Sbeil ber norbif((^n Sanbe bemcbnte. @o unbefitmmt unb bunfel au^ tmmerl^in ber 9lame unb ber uifprttnglicf^e ®t| biefe< mi^^ttgen fBolKflammeS bleiben mögen , fo ift bo(^ unbe* ^itbar, baf er feiner SSilbung na^ 9iotbbeutft^nb ju^ geb&rt, unb Sacituö (elbfl (ennt nod^ mandbe fetner n&rbi: liciien anzeige unb befd()reibt fte nacb ibren SBo^nfl|en, wie na4 ü>^^ @itten^). ^df im Siörben, im £)cean auf ScanbinavieU/ obgleich er biefed ^mtta n6rbli4^er Sanbe no^ niäft txxoifyfit, gebenft er ber ^otte ber @uionen^ biefer alten fiewo^er @c^n>ebenS unb fcl^ilbert il^re Sitten unb Sraudj^e ')• S$on bott^er gel^t nun ber große ®t^iäfU fil^iber an DreuffenS itüfte {herüber, rfll^n bed @net>tf(^en ateereö, ber ^ftfee, red^tem ©eftabe/ fagt n, werben bie Bttfer ber Xe^per befjpult; intern SSraud^e unb i^rer Xraddt na4^ finb fte ®uet>en; ibre (Spraye aber fieljit ber Srttan« nifi^ niffex. @ie berel^ren bie SSutter ber @toer. diwai Xtt«ge)ei4)neteS ibre« ®Iauben< ift, t)a^ fte (Skftalten t)bn  1) TaciL German. c.39 seqq. 2) TaciL German. c 44. 2>te Oftpre nennt et baih We^tmeg Oceanus, Mb Mare Suevicum, weil an tbver MfU (auter ^ttcvifcbe 85(!rr »obnten; Stet^art 6. 237. 2)o<( foS naä^ anberer 9eUbrt€n Steurang »td^t bie SSee oom fBoflk, lonbeni bad X^olf von ber 0ee — eami, ekwe, ba< 9)leer — ben 9tamen erbatten baben; f- (üben 9fr4i(bte be< 2>eutfcben Solfed ». I. 0^. 64t. 4« 
52 Sacttue ihtx bie SBaltif^eti 5tft{lenlanbe. abtm tragen. Soldfti hUmt tl^nen jlatt äSSafen unb ieg^: liefet @4^U|we^r unb ft(|!ert ben S3ere|irer ber ®6ttin au(|^ unter Seinben. @eUen tfi beß 6tfend, l[)juftg ber ^ule @kbrau((^. ©etreibe unb anbere filrä^^te bauen fte mit nie^r Vnfhengung/ aU nod^^ ber bei @ermanen gen>&^nli(^en Xr^g^eit. Xber aud) bat Sßeer bur4^f)>ären fte unb aOetn unter aOen fammeln fte ben ißexn^tin, ben fte felbfi ®lt^ fuih — ®lai — nennen, auf ben Watttn unb am Ufec .felbfl. £>b ifyx jebocb bie 9latur ober bte iEunfi erjeugr, laffen fte nad^ ber ^Barbaren SBeife unerforfc^t unb unge^ pt&ft 3a er (ag lange unter ben übrigen Vutoärfen be$ Speere», bi6 unfere Ikppi^Uit x1)m bem 9lamen gegeben >). %&t ,fte o|)ne Shtgen tvirb er rol^ wn i^nen gefammelt/ un« geftaltet bargeboten unb üerwunbemb empfangen fte ben f)rei< baf&r. 2)af eS iebo(^ ein I93auml(iar} re9, erfennt man barauS^ baf gewif^e Srb^ unb aud^ Stögel^iere iftet bttr<!(^dEnmmem / bie t^on ber Slufftgfeit umgeben balb bei Ser^^rtung beS Stoffel etngef4iIoffen ftnb. ^ mh6)te btifyiib glauben, baf ftd^^ frudS^tbarere ®e^6l)e unb «^aine, mie im 3nnern be6 9Rorgenlanbed, »o äßei^rauc^ unb SSalfam auSgefcfiwigt werben, auä) in ben 8(lnbern unb 3nfeln bed 3Cbenb(anbed beftnben, n>o baS, toai bur^^ bie (Stral^Ien ber ndi^ren @onne ausgepreßt unb ^ufftg ge- madj^ wirb, in iai naf)e 9Reer fließet unb burc^ bie ®e- i»alt ber ®t&rme dn bie gegen&berliegenben JCußen ange^ fd^memmt mirb. Sicna man bie 9latur beS JBemfieineS burc^ Xnnäl^erung bed SeuerS prüfet, fo brennt er mie jtien^ol} unb n^lS^rt eine fette unb mol^Iriecf^enbe flamme, wirb bann aber }&^e mie 9)e4) ober «^arj/' ^ « ®o fpricl^t Sacitu« Aber ba6 SBoIf ber Ttefl^er, beren Sol^nftg bon i|im )n>ar nic^^t genauer be}ei4)net, aber fonber 3»eifel ®amlanb ift, ba ^ier feit uralter deit ber Cents itein immer in gr6ßtem 9iei(6t^um gefunben würbe. %udi)  1) {>. ^- ##bt« bttc4 Mmtf^e Ueppidfdt bie Vufinerframfftt auf %tt gf^nft toarb.'' Suben a. a. p, e. 476. 716. 
/ I  Zacittt^ Aber bte SBalttfc^en Jtftflenlanbe. 53 wirb man ^d^xoexUd) in ben Vclipem be< D^tl^eaS S>ftihx i^etfennen, bie fcf^on oterl^unbert 3ali)re jut>or bte Xufien« (anbe ber £)fifee bewol^nten. SSie bamatt bie jDfli^et baft Xa^^bamolf ber ©uttonen^ fo ftnb e^ an^ bie Xellper no(t^ }ur 3eit be< Xacitai. Qx bemerfet auSbrutflid^ : „ aber bie S9gier l^inau^ werben bie ®otonen bon JC6nigen be^rrfcl^t^ fc^on etmod fhrenger^ aU bie übrigen jB&lfer ber ©ermanen^ ioöf aber nod) niö^t mit ber f^rei^eit SSerInfl. SBeiter fort am jDcean ftnb bie 9{ugier unb Semobier. X>a^ (Sl^tn^ Ü^imli^ aller biefer S6lfer ftnb runbe @di^iibe/ (ur}e &^ro€ttex unb gegen Sthniie ©e^orfam ^). ^' Srei 8$6(ler begrinjen ^ier bie ®otonen in nad^bartic^en Sanben/ nadf beren 8age bie SBol^nft^e ber ®otonen ju beflimmen ftnb. ^tte ber ®efc^i(|^tfi^reiber ben S$ei(^fek@trom jur ®ran)s marfe genommen^ fo toärbe fein S3ilb ber SSblterlage o^ne 3oeife( unfjUi^ me^r anSSefiimm%it unb ^(arfieit gen^onnen l^ben. €r n>ar 3a]^rl[^unberte (ang bie Sotferf^eibe, benn bift ju feinem mefttid^en Ufer mo^nten Spgifd^e SolKitoeige^ £)maner ober ÜRantmer unb «^elbeconen hii H6)t an bie Seic^fel*)/ unb jtDifc^en i()nen na^^ 3(benb l^in baS fiarfe SoR ber IBurgunbier 0- SBeiter naä) SZorben ^in aber lingd ber @ee(ufle bon ber £iber ab bid an bie SRänbung ber SBet(^fe( lagen bie Stugier unb 8emobier^). 2>a nun in fol^er äßeife bon biefen SS6ltern baft ganje n>etfti4)e Sanb beS Sßeic^fel:: Strömet befe^t toar unb nodi^ übet baft  1) TaciL German. c 43. 2) TacU, German. c43,Pioiem, Geogr. L.1I. c. IL Btti^ütb 6. 79 f. X>€C IBe^uptung oon SBerfebe ober hitS&bVtn unb fßbtJUx» bfabnifle &. 241 / baf bie fBtittei* unb Ufermad , bie |)ne0mt unb M areifnerlanb bte XBobnf^ biefec fßttttx demefen^ febUn bte Se« »(tfe. 3) Piolem. L c 2)af bie Burgunbier (SBurgunbioneti) att(b auf ben ^(ben Ufer ber aBei<bfel 0efeffen baben, »te S3artb 8. IL e. 195 behauptet, xahi^U fcbioer suemeifen feyn, toentd^d loürbe biefei nur m ben fiblt^en ISrt(breU(9e0enben/ frtqoi tj)v xf^oAifv rov 'Ovi^oiSA« TTOTflciLtou {PtoUfo. TU, 5.) ber SfaU fe^n Mnnen. 4) Taci^ Germ. c. 43. 0let(barb €$. 57. 
epgter^^SoIf f^inaM bte SSol^nft^e bet @otonen ju fudS^en ftnb/ fo fonnle beten @thUt nur erfl am bfüidfm Ufer bed ®trome^ beginnen. £)b lS){er aber if)te ®i^ bid an baS @eflabe bet See üu6f not^ um biefe 3ett getetcf^t fKiben, tote e« bet f^all n)at, atö 9)9t^ead ba» «oK fall^, li^t Xas citu^ im 3n>etfiel ; et nennt iebodS^ fein anbetet 8$oI{^ web^eS übet ben ®otonen bie @ee(äfie nac^ 9lotboflen ^in btxot^nt ^ittt^), @ona4» batten fte wo^( bad ganje nunmel^nge SSefi)>teuffen im £)jhn bet SSBeid^fel unb, wie e6 f4^etnt, auc^ ben gt6$ten S^eil beft ie^igen ®ebtete$ loon £)|ipteu{Ten in il^tem IBeftle"^). 3m £){ien/ ienfeitö bet ®tinie hti ianbti beS @ueoen^@tammeS/ begtjnjet {te Sacintt burd^ bte SSol^nft^e bet Senebet, in beten 9l&^e et iU^Uid) bie |)eucinet unb Sennen nennt & ifi fcl^n^et, bie(me|it un^ miglidS^/ bte ©tinjen btefet S6l{et genau p bejeicl^nen. Senn man inbef bie auSgebell)nten SBo^^nft^e bet 9)euciner an bet Stotbfeite bet Staxpatf)zn 1)m in bet toeiten Sinbet« 1) 9ßi((etm @. 258 r<^tnt ju irren^ loenn er meinti bif dta^tc unb Semooter fetten bie Qiotcntn 9on bei; JDöfte bet £)flfee bin^b tnd aH^ittelTanb (alfo am »efhtcben Ufer ber SBetcbfet ) sebtdndt. Jtetn alter C^nftfleaer fagt befttmmt, baß bie Sorben je auf bem mefUid^n Ufers lanbe ber fBei^r^l gemobnt baben; aucb in ber etxoiinUn &elU ftebt lo^t ^ieDon ttwa^, no^ aucb bap bie fBotontn 9on ben 9tu^iem »ab Semooiern oerbtdngt »orben. 9{a4 Ptolem. L. III. c 5 unb PUn. L. XXXYII. c 2. f6nnrn bie ®otben nur im öfUtcben Sanbe Don ber XBei(bfe( aud gefeffen b<tben. Um fo bcfrembenber ift bie SBebauptung oon SBerfebe a. a. O. @. 242 — 243 , \i^% Wt (Sotonen ibcf Sßobns fi(e in SO^ecRenburg gebabt; b^ift benn trans Lygios ^ti Sadtui gera* be}u ,,n>eiter norbwdrt«?'' 2) 8tei4arb C^. 86 fagt: /,9ta4 9>Iinitt< unb 9)toIem&uS »aren f!e auf ber 9)reuf!lf(ben Jtüfie ifi(i<i ber SB^icbfet, nnb ba ba< aestuari- um Mentonomon, ^^^ fit naä) ^t^ü^ hefe^t Ratten, ha9 Scif4^ •&a|f ttl, fo batten ffe bie ihrenlTtf^e Mfe oon ber S&eicbrel bis Brann<$ berg ober «^ligenbeil ( mo bie Venedi eintreten ) lanbeimodrtd hai Sftttfdebiet ber 9)affar0e unb ba^ eiM 8anb gwif^en ber S)reweni unb IBric^fef, bann baS jDelta biefeS &tomt^ unb wabrfcbeinli^ au(b nod^ einen C^treif Sanbeö auf beffen fi^effeite i9on Qromberg bis iDan^ inne.'' gftr biefe (entere Se^uptnng ift aber Sein OemeiS ber ^/XBabr* (bein(t<lb^'' iu fftbten. 
2acittt6 &ber bie Kaitif^tn Jtftfittilanbe. 55 ^(fe bid an bfe SDonausSRänbung^), bie ber Sennen b«« gegen, bev unbejwetfelten ®tammb^ter ber l^euttgen Sinnen, in ben auferfien ©r^njgebieten bed l^eutigen iD{i})reufrenft ttnb SittfKinend unb bntxf^ bad alte @amatten/ @ut(anb unb Kteflanb t^inburc^ fucf^en mufi'), fo warben wir, burd^ Sacttuft felbft gefdlt^rt»), )u fetner ^tit ba« Sol! ber fk^ neber in ber 9Rttte jener beiben, a(fD in 8ittl^auen unb einem S^ile £)flyrettfTen6 ftnben b&rfen; aber im SBefien, mit im £){ien ftnb bie ©rtlnjen il^rer ®ebiete unm&glic^ in ^ßtmmen *). fM an bad Srifc^e «^aff aber mögen fte fi((^ um biefe Seit wo^I f(!()n>er(ic(^ auSgebe^nt l^aben, benn no4^ wof^nten, wie ed f4^eint/ @uetHfi^e 3weige an beffen J^AftC/ iu webten bie Seneber nic^t ge^&rten'). Sacitu« t^ )n>ar felbfi iweifelJ^ft, ob er bie IBeneber mit ben Sennen ttnb ^tncinem ncd() }um £eutf(|ien Stamme re4f< 1) Slrado Geogr. L. VU. c 3. Dionjs. Perieg. V. 301. PUn. L. IV. c 14. 2) PUn. L. IV. c. 17. ßfrorin^fi über Äablubef ©. 149. 3) 0f»if nid^t o^ne bcfHmmten ®i;unb fleat Sadtad in fetner 1Ciif|d{lnng bte Senebec in bie Stitte jioifcben bie ^evcitter itnb gennen. €r fagt ia aucb auflbrÜcKlcb: Quicquid inter Peucinos Fennojque silrarum ac raontiura erigitur, latrociuiis pererrant SergL bie 0011} abio<i(!benbe SReinung oon SSecfebe a. a. C. 0. 246, na^ n>el(lber bte f)endner ind n>eflli<be ®co^oIen, gwifcbcn bieSBartba unb V^tWd, \kt Beneber aber an bie re^te 0ette ber tBei^fe^ in bie fi^oiwobf(ba^ tea 9Kocs unb 9){afuren oerfe^t werben. 4) 6i(berti(b waren bte ®r Anten ber Beneber anberd ju bei Saci« tni anb anber« ju bei fHoIemdu« Seiten. 3ur Seit bei erftern waren iie no^ ni(bt fo xo^t nacb SB3eflen bin oorgerilcft; ali nacbmali gefcbab* Sioar fagt PUn, L. IV. c 13. aflerbinsi: Quidam haec habitari ad Yistulam ujque FluTium a SarmatU, Fenedu, Sciri«, Qirrif tra- dut ICOetn erffticb ift bai haec eine Mr unbefUmmte SeietAnung anb duferbem niijit einmal |!(ber in ber Seiart; sweiteni Unnen bte Chirmaten, Vetren unb «girren unm60li4!b 1^4 bii an boi norbifUicbe nfnr ber 1E^^\tl, xoo bie (Botben mobnten, auigebe^nt boben, unb eibficb macbt bai tradimt bie ganje 9?a(bricbt febr imgewtf. 5) JDa 100 Tadi, Germ, c 45. oon ben ^Ceft^em gefprodben ^t, Rbti^fet et fein GueMnfonb: Hie SueTiae Finis. )Die Xcfiper alfo unb bie na^badiibM ^otonen gebiren naib. feiner XafiM noib mit ium droM Cneotfibea Bolüflamme. 
56 Zacitu$ ftbec tie S9attirä^en A&fiettUnbe. tun foUt, ba {& vieteft mit ben nal^n @atmaten ^tmtin latten. 3(IIein er fcbtiefet fein @uet>enlanb f((^en auftbtutf« n4) mit ben SBo()n{tgen ber TCefiper/ unb n>enn et {td(^ au<^ )u bev Üßeinung l^tnneigt/ bie Seneber fepen tvoldl ®enita$ nen/ „wcü fie fi^ «f)aufer bauen unb @cbi(be fuhren/ auöf ^ ber &^ntUxflldt tl^rer Su^e bebieneU; roa^ bei ben @armaten aUeft anberd ifi, bie nur auf äSBagen unb Stoffen UUn " 0/ fo (innen SSerbaltnifTe folc^er %ii bod^ wo^l fd^werüci^ a(£ JBewetfe f&r eine ®ermanifc(^e @tammt>er^ wanbtf4»dft geUeU/ ba bie ©pralle ber SBeneber bo(^ feinet« wegd ®ermanif4i n>ar. 3n foU^er SSeife finben mx alfo nacf^ bem S)eri(^te beS 3:acituö in 9>teufren folgenbe« as6l(erbi(b: 3m SEBeften bem (jUidlien Ufer ber SBetd^fel entlang, 9om £)ren)eni:s^luffe bis an baS ©eflabe ber @ee %VMb, unb na(^ iDflen weit in9 Sanb liinetn in unbeftimmbaren ©rangen, nprbiftltc^ am Ufer beS Srif4)en «^ap \\n bi6 über bie 9)afrarge t^tn^ aus ba6 83cl( ber ©otcnen ober bie ®ot^n. Sort am gr4n)enb t^ieUeic^^t fc^on in (Srmlanb, SRatangen, Aber ben 9regeU@trom nadj^ @am(anb hinein, \hxi%% ber bamaU ,n)o|iI frud()t6areren iturtfc^en Ste^ring, unb ofto^rtS but(|^ 9labrauen (linbur^^ in gIeidS)faII$ ungen^iffen ©rängen, gen £)f[en l^in bie SB&Kerfc^aft ber 7(ejl9er. hinter biefen notb:: Wx&i ()inauf aK 9lad^barn bie Sinnen unb m, geraben Ofien baS SScU ber SSeneber in n>eitberbreiteten SBo^ns ftfeen «). 1) TVici/. German. c 46. 2) Ofen^ar muf bie I66acr4acte oon 9)tfttfren nacb SadtuS gana anberS wfrben, M »ciin fie nad^ 9)toIfmdtt< enttoorfen toirb. C^pren« 0e( in feiner UeberTctund »on Sacitud (Skrmania bat eine folcbe ent< toorfen; allein fie i# nid^t mit ccittf^er Genaut^frit abgefaßt 9Ht tKld^em ®runbe werben bie Lemovii an ba< 6fl(x<be Ufer ber SBei<lbre( defett? tBarum bie 9otonen fo tief nad^ f>olen (hinein? SQ^arum bie Beneber fo tief na4 C^äben? SBelc^er Ctrom (liefe )mif<b(n benVeflpem inib gennen vom €^ilben na4 9(orben? SBeit vi^tig^i^ ift obne 3n>etfe{ bie CEdarte ooa JDrufe, menn 0lei<!b bie Rennen w^ febioerü^ ^^^ 9Abett Aber bie SDcewena ()e^6ren. IBergl. Sbunmann Unter|to4- Aber norb. Mder €L 15 — 16. 
Zactttt^ Aber bie SBalttf(^en Jtftflentanbe. 57 9tü^ biefer aDgemeinen Sei^^nung M ühlht^SilUi in 9teuJTen bleibt no(!^ übrige aucf» einen fi3lt(f auf bie Sdrben }u werfen, mit n>el(^en älacitu^ baö ©anje freiließ nur fparfotn beleu4)tet 1)at 3CDed, tpa^ er oon be$ SSclfeS Sitte unb S3raud(^ berichtet/ gilt nad) feinem Senate eu gentlt^ iwax nur attein bie TCeft^er an ber Sernfteinfäfte ; inbeffen mögen i^ 8en)if bie widlitigfien ®runb)äge nid^t mit Umtd)t aüc^ auf bie ftammbemoanbten, na4)bart{4)en 9ctonen übertragen »erben f6nnen. ißvaud) unb Sradt^t ber Ttefbfex toann @uet>tfc(^ ^); bemnad^ banben {te bai ^ui>4aar fc(^rage gef(li)eitelt in einen knoten; felbft no4^ im ®retfen^2C(ter ummanben fte ba§ 1hup)>ige «^aar mitten auf bem @4^eitel; bie Sütrfien trugen e6 mit SSerjierungen. ^d n^ar baS Unterfd^eibenbe ber @ueben ^on ben übrigen Setmanen. @onfi biente ed jur Sterbe , aber im StampU ^6^r gefcl^mutft }um S^^reden ber ^einbe^). Sie Sprad^e ber TCefi^er nennt XacituS ber bamatigen IBritannifdS^en ni^r oettoanbt Sn^ar ift ed j[e^t nt(t)t me\)x m6glid^, biefe Sel^uptung genau ju )>räfen; aber eS f(|)eint/ bafi bie (Sermanifc^e SBurjel, @ermanifc()er Zon unb £Iang be< »entgen, maS ber forfcl^enbe ®ef(|^i(l^tf(^reiber 9on ber &ptai^t ber SCeftper loemommen l^aben ntoc^te, il()m ben €(^Iuf auf eine na^t SSertoanbtfd^aft biefer @prad[)e mit ber bamatigen Sritanntfc^en, bie ii)m vi>o\)l befannt war, an bie «^anb gaben ^). S)ie menigen fBbttn, bie un3 ber änfaO aud ber @)>ra(^ ber 3Ceft9er aufbebalten ^at, mie 1) 3Ca(^ Seneca Medea y, 712. fe^t 0uet>eti in baö SBecnftftn» lOBb. 2) TW//. Germ, c 38. 3) SBenn in fpdterer ^t\X, CTinnamud tte lßa^(X77oi obei; TreXc- xv^o^ <bte Mannten SBacftger aud 06anbtnaoien) ein cdvo^ B^c- royyocev nennt unt (5obinu< t)on i^nen fagt: xar« t)}v ttoct^iov xou ovrof "^XbKfGotv oturMv, j^youv ItxXiviot«, fte alfo bie (Snglifc^ ®|>racl^ Rben Üft, fo wirb man ^ieraud bo(^ fd^werltc^ auf eine 2(e$nli(^lett ber €ffianbiiMiHr4«®ot(if4<n unb alfo auc^ ber 2Cefi9fc^en mit ber Ott« bnttif^ra ftbliefett bftrfen. fikrgl. StrUter Memoriae populomm etc. T.IV. p. 456 u. 470. ^€^«r de Varagis, in opu^cul. p. 366 — 367. 
58 Xacttu« &bet bif SSal^ifi^en Jtifl«n(anbe. ©lefurn (ber fßemflein), \>ai in SaftUa tyerborgene Stidaita ober Stxtta ftnb ©ermantfc^; aber fie laffen gar {eine iSiu glei4)ung }u mit ben Ueberreflen beS 7Utbtitti^ä)en im @ki:: Ufd^en ber @c|iottifd^en «^od^Ianbe nnb auf ber Snfel SRan. @elbft bie $BergIei(^ung ber l^eutigen Sft^nifd^en &pta^t mit bem ©alifc^en i)at {eine @rfoIge gebrad^t, ba ber |^eu^ tige Sfl^nifc^e @pra(|)f(:|)a^ bur4)au6 nur ben Sinnifdt^en, nidft ben ©ermanifclien 6()aracter an ft(^ trjgt^. «^ftc^^ n>al^rfcl()etnltc^ a(fo »ar bie untergegangene alte ®))rad^e ber '3Cet}9er ©ermantf^ unb l^ttz bie näc^fte Sertoanbtf4^aft mit ' ber nabe gef^ro4)enen ®otl)i\^en, ober tpar nur eine befonbere ^unbart biefer le^tem ' '). Sann toixe eß m6gr lidj^/ baf Sacttuö in ii)r eine SSermanbtfc^a^ mit ber ba« maligen fBritannif^en finben {cnnte^ wenn er nicbt t>{ek leicf^t f4)on auS wenigen i^m befannt geworbenen 9S6rtem feinen @(|^luß baute***).  1) Bater ^ptaä^ ber alten yreuffen CS. V. Sprengel Sacitnd ®erman. €;. 146. 2a) Schoepflin Vindiciae Celticae p. 115 baut Stoar ben ®(bluf r Britannicam linguam eandem cum Celtica, ortamque ex ea fuisse unb b{e 2Cefi9er fe^en bab^r eine ^e(tir<^c Golonfe. JCUetn bteTer 6d)luf t|l nt(bt rtcbttg. Xßer fagt, \iO% bte iBntannirt^e 0pra<^ bte OFtltif^ geioefen fep? Taciius Agricola c 11 b^ft e< nur: Sermo (Britan- norura) haud multum diversus Don ber €$pra(be bei; ®aUtec. ^fo nur 2(ebn(id^fett fanb ®tatt. (Sine ®tamm«>ei;n)anbtf(baft bei; Xe^er mit ben Gelten ihit ffcb \^\ttci\x\ aber f(bM)ec(i(b begrdnben. 2b) jDie fBritannifcbc 0pra(be fannte Sacttu^ »obi t9eit genauer, olö bie (Sennanifcbe. ^an ifi gwai; nicbt gewif , ob er feinen ^cbn'ies gervater 2Cgctcola/ ber ^tattbalter unb $BefebIdb<^bec in Sdtannien »acb/ babin begleitet unb M TTugenieuge beffen rfibtnlicbe Sbaten be» fcbrieben babe; aber ({(bere Stacbcidbten aber bie Sritanntfcbe ^pracbe batte ber fleifige gocfcbet »obl itcberticb etngeaogen. StatürUib bot ^e ffc^ ibm au(b immer gundcbfl s^r SergCeicbung mit anbenf €$pra(ben bar. fS$ie leidet loeranla^e mobl }. 9. fcbon ba^ SBort Giesum eine foU^ X^ergleiftung ber ]Cefi9f<ben m\i ber Srittif^KU €fpra4e; benn auib in biefer €$pra^e mag Sacitu< biefed flßort gefunben baben, ba na^ PUn. L. IV» c 16. gegen Britannien ober im ®ennaaif(bM Speere bie Gles3ariae lagen, quas Electridas Graeci recentiores appellaTcre, qnod ibi elecCrum iiasceretur. C£ L. XXXVII. c. 3. 
Zactttt^ Aber bte SBaltifc^en JtftjlenUnbe. 59 fBom ®&ttei^ten^e ber Tlefti^tx wetß Sacitud nur ber Skrel^ntng bcr 9Suttet bet ®6tter }u env^l^nen. 9Ran l(^at bteBet an ben «^ertl^ :: Sienji geba(i)t^ ben ber ©efd^^i^^t:: ii^ttibtt bei meldten ®uebtf4)cn 3n)etgen ^etrf^en Ü^t^). Wtan fyit ferner and) bte «^ert^a mit ber (Säbele / ber Sutter ber ®6tter, unb biefe toieber mit ber 9Benb{f((^en ®frttin @teba unb bie Sieba mit ber @(anbinat>ifc(^en Srigga t)erglei4»enb jufammengejiellt^ um ^nxd) biefe @tus fenbtter be« Sacitud bunteied dt^t^fel auf)ulifen ';. 9lun tt fret(i(b }war tit SBerel^rung ber @ieba bei ben ®erma> ntfcben S&(fem n)o|)l fd^merlidf^ )u beweifen; aber ed ifl niilbt unioabrf4»einIi(|^, baf bie Tfeflper mit ben tyertoanbten unb no^e wo^nenben ®ctcnen benfelben ®itterbienft gemein gebabt unb alfo aud^ bei ibnen bie Si^igga ©egenjianb ber Sercbntng gewefen'). Saf beS Sifend ®ebraudj^ frAber im Sanbe feiten^ IS^^uftger bagegen bie iteule beS SSoffe^ @tret twaffe mar^ beji^tigen a\i^' no4^ ^pitete £luellen *). Son SBt4^tigteit ift bte dnoal^nung beß emftgen ®etreibe^ baneS unb ber fleißigen ^fU^e anberer Srädi^te^ benn mie ^e be^ 9>vt(iea$ frä^er gegebene ^a^id)t auf6 neue Us {litigtO/ fo lltmmt jte mit beft 8anbeft heutiger SRatur  1) Tacit, Germ, c 40. 2) »tl^elm @. 345 — 346. 3) 4^art!no(( X lu 9e. 9)tettffett ®. 27.129. 155. Chrverglfi^t Cl 136 ben attpvtuffifö^en ®ott "potnmpoi mit ter Got^tfc^en S^dda. S^unmann a. a. C ®. 15. 4) eucaa 2>aott> S3. I. e. 44. 9)rdtorttti e^aubü^ne B. I. «. 1258. 5) 9to4 Sirabo L. IV. c. 5. fagt l^pt^ead: IIk^' ok de ff7ro4 xxi ijj/u 7/)vrrai, x«/ ro 7ro|bia evrexj^ev €Xf <y* SBfnn Schoepflin Vindiciae Gelticae p. 115 auf bif SBorte bed TVzriV. Frumenta cae- teroM[ue fructus patientiuSy quam pro solita Germanonim inertia, laiMrant, bie Sebauptutlg baut: cultura agrorum, quod Studium apud cos Tigucrai, Aestyos Germanos non fuisse testatur, fo f(bdnt ec bie ttorte ee< SadtuS iti4t fganj ctcbtig gefa^ }U ^ben. 2)erfe(be tvitt efenbar fagen: biefe (^<iiixCi^ ^ic^net bie TCe^er oor ber den)6bns It^eii — soKu — Statur brr ®(nnanen aud; unb aU einen eigem t$telt(|en 3nd btefeö Bolle« xMi^i er e6 eben bemernicb. 
I . ^   60 83i({ec«S9etoe9ungeti. SRart'mannen. unb IBefdf^affenl^it no^ t>oU(ommen tibetein. SSad Sacitud enbltcf) feiner 3ei4)nung bed iBotte6 iber bie (Sntfle^ung unb JBilbung bed 93ern{ietn$ anfd^^Iteßt^ im^t eben fo fe|)r t)on bev ©laubwurbtgfeit aUet fetner IBertcl^te über bie norbtfdj^en Sjnber^ atö ed bemeifet, n)te toeit genauer bie ^enntnif ber 9i6mer aber biefen ®egenftanb feit Ui 911- niuS ^tit, a(fo feit ettoa iwanjig Sauren geworben mar; benn toU feltfam (aufen bie Säbeln aber beft SemjletnS <Sr)eugung bei |)IiniuS no^ burcb einanber unb wie fidftt unb hmi^it ftebt bei SacituS bie ^a6ftid)t bal — S)aS i{i e^ aQed^ toai wir burd^ ben SReifler ber Slomifcf^en ®ts f^^icf^tfcbreibung über bie jß^ewcl^ner ^reuffenö }u feiner 2eit erfahren/ wenig freiließ für unfere äBif begier unb bo(b audi^ üiel bei bem fo großen SRangel an anbem gewiffen 9la((^ richten. iBon bem an aber gebt me^r att ein fydUi ^iafycs bunbert boräber, in beffen 3Cb(auf fein alter ®efdj^ic|itf(l^et&er Weber |)reuf[enS/ nocb überbau)>t ber norbifcben Sanbe mit folc^er itenntnif gebeutet. @rfi 9>toIem2u$ giebt gegen bie 3abre i7o — 180 wieber einen {teuerem Slid in bie nor^ bifd^en ®ebiete. Mein fettbem ^atte eine große S&Rerbe- wegung aucb im ©ermanifcben 9lorben unb gun^cbfi felb^ in ben SBBobnft^en ber SSewol^ner 9)reuf[en$ manöfti anbtxi geflaltet. £)a$ mddS)ttge SSoK ber SRarfmannen, burcb bie it^mpfe mit Srufuö in Stb^tien gebeugt unb 9er)weifelnb,an feiner Sreibeit unb an ber @i(berbeit feiner weiten SBobnftge in ben ®egenben be$ Siedard unb am ÜRain, in Sranfenunb in SEburingeU/ war aud biefen ©igen aufgebrodS)en ^ unb ben friegSfübnen Söngling üRarbob ali gelbberrn unb ^err^ f(^er an ii)xtt @pige war bie flarfe SSoIlerborbe^ bie ^erc9^ nifc^e SBalbung burcbwanbemb^ bii ind 93o]enbeim^ bie ^eimat ber Soier, gebrungeu/ wo fie, bad S3oien)oIf iibeu ^w&Itigenb, neue SBobnftge^ ringsum burcb SEBitber unb ®e:: birg gefc^^ägt/ gewann. S)ort wollte SRarbob^ na^ will; iäl)xii6)ex J^ett^^aft burfienb/ fem bon dthmi\d)tx lieber« 
ma^t, ein fefleS unb ft4»ere§ 9letd;^ emd(^ten^). SBol^l ettu feMb, baf nur bnvd) ben SSeretn rndd^^ttger S&((e)r(rjfte bieff @i(|^erl^eit gegen ben 9t6mtf(d[)en ianUtcolo^ ju er:^ reic^n fep, xon^U er na^e unb ferne SSolfer burcl(^ @dS)n>ert unb @teg/ bur4^ S>rol^ung unb Uebenebung gu einem ge^^ iDatttgen Sunbe )U bereinigen. 3ubem ^atte auö) ^nxdfyt unb ®4^reden bor ben (^roberungßs@ntn)urfen ber Stbmtt bie Sditer in £)eutfcblanb me^t atö je um biefe 3eit ge« neigt gema^^t, fiebern SSunbe anjufc^liefen unb \iö)Wtavicb^ Sitten }tt untergeben. Sßie bamali bie gemeinfame ®es fäfyc i>or 9lom6 3»anggeboten bie norbbeutfc^en fßbttet }u einer freien S3unbe$genoffenf(^aft unter «^errmann^ bem atu^ etfanitten iDber^au))te , }ufammengeful()rt , fo flanben an^ bie fäbbeutfcben JB&Ker unter SRarbob^ flrengerer unb n>ia^ ful^rft^^er .g>errf(^aft in einem IBereine jufammen. S)ie Srinjen feiner TCuöbe^nung jinb freiließ) nidE)t mel^r ju Seif^nen; .aber e§ ip me^^r a» »abtfc|)einnc^ , baf aucb bie Siffer^ bie an ben ÄÄjlen ber JOjifee ibre ©ifee batten, olfo au(^ bie fi3ewobner ^reuffenß/ n)enig{lend bie ©otben, mit im 9)tar!mannifd(}en 93unbe gejtanben unb fD^orbobj» atac^tgebot bid an ba$ 93altif(be üReer gegangen fep. SBar dui^ bie Serbinbung ber SS&lfer um fo (ofer, ie entfernter ibre Solbnft^^/ fo wirb bocb be$ naben g^gierjlammeß unb «oie e^ fdbeint auä) be$ ßoIteS ber ®otben a» SEbeünebmer ber SunbeögenofTenf^iaft namentlidb em^äbnt'). SBie inbeß 1) Fellejus PatercuL II. 95. 2) Strabo L. VII. c 1 fagt: 'E^TavfX^Mv hs {%c^ o Ma^oßov- xati Zißivov^) x«/ To rwv 2o)]ß«v avTMv ft^yoe eSvo^, ZljuvMva^. IIAjfv Tflt -ye T«v "Soijßöiv cdvi}, t« fAtv £vro<;*a)Xfi, ra ^c Äcro^- 70V ifVfAOVy o/Lto^ roi^ r^rai^. dd tft freflt^ sine ft^tüterige 2(u^ gote, mehrere tiefer miiQ nur von &txaho ^itt genannten IBdIfer geo« ffiuap^^ na^iuw^n; benn ttenn n>ü; att<^ unter &ttaW$ Aovtovt; M^ ttnbesoetfelt bie S^gier in i^er weiten QCu<be^nung {fj^^ot cdvo«) Ibibeni fo gehört bo<b ein flarfer QKonbe ju ateid^atb'« (C HI.) 
62 SSStfer^SetOfgunsen. SRarfmaniifn. Um immer anHf fe^n ma^, bie Setoegung bet S6K<t unb t^re ®2(ning naffe unb fem tourbe balb aOgemaltig. 2>te @emnonen unb SongQbarben tiffen ftd^ balb tofeber t)om SRarfmannifcben Sunbe loS, unb bte Wlaift beS S^tuöfer^ Solfed t>erßirfenb fydUn fte unter «^errmannd Sahnen bte Starfmannen beftegen 0. «&tebur(^ tarn 3totetra(|^t unb @))attung unter bte SRarfmannen felbjl; 9RarbobS SRai^t xoav unUt^xaUn, fein 7(nfel()en gefunfen; ba (e^rte ein ful()ner, fiir{tlt(|^er Sungltng/ Satualba/ ber frü^r Dpr SRarbobd ®malt flitcl^tenb^ bei ben ®ot|)pnen im Slotben 3ttflu(|^t unb@(|^u| gefu(|^t'')^ naö) Soienl^im {urAd^ unb an ber @))i6e bon SRarbobS Seinben unb im (Sint>erflänb« niffe mit ben grofen Ferren beö Sttiiß gelang eS tbm, ben micbtigen «^errfdi^er ani bem $eidiie ju t>ertreiben. SRit il^m toar aM bem iRorben )ur dtaöft fär SRarbobS 9laub(riege eine {larle SRannf^Ktft auS @ttet>ent>&(tem, ium Sbeil wie eS fdiieint aud(^ auS ®ot^onen ober ®ot^n bes fteljienb^ in SRarbobS 9Ui^ eingebrodjien *). &d)on biefe  Chrfidrung/ na^ n?etd^er bie Butones ein einzelner ®aui»etd ber na4 836(^men Mrfetten «^cnnunburen f^pn foOen. <SJte fiü(t fi(i nur auf ben Abnltc^en itlang bei 9tamen< SBubtf|!n ober IBubin. Un< fibeint bte Sedatrt bei CTaraubonut Foi/rov^^ nic^t fo oanj oerwerlli^; au^ SBÜ« (elm €$.216 oennut^t unter ben SButonen bie ®tttonen ober ®ot^n. 1) Tacie, Annal. IL c 44 — 46. 2) Erat inter Colones nobilis- iuTenisy nomine Catualda, pro- fugvLs olim Ti Maroboduiy fagt TaciL Annal. IL c. 62. )Daf Gatu» alba t>on Geburt ein (Sotfft gemefen fep, liegt nt(bt eigentlicb in be< Sadtut IBorten; tote glauben biefe aud) fo t>erft^^n ju f6nnen: unter ben ®otonen lebte ein ebler Süngling. Kber wer waren biefe (Sotonen? 3n bei; (Bermania lennt 2acitu< feine anbecn oU bie im 9tocben, an ber Mfle jbe« Saltifcben !Dteere< , olfo in 9>ceuffen. fßat alfo babin Gatualba geflfid^tet unb waren meQei<(t mit bem €$emnonett unb Songos barben au4 bie Boi/^ovc^ ober Tovrovc^ oom fRarfmannif^ett Sunbe f^ott fcö(er wieber abgefaKen ? fBergl. 8 u b e n (Sefi^i^te M 2>etttf4ai eolfel 8. U. 6. 53. 3 ) jTocäL Annal. U. c 62. Is Talida manu fines Marcomanno- rura ingreditur — • imimpit regtam castelluraque (uxta sitom. f^ettres üUc Suevoruwn fH'aedae, 
Siifet'SBetofgungen, Statftnannen. 63 Bmcgungen Ux IB6((er l(Kittea ge»tfl mand^e Setinberung Mä> unter ben IBen>o^nem ber IBalttfc^en iCi^enl^nber f)txf MfltfäfyeL 2>arauf aber, )ur 3ett be6 Aaiferd SomtttanuS, begann ber fc^werr SRartmannifcbe £rieg mit ben Stbmtm, burcb iDeb^n bte S&(fer abermatö weit unb breit bewegt unb bte iinbtx erfc^uttert mürben, unb biefe Srfc^iitterungen ei^recften ^6^ aud^ je^t wieber bid in ben iRorben b^rauf, unb Don ber Sonou biS an bie £)flfee brachten Storni StimpU um feine SBeltberrf^^aft bie S6(fer }um UnfftanU unb )um Arieg. @4)on unter S)omitiand «J^errfi^aft {lebt ein ma^^tiger {>aufe t>pn ®otben an ben Ufern ber S)onau, bem 2>actf(4en £6nige S)ecebal ein wilKommeneS {>ulfiS:s wVl gegen bie 9t6mer ^). Unb um bie n&mlidbc Seit f Jm))ften SUmifc^e ^eere aucb gegen bie n&rblid(^en @ars naien, unb 3o}9gen t>erbanben ftcb mit @ueDif(ben JCriegSs ^hftem, um mit btefen aber bie £)onau ju geben'), ©eit bem Sabre 166 aber warb im großen 9RarImannif(ben Ariege baS ganje norbifflidE^e ®ermanien unb felbji bie weite Sanbflretfe ©armatienö unb 9lorolan{en« in aUge^ meine {Bewegung gefegt. S)ie m^c^tigfien ber 3la6)baxs i^hOet Dreuffenö, atö @armaren, Spgifc^e Sweige, Storo« Ionen, Safiamer, Xlanen, 6o{tobocer unb anbere flonben mit ten 9Rarfmannen im flSunbe wiber Stonu Tinöf beS 6uet>en{lamme<, }u toü^m Dreuffen^ Sewo^ner geb&rten, wirb aU SunbeSboK erw^bnt unb ed ifi nic^t unwabr^: 1(betnli(^, baf and) auS ^teuffenS Sanbfcbaften «&älf$t>il(er 1) Jomanä. de rebus Geticis c 13 Xift bie (Sotfyen, beten tktfm er Dorpaueus nennt, ben ®ieg iObn bie 8t6mif(ben «^ere ba« M« trasen. 3(bec tüo^n tarnen biefe (Sotben an bie jDonau? fOtbfii^ tf, baf Somanbe« ®ot^n unb ®eten oermecbrett; aber H ift eben fo «ftglubr baf e< ein and bem 9totben aueeewanberter Oftot^ifcber 4>attfr »ar, ber bamo» r4on an ben ^triegen gegen bte Mnier Sfieil nab». Bagf. Dlarcon 9ef(b. bet 2>etttr<ben fß. L e. 139. (üben Qkr4. bH 2)eitir(ben fBoOef ». I. e. 420 ff. 2) Sueion. Domit c 6. iDio Ca$s, L. LXVII. c 5. 
64 SSiferi^lBewegungen. SRatfmannett. ' |)in}tte{(ten 0- %b(t tver burd^^bringet 9lad[^t unb 9lebel btefer Seiten {n ben notbtf4ien 8anben ? 9lur fo viel ift ge? loifi/ bof auc^ l^ier bte SSoIfer ber üerfc^iebenpen S^ber in bem langen unb f4)n>eren Kampfe n>ilb burc^ einanber getoorfenn)utben^ unb bte ©eftolt ber^inge vielfacf^ Derdnbert tootben ifl. Saufenbe t)on barbarifcf^en Ariegern iamtn aü ©efongene in 9{&mif4)e Sclnber itnb Saufenbe t)on 9l6meni würben unter QUid^em ©d^idfale in entfernte norbifd(^e ®e^ genben l^inn)eggefä^rt *). @eIBfi 9iomif4^e ^rtegß^eere brangen xoeit in ben Storben Dor. ^ifer SRarcud 2CureIiuft lag brei SalJ^re in bem 9i6mif(l^en SSaffen))Ia^ (Samuntum an ber £)onau mitten unter barbarif(^en iB6(fem/ gegen bie er Don ba auS feine Kriege leitete^)* Unb in biefer Qdt, ober unter ber ^errf^^aft beö Gommobud enp^^nt bie ®ef4)i(l^te ber ®ot^en in einem SSerl^clltnifTe ju ben 9t&:r mern, in n>eI4iem n>tr fte btö^r no(i[^ ni(|^t gefeiten lE^aben. ,,SuUiu$ fiRenop^iluß n>ar (Statthalter Don Üß6ften. 3u. biefem fd^iclten bie £aq)er, ein Heined unbefannteS Sott in ber 92il(ie t)on 2>a€ien, unb befc^merten {t(^/, baf bie ®ot|)en ein 3al(irgelb üon ben 9i6mem ex^itlten, unb fie uidl^t, ba pe bo6) mddl>tiger wdren, a« bie ©otlfien. ^efer SSorgang fd^eint )u bereifen, bafi bie ©ot^en bamaU nodj^ als ein}elneö SoK bejianben unb a(S fold()eS feine$wege< bebeutenb waren. S)ad Sal^rgelb er|)ielten {te vieOet(|^t^ ba? mit fte, im Stiidtn ber angreifenben S35{(er ft^enb^ nt^t  1) ./m/. Capitolinus in vita Marci c 22 fagt: Gentes omnes, ab Illyrici limite usque in Galliam , conspiraverant, ut Marcomanni, Narisci, Hermunduri , et Quadi, Suetfi, Sarmatae , Latrin^s et Buri: hi aliique, cum Victovatis Sosibes, Sicobotcs, Roxolani, Bastarnae, A]ani| Peucini, Costoboci. Orosius L. VII. c 15. fRei^arb®. 84. 335. «üben ®iW6iU bed 2)eutr^en SoKeö $B. IL ©. 22 — 23. 2) Gruicri Corpus Inscription. CCCLUI. 2>io ^Ezceqit. LXXL 3) Eulrop. L. VIIL c. 5. 6. Orosius L. VII. c 15. Pitul, Diacon, L. X. p. 245. 2)a0 Garend 2Cttretiu< toireti^ in bie fetnb« li<(en 8dnber, namentli(( in^ ba< ber Saurier oorgebrunden fep, lotffen t9ir au^ einem aufgefunbenen S^otiofieine ; f. ateid^arb 0. 336. 
SSolfer^SSemegungen/ ^toUmau^ aber bte SSalttfc^en Sanbe, 65 a^I nehmen fotttca an Um Äampfe wibet ©acten 0." 3(B nun bcr SRarf mannifd&e Ätieg über jel{)n 3a^re {^in^ bnr(^ t)ic ©(^icffalc ber Soifcr tjielfad^ üeranbert, il^re So^nft^e }um Zt)txl ganj umgemanbelt unb bte ©efialt ber Sanber in mancherlei SBeife ganj anber$ gejteDt l^atte, ba erfc^eint ^tolemditS tttoa in ben Sauren 175 biS 182 mit feiner <Srbbefd^reibungf, um barin ein 93ilb bed il()m be^ ftinnten erbfreifeö I)injUiei(l(^nen, wie eS in feinet Seit awfs jnfaffen m69ti^ war. 2)ie gewaltigen -erfcl^fitterungen ber S&tter aber i)atUn t)on ber £)onau an bi§ )um @ef!abe ber ©fifee ungemein t>iele6 umgewanbelt; bö8 atte SBolfers bilb, wie S>liniuS unb Sgacituö e^ gefel)en, mar \>ielfad} jerrtffen unb burcl^broc^en unb eS fann un§ nid^t befrems ben, e§ muß unö t>ielmel)r für bie ©laubwürbigfeit be^ f)toIeinau§ in n\ö)t geringem ©rabe gewinnen, wenn er nac^ folc^em gewaltigen SBec^fel unb folc{)en Umw^Ijungen aSer S>inge an^ nen ergiebigeren £lue(Ien, bie bnxö) bie Srtege feiner gorfc^ung eröffnet werben waren 2), aui) ein gon) anbere^^ gewiß ^aber ein treuem unb wal&rl()afte6 JBilb oom Slorben aufteilt, fo weit er e§ md) feiner Äenntnig treu unb wal[)r^aft jeicl^nen fonnte. TCnd) bie ^ftuflengebiete ber Dflfce h\tli6f t)om SBdd^feUStrome l&atte ber fleißige Jorfc^er burc^ feine £luellen loiel genauer fennen gelernt, M feine genannten SSorginger. S)te wic|)tig{le SSerdnberung , bie ftd^ im SSerlaufe bed fRattmannifd^en Jtriege« unter ben SB5lfem 9)reuffenS ju^ getragen, war unf!rcitig ba^ SSorbr^ngen ber SSeneber au§ il^ren &fUi4)en SSo^nft^n in bie ©ebiete ber ©ot^onen, bie entweber biefe ©egenben jur 3eit ber SS6lferbewegungen im SRarfmannif^en 93unbe freiwillig aufgegeben, jum Sl()eil 1) &o 8 üben ©efc^Cc^te heü ^eutfc^en ^othi SB. II. 0.53. SDefl Borfafi erjd^lt »OlTlIÄnbiger Petrus Patrieius m Exrerpt do lega- lionibus ap. SiriUer T. IV. p. 410 — 411. 2) Ueber bed ^tolemäuö tlueHen \>n^l itrufe TCtd^w för alte ^^ograpbte u. f. to. •f)eft II. ®. 78. «{beeren SBeilage ^um erfbrn Z^il Mn Xbn^fit. feiner 3bfen ober bie ^oKtif u. f. ». ®. 393. I. ' * 5 
66 9to(em2u6 titv bie f&bba(ttfd(^fn J(äflenCanbe. .W€iter naiS) ©üben l^erabgcjogen, lum 5El()eil aud) naö9 tcr S)onau l()m au$gen>anbert/ ober bur4) ben Xnbrang ber SSeneber itnb mit SBafengeivatt ^ejYüungen werben n>aren^ bte alten äBo|)nft^e am ®e{!abe ber £)flfee ben SSorbrangen:: ben etn^uriumen. ^tpIem^uS (ennt alS 3Cnn>o^ner ber iDjlfee langö ber ganjen Einbiegung t)on ber fDIünbung ber SBeic^fel an xozxUx b^liä) fort bi$ gegen @amlanb unb baS Äurifdf^e ^^aff fein anbereS SBoIf atö bie «eneber*). Sin 33[)eil ber &ctf)onen, ben bie ,Rrieg6bcmegungen unb S&U ferflSrme nid)t in anbere Sdnber gebogen, war burd^ baS fßolt ber SSeneber etn>aS- weiter nad^ ben fublicl^en Steilen ^reuffenS ^inaufgebrangt morben; bort blieb er aber ba& 9{ad^ban>ol{ ber IBeneber an ber SBeic^fel entlang üietleicl^t bis an bie Srewenj f)inan^ ^). S3ei ^tolemaud Reißen ffe ©pt^onen unb Ratten ju il()ren fublic|)en 9{a4^bam einen äweig ber Sinnet^^ ber ^^ n)a]E)rf4)einli(l() beim SSorbrdngen ber SSeneber an biefeS SBolf angefdl^loffen unb tnS Sronb fäbw&rtö t)on ben ®otl()onen, inS @ebiet beS nad[^maligen 9Rafot)iene eingebr^ngt \)attt. Ueber .ben Sinnen aber im eigentlid^en $olen lag baS SSolf ber Sulanen'). ®omtt 1) Ptolem. Geogr. L. III. c 5. Karl;^?« hi t^v Za^/itar/av 2>af biefer SSenebtfc^e SBufen W Oflfee im @äben , an ben ^äßengebies ten 9>reuffenS fep, ift auödemactjt; auc^ tfl 1td)er, baß er ftc^ nt(^t n^etter M h\t an bte !Dteme( erfhecft (»abe, benn weiter n6rbli(^ ()mauf fe^t ytolem&ud anbere S35lfer, bie feine lOentbcr jtnb. ^annert ber 9^orben ber Q^be ®. 262. 2) Ptolem. I. c. fagt: EXarrova 5e fSvjj vifxeTxt t^v ex«^- fjMTixv» TToc^oc jücev TOV Our^rov. Aav 7rora,uov Ütto OvfvSioc^^ 3) Ueber bie ®pt^onen fegt Ptolem, 1. c f ira ^/wo<. cira ßov- X«vc^ , xi^ ou\ (Pf ou7ouvä#aiv€^. 3Ä a n n e r t a. a. £). ®. 268 — 269. £)b unter ben ßouXave^ 9>o(anen ober 9olen su fuc^n fepen, ober ob bie Altere Sedart SovA»vf< oorgejogen merben möffe, fann biet babin defieOt bleiben, toenn gleicb ed fonberbac fcbcint, baf 8elemel in Orfo- llndft über JCablubef, 0. 535 \>xz von manchen beroorgebobene 9ta* mensd()nlicbfeit amifd^en ßov/xve^ unb 9>oIen „ duferft albem " nennt. ÜBergl. an<b «&artfno(b V. u. 91. t>r. GJ. 22. 
S>to(emdtt^ Aber bie fäbbaltifc^en Jt&{ien(anbe. 67 hilbm ber 9Sei(bfeIs@trom au(^ je^t noö) bie«®rdn}f(|^etbe ber ©otl^onen^ nur bap um biefe Seit an feinen 9Riin« bungen^ fo n>ett bie bortigen ®ebiete bamalS bewohnbar iraren, ba§ SBenebertoolI angranjte. 2Cn feinem tDepIi^^en Ufer burc^ baS füblicbe Sommern l)inburc^, an ber 9{e^e bis {ur SBart^e unb £)ber ()in, lag auc|) }ur ätit bed 9)to« lemauS noc^ bad ntd(|)tige SSotC ber Surgunbionen^ tvelc^e^ $(iniud bort f^on fannte 0* 9torbn>clrt6 Don if^m xoi>f)nU noct^/ tote ju beS SSacttuS Beit^ im beutigen Saffubien ber Spgieriweig ber «^elbecon^U/ von ^toUmini 3CeIbdonen ge^: nannte unb n>eiter n&rb(icl(^ bon biefen Uf}ntt fid) Don ber Stünbung ber Sßeid^fel an bem ©ejlabe ber iOfIfee l^in baö alte SSo(f ber 9ingi<r aixi, n>elc^e $toIemduS 9tuticleer nennt Slugen unb 9tugenn>albe ^aitn ben alten Flamen biefeS SSolteS no(|^ bt§ auf biefen Sag erl^alten '). SBenben n>ir un$ nun aber bon biefen 9lad[^barbolfem in bie hftli^en ©ebtete beS SBeidl)feU@trome$, fo eröffnet und l^ter ber alte @eograp^ nod) toüt midi^tigere unb ^toat gan) neue S3li(fe in bie fflaä^t bei %lUxtf)\xmi. 3Cufier ben f(^on bor i^m befannten SSotfern ber SSeneber unb ©ot^onen nennt er noc|> einige anbere SSolferjweige in ^reuffen^ beren 9lamen in ber gangen ®efd)\(i)U beS Sanbeö biS tief i^S Stittelalter "hinein bon du^erfler SBic^^tigfeit geworben ftnb. Unter ben SSenebern^ alfo fubli(^ bon beren bejeidl^neten 1) Ptolem, L. IL c 11. bejeid^net und bie 183o|)nft|e ber SSur* gmbionen gan} genau; er fagt:^0< rn^ec (sc. oi af/Livovf;) do]xo:;ort fbtra rov ocXßtv ar<o rov ii^vjfxhov fjie^ovq 7r^c< avaroXx^, (Ltlx$< Tov ffujgßov 'TTOToc/Ltoi;. X0ci ro rwv BovyowTtav roi i<Ps^yl^ (sc^ MO rov <7x/Tißov)-xxt fxlx^< Tov Oviaroi/Xoc x«re;^ovTaiv. jP/i/t. a N. L. IV. c. 14. 2) Piolem. L. II^c 11. fagt: 'Eitol 2<5)jvo/ ft^x?' '^^^ iociovx ttq- TofAOV) x«< v'Tr aurov; 'Pour/xXftoi fJt^x^^ "^^^ cui'orouXoc ttotociüioV) onb bann weiter f)in: PovriWöiv d^ xa/ Boz/vTouvraiiv (i. e. Bov^- ^owTMiv) 'A/Xoua/oivf^. 2Dte ermahnten ©tbener be6 ^tolemdug (benn fem anberer ^ä^viftftUit fennt ffe weiter) |)atten i^re SBof^nfi^e awifd^n ber Ober unb ber S^ue ober 9ibn\ oergl. 9iet(barb 0. 56. 200. Qtannert ®eograp^. ber ®rie<ben u. Bibmn W). 3- e. 438. 5* 
68 9>to((mdud u6ec bie f&bbalttf(^en Afiflentanbe. a9Bol()n{t|en , beietd^net 9)toIemaud ali r\iö)p Sbewo^mt bte ©altnber^ @ubener unt) @tat>aner^ bte biö )u ben TUaunen ober Alanen, rei(lt)ten; unter lenen (agen na(^ t^m bieSgpI:? lionen, bcren 9lad?barn bie Äojlobofer waren ?)• 2)iefe »6U femamen ftnb in aller SSSeife von t)iel gu großer @r^ebtt(|)- feit für bie äeicbnung be$ S[>&ICerIeben6 funftiger Reiten, unb fte }eugen ju beutticb toon ^toIemduS genauer ^ftenntni^ ber Sinjeln^eiten , M bag nicf)t eine n%re 93etrad[)tung fte ^ttcai mebr beleuchten mä^te. 2Cm flarflen fte^t bei ^tolemclud ber SSolföname ber ®alinber ba unb and) aber ba6 Sanb, wetcbeö fte Uroo1)n^ Un, bleibt unß im 9Ritte(a(ter fein 3n>eifel übrige benn e§ fAbi^t fafl burc^ biefe gange Seit ben 9tamen ©alinbien un^ Derinbert fort, ©ein Umfang war fo ju ^JtolemauS Seiten, wie nad^malS ni(i)t unbebeutenb. 3n jenen altm Sagen fließ eS im ^eflen wabrfd[)einlicb an bie SBobnft^e ber ©ot^onett unb nac^ 9torben bin an bie ber Seneber. 3m £)flen be^^ rAb^e eS ba§ Sanb ber alten @ubauer unb fub(i(b lief e$ nacbmatö^ nocb jiemlicb tief nacb 9}7afot>ien btnein 0. S)iefeti Umfang/ DieKeicbt nodb einen gr&fern unb eine xä6)e ßolfö^ gabl/ burcb bie e§ in fpdtern Seiten alle anbern Sanbfcbaften übertraf ^)/ b^^tte ®a(inbien wo^I ol^ne dn>eifel fd[)on gu bed ytolemau^ 3eit/ unb fte gab eben bem Sanbe aucb eine btnldnglicbe SESicbtigfeit, um feine Sewobner att einS ber bemerfbarflen SSolfer ber Oflfee^Sinber aufgufübren. j£>a^ anbere SSolf / beffen $to(emdu§ gebenft, ftnb bie @ubener, unbegweifelt ber fpdter unter bem 9tamen ber @ubauer be^ (annte SSolfdgweig/ welcber im £)ften be6 ©alinber^Sanbe^^ ba wo ie^t bie ©ebiete Don @en6burg, Stbein^ Si^en^ Titp^, 1) Piolem. L. nr. c 5, Tuv de ^i^vi^iävtav fi^/v avaroXisuttTc- ^01, vTTo fjiiv rov^ OveviS»^ ttocXiv 7aX/v5a<, x«/ o-oi/^jjvo/ xa/ (TTxvxvQi f*^X?' '''*»''^ «Aauvwv. üCp ov<; <7iXX/wvfo-, tira xo<- OTOjSwxoi. 2) )Dte genauere S3eietcl()nung be< Umfanged, »e(((en bai ®altnber: Sanb im 9)ltttelalter fyittt, toerben mir fpdter am poffenben Orte geben. 3) Dusburg Chron. P. HI. c. 4. 
9tolem&u$ Aber bte f&hbalt%fö)zn A&ßenlanbe. 69 SojKmnrtburg, i^d unb Ölefefo finb, feine SBo^inftfec Iftatte. 3)ie na^jmatige SSerfefeung eine§ bebeutenben Sl^eifeS biefeö SoIfeS nac^ @am(anb ^at freittc^ bte @puren femed iRamenS biet weit mebr \>ettt>i\d)t, alö im ©alinbersSanbe*). SBie xoeit ftcb aber ba6 ®ebiet biefe^ SBotfeS )ur 3eit be$ ^tole^ maus gegen £)fien l^in auSgebebnt {)abe/ iff unm6gli4) )u beflitnmen. Suerfi befannt warb biefer ßolföjweig, wie e§ %int^ bur4^ ben SRarfmannifc^en ^rieg, unb bie ^c^aup^ tung ifl wo^lnidE)t)u fu^n^ baf bie @ubiner^ weldf^e^tole^ mau§ in einem @aue neben ben !{Rarf mannen ^ im ^xai^u ner greife an ber SBattawa inSSi^men, wohnen I^ftO^ nur ein abgeriffener Sweig ber ©ubener in S)reujfen waren, wel- d>er , ber ÜRarf mannifcfjen Ärieg§ma4)t juge jogen , fidf^ nac^« ber bafelbft auc^ niebergelaffen \}attt *). SBeit ungewiffer, aU über bie®alinber unb ©ubener, bleiben wir fiber baöSBoff ber ®tat>aner. SS jtnb in ilterer unb neuerer 3eit man^ (beriet S3erfu(|)e gewagt, auc^ biefen S3oIfö)weig in f)>dteren Benennungen wieber aufjuftnben. 9Ran ^at ben 92amen für i>erborben gehalten, @Iat>aner lefen ju muffen geglaubt unb btefe @lat)aner in ben ®(l()alauern in ben ®ebieten ber ^e^ mel um 9iagnit unb S^ilfit I)erum gefunben^). :})agegen i) & barf biet koo^l fc^on bemer!t »erben, baß bo^ nocb einige biefer &puxtn geblieben jtnb. &o ermd^nt Duaburg Chron. P. III. c 213. fia im alten Kubaner s £anbe gelegenes territoriiim KirsoTiae. ^Diefeö tt offi^bar fein anberee a(g ber Sanbfhtd) ixo\\6)tn £)(e|!o unb ^Crpö, 100 bte bret »Dörfer Jtrjpwen tn tbrem ^qS\xx\\^ geformten 9?amen bie Qfgenb noc§ bejeic^nen; »o bad territorium Kirsoviae tag. 2) Ptolem, L. II. c II. fc^retbt: 'Ttto tjjv ra,Sf>}T«v iJAjjv M«^- 3) &o benimmt dieic^arb &. 145. ii)tt &i^e unb ^rufe weif- tet fie ebenfattg auf feiner (Sbarte Germania Magna bafelbft na^. f&iU beim e, 220 bagegen hält bie @ubiner für bie ^ißtvot hei Strabo L VII. c L, loel^e biefer ®ecgrapb M ein ben SOtarfmannen unter« vM^ SSoie anfftbrt. 4) €^0 HarÜaioch Dissertat. de antiquis Prussiae populis §• VII. unb beffen 2C. u. 9t ^reuff. e>. 24. ® d^ldaer ^orb. ®ef(bi(^te ®. 37. Uphagen Parerga p. 535 fagt: y^Stavani, ut nunc irl nomcn nobis sislitur, sed Ptolemaeus indubie aliter scnpserai; pro incogniti« iliis 
70 ^toCemiud ober bt« ffibbattifd^en JtäffenUnbe. loerfefet etn neuerer %ovfd)ex, fiel) getreu an beS ^tolemauS 9lamen l()altenb, baö @titt>aners$Bolf füblid^ unter bte ®a^ liribzx unb @ubener ind eigentlidf^e ^olen^ u)o bie £>rte @tabtn an ber S3obr unb ®tam^U am Staren» ben tarnen nadf) aufbewahren foQen ^). ^aä} biefer 2Cnnal^me aber n>urbe btefe^ S3o(( fdtion ntd^t me^r unter ^reuffenS alte S6mo1)ncv }U iiiUn fepn. @eine SSo^nft^e erfhecften ftdi) ojhvJrtö 6td an bie Alaunen tief in ©armatien If^inein. — (Sniliä) ge^ benfet ^totemiuS ald Slad^barüilfer ber (Satinber unb @us bener aucf^ nocf) ber Sgii^Hionen unb JCojiobofer bte na^ femer S3eseid[)nung im ®äben oon ienen »eignen foUten. 2)te erjiern f(lt)etnen i^re @il^e no(|) in 9)reuffen gel^abt ju l^ben unb in ber 8anbfcf)aft junic^fl unter ben ©alinbern/ etn>a Don bem teigigen @tabt4)en iDfferobi? an b(6 8autenburg unb @oIbau ober bi§ an bie ©rdnje 9olen$ t)erbreitet gen>efen gu fe^n; benn i)ux finnten n)ol[)l ber 9Iame ©ilgenburg, bte £)6rfer ©itgenau unb SIgenäu unb ba6 in alten £lueDen borfonrmenbe ©ilgenfetb an bie SSenennung ber alten Sbe^ wo^ner guräcferinnern. S)ie Jtofiobofer aber gel()&ren in Uu nerSSetfe mit gu ben ä3emol()nern ^reuffenS unb ba§ 2)un(e( i^rer alten SSo^t^^ if^ ^o^I nie gang aufgu^ellen '). Sur ba6 SSotferleben in ?)reuffcn ^aben weber fit, noct) bieSg^t lionen irgehb eine S3ebeutung. Um aber baö S36t!erbilb gu t)ollenben, n)eld)eS ber alte Stavanis enim Slhlabani s. Slblaveni sunt rcponendi , ut quidam ad> huc juniores Byzantini, poslquam iste populus jam cum maximo ^icinorum damno notissimum sc reddidissct, nomnn ipsius ciTeninf, Jordani cum aliis Sclavi s. Sclavini dicti. Ab his iisdem Schlavonia maximc borealis Prussiae provincia olim dicebatur, quam Dusbur- gius ScaloYiam, incolasquc Scalovitas appclJat i) eo ffteiä^ath €!. 88. SSir tviffen btefer TCnqaht niä^H enU gegen au fe^eir. )Dte 9lainen, butc^ meiere Steiä)avb ju bitfet fßaftinnq hei IBotfeö bewogen lu fci^n fcbetnt, wAtben aUerbingd gut paffen. Vucb mit ytotemdttd ftimmt btefe Vnnatme tcotfl, übettin, mentgflen< n>ett beffer/a!6 bte oorbcrge^nbe ; benn an ber sD^emel wo^nenb fonnten bte €$tai^ner bodb ^obl \djmctliä) ff)ve 8Bobnft(e vto rov^ outvldot; ^ben. 2) Ueber fle finb SD^annect ber Sterben ber (Srbe 6. 27a nnb 9t et 40 rb €S. 84. in Dergletcben. 
9toUmdud aber bte fäbiattifc^en Jt&flenianbe. 7t (Srbbei^ttibcx loon ben fAbbalttf4ien Sanben gtebt^ folgen mit if)m na6f 9lorben ()tnauf/ n>o über btefen emii^nUn S6(fem uub über ben SSenebern Idngö bem Senebtfd[>en IBus fen ober an ben iCuflen ber i&jifee }uer|l ber unbefannt« SDlM}n)€ig ber aSelten wo\)nte; über btefem n>etter l^tn bie <|>ofter unb am n&rblid()fhn bte JCarbonen 0* ^^^ ber Sage ber Sanber warben bte SSelten etnm bon ber 9Remel an hii nad^ Xurlanb timetn, bte Softer einen S^etl üon Aurlanb nnb Steflanb unb bte ^rbonen enbltc^ tn @fl()(anb t^re Sol^nffge Qt^abt l()aben. ^an 1)at aber in ben «Softem btt TUfb^v ober bte £){ltder be§ 9>9t^ea« nnb tn ben JCarbonen ^it Stnxtn ober Auronen ju ftnben geglaubt unb gemeint, bte erftem fetten xo&fyuxib^ ber Bett oon Sacituö bi§ $toIe^ miM aus ber Sanbfc^aft @amlanb weiter nirbttd^ Jf^tnauf^ geräcft^ toeS^alb il)xev ber le^tere in ^^i^^uffen autf^ nid^t auSbrucflidl^ tmi^ne '). 3nbejTen erbeben ftd) bagegen boc^ manc^ ni(i^t unbe^eutenbe JBebenflic^feiten '). £en @d|^hiß 1) Ptolem. L. III. c. 5. ITocA<y ä* T>jv (tt^V ^^c??^ t« 'Ot^fv«- ffTx xa^ßMVf^ a^xrixairaroi. 2) &^bnin^ alte norb. (Seograp^te in @4l6)er< norb. ®ef4. e. 171. SBorauf IBÜbelm ®. 351. bte IBebauptung flütt, baf bie Sesebec bie TCefboer t>on ber ISernftetnfüfle oerbrdngt bitten/ ifl ni(bt ab^afe^. Sßtr tDetben tn ber goi^ge mancbe ®ränbe in bem Setoeife anf&bren, taf au(b fort()tn noc^ bad TCeffyeviSßolt im SBcft^e oon ®am« lanb geblieben ift. 3) €^d würbe erflend bod) fefyc befttmben, baf ^toUm^ui, ber bte 9{aneii bec (Baünbtx, ©ubener, ©otbonm, E^cnebcr u. f. w. fo ricbtig hnnt, ben gerabe ben9{6mern, wie überbaupt bemXudlanbe gewif am metften bekannten 9(amen ber Vefiper To febr in «Softer oerfhimmelt über« Uefert. ^ei(i4 nennt ^pt^ead bie 2Cefl9er beö ;£acitttd £)fKder; aber bit Berf(^tebenbeit biefer beiben 9tamen ifl bei weitem nic^t fo grof. iwtu ttüi finben wir ja aucb bad XefIpersSoiC no(^ na(^ be< 9)toIemdu« Seit, bei 3omanbe<, ^afitobor unb äginbart immer in ®am(anb unb swar fort unb fort oü ba$ bernßeinfammetnbe IBolC be^ei^net iDaf |)toles m&nd ibrer nid^t erwdbnt/ tfi fein IBewei«, baf fte nic^t mebr in ^uf» fen wobnten; H beweifet nur, baf ^toUmdud fte entweber ni<bt kannte ober ni(bt beachtete; er weif ja and^ oon ber fonft fo berübmten fßtxn* feimiiret nid^t«. Dritten« witrbe be<^to(emdud2Cngabe fetbß bur^aud gar 
72 ^tolemdn^ äbec bie fubbalttfc^en JCftff enlanbe. biefeS norbif(i()en SSotfetbilbeS mögen bie jBoruSfer ma^en, ein SSolf / n>el(l^e§ ^tolcmaud mit ben ®at>aren jufammen:? ftellcnb bis an bie Sftf^ipai^i)cn ©ebirgc reichen l5ßt ^). „®es troften fDJutlfKd/ fagt dn berühmter ©eograplj) ^), n>ürbe td^ bicfe ©oru^fer für einen 8ittl()auifcfeen3n)ei3, für bie ^reuf^ fen ertlaren/ meiere ftdS) naä) bem 3(bjuge ber SSeneber an bie SBeftfujie in ii)r fpdtereS SSaterlanb üorbrangten, menn 16) begreiflid) ftnben !&nnte / baf $toIemdu$ t)on ben innem ©egenben 8ittl&auen§ mxtli6)t Äenntniffe ^atte/' Änberc^ ftc^ über biefe SSebenHid^feit btnmegl^ebenb/ ^aben biefe SSo^: ruSfer o^ne n>ettere$ für bie n>irl(i(^en Stammvater ber ^reuffen gelten, (äffen fte fpdter^in na(|» $reuffen einn>an^ bem unb bem Sanbe unb S3olfe feinen ie^t nod) bleibenben 9{amen geben ^), SEBir geben ber 92amenSd^nlid^{eit, auf bte l^iiebei fo t>iele$ ^tbant n>orben ifl/ burd^aud feinen SBerth, ba $reuffen$ iRame gen>t^ ganj anbern UrfprungS ift; eben fo n>entg meifl bie bebad^tfame gefdS^id)tlt(^e Sorfc^ung von einer äßanberung biefeS SSo((ed t)on £)f[en nad^ SBeften an bie SSaltifd^en Äuften, unb fo l)at ber 3n?eig ber SBorurtcr fid^erlidS^ a\x^ feine SBebeutung für bie ©efc^ic^te biefeö ganbeS. ffragen roix nun nadb Urfprung unb @tammi>erwanbt? fc^aft ber t>erfd)tebenen SSöIter^ »eld^e ^tolemduö atö S3e^ wol&ner S)reuffen^ nennt, fo waren bie fübwefKi^en jBen>ol&= ner ber SBeidjfelgegenben, bie ®ott)oncn ober ®ot^cn ein rcingermanifdJ^eS SSolf unb ©itte unb ©prad^e erwiefen i^rc ®ermanifc()e «J^erfunft. £ort ftnbet ftdE^ bed^alb auc^ unter  nid^t paffen. 2)te JCarbonen obec bie Jturen )t)o^nen nad^ if)m a^xn- xoirarot am SSenebifc^en SBufen, alfo in @flf)lanb, »0 bo(( nac^ fötU beim ®. 351 bie ^Cefiper fei^n foUen; bie «f)o|7er liegen na4 ^^tolemdusi tn ber ^ttt ber Selten uub i^arbonen^ alfo in einem Steile ^urlanb« unb Steflanbd. 1) Piolem, L. 111. c. 5. ßo^ousXo^ 2) Gannett ber 9iorben ber @rbe ^. 271. .'^) Erasmus SicUa /Vntiquit. Borus5. L. 1. Cronier de rchu.s gestis Polonpr. L. 111. p. ... Ler? Histor. Priis^iae p. 2. «^artfnocb 3C. u. 91. |)v. ©. 70. 
@tammt)erii>anbtr(^aft ber äSoUecstoeige ^ceuffen^. 73 «altcfttn £)YtSnamen, fo noeit {te irgenb in ben etjlen eren Seiten ber ©cfd^ic^te »erfolgt werben f 6nnen , fcbwers lict^ wo^t etn etnjiger^ ber einen ®la^i^d)en ober @armati- fc^n Urfprung t>enat^en f innte ; eine bebeutenbe iaU weifet vielmehr auf bie altgermanifd()en SSewo^ner^ auf bie ®ot^en 6in. @o ffnb wo^t ol^ne 3n>eifel bie iRamen 9iefen ober Siejten, (Snlm, jEi)om, 9logau ober Stogow^ Si^bau unb manche anbere biefer ®egenb urfpränglic|) ®ot^if4)e ^enen^ nungen^); unb wenn anä) ni^t ju erweifen ift^ t>a^ il^r Xlter in fo fru^e Seiten 2urucfgel[)e , fo jeugen fte bod^^ über ben ttrfpntng unb bie SSerwanbtfc^äft beS SSolteS, burdS) tDeb^eS fte entflanben. 2>te weiter n6rbl{c|) liegenben SSeneber waren bagegen ft4^rlt(|^ tein ®ermanifcl()e$ SSolt/ wenn gleich Sacitud fte be^^tb aK fold^e^ auffuhrt, ,;Weil fte \iäf ^dufer bauten nnb ©d^itbe fui^rten^ auä) fi6) be^ ®ebraud()ed unb ber @c^nel:: (igfett t^rerSu^e erfreuten/ wel(l(^e6 bei ben @armaten aOeß anbetd war^ ba biefe nur auf bem SBagen unb Stoffe (eb;: Un^)/^ X>a S£acitu§ für i^xe ®ermanifc|>e Äbftammung (einen anbem S3ewei6 ju ful^ren weif, fo wirb \id) fci)wer? li(^ iemanb burd^ biefe Sinie(n](^iten überzeugen laffen, fte fnr Germanen ju j^alten, ba fte atö 3lad)baxn ®erma« nifc^er 3n>eige ftc^ offenbar mand^e^ bon biefen angeeignet. Sie waren o^ne Stoeifel @armatifd()en @tamme§, fafen frii^rf^in bom iDniepersgluffe n5rbIidS^ über ben Äarpatl;en anb ben ®e^)iben unb mögen" ffc^, bebor fie nacfe SSBeflen votbrdngten, in jenen äBo^njt^en no4) weiter au$gebei)nt ^aben ')- SBit werben fpdterliin erfahren, wie biefe SJeneber  1) Son mehren biefer 9lanien läft fic^ bie ®!anbinat)ird!> - ©ot^ifc^e Tültammvmq jiemlid^ geiDif na(^wetfen. SBon toerT^iebenen biefer unb dübcrer 9^ainen »irb biefed fpdterl^in gefd^e^ien. 2) TaciL Gcrman. c. 46. 3) Vnbere alte ^dbAft^eOer gleiten bie SSeneber au(9 unbesioetfelt fftr @anttaten; fo fagt Ptolemaeus L. HI. c. 5.: xxrex^' ^^ '^'•^ stov xoXttov, xoci vniq T)jy dax/a? 7revx7voi ts xai ßctoriqvv.i. 
74 <Btamm\>^ttoanbt^d)aft btt SBSttergmetge ^teutTett^. M SBenben unb alS ein bur^iauS ni4)tgermantrd!)eS SS^ ftdE» in t>cm grif ten Sl&eile beö n&tblic^en 2)eutf(liilanbd vflv tcr unb n>eiter ))erbreitenb mdndjien beutfd^^en SSol{Sin>etg au^ feinen äBo^nft^en t)erbrängten. SBe(d[^e6 @tamme6 bie 3weige ber ©alinber, @ubenet tinb @tat>anet getoefen fepen, iji ^ö)voex fi^tt ju bel()auf)ten ^). 2)a alle flueüen über ibre 2(b{iammung t)50tg fcbweigen unb felbfl ^toUmiM, ber allein fte nennt, unS feine 3(nbeutung baräber l^interlafTen l^at, fo f&nnen, wie ed f^ieint/ nur bie id)talUn Hinterbliebenen ^amm ber SBobnft^e, wo fte lagen, aber bie bunfele f^rage nodE^ einigen 3(uf)(blu§ geben. 9le^« men wir biefe aber ju gul)rem in fol(^er ©unfelbeit, fo f6nnen bie ©alinber (aum mit einem anbern S3olfö}wetge in fo naber SSerwanbtfcbaft geflanben i)ahm, al8 mit bem ber @aml£nbifd()en 2Ceft9er, inbem ^d) jwtfcben beiben eine STOenge üon ©prac|^äl^nlt*Ieiten auffinben laffen «). ©elbfl ber t>oIfötbumlid[^e 6baracter ber ©alinber, fo weit ibn un$ bie fpatere ©efc^ic^te beurtbei(en li^t, entfpric^t wol^l offen; <Sr ^ieht ^tcrburd^ Kar bie ^annattfc^e ^Cbflammung ber Ißeneber ^u ec kennen. Plin. L. IV. c. 13. fagt ebenfalls : quidam hacc habitar! ad Vistiilam usque Fluvium a Sarmatis, Venedis, Scyris, Hirns tra- dunt; unb aU(^ nod^ Jornand. de reb. Getic. c. 5. u. 23. ttä^net fte JU ben ^lar>en, fßtt^l. Bajer de Venedis et Eridano Fluvio in opusc c 534; SÄannert r)om 9lorben ber 6rbe 0. 174. 1) SRannert 0. a.O. 0.270. gfjle^^t ßerabeju: „©inb pe ©at* maten, ober t)om (Sfi^ifc^en, ettt{)autr(^en Stamme? 3c^ meip eö ntcbf 3Cu(^ «Retcftarb @. 87 bleibt awetfer^aft. 2) @d fann ^ter natArIt(^ nur oon ben &(teften Ortöbenennunt^en beibejc ^anbfc^aften im 9){ttte(altec bie 9?ebe f^pn unb bei biffen oerbte nt t}oc aUetfi aufmer^ram gemacht gu metben auf bie fowobi in 6am(anb a(d im attcn ©alinbec s ßanbe ftc^ oöUig entfprec^enben ©nbigungen ber sOrtdnamcn in bie @plben itteo, ebnen, iLkcn unb iencn, @nbtgum gen/ bie in £)rt6namen gerabe nur fo xotM reichen/ M baä ®alinber: ^QX^ \\t gen Ollen fortging unb nic^t frembe Crt6namen ftc^ etn< mif4)ten. 3n gleicher SBeife ffnbet ftd^ ^'^ be|j[en 8anbf(:r)aften am ^u« ftgjten in Ortsnamen auc^ bie ^ermanirc^e SnblUbe cwe, awe ober au. ©elbfl au(^ t)6t(ige 2Ce^nIid!)feiten in alten Ortsnamen kommen xn beiben 6fter vor. @o lag \. S. au(6 in ©amlanb ein ^alinbersSSalb unb aud^ (ter wie in Q^alinben m\X bem 9{amen Surfen u. f. w. 
9toUmiuö fiber bie ffibbaltifd^^en A&flenlanbe. 75 bor am meiften Um bet @amlänber. @S ifi ballet ntd^^t unmaf)rf4^^inlt(|^/ b<)§ ^'n ^(tejter Seit bte Xejiper unb ®a^ Knber, äweige 6ine6 @tamme§, üor bcm (Sinjuge ber ^roU fi^n 6eibe ft(l(^ etnbrangenben SSeneber^ {td^ etnanber in tti? Ttn bamafö enoetterten drinjen betä^rten^ wie im 9{}eflen bie @r(!njen ber ©alinber an bie ber ©ot^bnen fliegen unb bag fceibe, Tteff^er unb ©olinber, uberljöupt nur Sieben^ jöeige beS über ?)reu||en berbreifeten ®ot^en5®tamme8 waren.' 2)er SRame ber ®alinber foH fo biel.afö ,,bie 9Rac|^= tigen, bie ©tarfen," nac^ einer anbern Auslegung aber au(& „Sauber" bebeuten ^). ©bd^ weit »a^rfd^einlidf^er ifl, ba$ er fo mel atö „bie Tfeußer jien , bie gelten" bejeicf^net unb in fo fem eine 2(e]E}nIid[)feit im Sinne mit bem ber TUftpet ^t, weit beibe SS&Ifer bie Seiten unb 2(eu^erf(en beS ®ot^en^@tammeö, alfo ber ©ermanen im Offen waren ■). Sie ©ubener unb @tat)aner gel^irten bagegen ofenbar einem gan} anbern @tamme an. @ie waren an^ bem alten 6amiatien l^erborgerucft^ t>ieQeic|)t jugteid^ mit ben SSene:: bem, DieOei^t and) bon biefen aud i^ren frul^eren S^oldn^ 1) jDiefe TCbleitung giebt Hartknoch dissertat de llngua veter. Pruss. §. V. : LitLuanice dicitur Wissgalinti i. e. omnipotentem, quam Tocem et Prussi agnoscebant, inde Galindi Prussiae populi dicti sunt i. e. potentes. Alii Galindos interpretantur Latrones a Toee gaUintvpejr i. e. occidere: sed tix verisimile est, Prussos a la- trocinandi more , quem in vitio ponendum esse non nesciebant, sibk nomen fujsse sumpturos. 2) SDtffe Ableitung bed 9lQmend ifi aud ber altpreufltr<^en Sprad^e geDommen. Galas, Gab unb tn äufammenfe^ungen Gal ^tep im TiiU pcntffifjdb^n bai 2Ceufer|le, \>at Ce(te, ba6 (&n\>t, mte bad Sßort im ttU tifd^n , »0 a geblieben xft, bieFrlbige SBebeutung bat. jDaf biere« §D3ort im Xttpreuntfcben au £)rtö< unb airo aucb ju i^dnbersSi^men gebraust vttcbe, bemetfen mcbre übrig gebliebene 9lamen; g. S3. bei ^iSau JCants (tigal f. 0. a. $Bu4ts@nbe oon Kampas Suc^t unb Galas, Gal baö C^nbe (8uca6 2)aotb SB. 1. ®. 1.S6.)/ ^emgaUen f. iha. &anb^@nbe/ oon Seme niebng gelegene^ 8anb, (^c^ldjerd 9{eflor 6. 53). föh auf @algarben in @am(anb ben duferfhn ober legten SSerg (Garbs) bes beute, laffen tutr babin gefleUt fepn, aber e< f^eint auf er 3n>etfet/ baf ber 9{amr beö ^anbeö ©atinben mit bem XBorte Galas einerlei IBebeu^ taug ^U. 
76 ^toltmini über bte f&bbaltifd^en Xtüflenlanbe. ftfeen weiter im £)flen mit ©ewalt t^erbringt. @te 6(etben au^ nacbmatö bem ©armatifdben $Bolf^4)araftet in @itte unb @igentl^umlt^(eit mel^t getreu unb uuterf4)etben ft(|^ in ber fpjtern ®efct)t4)te aud[) toefentlic^ t)on ^reuffenS n>efl^ li4)en S3en)ol^nern ®ermanifd)en @tamme& ^ie £)rtdnamen ber @ubener ober @ubauer weidben ba^er and) in i^rer S3ilbung t)on benen ber ®alinber unb Xeji^er fo bebeutenb ab, bafi man faum einige 2Cel(inIid[){etten -aufjuftnben tnt @tanbe ijl. Vitbex\)anpt wirb aM aUem, xoa^ bie na^maltge ®efc^i4)te t)on biefem SSoIfe ju erjil^len tat. War ]()ert>or^ gelten ^ ba^iRatur unb %xt biefer @ubauer ben weftlic^en SBewolj^nern S)reuffenS ganj fremb unb entgegen war 0- ^a^ ^tolemiud ben SBeidS^feUStrom atö bie @r2n}^ fdbetbe gwifc^en ©ermanien unb @armatien nennet ^) unb alfo ^reuffen fc^on mit ju @armatien uä)mt, fann nic^t für einen S3eweiS gelten/ ba^ auc^ bie SSöIfer in btefem Steile bed ^tolemiifc^en @armatien8 ©armattfc^en Qtam^ meS gewefen fepen. ©ermaniend 5ftlid)e ©rdnje blieb lange ^eit für bie alten ®eograpl(^en fo ungewiß , inbem e§ in ber ^fyit and) feine xed)U naturli^e @rdn)fd[^eibe gab, ba^ man jte entweber nur auf eine U^x unbeflimmte SBetfe, wie bur^ SKacituß gefc^a](), anbeuten fonnte»)/ ober enbltc^ burd^ eine Art bon ,,geogra»)t)if(|>em 3Rad()tf»)ru*" pcfeer ju fteUen fudjite, unb l&iegu gab ftcb fein anberer fejler f>un(t 1) Hartknoch dissert de antiqii. Pruss. popiilis §. VII. \fiit bie ®ubauer ebenfaU« fär einen ^^armatifdi^en äwetg. 3ebo(^ gtebt ^tole« mdud, wie ^axtln^ö) annimmt/ bacübec feinen 2(ufr4)luf ; benn u>enn bed ^tolemduö SSorte nacb «E>artfnoc^d ^Cu^tegung erfidrt merben bäcf: ten / fo mäfiten audf) feine ®pt{)onen , SSurgunbtonen unb £)mbronen 6armaten fc^n. ^af «ßoctfnocb au(^ bie ®alinber au ben ^armaten reebnet, n>ar öbngenö na(b feinet ^Cufllegung fd)on dn |tcb natür(t((. 2) Plolem. Ka/ fTi avTo^ o TToraju-o^ (sC. Ou/otoüXä) f«^ SoA«;^}]^ o^i^fi Ti^v avaTO>.iX)}V TrXft^^av. Jornand, de reb. Ge- lle, c. 3. jDie brei a)^anbungen , mel^e Sornanbed ber 2(ngabe bed ^to» lemdud untecfcbiebt, !ennt biefer nocb nt(bt. L. II. c 10. 3) Tcu'it. Gemi. c. 1. Germania — a Sarmatis Dacisc|uc mu- luo inetu aut monlihus separatiir. 
^toUmiut ubec bte fäbbaUtfd^en A&ßenUnbe. 77 (fixtet, aW bie gro^e 8t nie bcö SBei(^fcU@ttomc§, wtc- too(( üu6) hfUiöf t)Dn i^m nod[^ ©ermanen iDobnten. ^ ®etne ^nbung bienet bem $toIemäu6 iuglet4) {ur 93ef!tmmung beS TtnfangeS bc6 8Scnebifdt)en SBufcnS, womit er bie flarfe Sinbifgung ber £)jlfee loon «^cla an biS jur fdbn)e{t(td[^en lufle @amlanbS besetd^net, benn bie ganje iDflfee erhält bei iJS^m ben Slamen beS @armatifd[>en £)cean^ *) Xu^er ber 2BeidS)fet fennt |)toIcmduö in feinem (Sars matifc^en ?onbe no^ üier onbere @tr6me, bie in ben &(a^ mattfd^en JDcean münben. äun^^ji ber SSeicbfel norb6flli(l^ hinauf Ihimte ber Qi)xono^, beffen SÄunbung mit ber beS SBei^feU ©tromeS in gleicher SSreite liegt 2CIfo fönn bie$ »ot^t lein onberer @trom fepn, M ber in* grif^ie |)aff fic|> ei^ief enbe 9rege(/ mol^in jum grof en S^^eile and) bie SBeid^fel auSmunbet S3efremben muf aüerbing^ ber fo frembüin^ genbe 9lamc, ber an ben Äronifd)en £)cean ober an ba* SiSmeer erinnern Knnte *). S3ei ?)nniu$ fönben »ir für biefen @trom ben 9tamen ®uttalu^ unb wir bejeic^neten i^n aK ben ®otf)en = ©trom. ©otlte er nun t>ieUeid[?t, nad)s bem bte eigentli(li)en ®ot^onen burd^ bie SSeneber t)on feiner 9ti^e t>erbrangt waren ^ aud^ biefen an {te erinnemben 9?a^  1) SRannect a. a. £). @. 150. SSSil^etm &. 25. aeeic^atrb 6.13. 2) PioUm. L. III. c. 5. 'H £v ei;^<iü?r>] ax^fjiOLTtx 'nf^io^i^eroct aszQ ftcv a^xroiv rai rc o-ot^(üMc rixoi a»3cedtv^ xarx rov ovcvf dixov xoXirov )uc/ ft^x^' "^^ 0C7VMOTOV 7^^. Xn bad Sßort Oceanus, fagt fteic^atb G. 237, barf man ft^ niä^t fto^n, benn ^tolemdud f)&lU mt aOe alten 9eoQxap^n, biefe^ 9)teer fär einen Z^rl hei ndcblt^flen tÖ(tan$, weil Ite ®canbinaoten niä)t fär ein feftei Sanb bielten. 3) P/olem. L. II. c 2. Det Stert nennet t^n 'O wx^avo; iIttf^- ßo^ioj*; ber Cod. Palaiin. fSgt aber (tn^U: ocuto^ xoXcTrai tt^tt}]- 7»^ iixcocyo^, xoc/ K^ovio;, vne^o?« IDamit ftimmt au(b fn ber olten Sage be0 Cucaö jDaotb S. 1. 6. 15, bte er ani ber (^ronil bed 8if4|ofi G^rtftian nabm, ber Siame ber £)fifee Chronos,. ,,bad ift bie gcfofiene &et" ftberein. ^niliä^ fommt ^ier ber 9tame mec^felnb balb (Sbronoi , bolb ^ano unb drono oor. SBgf. barfiber €$ (^ 5 n 1 n g in 6(9r6jer* 9forb. ®ef(b. 0. 75 — 76. 
78 $to(emiu6 &6ec bie ffibbaltifc^en £anbe. men ©uttaluS toerloren ttnb ben 9lamcn 6^rono9 t)Dm JCro^ n\\d)en £)cean erl()a(ten l^aben? iDber foQte t^teUeid^t bte SSe^ beutung feineS alten 9tamend , ber ^rageQo toar unb einen 8Serfclf)lin9cr bejet^nen foll 0/ t>w^^4> fcö8 ©riec^tf^e SBort @^rono$ wteber gegeben n>orben fepU/ in eben berXrt/ me bte ©ried^en ba$ angr^njenbe ©antlanb burc^ bie ®ried^t? fcl[>en 93enennungen Ttbaln^, SßafiUia unb £)fericta be5ei4^: neten? ^aß ber alte 9tame beö ^regelS einfimal in ben je^tgen ober eigentUcI^ in ^ragello unb ^ergoUa t)etanbert werben / erfahren mx ani \patexen 9lac^rict)ten, bie un^ er)&^(en: ber ncix^ 9lame ^abe ba^er feinen Urfprung^ ba§ ber @trom einft @amo'S einjigeö SBeib ^ergoUa in feinen Sßellen t>erfc^Iungen l^abe ^). 3n foldjier SBeife n>urben bte beiben ^Benennungen aUerbingd in SinifU^t ibrer jSBebeutun^ gen in einer na^en IBeitebung {leben, äßie man inbefien ienen alten 9lamen (S)xonoi, noelcben fpiter a\x^ no^i Tim: rnianM SRarcellinud bem $to(emiud na^fcbrieb *), immerhin anöf beuten unb erftaren mag; fo ifi bocb unbeflreitbar, baf ni^t fuglicb ein anberer ©trom, aU ber ?)regel in ibm ges iixöft werben fftnne ♦). Sunicbfl bem (Sbtonoö flop n5rblicb/ nad(^ beS alten ®eogrA))b^n IBericbt^ ber ^u^ 9ibubon/ ben %mmianu§ Sibubon nennet/ obne 3n>eife( bie Üffemel/ nur um einen ©rab i)h^x, aI6 ber @trom (Sü^xonoi. Dann weiter btnauf  1) 3m Cettif<ben beift praggars etn®ienger, ber ailH oecfc^b^indt, um flcb SU rdtttgen. 2) $801 Zntai jDaoib IB. 1. 0. 60. 2)ap ber 9tome bed §>rcs gel« mit ber gefcbicbtltcben ©runbla^e btefer Gage in S^erbtnbung fl^, »irb au4 babur(b no4 um fo »a^rfcbeinltcber/ bap ber 9tome früfler au(b Pregora ober Prigora gef^neben »urbe unb baburcb bem fßorte praggars noc^ iiinli^tx toivb. Unter biefem 9lamen (ommt ber Gtrom befonberd no(b in ben Urfunben he$ 13ten Saf^rbunbertö t>or. 3) Amman, MarcelUn. rer. gestar. L. XXIL c 8. nennet t^n Chronicus unb bie SBeicbfel Bisula. 4) 60 au(b a]i{annert ber 9lorben ber Grbe 0. 257. 9lei4arb auf feiner (^arte German. Magna. Sßarum Sßilbelm 6. 350 bte SOfemel unter ^^m (S^ronod «ermutdet^ ift nicbt abgufeben. 
f)to(emaud aber bte fäbbatttfc^en Sanbe. 79 )^r SuruntDd/ bte SSinbau in Aurlanb unb enbltd^^ bcr @trom (S^ftnoS ober bte £)una/ bie bei fRi^a in bte @ee ftrimt ®ewt^ mögen atxä) biefen frembtlingenben Flamen mancherlei SSejie^ungen unterliegen, aber nod^ ifi e6 nidj^t gefunden, {te mit ben fpdteren ein^eimifd^en in irgenb eine Serbinbung ya bringen. 2>aS ifl a aUed/ xoa^ n>ir burdS^ Dtolemäue über bte Saltif^^en Sänber im i&jlen ber Sßeic^fel unb ibre fBcxoo^ ner erfahren ^ unb l()iemit enbigen jugleic^ aud^ aSe yiaä)s rieten, bie un6 bie Xlten über biefen S^eil be$ 97orben§ ^interlaffen ^aben. SSad neben ben genannten @d()riftftel:: km nod^ anbere, ober nad) beS ^tolemauS 3eit nod^ fpdtere @eIe^Tte be§ 2((tert^mS aber baS S3ern{lein(anb exw&1)mn, if t^ettö faft aUeS au8 jenen entlehnt, t^eifö ftnb ed bunfele X^ungen unb f4)n)ad)e 9lac|)t(&nge unbeßimmter @agen/ bie ftd^ über ben SfloxUn mvbmUt IS)atten. @o fonnte felbfl ber berul^mte Srbbefc^reiber S>ton9fiu$ jur 3eit beö^aiferi^ XugufhtS be$ S3em{}einS «^erfunft nur nac|^ ben )n>et un^ gemifpen ©trSmen ÄlbeSfoS unb ?)antifai)e8 beieidl^nen, bie uon ben SR^ipdifc^en 85erg^6^en in gefonbertem Saufe Ijierab^ {tr&men unb an beren SRunbungen in ber Sflif)e bed (SiSs mecre« ber ©ernpein erjeugt werben fotte ^). 2Cgatl&meru« nnb SJlarcianuS aM «^eraflea wiffen nad^ $toIemdud nidbtd weiter loom ^oxbzn, aI6 toai biefer i^r SSorgdnger beric|^tet nnb einige anbere £lueUen an bie «^anb gegeben lj)atten. lieber bte IBaltifc|)en Sanbe ifi in i^ren SBerf en feine ein)ige 9ta^\dft neu. So liegt alfo burc^ ba« ganje 2Cltertl^um eine bfijtere 9a6)t auf bem Sanbe, beffen ©efc^ic^te mir l^ier befdS^rei^^ ben, 9lur einjelne &Ume Uud)tzn f)ic unb ba freunblic^, bod^ immer nur in mattzm SidS^te huxä) bad iOunfel l^ins but(^. 6ie aOein ftnb bie Setter unb Saurer auf ber ge« toben Sal^n ber Sorfd^ung/ um bie munberlid^e 9Se(t ber Zr&ume ju t)ermeiben; bie ben feefunbigen 9>^5nicier um Xfrifo unb na4^ |>reu{Ten unb nad^ Zmmfa gebrad^t/ im 1) Dionx*' Pcrie^. t. 314. . 
80 S3ern|letn^anbel im Ziuttf^vim. @trom 6ribanu6 bte Stabaune unb £)äna^ in bcn ^ifpexs boreem @^webtfcl()e iDfetbotne b. ^. l(iod()gebDtene IBarone, im £)b9{Teud/ ber ftc^ tttt$ nannte/ ben norbifc^en £)Mn ober iObin gefunben l;at *). 2Cu^ ber alte ^äbter gefd)tc(^tU(|^er SorfdS^ung/ ber fOerru: ' fletn]()anbel/ ber in früherer Zeit bie 9t6mtfc^e SBelt mit bem 92orben in SSerbinbung gefegt unb mand^en b^Deren Sßlid in bad S)un!et ber !immerif(l[)en yiad)t m&gltd^ getnac^^t ^atte, entfd^minbet in ben fpdteren 3al[)rl^itnberten unb fets ner sef(^iet)t in ben legtem Seiten ber 9t5mifdS^en «f>errf(^oft (eine Snva^nung me^r. äBie e6 fc^eint, maren bie «^an^ beldn>ege t)om 9{orben nac^ Italien f)imh bereite um beS $to(emau^ 3eit fc^on Y)erfcl^Io{Ten, tt>enn gleicb audE) je^t noc|» einige ©emeinfc^^aft Qtatt fanb. S>a ed toorjügticl^ ber Sdevos ftein^anbel n>ar/ n>eld^er bie fpirlicl^e £unbe über bie fub^ baltifcl[)en S&nber im ©üben t)erbreitete, fo wirb e6 l(^ier paf- fenb fepU/ roa^ bie Sorfd^ung au^ alten i&ueOen aber feinen ®ang unb feine 9ttd()tung xod^, ben 9ladS^r{(I)ten ber Xltcn aber bad S3emft^inlanb an}uf(^lie^en. 2)ie erfte ftd^erc 9lac()rid^t über ben fi3emftein^anbel üom Starben l^er gab, »ie friiber üon un§ bemerft Sorben , ber (unbige Seefahrer $9t(^ead / ber jugleid^ mit ju bem StuedF e auSgefanbt n>ar/ ju erforfd^eu/ n>o ber JBernflein erzeugt werbe. 2)ieß fe^et ))oraui^/ ba^ man ju fetbiger Seit, alfo mei)r atö breil^unbert Saläre loor unferer Zeitrechnung / in 9)faf{tlien fd)on Stac^rid^t ))on einem «^anbel mit bem f(^2%9 baren SrieugnifTe an$ bem 9{orben l^atte. |)9t^eai fanb, ba^ biefer «^anbet6t>ertel()r t)Dn 3(balud ober @amlanb$ «ftiifie au$ mit bem S3olfe ber SEeutonen beflanb, toeld^eS ba^ malS ben ®oÜ)0}xm Una6)baxt an ben ^äßenlinbem ber £)|ifee im Sßef^en ber 3Bei4)fel {td^ weit bin ausbreitete. 3(ber teiber fagt und $9t^ea8 aber ben weitem SB^g btefeS «^anbeK nid^td. dx ging wal[)rfdE)einlid^ gu Sanbe ^). S>a ju  i)Sßof ober alte fSkltfunbe a. a. £). ®. XXXVI. 2) gfreüicb l&ft fi^ hierüber fefn ftrender fßmtii f(if)vcn,htnn PUn, 
S3etit|letn()anbe( im 3(ltett^um. 81 M 9)9^ad 3ett Ux 9}ame ISeutonen ober Xeuten ol^ne Smetfel ber etgentlic(^e 9lame aQer ©ermanen n^ar unb feines^ tpeg^ nur ein etnjelneS fBolf bejei^nete; ba aud[) in ben nj<^ften ©«bieten wefho&rtö vom 9BeidS)feU®tvome fdE^on Se«n«iien wohnten unb bie 9Bo]()nft^e ber Teutonen ^ big an bie Ufer btefeS @ttome§ reicl^ten^ fo na^m n>a()rfc^ein(i(f) ber ^nbel mit SSemjletn t>on @amlanb ober t)on ben Xe^pem unb ©ot^onen au6 ben Sßeg ju ben ®ermanif4)en 9{a(^ban>6((etn ber SBei^el, r>izüex6)t guerji gu ben ^ur^ gunbtonen. £)b nun t)on biefen baö glanjenbe (Sraeugnif na^ Skften ober nad^ @uben meiter fortgeführt n)orben fep/ t&nnte {»etfelbaft bleiben ; ba ober ber fpitere ^anbetöweg fiir ben S3em^ein unfheitig t)om Storben nüä) @uben ging unb bamatö folc^e «^anbeldjirafen^ bie butd[^ barbarif^^e 9ibU Ut ^tnburcb einmal eröffnet unb gebolj^nt waren ^ ^d) gewifi nur feiten t>er Huberten , fo ^ric^t ^^e SEBal^rf4)einIi4^feit ba^^ f&t, baf iener «^anbeUweg Don ben Seutonen aui, nad^bem er bei ^6caucali8 — iDffielStt unfern oom ie^igen fi3romberg — boft ffieidi^feU®ebiet berlafTen ^attc, inniö)^ bixxd) bie anzeige beS Sedier «SSoIfeS ging unb ytoat über ben £)rt Cctiboma — Gi^botDo na^e bei ®nefen — /t>on ba uberSaliffa L. XXXVII. c. 2. fa^t na^ bed ^i^t^ead IBertd^t nur gans für}: pro- * ximisque Teatonis vendere ; aber t)ieUeic^t liegt in tiefen SBorteti tocl() eise «^bentung auf ben Sanb^anbef. 1) Qti barf natürlid^ ^ter unter ben Teutonen nii^t ber fphttit eins ylne Swetd verflonbrn n^erben^ ber in S^erbinbung mit ben (Kimbern 9C9ea bie Mmer Idmpfte. jDer 9lame Teutonen tfi ftc^erlid^ otel um: fajfoiber. SRannert ®eograpb.*ber ©ried^. u. Mmer IB. lU. ®. 347 nennt bie Seutonen 9la(^barn ber ®uttonen unb fe^t fte inö innere taib ber 9Q3et<^rel. Sßil^elm ®. 150. S&ad SSiefler in feiner üh: ^blnng : SBaren hit erflen SSemo^ner ber SBranbenburgifd^s^reuff. 85ns ber an ber £)flfee Atomen ober ^utf(^e @. 1—14/ gegen bie 2Cnna^me ber itteflen beutfc^en IBewo^ner biefer ©egeiiben anfß^rt, fc^eint un^ oberflft^tt^ ^ingefproc^en. Seine atefultate^ nad^ welken ))on ]e$er nur ttnbettt[<!^# euneti an ber Cfifee wohnten, geben 3u fe^r von t^orge« ^ften SHeinungen au« unb liegen in t)ie( au grofen Sßiberfpröc^n mit einer ttnbeftngenen gorfc^ung in ben duelTen , M baß fte t>fc( S3erdc!r mtigtmg «ctbtenten. I. 6 
82 . 93erntteittl^anbel int 2f (tett^um. — Stali^d) — unb in ifllider dtt^^tung xotiUx nai) Ztfts ninm — SRarfenin bei @terab} — fortlief. Con ^ter ata gog er fl(^ bann an ber Sßati^e metter burd^ ba9 Colf bet SBurier nad) San^obunum — (S)amon>{g ^ — fofort bei Sttatau aber bie SSeic^fel burc^ iai SSolf ber @ibomt -unb ber «affarner l^inburt^ ^inab bi« Xfanca — 2flts®anbef — . Um l^ier bie milben unb ungebahnten ®armaten<®ebir^ ju umitf^tn, auf xoMftn neben manc|^erlei ®t^a^xm au^ grofle S3ef(ä[^merli(|t!eiten unbüRul^^en junicffd^redten/ »anbfe {tcb bie «^anbetöftrafie bon Xfanca aüS meftoirtS nac|^ @etuta — 6i9d[)e — unb weiter fort bem Sßaag^Sluffe folgenb über @ingone — @dS^intau — bis binab nad) <SeIemantia — @}os tftol^an — unb bon ba nac^ Samuntum an ber 2>onaU/ ben befannten SSaffenpIa^ ber 9t6mer/ wo enb(tdEi baS norbtfc^ ^rjeugni^ aiii ben «^inben barbartfc^er !B6lfer an bie 9ibmer abgefegt warb"). £tef roax gewi^ ein uralter «^anbeKweg/ auf weU^em mobl fc^on t)or «^erobotg Seiten ber S3em{lein bom 9lorben berab/ bon ber SRunbung ber SQetcbfel an baS Xbriatifd^e SReer gelangt war; unb er bejtanb aud^ nocb nad^ |)erobot§ Seiten fort unb fort ')• ' 2Cuf ibm gelangte aud^ jener 916$ mifcbe Sl;tter, ben Slero an bie «emfleinfüfle fanbte^ Don (Samuntum aud in baS Sßeid^feUSanb ; baber ben St&mem au^ bieSdnge biefeöSBeged {iemlic^ genau befannt gewor:: ben war. iRadE» beS $(iniuö Sämd)t betrug {te fedfi^bunbert SRimifd^e SRiOtarien *), bie gegen 120 bi« 125 jDeutfc^e 1) 9tet(^arb @. 305 nimmt Skatau bafür am 2) S3et Xn^aU bicTe« «^anbeldwegf« ift i^cufen Xir^io fftc aStt iStOQtwp^it «^eft III, beffen CT^cte Germania Magna unb )ttm S^ aucb SReid^arb gefolgt tvotben. jDte dei^nung tiefet 4kinbeCdffapa|e ft&it {!(b auf äeugnifTe; bie nid^t gu bezweifeln (tnb. 3) ajlannett ©eogr. ber ®rte(b. u. 8itoet S. III. 0. 336—338. 4) Plin, L. XXXVU. c. 2. fagt D C fere M. patsum a Cai^. nunlo Pannoniae abest lillus Germaniae, ex quo invehitur (sc suc- cinum) percognitum nuper. Vidit enim eques Romanus — , qni haec commercia et littora perdgraviL 2)er 2Cttibi:u(f commercia ha beutet l^iec «ßanbeld < Stationen unb seigt beutlid^ an/ ba^ bie genannten 
Sernftetn^crnbel im Hitetti^um. 85 Slkilen geben, unD btefe 3(ngabe fttmmt au^ mit UndnU fenmngen ber £>rte / mte ^tolemaud t^ter tttoi^nt , fafl gan} genau fiberetn 0« @enau befannt war btefer «^anbeßioeg flf für) na4^ Sbrifli ®eburt genootben, tenn bis babm \(kWz t(n niM^ nie ein Slimer felbft betreten. 9Ran \iMz bi^b^r ben fBernllein/ unbel&mmert / n>ober er !omme, unb unbe:: fannt xaxt ben weiten unb femliegenben ©ebieten, bte er bun|^n>anbem mußte/ au^ ber fBarbaren «^dnben erbalten, unb bnn^ biefe ttnbetanntfcbafi war lan^e ^xX bem ®(auben Stobnsng gegeben werben ^ ba{l er in ben 9Ba(bungen ccch 9o erzeugt werbe ^). £)bne bebeutenbe @dSiwtertg!eiten fann biefer -^anbeföweg auf berSdnge t)on ben S>onau:: Ufern biS fernhin an bie 93altif(ben ^K&ften allerbtngd wobt nicbt ges wefen feyn. Vber erleidiitcrt würbe ber «f^anbetöberfebr bocb burcb man(be g&nfHge Urnjldube. txA Steicb ber fluaben, in wel4^eS im @uben b^rauf ber SBeg juerfi bineinltef , war bmge Seit ben Stimern befreunbet unb felbfl in gewiffer {>tnft(bt bon ibnen abb^ngig "0* ^a$ ®ebtet biefeS {ßolfeS ging bis an bie ^r))atben , wo xck^i:^ auf bie fo wobi be:: tomten flueOen beS 9Bet(bfeI'@tromed traf. £)brt )og {tcb bie {^anbeUftrafe bann burcb bie Sinber ber iDfen, SSaffar^? ner unb ©iboner, jwar ta»)ferer unb frieg«tujiiger SB5lfer, bie aber nur gereift unb in offener Selbfcblacbt fdm^fenb ibre wilbftärmenbe Araft bewiefen, ben frtebti^en S^etfebr £)cfe, &cr »eU^e bie Stctre beS SHtter^ ging , mirfitd^e «{^dnbeUprdle BMrcii« 1) Jtcnfe ]Cr<bio *&. iU* 9{annert a. a. O. 6. 471 ff, 2) 2)abet fagt au4 SoUnus c. 33 : Pretium operae est ire lon- {iufl, ne Padaneae syKae credantur lapidem (i. e. sticcmum) flc viaac fianc spedem in lUyncum Barbari intuierunt. ^ Quae quum per Pannonica commercia usu ad Transpadanos homines delata ioret, qvod ibi primuni nostri Tiderant, ibi etiam nataih putaverunt. Sgl aiMb tS^f <>^te SEBelt!unbe a. d. £). 6. XXXIII. u. fBfrgt» idnM. «cbi^tc twn Sof S. ni. 6. 195. 3) ./tt/. CapUoUn. in Marc. Anton. Pbilos. c. I4. TaciL Ger- maA. c 42. 43. IBgt eor}Ad(i(^ Abec bie SefKmtnung it)ttx Sßo^nft^ 9tet4atb 6. 146 ff. 
»4 SSetnfleiti^anbel im 3((tert()um. \>ti ^anUH bagegen toof)l ^öfxotxliöif {litten. SBeitet norb^ wartö IS)m lief liefet 9BerfeI)r buvä) bie Gebiete ber Spgiftf^en SBurter^ bte tvit vine^rmald fogat mit beu 9l6metn Derbunbet ftnben ^); bann burd^ anbete SvgifdS^e SSolfd^toeige iveiter fort bid }u ben S3urgunbem unb in bie SBol[)n{t^ bet ®otfytmn an ber SBeic^fel »). 2Cber nic^^t allein ber IBernjlein gelangte auf biefem SBege bis nac^ 9tom; aud^ ein großer S^eil ber JCenntniffe, meldte bie 9i5mer über bie S&nber unb $B6l{er bed 9torbenS fyitten, tt>urbe i^nen burc^ biefen «^anbeUt)erfel^r sugcbracbt. 3n frul^erer Seit freiließ, atö biererfBerfeI;r/ toie ed fiS^eint, avSf(iE)ließli(^ nur in ben «^änben ber barbarifc^en SSolfer war^ fonnte er in biefer »^infidiit »ol;l öon gar feinem (Sv^ folge fe^n; atö bagegen fpater()tn biefe «^anbelSjlrafe audj^ ben 9t&mern felbß geöffnet n>ar, toirb e8 ertlarlid^, wie balb nadS^ be$ ^liniuS 3eit bie Aunbe ber Stimer wn ben ©er^ manifdjien unb ©armatifdjien @tdmmen mit einemmaU fo ungemein bereid[^ert n>erben fonnte unb wie t)or)ägli(|^ 3Uls cituS unb 9)tolem&u$ bi£ an bie Mafien ber iOflfee neue 8$6lfer/ neue @t&bte unb neue Sinber fennen lernen fonn« ten. ®en>if alfo war eS üorjuglic^ ber üBernfiein^anbel auf biefer ^anbelöftraße , ber bie 9Belt ber fabeln unb Wt&^u d^en t)erfdE»euc^te/ toeld^e ba6 2(ltert^um {td[) im Sßorbeti in früheren Seiten ertriumt l&atte*). S§ ift ferner nid^t^u bcs jweifeln , baß gr&ßten Z\)eHi unb faß nur allein burdb bie«  1) Dio Cass. LXXI. 18. LXXII. 2. • 2) Ifayer de numis Romanis in Pnissia repert. in opusc p. 418. fagt: Mihi probabile est, ab Istriis fortasse Venetos, certe Ro<> manos succiaa acccpisse Istrii a Camuto Pannonum babuerc , cum a Gernianis interiacentinm populorum spatiis impedirentur. Paa- noniam Roman! , teste Plinio, ob succini comme^cia, quae cum lUjriis exercebant , mazime iii t>otestatem suam redigere cupiTeruuf . lade quomodo ayeclum sit in Italiam succinum, liquido tenemus. Pythiae etiam temporibus Pannones a Germanis accipiebant. Plinii aelate ex Germanis Vindelici et Norici Camutum asportabant 3) SOtannert a. a. £). @l. 468 ff. Sßil^elm @. 81. Sof o. a. O e. XXXIV. beeren 6 Sßer!e 12r ^O^. 6. 393 ff. 
S3ecnjlein^anbe( im 2fltert^um. 85 feil Semftetn^nbel anö) bie bebeutenbe SRenge oon 9tbmU fiftn SHtunjen nac^ ben £){lfee(2nt)ern fam^bteS^eitö f(l(^on in älteren, X^ili au^ in bebentenber 3d(I in neueren Sei^ tat ^ie unb ba gefunben werben^ mb^m fte nun bon rei^ fenben 9l6mem felbft/ ober burd[^ ben 3t9tf(|ieni)anbel ber 9ennantf(^en S6lfer liiel^ev gebra^^t worb'en fe9n 0* 2><kbei t# eS methourbtg , baf eine SRönse 9{ero'd bi$ je^t, fo biel befannt, bie aOer^Itefle i^, bte bi^t gefunben toorben unb bieOetc^t bunb ienen fRittet mä) ^reuffen gefontmen x% 2)abuTd^ n>irb jugletc^ ou^) bie SSebauptung Utxifti^t, baß tpcnn au6) gewiß biefet «^onbeförneg tn bie norbtftben Uns bet fidbon (ange bot 9lero'6 Seit borbanben war, bo(b etft fett biefe« JtaiferS fioliprunfenber ©enbung jene« gittert 8t&mifcbe Semfteinl^^nbler bad bo^bd^ftb^^te @rieugniß un^ mittelbat aM feinem SSaterianbe b^ben berbeifubren laffen '). Salb fcbloß fi(b biefem SBerfebre aucb ber norbtfcbe 9)e(i:: banbel befonberS aud ®{anbinabten an^ unb ed warb in fob^er Seife au(b baS S}oI{ ber @utonen^ f))dterbtn Sue^ tbanS genannt/ mit Stom in eine gewiffe SSerbtnbung gefegt'). ti tft nicbt unwabrfcbeinlicb/ baß neben bem Semfleiu aud^ aud 9reuffen 9)eliwert nacb Stalten gegangen fe^. '. gfemer fn&)rfte ftdb fcbon fr&b auf biefem Sßege an ben IBemfiein:: banbel aud^ ber «^anbel mit norbifcben Spieren ^ bem Ttutn 1) Kaecbtng« Idpt )!4 nid^t Taden, ob oftmals ober au4 jutoei(en mir Mmcr bi< tn bie 9tdbe be< SßetnfUmlat\ht€ gef ommen fepen ; ba« ber OSl^ Bajer de numis Roman, in opusc. p. 414 fagt: Tametsi i^tar indinet animuj, ut Gredam, per mercaturas illalos numos Romanos ea*^^ tarnen mercatores Romani^ an Teutoni secum as> portarint, haud qiiaquam liquido iudicaTerim. — IBgC. SiUetltbaK Vb^nbbrng Aber 1123 bei Ofierobe im Sabrr 1740 gefttnbene Mmi« f^ «ttitien im ^Autert 9>rettfr. ». V. e. 134. 2) Bayer opuscuL p. 429. 3) TaciL Genn. c 44 rft^mtt f<bott, i^ieHei^t nicbt o^ne fBesie^ung osf biffen «^iibeT, itjitt glotten U. Jornand, de reb. Getic. c. 3f(^reibt: Hl (sc Suetbans) quoque sunt, qiu in usus Romanorum Saphiri- nas peUeSy commcrdo interreniente, per alias innumeras gentes transniittant, famosi peUium decora nigredine. 8t Ab 9 Oef^ic^te ' e^wcben« 0. I. e. 54. 
<  86 . fdttn^txii^anltl mZittit^nm. o^^fett/ bem (SUnhti)im, bem notbtfc^en Stoffe unb bem @fanb{na!i>{f4^en lUi)M ober Wla^lii, mlä^a btellet4^t toon btefer £lueEe ^er 9)ltniu9 fennt. 9Bentg|ten9 toat biefet @(i)tift|ieaet mit ben genannten Sl^tetgattungen fe^r genau befanntO unb ii wirb nni btftimmt Utid)Ut, ba$ €Ienb^ totere vom 9lotben |^r in 9l6mifc(Kn ®(^auf)>ielen beioutu bert würben ■). SSBaS ben fi3ewol^nem ber J&jtfee^Sanbe auf er benStüm jen für btefe i^re SSerlaufmaaren entie<itn geboten wotben, ift und nt(|)t berid^tet; to6) barf man f&fyn bie iBe^auytung wagen/ baf ein Sl^ieil ber @egen|t&nbe il^ireS Q^mnäa ani Stalten tam unb jum S£auf4>mittel biente. (SS ftnben {14 wenigftenS in ben fiiegrdbnif^ügeln 6fter mancherlei Qö^rnuif ia^cn, bie an SeinlE^^it ber ThUit, an ©efdUigfeit unb ®4in^ ^ett unb in ber ganjen Sorm unb ®e|lalt bie entfprecfienbße Ztffnüdl^Uit mit ben (Begenft&nben l^abeU/ bie man in Stalten aufgefunben lE^at *)/ unb \)at ni^t in aSen Seiten ber gebit betere 9Renf((^ bem ungebilbeten bie f oftbarpen (Sd^a^ feineS Sanbed burdl) eitlen Sanb unb {inbifc^eS @pielwer( )u entloden gewußt? Tim lebenbigjlen fc^eint jene «^anbetöftrafe unb in ber gr&f ten IBlätlie f(^eint teuer |)anbeISber(e^r mit ben ißaU tifd^en Sinbem, wenn nac^ ber Stenge ber aufgefiinbenen 1) Plin, L. VIII. c 1.5 nennt als Scythica anlmalia boum fe- rorum gencra, jubatos bisontes, excellenlique et vi et velodtate uroSf equorum greges feronim, alcen, ni proceritas aurium et cer- vicis distinguat, jumento jimllcra, item notam in ScandinaWa io- sula nee unquam Tisam in boc orbe , multis tarnen narratam mach- lin, band diAsimilem illi, sed nullo sufTraginum flexu etc. SoUnus c. 22. 2) Julius CapitoUn. in vita Gordian. c 33. Flavius Fopiscus in Tita Aurelian. c. 33. SoUnus c 22 fagt au<brft(tti4: Scandinavia insula e regione Germaniae mittit animai, quales Alces, sed cuios suifiragines ut Elepbantis flecli nequeunt 3) ®o wirb %. fß. jebem *bie fpire^enbffe TCe^nlid^feit emlett^trn, wenn ertn^dc^crö «^anbiei4)nttngen ju beffen aK^t^otogie unb t> ^^dotogte bcd claff. 2C(tertbumä {>eft UI. Sect HI. Tab« VI. Nr. 6 bie Spangen mit ben aue altpceufft^en Segr&bmf^geltt ^roorBefunbencn 
$Brrnfiein^an&e( im 3fUett^uni. 87 ' 9&nim geiirtl^Kilt n>ertoen iatf, gut 3ett ber Xntonine getpefen iii ftyn "^X S)afauf aber mag t^n ber SKatfmannifcbe Jttte^^ tn wüdftm gftabe oOe bie IBötfer^ burcb beren SBo^nftge bet . ^nbelftioed (tef, gegen bte9i6mer auftraten, etne3eit(ang fäft gefi&vt/ vteOetti^t g&nili^^ unterbrochen fKiben, unb menn er fpdttr^tn au^ nocb fortbauerte, wie bie in 9)reu{fen nocb )ieiiilt(^ b^ujig geftinbenen SRungen au9 bem britten unb btettm 3abrbunberte bezeugen , bie in fold^r SRenge jmar )itiii S^il »Dbl au4^ burcb bie Kriege / lebocb ^m meiflen gnoif no<^ burd!^ «^anbetöoerfebr in baS alte 93emj}einlanb bemtif tarnen ^) , fo b<(tte bocb ber lange unruhige unb {rie^ gerifc^ äufianb ber iQuaben, Sßarf mannen/ 89gier unb 6uet»en feine fcbinfie S3(ätbe für immer gebrocben. SSBenn ba^ ber IBemfietnbanbet aucb n^irflicb nocb bis }ur 3eit ber fogenonnten S3&l(erwanberung ober biö auf Suftiniant unb SttffinS StegterungSjabre fortbefianben b<kben foUte ^), maS faunt ju glauben/ fo tpurbe er gewif/ n^enigftenS auf bie^ fhn «^beföwege / in ben Ie|tem Seiten nur fparfam be^ trieben. • Stiebt fo ftcber unterricbtet finb toit aber einen gweiten .^onbettweg Ui IBernj}ein$/ ber nacb Sßejten ging. SBir »jtrben obne ankeifet febr irren / wenn wir allen wefilicben Sem^in^anbet auf bie @amlänbif(be Jtufie }urAtfiieben moUtm, benn feineSwegS ijl ber S3ernftein/ ber in ben tioep liiben iinitm, befonberd in ©aUien jum ©egenflanbe beS  1) Bajer de numis Romanis etc. c, VI. p. 439. seq. 2) Bd(. etltent^aU V&ffanMung tm (Srl&utert. |)rettff. S. V. 0. 134. u. 166. 3) Bajer 1. c in opusc. p. 433 nimmt bfefe« oxi, inbem er fagt: Itaqae ergo liqiiido probavimus, numos Romanos neque ante Ne> ronem fuisse illatos, neque post impressionem barbarorum. Ante Üla tempora in Prussiam non est itum et postea succini commercia desierc. Unb p. 432 ^f t f< : Post Justiniani et Justin! Tbracii» prindpatiim omni« mercatus succini neglectus fuit. In baec usque tempora numi apud nos inyenti pertingunt. 9{ad^ bfC 9Xetnttn0 atannert« ^Scogr. ber ®ne((. u. 9t6m. IB. 111. €(. 373 würbe ber 
88 SSernfietn^anbel im Ttltttt^um. «^anbetö biente^ ieber B^it t)on ben S3altif4^n Käftcn ge< fornmett/ ba t<) na4^ alten Seugniffen befannt ift, baf au(!|^ bie Slorbfee etn{ima(6 Snfeln I^atte^ an beten JCiiften ba$ fofibare Sr^eugntf ju finben war ^). 3ebo(|i ift eben fo ge- mifi/ baf au(|^ aui @am(anb bie eble SBaare fc^^on in U^x frul^er äcit na6) Sßejten l^in auegefulffrt n)utbe. 2>a^{n ben« tet f(IS)on be§ $9t()ea$ Steife an bie @amldnbi((|ie Stufte, hU ja gngleicf^ mit butc^ ben SSemjlein^nbel auf bem IBattt^ fc^en SReere «eranlaft warb. @ie fefet offenbar ^otarxi , bag in fDIafftlien ein S3emjlein^anbet auf ben S3altif4>en ©ewif» fern unb »on beren duften an^ \d)on befannt n^ar. SSon ben folgen biefer Steife für ben «^anbel ÜRaffüienö wiffen xoit fvdliä) niä)ti ju fagen. ifteinem 3n>e{fe( aber unterliegt, bafi über aßaf{t(ien in folgenber ^eit andf fortt)in no4^ tin ^anUlitotQ für SSernfiein ging. fRun er^Iten »ir burcl^ £)iobor bie ftcl^ere SRac^ric^t^ baf t)on @ain(anb$ SLüfit aM ber SSemftein an tin gegenäberliegenbed fefieS 8anb }u @(^tff gebracht unb t>on ba bann weiter ju Sanb na4^ @iiben ge^ tragen ober oerfaldren werbe ^jü ^af bie £)jlfee fc^on in fräber Seit t)on ben S3ewo^nem wefKic^er i(u|tenl^nber t)iel befabren würbe unb jwifc^en ben 2(nwo^nem ber 9lorbfee unb ber SSaltifc^en ®ewaffer eine «^anbetögemeinfc^ft bts ftani, tann nicftt bejlritten werben. Son ewiger 3eit ^r baben 9Reere unb @tr(me ben SRenfcf^en burcf^ «^anbel unb SSer!el^r mit bem URenf^^en \>ettn&p\t; bon ielj^r |iat bie  1) Plin. L. XXXMI. c 3. 2) Diodor, Sicul. L. V. c. 23. fogt: To sjAvxr^ov owJiyfTXi t'j TT) TT^oci^oilvY) v)}Vai (i. 6» Bao'iXf Mc) , xojbi/^creci ii vTto TMV F^fx/^qioüv TT^o^ 7)]v ayr<7r£^av y^tiuqw iCy^^ (piqtrou nqo^ toÜ^ 'Aoc5^y,fioL(; TOTTova. ^tefe ©teile tfl ))on ber M PUn. L. XXXVII. c. 2, n>o biefer Don htm «^anbel an bie nA^ften Seutonen (alfo ooii einem ^anb^anbeQ fpctd^it, ofenbar fe^r oerf^iieben unb htivöjit f!4 auf einen ocn @am(anb au^gebenben ©ee^nbel, ber nad^^ erfl ivm 8anb« t)anbe( öbergebt/ xoit f^on bie SQSorte xo|bi/^c7«i, t})v avTi7rc^«v ^TTci^av unb (piqcTxi fTac beweifen, »enn niil^t o^nebied auc^ ber ^ocayt 3ufammenf^an() bei SDfobor bacauf ^inbeutete. 
fBerttflein^an^el im 2(ltert^um. 89 t^rbinbenbe ®^ ben jtüflenbeioo^ner jur 9emeinf(|Ktft mit feinem ^ladfbax ienfeitö bet SReetedgetodfTer geloA unb audi) ber Ungebilbete unb bei rol^e @o^n bet Statur ^at btefer Menbeif äaubevtraft be6 SReeteö nic^t n>iberjianben. @o mögen au<^ bte f&blicf^en unb n&rbltct^en Xnmo^ner ber SSat tif^ ©cmdfTer mit anbem Xuflenldnbem f(|^Dn Idngft bor ber 8t&mer IBefanntfc^aft in SSerbinbung bur(j(^ ®(|^iffal^rt geftanben ^aben, benn al8 S^cituS oon bcm Solte ber @ttionen auf @fanbinabien ^tmal^m, l^6rte er f(|^on t^on feinen md^^tigen Slotten 0/ unb biefe norbif4)en @(t^t{fe ^aU tcn bie Xufmerlfamfeit ber 9l&mer in bem SRaafe erregt/ baf fie beren 6inri4)tung unb S3au aufd genauße fannten '). Ttn ben ^fanbinaoifc^en Mafien li^atten fte biefe @(^tffe nietet gefe^n, fonbem {te mufiten fte an ber ®ermanif(l()en @ette ber «O^ee f ennen gelernt unb e6 muß bortl£)in alfo offenbar ein «panbeUberte^r Qtatt gefunben Ij^aben. 3m Sßei^fel:? Sanbe fnu^fte fiä) ia, toit fo eben bemerft morben^ an ben Drenfftfc^en 93emfteinl^anbe( auc^ ber @c(^mebtf((^e Delgl^ianbä« 3n ber ndmlid^en SSerbtnbung beftanb ein folcl^er SSerfe^r avä^ nai) SBeften (in. 3m mefilic^en (Germanien fc^^mucften bie 2>eutf(ben i(^reSBilb()dute/ bie if)mn )ur JUetbung bien^ ttn, mit Streifen unb S^ierfeOen auS bem entlegenen iDcean ober bem unbefannten 9Reere ^) unb felbfi in fpdtem 3ei^ ten fanb no4^ ein fol^^er 9>elgl()anbel oon @amlanb9 JCäjle ru^ 2)eutf4»Ianb @tatt *). äubem waren au4^ bie ©ot^^o^s nen, 9reu{fend alte S3ewo(ner/ in @ct^tffal^rt unb@eefunbe {dneSiDegS unerfal^ren 0- @d ift ba^r reinem ämeifel un« (enoorfen/ bafi @ant(dnbtf(|ier IBemfiein ju @4^iff bis an bie 9Ränbung ber £)ber ober ber (S(be ober mie fpdterl^in 1) „ClaMibus Talent«« 2) TaciL German, c 44. Murray de re nayali Tetenun sep- temtrionalium in Comment Soc Goett T. IV. p. 121. «eq. 3) TadL German. c. 17. Detracta velamina spargunt maculis peflibiifqiie beliuarum, quas exterior Oceanui atque ignotiim mare 4) Adam, Bremens, de «itu Daniae c. 227. .)) Zosimu* Histor. L. I. c. 42. 
90 aSecnfletn^anbel im 2((tert^um. na^ @dfUiroii ging, bennfo unbeflimmt audf immer S>{o>' ioti 93e}et(l(^nung „U^ gegen&berliegenben feflen SanbeS'^ ifl, fo fatin ed eind biefer ©ebtete bo4^ o|ine 3weifel gemefen fepn; t9entg{len6 ftnben wiv |n na^^folgenben Seiten eben fo einen <^anbe(Sn>eg an bie £)ber^9){ünbitng, xoii an bie (SÜt unb na^ @(t^le<t9tg Don ®amlanb au8 im ®ange ^). Son ba (onnte bet Semjtein (eic^t auf Sanb * unb Sluflfhafen biS an ben St^eiU/ nad) @aUien biS ÜRafjtlien fornmen^ wo er oon ^^bnis dem unb Jtart^agem gelaben bem fRorgenlanbe jugebiod^t ober aud^ fonft ^te unb ba im 3(benblanbe abgefegt würbe ^). 6S bleibt enbltdi) no(|i bie Sßad^toeifung eines britten «&anbelSn>ege6 übrig/ auf wetcf^em ber IBemflein t>on ben S3altifc^en Jtäjlen ani gum alten iBor^fl^eneS nacf^ £){len ging >). 3ßan l^at gu bereifen gefud^^t^ «^erobottf 6ribano<> ber im Sanbe norbifct^er {Barbaren am dufierjten Snbe ber (Srbe fir&me unb in beffen ^l&fyt ber Semflein erzeugt merbe, fep fein anberer ®trom aü bie 2>una/ ber Si^ubon ber Xlten. £)bglei4^ ed nun an biefem @trom felbji feinen Senu jlein gebe^ fo fe^ ber alten 99Belt boc^ bie @age Dom Sem* {ieiftl()anbel an ber 2>iina jugef ommen. di ^abe an6f mtr& Kd^ biefer ^ufi einft ^nm «S^anbelön^eg beS S3em|iein9 ge^ bient Son i^m arxi Up ^<efe6 Si^eugnifi auf bem Sori^ ftliened |homabn)drtS bi6 )u ben SBafferfdIlen bon ben SStv^s ft^eneiten gebracht unb oon ben iDlbitifc^en ®rie4^n bort aufgenommen unb weiter fortgeführt worben *) — SBal^r|ett  1) Adam, Bremens, de Jita Daniae c 206. Hebnold Ckron. SlaTor. L. I. c 1. SBefonberd btente na4imaU bie ®tabt «Dernmin ivm aSaacens Umtauft; 9^1. @ell ®ef(^. von 9)ommern S. I. 8.33. 2) fi^dl. xoa^ SB rem er Sntbedungen im 2Cttert()um S3. 2. ®. 437 f. ober bte JCufftra^ swtfi^en bem S3a(ttf(^en Wtetit, bem SR^tn unb bem SXtttelmeere \aq^t 3) )Dteren öjKi^en SBeg nimmt neben bem fftbtic^en nad^ bem |)o ^in au(^ IBof a. a. O. ®. XXXIV. on; Murrajr de Pythea Massil. p. 97. 4) 2Cuf biefe aJteinung $in be^te^t it^ aViz^t mad Sapcr in fnner geleierten 2C6{Kknb(ung: De Venedis el Eridano fluvio in opiisc p. 523 — 535 fagt, mo er p. 529 M dSeTttttot feiner gorfc^un^en ben 
SBernflein^anbet im Tiitttthum. 91 unb 2>i(t^tung! 2>t4^tung ift, t)af bie ii^ixna ber (SvibanoS itp, ia^ fte )um «^anbetöxoege be$ Semfleinö gebient/ ba fif für tiefen au6 @am(anb l^inauf to(|^ ofenbar ütel gu fern liegt äBal£ir^ett tfl/ bäfi auf bem IBorpfllE^^neS lebem bige ^äfiffaitt unb bln^nber «^anbel betrieben würbe fct^on fett uralten Seiten ^). 2)ur(b^ gange 2Cttertbum loerbanb bie«: fer @trom bie ®en>2{Ter (fili^^er Sdnber mit ben S3altifdi^en SSeere*). 2)af aber i^on biefer ®egenb b^r an^ ben nor:: ^ifd^en Sanben aucb fiSemjlein gelommen fe^/ fagt uni ber Sr)>M<ib^iber ^Dtonpftu^; benn nacbbent er t)on bem go(bs Ihablenben 9)ap)>elgummi ain Ae(ttf(ben (SrtbanoS gerebet^ erwibnt er bei ber ®egenb bed SSorpjtbenet^ ber aber bem 31Ur in ba« Sunnifct^e ^eer audfhrömt, , jDert ftnb au^ M XtbMot tmb au(b be< 1)anttf apeö SBaffer A'e wo 8l(q^if(^ii «^^^n in eefonbertem 8auf abraufcben; ttab m beren Clrduf / bem erftorreten ^tnt benachbart , Strb (Kectro« er^uet, fanftf<bimmember, g^Uidi wie be< SRimbe« 9ten begtiiiienber Oloii}. ^) 9)ttgen bie 9{amen ber ®tr6me/ bie ^kt erfcb^inen^ an^ nodf fo unfl^t bei ben (tUeren @eograpben fe9n unb m6gen ibre @emiffer aucb nicbt im JCrbnifcben £)cean im ^uf erjten Sorben ober im erftarreten SReere/ jfonbem im @u):inif(ben 9teere/ beffen Slorbfeite gleicbfaQd gefriert, audm&nben; beS Semfieind Srgeugung botte im @lauben ber TUUn fttb feft an bie 9lamen beö TUU^M unb 9>antt(aped ge!nu))ft; bie SReinung/ bafi t)on baber, xoo btefe (Strftme am iBorpflbeneS in« gteet au«(iefen ', ber JBemflein (omme / fieSt ben Bt^ 6a| anffteHt: Haec ratio mercatus docet, succina primum a popu- lis ad Eridaiiuni traDsmitsa esse ad Scjthas et secimdo Borysthene ad Cataracta«, hie ezcepta esse a Borysthenitis Graecis, qui se Ol- bius dtcere malebaiiL gerner fprtd|)t SSaper bieoott au(b in feinet Xb^nbbm^: De numoRhodio in agro Sambiensi reperto in opusc p. 496 seq. 1) HerodoL L. IV. c 53. 2) SdL bierüber IBrebmer <5ntbedhtn0. im 2atertbum 0. 2. e. 3) Sof 0. a. £). 6. XXXUI. 
92 S3etnfleitt^an^e( im ZiUxtf)um. xoti$, bafi aui Storben eine «^anbettfhafle ffir fBttnfttin aber bie ®egenb be$ SSor^fl^eneS gegangen fey ^X ^t^ Statur aber b^^tte btefen «^anbeUioeg Don ber SBalti\^en @ee an btd jum '^ontuö Surtnnd burc^ (Strom:: SSerbtnbungen t>or« Sejeicbnet/ fe9 ti nun^ ba$ er auf bem kregel/ bem '®nU talud ober ^rono^ ber TÜUn, in ben 9>rt>ei unb t)on bte:» fem in ben äSorpftbeneS btS nadl» £)(bta an fetner SRänbung tm^ontuö/ ober auf bem SBeid^fel^Strome aufiotlrtS/ t)on biefem tn ben S3og/ bann tn ben ^ripe) unb ben JBon^ fll^ened fortging'). @(bwterigfeiten fyittt biefer «&anbe(5n>eg mobi aderbingS; aber fte würben, lumal aü bie SBeneber ft(b weiter nacb SSBeften üorgebrdngt / gewifi baburd() bebeu^ tenb erleichtert/ bafi er burdl^ ®armatien fafl immer unter befreunbeten unb jtammDerwanbten S35lfem fortlief. SStS }U ben 2(launen erftredfte ftc^ baS ®ebiet ber @tat)aner unb in ben SSolf^nft^en ber erflem lagen bie £lueUen be6 SSov^ flbeneS. £)bne 3weifel war e6 biefer SSeg, auf welchem fcbon in fräbefier Seit/ beoor m^ jene @trafle nacb ^an^ nonien ge5tfhet war, ber 93ernfiein burd^ ba$ alte &CfÜ)itn ju ben ©riechen ') unb weiterbin nacb 2Cften gelangte. @cl|)werli(|i war eS blofi ©etreibe^ unb 9>e()b<^nbe(/ ber biefen wichtigen «^anbetöweg gen £)ften in diterer unb rnttt^^ lerer ^^it fo lebenbig madj^te'^); benn wenn ®rie(bentanb 1) SBof a,a. C nimmt ba|^r a1t(^ o^ne mettere« on, baf in Ines fer &UUe bed S)ton9ftu6 eine fidlere Vnbeutung ber 0amldnbir(^en S^em- fieinläfle liege. 2) fß^l aber biefen «^anbelfweg wtfiqtlä^ «beeren 3beeii über ben «franbel u. f. m. C I. 0. 914 ff. SBre^mer Cfotbecfimg. im TÜttttf^. $B. 2. ®. 9 ff. 3) jDa^ and) ber Glaube bei ben ®ne<^ett: Gcpt^ien fe)^ ba< Sa* tertanb M »emfirln«. y^iUmon (bei Piin. XXXVII. c 7) meinte: Fossile es$e et in Scythia erui duobus locis: candidum atque cerei coloris, quod vocaretur electrum: in allo loco fulyurn, cpiod ap- pellaretur subaltemicum ; unb 3^nocrate< (ibid.) mac bec fRetnang: non succinum tantum in Italia, yerum etiam thyon TOcari| a Scy- tbis vero sacrium, quoniam et ibi nascatur. 4) S3lof für biefe beiben «(^anbettiweide Utta^Ut t^n «beeren 0. a. iD. 
Setnfiein^anbet im 2f(tertf)um. 93 uitb Vften feinen S9ebarf an 93em|tetn jum 2;i^ei( xot>U auäf i>om TCbriatifc^en SSeere tier erhalten ^aitn mh^tn, fo fc^etnt hed9 unjiceifel^aft^ bafi bte ®rie(^tfc|^en «^anbeföfiabte an ben Ufern bed fi^worjen 9Reere$ au4) butcl^ ben «^anbel mit Skrnftein in SerMnbung gef(anben l^aben mit ben S3ewol^:: nctn be$ 9lDrben6. Dief ftnb bie brei «^anbetömege^ auf benen bet SSetn^ ^in t»on @amlanbd Aäjten nadii fafi aUen S£l^ei(en ber aU tm aSe(t ausging. 3n>ar war ber fäbtf4)e/ ber mi^ ^atii nonien hinabging/ eine Settlang ber $trobf)nli6)ile unb be^ fiic^tefte 0; in b&^erem Ttltex aber mag ibm ber hpid)t auf bem Sor9ft^ene6 obne Sweifel i[)oranjleben, unb bur^ längere 2>ait€r übertrifft U;n gewif ber meflltci^e über bie @ee nadE^ Germanien. 3n \old)ct SSSeife mar @amlanb^ Anfte ber viel:: gefitc^te, fetten erforfdi^te/ immer ge|^imntft)one9>unft, t)on loefa^em bie erften IBemegungen bed regften S$erfe|ired unb SetrieM unter 9Renf4»en unb S36lfem mettent(egener i&m ber ausgingen. X>xt weife Verbreitung unb 3erfheu^ng fei« iie$ |fo4^gefd^^6ten Srjeugnijfed unb bie 2>unfe(bett in toel^e M SSntterlanb be^ SemjteinS lange äeit gel^äOt blieb, er? flürt und au6) bad SSefheben ber Tilten, an ben £)rten im$ mcr anc^ bie ^rjeugung ber munberbaren ®abe ber 9latnr gtt fudS^en^ t>Dn meieren au6 ber «£)anbe(St)er(el^r fte ben ^exs fcbiebenen S^nbern suf&ISirte. 1) TCvL^ PUn. L. XXXVII. c 3 f^Kefet bte öbngcit Xixi^i aud, uAfm er nur fagt: Aficrtur a Germanis in Pannoniani rruucime {nroTindam (sc succmum); aber e« Kcgt büd^ (n bem roaxime, baf ii feiner ii^ ber IBern^ein ober |)annonien im retd^flen 9){aafe fam. 
3n>etted ^a)>ite(.  0Vad& be« $toIemau8 3ett tritt un« eine Steige \>on Sr^ ((Meinungen unb SSerdnbetüngen ber alten SSitfer^Ser^tt^ ntffe in ber ®ef(l(^i(^te bed9lorben§ entgegen ^ in tüeld^tQ^- nung unb 3ufammenl()ang )u bringen ft^iwer tft unb Aber bie wir f aum im @tanbe f!nb ju einiger ^ftlarl^it unb @e^ wifi^eit iu fornmen, wenn wir nic^t neben ber ii6)tun ge^ iÖ9xd)Üid)tn f^orfc^ung auf bem ©ebiete bewährterer Quellen audl^ ber @age 3ta\xm unb ®el^6r geben. Wtand)ii t)on bem, wad in biefem 2(bfc|!nitte aU Sage unb @ef(^i(^te bargefieUt wirb/ berubet auf ben SSeric^ten M @otlt)ifc^n !Dt6n(^$ Sornanbed. ^ä) Derfenne feineöwegS bie große ÄritiHoftgfeit unb ben SRangel an Urtl()eittfraft, ber ^^ äberall in feinem SBerfe offenbart/ and) nid^t bie Unwiffen^eit unb bie entfe|(i(l[)e SSerwirrung/ mit ber er %üt^, Xlted unb 9leue6/ SBBal^reS unb Salfc^ed unter einanber wirft; er ifl in aller SBejiel^ung einer ber f4)le4)teften ©cribenten am Ein- gänge bee 3Ritte(aItere. Tibet iai ift anö^ nid)t ju t)erlem neU/ bap er bie unb baStotijen (iefert/ benen gef(^i(^t(i(^<t ®runb unb 93oben unterliegt unb in ber wunberlic^ sufam^ mengewärfe(ten ©efc^ic^te feiner ®ot^en ioä) manche gef(fii# lic^e SRomente aufbellten l^at/ bie baS ®eprdge ber SBa^t^ l^eit an ftcfe tragen. 9lur in biefer ^infidft werben wir i^w ©lauben f^enfen unb nur in fo fern fott er un$ bienen, ben gaben, ber fonft lofe unb frei in berßuft fingen toitUr an einjelne fünfte bei xf)m an}ufnu))fen. Q6)on wt be6 9>toIemau$ leiten mu^eine SBanberung 
eines Sotl^ifc^n SBolBJ^aufene/ mUti^t beim SBorbt&ngen l^ Senebet in bie ®ebiete bet ® Otiten ^ Don 9)teuffen auö, nac^ (Sfanbten erfolgt fepn, too et fiä) auf beS (Silanbet f&büdj^m Steile nieberltefl unb Dom genannten Srbbefcbtet:: hex unter bem 9{amen bet ®uten emi^nt wirb 0* ^^^ mag er eine äettlang oenoetlt unb beim (Senuffe bei ^rie:: benS unb in rn^iger Sebendweife ben eingenommenen ganb:: bejttt balb überD6(fert boben. S>a gefcbab nacb ^eS Sor^^ noiibeS, beS ©otbifc^en ®ef(bi(^tf(f^reiberS IBeticbt, bet {td^ auf atte @agen unb ®ef&nge feinet SSolfe« ftü^t^ baß tin Sotbifcl^er «^aufe auS @fanbien/ jur .2Cudn)anberung an^ ben beengten ®r&ngen bet |)eimatb entfcblofpen/ auf btei @4>iffm i^t bie @ee fubt unb^ bad atte SSatetlanb^Don neuem fucbenb/ ftcb im ©ebiete bet Ulmerugiet^ in bet 9like btt aSei^feUSRänbung niebetliefi. S>et ©ebietet bie^ ieS SoIfeS, bet e6 aud @fanbien auigeföbtt unb bem eS ancb in bem neuen SSBobnft^e a(§ feinem £)betbettn gebotcbte/^ Mt J(ontg IBetig '}. 2>ott m&gen bie neuen 2(nf6mmlinge ^ — 1) PtoUm. L. II. c II fagt: Kao^x^uo"! ri]^ Zxavdc/a; rce ^^fiß^aßoi Tovrou, Qt nennt neben t{)nen nod^ bie Ghaedini, Pha- Tonae, Pbiraesi, Dauciones, Xevoni. )Daf biefc ©Uten eined ^tana mel mit bem Solfe bec Gothi ober Gothones, ber Gythones bed ytolemdnd im S&etcferelsSanbe unb ber GuUones beS |)(tniu$ fcpen, tfl «>o^ faum 3tt bejweifeln^ jumal wenn man bebenft, haf in ben ©pradfts formen GoiXones, Guilones, toit in Teuto/i^^ ^ In^^CTones , Istae- "fones, "Bwrgandiones , Calucones, Cunones, u. a. nur bie att^ets nosif^e TCudfprac^e Gutto/i, Goüio/i für (Sotten, Teuto/i fdr !£ett& ten, In^aeYones ffir Sn^Aven }um XSninbe lUqt unb ®ttten unb •otton atfo o6llid einerlei {|L SSgL aber bie Gutae bed 9>toremdu< 084 8let((arb @. 164. SBenn Suben in U ®ef((t((te be< beutfc^. BoM IB. 11. @. 473 feinen toeitem Sufammenbang gwifc^en ben ®o* ünxi in ®fanbittat)ien unb ben ©ot^en in ben ^nd)feUianhm &tatt fakn (äffen »itt, Jo beruht feine Vnnabme, mie e$ und f^eint, auf - irinem trtfftigen ®runbe. 2) Jemand, de reb. Gelic. c. 4. 2fU(^ iPoi^ Warnefrid L. I. c 2. enod^nt (iefer 2(uöwanberun0 au6 ©fanbinaoien : Intra hanc (iiuiilain) constituti populi, dum in tantam multitudinem pullulas- seilt, ut jam siinul habitare non valerent, in tres, ufc fertur omnem 
96 Xu^manberuitd Sfanbtfc^er Qetitn. im &iben mit einem SSfeiU ber alten ©ot^onen^^ ber bei ber frÄ^eten ^uöwanberung feiner ©tammgenoffen fifeen ge^ biitbtn xoav , sufammengefiofen fepn. 3m SSSejlen am Sitts gefiabe waren i^re 9lacl^bam bte Stugier^ bie fit jum S^tl aM beren 5|incl^en @t|en «erbringt^ ium X^il audf in fid^ aufgenommen litten unb fo mit t^nen )u Stnem fBoIfe t)erfi$moIsen ^). 2>a ein ^am^f mit ben Utmerugiem i^nen bie neuen SBol^ft^e fyittt oerfd^affen muffen^)/ fo m&gen biefe }um S^eil in itne^ytfd^aft |)ina6gebru(rt Sorben fepn. SRit bem ilbrigen X^t(e ber Ulmerugier aber befreunbeteti f{(|i bie @{anbtf^en 2(uSn>anberer halb, Uf)xUn il^nen «^^u- ferbau , Serfertigung befferer ^(eibung , ^Bereitung be6 fOU^ t^S aui bem im Sanbe xti^ü^ gefunbenen«^onig, n>obun|^ fte ba« rollte SSoK/ n>et(^6 bi6|^er alö ®etr&nt bloß TteU {en unb SBaffer genoffen, batb in bem SRaaße für ftc|^ ge^ toannett/ bafi eS in allem ber @fanbianer @itte unb Sebend^ metfe annahm unb mit i^nen ju Sinem Solle mürbe 0« ' 3m £)ffen aber maren bie nd(l(^fien Stac^bam ber neuen Xnfimmlinge bie Seneber, )u beS SomanbeS ^it S3anba(en genannt^)/ bie bamatö fd)on mit i^ren SBo^n{t|en bis in catervam partes diTidentes , quae ex iHis pars patriam rclinquerc no- vasque debcrct sedes exquirere , sorte pcrquirunt CuCdÖ ^DoDtb 5. I. &. 14. ff. ersä^lt bte SSe^eben^ett nacb ber oerlornen (Sbrontf he^ ertlen 9fvt\i\\ifd)tn fßi\d)of& (S^tiftian., @ubm jDdn. (Sefc^i^te S. 1. 6. 94. fe^t fte tng 3a^t 70/ aber ftetlid^ o^ne Seiveife aucb nnr ber SQa()rr(betnlt(^fett für btefe 3ett. Sornanbed iäft bur(b fein „quondam cgressi« gar fctne genaue 3eitbe1ltmmun0 5U. Tiüd) Paul, Diacon. L. XII. p. 259 ermd^nt ber 2Cudmanberund aud €!fanbten o^ne Seitangobr. Uebrtgenö wirb feiner bt^r an bie SBanberung eine« IBolfed benfen; e« war ein au^wanbernber «Raufen , eine «(^orbe/ wie fol^b^ fpdterbin 6fter aud ©fanbinam'en auöjogen. 1) Procop. L, II. p. 258. ed. Hugo Grot nennt hie Rugii so- cius Gotthis populus cumque iis Italiam ingressus. 9ta^mM frei? ({4 ftanben fte gegen bie ®otben / Jornand, 1. c. c. 54. 2) Eos commisso praelio propriis scdibus pepulenint; Jornand. c, 4. 3) ^0 bie @age Ui Sucad jDaoib SB. I. ^. 15. SBir werben fpdter feben, we(<b^dtBoie wir unter biefen Ulmeragiern tu filmen baben. 4) „Vicinos Wandalos'* Jornand. c. 4. 
» etanbtfc^e ®ot^en in ^teuffcn. 97 bte 9U^ M Seidi^fel:: Stromes Dorgetätft »aten unb olfo ^ ganzen Auftenfiricl^ Ui Srtfct^en <&ap inne platten. 3^^ neu iuni^^ji (ag in)if(|^en ben alten SSeict^felarmen / bie bii )n i(^rer XuSmänbung bad Sanb ju einer Snfel bilbeten, ein 9teb€n)n)etg beS ®o^nifß0lM, bie (Septben^ »elc|^e ebenfoKS auS @(anbien/ toimt^l itwai SfiUx, vieUeidS^t fo« gor auf einer befonberen SBanberung^ l()ief^er getommen toa^ ren unb ^ mit ben fumpftgen SBo^n{t(;en in ben Stiebe^ ningen ber n6rb(t(f^en SBeidl^felgegenb bitten begnügen m&fr fen, loeti opoitti oon t^nen aKeS Sanb fcf^on bie SSeneber unb bad ®ebiet nai^ SBefien bin/ fo wie nac^ ©üben ^in* auf bie fru^ren ®otl^n unb ®tanbtf(ben 2Cnf6mmlinge in ^fi% genommen t^atUn ^). 3(^ren Slamen ^tUn bie ®ts pittn, wie 3omanbe6 bezeugt unb ber alU ®))rac^gebrau(^ ^ hiflitigt, ballier ert^alten, weit baö ©dbiff/ auf weUiiem {te ouSwanberten / langfamer gefallen unb i^re Xnfunft alfb JHtijb§nt morben war^ fte folglich fp^ter alS bie Sfanbi:* f^n ®ot^en in i^ren ntmn SBol^nft^en anlangten ^). 1) Ufbci; ben 9Bo(^nf!( ber (Btpiben giebt un< Jornandes c 17 belKaimtc 9ta(bri<!(yt; er fagt: HI ergo Gepidae — commanebant m iasula Visdae amois Tadis circumacta , quam pro patria sermone dicebant Gepidos. %hx, bie Unterfcbeibung itotfc^en Visda unb Vistula, 9ie 0Ee:d)ar ^ ®. 202. f!e aufjleat unb in ber Visda bie Wislokafin* bel^ Wieb man (t(b \^xotx\\&i bcfümmen f6nnen/ bo ber ^otbif^e <Sef(bi(bt» f^cetbet M eben fo wenig in ber €$cb^^ibart be< 9lamend Vidioarii gletilb bleibt. XBer beflimmt aucb/ ob bomaU ni4)t beibe9iamen geltenb «aten? 2) €(o ecfldct Jornand, c 17. ben Stamen^ nam lingua eonim pi^ra Gepanu didtur. ^amtt fdnnte bie aiU ®pra(bfonn: (te Rotten irgebdtet'^ f^r „^h^ttt" iurammenjltntmen. Uebrigen« bärfte botb Bo4 babtn fieben/ ob Socnanbe« ben 9tamen gan} red^t erfCdrt. Hu^ (iroA'itf Prolegom. ad Hisloriam Gotbor. p. 28. fagt: Origiaem Ge- pidanun nomiuis Jomandej (c 17) a mora ipsorum dedudt, apud ^em male Gepanta pro Gepaita nunc legitur, est enim Gepaßt Gennanu is, qui moram fedt bque sonus etiam darior auditor in eodcm nomine ut a Graeds eiTertur ')']]7raidff{.^. 2)eni ^^pra^Ienner ik bdosiat, ba( ba< Sßort ht^ttn, gebeiten, SBepter, no<b »Abrenb be# gaaini fXittetaUer« fftr naxttti, ^gern, oenoeOen ftbU<b War. l. 7 ^ 
98 &tanbif d^t Qot^tn in ^reuffen. S>tefe @fanbtf(|Kn @ot^en leiten unter S&ni^t^enfdfaft ; bU (Septben unter ifyxtx eigenen, ^ad) üBertgS ^ett^^a% ber bie ^Cutoanberung aM @!anbtea gtlettet/ folgte i^m )un4(^fl mit {&ntglid|^eni ^tamcn ber Surft %ilim^x, nad} beffen iiiUn SUogub unb hierauf XrigtS. SSa^renb ber Qtit aict, iü iitU £&nige b^rrfcl^ten, wuc^d audf f)Ux beSSoI^ f eS 3a()i wieberum fo bebeutenb an ^) f bafi bte SBobnft^e 2tt enge würben. 3n bem Streben , fte ju erweitern^ famen bte @otl^n haO> tnit ben naiven SSenebern — SBanbalen -^ tn J(rtege unb ed gelang / einen gro^n 3^eil btefeö SoIfeS an ber £)fifeefujle su unterio^^en ^>. Um ben erjwungenen ®e« l^orfam beö SSeneber::S3oI{e^ aber befio ft^rer )u befejitgen, ie melifr oteQeicbt bte 0e)ti>ungenen ftc^ beffen ju entfc^tagen fbctbUti, ent<^teten bte ®otbtf(ben (Sieger in ber ganjcn ®tre((e wn ber ÜKänbung ber SEBeicbfel an über bte Srifc^e 9lel^rtng l^in unb am f&blicben @tranbe beS «^ap btft in bte 9{dbe be$ kregel s: Strome^ unb gum 3;^et( ouc^ mitten im 8anbe ber tßeneber mebre SSurgen unb fejte aBe(nrpl4(K^ bie fte mit AriegMeuten befe^ten. Hn ber SBei^fel :: SRun^ bung flanb bereits bie SBe^rburg ®otl()ifcan}ia / melc^^er ^tame nac^malS in ©ibania^ ©bancj unb Sanjig uber^ gegangen ift *). @ie n>ar bie jltefte ber ©otl^iifc^en S3urgen, 1) Jornand. c 4. 2) Vicinos Wandalos jam tunc subjugantes suis applicuere ric- toriis. Jorncund, c. 4. 3) Jornand, c 4. gebfnft btereö 9(amend auecfl tn bf n Sßortm : Qui (Gothi) ut primum e na^ibus exeuntes , terra« attigere , ilico loco nomen dederunt. Nam hodie illic, ut fertur, GoÜusc€tnzia rocatur. «(^ugo ®rotin6 ciflArtettn Stamenfc^on burt^ Gottheschans, Gothorum castellum. ^afl ade ^üx^d^ über bfefe dtterc Settger^ic^ IKmmcn bann äberetn, bap %\n oon ber ©rfinbung 2)an}id6 bie 9tebe fe9 ; fo Uphagen Parerga 462 — 463 ; Cellarius German. antiqua p. 644, welker fid^ am meiflen barAto auötdft 2>ad IDarcpn anbetet 9ot(if([^t SVamen in ienet ^egenb (ingcj bet Sßeid^f^l, n)fe fte |um S^eft oben f^on enod^nt ffnb, fann biefet 2Cnna(me aut Seftdtigung bienen. 3(bet erfl bet Autor yiUe S. Adalberti ▼. Schotti Pnissia ckri- ttian. p.58. seq. nennt na^Sotnanbe^ im 3. 995 iDanjid untet bem IRttmen Gidanla wicbet, be^ei^net H iAo<| fd^on alt C^ta bt SgL 
beim bte notbifd^en 2Cid&mmItnge erricf^teten ffe fogbic^ nadf i^nx Sanbnng/ bebor fte tiO(|^ m ber ttlmentgter Qk« Met tintta^n, vm an i^r su ferneren <Sro6erttngen einen feflen ^Itpunf t ju (aben ®ona4^ erbauten jle am Ufer M frifdl^en <^ttfS bte Burg |>ei(petKo / mM^ man fär bad fr^iterc «^tligenbett ertt^rt '); bonn weiter nac^ 9torboflen (mattf bte Surg «^oneba auf einem Seifenberge / ba ipo mitxnatA bte Surg fßal^a ftanb; boc^ ifi nm^if^inltc^er, baf t^iteba ber 9lame be9 SanbgebieteS jen^efen fep ut^ bte Sqi^ fi^on bamatö ßai^a ge^ifen ^be ■). SSeiter fort erhoben fle bie SBe^burgen SBangafl/ weU^er 9lmne auf bte Benennung be^ SergeS atoangf^ l^inbeuten foO, auf tpeld^m in ffNÜteren 3a(^rl^ttnberten A6mgdberg gegr&nbet i9iirbe ^), femer SBujtep^^ totld^t^ man in bem fpitem 9la$ men ber Surg SBu^o^olo bei ^i^ioffpenidl tofeber gefunben ^art(no4 X u. 91. |)r. ^. 428 — 429. ICuf jebfii SaQ ift iDaii' p% Ott etobt Piel diter a» Vnberfon ®efd^'4te be« «^anbfld S3. 1. e. 633. e« fepn Idft. 9la(b iim 6. 574 foK fßalbemar I. bte 6tabt 1169 erbattt baben. 1) IBknn babec Jornand. I. c fogt: €/hde (sc » Gothiscansia) ■OK promoTentet ad «««les Ulnienm;oruin , fo wlUtUqßü biefe fßocte Hbes onein bei Hugo Grotius m prolcgom. ad Hiator. Gotlior. p. 3. seq. auö^efprod^ne SBebau^tttn^/ baf unter Gotbiscandza ©otbtonb iB «ererben fep. 2) 2>tefe fBurgen nennt 8ucae jDaPtb B. I. €$. 15, aber fcbwer» i4 fiberall mit gans nötigen 9tomen and ber Gbrontt bee 8tf<boff QbnPian; ou(b Aro Histor. Ptum. p. 2. 9)e{l|>etilo nobm «Mennig gu Ittcat Baoib S. I. @. 84 für •^tliembeit, mit bec IBermutbung, bftf ber Storne bei ben oitca f^mtfen «ßattptt b. b* «JNfburg debctfen b«br. 2)ci «^Üibo oder {Will im Xltpceuffff^en ber 9lame be< «ßoffs mar, inib 9tt obre yeU bte 9iiri) bief , fo miffen toir bagegen nicbte  3} 2)af 4>oncba bae f)pdtere Solga gemefen fep , ifk nur f|>dtere 'Soge, fl^ werben in ter golge mabeftctnli^ ^n ma<ben fud^, baf M jctitfe (teiae Ctdd ^tenb <^tan, fröber au^ «^unetau genannt, in kübtax 3eit etneit grdfcrca Umfang gelobt babe unb in «(oneba ber alle 9lamc bta ganien 9vui cnibatten fep. 4> jDei Betget Tnwaagste erm&bnt f^en Ihsthurg P. III. c 71 tncae^aoib 0. IV. e. 12. 
too Btanbifö)t iB0t^tn tn-^reufffit. I^ben xoiU 0; auf erbem nod^ ©aOen^z «teilest in &ams latA bei ®etbau , wt) ber iDtt JtaDen auf jenen dlamtn noc^ ^tnbeuten f6nnte ^). @nb(i(t^ fc^Iof btefen Aranj wn Sur« gen, mit bem bad Sirifc^e «^af umjogen n>ar^ bte Sdmg 9tait9, bie iwtfdi^en bev ofenen @ee unb bem <^aff , alfo auf ber Slel^ring gelegen l^ben fott 0- @tnb wir inbefien iber bie Sage, mie übet Sn^ecf unb Sefltmmung btefer flSur^ gen im Sinjelnen audj^ nur febr fparfam unterricbtet utib m^ten fläf gegen ^fand^eS aOerbingd aucb Einwürfe jeg« lieber %tt erbeben la^tn, fo fcbeint bo^ bie Se^auptung wobt (eine$n>egS )u l^n, baf bie ©fanbifcben @teger/ i^et» bunben mit ben alten @tammgenDffen / ibre (Eroberungen ringd um baS gan^e «^aff in t>ie S^nber ber SSeneber unb in bad ®ebiet ber Xefi^er au6gebebnt unb fomit Dreuffen bid ^tnab in ba9 ®alinber(anb unb im SRorbo^en bid na4^ @am(anb unter ibre «^errfcbaft gebradf^t baben. 2>ed Sor^ nanbe9 Seugnif bejl^tiget fotd^^ed; fpatere £luetlen/ bie au$ ilUxm floffen, jlimmen bamit überein unb bie Srfcbeinun- gen ber (änftigen Sabrbunberte erbalten nur babur^» Ü^t unb äufammen^ng. Unb nun muf te bei foldf^er TCu&bebnung ber ®otbifd(^en «i^errfcbaft an ben J(ä{ien ber iDflfee auöf ber alU Vtam^ fBaltiend unb beS JSaltifc^en ÜReered t>on bem f&^nen ©otben^olte wieber erwetft unb in neued 2Cnbenfen gebrad[»t werben, benn ber 9lame beS SBenebifd^en S3ufen$ mufte wobl offenbar tierfcbwinben, foba(b an feinen Stifttn baS Solf ber Seneber nidi^t mebr benfcbenb war. *).  1) S<b 0e^/ ba# (iefe Ableitung »obl no(b f^ sweife^oft t|l; benn Wiutopolotoirb nacb Dusburg P. liL c 109 rU^tiger Weislote- Pila 0ef4rteben unb finbet in biefer Q^tceibact am^ eine w^ f^offenbcsr QirRdntttd, Vi^'oon fpdter ha^ Wüt^t. Xucb liegt 64ip|>enbeU «oobt SU tkf im 8attbf. 2) Kallen fammt oft in alten Urfunben vor. 3)0. Sttca« IDaoib S. I. ®. 17. Leo L c. nennt fie Noyto. 4) jDet 9tttme Baltia unb Balticum mare ifi fe(c alt, benn na^ JPlwt. L. IV« G. 13. enoA^nt feiner fcbon JE^op^on aue Sampfaort; ei betft: Xenophon Lampaacenus, a litore Sqrtiiarum tridui narigatioBep innilaa eaae immenaae magnitudinii» Baltiam Iradil. Haadent Py* 
(Si>t(^ett. 9tpibtn, Surgunbtotieit. loi 9ener @Pt^if(i^ Sweig aber, ber um bte tEBet4feIattne tog, bie ®e9ib<n genannt/ brad^ ebenfaQd balb aus feinen Sobnft^n mieber auf/ fep e8 wegen UebenoMferung tn ben beengten SSo^ngebteteU/ ober au8 Sroberungdlufl feineS Stb* tttgeö Safitba, ober an^ SBanberung6trieb unb au8 SSertan^ gen nad) befferen SBobnerten, atö bte bur^^brodi^ene, fum« iHtfie 9egenb bort barbot Den Jt&nig an feiner ®t>t(se fiel bod ®e)>tbenboIf in bte ®aue ber Surgunbionen ienfettS ber SBet4^feI/ im n&rb(i(ben 3(uf gebiete ber 9te(se. Ueber ha 8ttnbed 93eft(s entfcbieb {wifc^en ben IBUfem ein funbt^ barer StanCf^, ber ben IBurgunbionen fajt 'ben Untergang biadbte ^). 2>dr4 @<bn>ert unb Slut ge)wungtn/ bie ur^ »iterii^Ku Sifie )u oerlaffen, )og ein SB^eU berfelben, xoxu ikcas BajiJiam nominat. 9ta^ bicfer QttUt tvAre olfo fßalüa unb (Ba* IBia finc unb biefe 3nrel/ b. ^. Gkimlanb, fftr wüd^i freiti^ bt€ im- meosa ma^oitudo nid^t {Hiffett mürbe, wenn man unter Baltia nic^t mcOet^t ben ganzen Jtäffenfliic^ im Q^ühtn ber OHfee f>ii an bte Sßeic^i f(( begreifen moUU^ 2Cuf (eine SBeife aber ^dngt ber 9tame BalUa thit BasOia lafammen, wie ISitbelm &. 330 — 331 annimmt / eben To eeatg oH mit ben Selten, wie anbere angenommen baben; menig|lett« Hdbt bie ecflerc «^leitung eben fo gejwungen, all bte le^tere nnge* wklfttti^ unb nnnatftrli^. Vnbere^ben oorge^ogen/ ben 9tamen Baltia Bit Al»aliij y Abaltia in flSerbinbang in bringen ober i^n 9on Witu Und, im C(ttfKtufr(^n Baltica, oon balus, metp/ abaulctten/ obgleich \VHuand reine<megd ba< weide 8anb, fonbem bad IBMtben« (9otben«) tob idtt. 3<b w^P nid^t, ob man f^on an ba< 9ctbtf4e XBort Baltba giba^t fyxt, beffen Jornanäes de reb. Getic c 29. enoA^nt dt War da alte« ^nf^enbe« Mnig<gef4le(^t ber 9otben, bai.ber S3alt(en gc Bannt; Baltbaruni ex geoere, qui dudum ob audaciam ^rtutis BaU ika id ett audaz nomen inter suos. accepcrat SBkiren QteHetcbt bte an OWees0eMete wobnenben @ot^n f^on fBalt^ifcb«/ b. (. oon ßal» tbif!^ itbnigen »eberrf^te, nnb erbiett oieffei^t ba^r bie ett ben ITaaen, ober ift ber 9iamc ni^t ttO(b &(ter , ba ibn {a lenop^n »on CampTacut fcbon (ennt? AnnaJUta Saxo ap. Eccard, Corp» kiUoxV T. L p. 282. »eff / baf sinus ille ab incolis appellatur BalticiUy eo tptoA in modiun baltei loo|^o tractu per Sciticas regionestenditiir Bsque in Graedam. 3nbef|en gebraust biefer CCbroni^ t^o^ ^^4 "o^ bil Kamai : Mare Baf1>aniiii unb Marc ScylbiGuni. 1) Jornmnd, c 17.  \- 
i02 * ®ot^en. 0eptbeQ. fBucgunbionen. lool^l Ux f (einert , ä&et tit ®ee unb fe(|te {^ auf bem lanbe S3oml^oIm fefl, xotlä^ti iuii) i^n fettbem ben 9lameii SurgunboMm er|teU ^). 2)e« SSoIfeö 8¥6ßere !Ra{fe aber, burdj^epgtfdl^eäwetge, bk^on ben ©epibett betdmpft*) fi<l^ att fle anfd!)(offen/ an 3al^( bebettfenb loermefftt, bracft um bte Seit bet «^errfd^aft bed itatfevS |>robud gegen granlen (»in auf^ n>o fte in bet 9la^e beS 9Ratn6/ ben XQemannen bena<li>bart, fi^ ntebetltefi «). 2>ort etji tritt bat USutguiu ber^SoK gtofi unb' entfdi^etbenb in bie SSeltgefdi^ic^te dn. SBi^tenb in fobt^r SSetfe bte fioKee an bet JDftfeeFifte gegen einanbet in iBen^egung flanben, famen fte aucl^ ifttt in fetnblid^e JBet&^ntng 4ntt ben @iib(dnbem. (S< ifl ftei^ lidj) fdf^wet )u etmitteln, n>ie weit unb n>ie oft bie ta^U uiifym MmpU bet 3thmxf<l^n Jtatfet mit ben836Keni/ bie man mit ben allgemetnen, in intern Segtiff fel^t unbeflimms ten {Benennungen bün ©cpt^en unb @annaten bejeic^nete, au4) bie S3en>o^net bet S3altifdf)en ©ebiete an bet SBei^^fel in Sewegung gefeit l^aben m&gen. ®en>iß abet wui^n auct^ fte fomol^I um biefe, att in ftü^tet Seit unter ben Benennungen t>on @c9t^en unb @atmaten miteinbegriffen *), ba bie ®cl!^tifrfle(Iet getne aOe $B6((et beS 9lotben<, bie au« $et bem Steife i^tet Jtenntnif lagen, untet btefen unbe« fiimmten unb becimmen Sejeid^nungen }ufammen faxten; unb fo ifl e§ (&^ft n)a|)tf(i^einIidS), baf and) bie S3en>D^ner 1) Otheri et Wulfstani Periplusin Langebeck Script rer. Da- pic. T. IL p. 118. Torfaei bistoria rer. Norweg. T. I. P. II. p. 288. Gruber Origines Liyontae p. 365. Burgun^a insula hn Stixo Gram-- mat, 2) „Aliasque nonmillas gentet perdomuit^ Jorn€md. c. 17. Uphagen I. c p. 464. 3) 30$. »on fRilCUr e<^tt)e{3et9€fd)i((te SB. I. ®. 85. Paul Diacon. L. XIL p. 258 fa^ frcilf^ ^ unter (Battntintan : Bvrgim- dioDum quoque noTorum hostium coepit nomen noTum , qui plus- quam LXXX miUia , at fertur, annatorum ripae Rheni fluniinis in- iedemnt. 4) ®0 f(^on Ptolem. L. ill. c. 5. Pompon. Mela L. III. c 4. Sirüier Memoriae poputor. T. I. p. 38 — 39. Qt-annert ter 9|ps beti ber (Mt &. 170. 
Xrifgertfc^e Semegttnden bet 9ot^tn. 105 ber ßbbaltifti^n Sanbe tiicf^t fetten bon {enen blutigen Jirie« gen iventgflenS in mittetbarer SSBetfe betä^rt worben fe^en. Oft mögen fte mit anbem @annatif(^en SHtUm att |)ulfi»; f^aaren unb Serbunbete iljite @trettn)afen gegen bte SthmU fiten XWer gerichtet ^aben^ unb Jtaifer SRanminud mochte mo^ bie Crfabning fdi^merer Aim^ffe mit SUfetn bis m baS Sa(tifc^e 9Keer bor Xugen Ilaben , ate et ben ®ebanfen begte, nur menn er M 9torben< entlegene Sanbe bi8 an bad eteflabe ber£)fKee unter 9l6mifd^eS @ebot)mtnge/ metbe bo^ wanlenbe 8tet<^ in Stufet lommen 0* 9x fcbritt au<b i»tct(t4^ inm äßerfe unb nicbt obne &i&d, aber ebne ei ju »90«nben*X ®o migen in ben ^Kriegen, meb^e beS SVa« rtminud 9la(bfo(ger/ SErajannd 2)e€iu6^ ®aflni, ^o^ilianuS unb anbere JEaifer mit Scptbifd^n }inb ®armatif(ben übU fem }u befleben b<ttten , and) «^ulf^beere aM Saltifdl^en iin? betn mitgefocbten b^ben. ©emiß ift menig^end , baf )tt be< XaifetS ©aOud 3eit/ umS Sabr 253 Gcf^aaren bon Rinnen, (Solinbem unb Senebem gegen ben Qifav Soluftanul^ be< SoOud @obn, atö er gegen bie Sarmaten #rttt, mit in ben ateiben fetner ^etnbe ffonbeh, medbatt er f!cb #oI}räb* menb andb ben Se^eger ber SSanbalen^ Sinnen, ®alinber nnb SSeneber nannte, ©olbene itnb ftibeme 2>enfmun}en festen bezeugen/ bap ber Qifax invd) IBeicibmung biefer StUEer t>on ba ber bem Sletcbe Sriebe unb Stube erworben bobe»).  1) Juiius CapitoUn. in vita Maiim. c. 13. 2) JuUus Capiiolin. 1. c Pacata Germania Syrmium yenit, Sarfliaiu hiferre kdlum parans atque animo Habens, concupien« ■sqoe ad Oceanum septentrionales partes in Romanam ditionem redigere; qood feciaset, si yixisset, ut Herodianus dicit Graecus icriptor. Herodüm, L. VII. c.2. Vaillant NumismaL Imperator. Ro- nan. T. U. p. 291. 3) Zoshnus L. L c 25 — 26 enod^nt btefev ^tege, 4Kbev nur \m Xflgmiettfeii od gegen bie Cfcpt^Kn. 9id(cren ^uff^ruP geben jnng bie itttties, bie man in Paülant Numismat. Imperat. Roman. T. II- f* 337- wlb in beffm Nnmismat Imperat Roman, in coloniis cusa P. IL p. 220 bef^rfeben ffnbet. IDie Snr^tift ber eisen laotef £ 'Avto- 
104 Jtciegecifc^e SSetoegungen ber ®ot^in. S>a^ SBoIuftanuS unter ten Silfem be« SRotbeti«, be« rcn ^efteger er ft(^ ru^menb nannte/ n>ebcr ber ®^tffm, nodf ber ©epiben envi^nt^ n>ar nai) ber. Umwanblnng bet Singe, bte in ben iBaIttf4^en ©ebteten erfolgt toat, tPo^( gan) mt&xli^; benn aKeö li^atte ftf^on 9or fetner itit toit* berum eine anbere @efialt gen>onnen. %l& unter ben ©ot^ien oftoirtS bon ber Sßeic^fel btr ^intg6name t>termal gewedS^« feit unb bie ÜRenge bed SBolfeS fär bad Sanb abermal« ju flarf bermeli^rt mar, erjeugte t^eitö bie Ueberb&Kerung/t^eite bie aU len ®ermanif4»enS6l(embamatö eigene a93anberungUufl,t)teU kidi^t aud^ badS3er(angen na4^ fäbli^^ren aBoJ^nff^en, bie bem !Bolfe in ben J(am^fen mit ben 9limem n>ol^I Uii^t befannt geworben unb in bem n>an(enben 9timers9lei4^ aud^ leidet gewonnen ju werben fd^ienen, in bem fünften ®ot(|if4^ Jt&nige %ilimex ben (Sebanfen, bie it&ftengebiete ber £)^ee wieber }u Derlaffen 0. 3ftxt einem großen SS^etle be« fStU Ui aufbredj^enb aud ben alten SEBo^nft^en, sog er burdi^ bod nunmel^rige 9)olen unb bann na4^ manc^^em bejlanbenen Uns gl&(fe/ woburt^ ber ©Otiten 3a^l fel()r t>erminbert warb, in ba« (Sebiet ber Spalier, beren Ueberwinbung i^m ben Seg unter Jtdm^fen mit ben 9l6mern ^) bis an bett S>on unb  OvoXov<rtoLvo<i ZeßocöToc ®ne anbere h^t bie latetntfd^e Snf^iift: Imperator! Caesari Vandalico Finnico, Galcndico, Vendenico Vo- lusiano Augusto. fß^l Geläut |)reufr. Z^. 5. @. 164 ~ 165 unb Sacgfo fß, I. &, 120. Jorntmd. c 19. 1) Jomand, c 4. giebt bncd^ bie Sßocte : Ibi vero magna populi numerositate crescente bte Ueben>6(letitng M ben «^ttptgmnb btcfer nenen XBanberang an, wtetoo^ na^i Uphagen 1. c. p. 492. »o^ att4 mandfte anbere, oben angebentete ttcfa^en babei etngewirtt^ ^ben mh» gen. . Xu^ iPaifiL Warnefrid L. I. c. 1 , ber ebenfalU Tcto Slorb« jDeutfd^tanb are ben Urfit ber (Sollen anf^^it, ^bt bie Uebero^Henrng aU ben n^i^fAmfien Orunb ^roor. XV^ aulwanbembe 86(fer nennt er Gothi, Wandali f Rugi, Heroli et Turcilmgi. Pau/. Diacon. L. XII. p. 259. 2) Zotimm L. i. €.23. «ibbon (Befd^i^te bed »erfalU be^ Mm. 9tei(^ S. IL G. 120. 
itrtegertfc^e fBeci^runden ttorbifd^^er fBitdc. 105 9UottS 6|^ete "). — Ttnäf bai Solf ber ©epiben Derlief »ieber feine frul^r getoonnenen SBol()n{t^e in tem ie(|igen Sommern / jog unter fetneS J(inig§ Sajitba Su^rung an bem SSetc^felj^^trome ^tnauf^ tarn bort um neue SSo^nft^e in @treit mit feinen ©tammgenoffen / ben ©Otiten ^), unb nbcma^m bann ttft, wn S>acUn aM, feine Q)i4)tige dtoUt in ben Creigniffen ber SSBeltgefc^icI^te. SBenn avii^.nxö)t )u ermeifen tfl, toa^ alled bei folct^en Setvegnngen ber S6lfer in ben @ebieten ber £)jifeeldnber bun^ bte Säuberung fortge^ogen unb toa^ bagegen in ben oltgemof^nten @i^en jurudgeblieben fe^n mag/ fo fdj^eint bo4i^ fo Dtet auf er 3n>eifel/ bafi ein ntc^t unbebeutenber 3:^il beS eot^ifd[)en »otted, ba e6 fi(^ mit ben Senebem im Saufe ber Seit fd(^on fel^r t)erf(^mo(sen l^atte, ben alten, itr^tmatltdl^en flSoben, auf n>el(|^em fo (ange fd^on bie 82? ter gcivol^nt unb an ben fo manc^eß anbere 93anb ben dxns leinen feffeln mo4^te, ni^t t>er(affen unb aud^ fernerl^in mit ben Benebern üermifcl^t bafelbfi gen>o]^nl 1)abe. Xber ni^^t «inbet ifl gen^if , baf bie SSeneber tititt f4^on bi^lt^er, fo lange bie @ot^en über fte mMtig waren, t^eild au4^ fort imb fort no4^ burc^ bai 3ufammen(e6en mit ben jurft^ bbibenben ®ot^en oieIe6 aui ©ot^ifc^er @itte unb &eben6:: toeife , @))ra(^e unb ®6tter))erel^rung in i^re Slolf^eigent^&m^ lic^feit aufgenommen unb ftct) angeeignet li^atten, wobur4^ erflarlid^ mirb, baß fte fo bieied in ®itte unb S3rau4^ mit ben <8ennanen gemein Ratten '> SEBorin fi6) foldf^e« api Uf 1) Uebrr ^n SSattberuns^Sng ogL Jornandes c 4. Uphagen p. 493—494. Gibbon S. II. 0. 116. SDieTer feft bfe «Banberung in bot Swtfilbemrattm smiftbc n ben Vntoninen unb Vloranber Geoetuö , alfo pBßfiim bte Sa^re 180 it. 230; Up^agen bcgegen ine Sobt 122. 8uca< Daoib 8. L €(.13. er^dblt na(b Jornandes. Praetorias Orbit Gotbäcus p. 39. ^ 2) Jomand. c. 17. Poiii« Diacon, L. XIII. p. 267. Uphagen p. 507. 9to<b Procop* L. L e. 2« p. 5 ed. Hugo GroL Ratten fle bie €(tdMe Singidoa (G^debio) unb Sirmium {«afeiti bec jDonav an be( ScaQc tme. (Bgl. SJlaicott 8. L @. 45a S) €fo loitb bie Q^teOe bei Procop, L I. c 2 beutitcb» wo f< 
106 Jtciedecifc^f 93er&^cungen norbifc^er SSifrc. merlbarfien )etge, wirb fpiur bar^utegen ®e(egen^tt ftpn; t^iet mag e« f)inmd)en, nur auf bte 3ett ^tngewtefnt }tt llHiben, in n>e(4)er biefe 83ermengung unb Sermtf4^ttng ®0c t^tfc^er unb Senebtf^^er SoIBetgent^umltct^fett borgtng. %bcx felbf! noc^ tn ber )wetten ^ilftt bed brttten 3a^s bunbertd, aü in 9lom bte \>^mixttt «^errfcdaft ber breiftg Sprannen anfUat unb bie barbartf4)en SUterßimme me^r aü ie bad alte, morfdE^e (Sebiube bed 9limer«9tetdi^ed t)on aUcn Seiten ju flurjen fuc^teu/ blieben bte S&lfer bed 9lor:^ ben6 unb, wie ed fdi^eint, audj) bie SSewo^ner $reuffenS bon bem gewaltigen @turme nt^^t unberührt, ber bie 9las tionen aller g^nber )u Jtantpf unb @d^ta(bt aufregte. Zti ba()er ber iCaifer ©aDienud bte ®otben für t^re Sloubjäge in SUpnen guct^tigte unb jf^ieburdb @€9tbtfcbe Silier roeit unb breit gegen Slomd ffiaffen aufgefdb'/^cft würben unb 9legtnianu6, einer Jber breifüg Tyrannen, bie @armatm befriegte^Xba m&gen wobl immer aucb bie flammberwanbten fB&lter bom S3altif^en SReere ber in biefe iKäm)>fe mit ^in^ eingegogen worben fe^n '). Xber audf bi^^ koteber laffen bte  ffeift: Gotthicae nationes multiplices et olim faere et nunc «imt. Mazimae barum et nobiiissimae sunt Gottbi proprium nomen ex tota genta adepti, Vandali, fVisigoUhi et Gepidae , quos Tetu> stas Sauromatas et Melancblaenos Tocabat. Sunt et qui Getas eos dUere. Neque alio ii , praeterquam nomine , differunt , candidi corpore omnes, comas rutili, proceri, pulcbrs facie, lege« eaedem, nee Dei cultus discrepat — ]ingua una, Gottbica quae dicitur. Ul- que ego existiroo, ab una omnes origine e ducum sibi nominibus discrimina sumpsere. Paul, Diacon. L. XIII. p. 267. CT. Auetor bistoriae misceilae L. XIV. @uf^m SDdn. Qkfi^i^te S. I. 0. 96.' 1) TrebelU..8 PolUo vita Galieni c. 13: Omnes inde Scytham Martianus varia bellorum fertuna agitavit: quaeoTtuier Sey&WM ad rebfcllionem ezcitaruni. Zosimus L. I. c. 31. 32« 34. 37 enod^IRt bk« fer Jtriege gegen bte ^^cpt^en unter ®aUientt< fe^ oft Cf. SiriUer Memor. populor. T. I. p. 41. 2) TrebeWuM PoUio Tita RegilUani c 10. 3) e üben eif^iö^U b. bentf4 fBoIfe« Jß. II. e. 104. IBo^ ifl H m6glt(^, baf f[4 ber Ounb bec 9otben f4on bt< in fSftt «coUetr ei^t anibrdtete.' 
9eticiner. 9<^ut^unger. üBtt^inger. 107 iB^cmetnen S&Serbenenmttt^en t>oti &c^t\)tn isnb ®axmas frn feinen SIttf anf ba$ (Srnjetne ju. Um fo mi^^ttger tfl eS / baf unter ber Qmaliiqen S6U fcrfc^ar t)on breimal]()unbert unb jtoanjigtaufenb Kriegern, bte um ba$ Sal^t 269 , atö XureliuS @(aubiu$ Raffet war^ gegen ba$ 9l&mif4^e 9tet(^ anfturmten , au^ ber großen 3(ii&I/ aCS Sc^t^ifd^en <Stamme8/ bie ^^euctner^ ^rutfiunger^ iDfho« golden/ Stt^inger unb ®eptben genannt werben, benn aQe biefe 9lamen, wenn wir u&er einjelne anä) nid|)t ganj ft4Kr finb unb Seit unb 3rrtl^um wol^t mand^en loon i^nen «er« borben lioben m&gen, wedFen t>od) bie (Srinnerung an bie alten SSewol^ner ber £)fireegegenben ^on neuem wieber auf ^). Die f>ettctner ftnb jene alten 9ta(^barn ber SSeneber, aB btefe no(^ ju bed S£acttu6 Seiten in i^vm alten 5fKi(^en So^nftlen fafen. SSie biefe na^^ SSeften, fo waren iene fäbwdrtS an bie ^Blunbungen ber 2)onau gebogen unb f^aU ten fic^ einer iwifc^^en ben ÜRunbungen jeneß ®tromed lie« genben Snfel bemad^ttgt/ bie feitbem t>on tbnen ben 3tamcn 9tnte ererbte. @ie waren mit ;Kelten bermifc^t, weSl^lb fte auäf fall immer mit JEelttfd^en Sweigen t>erbunben er:: Vitien «). — X>H ^rut^unger jtnb ^o^fl wa^^rf^^einlic^ ein t) TrebeUius PolHo Tita Diti Claud^ni c 6 gtebt und btefe »i^ttge 9ta<^n4t. 2)te ^UVit ^rift U\ t^m na(^ bec 2Cu«0abe Lugdun. BataiT. 1671 fo: Uli Gotthi, qui evaserant eo tempore, quo illos ftfacrianus est persecutus , quosque Claudius emitti non siverat, ne quid fieret quod efifectum est, omnes gentes suoruin ad Romanas iBGitaTemnt praedas. Denifjue Scytbarum diversi popuJi, Peucini, Tmittngiy Austrogotthi , Virtingui^ Sigipedcs, Cehae etiam et He- rvli praedae cnpiditate in Roidanum sokun et Rempublicain vene- rant, atque illic pleraque vastarunt, dum aliis occupatus est Clau- diat. Xii4 Zosimus L. I. c 42 ermd^nt btefei Chreigniffe^, aber er fdgt nitc: Kar« rourov d»;, tov x^ovov Sxt/l^wv oi ivt^tkeiip'^tvTf^ xxt F&r5ou4 TTx^oikxßovre^ «tc. 2) fkanüttt b. 9^ocbeti bec Cbrbe ®. 225 ^t ffir »abrfc^eiitli«- <b<r, bof bte Safel von ibnen unb m^t fie 9on ber 3nfe( ben Stamm Otiten. Sßtlbelm Germanien ®. 92. SBerfebe fibtc fßbVUt unb «MbrsSftnbnffre e. 24a 9tab(of Unterfu^. bed itettenf^m« 9. 179. 
108 ^tucxntt. 9i^ut^utider. Kit^in^tv. ®otl)if^t Qwtiif ter mit ben ®otM ein^ m bcn Jt&^en Ux iDfifee gemeint, 6et i^tet SSanberung aber ftdj^ an {te angefd^toffen unb füblicl^ere Sßoldnft^e eingenommen fyittt '). 9Rag man nun annehmen, baß ein S^eil biefed ®otl^tf4Kn ämeigeft bei ber SSBanbentng feiner @tammbt&ber in ten ®egenben ber Sßaltifd^n @ee juräifgeblteben ift, ftdi^ fort unb fort loergrifert unb bann, toa^ mol^I fe^r unwa^rfd^Kin« li(^/ feinen 9lamen ald ben gemeinfct)aftli4^en aUer Setoo^ ner beS Sanbe6 Dom SSBei4^feU@trome 6id jum 9>regel unb weiter ^inaM geltenb gemadj^t fyit, ober mag man bem Sta^ men Dreuffen einen gan) anbem Urfprung geben ") : fo t^ bo4^ unbejlreitbar, bafi biefed Solf ber 9)rutl^unger emft am ®eflabe ber iDftfee gefeffen f)abe unb ein befonberer ^fU^ benjmeig ber ®ot^en gen>efen fey. Zud) fdi^on bie Serbin? bung mit ben anbem Sißern, neben »elcl^en e8 genannt mtb, mürbe barauf binmeifen; benn außer ben iDflgot^en,  1) Trebeüius Poliio ^at itoat in btt fo eben an^eio^tnen &dHt ben Spanien Trutungi ; aOetn btefe &d)xtibatt be« 9tamen6 ift fi^erft^ nid^t nc^ttg, benn ein fßotl btefeö 9tameni ift x>bHiQ unbefannt nnb wich bei feinem einzigen @4riftfleUer gefunben. 2)te 8e<art Tutungri, VHlä^t @almaftud anf&^ct unb babei an bie Thuringi erinnert, ifl U^ wilüül^tlid^ unb mie Cdmen S^Annger in biefe Cftdegcnben? |>affenbec »dre too^l o^ne 3n>eife( fd^on bie Marl Grutbungi, beren 0olma!tai ebenfalU erw&^nt unb bie Greuthungi bc< AmmUm. MarceUin. L. XXVII. c 5. unb XXXI. c 3 barin finbet. @ie woren ein oftgot^ fd^ec 3n>ei0, Sia^bacn ber Vlanen unb »of^nten in bec 9t&lft hü Sloß naii (^ond). 2Cber mie f&me ti , bärfte man fragen , bai ^oflio anfer ben Oflgott^n (Austrogotthi) bem «^uptflamme fetb|l, an4 no<lb bc« befonbern Stoeige«/ ber ®reut(^unger ermähnt? ^ 8Ur ite^en |ier bie Mart Pruthungi »or, benn ttftlii^ nennt aucft Zostmus L. IV. c 38 gans beutli^ ein IBolf biefel 9tamen<, inbem er fagt: »Svo« r/ Sxv- 5f)cov itri^ Tov '^lor^ov «^ocvii ttSLciv «7v«0Toy ro«^ ixfiffc vofca- flriy. 'ExaAovv de It^od/^'You^ aurou^ oi roivT)) ßot^a^ou 2>iffe Protbingi ffnb offenbar feine anberen M 9oIIio*< Pruthungi» wenn wir biefe 8e<art annehmen; mistig ifl aber )»»eitett< |ur (Beftdtigmig bicfer g^ung I baf fte ittg(ei(^ mit ben tBit^getn genannt werben, von weUM ^ai nüjnt in ber folgenben ICnmerfung. 2) Sie fpdtetbin geidgt werben foU. 
ycnctner. ^xut^nn^tt. SBie^inger. i09 bie luu^ fuJ^^cten 93metfett auS ben SBeicf^feU Sanben na^ Cnbofien gnoanbert nrnten, ift gang t>oriägIt(^ bie Smd^ «ms bet Sttifinger bon grofer 9Bi(|^Hgfett. Sit miffen aus ftc^ctet £lueQe, baf biefe SBtt^inget, feine anberit aU eot^n / auö @{anbt^ Rammten unb baf ffe bei jener SBanberung fi4^ getlSieilt l^aben, ein S^eil be< Solfe« bort jurudblteb , ein onberer «Raufen aber nad^ ber fAbboItifcl^n Jtnfie ttberfe^te, eine bebeutenbe Sanbfirecfe am Srifd^en ^ajf l^n sum ffiol^nft^ erwarb unb bort in feinen 9la4^fommen oiu^ in fpattin Otiten noi) unter bem ndmlidf^en ^amm meber ^r^ortrttt *). di iji baber aud^ feinem 3n>e{fe( um ttrvovfitn, baf aud^ biefe 9Bttbinger, bie je^t mit ^rut^un« gern , £)ftgotfKn unb ®e)>iben bereinigt 9lem6 «^errfcf^ajit in fo gro^e @efa^r festen ^ ein 3n>eig jener SBit^inger in f>reufs ien nnb in @fanbien waren ^). Jtaifer (Slaubiut begegnete 1) Sn efanbinaoien erTc^emt hn bort gebliebene dteft M fBcKXU ^otfigfi^ nur ali Geerduber. Adam, Bremens, de situ Daniae c. 212. fagt: Lundonae in Sconia aunim est plurimura, quod raptu coogcritur piratico: ipsi enim piFatae, qaos illi WiMngos appel- fanl, ■oftii Ajcomannos y regi Danico tributum solrunt, ut liceat ea« praedam exercere a baii>aris. jDaf biefe .2Cecomanncn ober ble Bitbingc iio4 ff>dter^m ein bebeutenbe« IBolf bUbeten/ er^Ot baran«, laf fie hl einer 64aar oon 20/000 auftraten unb oer^^cenbe Q^nfdltc in €^<!bfini loagten; f. Adam, Bremens, Uistor. EccJes. c. 73 — 74. Sidoniids ApoJlinaris VII. nennt Viihungos; biefed finb offenbar feine aabcvrn ott SSittfinge. Ueber tbre norbtfd^e «ßerflammung ifl )u 9er* gM^cil Ponian, Chorograpbica Daniae descriptio p. 653. Ba/er de Vara^, in opusc p. 359 — 360. SBir iperben feCb^ nod^ 6fter 9t* Icgenbrft baben, oon biefen XBitbingern gu fpret^n. 2) e. meine 2CbbanMung Aber bie alten XBit^^inge in Gamlanb in bcr Oefd^kbte ber atbe4ren«®efcaf4aft in |>reufren 0. 204. 3) l^ebeUius PoUio }^t itoot ixa 0eioif^nli(||en Sert ben Stamen VirtiiigttL jDof ober biefe 34reibart be< 9{amen6 ntc^t richtig fep, toben f4oii CkUmaftut unb Gafaubonul geffi^lt. Sener {)dlt fie gana n^tig f&r ble Vlthungi htA Sidonius Apoüinaris uttb biefer fc^eint bie Moct Vittin^ oorsu^ie^^en. *Setbe fletten ffe mit ben Juthungi tnfmmeii, »el^e Ammian, MarceUin. L. XVU. c 6 aber su einem 3vfi0e ber Alemannen mad^t AureUus Victor Cae«. c 35 nennt Ite iabelfai ebenfoO» Vitlningi. Bgl. Sieicbarb e. 152. D^annert 
110 Sunfett 3eit im 9tocben. Dem grofen Sturme ^ ber Um Sfttid^ butcf^ biefe 0611er bto^itC/ mit entf4^Io{Tenem (Seifte unb m innUdSKt So)yfeffett. 2)te getoaltige @(|^la(^t bei 9lai{Tu6 in 2)arbanien/ totldft ber ftegreic^e itaifer gegen fte f4^lug, warf bie fi&rmenben SSilter loieber {urüd unb brachte i^m ben gerechten 9lamen bed ®o«^if4^en. (Sd n)ar feine nilS^mDoafle unb gri^te^ aber audf^ bie (e^te Z\)at, bie er. ju be< SieidtK' 9tettung «oD« bracfite *). 92a4^ btefen Seiten aber ^&ren wir im britten biö in bie 9J{itte be^ t)ierten 3a^r^unberM fafl (einen einzigen iaut mt^v, ber auf bie ®ef(^i(^te ber SSemobner 9)reufien< aud^ nur mit einiger ^lar^eit ^inwiefe. S3ie(e< mirb aOerbmgft er^^blt t>on itriegen gegen bie ^rmaten^ bie unter ben Jtaifern XurelianuS unb $robu6 gefä^rt^ t>on Jtjm|>fen ge^ gen bie (Sotl^en, Alanen / Siopolanen unb anbere "SihU fer unb Don praddtDoQen Srium^^^en *), mit benen bte Aaifer il^re 9lamen im n>eiten fRcxd)t ju loer^errKc^n unb ta^ f4^au(u{}ig'e Solf in Stom über bie Seftegung jer ner S&Iter oftmals gu tauf<^en wußten 0; @<iaareii ber feltenen Spiere aM bem 9{orben unb grofe «Raufen gefan« gener ®ot^en/ Sanbalen unb @armaten muften ali 3eus gen bienen von ber Ueberminbung ber entlegenffen ^einbe beft 9tei(^e§; n>ir ^hvcxi, bap biefe Jtriege gegen @armatts fcf^e S36(ferfcbaften au^ noc^ jur 3eit ber JCaifer Siocletia« nu6 unb ßonfiantinuS bed @ro$en o^ne Unterlaß fortge« fe^t mürben ^); bte ®ef(4K(^te berichtet femer iwax auc^ tM>ii <^eereS)ögen unb Jtimt>fen/ bie von 9l6mifdi^en Segtonen  (Secmanien &. 296. Pontanus 1. c. p. 653. guben a. a. £). B. IL €(. 543 ift tfytiqtni ftbec ade Mefe S6llers9tttmeii ^aii) onberer aXct* nutt0. l)®tbbon e.n.e. 217 — 220. euben a. a. £). S. ü. e. 107. 2) S^gt. Suben a. o. O. @. 118 ff. 3) Fkuf, F'opiscus Tita Anreliani c. 18* 30. 33; Tita Probt c il. la 21. Uphagen p. 509. 4) Cgi. Stritier Mcmor. populon T. IV. p. 507 ^ 524. Paml DÜMcon, L. X. p. 249. Suben o. o. t>. 8. U. G. 133. ff. 
Dunftle 3eit im 9}orben. 111 gt^tn \>it @C9t^€n untetnommen^ lourben 0; ^^Qein fo \>ul fU^ in biefer t)enotrrten Seit erfennen la^t, ftnb e$ aütB me^r fibhfdii^ S6lfet/ bie ^tet unter btefen aOgemetnen Senennungen begrif en werben/ unb ed mtrb fein 3n>etg un? ter tbnen |^n>orge^oben/ ber nur irgenb an bte 2Cnn>o|)ner be6 Solttfi^en SKeeted erinnern (6nnte. Wla^ e6 nun fepn^ bap bie ®eit()t(l|^te be6^alb fo lanQe 3ctt nid^td über bie SSewo^ner 9)reuffend gu beredeten n>eif ^ vetl wtüdä^t ni4)t« unter i^nen i^idfaf) , xoa^ ber Xufjeic^' nuag W€ttl) \^itn, ba fte in Stu1)e unb Sriebe Einlebten/ ober mai t^r langet &d^xoex^en ba^er }u ertt^ren feyn, baf ei (eine ®efd^i4^tf(d[)retber me^r gab, bie aber 3talien6 ^au6 unb «^eerb ^inn)egfe(^enb unb über bte Sknoirrung unb ben 3ammer ber Seiten erl^aben^ wie einfl Zacitai, baS Beben ber g$i((er im fernen 9{prben ju beobachten unb att 8e^e unb SBarnung in befcbreiben bem&l^t waren; — gfwtf i^ wenigj^cnS, ba§ bie ®ebiete ber £)fifee in ber Sitte bei vierten 3abtlEitinbert6 ben 9t6mern weit unbetann» Irr geworben waren/ a(§ in ben ü£agen beS SacituS unb ytefemiuS ober in ben leiten %ei blA^enben SSemtteinl^m bett unter ben Xntoninen, @o weif Xmmianuft SRarcek Unuö um biefe 3eit nur not^b&rftig bie Sifula M SBeicb« ftl unb ^n 6^ronu9 a($ kregel }U nennen; feine Unfunbe jtiSt an bie Uferlanbe biefer @tr&me ba6 Solf ber Ttr^m« yb^n')/ wa(^rf(|einli(b |)erobolS 3(rgi)>)>aen/ bie bei weitem tiefer hinein in ben iDfien ober nad^ 9lorben ge^&ren 0» (Sr 1) .y/TÄter 1. c T. IV. p. 536 — 538. Son (lFon|lanttii erjfil^tt PauL Diacon. L. X. p. 251: Etiam Gothos, fortissimas gentes et OQ'piotissiinas post ciTile bellum in illo barbaricissimo solo , bec est, in Sarmatanim regione \arie profligaYit, pacc bis ad postremum data, ingentemque äpud barbaras gentes memoriae gratiam coUo- cant. 2) Amndan, Marceüin. L^ XXIL c. 8: Ergo in ipso buius coBpagiis exordio, ubi Riphaei deficiunt montes, babitant Arjm- pbad, jttsti homines, pladditateque cogniti, <luos amnes Cbronius d Brnüa praetetAuunl. 3} fleannert b. 9h>tben ber <Srbe e. 346. 
112 ibunUU Btit im Sterben. tmif^nt n>eber izi Semfletn«, nod^ beS •^itbetö mit bie» fem @r)eusntjTe, no4) be» Solfed, meiere« im JBemfteiits Icmbe wohnte, nodj) ber anberti in feinet Sß^^e liegenben S6lteriweige. 3e fparfamer a6er bie 3la^tid)Un jlnb/ bie uni aber bie IBerü()runsen bet S3en>o^ner 9ttn^m^ mit anbetn fßbU ttxn ubertiefett n>0¥ben/ um fo me|ir erregen unfere TLufs mz^amUit bie nid)t unbebeutenben SSer£nberungen, xoM^ in btefen unb 'ben nadl^folgenben äeiten bie ® eflatt ber ^inge im Snnetn be9 Sanbed merllidl^ umwanbelten ; benn ber TLb^ jug jenes großen Xbeiied beS ©otl^ifd^en Slolfed aui ben jBaltifcf^en ^äjlenl4nbem unb ber ®e)>iben aui ben alten SBolinft^en ber SSurgunbionen im SSBefien ber SSBei(()fe( ^atte fär bie ®efia(tttng ber SS&Iferft^e manche wichtige Solge. 2)aS So(t ber SSeneber, n>e(dt^ed fiä) i^on wt 3eiten in bie SBo^nft^e ber ®oÜ)m bi< gegen bie SSei^^fel vprge« bringt ^atU, mar ol()ne Steifet nur ein ämeig eines gro« fen Stammes / ber ftc^ weit über bie Sinber bed 9lorbend ausgebreitet l^atte. SBintber ober Sßenben n>ar bie aHge:^ meine IBeseid^nung für biefen großen, weit Deriweigten SoUd« ^amm "), aui meld^em um biefe äeit als )wei •&au)>t}toeige bie @{abiner ober &ta^m unb bie Tinten |)ert>ortreten. 3n biefen beiben «&au)>titoeigen unb mand^en anbem Stebetu }n>eigen umfaf te baS SSoIf ber SBiniber ober äBenben ben gr6f ten X^eil ber norbifUic^^en S4nber, inbem ber grcfk 3weig ber @(at)iner feinen ^auptfiii in 9oUn, t)om iDnie« fter an nirbUc^ über ben itarpat^en unb ben neuen SBoJ^n^ jt|en ber (Se^iben, gegen SSBejien i)\n bis an bie flueOfe ber SSeict^fel unb im Storben l^inauf bis an bie ^rewenj ffatte, ber anbere große 3n>eig aber, bie Xnten, in 9tu$s (anb hftlidf Don ben ©(auinern Dom Sniefier an bis )um XanaiS in einer Singe Don Dielen Sagreifen Derbreitet »ar "X 1) yy'WiiiicIaruni natio populosa*' Jemand, ,c 5. 2) Jomand, c 5. ift ^ieröber bte ^upiqutUt. S9I. fRannecc b. Serben ber (3rbe. &. 174—175. aSerfcbe Aber bie SWec unb fBftlferiSdnbntffe M altm Dtnt^^l 6. 25a 
Senebtr. 0ia)>ett. €$la\)tf(^e SBanbetungen. 113 ie m btefrn B^nbent/ fo i»etn>anbette {tc^ halb auäf in ^reufr foi/ in ben SBo^ttft^n ber Seneber, butd^ bie SBanberun«; gm ter StommgenofTen biefed SSoRed^) bie ©efialt ber Singe in aOer Seife; benn bie ^Bewegungen ber grofen SMletmaffen im fdblic^en/ tok im hftliöfm (Snxopa roitt^ 'ten in i^en %o\fitn hxi an bie ^üjten ber iOftfee hierauf. M foUi^ Bewegungen ereigneten ffd^^ in biefen Seiten im eiben, mie im £)fien ber SSaltifdj^en Gebiete. (Slabifc^e BiSetf(^aren, bie ftc^ frA][^erl^in vom 9lorben ^inab gege^ Sactett; f)annonien unb «ftarntlS^en t)erbrettet Ratten ^ f ehr- ten bon biefen fublictien SBBo^nft^en wteberum naä) bem Sorben, m6^ ^olen, 9>ommem unb in bie Seid^feHänber )ttnii unb erweiterten in fotd^er Tltt bie @ige bed tlamm^ oeniKmbten SSoIM '}. 2(nberer ®txtS aber br Engten aud^ fifton tief im £)flen IB&If er auf SS&lter in 3Banberung6}ägen mS) SBeflen ^in unb baS eine fe^te baS anbere in {Bewehr gimg. iuni<fy^ lag leintet ben SBenebem ober SSenben im Cflen baS aud Elften auögemanberte tapfere 9{omabent[>Dlt ker tcajiren, betannt unter bem SRamen ber S^aitren ober S^iaten ')/ bie für Stel^weibe unb Sagbluji immer grö^e^  1) J)afl bte »eneber — gegen Äacitu« — ntt^t ®ermanifd)en Ur« Nag«, fonbem €$tammoerwanbte ober ein äwetg ber Sßtniber {tnbr MMttgt um btef« ^eit anä^ Jornandes; benn c 5 fagt er: Quorum (sc. Winidarum) nomina licet nunc per varias familias et loca nni- ^bv» prindpaliter tarnen SclaTini et Antes nominantur, u. c 23 ^'^mimC er biefeö nä^er, tnbem er fagt: Hi (sc Veiieti) ut initio ez- pontionij Tel catalogo gentis dicere coepimus, ab una stirpe exorti, ^a niii:c nomina reddidere, id est, Veneti, Antes, SUti. Procop* L. ÜL p. 338 — 339 ed. Hugo Orot. 2) Finc, Kadltibeck Histor. Polon. L. I. ep. 2., fiber »elc^e ^UUe OmUnski Sinccnt Äablubetf ®. 34 — 36 nai^julefen ift. ÄU(b «/»r- f^fOid, -c 5 fagt: Ab ortu Vistulae Fluminis per immensa «paci- f^ent, Winidarum natio populosa consedit 3) Sei Jornand, c« 5 beift e< : Quibus (sc. Estis) in austro >wait gens Agaszirorum fortissima, frugum ignara, quae pecori« ■»QseiTeBationibusTictitat Anonym. Geogr. Rayennas L. IV. p. 134, 5*8ii»aii« a. 0. O. 0. 28. ^' 8 
114 Sie »ibivatter. rer Streben bebutften ttnb mit t>ermel^rter SSoIftmenge attdf i^re ©rdngen immer xotiUt tflnauixfidUn^ Unter foUf^en Bewegungen ber SSiSer vnb in biefem 2)r(ingen nnb Sreiben tin^i um bie SSSol^ft^e ber Xeftper, SSeneber nnb ®ot^en, in n>eUiKm auö) in biefen Seforgs nijTe um bie @i(^erl^it ber alten «^eimat^ enoad^en mufs teU/ mafi eine Srf^^einung i^ren Urf^rung gefunben ^aben^ bie und in ben ©egenben in ber 91% ber ißeiiffiUWt&n^ bungen entgegentritt unb fcf^on beSl^alb auc^ um fo merf^r murbiger i^, weil fte ganj aud bem SBefen unb bem Reben ©ermantfc^er SSo(föeigent^iimIid(^feit l^ert)orgegangen ju fe^n fd[)eint. Siefed ftnb bie IBibit)arier ober SBibt^arer. 9Ba^ renb bie @ef(l^i(^te faum nur einen matun S&üd auf bat Sanb ofho^rtS von ber S93eici[^fe( ^vli^t, treten fte gerabe am |)elljten l()erDor unb erregten bie Xufmerffamfeit bed ®e« f(!(^ic|!tf(|^ret6er§. @(^on btefcd bärfte t>ermutl^en lafftn, biefc Srfc^einung mfiffe eine S3ebeutung "fyahtn, bie feinedwegS )u ben gew&^nlidf^en ge^6rt. 3omanbed n&mlxd) berichtet: am Ufer beS SSeered/ wo in brei 9)}änbungen bie ®€wiis fer bed S3eid!^fel?@tromeS ftd(^ in bie @ee ergiefen, alfo in ben 8Beid^fe(saBerbem, in benen früher bie ©epiben ^aus feten, liege baö SBolf ber SSibit)arier *), aud t>crfc|>iebenen Stationen beftel^enb^ wie in einem Sufluc^tdort Derfammelt, bodS^ in ft4^ ein eigenes SBoIt bilbenb *). Ueber bie SBo^n«  1) Jornand. de rejb. Getic bleibt ftdb tn ber Benen nna^ entweber nic^t ^kid^, ober hit ©teilen f!nb bei l^ t^erborben. C. 5. nennt er ba< Soff Vidioarii; c 17 bagegen Vividarii, gens VWidaria. &o b^t wenfgflend bie Zixi^aht t>on Hugo Grotiiu. Gi^on-Sbun, mann a. <t. C ®. 34 fanb in anbem 2rtt<0aben c 5 ftatt Vidioaril hit belfere Mart Vidivarii, unb oermutbete mit d^eibt in ber jwetteii stelle c. 17 mtr eine IBerfe^ung ber SBucbftaben </ u. o, fo baf e< aa4 b:er gens VidiTaria unb Vidivaril beißen mflffe. 2) 2>te beiben merftoürbigen ÖiUUtn beifen hti Jornand, de reb. Getic c 5 fo: Ad Ütus Oceani, ubi tribus fauclbus fluenta Vislu- lae ebibuntUTi Yidioarii (al. Vidirarii) resident, ex diversis nalio- nibus aggregati. Post quos ripam Ooeani item Aestii tenent, pa- catum bominum genus omniiio; — c. 17. Gepidae commanebant 
2>ie »tjbtt^arter. tl5 Me bicfrr ei^h>at{er mittet temnac^ feinSmifel ob^ Unn auf Me Set^felslBerber »ir^ aufiS befKmmtefie bingeioie« fciL 3m 9t0xUn telc^ten fte bi« an bie ®ee unb umfaf« Im bort bie ®egenben ber brei SSBeid(^feIarme« SBte n>ett fite fub bamatS luub £^ft^n bin erflredten/ bleibt unbejtimmt, »iewobl e« fi^eint, a» l^be ber ®ot$tf(^e ®efd(^{d&tfi^retber 9i bis an bie @ebiete ber Vellier dudgebebnt Stcbttger tf uns bie S^age aber ben Stamen^ bie Xbfiammuns unb Me Se^immung btefeS SSibioarier^SSolfeS. S>er iRan/e beu^ M ober offenbar fcbon t)on felbfl auf i^xe Xbjlammung ^tn. Ser toefentUcbJle SbetI ber SBtbtt)arter voax .ttnjlreittg aM 9otbtf<!bem Slute entfproffen, benn SSiben, SSiten ober SBttben ift eine alte SSejeicbnung ^r ben 9lamen Stotben^ bie fd) 0nöf ibaM ba wieber ftnbet/ wo ®otben ibre 9Bobnf!^e fonben 0« ^^^ ^<^^ ft(berU(b fc^on t)orbanben, a(S bie @o« (^ no4 in ben norbbaltif(d^en @ebieten faflen unb erhielt ^ in 6fanbinaoien aucb nocb in fp^terer 3eit '). 2)abet  10 insula Visdae aranis vadis circumacta , quam pro patrio sermonc dieebant Gepidos. Nunc eam| ut fevtur, insulam gent ViTidaria (^ VidWaria — -) incoiit| iptis ad meliores terras meantibus. Qui Vmdarii (•— VidiTarii — ) ex dWerfis nationibus acji in unum asj- Inm collccli annt et gentem fecisse noscuntur. 1) PonianMiM Chorographica Daniae descriplio p. 653. Hugo GrotuiM hisfcyr. Gothor. p. 602 erRdtt Widin f&r gleid^bebeutenb mit Wydwin late yictor. 2Cber »ic bebütfen faum einer fold^en (St^mologie . IDct ttame to Oot^eii med^fette oon {e^r fo mannld^faltid in ben Sor« wn «ot^n, Oot^itt/ ^ofi^ttn, (Stitton, ®9t^on, (Seten, Säten u. f. m. , ba# »fr ben Uefmegan^ in bie Sform IBit(ien unb IBiben »o^l ntd^t Mit gu r«4<tt (oben. 2> 2)te 2>anir(^ <Bi)tM ^fen no<^ am iSnbe M 7ten Sa^r^un? bettt ftttm ; bnm Beda FenerabiUs Histor. ecele«. L. I. c 15 fagt : Aaglt de illa sunt patriai quae Anglus dicitur et ab eo tempore naque mauere deserta inter provincias Fitarum et Saxonum per- jDaf SBeba unter biefen Biten »iteUd^ ®ot^ meint, beweifet onbcrc GtfOe, tOO e6 ^ft: Anglia Tetos sita est inter Saxones et Giotos. ferner fagt er: De Füarum origine sunt Cantaurii et Vcctavriiy boc est, ea gens, quae Vectam tenet insulam, et ea ^uae iisqnc bodie in prorinda ocddentalium Saxonum Fiiarunt 
116 JDte»tbit>a7ier. Riefen au^ bort bte ®ebtete, n>o fold^e SB>it^ ober ®o< tl^en loo^nten , Iftte unb ba bte SGBtt^Ianbe ober Citlanbe 0- 2)iefe(btge ^Benennung ftnbet ftc^ w^ in |>reuffen, ba mo ft(^ ®otl&if4^e« yolf niebergelaffen unb verbreitet ^ttt; m^ ^ier trefen n>tr mieberum auf ein SBit^Ianb/ ein Sanb ber SBit^en ober ®otl^ *). X>tx n^mlic^e iRame erfc^int felbfl aud^ no4^ in berfdS^tebenen ®e1lalten in ber ®ef<^td^te ber @ot^en, bte »on ber £){tfee aM in fubifUidS^e unb f&blidft ©egenben eingewanbert waren *)• «&iena4^ bürfte et alfo natio nominatiir, posita contra ipsam iiuulam Vectam. Eccard de orig. German. p. 99. 1) 3n ber Hlstorla gentis Danor. Eric! Danor. Regis ap. Un- denbrog Script^^Septemtr. p. 262 (^ift Hi Dan Filius Humblae de Suecia veniens regnavit super Syalandiam, Onen, FaJster et Laland, cuius regnum dicebatur WithesletL Witbesleth iß fo XMl alt Selb; ®ebtet/ Sanb ber Sßitben. 3ütlanb, too tmniix^ ^ot^en fafen , bief hii tief tn< SD^itteloIter ^imin oft Yitland ober Vidland. ®(bon Procop. L. rv. p. 467. c. 20 foH na(b Sbunmann 6. 38 mit. feinem Bn'ttia barauf b^nwetfen; bo(b Ftbeint und bie Xenberun^ in Bittia/ober Wittia aUerbtngtf su f^bn. iDade^rnfagt AnnaUstaSaxo ad ann. 952 gan) Kar: Eodem tempore Daniam cismarinam, quam nUand incoläe appellant^ Rex Otto subjiciens. Salb natbb^r nenst er mieber Funen et Vidland n^n etnanber. 3Cu<b no4 üi einer ttr* funbe bed 14ten SabrbunbertI (in ff^estpfuden Script ^er. German. T. lU. p. 362) wirb S&tlanb Yitblandia genannt. Cgi. au(b Zi^unt mann a. a. £). ®. 37 — 38. 2) Ueber ba< Sßitbtanb in |>reufren \^ f(bon me^rH \xi meinet Xb* banblung aber bie SSitbingt in ber ®<f(bi(bte ber (Kbe(br<ii«®efeard^ft gefagt morben. jDo(b b^t f!<b beim n^eitem fforftben meine Xnf!<bt fibet biefen ^egenftanb in vielem oerdnbert, »ie au< btefer gan^n DatfbCs lung ber ^adjie beroorgeben wirb. 3) S)er Anonym, Geogr, RoQennas L. L p. 26 ed Porclier. fagt 0an} be^mt, baf att< bem eicptbenlanbe Citen nacb C^üben büu abgezogen fepen: Sexta ut hont, noctis Scytharum est patria, unde Sciavinorum exorta est prosapia. Sed et yUes et Cbjmabes ex Ulis egressi sunt «^ier ixrbietten aber au(b <9i)tbV(b^ 9tomeni befoQs berd bie ^bniglnamen eine 9or)ftgIi(be Serftcffifbtignng. 9Bie ber 9teme Amalarieli auf baö (Befcbleibt ber Ymalcr bin^telt unb bie metflca Oo« tbif<ben Jtdnigdnamen ibre befUmmte Sebeutung b^^ben (ogl. Sart( Urger(bi<bte S. IL e. 369) , fo liegt ancb offenbar in ben Slomeii Vi- . 
3>ie $BUtt>arter. 117 190(1 feinem 3»etfel unterliegen, baf SBit^en^ ®ot()en mt> folgltd^ alte Sewol^ner ber fubbalttfc^en Jtäfiengegenb in ber 90^ bet SBeidj^fet ftnb. 3onianbeS aber nennt unS att Xnn>o^ner bei SBetcfifek Stromes ni<(tSBit^en ober KiUn, fonbern S3tbtt)arier, unb btefer 9tame bringt unS nun ber Sftage Aber bie IBefiim« mung unb bie SSebeutung biefeS Solfeö ndl^er. 3Ran Ijat ia »ergangenen Seiten über bie SrKirung unb aber bie Sitbung biefeS S5lfemaniend t)iel gefhritten unb im Streite Mb btefeS/ balb ieneS in i^m angebeutet gefunben 0- SSti- dkn mx aber auf 2>eutfd(^lanb$ ältere SB&(fergef(d(^id(^te l^in^ fo fmben wir eine 9tti^ t)on ßfttf ernamen , bie in bemfeU bigen Set^jltniffe ju einanber ju {teilen f^einen^ n>ie bie 9lamen Sit^n ober Siben unb Sibioarier; ei begegnen ttnS Snifterer unb IBruftuarier^ Statten unb Sbattuarier, Sojer unb flSoiubarier; auf d^nlic^e Ser][^^(tniffe beuten au(^ bie 9lamen ^(ngrioarier, Xmpftoarier unb einige anbere ^in. 6o t>erf(|^{eben auöf bie Sr{(4rungen biefer 9lamen in ge« lehrten ttnterfucl^ungen auSgefalfen f!nb ""), fo fpridl^t ioö^ fit leint gtb^exe Sabrfc^^einlic^teit, a\i bap ei bei me1)ven beut? fSfen S&ffem ®etoo\fnf)ext gen>efen fe^, geg^ bebro^te Steile i^ SanbeS AriegSweliren aufjufteKen/ bie na4^ bem SoHfe  lUwr^ Videricu«, Viligesi Widicula, Withgar tt. a. eine 4^inwtU fia0 auf ba< fßott ter IBiten ober fB^itiitn. 1) Go fettet CkiPer German. antiqua p. 640 unb mit t(^m Eccard 4e orig. Germ. p. 99 ben 9lameii gerabeju oon ben Sßerbem ^er, unb moMtf d va6^ im Jomand, Viridarii unb Viridaria geUfen loerben ; jea« fe9eii bie Sßerberec unb biefe« bie ISerber. Oben fo ^attlno^ i« X tt. 9t 9)r. ®. 34. Uphagen p. 513 unb iSbunmantt a. a. 0. (egten beibe bie ndmUd^e ICnff^t ber Ga^e, inbem (te meinten, bie BtbäMiiier fcpen bie ttebevbieibfel ber meggenHinberten Oot^en; ba< be« teste bie Cfobigund Tarii. 3q bie ebenfaS« oon einem (9e(e(rten ges tefcctc Sermut^ung , baf Vinidarii gu lefen unb bie SBiniber ober JQe^ Kkr bantnter ivl perffe^ fe^en, mirb »of)( leiner, ber ben Jomand. MHl^init anfiel, leidet einge^. Sgl, Acta Societatis JablonoTianae 4e Slarijy Venedu, Antia etc. p. 14. 2) Set. }. e. Sart$ UrgeTd^icIte S. II. e. 20Z 2(belun ^U tefte «ef<^<(t< ber S)eutfd^n 0. 211. 
118 Z>ie fBtbtoarier. ober nacl^ ber ®egenb benannt worben fe^ep^ wibet wMie ober a\idf fttr xodä)t t^nen bte S3er£(ietbtguns s^nj^^ft obs? lag^); baf e$ difo SRarfmanneten gegeben J^abe, bte unter bem SHatntn oon Sße^ren an ber &anbeSgrdn)e ju &^u^ unb «^nt ftanben. Sßte bemnadl^ ®[)att4Barier bie SSef^ren gegen bte fB^U Un, SBoiosSSarier bie SBebren ber SSoier^ JBract-ßarier bfe SBebten ber Sructerer, ^mpft^Sarter bie SBe^ren gegen bie (Smi (>ebeuten mhd)Un '), fo bilbeten waf^rfdi^inltt!^ bie SSibi:: Sarier bie SanbeS^äBebre ober bie SSarf mannet bet SSiben ober ®otl^en unb ber ^amt w&tU alfp fo biet ^cU gen/ als SSiben:: ober SBitJ^nr^SSel^ter, tim bur4^ bieSBt«' t^en }ur SBertfieibigung ibter ®r jnje nac^ SBeften am SBei^ fll ^ @trome aufgejtettte äße^rmannei 0- Sur biefe SReinuitg aber hUM ber ®ot^\d)^ ®ef4^t(|^tf(^retber ju i^rer Sitftiü^ gung nod^ m^^nd^ie nic^t unwidf^tige ®riinbe bar. Sum eu {len Derbient f^^on feine Settimmung ber SBof^nft^ bet fßU bit>arier an, ber S8eid(^fe(/ .bem ®rJngfirome M 8anbeS, and) in b{efer«£>tn{t(btXufmerffamfeit; bort tonnten fte bie &anbeSgr2n}e gegen bie (leranbr^ngenben @Iaben am beften ben)e^ren unb bqoaöftrt; bort (matten bie ®otlSien fogIei<( bei t()rer Sinioanberung inS 8anb bie SSel^rburg ®ot^{S€an}ia errichtet ^); in i^x bilbeten bie SibiDarier l^&(^fi loa^rfc^einlic^ bie t)ertl(ieibigenbe j93efa|ung, unb mö)Un 0)xt SBobnft^e, xüie SornanbeS anbeutet/ hii an bte ®ebiete ber TCeft^er, fo f^einen fte bie 9Bel)rmannen ber fi3urgen gewefen }u fepn, loelcbe bie @ot^en, wie toit frul^r fa^en, l^ngj bem 9ru  1) ®o nlÜLtt 8 üben ©erd^td^te hH beutf. SSolM S. I. 6. 466 unb 71'^. bie Flamen. 2) SSgr. euben a. a. O. 3) äßet btefe 7in^idi)t nod^ gerne burd^ St^mologte gefhl^t fc^n mb^te, börfte aSerbingö too^i in hem Varü bas beutr^e SSSc^r obec SSef^rer erFennen, ober er !6nnte an hai ®ot()ir((e'wair; ber SOtanVi im Uiphilas Math. VII. 24. Luc. VII. 20, on ba« 2Cn0elfÄdi(if<^ wer unb an baö @an^cr(tifd^e vira fiarf, tapfer, benfen. 4) Jortifind. c. 4. 
iDie iOibtparier. 119 fi^nt ^«ff (in erbaut fyj^tUn. 3ttm anberii waren bie fßU bioariet o^ne Steffel bie tapftt^m SPldnner beS SanbeS; iventgftend gtebt if^mn Somanbed ben SSorrang fotooljil bor brn Sene^ni/ ali bor ben lU^itn, inbem er jene ali in ben SBoffen unerfahren unb nur bur4^ i^xe SRenge midftii ^), btefe a» ein ru^iged unb frtebfame^ Solf ') f((Ubert 2)te ®ef<4^td^te ter nilcf^fien 3al(^r(^unberte wirb und ani) geigen/ baf eS bor aUem btefe Sibtbarier loaren^ bie mit ben 9la(^ tem mancl^en liarten Stampf mit rufiigem ^ut^ unter tli)^ fem itrtegS^upte bejtatiben *). dum britten fd^eint in M SomanbeS Sr}d()(ung bon einer ab{t(|)t|[t<(en SSerfe^ung ber BibiDarter an bie Ufer ber SBei(!(^feI unb Don einer Xuölefe ober änfammenfe^ung i1)tet Sialfl aui mehren anbern SibU fem bie 9lebe )u fe^n; benn er fagt auSbrAcHic^^ ^ fte fe^en bort wie in einem 3u{Iu((teorte berfammelt morben unb Ifimn aui oerf4^iebenen S&Ifem beftanben ^). S>iefe Si&Ser ober m&c^ten wol^l fcl^merii^ anbere ali SSeneber^ Xejt^er, QkiKnbet unb bie na^n Stugier geioefen fe^n. XuSt^nen Mmt/ wie a iä^int, bie Sapferflen unb SRannlEiaftefien osSenva^It unb )ur gemeinfamen SBebr unb Sert^eibigung m bte toefl(i((e @r2n)e unb in bie @d&u|burgen beS San« 1) „Armis disperiti, std numerositate pollentes*^, Jornand, c. 23. 2) „Pacatum hominum genus omnino'', Jornand, c 5. 3) 8011 berSopfetedt \tn ®Ot^en fagt Jornand. c 5; Adeo fuerc budati Getae , ut dudum Martern - apud tos hasse dicanl eiortum. 4) 2)firfen wir au4 bdSornanbed an feine fol^e SBfinbtgfett unb anigev^äHflU fßtfdmmtf^t M Xudbntctd benfen, mfc bei 2Ladtüi, fo ftnb bei i^ bie Sßorte: Vidivarii ex diversis naiionibus acsi la aoam aoylam coUecli sunt itnb ex dwersis naiionibus aggregan^ b04 ^itmif ni(|t o^ne 2Cb|!4t gemä^tt SSenn man bei bem Yu^bruife asjbmi nlc^t an @(l^u(den>i&bran8 ober an ben Ort benlen wiS, wo^r 6^ fommt, »e(4er @4ut gemd^rt -- »a^ ^ier au4 dne SSesie^ ^Bg b^tben f^nnte — , fo börfte anjune^men fepn, 3ornanbed \)aht bte tocatität ber SSet^relarme , 5n>if<ben n>el4en bie IBibtoarier jum 2^ lagen, hamit bejeiitnen wollen.' ttebrigeni ift gmx% baf Soman* be< bte IBebeiitung ber SibiDarier ni(^t genau fannte unb nur naci «^toenfagen ^cA (begebene nieberfd^rieb. 
120 J^tt)(aanxi6)^ .^er»f(^aft im {Rocben/ bed t)et(egt tootUn. ®ot^n ober Stben mochten immtt ben ^^m biibtn unb barum au(^ ber SBe^rmannei ben 9la^ men gelben. üiiUtidft toüt a biefe tapfere SBe^rm&nnfcfHtft ber ben gewefen, bie lange iiit Um £anbe Stu^e unb geftc^ett l^atte. 3C6er e$ brad) ba(b ein @tutm hierein ^ b^m au(|^ {te in feinet SEBeife gemad^fen roax. iEB^^renb bie tnU netDten Sthmzx lange nur bebadj^t fepn mußten/ gegen bie anflurmenben ®ernianifdi)en S36ltet(^otben t^re ®ran)en unb Af)xe nadelten 9)rot)in)en gu vertbeib^en unb in ben nbtlfU gen ®i)u1i iu. jleden , xoax im jOjten am fd^wargen äReere bad mäd()tige Steic^ ber £>ftiot!^n auferftanben unb unter ^&nig «^ermanricb burcfi @(^la^t unb ®ieg über na^ unb ferne S&lter erweitert werben. Stampf unb Sroberung l^at^ ten biefed 9?ei(b um bie 9Ritte bed vierten Sdfir^unberM and) gegen ben 9lorben hierauf immer weiter unb weiter auSgebel^nt/ unbaU nun and) bad jtarfe unb ftolje Solf ber «^eruier ^n einer großen &^la6)t überwältiget unb bie ba)wif(|)en liegenben Bweige ©armatifd^en Stammet ber «£>errf(^aft beS @iegrei4)en unterworfen waren, Riefen bie ©rdnjen feinet mädj^tigen Steid^eö f4)on an bie ©ebiete ber SSeneber im 6ttlic&en ?)reuffen *). 7tu^ ^ier l&atte bfe ^atur {eine ©ränjen gejeic^net/ xod^e «^ermanric^d (Sxo^ berungSIuft ®tiüftaxA l^itUn gebieten f6nnen. Sx wonbte feine SBaffen aud^i gegen bie Seneber. 9li4it fowo^l Uebung unb Srfal^rung in ber Sßaffenful[)rung , alS \>i^lmt\fx bie rei(|)e SRenfc^enta^l/ bie bai Sanb Dert^eibigen fonnte, gab biefem SSolfe SSertrauen unb SRutl^ jum SBiberftanb gegen ben mic^^tigen unb {riegerifc^^en ©ot^en^^onig. Sa biefer aber ber großen iBolK}al(|l ber SBeneber eine gleid(^ ftarCe Jtrieg&macl^t entgegenfteQen f onnte, fo gab f&r i^n bie gr&$ fiere Ariegdfunjl unb SBaffenubung feiner «^eere bie fhiU 1) I, Gens quaoto veloz, eo ampliiiJ superbissima '', Jbrnand. c. 23. «Daneben fagt fxtUi^ an^ Procop, L. IL p. 259: Herulit vix rcperiafl aul stolidiores aut leviores alios. 2) Jornand. c. 23. SBerfebe, ^. 263. 
^ermanctc^« ^ercfc^aft im 9lorbtn. 121 R^'tong im ®tege. Sofort brang naä) ber SSeneb^r Se« jnringung bet grofe Jt6ntg au(^ in bad Seiltet bet ^Cejtiet am ättfferfien ®efiabe beS ®ermantfd(^en £)€ean& S>aS alte ftammt»ern)anbte UM unb mit i^^m, tote cd fcl^eint, au(|^ baS CibiMriersSoÜ untergab fid) fetner «^errfc^aft mel^r frdtotlltg unb mef^r buxdf «^ermanrict^« Kuge Stittel ge:: iDonoen, atö bun^ bie ^aä)t ber äßaffen begwungen '). ' 3n folc^er Seife waren bie 936({er in ben Anf^enge^ Meten be« Saitifd^en SReered ofim^rtd oon ber SSBeid^I unter bie «^errfc^aft« beS £)ttgotll)tf($en ^6nigd gefommen. Xber a i^ t)6atg unbefannt^ in meldten SSerlS^Itniffen fte unter biefer ^errfc^aft gelebt unb mte n>eit it)xt Si^et^it buv^ beö @ieger§ SRac^t eibrutft gemefen. 2>o(^ iß ju t^ramt^en, bafi bie n>eite Entfernung bed ©ebieter« bem freien iefyen ber IB&Iter nod(^ ^inl^nglic^e S3en)egli(^feit ge? fattti f)abt, mie benn bamaM Uebenoinbung ber CftSer 1) JDte f(i^d(bare &UUe M Jornandes de reb. GeL c 23 Ü6cr btefni SttU^ xft folgenbe: Post Eruloruni caedem ^idern Ermanaricus m Venetos arnia commoTit, qui quanoTis amiis disperiti, sed nu> mcrositate poUentes, primo resistere conabantur. Sed nibU yalet ■mhiludo in bello, praesertim ubi ei multitudo armata adTenetit; nam bl, ut initio eipositionis vel catalogo gentis dicere coepimus (c. j.) ab una stirpe cxorti, Ina nunc nomina reddidere, id est^ Venetiy Ante«, Sdavi: qui quamvis nunc ita facientibus peccati« ROdris ubique desacTiunt, tarnen tunc omncs Ermanarici imperiis serviere. Aestrorum qnoque similiter nationem, qui longissima ripa Oceani Germanict insident, idem ipse prudentiae virtute su> begity oranibusque Scythiae ei Germaniae nationibus ac si propriis laboribus iniperavit — ®tatt Aestrorum %at tn btefet ®teIU &inbej|» brogd Xu<0abe Hacstonim. Hugo Groiius hit)ielt in fein«; Vutfgabe Aestrorum (ei; aUeiii bie 2Cmbrof. «^anbr^riften foUen Aestiorüm Us fn, wie 9ihbon, S. VI. @. 243 oecffd^rt. Ammian, Marceüin, L XXXL c. 3. fprt^t 6ber «^ermanrt(!^l ®iege nur im ^Cdsenteinen. Uphagen^ p. 516. ^ev 9runb, toanrat ISerfebe, CJ. 250 be< 3ors naabei Cbcs^^ttne i»on «(^nnanri4< ({robetungdiue na(( bem 9lorben fb erbietet b^t> ifi o^ne ^ktotd^t. 9Bir b&rfen oielme^r oetmut^n, bof eben babitr^ 3omanbe< fnne 9{ad^ri(|tett über bie Ißibtoacieri IBes ncbcr mtb 3(e^er erhalten 1^. IBgl. 8itbea a. «. £)./ 7d. IL Z. 254 — 256- 
122 fSdlferbetüegunaen im Stocteti. ni^t immer *®e|iorfam uvb ttntemerfitng tttm^U. KuÖf aber bte Solgen btefed @retdntffe6 ^at und feinet unterrid^ tet X&er e« fc^^eint, baf bad Solf ber Xefttet auS ber »zs Smtngung ber SSeneber, wie nidit minber aud feiner me^t freiwiDtgen Untergebung unter bte ^enf^aft ber ®ot^n bo(|i manchen nicbt unerbeblid^en $Bortl()eiI bat^on getragen. Sßotit muf te ia f(bon bie @tammt>ermanbtf4Kift gegen boS Vejiier^Solf ben @ieger weit milber flimmen, aU gegen bad frembe ©efcble^lt ber SSeneber, t>u fi^ ibm mit SBaf^ fengen^alt entgegengejteat @e9 e« nun, bafi bie 3Ceflfer/ burcb beS großen ^6nigd !!Ri(be unb ®nnft gehoben/ au((^ balb felbfi ^h^iui erflrebten unb bie ^Beengungen ju burcl^brecf^en wußten, in benen«ba« ^al^Irei^e SSeneber^ßoIf fte bid^r gehalten fyitte, ober fep ed/ baf bie.Seneber, burd^ ben ©otbifc^en Gröberer gef(!bre(ft unb gebeugt, {id^ f^on ie^t meljir nacb SBeften über bie SSeic^fel in bie ois ten, je^t weniger beo&Rerten SEBobnft^e ber audgenrnnberten ©epiben jogen unb in foUf^er SBeife ben äbrigen S6(fem in f>reu{Ten gr6^ere 2tu8breitung mh^li^ madS^ten: — mir fnben bie 3(e{lter balb na^ biefen Seiten in meit auSge« bebnteren SBo^nft^en/ benn fte befafen ni^t blofi immer no4i wie frü(ierbin gan) ®amtanb/ fonbem fte bitten ibre ©r^njen anöf weiter fäblicb Aber ben f)regel nad^ iRatban« gen unb Srmlanb unb norbwefKicb an bem langen Auften» fhtcbe ber £)ftfee bebeutenb erweitert ^). Unb ed mufte ja au(b an ftd(^ fd^on ein Soff/ weUbe« fafi nie Arieg fAb^e, t)on ieber gerne im f^ieben lebte unb feine gan^e Sb^tig^ feit a)Af Sanbbau unb ^anbel wanbte ')/ bai befif^rinfte 1) eonft (dtte Jornand. c. 23. wo^l f<b»erli(b i'on ^^a XeflpetR 3U feiner Seit fa^efl fSnnen : Qui (Aeatri) longissima ripa Oceaai Germanici insident; unb c. 5. fa0t er gan} an^emeitt : ripam Oce^- ni item Aesti tenent SuHtt fann Hefe longisMma ripa eben fo ant na<^ 9(orben, a« na(b ^fiben unb €$&bn^flen au^^ebe^nt gebadet »et» ben ; aQefn n^ir merb'en \p^Mj\n bie ndt^igen SewetTe ftoben , baf ber (Sotbif(be 3wetd ber Xefb(Kr 1!(b an<b Idngfl bem gttr^en «^ auft be^nte. 2) Sßie ed fd^ort Tacüus Gcrman. c. 45, du^l nocb Jornandes 
Sitlecbewegungen im fRccftem 123 San» balb ftaxl mit aRenf(|ien AbetfüDen unb fomit nbt^ mnbiü jut (Snoeitentng ber ®t^n)en feinet S3ol^nft|e fle? jvungen t^erben ^). 9lun ober erfolgte in ^txmanxlifi legten £ebenSia(!ren jene getoaltige SSilferbetoegung , bte man mit bem Stamen ber ß6lfenoanbentn(| beiei(()net l^at: auct» für bte .ftufien? Ilnbet ber jDjtfee ein fe^r fo(genrei<^e« Srettnifl. 2)ama|S gejidfKib e<, baf ba$ 9{omabent>oR ber Tkaiixen, beffen Dor ftttjem Icbpn erw^bnt n>arb/ im ®efölge ber «&unnenii>6llet aui bem £){len mit l(^e.rDorbrang nnb, na^bem ti hit Titas nen am 2>on nnb baS grofe £)ftgotbtf(|»e 8tet4l «f^erman^^ xidfi mit batte ubenioältigen ^elfen^ na^ 9lorben ^eraufiog, als e6 bur^ blutige J(£m))fe mit ben Uguren unb mit an* bem @t4pimen in ber Mf)^ M DontuS ge)wungen war, feine fdblic^ren SBol()n{t^ gu t)erlaffen *). 3m 9lorben er^ fc^tnen bie Xcagiren bann atö hfüxdie 9la(^baren ber Skne^ ber itnb Vefiter »). X>ott m&gen ait^^ fte, im jD#en t>on an* bem Silfetn bebrieft/ mit beigetragen ^aben, bte Seneber immer weiter nadf SBefien ju bringen. Xber wer belelEirt und genau u6er bte ®ef^tc^te unb B^iäfaU einzelner Silfet/ Aber Urfadj^en unb folgen ilj^rer ISanberungSsilge in bem batnaltgen wilben ©etreibe ber SBelt/.ba ei (einen ®ef(^t(|^tf(i()rei6er gab, ber mit grofiem ^litfe bie SSerwanb* (ung (Sm^püi beobachtete? SBieM, waS bamaß gefdS^al^, m(it in ewiger ^aift ber SBergeffenieit; anbereS wirb bie i^i^tüdfe Sorfcbung nie in f)eüei iii^t }U fe^en t)erm6* gen. ®o grünbet fiä) au6) bie Sefiauptung^ baf Vtti(a'6/ M «^unnenfftniged/ gewaltige «f^errfdS^aft fu^ audS^ über ganj @c9t|^ten bii an beS iDceanö 3nfeln, alfo aber Stufilanb,  e. 5. Ott ein y, pacatum hominum genuj omnino " , unb f^dtrr fel^ft B0(( Heimoidus Gkron. Slavor. L. I. c 1. f(^tlbem. 1) Uphagen^ p* 516. 2) Prücus p. 55. Striäer T. L p. 455. Äaramfin 8tttf. «e« \i^tt 8. 1. e. 34. 3) Jomand c 5: Quibu« (sc. Aeslüs) in auatro adsedit gen» Agaiaromiii fortiMima. 
124 SBanberung ber @(at>en na(fy QlDcbeo. ^reuffett/ Steflant unb meitet hinauf Aber btc S2nber ber i&ftfee etfltetft b^^be, butxbau^ auf feine JBetoetfe^ benen in trgenb einer %xt t)tel gu trauen w^re ^). i -^ * ^^..-^ SBett ftdj^erer unb jugle{<b «u^ wicbtiger für txnt ifl bte 9la(brt(bt einer jn^eiten SBanberung einer grofen &lüf Denborbe loom @&ben nacb bem 9lorben b^tauf im Xblaufe be< fecbjien Sabrbunbertd : eine mittelbare ffolge bet 8&t^ ferben>egungen in ben @egenben ber 2)onau. fßeflor/ ber jltefte ber @(at)if(ben (Sbronifien, ber gegen baS Snbe beft elften Sabrbunbert« fcbrieb/ giebt uni bie f^^^bare 9^a(^ff riebt über biefeS f&r bie ©efcbicbte be« 9lorben« juferfi merfw&rbige Sretgnif. SSStr tooQen bie Sr^^btung burc^ wenige SEBorte, über bie t)obergebenben @rf(^etnungen , tQtU (be ^ain Xnlaf unb Urfad(^e ivaren, in ben nitbigen 3u^ fammenbang fe^en. Zni unbefannten Sßobnff^n in %{ten n>ar t>or mtfys reri Sabrbunberten ber gro^e unb fiarfe ^olHr^&tamm ber Slawen nacb SBeften b^n>Drgebrod|ieil unb l^atte feine Smu  1) «Die SBe^uptuiid ift m^vmaiS, unter anbem oitdft oon 6n|im in f. ®ef4i(^te ber ^dnen IB. I. e. 359 get^n. (Semeinbtn wirb ^ Vit cixi, Uv ati (Sefanbtec an bei «Hunnen sJt5nige< «^ofe war unb erjd^lt, waö er an biefrm <&ofe gefe^ unb ^t^bvt, aXi SArge fih: bie Vnnabme einer fo weit auögebebnten ^vxf^aft TCtüM angef&brt. VIS ftd^cer Seuge fann er tttbeflen um fo »weniger gelten, ba ^c^t^itn, toe(> «bei tta4 i^m unter HttUaH %tmalt tarn , ein ^anb obne (Btän^en war. & iommt bin^u, baf anbere OueOen gAnjItd^ barAber f^wefgen. Vnberc ^ä^nfifttUtt fprec^en ton 2Cttila'< «^errfcbaft nur im Saufd^ unb SSogcn; fo fagt Procop, L. I. p. 15: mortao AStio Attila nullum jam habens sibi compositum parem, impune Europam yastabat, et utramque Imperii partem sibi babebat yectigalem. IBal 9>ri<Ctt< er^dbU, finbet man in 2CuösAgen bei Strüier T. I. p. 489 teq. unb SOtafcou S3. I. @. 422 ff. jDie.®ad^e bleibt alfo immer ungewif. CK* ttige Sßabrf(beinli(bf eit gewinnt }te aUerbingd hahntd), baf unter ben fßbttttn, wel(be bem (Sebote 2CttiIa'd unterworfen waren, aud^ foUbe ge« nannt werben , hie oor Sabrbunberten in ber 9(dbe unb an Un Jtftftai be< Saltifibett ^BUtxti gewobnt bitten, M Stugier, Cktren, Sutoltii* ger unb SBurgunbier. 
SEBanberung ber @iat>tn nad) 9totben. 125 gß xotH ä^er ixt ifilic^en SJnber oetbrettet ^). (Sine mi^ tige ^orbe btefer @Caoif(i^en SSilfer aber liatte ftc^ im SBoxs brangen au4^ in ben geräumigen S^nbem ber Scnau nte^ berge(affen '), n^o nachmaß Ungern unb S3ulgaren fafen» 2>0rt lagen tiefe SSilfer^ bur4^ neue Tlnjäge unb frif^ie SanbentngS^ufen immer {tarier bermefirt unb in itfttn So^nfi^en immer tm^x erweitert/ and) noöj um bie ^eit, dB ber <^unnens\)t5mg Xttila fein m^dl^tigee f^tidf errid^s tete. Tiuöf fic fielen unter feine ^errfc^aft. Ttli aber mit Xttila'd Sob 454 burc^ bie 3»>ietrad|^t feiner &ifyxt um bie .^errfclMt bie grofe SRadj^t ber «^unnen erfdS^ättert unb biirdl^ bie Erbitterung unb bie Städte ber befned(^teten ühU ht enblid^ t>&Utg gebrodS^en u>arb, aI6 biefe SS6lfer ^ie SieU ten ^rfprmgten/ mit bepen ber gewattige 'Eroberer {te an bad «^tinnen 2 Sieid!) gefeffelt/ berjnberten mit einemmale bie SSiffer jener (Segenben aBe i^re äi$o|)nfi^e. 2)ie ®epis bf n^ fi(^ {uerft bom «^unnif4)en ^oc^e (oSrei^enb , erfiielten mit beS Jtaifer$ SRauritiu^ S3emiIItgung SSBo^nftge in jöa^ den; bie ®ot|^en warfen {t^ nacb l>annonien ; ®armatifd(^e Sweige belamen einen 3uflu4^t$ort in SQ^rien; @cirren nnb Xtanen tiefen ftc^^ in Jttein^ScptlS^ien unb in Unter? 9t&ften nieber; Slugier festen ^ä) in einem S^eite S^ra? ctenS fe^. ®o fuc^ten auc!^ bie ' jerfheuten «^unnifd^en batb l^ie balb la mieber fejte ®i^e gu gewinnen, xoimoJ)l baS SdIF ber ®o^n , burcf^ atten ^af unb Stac^fud^t ge^ trieben, jie überall {uräcfwarf. 3n biefem witben @turme nun, ba ^d^ ühlUx auf 836lfer warfen, befriegten unb un^^ tetjocf^ten, berbrjngten ober aufrieben, gefcfia^ ed and), baf fu^ ein Zf)ät jener @Iabif4)en SS5tfer in ben :Donau ?San$ ben, bie ®E;robaten, }uerfi erlfioben, nm in ber Seme ftdS^e^ ve nnb ru^iigere ®i^ )u fud^en ')• Unter bem 92amen bon 1) Procop, L. rV. p. 418. L, HI. p. 337. . 2) nP^ intens spatiiim ia altera Danubii ripa<< Procop, L. m. p. 339. 9teftot mif. ICnnaUn öberf. i>on ^(^l6aer &. 74 — 75. 3) Ossalinski ühit yincent KadUtbeck p. 164. Aaramftn «. L 6. 17. 227 — 229, 
126 Sifanttfc^aft bec TbfKet ^n SE^eobiridl» hm ®rofen. t SfdS^eclien, SRoraven, Cttbtn, ^omtfymtn ober JUrtner fanden f{e neue SBol^nff^e fn ßh^mtn, ^iJ)xcn, an ber Clbe unb ©aale itnb in Äamten *). ©lefea »ar ber erjH neue «^eerangug Staiotfi^er iBilter au$ ben jDonaus@egen^ ben in n6rbltd(^ere S^nber. Setoor aber eine jwette äBanberung foldf^er 93&(fer tiac^ Sterben erfolgte ^ mifc^t f6) in biefen @turm unrul^u ger flSegebenbetten ein frieblic^eS Sreignif ein^ toüd^e^ auf bie Aüften ber IBaltifc^en @ee ein neued freunblid^eö Höft n>irft. 3m norblid^en Italien t^ar um baS @nbe bed fAnf* ten 3al&rl()unbertt boS Sleidj) ber Öjtgotben erric||tet »otben^ unb Sl^eoberi^^ ber ®ro^e/ ber erjle grofe ^Um, ber am «^immel be9 SRittelalterS kn6)Ut, jtanb ibm in gldnjenber ®riße t)or. &dnei iRamenS Stn^xn ging balb bunt^ bte 8Jnber aller 836l!er, bid an bad ®e|labe ber iDjlfee, in$ Semfreinianb ber Xejlier. iDb bie (Srinnerung unb bad ftotje ©eful^I alter ®tammgeno{Tenf(^aft mit bem SSoKe ber £>ft8otl^en unb beffen n^eitgefeierteU ©ebieter^ ober ob bte fi3en>unberung beffeU/ »aS burd; ben großen Jt5nig in 3ta^ lien it^öfa^, ober ob enblid^^ mit beiben audl^ bad jbanf^e^ fi!^l ffir bie SRitbe unb ®unfl/ mit ber einft «^ermanrid^ baS SSoTf ber Xejlier M<^nbelt f)attt, ben ®ebanfen ber SSere^rung bei biefem enoecft unb ben Sltcf ju il^m ^in^ gejogen 1)abt, baräber fann und feiner belehren. ®eiv{f aber i^, baf man im Veflier^SSoIfe befc^iofi^ bem gefeiert ttn Jtftnige burt^^ eine @()rengefanbtfc6aft mit einem Q^uns gef($enfe bei f5jllid!){len IBernfteineS bie 8iebe'unb fS^vs furcht }tt bezeugen/ bie feine X^aUn an6) im Iftoben 9lor:: ben unter ben Silfem erregt t^^tten. äRel^re ber vomel^m:? jlen Xeflier jogen baber^ Dietlei^t auf ber alUn «^anbelSr ' fhafe Über Qamuntnmf nad) Stauen ^indb unb überretc^^ Un bem .ft6nige baS fofibare Srjeugni^ i^rer «^eimat Sl^eobericfi na^m fte mit groger ^reunblid^teit auf; ci txs freute i1)n ni(^t biofi beft ®ef(|^enfeS innerer SBertl^, fonbem  4) Nestor oon Z^lbhtt Q. T7. ff. 
Scfaiibtfd^ tcr Veffier m Z^berid^ btti 9ropm. 127 ne^ wd^ Me 9eflnnunQ, in tvelc^er eS bar^ihraöft, toatb anb bie 9la<^rid^t, baf feine« 9lamen8 Stul^m HS an ben £)cean be< 9lorben« gelangt fe^. Slac^ einiget Bett entlief er bie ^flif4^n (Sefanbten mit einem teid(^en ©egenge^: f4^It unb einem 2>anff(|»reiben an bad XefiiersSoIf foU genben Sn^aM 0: //3n ber Xnfunft euerer ©efanbten l^aben wir euer grofM SSerlangen erfannt^ mit und befannt )u tt)erben. 2)af ifyc, an bed iDceant Jtäflen wo^nenb/ bod^ in ®eftm nung mit ttn6 ^erbunben n^erben mietetet/ ifl för'und eint ^ttferft angenel^me unb toertlS)e fi3itte^ fo wie e6 un^ freute * baf aui^ )U eudi^ unfer ^ame gebrungen iji, an bie wir 1) iDer fidef ift in ber Urf^rift folgenber: Hctesiu Theodericu9 Hex* Ülo .et illo legatis Testris Tenientibus , grande tos Studium no- titiae nostrae habuisse cog;noTimus : ut in Oceani litoribus consti- toti, cum nostra mente jungamini : suavis nobis admodum et grata pelido: ut ad tos pervenerit fama nostra, ad quos nulla potuimus desdnare mandala. Amate jam cognitum, quem requisistis ambien- les ignotiun. Nam inter tot gentes riam praeaumere, non est aÜ- quid facUe concupisse. Et ideo salutatione tos aiFectuosa requiren- tes, indicamiis succina, quae a Tobis per barum portitores directa mnt, grate animo fuisse suscepta: quae ad vos Oceani unda de- scendenSy hanc leTissimam substantiam, sicut et Testrorum relatio ooBtiBcbat, exportat: sed unde Teniat, incognitum tos habere dixe- nmty quam ante omnes bomlnes patria vestra offerente suscipitis. Hoc quodam Comelio scribente, legitur in interioribus insulis Oceani ex arboris succo defluens, unde et succinum dicitur, pau- latim solis ardore coalessere. Fit enim sudatile metallum teneritudo penpicua, modo qjoceo colore rubens, modo flammea claritate pingnescens, ut cum in maris fuerit delapsa cenfinio, aeslu aller« naate purgata, Testris litoribus tradatur exposita. Qu od ideo judi- eaiimiis indicandum, ne omnino putetis notitiam nostram lugerei quod occultum creditis tos babere. Proinde requirite nos saepiuj per Tias, quas amor rester aperuit. Quia semper prodest diyitum regum acquisita concordia, qui dum parvo munere leniuntur, ma- iore semper compensatione prospiciunt Aliqua vobis etiam per le- gitos Testros TCibo mandarimus: per quos quae grata esse debeant Bos destinassc dedaramus. 
128 @efattbtf(^aft ber TTefKer an SE^eoberttf^ Un ®rofni. boö) {eine iSefel^Ie crgel^en laffen fonnten. SteBet nun miöf ben eu(|^ IBefanntett/ ben, unbefannt il^r mit 0eli»nftt4^t aufgefud^t babt; benn unter fo t>ielen SS&Ifern bie Steife ju wagen, fe^t einen bringenben SBunf^^ t>orau8. (Su(^ alfo unfern geneigten ®rufi wieberum entgegenbietenb, melben mx, bafi wir ba^ ©efd^enf be§ {Bemftetnd, mel(^eö von eu(|^ burd^ bie Ueberbringer biefed @(|^reiben6 on un< ge« langt ifi/ in banfbarer ®e{tnnung aufgenommen ^ben. Die an euere Ufer jirimenbe SßeDe beS iDceanS bringt^ tpie aud^ ber SSeric^t ber (Sueren entl^ielt, biefen kickten @toff.an euer Sanb; aber mober er.fomme^ fe)^ tn^, tote fte erflJrteU/ unbefannt^ wietoofil il^r t)or allen anbem SDten«' fcf^en bei ber ®penbe in euerer ^^imat if)n einfammelt. 9lad(^ ber @(^rift eined gewiffen Someliud {liefet er auf 3nfe(n mitten im iDcean ali ^aft au6 einem ^aume (ex arboris succo). meS^alb er aud(^ succinum genannt wirb unb itt)ittct aum^bti^^ bunb ber @onne ®lutl^. 2)enn ei Qcf)t bie f)eUe, weidj^e SSefd^affenbeit in au6gef4)Wi^teS Wie^ tall Aber^ balb in gelblidj^rotber ^arbe gl^n^enb/ balb in feueriger ^eOe fdbimmemb/ fo baf wenn eö an bie SRee« reSgrinje l^ingleitet^ burcl^ bie wed^^felnbe SReereSwogung gereinigt/ an eueren Ufern auSgefpüIt werben foK. Dieff glaubten wir btil^alb tmi^mn )u mAfTeU/ bamit i^r fei- ne^wegö glauben miget, ed fe^ unö unbefannt/ waS tiad^ euerer SReinung ein verborgenes ®ebeimni^ ift. IBefuc^et uns lebodE^ in folcf^er SBeife nod(^ ifter auf ben SBegen^ bie euere Siebe geiffhet ^at, weil eS immer frommt, reicber Jt&nige ®un{t ju erwerben , wetd^e, wenn aud^ iuxö) ein geringes ®efd^en( ju milber ®un{i gewotfnen , immer um ' gr^fere SSelol^nung bemüibt ftnb. ÜRancbeS ^ laffen wir euc^ burc^ euere ®efanbten aui) m&nbli(b überbringen, bun|^ weld^e wir, wie wir eud(^ melben, aud(^ äberfanbt ^aben, was eud^ angenehm fepn mu^.'' @o fc^rieb ber ®ot^en5^inig an baS fBolt ber Zis {lier nid^t'Ol^ne gefd^meidj)elten @tol), babei audS^ nid^t o^ne jtc^tbareS 9ßol(ilgefal(en unb mit bem 9)run{e einer, wenn 
. I  glek^ mit erborgten/ bod^ ftc^ bräjlen^n ©ele^tfamfett ')• ttt9^x%d> AbetfanMe ben Xejiiem ein ©egengefd^enf ^ n>ie fäfm aus bem @(bYetben felbft bennorgebt. 3nmr ftnb wir ntcbt wettet unterricbtet/ »>ortn btefeS (6nig(ic^e ®ef(ben{ be|tanben babe ; aUetn ei unterliegt rooffl f aum einem et: ^bU<^n 3n>eifel, ba|i Sbeoberic^ bie Xe^ier mit &oü> be* l^ntt unb ba^ n>ob( bamalS burcb jene ®efanbten ber rekbe ®^6 von gotbenen ÜXunjen SR&mtfcber JKatfer an bie Jtttfie bet Saltifcben ®ee Um , ber längfi burcb äufaU in bet 92ibe ber @tabt S3raundbetg im (Srmlanbe n)iebet attfgefunben würbe. 2(tö ein Sbtengef(ben( Ui it6ntgeS an baS gefammte IBoU fonnte e8 nicbt an ^njelne t>er$ tbeilt loerben; eS tburbe al» S^renfcba^ be6 SoffeS untrer:: mtnbett aufbennibrt ineReicbt an einem b^ilid^n iDtte obet bei Ui SolfeS oberftem ©ebieter % 2b^obert(b wänfcbte eine fortbauetnbe Serbinbung mit bem Solte ber 2(eflier; nidS^t obne ®runb lub er gu Aftern Beübungen an ibn ein; ti fcbmeicbelte {()n bie Sbtfurdj^t unb bie Sreunbfdi^aft eineS Solfed am b^ben i&cean / meU <be< ni(bt baft @(^wert unb^eö Krieges ©(bretfen^ fonbern 1) @etii enod^nter ®e)o&^r6mann CForneliud ift, mt jeter fle^t, (da anbetvr, a(< ^omertuö Sacttu^z mit befffn &ttUt fn ber German. c. 45. a:beobrrid^< fßorte au4 überein |Kmmen. 2) iDfe 0rftnb< ju biefer IBe^auptung ^abe i4 in meiner Vb^nb« lang: ,,Ueber bie hti JCteinsSromp unfern Sraunöberg aufgefonbenen Shm\6^ 9oIbmftnsen'' in ben Beiträgen sur Jlunbe 9>rfufren< IB. VL &• 412 — 431 auöeinanber gefegt. )Diefe bort au^gefprod^^ne SBer- mut^ung beflAtiget au4 S a 9 e r in feiner TCb^onblung : de Numis Ro- manis in Prussia repertis , in Opusc p. 462. bur(^ bie SSortC: Si imelligens et eruditus iector nostram de projecta in rogos aut ef- fnta ex umis pecunia sententiam, non probet, superest, ut existi- mcmns in sacro« lucos projeclam fuisse. Tali munere deox propi- tiabant. Saiis iiicuienter banc «eptentrionalium caeremoniarum par- lern crudili homines in Germania, Suecia, Anglia enarrarunt. In Curonia ad hunc usquc diem luci aliqui superstitionis illius yesti- gia retinent, cum arbores onustae omnis generis rebus, antiqua ctiam pecunia, sola religione et sacro, si diis pbcet, borrore, quod consecratum semel est, adversus rapinas saUura conservant *'. I. 9 
130 S^emcguitd^n^^^^^ ^^^ ®(at)en im Gflben. ben>unbemb€ 3unetgung gu t(;m ^ingetogen l^attt ^>. 2(ber eS 1|ki( und (einer' untm i(t^tet / ob no(|^- öftere @ettb&0ten du^ bem IBemfletnlanbe naci^ Stalten gemonbert fe^en. Zuä^ traten ba(b. n>teber fo untuffi^e IBewegungen unter bett 9Si(Fern etn^r baf n>o^I id)rotrlifS) eine fbld^ SBanberttng ge^ (ingen Fonnte. Sinige fieit n^mltcft nac^ bem Xufbrucf^e ber Qlft^ha^ Un aus ben®egenben ber S>onau erl^ob fidf t>on bort aui }U einer gleid^en SSanbentng in tul()tgere SBol^nft^ ber ®labif(^e ämeig ber Seciben. Znla^ l()ieiu gaben jum X^dl, loie eS fd^eint/ bie SSulgaren^ }um ^eil bte Slimer. 3ene6 SoK^ weltt^eS bie Jltefien jBerid^te in ben 8anb{ire(fen iwifd^n bem S)on unb ber SBo(ga n>o^hen (ajfen >)^ f)atu bort me^re SSil(erl()orben unter feine <^errf(|iaft Qtbtad^t unb n>ar in ben erflen Sahiren beS fed^^en 3af^rl^unbert6 n)eikr nadj^ SBeflen bis an bie S>onau l^rtoorgebrod^n ^). •£)ier brangen bie wilben «^eerl^aufen mit graufamer Ser^ wufiung balb in. alle benacibbarten S^nber ein. Sergebli^ fu(^te itaifer TCnaftaftuS &^up fd)r baS SUidf binter einer gevoaltigett f8?auer^ bie er gegen baS rolE)e IBulgaren^^JBolf aufmerfen lieg; eS brad^ bennocl^ nmi 3al^r 540 inS 3tb^ mifd^e ®tbut mit milber SBerl^eerung ein ^). 3n biefem @turme aber blieben aucl^ bie ®lat>ifc^en S36l(er an ber 2>onau nxdft in 9tuf)t; an^ it^re SSBo^nft^e erlagen oftmalö 1) 9ti6)t o^ne SBegirfund auf btefe norbtrc^e ©efanbtf^aft fagt Ennodius im Pauegyricus auf ben Stbtiiq Zi^eohetid): „Non tibi ig- notus est algor Scythiae '*. Cf. Biblioth. Maxiraa patr. T. IX. p. 371. 2) PauL Diacon. L. XIX. p. 297 — 298. 3) Striuer, T. II. p. 441 ~ 442. 495 — 496. S^te abenbUnbU fd^en @4riftfl(tter fc^rn ben erftrn 2fnfaa bec S^tgaten auf 9Dt6ttea f^on in bie Sa^re 487 u. 489. Paulus JDiacon. L. XVL p. 270 fagt: anno imperii Anastasü undecimo Bulgares per Illyricum et Tbraciam discumint priusquam agnoscerentur, eani cnideliter de- Tastont. Cf. L. XVI. p. 275. L. XIX. p. 298. 4) Stritter 1. c. ©ibboH ». X. ©. 221. ff. e. 24. 
Sewestitts^'^ unter bfit 9(at»en im ®ftben. 131 ber BenDftfhsng wilhtt «^otben/ bie o^ne fefte ^eimat tfm^ogen. @elbft mit ben St&metn lebten biefe 6Iat>{« fd^ äwcige f(|K>n lange Seit in ^toittta^t ^ nun Jtai^ fev 3n#tntan im manfenben 9tt\öft fithot, ftekn fie beiij)ees lenb in ttnennef (ix^n ®d(Kkaren in SKytien/ Xfyxatim unb (9ric4KnIanb ein; unbefcbreibli«!^ waren bie @rattfamfeiten unb Setwiifhtngen, mU^e auf ®rie(|^enlanb< fiSoben toon ibnen i^rubt würben *). Swar mürben fte fr^ftig bon ®ers manud/ SuffinidnS Steffen ^ ber Aber SS^xackn gefegt mar, )Btädgefi!btagen ; aber 9tube gegen baS beutegieilge Solt hnnte an^ ||iebur<^ nidS^t gewonnen werben % Ttti jebocb im 3a^ft 530 ber Jtatfer 3uflinian bem furchtbaren 6^^^ bub bie Serwalterfcbaft Aber Sbracien amoertraute, würben bie @(ai>if<lben 1B6lfer bunb bie SBaffen biefeS fh&rmenben itmgerS in bem Wtaa^e erfd(^retft, baf ffe brei Sabte lang ti ni<lbt mebr wagten, bie jDonau }u äberfc^reiten : t^iek mebt bra4^ Sbübub in ibre ®ebiete ein, f(b(ug, 9erbeerte unb fjÜ^xtt unj^blide ®^Mt^n 9on ®efangenen binweg. Unb fo grof war bei ben ®(at)en ber @(bre(fen Dor QfflU bttbS Warnen, ba$ fie nadl^ feinem Sobe — 533—1141 iw(b Dor feinem S^Httten f&rddteten *)• @eitbem war ibce flftrmenbe Sttaft gebrod^en; ^war wagten fie t)on neuem tede SinfdSe unb Slaubjäge in bie ®ebiete bej 8tetilb^8; allein e< rif balb innerer 3wief)>alt unter ibnen ein. Xntcn unb @Iat>en bef ^m^ften fiö), unb w^b^enb be^s beutenbe ®(abif(|^e «^eerbaufen ftcb an bie 9i6mer bingen, unb in ben AriegSbienfi ber alten Seinbe traten, würben anbete bei ibren @tnbrA<ben in bie ©rängen iei Std^ti oon ben SUmem fort unb fort betriegt. 3n foh^er SBeife waren in ben 2)onau :: g^nbem bie SiKer t>iele 3a|^re bin^ burt^ in beft^nbigen SÜmpftn begriffen unb bie ®turme  1) Procop. L. m. p. 401. (Stbbon ». X. ®. 228 -> 229. 2) Procop, L. in. p. 405. Striiter T. II. p. 25. 3) Procop. L, III. p. :33« fritter T. II. p. 27. 
132 SBanberung bet GUüen nad) 9lorben. Ux Seit trieben fte im toilbeflcn Sk^^l hcXt t^Uf^in, balt bort^in. ®6Wi roaten bie Setl^ItnifTe/ bie unt bie ÜRitte bcS fe4Hlcn 3a^vftunbertö eine gro^e «^orbe bon ®Iaben an ^er iOonau bemogln, iene unrubigen SBo^nft(e %vi vertoffen unb in anbete S^nber auSjuwanbem 0« l^nter bem gemeinfa« men 9{amen bev Seesen )og {te I^ng« ber SBei(^fel gegen 9lorben l[){nauf; bie einzelnen «Raufen aber erbielten nac^ ben Sßcbnft^en/ bie {te nun einnahmen / ibre befonbcren Benennungen. ®o nannte {t(b balb ein Sb^il biefer 8e(^ yplaneu/ ein anberer ÜRafovier/ ein britter, ber in . bie &e^ biete jn^ifcben ber S(be unb iDber einr&tfte^ Suttcier unb ein biertet/ ber biö an baS Aäfienlanb ber iDfifee l^inab^ )og/ |)omeraner % Unter biefen ®(at>{r(ben Steigen i>ef^ bienen bi^^ bie Suticier bie wenigfie IBerucfftcbtigung >}; wicbtiger {tnb un$ bie brei anberen anzeige atö Sftaifbars ^hlUt |)reuffen8. S>ie |)o(anen ober |)oIen {tnb bemnacb ein Secbitifcber @Iat>ensBn)eig/ au$ ben S^onau^^&jnbern um baS ^a^t 550 eingewanbert, erjl in bem gelblonbe — pole — , in n>e((^em {te {t(b. nieberliefeu/ t>on ben anbem ®(at>en bun^ ben 9lamen f)olen unterfcbteben unb {lammvenoanbt mit ben 3Kafot>iem unb 9)ommem ^). @ie bracbten balb in i) (iwtxifWm Uvfptm^t hH Shiff. etAati 0. 59. ff., fett ben Vafbru4 Ut ®laoen aai ben SDonauf^nbem na<i( Störten erft in« 7te 3a6r<)unb(rt 2) 9lac() 9lefior von @(^l6iei: &. 80. 2Cu4 Jornand. c. 5. bat tet btefc 9tamensJBerdnberund ber ^at)en naö) t^ren t>erdnberten Sßo^n« f^en an: Quorum (^Vinlda^um) nomina licet nunc per rariaf fa- miiias et loca mutentur, principaltter tarnen SchTini et Aatcs no> minantur. J(att(om ^omerania 0. I. ®. 5. 3) »01. eeletoel 2Cn(KtR0 |u Cffolinöfi e. 535 — 536. 4) lietewel a. a. £). 6. 533. OssoUnski &. 41. Gervasius in descript. totius orbis ap. Leibnitz scripta rer. Brunsw. T. II. p. 764 fagt no4 im TCnfangc M I3ten 3a{)r$.: „Intcr Alpes Huniae et Oceanum est Polonia, sie dicta in eorum idioraate «juasi Campa- nia, quae a Vandalo llumine suo terra dicitur, ut ab ipsis indige» ois accepi, Vandalorum. *' 
SanbetuRd htv &ia^en ttad^ 9tocben. 135 ftiebliifKn SSen^ItntfTen bad urtoitbtxte, toäfle Saub in bffferen 3Cnbau ; Sigentlium er}eugte 9{ed(^t unb ®efe<i un* trr bem Sötte ; eS begann bie erfie bärgerli(|^e IBitbung. £)te Serfaffung, urf)>¥fing(t(|^ in ben alten Sol^nftten frei imb unbefd|^r&nft ^), l^tte fc^on burc^ bie SBanberungdjiige/ auf benen gebietenbe %&f)xa an ber 6S)>{^e fielen mußten/ ein anbereö Clement befommen, toeUlfti ftd^ nun im fiö)es len Satetlanbe immer fefler autfbttbete. Si traten «^^u^ ter nnter bem Colfe auf, Sltd^ter im Sfrieben^ Sfä^rer im ^'^d^/ ^^noi^ unb Jtinige genannt '). Xber bie ttrge« 1<l^t<^te |)oIen8 ift Doli bon unaufli^Nc^en St^t^feln^ benn wenn loir anä^ f)bxen, baf manche Surften ftd^ um i^reS Sottet etjle Stibung bur^ ®efe6gebung unb ^taattan^ etbnungen Serbienfte erworben, fo "^at babei bie ^abel* unb 6age aOeS in fo tiefe« 2)unfel ^tx^uüt, bafi aber wenige« nur )it {teuerer Sewißl^tt ju gelangen ifl *). 7(u(^ über bie Srinjen ber neuen ffiolE^nfi^ ber |)olen bleiben wir gan) mgewie. SRorbwJrtS bon il^nen ^atte fid) ba« Soll ber SRa^ foiiier ntebergelaffen. 2>iefe SSafobier, beren 9{amen altere 9oInif(|ie ®elel^rte ¥on bem weit fpiteren SRafo ober aRa<(at> , ber ffdl^ in ber atitte beS elften Sat^r^unbertS gegen $olen empirte, ^ahm Reiten wolTen *), fanben bei \f)vex Stieberlaffung ein xoiU ha, wäfteö 8anb/ xoüä)z$ jjebod^ balb t>nx^ fleißigen 7(n« bau bewol^nbarer würbe. ®eine ^r^njen fär iene Seit ftnb ebenfaSö fd^wer )u beftimmen ; bodf fdS^einen fte fi^ bamafö no(^ nic^t aber bie ^ewen} unb gewiß no4^ nidf^t bi« an bie iDffa erjirecft gu ^btn. 2)enn lingS ber 2)rewen} oft«  • 1) «te Pr6cop. L. m. p. 338 — 339 f!e f^itbcrt. 2) Kadlubeck L. I. ep. 4. 3) CfroUn«! i Aber Jtab(u(e<t unb Selemet in ben Vnbdngen ^tt biefem fBerfe baben |!d^ Aber biefen Sbctl ber <9eftbt(bte 9>oIend grof e 8c(bien|le erworben. 4) Joh. Crassinii Polonia in Kolof Scriptt histor. JPoIon. T. L p. 426. Sif;, Si»i^ick£ Topograph. Masoviae ibid. p. 470. Vui^ €ttca< 2)a9ib S. I. C 158 nimmt biefe ^Cbleitung an. 
134 {RteberUffung bec 0(at>en im fRotben. roitt» finben wir auc^ in fy^teten Seiten {mnitr n^ ba$ freie nnt> (tiegerifd^e SSolt bet ®al{nbet^ über I9el(^eft bte 9|{afot>ier^ fo t>iet toix xoi^tn, nie ge^errfd^t fyihtn. Unif gegen baft iRuImetfanb lE^in gingen bet aSafoDter SBol^n{{(|e iö)mtliä) miüx aU bis an ben iOren^enj^Sflufi^ benn bi< bort ^inab mol^nten nodf Ueberrefie toom ©ott^tfd^en Solle nnb bis in fpätere Seiten toax ti immer beutfc^S 8eben, xoMfz^ H^ in biefem Sanbe bewegte ^)« 3m Ttnfange bie« Ter neuen 2Cn^eimung maren aber fonber Streifet aud^ bte 9Rafot>ier ein t>6aig freies unb t>on ben ^obn gan^ unaf^ b^ngigeS SSott/ in n^eI4^m ft^y bte bui^erlid^e £)rbnttng unb SSerfaffung unter il^nlic^en IBerl(|ä(tniffen audS^ ber ber |}oIen iffxülify auSbilbeten '). 3n gleidl^er Sßetfe waren urft^ritnglic^ audf^ bte 9oin- meraner ober |)ommern/ bte, wie Mannt, i^ttn SRamen als 9Reer::](nwobner ttl^ulUn, ein freies JBolt unter eige^^ nen ^erjogen. 3ns fte in bie neuen SBoli^nfi^ einwanbec^ teu/ fanben fte iDa^rf(()einIi(|^ ^d)on SSeneber ober SEBenben im 8anbe^ bie na4^ ber ©epiben Xbjug bie $Beid[»fel iibtts fd^reitenb ftc^ in bem Ieergelaffenen^®ebiete niebergelajien (matten/ benn im befl^nbigen SSorbr^ngen ber S&Ser Dorn £){len ^zx unb bur(b «^ermanric^S ftegreid^e fßafftn ge$ fcbrecft unb oejrtrieben l^atten bie SSeneber in 9>teuffen ben alten ©rdnjfirom ol^ne Sweife( f(()on lange nldft me^r all @(^eibewanb betrad|)tet unb waren fci^on Mit nai^ 9)(>«m mem t>orgewanbert 0- Sorerfl blieb ber 9lame biefer fru^ leeren JBewofiner beS SanbeS ber l^errfd^enbe unb ging audi^ auf bie neuen 3Cntimmlinge über. Wlan begriff bemna^ baS gefammte bort wol^inenbe äSoII unter bem tarnen SSJenben; baS Sanb felbft ^ie|i oiele Sal^r^unberte (linbun^. , baS SBenbensganb ♦). 1) ^Darüber rpdtrrbin bie Sewetfe. 2) Sirijrkoivski Sarmat Europ. ap. Kolof p. 55. 5) JCan^om ^ommerama S. I. ^. 3. 4) Wulfstani P«f>plus ap* Langeheck ScrplL rer. Danicar. T. 11. p. 118. Fragment, vclus Iiland. ap. Langeheck T. U* p« ^' Vconodland ober Vindlancl. 2f(npecf ISim'änb. Qfbton. 0. 25. 
tliigemirfec 3uflattb ber äSiifec in ^reuffen. 135 @o l^tte ftd^ im 2fblaufe be^ fedftften 3af)r]()unbert$ iit Offlatt aUer 9la(|^6arlanber 9>teuffend mit einemmale S^tic^ t>eranbert. 0lmg^ uml^er voat btefe6 festere Sahb mit @(aDif(^enS6l(em^ t>em>anbteu 3n>€i9en @tne$ &tanu mc^ umbogen. £)€r gonje Mfitti^xid) ber iDflfec iDejhoärt^ von ber SBeid^fet an, n>o fr&^et ®exmani\d)( S35((et gc:: loo^t unb beutfi^eS Seben gewaltet batte, er^iett iuxd) bte Cinmanberung ber @Iaben unb Senben lootn @fiben unb O^en ^er tln gan} neued (Stement für bte @ntn>t(felung feinet Softdeigent^^ämlicf^feit %&x btefe blieb aucf) ferner^ bin ber SBeid^feUStrom'bie ®r4njfc()eibe/ benn über bte- fen Strom nad^ £)flen 1)in n)ar baS neueingemanberte SSoIt ni^t getommen ^). «^ter^ aber fd^eint fiö) im Saufe biefer Srei^niffe bte ®eftalt ber S)inge ebenfalls merftic^ ^erin^ bert iu ^ben. £er ®otbif(^e @ef(l^i(l^tfd(^reiber, ber bei ber Xnfunft ber 0tanbif(^en ©Otiten SSanbalen ober SSenben befam|)fen unb na^malS iuxi) Jt6nig «^ermanrid^ bte SSes neber be^n^ingen laßt, Unnt, wie e§ fdE^eint, ju feiner Seit, alfo um bie 9Ritte bed feä^ftm 3a^rl!)unbert6,' in ^reuffen fein fBolf biefeS 9lamen6 me^r. 66 trat n)enigfien6 um btefe Seit ni^t mel()r fo bemerkbar l^eroor, baß e6 ber be^ 1) Slavini — in Boream Viscia tenua commorantur : Jornand, c 3. 2>ie t)on Bteiäfaxb ®erman. @. 202 — 203 angenommene, wo nnd f^on fräßet einmal berö()rte Unterfc^eitund awifc^en ben 9las ncn Vistttla unb Vi«da, unter midiem (entern er bte Wisloka, ben •vftniffttf bfc Ofen na^ Oflen, fdbCicb t>on ber tßoiwobf^aft ihmfau, jmMtf »ibectedt ftcb bur<^ genoue Sergtet^un^ ber &ttUen im Sor« •OBbtf M^ti oott felbfi. Sßicf(t(b bdngt au4 bfe QteOe be< Jornand. c 17y wo biefet bie (Septben atö Bemobner in insula Visciae amnis nennt, ben eno^bttten ®tU^tten in folcbe Serlegenbeit, baf er gefiebt: ,,i<b fftb^e mf4 ie^t no<^ aufet &tQn\>, biefei Mtf)ftl in t5fen.'' Sßir jinben fein fo(^e< Mtbfei/ oielmebr aUeö febc er!(Arli<^. IDte Visda, ^cren Snfel ober SBerber ju M Sornanbed s^eit bie SSibioarier be»obn« tm, fann nacb allen früber ermdbnten bifforif(ben Sewdfen bnrcbau^ Irine onbere aÜ bte fBkUiftl feipn. 9S$enn baber im SornanbeS Visdae insoia ^t, fo muf man annebmen, baf entweber tbm bte SBeicbfel oalrc ben beiben 9^amen Vistula unb Visda befannt war ober baf ber ivctte 9lame bur<!^ bie 2Cbf(^retber )>erborben ifl. 
136 Ungdotffec ^ullattb bfc ^hlttt in ^reufffn: fottbctn 9mi^nuni wert^ . gefunden wotben xoiu. Slaii^ fetner DarfteUung ter JBoIf et s^ Serj^lmiffe fetner Sage (ag im SBefien t>on ber SBet4^fe( an bai . uni nun fc^on bts fannte Solf ber Stbtt>arier/ unb btefeS. belE^nte fi(|^ in fei:: nen 9Bo^n{t|en btö an bte ®ebtete ber Xefiier aui ^). SBo ntn btefe Seit bte @ebtete bkfer betben S&tfer fiä^ bt^ gegnet b<tben migen^ t(i um fo weniger )U befiimmen, « ba beibe 3n>eige (Sine§ Stammet/ {tc(^ mel^r unb me^r in eltt^ anber Derfcbüngenb^ balb ju (Sinem ©anjen mürben; benn @ttte/ @))rac|)e/ Sebenömeife unb Serfaffung/ gemifi an fidt \d)on no^c Dermanbt/ taufdS^ten fidS^ gegenfeittg immer me|r au& SBaS auS bem ^olHd^xatUv, ber ®itte unbSeben&p art ber JBcneber )u ben Xefiiem unb SSibiDariem überge^ gangen fepn mocbte^ mu^U um fo me^r in bie (Si^ent^iinui Itcbf eit bciber SBilter 9erf(bmel)en unb tonnte um fo ' wer niger t>or^enf(bcnb bleiben, ba mit bem Xbjuge bed gr&^tcn Sbei(e6 beö SSeneber::SSoI(eS tbm ber fefie ^alt entnom^ men mar unb bie Ueberbleibfet, bte t>on ben SSenebem tima "^ im Sanbe ft^en blieben ober in bie früfieren Sinmo^net gleid(rfam f4^on t>erma(l|^fen maren, {eine ®tä^e mel^r barbo«  1) ^ie forgfame Sorfc^ung muf bie stellen bei Jornand. c 5. 17. unb 23. ^enau unterfc^etben. C. 23. nennt er anerbing« bie Ve> uetos M bte 9{a((baren ber Xeftier; aQein er fpcicit in biefec ^U\U offenbar Don ber 3eit bed J^öntgeS «^crmanricb/ ber beinahe sn>etbttnbert 3a^re Dor tbm lebte, ^er Jttiegdiug biefe« JC^niged unb bte Ohreigniffe ton }mei Sa^r^unberten (Kttten obne Stoetfet bxt Bage ber )Dtttge xAtU fad^, »ie f^on oben angebeutet \% terdnbert. ^a^er fsdt Jornand, c. 5. von feiner Seit: Ad lituf Oceani, iibi tribut fiiucibus fluenUi Vistulae ilumiDis ebibuntur, Vidioarii resident, — post guos ri- pam Oceani item Esti tenent unb c 17: nunc eam, ut fcrtur, m- sulam gcnf ViTidaria incolit. c. 23 be^icboet er bte SBobnft(e ber Xes ftier ebenfaUd bur(^ bte tBorte: qui (sc. Aestli) longissima ripa Oceani Germanici insideni, atfo gletdbf^tltö bur^ bte gegcn»5rtt0e 3ettform. tbieft GteOe htvotiftt au^ sugleicb, ba| man c 5. nicbt le* fett möffe „ Itemesti ; « ein SoK Stemefien fennt bie iSeTcbicb^e ni^t. 3(b fteOe anbeim, ob man item Esti ober ftatt item eine anbere Ms alt tt>äb(en rnoOe. Esti aber ober Aesti muf in febem 9attc geUfen werben. 
ttttgei9tffec 3tt|lattb ber SBilfet in ^reuffeit. 137 tflL SteMf^n IfatUn M^ tte übrigen ScÜft^nxAzttt, wifyctnb welken Tkpn, ®altnber, SSenebet/ ©otJj^en ^er Btbtoartet mbtn ntib unter einander auf Stnem Sobm gwo^nt, mit etnonbcr in t>telfad^ec ©emeinfc^aft unb tig« liebem SSerfef^Te gebbt^ in «^anbel unb SSBänbcl/ in iftrteg unb Srfeben immer in Seritl(^ntng geflanben fyittmf ^olU lemmen f^ingereicl^t/ um eine eigent()umUd^e (S^arafterbiU bung fnr hai in $teuf|en lebenbe S3ilfergefc^le4it in ber »ml^fetfcittgen SB«rf4^meliung ber (SigentJ^ämltcl^feiten ber ciRjcbien 3meige ju bewirfen. TCbet bie 3ei(^nung unb ^ax» fkOung btefe& eigent^ümUclfen SoIfötl^umS mnfl fpiteten Seiten i>or6e^a(ten bleiben , in benen bit £lueaen {Idj^ teic^« lU^r öffnen. Sut biefe Seit be« fehlten Sal^i^unbert« fliegen fär bie <Befd^ie^te bt$ Sanbed bie ÄueSen nod) t>iel )u f^arfam unb )u trüb/ atö ba$ n>ir in aQem/ n>a6 fte un$ liefern/ auf fU^e QeWdiÜi6)t ©emif^eit re4^nen burften. &tatt iid^f ttt fl^eric^te bringt {!4) üuö) f)itx immer no4^ bie . gefi^wo« (ige Sabel unb ®age in bai Sßttei^ ber @€\(i)xö)U ein, unb me in ber dlteren ®€fdE)i(^te alter S&Ker be^u^tet fte auc|^ |ic( i^re bunfe(e 3auber^errf(|)aft M auf bie fetten ^ in Us nett IftUetti iid^t fU {urucffc^euc^t Ho^ f^ielet fte fonber äioeifel äut^ Ifiex auf bem ©runbe eineS xcdt)x^(ift ^tfdfiätU ti6)ai, SebenS/ wel^^eS X>nxd) fie nur uml^üllt, iad) teineö^ • vegS gan) unfenntlid^ gemorbcn ift. %üx folc^e Seiten muf il^ ber ©efd^ict^tfd^reiber alfo audS^ i^r Steift laffen; boct^ Uam eS i^m gewif auc^ erlaubt feyn, bie einzelnen SBIitfe be< gef(H4^tli(^en SebenS, bie fte ber 3iaö)xodt Bemerfbar getaffen fyit, au§ i^rem £)uu!el ^ert>or6re(|^en unb bie ^aä)t beleud^ten ju laffen. iRadl^bem bie @age bie SBanberung ber @(anbianif(lj)en (Sot^n ins Sanb ber Ulmigerter erji^lt/ xomn {te bid auf bie Xnfunft iened SoKeS ün ber fAbbaIttf(()en £A{ie mit {u 4»eTem 0eri4^ten )temlid(i genau Abereinftimmt^), fil^rt fie  1) IBdt 8ttca« S>at)ib S. I. @;. t2 f. unb Jornan^. c. 4. 
1S8 ®tfd^ii)tt uttb Gage \>on SStbemub mtb fBntttno. alfo weiter fort. X(S fUEf ba» Sfanbifc^ !Bo(( lutn m ber tUmigerter Sanbe ntebergelaffen unb ftd^ mit biefen me^ ttttb melier befreunbet unb ju (Einern Solfe üereini^et/ baS Sanb auc(^ fiie unb ba burcl^ fiSurgcn betoel^rt b<^tte ') , tra« ten unter ibm ^toei 9R4nner auf^ Srutenp unb SBibeimsb genannt/ unb beriefen, oieOeicbt an^ IBeforgnifl t)Degen bev naben 9Rafot>ier, bie Jtlügften im Solle )ti einer Serfammis hxnQ. & warb beratben unb f&r gut befunben, ba^ ein £)berbaupt an beS SoIfeS ®pi^ {tebe. tKOer SBabI fte( auf SSruteno/ SBibewubS IBruber. S>a iebocb biefer fein Seben bem S>ienfte ber ®6tter gewibmet, fo wanbte er bte SBabt beS SSoIfeS auf feinen S3ruber SBtbewub, einen beber)tett unb t>erftdnbigen SRanu/ ber bemna^y auf SSruteno'ft 9lat^ audE^ ium ^6nige ber @fanbianer erforen warb. jbetradl^ten mir bie @age n^ber / fo weit fte und bie? »ortiegt/ fo gefit ibre jBe)iebung/ wie Kar einleuchtet/ nur auf ben X^il bon |)reuffend IBemobnern/ ber aM ®(atu bien eingemanbert mar, alfo auf bie Sfanbifcben ®otben, bie ftdb mit ben fogenannten Ulmigeriem Dereinigt bitten, fragen mir bi^t juerft na^ ber @tammt>ermanbtfd^aft. bie? feS le^tem SoKeS/ fo flnb biefe Utmigerier/ meU^Soman« beö mol^ ofine Smeifel richtiger ttlmerugier nennt/ offenbar ein mit ben @otl^n enge bermanbter dmeig. (3ö)on bte 9l&be ber SBo^nft^e/ in met^^e frubere Sd^riftf^eOer bie 9tu^ gier unb ®otben )u einanber fe|en ') / f 6nnte oon felbfl auf eine gemiffe ®emeinfc^aft unb Skrmanbtfcl^aft fcblie^en lof« feu/ menn nidS^t au<brä(f(i4^e Seugniffe eS au4^ be^^tigten, bag bie 9lugier ein Sweig ®o(bifd!^en &tammii fepen >). 1) Sttca« 2>aDtb B. I. @. 15 — 16. Qi ift an4 (ier »o^C 2» htad^Un, baf Sucai ^Davib btefe Gage auö brr alten Cfli^ront! bf< Bis r4o^ C^nflian entnabm, worin au4 0imon ®runau Tr. 2. c.2. §. 3* AbrreittfHmmt 2) 2ViciA German. c 43. 3) epuren btefer »ermanbtf<!ifaft beiber »&(!er (aflhi IM f4«o » @(anbten ftnben , benn Jomand, c. 3 (ennt fcbon auf €kanbta rinm So(!6iioci0 unter bem 9lamen Ethelnigi, welcbe 8iei(barb e. 176 in bem S^U be« 2)rammettf[tsfdf biete! , wo bie Soatri dtbgcn ttedt. 
I  Skfclric^tf utib Gage \>on fttkMttb imb CmUtio. 139 Snra nim bte Sage tie Utmi^nitt eUt Ulmentgict )it ben nreimDo^em f>reufTend ma4)t/ fo bejeicl^net ffe bamit nf^itt anbere«, alö baß eö jene alten S3e»o()net ^itüffenS/ bt€ ®ot|^n, gmefen fe^eit, iu mldj^en bie @(anbifd)en ®o^ Am f^räbergefommen fe9en. £)b aber in bem 3^ugntffe rtned altvn Ql^tenipn, baf bte Ulmerugter i^^ren 9lamen von ben ®atoetben erlJK^tten l^aUn, unter benen fte an Sliffen i9o^ntenO/ ^tne x^affu jDeutung liege/ ift, toit ti itni fc^tnt^ eine S^age bon geringem ®en>idl^te. Unter biefem vereinten SSolfe nun trat nac|^ ber @age )tt einet Seit, äl^ if^m ®efat^r von ben SRafooiem brol^te, bnr4 SollStoa^I 9Bibett)ub aU i&bertiaupt auf. SBaö iuerft jene ®efa^r betrift, fo fdl^einen bie ^JSafobier fdj^on balb naä^ iftrer Sinwanberung in i^^re neuen SBol(^n{t^e ifyx ®titi^ geUrt äberf4^ritten )u l^im. £)ie Seitorbnung ni<^t beacl^« tenb berichtet und bie @age , baß fc^on bor ber Xnfunfi ber Cifmbifi^n ®ot^n ein 9Rafobif4iNer %üift t>ai So» ber Ubnentgiet &bem>d(tiger, baffelbe jur Xu&Iiefentng einer Ztus }a^ itinbet att Sribut gejwungen unb ju bejfen (Smpfang oli^id^ baS Sanb befu^^t iaU. Unb biefeS £)pfer ^itUn bie ttbnenigier audS^ gerne bargebrad^^t, ia eö felbfl fAr eine C(ie geo^^tet/ baf ber frembe %&t^ bie f4^6nfien i^eritin^: ber mit ^ in fein Sanb genommen. ZU aber bie @fan« bioner }u ben Uimerugiem gefommen fepen, Ritten fte bie« ftn ben ftl^niben Xribnt att itxd)€n ber itnec^^tfcftaft bärge« UeOt/ ^ iur ^Befreiung unb )um SBiberfianbe gegen ben frembcn @ebieter ermuntert unb )u bem Sntfc^luffe be?  |inl«t Procop. L. III. p. 309 aber fagt au^bröcf^id^ : Rugii autem natio et ]p«a Gottkica est, sed proprüs jam olim yivens legi- bu«. C£ Hugo Grotius in Prölegom. ad histon Gothor. p. 9. ilo- deric. Toleian. L. I. c 8. Procop, L. IL p. 258 nennt bie Rugii socius Gotlhis populus. 3n Arenpeckii Chroh. Aiistriac ap. Pez ScTiptL rer. Austr. T. L p. 1219 f^xft Hi baf Prussijim yeteres Mtarigiam Tocavere. SBir wiflen btefen 9lamen nid^t }u rtniten. €^00 r* oieOdi^t Ulmenigiam ^|en? n encal )Daoib 83. I. e. 11. ^na4 bem fBtfc^of GbrtfKan. % 
140 9tj^x^u uitb Sage von SStb^toub. mögen / bem !B}afot>ter fortj^m beit Zxibut ^u Demefgetn ^). ' 6e^en wir bat>on l^inmeg/ bafi bie ^age na(^ t^r Zrt bte Seitfotge nt4^t bea4»tet, fo fd^etnt üUa, xocA fie uns hmd)Ut, ber Sage bet S>tnge^ fo weit unft bte ®es fc^tdS^te biefe aufHiSrt/ in fetner Sßeife ju wiberfpre^eit. S)enn ^um erften ifi eS mol^I btixei^iä), xoit ber 9lafDt>ier in feinen frufieren Sßo^nft^en an ber S>onau an iKriege mit Stadl^baro^Ifem^ an einfalle in frembeö ®tbut, an Sftiubt^ uUn, <lr))reffungen unb an ttntenoerfitng nachbarlicher 3n>etge eined anbem fßolHftammti gewinnt, nun aud$ in ber neuen •^eimat biefer feiner 9latur um fo melE^r getreu bleiben unb feinem alten «^ange um fo eifriger na(^gel(^n mn^U, ta fein milber unb mufter Soben il()n anfangt manches ent« beeren ^ie^/ xoai er im angebauten 9{a(()bartanbe mo^ teilet erlangen fonnte. 3um anbem {(l eS ebenfaQd mobi begretf« H(^/ baß bie t!Rafot)ier babin flreben mußten, au6 bemStacti» barlanbe , mo feit uralter Qeit %dexban unb mancherlei Se- trieb bläl^ete, junge unb riiflige SRenfdl^en in i^r Sanb |u betommeU/ bie fdr fte ben mäflen Soben bebauen, bie raus liien Sßilber läften unb ihexi^avipt M &eben8 2aft unb fiSärbe tragen mußten. Unb enbltcf^ ifl eS felbfi aud^ ni^t unbegreiflici)/ wie baS fo frieblic^ geftnnte *) unb an üotH^ jal^l fo reict^e SSoIf ber Ulmerugier/ um Arieg )u Dermeiben, lieber ii^iAidf eine TCnjabl junger !Dlenfi^en nacb SSafovien fleUen fonnte , ba ja baS SooS^ melcbeS biefe bort traf, mo|^ ni(bt9 meniger aU ungläcllid^ gu nennen fe^n modS^te. 60 f^eint alfo/ menn mir folgen Betrachtungen Staum geben, auif ^iex bie ®age auf mafir^aft gefcbic|ittic(^em fiSoben ju rufien. DiefeS Xributi fBermeigerung aber ergeugte bie Oefa^r eined ^Krieges mit ben 9)lafot)iem. 3n foIc^erSage beburfte ti eines oberften %&f)xeti, einei S3oIf8^au)>teS unb äBibe»  1) @o He Gage bei euca< )Dat>lb S. I. 6. 39 na(| ber Gbro» ni( be« Kf^ofi (Sbrifltan; eben fo bei &mcn Grünau Tr. II. c 1. §. 3. Sener nennt ben stiften 9Sta^, biefer fOtafo. 2) eucad ^avib ». I. ($. 11. # 
9t\6fid^u uttb Sage t»on 9Btbe»Qtt» 141 wob »atb na^ bei Qa^e ium Mnx^z erforcn. SS ift feit altrr Seit btö auf bie jfingfte l&erab aber biefe Srfc^einung eine« fftnigUcf^en «^uyte« an ben Ufern beS äBei(^fek@tro« BKS i>on geteerten SRJnnem viel t>ermutl^t, btel geraC^en unb «ieled, wie man «meinte/ aU reingef(|)t(^t(tdbe6 Grgebs ntf ^ingefteUt worben, unb bennoc^ lag immer. no(^ über ber ganten <Srf4^einung ein fo bunfeltr ^c^leter, ba^ ti Uum m6glt4> feilten, irgenb ^zn Sorblicf einet reinen ge« fäfidfÜU^n a6)M barin )u ^zmtt)mzn. 2>em einen mar Stbcwttb/ ben man au(^ Sßaibemut/ Sßatbemub unbSitO' wubo genannt fanb, ber %ütft cmi 7((anen^ttfenS/ ber inS iaab eingemanbert bie erfte IBegrAnbung ber ® taatftorbnung unter ben Semo^ynern Dreuffend oeranlafit tiaben foUte 0« Sin anberer fe^te feine ®ef(|)tdl)te mit einem Einfalle ber Sibmcx in f)reuffen in SSerbinbung '). Sin britter ließ ifin auö ber Gtmbrtfi^n S^erfoneS nac^ 9>reufren manbem unb ba tin bebeutenbeS Steidf gr Anben 0- Steuere ®ef(l()idj>tfc|)re{^ bqr oemarfen entmeber bie ganje @age bonSßibemubS ein:: tig^ «^errfc^aft aK ein blofie^ ^ii)x^n *), ober fte mär^ bigtrn fte M ,/ mi^rc^en j^nlidi^er Angaben '^ weiter feiner Xttfmerffamleit')/ ober fte fteSten fte nadFt unb blofi aU @age ^in unb dberliegen ieglict^m bie beliebige Deutung unb SrK^rung % ober man fanb ben @(^IäffeI in ber alt« sorbifc^ett SRyt^ologie unb war bann um ben fBeweiS be$ mil^t, baf ^^ber 9reuf|tf(|^e SBaibewub unb ber t>ertriebenc £)btn entweber eine Derfon fe^en ober glei(|^}e{tig bod|^ we^ mgfienS in genauen iBesie^ungen )u etnanber ftJnbenO 1) Kojaiawitz kistor. Litthuan. p. 17. Erasnius SteUa de Bo- nus, antiquii. p. 25 — ^. ?) ^ortfno(^ 3C. u. 9t 9)cettff. ©. 67. 3) Schulz Chron. p. 2. ^ ^artfnoc^ a. a. C). 6. 45. SStbcs mannö CTf^ron. (9^cr.) 4) 04(6iec <Sef<^td^te t)on Sitt^auen €f. 24. 5) «ac3«o |)rett(f. ©efdjl^tf «. I. ©. 143. 6)Äo^ebue Vettere ®er*i*te f)reu|f. ». I. ©. 37 unb 27(. 7) «Mennig in r. V^^^nblung: Cbtn unb S&aibewut OTme f^iflo-- tifije fJaraUf le , In bfr ^ttn^vix^, SRonatöf^iirfft Shtrtienia 3r ©. ©. «1 If. 
142 9ef(^i<f^tettnb 0ade t>on 9Bt()ei9itb. uvb Mefet norbtf(|)e £)bm gab aDerbtngS ber Skutung^fiul^t inxöf feilte grofen unb iDunberbaren aSanberungen Staum in grofer SäUc/ um mit allem/ xoai man in feiner SBan« berunsSgef(^i(|)te fanb^), anib n>ol^t ben A6ntg SSibemub bann ju ru(|)en. SS itemt ber ©efc^id^tTc^reibung nid^t, auf ®anb |)a^ Ijjle }u erbauen unb bie Grfc^inungen beS ^Uxa Dergam gener Seiten auf unftd^em unb faulen Soben fpitUn ju laffen. J)arum ftel^t i^r bie gorfd^^ung jur «^anb, bie b«, wo bie ®ef(|)icl(^tfcl(^reibung anpflanjen unb an^bavien foS/ }uioor bie @i(|)er^eit beS Sobend )>rufen unb unterfitclKn mu$. Sor bem ©erid^te btefer präfenben Sforfcbung aber wirb möft Uid)t eine iener SReinungen unb S>eutungcn be« flehen ttnnen. «ietteidf^t i# eß i^r gelungen, ber erf*ci* nung SBibewubS in folgenben 8ieri[)ältnifren ®inn unb jOeu^ tung ju geben- 3ener®efa^r, bie »on SRafoDien l&er brof^te, fonnte nur burd^ bie bewe^fte SRannfdj^aft be« SoIM mit Straft unb ®lürf begegnet werben, ©iefe ÜRannfdiKift biU b^ten bie SSe^ren ber SBibeU/ bie fBibit>arier, ba i^re Se« ftimmung bie ^el^r unb Sertl^eibigung beS Sanbe« gegen ieglict^n geinb war. 3ur Leitung biefer 5Bert^ibigung aber unb )u beS itriege» Sul^rung unb jDtbnung beburfte t* ei^ ne« aUgebietenben Öberiaupte« an ber ©pl&e ber we^r^f* Un Sßiben unb aU foU^eS warb fBibewub t>om Solfe er< roi^lt ©ie JBebeutung feine« Slamen« entf^)ridj>t biefer Stellung. iDer ridfi^tige 9lame ift ieboc^ teineSwegS SEBaibe« tput, — benn fo nennen iffn nur f»>itere l^ellen — , fom bem ffiibewuto *), Bibowuto »)/ Sibewut ♦) u. f. w. 3ta  1) ©. Lele4vel &hn Malthaeus Chol, bei Ossolinski <u a. C @. 561. 2) @o «uca« ©aoib 85. I. ©. 16. 17. 19; Ott* tBibciDtttte ®. 51. 63. Sßarjmann« CFftron. (SÄfcr.) 3) ©0 @imon ® tunau IV. IL c 1 §. 2. abwe^ctab m^ fBi» bemuto unb Sßibowuto. 4) Schulz Chron. p. 5. — JDaö gragment ber Ö^ronif be« »tf^of« ejriftian ^at WüdawuUus. 
9ef(^i(^te nnb Sage t»oti 9Btbei9ttb. I4ä Ti4^tigfteii gefc^rteben aber w&rbe bet 9lame SBibebob, fBi:: bmbob ober SBit^bob ^ifien mfiffeii/ benn S3iben ober Stt^n, Stbtoarier obA ® Otiten ftnb baS ßoie/ über wcU 4ed er (um £)ber^u)>t^ erforen warb. S){efe @teUung be« in^ntt ber {weite S^eil beS9lamenS/ benn in ber altbeut^ f^en ®ptaöft bebeutet „S6ob^^ @ebieterf(^aft, gebietenbe 9kaöft, ^errfc^erwärbe ^). S>enmac^ be)ei4^net bet 9tame SBtbemtb, Stbebob ober SBit^nbob nichts anbereS als SiU beti^Oebfeter, SibensSfürlt, SBiben^f^ü^rer/ ffitbensiOber:: ^vpt. So begegnet uni auft fp&teren Seiten ber 9{ame bc« altyve ttfftfit^n ^rflen SBar^ob ober SEBarbob ') , fo biel bebcutenb aü JCrtegdgebteter. Surften ^{Benennungen bei anbctn SSllfem ©ermantfd^en &tamme^ befldtigen biefe (Stf n^rungen "); ber 9lame SBtbewub ^t feine X>eutung in ben Srr&^ltnijfen bei €anbed fe(b|l gefunben; SBibewubd .^errs fclKi^ tft bie oberfte ®ebieterf((K)ft Aber bie JBibibarier unb eft ttIfeUt ^ierauft abermals ein Seugnif fär bie Setiauptung, bo0 bie Sage bon SBibewubft ^errf4^afi in 9>reufen auf ^tf^id^Üidftm fiSoben ru^t^). 1) Pf achter GloMar. German. p. 186: „Bod in nominibus HTOpriis Veterum Tidetur ducem Tel alium aliquem anctoritate ja- bem4i poQcntem denotasse, a bieten mandare, praecipere. >Dalj|ec Waltbote, Walbode potestate et auctoritate instructüs ; postea tranj- ul in nomen genlile Dynastarum et Patriciomm nobiliura. Seherz Gloaiar. German. s. b. t. Bort^ Urscfc^t^te $8. 11. &, 366. 2) 8ucai iDat^ib S. I. @.... 3) iSM^t Setfpietf mh^tn eenAgen. ®oift:Sentobob Seutonetir yfirlK^fRarbob na4 Sart^ ii.a.0.e.369 9tdtere{sOebieter,obftoon mar grofr (o(b# ber groSe Gebieter; xkM^t aucb SJtarfomanncnaPrIt ^ttb»0eb6ren oud^ bie 9lamen 8tabbob unb €>i0tbob f. ActaXu^ ^^ri ap. Leibniu T. I. p. 86. 88. Xttf gbi^e SBeife vx\<mmtii^t^t%t ftfnb OcBobaub, ^onnobattb, «(artobattb, aj^allobaub, wie aucb aXcccbaub: alled Senennundcn von gürfitn Germanircber Cdlfer. VFachier Glossar. German. p. 186. Xbclutlg dlt. ©ef^td^te bet SDeutfiben 6. 327. SS^erfebe ^hVttc unb S35lfersS3änbe bed arten ]>cutf4r. e 14Z 4) ^rrbfl bie G^noft^nund ber 9Baf>( SBtbewubö ium oberfieti «Raupte bur4 bü« CoÜ beflAttgt bie obige 2Cnft(bt. &o ermdt^ten in gleid^er SQcife au6 btc Songobarbcn nac^ if)rec 2ru^wonberung aud ®!anbtnat)ien au< 
144 @ef(^t<^te imb dage t>on Sibetou]^ unb Vtt nun ffiibewub — fo ctji^ft bie Sage »dter — )U be« ßoReS £)bet^^t ettoren war, befd&Iöf et mit bem eoße, feinen Sruber fBruteno, beir fein Seben ben Oittcnt geweil^t/ aW gemeinfoniett iDbet^errn an juerf ennen / ni*» ©rofe« ober Äleine« ju beginnen o^ne feinen ffiiOen, in JCBem auf feinen 9ta^ ^ ^6ten unb i^m ®e^0rfam )tt UU pn wie ben Gittern felbfL X» ben «erfünbet be« ®itter* SBJiUen« nannten |ie il&n fofort ®ri»e ©riwaito, ba« ifl, »id^ter ber Stifter, ©atauf bef^Ioffen SÖibewub unb «ni^ teno in ein^eEiger ©eitnnung, baf ibr »ott hinfort leinew anbem 25ienflf*aft leiten ober ®ef*enf unb Äribut liefern, fonbem in Jfrei^Kit unb nur im ®e^orfam gegen bie ®6tter leben fotle, ©a baute SBibewub nun eine fefte »urg, ^Uitt ober iRo9tto genannt unb jmif^en ber offenen 'See unb bem grifdj^en «^aff gelegen ^). 2>ie ©fanbianer aber in ber &^nft^ funbe, wie in ber Äriegöfunjl erfal&rener unb geübter, in i^rer ganjen aeben«weife auc^ f*on gebilbeter, aö ba« im ganbe gefiinbene SSotf, ba« weber @ö)xift no* Ärieg«* gefc^aft fannte, erhoben fi* balb ober bie Ulmerugier, veralteten fie im ©Änfel i^re« ©tolje« unb jwangen pe mit ®ewalt ju fne(|>tif*er ©ienjlbarfeit. 35a entflanb gro^ ^r Swiefpalt unter ben »illem, benn bie Ulmerugier woB- ttn ft* ni*t fne(li)tif(^ unterbrfirfen laffen unb verweigerten bfe aufgebfirbete Xrbeit, biS enblic^ bie ©fanbianer von ben erjurnten Ulmerugiem ubcrfaüen unb mef^r a» ^unbert bem etammc ijrer bi^Mgen Jfdtjrcr (ducc.) ein oberpe6 *aiipt, einen Äönl0, regem sibi ad ceterarum iiwtar gentium sfatuerunt; Paul, ff^arnefrid. L. I. c 14. 1) «uca« ©aüib ». I. «. 17 fagt: ,,swif*ett Jtrano unb *ailibo/''ba6 »Are jwifdjien Chrono unb ^aatiho, mit »el*en 9lamen er fpdter^in 0. 60 bie offene ©ee unb ba« grif4c *aff bejei4net. &U mon ©runau nennt bie «uro Noytto, eben fo Leo p. 2 unb leet pc auf bie »tet^ring. ,,3«unb'' fagt 0imon ©runau, wirb e< 9leitem berg, na* Sucaß J)at)ib «fleibcnburg genannt. SBic ^ben aber in feiner alten SJerf^reibung einen »lamen in jener ®egenb entbecfen f 5n .- ncn, ber biefem Slaito ober 9ftor)tto Ä^nli« »dcc. SRan f6nnte an 9libben"^^en!en; allein biefeß liegt auf ber Äurif*en 9lejring. 
SeTc^te itnb &ütß von SBibmub tttib Um QitAm. 145 t^ ^hU fammt aUtm, maS baxin toax, hutdf Sf^tter un tiigt lourbnL 3»«c fui^te SBibemub baS cmphitt SSoK }u (em^tgen; ba er tnbeffen (ein ®e(|6t; unb feinen ®^t)ox\am ffti i^m fanb/ fo berietld er ^(^ mit bem ®rtwe/ wie e< ifxiäf bie Sun^t ber ®&tter jur 9iu^ )u bewegen fep. @te lubeit baS gefammte SoK auf einen Sag bor bie Surg Salga. TOit erfcl^enen. %ber ii toax fd^wer^ ben Si^teben unter bie erbitterten S6lFer iuräcfsufäi^ren. 2)o(^ (am e6 tMidf ixoif^ beiben loieber )ur {Bereinigung unb eS n>arb }ttr SSegränbung beS SriebenS ber JBertrag gefc^Ioffen: ,^eii MV foUe ben anbem Deracfiten unb wiber SBiSen )ur Arbeit jiDtngen. SebArfe einer beS onbem ^iA^, fo m6ge er ffe buT^ freunbli^e ®aben unb ^itUn ober anbere SRittel ber SJIKIbe in errei^en fuc^^en. Cbler gead^tet foQe nur berienige ftpn, vhU^x hnxö) eble SEl(iaten jtc^ bor anbem aMitid^nt, bnrc^ ^atüi^i, fdj^neOe Stoffe ben Sonang gewinne unb fk^ in KriegSt^ten äbe. @onfi foUe nur M SlamenS Jtlang ben <S(anbianer' wm Ulmerugter unterbleiben '). Xtö nun, in fok^er SBeife bie $B6((er wieber bereinigt uraten, oerorbnete ber ®riwe auf bem Sage bor S<alga aue^ mel^e ®efete/ weUf^e M Sol(e9 innere» itUn,0ittt unb ßxM^ betrafen. 2)ie wid^tigfien biefer Serorbnungen, bereu )um jBfytil wir nad^^er no4^ weiter gebenfen werben, ^tlUn auf bie ®ränbung eine» gemeinfamen ®&tterbienfleö beS wieber vereinten IBoKeS fiin. Ütac^bem ber ®riwe bie Derfammelte SSenge jur S3ead^tung ber ®efe^e ermahnt unb gewonnen ^tte , würbe oerorbnet: SS foSe If^infort'nie^ manb of^ne ben ®riwe bie ®6tter bed SBoKet anbeten unb (einer aud fremben Sanben einen anbern ®ott inS Sanb bringen. 2>ie brei oberften ®itter foOfen fepn ^otxmpoi, 9>er(uno unb DibtOoS. Um biefer ®6tter wiOen foUen ber Sriwe ©riwatto unb feine 9lad^foIger, weh^ bie ®6tter g^ben unb bie |)rief[er wäf)(en werben, f&r bie oberfien 1) SBie Sttcae jDaoib 8. 1. ®. 19—20 H ottdbrft(ft: „Uä^ biftb ber nnberf^eft, hai ber 6canbtaner 9ta^en f(4 enbtgen auf ein O, aber bet Ufmi^anet attf ein e, I. 10 
146 ®ef(^t4te tmb Gage t)on SBtbemttft unb bem <8rtiiDf. .^mn M SanbeS gelten. 3^nen tote ben Oöttem felb# gebäf^re Surdf^t unb ©e^orfam. aSer Mefe i(inen )oOe, er< woYte ienfeitS biefe< SebenS ret(^ fBelo^nung; wer f!e ba$ gegen Demetgere, werbe burc(^ £Iual/ Sommer unb Vng# geklagt HUt ^a^baxn , welci^e biefe ®6tter elj^ren unb mit jOj^er befd^^enlen^ foUe man lieben unb a^ttti; bte fte jes bO(|^ berf(|^md^en unb berac^ten^ foDe man mit Seuer unb Xeulen berfolgen. Zl& biefe« ®efe6 berlAnbigt unb baS fßo« entlaffen war, berietlEien SBibewub unb ber ®tirot, wie biefe« SoR burc^ bie Sur^t bor ben ®6ttern auc^^ fernerl^in in Stulpe unb Sintrac^t erl^alten werben (6nne ; unb fte bef((^(of en bie ®ränbung eine« Stomowe. S>a fanb ber ®riwe auf einer anmut^igen 2Cue eine midfüit, bidfeSicf^e/ beren }(efte ^ weit ausgebreitet unb beren Umfang bon ll^ol^m Xlter jeugte. X>affin entbot er ba«. gefammte Soll/ il^m berfünbtgenb, baf bie al(mj(|>tigen @6tter ftd^ bort einen jDrt att«etfell)en tfitUn, an welchem fte unter bem SSoIfe wohnen woOten. VI« nun ba« SBoK in grofer 3a^( berfammelt war, geigte man i^m bie brei au& @fanbien mitgebrad^^ten ®htUtbiU Ux, «oeId(ie ber ®riwe nic^t fem oon ber (Sxä)t aufgefiellt ^tte, a(fo baf fle ieglidt^er fe^en fonnte. j^ai Holt freute fid^ beffen; am meiften ftaunten be« Sanbe« ältere Sewö^ ner, bie nie jubor ba« Silb eine« ®otte« gefe^en, fonbero nur (Sonne unb Slonb angebetet fn^tten. S>ann trat SBtbe« wub auf, ba« SSoIF inm 2>an(e gegen bie ®&tter ermafb nenb, baf fte i^m biefe« 8anb berlie^en Ratten, unb tfyn bertAnbigenb, baf e« ifir SiOefe^/ baf bie älteren Sanbefe bewo^ner unb bie neuen Tintbrnmlin^e ^6) gegen einanber freunblidi) unb hx&Uxüö) ^txf)alUn unb unter ftc^^ einig Ie< ben foUten. 3C(« reid^e folgen br&berlict^r Sintrad^t oer^te^ er 9ieg aber bie ffeinbe, 9leidl)t|&um burd|^ Staub, 8tu|m unter ben S}6lfem. 2)en Unge^orfamen , bie biefer ®ebotf ber ®6tter ni^t a^UUn , berf önbigte er al« ©trafen Üual bun^ bJfe ®eijler, Ärieg \>nxd) nad()barli(be JBJlfer, Heber« wdltigung im itam))fe, Xob unb ®efangenf4^aft burdi^ ffeinbe.  * » 
Cifi^^te mdb Cage t>oii Sßtkewub tmk bem 9t\tot. 147 Awl^tfi^/ (ortt Xrbeit unb Kammer unb SIenb iegti:: ilcrXrt 30» nun baS Solf nac^ fold^et Srnta^nung bem JCinige bm («^itlbtgen Qc^orfa» gelobt, befalt^I ber ®rtn)e/ m beti (o|Kn IStd^n^amm biei 9ltf(^en einju^uen, unb ba btefeS ge^iMcn roat, wutben Don i|im b{e bret ©itterbtiber mit gEofem ®ei>r2tige unb tiefer (S^tfütöit in biefen ®tanbortetr üuf^ft^Ut unb jegttdbem @otte fetn Xletnob unb feine iD))fer borgebtAC^t £iarauf gebot bev ®nme bem Solfe, in foU gmbet Sta^t an bem £)rte su t)emei(en/ weil ed bie ®&t9 trr wollten, baf er am folgenben Sage i^ren SBiUen bem Soltc Dertänbige. Gin bnnleled @ewttter nmrohltU in ber 9lad^t Stn «^immel; jBlit unb 2)onner fc^redFten baS JBoir. TM aber am fnft^en SRorgen bie @onne lieO unb freunbli^^ ^nmfPieg, tief ber ®rime einen «^otifiof aufrid^ten; bie |>rie9er trugen il^n binauf unb riefen bat SoR ni^er ^tf htu S>am tt^oh ber ®riwe baS SBort unb Spta^: ,3r babt in «ergangener 9ta^t Demommen, wie unfere ®6tter bnnl^ f)erfttno'S bonnembe BpxaAt mit mir gecebet unb §Aottn, tudf (unb ju t|iun, baf il^r liinfäro nur an bie« fem £)rte unb in biefem l^^eiligen SBalbe, ber SBofinung ber Oitter, iD)>fer unb ®aben bringen foOet. Sioi) nur aBeiti gewci^le f)rie9er foDen bie bargebra^^ten i&pfer ben ®&ttem äberret(tfen. 2>arum foUen aud^ bie 9>riefter/ SBaibetotten genannt/ immerbar in be< •^eiligC^umS 3l&f)e wolt^nen. SS foB aber biefeS Sanb, baS unS bie @itter Derlie^n, ^infort mN^ meinem/ be6 erften ®riwe.9lamen Sruteno, batSru« tener^Sanb genannt merben, auf baf auä) ^ieburc^ bie netten Xnf&mmlinge unb bie alten Sanbeftbewol^ner (tc^ iit Ctnigfeit Derbinben unb bie ®etrenntl()eit unb @))altung ber BMtef t>erge{fen werbe, dniliäf ift eS auif ber @&tter SBiOe/ bof btefer £)rt, wo an ber beiligen (Sid^e bie ®&tter walten unb ber ®riwe mit ben 9>rie^em wohnet, binfort Stifaita ober 8tomot»e b^ife/' ^ä) emeueter Srmalinung )um ®e^orsr fom nnb ^ur QUft^nxd^t gegen bie ®&tter unb (ur Sinigfcit unter einanber enttief ber ®riwe bie oerfammelte SRenge. 10* 
148 @ef(bi(^te unb Gage Don SB3ibe»u() itnb bem ®ri»e. Itd^en jBebeutuhg unb i^retp (Sinn ftnbet ifire Sbtanttoox^ tung, wie eS unS f^^eint^ in ben SSer^ltniffen M SanbeS unb ber Seit/ Don wehren bie @age übet @te ipridft offenbar Don einet Seit wo bie berfc^tebenen fßttoo^ntt 9>reufrenS nocfi nicl^t DiQig ju einem ©anjen berfd^motjen waren unb no(|^ eine gewiffe ®etrennt^eit unter ben Derf^^tes benen JB6(fec)weigen l&errfdi)te. IDer eine biefer äweigc war naö) ber @age ein neueingewanberter^ ber anbere ein fc^on feit XlterS ^er im 8anbe eingefeffener. 3n ienem erßern er? fennen wir bie @fanbif(^en ®oil)m, bie SBiben unb SSibt^ Darier / beren £)&er^au))t SBibewub war; in bem anbern ftn« ben wir bie alten Ulmerugier, alfo ein Solf/ beffen ge? mifc^te Steile alte ®ot|ien/ ©alinber^ Xeflier unb SSeneber waren, äwifd^en biefen beiben dweigen brac^ balb, nadb bem Sbcxidfte ber (Sage, Unfriebe unb ^einbfc^aft auft. 3n ben Ser^iltniffen aber^ in wel^^en bie @fanbianer ober bie neuen 7(nf&mmlinge ju beö &anbe< älteren Sewo^nem, ben Ulmerugtem flanbeU; fcf^eint ein balbiger Swiej^alt unter beiben S36(Iern alTerbingö eine fo natürliche/ aia lei^^t be? greiflidg^e (Srfc^einung. fDtit ben SSafen waren bie @(ans bianer gelommeu/ erobernb litten fte im Sanbe ber tUme- rugier SBo^nft^e gefu(l()t unb gefunben. & war notf^wenbtg.  1) 9ta^ eucai tt>a^ih ». L e. 17 — 32. & tft nt^t nntol^ tt0, i\x hmettm, baf 8ttcad ^anib bei ber (Sr^^ung tiefer Cage fei* ner alten duede, bed Sifc^of^. iS^vifian , nt^t ein etnitdeimal erwd^nt. & tfl alfo |u Uitoeiftln , baf er fte auö biefer CitteUe f^bpftel fBefti* ttgt mirb tiefe« au^ no4 tatur(!(f, tap 1) (ucad ^DaDit am dnte ber C^age 6. 38 anhebt: „36t »oUen wir loeitter tie gefc^ic^t, fo f!(b ungefebr (mte «^err CFbriftianud ter erfie yreufftf^e Bif^off fe^t) im Sar Cr()nfH 550 Sttgetragen, erfe^len;" taf 2) &imon ® rnnatt Tr. IL c 2. §. 3^ seq. in fetner 2Crt ter (Snid|)ltttt0 tebeutent Don 6uca< 2>a« Dit abmetcbt unt tie ^a^ in tiefer Ortnung nt(bt bat, »ie |te Sncatf SDaoit erjdbtt unt taf 3) ®imon ®runau mit tem Si^agment and CTbri« ftianö (Sbrontf, welcbee oon tiefer Gage nicbt« n>ef$, iicv genau fiber^ etnfHmmt. &. tae Sßeitere in ter Ztbantlung über tie 6brontI bf< 9if(bofl Qfyciftiaxi, IBeilage 9lto. I. 
9tf^iö)U mb €!age t)on SBBibetoub uttb bmt ®rtme. 149 ba^ jte bte SBaffen in bei ^mb behielten; aui i^ux Sal^l »orjfigltd^ mo4ite bte 9Be^rmattnfdi)aft berSBtben, badIBoIC ber Sibii^rier beftel^cn. Sßte bte ©etilen äberl^au)>t auf t^en SanberungSjögen immti ali (rfegenfci^ geftnnt exs lil^men, i^re ganje ®t\d)iä)U faft immer nur wn^xit^tn, Qäfiai)Un unb (Eroberungen ipxid)t unb bai gefammte SSott auf feinen «Heerfahrten im SBafengebraudf^e als n^ett it&b^ ter ^ert)ortritt, weif SSkfeniibung i^m felbft )um @d^eri nnb Spiele biente ^), fo nennt anö^ bit @age bte einge« »anberten ®fanbianer/ ol^ne Sweifel in SSe^ieliung auf bie Siben^SBe^ren, ali im (Sebraud^^e ber SSafen n>ett erfalg^ tencr. Sagegen f(|)itbert bie @age/ n>ie bie ©efc^id^te, beft SanbeS alte IBewo^ner/ bie Ülmerugier^ alfo bie älteren (Sot^n, bie Xeftier' unb SSeneber jlet« att ein friebUc^eS unb nt^Iiebcnbed , bem AriegSgeraufc^e abl^olbed unb beS« ^tb in ben SESafen aud^ ungeAbted ®ef4i(e4it ^). S)aneben aber ffanb bai ®otff\^e SSoK aKerbingS au(^ in feiner gan« im Sitbung unb in feinem geiftigen Streben ungleich f)bf)tt, aß bie anbem barbarifc^ien SSilfer; ^e felbft räumten' ftd^ att Yoeifer unb gebilbeter '). @tel(te ftdi^ nun Dergleic^enb bet gebilbetere @(anbianifc^e ® otl^e , ber f riegSge&bte SSibi« oatier bem roheren Ulmerugier; bem friebUc^ geftnnten Xe^ 1) Rodericus Taleianus c IX fa^t DOn ilj^nen : Libertatem Mm- per belJo quam pace poiius servaTore ; in bellandi necessitate vires prccibiis praetulere, et in armis spectabiles, hastis et jaculU, ar- nibns et sagittis, ensibuj atque clavis, equestri et pedestrl proelio confli^ebant. Cura tarnen equorum carior illi» fuit; teils et jaculis pro recreatione praeludere afiectabant. Ludorum certamina usu ge- nbaat in armorum experientia* Jornand, c 5. 2) C$(^on TitciL German. c. 45 beutet barauf ^in; no^ beßtmms ^ fiptit^t Jornand, c 5 unb 23; in fpdterer S^it HeUnold. Cbron^ ^ L c 1. Adam, Bremens» de situ Dan. ap. Lindenbrog Scriptt rer. Sept. p. 59. »gl. bamit bte Gaae bei 8uca< ^aofb SS. L ^» • t ■ 3) Jornand, c 5: Nee defuerunt, qui eos sapientiam erudirent« Unde et pene omnibus barbaris Gotbi sapien^iores semper extite- ninl, Graecis pene consimiles, ut refert Dio. «Domit äberetnfUms nnMttca« ^atib ». L e. 18. 
150 <B«f4tc(^tt unb ®ag« von Sibnoub unb tem IBrim. ^ter/bem in ben SBafen unerfal^ncn ttnb fricgSfc^eum Seneber gegen&bct, fo war ®to(S/ Sera^^tung «nt li^ems fdl^et ibmd gegen biefe leiteten wo^( eine natitltd^e itnb bem menfd^Iic^en Seifte flett eigen getoefene StfÜt^einung, jttmal ba 2)än(el unb ®toIi bem ®ot^if(^n Söffe ouf fei» nen 3ägen immer fd^on eigent^ämlid^ n>dr ^). 2)ie< toarvn bie flueDen beS JDrutfed unb ber tneift^dftn iBe^nblnng, »el^e bie Ulmentgier t>Dn ben ®fanbianem ju etbulben. Ratten. Sie gebrätften unb verachteten alten Sewo^ner bei Sanbeft em)>6rten ^6) aber gegen bie ^errifcf^eir Siben, unb bfe ^inpttx bet SSoffeft mußten um fo mel^r auf 9RitteI benfeU/ bie neue Spaltung ju feilen unb bie Sioietrcu^t ju verbannen, ba bie von 9Rafobien ^er brobenbe Qcfa^ no(b (eine&megt vorüber war. £er ®inn ber ganzen Gage gielt baber auf eine Xutgleicbung beS SwiefpalteS , auf eine freunblicbe Serf&bnung, auf eine innigere Sereinigung nnb SSerf(bmeI)ung beiber JBilEerjweige ju Sinem ®an)en f^in. & jielt babin jene (tnnvoQe SSerfammtung beiber SoIfS^^ )n)€ige vor ber S3urg fBalga unb aOfet/ xoai bort fAr Ser^ mittlung unb «^erfteUung be6 inneren 3rieben< unb f&r bfe engere Serbinbung ber Sewobner M Banbeft gefcbab. 9tiäft obne befonbere gefcbicbtti(be SBicbtigfeit env^bnt bie Gage, bag ba< alte SanbeövoK, bie Ulmerugier nur wenig auf SBibewubS mabnenbeö SSort geb6rt unb ibm fo wenig TU^ tung/ afö ®eborfam bejeigt')/ baf bagegen beft ®riwe 0e$ bot unb Sefebl macbtigen (Sinbrucf auf ^k ®em&tber ge? babt b<ibe 0; baf baber aucbSBtbewub befcbioffen, }ur 8er* fibnung unb Bereinigung ber fßblUt ben fBruteno a\» ober- fien ®riwe, als feinen unb feineö CoÜeS oberften «^erm unb Slicbter anjuerfennen. .^ier aber erbebt ftcb bie Wieb« tige grage: wer war biefer Sruteno? SBar ber ^amt ®riwe, ber ibm ettbeilt würbe, vielTeicbt eben fo entftanben/wte 1) ^iefev Ztoli fptid^t ft^ aud^ in CTafffotor« ftorten cM, L. VII. cp. 25. 2) tucai tbatiih 83. I. e. 19. 27. 3) Sbcnbof. ®. 20. 
9tf4fUfyu vanb ßkgt ton Stbetoub unb Um ®üm. I5i krr Stame Sibmub unb (at er i^nli^t IBe^ie^ungen unb 4t^i(^ Bebeutung? S>&rfen ton tnUi^ Qziö)i6)tii^t fBia^u ^t barin fiicben, baf i(in bte Sage gleid^fallS einen Sol«« fift^rcr aud @fanb{en unb einen Sruber SBibeioubS nennt? & mag feinem mebr gelingen, btefe %taQen bis jur retn^ gcfi^t<l^tft^n Oewifi^it )U beantworten; aber eö barf wobl »etfu(f^t werben, ber gefd^ic^tltcben SBal^^rbeit, bie in baS bnnfele gelb ber Sage enträdt ift, t>ieaeidbt in etma^ ndber }tt treten« m ift bei afUn S6lfern aSer Seiten @itte unb S3rau4^ gcmefen, bo^ berjentge unter ben9){enf(|^en, weldj^en tbtp^xs U4k Sttaft', friegerifcber ®inn unb SKutl^, nidnnUcbe ^ek beirtttgenb unb Sa^erfeit autjeid^neten unb aM berSRenge. |^n>orf)oben , ft(^ an bieSyi^e ber itrieger ftedte/ sumSub« rrr im StampU erloren warb ober )ur SBertbeibigung bie Cberanfft^rung ber SBef^rcn erbielt; fo wie wteberum ber^ icntge, bem b^M Vtt^^ teic^e Srfa()rung in menfcblic^en 2Hngfn unb tiejfe (Sbrfur(|)t t>er(tel^/ )ur £)rbnung nn^ IBe- ttmnrang in @itte unb ®efe|, in Stti)t unb ©ewol^nl^eit, in Oericl^t unb ®ere((^tigfeit berufen war. @o war ti aud) iet ben S6(tem ®erman{f(|^en @tantmeft ; fo l^ief bei i^nen bft erflere ber Surft/ ber ffA^rer ober ber |>er)og; ber ans bcu^ ben bie Srfal^rung bed liöben X(terS jum Sßurbigften er^ , warb ber ®raue , ber ®rat> ober ®raf genannt ^), 60 war ei bei ben ®ermanen uberaO, fo indbefonbere «neb bei ben ®otben unb nament(i4» an^ bei ben äweigen bte^ Colfe« an ben Saltifc^en Käften. SBibewub lernten wir (ennen aß ben Surften ber äBiben, ben %&f)tet unb ^r}Og ber SBtben 5 SBe^ren , ber Sibibarier, t>om Spotte gewillt iur Xbwelir ber @efabren, jur @id^erung unb Ser« ^tbigung beS SanbeS burc^ SBaffengewalt. 92eben i^m ftani ou^ ^ier ber ®raue, ber ®rat>e/ ®rewe ober ®riwe. S>xts fer 9lame ®riwe ift unbejweifelt ®emianif(|^ unb gwar audf •ot^ifc^* 3n feiner urf))ritnglidben Bebeutung bejetc^nete er 1) Sttbenl ICaarmciiic 0ffdH4it ber fß^fkt nnb etoaten 2r S^. m TOHUtil e. 45. IDeif. Oefd^id^te be< beutf^cn »ol» ». I. e. 49B« 
152 Sefif^l^te unb ®as« \>tn ffiibewub utib bem (Sritoe. ^ bad weiter; bann ab^t ging in i^xAiöftx SBeifC/ wie bei an? bern S36l{em/ biefe SSebeutung auc^ auf bie SBärbe, bai Zmt, bie @teQung unb bie 8eben$t)er^2(tniffe aber, ju be« ren SSenvaltung unb Vnotbnung baS Xlter bie n&t^ige <Et^ falEirung, baS n6tl^ige Xnfel^en unb bie n&tfiige SBüibigfeit Derlie^ ^). SSor^figlicb aber bezeichnete man in atter ^tit, befonberS au4) im @(anbinat>if(ben 9lotben unb äberoB, wo @ot^n gelebt/ mit bem SBorte ®ren>e ben Slid^ter, ben Pfleger ber ®eredi)tig(eit 0- ^un liefert aber bte ®e« fd)i(i(^te ber ©Otiten aucl^ iaf)lm6)e S3eu>eife/ bag mit bem Stiel) teramte bei biefem Solfe, fo lange ed no4) bem ^t« bentl()um l^ulbigte, an^ baS §)rie{tertl^um bereinigt toat. @(|ion bem iDbin wirb bie Xnorbnung wn )tt)Mf gead^teten unb angefel^enen 9)} Innern jugefc^rieben, weld^e iugietd^ aU £)beq)riejter unb £)berri^ter bie @orge f&r bie ®toen>er» elE)rung burcl^ £))>fer tragen unb aber baS Soll bai Sti6fUxs amt f&^ren foKten *). 3m SSoKdl^eiligtl^ume ju U))fala mar  1) ,/®rauf f (Seronted, ^ruffa, Geitatored, Getiatud, Majores natu, Veltffle, Q^tbermcn, Senlores, Sel^neun -^ fttib 0011 SebeKtm^ in aUet ®ef(bi(bte/^ (üben a. a. £). 9. 724. 2) Gd^on S$ an mann Unterfud^. öbec bte ®efid^i(bte einiger ttoc>. S36(eec e. 79 n>ar auf bem rtd^ttgen fBkqe, inbem ec ben Stanen „Stiitüt'' von ®rewe ableitete, „momtt fo »obi bie ®otben al# bie 0o<!^fen in Ißritannten unb ^Deutfd^lanb unb bie efanbinaoter bir fti^ teciicbe Cbrigfeit be^ei^neten. '^ üud) bemerft «^ennig in f, Xh^nk» lung Aber Cbtn unb SSaibemut a, a. Z). 6. :307, baf no4 UV in StieberTacbren, in ber SSef!|>reuf1!rcben Slteberung, wo ft(b bie Ihreuf^tben ®ot^n am Mndfien erbielten, unb an anbern Crten ®rebe obe? ®r{ff einen ^orfricbter ober C^cbut^en bebeute. 9(ocb ie^t b^tft aucb in ^U tbauen batf 2Cmtdaei(ben eined &d)Viltieifen , ein hrummer etaf>, bie ^ciwule; T« S)onateitid ®ebt(bt: bai 3abt fiberf. oon 9l^efa &. 159. Bhesa Progr. de religionis Christian, in gente Lithuan. initiis P. in. p. 6. 3n ben Stieberungen )>on (Slbing unb !Dlarienburd %aUn bie ricbtccncben unb ))erwaltettben SSorfieber ober b{e Ztx^t unb jDftmm« ^Cnaelegenbeitcn ben ämtli.(ben Flamen ^iibdrdfen. 3) Snorro SturL Ynglinga - Saga P. I. c. 2. y^Skylldo deir rada fyrer Biotom ocDomom Manna imiJle; dat ero Oiar kaUader cdur Drottnar, dcim skylde dianoftto veita og Lotning alit Folk; i. 
tkf^Ufytt tnib Gogt Doit SBibetviib unb Um ®ctt»e. 155 (er obeif^ 9>rte9er snglet^^ att^» mit ber Surbe etneS £)bet$ ttnified gefc^mäift '). C?» f<l^eittt ftd^ alfo ani^ iurify bie Scf^ic^te ber ®otl^en bie iBe^au))tung ju beftittgen^ baf jmter ben bentfd^n JBUfern (eine Driefterfd^aft, b. 1^. fein geft^enet, aui ber ibrigen (SefeOfcf^aft ber ÜRenfc^en ^r:? «trttietehber, nnr in £)ingen ber Steligion befd^iftigter ®tanb im yrieftem ®tatt gefitnben l^abe, baf vielmehr bie f)rte« fer Stornier ii>aren , bie bom iBoKe ju beflimmten Oefd^ftf? an 0en»A(lt/ bieOeic^t o^ne Seilte/ ol^ne SSBei^ung^ o^ne Seibtnbnng nur 9>rie{ier bur(l(^ bie ®efdif2fte würben *). €So jmben wir in ben @tanbinabif(|)en Stei^ien lange Seit bie 9rieftei»ärbe mit ben ®ef(|)iften ber dttöiUpfLtQe unb mit M^^teigmolt toereinigt unb ti tn&pfte ft4^ felbft au4^ nod^ in onbemSinbem bei ben ®ot^n unb ben mit ii)mn ber« HabtUn unb t>ermanbten JB6ltern an bie Siicbtermärbe ein (0 ^^ XnfefKn, ba$ fogar ber X6nigdname mit bem M Sii^terd n^d^felte '). Ueber^auf)t gebrau<()ten Me ®ot^en jur ficjetc^nung t^rer aOberl^duyter ßeber ben SRamen eined Stidfs M/ ü\» ben eine« J(ftnigeö ^). @(l(^on biefe? bereifet, baf kci Segrif b€« fftiöft^xamM ben ®ot^n l^i^r jtanb^ aO  e. Bn (sc Asgardi) quoque locus immolationibus et cuku Idolonim 'B>naie conspicuus: Ubique mos obtinuit, ut duodeeim Praefccti ceicris eminenliores, Diar seu I>rottnar,.boc est, Principes seu Do- "uu (iictiy curam gererent sacrorufn et populo jus dicerent fß^U ^tttm. ®ff4td)te ber ;Ddnen ». I. @. 50. 1) dti^i ®ef4t(|te oon @(^webea SB. 1. ®. 39. 0tt^m a. o. a e. 32. 2) 6o euben ®ef(()td^te bei betttr<^. Solfc« fB. I. 9. 568. 3) Jmmian. Marcel, h. XVH. c 12. XXVH. c 5. ed, GronoT. «»*. d. e. Rodericui Toleianus c. IX. 4) 6o Tagt ThernisUus in Orat. X. ad Valent. ttom Jtdntg 2Ct^« ^^f ben Ämmian, Marcel. L. )^XVII. c. 5 Judex potentissimus Vnt: Ovrca yci^v t^jv fitcv i?v ßx^iXSt^^ octmc^ioi, t^v tov ^ixk« «Tov ie Ä^etTra. «Ja excTvo ftev dwafAcw^ 7r^oafjj|üia, to ii o-o- ^^ X^cmtftiud nennt ben Mni^ aud^ ^$01)70^0;, weit er bei ber ^te^aibbtttg mit BaUn< ber SBottfSifrer; »fe Im itnege ber ^etf- %vc gaocfni war; fonft ahn (leift er bei i{w iauurri^ unb x^^ri)^. 
154 <Bef(dj^i<^ unb Sage «on Sibetoub unb Um (Sri»«. ber bet AirngSma^t, mit oeU^^er brt Solfot Sftet^it t^neti f((»n>er vereinbar f^ien, nnb »etin fte fic^ aucf) für i^ BoIft^aiq)ter be< it&nlgfoanieitf bebietttcn^ fo ifi bod^ un^ Uftulthat, ba(l bie Sebentung be< iUnigeS für {ie gatt| anber« war, att f&r B&Ifer f^tettr Seiten ^). ;Da» Drie^ ftertl^um aber war mit bem SHUfttxamtt nur fo lan^e m«^ bunben , alt in bem Söffe ber Oiaube an bie alten 9itUt ttnb an bie alten «f^iligt^&mer no^ in boDem Scben berrfii^t^ nnb aucb nur fo lange f onnte an feierlicf^n £)))ffrfeften beut IBoife ®eri(^t gef)>rod(^ nnb beS JBolteft ®emeintoefen tts xat^n werben *). S>mn M bai Sbrt#ent^um bei ifyax bie f^riefiermirbe bom SUcbteramte trennte / inbem ed eigene Pfleger be< ®otteSbienfteft verlangte, blieb bei ben (^rffittr 4^en ®otben bie Sttd^tenotirbe jmar nodf in fener alten ^ ben Sbvfurcbt unb 3C(btung , aber bat Drieflerame marb nun? mebr einem befonbem gei{tli(!ben @tanbe juertbf ilt« . Senbett^ir nun, von ben übrigen ®otb{f<ben SMcr^ jmeigen anf bie in $reuffen blidFenb , biefe gefcbi^^tU^Kn Sebentoerb^ltniffe anf ben Sriwe in Dreuffen an, fo )er? faBen von felb# aOe fänftli^^en SrHirnngen unb jDeutungen, in benen man ficb aber bie Sebeutung feinet Stament, fris^ ner Oärbe unb feinet TüaUi in alter unb neuerer ^cit ge- fallen b<^t*). Ct fcbeint n>obl faum nocb einem 3weife( )tt unterliegen, baf ber ®rin>e unter bem Solfe in f>reuffea in eejiebung auf feine SteDung/ fein Xmt, feine Sir& famleit eine gleich Sebeutunggebabtbabe, wie ber (Srttoe, • 1) IB(|L oa< 8 üben «on ber Cebeututig ber itdnig<mftrbe bei bes alten IDeutf^Al a. a. C 0. I. G. 510 f. fagt unb ^ier sam 2beä au4 2(ni9enbund flnbet. 2) 8tä(< a. a. C €$. 44. 3) C^ne SKenge blefer Xueürgungen unb Deutungen f!nbet man in ^artf tto^i 2C(t unb 9L 9v. €^. 147 unb in ffariknochii Diuer- tat DC §. 1; au4 fn 9vätoxi\xi G^aubö^ne 0. IV. c. XIL §. 3. 9t n e in f. «er^f 4te be< ^eibent^um« 6. 83 btfftgt bie Vbldtung be< Stamen« oon Krawia, eint, weld^e« Iftort im Vreuf. Jtate<!^i<nu« bei Bat er C^. 126 itoat aSetting< einigemal «orfommt; aber »al it mit einer Mcben Itbieitung gefMert?- 
fhfii^te mh Cioge w» flMctmtb ittib btm Oktoc 155 ^ 9twc, ter Siotte bei bm anbem Oernianifitben Bil:: froL SBte bei biefen ber *{^t)og bet %&tfl beft •^etlagetf/ to %&fyctt ber Sebtmanneii/ bod £)bevbdupt ber Krieger::^. Aoaren war, fo #anb bei ben ®tftbif4Kn Steigen in Dreuf^ ftn aMbcwub aM Stben«8Arfi an bet @)>i|e ber Siben^ SBebreti/ ber gefammteti JtrtegSmannfcb^Kf^ ^i^ bei ienen ber 9vM€ ober ber @taf baS Sericbt Abte, f£r Seltenb^^ flul^ung ber 0efe(|e forgte, Sitte unb £>rbnung in ber Bolttgemeinbe attfirecbt^ielt/ att <^u)>t be« &aua bie tn$ nere Stube, bte Sicberbett unb baS SBoblfe^n bed gefeHig? bnrgerU<ben Sufammenleben« ber @aUffßmpimt )u he^ UMbren b^tte, jum f^riefler ber Solttgemeinbe enp^btt beu <Mttem bie &fent(i(ben £))9fer bracbte unb fo att /^9>rie#er ta etaaH >) '' ben eth0ang unb bie t>erf^bnenbe Serbin:: bmig be< bArgerlicben Seben6 im Staate mit ber f^htfeun Sattung ber 9(tter t^ermittelte *), fo flanb bei ben ^otbi' f^ Steigen in 9>reuffen «ber ®rtn>e att JBermittbr beS Mttli<ben unb 9lenfcb(t(ben, ali «^bbaber unb 9>fleger M Oefe^, ber fittlitben unb b&rgerlicben £)rbnung, att Siebter fir Stt^t unb Strafe, jugieicb aber aucb üU 2>iener ter Mtter unb ald oberfter Senoefer aüti beffen, n>at 9le? iigton unb ®&tterbienfl betraf, in ber SoItSgentetnbe ba. &^ na<b entfprd^be alle«, n>a< unS oom SBibewu^ unb oon bem Ori»e erj^it wirb, ber gemeinfcbafHicben JBerfajfung unb ber bArgerlicben £)rbnung ber äbrigen ®ermanif(ben S&Oer; eS entfrr^ ben ewigen Sebdr^iffen aOe« gefeOfibaftttcben tts beirt; a Umt (SinKang unb IBebeutung in aOet, toa tat im (Sewanbe ber Sage aud alter Qfit überfommen ifi. .Senn aber bie Sage femer ben ®riwe mit bemdlamen Bruteno be)ei(bnet unb ibn einen Sruber Sibewubt nennt, fb Ibnnte man entn>eber in jenem 9lamen nur einen Serfud^ ffitorer 3iit )ur (hRirung ber Senennung IBrutener, f>ru- (ener ober |)reuffen erfenncn, wobin bie Sage felbfl aucb beutet, ober man b&rfte mit grofer Sabrfc^einli^ifeit in 1) yySacerios ciTitatit^ Tacii. Gernian. c 10, 2) eaben m^i^ bre beutf^. »odee ». I. €f. 496. 568. 
156 (Sefd^idg^ce tmb &adt t)Oit 9Stbeivub*unb Um ®ritoe. bem 9lamen SBruteno bte SeieidSmund ber 6tnfK|^t^ ber Amntai^ unb (Srfa^rung beS ®rin>e a(d 9it(^ter unb fMe^ lier ftnben ^). £)b man m bev iBe)eic^nung beS ®ritDe aXi etneö 93rubetS SBibewubö na(^ bem @{nne ber @age an eine wirfltdi^e bräbetlt4»e SSenoanbtfd^aft betbet SoIM^u^ ter benfen bärfe, f&nnte unet6rtett bleiben/ wenn eS ntc^t wci^t\ö)tinlx^ xontbe, baf entn^ebev bie @age biebunl^ anf bie nofbtoenbige innere Serbinbung unb SSeretntgung be< Ariegeß unb beö Sriebenö, beö Sd^merteS unb be6 TOtarS, bed «^eer^Sagera unb beS SürgertebenS ^inbeuten tooUU, ober baf DieBeicbt mit no(^ mebr ®ränben ber SSBabrfc^in^ Ud^feit an bie br&berlid^e 83ermanbtf(|)aft ber @ot^tf(^en Steige in ^reuffen in ber Xnerfennung eineS gemeinfamen Tbitteufßttt^i biebei gebadf^t werben bärfte. ^ie SBursel ber 3weige ber Xeftier/ ber ®alinber/ ber tUmerugter oor, wie bie ber SBiben aui @(anbien unb ber Sibit>ar{er/ uns bezweifelt ®tt1)i\äf; in allen biefen IBewobnern ^reuffenS bewegte \i6) ®otbifd(ie8 93lut, bad flSlitt einer gemeinft^affes li^en SRutter. 3Bar alfo ur{))rungli(^ ber ®riwe t>ieQetd^t ba6 Derwaltenbe £)berbau))t ber friebfamen Xejiier unb bet Rillen ttlmerugier gewefen? legten biefe Diellei^^t beS^Ib auf fein SBort fo ^o^i ®mi^t unb bewiefen fte ibm bar« um fo willigen ®el^orfam/ weil fte oon alter 3eit ^r fei« nen ®eboten gefolgt waren unb feinem 9tamen bo^e (S^rfur^t htifigt Ratten? %an\> bagegen SBibewub/ DieUeicfit urfpräng« li(^ tai alleinige iDberbau)>t unb ber Sü^rer ber friegeri^ fd)tn SBBiben auö @(anbien , ber Sfirfi unb «^erjog ber St« bioarier, bed^alb fo wenig @ei)bx unb fo wenig V^tung feiner ®ebote bei ben Ulmerugiem unb ben anbem «Iten SanbeSbewolinem/ weil ffe, bem i(riege abl^olb, bie Wta^t  1) 9tätoxini W^uh^nt L. I. c 2. §. 11. enottnt M oft« prcttflO^n SBorte< pruntu, id^ oecPe^, begreife, ^be (Sui|!4|t uab Jtennhiif ; bo^ pruou»^ im Sitt^uifd^n protas bei; ßerftanb, SHt^ SUtii^eit; im Settifdjien ift H öbecgegangen in prast i^etfie^n, begreif fen, nnb prahts bev Serftonb. •ßartfnod^ 2C. u. 9t4)retifr. B* 72 fii^xt Ott: baf pniota aber pnito eigentUilb «ägadtaj bebeitte. 
6if(^d^tt unb ®age t>on SBibcimtb tsnb bem 9nm. 157 M @dimtttei nii^t anetf ernten wollten unb barum S>rutf itsb Aieii&tf(|Kift t)on benen aitö ®(anbien erttogen. muf ten, M lene t)om @&ben ^r brol^enbe ®cfaf)t in ben beiben Sbttl^iuptttn ben ®ebanten einer iBetf&|)nung ber ißhlUx, mit 3(u^(et(^nng ber Spannung/ einer Sereint^ung ber gefammten SSoUittiftt , einer SerfdEimeljung ber Derf4^iebes nen SoOSt^ile erjeugte? SBar alfo biefeS unb baS Se« 9B$tfe9n gUtc^r Xbfiammung unb nal[ier SSerwanbtfcfKift baS Sanb ber fBrdberf(l(iaft, burt^ mUfti ber itriegSfurfi Sibewnb nnb ber Stiebendf&rfl ®rime fidf )u einanber ^inr geiogen fällten? ®ona(l[^ b&rfte bieQeidS^t ani aUcm, wai imS bfe @age t>on ber SSerbräberung beS @riwe unb beS iBtbemtb unb wn ber Sereinigung unb Berbinbung ber fB&tterberi^^tet/ bie gef4^i((^tli(l(ie S^atfac|^e l(Kn>orge(^en: ber SBtbensrgijrfi/ beffen (Gewalt ffc^ Dorbem \>crjüglid^ nur auf bad aStben^SoK auS ®fanbien unb auf bie Sßtben^SBel^ ren erfirecfte/ beffen Wtad)t Aber bie alten SaubeSbewoJ^n^r nmigfienö nidiit re4»tlic^ anerfannt toaxb, unb ber ®tiwe, ber oberfle Siidj^ter nnb oberfie 9)r{e{ler/ iai iDber^aupt ber oUen 8anbeSbenn)l^ner/ beffen ^errfc^aft ni(^t Aber Hi SSolt ber JCeftier, ®alinber unb'ttimerugier ^inauftging, vereine ten fuf^ Ui einer t)on @äben ^er brc^^enben ©efal^r, i|^re b0n>ett€ 9Ra(^t gegenfeitig au§)uglei(!^en, baS 9tegiment beS SriebettS unb M Jtrieged über DreuffenS gefammted SSoK imfer ^ }u tl^äUn, bie ®etrennt^it ber S36((er)weige aufs jobben / bunf^ Sereinigung bed Solted gefammte i(raft ju HtftMen unb alleft eigent^ämlid^e ber Sr&berb&lfer in ®ittt unb SebenSweife/ in ®efe^ unb ®&tterbienjt )u berf^^meU Jen unb in Sintlang ju bringen. £)ie ©ewalt be6 ®ripe irjhretfte fid) nunmehr au^ über bad gefammte SoK ber Siben unb über bie friegerifdt^en SSibensSEBel^ren; fte ge^ IfnifUn feinem ®efe$e im Siedete unb feinl^m ®ebote im 66tterbten1ie. :0er pibensSürfi, SBiben>ub, würbe nun^ me^ J(rieg<oberfter beS gefammten t>ereinten SoIfeS unb gfbot in feiner «ftriegdmac^t au4^ über bie lUmerugier, ®a: Uttber unb 3(e{lier. £)arum ifi eS nidl^t o|ne SSidE^tigfeit/   158 8f fc^idE^t» itttb C(a9f «en ttiftfimib nttb betn Ori»e. n^nn. bk eoge ^r)2^t, baf Sibmub iiitn att4^ im lUftitu ianU tie Sutg 9la{to erti<^(it ^be, tenn e< et^Dt |»{«^ aus nid^t blof, Uf ibm baS Ttmt Ut tanUi^itt^higan^ aucb bt< botti^itt oblag , fonbem baf fub nun feine iDber« mad^t aitc^ bis inS Qkbiet ber Xefiier et#iecf(e. 2)tefer Donoaltenbe @inn ber @age t>on einer innige« Ten Serbinbung unb Berfcbmeliung ber !BiI(ersmeige an ber .jDftfeesAujie/ befonberS ber ^aupt^miie ber Siben nnb ber Veflier unb bie ni^t weniger in ber ®age ber^orgebo^; bene ^inbeutung auf bie (Erweiterung unb SSerbreitung ber aHacbt beft Jtriegd^rflen Sibewub unb ber @maU beS iDber« ricbter« unb £)beq)rie|ter« ®riwe Ü^t fub aOerbingS audf burcf^. mancbe gefcbic^ttidSie @pnnn nixb nacf^oeifen. XM Sreignif ndmlitb^ wovon biefe. Ummanblung ber 2>inge. J^olge war, mu{l im ablaufe beS fecbjien ober beS ffebenten 3abrbunbertö t)or ft(!b gegangen fepu, benn in ben Sagen beS it&nigS Xlfreb beS ®rofen war jene Serf4^niel}ung ber JB6l(eriweige I4ngfl DoOenbet. ^a^SBiben^&inb oberSBit^ lanb begann um biefe Seit in feiner alten ^rün^e am SBct(^ feh<Strome/ ging burcb bie ®egenb f^inbnxä^, in web^er ipittx^in SIbing erbaut warb ')/ bann burd(^ ben wefUicben Sbct( ber nacbmaligen 8anbfcbaft ermlänb unb enbigte nac^ f)>atem urfunblt<ben Seugniffen im fäbwefUidE^n W)eiU &amf iatiH, wo )wif(ben 9>il(au unb fftfcbb^ufen baö ®ebiet Mn SßitblanbSort be« SBibenlanbe« ®rk|e bilbete ^). Unb wie in fo^er SSBeife baS SB3iben(anb ficb weit nadi^ Sloiboften auSbebnte, fo liefen bie SBobnfi^e ber Xeflier binwiebenim weiter nad^ ®&ben binab unb ^attm ft<^ berge^alt mit be- ncn ber'SSiben Dermifcbt unb in einanber bur<bfreu)t, baf eine fBegrJn)ung gar nt<bt ®tatt fanb/ bie afte @onberung ber BMfer ganj aufgeboben war unb nur ba< grifcbe «^f burcb feinen bamaligen 9Iamen beS Xeftr^aXeereS') )tt er$ 1) Oüieri et fTiäfstani Periplus ap. ^Langebeck Scriptt. rer- Danicar. T. IL p. 119 — 120. 2) %I. bte UcTunbe bei jeo(ebue IB. L 6. 418. (Bef^^tr bir. ^be(bfen«®'efeaf*aft In yceulf. ©.206 — 207. 3) Oihtri et fVulfstani Peripl. 1. c. p. 120. 
2>ft«Minge9tonieme. 159 9 fencn gab, baf neben ten Stbea ein bebeutenbev Z^H ^tarr Jtuftenbewobner Xefttet fepen. @o (afen «Ifo ba? matt SBiben itnb Veflier unter unb neben einanber unb auf btefe 9)tif<bttng unb Setetnigund in StMfidft tbreC Ut:: fpnmgeS beutet offenbar in ityctn Xngaben aucb unfere @age bin 0. 3Cuf eine foU^ XSetbinbung unb Serf(bmel)ung ber tMfdbiebenen SdferrSbeile )te(t ßcbtbar au(b aOe» baC bin^ m^ nnC bie ®age t>on ber ®rAnbung be« «^eiligt^um» Somove erj^btt. 2>a fte 1)m aber mit ben Seweifen ber 9^i^Htte, notb n>el(ben ein folibe» •&eiligtbum / n>ie frä^er iMrgetban i^, an Gamlanb« Stifte fd(lon t)or langer Seit v^f^nben bar, in offenbarem SSiberfpru^K t^^^t/ fo er^ bebt fi(^ bie fär bie ganse CunbeSgefdSlici^te ni((^t untoidlitige 1) dl (anii ni(bt ittf&Uia fr^n« bof wir in bem danjesi bfjci^nrs tea ^Sanbfhüie eine fßUn^t 9on Drttnamen ffnben, bie offenbare Znt ttdnge auf ben flamen bec bamaltgen Sewo()nec ber Sßtben ober &os' tten entölten unb einigen Xuff(^lttf aber i(irc SBo^nffte geben fönnen. 3« gro^n XBerber an ber fBei(^fe( enod^nt f^on, nldl^t o^ne «f^inbens liag aaf bie feieren Oot^, Cluver German. antiq. p. 635 efne0 S)offrt mit 9Unien Gutland ober Gootland; an(^ «^actfnoc^ 2C. u. HL l^reuff. €(. 27 leitet biefen oon ben ®ot^eit i|^r. dtrif^en iO^arien: barg nnb C^rijiburg liegt ber alte Ort Choyten, roQ^xS^txtdi^ ein Hn- ftang auf ®ot^; %^ CRbing ein Sßtttenfelbe ; von ba 6fiti4 in gera< Icr (tnte baf ®orf 3ttbenborf , in alter 3eit ®ubenborf gefd^rieben, mel« tir fibbtli« 9ott4enborf , bei Siebftabt n6rbli4 ©ubnif , n>eitet hf^ •vttftoc, bei gieifacf n6rMidl^ Rauben nnb unfern baoon Suttenfelb (ein bebentenbeC Jtirc^borf)/ M jDomnau ein flßittenfetb unb IDeutifd^« Wttea, nbrbU^ t^nauf in berM^ be« 9>i^ege(s6tromej abermaU ein Ssttntfefb nnb babei ein Slittenberg, ein fol^eö ebenfalC« hti Xiltn* barg; in Gkimtonb bei Stubau ein XBitte^nen, M 9>obettien ein altH tmf Ootin ober (Bo^tten, ie(t ^^t^nen genannt, (art am 6tranbe 9ebttiifeii ; ^M^n ge^dren oieOetc^t an4 ^Mpbau, SBibitten unb 3ubtt> ba ; ferner bei Bolga ein 9utUnfab. Xnd^ ber 9lame ber alten ^eibs aiMen' IBvrsg yartegal ober |>ortegal unfern t»on IBalga beutet auf 9^d^ Urfpnmg ^, benn »ir fiabea bleren Stamen aud^ fonjl bei bca Oolfm aU 0tabt* ober Burg »Benennung. Co erwA^nt }. 8. Beakis Rhenamu p. 58 cd. Proben, einer Oot^i^ ciriUs Bürde* fda. 
16a 2>a« ^eilige Slonteme. gfrage: ®ab eS fäv JbaS gefammte eoK nur etti HnsigeS foU!^e9 ^eiligtl^um ober entjtanben t)ieaet(^t von biefer Seit an meiere foM^e lietltge £)rte, betten ber 9btme Slomoivf sn^ ere^eftt watb? ®o wichtig biefe {Nse, fo (((»»fettig tfl i^te Seant^ wortung. Xm aOgemeinften ,iß t>on ie^er bte IBe^u))tang gewefen: in ber Sanbf^Ktft 9latangen bei ber @tabt, ®<^tp? ^nbeil an berVSe l^be ber ©riwe im beiKgen Stomoioe feinen @i6 gehabt nnb bie S>&rfer 9tobm«borf ttnb Stptr garben gäben no(b bie (Erinnerung an bie 9lanten Stotnome ttnb Slifaita ober dtifta. 3C(S blofie XnK^nge f&nnten tiu beffen biefe 9lamen fcbtoerlicb wobl eine befonbere SBtc^g- feit erbalten nnb no(b weniger jur Sntfcbeibnng in ber @a(be bienen, t)ereinten ft(b bort bent Sorfcber ni^t no<b einige anbere bebeutfame (Srfcbeinungen , bie ibn aOerbtngS beflimmen, jener ®egenb eine einjltge wi(bttge flSebeutnikg beisumeffen. Stacb bent SSorgange be6 i&rben6(brontfien 2>u«r bürg verfemten, anbere ben b^iligen £)rt m bie Sanbfc|K^fi 9iabrauen, benn biefe warb mit aller IBeflimmtbeit ali bte beglätfte ®egenb genannt, in ber baö alte •^eiligtbnm ge« fianben b^be^). 3n ben SSBorten biefeö (Sbronifien aber: baS 9lomot>e b^^be in beS SSoIfeö SRitte, nimlicb in SRa- brauen gelegen / erfannte man balb einen ofenbaren SBibers f))ru<b/ ba 9labrauen in feiner SBeife atö beö SanbedfRttte betrachtet »erben tonnte. Xugerbem fanb {t<!b in btefer 8anbf<baft aucb bnrcbau« (ein jDrt, ber im Flamen ober burcb Sage unb IBefi^affenbeit nur in irgenb eitter Xrt attf 1) jDie stelle in Dusburg Chron. P. III. c. 5 tfl felgenbe: Fuii autem in mcdio nationis huius pei-versae, scilicet ia Nadroria lo~ cus quidam dictus Romow, trahena nennen suum a Roma, in quo habilabat quidam dictus Criwe, quem colebant pro Papa. Go Uüft man bie SBorte aitc^ in bem Wifct. ber jDttibttrgifc^ett Örontf in ber fßetlinn SiMtot^ee. 3n einem fOtfcr. ber an< bem SeroRbin oiebec fite ^itefnifc^e suräcf ftberfe(ten SDuibitretfi^en ^ronif (etft bte etOt aber fO: In medio eorwn fuit «ita cintas Romowe dicta a roma, in qua habitabat eorwn nobilior dictus Criwe , quem pagani pro papa ba- bebant. 
2)a< ^eütse Slomotoe. I6t Dtf ^{(igt^m ^{njubeuten fdl^teti. ^an Mf beSI^Ib ben SefHmmungen brt G^rontflen nac^^/ n>te man tonnte unb »eUte. 9lon glaubte ftd^ ju ber 3(nna(^me bered^tigt , ber (^ni^ l^be in bet: Angabe ber Sanbfci^aft geirrt unb ^a^^ bmuen #att Statangen genannt^ ober man räcfte mit Sßills fit^ 9labrauen$ ®r4n)en fo n>eit naäf Süben ^inauö, ba^ fie bic ^genb t>on (Sd^i:f^)>enbeil nod^ umfaßten/ unb fo wuf te man beS Sl^roniflen Angabe mit ienen SlamenisRän« gen ber 2>&rfer 9lol^m6borf unb Stptgarben in fol4^e Ser^ btnbnng ju bringen/ baß bie fDleinung/ weli^e Stomon^e in ber ^i^ von @4»t)>))enbeU fanb, neUf ein bebeutenbeö 0eYDtc^t me^r }u befommen fcl^ien ^), 6d Uf)lU enblici) au<l^ m^tanfo^eu/ bie hux^ eine einjtge 9lamen62l^nlic^tett geleitet baS b^Wge Stomome nad^ ®alinben \>erfe^ten, mei^: nenb/ baft iD^rfd^en Stom erinnere an ba6 aitt «^eiligtbum % imb felb^ au^ nit^t an fol<l^en/ n)e(d[)e t^, @agen nn\> auö^ llnbtfc^en Sett4)ten folgenb^ bei ber jetzigen @tabt «^eili« g^bett ftnben wollten ^), weit ba bie gewaltige ^eilige @ic^e geftanben f^abe, bie nac^ ber Gage 3(nfelmu§, @rmlanb$ crfer Sifcl^of # im l)eiligen (Sifet umfiärite ^). @e we^^felten bie fReinungen unb feine bradbte @e^ xrifffeiU 9lur bat @ine war allen gemein ^ bafi fte niä)t mfftt ^iltge £)erter biefeS 9lamend / fonbern für flreuffenS gefammted SSoK nur (Sin «^eitigt^um Stomowe fud^ten. S)ärs in ftimmt mit jener Xngabe beS Sl^onillen auc^ unfere @age Aberein unb eö fd^eint alfo bie fi3e^au)>tung gewagt »erben )u {(nnen^ baf e6 fär bie iziUn, t)on weld^en bie €age fpxi^t, audb in ber Sl^at nur ^in 9lomowe für $)reuf::  1) ©iffe Vnna^me ^^at »orjäglicö Hartknovh in f. Dlsseriat. de locU diTino caltui dicatU §. XI uitb im X unb 9t ^renff. €^. 124 ta Qmlattf gebracht, unb fte ifl t^m Pielfditid von fpfttrren @(l!)ctftfle(fm: sia4def4nebcn toocben. @. a. S3 £)ftetme9er crit. SBeitrag iwt olU preaf. 9Ulldtond0efd^t(^te ©.42-43. Sacifo $B. 1. @. 160. 2) Hartkrtoch Dissertat VI. §. XL Schulz Chron. p. 3. 3) ♦art!no(^ %. unb 9J. *))r. ^, 123. 4) Ärnotbf Äirc^cnacfdjic^te ton t>«ufr. ®. 23. I. 11 
102 Ca< iixii%t Kemotpt. fetid fdmmtlMl^e Smoliner gegeben ^abe. @ie fleSt aber bte 2Cnotbnuns beS .^eiHgtbumd aB eine gan) neue ®tun: ^utii bar unb in t|irem ganjen 3n(HKtte fcl^etnt ed il^r 3icl }u fepn, bie gan^e neue ®(^i))fung ber £)tnge wn bem Sotfe ber ®{anbifi^n (Sotj^en abzuleiten. Xudt^ bi^t bleibt bte @age bem (Sbarafter ber ÜRptbe getreu. S» ifl baö QU gentbämlicbe mptbifd^r Sagen, baf fte bem Se^enben ein Serben, bem Sorbanbenen einen 2Cnfang/ bem Suftanbe einen fefien 9>un{t be< 93eginnend }u geben fu(bcn. @o fannte unfere @age ein im Sanbe borbanbeneS Slomome, einen m^cbtigen (Ürime; fte erfannte in beiben au(b ®otbi^ f4Kn @eifi unb ®otbifdben 6bara(ter. Xber fte meifi nii|t, baf f)reuffen$ ^(tefle S3emobner au6 @etbif<bem S3lute toa^ ren; fte (ennt nur fene üui @fanbien b^ntbergefommene ®otben. 7Cn biefe nun {nä)>ft fte aUti an, xoai ©otbif^K» ®ei|i Derrietb; fie la^t aSeö ba«, \oü^ ®otbif4)en Urfprun^ ge6 \oat, bur(b bie bon @(anbien fommenben ©otbenbau^ fen na(b 9>reufTen bringen. @o wanbem nad) ibr aucb ber ®riwe als IBruteno mit feinen ®bttefh unb biefe ®btter mit ibrem Siomome aud @fanbien b^ruber, n>eit bie @age biefem ®otbif(ben ©riwe, ben ®otbif€ben ®&tteifn unb bem ®otbif(ben Stomome feinen anbern Urf^rung, aU ben aui @(anbien gu geben wuf te. Xber au<b bi^i^ n>irft baö Siebt ber ®ef(btd|ite einen ®trabt in bad X)unfel ber @age unb ertaubt uni einen balleren S3(i(f in bie Stacbt alter 3eiteh. & giebt ®ritnbe )u ber Bebau))tung , baß ieneö uralte 9ior mcme an @amlanbd Aufle, bon beffen 2>afe9n mir fcbon fruber fpracben, in ber X^at ®otbifcben Urfprungeft mar, benn eS flanb fcbcn ba, ald nocb baS alte SSolf ber®uttos nen an ben ituflen ber £)f}fee mobnte unb bie £)fliJer, bie nacbmaligen Xeflier, ein @otbifcber 3n)eig, an @amlanbl Ufern ben IBernfiein fammelten. £)emna<b fcb^int ber gef(bi<btli^^ @inn ber ®age in 8lü(fft<bt auf JRomowe'd ,®runbung tttoa fotgenber ju fepn. jbit beiben SSolBb^upter, Sßibcmub an ber @)>i^e ber SBiben unb ®rime, ba§ jDberbau)>t ber alten SanbeSbemob^ 
X>a€ j^eiaje Stemotte. 163 net/ eifannteti/ Hf wx aJUm ein flemiinfamet ®ittf ibiinfl unb ein gemeinfdi^aftlic^rt SoI(9^tItgt|ittm bte beiben B6l^ fet|ioetge aufft innigfte )tt (Einem SSoKe t>ere{ntgen unb fit immer an einanber binben werbe. jDet (Sriwe Abertnig babcr ben ®&tterbien{l ber alten SanbeSbemobner mit SBi« betoubt IBeiftanb burcf^ ©ebot unb Srmabnnng auc^ anf ba« Seif ber ®f<inbina»if(l^en SBtben; bet alte ®6ttetfit 9lomon)e warb nunmebr audf für biefe dn f^^^xii ^tti^ tbttm. S3tenei<bt maren bie njmli(ben ober ^bnlii^e ®&tter von ben Sßiben aucb fcbon in 0{anbten Derebrt warben; oieüeicbt gab ed au4^ bort fcbon einen il^nlldttn @&tterptf wir t>emebmen wenigßenS in ber @age/ bafi bie ®toer ^er alten ^dmat bie <S(anbianer auf ibrer %a}ftt in baS neue Sanb begleitet. ®ewi^ mag and) ber ©fttterglaube ber alten Sanbe6bewobner mit bem ber SBiben ani Sfan< nitn in naber SSerwanbtfcbaft geflanben b<(ben. SBie für Die alten frtebticben Ulmerugier unb bie füllen Xe^ier ba6 itrieg$oberbau)>t unb bie ftetö bewaffnete SBel^rmannfdl^aft ber SBiben eine neue, }U))or nie gekannte (Srfcbeinung war, fo war für biefe 3Biben bie SRacbt M ®riwe mit feinem beiligen 9tomowe eine neue @(b6))fung im neuen Sater« lanbe. @ona(l^ gab ti fix biefe Seit b^cb^a^rfc^einlic^ nur Sin Stomowe für ^reufFenS gefammte Sewobner unb bie ®ewatt unb ^errfcbaft beö ®riwe im Jtreife feine* SBirfenö Jgiatte ftcb erweitert btd an bie Ufer beS SBeicbfel^ ®trome6. 2>a{l jemals feine SRacbt fiö) Aber 9>reuffen bin« ani, befonberS nacb £)flen unb 9{orben 1)xn erfhedt b^be, ifi eben fo unglaublicb/ at6 e6 gewif ju fe^n fcbeint/ baf fpjtere£)rben$^6b^onifien unb unter biefen t>oriägli(^ 2)uis bürg f^^ eines Xbeil* in wunberlicben S>euteleien gefte? (en / inbem fte SRomowe'd ^amtn oon ber @tabt 9lom ab« leiteten unb ben ®riwe mit bem ^apftt Derglic^n/ anbem XbeilS wobl aud^ nur fp^tere Soltefageu/ bie ft^^ um bie alte einfadi^e Srfd^einung umber gefdSilungen ^ttzn, treu?  1) JDusburff P. UI. c. 5. 11 
164 Aries mit SRafot>ien. gläubig tiaclifd^tieben ^ wenn fte bt^npteUn, \>xt einzige ^ertfc^aft b^S ©riroe in |)rettffen l^abe ftd[^ audj^ über Stt$ trauen unb bie S6(fet in Sieflanb unb anbem naben Hn^ Um außgebebnt ^). £)bne 3n>etfe( gingen in bem XUaufe fo Dieler Sabrbunberte in ber Stellung be< @riwe mancber^: lei SSer^nberungen ^ox, bie, fo weit fte an^tUnUt toorben ftnb/ nicbt unbeot^^tet bleiben bärfien^ n>enn bie Srfcbetnttng ricl^tig toerflanben unb gewürbigt werben foK. 3n fotd)er SBBeife waren atfc bie bisher getrennten C6U terjweige burcb gleichen ®6tterglauben/ burcb tin ^emein^ fami6 SSolt^iligtbum , burcb einen Aber baS gan^e Sanb gebietenben iDber))riefter unb £)berricbter unb bur^ einen gemeinf(baftlid!)en Xnfubrer ber iftrieg^webren )U einem ®an;? .Jen Derbunben. SBte bie @age anbeutet , b<ttte jene ©efal^r, ^it t>on ben 9Rafot)iem brol^te, biefe SSereinigung )una(^fr bewirft. Sänge 3«it b^^rrete nun ber 9Rafobier $urfl auf ben gewohnten Tribut. SRicbt obne fiSeforgnif Demabm er, wie ba$ fonjl fo arme unb bienfhoillige S3ol( „an fßU^, Soll unb 9labrung merflr^^ luna^m, ®o(b unb @t[ber batte^ in ^riegSAbungen gewanbter warb, ficb einem JDber^ )>rtefler untergeben unb einen iSrieg^fürflen gewibU ')/^ 2)a entfanbte ber 9Rafot>{f(be S&rfl 2Cnbi6lau» ') eine SBotfc^aft in ba§ &anb/ ben fcbulbigen Sribut fär bie ganje t>erßoffene 3eit t>erlangenb, 2)ie JBrutener aber — fo nennt nun bie 1) Sßtr werben fp&ter^in an paRenben Orten. ©efegen^rtt ne(»men, au(( ober bie poIittf(^sbär9ernd)e unb reltgt6re Sebeutung hii ®nwe unb be$ SZomome me^re^ ^u fagen unb bort auci^ bie 3n>eifel berüdtft^ti» Qtn, bie man in neuerer 3ett gegen hie (Sjnflen) M ®nwe geäufert (at. ^ort »{rb audS) ton ber ^icr nur angebeuteten Sßtcgtigfeit unb !Bebeutttng ber (Segenb pon ^d^ippenbeil, 9{o$m$borf unb Slpfgarben unb anberer d^nltc^en Orte weiter bte 9?ebe fepn. 2) 8ucad iDaotb SB. I. @. 40. 3) Sucag iDaDtb IB. I. 6. 43 nennt ben görfien 2Cnbtilaul, aber auc^ Tint^onivLi, weld^cn Flamen er bei onbcm ^^rontflen fanb. 3ener ifl wo(( o^ne ämeifel ber . richtigere. fSei ^imon Grünau Tr. IL c 2. §. 8 ftnbct ft(^ ber ^tanu 2Cnt^one£, in ISiebemann« C^ron. 6. 13 Unt^onint, M Leo p. 5 Antonos. 
Jtcteg mit SRafcbien. 165 • Soge bai t>mtnte Solf — ertlS^tlten bte Xntooit: SBaS ^et ^rfi auS aSafot^ien i%(i(|)en 3tn6 nenne ^ ben er fräs Iber erffalten, fepen nur S^rengaben unb ®ef(dE^enfe gemfen, Me fte bem 9tadE)bar entboten. 3u 3inSgaben fe^en fk nie eeq»tli(l(^(et unb alS ein freiet Solf jletd nur i^ren @&ttem nnb beren 2>tenern untert^an. SBofle ber SRafoioter bie fr&^ren ©abtn att )>1IidS^tigen 3tnd betra^iten, fo t)er(angt man bie ubergebenen Jttnber jurucf. ^riüber emnirte man Kntmort t>on ben 9Rafot>tern 7 jDtefe Antwort aber verblieb. jBte(m<f^r ruftete ftc^ ber SRaf^t^ifc^ %&tft mit fiarfer SRadE^t, erbtelt bebeutenbe« ^&tfis t^olt au^ Storotanien wm bortigen Jt6ntge Ojimbect» unb lief ben Srutenem bie S>roll)ung entbieten: SßoUten fte ni^t mStg ben )>flicl(^tigen Tribut Ui^en, fo n>erbe er i^n mit «peeredmac^t aM if^xem 8anbe einlfiolen. SDa fammelte Sibetoub eüigfl feine itriegerf^aaren unb 30g ben 9Rafo? »tem entgegen bi6 )ur ®rJn)e/ benn nur fein Sanb tooUte er f^^irmen, ben ^rieg nidj^t felbfi beginnen, meinenb, bie Mtter mürben bie «^eimat mit il^rer SRacf^t Dert^eibigen ^Ifen'). Salb barauf erfd^ien ber Seinb, Xnb{6(aud an ber &pi1ie unb mit i(im an^ Sjimbecl^, SRoroIanienß Sthi nig, mit tinem midf^tigen «^eere. (Si gefc^a^ eine gen>a(:: tige @^ladft; lange fd^mebte ber Stampf. X>a erlagen enb$ lUf bie JBrutener beö S^inbeS grif erer &a^ unb ber Uns tf€i6)^t in ber SBaffenart, benn bie ^afot>ier fhritten mit fiarfer 9ieuterei mit ^wett unb Sogengefcl^ofi ger&flet, gegen tveb^e bie lange unb fd^mere @treitfeule unb ber Surfbiittel ber Srutener in ber Seilte n^nig brau#ar  1) ettca< 2>aoib fB. I. e. 42 2) 9ef(^t(tt(t(6 tft, baf öber^upt fold^ (Sermantfc^e 9rini*^el[!e coli loie bie 8ibh>ari«r waren, mir hii an bie gef&^rbeten Si^arfen bee UxM ^ogen unb an biefen aufgeflellt blieben, benn fte ^tten nur hk Vifdabe, bie ^rdn^en ber ®auen gegen hie Eingriffe beS geffird^teten 9mibee 2« f<b^^/ ni(bt bie IBerpflt^tung , erobemt in feinbUd^ed 8anb ctaiiibre^en. Xnc^ biefe« giebt ^ler tid^t in bie (SrT^einung. Bg,l taben Okf^icbte be« beutf^. Soifed ». L ®. 528. 
«166 Jtrieg mit SRafooien. traten , ba btefe SSaffenart xatYß jum ^artbgemetnen <ftam||)f€ btentC/ n>el(l^em beS Seinbeö 9leuteret jtets i^öjuwei^en fit4^te. @o toatb Sßibemub mit feiner SRad^t in bie ^(uc^t gefd^tagen. 2)er ^einb bracl(^ in ba$ Sanb, fing bie f^&iu ften SAngUnge auf/ raubte Siel^l^eetben unb anbereß @ut unb )og bann fc^mer mit fßtviU belaben in bie «f^etmot SurAcf. Vber ei^ entfamen Diele ber frä^er bem Wta^ti^xSifta Särflen ubergebenen unb in biefem JCam)>fe gefangenen SAngi? linge, arxi SRafovien flädj^tenb/ ju i^ren SS^tem jurucf ; unb im SBafengebrau^ie ber üSafoDter ntfAt, in beren itriegSs: fünften erfal^ren / würben jte in ber ^eimat bie Seigrer frie« gerifdt^er Uebungen in !RafoDif(|)er SBeife. 3CId nun baS itrieg<t>o{{ ber 93rutener ' in ber %xt bed feinbltcl^en i(am« pfed erfal!)ren unb ^tibt xoax, berief ber ®ritt>e mit Sibe^ wub bereinigt baSSSotf t>or baS ^eilige 9tomon>e/ i\^xa na<!^ bargebracf^ten föp^tm t)erf finbigenb : 68 fep ber ®6tter 9tat^ unb aSiSe/ bieSM^macf) unb ^emätbigung am ÜRafobifc^en Solfc )U rieben im erneuerten Aampfe gegen "beffen Surften. Sin 9fteubenmal!)l bei Stomowe ermut^igte ^iaf^ SSoÜ unb als eS {tc|^ bann iura neuen Jtrieg geräflet, gcg SBibewnb gegen 9Rafot>ien l^inab / bra<l^ nunmehr aber in beS ^etnbH Sanb unb begegnet^ balb bem aRafooifdS^en Surften ^ ber aucf^ jle^t ivieberum mit bem A6ntge StoroIanienS t>eretnigt xoax, jur 6<^(a4»t. S>er JEampf aber tntXfyiit ftd^ ie^t bei gleu dinet Saffenart f&r bie SSel^rmannen SBtbewubö; t>ie(e Sau^ fenbe 9on 9Rafot)iem unb Slorolaniem bebecften ben i(am))fs )>ta(|, Xudj^ bie beiben ^Arfien fielen m Streite unb eine grof e ia%\ ber S^inbe erlagen auf ber Sfu4)t 2)ad 9Ra* fot»if((^e Sanb marb weit unb breit burdS) Siaub t>er)9u{tet unb burc^ Sntfäl^rung t>ieler ©efangenen entt)Mfert. Dann fe^rte 9Bibewub mit reid^ier i6i\xtt )um iO))fer fir feine ®itter tDteber l^etm 0« 1) Go erid^t ben fieitattf ber ^a^e 8ucad SDaoib S. I. 0, 44 — 46 unb Gimon Grünau Tr. IL c 2. §. 8. Setbe nennen ^iebei aQ<brft(Ri4 bie QH^ronif be« Sifd^of« (2F(^dflian aM t^re £lttellr. 
Stiebe mit SSaroDie». 167 üa t^fTfammette Ut ®ttt9e bad JErtegSDoff t9or bem kiüiQtn Stomtxot , um ben®6ttem für ben t>er(iel^enen ®ieg tn ^ftüifm £)4>ffm ^anf ju bringen. Unb bamit bai Solf jbM banfbar bei feinem itam))fe feiner ®6tter gebenfen mh§t, warb fär immer t>erorbnet, baf jeglidiier Stoub, im Jtriege gewonnen unb in bie ^imat gebra4»t^ jeber Seit in t^ier Sbeile gefonbert unb ein X^eil ben fcf^üf^ienben @hU km aiB 2)dnfo)>fer gen>ei(^t/ ein anberer bem &tixot unb feinen |>riefiem bargereid(^t/ bie ibre ®&tter um Sieg ans gerufen, ber britte X^xl aber ben i(riegem bewilligt toet^ ben foOte, bie ben feinblicl^en CinfaU ind Sanb gewagt unb ben Steg erfo^ten. S>er vierte S^eil enblid^ foOe benen Ittgewanbt werben , bie im 8anbe geblieben ber ^timat 9tiMten gegen ben einfaOenben ^einb gef4»ä|t ^tten jDa gefif^al^ , bafi Ggamwig ') , beö erfdt^lagenen SXafo« ^if^tn %iitfttn ®o^n, frember <&ü(fe entbKft unb o^ne Wta^t in feinem Der^eerten unb entto&Rerten Sanbe, mit fkatif fetner Sanbedobem fid) )um ®riwe unb )u SBibewub begab, um Stiebe bei i^nen ju fu4»en. 2>ie ®unfi M 9riwe erwarb ftd^ ber {(uge Sfärfi burd^ bie 93itte um bte Crlanbnif/ ben ®6ttem be6 Sanbed ein £>pftt bringen ju bÄtfen. Unb ba fte i^m ert^eilt war, lief er ein weife« Staf «uf freiem Selbe mäbe rennen unb bann jum iOpfer bbenbtg iMrbrennen, mit bem ®4^wure, baf er bie ®&tter WeM SanbeS (infort awif M bie feinigen i»ere(^ren woUe. Zithtmanni Q^ron. €$. 13. iDer fpätett Leo p. 5 fe(t bie Be^e« boibeft in ba< 3a^ 586, »o^rTd^dnltd^ aus bem ®ninbe, wiU 8uca< Daf»ib 0. .% ben erfien Jtrieg ge^en bte SRofooier 40 Sabte natb bm Sa^ 530 falUn l6ft. 1) encai iDaoib S. L e. 46 — 47. W liegt bieten, wU ei f^eiiit/ bie Xnbeutmid/ baf bie fibrbrmannei ber XBiben M tbeitte unb *fli ptei itlaffen lerfiel, inbem bie 0rAns«XB<(tett ,att(b ferner nur bie ^ bec QMn^ unb ben 0<binn hH Sanbe« auf ff^ ^tttn , wftbrenb bk ttibaaren anberer ^triegimannen in< frinbn^e ^anb einbracben. 9 2>i< €Mbte<bart biefel 9lamen< »ed^felt bei ben CT^ronflta. 8us cal 2>ao{b nennt ibn balb Gaamrigi ba(b CF^amwig; feinten Orn: flOtt CTfamolii; ^o bagegen Zangwigu. 
168 Stiebe mit aRafot)iexi. 2>4rauf toaxb mit ifym «in ftdJKter Svfebe gefi^bffen. Salb toergafen bie iB&((ev bet t)ortgen SetnbfdJK^ft; eS trat ^atu bei unb Sßanbel )Wtfcl()en t|)nen ein; SRafoi^iet Dermi^ten fidl^ mit Xodjftem ber fl3rutener. Die SBaffenfunfl bet 9ta« fo\>tei; warb befannter im Satibe bet fBtutenet utib fo baiiette biefet Stiebe iwifc^en beiben SSitfetn lange Seit 0- Zl& abtt in fo((^et Sßeife — fo er^ililt bie @age vnis ttx — bet Stiebe mit bem 9la4^batlanbe ^tfiöfett xoaXf tts ^ob {t(^ au<^ Qxouipalt unb @tteit im 3nnetn beft 8anb€ö fetbfl. S)aaBiben)ub fc^on l^o#etagt rnat^ fo entfianb un^ tet feinen jn^&If @&bnen .^abet unb äwift wegen bet ^etr^ fc^aft/ benn iebet begel^tte bie iDbetgewatt beS ^aUti, ^^ etjl ind ®el^im^ bann mit enootbenem Tbx^MUt untet bem äSoUe and) ftfentltd^. @oIdS^em Unj^eiloot^ubeugen/ befcl^Iof bet ®tttt>e/ bet nun id^on ^unbett unb )t9ei unb btetfig 3abte j^i^Ite, mit Sßibewub/ beffen 2C(tet \iöf auf ^unbett unb fed^^sell^n Saläre belief/ bie SSotne^mften bei SolfeS DOC bie l^ilige (Sid)e na^ Slomowe )u oetfammeln; unb att atte etfd^ienen xoaxcn, txat bet ®tiwe untet i^nen auf, be^^ ri4)tenb: n>ie ba^ SBolf in6 Sanb gefommen fe^/ wie man H)n ium iObet)}tief!et fut ben £)ienfl bet ®ott«t> SSibeiottb }um Surften ju beS SanbeS SSett^eibigung etfoten unb bte JCne(lt^tf4»aft untet bet «^ettfcfiaft bet SRafooiet oetbtdngt ^abe. Dann enod()nte et bei UnftiebenS, bet nun im ei^ genen Sanbe untet SSibewubö @&^nen/ ben SBotnel^rnften unb bem 83olIe ftc^ etl^oben unb oetfdnbigte, baf et ben SßiKen bet ®6ttet um ba« Slegiment nad^ JStbrmubS Sob 1) «Die ^tet mttget^eilte (StiiiHnn^ übn bie erfl»» fetnbn4^o IBer? i;ä(tniffe bcc S^moinn ^reuffenS mit bem fäbCt^eti 9la(^boc(anbe liegra SWAi; aum Sbet( no(^ mit im S^etei^e ber &a^e, inbeflen ni^ bo4 aud^ jk gemif auf deT^i^tÜ^em ®ntnb unb SSoben. SeitgenöfftTdlb^ Cl»e(& un fehlen und freiU^ b^et no^ gait}. Suca< jDaoib fomobt al< C^t« ' mon Q^runau f^ipften t(|re Sra^und btefer dui^nifft ait< ber CT^ro« iitf bf< Sifftofd Ql^rifHan, aOetn bt^e Dcrlprne CXueOe Idft fi4 ebeufdOt ntd^t mcbr pxtftn unb mir ftnb ba^r qtnbtf^gf , bte 9to4ti4ten jener beiben (H^ixmftin fo ansunebmen^ n^ie fte on^ oon ibnen bargeboten 
Sage über bie eattbelt^eitung. 169 Mmgcn mtfU , bamtt bie ^wittt^t gefKHt unb ber ffnebe M Sanbe^ befefftgt toecbe. S)ie Siebe befdS^lof bad £))>fet ftneö Sotfed, ber an hinein Seuer Don ben flSldttevn be9 ^üigen (Sif^baume^ gebraten »arb. S)er ^g enbtgte mit einem Sreubenma^^. Tim fommenben SRorgen aber erfdi^ien ber (Srme mit SBibewub wt bet l^iligen 6id(^e unb ux^ fitnbigte Um Solfe: iS« fep bev ®&lter SBiUe, bü9 ge« lammte Sanb unter bic jwMf Grübet ^u tl^^iten unt leg« (i(^m in feinem Steile einen £>tt }u Uftimmtn, wn weU iim attS er lierrfd^^en foKe. 3eber au& bem SSotfe aber foQe Um, wKUt beffen «^errf4^aft er (ommen werbe ^ Streue unb Se^orfam leiPen. hierauf rief ber ®rime ettn>o, SBibewubS ^Iteflen ®o^ wx bie {eilige (Sid^e unb . ließ i|in burcl^ einen Sib (S^r? furcj^t gegen bie ®6tter unb ®e^orfam gegen ben ®riwe gelobt. jDa .^ot^ti gefc^^en n^ar^ ert^eitte. il^m 9Biben>ub Ui Sanb 90m Soicfo unb 9ttemO/ ben {{iefienben Saffem, M6 ju bem SSalbe S^l^anfamo. iiMt> erbaute barin eine Sefe nad) feinem @ol(^ne ®arto benannt unb txt^iiU bem &mbe ben 9tamtn gitt^auen^). SSadE» biefem berief ber (Briwe SBiben>ub§ jn^eiten @o^n @amo unb möfbtm an^ biefer ba§ n^mlid^^e ©elöbbe get^an , verlief) il^m SBiben)ub baS Sanb ixoifö^tn ben @en>i{fern SMno unb «^aatibo biS an ben @trom @fara/ ber naäfmaU, ba @amo'$ SSSeib 9ergoUa barin ertranf^ ben Flamen 9>ergoUa ex\)ult* Tiu^ @amo erbaute in feinem Sanbe, nadj^ il^m ®am(anb ge« nannt, eine 93urg/ bie ®ai(tegam>o ffief 0« @amo aber i) jDie glftffe Boicfo unb 9^iemo ffnb, »ie f^on «Mennig }tt Su« ca6 £)aotb S. I. ®. ^9 erfif^rt/ offenbar brr SBug unb ber 9tiemen. Sncr foHte bie fAblid^e, bterec bie nirbli^e ©rdnse besei^nen. ^c Salb E(Ktnfamo .tff je^t unm^glic^ me^ S« beftimmen; toabrfd^mli^i brbeateCe hn 9tamt and) über^upt nur fo viel aU (Std^n » Sanb ober ^Siäjm»%elb, benn im (Sft^tfdElen^^ft Tam eine ^d^e unb Semme bes tatet eine aSaxf, ein nicbrigee i^anb. — ®arto ift ba« alte iS^art^en, ^oi (euttde Orobno, toit 8ucad )Da9tb a. a. C. felbfl ecf(drt 3 ^eno, fonji von Sucaö 2>a«>ib S. I. €f. 17 audk itrano jfttaniit, ifl na4 Teiner eigenen Orrftörung (&. 15) bie offene ^ee unb 
170 9age &6fr bie <anbe<t(^eUittig. 1)attt gt&fm (SUft^t^t t>oi; ben ®(ttem att bie übrigen St&bet unbfein SBoS btettte benfetben mit mt^x%tbmmi^^ feit/ aM bie anbem ianbtSbtwoi^mt. 3n einem I^Uigeti €i^m9albe iened ianba untet^ielt man be^lb aud^ mit l^iliger @d^eu eine 99tenge Sd^tahgen ben ®6tteTn ju 6^ ten ^). jDer britte @o^n @ubo erbielt t)on SBibewub baf alte Sanb bet fBenebet/ na(^ma(6 Soti))>|iania unb mi^Cus Wi 9lamen Subauen genannt ^). SBiben^ubC «tertet @o^ 9tabro befam fein Sanb jwif^^en ben ®en) jffem ®(ara ober VetgoDa/ jBoicfo unb JCurtenO/ baute barin eitu Sifle Gtainbo unb (egte in feinem Gebiete nac^ bet Sage bot l^ilige 9tomon>e'). 3n gteicI^eT SBeife ftekn aud^ Sibe« wuW Abrigen @6l^nen @4KiIattO/ 9latango, Sarto, OaltK? bO/ SBarmO/ «^oggO/ yomejo unb (S^ulmo il^te befonbeten SanbeStlieite }u unb fte ertl(^eilten biefen bie 9lamen &d)a^ tauen/ Slatangeu/ Satten/ (SalinbeU/ SBatmien/ ^^tt^ tanb/ 9)ome}anien unb ^Imet(anb. 3n ieglic^m iatfbt  ^aXbo ba< Stifte «&a|f. ^et 9{ame «^aalibo ober «^aiCtbo , wie fbn Sttca< jDaoib att<lb fc^teibt, t# au< bem <9otbif(bm genommen/ ipo hails fdf^» gefunb unb unhails un^efunb, fcanf/ bebeutet; f. Uiphüat Math. IX. 12. Marc. V. 34. K^h bie ®Ube bo aud bem C^niFilbai )tt erllAren fep, mo wo ober wee mt Slutb/ einen SBafferftrom be* beutet/ mag bin unentf^ieben bleiben; oielleidSit aber liefe ftcb and bem ftotbiftb^ wato, ba< Sl^flinp, eine gorm geminnen. Ueber ben 9lamett fkrgoOa ober 9>regeao ift fcbon früber geT^ocbe». ^(aittegarwo tft ber }etige (Berg (SaUgarben in @amtonb/ in ben Urfunben dailgarben ges nonnt 1) ißobi eine unoerlennbare «^inbeutung auf baS billige Slomooe ttttb ben ^M^m SBoIb in 0amlanb ! 2) 3m Serte be< 8ttcai 2>aotb tft b^/ ^< f4on «ßennig In einer 2Cnmerf. ju S. I. €$. 62 bargetban/ eine offenbare Sermecbfcbrng ber ^eren ißobnf^ ber Kubaner mit ibten fpdtern. IDie frikbnen SlobiMite biefe« Sode« maren im ebemaligen 9)obIa<bien/ im ataflWbea Oounemement Bialpftotf / bem alten Saterlanb ber 3aa9d«) (Satmin* g«r)/ t>on wb (te er^ im 13ten Sobrbimbert nad^ ^mUinb oerfett mmrben* 3) Jbittftto ift na^ eucad iDaoib S. i. e. 63 ba4.jeurir4< 
Sage iitt btt Sanbeltlf^etlttttg. 171 aBer etf^ob fi^ eine Sutg, Don meh^er iebev fein )uer^tl? M @ebtet be(enf(t)en foDte. 3n ®d[)a(auen entfianb bie lifffe Stügntt/ üom S^uffe Slango fo benannt 9latango ^tte feinen @tt otif «^oneba (^^\%<^, Sarto ben fetnigett auf bet Surg SSarto; ®aImbD b^rrfdj)te auf einem b^b^it Berge/ »o feine fBurg ®aItnbo fianb. SBarmo gebot auf ber SSurg Zolo, f(arb aber nocb Dor feinem Sater unb \x^^ teilief ba« 8anb feiner Sitttve Srma/ nacb melcbet fortan baS Sanb Srmlanb genannt warb. «f^oggo'S Surg bi^ Zotfo; er binterlieft brei Siebter WX^, 6abina unb |)og^ gejana 0/ bon n)el(ben bie kältere ffd|^ ben ®(ttem wib:: menb eine |)riefiertn warb, im Solfe bo(b geacbtet war nnb bem Sanbe ben 9}amen 9>ogeianien gab. 9>ome}o fkitte fernen frfien 9Bobn{t| unb n>obnte balb bier ba(b ba unter Antm 3elte. Seine fiarfen ®(bne aber, bie aOe itbnige — Surften — nniren/ bauten ficb fefle Surgen ju Sifno, Softo, aSefo unb 9targolten«. 6buImo enblicb errid^tete )ioet Surgen in feinem Sanbe ^ bie eine Gb^lmO/ mo er ffibjl bf trfcbte , bie anbere ?)oto ffir feinen ® obn f>oto •). Tk nun ba6 ganje Sanb in folcber Xrt getbeilt n>ar unb jeber %b^ bie ibm }ugetoiefene 8anbfd[)aft in Sejtd genommen/ blieb Sibewub no(b eine Seit binbunb oberjler 9ebieter unb Abnig.« Qarauf aber befcbtof er mit feinem Sruber, bem ®rtn>e/ im b^ben %Xitx f!(b jur fef(en S3e« lo&bnmg ibrer ®efe|e unb £)rbnungen ben ^\izm oor ber beiligen Siebe ^u opfern unb fie beriefen bie G&bne/ bie Cblen unb baS Colf oor baS «f^eiligfij^um Slomowe.  1) Offenbare Xnrpfelungen anf Ortsnamen: ISot!o — SoSemit, Qobia« — Gabinen. 2) jDiefe &age Aber bie t^anbeitbeilnng ersdblt Suca<2)a9tb(B. L €(. 58 — 75 febr weitf^ioetflg, ICnfer ibm bat |Ee aii<b €$imon Oranau Tr. II. c IV. §. 1 ^ 13. unb nacb biefea erwdbnett ibret faf atte 9)rettff!r(ben CFbrontflen. jDaf jene beiben bfc Ckige att< bei ff^rontf bei Sifcbofi Gb^ifHan genommen batten^ fagen ffe ni(bt btof attibdkR{(b r^^f^« fonbem e< beweifet biefel att(b ba< anfgefunbene Sragmeat blefer Gbronif. t$g(. bte Qeilage Nro. I. 
172 €$age &6er bte Sanbc^t^eitung: Unb att biefe etfc^tenen traten ^ traten ber ®riQ>e in feft:* ttd^em Stltlhtt\6)muit , bod^ ntd^t im 9>ne|lergett)anbe/ unb Sibewub im. fintgli^en itleibe ^ot iai SSoR, i^m tiet» fönbtgenb/ baf bie ®itter fte )tt einem S^ubenfeße jen^ fettS biefeö Sebenö eingetaben; barum m&(|iten bie Gblett na4) intern Sobe einen anbetn A6nig emd^Ien/ bet bad Soff fdj^u^e/ iOrbnung unb (Siniglett er^falte, auf bie €k:? fe^e aä)te, bie ®6tter el^te unb bem ®ttive ®e|)or|am leifie« Die Stuftet aber m6(|^ten einen ®rin)e ernennen^ bet bei ZmUi unb beö Dienpeö gegen bie ®itter mo^l pflege; i^m foQe bet J£6nig fammt bem gan}en IBoIfe tote ben ®6tteisi (elbfl gel^otfam fe^n. 3m SSoKe m6ge (Sinigfeit unb Sfnebe bettf(t|}enbed ®efe^ feyn; nut bet (Sinttad^t folge bet ®&ttrr ®unft unb «&ulb/ bem Unftieben abet unb bet Jeinbfc^ 3om unb SBetberben. fftaif folget (Srmal^nung umatmten fid) bte beiben ®teife unb beftiegen «^anb in «^anb untet ®efang ben ^dE^eitec^ Raufen an bet @e{te bet ^eiligen Sicf^ey ben bie f>tieftet anj&nbeten. .SB3%enb bie Summen em)>orf(^(ugen/ »etfun« bigten untet bem 3ammet ' unb Gtaunen beft SBotfeft bie ®&tter i^ten SBiKen iuxd) M £>onnetd ^pxadfe in txmm gemaltigen Ungett)ittet. ^ladf futjet deit traten bie dbkn }ut neuen it&nigSwal^l jufammen. XQein baö ma^nenbc äSBott ®tin>e'd unb aßibett)ub« mxb niöft befolgt Bmu ttadft trennte bif ®emAtl^r/ je langet man bie Sßal^l be^ rietl^ unb niemals wotb mieber ein «ftinig erforen, bet, wie SBtben^ub/ äbet ba4 &anb gebot ÜSit ben 9lad^bam abet/ }umat mit ben 9Rafot)ietn/ bie gleicl^e ®&ttet anbe? UUn, (ielt man lange Seit ungefiirte ffreunbfd^aft. .X^^ SBie unter ben (SbUn, fo erl()ob ^d) and) Seinbfd^ft . t^ unter Un |)rieftetn bei bet SBal^I beS neuen ®tiQ>e/ benn ^' einige meinten / bafi IBruteno/ bet JBtubet ^on Stabto'S SBeib, anbete, baß %püa, bet SBtubet t>on 8ct^o'S SBetb oon ben ®ittern ju t^rem £)ienfte berufen fep. iDarübet entflanb audj^ 92eib unb «^abet unter ben beiben SBräbern f elbfi unb ba einfi 9labro t>on iitfymo'i 2)ienem überfallen 
9tf^xdftt unb &a%t hin btt ian\>t$i^txiun%. 173 iMir^ nnb t>on btefen Derf^lgt tn einem Strome erttant, fe toatb 8tt^Y90/ n)eil er t^em S9|ruber na^ bem Sebeti ge^^ frebt/ 9on ber l(KiIifi^n (Std^e ju dlomowe auf etvtg toer^ baant/ griinbete nun in feinem Sanbe ein eiitnei Stom^tot ^), fc|te einen ®rin)e ein unb orbnete biefem atxd) 9>riefler ju. £enne<b aber würben bie wic^tigflen £)pfer aM Sitt^iauen ^ femer^in no<^ an ben iDberyriefler in 9>reuffen gefanbt/ i9ett bort bie ®(tter nicf^t felbfi nmlteten^ unb fo groffwar bie Xc^tung Ui le^tem audii in Sittl^aueU/ iturlanb^ ®a$ malten unb Sio(anb , bafi man feinen ®eboten fhengen Oe« Mam leiflete «). eo er} j^U bie (Sage be« Sanbeö Sl^eilnng , be» ®rime unb SBibewubS £)))ferung fär i^r Solf unb gittfKiuen» Zrenmtng bon ben übrigen Sanbfcliaften. — SBerfen mir )e|f einen * fragenben SBUcf auf il^re gef(l^id()t(t4)e fiSebeutung/ fo ergiebt fd^ und au^ ^ex wieber bie fd[)on eno^l^nte (Sts f^tnung/ bie in ben 2(nfjngen beft ^eft^ic^tli^^n SebenS ber S6(fer ftett wieberfel^rt. ;Der fp&Uxe SRenfd^ fu^t beim 8tötfb(i(fe auf bie Sergangen^it einen feflen $un(t beft SeginnenS f&r hai bor {(m (Sepenbe. 6r ftnbet ben 3Be^ ginn aber ni(|)t in bem aKm^^Iigen SBerben im Xblaufe ber Seiten/ fonbem im «^ahbein iut^ einen beftimmten SRen^ fdfien, an beffen fefte ®eftalt eö feinem ©eifie Uiä)t wirb/ M fonft burd(^ bie Seit l^inburd^ gejogene SBerben fieser an)tthiäi>fen. ®ö i{t eS im ®eifte be§ 9Renf(^en in anfan^ genber Stibung begränbet. £)unfe(e Erinnerungen aud bem «ergangenen Seben^ bon SRunb ju !Runb fortgef)^an;t/ ur^ 1) tucai iDdütb SB. I. &. 80 nglL mit Busburg V. III. c. 252. Rhesa Program. de religionis christ. in Lithuan. gcnte pri- nordns P. II. p. 15. P. m. p. 3. . 2) jDtefe auSgebe^nte unb tvettoerbcettete (BmaVt fd^ceibt bem ©ciive «a^ Dusburg V. III. c 5 9U/ inbcm et fa^t: Quia sicut dominus Papa regit unirersalem ecclesiam fidelium^ ita ad istius nutum seo numdatum non solum gentes praedictae, sed et Letthowini et aliae natioDes ÜToni-e terrae regebantur. ^Cbec man ffe^t Rar, baf ber i|nm|l bttri^ btefe grofe «^errf^aft, bie er bem ©rime beimift, nur feh» gan} unpaffenbe Cerekid^ung mit brm 9>a9)f!e }u galten ftt(bt. 
174 (Befd^tc^te unb Sage ä6et bte Sanbelt^etluitg. {^r&nglic^ in einfa^icr gefc^td^HidS^er SBal^tieU oom iSater ouf Sol^n unbSnfet Abogetvagen ^ bann bur4^ Stlb, ^^n^ tafie tti|b S)id(^tung immer me^ir auSgef4^mä(ft unb enblt^ wie Slebelgefldlten im 2>unfe( ber Vergangenheit iuiüdlit^ genb: — folctK Erinnerungen aui bem abgelaufenen Seben alter Seiten geben ben IBoben unb bilben bie Subne, auf n^eU^en bie Seit ber @age fpielenb {t^ bemegt SRa6) eu ntgen Sabr^unberten^ wo fcbon ein beOered i\ö)t auf |>reufs fenS Qtfdfi^U fiüt, mar baS gefammte 8anb, bem frit^r ein ein)igeir itriegSfärfl/ ter Subrer ber SBibeU/ unb ein emjiger oberfier Ütidtiter unb $riefler, ber Sermalter inne^ ' rer iDrbnung im ®6ttl{<ben mte im SSenfcblicben , t>orge- #anben/ in t>ie(e Sanbfcbaften jerfaQen unb in ]egli(ber fa$ auf einer Surg ein Särfi, ber iai if)m jugebirige ©ebtet beberrf4^te 0* X>ie «^errfd^aft bea 6tnen atfo mar unter Siele getbeilt '). iDie fpatere S^cit aber fu<bte einen beflimiiM ten Einfang fAr biefe ©cfialtung ber 2)mge unb bie Sage tniipfU bie SErennung unb SEbeilung bed SanbeS an )»6lf t>em alten SBiben« Surften jugefcbriebene @&bne. Sie&anb^ ftbaften unb ibre *&errf(ber?fi3urgen traten mit 9lamen ber? wx, f&r melcbe bie fpatere 3eit eine SrRarung ibre6 Urr fprungeS toertangte unb bie ®age (nuyifte in gleicber SSetfc bie fonfi unern^rli<ben fi3enennungen an bie 9{amen )>f>n SSibemubS Sm6lf @6bnen. aJie ba« Sinjelne ber @age in V reingefcbidl^tlidbe SBabrbeit auf}ulifen fep, fji aOerbingS mobl fcl^mer )u fagen. 3Cber SolgenbeS mhd^te meber bem ®ange ber ®ef<^i(^te/ nocb bem Qijaxalttx ber @age irgenb mibet« fpred(>enb fe^n.  1) &o fanb nament(i(b SSSulflian ba< Sanb. 3n f^ul/siani Pc< riplus ap. Liingebeck T. U. p. 121 ^etf t eS : Daet Eastland ia svide mycel. And thaer bid sride manig burh and on aeicere byrig bid Cyninge; i. e. Aeitlandia est admodum ampla, ibiqiie pliirima sunt castra (arces, burk, IBurgen) atque in unaquaque arce R«x est. 3) Helmold, Chron. L. I. c 1 fagt 9on ben Semobnem |>rruf' fenö in friner Seit: Nullum Inter se dominum pa(i Tolu&t. Adam, Bremens* de situ Dantae. 
Oefc^ic^te tinb Sage Aber bie Sanbe^tJ^eUatis. 175 XI§ ber SN^Tft bcr Siben^SeJ^rfn^ SBtbwub« an btr SpUsi Ut gefammten SBe^tmaniui be^ vereinten SiriieS trat, mu^te er (ur XuSf&^ntng feiner J(rte^c(ote/ fetner Xwrbnungen unb fBefel^k/ mte ni4)t mtnber jur Samm? (ttiig beS Stit^iwlM bei bro^^enbet @efa^r not^enbig in ben etn^eluen Zeilen beS Sanbe6 befonbere iCriegSoberfien, IMtljigbabet nnb Sorflel^r ber ttkf^xtn ie^üd)tx einjelnett &mbf4Hift anorbnen. So liegt in ber Statur fobf^er Oer^ ÜlULifie, bafi »or aOem foM^/ bie fUfy bunb {Retc^t^uni/ SRac^t, Xnfelj^en unb befonbere (Krborg(^n)enbe (£igenf(^a^ tra wx anbem auS)ei4^neten / ba^ alfo bie Sorne^m^en in ben tanbfdi^aften )u folcben aSemniltem be$ ®emeinn)efen< cno&^tt wttrbem TM \old)t l^atten fte, wie ti \^tint, ben Sternen Akiige ober nacb ber altgotl^if^en ®pra4^e SUiU. Co war a ft4^erli((^ bei anbem @ermanif4^en Sblfem >); fo war eS o^ne Sweifel aud^ bei ben ®ot()en an ber jOfifee« Jtute. Unb wie ft^ bie ©runbform biefer Serfaffung be? alcn ®ennanif(^en S6(fem wieber^olt, fo finbet fie ^ oü^ ubert)ati)>t bei ben norbtfc^n ®or()en)weigen. 3n ®!an^ 1) Sßtt erlauben un< b^er ^ur Serdletcbnnd unb dtläntetvin^ ber 3a((c eine ^ttUt ani 8uben« ^efc^fictte Ui beutfcf). S3oIfe< S3. I. 8. 513 au^jubeben. — ,;€SobaIb ein teutfcbel $Bo(f (Sroberungen macbte üb anbrre ^SUnf^n untermarf, fo b^rrrd)te baffelbe Abec biefe Unter« vorfrnen, nnb ba$ ^aupt be< fxrrftbenben fßolM »urbe im eigentU^ 4cn &unt «^en: tn feinem Scr^dUnifle 5U ben Untenoorfenen«. liUi bann mag ber 9{ame beS «&eraoaö^ ober jebe cutbere Benennung, bie mm bem «^erffibi^er beilegte, oerinbert fe^n in einen 9lamen/ ber fei« «er neuen ^tettung cntf))ra4 £)affelbe mag gefcbeben fepn^ wenn im Snaem £)enrf(bldnb< ein fSoÜ berrfcbenb warb ober batf.anbnt. iDal itttfte Denfmal beutfiber efpracbe, bie Ucberfetung unferer t^eUi^cn Bflc 4er burtb ben gotbtfcben IBif^of SBnlfUa/ unb ber Umflanb, hat W^^ ^rcfd^aften ben 9lamen tfteiä^t erbatten b^bcn, macben e< wa^rfcbein: &b, baf biefer 9tame 8rei!< geioefen fep ober Sleüifta. 3n ber Solge ber Seit aber, M bie «&errf<ber»ftrbe crbli^ marb unb in bemfelben ^ittfe fortbeflanb von (Seftblecbt au ®ef<ble<bt, b<^t ficb aucb biefer Stame Mdotra snb ber 9tame Mni^ ifk an feine &Uüe getreten. " 3n ben Vnmeihingea 6. 728 belegt biefeö 8 üben burcb hm @pra(bgebran<b im VSglai. 
176 O^fd^i^te utft®os« ö^bec bte ianbt^t^tHnni. Wna'^itn, fn SD^nemaif» nnb ^ö^xoeUni ilUfktt Qkfd^i^te ^^n glHd^faO^ neben bem iDbetBntge geringere ttnterttnige, ^o^ixticn^ßetwelttt, %iif)xet be6 JCrtegStooIf ed «tn^Iner Sont^ fd^aften, bie ftd^ nac^maW ju freien, unabhängigen {)erren er^ ^ben*). 3n |)reuffen waren fel^r maj^c^einlid^ Wefe Sleff* uu A^rflnglid!^/ fo lange ber itriegöfftrjt Sibemub bie ®efammU Öewatt über bte gan|e SSBe^rmannei tn ber «^anb ^ttt, nur blo^e JCriegdoberßen. 9{un erjdtilt aber bie Sage, baf nac^ SBibewubd Xob lein allgemeiner JCrtegdfärfl/ «^r^og ober Jt6nig wteber gew^I^ t)ie(me^r feine ^a^t unter feine @&l^ne üert^ilt werben fep. 3ene Artegioberflen wuf ben alfb freie «Ferren in ilE^ren Sanbfd^aften; fie würben Steift ober Xftnige in i^ren {leinen fftü^m, bie nid^t me^r wie )Ubor im Ariegögebote unter bem allgemeinen SKa^t^aber aller ffie&rmannen jtanben, fonbern nunme](^r frei il^re ei= genen SBe^ren föl^rten. Unb foldl^e tfirjlen, JReif* ober Jt6nige werben au^ wirftic^ me^rmatö in ben ^(teflen £luet len ber ®efclf)iclS)te ?)reuffen§ genannt«). ä)a biefe frieren 1) &tf)T merfwörbtd unb miä^tiQ ifl in biefer «ßinftt^t eine StelTe ber SngrtnßasÖage bei Snorm c. 40, wo ed ^)dftt Reges Upsalen> sium absoluta potesiate in Suionia emincbant, cum reguli plures ibi dominarcntur , ab eo Tidelicct tempore, quo Odinus in Suionia principatum tcnebat: monarchae cum absoluto imperio, usque ad mortem Agni Upsalae residebant: atque tum primum regnum inter fratrcs partttum est: post haec regnum principatusque inter stirpes, pro earum gradibus'distribuebantur. Nonnulli etiäm Regeln incuU tas latasque exscindcre sylvas cocperunty aedificia esstruere, nee aliii quam bis initiis reg;na sua (irmare. SSgr. fSt^1l)i ^ef^t^te ^cftwcbeng 58. I. ©. 12; ferner fibec bie Cbcr* unb Untetfinigc Im ältejlen J)5nemarf 0u?)m« (^efi^Hte ö. JDdnemare 3B. I. ®. 82. 2) >Dett triftij^Hen IBewei* für biefe 9itxU ober |)roDfnjialsÄ5ni9e gifbt bte oben fc^on «ngefÄ^rte 0teUe üuö fTulfstani Peripluj, mo fie aüöbriirfric?^ „Cyninge, Äöniße genannt werben. S^rer er»d^nt att<i^ Dusburg P. m. c 5 unter ber ^Benennung Reges unb unterfc^ibet fre noc^ oon ben Nobiles. 3n bem alten |)rioiregium »on 83artenfletn rom Safere 1332 l?eijt e4, baß „relercs Pmssi dicuntur fuissesub Regibus; f. ^artfnot^ 2f. unb 9?. f)r. ®. 239. &tlbft ^uca€ J>a»ib IB. I. ©. 138 nennt ffe Kunigs. 3Der Äetm biefer IBerfaifnno 
>«  1 9efd^i(^te unb Sage aber bte eanbe^t^eitung. 177 AriegSobetfien mit bem Sttitßif&tfUn SBtbemub ftt» in eng^er Serbinbung gcflanben, immer nur in feinen ©ebo? ten ge^nbelt, ifim ju @el()orfam oerpflict^tet unb mit fefier Steue an t^n unb feine SSerotbnnngen gebunben gewefen waren/ fo tonnte n^ol^I allerbingö bie @age biefe einzelnen itriegioberflen ober Sßel()renfä(irer SEBibewubS @&^ne nennen. Hudf i^re 9lamen fdj^einen nic^t unerHirltc^. 3m ^rtegS^ f^tt, wenn bte SBe^rbaufen ber einzelnen ®aue {ufammen- fiifin, m&gen bte itrteg^oberfleri atö Saurer i()rer AriegS^ fclKtaren gemeinl^in aud|^ ben 9{amen t^rer 9Be|^rmanneien geführt / ber Vnfül^rer ber ©altnber mag alfo n)o^( ber (Sa^^ tinUt, ber ber Slatanger tnag ber 9}atanger, ber brr 9t>c mefamer mag ber |>omefanier gel(|eif en l^aben. Sd ging fo? mit a(fo wa^rf(t^einli(b ber 9lame M @am^ ober ber Sanb-. f^H^ft unb beS Solfed auf ben Arieg«fu^rer über, llatt bafi bie @age ben Stamen beft itriegioberften auf bie Sanbfc^aft &bertragen l^ft. Qi ifi wenigflenS gefc^ic^tlic^ nad^^gumeir {Jen, bafi bie 9lamen einiger ber genannten @au^83&I!er f(^on (ängfi bor ber 3eit, oon meld^^er bie @age jpvid^t, toirtltc^ oorfKtnben waren. ®o werben ^ wie frul()er tmit)nt tootttn, bie ©alinber/ bie @ubauer unb wie ed fd^etnt auc^ bie &d)alamx (?) idfon oon 9toIemduS/ alfo fc^on mtf)Te Sa^r^uttberte bor biefer 3eit genannt, worauf er^^ettt, ba^, wenn ber <Sage l^ier irgenb ein gef(|ii4^t(i(^er ®runb untere liegen foU, ber 9lame be§ Solle» )um 9lamen bed Artegc^« ober^en würbe. @o war ei wenigf(en» auc^ m ber Sitte anbetet ®ermanif(ber Sdler begrunbet ') unb borjugttdf) felbft bei b^n ®otben berf6mmli(b.  fad It^erlict fd^on in bec fcd^flen Oefd^i^te M ^ot^if^en &olUi an bec £)Wee, benn Tctcil. German. c. 43 fa^t fc^on : Trans Lygios Go- tbones regncmtur^ paulo jam addictius, quam cctcrac (Tvrmano- rum gentcs, nondura tarnen supra liherialexn. . 1) ®o ift 3>uiobob ber SBob, Pf^rer, ^«fe^^aber bf r Seuconr u -, IBoioriK bebeutet ben f^ixU becSBojer; ZiW</« U XXXIV. <*.. 4/i nennt augbröcE(t(^ einen Boiorix rcgulns Boiorum unb n)ie f^^on 9Bcr)'f(7 a. a. Ö. @. 118 fai-^t, ^abcn bte SBortc bod unb reib gUi^ljc ^i^i-r '• 1- 
17» £)te 9famen ber tinitimn ian\>\d^afttn. TtM Ut @age, aber fd^tnen wir ferner auch alft gc$ fd)t(^t(id(^e S^atfad^e ann^^men ju f innen, baf um baS Snbc t>a fedfften unb im Xnfange Ui ftebenten Sabrbunbertt bte 9lamen ber ein)elnen Sanbfc^aften unb t^rer Sewobner bc« merfltdj^er b^rvortreten. XU SBtbewubS &ehieUtföiaft mit feinem Sobe ju (Snbe ging^ mod^ten jene SleiB ober Jtriegd^ oberflen ber Sanbfd^ften, bun^ feine ©efalj^r üon aufenber m^f)x gefd(}re<ft/ jtdl^ nicbt entfc^liefen finnen^ Don neuem bem ®ebote unb bem ©eborfam eineS aSgemeinen SBiben? jBobd ober J(rtegSfurf(en/ beffen ißotbwenbtgfeit nur bte iCrieg%fal^r oon ben 9Rafootem trjeugt batte, fiif }u uns terwerfen. äwiftigfeiten Aber bie SBa^l mod^ten bteOetc^t in i^nen ben ©ebanfen erzeugen/ fortan frei unb umhs l^ngig neben einanber ba^u^eben; oieDei4)t alfo beutet au4^ iier bie @age in if^rer (Srjil^Iung über ben @treit unter aSibewubö @6bnen um bie <^errf(^aft auf beflimmte ge« f^id^tli(be ereigniffe bm. @eitbem aber bie J(riegftoberf(eit iu Surften i^rer 8anbf4^aften emporfliegen/ mar ein fc^its fereS ^eroortreten ber einjelnen SioIHtbei(e in i^ren befotu beren Sanbfcf^aften mit ibren eigenen {Benennungen eine bos mit natArltdS» oerbunbene Solge. SßaS bie IBebeutung unb ben Urfprung biefer SSotfS« namen unb ber {Benennungen ber Sanbfcbaften betrifft, fo liegen man^^e oon ibnen in fo entfernter 3eit jurädP unb anbere in fo tiefem jDunfel/ baf et faum migli4^ fc^eint^ bie G)>uren ibrer @ntjlel()ung mieber aufjuftnben. £)b äbers ^u)>t SBortableitungen ju i^rer (Srf(2rung oiel austragen, mag billig \>ai)xn gefleKt fepn. SEBenn mir auc^ befltmmt mäfiten/ bie ®a{inber bebeuteten bie Seiten unb 3(eu§erflen beö ®ot^en 5 Stammet '), fo bleiben unS bie Flamen ber beatung unb be^i(bnen einen ®e\>ittn. (Bactb 0. I. 9. 296. Go mag Xmbiorir bra reiks ber Ymbianrr bebeuten. eo f^einen au^ ber 9lome M ^tgamberigürflen jDeubonv/ ber M QimUtntfSitfkn iSt: foxit n. a. lufammengefett. @o erwd^nt ancb Paui. Diacon, L. XIL 1». 259 finea einß in ^fanbicn gebietenten ®otbcnsJt6nid< Godaricus — Goda-rcikf , Spater be< frft^r crwdbnten ^Wxmx. 1} IBic f^on oben berä(jrt ift. 
Die 9lomni ber einzelnen Sanbfdl^aften. 179 Satenct unb ®fat»anet — Cdfalauzr? — bo^ immer uiifrK2r(t(t^ ober wemgftenö bo(|^ jweifelliaft ^). fOfanc^e bcr 9(a»m m&gen o^ne 3»>eifel butcf^ bie ®ot|Kn mit aud @fan? btnai>ien gefommen fe^n, benn hitTU^nli^Uit t»on einigen in beibfn S^nbem ift offenbar Diel )u grof, aii bafi babet an btofen 3nfaa ju benfen to^re. S)ie|l ift ber f^aH mit Sarmten/ SBarmelanb ober Srmlanb')/ toieOeid^t md) mit Gamlonb/ wiewohl biefer Sßame au(l(^ bie Sage unb Se^ fdJKifen^it be< Sanbe« beseicf^nen unb //9lteberlanb'^ bebeuten fann *). 2)er 9lame beS IBarterlanbeS fdbeint ebenfaKö ®o^ mfi^^tn Uxfpxnn^i }u fepn; eS mtrb wenigflenS einedJBoKSr jweigeft, ber bie Satter })Ui, in ber ©efenfdS^aft ber @or t^ , SBBanbalen unb &avmaUn emi^nt *). 2>ie Kamen 1) Sei ber etpmotogircben (Sr!tdrung<(u{i fn1()erer (Sfle^rtfn ^at ed frnrt(( an folc^n Vbldtungen ber $B6l0ers9{amen au(b in 9>retiffen nt(^e ft^n f6tttten. 6e erftdrt 9)rdtoriu< in ber 0d^aubübne !B. 11. r. 13. ten 9tamett ber @ubaaer bur<( Sudyti nebten, Suduns, Sud- tiims» Sudzia ein Btid^ttv, »eil SBibetoub au< ben ®ubauem, bie tt>c: flen ber 9täie ber 9)oIen bie gebitbetfien 8anbbewobner geweren , feine Stifter genommen, ^er qah eö fc^on fo gebilbete |>o(en in ben Sas gen hU ytolemdttt? — Ob etmad gewonnen tfi, wenn man an bie gcns Snethans, quae velut Tfauringi equis utuntur eximiis, in ^fan* biiovifR irobnte (Jomand. c. 3.) unb berftber gewanbert fe^n f^nnte, bentm mottte, ma^ haf^in geflettt bleiben. 2) jDaf SBarmelanb ober Sßermelonb in ©lanMnaoien eine alte yc9Dtn)taIs Benennung tji, gebt aud ber YngUnga-Saga c. XLVII. XUX, avA bem Fragment Island, ap. Langebeck T. II. p. 267, Adam. Bremens, de situ Daniae c. 231, 9t Ab' ®efcbi(bte ^6)X0tt Icii e. L e. 9. tt. a. {tor ben»or. 3) jDer 9tatM Gamlanb ttnnte mobi mit bem ber großen Sonb» r^ft in Ootblonb C^malaab sufammen gefteHt werben , wenigftend liegt \k Xebnfi<b(eit ber 9lamen febr nabe. «Mennig aum 8uco« jD'avtb 8. L €(* 158 erftdrt ben 9lamen burcb 9liebeclanb , ibn ableitenb vom Mifcben Sorte semme, (Srbe, Sanb, befonbert niebrig getegeneö 8anb. 64(6 )er 9lorb. 0e[(bi(bte @. 301 nimmt Same ober Suoma na<b bem gtnnifcben für fRoraft. 4) Adam, Bremens, histor. ecclcs. L. I. c. 3. £)b man ben 9amen ant bem @otbtfcben erfliren bfirff, wo balrthei fo otel aX^ Wr gttttsenb, berflb«t bebentet — mjUas Matb, VI. ß. Luc. XIX. 19. -^ mag babitt geffedt bleiben. 12* 
180 DU 9}ameti ber eiiueCtun ?anbf(^aftfn. • 9lata\\Qen, «^ocferlanb nnb 9>omefanteii fyit man Mi> t^rer Sage unb natärlidj^en IBefc^afen^eit ju erfl^ren gefud^t unb in 9latangen bte Sebeutung be^ ^intexlanM, in •^otfer:^ lanb bic beS ©ebtrgS 9 ober iDberlanbeS unb in 9omefanien bie beS Sanbe^ an ber ÜRafau }u ftnben gemußt 0- ®9 it man and^ bemüht gewefen^ ber Sebeutung ber 9tamen SlabrauenS unb ^ogeranienS näc|»}ufpuren unb fucbenb ^t man gefunben, baf iene§ erftere etgentl{<^ bad Sanb bet SSBaIbbonigfamm(er unb ^ogefanien bad Sanb ber @tarfen bebeuten foUe '). ^ad) gleicher @rRarung6meife ift enblid^ im tarnen be^ ^ulmerlanbeö bie JBebeutung bed ^oc^geles genen SanbeS gefunben werben^); miemof^I biefer fHame wo|)l elier auf ©otbif^en Urfprung ^injuweifen id)mt TiM bem aUen aber gef^t ^ert^or^ baf in joläftn Singen fc^werfidt^ immer gef(^idl^t(i4)e ®en>i^li)eit }U erreic|»en ift unb baß bie meijlen ^Benennungen ber alten &anbf<^aften 3latl)\cl bki^ ben, beren 2Cu{l6fung oieOeicbt fix immer eben fo ttnm6gsr Iid()^ atö unfru(|)tbar fepn burfte. git>(|) rÄt^fel^after unb bunffer ip bie ©age in fft&d^ ft(^t beffcu/ maS jte t>on ber jmifiigen äBab( bed ©riwe unb t)on ber S£rennung S^ittbauend bcricbtet unb welcbe ge^^ fdfl^tlxi)^ <Sre;gniffe l^iebei n>ol^I jum ®runbe liegen m&gen. & ifi taum mb^li^, in biefem ^l^etle nacbtlic^er Sergan« genbeit auc^ nur Ginen I;elleu ®tem ju ftnben/ ber und auf pc^erer IBa^n weiter fubren f6nnte. 9Btr ftnben in ipaUtm Seiten fafi in ieber Sanbfc^aft 9>reuffend einen ^is (igen äBalb/ wie er in @amianb baS ^eilige Siomome ums  1) ®o «Mennig iixm 8ucd€ 1tia\>ih SB. I. &. 158. Vbtt len: bfitgt für btc ftic^ttdfett ber TCbUitan^ 9om€fanien$7 2) 3n folc^en (StUitm^tn gefdUtfl^ befonberd yratoriut C^^au* bfi()ne S. in. c. 4. §. 11 unb 26. 9labcau<n (ettet er af> oon nadra* •vrin, n>e((^e« Sßort im 3Clt|>reufftr(^n „fB^alhbitntn t^oni^ etnfammclQ'' bebeatro folt, ii>ett bie ^tobvaviet tinft bebeutenb t)iel Sßdlb^ontg geforn« md(t ^tten. jDen Stamen ^ogefanien erftört er hutä^ Pojein-siemmr b. (. ber &tadcn 8anb. 3) 9>rAtortu« a. a. t). $. 4- 
8ffd)t(^ee utt^ ®dge ubtt bit Saitbe^t^eilung. 181 KUeS; nrir entbecfen G)>uten^ md) Unn Sebfutung in Diefen ^tltgen ffiälbent <&emn?Gi|e unb 9{tdbtet«£)tte/ ^itUei^t So(»nftge für ©rtwen gewefen }u Uvn f^einen. <^m btefeS aUa bieOet^it bamal« feine (Sntfiel^ung? ^Batb wJkiäft tamalB ber Serg ©retoofe am l^eiltgen SBalbe an brr etrgttne n>o naA^er @^rt|ibnrg gegtunbet würbe, jum 6t^ cineS ®rin>e fär yomefanten erlf^oben? Sefamen vteOetcl^t in jener 3ett fd(^on bte iDrte Sto^mSborf unb fft\fh garben unb baS na^eliegenbe @(bip)>enbet(, etnß SBaOewona genannt, i^re Sefttmmung ali «Ferren $@i^e un\> 9tiä)Uu firtc "")? Sinbet mtUei^t in jenen Seiten ble @age ibre Segrfinbung/ ba# im b^iltfi^n tEBalbe iRobrauenö ber @rime )tt üRomowe feinen &i% gehabt? Sb^itte {nb alfo tvie bii ^a^t be$ aStbenf ArfYen SB{ben>ub, fo aucb bie ®ema(t unb 9Bütbe be^ ®nn>e unb erbielt t^ieUeicbt nun jeglicbe Sanb^  1) ^IrrAber an einem fpdteren Orte bad 9id^rr: 3) TCuftt ber fc^on ertDd^nten alten &aqt, ba$ bei biefen Orten ba4 9cmowe etntl gewefen r<9, liegen Allerbingd au(b in ben 9(amen Hefcr jDMn; einige nt(bt «nmicbtige Vnbeutttngen. «Der 9(ame St^fT gortm beadibnet fo oiel ald »ßerrensSSerg; er ift iufammengefelt an9 Rickjs, Reiks, *&err, ®ebteter, «^errfc^er, unb garbs, garbes, ^ü^tl, SSecg, mei^ei in aUfamldnbifd^en Ortöbenennungen bfter Dorfommt. Üa im 9tamen dSomowe bie erfte @{lbe Rom aUerbfngS bt'e mefentlicbffe it, »eil bte Silben owü, n'ie aud) in Dielen anbem altramldnbtftben {Mmamen fo ülel aU 3Cue beaet^nen , fo b^^t gemtf aucb ber 9tame 0tDbniib«rf fdnt befttmmte Se^tebung. Ueber^aupt fommen Ortöna« «en mit folcben 3urammenfetungen in |)reufren fo b&uf^ vor, baf ifMdd^t aucb b^txaui auf eine beftimmte SBebeutung berfelben au fcbltes fen ifi, ro 9{obmanen bei £)rte(gburg, !Romandgut Ui •&eÜigenbcUi too ein betllger 2&a!b war, gto^mau M gapiau /gletcbfam M einem beSigen SSalbe, 9tombitten bei 0aalfelb, 9tomxtten bei 9r. @ilau, ftomlott bei ^eujburg <m ^i^ifcbing, 9tom im alten Sanbe (Salinben tt. 0. 9^^t unnnd^g ift aucb ber Umßanb, baf xoU bei bem fftomowe 11 Ckimlanb eine Sranbfl&tte (ber einfüge Crt be< bettigen geuerd) oar, fo aucb bei SSobmöborf ein Ort SSranblaufen genannt wirb, ber fo viel ali Sranbßdtte b^ift, bemx laukas ifi im ^ettifcben rampny. — ttebrr tlJkKnvona unb ^cbippenbetl wirb fpdter hai 9ibtbi^t gefagt 
1 ■  182 CSefd^tt^te unb Sage ibtt bie eattbelt()ei(uns. fcbaft noäf fein Monbereft SRomotoe unb feinen eigenen @rin>e/ ^Uüei^t in gewiffet Xb^^ngigfeit wn bem alten ®ttn>e unb 4tten Stomowt, worauf bie @age ^injubeuten f(|^eint? £ie$ atteS ftnb Sragen, bie (einet melft tu (&fen vermag. Sßevfen mir nun aber nocb einen &ti<f auf bie ganje @age iurucf , fo ftbeint eö wobi unbeftreitbat/ ba$ fte in ibrem innerfien Sßefen auf wirfticb gefcbi(btti(b^ni Soben erwadl^fen ift unb bafi in ibr beö SanbeS Alterer Suftanb in feiner Serfaffung/ wenn aucb umbuKt unb umbogen von bent/ nniS ber @agen)eit angebbrt/ wieber gegeben wirb. i^awn teugen tbeite JBeweife aui $eitgen6fitf(ben Scbnft fleUern {lammt>em>anbter S6l(er^ wie SomanbeS; eft j^eugt baDon tbeilft aucb bie Uebereinflimmung ber Angaben fp2^ terer bewabrter flueOen, bie nni aber SinselncS Sefiiti? gung geben/ wa9 bie @age a\i (Sage binfteSt ^); e8 )eugt femer biet)on aucb bie ®(ei(bbeit unb 3Cebnli<b(<(it in Ser^ faffung/ @ttte unb IBraucb beS SoKeS in i)reufren mit benen berjentgen S&Ker/ bie ibm {lammt>erwanbt unb glei^ (be^ UrfprungeS waren / wie aui ber fpiUtm S)arfleSung ber Sieligion / @itte unb Seben^weife ber Sewobner |)reufs fenS Yiocb mebr erbellen wirb; e$ fprtcbt enb(i(b bi^f^t felbft beräufammenbangunb bie ®lei(bf(immung ber @efcbicbte fp2« terer leiten unb bed ganjen ®anged beS SBoKSlebenö im Sanbe felbft/ benn bie ©efcbicbte fennt in ben n^cbpen Sabrbun- berten wirKicb eine fold^e S^b^itung iei SSolfet in t>erfdbies bcne 8anbf4)aften ; fie finbet in ber SEb^^t aucb folcbe San^ beSfurfien/ folcbe fSteiH auf ibren Surgen, wie bie ®age fie f^^ttbert; fie nennt felbft neben ben nodf fortbauemben 9lamen ber Veftier, ber SEBiben ober ®otben andf bie Se« wobner ber einjetnen £anbf$aften mit benfelben SZamen, wie bie @age {te angiebt SSSenn alfo ber Urf^rung biefer 9{amen aucb immer bunM unb mandj^eö Sinjelne ber ®age  I) 3. SB. ^Vulfsitm, Pcriplii», Adam. Rrew. , ffeltnald. , J)ii<x- 
Xcieg mit ben SDtafoDfern. 183 onatt^ItcM 9iit^a bleibt: — \>ai SBefentlid^f ber @age^ t^ tnnetft SUm beruht unjheittg auf bem @ntnbe eines wUff^Mt gef<bicbtfi<^n Sebend/ unb eS muf felbft aucb bi« Seit feflgebalten xottbtn, oon toelcbet bie @age ergdblt; cd mttfi alfo im ablaufe bed fed^flen unb m ber erfien ^Ifte be6 ftebenten 3abrbunber» baS Sßefentticbe biefe^ Sebend^ wit e9 bie ®age ((bilbert^ in 9)reufjp?n beftanbeu tebrit'). Son ba an fcbu^eigt bie @age eine Seit binburcb. Stift mu^ Dielen Sabren, f&^tt fte fort ^), erbob ficb ein blutiger Stnti iwtf^en bem SSoIfe in 9>reufren unb ben 9Rafootem. 2>ei 8<^be 2(nlaf mar folgenber. @in reicber^ ebler Wta:: foDtet «etnabm, baf ber Särft feinet Sanbed mit feinem Iffieibe verbotenen Umganges )>flegte. SergebenS warnte er; unb ba er einfi nacb «^aufe suräcRebrenb bie beiben @dbu(r bigen in ber Umarmung fanb^ fo bur(^bobrte er fte betbe mit bem &pit^t. S>m 9{a(b)orn ber SRafoDier fürcbtenb ergriff er eilig bie Slucbt nacb 9>reufren^ wo er am f^Mi^ gen dtomowe @(bu6 )u ftnben. boffte fAr fein Seben. tinb er fanb i^n. 2>o^ al8 bie 9Rafot)ier foIc^eS oemabmen^ bra4^ beS ermorbeten Surflen SBruber mit einem grofen iKrerbaufen auf/ jog t)or JRomokoe/ verbrannte ben ©ritoe ^mmt feinen |>rieflem in tbren SBobnungeU/ t&btete ben. gefUicbteten SSafovier mit graufamer ^ein unb trat/ alS er  1) Hn eint fefii IBefhmmung ber Sahire tm (Sinjetnen tf( nat&tLid) tifbri nicfet gn benfen. 8ttcae IDaoib SB. I. &. 53 feit hU eanbe^< tteifvag nacb bet Xn^abe bee Sircbof^ Gbriftian in ha^ 3a^t 573 unb ykna fürnmt aacb ®tmon Grünau Tr. IL c. IV. §. 1 öberein. €Kp4trr^n aber &. 76 giebt 8uca6 jDaoib bai runbe 3abr 600 aU bie diist bec Sb^Iung unb Cipferung ber beiben IBoItebäupter an unb 6imon Grünau Tr. II. c V. §. 2. b^t bter fogar bad gan} falfdj^e 3(4r M ober 500. 2) Cttcad jDaolb S. I. 6. 92 erwdbnt aber, baf er bfefe (Sr l^brng aud /,et(i(l|en 0ef(||i<^tr(breibetn ber 9>reufltf(|ien ®tfd^iä)te/' aqb nu^t ane feiner btiberiden tintUt, ber fronte be^ SSif^ofd <^bri- |Han genommen b^be. 
\  184 Jtcte,9 mit btn SRafooiecn. in 0er Santfc^aft aUti t>erf»eert unb bte toel^^en Wtks ner etminrbet datte, t>te fRniUf)t an. 2)a flanben ))li^(t(^, aufgefddreift butc^ bie iSac^ric^t oon be$. ®rtn>e unb tet ^ttefier (Stmorbung unb oon bet S3enDäflung/ im na^u li4)en ßanbe bie ®amlinUt unb (Subaiier auf / ereilten bii 9Rafat)fer unb Mntpften gegen fte mit folc^m ®Iä(fe/ bafi biefe \)xe Slu^t ju i()rer Stettung fuc^ten. Xud^ au< ben anbem iant>\6faftm , auS 9latangen, @rmtanb/ ^ogefanten/ ^omefanien^ ©altnben unb Sarterlanb eilte bie ^rettiare ^annf^aft juramnten, um in äRafotoien einpfaSen imb an bem freüelnben SSolfe noc^ gr6fiere Sta^ ju ihm. VU lein bie SSomel^mfien unb SBeifefien t)telten ei H&t d^rn« U(t)er unb ben ®ittem erwänfdl^tet, sbeüor ber Sret^el am 9ßafot)ifi^en SSolfe t>ergolten merbe^ iai ^eilige fltomotoe wieber()ersu{leaen unb einen ®time mit feinen 9wftm n)ieber etnjufegen. @rft atö \olö)a gefdj^e^en toar^ bracfi ba6 neuioerfammelte J(rieg6t>o((/ t)on bem ©lauben beget« flert, ba^ bie ®otter felbjl an i^ren ffeinben bie fitr^^tdarjie Stäche »erlangten, in SffafoDien ein, Dermöfiete baS Sanb t>\xxd) geuer unb Q^xottt, f^leifte Seflen unb trieb SReiu feigen unb SSie^ in großen &d)aaxen IS^intoeg. Staum aber })atte bai <^eer baö oerobete Sanb t>erlaffen/ ald bie SRafo» mx }ur JBergeltung bed ®rauetö ftd^ t)on neuem t^erfam^ melten.unb unt)ermut^et ini feinblicf^e Sanb einbted^enb mit gleicber SSermuflung burcti Staub unb Sranb neue 9ta4e übten. Unb in fold^er äßeife bauerte ber SälnU unb 9taub« {rtcg elf ^a^xt f)iniuxd), bii bie S3&l(er im S^eoel exAlii) ermöbet triebe f4)Io{Ten. £)a« SSolf in |)reuf|en mgaf auc^ balb bie alte ^xoittxa^t unb trat mit ben aXafot^ieni rvic 2Ut>or burdE^ «^anbel unb SBanbet in freunblid^e ®e« mcinfdfiaft. 9lur bie SSornel^mern in ?)reufien »aren fct^we* rer ju oerf&l^nen^ bod) fud^ten bie Sßafotoier fte auf ]eglt(^ SBeife, felbji aucb inxö) xeiä)^ iOpfer an it^xc ®6tter «nb  1) 5ucü6 jDatjib 95. f. ©.03 nennt »labrauen, wert txM fHcmowc noci^ 9'labrauen fe^t. 
Sage t)on 9oUn« «|»errf(^aft fibec yceuffeti. li)5' bunl^ l^nfigett 0efu(l(» bed lieitigen Ütomotoe'S {u neuev Sitttfl ju gen>mnei£ Vn btefe Sagen fc^lteft ftc^ enbltd(^ aud^ no4^ bte 9tadb- tu^t |>olnifcl^er @efd|^id(^tf(d(^re{bet t>on' ber ^errfc^afi tl^tet olteflen itintge über 9>reuffen an. SBie fte exii^Un, foQ ft^n ber alte fabelf^afte Stbnii £ef(^e(f ber £)ritte ntdf^t b(of über bie f)art^er — 9}tetfcl^tnger — / fonbem auä) über bie (Sot^n im alten ^reuffen feine munberbare !92adl^t6abers f4^ft auSgebe^^nt unb fetner ©ema^Hn Sulia, mi)' ber @age einer @(^n>efier Suliud (Safard, bie Sanbfdt^aft @amlanb jum @efd^en(e gegeben ^ahen ^). hierauf foK au(^ Eefc^ecfS altefter @o|^n 9)o))ie( ber 6rfte ober 9}om))inu« SBe^errfc^er be^ ganzen @lat)en-SanbeS unb ber angr^njcnben HnUx ge»efen fepn ^). SBolf^I wire e« mbilid), baf j»if<^en jec ner Sage ^om Äriege gegen bi^ 3Rafot)ier unb biefer ^en* fd^ft 9op\M über bie Stacbbarlanbe ein gewiffer 3ufammen^ bang &tatt gefunben 'unb frembe ©ewaltlfiaberfc^aft wm  1) 2>iefe ttunbcclit^e 9?ad^r!(6t $at Kadlubeck L. I. ep. 16. iSt fi^t eom Jtontge Srfd^ec! : nam et Gethis et Parthis ac Transpartha- nis rcgionibus irapcravit. llulc iandem Julius jure affinitatis gau- det foederarii sogrorem nomine Juliam eius matrimonio social eique jure dotis a fratre BaTaria, donationis vero propter nuptias a Tino Sambiensis condonata est proTincia. — ^a< beftc frttJfdbe ttnb 9rr4t<(ttt4e Ortzeit aber biefe fonberbare ©teOe giebt LeletveJ M Os- soUnski a. o. £), (S^. 553 |f. (Sr Utot\\it, baf bte ganse Stelle fe^r oer« borben i#, namentltd) ffatt Sambiensis in mehren *&anbr(l^riften Sar- baensis unb Surbiensis gelefen »erbe unb in anbent bte gange ©teile ^ar ntc^t t>oi^anben fep. Qx ^&tt bie ganje 9la(^d(bt föc eine @rbtd^ rang bed 14ten 3a(ri;^unbert$. ^ann fügt er \jmiVLi ,,3n biefem Se« f^ ffnben wir bte ®pur von bein 2Cnben!en an bte n>ett(dufttge t^err« f^aft be^ 6rmanart£ im 4ten Sa^r^unbert/ brm au4 bte GI(aoa!en untectb^nig toarcn (Ammian. MarceL L. XXXI. c 3. Jornand, de r«b. Get. c 24.) S)er 9lame ®<tben Iji ber 9lame ber bamaltgen |)rMfs fafen (Sotöfen/ inglric^en (Sfl^en)." 2) Kadlubeck L. I. ep. 16: Pompilium Tero jure primogenitu- ne regem omnium statuit: cuius nutu non Slavia^ duntazat mo- narcbia, scd etiam finitimorum gubernata sunt impcria. Ossolinski 3. 43. Lelewel ebenbaf. @. 560. 
I  186 ®age t>on ^cUni Jfftttf^aft &btr ^ttuWtn. (S&ben l^er ^ aber einen SC^eil |>reuffen8 «verbreitet babe ; allein eS ifl feiner 8orf(bung mebr miglicb/ in jene^ nn- bur(bbringli(^e iDunfel irgenb einen ^tVUn Si<btfirabl tu bringen. & betft iene Seiten bie ewige 9la4)t ber Ser^ geffenbeit. 
^ t ittt$ & ap i tti.  ^ud) in ben Seiten Ui großen SfranfensSieid^ed bteiben wir übet bie @(lj)itffale unb SSerti^ltnifTe be» SSolfeS bet J&bbaltif(4en Jtufienftretfe im £)flen beS SSeicf^feUStromee fafi gan) unbele^irt; benn fo gro|i wo) bie Bewegungen ber fßilUt unb bie Umwanblung beinahe gang (Suropa'd in jenen Sagten waren, alft ber mic^^tige Sranfen^^intg, laifer 6arl ber ®rofie baS Scepter unb @(^wert fäl^rte, fe ^ben iod) aUe feine XimpU, fon)ol()l bie gegen bie &a6)^ itn, aB au(^ bie gegen bie norb&f{lid[^n @(abensS35(fer CeineStoegS ben Srfolg f&r uni ge^iabt, baß bie ®z\ä)id)ti biefedS^ileft ber iOftfeesSinbet um irgenb etn>aS aufge« Wit unb bie Jtunbe Aber bie SSilFer im iDjien bermel^rt »orben w^re. Sßiv erfahren nic^t einmal, ba|i feine Jtrtege mit ben SBitjen an ber iDber irgenb eine 9lutfmir!ung auf bie 6(at)ifc|ien 3weige jwifc^en ber £)ber unb Sßeicl^fel utib itxtd) btefe auf bie IBen>o()ner bed Sanbeft bieffeitj beS te^« tem Strome« gel^abt baben. 2)ie 9la^xi(bt aber, baf , to&l^ tenb 6ar( mit ben @a(^fen {jm^fte, ein ^eerllK^ufe biefe« fSoU M, bie bebrängte «^eimat bertaffenb unb auf Schiffen flnifs tenb, enblic^ in 9)teuffen ge(anbet fep unb liier ruhigere Solnft^e gefunben ^abe, flammt toenigftend aui fo fp^ter Seit, ba# fle fc^ioerlic^ iu berbärgen feyn bärfie ^). 9tur 1) Mariin. GaUus \^H,htt ttii< tiefe 9to<l^ri(l^t dtebt (Ir fagt p. 9t: Non est inconTenienj, rx relatione may'orum aliquid adili> dissc. Tempore namque Caroli Ma^i Franconim Regia cum Sa- sonia sibi rebellis existeret, nee «lominationis iugum nee fidem 
188 3eic (Sarld be6 @rofen. 2>er ^torben. baSStne erfaßten toix mit t>6Qtger (Sewtf^eit, baf man im Sranfen 2 9let(i^e a\i6) gut Seit 6arl$ brd (Srofen bie Se.- molSiner ^reuffend no(|^ unter bem alten, aOgemeinen 9lamen bet TCefiter ober heften fannte unb t>on ben @(at)en unter» ^ f(^teb, benn fo nennet Sixn})axt, ber eeben6ber(3[^ret6er Satlö y/' beS ©rogett, bie Silfer an ber @übfufle ber iDjlfee'). — r S3alb aber fiUt t>om Ütorben l^ierab , aud @Fanbmat>ie]t, tin neuer l()enerer 8i4^tflro^t auf bte fublicl^en £)flfee$Sänber unb innid)ft au6) auf 9>reu{fen. iDaS aUüerbtnbenbe SSect fe|te au4) l^ter fcl^on tn atter 3ett entfernte SS&Ifer unb iin^ ber in ®emeinfd()aft unb SSerul^rung. 9>t^u{Ten ^tte einen bebeutenben SE^e{( feiner fi3en>o^ner auf ber äBoge beS 9Ree^ red aM bem 9lorben erhalten unb @Fanbinat)ien n>ar fc^on in uralten Sagen t>on fubbattifd^en ititfien aud mit neuen 2(n(&mmlingen bet>6l(ert werben. Sie gewaltigen Seme-  Christianam suscipecet, populiu iste cum navibus de Saxonia Irans- njeavit, et regionem isiam (i. e. Prussiam) et regionis nomen oc- cupaTit. Adhuc ita sine rege sine lege persLstunt, nee a prima perfidJa nee ferocitate desistunt. Uphag^en Parerga p. 585. ~ Sie SRartm (BaUa^ tie Sla^n^t giebt^ fann fU fä^xottliä^ »a^cfr^n; bmn fafl fc^mt ed, 0(0 fpri^e er oom gansen fßotU ber €ki4ffn. Üt fc^retbt ez.relatione majorum; foQte oiellei^t »irKid^ eine TCuinnuibcs rung eine« «Raufen« von Saufen btf^ erfolgt fe^n unb ba< fleiiie Zanb €^affen ober ^^affooien binter 86bau j(woräbec rp&terbm ba< 9U&' bere) ba^er fdnfn 9tamen erbalten b^ben? Ober qaf> hiefH Sdab^en mit feiner 0affenpile ober ^Saffenburg Xnlaf jnr Sntflebuttg ber Ckige Don einer (ünmanberung oon Qa<bfen? SDaf bie alten €ki4fni iMe 3fige sur ®ee unternabmen, ifi befannt» aber eben fo gewif , baf biefe Sftge ft(b meift auf bie 9lorbfec bef(brinften ; f. Sßerfebe a. a. C &. 131. <Sine gefcbicb t(i(be Segrünbung ber 9la(^riibt oon STartin ®aSu6 iß alfo wob( fd^toerlic^ möglich. Cf. Eccard de origine Ger- mnnor. p. XIII. 1) Eginhart c. 12: Dani siquidera et Sueones, quos Nord- mannos vocamus et septentrionale littus et omnes in eo insula« te- nent. At littus australe Sclavi et Aisti et aliae diyersae incolunt nationes: inter quas tcI praecipui sunt quibus tune a rege beUum inferebatur Welaubi. JDer fQikt<bfe( enoibnt (Sginbart unter bem Stadien Vistula; r. 15, /  \ 
€kjit wn ®taffabbet^ Saaten an ber fAbbattifd^n Aftße. 189 pmgtn unttt ben ßbfStm, vHld^e Storni SrobeningSlufl nnb QüHi beS ®rofien JCrtege t>eranlafiten , trieben S36t(et an« bem ®uben md) bem 9lorben unb {ogen gtofe «^eet« ^oufirn )»om Korben ' na4^ bem @äben ^). Xucf^ eine grofie 6^Y von ®ot^n n^at/ itote eS fc^eint/ von ben itäften be$ f4^iiHit)en 9Seere& in @fanbtnai9ien eingen>anbert unb ein 3S^il bed ^emUt^fSolM, bur(l() eine gro^e @cl[)lacl[)t gegen bte Songobarben au6 feinen fubti^^en Sßo^nfi^en an ber 2>onait t>erbrangt unb weiter unb weiter na^ Sterben QHmbemb/ brang burcb bie weiten* ®chieU ber @Iat>en:: Bittet bis gu ben SSBamern jwifcl^en ber £)ber unb 6(be Itnburdb unb fette )U ben S>imn aber ')• ®i> war burcb manilb^S ^in^ unb «^ermanbem fd^on in frAber^eit immer tine gewiffe Ser&bi^ung jwifcben ben n&rblicben unbfäb:? Itcben Jtä^enldnbern be« SSaltifcben ^eered bewirft worben. 3n alter Seit mag gum Sbeil wobt aucb jener «^anbet^ ber tN>n ben fcbjffreicben @uionen betrieben warb, bie ©emein« fcbftft mit Unterbalten ^aben. 3m 3Cb(aufe be« fünften unb fMbften 3ab4iunbertd aber gaben nocb man4)txUi anbere Ut^ fuben Ztüa^ }u gegenfeitigen iBerubrungen unb gwar fafi immer nur gu feinblicben Begegnungen, in benen {tcb bie Mften einanber gleicbfam naber rAcften. Xucb bier wieber« ttm m&ffen wir suerft bad unftdj^ere @ebiet ber @age be« tStUtL 2)er alte @ranbinat>ifcbe '«^elb ber @age, @tar(abber^ ©torwer» ©obn, beö iltem ©tarfabber« ©nfel, ber ^er* CUM be« »orben« /tfl e«, ber unÄ tfitt juerp begegnet. 3Cm liefe be< Dinen^Jt&ntgS «^aralb mit beffen @obn SBifar ««ferjogen unb fo berübmt aW geffirdS^tet wegen riefenb<ifter ©tirfe, ging biefer •^elb in ben erflen Seiten beö fünften 1) Monitsquieu Consid^rat siir les causes de la grandeur des Romains et de leur ddcadence c. XVI. 2) Procop. L. IL c 11. p. 259 — 260. TCbetuiig &itera betttr<^c ««faulte e. 82, Eccard, I. a p. XXU — XXIU — XXV. Anna- Utta Saxo p. 338 fennt hit Herult vcl Heyeldi inter Albiam et Oderam.  \ 
190 Gage Don «tacfaWer« S^aftn an bet ftobaliifi^ Jtft^. SaJ^v^unberM, ba bte einige .f^alfbati itnb ^riebldf unb nad!> i^nen grobe ber «lerte in 8el^ta — in Dittemaff — l^trf^ten/üielfa* auf Ätieg^fa^rten, nm ?)toben feiner gewaltigen «^elbenfraft )tt geben. 2>a warb er etnfi vom Jtinig Srobe audgefanbt, um bem StbfaQe bftiidftx ßblUr t>orjubeugen, bie bamald bem Jt&nige ber X>intn jinSbar maren ttnb begab ^d) juerfi nac^ Stu|i(anb. S)arauf aber mit bem @tat)if4^en S&rflen SBino {u^ oerbinbenb/ sog er au(b )um Jtampfe gegen bieJturi^nber, @embter oberGam« Idnber, ©emgaOen unb aOe anbern 6fili<b mo^nenben ßbU Uv, bie ftcb ber 2)ien{ibar{eit beS 2)anif(ben JUnigS ent^ fd^Iagen mollten. ©(dnjenbe @iege waren äberaO feinet ^ Gcbmerte« ®efolgen / fo weit er bie Silfer betdmpfte , bt« ber Stuf beS wunberbaren Ximpftti Sßiftnn i^n mieber nacb 9tu|ilanb jog unb f^dter aud^ f>o(en im Streite gegen bm itimpfer SBa^ce feine «^elbenfraft bemnnberte ^). Sreilic^ ijl e& unm&gtidb iu erforf^en^ xoai an biefcv unb an dbnlic^en @agen ber ®ef(^i((^te unb toai ber jOtdb« tung iuge^6rt. Zbex ni<bt unma^rfci^einlic^ xft^ ba|i mir in @tar!abberd ^elbentbaten ba« Silb beS Sfanbinaoifc^n SebenS jener alten Seiten ffaben, ba^ bie ®age auf SBaf^r? beit, bafi fte auf iener (Sitte feerduberifd^er «gelben «Sabrtett berubet, bie t)on @fanbinat)ien$ Steic^en ani wie naci^ ben me1Hi((^en 82nbem Suropa'd, fo an^ nad) iOfien bin auf ber jBaltifc^en See fd^on in frä^efter Seit läufig untemom^ 1) 00 ers^f^R hie &a%t, fo totit fii yrcuffen SccA^ct, bie noAU fd^en ElttelUli: Saxo Grammat ed. Stephani p. 105. Peiri Olai Chron. Reg. Danor. ap. Limgebeck ScriptL rer. Dan. T. 1. p. 92 : „SUrcatherus cum Wino principe SlaTorum mittitur a FroChone contra orientales populoj, jam Regi Danonim sab tribnto serrien» tej, nunc autem rebeUare Tolentea, ut auf in fide continerety auf ad juga rerocaret, qui pugnaTerunt contra Curetes, quomm natio extat in Livonia, et contra Sembos i. e. Pkvicos et contra Seml* gallos i. e. Tracias, et postremo contra omnes orientales preliati sunt, et daras Tictorias longe lateque reportabant Gf. Tk. GhejrS" meri Compend. histor. Danic. ap. Langebeck. T. IL p« 31S. 0ii(iat ®fr4»i4te bft jMnen )B. L 0. 287 f. 
fkgt twn 6tAt{abber6 2^attn an be? ffibbaltifd^ Jtftftt. 191 men wntbetu 3u biefer Uebereinftimmttng mit ber norbt« |(^n @ttte fommt aucb no(^ ^in^U/ bafi t)om Jtittige Sftobe aii«br&(niii& evg^ll)» wirb, er l^abe oft bie Saltifc^r n ©ew&fr jirr bunl^ feine feerduberifc^en ^afftttn unftc^et gemad^t Ö- Cr filierte felbfi aucb JCriege gegen bie ituren in ben £ip Unbent unb gegen bie Stuffen/ wä()renb auf fein ©el^eifl Jtinig iDmunb üon @4>Dnen unb «^aSanb an bie ben ^i;: nen unterworfenen (Statten ©efanbte Watt, ben Tribut t>on i^en einsnl^olen, ftatt ber @(^a^ttng aber Stäben unb ^tinbe erl^ielt unb bann in SAtianb t>om @tat)ifc^en lBo(fe beimgefu(|^t warb/ wo er in einer fd^weren &ö)lad^t {teben 6(a\>tf(lbe Jt&nige äberwanb unb bad ganyr Solf wieber sunt Tribut n6tbigte ^). SSieOeic^t i{l biefeS jum S^eit mit ber gef4ii<l>t(i(be Soben, auf welc^^em bie @age von ®tar:: fabbert ^^elbentbaten f^ielt. Sßenn baber auc^ t>ieled t>on i^nen ber 2>i4^tung jugeb&rt., fo bärfte eS bod^ nicbt uns ioabrf<beinIi(b fe^n, baf bie Sßur^el bed ®an)en auf ge:' Vfiä}Üi^Tn Seben eingepflanjt ifl, bafi bei folc^en r^uberi:: fi^n ®eefabrten an6) frä^geitig fcbon 9>reuffend iCöftenge« ftete (uweilen ^eimgefud^t unb t)0n rubmfä(t)tigen @eeriu:: Um, bie man t^ieOeid^t burc^ einige ®ef4»en(e jurSBeitet^ fd^ bewogen f^attt, M unter i^re «^errfcf^aft gebra^^t be^^ tmd^tet würben ')• jDiefe &rf(t)einungen aber liegen begrAnbet in ber ffla^ tax be5 SanbeS. 3n alter Seit "fyat ber 9torben immer me^r  1) Snorro Ynglinga Saga c 31 : Res Frotlio mare Balticum piratica expeditione infestum reddidH; c35. (KcbflQrbi (Sffc^ic^te Uä eiol. fSm tt. Jhictonb 0. 305. 2) eubm SDdn. ®ef(^i(bte B. I. 0. 339. 3) Depping in fetner ge!r6nten yceUfd^dft: Histoire des exp^di- lioiu maritimes ^tM Normands. Paris 1826 T. I. p. 45, t90 tt oon Otatfobbeci anboten fpricbt, fagt ebenfadd: Je n*oserais affirmer que loatcs ces aventureS| racont^es parmi beaucoiip d*autres par les saps, soient exactement Traies; mais du moins eUes sont con- iormes aus moeurs barbares des Scandinares, moeurs qui d^g^ntf- raieni quelquefois, chez les cbampions, en förocit^. 
192 €!f anbina\>tf<6e ßettiubet auf bet £>flf<»\ 9Rfnf4^n erzeugt, atö bie 9latur unb SBef(|»affen|iett ber ^^nber ju emibren gejtamte. 2}ie 9iaul^tsfeit be« (Sltma^ bie Singe bej SBtnterd/ bie ÜRafJTe ungel^euerer 9Ba(buiigeti^ bie Unieii^mt^it xoiliev @ttomge»a{fer, benen bamatS nocb (eine iDammgrinsen angewiefen xoaxen , bie Unbefanntfd^afi ber üRenfc^en mit einem gn^ecfmäfigen Xnbau bed Sanbed, bie ben S3arbaren eigene Srig^eit unb Ungefcl^idticl^fett im Tidixban, bie Un{t(|^er(ieit unb @etten]^eit reidj^er Srnten: biefeö aUti] n)aren grofe «^inbemifTe für bie naturgemafc UnterlS)attung ber erzeugten grofen 9Renf(lj)ens!DIenge. @o n>ar 3){ange( an 92al()ning unb «^ungerdnot^ (eine feltene Srf4^einung ^).^ Sa entlub {t(|) bie UeberjalJ)! ber SRenfc^n^ Sßaflfen, fo lange eS bie SSerJ^iltniffe @uro)>a'd gef{atteten^ bur4^ &ftere ^udmanberungen in fubti((^re @egenben. Ttbtx auc^ ben Surucfbteibenben boten (Srnten- unb 3agben nt(bt immer .bie n6t^igen SRittel für 9la()rung unb Unterl^tt. 2>ie ^otl) trieb fte ium Sifcl^fange auf bie @ee; tdgli^c Uebung brachte tagtidb gr6fere %f<^i(f(i(^teit unb Jtu^n^ i)eit; aüd lei4^ten Sif)ncn toutUn Schiffe; ani Sifd^em tt)urben Seeleute; baS Sanbteben warb jum beflanbigdk @eeteben. S3alb n>urben andf frembe Säften be^uö^t, halb ium Umtaufcl^ mit beren GrjeugnifTen ^ batb ium Staub beffen^ toai ber l^eimatlic^e Soben nit^t barbot. S>a tarn eS ^iebei ju £dm))fen unb Sel^iben mit beii Gingebomen; ber @eefal(irer beburfte friegerif4)er Sa^ferfeit unb Uebung in ben Sßaffen. Der @ieg braci^^te jugleic^ 6|)re unb S$eute unb je &fter er biefed brachte ^ um fo b&l^er ftieg ber Stet) unb bie 8ufi gu immer -mutn SSerfuc^en. (So »arb ber ©fanbinaoier ein (ä^ner @eer juber ') , unb bie Staubgäge )ur ®ee würben fomit gum (S^rengefd^d^ 1) Deppifig I. c p. 9 ^ 11 fü^rt me^n iBeifpide att< ben ^t^ ften äettfn ^n, ^ 2) Depping p. 17 fagt: H falloit combattre ou du moins etre toujours pret au combat; les succes dans ces rencontres bonoraient le. Tainqueur et toumaient a son profii; c^^tait Fciicourager a en obtenir de noUTeau. Ainsi Pavidite, Thonneur et la jolousie natio- 
6(fitiktnaDifc^e ^tttinhtt auf bec iDßfec. 19a fBM in fm^flen 3ettm i^itUti^t fettenei: unb nur im m gefi^el^n bar^ baS watb nai^matt gUici^fam )um 69Pem unb }ur £)cbntmg. 3e ifter man an frembcn Stüs' fra t>0n ben fiibnen unb tauberifc^en @fanbinat>if(^en Xbent^urern ,Sriebe unb @cbonung buvdE^ ®ef4»en(e txi tMftt, lim fo I;<?iifi8er erf^jicnen pe in gvJferer 3a^l aiicl^ mtbtx, xoU biefeg in ben bflüdfen unb n^efllid^en Jtiiften« Zubern Suro))a'ö gf f(^a^. ^DaS alte , ®ef4^nf n^arb bann geßetsert/ balb auc^ ertro^t unb atö Sind uub Stibut ge^ ' foibett ©0 locffe bcnn jeber SRaubjug me^r im IBcx^alU nif fetneö 6rtragc6, unb bie 3a^I ber 9iaubf((^iffe toaxb gro^ ger, ie sch^tt bfc «^olfnung ju ®tmnn unb »eute. 3m Xotbcn tannte man biefe @fanbinabif(^en ®eer jubet untet htm SKamen ber SSIKnger *) unb il^re gefammte ©«(niar, wenn fU auf tÄuberifd(^e gal^rten au«jog, erfc^fen unter ber Seneimting eine« »ifmg^^glotf *). Die 3aW berer aber, bie einen fold^en SSifing^SIocf bilbeten, n>ar meijlenS um fo gr&flev/ ie bent^mter buix^ «Käbnl^it unb Sapferfeit in fbk^n Unternehmungen t>ai S>bexhavipt ober ber Xnfubret ■ale, et ^elqaefols la ndcessit^ engageaient a cex JaUes maritimes Jans Ics parages du Nord; bonneur et butin, voila Jes deux aigüil. kkas dej maiins scandinave^. 1) S/iOrro Har. Ilarfjg. Saga e. 33: Halfdan Svarti oc Ualfdaa flrih lago I flking oc hcriado um Austurveg, i. e. Halfdanus Ni ^, .ilter(|ue Albus piraücae vacabani, ac in mari OrienUli ptac- dabantnr. Urter bie mancftfaltigcn 2fblc(tun0en bei IBortcl Vikiqg fnbft man DidW in Olai fVoj-mU MonumenU.Dan. p. 269 270. enbm iiebt bif »oa Wig, STUebeilage, aU bie bejie »or; inbeffen f^eint ba* bie oon Viig ober %Tick, voti^^ bei ben $ähen einen «Keerbus |«tt, eine »ucbt bebeutete, mebc för ftcb ju baben, Depping T. I. d. 73 blatf)t ebenfaO^ biefe ybWtung. 2(u(b bie 3fnaelfa(bfen nannten bie DÄaifiben ©eerÄuber Öiccingec ober ^Vygcyng ; f. Atlfric xn Com.- deni Brittannia p. 161. 8Babrf<betnU(b Wn^t ber 9tame mit ber Cr» li^ltung jufammcn , bie in Torf ad Histor. rer. Norweg. T. L p. 193 ««^. wrfommt. af u* ferbfr 9lor»e0f n »irb jumeilen Vikin genannt, fo im Fragm. Island, ap. Ltmgebeck T, IL p, 280. Adam. Bre- mens, de situ Dan. c. 212 fü^rt fte unter hm S^aihen oon Wi- tkiogi an. 2) enbm Okf^iibte bec 2>anen IB. U. ®. 293. I. 1# 
194 <S!anbinAUtrd^e ®efri\ubtr auf ber iDftfee. uub je t>ornel^mer baS .®ef(^lc(i^t; aud xotl^m er ffammte. iSte betrug nt(|^t falten viele SFaufenbe/ ba feTb|t grofle ^ek ben unb ^ntg$f6l(^ne ftc^ an bre @p{^e fold^er «Sorben jleOten 0- ^^ ^^^ abgelegene unb befc^ranfte Sanb @fan« binaDten^ f&r bie iugenblic^ unb ru|ttge Slaturfraft beö SSotfeS nt4)t 9taum unb (Selegenl^eit genug barbot^ ^df b&t tig auSjuteben^ fo sog ba$ nabe SReer unb n>ad aUa auf ibm an ßb^e/ Slubm unb @ut gewonnen werben fonnte, audS^ bie iBcrnebmfien unb 2(u6geietcbnetjlen aud bem SoKe auf ftcb bin. .ftiempur^ ^ampe ober auc^ Aa^^ar biefen bie fampf« unb rauMufiigen @b(en *), bie afö ^ubter unb <ßdu))ter bie Unternebmungcn leiteten unb Stxx^m unb SBer? berrlii^ung im ©efange ber @FaIben auf ben Sßogen be^ SWeere« fud^ten. %ud) Äonige unb Ä6ntg§fibne, bie in ber «^eimat gegen ben 6r|lgeborenen fein Srbtbeit an ber ^tn fdf^aft fanben ober im SBecbfel mit ben SrAbem balb bie •&errf4>aft auf bem Satlbe, balb bie auf bem ÜReere ffibr* ten «), fügten auf ben ©ewäffem ber @ee ibren aRutb, ibre Slubmbegier, ibr ©treten nacb ibte« Kamen« SBeretoi« gung, aucb n)obl ib^^ @e(;nfu(bt nad^ etnftiger S3eIobnung im glücflicben SBalbaOa ju bmaf)xen *). @ie biffen Ui* balb ©orfongar, ©efonunge ober ©eettnige •)• SBte in fpdtern 3eiten unb in anbem Sinbern ®tecbbabn unb Surs nier fiir gürftenf^bne unb Witter bie Siu^nt ntterfit^er 1) »ya.ro GrammaL p. 92. cd. Stephan. 0ubm Ä. I. ©. 219. 2) Bayer de Varagis in opiisc. p. .3.59 — 360. Depping T. I. p. 39. Kaempe, Kiempur »ar ber JDdnifc^e ^amtt Cappar ber 3l, Idnbtfd^e, ba^ec JCaper. «^Kbentgum, «Krampf unb ©eeraub nmren bie bret SBe()rife, bie mit bem 9?amen oerbunben würben. .3) >Dieß tft baS Divisum terrae et pelagi impenum ober bte pe- lagi dominatio/beren Saxo Giammat, einigemal eno&bnt. Depping T. I, p, .30. fa()t: CVst ainsi que les deux fils du roi de« Angles Rerek-Rrek! regnaient altemativement cfaacun trois ans sur Tun rl Pautre <^ldmcnt. 4) Depping T. I. p. 17. 34. 5) Snorro Ynglinga Saga r. 34. Depping T. I. p. 30 — 3 f. eubm ». ir. e. 133. 293. 
@fanbinat)ir(^e Sitttaubtt auf ber Ofifee. 195 X^ten unb ber Sc^iaupla^ be$ SRut^e« unb brr SEa)|>fer' Feit roax^n, fo glaubten in ben altern Seiten be« 9{orben$ Könige unb eble ©efc^^tecl^ter fi^^ nur bann auägejeid^net unb' il^ren unb bed SSaterlanbeS Stauten nur bann i>^xf)txr^ lid)t iu f^aUn, tomn fte an ber @)>i^e einer ©eer^uber^ f4^aar atö Säl^rer ober 3:i^'ei(ne^mer unter fBlüf)m mt> &e^ fahren ^ unter A2m))fen unb 93(utbergte|i^. biete folc^er Staubitüge veranlagt ober au%fu()tt f)atten ')• £anbete mm ein folc^^er 2(nful)rer einer SSifinga^^^orbe an einer fremben SL&^e, fo blieb eine geringe äJfannfcl^aft bei ben @4^tffen aK @(|)ugn)acbe iiixüd; bie übrige @(l(^aat brang unter 9taub unb ^Iiinberung in$ Snnere be6 Sanbed ein unb griffe n>o ibr fein S93iber{!anb gefcbab/ aUed auf, wad ibr begegnete, ober fte klagte mit ben Sanbe$ben)obnerit ben Xampl beffen Gewinn ibr bef ibrer fiürntenben Äapferfeit unb @treitübung feiten entgiitg ober au^^ fte erfaufti ben ^rieben burcb ®ef(benfe an @otb/ iCoftbarfeiten, &tla\>en ober Sebendmittcin. £^ann {ebrte fte reicb unb beutebelar ben unb mit bem Stubme, bad SSoIt beS SanbeS )u Xxi^ but unb @eborfam gejnyungen gu baben, ju ibren @d;iffen iurficf. ^iefeS Seben aber, mie ed bi^^ jum Smecfe btefe^ SBerfeS nur in einigen 3&gen "^at gefcbilbert merben^ bärr fen »), bauerte im Slorbcn (Suropa'd mebre Sabrbunberte 1) Bo eci&ilt Snörro in htt Ynglinga Sagji c. 36 »om Mm^i fHlgtOar: Im virtute bellica damit et in Daribus suis piralicis ut plurimum Tersabatur. Tunc enim Saionia rrebris bellis a Daiiis aliisque ex man Baltico piratis rexabalur. Ingvanis ilaque pacta cum Danis pace, piraticam in mari BaHico aggressus est. Unb in einer anbem C^teUe ^ft e< : Suh idem quoque tempus multf Daniae Norvegiaeque reges Suioniam depraedabantiir, nee non plui'i"'^* reges maritimi (maegir soekongar) validi« sufialti copiis ac i > licet peculiari regnorum dominio gaudentes. Proinde is merito maritimus appellabatur, qui sub fuliginoso tigno somnum nun- quam capiebat/nec ante focum, ez eornu potare solitus erat. SB«« fptcle ^iewn ^tbta Dcpping I. c. unb 9(0 M ^efd^i^te ®(^Wfbcnö SS. I. ®. 23 — 34. 3) 2Cm t)oa[{iänbtgjten ftnbct man i& bargefteUt in brm fc^on oft 13* 
194 ®!anbinAUir<^e ®efrt\ubtr (luf btr iDftfee. unb ie t^ornel^mer baS .®ef(^lcd|^t; aud melc^em er ffammte. Sie betrug nic^t feiten viele SFaufenbe/ ha felbft gtofe ^t ben unb A6ntg6f6llme ftc^ an bre @))i^e fold^er Sorben fleDten ^). isDa baS abgelegene unb befd^ir^fte Sanb ®faiu binabien« f&r bie iugenblic^e unb ruftige 9taturfraft beS SSoIfeS nt4)t Staunt unb ®elegen][)ett genug barbot^ ftci^ t>b!U Itg auSjuteben^ fo sog baS nal^e SReer unb toai aUti auf i^m an (S\)x^, fUn^m unb ®ut gen^onnen werben fonnte, audS^ bie $BcrnelE)mften unb Xu$ge)ei(t)nctjlen aM bem Solfe auf ftc^ ^in. Stxzmpux, Xampe ober aud^ Aappat Riefen bie fampfs unb raublufKgen (?blen «), bie att gu^rer unb ^iiUpUx bie Unternehmungen leiteten unb St\if)m unb SSers ^)errii{I?ung im ©efange ber ©falben auf ben Sogen be« 3Reere8 fud^ten. %\xd) Äonige unb Ä6n^göfi^)ne, bie in ber «^eimat gegen ben Srftgeborenen fein Sxbt^cil an ber ^err^ fdf^aft fanben ober im 9Be4»fel mit ben Sräbem batb bie •^errfc^aft auf bem 8artbe, balb bie auf bent ÜReere fü^rs Un »), fü4)ten auf ben (SewäfTern ber @ee i^^ren 9htt^, x^xc Slu^mbegier, i'fyx Streben nac^ i^re« Warnen« SBerevot^ gung, auc^ wol&l i^xt ©e()ttfu4^t nad& einziger iBeloftnung im glucftic^en 9BaI{)aaa ju bmaf)xen ^). @te l^iefen be&s balh @orfongar, ©efonunge ober ©eettnige •)• SBie tn fpdtern 3eiten unb in anbem Sinbern ®tec^ba^n unb Xuxs nier ffir SfirftenfJ^ne unb Siitter bie SBu^ne ritterlicher  1) Saxo Grammai, p. 92. ed. Stephan. ® u J W Ä. I. ©. 219. 2) Bayer de Varagis in opusc. p. 3.59 — 360. Depping T. I. p. 39. Kaempe, Kiempiir war ber JDdntfc^e ^iame, Cappar htt 3i, (dnbifd^e, ba^r ICapec. «^eCbentgum, itampf unb ©eeraub kDaren tic brei $Bc()rife; bie mit bem 9(amen oerbunben würben. 3) ^ief tft baö Dlvlsum terrae et pelagi Imperium ober bte pe- lag! dominatiOf'beren Saxo Grarnmat. etntgemat erwd^nt. Depping T. I, p, 30. \a^t\ (Test ainsi que les deiix fils du roi des Angles Rerck-Rreki rcgnaient aUematiTement chacnn trois ans sur Tun et Pautre dldmcnt. 4) Dcpping T. I. p. 17. 34. 5) Snorro Ynglinga Saga r. 34. Depping T. !. p. 30 — 31. eu^m ». IF. e. 133. 29.1 
0faiibtnai>tr(^e Seeräuber auf bec Ofifee. 195 Z^ttu unb ber ^^auphli bed Wliit^ei unb ber SEa)|>fer' Uit t9üten, fo glaubten in ben altern QeiUn beS 9torben$ lonige unb eble ®ef4^Ie(|^ter \id) nur bann auSgejetd^net unb tt^ren unb bed SSaterlanbeS Flamen nur bann \>eri)err3 lidft ju l^aben, n>enn fte an ber @)>t^e einer (Seeräuber^ f^ar atö S^*t^ter ober Z^dlm^met unter SRu^en unb &t^ fahren, unter A2m))fen unb SBhttbergiep^n biele folc^er Xaubiitge beranla^t ober audgefubtt l^atten '). Sanbete nun ein ^oid^cx 2(nfui)rer einer Sifingd^^orbe an einer fremben itnfte/ fo blieb eine geringe 9}7annf4)aft Ui ben 6<^iffen ald ®dinfytoaä)c }uru(f ; bie übrige &^aax brang unter Staub unb ^limberung inS Snnere bed £anbed ein un^ gtiif, 100 i^r fein SBiberftanb gefcbat;, alleö auf^ tcai i^r begegnete/ ober fte nmgte mit ben Sanbe$ben>obnern ben Xampf, beffen ®en>inn i^r Ui i^rer fiurmenben Sapferfeit unb @treitübung feiten entging ober au^^ fte erfaufte ben Srteben burc^ @efd^enf e an @olb , ^oftbarf eiten , @flaben ober Sebendmtttcln. it^ann {eierte fte xdd) unb beutebela^ ben unb mit bem Stubme, ba6 SSolt beS SanbeS ju Xxif bttt unb ©eborfam ge}n)ungen gu baben^ ju ibren @(I;iffen iurud. jDtefeS Seben aber, wie eö b^er gum 3n>e(fe btefed SBetfeS nur in einigen Sfigen bot gefcbilbert »erberf bfirr fen 0, bauerte im Slorben (Suropa'6 meljre 3abrl)unbertc 1) €to etii^lt Snorro in ber Ynglinga Saga c. 36 ocm Mni^i tllflVKir: Is Tirtute bellica damit et in nayiJbus suis piraticis ut ploriiimiii Tersabatur. Tunc enim Suionia crebris bellis a Danis afiisque ex mari BaKico piratis vexabalur. Ingvarus itaque pacta cnn Dan!« pace, piraticam in man BaHico aggressus est. Unb in (iBcr anbent C^telKe ^tft H/. Sub idem quoque tempus multi Daniae Norregiaeque reges Suioniam depraedabantur, nee non pluri''*' reges maritimi (maegir soekongar) validi« sufialti copiis ac 1 1 licet pectdiari regnorum dominio gaudentes. Proinde is merito maritimns appeUabatur, qui sub fuliginoso tigno somnum nun- quam capiebaty'nec ante focum, ex eomu potare solitus erat SBfis ^K(e (tfoon gebot Deppin ff I. c. unb 9(db< ®efd^i(bte ^djtot^etti iß. 1- e- 23 — 34. 2) Xm voSlfiänbigjten fünbet man ed bargefiettt in brm fc^on oft 13* 
196 ®tanbtnaDtr<^e eutinitt auf ber jDftfe'e. j^tnbutd; 0. jDie 9iaub)Age btefer ®(aub{nat>tf4ieti Staube gelben in bet 9{otbfee an SngtaubS/ GdjottlanbS, Sratif« m6)i unb (S^nienS Jtüjicn ftnb (linl^nglic^ befannt ttnb gel^&iren bet ®efd)x6)te biefet Svetc^c an. 3Cber au6^ bie iD^l^ fee warb t>te( t»on il^nen b^imgefudift unb bie flSalHft^en Sjnber waren o^ne 3weifel bie erjien/ welche fcf^on in fe^r ftul}er 3e{t bie Sfanbinobifc^en 9iaubl;orben an i^ren ku* ften lanbcn fal:^n. 3tt n>unbcrbarer ßerbinbung ftanben bjfr «^anbel nnb ^aub neben einanbev , fetbft fld^ gegenfei« tig beforbemb ^). Sn bet norbifü^en ®pra(|fe biefi bie £)^£ fee Spfhra^falt/ aucb %uf!utweg unb man begriff barunter, mie fdbon ber 92ame bcjeid^net^ befonbcrS benjienigen SbetC ber @ee^ weld>er bie bftlid) gelegenen E^nber befpület etiiKi t^on ber SRimbung ba SeicbfeU ®tromed bis an ben fBu^ fen Don ^tnnlanb 0- ^^^ fSmmtlic^en Jtuflenlanbet be^ i|Ht^en S:i;eile< ber iDflfce würben bed(;alb aucb bad Xns jturs:8anb — ba« Öjl«8anb — ober ba8 ÄufhtrsSlife — iai lÖftfSitiA — genannt unb ed umfofte obne Stoetfel (S^^lanb, ^ettlanb^ Jturtanb^ SemgaDen, Gamaiten, Cam^ lanb ttnb üUxf)a\ipt gau} 9>teufren Ui an ben ^ti^ftU cnod^nten SSkrfe von Drpping Histoii^e des exp^dltionii maritimes des Noniiand« T. I. et IL ttnb W Cfu^^md ^[(^t^tc ber aD&nett fB. I — ü. 1) 3n ber Vita S. Elpliegi ap. Lan:,ebeik T. IL p. 439 beipt H MD bielim ecerAubem ttO(b im elftrn Sabcb^nbcrt: Per idcm tem- pus Piratae (i. e. Dani) pessimmn genus praedonum, propterea quod illos et cgesta« audacet et error iiivestigabiles et desperatio facit inirincibiles, ducikus Swano (i< e. Sweno Tiugskeg) et Tkor- killo, Princibus Danorum fortusimisy nonnullam terrae Anglonim marulam iiititlerant. Pii*atae omncs portus maris oberrantes et nunc biCy nunc illic e naTibus proailientes, magno tarn vicinis dam* no, quam longinquis formidini fuere. Cf. AlperUu de diyersitaie temporum ap« Ecvard, Corp. Histor. T. I. p. 97. 2) Depping T. L p. 63. 3) Snorro Ynglinga Saga c. 36. Herrar Saga c. 13. Har. Har- fag. Saga c. 33. Bayer opusc p, 361. Def^nng T. I. p. 68. ® (blaset 9torb. (Skfcbicbte 9-543; ^. ium Kcflor €(.89. Ofiper« vom UcTtmin^ff be< 8ht|f. etMH C 2f . 
7(uflutret(^. Sleitl^dot^lanb. 197 Strom 0* ^^^ ^^^^ A^^^ i^Q ftd; biefed 3Cufhtrret(^ in ^ utikf imnxtcv SBSetie in bie Sdnber l^mein, tubcm man (eme oOcS unter btefem 9lamen iufammenfa^, xoai man im fernst £)jh:n fenncn lernte '). ^Daneben freihielten jebodj^ Me einzelnen ?^nber nod; U;re befonberen 9lamen. ®o be^« jeti^nete man einen grofen S(;etl ber etgentlid^en iDfifees linbcT gu ber 3eit, atö bie @!anb{nab{f4^en Seer^uber^ jifKiaTen fte plunberub ^imfti(()ten^ gemeinhin aud; mit ber Benennung 9leitI;got^(anb. ®otI;(anb I;ief er offenbar tot^ jea beö (Sot^nfd^en Urf))nmge8 beS gr&ßten ^ei(e$ feiner SetDo^ncr^ benn bie Erinnerung an bie alte ^tamnigenof- fenfd^ft tonnte nod; nid;t erlofc^en fepn. . @itte tiub ^n^ falfung^ S;ebendn>eife unb ©ottergtauben riefen noc|^ immer ieiü^m bad %nben!en alter S3em>anbtfd;aft {ttrinf. jöoä) umfaßte man batb mit bicfem 9lamen aud) folc^e ?Shtlit, bfe iroüt {einedwegS ®ot(nfc^e Sweige n>aren, mit ®oif)U fd^n Vbf&mmlingen aber in @emeiufd;aft unb felbft burcf^ bie .^eimat in gcwiffer SSerbiubung unb engerer ISerülj)^ nmg flaViben. 9leit^gotI)Ianb marb bief^r Sll^cil ber .€){!fec$ lonber genannt im ©egenfa^ beS eigentlid;en felfigen unb fefnretd^en @otI;lanbd, n>eil er fid; bur4^ Uitit ebenen^ gum S^il fcl;r waf[erretd)en/ fum)>fiigen unb movafltgen ©egcn^ ^tn, bur4^ feine Stiet^ « ®tvc(f en t>on biefem mtvtliä) unter« fä^icb *)• 3n fnd;f[er Seit foB biefcr Slame bie ?dnber füb«  1) Snorro Yngling. Saga c. 45. Ileimskiing. Saga p. 485. I eabm S. U. 6. 214. 2) Siiorro Haraldsons-Saga i:. 81; f^ter ^etpt H 000 SX)Qt^va^* f vaAf htm. Stid^ter^ quod in vigore aetatis constitutuSi mililaribus ex- peditionibiiJ ut plurimum inlcntus fiierat, ac quotannis peregre profectus Finlandiain , Kjrialaudiain , Estboniam Curlandiamque ac qua late in Onentem extenduntur regiones (Kyrialaod, Eystland^ oc Kurland, oc FjfJa um Auslar laand) in suara potestatem re> diegei-ii. Bayer opusc p. 362. 3i S^tetb/ STiet ober 9leit6 ifl eine fumpiige^ moorigf ttegenb» hBC aSebsutung / bie i^ oielm ®eafnben jDeutfc^tanb« no4 je(t gang: bor ift Ibn gonie mit IBkUb bcioa^fene, niebrige 6tdd^ am 8i(iein Mit Im (Slfof ba« sriffi» iiiib audb tii Sftänffn gisbt e< nod^ ^i^genben 
198 TTuflurretd). Sieit^got^anb. roatti t>tx Öilfee t)on bcr SBeid^fel an bi8 an ben giimu fr^en 9)leerbufcn umfaßt ^aben, wo naö) alter ©agc £)bin an Ut 2)una baS neue ^Sgarb grunbete. 6^ ifl ni^^t ab- julaugnen, baß ballet »iellcidjt baS 8anb ben Slamen er^aU tfn fonnfe ^); boc^ ift n)a^rf4)cinUci>er^ baß ber 9lame be< SStbcutanbed unb be$ SBtbenDotfeS in 9>reuffen ben erftcn 2Cn(af gur @ntj!e(nmg bet IBenennungStett^got^laab batgebo^ ten unb b{efcr92ame alfo biet feinen Urfprung gefunben 1)ahc, benn baß namentlich atid) ^^rcuffen t)om Sßeicbfel^ Strome an mit biefem 9{amen b^dä)mt unb in ben fpater tvtotU terten S3egvijf feiuc§ UmfangeS mit eingef^Ioffen wurbe^ ifi feinem Stoeifet untcmotfen ^). 2)tefer frAb^re Umfang be§ Sleitbdotblanbed erweiterte ftcb in ben fcigenben Sitten unb e$ um^a^tt bann bie gan}e tocite SanberfirecFe Don Sngermannlaub (angS ber iDftfee bin bis nac^ SSagricn unb umfcbloß fomit aucb ba$ @Iat)ifd|)e ^ommem^ Aber »elcbe ©ebicte nacbmalS mebre Sanifdi^e SCbniQt bie £)btu berrfc^aft bel)au^UUn ober bd)ax\put ^abm foDlen '). 2>0Tt ging freiri(b ber DSame miebcr eber unter; aber für 9)rcuf:? fen> Aurlanb unb Sieflanb erbicit er jtd; weit langer. Scn frubefter 3eit an f4)cinen biefe SZeitbgotbtft^n £anber ben r^uberifcben Angriffen ber @fanbinat)ifcben &tt* fabrer am meiffen offen geflanben gu baben; fte n>aren of^ fenbar bie erffen Sauber, ju wcicben bie SSifinger fUl) bin n>agten unb eS crjablt aucb bie norbif4)e @age fcbon in btcM 9{amen^. I)te @c^rcil>art ,,9eicb'' ^iSrt 2CbeIung ffir nid^t To n<btid, alg 9liet^ ober 8?eft^; f. 2CbeIundd beittf^. 9B6rtetbu(b. I) €$0 ift ®u^m6 ^cinun() 16. I. 6. 45 — 46. 10 9ladf hem FragmenU Island, ap. Langebeck T. U. p. 280. rr^aCt fftt^mz 8ob&ro!d brittec 8ot^n <f)wibfrrf bei ber SE^^cilung be< odterdd^en fRtiöi^^ ReiilogolanHiam et VindJandiam: tDlefed (fitere ift ^iwiixi unb namentu'c») 9«>'^unern ; jen'ed ahtt begreift bie 6ft(i(b %iU^tmxi Sdnbci;, alfo aucb ^reuffen. »Damit ftimmt audb Depping T. 1. p. 68 öberetn: la Reidgotkic «itaee aussi aur la Vislule, «t c|ui avait e'Ul probabiemcnt pcuplee par Ics Gotli« ou par quclqtic peuple du Nord. 3) 6u^m ». I. ®. '27. 
Xrieg^^ltg 3otmeri{6. S^l^ben mit ben SiKngecu. 199 frü^it Sdl[)r^unberten' Don manchem fu^nen XtiegSjuge Sfanbinavtf^er See^^elben, n>el4ie ben Unftnrtoes ju Stufjm ttnb Seute befugten. So^ f<^etnen bie fru^eflen liefet äu^je vo^I me^r bie noitifc^en SE()(t(e 9teit(igot()lanb$ gegen bie Duna/ 6fll>(aub unb «fturlanb betrofen gu l(^aben ^). Die Settbdot^tf4^ii @ebiete in 9)reuffen unb bie näheren 9la<b'^ Kirlanbe fallen bie «Raufen ber SSifinget unb bie 9iaubpot= ton ber @fanbinat>if(ben ®eef6ni9e meifi erjl um bie WtitU unb baS (Snbe bed fünften Sal;r(;unberti^. Unter bie erftcu mit geb&rt ber^riegSjug Sarmerif^, be$ JionigeS ^on^aU (anb. 9la(bbem er frul|)er fd^on unter feinem SSater, bem ShxA^ @it>ar/ gegen bie ®la\>Qn in Sommern geltvitfen, boTt im £am)>fe aber gefangen wovbeu war, bann fic^ be^ firett unb f^Uxaiif ben ©(broebifcben Äonig Öttar ober ®i?i rt^v befam))ft^ ubenvunben unb fo feinet SRei^eif fid) be^ mi^ÜQt Ifattt, gef^ab e§, baf {)elge, Aonig t)on Dane- marf/ bie ®(at>en befri((gte^ ba fie ibm mebre Snfeln meg:? genommen bitten. 3u *£>u(fe gerufen jog ibm aucb Sar.- metit tu, fe9 ti baf er ben @(aben feine einfüge ©efan^ genft^ft t)ergeUen moQte ober baß ir aucb nacb anbern ©e- winnen «n Sribut unb S3eute ober nad) Erweiterung fei« ne& ^rtf(bergebieted ausging, dx bracb in baS (5(auen(anb ein; ber SBenbifcbe <K6nig @fa(( warb im itampfe über« iDttnben unb erfc^Iagen unb fein Sanb ber fremben «^err:? fcl^ft unterworfen. @o grof aber war SarmerifS 3tai!^s wu^/ baf er bierjig gefangene @laben an SBoIfe fefibinben unb tum i^mmerlicbjten Sobe in bie äBaiber treiben lit% Unb att er biefeS i^anb bewältiget unb feiner £)berberrfd()aft geftclbert ju fyibm glaubte^ ging er weiter ^ bracb aucb in 9reuffen ein^ bejwang bie @amldnber/ barauf bie Aurlins ber unb anbere 6j!licbe SS6(fer oft mit f^werem fBIuttoer:? gtefen unb großer ®raufam(eit. 2)a l^atttn bie ^(aben, biefe Entfernung benu^enb/ ftcb wieber ermutbtgt unb em^ phtt unb waren, naci()bem fie bie )ur SBacbt bei ibnen ein^  1) Dr^ping T. r ^68. <^\x\\xfi ». I. ®. 175. 177. 22.*. 
200 Jttiegf ins 3armerttt. Sef^en mit ben Sttingern. getegten «efagungcn fimmtlt^^ ttf^la^mr v^««*«"«* »» ©ittcmarf cingcfalfen. Sörmerif eilte Don feiner greibeu^ terei jururf, fc^lwg unb jerjheutc bic geinbe uicf)t nur g^tiiUc^/ fonbem uhU an ben gefahrenen ®Iaben auci; eine fo nnmcwföfÜ^e Sraufamfeit, ba^ erfct;rec?t ftc^ ba& ganje JBolf feiner SJi!ad()t wieber untcmwrf. @old)e Ärieg«:? unb 9Iaubiuge in bie 9teitI;gotI;if(^en Saaber fe^te Sarmerif and) no^ f^ater fort; aber fie fc^incn t>on bem an ni6)t mtix |)reujien betroffen ju traben ^). 3n glei^er SSSeife Wören auc^ biird)« fcd^^fe 3abrf)un* bert ^inburd(^ bie JBJlfer bieffeita «nb jenfcit'3 ber SSaltU fd^en See noc^ fort «nb fort unter ber Sfil^rung ttieQUiu piger Surften in friegerifd>en Bewegungen gegen einanber. jOenn na<^bem bie @Iat>en\>&(fer an ber £)ftfeetuße üon ©Fanbinabien ani burd; j)lunbembe »ifingers.^ufcn oft gereist, bur* fricgerifi^e tteberfaCe rauberifd;cr ©eefonige fd(^»cr iiArurft unb befelS)bet worbem- waren, ti-icb anö) fie bie JRacl^gier jur SBergettung unb 9taubfud>t ju »erl>ce* i^ungSgugen nad) X>jnemavf. jBicIeS, wa$ auf fold;eii etn^ jelnen äugen mit mamli6)tx 5£a\)fevfeit unb Äu^nl;eit »ott« bracht würbe unb waS }um Sl^eil aixd) anbern gelben beS iBolfe9 aut biefer 3ett ange()6ren mag, i)at bie @age in bem «^Ibenleben beS &a^i]ö)tn itonigeS SBi^t^mir, ben anbere SSmar nennen / ju Sinem S3ilbe ju t^erbinben ge« wupt '). (Sin gleich tl>atenrei<^er 9tame war ber beS Eii^ nen gelben unb fiSifingS^^Sul^rer «^eibrecF, eine« SnFel» bet m^i^tigen unb bur^^ @falbengefang weit gefeierten  1) iSa.ro Grammut, p. 155 — 156. Pc'ri Ohti Ciiron. Reg. Dan. ap. Langebeck T. I. p. 106. Ghejrsiner. Compend. ap. Lau- gebeck T. II. p. 334. jbepping T. I. p. 62. Gu^m SB. It. e. 6. 2) £fefe Sftd^ berührt au(^ KaMubeck L. 1. ep. I. B^I. ü^ec biefe Stelle OssoJinski übet StaUixhtd &. 42 mib hefonUti Leieu ci ebenbaf. 6. 4.58. 2(it4 «^^«^o emd^nt ber 2Cnfdae ber Gtoven auf JDdnemarf oft, |. ». p. 84. 155 — 156. 204. 266 — 267. & waren »orjüglü^ bie fSknben unb 9)omaimr4en eia^an, toelcbe mit ben jDS« tun in bfttvn itriegi^beln labten. €t. Depping T. L p. 62. 
%t1^btn mit beti iBifitisecn. 201 Mimpftti VxiQantpx, Uv t>ie(e Saf)Xt lang auf Sel^beti mii Xxit^henttmm in beti ©cbictcn 3UiÜ)iotl)lanb& uml^ers m unb tnVli^ SSBinb(anb ober bcS l^anb bcr Seitben, »e((^$ |>ommem getocfen fe9n foll unb bamaB noc^^ 5)vcitl)$ jo^tanb be()r^nste/ ju feinem JBeft^e emarb. 3n?ar I^ft ft(^ baS einzelne feine« tl^tcnret(|)en £'cbeud iä^xotxM) fe# Begloitbigen ; allein ci ijt ba3 kbcnbigjle fi3ilb eineS fiiO» nen norbifi^n Xbent^eurerS , eineS ta)>ftrcn (Stanbinat^i:: fcben ©ectelben an ber @))t^e fctneö Siftngcr^^^anfen« ^nli4^ in ihm attfgefteQt ^), tmb tt>er {6mrte ober wer voQte bad @ema(be t>cm)ifd;en nnb bie «Harmonie bcr Sars ben tMrtilgen, um bie ?eiuen)anb gu uuterfitcl;en , anf bcr fit i^t Seben unb ibre ^xiföft ^aben? 3n gletd^er 3Crt erja(;It bie ®age auc^ nodS^ tut ablaufe ht* ftebenten Sa^rlntnbcrtS Don man^cr Inl^ncn ^clbcn^ fa^rt ®fanbina9tf4)er Aamipfct; aber eS fanu auc^ t^ier ber forftf^nbcn @ef($td;te nod; Icincdivcgi gelingen, ft(l;evcn $Bos ben gu gewinnen. Xujler bcm @trcitc, bcn ber tamp^iixs #ige JCinig «^ogne in Stingfkb im 3(uftiim>cgc geflirrt (^as ben foE/ itm baS t>on ®(abcnbo(fern immer mel;r bcbr^ngte imb beengte 9tei%otl^{f(tie 9{ei(^ ju fd;(rmen '), fül()rt bie Sage aii4^ ben ma4rttgen ^onig Sn^ar äßtbfabme t>on ie^ %t als ^enfdj^cr in ba$ Zuftnvveid) unb (ajit ii^n bie Kei« neu it&nige ber Siei^at^ifd^cn Saubc , alfo aud; bie in ben Qebieten 9)reufrent bii {ui* Jtned^tfcbaft baruteber brus den ■). j^oi} biefe Jlonige, offenbar !eine anbere ali lene Steite/ »ie fJe na(b ber .^errf^aft SBibcwubä auftraten ^),  1) SRan finbet bai fBilh hei e>n(m S3. U. &. SG — B'J ^t- fiiitbftt 2) €In^m IB. li. G. 103. 3) Snorro Ynglinga Saga c. 45. ^ul^m IB. U. 0. 214 — 215. 4) Xtt<^ Depping T. I. p. 27 fo^t bei bicfcr ^Belegen^eit: Le lilre de roi ne signifinit que cbef ind^peacUnt; le maitre d*un viU läge Ott «Tun Hot s*en d^coi*ait. hcs auteurs du Nord ont compai-^ avec raison ce payi a la Gi^ce, teile qu^elle ^tait dans Ics premicrs ages, lorsqu^one mukiludc de petits rbefs, doiil les ^tats «e tou* 
202 Serben mit h^A Steingern. 9Iegnar Sobbrof. ett)oben ftd^ baü> toiebtt, benn aK ^atalb «^ifbetan am @(|)lü|Te be8 fiebentcn unb im Anfange bcä ac^^ten Sal^r^un- bcrtö in jDmiemorf regierte , ftanben (te in i|>ren einjeln«n Reinen 9lei4>en ober Dielmeftr Xanbfc^ftften »iefcer frei ha unb ((feinen wd^renb ber »ielfa<^en uxi^ »erwirrten ^riegS^ feliben ber 2>anifcben £)6erf6nige {iemlicb unabhängig re- giert ju ^aben. Sn biefem freieren S3er{)altni{fe fleben fte wenigfenS nocb jur ^dt be$ £)anif(ben ^6niged Slegnar Äobbrof. SBenige Surften @fanbinat>ten6 bfirjteten fo na^ beut ®iiide, ibren ^amtn burcb ben @efang ber @fatben oer» berrli^t ju feben^ nacb bem Siubme, ibrem SSaterlanbe unb ibrer «^errfd^^aft bie entfemteflen 9S6l(er unb Sänber unttt^ werfen ju b^^^^n, unb na^ ber «ßoffnung, bereinfl in SBaU balla'ö glötfli^en Tlntn bie SSerbienfle ibreS |>e(bentbumeS belobnt }u finben, atö btefer Jlonig Siegnar Sobbrof , ^cr in ber ^itte bed ad^ten 3abrbunbert8 }ur Stegentfctn^ft tarn. Um bie abgefaOenen 9ieitbgotbtf(()en Sanbe »ieber in {treiu gere Untertbanigfeit ju bringen, unternal^m er mebre Säge auf bem Xufiunoege, fietö t>on ben ta))ferjien unb (ubnfleii itam))fern feined fRdi)a umgeben. Xuf einem jbet n^icbtig^ jlen btefer 3uge, ben man in bie 3abre 777 unb 778 feH n>ar ti fein ^toed, hai S3o(t S3iarm{en$ im Sfinnifd^n 9tor$ ben, wtld)e^ glei^^falU ben 3CbfaU berfucbt batte, bon neuem jitm ©eborfam }u bringen, benn fd^on l^ngjl f;attz Sßiats mien8 9tei(t)tbum an ©etreibe unb an (&ft(idtiem 9)e(}wcrfe bie Staubfd^iffe @fanbinat>ien8 )u ftcf» bingejogen 0- 2>a aber eine fd()re(fli4ie SBitterung in jeneip Sanbe ben cfaaient, se parta^aient Pautorit^ et guerroyaient les uns contre les autres. 1) Deppin ff T. I. p. 68 fagt: Sous le nom de Biarmaland , ou Biamuey on d^ignait la Permie des Kusses, ou les pays arrosds par la Drina de la mer Blanche, c*est-a-dire Perm, Viatka, Vologda et Ar- changel; un peuple finnois, faid^pendant, habitait les bords du fleuTe. Les Scandinaves, surtout les Suddois, paraissent avoir ti- sile ce pays de bonne heure, pour se procurer d*abord des grains^ puls de.\ pellrterirs, r| prui^^tre aii5si des pniMons. 
JDanifdf^e Jto(ottien an ber ffibbattifd^c it Jt&fle. 203 Süta^p^ oer^tnl)erte unb »tele t>on beö Jt6ntg8 Stteitntans nett bf m «junger ttnb ber @eucl^e erlugen muf ten^ fo bxaöf ex fü^li^ ^rab in bai @e6tet ber iturlinber ein unb aU biefe ben gefuril^teten itintg' o^nt ffiiberfireit aI8 x^ttn «^rm aufnahmen unb letfieten/ n>ad er »erlangte/ jog er tDettft abtoittt auHf in bod Sanb ber @amlänber/ bie i^n gjlii^faUi ol!)ne «fittmpf a(d i^ren ®ebieter begrüßten. Sn folcl^r Seife bur^S ©(ucf ermutl^igt unb bun^ ®toIs er:: toben/ überfiel er bon neuem bai ®ebtet ber JBiarmier unb oeieinte mm axi^ biefeö mit feinem ma4)tigen 9iei(^e ')• ^6f be6 iUnigeS S^cb aber n>arb bief?« Steidb unter frine 6b^ne alfo vert^etlt baf ^er eine t>on t()nen/ «^mibfert ge^ nannt/ aVe 9ZettI)got|)if4!en 8anbe nebfl einem SEl^eile beS Senbenlanbed erhielt/ unb biefeS Sitid^ be()errfd)te er bi$ gegen ben Xnfang bed neunten SaI)rlt^unbertS / wo er butd) jDaron/ einen 9Ieittygotl^if4)en Unterf6nig, feinen Zob fanb «). @ett biefer 3eit nuit/ — e^ n^aren bie großen Sage/ in weisen ber mächtige (Sari ober bad n>ette f^ranfenreidl) ge? bot/ — nalj^men nun $n>ar bie Jtriegjs unb 9iaub)uge ber nor^ bifc^en Abenteurer mel^r att bid^er i^re Slic^tung na^ ber 9)orbfee/ wo ffe bie bortigen itufiengebiete nid^t feiten in gro^e fiebrangnif unb ®efa^r brachten; allein ed blieben au<l^ fortbin no^ bie Sinber im iDflen unb im @äben bed Saltifd^en SReered t>on feinblid^^en Sinf^den aM @fanbi$ iiat»ien feine8n?eg8 berfc^ont unb für unb für trieb noc^  1) Saaco p. 173 ev^&Ut, naä)Um er Ui du^eö gegen bte 83tarmter enoibnt ^tz ita Danorum plerique dubia coeli qualitatc conclusi, passim oborta corporum pcstilentia cfecesscrunt. Gumqiie se Reg- ficrus adulterina magis quam vera aens vi pi*appedilum animadyer- tcrcty utcunque navigatione producta, in Curonutn Sembonanque TtpancTEL accessit, qut majeslatcni eins pcnnde atque bonoratiMiini «ictoris amplitudincm impcnsius vcnerati sunt. Quo beneficio Rex magis adversus Riarmomm insolenliam cfTeratus, sprelae majcsta- tü suae -vindictam inopinalo petiyit assultu. 6$o bfdd^tet bie €^<(e 4r.4 Ghejsmeri Comp. p. .'542. ®ubm SB. H. €1. 32« — 327. 2) Sa.va p. !74. ®uhm «. If. €J. 37|. 
204 ^inxi<fyt eoUttien an bet \ühhaui\^tn Jtujle. dial^mfiiüft unb Stanbhxft @{anbtnat)if<l;e £5ntoSfM;ne uub ewe an ber ©ptfee ftatfer fBifmaS^ •Raufen auf bem Xil:: flurwege nad^l 9Jei%ofl;Ianb, «lamten itnb mtbcjcc nitb? Udfc gflnbcr, An biefen fcinWic^en 3üä^n faiib au«& jdjt no4f bie friebüc^e ®emeinfd[)aft be^ ^anbcU tl;rc Qt&fjf unb «^alnmg unb e« bcjlanb neben bcu gcl;bcn nnb Sümc yfcn ein Scrfclj^r, ber t)on be:i i^anbeföortcn bev ^'jlfcc an$ bVL:6) 9{u^(anb btö an bai ^ad))ifd^c ^ccr unb bii mi^ Arabien unb |)etpen l^tnein ging ^). Sßa^renb aber jene feinbltd^en SlarxhiÜQe in alter SBcife fortbauevten, ftebelte fiify ait^ I;ie unb ba mand)cr ^neßcr? ^aufe^ ber aud @faubinaii>icn jun^d^fi um Staub unb ^ute audgejogen «oar^ im ubcrfaSenen nnh gctooimcnen Sanbe an. ^te erfien uwi be!annlen @))uren fol^er S)c£ nifc^en Kolonien jctgen ftc^ nni in ber Wtitt^ bcS neunten Sal^rl^unbertt / aU ftdb unter bem ^>intge 8otI)efout/ bem ®alE^ne SxiH Sanv eine bebeutenbe ®d;aav gemeinen Sok M, au^ Anetten unb anbem 9Keuf(^en niebrigen ^tün^ beS be^e^enb/ in ^anemarf gufammeufahb, über bie 0ee fe^te, an ben fübbalttfd;en ^ttflen lanbenb ganj f>renffen/ ®emgalTen, Sarelien uub anbcre Sauber burcliu^anbetfe/ bte (Gebiete einzeln untcnvaif , bie jßewol^ner ixim SJ)eil ermorbete unb fi((^ bann ba anftebelte/ n>p baS ®liid ^ begunjiigte unb bie 9latur fte anjog 0- ^^^ tpeitere ^x« 1) Fräh/i lbn-Foszlaii*s unb anberer 2Craber Beriete iV>etbit «Ulfen älterer 3cit. |>eter«bur0 1823 0. 79. Brppmg T. I. p. 67. 2) Petri Ohii Clii-on. Reg. Dan. p. 114: „liOÜiehiul, ßüw Erici Baniy regnaTit XI annis. Huius tempore quiübet tertiu^ de serTis et popularlbus cxivit deDacia, totamque PrutUinh ^c""^' lianiy Kareliam aliasque piures teiras Ticenint, ocrisis rins, re- wfiaiiCtUque ibi iiäque in pracsrns. gafl eben fo ba< Clwonic. Erici Regis ap. Langebeck T. I. p. 158, nur baf h\t\H W^ ^^'' SUfftgt: delectatl terrarum ubertate noluerunt redire, sed ibi rrma- nent usque in praesentem diem; WOCau0 }U f^Ue^n ifl# ^^ ^ ^^at eine fönnltc^ JColonte tourbe unb ftdft M fol(^ lan^e 3^it tP bielt. Depping T. L p. 12 nennt biefe« eine «Emigration provoqiM^ par la disette; et fagt: Comme il iCy eut pa« assex de vivre« ^^ 
thifi^t Solonttn an bec f&hbaltif^tn Sthftt, 205 ^^ aicT, ob iamali and) f>teuffen fo(d>e 2>an{f(d^e HiXi fiibelungen in P; aufna^^m unb in xoelä)en feiner Sanfte fi^n ffc ftd; efma nieberiiepen/ mad)t }ur Seit ber SRam te( tmb bie £)ttrfttgfcit ber £lueUcn no$ unm&gltcl^. S>oc^ l^^tten bie Juanen in glei^^r Htt }um SCf^eil fi^oii fntixr in ben anbem ©ebteten ffttit^^cifflanU unb iefonbetS anö) f^on in bcm g^nbcrfhidde t>on bet SBcid^ M hü möf SteHcnburg l^in einjefoe Stieberiafpungen ^t^ grmibet, bie in ben erften Seiten ibreS Safepnt n>ol^l mtis M ber ^rrfd^aft be< SRutterlanbed untertb^nig blieben irnb burc^ «^anbel unb X$erfelS)r mit i^m in Serbinbung ftanbcn. :t:)ft wav eS 9lotI; unb SRan^el^ n^eld^e ba< Ca« teilanb 5n>an()/ einen S^eil feiner Sbmo^ncx in bie Stembe ouSjufcnben, um eine neue .^eimat ju fuc^en *); nic^t {eitfii Ai^r m5gen aucb anbere frein)iOig ben befc^ränften bitetliti^cn Boten t)erlaf[en b^^^eu/ um in fremben SBelins l%en ftc^ t)on neuem einjubeimcn. 3mmer qibtt lennttn fob^ Stieberlaffungen t)om Saterlanbe ou< nid^t anberS ^ mit gunttigem Xuge betrachtet unb in ieglic^er Seife kfoibert iverben , benn ffe mußten md)t blog ®tögen für W« f(&on begrönbcte ^^crrfcbaft ber ©anen fepn ober ^alU mtlt, i>on wef^^cn aM bie ^errfdj)öft flarfer befefligt unb «»eitert ober and) beim etvoanigen ÄbfaDe ber begwungets wn Mnber bie SSiebercroberung immer bebeutenb erCeic^ Warben tonnte, fonbem ffe boten and) in frieblicben ßnWltniffen, im ^anbel unb «erfejjr für ba« STOuttertonb itbttttenbe !Boitl;eiIe bar, bie t)on einem SSolfe, mU^i  ^c U population, il Tut r^olu que chaque troisieme serf et warnt du penple s^expairierait On tira an sort; ceux qui furent ^'•ijnA dfirent chercher a Tivre aiUeurs. Or f<ett bie Bfgebeilbeie ^ ^ 3a(r 880; bo4 läft fi4 bicfe Settangabe qn$ Un nneOeii ni^t Mnbea. SicOiicbt fiim»t biemit ilberein, wal A>«/or in bei;Vu0gabe 84Uiet< 6. 154 fagt: „3m 3abre 859 famen Sardger ienfettl ^ aittcfi ^ unb beiraten bie eiaoen , Zf^vihtn , fBttun unb 3Mf "%v mit 2ribttt 1) MftHcie bei B^ppin^ T. L p. 10 _ 11. 
206 SunetU 3ett SBuIfflanö 9tdfeberi(^t. fdl^on fv&l) ittoo^nt wax, fvembe Jtuften ju befiid^en, geiDtf nü^t unbeac|)tet bleiben (onnten. Sbaff^x ifi eS tool;il aud> erfUrltcb/ wie e8 bem 2>antf(ben ^kige ®onn bein 2C(ten im ®an)en fo leicht toaxi, feinen 6)eboten au(^ in einem gtofen ^^eile bef^ SSknbenlaubeS, in 9)ommem unb 2Sich lenbutg fo fieberen ©e^orfam }u oerfc^afen 0- @o oft inbeffen im Saufe biefer Sabrbunberte |>reuf:: fen t>om SRorben f)n befucbt worben n>av/ fo nian^faltig unter folcben Sreigntffen bie 83o((er fi(b begegnet unb be- rubrt b<xtten unb fo Diel in biefen 3eiten aucb immerhin in einem regen unb bewegten geben auf feinem SSoben ge^ fcbeben fe^n mqg^ fo fyit baS a(Ie$ bcä) auperjl wenig bei:: getragen, ba8 alte S>unfet liber bed SanbeS SSerfaffung unb beö SSolfeS @itte unb Xrt mebr aufjul^ellen. @o loabr ifi ei, bafi Sabrbunberte unb bad Sebetv unb SBirfen i^on Saufenben in ewige yia(i)t t>erfinfen/ wenn nid^t bie ®ef(bid)tfcbreibung/ t)on ©efcblecbt ju @ef4lle4t loets fänbenb; wa8 eiuft gefcbab unb bur4)lebt würbe , fte ber 9la4^welt überbringt 2)em @tatbengefange, ber @age unt einigen ff>ateren 6bt^(>uiflen Derbanfen wir t6, baf mebre Sabrbunberte in biefeS Sanbe6 ©efd^^icbte nic^t ganj ini i(>unUl ber SSergeffenbeit übergegangen {tnb, unb liegen bie @reigni{fe biefer Seiten au4^ aUerbingS in einem wunber? lieben 3wieli4)te gwifcben ber 2)dmmerung ber ®age unb bem b^Oen Sage ber ©efcbicbte, jwifcben 2)i(btung unb SSirtlicbfeit, fo ift ei uni burdti jene bocb m&gltd(^ geioot:: ben, dne TCbnung ju faffen t>on bem Seben unb S^reiben ber SSolfer bed 92orbend in biefen 3abrbunberten. SSo bem ®ef(bi4)tf4li^^i^<^ bie Sarben feblen, bie bem 93i(be ithen unb S^raclie geben, ba geziemt ti ibm nur, fo weit er t>ermag, Linien unb Säge }U (ei^inen, bie einft bem t^g rafter bed ®emj(bed )um ®runbe lagen. Xnber« fcbon ift ei mit einer Crfcbeinung, ber »tt im legten Sbeile iei neunten 3abtl()unbert8 begegnen: et::  1) Adanu Bremens* histor. cccle«. L, I. c. 47 — 48. 
SunfeUSett. 93u(fjtan^ Sletftbeci^t 207 ne» eveigntife, wtiäfti in aOer «^inftd^t für Dteuffen« Htm ®tW^t€ Don^auferfler SBic^ttgreit tft. ein füf^net Seefahrer, SSuIfflan genannt, über beffen ^imat unb |>erftinft iebo4^ feiner und genon belehren brnn ^), untemabm gegen hai (Snbe be9 xunnUn ^a^t^ntif Ut», wie eS fc^eint, auf TCnlaf beS £&nige8 Xtfreb beS Srofen t>on <Snglanb eine @eefa^rt an 9)reu{fen6 Jtufle ttnb berichtete bann, gl&(flic^ b^imgefe^rt, bem einige ak M t>on bem SBege, auf n^et^m er ^reuffen gefunben, unb t>on ber Sefcbaffenbeit be< Sanbed unb ber @itte be« »olle«, wie er fte felbp gefeben b^tte «). fBon bem t>ie(befu(bten unb burd[^ reichen SSer!ebr be^ lebten ^nbettorte ^att^nm — l^ebabp in @dble§n>ig — »)  -y^^'i   1) Uibev SSulfflani IBatertanb, wie fthzt feine fonfH^en Sebenöums fiohe l&ft ft(^ bttcibaud ntd^td ermitteln. . «Daf f^in man^e einen (Sn^t (inber nennen, beruht eben fo wenig auf {teueren S^eweifen/ a(ä bie ICnnabme, baf et ein ©(^(e^wiger gewefen feip. Langebeck, ber in ^ Sktmmlung ber Script, rer. Danicar. T. II. bie Ütrifebefcbretbung ober ben 9)eriptn< t&ulffiantf mitt^^eUt, nimmt in ber Sorrebe p. 107 Ck^Mwig dU feinen IS^o^nort an, aber aucb nur aud Um nic^t ans trii^enbeii @ranbe, weit er oon ba auö feine Geefafirt antrat. Upha- gen Parerga p. 589. — Uebrigend f!nben ffd^ bie literdrifd^n 9ta6)t rieten üt^er bie froheren ^Bearbeitungen biefed SReifebericbtd bei Lange- heck L c. 3n btr neueften Seit t>at ffd^ S)at)lmann in feinen S^r» ftoagen auf bem (Gebiete ber ®er4<4te SB. I. ®. 403 — 456 am bie Qd&ntmtng unb ^CufCldrung biefed f&r bie norbifc^e Cfkograpbi^ unb Ocfd^i^e mtfbtigen 9{eifeberi<(td duperft iserbient gemalt. 3) Langebeck T. II. p. 107 nimmt an, baf fßuTfßan einige iiit Mr bem Sa^re 890 ^um Mnige Vlfrcb gefommen fe^. ^ \hft f!(b bogegen ^erabe nidfttS SSebeutenbeS einmenben, fo wie el aber au(b fftr bicfe 3ett feine be^mten Cemeife gtebt. 3) Daf «^aet^um ber alte ^nbeUort «^ebabp in C^d^teiwig fe^, Irigte fi^on Langebek T, II. p. 116. gorfter in f. (ier<bi<bte ber OttbecL unb ^^ffa^tt. im 9lorben €$. 95 muf te ftt^ mit biefem Orte Bi^ (ured^t au ßnben, obgleich er in ben norbifcben Cluellen fo ^u» |ig oorfommt. 9ta4 ^at^lmann 0. 427 ogL mit €^. 441 mar el fub» anggemaibt, baf {»ebabi) mit feinem «^afen barnnter ju i»ers Ik^B r<9. 2)ie gdlnbU^lk gforfc^nag tinb bie DoO^Anbigflen 9ta(bri4K ten aui ben CXueOen Aber b{efe$ <^bab9 finbet man in Oufeen*^ 
208 aSulfftanSSleifetecicf^t &Jbec f^ceuffen. fü^r Sulfflan mit feinem @d;tfe atiS. Xuf feinet So^tt lag tlE^m nun tut redeten ^anb ober, »ie er at$ (Seemann in bor @(]()i{ferf)>ra(|^e ftd) an^brucFt, am @teuerborb ein iani, n>eb^8 SSSeonobbinb ober bai Senbenlanb genannt warb ; }ur Un!en ^anb bagcgcn ober am Sadfborb bliekn ifym 8an<)elanb unb SaUmb, bann Salfler unb ®4^onen — Sconeg — liegen. 7£Ht btefe Sanbe geborten bamald, mie ber SRetfenbe berichtet, ju £)anemar(. 2)ann weiter fa^« renb l^atte er jttr lin!en «^aub S3urgenbatanb — Sonu l^olm —f tt>o ein eigener itonig berrf((^te. Stacb fiom^ bolm tagen i^m }ur Iin!en ^^itt bie Sanbe IBIefingen, bann aR6re — ÜReore — , £)elanb — @ot>Iaitb — unb ®ot()tanb — ®ot(anb — unb biefeS^ Sanb gel^orte ju Scfftoc« Um. 2)a$ SSenbenlanb aber blieb ilE^m ben ganjen Seg über bi9 an bie SB5ei^fel$!D!ünbung }ur fRtd)Un Hegen. ®4^on bi6 l()tel)er ifi unö SBBulfItand Seri^t oon iw f er SBid^ttgfeit SBad oor aOem bie yia6)xxiift oom Sern benlanbe, für uns aU SRac^borlanb 9>reuffen9 bad wid)tiip, betrifft, fo be^nt eS SSutfjlan, wie Kar |iert)orge^t von ber 9Runbttng ber SBeic^fel an auf bie ganje @ubFufle ber , Oftfee, a(fo bii über SReflenburg nadf bem alten Sagnen ()in aus. S)iefen 9{amen ^atte biefe ganje Sanb|lre(fe 9on i^ren fBewol^neni, ben @laoen erbalten, bie man, fo per^ f^ieben and) unter fic^ i^tc einzelnen 3weige waren, unter bem ®efammtnamen t)on äßenben begriff unb fte behielt biefe ^Benennung and) no<^ in ber folgenben $tit *). & Uttterfutiun^n übet bte bcnCmArbidflfn 3(Ctrrt^dmet e^Mm^i. tU tona J826. 1) IDaö Fragment vetus Island, ap. Litngebeck T. U. p* ^ xtmnt bai an 9)rett|fen »»efilt^ gr^njenbe Sanb ebenfalU iio4 Vmdbnd. (Si ^pt ndmli<^: Vindland er vestast naest DanmorL En aostr fra Polena er Reidgola land, i« e. Vindlandia renus occidenten proxime ^d Daniam vergit. Sed in Oriente a Polonia est Reidgo- tia. jDa< VOR IBfCd-mann ^attddfQebene „gragment einer ttcfun* be ber aitrfbtt etotdnb. Okfc^icbte i^impt^) e. 25 besdc^net gbt^« faltt yommem tto4 mtt bem 9te«e& „IBentlaabe.'' tM Stit^^ W4te Ck^meben« iB. I. ®. 96 oerft^cxt, baf bei ben e^nb<em üu^ 
, SSulfßan« dtetfebetidl^t hhtx ^reuffen. 309 tf( itnö fenter ober auc^ t>on SBid^ttgfeit, bafi SSBtt{f||tan \Azc fe& SBfRbenlanb unter bte «^errfc^aft ber jO&nen oerfe^t^ benn e6 befiotigt ftc^ IS^tebun|» bie Sladj^rtd^t^ bag ®orm ber ' %X\t, Shxi\% oon £^anemar(/ ber äber^au))t aU @d(^&))fer bcd heutigen SdnetnarfS unb att 9tei4idt>eretntger att)ufe$ ^en ifl % feine |>errr(d()aft OiViisf über einen S^il beö Sem benlanbeö t>erbriitet ^abe ^). 9lun betritt SBuIfflan ba« ©ebiet bed SBeicI^fel ^ @tro^ med. S)te SBei4^fe(, fagt er, tfi ein fe^r grD^er f^u|| unb ^t iur @eite Sßit(anb unb SSenbenlanb. 2)ad 9Bit(anb neigt {t(^ ju ben (Sjlen l()in. £)ie SSBeic^fel aber lommt aus bem SSenbenlanb ^erab unb flieget in ba6 (Sflennteer. £>iefeS Sflenmeer aber iji jum n>enigflen funf}e^n ÜReilen (fett ferner I&uft ber Sl^ng im iDj!en in bad (Sflenmeer/ Wi xozl^ fEReered ©eftabe Xrufo liegt. fi3eibe firimen gemeinfam ind Sftenmeer/ ber 3(ftng im iDflen t>on Sflen« lanb unb bie äBeic^fel ^on @uben t)om SBenbenlanbe; unb ^er benimmt bie SBeic^fel bem Slfing feinen 9lamen unb ge^t aud biefem äXeere norbwefim^rtd in bie @ee; ba^er ^tfet xawi biefed SBeid)feImünbe 0- iie4 nm« 3a^c 1000 bie ^ommerird^e ^öfie Sßenbtanb geheißen %<kht, Slfreb nennt in feinet ©ennonia (Croffud) ba8 8anb ebenfaUd Vine- daland obrt SOSenbir^eö 8anb, fögt aber ^tnjU; ba$ man ed aud^ @9f|IS^e ^'fc; vgl. ^al^Intann a. a. O. 0. 419. liefet leitet baf)er and^ ben 9lamen SSenbeird^ weld^en TOfreb bem 9){ittelmeere gfebt^ gar ai^t untva^rfd^einlid^ von ben Sanbalen ()\if W ju beiben leiten bef? fefbftt'in €^panien unb xa TCfcifa n^o^nten. 1) -Uphagen Parcrga p. 586. ©a^lmonn 0. 433 — 435. 2) Seixo p. 179 fagt von ben @dl;nen ©ormd: Haraldus atque Kannttts cum virilem attigissent aetatem, exerta dasse enrenatam SdaTonuD insolcntiam dorauenint. Uphagen p. 590 fpric^t nur oon einem Srennbr^aftöbünbRiß gwifc^en ben S&enben unb ben )Ddnen. 3) 3n bet Urrprad^e (reifet bte QittiU fo: Seio Wisle lasWdemj- cd ea y and bio to lid Witland and VVeonodland. And thaet Wiu land belimped to Estum. And sett Wisle lidut of VVeonodland, and lid in Estmere. And se Eslmere is Iiiiru fiAene mila brad Oonne cymed Ilfing eastan in Estmere, of tbam mere tbe ^Truso standetb in Stade. And cumad at samod in Estmere. llfing eastan *- 14 
210 aSurfftan^ 9leirebeci€l^t über 9>(ettfren. <3(^en!en mir biefem SS^eiU ber fSt^^ttibun^ bei Ean^ teS an ber Sßetcf^fel unb bem Slbtng einige Xu^erffanu feit fo treffen n>ir l^ier auf bte überrafc^enbfie SSeife wies ber auf ba^ alU Sßibenlanb, bie frul^iere «^eimat ber SiU ben^ ber. @i>t^m, ber S3ibtt>arier/ nodS) }u SBuIfpanö Seiten SBittanb genannt, wie »ir biefed 9{amenS anäf no4^ in ben folgenben Sa^yrl^unberten ermahnt ftnben 0- ^i^ SSeic^ fei bilbete and) je^t nod(), n>ie in ber alten Seit ber Sibtr barier, bie ©rdnje gn>tfdS)en bem @(ät)ens ober SBenben^ lanbe unb bem Sßiblanbe. 2>iefe6 le^tere jog ft^ na4^ ber ®egenb ber Qftm, ber TLtftUt, f)in '). 2)en Stamen ber SBiben atö ben eine^ SSoIfed fennt SBuIfjian f4K>n ntc^t melier. S^m Reifen alle fi3ei90^ner biefpeitd ber SBeic(^fe( Sfien; ober man mu^U annelfimen, bafi er but^ ben SRa^ men SBitlanb ebenfo juglei^^ and) bed SanbeS S6me1)ntr be^ teic^nete, wie biefeS burcf^ tie 9lamen Sßenbenlanb unb @ft: lanb gefd^a^. SBie meit ftct) aber biefed äSittanb na^ iRorb^ efktn txfixeät 1)ahe, ftnben »ir nietet angebeutet, t>ieQei4^t weit ci SEßulfjfan felbfl ni6)t ganj genau wupte, ba er in bie norb6ftlidiien ©egenben 9)reuffend ni(^t Ifiinauf ^efom:: of Easlande. And Wisle sudan of Winod lande. And tbonne benimd Wisle Ufing hire naman, and liged of thaem mere Test and nord on sae, fordy hit man haet Wislamud. — ^eine Zb* »ei(^unden in ber UebecTe^und Mefet stelle oon ber iDabtmannS »erben ftcb aus tem Slacbfoldenben ergeben. 1) JJpha^en 1. c. p. 591. SSei Spulfilan »irb eS Wi/land ge^ fd^neben; fpdter flnben wir Wi/^and. 2) jDablmann überfedt hit SBorte: tliaet Witland belimped to Estum» burcb: f,ha^ SSttlanb gebart ben @f!en.'' 2)te alte £a* teinifibe Ueberfetung ^ah fte ebenfaUS bur^: „Witland vero per- ünet ad £sto3. 34 dlaube, baf haA €ftamm»ort bed SBorteS bellmped taS Sßort to lean ober to line ifl, »elcbed tem ^rie^tftben ' kXfl/ctv entfpnibt unb //anliegen, lebnen, fub neigen,'' %t\iviXxif fo baf alfo belimped ni<bt ben IBefl^ ober bod Sugebbren, fonbern bie fS&ify, tung fetner 8age bejeicbnet. — Uebrigend iß W (Snbigung be« S^amenS Estum in bie 6ilbe um in jener ^iVt nicbt ungettbbnltcb , mie benn •ßebab^ in hvca |)erip{ud au^ Haetbum beifet; «gl. SSeirpiele in £)tti $en'< Untecfucbungen über bie acitertbömer @(ble<wigs €$. 40 — 4L 
?E8ulfflan« 0tetfebei:id[>t Aber ^ceuffe«. 211 mm }tt fe^n fci^eint, t)ienet(^t au^ weil iit ®r(Sn)e föfxoet )tt Bejttmtnen roax, ba bte ^en ober Xeflter unb bie SBis * ben ^(^ t)enntf^t Ratten, bie ©rittjen t>en9omn burc^ ein« anbet liefen, @flen fäblicl) |)erunter unb SBtb(2nber n5tb!? [id^ (in am Sxi\ä)m «^afe btd an bie fubltcf^e Jtäfte @atns lanbl n)olE^nten> »o nacf)ma(S Sßiblanb bei ber fpdtem £)rs benSbutg 8o(l[)ftabt enbigte ^), • 3)ic SBeici^fel ergießt ftdj) nac|) SBuIfpanö Äerid(>t in ha 6|{enmeer. S>a$ biefeö ber alte 9lame bed $rif(^en "^ttlfe« fep, leuc^^tet Har ein. @§ ifl ber erjle beutfc^e SHame, unter welkem n>ir e§ erwähnt ftnben. SBort einer Sl^eilnng be6 ffieid^fel s @tromed in mei)xe TCxme ft^efnt Sßulfflan feine Jtunbe gu ^aben; n)enigjien§ erwähnt er n)eber beft »eftlic^en Zxxne^, ber na^ S^anjig ge]()t ttnb bei bem fp^s teren Seic^fetntfinbe in bie @ee fällt, nocf) audS^ ber 92Dgat unter biefem Slamen ^). 2Cu|ier ber SSBeidS^fel nennt SBulfi ^n r>on ?)rcufr^n6 gluffen nut noc^ ben Slftng ober ben eibins im iOften t)on ber SBeic^fel au^ '). 3)ie IBreite  1) S^r bürfen ben fpäter oorfornmenben Spanien Sßitblanbd toobi Bt^tjur 9{onn feines fcö^^ern Umfanged nebmen, »te Sorfier in f. 84d|i4te ber antbecfun^en unb (^cbiffabct; ®. 97 t^nt, inbem et tlBütanb tttti; aUetn in ®amlanb fuibet, ipeit ed bort nodb ivoci Urtun» n aas fl>dteren Sa^cbunberten nennen, ^aber ift au(b feine Ueber' 4^9 ber SQSorte : and hio to lid Witland and Weonodland bur<b nxath nabe ba^u liegt SSittonb unb SSSenoblanb" weber tiä}tiq, nocb Vit feiner fißtetnung ju vereinigen. 2) Sßuiffton bat bie Zt^lüHQ M ©tromeS, wenfgfhnd in feinem ^4te, nur unbeacbtet getaffen; benn bed breifatben XBet4)r^s2Cnnej ^'Q^Rt ftbon Jornand. c 3. unb 3. unb im sebnten Sabrbunbert ttixb aud) im Seben be« b* ^alberts gefaxt« baf biefer ju 0(bi1fe auf Nr Sei(bfcl na(b ^ansig gefabren fep. Sgl. Upha^en p. 591. S) 2He 9Borte: Donne cymed Ilfing eastan in Estmere , of tfaam ''Kre die Truso standet in stade. And cumad at samod in Est- nere« Ilfing eastan of Eastlande, and VVisle sudan of Winod- ^<ie» bat jDabIm an n fo Aberfe|t: „jDerStftng ((SIbing) lAuft von ^Un in ba0 d^nmeer von ber '®ee ber, an betfen (SejlabeSntfo I4t; Ite ^xatn beibe gemeinfam ind (Sftenmeer aud/ 3(ftng aud ^K(R von (Sfttanb unb bie Sßei^fel aud Gäben vom IBettbeniaobe«'« 14* 
212 ©utfftan^ »«ff«fr'ett<l(>t 4bec 9>tettffe«. U» 8r{f4>en ^affe« »op fünf je^n CngKfü&en obet brei »cut* ' f<|^en SXteiten ifi im ®an)en bie nimli^t , bte eS an mmäfen Orten ju unfercr $elt no* ^at *)• SB^«« K*o* biefe Stette an t)telen iDrten )e|t aud^ weit geringer ifi unb etwa nur {wei SReilen beträgt^ fo Ifiat biefel UU ne^KoegS feinen ®runb in ber oon mand^ien ©elei^rten be? I^n^teten Zbna^mt ber äBajTermafTe ber iOflfee ')/ fonbem b{{ «^aupturfad^ie liegt ofenbar barin^ 'baß bad <^ajf fidt^ in feiner ifKid^en ^CuSbelt^nung, tote anbenoirtd ermiefen wtrb^ wirfli(^ t)erl2ngert f)at ttnb bagegcn an mand^en £)rten bttrd^ Xnfe^ung neuen S3Dben9 mtf)t Sanb gewonnen unb fona(|> in ber SM bie ^Breite be« *^affeS benringert wor^ ben ift. @obalb nun aber nacf^ SBuIfflan^ fi3emer!ung bie ©eid&fel unb ber (Slbing im grifc^en ^affe |t(^ t>ere{nigten, benal^m iene bem le^teren feinen SRamen unb fte jloffen ^,ttorb»ejhoÄrtö" in bie See, wol&er ber SRame SBeid^feU m&nbe entftanben. @o befrembenb biefer Seric^^t beim er^ flen UeberMidfe immer auc|> few mag, fo erleic<>tert ber giame SBei(|^fe(münbe bod^ be9 StitS)fM Sifung. aSenn ber SDiefe VUhetf^txnQ aber fdmmt mit ber öctltc^en aScft^afen^t bH be* r<bnebenen ©egenflanbe« fn fetner Sßeife dberein. ^af SG^Ifjlttn fi4 geirtt ober bie Sage bec jOEngc äber^upt nic^t re(bt gefannt babe, fami tun fo toeniger angenommen werben^ ba er bte Sage von Srufo fo ge« nau besdd^net nnb cäfo offenbar autb ben retbten Sauf M 3q!ng« (annte. ^teTet; fann nun aber au0 SocaC^UrTacien nfema» t>on Ofen ^ ge!ommen fepn, am tDentgjien ,,oon ber ®ee ^tt," toit iDa^ann fibcrTelt (Sd ift fein Smetfel, baf er f^on bama» feine aHc^tnng von eüben na4 9lorben, alfo gegen bte ®ee If^in (Kitte. SBenn bemnac^ bte SEBorte ber Oiad^t nid^t wiberfpretben ToOen, fo muf eastan nnr bfe dfUic^e Sage hei (Slbtngd gegen bte wefUtc^e Gei(^fe( bebenten nnb bte Sßorte: Ilfing «asian of Easlande andWisle sudan of Winodlande ^^ banu : ber C^lbing gebt (lUtd^ von ober att< htm 'Qftlanbt nnb bie XBetd^fet oom @üben ^ att« bem IBenbenlanbe ober ani bem fHbttd^n aSenbenlanbe in bat (Sftenmeer. 1) 9) i fand! i Semerlnngen Aber bie Oftfee 6. 46. 2) XSorfiber bad ©rünMit^fte in i». «ßoffi ®efd^i<bte ber natkO» (^tt Cerdttbeeungen ber CEcboberflA^e Ir Z^, 
Sttifftatt« Sttifthtxi^t Aber ^teuffem 213 9bime beS ShifTe« eibtng na(|^ feiner Seremigung mit bet SBei<^feI {tc|f berlor ttnb baS ®eY9Jffet jened ^uffeS nun aß eeio^fTet ber Sßet4»fel 6ei Sei^felmünbe in bte ®ee munUte, fo mu^ biefeS Sßetdl^relmänbe ofenbar bie tiuts ti&ntung aui bem «^affe in bte offene @ee fe^n^ bie toit jett ba6 Sief tu nennen )>flesen 0- *&ier aber er^bt ^^ mm bie ffrage : SBo n>ar )u Sultane ^tit btefe SRänbung ber Sei<^fetn|>ber baS fogenannte Stef? (S8 i{l belannt, ba^ biefe Xudmänbung be8 «^affe« im Saufe ber Seiten «ietfadb gewe^ffelt 1)at 2)a« iltefle Sief, fo biel un6 bie 9tiöfi6^U barAber Ul)tt, ftnben wir na^t an Samlonb« SBe^tikfte/ bei ber nachmaligen £)rbendburg Socf^fidbt 3u m\^ Seit biefed Sief entftanben tf(, mi^ bie ®tW^tt ni((t }U fagen, Unb felbfl bie 9ladl^ri4it t>on feiner SSemid^« tung bur^ brei ungen?&^n(t(^e @tärme l&^t ftdS) auf feine Seife ganj ftc^er oerb&rgen ^). Siefee Sief ii\>o^ fann SBuIfßan ata meieren ©rauben burc^^auS nit^t gemeint IJKiff ben; benn }um erjlen ii^t er ba6 SEBenbenlanb fld^ bid ge^ gen Seic(^feImAnbe ^in erfhreclen. S6\i in bie 9l^e bon Samlanb aber auf ber 9lel()ring ^n bcfanben fl^ in biefer Seit fic|^erli4^ feine @(aben/ we(4»e SBenben l^atten genannt »ctben f&nuen. 3um {weiten I&^t SBulfßan bie b^iben S&ffe^ nai^bem fte fic^ vereinigt/ „xoeftliö^ unb nirbliil^/' loie er ft(^ autbrücft, loom «^affe in bie @ee fhr&men. S>iu 1) jDaf SBulfßan buc4 bie SBorte: and liged of thaem mere vest and nord on sae, bell 2Cuipuf bfC Sßrtcbr<?l aui Um «^Off ober ai< bem eftenmeere in bie offene ®ee be^eicbnett wollte, ifi nad^ bem ^aä^thtau^ tocl^l gan} fiat, benn bad Sßort Sae gebraust audb Ottec immer von ber Oftfn, fo p. 108. lOg. 112. 115. Mere bagegen ili bei SSulffIttti immer baS *&aff. 2) CN bembt biefe 9(a(^ri4t «^enneberger« ^reafT. 8anbtaf* e, 264 auf ben ^^49 ttnf{(berett ^Cngaben oon Sßälfelt^ (Sbronif nab 6imon (Brunau'«, bie für biefe &a^t gar fein (Bttüiö^t baben. (SU aige feien biefeS (Sreignif in« Sabr 1311, anbere in baS Sobr 1595. äeitgcttdflffcbc Vnnalen nnb Gbroniflitt, mie Dusburg mib 3obanttel 9on ber |)ttfi(ie ((inbenblatt) enb^nen in btefen Sabren biefelfSr gani Vvrafien fo mistigen Umftanbe« mit feiner €titbe. 
214 ' ^utftiand Stetrebetid^'t &ber ^reuTf ett. feS aber toiberfpri(|it burd^ue gang ber &flltd^en Sage bti unt befannten iltejien Siefed bei Soc^fldbt^); oielmebr loek fen und bte SSorte bed Stetfebef^retberS gang ofenbar auf eine weftlid^t Sage feinet SBeicbfelmunbe bin. 3um brttten batf wobi ficb^t angenommen tverbeu/ baf Sßulfftan ft(^ in feinet Angabe nicbt imte unb baf er bie Sage' be$ bama:: ligen ZitUi ober feinet SBeicbfelmänbe ganj genau lannte. Ott tanntt, wie aM feinem ganjen 93eri(bte b^^orleucbtet, bie wefHicbe ®egenb 9>teufren§ unb namentli(b aucb ben wefKid^en Xf^eil bei «^afed roeit genauer; ald bie 6{ili(^en ©egenben, bie er n^obl f(bwerli(b au(b gefeben b^^tte, benn. fonji b^tte er ben ¥regeU@trom gen>tf eber^ atöben min$ ber bebeutenben ^(uf Slbing nennen muffen. 9lad^ bem ipanbettorte Srufo^ wo er n)abtf(^einlt(b n^ar, f)atte er ju &dfifft nur burd^ bie (Einfabrt in äBeid|^fe(miinbe gelangen f&nnen. 6r l^atte alfo feine 9la(bti<bt über Sßei^^felmänbe xoo1)l feinedn^egd burc^ «^ftrenfageU/ fonbem er gab fte ali Xugengeuge. 2>iefed aOed bere(btiget und nun }u bem @(bluffi{, baf biefed SBeicbfelmAnbe ober baft Sief }u Siulfs itani Seiten im wefKicben Sbeite bed Srifcben «j^afeö ge? fücbt werben muffe. Sßo ed aber bamaie gewefen fepn mag, ob dem ®tdbtcben S^oIIemit gegenüber, n>o auf ber 9lebrtng Vit ber £)tt Aabiberg, bie. 9}ebring giemlicb fcbmal ifl unb bebeutenbe ®anbb&b^n neben fiarfen äSertiefüngen befinb« Ii(b finb, bie aHerbingd bort auf grof e SSerdnberungen bin^ jubeuten fd^einen ""), ober @(bing gegenüber ober t^ieOeicbt 1) Vtijune^meii/ baf im ^tiqinalsZextt ofeUei^t ftatt „vest and nord geftanben ifaht eastan nord, bafär fehlten unö aOe fßemtife. 2} Xuf einem im ge^imen TCt^ioe au ^dnigöberg a\x9>tmfycttn, genau gegeicbneten Slif dbec bte ^te^ring unb bo< 8nT4e >&a{f auö ber mtte tu 17ten Sabr^unbertd tfi bei htm ^täbtä^n Zolttmit gegen» über eine eben folcbe S^ectiefung in bec 9{ebring beiQerHicb gema<|f/ n>ie bei bem dltefien JSief bei So^fldbt, um aniujeigen, baf bort etm mal bdi Stef gnoefen fepn fönne. jOie boctige @egettb ifl bann auf meine Seranlaffung buccb tinen in ber Serratniunbe bewanberten SRü (itdr genauer untnfud^t movben unb feine aXeinung gebt ebenfalU bas bin , baf bort ein altti Zief geiocfen fei^n m&ffe. 
Sulfjian« Sleifeberid^t Aber ^^euffen. 215 n^ miUt VHfüi^ itnb nÜfet bc m einlbiffe ber 9logat ynb M SBeicf^feforme« in bcrt ipaf, btef iji bei bem g&nts S4ien Scf^wetgen aOet alten gefc^tc^itltd^n ilueKen unb bei bcr grof en SSetJnbentng^ to^ldftt bte 9te|^vtng fcl[iDn t>on ißa:: tot ttnb biiT(& t^ve Sage }wtfd[^en ben @tunnen unb ben gnoalHgen Araften jweier ©ewiffer untemorfen ift^ bunt^* dvS nic^t me^r ju etforfdl^en ^ eon großer SBtc^tigfett tfl ferner m SSul^ani ^ts nift bte (Snvd^nung be9 «^anbeUorted SErufo am ©erlabe M 6ilenmeere6 ""). ;Diefed Srufo war baS 3tel bon SBuIf« foni @eefa|irt/ weld^ied er t>on pit^utn — «^ebab^ — aut Zag nnb 9tac(^t fege(nb in fteben Sagen erreicht l^atte. üi tji ^i<6ft t9al^rf(|^emli4)^ baß biefed 3te( feiner ®eefal^rt bem Stt(f|^an/ »enigftenö bem 92amen na(|i/ fc(ion tH>r feiner Sa^rt (efannt war. (So fann bemna4^ biefed 2;rufo an^ too(( fc^koerltd^ etwaf anbereö, als ein «^anbeldort unb ein &tapt\pUi1i fär frembe Aaufleute unb @eefal(irer gewefen fe$n^). iOer !Draufen:s(3ee/ weldj^en man früher zuweilen darunter eno&l^nt gefunben ^at; war eö fic^erUc^i nxift; toaxs om ^tte biefer gerabe unb nxdft lieber bad weit gr&fere SetDifTer bed Srifd[ien ^ajfe« SEBuIfflane {Reife ^Biel fepn folen? Srufo war alfo ofenbar ein -£)rt/ bon welchem ber 1) IDte S^ad^e iti/ t9te bte Sßorte SBSulffiaRd vor nn< tit^en, ni^t. nf^Mnc gii britt9fn. Vu<^ menn angrnommen wücbe, Sßulfßani &mMcImftiib€ f€9 bei Jtabtberg geweren , paffen bie SBocte nt(bt denau, ktoL nVest<< ober wefUicb ifi btefe« i>on feinem bei; beiben giftffe. SBeicb* ftbBkbc bei 2>anaid anaunebmen, gebt nocb weniger an, benft SSulfftan ^4net bur<!b bie SSßorte : Wisle lidut of VVeonodlaud and lid in E^ere, ganj Rar ben in baö grircbe «^aff gebenben XBeicbretorm unb Bit i(m Üfiag cumad at saraod in Eatmere^ alfO beibe l^ereinigen 4» 9flüAf)er im gfrifcben >&affe. 2) Qie Sßorte: of thac^m mere the Truso standeth in «lade (6m M »obl [(bmerticb anberd Derflanben werben. 3) ^Darauf beutet tpobi aucb f^on ba& SBort im ®tnne be< Qtn^ %ii to stand ^in. £)effelben SBorted bebient ji(b au(b Otber, um ^ ^fle bed «^afenortei «^aet^um anjudeben; e^ b<^ift p. 116: Se (u e. die port, Üie mon haet aet Haedum) «/^n/ betxnh Winedum aad Scaxum eU*. 
216 SBulffian« Sleifeberid)t ihzt ^t^euffen. i&raufen:s@ee erfl feinen Flamen erhielt; unt) xoafjjtS^inf Ud^ ba gelegen^ wo bie ei^le ©runbung 6(bingd gef^ai) ^). Sdr ben «^anbel aber, bet in jener 3cit t>on t>erf4iie« benen Sinbern l()er mit 9)reuffen§ fi3en>ol&nem betrieben warb/ war ein fotc^er ©tapelpla^ auc^ burd^auS not^men^ big. (Sd ifi gewi^, baf um bie Seit bed ^aifer^ iDtto be« @rjfen , alfo gegen breif ig 3al(ire nac^ ^tlfreb beS ®roßen •S^ob/ ein nic^t unbebeutenber «^anbetöt>erfe()r jwifd^en 9^u^ fen unb @dt)weben befianb. Sn ©Sweben war ^irca obct @igtuna/ unfern t>on bem beräumten ^eiligen Stempel }u U))fala ber ret^befuc^te ^anU^ott, wo ftdi^ bie ®^iffe ber SZormannen^ S>änen/ @(at>en unb anberer norbtf(|)er 9ihU Ux, aber and) bie ber ©aml^nber au6 |)reu{fen jum Um-- . taufc^e ber »^anbetewaaren ber loerfcfeiebenen S^nber infm- menfanben unb ein fe^r lebenbiger SSerfeJ^r bejlanb *). J)ie 1) göc einen ®topelpla| ober ^afen na^m eß aviä) fcfton Z««^^- AffcAc I. c. p. 120 not h., wo er fogt: Fuil ea sine dubio portui sive secur^ navium statio et quasi emporium quoddam, a merca- toribus et nautis propter electriim aliasque raerces adducendas an^ tiquitus Tisitalum ac situm eodem circiter loco , quo postea £U>iiiga ciyitas scculo XIIl fundata est. «^temit flimmen duö) 2^^unmaQn Unterrud^. übet einige norb. fßblUv (2. 50 unb Sor|!er a, a. £). @. 96 öberein. 2) Adam, Bremens^, histor. cccies. c. 48 fagt aber btefen Cfk^ens ftanb: Birca est oppidum Gothorum, in medio Sv^oniae positunii non longe ab eo teniplo , quod celeberrimum Sueones babent m cultu Deorum Ubsola dicto. In quo loco sin'us quidam eius ire^ quod Balticum vel Barbarum dicitur, in boream vcrgens, portom facit barbaris .gentibus , quae boc mare diffusi babitant, optabileni; sed valdc plericulosum incautis et iguaris eiusmodi locorum* Au quam stationeni, quae tutissima est, in maritimis Sreoniac regiooi' bus solent Danorum, Nordmannorum , Slavorum atque Sembonan naves, alüsque Scytfaiae populi pro diversis commerciorum neces- sitatibus solenniter convenire. S. Anscbarii Tita per Rembert ap> Langebeck T. L p. 459. Chron. Slavor. ap. Leibniu T. IL p. 744. (Sine fe^r DoOflänbide 9la4ri(^t über SBtrca gtebt bie %mx^n ^ Langebeck T. I. p. 445. »gl. auc^ Bayer opusc. p. 433* Stf4«< ^cfd^ic^te beö beutr^en «^anbeld ». I. e. 214. 2(nberfon W0f^ bf« ^nbeW ö. I. 0. 393 — 394. 47». 
»ulfjlQtt« 9leffebecid?t über ^reuff'en. 217 Sefc^i^^te fptt^^t ferner aud^ t>on einer fe^r regen ^anitttf mbtnbung )wifd^en ^reuffen unb SuUn, btefem alUn, weitber&^mten ^tapelplaii ber @(at>if(li^en ^äjfe^ ber an Sletcf^tt^um in jener Seit unter b^n norbifcf^en «^anbelSorten M^t wenige feineS ®(eic|^en fanb. Son tl^m auS ging bie Mebte «^anbeKftra^e ^unic^ji naä) £)emmtn an ber $eene unb Don ^a fegelte man na^ |)reujTen^ natnentliö) audi^an bie SSernfleinfujie (SamtanbS ')• ^^ne äweifel ging auf btefer ^anbetöfhafe bamald borjitglid^ ber S3emf(ein nac^ 2>eutr(^{anb/ ber bort in grofer SRafe }u Itrcbli(i()em SSer^ brauche t>ettoanbt warb^ benn biefer Umftanb ^ab im ^iU telaltet bem fiSemftetnl()anbeI eine ungemeine Sebenbigfeit. Qlttfetbem wiffen n>tr bejlimmt/ bafi a\x6) jwifcben ^reuffen ttnb jenem wichtigen «^afen «^ebabp in @^te8mig, t>on n>o an$ Suffflan eben ^reuffen befucbte^ eine rege «^anbetöge^ meinfc^aft ®tatt fanb. Stembert/ ber bad Seben- bed beili? gen 2Cnf(ibariu$/ beß befannten norbifcben 2Cpofletö/ befc^rieb^ traf bort Jtaufleute aud aQen AAfienlanben ber £)flfee/ ^ou weget/ Schweben/ Sluffen/ ©lauen u. f. w. unb ben «^afen fob er angefudt mit ©cbiffen aller norbifdE^en SS&lfer^ bie mit ^aufgätem belaben bort gelanbet n>aren '). S3efonber9 mat t>on bort aud ber «^anbel mit (Snglanb febr (ebenbig^ woburdb be6 iRorbend (Srjeugniffe; atö $elin>erl/ S3ernftein, Sifdbe unb bergt, aber Snglänb nac^ Sranireicb/ @]>anien unb anberen »efHicben 8anbern gingen ')• 'Die ®efc^td^te be» 1) Adam. Bremens. hisL eccies. c. 66. Nobilissima ^ctvitas Jnlinuni celeberrimam barbaris et Graecis, qni in circuitUy prae- stat stationem. Est sane maxima omniuniy quas Europa claudit, d%itatum, quam mcolunt Slavi cum aliis gentibus Graecis ac bar- bans. Urbs illa mcrcibus omnium scptentrionalium nationum lo« cnplcs, nibil non babet jucundi aut rari. Ab illa autem civitate brcvi remigio ad urbem trabuntur'Deminem, quae sita est in ostio Peanis fluvii, ubi et Rbuni babitant. n>i ad Semland provinciaio, quam possident Pruzzi\ navigatur. Änbecfon a. a. £). 85. I. C. 475. 2) Remhert. in vita S, Anscbarü c. 21. 29. Cf. Langebeck T. I. p. 443. not r. 3) Cu(en a. a. O. &. 80 ff. 
218 9Butfflan6 ateifebettdfft^bec 9>reuffen. itu^tt aber auiix&dliH^ , bap aixd) iwifäftn «^ebabi^ unb @am(anb eine «^anbeföDerbinbung @tatt fanb unb baf @clS)iffe auö jenem ^afen au(lE> nad^ ber äSernjieinfujle fe« gelten 0. Auf erbem ging and) übet 5)reuflen ein bcbcutem ber £)urc^gang^^anbel au$ Quxopa'^ tveftUc^en Sanbern no^ Sluflanb unb DteIIetcl[)t aM ben norbifclieh 9tei4ien Sfan« binaiofenS burdS) ^reuffen aixd) ncid) $o(en ^m. 6d I09 ja mitten im Äujlurmege/ ber t>on ben norbifd^en ©ecfajrem fo t>ielfa^ t^til^ jum @eeraube tl^eitö an^ für ben «^an^ bei befud^t würbe =). 3Cuf biefem 3wif(ben()anbel bun|| Stuftanb gelangten ^reuffenS @r}eugni{fe fogar bü naii 2(ften unb befonberS nadj^ Zxabien, wenn gleich im* UlHft bleibt, ob xti^t bie 2(raber t^teOeid^t audi^ fc^on bo^ mali ben 93ernf}etn unmittelbar au§ 9>reuffen felbjl a^oU ten ^). Sie «^au|)tgegenjf£nbe biefeft «^anbelS (toifdi^Q  1) )Dte gut; 2Cuffrdruna bed 3me(feS von Sßulfftang dtei^ nad^ |)rettfs en fe^r toi^tiqt ^ttUe im Adam, Bremens, de situ Daniae c. 20H tfi folgenbe : Hanc quondam rcgioncm Caesar Otto tributo subji> ciens, in tres divisit Episcopatus, unum constitucns apud Sliaswig, quae et Heithebu dicitur, quam brachium quoddam freti Barban al- luit, quodSIiam vocant, unde et civitas noxnen trabit. £x quo portv naves emitti solent in Slavaniam vel in Suedtam, vel ad Semland et usqiie in Graeciam. AnndlUta Saxo ap. Eccard Coq>. histor. ' T. I. p. 282. jDaber sog ^ebab^ feinen ungemeinen Üt€iä)t^nm, fo baf ba6 Cbron. Holsatiae ap. JVestphalen Monument, inedit T. lU. p. 26 fagt: Sleswicensis civitas quae alio nomine Heddabu dida fuit, illis diebus ditissima fuit. SSgl. Cu^en a. a. £). ®. 81. 2) SSgC. ^ä^lhitt gum Seeflor (S. 88 — 89. 3) Frähn gu Bbn-Fosilan u. f. ». ^. 79 faßt: „»ir wiffe»i baf bie im 9?orben beö ^aSpifc^en unb ©d^toargen ^tM bAufcDbra $ß$t!er, ntd^t blof gum ZJt^il mit ben ® necken , fonbern au(b mit b« Erobern, nacbbem ijjre SKacbt jicb über ^erfien unb bie benad^barten |)cot>ingen »erbreitet \^attt, in monniäfoltigen IBerubrungcn unb in «* nem tebfiaften »^onbelööerfe^c flanbcn. ©ben fo !ann e« eeinem 3»«* fei mebr unterworfen fe^n, baf eö t\n^ 3eit gob, wo eine ©traf« SKor- genidnbifcber «&anbeW s (Karawanen »om Äa«pif<ben SReere an burcb S««!-' lanb nad^ ben ©tapetpldftcn ber Oflfec fftjrte unb bi« ju 2Cnfan0 W - Uten Sabr^. beftanb." Unter ben ?4nbern aber, b^ren ^anbeWßemein: 
SBatfjlan« 9letfe6eti(^t aber ^reuTfen. 21^ Dfcttifen unb bcn enod^nten Eanbern nniren t>oriuglt(^ {oft« bated ?>e{)toer(, rozlö^ei auf bte rei(^befu4)ten SR^rfte iDon Sirfd/ Sutin unb .^ebabp gebracht toaxb, mo e§ fel()r ge« f<^^t n>ar unb jum Umtaufc|)e für kooDene Kleiber btente^ bte man bort 9)albonen ober Salbonen nannte ^X ^u^er:: bem bot ferner auc^ um biefe 3ett no^ ber fi3emftein ein eben fo meit gefudE)te6^ al$ l^oc^gefdi)dgte6 üßittel jum Um^s tauf^K gegen anbere ©egenftdnbe bar^ benn n)enn biefeS Srieugnif auä) ntcbt me^r^ toic m alter ä^it ju Stom, in bem 9Raafe }u @(bmuct unb t>erfc^n)enberif<^em ®(an}e Denoanbt lourbe^ fo gebrauc|)te man ed nodt) um fo reic^« lic^Kt als 9laud^n>er(^ t>or}ugltc|^ mie fc|)on enpa^nt ift, beim ®ottedbienj}e '). ^.bi}\t n>a^rf(|fetnlicl[^ maren aud^ bie manc^faltigen ©egenftanbe beö Aletberfc^mucteS/ bie idfbn gearbeiteten 3Crmf))angen/ fSlinQC, «^aamabeln unb voai fonft ald @4imu(fn>er{ in ben alten S3egrabnt{fen |)reuf{end gefunben mirb/ burdE^ S£aufd()^anbel aui 3ulin^ ^ebabp unb anbern totftli^m «^anbeföorten naü^ $reuffen gefommen unb eö barf ni^t unbemerft bleiben^ ba|i t>ors }üglt(^ bie ©egenb/ mo einfi ber «^anbetöort 2;rufo gele« yn ^ben foQ, in btefer S3e)iel^ung ftc^ Dor aOen anbern  f^oft mit ben TCtaUtn f!4 <tud 2Ccat>ifc^en SO^üngen nad^toetfen (äffe, nmnt Ut erwähnte ®^Ui)vU au^ 9)auffcn. 1) Adam. Bremens, de situ Dan. c 227 fa^t OOIt ben ^ceuffett in Se^tebung auf bfefen «^anbel: Aumm et argentum pro minimo dacunt, pellibus abuudant peregrinis «~ itaque pro lancis induraentis, quae nos dicimus Paldones, illi ofTerunt tarn pretiosos martures. C£ Helmold. Chron. Slavor. L. I. .c 1., tOO flatt Paldones — Fal- dones ^^t «^üKmann beutf^e gftnan3s@ef^tc|)te M ^xtttloXtM tMxt e. 84 Paldones burc^ 9)ob;6c{e b. %. Saltrdcte unb erwähnt, bof fi^on früt^er bte aßenben folcb^ ben granfen aU Tribut ^dtten lies fern mö|fen. 2) Bayer de numis Roman, in opusc. p. 432 — 433 meint, baf bee «ernPrinbanbel je§t aufgebort l^aUn mfiffc, weil beffen feine Sr» »ibnttn« 0ef<bebe. ÄHein ber ©cblup oom ©tiUf^weiflett ber »enigen 64riftfteaer bec norbifcben ©efcbi^te biefer 3eit auf ben ©tifi|lanb bei Srrnfieittbanbrtö ifi offenbar )u »oreilig. 
220 SBulfflaii« 9teifeberi<^t übet f)reuffei!. auäjetd^ttct 0. 2)af ani), wie Uiauptet ift, 9lenf(^enl^iu bei naö) ^reuffen betrieben werben fc9 unb baf bie ^teuf: fen on bie @Iat>en unb Stuffen i^re @Rat>en Derfauft ^a^ ben, tfl »enigjlend nicbt fid?er gu erweifen *). 3u btefem gangen «^anbeldbetrtebe tbettö in f^reuffen felbjl/ t^ettö nad[^ btefem Sanbe f)\n, f^eifö, t)on feilten itus ften aud in anbere Sänber^ war nun o^ne 3n>eifel ein tbtn fo(4)er «^anbetSort gum Xa\x\6) unb Umfa^ unb ein foli^er Stapelplatz notl()wenbtg. wie t^n Schweben an fßitta, baS @lat>enlanb an 3ulin, &^Mrt>ls an .^ebab^ u. f. w. ^t^ ten/ unb ein folc^er war ofenbar \>ai Don SBuIftian befu<(^te a^rufo am f^ifc^en ^a^e, bem bamatö wabrfc^ein(i(f^ i^m gegenüber beftnbli^en S93eicbfe(munbe ober Sief gerabe am bequemfien gelegen'). S>aber bürfte wo(yI audi^ bie Se^ l^au))tung Statt ftnben, bafi Sßulfftan biefeft S^rufo t>or}ugs tidl^ aud «^anbelSintereffen befu(|it b^^be unb bafI feine IBe^ rid()terjlattung aber bad Sanb unb beffen iBewobner ntcbt eigentlich Swed ^ fonbern nur So(ge feiner {Reife gewefen fep. Söb bamatö fc^on neben S^rufo au6) no(|i einige om bere «^anbelSorte unb Stapelplilie an 9)reufrend Sti^m ober in beffen ^if)e gebläßt l^aben, ift in früherer Seit }war ^te unb ba bel(iauptet/ aber ntc^t ^eng erwtefen wor? 1} SBd^. ^teräber bie Zh^nhlun^ t)on Traufe ober bie 9ta^tafi bungen ju SBefHi unb fStei€tatein bei (Slbing in ben SBettrdgen ivx Äunbe 9)reufr. ». vn. ©, 72 ff. 2) Stf^er in f. ©efcbtcbte beö ^anbe» SB. I. 0. 191 fiellt btefe Sebauptung auf. ZUein bie i)on tbm angefäbrien SBemet^flellen finb ni6^t iMngHiä), benn Adam, Bremens, de situ Dan. c 224 fprt^t nl^t, wie ^i\ä)n annimmt, oon |)reu{fcn, fonbern oon Q^l&nbrm unb eomonofoff 6 alte SKuff. ®c\6^id)tt tfl fär btefe 3eit feine hetoä^ttt ClueSe. 3) iDaf in ben novbifdjtn Öueffen , bei Adam. Bremens. , Hel- mold.y in ben Script rer. Danicar. ap. Langebeck, faft immer nur @amlanb ald bie ©egenb ^reuffend genannt wirb, nacbweCcber btn unb oon wel(ber aud ber ^anbel gegangen fep, fann ntd^t befremben, fobaCb man weif, baf Gamianb wegen het Skrnfteinö im ^Cuötanbe fcbon im KUertbum immer ber befanntefle Zi^\i |)reu|fen< war unb M pars pro t oio genannt würbe. 
Knlf^ani 9letfei)cric^t über ^ceuffen. 221 tat. Wtafi M 2>aniig/ <&ela un\> ^u(m f&r foU^e £)rte ongefe^ S>a^ ®anyg um tiefe Seit xooil fc^on atö Stabt bellanb unb aud^i fc^on einigen «^anbel trieb, lann nic^t beliritten n>erben; oQeia t>on feiner •^anbeK::SBic|^tig$ feit barf fcf^tverUc^ ie^t fj^on bie Siebe fepn ^). «^ela'ö ^in« fKge SIut(ye unb lebenbiger ^anbeKbetrieb berubt auf eU ner SRut^mafiung, bie gränblt(|^ wiberlegt ifl '). ^ulm enb? (t<^ ift aOerbingö ein fel^r alter £)rt/ o^ne 3n>fife( n>o^l Uter, atö bie Xnfunft bed beutf(t)en £)rben8 unb ma^rfdl^ein:: It^ um biefe 3eit fc^on bor^anben. Ueber feine ®rilnbung aber, n>ie aber fein fru^ered «g)anbe(9leben weif bie ®e$ f(^i(!t)te biefer Seit hidS^td ju fagen unb nur unftc^ere SBer^ mut^ttugen ^aben aud) i^m fdj^on jje^t eine befonbere SBid[^ tiiteit jumeffen moQen ^). SCrufo bleibt alfo jiemlict^ fi6)ex ber etnjtge iDrt^ oon melc^em au§ ber «^iinbel auf ber £)p fee mit 9)reufren^ (SrjeugnifTen betrieben n)urbe unb ber ittm SRtttelpuntte beft «^anbetö ber meftlic^en @Iat>enl^nber/ ber norbifd^en Steic^e^ SÄuflanbÖ unb t^^ieUeic^t au^ $o(en$ ütnte, wenn gleicf^ nunmel()r ba(b and) ^anjig unb &ulm betbe an bem natärlid^en «^anbeföwege beS Sßeic^feU @tr0^ vM gelegen, mit in ben ^Betrieb bed «^anbe($ befonberS nadl^ 9oIen If^in eingegriffen l^ben m&gen.  1) SU<(er a. a. £). €^. 195 gfebt htm ^anM Don ^anii^ au4 r4M fnr btere Seit eine (efontere SS3t<^dfett. ZUtin er folgt l^ierm c&i|ig nnr Uphagen Parcrg. p. 398 — 402, ber freittc|| Im ®tante BOT, fdr fem oXX»^ |>(eufren unb Tefn jDanaig bur^aud Wjt^ )u bemet« Vbbu 21tt< bem ^eben be< (eit 2CbaIber» Idft ftc^ fein Sewetö für Dositd« bebentenben «^anbcl fü^cn, Tonbern nuc bact^un, baf ^ansig bomott r^on eine Gtabt war. CS. §}reuff. ®amm(. fl3. I. ®. 340 ff. 2) Uphagen Parerga p. 187 seq. glaubte gegen Langebeck T« n. p. 113 — 114 ben)effen ju finnen, baf ba< in £)t(^ 9ertp(tt< fünf« mal Mtfommenbe Sciringes-heal fein anberec Ort, aH <^fo fepn Bnae «nb er fanb.Vn^nger fn biefer TCnna^me a* S^. @ommer, SBufs ffatf, Sift^ tt. a. ^COein SDa^lmann a. a. £). @. 441 — 443 ^t «hN fUirfle bewiefen, baf Sdringes.heal \>a^ SRormegif^e Skirings- tal t^ 3) Uphagen I. c. p. 313 — 318. Sir4et a. a. £). €^. 193. 
222 9Sttlfflan« ateifebf ric^t fibec ^reuffen. 93ei btefer «^anbeföt^erbtnbung aber Um SBuIfjtan ffis wrß a\xd) niä)t ^ani unbcfannt mit bed SSoÜeö ©itte^ ii-^ bmirveiU unb ©prad^e na^ $reuffen; benn n>ie man <Sd)iffe auö 5)reuffen in JBIrfa fal^, fo fcjelten anbcrc jt* ti^crli^ auä) nai} ^ciab'o, wo SBwIfjfan t>on S)reufftfd)en ®cefaf)Tern fc^on t)orl?cr Me n5tbis« Äwnbe «bet Solf unb 8anb eingesogen l()aben mt^c^tc *). Sloc^em nun SBuIfPan in folc^er SBetfe be« Eonbe* ©cwaffer, fc weit er mit il)nen befannt war, unb bejfm wid)ttgen «^ÄnbelSpIafe nac^ feiner Sage erroi^nt l^at, fa^rt er in feiner JBefc^reibung in folgenber %tt weiter fort: „2)a6 €f!Ianb ijl fe^r groß unb e6 liegen bort Diefe S5ur* gen unb in jieglic^cr ISurg ift ein JE&nig. 2(u<^ ifl ba t)iel *&onig unb gifcl[nJrci, unb ber Äonig unb bie rei#fn SRanner trinfen 9)ferbemil(^^/ unb bie Unoermigenben unb ©flauen trinfen aWetf). di ifl t>M ©treit unter ümn. S5ier wirb bei ben Sjlen nid|)t gebraut, ba bort SRet^l ge- nug Dorl(^anben ip *). '' %u(^ in biefem Zf)dlt feines 53ertd()te8 giebt un9 SB# lian wieber manchen ^ic^ft wi^^tigen 2(uff<|)lufl über be^ ganbed iltejfe JBefdJ^affen^eit. ®em efttanbe ert^eilt er eine febr grofle 2tu6bebnung. ®iefi fann fd^werlicft etwaö «n« berö ^ei^en, atS baß baö SSolt weld[)e§ man ju äButfftanS äett mit bem 92amen ber Sflen bejeicbnete, auf einem n^ti- ten Sanbgebiete wobnte ober baß ber Sflen Partie {t(^ ^^^  i) Adam, Bremens, hist eccies. c 48 "^a^t dUJbrilcRt^/ M nad^ fBfrfa in @4weben aud^ Semborum naves solent conrenire» baf olfo f)cettffen auf ijren eigenen ©djiffpn ba^in ffgctten. 3« ben beiben anbern emibnten 0teQen (^eift eö bagegcn nur €ui Semland mr ▼igatur; na res emiUi solent cui S.emland, 2) SDer Original sSSert ifl folgenber; Dact Eastland \s sride m/- cel. And thaer bid svide manig burh and on aelcere byrig i>i" Cyninge. And thaer bid svyde micel bunig and fiscad. Ana ^ Cjning and tba ricostan men drincad myran meolc. And tba uO' spedigan and tba tbeovan drincad medo^ Der bid syide mycel g^* tinn betveonan bim. And ne bid tbaer naenig ealo gebroten mid Estum, ac tbaer bid medo genob. 
aBulfjlan« ?ltuf^betid)t über ^reuffen. 223 mit \>etbxtiUt i)atte. Wim tvtrb alfo je^t ntd^t mel[)r an ten geringen Umfang be& atten SBo^nftgefr ber 2(e{lier in 6amlanb benfen bürfcn. ©er Slame ber Sßiben unb ber Stbi)>arter war um biefe Seit, wie e8 fci()eint, in ben ber 6^en übergegangen nnb wenn QUid) audS) ber 9lame be§ ffiiÖanbeS bie alt^ Erinnerung nod^ lebenbig erl)iclt, fo ^ic^ fen boc^ offenbar btefe§ ganbe§ IBewo^ner ebenfalls f^on Cften; benn nur biefe »eftticben ßjten an ber SBeicfefel t?nb am @(6ing lernte SBulffian am genaueften fennen unb t>on i^nen üor aKen gilt bie @d?ilberung ber ©itten unb S3rau? ^e in feinem S3eric^te. SSon bort erf[re(fte ft^ nun baS t>on ben (Sjien bewohnte Sanb aber ben größten Sl^ett Don |>Teu1fen naä^ Offen, fo weit wir frölfjer SBol^nji^e ber ®o* ^en fanben unb im 9lorben lf)inauf lief eS in unbefttmm^ baren ©ranjen fort *). Sn btefem ©jllanbe, erjil)lt ber norbifd^e Sieifenbe, be? fwiben jtd^ triefe JBurgen ainb auf jeglicher JBurg *) ein  1) Adam. Bremens, de situ Dan. c. 224 tVCO^xA ebenfalls Aiied @fi(anbe£ unb begetti^nft eö atd eine grofe 3nfel: „Pmeterea rc- cHalum est nobis, alias plures Insulas in eodem ponto ^^%^^ qua-* mm ana grandis Estland dicitur. 2(Uein Wt\t% C^fllanb tft Offenbar eilt .9pxL\ anbereö, M baS SButffland. 2Cbam t)on ffiremen, ber gegen swet« bnibeit 3a(»re fpdter fc^rieb, meint barunter bad n6rbn4)e @fUanb, tt)te ft^en barauö ^eroorge^t, baß er ed fcgleidd nad^) ^urtanb erwähnt. 3m c 227 nnterfc^ibet er baoon au(^ auöbräcfltd^ bad il^m wo^l be« bante ^mtanb, md^renb er feine S^ac^rtc^t Aber fein @fi(ilanb nur bic(^ «^^renfagen ^atte — recitatum estnobis. ^aramfind $Bei^au|)« tttBg ra feiner ®ef(^i(f)te bed Situf. meic^ed JB. I. e>. 215, bap @^(anb bei ben €$fanbinat)iern in ber S^orjeit Ht ganje 5flli(^e ^Afle bed JBat« 19^ S)^eered, Don ber 9){änbung ber SSeid^fel bis jum ginnifc^en ^ttxt bafes tnnfaft i)abe, tft wo^l fc^wertic^ in aller SSe^ie^ung x(^\x%. 2) SBamm Sorfter a. a.£). unb 2)al^(mann ba6 ^CngetfAd^ftfd^e Sect barfa unb byri^burc^ ;,€itdbte/' äberfe^en, ift nicfft abaufe^n. I 2)cr fateinif^e Ueberfe^er gab eö ebenfaUi unrid^tig bur<^ oppidum, ' maeoy unter biefem SBorte nac^ bem Latein beö fRittelalterd no<^ e^er bec ri^ttge @tnn au finben fe^n xoA6fi.u Wa fc^on Langeheck T. I. p* 445 bewiefen 1^t, \^ ba< VngelfS^tlfd^e burfa unb byrig gana ent» liPtt^aib nnferem „ SBurg ". 
224 SButfflan^ Stetfe^ecic^t &6ec ^ceuffen. £6ntg. &tliW "^attt f)reufren bamalS totl^l eben fo menig, al§ t)ie 9lac||barl2n^er $oIen/ Stu^Ianb/ @4^n)eben/ Jturianb unt) Sieflanb. UeberaU aber mirb bagegen auc^ foUt^er befejljgten ßrte ober S5urgen. ewi^nt, wie fte, Dreuffen l^atte 0* 9It<^t nntoiö^ti^ iß bie Ueberetnfitmmung btefer ^aä)xid)t mit ber früher ernannten ®aqe, naö) loelcber jie« ber bon 3Biben>ub$ @6bnen ftcb in feinem «^errfd)ergebiete eiife S3urg erbaute / n>o er mobnte unb b^rrfiCbte. Einige nennt SBuIfflan btefe SanbeSfurflen ober bie SttiU ein}e(ner @ebiete ^reuffenö/ u>ie wir fte fröber aui ber @age fennen (ernten; aber e6 tfl wabrfcbetnitdl)/ bafi er bie S3enennung SteiU ni6)t fuglicb anbeK, aU \>\xxd) baS 2(ngelf2^ftf(|K SBort //Äpninge" geben unb DerjlinblidS^ macben fonnte *). 9leben biefen fRdU ober Einigen bejetcbnet ferner SBuIffian oucb einen gewiffen ftinbifcben Unterfcbteb unter be6 ganbe^ SSewobnern^ berubenb nacb feinem naturgem^^ ^en Urfprunge auf Sieicbtbum unb 2Crmutb/ auf Sretbett unb ^ienftbarfett. Sie 9iei(ben waren bie SSornebmen % biefelben, welcbe in anbem £luellen bie @b(en ober bet Xbet beö ^olte^ genannt werben ^). jöurä) welchen 3ta^ men fte t>on bem übrigen Solfe unterf4){eben würben, ob SBuIfflati« JBejeicbnung „bie Sleicbjlen — 9ticojtan" — t'br wirni(!ber Slang r^Slame war, laft ftcb jwar nitbt Kar bartbun; bodf^ ift baS le^tere febr wabrfc^einticb. ^Dagegen  1) Kadlubeck L. I. ep. 16. Boguphal ap. Sorrunersberg Script, rer. Siles. T. II. p. 21 -^ 22. Leleppel hd Ossolinski^. 55S. — .Searamrin ©efc^icbte M Sluff. dtei(^< IB. I. &. 52 — 56, &^lb: ittti 9^or ®. 55. 126. ^tinitid) ber eette tn Gruber. On^n. Livon. p.4. §.5. d(üf)9 ®ff(^. @(^»eten< fß, I. @. 62. 2) &tt€aö 2)aotb fß. I. CS. 138. 3) ff Da odre heah dungene meii/< toit fte gtetd) na4^ üon SSnlft ^n genannt metben. 4) ^yNobiles et potentes'' Dusburg- P. III. c. 133. y^Prutbesos nobiles " ibid. „ Namiie quidam Nobilis de Pomesania ," c 140. Be- lieb ow Nobilis de Pomesania'' c. 143. „Plures de NadroTia nri potentes et Nobiles" c. 17a 181. 200. 202. 8uca£ jDaoib S3. I. €J. 19. 45. 51. ,54, befonber* 139 unb öfter. 
SEBnlfßan« Steift berid^t i6er ^reuffen. 225 tiKtecitegt €i (einem Bmifd, ba^ tiefe SSomel^meren eben ' io wenig 3tt»Hine. gießen, OS bie 8anbe6fÄrjlen ?)ane, benn tiefe« ftnb äBejeid^nunflen, bie wir nur bei ternfTatoif^en KiOem, nie aber in ben>i|)rten jÖuelTcn ber ©efc^ic^te yreuffend ftnben, ohiUid) fte burd^ 9Ri^t>erf}(lnbntf[ ber ®e^ fc^id^tfc^reiber in ber lefetern lange eine möftiie SRoHe ge^ fpiett ^ben *). ©ie forgfamere gef^icf^tlic^e Sorf^ung fcnnt jie in Dreuffen nicj^t unb wir bfirfen bater au^ Don bem, »aS tiefe f)ane,3ni)ane unb »ie bie 3Rac?)t^aber bei ben 6Iat>if4Hm »6l(em fonfl noct l^eiflen mJgen, bei ben (Sias tjen n>aren, bur^^auö (einen Schluß auf bie 8anbe§tcrren ttttb ben Dornetmeren ©tanb in 9)reu jfen macten , ba tier gewt^ ,in aOen Seiten ba« »ertiltniß ber SKadf^ttaber jum »pr& ein gan) anbere« war, ate bei ben ©rat>en. Sn 9teuffen ^ttt fic^ offenbar bie Sage unb 9latur aller itin^ ge me^ au« bem ©ermanifct ^ ® ottifcf^en S3o((« :: Starafter tetau^gcbiltet unt bie io:fyl ber SSometmeren bejtanb tier f^nhax nur au« fol^^en, n^elc^en größerer 9letd^ttum an Sanb6efi|(, an SSie^, an @(Iat)en unb bergleidi^en metr ^iu tel an bie «^anb gab, fid^ toi(»e« Xnfeten bei bem SSoUe mit Sinflufi unt ®mii^t bei ten 8ante«furjlen, ten S?ei(«, )u enoerben '). tiefer Einfluß mod^^te tie legteren n>of)l  1) 2>a« fßoxt Pan ifl ^olntfd^ ober überhaupt ^avtfc^ ; ebenfo Sinipan ober Zupan. 9tüT bei Gtaotf^en fSbltetn würben bie 2:$et(s M^tner ber oberfien ^ad^t htttd) bte 9tamen Bojar, Wojwod, Knjas, Päd, Shnpan, Karol ober Kral u. a. bcjcidjnet; f. Jtaramfin ©. I. e. 61. 279. 2Cnton üben bte alten &ai^€n ®. 87 — 91. ©c^lis |cr< 9te|bc €5. 33. 174. ISei ben 9)oIett ift bte «&eiTf(b'aft ber ^ani nctttt; t Kadlubeck p. 32. Lelewel bei OssoJinski p. 479. 541. Guiala cbenbaf. 6. 363. ,StriUer J. c. T. IL p. 395 — 396. Con- tkuitin. Porph, de Admin. imp. 29 — 30. «^artfnod^ 2C. U. fft, 9Bntff.6. 239. |)rdtorlu< ®(taub.SB.I. 6. 820. «Mennig aum Su» ca< 2>aötb B. I. ®. 139 beflritt f^ori bte 2(udbrdde^ |)an unb Supan. 2) 9(a4 Bttbeni (®ef<if»icbte be< beutfc^. fBolfeä 83. 1. €f. 719) r4orfiittni0er OMamn^ bed Sßorteö Edelingus, AdaJingus «on Od, Hb Auti ein Beft^ttum , niArbe attct ^ier ber Betriff 9on ©öten 9tet(6: tfvm nnb VbeCt^tt anfbmmen fallen. ^- 15 
226 . SBulfflan« 9tetfe6eti((»t ftiec^ceuffeii. ifter au^ Uftimtntn, ^6) M SSeixat^ ttnb ber SStt^uIfe ber Vornehmeren in fingen ^ toeläfe \>amaü Ui ianUt Verwaltung betrafen^ }u bebtenen. (Sd finben fidf bo^r au6) @puren/ bafi biefe Sornebmeren (uwetlen }U SSerfamnu lungen berufen würben ^), unb felbfi bte im SBoKe noc^ fortlebenbe @age fpri(|it ^ie unb ba t>on ben £)rten, mo unter großen ^ weitt)erin)etgten IBiumen fol(|ie ßerfamnu lungen gehalten morben fepn foUen '). 3m Kriege btlbete biefer Domebmere @tanb naturlicb ben Jtem ber itHegS« macf^t unb mit ibm berietl^en {td(^ }ut>or n>o^t au^ bte SleffS über bie 2trt ber gul[)rung »). Unter biefen Steidt^eren unb Vornehmeren jianb nun }un^c|)ji biejenige ^ajTe t>on 9Renf(|fenv bie (war ber %t^u l)ut genofi/ aber in i()rem SSeftgt^um unb SSerm&gen be^ fc^r^ntt war. SBir burfen fte atö bie maliirfc^etnli(^ ^tffts jabl wol^l fuglic^ t)a6 eigent[id(^e SSoIt beS Sanbed nemten ^). 3n tveld^en SSer^altniffen aber baS Volt um biefe deit ju ben Sanbe^furllen unb }u ben Vomebmeren geftanben unb ob bei allgemeinen S:anbeSangeIegenlSietten Verfammlungen unb S3erat()ungen beffelben @tatt gefunben ^aben, wie fok 4^S bei ftammoerwanbten Vollem aOerbingd ber %äXl war '}/ baruber ge^en unS bie genaueren ^a^ti^Un ginj« 1) 3. S3. tn ber auö ber Qfyconit hei fBifö^ofi (Sfydfäan entUbnten eage bei ^iicai ^ar>ib 83. I. &. 44. 54. 57. 79. 2) ®ol4^e ^^agen ffnben 6tatt ober ben ttodft ieft oor^nbenen 0es wattigen SBaum bei Stoman^gut iwifd^en «^etligenbeil unb Sranbenbutg; femei bei 9)obunben im @am(anb, reo unter einer großen tinbe, ha wo ieftt bte 9tttinen be< &d)loffci fie()en , roI<l)e S^erfammlungen ge^U teti toorben fei^n foQen. 3) eircad SDaoib $B. I. 6. 19. 45. 4) 2Cbel unb fßoll unterfc^eibet au^ 8ucad)DaoibSB. L>6. 95 — 96. 139. 3m Scrtenfteinif^^n |)rit)i(egium ^ift ed e^enfaS^ : re- ge«, nobües et comoiunis populus. Hewtknoch Dissert. de repukL ▼eter. Pruss. §. VI. |)rdtoriud ^aub. IB. II. 5) SBir finben (ie mie bei ben alten IDinen, fo bei ben Cd^vebes. JBei ienen t^ie^en fte Thing, bei biefen Warph. Cf. Adam, Bremens, de situ Dan. c. 229. Gu^m S3. L ®. 237. ftft^ ^3^ ®- ^* 
«ulfifan« aUeifeberld^t Äb«r 9>teuffett. 227 Ü^ ab. Sn fri^eren Seiten toirb n<i(^ ber <Sage t>om Jtriegifiirflen SSBibewub unb t>om ®tiwt bad ^^gefammte SoS'^ me^rmatö t>ot bad ^eilige 9lomon>e sufammenberu:; fen. 3(^t fonnten fol^e aSgemetne SSerfammlungen fc^toers (u^ me^r ®tatt ftnben; e$ fd()etnt btelmel()r^ bafi in biefer 3ett nur ba« SSotf ber einjelnen Sanbfd^^aften balb 100m iaabt^fuifttn, halb bom ©riroe jur ®eri^t$))ßege unb jur Berat^ung über bk gemeinen ÄngetcgenllJeiten ber einjel« </ ^^^ nen (Saue jtiweilen jufommenberufen worben fep ^). ' 2>ie niebrtgjle Älaffe ber JBewo^ner DreujfenS waren / ja SaSulfpan« 3eit bie ©Kaben ober Änet^te »)• lieber i^r ^ 6^idfal aber tptffen n>tr aud biefer Seit nod^ gar nichts. 3^r Sooft ^tte t^nen jum S^ei( n)ol()( ganjltc^e SSerar^ mttng, )um gr&^ten Steile iebo(I^ ol^ne Sn^eifel ber Arieg iuge}0gen^ benn ed vvirb ai^rutflt^ berid^tet, bafi man bei einfallen in feinblic^eft 89 oorjuglidS) auc|^ gro^e SRenr Vfmtauftn in ®efangenfd?aft mit fortgeführt l^abe, wie feb^ im JCriege gegen bie SRafooier namenüiä) immer ber %aU roax '). 3(uf i^nen lag aber ol^ne 3tt)eifel ba§ ge^ meine Seben mit feiner ganzen @^n>ere unb mit aUen feu nen SRu^en unb rajftofen 3(rbeiten. Unter biefen t>ier ÜRenfc^en :? AlafTen bemerfte nun Sttlf^an einen i^m fel^r aufaOenben Unterf4)ieb in StM^ Wt ber ©etrinfe. 9lur bie 8anbeöfurflen, bie SteiH unb bie 9let(^flen tranfen 9)ferbemit(^ ^ bie niebrigeren unb in meren Alajfen bagegen nur 9Ret](). -Qi tft fo aujfallenb, oB ti fc^wiertg ift^ ben ®runb auf^uftubeu/ n>arum SSuIf^ »  1) Xnbeutungen , haf fol^e lanbf^aftlt^en fßtxfammlnnQen fjpäUv, aU Vte Orbcndntter bfe ^reuffen befdegten, miüli^ btftanhen, ftnben M bte imb ba M bem C^^roniflen 2)u<burg. 2) jDem SBorte TheoTan, womit XBuCfflan btefe ^(affc bejeic^riet, f^cint büS C^dlfftbc down ,,niebrh3'' unb aii Sdtwort /^eipiipbddfn'' iom 9runbe {u liegen. 5) tttca« 2>aoib IB. L €$. 46. 95. )Do(( nennt bieTer ^rontfl asrbvei Ctdnbe 0. 138. /,jDie J^unigd, bfe ^ubpanen unb bad ge« wme SoO." (Kr Cennt olfp biefen Gtanb ber Jtnecbte nic^t. 15* 
228 ^utfjiand flttWth^tid^t &6ec ^ceuffem flan gerabe 6tefen 3ug ber @ttten beS SSoIM fo befonbet« ^ervot^ebt. @tanb er t>telletdi^t am meijien im SBtber^nu^ mit ber @iUe in feinem SSater(anbe? 2>a$ aufler bem äBaffer auc^ SRef«/ SRilc^ unb befonbetS 9ferbemtl(|^ bo» itrohf)nlid}t ®etr£nt ber f)reuffen tvar/ melben un9 aud^ anbete IBeridl^te ^). @tutenmiUE^ war ein uralte« @etriii( ber S3ewo^ner biefeS SanbeS unb ei i^zint, baf {te mit SBIut t>erfe|t unb baburd() in ®2^rung gebradSit würbe, oo« burc^ bann bad ©etränf eine jlarf beraufc^nbe Araft er« ^ielt JBei ben ®ot^i\d)en SS&lIern war eS ^ot langer 3ett im ©ebraucl^e unb fel^r beliebt ') unb eS mag baffer baS SSolf in f)reufren biefe Vrt bed ©etr^nfed immer als ein alteS/ t>aterl^nbird)ed betracl^tet l(iaben. Snbeffen tränt man e9 wenigfiend in f)>2terer &dt nie el^er, al§ bi$ eine Tbt t)on SSBeibe iiber baffelbe auSaefproc^ien war 0- UebrigenS genoffen fte biefeS ©etrant, ^pinal wenn ®i^e i^nen htu wol^nten ober wenn S^fte begangen würben, bU }U d&Hü ger 3;runFenl()eit unb ciä)Uten ben ®a{i fdi)Ie(|it bewtrt|»et, wenn er mit i^nen nx(^t gleicl^eö tl^at % 2>ie berauf(|^be  1) Adam, Bremens, de siUi Dan. c. 227. Dusburg P. DI. c. 5. eucad 2)ai)ib S9. I. 0. 15. 150. 2) föet ^<iar/i. Bremens, c. 227 fte^^t tn becdteldec gel&ddeen Gtetle bie alte ®c^0li£: Gothi a Romanis Getae vocantur, de quibu« Virgiliiu (Geor^. HL 461) : ^ acerque Gelonus Quum fugit in Khodopen, atque in deserta Geiarum Et lac concretum cum sangiiine potat equino. Unb beö toUben ®eloner< SBann er jum SR^obope jiörmt unb auc @tnöbe ber ®eten Unb geronnene SXitc^ aum 2!runC ft^ menget mit atof Mut SSgr. IBof enö 3CnmerF. 6. 649. 2)er erwA^nte ®(ioltaft fS^ ^injlt: Hoc usque hodle Gothi et Serabi (nadb anbem GemBi ober 8embi) faccre dicuntur, quos ex lacte jumentorum inebriari cer- tum est. ^9l. baräber «& a r t f n o (^ 2C. unb 91. ^reuff. @. 196 — 197. 5) Dusburg P, IIL c. 5: Pro potu babent simplicem aquam, et mellicratum scu medonera^ et lac equarum, quod lac guondtMm non biberunt, nisi prius sanctificarentur. 4) Adnin* Bremens, I. c. Games etiam jumentornm pro cibo 
Sttlfftan^ Ke.tfebertd^t über ^reuffen. 229 traft tiefes 0etrSnfe8 voat xoo^ o^ne 3n>etfel a\x<i) bei* 8ninb> mamm fein ®enuf nur ben SSorne^meren jugeflan^ bcn war; benn aHetbingS ftnben xoit and) bei anbern nod^ tingebtibeten SiSem bie @itte, taf nur bie SSoine^meren fdf tem fftauf^e äberlaffen fonnten '). TCtö Solge folci()e§ üermiftsen ©enuffeS f&^rt SBuIfjlan an^ baf t)tel Streit wob ttnfnebe unter i^nen l!^enfd(^e ^). äRigtger blieb ba$ jtmere Solf beim 9Retl^/ btefer fafi allgememen ©etrjnfart M Kerbend, benn anö) bei $reuffen§ 9la(l()ban)6lfern xoax ^ SRefb t^on ie^er ein beliebtet ©etrant unb ifl e$ in tnan^^en (Segenben nod) bis auf unfere Seit. 9Ran n)ufte tbn bnrtb binittgefel^te Printer n)oI)lfclt)me(fenber unb be^ ratifdl^enb jn mad^en unb bann ()ief er 9>of fat(e6 '). £)a gur Sifbereitung beö WteiUft^ •£)onig genug im Sanbe n^ar, fo war, wie ti föfdnt, ber uralte ®ebrauc() beS fBiered, beffen fcbon |)9tl^ead tvroil^nt, in Xbna^me gefommen ^). jDa^ fot^^S bcm norbifd^en Sieifenben bei ber fonjügen 93es liebtbeit biefe« ©etränfeS im Slorben*) befrembenb war, )etget ber Umfianb an, ba^ er eS afö eine befonbere Sigcn^ {(umlicbfeit bon $reuffen§ 93ewo^nern bemerlte. smuiukt, quoruni laciu vel cruore utuntur in poiu, ita ul iiiel>nai*i dicaniur. Dusburg I. c. Non vldetur ipsis, quod hospites bcne procaraTcrunty si non^usque ad ebrieialem sumpserunt potum saimi. * 1) S0l. Sorflerd ®efc^tc^te ber @ntbec!. 0. 99. 2) SDte ÜSOcte: Der bid svide mycel geTinn belveonan him Afmie^t ber tatcinirdbe Interpret: Multum vini est ctiam intcr eos «nb Langebeck p. 121 gfebt ffc^ t)ie(e fDlü^e« aud fpdtereti SBetfpielen in beoetfen, baf in Vreuffen tDtr!(t4 auc^ fSettr gebaut wotben fep. f[ni<!^ofe Oele^rfamfeit! SSom SS^etnbau wav m loten Sa^r^unbert tB yteuffen 0e&tf nod^ feine €fpur. Gcvhiu t{i o^ne 3n>eife( bad ^n* 9iSA4ftr<be Win etrett, 5tamf>f/ Jtrteg. @f. Sa^ftenfrügecg ^ngl. Sirtfcbtt4 ». I. ©. 1202 unter Whinvard. 3) eitcoi SDaeib S. I. @. 57. möM ©efdE^ic^te ®(^meb. SB. L e. 64. Jtaramfin 8. I. (S. 277. 4) )Do4 enoi^net Sßulfflan be€ SBiereö fpdter^tn relbfl nod^. ^ Kftb^ tt. a. b. DcUnos ober ^itt(auir(i(ie SSoIföIiebec von «Jefa €fc 311 - 312. 
230 SSulffiane 9tetrebcct<^t Aber ^tenffcn. «hierauf fitfit SBulfflan in bed SSoIfe« ed^tlberung alfo iveiter fort: //@$*i1i @{tte unter ben Sflen/ taf tt>enn jemanb geftorben tj!/ er im «^aufe unverbrannt bei feinen Serwanbten ttnb Sreunben einen, }utt>ei(en auc^ »0^)1 )n>ei SRonbe liegen bleibt ; unb ^war bie iUnige iinb bie anbem loornelimeren 9)?dnner um fo Idnger/ je gr&f er t^r 9!etd)t()um iß; {uweilen dauert ei ein l^IbeS Säfyc, ba9 fie unt)erbrannt bleiben unb au^er ber @rbe in ifymn •£>(lufern liegen/ unb in ber 3eit, baf bie itlift im «{Huis fe liegt/ /oU ba Sprinten unb ®)>tel fepn biS )u bem Sage, ba man |te Verbrennet 0- S>ärauf an bemfelben SEage, an welc^^em fte ben 83er? ftorbenen }um ^c^eiterl^aufen tragen wollen/ ba t^eilen fte feine ^abe, fo t>iel bat)on na4^ bem S£rinfen unb JSpielea noc^ übrig i% in fitnf ober fec^j, jun^eilen aud^ in meiere S^iiU, je nad^bem bat>on noc^ übrig ift. «S^ierauf legt man fie t)ertl6eilt au8/ ben grofiten S^^eil menigftenS eine 9leile *) t>om «^ofe entfernt/ bann ben {weiten/ bann ben britten Sl^eil/ bid a aUed auf bie SBeite einer ÜReile auSgetbeitt tfi. S)o4^ ber geringfte SEl&eil muß am ndd^^ften an bem •^ofe liegen/ wo ber tobte 9Rann beftnbli(^ i|i 0-  1) )Der C^vxQinal'-Zttt t|i folgenber: And thaer ij mid Estum deav, tbonne tbaer bid man dead, tbaet he lid inne unforbaermcd mid bis magum and freondum monad, gCTbilura Uegen. And tba Cyningas and da odre bcab duugene men, sva micel lengc arä bi mavan speda babbad, byilum bealf gear, tbaet bi beod unforbear- ned. And licgad bufan eordan, on byra busum. And ealle tba . bvile tbe tbaet lic bid inne, tbaer sceal beon gedrync and plega od tbone daeg bi bine forbaemed. 2) & ift f^ier natürUc^ überall nur i^on (Sn^Ufd^eti SKetten tie 3) yyDonne tby ylcan daeg bi bine to thaem ade beran Tillad^ tbonne to doelad bi bis feob, tbaet tbaer to lafe, bid aefter tliaem gedryncc and tbaem plegan, on fif odde syx liTilum on ma, fra sva tbaes feos andefn bid. Alecgad bit tbonne for b^acga on anre mile, tbone maertan dade fram tbaem tune, tbonne odeme, tbonne tbacne tbriddaui otb tbc byt jsal aled bid on tbaere anre mile ' 
Sttlf^anl 8lfire6ert(l^t Aber yceurfen. 231 (Sobann ^x\<immAn ffd^ aQe biejentgen ^inmx, xocU d^ bie rafd^eflen Stoffe im Sanbe ^abett/ wenigflend tnffinf ober fec^S Steilen t>ott bet «^abe. Vlm f)>rengen fte aDe «nf bie 4^be loS. ,2>er 9Rann, ber bad fcbneOfie 9tof bat/ tommt iu bem erften unb gr&fUen Steile/ unb fo einer nAdf bem anbeni/ biS aQed genommen i|}. S>er aber er:: ffÜt ben geringfien XÜ^il, weld^er am n^(|^f(en }um «^ofe mif ber «f^abe reitet 2>ann )ielS^ ieber feined SßegeS mit feinet «^be ttnb barf aUed für fi(^ behalten. X)arum ftnb te bie fc^^neOen f>ferbe and) ungen>5l!^nlt(b treuer 0- SBenu nun alfo bad @ut aded jerftreut i% bann trjgt man ben Sobten l(^inau< unb t>erbrennet mit i^m SBaffen nnb JHeiber. WUi^entl)(itt aber n>ii^ aUe feine ^aU t^er^ fc^wenbet burc^ bat lange 2>arinliegen bed SEobten unb bnn^ ba$, wa^ fte auf ben SBeg auflegen/ wonacb bie Smnben reiten unb ed nebmen. & ift femer ®itte bei ben Cften, ba$ bie (Sebeine eined ieben tobten üD?anned^ ani wdi)€t ®egenb er auc^^ fe^^ t>erbrannt wetben mAffeU/ unb oenn jemanb irgenb ein unt>erbrannteS ®ebein ffnbet, fo mnfi man ti mit tttoai ©rofiem erbitten '). & ift bei ben  And sceaU beon st laesta dael nyhst thaem tune, tbe se deacU oian on lid« 1) „Don^e «ceolan beon gesamnode eälle tba men^ tbe Bryf» UMle hors babbad on tbaem lande , for hvaega on fif milum odde oa jyx milum fram tbaem ^ feo. Donne aemad by ealle toTeard tbacm feo. Tbonne cymed se man se tbaet sviAe bors bafad to Üoem aerestan daele and to tbaem raaestan. And sva elc aefter odnun , otb bit bid eall genumen. And le nimd tbone lacstan daeJ, IC Bibsl tbaem tune tbaet feob geaemed. And tbonne rided aelc kis Tegea. mid tba feo, and byt motan babban eall. And fortby dacr bcod tba STiftan bors ungefoge dyre. 2) IDIe fBMti: bi bit jceolan miclura gebetan werben Ofrfd^teben ttcife|t fbn (atemif((e Snterpret gfebe fte buri^: id grayiier Tindi- «■t gorfter ftberfe|te f!e: &o erregt ei einen großen ^roift; IDa^l» ■aan bagegen: fo fod man H mit großem ({)pfrr) ffi()nen. 34 glaube lir IBptaä^ am getreufleii au bleiben / wenn i^ e$ gebe: fo muf man « Um imoerbrannte (Bebein) mit etmat 0rofem erbitten. To bet i$ 
232 9Bu(f{iattd gieifebertd^t &ber 9>rettfffn. Sften an^ eine itunji/ ba$ fte t>er1iel^n, Jtilte ju brnb !en unb barum liegen bie Siebten fo lange ba unb Dem«? fen ntd^t/ ba fte eine foldjie ifi^Ite um fte betottfen. Unb wenn man jmei @efdfe boU fiSter ober SBaffei; ^tnf(|t; fo f6nnen fie eS ta^in bringen^ baf fte äbetfrieten/ ei fe; @ommer ober SBintet 0- @o tDett gel^t SBulffianft tnterefTanter Serid^t ibet feie tl()m meifwfirbtg fcf^inenben ®itten unb IBtäu(^e be< Sok (eS in (Sftlanb ober f)reufren. S>te Xrt ber Sobtenbe^attung mufi i^m befonberS n>t4^ttg gefct^ienen ^aben, ba iieräber feine 3laöfxxä)t fo fel^r inS <Sin}eIne gel(^t. Hu^ f&r un8 ijl eS ein belef)renber unb lieOer Blid auf beö SoIfeS Sitte unb Tili unb bei^alb no^ nm fo to{(|^tiger, ba anbere fpi^ tere Quellen l^ieriiber im @an)en mit fSnl^ani @(^ilbes rung fo fel^r äbereinflimmen , nur baß im Ginjelnen {t4 man^^eS in f^aterer 3eit oer^nbert ^att^^ mooon n>ii f^ttt nod(^ nj^er fpred^en werben ^). SSBir erfahren aber aui SMIff jlanS Sßcxid^t, baß auc|^ bie 9>reuffen bamaM fc^on ber alt gemeinen norbifd^en ®itte^), bie Sobten ju t^erbcennen, ergeben gewefen. S>o6) fc^eint aud^ ber @ebraudb ber ümt fo viel aU to beg, oermanbt mit to bid, bur(^ bad (Sot^ir^e bidjao bitten, erbitten; betteln. 1) And thoimc bis gcstreon beod thus call aspeded, ibonne byrd man bine ut, and forbacrned mid bis Taepttum and braegle. And suldost ealle bis speda by forspendad mid tban langan legere thaes deadan manncs inne. And thaes tbe by be tbaem Tsegiim alecgad, tbe tba fremdan to aemad and nimad. And tbaet is void Estum tbeav, tbaet tbaer sceai aelces gedeodes man beon foibaer- ned. And gyf tbar man an ban findetb unforbaemed, bi bit sceo- lan miclum gebetan. And tbaer is mid Eastum an maegd, tbaet bi magon cyle gevryrcan. And tby tbaer licgad tba deadan men sva lange and ne fuliad, tbaet by Tyrcad tbone cyle bine on. And tbeab man asette tvegen faetcls füll ealad odde yaetere«, by gedod, tbaet otbcr bid ofer froren , sam bit sy summor sam vinter. 2) >Dtefe fpdtere ClueUe ifi ooridglii^ eucad2>ai>ib, ber ml IB. I. ®. 138 — 143 bie iBedrdbntpart bec alten yretiffen f^tlbect. 3) &u^m 18. 1. &\ 51. 167. müH ^- ^ &• 67. itaramfin ». I. e. 83. 
SButfflan^ gteifebecidS^t Aber ^reuffett. 233 bi^ng ipenigfUnS in e^aS fpäteret Btit m<l)t ungewi^n« Iti^ getoefen }u feyn ^). SEBit erfe|)en femer aud(^/ baf ^reuf:: fen bamaB fi^on ttt^id^ ^offe jog unb baf fte in ^o^m Sitt^ tanben ^). 6$ erhellt att^erbem barauS aud^ bte oon onbcm oft evtoi^nU ißcigung ber alten ^reuffen )tt fc^elgmben ®aflgelagcn, n^obei t9ot aUtm bem Smnfe ftaä gefr&^nt wuTbe. S&ai enblid(^ bie Aunfl belangt, butd^ ioe(4»e man eine gen>ifre ^^tte ju fd()atfen toufite, fo fclieint eS am beften, )u gejle(^en/ baf n^ir nidi^t n^iffen, toeUt^e SRittel babei im QpitU toann, ba eS boc|^ immet nuir SSer« mutbungen bleiben / auf xodd)c man biefe ober jene SSei^ ttung baut 0. ^^ gefammte SSolf alfo , ml^a äßulfilan im jDften beS Sßei(tfreL:@trome$ fennen lernt/ bezeichnete man ju fei« ner 3ät no(b mit bem 9tamen bev Cften. iDb if)m auflf bie 9lamen ber einzelnen Sanbf(|iaften befannt geioorben ftnb, Ueibt ungen^iß. Sr fo menig/ aU £inig 2Clfreb in feiner Sef^ibung ®ermaniend enodbnen i^rer. £)er le^tere ^tte ober^upt nur eine ungefil^re SorfteQung loon bem Sanbe mib bem Solle bieffeitö ber SBeicbfeL //£>e{lli(b t>om Sonbe ber 9Rabren, fagt er, liegt baS SBeid^feOanb unb &fHi(b t>on biefem 2)acien, wo fräber @otf)in nmren. S>ie 9lorb^nen baben nbrblicb t>on ftcb benfeiben 9]leere$:sXrm, ben man iDfls fee nennet unb &fHi<^ t>on ibnen n>ol^net baS SSolt bet fifien unb bie iDbotriten fübltcb. S)ie £)fien b<^ben n^itttd^ «on fUb benfelben @ees3Crm, wie bie SBenben unb fiSorn« 1) tucas IDaoti B. I. @. 13a — "Kvi^ Ui dntgen SSufltfc^ SdKtem fanb bte &itte be< SBedrabend ber Zoittn fd)on fnl(iaeittd Gtatt; f. jraramftn a. a. O. 2) jUam. Bremens, de situ Dan. c. 223 fagt aud^ OOn ^ur^ (anb: ibi equi optimi. 3) gorfier a. a. £). 6. lOl meint, bie ganse Stixnft ^aU in tttcbtö netterem , M in einem guten iSidfeKer beflanben , ben jebei; axt» Sefe^e ^enfle in ober neben feinem «^aufe gehabt. Sarum aber 9toe H bann föutflian M it»ai gana SBefonbered., M eine Jtunß a]ifilt^ren?'jDa^lmattn glaubt, baf bocb wVi au(b no(i^ anbere Jtdnfk bobei im 6piete getoefen fcipen. 2(ber mel^e? (Stwa bie (letttigett? 
234 Jtcieglfe^be mit bett 2>inen. ^olmet unb fäbltd^ t>oti i^nen wohnen bie «gebettet — ^ifck ban^). — ®e^en wir audf» ben f6ntg(i(^n 6tb6ef4frct6er fic^ trt ber SRid^tun^ ber SßolSinff^e ber berfc^tebencn SBitfer etmaS bemtrren, fo f6)cint bo((^ )iemU(|^ fixier/ baß feine iDften feine anbere ftnb, ali SSuIfjianö (Sjten, befonbert »entt man bie nitbU4^e Smeiterung i^^rer SBo^nfi^ bi^ gegen iturlanb l^injunimmt '). Sßeit befannfer atö bem J(&nige 2C(freb n>arb im Saufe beS )el(^nten Sal^r^unbertö ben @fanbinabtem/ inöbefenbeie ben j^imn 9>teuffen mit feinen Sewol^nern. SBir fo^n fräl(^er^ bafi bie 2>inen fct^on Idngfl l^^ie unb ba an ben fi3attif4)en.itü{len Eroberungen gemad^t unb an berf(|iiebe? nen £)rten an^ fc()on f5rm(i(i^e 9{ieberla{fttngen oerfuc^t ISKKtten. itinig ®orm ber %IU (latte fu^ auc^ f4)on einel bebeutenben 3^^ei(ed bed SSenbenlanbed bemeifiert unb fu dftxüdf toärbe er toetter gegangen fepn^ menn ni^t itinig ^einridl^ ber (Srjie bon 2>eutf(^Ianb i^n }u felEir bef^^ifUgt l^tte. Jtacl) il^m beftieg nun um^ Safir 935 fein ®o^ «j^aralb ber äto^ite ober Slaatanb 2)(!nemarM S£^ron, no^ eifriger in fremben (Sroberungeu/ atö fein SJater. 2>a be^ m&ibtiiU er ft(|^ nic^t bloff cined 3^^eile$ be8 ®(aben(anbe< unb {inerte Sulin in biefem Sanbe burct) jiarte IBefa^sun« gen, trie nidl^t feiten Sanb unb 9Reer mit um^er tntd) t(te 9taub}äge beunrul(^igten '), fonbern er n^anbte balb fein Xugenmert au(^ weiter ISlin na^ £)ften. Set eine feiner 6il^ne/ «^aqnin^ untttna^m ed, S^^nemarB 9lei(^^rJn}en auc^ in bie (ftlid^en Sanbe weiter ^inaud )u ftecfen. fion 92atur burd^ ®aben au^geftattet, bie i^m beim SSoKe Sets  1) 9to4 jDabCmann a. a. £). ®. 420 ^ 421 unb fforfler a. 0. £). 0. 82 — 84. 2) jDerfelben 9{etnung ftnb au4 Sorfier unb 2)a(Imann. 9tf fbtut ^itht in feinen ^Cnmerfungen bie ndt^igen ^rlduterun^en lu 2C(> ftebd ^Cngaben. 3) Pelri Olai Cbron. ap. Langebeck T. I. p. 117. ffTiidundi AnaaL ap, Meibom, Scriptt rer. Gemiaii. T. I. p. 647. WtülUt6 <Skf(bi(bte oon fbänmatt, fß. h e. 223. 
Jtctegefe^be mit ben Z)inen. 235 tnmen cmarbeti/ fammette er leidet eine 3al^( v&fiigfr un\> täfynet StwQiUnte, mit benen et nac^ 3trt bev alten &€ts ttntge bte iDflfee burd^fegette unb an @amlanbft £&fte (an« betr. 2>a fammelten ftdj^ bie Samldnber in gtofen &iKtaten, ben StembUngen ben weitem eintritt in boS Sanb iVL welken unb baS alte ^eiligt^um 9lomot9e'< ^u beff^ä^en. Sd er^ob fid) ein blutiger itampf , in web^em bie jD^nen bei ibrer geringen Qaf)t bixxö) ber @amldnber 2a)>feTfett fo ermübet würben, bafi eine SIu4^t auf iffu &^ife unb großer Serluft ju be^rdt^ten mar. ®oU!^m borjubengen/ feine JCrieger )um Stampft auf Seben unb Xob itt smingen unb in ber SSeriweifelung ber ®tm&tlf^ netten SRut^ ju enoetfen, ließ «^aquin pÜlfiidf bie gan)e Slütte bur4^ ^euer bertiigen. @o war je^t nur bie fBMjH iwififfetr @ieg unb Xob unb nur im «eriweifetten Stampf bie 9Rigti(|^feit einer r&^mlicben Siettung. 3n boppetter @e< fabr erneuerten bie ^Ddnen ba$ graufame Qd^ladfUn. iDie ta|>fercn €am(dnber mürben übermältigt/ bie majfenfdl^igen 9Unner burc(^ bie erbitterten X>imn jum gr&ßten Sl^eite ermorbet unb bie Srauen gejmungen/ fidf mit ben @iegem el^lid^ )u btrbinben« @o ließen flc() nun bie 2)inen in bem gewonnenen Sanbe nieber unb grunbeten in @amlanb eine eigene (Solonie/ wedl^lb au^^, wie norbifdi^e £luellen bnnetfen, bie @aml4nber ni^t ol^ne @runb il^r Qtf^Mft «on ben jDdnen (lerleiten 0-  1) )Die metfwärbige GteUe M Saxo Grammat ed. Stephan p. 1S4 ift folgfflb^: UaraMum duos ex Gyritfaa fdioj sustulisse memo* riae proditum est Quorum major Uaquiau« excellentissimac indo- |is babitu ac foelicisflimis naturae incrementia , fratris Sueonis ful- gorem suppreiserat Idem Sembos aggressus, cum militum animos periculosi belli respectu aliquanto infractiores animadTerteret, quo raeUus fluctuantibufl fugae spcm demeret, ignem subductae dasai siib)ecit, eoque aeccMitatis duramento imbecillitatis ignaTiamrepu- Gt Efiecit enim, ut navigiorum facultate defecti, reditum vidori^ slmendam animadTerterent Itaque quo aequiore animo ae ipsuiA dasse spoliaTit, eo tutiore bosti spolia detraxit. Miseiia eat tunc- profedo fortuna Danici ducisi a naTigiorum jactura nautarum prae» 
2i$ ^inifc^e 9lifbeciaffuns auf GamUiib. 3n totUl^tm 3a^re ber Stegientng «^aralbS bed Stoei« ten biefe etobetung @amlanb8 bun^ bie S)inen erfolgt fe^n nukg, ijl fd^toerltcl^ ftd(^er ju ermitteln. Sfir Sam« lattbS IBerfaffung aber unb ferneres ®di^t(ffal war a fonber äwetfel ein Sreignt^ t^on ilufierfler Sid^tigfejt ®etoi^ teilten ft4^ bie glä<Flt4^en Sieger in bai gewonnene Sanb in ber SBeife, baf jeglidtier in bem &tbUu, wtü^ i|»m ju^ftel / be< ©ebieteS eigentlicher «^err blieb , toi^renb bte atten Setool^ner beffelben als Uebenounbene feine bienfk pfiiäfiiim ttntert^ianen bilbeten. & entjlanb in fo%r ICrt, loenn man ben XuSbrud gebraud^en barf, ein firmli<^ ar{(lofratif(^eS ^errent^um^ unter loeU^em fAr bat eigent^ * I{(^e fBolf nur fo t^iel freie Seweglic^feit be< SebenS Abrtg blieb/ als ®unji unb SBille ber «Sperren julie^en. Unb bte ®^ii)i6)tt beftitiget wtrflid^ in ben nac^fob genben Sfa^rl^unberten biefe aufgefiellte SSermut^ung. ®{e weifet in ber S^t eine für @amlanb gang eigentbfimlic^ unb t>on ber ber übrigen 8anbf(baften 9>teu{fenS bebeutenb abweid^enbe jBerfaffung unb ®ef(altung ber S)inge nad^. @ie jeigt uns eine foldi^e Xnja^l oome^merer unb aber gewiffe Sanbgebiete l(^errfd^enber %amilun, benen bie ibri« gen fBewo^ner alS bienftbar untergeben waren. 3ur Stlt, als ber £)rben baS Sanb f(|)on in IBefi^ genommen , et« fc^eint bort ein eblerer unb Vornehmerer «Ferren ^ @tanb unter ber allgemeinen Benennung ber //alten SBitl^inge^^ })h6)fl waM4^(inlidE^ fo genannt alS }(bfimmlinge beS SSi> sidia mutuantis« cum summam claasis inopiam opem yictoriac cer- neret. Igitur ut prudenti, ita pcriculoso consllio salutarem mini« stravit cventum. Potiti enimSembia Dani, nccatis maribus focminas sibi nuberc coegcrunt, rcscissaque domesticorum matrimönioruni fide, extemis avidius inhaerontes, suam cum bostc fortunam com- muni nuptiarum -vinculo partiti sunt Ncc immerito Sembi sangui> nis sui contexlum a Danicac gentis familia numerant Adeo enim c^ptiTarum amor Yictprum animos ccpit, ut omissa redcundi cupi- ditate, barbaricm pro patria coTercnt, alienis quam suis conjugiis propriorcs. — fß^U ^teröber a\xd) Peiri Olai Chron. ap. lAingebeck T I. p. 117. Ghejistneri Comp. ibid. T. II. p. 347. 
Z>2titf<^e 9ltebev(arrtttis auf 6amtanb. 237 bensBoffrt obeT M ®otl)tnsetamma^ aber iu^Ui^ ein 9tame/ bet )ut äett Ttbami wn Sßumta an^ ben f&l^netr xixAmid^ Xbenteurem eigen toax^). Sot M £)tbend Xnfun^/ tote eS fc^eint/ mit reid{|U4^em Sanbbeft^ t^erfe^en^ mit man^et(ei bebeutenben aSom(|^ten audge^ei^^net/ burc^ ffü^ti 2Cnfeben unb mdc^tigen (Sinfluff auf bad fBotl ^er$ t)orgUn}enb unb barum aud^ nacbmatö wm iDrben gan} Befpnbetd begunftigt/ f innen fte ^ö)mxli6f tUoai anbetet, aB bie ^aäfhxnmtn jener S>jnifd^en @teger fepn, bie \UI) ha Sanbe6 äli Gröberer bemäcl(^ttgt \)atUn. @elbfl i^r 9lame fd^^int auf biefen Urfprung ^injubeuten. Unb fo m&d^te biefed bie eigenttid^^e 3ett fepn, in n^eld^er biefe SBitl[^inge )ueT^ nacb @amlanb {amen. SEBte jlarf ibre 3ab( Ui i^ 1) «ßfr^r qtfiM toti^^Xid) bte f^on oben anae^ogene GteUe M Adam. Bremens, de situ Dan. c 212: Lundonae in Sconia aurum est plurimam, qiiod t*aptu congeritur piratico: ipsi enim 'piratae, quo» iUi fTitkingos appellant, nostri Ascomannos, regi Danico tributam joitunt , ut iiceat eis praedam exercere a barbaris. SDiffe Sorte geben ttn< aber bte in Urfunben fo ^uftg Dorf ommenben SQStt^tnge ZoxBäoxM allecbfngd mand^ erfreultcbe ^d^t. 3war meint Bayer in opusc p. 359, e< muffe in biefec Stelle fiatt Witbingos gelefen wer» ben Vikingos, »Teil eigentli^ bte (Benennung Wikingar fht <3$eerdtts ber bei ben norbifd^n (S^rtftfleUem t)or!omme. ^COetn H fcgeint fein Cronb t)Oc^nben, marum bie le(tere Senennung bie erftere oerbrdn« ^m foOe, iumot ba Clamlinbifdtie Urfunben aud bem 13ten So^r^un« berte ben 9tamen Witbingi (Id^er loerbärgen. Cid »dre mdglic^, baf btcfer 9tame Witblngi ivA Wikingar entflanb; aber ma^rr(^etnli<^er % bo4i baf Witblngi ein ©efc^ted^töname i{i unb auf bie ^bflam< muttd eon ben IBiben, Seiten ober ®of(ien ^tnbeutet, benn hit aucb in anbem 9tamett oft Dorfommenben S^ilben ,, inge '< ftnb nic^tö anber<, oU bod alte Snge/ Sng/ Sn^Ie, unfec Sunge , SüngiinQ , in 9{amen fo viefaK @^r6fttnd, worüber eergl. SBartbd Urgefc^id^te IB. U. €^. 369. €$0 eno&f^nt Jornand. de reb. Gel. c. 3 äu4 eineö IGoIfed OAtngi, m, 9Ume, bem gewif eine d^nli^e «f^ertlammund sum ®runbe Ucst 6u(m S. II. ®. 111. 2Cu4 bie Stlbung bed aSortd Litbingi, »omit M, ben Songobarben quaedam nobills prosapia besei^net würbe/ i|l fc^ A^ttttd^; Paul. Warnefrid. L. I. c 21. Vm Chtbe fommt e< frcil^ auf ^ni (tnaud, benn SSit^inge maren @eerduber, alfo SBis Koger {(rem ®efd^dft unb ®otbett ober SBtben i^rem Stamme na^. 
238 'iOÄntfd^e Sltebertaffuttj <iuf €5am(ttttb. m Änfunft gewefen fep, »ito un« nic|>t berietet; »ir »ifs fett jebDC^ ani anbern fl5e{fi)telen , böß foIct)c ttntemc^fmuns gen t9on @fanbinat>ien attd oft mit eincY fe(fr ja^Ireiitien ^filfÄgenoffenf^aft, juweilen mit zieren SEaufenbcn aüSge« fö^rt unb ber @ewtnn aM ber ©efal^r baburc^ um fo ft« euerer fleftettt »utbe *)• 25te neue Slieberiaffung in ®am* lan% gefc^alf^ aber t>or}ägIic() in beffen mittlem (Segenben, n&rblid^ bon Saptau l^erunter über dlubau, am ©altgarben bis 9Rebenau berab unb bann fort bid £luebenau, benn in biefen ©ebieten fcbeint ber urfprungHcbe ®tammft| bn SBitbinge gen>efen )u fc^n^ t)on welchem au8 bann i^ n>e{tere SSerjweigung in bie i{Ui(ben Steile gef(bab ^). ®ie batten alfo in biefer ^dt ibrer erften (Sroberung nur ben gr6ften SEb^il beö weftHcben @am(anbd/ bad Jtäftengebtet, an wel^e« ber SBernjtein auögefpült wirb unb folglicb jn* glei^^ aud) bie ®egenb im S3e{tge, mo bad ^Mxit SKomom (ag/ unb ^WUeiö^t, bafi biefer timftanb aucb am meinen baju beitrug, bie alten Sanbe^bewobner in ibrem ©eborfam jtt erbalten. 3n »etcbem SSerbaltniffe aber biefe £)intf(be Änjtebe^ lung in @atnlanb fortbin mit bem SRutterlanbe gefianben babe/ ob fte mit biefcm in freunbfcbaftlicber SSerbinbung, t)ieUei(bt in «^anbeKgemeinfcbaft ober in einer Zxt t)on Un« tertbänigfeit geblieben fe?, ober ob fte ftdb gkicb Anfang» atö D&Qig unabb^ngig betracbtet unb t>om SSaterlanbe g^n)-- lieb loSgerifTen babe, bad aUed bat in biefer (Srfcbeinung bie @parfamleit gefcbid^tlicber flueUen t)oIlig im Sunfel gelaffen. @§ fcbeint jcboä), ali b<tbe bie itolonie ftd^ gleicb Xnfangd für t)6Uig frei unb unabbangig Don 2>änemarf^ 1) Adam. Bremens, liistor. eccies. c 73 — 74 fft^ fo^öt einmal txne ©((aar t>on 20,000 an. Unter, bem 9lamen oon Ziaman- nen fielen fte im 3abre 996 in bebeutenber 3a^l aucb in bie ^egen« ben ber ölbe hti &taU ein ; f. Bitmar Merseburg, p. 77 — 78> fSebefinbö 9(oten 3a einigen Gc^tiftfieaem M ^. 2C. 4^. I. €^.3a 2) IGdL meine 2Cbbanb(ung ober hit SBitbinoe in ber (Stf^id^tt Ut (Sibe(bren«<9efeaf(baft ®. 221. 
DAnif^e 9}teberlarrttng auf 9amlanb. 239 ^ttfc^aft angefe^n^ wd^renb man im ÜRutterlanbe feKfi eine getoiffe iObet^errfd^aft an^ übet biefe Aolonie, wie Aber bte anbem im ®(at)enlanbe bel^aupten ju finnen ge$ gtottbt ^be. 3n ben erften leiten frei(i(|^/ alS nadf^ «^atalb Sloatanbft Xob A&nig @wen ber (Srfle auf bem SDinifc^en Z^ne fa^/ jogen bie beminten Kriege mit Sloraegen onb bie toieber^olteti Serfudi^e )u (Snglanbt SroBerung bie S^otigfeit ber X>inen yiü )u fe(i¥ nad^ ißorben unb nad^ SBe^en f)in , cXi ba$ man ber neuen &flli(|^en ^ftolonie be^ fonbete ICufmerffamfeit l^ttt fd^enfen f&nnen. SBir merben aber fpitet fe^eU/ ba^ nad^ (Sng(anb£ (Eroberung, aU SLa^ nut ber ©rofie )um S^rone S> jnemarf« gelangte , aud[) bie ®efUU ber JDinge in @amlanb ^ merflid!^ inberte. Senben n>ir 5uer{i nun unfern IBIidf auf |)reuffenS fäbKd^ Sanbfd^aften unb auf ben erjien SSerfu^i l^in, bad 80IF im itäjlenlanbe ber £)ftfee jum d^rifKid^en ®lauben jtt bePebren. 1 
SBierted & a p i 1 1 i.  ^reujTend ffibltd^e Sant^fd^aften fyittm aSafom'eit unb Do« len )u 3la6)batlan\>m. ®(ibon in ftüffm Betten roaxm bie 9S5lfet biefet i&nUv, tote oorl^in erj^^^lt »orbett/ ctnanbet me^tmafö feinblid^^ begegnet Sn^ar fyit bie @age bie 9la(^^ tickten aber bicfe feinb(t(ben IBerul^rungen ^Ulfad) umioebt ttnb t>erbunfelt; adetn auf ber 9Silbung6{tufe unb unter ben SSer^dltniflfn/ in n>eIdE)en bamald 9Rafot)iend unb ^oUnt S&lfer ftanben/ liegen ^Begegnungen foldi^er 2Crt ber Statur beS ÜRenfdi^en Diel )u na^^ atö bafi niö)t aucb Sterin f(|^on eine gefdl^idt^tlic^e Segrunbung fär jene Sreigniffe gefiinben n>erben b&tfte. £ie ©efc^iicl^te aber ful^rte auc^^ bier ben ÜRenfc^en n^eiter in ber ©ejlaftung feiner SSerb^Itniffe unb in ber £)rbnung feined Sebenl ^ad) jenen Aam))fen unb Sel^ben gwifc^en ben 9S(IIern 9Rafot>iend unb holend usb ben IBewo^nem ^reuffenS machten bie innem fBewegungen unb bie gj^renbe Unruhe/ bie in 9>olen mit ber «^eranbik bung beS getlEieitten fßolfeö )um Serbanbe unb ium ®an« Jen eine^ .Staates «erfnäpft waren, auf t)iele 3a(re ^n bte IBeac^tung beS SriebenS mit bem n5rbUdi^en 9ta(^barlattbe fd^on t)on felbji not^wenbig. es n>ar n^mlidSi in alter Seit aud^ |)Dlen, in gletcf^er Sßeifi^ n)ie |)reuffen, t>on einzelnen fteineren S&lferfd^aften bewol^nt. Swar n)ar eS (Sin ^tamm, bem fte aOe ange:: flirten; allein bei ber @inn>anberung in baS Sanb l^atte ftdi^ ba$ l^erangie^enbe SSolf in einjelne @(^aaren ^ttbtiit unb wo eS i^nen gefiel/ li^atten biefe «Raufen i^re SBBo^nft^e 
9>0CeRl fru^efte Briten. 241 rinjenommeiL SDte SfA^ret biefer SSo(Btaufen xoattn anö) nt^ erfolgter 9lteber(a{fung afö ^&upUx unb Sorjiel^er übn i^nen flel^en geblieben unb orbneten unb regierten nun bai 8emeinn>efen in einzelnen ®ebieten unter ben 9lamen Don Jtniaften^ |)anen/ SBotiooben ober Susanen. Sänge ftanben biefe Denoaftenben ®eb{eter obne ein gemeinfame$ fi3anb frei neben einander ia, baS» S^olf Unter i1)nen ixoax in pfU^tiQtm ©eborfam, iebod^ immer aud) in {iemlicb freier Seweglicbfeit '). 60 war in ben aUgemeinflen 3ügen bie ®t^att Ui ConbeS unb baö S3ilb be6 gebend in jenen bunfeln unb fa« geuMOen Seiten, als ber $&rjienfiamm ber it\6ftH unter ben £)berb^u))tem beS fBoKed mebr unb mebr b^noortritt. &d)on be< britten SefcbeCS ©obn, 9)o))ie( ber (Srfte, «^erjog ober Sürß Don ©nefen, b<^tte über eine t)iel bebfutenbere Vla^t 3U gebieten, atö beS Sanbed übrige Surften neben ibm, benn aufler ®nefen {tanb aucb f(ibon 6rufcbn)ll^ unter feiner ^errfcfnift ^). «^ib^r aber erbob ftcb md) ibm ber 6tamm 9)iaflS/ als beffen @obn burcb bie @itte ber «^aar^ befcbneibung }u be$ SoIIeS «^eerfubrer unb beS SanbeS Segenten erforen ^) unb @emot>it genannt, jeneS ^opiM 9^e6ft bunb 9lorb vertilgte unb in folcber SSeife bur(b filttt unb ®riuel bad •|)errentbttm ber fräber gebietenben Surften ntebr )um ©anjen einer feflen «^errfcbermadbt Der« einte *). S>iefe 9Ra4^t aber n)ir!te balb nocb weiter; benn 6empDit erweiterte bie ®rdn)en feineS ^errfcbergebieteS oudb f<^on na(b au^enbin, wiewobl fte bamalS ftcb weber fcbon auf 9>ommem, nocb auf |)reufren erfiredften 0* ^ucb 1) 2>te Btmife fftr b(efe ^baxfteU\xn^ ber SDinge liegen bef Kadlu- heck Im L ep. 16- p* 76; Mariin GaUus p. 58» Boguphal Chron. ap. Scmmeraberg script rer. Siles. T. II. p. 20 — 21. JBgl. au(^ leXnve/ bei Ossolinski &. 572. 2) Bogupftal, p. 22. 3) Martin, GaUm p. 56. LeUwel a. a. O. 0. 574. 4) ifar/i>i GaUua p. 58 — 59. Kadiubeck L. II. ep. 3. p. 104. Boguphal p. 23. 5) Mariin Gaiius I. c — 9tnt htt fpäUvt, niihiti\^ Dlugoss^ 1. 16 
242 Gtnf&^ritng ht$ 6^rtf[ent|^tiiii< tu f>o(eii. w6f untet feinem ®o(ne it^^tt unb feinem <Snfe( Siemes ttv^il, betbe AriegSIufltge unb burd^ Xapfetfeit im Jtamtyfe ^en)orgIin)enbe Särfien^ unb felbfi no4^ }ur Seit ^e9Wi, ber me^re ^tai^batohlUx mit Arieg fieimfU^^te tsnb loielfa^ beunrul^igte, blieben bod^ immer nod^ Dreuffen fowo^/ att baS na4^baYli(be 9>ommem 4>on ben SBaffen ber 9)obn um ber&^rt unb .noc^ ging l^ier Irin (Sebot Aber |)Dlen< ®r2ns )en l&inau« 0- Surc^ biefen legten Surften aber erl^iett nun aud) ber i^t\^lxd)z ®laube feine erfie fette Segränbung in 9oUn, benn SRiedto'S Siebe ju ber f(b6nen Sil^mifd^en Surften» toc^ter !Dombrowfa^ bie feine ®ema|^linn loarb, bmog ^, feinen fieben Stauen )u entfagen unb bie SBei^e ber Saufe iVL em))fangen. @oUi^ed gefd^ab im ^\)xe 966. Unb bem IBeif))ie(e beS Surften folgte bann au(b bad So(f, b^ meit mel^r burcf^ üRittel be$ 3n>anged getrieben, burcl^ ftrenge @ebote unb It^arte Strafen }ur ^Beobachtung dt^rifHic^er %ets men unb c^rifiiicber ®ebraudi^e gezwungen/ ali gewonnen bun^ beiebrenbe Uebergeugung unb l^ingejogen burdt^ bie 3Rad^t ber d^ri1llid;)en SBabrbeit *). 3la6) alten ®agen aber toat eS mid^t baS erftema^ baf baS gbtttidbe Sid^t (^riftlid^er Crfenntni^ in ben norbi< fd^en Sanben }u leuchten begann. Siele 3abr^unberte jus wv foQ fcbon ber b^ilige TCnbread nad^ bem Korben »ans bemb im @c9tif(ben Sanbe ben ©lauben an iai Jtreit) toeit unb breit t)erfänb{gt b^ben *), unb nacfimaB ift bai 4iri{llic^e Sßerf^ mie bie @age weiter er^^blt^ an^ hntd^  histor. Polon. T. I. p. 85 wetf Don iiiaii(l(erlei Jtriegeii ge^en bie |)ccttfs ftn, |)otnmeni unb J^affubeit unter etmcioit }tt ec)ft((eii« 1) Leletvel bei Ossolinski &. 574 — 57a 2) Mariin. Gaüus p. 59. Bogupfud p. 24. Kadiubeck L. U. ep. 9. p. 121. Dümar Merseburg, ed. Mader p. 89. AnnaUsta Saxo p. 345. SSgl. ooraüglic^ Lelewel bei OssoUnski €(. 565 fii bem befonbern 2(br(bnttte aber bie Ginfttbmna bed ff^rifknt^ttm< in yolen. 3) Marion. Scoifi Chron. ap. Pistor. T. I. p. 555. Nicephori 
etttffi^ruttä be« e^rijlent^uml in ^oitn. 243 bte ^tligen ax^rtprer ^imon mi Xfyi\>\>i\x6 t^itt xoUh^u um neu begonnen^ tfftiü roziUx fortgefe|t n>orben ^). ha^ anbem Seric^ten tarn im jtebenten Sal^rl^unbert ber l^etltge euibtxt av» ^Britannien na^ $reuffen, um l^ier bad @t>ans geltum Saläre lang unter ben «Reiben ju Dertfinbfgen =). Zbn fic^t laf t |i4> fotdj^cö nf4>t begrÄnben. ^J^ete ©e^: wip^it ^t v\>od) bte 9Zac^ri(|^t/ baf ju ber 3ett, atS bte bfiii^mten «^eibenbefel^Yer 9Ketl[)obtuS unb QpxiUui unter ben Wl&fyrtn ben ®(auben prebtgten, mebre t)on tbnen ent^ fenbete Zptftel aucb unter bte nirbltcben @(at>enffSi(fer nacb G^Ieften unb 9>olen gewanbert fepen unb bort \>ai SBSort be6 ^errn nicbt obne ß'rfolg t)cr!ünbtgt böben »). ^ Senn aber bamalS bei biefen S&Ifem aud^y wirfitcb bte ex^ ften @tiab(ett beS (brtfUi(ben Sicbted ju leucbten begannen, fo untren bo<b jene S&rberer bed ®(aubenS n^eber nacb $reufs fen, nocb bift inS nacbbarltcbe |)ommern gefommen. .^ier »ar neö) bis inS )e(inte Sa^rbunbert fein iaut einer ^xip It(bm Setlänbigung t>ernommen »orben, benn e$ ift fe(b|t j»ftf«ns«ft/ ob nacb ber ©rfinbung ber 9>otnifcbett IBißtbfi* mer baS Sort bed 6t>angeltum8 b^^äber tnd Aulmtfcbe ' Sanb gefommen fep. 0- X)edg(e{(ben 1)atteau^ aufbad benac^« iarte fJommem ber Dolen frubere JBefebrung »eiter feinen' Ctnfiug; aucb bort lebten nocb bie alten ®itter in t^t^Un Jtraft bei ®lauben$ ibrer SSere^rer unb ber 9)rieffer ®n>an::  CalUgli histor. eccles. L. IT. c 39. Cf. Schotfi Prussia Christiana stre de introductione religionis christianae in Prussiam per Mar- tjres tentata. Gedan. 1734. p. 8 — > 10. 1) Oüo Frisihgens, Chron. L. III. c. 15. 2Cnbere nennen flatt bei &imcn ben UÜ. iBart^ofomdud. Hartknoch Dissert de origine reli^onis christianae in Prussia §.1. 2) Clagius in Linda Mariana L. I. c. 7. Leo histor. Plnut. p. 34 fagt gerabe^m: Suibertum per biennium primum in Pnusia CTangelium Christi praedicasse. 3) Baronii Annal. eccles. T. X. an. 867. Hartknech I, c. f. 2. Schott I. c p. 11 — 14. Lelefipel a. a.,t). &. 565. 4) Srhoä. I. c. p. 15. 16* 
244 X>H Jtittb^ett be« ^. Xbaliect«. Utoiti jlanb nodf^ ba in feinet ganjen ^0(|^ ct^bemii Wladft unb in bem ©lanje feiner «^eitigfeit ^). £a gefc^al^ aber, baß um ba$ Sa^r 950 in ber @taf- f4)aft eubif in fi3&^men bem ®rafen @lawn{t ein.@o^tt geboren n>arb ^), n^ef^iem bte 2(e(tern ben 9tamen SBopc^ ertJ^eilten, wie man fagt, nic^t o^ne «^inSlicf auf eine ^an% anbere JBeftintmung beö @ol^neS/ atö fte i1)m na^maU )U S^ei( würbe 0- ^^ iCnaben 3(eltem waren mit mehren färjHic^en >^iufern nal(ie )>em)anbt/ unb wenn be< SaferS $Berwanbtfdt)aft mit bem bama(igen t&nigli(^en ^anfe ^eutf(l(^anb6 anä) nidbt f(ar na4»)u weifen ifi, wiewol^I t>im manchen fte t>orgegeben witb^)/ fo war bo4^ SBoyced^ üKutter, ©triejiölawa genannt ^), aM bem «&er}og«|)att1c in fiSb^men entfproffen unb, wie einige bel^au^ten, tint  1) Helmoldi Chron. Slavor. c 6. L. iL c 12. 2) Ueber bad ©ebuctdia^r^ TCbalbettö ifi man im Smcifel, tobe« bte alten £eben66ef((reiber beffetben nf((|t ermd()nen ; ogt. Hehvioh £xer- ciutio historica de Tita S. Martyris Adalberti, Re^oroont. 1693> $. 1. ®e9[er im (Sridutert. |)reuff. S3. IL €^..8;2. «^artfno^S Jtirc^engffcgtd^te @. 13 unb 2Ci*noIb in f. Jttrd^endeTciidfite 6. 69 oeb* men, auf Tp^tere Angaben geflößt unb o^ne »eitere Snoeife, ba< 3abt 939 M ba^ (Seburt^ia^r an. «^c^^^ L c. ®. 19 bringt me^re Orünbc bei, bag 2(balbert fpdtec geboren fe^; bO(^ tfi bal x>on i^m angenom* mene Sabr 950 ober 953 wo^l feineöwegtf gan} ft^et ju fteOen. .^- /}a/»/a 4^a^o p. 333 fe^t ben S:ob brd SSaterd 2Cbalbect< (von {(ni Dux iSlaswe genannt) in« Sa^r 981. JDie SWutter #arb 987 no^b be»« felben ©^roniftcn p. 346. 3) S)ie Legenda de S. Adalberto (von n)e(d()ecein oltetlDriKt mit ber 2(ngabe: Impressum Cracovlc in edihus proTidl viri Joannis Hall er. Anno partus virginalis Millesimo quingenteaimo undecimo. die Merciirii. yigösima quarta mensis Decembris 9or mir liegt) CC* fihxt ben 9{amen Woycziecb ex vulgari bohemico burd^ bellttm ^nie- ians aut mitigans seu bellatoccs consolans, unb Helwivh L G. {. L fdbrt vXf baß Boleluczkjr in rosa Bobem. P. IL p. 32 ben 9tanea hvit^ consolatorcm exerdtus beute. UebrtgenJ fommt ber 9^mc oft fe^r wrborben »or; Annah Saxo fc^reibt Wogieb. 4) »gl. Schott, p. 23 — 24. 5) Lrgenda de s. Adalh. p. 90. KadJubeck, cd. Gedan. p. 34. 
^U Stin^titbttf}.^^baibttt^. 245 edfWifUx M -^erjogS fBoIeöIat) be§ BroeiUn unb äßenced^ iaoS üon S&l^men^). Vn 9{ei(l(^t^um unb l^ol^em Xnfe^en unter ben ®b(en S&l^menS/ -tpie an aQgcmemer STc^tung miter bem SSoIfe famen bem ©rafen wenige unter S3i():: menS^ Profilen gleid!^ unb an n>eibl{ci)et Xugenb , an %xhm^ migfc'tt ber ®eftnnung unb an fStein^tit beS SBanbetö unb ber Sitte tonnte bie SRutter faum äbertrofen tperben; fi^on i^t ^amt \>tixM auf t()red bebend Steinzeit l^tn >). Son biefen 2(eltem im Greife feiner anbem iBruber fergfam ^epfltgt, xon^i ber Anabe jum Sungltng l^eran unb feine audgejeidf^nete Utpcrlid^e ®^bxif)dt ließ fte bie ^otfnvng faffen, bap er einfl fein ©lAd in ber ®un{l färfl:^ Hd^r ^i^ ffnben werbe. @eine (Sriielfiung jielte bal(ier in allein auf meMid^e Stibung för ^i^ctt StxeiU Un '). IClc lein ba$ @d)idfal woQte eS anberd. £a eine f^were^ l^^g^ U(^ itranf^it bed Sänglingd bläi)enbe ©efunbl^eit gins? (t(^ jerröttete unb ber Sob il|)m bro()ete^ fo n>ibmeten bie f(^erbe(Ammerten ZHUm in ber Xngft ber SobeSgefa^r tN)r bem Tfltare ber ^eiligen Jungfrau ben^ wiebergenefem ben &of)n bem 2)ienfte @otteS unb ber &ixd)t. Unb ba  1) Autor Chron. Magdeburg, in Meiboniii Scnptt T. 11. p. 275. Schott p. 2L 3Dte Legenda de s. Adalb. p. 90 fac)t: beatus Adalbertus cz nobili et prmiaria ducali ac christlana sllrpe progc- nitHs unb OOn ben 2CeItem: bi parentes cjuemadmodum illustres ge- I, sie et cclebrcs noniinibus claruerunt. 2) CosnuMS Prägens, vita s. Adalberti in Freheri Scriptt. rer. I Bokem. p. 74. 2)er fBater ipirb iebo^ beS unerlaubten Umgange« I «it mehren Sfrauen befc^ulbigt; f. «^e/nV vita s. Adalbert. SSom 9{a'  ber 9ihttter fagt bte Legenda de s. Adalb. : nomen Slrzezyslawa prae se fert famae bonestatisquc custodiam. Uebec bie bebeutenben« Scfltttngeii, toeld^e 2CbaIbertd ^\3Xzt %Mz, Tpnd^t AnndtUta Sclxo 3) Legenda de s. Adalb. p. 90. Cosmas Prägens. 1. c, wo bk ftotte: inter magnanimos juTcnes , quos procreaverunty natus est Ulis puer spectosior cunctis }u ecFennen ^t^tfi, baf SBoQced^ not^ «f^e hiüxz Srüber t^atte. AnnaHsta Saxo p. .S61 nennt no4 f&nf SBvIbec Vbalbertö, n&mlic^ Sobcbor, Spitimir, Dobraulau, Porei mtb Ca«lau; 03I. p. 400. 
246 KhaiitvH SSitbttttg in SRasbeburg. ber SängHng feitbem genaS, fo erf&Oten bie Xeltetn baS fromme ®el&bnif. 69 mar ber gl^ubtgfromme ®etfi ber Seit baf bie neue ®abe beS «^immeß auc^ nur aOein ber ®a4^e be« ^imtntl» gemibmet fepn bärfe ^). 2>ie fromme SRutter leierte il^n nun bie 9)falter beten unb gab i^m Utt< terrt(|)t im ®lau6en« S>a aber.aSopcecb in baS 2Clter eintrat, in meldf^em et )U feiner einftig^n jBeflimmung beö emfieren Unterrichts unb umfaffenberer Sele^rung in g&ttlidt^en unb meltltd^en jDingen beburfte, fo fanbte if)n ber SSater in bie }mar un« l^ngft erft gegrunbete, aber f^on in großer SBlütbe fle^enbe @4)ule an ber iCird^e }u SXagbeburg im JUofler beft bett SKauritiuS *). 3lod) ni(|it ein 1)alhei Sabrbunbert t)orban' ben, )>erban(te biefe mit bem erjbif^i&flicben @ttfte in Str« binbung liebenbe Ttn^Alt i(iren fdSmeUen ®Ian) unb grofen fRu^m bem bamaligen (Erjbifcbofe 2tbalbert, ber juDor M Tiht beft AloflerS ju SSSeiffenburg im iBi^t^um 0))eier )ur jBerbreitung be« ®laubend nacb bem Slorben ') gemanbert mar, aber ol^ne Erfolg }ttrA(fge(ebrt unb )um ex^bifä)ifU* ^en @tuble erhoben, in feinem Timtt fiäf l^obe SSerbtenftc n>ie um ben ^tttar, fo um bie äBelt ermarb. S)iefer Wtatm, in bem bamaligen Greife bed gelehrten SBiffenS butc(^ fru« f)m @tubten a» 9R&n4^ im Atojler @. SRanmin ju 2riet eben fo bcwanbert unb in feinen itenntniffen bemunbert.  1) y^Parentes yeniunt ad templum cum magna hnmilitale et dejeclione cordi$ ponentesque pucrum supra altare S. Mariae to« tum placabile TOTcrunt cum Domino.'' Cosmas Prägens, p. 74. Legenda de s. Adalb. p. 90. 2)9eat(»mann ©efc^tc^te ber 6tabt SD^adbeburg IB. I. ®. 43. 3) 9{ad^ eim'den begab ffcb 2CbaIbert na4 fRögen/ ndc^ anbem nai^ Slußlanb. SBenn inbeffen manche ben Hht ftatt na^ aiu$(anb na^ Stdgen wanbern laffen, fo f^etnt Med nur ein Srrt^um bed Cbron. Magdeburg, ap. Meibom. T. IL p. 273 — 274 px \t^n, bet att< Dümar Merseburg, p^ 29 jtt oerbeffern ift jDodb föiintc %i€t »obC audb eine SSerwecbfelung 3»eter ^D^dnnec be< 9lamettd 2Cba(bert Gtolt llnben; f. Chron. Hirsaug. T. I. p. 104. Annalista Saxo ap. Eceofä, T. I. p. 302. 317. 
3(bat(ettf SBtlbungin ÜRagbeburg. . 247 aU »egen ber Steinl^it feine« SBanbetö unb ber IBieberfett feiner ®e{uinting/ wegen feiner aufn(|)ttgen ®ottedfur(|)t nnb wegen feines täglichen &tteUn^, burdS) ^^^^^t i^nb |)anb:: bmgen )u be wirren/ waS bie Siinge Ufyrtt, afö SRenfdE^ fo io^ geacl^tet but^ bie iDffen()eit fetneS (SÜ^arafUt^, aK |>rtefter bur^^ Sa4ifantfeit unb Sreue in feinem ZmU fo - fe^ aller Serel^rung wfirbig/ bie i^m auö) na^ie unb fem )tt Sl^il warb/ unb di SS^tfänbiger bed ©laubend unter ben ^hm, bomebmIi(b unter ben ® laben ::SS6(fernfo \)o^ beibtent/ fo iianb^afi unter allen Wtütftn, fo U^anlid) fttbft in ben Gefahren feinet SebenS, bafi tbn ^aifer unb 9<xp^ mit bober ®un{i befcbenften ^) , biefer SRann^ beffen 9lame im gan^n SUid)e mit %(btung unb ßbtfur^t ge^ namit warb, nabm ben iungen ®rafen SSBo^ce^ mit einer ütbe unb Sreunblicbfeit auf, bie ben Säugling nicbt min^ ber äberrafcbte/ ali jte ibn mit wirmfler Siebe erftidte'). eeitbem war 2(balbert bed Säugling« 3Rufter unb Siel ^); für ben 2Cufr<bwung feineS ®tifttS ein micbtiger Xntrieb! ^ «cofc Seifpiele ftnb immer bie fcb&njle ®<bule beS its i^^^>' bm«. ' ^\\ Co trat ber auf)irebenbe Säugling in eine grof e Sabl ^- ' *^ bott jungen ^eutfcben ein, webbe ber weite Stuf ber SRag^ beburgifdben @(bule aM allen Sbeilen be« SSaterlanbe« f)kt jttfammengefäbrt b^^tte, benn für ben b&beren @tanb gab eC in bamaliger 3eit feine anbere SilbungSanjtalten ^ oli foUbe mit geijtlicben Stiftern berbunbene ^flanjfcbulen. Sie |tt SRagbeburg gl^njte bamatt aber bor allen b^tbor^ benn fte fianb junäcbft unter b^r Leitung iDtbericb«/ eine« 9tanne«, beffen ©elebrfamfeit in aUtm, wa« m jener Seit ben Arei« be« menfcblicb^n SEßiffenS bitbete/ in ganj ^eutfcb^ lanb gerubmt warb unb bie fiSIutbe ber Scbule nicbt we= 1> Qiron. Magdeburg, p. 273. 2) Cosmas Prägens, p. 74. Legenda de s. Adalb. p. 91. 3) Uebcr TCbätbett^ Sob gtebt e€ nur Q^ne stimme; Bitmar Mer- *^burg^ p. 29. Annalista Saxo ap. Eccard. Script!. T. I. p.. 302. tegeiub de s. Adalb. p. 90. 
248 7(t>a(bect^ SStIbund in SRadbeburg. ntg mit befSrberte ')• 3^^ ^<^tte Der iSr)Mfd^of Vbalbett ben 3ungltng iun2(l(){i antoertraut utib an i^ fd^(of .{u| biefer and) mit aUtv SS^rme feineS «^crienS an. XIS nun naä) SSerlauf einiget Seit ber Stibifd^of bem jungen SRanne bie SBei^e }um geifllid)en @tanbe ertlfiettte/ legte et t^ flatt feines n>eltltc|)en Stamenö SSois^cedf^ ben fetnigen bei, jum fiSen^eife/ n>e(c()e «Hoffnungen in feiner neuen Seflinu mung auf if)n gefegt fepen ■). ^er iunge Xbalbert ent^ fpradl^ audl^ balb folgen @martungen bun^^ feinen 6ni|t beim Unterric()te , burc^ bie lebenbigfte Sl(iei(nal^me in aDen Uebungen gur SSilbung feined ®eifleS, ni(^t tninber aber auä) burc^ bie flrengfle 9teinl(ieit unb f^6ii!m{g(eit feinet SBanbetö unb burd() ben regften Sifer in aUen gftttlic^en S)ingen. £)l^ne jemaie Xl^eil ju m^men am luftigen @))iele unb an ben SSergnugungen feiner @(^uIgeno{fen )og i^ bie Steigung einer {Innigen @d[^n)annerei^ bamalS ber Seift ber Sfr&mmig!eit/ ni4)t fetten l^in an bie Segr^bnifie wts el^rter SRartprer, ober an Jliüe, einfame jDrte }ur Xnba<(t im ®^hete ; bort fang er bie f)falme ^atoibS )u feiner 9u . Hebung, unb oftmald brad^te er 9li4)te in ben Ain^en*voi ben JBilbnifTen ber «^eiligen/ ober in ber 9tleg^ ber Xrmen unb Traufen ju. Sn folc^er SSeife aber erwarb er fu^ bie unget()ei(te unb mdrmlle Siebe bed @r}bif(|)of& unb feinet 8e^rerö .Ot^ericf) »). 2Cnbere Seiten würben ber ®eijle«fr4fl 3Cba(bertd eine anbere Stic^tung unb feiner fBilbnng einen r 1) «Dtefer Ot^ertd^ mar @4o(a{ttniö be0 ^loflerd stt atag^fbnrg. Cosmas Prägens. 1. c. nennt t^n philosophus. jDad Chron. Magde* bürg, p, 277 fagt »on i^m : raullos liberalium artium disdplinis no- biliter instnixerat, quia et sapientia et facundia sui teraportf na' gistris incomparabiHs erat SBgt. aber t^n bte gefammelten €fte&rB Ül ^<r/»'^ de Tiu s. Adalb. §. 2. Urber bie bamaltgen e^nren }« iO^agbcburg f. 9(atbmannd (Sercb* b. <Stabt fO^agbeburg S. L Cf. dO« 2) Lcgenda de s. Adalb. p. 91. Cosmas Prag. p. 75. Paui^ Langü Cbron. Citicens. ap. Pistor. T. I. p. 1127. Canisü tiU ^ s. Adalb. p. 334. ^ 3) Cosmas Prägens. 1. c Leg«nda de s. Adalb* p* 91. Cantsä vlta s. Adalb. p. 334. 
3(ba((>ertö Silbung in fDtadbeburg. 249 wJbem (Straftet gegeben o^et ioentg{lend iodf m&gU^ qc^ ma^t ^ben; t>^matt abix "^iz^ ed ®r&pe Ui ®txfta, du Menuett uut) dbelmut^ bet @eele^ Sugenb in Saaten unb Sefmnungen/ fo ju (eben, n>te Vbalbert //liefen S&ngs ,,Itng ^t ®ttt gefegnet/ tet f4)on fn fo jarter Sngenb }tt „fohben b^rrlicben unb ben>unberungftn)ürbtgen SBerfen bet ,,Sugenb ft^^ erbebt !^^ fpra^en bie, n)el&e tbn in feinem Seben6n>anbel lennen lernten 0. 3u bet^aber, xoai 2CbaU bert voatb, f)atttn ibn t>or)ägli(b ber (Sribifcbof unb fein Sebrer £)tbcricb gebilbet; )U beiben b^gte 2(ba(bert fort unb fort bie innigfle TCnbinglicbfett unb xoixxaftt £tebe; betbe waren ibm bie b^4)1ten 9Rufier in aUem, waS in g&ttli(ber unb mtnSi)lxdfcx @r(enntniß unb im frommen SBanbel t)Ot (Sott unb SSenfcben ju erfireben \% 2CbaIbert genoß iebod(^ £)tberi(bd Unterriebt nur einige Stebte. <Sin 3toifi jmifcben biefem ]^od!)gef(b26ten Sebrer nnb bem Sr^bifcbof ben>og ben erftem^ feinem Sebramte ju entfagen unb f[(b an ben «^of bed iKatferd iDtto be$ Swtu ten }U .begeben / xoo ibn biefer ju feinem 6a))(an erbob ^)« tlm fo mebr fdf^Ioß {td!) nun ber lunge Zialbtxt an feinen boben ®&nner/ ben @r)bt|(bof, mit ungetb^itter 8iebe an; aSein aucb biefer n^arb ibm am 2iflen ÜRai bed SabreS 981 }>l6^li(b burcb ben Sob entriffen^ unb TÜalUxt begab {ttb je^t/ nacf^bem er gegen neun Sabre in SRagbeburg im 9tort(iQoiier «erlebt ^attt 0/ tiad) SSbbmen surutf, um in  1) Talibus et his similibns ▼irtutnm ezercitiis deo pleno« pue- rnlos multorum in se deiuit oculos nürantium et dicentium: Bene** dicens benedixit hunc puerum deu5 , qui jam in hac aetate tarn tenera ad optima et adrairanda Tirtulum opera sie consurgit. Le- genda de s. Adalb. p. 91. 2) ^te Legenda de s. Adalb. 1. c. br&cft hiefti fo au<: Magistro nio nomine Odone quodam philosopho in tota Saxonia faniosissinio in dientelam Imperatoris transeunte. 9la(b 9t a t b ni a n n a. a. C & 91 «ertdeb Otb^cben ber 9ldb be^ (Svfiif^ofi. Cbroa Magde* borg. p. 277. Cosmas^ Prag, 1. c SchotL p. 29. Cahisii Tita s. Adatb. p. 335. AnntUUta Saxo p. 331. 3) Vita s. Adalb. ap« Surium. 9tad^ Costnas Prag, Cbron. 
1  250 Zhalhttt, SStfd^of t)on $taa. f)rag unter bemStfdf^of 2>tet^maf^.in ben 3>ienfr bet JtudiK iu treten, «^ier befleibete er Hi Timt einet ®u6btaco« nni ^), unb gemann \>ntd) feinen (Sifer im ftr4)(i4<n jDienfle unb \>uxdf bie 9tein(^tt feiner @itten balb eben fo ba« Vertrauen unb bie Siebe feinet fBiiä)o% atS bie ®ttnfl unb ^o^adftaxiQ feines Särflen ') ^ bed ^cx^o^i SboiOU» be« (Erfteu/ ber erß (ur) }U)>or baS fi3idt|^um 9)rag eni(ti« tet l&atte. ' ILuöf 1)Ut Uhu Ttbalbert nur bem iBerufie feinet Ums Ui, feinen Dflid^ten bet ®ottetbienftet , ber aBo^tt^^atigfeit gegen Ztmt unb 8eibenbe unb ber Sefcb^ftigung in feinen jBAdE^eni/ bie er in großer 3a^I aut SD^agbeburg mit ^ gebract^t fkitte 0- Unb ba ber S&i^of 2)iet^mar balb n^ ^er gegen bat Sabr 983 jlarb unb ber bif(^&f(i<^e @ttt^ iU Drag oon neuem befe^t werben follte, wufite «^rjog Sotetlat) unb bie ®rofien bet Sanbet, bie }ur SBal^I benu fen waren^ feinen »Arbigeren 9la((^folger, alt ben frommen/ t)om JBolfe ^oöfita^UUn 3(balbert ^). @o marb er ein« tnutbig unb mit iaudj^ienbem Burufe Ui gefammten SoRei }um JBifcbof bet 8anbet erm^blt 0/ «nb buxdf bat ganje  p. 15 toat 2CbaI6ei:t iebo4 länger a(< gr^n 3a^re in SO^agbeburg 9^ Wefen. 3n Canisii Tita s. Adalb. p. 3^ ^tft e< : Quol annis stu- duity incertum est XSenn nad^ AnnaUsta Saxo p. 333 Xbalbert^ Sater im 3a(»re 961 fiarb, fo fann i^n au(^ btefer Umftanb s»r M^ hit nad^ B6t^men bewogen ^ben. 2Cu4 bicfer Qf^vonift giebt 3(ba(bertS Zufentf^alt in SXagbeburg anf etwa 10 3a(re an. 1) Vila s. Adalb. ap. Surium. Cosmas Prag, Cfaron. p. 1^- •Canisii vita S. Adalb. 1. c Annalisia Saxo p. 33>5. 2) Legenda de s. Adalb, p. 91. 3) o^o^ inodicam librorum copiam referens.'* Annalisia Saxo p. 335. 4) Cosmas Prag. Chron. 1. c ; bo4 irrt btefer (S^i^ontfl in M6 fi<|t ber Settangabe. Sgl. ßaronii Annal. Eccies. T. X. p. 839. Dubraoii Historia Boheinica p. 44. SfihoU p. 32 — 34* 5) Inquisitione facta » quem sibi constituaat episcopura, rc^ ponderunt clamantes unanimiter omne« una voce coelitu« iospirati: quem alium nisi indigenam nosti'nm dominum Adalbertum, cuiu« actus« vita alque nobilitas, diviliae, scaenlia et lanctUas cum ho- 
Sanb verbreitete fk^ bie aDgemetnfie %teuU unb Sufrtebeiu Mt nber ben neuen «Wirten ber Aird^^e. 2>a he^ob {td^ Xbalbert na(|^ fBerona, um boxt, em))fo]^len t>on bem «^er« )oge feinet Sanbed, Dom itaifer jDtto bem 3n>e{ten burcf^ Sing unb &tab bie fBeftatigung 0/ »nb bann au4^ nad^ Wtami, um wn bem bortigen (Sr^bifdi^ofe äBitttgeS/ unter bef:: fen get^ttbe löi^ut baS Drager SSiMbum gefteOt war^ bie bif(b&fii(be aSetbe ju erbalten 0« UeberaO begleitete ben neuen Sifcbof ein bebeutenbeS ©efolge^ xoüdjei ber {^ergog )n feinem ®6)ui^ ibm jugeorbnet b<2tte: VIS er aber b^itn«" febrenb vor 9^rag n>teber anfam unb baS \au6)imU 93olf in großer ^affl ibm entgegenjlrimte , jog er baarfitf unb ebne Sd^mucf unb ©lanj in bie @tabt ein unb bejiieg nun erft ben Sifdj^ofSIlubt 0. 3Cber nur {u balb t>em>anbelte {tdf^ ber gan^e äuflanb ber jDinge. S)enn fo grop au(b immerbin bte Vcbtung unb bie Hebe xoax, bie ibm beim SSolfe bie ftttlicbe Steinbeit feine« geben«, feine 9Rilbtb(itigfeit unb fein 9Ritleib gegen Xrme unb VtngH&dli^t , unb fein frommer^ gottergebener SBanbel em>arben, fo tt>arb bodf^ balb auä) ' fein Sifer in Bore concordant Legenda de s. AdalL. p. 91. Canisii ^ita s. Adalb. p. 336. AnnälUia Saxo p. 335 bertd^tet, baf ,, facta est haec dectio noo longe ab urbe Praga in oppido Levigradeo XI Kai. Martii, eodcm anno, quo obiit Tbietmanu Episcopus, qüi IV non. Ja- Bnarii decesserat. '' 1) AnnaiUui Saxo p. 336 idf t bte SSefidttgung am Steil 3tttti ctfeXgcn. 2) Vila s. Adalb. ap. Surium. CcuiUii vita s. Adalb. p. 336. c 10. Connas Prag, 1. c. Legenda de s. Adalb. p. 91. 9tad^ Anna- Usia Saxo p. 336 toac ber ©rsbifc^of i»on ^aini mit gu IGerona unb «nietete bort bte föetbe. 2Cber ei: I&pt i^m bort aud^ er|l ben 9t^men Xb<|(bcrt ert^etleti, fägt freiließ ^inju, bap i^n au<b ter (^bifc^of oon Stagbeburg fc^on fo genannt Ij^abe. 3) jDte Legenda de s. Adalb. 1. c giebt triebet bad 3abr 9$9 an n»b fagti TShoXbnti SBet^ung fep gef(^^n in feste apostolorum Petri et Panli. ^it\t U^ S3efHmmung i)Cit<iViä) bie Tita s. Adaib. ap. Canis. ^QKeia jene« offmbar gaon unrid^tige 3a$r (dft biefe toeg. AnnaUsia Saxo p. 336 Dcrbeffert jene« Sa^r 969 in bad SMt 983. 
]  252 Hbaibtvt, aSifd^of uon ^rag. SSertilgung Ut Sajler nnb ®ximl, btc noöf aU ttebenejie be8 l()eibnif(^en SebenS im ro^enSSode 1)ett\(i)Un, ber fitelmU bereif ber nodfi bie 9{et(ben unb ®rofiett Sübf)m^tA fafl ubet^ aU ergeben maren; ed warb feine fcbarfe 9rebigt gegen boS robe unb ftnnlic^e unb genu^füc^tige Seben unb bie grofe @ittenloftgfeit^ n>el(ber felbfi bie ©eijtlicben^ bie berufenen • SSerf^nbiger ber SEugenb/ frbbnten; eS marb fein Va|Hofer ^nipf g^g^n alU^, toa^ ba0 SDangeliunt funblicb unb utu (brifllicb unb t)erbammli(b l^u^, bei {>bben unb Stiebem mit fobbem Unbant unb ^a^, mit folcber S3erl4umbtmg unb Verfolgung belobnt^ baf er nacb furjem fcbon befcblof/ iai gottlofe uni tro^ige Solf wieber ju t>erlaffen ^> Swar batte ÜRIaba / bed «^eriog« BoU«la\> \>on fi3&b>nen ®(bn^ fler^ n>ie nicbt minber ber «^er}og felbfi, bem Siftbofe oft fcbon große JBeweife ibrer «^ocbacbtung unb Zuneigung ge» geben unb burcb reicbe ©efcbenfe ibn unb feine itinbe )tt erfreuen gefucbt ')• JÖa aber Vbalbert taglicb mebr be* merfte, baf man fein mabnenbeö Sßort unbefotgt (ief tmb fetbjt t>era(btete/ feine firafenbe ^rebtgt loerfpottete/ baf man ibn unb feine itircbe t>ermieb^ unb bafi ed eitel unb fruc^t^ loS fep^ bai fänbbafte SSoIf jur Sugenb ju fubren, ta tonnte ibn nid^t^ mebr tr&flen aber ben quaatooden 9ts banfen^ baf einfi bem «^irten bie ^erberbtbeit ber *^eerbe iur @4)ulb werbe }ugemeffen werben '). @ine ^id^AUit 6rf(beinung^ bie ibm ein SEraum ^ugefäbrt, worin i^m . Gbriflud frf^ien, gab bie Sntfcbeibung. Unter bem fSots i m II 1) Cosmas Prägens, p. 77 füjrt an : Ad ultimum cogiUt, me- lius esse relinquere, quam in caeco et sponte pereunte poptiio operara perdere, quod mazime de tribus causis actum ease dicunif qui huius rei ordinera , ipso narrante , compererunt. Prima et ▼»- lut principalis causa, propter plurcs uzores unius viri. Secuoda propter detestanda conjugia Clericorum. Tertia propter captrtof ^ et mancipia .Ghristianorumy quos mercator videns infelid auro eraerat, cmptosque tot Episcopus redimere non potuiL DubroQÜ Histoi** Bohem. p. 45. Canisii vita s. Adalb. p. 339. 2) AnnaUUa Saxö p. 336. 3) Legenda de s. Adalb. p: U2. AnnaL Saxo |>. 348. 
3(baUert« Jt(oflertf 6en gu 9lom. 253 $Atn timt f)Ugene{fe ium fieHigen (Stabe beS «^errn )>ers lief 2CbaIbett im Safire 984 feinen bifcb&fitcben @tubr unb trat in Begleitung einiger feiner SSertrauten eine SBanbe^ nsng na^ 9tom an ^). Qeber bie Sefe^ung bed (eiligen (Stubtö (u Stom xoax bamaß gerabe/ M 2(balbert' bort anfant/ t>ielfacber @treit fti befaf tbn auf tur^e Seit ^PlEHtnned ber SSier^e^nte» Xbalbert erfcbien wt bem f)a))fte mit^ tiefer Sf)tfnx^t unb eröffnete i^m bie beträbenben UrfacbeU/ warum er fein hi^h^ie^ Tlmt babe t>erlafren möffen. 2>urcb bie 3u$ flimmung beS b^il^g^n SSaterd getr5tlet unb erfreut^ legte Xbalbert feinen jBifcboföftab in M Dapfled .^jnbe nieber unb begab ft(b barauf nacb bem JClofler Qaf^no, um t>on »ort and feine SBanberung )U bem ®rabe beS «^eilanbeS anjutreten *;. Sr loermeilte bafelbjt eine $eit lang; allein ie langer er t>en9eilte, belio mebr feffelte ibn ber 9{eis beS einfomen AloflerlebenS auf bem fiSerge Safftno. iBalb 1)atU er aQe<, roaB er befaf , befonberS aber ein reicbeS ®elbges fibenf, loelcbeS / ibm bie ^aiferin Sbeopb<tuia^ bamatö }u 8tom, fär feine Dilgerreife inS b^ilig^ ^<^nb gegeben f)atttf miter bie Xrmen unb Aranfen ber umliegenden ®egenben »ereilt S)a beburfte ed faum nodj^ ber @rmabnungen M bortigen ZiUi, feine SSanberung nacb Serufalem auf^ )ugeben unb ft^ bem füllen unb befcbaulicben Seben beS Aoßerft iu , wibmen. SRan^ wänfcbte/ bag 3(balbert im Alo« fer )tt Qafflno bleiben mige^ ba er atö geweifter SSifcbof f&r biefeS itlojter in toerfcbiebener «^tnfi^t febr b^ilfam btoe wirfen (innen *). ®erabe btefer Umffanb aber^ bafi man ibn W^ no(b atö Sßi\6)of betrachtete/ )>erleibete ifym  . 1) Legenda de s. Adalb. p. 92. Canisii vita s. Adalb. p. • 339 c. 14. Schott p. 38. Leo histor. Pruss.p. 37. 2) Cosmas Prägens, vita s. Adalb. p. 78. Canisii vita s. Adalb. p* 540. «Legcnda de s. Adalb. p. 92. 3) 2)ie Legenda de s. Adalb. p. 92 unb Canisii vita s. Adalb. p. 341 c 18 beuten biefe« auBbtMiid) ad. 
254 Zbalhttt^Xleftttithtniufftom. ben längeren TlvL^tntfydt auf 6af|ino unb et begab fU^ bolb barauf in baS Slo^n SaUid SuctS, bem ber beräumte Tiht SHUni borftanb, beffen ®tU^amMt tinb frommet SBanM weit unb breit befannt waten. SBeil iebodj^ in biefem Jtio* ftet nut grte(lS)if(i(^e fSRhä)t ttad^ ber Stegel bei billigen So« jtliuS kbten , fo berwetgette bet Xbt Vbatbetti 3(ufnabme, tietb ibnt bagegen , nad} 3tom jurud jufebren unb bort in bad Alofler bei ^tiliitn TttexiVL^ eixiiutteUn. Xbalbett folgte bem fteunblicben Slatbe^ watb auf bei fflilni Sm))febluitg in 9lom aufS liebeboQfle aufgenommen / unb em))ftng oom Tibi Seo bai 9R6n(bigen>anb "). 9iubtg betlebte nun Vbalbett mebre Sobre in feimm Alofter auf bem 2(benttnif(ben Serge entfernt bon oOen Sßeltgetteibe. S)ott untetjog et ftcb in tiefet S)emtttb unt in b&Qiget SSetgeffenbett feinet ©eburt unb feiner frd^ SBirbe / ben niebrigflen Kifierlicben ^ienften unb ben k« f(bn>erlidb9en arbeiten. £arin fanb bie Seit bie Seiten bemitbiger ® ottergebenbeit @(bon a» SBifcbof batte 7Mf bert (Entfagung aUeS SBeltli^^en unb (Srtibtung alle« irbi-- fcb^n jStrebenS Sag fär Sag al8 bie erfie unb no^n« bigffe fiSebingung gottfeliger Sugenb geübt; fcbon iümM fcblief er mit feinem oertrauten Sreunbe @aubentiu§, ber fein lieter jBegieiter mar ^), meifl auf blofiem nacften So« ben im ffitemn ®emanbe. ®en)ibnli(b tubte fein ^txft auf einem ^axttn @teine. Sage lang entbebrte er cXi @))eife. ®eme barbte er^ nm in Sobltbaten unb im ttU  1) 9la4 Cosmas )Prag. Chron. p. 16 gefc^a^ biefH im 3^^ 99a Cosmas Prag, vita j. Adalb. p. 78. Leo OsÜens, L. II c 17. Baronü Annal. ecdes. T. X. p. 850 — 851. Legenda de s. Adali». p. 93. Canwi* vita s. Adalb. p. 342 c. 19. Leo 1. c p. 37. SdioU p. 40 — 41. — 3n ber Legenda ^etft ti : Anno domini noniB^ftn- tesimo octuagesimo nono , die qua dominus pedes discipulorum »' yit, susceplt habitum monacbalem. AnnäUsta Saxo p. 348. 2) „Solu« frater Gaudentius secutus est eum, qui carne el spiritu germanus sibi ab infantia ei fidelissiraus comes fuit." I^ gcnda de s. Adalb. p. 93. 
7(ba(6ert« StiefttvUhtn ju 9lom. 255 ifm Tamofen Serbtenfi unb Seligfeit im ^immtl }U ftn^ beiL @anit Stielte brac^^te er am Aranfenlager leibenbet Xmien ju; nur wenige @tunben g&nnte er bem Sthtpzt &I^Iaf ttnb Sr^olung. %uf Steifen war fein 9)ferb fein bejferei, aU bad eined {Bauern^ 'geleitet huxä) eine fd^Iecl^te Alfter aus «^anf '}• Vud^ im ^lofler ju 9Iom fanb Xbal^ bert in fot(^en Uebungen ber (Sntfagung unb Smiebrigung ba6 3iet feiner SEugenben. Qx toerwattete bort wie ber ge« ringfle «ftlolierbruber bie gemeinen SBd^^enbieiifle / reinigte bie JRJh^en/ f^uberte bad S^ger^tJ^e^ )og SSaffer ani bem Srunnen, bebiente bie iCIoßerbruber am Sifdf^e n. bgl. 3n fold)er SebenSweife unb in ber flrengflen Seoba^tung feiner {ir<!bU(|^en 9)fU(bten/ im Saßen unb ®ebet fa^ Vbalbert bie wUtnMt SrfäQung aHer Sotberungen feiner Sugenbkbre. Unb in folcber Ztt bxaä)te er mi^ feinem gleicl^geftnnten SXitbrubcr (Saubentiud in fliUer (Sinfamfeit gu Stom meVe Sttjre bin »). S)a gef4»a^, baf ber Sr^bifc^of Don SRain) auf bie JUagen bed b6^mifid|)en «^erjogS SoleSIato aber ben g^njs U(^n SetfaO beS iKircf^enwefenS w>%enb XbalbertS Tibxot^ fen^it }wei IBifcb&fe nad^ 9tom fanbte^ ben 9^pft So^n« ne$ ben Sunfgebnten nm eine neue flSefe^ung beS biidfhflU 4en @tit^(e8^ ober um ZialUxü 3tiidfd)t na^ 9)rag ju erfitcf^n. €d warb fofort eine @t)nobe sufammenberufen^ unb na^l i^rem fiSefd^luffe erl^ielt TiialUxt t>om $>ap{le bie Seifung, ^um «^eil feiner Mxö)t na^ 9)rag iurAtfjufel^ren unb fein h\fä)hflid^t^ TLmt toon neuem )u übernel^imen. Uns gern folgte er biefem IBefe^Ie; unter SEf^r^nen fcf^ieb er an^ ben ßiQen SRauem beS itlofierfi , in benen er fo lange in (hrengen Uebungen unb f)arten ^ienjten ^eube unb SEroft  1) 89L. Cosnuxs Prag, vita s. Adalb. p. 74 — 75. Legenda (ie s. Adalb. p. 91. Canisii yiU s. Adalb. p. 538. 2) Legenda de s. Adalb. p. 93. Canisii Tita p. 343. Baronii Anaai eccles. T. X. p. 851. 
256 SSifd^jof Hiaibttt t)on neuem ^u ^räg. gefunben ffatte, unb fumntcn>oH jani fd^wet beforgt fam er im 3abte -093 in 3)ras n>teber an ^). (Sr fam aber ntc^t b(o§ mit bemje(bigen ®eijle unb mit berfelben Ueberjeugung t>on ben ^fliö^Un fetneö Xm« te6> fonbern ei maren feine ®runbfi^e aber, baö, mi et a(§ Su^enb)>flidiit eineö leglic^en SRenfc^en anfab unb wa naä) feiner Sugenblel^re jeglid^cr Gb^iß üben unb unterUf: fen foUte, xoi^xeni feined ^loflerlebenS in dtom unb unter feinen SRinc^däbungen nur nocb ungleid^ ffrenger geworben, ttnb n>er fann beS^Ib ben frommen fi3if4^of tabebi, ber t)om ©eifte feiner 3eit burc^brungen mar? SSer x\ä)Ut aber XbalbertS innere Ueberjeugung t>on bem, toai t^m als }um tugenbl^aften Seben not^menbig erfci^ten? Srr entfdf^eibet in menfcblic^er Sinjtdf^t/ mad bi^nieben in ber Seit Sugenb l^iei^t unb maS t)or ber ©ott^eit SEugenb t^? ^ Siai ifi in ber ®efi$i(|)te Xugenb^ maS ber SSenfcb mit m&gli(|)er @in{t(^t feineö SSerftanbed atö fol4)e ertennt unb in reinfler unb tieffler Ueberjeugung bed SBa^ren^ be$ Sn- ten unb beö Siedeten aü foCc^e äbet. £ie SReufdlien fel^n bie Sorm unb ricbten über fte anbecS unb anberö ; t^or @ott gilt nur ber @eif!/ bie ©eftnnung unb bie tteberjeugung. ibai aber fann fcbmerüc^ einem Zweifel unterliegen, ba$ Xbalbert in aDem, mad er mit fo(c|)er ^raft ber 6ntfa< gung, mit folc^er <^tixh beS SSiKend unb mit fo((^cm geuereifer feiner ©eele erjirebte unb übte, nur bie ?)jli(bt beS (Sbriflen, bad ®ebot beS @t)ange(ium$, bie gebre ber Jtird^e unb baö bHfte ®efeg ber SSugenb erfannte. ZU baber 2Cba(bert wt $rag mieber anfam, fonnte tbn baS SauclE)jen unb ber 3uruf be$ entgegeniiebenben SSolfe« »obl wenig erfreuen *). 6r fannte be8 gemeinen  1) Canisii vita s. Adalb. p. 344. c. 2-5. Cosmas Prägens» ^ita 5. Adalb. p. 80. Legenda de s. Adalb. p. 93. Baronii AiiDal. ec- de«. T. X. p. H60. 2) Venientibus Pragam omnes ipsum pari voto et ardenti sus- cipiunt afifectum. Oranis aetas et conditio cum laetitia ei obviain exiemnt Denique spondent pristinam vitam secundum consiliuni 
S3if(^of 2(ba(6ert \)on neuem ju ?>caö. 257 «^tifmd wanbetbare ©eftnnung, ber @rbpen «^artn^tgFett in t'bten ®Anben unb tbre ®d)Wa6)i)cxt in tbren £u{fen, tmb Ifitxaui al^nete er bie Buhtnft. @ob4(b er aber fein Ttmt iDOtt neuem ongetreten, ffinbigte er ben gajlern beß Softes unb bem funb(idl)en ^Seben ber ®rof en abermals ben Äam})f on, unb brang mit nocb jlrenc^crem Slacbbrurfe auf Serbannung ber au« bem »^eibentbum nocb jurücfgebftebe^ nen aRif brau^^e wnb ber nodf) immer feftgel^altenen uncbrift^: liefen ©itten; unb biefe« uncbrfjincbe i^bm beS SBolfeS, We ®rSue( unb iapt in ber gebenSweffe ber Vornehmeren unb bie ju<bt* un^ gefefelofen Sitten ber ©eiftlidfjfeit öer^: folgte et mit folcber Strenge/ mit fo feurigem ©ifer unb mit foltl^er «ficffW^tSloitgfeit auf 9)erfon unb ©tanb, baß tote Erbitterung unb ber <^af gegen ben l^jttgen Eiferer ba(b mieber auf ben b^^ften ®tat> fliegen ^). jDa brachte folgenbeö Creignif bie Stimmung jum Tbiibxndf. jDie Stau eine« Dorncbmen ÜRanneS lebte mit einem @e{fHi(ben in f)rag in t>erbredl^erifcbem Umgange. t\t Weitem beS gefrdnften SßanneS {feilten bem SBeibe nacb/ um nailf alter SanbeSfttte ibr aB @l[)ebrecberin ben Jto^ abf^^Iagen ju laffen. Zum '{!e flucbtete ftcb in ben S(btt^ beft IBifcbofS, ber ibr baö S. ©eorgS^^lofler al6 Suflu^btSort ann^ieS. S^arfiber erbob ftcb in ber ganjen 6tebt ein fd^recFlicber Xufrubr. SBie fann ber Sunbenei« Icter, riefen bie erbitterten «Raufen, eine Sb^brecberin in 64u^ nebmen unb ibr in ben gen^eibten fSRauern etneS 5MojlerS ben Ifufentbalt gepatten? SSon boppeltem 3orne entbrannt {türmte baS JBolt mit SESafen gegen beS SSifcbofS Sobnung unb t^rlangte unter Scbmabmorten unb ^ro^ tongen bie Auslieferung beS t>etbred[ierif(b^n SSSeibeS. S)a trat Vbalbert mutbig unb gefaßt unter bem erbitterten Boliebaufen auf, in feffer Qwtx^d^t, bap er gen)iß als £))>«  et praeccptam sandl praesulis emendare; sed noii post multiim lemporis ad refroacia scelera rclabuntur. Lcgcnda I. c. t) Cosmas Prag, vita s. Adalb. p. 80. ' ' I 17 
258 S3.if(^of TCbalbfrt opn nettem }u 9ca^ fer M fStÜiffa^i faOen loeAe ; ex, t)enoetgette nid|^ btof aufS jtanb^H^ftefte beS SBeibei SfreilafFung/ fonbmi ^eBte ^ fogar felbfl aÜ ben SSetbrec^et bat '). XOein bat 8e(( glaubte feinen äBorten n^t; t>ielnte|)r jlfirmte ein gcofet •^aufe gegen baft @. ®eorg6«AIo{ier an, erbta^ bie Statu eni/ bemJcf^tigte {td^ bet (El^e6re(|^eritt, überlieferte fte i^vi 9^anne jur gerec^^ten @trafe , unb weil biefer fte ni(^t t)olt )tel[^en moHte/ fo mufite il[^r eine gemeine Dirne mit beut &dftotite ben ^opf abfd^Iagen ')• 2)iefed (Sreigni^ aber griff tief in Xbalbertt 9eelt (Srsfirnt über bie gewaltt^^tige (Sntbeiligung ber Il&{ier(i<^ Sreiftitte/ erbittert burd^ bie toerl^umberif^^en @dfmi^taiP gen unb Drohungen , xoü^e \>ai SSolf in feiner SBut^ flf< gen if^n audfKef / unb t^er^meifelnb an ber 3R&g(idi^eit bet fBefferung legte er abermato fein $ßifc()of$amt nieber ttiib ging im Sa^re 995 wieber na^ Slom in bie StiOe M Jtloflerlebend }urfi(f. 6r na^m ben Sßeg burc^ Ungern upb weihte )u ®ran ben Ungerifci^en 9)rin}en unb naitWS^ Stbnii @tep^an ben «^eiligen in ©egenwart beS JtaijM iDtto bei Dritten unb be9 •^er^ogS «^einrtcl» üon fßaim, ber nachmals Aaifer toaxb, buxä) bie Saufe ins S^rifl^ t^um ein *).  1) Crimen quo^ie in se referre voluit, ut se sceleriJ andore magnum aliquid fierct, scilicet ut pro poenitentiae fructtbip vA illam vitae servaret aut ambo aimul juaii morerentur. Qua Tohm- täte, quia znartyrii coronam ezposcens erat, adimplerct utique qood To1itIt| nisi eura prudenter Dominus Willico prohiberet Cosmös Pniffens. Tita s. Adalb. p. 80. jDte Legenda de s. Adalb. p. ^ fa^t ebenfaOd : Tunc desiderio martyrli quasi in auctionem scelenf in JC ipsum crimen retorqueri Toluit. 2) 60 Itefrm hU (St^d^ung Cosmas Pra^* 1. c. Legenda de f. Adalb. p. 93. CanUü vita de s. Adalb. p. 345. c 27. B^rtmü Annal. eccles. T. X. p. 861. 3) Chron. epp. Verdens, ap. LeibniU T. II. p. 215. BaronU Annal. eccles. T. X. p. 861. SchoU. p. 45 — 48. gfcfUr <9» fd^t^te ber Ungern S. L e. 3ia 369. <Snq^e(of>ib. ber WSütvS^ ^ Jtaa^ %%^ I 0. 397. 
Zbalhtxt 9LhttmaU tm Jtiojiec m 9tom. 259 3m SLUfUt M ^iU ItUiAva }u 8{om toarb Vbalbtti Mm ben 9tftml^n unb ifyttm Zbtt mit auferorbentltcl^et Srenbe wieber aufgenommen 0« äBi^renb et aber ^itx in. Otter SBetfe ftc^ »ieber ben jhengen ttebungen beS bef^ou« It^cit Sebend f)iniab, xoat in ben 836l^men bte S3egietbe iia(b Staäft an bem entmidiienen SStfdj^ofe it>on neuem er^s MdS^t S8 gef^K)^ n&mltc^ auf 2Cbalbertö S^etid^t loon bem fitib^ften Seben ber ®ei{Kidt)feit unb tM>n ber ©tttenloftg^ fett ber ©rofen unb bed SoKeS/ baf ber 9)aj).fi bie Säbfy^ mtn mit bem Xtrc^enf[u(|^e belegte, j&aburd^ mar ber 3om be« SoSee, mel(^d ben fBifd^of ali ben 2CnjKfter btefer 6trafe anfab/ oufS (^ic^fte gefteigert morben^ unb meil man an ifyn felbft feine 9ta6)^ > üben tonnte , fo überfiel eineS Xagß ein mifber <&aufe 2Cbalbertd ®eburt$ort, ermorbete feine Sruber unter graufamen £luaalen^ unb fuc^e burcl» Berbrcnmtng beS £>rteS aUed )u t)ertilgen/ mad nur irgenb bie Crinnerung an ben oerl^a^ten 83ifd£)of ermetfen tonnte 'X Ttbalbert aber Dermetlte biefeSmal nur furje 3eit in feiner Ro^erli^ien (Sinfamleit 68 gefd^al^ n^mlic^ im Sa^re 996, ba$ Jtaifer iDtto ber S)ritte in {Begleitung be^ (S^^ tifil^ofS t>on fDlatn) unb oieler anberen @(eifili(l^en ^d) na^ Som begab. jDa erfud^fte ber genannte Sr)bifd[^of auf fi3o« hAatoö/ beft b&^mtf4^en «^erjogS anliegen *)/ ben neueres »i^ten Dapfi ©regortuS ben fünften abermals um TCbaU lertt Surädlfenbung in feine Derlaffene Rixd)e. anfangs inbeffen t9ar biefer burdi^ feine S3itten )u bewegen / fein bif(^6fl{d^ed Xmt mieber aufjunel^men ; er bat ben ^apft aufg bringenbfte/ i^m )tt geftatten^ baf er ba§ @hbe feiner  1) Legenda de s. Adalb. p. 94. 2) SRand^e fe(ni btefe SBegebet^iett in bie 3ett tod^irenb beö erflen KofenCj^alt« 2Cbalbert» in 92om. ®ie ge^rt inbeffen offenbar tn bir '3ett fcinec ioeitcn 2Cn»efen^tt ober tn« Sa^r 995- Sgl. Co^ma« Prag. Ckron.- p. 17. £iusd. Tita s. Adalb. p* 80. Vita 5. Adalb. ap. Su-^ mm. SehaU, p. 49. jinnaüsla Saxo p. 361 erj^K btefe Segeben« Nt mtcr bem Sof^ 995. 3) Annalisia Saxo p. 361. ^ 17* 
260 Xbarttrt am Jtaifer|fdfe. Xdge in brt Sinfömfeit brt JUojlft« «verleibe. ®te((orttt6 fdi^ten btefcm SBunfdi^ geneigt; aDein fortioi^nb bund^ bte Jtlagbriefe be« SQMfdi^i)^ befiurmt, lofinfd^ er enbli^ ffibfl audi^ beftStfit^ofe SlödRel^r naäf ^xag; h9df grftilttb et biefem aucb gerne bte 83ttte )u, baf er^ fofem bie IdUtt men Jl^n mit benfelben feinbltd^en ®eftnnungen au^^men ttnb feinen Srmal(^nungen ni^t folgen lo&rben, in bie Siiu ber ber «Reiben (teilen ttnb ba baS Sbangelium bertftnbi« gen btirfe *). @o t>er(te9 Tibalhext f4)on im Sa^re 996 üoQ Srauer itnb S3eträbnif fein Alofier n^ieber, ging über bie Xlpen )urtt<I unb begab ftc^ juerft nac^ ÜRainj/ too baxnali ge* rabe Jtaifer £)tto ber 2)ritte «^offiatt ^ielt '). ®(!^on in ttngets ttnb nad^maU auc^ in Stent fyitU ber Jtaifer TtboXbttUA Unmn - unb fcf^i^en gelernt ; an bem (elfteren £)rte »ar bic* fer faji befidnbig in bed Aaifer^ Umgebung geti^efen. 3u aRain) aber nafim il^n £)tto mit ganj 9or)&gU(^ Xtrt' }ei(|^nung unb 3freunbl{(biFeit unb mit aUen iBeweifen eiwi befonbern Siebe an feinem «^ofe auf, unb je Idnger Xbalkft bei bem Xaifer Denoeiite, um fo inniger warb fßtiitt greunbf^^aft unb t>ertrauung«t)oI(e Siebe. Stein Sag ging t»,oriiber^ an n^eldj^em £>tto 2Cba(berten nid^t um 9^ M unb ^dt xdit i^m in ®tipxi^en t>ergnägte <). TM ^  1) Consolabatur tarnen per hoc animam e\u$f qiria si in p<H pulo suo frtictum salutis operari nequisset, gentibus non baptiiatis auctoriiate apostolica predicalor fieret destinatus. Legenda de J« Adalb. p. 94. Baronii Annal. eccies. T. X. p. 907, CanisU ti'U «• Adalb. p. 348. AnncUista Saxo p. 361. 2) Vita s. Adalb. ap. Surium. Canisii vita L c Legenda p* 94. Cosmas Prcig. p. 81. ArmaUsta Saxo 1. c. 3) Venenint Moguntiam, ubi regressua ab Italia Otto Imptf*- tor tunc morabatur, quoniam beato Adalberto erat famiIiariisnDi>* Imperator; cbaritate autcm ipsius astrictus mansit aliquot diebat apad ipsum amiciMimusque sui cubicuU secretarius noctc ac «M ipaum ad conlemptum mundi atque ad amorem cbrisli ac patnaa coelestis desiderium sanctis cxhortationibus indacens'OomnM^^^'' Legenda de s. Adalb« p. 94. Cosmag Prag, p. 8L 
2Cbir(6ert am Jtaiferl^off. 261 JUtfetS nlitjihfe Sknlaxt, tote ibtxffaupt auf feine ganje %ns Mt ber aBett ^tte btefe tdglic^e gegenfeUtge !0»tt(iettung ttnD tttttet^ttung jibev ®egen^2nbe be$ ®lanUni unb beS ge? beitf Qt»i^ einen fe^r bebeutenben Einfluß. ®e(bft au^ bie Xrt ber Steiif^toenvattung n>atb juweilen bet @egen^ {bmb i^red Qtfpti^i ')• 2)ur(|^ Mefe ^o^ ®unfl unb im ntge Sfveunbfd^aft be« Aaiferd toarb iebo(^ Xbalbert in fei:: nen Oninbfdden bet ^emnt^ unb (bttfUtdE^en Smiebrigung (eiiteSioegS erfd^&ttett/ benn er fanb l^terin nun einmal iai Xtt)et(^n unb ben SEBett^ ber n^a^ren Sr&mmigfeit. Hudf am J(atfer|^ofe unterzog er ftc^ ben gemeinfien 2)tenfien un6 HmiiUU felbfi bie arbeiten ber faiferlid^en 93ebienteri. S&^b fie be« fflad)ti fd^fliefen, pn^tt er ^eimlicb bie &^u^ unb Stiefeln be« fimmtlicben ©efolge^/ t^orn Sbir« warter an biö ium £aifer binauf/ fo baf am SRorgen jeber bte fetnigen in jDrbnung fanb; unb ie niebriger fol(^e Dienjie waren, um fo lieber ubernabm er {te '). 3n SRainj fam 3(balbe;tö Sntfcbluf , fobalb bad Soll ber §ßbf)mcn ifyxt aucb fortbin nocb mit folc^em Sro^e unb in fo fetnblicbcn @eftnnungen entgegen treten n^erbe, bei iigenb einem b^ibnifcben So((e ba6 Soangelium }U oer« funbigen/ gu o&Iliger Steife. S^eitö n>irf ten auf if)n bie Cnaunterungen beS iCaifer^, ber ibn (fter auforberte, ba9 Sbrifientbum unter ben @(aoens3B&Ifem beS ütotbenS iu verbreiten *), t^Ui blieben aucb mancherlei Srdume unb ni(bfli(^e Crfcbeinungen auf Xbalbertd aufgeregten ®eift Rillet obne bebeutenben (Sinfiuf *). ®ie befefligten in il^^m  i) Instruebal euni eliam, qualiter io republica gubemanda et ia facüs suis omnibus coram dco et hominibtis se regere deberet. Le^nda I. c * 2) Cosmas Prag^. vita s. Adalb. p. 82. Legenda de s. Adalb. p. 94. Canisü vita s. Adalb. p. 348. 3) Theodor, de AiVt» Nemoris Unionis Ijabjrinth. Tr. VI. c. 33. i»eT»e(brc(t Otto I. mit £)tto III., wenn er F^gt, baf Jener ben I M. Ibalbett ivx SStfe^rung ber ^reuffen auddefanbt (abe. I 4) Sgl. bte rtm^bnten SBiogrop^n, He ffe oOe era&()len. 
262 Hbaibtxt bei bem «^et^oge t>oii ^oitn. immer tiefer bie tUberjeugung / ba^ er üon Sott beftimmt fep unb eine I)il^ere Stad)t ed il(im bef^iebfn l^be^ ^ im SBerfe ber fBerbreitung beS ®lavbenS bie i(roiie bcS fStin tprertl^umeö ju erwerben ')• Tlufi \>ai anliegen be« Sribifd^ofS t>on SRain) befi^I^ ieiod) 3(balbert/ juerfi bie ®e{tnnungen beS bftl^mifd^n 8ok (ed gegen i^n nä^er )u prüfen. 9la(l^bem er auf einer Stiife in Sranfreicf^ bie bamotö feliir berAl^mten SObfUt gu Xourt, 9ari$ unb S^eurp befu(|)t UtUf i'egab er fic^ sunJM^It iuk^ 9oIen/ weil }u bem «^ergoge biefeS SanbeS^ föoUSla» bem Sapfern ^ ftd(^ einer feiner S9r&ber gefi&c^tet t^attt, ber atu^ ie^t bei il^m nod^ in AriegSbienllen llanb. 2)et ^ergog na^m ben weit gefeierten / t)om i(aifer fo li)0(l^ geadl^titni 9Rann aud^ fc^on um bed gefd[^&|ten 93rubetS »tSen mit großer Siebe auf, gab i^m überaQ bie Seweife ^o^r C^ erbietung unb fanbte fofort auc^ eine SotfdJKift an bie IBi^meu/ ju erforfc^en, ob fte ben Sifd^of toieber »iDig aufnebmen unb feinen Xnorbnyngen Solge leiften ooDten. S>ie fßb^mcn aber ert^eUten eint t>emeinenbe, ja felbjl ^pbttii6)e %nttooTt, meinenb, er lomme nur jurucf/ um bntti) Stai^t an il^nen gu befhrafen, xoai ße an feinen Sr&i bem tjeröbt l&atten »). 3n foI(|^er SSeife .t)on feinem SBoIfe unb Sateriaiibe t>erf(^mäl()t unb ani feinem 2Cmte auf immer jurätfgeoie' fen, t>erweilte 2CbaIbert guerfi noc^ eine Seit lang bei bem ^erjoge t>on ^olen, in bejfen grofer Xd^tung unb tirk er immer b&^er fKeg, je n i^er biefer i^n f ennen lernte ')• ^  1) Cosmas Prag, p. 82. Legenda p. 94. 2) Fragment, ex Chron. Magdeb. ap. CanUium T. IH. p* ^* Cosmas Prag. I. c Legenda p. 95. Canisii Tita b, Adalb. p. 35(X C.-36. 3) Kadlubeck L. IL ep. H. p. 128. Martin, GaUus p. 60: yylpse beaium Adafbertam in longa peregrinatione et a sua rebelb gente Bohemica multas injurias perpessum ad se Tenientem, cmn magna venerattone susccpK eiutque praedicationtbiu et inititutio« nibus fideliter obedivit. 
Hhaibttt bei btm <&er|oge von $oIcn. 26S war no<l^ uitentf4itof[en, )U ti>eU(iem Colfe er fU^ att Ttpe^ fM beß Ohiubnift tomUn foOte. einige Seit arbeitete tt mit grofem Stfer an ber 93e(el^rung beS SSoReS im Ära« fanif^^n Qfycthatun, ober fu^te bort bie 9leube(ebrten im Slanbcn noä^ mzfyc )u befeftigen; er begab f{(b na^b^r gu bimfrlbni 3»eife au(^ nac^ Ungern unb in bie nacbbarli^ 4en Sinber ^): TUi er inbeffen t>on ba nacb 9oIen )urä(f^ trbrte, tootb eS immer mebr baS 3iel aOer feiner ®ebanfen/ bei einem nod^ ganj b^ibnifcben 83ol(e ben 9tamen SbrifK jtt «verbreiten unb fo ber c^riftlicben Stixöfe ein gang neueS &mb itt)ttweifen. 3a iHeler «^inftc^t befaß Vbalbert au(^ bie treff(i(^{ien. Cigenfil^ften ju einem Xpofiel be9 (StvangeliumS. X>a bie 0^mtf4Hr ®)>ra(be feine 9ßutterf))ra(be roax, fo lonnte ed ibm nt^t fcbwer werben^ aucb balb bie anbem oemvanbten ClMifdfin SRunbarten genauer fennen )U lernen. £>ie beutfdbe ®pracbe war ibm fcbon wdbrenb feinet Xufent^ l^lUi in ÜRagbeburg gewiß belannt genug geworben/ we^ nig9en6 Jsou^U er jicb fcbon bamaU in brei t>erf4iiebenen &ftaäf€n auft)ubru(Ien '). Bor allem gl^ngenb aber war feine ®abe ber IBerebfamfeit (Sr ^ptad^ ftM vom Sßorte SotteS mit \oiä)tt Segeifterung/ mit fold[^er iSalbung, mit fo Diel innigem ©effi^l^e unb fo b^nreifenbem (Sifer/ baß feiner/ ber ibn b^rte^ unerwjrmt unb unerfc^ättert bliebe M bof felb^ bie ®age entfianb^ Zi^im bitten , ibre Statut Hthi^tmb, mit Staunen auf feine SSBorte geboni^t '). Xn Cntfogung unb Sntbebrung aber, an (Srbulbung unb dts tragung aOer ÜRuben unb IBefd^werben fonnte Xbalbert  1) Legenda de s. Adalb. p. 95. 2) fyie Legenda de s. Adalb. p. 91 fagt: Fertur etiam les «tu- peada quod tribus Unguis pro una locutus sit inter flagellai ma- iptlnim precibus inteq>ellaiis. 3) QÜ»ae wniibmt4 brft(f t ff(b barüber Duhrav, bistor. Bobem. f> 47 attl: Ret tmn dictu nira contigit, ut stareut arrectis auribus boves, eqiiiy asini, caprae, sue«, et quasi benc per Adalbcrium * monita scntirenl iiitcUigerenique nulu illa eapituni approbabanl. 
264 3(b<il6ert bei 2)atttie. n>o^( ^to^lid^ t)on irgenb einem äbertroffen loeibetu Sa9 fein ganjeS geben xoüx eint fortgel^nbe ttebung in btefcn S^ugenben gewefen. @r fannte leine an\>ext SSebixrfhiffe, al9 bie ^ui^ f)>är(id[^en Srijlung beS gebend aufd ftmigjif not^tvenbig fthb. Unb eribiiö) toat »o^I f4^ioerli(^ je. in einer Seit ein 2C))ofleI bet «Reiben me^r ali et t>on bev le^ benbigften Ueberseugung gu feinem Berufe unb wn ben glubenbften @ifer für bie SBerbreitung bed @oatige(ittmt entflammt. 3e weniger ed ibm gelungen n>ar/ auf bem SSoben, t)on melc^em er felbft flammte , bad wilbe Unfraut auszurotten^ vodckci bort ben frtfcben 2Cufmu^6 ber $f[an« jung bee (S^riftentbumd t>er^inberte , um fo bringender mar jeigt fein SBunfdj^^ auf einem gan) neuen Soben ben J[)ei(brtngenben @aamen ber (bri{l(id;en S3er{unbigung anis jujlreuen/ S^ufenben jum iSegen unb ^ur eiotgen Qtnts tung! Surmal^r ein Sntfcbluf ^ ber bie @eele einei fo fromm geftnnten SRanneS bid 2^^ bocbften SSegeifierung td greifen fonnte! gange fann 2CbaIbert fc^manfenb/ meld^^em ber noc^ barlic^en «^eibent)&(!er er {tcf^ mtbmen fonte^ ob ben |)re# fen ober ben gutijiem/ einem @(aDen ::%ol{e in $ommem. 6r entfc^ieb ftd) enblic^ für bie erflem^ weil ^e bie niäf» fieu/ i^re ganber bem «^ergoge bon ^o(en am meinen be« fannt maren unb biefer bort()in aucb am Ieid()teften bie ni« tOige «^iilfe unb UnterftiSfeung bringen fonnte 0. 2)e8 freute ficb ^erjog JBoIetiat)^ benn ber roben $reu{fen JBefedning im 9^a4!barlanbe mußte ibm aQerbingd too^ am envünfc^ teften fe^n. Son ibm erhielt 3(balbert ein @(biff nebfl breif ig SSemaffheten ju ^Begleitern. 66 befanb fic^^ aber bamafö bei ibm no(l() ein anberer frommer SJtann / ber bih ber faft aUe @cbi(ffa(e mit i^m getbeilt unb bedb<)l^ ^^^ bertS innigfted SSertrauen unb marmfte lÖrubertiebe fidf ets  1) Cosmas Prag, p. 83: Tandem altemandl potior «^cnlenUa successit animo , ut quia haec regio proxima et nota fuit Duci pr<^ dicto, Pruziae Deos et idola irct debcllaturus. 
ivottot ^tte. 2){efi toat ter fdj^n ft&^r genantiJte 9au« tcntinfi, Settoe umf<d[ilang tin fo fefieö Sanb bir ttmigfiett Srennbfdi^aft unb be? treuefien. ^et^enSUebe , ba|i man fie fftr Uibltct^ Sßt&Ur gehalten/ beim feit ber frul^flen ^ grab toattn fie »n)erttennlt4^ ^X 9)IKt biejem ®aubentiu6 unb einem anbent getreuen Qk^ulfen, bem 9)redb9ter S3enebictO trat SCbalbert, tau be< Vertrauens auf beffen fiSeiftanb, beffen äBort beö Sidi^ M unb beS gebend er toerfunbigen wollte^ bie gefalj^rt^oOe Keife inft ^eibnif(|ie 8anb an. fiSegleitet Don jener ben^afs neten (Sdi^aar fu^r,«r bie SBei(|ifr( l^inab biS S)an}igÖ.  1) iDastt ^t offienba« ber TCndbntdE „frater/^ mit welkem &auß bflrthtf att ehifU^ei; S^tod^ beidi^iiet whb, Unlaf eedebni. Gr xoat olvr Jia(( foodi ber hm&iftttfUn CiutfUn nur, TCbolbertl greunb onb 9ertrantrr SSegleitet« Cosmas Prag. L c fagt ^ dilectiu et a puero sibi comes irater Gaudentius erat jDaß n ftin befidnbtgrr Segletto: tfob in dtom an(b aKdn<b in bem nämli^en SClofta Qcxoe^en, beipetfen av4 anbete ettUtn, ali p. 74. 78. 79. ®o (et^ ed: Duo autem ex fralribn«! T^ ^^''^ ^^ erant, jam dudum videntes, quia se moiia* dumi iacere Teilet , non bene relicto clypeo fagam dederunt. So^ las Tero Gaudentiua, exemplo constantis Tiri, remanens cum beato TITO, Monacbicam atque probabilem conversioneio consecutus est: qui etiam sibi came et spiritu duplex germanus et ab infantia sem- per fidissimus comes ädhaesit ' 9^tt bteren legten SBottett will (Sei* mal ebne Sweifel nur fo 9te( T^den, baf Oaubentiul mit Setb unb CSeele . fein ffreunb unb M Jtlofterbruber wie in Qeftnnnng }e(t feto Brnber gemofben fep. IBgL CanisU Tita s. Adalb. p. 351. c. 39. Qebrigenö fc^eint ®aubenttul {önge r M SCbalbert gewefen )u fepn ; bef n vnl 3a^ 995 wirb jener in ber Legenda p. 92 validus juTenis ges nannt 2) CanisU Tita p. 351. SBenn tVDX%t ben smeiten (Begleiter So# nifacuil nennen, fo fcb^int ^iebei nur eine Betwe^felung m^ bem Tp^ tccR Sonifaciud tum ®runbe )u liegen. €5. Baronii Annal. ecdes« T. X. p. 91& jDer ^^oüiifc^e €^crtbent Lubienski in Tita Episcop. Ploc p. 312 nennt auferbem no^ aU (Begleiter 2Cbalbertl einen So« \omAf ajlattbdul, Sfaac unb CT^rifün; aOein alte Cluellen unb nat nentli«^ au(^ Vbolbertd IBiogrop^n wiffen 9on biefen ni^tt. 2) Ipse Tero primo adiit urbem Gidanie , quam DuciJ latiasim« rrgna diriroentem maris confinia tangunt Cosmas Prtig. p. 83* 
366 . Xbalbect atl V))ojtelitt ^rettfren. ^ier tMrnAl^ et baS itfte Sei«^ ber ßkUlUlfm 9ii4te, bte fein SEBerf )tt begänfltgen fd^ien. ®n>f e C^aacctt, bte ^dS^ um i^n \>txiammelUn, fein Sott ju ^iten, .emj|)ftti^ von t^m in ber Saufe bte SBei^ beft S^tißen^umft. <&ier lai et bie etfle ÜReffe unb opfette bem Stlifet, bem et na(^ loentgen Sagen felbft ium iDpfet n>etben foOte. &Ba< bon bem Eiligen iD))fetbtote äbttg blieb/ ließ et fammeln unb in einem teinen Xndft ju weitetet SBege^el^ng oufie» wagten *). Son (iet bef(|^lo{l Xbalbett f!d^ in« ifHid^ 9tettffen *) iu begeben unb befKeg ba^et bed anbeut Sage</ nad^bem et bie 9leugetauften gefegnet, mit feinet Segbitung bot @(li^iff unb fül^t ben ffieid^feU ®ttom ^inab in bie offene ®ee. 9Rit g&nfiigem SBinbe gelangte et in fd^iteOet %aitt^ an ba§ ttfet be« «^afeS, wo et (anbenb ba» ®d^iff nebft ben betoaffheten fBegleitetn jutfitffanbte. JBei i^m blieben nut feine beiben t>erttauten (Sefi^tten ®aubentiu9 unb fie» nebict/ benn getoiß l^atte Xbalbett bie gete<^te Sefotgnif/ baß bie bewaffnete {Begleitung üM einem Solle, iveU^ mit ben 9teuffen fd[^on ifTet Atiege gef A()tt ^tte unb be«(a(( gef&tcl^tet unb gefaßt toat, weit ma)t 9)lißttauen unb 9tf bittetung etregen, aU i^m unb ben Seinigen &dfü^ tt^ Witten wetbe. 3n fo(4)et SSeife nun t>on aOet dufeten <&ulfe entblißt, a&et t^oQ bed SSetttauenS auf ben ßtiftüv^ beS Ctl&fetS bettaten fte l^ietauf eine (bine 3nfel/ bie ein l^etanfttimenbet Sluß in geft&mmtem Saufe ringsum ein^ fd^Iog. es wat bieß wa(^tfd(feinli(|> in bet 91^^ bet bo« mali gan) anbetS geftalteten üRänbung beS |)tege(<®tm  Sil bet Legenda de s. Adalb. p. 95 bHft e<: Praestante t^^ nio sibi duce Boleslav praedicto et suis militibiu faonesto condttdtf in dritatem Gedanum penrenit. C£ SchoiL p. 58 — 62. 1) 6ö Cosmas Prag. p. 83. Canisü tiU «• Adalb. p. 351. c. 38. Legenda p. 95. 2) Transituni decrerit facerc in Prussiam uUeriorem* ^ ^enda I. c* :i) P6st paucoa dies ^ft cd in ber I^genda I. c  I 
XbaCbert aU Zpofltl in ^ceuffen. 267 meS tos %tifitt ^a^. Statxm aber liiatten bie Sembner be» £)]rte« ben äwetf bet Xntunft ber SrXnblmge i^emot^ men^ aU {te in l^aufen l^etbeuilten/ fie }tt i^ettteiben 0- 1) 6o ersd^Un bte oft mod^nten IBiograp^n. ^itt (te^t ai&er nun bte grage am ndc^ften: S(Bo gefc^a^ hai eben @rsi^ltc? 2Cac ^Cn^ gaben (äffen Ybaiberten na^ feinet Entfernung aui jDanitg ({naud atif Me offene ®ee fahren; benn bei Cosmas Prag, p. 83 ^ift e<i i«- ponhar carinae et pelago; bie Tita s. Adalb. »p. Suriwm ^. 836 fagt: non post mukös dies' carina secante terga .maris, Deum ne- scientibtis illabantur Pmssorura terrU. ^te Le^enda de b. Adalb. p. ^5: Ab ipsis nayem imponitur et post paucos dies transcurso pelago remittit navem. 2Cber n>o lanbet nun 2CbaIbert? SDie 2Cngabfn bet Biogtap^ finb \j\zt fe^t bunfet. Cosmcts Prag, !. c fagt: nau- licum iler yelocissimo cursa peragens post pauco^ dies maritimunk Httus egredituTy — tuac intrant parvani insulam, quae ciiryo amne circuiiiTecta formam cireuli adeuntibus nioDStrat: eben fo btftdt fülft bte Vita ap. Canisium aud. 3n bet vita bei Surius ^eijjt eö: Miles Dei cum dttobus sociis intravit in parvum quendam locum, qui circumbibente unda fluminis imitatur insulae vultum, JDte Legenda fagt: naTigio penrenit in quandara insttlam, ex curro amne haben- tem formam circali in transitu ianuae strictam. 2(ui biefeil XngiM bcit r^nnt iVLXih^% (erpot}Ude^ , baf ICbalbett in« %vSfiß «^ff tin« Regelt fepn m^ 3oar »irb biefed in feiner 0teae audbröcRicft 90 fa^; aaein eine 3nfe(, bie bur4 ben 8auf eineö Strome« gebtibet würbe, iß QQ^ bet Sefc^afenbeit bet ®ees Ufer in biefer ©egenb aüfer^alb bed •&a(fe< aar nic^t benfbar. 9ßo aber (ag nun biefe Snfel, auf welcher Vbalbert (anbete? 2Cae SCngaben f^einen un< auf bie ^h^ ber bamas ligcn |>rrdelsa)Hinbttttg (^iniubeuten; benn erfleni fabrenfle velocissimo canu ttnb bennb^ pa^ucos dies; fie mfiffett atfo eine bebeutenbe ®tre(fs »OH SkuQio entfernt getonbet fepn. Streitend ifl au^demai^t, baf ba« ■sott bie ajtönbung be< ^regett gan) anberS bef^affeQ war unb »e^ U4<t Vx%f M 'yt\%, inbem ba, mo fte flc^ Je^t befinbet, nodft ein %iüß fec fOn^ be< Stifd^n ^ffed fefle« 8anb war. »Dritten« ifl au« Ur< fnnben 5U erweifen, bap in frä^rer Seit oor bet SOlftnbung be< yret %iM witfii4 3nfeln tagen, weiche in fpAtern Seiten burt^ bie ©ew&fTer ttater^raben unb ^xxX'i^^ worben ftnb. (@. meine ©efd^i^te ber CH« beeren '®rfellf(^ft 0. 208). (Sine biefer bitr<6 bie 2Ctt<fb:tottn0 be« l^tegel« gebitbeten unb etwa bem ie^igen Orte Sranbenburg gegenftber getegenen 3nfeln f<^t e« gewefen )u feipn 1 auf welker Vbaibert auetfl lanbctf. )Dief wirb aa<^ babutdd nod^ befUtigt, baf 2(balbett, oon tert vertrieb, o^ne wertere« in ba« na^ ^^amlanb ge()tf a(fo fc^n 
268 ' Z^aibttt aU Xpofiet in ^ctuffctu ttnerf<l(HW(!en unbyxnbcl&mmett um bcS fßoVM mIM 9tt f^tei fang %ialmt einen Dfalni/ at» ^(6^(i4i einet an5 bem «Raufen ^ oet i(^m }un44^fi jianb/ t>a8 Stubec einrt @c^ijfed ergreifenb bem ^etenben einen gewaltigen Sdl^Iag jwifct^en bie Sd^ultern t)erfe|te. 2>et f)falter flog au8 bei ^anb; ZbalUvt flurgte wie tobt )u IBoben; bo(^ batb fülli wieber ermannenb rief et feufjenb au&: ,,2)anf bit, <^ert Sefud ! bafil iö) gewiitbigt wövUn, wenig^enö Sinen @(|>l6g fät meinen @eheu){gten gu etbulben!'' £a begab {td(» 3(ba(bett auf bad anbete ttfitt be< 81«^ fe§ 0- @S n)at an einem &abbaU unb a(S bet %benb (et« anfam, ful^tte il^n nebfl feinen ®efd(|tten bet <&en eine« ^otfeö in feine aSeft^ung, bie, wie a fc^eint, ein «^ bel^ett wat '). «^iet t^etfammelte ftd^ abetmaM ein gtefet •^aufe M umlietwol^nenben JBoReS/ wU (Srnrnttung, mt bie ffremblinge wollten unb }U weld)em Swetfe fle gefom« men fe^en. So witb geftagt: wet fte fe^en? wollet fie ti^ men? unb auS weldj^et Utfacf^e {te iier gelanbet? 2)arauf etwiebette TCbalbttt: „^on ®ebutt bin id^ ein @lMe, mtU nem Solfe nac^ ein fBO^rne. Sd^ l^if e Xbalbett, wat Dot« maU S3if(^of, bin ÜR&nd^ unb fel^t meinem Zmtt na<( euet 2())oflel. S)et äwed meinet Steife ift euet «^eü; i4 bin gelommeU/ auf ba|i il^t euete jhtmmen unb tautoi  in bet 9(d^ gewefen r«9n ntaf. -— fBenn Schott p. 63 ben £)rt Cko- mor aI0 tiefe Snrel nennt, fo tfl et basit nut bttti^ bad befonnte 9ri» t^Üegittm Dom 3. 12^9 Detldtet worben, too gefagt ifl: bfe f^omefaniir fönten ttntet anbetn au4 eine Stiv^t etbauen in Chomor sanctt Adal- berti. Xbet in ^omeranien fann boc^ 2Cbaa>ett unm6glt4 ^tUtM Mi unb t»tc Wieb btefen Ott bei 9tamna Vbalbettl »ea^n in 0am(aiib ftti^n! 1) Transiens vero in aliam partem fluminis, fagt Cosma* Frag- L c; au(b biefe« ^^tA ouf bie angeseigte ^egenb bin. Sßit fe^ bat» aitl/ ba$ nut bet %\a% jene Snfel 9on Gamtonb trennte. 2) CosmoM Prag. 1. c unb bie Legenda nennen ben £)tt f^ic^t* locg yilla. jDie vita ap. Surium aber fagt: ▼eniunt in mercatam, i« e. emporium, iSHtattt^Uden , <&anbetdort Canisä Tita p. 352: Teaperc facto dominus WUae divinum heroa Adalbeitum transdnxit in 
0i|ni »etlafet snb ettemt &äfh\>fit evfennct, ber nur ein einiget {(l unb attfier welchem eö leitiWi anbem @ott mUft ffitbt, bof t^r glaubet in feinem iRamen unb ber ümmlifK^en Steuben I3efo|^nung empfanget. ^^ itanm l^tte VMhnt btefe Sorte gef))rodS^en , fo erl^l^t ba^ 93oIf ein iipcmbeft ®ef(^rei gegen i(in unb ben @ott/ ben er i^m «etfänbtgen »oQte; ooQ ®ximm breiten bte Erbitterten i^ ben Xob, gerftam|>fen bie Srbe/ fcl^wingen tlE^re ^ulen über fein ^aupt unb rufen t)on SBufl^ entbrannt il^m )U: „& fe9 bir genug/ baß bu ungefhraft |)ie^er gelommen iifl; ie(t rottet bein 8eben nur bie fcf^neOfte SHudU^t; ber gering^e IBerjug bringt bir ben SEob. ttnS unb biefeS gän)e 9tei4^/ an beffen Singang tt)ir n^o^nen, bet^errfdS^t nur Cin ®efe| unb (Sine Seben^weife. ^i)x aber^ einem anbetn, mi< firtmben ®efe^ untergeben , ftnbet morgen ben Xob^ Mm Oft niibt biefe ffla<^t no(^ entmeidS^et 0- '' ^ begaben ftd[^ in folgenber ^dft bie frommen 9)i($ ger auf ein Sk^^ifftein, fuliren mieber tiätoitt» unb (anbes tni an ber fubioeißlicf^en Stifte Samianbi, wo {te in ein<m 2>orfe fänf Sage lang verweilten '). «^ier berietK^ fi(^ VbaU krt mit feinen (Begleitern ^ ob e« nic^t beffer fep, biefeS  1) S^erfwürbig ftnb bie SBorte : Nobis et toti huic regno, cuiuM noi fauces sumus, coromunu lex imperat et unus ordo Tivendi, tM\ matt bi^^ n<4< oteUei^t an hat SRomowe, 9ti(ta ober dltfaita Mm, an bffien fSbUd^flem Chibe ICbalbett gelanbet war? 2) €So Cosmeu Prag, p« 82 ; bte Tita ap. Surium^ bie Legenda ; aiu( Üt Camsii Tita f« AdaU>. (eif t etf : Ipsa nocte naviculac imponeban- teret retro ducä maiiieruiii quinque dies in Wco quodam. Qtiiftwüiv 9i^ iu bcfUmmen, »>eK4e(£)st l^ientntei; gemeint fep. 3uerfi befanb f^ Vbalbert auf einer 3nre(; bann ahet transiens in aliam partem , fluminii fc^t et ba< fflbdjUid^ Ufer 6am(anb< an ber bamaliden Wnbtttt0 betreten iU ^en. SDort fonnten bie SBemobner toclil atUr» ^^ om paffeitbflcn fagen cuius sc regni nos fauces sumus. IBepn wn Ybolbert in fol^enbet 9tai^ mit feinen SBegleitem loieber ^vi^ hbr ^ retro ductl — , fo fonnte bad iDorf/ tt)o |te Dem^eil^en, nur «K fibiocfUi^ett Ufer 9on Cktmlanbi etwa in ber 9M^ ber ie|tgen CKobt DtOatt Iti^eB. 
27a Hbalbttt» WHttptttsZ6b. ^rtnMige Soff toitbet gu Dctfafien «nb Un Sntijtetn (if SflS^e beS (Sfytx^entfynmi ju t)erfAnbtgeti« SIKttUiweib ober offenbarte ftd(f VbalberM na^S ^fd^itffal buni^ man« geriet Sr^ume unb erfd^inungen xAd^t b(o$ einem fetner traueren SRitbräber in einem fernen iUofter Stalient/ fon? bem felbfi aud^ feinem treuen @ef&fyxttn ©aubentiul^ @o faf) biefer im Zraume einen golbenen SUl^, ffatt^oU Sein, auf einem Xltare. Jtein S&id)tet toat in ber 912^. Sk er aber M Seinem fofien wollte/ trat {|im ein ^ttar^SDie« ner entgegen unb n^e^rte ilS^m mit Srnfi/ ben SUVif ju be« r%en/ fpred^enb: ber SCtld^ fep am n2(|^fien siage für kalbert gef&Qt. SSei biefen Sorten emaiftt ®aubentin< aus bem ^lafe unb jittemb erjA^Ite er 'Ttbalbttttn M Xraumgeflc^t ^a rief ihm biefer }u: „%&it eS.®ott, mein Sol^n, baf beine ^nung in (SrfADung ge^; bo4 foK inan bem trAgerifc^n Traume nic^t trauen!'^ V(S nun ber SRorgen anbxadf, manberten fte »eittr, <S^ri1htm im ®ebete preifenb unb ^^ ben SBeg burd^ brn ®efang eine« IHalmed Derfär^enb. & war fd^on 9Httag, aK fie aus ber milben SBalbgegenb^ bie fte burcf^gogen ^i^ ten, auf freies^ angebaute« Selblanb l^erauStraten ^). Sib^ 1) Bd Cosmas Prag. p. 83 ^tft fAi 9tad^ Serlauf M fftnp» Sa^et jam exsurgente purpureo die coeplum iter agant, et DaficÜco camnine Yiam sibi adbreviant et dulcis Titae gaudium continuo ap- pellant Christum. Inde neniora et feraUa lustra linqueotes, sole ascendente ad meridiem, campestria loca adienint. Sbie Legend« p. 96 fagt: Mane autem facto procedunt inde et da^dioo cannine Tiam aUeTiant, dominum nostrura Jesum Christum, duloe refit- gium, ex oratu continuo iuTOcantes: unde nentora etfercMa hatra linqüentes solf ad meridiem ascendente in löca campestria perv^■ nerunt Sa bet Tita ap. Surium aber (eift H : Ipse beatus Adal- bertus in terra pagana cum sociis suis carpit iter secua iUtora ma- Ha et fit repente collisio undarum , quasi se moveat hellua mans« ^ Sexta feria Gaudentius, sancto riro duplex gemuniis» cum scandens sol tres horas prope complesset, Misaamm solemnia m laeto gramine celebrat IRe^men »ir aOe tiefe CMbe3fi(bnui<d^ ^' fammen, fo paffen fte auf feine (Se^nb btffft, M auf bie {tpiftf» ^iSau unb Sifd^^aufen. jDort wat noc^ )ttr Seit bec Xntttnlt M ^ 
mb ^er OaubentiuS 9teffe Ui, nol^iit ^tbattert toi Zeitige SRo^l tmb genpf bann einige Speife, um ^ nad^ lurjem Gd^Inrnmet jut neuen {Reife )u ^Mtn. 2)arattf legten fu^ bie frommen SR&nner jur fftu^ nieber, Xbalbett einen ^teinwurf mett toon ben S^^eunben entfiemt TCbtt eine {i^re(f(i(^ ®efa^r fd^webte über il^ren ^inpUm. £>^ne e9 ^ abnen^ ^tten fie ben l^eiligen SBalb burc^^wanbert unb ba« beHige Selb betteten/ »eI(|)eS ft(^ t>on ^ux bi« nad^ Komowe ^inaufiog. 3(u(^ ba nodj^/ wo fte rubten^ war ge» mi^^teö/ beiligeö Sanb, weUbeS nad[^ bed Saribe« ®efe^n fein Ungen^eibter, <im n^enigfien ein Sb^ft berAl^ren burfte, ebne mit bem £eben ju b&f en ^). ®o b<^tten bie frommen 9ilger in ben Xugen beS fieibnifc^en SSolfeö ein Serbrec^n begangen^ fär mldfti ti feine fBegnabigung unb feine anbete ®äbne/ M bie burc^ ben Sob gab. jDeffen unbetou^t rubten bie frommen Pilger forgloS im ecbUife. S>a fcbredte {ie piblili^ dn n>i(be9 ®ef(brei auf. Sin ergrimmter «^aufe (leran^rmenber «Reiben {iiür)te Aber fte ^r, umringte unb feffelte fte im fcf^redHidi^fien Un^ • gefliim. Unb cM Xbalbert fo. in Sanben feinen beiben @es tteuen gegen&ber jlanb, ba gebadete er MSteld^ti, ber i^m gcfftOt war; bo(|» unt)ersagt unb ftanbbaf ten ®eifted fptadf er ben Steunben bie tr&flenben Sßorte ju: ^^Srauert nic^^t^ meine SSrjtber! benn i^r wiffet, wir erfeiben fotcbeS alleS nur f&r ben ©tauben / für ben glorreidj^en 9tamen ®otteS ttttb unfere^ «^erm Sefu (S^rifti^ welcbet allein «^err ifi &ber Seben unb 2ob/ beffen Sugenb über aOe XugenbeU/ beffen I tal aM wM§i Qkdenb. jDcr Wi^ WMb lief tiic<6 eamtänb (m;» il bü an« gctfdbe «^ff; b<er bief er Poys. 2Cber er crffamfte ffcb auib iicnfi^ »dt in ber Rtcbtung gegen |)taatt (in. SDiefen fIBalb , nemora et fieralia lustra, bitr<bwan(^rten bfe IXtgrime unb famen bann in cam- pctiria loca; bief xoax m ber 9tAbe bed SDorfe« Senfitteni unflnm 9om I ttfer ber Cef; bamoM tnbeffen no<b weiter von ber OWee^Mfie ent« I fmit. Vtfo lann reibt gut gefagt »erben : carpit iter secus littora rnuif, 1) HelmöJd, Cliron. SlaTor. L. I. c. 1. 8ucaS »Daoib !B. I. 6. M. JdUi/t Cfaron. Pnua. p. d. 
272 2(bal6ert« Stittpceci^Zob. ;^mll<fi(ett ibtt aOe Sferbe gel^et^ baffen ^^t iinatiS« f|)red(fttd^/ beffen ®äte ol^ne Qnbe, beff<n Sft&mmigfott uni: emi^^t tfl! Sßaö tfl et^abenet, n)a$ l^ettCi(|teif, n>a6 fupcr, üK fät @^r{flu8, ben ^ctlanb, iai geben j^iinsugeben!'' Unb faum maren btefe SBotte beS Xrofted uttb bn Segeifietung Qt^px^tn, ba {iär)t pI&^Uc^ au§ bem ergrimm» Un «Raufen ein @tggO/ ein 9>rtejlet l^ettoor unb ft6f t mit oOer Straft einen ftarten SBurff))ieß burdfi Xbalbertö Stuft Skr @&^ent>riefler^ ^ä^rer be$ wilben Raufen«, f<|»ien a ber $fli^t fc^ulbig }u fe^n^ bie erflen Sßuhben ju t>eTf^ |en 0; t>enn nun {tarnen aOe l^erbei unb f&^UnS^xcn Sl(di^ }om im 93(ute be6 «^eiligen. Son fieben Sanjen loirb et burcl^bol^rt; üui fteben S8unben rinnt bad JBlut; nüdd {ie|t er mft^t; ](ugen unb «^jnbe betenb gen «^immel. 2)ie SSanben werben gel&fet; bie ^rme audbrettenb unb fib feine SRirber bei ®ott um ®nabe ffe^enb flfirjt er in Sotm eine« Stuu^a )u IBoben unb giebt ben frommen ®eijt auf). &o ftatb Xbalbert am brei unb }n>aniig{}en Xprii M Sa^re« 997 »).  ' 1) SDte Legenda de b. Adalb. p. 95 fagt: Hie autem, <|ui lioc fecit, sacerdos erat ydolorum dmque diabolicae cokortit et Telati ex debito prima inferre vulnera tenebatur. Ißot^t nennt |ie (^ lictor fenis; ben 9lamen Siggo ^t tte nic^t; rDtr ftnben ü^n aber in Canisii Tita mit bem S3eimo(t igneus, ebenfo bei Cosmas Prag. 2) ©0 erädbren einfKmmig 2Cbalbett« ^ob Cosmas Prag, p.' W. Legenda de s. Adalb. p. 95. Canisii vita s. Adalb. p. 353. c 45. 9lttr bie Tita s. Adalb. ap. Surium p. 839 wei^t etioa< ab , infees fte enodbnt: Aiunt, qui illi agoni interfuerunt, quod nee vedbimi unam ediderit, pallens episcopos, nisi quando ligatum ad montis saperciliimi duxerunt, ubi Septem Janceis pulcbra eiUf Tiscera fo- rarunt, ad iUum tunc, cuius lancea debtiit ictirni et torvo adspedtt occidendum martyrem in loco statuit/boc unum, Terbum: Quid TIS? pater exili voce interrogans fatup. i^H supcrcilium inc«ti$ müfte bie 3(nb6be \t^n, ^xt ft« im Cflen be< 6eeu^ et^t; fent it in ber bortige;! ftegenb !ein eigentliiber SBerg oovbaabeii; Cf. Schon p. 66. 3) »9l. Ober biefe Seiton^obe Schou p. 67 -- 69, W man bie IBetoeife bo^u sufammengefteSt flnbet «Die Lftgenda fagt: Pasros est 
Tlhaib^vti !Rirt9r<r«Sob. 273 s &0 Yoar bte Siai^t um Sntmet^ung beft (^etligen JBo? ben9 geübt; bie beleibtsten ®&tter n>aren tpteber t>etf$li)nt; baS Sefe^ war erfüllt unb baS burcf^ ben Sufl etneö ®^xi^ jten entweihte Sanb toax bur(l(^ bad fiSIut bed Serbrec^r« oieber gel^etligt ')• 3(uf bte ^adfti6)t be« (SretgntffeS aber fMmten balb 4Rer ®ett6 SBoItdl^ufen j^erbei^ fielen über ben entfeelten Aotper l^er, um aut^ tl^re 3lad)e )u tä^ten^ trennten bte ©lieber unb baS ^anpt \>om Mtpet, ftecften baS le^tere aufweinen ^fal^l/ liefen ben 8etc|^nam auf ber Crbe liegen unb jogen bann mit jau(l(^}enbem ®ef(^rei je« ber in feine «^eimat jurücf '). ^(balbertS treue ®ef Jbrten GaubentiuS unb Senebict mürben in Seffeln ^inmegge:» Wftt; nadi^malS aber frei gelafTeU/ entfamen jte nac^ 9oIen/ tem ^er}oge SoleSIaü ben traurigen SEob i^re9 Sel^rer^ nnb SfreunbeS t>erl&nbtgenb ')• b. AdalBertus anno domini DCCCCXCVII. IX calend. Maji, feria seita, die qua dominus Jesus Christus dignatus est pro omnibus Bobis pati. Ditmar Merseburg, Lamb. S. Scbafinab. . S^gL b{e Mlage Nro. HL 1) fBeac^tet man bett danjen 3ufammen(and ber ^in^t, fo.fc^etnt Ibadfttt Zeh me^r eine SBe^afung m^en (Stittoeü^m^ M ^iltgen Bobend, M eine gol^e toegen feines strebend jur ^Cu^brettung bed Vt^nfteat^umi Qtwefen'irx fe^n. SBenigflend ^tte er btefe f^itt, wo. er* fotb, fo oiel wir »iffen, nocb gar nicbt ^»erru^t. jDamtt t&ßt fi(6 bann Ofl^ peretnlgen, ba^ nur ei; aUein, nnb nic^t aucb bte betben ©efä^rten cmotbet warben. Qkin ßlnt genfigte f(^on sür $Berffi^nung beg SSers oceilbeQi. « 2) Cosmas Prag, p. 84. Legenda p. 96. Annalisla Saxo p* 363 fagt: Ad augmentum sui sceleris, divinaeque ultionis corpus beatuiB pelago mersenint, Caput sude conviciando Hgcntes ac exul- taado redeuntes. 3) Cotrmu Prag, unb bte Legenda fagen t)on ibcem weiteren C^icfTole tti^ti. Ibvt viu s. Adalb. ap. Surium €Vi&t)lt bloß: Impii m dtttM fratres immisericorditer ligatos secum ducunt. fiSon tf)rer 8i»aa|fttn0 erw^nt jwar fetner ber SStograp^en etxoa^. »Da inbeffen 4<ciog Boteltao hit genaue 9la(bri(^t Don i^baibertö &ä)i^a( nur bur^ fie erbauen ^ben fonnte unb ©aubentiuS nacbmald (ivibi\d)of r>on ®ncs fen »ttcbe, fo liegt i^re SreUafung fc^on im 3ufanimenl;ange ber ^in^e Rlbft 0^. Schott p. 6U I. 18 
274 Saifct jDtto in. an Tl^aibttti ®raie. SRittlemeUe gefcl^al^en an bem t>erfl&miiie(tett Set^ nam unb am getrennten ^anptt man^tlei SBanber uHb äetc^en, in beten finnigen ttnb fcb6nen Sri&^Iungen bte Sage }tt bezeugen fuc^t, wie in bem b^ibnif(ben 8anbe bet l^ltire Sei^^nam be< Sl^rt^rert burd|^ bie gebeimen Jtrifte feinet «^eiligfeit bii jii feiner fernem widbngdreicben SSe« flimmUng er^^alten werben fe^.^). SBai iebodS^ au^ \m merbin an biefen @agen nur fromme S^id^tung feyn mag: - att «&er)og SoteöIaD 9on 9oUn hai unglucKtcfie ®4ii(ffal be6 SR^rt^rerd erfahren/ befc^Iof er, bie t>erg^ngli4^ «^ulb beS entfeeiten f^eunbeS aB tbeueren (Scba^ um ieben $teii von ben ^reuffen gu erfaufen. Sa «erlangten biefe aber fo toiel an @ilber, ali ber ^6rper f(bn>er fep. 2>enno4 cntfanbte ber «^erjog feine S3oten nacb 9)reu{fen. S)er Sei^ nam warb gewogen; aber wunberbar leicbt gefunben unb nac^ $oIen in ein ittoßer gefu(irt')- 93alb barauf aber Derorbnete ber {)er)og/ um ba6 ^tnbenfen bed frommen Sreunbe6 unb beö jlanbbaften Aimpfet^ in ber @a(^e Sot» teS nocb mel;r gu toerberrlicbeu/ baf ber Seidbnam in ctnem feierlicben 3uge nac^ ®nefen gebracht unb bort in ber ^auptfircbe beigefe^t werbe *). «^ter aber fa^ man balb an 3(balbert« ®rabe Sunber unb $exd)en, Don benen bie (Sr)ä^lung burc^ 9oUn, fßW  1) SO^an f!nbet biefe SßunbersChrid^Iungen in Anonymi Gknpo. fiohemlc. ap. Mencken, T. III. p. 1648, jum «C^eil. att<^ tn bcrl^ genda de s. Adalb. p. 97 — 98. 2) IDen Aauf be6 Jt5rper< bei beiL 2Cbalbert^ burd^ ben ^eW oon 9)oIen beräbren otele alte dueOen; unter anbecn fo^t iforANi* Gaüus p. 60: postea rero corpus ipsius ab ipsis Pniisu Bolcslaiif auri pondiere comparavit ; ferner au<b ha^ Cbron. Magdeburg, ap» Meibom. T. II. p. 280. IBet Diiimar Merseburg, ap. LeibniU T. I. p. 353 (>etpt tii Quod Bolislaus Mlseconis filius comperi^oj data mox pecunia Marfyris mercatur inclyta cum capite membra. DUi^ goss. T. I. p. 137 nennt baS Jtlofier, mobtn 2Cba(bert($ 8ei(bnam %w^ %thxa^t würbe ^ Tnemesno unb bejetd^net e< M ein 2Cu9u|Ka<^ .tlofler. 3) Chron. Magdeburg. 1. d p. S80. Martin, GaUuM p. 60. 
JCaifer jD.tto UI. an Ziaibttt^ ®cabe. 275 men/ S)ctttf(^(anb unb btS nac^ Statten l()tnab ging. 2)ort «ema^m fte au4) JCatfer £)tto ber Dritte mit Ux traurigen Sotfc^ft t>on 3Cbalbert8/ bed treueren Sreunt)e6, jammere ooSem Sob. 2)ie bäßere @cbn)ermut^, bie {tcb fd[)on jut)or iDtto'8 jugenblic^Kt @ee(e bemi^tigt l^atte, warb f)ki iura) ned) t)ennebrt. :£>em SSaterlanbe entfrembet unb un^ ter Stalten^ «^immel t)on @eban{en getrieben ^ benen bie Seit/ wie fte war, feinblic^ entgegenftanb , bef(^Io^ er^ baS »unbert^attge ®rab fcineö £e^rerg unb f^reunbeS in ®m: fen )u befudl^en. 66 war gerabe baS wunberbare 3afir loöo nad> unfereS «^erm ©eburt^ atö iDtto bie 9)itgerreife ans trat ^). ®än ßmpfang bei bem «g^crjoge bon S)alen war iberatti glinjenb unb pxa6)VooÜ, benn aUe&, waö Sieicbtbum utib Sc^^e ^ief/ war toon biefem aufgeboten ^ ben ^aifer würbtg in feinem Sanbe auf)unel()men. S)ie @<|^aaren ber {Rittet, bie 3a^l ber %ut^en, ixt grofe SRenge ber (Sblen nnb fßomebmen/ ber gtanjboUe ^of beS «^erjog«, aKi^S bie:: frt war auf einer weiten (Sbene berfammett/ in ben foß$ barjlen |)runfgewclnbern/ gotbrei^^en Kleibern unb feltenem |>el)werf/ unb bon ba bie ganje @tra^e nacb ©nefen ^in an )wei 9Rei(en (ang mit ben fd(i&nften Zixd)ttn bebecft ^}. 2)a nun ber ^ifer ber erfel^nten @tabt fo na^e fam, ba^ er fte fc^on fcben (onnte, flieg er von feinem Stoffe unb  1) KadUtbeck L. II. ep. lt. p. 129 mad^t ^tn SSefud^ M Stau icrS bei brm «ßersoge S^oleölao gur {^auptfad^e unb bte 9>i(0erf(^aft irxm, (Srabc Vbalberti gum Stebenawecf; er Ta^t: Imperator Otto rufus, desiderio^ experiendi ea, quae fama de Boleslao difiuderat, Polo- Biau in^edltur, qua^i beato Martyri Adalberto votiTani exhibiturus reverenliam. »^Boguphal ap. Sommersherg p, 25 fleUt bagegen ben ficfa^ bcft ®rabed 2Cbalbect<, quem Imperator in vita valde dilexerat, att ben «^ttptiUOecf bar. Sben fo bie Annales Hildesheim, ad an. 1000 Ulb Chronogrtiph. Saxo an. 996. Annalista Scuco p. 372. 2) JlfarA/t GaUus p. 60— 61 gtebt bte 9oaflänbtg|lc SBcfc^rdbung be« ^aifitoVinn C^mpfanee«. Ditmar Merseburg, p. 83 faßt nur: Qsditer autem Gae«ar ab lodern (Duce) tunc susciperetur, et per •u« oique ad GnesiP deduceretur, dictu incredibile ac ineflabile »t 6o au4 ÄnnttUsia Sitxo p. 372. 18*^ 
276 ' :Ded ^ei(, Vbatbett« Vnbenfen. ging baarfuf bt< an bte Stix^^, wo 3(baIberM tSebeine nu Ijeten. S^ort fiel et im ©ebete t)or ben Ueberreften be< «j^eiligen nieber ttnb bat in tiefer 3(nbac^t tinb in Z^rinen ber Sßel^mut^ ttnb ber (Srinnetung an ben einfügen ge» treuen Se^rer unb Sreunb um feine Sdtbitte bei bem du «fer ^). S>arauf folgten bie Sage fefKi^^er SRa^Ie, an benen ^er)og SBoleStat) feinen ganjtn außerorbentlic^en Stti^i^tm offehbarte. £>a foO/ toenounbert über bie 2o^})t unb bt$ AofU barfeit ber @^^^e/ ber ^aifer bie eigene iCrone bon feinem .Raupte genommen unb fte bem «^'ergoge aufgefegt i^Un mit ben Sßorten: Sineö folgen Surften iß ei nicf^t w&tbi^ baf er «^ergog l[)ei{le; er muf burc^ ben ®6)fnuä ber Arone auf Un Königsthron erhoben n>erben. S)ann be/ f(!^enlte il()n/ wie berichtet wirb/ ber Aaifer }ur (bniglt(ffen •^eerfalf^ne mit ber Sang^ beS l[)eiligen 9Rauritiu6 unb tu nem 92agel t^om l^eiligen iCreuge. S)em Jtoifer bagegen »erel^rte IßoIeMat) einen 3Crm t)om Zeitigen kalbert'), ttnb um baS 93anb ber ^eunbfdE^aft beiber Siegenten no4 feftet gu tnüpUn, gab ber ^ffaifer feine (Sc^^wefter S3oleS(at>< 1) Ditmar Merseburg, p. 84. Chronograph, Saxo an. 99& AnnaUsia Saxo p. 372. 2) ®o erjd^leir bie ^oln\\^vci (^^romflen; f. Mariin. Gaüus p. 61. Kadlubeck L. II. cp. 11. p.-130; ogC Struoii Corpus lustoriae Germanicae p. 267 — 268. 3n ber vita s. Stanislai (fÜfcr. be< 04 3(r((b6 }u Jt6nt()db.) ^etpt eö: Decet utique, ait Imperator, Tiniin tarn magnificum non principem, sed regem censeri nostrique ac Romanorum Imperii socium et amicum appelJari et reg;io diadenate injigoiri. Dcinde de capite suo coronam deposuit et capiti Bolet- lai imponens, ipsum in Regem Poloniae et omnium circumjacen- tium regionum nationum, quas suo subiugaverat imperio consecran praecepit,' deditque Imperator Boleslao Regi pro regalibus insigniis lanceam Leati Mauritli et davum domini. VLi^c autem regalii in- signia, Corona vidclicet, sccptrum et lancea usque in bodiemum diem in armariö Cracoviensis Ecdesiae ad meraoriam posterionm jacent rccondlta. Sß{e toett dUx hxtftn 9ia4n4ten sn träne» firpi fann.^iev ni(^t ipetter erörtert tperben; i^gL Conring de finibos Im- , pcrii c, 18. aSogaer ®ef(^t(^te von |)olen 0. 65. 
£)e« ^iiL HialbttU 3(nben{en. 277 6o^n unb etnfitgem 9la(|^folger 9Rj|e8lo gut ©emaJ^Unn >). jDorattf erlE)ob jDtto ®nefen )U einem (SrgbiStl^um unb be^ ^te oU beffen erfien 6r}btfd(^of/ wenn glet(b ebne Qxnftimc mung be$ StfcbofS t>on ^ofen, beffen ^tr((^enr))rengel @ne:: fen bis babin untergeben gewefeniwar, ben getreuen ®ei jf&bTten XbalbertS, ®aubentiu6/ tnbem er ber neuen ®tiU tung bie SiMbumer Jtolberg, Xrafou unb 93re61au unter« gab ")• @o baS Anbeuten feines f^eunbeS- iduf lange Sei« teil binau^ t>erbenli(benb/ gog iCaifer iDtto in fein Sleicb mteber jurucf. Vu(|^ «^ergog S3ote«Iat> fucbte bie Erinnerung an biefe Segebenbeit auf mancbertei SBeife fefi jü l^altm. @o Kefl C¥ unter anbem eine golbene SRunje prigen, um ber 9Za4we(t aucb in foI((^er 3Crt lunb ju tbun, n>el(ben ©lang unb tpeUbeö ^ei( ber beilige ^Cbalbert feinem 9ieicbe ge« bracht b<ibe '). — ®nefen blieb lebod^ ni(bt lange im JBe:?  1) Bogupfial ap. Sommersberg T. II. p. 25. jDod^ unterliegt dtt<b biefe 9la(4ri(bt einem SweiTel/ bentt wir ^nben nur Dlid^fa, eine Soibter be« .9>falagrafen *&eaUo t)om aibetn ; al$ 9){jed!o*d @cma^(tn ge^ naast 2) Ditmar Merseburg, p. 84 nennt ben erfien ©ribifcftof -pon (SBCfrn Radim; tt ift btefed aber nur eine SSerflämmelun^ beö 9(amen(> Radsin tuib biefer 9lame ifl nidjtö meiter M eine ^olntfc^e Uebetfe^uno bd n^men« Gaudentius; vgl einbe $o(n. 3B$rterbud) S3. V. ®. 7. .^iif. Naruszevpicza Historya Narodu Polski ego T. IL Ksiega Pierwsia p. jL04 seqq. )Da$ ©aubenttud }um @r3bir<bof 9on @nefen rmannt würbe; erwdbnen au<b Lamb. Schaffnaburg, an. 1000. OwonograpK Saxo an. 996. AnnaUsia Saxo p. 372. Dubrav. Histor. ßohem. p. 47. 60. Dlugoss» üistor. Polon. T. I p. 149. 3) Sm anfange be6 acbt^bnten 3abrbunbert6 würbe eine fold)e Mn^e beim IDorfe ®embice in ber bamaligen SBoiwobftbaft t>on ^ofen in einer Urne auSge^flägt. ®ie nei^tt auf bem 2(Qerd ben geh:5nten Mi mg fBcMtav mit einem über ben Anien (iegenben breiten ^cbwerte unb ber Umftbrift: Biüedaus; auf bem 9leoerd ben Stopf M bei(. 2(balbertd nit einem *^igetts®(bein unb berUmf(brift: S. Adalbertus. ®ie befanb M fröbet in einem SRänsfabinet au jDan^ig. IBgl. über fte eine Reine Vbba«blimd im Cblittt. 9^***' fTen Iß. IL ®. 79/ wo ftcb au(b ein 2(bbru(f bavon beflnbet 6. Ihreuft: Camml. IB. IIL e. 133 — 134. 
278 2)e6 l). Hhaibtxtt Unitnltn u. folgen f. !Riit9rcfZoM. ft^e Iber tounbert^^^tigen Uebemfie beS frommen Vtixtfttd; tenn alS um6 3al^r 1038 ber 93o^men <&er}og Srjetitlat) - im Strieme gegen $oIcn ©nefen erft&xmU, entfäfyrte et aiu $er manc(^en anbem «g^eüigt^iiment auc^ Xbalbertt 8e{(^ nam nac^ $rag unb ®et>eru</ bamalS S3if4^of biefet @tabt/ (enu^te ben nun etfl ermatten ©tauben bet lbh\^9 men an 3(ba(bertS «^ettigfett unb an feine SSunbett^ten, um ben ®el()orfam gegen bte .Strebe unb bie {hengfte Se« oba(l()tung cbrtflltcber @itten unb ®ebrau(be ali bie einjige SSebingung ber Serfobnung beS SSoIIeS mit bem «^eiligen unb ber SSerfegung feiner i^tfjxtn tteberrefie in feine 9Klte nad) $rag fttr immer feft yii fteDen 0- Sn fotdS^er SBeife batre 2CbaIbert6 aS^rt^rer^Xob unb • baS 3Cnbenfen an baS, xoai er gemoUt unb ergibt, eine SSirlung^ bie aQeS äbertraf, xoai er burcb ba< lebenbige Sßort feiner Siebe unb burd^ ben feurigen (Sifer feinet ®tu fteS bei ben S3&bmen fomobl^ att bei bem Solle ber 9)mif^ fen in^ 9Ber{ ju fegen gefudi^t b<itte. Sarum "fyat ibn bie Stacbmelt aucb toeit mebr oerberrlidbt unb Dcrewigt/ att feine 9Ritme(t ibn fcb^gte unb feinem SBorte folgte. Sa frommer Erinnerung an fein SEBirfen unb (Streben unb im frommen ®(auben an feine6 9{amenS «^eiligleit erbaute man ibm Jtircben in Statten^ in ^olen, in JB6bmen, in @(bleften, in Ungern, in ^ommem unb in |>reufren')i 3n bem legtem Sanbe warb fein UnbtnUn fpiterbin no<b oielfadf^ gefeiert '); er würbe alS @4^ugbeiliger bet Sii«  1) Dubrcw, Histor. Bohem. p. 60.^ 2) Schott, p. 72 — 73 ji^tt jie ber «eije nad) auf. 3) €5, Xrnotb« Äir<bengef<^i(iite »on ^xtuffen ß. 73 — 74. ©ie ditcfle Jtfrcbf / koet(b< bem ^etl ^balbect gu (S^ren in |)reuf|en erbaot )i)urbe, war fn |)omeranten in htm »Dorfe Chomor s. AdaUberU, oficie in bem ÜBertriige vom 3. 1249 bte ^omefanier {u erri<bten ^ntpn^ mußten. &, Sab er « TCbt^anhl Aber bte S^dlung 9)omefanttn< ^fä)ia bem Ccben unb bem Stfcbofe u. f. w. in ben QeitrAgen |ur JCanbe ^euff. $B. III. 0. 34t. C6 2CbaIbcrt an btrfem Orte geCebrt ^attt vaA warum biefed jDorf fd^on oor CM(btttttg ber Air<be €homor ober Ko- 
)DH ^. }(baibetM }Cnbfnfen u. afotgen f. Sltit^ut^ZobH. 279 t^umS Gamlanb angerufen ')• ^i^ £)omftr(l()e }u Sthni^^s berg watb t^m ju Sll^ven unt unter feinem 9lamen ge^i gränbet"). Xn tem iDrte/ too er erf(l()Iagen n>arby unfern 9om SReereSufer n>urbe i(^m in fp Jteren Seiten eine StaptU^ erbaut unb nai^ feinem 9lamen benannt; ju tbr famen $t(gnme aM weit entfernten Sanben, benn ^apft (Suge? niu8 bet Sierte f)atlt aQen benen, bie Ijiier in Hxiba^t unb ®ebet XbalbertS 3(nbenten erneuern unb bie Stiftung burcf; @penben mit unterbalten würben, eine Ijiunbertt^gige Sn^ bttigen) ertbeilt ')• ^un ftnb eS nur nod(^ wenige SRauer« ffeine, wel^^e bem Sßanberer biefen einß ben «Reiben / wie ben Q^riften beiligen Soben bejeicbnen ttnnen ^); aber e< finb Ueberrejle/ an weUS^e ftc^ in ber ©efcbiübte biefeS San^ bed eine grofe Erinnerung (n&yft/ bie Srinnerung an ben SRann/ beffen @eele innigfi Don bem SSBunfcf^e ergt&^te, ^on bierauft ben erflen iid)t^af)l ber Sebre be< ©efreujigr ten Aber bai ganje Sanb leuchten ju laffen. Vbalberte 9{ame aber warb fogleit^ in ben erffen Sab- an m^ feinem SRclrt^rer^Sobe äberaU, wo man ben frommen/ gottergebenen SRann im Seben i^Unnt, }u bo<b gefeiert unb toerberrtidi)t; be« i(aiferd |>ilgerfabrt an fein 6rab gab ben Serbienfien be6 SRirtprerd in ben 3Cugen ber SBelt eine )u grofe SBBid(^tigfett unb erhabene ä3ebeu$ tung; bie ©agen toon ben Sßunbertbaten an feinem ®rabe batten auf bie ©ebanlen unb ®efuble t)on'SEaufenben eine )tt tiefe SSirfung ; e6 war femer ani) biefer Seit bed WliU telalter§ nur ju febr eine fromm))b<tntaftif(be (Schwärmerei in Sebanten über SSerbienjle um ben «g^immel unb feine  nor sancli Adalbcrii tfitf, bleibt ungetoif. G'oUte blefeö Komor i^itU (fl^t fo mel brbeuteti aU Jtummer, atfo ®. ^batberttf Jtummet? 1) 9la(b bnn Sfugnt^ oieUr Urfunben. 2) eucad IDaotb 83. I. 0. 157. 3) Hartknoch DiMcrtat de on^, reIVg. Christian. §.,XI1I. p. 232 4) Urbec bte (Srncbtung unb bie 0(bWa(e bierer Jta)>eae, \o wie ibrc Mrf4iebenr aiibere |U er6rtembe Scagen in Beitebun.; auf TTbals (trN Men i>oL bie IBeitooe Nro. JIl. 
280 S)ed t). Tliaibtm tnbmtm u. Sonett f. SR^rtpctrsZobH. ^atS)e iatii befonber^ ergeti/ unb bie getvalttgc @))annuiig ber ©emät^er bet c^ttflltd^en SBelt/ bie mit bem taufettb^ flen^Sal^re na^^ bc^ <f)eilanbe6 ®eburt eine gon) neue 9Be(t mit n>unbetbateri @rfcbeinungen/ ja fogar bie SBiebetr^ lunft beS Srt&ferd felbfl unb bie 3(uferfie|»ung aOer 3:obten erwartet l^atte, war noc^ )u neu unb in bem 3nnem bet gangen ä)xx\tliä)en Üßenfc^bett no6) ju lebenbig, alS ba{i nic^t bie ndmlicbe glubenbe @el^nfu(^t nacf^ Serbienfien um ben «^immel unb um bie @acbe be6 «^eilanbe? / . unb ber< felbe ©ebante^ ber ben b^iligen 3(balbert unter bie «£)eibeii bed 9{orben$ getrieben 1)atte, aucb balb in einem anbem SRenfcben t)on neuem "^atU cvtoadfen m&ffen. 2CbaIbertS ©cbicffal unb fein Kammer ^S^ob fonnten bamalS, wie bte X. SBelt geflimmt war, toof)l feinen abf(|)re(f en ; er (onnte ^Ms mel^r nur anreigen^ ettoaxmm, beteben unb begeifienu Srgrijfen t)on biefem ©ebanfen unb benc^ogen burcf^ JCbalbert« ÜRSrtpreraSob foU jundcbji nad^ biefem ber »e« nebictiner jBonifaciu«/ ein SSermonbter be6 ^aiferd iDtto be^ dritten unb auSgejeicbnet burc^ feine geleierte JBilbiing unb feine iftenntnif ber Wlix^l, juDor aucb f^on ium Srjs bifcbof im ®ebiete ber Ungläubigen geweift/ nad^ |>rctt{fcii gebogen fepU/ getauft unb ge))rebigt unb )ule|t ebenfoIU bie SRdrtprer ^ Arone errungen ^aben. S>{e ^räfenbe Uns terfucbung inbeffen t>em>eifet biefcn Zpoftü inS ®ebie.t be< Srrtbumd/ fobalb t)on i^m al6 einem befonbem Sefe^ ber 9)reufl|en bie Siebe ijl 0-  1) >Dfefer SSontfoctuö tfl iwat r^on hnt^ einen frü^n firünMU Ö^tn Sorf^er, n&mlt4 turc^ Schon Pruss. Cbristiau. p. 81 — 85 an$ ber ^efci^t^te ^ceufTenö mit aUem diente oenoiefen worben; oOein er ijl befTen ungead^tet bo4 immer wteber in bfefe(be aurütfgefe^rt; f.lCt» nclbd ^reuff. S^it^n^eW^te ®. 76 — 77. «^artenod^d JCir^ens Gefc^td^te <S. 22. ^o^ebue 9)reu(r. Alt. Ofkfc^. ». L 10. 119. 2>tc ®a(^e beruht offenbar auf einer blofen StamencOermed^felttRg. jDec «^(benbefe(^rer SBnino ndmltc^ f)atU bei ber gtrmttttg nacb bamaliger @ttte ben 9^men SBontfactud erholten. jDai Chron. Magdeburg, ap, Meibom. T. IL p. 284 nennt attlbrü(ni4 Bninonem cognomeato 
2>(c «^eibjen^S3efe(^rer SBcune. 281 @onber äweifel aber war biefer SSonifaciuS fein an^ Um, afö ber SBenebtcttiter Sruno, ber bur^ XbalbettJ f)Os M SSetfpiet getrieben unb gelocft ben ©ebanfen fafte/ beS gefeierten IBorgangerS SBert nodt^ einmal ju beginnen unb »0 m&glic^ JU DoUenben. @eboren toax SSruno }u £luer$ fDrt^ aus bem @tamme eineS eblen freiltierrUci^en (StS^U^^ M^), weld^eö lange fd^on ftc^ bei ben Aaifem be6 @d(^ {if(!ben «^aufeS burd^) l^ofie SBerbienfie nicf^t minber um biefe felbjl, aH um beS SReic^eS (^irm unb iBertl[)eibigung Sunfl unb «^oci^ac^tung erworben l[)atte. @ein Sater n>at Sruno ber anleite / g^rä^mt toon feinem Seitgenoffen unb Senoanbten, bem (od^üerbienten JBifcf^of 2)itmar toon SRer» feburg, bem ®ef(t!i(^tf4)retber biefer 3eit/ unb feine ÜRutter 3ba ans einem et&fl\d)en «^aufe '). S>\t Weitem, lange in Bonifäctum Uttb p. 275 ^etf t Ci : «anctus Bruno qui €i Bonifacius. 9bin Unnt Petrus JDamiani in viu s. Komualdi btefen SBruno nur unter bem 9lamen SBontfactud, nennt t^n einen martyr, einen Xpoflfl ber dtaffen nnb erjd^It ^itW t>on feinen Serfuc^en jur Kudbrettung be< CE^nPent^umS. Baronius Annal. eccies. T. X. p. 906 unb 918 — 919 aber , ft4 9^enb auf 9>etrud »Damianf , na^m btefen SBonifactuft fftr eme oon SSruno gan) verfd^iebene 9)erfon unb führte i^n M einen b^f^nbeni «ßetbenbefebrer in hxt ®t\6^\^tt ein. 1) Langii Cbron. Citizens, ap. Pistor, T. L p. 1127: y^natione Saxo, ex iUustri baronum de Querfurt prosapia genitus. Ditmtir Merseburg, p. 177 fagt blof: ex ^nöre clariKsinio editus. — Ueber Stono'd Seben bdben toir eine eigene ®4rift unter bem 2ttcl: Bruno Apostolus ober bei Sldmif^^n XpofieM in |)reuffea Brunonis Men# 2db ttttb ßere^rung na^ bem Slobe, wie and^ ber hv, feiner GapeUe anbSaafabrt auf ber G^eU^SStefe ^u 0uerfurt entftanbenen Öfter» iSarf beftineben oon B. L. S. ^aUe 1714. iDer Serfafler i% wie Sehoü 1. c p. 79 bargetban, 2). ®. SSüttner, iDioeon in Duerfurt. 6. 22 f. fprif^t ber SSerfaffer oon IBruno'ö ebter Vbflammung. — (Ue* brt^e ifl biefe Stograp()te faü o^ne aOen Ißert^.) 2) ®o nennt Ditmar Merseburg, p. 177 bie beiben TCeltem. IBom Sttter fagt er: Pater Bruno e^egius iet per concta läudabilis, ami> CBS mibi consanguinitate et omnibus erat proximus familiaritate« Qiron. Magdeburg, p. 279. Annalista Saxo p. 409 nennt aufeT ^Men Mtrm aucb einen Sruber SBruno'« (Seb^rb. (Spangenberg ^«nfurt ^ron. S3. ü. c 7. 
282 2>ec ^etben«Se(i^rec IBcuni;. ftnberlofer ß^t fiöf einen ®ol()n erfe^nenb nnt> ben 6n9arj teten fid^on r>ot Ux ®e^urt bem geifKid^en ®tanbe »tb» menb/ pflegten ben @pt&{lling t^rer Sl^e mit »drmjfer Siebe unb folgten treu fär feine Silbung. @ie Iteflen i^n juer^ in ber 2>omfd(^uIe ju SRagbebutg unterriclS^ten / wo bamate ein beröl^mter Sekret ®ibbo ber Tlnftalt 9orflanb 0- ^ort geno^ }u ienet Seit audi^ ber nac^^malige ä3if4^of S>itmot t)on SRerfeburg beS Unterric^fteö , ber und berichtet, ba$ fd[)on in biefen 3ugenbia^re.n S3runo bie @infamfeit getiebt unb w^btenb bie ®(|)uIgenofren ffd^ im ®puU t>ergndgt/ ium ftiKen ©ebete ficf^ gerne an entlegene £)rte entfernt ^abe '). SSie lange er bort mit bem tttoa^ älteren 2>itmat }ufammen gelebt*)/ ijl ungemiß. (Si idfeint iehadf, baf üBruno fc^fon nm^ 3al^r 988 ein Sanonicat an ber ^irc^e t)on @. SRauritiuS gu SRagbeburg er^lten ^bt^ su n)el(|^em 3Cmte i^n feine SBi^begierbe DoKfommen f^^tg unb fein reiner, frommer SBanbe( auö} t)6nig wärbig gema^^t l^atte ^). ®ein 993er{ xoat bamaK ber SCufbau ber @(|)lofk fir4>e ju jQuerfurt *). SRittlenoeile »ar Sruno bem Gaffer, £)tto bem jbriU ten, beUnnt geworben / benn biefer liebte fotdjie Scanner, bie ft(^ burdi^ Silbung/ bntd) ^rdmmigfeit im ®eijle ber 3eit unb iuxd) eine gewiffe @dE)n)ärmerei ber ©efu^Ie t>or anbem l()erbort()aten/ wie folcl^ed fc^n feine gro^e Siebe unb SSertraulid^^feit ju Xbalbert bemied. @r jog aud^; ben inns gen S3runo an feinen ^of, o([ne ba^ unS berichtet mtrb/ 1) Diimär Merseburg, p. 177. 205. ÄnnaUsta Saxo p. 409. ^pangenbecg a. a. £). 2) yyCum mane ad scholam ire debuisset, antequain ab liospi- tio exiret, veniam petiit et ludentibus nobis in oratione is fiih.*^ Ditmar I. c AnntiUsia Saxo 1. c. 3) Ditmar nennt t^n contemporalis et conscbolasUcus. 4) Ditntar I. c fagt: Otio negotium praeposuit et sie frnctifi- cans ad maturitatem perrenit S)ad Gbron. Magdeburg, p. 384 nennt il^n Sancti Mauritii Magdeburg. Canonicum. Gpangenberg S« H- c. 8. Bruno ApostoJns ®. 34. AnnalUia Saxo p. 409^ 5) Bruno Apostofus c. 35. 
£)er ^fi^tn^tStU^ttt SBruno« 283 loch^« Xmt biefer bürt Gemattet |Hi6e '). 9lac^ jDitmart, feinet äettgenoffen unb SSenvanbten äeugnif , bürfte man faß glauben, baf t^n bev Xaifev blof be« Umgänge« unb ber gelegen Untet^Itung toegen )u {tc^ gerufen ^abe ')• 9tun gefc^afy aber, baf Aaifev £)tto im Saläre 996 mit feinem Üteffen Sämno, bem @oine be5 ^er)og« SOtto Don Saient, nac^ Stallen )o^ t^etU um biefen na^en SBetmanbs ten auf ben pipftliä^m @tul^l ju ergeben, t^eilS um bann 1) SRan nimmt aOgemein ati/ baf fßtnno am faiferlid^en «^ofe bev Sorfbber ber fatrerttd^en JtapeUe gewefen fep unb gränbet biefe 2Cnna$me auf Peints Damiani in Tita s. Romualdi, »et^er fagt: Erat autem apprime Uberalium artiuxn doctrinis instructus, maximeque in roo- dnlationis musicae studiis approbatus. Is itac[ue in capcUa regia TDorabatnr. Co \^t btefe C^telle au4 Baronius Annal. eccles. T. X. p. 906 anf feinen oecmeintlt^cn unb oon fBnsno verf^iebenen ^Cpofkf Som'focitti bejogen. Schott in f. Aniss. Christ p. 83 [((rieb obne loeiteced \ii\xt bem Sarontuö na^ unb lief unfern Bruno ebenfalls Jtas IKOen f SBorfle^r fe^n. <Sd beruht aber au(^ biefeö aUe< auf einer SBer« tpe^lebrng be< 9tomend, ju welcher 9>etrud Tamtam ben erffen 2(n(af 906. Sencr IBruno ndnUid^, oon welchem ^. Skimtanf fprtc^t, war faoe<»e0i ber unferige aud Duerfurt, fonbern e< war Otto III. 9lcffe Snrao, 6o^n be< «^erjogi f^tX^ oon 1b(ikai\ f. Ditmar Merseburg p. 79. I^ott btefem Bruno wirb nun burc^ ben iettgenöflif^en IBerfaf« jer ber Tita s. Adalb. ap. Canisium p. 347 gerabe alteö er^MIt^ wad ber fpdter Icbenbe Petrus DamUmi auf ben nad^maligen *^eibenbefeb< m Bruno übe rtr&gt. (Sd (eift nftmlid^ : Erat item in Capella Regis qnidam Clericus Bruno, secularibus litteris egregie eruditus, et ipse regio sanguine geni|j ferens^ magnae indolis; sed quod minuj bo- «HD, multum fervidae juTentutis. iDtef mar berfelbe, ber um biefe 3rtt unter bem 9?amen (Sregonui V. ben pdpfllid^en ®tu^l beflieg. DUmar. 1. c Tita s. Adalb. 1. c SSowerö ®ef(I;i(ite ber ^dpfle B. H 6. 339. — «Eternit fdUt bann au^ bie oon Schott p. 82 be(Kiup< tfte Berwanbtf<baft unfered Bruno mit bem itaifer Ctto lü weg unb gctött jenem Bruno an , ber mit htm Jtaifer^aufe wirtU^ ))erwanbt »ar. 2) Ditmar p. 177 fagt n&mlt(^ ganj einfad^: A tertio desidera- tor Ottone et suscipitur. Bon einer ^CnfieSung in £)tto'^ JtaipdU iMif alfo jDitmar burc^u« hi^t«. jDaS Cbron. Magdeburg, p. 284 Tagt gld^falU nur: poitea (b. ff. nad^ feinem (Sanonicat) in palaiio 1^0 adsumtum. 
284 Der «f»eiben*S3efe(^rec Stuno. t)on i^m bie AaifetirArone ju empfangen. 2)a war ond^ jener SSruno au6 £luerfurt in bed .ftatferd fBeglettung/ fal^ ie^t Stallend freunbltc^en ^tmmel unb begr&f te bort n^af^ts fcf^einlidE) ben bamatö noc^ in 9lom (ebenben 3tbalbert/ ber ju jener Seit ja t)ie( um ben JUifer toax. S)i bieOetc^t auf Sruno'S Stimmung ber Umgang mit ^atbert ober xoa^ fonft in dtom auf feinen ©eifi eingen>ir{t f^Un mag: — j{/runo bef(|i(of/ ben faiferltc^en ^of mit aller inft ber SBelt ganjltcl^ ju t)erlafren unb* trat ^ wie einige meinen, butd) ben 3(nbli(f ber Air(|)e be6 alten SRjrt^rerd unb ®(auben6f)elben S3onifaciuS auf bem ^CoenttnuSs Serge tief erfd^uttert, in ben aR6n(^$s£)rben ber S3enebictiner ein. <^ier fäl^rte er mit )n>ei gleidE)ge{tnnten Sreunben unb £>«? ben6br&bern SolE^anneS unb fiSenebict ein fhengm^ndt^if^ie« unb einffebterifclieS itUn, nur ber S3ef(()auung, ber @orge um bie @eele unb ben 9)f[i(lt)ten feineS iDrbenS (inge« geben *). @o berweilte IBruno in Statien hii nac^ iDtto beS Dritten Sob. Da war in if)m aber, oieKeid^^t gun^c^ft burdS^ ^^n weitgefeierten SR^rt^rersSob Xbalbertö aufgeregt, ber ©ebanfe l[ebenbtg emad)t, biefe(be Sal^in ju betreten/ auf weI4)er 2Cbalbert fo grof en 9{u^m unb foI(^e SSer^m liä)nnQ unter ben Üßenfc^en, fo ^o^e9 Serbienfi unb fo biet ®nabe bor ®ott ftc^ erworben "^attt. Sr legte bem |>a)){ie, bamaI6 war eS ®9lbefter ber Sweite, feinen 6nt^ f^lu^ t>or unb erhielt toon i^m nxd)t bloß bie Srlaubnif }u bem frommen Untemel^men/ fonbem (ugteidf) au^ bie Särbe eine6 6r}bif(^of8 in bem Sanbe ber «Reiben. &ot  1) Ditmar Merseb. p. 176 fo^t: Quem (Ottonem) non lobge post desereas, solitariam quaesivit -vifam. jDad Chron. Magdeburg, p. 294 nennt i^n „Fugientem cum delicüs suis seculum , ut sibi lu- crifaceret Christum, sicque apud Italiae ereroum cum beatis sociis Benedicto atque Jobamie in monacfaica religione perfectiscime con- Tcrsatum. SDed bur(6 bie Jtiri^e b€< ^U. IBottifadttS bewicetrn %v laffed enc^nt Petrus Damiani vita <. Romualdi. Annaluia Saxo p. 41(X 
2>er ^txbtn»S8tU^ttt IBruno. 285 fM Uiüh n fU^ jur Seit/ aU ^e{nr{(|^ ^r Streife beti baitf4ieti ittntgSt^ron fcf^on be|itege|i iattt, nadf SRerfebur^ snb erhielt wm 6r}btf(bof 2)aginö Don Slagbeburg bie SBei> unb ba6 er)btfdg^6ili(l()e 9>aaium. 2)iefe$ gef^^ad etwa um ba« 3a^r ioo4 0- 2)er Arieg iebodi^, i9el(|^en «^erjog SSoleSIat) ber ita^ pfm von |>oIen fcl^on fett mehren Sanften gut Gnoeiterung feiner Steidfigtirnen nail^ Seutfcblanb bin mit bem Aaifer f&^rte unb an^ in bem eben bejeic^^neten Sabre nocb for^ fette, mag S3runo gebtnbert b^^ben, baS SBerf fogletcb }U beginnen^ {u webbem er ^df bunb dne ^blfttt ©ttmme ba mfen glaubte. iOa aber 93oIe$(aD burd^ ber 2)eutf(ben Za)»feifeit unb grbfere Jtrtegderfabntng gebem&tbtgt/ ber Streit fomft beenbtgt n>ar unb ber ßr^bifcbof Z)ag{no oon Stagbebnrg im (September beS 3abred loo5 nacb $ofen )tim «^erjoge ging/ um mit ibm in M Aaiferd 3lümm ben {rieben ju t>erbanbeln ^), föftint Sruno^ ibn beg(ei^ ttai, an ben «^of beiS 9)oInif(ben Surften gefommen }u fe^n. Cr fanb bti IBo(e6laD/ bem bie SemAbung um bie SSeUlfi nmg ba naben fBoIfe^ ber $reufTen jeber Qeit erwänfcbt hm, bie gdnfiigfte Xufhabme , »arb Don ibm unb ben an^ bem ®ro^n be6 .^ofet 6fter rei(b(icb befdbenFt/ Dertbeilte jebocb ane6 »ieber unter bie TCrmen unb Jtranfen ober an 1) Diimar Merseburg, p. 176. Cbron. Magdeburg, p. 284: Deinde a Romano pontifice ad regem Henricum et eundem Archie- pbcopiun (Daginonem) 4irectum consecraverat Archipraesulem gen- ihiiii, eique, quod Apostolico ' detulit, circumposucrat pal- fiura, ^i postbaec signis dam« pro Deo ab ipsis gentibus cum ttt mariyrisalus, sicut indicat über gestorura eius, veraci relatione eonscriptus. AnnalUta Saxo p. 410. .jDagIno tourbe im 3a(re 1004 SciMf4of «Ott 4Xa0teburd unb umntttelbar na4 feiner SBa^t begob ^ä^ ^rii( na(( fOtetfeburg ; f. ViU HenHci S. Imperat ap. LeihniU T. L p. 437. Diimar Merseburg, p. 119. Slatbmann Gef^icbte •Ol ata0b€burd ». I. 0. 121 — 122. 2) Diimar Merseburg, p. 137 — 138 fagt: Tagino Arcbiepis« copiu cum aUis famüiaribus regis ad dvitatem (9)ofen) a Bolex- W rogatuj, Yenit. Chronograph. Saxo p. 218. Ännaiista Saxo p. 403 -- 404. 
286 S)er ^eiben-iBefe^rer SScuno. ^ie Stxtäf^n, um in feiner !&ugenb ber (Sntfagung unb Gnt- l^altfamfett fejl unb treu gu bleiben ^). S>o6) ni^t fo gänfiig/ wie SSruno'^ 3(ufhal&nie bei bem «^ergoge/ n>ar fär fein äßerf bie.äett/ in n>eI4)er er eö be? ginnen n>oate. 3n 9)o(en felbft n>ar fett be6 i(aiferS iDtto Sob aSei in (Sil^rung unb Irtegenfcl^er S^ewegung, benn ber fo fdm))f{uftige al6 JS^errfd^begterige «^erjog I^Httte e$ feitbem f(|^on nadi^ meieren @etten f^in Derfu(i^t, bte ©rängen fetner «^errfcf^afi gu enoettem. Sßte $ommem^ fo f4^eint au(^ 9)reufren t)on ben SSaffen ber $olen ntcbt gang unbe^ räl^rt geblieben gu fe9n/ xoimofjll bie S&rftigfett ftdS^erer jQueQen über btefe Zeit bte näheren SSer^dltntffe beiber iijus ber im S>unfel li^t '). Sßenn ei bemnacf^ anö) ungewif bleibt/ ob 9)reu{fen unb $oIen f(|)on in biefer Seit ber ^tn\6)aft IBoIe6lat)S in SSafen gegen einanber gefianben l^atteU/ fo mar bocf; ftcl^ertic^ nodf^ nichts gef^^eli^en, um ben alten ^a^ unb bai SRiftrauen ber ^reiiffen gegen baS 9ta4»6arlanb gu befc^n)t4)tigen ; t)ietmel()r mufte ti ^oltii Iat)6 «^enfc^lujl unb Segierbe nac^ Srmeiterung fetneS SReid^eft nur noc^ me^r t>erft(!rfen unb toon neuem aufregen. @elb|i bie SBeenbigung bed iCriegeö mit S)eutf$lanb/ ber bi^^er IBoleSlat)ö gange TCufmerffamfeit nad) SBeflen gego? geu/ mufte unter ben ^reuffen bie SSeforgnif erregen, baf SßoUiia^ bie nie ru^enben Sßaffen nun gegen i^re Srei^tt  1) Diimar Merseburg» p. 176: Debinc ob lucnuh animae Ia~ borem subiit diyersae ac grandis viae , castigans corpus media el orudans yigilia. Multa a Bollslavo caeteriscpie divitibus bona aus- cepity quae moz Ecciesiis ac familiaribus suis et pauperibos nil sibi reiinendo diyisit. AnntUisla Saxo p. 410 fc^ret&t jDitmar na(^ 2) ffelmold, Cfaron. Slayor. L. 1. c. 15 fagt jmac: Eodem quo- que tempore Bolizlaus Polonorum Cfaristianissimus Rex, con/be~ deratus cum Ottqne* teräo ^ omnem Slaviam, quae est ultra Odo- ram iributis subjecit, sed et Russiam et Prussos, a quibos passua est Adelbertus Episcopus, cuius reliquias tunc Bolixlaus Iranstalit in Poloniam. Mein bte (ter sufammendefaften (Std^nifft gelten of« fenbai; oerfcftiebenen Seiten an. 2Cn eine Untenoerfung ber |)ceQffrn fvt Otto bei JDntten itit i{i »emgflend n>o^( fcfttoerli^ in beulen. 
SSruno'^ aXictyrer^Zob in ^tc^ufren. 287 Mnben ttnb an t^tn 8anbc Derfuc^n werbt, toai i^m M feinen wejilic^en ^atSjIbatn niä)t gegliiA war. eruno, biefe Ser^Itniffe em^genb/ btiäfUf ballet, fein jBefe^rung6wetf noc^ einige Saläre au6iufe|en/ gugleid^ au^ um Seit su gewinnen , burdb Erlernung ber |>reuffi^ fcben &pxa6fe fl^ m6) beffer auf baffelbe Dotjubereiten. Srfl aU ber Jtrieg {wif^^en S3oIe6laD unb S>eutf4)Ianb Don neuem begonnen l^atte unb bat «^eer ber 9)o(en 6iS an bie Clbe etobemb t>orgebrungen toax, trat S3runo im Saläre 1008 bie SSanberung nadji $reuffen an ^). Hdftii^n feiner  1) Wx mftffen uni l^ier üf>^ einen Itretttgen 9)un!t in Setreff bicfec fikittbenind etwas nd^ erfiftren. >Die metften neuern ®efä^i^U f^reiber, mt Bruno Apostolas ®. 125, SBac^lo 9)c. ®ef4i4te ®. 90 nnb in ber encpflopdb. ber SBiffenfc^a^. unb Sttn^t nnter bem Xp« tOrf Sruno, Jto^ebtte SB. L ®. 120 nehmen eine bopj^elte Steift Bntno*< na4 9)reuffen an unb feien bte er^ere ini 3at}v 1000/ bte }»elte aber tnö 3abr 1009. 6te folgen (iertn oorjüglt^ ben Angaben inGpandenbergd Gbron. oon Cluerfurt &, 125, ber luqUid^ bes tanket; baf Sruno im Sa^re 1000 ben Jtatfer Ctto }ur 9i(derretfe ia Kbalberte ®rab burd^ Ueberrebung bewogen unb t^n ba^tn begleitet tobe. jDabei flütt man ffc^ auf bie ICnna^me, haf IBruno erft na4 ftiser MctCebr oon fetner erfien 8tetfe bie stelle eine« S^orfleberd ber (acfetti4en StaptUe in fO^erfeburg umd 3a^r 1004 übernommen (labe. lyiefe 2(ngabe i|t nun von uni fc^on wiberlegt; aber wir f6nnen unS an4 na4 genauer 9)rdfung ber ftiteften unb auoer^nfgflen Duelle »on fitter boppetten S?etfe SBruno'< naö) ^reuflen auf feine Sßeife öberjeugen. 64oa Schou in Pruss. Cbrifiian. p. 86 — 88 (at {!(^ bagegen grftnbs 64 ctfiArt jDer wic^tigfle SBeweiS fdr hit 3Cnna^me t>ott nur einer ein« i^en atnfe liegt offenbar in ber 2(ngabe bei aeitgen6fp[f(^n unb mit Bntno'i Bd^iäfaltn gewif genau bef annten Diimar Merseburg, p. 176, iabem biefer fagt: In doodedmo conTersionis ac inclytae conTersa- tioBis suae anno ad Pt'ussiam pergens, steriles hos agros semine £?iao ttttduit foecundare. 9la(^ Statten unb in ben aX6tt(b^flanb be> Dib fül Bruno im Sa^re 996 in {Begleitung be6 Jtaiferd. 0on \>a an 0ac4n<t umr bat 3a(r 1008- duodecimus conversionis annus. IBon riacr Steife na4 1E)reuf{en aber in biefer Swif^en^ett weit >Ditmar burd^s AM li^t«. IBie tfittt er fte aber in SOterfeburg, in ber 9ld^ beS no(^ bbcttben Boteri feineg grt unbe« ni^t wiffen foKen , wenn fie t>orgefa(« Im »dcf ? Unb wie tjhttt er in biefer Hxt fd^reiben finnen , wenn Bruno l^on ciamoi im Safere 1000 in yreuffen gewefen wdre? (&t fommt 
289. 83runo'6 SRArtptefStob in ^reuffeit. ®ef(Sl^rten/ unb unter biefen au^^ 30l(ianne$ unb fl3embict, )ehe iwei SRim^e beS SSenebicttncr^jDrben^/ bfe mit i^m im bertrauteßen Umgange in Stalien in bev Cinfamfeit gelebt/ begleiteten ilfn. S)te 9>reuffen aber litten 2(balbert0 SBemäl^ungen ^ur Vertilgung i()re$ ©laubenS unb feine ®(^m£()ung unb SSerad^tung il^rer (Sitter unb ^eiligt^ib mer nitSf (eine<weg6 toergeffen; oielme^r war ifftitn feitbem aOeS, n>a8 cf^rifUid^ 1)it^, nur noc^ Der^ßter geworben. SBamenb rieti^en {te bal^r bem neuen Ttpoftü, bie 9)rebigt gegen i^re ©ottlf^eiten nt((^t fortjufe^en unb gur ^ttirng feines SebenS baS ^anb eilig {U t>ertaflen. XOein baS ®&d, toomit im Sit^jetnen fein IBemul^en begleitet gen>efen feyn foS/ fcf^eint ben eifrigen ©laubenSDertänbiger bewogen {u l^beU/ ber SSSamung nii)t ju folgen , t>ielme]iir in feinem SBerfe mit 9Rut^ unb freubiger «Hoffnung fort)ufa(ren. Cr iDar iäfcn weit in bieSanbfd^aften'^tneingeiogen unb na^te 9)reuffenS dftlid^en ©r^njen/ ali er eine« Sage« wa^renb ber iBertönbigung beS ^riflltdi^en SBorteö pliglic^^ Abetfal^ "Itn, gefangen genommen ^ am t)ieriel|)nten Februar 1008 mit aDen feinen ®ef^^rten entl)MpUt unb i^re idi^mmt an •£>^nben unb Suf en aufS fd(^retfli4^|le t>er{tämmelt mu ben. S>er £>xt, wo fold^eS gefi^alii unb wo il^re Mtptx un« beerbigt liegen blieben/ wirb unft nirgenbS genannt; ff* wif ijl aber/ baf Sruno @amlanb nic^t. betreten, vielmehr weiter nacl^ jDfien 1}in feinen Sob gefunben 'l^atte ^)« Vi^ bitt}U/ baf au(^ ba6 Chron. Magdeburg, einer boppeUen Stetfe »it Cri< nee eifibt enp&bnt. X>it inrige 2Cnna(me beruht alfo gann allein auf bem \ip&tttn , oft fo gani unentifd^ett &pangenbero. 1) Ditmar Merseburg, p. 176 htfä^ttibt IBntno'« So^ ntit f«!" genbcn Sßorten: Tnnc in confinio praedlcUe regionis (PrussUe) el RuMiae cum praedicaret, primo ab incolis prohibetur, et pi*'' «▼angelisans capitur, deindeque amore CbrUti, qui Ecdesiae capnt est, XVI CaL Marlii mitU ut agnus decollatur cum suis XIIX. Cor- pora tot martyrum insepulta jacuerunt, quoad Boleslavus id com- periens, eadem mercatur ac domui suae futurum acquisivit solaUmn« jDen Sobe^tag Bruno'« giebt Ottmar febr genau an ; ba< Z^^ bejeicbnet er burcb duodecimo conyersionis anno» wd6^ 1006 i|t 
r  S3runo'6 SRdrt^rer^Sob in ^reuffen. 289 *ttn ^ex^oi iBoMfa» btefeS traurige ®ä)idfal JBruno'ö ttttb feiner Segletter erfuhr ^ fanbte ^r eine fBotfd^aft nad^ 9reufTen, ße$ bie SeidS^name (oSfaufen unb ^^jum fiinfH« gen Xrofle für fein ^ani *' na^ $o(en bringen. Sruno'd SSater, ein |)o4^betagter ®reid, afö er bie 9tadE^rid{!t t>on feines @o^neS SRdrtprer ? Sobe üemabm^ begab ftc^/auf beffen frül^er fcf^on ert^eilten f^% in txn JKIoßer^ flechte ^in nnb fiarb unter ©c^merj unb Sammer ^). ®o l^atte S3runo auf ber n^mlicben Sal^n baffelbe Soo8 gefiunben^ xozU^ti feinem grofien SSorbilbe/ bem ^eili:: gen Xbatbert, ben er noc^ felbfi in ^taXitn gefe^en^ beffen Seben er befd^rieben unb ju beffen Sugenben unb Serbien^ flen er immerbar ^mangeftrebt ^atte, ju X^eil geworben »ar. 2)ie Schriften religiifen Sn^lte^ bie er ber Ütacb^: »eft ^ittterlaffen xotüu, ftnb längfi ber SBergeffenf^it über« geben; fte ^ben feinen 9tamen nic^t t)eren>igen foOen. SSeit glÜnjenber ift biefer burcib feinen SR^rtprer^Xob gett>orben^ ttenn glei^^ er au4) nid^t in fo aOgemeiner Ser^enlid[^ung g^iert tporben x% wie ber SSlamz Xbalbertö. 3n 9)teuf|Vn fUl na4^matt SraunSberg, fonft a\xi^ S3run$berg genannt, biefem 9llUirt9rer )tt (S^ren erbaut morben fe^n ').  firrin fKmmr mit i|^m ais4 Abcrcin Marion. Scotus an. 1008, »o Cl ^ift: Bmniu episcopus a Prucis, ifiultis suppliciis aflectus et pci9>iu et manibiu absciMis, postremo capite plezus coeloj petiitf fmcr Chron. Ursperg, p. 164. Chron. Siederburg. ap. Meibom, T. L p. 450 tt. a. Siegebert Gemblac. ap. Pisior. T. L p. 827 ^t tel Skk^r 1009; eben To Annalisla Saxo p. 409. 3n Slöcfß^t ber Oc9enb, oo Scuno flarb, ftnb aUe TCogaben nur (e^r alTgemem, »ie bei jDttmar. 3in Chron. Magdeburg, p. 275 beift e0: in confinioRiis- aae et Lituae r^gionum martyrisatus est Cosmas Prägens, Cbron. p. 21 figt ftber^Upt nur in partibus Poloniae. Annalista Snxo p. 4tO fagt: in confinio Rusciae et Lituae. 1) Ditmar Merseburg. I. c AnnaUsta Saxo I. c. 2) Haräcnoeh ad Dusburg Chron. P. III. c 27. p. 113. Wx Mibcn fp^trr bavon ^nbeln, bemerfen febod^ \\xt f^on, baf wie \xi ber brionnten Snebeneurfunbe vom 3. 1249 ber 9tame 6. 2(bolbert0 burc^ cÜK Jtic^e in Chomor S. Adalberti «er^rUc^t werben föSte, ou^ L 19 
290 S^riftent^um uab ^eibent^um. 3n foUt^er SBeife waren alfo beibc Setfuc^, ttntet bcm Solte ber ^reuffen ben @amcn beS (S^tifient^itittt an)us ))flan}en unb fo einen neuen IB&lfer)we{g bet (j^riftU^en Xix^z )U)uf&^en/ ol^ne aUcn Srfolg geblieben; [a {te |Mit« ten üielme^r in bet Stimmung unb ®eftnnung ber |>reufE fen gegen äUei, wad ^^rtßttc^ f)uf, eine SBirtung er)<ugt, nadj^ welker glätf(td[^ere (Srfolge f&t bie nac(^{ie Sufunfl n>o^l unm6g(id[^ gema4)t würben unb eine balbige Sefd^ mng bei Solfed )um (Stoangelium ni^t }tt erwarten mt @ie liatten baS ®^rifienttium ben 9>reuffen nur no4 me^ t)erl&a^t gemacf^t unb in ben ®tm&a)€m bti fßtlM gegen aUeS (Sl)tiftliö)e ein SRiptrauen unb einen SBiberwiUen auf* geregt/ ber Sa^r^iunberte ^inburd[i nicfit wieber t)ertt(gt oci^ ben fonnte. iDiefe erfolgloflgfeit aOer Semu^ungen )ur fBete^ung ber ^reuffen fann iebod^ ben Setra^^ter bed Silfer^ebend in ber ©efc^idE^te gewifl in feiner SBSeife befremben. & if an ^äf fc^on bie gefci^ic^tlid^e (Srfa()rung aUbefannt, bo^ bie SBMter auf t^rem url^eimatlicf^en fBoben unb im alten «im berdnberten Sater(anbe/ wo bie 9latur beS 8anbe</ vto S3erge/ Sluffe, SSaiber unb ^ainc mit in ben ®6ttei»(SIaiM ben bed SReufdE^en ^ineingewac^fen ftnb unb ber WanU ^inwieberum ba$ ®httli6)t in bie 9latur (^inäbergetragcn ^t, wo bad 3rbif(^e ^m ®&tt(id^en ni^t melf^r }U tniu nen unb baS |>eilige mit ben 2)ingen ber SSSett innig ^^ fdj^wiflert ift, weit fc^werer ju befel()ren unb in ben StttÜ ber ©ebanfen unb Seigren eined anbem ®{auben< äber)tt^ f&^ren ftnb/ alS foUS^e S6(fer::3weige, bie burd^ aßanbenin^ gen ober intd) Kriege üon il^rem a(ten IBoben Idinweggejo^^ gen unb ben a(ten |>ei(igt^umem bed Saterlanbet ent^ frembet/ an^ für bie 2(nna^me eineS neuen ®lauben« »eit geneigter unb empfänglicher würben >). •— (Se^n »ir »raun0berg ()64fhoa(rfd^etnlt((, ba el in betfefben Ur(niib€ in iUi^Beil^ fyxnQ genannt mirb, feinen 9lamen oon bem SRdrtiprer Sruno ec^Itea tatte. 1) €^0 bie €>a4fen im atten Ga^fenlanbe unb bie 6a<bfen in Ba* tannicn ; — bie (SotbiFd^en »((fer im 9(orben unb bie im Gfibeii n. f- >«* 
(S^riflent^um unb ^^cibent^ttin. 291 dtor n^ ni^x auf ben SSorgang unb bte {Bef4»a1fen|^ett ber £)mge/ wie fte in |}reufPen «Daten/ fo tonnte ber @vs folg aOet Semu^ungen ber ®(aubend :: SSertünbtger audg^ iimtlidf toof)l ein anbetet fcph, atö b{e ®ef(^i(||te ilE)n be^ richtet 2)enn t>ot aSeni/ n)ad bot baS S^rißent^um^. jumal m feinet bamaligen Sotni/ bem SSoIfe ^^teuffend auf bet @tttfe feinet SSilbung an bte @teT(e feinet alten ®&ttet« 8(auben6 bat? Sal)tl^unbette Ratten biefen alten ®(auben mit feinem ^eiligen Stomo^t, mit feinen ^eitigen^ anmu? tilgen «Rainen, mit feinen ja^Iteict^en Steuben^ feinen^^eften unb mit aUex feinet Suft gezeitigt. @on>eit baS Xnbenfen in bie ^iUn bet UvoiUx jutucFging^ to^x bad Soll in treuem (Se^otfam unb in fefiet Siebe }u feinen ®&ttetn bur(^ @lu(f unb äBo^Ifal^tt in feinem l^duölidE^en Seben nnb 6ut4^ gfrei^eit unb Unab()jngigfeit in feinem ifentlir (^n Set^dltniffe gefegnet gewefen. j^vlx^ bie alten ©ittet WBb Dem ^eiligen Siomome l^et mat il^m bisset alled guge« (ommen/ waS bad Seben Ifieitet unb fteunblidE^ gemad^t^ aU M ®ebei^en/ allct S^^idftlium, aUtx SBo^lftanb^ alleö S&o^U f(9Q; an fte maten bie ft6blid[)en S^fte gefnupt^^ tnit i^nen tKtbsnben waxm bie fti^Ud^en ©elage^ hex n^eldl^en bet fmn(ic(ien Statut beS Solfe9 in fo - äbetüollem ^aa^e ge^ Migt n>utt>e. SBaten ed avti) tobte SSilbniffe^ bie in bet ttiligrn Sic^e ßanben, fo lebten bod^ bie alten ©ott^eiten in bem Seben ^ in bet Sufl unb in bet Steube i^tet SSet« (^t 2)et ganje l^'eitete S^eil biefei Sebend felbfi mat V^^ii^ ein Seben in bet Sete^tung unb «^eilig^attung bet fffti^nben ®6ttet. 2)ie ^Religion mat Steube unb bie Steube wat Steligton. Unb toai fteltte bagegen nun baS Q^njient^um auf? 6$ t)etlunbigte t)Ot aU^n einen am ^^t gejlotbenen «^eilanb^ einen @ttettet/ beffen Seben fdbfi boU Ttxtnut^, Sammet unb ^Stübfal gewefen mat bis on feinen Sob^ beffvn it^xe, wie fte bamal§ ge))tebigt matb^ nut Gntfagun^ unb Sntbel^rung/ nut S^tauet in bet @um be, nut <Stt6btung beS S(eifc^e6 mit allen feinen Suften, »ur gapen unb jBettiibnifL an feinen ©ebd^itnißtagen unb 19 * 
292 G^rtflent^^um unb'^eibentbnm. eine Anbetung olline ^ejigelage un\> o^ne Sfrententage foc« bette. & lehrte einen ®ott, ber geftorben nnir, bet nur im ®ei{le üere^rt fepn tooUU, beffen Sitb nur ben TCniM eines iammen>oU fterbenten 9Renf^en barbot/ ber^ »ie ti f^ien/ 4>om iSreu)e6tobe ft^ felbfi ni^t ^ttt ntttn {innen; einen ®ott^ beffen ^ittfe^ beffen Sitten auf baS Seben, bef» fen 3(Uma^t in feinem o(^nmid{!tigen unb b&IflofenSuj^anbe am Stvauie ^ax nxä^t ju begteifen xoax. Sie tonnte ber l^ibnifc^e ^Preuffe e6 fajfen, wenn bie Xpofiel bet (btiftli« d^en Se^te biefen @retbenben einen Swiglebenbtgen , biefen £)bnmi(btigen am Jtreu)e ben 3(am&(|^ttgen , biefet BiA beS SRitleibS unb Erbarmend ben <Sn>iggüttgen unb Swig« tettenben/ biefen Stmorbeten ben «^eilanb M Mtii nannUn? Unb ferner^ wn n>aten biefe 4^tift(i(^en Dtiefter gegen bie beibnifd^en^ bie mii bem alten ®(ttet:s®Iattben )Ug(ei<b untergeben foQteti^ bie man t>etbannen unb Dettreiie« n>oate? 3)iefe. b^ibnifcben ^tieftet, {ugleic^ au<b 9titbttr beS JBoUeS/ b^^tten t}on iebet beinabe bad gange Seben bet SolFed in ibten ^dnben; fle gaben bie n>i<^tigften ®efe(e; fte |)Pegten bed 9lecbt6 ; fte brauten bie fBefeble be< iDiet^ pxitfttxS }u Stomowe, beffen ®eboten alled unterlag; fie tt>aren bie 3R44^tigfien im gongen SolFe ; ibten Sebren unb Vnorbnungen waten aUt, fe(bf( bed ianUi iDberjlen unb Sf firffen, untetwotfen ; ibte »^ettfiSiaft unb ^adft wat bunb baS weitet t)on üiele;t 3abtbunbetten fafi unetf(bfitterCi(^ f^|t begtunbct. 2)utcb ibte ®btUt abet fonnten pe \dftiäm unb etfteuen, »ie e« bienlicb unb xatf)fam festen, benn i>« ®ett>a(t tubte fefi auf be$ iSolfa altem ®Iauben ; ffe ru^ auf $etFunD'6 3otn unb ftrafenbem SSotte Im 2)omier/ auf $ifullo'< btobenbet SSetnicbtung unb getmalmenbem Sobe ; mie auf |}ottim))o§ fteunblicbem unb ^exfi^nunifi* whm Sälide aufi batgebtacbte iOpfet/ — Unb biefen mdcbtigen ^tieftetn gegenüber etfcbienen nun bie beiben cbtijiticben Xpojlel mit ibtet ^Begleitung Don Vlbndftn unb ®eifilidben, fDtiinnet, bie aUn iufl bet 6ibe unb aSer 
S^riflfittl^ttin ttttb ^etbent^um. 293 Srmbe ber SBelt burc^ i^xt ®elA6be entTagt, nur bem fttU bn itnb befd^H^uIid^cn 8eben ergeben/ nur in ßntfagungen nnb Entbehrungen i^re Sugenb unb i^x Serbienjl, nur in ber 6rt&btung unb 9)eintgung i^ireö ^eif^ei i^xt eu{l unb ireube fanben; fie erfclitenen einfach)/ t)oI( X>tmu(^, of)nz fxai^t, o^ne 9lan)/ ol^ne SRaclit, jipar mit bem feurigflen Stfer t^8 Sorte« unb mit IBegeiflerung in i^rer Siebe/ aber mit einem Xltar ol^ne £)|)ferfeuer , mit einem tobten Btibe am tobten «&oI)e/ nid^^t mit ber ewtgbrennenben 9amme unb ber ewiggr&nenben @xä)e in Slomowe'd «^ei^ Itg^m; jie erf^^ienen olE^ne einen @ott/ ber, wie ^otrim^ |)o9, ewig ÜdftiU ober bux^ ben 2>onner bet ^xUfttx SBort betrifiigte unb bem ttngetiorfamen augenbli<f(id^e^ Serbet^ ben unb fit^neDe SSemi^^tung fanbte. — Unb biefe ol^n^ mi(^tigen unb armen ^riefter nannten nun bie ztoigtoaU tenben @itter jlumme unb taube ®&^en 0; f^^ leugneten bat SDafe^U/ ba« SBalten unb bie ^a4)t ber @oit\)tiUn, tu ft<!^ fo lange fdj^on fo mdc^tig unb fo gewaltig gezeigt (atten/ unb mal^nUn an bie S3erel()rung eine« SBefen«/ ba« ni^t )u fdE^auen, nie ya begreifen unb beffen Wia^t unb 2>a|(9n nie )U i^emel^men mar ')! ®ie magten bie l^eili? gm SUlber unb ben geweiften SSoben ju betreten^ molfiin ni<(t einmal ben (Singebornen ber Zugang t>erjlattet mar^ sab entmet^tcn fomit aUa, maS biete 3<tll^r]!)unberte l^in^ ^ f&r ^itig gehalten toarb 0- ^ ßnbtic^ Famen biefe yticjler iebetmal t}on bem SSolfe ^er, mit melc|)em \d)on ^ man^e feinb(i(|ie Seru^irung unb felbfl 93egegnungen Vit ben SBaffen Statt gefunbeU/ beffen ^ürfi in eben been:: ^ifin Jtriegen fein ®ebiet immer )u erweitern gefud^^t/ ber ^täf Erhebung feiner ^aä)t feine« SSolfe« Stei^eit fc|)on ctbiAdt unb iett/ wie e« fcfieinen tonnte / nicbt o^ne 3wedF 1) ySimulacra muta et surda;*' cf. vita s. Adalb. ap. Cam's, ^352. *) tßie 2(balbert ben f)r(uffen gurief: „Agnoscatis crcatorem vcttnim, qui solns et exlra quem alter Deu» non est." 3) Adam, Bremens, de situ Daniac c. 227.  * I 
294 Jtrteg mit ^oten. unb 9)(an fic^.ali gfreunb unb IBef4^&(er btefer 9)ricjter gc« jeCgt liatte. Sßif ^atte m6)t iai SRtßtrauen unb bct {^af gegen ienen Surften unb jeneö Holt anöf auf bie ^i!^ (inge unb t()ri Sef)re übergel^en mäJTen, unb »ie fonnte iibert)au))t Ul fbld^en obn^altenben SSer^4(tniffen baS SBetI gelingen^ für tt>e(c^e$ Xbalbert unb S3runo mit it^n 9es (hälfen t(ir Seben einfetten? 3n ber S^at/ e8 »ire ein SBunber^ rotnn ei auf btefer Säa^n gelungen xoiu ! Sßaö aber bem friebli(^en SSorte ber |>rebigt nid^t ^ts lungen mar, baS foUte bad blutige @(bwert erzwingen, ^erjog S3oleS(at) S^robri ober ber 3:apfere t>on Dolen (attt bereits Sommern jum größten Steile untermorfen ^). 2>a befd[)lop er, bem (Sbrifientbum h\ix^ Xamp^ unb @ies bei ben ^reuffen einen gläcflidj^eren Singang ju eröffnen unb mit ber.4)ri{UidE^en SCix6)t a\x6) feiner «&errfd[^afl ®r^ )en bid über 9>reuffen au6)ubebnen« ^pitexe ®ef4ii# fc^reiber bexidfUn, baf «^ersog SSoleSiat» fd^on wm Jtaifet £)tto bem £)ritten bie Srlaubniß erhalten ^be, bie Sc«' ben, ?)Dmmern, S)reuffen unb felbjl bie Sluifen au öbct* mattigen, um jte )um S^riftent^um )u fä(^ren ^X Sie bem anö) fep, S3Dle«Iat> fammelte, fo mirb txi&lfit, um baS 3abr 1015 ein mdclitigeS Jtrieg^er unb bxad) iuxd) bot 6ulmer(anb l^erab in ^reuffen ein. 2)ie menigen Surfen, melcbe bamald bort ba$ Sanb bef(bi(sten, obnebem ouc^ nnr au8 ^olj erbaut, fielen in be« ©ieger« ^^nbe; 8l|>eben — Slabjin — |>oneba — flSatga — unb mandj^e anbete wat^ ben bur^ geuer üernidj^tet; nirgenb« fanb ber geinb SBi* b^rftanb, benn bie Semobner b^^tten \idf in i^re bi(^t<n SBdlber unb un)ugdnglid[)en SßxiSi^t ge^äcbtet. S>ai Sanb marb meit unb breit t)ermäflet unb felbfi baS ^Uii^ Ko^ mome entmei^t unb bie ®&tter::äBo|)nung t)emi(^tet. i>a 1) Helmold. Chron. Slavor. L. I. c 15: omncm SlaTiam, qiue osl ultra Oderam tributis subjecit. Martin. GaÜus p. 60. Kadüi- deck histor. Polon. L. II. cp 13. p. 138. Dlugoss. T. I. p. 16L. 1?) Jtan^ow ^omerama, lE»(rau<gegeb. oonJ^offe^krtca^^ 0. 47. Nariiszewicz l c. T. II. p. 152 — 153. 
Jtrieg mit 9olin. 295 msweifetten tote %&xfim unt bie SSomel^mem M bcbtdng^ tcti SoffeS/ eff^^ienen t)or bem *^et)oge mit SSttten um @4^onung für {(^r 8anb^ gelobten @el^orfam unb id(^r(i(l(^en 3tn8 unb untetgaben fid^ mit bem ©eläbbe ber Saufe ber iDbetf^errfc^ft 9^tni. ®toI) in feinem Siege jog nun ber «^rjog mit feinem .^eere {urucf. Xm Sluffe S>f\a aber lief er al§ 2>enfmal feinet ^eere^jugel in ber fDtitte ber SeOen eine grofle eifeme @iu(e erri^^ten^ bie man ^UU Safytt nac^l^r an^ wiebet aufgefunben l^aben toiU. @o, bert^^ten ti ))olnif(^e unb ipreufitfd^e ®efdi^i(|^tfdbretber ^p&f tmx äetttn. Xber warum, fragt fc^on ^»eifelnb ein ))reuf? füfi^t S^ronift, lief ber Stolie bie ®iegedfdule ni^^t lieber in ber Stemel ober in einem Sluffe 9labrauen8 aufftellen^ totnn er Ui in biefe Sanbfdt^aften botgebrungen xoax 0? & bUiht bem Smeifet in biefem IBerid^te iiUx^vipt n>ol^( nü^ mandt^er Staum; ho^ fo t)iel fc^eint gen^if^ baff «^er« iog fBoleölat) bai Sanb feinbli^i aberzogen ^ einige Sanb^ fc^ften bewältigt unb aU neue Erweiterung feinet Siti^a feetradi^tet Inibe. @o biel nur berichten ältere unb b€Xoif)ts tete ClueOen ^). ^iäf^tliä) erfannten <mä) bie Dreuffen bie 1) medto&xhiQ ift, hat Kadlubeck L. I. ep. 13. p. 138 bie 9ta4d4t von Ut 6te0f«faure auf Me edd^fffd^e ®aale übertragt, in* bOB er fagt: Imo et Saxoncs indomitos adeo domuit, ut in Sala flamine columnam fixerit ferream, quasi quibiudam gradibus sui fincf imperii ab Oriente Occidenteque disterminans. jDalfelbeberid^« trt eine oXU yolnifd^ Gb^ontf, betitelt: Chron. pnncip. Po^on. {^tx. im ge^ 3Cr«bt9 3U A.) S^gL Lele<»el M Ossolinski p. 577. 2) Martin, Gaüus p. 60 nennt au(^ ^reuffen mit unter ben von SBoIeüa« beiwungenen 8dnbern, tnbem et fagt: Ipse nam^ue Se- lendamy Pomeraniam et Prussican usque adeo rel in ^erfidia re- sistentes contrivit, Tel conversos in fide solidayit, quod Ecciesias ibi muteas et Episcopos per ApostoHcura , imo Apostolicus per eum ordinavit SSei Kadlubeck L. 11. ep. 13 p. 138 ^{f t e< : in armo- mm strenuitate resplenduit, quibus Seleueiam, Pomeraniam, Prus- sUun, Russiam, Moraviara, Bobemiam suae subjiciens ditioni, suis posteris rdiquit vectigales; unb in bet iDansiger ^Cutf^abe be< Kadlu- beck p. 13 ^efft e< ncäi: Hie Boleslaus Prutbenos in tanta stra^it copia, donec flumeo ci^uoris concretum est coagulo. TCudf Heimold. 
296 £ic ^dniTc^^ (Solonie in @amlattb. «^enfc^Hift ber 9)olen me^r nur in ber Setteten SRrinuttg, als ber 3S^t naify an, unb ber ©ebcrTam batterte xori/i o^ne 3n>etfel ^^mtli^ (inger , ali bli fBoU9U» be< im M ®rdn}en ipteberum t>eriaffen ^atte. Stanm mar biefer ®turm t>om ®Aben ^r t^orAtor/ fo brol^te f(^on t)om 9torben |^er ein anberer. Sit (ie(ct fcl^wetgf bie ®efd>id|)te t)on bem Sortleben unb ben @4t& falen jener b^ntfi^en Kolonie in @amlanb« Xnfangt t>iet leidE^t mit bem SRutterlanbe burdf^ «^nbel unb Serte^r n^ in SSerbinbung fie^enb^ ^ttt fte in btefem^ n>ie e< fdjfeint, ben ®ebanfen einer gemiffen Xb^dngigfeit lool^I um fo me(r erhalten f6nnen/ ba i^x freies Seben babur^^ nic^t befonbcit gejiirt n^erben fonnte. 2>{e atten SSerJ^^AttnifTe aber migm ft(^ mit ber Seit t>erdnbert^ bie locferen 93anbe m6gen fi4 t)&IIig aufgeliji unb bie jBermenbung aDer jtraft ber Ibif  (!)hroii. L. I. c. 15 fft^rt tte 9)rfu|fen unter ben be^toundenen 06(fmi auf : ODinem Slaviam , quae est ultra Oderam , tributis fubjcat, sed et Russiam et Prussos; er fe^t btefen XtitQ aber in eine fcfib^ce 3d| wenn er fagt ; Reliqui. s (s. Adalberti) tunc Bolizlaiu traostalil in Poloniam. Boguphal p. 25 Idf t nur im aOgemetnen bte 9xhpL |)o(en0 btl SUm mare septeintrionale audbebnen. jDte Chron. princifk PoloniaeTagt: Contra ruthenos, pomeranos, litliTanoa, GeUas,Dan9i pugnans continue necnon Saxones et nationes yicinas perdomnit jDaf bie ®eten bie ^ceuflen 1tnb;bett)ei|lau(b W (Srabrcbnft f&^lHMii Tu possedijti — yelut athleta Christi — regnum Slayorum — Gotbo- nun seu Polonorum (,,seu« im Satein be< SRittelatteri bdufta fb et; f. Lehfvei M OssoUnski p. 555.) Unb feibfl au(b biefe ®ra^ fcbrift aeugt für bie Unterkperfung ber ^reufTen bur(b 0o(e<(a9. 6. «^artfnoib V. u. 91. 9)*i:euff. e. 27. — 2)ie fpitem Gbroni^ bo^ gegen, loelcbe nacb obigem Sericbte bie 6a(be eridb^n, ftnb l^A^Mf* T. I. p. 162 — 163. Mathias de Mechow Cbron. p. 29. Owur de orig. et reb. gestis Polon. p. 62. 9ia(^ biefen erjdbtt ttU(b CttC«' S)aoib B. I. e. 96 - 98, bo(b mit 3»eifeln an ber »a^tb^ bee yornif(ben Gcribenten ; ogr. 155. tteber bie 3eit M itriege« g^ ^ tXVLtVLtn dlterer 3eit gar feine IBefHmmung. Dlugoss^ fe^t ibn ini 3^ 1015, 8ucad )Daoib in« 3abr 1015, NaruszewicM, T. II. p. i^ tnl Sabi: 1014. tiefer Idft auc^ ben ^xy^ So&^Iao mit M <^ rauften ^6rpcr Sruno'i »urOd^ie^n. (?) -> 
2>U iDinifc^e Kolonie iti @am(anb. 297 Hill auf SnglatiM Eroberung ma^ bii Sod^tcr gegen beit atuttetiiaat ^uM6)t and) Udtx mh fünfter jgema^t l^ben, atfo ^{1 um btefe 3etten fc^on feine &pnx wn 3(b^jng{gs bit in>if(ben ®ani(anM itifien nnb ber iDinifd^n ^en$ fc^ft mebr i^or^nben i9)at. & i^ nidft unn>abrf4^etnli(i^, bftf and) bie aSeibreitung bed (Styti{lent()um$ in £)inemaT( vieles baju betgetragen b^be^ bie blut6t>emanbten ®am* i&nber t>om 9RutterIanbe me^r ju trennen ^). 2>urd() ibren XbfftO ermut^igt bitten bereits and) bie b^nif(|^en Xnftebes lungen in 9)ommem ftd^ üon bem SRutterftoate loögerifTen unb ibre alten @tammbrüber (fter fogarjcbon feinblic^ be^ banbelt (Erlaubt ed bie Xrmutli^ unb bie äerrifTenbeit ber gefibi(bt(i(ben £luellen biefer Seit an^ nld)t, ^kx bie ein^ seinen ereigniJTe unb Srfd^einungen )u t)erfoIgen/ meb^e ben Saben ber SefcbidE^te bilben^ fo liegt eine fold^^e &6fung ber erften engeren SSerbattniffe jn^ifc^en bem SRutterfiaate unb ben (Solonien gu febr in bem gan}en ®ange ber ®es Wd)tt begrunbet/ atö bap n>ir nicbt bie allgemeinen Ux^ad^m, bie jeber Srennung ber 9>ßan)f}abt t»on bem SRutterlanbe )ttm @runbe liegen^ auc^ f)itx üorauefe^en linnten. itaum aber tyitte na^ |>aralb beS £)ritten Xobe ito« Bst ber @rope nmi Sabr 1016 ben Sb^on 2>dnemarH be« Wegen / ald er bef4iloß/ bie abgefaOenen Xb^ile feinem ®e« böte mieber )u untermerfen. (Sr röjiete fofort eine mid^s tige %lott€, unb mit jiarfer ÜRannfi^aft bejn^ang er ni^t. blof @lat>ien ober bie £)dnif(ben Solonien unb anbere ®es biete in |>ommem mieber^ fonbem er unterjochte audj^ wn neuem ®amlanb unb anbere Heinere IBeflbnngen. Ueber Sommern unb oieHeicbt s^gleicb ctn^ aber @amlanbfe^te er M @tattbalter feinen @ol^n@ueno % 7(ber and) aber Crm^  1) Saxo Grammat p. 192 htxx6)ttt un< nur, ba# ber 2tbfaS eamlanH balb na^ «^quM, mie e< fcbetnt; getoattfamen Sot er» 9 Sttxo GrammaL p. 193 (at bie loicbtfge 9to4ri(bt: Can«tiu DiBonun solio functiu ^ — primum Slaviae ac Sembiäe^ perinde ic debilioribiM regnis ferrum injicere statuit. Quamm dteram 
298 iDte £dntf<^e SoUrtie in @amUnb. lanb f4^eint Ainig Stannt feine «^etrfdt^afi ausgebest )u ^Un, alfo bafr t>{eSeic^t ber gt&fte S|ieil bet itüfte M Srifd^en «^ajfeS bamaK bad £)intf(^e ®ebot anerfcnnen mufite 0* Sn folget SSeife befam alfo. bet ©ebante, bof  Sueno, tametsi grames injurias pas^us, obsiante religioob irinctilo, concutere fomiidabat; altera- ab Haquino opprcssa, absumpto C0| rebelies Dani« manus exercuit Solerter igitur a Danici rcgiminit succesjore proyisum est^ ut in bac patemi gravamiiiis , in ilb de- fectionis noxam puniret. — Cuius propositi compos spcs suas duabui splendidissimis yictoriis aUtas ^ tertiana ab Anglis expelere docait — 3n Petri Olai (zcerpt ap. Langebtck T. *II. p. 205 unb 206 Wieb aufec Sclaria au4 Sembia vel Estonia ^u ben Sdnbent df)A(|ttr ttUt tvdfc^e Stamxt ^lerrfd^Ce. Unter Estonia begreifen bte effanbiMoi» fd^n C^roniflen äberbaupt oft aOe Itöflengebiefe , weld^ bie alten Xes fHer in tbrer nad^^gen wetten Serbrettung einnahmen. jDa^ (erft e< bei fbnen balb Sembia vel Estonia, balb Sembia et Estonia; f. ap. Langebeck T. IL pr209; au^ bte Vnmerfung ibid. p. 158. Sueno Aggon, bistor. Regum Danor. ap. Langebeck T. I. p. 54. Gheys- meri Comp, bistor. Dan. T. IL p. 351. Erici Regis Cbroii. ibid. T. L p. 159. 1) «hierauf fä^rt bte &teUe in ber Genealog. Regum Danic. ap. Langebeck T. IL p. 156, wo e< ^ift: Roanos qiioque, Pomeranoi, Sclavos , HemUnas et Samos , omnes paganis ritibus deditos , sibi fecit tributarios. Langebeck ift einer 9lote }U biefer Gtelle etCUtt f<^on, baf ber Vbt SBil^lm, ber Serfaffer biefer Genealogie, »oV f(^werli4 bei ^vn 9{amen Hermini an bte Henniones ober Herminoof be< ytintul nnb Sadtu< gebucht baben fdnne. 3war fe|t au4 ^^' pon. Mela L. III. c. 3 bie «ßermtonen an hit duferfle ®rdnie von (Sermanien im .9{orben; aOein e^ tfl wo^ faum gu glauben/ baf tfc allgemeine Gtammname im 13ten Sabr^unberte (ber Seit ber ICbfofftotf iener Genealogie) no4 beffanben b^be unb ie^t einem fo {(einen jtvQ^n ben yommem unb Gamidnbem wobnenben So(!<2wetge eigen geveTfi fep« JDaber fagt Langebeck i potius Herulos, quos gentem forte Sclavicam putaTit, aut Pnissos Yoluit, siquidem eos ioter Slarot et Samos nominat Vber att<b an bie «(^eruier Mnnen wir in biefer Seit wobt f(bwerlt(b beulen. (SN hUiht alfo, au4 f<bon ber ^age naäh nur ein JBoff in ^reuflen fibrig unb bie Chrmidnber yKtfien auf jebe IBSeife ffiti am bellen. Ynbere norbifcbe Duellen umfaften Snnf^nber unb Gamldnber unter ber ftbon befannten fienennung 3(efKaBb; p fagt bol Fragment. Island, ap. Langebeck T. IL p, 427: Sua legtt Danskir menn, at KniUre Konungr vann undcr sek AistJand. 
r  !•  fRamen be« 8anbe6 ^teufren. 299 He Xbni^t S)attemarU n>egcn btt ft&fyeun SlteberiafTung attc^ Xafpxiiöf^ auf @amlanb l^ätten unb ia^ biefe« ^um Sc^orfam gegen t^r ®tbot ^etpfLxd^M fep/ n>ieber neue SefKgfett unb bel^ielt biefe au^ noc^ in ber folgenben Seit. Unb auf biefe neue Snoerbung '®amlanbd legte ^anut tu xan fohlen Sßert^ , ba^ er fiä) in feinem Zitti ifter anö) Jtinig in Samlanb nannte ^). Sße(4)e Xnflalten )ur IBe« l^ti)9tung btefeS Sanbe« t>om Sieger getroffen tüorben fepen, Ueibt uni )n>ar unbefannt; aber ju t)ennuttien i% baf er 9on feinem S^inglitlf) ')/ einer «g^orbe ber auSgefudbteflen «nb trefflidl^fi ben>a1fheten ^riegMeute, eine ^njall)! atö Sefa^sung inS Sanb gelegt unb einem tapfttn unb erfaljire:: nen Su^rer untergeben ^abe. jDurcb biefe iCriegSjäge ber 2>dnen gegen ^reuffen obtt, imi) bie eroberung«t>erfu(|^e bed «g^erjogö S3oIedIai> M Xa))fem, nidE^t minber au4^ burc^^ bie SSemä^ungen jener X^oßel jur Verbreitung beS &?angeliumS unb burdS^ bie TMd) fortbauembe ^anbeÖsSScrbinbung iwif^en ^tmf^ fftt unb ben Äöften ber iDftfee, warb biefe« 8anb ben Stacks Zwittern um biefe Seit immer mel&r befannt unb eS er« . WU ft(^ aUmifylii bai ge^eimntfüoUe X>mfA, mit wU 4nn biefer Sb^il be« 9lorben« bi%r immer noä) bebedt {noefen n>ar. fiSefannt aber n>urbe ba$ SSoIf in 9)reuffen ^n Sremblingen unter manclS)^tIci Flamen. S>ie ®Fanbis naüier nannten zi halb nt^ mit ber a(ten SSejeid^nung ^{Her unb ba« Sanb 3Cefllanb, Sftonien >)/ ^<^i^ <^^^ <nit feer Benennung Samen^ (Semen, @ember unb ba« Sanb  1) Svcnonis Aggon, faistor. legum castrens. Regis Canuti Wagni ap. Langebeck T. III. p. 143 not X unb T. IL p. 158: „in- ter Uto^s , quibus Canutus in legibus suis castrensibus salutatUTi <^uiTit et „Konung i Semland" Sembiae Rex. 2) Soeon, Aggon, histor. ibid. p. 144. 3) Fragment. Island, ap. Ltmgebeck T.Tl. p. 427. Erici Äe- iit Onron. T. 1. p 159. Petri Olai Excerpt T. U. p. 206. »U <^ eno^Qt t((, »urbe ber SSegriff Don Estbonia oft au^ iveiter au^ Saaco Grammai, p. 212. 
300 Stamm be^ £anbed ^rtuffetu &amhHn, ®emMen itnb ®amlanb >). Xn beti Stotttüfkn S)eutf(d{^(anbS (annte man in früheren Seiten^ fo ^M mit miffen^ no^ Feinen anbetn Flamen ali ^arnUivb, fein e<, baf man hierunter nur bie einjelne 8anbf(|Htft meinte, bic no4^ ie^t fo benannt witb, ober bof barunter im aligemeu nen ^axn i)reu{fen bis an bie SSei^fA begriffen warb. 2)en 9lotbbeutfd^n iiiefen bie Sewol^ner balb 6ember ober So« men, ba(b Xefiier, Sflen ober SBit^en * mit ben le^temiBei nennungen bejeiciinet fte wenigfiend ber @cefa^rer ffinlf« flaxL Xkx ütarne 9rtt)ien ober freuffen lommt in ben norbbeutf^^en tateUen erft etn>a8 ^piUx oor *). Sei ben 9)o(en [(i^eint ber ^amt @ot^en , ®etl&en ober ®eten 'bie ^Iteffe fBejetclinung fär il^re n&rblicf^en 9la(^bam gewefen )n fepn ; er mar in uralter Seit allgemein unb nai^mV ' au6) in bem 9tamen 9{eit|^gotli^Ianb aufbellten morbea Cr ^ttt ft4^ inbeffen au(^ no4^ biö auf biefe ieit l^erab ttl^U ttn unb me(|^felte mit ben 9lamen 9)ruffen unb 9)ru{|ten *). 1) XBie bie bi^^r angesogenen stellen an^ ben 0(anbtnaoif4n C^contflen f^on binlängltd^ bargrt^^an ^aben. SSgl. aud) bie gelehrte . Xnmerfung- bei Langebeck T. II. p. 157 — 158. l>) 3n ben norbbeutfc^en tluellen finbet ft4 ber 9lame Pniui rtit , bei Adam, Bremens, H. £. c 66., alfo erft in ber ^\t^ be< Utni 3abrbttnberte. IDte 9tomen Prusü ober Pnitü (mie ber Slame de liio Daniae c 227fle^t) unb Sembi (tnb bem Xbam oon SBcemen no4 0AB) gld(l()bebeutenb, »te att< ben 6teaen de situ Dan. c. 227. H. £• c 66 unb c 48 ^roorge^t @o f^etnt t^m au^ ber 9?ame Semland ba(b eine fienennung für gan} ^^i^euffen, ba(b nur fftr eine 8anbf(toft gewefen jfx Tepn; balb nennt er e< «tne insula, balb eine proTiDda. TTuI t^m enttebnte Hehnold, Chron. Slayor. L. I. c 1. ben Spanen Prusi ober PruMi c. 15. 3m Jansen aber ^tte Adam, Brement, einen fe^r befc^rdnlten Segriff oon ^reuffen ; benn bte ^btete ^i^ oon ber fBkid^fü gehören nac^ ibm f^on au ^^len, mld^ glett^ ^ntn yommern liegt unb f!(bbi#9lttf(anberfltc<ft. Cf. de situ Daniae c 221. CJeine 9{amen be^ief^n fi(b alfo blof auf bie n6rblt(ben (Segenben. S) SSir finben ba^ bei ben diteften 9o(nif(ben Gbronifini tH< ben 9lQmen Prussi, tf^eüi bie Benennung Gothiober Geiiiae. Martin, GaUuM p. 60. Kadiubeck p. 138. JL U. ep. 15. p. 150. UL 31. p. 374. c. 19. p. 5ia 3Cu4 Boguphal p. 26 brauet Gotfai unb Pm- theni fftr einerlei; bo« liefet bie ^nbf(brift be« ge^. XxäiM {u ^ 
Slamett be6 2anbe^ .^teuffen. 301 3n mittfent ^utfdE^Ianb bnnte man bai Bot! nur unter bet Benennung wn Dnijjen unb ba« Sonb unter ber wn |>rtt){en ober H>t\iiiun, unb naä) bem TQter ber bor^nb^« nen flueOen finben wir bort btefen 9lamen mä) am fru« ^en im ®ebrau4^e. @aubentiu9/ ber S3egletter unb it^ ben«bef(|^retber ^atbertS, i{l ber erfte, ber nta }n>tf(^en ben Sa^en 997 unb 1006 ben Flamen |)reufFen entit^infi bringt '). Si^ ba^tn iji er in ben £lueUen nod() ganj un« betannt, benn ber @eefa^rer Sßulffian , obgleich er fe(b{i in f)reuffen war, l(yatte in biefem Sanbe oon bem mamen 9reuffen nidit& gel^6rt; gewifi n>&rbe er il^n genannt (n^ben. SernJc^fie aber^ weld^er i^n nac^ (Saubentiu« nennt, ift ber @ef<t^i(^tf(^reiber2)itmar t)on 9Serfeburg/ ber x^n l^&c^fl wafya f^eitdiif erfl burd(^bie ®4^itffa(e feinet Sreunbei Sruno erfal^ ren^tte^). Sonbiefer Seit an wirb erbann bei ben 2>eutf4)en fowobl/ als bei ben |}olen unb anbem na^n SJilfern' mit Tibi Yoe<^etung ber fd^on em>&^nten Benennungen ganj gen)&l(ynU(^. Sttweilen wirb Uhoäf ein Unterfc^ieb )wif(|ien @am(dnbem nnb |>reufPen hzi ben Sc^riftfteJIem bemerflidi^ gema^^t/ alfo ndn7(i4i ba^ ^reuffen bie S3en)of)ner ber 8anbf(|iaftett von ber SBei4ifel an nad^ £){len l^in^ @aml4nber bagegen bie t)on ben ^reuffen t)erfc|^iebenen S3ewo(^ner @amIanbS tinb ber niä)^ umliegenben ®egenben (reißen ^). R^iberg ^att Gothos ~ Gethas. ferner bte ©rabrc^rift SoUAIaioJ W LeUivel p. 555, SBie ober biefrr ©elcbrte nacb ber Tfnalogte fei'nec ))e{afen unb ^(avafen ben und nie oorgefommenen unb an ft<b fcbon woiUxixö^ 9tamen yruffafen $at bilben unb gebrauten fdnnen, tfl onbegiripi^. 1) Vita S. Adalbert. ap. Cemis. p. 351, tt)o Prüzsi »nb Pnizia fte^t. 2) ©ei Ditmar Merseburg, cd. Mader. p. 176 f|«bt Prussia; W Leämiiz Scriptt. rer. Brunsw. T. I. p. 353 finbet man Pruco- rum (benn paucorom tft eine unticbtige Se<att). ^u(b bte Legendi s. Adalbert. bat ben Sanbednamen Prussia einigemal, ißaitxt Vngabe i» feiner 0(%nft: ^e ©praebe ber alten ^ttrx^tn 0. V., baf 3Cbam »Ott Cremen ben Flamen f>reujfen juerfl nenne , ifl; fc^on t>on ©ab U «ann in f. gorftbungen im Q^biete ber ©eftbid^te SB. I. ®. 220 «ibctlegt 3) jDiefett Unterfcbieb fcbeinen wir n^enigftenS U\ ben €^fattbtnai>{« 
302 Urfprung be« 9)amend ^reuffen. 3n foI(|ier SSeffe tritt unS alfo mit bem Xnfante beS elften 3al^rl^unbert8 ber 9lame Druffen ober |)retijfcn tntt etnemmak entgegen ^ o^ne baß wir trgenb bur«!^ bie jQueUen/ bie ilS^n ^uerfl nennen^ über feine (Sntfie^ung unb feine Ableitung im minbef(en unterrid^tet werben, ^iti feS 2)unfel aber^ wel^ied über feinem Urff^runge liegt, forbert ben Sorfcf^er um^ fo me^r )ur fi3eantwortung ber fo , oft fc^on erhobenen ^age auf : n>ie mag ber 9lame 9)reufpen wol^l entfianben unb wie mag er )u er« flÄren fepn? * 3ur &6fung biefer 2(ufga6e fc|retnt ti t>or aOem noi(« wenbig/ auf bie SSer^altniffe ()injufe](^en/ unter benen mi ber 9lame )uer|l entgegen Fommt 2>er Se6endbef4irei6et beS l^eiligen HbalUtt, ®aubenttu9/ ber feinen Sfreunb tinb Seigrer auf feiner 9teife na6) Dolen unb 9>reufFen begleitete/ i% wie erwähnt/ ber erfte, meld^^er biefen 9tamen nennt {Beüor Ttbalhtxt naä) $oIen tarn, fc^int i^m ber Slame be^ SSoIfeSv bem er fpaterlSiin hai (St)angetium t)erf]inbigen xooUte, no6) unbefannt gewefen ju fepn^ benn erfl am «^oje be$ ^erjogS 93öledlaü mürben ilj^m bie Suttjier unb bie ^,|)rufFen" aB bie beiben SS6H!er genannt/ bie. ber c^rijls liefen SSerfunbigung beburften ^). Xtö hierauf )e|fn ^n na^ 3(balbertd Xobe ber Sif4)of S3runo ju Um «^etioge t>on $oIen Um, mürbe anä) i^m mieber burc^ bie |>oIen baö SBoK/ unter metc^em er ald Zpo^tl auftreten woUU, ^^^ruffen'^ genannt/ unb fein 3ugenbfreunb^ ber Sif^of f(^(n Quellen ma^en ju mfiffen. 60 fagt hai Chron. Danicom a[». Lemgebeck T. IL p. 172: facta est expeditio in Pruciani et Sam- land; eben fo ^etft ti tn Peiri Olai £xceq>t. p. 256: fecit eipedi- tionem in Prucicmi et Saniland; fo aud^ In Erici Regis Cbron. T. I. p. 165. Annal. Esrom. p. 243. »Die AnnaL Minomm Wis- b/ens. p. 254 fagen: in Prjrsciatn et Sameland, 1) y, Animo deliberare coepit, utnim LuüicenseM, quos Gbri- «tianoruin praeda miseronimque hominum damna pascunt; vxkPruZ' xonan fines adiret, quorum l^tus venter est, et avaritia itincia cum morte est. ** Vita s. Adalb. ap. Canis, p. 351. Cf^smas Prä- gens, vita s. Adalb. p. 83. 
Utjptun^ be6 9lamen6 ^teuffen. 303 SHtmüx t>on aRerfe&urg, ber bie ^^tiöft übet S3tuno'8 Märtyrers Sob nut t>on |>olen l^er ^tte erfa^^ren thnnm, (((rieb ben 9lamen be9 SoKed nac^z wie er {|in t^emont:: nun ^tt^ ^). Sd unterliegt alfo tooi}l taixm npc^ einem 3»eifet/ baf wir ben 9tamen |>reufren juerfl bei ben nad)s terlicben 9)oIen finben^ benn ed gebrauchen ibn jugleicb dttcfi i^re ^(teflen ®ef(bi(btf(^reiber '). @r{l t>on $olen au& fi^eint er pcb unter bie @laüif(^en S&({er unb bann^auc^ 1104 ®fanbinat>ien t>erbreitet )U b^^ben, wo fruberbin tarcfi ^nbelftgemeinf(baft nur ber 9tame ber ®aml&nber ketannt geti>efen war ")• & erbebf fub aber bter bie neue- ^tage : wober ^atttn bie $oIen f&r ibr nirblid^eS ina(bbart)ol( biefen 9lamen er^ ^Iten? — jBei ben ^uu^tn felbft iß er bi6 jum Xnfang M }el^nten 3abrbunbert6 ftd^erii^ no^ nicbt oorbanben ge« »efen, fo wenig M iamatt unter tbnen ein einzelner S3(t Nt9eig )u ftnben war, ber bur(b überwiegenbe Wla^t ober bund etwantge «g^errfcbaft über bie anbem fi3ewobner feinen 9tamen geltenb mad^tt unb bie @ingelnamen ber übrigen 3i9eige in bie . SSergeffenbeit jurudbr^ngte; benn ber nor« bifi^ ateifenbe SBulfjlan, ber und bie 9lamen ber Silfer iiQ^ufTen nennt/ b^tte beibeS unfebibar erw^bnen mäfTen. Thi^ in anbem idueDen ber ©efcbicbte leud^tet feine ®pur bOQ einem SotfSjweige unter biefer ober einer ^bnli^^en Senennung/ ber erweieticb um biefe Seit an ben £)flfeefäs üen gelebt ^tte. & ifl bemnacb wobt aufler aOem ixoeU fei/ bap ber ^ame nicbt unter ben 9)reufren felbfl entßans ben ifl; ed barf t>{elmebr bte S3ebau))tung audgefprocben »erben: ber 9lamc |)ru(ren ober i)reuffen 1)at nicbt blof feine Serbreitung unter anbern S6lfem/ fonbem anif feine  1) Dümar Merseburg, p. 177 t^at nur ben 9(amen M (anbeS I — Pniteia. 2) SgL Leietvel M Ossolinski p. 556. 3) ÜztavA erfldrt flc^ bann auc^ ber Sßed^fct in ber fBenennung Mtt 6amldnb<m unb ^vx^tn, »te er flc^ bei 2Cbam eon SBremen unb M ten S^fonbinaotrcben GTbrontlten ftnbet. 
304 Urrptong be« Ütamen« yteuffeii. dnt^t^nni iuxify bte 9oIen ctl^Iten. S>te Xtt feitoe« Ur» f)>ntnge& war, wie et und fcf^etnt, folgenbe. S>te alten aDgemetnen {Benennungen, SSBtben oberSBi« ten, Äeflpet ober Äefti^r, unter benen man fru^r^tn f)rttif* fend gefammte fi3e wollener begrifen l()atte, n>aren bunt^ bte (Setrennt^eit bed Solfed in einjetne Sanbfct^aften unb bunft bie 9lamen, burc^ welche ftd^ bie IBewolE^ner biefer iavbth t^ile von einanber unterf(dt)ieben , faft gänjUcf^ untergegans gen. 3war fannte SSBuIfflau noc|^ bie 9tamen ber Sjten unb beft S9BitIanbe6; aOetn betbe ^Benennungen begriffen erjlend bei to^iUm nid^t aOe IBewo^ner 9>reufren<, ba fie fU^ Dorjfigtic^ nur auf bie n2l()eren TCnwo^mt ber JtAjleiu gebiete begogen; fte waren aber jwetlenS atxdf um bai elfte unb )n>6(fte Sal^rliiunbert fo ungew6^n(t(( gewotben, baf wiv il)tex faum no4^ erwähnt ftnben ^). 9lun ^tfen )war bie |)o(en, wie eben gefagt .i|l, für t^re • n(rb(t(^tt iRadt)barn bie IBenennung @iet^en ober ®ot(ien/'er{nnenib an bed SSotfed alte 2Cbfiammung, womit aucf^ ber 9iame SBtben in * engfter SSerbinbung fle^t ; aDein and) unter bie« fem 9{amen berftanben bie Dolen ebenfaK6 nur einen SOitii beS gefammten im na^ibartict^en Sanbe wo^nenben SoIM/ nimtidt) nur borjuglicb bie unS fcf^on befannten Stben, alfo meijl nur bie ituflenbewobner am ^rifc^en <^jf ent» &cmif gab e6 alfo für bie 9{a(bban)6lfer etgentli(( ^ar feinen allgemeinen SoIKnamen, mit we((bem fte bie gefammte SRafTe ber {Bewohner in ben ®ebtetea oon ber SBeict^fel an biö gegen Sluplanb 'bdtten begeic^nen (innen; fein Bweig in biefer SoIfSmaffe war fo ubermdcbtig unb t>orberrf4^enb unb feine Sigentbümttc^feit war in bem  1) )Do(b enod^nt htt 9tamtni @ften ober Yejten noc^ Jnnal Saxo ap. Eccard. Corp. Lwtor. T. I. p. 283, jnbem et fagt: Ad littw australc Slavi, Haisti aliaequc diversae nationes incolunt. 2) 2)tfM sebt au« aUen fc^on oorerio&l^nten StrOen br< ^artis (&aVtai unb Jtablubecf bervor, tn xotX^tn ber ®et()en ^rrndf^nund 0f' fcbiebt.  i 
r~  ttrfi^runj ke« 9?amen^ 9)reuff*n. 305 9aafe (^erttorftedben^ tinb burc^gretfenb, f>a^ Don jenem ober von biefer aui ffc^ ein aOgemetner SSoIf^name Jj^attc biTben f6nnen. SoOte mah hü^a hai ganje' SBoK ober Me gefammtf SRaffe ber fBetoo^ner biefer metten @e6tete mit einem ©efammt? Warnen bcjei^^nen, fo blieb nidS)tt on^ bete« fibtig, att bie ©errtid()feit unb bie «öge ibrer SBobn* gebiete jum ©egenlfanbe biefer «ejei^nung ju »oi^ten. @o natmten a(fo bie ^olen bie f^mmtlid^en ißmo^mx beS ttiiMi*en SRad^barlanbed ,,bie an ben «uffeit'' ober „bie an ben «uffen SBofMienben/' in ibrer &pta^ S)o:rJ«uffen ober ySiuifen, wrKrjt ?>ruffen >). Slacb bamaHger «an. betinnbe n^mlicb grinjte ba« 8anb ber 9)reujfen im jOjicn munitff Ibat an bie atuffen, benn bad äwifc^entanb 8ittbauen mnrbc fr&ber wie fp^ter mit unter 9iuf{ten ober 9tuflanb iegtiffeir*). ä>er 9tamt «uffen aber, fcj^on über l^unbcrt 1) 3» ber yotoffcben Gprac^e ift Po eine |)rd|)ofttiott , werd^e bie 9ocal«8eteutnn0 ,,an, bet^ ^t^ locum indlcans, quo Tel »uuer quem qnid yersator. 2)af ffe befonbevO audft a»r 9{amen » QFompofttton g^caiitbe »irb, fa0t ni(bt Wof ber dtfinblid^ ^olnffd^ ®pra<W<J«fcOer Jinbe in f. yoInffc^enaBörterbucbea. b. ▼., fonbeni eO betoeifet H au4 bie 8eiieiinuii0 Pomcmni-Po — morski, b. b» bic an bem SJ^eerc an bcc ©erfülle gelegenen; bojcr anä^ Pomorje ein Äöffenronb, ein tob am C^ttfrr; aljo Pomerani, quasi niariai sive accolae mari«. tcxaui erfidrt H M au(b , baf hd ben f)olnir(i^en QF^rontflen fo oft antcr maritima» regio maritima |)ommertt JU l)erfte(en iH. 2) a>af mit bem 9eamen ^ntflen ftdj aucb ber SBcgriff t)on ber St4^ ober ber (Srdnse ber «uffen oerbreitet fyittt, erfe^^n toit heuttidi «15 DUmar Merseburg, p. 176, »0 biefer (l^roniff öon JBruno fagt: er (abc O^rebtgt in confinio praedictae regionis (Prussiae) cl Rus- aae; aiiO met<ben SBorteli man faf» f<bliefen m6(bte: XA\xci<xt \^<Cot fi(^ bm «dornen Pruwia erfiton laffen unb er fei^ ifim erRÄrt worbcn burcft regio in confinio Russiae i. e. Po - Russia, P'russia. 3n aletrf^er Ätt \^^ Adam. Bremens, de situ Dan. c. 227 »on ©amlanb, auf »efcbem feine Pruwi ober PmUci wohnen : biefes €anb lit^t coniigua Riwws; baber er au(b Pnix«i ft^rcibt. JDaf Sittbauen m mit in ben Siffea geb6rid betracbtet »urbe, »eil e< biefcn lin^at toax, unb haf bie eitt^ncr feibjl fftr «uflen anßefejen »urben , ift unbejjoeifett JBgr. barftber Frähn Ibn - Fosalan's unb anberer Jfraber «erid^te über bie ^ 20 
306 ttf^prung l^e0 9lamett« 9c<uff^n. Sa^re DDt TCbalbertd erfc^einen in ^rettflen cntfbmbcn, xoax, menn aud^ t>ieSetdt)t Mä) nii)t im innetn ^ni^f laxib, wo man t)om Solfe unb Sanbe no(|^ gut Seit toentg wußte/ bod^ in ben SRacf^barlanben unb namentlich auc^ tn ^o(en buni^^ frieblid^e unb burcl^ ftiegertfc^e Beru^rum gen fcl^on allgemein befannt unb fut bai gefammte ifiUt^ Solf hinter $olen unb 9>teu{fen um biefe Seit f(^on bet gep&bnlidi^fte geworben ^). @onad^ t^eitten bie §)oIen bie gefammten n&tblid^ t»on {(inen wo^nenben S&(fer in bem ganjen großen S^nberftridi^e Don bem iDber^Gtrome an bif an atuflanbd ©ringen bem 9lamen nadl^ in gwei große Z^ile; beibe begeiAneten {te nad) ber Sage unb jDertticbfeit üfta äBol^nft^e; ben einen 2%ei( biefer ühlUr, bie ba6 Jtiiflen« (anb t)on ber SBeid^fel an^ xot^&ttt ben>o|}nten , nannten fie ,,bie am SReere," Do^moröfi, |)omeranen, f^emmem; bagegen |)ief bei ibnen ber anbere Xbeit ber tB6(fer/ tie i^re äBobnft^e ofiwart^ bon ber SSeicbfet biS an bie ®ran^ jen ber Sluffen iatUn, „bie an ben Sluffcn/' ?)o«8lul|en, i}'9lufren ober ^ruffen. & fltmmt aber enblicf^ mit biefer TCnna^me über bie @ntfiebung biefeö 9lamen8 )U i^nr jBellatigung and) bie ®(breibart befTelben fowo^I Ui ben dUefien S^roniften^ aü in ben d(te{ien Urlunben ool« fommen uberein^ benn in beiben £luellen ftnbet fu^ ^ SRame $ruffi unb 9)tufita, Druggi unb 9vu^ici, $ru)i unb Brugia, ober $ruda/ $rufcia unb auf d^nli«^ SBeife ff^ fd^rieben *).  aruffen Älterer ^tt @. 171. Jtaramfin ®ef4t4te M S^nfT' 9td4l * ». I. 0. 190 uab 378. 1) SSijT. über btc ^oWt^e ber drtefirn 9hiffen, 0enbr4teibeii os dwetg. jDorpat 1825 ©. 23 ff. Äar«mfin o. a. C ©. 40 — 41. 2) XuSer ben fc^on onßeffibrten ete^n ber (Sf^rontflen 9ql We ötr funben hH Zucai ©at)ib SB. IL 0. 22 — 23. 24» 27. 38. Ach Bnruss. T. L p. 414. 403. 405. 406. 417. Breuer Cod. Po»e- ran. Nro. 58. 3r ber ©^eneung^urfunbe M Staiftta griebri^« ß- Nro. 65 werben bte ^renffen Pruthcni, bal 8anb aber PnisMa ^annt* eben fo in Nro. 70 unb 72. ©er SBtfc^of ton yrocjf nennt bie f)f<«P 
ttrfpirttng bt€ fRamen^ 9teuffen. 507 Semnori^ bebarf e^ )ut 3(u96fung bet Sr^ge aber ben Urfpntn^ iinb bte «^erfunft bei^ ^Ramend ^reuffen Weber eme^ uralten ®tammt>aterö/ nocb etneS befonbem S3olf$s jioeigeS/ nocb eineS «f^eerfu()rerS unb £&ntge$/ bte btefen Slamen geführt bitten , nocb and) ber fonfltgen fo jablret:; (t)cn Xblettungeii/ auS benen man ben ttrfprung beffelben avliuforfcben gefucbt b<it. IBet aOen ^orfcbungen fruberer Seiten »ar hai 9latbfe( über bte S3cnennung ^reuffen im^ mer um fo f(bn>ieriger unb bunfeter gen>orben , je weiter man ftcb~ im @u(ben unb Sorfcben au6 ber ©egenb ent: fentt b<=Ktte, t^on n^elcber. aud e$ feine S6fung trbatten muf te ^).  frn Prusd unb ta« 8anb Prussia Nro. 78. $BgI. 0acj!o S3. I. &, 125 — 12a 132. 133. 2Cuf biefo Silttfte ^(b^ibatt weifen au4 f(l)on Sncai jDavib iß I. ^. 4. (obelct^ er feiner TCbleltung von ben S3nis ten ober |>rttten getreu buibt) unb «^arffnocö 2f. u. 91. 9)reuJT. ®- 1 — 2 Kitb DisscriaL II. §. 1 lil. §. 13^ xoo er qucI& »on ber oben rcodbnten Vbiettung Ui 9tamtM fprid^t. - >Die SSerdnberung be0 9t<i* wo in Proteni ^dngt mit ber beg 8{uffifc^n 9lamen8 Russi in Ru- tkeni jnfaaimen, benn auc^ Ruthen! würbe fd)on fe()r fcü^ gefc^ciebcn. BUmar Merseburg, p. 251 b^t gwar nod^ Ru5si unb Russia, unb Adam, Bremens, de situ Dan. 227 unb 239 Ruzzi unb Ruzzia; aber S^at^äuö im Kadlubeck L. II. ep. 13. p. 140 fc^reibt neben Rujsia fiJ^on Rutheni, tbzxi fo in ber edit Gedan. p. 28. Martin GaUuM p. 61. — SBie maii nun Po -Russi unb Pliussi fagte, fo bil^ Mf man au4 Po-Rutheni unb FRutheni ober Pruteni nad). 1) Um ben Sefern aucg unter ben Abriaen QCbteitungen bei 9lamen$ bie SSot^l gu flellen unb fie mit ben früheren TCngaben fiber biefen ^un!t befannt ju machen, werben bte wic^tiöffcn in ber IBeilage Nro. IV an» flifft^rt werben. 9ßir bemerfen aber ^ier am (Bdiluffe/ baß wir bxt 64rribart 9reuffen fär eif^tiger galten, M bie gewöhnliche yreuf en.  20* 
S u tt f t e $ Kapitel.  ^Ca^ jenem ittiegS)uge gegen iit f>reuffen fianb {ktjog Sote&(ai> ber Sopfere Don 9>oIen no^^ jel^n Sahire ber <^m \d)aft t)or. 3n bicfer 3ett aber l^idUn ii}n beft^nbige JUmpfe unb JtttegSfef^ben inm S^tt in £)eutf(li^Ianb mit bem Xau Ux, «^einttc^ bem äwetten/ )um ^ei( in 9tu^(anb gegen ben ©roßfütlien' SarograD ') fo unablnfftg befcb^ftigt, baf er mit ^Jreuflen in weiter feine S3eru()rung gefommen )tt fepn fcbeint @g mirb ung ntrgenbg berichtet/ ob bte ge» ftellten Stiebengbebingungen Don ben |)reujTen erfüllt mtu ben fe^en; ob ffe loirflicf^ ben ji^rlidl^en 3ing entric^et unb ob ber '«^erjog weiter auf bie 2Cnnal[^me ber SEaitfe gcbrum gen l^abe. Unb alg nun ber Ic^tt jener Kriege mit fRn^ lanbg ©ropfärflen beenbigt unb itaifer ^tinxi^ im 3a^ 1024 gcflorben mar^ ba glaubte *&er)og IBoleghiv je|t m Vbenbe feined f}urmt)oUen Sebeng ftc^ enblidi^ aui) M Siele aller feiner JBefhebungen. dt entf((^(ng ^di^ ber Itn< terwfirftgfeit gegen Äaifer unb 8teidS>, na^m ben Jttnij*« 92amen an unb tie^ fö) unter prunfenben S^{i(i(f)(e!ten bie itrone auf bag ^aviift fe^en. 2Cber neben biefem $UU fei« ner Sßünfc^e ftani ai\6) baä 3iel feiner Slage. @ein Um^* boUeS eeben enbigte mit bem Srä^ling beg ^aW^io25 *). " • — — -^— — ^— — ^-^ ^ 1) ©lefe Ätiege irjÄ^lt 2>i7y/2ar Hftrst^burg. L. VU. Ue6ft M« Jtnfde 9ri)en 8SufIanb «gl. Jtaramfin 93. IL 6. 9. ff. 2) fJ''ippo in viia Conrad! ap. Pisior. T. HL p. 470 Wt bif Ordnung unb ben Scb fBoledlaed in nate IBe^ie^ttnazBolisbus» Seh- %-igcjiny Dui BolanoniTn, insignia regrilia et regium nomen in *n- 
|>oteit unter SKietfco II. 309 2)avanf btttat ben neuerbauten it&ntg&t(yron fein (So^n 9Iie<co ber Stoette, noc^^ ein junger JNlrfi, ^en freiU^ wif ber be« SaterS Sigenf^ften, friegerifc^er ®€ift, ^u^n^ett Der ®ebanfen unb entf4)Ioffener Wtatfy im Stampft ben Srtnben beS Steic^eS furd^tbar/ nod^ mtlbe Sugenben feinem eigenen SSoSe befonberS toert^ unb ad^tungön>Arbig machen fonnten ^). itein f6mgIt((Kt ®ebanfe begleitete if)n auf ben X^ron; er erbte, n>ad er »eber be^u)>ten tonnte , nocb ieffen er fl^^ toirbig jetgte. Unb bodS^ Rauben ringd um M neue Sibni^xzi^ bie burc^^ $Bo(e$Iabft ^od^mnü), itriegSbift unb .^errf^^begier aufgereihten unb tiefgetr^n^ trn Silfer att Seinbe ba, nur bie Seit )ur ffta^e ttwau tmb. ^n Jtinig t>on ^eutfc^Ianb aber ^üUn nur Wieb- tigere SretgmfTe bon bem SBunfc^e juräd , bie Strafe be& XbfaUeö \>om ^i6)t, bie ber Sater berbient, am @ot)ne av^iuäben ''). Sieben biefen ®efa|)ren aber, bie oon aufien bro^ten, nnir boi «Seben beS SoKed aucf^ im Snnem t>oO Seinbficf^aft unb Swietradl^t unb nirgenbS «^alt unb Sufam:: men^ang. 6in n>i(ber IBruberfrieg Derifteerte bad 8anb, benn 0oM(aM )n>eiter @ol^n iDtto maifU feinem fiSruber 9tie<co ben S^ron flreitig unb mufte juie^t M %l&^tK ling baS Sanb t^erlaffen. £aum ai^et befreit bon biefem Segner, ber bie wenige iCraft 9R]e&co'& nod^ in X()£tig7eit ersten l^tte, Aberliefi ft4^ biefer bem Xriebe ungesäumter ti^€ unb bem Sturme feiner Setbenfc^aften, unbefömmert um &tMt unb JBoIf unb nur barauf bebac^t, mie bem Senuffe bed bebend ber locfenbjte 9lei) berfd!;afft unb bie ^ube in boQen Sögen genoffen werben f6nnte. Aein SBunbcr alfo, bag unter bem f4)laffen @o^ne  inriam Ghuonradi Rqgis sibi aptayit, cuius temeritatcm cita mors ciinaniTit. Mariin. (raUus p. 67 — 68* Kaäiubeck ed. Gedau. p. 12. 1) Kadlubeck L. II. ep. th, p. 146: fagt OOn t^m: ncc cWibus lam gloriosusy ncc kottibui adeo visus est terribilis. 2) Wippo \, c. p. 470 — 471. TM efne injuria Rrgi« (II»ikui- radi macb 9c(c<(ao6 rcgiuni iiomen an^cfft^en. 
310 ^oUn unter SRietfco 11. bamiebeifanf^ ma§ ter ftarfe Skitet emyotgel^oScn ^to; benn faum ^mafyrtm bte naiven S6ffer btefen dttfimb bei neuen JEinigrctc^ed , fo Denpeigerten fte ben abgetro^ten Bind unb entfdEiIugen fid} bei erzwungenen ®((^orfam6. @o ging unter anbem f>ommem eine Seitlang lotebet berloren unb gen>i$ f)aUn ftc^ bamatt auö^ bie Zivile ^reufpend ^ bie burcl^ S3o(ed(aod @(l^ert einige Seit )ttni ®tl)otö^cn unb )ttr Sinftleifiung gejmungen gei9efen fepn m&gen^ bem l^fligen Soöfe wteber entwunben 0- Son foiu berli(i(^er S3ebeutung mag überhaupt btefefl untert^ilnige SSerl^jltniß fon>o^I ^ommemS/ aU 9)reu{fen8 au^ o^nebem woljll nicf^t gewefen fepn; nirgenbft l^iren wir »enigjlenS; baf Stxxti^\>blUx an^ ^reuffen ben «^eeretfal^nen CohttaM att gejwungene «^älf^genojfen l^^tten folgen mäfTen; IjUif flenS m6gen alfo bieSeic^t nur bie ni^ftm ®ran)s®ebiete )ur @rll)altung bed Stiebend bunl^ Ueberfenbung allij(ir(i<^er Sindgefcf^enfe bem ©ebieter $olend ben iminf^aften @(^e{n bed ©e^orfamd gerne gelaffen \)aUn. SRiedco'd Dermimingi« DoDe «^errfc^aft aber n>ar aucf^ nid^t einmal geeignet/ feKjt nur biefen @cl^ein beS ®^^oxä)tn^ in irgenb einer äBeif^ au^xeö)t }u erhalten. 9)ommem foD er ixoav wieber unter fein ©ebot ju bringet) Derfud^t unb S3eia/ ben flöc^tigen fi3ruber beft £6niged @tcp(an beö |)eiligen t>on Ungern, bem er feine Sod^ter gab, bort atö Statthalter eingefe(t f^aUn ^); aSetn mit Dreuffen fc^eint er biefen SBerfndfi ni(^t  1) Kadlubeck ed. Ged. p. 13 nennt bte ^hlUx nt^t etnaein; aber H tfl 0enttg, »enn er fagt: coeperunt extraaeae nalioDes, qua« principi suo vectigales fuerant| minus timoris, re%'crentiae et boDO- ria eidem impendere et tributa regionum dcnegarc. Boguphal p. 2 ) ermd^nt ebenfaSd feinem 9{amenS , bröcft It^ aber noc^ ttxoat fAv- fer QViif tvenn er fast: Tempore etenim sao exterae nationes ab obedientia sua rece«serunt et desidiam suam considerantes tributa patri suo consueta dari, solvere deneganint. Dhigoss, T. I. P' 185* i^uca« ^ar>ib, IB. I. @. 157 fil^rt unter ben ^bgefaOenen S&IIeni bie ^r^ufTen audbrAcEltd^ on. 2) 2Ce(terc £IuelUn wiflen freiließ von biefem (EreidntfTe ni^tl «b nur b e fpdtcrn ^^ronif^en Dlugoss* T. f. p. 185 9cq. Cromer, p. 
9otctt unter Sftitßco U. 311 etmiMl setoogt )u ^ben^ fo baf nun auö9 felbfl (er id^m^ ian ®if)orfüm ber Dteuffen an Un (Sranjen fut |>o(enö Saft )e(»n Saläre brachte fOtjedco ^in unter Säften unb @(bQ)e(gereien/ in einem Jtriege mit bem iCaifer Qonxob Um Smiten, unter einem feigen Jtam^fe um ben X1»ton, beffen fid) fein fBruber jDtto bemi4)tigte/ in einer (c^impf^ licfien Sfbic^t nad^ Si^men^ n>al()renb weUber unter bti Xa'u fert Beiflanb iOtto bie fcblaffen Sugel ber 9{egentf(baft (ielt, bann unter bemät^iger Stucftel^r auf ben n>&rbeIofen Zfynn unb unter ber emeueten iDber^errfd^aft bed «SaiferS unb beS Keic^ed. Unb aii biefe @tttrme if)m a\x6) bie Siiaft jum. ©enufie ber alten Sufle gebrodl^en )u b<(ben fi^ienen, gebacf^te er enblidl) unter ber @änb^n Saft burdl^ @runbung frommer Stiftungen unb burcb bie Sinrid^tung ber Si<t^umer in !Rafot>ien unb (Suiat)ien ben beleibigten ^immel {U oerfil^nen; er ftarb inbeffen mittm in biefen Stflrebungen im 3a^re 1034. @ein Seben i}attt Dolen tief in ber Vc^tung ber übU fet btrabgewärbigt; fein SSob fd^ien ba& fRci^ ber t)6Uigen XafÜfung nabe )u bringen. Swar binterlte^ er einen @obn Saßmir, bem bie *&errf(baft nun jufaUen foQte; aüm MM»n frAber wegen ^^uMic^^r Smietracbt mit feiner SRutter Sicbfa aus Doten gefldc^tet, lebte biefer ie|t a» mni) im Senebtctiner^AIofier (Slugn^. Tlu^et il^m aber war feiner, bem ein fReöft jur 9ta(|^falge juftanb, benn £)tto, <i8. Meehot» p. 36 unb anbrre er^d^Ien baoon otefeö. S3g(. Naru- . tzetvivz T. IL p 193 -^ 195. Kannegießer ©efc^ic^te von Vem* mn ». I. ®. 308 — 314. 1) Naruszeivicz T. II. p. 370 Nih>. 412 be6au))tet, aber o^;ie «B^nbrten (&mt\A, baf bie i)reu|ffn um btefe ^\t ben na4)bar(id^en Vommcm gegen bte |)o(en a(6 «^älfdvolf betgef!anben. <Dafreibe be^up« M au4 itannegief er a. a. £). Ol. 311; aUdn bte duelTc be0 left« tmi iH ber einzige Dlugoss, p. 186, bei U)e((^em mir ber |>reuffen ai^t einmal enoi^nt gefunben unb auf beffen einaclne SBorte Ui feiner clc4^tt •ef^ivi^igeeit obnebfcf au4 wenig ®eii>i(bt oeregt wcrbm botf. 
312 2Ra^Ur>^ <Sm|>orund flegett 9o(en. SRieSco'S fBrubet v^at etmorbet ®o fannte man im 9lei(^ nun n>eber «^errf(|)aft/ no<^ @e(^orfam. Salb fianben |)ars tetcn gegen |>arteten^ jjebe bon i^ren , eigenen 3me<f en ber ®e(b1ifuc^t getrieben. Seber ^iöfüQt etf^ob {t(|^ itim iöi^f^ ten berer, bie er bebr&tfen fonnte, unb ®r4ue( unb (Se^ toalttt}aUn gefi^al^en im ttebermaafie. Staum gab e6 nini^ irgenb ein ®cfe6 unb eine iDrbnung. 3n mehren Seilen bed fRt\6)a iöfln^ fogar bae ^etbent^um mieber neue SBurjeln im bermilberten ®emiit()e unb bie eble ^^fianjnng beS S^riflent^umd erflarb unter bem Mangel ber ${Iege/). Sa f[äct)teten biele bon biefem Sifanplal^ ber ttnorbnnng unb ©efe^loftgfeit l^inmeg/ t^i» um beS ®lauben§ wiOen/ tl^eiU um ber SBut^ ber 9>arteien gu entweic^ien, unb be« gaben ftc^ in bie rul^igere eanbf((^aft SRafotoien, |)reu|fent ndc^jteS 92a^bar(anb, beffen IBeboKerung ^teburcft balb uiu gemein bermel^rt marb. «^ier l^atte aucf^ Wtaüar>, SRjeico't t>orma(tger SRunbf^enf unb ©ünflling, . @i(^er|^eit unb Sute gegen bie SBerfoIgung ber |>artei gefudt^t, t9elc^e bie Sutf« fei)r beö berfloflenen bringen Gaftmtr betrieb^ an beffen Vertreibung WtaUai^ mit grofem ffifer gearbeitet Set» 3uf[u(^tSi^rt marb balb ber @ammelpunft ber Slud^nge. Sa fliegen ^il^ere ®ebanfen in t^m auf unb gug(ei<^ bnnl! (S^rgei) unb «^errfdSituft, iDte burcf^ Surd^t bor (Saftmirt fft&iUlx getrieben / fc^mang er fi6f intn %&tftm SRafobien* auf unb ben»cg bie Sanbfc^aft SRafobien gum SCbfaOe ^en bem fafi f((^on g^nglid^ OMfgetöfeten Steic^^e >). SRittlenoeile bxadf «^ergog JBrecgi^tob bon Bbtimtn, bie SSerwirrung ber Singe benu^enb, um alM Unrecht ber  i) fBMd^m iammer»offen Snftanbe 9>o(ett bama« (in^egeben war, berieten Kadlubevk L. U. ep. 15. p. 148 * 149. Martin. Gaika )i. 70. Dlugoss. T. L p. 193 — 194. 2) Kadlabeck ed. Ged. p. 14. BogupJuü p. 26. 3n 9lii<4W brr nicbn'den «ßerfunft QladCao« jHmmen ble|)o{nif4eit6l^omfto }«mi« (i(^ al(e fiberetn; nur in ber 0(^reibart be« Stamend ftnb fie oeiftubfiir benn fie nennen i^n Mexslaus, Maslau« , MauUus, Measiaus; Naru- äzet\'icz fdjretbt ben SRamen Miec»y»law. 
90ka Oft feinem i^et)ogt^itme ^u xi^tn unb )ttft{ei4» bie ®ran)eii fetner ^tt^d^aft )u emeitem, umS Sa^r 1038 in 9>o(en ein unb ba niensanb wiberftanb^ btang er bii Dofen unb ©nefen, bemi^tiiU ^ bort ber Seidl^name beS (eiligen ZbObttt, be« ®attbentittS, Sruno'S unb beffen ®efa^rten/ unb ^1)xtt fte mit Dielen anbern 9ieliquten, JtinlHrnfcb^^en unb fonjiigem rei^n Staube m6i J936bmen ^X 2)iefe^ Unglutf be« ganjen SanbeS aber, |>o(en& fdt^recf^ Ii4^ Serwußung burd|^ ben Seinb/ bie giln^Ii^K Xuflofung aOer iDrbnung im Snneni/ bie feit Dieien Salären fortge« fe^te äertretung üUe^ Sted^t» unb ©efegeS 4M|ten enblic^ berjjenigen 9)drtei baS Uebergewid^t t>erfd(fafft/ bie in Saft^ mird Suructberufung auf ben X^ron baft «^eil unb bie ein« jige 9{ettung iti Sieicbe^ erfannte unb M^alb fort unb fort für fte tf)attg gewefen war. Tili man ftd(f ba^er um SaftmirS (Sntfagung beS geweibten @tanbeS mit bem 9)a))fle * unb mit bem ZbU t)on (Slügn^ abgefunben, folgte ber junge Surft im Salf^re 1041 einer IBotfcbaft 9)olnif(|Kr Sb« (en unter einem «^älfS^aufen beft ^iferS, feinet i6|ietm8/ nacl^ Dokn ^uxid, um ben entw&rbigten S(^ron feiner S32? ter ju befteigen *> Sr bejiieg i(^n aber mit tvArbigeren Oebanfeu/ ati fein JBater; benn faum ^atte er bie iCrone aufgenommen unb faum war bie mi(be ®2^rung im 3n« nem bef(tin)i4)tigt unb £)rbnung unb ®efe^ mieber ^erge^ fteOt/ M er ftdt^ fofort )um Kriege gegen SRaöUio rufiete, um 9lafoDien feiner «^errfdf^aft wieber )U)ueignen. 2>er neue Särfi SRafot^iend aber fiatte Ulngft aOe 3kiU tu aufgeboten unb mit ftugem ®eif[e b^nugt^ um {{<b iti feiner neuen SBärbe ju be|^au)>ten. 3Ra8(at> war bamaK gewif einer ber audge}ei4^net|len SRänner bei ianbci, ooU !Rttt^ unb entf4^(o{fenen ©eißeS/ be^rrlicb in feinen Se« ftrebungen bi« jum legten ^Cugenblicfe, erfahren im J^iegS« 1) Cosnuu Prägens, Cliron. p. 25. Martin. GaUu9 p. 70* IhArat?, histor. Bofaem. p. 60. 3) Kadbtbeck I. g. Mariin. GaUm p. 70. Boguphal p. 26. tHugoM. T. I. p. 198 — 207. 
314 ^tteg tmifc^^en Gafimir unb 9Ra€(aD. tiefen unb faum iberttoffen in ber Xap^iXtit beim XampU^)' Seiner Serebfamtett gelang/ bie ®eiiiut(ier ber SRafor^ier ju geivinnen; feine flSetriebfamfeit unb tis füge Sl()dtigfett brachte fd^neQ aUe Xnftalten }ut ®egett$ n>el^r gut SoKenbung. 2)ie fBome^mem beö SanbeS folg« ten t^eiK ben Sodungen feiner ®ef(^nfe unb SBei^tftro« geu/ tl^ettö fd^recfte fte fein ^errif<f^er 3om }um @e^orfom. 3n fo^er SEBeife ^tte er im eigenen Sanbe alled gumSu berftanbe «vorbereitet Sr recf^nete aber bei feinem $Ion( aud^ auf bie .^ätfe beS 2CuManbe8; er lannte ben |)a^ ber 9{ad(^bart)&lter gegen $oten unb rief bie :£>dnif(tien @am$ IJnber/ bie 9>reuffen unb Sluffen gegen XSnig Saftmir }um SBeif^anbe anf^). S>iefe le^teren waren wal^rfcf^einlid^ Sit  1) Bogupfuü L c fcj^ilbect i^n M atrenua« et robusUis animo^ ferox ac bellorum ezercitatione consuctus. 2) 2)te au4 in anberer «^tnftc^t T^br merhodrbtge Stelle bei i^^ t ßuphal {im fit\vi, bei geb- 2fr<bit)d iU Jtönigdb.) tfl folgenbe: Quidamde infimo genere, sirenuus tarnen et robustus animo, ferox ac bellonun exerdtatione consuetus, Maxslaus nomine, Mazoviensem prOTindam occupaTeraty proceres proyincie illius quosdam muneribus, qiios- dam tyranide ad sui ohedientiam atraxit, Dacosque, Getbai wa Pnitbenos et Rutbenos sibi in auxilium contra KasimiruminTOcaTit; quorum .adjutas presidio bellum campestre Kazimiro indicere pre- sumpsit 3n ber 2(udgabe bei Boguphal bei Sommersberg T. I. p. 26 flebt fiatt Dacosque Getbas bie mnnbfr(t(be Sedart Ducesque Gothos. jDaS Dacosque Getbas bie v,^txqß Mart ift, bemetfrf bie ®teKe bei Kadiubeck L. IL ep. 15. p. 150, wo e< beift: non Aiino- res yirorum rursus Tires instaurat, quatuor marilimorum acies, tO' tidem Getiers, nee non Dacorum ac Rubtenorom larga asciscens sufTragia. C^ben fO bie edit. Gedan. p. 14. >Dte Chron. prindpum ^ Polon. fagt: Maslaus mala malis accumulans congregata multitudiöe Pnitenorum , Danorum Maritimorum , Gettarum , Rutbenonim et MosaTionim. S^an muf btefe stellen gegen einanber baUen, tsenn man Ite n^j^ttg »erfleben »iO; fte Kdren f!4 gegenfettig auf. jDie Daci ober Dani ftnb offirnbar feine anbern, aU bie 0am(Anbif(ben SDinfSf jene 9oionifien in 6amlanb, bie^ wie wir bi^bfi erfabren, um btrfit ^\t no(b ibren alten 9{amen jDdnen U\ ben f^len fährten unb f!4 ftberbaupe von ben anbern fiewo^nern f>rfuffen« , ben Gethis aeu Pm- thenis, nod) unterf^ieben. @£ barf faum erinnert werben, bat ^^ 
Xrteg smifd^en Saftmir unb 9)ta^Ut>. 315 t^uer, tenn um tiefe 3ett warb biefeS JBoK n^ mit bem Atomen ber Shiffen bejetc^net. So jogen nun auf baS SBerfprectien eine« bejttmmten @otbeJ ju SRadlabS Sei« fbrab oief «^eetbaufen auS |)ommem nadj^ 3Rafot>ten f^in« anf; eben fo t>iele ®(^aaren folgten audi^ au& 9>reuffen, va(tf(^tnti(^ bon ben SanbeSfärften ober ben ffteiH ange« fü^; bocf^ fc^etnen bie Saml^nbifc^en £)2nen mit bem «^cet^nfen ber eigentlichen Dreuffen ober ber ®et^en nidj^t «n&miben gen>efen ju fe^n; andf biefe ftanben roaf)t\ä)ütis lic^ unter ber S^^rung eine« eigenen ^rieg^oberflen ^). 9li(^t minber t^^tig unb eifrig t^atU ^ i(6mg Qa^ifi mir }um Kriege geruftet; aucf^ er n>ar auf frembe fBei^ätfe iitai)t gen>efen; ipm )og fein <S4^n>ager, ber Qrof^rft »atf hamM au(^ ^cten — Dada — unb bie jDdneti Daci genannt »urbm. ^ieftv SBenennung bebtenten {t(^ namentlt^ au(b bie ^olnU \^tn (St^xcnifUn, fo Martin, Gailus p. 57. Cromer p. 23 u. a. XBenn nun in ben erwd(^nten ©teilen neben ben |)ommem — Mariiimis — , Vrnifrn unb SKeuffcn auc^ Daci genannt »erben, fo fann man bar^ nnter but^auf feine onbem ; atö «Ddnen oevftrb^n. Leietvel bei Osso^ Kinski 6. 461 ift fretfic^ anbetet Sjiteinnng, ba et; nnbefannt mit ber 2)inir4en Kolonie auf ®amlanb, biefe ,,jDaCen" in yteuffen nic^t un« tnriubnngen metf. Ott glaubt ba^er, ,,man f6nne hen 9lamen auf bie 9obIa(^ifd^en Sagb^winger anwenben unb von ba gu ben in Xiadtn iM^nenben Saaiget Garmaten weitet geben, um fo bie |>obra4ier, tin^uet unb ^reuffen, bie von Vltetd betaut^ ®eten (2)afen) genannt mlt^en, oon ben @armaten ab}u(eiten.'' SESit febcn biebei abet nnt ^fCnoe» Sktlegenbeit; et giebt fogteicb auc^ felbft «u t)etfte(|en, haf e< i>m nit biefet Q^tfCdtung bet Gacbe nicbt teertet Qtmfk gemefen ftp. Btr !6anen nacb bem @pta(bgebraucbe ber Seit bie ^afen (Daci) fAt Bi^tS onbetS ^iUn, ald fätjD&nen, unb ba nun an.bieiDdnenjenfeitd ter ^fifet gat ni^t iu benfen unb ibre SSetbinbung mit ben ^teuffen^ 9ommem unb Shiffen gan} f(at ift, fo he^upUn toit: e< waten bie 6<i>n(inbif(bett jDAnen, n>eCd^e oon ^üMm 3ut «ßölföteiflung gemonnen ttittrbett. jDie Cfaron. princip. Polon. nennt f!e obne weitetet Dani; ivat fSnnte bei i^t an |)ommetif(b< 2)Anen gcbac^t metben ; bagegen aber fj^t ganj Rar Kadlubeck. jDie ®etben flnb bie Bewohnet ber ^nbf(baften 9)omefanten, 9)ogefanien u. f. m. 1) Diefe« gebt Ui nhf^tt Setra^tung aus ben envAbnten Stellen ^ 9oCnif<^ C^toniflen ^ertjor. 
316 Xtit^ itnifdftn Saftmtr unb ÜRa^tat». Saro«{ai> aui Slttfilanb itt'> ^it btefem «^ftlftgcttpffen unb mit ber iStiegSmacf^t feines SanbeS brac^^ nun (Safimtt gegen baö 3abr lo42 tn aRafoi^ien ein. 3Ra«tao fleOte ftcb of)m Säubern jur @cb(a(bt; aSetn fein .«^eer würbe ge? f4^lagen, burcb bie Slucbt aufgelifl unb t)om Seinbe^ fo 9tt$ fo(gt/ baf aRaSl(ii9 ol^ne Sdj^u^ unb ^ülfe feine 9lemtng i^ei ben f>reuffen fu^^en mufte '). 2>ort gen>ann er aber balb burcb bad Serfyrecben eineS bebeutenben @olbe$ eine neue beträdf)tti(be Xriegdfcbaar / {ebocb ^ t)ieaei(bt mebr nur in |)reuffend fubU(beren Sanbfc^aften, unb (ebrte mit biefer {ur Sebau)>tung feiner Surften ^SSBürbe naäf SRafoDien ju^ rttcf. 6aflmir führte if)m biefeömal ein xotit f(^n>i(bere< <^eer entgegen^ benn audj^ bie 9Rafot>ier fielen ibrem %iu ^en SKaSIat^ wieber in großen Raufen gu. jOiefeS ®efiibl ber ®(i)xoid)c, innere ©ewiffendqual über bie nicf^t erfält Un ©el&bbe fetneS itlofterlebend , über wetd^e fiö) Qafimiti ®ei{t and) auf bem S^rone nic^t ju erbeben wufte/ vor allem aber ber entfcbloffene 9Rutl^ unb bie Zuneigung beS 9Rafot>tfcben SoKed )u feinem neuen «^errn mac^^ten ben A6nig bei biefem {weiten <Jtriegd)uge t>iel jagb^fter unb fi^wanfenber ali )ut)or. Srfi dn Ztaum im AriegStager brachte i^^m ben n&tbigen ^nt^ jum itam^fe unb mit bem ÜRutbe au(b ben abermaligen ®ieg. £ie (Scblacf^t foftete bem Surfen ÜRaSlat) eine fo grofie 3abl feiner ta)>ferflen J(rieger, befonberS aud^ feiner ^ulfftoblfer aui^ ^reuffen, baf er abermaU fiöcbtenb feine Siettung in biefem Sanbe fu^en mufite >> ^udj» jegt «erjagte er nocb nic^t, b^ffenb, 1) JCaramrin fß, TL &, 2Z fßitM^t ftanh aviä^ SaroilaoS Xnsriff auf bie Sitt^uer in fßetbinhvLn^ mit bteTem Sttie^t, 2) Kctdlubeck ed. Ged. p. 14. 3)Kadhibeck L. II. ep. 15. p. 150; ed. Ged. p. 14. Sine iwetmaUoc «ßülf^oerftdifung aud |)teufffn »irb beutticb enodbnt; Cliroii. Princjp. Polon. 8ttca6 iDavib IB. I. (S. 158. Mariin, Galius p. 71 fpri(bt nur wn einet etnsiden ®4la(6t unb weif ni(bt< oon 9lad« la«< 8lu4t iu ben ^reufjen. VuiJ^ Boguphal p. 26 eru^bnt nur Gi« ner dcblac^t, lAft nacb biefer aber ben Sörf^n na<b |>itttf|en ents fUefien. 
6afinfir Don ^^(^n »nb bte ^rtiiffen. 317 er VHtU f^kt aittmatt bfe nit^i^t Wtaä^t fammtln f6miett^ um ben Jtrieg t>on neuem ju beginnen. VOein bie |)teiifs fen, tDol^I erfennenb^ baß ber Stembling i^tt Sttiftt nur für feinen ^l^rgeti Dergeube^ S&bem Mä> fd^wet erbittert jiber bad ^infdfia^ten il^reS SoSeS }ur (Sättigung bet «^errfi^begier M 9&Tftm, verlangten nun Don i^m bie Qts fiSnn^ ber IBer^ißungen^ forberten ben 0olb unb ba er i|n nic^t tu entrtcl^ten t>emn><IS^te/ fo legten fie ben TCbetu: teuerer in ®efangenfd!^aft. 2Cttf i^n aDein laufte man nun aSe ®(f^ulb beS SerberbenS unb ber neuen Don ^olen i^tt brol^nben (Sefal^ren. & traf ili^n bie 9ta(be be» erbittere ten Solle« )um .Opfer fär bie ®efaOenen. ®(bn>er gepei^ nigt fnäpften i^n enblid^ bie (Sr)£mten an einem Saume auf^ if^m iphtti^ {urufenb: ,,£)u 1)aft bie «^i^e erflrebt, ie|t halU bic^ in ber ^ibe!'' >) 3n folc^er SBeife mar aRafot>ien f&r ben it5nig Don 9o(en mieberum gewonnen. %ix bie |)reu{fen aber mar biefe« ein Sretgnig, xoü6)a feineSmegS eine rul^ige Sufunft 9etfpre(ben lief/ benn nun grjnjte GaffmirS 9leid^ an ^reuffen mieber att unmittelbares 9la(|^barlanb ; Dor atiem )ebo<|^ mar }U befurd^ten, baf bie eifrige Unterfld^ung be6 1) Kadltibcck I. c. Ambitionis ille Princeps ad Gelhas Irans- fitgit, ubi celsiorc dignitatis gradu sublimatur. GeÜiae namque non parra saorum caede saucti, omnes in illum causam conCcrunt« omniam in co necem ulciscuntur, quem post multa demum sup~ plicia emincntissjmo afligunt patibulo dicentes: Alta petisti, alla tme. Boguphal p. 26 eben fo. jDif Chron. Princip. Polon. fa^t: Quorum (sc Getbarum) etsi princeps factus fulsset, tarnen propter Becem illorura alto patibulo est appensus. ^\X ben SGKorten bf< er« fen Ga^ei ^X ber dbronifl o^ne Smeifet nur fagen moUen , baf SKals (ao im jtrie^e ber OberanfAbter au(b ber ^reuflffcben «&A(fd96((er war; tarn baf er ibn ni<bt M eigentltc^en dürften ber tyreuffen \fiLt besetcb^ aen »ollen, Üfdt im Surammenban^e ber (Sr^dblung ber CFbronie felbfL Qebtioend ft&eint Slalloo feinen Sob in einer ber fübticben Eanbftbaftm <- apud Gethas — - gefunben ju baben. 9lo4 ifl Aber blefen JMeg, fo »eit er bte Sbeilnabme ber fiteufTen betrifft, ju vergUiiben Dlugoss. T. I. p. 194. Cromer p. 74 — 75. Mechow p. 40 — 41. iVorr^ «eiwi T. n. p. 216 — 219. 
918 (Safimtr Dott 9^len unb bie ^ttufftn. (imp^ti in SRafo9ien t>on Dolen« en&mUm Jt&nige mit f(^n>crc¥ 9ia(|^e u>ätbe Dergolten werben, ba tgm fcbwcrlii^ unbefannt war, ba^ nur ber ^a$ bet DreujTen gegen bie 9olnif(be @emaltberrf(|)aft fte )ur S()et{nabme an !DlaSIati^6 t&^nem Untemel)nten getrieben If^atte. Unb m ber Sbat warb ed ben 9}reufjfen auö) nid)t t)ergeffen, ba^ fte einem 2(btränn{gen beS «ftinig^boufed S3ei{ianb unb @4^ttg Derltes? ben ; benn ba(b nai^b^r ruflete ftd^ Saftmir ju einem Jtrtegis )uge nac^ 9>reuiren, um an bem üoiU Staöft }u üben. XUetn bie ^reufjen/ um }u frifttgerer Sertbeibigung bie n&tbige 3eit )u gen>innen, obnebtefi aucb bur(b bie UnfdDe ber b|ten AimpU in t^rer Jlrieg^ma(bt bebeutenb ge^ f(bn>2cbt, tou^Un burcb ben @(bein ber Unterwerfung unb bed ®eborfam$ iei £6ntg8 3orn )u befcbwtc^tigen. @tntge ®et^e(n unb ©efcbenfe, unter bem 9lamen eimi SErtbttted bargebracbt/ bitten bte erwänfdiite golge unb er« f^arten bem SSo((e bie iDpfer eined fcbmeren JtriegeS *> . @o ttep ftcb ber Ainig gerabe ie^t um fo letcbter beliften unb betbireU/ ba obnebtefl fein befcbrdnfter (Seift, an m&n« ä)i\^n (Sotte^bienft unb ftifterlicbe Uebungen gem6bnt, ^d) mebr in frommen Stiftungen t>on Jtl6flern/ in S^f fcbenfungen ber Mxd)en unb in anbem SSerten bußfertiger $r6mmigfeit unb ÜRilbt^ätigfeit }U gefallen fcbien. ' Sß^lirenb inbep bie ^reuffen in $o(en für tributpflicb^ tige Untenoorfene geUen mocbten, blieben fte immerbar macb unb tb^tig fdr bie IBebau)>tung ibred freien SebenS. £>b fcbon bamafö bad n^\)t gelegene Sulmerlanb in einer ge* wifpen ^(bbdngigfeit Don 9>olen geftanben b^^be unb bie iDffa bee^iatb ald ber (Srinsfluß beö il&nigreidi^S betracbtet morben fey, l&^t ^öf für biefe Seiten nic^t gan) fiöftt bts  1) OK fpre^en Mli4 oon biefei; Untertoerfttn^ ber Ptmffm audi Bisc bie fpdtereii |>o(nir<beR Gbronijlen, a» Diugass, T. I. p. 237. Cromerp. 76; mit tab^m ba^er bie €(a^ ni^t flans oei^egen; ober vir f6mien fte att<b niitt wesldugiieti , benn mhgfi^ mist H, baf Dhtgoss. fte att< einer itn* fremben, ölten CUeSe f(bi|>fte. SaT. eu« cod jDaoib IB. L 9. 159. 
r  0aftmir t)on ^oUn uttb bie ^reuffen. S19 hupten, totewo^I ni^t ntma^x^^tinli^ tft, Mf hU ®age oon jener im £){fas9[U]{l burc^ «^erjog SSoleSIat) errichteten S^ule eine sef(^i(^tli(iE)e «^inbeutung auf biefe fiSegr^njung be^ [Reic^eö enthalte 0* Saft fc^dnt e«, baf aud^f bie 9>reu{fen baS Sulmerlanb fc^ion ni^t mel^r afö ju i(irem Sebiete gel^irig betra^^tet, bielmelS^r fc^on felbft bie £)j|a ali bie ®rin)e i^xa freien Sanbeö angefel^en Ifaben. &ixtl\df fjütte au(^ bie Statur bie ©r^nje borgejeidl^net, benn ti trennte bort bie ferner burc^^bringlidE^e, fafl ^atii nnwegrame SBSilbnif einer bid^ten SBalbung iai Sulmetb: lanb oon |>omefanien/ M ein natärlicl^er Sc^ugwaU gegen $o{nif4)e« @efe| unb 9>oInif(|^e ®en>alt^errfc^aft ""). S>iefe SBolbmÜbnif aber benugten je^t bte fi3en>o^ner 3)omefa< nieni jur SBerwa^run^ i^rer Srei^eit/ benn U)^|irenb ^6n{g Qa^mix, begnügt mit bem @(^eine einer «^errfcl^aft über |)reuffen unb eine S^itlang get^ufd^^t über btefen @(^etn bunf^ bargebotene ®ef4)enfe, in anbem 2>ingen befc^^ftigt nnir/ erbauten bort bie 9>reufen jur «^ut i|irer ®rdn$e ge^i • gen bie 9>o(en an ber S9Beic|^fe(, ba mo bie iDjfa ftd^ mit biefem @trome t>erbcnbet/ bie ftarfe IBurg ®rauben}/ mU d^x 9lame, t>ieUeic^t urfprdnglicl^ bon ber angrinjenben SBalbwilbniß ^erjlammenb/ bon ben 9>oInif4)en 6^roniften in Srobed umgemanbelt n)arb ')• @(^on il)xc Sage itou  1) jDaf man fpdtertin ba9 CTulmerlanb oK )is 9^tn ober ^u tBt^* fd9ifn 9ef^6rig anfaif, ifl Mannt; f. Dhtgoss. T. I. p. 118. Cromer fa0t hfil^ gans btYlft btn: Caetemm Culmensh ei Pomerania Polo- niaCy non Pmssiae partes faere. 2) Sgl. meine ®ef(bt(bte ber @tabt unb bed Orbendbaufed a){av rienbnrg €^. 3. 3) üraubenj f^etnt n^obl aUerbtngd ber t\^tMi&^ dltefte 9lame unb <Srebe(f nur ber ^otoniftrte gu fepn, benn n>ie lernen ben le^tem Mof bttr(b bie |>oInir(ben C^bronifien, %. SB. bttr<!b Martin, Gailus p. 71 Fennen. IBgL Narusze^i^icz T. II. p. 459. Vu4 8uca<2)aoib S. L e, 159 nennt un0 nttc ben 9tamen ©robecf unb ©cobna, ^a er ftber tiefe Seit au(!b nur att< yolnifcben ^ronifen compitjlrte. IDer d(< teile £)rbend4rottifi Dusburg P. in.-c. 187 unb bie «(anbfefle bft C^tabt (ftraubena b^^ben bagegen ben 9(amen Gruden«; f. 9)reuff. Gamm» 
320 Safimtr t>eii ^oUii unb bie ^reuffen. fc^en ben ®ew2ffem btt fO^a nnt beS SBet(Mel^®tiem<e ga6 {l!^r eine fär bamaltge Seifen au^erorbenttic^ SMtig- feit, unb eine ^de(e Sefa^ung machte fte fafi un&^minbltdi. ~ 6ajimirt fBefc^^fttgungen im Snnern feine« jentStteten Std^i ISiatten i()m meber Seit gelaffen/ auf baS 9la<l^bar$ bolf )u acl^ten, nodt^ auc^ J(taft/ b<n TCufbau ber gef^^i« d)en JBurg ju ^inbem. iDl^nebte^ bm<i!fyttcn au^ bte ^reuffen bis }u beS it6nige« Sob im 3a^ 1058 mit ab ler Alugl^ett ben ^rieben. Zt» hierauf akr 6af{miT< ittc« fier 0ol&n, SoleStat) ber Smeite, ber A&^ne }ubenaniit, ben S(^ron befiieg/ t>en9eigerten jene ni4^t bloß bie bitMd^n dStibutgefti^enfe, on U)eU^e Dolens itinige bie 9Retnung bet Untertl^nigfett unb beS ®e^orfamS tniipfttn, fonbem a ftet au^, wj^nb JBoIeSIao in itrtegen mit ben S&^meii befc^ftigt n)at, bie 9)tannf((^aft iener SButg wiebet^foU ju Staub unb ^Iji^nbentng balb in bie naiien ®ebiete $oni$ mernS/ balb an^ in 9>oIen ein ^). JBoIeSIat), no4i ein reu f($et, junger gArft, babei ftiegerif<|^ geflnnt unb e^tgeiiig;  luns SB. I. , e. 161. 4^6411 ma(ifd^etnnd() ^ing bicfec 9iame mit bfin Sßorte Grauden jurammen/ eine auc^ in fpiteret 3dt in ^nffrn ^ewifinlic^e {Benennung fär SSÜbnif, bic^t unb wifb oerwacbfnte SaU bung, tote fte bamald in ber 9{dbe bet neu erricbteten fBntq mirffit mar. Naruszeivicz a. a. O. , mit biefer Benennung unbefannt, b^lt ben 9(amen Probet! f&r €SIat)ifd^ unb jurammenb^ngenb mit best Sottr grodkanii ober d^rodami, toM^ (Sorten bebeutet; er meint au^, baf bie eiaoen bie Surg fcbon frA^ erbaut unb bie 9)reuffen fid^ tbrer svr Serwa^rung ibrer €^(bi|e nur bemdcbtidt bitten. 2(ber too ^t)eo bk SBeweife fSr folcbe SSebauptungen? IBer ffnb bie 6(at>en, hit bie Sur^i erbaut baben Tollen? C^twa bie 9)olen? Sßenn 9larur$ewtc3 obne bicfe TCnnabme bie ^ercbwinbigfeit M ^Cufbaue« ber »urg Tonfl unbeoreifüt llnbet/ fo (inben wir ed no(b unbegreifliiber, wie 9larufaemicg oon bie« Ter (Seftbioinbigfeit irgenb tt»Ci^ weif; feine Altere ClueOe enodbat ibcrr unb im Sttfammenbange ber (Sreign'fle liegt ffe m<bt im minbeflen. 1) Boguphal p. 27: Tempore autcm, qi|o in terris Bohemo- nun et Australium Rex Boleslaus intraret, eonim terrae bostiliter derastando Pmtheni et aliae nationes paganicae, de reditu Boleslai diibitantcs, Pomeraniam faostilitcr inradnnt. 
Jtrieg fi9o(e#Ui}d N. gegen ^i^^ufrem 321 oor aOem aber in ter jugmbUc^ (Seele ben @kbanfen n%enb, bap er aQe feine fBorfa|)ren auf bem Sl^rone $o^ knd an 9Rad}t unb ®r6fe ubertrefen miifjfe/ fonnte eS ni^^t ertragen, bap ba6 9{a(|^bart)o(f/ weI4)eS unter feinem Bater ft(|^ fo rulS)ig t>erlEialten , nun unter feiner •^errfd^.aft baS 9tet4) xtaX ^lunberung unb S3erl[)eerung ferner(iin l()eim< fu((^e. @d(ineQ loermittelte er Snebe mit ben ®&()men; bann fe^rte er eiligft nad(i $olen jurfidF/ fammelte raf4» ein flarfe^ «^eer t)on allerlei SSolt unb {og l^eran, um vor al« km bie &3urg ©rauben} )u erflärmen. @r fanb ben Seinb fd^on auf neuen 9)lunberungen va Sommern/ n^arf il^n yiXi tui bid an bie iDffa unb rätfte bann ^exan, um bie S3urg angugreifen. XQein ber ^reuffen 3;a)>ferfeit in ber SSer^; t^ibigttng/ bie Unerfa|frenbeit ber $olen in ber ^Belagerung unb bie Sejfigfeit unb gunjiige Sage ber SBurg t)ereitelten aOe SSerfuc^e beS J:5nige6. Znd) i)atU SRangel an Staub unb Seben$mitteln in ber 92d|ie ber großen Sßilbnifi ben 9lut^ feines ^rieg&tooKeS fo gef4)n>ädi)t, baf er bie fernere Selageruitg aufgeben mn^tc, l!)ofenb/ ben beutegierigen unb raubfucbtigen 9>reuffen balb mit grißerem @Iu(fe in offener Selbf4)la(!&t ju begegnen. «gieburd^ nun ermut^igt wagten bie $reuffen abermate einen @infaU in Sommern / gen^annen einen gro§en Z^ül be^ SanbeS unb bewogen bie S3en>obner ju einer SSerbin^ bung mit ibnen unb ju einem Eingriffe auf 9)oIen. 2>a nun in foICber SBeife burc() bie Dreuffen aucb 9>ommem i>om SReid^e »ieber abtrünnig geworben, war ber 3om be* itiniged boppeit gereijt. (Sc^neU ein neueS «^eer fammelnb bracb S3ole§(ato in $)ommern ein, ti)Mi um biefeS wieber ium ©eborfam gu bringen, tbettö aucb um bie ^reuffen/. febalb {te ben Sommern jtt <£>älfe eilen würben, in offener 6(bla<!bt anzugreifen. jDurcb Aunbfcbafter unterri^tet, baf {tcb ein fatUi «^eer t)on ^reuffen am Ufer ber £)ffa gum 6(bu6e ber ^urg ©rauben} gelagert b<)be, }og er b^rbei, et f^neQ ju * überfaQen. allein ber fiarf angefcbwoDene iUx% binberte ben Uebergang. S>a warf ^ ber it6n{g, L 21 
523 Jtrteg fBoU^fai»! II. gegen 9renffen. getüflet wie ev toar^ W^n in bte reifenben ®en^ffer; fein <^eet folgte il)m naäf; hie Sc^merbewaffheten gingen in ben SSeUen unter; au^ btele t>on ben übrigen <^eer(aufen ertranfen. ®ie Sc^aar ber ©eretteten aber, ber Wl^nc üh^ nig an it)rer ©^>(6e, griff unt^ermut^ct bie f)reu ffen an. JDet fd^nede Xnflurm beS $etnbe6 (ie$ biefen faum Seit übrig, i^re @treit]()aufen ju orbnen, unb in offener Selbri^tac^t nodf toeniger geübt, M im Jtam^fe burcb wed^felnbe SMt unb Angriff aud bem «^interl^ialte unb aM i^ren SBilbern; erlitten fte eine fo fc^redlidE^e 9lteberlage/ baf nur wenige {tdE^ retten fonnten, ber X6nig ba6 wel^rlofe Sanb weit unb breit äberjog,. )um ®el!)orfam gwang unb jum Sribut m-- p^id^UU. ®erne mod)U 3StMla\> be< Seinbe« ®(^re((en |u weiteren Eroberungen benu^en; ba aber fein J(rieg§^er fd^on ins fiebente 3a^r in ben 9la4^barMnbem ^olcnS in unauf^&rlidi^en Kriegen ermubet unb burc^ ben SSertuji in ben ®en)^ffem ber iDffa bebeutenb gefc^widi^t worben »or, fo Derlangten bie S3efel[)tö^aber nac^ ber «^etmfe^r unb ber Jt6nig sog nad) f>oIen jurätf. Sg erfolgten übrigens biefe «reigniffe im 3a^re 1064 ").  1) ^i ift ^54fl r^mieng, fafl unmbQlid), über Hefe ^tgnifTe qm 1n< Jtlare jn lommen. €^e(bß bte älttften SlutUtn ber ^olntf^en 9tf fäfi^U — unb btefe jinb lerter bier ganj aOetn unfere gÄbr« — ftnb In ibrer «DarfteSung oon etnanbec eben To oerf^ieben, aXi fte fi(b tu 4< ret ttnmtfrenb<tt Ober bte ndberen -(Berb^tntffe ber 9taäif>avtbfXet , m In ber ©efi^u^te ftbecbaupt etnanber «dUtg glet4 .ftnb. Marän. Gal- §us p. 71 n>eif nt(btd tjon ben «orbergegangenen (SinfdtCen ber yreitf* Jen in ^olen, becdbrt aber bte fni(b tfofe IBeCagerung i>on ©robetf, in* bem er fagt: Cum in principio sui regiminis et Polonb et Pome- ranis iinperaret, eorumque multitudinem ad castnim Grodeck ob- Jidendum innamerabilem congre^ret, sum contumaciae ne^Iigca- tia, non solum cactrum non habuit, ventm €tiatn Bohemomm in- •idias TIS evatit, ac Pomeraaorum dominium sie amisit. €^ WA* ren atfo na^ U^m ^broniflen au&i Sommern bei ber Setogfcnnfl OrobidM in Boledlav« ^ttt unb Dteffeid^t »ar bieref ber @runb ^r Seinbreftgf' tten ber ^re^iffen gegen |>omniem. SSBae foffen aber bie Abrlgen Sporte be< clbroniffen fagen? 9t eroberte bie Ourg ni(bt «»** 
9rettffeii0 Seretngelung 4m Jtttege mit 9o(en. 92S 3n folget Seife mar ber me^Hcle S^i( ^reuffetit abermaK bem Ainigretd^e Voten )U Srtbtttgefc^enfen bet« conlumaciae negligentia? Der C^onifl ft^t fttillä^ ben A^ntg all rinen SXann an, y,quem quedam vel ambicionis rel vanitatis supef- Anitas agitavit; aber lag Sterin hai ^ifiinQtn ber Eroberungen? Unb bann Bohemorum insidiäs vix evasit? 9Bad t^un bfe SSö^men l^ier? Ober trftumt ber (ff^ronifl (ter noc^ oom IB6bmen>^rieg unb miS er »OD 9rettf|^n ffatt t>on B6(nien fpred^en? ^Der ^(frontfl Kadludeck L IL ep. 19. p. 167. ed. Gedan. p. 15 meip 9on ber IBelagerung Orobecfd oieber gar ni^H, fptid^t nur oon ben Sidubereien ber 9omt mern, o^ne, fo loentg ald fD^artin (SaUui, ber l'reuffen ju erm^^nen. Sic biefer nennt and) er ben ffluf nld)t, an welkem er bte ^ä^la^t ge< f((e(en täfi, 6onfl fHmmt er in ber ^auptfad)e mit bef anbtm OueOen fiberdn. Vm »M^tigilen ift ()fer o^e Sweifel Boguphal p. 27, ber, oa^bem er ben (StnfaH ber ^^ceuffen nnb anberer ^ibnifcteii IB6lfcr in yommem erjA^It ^t, alfo fortfä()ct: Quod cum ad noticiam Boles- lai penrenisset, Bohemorum et Australium impugnatione obmissa ad propria convolat et bestes (affo bte ^redffen) in Pomerania reperiens invadit; quos fugientes in Sarum fluvium insecutuS| ibique non pauci de suis , non ab bostibus , sed aimorum pondere pressi in profund um demerguntur. Ob boc Polonl in antea plenis armis noiebant; (biefe ^ttVit ifl oerborben unb mufi oa^ Kadlu^ heck p. 15 tra0rf(6cinlt4 ()cipen: Ob boc Poloni ut antea plenis ar- mis uti noiebant). Bostibus itaque sie fugatis, 'eorundem bostium et alionim dominia decreverat impugnare; sed quia septimus annus ab esitu sui ad prelia jara finero dabat, in quibus Septem annis tarn ipse, quam proceres Regni illins Polonie oxores et pueros non viderant — ad propria sunt reversi. IBogup^I fprid^t Olfo beutfi(( MD ben yreulfen. 2Cber au4 feine (Srüd^ung ift verwirrt. 83o bleibt bei t(|ji bie Belagerung oon (Srobetf? Sßeld^n Stuf meint et. unter bem Sanis? liefen 9{amen ^t Weber m gfiuf in 9^ommem, nod^ in f>te&ffen. SieHetc^t'iß ber 9tame (bei bem obne^in fo fe^r oerborbenen Zcrte be« 0ogU))fKiI) nur oerfiftmmelt ^att Ossa, benn ben Sarut in kr ftafTorge ^u finti^n/ mie NarusMentfiejt T. U. p. 460 min, ift oict in gewagt unb paft nic^ in Mifffd^t ber tege. 3Ctt4 bie Chron. Prin- dp. Polon. ap. Sommersberg T. L p. 23 ^t hd i(frtt Uebereim Kmmang mit ben enodbnten dueOen fein weiterei £i<^ Unter ben \9itatti \ft 3u wrgtei^en Dlugöss. T. I. p. 255, ber bad 3a$r 1064 BCRttti Cromer p. ,81. Mecho«P p. 43.' (uca< X)a«ib S3. I. 6. 159 (dft fl^ an bief^ fpdtfren f>oIen. Gtmon Grünau Tr. IL c ^•1-5 nennt bie fBddjfü fiatt ber Dffä. 21* 
$24 9(eu(fen^ Sereinielung im Kriege mit 9ottn. pfitddtet; ber ifilt^^e bagegen unb bet n6YbIi^e, bte (einen Sb^tl am Kriege genommen/ blieben ofenbar frei.)>on bte* fer Sajl. Ueberl!)aupt ffnben fidS^ wenig @))uren toon einer engen XSerbinbung ber Sanbfc^aften unter einanber, dU(( felbji jur Seit (riegerifcbet ©efabren nicbt; fe^ eS, baf bte fo b&c^fi burfttgen gefcbicl^tlicben Quellen über biefe äeii; o^nebief audf oUe nur im feinblic^en Xutlonbe fliefenb/ t^iel SU tvenig auf $reu{fen$ innere SBef^af enl^eit unb Set^ fajTung a6)UUn, um uni in biefer IBeiiel()ung beffer bele^ ten ju (innen/ ober fep eS auc^, baf mir((i4^ eine engete jBerbinbung unb ©emeinfcbaft ber einjelnen 8anbf((Ktftett gar nic^t @|itt fanb. S>{efeS Untere ifl aUerbingS M IBa^rfd^einficI^ere. <Sine bunbeöm^^ige . Sereintgung ber Sanbeetl!)eile / über welcbe bie etnjelnen 9let(ö oin%ix^t(i geboten, f(^etnt in ber Serfaffung M Sanbed äberl^oupt in (einer 3Crt begränbet gemefen ju fepn; benn nac^bem bie fräb^r beftanbene unb in ber gefc^i4^tli<^€n @age vom ge» meinfamen SSBibewub unb bem gemeinfam^n ®riwe ange< beutete Sinbeit unb SSerbinbung beS gefammten Sotfrt burcl^ bie SanbeMbeilung jerfaOen mar, fc^eint (ein auf tr* ^enb eine SEBeife t)erbinbenbeS SSer^iitnif an beren QttUt getreten )u fe^n. X>k Sürfien, mie bU S3&l(er ber üer^ fc^iebenen Sanbf^Ktften fianben t)erein2e(t fär fic^ ba, jebei auf eigene ®efaJ()r fär feine SSetir unb @ic^crl[^ett beforgt. ^ie unb ba mocbte too^l bie geneigte @eftnnung unb Sfreunbfc^aft ber S3oI(6s«^2upter ober auc^ bie nacbbarlidfte Buneigung ber Saubfcfiaften bei bringenbcr Slotf) unb ®c< falE^r \>on aufen ju gegenfeitigcr «^ülfeDerbinbung 3(nldf geben^ unb fo fc^^einen aUerbingS andf bie Kriege mit ben Königen t>on |)olen eine ^Bereinigung einiger fübmefUi^lcn Sanbfdi^aften iumiUn btxoixtt ju l^aben ; aOein eS blieb bie^ fe$ U)a^rf(^einli(!(^ immer nur @ac^e ber einzelnen ^rßen unb t^red SSiQenS ober äußerer fiSebr^ngnig. Slirgenbj l^ren mir in biefen Ariegen ben 92amen eined aDgemeinen itrtegfiü^rete, ber an ber &pHjß be^ Jtrieg<^ere^ M ff* fammten SoKed bie oberjte Leitung beft itam|>feS 4^r ^ 
9(earffn^ Screin^etung im Jtriege mit ^oitn. 525 iefyAt ^&ttt; nie tritt ein £)berl^upt ^en>or, welches bett Jtrteg bef^^Iie^et obev im 9lamen ZUex bem Sieger bie Srieben&bebingungen t>erbärset; benn xoai eine fyitere trabe unb ungefauberte £lue&e ^ t>on einem (Stngreifen beS iDber« pxiefteH ®xxm in biefe (Sreigniffe t>orerjäbIt, ba8 jinb jtcbtbare (Srbicbtungen/ bie feine S3ed(btung t>erbienen. @o f^einen bemna^ biefe6 aQed nur St&mpU mit ben JBen^ob« nem einzelner Sanbfcbaften gewefen ju fe^n, bte {!egenb aU ' ien ®en>inn, beftegt aOe Saflen tovgen. SBieOeicbt alfo mag < ^ au(^ ber Xrieg xaxt fi3ole6(at> bem ^ubnen nicbt t>{el weiter, M über ^omefanien unb baS junj^^fHiegenbe 9>os gefanien erfhedt b^^ben % @o lange biefer friegerifc^e Särfi lebte unb in ben Jtampferi xaxt ben S36bnien unb Stuften bad ®lä(f feinen SBafen unaufbaltfam nacbgmg / n^b^ten bie IBen>obner \u ner Sanbfc^aften burdj^ 2>arbringung ber gen>ibnli(|^en Sri^ btitgefcbenfe bei ben $oIen gerne bie SReinung bom un» tertbanigen ©eborfam. iBei 93o(eSlaii>ö friegdfiärmifcbem Seifte tofirbe ber Serfuc^ )ur ^Befreiung t>on biefer Soft ebne 3n>eifel nur febr fcbwer unb ber Srfolg beS aSiflin« genS getotfl nur nocb ungbicb brädenber geworben fei^tu X(8 aber biefer %üx^, eben ^rft )um Ainige geft&nt/ i9on »Über Segler unb Seibenfcbaft getrieben unb i9on 3om unb Slacbwutl^ bingeriffen, ben i^m mit Strafen be5 «g^inu me(5 brobenben IBifcbof StaniMauS t>on Jtrafau an %tilU ger ^tatXz mit eigener «^anb ermorbete, unb ber IBanus i?ru(b bei ^opfle« ©regoriuS beS Siebenten ibm baS 9lei(|^ ttnb x>ai Seben raubte ^), unb nun, um'i Sabr 1079, fein Sruber SBlabiSlaio «^errmann bie «^rrfd^aft iiUxxtioaim $ bü  1) Gtmon Grünau an webrrn Crten. 2) jDiefed r<b<int att(b Boguphal ansubetiten / nwnn er oon 8ok IrtUlo fagt: Eommdem hostium et aliorwn dominia decreverai impugnare. 3) ViU s. Stanislai {^tt, bed ^e^i. 2Cr(bi««) Mariin. Goibu p. 7^ Kadlubeck L. II. ep. 21. p. 176. Chroo. Princip. Polon. ap. Sommers^rg T. I. p. 23. ^' ' 
$26 Artrj0}ug ber )D4nen gegen €atn(anb. tMrftti mit ben 9luffen unb Dommetn, bte t>on So(e$la(» in glei((^ev SBeife behtedf^tet n>orben/ andf bte 9)teufren fe(bß ben . Gemein einer JBeio^ung von fiöf ab / inbem {te bte SributCeifiung t>en9etgerten ^). ^ 9Rttt(enoetIe M^en au(b bte n6rbli(ben Sanbf^Hiftcn |)¥euffen& nicbt immer frieblicbe Seiten gefebem SBor aOem (ag ba9 burcb feinen «g^anbettbetrieb rei(bere @amlanb av4 ie|t no4^ ben raubfücbtigen 2Cbenteuerem ber norbifcben 9iei(be t)iel iu bequem fiir tbte ätoede unb bie gewonnene fl3eute mar i9tel ju locfenb, aß baf ed nicbt immer xoitber i9on tbnen t^tU beimgefu^t »erben foOcn. ®emtf mag foIcbeS no(b totit 6fter gefcbeben fepn, aU bte b&ifttgen unb (&(fenbaften flueOen bat)on (Snoibnung tbun« Xucb v%i nodb waren bie ©ebiete i9on Slaoien, ^reuffen/ @amlanb unt Sftblanb felbfl f&r Jtinig«f&bne gerne befucbte JtriegS^ pülie für ritterliche «^elbentbaten , für 9lubm unb Sianj, fir Seute unb ®Minn , wie Aberbauyt für bie Ttuttebnng iugenblicber Xxaft unb jugenbli(ben SRutbed. HuvSf fobben &bbegeifi getrieben/ um nicbt in fcblaffer 9lube unb ru^m^ lofer 9ht$e bte Sugenbiabre )u t>ergeuben, iammtUt in bem leiten Ctertel be^ elften 3abrbunbertd ber tapfere lannt, €obn M ritterlicben itinigS ® ueno Sfliritfon t>on 2)2-- nemarf unb JBruber be$ it6nigS «g^aralb beS 2>ritten, eine friegtbtflige @dE^aar unb )og mit ibr auf Staubfabrten in 1) Martin. Galius p. 80 fpric^t nur vom IChfaVU ber ^^mtutn ttnb oont Jtnege XßIaM<lat)< QCQen btefe ; eben fo exm&inen au^ -K^ iubeck L. II. ep. 23. p. 188 , BogupJial p. 29 unb bie Cbron. Rio- cip. Polon. p. 24 nur ber yommetn in btcfer i^jie^ung unb friner ber t)reuf|en. Vüein ungea^tet bieM e4»eigeiid ber ittvren yobit» f(bett dueOen bürfen toir bo(b annef^men, baf aucb bie 9)rettf|ett blift 9elegenbett ni^t unbenuftt eelaflen babcn mögen/ bie Srtbiit0(f<tenfe itt oermeigern, benn oon tbwa eigentlichen %\>\a\U, mt bei ben Vom« mern« fonnten bie Oueden in dtdcfft^t ber 9renflen auib ni^t wVi fpre<ben. 8on ber Sermeigerung be« Srtbutt ber 9)rettffen icngea a«4 Ipdtere fimeOen/ M JDiugoss T. I. p. 317. MechotiP p. 54. O»- mer p. 94. .J^aptpipg yommeranitt (B. L 6. 66. 8n€a.4 l^ütih  j 
JtUed^ftttd bft £)Snen 9<sen GamCanb. 5:27 Die tmiintm Sanbet; benn immer noc^ fyittt btx Slorbiit 9llenf4^n in UebevjadI/ bie ^ä) gerne f&r foldl)e UnterneJ^* mnngen gewinnen liefen ober fetbft aud^ bun^ ÜRanget unb 9lot^ geiwungen U)urben, ben (leimifdS^en fiSoben ju oer» hjlen^). ^anutö iRamen aber ))erl^rrli(l^ten Jdl^on in fei:r aer 3ngenb manche iti @am(anb tmb Sß^ianb errungene Siege unb um fein S3ater(anb erwarb er fi^ neue S3ers bimfe burd!^ Sertilgung ber ®eerduber ^ S^H^aren auf ben ojifeeif^^en ®en)afrem ''). @^ f4^eint aber, bafi £anut biefen AriegSjug in bie OpiJnber mz^x im 3Cuftrage feinet S3ater9 @ueuD d^U fon unternal^m/ oieUeicI^t audl^ um baS t)ermeinte Siecht ber £rone £<inemarf$ auf @amlanb$ S3efi6 bur(|i ben @di^re« den feiner SSaffen aufrecht ju erl^^alten; benn f(|)n)erlt(|^ migen bie Saml^nbifc^en 2>^nen biefed Stecht auf bag buni^ il^re Sayferfeit gesponnene unb mit i^rem S3Iute be« )a(Ue Sanb )e anerlannt l^aben. 3CIö nun ^nut im Sal^rt 1080 aM ®4in)eben l^erbeigerufen ben ^E^ron 2>^nemar(ft fctift bef{ieg/ befcf^Iof er einen neuen £rieg6)ug in bie Hn* ber, bie er fcf^on in feiner 3ugenb tennen gelernt, bo4^  1) @. bei DepfAng T. II. p. 267 bfe gffammelten »,t^moignages des historiens au sujet de Fexpatriation de la jeunesse du nord. 2) Saxo GrammaL p. 211 — 212 rc}fii%\X\ Veniam nunc ad Canutum «^uenonis filium, qui propitiae fortuuae beneficio summia ttaturae dotibus cumulatus, ma^o cum indolis experimento aeta- tem animo praecucurrit Quippe contracta juventute, myoparo- nnm piratica monstra perdomuit, Sembicis aique Esthonicis il- lutrein trophaeis adolescentiam egit, novüque virium gradibus pa- terni roboris fundamenta transcendit Quae Tictoria futurum eiut dominium ominata est 3n Ghejsmeri Comp. ap. Langeheck T. IL p. 357 (^tft eö: Kanutus, filiu« Hegis (Suenonis) statim in ipsa adolescentia mix^ probitate pollebat. Nolens autem inercia et de- ndia gravari, sicut frater suus Haraidus, coUectis sociis, de Sem* hia ei Estonia tropbaea sollempnia reportabat, atque pro tuenda patiia jugiter circulbat piratasque consumebat, adeo ut eum regni dominam futurum nuUus dubilaret. — Peiri Olai Excerpta ap. Langebeck T. II« p. 209 ; cf. p. 158. 
328 ^anbe(6t>ei:(e^r ititC ^vtu^U^- Vit ni6)t wie bamaü intö) S^u^mbegter unb iugenbti^K Sel[)Mujl getrieben/ fonbern t)on bem ®ebanfen geleitet, bie 6ll(t(i^en iinbtx burc^ ^Cnpflanjung beS @t>angeliumt für bie Airc^e ju Qminnen, mie er benn aud) in feinem eigenen fRdd)^ ben ö^n\tlxä)tn @lauben mit allem Sifer t^erbreitete unb ftdS^ iuxd) feine Serbienite um bie SUxi^t ben fiSeinamen beS «^eiligen ern>arb ^). @r begann fein SBerf in Samlanb, gog bann au^ nai) Aurlanb nnb<Sfl^ lanb; aQein e6 ijl unS ni^t t)erg6nnt gewefen, aber ben (Stfoig feiner 93emäbungen genauer unterrichtet gu werben, benn eS wirb und nur ergäbet, ,/er ^abt in feinem Segim nen nic^t eber nacbgelaffen^ ald bis er bie Sieidi^e ber @am$ linber/ ber Jturldnber unb @f(bl^nber t)on ®runb aud get» 1i6rt gebabt^)/' 9{ic^t minber bunlel bleibt und aucb al< leS über ba6 SSerb^Itnifi/ in n>e((|^em bie ermahnten iivlbtt naä) biefem Jtrieg6guge beö Jt6nige8 Aanut gum SD^nifcM Sleicbe geltanben b^^ben mbgen; \>o6) febeint ei, ba$ eS bai alte geblieben, bafi alfo aucb bie Saml^nber, na^bem ber iDilbe Xriegdjlurm DorAber mar, fortbin nod^ eben fo frei unb unabhängig ftcb felbfl regiert bitten. ®e})en mir aber t>on biefem @turme friegerifcf^er Um gemitter einen 3CugenbIi(f binmeg auf bed SanbeS frieb? licbeö 8eben, fo fcbeint burcb jene blutigen Ariegdguge bie <&anbeUt>erbinbung unb ber SSerfebr ber @am(änber mit ben mefUid^en @tat>ensejnbern nacb Sulin, mit ®dfMw\i  1) Chron. Erici Regis ap. Langebeck T. I. p. 160. Saxo p. 221. 2) Stixo GreunmaL p. 214: Canatus fratemis suffragiis in re^ ni fastigiam revocatua, Orientale beUum, quod in adolescentia or- •osy in exilio anspicatus fuerat, accepto solio, potius amplificandae reUgionisy qnam explendae cupiditatis gratia totis Tiribus ionoTan- dnm curabat, cnm increraenlis fortunae etiam daritatis augmentam apprebendere cupiens. Nee ante manom ab incoepto retrazit, qnan Curonum, Sembonumque ac Estbonum funditus regna delestet ICe^ttKcbel in Peiri Oia» Ezcerpt. ap. JLangebeck T. II. p. 209. Gheyt- meri Comp. ibid. p. 358. 0gl. fk^M%\% ^^^ifit MnlMnenoif 
■ .^anbeCdoerte^r mit 9^tu\\tn. 529 na^ «^ebabp/ mit ^^toiben naH) SBtrta unb onbern U^ beutenben ^anMiotttn mejflic^er Sanber nic^t tveiter ge« . fkhxt iDorben ju fepn, benn gerabe in btefer Bett bewegte ^^ auf ben ®en)2{fern be$ S3attif4)en f^^eetee ein du^erfi teged Seben im «^anbel unb SSer!e()r. 9lamentlt^ aber giebt und ein äeitgenofTe, ber berul^mte X)om^err %tam t>on Sternen / bie yiad)ti(i)t, ba$ aud) mit @amlanbd SCin Sengebiet bie •g>anbe(6gemeinf4)aft in U\)x lebenbiger Xf)as tigteit gefianben/ bie SEaufc^waaren ber @amlänber befon« berS %oö) gefc^ä^t gemefen unb «^anbetöfc^^iffe au§ <Baxnä lanb in aDen befu4)tepen *^äfen ber £>fifee gefeli)en morben fepen '). UebrigenS ober bej}at\ti( and) nod) um biefe 3eit btefer ^anbel mit ^reuffen ein}tg unb allein im Umtaufc^e; er loar alfo reinet Zau^^f^anM, benn ®o(b unb @ilber in ^lunje unb M ^Rittet be$ gegenfeitigen 9Serfe|)red jtanb bei ben ^reuffen in feinem 3Bert(^e ^). £)ed (entern be« bleuten ffe fid) au4i ie^t no^) nur )um @c^mutfe in ftiber« nen @)>angen ober fingen. @omit erlebigt fid) and) bie oft getraue. S^age: ob bie ^reuffen in i^rer l^eibnifc^en Seit n)ot)l fc^on eigene^ ©elb Qt^aht ? . wenn fte ni((^t audf fc^on babur(^ bemeint würbe, bafi unter ben «Runter« ten in Xobtenurnen aufgefunbener 9I6mifc|^er äRunjen nodf |ur Bett feine einzige alt))reuffif(^e angetrofen worben ifi jDtefeS wenige aber au^nommen, wad und %t>axn i9on Sternen, t^teUeid^t im^ ^au^ute baruber unterrid^^tet, ober burc^ ben jD(inifc^en ^6nig @ueno im ®ef))rd(^e be^; l)'lDarüber ffnb fräßet bie IBek&eife geseben. $Ba(. noc() Annalista Saxo p. 339. ^ yyAunim argentumque pro minimo ducunt^' \Ci^t Adtxm. Bre^ ; mens, oon ben |)reuffen. SDiefer eittenjud muf te bem jDom^etrn mit I am meiften aufgefallen fepn; bodj) erwd^^nt er de situ Dan. c 229 et« MM« 2Cc(^i(icl^ed au4 i^on ben C^^meben/ wenn er fagt: Omnia instru- menta Tanae gloriae, hoc est, aurum, argentum, sonipedes regios, ! pclles castorum et martunim, quae nos admtratione sui dementes fadunt» illi pro nihilo ducunt. SOtan {fe^t, bie Semerfung ifl ni(^t 0^ beifftfltgen IBticf auf bie Qlinfa^^tt b^r SB5tfer, unb nit^t o^e Sobet gegen bie 4>ntttfrtt(it iener Seit gefcl^rteben. 
550 Acieg ffitobieiat)^ «f^eccmann gegen Komment. le^tt 0/ ^ont «&anbe( btx Dreuffen unb einigen äugen i^ier ftttltcften 93i(bung l|^interbrac()t (lat/ crfafiren mir auö bie< fen Sa^t^unberten fa(l gat ni4)td über bed Solfed tnnecc6 Seben/ über feine S3er()ä(tniffe im QtaaU, über fein b^u<s lic^eö SSefen unb SBtrten^ über feine @itten unb iitiu^ ober n)obur(i() fonft ber 3Stenfd) in ber ®ef(^i(|)te beacl^tungfc mxti ^ert)ortrttt. @o liegen biefe Sa^rl^unberte bei ber 2)iirre unb Zvodenfjüt ber 6broniflen in ber Seftbict^te ba . wie eine leere unb {ItUe äBufle, bie xvix burdt^nxinbern mifs fen^ jufrieben/ ba^ bie Kriege mit ben 3laiibat^hlhm und ^ie unb ba noc^ bie SRerfseid^en geben, baf bad alte SSoIt ben alten S3oben w^ bewohnte, benn aucb btefe Jtriege (leKten bie itenntni^ be$ SSolted an ber Jtöfle ber £)(lfee ni4)t befonberd t)iet auf; Aber ba< innere Seben im ianU laffen {te taum ^ie unt ba einen fc^toacf^en fblid )u. !Oce itriege mit $olen aber bauerten anöf nix^ in ber nacl^fo(genben ätit in gleicher SBeife fort; bo(^ fc^tnt ber mui itönig ^on $oIen SßlabiMab «^errmann bie ^reuf« fen mel^r nur aI6 SSerbönbete ber abgefallenen f)ommeni unb in beren ^riegd^eeren, aii in unmittelbaren Xngrtffim beläm^ft ju ^aben. £)enn nur in Sommern l^tte ei ber iftbnig gemagt/ }ur 93eioc()ung unb t)60igen fl3e}^|^mung be< SSoKeö frembe «^auptleute unb 3B&gte einjufe^en '), bie burd^ gebieterifc^en ©tot)/ l^errifcben 2)ru(f unb b^rte iSxs it)refTungen bad Derjweifelte SSoK jur @m))irung reijten unh ed ben)ogen, bie nac^barlidiien dreuffen, melcbe, t>on gteid^em ^affe getrieben/ aucf) ©leicbeö }u befiircbten Ratten, ium SSeiflanbe aufzurufen. TM baber ber fonfl gutmut^ige unb  1) jDo(I 2Cbam oon IBcemen oom jDdntf^en Mni^t €Sueiio, bcc er oft übtt hii ©efd^id^ten ber 8&nbe( unb fßbltn befragte , vitM m f\Xi)t , fagt er felbft: — Narravit nobis tWu. rnemorandus Res Dano- runriy qui omnes BaFbarorum res gcstas ac si scriptae esscnt» in memoria tenuit. Annalista Saxo p. 283. 337. 2) Mariin. GaUus p. 80: Suos vasaldiones et comites in locb principalioribus et municioribus ordinavit. 
Amg SBlabid(Qi»6 ^ermann gegen ^ommecR. 35t faitfte , aber burdE) ben XbfaD ber $B&Iter fc^iver gereifte A&ntg ffi(abtdlat) «^etnnann im ® ommer beS 3al^re6 109 1 in Dommem einbracl^, um bte @m))6rer )U jucibtigen unb »on neuem ju be)0(|)en, flanben aud^ S^i^cufltfc^e «^älf^^au^ fen mit va bem «^eere fetneö Seinbed '). Unb in biefem «^eere warb in bem blutigen ^am^fe unfern oon 9lafel bei bem fejien IXa^e Staciaf) am Sage "o^n Üßaria'd «^im« melfa^rt — am I5ten 2(ugufl — <kyxd^ bte @(i()aar ber |>reuffen mit ben 9)ommern t>om Einige fo entf^^ieben ge^ {plagen/ ba^ baö SSoIf, burd!) ber ^iefaUenen groj^e 3a|^I gef((^m24^t unb am ferneren ©lucfe in ben SSBaffen oerjmei* felnb/ ben ^o(en mieberum ®e(^orfam unb @rgebent^it gelobte "). Xber feiten mod^^t ba6 ^rieg$g(äd ben @ieger magig ttob^bebact^tfam. (So waren auc^ bie SRittet, bercn 9Bla$ biila« «^errmann {t4) bebiente^ ba$ bezwungene 83o(f ^om^ memd in ^yxisii unb Saum ju j^alten, in (einer äBeife ge:s eignet ben JBefiegten ben ^©eborfam ertr(igti4^ ju machen. ZlgU<J(^ erinnerten gebrochene Sanbe^burgen an bie Seiten alter ^ttW^xi, ^w erbaute ämingfeflen an bie neuen S>efs  1) Kadlubeck L. II. ep. 23. p. 185. 188. Boguphal, p. 29. 2) Pomerani cum barbaris Pruthenicis juncti; Dlugoss T. I. p. 317. 3) ^ie diteren |)a{nif4en C^^roniflen betca(bten biefen Jtrieg nur 016 einen 5(rteg mit ben Sommern unb enodf^nen baftcr aocb 6ter ber nur M •ßöiföoolf baran Zf^til ne^mcnben ^reuffen nic^t brronbecd. XW Cetbünbfte werben bfffe genannt »on Dlugoss T. I. p. 317 — 318, tOO e6 beiPt: Hac pugna Pomerani et Prutbeitifracti ad ob;- dientiani rerersi, se suaqite omnia WJadisiao Duci tradunt, veniam cerlatira deprecantur; Cromer p. 94. Mechow p. 54 — 55. StaXiß |o» 0. I. e. 66. eucad jDaotb $B. I. @. 162. — @tne rpecteOe Sef^cftbung btefer |)ommertr(ben Stxxt^t fann \j,xtx Idnrr ermatten; man flnbct fiein JCannegteferd ®er(bt(bte oon |)ommern 93. I. ®. 331 , wo sugleicb auib (Sr^rterungen über ben ^äfia^toxt dtactaf) ge» geben ftnb. ®en>t^ aber !ann babei an bte @egenb t>on d^beben im tfnlnetfanbe in feinet fSeife gebaut werben; U nmr baber toobC tSsnß Wf%, bleTc «&9potbere mitiutbeilen. 
552 ftries S3labt«(at>6 «^rrtnann gegen ^ommecn, Utn, geforberte dehnten unb eingetriebene Steuern an M liarte Sod^ unb an t>ie fne^ittfd^e (Srniebrigung^ übermi' t^ic^t ®ebote unb ^errifd^er S>ru(f ber SS6gte unb «^au^t« (eute an bie iammert)oOj}e @tlat)erei unb bte befohlene £)uibung d()rt{l(idi)er ^rebtger an ben Untergang beS altm ®Iauben$ unb ber alten ®6tter ^). £)iefe$ eingepreßte Seben aber , biefe^ @(enb ber S9e« (nediitung unb biefen @c^tmpf beö aufgebrucften 3o(be> fonnte ba6 .ä$D(( nid^t ertragen. ®dE)Dn im nSc^flen 3a(te 1092 ging burd^ bad ganje Sa'nb eine neue @mp6rung; baö S3ot! trat n^ieberum unter bie SSaffen unb bie 9m\* fen fc^Ioffen abermals ein «^ulfSbönbnifi mit ben Hemmern. iDa jog eitigfi SB(abid(at) «^errmann mit einem Reinen, aber wol&lgeübten Äriegö^eere hierbei, ef felbjl gegen 9ms men l^in^ fein Se(b]^err Qc^ed) aber, 9>alattn toon Jtratau, gegen ^reuffen mit get^eitten AriegS^aufen , um in fo(^ SSBeife bie SSerbinbung ber SB&lfer ju berl^inbern unb ben Jtufrul^r im Äeime ju erflirfen*). 3Cber weber bie ?Pom« mern, nodb t^ie ^reuffen, in i^ren SB^lbem unb SBilbniflen terjiecft/ n>agten ft4) jum offenen Kampfe ^eroor, wÜ^ttvlt baS AriegSüoIf ber ^olen im SBerlaufe ber eben eingetreten nen f^aflenseit bie S^nber n»ett unb breit burcl^raubte unb burd^)>lunberte. 2)a entfdiilof ft4^ SBtabiSlat), na4 Dolen }uriidiufebren, aI6 i^m auf ber {)eimfebr bei S>riefen/ ba< mald S)rien genannt, burci^ Aunbfc^after bie 9{a4^ri4t übet» braci^t warb, bafi ein fhrfeS «^eer bon ?)ommern mit ?)rettf« fen in SSerbinbung in f6)\uUcm 2(n)uge unb nur nocb fünf 9Rei(en Don feinem Sager entfernt fep. 2)ur(^ bie auSfunb* fc^aftete geringe 3a^I ber ^olen ermutbigt n>ar btefe^ eilig gefammelte «^eer bem f^einbe nac^ejogen, ifyxi tm lieber« faOe bie gemad^^te iitSeute mieber ju entreifen. anfangt  1) Kadluheck L. fl. ep. 25. p. 188. Martin. GaUus p. 80. Dlugoss. p. 318..^ 2) 2Cu4 bier nur bte fpdteten iS^rontflen Dbi^oss, T. I. p. 321. Croffier p. 94. MeOtow p. 55. Cbron. Princip. Poloo. p. 24w 
imifelnb/ ob fein geringerer ^eerl^dufe ber n>eit m&c^ttgeren &^üt Ut |)ommem unb 9)reufFen im ^am)>fe gewac|)fen fepn toerbe/ befd^^lo^ äB(abid(at) enblicf^ benno^ ben 2(ngri{f. €r gefc^ab- £)er ®trett n>ar iu^erft l^artnacfig unb bluHg; man f^mpfte betber ®eiti mit größter Erbitterung/ bie 9ommem itm aUt^^ xoa^ ibnen m ber «^eimat l^eilrg unb tvertb war. ^rub am SRorgen toax begonnen unb btd jum 3(benb ^n)anfte nod^ ber @ieg, a(S er bei anbrecbenber SRacbt fid) ben SBafen ber $ommern )U)un>enben fcbien. 2>a ejrmannte ficb aber ber @trettbaufe ber $o(en no(^ einmal/ brang t)on neuem mit ÜRutb unb SSer^n^etfebing in bie Sieiben beö SeinbeS ein unb bracbte ba$ ^eer ber 9ommem unb ^reuffen )ur %lviä)t, bodb obne eö gu bu ftegen/ benn ber SSerluft ber $o(en mar fo bebeutenb unb tbre Araft fo ermattet unb gebrod^eu/ baf fte ben Rieben« ben Setnb nicbt )u verfolgen magten unb ftcb ber ©rdnge 9oIen6 eiligfl }umanbten ^). 3mar erfcbien SBIabidlab im Saufe beö 3abre6 1092 nocb einmal in Sommern unb bie ^reuffen f!anben aucb je^t mieber treu an ber @eite ibrer Serb&nbeten; allein e$ tarn }u feiner entfcbeibenben Geblaßt; ba6 Sanb marb meit burd^)»Iunbert unb ba man <nb(i(b iur Sroberung ber @runbfefte 9ta(e( fcbritt, mürbe baS |)oInif(be ^eer Xag unb ißacbt t)om Seinbe fo genecft unb ifter in fotc^e ®efabr unb 93ebr^ngnif gefegt/ baß e6 obne Srfofg nacb ^oten jurucfeilen mn^U ^). S>U KhtUx aber maren biel 2U febr gereijt unb ber $aß. gegen ben b^i^i^^begtertgen SRacbbar mar in aQen ®Cf  1) Martin. GalUis p. 80. Kadlubeck L. II. ep. 23. p. 188. Boguphal p. 29. Chron. Princip. PoJoo. p. 24. jDer |)reuffen toicb a«4 bier nur bei fpdteren CF^rontf^en ertudbnt; f. «orsftgtid^ !>/<#- gats. T. I. p. 321 — 322. Naruszewicz T. III. p. 49 seq. crjd^lt mcift oOeS na^ Dlugoss; woraus ya fc^en ift/ baf H aucb tn ^^^tn Iffiiie befonberen/ nocb ttn^^ebtttceten SlueUen thtx, btere ^t\t mebc geben nittf. 2) Martin. GaUus p. 8L Cfaron. Priocip. Polon. p. 24» Jtan> ^0» B. L €$. 66. 
334 itritg fBtobiftai»^ «^ermratm gegen ^ontmetn. m&t^ern Diel )U tief gewurzelt, att baf SBIabtttat» irgenb @e^orfam gegen fein ®ebot ober anif nur 9Iul)e f&r fein Steicf^ f)kt^ enoarten bdrfen^ n>enn er bte nirbltd^en 9la(^ barn nic^t v&Qtg beftegt unb it^d}tv&d^t mit ben JUtlen feine« ^errfdbertbum« für immer gefeffelt b<^be, benn w^^r fB6(fer ^reibeit ift immer um fo f4)werer }u erbrucfen, je einfad()er bei ibnen noc^ aOfe SSer^^ftntfTe beS SebenS ftnb, ie Uiö^Ux baS 2(ufgel6fete tvieber t>erbunben unb W ^^^ ger no(^ bie £)rbnung beS @taated burc^ Sturme beü Stxit> ge« bei i^nen gefl6rt werben fann. — SJIöbiSfat) erfannte, wie notbwenbig für ba§ (Sebeiben feineS 9tei(^eS bie Ibtt }2^mung ber nadi^barlic^en SSoIfer fep unb brac^ im Xn« fange beö @ommerö beö nid^fttn Sal^reS i093 mit (lufet^ fler Xnftrengung ber SttifU feineS Slei^i^ abermaU in 9)ommern ein. 3a^trei(ber ali je juoor.war biefedmal bie ßa(|I feineS' «^eere$. Xber bie Vorgänge im t)or{gen 3a^ bei ber ©rinifefte 9}afel b<^tten ibm bie Srfa^rung gebradjit/ bafi ed gegen ein folc^ed Sotf nic^t fru4)te^ Seit unb*Jtraft bur(i() {Betagerungen ber 93uvgen ju bergeuben. Qt burc^ SOjs baber mit Staub, IBranb unb S3er()eerung bad gonje Sanb/ um burcb bie feigen Mittel ber |>Ii«nberung unb be< Seuerd bed Solteö itraft ju fc^wdd^eu/ meb^e ba« 6<^»eTt feine« ^eere« im gerect)ten Jtam)»fe nodi) nidS^t ^atte bre^^en f6nnen. Unb in folc^er Zxt fte( er atx^, Sber bie SBeic^ fe( jiebenb/ in baS ®ebiet ber ^reujfen ein unb a\x6f (ter mit fBranb unb SBem>u{!ung burdfiS Sanb l^inburcf^ loiU tl^enb^ lief er eine grofe @cl^aar ©efangener unb gerauk M Sieb als eitle fBeute mit ()inwegfu^ren ^). Siege unb Jtriegdrubm batte SB(abidIat> nidl^t enungen; aber hmS auc^ bem Stciuber unb bem SRorbbrenner gelingen fann: ermatte bie S&nber bmd) feine JBer^erung mit fofa^m Sammer unb Slenb überfüllt, ben SSBo()l|tanb ber SSötfer in bem ^aa^t zerrüttet unb ba« frifc^ unb mut^ige Se«  1) Dlugoss, T. I. p. 324. Cromer p. 96; na4 ftnes Nar^ Mtewfcs T. IIL p. 48 -^ 49. 
jttieg 93(abUta«f ^errmann flegin ^tuffm., 535 ben ^nrit feine ®riuel fo bamiebergetreten ^ bafi bie fßtxs {loetfetten burd> ©efanbten fär ®e()orfam unb (Ergebung ^ebe ^tm ihm erbalen, bo4^ mit ber 93eotngung/ baf er ibnen Ser}ei^ung unb ®nabe iviberfa^ren laffe. 9B(abid? \M Derfprac^ il^nen roIcf)e$; bennocb Iie§ er n>ortbriid[)ig bie S3ornel()m1ten ber |>ommern/ bie im Kampfe an ibreS SSoU M €pi|e geftanben fjatt^n, t|)eil§ IS)inricbttn^ t^eitö in an^ bere @egenben t^erbannen ^). @o \)atte SBföbiMat) erreid^t, »06 er erjlrebt; e§ trat auf mebre 3abre fiSr bie |)reufren frieblicbe Äu^e ein. S)enn al$ im Sa^/re 1096 9B(abigIat)'^ natur(i^er @D^n @btgneu), ein raf4)er/ fraftiooOer unb mutbiger Säugling, ba$ Älojler in ©acbfen, wo man feinen regen unb aufjhe:! benben ®eifl in 9}f6ncb$äbungen unb ^lofterbufen f)atU etbru(fen n>eDen; burcb tibf}exe ©ebanfen getrieben leerlief unb jum £am)>fe gegen feinen $Bater au^ frembe «^älfe fuct^te, traten }n)ar mit ben erbitterten Sommern anify bie 9>reu{fen in bie ^a^l feiner «^älfSD&Ifer unb f(li)(ugen mit ibm am @ee ®op(o bei iRrufcbn>i^ bie unglucfli^^e ^ö^laä^t gegen SIabi§Iat) '); aUein bie innere 9lube ^reuffend n^arb bieburcl^ ni(bt ge{i&rt unb an bem ferneren SSerlaufe jeneö AriegeS fdbeinen bie $reuffen aucb tveiter feinen Xl^eil ge? nommen }U b<^ben 0* 3(ud^ liefen itranfbeit/ Xlter unb Jtriege mit 9{uflanb unb 3>ommem ben fc^mad^^en SBlabtS« U» nii^t an Stad^t n^egen jener fl3et^ulfe ber ^reufTen fär ben emp6rten ©o^)n benfen. Unter biefen Sreigniffen mar SBlabidIat)8 längerer @o^n SoIeSIat) }um tapferen unb (riegölufiigen Säugling  • 1) Boguphai p. 29 unb bie TpAteren (Sbroniflen. 2) Martin, GäUus p. 82. Kadhtbeck L. II. ep. 25. p. 191. leq. ed. Gedan. p. 18. TSXt «£>fl(f0)95(!ec ermd^nt bec ^ceuffen Diu- ^aci. T. I. p. 535. Cromer p. lOO. Mechow i^, bl, JtantOO B. I. 0..67. Uebec ben J^rteg ogl. ^anngiefcr a. a. C S« L 6. 554 ff. 5) )Dte gcnamiten C^^rotiiffen etto&bnen tbnr »enigfienf m(bt «efttr. 
3S6 S>if $reuffen, ^ilf^r>ilUt gegen 9o(en. |)erang€i(9adtifen, unb b(n mannl{d(»en Sollten ni^t gefom^ tnen, (latte er m ben ilim)>fen gegen bte |>ommem unb ^teuffen fid) burdj^ gefct^irfte fful^rung beö .^eere§/ wie nidjt tninber burc^ S£apferfett im @trette in aBer SSeife fo toiiu big gezeigt/ bag 9B(abt§(at), ber «^errfc^aft mübe, am 6nbe feiner Sage ber4}(of/ bte SSenvaltung nteberjulegen uni bie ®ebtete feincS 9lei<^eö/ um funftigem Swijte borjubeu« gen/ unter bie @5l[ine ju tl^ei(en. S3o(c6(ab er^itelt in tie« (er S^^eilung itratau, Senbomir/ @irabien unb ^k[m, ofenbat ben toorguglic^eren Unikal; @6tgnen> bagegen, bem älteren/ aber unehelichen @ol^ne, ftelen Sommern, ein Z^U toon ®rof$9)oIen/ Sancjp), ^ujjabicn unb SRafobien )u *> %Ut aui^ t)m ging bte itlug^ett }ur @(f)anbe an ber Setbenfc^a^. SSßlabtötab Uttc auS SJorliebe für ben jäiu ^eren @(y^n ungleid^ get(^eilt unb fo (ag fct^on in bieftr SMIung wteberum neuer @toff inm 3n>ifte unter ben IBrubern/ ber nod^^ oerme^irt n^arb burcf^ bie große SBer» fä)izUn^it i^rer ®efinnungen unb allet i^rer Sejbe« Zungen. £aum war bal()er 9BIabi$(ab , im Saläre 1102 gefiorben, <M ibvc bte berfugte S£(iei(ung ber befurcf^tete @treit aui^ bxa(S). fßoMlav, unter bem SBeinamen Jtr)9n>ou{i9 — Jtrummmaul — belannt^ (latte noc^ im 3a|»re bor feinei SSaterS Xobe bie 9luffen bd&mp\t unb e$ n>aren in biefen Arteg bur4^ «^utf^bunbntffe aixi) bte au iegUd^em Siam^  1) Martin, Gallus p. 83. Cbron. Princip. Polon. p. 26. -D'**" ^«f. T. L p. 338. jDa« aXfrfto&rbfdfle /öc un6 bft bferer 9ei4<t^ lung i|! obne 3n>etfel ber Umflanb, baf »eber ganj ^reuffentf, no4 ^ ned einjelnen Sbeife< beffelben bei trgenb einem C^roniflen/ fetbft iii(^ etnmaC bei ^Xugof , ber fonft fo gerne bie Vreuflen au Untertanen ^ Voten ma^tt mt einer @übe enodbnt wirb — ein SBetoet6 mebr/ b«f IBIabitfla« unb feine S^orgdnger 1!(^ nid^t etgentlt<b ol6 «Ferren 9on 9>rettffen anfeben Sonnten, fonbern hat ganje abbdngige SBecb&itnif 9>reufen8 von 9>oIcn , von »etcbem in ben fpdteren |)olnir4en <S(roni* ^n To viel bie {l?ebe ift, in nichts weiter beftanb, att in ber ^Setftsn» ber a«n)5bnli(ben er^mungenen JSributgefibenfe. 
2)ie ^reuffen, ^iiiU\>hlltt gesen ^oUn. 337 ifitn 9>0len bereit flefienben 9>reufF(n unb Komment f)xns eingebogen werben ^). X>a< SBoffenglAtf aber, mit welcbem fBoMIat) biefen Jtrieg fi^neQ beenbigte, unb ber &toii, ben er bie IBeftegten fublen lief, f)atUn aUt biefe 836({er ft^er gegen i^n erbittert; ba^tt fanb nun aucb fein fiSru:: ber @bignew um fo Uiäfttt on ibnen bulfSt)er6unbete Srrunbe. @o fianben Diele 3abre l()inburcb in bem beiUö« fen Surgerfriege ber beiben 93rüber audf bie $reuffen auf @bignewS @eite al» Serbänbete; fte folgten i^m, fo oft er fte inm ^myfe gegen ben fl3ruber aufrief, unb felbft ungerufen fielen fie ni^lt feiten mit fRaub unb SSerbeerung in So(e$Iao< Sanbe ein, ebne baß biefem bie fcbweren Jtriege mit ben ißiifymtn, ben 9luffen unb Sommern, ber Jtam))f mit feinem SBruber unb bie Seb^en mit bem Jtai« fer |>etnri(b bem fünften ') nur irgenb deit unb £raft übrig ließen, ben ^rcnffen ju oergelten. 9lur einmal mar a ibtn t)erg&nnt, burcb einen SinfaQ in i^re ©ebiete am fittnUt^^en SSoIfe {Racbe su nebmen. X>a aber nirgenbS ein {>eer jum offenen itamyfe entgegen trat unb bie ^reuf: fen na(b gemobnter SBeife ficb in iW Sß^Iber i>erfietften, fo bur(b)og er ba$ Sanb mit ^euer unb 9>länberung unb  1) 3n Anonymi vita s. OUonis ap. Ludevptg Script, rer. Ger- man. T. L p. 649 ^eift t% oon S3oled(a9: Erant autem, cum quibus «Utisim, diTcrsis temporibus, certamen faabebat ". ex alia parte Rutbeni, gens crudelis et aspera, qui FlaTorum, Prussorum et Po* meranonim freti auxiliis, acrius diutiusque illi restiterunt, sed frus- tra, quia tandem superati ab eo contriti, post muJtas clades, pa- cem ab eo postulare cum rege suo decreverunt. fßtn btefem Jtriege cqd^t au4 Martin > Gallus p. 85, aber o^ne ber |>reuffen ju ermi^» nen. Chron. Princip. Polon. p. 26. Sdagner ©efc^tc^te )9on 3>olen 6. 113 brinet alleö in fßtttoivtixnq, »enn er bie Rutbeni fAr 9tvxU fen nimmt unb ben 9tamtn ^flaven/ Fla^i ober Pla^vL (oerfc^frirben für SlaTi; auf fte anmenbet. SBa^rf^einltcfiei; tonnten bte Rüthehi £tt* t^ner fepn. 2) Uebec btefe JCrtege, beren (Srift^tuna nt^t tn btefe« SBerf ges (irt, OgL Wtlü0ä) Martin. Gallus p. 84 seq. Boguphal p. 29. seq. Naruszewicz T. III. I. 22 
338 2)if 9reuffen, J^&tf^D&trir gegen ^olen. fe^rte bann mit fcbwerer fBeute unb einer gtofen Cä^^x ©efÄngenet »ieber l()eim *). 3iirü(fgef(|^re(ft bon fernerer tft^tiger SfeinbfAaft nmren bte ^reuffen au6) bnx6) btefe SSer^eerung ifycti ianM no4 (eine$n>eg8. JBielme^r war i^ir ^^ gegen ben 9oInif(^n 9lamen feit bie(en 3a(ir)e^nten (u tief gen>urielt in i^m (Siee(e, unb bte mec^felfeitigen St&mpUf Sl^ubereien unb SonbeSberl^eentngen litten bie Crbttterung in aDen Semit' tfiern t)iel )u iod) gefleigert, a(8 ba§ fär IBhlUt, benen ber itrteg Sufl uttb SiebUngefac^e, ber Staub wiOf ommene( Se» ^d)iift, unb 93canb unb S&nben>erl^eerung @xttt unb Seitbet? treib geworben waren / für bie nidfftt Seit dtufft, Sriebe unb JBe^rfi^nung au^ nur btnfbar gewefen w^ren. 2>ie 9)reuffen ftanben balfier auc(i fort unb fort mit Sotetla^i feinbfeligem Sruber gegen ben IBruber^ unb mit bem ftm /membolte/ feibjl mit ben SlufTen gegen bie ^o(en in (ülfM ^ßic^ttger JBerbinbung. @o traten ffe mit ben 9>onnnem ins IB&nbnif , a» im Salj^re l i08 ber fo taf^fere, aU f4ilane ®newomir, «^err bon Sjarnfow, welchen SoleUab )ttm {Befehlshaber Aber einen ^ei( |)ommemS eifioben ffattt,  i) Mariin. GaUus p. 91 fagt «Ott bteTem Qmfalle in yrrvfn: ffptur in 'russiam, terram «atli barbaram est ingressus, unde cun preda multa, et factis incendti« cum pluribus captivis, querens bd- lum nee inveniens est rerersua. i)lugoss, T. L p. 406 fe(t einen fOl<ben ^infaa in« Sa^r 1t15 unb i(m er}d(i(t Naru9zewicx T. liL p. 153 na4. Sßcnn bicfee jebo^ brr n&mli^e Tepu ToS/ beflen ftaitiii ®anu< enodbnt, fo mäffe er no(t vor hat Za^x 1110 raOra^ besB mit biefcm Sa^jre ftjliffet biefer feine ffijrontf. J)(f Cbron. Prindp. Pol. p. 3.5 (jiebt brer folg^nbe SJacftti^t: Postea Bolcslaus non telot desidosius jacnit in ^uiete, sed dum tempus byeraale adcsset, for- tissimts terra coHslricla fiigoribus Prussiam intraTit, et gladebof in iliis paludosis partibus pro ponlibus utebatur, cnmque perlraO' 'sitis paludibus ad* terram babitabilera perrenisset, et quia ibidem non sunt coroperta Castella seu Opida invadenda, sed eierdtoi Boleslai passim discurrens, cepit predam immensam, viros et nra' liereSy pueros et puellas captiTas abdiixit, nee non Yillamm edifida concremaTiti remcans Poloniam sine bello bostibus circumqiiaqve plurinittm rcfrcnatis.  1 j 
2>U 9rettffen, J^iif$^hlttv gegin 9>olen. 339 imttr ben Sni^emn tiefet SanbeS ben (Sebanlen ter flSe« ftetung 9oinmem< von Dolens 3o(^ t>on neuem lebenbi^ enoetfte unb einen abermaligen XbfaO t^on bet |>olnif(|ien ^tnf^ft bemirFte ^). ®ie t>etbanben fUlf ferner au(^ im 3a^ 1112 mit ben Dommem }tt einem Derl^eerenben CtnfaOe in SSafooien/ too M ianta @tattl^Iter ®raf aSaanttS il^ret viele «^unberte erfc^lug *). @ie flahben bann meber im nic^ßen 3a^te mit in ben «^eei^aufen ber Pommern, bie butdb S3oledlai>8 gläcflic^e SBaffen jene furcht» bat blutige 9lieberlage bei ber Srjnjburg 9la!et erlitten, burdi^ wetdl^e bie meiflen SanbeSburgen DommemS in ber 9oUn ^adft Famen unb fottfyin Dotnifc^en ^atxptltnUn ibergeben mürben >); — einer berfelben mar (Suantepotc au» bem alten Dolnif^ien ®ef(|^(e(bte ber ®t9pf)en ^), befis fen Slac^tommen und in ber ®efc^i4^te DreuffenS nocb oft begegnen werben. — Sie fdj^lofTen ffc^ enbli(|i im 3abre 1119 aud^ biefem ge^^^erjoge @uante»)otc Don Hemmern an, atö biefer ben ®ebanten fafite, ber Dommem feinbltd^e Stimmung unb (Erbitterung gegen bie Dolen gu benu^, um ficb einen unabhängigen «^ersogS^Stu^l aufzurichten, ft(b ium freien Surften Ui bflli^tn DommemS }u er^leben unb fo'bad3o4^ ber £)ien{lbarfeit f&r immer )u }erbre(^en: — ein 9lan, ber freiließ t>uv^ SöoleilaU ®ieg^ über &nans tejjolc balb nac^ feiner Cntftel&ung wieber vernichtet warb »). 1) JBoguphalp. 33. 2) Chron. Princip. Polon. p. 31. Dbigou. T. 1. p, 392. 3) Martin. Gallus p. 96. Boguphal» p. 34. Gbroii. Prindp. Polon. p. 31. Dlugoss, p. 394 •- 399. Jtan(on) IB. I. G. 80 — 81. 4) Dlugoss. p. 398. Stann^itUt o. a. fö. S. I. 6. 487 5) Chron. Princip. Polen, p. 36. Dtugoss. p. 412 — 413. S>iet Icr IttUxt fagt f)iebd: £o praelio Pomerani et Pkiitheni, Telut fa« taG et ezträmo victi, quod ingentem luctum simul etpayorem apud eofl coocitaTerati quippe in eo quo<i floris, quod roboris in res- lante lurentute. erat, amiserant, ae in gratiam BoIesJai Ducis Po» lononim dedidenint , nee auii sunt ultra calcaneum suae rebellio- 22* 
340 2)te 9ttufftn^ ^iilfi^hlttt gegen 9o(ett. ®o ^tte ftd^ a(fo bad CoK "bet Dreuffen beftinbig ju ben Sfeinbett 9>oteng gehalten unb @ut unb Slut geo; ^fert/ um bu alte Srei^ett bed S3aterlanbe< sü tetten ge« gen bad frembe 3o^ unb bte ge^af te .^errfcf^aft beö 9{a4i? hati bon ben itäftenlanben ber £)jtfee iutudjul^atten obei, toenn fte auf eine Setttang an^ errungen \d)ien, fie loieber ju i>erbr(lngen ^). 3u btefem Snlereffe aber f&r Svet^it  nis contra Boleslaum movere, ex eo quoque tempore Diu usqae ad Titae suae terapora utramque terram Pomeranicam fidelicet et PruUienicara possedit. 1) @6 muf bem £lue(tenforfc(et, wenn er ba« ®cmid)t reiner Üuel; Ion att4 na(^ beii Seit, in weC^e fte fallen/ fnttr4 abwägt, aSerbing^ tooffi befrembenb fr^n , haf bte ältefttn Gl^ronifien ber 9>o(ett in i^iirii Sed^ten i&bet btere Segeben^iten be< ^unbe^oer^dltnifleS iwtfc^n trs 9ommem nnb ^^reuffen nur fetten ober auc^ gar nic^t envät^nen usb bie itTtege faji burc^^gangig nur aU jwifc^en ben |)o(en unb ben |)om: mern geführt barfieaen. 9Kan »trb baber too^I ^ie unb ba i^erfu^t^ 3" glauben , biefr« Ser^dltnif möge oieQeic^t ni^t fo oft eingetreten fepn^ ald na(( ben fpitern CF^ronifien ansunebmen ift 93et genauerer (ft»ls gung finben ftc^ tnbeffen (Snbbe ju ber 2(nna^me, baf bte fhrttffen faft bfll&nbig mit ben nad^barltd^en 9>onimem wirKt^ im SSunbe gc ffanben ^aben. )Denn 1. fagt Mariin Gallus, ber gleii^ietttge 6^ nifi, im Eingänge feiner CDj^rontf p. 57 mie m* für allemal, baf contra fcrocissimas nationes, Seleuciam, Pomeraniam et Pnissiam Polonorum Dbx assiäite pugnat, 2. beutet au4 Kadlubeck in nieb' ren €$tcnen eine folc^e X^erbinbung ber iBemo^ner ber oftfeeif<!^en AiWeS' Idnber, ^ommernd unb ^^euffend an. 3n ber SSe^dc^nung ber Vom' mern wed^felt er mit ber SSenennung Pomerani unb Mariiimi ^\ in etnselnen ^tVitn aber, 3. S3. p. 17. 20. 2t. ed. Gedao. fAeint er oi> ter provinciae maritimac aut^ 9>reuffen mit gu umfaffen ; unb biefe« attgemcineren 2Cu8bru(fel bebtcnt ft^ oft auc^ BoguphaU miebo^ bi^ frr au(^ ba/ wo nad^ außbriicfricben Seugniffen bie f)reuffen mit ben ^ommcm iufammenftanben / nur ber Sommern allein ermi^nt 3. Siegt offenbar ber »ßauptgrunb / toarum ber |)ommern namentlich ttub wtt augöweife (Srmdbnung gef^ie^t/ in ber ^a^e feCbft. Um 9>ommetii warb immer (auptfdc^tid^ gefdmpft; 9)ommern war faf( immer brr ^riegöfc^auplal; W f)ommem btibetcn beftAnbig bie «tauptma^t brr '^riegdf^ecre/ alfo natörlic^, ba$ bte 9>reuffen/ immer nitr att 4^ft# ^.ufen crfcbeinenb/ in ber SSeaAtung ber ^broniflen surücffbanben. 4. ^xto^t eine ©erbinbung bciber Söffer jitr ^Tbwe^r ber bfiben gfei(^m5p3 
Secbceitunfl bei S^rtfient^uml in ^oRimern. 341 unb Saterianb trat im Soufe btefer JCrtege no(i() ein ans bereS/ im ®ei{ie jener SB6(ter ni^t minber wtrffameS unb mächtiges j^tnju. jDie alte Erinnerung/ baß eS Don f)olen au< f<f^on einigemal Derfucf^t worben n>ar/ iuxö) bie 3(n$ p^anjung eine$ neuen ®(aubend unter ben ^eibenDÖltem bie ttfte ©runblage ber |)errf(^aft holend }u erric^ten^ war in ben ^reuffen ftct^rlid^ noc^ nic^t er(of(|>en ^). Zn6) Söo^ le^t) warb t>on biefem (Sebanfen geleitet; feinen Kriegen lag immer au^ bie Xbftct^t unter, }um wenigfien gab er a aU äwecf berfelben au6, bie ^eibnt|1^en S6l(er ber (i)xip li^n Stiid^ iuguwenben. Buweilcn f4^ten ft^^ biefer 9>Ian beft «^er)og$ (u berwirtlic^en/ benn e6 gefc^ai (u äeiten, baf bie Samel^meren, bie freien |>erren an beS S3olfe6 @pi|e, t)on IBole&tab beftegt, bie Saufe nahmen ober ffe oenigftenS }tt em)»fangcn gelobten / um be6 Sieger« 3orn )ur milben Vlaöffid^t unb jur @(|)onung }u bewegen. 3e öfter aber ba$ SSefenntnif be« 6()riftent|)ttmd i^ntn a\i Sriebenöbebiugung (lingefletlt warb, um fo me^r betrad^^te« ten fte fo(^e« aI6 eine (afiige ^aäfxoz^ beö Kriege« unb a(S ein feinblicl^e« ^06), beff^n fte ftdi^ ftetS wieber entlebig« ten, fo oft fte neue ^raft unb neuen SRutl) in ft4^ f&l^t ten 0. 2)aft aUe< fteigerte bie Abneigung ber S36Uer ges gen ben c^rifitic^n ©lauben immer f^hl^^x unb f^o^er bid tum @rabe beö bitterften «£^affe§ unb be« Vbfd^nteö. ^cnn gefft^rti^en fremben «^enf^aft fd^on in 'ber Cage ber ISer^drtntfc fetblt. Die 9icttfien (ettete fkcd ein fe^r nafie lirgenbe« Snterefie, bal Points f4< ®rbot anä^ im SRad^barlanbe Sommern mit oerni^ten $tt (reifen. 1) 2)afär fpric^t au4 bie ® teile be< aeitden6ffir4Kn ^«/a^/i. ifr<r- mens» de situ Dan. c. 227. 2) Marlin Galhis p. 57 faßt ^ieröber: Ad mare scptentrionale tres babet (PoJooia) afllnes Barbarorum gentilium ferocissimas tia- cioneSy Seleucianii Pomeraniam et Prussianiy contra quas regiones Poloaorum Dux assidue pugnat, i// eas ad fidem conoertaU StA nee gladlo predicationis cor eorum a perfidia potuit rcvocari, nee gbdio jugulacionis eorum peultus viperalis progcnies aboleri sepc tarnen principe« eorum a Ducc Polonie prelio superati ad baptiamum confugerunt, itemque collectis viribus fidem Christia* nam abnegantes, contra Ciinstianos bellum denuo paravcruat. 
342 Secbreitutis be« 6^riftcnt^um« in ^otarnttn. abacfe^cn wn il^w inntflen unD treuen etgeben^ett ou i^re alten ®itter unb an il&re ^efHgtJümet, mi l^nen bat €t)an8elium liet» nur eine bem unglutfli^^en *a«# na^folgenbe 3i*«9ttttd «»*> ®*^ö^' *>" *^^ ®**«^ ^ Jte t>erffi8te. 9lutt 8eW>a^ aber, taf um biefe Seit a\x^ nm «?o* fiel be« (^rijHid^en ®orte« in Dommern erf(!(>iettett. Cin tu Stom geweifter öif*of «em^^arb 0/ wO^x lange 3eit in ber einfamtett gelebt unb ft(^ burc^ Uebungeh m6n^t^ fd^er ©otteÄfuw^t mit Cifer i>orbere{tet, fam um6 3a^r 1122 }U9i «^erjoge fßoUilM bon Dolen, lf)m feinen f>Ia& eriffnenb, ben 3)Dmmem baä (gt>angeHum ju berttnbigeit ÄBetn ber ^erjog, mit be« Borte« &t\mmma unb ©ejin* ttung »0^1 befannt., erwieberte i^m »amenb : ber f)em* mem tro^ger unb »ilber ©eifl ge^^e fo weit, ba^ fie i|ftt m^l elder t&bten, atö ftdi) bem 3o(^e beö ®Iauben6 f&geit würben •). öemlJK^rb wagte bentiocl^ ben gefä^Iic^en Ber* fuct^, warb aber ni<^t ge^&rt, unb unter aXif^nbtungen na4^ $oten }uri(fgef(||i(ft. SBBenige Sa^re nac^^er rief «^erjog S6oU«la\>, ber enb* lidf nur in ber ®ewalt be« (^rifilicf^en Stauben« auf bte ®emut^r ber aRenfcf^en baft fid^erfle SRittel sum bauemben ©e^^orfamber 9)bmmem fanb, ben«tfdf>of iOtto wnfbam berg iu bem SBerfe ij^rer »efe^rung auf, unb biefer er« f*ien im Saläre 1124 unter be« «^erjog« «ei^utfe unb &ä)n1i in $ommem ""). 3^m gelang bte Xn))flan)ung be« <S^riftent|)um«/ befonber« im weftlii^n Sommern, }war ab 1) „Episcopuj quidam mirae sanctitatij et scientiae, Beroliar- duf nomine , Hispanus quidem genere , sed Romae ad episcopa- tum electus et consecratus,'' Andreas de Tita s. OUonis ap. Lude- wig Script« rer. German. T. I. p. 461. 2) Diu benigne respondit: Se quidem ardori tarn sanctae ▼<>- luntatis eiuj congratulari ; sed tantam gentis illius esse ferocitatem, ut magis . necem ei inferre , quam juguni fidei subire , parata sit Andreas Yita s, Otton. I. c, 3) Andreas vila s. Oltoo. ibid. p. 469. 
Verbrettung bei d^riftent^^uml in 9ommeri^. 343 ktbtng* mit weit gCAAt4^rem Srfolge; allein bort gerabe otrften in jDtto't Sert au(^ gan) anbere Ser^Itniffe ein, M fte im &ft(idE^en Dommern unb in $reu{fen &tatt fan* ben ^). X>ort toat namentli(|i ber «^af gegen |)oIen nnb ber ®ebanfe an bie mit ber Znna^mt bed (SfiriflentfinmeS ber^unbene Jtne^^tfcliaft bei mittm nid^t fo lebenbig auf* geregt unb fo tief in bie @ee(e gegangen, a(6 in biefrn Sanben. Unb n^enn bie f>rettfren nun auf ba8 4irifili(|i ge« »orbene 9la4)barlanb 9>ommem ^infa^en unb bie Solgen betrachteten, weld^e bie SEaufe bort mit ^df geführt; menn fte bemerften, wie neue @teuem unb fc^mete Saften baf Sanb brädten, meiere Sinberfireden ben flSewofinem ent)0« gen würben, um Jtir^en unb £I&jler bamit ju begaben unb 3u bereict^em, wie grope @4Ktaren wn Sremblingen befonbetS au8 2>entf4f(anb einmanberten, um bie frudE^b bargen @kgenben in Sefi^ {u nehmen, mie ber Slabe )U< fU(fgebr<ingt, gebrAift, berad(^tet unb in 7(rmut(^ gefläraf; bet jDeutfc^e bagegen ^rborgel^oben, bebortl^i(t, beborrecf^tet unb berei^fert marb, xoie @itte unb &pta6)e unb Serfaf« fung ber Uno^ter erbrutft unb berbannt, xoie ba8 alte ie* ben mit Semidfitung be< atten @(aubenS tief in ber SBur^ iel i^ertilgt unb ein frembartige6 unb nngewo^inteS Sefen an feiner @telle geltenb gemacl^t würbe*): — in ber X^t wenn fle biefeS alleft bon i|)rer Xn{td[)t aui uberfa^en unb erwogen, mupte ei ben «^afl gegen bie Sl^riften unb ben Vb^iftn gegen ba6 Sl^riftent^m nic^t no6) um fo l^&der {teigern, ba i^nen biefeS aOed al$ bie unfeligfle %olie ber IBefe^rung erfc^einen mufte? @o warb im Sotfe bie Debet ieugung immer tebenbiger unb ber ©ebanfe fc^Iug in ben (^emät^rn immer tiefere Sßurjeln, ba^ bie fieif^it unb baS alte l^eitere Seben aud^ fdxt^in nur befielen t&nni  1) SflL Stann^ieftt ®e\^i6^tt ^cmmttni im 5ten Sud^, wo bk 9t(^iä^t€ ber SSefebrung ber i)oi9merti srünblt^ befd^rieben ifl. lCo4 in Busch Memoria Otlani's £piscopi Bamb. Pomeranor. Apo- itoli. Jenae 1834. 2) Jtanto» ». l. ^. im. 217. Äaniiflicgfr ?ö. I. ©. 827 f. 
344 . fi5o(e«(at) IV. Don 9oUti. in unb mit bet tteueflcn Ttn^ingUc^feit ünb bet feftefieii CrgebenISKit an ben alten (Stauben ttnb bap bet 2)ien{lbac« feit/ ber Jtne(^tf(|Nxft unb bem Sammer an^im faOe, mx bie @6ftet unb bte alten «^eiltgtl^fimer toetlafTe. 7iufte6)t er^lten u>atb biefe Uebetjeuguns beS SSoltei, bie SRutter ber 2a)»ferfett/ ber friegertfc^en SSeget^erung unb bed unbeswingltc^en 9Rut&e6/ audi nod[^ fernerem bur4 ben fortbauemben Stampf mit ben $oIen fär ®tauben unb Srei^ftt, für @6tter unb JBaterlanb. IBoleSIat) tl^eilte am Xbenbe fetneg SebenS fein 8anb unter feine @6bne in bei Xrt, baf ber jttefie üon i^nen, aSBlabiMat)/ bie ®(biete i>on Jtrafau^ ^irabj, Sancic)/ @(||teften unb f>ommem mit bem S$orre4)te ber £)berberrfd^aft über feine {Bräber, JBoleSIao, ber }n>eite (Sol^n, !D^afoDten/ j&obrtn^ 6uiai>ien unb M dulmerlanb/ ber britte @ot;n, aRje^co, @nefen 9>bfen/ Ao« Iif(^ mit ben iugel^ortgen SanbeMI()et[en/ unb ber Dterte enb» Iid[^, «^einridl^, bte Gebiete bon Senbomir unb Subltn a* f^teUen. 2>er iöngfte ber &h^ne, Qafimix, ber bamaß no<^ ein ^inb n>ar^ warb bei ber SCl^eiding weiter nicf^t bebaut '). XOein fc()on in biefer fo ungleichen , ali ungered^^ten fB^i* lung felbft lag ](iinljng(td[^er Stoff ju enblofen tlnru^n unk Swiftigfeiten; unb (aum war Soledlato ber ^Dritte im Salt^re 1138 geftorben, ald biefer ®tof bur4^ menf<|(i(^ Seibenfcl^aft audl^ fogleid() jur ^eHen ^amme ber äxoitttüi^t unter ben IBrubern entjänbet warb. SEBIabiSlaM ®ma^ tinn ®^riftina , beS itaifer« ^einric^ be6 fünften Ze^Ut,  1) Kadlubeck L. III. ep. 27. p. 347. Boguphal p. 41. IBon btefnn ^roniftrn toirb Ht (Sutmerlanb au6bräcRi4 M ein Um ^tofiten Cldbne; 8ote<IaO/ gugcfaUener l^onbe^t^tl angefft^rt unb Culmensis Ca- steOania gencutnt iDiefci ijt und infofern von SSH^ttgfeit ^ M mc ^xft- aus bffltmmt fe^, ba(l ba« ffulmecfanb \t%t fd^on a« gum 9o(nfr(6rn 9lrid^e ge^ftrig betra<^tet mürbe , bie (Srfinje yreufen« alfo bie Cjfj mar unb ein ^olnifclfter Gafteaan btefen 8attbflrf(^ t)en»aUetr. )&>' Cfaron. Princip. Polon. p. 37 nennt bei bifffr ZX^fbxn^ ^^ Culmf^ lanb ntc^t unb f&^rt blof ffujavien unb S^cifooten oM bif bem 9^'^' lao ittgeifallenefi 8anbe<t^l« an. 
S3oled(au« iV. itttes^guj nad) 9(euf feit; 345 tüot be< ttfifnebend Stifterinn, benn tntdf ben Sorget) biefcft Setbe6 bewogen, fuc^te SSlabiMai» jtd^ auc^ ber iinhetfl^iU fetner JBritbet ju bemächtigen Ö* ^^ ^^^^ tin b^iOefet Surger :: itrteg aud, in micbem 9)Dlen bis jur ](ttp6fung aQer iDrbnftng unb Serfaffung t>em»trrt unb t>ers »nflet »atb/ biS Sß(abiSIat9/ {um J(af fer Sonrab tnt^U^n\>, bie «^errfd^a^ feinem nicbfien Sruber S3o(eSIat9 bem fBiet^ ten, mit bem JBefnamen beS Araufen l^^interliep). i£>ie f)reuffen l^atten biefen Suftanb ber IBenotrrung in 9oUn Weber gtim JCriege^ no^ ju ben gewobnten riuberif^en einfallen benttgt, fep eS, bafi bo« SBafenglätf SdoMU\>i M 2>rttten ite ju febr etngefdS^retft, ober ba^ fte ungereimt unb obne juferen Xnlaf ni^t gerne itrieg begannen. SMefen ^rieben bewabrten bie |>reuffen anö^ nocb in ben erfien Seiten ber SlegentfdS^aft SBoIedlat^S be§ SSterten. 2>{efer fo ruflige^ ali ta|)fere 9Ar|l aber, beffen Sanbeetbei(e 97afot>ien/ 2>obrin/ 6uiat)ien unb €ulmer(anb t^Mi ben f)reuffen fo naf)e lagen, t^tili unmittelbar an beren ®ebtete grinsten, mufite wol^l balb Vnlaf fut|ien ober fol^^en audj^ tx^lUn, um ben alten ©ebanfen ber ttntenoerfung |>reufs fenS «oteber au^ufaffen; unb an biefen @ebanfen fn&p^t 9^ anä) bei ibm bie 9Reinung, baf nur bie 4ftifttxd)z SBe^ februng baS bezwungene Solt im 3o(be be$ ®t1)ot\ami fe^bitUen werbe. «$>ed JtriegeS ndbere ttrfa(be bleibt unt iebo(^ unbetannt/ benn no^ in ben 3al^ren 1156 unb 1157, al9 IßoMla^ t>om itaifer Stieberic(^ bem Grften um feineS Hu^^tigen fBruberd SBlabiötat) willen mit £rieg überwogen warb, fe^en wir bie 9>teufFen im ^olnifc^en ^eer/ ate SunbeSgenoffen ober boö) wenigflenS ald SRttfhreiter ').  1) Kadlubeck L. III. ep. 27. p. 348. ep. 29. p. 358. Boguphal p. 41. Cbron. Montis - Sereni an. 1146. p. 38. 2) fO^ati liefet ben JCrieg ber ©ruber gegen einanbec genauec bei bni l^n ertDdbnten ^rontflen ; auc^ in Kadlubeck ed. Gedan. p. 50. in ber betgefftgten (^ronü; am wortrei^fien aber hti Dlußoss. T. 1. p. 456 teq. C£ Chron. Mont. Seren, p. 38. . • 3) Günther. Ligurin. L. VI. ▼. 103: . . . . co caslru Polonos 
346 OoU^lat)^ IV. Jtrtfg^iUd nad) ^ccuffeit f&ai lebodE^ immerhin bte 3n)tetra(JE|t atxät t^tanlaft ^aben mai: «^eQog SäoUiUi» ruflete .ftd^ halb mi^ jenem Xruge mit aKer 3Radft ju einem «^eere^juge in Ui Sanb ber ®etl£^en, benn fo nannten bte 9)olen abwec^felnb auct no(|^ um btefe 3eit \>ai SSolf ber ^veuffen '). Wlit einer ^idCen flRac^t bradi) er inS na#arli(be Sanb ein, unb mit tbm )uglei(^ eine XnjabI ^^rißlicber 9>i^i^{i^t; bie, »o boi @(bn>ert bie ÜRenfcben gebeugt unb gebemät^igt, fte »ieber erbeben feilten }ur Xnbetung Ui einzigen ®otte8 unb M Srl6fer8. Unter grofen JBefd^^werben/ benen fein «^eer un? termorfen n>ar, gelang eS ibm, einige Sanbfc^ften )ur TLn^ ertennung feiner «^nfc^aft )U bewegen. jE>a erlief er bai ®ebot: wer wn ben Uebermunbetien ben ö^ti^iä^en @lau« ben annebme/ folle \iöf ber DoUtommenften Sreibeit erfreuen unb an feinem S3eft^tbume burcbauS {einen @(baben erbt« ben; wer bingegen ben b^ibnifiben ®6^nbienfi nicbt t)er» laffen werbe, foIIe unY»ev)&gli(b mit bem Seben bafur b& flen. @omit fucbte Sßotaia^ ber SReinuna ju begegnen^ baf mit bem Untergange be6 alten ®6tterg(aubend aud^ aUt Sreibeit beS Sebent eiilerbe unb beft ®iegerö 2)robung beugte bie SrftbredC ten ; loiele empfingen bie Saufe, gelobt Un bie 6ntri(btung einei iif)xUi)€n äinfed unb {^riog So« UilMi in freubiger «^opung, ber @aüme fei^ nun geleimt linb bie junge 9)tlan)ung burfe nur burc^ bte «^anb iuxU*  Pomericas, Bruscos, Parthos simul atque Rutenos, Atque truces populos Scythiae totiiu faaberent. Rßdewic. Append; ad. Otton. Frising. L. I. c 3, wo Pnucbos (lebt fßtim ^id^ter l^at eine anbete (Hart Prussos» o^ne 3»e4ef bie ri^tidete. — jDte Srage: ob bie |)reu|fen U\ bem $orntf(bett <&eere ad ^ettoinige ob<jr eritoungene Sunbeögenoffen obec 9ieIIei(bt (i^^^ ^ S^ »onnene €(oIbtruppen geftanben ^ben , ifi fc^toer i\xc <Sntf(ietbung it bringen; bo<^ tfl ba< Scjlere nic^t ba« i&a^rfd^finltc^ffe, benn »e(<^ ei" Sntereffe tonnte fk hmt^tn, freimiQig ben 9o(en gegen ben Jtaifer bei> ittffeben? i) 00 nennt fle .namettt(i(^ Ktt no<4 ber 3eitgcno{fe lOtattti«^ ^ Kadbibeck L. III. ep. 37* p. 374. 
S9ole6Cat)« IV. Jtrug6)ug nac^ ^rfuffeit. 347 gefaffener yrteftet ferner no(|^ mit Ctfer dn>fbgt wetben, ff^ naäf 9oIen jurätf. 2>oc^ btefe ^offinung t&ttfd^te; benn faum war baS Sanb t>em fremben Jtrteger «Dtebet frei, üU ermut^igt burd^ baS Skrtrauen auf il^rer ®6tter ^filfe ba6 Solf bem nur jum @d^etne berloffenen (Slauben ber fßita wieber iufiel, bie 96tter burd^ neue £)pfer ber^ fi^Kte itnb bie d^rifKic^n f>rie1ler üu» bem Sanbe ber^i trieb "X 3n Seforgnt^ aber, bag 0ole«lab bet^alb 9ia4»e üben werbe, fanbten bie 9>reuffen )u i^m eine IBotfc^aft, i|^m bie Sitte bor^ulegen/ baf er fid^ mit ber Seiflung beS ZributS begnägenb i|^nen gejlatten woOe, {um (Stauben i^ rer S4ter {uräAe^ren )u b&rfen. £)a bem ^erjoge baS (S^iflentlium nur baS SRittel {ur fefleren fSegränbung fets ner ^vx^d^aft ^atte fepn foUen, fo legte er naif erreicf^tem Swetfe auf bed SRittel« Sortbau^r nid^^t befonberen SBert^ unb gew^lirte ba6 9efu4^/ ni^^t ad^tenb be< ®ebote9/ „baf tti4^t mtrbemiCaifer, wa9 Ui iCaiferS, fonbem aud^ ®otte, wa8 (Sottti ifi, geieiftet werben foHe/' TOUin bie ^Ibe ftaafregel iK^tte andf ^ier i^xt gew&^nlic^e ffolge; benn bie  i) jDev 3eitgenoffe S0{att(^a6 bei Kadlubeck L, III. ep. 31. p. 374 etläfHt: Praecipuum industriae Studium in populandis Getha- niiD proTindis Boleslaus impendit, quos non tarn personisi quam aajinabtts conjtat es^e infestos. Quorum quibusdam tiz tandem posi multa beilorum discrimina subactis, boc edicto jussit promul» gariy ut qni Cbristianae caracterem religionis elegissct, absol|itissima donatus libcrtate, nuUura in personis, nuUum in fortunis pateretur dispendium, qui autem sacrilegum gentilitatis ritum deserere ne« glexisjet, ultimo caj^itis infortunio indilate plecteretur. Sed ad mo« dicnm parens yapor illorum religio fuit| tanto Tidelicet brerior, qoanto coadior. Mos etenim fallaz illa raraunculorum lubricitas 10 a!postasiae resifit gurgitem, inclytis (inolitis) idolatriae sordiboa obscurius immergitur. gaft mit bftt tldmlt^fll SBottctl flt^ hitfi 9tiSfßxm^ in Kadiubeck ed. Gedan. p. 52. 3n bem tBorte Getba- nm ff (iet )itr Secbcutft^ung no^ ^iti)ttgefe(t: et Prussorum. SDem 9ed4le bei KadluSeck nad^gebttbet . ift bie (Sts^uod bei Boguphal p. 43. ettcal S)avtb S. I. ®. ia3 — 164. 
348 S$o(rdlat>d IV. Xrieg^sug nad^ ^reuffen. 9>rett{Tcn, bnx^ S0leSlat>« (et(|itfereige 9la4rft(^t im Stut^ gefi^rft/ i^emeigetten ba(b niö^t b(oß ben oerfproc^eiten Sti^ but , . fonbern fielen auc^ in bie nal^n (StAn^lanbe ein, t>länberten alleS au9 unb fef^rten bann mit grofer Sentc va bie «^eimat {uräcf 0- Sa bcrfammelte IBoteSlab im Saläre 1161 ein fe^ )a|)(rei(^e< <^eer ber geäbteften «ftriegev unb bra4^ wn %tm erfdnt inö ®ebiet ber @et|)en ober 9)reu{Ten ein. 6r er« fc^ien aber btefeömal nidj^t in ber %h{xi^t, ba6 ^6rrige unt abtrännige SSolf wieber unter ben ©e^orfam i\x bringea, fonbem mit bem Oebanfen, aUe« im feinblic^en £anbe h\% <titf ben leiten SRann aufzureiben unb fo baS ganje Soff iu vertilgen. 2)ie StiSe bed JCirii^l^ofe« »ar baS 3ie(i bem biefeftmal ber •|)er)Qg nac^ßrebte. 2Cber ed fiel bad Soel gan) änberd, att er eö erwartete. @(biHi bie Statur beS Sanbed/ wie fte batotalS xoox, fieberte unb bewahrte me^/ aU anberSwo fBurgen unb Soften, bed SoUeft Sreifieit 2>{(|lte Sßalbungen unb grofe, unburci^bringli^^ SBilbnifie, ia%ixtxi^ @een, eine 9Renge unjugängticl^er @ämpfe uat aSorafte/ aOe« Ueberbleibfel au8 ber alten Seit, alt 9)reiif' fen no(|i Dom SReeredgew^ffer bebetft mar, unb felbft bie nocb unge}dbmten ®em2ffer ber @tr6me liefen bamaU weit unb breit burd^ baS Sanb unb legten bem Sortstige feinbli^^er •|)eere unfSglicbe @(|^mierig{eiten entgegen. Z^ (Eülmerlanb unb 9>omefanien trennte, wie friiber fc^on er^ x^i^nt, eine bicbte, taum bur4)br{ng(i(^e SBtIbnifl unb bief? feitS biefer unmegfamen Sßalbung lag wie im SSorbofe ti- ne§ 2)ur^ganged jum bebauten Sanbe $omefanien< ein mit milbem £omgeftrauc(^e bicbt t^ermailt^fener <&ain, in welkem ein bobenlofer 9Rorajl unter bem üppig aufgema(b? fenen ttnfraut berborgen mar. 3n biefet ®egenb brang  1) Boguphal p. 43, »0 ti Oon fi!p(e<raD ^fet: SuHTicere si- quidem sibi arbitratus est Boleslaus, si quöd priacipis est, dcfcratv priDcipi, licet quod Dei est, Deo denegetur. ®gr. Oticf^ KadkAeck I. c. unb ed. Gcd. p. 52. 
jBoMiM mit feinen ftaVltn «^eerlmufen in |>teuffen ein ^). 2>aS «^eer war in brei «Raufen iet^Ut, beten einen \ ^xiOQ SoIeMat) felbft, ben anbem SRieSce, «^erjog bon 9rof coolen, ben britten aber «^erjog «^einricf^ t)on @en$ bomif anfuirten '^). 3C(S biefe @^aattn ben Stuf iDffa ttberf4)ntten fiatten, erboten jt^ bem t^erjoge SoIeSIab bier ^leitffen tome^med (Stammet ali IBSegefä^^rer bur^ bie Silbnif unb bad gef^firiicf^e ®eriim)>f/ unb ol^ne )tt a^nen, bof biefe SR^nner, benen er fonft ftf^on SSertrauen gefdl^enft, 9en it^ren SanbeSgenoffen ju feinem Setberben gemonnen «Miren, na^m er il^r anerbieten gerne an, ba fte ^etfpxc^ 6ftn, iai l^eer auf einem fieberen unb gebahnten SBege t^ono^rtd }u fähren. @o 50g ter *&er}og in bafi &anb f^u ein, balb mitten in eine wilbe unb wufle ®egenb gelau:? genb/ wo ringdum ®efum))f unb SRoraft unb nur ein eng? begranjter SBeg )um S>urdS)gange no^ übrig war. SBiS (ielier Ratten ilt)n bie %ü^tn geleitet; ba fliir)en. pibliliif bie im «^inter^Ite verborgenen «^eer^aufen ber 9>reuffen mit @4^Iai^tgef(brei fierbor, fclileubern ifyßc ®efd(^offe in itm ftgltctier iaU auf ben Seinb unb bringen aSeS in bie fnr^^tbarfle Verwirrung unb Unorbnung. 2)a bie 9)oIen,  1) ^tf euUen hti Kadluheck L. III. ep. 31. p. 375. ed. Ge- dan. p. 52. Boguphal p. 44, WO \>vt SBef^retbund ^tcfer ©f^eab ^u finben ifl, finb auferorbentli^ orrborbcn. iDer leitete Cr()tonifl fagt: Tandrra Boleslaus congrcgata exerciiatissimorum ionuinera xnulti- tudinc Polononim provlncias Gclbarum feroci anlmo aggreditur, liostes non tarn propuL-^ans , sed aniino delcre intendens, quorum proTincie nulla prorsus arte munlte, scd nature situ inaccessabiles extant. Est autcra locus transmeatus de vestibulo densatis dilu^io- nun undiquc consertus paludine, in quo limosi bituminis abissus sub quadam graminum virencia degliscit. S3ei Kadluheck ed. Ge-> dan. %A%fX fd bagfgen: Est autem lucus in ipso transmeatus vesti- bulo, densatis undique dumonim rapsalibus consertus, in quo li- mosi abysjus bituminis sub quadam graminis vcrnancia delitescit. Die Xtt<0abe oon Dobromil unb ^<k% SD^fcc. beö BogupJial wfid^en im (SmifiVLtn pon bieten ©teilen ebenfaEfä tpirbfr ab. ?) Dlugoss. T. I. p. 505. 
350 (Bo(e«(at>«. IV. itriegfiug nac^ i>cfttffen. auf bie Cnge beS SEBege« efngcinre^t/ foinen eigcntli^fni SBtberflanb ju leifben txrmoc^ten, fo fohnte rt nu^t |um Jtam)>fe forntnen^ benn ber Seinb brängte fie immer m<^ aufs ®ef&m)>f, wo ber weicbe SSoben balb embra^^ unb Pe oerfdi^Iang. Stele |(0g bie &d)Xom i^rer SBaffenrufhmg in bie gtunblofe Siefe btnab unb xoai in fol<bet SBeife nt4it in bem Sumpfe iammerltcb umtam/ erlag ben itetilen unb aBuvffptefjen bed Setnbe«, bcnn ntrgenbft UHir ein Xtt<»eg jur 9tettung unb ic me^r anbere @cbaaren jur ^t(u(fe ber)uei(ten/ um fo fd^recHicber matb bte ©efabr, um fo ge« tDiffet ber Untergang. iBiele/ t>on ben 9>teufren ergrifeoi , würben mit {uf^mmengetounbenen Stnt^m unb 3n>etgen em>&rgt ober jlarben unter ben fcbre(fli(bfUn ©raufamleitcn unb fo erlag bem )ammert>oUjlen @cbt(ffa(e faft ber gaiqc fcbinße Sb^tl be« •£)eere6. Xu4^ be« «^tjogg IBruber/ <^iiM rtc|^/ bem 2(nfu^rer beS einen «^eerbaufenS/ xaaA ba<fo UR^ glddRid^e/ att unrubmiicbe SooS. SBaS fidS^ gerettet Wt, fiob jer^ut ber «Heimat )u. 93ole§Iat) entfom mit einer fletnen 3ab( bem aOgemeinen Serberben unb 9on ben 9>teufFen «erfolgt erreichte er unter grofer ®efabr taum nod|^ |>o(en< (Srinje 0-  1) Boguphal p. 44 fdjrt in fdner Sl^eWcelbung fo fort: Per bec autem loca quidam Gothe seu Pniui Boleslai familiartssimi, sed prodiiores nequissimi Pmthenoruin denariis corrupti, turbas elec- tissime gentis Lechitanim ducere aflirmant securiMime, transitom planum et secunim profitentes^ in quo turbarum prime munt acies, per . angtistum semite limiteni. Videntes nam ex insidiis bostcs ebuUiunt, spicula lactant et ^quasi cuiusdam torcularis impressos absque prelio conculcant; Lecbitis ullro aprorum more in cnspi- des irruentibus; nonnuUos arraorum ponderc pressos abissi pro. funduni absorbuit — Kadlubeck I. c f&get (linsu: Quidam raina- lium nexibuj ac Tepriuoi intercepti obtruncantur, omnes repenbn^c caligo mortis involvit. SgL ed. Gedan. p. 52. 2>af ^ttlt^ ^* ri4 ^on S^totnir babei umtam, beutet itid^t b(of Kadlubtck p. 377. an, fonbem bie altt (fronte bei Kadlubeck ed. Gedan. p. 36 Mt el au4 auibr&cea^. 9la4 triefen dltefirn Cff^ronißen ifl hit obige (br* id^ng gegeben. Spätere Vudr^m&cfttngen hH Oin^taen fintet man 
SBoU^Uo^ IV. Jtrte9«iiis >ia(^ Vreuft^n. 351 So roat im ru^mlofefien Sobe feie ganje 0(ä^ ber 9>oInff(l^en ArtegSmannfiliaft jum Sammet beS gefammten SanbeS bntö) bte 8tft ber 9>reufren iDemtdS^tet unb baS 6ub merlanb nebfl SRafoüten waren ber f^^redltc^ften fBerbee« Tung unb ber ^Pliinberungdn^ut^ bee t^erfolgenben SetnbeS 9retS gegeben. & war ba6 ung(utf({(^{ie Sabr^ xoAd^a 9lafot>ten itnb |>b(en iemaU gefeben 1)atttn, benn unrö^m^ Heller unb Derberbltdj^er war fajl no(^ nie ein itrieg ge^l^rt vocben'*'). «pertog SßoUSlM, burcb bad f(bma(|)t)oIIe Un^ glutf )U einem Slacbefrieg gegen bte ^reuffen t^iel |u fe^r entmutliigt unb jugleid^ bur^i innere Unruben unb §6mes  in Jyiuffoss, T. L p. 509 — 512. Cromer p, 150. Mechow p. 93 — 93. euca« ^avtb S. I. G. 163. f gtebt einen smiefad^Q Seri^t au^ |)clnif(^en «nb |)reuffifd^n ©efd^i^tfcbreibem. 9lamcnUi(( euD&^nt er att< bea tetteren emed SBänbntffeg mit ben gärfien ber yommern unb dtägiec bei bem GinfaSe \xA %tWi be6 «^io^ö oon f)o(rn. ^tefe ClueUen aber flnb aui au Tp^ter 3eit, M baf t^nen ooU ler Glaube ju f^enfen »dre. 1) Ueber bie Seftimmund btefe« Jtrieddia^re< ^errf^t in ben £lttel> ITA gtofe Cerf<^iebenbeit }Dtc meiflen 9{eueren, namentlich att(9 iVaru- «scM^Ärx T. III. p. 293 n. 451 folgen in ber QCnna^me be< Sahire« 1167 bon Dlugois. T. I. p. 5o9. I^nca« SDavib S. I. e. 171 nimmt bie 3a^re 1164 unb 1165 ^'h, mogegen anbete ^olnif^e ®e< f^t^tff^retber, mie Mechow p. 93, bie Segebenbeit ind 3a(M; 1173 9etfi(^n. TCm grünbltc^flen (^at bie Settbefhmmung fäv biefe< Sreignif LeUivel im TCnbange su OssoUnski p. 440 f. er6rtert. <Er bemeifet, bof baö 3abr 1161 ba^ rt((tioe ift 0eine «^auptgtönbe fUlten ft^ 1) auf bie ^rottif bei Kadlubeck ed. Gedan. p. 36., mo e< bei bem Sabce 1161 ^fet: Diu Sandomiriensis Henricus una cum ezerdta occisas est in hello in Prutsia. — (greilic^ilt biefer 6()ronifi in feinen Seitangaben ntc^t immer ganj ff^^ec, benn er fe(t fogleid!) in biefel3a(r au4 W SerßSrung SO^ailanbö , obgleii^ biefe erfl im 3a$re 1162 et» folgte) ; 2, auf bad ISobeSja^r bed S3if4oft ^atGfivLt oon ^of au, ber biefen ^teg nod^ bef^reibt unb im Sa^re 1166 ftorb. Qt Ihnntt ba« ^ na<b ber Seitangabe in Dlugoss biefen itrieg gar ntd^t gefannt baben. iDiefec (^O^ont^ fe(t o^nebem auc( felbfl fcbon ben Sob Ut IXatt^ftn< in6 3a^r 1165. SDa nun ber Arieg offenbar no(^ oor bei fRatttdud Sob fallen muf , fo giebt jene 6()ronie Un Vu^fd^ag fir ba< 3a(|r 1161. flSgl. OuoUngki 0. 113. 
352 0(t(f auf ^ommnn itnb Dinematf. gütigen in feinem eigenen iani^ (efcl^ftigt, fonnte an {eine SBetgeltung Ui ttn|ieiled benfen. 2)aft Seftdt^um feined gefallenen S3ruber$ ^mxid) libenoied er Einern iungften SStuber Qa^mix, Ux, wie ftu^t erwähnt, bei ber S^eilung beS Sanbed nid^t bebad^if worben war. @eit je« nem traurigen @4ii(ffa(e feinet «^eered in 9)reuffen bege^« neten i^m wenige erfreulidbe Sreigniffe mtf)x, wietoo^ er nod) iwMf 3a^re burdj^Iebtc. @r ^ (larb f ummeit)oK im 3a|)re 1173*). fiRit S3ole«Iai»d Sobe aber trat fär 9>teu{fen eine }iem« lid) lange Seit ber 9lu(^e ein. 2)aö SSolf n>ar frei Don at lern Sinfluffe 9>olen9; au(|» frei t^on ber IBeforgni^, baf t)om erbitterten 3lai)hax noc^ einmal 9{a4^e geübt loetben thtitit, benn biefer triebe warb au(^ unter SSo(e«(a9J 9la4K folger, feinem fBruber SRie^co aufrecht erlitten , unb er dauerte felbjl no(|^ fort/ alö ber iängfte ber IBr&ber, &fts mir, weldf^er ben JBeinamen be« ©erec^ten fül&ret, im ^oSft 1178 iur 9legierung gefommen war. Und) (f)n l^telten in ben früheren Sabren bie inneren Ser^^Itniffe feinet ianM, t)ielfa4^e @treitig(eiten mit ben ®&l()nen fetner 93ruber 9ie( gu fifyc befc^jftigt, um nur irgenb an bie alten vermein« Un %nf))rä(^e auf ben ®el()orfam ber ^reuffen benfen ju fJnnen. aWit 9)ommern waren bie alten freunbf(^aftli(^en pt* It^Atniffe gan) aufgel&ft. £)aS 6^rif{entlE)um war nun pon bis an ba§ Ufer ber SBeicf^fel fortgepflanzt unb ^tte iwi" fd[)en bie beiben $B6lfet eine gewaltige Atuft gebracht 3» ber Seit, a» in 9>oIen SBoCedlat) unb fD^jedco regierten, ]()atte «^interpommern fc^on feinen erflen d)xiflli6)en ^rften an ©ubiölat) bem (Srlten, ber ftcft fcurdj^ SBertilgung ber ttebertefle .bed ^eibenti^umö ihm fo ^o^eö SSerbienft um ben @(auben erwarb, alt er burd^ bie ©ränbung be< fcffi" nen XlofterS iDliDa bei iCanjig nm baS ^x 1170 feinen  3) cf. NqruszeiX^Lz T. IIL p. 290. 
i S9(ic( auf Sommern ixnb Ddnemacf. 353 9lamen oerewigte 0* ^(ud^ für 9)teu{fen» ®€fc)»t(|rte mar biefe« (Sretgnifi t>oit ^ofiet 9ßi#ttgfett, irenn m £)Iil)a )9ar& Me f>flan}f(^ute gegränbet, auS n)el^r ber ®Mme d)xifis li^tfMinntni^ tinftauöf auf $i»tiffen$ 83oben au$gei9orfett werben foBte. S^orevß aber f)atti bad SJ^rtfient^uin / btefer i»on ben ^reu^en fo ge^af te uiit>, fo oft i^erfolgte @Iau6e/ alte Sanbe ber alten S^^imbfcl^aft uicf^t blof gelofl/ fonbern felbß Seinbfc^aft unb «^f unter t^nen erjeugt. dlamentf li^ foUen bte $teti{Ten aütn «g^anbel mit bem Slacl^barlanbe unterfagt, bte Jtaufleute au§ $)ommern gefangen genom« men/ i^re @4^{ffe angegriffen uifb me(^rmatö in @tretf)üs gen baS £anb btf gegen Stettin l^in t^erl^eert. unb burc^^ ytttnbert nnb viele IBemo^ner M befangene l^tnn>eggefia(^rt ^aUn, hU .enbti4^ bei einem n^ieber^Dtten SinfaSe bie 9>Qmmem fte äberfaUen unb alle erfctilagen l^aben foQen ^). lieber bie Ser^altniffe gn)ifd;en jD^nemarf unb ^reuf* fen bleiben* wir f&r biefe ^eit in t>6aiger Ungewifib^tt unb wir mäffen t^rmutben, baflz weil ^'e Sb^^oni^en bariber Diele Sabre binburdj) g(in)(icb fdb^eigen/ aucb ni(^t6 g^(bes ben* fepn möge/ wad ber 2Cuf}et(bitung wertb geacbtet würbe. SenigflenS fcbeinen bie Kriege beö £6nige8 SSalbemar be9 ©rofen mit ben ^ommerifcben Senben unb mit ben Stngiem bie 9^reuf|en nid^t weiter berubrt {u baben^ ba biefe an ben (Sreigniffen in Sommern überbauet feinen  1) iDa0 Chron. Oiwens. p. 3. (Mscr. ) tmb ade anbern hts miißeun dla^ricbten geben biefed Zai^t a(S bal ber (Scbauung £>tiiM'i an unb bte iltefie Urhinbe M gc^. 7Ct6)M iix Jtönigtöerg, woxin bei ^ttioQi &\xMlar) 0o$n ®ambot hat bloßer mit flfben ^$rfecn be* fö^tt, bcweifet aucb; baf eö fc^on oor bem Sa^ve 1178 erbaut gemc^ fen fepn inu$, benn o.on btefem 3abce ifi bte ertod^nte Jfrfunbe, Sgl. eell Okf^tcbte ie$ *&er|ogt$umö 3)ommern fB. I. @. 308. :9 ,/€Men,'' benn btefe 9to4ri4t t(e|(^ utiö nur ber fpätne 6troni|l 4l«ii0om 9)oiiimeranta 9. I. €L 127 •— 128 mit^ bemerkt babei abefr, bof Vnbece btefeö oon ben 9lögietn etrsd^n. etell a. o.^ C. €i. 142 beliebt bie 9iad!)rt(bt ebenfaird auf bte Mgier VLt^ von biK fen tft (te tvofil au4 t^obefcbeinllcb^r. l 23 
354 {ßltcf auf 8lttf(anb. S^il mefjt nafjm^n ^). @elbfi nic^t etnnuil Me %^, tpel^ SBa(bcmar mit Um na^n j>er)oge GubWat) von ^{ntet^>t)mmem fufirtc, fi&rte f)reufrenö 3lu^e*). Seim alfo iener \ft6nig «on Um itaifer Sneberid|^ bem Srlten au6f toittli^b baS f6rmlt(|^e 3Cnrr4)t auf bte «^errfc^ft ganj 9torbatbingten$ nnb aDer im Ütorboften bet ^(be gelegenen Sanbe er]()telt '), fo bell^nte ev ed bo4) ie^t noc^ nic^t auf 9>mt>ffen auS. 6ben fo bunfel ftnb und bie Serl^(tnt{fe, in toelcf^en um biefe Seit ®am(anb )u iD^nemarf gejlanben ^ben mag. Sßaren an6f bie alten vermeinten Xnf^rAc^ ber 2)inif(^en Jt6nige auf biefed iant, mie wir fpiitet^in fe^en miUn, nodj^ feineSmegS bergeffen, fo fonnten fie m* nigftenS ie^t, mie ed ^6)dnt, nii)t in äBirlung treten nnb @amlanb genof bal^er gegen feinen <tKen Sfeinb iDinematf berfelben Stulpe unb Si^ei^eit, mie bie fAbliclKn Sanbfi^af^en ieftt gegen ?)ofen. Wtit benStuffenftanbenjur 3eit bie 9)reuffenln noöf gat feiner n%ren SSerbinbung, benn Aber ben wn 9)retifM AA^en ani na6) 9lu^lanb ge^enben«^anbel jtnb n>{r in biefer Seit biet )u wenig unterrichtet, aß ha^ wir babon auf eine befonbere ®emeinf(^aft beiber S3i(fer f((^(tepen bArften. ©elbft mit ben diHid^en unb n6rbKc^en »a^am, ben «fr t^mm, @ama\ten unb JturUnbem fanb {eine enge 0^ rfil^nmg ®tatt, wenn gleich einmal bie fhreuffen ben 8it- t^uem (ober ben Siujfen) a» .^ülfSboff jur ©eite geffan* ben )u ^aben fc^einen *X ^b biefe »Jlfer nt^it etw« b«  1) Helmold. ChroiL Slavor. L II. c 4. fßtatttt Sfftji^tr »on SDÄnematf ö. I. ©, 324 ff. dtaumer ®ef(mte ter ^ojenfau* fen SB. II. ©. 216. 2) aXal^t 0. 0. O. ®. 347. ©etl a. a. £). SJ. 308. 3) Chron. Danic. ap. Langebeck T. II. p. 171. 4) fBenn nämli^ J»iMd) Me Ruteni fn ber Hiitona AnoDjmi de Tita S. Otton. ap. Ludetipig T. I. p. 649, mit i$ tlHlM<^*^ ifl, eittffaner »arm. Jeaeamfin 0. IL e. 68 erwähnt, ,Mt "'4 ben ma^xiö)tin M »etfaferd von bem Üben be« ^igen Otto tM 9tvifftn ^t SBort gegeben, nie mft ben f>ommem nnb onbetn «M^ 
93lt(f.auf 9luflanb. 355 ^bel ben 9>teuffen n^^et ^tbxa^t f)aU, bleibt g^njltd!) imgemif. 2)ie Ariege aber, tpelcbe tte Surften 9luflanb6 m i^erfc^tebenen Seiten gegen bie Sfd^uben ober 6jl()länber tinb bie n>i(ben nnb grattfamen Sitt^auer wegen xt)xcx Stanh^ }&ge nad^ Stuflatib ful^rten 0^ ^^i^^ ben 9)reuffen ofenbar t)iel }u ferne unb berührten baö Sntereffe i()rcö 8anbe6 üicl i» wenig/ aK baf fte jur X^eitna^me wclren bewegen morben. @o waren alfo eine Seit binburd) 9)reuffen§ SJer^affe niffe mit allen feinen Slacbbarlnnbern frieblid[)er 2Crt ober ti war wenigftend bie Sage ber ®inge nac^ aQen Seiten bin fo geflaltet/ baf e6 nirgenb^ ju ofenen ffeinbfeltgfriten mit Vteuffend {Bewohnern tarn. Unb in folcber SSeife geben faft iwanjig 3abre unbefannt t^oräber, t>on benen ber ®^i f(l^{4^tfi^vetber nichts berichten fann, üielleicbt ati$ be^balb^ weil nidE^tt in btefer Seit gef(i()ab/ wad ber JCufjeicbnung o&tbig fcf^ien. JDen ftiOen ®ang beS inneren SebenS aber baben bie nteiften ®efdi^i(btf(breiber ber bamaligen Seit aud} in Se$ie^ung auf ^reuffen fo unbeachtet gelaffen, ba^^ber matte ®rifel i^rer @efd^i(|itfd|^reibung ruben mn^U, wenn nic^t bie @xi/if)lvinQ t)on itrieg unb @cb(a(f^t ibn fnIBewe« ipmg fe'lte. «sb %eixAen wn fSoUtiw, nie mit ben ^rruffen unb ben $o(om|ern itt ein Sfinbntf su treten. " «Die von Jtaramftn gemeinte stelle fd^etnt in ber ffistoria Anonymi etc. p. 651 jtt fe^p, »0 frettid) nur »cn ben yommcm bie Stebe iji. 5) iCaramfin ». ü. @. 144. IB. lU. e. 5Z  23 
©ed^fled ^ a p i t tl  i&ineS foIdE^n SfnebcnS ttnt) einer folgen bem ianit ge^ UxW^ti inneren 9lu()e/ n>ie 9)reu{fen fie im Verläufe 9on }n)an)i9 3atren genoß, erfreute jtc|> n>ill^renb beffen feinefc meg9 ^len nnb Saftmir bei ©ere^ten Siegtentng n>ar nic^tt weniger afö ni^ig unb glA(f(i4). ®ie iQueOe aQed UebeU unb fafi aded tInfriebenS in biefem Sanbe voüx ber ÜRangrl einer feflen £)rbnung ttnb gefe^(i(^n Sejtimmt^it in ber Stegentensgfolge: ballier ^arteiitngen unter ben fBomeffmen/ SBetrit^ereien unter ben Großen , Spaltungen im Solfe, Sruber s unb IBurgertriege unb aUti Ungldcf unb aUn Sammer in beren IBegleitung. %nd) bie 9te^ierungd«3eit Sajtmir be9 ®ere(|^ten jleOte bat>on ben 93en>ei6. 2)er matte unb tr^ge Sfärft 9)?ie$€0 n^ar bnrd^ bie Umtriebe M fdu fdi^ofd ®etto ober ®ebion t)on £ra{au t)on feiner SBärbe «erbringt n)orben ')• @S jeugt fftr SaftmirS geredj^te @e« finnung , baf er nur im 3n>ange unb md) t»ergeMic(^r Siu gerung in feinet fBruberd SteUe trat. Xber fnn^^n Satire lang bauerte nun ber itrieg ber 9)arteien unb ber 'SBec^fei' tampf M 93ruberö gegen ben S^ruber um ben beneibungl^ lofen {)er)ogetitel, biö enblic^, afö iai Sanb bemüflet unb - 1) S^et(t4 toar bte iDro^ung, bie er gegen bte ®rofen — optina- Ubus SUIS — att6ft)ta(^: minimus digitus meus grossior est dorio p^tris raeiy pater tneus cecidit tos Tirgis, ego scorpionibiis tos ce- dam, eben au(^ ni^t geeignet, t(m bie «bergen 3U gewinnen; Kadiu- deck ed. Gcdan. p. 53. ed. Dobrom. L. IIL c 3 — 4. Boguphül p. 45. 
6aftniu< betf Oerecf^tt n Jtticg gegen 9tfuffen. 357 oflM ®(ä<f unb SSo^^Ife^n be< Sol((< untergraben war, bte fetnbl{(^en Sräber im , Solare 1191 ftdE^ loerfi^nten unb Qat ftmtVn bte «^ergegSwArbe nun unbeflrttten Aberlaffen loarb. Jtaum roax lehod) bad itriegdfc^wert im 3nnem be9 Sonbe« gur Stu^e gekommen , att Saftmir bef4)Iof , baffelbe gegen bie na#arlt(|^en $reuf[en ju t^enben. 8Baö if^n jur (Erneuerung beS Arieged mit biefem Seife bewogen b^be, ift f4^toer SU fagen. SBieHeic^t woUte er mit Iriegerif(^er älacbe jene Seibäife bergelten, m\^t bie 9>ommern unb wifyc^dftüdii) aucb bie 9>reufren oorlangft feinem Sruber 9Ije6co in jenem Kriege gegen i^n geleifiet b^^^tten 0; biet» lei^^t aucb waren feinbfelige Vergebungen ju befirafeU/ rotU (be bie f)reuffen w^bvenb jened .ftrieged im ®fbUU ^olenS verAbt bitten'); bocb W man aucb gemeint/ ber «^erjog babe je^t erft baran benfen f innen ,. ben S^ob feinet bereits 9or brei^ig 3abren t9on ben 9)reuf|en erfcblagenen S3ruber9 ^inric^ ju racben ^). SRag nun irgenb einer biefer iBe^ weggränbe bei bem <&er}oge üorgeberffcbt/ ober migen wie« berboUe 9taub}Uge ber ^reuffen ibn gereift ober aucb Sr« eberungdluft getrieben b<kben; — er röjlete im Sabre 1192 }n einem fcbmeren Kriege* gegen bie |>reujTen/ entf^lofTeU/ biefeS Sott tnbli^ für immer ju bej^bnten. @pfort euging burcb aOe S^b^tle $o(enfi ein aUgemeined •^eergebot unb an bie t^enoanbten Särgen feincd «^aufeS oanbte ftcb Saftmir um Seibäife mit ibren £riegebaiifen.  1) Kadlubeck L. UI. c. 12. p. 472. S^teHeiibt gefd^ot) l>ie »ei ^fe ber ^reuffen )u ber itit, al« S){|edco CTuiavien unb SO^afooien er« oberte. Cronter p. 164. 2) ^{efe< !6nnte man auö ben BS^orten bet Kadlubcck Ij. UI. c 19. p. 510 f4(teflen: Horum (i. e. Prussariim) latrunculos quiden^ Rutbenoruin Drohidnensi» Princeps foTere 4tlaaculo oonsuereraL . 5) 2)tefen SBetoeggrunb giebt Jülugoss T. I. p. 564 an, inbem er fagt: Ad oldacendum fratris Henrici primi Sandomiriensis Ducis et ezercitos Poloaici frande a Pruthenis locorura iniquitate circum- tenti mortem, animum intendiL »Dem fUmmen au(^ Crofner p. 168 Mechom p. 105 unb «ttcal )Dat)ib S3. I. G. 173 M. Snbcffen bat btcftf ge»if bie loenigflt flSa^Mfd^nficbieft fftr fi«.  \ 
558 (Safinitrd hti Oerec^teit Xcteg gtgtn ^ttnfftn. SRjie^co ber Vlte, ^crgog loon ®to^::f>oren, fattbte feinen @o]^n 8)o(f8(a9 mit einer reiftgen &d)aat. 2)te Sib^fen 9on @(^Icften aber, «^erjog Seledtat) ber Snyfe Don Srei^ tau unb 9RjedIat) «^erjog bon 9tattbor, ^ifimirS Stefen, führten ibre ^er6etgebrad(^ten «^eer^Ktufen felb# an. Unb M bie einsclnen @c^aaren gerufiet unb aUed )um Stampft bt^ reit nrnr, jogen {te )ur ©ranje (yin unb fammelten fl^ in einem Selblager in ber ©egenb, in meiert nac^maUS^orn erbaut marb, n)o fte Un 9Bei(fyfeU@trom äberfidbritten 0. hierauf burd^ baS Jlulmifdb^ ®ebiet binburcbiie^enb^ betrat \>ai ^ctx, ald ed über bie iD{Ta gegangen mar^ baS (Sebiet ber $reu{fen. 2)te mamenbe Erinnerung fruberer @efabten, benen f)itx bie |)oIen fdt)on mebrmaU unterfegen Ratten, rietb }ur Sorftcbt im Sortfcbreiten, wie jur Sebutfamteit im Sager. 9ta6f alter SBeife bitten bie ^teuffen ftcb audf le^t in ibren SSB^Ibern unb binter tbren kämpfen loerftecft, »^bi^enb ber raubluflige $oIe baS Sanb bi^btn unb bort^tn unter 9)liinbemng unb IBranb bur^^jog. S>ocb bie unb ba, mo Qeit unb £)rt ^affenb fcbien, magten bie 9>reuffen &fter ))l5^Ii(be Ueberfille gegen ben beutegierigen Seinb unb eS ifam nicbt fetten ju blutigen @efe(bten. S)em Solle ^xtuff Uni bracb ten jebocb folcbe Kampfe wenig «^eil, ba bed Setn^ be6 flRacbt 9tel }u fhr! n>ar, ali bafi {te burcb fold^e %€^ ben b^tte gef(bn>4(bt ober aucb nur ermübet werben t&nnen. 2>a erfcbien enblicb / M baö 8anb fcbon xoeit unb breit t>er« wiijlet war, eine ©efanbtfcbaft ber SBornebmeren bedSoffe< bor bem «^er^oge Saftmir, hat um @cbonung unb Sf^iebe, erbot ftcb wieberum }u Sribut unb ©eborfam unb gelobte, aOeft iu erfüllen, wa6 nur irgenb ein nacbftcbtiger unb ge^ re4)ter £)berberr t^om Sol{e berlangen werbe. 2)er <^er)og forberte ben rdtffiinbigen, bi^b^r verweigerten Sind, ^u  1) Dlußoss, T. I. p. 564 fa^t: Cum autera singulae copiae ad oppidum Thorun super Wlslam silum convenissent etc. fBof^ f(beinU(b »oOte ber .$olntfd^e (S^ront^ mit btcfen IBBorten nur btc Öe« genb bc^dcbncn, xoo bod «^eer ft4 Derfämmeltr, bcnn er m«fte bo(b wo(>I rniffen, baf bie Gtabt S^om bamaU no^ nitbt »or^nbea toac 
<Saftmir« M Oerff^lm Art^ dfg^ti bie 9#Upiatiir. 359 » ^eiuitd Ux ®efan§e«en unb l^urAett 9f ti|e( jut S&rgfc^ft lenimen SviebeM unb ber t>erfpro(|^enen Setßitngeit Unjb b« bte f>feitf)en aSe btefe Sorbentngcn toiUii etf&ateii/ tag er mit feinem ^eerlKiitfen naä) Do(ni wieber jurätf >). jDo(^ .au4^ je^t mar be« «^r^ogfr SEBaffen nodE^ Um 9tüf)t ^9t^btmti beim in ben ^reuffen mar nur ber eine Setnb beft dUUf^i iüm Stieben gcimungen; m anberer ne^^ |efa^i4Krer las an 9)oIenS ifKid^er ®rdn)e. jDort m«l^ lett a($ ^dfbaw>9 bie (^eibnif(|ien ^olei^ianer/ ein Stpeig bei alten Solfeö ber Sajminger, ber ftc^ fc^on in frulieter Seit t>on Stuflonb unb SBo^nien bif gegen SRafoDien/ Sitt^uen unb Dreuffen meit ^in auöbe^nte ^). iDaö Sanb, in mehf^m biefrt SSotf in {erfreuten 2BolSinfi|en faß/ um$ fafite bie meiten ©ebiete ber ledigen Sanbfdi^aften Doblejien ober 9>obla4»ien/ Sineic, 9lomogrob unb (Sbetm unb im Storben ging ed berauf bid an bie fub(i(be @(rAn)e t>Dn ©ol^ tnbten. ^o6f fc^einen um biefe ^eit bie ®rdn)en ber SBc^nr jt^ ber ^olerianer fk^on befcbrdnfter^ atö frü^er^in gerne« fen )u fepu/ nur baß bte n&rblid^e S^rAnje immer noc^ an 1) SDte wUftänbiglfti SXutUt ftt»er tiefe Unternehmung gegen bie j)rettffen ifl iwat nur Dlugoss. T. L p. 564; allein auc^ bie diteren (S^rottijlen beuten biefen Arieg menigflend an. 0o fi^gt Kadhibeck L. lU. c 19: Corapos itaque Regai Gaiimiriis , certus amiconim, scd'incertas amicitianiro , Getbicos niagnanimiter sudores aggredi- tar. Quorum contiguis per Dimiura affliciis et per crekerrima vix adactis praelia, in PoUexianorum cervioosam feritateuL aniraoaius acdfligitur. 2)amit öbereinftimmenb Boguphal p. 49. ($d gebt ^fixx* and fttglei^ beroor, ba9 ber Jtrieg gegen bie VrenfTen bem gegen bie 9o(crtaner voranging. 2) Sgl. Aber bie dCtere «ef(bi<bte be« Sastdngetr« SoOe« Mennig GoBMuenL de rebus Jaxjgum sive JasTingomni ex Asia.in Unga- riam et Poloniam transgrewomm , in Pruasia exUrpalorum. Regio- mont 1&12. Ueber bie XBobnlt^e beffclben ^\it H bier p. 10: Inka- biUTeruni 1) occidentalem Polestae partem, quamobrem ei Polte- xiani dicii sunt; 2) lotani Podlackiae proTinciam; 3) totam illam MasoTiae paiiem, quae inter flu^ios Walbosckum,. Nareyam in- tnntem, et Bugum sila est; 4) Teierem >SudaTianiy Prussicam et Samaitico - Littuanicam. 
360 Safimtrl be^ OtCM^ten Jlctes gegm bie 9^FiAiifr. bie ^ttf{tfd)e eanKc^fr- (Stefinbten fH^^). T>\tft 9la46a& ficbaft Qkilinbten^ ^tte )utSfo(ge gehabt ^ ba$ bie Doleiciann fid) m«tui^ed auS ben Bütten unb ®ebr ju^^en bet (Salinbiir angeeignet t)atten; t>ienet(|^t ftanben beibe SSiOer au^ in «^anbel^erfebre mit einanber; ti ift wobvfcb^nltcb/ baf t)eii bDttber bie 9)reitffeR einen SbeK ib^ev foflbawn 9>el)»etfe unlb anbete ISaaren )ogen, mit n>elcben fit ben «^bel nadb SBefien trieben. I^a nun bie 9)obrianer »eber jum ®(aiotfcben ®tamme ^ bei ^olen , nn^ }u ben eigenöicffen dtttfTett gt)^It lüetben fonnten^ obn^bem aucb too^I mit Den 9>rett{ten ba(b gemetnfcbaftitdi^^ baib bocb »entgfM gleicbjeitig unb au$ gteicbem ^((\\e gegen bie 9)o(en Sim fjKe unb Staubjäge in beten Sanbe unUma^mtn, fo tonn^ ten fie Don ben Scb^iftfleOetn ienet Seit, bie mit berSSit (et^ßetmanbtfcbaft obnebem l^6cbft unbefannt UHiten, we^i U\6)t f&t einen äweig bed 9)tenfftfcbcn ßoKed gefnilten »et?  1) IDte gele^ Vnmerfung bei Narustef^icx Historya Narodo Polskiego T. IV. L. L c. 26 Nro. 115 aber bte »ftammund foimK qM aber bie SB3obn{t|e ber f)otertaner ftberbebt uni f^vn einer »eitmn 2(u4einanberfe^ung btefed (Segenflanbed, ber obnebem aucb bte ®ef4i4^ 9reuff^n< mebr nur beräb<^t, M tbrem Gebiete sn^ört. 0o lan^e man fräbcr (mie t4 felb# irrig in meiner ®ef(bi4te fRarienbitra^ 6..2 ^etban) biefe« Soi! m6^ Vreaffen fe|te, f<bien tt aui^ fllr biefe« Htfi bee ®er<bidft'te »on 9r6^mr föi^tigleit 3e(t fann e< unftce Xnfinecb fftmfeit nur aU 9to(bban>olf auf |t(b sieben , inbem ed etntgenial vä 9reuffen in Ser&btung !am- Snbem wir baber ben 8efer ^nr »eiteccB fSelebruttg auf "Stwcixiyttoiti i^erweifen, iit^t und bi^r nur bie oon bicjen ^cbriftfleaer nfcbt gekannte 9ta(bbarfdKift ber yolerianer unb Miabcc Dor TCugen. Ißerfc^iebene Urfunben beweifcn W 9(a(bbarf4a|t bcibcr ^dttber gan^ unsmetfelbaft. SMe eine iß vom 3ab<^« 1255 in (es Act Bonus. T. m. p. 140 nnb filbrt bie betben Cattbf^ftfa Pblaia mb Galenz ((Balinbien) all ilebttt etnanber licgenb am (Sine anbere, oo» Sabre 1277 nennt bcibe Stacbbarldnber Polexia unb Galandia (im 0<9* 2Cr(bi«> ®(biebt. I. Nro. 4.) ogL Jlo(ebue Bi L e. 313, »o jlatt 1250 fleben muf 1257. «Riebet barf XixifL ux^tn mrrbesi, baf MiO' bien ft(b iiemliib tnett in hk ^egenb bei Sparern binab^og unb eisen a^beil bei nacbmaligttt SRofooifcben ®th\zUA umfafte, »ic oxi onbess ^Orten biefel SBerfel beriefen ift. 
Oca ^). Staute unb loUb / tro|ig unb ^uflerfl gracfam^ trie« gftif4^ unb raubgierig, wie biefe^ Soff bam«tt no^^ »mt, mufitf e^ t»im bc<i Sta^bam nodt» um fo me(ir gef&nlj^M unb geliofit werben, ba unabfe^bare SB&ften, grauen»i>Qe aialbioitbniffe uob grofe SRord^e unb ®um)>fe in feinem Sanbe eS unangreifbar unb baburcb ^v^ fo feder unb ti^^ ner bei feinen Staubjügen in bie nac^barlicf^en Sanbe mad^ten. @dbon I^ngfi ^rrft^te ba^r aud^ jn^ifcben ben^ 9>obn nHb jenem Sötte, wie }n>if(^en il^m unb ben bena^^rten Stuffen arge 8einbf<(Kift unb bitterer |)a{i , )uma( ba e6 au<|^ iebem anbem ^inbe ber beiben S6tter ftetd jum IRaubs friege gegen f)obn ober 0lu6(anb bereit flanb ober gerne tttjog. Sin foI4^er 9einb Dolend n>ar t>or)äg(i<^ aud^ ber Surft 9on JDrobic}9n, bef|en ^errf((^aft um ben Sug lag unb ber f4ion lange ber f)oIer{aner rduberifci^e SinfdUe in bat ®ebiet ber |)o(en im geheimen begänfligt l^atte ^). 2)ie« (en bef((^(o^ (Saftmir juerfl feine 9lad^e fällen )U (äffen. (Sr )og t»or aUem i^or be6 Surften SBolinftQ 2)rol^ic;9n, bie 4>auptflabt feines S^iitent^umd am SSug gelegen unb be^ br&itgte fie mit einer fo l^arten {Belagerung, baß Ite enblidt^ nad^ toerweigerter Sebingung ber Uebergabe auf ^nabe, jt(^ }u ewiger fttabtf((^er Untert^i^nigfeit bem @ieger unterwegs» fen muf te "). £>a 30g Gaftmir weiter, um nun auc^ bad Soll ber  1) 64011 KtidUibeck L. III. c. 19 fagt: Sunt PoUexlani Getlia> mm seil Prussorum genus. C^ben fo Boguphal ap. Sommersberg T. IL p. 49. {Dagegen tiefet bad SJ^fcr. bcö SBogup^al im gr$. 2Ci;4ioe fbrtt Gethanim — Lechitarura , rechnet ffe alfo SU ben ^oUn. ^te Oiroii. Prindp. Polon. p. 41 nennt Ite ober ebenfalU Gethae. Dlu- go9*. T. I. p. 394 f^t bie SBemetfung: Gens Jacwingoriim natione, lingtta, riUif reKgione et moribut magnam habebat cum Lithuanis, Pnrthtmiii et Samogitia conftirnutatem , cuhui idolomm et ipaa dedita. 2) Kadlubeck L. III. c 19. 3) iDie CScs^ng oon bec Belagerung iDro^tcs^n'^ \fat weber KadUibeck ed. Gedan. no^ BoguphaL ®te befinbet ft4i obeclm Kadlubevk ed. Oobrom. L c. 
362 Gaftmicl M (Stced^teii ittieg gegen bte 9>ob]Raiifr. 9oIenanet }um Xampie attf)ttfu(t^en 0- ^tei Sage buig ging baS <^eer tm eiligflen Soitjuge burd^ mite, faft itn^ 2itg(Sng[td^e äBuften. %m ttietten %ige mit ber @onne Xu!» gong liefl er bem ganzen «^eete buttf^ ben IBifc^^of t>on 9>(o€)I baö lE^eiltge Xbenbmabl teit^en unb ben lArtegem loerfdnbt« gen: ber ^amt)f gelte bie Seinbe beS ®IaubenS unb üfeup Ii(be ®6^enbtener; be%(b nicbt auf bie SBaffen, fonbem mcf)t auf ben ®(aul^en an baS 6t>angelium muffe ba< Skc^ trauen ium @tege gebaut feyn. 2)ann jog bad <^t »oc? WiirtS/ ben Xamp^ }u fud^en. Xbet ntrgenb^ geigte fi^ ber ^tnb, ber ftd() in feinen SB^Ibem unb ®di>lupfoi>\nhla «verborgen "^klt, benn nid^t gerne wagte er fi^ in ofene Selbfcblad^ten , mebr gewohnt , ben ®egner burt^ fu^ncB UeberfaD ju über(i{len. 2)a überliefen fi(^ bie $o(en ber 9Iunberung unb f4ionung6(ofer SBermufiung; SBurgen unb s S>btftt unb ane$, vo^i bem fBoHe n>ertb unb l^eilig mar, t>erni((^tete ba8 S^uer ober bie mutbn>inige «^anb be6 9)(un$ bererd , bid enblicb ber Surft beS 8anbeö — ^oUejriuÖ nennt ibn bie W^tonil^) — im @4^etne bemAtl()iget Untermerfiittg Dor 6aftmir erfdj^etnenb , fid^^ für befiegt erfljrt, um mittei« bige @di)onung febet unb ftd(» jubienfinoiaigemSeborfamunb .)ur dindleifhtng erbietet. $Bertrauung8t>Da nimmt Saftmir ben SArften auf; gefleQte @eif ein, beren 3a(|(ber ^urfiniK^itt  1) 2afo auerfl wtttbe ber Jürfl i>ott jDro^iqpn; bann bad 9olmfls net'^ißote befdmpfc. @o tji Crbnung itoi IBerlaitfe b<r Cfodgnifff. Na- ruazeivicz oem^trrt biffe £)tbnttng> menti er bad |>olntr(be «^eer ccft nad^ bem breitägtgen 3uge burcb bte Sßöflen vor jDrobfcspn anfommeii lAft. 9iad^ Kadlubeck I. c. mar biefe< fd^on erobert, aU 6a^ir bann — subinde — bur^ ^a^ mfifle ®eb{et gegen bte 9)ole]cionec |0j. QSo au^ Sßagner ®t\^x^tt t)on 9>olen SB. I. 6. 153. 2) Kadbibeck 1. c. Naru^zewicz irrt, iDenn er benPrinceps Dro- hicinensis fftr einerlef mit btefem Poll^us ^&(t; t9te b^tte Kadluäeek tbn einen Pnnceps Rutenorum nennen, fönneti / ha er bte ^ciepamt la fftr 9etben ober 9)reuffen b^^^* Vn4 diebt ber richtig iserfbrnbene XtKt JtabtubecK fc^on von felbfl ^u üerfl^en , hai beibed Derf^tebene ^erfonen ftnb. Uebrigen« muf ed babtn gejteOt bleiben, ob cS mit tem tarnen Pollcxiuf feine richtige S3emanbm| b^^be. 
6afimM tei &ttt^m Jtrieg gegea bie ^^Umntt. S65 l^ijgteii nodt» }u vetbäi^en unb bad 9>oIntf(t^e |)eer^ {!(|^ t>&k lig ft^r gtaubenb/ beginnt fi>rgIoS ben dlätf^ng. äXtttlemeifo aber "Ratten bie 9>oIerianet^ wo ni4)t@um« ))fe unb SRoraß ben SSkg fi^erreten^ butd^ jalS^Iretd^e unb jtarfe Ser^ue bem Seinbe nid^t nur ben ^ätfjug ^ fontern aa^ ben Srmerb ber not^^igften Lebensmittel abgefd^nitten^ ntil^t odfMb beS gemijfen S^obeS ber überlieferten ®ei$eln/ ba fte meinten , ibr Seben b&rfe beS gefammten SBoIf eS %ttu ^it unb Smttung ni^t inm |>inbernifl bienen, unb ba be? @ebanfe ber @ee(en^9BanberungO^ ber fte belebte^ fie ttbn bie fteinli^e Surdj^t be« SobeS eben fo Uid^t f)inn)eg« ^ob/ att er im Aam))fe ilS^re 2a))fer(eit erl^6lE^ete. ®o l^tte au(^ bem rollen SSoKe bat 8eben nur einen 9Sett^ in bem SBertfie be6 &eben6. 2>te ®efal^r aber, in weldi^e beS «^r« ^ogd ^eer auf fob^e SSeife berfe^t iDar, erzeugte bie ^&(bfle Serstpeiflung, 3ett galt feine @(|^onung unb fein Stbaxs mm me^r. jQie 9>oten toitl^eUn gegen ben Seinb mit %tmt un\> @<bmert auf bie fur4)terli(()fle SBeife ; alleS, waS je bie atenfcl^en^anb erfd^affen, nnirb ber Sernicf^tung $reid gege« ben / bis cnVli^ bai ft^redHicIie JBIutt^ergiefen unb baS Sienb ibex bad gonje 8anb ben n^ortbrAc^^igen 'Sörfien unb bie 9td4^igen be9 SoIfeS bemog, ^ bem Sieger )u ergeben. Bor (Saßmir erfc^einenb baten fte in 2)emutf^ auf ben itnieen um 6(|^onung unb Stbarmung für baS, toai ber Sngrimm beft %dnbti nodj^ nidi^t bemi4)tet l^atte, unb erboteti bien{ts nriOigen ®ef)orfam unb i^^riic^en Xribut. 2Der «^erjog be« willigte &naU, empfing bie bargebrac^ten ®efdS)enfe als er^ deichen ber ttnterw&rfigteit unb als er ftc^ beS befteg$  1) Kadlukeck k c. fa^t bei biefer ®dffdrn^ett/ aber in nd(|ftec ScjielwnB auf bie §)ole)ciatier: Est euim omnium Getharum com^ /teunU dementia, exutas corpore aniinas nascituris denuo infundi ccvponbtu. f&xt »erben f|>dter()tn t)ierftbrr weiter fpredifen. fBSir f^n* nea ober bter fd^on barauf aufmerlfam machen , baß audjf Hcrodou L, IV. c. d3 bie rir«^ rov^ a^xvxri^cvrx^ nennt unb c 94 bie 2(rt iSfsH ®tottbend an UnfUtbÜ^Uit weiter bef^rctbt 
364 ßaflmic« hH SkredE^ten Atteg gefeit bte ^«(maiitr. tett JBoOeS t>iQtg üerfut^ext glaubte^ fe||tte er' mit SiegeS^ ttt^m in bte «Heimat }utä({. (Sd mar bte (e^te S^t, toeU <|ie @afttntr t>oUbtac|)te; bentt aI3 er l^eimgefe^rt am Sage be$ ^tt SlDrtanud ein ptat^t^oUe^ Sfreubettfefl iDegen ber @tege über beß Sleicbed fSfetttb^ f&r bie ©rofen feine6 Sam 1>e6 feierte unb att ber retcbett Xafel bed «^erjogS ®Iud gc^: ^riefett unb fein ®tegenul^m unb beS Sanbed fegenSreii!^ ä^it erhoben warb^ jiarb Qdflmit plh^U^ jum Scbtetfen ber i^erfatntnelten ®ifa unb )um Sammer bed ganzen SanbeC, im 3abre it94 ^). *- SBie. lange aber nacb M *^r)ogS Sob baS be}n>ungene SSoK |)oIerten8 unter ber £)benna4^t ber ^olntfcben «^erjoge geftanben babe^ tft uicbt tu bzftims mexL SBir werben jebix^ fpitcr feine ®dbi^fale toeiter i>et^ folgen^ fo fem fte bie ®9^(i)idfU f)reufrenö irgenb ni^i beräl^ren. Unter (Saftmir6 bed ®ere(|)ten 9legentf4faft toar 9o(e» mebr aü te )u eiitem ©anjen üereint gewefen unb im 3n^ nem gegen bie ®ro$en be8 ianUt ti>ar triebe ^ tote naät auflen bin i^^^^ bie unrubigen 9la(bban>&((er bie @i(^r^it unb bie SSobIfabrt bei Sieicbed aufrediit erhalten toorben« 9Rag in 6a|tmir$ fonfiigem Seben man4)eS mit Stecbt ^rt )tt tabeln fepn : ber Stubm barf ibm ni(bt befhitten toerbeiv baf er baS &ctpUt mit einer Araft unb SBürbe }u balteti mufte^ xou wenige bor feiner Seit ®an) anberC ober loatb ber 2)inge ©eftatt unter feinen 9ta6^itttL SBer aber foOten biefe Slacbfolger fepn? S>iefe %tagt fe|te abermals me^re Saläre binburcb SBaffen unb Soll in aQgemeine {Bewegung. SRocb lebte ^Rje^co ber Tüte, Qa^ mird S3ruber^ ber mit biefem {t(b berf6(^nenb nur auö Slücb {t^t auf beffen ©rofmutb ber SBemaltung entfagt iatte, je^t aber bie alten ^ il^m jugebracbten %nte^tt auf 9oten6 •f)errfd^aft tt>{eber gältig ju macben beabftd^tigte % @e{ne 1) MkJtuÜubek L. III. c. 19. Bogmphal p. 48. Chron. Prracifk Polon. p. 40* Xüt bret fagen : Morbo incerlum est extinctus an Yeneno. Vttd) Dlugoss. T. I. p. 567 fä^vt bie Gtage 9oti Hner Vergiftung an. 2) Kadlubeck L. III. c. 22. 
frine« Xitert nnb bie ®€neigfbett eint« Zbeile« be« SoSef D^icRcn i^m (|mtet(benbe Gtä^en im fiSel^uptung feinet Seilte. XnbetB geftntit toaren bie ^rofien^ befonberS btc tt^n @etfHidtKn nnb unter biefen tH>r)ägIt(b ber angefelSiene Bif^of Suico t>on Jtrafau. Gaftntt? binterltefl jwei unmAm bige 6ibn<^ beten itteflet Se$co, bet anbete (Sontüb l^ief^ XKefe empfafji bet genannte Sifc^of tn einet betnfenen Set^ fammbmg bcn ®tof en iti SanbeS aH bte einjig te4^tm& fi^en (Stben be^ «^etjogtbumd. unb ben ittetn^ 8efc0/ oM kcn gefefsm^f igen 9tac^fo(get feine« ^Ut» ^). Sfuko'a ge^ t9t(^oae Stimme in ®a(ben bed Sonbe«/ baft Xnfe^en feis nef finibetS/ beS bettü^mten Sotwoben SticefauiS tH)n Ai»r hn unb bie für bie @to{len be« ganbe^ et&tfnete XMftcbt. )tim freieten &^lUn unb SBalten untet bet «^ettfi^oft bet Sittgiinge gaben bet (Em^fe^Iung beö Sifc^ofS baS enoiUif4^te 8ei9i4t. 8e$co wutbe aU M Sanbed Slegent begtäfit unb feinet Stutter, mlifz dbet bie @6^ne bie SSotmunbfc^aft fft^ foDte^ tüutben Sfulco bet Sifd£^of unb fein Stubet Rtcolattt, ^oittobe t>on JCtafau, att 9titt)otmänbet unb («ttbeSoenvelet )ut ®eite gefe^ ^ Somit begann nun um bie *&ef}ogdmitbe tin wiVbex ssbUtttiget Sätgetttieg. Stjeto^ entfd^IofTen feine Tir^ptiift taiKb bie @kwalt bet Safen geltenb )u macl^en^ tief bie •ßetjege t>on ^dfie^tn, Stje^co bon iDpeln unb Slatibot «Hb SoIeUat» ben @to{ien t>on flSteft(au um 0ei#anb an. Skner fam felbft; biefet fanbte feinen ®ol^n 3ato«Iat> unb au4 au« 9)ommetn eilte eine «^älfBfc^aat l^etbet 0* Sn 1) JuUo'ö 9?fbe in ber ^erfammlung bei Kadlubeck L. III. c 21; Boguphiü p. 5o. Dlu^oss. T. L p. 569. 2) Dluffoss, T. I. p. 569. Som SBoitooben ooti 5(rafats (dft e< M Boguphal p. 51 : Primus ille Comes Nicolaus prineeps milicie Omnibus summe negociatus, oranes de constancia et forma fideli" tatis ammonet et infohnat, eosque, ne cuiquam in contrarium suam postint mntare Tohiiitatem, jusjurandi religtone constringit. 3) Boguphal p. 51. Cbron. Prindp. JPolon. p. 40. Dbigass* T. L p. 571. 
366 Settoirruns 9D(m< unttt (Safimifl fRo^folgcm. gbidi^er Seife fuc^ten au4) 8e0f o'ft SonnAnber Sei^tib im KuManbe unb fanben foldEien bei bem bebr^ngten SArftin Sol^nienS Slomart ^fitflawitfc^, ber ^ t)on f)okn an< ttntei^^ung gegen feinen ®c^tt>{egen)ateY Slurif^ ben %iift ften t>oit AieD \>etfpxa^ ^). So begann bet JCam)yf i« 3abte 1195. SRiedco ftegte ixoax in ber blutigen ®4la<^ ^int Sflufie 9lo)gat>a unb Sloman/ fc^mer vemunbet unk M bie @tinif SfHi^^nicni gebracbt^ fonntt auf {eine Seife ben>ogen »erben ^ mit feinen JMegem jur Srrettung St^ f au'S wieber fKrbei}U)te^en '). XOein fo lange biefe ^«t^ ftabt be< &inbe« in ben .^dnben ber Seinbe SRieSco'd Hiei^ brachte i^n bai augenblitftt^e Safengläd feinem Stele ni^t nitftx. @o )«g ft4) bet fret>el^afte ®tieit um bie ^vn^ fJofenö nod^ 3obxt lang ^n unb je langer er bauerte/ ttm fo fdSire<nid(i«Y loarb ber Suftanb beft SanbeS , um fo grifet bit Xu(l6fung aOer iOrbnung/ um fo gefal^rooSer bie Sm wiming unb bie ^orgloftgfeit in ber Cermaltung. tkkts n^ng, &dpc€äen unb Safengetoatt martn bie Stittel, in welken bie 9>Arteien fAr i^re Smetfe gegenfeitig Wetteifer Un 0* Unb bicfer ^etOofe Secl^fel ber 2){nge , in vkU^ balb SDtfeSco^ balb loieber Sefco «^err M ianM (iep, wo tutr 43etrug unb ®m(At bie SRaSfen Huberten ^ »o man Me fparfame «Kraft audf noäf in Ariegen gegen bot TM' totibT/ befonberft gegen 9loman , ben Surften SoI^^nienS «et- geubete unb $oIen wn biefem me|^rmaK feinblicb überM^ marb: biefe miberlic^ Steige wn fiSIutfcenen unb anbem etelMten SreignifpEn^ bie nur in wilbefter Segievbe tmb itnge)Age{ter Seibenfc^aft i^re iCateOe unb i^re 9tt(|^tung ftfn* ben, fAnt bie gange ®ef(|)i(^te ber Seit bis )um 3af^ie 1^06, na6)Um ÜRjeSco f4)on im 3a^re 1202 unb 9loman wn  1) Kadbibeck L. lU. c 23. Jtaramfin ». IIL e. 77. 2) Sgl. Kadhibeck L.IILc.23.p. 540^544. Boguphal p» 51. 3) Sidere Casimiri «iccideiite, ezortum>est quati «{uodiltiii €l>*^ et quaedam rerum ac personanun confaaio, fagt KadhAeek !«• ^'* c. 21. p. 527. 
4^er)os Conrad üon 9tafot>tem 367 Se^ynten im 3a^re 1205 gefiorbenO/ ^^^^^ ^^^ ^^ 9Mxäb, nun toodi^^rtg gewott^n^ unbefhitten «^erreti ber ftmbe i^ft SaterS maren *). S>a gef(dbab nun im Sa^re 1206^ ald jene ft&xmi^ Seit üuSgetDbt ^tte^ baf beibe S3rüber ft^) in bie t)dter« It^^n Sanbe alfo tb^ilten/ ba^ *&er)og Segco alS ber Stfi« gebonie bie @ebtete t»on Arofau^ @anbominen/ |)ommem/ Sandc) unb S^robien/ Gonrab bagegen/ 6a{imtr'6 {weiter €^n, qmi 9tafobten tinb JdtfatHen nebft ben ^obttntxis, fti^^ner:: unb JCutmerlanben exf^itlt^). ®o'nmtb SRa^ festen/ n>tlö)ei unter 6a{tmtrS «^errfcboft mit bem ®<inien vereinigt sen>eren^)/ nun atö ein eigene^/ unabb^ngigeS ^rßentbum oon 9oIen wieber getrennt unb blieb fortbin einem befonbern ^et^oge untertban. Diefer «^erjog &>nrab t)on !Rafot>ien bat im Betbmfe ber ereignifTe f&r bie ®ef((^i(bte 9>reufien« eine befonbere ^be IBtcfKigteit gewonnen^ aber feine^wegft burc^ imieten IBertb unb eigene^ 9Berb{en|t^ benn er n>ar nii^tt xotnijg&i üU ein ÜRann, beffen bie ®ef(bi(bt« mit Slubm gebenfen {onit. 2Ke Settgen^en baben über feinen Sbarolter geft^tviegeny aber bie 9la^n^It bat in ber ®ef(^i(^te Aber ibn gerfd^t Ctint «^anblungen ftetten ibn bar atö einen ^ufferfi leiben« ft|afiti(^n !Rann, milb unb jAgeOtS in feinen @itten, ebne ataaf unb &^am in feinen SAften uifb SSegierben, grau« fam unb t^rannifd^ in feinem Sotne, unt>erfb^nli<^ in ftU nem ^ffe^ äbermA^ig im ®lMt unb feig unb frafKoS i) Alberici Chron. in Leibnü. Access, histor. T. II. p. 439. 2) S3er bie $Ber^äItntffe ^olcn6 in bterer itxt n&ber fennfn lernen Witt, mag bfe ©c^ftbening M Kadlubeck L. HI. c, 24 — 26 unb Boguphal p. 53 — 56 na^tefen. 3) «€^0 en9&(^nen bec« Ahnung Kadkibeck ed. Gedan. p. 30 unb Boguphal p. 56 y gttm S^feU au(b bfe Chron. Princip. Polon. p. 40. Diefe (entere nennt ^nxir ott Gonrabd Xnt^U nur SRafooten unb itu« iooien / begreift barunter aber ancb bie ftbrigen brei iBebtete. Dlu^oss. T. L p. 602, n>el<^ bie S^Uung fArfcblicb in« Sabr 1207 fe|t; er^ 9dbnt auebrft<f({(b aucb bee jDobrtners vmb J(u(merlanbe6v 4) Dlugoss. p. 549 — 551. 
368 «l^erjog 6ottrab t»on 9R.Afot>itii. im ttnglitfe. 9tid)t» i9«r t|im tottOf nnb l^ttig/ feOt Mi> t)et(i4^e Siebe ntd^t/ wenn trgenb iobnxäf bie Befriebigmit feinet lö{lernen SBänfd(;e t)erf^inbett tpatb. 3Ctf einen \Mtfn bewies ftdb (Sonrab bor^ugfidi^ gegen feinen e^iematigen Sr^ jie^t unb Sekret Qxi^in, SBoiwoben bon SRafobien, einen ^ann t>on au^eroibentltcben Serbienften um baft S^anb, tN^n aUgemetnfler |>o4^a<^tung fction wegen feiner t^omelmen ^ fünft, nod() me^r aber wegen feinet tinetmiiMi^ien 30^^ Uli )ttt JBefötbetung beS ®emeinw9^ beö iatä>a, fo »k wegen bet Steinzeit feine» QHtatatttxi unb berSte^efcMf^ ^eit (eine« SBanbe». 3m @efä(|k biefe« feine» SBett^ nnb feinet 2C4itung unter ben 9Senf(^en glaubte Srilltn m% eS über ^if nel^men )a f&nnen / bem ittttgen «^erjoge iuesft im geheimen ^ bann aber an^ bffenüid^ in ber SBerfamms Imtg-ber fftit^ aber fettfe tabe(n«wertf^n @itten unb ikr fein ttitge}ugelted Seben emfKi^^e fBorfteUungen )u mactfen. Itiletn bie Solge biefer wolE^Igemeinten (Ermahnungen wx ftott fiSejferung bittere Seinbfdlntft unb ungefhimer «^ gt* gen ben re4^tf(|^affenen ^am, ben SrifiinS Steiber unb @<g» ner ba(b audf )u SSerldumbungen unb Xnfkgen bei bc« ;^)Oge benu^ten. S)iefem fam bie @e(egen4Kit/ 9^ M SSonned ju entlebigeu/ fe^r erwdnficf^. * <Er lief i^ gefoS' gett nehmen unb in einen f(^mtt(}igen Aerfer fe^K^/ Mi neue Xnfd^ülbtgungen unb Serlaumbungen bem ^erjege Xntef bi»fen> ben ttnfdi^ulbigen juerfl be< JCugenli^tö berauben/ nnb balb barauf unter grauftmen £lualen etw Argen ju laffen^. Unb biefer SRann 0f)ne eigene «Gattung, o^ne fejifn SBillen, o^ne jene mora(tf(l)e Jtraft beS @eiflee, bie im @turme ber Seit nur um fo mel;r im SSertrauen auf ^ ielhfi erftartt unb toi^ft, ol^ne Siebe unb X^^tung unter ben SRenfd^n unb ol^e dubermt auf bie J^ülU einer W 1) Biu^oss. T. I. p. 620 — 621 Wfhni (Sxifti» <M Milhem «trenuitsimum , totius MasoTiae florem , Tintin darum et beroiai splendentem operibiu ; id «ibi nomen eamque famam a propra« ci exteris quaesicrat, ut magnus MaaoTiae Palatinus a proprii« ^^ "' Bitiniis Yocitaretur. 
tetm Ttai^t, biefet 9bmn; ber {!d^ fclbfi ni4^t }u lenfen unb iit be]^nf4^en t>€rfiaiib, loat befittnmt, ein Sonb )u regte* nn, in bejfien Snnem baS ®efe& t>ergefrcn^ bie £)rbnttng {ertreten ^ beV SSoblßanb tj^emic^tet, baS @Iu(f t>erf(l^eu(|^t ttnb bie 95o((fa|irt unb ber Stiebe bet SBtxooffnzx bnti) lang« totenge S^bben faji untergraben waren ^ <^err }u fe^n in einem 2$rftent|^ttme/ beffen €inn>D^ner 3a|ire lang bnrc^ Ai^eg nnb @rduel/ burcf^ Staub unb $Iänberung ^tn unb ber getrieben unb an ein »ilbed unb n>ufle8 tzUn gen>&](int «Kiren unb beffen ©rinjgebiete augerbem nodf loon gerei)ten unb erbitterten 9la((^ban)6l(ern fort unb fort überfaUen, bisnl^t>länbert unb i^erw&ftet würben. Unb gegen biefe feinb* lt(^ S6lfer/ gegen bie ^reuffen im 9)orben unb bie un» ter jenen Unru^n tt>abrf(()ein(i(i^ wieber frei geworbenen f)o« leirianer im £)^m, t>on weU^en beiben (Sonrabd 8anb ints, mer nü6) am fd^^werflen l^eimgefu((^t würbe ^)/ war weber in feinem eigenen Solle bie n6t|)ige Jtraft loorl^anben , no4^ aui ben übrigen 9lacbbarlanben «^älfe unb SSeiftanb )u er« warten. Jtlarer wirb biefeS einleuchten unb IS^eDer nod^ wirb boS Si(b jener Seit ben^ortreten, jd)tnUn wir sut>or ben ge^i^tliCien fBerJ^dltniffen biefer S^nber einige 3(ufmerf< famfeit. jDad 5fl(i(|^e 9>ommem — benn nur biefeS aOein l^ben wir etwas nd^r ju bztxa6)Un -r ^ttt fic^ in bem langen Soafe jener jlurmt>oaen (^Sreigniffe, bie in $o(en bieder ob^ gemattet/ t)on bem alten abl^ngigen IBerb&Itniffe su biefem Sonbe frei gemacht & waren, begAnftigt bur^^ jene un« rubet)one Seiten in Dolen, eigene «^erjoge aufgeftanben^ bie nun fc()on ali t>&t(ig unabhängige «Ferren aber bad 8anb geboten. & iji frulEier f4^on tttoÜ^nt, wie einer biefer ^e^^s |oge, GubiSIat)/ bem jungfl erfi i^erbreiieten cf^rifUic^en ®Iau« ben bur^^ bie @ränbung beS f^^bnen Jtlo^erS iDlit>a einen eben fo feften^^alt, a» freunbli^^en iii^tpnnH ber bis Jl^ie» ^ \^on gelangten (^riftlidE^en Srtenntni^ gegeben hatte.  1) Boguphal p. 59. '• . 24 
a70 SSlict auf 9<^ntmftn. ttnb voit (in StebKngdKnb M ianUi ongefe^en watb rt t>on t«t>^nt ^erjogc neu beTetd^crt, nen begünfligt, ntu je* ^>Pe8t unb ieberfu(^te In fetner SBereidberung, SBegünfHflung unb ypege bie JBefJrberung beS einfügen ^ile« feiner ©eele ju ftnben. SSon @ub{$Iab'$ jwet ®himn, Sambor unb SRejhtoin, fcbenfte il^m ber erjtere, ber naöf feinem JBater ble ^erjogSwfirbe erbielt, im 3abre 1178 ffeben J>6rfer irnb begabte c6 mit manchen wichtigen Sfrei^iten *). C« fawi feinem 3n)eifel mebr unter(tegeny baf auc^ btefer «&et}og ®ambor fcbon a(d t>6IIig unabhängiger «^err unb frei von aOem ^olnifcben iDbergebote in feinem ®ebiete betrfcbte unb über feine 8anbe unb SBeft^iingen berfügte «)• ©einen SBp^» {t^ b<^tte ber «^erjog auf ber alten IBurg )u ^Danjig. (Sambor n>ar jebod^ feineSwegS <&err ber fdmmtHcben Sanbe £){l := $ommem$ , benn f4)on um biefe Seit faf neben t^m tn ben ®ebieten t>on (Stargarb unb @(f^we| ein anM< rer »^erjog, welcher «^err biefer CanbeStbeile war unb jtc^ felbjl einen ber gärjien 9)ommernS nennt. 2>{efe& n>ar6rif  1) jDad Original tiefet 64en!ttnddnr!unbe im gf^cim. Xtä/to i» SttniQ^b. (Q^^iebl L. V. Nro. 1.); abgebtnidK ifl fte in Kerfes« ^vinhU ^aä)ti^t 9on ben «^erjogen t>on yommem» ^Danjiger iünkt €f. 25. SSgt. aud^ Annal. Monaster. Oliv. p. 2 — 3. 2) SDiefee bewcifct «ud^ fcfton bie eben erwd^nte Urfunbe, in wd* ((er €>ambor ftc^ princeps Pomeranomm nennt unb 9on ben 9Xbn^ 4n OtiDa fagt: quos Det pietas coUocaTit in löco, qui Olyra didtor constructo in niea proprio possessione , que mibi evcnit de pa^ tema herediiate. %tz\ix6) liegt fhreng genommen in biefen Sorten bie Unab^ingigfeit bed «^er^og^ nic^t audgefproc^en , benn eö bftrfte no4 gefragt werben: waö war jene propria possessio? JDaö i&erjogljttw der (Erbgüter im «^eQOgtl^um? 3m erfletn €Sinne wdre bie ttna^ gfgfeit gan} f(ar. S>er «&aiq>tbewei< für biefe aber ift offenbar ber 9^08« gel oller bfinbigen IBctoeife von bem ob^dngtgen Sor^dltntffe 9)ommecBl mm yolen au4 uoc^ in biefer Seit; benn aVlH, »atf hierüber in ^ 9<(rift: ,,(Sfirenrettttng ber Alteren Volnifi^en ®ef4i4tf4reiber gegoi bie nenlid^ im S^rüde erfc^tenene: ©rünblid^e Slad^ric^t oon ben «^^ gen oon Sommern 2)an}iger, Sinie^' gefagt ift; l&ft fftb b<4t nnbrn legem 
SBUd/nuf 9ommetit. 371 mtHat> ^), ber gegen baö 3a|^ 1 198 tine 64»aar t>on So« tamitetsSiittttn in feine Se{t(ttngen rief unb für feiner 6ee(e «^eil i^nen feine S3nrg @fargarb ait ber Oeriffe (Serfe) gelegen nebfi meieren ginbereien t>erf4irieb. 2)ie jBetoo^ner biefed ®ebtete5 t)on aDen fonft i^m^ bem SanbeSfiirflen/ ge« lieferten Xbgaben unb ge(eifleten 2>ienflen frei f^^re^enb nnb f{e an bie (herbeigerufenen iBräber bei Sobarihiters£)rben6 veifenb, er|iob er biefe gemiffermaf en )u freien «Ferren über btefe< Seft^t^um unb grunbete bieburcb bie erfie 9{teber- hffung btefeS ^paUt in |)ommem weiter t^erbreiteten Stitters^ Drben««). ©d^on l^terauö leud&tet ein, baf audj) biefer Sftrft r>m |)omniem ein t>&aig unabhängiger <^err feiner Sefi^ungen xoat, benn fcbon feine SSorfabren fyntten biefe ®ebiete feit (angen Seiten aI8 eigene Srbgiüter befeffen *) Sitte ^anbelSfhaPe/ welche loon 2)an){g aM na6^ ®targarb bun!^ be6 S&rfien Sanb ging unb feinen 9lamen führte, li^t  1) 6(Jbon in ber Urfunbe beö «^cgd Ckimbor vom 3afire 1178 tHi^ nnter ben ^ugen ein „Dominus Grimizlaus aufqefüH^vt; roofjlL m5dlt4 unb fe{b# fe^r »afirfc^einUtd , baf btefeS ber iwansig Sahire na<^ )a nntcr bem ISitel etneö pnncepsPomeraniaeborfommenbe^rimiSfat» tft iSi btftätiqt fid^ biefes anä) burc^ feine eigene UcCunbe, inbem amb in Wcfer einigemal ber „via domioi GrimislaVi ," erwd^^nt wirb. 2) 2)a6 Cnginal btefer Urfunbe im geb- ^Crc^io ju JtdnigSb.; ob« gCbntfft in Dreier Cod. diplomat Ponieran. Nro. 32. QMmiiiaiD ncttftt ftlb barin Dei gratia nnus de principibus Pomeraniae. S)af rr btc 3o^nniter » atitter aum Gd^u^e gegen hit f)rettfren berbeigerufm ^, »ie man(be oermut^n, ift in ber Urfunbe loenigfteni ni(bt 0cfagt. (Sd ^ipt l>ietme(|r: dudum audiens a multis de hospitaK' Aerosolomitano y quanta in eo misericordie opera circa panpcre« elinlinno« perrisitatores dominici sepulcri jngiier exhibentur, tante mercedis tantoninique keneficiorum atqoe orationnm tante multi- todinis ob remissionem peccatontm meornniy quibiu me graTiter opprestom recognosco, aliquam cupiena pordonem habere, ad bec se4|aenda prefata miiericordie opera me coadjutorem conitituer* tolenj secnndum facoltatem mihi diirinitus conceuam. 3) 2)a(er ^aqt ond^ (Srtmi^Iat» in btefec Urhtnbe: Ad honorem Dei sanctiqne «epulcri sanctique Johannis baptiste de propria here- ditate mca ab aHt et attaVis meis mihi relicta. 24* 
I  M2 IB-U(f auf Sommern. i9oll)I aud^ auf einen «^anbeUt>er!et)r unb auf eine Serbin« bung mit bem @ee(anbel f4)Ue^en. S)a ©taigarb gewifi tetneSroeg^ ber n>i(()tige £)rt toar^ baf biefer <^anbe( bort fein 3ie( %l\Xz finben tinnen, fo ijl tvo^I ju t>ermuf^n, ba$ biefe ^anbetögemcinfc^aft ftc^ nocl[) weitet na(^ @ubei( etflrerfte. 2Cud^ bot pc^ biefer l^anbeföweg* na4)bem no(^ me^te So^rlS^tinberte ^inburd(^ er()alten ^). @ett me^r ol^ swanjig Salären war f(l(ion in biefen ©egenben ba^ Sicfft be6 6l^rijlent^.umS aufgegangen unb mancher St(^tfitaf4 beS @Iaui^n$ mod[)te ftci> loon £)Ut)a auS auct^ l^ie^r oer« breitet ^a^en. S^rifilic^e Airc^en ftanben um biefe 3eit f(^on in SubiffoW/ in SSBiffegrob, unb in @(!bn>e| am %v^ feU®ttpme n>arb gerabe in bem erm^litfteti Sa^re ii98 eine neue SXxA^ eingemeil()t @ie gehörten -aOe )um Jtir^n^ f))rengel beS 93ifc(»o^ von Sefilau '). UeberaH alfo (ier fd^on bie 2Cnfdnge auffeimenber S3ilbung: S^riftent^uni/ <^anbe( unb 2(tferbau ^). 2Bie in biefen ®ebieten bon ^anjig unb @targarb/ fo fa^en ft(|^et(i(() aud^ nod^^ in anbern S^l^eikn beS ifHi4eit ^ommernS hfCjXiX\i:iz Reine ^ aber freie unb una^ngige S^^'^' ^en ober «^erjoge ♦) , xozXi^t ba8frö^re ?)olnif(()e 3oc& Won lange nt(!^t me^r tannten ober bo4) (angft fc()on nic^t melr atterfannten. 3u Surften bed Sanbed erhoben %MiCi fte {üb u)0^l aQe }ur Beit iener flurmifd^en Sreigniffe in 9olen. Urf^rungUc^ reiche S3eft|er großer Sanbgebiete/ mie bieSb« len in^reuffen, mochten fte wegen i^re6 Änfetw6 unb ßin- fluffcS auf baö um^em)ol()ncnbe Solf t)on 9)ofenS «^erjogen  1) iDief i|l bie via dommi GriniisIaYi.0te fommt no(^6t'in§14tr Safl^bttltbert 90r; Cf. Dreger 1. c. p. 61. not r. 2) SBdI. ®rimU(a9d Uifunbe bei />r^^ffr I. c 3) %VL^ übet ben SCcIecbatt unb bte IBte^suc^t enteilt \M txa:^^ ttduttbe XAbeutungcn. 4) JDarauf beutet fc^on bie »ejeiiftnnng %\xk , todi^ ficft ber SJftrf (Sdmiitot) gJebt ; benn wenn et ft(b «»«^ ^ pHncipibus Pomerania« nennt, \<i mäffen aufet t^m in bem dflri^en f)ommem n(K( vf^f' W(^e gßrflen baöcwefen fe^n. 
iid auf $ommecn. .373 in ber Bett (riegerif4>er Uebem^tttgung ju fßb^Un unb &tatlf)alt€in jber uml^erge(egenen @kbtete ernannt n>0Yben fepn. 60 }u abl^ngtgen £>betl)enen emporgejttegen Ratten jte gebotd^t, fo (ange fte geborenen mußten. $o(en$ unnt^ (ige unt ^moitrte Seiten aber, in benen feinet «^err tvar^ loeil biete «Ferren T^^pn wollten, n>aren gen>i{| fär biefe Statte büUer in Sommern 2(uforberung genug, bti |>flicbtigen ®e= borfamd ntc^t ferner met^r ju a^Un, ba(baud^ i^n ju ber« D)etgem. Unb wenn nun ieneS @treben nac^ ^reilEieit unb Unab^gigfeit in ibnen toad^ geworben war, wer anberS M fie mußten bei ben Serfucben be$ S3oIfe§ jur jßefiieiung t>on 9oUn^ ^errf4)aft ftcb an bic @pi^e ftellen, bie «^eere anfuhren unb bad ©anje leiten? Sßa0 war für fte }u t)er^ (ieren unb }u gewinnen? Sl^re 93ef[|ungen, mit ber Seit gewtf auü^ vergr&flert/ bitten fte ja erblicb unb an bad Erbgut fnäpfte fid^ Uxä)t and) bie 6rb(ic^feit ber amtficben Särbe. IBei bem 3CbfaOe bon $o(en blieben fte bann, wa6 fte borl^r f^ongewefen, SBorfleber, SSerwefer unb .^au)>ter bed Solfed; aber unabb^ngig über t'brem SSolfe ftebenb unb frei t>on $oIen8 Soc^e nannten fte ftc^ nun Surften unb «^erjoge ber BanbeSgcbiete/ aber welche fte atö @tattbalter geftanben l)att^n. 3n fo(^er SBeife ju unabb^ngigen Sür^ fttn emporgefliegen mochten fte iebodS) wobt fcbwerticb bon ben «^eriogen Do(en6, bie ba6 alte Serbaitnifl nicbt bergef^: fen fonnten, al§ freie fjfiirflen anerfannt werben; bietmebr Wieb e« fiet6 ber festeren SSeftreben unb ber Serfud(> warb \)on i^nen nic^t feiten gewagt, ben frfib^ren ©tanb ber Dinge in 9)ommern wieber geltenb ju madj^en 0«  1) jDtefei fcbeint im TCOgemeinett bev 9and gewefen gtt fe^, auf »efaiem bie ^txioqt von yommem }u i^rer Itoabbdti^igVett getaugten; n »ibfi#n4t locber brc SUbund unb (SatimcTetuti^ fotiber Skrbdttntffe Abrt^upt, no4 ben befonbeni ^tnbentmiden ber @ef(^i(()tebiefe^ Sanbe^. Vuf roI<be SB^tfe läft ftc^ bann aucb ber oft fc^on enodftnte Sßiberfprufb iNtteit hm ^Cngoben ber Urf unben , nacb toei^en cf)nt 3»etfe( bte «ßer« loge oon 9)ommertt ganj unabb&agtg maren, unb benen ber 9>otnif(ben %OAiftett, nacb »etc^n f[(b Volena «^eraoge immer no(b ald, Oberb^c* 
974 SB(t(f auf ^cmmttn. SSie toemg bkfe6 inbeJTen gelang unb xoxe oiel f(^(< ter ein folcllee ©eltngen im fBerUiufe ber 3ett immer. loer^ ben mu^U, betveifet fc^on bie ®efc(^t4)te ber niif^en Sa^i« jebnte. ©ambot/ «^erjog t)om' 2)an)iger ©ebiete^ jeigte ft^ toie in feinen frommen Sc^enfungen^ fo niö^t minber au4l in ber Sergr69erun9 feinet «^ersogtbumS unb in ber ®rib bung t>erf4^tebener @tibte unb Sänt^m, tinter benen @4(o: d^an, Stoniii, &d)UipHi, 3)irfd^au unb 9Reme genannt xm» ben^), atö ein freier unb unabb^ngiger unb für bat Xuf^ fommen unb ®ebeiben feinet £anbeS eifrig tb^tiger «^ett. 2)er Stuf bief^r fArßlid^en (Sorge für fein Sanb oerbreitete  ren 9cn Sommern anfa^n, auf bad beftt befeitigen. Sßenn a(fo Mad- luheck ed. Gedan. p. 30 ergd^fU: LcsUco aUiiu Pomeraniam inlnl, ibique honorilice ^b omnibus maritimonim proceribus tanquam le> gilimus eorura Dominus est susceptus, statuto itaque loco sui pro- curatore seu 'capitaneo terre, viro utique potente SwantopelkoDe ac Omnibus rile ordinatis, ad sedem rcgni sui revertitur, fo XOttVAz SSb fonnte n, — ber fa als ^eitgcnoffe auc^ f&r feine Sectgenolfen f((tif( •— aewif feine Unwabr()eit fagen un^ e« fann bo^^r wot;l on ber Stot* fa4ie f^werlt^ gezweifelt werben; »ob( aber barf an ber (Segnung sab an ber ^(nerlennung M Oberem oon Sommern ))ei»eife(t wertes, »eld^e JCablubecf ben Sommern unterf^iebt. Sefco (am, »ie toxi f^ien, ^iebli4 tn bad Sanb; feiii (Srfc^einen \^attz offenbar aucb »o(l ben io^i bie tto4 immer fefeejaltenc 3bee ber Ober^H?rrf<^aft ber ^otaiftien ^ )O0e Aber 9>ommern burc^ bie alte gform tm^ Gtatt^oCterd ober ^v^ manned wieber geCtenb m ma^en. aCber würbe biefer iwt^ erfUKt? ®ilt H für einen IBeweiS, ^ai wenn £eico bonorifice anfgenommeo würbe, man i(;n aucb tanquam legitimus Dominus anfa^i? S^rieb Xiii^t au(6 .^ablubccf in ber $o(ntf((ien 2Cnft(bt? iDaf in Sommern felb|i bie Oberjerrfcftaft 8efco'ö ntcbt mebr ancrfannt würbe, fe^en UrfcmbfB aufer aUtn Zweifel. IDaß ferner auc^ @ambor nicbt ein ^ef^dpf ffa> fbnir« be3 ®ere(^ten, au(b ni4t SÄarfgraf »on SOanjig — wie eine arte ^Inifc^e CF^ronif btnter Kadlubeck cd. Gedan. p. 55 belattptrt — fonbern unab^dn^ider 4^tio^ Don Sommern war, bat f((oii 9f^ f fn in f. grfinbl. 9(a(!^rid^t von ben «^erjogen oon 9)ommeni 0* 3^ bewiefen. 1) @ea ®er4i<(te t)Mi Sommern ». I. e. 311 f^rt (ieau a» OueOe Olngelb&e^t« ungebr. (SeiieaC an. 0gl. an^^ itanto» 
I  fBitd auf 9oinmttn. 575 ff^^ baVb audf in baft 7lufHan\>. S< »anberten ' &dfaaxtn ))eutf4ier Aolontften auS @a(^fen , SSraunfc^wetg/ S&neburg ttnb anbem Banbem in bie menfcbenlecren ®ebiete 9}om' mernS ein unb fo bie S3et>&I(etung beö «^eriogtl^umS be« beutenb Dermel^renb brachten fte }tt ber <l^ti|ilidS^en dtUu^ tunj andf ben erfien ©aamen beutfc^er SSilbung/ beutf^^eS 2)enlen/ beutfcbe iOrbnung, bentfc^ed ©efe^ unb beutfcf^ Sitte in baö ®(at>ifd^e Seben ')• ^ie frieb(id|;e Seit aber, unter n>eI4^er ^ambor lEierrfct^te/ f&rberte audf^ unb beg&n« fiigte baS ben)eglic|ie unb rul^rige |^ortf(|)reiten unb baS ®t^ bei^n biefeS neuen Seben< in jeglicher äBeife; benn fe(bß mit ben nad!)barli(|)en ^reuffen fc^eint/ mnn audj^ (eine befonbere freunbUc^e ©emeinfdt^aft — baS S^rifiem t^um ^inberte foldt^e —, bocb Stiebe unb Stube @tatt ge« fünben )u l^ben; tDenigftend ift t>on ^rieg unb pfpener Seinbf4iaft ber S5((er (eine @pur loor^anben. Unb unter biefem frifc^n unb )ugenbli(|)en 3CufbIu^en be6 Sommern« lanbeS foD.«£>er)og ©ambor fafi breifig 3al()re regiert ^oc ben unb erfl 1207/ alfo n)enige 3alj)re nac^ ber SEf^eitung Dolens in )n>ei «^eriogt^umer / geworben fepn '). S^m folgte )uni4^ji fein einziger @ol^n @ubi&Iat> ber 3»eitC/ obgleid(^ auc^ @ambor& iBruber SRefhoin no(^ bbte ; woraus erl^eOt/ ba$ unter Dommernd «^erjogen bie 9legierung in geraber Stnie forterbte, ©treng gebrbnet xoax inbeffen biefe erbliche 9{ac()fo(ge in ber ^crjogSmurbe no4) (etneSkoegS. & fcbeint t>ielme^r/ ba$ biefe SBurbe, gleid^^ fam nur als 9la(^((ang ber el^^maligen %mtSbe}ei(l(^nung/ »on bem etgentlt(|ien Sanbbefi^e im «^erjogtli^um tiodt^ gan) getrennt war. SS (onnten bemna^^ )u gleicher 3eit meiere Gprbftinge beffe(ben @tammeS ben ^erjoglid^en 9tamen fuhren unb jeber burfte aber baS i^m burc^ Srbfo(ge iu^  1) A an 1 010 S. I. 6. 215 — 216. X)a(er fpiUvf^in m ben Ut« (tmben au4 bie fBten^t beutfd^ec 9^am(n in btefen Qegenben. 2) S^r hiefe^ ZoMiaf)v ft^Un itoav ur!unbU4e SScweire; aber bie AnnaL Moaasu Oliv. p. 5 unb Jlanto» fß. h &. 218 nennen e« unb t^neii mftffen mit (jiet folgen. 
576 Sntf auf 9omm»rit. gefaOene eanbeigent^um na^ freier StOf&^ DctfSgeii. 3n fplc^er TM regtette neben @ubi9(at> au^^ ^mbort Sniber SRefhoin M xoittliöfex «^ertog t>on yommem in £)an){ger 8{nie 0- ^u8 intern 8eben |i<Kt aber bte ^r» liebe ®ef(bt(bte btefer Seit fafi nichts weiter anfbebatten, aU bie Seioeife ibrer frommen ^etsebtgfett an bie Jtttfbt )um *&et(e ibrer @ee(e. ®o zeigte fiäf Wtepoin, überbau^ ün friebeliebenber nnb frommer Surft, eben fo mtlblbitig unb freigebig gegen iai neue itlofler ®udFi>n>, bem er an« f er mebren ((Inblicben SSefi^tbämem aucb ben britten 3^i( M Soaeö in £)aniig oerlieb')/ aU gegen baS Softer £)liM, bem aucb er bunb reicbe 0(i(^enIungen feine befonberi gro^ @unft bewies 0. Unb burdt^ gleicbe Sorliebe ju bfefem A(ofler bewogen bereicberte aucb «^erjog SubiSlao baf^tUf ßerlicbe Seft^tbum burcb bie ®(benfung t)on fünf XAt^ aus feinem lotlterli'cben Srbtl^eile mit aUzn ba)u ge^&rigen 8te<been unb grei beiten ♦). 1) 3u biefei; 2Cnftc^t, bur(b welche fic( bie nocb nirgenbd ve^t mt' widtlU Semirning in bec ^ronologte ber früheren «^ersoge ooBf)oB< mem am bejien aixflifet, fft^cen bie nocb aufbcbaltenen ttrfnnbett (Utf bieTev Seit eo fagt in ber einen ber na^malige «f^er^g Gnantepolc: Mortuo Samborio firater pro iratre, pater meus sdlicet cepit re- |[nare. ^Clfo trat na4 9ambor< 2obe S^efboin mirf(t4 bie ftedienua an. jDaf aber ju eletc^er Seit auä^ @ambor< ®o^n Gubiilo)} (in ber Urfunbe Sobeziaus genannt) aU «ßeriog regierte, bezeugt t^iU tifff Urfunbe Guantepolcd felbfl bur(^ bie @rio&(nung einer oon ifem gef^e* d^nen €{<^enfung Don jD5rfem an ha$ Stloftex Olwa , t^eiU' aa4 ^^ bi^Iaoa eigene Urfunbe, in »eitler er ft(b I^ux Pomeraniae nennt *2) ®raratd< Beltt&ge gur ®cMi4te üon <^a in hen ftaf' eiefentng. S. I. e. rdi. Werfen ®röttb(. Stad^ri^ten n. f. »• ^ 28. SRefhrin nennt jt^ in ber ®(benf ung^urfunbe , bie oom 3a^ 1209 ret)n ToU, Dei grdtia priuceps in Gdansk. g^ac^ biefec Ucfasbi muf bie etabt ^Danjig mit ju bem 8eft6t()ume hitfei «^erjogi ge^^ (^aben. 3) tdie Aniial. Monast. Oliv. p. 8 fagen: lUc Mitlwinus Prin- oeps pacißcus sane et devolus extitit, qui et ipse Monasteriiun ^oc benigne proseculus favorc ootabilibus illud possessionibus et liberta- tibiu juxta ducalem munincentlam cumuiavit, 4) Urfunbe iin Original Im gej. TCr^io , ©*ieb(. LV. tM »»» 
Stiel auf 9onsmern. 377 @D t^kl befannt ifi, tief au(^ ttnter liefen %&tftm, wxiig^ita M )um Sa^re 12 io bie Seit in DDtnmem tu« Mg ^tn unb bie jBer^<i(tniffe mit btn na^en DTettfTen \^tU nen in biefer 3eit ft^ no4^ 'ni^t berdnbert ju l^aben. Snb nmS ^tte fte and) «>er^nbem foUen? S>er Sße{d(^fek 6trom bilbete eine naturlidt^e ®rin}f4^eibe }Wtf4)en ben Sanbern betber S3&(fer. 2)ie «^erjoge DommemS Ratten ned^ nie ben minbeften SSerfuc^ itmaift, biefe Slatnr» Stanje )u fiberfdj^reiten. 7lvi6) iux SSerbreitung beS (Sj/tU Itent^umS unter ben ^euffen xoax bis je^t bon Demment Atij no4^ fein Stritt genmgt 6< xoax uber|iatt))t toon bort l^er no^ nicbtft gefc^e^n^ xoa^ ben 2uferen f^rieben beiber fitffer irgenb T^lttt ji&ren f&nnen. Ungereimt aber unb o(ine gegebenen Xnla^ }>f[egten bie 9>reufren bie 9{ad(^barlanbe nit mit SeinbfclHifit/ mit Xrteg ttnb Staub ipeim^ufucben. @ie Ratten bon je^er ben Stu^m Uf)anpUt, baf ße ben Sieben Hebten. — Ueberblitfen »ir nun aber biefe IBerfidltniffe }u 9oUn unb su ben VreufTen^ fo (onnte «^erjog Sonrab t9on SRafobien ju feinet SanbeS @i(l(^erung unb JBert^eibi:: gung gegen bie Staubjuge ber gerei)ten 9>reuffen »o^l ft^werlic^ Seiftanb bon Sommern aM ern^arten. äBte burfte er glauben, baf bie ^etjoge ^biefea Eanbeö/ um Sias fobten unb bad Aulmerlanb gu \d)&1itn, bai fxuHid)e ßa^ ^Unifi mit ben $reuf[en bxe<S)tn unb biefed S3ol( )u glei^ 4en 9lattb)igen in il^r eigene^ @ebiet rcijen warben? Unb mit tonnte folcf^e Seitiälfe, n>enn fte nic^t fretwiSig er:: folgte, bon 9>olen an^ geforbert n>erben, ba bte «^erjoge 9ommem9 be$ alten untert^dnigen Sertidltniffe« gu jenem Sanbe f4;on Idngjl ni(^t mc^r ad)UUn unb ^xi^ a(S obQig  tum b€tfet&en if: Gdancz in Yigiiia riativit. Mariae M. CG. XV. Sterfwürbig \% baf unter ben 3ettgen auc^ fte^t Swantopolcus frater noster. jDa 0ubig(a9, fo mel wir »iffen, feinen leiblichen k3ruber (atte, fo fi^eint unter bieiem ^uantcpolc feinet £)(ietmg ®o$n gemeint iu (tpn unb „irater<< nur bie na^e Serwanbtfc^aft mit btefem ju het Kienen, ober man mftßte mtrfUc^ einen leiblichen Sruber @ubtl(ao6 annehmen. 
578 fSiid auf ^oltn, fftufianb unb iitt^autn. freie unb unabljidngtge ^enen iljiteS ®ebtete9 betou^teten? ißo4^ jjertnger aber toax bie «Hoffnung )u einer Sei» Itiulf^ d^fi^n bie ^teuffett/ »enn Sonrab t>on SRafooten auf bie Sanbe feineft fi3ruber&, beö «^erjogS £e^€0 t>on 9>oIcii 1}in\af). SBJren auc^ beibe Gräber in ibrer gegenfeitigen S>en{» art unb ©eftnnung einanber geneigter unb ni^er geioefen, atö e< , me a fd^eint / ber ^aU toax »ttb ^tten au4 beibe Surften nicbt f4)on in anbern S3erl}<lltniffen fo febr entfernt oon einanber geflanbeu/ fo war boc^^ 9oUn^ gan^e innere Sage unb befonberö auc^ feine @teUung )U fetnen iRacbbaren nicbt im minbcften ju einer bebeutenben Zn^ (Irengung feiner gebliebenen Araft geeignet. S>h tiefen SBunben, i9el(be jener fd^redflicbe S3ürger(rieg gefcf^Iagen, tonnten fd^werlicl) fcbon alle gebeilt fepn; t>iele n>aren in (aum begonnener •g)eilung burcb neue Kriege feitbem tou^ ber aufgerijfen n)orben. @o f)atU jener ^urfi t>on SEBoI^ijm nieU/ 9ioman SRjiiflawitfcb/ uneingebenf Sefco'ö fru^^tn •^ulfdleif^ungeU/ 9oUn in ben legten Sabren feines SebenS mef)xmal^ feinblic^ burcbgogen unb felbfl aucb na4^ fftos manS SEobe }ogen ^) bie unrubigen unb t^enoirrten ißtu biltniffe 9!u^lanb6 £edco'S Xugenmert unb (riegerifcbe Sb^ tigleit fortm^bi^enb auf [xö) >). 3n folc^er Sßeife loar olfo 9>o(en t>on allen @eiten It)lnlängli4^ mit ftdj^ felbfi befidt^f« tigt. Sm\ä^n Stu^lanb unb $reu{fen fanb auc^ ie^t no4 faß gar (eine ®emeinf^aft @tatt SBenn aucb, wie frü^r erwabnt ift, im itriegr beS «^erjogS Saftmir gegen ben neuen Surften aRaSlat» üon SRafoioien «^ulfSt^&lfer au» bet^  1) Sßenn luir bem Blugoss, T. I. p. 602 etma< traoen tibfnir fo setgtelft^ (c^on^bei bec S^eitung ber i^dtetltcben Sanbe 9on (^oncaW Gette eine unfreunbUc^e (Sleltnnund^unb gegen Sefco'd Sßittwe unb @o^n bemted |tcfi toentgllene CFonrab nac^maU ntc^ti menteer aU bdl- berlid^ geflnnt; )>9l. Boguphal p. 58. 2) iV<r5tor t)on @4erer €$. 265. Blugoss, T. I. p. 596. Jtas tamfin ». m. ©. 92. 276 — 277. 3) SgT. hierüber ^taramfin ». m. e. 105 --^ 106. 109. 
aSlttf auf ^oitn, tftufianh.unt Stlt^atten. 579 ben einbetn tn ben beeren beiber %&tflUn einanber fetnb* iiöi gegenüber geftanben l^atteti/ fo wat bocb blefe« o|ine Spigen f&t ben na(^IE)er noc|i fortbauetnben Rieben gcbUe^ ben. Selbjl bie Kriege 9tufitf(ber Surften gegen bte 9)os brianet ober 3a}Wtnger unb beren Staubjiige in bie 9tuf« ftji^n Sebtete/ befonberS in bie ®egenb wn SBIabtmirO litten baS frteblicbe »er^iltnif ber SMfer im ©anjen teinetwegd ge|l6rt. 9{ur mit ben iittl)autxn, einem armen, aber lotiben/ raubgierigen unb graufamen fßolU, f&brten bie ShtfTen fcbon feit langer atö iwanjig Sauren abn)e(b« felnb blutige Jtriege. ^ruber ben Stufltfcb^n SiUjlen uns tertban unb )um Sribut oerpjlicbtet^ ber in 9>e()n>erf/ felbft in flSefen unb Sinbenborfe beftanb , ^attm bie Sittbauer, bte tmiete Zerrüttung Stu^Ianbd unb bie Scbno^cbe ber eiti« )elncn Surften^ ibrer £)berberren^ benu^enb/ {t(Jb M 3o(beS niibt nur ju entfcblagen gemußt , fonbern aucb bur(b*6ftere 9lanb}&ge unb burcb SSerbeerung t>on gelbem unb 2>6rfem bie naben @ebiete Stuf (anbf wieberbolt b^^imgefucbt Strebt« bar maren bie SSenQu^ungcn^ bad SRorben unb bie ®ratts famfeit, n>el(be bad flucbtige unb leicbtberoeglicbe 9leitert»oU uberad ba ausübte, n)o ed feine Slaubjuge bin ricbtete^. ttnb mit bem 2(nfange be$ breijebnten Sabrbunbertö wur? ben btefe Kriege mit nocb größerer Erbitterung gef&b^/ aü ie )Ut)or. 9lun n>anbte gwar jener Surft SSoIbyniend Stoman na6) SSt^win^un^ ber übrigen ffurjlen 9iuflanb$ feine ganje Araft auf nie Unterjocbung ber unrubigen Sit^ t^aueo eroberte nacb mebrcn @tegen einen grofen SEbeil M Sanbe^ unb lief bie Sittbauifcben ©efangenen wie baS Sugoieb bor 9flug unb SBagen fpannen; )mar f^mpften ferner au4^ gegen bie Sittbauer nicbt minber glAtflicb bie Äuf|Jf<ben girflen loon ajicbemigow '); attein nacb 9loc 1) Jtaramfin (B. III. 0. 106. 2) e^raaerd ^^d^id^te 9on ZiW^uen 6: 3Z JCaramfin SB. m. 0. 52 — 53. 3) Kojalowiez Histor. Lithuan. p. 49. Jtaramfin SB. III. 0. 9a 92. 277. 
SSO mid auf SitXanb« dittfie ®*fi^i(^te. maM Sobc ermanoten ftcf^ bie Sitt^uer mtebet^ Aberfükn t)on neuem unter fc^^toeten Serl()eerunsen unb SRifMbbm^ gen bie ®ebtete bon 9lc90grob, £uc)f unb SBlabtmir itnb feierten tnit unfdgtic^er Seute }uru(f. 3war wutben {ie auf bem 9tu(fn>ege t>on einem Warfen Stufjpifdtien |»em er^ eilt- unb fafl bid ouf ben legten SÄann erfd^^lagcn 0; «** fen Rotten ^temtt bte attgemo^nten Slaubgäge rnx^ feinefe n>eg$ auf. 2(m metjien aber iief)t in ber ©efct^i^te bed 9lorbetiS um btefe Seit ben fi3(i(f eine Srf4»etnung in i'voka^ auf H(^/ bie fd^on ft&l) in il)xtt (Sntflei^ung^ t>or aDem aber in t()ren großen folgen bie ®e|lalt aller 2>inge bort wAn: b^rte unb ba$ ganje alte itUn g(et(^fam umwarf. 3>ie ®ef4)icf)te biefeS SKbeile^ beö 9{orben$, namlt^ iii^km ^urlanbS unb @ftl!^(anb6 in ben früheren Seiten fann frei? Iid[) mitnidllten in biefe6 SBer{ gejogen xoet\>en, benn ta^ mal^ beru()rte fte baS SSoIf, beffen @efd(^ic|)te bier «&au)>tgcs genfianb i% fafl noc^ in fetner ^inftc^t weber bur4 Xnege, ni>4) burc^ «^anbel, »nod^ burd() fonftige SSer^faftniffe ').  1) KoJaloiVicz I. c. p. 50. fagt: Repetitis interea Lituaui per inlerraUa pracdationibus et amissi anno prozimo (1205) eserchus dainnum insigniter ulti sunt et praedis ingenlibus rem suam aute- runL Dlugoss. T. I. p. 599. Q^lhitt (u a. £). &. 5Z 2) aCu4 t>ur(^ SemanbtTc^aft bH ®tammf< fbmben bie Sdoo)" ner biefec ISdubei; bem SSoiee in 9>i:euflen nic^t na^e. imx ift in we« Un gef^tc^tUc^en S33er! en bte SSe^auptung auddefproc^en , bte IBemo^nec (Sfl^Ianbö fepen bte alten 2Ceflier in ®ani(anb; aUerlet Unglfid! ini^ttm eanbe, ^insüge fcember fßhVttt in ifyct ®ebtete, (Sroberungen tfiter al^ ten «Heimat ^dtten fte (ter oerbcdngt unb metter unb treftec na4 9t9P ben getdeben; aUetn H ift und faam begreiflich, »te biefed (tflocif4< ^uftgeb&u ftd^ To tange ^at (alten f6nnen, tict, l^m ntc^tl »ettfr o» bec Moße d^ntid^e 9iame olö ®i:unblage unterliegt, — ein 9laine, xo^ d^er SU folgen @4(ufforgerungen nic^t im minbefieh berechtigt, ho. n dberdaupt ja nur bie (fttid^ Sage ber fiWerft^ Uydi^nttt. SRantenfe an 2Cufhtrmeg, 2Cufiurrife, Spflarsfalt, Cflfee. ^n grihiUtc^ed ^^' btum ber dlte^en ©efc^ic^e biefer ®egcnben wirb jeben äberietigrn, M \ik »efticr unb (ffl^en in Xbflammung \xvi\> IBerwanbtfc^apt burtjau« 
Brief auf ett)Unb« auefle ®efd^td^te. Sftt ianQt aber ^tten bie Setool^ner SivldtiM .unter einer Ser? Mung ttnb ©eflalt ibre6 inneren ©emetnwefend^ bie ber in 9)mifren nid^t un^lSinlic^ gemefeh gu fe^n \d)iint, ein fieie^/ bnrc^ feine frembe «^errf^aft gebunbeneö ober be^ fcliränfteS geben genojfen; ioö) um bie 2tit, atö 6a{tmir ber @ere(bte in $olen bad @cepter ^klt, war biefe Srei^ bett f(bon ba^in unb bie Siioen trugen boS 3o(|^ fremr> be$ ®ebote$. £)ft fdbon l^atten bie durften t>on 9lot>gorob unb f)0lD}f bad SSoIf bef2m))ft unb (ange l^atte e8 mit feinen geinber gerungen , um feine %uif)nt ju belfiöuipten; aber an fl^^ fc^on arm unb nit^t fe^r ^abtreic^ an friegc^ rifc^r Sffannfd^afi fyittt e9 nidS»t ba« Ql&i erreicht, ba< le^te unb ^6(^ftc ®ut in feiner Xrmutl^, fein freiet unb unabbangige§ Seben ju erl^alten. SArft SB(abimir t)on ^o^^ (0)1/ 9ht{ilanb$ anbere @ebieter in feiner Wlad^t weit äber# wiegenb/ batte fein «^errfc^ergebiet burdf) feiner SSafen Ql&d bereite an ber 2)i!ina l()erab bid ju beren Sltänbung , au^ebei^nt unb mit ben übrigen S36(^rn um^er mußten ibm au^ bie Sioen burd(^ Seijlung eine$ SSnbute« il^ren &t* bcrfam bezeugen "). X)a^ SoK ber SiDen aber ^ielt biefer nictti gemein ^aben. 3'xv aUjCRicinrn SBele^rung bienen r<9^on aufer 64ld|fc6 unb ®cb^arbr6 (Scf^ic^tc ven 8itt^auen, Jturfanb unb tiefanb, unter ben Steuern befonberi £»ai critique sur Fliistoire de la LiTonie, par L. C. D. B. (Bray) Dorp. 1817. befonbetd bcrXb? fi^lltttr Etat de la Livonie, avant Parriv^e des All^mands uAb 9Bat foul 2Cb^nb(ungen: Uebec ben Settifd^en C6l!erfittmm ; ober b> TCbftammunq ber 8etttf4en Gprad^e ton ber &iMifä)t9taf9f6)en unb ftber ben @influf hei ®ot^tf<(en unb Sinntfdien auf^ l^etttft^e; unb Dorflellund ber atten ©nt^eilung üon Jhtrlanb, mte hit iDeutfitfn fol^e oorfanben. ®ie befinben ftc^ In ben So^reöoer^nMunden ber iTutianbtr^ett ®efeaf((»aft für 8iteratur unb Jtunfl 2ter SSb. Stietau 1822. — 2)dA bei bem aUen — btefe &änber ermarten nod) tf^rm fri« ttfd^en Sorfi^er unb ibttn ^efcbt^tfcibreiber. i) Arnold, Lubec, Chron. Slavor. L. VIL c. 9: Res Russiae de Plosceke de ipsis LiTonibns qiiandoque tributum coUi^ere ccm- sue^erat (S< erü^nt biefer CSac^e bett^uftd aud^ «^einric^ ber ^ette in Gruber Originet ^ivoniae p. 3. Pontan. Rer. Dan. L. VI. p. 290. 
382 S3li< auf tti»Iatib« iltefie Sefi^i^te. Sfütfl wegen fetQeS (angeti Aamjpfee um feine Stei^it in befonberS jltenger Untertb<lntg(eit unb ie^lii^tt SBerftic^ }tt jBefreiutiS n>arb oon tbm mit ^rten ©trafen gea^iiibet £)bglei(^ er felbfi f^^on 6briji n>ar^ fo gefcbab bix^ nic^tt Don i|im )ur Serbrettung ber (brifKi(ben Seb^^ unter ben i^m untenoorfenen Sbifem, »ie benn }tt jener 3ett in 9lufi(anb uberl^upt wenig Sifer jur Srmeiterung ber 4ri{b liefen JCircbe lebte. S^agegen b^tte man t)on @4ii9eben unb 2)dnemar{ axxi am Ufer be< S3alt{f(ben 9feereS fi^on ben 83erfu(b gewagt, bie beibnifcf^en SBewobner )um (SfA^ flentl^um ju )wingen; allein ber 3n>ang bun^< &ijmtt batte grofen SSBiberflanb erzeugt unb fo waren biefe fie^ mä^ungen ol^ne befonberen (Srfolg geblieben ^). X>^ bad beilige Sidf^t M ©laubend leu(btete aui ^ier balb m^cbtiger auf, aber aud anberen ®egenben 1>nt beigebradi^t/ att ti früber t>erfu(bt werben war. 2)ct 3v< fall entjünbcte feinen erften gunfen. 6« gefc^^ab gegen M 3a^r 1158, ba$ iCaufleute auS Bremen, fep a burcb^tünnc au8 il^rer Stidj^tung na^ anbem ©egenben t)ertrieben ober wie wabrf4ieinli(^er ift bnxdf ©cwinnfuc^t )u biefen i^li-- 6)tn Sanben ^ingelocft, in ben Stigaifcben ÜReerbufen eiiu laufenb an ber ÜR&nbung beS £una ^ Stromes lanbeten ').  1) Bray Essai critique sur rbistoire de la Livonie.^ T. I- p. 67. 2) Bangert in f. Xttdgabf be« Arnold, Lubec, Ctron. p. 513 ttnb Gruber Origines Lhron. p. 3. flretten f!(b dbec bte Sro^f: 06 bie Jtaufteute au6 Sremen ober auö 8i!lb<(f demcfcn f^n; cr|!mt ifl fftr 8übe(f(r; Icttftet badfoen ffiM ba6 xoi&^Ü^t Seu^nif ^einrit be< «etten an, »el^Kr f«0t: MulU quidem et glorio» contige- nint in Livonia tempore conTersionis gentium ad fidem Jesu Cmw» per annos LXVIL praeteritos, ex quibus prinio inventuj est a mer- catoribuJ Bremensibus portus Livonicus. (Segen btefe Vttjfddt F^ Sanaecti (Srünbe »on feinem »elange. Sb» föl0t< «u* HaHknoeh in t. XttSddbe oon Busburg P. Ul. c 28 a. — Uebec ba< Sabr Ü^ Ifl {tt OgU Gruber I. c* p. 2. c. Cbron. Bremens« p. 71: Bremen- les — — - — noTi honoris gloriaeque et commercionun quaercB- 
^anbe'Ut^etfe^c t)oit SBtemen nad^ Stblattb. 385 7n>tt au^ f^ieY litten bie früheren SSerfuc^ie )ur Setbret* tung be^ @^nftent^utnS burd[^ @d[^wert unb IBIut im Solfe gegen aUe^, maS c^tijiUdEr ^teg/ «^af unb SBtberwillen aufie geregt/ i^or allem aber gegen bad SSoIf ber ^amtt bittere ^einbff^aft erjeugt. Sarum »ar auc|^ bie er{!e Begegnung ber Sremtf4)en <^anbe(ö(eute mit bem ann>ol()nehben SSotfe m4^t§ minberatö frieb(ic|^; benn fo batb bie Sit^en^ gewol^nt nur Seeräuber ober feinbfelige ^eibenbefelfirer au3 ©ine^ marf an i^ren Ufern lanben ju fe^en, bie Änfunft be« ©c^iffirt gewöl[)rten, t)erfammelten fte jic^ in großer 3aU ju feiner |)tünberung unb jum Äampfe mit ber Sffannfc^aft, bie fte für ©anen hielten *)• ®^ '«»« jw ^tnem blutigen Streite unb I9ie(e \>on ben Siüen n)urben erfd^(agen; ba fte aber enblicf^ fal^en^ baf i^re roheren SBaffen ber weit gedb« teren JtriegSart ber 2)eutfi^en nicbt n>iberfte^en fönnten, fo hüten fte um Snebe^ ,ben fte erlangenb md) i^rer ian« bedfttte tnt^ einen ©c^wur bei ber SBeibe ober einem Gtritfe t>on SSeibenrutben ju ^a(ten gelobten unb nun ben jtaufleuten a\x^ erlaubten^ i^re SBaaren gegen Srjeugniffe M ianba außjutaufdj^en '). S5et biefem frieblid(^en SSerfe^re modf^te ber ungl£(!x K(^e Srrtl^tim ftc^ audgewiefen ^aben; benn freunbli(|^ t)on ben Stoen eingelaben famen bie JCaufleute auB 9$remen  domm causa tei^pestatibus adacti sunt in fluvium Dunam. Gbron. ordin. Teuton. ap. Matihaei yeter. acTi Anal^cta T. V. p. 699, 1) 3>aö Chron. Bremens, p. 71 ^\M M .f aupturfat^e ber fefnb« txfyn IBfgegnung an, baf bfe 8tt)en bie TCnf^mmlinge für Danos sibi tone temporis inimicissimos ge^(ten. 2) e$. S^agment einer Urfunbe ber &rtejten ^it)Mnbtfd)en ^efcbi^te in SBerfen; ^u^ befannt unter bem 2£itel: IClnpefd Stefl&nb. fftdtsip (S^n./ b^rau^gegeben ocn Dr. Siboriud SSergmann. 9{tga 1817. jDal ®ebi(bt felbft ift betitelt: „^a Stitterlfd^en fReifhr unb SSruber in 9ttef{ant (Sefc^ic^t, »ie |!e 9on wegn beS @()ri|tenglauben< pom tu« fmt bunbirt unb bri oiriig iar an, bis uf tufent smep b^nbirt nenn^ia tar mttt ben Reiben gott |ur ere, inen lat feien feltdfeit gefod^ten i baben-« 
384 ^anbeUt)i(fe^r Don SBrem^n tta<^ tt))tanb. nac^tnätö nod^ iftcr ju i^nen l[^tn unb würben {leti mit Siebe unb S^eunbli^feit t)on ili^nen aufgenommen, ba m« her ^errfd()tujl, noc^ JBefel^rungSeifet bei ben giwn 5DKjJj trauen enoecften/ t>ielmel()r ber Saufc^b^^nbel bie friebltc^ SSerbinbung immer mtt)t t)erftir(te lyib bie ajtenfd^en tm^- mer nSb«« i« einanber führte 0; jw^««» wußten bie Deut- f4)en ber Sitten Sreunbfd^ft unb äuneigung auc^ bunfi ®er4)enle t)on aXet^ unb SEBein ftd(^ {U erwerben ""). 2bi fpl4)er ®etfe f)attt urfprüngli^) nur ber friebfame Beifetr beS t^anbetd bie Si«>en in bie erfte S3eriibrung mit be« jDeutr<l^en gebrad^t unb ei war für bie (Sreigniffe ber^ob genben Seiten wn grofer SBi4>tigfeit, baß bie Deutf*e8 t>ai SSolt ber Siüen in feinen @itten unb ©ebrauc^n, in feiner ganzen 2)ent? unb Seben§weife fennen lernten «nb biefe wieberum ben ©eutfcben mit offener Suneigung unb mit SSertrauen entgegen famen. Die IBerbinbung aber warb balb erweitert ; benn neben &it)lanb« Srucbtbarlett unb beffen eigenen erjeugnifTen lodte bie 2>etttf(^ Mäj bälb ber weitere <&anbetöt>erfebr mit ben tiefer in &tnbe wol^nenben Stufjtfcben S&lfem, mit benen man im iwU fdben SRorben lange fd&on gerne in ^anbettgemeinfcbaft ge* ftanben b<^tte unb ju beren Sinbern ber S>üna ^^tromnitn ein ^ben fo erw&nfd^ter/atö fel^r bequemer Rubrer mt^l  1) ^tinxiÖ) ber Ztttt p. 3.: Teutonici pauIo ante mcrcalo- res, LiTonibiA fämäiaritate conjuncti, LtToniam frequtnier nifi- gio per Dunae fiumen adire tolebant 3(Inpef < StffLSbnili0|roii- @. 6. Cai>ron. Bremens, p. 72. SDa« Chron. ordin. Tenton." ap. Matihaei Analecta T. V. p. 700 berietet bierübet mebtel. 2) /,S5efbe mete unb »in — bie Jauflöte fcbenfeten bo — b« Jel* ben unb waten wo — " ÄlnpeJ. @. 6. iDo« Chron. ordin. Teut I. c. fpricbt y>oxi bem Snbalte etne« mit ben Cioen 0ef(bfo||ene» ♦«»* be(6t>ertrageö. /, ®p mancten bor »oirt enen ©often webe mittw W benfd^ Sieflanber«, M bat fe babr toeber comen fouben. Gnbe »ottbr oic i;^emant mit b^m comen om comanfcap , bie foabe oic mebe in ^ orebe »efen enbe »ittecoem ftn. " SDann fpri<bt e« oon bem Jortganfl« biefeö «^anbete. 3) Frähn Ibn-Fosslan etc. p. 79. Bray Essai crilioceT .l«*.**^ 
^tinf}avh, ^tttf)ttt htt iivtn. 385 @o fyittt ber «^anbel bte erfte Sdaf)n gu ben grofen ffrfc^inttngen gebrodS^en, bte nun in furjer Seit baS gan^e Scben M SoIfeS in biefem Sanbe t>erv9anbe(ten. Hn ben «^nbel f<^Io^ ftcf^ au^ ^ter bte ®a(l()e ber Sleltgton. ^Uhx ütt iwatiiii ^fßt ^attt biefet SSerfe^r {wifc^en ben imn nnb b<n 2>eutf(^en fci^on beftanben/ ali etnft bte mi) ii\>^ (anb fegeinben Aaufleute au$ Bremen aui) ein Xusufiiner:: 3Rimi^ au$ bem ^(ofler @igeberg tm «^olfietnifi^en bellet« tete. SReinl^iiYb n>ar fein 3lamc ^). iDbnoo^l fc^on ^odl^ im XtterfA^tte ffc^ ber fromme, titgenbreine, gottergebene ®rei« bO(^ no4^ looU frifc^en Wlutf)^^ unb jugenbltcf^er JCraft für ^a« SBer( ber SSerfunbtgung be6 6f)riflent()umd, unb tief ergriffen unb begeiflert für bie erfannte ^eilige ÄejHmmung ber Skrbrettung beS 6t>angeliumd unter ben «f^eiben wagte er no(|^ am fpiten Xbenbe feiner Sage bie gefabn)o(Ie Sabrt auf ber flärmifd^en @ee. £)a§ ifi bie SRac^t ber 3bee im ®etfte be6 SRenfc^en , ba^ jte, )ur SSoDenbung unb }ur SirKic^feit fhebenb/ unbeffimmert ift, ob ba«, »aö ber 6rbe unb bem Staube iuge^6rt, jerbredS)^ unb }ertritmmere. 2)a$ ®ef&^I ber «^eiligfeit feine$ Unternehmens unb bie fcfk 3ut>erft4>t auf baS ®elingen {isincS SBerfeS trieb ben frommen ®rei$ t>orto2rt$ unb er vereinte ^iemit eine Xlix^^ init, eine fiSebac^tfamfeit unb eine SSorftc^t iti aQen feit|en @(firitten/ wie ^c fe(ten ben S3efe|^rem ber {)eiben eigen }u feyn pffegt ^). 1) e^Qtt Gruber Origines Livon. p. 2 bemerft/ baf bie eigentr O^c 3cU ber Änf unft «Wetnbarb« itoeifelboft fep ; er f*»anf t fe»fl ymU r4m ben 3abren 1170 unb 1186. ' gür beibe gicbt er Scünbe; boc^ catf^etbet er ü^ am meiffrn fftr lai 3abr 1186. IDtere« befldtipet au<^ Aiuelmi Gemblac. Chron. ap. Pistor. T. L p. 995. JDaö Cbron. Bremens, p. 74 ^iebt bad 3abc 1188 an. ^t'xnti^ ber Sette nennt Stein^rben Saccrdos ex Ordlne b. Augiulini in coenobio Sigcber- gensi; Ansctm. GembUzc, 1. c. aber f acerdos Lubecensis. Sfta^ j Arnold, laibecens. L. VII. c. 8 »ac Ä Sigebcrgcnsis Canonicus ttib fo UytO^titt tjn au* ba« Clwon. Brem. I. c, fügt aber tiniu: jelae Genbune na^ Siolanb fe^ ßeft^e^^n consilio Arcbiepiscopi ei I Gapituli Bremensis. i 2) Xlnpef < aedm^C^rom! e. 6: J. 25 
386 SSein^arb, Scfe^rer bet 2tt>en. Im Ufet ber X>ina glAcfUcf) angelangt/ bat et, bevor er baS SBerl begann, ben «^ertn beS Sanbed, ben Surften SGBIabimtt t>on ^olojC um bie (Srtaubnig, bem ^ibntf<fKn SSoIfe ba$ d^rifHi^ie SBort ))reb{gen }u burfen , unb aU i^m biefe bom f^ürften x\\d)t blo^ bercttn)tatg qrt()eütn>arb/ fom bem audE) ®efi^enle t^m SBlabtmtrd befonbere ®unjl be)eug« ten, unternahm er fein SBerf ber fi3efebrung mit eben fo t)iel SSorflc^t unb £ul)n<)eit, atö S3egei|lerung unb (brifUi- c^em SSertraucnO- Unb in \oli^tm SSertrauen gefjyro^fen erwedte fein eifriges SBort aucb wicberum SSertrauen bei bem ?)eibnifd[)en äJoKe ; in fo fejler 3uüerf[(|>t be« Oelinjen« begifidte au^ xoixUid^ ben eifrigen ^ann baS ©ettngen feinet {^eiligen Unternet)mend. S3ie(e/ übepvaftigt Don bem Seuer feinet SBorteS unb überjeugt toon ber.Sßa^rf^ett feiner ^rebigt entfagten bem alten trofitofen ©tauben unb empffn^' gen iuxä) bie SEaufe bie Sßei^^e in$ (S^rijient^um. Sor aUem wtrfte ^ieju einflußreich ba§ S3eifpiel eined ber Tta? gefel^enften unb SRic^tigfien unter bem SSotfe, SL^upo ober jtobbe genannt ^), ber mit iaf)lm6)en SSermanbten unb zu 9lu mag alö i^ (an Dernomcn @tn ivifei: man mit in lomen »Der in fanc unb M SBen rr ein retner prifler \»ai IDer bere (teö mepnbart @r »aö mit gucbten wol bemart Unb wai wiö unb c(ug @r ^attc tugenbc genug. 1) ^einric^ ber tette p. 3 — 4. Bray T. I. p. «8. Äo* tamfin 85. UI. ©. 72. 2) ^iä)t ber erfte, »elcber ßetauft »orb, fonbern ber 2f ngefeienfr unter ben ®etauften tvar biefer Jtaupo. ^afdr fpnc^t ba< Seu^nif ^einric^ beö Setten p. 4, woerfagt: Ex cadeni villa (Ykeskola) primus Ylo, patcr Kulexvcnc, et Viezo, palcr Alonis, primi bapli- santar: aliis Ticissim sequeniibus. Jtaupc'Ö Saufe tnolt^nt er xddjit (»eftimmt; Dgl. p* 18 not. c. SDagegcn nennen 2(lnpefö Steim^con. &, 7, bie iDrbend(bronif p. 27 unb baö Cfaron. ordin. Tcut. ap. Mattb. T. V. p. 200 jenen Jtobbe ober Äope (na(b yinpe!« ©(^reibart) oM ben erflcn (Betauften. 
9t€xn^atb, SSefe^tet ber 8tt7en. 387 ner gtofen 3^ anbcm SSoIfeS bem (l^nfUtd)en ®(äu6en jufagte. 6r f)attt feinen Sßo|)n{t$ auf ber Sutg Aubbefcle im @ebtete t>on .Sbore^ba^ toax einer ber @tammj(te{len ber Stioen^ Don loelddem^ wie ed im 8anbe @itte unb Se^ fsffung mit ftcf^ bra(l()ter ein grofea um ibn ^er n)o(;nenbe§ 3ef4^Ie4^t geleitet unb gemifiermo^en be^rrfc^t roath. Sßc^ gönnen ^atte SReinl^arb bad S9Ber{ feiner ^ete^rung in %)fed« fote *) nun jur 3eit 3rful genannt, einem £)rte an ber Dana auf einer S3erganl)&^e gelegen, n^o bie S>eutf4)en fSr ft^ unb^t^rer SBaaren @i(^er^eit fd^on eine 93urg erbaut batten. linter bem ®d[)ul|e i^rer SRauern aber xiä^Utc aSein* ^rb fär feine neue ©emcine bie erfte (|iriflIidS)e JCitd>e auf«). SS^I^renb aber SReinf^arb in freubtger S3egeif|erung unb mit nie ermübetem Stfcr fein S3etel^rung6n>ert fortfe^te unb unter ben uml^ermo^nenben $B5({ern bie ^aH^xi6)t be- Fannt marb, bafi unter ben £it>en ba6 S^riftent^um \i6f weiter unb metter verbreite, fammelte ftc^ im ndc^ften SBin^ ter eine grofe Scidaar üon 8ittl)auern, JRujfen unb anbern beibntfc^en IBblfern unb mit fd^merer SBermuflung in Sit)? fanb einbreclienb unb all€§ mit fidf) fortreipcnb, jogen pe gegen bie S)äna an, um bort ben neuen ®(auben ber i^ren 9htt€m ^ibnte unb ben Untergang Jbrol^te , mit benSBafen wieber ju t)ernidbten. 2)a trat aber Tlcin^axb, ber l^oc^berir tagte ®veid, an bie @pi^e feiner iReubefe^rten; aOe bie oon i^m bie äßei^e ber ^aufe empfangen , flanben i^m jur Seite, begeistert burc^ iai S3eif))iel be6 frommen Se^rerS, ber mit bem @4^tt9erte nun t>ert()eMigen mollte, mad fein Sifer angeipflan)t unb aufgebaut @ie jogen bem milben Seinbe bid in einen SBalb entgegen unb griffen il^n bort  i) ^tinxi^ ber Eette p. 4. Zlnpet ®- 6. Chron. ord. TcuL L c. 2) iDie grage: wo b!e etflc (l()ri|Kid^e Jtird^e In £ti?Tanb erbaut mor- ben fep? etttf<f^eibet Gruber Orig. LWon. p. 6 fßr 3yfai «a* »cm ^vLfiniffe •&etnncbö M Seiten, anbete geben Jtir^^olm M bie etftt JCird)e an unb Brajr T. 1. p. 88 flimmt biefen bei. 25*  \ 
988  ^iinf^atbf Sefe^ter bet Stoen.  mit foUl^em ^Stnt^Q an , baf et eiltgfi bie Sfltt<!^t ftt<^tc unt eine grofe Seute )urii(f(tef ^). Sur SDtetnl^arbd XnfelEien ttnb für bie @d4^e beS @(att? benS n>ar biefet @teg ober bie «Reiben loon ungemeiner ffiid^ ' tigteit; benn er befi^rfte nic^t 6(0^ in üieten ©emiit^ni bie Suneigung }u bent neuen %\a^xhv^, fonbern er &6et$ geugte bad SBoK tuviä^ leicht t>on ber 9lDtfin>enbig(eit/ baS 8anb burd^ iBurgen unb SSerfcbanjungen gegen bie (eibnis fc^en l^einbe ft^rfer ju loermeli^ren. ^dix nal^m nun Stetiu ^arbS f^^^ mit ^eube an unb im nid^fien @ommer rief er «^anbwerfer unb 3Crbeit6leute jeglicher TCrt au$ @ot^(anb herbei , bie ben ^au beginnen muf ten^ benn noc^ mar bal SSoIf im Sanbe mit bem ^auerl^anbn>cr(e gan} unbcfannt £)a()er gcf^al^ au^ / bag bie heibnifd^en @emgaUen auf bie Slad^ric^t t>on bent 3(ufbaue biefer S3urgen, einji in großen @4)aaren ^eran^ogen^ um mit @(titffdfeilen ben fieinemtn fi3au in bie S)üna ju )ie^en^ benn ffe n^ufiten nic^t^ bof .©tcin mit Stein burc^ 3R6rtel gufammenge^aften »itb. SRan empfing fie aber mit ftarfen ®teinn>urfen bur^ SBurf* mafi^inen gefdS^Ieubert unb fo jogen fie mit grofem Sm tupe bat)on % Snbeffen begleitete baffelbe ©lud/ mie e$ !D?ein^rbeo im {Beginne erfreut %(x\Xz, fein SBert ni^^t vx g[eic(ier Xrt beim weiteren Sortgange. iOft fc^wanfte au(^ bri bem »* ^en IBoRe ber (SSIaube unb ba$ SSertrauen ju feinem Sortr; oft bra^ man bad gegebene SSerfprec^en/ bem Gl^riflent^ume getreu }u bleiben; n>enn Xnforberungen gefdS^a^en^ bie man nid^t erwartet/ ober SSortl^eile ni^it erfolgten / auf wW man gered(^net ^atte. ÜRancfie/ benen ber 9{u|en ber neuen SBe^rburgen batb einleud^tete^ 4u(^ten burdii ben 6m{)fang . ber Saufe (k)xi:j i^re %%Wit burd(^ ' fo(d(^e 93urgen gef((ti|t tu fe^en unb traten bann, wenn fie rAayxX jianben/ jum  1) <ßettirt(^ ber eette p. 4. 2C(npee ®. 7. Chroii. onfin. Teut. ap. Matth. p. 701. Bray T. I. p. 88. 2) «ßeinrid^ ber UXU p. 4. ^ro/ p. 88. 
Oloubcii an t^te alten @otter iut&d. '60 QzVM ^ ^on ben na^n SSeiool^neni »on <^oIm ^). 00 warb bod fo eTfreuIt4^ begonnene SSerf tmmet fid^tertser unb Wttxnf)axb, immer me^t "fyetanalUmb , fa^ ein / baf feine Straft aUtin }u beS Solfed 43e!e^ntng teinefc »eg< me^Y ^inretc^. St ermog )Uglet(f^ au4^, bof eS in leber Seife ^tlfam n>ivlen werbe/ menn t^n bie mdc^tigere ^onb beS 9a:pftt^ tmterftit|e nnb wenn ed i^m geKngen Ümu, mit ^i^rer SBurbe unb |»&l^erem Xnfe^n unter bem Boffe aufnutreten. Unb fein Sunf4^ gelang. Son ienem SUtüpo^ bem ^awpte feiner neuen @^rifiengemeinbe/ be:: gleitet begab er ^ä) gegen ba$ Sa^r 1191 na4^ SSremen') nnb »ie eö fc^eint/ t)on ba aud^ nadf fftom, erßattete bem 9ap^t Sendet aber bie 8S6Ifer unb £dnber bed Slocbend, 1) ^teincfcj.bei; 8ettc p. 4 — 5- 2) (^ tft hierüber noc^ mancfieö im ^unfel geblieben, tt>ai aud^ 9rubec6 €(rilnb(td^fett nid^t anf^n^Ucn t>ermo((t ^at. @o würbe n fäbf über bie Btftmmunq M 3a^re< ntd^t sewtf , in tott^em ^tin* tub pim 0if((ofe oon Siolasb ernannt nntrbe. iwat giebt Arnold. Lubec, Cbron. L. VIL c. 9 btefed fc^^r be^mmt an, inbem er fagt: Anno Teribi incarnali M. C. LXXXVI fund^ta est sedes epIscopalU in LiTonia a \eaerabili yiro Melnardo, intitulata patrocinio beatae Oei genetricis Mariae, in loco, qui Riga dicitur. TlHein biefer 3Cm oabe ifl ItinHxot^i }u trauen, ba 2Crnolb mabrfd^einlic^ (ier ba^ 3a(r bcr Xiävtnft S^ein^arbi in üvianh mit ber $tit ber C^rrit^tung hei fliM^nmö oenw^fftt unb o^ebem ou(^ hit ju frä^ (Srwdbnung oon 9ti0a bte ganse eteUt ft^t oerbA(^tig ma^t & ift oben baS 3a(|r 1191 aU hai ber @rri(^tun0 M SBiöt^umd angenommen; aber e< ifl cbenfiilU eeineöweg« ganj gewif , benn fd^on in ber SBuIIe M 9>apfte< Qemeiig 111, ber im fRdr^ 1191 ftarb (f. Gruber Orig. LiTon. p, 205) wirb M fßiit^umi in ^olanb tmäi^nt Snbeflen ift bie 3(e4t(eit Mifcr fßnJU ni^t anfer aOem Zweifel, iptc trüber f(^on erwogen ^t iQb lie »Arbe alfo bie Unnü^mt beö 3a(re6 1191 gerabe ni^t witm legen. 9(a(^ bem Sufammen^nge ber Steignifie, wie «^einric^ ber 8ette p. 4 — 5 fie er^d^lt, maßte O^ein^arb f^on nad^ bem erflen Sab« Mner Vnfunft, a(fo fc^on im 3a^re 1187 nac^ SBremen au^c^ gegangen unb Sif^of gemcrben fepn. TOLtitt au(b bfefe 2Cnna^me ift Ictr ^»dfOiqft f benn «&eiad<b ber IttU er^d^ ^ier ft$btbar \i^t abge» tüieQ nnb Kil<lrtt^aft  I I 
590 aSein^arb, fBtfc^of r>cn 8it>(attb. befonberS au^ über bai SSolf ber Stoen itnb ibet btn M» berigen Sortgang abrer IBefebrung unb warb bi^rauf Mf bed ^apfled ®^beif t)on bem Sribifcf^ofe ^axtwiif bon Sm men jum Stfcbof ber neuen Jtir^^e in SiDlanb feterliib ge^ weibt *). asilirenb ÜRetnbarbd 2Cbn)efenbett aber toaren bie fuv ben @(|iu| be$ 8anbe^ begonnenen Sßebrburgen faum oolk enbet, a(S bie meinen ber getauften ü^en, lange 3ett von tbrem Scbrcr loerlaffen unb obne bad beft^nbig mabnenbe SBBort jur 3^reue unb Sebarrlicbfeit^ bem d^tx^ii^n ®(att« beii n>tebcr entfagten unt ibrer ®elubbe t)ergejTenb in @(iiao' ren. ftcb an bie jDüna begaben^ um bur4^ ^^ SBaffer M @tromed/ wie fte wäbnten^ bie Saufe »ieber t>on fub ak juwafcben. SEBobl mocbte ber ®Iaube bed Sbrijlentbumd/ fe weit fte ibn bamal^ lannten^ ibr Seben no4^ t)ie( ju wenig erfreuen unb bie Seere ausfüllen, bie burdb bie Sntfagung ibrer alten ®6tter unb «^eütgtbümer entflanben war; gcoif Ipar bie ibnen ertbeitte cbrifilicbe Sele^rung nur fe(ir rnan^ geibaft unb fiucbtig gewefen, unb wad war Don ben na^n beibnjfi^en SBoIfern aUcö }u befurcbten, wenn pe fernerhin bem neuen ®Iauben getreu blieben! %I8 baber ber neue JBifcbof in baS ganb surürf febrte , fanb er, tief betrübt; fajl fein ,ganie§ SBerf wieberum \)erni(btet; nur febr wenige W* ten ^m ®(auben feflgebalten unb begrüßten ben ijurudfe^ renbcn gebrer mit greube. 2)ie meijlen empfingen iftn mit unfreunblicben ®efinnungen. ÜRan woUte ibn fe(b|i c^ni i) (3Uid)e Ungewift^eit iexvf^t ou4 ober ten Umffanb, ob fllkiii» i^xb nur na(b SSremen gin^ unb Y>on bort ou^ bem ^opfie feinen S» riebt erftattete, ober ob er 9^0« felbfl befugte, «^einriii^ ber Cctte unb mit ibm auc^ etntge anbcre CtueOen toiffin ni(iti wn einer 9ei|f nacb atom. ^aaegen er}&bCt 3CI npefd 9?eim < G^ron. @;. 7 — 8 wlf< 4i)on SD^etnbarbd fReifc unb 2Cnwefenbeit in Slom/ xoo btefer bem 9M^ bie SSer^ftCtntffe ber äS6lfer im Sf^otben au^einonber gereftt b<>beii T^* S)a(( nimlidie bertcbtet avtd) hie £)rben<(bronif &. 27 unb hti Matüiaeiu T. V. p. 701. Offenbar ober t|l bad 3abr 1170, »el^e« Jicr «'« bie 3pit ber Änwefenhfit SWeinbttrb« in »?om anflegeben tft, ijan} n»« ri(btf<;. 
bftn Sanbe vertreiben. @etnen neuen ®ef j^rten im Vyos jtelamte^ ben 6tflerctenfers9R&n(|^ 2)ieteri(|^^ Ratten bie St^ »en aitö bem ®ebtete t)on 3%oretba^ n>elc^ed jegt treiben ^ift/ }ttm £))>fer fdr il^re ®&tter bejitmmt; bereite n>ar über t^n bie Soofung angeorbnet unb nur ber glucfbringenbe Zritt beö wabrfagenben Stoffe^ fonnte ben ®efe{|elten bom 3ammertobe retten *)• Sn^ar gewann 9Retn^arb \Xi biefem ®ebiete bei bem SSoIfe batb wteber me^r Sertrauen burcf^ bie •f)ei(ung etned t)ome()men £tt)en t)on einer f(^n>eren Jtranf^it unb eö gelang, if)m audS)^ einige t)on neuem )ur Zaufe }u gewinnen; allein er fal) boc^ immer flarer ein. bof bad frtebli4^e SBort ber f>rebigt feinen erwänfc^ten 6r« feig vM\it ^abe unb bef4)lo|i bal^er, auf ®d!?iffen, bie eben auö ®ot^lanb gelanbet waren, nac^ 2)entr(blanb jurucfju« fe^ren, um "bort neue ,4inb fraftige SRittel ju beö SBolfe« Sefe^rung aufjubringen. S>a erfd)rafen bie Siüen^ ber at ten 3eiten gebenfenb, in weld^en @tanbinat)ien§ ^&nig^ mit @(|^n)ert unb ©ewalt ben alten ®5tterglauben ju iDer<? tilgen gefu(|)t unb baten ben SSifd^of aufd bringenbfte/ fte nicj^t }tt toerlafien, unb ber ©efalS^r ifjrer Jcinbe 9)reid ju geben. @ie r)erf})racl^en fammtJic^, abermaK bie aiaufean^ junef^men unb bem neuen ®(au6cn foitf)tn immer getreu iu bleiben % 9Retn^rb traute biefen SSerfpred^ungen unb blieb xwx Sanbe/ nad)bem bie itaufleute aud ®ot^(anb il^m bie >fejle SerftdS^ping gegeben, baß fte ftc^erlic^ bie *^älfe bewaffne- ter SRa^t auö 2)eutfc^lanb unb @!anbinat)ien ^erbeiful^ren würben / fobalb er ivgenb burc^ SBantelmutt^ unb Untreue beö Solfed in neue ®efa^r tommen werbe, ^ie @^iffe ^tten aber laum bie 3Cnfer gelichtet unb bie ®efabr fcl^ien entfernt, al6 man bemStfdS)ofe wieber mit berfviben fetnb» liefen ©eftnnung, felbft au4) m\X Spott unb SSerac^tung begegnete, „©ep gegrüßt, Slabbi/' riefen fic i()m t)orüber5 1) «ßeinrt^ ber ^ztU p. 7. 3htercfrant |!nb (iebct bie ^\XUx\> iikjc, »elcbe biefer Q^ronift übet bad SoS mi^t^SX. 2) ^cintid) her t^tXt i>r8. 
592^ üRein^arbi Slfcl^of t^on £it>(aiib. getenb entgegen/ „xok %uer fauft man @al) unb gcoUi Z\x6) in ©ot^Ianb ^) ?" einft bi6 ju a^^nen Setrubt übet folc^e S3erlS)o^nung fetner 33emäl^ut\g um bed Si)I(e6 ®(ä(f begab er fic|) na^ ^fedfola tn feine S3el^aufung unb orbnete bort einen S3erfatnm(ung6tag , an, um bai »antelmut^tge JBolf an fein SJerfprec^n ju erinnern. 25a aber niemanb auf bcm Slage crfc^ien unb leiner i^n me^r l^^^ren nnx^te, fo befd^toß ÜRcinlS?arb, baS 8anb lieber ju tjerlaffen unb fw^ xxaä) @jllS)lanb ju begeben, um mit ben bort übemintem* bcn ^aufleuten im ni^ften S$rü(>ling nad^ @ot^(anb }u fe^ geln. 35a faxten bie 8tt>en, I)tct)on bena^ri4)tigt «nt bcforgt, baf er mit frember SBaffengewalt juruÄe^rc« mbd)U, ben 9>Ian, i^n auf bem SQBege ju ermorben unb ÜT^ein^arb würbe bem Xobe faum entgangen fepn, toixt et nid>t \)t)n einem eblen 5Dlanne auS^bem ©ehitU »on SI^o? reiba t)on bem SSorl^aben feiner Seinbe unterrichtet unb ge? warnt worben. (3o tjerweiUe er nun lange 3eit furomer«. DoH unb t^atloö auf feiner 85urg ju?)feSfola. SRittlerw««« aber gelang e6 feinem ®e()iilfen ©ieteri(l() / unter bemSBot« geben ^ an ber ©ranje einen <Rran!en ju befuc^^en, au^ bem Sattbe )u entflicl()en. @r begab \i^ eili^fl lum 9>a))|i/ ^^ üon SRein^arbS trauriger Sage unb »on be« SBoIfeS ^«rt-- natfigfeit unterrid^tet, fofort ju einem Äreujjuge nac^ jenen ®egcnben aujforberte unter SScrfünbigung rei(|>er ®unben^ Vergebung für alle, bie im SRorben bie (Sa(|^e beJ ©lauben* mit bem Schwerte befirbern wütben")- 1) Post discessum inercatoruin redcuntcm Episcopum Holraeu- ses salutatione et animo Judae salutaot: Ave Rabbi , dicentes, et qub prclio Sal aul Watmal in GoUandia comparetur, inquinn* htintiö) bcr fiette p. 9. Obne3»eiffl »oren biefcä bit iwä^vpt- !;anbeläartifel| bie man au$ ©ot^Ianb nad) iwlanh' brachte uub nu» j«r fiSfr^6^nun0 bei: iBecbintung SÄcinJorbö mit ben Staupiuten w« (Bot1)lanh bienen mußten. 2) ^einrieb ber iette p. 9: Summns Ponlifcx, audlU) nu- mcro baptizatonim , non cos deserendos censuit; »ed ad obscrr*- tionem fidei, quam sponte promiserant, cogendos decrevit nciaii' äionem quippe omnium peccatorum indulsit omnibusi qui •<> ^' 
^finfyütb, fBifd^of t9on 2it)lanb. d95 fiScDor tnbeffen )u biefet •$)&((€ anöf nur einige «^off^ nung war, t>erfte( 9)2etnll)arb unter bem JDruife Ij^o^er 3at)re unb tinter SRä^^en unb Jlummer in eine fernere «ftranfl^it unb ba er ftc^ balb bem S^obe na^e fäblte/ lief er biejieni:? gen ber @tammilteflen be& SBoIted/ bie im ®lauben treu geblieben waren, }u ftdj^ rufen, fie }u befragen: ob fte na^ feinem Xobe i>()ne 83if(|^of bleiben wollten ober einen an- bem an feine @telle xonn\^ten? Unb atö fte einftimmig einen 9ta(|^folger «erlangten, lief SReinl()arb ben @r}bif(iSfof bon IBremen t)on biefem SGßunfc^e no(i) benacl^ric^tigen unb ^arb balb nad^^ev im Safere 1196 ^). Sofort fanbten bie 9teubefef)rt<n in tWaxA, bie e$ mit ber fefteren S3egränbung beö Glaubend reblid|^ meinten, eine Sotf4)aft an ben (Srjbifd^of t)on Sremen mit ber S3itte um einen würbigen 9lad(^folger im bif($6flic^en ZmU unb jener erw^^^lte li)ie)u ben 2Cbt SBertl^iolb t>om Sijiercienfer:: jtlofler Succa in 9lieber::@a(|)fen, einen fo frommen unb tugenbrctnen, ald in ®efa()ren fianb^aften, entf(|ilo{fenen unb in jeglicher ^infid)t fe]|)r ac^tung^wert^ien SRann^).  suscitandam illam primitivam ecclesiam accepta cruce tran«eant. Arnold, Lubec, c. 8 rrt^eilt a){etn()arben gewiß gu viel ®Iöcf , wenn <r 90n t^m ffigt: Ipse (Meinardus) humilis et devotus suis auditori- bat verbi spargens semina, arguendo, obsecrando, magis tarnen obtecrando duritiam geatiliura. frangens^ ipsonim corda non minus, munerihus, quam exhortationibus paulatim ad quod Tolebat, J}to annuente, perducebat Uebrigend n>ct$ webet ^Clnpefö 9{eim < (S(>rott« ao(i bie £)rbenö(^ron{( ir^enb itxoai oon ber SStberrpenftigfett ber 8ioen nnb oon aden btefen aw^ tbc bert^ocge^enben SSerbiltniffen. 1) 3n biefer Settangabe flimmen dltcre unb neuere ©efddtc^tf^reiber ftbccein. Gruber 1. c p. 10 ermittelte bie Sitc^tigfeit biered 2:obe«j[abre< 9Ketn^rb< auö bem Sobeöja^re fcineö 9ta4foIgerd 11^, tnbem W^n frin bif<45flt4eg Vmt nur an>ei Sa^re verwaltete. Vlnpeei STngabe 6. 10, baf SRein^arb 23 Sa^re in Stolanb tbdtig geweTen \t^f tft of> < fenbar gan^ unrt<^ttg. 3Cud) SOleinbarbd (Srabfcbrfft im SDom ju Stigo bat ba« 3abr 1196 a» fein Sobe«jabr. ©abebufcb eioldnb. Sabrb. S.L e. 24. •^tdrnd (S^fis, eio« unb ^ettldub. alkrcbicbte 6.92—93. 2) „(Ein oromer belt" fagt Vlnpef ®. 10. ReTerenda persona nennt i^n feinricl ber Sette @. 10. Sgl. Aber t^n: De origin« 
594 ^itt^elb, eifc^of tvon 9it)(anl>. Ungern leerlief er bte ftiDen Stauern fetned AloflerS/ warb in Bremen gemeint unb begab iiä), nur ben Sitten be$ 6r)btf(|)ofd unb bem Stufe ®otteS }u fetner neuen Seftinu mung fofgenb/ ^u @(^iff nacl^ Stt>(anb. dn>an)t9 Start i<I^s Itclier Unterflu^ung l)atu i^m bte itirc^e }u S3remen hmiU Kgt/ weil bte iunge ci^rtjKic^e @emetne in StDlanb M Su fcl^ofe Unterart nod) nxd)t befiretfen fonnte '). 3u 9feSto(a t>on bem bortigen SBoIfe mit allen 3etd[^en ber Sreube tm pfangen, lief er bie Somel!)meren unter benSit)en/ Reiben fowo^^l aK 9{eube(eliirte, 5U ftc^ einlaben , 6ef(^enfte uitb be« wivt^ete fte unb fu^te in jeglicher SBetfe bed SoRe^ Su^ neigung unb SSertrauen ju gen>innen ^). J(aum aber f^atk er ba$ SBert ber 93efe^rung begonnen, a(§ au(|) t(|m9teitts ^arb« ®d)id\al, ^a^, geinbfc^^aft unb 5Berfolgung von ben ^eibnifc^en Siben ju 2:bei( warb, ^au befc^Iof feine 6r? morbung bei ber SBei^ung bed £trci()^ofeS ju «^olm unb e< n>ar nur no(i() 3n>eifel unter ben Erbitterten^ ob man t|n mit ber Xixd)e felbfi Derbrennen ober plh^Ui^ öberfalTen ober in bie Siüna flArjen xooUU, alö er gewarnt bie SBetbung unterlief/ ft^ inö gelj^eith ju @c^i{fe begab , {uerfl mSf ®otl^Ianb unb t)on ba nad^ ^eutfc^lanb fegelte/ um )ur Ses&t)mung beS treulofen unb Ij^algflarrigen SSolfed mit be^ waffneter !ERa(^t iurficfiufeliren. 2)em Zapfte, bem Srjbi« f(|lofe Don fl3remen unb wo er ^in fam, fcf^ilberte er ben troftlofen Suflanb ber jungen Jltrcf^e in .&i)>[anb unb bie ®efa][)ren berer, bie bort baS Äreuj bereit« erfannt ^wtten*).  et abbat Monasterii Luccensis in LeibnU. Script rcr. Brunsw. T. ni. p 693. ^af tte Sitxn felbft btefen QCbt Bert^olb tmm ^^/ »te ®abebuf4 a. a. £). €^. 26 annimmt, tft unwa^rf^etnlic^/ obglrül Arnold, Lubec, 1. c. barauf (inbeutet. «^etncic^g bed 8rttfB 3eu0nif toiberfpn^t bierem au(^. 1) jirkoiä. Lubec, c. 9. jSro/ T. I. p. 90. .^idcii a. a. t« 0. 93. 2)*&etnti(^ bec Sette p. 11. 5) •&einrt(( bec eette 6. 11. ^tArn e. 94. «abebufit 6. a. C ®. 26. 
SSert^olb; SSifc^of 9on.eit>(an». 395 Ha gebot ber 9ap^ &U^n ber dritte abermals, um ter Serfünbtgung bed ©änbenerlaffeS gegen bie b^tbnifcben Stoen ba6 .ftreuj )u ))rebigen unb ert^eilte bi^)u bem S3u fi^Dfe JBertbolb felbji utfunbltcbe SSotimac^tSbriefe ')• <Sd war getagt hie Seit, atö im @ei{le ber ^reug^uge (Suroya in fo aUgenKkltiger Sen)egung war unb jeber glaubte, im Streit unb «ftampf für bie Atrc^e . bad 3ie( ber @eligfeit ju ftnben. Sa fcbicn eS manchem ermönf^t, baS abgelegte (9es liibbe lieber binnen ben ©rdnjen Guro)>a'd gegen ein minber . furchtbares S6lfle{n, al6 ber ®laubenSfeinb in Xften war, auf biefe SBeife erföDen ju f6nnen. 2Cnbern b&nfte eS eUn fo gottgefällig unb erfprießticb für bie @elig(eit, ^tx ben (SHauben mit bem <S6)xottU )u t>erbreiten, al6 bort bie Jttr^K unter £dm))fen }u loertbeibigen. 2Cu(b war um biefe äett gerabe (ein Jtreu})ug tnS SRorgenlanb in S^ewegung unb bie jBerbienfte um ben «^immel waren im Gewinne iUid)f benn ber Dapft l^attt bie «^eerfajEirt nacb Sit)lanb im Sienfle beS ®e{reu}igten mit eben ben @))enbungen be9 @egenS ju belobnen t)er^eifen, wie bie an baS ®rab brt i^eilanbeS ""). (So gefcbab/ baf auf bie $reb igten Dom Areu)e flcb ^vA @a(bfen, ^tftfl^aUn, SrieSlanb unb anbem ®egenben ntd^t unbebeutenbe @dS^aaren fammelten, 6ie fkb in SAbetf Deiftnigten unb bort audgeräftet unb mit Lebensmitteln i»erfefien unter beS S3ifcbofS Seitung ben SBeg )ur @ee nab^ men. 3m ÜKeerbufen an &it>(anb angelangt, fubren bie @(biffe ben (Strom ber 2)ima aufwärts bis in bie @egenb, wo nacbmatS an einem SBerge, Slig^e genannt, bie @tabt  l)^ein(i4 bei; 8ette p. 12. 2) Arnold, Lubec. L. VII. c. 9: Quia profectio %vrt peregri-» natio HierosoJymitana tunc yacare Tidebalur, ad supplementum Iiuiua laboris Dominiu Coelestinus Papa induUerat, ut quicunque pcre- grinationi memoraUe st Toyissent, liiiic ilineri , si tarnen ipsis eom- placiussety se «ociarent, nee minorem a Deo peecatonim remiasio- nem reeiperent 
396 Strt^odx, Sifc^of r>on eiolanb. Sttga erbaut t^arb ^). S)i)rt bie ®4^tffe junUKaffetib )0d ber fßi^öf^f fl3crt^olb mit bem itreu^i^eere bid an bie fiurg «^olm (Jttrcbbo(tn)/ bte in ber SSitte M ®tromed auf et; ner 3nfel fianb. Son ba aui fanbte er einen 3(bgeorbne$ ten m bad Soff ienfettö bed @tromed, eö }u befragen: ob €i ben cbrifHtd^fen ®(auben annehmen unb femerbin auif feft unb treu an ibm b^Iten wolle? Sie 2Cntwort be<iBoIs fed n>ar Demeinenb. ®eme bitte ber Sifdbof bie SiiUu f^enfiigen fogleicb mit feinem «^eere aberzogen; aQein bie <5<b{ffe lagen ibm }u fem unb er fanb f&r befier, mit bet Ariegöfd^aar bid in bie (Segenb beS 9itgbe mieber jtiribt jufebren *). ^&f)nnb bier ber Sif^^of ftcb mit ben %&^m feintf «^eereö berietb; wie baöSSoK }u bezwingen fey, bitten {i(( bie Siben jenfei» beö @trome$ in bebeutenber SabI g^ftn« melt unb bem cbriftlicben «^eere nacbjiebenb (agetten fie ^ bem fl3erge 9ligbe gegenüber aU ium Kampfe bereit. 9t begannen nocb einmal Unterbanblungen. ,,€ntla{|e Sein itriegdDolf/ liefen bie Sioen bem SBifcbofe antworten, unb febre mit ben 2)einen frieblicb in bein SiStbum )unil; bann magft bu immerbin bie bereits ®etauften mit 9e« walt iur Streue an ^eimm @lauben jwingen; anbete aber mnft £u mit Sorten beS Stiebend^ nicbt mit bem &ftu tfen ber SBaffen ju gewinnen fucben.^^ Der IBtfcbf^f be& langte bagegen ®eifeln {ur S3iirgf(ibaft M liebend. Tßni bie 8it)en verweigerten biefe; bo<!b erboten fte ft(b ju timm SBaffenftiaßanbe unb nacb Sanbe^ittte fdj^idFte man ft(b its genfeitig 8an)en aH Seid^en ber fBefidtigung ber SBafrn^ rube. XKein fcbon nacb wenigen Sagen würben mebre 9i^ gerbräber, bie für ibre |)ferbe gutter fucbten , t)on benWwn erf^^lagen. 2)arob erjümt fanbte IBertbolb fogleicb bie %titt bentjeid^en )urü(f unb ber JCrieg war biemit angefünbigt *). 1) •&einri4 ber 8ette p. IZ Bra/ T. I. p. 157. 2).&etnrt4i)er 8ettep. 12. «idrn ®. 94. «abcbar« a. a. C ®. 27, 3)-&eini;i4 bet 8ette p.l2 — 13; tta<t i^m Oabebuf^C^^' 
2)a 0ef4KklS^/ baf bte Stoen am ^itt unb snxmjtgflen 3tt(i M 3aM 1198 ))l&(Ii4 ein wtlbe^ ^msösefcitft ft^oben unt> bad «^eet ber i>eutr(|ien jum ^Kampfe aufor^^ berten. Gtltgfl trat bie Qö^aat ber JCreu^bruber in S^Iad^t:: orbnun^ unb t^t bann auf bie Setttbe einen entfd[^loffenen Vnsnff. Tili biefe flof)en unb SB{f(|iof 93ert^o(b , ber erften einer^ ,^ein «^elb jur 9lot^/'^) fte aHju nalS^e Derfotgte^ fo geriet^ er, nid^t me^r * bermftgenb , fein unbdnbige^ Slof }nrutfiufialten^ mitten in ben fliel!)enben ©treit^aufen ber Sit>en. Qtoei wilbe Jlrieger ergriffen il^n unb ein britter^ 9mcint genannt, flie^ i^m x&diln^i feine, Sait^e burcl^ ben Seib. 2>er iti^nam warb jerßeifdS^t auf bem ^elbe jurutf^ gelaffen ^) unb bie Siben^ t>nx6) einen ber S^rigen, ber ft4^ ben ^elm eined erfd()Iagenen JDeutfc^en aufgefegt/ ^ttin^dft unb meinenb/ baö Xreu^beer folge i^nen auf ber ^\xd)t , nacb/ )ogen ft4)' n>eit jurid; biS i^re Sßalbungen fte ftf^ä^s 1 ten. Zl^ aber bie JCreuibrüber fBert^olbö loerfttimmetten iii^nam aufgefunben, noarb bie Erbitterung fo grof unb ber 2)urft na^ dtad)e fo aDgemein / baf man feinet iiien mehr id^enU, baf man bie reifenben @aaten anj&nbete unb mit 9euer unb ®^mert alle« bernicl^tete. £>a ttfd^xas (en bie Siioen aber bie furchtbare Sermuftung, baten nnt triebe unb ®c^onung, luben bie ©eiftlid^en nad) «^olm ein nnb nabmen an funfjig auö ber ^a^ ber Sornebmeren unb am anbem Sage noct^ ^unbert }U ^feSfoIa bie Saufe. 1) „aSon er wai ein (ett ^ur not, (gr Weib Me ftnen fd^afen tot." Älifpe!« 9tetm<G^ron e. 10. 2) ^einrt(5 ber 8ette p. 13 bejefc^net ftrirH ben »iftjof aH I efnen fcbte^ten aSetter, {nbem ec fagt: bfefer \e^ cqui, ab eo male de- teati Telociute in ben geinb gerot^en. Sei i(m Jeift ed au<ft: «quem (Epistopum) alii membratim dilacerant. 9ta^ Arnold, Lubee. L. VII. c 9- bagegen: inTentum est corpus Episcopi intac- t«in et incorruptum. Ueber bie fftidftigfdt be^ Zoht$taqti ift na^ ♦einrieb ^« ^rtten äeugnif fein 3wcifel. «ein 2£obe<ja$c 1196 giebl atti( AJbert Stadens. ap. Schilter. Script rer. Germ, p, 298 ri($« cifl an. 
39S Hemmung bir Sefe^tting bct t'mn, Unb nm ba^j feinbUc^e ^ecr jum balbigen 2(b}uge )u be? tpegeti/ nabmen fte bte dS^rtfUtd^en ^ttefter in i^re Surgen auf/ belegten )u beren Unterhalt ieben f>f[ng mit einer itontfteuer unb bejitmmten alibalh auc^ eine ®efanbtf<!^ an ben Sr)bifdS)of t>oif ^Bremen mit ber SBitte um einen neuen SBif^^of ^). 2)te Jtreu}brüber trauten biefen 9Raafirege(n ber Stft unb beS Srugeft unb UaUn baü> bte Stucffe^r an. 9m bte (SetfHid^fen unb ein «Xaufmannöf4)iff blieben }urc(f. JCaum aber (matten bie ®d()iffe bte Sßunbung ber 2)una t)erla|fen, at9 bie Siioen in Raufen an ben @trom fom^ menb n)te*}ubor baS SEaufioajTer tvieber abwufd^en; um, wie fte fagten , ben 2)eutf(ben ibr S^riftent()nm auf ben bellen ber 2)Ana lieber nacb^ufcl^itreti '). Tiu^ eitt Der? meintet ®6(ienbi(b bev* S)cutf(^en/ einen in «^ol} gef^^nit« ten SRenfc^enfopf, warfen f!e (^6l^nenb in ben @trom/ ba^ mit er ben itreujbräbem nac^fliefe ^). «ftaum einen SRonat f)xelUn fte ben 6^ri|ien im Sanbe ben angelobten Sieben ^ nal^men balb meiere unter graufo^ men 9Rif^anblungen gefangen ^ plunberten unb i^erbeerten tl^re Selber, raubten t^rc Dferbe unb festen bie ®eijKi^ c^en, bie fte am meiflen ^a^ten, iu(e|t in fobl^e Sebring? nif / bag biefe t>on 9te6fola nad^ «^olm tnt^iet)tn mupten, in banger Seforgnif , wtlä) ein 8006 i^rer no(^ enootte. Unb in ber Zl^at warb um bie Sajien)eit be§ näcbfienSai" reS 1199 in einer SSerfammlung ber 8it)en aucb befc^Iofien/ ^d) für immer bon bem So^^e beö S^rtjlengtauben« ju be^ l)»&e!nr!<^ ber 8ette p. 13. ^lÄrn &. 94. 'XlnptU 9reim»C^b^n. 0. 12. 2) ))De balneU egressi Dunae fluminis aqua se proAuMfamtf dicentes ; Hie iam baptismatis aquam <!um !paa cbristiaoitale re- moTcmus aqua fhiminis , et fidem susceplam exTestucantes, po<t Sa^ zones recedentes transmittimus. „^eintlii ber 8ettep* HUrf*^ dgenö gtcbt ^btefed einen Raren fßüotii von ber mangelbaften IMdjcat^, bte man ben (toen ertbeilt batte. 3) *£>einridb ber Zette p. 14. 
Hemmung htv Sflt^rung bfc Sitten. 399 freien nnt> ieben @etfin^en }tt txmoxUn, ben man na^ jDftem no(b tm Sanbe ftnben iperbe. ^xewn btna^xid)^ tiit, entfiol^en biefe balS^et inSgefammt nac^ iOeutf((^Ianb unb bie bott }urä(IgeMtenen «Kaufleute fonnten tlS^r Scben nur bttt(() rei(be ®efc^en(e an bie @tamm^Ue^fien retten ^). 3n fohb^r 3(rt war in (urser 3cit in Sit>lanb fafi aUeS, n>ad (^rifilicl^ gen>efen/ mieber uiniä^Ut unb burc^ bie SRad^^t be$ alten ®(auben$ vertreten. S)ie n>enigen nott) bort ge$ bliebenen (S^riflcn IE)atten ftcb jum @^u^e für i(^r Seben in bie S3urg ^feSfoIa geflöcbtet unb n^aren faum im ©tanbe, ft(^ gegen bie 2(nfdae ber «Reiben bii jur 2Cnfunft neuer «^ulfe gu tert()eibigen. SBBaren aber anbere Erfolge jtt ern>arten bei foldj^em @tanb ber ^Dinge, atö bie ®e^ {(Siebte i^n loortcgtf SBer waren biefe eifrigen Z^^opl, bie ben @(auben t)erfunbigten unb mit welkem ®eifle fprac^en fie Dom Sßorte beS @bangelium§? & roarm, wie bort bie .g)eibenbe(ebrer in ?)reuifen, fo au^ tier nur 9Ä6nc^e, £(oflergeifilic^e^ unerfabren in fingen ber SBelt, unbefannt mit ben @itten unb eigent()ümli(bteiten ber S36(ter, felbft avL^ beS SolfeS/ unter meld^em fte atö 3C))ofteI aufjutreten wagten unb gewiß anü) fe(ten t>erm&genb, .mit bem SSoIfe in feiner eigenen (Spracf^e )u reben. @o (onnte SBertbolb ben (Sbriften gewiß in aller ^\nfUi)t ebrwurbig unb aü^s tungiwertb erf4)einen^ aber faum befaß er unter allen fei« nen Sugenben unb @igenfci^aften^ bie bei ben Sbi^iflen Tiii)s tung unb @btfur4)t erwetften, eine unb bie anbere^ we((^e  1) SDic iJauptqueüc bleibt Ijiicr immer ber S^itgenoflfe .f>cinri<^ ber Sette. 3m 9Bffentli(^n (ttmmt mit i^m Arnold, Lubec. L. VIL c. 9 immer überetü/ unb aud tbnen fc()6pFten «ßidrn, ®abec buftft unb baö meifle an4) ßrax. deiner oon bicfen %at tnbef{en Xlnpe!^ 9{etm«<$troniF benu^t. SreiUc^ tfi biefe ^ter eine fe^c unlau« trte nueae. @te lAft bem Bif^of l^ert^olb fein Xmt e{f Sabre fong ocnDattcn unb jte^t ba^er mM in feine ©efd^it^te (itttctn> ma« f^oa in ber Seit feinet Sta^fotjserd liegt. 9ta4 2C(npee mirb ba^er bur^ Bertbolb au(( ft^on bie 6tabt dtfoa gegrönbet unb fo oielfad^r Ber« »irrung in bem Surammen^nge ber Chreigniffe veranlaßt. 
400 Zlitti,^xfd^of \}on ett>(aiib. ben «Reiben {u t^m ^ittjog unb Bletbenb gewann ^). ttnb in xoAöftm Reifte fpxai)tn btefe SRinner )u ben ^tben t)om (S^rtjient^um unb n>ei((^e Ee^re brachten fte i^nen au(^ ^ter entgegen? ®te brodl^ten t^nen baö (S^rifient^um bri^ sRittelalter«/ bie Steligf on ber !97&n((^eieaen^ bie Seilten t)on (^riflUcl^er SEraitrigfett/ cbrtfHic^er @ntbebrung unb Sni^t gatii in Saften unb iBufen^ cbrtf}It(^er Seracf^tung aDer Sreuben ber SBelt unb alter ftnnltd^en 2)tnge^ bte £etire t)on einer ^immigfeit in ber ^reu)igung bei Wf^ unb in t>erg6ttli4)ten @d()merien unb Setben, unb aU äei^ <!(^en be§ JBefenntniffe^ btefeö ®(aubend doD trauriger Cnt- menfc^(i(|)ung ^ ^oU Sammer unb 6(enb galt bie Saufr, ein leichtfertige^ unb flädS^tigeS 93ef|)rengen mit Saffer. JCein SBunber^ n>enn bie «Reiben mit gtei^er Seic^tfertig« fett biefen armfeligen ®Iauben mit SSaffer wieber abfüllen. SBie eS f4)eint/ ernannte man in IBremen bei ber SBa^I eines neuen )Btf(bofS fär &it>(anb, baf bie Xugenbfit beS itloflerS ben 9R6n(^ nur el^rmurbig unb (obentotrt^ in feinen SRauem macl^en unb baf ber IBe(e(ntr ber ^U ben gan) anbere (Sigenfc^aften unb ®aben beft^en unb in gan) anberem ©eifte gebttbet fe^n muffe. !Ran fa^ akr gleid^faOd ein^ baf für bie Sage ber ^inge in Siolanb ein ÜRann erforberlic^ fep, ber in aQer «^inftcf^t rotit me(ir in feinem ©eifte )>ereinige, a(d toa^ fonfl bie gewb^nK^eii geiftungen in einem b{fcb6fli(^en Xmte erbetfcben motten. Unb einen fo((^en ^ann glaubte ber (Sr)bif4^of ^attwiif t>on JBremen in bem bi6berigen 2)om^rm feinet @tifitifi Xlbert ))on 7C)>eIbem ju fi'nben *). 3n ber Zf)at mt biefer  1) SSenn alfo Arnold. Lubec, 1. c. an ibm rübmt gratiam cob- ▼jersationis, iemperantiam •obrietatis, modesHam patientiae, virtV' temque abstinentiae, instantiam praedicationis , iocunditatem afibi- litatis, fo- waren tieTei aOed feine (Stgenf^aftett nnb Sor^ftd^/ bte ^ inm t^benbefebrer machten ; benn bie gratia conTenatloms trab io- cnnditas aCfabiliutis gingen obne Sweifel «ectoren^ wenn er gn ben €t' oen in i^rer €^ra(be reben foSte. 2) Uebec ben ti^^^ta (SefcblecbtSnamen XlbertS f!ttb bie Xnstf^ 
Zlbttt, S9tf<f>of von iiiolant. 401 Sann üu6) in aUex SS^utjUng ^ju geeignet/ ben «^of« mtngen }tt ber ße):brettung be€ SDaagdtumd in &it)lanb wx beften )u ent^ra^n. fltod) in bem frdftigfien Sebend« altft^ Don %tuet unb (Sifet ju bem mi(^tgen äBevfe, }u welchem er berufen n^ar, nicbt obne ^enntniffe unb gelehrte Sitbung, )ei(bnete er {uf^ baneben aud) burc^ ben ftrengs fien ^tttlid)in SSanbel, burd^^ (Sntf4)Io{Tenbeit in ®efa(^ren ttnb (Srfabrung in ben SBeltbdnbeln, aber nicbt minber auc^ buni^ IBefonnen^it/ XJerftanb^ falte Debetlegung unb Stlu^ Mt aus. ») @oba(b Xlbert bie bifcb&ßiclie SSeil^e empfangen ^atte, begann er bie SSorbereitungen ju einem nenen ^reujpge nocb Sttotonb mit ungemeiner S^dttgfeit unb mit bem le$ benbigfien ßifer, benn »ie ber @tanb ber SBerbdltniffe bei ben eit>en nun tinmal war, fanb aucb er f&r notbmenbig, bo^ Saffengemalt bem SSorte Araft unb iRa^brucF geben mäffe. @(tion feine 2(bftammung wn einem vornehmen Sefcbl^te^ bie gro^e äabl feiner SSerwanbten unb ^eunbe {ie|te tbn in moncbe fAr fein Unternebmen febr günjiige Serbinbungen '). %bex aucb bie ®rofien ber äBelt^ Einige unb Surften gewann er jur S&rberung unb Unterflugung feine» SQBerffcd burc^ feinen tf)&tx^tn Stfer. SSon ©otblanb, n>obin er ftcb n)egen bed Sntereffe/ xodö^ei biefc» megen bei ^anbelö aa<b &it)lanb an ber SBefebrung ber Sitten nabm,  \wcHjl dttcrer M ntnexev ©elc^cten r4r t>err(^iebfn. Scriptores Lito^ nid onmes AUbertum de Biuhoeveden Tocant, fagt Gruder Orig. Livon. p. 16. unb neuere @ef<^t(6tfd^reiber i^. §B. «g)tdrn 6. 95. Bntjr T. I. p. 93 he^UtUn tiefen Si^amen bei , obgleidft Gruber 1. & oOe 9k&^ aufgemonbt fyit, ju beweifen, baf 3CCbert 9on 2CpeIbern fein ticbtiaer 9lame fe^. iSt fiic^t barjut^un, bap TClbtxt ber^o^n 2fbel(^tb6, einer {)albi€k^9er M dtibif^cfi ^axtwiä^i non SSremeU/ alfo mit biefem siem(i4 no^ nenoanbt getoeren. 1) ZU folcben hztoä^vt ev ftd^ in feinem ganjen 8eben unb al€ foU 4cn f^ttbem i^n aud^ bie ClueQen. Arnold, Lubec. L. VII. c. 9. 2) Arnold, Lubec, 1. c. : ^, Qoia vir parentatus erat, ornatus Cratribiis et amicis, in vinea Domini cooptratores babebat plurimos, Qrubtr L c ^ 2 6 
4o2 Jtreusjttg na^ SioUnb, unter SBifd^of HiUit (ttetfl U^ab rxKb w> erregen fänf^unbert JCrteger )« ei? aev Sa^rt nacl^ &tt)(anb mit JCreujen bc)etdj^nete/ ging et na(l[^ 2)dnemar(, tpo t^n ber ift(nig JCanut bct SSierte, ^ |0g SSalb^mar tinb ber erjbifc^of .Xbfalon von £ttnb mü reidt^en ®ef(|)enlen beel^rtetu «j^terattf m^ 2Deutf4iIanb )n; tä(f Iel()renb^ begab er ftc|^ nad^ 3Ragbeburg , wo .batnoli - hn Sanuar be6 3a^tti 1199 — ber eben je{r6nte £&ntg ^u tipp «^bfflatt titelt, ber i^m bie 3uflc|^ntng ert()eilte, i4 bte ®äter ttnb aOe^ (Stgentl(^um berer, bie an ber Snup fa^rt nac^ &it>lanb S^l^eil nähmen, eben fo bem ®(^ut)e be< a))ofti>(tf(^en @tul^leS anlE^eim gejieat fepn foUten/ »ie a f&r fol(|)e t)erorbnet UVf ^<^ )uni l^eiltgen ®rabe mdf ^ rufalem pH^cttm, ba ja für iene au(l() gletcf^e S&nbenom gebung berltelS^en. fe^ ')• Ueber^au|>t fanb 2CIbert aOent^ ben bei get{lli4ien unb bei weltlid^en Surften rege 2^ü« nannte unb aufmuntembe Unterjiü^ung f ir feine &ai}t '). 3n fo(4^er äBeife n>o^l vorbereitet trat 83if4of Xt bert im Sa^re 1199 in {Begleitung beS ®rafen xon» rab von ^ortmunb ^), beS ebCen Stittext J^axUtt (»00  1) ^Zintiö) ber 8ctte p. 17: Coram eodcm pcgc (PhiKp- po) m sententia quacritur, si limina in Livoniam peregrinantnioi sab tttitione Papae ponantur, sicut eorum, qui Hierosolymam ▼>' dunt Responsum vcro est, ea sub protectione Apostolicl compre- •hendi, qui peregrinationem LiToniae in plenariam peccatorum re- laissionem coaeqaaril viae Hierosolymilanae. 2) Arnold. Lubec VII. c 9: Ncc facile exprimere potero, quantam' invencrit gratiam apud Reges et magnates, qui ei coope- rabantur pecunjis, armis, naTibus, Tictualibus, intcr quos Dcnun^ Andreas (?) Archispiscpus Lundensis^ Bemhardus Padielburgen* sis, Iso quoque Verdensis manus suas Domino consecraTcnmL ^txnx\6) ber ^ttU, p. 75 enoi^nt biefer fpdtrrt^m ebenfoS«; ^ Pachelburgensis ffl ber öon |)oberborii, ben «&etnrt4 Paihelborneiw» nennf. 3) Qi gab \n biefer 3ett meftre trafen btefe« SiamenS. CRn ^^ rab Don iDortmunb, weiter beutTc^er JDrbenöbruber war, ffeC im 3a^ 1243 in einer @4l<it^t gedcn ben «^rsog 0uantepolc oon yonmeni; P0r. Dusburg P. IIL c 34* JBicUei(^t ging biefer bamo» att jhw«<f 
Jtteii)ittg na(^ Sit^Ianb irntet SSifc^of 7((6ett. 409 Sbittg ^) unb einet vAi^t unbebeutenben 9^ai von Jtreu)^ (tubem auf bret unb swanjig @(|^iffen bte Sa^rt nacf^ iios . bnb an '). ®{ii^i\^ mürbe bte SRunbung ber £)&na er? tetc^t tinb bort mit allen ben ^eintgen im ®e6ete ftd^ ®ott t>ertrauenb/ ^og Xlbert mit bem Jtreu}t)eer gegen ^obn )tt, um Don ba weiter nac^ ^tetf ola }tt gelS^en. 3mar griffen bie Stioen bie (S^^riften auf bem SSBege an unb tib? teten me^re; ^Mn ber IBifc^of langte benno(^ na^f biclen Sef4^i9etben bei ber letztem fiSurg an unb ün ^eubiger Sitbel unb ein aUgemeined 3au(^}^n ber 6^rifien, bie ftdg^ bM ie<}t nodb in ber Surg gebalten, famen il^m bort enfe: gegen. S)a erfcbienen bie Sitten mit ber ^itz \xm eine breitigige SSBaffenrube/ ba fte m^^renb biefei^ %t\fi erft il^e Jtriegömannfcbaft Derfammeln »oUten. IBifd^^of %lbert ge« ftanb ffe gu , um beut £reu)b^ere einige Sage 9lube )u gtnnen. allein bte «Reiben brad^en ben @ttllilanb fd^ion Wi anbem Sage, inbem fte bie SRannfc^aft ber ^btiften^ bie au« ben @(!bifen be« SBifd^oj^ ®4)mu(f unb ®erät|ie berbetbringen follte, ))I&6Ii^ öberfielen unb ermorbeten unb borauf ben 93if4)of, ber ftc^ naii «^olm begeben (atte, in ber IBurg bel&gerten. 3n)ar n^urbe bie in ber jBurg batb' entfianbene ^unger^notb burc^ ba* in ©ruben unter ber frbe aufgefunbene ®etreibe wieber gehoben; allein ber  mtec mit bem SStfcibof albert nacb Stolonb/ trat bahn in ben ®((n>ert« Mbri;>£>rben unb ging M ber Ißerdnigun^ biefefCrben^ mit bem tMtf^n Orten in ben (ettem Aber. (Sxn anberer ®tof J^onrob von ^)ortmttnb ßanb um< Sa^r 1214 mit auf ber (SKette hU ^aiferö Ottp IV. nnb wart bei l6ootne6 gefangen; f. Alberid. Gbron. an. 1214. dtn britter ®raf birfe^ 9lamend lebte umd J3abr 1225 am <&ofe bed Qrsbtf^ofiS t>on SihVa, SBtetleic^t Ic^oX Gruber Orlg. Livon. p. 18. ni(bt Snreiibt/ menn er aICe bvei für eine nnb biefctbe 9>^rfon %hit 1) tiefer «^arbert oon Sburg mar auö bem OinabrOcfircben unb fommt ald Seuge im Sabre 1189Mn £)lnabriü(ür(ben UrFunben t)or; f. m\txt C€nabr. ®efd!it(bte 2. ISbl- tm Urfunbenb. @. 109 unb 115. 2) 4^einr{(b ber Sette p. 18. Arnold. Luhec, L. VII. c. 9. fpiam sequebatur muhitudo maxima et militum manus copioaa. Tbat Chron. Bremens, p. 76 nimmt ba< 3obr 119B txt, 26* 
404 Arettitug »Äd^ Siiitanb ttntec SSififtof X(6ert. Seint) gab btriBeldgernng ntifjt.djet.üuf, aU btt et feim (onb in fdtaxii gefiedft fä]£^ unb ati^ ^efatgni^ no^ dr&^er rer 93n()eentns9h nnt Rieben bat.. £)ec IBif4M)f betotOigte btefen itoav, beg^ ftc^ mft feinem ^eerfKtufnt unb triefen @tamm^ltefteir:ber;&it)en gegen ben Sltgbe binab unb Utf bie legteren ba taufen; Inbeffen traute et ibtem frteUüb^ fBevffHecben nitbt uiiK lief fte babecaUe^ unter bem ©d^inc eine^ ©aflmobled- gu ibm eingelaben, in fetle Senoabtung bringen. %u8 ^ti^^^t nadE^ S>etttf4^(anb entfanbt ju werben, ueranftalteten fte, baf bem fl3tf(bofe ba(b baraüf breiftg tb« rer bomebm^^ 2Ningltnge aul lotn ^bieten ber fMma unb 9on Sb^^^^^iba a(fi ®etße(n unb }ur S£rgf(bäft bc< SriebenS gejieSl k9Urben ^). £)tefe 3eit; ber Stube befcblofi ber S3ifdi^of Xlbert jur SSermebrun^ ber @icberbett ber 6l;riflen im feinblt^KU Sanbe j,u benu^en, benn er ertannte iDobl/ baf bat Ungeiottter bed 3orneS unb bet Erbitterung ber |>etben ne(b iii4t ausgetobt unb ^ ber @turme nocb mebre folgen iiHirbeii. ^rum fafte er ben @ebanfen, an bem SttgbetSBrrge« bart am ^un(^^@trom unb unfern bon beffen 9R&iAung in ben naben iDZeerbufen, too bie SSerbiftbung mit ber t^^ fenen @ee buxcb bie 9latur gegeben mar, bie @tabt SRiga aufjubauen. SSeabftcbttgt foU ibre @runbung fcbon mebre Sabte iUbor gemefen fe^n, benn naä^ einer nocb berbanbe» nefe Urfunbe bed SZ&mifcben £6nige& ^einrieb beft &e6fMm foU biefer ben bamaltgen Sifd()of bon Sit)(anb Sertbelb nitl^t bloß unter bie 3abl ber S?e{4)8ffirflen aufgenommen unb mit oberbobeit(icl()en Steckten in feinem ®eikU berfes ben, fonbern ibm and) fcbon bie Sriaubniß }ur ©runbung einer @tabt am 9itga ertbeitt fyiUn ""). 3fl n^irlCicb bamaU  1) ^einti^ ber Zttte p. 18. 2) SDtefe Angabe, ift l^'er abftAtU« M ne^ iiMtfd^ft ^ndtfMt Gie beruht jmor oitf etnir ttcfunbe, bie (!4 im 0e^tm. 3Crc^ an M» ntg^betj) auf^efimbeii ^t ttnb in bec Bettage Nro. V. obgebnift cn 
btefer f>Ia9 f4on i^«»rl^n^iiti getpefeii^ fb mögen totljl Me fo fcl^wanfenben unb unxuf)e^oUtn Btxl^Uni^ brt iSotibrt ittt Seit be^ iBtfdii^ofö SSert^olb bent Xufbau einet neuen 4rrtfUt4^en @tabt befHnbtge ^inbentiffe in .tien SShg geUgt tNtlmt. f&t{id[^Df Vtbevt üUt, von bet 9tf>tllS)»enbigIeft eme9 fiAtxtn SJetemigiing«<Jttnfte« föt bie:€6tiften ju fe^r ftfeet« leiigt, bot aOed duf, ben ©ebanfen in VuafA^ntog iu-brin« gen un\> in mentgen Sotten iianb Sltga buvc^ it^n gegv&fi^ bet ha ') un^ bema^rt banfbat i1)tei &v&nUx6 Xnbedlen nocf) M^ tiefen Sog. 3e me^r inte{fen bet SStf^^of Wbert bie ^geijtige (£u gent^ttmlid^fett unb ben ganjep Qf)mit^^ ^^ Sit>tf^n SelfeS fennen fer^^teunb je t)telfiltigev.eti bie (Erfahrung  fd^'iit; aUein iftre Ifed^t^tt ifl md)t fhreng ju-feewrifen, »fttn audj OttCe «rftitbe bafftt fpreti^eif. .®t# ifl not noic^ ii( etriinr öUen TCbfi^tift »oi^iibrtt unb fein ^u>fibbir4er GfdftttftfteUet f(!^t.1ie drtannt |«:(K^« hin. SSenn man ben . ^Cnfan^ bec Snbiction mit b^m etfien Sanitär annimoit, fo !ann ba^ 2)atum faum rlc^ttg fepn/ benn bie Indict. XIV. fdirt ins 3af^x 11% utib im iDecembet biefeS Sa^ui befanb 1t(^ ber Äöniö ^einxiä) VI. fn Italien. 3nbc|fcn mad^t boc^ befannttid^ eine fdtl^ Angabe ber 3ttblctibn alTein eine Urlunbe ' no(t nfdjt gerabesu miäd^t. S^bdd^tiger.mdc^te bet gonje Sn^aff^R^n^ befonbete wenn man ün bte nad^fotgenben argen ^treitigfetten' brö Qttibif^ofi : »on SKga mit bem beutf^ Crben benft {för unfern 3n>e(t wärbe eine griknb(id>e ttnterfu^ung uni ^ier }u mett fähren unb ti mag alfo ges nag fepn, üorerfi auf biefe tirlunbe aufmerffam gemacht 2U ^aben. 1) Ueber bte C9rdnbung .S^iga'd ifi wl hin unb ber geftritten mot: ben^ 9lad^ «ß einrieb bem 8etten p. 19 fd)einen bte €$tammdlte* ftrn bet Sioen felbft bem SSifc^ofe ben Ort jur 7tnte()ung ber ®tabt be mecfti^ gemalt ju'^aiften; er fagt: Livonum Seniores Episcopo \t^ cvaaa civitatis commoQjtranty quem et Ri^;aMl äppeilant vei a Riga facuu 3Cbet aud^ M IjBetg; wirb t)on «^einriA bem Letten ber Riga etatgemal/ ). §ß. p, 1^, angefahrt Ueber bai 3a(ir«ber (Srünbung/ kodi^e «^einrid^ ber Sette p. 20 im @ommer 1200 erfolgen l^ft, fmb bie Don Gruber Orig. Livon. p. 20 angebogenen ^toniften unb eabebQf4 d. o. £>. ®. 33. |u «)erg(ft(6en. UebttgeM fagt ba< Cbroo. Brem. p. 76; Nova civitaa Rigb.Brei{9ciuis civitatis insig* nia sttscepit . 
I  406 Oränbuns Sttga'^butc^ Sifil^of Xlbttt maö^U, toetd^e Uebemtnbung ttnb welchen Stampf eS ietb|l efoidlnen fofte, flcf^beS alten Solf Sieben«, beT atten Sit ten unb Sr^uc^e in ber Sebendweife unb beö alten Sitter^ glaubend ju ent^^Iagen; um fo fldxtx fa^ et ein, bof baS wanbetbare unb unftc^eie SRtttel ber ^H^tt^xe in fcinit Seife \)xnxzid^tn f fthne, ber neuen Seftaltung ber £)tn9e im Sanbe irgenb fiebere «Haltung unb ffefligfeit ju geben. Sbuft 3al[)re<t>er{auf feierten bte Jtreujbräber faji immer oieber ^in unb fomtt fe^rte aud) ber bange 3uftanb ber ^utfloft^it unb beS SRangetö einer {ureic^enben ^riegSmannfc^ft $tt gen baS n)an(elnmtl()ige Solf ber Siben immer nriebet )tt^ räcf. jDiefen rhißlicben Ser]^d(tniffen glaubte VIbert bun^ jmei SRittel am bejten begegnen }u f (nnen. jDa« eine bte^ fer !RitteI ){elte barauf l^in, bun^ 2(udt^ei(ung lanblitM Se{t(stl^um8 an auSge^eid^net tapfere Jtrieger bad Snterefie tiefer üRinner an bie Sr^altung unb SJert^eibigung M Sanbe« auf immer feft )n fn&))fen. SBetl ithodf )ur »ei^ ten %u6bel[)nung biefe« ÜKittetö — benn nur in »eiter Verbreitung fonnte e8 ben Swecf erfüllen — fc^on eine bebeutenbe SRaffe bon Sanbbeft^ jur SSertl^eilung in feinen •^&nben fepn mu^te, eine foldj^e aber ben Sanbe^eingebore^ nen oljine gefleigerte Erbitterung Ui ganjen SSoIfeS oi((t entjogen werben fonnte, fo foQte ein anbereS 9Ritte( bie|et juerft bcrbereiten. Unb biefeS jwefte 9RitteI war ber ?)lan, einen befonberen SRitter körben ju jh'ften, beffen imi e* fepn foOte, ba6 Sleid^ bei ®Iauben8 unb ber Aird^e unter ben JB5l(ern be8 Sterbend immer me^r ju erweitem , baS für bad (S^rifient^um gewonnene 2anb unb bie in i(im gegräm bete ^xiftli^c itirc^e gegen ben f^eibnif^^en Seinb mit aOer ^adi)t )u t>ert]()etbigen unb fo in feiner ganjen Seliim« mung eine feftftel^enbe/ bem Sanbedbif((^of in iebem Xugem bttcf bereite «^eeredmac^t f&r bie ©adj^e Qfjxiftl ju bilben ').  1) 9{a(b ber ZnqaU man(ber CtueOcn foK Xlbert bfeTen 9^ vnb fo axxäi f(bon bie Qtlaubtiif |u feiner 3Cu4flibrund t)er feiner etften ^ reife nacb ^iolanb, alfo glet(b m^ ber Uebema^me M bif^^fti^en 3^** 
Um bfefen Sebanfm auösuffi^^^ begab f!4^ ber SU |d^ Mif im 2(blaufe be^ Sal^red 1199 nacf^ Deutfdj^Ianb {ttrötf. Seine nidfftt Xbfidj^t n>ar, ipin neued Areuj^eet a»f)ubringen , ttm unter beffen @(^u| bte erfle ®runblage feinet 9>Ianed beflo ftc^erev aufbauen ju f6nnen. £)ie (Sin^ wtStgung bed ^a4>fiie« Snftocen} beS 2)ritten brachte if)m ber f^on fräl^er env^^nte £)ietert4^ t>on Sll^oreiba/ fein gteunb unb Se^ölfe^ ben er, eingeweiht in feinen @ebans Un, nacb Stom gefanbt unb mit einem Sntmurfe feinet IHane^ t>erfel^en l^atte ^). aRittlermeite war er felb^ etfrigft bemalt gewefeu/ eine neue @c^aar i»on Jtreujbr&bem ju^ lammen ju bringen unb (e^^rte bann mit biefer im nclc^lten Saläre nac^ Sii^tanb jurärf. 3H>eten ber mit xf)m getom^ menett Slitter S)aniel Sannerow unb' ^onrab t)on SRe^en? berf übergab er nun in Sel()n6n)eife bie betben SSurgen it^ newarben unb ^Uihla '). S>ur(^ bie ßntfc^ieben^eit unb tH gehabt unb bie Gtiftung beS £)rbend aUbalb na4 feiner 2(n(unft im 8anbe Qudgefötirt t)ahen, JDarauf beutet fd^on Arnold. Lu6ec. L, VIL c 9 In ben Sßorten (in : Obtinuerat etiam a sede Apostolica; vt st quos inTenitset riros religiosos et verbi Dei erogaftores, »ve de ordine Monacbonmi , sive regularium CaDonicorum Tel alionun refigiosorum y ipsos <uo labori cooperatores eiliceret 2(U(^ 2C(np^M Stdms^ron. @. 12 unb bte Crbenöc^romf bei Matthaeus T. V. p. 702 unb anbete (^roniflen folgen bterer 2Cnna^nte. Snbeffen fibenoiegt Mefe bo<!6 aOe bad ooUgälttge äeugnfß be^ s^itgendUtf^en unb wo^luns trmci^teteR *£»etnri4 be« 8etten, ber ben Urfprung biefed fo wichtigen (Ssft0nt{fe< dfwif genau unb rtd^ttg lannte unb bie SSegeben^Kiten in bec Zeitfolge ersd^It / wie fle oben bargefleat finb. 1) 34 besiege hxt bunfefe ®teSe in «^einrit^ bem Letten p* 19 i- 6 auf biefen |)(än. Offenbar war )Dtetend() oon S^oreiba ipegeit b€r€$tiftung bed neuen 9?itter s £)rben6 nac^ 9{om gegangen unb braute Me SefUtigung be< |}a)>fte^ — literas ab eo praenominatas et benigne porrecUt -^ nun }Urü(f. 2) jDie Samtlie ber ^Ote^enborfe ober SRetnborf war im 4>otfiein& f^ciif fOtagbeburgif^en unb in ber SJlar! fe(|r ausgebreitet. fBgU Crru- ^r OVig. LiTon. p.20. SBo^lbrücEö ©ef^i^tli^fe 9{a(iri(()tett oon bem ®ef4tc(^te oon 2Cb)enSIeben S^. I. 6. 86. 2>ie 8urg 8enemarbeti l<d dXn^faStf an ber ^taa, ha too je(t ^nettHibett fiblidft ^on Utidhit liegt.  \. 
408 Stiftung hH £)«bf 11« M aUttfrbim^d S^. Ataft be« SBiOlenS aUx, mit ml^t \>tx Sifd^of in aOem g^n bie Stt>en ^ctfnt^t, würben bte £url£nber unb ^U t^uet bewogen/ frein^tdig um Stieben {u bitten ttnb 20^ erfreut/ gegen biefe beiben naben unb gefdl()rli(^n Silier ge|t(bert gu fe^n, bewilligte ibn 0. ' 2Ctö (hierauf )ur weiteren SSerbreitung beö Goangetiüml bttrcb SEBort unb Seigre in Sti^a aud) fiibcn einige 9RM^ £(6fier gegränbet waren/ ging 83if(bof Xlbert feinem mi<ii« tigen ^(ane ber (Stiftung eined befbnberen 9{itter$iDrbeiil nun ni^et en^egen. 3u biefem @eban(en gefüi^rt war et offenbar burcb bie Erfolge, we% bie Stiftung ber gei^i« di^en dritter ::£)rben im SRorgenlanbe in bem Stampfe für bfn ©tauben Sbi^ij^i - unb in ber SSertbeibigung feiner $>n» (^ gegen bie Ungläubigen gebabt ^U, woDon Xlbert ia Deutfd^Ianb fic^ genau b^tte unterricbten fonnen. @ie wo« teil ibm baf)tt aucb fär feinen neuen i&rben SRufter tmb S3eifpiel unb wa^rfd&einlic^ ^atte feine unb feinet Sreunbed 2)ieteri(5Ö SReife nac^ 35eutfdi)Ianb *) unb Stallen iUjUicJ ani^ mit ben Bwecf ^el^abt, bie SSerfaffung unb bie inne^ ren SSerbaltniffe biefer gei{llic()«ritterli(l(^en Stiftungen aufS genauste fennen }u lernen. JBor aflem aber war ed ^it Siegel unb SSerfaffung beöSEempler^iOrbenö, wel(^ berÄi' ft^of nad& be§ ^apjiefi Änrat^en bei ber Stiftung feine« neuen £)rbenö gum ©runbe legte % 1) ®o ^ci'nrtdi^ber Zette p. 20 — 21. & begifften ft* Jtet» auf auc^ bie aßortc bei Arnold, Lubec, L. VII. c 9: Cumquc fire- quehter aestivo tempore excrcitum duceret contra crucis Christi im- rnicoSy non solum Li\ones, verum etiam alias barbaras nationes ita sibi subjecerat, ut ab eis obsides acciperet et pacis conditione* cum eo faceret. 2) »^Mitri^ ber 8ette p. 21 etwdint oujer ber erjlen 8Mfe na^ )Deutf(^{anb im 3a(re 1199 nocb einer ^twittn, Ut er M 3ä^ ' 1201 fett/ inbem ber »if^of bie sttrücfEe^renben itreitabrftber be^Ieite^ • 3> *einri(S ber 8ette p. 22 fat^t: Qnihtw (fratribus) Ddmi- nns Papa Innocentius III. Regulam Teroplarionim coramisit p^ mit fKmmen audj anbere Clueden überein : fo Arnold. Lubec, L VH. c. 9. Sn 2Clnfef< 9Jeim • (J^ronif €5. 12 fagt ber ^t^ 1«» »bert: 
Sie ®Ueber be« neuen £)vben« nannte Vlbert „^^ ber bee Süttenblenfieö 6^ri|lt ^)/' um fd[^on in btefet S3e« nennung be» £)rben« 3«9ed utib IBeflimmung }u bejetcf^nen/ benn baS ganje Seben unb aUeö 3%un unb.SBirfen bev neuen 9tittet$S3rAbev foKte nur bem 2>ien{ie 6t)tiftt, ber Serbrettung unb Srl^aitung be^. ®iaubtni an ben ©efreu^ )tgten/ bem @d(^u|e unb ber 8$ert()etbigung fetner Aitö^t gewibmet fe^m 2>iefen @inn iptad)en aucb bad Areu^ unb ba^ @4^mert auf bem weifien Sßantel au$, n>el4)en 2C(bert ben 9{itter4Br&bern atö i^r iOrbenöHeib be fltmmte ""). Sia bad Jtreu} baö gemeinfatne 3eid|^en aOer folc^r geijlHct^^t? tertt<l^en £)rben war, fo gatt baö 3et(t)en bed @(!(^n)ette9 für baS audgejeidl^netere unb man nannte balb nacb t^ bie Kitter btefeS £)rben$ and) bie @c^n^ert«IBrt)ber ober Schwert s SEr^ger «). <S^ marb femer at|(|) «erorbnet^ ba$ bie Sittter btefeS £)rbene im ^ienjie für bie Jtirc^^e bem  <Stnt bie lant {tu atfo geflatt ettfi< dn geifltid^ö leben 9la(b bem tempi( ni 0e9eben jDie 0Oted rittet Reifen ba. 1) y,Fratres MUitiae Cbristi.'* 2) Der ganje fröjer jur äett ber 0(^)urifleif<be — cf. Sehurzflei- schü Hlstona Ensiferorum — über bie 3nffgnten biefeä &rben< ge» fftbrte &tceit loftrbe ni^t entftanben fe^n, menn man flc^ mebr an bie «^oiqttqiseae ber Sef^icbte biefe« £)tben<, an •E>einriib ben Letten gebalten unb ' niö^t burcb bie vetborbene eteUe hn Dusburg P. II. c 4, mit fte in ber Vuigabe oon «^artfnocb fiebt, b&tte t)erf&bren toflhi. Sßir merben oon biefer Stelle no(( fpdterbin fprecben , bemerten icbo<!b bi^ f<b^n , baf oon einem Sterne bei ben SiDlAnbifcben £)rben6* |et<j^n in feiner V^\^ bie 8tebe fti^n fann. «^einrieb ber ^tttt p. 22 fogt auSbrficRicb : Signum in Teste fcrenduni dedit, scilicet Gladium et Grucera. Arnold, Lubec. L. VII. c 9 enoib^^^ nur be< audgegeiibReteren Seicbend/ n&mli<b bed ^^xotttt^t profetsionis •oae Signum in forma gladii ^ quo pro deo certabant , in suis Tcsti- bus praefereb'ant 3) 2Cit(b biefer 9lane mürbe ibtten f(bon m ben erflen Seiten gege« ben. 0r fommt f<bon bei «^etnritb bem Betten p. 136 dmt, mo tiefer |ie gbdiferi nennt Ensiferi beißen Ite bei ibm aber niemaii. 
* 410 • Stiftung M lOrbeci« M {RittetbtmfM 6^. i^titltiim S&ii6foh beS 8ttnbe» aM i^^rem oberflen ^tm )um ®c^orf«m oerbunben fepn foDteit >). 3u intern Mm ^$Ui würbe ber britte Xf)tii bed S^nbeS 6e<iimmt, »eb^ bem S3tf(^ofe betet» a» 4ltt1iti<^ »Ude^&rte *). XIS i^ erften SReiflet n)et(^te')(Ibert bett ritteritdS^en Sinno Don 9tolE)rba4^ '^)r einen erfal^renen itriegSmonn / ber jtcb Mßu bend ^ufFommen unb Sdlntl^ auc^ m aOer SBeife fefir aiu gelegen fepn lief« 2>ie 3<tbl ber iDrben8:iS3r&ber war \p toäf im 3Cnfange nur gering; fie i»erme^e fid^ aber in ber Solge t)on 3abr ju Sobt ttnb fc^on im 3a(re 1202 traten andf bie eblen Stttter Xmolb t)on äXe^enboif, Ißtm larb Don Seebaufen^ 2>ietert(^ wnZptibtm, M fiif4)ofl Xtbert iBruber, nebfl mebten anbem ritterlicben Jtrtegen^ wMt ben IBifc^of auö £)eutrd^Ianb na^ Sit)(anb begleite^ ter./ in ben £)rben ein^)^ fo baf in n>enigen Sauren bit äa|il ber iDrbenes83räber f(^on siemltdi^ bebeutenb mar *> JBei bem aOen bänite jebocf) bem fiSifd^ofe bitft }u feinem £)ien{ie ftet§ bereit |ie()enbe Ariegdma^^t nod^ feinde wegS surei(^enb , um feine neue ^jlonjung gegen bie nt^ uml^er bro(^enben ©efa^ren ganj fEc^er )u fteOen ; benn M? fer ben 8tt>en^ Sfi^^en^ Jturl^nbem unb Sittbauem, iit, 1) yy£t sub obedientia sui Eplscopi esse xnandaTit:'' i^Ctnti^ ber ietU p. 22. 2) 60 war o^ne Sweifel ^Cnfan^d bie SSe^mung / äbcc »^ na(^(er ber £)rben mit bem IBifd^ofr in qwfen 6trdt gtriett». 3) £)b i^m ber 9tamt t>on 8lo^ba4 mit Btcä^t ^uUmmt, 9 N^ li<( nt<bt ganj ßemif / wie fd^on Gruber Orig. LItou. p. 58 angießt (Oean ^at i(in frdter fo genannt. <S. ifra^ T. I. p. 97. t>\t öjw» nifen nennen i^n befidnbtd nur Sinno ober Sinne. Uebrigend i|i fo4 feine ffamiUe gana itnbefannt. fB^^. 2Crnbt< €i))Cdnb. (S(ton. a;(^ I^- e. 5. 4) «^einrtd^ ber Ztttt p. 23. 5) Arnoläi Lubec. I. c faßt: ifK//i ctiam contiocnliai voreii- te« et soll Deo mililare cupientes, forma quadim Templanorun Omnibus renunciantes, Cbristi militlae se dediderunt. S^ *$^ 1206 bemerft ^^einrii ber iiettt p. 47: Factum csiauiem eoaen tempore, ut augeret Dominus de die in diem numerum et&iniua"* Fratrum Militiae. 
eüfbxtii bf« iDrbtn« M 9txtUMtnftt9 a()rtjit. 411 }mnn ÄUd& t)orerjl ben Snefctn ncd^ j^ewö^renb, bodi^ tm- mer mit fetnbltd^em Vttge unb mit ®xoU im «^erjen ben neuen ®Iattben weiter tinb weiter t>er6re{ten unb mit du Weiterung btefe* ©tauben« audb eine neue frembe «^errfc^aft Aber f!c^^ ^erann)a(l()fen \atjen, regte {tcb balb auc^ in ber ©eele bee ^rijiltc^en gfirften t)on ?)oIoif STOf^trauen unb etferfuclit bei bem , »aS in ii^lanb t)or9ing ^). Unb biefe* 9tif trauen würbe bopi^elt bei il^m lebenbig/ ali er jene geiftli^^ritterlicbe Jlrieg6mad()t ft(^ immer mel)r erweitemb auf ben ®ebieten emporfteigen fab/ auS welchen if)m fon|t, wenn gletcb nur in ixmliö^tn Seiffungen, bocf^ im i&^xU^ . d^en SEribute bie 3ei(ben ge{)orfamer Unterwärftgfeit waren entgegen gebrad^t worben. 2)iefe mißtraüifc^e ©efinnung bewies ber %irft fd^on im Sabre 1203 bei einem Einfalle in 8i>Tanb, aW er einen unbebeutenben SSorfaH benu^te, um bie JBurg ^Mhla gu betagem, U^oö) obne fie ju er^ ftörmen , ba er ftd^ burcb ®elbgef(^enf e ium ^fbguge gewinn nen Ke§ «). 6r jeigte biefelbe feinbfelige ®ef!nnung aber t»on neuem im ^ab« 1205/ att bie 8it)en il^n für ben JBerfuc^ |U gewinnen fuebteU/ bie 2>eutfc|^en mit ber 4(e? walt ber SBaffen aM Sit^Ianb wieber gu t)ertreiben '). 2)iefe$ aUeS macbte e$ boppeit not]()wenbig, bafi ber Sffc^of fort unb fort bemöbt fe^, auf er ber flebenben Äriegä^ ma(bt feinel^ £)rben8 a\x6) immer nodf) bie ^reuggäge nadf^ Ciblanb in ^Bewegung ju erl^aften, we^^alb er aud^ fall' iebed Sa^r nac^ £)eutrcbtanb ging, tf)ei($ nm bfe in Sit); 1) m<i Jeararnftn S3. HL 6. 116 f^tU htt Sdrfl eine fefte « Sur^ an ber ^öna, Jtu!enotö je(|t Jto!en^ufen, in S3efi$. X>itfe^ hei fiati0t anc^ ^einrid^ ber tetie p. 33, 36. 2) «Peinri<$ ber 8iftte p. 26. «ei Arnold, Lubec. I. c $eift C<: Verum inter haec prospera non defuerunt adrersa. Siquidein Res Russiae de Plosceke de ipsiv Livonibus quandoque tributum coDigere consueverat, quod ei Episcopus negabal. Unde saepius graves insultos ipsi terrae et civitati saepe dictae faciebat. 9la4 itaramfin 8. UL 0. 117 l^ob ber gürft bie SBeladerung auf, weil * er ge^6tt/ baf frembe 6(^tffe fi(( ben Jtflfien t>on ^Dlanb nd^erten- 3) 4>etnri<( ber ttttt p. 35. 
412 4^tntie.rntffe tn ber ^etej^rung htt i^to^R. lanb gemefenen ^UgertKtitfen in t^e «^eimat int&äyaU^litu tm, tl^dii t)or}U9lt4^ and) um immer neue ^c^i^fae^ i^on |)t(gerbrübern aufzubringen unb nad) iiplan^ yu fÜiten % @6,U)ar aber ferner aucb nietet minder not^menbtg/.tiaf ^r fi3ifc^of in bejlanbtger SBerbtnbung mit bem beutfd^m SUu ((^e blieb ui^^ bafi er am SHomifö^n .gofe imnur euif U^ benbige S^beilnabme an ber ßrmetterung ber iftiftlidtm S^ixd)c in 2it>lanb aufredi)t )u erbalten fucbte« 3ened be? U)ir!te er burc^ feine 6fteren Steifen nac^ idtnf^lanb, mo el: bie Stetcb^grofien unb Surften, für feine @a(be getvann; biefeö erreicbte er, tnbem er ben $apfl beftonbtg Xfo^ ben Sortfcl[^ritten , tpit t)on ben «f>inbemiffen unb «^emmitiigen feines äBerfeS in itenntnifi fe^te. @o gefcbab biefef unttr anbern fcbon im'Sabre 1202, atö ber 2Cbt ^ietertdS^ Don Sb^teiba mit bem be!ebrten @tammjlteften bei ^J^tM bon Sboreiba, jenem \äfc\P envabnten Staupfi^^), bonb £eutf(blanb na(b Stom io^, m biefer le^tere iwm 3)at>9e Snnocen} bem S)ritten mit aulgegei<bneter Vcbtung bebon« belt unb rei4) bef^enft würbe: ein @reig,ni§/ ml^ auf ben, Sortgang ber iBefebrnng in ^Dlanb ben g&njiigfUn <Etm ffuß ^atU. . . . Snbeffen gelang bocb biefel SBert ber jBefe^rmig in 8iDlanb aucb in ber nacbfolgenben 3eit nur unter loielem IBIut unb @cbn)eifi unb unter unaufb&rlicben ftb^ren unb barten £am))fm tbeifö mit jenem f^ärflen von |)oloi{, ber balb al6 ber erbittertfle ®egt(er^ ber £it)if(bett iSbriüen aitf^ trat unb an melcben ftcb aucb anbere Siufftfcbe ^üt^tn jener ®egenben anfd()loffen »), tbeiK anä) fortmdb^^nb mit ben umberwobnenben b^tbnifcben SBilfent/ bie {leb lieber ber i^errfcbaft jener SJufftfcben gurjlen fugen, .all burd^ bie 1) 9la(b .«ßeinrtcb ^^^ Letten .gefcbab Mefed in ben Sa^rm 1203, 1204, 1205. 2) ^tlntid) hit ü:ctte p. 25 nennt bei biefer ®eUern(eit bicfet JCaupo quasi Hex et Senior Livonura« 3) &. {)<tnrt(b ben Seiten p. 40 - 41. ^aramfin ^. lU. ©. 117. 
Ttette bet ^rtften bie Silbnilfe ttnb SESi^tifl^« il^m (Bittet, M mii^tfgta SSeltfc^&pferd Sumala/ Deß S)onnergotted 9etfttn, bed Sru4)te^enbetö 0emtnit j^rträmmern (äffen tooUten; benn fo ^Milte' ^c^ hei ben 8tt)en bev «^af gegen bie £)ciitfc^n gefleigert/ baf fte ben 0terbenben mit ben SBorten ju tr&lien pflegten: v, ®el^e Unglä<fti4^er in bie bef> ftxt fESfltf mor bie S)eutt^n nic^t met)t 2>etne ®e6ieter, fonbern 2>etne Änec!btc fc^n werben.'" 2)iefem »g>af|e in« beffen «nb jener feinblic^en ®efinnung ber SRufpf^en gär* feit {ietiten bie ^reuj^eere, \>ot allem aber bie 9titter be9 neuen iDrbtn^ bejiinbtg eine ■ fo auSl^arrenbe Slopferf eit unb einen fo unerfcl^ätterlic^en «^elbenmuti^ entgegen, bafi bie @dc^ be6: ©(oubend , n>enn aud^ t>telfac^ geli^mmt unb in xlfttm trotten @tege oftge^inbert, boc^ ihtifter meiter t>ors xo&ta ^itt ^). 2>er JEtteg mit ben 9lu{fif((^n'9fttften n^ar eigentticl^ fttiliä) nur ein ^ampf um Sanb unb jßeft^tl^um, bo(^ ^ritt au6) ^ier bet fBifcf^of mit ben Seinen im @e$ f&lKe einer geredt^ten @adS^e; benn menn 'auö) jwetfet^aft tkiben mag , ob fd^on ber JCaifer «^etnrid^ ber @ed()fte bem Sifc^fe 9on Stblanb \>ai Seftgred^t aber bd« ganje ganb mit ^ol^en ßorre(()ten jugefproii^en ^atte ')/ fo ift bod^ g^^ «91$ ; bof if^m ber 9i6mifd!)e ^6nig 9IS)ilip^ *) unb nad!^  1) IDte (Sefc^t^ie btef» Jt^mpfe ge^drt nfcgt in bieTed fißerf unb nraf bem Oefcbt^tfcbretbec faier S^tibo; fiberfoffen bleiben, «ßtec fann aur ber ®a»9 bei: C^eigntffe im ^Kdemetncn unb bejc Sufammenbattg bec SBecb^tniffe Dorgeieicbnet necben. Ueber jene ma^ nacbgelefen me^s ben ^einrtd^ ber 8ette, 2(lnpeN {Retm^^^romf, Vrnbtd Sit» Iftnb. ^bronlf, Brajr, &6)lbievi unb ®ebbai:bt'<$ ©efcbtcbte dod CittfKtoen, ^tlonb unb Bi^binb u. a. 2) 9l&ma(b. in ber Urfunbe «einctcb« VI» in- ber »etlade Nro. V, 009 webber oben 6$. 404 bie S?ebe gemefen. 3) SBtr bef!|en biefe Sefiatiaung« » Urfunbe |>bt(ipp« m<^t ni^t ncbr im £)riginal ; aber <f>einri<b ber Sette p,46fa^t: (Albertus) perlustrata Saxonia, Westphalia , Frisia tandem ad curiam Aegu Philipp! penrenit ^anno 1205) et cum ad nullum Regem auzilii ha- beret respectum, ad Imperium se con^ertit et Imperium salutat, ac ab eo ex communi ImpertUoris et MtaUaun suf/Mgio Lwo- 
414 3t9i|l ittif^en JBifd^Df Qttlert «nb bem iDtben. tna(6 au(|^ ber itaifer £)tto ber Sterte iai gan|c Sonb att ted[}tmäf tge6 a3eft^t()um f6rmli(tr unb ttrtutiMic^ jueftami« ttn ^>. «^ieburc^ aber toistbe bte ^Jerbtnbung 8tüIanM mit bem £)eutf(^en Slet^ie nietet nur immer inniger unb enger, fonbem z^ warb anc^ bte Unab^ingigfett bed neuen SM« tl^umd, t>on aUer fremben «^errfd^aft burc^ bte Sbee, bof ber Aaifer mit Metn Sted^te über bie S^nber ber «^fben t>erfägen Ihnnt^ immer ((arer gefaft unb aOgemeiner an« erfannt. Sk fe{nbUdf)er aber unb erbitterter bie geretjten unb von ben Stuffen aufgeklebten ^eibntfcf^n S6lfer ringS um hai fleine bereite ^tii^liö) geworbene Sanb flete {um itam)>fe ger&fie.t {lanben/ um fo gefa^n^oDer marb ein @trett, ber fdi^on nai) SSerlauf ber erfien Saläre jr^ifc^en bem Sifd(^ofe Vibert unb ben £)rbends9iittem auibrad»/ tnbem bun^ t^ bie fo notiimenbtge (Sinl^eit unb t>ai bisherige innige iBer« f^ilttii^ M 83if(^of8 unb beö jDrbenS jum erßenmale ge« ftirt mürbe» ^ £>ie 3al^l ber £)rben6ritter ^atte ftcf^ , wie fcK^on €Yto&f)nt, in menigen Zaljun anfebnlicf^ t>ergr^ert 9lid(it feiten maren beutfdlie Siitter unb Jtrieger, bte mit ben @dbaaren ber ^ilgerbriiber l()erbetge)ogen/ am Jtam^fe gegen bie «Reiben SSergnugen, Sinf)m unb ®elegen(^tt }itr Uebung ritterlicher Sugenben fanben, oli ©lieber in ben £)rben getreten. SRun reichte aber ber }uert|ieilte Sanbbe^ it^ iu intern Unterl^alte balb nid^^t me^r If^in. 2>a^er (egien jte im ®eftl^le bed 3tzd)t», bafi tl^nen bei bem Stampfe ge^ gegen bie «Reiben unb bei ber .^inopferung i^reS JBluteS auc^ ein SEt)eil beS ©ewinne« im Äampfe jufatten muffe *), niam rccipiL Rez vero anterllctu« Philippus quolibet anno stbi in auzilium dari centam mascas argenti promisit, si promiMts qui»- piam dives e%9^ poterat. Unb p. 48 ^eift ef : Ipse (Alberhts) U- »oniam cum omni dominio et jure ah Imperator, recepcrat S)iere 2Cnaabe flü(t f!l( xoit\^\ offenbar anf eine bamaU tvorf^anbme ttn funbe. i) IB^l. * bie 2Cbf<brfft ber «lefldtfdnndgmfunbe fft ber Betloge Nro. VI. 2) «ßeintttb b«r %tiXt fagt p. 47: Qitibus (firatribus) Tuiim 
3»t|l itoi^^tn Sif(^of 2((ftett unb Um Otbiii. 415 »em Sifdf^ofe im 3al^¥ 1206 ble Sovbmtng t>orr ,Mf er {^nen Mort ben brttten S^il von gati} Siolanb aU Ce^ to^ung« i(^et fOtät^n abtreten mfrge; baf {(^nett aber in ber %clQt ber Seit aud^ noc^ ber brttfis 5{^l ber )ur Seit mdf nidit befel^irten unb nod^ unerobert«!n 84nber }ufal(en m6ge, fobalb fte fär ben c^rtfHtdl^en ®(aubeh getoonnen warben, bamit fte in fot^er SEBeife für i|ire erweiterten Ce« b&rfntfTe ttnb xfyce t>ergr&f erten SSenoentungtrofien ^ audj^ ret4^(id^erer Stnfänfte ju erfreuen ^tten ')/' S)er SSi^dfol bem unter ben bro]()enben ©efoil^ren aOee an bem Huflcms. men unb an ber Serme^iTung bed £)rbend in feiner Stitter« la^ gelegen fe^n muftC/ erfäOte ol(^ne befonbere @di)w.{erig« feiten boö eine ©efuct) ber iDrbene^Sr&ber, inbem er i^ nen ein jDrittl^eil beS ianbti, fo wie ber ^ifer a if^m 3«0ef|>ro4^en/ mit aUen «^ol^itSred^ten abtrat^). ^CUein ber £>rben U^n&ite ftd^ l^iemit nocl^ teineSwegS unb brang au^ auf bie t>»rl2uftge Abtretung be8 bntten SO^tiUi von allen ben Sanben, bie burd(^ feine SRitbemA^ung femer no((^ bem (E^fkntl^um sttgewenbet wetzen mb^Uxu 2>a foU^eS ber Sifi^of entf^ieben bermeigerte nnb ber erhobene Streit m^ tn betben auf feine SBeife beigelegt werben fonnte^ fo  est, nt^ siciit accresceret eis in personis etlaboribas, sie accrescere deberet et in rebu« et in bonis, ut qui in beHis et aliis laboribus coatinuis portabant pondus diei et aestus, simul et reciperent con- solationein laboris sui, denarium <Kumura. 1) '^iinviä) ber tctu p. 48 belebet ttn< ihn t^re gotbentng bOClb folgmbe Sßorte: Petebant a Domino Episcopo instantia quo* tidiana tertiam pnrtem toHus LiToniae, nee non et aliarum terra- nnn Tel gentium in circuitu, nondum cocTersarum ^ quas per eos Dominus simul cum aliis Rij^ensibus in posterum fidei subjiceret clirislianae , ut, sicut maioribas soUicitarentur expensis, sie pluri- bus gauderent reditibiis. Arnold, Lubec. L. VU. c. 9. 2) «^etnric^ ber ^tttt 1. c: £piscopus — laboribus et ex- pensis eonim respondere dolens , tertiam partem Livoniae eis con- cestit Et quia ipse Livonianir eum omni dominio et jure ab Im^ \ peratore receperat, eb suam tertiam partem cum omni jure et do- «ninio reliquit. 
416 3m{ft imif^tn fBtf<^0f Xlittt unb bem Drbeit btai^U matt bte @a^ enbltdi^ an ben ffthmifiäftn &tu% bei melc^em bte @ntr4fetbttnd boJ^tii ftel, baf bei ben noc^ nid&t eroorbenen Sinbem eine S^eilung no<(^ ^r nic^^t m&gltc^ fe9 unb ber £)tben ^df ooterfl mit ^m britten S%ei(e bed erworbenen SanbeS begnägen muffe; bo4^ foOe au(^ bon biefem Steile ber vierte X^il bed Sefinten M äetd^en unb'atö Xnerfenntnif bed @e^orfamS beS iDctenS (legen ba$ ®e6ot beS iBifc^feft biefem überliefert werben ^). @omit war ber bebenlitdi^e @treit borerft befdj^mi^ttgt. 2(uf \>a IBifc^ofS JBitte t^Iten bte £)rbenS::Sritber gani gtülanb/ fo weit eS dfxiftlid^ war, in bret S£(^tle. Zkm 'Sifc^ofe, atö bem eigentK(|^en iDber^erm, blieb bte SBa^ bei^ erften SH^eileö unb er wi^te al6 folc^en <Kaui»o'< «^rr^ fc^ft ober ba^ ®ebiet bon S^oreiba. 2>ann wA(^lten bu jDrbenS ^ IBräber bie Sanbfdf^aft Saccalanien jenfeitft bed ©oiwa^^uffeS ald i^xtn S^etl unb ber britte Xbtil |iel iDon felbft bem JBifc^ofe. }u« S)tefem fowol^I, aU bem Z>u ben war Aberlaffen, in ben i^nen jugefaSenen Sanbfc^ftm bte SerfafTung unb Serwaitung. in ber 3Crt anguorbnen^ wie eö t^nen gut bttnte '). 2>er 3wtft aber ruf^te nur, benn b&Kig ^igelegt war er no^^ fetneSwegd, ba ja mit jeber neugewonnenen &anbf4)a^ audf immer wteber neuer @toff }ur (Srwecfung bed Streitet gegeben würbe. @ofort orbnete nun ber iDrbend^SReifter Sinne in ber  1) ^tintid^ ber ittte p. 48 faqt ober bte (Sntr^eibiuig be< ^apfleö: Qui (Pontifex Romanus) simili seotentia terra« nondam acquisitas Deo commiitens , de acqiiisitis iertiam partem eis assoip- siif relicia etiam Episcopo LiTonieiisi quarta parte decimamm id partibus ipsorum ad obedientiae recognitionem. jDtefe ^Cngabe oers OOQfldnbtgt Arnold, Lubec. 1. c inbem er fagt: Dlcebant sane in- tres, ipsorum juris ts»e tertiam partem totius gentiÜtaliSy quam Dominus Episcopus vel Terbo praedicationis Tel Tiolentia ezpedi- tionis obtinere potuisset. Quod cum Episcopus omnino eis negaret, facta est iaier ^o» grayis discordia, ita ut multum contra ipsum m curia Romana laborarenty nee minus Dominus Episcopus suan sentenliam confirmaret. Z «&einri4 ber 6ctte p. 48. 
2)er jDrben6«!Ret1tet Sittno. 417 beut ^Tben jugel^irfgea Sanbfd^aft bfe nitl^ige fBemdltung dir. 2ln SEBenben erl(^o6 fidt eine iOrbenS^IBuirg, bte i»on . 2>enian a» ber «^au^tftl be6 £)rbenS galt tinb aI9 erflen £)tben«::ieomtl^ur ben dtittet 93ertl^o(b er(>telt 3ud(et4» aber toar fte aucb ber SßobnftI bed £)rbend ^ SReifierS Sinno ^); bocb ^telt ftd^ biefer ifter and) in Sliga auf ^). 3nbefren fianb biefer ^Seifter nur noct^ furje 3eit an be$ £)rbett« ®))i^e. S>te %tt feineö SobeS , aber ifl gleidf^faHe ein 93en>ei$r bafi bie Stoktxaö)t }n)if(^en bem £)rben unb bem {Biftbofe noc^ feinedwegS gelegt^ t)ielme()r bte fetnb« (icbe @)>annung smifc^^en i^nen no(|^ in fortm^enbem (Stetgen »ar. (Si gefcbalE) ndmiicb im 3al^re 1208^ bafi ber j&rbena« Xitter SSigbertOr ein 9Rann, ber eben fo febr Don ber Suft $um SBeltleben (lingenffen/ ald t)oa SBibemiDfenö ge^ gen bie fhenge £)rbnung unb fl&flerltdE^e @ntfaguhg beö Stifter 2 £)rben$ n>ar unb barum unter ben übrigen £)rbeng^ Sräbem aucb f(!^on öfter Unfrieben unb 3n>ietradE^t erregt l^tte, aus bem iDrben6$.^aufe }u äBenben entflof) unbftcb }u einem ^rieflet: nad) ^bumea begab unter bem Sorge? ben/ bort n>o0e er bed S3ifdEipfe6 erwarten unb ftd^ biefem bann ju ®e^orfam ergeben. ^ XUein bie £)rben§«S3ruber; ber J(omt|fur 83ert^olb t)on Sßenben an i^rer @))i|e/ festen t^m nacl^ unb }U ^bumea gefangen genommen brachten fte il^n nac^ SBenben intS ©efängni^. HÜ er ^ier nun beS Sifc^ofB SCnfunft \)cmaf)m, bat er um feine {Befreiung unb um bie Qxlarxhni^, mö) Stiga gelten )u bürfen^ um ftcb bem Sifc^ofe unb bem £)rben bort )u neuem ©el^iorfam }n )>er)>fi[ic|^ten. 2)er .ftomtl^ur Don SBenben , ben Sßjorten  I  1) ^elntid^ ber 8ctte p. 56. 58. 59. 60. 2) Gruber Orig. Li von. p. 56. not. d. 3) (SiniQc fp&ute ®4rtftjlellrr nennen i^n SBSfgbert ))on ®oe|i; fo HlnpeH fRnms^tcnif ^. 13 „fßon fofat einen ^nnt gebur. " Braf T. I. p. 10.5 föbrt t^a unter bem Flamen Wigberl de Serrat auf. • 27 
41S J)cr Drben«^aReifter Bttttto. be« 8M«er8 tratienb tinb I)cffettb, et »etbe in reuiget »u^ p^ ben ®cfrfeen beö Drben« fügen, na^m i|>n tn bte ®e^ meinfc^aft beö Ötben« wieber auf unb fanbtc il^n feinem SBiinfc^c nad) gen »190. 2)ort fann ober ber ergrimmte giltter nur auf eine ®etegenl)eit, feinem ©roUe gegen bie OrbenS^Slitter fRauta ju geben. XI« einft an einem geiet? tage bie £)rben6 * »rfiber mit ben übrigen »euten in« AIo^ jicr jum ®ebete gegangen waren, berebete er ben ©tbenfc gjleijter SBinno unb einen ÖrbenSs?)riefler Sobanne«, mit i^m in ein entfernte« @ma6) ju ge^en, borgebenb, er wolle ibnen bort berfcbiebene gebeime ©inge erJffnen. Äanm aber war ber SReifter in ba« ®emacb eingetreten, att tbm ber aSifewicbt mit einer ®treitart ben Äo?)f f»)altete, an^ ben ?)riejter ermorbete unb fi^ bann in eine nabeliegenbe StmVic flficbtete. ©a bie furchtbare «bat ben anbem «rubern-befannt warb, jlurjten fte bem SRJrbernacb, nab^ men ibn gefangen unb übergaben ibn bem wettli^en ®e* ri(bte jur »erurtbeitung unb ^inri*tung *). @o enWflte bur* eine gottlofe ®rducttbat eine« iOrben« ;r «ruber« ber erfte ÜKeifler mitten in feineu Berbienjlen, bocbö^Ä^tet Don feinen Ärubem, gefür^tet bon feinen geinben, jlet« tapfer unb ^elbenmfit^ig im Äampfe gegen bie .Reiben. 2)a traten bie iDrben«^3litter na* ibtem ®efe6e jur Äftr eine« neuen «Weijler« jufammen unb erwdbtten ju if^ rem •&au^>te ben braben unb tapferen ÄriegSmann, Stitttr »olquin^), benn ibn am meijlen empfabl ber aOgemeine  1) 00 ctjWlt bie SeßcbenWt *&<inri(bbereettep. 60—61, mit il)m im ®angcn fibcreinfKmmcnb au* 2( r n p e f « Sicim^^^ron. &. 13 — 14 unb bie iDrbcn6:6^ron. bei Mauhaeus T. V. p. 703. a)nr4 ^einrid)« be« ßctten Seugntg »erben m^tx^ ««* «tte TCngaben anbe* rer fpäterer GucOen »iberleat, m6) weldjen SPinno fein ümt bC« Jörn 3abre 1223 »erwattet b«ben foU. Äud^ 2f l n p e f Idf t ibn a^tse^n Sttbrc lang baö SReifter^Ämt \^^xtti. 2) Ueber feinen »ottHÄnbigen SRamen ift e« f^wer, etwa« p^errt (U ermitteln, ©cbon Gruber Orig. LWon. p. 61- fam batfiler lu fei« 
2>er £}rbrn9«9Ret)Iec Solqutn. 419 Stuf fetner l£iol^en Sttgenbeti/ fetneY grimmtgtett unb miU ben ®iU, feinet 9leblic^ett unb SBa]()rbet»(tebe, mc nicbt minber fetner (rtegertfd^en Stgenfc^^aften ^). Unb etneS Wtans ned 9on folc^en Sugenben unb Stgenf^^often beburfte e6 gerabe um biefe Seit auc^ me^r ali je, benn f(^on t)er{lan$ ben ftc^ gcgenfetttg bte um^ern^obnenben fernblieben SBilfer immer mebr in bem ^lane einer aQgemeinen SSereinigung il^rer Jtrdfte jur SSertreibung aUer S^rifien unb 2>eutf4^en aui iMaxiM @ebieten. 9Rel)rmalS )>er6anben ftcf^ ju bie^ fem ämecfe bie nocb unbefe^rten Sitten mit ben (S{!lS)en^ SiUf ren, 8itt^auern, ©emgallen unb Stuffen, griffen balb Sttga, batb anbere 93urgen be§ S3tf4)ofe$ ober bed £)rbene an unb boten aUe^ attf^ um ben d^rtf(li4)en @Iauben mit ber cbrifili(ben «^errfcbaft im ganjen Sanbe bi$ auf bie SSurjel »teber au^jutilgen^ benn fo feinblic^ ftd; avtd) fonfi einige biefer IB&(fer einanber bebanbelten^ im «^affe gegen bie (Sbriften unb in bem @ebanfen ber SSernidS^tung ber beut^ - f(^n «^errfcbaft waren fte aHe @ine$ @inneS unb Sinei SBiUenS ^). ©ei einer foldjen vereinten feinblt^^en 3Ra6)t  net ®€mtp^(t ; ei; liep eö toentglleng baraitf berufen , ob S)o(qufn oon SBinterfteben bec rid)tige 9>lame fep. ©qI. 3Crnbt« Siöl. ^^ron. Ä^. U. e. 8. ®abebufd^ ebl^nb. Sabrböc^. ^(). I. e;. 6t. 1) ,,Non minus pium ac benignum, quam in omnibus Turtnti« bns institutum nennt t^n «^einric^ ber ^ette p. 61. ^inpel 65. 14 beflngt i^n ald: äBa^baf^ ^it Pnen Worten (Sc »a< an allen orten @etrume unbe ftete Uf alle falf^e rcte ICä^t er mtnner ban ein iat JlBad ci; getubete ba< tvai toar. I 3) @o bn6t eö unter anbem im Sa^re 1209 hti «^etnri^ bem Letten p. 66: Mjserunt inTicem nunclos : Livones primo ad Cu- roncs, Curones ad Estones, niecnon ad LettboAes^ Semigallo« et Ru- tbenos, quaerentes omne conatlium^ qnaJiier Rigam delerefit et TeutonicoJ omnes do^o tenerent et orciderent 27* 
420 ©er Orbett«s3Reijler SJolquin. aber tparen bfe ®efa^ren unb SBebr^ngntffe für bie mit geringere @treiter::Ba^( ber ^riflen oftmaU unbefc^reib« lic^ grof unb nid^t fetten breite bem ^reuje ber t)5&ige Untergang, ©ennoc^ blieb e6 unter allen ®turmen unb Ungemittem ba aufrecht fte^en^ n)D e^ einmal I^ingepflanjt war unb t)orji}glic^ l^ieften e§ jwei Umpanbe gegen bie •Reiben em^)or; benn erjtenö war ed bei ben geinbcn W ©laubenS bodf) meijl nur bie @tar!e ber ttq^etlid^en ^raft, bie man }u bewältigen ^atU, einer JCraft^ welcher meifiend alle Hugc Leitung, \>erpänbige SSerbinbung unb SBereini* gung unb gefd()i(fte ^Cnwenbung abging. S)er ®taube an bie alten ®&tter f)5tte biefer Äraft wobl atferbingö feff^n ^alt unb @inl^eit geben f6nnen; aber aucb biefer ®Iaube war bei toielen fdj^on untergraben unb er wanfte in ben ®emutl>ern um fp mel&r, wenn man fab, baß bie IBeilc ber Sbt^iften bie SBilbniff4^ ber alten ®&tter unb ibre^ b^iltgcn ^aine i»etnid()ten burften^ obne baß biefe im @tanbe toa^ xm, ftd? felbfl ju t)ertbeibigen ober bfe ^eöler ju beflrafen. äweitenS aber feblte audj) ber tjerbunbenen "^aÖ^t ber ^a- ben bie' innere ©inigfeit unb gejiigfeit. SBaö ber ^aß gcr ge^ bie ßb^ipen unb ber ®eban!e bet ^Befreiung üon ben ^eutfd^en auf einige 3eit oerbunben f)atU, bad riß bie geibenfi^aft, bie Seinbfdf^aft unb ber S^iefpalt unter ben )>erf4)iebenen SS&tfern n\ä)t feiten wieber au^ einanber. j&a^ t3anb ber SSereinigung biefer S35.Ifer warb gefcblungen unb I6|te ftd)/ je nac^bem ®efabr unb SBebrdngnif ober innerer Unfriebe jlirfer auf fte einwirften. 3war berrfcbte au^ un$ ter ben Sb^^ipen nxd)t immer innerer griebe unb Ginlb^tt; aber eine große, mÄd()tig wirfenbe Sbee ging bur^ all ibr Seben unb (Streben : bie Sbee be^ ®lauben$ unb be§ Q}»an^ geiium§, bie tiefe Ueberjeugung t)on bem Siege be6 Äreu* )c6/ ber ®eban!e be§ großen S3erufe§ jum Aamf>fe in ber ©adj^c beffen, ber für 2ClIe am itrcuje gelampfet. Unb bies fer ®ebanfe/ t?orjügli(b immer fej!gebalten bur^ bie SSrfir ber be$ SRitterbienfteS Qi)xi% erzeugte bie berrlicbften SSf^c ten im Streite gegen bie «Reiben, burd[^ beren {Betrachtung 
9huer Stoifl }iDtrdl^en SBtfc^of Zlbnt mth bem IDrben. 42 i au^ ber ffiUte 9Renfd(^ ^ingeiogen wirb iux IBewunbcrun.a unb lioldcn 2(cl()tung. 2)tefer @teg be6 ^reujeft aber to&rbe gewiß tt)ctt frü^. ^r gefeiert unb ber QlnäHd)txt ffortgang ber dS)rtf[ndS)en @ac^€ bebeutenb geforbert werben fe^n, wäre bte (Scwält jener grofen Sbee in il^rem SBirlen nxd)t bur^ toM\i}t feibenft^aft unb irbifc^eß Sntereffe fo fcl^r 3elf){nbert unb D^re nicl()t ber 3n)ifl jn)ifcl)en bem SBifc^ofe unb bem '£)r^ ben über bie Sl^eilung Sit>lanb$ unb nun auö) fi^on 6{l^s lanW wie ein fiorenber £)imon in bte beiitge @ac^e getreu len. äBeibe, ber »ific^of unb ber iOrben«:r3Reijier ffil^ilten biefeS; beibe b^gten t>t^\)olb ben febnlidl^fien Sßunfd()/ ben Streit enblicb t>oIIig beigelegt }U fei)en unb begaben ftdti babet im Sabre 1210 nacb 9!om, bort toom ^a)>{}e bie 6ntf(|»eibung ju erbalten ^). @e^r freunblidi^ aufgenommen unb in ibrer ®treitfa(^e t)erb6rt/ erlangten \it am ixoaxn {igftm £)ctober 1210 toom $a))fte Snnocenj bem 2)ritten ben ricliterlid^en^ IBefcbeib : bie fiSräber ' beS {RttterbienffeS e^rifii foDen ben britten ^b^il Sit)Ianbd unb SettlanbS Dom 83if(bofe jugetbeilt erhalten unb \f)m bafär {u feinem anbern seitjtidl^en S>ien{i loerbunben fe^n, atö weld&er jur SSertl^eibigung ber ittrd[)e unb beS SanbeSi geffirt. £)er gei^ tige iDrbenS :?!Reitler aber bleibt bem SBifdf)ofe t>on 9iiga {um. @eborfam t)er^flid[)tet; bo^ ftnb bie £)rben8 ^ 9iitter unb ^riefter ^ fiSruber t)on 6ntrid[|tung beft Bc^nUn, ber Srftlinge/ be$ iDpfergelbed unb ber j^l^rlicben Seiflung ^nm Seid^en il;red ®eborfam§ ^ fortl^in DÖUig frei. Stur bie Säuern bed £)rben6t^ei(e8 foKen t)on ibrem ^ (Sinlommen ben Sehnten an bie Airc^en liefern unb beffen vierter SEbeil  1) «^einrid^ ber ^ette p. 74. Ätnpefö 9leim5<5j)ron. @. 15 — la 2) ^er ^opft nennt in ber SßnUi biefe Tib^ahc caUicdraiicum, i. e. pensioy quae Episcopo ab ccclesiis quotanuis solvitur in Signum snbjectionis ; f. Du Fresne Glossar, ad scripl. med. et Inf. latinit. 9^a\)t\>'\xfdj a. a. £). e, 7'^ giebt eä burd^ ^tu^roetb. 
422 9leuec ^mi^ st9if(^en Stf^of ZKnt unt htm Ccbeti. foQ bem JBtfdi^ofe zufallen > toofetn er ni^t frei)»iHtg unl» aud not^ioenbigen Ui^a^en fo(4)en eriaffen toiB. äur Se^ fe(}ung bet £ir(()enamter feinet @tbicM foQ ber iDtbm bad Siedet "^aUn, bem fi3tf(fiofe t>Dn 9ttga ^offenbe Derfo^ nen t>oriuf(()lagen/ bamit btefer fte jur Seelfotge finmet(ie. Son aOem A&rtgen Sanbe aber, toeldi^eö ber £)rben au^et^ balb &it)Ianb8 ober &ett(anb6 fortbin noö) erwerben wirb, foK er an feine dtedE^enfcbaft gegen ben $Bif(^of gebunben fepn unb biefer bie £)rbend^9lttter ^ieräber in feiner SBeife belafligen. 9{ur mit ben bort }U n>i^(enben Si- fc^6fen foU ber £)rben ft^ in fuglic^er Tltt t)er{!anbtgen unb baran JE^alten, toad ber a))o|loIifdi)e ®tul^I barüber aUf orbnet. Tixi ber Sorm unb Stegel bed SempeI>iDrben§ fot len bie iOrbendi:S3ruber an^ ferner|)in wd) fefl^alten, anf bem jDrbene^JUeibe jebodl^ ein anbere^ 3et(^en tragen, um barjut^un, baß fte jenem £)rben in tetner Sßeife untenoür^ fen fepen *). ®tmf}iger If^atte fürwal^r ber plipftUd)t Tiuifpnt^ fix ben iOrben gar nid)t fepn finnen. ®ä)t>n bierin fpta^ ^ eine befonbere ©enctgtbeit beö 9)aj)jle8 für bie ©rben^ gtitter an$ unb eö jeigte ftcb uberfiau^t am p^fKicdett •^ofe för ben iOrben ein« SSorltebe unb ein SS^toeHen, »elcbeö bem «if(bofe in feinen firc^licben »ejlrebungen nicbt feiten binberli4> entgegentrat % 3e mebr nun airr  1) ©iefe« t(l wie Ueberge^uno einiger minber wi^tfgen 9^nft(j tie bei Äirt^enöffitattoncn bem »if(bofe ju Wffenben Subnn unb bif «egcdbniffe bev £)rben«s«itter bettefif nb, ber mfentüAiSn^lthtt ^f (t<ben Suae, in »eZ(6ec Snoocenj III. feine <£ntf(beibund ütt«rpra4- SKan flnbet fie oottllänbig bei Gruber Orig. Livon. in ber Silra i)o- cument,. nro X., unb bie an ben Orbenö*2Äeiflcc fSolqain geriitete «uae qUid^U 3nbatte« ebenbaf. nro. XI., au« in ten EplstoUs /noo- Cent. m. L. XIU. cp. 141 — 142. p. 479 unb im Cod. diplo«»- Polon. T. V. nro IV. JDcutf« in Ämbt« Ciöl. ©bwn. 0. »7» Ö^L ©cblijeri; ©ef«. don eittjauen, Äurtanb u. f. w. ©. 33i ö^«' bebufcft CioL 3abcb. Ä I. @. 72 — 73. 2) aÄepfwürbia ijl für unl bie Veufentnd ^einri*« hti ^^^' 
{Retter Jtr«uaiug nad^ Ciolanb. 425 ber DxUn im Streite gegen bte «|>eiben feinem eigenen Sort^ei(e na^^ging, um fo n^idj^tiger war eö bem S3tf(^ofe/ f&r feine Qtoede and) fernerhin noi) bie iftreu}fatirten nac^ gitflanb in befi^nbigem ©ange )u cx^lUn. Sfla^Um et ficb ballet t>om $a))fle eine neue .SBcUmadl^t jur itceui^re» bigt audgen^irlt/ begab er {tc^ nac|) £>eutfdi^(anb )urucf^ fammelte neue @(|^aaren t)Dn |>ilgerbr&bem unb trat mit biefen bie 9tu(fretfe nac^ Eit)(anb an. @d begleiteten ifftt, n>al^rf(^einli4^ auf beö ^}>a^fteö Xufforberung > auct^ brei beutf4)e 9)ifdSi6fe; 9Wipp t)on Sla^eburg, 9fo bon SSerben unb JBem^)arb t)on 9)aberbom ^); auf er biefen jogen mit i^m aucb ber ritterlid^e S3emlE)atb t)on Sippe / einfl 3(nfäb^ rer ber «^eere ^einrid^^ö bed ihrem ') , ie^t im Ueberbruffe be^ SSeftlebenS Giftercienfer^SSindti '), femer «£)eImo(b wn 9>{effe unb mancher anbere tapfere itrieger. iDie ®egenn)art biefer fSt&nner war f&r bie wjl^renb ^ ber öfteren 2(bwefen^eit beft fi3if(l!)ofed unb bcS iOrbenft? SReijierS ni4^t feiten fcl^wer bebrdngten ©(iriften in Siblanb eben fo tt^xtuliö), atö fte für ben Sortgang ber c^rifllidi^en @a4^ unb für bie neue @e{laUung fo mandi^er'SBer^dlts  ten p. 75, wo er üom IBifä^Oft fagt: Et missU rescriptis pmile^o- rum versus Prussitan^ in Livonia omnem populum non modicum laetificaTit 2)ief foU aber xoof^H f(^u>ei;(t(^ (etfen: er fanbte bte 2Cbs fünften ber |)n9Ue0ten nat^ ^reuflen, tvte ed 2Crnbt a. a. O. ®. 86. genommen iiQit\ »ai b^tte man bamaU in ^reuflen bamtt t^tfn foQen? jDer 0bronf{l »oUte alfo offenbar nur fagen: er fanbte bie 3Cb< Ariften ber f)nt)Üedten auf htm Sanbweg bunb 9)reu|fen na4 Stt>(anb/ um feine ®eiftli(^fn oon ber SSeilegung bei ®treited iu .benad^n^tigen/ benn er «erweilte erfi noc^ in jDeutfd^Ianb unb na()m bann ben SBe^ iur 6ee. 1) «^einrieb ber ttttt p. 75; aui!^ in mebren Urfunben bei 0Cb- 3(r4io# iu ^iniglberg. 2) Chron. Moniis - Sereni p. 43. 3) Alberici Chron. p. 445 fa^t 90n \fyPM Albeito EpUcopo as. iodatiu eit in praedicatione vir mirabilis et nobilts Comes, Benu kardiu de Lippa in Westpbalia. Chron. Montis - Sereni p. 80. ^etnrii^ ber ttttt p. 79. 
424 Steuer Areu^ug nad) 2it>Unb. niffe t^dtt beS Stitä^tnxoc\tn^ fi)eiü and) btt 8anbe$t>ers waltnni })bd)it totd^ttg würbe« Sor aOem aber benugte man fofort bte anwefenben $i(gerl^ufen jur Sel^mpfung ber Sjiben unb bte •g)otfhung tbrer IBete^rung warb we^ ntgUend bo4^ f4^on fo weit erfällt, baf Stfcf^of XlberC bar^ an benfen (onnte, ein neueö SßUt^um )>on <Sfl^(anb cin^ iuiid^Un unb 2)ietert4^/ ben 3Cbt Don S)iinam&nbe ^ jum fdi^d)oU ber @fil[)en p ernennen ')• 2>aneben wtrften bte oben enoal^nten S>eutfcb^n §iu fdb&fe befonberS aucb fär bte IBefefitgung unb «^erfieOung bed inneren unb ^ufleren Sriebend. Bwifc^en bem Stfc^ofe Don 9iiga unb ben neubefe^rten Sioen oermitte(ten fte tu nen Sertrag wegen ber oon ben (enteren erbetenen 6rlei(b^ terung bed Sehnten ^^ um burcb folc^e 92a(|)ft(^t unb @(^o$ nung tbre Sreue unb tl^re Steigung jur d^xiftüi^tn Sixd^ immer mti)t ju befefitgen '). @ie wären femer and) be^ mubt/ ben (Sroflf&rjlen oon ^olojl Don ben b^tbnifcbm S36t(em ju trennen, fär bte ßb^iften }u gewinnen unb fo? mit einen ber gefdbrli^flen @iegner beö iDrbenS )u oerfob^ nen. JBifcbof "Gilbert oerfpracb bie Uebernabme beS Sribu? M, welcben fräb^rbin bie Sioen bem Sfurfien entridbtet fyiU tm unb um beffen SBerweigerung jum Zficil bi^t^x bie Sb^iften in 8ioIanb bon ibm b^friegt worben waren '). SRai) oerfcbtebenen Unterbanblungen uberUc^ ber Surft bem 93ifd^ofe nicbt nur gan} Stohnb frei unb obne Xribut,  1) 9^ad) ^einrieb bem Zeiten p.76«--78 tiat biefei bec 9i: f^of accepta asummo pontifice auclorilate, intransraarinisterrisy quas Deus per Liyoniensem Ecciesiam fldei subjiccret CbrisUanae, t^ict Archiepiscopi^ £piscopos creandi et consecraodi. 2) ^tinx'x^ tec Seite p. 79. 3) 9^0^ ^einrtc^ bem 8etten p. 85 crftfrte ber atuflif^e Surft Riebet gan^ offen: In sua potcstatc esse, servos suos, livooes vel baptizare, vel non baptixatos relinquere ; est enim, ffigt ber Gl^ro» ntfl ^tn^U/.consu^iudo Regum Ruthenorum , quamcunquc gebtem ezpugaaTerinty non fidei Christianae subjicere, sed ad solvendam iibi tributum et pecuniam subjugare. 
Sortgang bec d^vi^lii)tn &a^$ in 2it>lanb. 425 fonbetn er fcf^Ipfl mit iffm aui^ ein inniges gUieVienSbunbs ni^ foYool^t gegen bie auc^ i^m gefäl^rlic^en &itt()auer, ali gegen aUe ^eibnifc^en SS5(fer 0* @nbli(() n>arb auc()/ um ^infäro aUen ätDifi jtDifd^en bem S3if(fiofe unb bem £)r:: ben iu entfernen, burc^ jene £>eutf(l!)en S3if4)6fe bie San:: beStbeilung aufft genauefle beftimmt unb mit migli^fier Sorgfalt ber ben £)rbends9tittem jufaKenbe Xi)eil txmiU Uli unb be)eid(^net % @§ i^\M biefeS/ u>ie eS fdj^eint/ im anfange beS 3a^red 1211/ unb um bie namli^t Seit nabm anä) ^aifer iOtto ber SSierte ben Stitter^JDrben fammt aUen feinen ie^igen unb ferner noc^ ju em>erbenben( Seftgungen in feinen befonberen (aiferlidi^en @(^u6/ jegli^ d)€n mit einer naml^aftea @trafe bebro()enb/ n>eld^er bett £)rben in irgenb einer äBeife belifligen ober in feinen jBee ^ ft^ungen befd(>5bigen »erbe »). SSiavf müti nun nac^ folc^en (Sreigniffen um biefe  1) (SUnhaf. p. 86. ' 2) jDa tte hierüber abgefaßte UtrBunbe; fo otel mir koentgflend bes »oft, no4 ungebeugt ift (f. ^ro/ T. I. p. 110), fSr bie folgenbe QiUn^i®t\dii6)tt ^renffenl imc^ ber IBcrbinbung hed ^(btoect s Cr» bend nttt bem beutr^en Orben abec au4 fäc und i^re befonbece SOStcbtigf eit bekommt/ fo mvb fte biet in ber SSetlage Nro. VIL- mttgetbettt. ®te bcfmbet ftcb im geb. Tivä^m au ^. in einem 9totamti\nftüxment, beffen Sormetn aber jur €fparung ^6 SSaumeS tm Xbbrucfo meggelaffen finb. 3) ^ie Urfunbe M Staifev^, von welker ^o^ebue fB. I. €$. 329 — 330 eine fcblecbte beutT^e Ueberfe^ung in einem eben fo fä)U6^ ten nnb febterooUen 2Cbbru(t gegeben i^t, beffnbet ftcb in einet 'Kbf6)xift and bem TCnfange M 15ten 3abrbunbertd in 8ateinifd^er ^pracb^ im 9rb. Ztö)ioe. SBir geben fte in ber Beitage Nro. VI. £0(an fyit M« boib an ibrer Xec^t^eit ameifeCn »ollen/ meil bann fc^on Don einem ^bif^ofe t)on S?iga bte Stebe ifi; ba befanntli^ ber Sttgaifd^e Sifcbof est fpäter au biefer SBörbe erhoben mürbe. 2)a inbeffen btefer S^tfcbof Tice Archiepiscojsi mtr((t(b f<bon erjbtf^ftflid^e Offtcien Dermaltete, ba »ir fnrner au4 t)on ber Urfunbe ha9 Original ni6)t mebr fetbft heften nnb toobl febr l^i^t ein Gc^retbfebler oor^efallen f^n fann — meieret fc^ moirf^einltd^ ifi — , fo, Idft ficb bie ttrfunbe feinedmegd f^Ud)U bin M undfbt oermerfen. 
426 Soctgang ]^«c dirtflUc^en Sac^e in Slt>Un5. Seit etneti tSlidf auf Sit>Ianb9 Sage unb auf ben @tanb feiner SSerfi^Itniffe/ fo tief fid) aOerbtngd in»at no4» mam 4^er bebeutenbe Sturm/ nod^ mancl^er l^arte Stampf envar* teU/ ber mit ben nachbarlichen «Reiben ^S&Ifern um t(»ren @{auben/ um t>a^ aiU SSaterlanb, um i^re Sret^eit^ um l^tc fBerfaffung unb ibre Qetoo^xite, Don ben Untätern er« erbte Seben^weife gefdmpft merben mufU; aber cd lief ffcb unbejtDeifelt in ben ^^mpfen bod^i aucb ber enblicbe ®ieg entarten/ ber @ieg für baS Siebt beS 6bri#entbum9/ ber ©ieg reinerer ©otteö^Srfenntniß/ ber ©teg f&r ben ®eift S)eutfcber SBilbung^ 2>entfd[)er S>en(^ unb Seben^weife unb S>eutf(ber @itte. Unb e6 (ief ftd[) btefer @{eg um fo fieserer erwarten, wenn man binfab öuf baö rege Sntereffe/ welcbed bie ^aifer unb Surften be$ 9tei^e§ an bet neuen 2Cu§))fIan}ung S)eutfcber SigentbämlicbFeif in bie entfernten norbifcben Sanbe nabmen, an bie warme unb tb^tige Sbeil^ nabme, welcbe ber «^of }U Siom an ber Erweiterung ber ^rijtli^en Aircbe unb an ber SSerbreiiung cbrifUicber Sebt? fd^e in feinem ©eifle, tok nid)t minber an ber Unibt^ nung feiner SRacbt unb feines 2Cnfebend in ben ®Tinilaru ben ber bamaligen cbrifllicben SSeit bejeigte. Srwarten lie0 fiä) enblicb iener @ieg aucb fcbon fiberbaut)t aui bem ®ei{le ber bamaligen 3eit/ inbem SSaufenbe unb aber SUiüs fenbe an ber Sertbeibigung unb Erweiterung ber c^^rifKi' eben ^ircbe unter ben Ungläubigen t|[et$ bad beiligfte SSer^ bienft fdr ben ^immel, baS wirffamfle 9Ritte( für @iin^ ben ^Steinigung unb ben ftcberften SSeg für ber ®eelen einftige ©eUgfeit ju ftnben meinten. iRocb war in 3kiU wirfung jeneS ®eijie§ ber 3eit ba6 ^rebigtwort beS Sßis fcbofeS 3((bert nie ebne befriebigenben Erfolg geblieben; immer b<^tten ibn bebeutenbe @cbaaren t>on itreu)brjibeni an^ £)eutfcblanb ^um t)erbienftli(^en Aampfe gegen bie ^tu ben begleitet, ^er @ieg über baS *^eibentbum fonnte alfo nunmebr fcbon nic^t gweifelbaft bleiben; bie Sbee ftfrbt nicbt aui, wenn fte ben SRenfc^n im 9Senfc(ien ubenv^ tigt b^t; bie tteberjeugung fennt feinen Sob aU ben im 
Sottgang b«r c^riflCtc^^en ®a(^e in ett>(atib. 427 Siege unb iaf^ (St>angelium mußte enbltd^ fiegeti/ toeil bte Slenfc^en ntcl[)t anbete xooUUn, al9 ba$ eA ftege unb ^txs trauenb glaubten/ be^ ^eilanbed Qa^e (6nne ni4)t anberS M nur ftegen *).  1) <Sd bürfte am ©bluffe biefeö Wd)nitte^ mo^il bte ^merCung ni^t unnu^ fepn, baß bei bet »DarjfeUung ber aeittgen ^eigniffe in Siolanb e^ fo n>eni9/ al6 hei ben «g^inbUcf^n auf bte übrigen dtaä^bat» Idnber |)reuffeng auf eine frgeob ooUftdnbige , eigentliche ©efc^ic^te bte< fer Sinber abgefe^en fepn fonnte. ^\xt bte n^it^tigflen ^reigniffe unb Snr^niffe mußten jum Uebcrblicfe unb für bm Sufammenbaug mit aacbfolgenben S3egcben()eiten b^ioorgeboben n?erben. )Daf Siolanb etteai nd^ Uttad)tet unb bei: ®ang bei; »Dinge boit etmaö mebr im ^in^els nea gejet«)! tverben mußte/ ^at feinen ®runb in ber nacbmaltgen SSeri binbung bed @(bivftts£)rbend mit bem »Deutfcben Crben unb in bec fo lu^eii unb engen 93erä(it:ung / in toelcbe Siolanb mit |)reu|fen fam. 2)e6ba(b mirb fp&terbin bie ®ef(^i(bte ben ^iit untecbrocbenen ^abcn »ieber aufnehmen unb fortführen. 
^iebented St a p i 1 1 i  ^em «^ctjog ßonrab tjon SWafoDien in fol(^)er SBeife t>U md)baxliä)tn ianU um ftd^) ^er uberfal^ unb t(^re SSei^dlt? niffe enoog/ fo fonnte i^m \iftoexlid) entgelJKl^/ ^^f ^^" iffnen ani jur Slettung fetned «^erjogt^umS unb )ur Xk^ YPelS^r gegen bie Slaubguge ber l()eibntf({)en ^reuffen bun^uS feine «^älfe }U erwarten fep. 2Cber ein fiJUcf auf bie Um^ wanblung ber S^tnge in Sit)Ianb muf te il()n batb uberjeus gen/ ba^ nur int Sbi^ifientl^um/ nur in ber |>reu{fen fßts februng fAr fein Sanb «^eil unb 9iube }U ftnben fep. iDieft Sefebrung warb alfo balb fein wicbtig^eS 3ieL @ie loaib eS jeboc^ feineöwegö um ber @acbe bed 6t)angeltunt$ Sit {en; fie xoaf niä^t ®ad)t feinet «^erjend/ fonbem t>telme^ nur @a(be feinet SSerftanbeö, nur ein poIitifcfK^ ^ug^iM^ mittel jur Gicf^erfleDung feined Sanbed, nur Sßaffe gegen baS nadl^barlidde «^eibentoolf. S>aber begunfitgte er gerne aucb jeben SerfudS), welker biefen Qtotd ium Biete ^tU, 60 gefdbab ed wabrf^eintidti auf feine Ermunterung, baf im Sabre 1207 juerfl wieber ^) ber^Cbt ®ottfrieb bom SUt^ 1) 9tad) TChalUvt^ unb Sruno*^ fBemöJ^ungfn war birfed obnr 3metfel »{eber ber erfie neue SSerfuc^ jur SBefe^cung ber |>reuffen £te Se^au)>tun9 «^artfnocbd in feiner ^'rd^ngefc^t^te G. 26, bof an(b ber 9(orwedtf(be ^5nig Olof ber «fettige, ber um$ 3a^t 1032 nf^IageB »arb; nt^t offne C^rfolg bie S^brung bet ^hmtffett unb namesHicb ber eamr&nber oerfuc^t babe unb baf ei bamaU in Gamtonb f^on (brifUicbe Gemeinen gegeben baben möffe/ berubt {t(berli(b auf einem in voreiligen 6(b(uffe; »elcber auf bie @teUe M ^dam, Bremens. Hi- stör. cccle3. c. 96 gegrönbet ip, tnbem H %\tt betft: Cuiiis(sc* Rc- 
Setfud^e {ut SBete^rung bet ^t$ufftn. 429 fler 'Sttftna in 9)oIen in {Begleitung be« aR&ndj^ö 9)^tli>|) bte SSei^^fel ^tnabfu^r unb int ®ebtete ber |>reuffen lan^ benb ft4» t>or allem ba6 S3ertT;atten unb bie Suneigung bet oberften »olK^dupter, ber Sleifö, ju erwerben fudbte. Unb in ber kf^at gelang e§ i^m aucl(^ ba(b/ jwet t?on ben ^an^ beöfiirjlen mit Kamen 9)ta(ct unb beffen ©ruber @obre4> jum IBefenntniffe be$ ®(aubend gu gewinnen , betin beibe tiefen fi^ taufen. 2)a man aber/ "^ubntä) ermutfiigt/ baft fo gtödlic^ begonnene SBerf weiter fortfe^en wollte unb nun oieUeic^t nic^t me^r fo bebac^tfamen ®d)ritted borwdrt^ ging, warb ber 2R6n(^ ^WpPf wir wiffen niöft burc^ »wichen Xnlaß/ t)on ben^Jreuffen erf4)Iagen unb wa^rfd^ein« (ic^ ^inberte bicfer Umfianb alle weiteren fiSemä^ungen be^ »tc« *). gts Olaph) passionis festiTitas iV Kai. Aug[usti omnibus Septentrio- nalis Oceani popiüis, Sueonum, Gothorum, Sentborum^ DaDoruro alque Slavorum aeterno cuitu mcmorabilis. SSjiewo^I aud btefcr etfSe au<( ^rdtoriud ®(baubii()ne ®. 506 (fOtfcr.) auf einen JBer- fiiti 3UT »efebrung ber ^euflen fd^riefen su börfen graubte, fo b«^ bo4 f<b<>n 2CrnoIb in f. Jttrd^engeft^iebte €^. 83 gegen btefe Xnnabme 3»etfel erregt. SBir bfirfen aber »ob( fäbn -bie Sebauptuna ^artfno^S o^Otg (dugnen, benn erfilicb fagt fein emsiger alter @d)nftfletrer beg Serben« trgenb etn>a6 oon Ctofd SBerfu^ 2ut SBefcbrung ber Gamlän« betj 5»etten« flebt bfe Sebauptung mit Adam, Bremens, de situ Daniae c. 77 unb Helmold, L. I. c. 1 in offenbarem SBibcrfprucbe, inbem \^xtt hr^ au«brödKi(b fagen, baß hxt ©amlÄnbrr ober ^reuffen \Vi Ibwr 3ett ba« ©brtftentbum nocb ni(bt bekannten , Dtelmebr beffen praedicatorcs immanitcr persequuntnr. 8Bie fonnte brittend 3fbam Mn Bremen bie SBebeutung eine« fot(bcn Jefle« hä ben ©amidnbem fo genau fennen? Unb warum b^ben fi(b fp5tcrbt:T nic^t bie minbeften 6pnren wefcer «on biefem gefle, nocb ^^^m ^^riflentbume fiberbaupt in S^amranb erbatten? l©ic bfirfen eö alfo mit ferner Äufjdbtung ber »6r!er, bei meldten Ctof6 3Cnbenfen gefeiert warb, nicbt fo gans genau Mbnen. 1) SDiffc 9^a(bri<bt giebt unö \i<i^ Chron, AlbeHci p. 444 — 445, inbem cfi fagt: De principio Christianitatis in Prutia. Abbas Gode- fridus d« Lukina in Polonia cum Monaclio suo Phtlippo Wiselam fluTinm Paganos dividcntem et Christianos transiVit, et Prutrnsibus 'Prulcnis) pauUilim pracdirarc inripiens Dwrrm Phalct ad fidem 
430 Set SBtrn^arbiner fBtinif (S^rtfltan. Sßentte Salute nadd^t aber ttat suerfl ber SRann auf, ber unter bem Solfe |>reu{[end nunmehr ein bkibenbe^ Std()t beS göttlichen ®(au6end entjunbete unb bur4^ ben du neu Gebauten / ber feine @eele bis auf bie legten feiner Sage trieb unb belebte, M SanbeS @4)icffale fAr me(e 3abr^ bunberte l^inburd^ befltmmte unb geftaltete. jQtefer SRann n>ar S^riftian, ein SRincb be§ 6i{tercienfer^£)rben$/ unb bad g6ttltcbe Sid^t, we(cl(ieS er auf 9>reufren bratbte/ tarn au6 bem fcb6nen £(o{ler iDIioa in 9ommem/ beffen ®rön^ bung wir fruber geba^^t baben. ©eboren }u Sreienwalbe in 9>ommem jet^^nete ftcb (Sbriftian fcl()on atö ^nabe unb Sungting in ber @(bu(e burd^ S(ei$ unb Sembegierbe t?or t)ielen feinet ZlUxi an^ unb bie i^enntniffe, welcbe er ^d) erwarb, waren, wenn an^ nic^t auSgejeidl^net, bocb för jene Seiten nidi?t unbebeutenb 0- 6§ war m5n^if4^e S3i(bung, tn ber er aufgewacbfen war. HK er böbft bie gcfefelid()en Sabre erreidbt \)atte, bcf^lof er, bem SBeltleben ju entfagen unb trat a(6 3}{6n(b in baS fiJembarbiners^Ktojler ^olba^ bei 9{eumar! in ^ommem, n)el(^ed t)on bem ^ommerifc^en Särfien SBrati$(at> bem Sweiten gejliftet unb reicb begabt war. SBie lange bi^r 6^ri{lian t)erweilt, ift unbekannt; aucb wiffen wir nicbt, burd^ welcbe Urfacben er bewogen warb, bicfcn 2(ufentba(t gu t>erlafren unb ftcb in bad Alojler iDIioa bei S)an}ig )u begeben, ©ewifl aber ifl, ba^ er ni^^t atö übt babin ge^ convertit, et postmodum fratrem eius Regem Sodrecl\: monadiuj Philippus ibi martyrizatus est et post euin fuit quidam iLpiscopus nomine Cbristianus. 9}{eren)örbtd tfl in biefei; "©teile bte Sßa(( hei SBorteö Dux för ^f^aUt unb M SBSortc^ Res fär @obre(^ JDccfe« Rex ofille^fn n>ti; al6 eine SBejetc^nund fät einen ber dteiH he4 (nnbri. 3ji bie anbere tBe^ei^nung Dax für ^pf^Ut abfid^Uidi gewägt niib rooUte hex 6^ronifl ^iemit einen bcflimmten ttntcrfc^ieb angeben, fc mfifte ^Wtt ein Jtriedöfü^rer, mUt\d)t im Gebiete feinet SBntber« ^tt wefen fepn. 1) 8ucad 2)a9tb S3. I. 0. 9: „9ta^han er in feiner Sud'Rt }{mUd)en bur6 gotted (^nabe unb feinen 1Iet( in ber f^nlen ittgenom: men unb ein gelacter gefeH jetporben." — 
Set ^ttnf^atbin$i^*Wtlnd) (St)Txftxan. 431 fommen tfl 0- ^i^^ ergriff t^n halb ber @ebanFc / unter ben naiven (etbnif(()en f>rettfren .aM 2()>o{leI bed dt^cijKtdl^en ®(au6cn6 aufjutretett/ fe^ e6 ba^ bcr erjie gütnfttge @rfo(g, welcher ben 3(bt t)Dn Stiltna im {Beginne fetned SSerteö et:: freut/ biefen (Sebanfen in feiner @ee(e enoecfte, ober baf er fe{6ft Sterin feine fi^eftimmung erfannte^ benn färwa^r wo maren fär einen ^ann, beffen S3e{trebungen für (Sfytis fientlS^um unb menf(l|)enfreunb(t(beS SBirfen im @tnne S^rtftt über bte bef(|irdn(ten/ ermattenben unb alltdglidE^en ^Cnbad^tS^ Übungen unb S3uf|n)erFe be§ £lo{}er6 binauögingen/ i)bf)txc unb bleibenbere Serbienfte n>ie für ba6 @t)ange(ium felbfl^ fo für bie ^irc^^e unb SSlen^i)l)tit }u enterben ^ aH in ber Xuöpflan^ung einer Se^re^ bon bereu l[)eilbrtngenbem ©eifle er tief bur(()brungen unb t)on bcren Äraft für Seele unb @e(igfeit er auf« innigjie erwdrmt war ! Unb in ber Zf)at )>ereinte um biefe 3eit and^ fd^werlic^ irgenb iemanb mebr aü er aUe bie S^ugenben unb SigeufdE^afteU/ bie }ur Säe»  1) eucaö £)aDtb-$B. I. @. 9. II. &, 5 hat bie 9ta6)ti^t,,haf (Sfydfdan aH Tibi nad) £)ltt>a gerufen »orten fri) unb 2Crno(b o. a. 0.€J.86. Jiajerop\isc,p.372. SBacaCoJB. I. @.92. Äogebuc S3.I. @. 122 ^aben btered auf fluten @Iaubcn na(^gef(j()rteben. ^tefe SBe^aup* tariQ mt ft(^ iebo4 burd^auö nic^t begrünben, otelme^r beweifen; ba^ OJrijtian nie Hht eon £)tt»ö genjefen ffipn f5nnf. görß erfte flimmen baQtt bie Annal. Monaster. Oliv, qav xild^t oberem ; fte nennen ben ttt Ben Tibi ücn Olwa ©if^arb; biefem folgte ber 2Cbt ^einrit^, ber fein 3fmt jur 3ftt beg ^ergogö SÄfjlwin I, olfo gerate in ber 3eit oenoäfe tete , in welcher ©^rijlian fein SBefeJrungöwert begann ; eben fo, »irb au4 unter *f)einnd^giRad}folgern fein ^hrifhan ali 2(bt Ui StlofUti ^t» nannt. 3n>eitcni bejeidinen biefe Annal. Monast Oliv, ben (5{irifKan immer nur fö)Ud^ti)in mit ber ^Benennung: Dominus Cbristianus Or- dtnis CistercicnAis et Monaslcrii nostri Olivensis Prqfessus. SBär« ben fte ni^t gerne unb flofji biefen berühmten ^itbruber i^re6 SUofttt^ ibten ^bt genannt (aben, n>enn er ed gemefen n>Are? IDrittenö giebt r€ feine einzige Urfunbe, felbfl unter ben frä()flen päpfKic^n Süllen feine (ogl. Acta Boruss. T. I. p. 249. 251), in melc^er Don il)m, ob» gleiA er bartn dfter genannt wirb, cid ZH oon Citoa bie Stthe w&n^ ä^n^ian fam alfo ald bloßer fSItbnd^ na^ Olwa unb blieb t€ auc^ bat feibft. 
432 Set SSernl^arbtnersiBtind^ Ql^tiftian. feffrung <imi JBoIfeS erforberlid^ waren ^ tn YDeld^m bte btö^ttgen SSerfuc^e jut Serbr^ngung fetneS altät ©lay« benS eine fo gewaltige JCbneigung gegen ben 4)rtfUt(l^en 9tamen erzeugt unb in ^axl unb Slut bc6 SBoIfed etnge« f[6f t l^atten. 9Ri(b in feinen ©eftnnungen , flecfenretn in feinem SEßanbel^ beb^d^tig unb t)oa Sotft^it int «^nbetn, Kug unb t^etflanbig in ber ^0, unb 93ered(^nung feiner fOiittel^ belel^rt unb t>ielfac^ gewarnt burc^) bie ungtä(Ktd[>en S3eif))ie(e berer^ bie t>or il^m mit gtei4)em SßiOen nad^ tu nem gleidf^en Siele gejirebt l^atten, gefi^idft, fi(^ in »ier ®ifxa6)zn, in ber 8ateinifd()en ^ S)eutfc^en^ ^otnifAen unb f>reufpfdS>en bem 3ül^6rer leicht t)erjlinbti4) ju machen *), mit ber ©itte unb 8eben6weife ber ?)reujfen vöiit mebr befannt, M alle feine SBorganger, babei a\xi^ fonfi in at lern bewanbert/ wa6 in bamaliger Seit jur gcifllicben S3tt bung ge^6rte, fo flanb Sl&riftian am fKorgen feinet SBetfeS ba^-fo trat, er biefeö SBerf in aller IBeife roobl vorbereitet an^ fo begann er e^ mit S3orftd(^t Ui jeber 3^^at/ mit 3|as ^igung in jegli(i)em ®i}t\itt, unb bennod() t^olt S^uer 9e^ ®eiftc§ unb be6 »irmfien ©ferö, mit feflem Sertraufn auf birö »g)immel§ SBeijianb unb bocb auc^ mit bem lebenr bigen ©efiible einer in il^m regfam erwachten Äraft für feine IBefltmmung/ mit ftd^^erer 3ut)erftä)t eineS 3tpof}efö eu ner g6ttlicl[Kn Sebre unb bennodb ^ audS) mit fluger 9{a(bft<bt gegen bie ©itten unb Strtbämer berer, bie er ju 8id|^t unb ffiabrfieit föbtcn wollte. DladS)bem Sb^iftian mit feineS 2Cbte$ Cfrlaubnif no(b einige anbere feiner £)rbendsS3ruber/ beren einer $f)ilipp bi^f/ für baS Unternehmen ju gewinnen gewußt % bie tbm  1) 00 bezeugt H Sucais iDaotb IB. H. 6. 5. 2) 9fa(^ Alberici Chron. p. 445 t|l e< bur(^au6 untoabrf(bffaIt4, baf <S^d|üan mit bem 2Cbte ©ottfrieb ^on Eufina in SM^inbung cjf« jtanben ^abe, benn bttfer (^^ronifl fagt aii^brüc!(t<^ : ei post eum fnii quidam Episcopus nomine Christianus. V(fo XitCX att(b bfT 9X6ild) ^btttfP/ ber M ^^rifHand SBeglettec genannt n>irb, oerftbi^n oon bem ®ef5trten jene« 'KhMf ber aW SWdrtijrer in ?)reufren flarb. 6Jri: 
©et S9etn^<irbitiet'!Rittd^ C^tijliatt. 433 nadE^tnalS lange 1)ilM^ jur Seite fJanbert, ging er mit t^en Aber M< SBeicWcl in« Äulmeriönb. iD^ne äweifel ge^: fdfüien feine etpen »efe^rungSDerfudS^e unter bem ©d^ufee bed <^er$ogd 6onrab Don SRafet^ien t>om Aulmer(anbe auS im ©ebiete Don 85bau *) unb an ben ®r<lnjen Don S)omes fanien/ benn bort war ben ISieibnifcben |)reuffen wegen ber 9Ui^e ber ß^riften im Au(niif4en ©ehiete \>ai Qf}tiflens t^um in feiner äußeren ®ef!alt wo^I fc|)on am befannte» ten; bor^ modiiten DteUeic^t au4^ f4)on bie S3ele(^ningen beS XbteS @ottfrteb Don Snfina einigermaßen Dorbereitet ^aben nnb e§ burfte felbft ni^t unwabrfcbeinlicb feiert, baß e« bort baS ®tbUt Ui eanbeSfürflen Cobrecb war, welcbed (S^tu fltan iuerfl Uttat @ewiß aber war e9 in aler SBeife Don bebeutenbem @txvid)U in feiner Sac^^e, baß er nid)t wie bie bi^b^rigen 9)rcbiger be« S^riftent^ium« au« bem Der^ ia^Un |)oInif4>en Botfe ber, fonbem au« bem immer mebr bcfreunbeten Dommem beri5ber fam. iOaber gefcbab «ud^> baß feine SSemäbungen ba(b t>\xx6) mancf^en gtudticben (Sr« fo^ belobnt würben, ffla^bm fd[>on mebre »ornebme au9 bem SBoRe ftcb jum neuen ©lauben befannt unb bie Sau^ empfangen batten, begab ^H) ^briftian in ben S^bren 1209 / unb 1210 in Segleitung mebrer feiner ®ebü(fen nacf^ Rom, um- im Auftrage feine« Tibte^ bem 9>apfte Snnocenj bem 2)rttten Don ben Erfolgen feine« fi3efebrung«werfe« 8le^enfdS)aft gu geben *)•  Wand .©efi^rte mtrb ofinebem au4) oom ^apfle in feinen fßnUtn f^d^ tei^in au^brütfltcb no(b genannt. Sgl Acta Boniss. T. I. p. 249. 251. 1) 8uca« ^artb IB. I. e. 9. 8. U. &. 6. 2) dKntge nel^men tiefe 9^eire nacb 8?om mei trüber an. 9tadf Bajrer opufc p. 372 hfyctt Qi)v\fticin f(bon im Sabre 1198 aixi fRom jucüee tinb braute be0 9)apfte^ SuQe an htn Chrsbifcbof von @nefen mit; y>g^ Acta Boniss. T. L p. 249 nnb «ßartfnof^d Stitd^tn^efd^. e. 30. Offenbar aber bot IB aper ba« Sabr ber SBabl Snnocenj be< iOrittftt unb ba^ SDatum biefer 0ulle nicbt sufammengebalten^ benn im Saniiat 1196 koorbe Snnocen) erfl gttm ^ap^ erforen. ^Den erfim i * 28 
434 SSatbemat^ H. Atieg^sug nad) |>riitffen. 9B&|)renb (Sfyci^iani 2Cbn>efen^ett aber bxaif fibet bte nort6flli*en Äljeile Dreuffen«, bic fo lange gricbe genofTen, etn toittex iCnegg^rm l^eretn. 9Rit bcn $ommem fmtte berettö .fcbon ber jbinifd^e Stbnli SBBalbemar bct (Srfte wfe:^ bcrbolt gludlic^e Äriege geführt unb in mejtien Stteben«^ fc^luffen war e6 ibm gelungen, bte 9)ommenfc^n Surfen balb ium fiSefcnntntffe ber Untertbantgfeit/ balb wcntg^en* jur entiid&tung betr4<l()tlid!)er ©elbfumnten ju jwmgctt *). 3u>ar l^atten bie bebrdngten Surften mtcl^maB @c^at unb {Rettung gegen bte 2)antfc^e «^errfc^aft unter bem SUiöfis )>amere gefucf^t, n>aren t>i>m Aitfer )u atet(i!)Sf&r{ien unb «£>er)ogen )>on 9>omntern er^ben worben unb bitten, um ficb bed £>^ntfcben ©ebote^ ganstt^ ju entfcblagen , tbre Sanbe uom Sletdbe ju Seben genommen'); SBalbemarS Sta^r fQ(ger aber; it6nig @anut ber @e(bfte/ erfannte btefed SSer? b^ttntfi nii)t m unb ben Arteg in Sommern unter fcbvetf? U(f^en Serbeerungen emeuemb }wang er vben «^er^og So^  Xnlaf jut 2Cnna$me tintt fo frä^n 8?etre mag Sucad ^aoib S. U. e. 5 gegeben ^ahtn, ba et fagt, bte 8{etfe fe^ gefc^e^n }tu: 3ett bc< • f>apfieö (^6lcfKn6 III, mXd^et im Sanuot M Sa^red 1198 ftarb. 3ii bieTem gaUe mdfte fretltc^ <^^tt{ttan ctma in ben Sagten 1196 ober 1197 In S(om gemefen fepn. 2Caem ^ncai ^Daotb mtbeilrgt ftc^ fUifl SB. I. 6. 9 , inbem er in tiefet; BteUe (Sf^mati^ Steife in bte 3ett Säi» nocen} III fe(t. Sär bag Sa^t; 1210, wefd^ed wir aU bieSeit ber Steife nacb 9tom annebmen, fprtd^t rrftlic^ hai Chron. Montis Serenl ad an. 1209, inbem e« in biefeS 3abr 1209 ben erflen neuen IBe!^brttiig(M verfug in 9i^euffen fe^t, ba ed fagt: Primi praedicatores genti Pro'- tenorum missi sunt ^briflian t)atte aber hai dbangeiium fcbon eine Zeitlang' geprebigt/ atö er nocb 8tom ging. S^eitend fü^tt ber 9)q^ in bem Cfc^reiben on ben (Srjbifibof Don ®nefen bte oben ntoäifoten ^bn^e au6 |)ommern ald „nuper ad Sedem ApostoHcam Tenientes** an. )Dtefe< „nuper<< aber im Sa^re 1211 gef^bneben »ürbe geioif f(6»erlt(b ium Sabre 1198, wobi abe;; auf bad 3abr 1210 paffen, i^r- naJä, Annal. eccles. an. 1210. Nro 27. 1) Saxo GrammaL L. XIV. p. 317. L.XV. p. 362. ffanner Okfcbicbte ber .^obenftoof. S. U. 6. 216. 2) Sttxo GrammaL L. XV. p. 371. 
SBBalbemar^ II. Jtrieg^iUj nad^ 9)rettff$tt 435 iiilM, fiäf feiner .^ertfdlKift loieberum )u fägen ^). @obalb mbefTen IBogiSIai^S 5toet @il()ne, (Saftmit ber 3wette unb Sogidlat) ber 3mette ber SRinberjldl^rigfeit enttvadf^fen unb {itr «^erfT^^aft getommen Toarett/ fudS)ten fie, )toet entfclS)Ior« fene unb mutl^oUe Surften, {td(^ bem S>dnifd(^en ©eftote in ieber SSetfe gu entwinben unb bie Bett/ in meldtier GanutS beS @<4^flen 9lac|)foIger, itinig SEBalbentar ber Bmeite, auf feinem @ee)uge nacb Sfi(^lanb unb Sitolanb ')/ tnit tinblis (^n Ser|)j(tniiTen feined Sanbed unb in Serben an ber &bc fort unb fort tefd^dftigt mar""), f(|)ien il^r @treben ju begiinliigen. SSalbemar aber fann auf Staö)t unb Bü^tt^ gavLQ. 3m 3al^re 12 lo räflete er ein mÜftiiii ^rteg%er unb fe^te biefe« auf einer jal^irei^^en Slotte )uerfi nacl^ 9>reu{fen über. @am(anb/ too no6} bte ißadj^fimmlinge ber alten £dnifd(^en JCoIonte wo^^nteu/ marb burd^ bie SRadj^t be$ $einbed Ui^t unterworfen. 2)ann )og ber Mniq, aU M wie im @turme äbenoaUigenb, >urcb bie «Küfiengebiete am Srifcf^en «^affe ^in bi« an bie SBeidj^fel. SenfeitS bie« feft ®trome8 warb 2>an)ig erobert unb ber «^rjog beS ianiei, SRefhoin ber Qi^e, jur «^ulbigung gezwungen *). ^ier^uf brac^ baS «^eer weiter in ^'otninem bor unb n&? 4(^igte audf be6 Sanbeef äbrige Surfen , fid) ber ^errfdj^aft be€ it&nigeS bon neuem }u unterwerfen. @o ging ber Gturm über $reu{fen f4)nell unb wie eS fdi^cint.auct^ o^nt befenbere Solgen ooräber; benn mochte ben ftol^n ®fanbis nat>iem ber Jtr{eg6}ug bun|y bie Sanbfc^aften ^reuffenS im^r mer^in eine Eroberung unb Unterwerfung l^ieifen, fo war er bo(!& ber Zfyit nad) offenbar nidj^tS weiter aK ein bloper fXdnberungS :: unb Serbeerung^jug, ber freilid[» «ieled, xoai  1) Chron. Danor. ap. Langebeck T. II. p. 633. T. HI. p. 261 : Bu^sIauSy dux Pomeranorum facius est faomo regia Canuti. 2) .f>einti4 ^^^ ^ftU p. 42. 3) Petri Olai Ezcerpt. ap. Langeheck T. ü. p. 256. 4) Chron. Eriei Regit ap. Ltmgebeck T. I. p. 165. SRefbvfn ^ft ^er n^^^^ Poloniae.*' J8* 
436 ^tv ^hni) 6^ttjfian, fBefe^cet bet ^ttufftn. in Ux Stulpe eineS langen Srieben^ ^tUi^ii^ emptx^tflm gen roat, toitbn ntebetfittrjte unb t)f mietete, aber bo«^ |^6d^flen$ für X)immatt nur bä^ alte t>ermetnte Xnrec^f ber it6ntge btefed 9let(|ie6 auf ben 93eft^ wn @amlattb wIeber in ©rtnnerung bringen f onnte *)• £^S 8anb toax a(fo t)om ftärmenben S^tnbe fc^on wfeber frei unb bie @tiDe beS f^ebenS lieber eingetreten, att ©^iftian mit feinen ®efi^rten aud SRom na^ f>reufr fen iurädtel^rte. 9Rit Svettbe f^attc ber 9>apft ben Söexidft Aber ben glicRidi^en Serfnc^^ ber SBefe^rung ber ^reuffen, ,fbai gebei^(id()e Xuffeinten be6 auögeftreueten @amenö in benuSBeinberge beö ^xxn^' t)emommen; mil ft^^tbaifm SBol^IgefaKen ll^atte er ben f^^tigen €ifer bemerft, mit wtU  1) Pe/rus Olaus in Excerpt. ap. Langebeck T. II. p. 256. fagt dbec Mefen ^rieg^sug: Eodent anno (1210) Waldemarus fedt ezpedition«m in PrusciarA-et Samland et Finland et subjugaTit sQh terras illas. Et Mistivi Dax Polonie ( i. e. Pomeraniae ) homaginn fecit Regi Waldemaro. Waldemarus auteia multis jam victoriis auctus Prusciam sibi sii])jugaTit, ut dictum est, inde movens cod- tendit adversus Duces Pomeraniae , quos ut Obotritos sue Toloit -parere ditioni, quo expedito, jam omnem marilimam teneret Wan- daliam. Sefidtigt »itb btered in Petri Olai Chron. ap. Langebect T. I. p. 121. Erici Regis Cbron. ibid. p. 165. Anoal. Afinor. Wisbyens. p. 254 n. Annal. Esrom. p. 243 , wo abev fSlfc^tid^ bie nnterkie()mung in baö Sat^r 1209 gefeit wirb. 3n Hams-Fonü Chrono!, p. 284 f^eift ed nur: Dani populantur Bonisslam. dtoige norbtfd^e ^(proniften (K^ben Finland ftatt Samland. SBte |>etru< tAavA befbe Sdnber neben einanbec nennt, fo fagt GhejtsmeH Comi^. ap. Langebeck T. II. p. 385 : Anno suo octavo misit exercitum in Pm- ciam et Fynland et subjugavit sibi terras ilW. SDiffe^ Fyniand a6er ift offenbar nid^ts anbere<, M hat oiU Vyndland ober Windland, fBSenbenCanb ober |)ommern. IDiefe^ beflätigt aud^ bie Chronica Sla- Tor. ap. Leihnitz T. iL p. 751, tnbem fte fagt: Waldemarus, Rex Danorum, -terram Prutfaenörum suae subjugaTit ditioni, et fecit eam sibi tributariam Tirtute gladii. Quo expedilo, exercitmn svmn direxit in Stetinensem ^ueaiwn f in quo sibi subjugaTit -cifitatcs et oppida multa. Hennan* Corneri Cbron. ap. Kccard, T. II. p. 835 \t%i \At SBegeben^t in ba< 3a(r 1211. 
» t>tx aSiiK^ (S^ctfiian, ^tU\)ttt bec ^reuffeti. 437 (^m <S^fHaii unb feine @el^&lfen ,Mt TCnpflanjung Ui Sorte« ®otteS im @c|^atten bed Unglauben« unb in ber Sinfiemtß ber UmiHJTenl^eit 0'' begonnen l^atten"^). 2>iefe freube \pxa6) ber,9ayfi au4) in einem €dE)reiben au$/ in n>ebf^em er bem <Sr)bifd[)ofe oon ®nefen auftrug , ftc^ ber neuen Vnpflan)ung beS (Soangelium« in |)reuffen ti^^tig unb mit (Sifer anjune^^men, bie 9K&n<^e unb t^re l()elfenben Sräber bei bem SBerle ber SSele^yrung l^älfrei^^ )u unter:s pS^en unb bie ®emeine ber 9leubelel()rten fo lange in feU ner geifilic^en £)bbut ju lialten, bi« fte jfi^Xxtxii genug fe^n werbe, um ober fte einen eigenen SBifi^of ju fe^en; enb< Mii aber auc^ bie ©eifilic^en unb bie gärfien ber nadj^bar^ (ic^en Sanbe angelegentlich gu ermafinen , bafi fte ftd() allen benen, welche baS SBerf ber f3e(el()rung' auf ftd^ genommen^ gjbiflig unb l^lfret(^ beweifen m&d^ten '). iDie. freunblicl^e 3(ufha(me bei bem l^apfie^ beffen Sm^ (»fe^lung an ben Srjbtfd^of t>on ®nefen unb feine lebenbige Z^ilna^me an ben gläcflic^en (Srfolgen, ba« ^ieburdE^ in ^fdfdaxA @eele felbfi nodii flarer geworbene SBemuptfe^n bct Serbienfie um bie Jtirt^e unb \xxa alle bieienigen, web^e er au« ber Sinß^tnif be« ®6^nbienfte« ^um Sidj^te  1) „Sermonem verbi Dominici seminando in ixmbra infideli* Ulis et tenebris ignoraatiae. <' Innocent Epistol. in Baku. T. II. L, 13. ep. 128. 2) a)<c ^aip^ fagt m bem eben enodbnten ©d&rcibeti: „Quidam Magaates et alü regionis illius sacramentura baptismatis receperunt, et de die in diem proficere dignoscuntur in doctiina fidei ortho- doxae, sicut iidem Monachi nuper ad Sedem Apostollcam yenien- iesy nostro Apostolatui referarunt. 3> 2>tefe< an ben (^jbtfcbof oon (Snefen genditete ^cbretben bed ycq^ fiebt in Bäluz, Epist Innocent. III. T. 11. L. 13, ep. 128; au4 in ^en Actis Bomss. T. Lp. 249 — 250, »iewobl b»<r fe^r febterf^aft unb in «^attVnocbö J^ircbengefd^. ®. 30 — 31. 2)a$ SDa« tum ifl: Pridie'Nonas Septembr. Anuo poni. XIII. $D(efe< tft Qibtt hi^t bad .3abr 1209/ xoXt in ben Actis Bomss. I, c. ffebt, fonbetn bad , 3abr 1211, inbem Snnocena im Sa^re 1198 jur pdpfUi^en Sßürbe ge; langt »or. % 
438 Set ^bnd} G^tifitan, Seff^rec ber ^cettTfen. beS SoangeliumS fäHe/ o^ne 3t9eifel au^ baS etmitm tembe Setfptet bec Dinner, bie in üManb jur fclbisen Seit auf g(ei((^em SBege biefe Setbienfle in toeiter XuSbe^ nung fi<^ fcfion erworben unb i^re Selol^nuns in bet (Et^s bung jur bif4)&fli(|^en SBurbe gefunben fyitUn: — baS oQeS mn^U (Si)xiftian^ (Stfet unb S^attgteit in feinem Setfe nac^ feiner StüäU^t Yoof)l ni6)t in geringem (Krabe er^ben unb beCeben. Um fo bebeutenber aber waren au^ bie iSu fotge; benn im 3a|^re 1213- war bie Qät)l ber SReubefe^rten fdi)on fe(^r anfel(inlic|^ unb berme^rte ftc^ im ®ebiete bon ihbau unb an ben ©ranjen 9)omefanien8 no(^ bon SEog ju S£ag '). £a^ 2Cnfel()en aber unb bie ©unfi, meldte ftcf^ 6|Mrtfiian mit feinen ®e^&Ifen auf btefe SBeife bei ^ixa Cr}bif<|^Dfc bon (Snefen unb felbfi bei bem $a))fte erwarb^ erregte andf batb bei i^yren eigenen £)rben£:^rülbern 9leib unb 6iferfu4it. (&i war bama(6 wie heutige« SEage^/ baf ber 3ltenf4^^ weU 4ier grofe SSorfS^e berfoigt unb feine Xraft unb fein Se^ ben an gro^e Sntw&rfe fc^t, niö)t unangetaflet bleibt Dorn b&fen Seumunbe unb gemeine ®ee(en im @(f)mu$e neibu f4)er &eibenf4^aft UnCraut in feine ®aat ju ))flansen fucfyen. SBeil jene ebten 3Slhn^e, flets mit bem äSerte ber SBtUt^ rung befdE)jftigt, feiten in x1)x Slofitt tarnen, feiten bie tlht flerlic^en Uebungen beforgten, fiJi) wenig um baß gew&^^n^ lxd)z S£ageögetreibe in ben iCIoflermauern befummerten unb überl^aupt ftd^ an bie ftrengen ©efe^e unb Stegein bed AIo- jlerlebend nid^t gebunben glaubten / fo fc^alten i|ire eigenen iOrben6-S$räber fte mit bem alten ^ gemeinen @(^impf?  6) 3n btefem Sartre f((rctbt hev 9)apfi an bie TCehU M CTtflrtcteiis rer>£)rbend fn SBejte^ung auf bie SeYef^cung ber ^reuffen : Sicüt enim comperimus yeridica relatione roultorum, Dominus eis firatribas apcruit ostium, ita ut per rainisterium eorumdeiu* inteliigeDtibiis, qui non audierant et Tideotibus (quibas non fiierat nuntiatam) muJii ad agqj^onein perveniunt Teritatis. Sttbu. EpisL InnoceoL L. XV. ep. 147. ^ 
2>cc SRin^ (S^rifiian, 89e(e^cer ber ^reurftn. 439 »Prte ,,bte ^upttoUn'' ober ,^Tltepf)aUx ^y Unter bem SDrmanbe, bof {te burc^^ folgte SoSfagung wn beti ftrens gen aB&n(|^8regeln an^ bent £)rben audgefc^teben fe^en^ Der« weigerte man i^^nen ^ie unb ba auc^ bte 3(ufnabme in bte ^of))t tien ber (Sifiercienfer«A(i{ier. S)iefe JBef^inbung l^iatte bereit^ ntandj^e/ welct^e ben (warten @(IE;m£lt^reben i()rer £)rs benS:::IBniber ju entgelten fu(^ten/ fogar bewogen^ ftc^ toon (S^ijlian ju trennen, um ftd^ in anbere ©egenben gu be« geben *). 2>er 9^p% bem folcl^eS aUed (unb gen>orben mar, ragte in einem ernjien Schreiben an bie 2(ebte ber Stfler? cienrer«Jtl6fler bie 3(u8brä^e ber Stferfucf^t mit ber na^ brAct(i(^ßen (Srmafinung an biefe %ebte, ba^ {te fofort foicf^e Unorbnungen abfletten unb ben SSerfänbigem be^ @t)ange« (iumS in aOer SBeife f&rberli4) unb bel()üipid^ fe^n foUten. 3uglei(^ aber trug ber ^apfi bem Srjbifdi^ofe t)on @nefen au^ auf, biejenigeU/ melc^^e er }ur SSerfunbigung bed Qf)tU tent^umd unter ben «Reiben gefc^ictt ftnbe, mit (SmpUf^ tnngdf4^reiben ju t>erfe^en; bamit md)t fol4^e/ bie ^ö^ fiVdfUd) fär (^xiftxMi ©e^ulfen anii&bm, ben Al6jlem bef:(^toerIid^ faOen {&nnten "). 3u berfelben d^it eriie^ 3ns  1) „Eos acepbalos reputatis'' fa^t ber ^apft in bem erwA^nteti €k(rfiben. Od toar biefed eine alte ^^hnpfbenennun^ für f4)t6mQt(f(^ Vti^n^e. Urfpründ(tdj) nannte man {o „tlntn «Raufen ^egpptift^r 9tin<ie unb ydefter, bie fi(^ Don ber (Serid^tlbarfeit unb Stit6)tn^ts mänf d)aft bed Vatriardien oon 3((e);anbnen, §)etrud ^on^u^, (oefa^ten unb abgefonberten ®otte<btenft hielten. *' Sftaä^^v n>urbe biefer 9tamt aof mebre 9){5ni^<feGten aulgebe^nt. €>. ^rfd^ unb ©ruber Cincp« efopAb. ber föifTenfc^. unb JtAnfle. 2$. II. @. 291. 3) jDiefe« bezeugt ber 9)apfl, bem ford!)e« beriefet morben war, in bem genannten €{d()reiben feCbfl: Quidam Testri Ordinis Fratrcs in iilit partibus conjtituti eisdem inhospitiis dehila humanitatis solatia noa itnpendunt: quin imo adeo verbis exasperatis eosdem, ut pro- pter increpatiönes Testi'as multiplices nonnulli eorum dicantur ab illis vartibiis abscesaisse. Baluz, 1. ,c. 3) jDiefe« ©dj^reiben befinbet fidS) in Baluz. Episiol. Innoceni. III. L. XV. ep. 147; in Acti« Boruw. T. L p. 251, biec fe^c fe^lerjaft unb in «actfno4< Jtirc^endeT^. 6. 31 ^ 32.IDo< 2)atum befTel- 
440 ^ftWtind} (S^rifltati, aSefe^rec bet ^teisfren. nocenj anö) ein @4^retben an bie «^erjoge von Sommern unb ^olen^ ba er bena^^ri^^ttgt toat, baf btefe bie Steuie? feierten gleidSi aia i^re Untertbanen oft mit ffiaDifd^en Mafien bebringten/ jte etma^nenb, ,,bte neuen @i^ne ber Stiv^t^' l^tnfort nicl^t mel^r um irbifc^en @en>inne8 SBtKen mit un« btOigen gforbetungen ju bel^jltgen, ^ielmtf^t t^^nen mit 9li(be unb Schonung entgegen ju fommen/ meil fie fonfi, no4) fd[)n>a4^ in bem neuen ©tauben ^ lerd^t n>teber in ben alten Srrtbum be(( ^eibenti^umS iurucffaffen (6nnten ^). @o mifc^te {id^ au^ n^ieber in bie reine @a4^e ber Ser^ tunbigung U^ ®laubene fogteicf) irbif^e SSegier^ menf^Kc^ «g^errfc^Iujl unb weltlicf^e ^abfuc^t ein, benn ofenbar be» trad^teten bie S&rjlen bai .(S^riflentbum alS ein 3o(b/ burc^ meld^ed ber «^eibe unter ben dn>ang ibrer ®ebote gebeugt »erbe *). SßiewobI biefer Umflanb ben fcbneOeren Sortgang be« S)efebrung<n>erlee fn mand(^er ^nfii)t febr gebtnbert batte, fo marb bocb im niäf^en 3abte 1214 6bnftian'n bie Sfreube ju 2%eil/ bafi abermaU )mei Sanbeöfürflen, SSSar« poba, @ebieter unb ^err beS SanbeS Sanfanien in ber Sanbfcbaft ^ogefanien unb ©uatoabuno, <^err be6 ®ebieteS wn Sobau^ ftcb ^nm (briflUdj^en ®(auben befannten. iDbne  Ben tfi: Signiae IV. Idus Aug;usü pontif. nostri aono quinto de- dmo; biefed tfl bad 3a^r 1213, ni^t abec 1211 ober 1212, xok btr Acta Boruss. unb *&artfno4l anheben. IBgl. an^ Hvnolhi |)re«ff. Jtird{)endefd). ®. 88. RajnaJd, Annal. ecdej, T. XIU. an. 12li?. Nro. 5. 1) BcUuz, Epistol. Innocent UI. L. XV. ep. l48. Acta Bomss. T. I. p. 253 — 254. Dogiel Codex diplom. Polon. T. IV. Nro. I. 2) S)er 9ap|l bejd^inet btefe ®eftnnung bec gfttfl^n fdbfl in bem iSd)retben an fie, inbem ec von tf^nen fagt: Quam cito mteUi^[ii]ii, aliquos e gentilibus per Prassiam constitutis noTae regenerationis gratiara suscepisse, stalim oneribtts eos senrilibus aggravaiit et ve- nientes ad Christianae fidei libertatem deterioris conditionu effi> ciunt, quam estenti dum sub jogo servitutif pristinae permaa- jenint. 
Q^tiftian, «rfter »tfd^of \>on ^tttxfUtt. 441 3n>etfel alfo toax nun fcf^cn ber gt&fite S^l^il btefe« Unteren Sttnbed bem (S^i:ifientl()ume jugemanbt unb ti ^äfeint, baf Gf^nßidn feine Semä^ungen nun an^ fct^on in bie ttmge? genben bed 2)rauren:^@eed xi^utt^). ^ladf bem SSeifptele TObeta, be§ 93tf(|iofd t)on Sit)(anb, begab er ^d) mit bie» fen beiben ^rflen not^^ in bem nimlic^en Sa^re nadl^ 9tom, um fte bem 9)apf{e Dorjujiellen unb biefem miünbficl^en IBe$ m^t über ben gfovtgang feines^ SSerfed dhiu^atttn. 2>a nun bie 3a^I bet 9{eube{e]^rten in ^teuffen, n>ie CEl^rijiian bem 9<x)>fle hcxxä)Me, fdiiDn )iemli((^ bebeutenb toax, beibe Surften ibre SanbeSgebiete ilEirem d)xi9lid)tn ge^irer au« S)anf barfeit ali ®ef(|)enf angeboten l[)atten/ baburc^^ alfo and) fd)on für feinen Unterl^alt geforgt xoax, unb ba enb? Ucf^ aud[^ erwartet n>erben tonnte/ baß S^riftian, t>on feinen n&fteriidl^en SSer^dltniffen t)&aig befreit no4) n>eit erfolgrei* c^er merbe mirfen {6nnen / fo er^ob i^n je^t 9<ipft Snnos cen} )um ä3if4)ofe t)on ^reufTen, lief bur4^ i(in gu 9lom bie beiben ^rflen feierlid^ taufen ^ SSarpoben unter bem 1) 3n ber Urfunbe bei eucaö )Dat)tb $B. TL ®. 22 ^dpt ba$ bebtet SSarpoba'd Lausania. Unter btefem 9lamen ahn ^at ftc^ in ben lo^tetc^en SSrrfdireibungen M Sanbed fein (Sehiet auffinben (äffen. 2>a^0en lag tn bei; S^d^ oon (Sibxnq ein ®ebtet Lansania ober Lan> laaia, meld)ed »o6( of)ne 3weifc( hai Sanb Sßarpoba*« »ar. 2)a mir bie Urfunbe bei Sucaö ^Daoib nur in 2(brd)rift (aben, fo fdnnte wo^t let(^t Lausania für Lansania oerrd)rieben fepn / toie benn and^ S u <& ^ ts f. (3efä)i^tt oon (Sibtno jeneö @ebiet Ui (SIbina »ieber Baufanien 8att 8anfanien nennt. 3n ber 9on mir felbjl copirten Sunbationd^Ur» futtbe ber @tabt (5(bing ^abe ic^ aber audbrilvfüd^ Lanzanla gelefen imb an btefem 9lamen ifi um fo weniger a« iweifeln, ba bad SCitä^* borf Senden ^mifd^en (Sibtng unb Solfemit no4 auf ben 9tamtn Lan- sania ^inmeifet. — jDen 9iamen Warpoda fönnte man au^fen in War, itrie^ ober Sße^re unb bod, ^ä^rer, 9efe^^ber, alfo Stäeqi» ober !Sef}renfö^rer. jDiefed m&rbe mit ber SSeseid^nung bei fdj)on früs ^ erwd^nten ^tKtlet hnvä) Diu tooffi öbereinflimmen. -^ iDad (anb be< anbem S^rflen beift in ber Urfunbe Luboria, rwlö^ei offenbar ber 9tame tom Söbauifd^en Gebiete i{l. jDer Slame bei Särflen biefe^'^an» bei lotrb fe$r oerf(||teben gefunben. 3n ber Urfunbe lautet et Suaya- bano. Baytr Opa«c. p. 372. fanb '^n SaaTabrim gef^rtebett. 
444 S^riftiait, erflet Sifd^of \>on ^r^uffcti. unget^etttem Sifer in gan^ anbexn ^Dingen befi^igt^). Cd xomie bamaU gerat>e im 2CbenbIanbe baS Ateuj f&v bte 9lotlSi beS Storgenlanbed aQen Gdrifien 9e))rebtgt itnb in neue 9>apfl betrieb bie @ad)^ btefed neuen £reu))itg(S mit eintt Zf^iti^Uit unb mit einem ^euer % baf er faum mit einiger SE^eilnabme an bie neue SCixifyt im Slorben ben^ fen tonnte. @o ging ein ganje« 3abt ][)in itnb erfl am^ btttten 9Rdr} 1217 erbiett Sbtitian bttrd^ eine piffHUft IBuDe bie (Srlaubnif/ jut Stettung bet neuen ®i^fi»n oit^ ibrer Sebrdngniß in ben nacf^barlidb^n Sanben aUt biejents gen mit bem itteu)e ju be}etcbnen/ bie )ur «^uife ffeiAtu fommen moUten, bocb bie ausgenommen, melcbe bad Areu) f(|)on för baS billige Sanb angenommen ober bun^ i^re ®aben ben üreujjug in6 äRorgenlanb )tt Unterstufen on? gelobt. 2>o(b foDe jenen bie n&mlicbe SSergebung ber &hf ben berliieifen fepn, wie folgen, bie gen Serufolem »olb fabrteten »). 2)a inbeffen ber @turm ieneft SinfaUeS ber .Reiben ini d^rifitid^e ®ebiet fcbneU tDoräbergegangen unb feitbem toiebev einige 9{ube, wie eS fcbeinty }urä<fgefe(^rt toar, fo macbte ber IBifcbof nicbt fogleicb &ehxauiS) »on M 9^^ Sriaubnif. fiSefonnen unb mif ig, mie et immer b^nbeltef ^og er e8 t)or, in feinem fi3etebrungimer(e mie biif)it, fo ani) femerbin fo lange ali m6gU<b auf bem ^ege bei SriebenS fottjageben unb ti zeigten fiöf bolb auif in bet vermebrten SabI ber S3e(e(irten mieber erfreuliche Srfolge feines SSerfa^renS. (&x melbete btefeS bem $ap^e mit ber Sbittz, baf ium befferen ©ebetben feineS IBefIrebent il^m nur eine grifete Sal^l bon @ebu(fen )ur &tiU treten mi(^  1) 8uca< iDaoib $B. ü. @. 23. 9laumei: ®ef<()i(^te brr*^^ tenflaufen S. IIL 6. d06. 2) ataumer Qr a. £). ®. 311. 3) 3Die »uSe Mt in Act Boruss. T. L p. 262 — 263; £aca« jDavib ». n. 6. 24. »acjfo ». L ©. 131. Bgt. au(b Äif»»'* Annal. eccles. T. Xm. an. 1217. Nro. 47. 
Q^tiflian, ecfier 9iifd!iof Dott ^teufren. 445 ■ tm, inbem bie (Smbte bed S^menö; ben er ^uSgejheuet, f(^on ^te unb ba AberaU }ur fN^t reife ^). Unb ber 9apft tttf)cxlU ifynt l^ierauf bie iioUma^, an paffenben £)rten in 9reuffen unb naö) Sefc^affenl^ett ber JBer()j(tni{fe Status broIsJtirc^en ju erbauen unb }u bem ZmU ber Ait^e ^idti^t Sitoner ju IBif(t^6fen ju ein>^()(en unb foI(|»e im flSetfepn t>on jwei ober brei anbern IBifc^fen an beS $at)? fti @UUc in tl!)re SBärbe einjumei^en ""). SSar biefe fiSer^ •rbniing be6 $a^|led n>ol^l aUerbingö nocf^ ))iel }u frä^i, fo %ah fte bem neuen ü^c^ofe $reu{fen8 boc^ immer ein 2Cn« fe^n/ n>etc^e$ burdi^ W$ in i^n von Seiten be6 «^ofeS )u 9tom gefegte Vertrauen in anberer ^inftd^t fär feine S3e^ ftrebuttgen gen^ifi felS)r gänftig n>irfen fonnte. jBalb aber würbe Gl^riftian^ frtebnc|)ed SBirfen bon neuem unterbrod^en. £)ie ^'veuffen »ieber^olten im Saläre 1218 i^re feinb(i($en (SinfiOe tl()eitö ind Jtulmerlanb, t().ei» am^ weitei^tn in baS ®ebiet ÜRafotoienö unter ben jd)xtäs Itd^^en SSerl^^eerungen unb mit toilbex Senoüfhing alle« beffen/ mad d^rifKi^ ^ief. IBalb )i()Ite man in beiben 8an:r ben breit^unbert Jtirdiien unb ^a|>enen^ bie bon i^ynen burc^ptAnbert/ Derbrannt ober fonfl t)emid^tet morben xoa^ ren»). 2fm graufamften be^ianbelten fte bie 4)ri jWicben |)riefter, mnn biefe in i^xt ®walt geriet^en. 3um 9lä(f}uge (onnte man bie raubgierigen «Raufen immer nur burdf^ Xributge« f((^enfe bemegeu/ unb ie bereitn)it(tger biefe bargeboten tonvs ben nnb je me^r bie ^reuffen l^ierin bie @(^^4^e unb  1) Sei bem ^StattQtl onberer Clurllen fd^Iiffen toit fold^ed nur <Ki< ben S^ortrn hti 9)of>fle6 in fetner SBuUe »om 3a^re 121S: Cum in partibus Prussiae multipücata , per Dei graüamy messe fideliüm et re^onibus circuin<iuaque albescentibus jam ad messem, necesse Sit, sicut asscrisy operariorum numerum adaugeri, ^b. Gf.Acta B(k nus. T. I. p. 264. 2) 2)te fBüUt in ben Act Bornss. T. L ®. 264. Cttcad jDat 9ib S. II. 6^* 24. $Dad JDatum ifl: Romae apud 5. Petrum UL Non. Maji Poiiti£ anno secundo — 5ten 9Rot 1218. S) OthtM iü^toxL 0. 22. (axr(r.)# bei MaUhaeut^ T. Y. p. 692.  . I 
446 ftreuHug iia<^ 9<^<ttff<n- *&üI{lo{tgfeit be$ «g^erjogd ^pn SRafovien etfannten, bcjlo hft^t unb sdl^Ii:etci)er erfdj^tenen fte immer toieber. 3(^ De^ langten ®aben waren metfienS f((^&ne iUeiber uni 9fefbe^ unb von btefen n?ar ^erjog Sonrab burdb baS iftere 9tf f4)etnen be6.Sfetnbe$ enblicb fo entU&^t, ba^ er einfhnatt> aii bie raublujiigen f>reufTen fein 8anb abermaK Äber)o^ gen "^tten, bie rei^^ften unb loomeldmften ®rofen M San« be6 fammt i^ren Stauen )u einem ®aflma^(e einlub unk wd^renb fte am !£if4^e fa^zn, i^nen i^re abgelegten JUeibet unb i^re 9io{fe »egnel^men liefi, ui^oldj^ ali Xnhvitgts f^ienfe ben |>reuffen übergeben gu lapn *). Unter folcben €reigni{fen fa^ IBif<|»of Sbri^ian nun Aar dn, bafi nur ein Areuj^eer feiner neuen S^rifhnsOt? meine bie nit^ige (SicI^er^eit unb SonrabS 8anben bie tu wänfd^te Stulpe ))erf(^ffen (inne^ benn bai^ fr{eb(i(^e ffint ber ' JBefebrung unb Srma^nung fanb nun fc^on feinen Stn« gang me^r in bie erbitterte S3ru|i be^ raubgierigen %i\tif be& Subrte bod^ bamatö gerabe an^ ber Sif4)of TEbttt t)on 9tiga fotc^e ^eer^aufen auf betti mett bef4^wer(id^Kn SBege ber @ee bis an \>ai Ufer ber Düna, unb mai mx biefem bort nietet aOeS f(|)on gelungen! @o »arb benn t^eil« l>ur((^ <S(»rifiian felbft, tbeil« auf feinen Xnlaf bot Jtreuj für einen <£^eere6}ug na^^ $reu{fen in faß aUen no^ Uegenben Sinbem geprebigt unb e8 fammelten fU& bal% betrac^tlidS^e .^eer^aufen in X^tnt^^axA, IB&^men, 2Ra(iien, 0c|i(e{un^ 9>oIen, Sommern unb Ungern "")• !Ku(^ ber 9^ mirfte ^iebei mit regjlem (Sifer ein; benn auf be6 IBifcd^f^ bringenbe {Bitten^ ber iungen Jtirc^e in Dreuffen ie((t in il^rer grofen S3ebrdngnifi ju «^ulfe ju fommen, erlief er im Suni beS 3ahted 1218 2Cufforberungen on bie Srail' fc^Jfe »on SRainj, SErier, Min, SRagbeburg, ©aljburg, 9ne^ 1) Orben^s^^ton. 6. 23. (fOtfcr.) unb bei Maühaeus I. c. ' 2) 2Cae biefe 8dnber/ mit ^Cudna^me ®(jf)refteii< , nennt bec Itavt in einer IButTe; f. Acta Boniss. T. L p. 265. jDap ober an4 ^ Qld^teften baö Jtreuj geprebtgt mürbe, le^rt ber dhfoCg. 
- 1  // f9 9i 9f tt  ff ff  Jtteusius nad^ 9tettfffn. 447 fen, Steinen tinb Sunb unb (k^^ il^e Guffragane, baf fte bteientgen, ioeI(f^e mit bem Jtrett)e bejeic^net bie ^flger? fo^Tt gen 3enifatem nid(^t untemelimen (6nnten> ermahnen micbtcni^ ft(^ ber Jtrenifa^tt na(^ 9>reiiiTen an)uf(|)Ite^en. £)ort ift ein Sotf/' fd^rieb ber 9><)^fi, ,,n)e(dE»eS t>on al^ bm, was ©tauben ^ei^t entfrembef unb me^r atö t|}terts ft^et SBilb^eit ergeben ift, in n>eld^em ber Sater 40e %h&^ Ut, bie i^m bie ©attin bringt, bis auf Sine ermoi^t »0 obne @4^u unb @c|iam SE6(|ter unb Stauen wUber „Sufi greift gegeben toerben, n>o man bie ®efangenen ben ®6^en opfert unb @(t^mert unb Sanje mit beren Slute firbt. Xu« ber !Ritte biefed «olfeS l^at ber ^err f^^on ,,etne ®emeine jur Srfenntni^ feineS SBorteS geffil^rt; fte ,, unterliegt aber f4^rectli4^er IBebrdngni^ unb loielfjttiger „Xnfed^tung/ vm jte in bie Sinfiemi^ beS >^eibentl^umS ,, oieberum jur&rfjuf&l^ren. 3)er fi3if4)Df t>on ^reuffen unb ,,bie ©el^älfen feineS SSSerfeS ftnb gefonnen, fobalb ibnen bie n6t^igen 9RitteI )ur «^anb ß^nben, bie jum Xobe be« flimmten S&d^ter (oSiufaufen, ^e erjiel^en ^ laffen unb ,,f&r baS (S^rifientl^um ju gewinnen, femer bort . ffir //9>tettfftf4^ Anaben 0d(^u(en gu erri4)ten, yxm Wi biefen ##gef(!&idfte ^rebiger unb Se^yrer beS 4)ri{l(i(^en SßorteS ViX^;^^ „ter il^rem eigenen SScRe )U bilben, weil biefe ij^re eige^ „nen SSotBgenoffen gewifi weit wirifamer im <Et)angenum ,, werben belebren finnen^ aU bie fremben %nf&mmlinge. 2>arum rufen ber IBifcbof unb feine äSitgebälfen ben SSei^ fianb aller berer an, welche baS Seidf^en beS JtreujeS no4^ xAm em|>fangen ^aben ober jum ^eereSjuge in baS „genannte Sanb t% vM^X auf %ii nehmen f innen, baß „fte in folcl^er fBeil^Alfe ein firommeS @eläbbe erfäOen „m»gen*)."  ff ff  ff ff ff  1) Ra/nald. Annal. eccies. T. Xm. an. 1318. Nro. 43 — 44. (Ü ift bi^ biefem p^pftti^en €<l^rei(en bie Bemetfung beigefägt, haf het 9afß donationem insuper jam ante, nimirum salutis anno MCXn. ab 'Wratislao Duce de Kalis Cluriitiano PruMiae Episcopo 
M48 Areugsug nac^ ^teuffen. 3m ^Wh ^^9 äal^reS 1219 jogen nun bie SM^ ren be« AreujbeereS gegen $reu(fen ^ran. Xber ei leite leinejwegfi tn aQen ba6 retne 3ntereiTe jur @a4K beS Skiu benS, ber retne (Stfer }ur SSerbrettung unb S3ertb«tbi9un| be6 6t)ange(ium$. SBenfge f)atU bte (S^xt M «^eilanbeS tn hai ungläubige Sanb getrieben; t9ie(e loiu nur irbifdjiei ®en)tnn tl^eifö am eroberten Sanbe ber Ungloubigen, t(ieiU ait forträumten 9leicbt^umem. Unbext, meinenb, baS Sank müfTe erfl jur SBufte umgett)anbelt unb baS Unfraut M .^eibentbumd erftt(ft unb bt6 jur SSurjel ausgerottet mu btn, trieb ber milbe ®Iauben6etfer jur iD6atgen fi3efne((tnAg unb Serttlgung bzi betbnifc^^en fßolhi ^), wet( bann er|t wie fte glaubten , ber reine unb wabre @(auBe werbe p beiben f6nnen. £)er ^apfl «^onoriud fannte feine Seit; er n>u^te, mie {td^ iai toütli^t Sntereffe^ bte falte Sete^? nung t)on 8$ortbeiI unb ®en»inn über^au^t fcbon in tie beiligen Heerfahrten für ben Glauben etngemifd^t; au<| bie felb{lf&(|)ttgen Seflrebungen ber J^u^rer beS JEreuj^eereS, tozld)zi nacb ^reuffen jog^ waren tbm ni4)t unbefannt. 2>arum erliefi er am )w6lften 9Rat 1219 an ben SSif^of (S^rifiian ben SBefel^l/ bie %i^m M ^ilgerl^eere« tibet ben wahren 3wed i^^rer «&eerfal[)rt ernfllicl^ )u belehren; nsr )ttr SSert^yeibigung ber neuen Strebe unb ber ÜteubefeficteOr nid^t um weltU<ben ©ewtnned SBilten fe^ tarnen baS Jtien} ge|>rebtgt; nic^t gur S3e)&^mung ber «Reiben unter M 3o(^ ibrer \ftne(()tfd^aft fep ber ^reujjug t)erorbnet wotben, ba biefe «Reiben bann nur um fo ^artnddtger in ilftm 3rm>a(^ne beharren wArben; t>telme^r fepen fte nur auSgc« sogen für bie ®a^t bed ^eilanbeS al8 gere4)te &lm^, bte ft4) aQer unerlaubten «g^anblungen entbalten unb in ^ Um nur bem Statut unb ber $iil()rung bed S3tf(tiof9 bei Sanbei ®e|^orfam leiflen mähten, dniliäf bevollmächtigte  factam sua audoritatc munrnt firmavifque. 2(Uetn bttfe 3ettan0A^ ift offenbar falf^). . l) Acta Bonus. T. L p. 265. eaco« IDaoib IB. ü. Z. A 
Xttunu» ttad^ f>rettffeti. 449 bcr Dopft ien Sifc^f 6(^r{{l{an »ur ©trafr bc« Sannefl geficn jealid^en, Ux »ibcr feine SBerorbnunöen l&anbeln, i^m bot ©el&orfam t>eTOetfleim, in irgenb einer IBBetfe bie Se* fe^ntns ber .Reiben *>erl&inbcm ober bie Sage ber fc^on «efel^rten t)erf*limmem werbet; «nb itm bem ©anaen We nitbige SBirfung unb Six^tnnQ ju geben, fibertnifl ber 9opft bem (SrjbifdE^ofe 9on ©nefen \>ai Tlmt einee ))^fiai <^n ii^üUn in lyreuffen •)• £)^ne Sweifel xoat biefe )>^jiltd^e SSerorbnung burc^ ben «if(|>of S^iftiön jundcbjl veranlaßt warben, 6« fonnte tl^m bei öfteren Unterrebungen mit beibnifcf^en Dreuffen mäft enigangen feyn, baf fte mit ber tKnnabme be« dS^rifU Kilben @(auben8 ftM du^^ ben SSerlujt ibrer bt^berigen Sretbeit in @itte unb SerfafTung befärcbteten unb baf btefe Seforgnif ben Sortgang ber Sele^rung befl(lnbtg fe^r gebtnbert fyittt. 4Sr fanb ei beSMb.f^r fo not^menbig, M ^tlfam, bem SSoIfe biefe alte Steilheit in aUer SBeife ftdl^r )U fieDen. JDaber fianb er, ali ba$ iCren^beer im 8anbe eingejogen war, aucb faft unauSgefeftt ate g%er an ferner ©pifee »). Drei 3abre lagen t^tili biefe .^eerl&auferi im Sanbe, t^eilS erfe|ten bie absiel^enben einzelnen ^üfM^ tm Immer wteber neue »nfSmmlinge; benn auf er %tt ftiaxa fortwÄ^renbcr ST^atigfeit in ber »crfünbigung be6 itreuje«, to\xä)i mit ben Erfolgen in bem ®lauben6n>erfe tn |>reufren an^ bei bem $a|>|le bie SE^ilna^me unb ber Ctfer. 3n einem ©cbreiben, welcf^eS «r im 3a^re 1220 an bie 9teubefe()rten in ^reuffen erlief, ermabnte er fie mit t>dterli4)er Siebe nicbt blof jum dj^rißlid^en S>uU>tn 1) 5Di«f< «ötte fte^t m ben Act. Boru»». T. I. p. 265 — 266. 2)a< SDatum tft: Romae apud S. Petrum IV Idus Maji Pontif. no> stri anno lerdo — l2tm SRai 1219. ©. »acjf o ». I. 0. 132. 2) Rajrnaid. Annal. cccics. T. XHL an. 1219. Nro. 34. 3) 3m Sa^re 1220 befanb ff^ (Sl^fKan miebev in ^eutf^tanb, w^fffbcinli^ um bif 3a^( ber ^Treuabrüber noc^ ju »erme^ren. Sto4 bem Chron. Mont Sereni p. 81. lOQ^nte er bamatt ber CHntyei^ns ber S^x^ au «fralber^abt bei I. 29 
450 J)a^ Äreuj^eec im JtulmecUnbe. unb %uif)amn in i^ren »ebrangniffen unb »erlief t^»en «u* fortbin feinen »rofl unb feine ^itfc; fonbem et Der* fpxa6) aixi^ , i^rc %mf)t\t in aßer «Beife aufregt ju er^fc ten, fte mit feiner ®nn|t ju erfreuen unbfobalb bet Arieg gegen bie Ungläubigen im 3»orgenIanbe beenbigt fep, be* beutenbe ©d^aaren \>i>n ÄteujbtÄbem ju il&rer ^nlf^ ^et* beijufenben »)• 2tber felbji Ui biefer langen ^auA, in welker bw ^ee:^aufen ber Äreujbrfiber in ?)reufien t)ermeilten, fc^tnen fie nie tief in« Snnere beö 8anbe6 t)Drgebrungen ju fepn. äOem »ifc^ofe (S[)riiiian lag immer nur am mefften an ber SBefreiung unb ©ic^erpetlung be« Äulmerlanbe« wnb be« ©ebiete« t)on 86bau, »eil biefe beiben f(*on c^rifaic^ gewogenen 8Änber \\)m jur ©runblage unb ju fieberen .^alt|)unften b^fm weiteren ffortbau be« ä)npU^n SBerfe« bienen mufften. XlS ba(ier im Sa^re 1222 außer anbem Äreujbrfibem ^) au* ber »g^erjog ^einri* Don ©einleiten, bie «ifc^Jfe gaurentiuö t>on «5re«tau, gaurentiuö »on 8e*  1) SDtefe« ©ddtctben beö |)a|>ftrt beflttbet ü* bei Rajrnald. Am- n^al. ecclcs. T. XUL an. 1220 Nro. 40 — 41. Utttei; anbem b<tft H: Vobis in oranibus, quibus possumus, libentissime assistemusy omne vobis solatium ei auxilium impensuri, cl quoniam in libertatejn vocati estis adepti* gratiam fib'orum, tos conrersos et caeteros ad Dommum conTcrtendos in omni cousenrabimus libertate, aliisqne dignis üiToribus protequemur. jDa^ 0<j(|reiben ift gegeben Viterb. VlIL Id. Maji ponu an. V. — 8ten SÄai 1220. 2) ©0 crj5t)tt untfr anbein baö Cbron. Mont. Sereni p. 82. Anno MCCXXII. Poppo Novi operis et Oilo S. Mauricii flallensis i'raepositiy XVII. KaL Juni a Sereno-nionte in- Pmciam profedi siist. 2>alm beift H ahn in bem nimlidK» Sabce no(b • P^eponius vero paucis post festum Purificationis diebus domum rercrsiu est, absolutione profectionis suae in Pmciam. sttb testimonio litteranim poenitentiarii impetrat») quia ad sub«idiam terrae ülias cmce si- ^natus erat Modus autera absolutionis erat, ut tres marcM anais 9ing^Us terrae ilU ^oiteret , donec XX marcarum numems eipje- rctur. 
^ai Jtreujl^eer itti 5tulmer(anbe. 451 bnS unb me^re SBatone jene$ Sanbed J^erbeigejogeK waren ^), bffid^Ii)^ man, 9or oQem unter bem @d^u^e ber neuen ^eer:: ^ttf^n bai Autmerlonb/ beffen SESe^rburgen fafi aUe ^erntc^« Ut waxtn, beffer ju befefitgen. aßtt be$ IBtfc^ofS (SintoiUu gung unb auf bie 83ttte beS ^erjogd 6onrab t)cn SRafo:? t)ien^ bem immer am metjlen bie @i4^er(^ett feineä SanbeS am ^erjen (ag, übernahmen t)or)dg(ic^ b(e ermcl^nren ^iU grimme ben SBieberaufbau ber t>on ben 3)reuffen fc|)on lÄngfi jerjlJrten äBurg Äulm «). 2)en ^gerjog ^einric^ öon €!ct^leften leitete l^iebei au(|^ eigene6 Snterefle, benn andf er fi^tnt Seft^ungen im JEuImif^en @ebiete ge^bt ju ^a? bm '), bie t>on ben ?>reuffen r^ewfif et werben waren.- 9B%enb nun in foId[)er SBetfe bie Surg JCuIm au« i^ren Ärummetn wieber emporjlieg, bemühte man fic^ Don aHen ©eiten, iit SSefifeungen be6 neuen 85i§tlf)um§ ju er^ weitern unb bem S3ifdS?ofe 6(>rifHan fiir feine ®emu^ungen um bie *&erbeiful;rung ber Äreuj^eere ©eweife beS ©anfeö bac}ttbringen. SSor aUem gefc^a^ foId^eS imd) ^erjog Son« mb wn SRafoioien^ benn er t>erlie() i^m erftltc^ einen X^eil beS JCuImerlanbeö unb bie einßmaligen iSBurgen ©rubenc^ SBabafo, Qopvxmn, SBiffifa«, 6oIno, Studj), SlpjTn, ©lam* bofi, SEurno, !Pin unb ^lo^^) mit aEen i^ren ©Jrfern  1) Henclii ab HennenfeJd Annal. Siles. ap. Sommersherg Script, rer. Siles. T. II. p. 244- : Cnice signati milites in auxilium contr» Priitenos undique evocati, qüos inter fäcile Principes fuere ; Heoricus Dux Slesiae^ Wratislaviensisquc et Lebusiensis Episcopi multi^e e nobilitate Polonica ac Silesiaca. Nee tarnen perdomari ab eo exercitii Pruteni potueront. Bxovii Annal. Eccies. T. XIII. an. 1220. p. 18I. Cgt. bte Urfunbe b« Dreger Cod. dipl. Pomer. Nro. 5a. p. 106, 2) Dregef I. c. — IbU SJurg Jtutm pöttb bcmna^ fd^on (aiiöe »or ter 2fnfunft bc« Orbcnö bo. Uphagen Parerga p. 313. '^) lS\i\t% koirb burfb btc Urfunbe brt Dreger 1. c (}5(bfi wabrs 4) S>te Sbimen ber,md|lfn biefer Surdcn laflen (idb au4 in {c^i» gm £)ctiiiamen im Jhidnifc^en (Siebiete no4 auffinben. (Srubenc 29* 
452 SDa6 5tteu)^eer im Jtttdnerlatibe. unb fonftigen Sube^itungen unter fierjoglicf^em obet oUu (enli^em Steckte ^). 6t trat t^m ferner no(^ Ij^unbert 2>fos fer/ jBeff^ungen unb erblid^^e ®runbfiA(te im Jtulmifdlcii ©ebiete ab^ welci^e jum Xb^il nm Jtu(m t>orfier ein Ofof 69ro befeffen b<^tte '). @Dmtt er^t«lt bai SiS^um itiibii fdf^on eine bebeutenbe SRenge wn eigenen Seft^ungeiu Stoiber ^atte im Au(mertanbe au(^ ber S3ifi$of t)on 9Io€|f, SU beffen Aircfienfyrengel fräßet bi«fe Sanbf^oft ge^to; me^re S3e{t^ungen ge^bt. Sr trat ffe ie(}t olle an bcn JBtf4lof t>on Avilm ab 0/ Giftete aufierbem au^ üt^i^t auf jegltdE^eS geijUici^e unb mlttid^t dUd^t, xotW^ er fonft im ^ulmer(anbe gel^abt, unb übertrug biefrt aber baS gan)e Jtttlmifclie ®ebiet an ben neuen Sifdiu>f wn f>reuffen *).  tft Oraubetti/ in beffen 9l&(|€ unbeiweifelt eine alte fßnxq flanb. Goln o ift ha€ je^tge ^iln ctwad n6rbl^ ))on Jtutm an bet SESrKbrcI- 9> t n unoerfenntltc^ ha$ je^tge ^ien, ^art an ber fS^et(^fel, n6rblt(( oom Jtir^borfe Oftrome^fo. ISurno lag |^6d){l n>af}rf(^dnCt(^ an bemOttr, wo nun 2Clt«S:^om tft nnb wo fc^on vor ber 2CnluBft bed Ottenf * cbir alte (Burg geflanben |)aben m(^ 8t ud!) mbäfte ftogcwo nocb6Pfi<l() 9M S^m fepn, benu bte beiben legten ^tXbtn M 9Umtai foib .^oliiM. Sei 9t^\in barf nid^t an baö ®ebiet Soften in 9)ome/antei: gebaut loerben; ba aber ein d^ntidfyr 9{ame im ^ulmifc^en nid^t sn ftnbea tfK, fo m64te »o^ bie Seöart Jt^f^n in einigen Vbf^riften btefer Urfitiibe ri^ttger fepn unb ha^ je^ige (Sa^n n5rbli(| oon Ofhrometio ben Ott ber alten fBurg be^eicboen. ^öd^ ifi aiu^ m5gU4, baf e« eine fBut^ fft^fin m itulmifd^en .^b. SBgl. unten @. 456 9lot 1. 1) yyCiim yiir« duccdi in remiasioBem ^peccatoruin meonun iiberrime donavi.*' 2) Son bie^n 2)6f|«m (äffen |t4 je^t nur aaferfl wenige wieber aufftnben; auc^ lauten hit 9tamen in ben t)erf(^iebenett ^Cbrc^riften ber Urfunbe fe^r t>erf(^ieben, wie fd^on aut einer Berglei^ung bei Dreger 1. c. unb in ben Act Boniss. T. L p. 63 ucb 269 beroorgebt. 3) »«Ut predicti episcopi Pnissie ad reedificandum castram Coi- men bona Toluntas et consensus accedcref \^%t eS in ber Urfunbe IDer bamalige IBifc^of t)on 9toc)f mar (Sef^fo. 4) jDdd dominium Culmense, über wel<l^e< bem fllifc^ofoen 9>Ioc5r ba< erwA^nte S?e(^t bisher sugeffanbrn \^\Xt , wirb in ber Urfuabe fo bejeic^net: Ab eo loco, nbi Drew^ansa de-PHissi« egreditur luxta 
)Da0 f8x€t^um Xo(m. 453 3ii jotäfex SBetfe nf)xelt in 93tfc|^pf (S^vtfltan ie^t bie ganje 3tnUni\i^t Sanbfcf^aft ju feinem btfd[^&f{td^en ^pven^ gel uttb e< entflanb nun erji iai etgentlid[)e Sidtl^um ititim, loiemol^I bet SBifi^of an6) fortl^tn nod) fBtfd^of t>on |>reuffen j^tef. iDie Surg Jtulm warb }ug(ei^ für U)n itnb bte um tbn fe^enben ©etftU^en )um SBoJ^nftge be^ pmmt, benn bidfier l^atte ber nme 93tfd!)of nod[^ feinen feften ICufentbaltöort gel^abt 0- Um biefem enblid^ aud^ bie nit||i0en Sinfänfte ju {{((^ern, marb bur(|) ben «^erjog äon* tab fetlgejleBt, baf ber ieberjeitige ^err ber Sanbfi^aft SMm, mit XuSfd^bif ber SSefillungen bed a»ifd[^0fe|S, alTe ata bem Sanbe gewonnenen Sintunfte mit biefem jur ^^{fte tbetlen foOe. £)er SSifcbof t)on ^loc}! aber trat ibm ben ganjen Sehnten aud bem Sanbe ab, ied) alfo bafi^^r^ sog i^einridl^ t)on <S(bIeften ftdb Aber feine ^eftgungen nod[) befonberS mit bem S3if(lf)ofe (Sfirifiian t>ereinigen foUte ^).  terminos Pnisaie in Ossam (btefed if! bic hfUify ©rfinjc bi< ö«* gen 0traöbttcg ^tU/ bann an ben ^tdnjen |>ceuffend ^tn an bie Offa* birp trifft gerabe auf b<e &tqcnh, too bie alten ^ulmif(^en ©rdn^burs gen 9^loioen|, £)ftro»)iU/ Sßan)inO/ ^omatecf u. a. bie ßanbfd^aft Staim OOn |)reuffen trennten ) et sie inferlus per 0.<«sam in ,Wis- lam et sie per Wislam sursum usque ad Drewanzam (jened bie n6rbs (ic^e, biefeS bie Wefhtd^e ©tdnje) et sie per Drewanzam sursum usque ad locum^ ubi Drewanza egreditur de Prussia (fäbltd^e ©rdnge). 1) iDte Sßorte ber Urfunbe: Preterea in castro Colmensi euriam propriam et eonventum qualem Yoluerit, [pse episcopus Prussie' habebit» unb hit üon bem SBifd^ofe ^(^nflian erfi erbetene Srlaubnif ium TCufbau üon Sbilm, mSgen 2Cn(aß gu ^er SBe^auptung (SSacjfo S. L 6. 106) gegeben (aben, baf ^^erjog @önrab {t(^ Jtutm tt)teber Sttgedgnet iaht. Wtb^iid) mdre biefed; aber ftreng erweidlitl^ ift ed m<i^t. ^bä)fUn^ na^m er nur bie Sße^r« unb C^c^u^pflid^t ber SBurg auf ft(^. 2) jDie ttrfunbe hierüber in Leibniu Cod. jur. gent. diplom. p. 6 — 8. 8engni^« ^otn. fiSibliot^. @t IV. Acta Boruss. T. I. p. 62 •— 65. »gl. 0. 268. JDreger Cod. diplom. Nro. 58 p. 106. Dogiel Cod. diplom. Polon. T. IV. p. 2. (^iti TCudgug bei IBacjCo 0. L €$. 133. 2Cber beinah feiner ^n biefen TCbbrücfen fümmt mit bem dnbern gana 4berein/ befonberS fuib mitunter bie 9tamen fe^r fe^s 
454. S>a« a3t6t^ttm Jtatm. VKe biefe IBefdE^enfungen an bai neue fBBl^um beftitigte bann im folgenben ^al^re au(|^ ber §)a)){t but4^ eine SuBe 0- @o n>td[)ttg aber unb v^ttbeilbaft biefe (Sewinne an Sanb unb @infommen für bad Autmtfc^ SiStbu^ immtu bin aucb fe^n mocbten^ inbem e8 in ibrem Seft^ feine erfie f^fte ©tunbtage erbielt^ fo lag bodb etgentlicb in ben fBefcbenfungen felbfl fein aOiUgtofeS Setbtenfl. S)a5 gan^ Sanb war ia ni^yte weiter^ al$ ein oi(b t>en9Üf}ete8, ^um Zbeil fetbfi gan) menfcbenleeree ©ebiet ®eit slabten battc bie 9ta(bgier ber ^reuffen in ibtn aOed jerworfen unb )cr$ ß&rt; faft aDe SanbeSburgen waren abgebrocben ober auU gebrannt/ bie meiften Sbriften bunb bie feinblicben einfalle loerfcbeucbt/ bie itir($en fSmmtlicb in ^dfutt unb @tcin^ baufen iDent>anbe(t SSa6 alfo wm «^erjog Sonrab fon>obt# aU wm SifdEiofe t)on $loc)f burcb iene Cerfdbenhingen afö eigener jBef!^ aufgegeben marb^ baS n>ar für beibe ges wif f(bon (dngji ebne 6rtrag unb ebne SSortbeiC gewefen. Sßett n)i(btiger war fär ben «^erjog ber ©ewinu/ ben er gerabe burcb bie SSerfi^entung einee Zf)tiUi bti Aulmer^ (anbe$ für feine eigene @i(berbeit erlangte. (Sr gab eine SSäße bin, vLm baburcb eine SBormauet för bie Stube feu nei <&er)ogtbumd }u gewinnen,* benn nunmebr war e^ f&r ben {Bifdi)of Gb^ifti^^n nicbt mebr b(ofi bie geijlige Xnpflans (ung beS (Sbnflentbume / bie in ibrem ©ebeiben ju ftd^ern war; ed waren nicbt mebr blofi bte beiben ibm fr&ber ge^ fcbenf ten S^nbcbcU/ we(£b^ t>ertbe{bigt werten mußten; ein f&rmlicbeö jBi6tbum unb nid^t unbebeut^nbe eigene Se^ fifeungcn t>erlangten - je^t \>on ibm, ald eigenem oberften lerdaft. jDad jDatum tjl öberaa Lonys anno 1222, Non. Augusti — 5. 2CU0. &att Lonys muf aber o^ne 3»etfel Lovys gelrfen »»erben, benn Somit, fünf SO^eiCen t)on 9{a»a , »ar ju Seiten eine Slefibeni ber (3r}btf(bdfe üon @nefen mit ttiitm er^bifdjjdfti^en €l4loffe. jDer (Sqlbu r<bof oon ^nefen aber mar bei ber 2(ud|crtigttng ber Urfnnbe gegen* n>drttg. 1) 3n ben Act. Borusj. T. L p. 271 — 273. Dogiel T. IV. p. 3. Sgl. 8uca< ^aoib ». n. &, 2S. 
2)a^ IBi^t^um Xuim, 455 l^erni/ @td^etl^eit unb ®^ug geg^n ben l^etbnifc^^en Semb, fe9 eS burd(^ femer IE)etbetgerufene Areu^lE^eere ^ fep eS auf anbete Sßeife. ®et9tf a(fo l^atte «^erjog Sonrab feine 9le4)s nung loo^l uberbad^t unb e^ mod^te tt)tn im @efulSile fets. . ner (Sdfroid)t lein geringet ©ewinn fd[)einen, fein «^erjogs t^nm butc^ iened Säiitffum^ fo meit eö ftd^ an feinen ©tan« }en auSbel^nte/ gegen ben l^fltgen $einb t^om 9{otben l^et gerabe am meißen gebebt )u felE)en. S9Bäl()renb abet bie «Raufen bet ^teu}btubet aud^ no4^ im Salute 1223 im Sanbe lagen 0/ folgten bem JBeifpiele beö «^erjogö 6ont<ib unb be$ S3ifcl[)ofee t)on ^locjf in bet S3ef4»enfung beS fi3tfc|)ofe6 6^tif[ian aud^ no(^ manc^^e an^ bete. 2>et «f)et2og Sefifo t)on $olen, 6ontab6 S3tubet/ i^etlie^ i^m bad ®ut ÜRaIpmnon) mit SJJarft^ unb 3oIU ftet^eit fät bie Seu>ol!)net ^). (Stucco, ein t)otne]S)met Un« tett^tt be« »^etjogö t)on aRafot)ien, fd^nfte il)m baS ©otjf SofTebube mit aUen 3ubell£)5rungen »). £et Stittet (Sf)riftin bon @S)to8na t^etfc^tieb bem S3tfd^ofe feine beiben ©utet Xatcl^omino unb ©tabcomo mit emigem JBeft^tec^te ^). TLm xiimixd)tn Sage fugte biefet S3ef(^enfung bet |)eriog Qom tab au(^ no(^ eine anbete äbet bie S)5rfet @))arnO/ Stubh unb Sufcliino ]()iniu 0- ^ufletbem faufte S3if4)Df 6f)tiftian  1) jDaf fic^ aud) im Safire 1223 noc^ ein ^veus^cer in 9)reuffen befanbf htwtifen bie Seugen s 2Cngaben in ten llrfunben t}om ^fugufl btefed Sa^rel. @o ()rtgt ed in bet Urfunbc hei iixca^ ^aoib S.U. 6. 28 audbtä^(i(^: bie Utfunbe ft)^ gegeben „coram omni exercitu cruccJignatonini. '< 2) Urfunbe in Act. Boruss. T. I. p. 273. 3) Urfunbe ebenbaf. @. 274. 4) Urfunbe hei tuca« JDaoib 85. II. @. 27. S^t SDatum i|t: Bresno X Kai. Aug. — 23. Suli — 1223, coram omni exercitu cnicesrgnatorum. SDiefe« SBreSno ijl wa^rfdfieinlid) ber fefige Ott SSrspösno notb51l(td^ «)on Storn. ^eninad^ tt/ürbe bamali bad ^retigs Vet bort fein «^eerloget gehabt ]()aben. ^dhe babei liegt ba« Äird^» borf ®rono»0/ »eld^eö »iellei^^t ba« bem S5ifd)ofe gefd)enfte SDorf ®tob* ccwo feipn fdnnte. 5) Utfunbe in Act. Boruss. T. I. ®. 275. ©iorno Wnnte ba« 
456 Z)a« fBi^t^um 5tulm. ■ fettfi and) nod^ bie ®£tet Stabjtn — \>at naddmalige 81^« ben — für neunzig SÜavf ®t(&et t>on ben Sorm&nbem ber @hf)nt eine$ gewtjTen ^rtjitan }ut XuSt&fung ber SkU $eln, bte für beffen ©efangenfd^aft ben 9>reufren l^atten i/ts fUüt werben muffen *). 2Cbet audE^ nttt t>on tiefem fc^neDen Vufwud^fe bei et^ fien jBtöt^umi in 9>reufren w^^tenb bet Sa^rc/ in bene» bie DilgetlE^aufen im Sanbe lagen ^ M unS bie ®ef<!^{4te genauer belehren wollen. 2>arAber l^at jte ben Sturm M JCrieged unb ber JKdmpfe ber itreujbrdbet ^egen bie ^ib$ nif4^en 9)reufren entweber gjnjli^ i^ergeffen ober wenige flenS ber Xufjei^mung nxd)t mxtf) gefunbeu/ weit er o^iu befonbere Solgen unb ^urloft t>oruberging. ßUM^t aber barf man ani bem ®(i>weigen ber idueOen aud^ f^Kepen, bafi bie $reuffen/ bie gut ger&jieten/ jiarC gepanjerten unb wol^l geäbten Jtrieger bei JKreujei färdf^tenb, ft(^ im 8er; laufe biefer Saläre meiji ru^ig loerl^alten unb bei etmantgeo (SinfJUen ber Areu)brAber in t^re ®ebiete in bie iin)tt» g^nglidE^en @d;^(u))fn>ineel i^rer SB^iber ftd^ geflü^tet '). @o tritt alfo in biefer ganjen Seit fein bebeutenber Äamtf unb teine grof e !£l^at aud^ nur irgenb bemerlbar ^roor. ^um aber ^att^ bai Areuil^eer nod^ im Sattfe bei  iCIr^borf @arno»o unb SRubfo bai ttma^ nbMi^t Itegenbe ibibnt! awifd^en ^ulm unb ©rauben^ fepn. 1) Uirfunbe in Act Boruss. T. I. &. 276. SDie &^üt Swebor unb Peierco. 3n einer fpÄtcrn Urfunbe (1231)/ in wd4«r biefe JBell^ung bem Clrbcn übergeben »irb , ^ift jte ni<%t mhiin, fo«« bern predium in Rezin; fo in bem Original im ßeb. 2fr4i» «»b to ben Act BoruAs. T. I. ®, 411. @ö f^eint alfo \>a$ 0ttt um bif fBurd 8«9jin gewefen ju fepn , ©ieHei<li)t ba »o nac^Jer 8l^n «rbottt mürbe. 2) Qinitlnti mag öorgefaHe« fe^n ; man Wnnte biefe« wenigfr«* baraud fd^liefen, baf wn bem «^eete bed «^erjod« t)on G^leffen gefügt »irb: ncc tarnen perdomari ab eo exercitu Pruteni polucrunt 3W» lein au4 Suca« 2>aoib JB. IL &. 26 fagt f^on, ibhf er über bie friedcrifc^en iSttmiffe ni^H Don fBi^^tigeett in feinen £lttcnto geftf»' ben (abe. 
;Da« SSUt^umJtulm. ' 457 3a^red 1223 baS ianb tyeriaJTen unb ^erjog QuanUptlt wn frommem, ber eS mit «^filfe untetjlii^t ^)/ feinen @txe\U ^ufen über bie SBeidE^fel {urudgefäl^rt, al6 bte 9)reuffen/ burd^ bai «herbeirufen beS iCreuj^eered nur um fo mef^r er^ btttert/ bie n)i(ben Staubjäge Don neuem begannen. @ie flärmten juerft abermaM in iai JCulmerlanb l^ineip/ aUa, roai in ben wenigen Sauren neuangebaut unb n>ieber^rs gejleDt war, mit fold^er 9Butl^ burcl^ SHauh unb ^euer t>er^ l^eerenb/ baf baS ganje Sanb wteberum n>ie iixx SBüjie unb 6in&be loarb '). S)arauf aberzogen {te aucb 9Rafoi9ien/ loer« toäfteten bort bie Aird^en^ erfc^Iugen bie ^^rießer^ raubten^ nmd fte fanben, brangen o^ne Sßiberbalt bi$ ^lot^f, eu ftiixmUn, ))(änberten unb loerbrannten bie @tabt unb Uf)Ts ten bann mit SSeute belaben in bie raul^e «^eimat }urä(f ")• S)er reicl^e 9laub aber lodte ba(b ju wteberl^olten Sinf^Qen in «^erjog Sonrabd Sanbe. 3n)etl[)unbert unb funfjig JCir^ i^* unb ilapeUen würben gej^^lt^ bie in fo((ben Staubj&s gen t)om Seinbe waren burcbplunbert unb t>erwäftet mor^ ben. Zm meib(i(^en @ef(f)Iedi)te würben bie fcl()redF(idE^jien ®rattfamfeiten unb ©ewalttl^iaten t>eräbt unb ganje Qä^M^s ren t)on %xavim, Jungfrauen unb ^inbern in bie ®efan? genfci^aft binweggefu^rt. ©eijllict^e unb aRindE)e fanben ftetS ben iammert)oniten Sob ; ^tonnen epUxUn bie wilben ^ftrie:; ger i1)nt Seibenfd^aft ober trieben i^ren ®pott mit il^nen *).  1) 2>tefe< ^tf^t aus ber Urfunbe M ^ev^oq^ (Sonrab in Act Bo- nus. T. I. @. 275 j^rvor. 3nbeffen ifl (aum gu glaube»/ baf <Suans tepolc. unb fein SSruber ^rati^lao eigentlid^ mit gum ^reug^eere ge^6rt baben. 6ie unterfhl(ten btefed tt>a()rf(^etnli4 nur bur^ einen äuge* fft^n «&üif«(Kiufen. 2) Anna]. Monatt. Oliv. p. 11. £)rbends(Sbron. ®. 23 (aXfCt.). Set Ifa/iAaeuj p. 692. Suc a « >Dat) ib JB. II. €(. 30. 3) euca« jDaoib SS. II. @. 30 — 31. )Dte Orben^siS^ron. 6- 23. Dlugoss, T. I. p. 628 fe^t Mefen (SinfaU untid!)ttd in bad Sabt 1222. jDamali foOen bte |>reuffen auc^ burd^ eine «&ülfsfd|)aar au« Cittbaaen untetfU^t worben fepn; Kojalotvicz L. III. c 62. 4) Dusburg P. II« c. 2. Annal. Monast Oliv, p.ll* 
458 SSebtängniffe aRafooten« buc^ bte ^ceuTren. Unt> btefe« fuvä)ti>an Ungläcf, btefeS 6Ienb unb biefen Sammer t>om Sanbe ab}un)e]^r(n, n>ar «perjog Sonrab »e< ber burcl^ feine ^xU^^ma^t, noä) na6) fo oft f^yon mtebe& Igelten ®))enben an ben habgierigen ^einb auf eine anbere SBeife irgenb mt\)t im @tanbe. aSon aUtn feinen Sanbrt^ bürgen unb fonfligen Sefeftigungen xoax if)m ^nUlit nur noöf bie fefie Sße^rburg $(oc}{ an ber SBei(i)fe( }um fude«' ren TCufentl&alte übrig geblieben 0- @o bradS^ unter fd[^u>erer JBebr^ngnifi unb l^artem iiU ben beS SanbeS baS 3a^r 1224 an, aber o^ne irgenb eine 'K\x^fid)t jur 9iettung/ ol^ne ein fr^ftigeö ÜRittel jur biOi« gen ^Befreiung t)on bem wilben Seinbe unb in ben bama^ ligen IBerl()dltnifren ber 3eit^) and) ol^m bie «^opung, ba(b ein neueä JKreuj^eer nadS^ 9)teuffen f^erbetjunifen. Sßire inbeffen biefe «Hoffnung au4^ mtnber id^toaö) unb fc|)n>anfenb gen)efen/ fo fal^ bod^ ^ifd^of G^riflian, mie bor^ bem ber j8ifc|)of 3(lbert loon Siolanb^ auc^ balb tkt ein, bafi in ber tt)ieber^)o(ten •&crb6ifü()rung t)on ^reuj^erwi burd^auS fein bauernbeS «^ei( unb feine fiebere 9lu^f {u entarten fep. Sßeit {wedPbienlidE^er mufite xf)m U6 WlittA \d)dnm, weldE^ed biefer 93ifd)of oon Siolanb ergrifen ^tU, wenn er fal^^ n)ie toeit bie IBefe^rung uttb bie S3ent(iigitn0 ber ßioen bur4> ben bort geftifteten Slitters£)rben MSliU ter^2)ienfte8 6^ri{li bereits mxtlid) f(()on um biefe Bett gebfe^)en war, wenn er ^)inblidfte auf ben ritteritc&ett Äamj>f, ben biefer üon Skig ju 5Eag heftiger aufioa#nb( iDrben nun fd^ou jwanjig Sal)re binburd; für bie Sert^i' bigung, wie für bie Snüeiterung ber Äir^e in jenem ganbe gtfampft l^atte. 2)a flieg in ß^riftian« ®ei|f ber ©ebanfe auf, einen afenlidS^en 9iitter::ßrben für bie 8«^ tljeibigung ber neuen Äir4)e in Dreuffen unb jur 7[fm^ be« na^m »^eibeni^olfe« t)on feinen unb «^erjog ßonrob«  1) Dukburg P. n. c. 2. 3. Örbcn« * öftron. bei MatAaeus l c. eucad jDaotb fß. II. ®. 30 — 31. 2) Ißdl- Seaumer a. a. &. SB. m. @f. 3&3 — 384. 
fBebccitigniffe a)tafot>ieit« bntd^ bie ^reuffeit. 459 ianbtn }U fttften. Skx «^rjog/ bem et btefen @ebanlnt mtttl^cttte^ griff ben ^lan mit t>ieler Sreube' auf unb t)ev» fpxai), iu befiett VuSfu^ntng auf aQe SSBcife mttiun>trren 0. jDa Q^fdfai), ba^ gegen baS Snbe bed 3al^red 1224 ber |)a|># *^onotiud bet dritte ben in bet ®efd^ic||te be< StorbenS fo beraumten SBilfielm bon @ab09en/ bamaU Sifc^of bon SRobena/ einen in Sad^en ber Six^^ unb be< SlaubenS eben fo eifrigen / atö in £)ingen be$ SBeltlebenS bewanberten / biel erfal^renen^ U^t gebilbeten unb fenntnif« reitl^n SRann, in berf^iebenen firc^^Ii^en ®ef(^aften, ju^ nac^fl auf bie Sbimn be$ J93tfc(^ofeS Hibtxt bon git)Ianb/ .^rauf in bie norbifd^en Sdnber afö pa)>f}li4ien Segaten fanbte. @eine «^auptbemu^ungen betrafen jwar bie Uns orbnung be# fird^lic^en SBefenS in Siblanb/ wo er ^ä) bei^ dalb auc&IingereSeit aufl&ielt«): ba er inbejTent)om'?)a))ile ben auSbrädUcl^ea SSefe^t fyittt, auf feiner @enbung a\i^ |>reuf[en ju befuc^en^), fo begab er ^d) and) in biefeS Sanb^ xodfix^^einlid) in baS £u(mifd^e ®ebiet, unb ber* n>eilte bort bei bem SSifdE^ofe (S^riflian fo lange/ bap er bie f>reufftfd;e Sprache erlernen fonnte; unb aW er biefer fo x»€it funbig war, bap er jtd) fu^lid) in i^x berjlinblic|) ma* eben tonnte/ bewog er btele au$ tum l^eibnifc^^en SBode bur(^ feine jwedEmafiige JBele^rung gur 2(nnä(me beS ^xis flentdumS unb äberfe^te bann and), tokroo^ mit bieler Shi^e/ ben 2>onat/ biefen Surften ber ®xammatxt, in bie  1) Sucad ^aotb S3. II. @. 6 fagt anöbtiicetid^/ unb auö) aixt ÜMMsburg P. II. c. 4 tft Rar ju fe^n, baf ber erfic (Bebanfe aur @tifs tang eines £)rben6 oom Sif^ofe, ntc^t aber, n)te mand^c fpdtere G^nftfteHer woSen/ üom «^erjoge audgeaangen fep. 2) 2>ie ooSfidttbtgfle 9lad|)n((ft hierüber giebt «^einrieb ber Itttt p. 172 seq. Sg(. aud^ RajrnaUL Annal. ecdes. an. 1224. Nro. 3H. an. 1225 Nro. 16. 3) S$gl. bal einreiben beö 9)a))fle0 in RaynaJd. 1. c an. 1224, Nro. 38 unb in Gruber Orig. Livon. p« 265. WO * namenttic^ unter ben Sdnbern, tt>ei4c ber SBifc^of befugen folUe, aud^ Samlandia genannt »irb; bamaU no(( oft hvt SSenennung für t)tettfren. 
460 CSttftuttg M &rbett6 htv Stkttt^SBt&hn Dott iDoWn. f>teuff{fcl(^e Sprache/ n>{e e< f^^eint ium ®e6rau(^ in 64u< Uli/ in n>eId(Kn Dreufftfdfie 3ängltnge untemd^itet rnntbeti *> 3n biefer Seit nun, atö bev ))ä))jilid[)e Segat im Aob merlante bei bem Sifd^of @(»nfl{an tyenoeilte/ a(fo im 30^ laufe M SabreS 1225 war e$ I^Hfi »a^tf^einlict^, bof biefer unter bem Seiratbe unb ber SRitoirfung be6 Segos Un feinen |)(an jur Stiftung eine6 eigenen SRttter^iOr? benS auSfä^rte '). 2>ie (Erlaubnis beS 9^pfta ^Uiu, mm  1) SBfr »erbanfcn bicf« tntereflantc 9la<^r((W bem AWerici Chron. p .527, n>0 ei (letft: In Prutla ▼ero, quae est ultra Poloniam elal- tn Pomeraniam Episcopus Mutinensis Guillelmus miisns a Papa Legatiu ingenio et sapientia sua , non fortiiudine multos paganoi ad fidem attraxit^ et linguaia eonim ex maxima parte dididt In- scper principem artis grammaticae, scilicet Donaium in illam bar- baram linguam cum maximo labore transtulit; erant autem boc anno in illis partibus quinque tantunimodo provinciae paganoruiB acquirendae, ista Tidelicet de qua agitur Prutia, Curlandia, L«lbo- nia^ Withlandia et Sambria. jDer SR5n4 ^Clbent^ \t^t hW 6«' bttog M Legaten vmc erft in bad Sa^r 1228 ; oMn H ift Im 3oei< frt na4 ben eigenen Briefen bed 9apfU$ ^onoviui III. (ber am ISta flSSdr} 1227 f(^n |larb ), baf bte ^Senbung ind Sa^r 1224 ober wnl^* ffeni in ben 2Cnfang hei So^red 1225 fJidt, tooräber ^einrt^ ber Cette p. 172 seq. £)jfenbai: wrwed^felte ÄlbericJ mit ber »fiBreife W 0ifd^ofe6 IB^r^etm feine gtätheife, bie na4 Godefrid. Monach. p. 296 im Sabre 1228 erfolgte, benn biefer fagt in bem genannten 3a^: Eandem etiam excommunicationem postea ligat (legatus) pro m^ quod Episcopuni Mutinensem ae Pnitia post legationera suam rc- deuntem dicti fautores Imperatoris Aquisgrani ceperant et capiiun detinuerant, magna quantitate auri oblata. 2) 2)ie SefKmmuttgen ber C?(»rontfien über bie itxt ber e^ffm ftnb fe^r unffd^r. Dusburg P. IL c 4 gtebt Ui feiner (SxfiVm ber 0a(^e gar feine 3eit an. euca« SDaoib S. II. 0. 6 f^wanft ^tt unb ^ unb ift in feinem gan^ (Beriete Aber hvt C^tifhing M }u irrig unb t)ermtrrt/ M baf er trgenb eine Stimme abdcbes fbnnte. & liegt an ftci fd^on in bem ganzen Snfammen^na ber w^ folgenben Creigntffe, bof ber Crben nod^ »pr bem 3a(re 122§ gefb'pft flMr. jDiefe ünnai^xat beftdtigt aber au4 Dusburg P. U. c 5.» inten er fogt, erft ex quo Tideret, quod fratres milite^ Cbrisli P«r <^""^ ad boc inatituti non proficerent in bac causa, fiabe Gonmb 909 
Ckifteng M £)cbnt« Ht {Ritter sSSrAber t»on iOobirtn. 461 ^e itginb nit^ig toat, l^atte tyteKetd^t ter i^^t fdf^on mit ans Stom gebracht ober er erteilte biefelbe traft feiner 9tUma^t. JDffenbar aber M Stfd^of (S^tiftian bei bem (Entnmrfe }ur SSerfafung unb SebenSweife btefe$ iOrbenS auf bie SBräber be« Slitter« jDienjleft 6bri{tt in git)tanb (in ^) unb webbeS SRsfier lag x1)tn n>obl n^ber bei beit glädlicl^en €rfoIgen/ wehbe biefe fär bie Sertbeibigung unb Cnpeitenmg ber iCircbe in ii^lani bereits f^yon bewirft botten ! jDemna(b n>ar l)te SBerfaf^ng unb Siegel beS Sem«? petorbenS an^ bei biefem neuen £)rben bie e{gentli(ibe (BntnMage beS ritterlicben SebenS. äBie anbermirtft bie fromme fBegeiflerung ber Seit fAr aUa, tvaS @(bu(} unb SeYtb^ibigung bed ©laubenS f)ui, bie fcbon beflebenben getflHcben 9litter «j&rben ^k^lid^et Xrt )u großer jBl&tbe/ 9te4^t unb Umfang gerabe in biefen Sabren aufkrorbent« Ii(( emporgebobeu/ fo fanben {icb ba(b burcb 6onrab6 unb iS^fiiaxA SS^ilbungen aucb me^re ta)>fere Siitter, mel(be  flUaToDten an bte Untet^nb(un9 mit bem ^Deutf^en Orben gebockt. 9tan Qtf^a^ aber btefed leitete f^on im Sa^re I22ß$ nr rnnf atfo bte (Stfaf)K\xnq, baf ber neaerric^tefe Orben gur IBert^eibigung nid^t ^iii« teU^, um biefe Seit f^on gemäd^ ^aben. St aber ber £)(beit ni^t früher, a» 1225 QtfüfUt morben? iDie G^roniflen geben aaerbtngd eine früi|ere Seit an; fo Schau p. 16 fc^on bad 3a(r 1222; ebenfo Henelii^^ab Hennenfeld Anual. Siles. ap Sommersherg T. II. p. 244. Annal. Mon. Oliv. p. H. Dlugoss, T. I. p.,631 fe(|t bte mif* verflanbene SSecufung bed $$d^»erts£)rbend attd Ciofanb menigflenl f4on in« Sa^r 1224. 2({Iein mir fdnnen biefen oerfc^iebenen d^roniflt f4en Angaben fc^merlid^ ml trauen, ba jte alle nid^t üon ber Stiftung* emed neuen iDrbend, fonbern oon ber ^Berufung Ut ^c^mertsSSräber an^ eiolanb fprec^n, unb (i^^er M etwa in ben Xuögang bed Sal^ir^ 1224 ober in ben IBerlauf bed Saferes 1225 (dnnen mir bie ®tif^ng 1) Dtuburg P. n. c. 4 fftgt att$brfi<ni(l^: ber Orben fep gefttftet mmebeil ad modum eorum^ qui tone m partibiu Lironlae fiierunty «Ab 4^et3og CTonrob nennt bie neuen £)rben<sfi3rAber£ra^res imJitatuii ooBtn Pnitenos more IjTOBieiui; Urfunbe in Act. BoruM, T. I. p. 396* 
464 Ztt Ctben bet 8tHtec«S9rftbec tio» Deirin. S>d nun ber Ißau bet 83utg balb fo »eft t^oDenbet n>av/ baf bte £>tbmi « 9{itteir in t^tcn SRauem &f^ tinb ®i4)etl^ett fanben^ ^rxöfUn fte tf^ted £)rbenS{Rtt^ au^ burc^ jXfyiUn §u begr&nben^ fielen 6fter in bte nirbH((KQ Steile bed Stnlmi\ä)tn ©ebteteS ein , um bte Dreuffeit^ bte (t^ bort l^te unb ba feflgefegt/ aM bem Sanbe ju bettiei« ben. 3(re Aä^n^ett unb feder Ttni^ trieb fte felbfi btt nadf 9>omefanien binab äberaO t>om ®IädFe begleitet unb fte bracl^ten nid^t feiten an Wten\äfen, SSie^^ unb fonlUgem ®uU betrJc^tlidS^e ^eute jurttcf ^). Die ^reuffen befretn^ bete 2(nfangd ber feltfame JCnblid biefer Stifter unb ^tuifU fte juruc! in \>a6 £)unfel ibrer äß^lber. 3e ifter aber bte n>unberbaren Krieger }u Staub unb ^l&nberung iit M Sanb fameit/ um fo mefir erbittert unb gereift ftimmelten fidb bie $reufien gu einem m^d[^tigen .^eere unb braitgcB bur^ ba« Aulmerlanb l^inab^ um bie fiSurg ju t^entidiMv 100 bie 0iitter (aufeten. S)a bie iDrben$«S3rdber ben tnf }ug beS flarten «^eereS t>emabmen/ entboten fte fcfineD betn «^erjoge, baf er eiligft feine ganje SRannfd^aft farnmeb unb il^nen ju «^ulfe f omme ; ibre 3abl fep gegen ben mi4« tigen S^inb t>iel ju fc^wacb; if)mn bro^e ber unt^ermeibli^e Untergang/ feinem Sanbe fd^^redlicbeS »erberben. 3n grificr (Eile ma^te ftcb ßonrab mit feiner ganjen Xriegimacbt auf unb ba bie 9)reufren im Aulmerlanbe ftdii im |)(üinbeni unb Stauben verweilt/ fo gelang eß il)m, fiä) mit ben Sife ter^SSräbem loon £)obrin ju loereinigen unb bem itrieget^ f(b«oarme beS Seinbeft entgegen ju geben. Sr fanb i|n in ber ®egenb/ mo naclimaK Strasburg erbaut warb *)* 2)ott gef(^a^ ber 2Cngriff. X>U £)rben$ :: Stitter fianben an ber  aedificavit castrum dictum Dobrin , de quo ipsi firatre« poste> dt Dobrin fuerant appellati. 3n einem anbem SRfcr. M Du^^burg (»0L ®ef^icbte bet ^tbe(^fen*®efeaf(b. @. 257) beipt ti bagegen: Ew ^^w dedit castnim Dobrin edificandum. Sucad S)aT)ib S* H. 0* 7* 1) eucttd SDaötb SB. U. ©.7. 2) eucad jDaoib S. U. @. 7 — 8. 
Öd^Ud^t bei ©tra^bnrs, 465 &pili^ Ui SBafbDif^en ^tmi mb leiteten bie «*Ia(^t; mmo^ fU ober bie ^xie^ima^t bei •f>er)i>s« mit beffer jtt^ orbnen berjlanben, aW bie S>teuffen bie irrige, fo »flirte bod^ ber Mutige iinb graufe Stampf jwei wUt S^Äge Vtnhntd), benn feiner woHte »eid^en; jeber burflete na^ Steg. 9Iur (Einern gebrad^ ed enblicb am fRutbe in ber aJruft, am »ertrauen auf ficb felbjl, am minnlicben ®efä]^(e feiner Sftigenb. ©a8 war ber »^erjog bon 5Wafos t>ten. »erjweifelnb an bcm ©iege ergriff er bie Slu4>t; tbm folgten au^ feine im XampU ermäbeten unb gefcbwic^« Un i(rtege^aufen. 2>a war fein SEBiberftanb /mebr mogIic|^. Äle iörben« ^Slitter bi8 auf fünf waren im ©treite gefaU Im ttnb faum bem Sobe entrinnenb lebtten biefe wenigen in ibre fi3urg )urud(. S)aS .«^eer be« SeinbeS aber eilte ben ^Adj^tigen nad^ unb umlagerte bie fBurg, fo baß bie fHitttx, obne «Hoffnung jur gntfettung^ pbne JKraft unb Wtxttel ber fBertbeibigung, bon «junger unb S)urft gequält, unter Xngft unb 9lotb ^^ Unm in ibren äRauern balten fonntem Aeiner bur^e fiä) aui bent SBurggebege bert)ors wagen / benn fo tubn war burcb ben @ieg ber Seinb ge^ werben, baß au6) naöf bed grbßern «^eereö 3(b)ug t)ier bis fünf 9>reuffen bit unter bie f&Iauern ber SBurg nocb oft beran^rgten unb aUei in 3(ng^ unb @dS)red(en festen ^\ ®o traurig unb nieberfd[^lagenb war baS iooi, mU i^ ben ta))feren 9ttttem Don S)obrin glei^ in ben erflen Sagen tbreS S)afe9n$ gefallen war. 3war loerweilten bie wenigen £)rbeni?Sräber nod^ mebre Sabre in ibrer SSurg, #etd bt>ffcnb/ ibre 3abl werbe flcb bei ber etwanigen Un* fünft einei Areugb^ereS wieber' balb t)ermebren unb ber er^ littene SSerlujl erfe|t werben'); «^erjog 6onrab aber unb  . 1) Dusburg P. II. c. 4, 7. 8uca8 SDat)ib ö. IL ©, 9, 2) Ucber bie 9iaö)xi^t M Suca< IDauib SB. IL 0. 9 unb an, besft iSfyconitUn, baf bie 2)obrinerf»tflbec uacb Biotanb auröcfgegan, aen fe^tt unb bie Surg aufgegeben baben foden — eine 2CttnabntC; bie an^ in aUtn neueren ®ff(bt(btr(breibem yrrufTcn^ Glauben ^funben L . 30 ^ 
466 a}iad)t bei SStra^bucg. ber $ßff(i()of (S^riftian Ratten feft jenem uttglädtld^en Xamif^ aVi \f)x SSertrauen unb t^re ^opung auf biefeti 9litUtf f)rben imfgegeten *). SBie fonnte erwartet werben, baf bte fo Fletne 3a^l t>on SXtttem in turjer äett aud) nur irgeiib jlarT genug jur Hito^x ber tagltd(^ me|^r unb me^r brofietu bcn ®efa(;ren I^erann>a4)fen werbe? 66 erlofd^ aber in htU ben au4^ noc^ ber lefete Sun!e biefer «^opung, wenn ffe auf bte bontaltge ©ejtalt ber 2>tnge in 2)eutfd^Ianb fal^ unb e$ bei ber aDgemeinen S^^tigfeit unb bem aufetor^ ' bentlicl()en Sifer beö 9)apfleß, toorerfl nur affeS in ber Sl^ri« ftenl^eit fär bie grofe JCreujfa^rt in§ SRocgentanb in SSts wegung iVL fe^en, gewi| fär ganj unm5glid(^ galten mn^Un, je^t a\xä) nur einige irgenb bebeutenbe «j^eer^aufen t>on ^reujbräbem nad(^ ^reuffen l^erbei)üfäl^ren. Unb bod; wat^ feit ienem unglö(fli4)en S£age bei Strasburg bie 9letf) unb SBebringnip immer ^6)xeHxö^tx, benn baö fecfe JBoK ber |>reuffen erneuerte feine Slaubjüge mit feiner alten Seutes gier unb SSerni^tungdwutb ni^t nur öfter wieber in8 StuU nterianb unb bi9 weit na^ SRafoDten biuein ")/ fonbem e* überwog t)on 3eit ju Seit mit feiner Slaubluji felb{i bie naben ©ebiete t)on Sommern unb befc^iaftigte aucb bie gÄrjlen biefe§ 8anbe6 mit bejl5nbigen g?bben» 9>ommern nimlidf^ war feit einiger Beit )u ben fheuf? fen in ein ganj anbere§ SSerbaltnif getreten. Ferren bie^ fe« 8anbeö waren um biefe Seit ÜReftwin«, be« fc^on fx&l^x erwc!()nten «^erjogS toon Sommern, @6l^ne &nanttpok, ®ambor, Statibor, unb SBarti$(a)) <). 3>iefe Srttber battcn  ^at — pnbct man hie SBibcrlcgung in Ux ermÄb»t«n ^fb^onblung in meiner ®fWt(!) tc ber (SibedjfensS/feUfdi). ©. 262 ff. 1) Dusburg P. IL c. 5. 2; eucQd )Dat>ib SB. II. ®. 10. Otne alte C^romf and ber £)r: benCaett fagt: ,,£obam unb ^olmerlanb bt< n>aö otitö xotft^, er ben bt) bruber bcwtfd^eö orbcnö quomen pn 9)rufen.'' 3) Ueber bie fon^ fo »erwirrten c^ronologtfciben 85e(hmmungen bie* feö Srb«^«« J>« ®efcl^i(^te ?)ommem« tfl gu t>erölei<ben Lucas de bel- lis Suantopolcl Ducis Poraerao. Regiomont. 1823 unb meine Bnttt* 
s 9ommetn0 {Bet(i2(ttisfre ju ^reufren. 467 fk^ fit bie 8anbe bergelialt g^t^ilt, ba^ ®uante)>oIC/ ber (Sfftgrbetene, baS @ebtet befaß, weld^eö t)om Speere unb ben ^(ufFen SSt>)>et, S3ra unb ber 99Betcif)fe( umfdE^IoJTen wirb ^). ©einen SBo()nft^ l^atte er auf ber alten «^ofburg )u 2>aniig/ »eJl^alb er aud£) oftmaU f(|)le(l^t]^tn «^err ®uan^ tepolc t>on S^anjig ober «^eriog bon^^anjig genannt warb'). 2)ie läbrigen ®ebtete beS SanbeS befahlen bte bret lungeren jBrdber/ alfo ba{l ®ambor feine Sßo^nburg ju &ubefow ober SpubefowO/ Stattbor bte fetntge %\x SSelgarb ^) unb aSartiSlaw feinen *&offt<| ju Wtmz ober ©pntew ()atten^ tittb nac^ btefen {Burgen {t(i^ meiftend au(|) benannten 0-. lieber bte beiben ]&ngften S3r&ber Statibor unb @ambor führte ®ttante)>oIc eine ober^rrlicbe $Bonnunbf4iaft; fo ^tte eS ber alte «^erjog SReftoin t)erorbnet/ benn als btefer bem Sobe nal^e toar, rief er bie @&lfine Dor fein &ager unb vaxpW bem iltefien @uante)>ok )unJcf^ji feinen SBruber @ambor unb beffen SanbeStl^il in feine Pflege unb feinen 6(^u^ auf iwangig Sa^re 0« «^tenac^ verwaltete «^erjog @uante)>olc von £)aniig cMi ben gr&ften X^eil be$ $otnr  f[on btefed aeMcgetien Sßerf(^end in bcc 8et))stg. Sfterat. 3eit. 3a^(). 1824 Nro. 306 — 307; wo ^uglei^ au^ We abwld^nbe ©(Jrefbart M 9tomend @fuantepolc gecec^tferttdt ift. 1) Dr^ger Cod. diplom. Pomer. Nro. 39 p. 72. ?) Dre-^irr Nro. 77. p. 135. Urftttttc bei Cuca« 2)a»ib ». IH. (S. 5. 2(tt(4 !ommt I90r Princeps de Danzig. 3) Dreger Nro. 7?, Urfunb« im ge^). 2frd)itJ/ 0d&ffbl. LV. 3nr tPfUen ^tft bte Sarg oudf^ Stpnbefom. 4) Dreger ibid. Urfunbe im Fol. 9nt)tlegten Dom Q,vXmtX''®v biet p. XXVII. II. Im gej. Xr«». 5) Dreger ibid. Lucas de beUis Siiamtop. p. 57. 6) 3n 3eugent2Cngaben ftc^n f!e in folgenbec SUd^e: fßarti^Iao, eambor, unb SRattbcc. SieOeic^t gilt biefe golge aud) in mücefid^t i^« cee TCttere. $EBartid(ao war wentgflenS na(^ 0uantepolc beif dUere; f. Suca^ 2)at>ib SB. UI. IBeiU @. 4. 2Cber «attbor m6(j^te »obl Alter, M Gambor gewefen fepn. 7) JDic Urfunbe bei Äoftebue 85. I. ®. 398. Äanjow ». I. ®. 227. 30* 
468 ^ommecne Sßtvt)iitnx^\t tu ben^teuffen. mert[4)en Gebietes im £){!en unb gerne nannte et ^ ha^ f)ex a\xd) ol^ne befdjränfenbe äöejeid^nung * „ «^erjog t^tm ?)ommern 0- " 3)ie ©efd^jc^te aber nennt ibn faüm sunt erflenmale, alS er foglei^) wit freiem unb feflen ®etfle attf'tbrer Subne t)af!e(;t. @tn ®ebanle gebt bun^ fein gangeS Seben binbur^ unb biefer ©ebanle erfuOte febon je^t feine ganje ©eele^ bemegte aUzi ©innen unb 2)enfen feinet großen ©eifieS unb bejeicf^nete aUe feine &d)xitte. di wax fein anberer, ali unbef4irän(ter <^err unb freiet Gebieter be6 ganjen hftU6)^n '})ommerntanbe8 }U fepn. Son 9>olend £)berbenfd)aft über Sommern tonnte ie(}t f^on gar n\d)t mel^r bie Siebe fe^n*). 2Cber fcbon in ben erften ^a\)tcn fetner Slegicrung befreite er baS &anb aud^ »iebet t>on ber «^errfcf^aft £)anemarlö/ melcf^er fein SSater fü^ batte untergeben muffen. SSon SBalbemarS/ bei 2)anif(^n it&nigS ©efangenfd^aft in feinem Unternebtnen fel^r begun^ fligt/ bertrieb er bie ^anifdfz ®efa|ung axxi ^n^ig unb jog aU freier eigener *g)err in feine ©urg wieber ein *). 3n ienen 3abren aber — 1222 unb 1223 — , M ' bie Äreujb«^re gegen f>reuffen l^erbeijogen, fc^^Ioß fi6f bie^ fen jum £am))fe gegen bie «Reiben auc^ «^erjog Suatite^ ))o(c mit feinem S3ruber 38artiS(ab an, beibe an bet @)>i6e jweier nidi^t unbebeutenbet «^eer^aufen. 2)a btS ba« bin jwifct^en beiben Sla^banjolfern, fo biel wir wiffen^ griebe^unb SRube geberrfi^t })atU, fo fcbeint e6 (ftrijHicbe Uebergeugung unb bai ®efub( cbriftUcber ^^i^t gewefen }U feipU/ weites angeweht burdE) beS ^ap^a 6rmabnung  1) @o nannte ffch €Sitantc))olc fd^on in ben Üttfin Urfnnbrn unb wie werben fpäter Tcb^n, baf roI(9fö ntd^t ebne ®ranb def<bab- i^dl- />rirÄ'<?r Nro. 39 p. 71. guca« JDaoib ö. UI. öett. Nro. I. ©. 5. 5Co6e&ue S3. I. 0. 402. 2) ißQl (<Ser!en) ©ränbltcbe 9tocbri(bt oon bei «^ogeo oon ^ommecn SDiinjigcc 8inie 0. 9 — fl. 3) Peiri Olai Eiccrpt. .ip. Langcheck X IL p- 258. Jan« eoiP SB. I. ©. 228, 
^Pinmern^ Sler^altntfff )u ben ^ceuffen. 469 ^ie <£>er)09e )ur Sl^eilnal^me axi bem Ateujjuge gegen btc ^iX>mid^n ^reuffen bewog/ benn eine fromme ©eftnnung im ®eifle ber Seit Ratten beibe fd^on oft bewiefcn 0- 2(U lein feit biefe «^etjoge im ©ebiete ber f>reuffen, ,mit ben Saffen geflanben/ faben aucb in ibnen biefe le^tem bie ge« fo^rltc^en unb feinblic^en iRacbbatn^ welche auf ibre6 ®lavic benS unb ibrer ^reibeit Untergang bebacbt waren. Unb eS »arb ibnen nicbt t>ergeffen, baß fi^ im Slacbbar ben greunb Aufgegeben, um ibn im ferriber fommenben Sbnpen ju ^ben. 2)enn faum ^attt ba9 ^reujbeer, in feine Sdnber betmfebrenb/ bie ©ebiete am Sßeicbfel - @trome toerlaffen, aK im ©ommer be§ Sabre« 1224 ein großer «^eerbaufc aus |)reuffen, meip ouö 9)omefaniern unb ?)ogefaniern be^ ftef)en\>, über ben @rJn}s@trom ficb' nad) $ommern ^tiU, bas &anb xotit unb breit mit Staub unb SBranb t>erbeerte/ Aber ^anjig binaud bii ium Alofter £>li^a Dor^ btingenb biefeS ct^&xmU, bie 9R6n^e gefangen unb unter ftf^recflicben SRißbanblungen nacb ^anjig fubrte unb bort oOe um 27{ten September mit graufamen iQuaalen ermor^ bete ^). 3Bir ^6ren nirgenbö, baß bie 9)reufren bei biefem 9laub}uge bebeutenben ^iberftanb gefunben, n)eber baß bie SMttet be6 3obanniter:!£)rben§, bie in biefen ©ebieten 9>ommemS ibre ^eft^üngen batten, jur ®egenn)ebr aufge:: fianben fepen, nocb baß «^erjog @uantepoIc feineS SanbeS Xkrbeerung am feinbltcben 92a4^ban>oI!e ju racben gefucbt babe, au4^ nicbt tinmai, baß biefer S^rß ficb mit bem gleicbbebrängten «^erjoge Gonrab t)on 3Rafot)ien jur fßc: {Impfung 'beS gemeinfamen J^einbeS t)erbunben ^abe. SRur fo t>ie[ erfabren mir, baß, to&t^urib er bie gefcblagene SBunbe feines SanbeS toieber ju b^il^i) d<;fu^t unb baS aufgebrannte Atofier £)Itt)a balb nacbber burcb bie Seibülfe frommer 0penbcn feiner SSruber wieber aufbaute % feine «f^offhung  1) Dreier Nro. 59. p. 71* Schutz histor. rer. Pruss, p. 13. 2) Amial. MonasL OIW. p. 11. Schütz p. 32. 8tt€aöS)a)>tb fi. II. @. lo. ö) Annal. Monast. Oliv. p. 11. iDer bamaltge 2Cbt be^ JtIo|lei'b 
470 9ommern6 93et^i(tniffe ju beti ^i^^uffeti. jur SBcjil^mung beS nafien SeinteS au^ auf bem £)tben ber 3txttzt t)on ^obrin gerul^t ^be, benn et fuc^te ha& 3(uffomnien unb ©ebeil^n btefeS £)rben$ au^ baburd^^ ju befirbern^ bafi er t^m in feinem Sanbe unbefd^r^fte S^eu I;ett ertlS)eiIte/ t^n in feinen befonberen ®^u^ na^m unb iebe S3ele{bigung unb ä3eetnträd^tigung ber S>tb0nisfftittn in feinen ©ebicten preng uuterfagte. *)• «^erjDg ßonrab loon 9Rafot)ien l^atte bereits feine «^off? nung jur Errettung Don ben JDrangfalen U6 ^äjibawoVta auf eine anbete ^älfe gefegt. 2(u§ feinem eigenen &inbe, burc^ bie jSBei^älfe ber na(^barli(|)en Surften/ bon bem bid jur iDl^nmad(^t niebergefc^Iagenen i&rbcn ber Slitter Mn 2)obrin/ nirgenbS um i^xi ^er n>ar gegen ben 3ammer ber Ser|)eerung unb 6r&bung feinet SanbeS ^ilU unb Streik tung ;u erwarten. 9lur eine f^arfe, immer im Sanbe i>ers n)ei(enbe unb fort unb fort mit ber S3ef2m)>fung ber ^U ben bis )u i^rer lobDigen S)emätl(|igung befc^dftigte ArtegS« maö)t tonnte 93efreiung bringen loon bem (Slenbe unb ben ^ aR&l^falen beS SanbeS, bte bisher faji iebed 3abr meber« lebrten. 2)iefelbe Ucberjeugung tl^ieilte mit if)m ber IBis fdg)of S^ritltan> ber mit jammember @eele feine f^&ne  ^ief (St^iiv. (Sine @(i^funglurfunbe M «^erjog^ €^amlbor — f. bei Lucas de Lellis Suantopold p. 51 vtnh tm Oü^inal tm 0e^ ICni^io au Mni^tibnq ^d)kbU LV. — tft außerbem auc^ noc^ ba^urc^ merfs to&rbig, baf ber «&er}oo fie mit bem sigilfo fratris Floreadi magUtri fratrum Calatraviensium in ThymaTa beffegeln lief unb aufec btcfcm au4 no<b ein Siegel mit bem Silbe ber SOeada unb bee 3efud»iCinbe6, nebf! ber Umfd)rtft siglllum fratrum Sancte Marie in thimaTa baron befin6li(b ift @nbii(b finb unter ben Sengen au(b bret fratrcs de iby. maya genannt. Qi gab alfo bamali in bem Orte Simau iwif^^n 9^en>e unb 9?euenburg eine eigene IBdlberf(ba^ bed £)rben< Don ^afa« troDO, von toeldjtt aber ade anbere £lueUen gAnjliilb [(bmeigen. 1) jDie Urfunbe bi^räber ftebt M Sto^ehru SS. I. €^. 402 unb im 8ucad jDaoib S3. III. IBei(. Nro. L, mo «^enntg ganj cicbtig bemerft, ba$ Ite nic^t, »ie ^o^cbue tbati auf ben 2)eutf(ben Crben iu f>eiiet)€n ifL €Sie ifl ebne 2Cngabe M Sabreö, mu( ahn im 3abrf 12:>6 ober 1227 au^getieSt fepn. 
SuDecftc^t )ur ffUttun% burc^ bett £eutf<^en £)cbett. 471 9^ii)ttn8/ baS SSBerf fo mancliet £)))fer, fo man4^er mu(|€s DoDen Safire, in ben ©tütrmen bet Seit fafi g^lnjlic^ n>ie5 ber Dcrni^^tet/ IS^ter DoIItg vertreten unb ausgerottet/ bort «oemgjlend uom naiven Untergange bebrol()t fa][). £a warf er einen @ebanfen in be6 «^erjogS @ee(e/ ber, als er nadf^^ maU atiSgeful^rt tDar, aUe ®efa()ren/ bie bem ^rieben ber Sanber unb bem @ebei^en beS Sb^fient^umS itof)Un, befettigte, bie ©c^iicffale ber »6lfer im SRotben auf 2a^r= (unberte fiinauS beflimmtC/ fafi cXiii ummanbelte unb um« geftaltete^ n)aS in ben IBaltifd[)en ©ebieten auf ber IBilbung ber ganjen IBergangenbeit rul^ete, in feinen ^oigen für bie ganje ©efd^idf^te ber (Suroipdtfcben ST^enfd^b^it t>on feinem &Uxbli6)tn ;u beregnen ift: — eS n^ar ber ©ebanfe; jum Srieben unb jur Slul^e ber Sanbe, jur fi3eid(;mung beS na^en f^eibnifd^en S^einbeS , jur 2(n)>f{aniung unb ^üm ®e$ beiden beö ©laubenS an ben Sriofer unb jum unerfd^iätter« ticken TCufbau feiner ^irdi^e ringS in ben Sanben ber ^d^ ben ben £)eutfcl^en 9iitter::£)rben J^erbeijurufeU/ beffen gro^ fkn SReifier »^errman üon ©aija ber äBifcbof frul^er^in in Italien fennen gelernt \)atU. SS n>ar fonber 3n)eifeC ber gr&fite @ebanfe/ ber je in 6E;riftianS @eifie ettoaö)t ijl; aber freiließ al()nete bamalS feiner / waS bie Sal^r^unberte ber Sutunft an i^n anfnü))fen n)urben. SSSie ber S3if(|)of &ftifiian, fo bere^inete \f)n ber »^ergog Don üRafotoien nur für bie Sßotl^ unb ®t^a1)x ber ©egenn^art/ nur für bie 9iettung ber Sanbe t>on ben SRtil^falen beS S£ageS. Unb nur in biefem @inne griff «^erjog 6onrab ben ©ebanten mit Sreube auf. £)odS) audf^ in feiner S3ered[)nung für bie ®efal^r ber Gegenwart »ar feiner fo^ n)ie 93ifdS)of (S^rifiian im (Staube / biefen ©ebanfen flar in feinen Solgen ju bur4)benfen. (Sr. fannte jenen 9litter::i&rben in feinem friegerif4)en ©eifie, in feiner 93lutl^e unb SRac^t, in feiner ganjen £)rbnung unb Sßerfaffung. 2(ber er tannte anä) wie fein anberer bie ganje SebenSweife / bie^enfart/ ben Sbarafter, bie SBerfaffung, bie ÄriegSfüirung, bie Sieligion unb bie ©itten unb SBrindf^e beS SBolfeg, gegen wettfieS 
472 3ut>erfi(^t suc 9Uttuttg bucc^ ben Seutft^ jDtbeii. iener jDrben Stettung unb Stu^ bringen unb in xod^i er Durc^ {IS)n bie ^eirne eblerer SRenfdt^Iic^leit nieberlegen foUte. 68 mar t^ieQeicf^t um biefe Seit, ftlS ber 9i{<<>of bte totc^tigflen Säge t>e$ SebenS biefe« Solle« , n>te er tB bur(l() Umgang unb langen TtnUntpalt (ennen gelernt, in einem eigenen SBerfe' auf}eic(^nete ^), um foI(|)e« bei ber XuSful()rung feine« ®eban(en« ju benu^en. ^ie 2dt 1)at biefe« Sßerf nic^t bi« auf unfere Sage tommen (äffen unb ba« eigene SBort be« ßi\öfofi i^ fAr un« t>erf(ummt; aber ju f)>ateren ß^ronißen ^t er bur^ biefe« SSSerE über ba« alte SSoIE ber ^reuffen no(|^ felb^ gef)>ro(|)en unb fo burc^ biefe i^n jum ^ä^rer ne^menb, fo weit er un« je|t ntdf bte «^anb bietet, moKen wir ba« gefammte innere ieUn be« SBoIfe«, fo t)iel e« ^ im 2>uns fe( ber Vergangenheit nod^ äberblitfen I^ft, in ben wic^^ tigfien äfid^n nacf^jeiclinen.  1) Sßtr «etioeifen auf tini^t nä^etre 9tad^rtd!|tftt über bteftf unter bem Sttel: Libej Filiorum Beb'al be!anttte SSetf auf bte Setla^ Nro. I. 
%^ tt $ ^ ap ittt  W ffnb bte SdS^eibeia^re eine« alten ©laubenS im ®etfle b<6 {)eibent^um8 unb eineS neuen ®(au6en$ im ®eifte Ui &)angettumd/ an beren Tiblauf wir in ber ®efd|^{(|)te 9reuffend jeigt loemeilen; — in bem ganzen bisherigen Stben beS fBoUeS fonber 3n>eifel bte toicbtigfle unb bebeus: tungSooQjie 3eit; eine Seit, Don xoAö^zx an aUti nun ficb ^nberte unb bemanbelte, toai hiSI)n in irgenb einer .^in^ {tc^t ber 9latur biefeS fßotXei eigen toax unb fein .eigen« t^dmltcbe« SBefen bejeicbnete. 9>teuffen« Soll tbeilt mit ben eitlem anberer S^nber ni^t iai &d)id\al, ba^ ber Stamm beS SebenS, tvie er im Ttbtanfc ber Seiten f{d^ im (Stifte beS fBoReS fe{igewurjelt unb in ben SBer^^ungen urtb SerjtDeigungen ^iner SSerb^ltniffe ausgebreitet ^atte, aud^ fir fp&tere Seiten fteliien blieb unb baö Gbnjientl^um nur M eine geifiige Sereblung feiner 9latnt auf ft^^ na^m, um bie frif^e Sugenbtraft, bie in bem &tammc lebte unb wtrtte/ ber neuen berebelten fBl&tl^e ^nm Serttrtebe/ }ur <Sntoi((etung/ jum ®ebei^en unb ^ur Steife fcb&ner SrA^te (Uiubtittgen. '(&i wucbS in Dreuffen nid^t, roie in anbem Sinbent/ auf bem in ber SSerfaffung, im ©efe^e, in ber SebenSweife, in ®itte unb &pva6ft auSgefprocbenen iz^ benSgei{le M SoUed ber neueingepflanste ®laube beS (EbtiftentliumS in baS alte, ibm sugebrad||te unb bur4^ Sa^r^unberte feftbegrinbete Seben l^inein unb gab tl^m 
474 Snnere^ Seben. einen ebleren ©^araftet/ geifttgen Xbel unb ^i^reu ®d)tonni; fonbetn bte^ ©d^tcfrale, bie t)on nun an bem SSolfe 9>reuffenö bet)or{lanben/ rtffen ben alten @tamm M Sebenö fo iiniUi) mit feinen SBurjeln auS bem Seite au^, bur(|)bra(|)en unb vernieteten bie bisherigen SSerl^ilt^ niffe i^n^^ alten &eben6 bergeftalt/ unb wanbelten alM, xoai in ber SBetfaffung^ im ©efege, in bet SebenSioeire ^ tn ber @)>ra(^e unb in @itten unb Sbxanö^en buxd) bie 3et^ ten ^erangebilbet voax, fo ginglidl^ um^ bafi mit bem neuen ©lauben bed Sl^tijient^umS aud^ baö ganje £ebcn in allen feinen^ @rf(|)einungen unb SrieugnifTen fi6} t>&atg ueu gefaltete. TCbtt bet gewaltige .Kam)>f/ ben e8 foliete, e^ baS ftarle unb traftige Sali biefen alten Stamm feine9 S?b€iiS batniebenoerfen lief unb bet Umftanb/ bafi roit iai Soff biSl^et nut meiji in feinen SSerAl^tungen mit bem Xttfts lanbe, in feinen SSetbinbungen mit StemblingeU/ in feinen iKtiegen unb ^el^ben mit ben ^ad)ham, wie vbtt^anpt nur in feinen Set^dltnifTen nac^ aufenfiin ^aben lennen lernen ihnntn, madft ti notlS^wenbig/ baf roit ie^t am Xbenb fei? neS ^eibnif(l()en &eben6 nod) einen 93li(( rucfmdrtS toerfen unb ben ®ei{i betracf^teU/ ber fu|) In feiner burgerlid^ iDrbnung unb Serfaffung/ in feinen ©efe^en, in feiner Ariegöfttlirung/ in feinem inneren frieblidS^en Seben, in fei- ner SEl()2tigfeit unb im l^^udlid^eii ^Betriebe/ in Sitten unb fBxinö)en unb iti bem ^hd)fttn unb ^eiligfien / xoai ber SRenfc^ in fidf ixi^t, in feiner Sieligion geoffenbart ^t SBbl^er aber bie reinen %axhen für biefeS S3tlb/ auf baf e$ nidS^t blof 8eben erl^alte unb burd^ ®eifl jura ®eijle fpred()e/ fonbem and) innere SSal^rldeit unb Sreue in ft4) trage? 92ie |iat einer an& bem SSolfe felbf( über fein CoK gef)>roc|^en. VBiei, xt>at wir an £luellen jur ®ef(|»i4»te bed älteren 9)reu{fend beft^en, ift weber in irgenb einer aSeife t)oa#kbig, noäf \>büi^ iut^ert jf{tg , weil ^dli nur feinblidl^e ^6)baxn ^ie unb ba ^einietner Säge beS inneren SebenS erwähnen, t^eilS nur fpjtere (Bft^niften, befangen 
3nnere6 Seben. 475 in ben IBegttffen unb ®itten i()ret Seit, ttnbetannnt mit ber ©efcbid^te anbetet SB&lter, boK <^af unb min(|^tfc(^er Sera4)tung aKed beffeii/ toaS ^eibntfd^^ jj^iefi unb t)on einem Sl^riftent^itm ersrifen, n)el(be6 eine geredete SSärbtgung, beS SebenS l|)eibnif(^er S36l{er unm6gUcb madiU, einiget Don ben inneren Sebenötoerbiltniffen bet $reuf[en an^m^ jei^nen bem&^t gen>efen ftnb. Unb \>oä) ift ber ©efd^i^^ti* fct^reiber bei feinen ^orf^ungen über beS SSoIIeS inneres @ti(I^&eben nur aUein auf biefe trüben, entfernten, nic^it feiten entgeifligten unb ermatteten/ oft ^kViad) bie SBa^r:^ beit ber ®ef4)i(|)te entfteUenben £IueUen bingen>iefen. (Sr wiQ ani bem SBerle be$ 93if(bofS 6briflian f(l^&)>fen; aber et tann ti nur brei 3a|irl^unberte naä)iet ani einer £luelle/ in roel^t jene frul^ere £lueUe ubergefloffen ift unb nad^ bet TLxt unb nadi^ bem Snbalte , xoit jened SBerl in ben ®efcli^i(bt$bäd^ern SucaS X>a\>iU unb @tmon ©runau'S nod) t>or unS liegt; er ifi auf ben £)rbenS$(S^roniftenS)u8:r bürg ^tngen)iefen ; aber wie wenig toerflanb biefer eine ge? rechte Sßurbigung bed l()eibnif(i)en SiolM, wie t)ie(e8 war }u feinet 3eit fdE^on ))ergeffen unb untergegangen/ wie we^: mg war il^m bie alte Seit befannt unb wie. oft Derfannte er @tnn unb fi3ebeutung beS SOBenigeU/ wa6 auö alter Seit noö) öbrig war! @o bleibt 4i bem ®ef(|)icbtf(breiber nur mh^lid), SoIgenbeS al6 bie ©runbsuge ober bie ©efialt beS SanbeS unb aber bad Seben beS Sollet in alter 3eit ^inr jujeii^nen.  ©eflalt beS ganbeö. ^6x^nUä)t Crbnung unb Serfafuiid. iDie Teilung unb ®etrenntl()eit beS Sanbeö in einjelne 8anbfc|iaften/ beren (gntpel^ung wir in frul^^erer $ext fdf^on erwähnt/ beraub and) ie^t nodi^ fort unb eö {tnb noc^ bie^ felben SBenennungeU/ mit benen fte bejeic^net toor unt 
476 , 2)a« Jtulmerlanb. Hegen. &6)on in alter 3ett würben elf btefer Sonbfi^f:» ten ges^^lt unb bur(& bie 9lamen: J(u(merlanb, |>omffas « Tiien^ 9>ogefanten, SEBarmten ober (Srmlanb, SZatangen, Sar« tieit ober SSarterlanb/ ®altnbien, ©ubauen, @amlanb, 9la< brauen unb @(^alauen unterf(|)ieben 0- l^^^^^^ it)^^ S^^ gränjung. Sage unb ®eftalt tfl und Sold^nbe« überliefert löorben. Aulmerlan b. , S£>ai J(ulmertanb war ba$ unmittelbare 9la(bbarlanb 9Rafot){en8/ t)on welchem e6 bie 2)rewen} ald ®r2n}{Iu$ trennte. @eine wefllidbe ©r^nje bilbete ber SSSeic^fek @trom, ber e8 fäbweflltcb t)on (Su]at)ien unb norbwefllicf^ t>on 3)ommern fcbieb. Sm 9{orben f(|)nttt eS bie jDJTa wn ber S:anbf(|)aft ^omefanien ab '). 2)aneben aber biente aud^ bie fcbon eno^bnte gro^e 3Ba(b ^SBitbni^ iur @rdn|^ fdfäbe beiber Sanber, wtewobl fte ftcb in unbeflimmbater 9tid^tung unb 7(u6bebnung in bie ©ebiete beiber Sanb? fd^aften hinein erftrecfte '). ®en £)f!en ging t>ai SLulmtxs lanb um biefe Seit eigentlicb nur biö an baS Ufer ber ^rewen}/ wo fte t)on 9leumar( unb (Strasburg l^erab nac^ ®olub fiieliet. 3m ®egenfa^e ))on i^m nannte man baS 8anb ienfeit« biefeJ SluffeS fm ÄHgemeinen f)reujfen ♦) ; fn befonberen {Benennungen aber granjten bort ba§ ®ebiet bon S&bau unb bad S^nbc^^en @a{fot)ien ober @affen. 3n weiterer VuSbel^nung ge^irten fie beibe / gewifL wenigfienS  t) Dusburg P. lU. c. 3. eucaö 2)at>ib fß. I. @. 60 (f. Oiae {(eine ICb^anblung übet bte S^amrn b» 8anbr(()aftfn , bie mir ttf fp6^ ter ins ®fbd4tni$ aurAtfdcfe^rt ifl; ftegt im 9)reufr. Sempe 178a Öuart. IV. e. 639. 2) 0on btefcr ®rAn^ i^ frü^r defpro^en. 3) Dusburg P. IIL c. 12. Solitudo, quae fuit inter temun Po-> mesaniae et Colmenaem. (Sine anbe» (S^ronif nennt fte duerUim inter Poroesaniam et Culmensem terram. (nca< jDat>tb 0. II. ©.77. 4) SDaoott ber Semd« in bet ttcf unbe bei Sif^ofl oon yiöcif f oben €f. 452 Vmnecf . 
©a« Xttimertattb. 477 in dxöai fpiurtx 3ett^ nod^ mit )um Jtulmertanbe unh a rief bann btefe Sanbf^^aft fort 6t6 an baS @riln)gej[»iet ®ölinbien§, b: ^. bfö gegen ^ojenjfein unb Mcibenbarg *). SDa§ Weine Sonb ©äffen, früj^erbin in feiner gögc fo mbu flimtnt, flieg im SBeflen an baS Söbauifc^e ®ebiü unb l^te feine ©ranjen im Slorben am 2)ren)cnis©ee bei iOfterobe; im ©üben am 9toman^@ee bei ©ilgenburg unb gen iDQeit. an ber SDrewenj *). SBie biefe« 8dnbc|)en an feiner «urg  1) 2)af baö ©ulmers unb Söbauertanb iufammenqel^btttn, tag f4on in Ut 04enf ung M ®ehieM von 85bau an hm Slfd^of ^rk fftan unb erbeut au(| aud bem ^tptome hei Staifni ^tithvi^i lU f. Dreier Cod. Pomer. Nro. 65. p. 118 unb i>atttnod)i V..ttnb ^' l>reun: 0. 273 Dgl. mtt Dusburg P. II. c. 5. ^Dwfer (JJroniH Si^t f!e bfibe in ber ©teffc P. III. c. 3. aud) aH (Sine «anbfe^aft W* benb auf. SDaf beibe immer nod^ neben einanber genönnt merben, ftrritet ntc^t geßen hxt Annahme, hai |te ©ine «anbfc^aft bilbeten," benn eeosrap^ifd^ n>aren fle eigentlidb immer au fe^r getrennt, aH baf ftc$ i(re 0rdnaen (dtten oerlteren fdnnen. (So blieben alfo immer 8anba«> biete, aber in C^iner eanbfcgaft. 3n folcber weiten 2Cudbebnung morb au4 boö Sinbc^en . ®affen ober ea'fTooien mit sur Jtu(mtfc^en 8anl^ fil^aft gerechnet, wie ed benn nadjmafö au^ mit in , bie Jlulmifd^e 5Dt6s cefe geborte. Dreger Nro. 352. p. 463. 2) gör bie »efKmmunfi ber fcü^in fo jweifeÜS^aften Cage bie« H Canbeö €Saffen '^ eine Urfunbe Don aB3id)tidfcit, in wetcber hei tu nem Streite be« Birc^ofd «gerrmann t)on Jtulm mit bem 8anbmet^ Gonrab @facf megen ber (S^rdnjen su^if^en 8bbau unb bem 8anbe <8lafs fcn biefe (Srdnjen in folgenber 3Crt be^eic^net werben : A primo tcrmi* no, qui est super Driwanzam, ubi in ipsura fluTius Griselancs in- finit, per ascensum ipsius fluvii ascendendum consensimus usque ad vallumy quod Sasscnpile dicitur in yulgari ad nos (sc. Episco- pam) integraliter pertinens, a quo dirccte usque ad Campum Mole (ba< ie|ige ^ir^borf !l]?ä(^(en ) et abinde directe usque ad locum, ubi fluvius Raranite scaturit sive oritur, deinde .yero di- recte «uper flurium Wykaram, ubi lacum Roraan inikiit (tiefer lettcte lag bei ®Ugenburg). ^Die Urfunbe, m Sabre 1303 abgefaft, ^ im f ol. «^anbfefl. be« Jtulm. 8anbe< p. X. Sßie ungewiß man in früher W^ aber bie tage biefel 8anbed gewefen, erfie^t man au< ^etttteberger in berSanbtafel SSorrebe p.3. ttnbp.436. yrdtoriu« e^attbi^ne S: I. €(. 191. 9ti4t ju oerwe^feto i^ mit biefcm 8anbe 
478 ^ai Stixlmttlani, ©affen^^ile — ©affenftutg ~ fdne befonbete ian\>tiUftt ](Kitte/ ^UUtidft bte SBol^nbttrg feinet £>bct^tm, fo wann anif ba$ ®ebtet Don 8(baU/ befonbert aber baS eigentliche Jtttlmerlanb f4^on in bamaliget Seit beindbe ganj ange^ fuQt loon fo(4^en festen ^Bürgen, beren Btotd t)ot allem be$ Sanbei ®i(|)erbett gegen bie naben feinblidl^en §}reuffen xvar. X(8^bie nambafteffen n>erben und genannt bie SSuvs gen Sinlm, wabrfcbeinK^^ Don ieber bie <&au))tIanbeSburg, ©tubenc — ©raubenj,. Solno — Sthln, 9in — ?)ien, Äumo — SKborn, SRud^ — Slogowo, Sipipin — ©jpn (?) ober 9lb«ben, £)fe4>it)o — iDrjiecbowo, 3ablono»o — ®af blonowo/ SBiStfae — SSieironS, ferner SSabdfo, Qopxincn, ®lambofi, ?)locb, 9)o|loK!o, SBelfe, SReDir SBobroftp «. o- 9){e^re foId;er IBurgen lagen in bem bftii6)tn Xfytik beö StuU merlanbeS gerabe in ber ®egenb Don wober bie ?)reufTen 6fter in baffelbe einiufaUen )>flegten; bort ftnben wir {»ifcl^en einer Steibe Don ©een^ welcbe bad &anb befcbu^en b<t(fen, bie 93urgen ffianjino — SBonbgpn/ bti bem ^ircbborfe Sem? berg am @ee; iOjtroDitb ■— ßflrowitt, ein Äir<bborf in föblicber Slic^tung Don äBif(IE)of8n>erber ; 9)lot)enjo — f)lo* wen}/ dn ^ircbborf unfern Don £)jtrowttt an einem <3ee; ÄoDalero — Äowale!^ über 5?Ion)enj am nbtblis (ben X^iik beS @ee$ ^). Wtan^t biefer IBurgen mbgen ii)re @runbung Don 9>oIen unb ÜRafoDten aM erbalten baben, feit baö Äulmerlanb ber ^errfcbaft ^olen« unb Wta^ foDiend untergeben toav, ba man burc^ ffe bie Sanbfc^aft gegen bie riuberifcben Sinfille ber 9>reu{fen bewebren unb  (SofoDten bie Burg @affot)ten im ^^alavLiJd^, Dusburg P. Ui. c. 182. 1) G. bie Urfunbe bei Dreger Nro. 58 unb in ben Act Bonus. T. I. p. 62; aber an beiben Orten ifl fic xd^t gan} ooHpftn« big. 2Cu(^ ffnb in ben 3fbbrü(fen bte 9{amett sunt Zi^il fe^t t^erfUhn« vatlt, felbfl in otten 2Cbr(f)riften oft fe(^r unri(bti0. .^aber i9 H ni^t m6gli(^f aSe genannten IBurgen in blutigen £)rten wieber außufin< ben. 9)tan(be m^gen na(^ ibrer 3etfl6rung du(b nie toieber aufgebaut morben unb fo bie 9tamen untergegangen fe^n. 
9>oiiiefaitiett« 479 ben im Sanbe »o^nenben (S^rtfim an i^nen ft(!^te Su^ ^ud^Motte sebcn »oDte 0* anbete aber m&gen in ifyczm VIter n>«it |f6^r/ üteOet^t in bie äetten bet ®ot^n hinauf:: feigen unb in i^nem 3dl|)r^unbette erbaut fepn/ i>on iDel- äftm t9tr fru^rtiin bie @age I^aben fprec^n ^6ren '). Se^t fxtüidf waren biefe Surfen aOe gerfKrt unb ba5 gan)e Sanb mit bem ©ebiete wn ibbau wie in eine SB&fle berwanbelt^ anß webl^er aOeß^ waS (l()rifili(b war, ftc^ (linweg geflä(|)tet ^atte. (Sin bebeutenber S^eil biefeö Der&beten Sanbed war Gigent^um M J(ulmif(|^en 93ißt^um$; ein anberer ge^irte no(|^ bem *£)er)oge bon 3Rafot)ten/ obgleich er fär i^n (aum n»d^ einen SBert^ l^aben fonnte. Domefanien. 9l&rblt(^ an baS Aulmerlanb grintte bte {Weite Sanb^ fdJKtft ^omefanten/ t)on jenem burdl^ bie £)ffa unb bte SEBalb? SBilbniß getrennt '). ®en 9ior6en bilbete ba« grifc|)e ^aff, wie gen Sßeflen bte Sßeid^fel t^re ©rinjen. 3m £)ften lief if»r ©ebtetbt« an ben 8(uf @Ibtng, ben Traufen ::@ee^ bann in geraber JRtcfitung am gluffe ©trgune — ©orge  1) jDaf [(l^on lange 3ett C^riflen im Jtulmerlanbe wo^nti'it, be« joigt bie fäpfUic^e fBuUe M Breuer Nro. 160. p. 246, fo »ie eine anbete IBuIIe ©regoriuö IX, bfe totr an ihrem Orte mittf)eilen »werben. . 2) 8uca« iDaoib ». I. 0. 74 — 75. Äulm loirb audbrärfH^- M hamM erbaut genannt unb offenbar tfl biefe SBurg fe{)r alt unb (Sot^ifc^en Urrprungö. @elbft i^v ^amc beutet bärauf ^in. S3ei ^ulm »ntbe bamall auc^ fä)on bie SBurg ^otterberg erbaut, wie 8uca$ £>ai>ib a. a. £). bezeugt; f!e »urbe fp&ter gur Seit bei Erbend »ie« ter aufgerichtet/ f. Busburg P. HL c 46. SÄanc^e ber obigen »ur» gensS^amen finb Itc^erlicft (5'otbifd), fo 3. 85. S?pjin, wie S^efien, SWefen/ bad 0canbinaotf(^e Risar, Risaland; f. Rasmussen de Arabum Per- caniinque commercio cum Russia et Scandinavia. Ilavniae 1825. 3) IBon biefer SBalbsa&ilbniß Ceitet Ofiermeper m |)rettff. 2empe 3. 1780 6; 641. btn 9{amen |)omefanien ah% medjs, medüo ba4 ^ola, ber (Baum-, po-medziani Ztwtt, bte an einem ®zWyt wo^^« nett. 
480 q>omefanten. — ^inanf bt§ an bte ©ff« / fo bafi bte ®ebiete t>on (SfyA\U bürg iinb Shefenburg nodS> innetl^alb biefet 8anbf<f>aft lagen *> @ü umfaßte ffe , wenn glet^ minbet grofi aW baS Jtulmer* lanb / t>o^ etnen jtemlicb bcbeutenben ganbprtc^, %btx ein großer a;^eiI?)omefanien6, befonber« in ben n5rbli<!b^n ®e^ genben ber SRteberungen, in ber SladS^barfc^aft bet SSeicbfel unb ber Slogat, war jut bamaligen Seit wegen ber jabU reichen Seen unb Sumpfe unb wegen Jfterer Ueberfc^wem» mungen ber ungeji^tcn ©tromc S"«» ^^^^ fl^wi w«*^ wobntO, jum Ä^eil wenigpen« minber tollrei^^ aW an^ bere ®ebiete ?)reuffenö. SaSir treffen aber l&ier juerft auf eine ®rfc|^einung, bte fafl in allen 8anbf4)aften ?)reufren8 wieberfe^ret unb noife Karer b^rtoortreten w&rbe / wenn bie flueOen mö)t fo un^ lauter unb trübe fl6fren. 3ebe ßanbfd^aft |>reuffen8 jerfiel wieber in einzelne Heinere SanbeSt^eile , einjelne tCeine ®am, Territorien') t)on ^alb fleinerem/ balb griferen Umfani^e^. meifl n(:tcb ben «£)auf)torten ober na^ ben Sam be$burgen genannt ^ bie in ibnen lagen. (Edifl faum )tt bezweifeln / baß biefe eingelnen SanbeStbeile ober fletnen (Saue bie S3e{t|tbumer ber t)ornebmeren Sanbeöbewobner ober ber fogenonnten Sblen be$ Sanbed unb bie Sanbedburgen beren SBobnft^e waren. 2)aß nicl^t bloS in fruberen Seiten, wie wir fcbon erw^bnt baben*), fonbern aud^ in biefen 1) ^i€ hmd^e CSrfinse ^omerantend tp{rb auf btrfe SBetfe üidU bur^ CT^ronüenr. t^Uö burd^ Urfunben befHmmt; f. Du»hurg P. IIL c 14. euca< )Dat)tb S3. I. ®. 73. «ßennebetger iBatibtaf. 6. a57. 2)terer erwi^nt iebocb filfc^Ud) ber ^^UU unb ber 2>retO€ii| M ®rdn2f{öf{e ; bte crflere flof fd^on in ^ogefanien, bie (entere mar ®rdBa« f[tt( Swif^en ^Imerlanb unb SOtafofien. T>\t f)ie^ gcb^rigen Iti^ons ben ftnbet^man in gaberd Xbbanblun^ Aber bie Sbeilung yomefa« nien0 in ben aSeitrigen gur Jtunbc |>reuffentf S. III. 6. 331 |f. 2) eucaö IDaoib IB. V. @. 81. S^g(. meine ^efdftid^te 9)(arfen* burgö e. 32. 3) Go nennt ffe beftinbig Dusburg, mie »ir in oiddi etelfrn fe^ loerben. 4) SSgC. nHi0 oben Aber ben aietfeberi^t »ulffians geTagt i|L 
ypnrefanten. 4SI 3a(id^nbetten wie in 9^mzfan\tn, fo in aOen attbetn iaxAs f(|dften ein t>omel^meret &tan\>, eine Xlafft 9on SanbeS« ebleti aber bte itxohWi^e SRaffe bet ianMhmo^mx tm» poxxagtt, liegt Kar am Za^e. ttnb ivorin anbete ^itte ^ bei einem Solfe, wtlöfzi fcbon feit Sabrl^unberten ben SJert^ be6 ^tcfetbaueS lannte^ bet Steic^tbum unb^ in bem fHüdftfyumz bad ffb1)ext Stnfeben, baS b%te ®mi<l)t, bet bib^te ®tanb/ ber 2(bel mebr geigen {6nnen^ atö in gr&: f erem Sanbbeftge ? @d waren alfo biefe (Sblen bei SanbeS bte reid^n ©utdbeftler/ bie «Ferren ber Keinen ®ane, ble Sigentbumer ber einzelnen &anbeSt^ei(e ber Sanbfcbaften. Tbif ibten SBurgen wobnenb n>ar il^nen ba$ äbrige ärmere So(f i^red ®avia aia eigen unb bienp^^flicf^tig untergeben^ xoxt fte benn felbft toieber ben SanbeJifurfien ober ben SteifS nnterworfen waren. @oI4>e eble, üomelS^mere ®au ::«£)erren fafien au^ in Domefanien ^) unb wä) biefe Sanbfc^aft war in \ol^c San? be^tbeile ober ®a\xt getlf^et(t. %l& fotcbe werben erw^bnt ba§ ©ebiet ^on^CIpent/ wo nad^matö ba$ erlE^abene £)rben6s ^aui SRarienburg erbaut würbe ^); baß ©ebiet f[>on Stefim ober Steffen/ t>o'n einem befonberd rußigen unb tapfem J^egSt>oIfe bewol^nt^ t>iellei(|!t bie 9ladt)fommenf(baft ber alten taf)feren ^riegdwebren / b,er SSibioarier^ bie ben frie« gertf(!(ien ®ei|l i^xex jBdter nodi^ in ficb fortgeerbt «) ; femer  1) @0 mtrb enodfint bei Dusburg P. III. c. 7: Pipiniu Nobilis de Pomesania. Hic Pipinus fuit pater illius Nobilis viri de Pome- sania, (jui dicebatur Macce: ferner c. 140: Samile quidam, NobilU de Pomeaania; c 143: Nobilis de Pomesania dictus Jones. 2) Dusburg P. lU. c lö8. ©ef^td^te SOlanenburg« 0. 1. 3) Dusburg P. ill. c 14. : territorium dictum Reysen , in quo xvd famosi et bellatores morabantur. 8ucad ^avtb $B. II. ®. 71. 82. Sab er a. a. £). jDte nad^erigen Orte Sttefenburg, Siterens {»4/ 9tlefen»atbe, in ben dltefien Urfunben Ste'ftnbnrg u. f. ». gefc^ries ben, lagen in biefem Gebiete unb {»aben t)on i$m ben 9lamen. Uebri* 0enS war bie (Segenb oon Sliefenburd nod^ mit einer IRenge von ®een verTebcn/ bie je|t xd^t me^r »or^anben ftnb; me^re werben nod^in bein ynoftegium 9on Stiefenburg oom 3a(r 1330 enoA(int. I- 31 
482 9omt\atixtn. bie ©ebiete Drejla, Daffötac, ?)ofotaa, Äpttguat; «o^wi/ «omot unb me^tc anbere 0- 5Cuc^ mit »urgcn war Me ^«nbW^aft 9)omcfanicn t^etB jur ffie||t gegen bie Jefabe, tbeiie aW SBo^npfee ibrcr (gbtcn iiemKd(> tctcib tcrfebeiu ®ie IButg fi3eIi4)on>, auf wel^^er bet &>U SoneS ^ufete, tog unfern bon bet ßffa, in ber fHa^t bet «inbingS :: «etge •). ethc »urg auf bem SBetge Stewofe , auf xotU^em twc^- maß bie atte eiriflbutg etbaut »utbe»)/ *>Ä^ bie«ei*t eine f)h^xt ffli*tigfeit gebabt baben; bott war in i^ n&^c ein beiliget SBalb; alte ®6ttet^9lamett beuteten auf ein altes ^eiligtbum ♦) unb fo wirb eö ni*t unwabtfcbeitt* llij^, ba$ bet 8anbe«s®ti»e ?)omefanien» auf ienet »urg feinen SBobnfife gebabt. • Ttnbete SBebtbutgen be« 8anbe» lagen bei &iu^m, W Doilolin, im ®ebiete Sleften, am ©taufen^See, in bei ®egenb' be« iefeigen J>otfc6 SBillenbetg unb an bem Bei^  1) iDie mmen laffen p* in ^^eutigen Orten ni*t nie^ir atte auflm» ben. epnguac, ouc^ Sinque« «ft o?>nc 3wcifei Sinfcn , ffibwÄrW m C^riflbuca; ?)ofoluQ bas ie|ige 9)ofHge, eo9|)icj, au4 «Wlcj, ba« i* (fge eiwift öftti* oon ebnftbucg. SDa« gfüifiben, on wlä^ W<« Ue0t, eommt in Urftinben nod^ unter bem Spanien Loypi« oor; (o i» Sa^te ia03. 2) Busburg P. III. c 143. JDer Ort ifi nocb »orjanben nnm W |)o(omiirten Sffamen »ialoc^owo, bei bem Jtir<bborfe SKofrau/ «nf ^ ndrbltc^en Uferlanbe ber Offa. 3) Dusburg P. III. u 57:' castorum Pomcsanorum, quo^ "*"" tunc fuit in loco, qui nunc dicitur Chrisburg anliquum ; eine öw"^ e^jronif faot: Castnim in Pomczania in loco, ubi adhac Talloni castri manct, dictum antiquum Chrislburg ; Dusburg P« !"• ^ ' 3fu(i Urfunben qu« bem 13ten unb 14ten Saftr^junbert cttohiim w öfter eines alten SBurgwaUe«. 3)en ««amen be« JBerge^ C?lre»ei> ««» uns 8uca« Oavib 25. HL ®. 87. 4) 3E)ie Oeoenb beö SDorfe« ^eUiöcnwalbe ^it in UfW«'^ no(^ Silva Sacra. ®fibK(^ »Dar ba< l^eiligt^um , wie ba« ^^^ ©omlanb, burd& eine 8Be^ befdS)üet gewefen; in einer ^^"^.JL Sajre 1303 !ommt bort t)or ein locus, qui jacet inlcr Koe*««*^ TÜlam et antiquam ciTitatcm, quem nos Lantwrr dicimw >" gari. ' 
^omefanten. 483 frUGtromi ^). @o mif«t au^^ fd^on bte Sage biefer fBuu gen batottf (^tn^ baf ber &fKid(^e ttnb fäbHc^e SE^eU 9>ome? faniett^ bamalS weit bolfreic^et/ ber nbrblid)^ grofe 8anb^ fri(( bogegen t^on aXarfenburg bi§ Clbtng (^tnäber unb )i9ir4^n ber 9{ogat tinb ber 9ßet4)fel nocf^ ivenig ober gor ntcl^t betpol^iTt war. S)o{fe(be bezeugen att(|! bte £>rtdnamen, bte im @äben unb £){ieit ber Sanbfd^iaft )um gr6fiten S^^eile altyreufftf4i ^ tn ben n&rblic^en ©ebteten bdgegett faft aUt beiitf^n UrfprutigS ftitb. 3m SSeften, n>o ber 9Betd[^feU Strom bte Saabfc^aft fc^arf begranjte, gel(|kteti }U i^V au^f niH^ t>erf(|^tebene äBerber ober Stifeln, n>el<^e fpjter M Gfromeö retfenbe ®twaU jum Sl^ett oerntd^tet ^ai dint foId[|f war }. j93. bte 3nfel £luibUio ober fluibiin ^ £)a« gegen waren bte Snfeln @antir ober' 3<^nt^tr, JBem unb einige anbere in biefer 3eit noc^ im äSeft^e ber «^erjoge oon 9)ommern. @nblic|i burdi))ogen ba8 8anb bamatö au^ no(^ bebeutenbe SßaCbungen. 3(ufer ber SBalb^SBilbnif im @&ben bebetften an^ ber ®on>eten«9ßalb unb ein anberer ifotfc^en ®tubm unb SRarienburg einen bebeutenbcn X^eil be« 8anbe8 »). ^ogefanien. S>ie britte SanbfdE^aft 9)ogefanien grinjte wejilic^^ an 9oniefamen/ oon mel4^em fte burc^ ben @(bing unb ben 2>raufen^@ee getrennt war. @en Storben war fte oom 1) Busburg P. lU, c 14 nennt fte propugnacula ; etne anbere (S^conie fa^t oon t^nen : caatra, quae Kabebant (Pomesani), ubi modo sila est Resenburg; et Resenkirche, juzia Postelen et Stume , WiU denberg, juxta Stagnum Drusin. 2Ctt ber SSet^fd lag bie SOSctd^fels bitrg bei htm Jttrdtfborfe d^ebtau, beren Vlter ebenfalls in bie ^tbnu f^en Seiten binaufging. 2) Dusburg P. III. c 9. 44. Urfunbe in gfoberö 3Cb(anbt. a. a. O. ^. 337. 3) )Daf 9)omefan{ett bantdte weit me(r mit 8ßa(b bebecft toüt, §^ aiU ben Urfunben bed 13ten ' 3a$r(iunbett$ fftvwx. 3n i^nen »itb ättdj^ ber genannten Sflra Söweten envAbnt 1Cn4 bie ^egenb »•4 bem fl)raitfen ^nülber war ooc^ mit fßatbnngen üerfe^n. 31* 
484 9>osefanutt. Srifc^en v^affe um^ffen , im i&fen butd^ bie Daffarge unb im @&b€n bui^ ben SSeöte^^uf eingef^Ioffcn, mnigpmS fibeint fte bi^^ titci^t bebJutenb aber btffeii Slufi 1iKnau<ge:s gangen )u fe^n, toenn fte bie |>(ben i^on «^oOanb an^ tieOetcbt nodf^ tn ftc^ fdfite 0. ®d|^on biefe Segrittsung jetget, ba|l fte eine ber Heineren Sanbfc^aften »ar. ®egett ba§ Srifcbe «^aff l^in meniget icijbctxii bewegt, t9et{ fk bort jtart mit SBalb bebedt war, emJl^rte ße ein (räftigef unb tapfere« äßenfc^engefc^Ied^^t auf ibren fäblid^en ^IX^tn, auf itm «^ocblanbe/ melc^er Sanbftri^ nad^matt ben 9la» men be6 «^olerlanbed erhielt '). 3Cm meiften fi3ea<|^tung ut^ bient in biefer Sanbfc^aft ber nralte .^onbetSort Shtfo am 2>raufen«@ee/ n^abrfd^einlici^ in ber ®egenb gelegen, ts xoilä^tx nadS^mald (SIbing erbaut n)arb. ^er feine @4i<b fale ftnb fo gän)lid(^ bunfel, ba§ n)ir ni^t einmal beftimmt miffeu/ ob er um biefe 3eit mirflid^ nodfi toori^nben gern« fen iti. iDIE^ne be9 norbifd^en @eefabrer$ SBuIfjjlanft SSertcbt aber biefe ®egenb n>ärbe ibn äber|K)Uf>t bie ®t\äi\6)tt gar n{4)t fennen. £)ie fp^tere Seit aber bat au« biefer Seit nod^ manche @puren eine« gewtfTen SBo^Ifianbe« entbeA;, ber ol^ne äweifel feinen ®runb in bem «^anbel Srufo'« l^atteO* ^er 2)raufen::@ee l^iatte bamal« einen ungleich  1) iDte ^tp, 9lorbs nnb Cfl»® einten |)Oderantend finb feft bet fHmmt; f. «^enneberger eanbtaf. @. 352. UngeioifTfr tfl bie 6tti ®rdnje; bod^ wirb faü cXL^zm^in hxt 9&e«!e atS fold^e angegeben, fo im i^ucaö ;Dat)ib S9. I. @.72. ^rdtortud ^(^anba^tte S. L e. 185. Slanctie ^^roniften, xo\t aBaiffel @$. 4. 2:iebemattn SHcr; u. a. bei<i4nen bte föbltd^e ©ränge nid^t nbü^tt, ma$rf((etnlt4 toetl fte fol«^ nic^t genau fantiten. .2) eucaö jDaiotb a. a. £>. «^enneberger a.'a.'£). SBaiffel @. 4 r^reibt «^oggerlanb, t)om m^t^tf^en görfben «^oggo, bem Satcr ber %ix^ lyogefanio. 3) ^Darüber ijl [(^on früfier einige« gefagt. 92irgenb< in 9ceiif]ai |;at man Ui ben Sla^graigtngen alter IBegrdbniM^ fo »iei eku^ oott Gilbte unb aOrd fo f^dn unb jterlii:^ bearbeitet gefiitibcn , M im ebemaUgen ^ogefanien, nomentlid^ in ^er Wl^ oon QEtbiitg, i» iBcBS^ unb SO^eÜlatein. €Son^^l bie GegenfUbibe »on aSetaS, Ott bie mit 
9og#fanien. 485 Meutenbeven Umfang unb na^m fomtt and^ einen gr&fieten X^il Wefer ftanbfdi^aft ein. 3m Wotben jog er fid^ offen« Jar t)tel »efter nadf^ ber jefefgen ®töbt eiMng ^erab, bfe ie^t eine SReile von t^m entfernt liegt ')• %uc^ in fäbli« iftt Stiftung lief er üiel n>eiter in bie ©egenb t>on ©^rift* bürg ^in. es gab eine i^it, in welcl^er er bii an baS 2>orf ißaumgart ging unb frä^er|fin !&nnte er ftc^ biö in bie ^Hft t>on 6()riftburg erftretft fiaben«). Znöf in ber fireite l^atte er einft einen n>e{t bebeutenberen Umfang benn xot^im tief no(^ in f^&tmt Seit fein ®en>^ffer bis in bie S^Ibmarf beS Jtirc^borfe» S^iergort *) unb im £)ftett ^ben einfl bie ^bf^en t)on ^oOanb feine (Sr^nje ge^ Mtbet, wie fc^riftlid!^ fien^eife unb bie Sefc^affen^ett be« SobenS beutlic^ bart^iun % <9o(b öbersogenen SBac^^pevlen unb (SMlovaUen, bie aum S^ü wie Aofotf gearbeitet ftnb, jeic^nen ft(^ in ber ganacn 2Cltert^ümer > ®amm« tmiQ ht$ 2(r4iüd ju Jtdnigdberg t)or allen onbern aud. 2Cu(^ bie auf gebranntem SS^one geformten Jtoraden ftnb mit n\«^l\ä)en S^ersierungen 9erfe(en, mie man fotd^e fonß reiten Ij^ier ftnbet. fßql J^raufe'd 2Cbs ^nbtung aber bie Slad^grabungen ^u SBefltg unb SO^et^fotein in ben Seitragen iur JCunbe |)reuff. ». VII. €. 72 ff. 1) S u (^ S3er<|^rei6und ber (Stabt @(btng SB. I. ®. 336. 2) Se^t ifl CTfirifibura too^l über brei Steilen oom Traufen s®ee entfernt ' 3m 9^rit>Uegium oon ^rifiburg aber oom 3a^re 1290 mirb be« 2)rauren a($ eined na^ hti (sivxflbixv^ liegenben @ee< eru>i(int. M (etft: Preterea conferimus inhabitantibiis prefatam dvitatem hanc libertatem, quod quiliket in propria cymha sive naTi nuUo dato naolo potest facere passagium liberaliter trans lacum, qui Drusin est appellatus. gfemer erbalten hie ^rtfiburger au(^ bie freie gfif^eret mit bem ^e^^amen in ber 6irgune (@orge) bi0 an ben Traufen »Cee. 2>ie Mift be< >Draufens®eed bereifet ferner au^ bie i3err<^reibttng be$ jDorfrt Saumgart vom S^tft 1554. iDann beuten auf ba« aamd^Uge 3ttrd(ftreten M €^ee6 a\x^ bie bortigen JDrtdnamen/ benn e< 1!nb oIM neu gebilbete beutfc^ 9lamen, »d^renb bie £)rte ber um^iegenben ^ii^ faft ade ynreufltfd^e 9tomen (aben. 3) aSerf^reibung M ^Dorfe« S^iergart vom 3. 1350 im ge^ 4) Pisanski de montibiu reg:ni Prussiae notabilioribus p. 7. freuff. SemiM £Luart. IV. €1. 757. 1780. 
486 q)ogefani#tt. Xu* toiefe 8attl)f*i»ft toax in «etnere «anbfieMete ohs QCtWt, bic in fllei^er SBeif« wie in ^omefanien t)ie »es flftt^fimei: einjelner (gWen waren. Sin fpl((>e« fin*«« w« unter bem SRamen ßanjanien ober 8anf«nien in norb&ftti^ (&er SM^tung t)on (Stting, wo lieute noöf ba« S)orf ftenjen ben 9lömen erljdlt *). ^in anbere» war ba« ®ebiet Äabie^ nen, unb fo m63en au* bie ^6^en biefet 8anbf*aft in ein« jelnen ä^eilen üerf^iebenen Ferren m0xt l^btn. Vu* |)08efanien l&atte feine eblen ®au sperren, bie im ganbe umtier auf i^ren JBurgen wo^nenb ba« um^rlitgenbe ®e* biet al« i|ir eigent^um bel^rrf*ten '). @cldit fanb ^ter fcbon ber ©eefal^rer SBulfftan unb Ite ffattin fi* et^Iten bi« auf biefe Seit 2)ie alte 93ttrg Aabienen ftanb tinft ba *)/ ^0 na*ma(« im SUo^cx gleite« 9lamen« bie 9Rim *e iire «^oren fangen; eine anbere jwif^en ftolUmit unb ^auenburg auf bem S3erge Solfo % 3m fiib(i*en Xfyzik ber 8anbf*aft f^fifetc auf , ber ^6^e bie «urg SBeflift ba« umlierliegenbe ®ebiet bi« gegen ben £iraufen (in, eine ber bebeutenbfien Seflcn ^ogefanien« ^X @o mögen au* no* in ben anbem Sl^ieilen ber &anbf*aft meiere {Bürgen wie iur «^ut be« Sanbe«^ fo jiUm Sßoltinjt^e ber (Sblen bage^ jtanben l)ahen; allein bie Seit mit il^ren wanbelnben @*i(fs falen 1)at i^xt @puren gingli* loertilgt unb {einer fagt un« mel^r, wo bie wa^rfagenbe 0ii*terin Dogefana im ^Uigen (Si*walbe i^ren ©i^ gehabt 0- e r m l a n b. ©ie toierte8anbf*aft|>reufFen«ermtanb/ in alfer Seit  1) |>cii>i(edium bec @tabt Qrlbtng Dom 3a^r< 1246. 2) Dusburg P. III. c. 163: QuiHam de Pogesania nobiles. 3) euca< jDaotb S3. 1. ®. 72. 4) Sttcoö S)aDib a. a. X). 5) Dusburg P. III. c. 164 not c ®ne anbere ^ontf iieiiae fte Wenüiu. SSgl. Airattfe'd ^bfyknVL über b(e Vnftd^t ber 8«fle bct SBeflt^ m ben »etcrdg. |ur J^unbe |)rettfr. S. V. 6. 539. S$. VII. ©.75. 6) 8ucad )Dai9tb S3. I. €f* 72. 
Srmlanb. 4S7 • audf Satmten genannt, grinste weftto&xti an |>ogefanten nnb mav t>on biefetn bur((^ bte |>a{farge ober @erie getrennt Sttt nirblic^en ®r&n)e l^atte fie baS griffe <&aff. 3m i&flen ßief fU an bte Sanbfcfiaft Statangen unb an iai IBatter^ Umb, unb \ibxüixtt lief fte l^inauf bt« an bte Sanbfi^Hift Soltnbien. Ueber bie genauere IBeßtmmung btefer £)fls unb ®fib« ©ringen aber fc^wanlen bte £lueOeu l;tn unb ^ unb eS ift faft unm6gUd^, l^ier ttxoai @t4^ereS fe{i)Us fteOen, benn f)>dterl^tn waren bier offenbar bte ©rinjen gan} ooberS; att in fr&^eren Seiten^). ®en Sßorbollen be(>nte ^ Skmtten frä^rl^tn fo weit an^, ba^ ed noc^ bte Surg Salga ober ba6 @ebiet bon .^oneba in ftd(^ fafte, ja felbfl eine @trecfe naö^ SRorboften ^tnauf lief '). 2>ort foDen e» einige Reine glüfTe t)on 9{atangen gef4iieben l^aben >> Son ^ier lief bann bie &tinfi\nk {Wifc^en SBarmien unb 9la^ tangen )Wif(i^en ben @tibten £reu)burg unb Stnten burd^ unb ging bis an bie XKe ^). «^ter ivar bie ©rinje ber Altern 8anbf4^aft SStormien unb jenfeitS btefeS gluffeS fiob  1) 3tt tiefer Semerfung !am au(^ fd^n Hartknoch ad Dusburg L. in. c 18. n. a. • 2) ©ie Seweife Weoon liegen In Dusburg P. 111. c. 18 unb 20 anb bei «^enneberger Sanbtaf. ®. 24. 2Cu(b bte Urfunbe bei J(o« tebue 0. I. €{. 419. (bie wir im ^wetten Zt^eiU biefeö SBerfed rid^Hd abgebnicft liefern werben) bftrfte biefe norb6tlti(!be Vu^bebnung 9Q3ars mten6 beft^tigen. 3) €$0 geben S^aiffet ®. 2. Siebemann ö (Sf^ton. ^\cv* bie Ordnie gegen Statangen an. (Sd müßten biefeö bie fleinen güiffe T^pn, bie bei &ä^bUn, gebberau unb Sommern in< ^aff geben. 4) 9ta(b Dusburg P. III. c 27 geb6cte bie @egenb oon JKreu^« bttrg f<bdit offenbor jn 9latattgen ; äinten bagegen na^ alten Urf unben la SSktrmien. 5) Sartenfieind Umgebung geborte offenbar nicbt mebr iu SBar> mien; eben fo »entg bie ®egenb Don «^eiUberg unb nocb toeniger hai Oebiet von 8l5ffel/ wie fcbon au« Dusburg P. III. c 27 bevoorgebt. jDaf «^llberg bt«r M in SBarmien gelegen bcgeicbnet wirb/ beweifet nur, baf ber (Sbronift bie fpAtere (Sintbeilung ber bi\ä^hfli6^in jDiöcefen ni4t nergeffe» fonnte. Sßarmien ging ni<bt ober bie Wt, benn ^fUi<b oon biefer begann fpglei<b ha4 tBarterlanb. 
48S Srmlanb. fegleidS^ iai fßaxtttUmb an. 9lo4^ unftejKmmter tft bu fib« IM^e ®dln}e, n)o ffiavmien an ®alttibtett ftief. €S fcl^efttt, baf ein Dunft biefer ®r2n}e bei SRol^ntngen war, )90 tti»^ ie(}t bat ^orf @allinben ben fHatnzn etl^dtt @o »at bet Umfang biefer Sanbfd^aft aOerbingi bebeutenb unb umfdf^Io^ in ilEiren Stinjen bti weitem mel^r bewol^nbaret ianh, M bie bi%r enodl^nten Sanbfdf^aften. 2)af au4) in ifyt ha» jgefammte Sanb in einzelne @ebiete serftel/ ift fc^on Mf l^lb ni^t )u be)weifeln, ba e$ aud;^ l^ier eble ©efdj^te^trr gab/ bie in ^Mä^ex Sßeife bie @igentbämer bebeutenber Sanbftreden fepn moci^ten. di ftnben ^6) fetbft @)>ttrett, baf bie (Sblen in ffiarmien ncd) reicher unb m^ci^tiger geioefen fri^n m6gen, aU bie in ben anbem Sanbfcl^aften *); xoeni^ ften« Dtermocl^te ba« fel^r md4)tige ebb ®efc|^(e(^t ber ®Cots tiner aQein eine felEir anfel^nlic^e «^eereSma^t )itr ßttt^u bigung be« 8anbe8 ju {teilen '). @d bel^errfc^te wafirfdEKin« lic^ baa ®thUt um ®tittftabt jwifdEien ber Züt unb 9af^ farge, wo ber uralte 9lame nod^ iii bem 2)orfe ®Ii)ttatt aufbel^alten i{i '). 2)iefe» ®lottau unb iBalga (<^oneba) ausgenommen, tennen wir feine SZarnen ber Surgen mtfft, bie fonft gewif bei ber SRenge ber @bten in SBarmien biefe i;an^\ä)aft gefc^u^t unb gef^mütcft l^aben m&gen. 9{atangen. ®en SRorben grinjte an SBarmien |>rettfren6 fänffo  1) Dusburg P. III. c 21 : Plures nobilet et potentes viri de Warmia; ferner c 26. 2) Dusburg- P. UI. c. 23: In terra Warmiensi fuerunt qui- dam ifiri praepotentes dicti Gobatini. jDad C^ingifc^ Stfcr. liefet, »ie ea r^eint c^ttger Glottini , unb fo muf auc^ in a(ten ^anufcnpe te» be« )Dtt0bitrd ber 9lame drlantet ^aben , benn In einer ^tn M« f^rift bei geff. 1Cr(^to« ift er ebenfo. 2)a< föerßner ^r. ^t Goko- * tini. fhxtixt lDat)ib ». IL ®. HZ 3) Dusburg P. III, c. 268: Territoriiim Glottowiae Wannien> sis dioecesis. {^enneberger Sanbtaf. €^. l4i. (N n>to mdatu^, aber ni^t fo maf^^^nlid^ / baf ba< X)orf CKautiettiii bei Siiitni bie e^oltge Sage beS Canb^ebieteft (Slottowien anbeote. 
9laUn%tn. 894 eanbfd^o^ Slatangen. iDo« Stif4^e ^aff btibete il^re mp Ud^e unb }um Steile au(i^ n6rbli4)e ®t2n)(/ toel^e bann am Dregel^ Strome fott lief 6td an bte Me. Diefer gfluf war tl^te hftlidft ©rinsfc^eibe unb trennte fte t>om fi3artets lanbe ^). 9latangenS fubltc^e ©t^nje war bte fcbon begei^:: nete n&rbli^e t>on Sßarmien/ lief alfo tttoai n&tblid^ wn fialga Dom Srifdf^en «^affe aM, ixni iwifcl^en Sinten unb Areugburg alfo burcb/ bafi ba$ fäblic^ t)on J(reu)burg (te$ genbe 2>6rf(ben Jtrufe nodt) ju 9tatangen gered^inet würbe nnb pt$ bei @(|!if>f>enbeil wieber auf iai JBarterlanb ^). Son Sebeutung war bemna4^ ber Umfang biefer Sanbfcbaft tetne^wegd; alldn fte galt in 9lä(fftc|it if)xtt inneren jBes t<ib<tffenbeit für eind ber fdEi&nflen ©ebiete $reu{fenö unb war t>on jel^er Don einem triftigen/ tapferen unb arbeitfamen 8ef(ble^te bewohnt. 7iu<i) ^xtt ftpbet ftd() wieber bie ^ei; btng ber Sanbfd^aft in einzelne Heinere Sanbgebiete^ bie einzelnen eblen «Ferren geb&rten. @o (ag in ber ®egenb, wo nachmals Areujburg erbaut warb , bad ®ebiet @oUbaU/ einem Sblen }ugeb6rig/ ber auf bem Serge feine SBo^ns bürg 1)atte, auf weI4iem nad^mafö bte JCreujburg emf>or:! jKeg '). 6in anbere« folcbe* ©ebiet war ©clumen unfern  1) 2Cu0 Dushurg P. III. c« 72 erhellt, baf bad Oebtet^ tpo nacb- mM bie 6tabt Sße^Iau erbaut »urbe, fcdon i\x 9tabrauen geödete. 3Cu(b hat ®ebiet oon SBo^ndborf am ifl(i(^en Ufer ber 2Cae würbe nid^t i« 9labrauen geregnet; f. Busburg P. III. c. 73 ^ 74. 2)tefe< be« fiatist au^ eine S^ilungdsUrfunbe oom 3a(re 1326 in bem S3u4e: 9ttdatf(be «^anblatid p. 104 im gebetmen 2Cr4iD. 2) Busburg P. III. c 65. «^enneberger Banbtaf. e. 327 ges ffcfit ofrn, baf er bie fäbli^e ®rdnse 9on Statangen nt(bt anaugeben »tire. SBenn er aber 6. 328 nodf) fitelga , «^eitigenbeU unb ^intiu gu ftatangen rennet, fo ift biefe« oflienbar für bie Seit, von welker wir bier rfnre^en, gani unri^tig. SBaiffel @. 2 unb Sie bemann taf» fett 9^atangen fogar hU an bie 9)affarge ge^n. 3) Busburg P. III. c. 125: Territorium Nattangiae, quod di- dtar Solidowy circa castmm Cruccburg. fbet 9tamt ift no4 le^t in ben OHrftrn (Srop* unb JUeinsCoKau aufbe^Uctt/ wei^e in ber 91% von Jtrett)burg ftegeii. 
490 ' ^atatti^n. wn JBartenflein ^). Sei {Branbettburg tag bai ®ebiet 9os fanoen'^) unb fubtv^ttS üon biefem bom Sluffe Stif^N an bis gegen 93alga bin baS bebeutenbe ©augebiet «^oneba ober «^onebau 0. 2)ie 9lamen ber alten b<^ibnifcben Sut« gen/ bte etnfl auf 9latangen ftanben, f)at bte Seit fafl alle betgeffen. 3m ®ebiete t)on «^oneba aber lag eine fofabe in ber 9l&f)c beS Srifcbingd unfern t)om £)orfe DermUten, fib« ojhvirt« t)on SSranbenburg. @te n>ar DieÜetcbt bteJBobn* bürg ber ®an -> Ferren Don «^oneba «). £)ie alte Surg fi3efelebe/ unfern t)on Sartenfiein / toar ebne 3n>etfel ber äBobnftg ber SbteU/ bte über bad ©ebiet bon @(lumen berrfd[)ten *). ©arten ober ba8 SBarterlanb. 93arten/ bie fe4^f(e Sanbfcbaft, lag im @äbofien 9t(u tangenS, bon welcbem fle bie XKe trennte. 3m Slorben lief fte VA an ben kregel unb gen £)f[en t>ieQei(bt bii an bie 3£ngera)) ober bocb wenigüenS bid in bie ®egenb m 3)rengfurt. 3m @uben grjnjte fte unterbaib 9ta|ienbuis 1) Dusburg P. ni. c. 25.5 fä^rt ten 9lamen Sdumen ttob Sclunien an. TCnb^re f^refben Slumen. 8uca6jDaotb$B. V. @. 124 ^Qt @clunten nad) ^Dudburg. 2) Dusburg P. IIL c 24. 86. «ucaö IDa»ib' ». IV. 0. 90. •^ettnebergec ®. 352. 3) Uebcr btcfed ®ebiet »irb fpdter mcbreö ^u fagen f(9n. 4) jDfC ^anbrat^ bed ^eifea bedeutet hierüber, baf no4 jedt ^» Spuren btefec Surg am 9Ba(be \^ivittt ^enoUten oor^anben ^nb. ,f(li* netr alten ^oge na^ foQ ooc atten 3ett(n bafetbft bte Surg «ßiuueta», bewohnt Dcn bem Se^rrfd^er biefer ^egenb/ deuten ^abes.'' 5) Dusburg P. IIL c. 169 Jagt, blef« »utcg Jabe drirge« m syKa dicta Kertene juxta Bartenstein. >Diefed be^eic^net i^ ^9< M^ genau bei bem je|tgen IDotfe Beigleiben auf bem Sßege Don Sartenfbin nad^ 9)r. C^lau. 2)ort ift im Sflamen bea SDocfrd j^drtben auii ^ 8?ame beö SBSalbea Kertene no4 oor^nben. «^ennebergec icvM e. 51 fagt/ baf man no(b 8U feiner Seit ben €$4fofberg tmb bie ed^anitti uon S3efelebe geTe^ien ^be. & ift ba^r unn4t<d/ ^"^^ eucaa IDat)tb ». IV. 6. 125 bie Surg ^efeUbe (ßaifMa) &imon ©tunau ind ^lalinbcrlanb oerTett. 
SSartetlanb. 491 an b(e iant>\ä)a^ ©aUnbien-^*)- @onad() xoat bai ^attcu binb eine bev bebeutenberen Sanbfcb^iften ; ed verfiel aber in i»ei gt&^ete ^^beile, in ba« eigenttid^e 93arten unb in f)rica:^IBatten, welcbe SEbeilc fpitetbin burcb ®to^^ unb JtUins «Arten tt»terjibieben würben «). 2Cußerbem aber ent- bielt aucb biefe Sanbfiaft ibre einjelnen Heineren ganbge^ Mete. (Sin folcbca war Dor allem ba6 ©ebiet üon SBoben«:» borf, SBobnöborf ober ffiunöborf ffibwir» t>on Xßenburg jwifd&en ber TOle unb bem iDmet 6? Weint biefen ©er« manifcben 9tamen fcbon in ber b^ibnifcben B^it ^effaht ju baben 0* 3n ibm lagen bie 93urgen ^apojtete / Ci^toUU ten, wo iel^t baS Jtircbborf 3(ugtitten ben 9iamen no6) tu b^lt^); Un^tra:|>i$, worin man 3nflerburg erfennen willO; 1) @o waren bte ^rina^n t)cm Sartcrlanbe na4 b^ Sufammens llfllund aud Dusburg P. IIL^c 27. 111 ^ 112. .^ennebec()ec 9. 26. Sine Urfunbe Dom Sa^i; 13'':6 befldttgt biefe ^^roniften. Gte jd^lt ben e$ee 9{eefaa, bei ibr ^efou> genannt, h%\6) Don Drengfiirt ttocb }nm IBartertanbe. jDie Sanbfcbeibe t)on Q^altnbien unb Barten fe^t fie in bte ©egenb oon l93o)»e(au!en h^ 9taflenburg. 2) Dusburg P. III. c. 3 nennt oia bie etfte eanbfc^aft Barthe et PiJca - Barlha , quae nunc major et minor Bärtig dicitur. (Sin ^fcr. be< jDudbucg fübct ben Spanien Plica-Bartha nicbt an unb fagt b(of : BarlkinensCy quod modo Tulgariter dicitur maius Bartin et minus. Hartknoch ad Dusb. p. 75 oermutbet, baf plica ein ^* pceuf^<bei$ fßort fep unb ,; flein '' bebcute. 2Cbec liepe ftcb bec 9tamc nicbt oiedeicbt auö bem ^ettifcben erfidren, mo pUks fo Diel b^i^t M lo^^ nacft, bloß/ To'baf |)lt€asS3artba bad fa^te, malblofe Sparten be& beute? Damit ^mmt ancb O^erme^er fm 9)ifuff. VUm^ 1780 0. 645 äberein. 3) Dusburg P. IIL c 73 nennt ed terra Wohensdorpf; ein SRfcr. beflelben territorium Wunsdorff. 4) 2>er ^'omt btefer SSurg wirb oerfd^ieben angegeben. Dusburg P. III. c 74 ^t Ocbtoliten; 3erof(bin liefet Auctolite; .anbere Ocbtadite, fogar Holite; SucaS 2)ai>ib IB. IV. ®. 14 Ouchtolitten. jDieff« vttb Ocbtoliten fcbeint mobl ^tm ricbtigen Slamen am nd(^fim Ml fommen, benn hat im Sobtt<borf!f(ben Of^ebiete llegenbe )Dorf Vugf (ittni %at obne dweifel ben alten 9tomen ecbalten. 5) 3Cii<b bte 0<breibart biefed 8?amenS wec^rdt Dusburg L c* ^t UoMtrapis; ein Stfu. oon i^m Satrapis, tttcae Daoib a. a. 
492 $Bacteclan>. ixt Surg ®ttnbau/ beten fflamc no^ ie|t im 2>0rfe ®uiu bau aufbel^Ktlten xoitb unb Ttn^et^tn, toieDetd^t unfern ba^ Don beim 2)orfe Snglau 0- 9'^e]^re foUf^t {Burgen bat bat S3arter(anb ol^ne 3»eifel aud[^ an anbern iDrten gehabt/ benn baS SSoK ber SSarter jetgte ffd^ nad^imatö^eben fo ^anXfykft unb entfdl^Iofren in ber Sertbetbigung feiner 93urgen unb ian^ ititot^xtn ,1 al$ tapfer unb friegerifd^ in offener %el\>i6)la^U Zm n>i(|^t{gjten aber ifl in biefer Sanbfd^aft fär bie ®^ fd^id()te biefer Bdt bie ®egenb/ wo fub ber ®nhns%ln$ mit ber XOe Derbinbet unb fe^t bie @tabt &^iiffpcnUU liegt. @ie i)üt immer f^fon bie 3(ufmerFfamteit ber %ot^ f^er auf ffcb Idingejogen unb man fanb fo manche* bort Dereinigt/ roai bie Slermut(^ung begrünben fonnte: bort mäffe einfl ber beilige ®6tterft^ 9tomot)e geflanben ifahtn*). Wtan legte biebei freilicb nur bad meifte ®mi^t auf bie bort beftnblid^en £)&rfer:: Flamen StomSborf unb StpdFgarben. XOein a bezeugen bie einfüge grofe SBid^tigfeit ber ®ts genb um @(|)i))))enbei( nocb g^n) anbere Umfl^nbe. Unfern bei einanber lagen bort am Ufer be^ @uber«ff(uffed }t9et  £). Unsapotraps. Se^t erinnert fein 9iamt me^r an tiefe ültt fßnxg, ^an |at ben 9tamen ableiten »oUen t)on Inster unb Angerap unb bann Snltcrburg barin gefunben. SBdre aber biefe ^Cbleitung attcb nt^t ~f» degwungen, fo (tegt Snlterburg t>od) oiel au entfernt vom SSo^^ borflfil^en Gebiete. 1) 2Ctt4 ben Atomen ICngetete, toie Dusburg L c. f(breibt| baben bie ClueOen oerfdjiieben; Sucaö ^aoib Angelitten; biefe< entA>ri4t bem 9^amett beS ^orfed @nglau. Hehving in f- H^opodrapbie Don Hn^ gerburg be^uptet, bie IBurg ^obz am 9)^atters€^ delcgen. 9iaä^ jDu«' bürg aber ifl bief unglaubli^. 2) 4>arteno(l(^ 2C.U.91. ^n\x% 0. 124; beronberd Oftermeperi erittTc^er SBettrag ^ur altpreuff. Steligiondgef^i^te @. 42 — 43. atan» (^ erMrt biefer jmar gan^ unrt<^tig %. SB. A^cfgarben bttril^ 9x/tt batf dteid!) unb ®arbe bie Q^re, al{b bie «f^enfic^feit be< 9anbe<; aOein er txxoifyxt bort vtned i%m fe^r meremürbigeii (Sid^enwolbe«. Xtif bie @ad()e felbfl ge^t er fretltd^ tttd|)t grünblit^ ein. IBgt Jeschke Disser- at bistorica de quercu RomoTe gcatflibus olim Pruttis aacra. Re^ giomont 1674. i 
SBarUrUttb. 495 Sttigen/ bie eine SSeiftote:? 911/ bte anbete wn ben3>teuf:: fenS^aHewona/ na^mali ober SBifenbutg genannt 0. ^iefe Giemen beiber IButgen aUt fyxb^n ebne Smifel t^re eigene Sebeutung unb SSesiel^ung. SEBet{iote''$il ober n>of)( ri^ tigerSBaifiote«9)iI mar bte ^^Sur^ be$ 3(uffeberd/ be6 Uiox^ gefegten, beö £)ber^erm'^ ber ganjen Sanbfd&aft') unb liebt fona^^ itn @in(lange mit bem 9lamen St^dgatben/ xoü^n ben ^etm«" ober ©ebieter-üBerg bejeicbnetO- SßaOewona/ ber 9tame ber anbern JBurg^ ber ftdE) nocb biS biefen Sag erl^Iten 1}at unb eine aüfgefc^^ättete {teile Stn^l^e mffz bei @(l^t)>l>enbril / ^att am XOe^SIufi begeicbnet ^) / M eine  1) Dusiurg P. HL c. 109: Castrum dictum Weistotepila, si«. tum in liitore flavii Gobonis (i. e. Guber). SttCad jDat)ib S9. IV. €5. 64 — 65 fd)reibt haVa WaisiotepiU, balb Wcistotepil. tteber bie anbere SBurg fa^t Dusburg c 111: Castrum Wisenburg, quod a Prothenis Walle wonna dicitur, situm fuit in terra Barthensi in littore fluminis Gobrionis. 2) )Der ^ttt^auifd^e ®pra4!ennet fhrof. SR^cfa t^etlte mir folgesibe GrC&ntng bkfe^ 9{amend mit: ^yWalstotepil ift au< §tDet SOB^ctcrn iufammengefe^t. IDie @t(be PUe, Pille, ~wel(^e in vielen altpreuffir^e» Ortsnamen fld^ t}orfinbet, bebeutet urfpründlic^ eine 2Cufr(i^üttun9, ©4)onse, gefie/ »on pilti ft^ütten, JDaö erfh Sßort Waistoie fti^jeint oenoanbt mit bem Sttt()auif^en Weizdeti fe^en nnb bem 7Cltpxt\x%t Wen Waidintwey jeigen. Waiadas, Uzwaizdas ^ift eiu QCuffe^, Soraefrtter« 3) Ryluy Reiks tft «^errfd^er, ®ebieter; ^garbs obec garps im X(tprettf{ir4en ein Serg. 4) jDer eanbrat(} M i^eifeö bedeutet ober biefen ®egenflanb goU genbe«: /,S3ei @<(^ippenbeil, 9011$ no(ie am abel. ^rfe ^Cngec unb $aet am ICOe^Sluf bcfinbet ft^ bei f. g. Sßoa« ober SBaOsSBerg, eine ßeiie ICn^i^/ an »elfter nid^t }u oerfennen ifi/ baf hit J(un|l fie [(^f. SXef Biertf^ berfelben »«rben burd^ einen Kraben htm'fyct'^ ben «iets im, fäb&fbMKtt S^eit befpälet ber %\U*%iVih tiefer S3erg i# beinah gani nmb unb ^t auf ber J^rone eine grof e IBertiefung , bte runb (eniin mit einer ffarfen 93rä#ung umgeben ift 2Cn ber norbmefili^en CSette f<b(Attge[t iu^ ein 9M, ber im "^erbfl unb Srü^af^r flarl an« f^^ttrfOt unb bei 2Cnger {tc^ 4n bie VOc ergieft 2)ie SBermut^ung, baf anf biefem Serge frö^^r tint Surg geftanben %a\>t, geminnt babunb Ofottbeai baf ber SBeffter beö abel ©utd 9)rant(ae M ber Seacfetung 
494 fiSdtterlanb. mit bem 9lamen SBaifiote = 9t( {tentUd^ gleite fiSebcutung^ benn er f)^i^t fo t)iel aK y^Scbteter^JOrt, «^errfc^etsSBo^ nung *). " @o f6nnten'n)ol(^rft^on bfefc SRamen ju einer SSer? mut]()ung über bie einflmaKge SBfc^ttgTett unb 83ebeutung biefer Oegenb ffi()ren. 2tber anbere alte 6rinnerunflon UU ten nni nod) xoeitct. TCIU Urfunben ertoi^nen unfern t^im @d[>ippenbeil einea ^eiligen SBalbeS. S)iefe3 »öt ol^ne Sweu fei ber SBalb, weldj^Jr fübwärtS t)on jener ©tebt, in ben ©rdnjen befi ®nM ^xantlal liegenb, jefet ber »nrgwölb genannt wirb unb eine «^albinfel bilbet/ inbem i^n einer @eitö ber ®viUt:%in^ umgiebt. S>ie anbem leiten utm Iduft ein tiefer ©raten, ber in alter Seit bur^ ben 2fluf ;nit SBaffer gefäUt war, fo ba^ ber SSalb eine t^Oige 3n^ fei n>arb. Tin biefem SBalbe liegt eine jweite aufgefcf)&ttete {teile ZrifjhUf auf welcher einft jene jweite 93urg 9Sai{tote^ $U gefianben ju ^aUn fc^eint @o burfte nun bie Se^ I^au)>tung nic^t \\x lul^n fepn, ba^ in biefer @egenb beS JBarterlanbea bie SBoi;)n{t^e bed &anbei$färßen, bed SItexti unb be$ (Sriwe gewefen fcpen unb bie eine 93urg itxm SBefin? orte beö einen, wie bie anbere jum SBo^nfige beS anbem gebient ^abe. SSie am l^eiligen SBalbe bei bem StomoDe in @amlanb eine Sranbftate ben £)rt bezeichnete, mo einft baS ewige, l^eilige f^euer brannte, fo beutet f)ter ber 9lamt ^rantlaf — S3ranbla( ^) ober Sranbfelb auf eine glciAe etned IS^etlS beö SBecaed eine 9Ren^t bf^t neben etnanber fn brr Qite Itegenber Steine gefitnben bat tinb nod^ je^t oovfFnbet.' 0le fil^enfn t^ Ueberbtetbfel M ^unbamentö alter IBUrggeb^ube ^u feon.'' 1) ^^eTa gab ton biefem 9tamtn folgenbe CMftrung: 9i liegt ^ier ba0 ^ttbautfc^^ Sßort Waldawimas nafie, todä^ „<(»erxf4aft^ (e{ft/ t)on ^alditi, im 2Clt|>rettntr(^en waldintwey, ^nrfd^tn, Im 9o« t^fd^en waldan; D^t Ulßlas Marc X. 43. ^ie i^nbong wone lomnt bei me^n «Hauptwörtern t>or, beren oerwanbte Terba im Sitflttitm oti baben, }. S3. dekawonc )Danf, ^cn dekawoti, buddaMrpne 0an, Don buddawoti u« a. 2Cud^ in anbem Ortsnamen fommt bfe ^birng wone t)or, 3. S. Galwunen im Slafirnbttvdtr^ett ^ft fn ttrinaben Galwone. " 2) tiefer £>rt ^ef frü(ier(in Brandlaukcn: in eitter Ulrfuiibe 9om 
S3atter(anK 495 eto#{ge {Beftimmung l^tn. «f^ier toalUtt bemnac^ ter San^ beSfurft Dom SSarterlante; l^ier opferte ber ®xme beS S<ins teS am ^eUtgen Seuer ; l^ier fprad^ er ba« ®ertd^t. 3n ßU (^er SSeife no&rbe audii ber ^ütnt ber je^igen @tabt @ö)xp^ ptnUil auf bie einjimaltge SBtd[^ttg!ett ber @egenb (^tnbeu« ten. 3ftt alter 3eit „ ©4)ep»)enbil unb ©cfceffenbil'' ge* nannt ^), märbe {te bte Sßotinburg ber 9{td()ter, bet ®d)ipf }fm ober @4)offen getoefen fepn; unb fo loörbe fid^ aud^ bie •^aritiadigfeit beS Kampfes erffaren laffen/ ber nad()« mali ton ben 9)reufren gegen bte £)rbene4Rttter jur SSer^ %ibigitng btefer ®egenb gefdmi)f,t warb % ® a l i n b i^e n. 3m @äben fiie^ an ba§ S3arter(anb bte jtebente Sanb^ fd^iaft ©alinbten, ein yiame, ber, wie fc|)on frfil^er bemerft tfl , big in bie Seit beS €tbbefcli)retber$ ^tolem^ud jutäcf^ gel^t nnb, burd() bie @agen)'eit loon 9Btben;ub l[)inburd()Iaus fenb, [id) biö auf biefeS 3al;rl)unbert l^erab er|)alten l^atte. (Sr umfagte ^reuffend bebeutenbfle Sanbfc^aft 3m SBeflen bob i^re ©ränge am 8anbe @affen, in ber 9tic|^tung Don «l^o^enflein unb Sleibenburg an ben iDueUen ber TÜlt an unb fcliieb ftc^^ }ugleic^ bur^ biefen ^lu^ Don ber Sanbfcfiaft SBarmienO* SQeiter fort grcln^te fte norbwdrt^ an baö Sa^re 1468 ift er Braii(llauwk}nn qt\ö)mhtn ; lauck ober lack ift hts fanntCi<lb f^ ^<e( atö Selb. SBet biefem S3ranblau!en mtrb fernet in aU ten ttrfunkn auc^ ertoi^nt etneö Rotten ^SEBolbed, einer 5^o(ten«9ßtefe unb eineö 9>o(leQs (kartend, tiefer 9lame ifi !ein anberer aU ber an« bfrtDdrtö i^orfommenbe ^otolto, i SB. hei bcm e^emadgen t)e\l )Dreis falü^UiUfStlo^tt, ttnb »yotoKo ift \>ev oerborbene 9tavr.e bed ®otM 1) ®o i^ ber 9lame in ttrfunben fdibn^in faft immer gerc^neben. ^p bas SBcrt 0d^6ffen, Gcbeffen, ^(^eppen für 8Kd^ter fe^r alt ift/ fn^t }ebed (Sloflor. 2) «gr. Duiburg P. IIL c. 109 - 112. 5)«9enneberder Banbtaf. ®. 156 nimmt bie ©rdnje ^mifd^en Grmlanb vnb Qatinbien bei ^^ertung, nnfem oon ben Quellen ber XXte an. IDie (Segenb von SBartenbui^ lag aaerbingt' ft^on in ®a^ linbien. 
496 ®a(ittbiett. 93avtetlanb, alfo ba$ in ber SUäftana wn Sl&ffel unb Sto« (ienburg bie @(lf^etbe betbet ®ebtete war. ®en @&ben wot ®alinbiend 9la4)batlanb 9Rafot)ien; aber ein bebeutenber X^iil beS &anbe&/ xotldftx ^ itl^t ^um Stetcbe |)oIen gebirt, Yoar in bamaltger Seit nocb ®alinbif4ied ®ebtet & hts gann nhm\x6i bie ©rdn^e aRafot){enS ttnb ®alinbien8 an bem S>xtz, wo bev Slttß äBpfa {t(b in ben Sobr ergiefet; bann f&^rte bev ^u^ SSpfa {te »ettev btS an ben SBalb 9{arwomebe; t>on ba lief ffe biö an ben Sfluf Sincente, wo ftc^ biefer in bie ^ifd^ verlieret SSon l^xtx jog fie Kotu ter am ^ee StibnO/ bamatö SlubinS/ t)oriibev biö )uat Stuffe Suro^jt^ bamafö S^urgawiten genannt; l^ierauf bunb bie SBalb'9Bt(bntf aber ben %i\x^ @rn>a bama» 2>it»o, bi§ an ben %\\x^ Sioroga^ früher Stujogo genannt; bann weiter wejilid^ fort über ben iOmuIef/ bantald Sufo, bift an ben gluf iprjiC/ welcher in jener 3eit 3CretiS bief ')• @onad^ geborte a(fo ber ganje betrad()tlicl^e Sanbflric^ Don bem <Sih\>tä)tti Stabjitowo an ber Sßpfa b(6 gegen bie @tabt Sborjele um £)r2icsf^nffe in bem ©altnber:: Sanbe. ®en iDfien erftretfte eS {tc() in unbeflimmbarer ©rinje bit an ba$ 9lad()barlanb 3>oIe?rien/ beffen fruber fcbon in 9Iii(fs ft4lt feiner Sage gebad[)t worben x% iR&rblic^ binauf granjte ©alinbien an bie ganbfd^^aft @ubauen; aber aud^ bier ifl f£r biefe 3eit bie @d^eibe beiber Sdnber unm&gli4^ ^u tu mittein. äßie eS fcbeint^ begann fte am S^irbing :: @ee iinb 50g ft^ bann na^ ber ® olbap binauf. «^ieburcb aber wirb begreiflid;^ wie baS 93oIf biefer auSgebebttten Sanbfi^aft fc()on t)on alten Seiten ber alS ein fo m&d^ttged unb jablreicbed gefcbilbert werben tonnte, baf bie J(ttnbe Don x\im felbft 3)toIemdu8 erhielt @on(l war 1) iDtefe fuc bie dltere ©efc^t^te 9>seufren< wtcbtide S^mmoiig über bte f&bltd^en ©ringen be^ ®almbers8anbed beftnbet {t4 in einem Folianten M geb. Vnbtoö betiteCt: Vdofifedien bed 6tift6 6am(aii& p. 227 unter ber Ueberfd^cift: Hec Jtuit aati<]ue granicie siTe gacles inter terr&m Galindin et MasoTiam* SSgl. |)ccttff. @{ammIttQ0 S. U. ®. 640 — 641. 
^ (SaHnbien. 497 feine anbere 8dnbf(|iaft bm^ eine fo erflaunlidl^e fTOenge t»on gt&fieren unb Keineren @een nnb ©en^dffetn fo t)teU fact» aerriffen, mit bi(|!ten SSalbungen unb SBilbniffen fo #arf bebest unb in Serg unb S^al fo Derfcfiieben xot^^ felnb/ wie (Salinbien. 3n foId()er SBeife wicd auö) fc()on bie Statut t>on felbfl bad SBolI in feiner 9lal)irung auf'Sagb unb 8if4f<tng ^in unb barum war eS naturltd(), baf bad weniger angebaute &anb {td() leicbt mit 9Renfd[ien uber^: fuDte 0/ h^"^^^ ^^ 5Ertege unb f^e^ben in bem toAlbs unb feetei^ien ©eldnbe bie SRenfdi^enjal^I tooU fc^merli^^ je be^ beutenb loerminberte. Sn feinen weftlidl^en S£^ei(en mag ti t>on frÄfien Betten ^er wi>f)l immer am beflen ange:: baut unb am jlarfpen bei^olfert gewefen fe^n. 25ort mJs gen anif JBurgen feine SSertbetbigung gegen 9)2afoi9ien unb Dolen erleid^tert ^aben; aber t)on feiner b<^t und bie ©e^: ff^icl^te einen Flamen überliefert; fte fagt und nicbt einmal, wo jene ^eilige 9roplE)ettn faf ^ bie burc^ ibr 2(nfeben unb burcb ibi^ ma^rfagenbcd SBort fafl aQed im Sanbe lenfte unb leitete *). ®er gurft beö 8anbe8 — Sefugub nennt ibn tin f^)dterer ßb^nift — foU unfern Don gSfeen in ber ^itte eineö ®eed feine SBobnburg gehabt b^ben 0- ^on einer Slaffe i^on (Sbicn beS Sanbed geben bie fo au^erfi fpixttä)en Quellen feine ©j)ur; aber ibr ©dj^meigen gebie^ Ut no4^ feinen Sweifel. @ u b a u e n. Tin ©alinbien grdnjte norbmdrt« bie acbte 8anbfdS)aft ©ubanen, loon jenem burc^ ben ®^)irbings®ee, burdf^ bie biß naä) JRbein ^in gebcnben SKalter :: ©ewiffer unb bur^^ bie ^een bei Sol()annidburg getrennt. 3m iDpen fließ fte  1) Dusburg P. 111. c. 4. 8uca« JDOüib IB. I. ®. 70. 2) Dusburg P. III. c. 4: Domina, quae secundum ritum ip- »onim Sacra et Prophetissa reputabatur, ad cuius imperium huius terrae facta singula regebantur. 3)*enneber0er eanbtaf. 0. 136. 2Cber wo %Qt biefer Ö^ronfft bie fRac^ric^t ber? I. 32 
498 ®ubauen. an Sitt^aueit/ in einer iinu, bie t>on ben £lueQen bcr SSincenta au8 über ben ^uß Sptf, bann übet ben (See bei Staigrob unb notbwclrts }n>if(^n £)(e|fo unb {Batlars^ jen>o hinauf bift an bie 9{omintff4)e ^eibe ^inQ. Sen Slbrben fcbetnt bie 9)9ffd in il^rem S^ufe i>on £){ten noib SBeflen i^re ®ran}en gebilbet unb @ubauen wn Sc^a« (auen unb. 9labtauen getrennt ju l^aben. 3m SBefien enbr l\^ grinste fte an baS JBarterlanb 0* ®onad) umfaßte bie Sanbf4)aft @ubauen bie ganje ®egenb/ in weldl^et ie|t bie @tjbtc iDlel^ro, e^tf, Sßiala, TLxx», dtf)tin unb S&^en lie^ gen 0- ®t'^ Sefc^afenl^eit be$ Sanbeft gab ibm feinen 9{amen @ubauen^ ber fo Diel bebeutete alS @um;)f$ ober @een := Sanb , benn aud() btefe 8anbf4^aft n>ar einji nocb n>eit mebr ali ie^t t)on @een/ @fimpfen unb Seiten angeffiDt ^). Sßir ftnbea au^ l[^ier n>icber bie (Sin« t^eilung in einjelne Sanbgebiete; e$ werben genannt baS 8anbgebiet bon itemenau mit einer S3urg g(ei(!beS 9taf mmi, auf welcber ein ebler @ubauer M <f)en bed ®ebtes M ^aufete ^); femer baS Sanbgebiet Airfau in ber ®egenb/ 1) «^enneberger Sonbtof. €$. 442 «Mennig ju Suca« 2)as «ib SB. I. 0. (S2 fast: Zubauen ifi hai ebemaltde |)ob(a((ten, ba» je^ige 9luff. ®out)ememeiit SStoIpliocC, bad Ißaterlanb ber Sai^gen ober Saawefter (Satwinger). )D{efe unricbttge Sde^jauptung dnberte «^ennf^ felbft tn f. Commentat. de rebus Jazygum slye JasTingorum. Re- giomont 1812. 6!. 35 babin ab : Zubauen ift, fammt bem atten 9>obs (a^ten; ba« fpdtfre iBaterlanb ber Saapgen ober Saatotnger. &ani ncbt{0 fagt er: Sudavia continet regionem paludibus repletam, Ma- sOTia, Podlachia (terra Bielcensi, hodie Gubemio Russico Bialj- stock), Littuania et antiquis Prussiae orientalis proTinciis, Nadra- Tia, Bartonia et Galindla indusam, nunc regimini Littuanico-Pms- sico subjectam. ^ 2) Henniff Commentat de reb. Jaxygum p. 3S 9t(i^ «^eiine* becger G. 136 loftrbe freütcb S5(en ni^t in Zubauen sti rennen fepn. 3) Hennig I. c. 4) Dusburg F. m. c. 212: Territorium Sudariae dictum Ki- menow et castrum eiusdom nominis; c. 214: Jcdetus quidam tit n^bilis et genere et moribus potens et dives, Capitaneus Sadowi- 
Zubauen. 499 wo itlit Z>U1ih liegt 0; bann bie (Sebute Wt^tnmiten, yolinett, Stxafinen, @eUen ttnb mandf^e anbete*). Me btefe Sanbgebtete n^aten auc^ ^ter m^^ttgeren @ubauem vntertf^an, u>eI4ie ben <Stanb bev @b(en bilbeten '). Socb fa^en ^tet in einjelnen ©ebieten auc^ me^re «Ferren ali Sigenti^ämer; fo würben etnfi im ®ebiete 9Rertmt8Ien ntcbt toeniger als acbtje^n fetten erfc^lagen ^). SBBte @u^ bauen im fttbli(|^eu Steile flarf mit @een unb @um)>fen &berfi&at/ fo toar ej im n(tbltd()en bageget^ mit großen SBalbuttgen bebedt Semna^ mag and) biet ein großer SbetI beS SolfeS feinen Unterbalt in Sagb itnb f^ifcbfang gefitnben b<^ben; bo^l trieb ber @ubauer aucb TMexban unb eie^u^f^. Stabrauen. 9lorbn>irtS gr2n)te @ubauen an bie neunte Sanbfcbaft 9tabrauen unb n>o bie ^pffa jliefet fi^einen beibe iani^ f(baften ftcb t)on einanber getrennt ju ^aben. SBeiter wejl^ lt(b ^in mar fBarten ba8 f&blicb liegenbe 9ta(bbarlanb / fo baß ber $regel«@trom unb bie 3Cngera^!|) bie Sdnber loon einanber fcbieb/ bo(b ftnben tt>ir in \piUxix ^tit, baß 9la« brauifc^ed ®ebiet btö gegen 9{orbenburg binauf lief «). ®en jDjien grinjte bie Sanbfcbaft an Sittbauen unb (Samaiten; bo(b f^nb bie ©ransen fär biefe 3eit bier unm&gltdb ftcber  tanun de Kymenovia. Hennig 1. c oermut^t, H Untit Dielldtbt t^ Dusburg P. III. c. 213. «f^ennebetdet Sanbtaf. e. 244. 2) Dusburg c 192. 197. 204. 206. 207. i^^/i/i^ 1. c. p. 36. 3) jDtefe^ ®tanbe< ber tfblen in Cubauen wirb 6ftei; erti^&bnt. ^ Dtisburg P* IIL c 200 fagt: Uzores Nobilium, filios et filfas et familiam captiTayit; c. 202: quidam NobiJis Sudowita diclus Hussl* gcncu ; fo att(b c. 207. 214. 4) Dusburg P. III. c. 192: Occidit dominos huius territorii [amosos XVIII. 5) Dusburg c. 194. 6) Urfunbf vom Sabre 1326 in ftnem Sncbe bH geb« 2(rd|)f9«/ be« tttrit: SRigatfd^e «^anblung p. 10. 32-^ 
500 {Rabtauen. ju tejjid(>nen. »elltmtnter war bte n6rbltd^c (Srinjlinic \)üx6) ben gBemfl»@trom fiejogeit, »el#«r SRabrauen »oii bet 8anbf(^aft ©«^otouen f(^ieb, benn ju bct lefefem ge* ^8rte offenbor f*on bie Uwgeflenb t>on Stagnit Xm f^arffJen trennte im SJejlen bie ©eime SRabrauen »on ber 8anbf(^aft ©awtonb. 9fn fdd&er ®eife war SRabrauen «n bret ©eiten bur* trei gtfiffe jtemlid^ genau begranjt «); ober e« be^nte fi4) «n«^« »on SBeflen m^ fijlen in We eange, ot6 in bie «reite ou8. «u* 4n i^m wieber^t jt4) bie Jfter erwähnte eint^ctlung in einjelne gonbgebiete. XtS ein folc^el wirb bo« ®ebiet »on Äat^au genannt, wo bie SBurg ßt^oli<l^ien tog *). @in onbereS war 9le(|»ow ober 8le<l^ou, in roeld&em mel)re «urgen ftanben ♦). t>\e ganje 8antfd)Äft war öber^oupt ja^lretc^ mit ä3«rgen unb 2B<^ ren »erfe^e-, bie i^re florfe Jtricg8mannf(*oft a«d[> ru^m« li4> JU »ert^eibigen wü^te *)• ®o »«r^ »>J« ®>"^8 SSk^lou no(^ in ber |>eiben«3eit gegrfinbet •). SBeit aiter ober »or ebne Swcifel bie SBurg (JominiSwife an bem AamSwifu^ aScrge unfern t)on Sntlerburg , in »et^cr fid& eine e^aar 1) Dusburg P. in. c. 176.. 177. (gine flanj f^arfeOrdnj« f^eint fwltt* blc aÄcmet ni(!()t ßebUbet ju ^abcn, benn Dusburg 1. c bfc merft: Terra Scalowitarum sita est in utroque lillore Memclae. 2) 9la(^ Dusburg P. lU. c. 170. 171. 172. »genne'ocrger eanbtaf. @. 331. 3) Dusburg P. in. c 172. ®tt SKfcr. x>on Jöuöburg nennt ba« ©cbtet Kaiiowyn. @ö i|t W*|l »a^tf^eintt^) bie Oeßenb norbdftti« Don ©umbinnen, »o ber IBerg unb ba« IDocf Jtattcnau ttegen. *en* ncbetßct ßanbtaf. 0. 331 ffi^rt beibe no(^ unter bem Flamen Cot^ towen ouf. 2Cn bie »urg Öt^oli^ien ober Öt^oli« erinnert fein djnt X lii^et Sriame mc^r. JBuca« JDaüib ». V. ®. 3. 4) Dusburg P. III. c. 171 nennt e« teiritorium Rethowi; dB SOlfcr. beö 3Du«bur0 Wvnt aber ri^tiß«« Rechow au lefen. 3>ct ^am beutet auf bie ©egenb »on SBel^lau bin, In »erd)er me^e Orte wä Flamen 8«diatt liegen. @rwäf;nt »erben au3brücf(tc^ %mx »urgen in Wefem ©ebiete. ßucaö JDäüib SB. V. 0. 3. 5) Dusburg P. HL c. 175: Nadrowitnc liabuerunl magoam p<Aentiam arraatonim et plures miinitiones. 6) Dusburg V. III. c. 72. 170. 
\  9labraueii. 501 von in)etl[)unbert Kriegern l^alten tonnte ^). S)ie @age cr^ ia^^It/ ba^ lE^iet einft bcr Sanbeöfurft t>on 9labranen ^arnid^ U)ig)Cid feinen äBof)n|t6 ge][)a6t/ unb auf eine |)6^ere S93icl[)? ttgfeit beS £)rte§ fc^eint aOerbingS auä^ mand)^i 2(nbere ^injubeuten *). «Ferren biefer jSBurgcn xoaxen bie @blen be§ £anbc§, benn anä) \)Ux ragte ein teid^erer unb üornel^-- merer ©tanb über baS übrige Seif l()eroor *). 2n feiner 9laturbefcfeaffen^eit unterfc^ieb \iö) 9?abrauen t>at>nxä) üon ben bisher erwal&nten Sanbfc^aften, ba^ eS fajl gar feine @een f)ütU, befio reic^lid[)er aber mit grofien unb bic^tüer- u>a4)fenen SEBalbungen bebest n)ar. (Sine bebeutenbe SBalb^ tptlbni^ / bie und nad^mal6 unter bem Stamen beö ©rau« ben genannt n)irb^ jog faft burc^^ ben ganjen 6f[(idS^en S^beil ber Sanbfc^aft bin/ (ange Seit bie S3el()aufung vieler railben Sbiergcfcbtec^ter % 1) Dusburg P. III. c 173 nennt bie SSurg CaminUwika ; an* bere Kamcnswik. ^er £)rt ^amdwif Ui Snfler&urg würbe an fcb f4on bie Sage btefcr SBurg fe^r genau be^id^nen^ menn nic^t tkud) bie Ueberbtdbfel altec IBcfefHgungen am jcftt f. g. Äam3n)i!u§sSBer0e beut« lidb barauf ^\xm\t\txi. 5Der Sanbrat^^ bf6 i^etfe« b?nd^tet barüber gols genbe«: //^er SBer0 ift ein ^o^^er ^aVi, ber bie nad^ einer florfen JCnümmung ber 2(ngerap)) h\i auf 100 Su$ ft4 nft^rnbe» flei(en ttfetr bei 8^<ö oerbinbct unb fomit eine «^albinfel von ber Sanbfeite befe« ^'get. 3n einer (Entfernung t>on 50 ©df^ritten t)on tiefem «^auptmaUe na(^ ber SBinnenfeite ift Ut .^albinrel burd^ einen \z%\ noc^ 15 guß tiefen Kraben burd^fdjinitten , ber ju beiben (Seiten ftcf^ in ben fieilen Ufern bed S(u|fed üerliect. 2fuf bem SBerge felbfl !ann \>\t alte ()eibnis fcbe SSurg unrndglit^ geftanben ()aben , ba ber Siaum oben t)iel gu be< l^vdnft t|l; hvt ä&o^nung beö Surften muf alfo inner{»aib bei tiefen (grabend unb bed SSuaUed gelegen baben. ®onft iyit man auf bem Serge mand^erlei 2C(tert^ämer , ©treitijrte, dringe, ^Dtän^en/ Sob^en^ ^onen gefunben." 2) Pisanski Disputüt. de montibus regni Prussiae notabiliorU bus p. 17. SBerner ©efammelte 9?a(^ri(^ten u. f. tt>. 6. 203: ^U fiorifc^e 9la(^ri((t «on bem cm ^reuff. 2Cmte 3n|lerburg bei ^ame^wid gelegenen ^^lo^sSBerge. «^ennigd )£opograp^. ^iflor. IBefc^reibung 9on 3nfterburg. ^6nigdb. 1794. 3) Dusburg P. IIL c 170: Plures de Nadrovia viri potentes et Nobile«. 4) .^ennebetg^er 8anbtaf. ®. 143. 331. 
r  502 ®atn(aiib. @ a m I a n b. 3m SBcjten iRabrauenS (ag b(e je^nte San^fc^aft <Sami lanb. SBenige 9lamen au8 bem Ütotben ^aben 6i8 in hat l^ol&e 2(Itert|)um hinauf im fRnfimc bet 9tenfid^en fo ^oc^ geflanbett; faji (einer (lat in fo entfernte SSißer iinb fo entlegene Sanber weit f)inaud deg(än)et unb ben dattber» . glanj feines ^eimät|)li(^en SrjeugniffeS, beS jBemjietne«, in fol^er 3Crt auf ftcf^ }urttd(genommen/ wie ber 9lame (5am^ lanb$. steine Sanbfd^aft 9>reu{fen8 iji t)on fem^^ertommen^ ben Sremblingen mebr befuc^t/ (eine warb in i^ren ®es f4^en(en ber 9latur mebr beneibet, (eine ift burcj^ i^re ®^id^aU in ben alteren Sa^r|)unberten beS ^eibeiit^umS ber ®efi^i(()te wertl^er unb wichtiger geworben / al9 btefe. steine aber ijl enilid) in allem/ wad in Sinbem unb S6U (em {tdj) jnbem unb wed()reln (ann, aucb me^r umge^altct unb umgewanbelt/ ate gerabe fte. 3m XOgemetnen waren freilidi^ bie ©rjnjen @amlanbd meift immer biefefben ge? biteben: im äBeften trennte eS bie Seime Don 9{ab?auen; im @uben ber $regeU@trom unb baS Sfrif4»e «^aff t>on Statangen; gen Sftorben unb SBeften umarmten e< bie @ee unb baS iturifd^e «^aff. Xber benno((^ war baS flSilb, weU d^eft ^amianb in ben Sagen beS «^eibent^umö barbot^ gan} anberS al$ in fpjteren Seiten, jumal in feinen we^ liefen Sj^eileU/ wo bie jebrenben unb }erret^enben @turm$* gew^lffer ber £){ifee unb beö Srifd^ien «£)afe8 bie it&^enge^ genben fafi ind unglaubliche oer^nbert ^aUn'). 3n ber 3eit n&mliif, Don welc^^er wir l^ier reben^ alfonoc^ t)ar beS Seutfd()en £)rbend 3Cn(unft unb felbft noc^ in ben erften Saf)tief)nten feiner «^errf^^aft war bte hfttiöfe JBefc^affhu 1) fl^anc^e gute SBemrrfungen (ierdber, To »ie äber^tq^ über bte (Srbobrrflic^e ^amlanhi ffnbet man in einer TCbtianblnng Don fßrebe: {Rtneralogif^ ' deognoflir^e SBemerfungen über bie oftprenfT- |)roo{n| ^arnlanb im Mniq^htt^ev 2Cr4iit) für 9(atucn>tf1enr4. unb SJtatbeniatK IB. JL C 41 f. Sßrebe flimmt in manchen feiner ICnfic^ten mit ber fcü^r aufgeftelltett tDleinuna über bie Q^tfie^ung ber Chrboberp&^c yceuffend obttig übetrein. 
\  ISamianh. 50.1 Uit beft 9rtf4ien *^{fe4 offenbat gan} anbert^ M in fpj? teren Sagen. 3n ber 9tic|^tung t)on Sod^labt unb ^tOfau ^er&bet ge^ JBranbenbuvg unb Solga (tn, ba wo ie^t ba< ®eto2ffer bed «f^affeS tief in baS 8anb e^toitti (etein^ gebntngen ift/ n>ar bamaU nad^ ftc^eren S$ett)eifen alle< nocb fefieS iani, auf welchem gemetbet ttnb Qtpfl&it n>arb. 9lan ging anf feflem ©runbe oon bet ©rdnje (StmlanbS unb t)on bem wefKidl^en 9latangen bi0 an bie fäbweßlicbe itAfle i>on @amlanb. 6& tt>ar fonacb n>eber iene tiefe Sbu6)t t^ori^anben/ toM)t hai «£)aff ie|t Don X(t«|)iOatt biS nad!) 8if(^b<Kufen bin tinb n>eiter ofhodrtS biCbet/ no(b f))tang eS in ber anbem Sänd)t natb £){ien in ber 9{i<btung gegen it6nig0berg fo xodt t)or. Sex 9tegeU@trom munbete nicbt »ie je((t bei ^olflein^ fonbem n>eit mebr n>e{lti(b bin inS Sfrifcbe *^af. iDort nabm er ben 9tamen Sipye an unb bilbete an feiner SBänbung ^nen feinen «^feu/ beffen un^ ter bem n^mltcben 9lamen enoilbnt n>irb. 3n fokber SBeife grdnjte a(fo ba5 füblitbe @amlanb unmittelbar an 3tütans ' gen unb mabrf(bein(i(!b aucb nocb an ben jufierflen norb? toe{ili4^en Sb^il Don SSarmien. ibiefeS fpiUxl^xn burcb bie an))raOenben Sturmgew^ffer bed «t^affeö unterfpulte/ jerrifs fene unb enblid^ Dillig Derf^memmte unb untergegangene 8anb geb6rte jebocb ju feiner ber eben genannten Sanbs haften, fonbem e0 n>ar ün Sbeil bed ebemaligen Sitlan« beö, beffen ^tarnz in ben früb^ren ^üUn xodt na(b ®Ab« toifttn auSgebebnt gen>efen / nun aber auf biefen fkineren SanbeStbeil juriidfgetreten mar. (Sr b<ttte ficb Üi auf biefe äeittn erbalten unb ti f)u^ beSbalb aucb bie mefllidS^e ®r2n}e, mo biefed Sanb bei &o(bftibt enbete, nocb lange Seit SitlanbS :^£)rt, b. b- SBitlanbS^Snbe '). 60 tn&p^ ftcb biet in @amlanb an biefen 9lamen bie Stinnerung 1) Sötn btplomatir^ ^tfä^i^tliä^m SBewetI übet ba< einffanolige iDd« fei^n btefe< tanhei Uefttü xoix in ber SSeifage Nr. VIII. Sßrebe in ber enodbnten TCb^anblung berührt biffe im Guben erfolgten f^tofen akrAnberuttgen ni<bt; et fptiibt nur über bie im fSkjlen unS tm 9tcts ben Ckimlanb^. 
504 @am(anb. . iener aUen bunfelen Reiten ^ ba bie Sta^t ber fBiUn c^cr 9 @amlanb ^in ben Flamen t)et(te|ien. * 9Bie ISiter aber bte ®e»(ifret beS «£)afeS btc ®e#alt bH Sanbed im Saufe ber 3ett fo iinjjlid) Derdnbert/ fo loacb in s(ei4)er äBetfe bur((^ ben ifter fo gett)altigen Vn^urm ber aReere^jIutben bie »e|ili4^e Mp @amlanb8 im TEb^ laufe ber 3alE)r]^unberte bebeutenb umgen>anbett, benit ba^ @tranblanb lief in früherer Seit offenbar betra^fltc^ weiter nac^ SB^jfen fort unb n>o Ul^t bie Sßelt ber Sifc^e fptett unb ber SSernftein in gr&ßtem 9iei4)tl^ume aui ber ge^tnu nifooUen SEiefe M SReereS )u Sage fommt, »ar cinp mali meilenweit no4^ fefteS Sanb. Vber Saufenbe Don @ees {lärmen unb ber ewige %npxaU ber fEReereSwellen untere; wul}lten, burc^gruben unb 2^^^<1T«n 3al^r|)unberte (itnbun^ ben fejien S3oben me|ir unb^e^r, unb entführten fomit ein Sanb/ t)on welcl^em nun feine @^r jurüdFgeblieben t{i ^). Unb fo l^at unter gleicfien SBimingen be$ SReergeto^fferS ^ anö) @amlanb6 n&rblid^e ittüfie gleicl^en bebeutenben Ser^ anberungen unterliegen muffen, wie fd()on jeglidiien bte Ses trad()tung Jener @tranbgegenben felbfi überjeugt^ wenn auc^ au$ jenen Sagen, t)on benen ^ier gerebet, feine gef^td^t:: licf^e äengniffe ^ief&r mebr au^uweifen ftnb '). fl3li(£en wir aber auf @amlanb6 inneren äuflanb tn bamaliger S^it, fo ift aucb ^ier im Ttblaufe ber Sa^r^un^ berte man^eö ganj anber6 geworben, ^afjlmäft @een ftnb oertrocfnet unb wo fonft große ®äm)9fe unb 9Rora{ie*)  1) S^dt. hit ermd^ttte Betloge Nr. YIII. RappoU Mediutio epi- stolar.^l« origine succini in littore Sambiensl p. 6. f^tfanif i fßes merfungen aber bU £)jlfee 6. 47. t>. <&off ^efö^i^te ber ®rtobecfIdcbc S. I. G. 73. U'ebec bte geognofüfcben ißemtift fär ben Untergang bte« fed bebeutenben 8anbflrtd^$ DgL Sßrebe in ber erwftbnten ICb^anbf. ®. 47. ff. 2) ICbet bte 9latur liefert ^ie^vi fBaotife; f. Sßrebe a. a. £). 3) (SS liefen fi<b ()t^f^^ <^ue urfunblicben 9la(brt(^ten Selfpiele in fDlenge anführen. 
^beti/ bli^t ie^t bem Sanbrnanne bet ®egeti fetiwc %xs btit. @tofe Sanbdcbtete iDaven t>aniaU nod) mit Ij^o^en unb bunlelen SBalbungen bebedt, bte ^reuffenö binnen:: lanb gegen bte @tttrmn>tnbe auS SSSeften unb Sterben n>eit mebr fd^u^teu/ aK nun gef(i;^Ui;)t. <So lief im SSefien bei: Sanb? f<|Ktft ber große bejüge SBalb, in befTen Snneven bet ^eilige @&tterft6 gZomot^e (ag/ )>on ber außerften 9lorbf u{le bur4^ ganj @am(anb l^inburc^) biS ^exab an baS Ufergebiet beS Srif4ien ^affeS 0- Rubere grof e äSalbgebiete gingen in wäUt Tluis bebnung t)on SBeften nadt^ iD{len fort, aUe ber 2(ufentiiiatt milber 3^bicrgefdS^Ie(()ter; nocb ^ümmt an6 jenen ä^Un baS in @amIanbS SBalbungen Ijiaufenbe (Slenbt^ier. 2(uf ben ^6ben bed SanbeS flanben alte {Bürgen/ S9$olE)nft^e ber ^uptcx unb (Sblen ber Sanbfc()aft. (Sine fold^e trug ber giinau/ fcf^on in alter Qeit aucb ber ©ailgarb ober @atgar^ ben genannt/ auf beffen ©ipfel bie ®age fd^on SßibemubS ®o^n @amo eine S3urg )U feiner Sürflenbel^aufung erricb^ ten lafit ^). TLuf feiner ^hi)t , meilenmeit xn @amlanb unb 9latangen gefelS^^U/ feilen jur 3eit friegerifc^r ®efal()r bur^ auflobembe^ Seuer bie« 3eid[^en jum friegerifcf^en 2(ufjianbe beS Solfeö unb atö 3(ufruf ber äBe^rmannen jur SSert^ei^s * bignng bed Sanbed gegeben motben fepO/ menn ber an ber itujle getanbete Seinb }u 9taub unb 9)länberung tnd Sanb bereinftflrmte 0* ^<^S ®ebiet ringS um|ier/ mo^c^einlic^  1) ®. W SBetlage Aber bad {»eirige 9lomot>e Nr. IL 2) eucad S)at)tb IB. I. @. 60 ragt: ,/(Sr (€{amo) baioete auff einen me^ttgen S^anbbergf; bec bad metfle befd^üttet n^arbt; eine fefie/ bte nannte er ©aütegarwo." S)emno(^ war bec 9tame ©atlgarb ober ®al0arben Te^c alt unb |5(^ft »a()tfd^e:ntt(^ ber urri>rändnd)e / benn er ifl dc^t altpreufftf^. SBie f^on ertodfint, bfbeittet garbs ober garbe fo x^lA M JBerg unb ed fommt biefe^ Sßort in aufammenderelten Flamen yreußenö unb befonberd ®amlanbd, namentlich in bergigen ®egenben fe^r ^Auftg ))or. @o^ ber Laygegarbs in beriRd^e ber alten SBurgäie» genberg/ feener Mantegadbs, Lulegarbs, Lappegarbs, Smaidigarbs u. a. 3) «^enneberger ^anbtaf. @. 136» PUaruki de montibus regni Pnia«. notabilioribus p. 12. gab er gef(^dj)tlid^ 9la(^(|tett 
506 ®ain(anb. fo roeit cd bem Surften aitf bem ©algavben a(8 etgeti )tir gel^6rte^ l^te^ baS 9ltiiauer «.Sanb 0* Vuc^ }u SKebenau fcf^eint eine foUf^e jBurg gejlanben ju baben, ber Stamme ff^ unb 9Sof^ncxt eine« ebleii ®ef(^(e(|iteS/ bie Sanbeyne gel^etf eti/ bereit 9lame natfymatt in Ui Sanbed @ef<!^t4^te )U l^oliem 9lubme gelangte. @te waren |>erren beS ®€biti ta Don SRebenau ^). Xnbere eble @ef4»Ie(^ter , aU bie <Su t^apne/ bie XaxioUn, bie Qrepbower^ bie ®9fen, bie aSay? boten u. f. xo. be()errf(^ten Don i^ren IBitrgen ^erab bte ganbgebiete Don £luebenaU/ ®ermaii/ 9tubau, SBalbou, (Sahnten , ^onounben , Sapiau itnb onbere ')• ^^t Surg @ttgurben/ ba wo ie|t Sapiau liegt/ unb ber jBurg- bei 9lubati, fo n>te ber Sblen^ biz bort fafien/ wirb auSbt&ds lid) enod^nt ^). Sngleic^en werben aucb &äfaUn, SBats gen, ^obeten unb ißztben aU folöft etnjctne Sanbed^iie in @amlanb genannt ^^ ^i ^'^^ f^^i^ ^i^f^ Cint^i« lung ber &anbf4^aften in einjelne (Siaugebtete nirgenbS fo f^Kirf unb Kar b^roor^ atö in ber Sanbfcbaft ®amlanb. @ie waren fonber 3toeifeI inSgefammt baS (Sigentbum folc^r eblen Familien, wie fte ebm genannt ftnb. & mocbte ober wobl f(^werlid(^ einem fiSebenten unterliegen, ben Urfprung biefer ebleren ®efd()le4lter @amlanbS in ben &dfidiaUn )u  t)om 9altgarbenfd^en i^erge in ben IBdtrfioen {ur Aanbe 9)rett(fai6 fd. IV..®. 122. 1) JDusbwrg P. in. c. 105 — 106. 2) Dusburg P. III. c 70 ermd()nt biefed (Sefdftle^ted unter bem 9tamen Candym; gens iUorum, qui dicuntur Candym. Xui Urfauu htn ober er^Qt, baf bad ©efcblec^t Candeyne fftcf unb bei 9{ebenan feinen @i| ^atte. 3) Dusburg P. III; c 70. unb urfunblid^e 9(a4ri(^ten quI alten Gamldnbifc^n SkrTd^reibungen. 4) Dusburg 1. c. jDie Bur^ (Sugurbi '<yber @ttgurben foff no4 im 3a(;re 1262 ouf bem je(t T 0- G^Iof« ober ^olbberge bei Sopian geftanben ^ben. Slodji oor wenigen Sauren fanb man bort CSpncrn alter SefefH^ungen unb ein S^l Ui alten Surggraben« ifl bo4 je^t (t<(tbar. 5) Dusburg P. UI. c 102 — 103. Cefier au^ m Urfunbcn. 
&amtanb. 507 ffnben, toüifen biefe 8anbf4»aft f4^ott tu frä^n Seiten l^ite unretitegcn m&ffen. Senn e^ waten tiefe opme^meven <^mn beS Sanbe^ offenbar nidi^tö n>eiter, afö bie 9la4^ f6mm(inge jener @(anbinaDtf(^en JtriegStiotben ober beren Vnful^rer, bie ^ö), wie früher btxi^M, beS i^anbeS bemei» ^ert, bie bewaffnete SBe^rmannfcl^aft ermorbet, ba$ Sanb nnUt ft(b getfieilt, iai übrige 8otf }u @e|iorfam unb £>ien{tbarfeit gezwungen , ju il^rer ®id)txf)tit ^ auf ben ^iten beS SanbeS fejte JBurgen erbaut unb in foldl^et SSeife fiöf atö Ferren beS ianUi feflgefe^t Ratten. S)ie @prifiltnge biefer Gröberer t^attzn bie «£>errfc|^aft über bie ben sitern jugefaEenen 2anbeöt^i(e, jene genannten ©ebiete, toon ®ef4ilecbt )u ®efc|^le4it aufrecf^t ju erl^alten gewufit Xld bie @ebieter unb reidj^flen Snbaber beS Sanbe« biefien fte bie Sbs len unb at$ 9la4^imnilinge jener @fanbina9ier mochten fit gerne burd^ einen 9lamen an bie einf fo md((^tigen @tamnio2ter ber ®ot^en ober SBiben erinnern unb nann» ten ^ bie SBit^inge "). Xl^ .^erren be» &anbe< waren fte nur i^rem @riwe }u {Romobe untergeben, benn eS xft niö)t toa^rf^dnlx^, bafi über @amlanb in biefen fpiUwx äeiten noc^ ein befonberer Sanbedfärfl aI8 iDbergebieter get ^rrf^t llabe. <5ie kxUUn jur ^it be$ itriegeS bie wel^r^  1) Ueber tiefe f^it^in^e ogt. * meine Vb^nblung in ber Q^eT^l^^te ter Sibec^ren « ©efettfcb. in ^reuff. @. 204. 3Dte SBe^uptung aber tfl bier neu, ba| hu SBit^inge hU ^bfimmlinge ber etnfl in ^amlanh ^ {anbeten Gtattbinaotfc^en GeerAuber ober jener feefa^renben Adegdfc^aa« ren waren. 3n Betreff ht$ IBeweired b<crüber htiie^t id^ miöi auf ba< fcä^r aber jene 9{aabra(irten anr &tt (Sefagte. di tfi aber biefe Bei ^nptuttd wo^l um fo loit^ttger, ba W> burd^ f!e au^ bie legten an« aufUMt(b fibeinenben gragen unb 3»etfel b^ben, bie in jener Vb« banMnna no4 uner5rtert blieben; benn e0 wirb nun (ei^t begreillic^, UKirum fte SSi^inge bitf en / warum fie aucb nobile« genannt »erben, (C 22Q, femer »arum man fie mit ber Benennung antiqui et primi Withittgi unterfcbieb (6. 227), warum fte gerabe auef^Kieflicb nur in €lamlattb gefunben unb M bie oornebmfien «ßdupter ber obengenannten ^btete angefeben würben (€f. 213 ff.), warum ber Orben fte fo oor« Ittglwci^ begftnfKgte unb bcMrre<j^tigte u. f. w. 
.S08 @amUnb. ®<l^a(aueit. ^afte SRannfd^aft; auS il^nea n>avb alSbann au4^ ber oberße SetblEierr cnoä^It, ber n>ie einft ber SanbeSf&tfi atten ütbrigen Dorjianb 0- @o ^<^i^ ^^ <^Ko/ w^nn man fo fagen batf^ nut ber retd^e unb tnid^ttgcre Xbel/ ber eble, freie Sanbbe« fi|er/ ber gebtetenbe «^err be0 einjetnen ©ebteted^ tvelc^er/ jeber nad^ eigenem SBunfd()e unb fBiiUen, ben i^m jugebi- rigen Sanbe^tl^eil bel()errf(^te unb über feinen ®autf)eil bte SSerwaltung fölSirte. SSer fonfi in feinem ©ebiete lebte^ biente if^m atö Untergebener unb ali frieg6)^i(^tiger 8BelS)rmann ^). £te elfte ber Sanbf(|)aften enblid^», @(f)alanen genannt, fcirieb an if)m fäblidS^n ®r inje ber SDlemel < @trom \>on SftaixavLexi; im SBeften begrdngte fte baS iturifd^e |>aff; gen £)f[en lief fte mal^rftbeinlicb bi^ an bie @n)ente. SSte xozit fte ftcb aber im 9lorben binaitf erftredte / ift für biefe Seiten niä)t gu beftimmen; .boc^ n>arb baö ®ebiet Don SRemet biefer Sanbf^aft no^ jugeredSinet 2>ort gr4n)te fte hfüid) unb nörbtidS) an ^amaxUn unb jum Sb^il an ÜU tl^auen '). Zuö) biefcd Sanb xoat bamali fcf^on 1)u unb ba mit ftarlen IBurgen verfeinern ®enannt wirb eine foU^ auf einem fiSerge bei 9iagntt/ xoo nadj^maß baS £)rben85 J^aui gletd()e8 SRamenS erbaut tt)urbe ^). @d(^on burd^ eine  1) jDer bei Dusburg P. Tfl. c 84 ald 2CnfA(rer unb itrieg^upt genannte Glande war ^bd^ft wa^xfä^tinUd) ber im VriDitegium ber oU ten aSttbinge (in ber emdbnten 2Cbbanbl. 6. 214) M SBitbins ange; fä^e Glande. 3Cnbere »eifptete f. G. 319. 2) jDarAber bad 9idbere, »enn oon ber Untertoerfüng 6amlanb< bitrdj) ben iDrben unb ber nad^maligen fBedönfitguna ber SBtt^tnge bttr(b bte £)rben$:a{ttter bie Siebe ifi. 3) JUtne ZXtitUe giebt über bte ®rdnsen bieTeö 8anbe< nur crgenb genaue 9(a(bn<bt; auf bte Angabe Ui 8uca< jDavib B. I. 0. 65 t^ nicbt fottberltdf) gu bauen^ unb«&enneberger &. 410 weif ebenfaffi feine genauen SBeftimmungen au geben. |)rAtoriu< &<battbitbne s. I. @. 19a ^ 4) Dusburg P. III. c. 176. 177. SDie Sttrgi wetl^f Dusburg 
®(||alauen. 509 TCit t>on fBorbnrg befefltst^ l^atte fte in t()rer 91% noc^ mand^t anbere ®th&uU, ber erjle S3eg{nn ber nat^mali^en ®fabt Stagntt. Sine gwette S3urg bet @c^alauer^ an ber SrJnge gegen Stttl^auen gelegen^ war @arefa/ ber SBo^n^ ft^ beö m^c^ttgen unb taipferen ^c^^afauifd^^en Jtn'egerS @a« refte unb »a()rfd^etnlt(l^ iur SSert^etbigung ber (Srdnje ge$ gen baS xoifbt Soll ber gttt^auer errichtet 0- ®ine ber n>t(^^ ttglten %t^en beS ganbe^ war bte alte JBurg ®affatt am Ufer eincS S^uffed gelegen; bo4^ tfi tf^re Sage unbefitmmt; benn einige fud^en fte an bem gluffe @c^ie«je, ber ftd) in bie 9lufi ergießet, anbere in ber 9li^e ber Snfler, wo alte Sefefligtingen bei bem £)orfe @affu})5nen allerbingg auf eine fiSurg ber beibnifdf^en 3eit binweifen *). @ol(|>er fejlen fBurgen mag auä) biefe Sanbfd^aft no(^ melgire gebabt b^' ben; aber 9lame unb Sage pnb in bcn f argen äBericbten Aber biefe§ Sanb ni(bt aufbebalten worben. 2(u^ @cbalauen fc^eint um biefe Seit feinen 8anbe«ffirffen mebr gehabt ju  r. 178 unter bem 9tamm Ramige önfötjrt, f|l feine anbere alö Äag« nit; ber 9tamt Raraigc ift in ber Aufgabe »&ttrtfno(^« nur »crfWmmert ^6 älterer. bedge^.TCrc^. (latRagnita; ba6S3erltner fD^fcr.Ragaiiito tinb Serofc^in Ranginte, e u c q d 2) a \) i b JB. V. S. 5. 8. &$ befxnben |i(^ aber au(( unfern oon Stagnit bei bem )Dorfe Gd^uppinnen nodf) Spuren alter SBefefKgunöen, »ie e« ft^eint aus ber ^leibnifdjen 8eit. 1) Dusburg P. III. c. 181. Sßenn biefe ©urg @are!a »ieOeHt ba^ je^ifle 0(^arCc unfern oon ©dielen ifl, fo ging hat (Sihitt be€ ba maUgen ©c^alauend metter na4 Oflen ^in, M bie j[e({ge ^euflifd;« Q5r5nse. iiucaö JDaoib ». V. 0. 9 fagt: bie JBurg ©areffe ^abe gelegen ,,auf ber anbem ©eiten be« gluffe« SReniel, nemlic^ bie an eittauen flößet." 2) Dusburg P. in. c. 183 bejetd^net bie 8age ber ©urg ni^t weiter. yrAtariua ©d^lubü^nc SB. I. ©. 192 fe|t pe an bie ©4ie«xe, eftemalö 3pfc ober ©uffa genannt. 8uca3 »Daöib ®. V. ©. 11. fagt ebenfalls ober i^re Cage nid^t«. Swif^en ben beiben glöf, 4en ©menini« unb ©affuppe; fubJfllidi vom Äircfeborfc Jtrattpir<!)fen an ber 3njler, liegt tin mit «Jatt unb ®raben üccfeöcncr SBcrg , »om »olle ber ©(^lofberg genannt, eine alte »efefligung i(l biefe« o^ne Smeippl unb ber S^amc ©affupönen Knnte ouf ©offau Mnwelfen ; als lein biefe O^enb liegt eigentlich fd^on in 9{abraucn. 
510 fBetfaffung unb bftrgerdc^e JDrbnung. ^ben. Sßir l^6ren nur t»on mebrcn m^c^ttgen ^mn, bte aber ianb ttnb Solf geboten unb aber fein @4^t<ffa( Der^ fftgten; ali fotd^e n>erben genannt @ui^ni8, SutSbcta unb ©urbeta 0- 2(u« ber Qaift bjefer t^omebmeren Sanbe^r^r ren cmitjlUt mm ben Selbberrn; ein folcber war @Iinegcta ober @tenegaube »). SStcbttge Serb^Itnifpe berietben bie j(teren SRinner bed SSoIfeS in berufenen Serfammlungen, wo fte iugleicb jur JtrtegSjeit bie Jtrieg6(eute nacb ibrcr 3abl unb Sä4^igleit erforen unb ibnen ben ats Sibter t>or< feiten, bem fte }u Xampf unb Jfebbe fofgen foOten'). (Sonacb wirb jt(b aM bem, waS' biSb^r Aber bie ein« {einen Sanbfcbaften gefagt ifi, wenigjienS im XDgemeinen ein Ueberblid unb SSegrif t^on ber bamaligen auferen Se« f4yafenbeit unb ®ef(alt be6 SanbeS gewinnen laufen. S>te jQueKen aber, auS benen wir )u fcbipfen genitbigt ftnb, fliefen m'el }u bärftig, biet }u tr&be unb biet ju entfirmt, als ba$ ed m^gti(^ w2re , bie Za^ ber fragen )u l&fen unb bte S)un{elbciten aufjubeUen, bie bem Sorftber uberaU cnU gegen treten. @o bleibt au4y ^ier unfer SSiffen tmmetbar nur ©turfwerf.  9ti(bt minber fcbwierig unb t>ieDei(bt no4y fcbwierigcr ijl eine aucb nur in einiger «^inftd^t genaue unb Hau X>at^ fleltung t)on beö &anbe6 inneren SSerbaltnifTen, bärgerli(ben £)rbnung unb etgentlicben SSerfaffuug. ÜRancbeS, wa8 bie« (en ©egcnftanb berührt, ^at fcbon frA^er ^ie unb ba in 1) @o Busbwg P. ni. c 183. (Sine alte «^aubfcbr. naM ftc Surbantz, Swucete unb Surdete; Suca9^at)tbS. V. 6. 12GllC« \>axf%t Gwifiete unb Gaebete. 2) jDen erflim 9tamen bat Busburg c 180. 2)a< atte SUfcr. bagegen Stenegote; To au(b Cucad S)aoib S. V. G., 9; ba« Seifü ner SXfcr. von iDttöburg Stinegota. 2)ad dttcbtigfie [(belnt mobl ^^- negaudts {u fc^n, benn bfefer Stame fommt in alten 6am(fob^(bett IBerf^reibungen febr bAal^g vor. 3) darüber gfebt Dusburg P. in. c. 179 ehiigc Xnbetttunsen. 
Setfaffttttg uttb 6&tger(t(^e jDrbnuns. 5il biefem ffiette Cmi^nung geltmben unb lonnte bM, um baS S)ttntel etnigennaßen in einjelnen Stfdi^inungen auf^ intl&xm, ni^t f&glt^^ übergangen wevften. ffiir faffen jene 3Age ^ier jum ®an)en etneS IBUbeS }nfammen. Zn ber ®))t^e ber einzelnen Sanbfc^aften fianben anäf ittit no4^/ tote fc^on in früherer ätit, iwti leitenbe unb ge^ Metenbe £)ber|i^tt)»ter/ beren etnet att oberfler SanbeSf&rft ber Steift ober Jtinig/ tai anbere ber ®riioe l^tef. 3eber biefer ffttlH war nur ber oberfte ^err fetner einjelnen ganbt? Maft unb galt a(S folc^er gegen bte äbrtgen für t>illtg unsr abli&ngtg 0- hieben t^m aber flanb in ieber Sanbfci^aft, wie eS fc^eint/ ein ®riwe^ ob i^m borgefe^t/ ob i^m unterge^ otbnet ober ob in g(ei(^m Vnfel^en unb gteidt^er VXadft neben xf)m gebietenb^ !ann feiner beftimmt me^r fagen. 2>ie ee^au)>tung aber beruht ofenbar auf 3rrttium unb 3IKft>erflinbni0 , baf ein einjiger ®riwe/ ber iDberpriefier )tt 9lomot>e / beffen ®eboten im ganjen Sanbe ber ftrengjie ®e^orfam geleifiet worben fepn foQ/ au6) immerfort unb  1) )Daf for<te 9ttiH in 9)rniffen f^on in Alterer dett oor^anbcn »aren^ ifl frä(fec hmiefen »orben. Zbet au^ tn btrfer ieit fianben jie no(^ qU «^dupter ba. Busburg P. III. c. 5» ber feine 9ia(i^rtd^ten Aber bad Solf auö ber 3ett nabm , M ber ^eutfcbe Ctben int 8anb trat, erwAbnt i^rer auöbrücfti^ unter bem 9(amen Reges unb, n>te mir feben merben, au^ unter ber SBenennung Capitanei. Hhzn fo Cuca< SDaoib S3. I. €^. 138/ toelc^er bte IBenemiuttd pfStmxqt" a\^ tbren eigent^ümli^en 9tamen anfährt; ogL bie Xnmer?. «ßennigd @. 139. 3m yrtDilegium oon Sartenftein fommen fold^e Steffi , freiUcb in einet, grofen Umwanbtung it^rer S3erbA(tniffe, ebenfalls no(^ t>or, inbem eö ba %^it; S\ Pniteni sub regihus PrutenicaUbus residentes et alü Pruteni advenae adTenientes in supradicto ciTitatis judicio czcesse- rint seu duzerint contendendum, cives ipsius cmtatis ipsorum cau- sam prout |ustum fuerit, judicabunt. ^a$ btefe Wüt^ au(^ ber (9er« monif^en IBerfaffung entf|)re<^en, ffi frA^r f(^on berA^rt; ogl. aucb Sartf^ö iDeutf^ranbö Urgercbtc^te S. II. 6, 395. Buben O^er^ic^te be« jDeutfd^. S3olFe« 93. I. ® . 5t4 vermutet »o^( ganj rtcbtig , baf ber 9iame aeei!^ ober Steififla ber dltejle unb urfprAn0rid)e fAr *^errs f(^er getoeren un> bie SSenennung J^ning, Jtonung, StVivX^, S^hnx^ er# rpAter bttr(( bie (Srbli(^feit ber «ßerrfc^enoArbe entftanben fe^. 
512 Serfaffutts unb b&t^ttli^t jDrbnttsg. in atten Seiten mit gleicher Wla^tfiUe ber £)6ev^rr aDet 9tet{6 beß SonbeS gewefeh fe^ unb über aOe &anbf(^aften/ felbfi bis nad) Sitt^Htuen unb £it>lQnb feine SRac^^tgebote Iktbc au$gel;en (äffen 0* 3CHerbtn<(6 gab eS eine Seit / in n>ek d(^er ber iDberpriefter )u 9lomot>e biefe SuOe t>on SRac^t tinb ^nfel^en befaf; biefe Seiraber \x>ai langfi t>oruber unb im ablaufe ber Sa^r^unberte l^atte fic^ l^ierin aU M gejnbert. ^olgenbcS möchte, über biefe Umn>anblung ber aden SSer^^Itniffe unb &ber bie Sntfte^ung unb (SnU n>i(!elttng ber neuen Sage ber 2)inge bieKeic^t einiges iiö^t verbreiten unb mand^e fonft bunfele @rfid[)einungen ettoai nd^er aufHdren. (SS gab tine Qcit in ber ©efd^idt^te biefe« SSolfed — unb teiner, ber nicbt baS Bttö)t ber @age im itiä)i^tli6)tn (Stebiete mit itiä)t^nn vertreten rciü, barf ffe lecf fjinxot^i Idugnen — , in welcher bie SBermaltung ber Ser^Itniffe bed SanbeS jur SriebenSjeit t)on bem 3Cmte ber ^riegSfii^ rung infofern getrennt mar^ aI6 ein aQgemeineS JCriegS^ obei^aupt ^ur Seit dunerer ©efa^r aQeö baS (entte unb leitete/ mad jur 2(bt9e^r bed f^einbeS unb ju be6 SanbeS ^i6)er\)eit inxö) ÄriegSmac^t unb 3Baffengen>aIt nur irgenb bienen mod)U, SBir fa^en, bafi 9Biben>ub alS SBe^renfüb^ rer ber SHame biefeS friegerifcl^en »^au^JteS war. 2)e5 Han- beS innere SSenvaUung bagegen fu()rte inxd) Qxfä^xunQ be§ XlterS unb bur4) ))riefterI{(()eS 3Cnfe^en im SSolFe ein boc^ geachteter iOberric^ter/ ber jDberpriejier ©riwe, beffen92amc fci^on auf feineö 2Cmteö äBürbc unb Söefiimmung ^inteutete. SBir fal)en aber baS 2Cmt jeneS allgemeinen ÄriegSoberbauysr teS untergel^en / fobalb bie ©efa^r bon au^enber vorüber unb bed SanbeS @i(|)er^eit nid^^t ferner me^r bebro^t nnir. SBir fa^en bamal6 audi^^ tvie bie einzelnen JSriegSfA^rer ber aScI^rmannen ber Sanbfd^aften an ber @pi^e i^rer SBe^ren fernerl^in noc^ \tcf)en blieben, wie ffe nun, bem aÄgemei* uen ÄriegSfnrjlen n\6)t mebr untergeben unb untergeorbnet.  1) Dusburff P. HL c. 5. 
m aOetfafftttis ttttb bflrgetnil^e £)rbttung. 513 frei in il(^ren ganbfddaften ia ftanben ttnb unter bem ^men Don Steif d/ «^errfd(^er^ ©ebieter ober £&ntge ^a& JCrtegSge^ bot über bie SBe^rmannfc^^aften i()rer ©ebtete aOetn unb unabhängig in Uftix «^anb btf^iüUxt. 3n btefer SteQung nun blieben fte ofyxe 3n>eifel a\ii^ fernerhin; ber So^n unb Sntei trat l^in, n)0 berSSater unb ttrbater geflanben Ratten. Sie «^auptbefc^dftigung i^red %mM ali Sanbe^furflen blieb }ttmei{i immer, voaS fte urf))rungli(l(^ gen)efen n^ar, nämlich bie ^riegdfu^rung unb bie Sanbeötoertl^ibigung , unb aU fo(4ie erfi^eint fte au^ fe(b|i no^ in ben Seiten, \>on xoeU 4Kn ^ier gefproc^en wirb; e6 erfd^einen lene &anbe6fur{!en befi&nbig unb l^auptfac^tic^ immer nur atö JCriegdoberflen, «^auptieute unb «^eerfu^^rer. @olc|^e waren 6obrune unb |)9opfe im ®ebiete SBarmien^, ein foIdS^er Xitico in ber Sanbfdl^aft Ütabrauen, ein fold^er ©obutfe im Sanbe Satans gen, ein folc^er, aber gewählter AriegSoberjl war ®lanbe in ©amianb, ein fotd^er 2Cutume in ^ogefanien, tin fbb 6fex ^xMti im ©arterlanbe u. f. w. "). konnte n>ol&( aber eine fo n>id[)tige (Srfd()einung ,' n^te iene SErennung beS ianM in einjetne Sanbfc^aften, ba§ «^rDortreten jener 9?ei{S in.i^ren einjelnen ganbedtt^eilen <M Sanbeöfurften, bie nunme]()r auc^ eintretenbe Sefd^rdn? {ung ber mic^tigften S3er|)ältn{ffe ber burgerlic()en £)rbnung unb Serfaffung auf bie ©ebiet^bejirfe ber einjelnen Sattb^ fc^aften : — tonnte biefet aKeS ol^ne ben n)i(^tigf}en Sinflufi  1) JiU fo((^e Jtrifddoberften obet M «^auptfeute t^red fßoHH Utnte fte nachmale bec Osten in feinen Stegen mit ben ^reuffen fens nen unb a(d foldj^e' nennen fie aucg bie Orbenös^^coniften. Dusburg nnät)\\t ii)vct beftinbig unter bem 92amen Capiianei ober Duces exercitus; t>ql. P. III. c 19. 20. 70. 75. 84.85.99.112. 130 etc. J)ar, att$ erRdrt fid) dixä) ber fonft fo auffaaenbe Umftanb , baf btefer Q^vo- nift P. in. c. 5. ber Reges ber ^reuffen ermiSlimt, o^ne biefe Reges unter biefcr SSe^eic^nung au(^ nur in einer einzigen ©teUe feiner (S^to^ nit micber ondUfü^ren. (St fü^rt ffe aOerbingg fef)r oft mteber an, aber nur unter ber ^Benennung Capitanel. — IBeilduftg mag erinnert wers ben, baf ettoa$ ^biefer SBerfaffung 2(e^nÜd^e< Procop. L. II. p. 260 moxk Z^rxU berichtet. I. 33 
514 SJerfaffuttg unb bfitgertfdje jDrbnting. itnb of)m eine t^&Htge Umwanblung in bet S&itie, in bm TlmU unb in ber SRad^t bed ®xirot bleiben? 6$ ift Um benfbar^ baf l^iertn nid^t aucb notl^wenbtg eine g^n)Ii((e SerJnberung in ber Sovm aUer S>inge ^abe erfolgen muf« fen; ed ifi bielmell^r fe^r n>a^rrc^einli4) unb bem ®ange ber ®tfä)i<i)tt, xok einzelnen @))uren iz\^i6)Üiöfet £lttdlen t>5ll{3 entfpredE^enb / ta^ in eben ber Sßeife mie bad Vmt be^ oberfhn AriegSfärflen , aud) b4e ®eti>a(t ttnb 9Bdrbe bed oberjten Sticbterd unb £)ber^rte{}er6 ftd^ itx^paltm unb getl^ctU/ bafi alfo in ie({li(i[»er iaiibid^aft , in mUfet nrni« nteir ein befonberer SteiU fa^ , aud^ ein eigener ®riioe jene @en^a(t unb jene äSiirbe , jene ®efc^<^fte unb jene Xknoat« tung ber inneren £)rbnung in göttlichen unb menf(li>U(bfn Dingen für feine bcfonbere gonbfct^aft geübt babe, bie friS« Ijziijxn bem iDbtrprielfer unb Öberridbter ®riwe über bö8 ganjc i^anb juftanb. 6$ flnb un6 ^ie unb ba @))nren 6e^ gegnet, auö benen »ir fdiiließen burften, ba§ »oJ|i jebe einjelne ganbfdS^aft i^ren eigenen Öberprieffer unb iOberrii^ ter, ibren befonberen ©riwe gehabt IJiaben unb bie bieifit tigen SIKeinungen über ben @6tterjt^ JRomoüe unb ober ben SBol()nort beS ®riwe ni^t tH^m fi3ebeutung fepn migen. ®ir fanben fo((^e ©puren in ^omefanien am Eiligen SEBalbe bei S^rifiburg auf bem 93erge ©ren^ofe; wir Wirten iif ©alinbien Don einer beiligen 9)rop^etin, beren »oWa? genbed SBort Aber aUe Serj^altniffe be$ Sanbed entfcdeiben^- bed ©enudE^t l^atte^ in ^ogefanien Don ber ma^irfagenben JRic^terin ?)ogefana im b^ilig^n ©h^jwalbe, bie (ic^ bem ®6tterbien|ie gcweibt SBir faben im SBartertonbe in einer ber aSurgen SBallewona unb SaSaiftote^?)!! am l^eifigen SBalbe ben äBol^njt^ eineS @rtn)e , einen foI(IS)en au(^ im @amlanbe bei bem l^ettigen Stomobe. SBir b6ren bie 9{ad(^ri(tit/ baf ein fole^eö Stomot>e/ ein ®6tters: unb ^tieflerft^ du^ in Kabrauen, bei .^eiligenbeil im ©rmlanbe, in ber 8ttnbf(j)öfl Slatangen unfern ^on ©omnau, wo nad[)maf8 ba§ JUojier ber beiligen Sreifaltigfctt zxiawt warb, gewefen fcpn foBe. 2)ürfte bie 2fnna^mc -alfo wobl ju fü^n fepn, bap neben 
SBetfaffuttj unb bfirgertic^e iOrbnung. 515 bem 9iet(d/ bem Särfteit/ welcl^er bte @ad^e be$ iCriege^/ bte f)flt(^t ber Sanbefttoett^etbigung^ bie «^ut ber (Sicher:» ^it feine» ®ebteteS Aber ft((^ f)atte, in jeglicher Banbfc^aft an* ein befonberer ©riwe für ©efeife unb ©erec&tfgfeit, für £)tbnung unb inneren ^rieben unb uberl^au))t für bie frteb^ (id^en JBer^iltniffe beS b&rgerlid^en @tiU(eben& gen)ad()t/ baf aber femer dud^ in jegltcl^er Sanbfc^iaft an ben l^eiligen iOr« ten, in ben ^e;l{gen 9Ba(bem aud[^ ein eigener @rin)e aM £)beq>riefler auf bie SSere^rung ber ®itter geachtet/ bie SBet^o:|>fer bargebra^t/ ben g&ttlid^en S93iDen t)erfänbigt unb aOea, \oa% Steligion unb ®&tterbienft betraft geleitet unb gepflegt ^abe? Sreiti^ war baS %xaX beS @riwe in feiner Sßeife %z^ eignet^ feine SBirffamteit in Seiten bed Jtrieg^S — unb nur au6 folc^en l^aben wir unfere 9{adE)ri(l(^ten Aber ba$ fBolf be« Ranbe» — befonber^ bemerfbar l&erbortreten ju taffen; freitidl^ m<ki^X^ ed auc^ bad ®efe^^ n)eld()e6 iebem Srembtinge ben Sugang ju ber ®6tter* unb ^riepcm>t>l(^5 nung unb gu ben l^eiligen SSi(bem bei SSerluft be$ Sieben» Derbot/ fc^on an ftc^ unm6gK(l()^ aber taS SBirFen unb SBe^ fen^ ja felbfi au4y nur über ba$ S>afei^n ber eanbe$«®rin>en bellimmtere Sßacl^rict^ten {ü geben. S)arum ijl alle» fo bun^ fei unt> gelS^cimniflDoK; barum ftnt> n>7r aber bii Stellung bed ®rime jum ^anbeSfürjien , über feinen Stnflup auf bie jDrbnung beS bürgerlichen SebenS^ über feine SBirffamfeit in re(igi6fen S>ingen unb über aU fein Wcjyxxi unb Sßalten fo ^6c^{t bärftig unterrichtet unb nur So(genbe$ nt^d^^te bad SBid)tigjle fe^n, wa8 wir baüon xax^iXi. 2>er ®riwe war in ieber 8anbfd[iaft Stic^ter unb ®e« fe^geber^. @etne ®efe^e unb SSerorbnungen waren für 1) du bem f loaö fth^x T((on dt^er bie Ybftammung unb S3ebeus tung biefee 9lameng tv(oh%Xit toorben ift, barf ^iei: nur noc^ (^tniuges fügt werben, ^iX^ au^ in ben ^Cngelfd^flf^en ®efe|en ber Gerefa, Sciregercfa fftr bie d^tige ^fuffaffung ber S3ebeutun^ bed ®nwe man» c^en 3Cuff(feluf giebt; »gt. Leg. Edowardi Reg. Angl. c. 35 bei V^ü- kins Leg. Anglo Sax. p. 204; @i(^$ocnd S^eutfc^e Gltaatö« unb B3* 
516 SBerfaffung ttnb börgerltd^e Dtbttuiig. « bie ganje Saiibfc^aft gültig unb l^ttm felbfi wä^ für btn Sanb^Sfärftcn t>er6tnbenbe Jtraft unb SttfTamlettOf {te mod^ten nun burdE^ tl^n felbft ober buvd^ einen feiner jBluflf Dem>anbten ober burdb einen feinet fiSoten^ bie ftdd aß fot (|)e bur(^ einen @tob/ eine @rimu(e ober ein anberei be« fannteS Seidigen bemerHicl^ machten/ in ber 8anbf(Mi gebe« ten werben ^)^ @4^on fein ober|)rie{terli<|^d Xnfe^n unb feine ^ol^e SBArbe gaben feinen ®efel|en tint gewiffe ^AWp feit, jumal ba man im SSolfe ge^ijfentticf^ ben ©lauten unterhielte baß ed @efe^e ber @itter fe^en^ nur bund M ©rimen fDtunb toerf Anbigt '). (Sd n>irb t>ermut^t; baf auilii bie ^anbedfurften felbfi für i^re Sanbf(|)aften ©efe^e gegeben \^Uxi, bie aber bed ©ritten ®ene|»migung unb Seftati« gung beburft * 3n>ar ifl foI(|)ed {etne6weg$ unglauNii^/ jumal wenn man an Serorbnungen benft / xo^t M to beS iDrbnung unb @id^er^ett betrafen; bo4i läßt fi(^ btefeS burdS^ {eine t)oagölttgen Beugniffe ganj befiimmt nacf^mu fen "). @$ gab %h\it, in welchen ber ganbe^fArfl bor bem ©rime im ^eiligen ©itter ::«^aine in 9)erfon erfclieinen burfte ober aud^ einen angefe^enen IBoten bal^in fenben fonnte. Segleitet t)on feinen t^ome^mfien S)ienem fanb er bann ben ©ritte auf zxmm l^oj^en «^ol^flope unb fragte il^n in feiner @ad()e um Statl^. Sremben ©efanbten aber ttar ber Sn^ gang bt$ iVixa iDberpriefter m^t geflattet^ i^nen UHtrb im naiven Sßalbe ein Seit angettiefen^ tto fie verttetlten/ bi$  S«cc6t«9ff(5t(^te 83. L @. 47 unb »aß f)^ tili p 3 in f. »erfut^e t\m J)arfleirun3 ber ®efdbi(l!)te be8 JfngctfddEijIft^en SJfc^tö @. 78 - 8?- 171 barfiber fa^t 1) Dusburg P. III. c 5. 2) Dusburg P. HI. c 5. ®tne alte yrettlf. (S^roni! (SBfct. tiob meift au« jDudMirj) entnommen) fagt ®. L: ,,€l9 »oren 9m ade us: , bertan , @p icbotin pm groje ere unb wirbifeit unb wo ^c pn bp tanb epnen boten fante, ber f^n Cieic^en weifete, ben boten erten fonige «nb |)eren umb fcpnen »iUen." *&od^metflers<2?{iron. (SRfcr.) ®. 20. 3) eucaö »Daotb tB. I. @. 27. 4) ^ratoriuö Gc^aubä^ne SB. IL ®. 1252. 
SS^rfaffung nn\> h&tittli^t £)rbnung. 517 ber @nme f^nen bte Tlnixooxt auf i^t SSorbrtngen t>ntd) einen anbem jufommen Ite^ ^). TCußet ber Ätiegöfü^rung — in ftiegerifdSren Seiten ofe Ierbtng§ immer bnS mic^ttgjle unb au$fd[|Ite{IIi(i()e ©efdE^^tt ber SttxH — mag in frtebltc^en S^^^n wol^( immer «au4) t^re nic^fle ^flic^t bte 2Cuffed^t()a(tung ber gefe^(t(|)en £)rbs nung i^rer 8anbfc^aften ^ bie IBeobad()tung ber gefelglt((^en ®en>D^nl(}etten unter t^ren Untert^anen gemefen fepn. @ie malteten unb regierten; bie ©riwen richteten unb ftraften; boc^ ift ti fc^wer^ ia toof)l unm5g(id)/ bie ©rdnjen ju be» ftimmtn, über n^eld;e bie Sßtrtfamfeit ber 9tetfö unb ber ®rtn>en nidj^t ]()inau^ge(ien burfte. jBei ber @infadE^^eit beS SebenS unb' alier feiner S3er]()2Unij[e gab ed ol^ne 3t9eifel nur n>enige ®efe^e im Sanbe unb meiftenft modj^ten bie alten ^ im Seife aU geltenbeS dit^t fortlebenben @itten, SraudE^e unb ®ewo^n]()eiten im XUgemetnen tool)l 3ureid(^em VttS alter 3eit werben folgenbe ali bie wi^^tigfien zti 2>er 3Rann burfte brei ^auen jur 6^e nel^men ^) ; eS wirb inbeffen ^iemit nidf^t gefagt, baf ]egli4^er immer and)' fo biele ^auen gel^abt f)aU, benn wa^rf(^einlid[^ galt an^ Sterin bei ben 9>reuj)en überhaupt nur bie alte ®ermani^ f<^e ©ewobnbeit ')• SBer auf er feinen Stauen ncd) eine Sungfrau erlannte^ ben foKten )u @4^mad^ unb @(^impf bie <^unbe ^erreipen ^). SQSenn aber el^elidl^e Sreue aud^  1) ?>rdtoritt6 a. a. O. S5. I. e. 360 fagt oumürftt«, ba$ aSte tiefen, beffen (S^ront! er benu^te, btefe SRad^ncbt quo ber Gbro» ntf hei Qifd^ofi ^rifüan entnommen fyxht. 2) 3)te »ielmeiberei »ar obne 3»elfer ein Ueberbleibfel ber atten ®ct(en«deit. SEßenidfteni erwdbnt baö SS3iftdot|itr(^e ®efe| L. IV. Tit. V. TTbr. 4 berfelben e(enfaa<. C^ben fo mar Ißtermeiberei bei ben &6^m» ben; Adam. Bremens, de situ Dan. c 229. 9{ftb^ ©efcb- 6(btoes bend S3. I. e. 57. 3) fi^dL baräber Cubend ©efd^icbte bed beutr<ben IBolfed ». I. ©. 578^ 4) 8uca0 iDa»ib SB. I. ®. 21 — 22 crwdbnt biefer e^idien Qefete« l3on ben 0ibweben fa^t Adam. Bremens. 1. c »egen Ser^ 
'518 Secfaffung unb 6&rge((i(^e Dtbntttig. butc^ ba$ ®efe^ als l^ilige Sügfttb geboten unb beten SSerle^ung felbfi mit ente^renbem ZoU bejiraft warb/ fo foU bod^ &c\xii)f)cit , (Snffydt^amUit unt> ®<i)am nx^t uber^ alt im SSolfe gefunben morben fe^n 0- ^^v Sb^btec^^et nnb , bie Sbebreclierin n)urben nac^ ^beip ©efege mob( aucb teben« big \>exbxamt, if)xt 3(fcbe auf tfl.n SSSegett )er(heut unb t^ 9{a<i^fommen bed 9)riejleramteS für unmätbig ertannt & xoax ferner aucb ®efe^ / baß n>er burcb unftttlicbeö S)etafiin eines SSkibeB ober einer Sungfrau @(bamgefub( t>er(e(ft/ nacb bem SQSiDen beS beleibigten SEbeileS bem S^uertobe öbergeben n>erben foQte. SSerfagte baS SSkib bem 9Ranne bie ebelicbe 9^i6)t, fo fleOte baS ®efe^ a in ben Utjfim SSBiKen/ ob er fte verbrennen »oHe. ;Dann maren iufftifi mä) beS SBeibeS @(bn)efiem fhafwärbig/ mei( jte eS t^r^ abfSumt/ bie @(bn)efler aber ben )){li(btigen ®eborfam g^ gen ben SRann gebubrenb }tt belehren '). @(batt ober flutte bie ^au bed SRanneS SRamen^-fo Derorbnete M @(fcb bafi ibr t>iex grofe @teine an ben J^M gebangt unb {» bamit burd; eine Zttia^l nabet 2)irfer um(^erge trieben mtbt, bis ber ^CuSfprucb beö ©ringen fte Don ber Safi befreite, gaji eben fo bejlrafte ber ©ermane in alter 3eit ben Sie» brucb °)* @ofern bie f^rau ben Wlann, voinn aui^ nur burcb einen @d)lai, mißb<^nbelte/ fo fcbnitt man i^r bie 92afe ab unb nabm ibr aKeS SKecbt im «^aufe; nur i(irSte« bitU burfte fte behalten. Sßenn ein iungeS SBetb M SRan^ ne6 9lamen beimlicb toerunglimpfte, fo warb eö mttSut^en ge^eitfcbt; gefcbab aber foIcbeS von einer teiaffxten, nüt mebr ÜnberfdbigenSraU/ fo büßte fte baS Serbre^en buri ben Äob im geuer ♦)• Iflun^ e^elic^ec iSrcue: Capitali yero mulctatur poena, s\ quis alte- rius uxorem cognoverit aut vi oppresserit Tirigioeiii. 1) astentgflen^ fa^t ber ^apft «^onorfud III in efn«m eäitafa^ (ibet \>k ^reulfen bei Rainald. Annal. Ecdcs. an. 1218. Nro. 43; Passim et sine verecundia phtres eonim prQStituunt filias et nxorei' • 2) eucaö jDat)ib JB. I. ®. 22. 3) TäciL German. c 19. fiuben a. a. £). 6. 58L 4) 8ttcad jDaoib S. I. 0. 71. ^xt\t Vt^tm» ®cMe ivetMi 
SSetfaffuttg unb biirderltd^e £)rbnung. 519 Sieben btefen ©efe^en iüt "^iuttiöfen Rieben unb e^« {t4^e einigfett; erlaubte e« bad 9le4t be« ÜRanned, bet mit franlen Stauen ^ ^ftinbern/ SStäbern« ®d)we^ttn ober ®eftnben betaben ober felbfi auö) tränt »ar> bie {tecbenbe |)erfon ober pcb feIbfljut>erbrenneR, „benn, fügt e6 binju, unferer ®6tter 2>tener foOfen nidl^t {I5bnen , fonbem Men. '^ (Sin anbereö ®efe^ gefiattete: ^/SBenn jemanb bei gefunbem Selbe fli) felbft, fein .ftinb ober ®eftnbe ben Gittern o))fem ttnb t»erbrennen xoiü, fo foU i^m foIcl()e$ un)»erwebrt fepn, Una bur(b& Seuer merben fo((|^e gebeiügt, feiig unb wArbig^ mit ben ®5ttem }u ia^tn unb »obl ju (eben ^y^ ^atU ber ^anSDater gebrecblidjK / l^inbe ober mit irgenb timm Segler behaftete &hf)ne, fo erlaubte tbm ba6 ®efe^/ foU^ im SSSalfer }u ti>erfenfen ober bur<b Seuer ober mit bem &^tottU umzubringen/ „xo^il ba6 @(enb ber SRenfdl^ Gtoem unb 3Xenfc^en eine Srauer iji ')/' 3u »iele S&d^ ter bed «^aufeS »urben get6btet/ bi^ auf eine/ toilöit be« {iimmt toar^ baS ®ef(blect^t fort)u)>fIan}en >); ed f(^eintau(^, ter (Stma, ©ema^lin M SBarmO; Banbeäfürfien von Sßarmten 3119c» f((rieben , tnbem gefagt wirb : ,/ 2)tefe @rma bf ö 9{ecbt in gant ^tute* Uta mit SSemiUigunf) bei; (Sottet; fa|te. '^ (56 ift ^t^ft ma^tT^etnli^, ba^ 8uca^ tDaoib btefe ®efe(e bucd^ hie (Sf)vmt bed IBifc^ofd C^^rtfifatt eennen lernte. 1) 8ucad ^at>lh IB. I. &. 21. 22. 2) 8ucal ^at>ib S. L ®. 138. «&art£no4 ^. ü. 9^. |)reuff. 0. 178. S>af bie 9)ceu{fen in fold^en unb &^ltd^en S^Oen ibce Jtinber ti^teten, befldtiget au^ bad befannte |)rioiIedium oom 3a(re 1249/ tt>0 e< ^ft: Quod nuUus filium suum TeKfiiiam quaciinque de causa per se rel per alium abjiciet vel occidet de' caetero publice %el occulte Tel ab alio talia quocunque modo ileri consenliet ve' peimittet jDiefelbe @itte bcrrf^te au4 M ben ^^weben, [• 0lü^i s. I. e. 59. 3) ,, Quotcuinque foerainini sexus mater pariat, perimunt prae- ter unam^ fagt ^apfl «^onoriu6 III. in bem ermd^nten Gd^reiben von ben ^reuffen; f. Ra/nald. 1. c Z)amit jlimmt aucb überein, ttHtS Dusbiirg P. IIL c 4 oon ben ®alinbern erjdblt: Istis videbatur con- sttltum, quod quicquid nasccretur sexiu foe/ninioi, occideretUTi et. masculi ad bellum serrarentur. 
520 SSerfaffung unb b&vgetlic^e jDtbnung« bafi man fte ^ie unb ba an ^emblitige üetfaufte 0* @d gab aber ein ®efeg tjen @&^nen au4^ ba§ Siedlet/ ttanU unb traftlofe ÜCeltern ben Reiben unb 9Rü^en bed SebeitS burd^ ben Sob ju ent^ie^ien« ^). ®tonj{ rnarb ieber eigentUcl^e 3Rorb mit Sluttacl^e be« ffraft S)e0 @rm erbeten Sreunbe l^atten aber ben SRorber boUe ^ad)t ju Seben unb S£ob unb gemeinhin tourbe ber SK6rber getobtet @ine SBel(^r(etfiung ober dn SSe^rgelb — ßompofttion -r atö ©((labenerfa^ fanb nt4^t ®tatt, bet>or ntc^t ber SRorber ober einer feiner SSenDanbten t>on be» SSern?anbten bed Srmorbeten get6btet mar^« ®i4^er^t beö @igentl^umS gewährte ein fc^arfed ®efe6 gegen ben j£>Hbc fia|)I; benn bei bem erjlen SBerbrec^en würbe ber entkecfte 2)teb mit füut^n ge)>eitf4)t; bei bem }n>eiten mürbe er mit An&tteln gefc^Iagen^ unb ergriff man i^n bei bem MU Un SSerbrec^en^ fo mürbe fein ^bxpzx iux^ milbe ^nv^e jerriffen ♦). Set bem aUen aber liegt nodf) über t^iele biefer Bet:: j^dltniffe ein unaufflir(ic^ee S>mUl £>b über f4^mere Ser^ breclien unb über wichtige @treilfa4)en ber @rime immer 1) jDtcfeö re|t hai erwähnte &ä)vcibtn M ^apfia «ßonoriuS »^ ntgfienl vorauf. 2) eucaö ^aoib S3. I. @. 138. (Ü tüat btefeS Abrr^itpt dn im fRotbm stemtic^ aUgemetner (BebtavLä), &. ^aramfin S. I. ®. 51. (Seb^arbi (Sefc^tt^te ber SBenben SB. I. ®. 9. @e(l ®<r<^i<^tr »Ort |)oinmcrn SB. I. ©. 10. Kojalowicz L. I. p. 6 — 7. 18. 3) Dusburg P. IIL c5: Si bomicidiuni committitor , inter eos nulla potest compositio intervenire , nisi prius ille homicida xel propinqui eins ab occisi parentibus occidatur. (@tatt propinqui (efm aber bte «ßanbftbriften ri^ttger propinquus). £uca0jDaotb JB. I. e. 22. 4) 8ucag jDat>tb IB. L ®. 23. «^artf no^ %• u. 91. |)reu|T. ®. 165. fBon btefen ©ere^en, bte gum S()eile bem SSibemub ^ttdef^ne* ben merbeit/ fagt jmac Hartknoch Dissertat. XVII de jure Prussor. §. 2: Verum ut omnia propemoduin, quae de Waidewuto et fra« tre ipsius Bruteno feruntur, fabulas redolent aAiIes, ita^etiain quid de legibus bis sit senticndum, nemo non inteUigit. 2CUetQ lOtr bf« ate^en unö ^tei: auf baö früher über SBtbewub ®efagte. 
SSerfaffung unb b&rgerlidi^e iDttnung. 52t aSetn, ober in Serb^nbung mit bem Sanbeftf&tfien ober mit S&titatf) fetner 9)tiefier unb Untetrici^ter bad ©ericl^t ^zs fproc^en; oB über manche S3ergeli)ungen in femer &anbf4^afi ni^it attc^ ber diziK bie Sntfc^eibung unb Strafe S)erl^angt unb ob mit i^m oieUei^t bie SBornebmeren unb 6b(en eine Tixt oon SiidE^teroeretn für ptanc^e SSer^dltntffe gebilbet babeU; ba« aSeö ifi in Duntel geJ^üUt. £04^ ifl bie Tlns nabme tool^I ni(^t unn)abrfc|)einli(i()/ bofi bie (Sblen ober bie Ferren ber einjelnen Sanbgebiete tpenigjlenS auf ibrem l2nb$ Heben (Sigentbum über bie barauf wobnenben Samilien bie @eridbtebar!eit auiuiUn "). Sieben biefem fSalten unb SBirlen beS ©riwen in &a& eben bei SriebenS unb ber Srbnung bed ganbee unb ne« ben biefer ffirjincben .^errfcbaft ber 9lci($ fanben aucb 3u$ fammentunfte Ui SSoIfeS eber SSoIföberatbungen (Statt SbeiU wirb ibrer einigemal auöbrädiicb emibnt')/ tbeitt fcbeinen mancbe ^ngelegenbeiten ni(bt anber6/ aü in aO^tf meinen SBerfammlungen ber fi3emobner einer Sanbfc^aft \)as  1) fBtan barf btcfrd ^xtMö^t a\x^ ber (3i\(i}iä)U ber Sßtt()tnge oer* »at^U/ ba man t^neit bei ber großen SSegänfligung / bte fte bei htm Othtn naÖ)maU fanben, hod) gemif alle Steckte lief, bte ffe t)orbem getKibt Ratten, fßql meine 2fb^nbL ober bte SBttbinge in ber ®ts f^id^U ber (Sibed^fen « ©ereSrci^. ^. 223. {>temit jümmt auc^ i^art^ fno* 2C. tt. 9t 9)reu||: @. 239 — 240 fiberein. 2) @ine aulbrücflic^e @teUe barfiber befinbet ff^ ^ei Dusburg P. IIL c. 5» mo ed (^etft: Quando inter se tcI ipsi' cum aiiis all- quod placitum et parlamentum Tolunt servare, datur certus nume- rus dienim. Qint anhext ^anbfcdrift (tefct: vel ipsi cum alienls, fo au(b ba< ^Berliner SO^fcr. 3n ben 9)reuff. ®dmm(. IB. lU. 0. 549 wirb bie Sedart vorgewogen: inter se yel ipai, vel cum aliis etc. TCber man maß hie eine ober bie anbere biefer Cedarten m&ilen, fo ifi bodb offen« bat barin oon dffentlt^en S^erfammlungen ober IBerat^ungStagen bie 9lebe. @ine anbece GteUe über folc^e öffentlicbe IBer'at^ngen ift in bem lyrioiiegtum oom Sdire 1249, n>o ed t)on ben fhreuffen beift: ba- liito inter se consilib. SS^e^re IBemeidgrfinbe ffir bie ®a4e finbet man in ben f)reufr. 6amml. IB. III. in ber 2(b^anblung: Srei^iten ber 9reuffen in ^anbeösSfac^n. 
522 IBerfaffung unb bätgerltd^e £)rbnnttg. ben htxatfyen werben )u linnen ^). £)^ne Swetfel ftanimteti btefe ©au-Serfammlungen ani ben dlteßen Seiten b^t; ben ©otben maren fte/ wie aOfen ©ermanifcben SSiltem eigen '). 8Bo ®otbtf4^e S&Ifer ftcb nieberlajfen/ erfcbeinen folcbe Ikv« fammtungen aucb immer in tbrer SSetfafTung *)• SBir jhu ben baber foI(be SSetfammlttngen bei ben Sewobnern ^tcuf« fenS aucb f^on in ber frubem @agen)eit, mien>ob( f^^ bort meifienS nur ali t)on ben beiben ^oiU^upUxn, bem SBi« bewub unb bem ®riwe/ berufen unb geboten etfib^in^ @ie fanben bamaI6 ium Sb^il am beiligen Xomo^e Statt ^) unb eS lie^e ftcb bemnacb t>ermutben/ ba^ auäf in fpiUitu Seiten bie fBeratbungtorte in ber Mlfe ber beiligen Silber unb ber ®rin>e ber &anbf<IIS)aft n>obI nicbt obne befonbeten Sinflufi auf bie fBeratbungen gewefen fep. 2>&rften xoit bem Xudbrude beS Sb^^oniflen in aOer ^infi^it (Sfamben f^fenfeu/ fo f&nnte man fcbon bamali eine bo))pe(te Xrt folcber beratbenben 83erfamm(ungen anntfftnm, tint Sei«« tbung ber fBoIBb^upter mit bem gefammten Solle 0/ >'" loelcbcr Dielleicbt fpittt^in ber ©riwe einer Sanbfcbaft bie fBeratbung leitete ^ unb ^ eine anbere aui bem Stanbe ber iBomebmercn/ aM einer 2(n)abl angefebener SRinner M Solle« f in toelcber nad^^maM ber 3UxH ben S^rft^ i^ 1) 3. S. bie oon Busburg P. III. c 4 eridbUe Bedcbm^ Mn ben ®al(nbern; ober hk SBerat()ung fibec ben ZbfaU oom £)rben/ i^ctf- bürg P. III. c 84. » 2) IDte befannte stelle in Tacit Gennan. c 11. 3) 9asic ftnben fCe in ber fBerfaffung bec Gfanbinaotfcben S60fr. S^Otl ben Gcbmeben fagt Adam. Bremens, de «itu Dan. c. 229: Con- cUium populorum commune , (juocl ab ipsis Warph , a nobis TbiBC Tocatur. ferner c. 230: Histor. Eccles. c 22: generale popiüi pla- citum. Vita Anscfaarii per H^mhert. ap. Langebeck T. I. p* ^TS* S^on ben iDdnen f. Gubm S. I. G. 237. 0o(<^e BerfamnUttnden fanben aber au(b M ben anbem na^en^ ntc^tgermanif^en fNßa^ Ztatt, ffir fit waren \M unb ba bieGonttnen be^nrait; f. etil 0' '• ©. 67 — 68. Äaromfln ». I. ©. 6a 77. 279. 4) ^uca< IDaotb S. I. e. 19. 35. 39. 44. 5) 3n ben eben enodbnten SteOen be< ftucat SDaoib. 6) 8ucad ^aivib S. I. 0. 15. 54.. 
Serfaffttttg unb bfirgerltd^e jDrbnuttg. • 523 "bäht t)ai>en thnnU. ®en)iß ifi n>entg|ienS^ ba$ attdS^ tn fpiteun fetten noc^ bei brol(^nben ®efa|)ren ba$ SSoIf tU ner Sanbfcl^aft t»on feinem 8anbeSfur{len obet JCrieggoberflett )tt SBerfammlungStagen geboten mürbe unb bann bemaffn^t erfcbien/ um be^ Surften ®ebote ju t>ernebmen ober mit ibm ju b^ratbenO* 3m übrigen fdf^eint in bem Serb^ltniJTe b#ö 9let(d st( feinen Untertb(Aten für biefe ein jiemlicb M^^ unb bemeg« licbeS Seben @tatt gefunben ju b^ben. @d n>irb ntcbt er^ toi^nt, baf fte 5U abgaben ober fonfiigen getfhtngen an tbre SanbeSoberen t)ert){ll(btet gemefen. £)ocb {6nnten fohf^ in eben ber Hxt, wie bei aubern ©ermanifcben S36l{em/ iit tintt gemiffen JBermigenöfieuer befianben baben^ bie ber Sreie t>on feinem freien (Sigentbum ber fBoIKobrigfeit^ ju leifieit batte^ eine «^eerbanndfieuer/ bie jur 93eftreitung ber gemein^ famen £rieg$beburfntffe bermenbet loarb')« @onfi reicbte f&r beS f^urfien eigene fBebürfniffe bei ber Sinfacbb^it beS Seben^ obne Smeifel fcbon ber (Srtrag feiner SBefi^ungen btn^ benn ber SttxH fc^ieint in feiner Sanbfcbaft immer and) bebeutenbe eigene fiSeft^ungen gehabt {u baben. SBabrfcbein^ K<b gebirte ibm als eigene« ®nt immer bad n^cbfie ganb^ gebiet im Umireife feiner SBobnburg '). Ueberbau))t htigen bie einzelnen Sanbgebiete, iene SerrirorieU/ beren wir in ben Sanbfcbaften fo oft enoabnt ftnben , mobt immer tbei» ben SteHt, tl)eild beren ^aöftommtn ober ben Sblen uttb  1) DusbuTff P. in. c 8^ u>o freiließ fkie()r ber Sag )um Xni» bnt^e einer $Brrr4»6rung gemeint ift/ aber eine oorau^aeganqene Se* ratbung bocb notbmenbig toav. }Deutli(ber ift bie Stelle c 98» mo K beipt: Cum Prutheni per himc modum non proficerent, convene^ runi iterum ei excogiiatU oariis modis , quibus inceptani mali- liam perficerent, omnium senlentia conTenit in hoc, quod elc. 2) eat>C9n9 ®ef4ft(btB bed Mm. Ste^ti im «OKttelotter IB. I. C. 173. 3) jDtefe« ^^t siemKcb dar aul Dusbwg P. III.« c 75. ^ix« 60 mo^te frd^in hat (Sebtet 9011 Slinau bem ®amldnbtf((eii dMId auf bem (Salgarben auge^^rt baben. 
524 • aSetfaffung unb b&x^etlii)t ibrbnung. Somcl^meven atö eigene 93e{t^ungen gel^fttt l^ben '^). Sin- jelne Steile biefer Sanbgebiete l^atten fte 3Cnbeni jur Se? nu|ung übergeben unb em)>ftngen t)on biefen atö ®runb^ leerten einen Sl^eil beS (Sttraged; ^in unb wteber mod^ten fte foI4ye auc^ n>o^{ ju S)ienf!en t)er)>fli4^en. Sßir ftnben biefe SBelel^nten f^2terlEiin unter bem ^men ,f%amilitn^' nod^ in bem nämlichen SSerl(|ii(tntffe *). lieber bie Sttad^folge in ber görpenwärb^ ober im f&t^s U(i}en Xmte ber {Reifs ftnb n>ir nicl^t n^etter unterrid^tet; bi>ö) ift nU^t unwal^rf4)einlid^ / baf ftetö ber ittere Qofyx itm SSater in ber SBärbe folgte^ fobalb i^n feine Stgent; fc^aften ba}u nur irgenb tauQlUfy ma6)Un. 2)ie übrigen . @&|ine bagegen m5gen wol^t immer mit Sanbbefi^ befrie^ bigt morben fe^n unb bann gur 3abl ber Sanbe6«6b(en ge^irt böben »). £)tefe8 ifl \>ai SBefentlid^fte, waS über bie ©eftalt, ^ Jbürgerlid^e £)rbnung unb SSerfaffung be« Sanbeft att 3üge beS alten fBilbeS t>om SSoIföleben ber 9>reuffen aui ben fo dufierft fparfamen TCngaben ber i&ueOen l^at bingefieHt »er? ben {innen. 3Cber 2>unlel^eiten in 9Renge ftnben {eine Vnf? n^rung^ Sragen in großer äa^I erbalten {eine Ißeanttoor^ tung/ba üon benen^ xozUI)e in jener früheren itit auf baS $Bol{ in ibren @4yrtften binblidten ober e& auci^ befonbert jum ®egenftanbe ibrer gefc^i(bt(i(i^en Ueberlieferungen mad^ ten^ bäd innere ))olitif(be geben beffelben nur iuferfi tot^ ntg beacbtet tourbe. £)ie Stürme bed JCriegeS befdbclftigten if)t 2Cuge; barum ftab auc^ ibre 9la4)ri(bten über beS fßoU Ui ^riegSart unb {riegerifd^ie SSerfaffung fc^on mer{(t4i w\U flinbiger. 1) 2)antm (liefen fte bie Ricostan» bie Sldd^llett, mie fte f&iOfii ftan nennt / ober Potentes , Nobile« y tvie ffe bei Dusburg oocforninen. 2) Steine 2CbbanbIuns Aber bie SSitbinge a. a. £). e. 223. 3) &o toat Pipin Capitaneus b. f). 9(äH oon |)omefonien ; fein ®obn Macce wirb aber blof Nobilis genannt ^ Dusburg P. IIL c.7. 
9leunted & a p i t c U  Ärte9«»erfaffutt8 «nb ÄriegSart ber 9)rcuffen. cOn ft&^Ttt Seit bel^au^teten 9)tett{TenS IBetoo^ner in na^s 1^ ünb fernen Sanben ben Stu^m frteblid^er unb mens f4^en^eunbli(^er @eftnnungen ^). SntmerbaY nur befcl[)^fttgt mit bem 2(nbaue if)xe6 TUltx^, mit ber Pflege i^rer ^tixs ben unb mit bem SSetriebe i^reS «^anbetö f)atten fte feiten ober niemaß 3(n(aß itnb 2(ufmunterung , ft(6 in ben Auxts ßen be$ Krieges )u üben. £)aruht blieb lange äett bti i\)c nen att(|i alle&, n)a& JCrieg$fä()ntng unb Jtriegöioerfafrung ^i^, in gr&fiter (Sinfad^^ett unb gr6fter Stobi^eit. dtft 9t0tif unb ®efa()ren bradj^ten £unft/ ©efc^idC unb SrfaJ^rung. Wtan lernte erft bann ben JCrieg/ afö man {l()n lernen mu^te' Tim frulj^eften migen bie fubifilidS^en SBilfer ber @alinber unb @ubauer in baS ®en>irre friegedfdS^er (Sreig« niffe mit hinein «verflochten worben fepn ober fitb auc^ wol^t gerne felbfl mit l^ineingemifc^t l^aben^ benn bie 3agb gegen bie wtlben Spiere il)rer SS^lber war tl^'nen ISorübung jum Äriege gcwcfen unb bie 8age if)xcx iitibcx forberte jte metir als anbere jur Z^cilna^me an ben ^iegSflärmen im 6fiben auf «). 3n ben toz^liä)en unb n6rbIiclS)en ^anbfdj^afs ten wittttn am meiflen bie feinblidf^en SBerJ^altniffe mit ben ^ 1) Jornand. de reb. Get. c. 5. „pacatum hominum genus.'* Adam, JSrem* c 226. „ Sembi vel Prutzci hominum humanissimi. <* Helmoid. L. L c. 1. ^ 2) iDatiei; an^ i^te ftt^xt SSelanntwerbung im ©oben — bei 9)to(emäuö. 
526 Jttieg^t)etfaffung unb Jlrteg^art. 9>oIen Jinb ben S3t(inder:s@4^aaren auS @fanb{ndt>ien auf bte Vuebtlbung be^ ^riegSwefend ^tn. SßaS aixi ber Sagen^Sett über bie (rtegenfc^en Ser^ balttftfTe be& Sanbeö aufbel^alten tfl, n>aö bie 6rfd|^etnung 993tben)ub& afö etneS friegerifdlien £)6erbau^teö ber SBtten bebeute^ toev bie SBibtoarier afö Kriegs ^SSe^ren gewefen ttnb tt>{e ftdS^ beim^ Untergange jenes aOgemeinen «^eer^up^ M bie JCriegSoberjlen bev SanbfdSiaften aii Steift t^rer biSl^etigen SSSebrgebiete )U Sütflen unb Sanbe^lj^erren em? jporgef^oben : bae( aQe& i^ f^on frä^er in biefem SBerfe )tt feiner ^tit berührt werben. @eitbem aber biefe SteiB alt freie ,®ebteter in i^ren eanbf(|iaften aufgetreten »aren, blieb eS ba6 wic^tigjle ©efc^ift ibre« furftlid^en XmfeS, i^re ©ebiete gegen ®efa^ren ftdf^er ju flellen unb gegen bie bro^enben geinbe mit ^raft {U Dertl^ibtgen. Sur ^^it beS ^riegeö alfo trqt ber Steift jeber Bett an bie @pi|e feinet ^rieg§t)oIfe§. 2(6 ^eeroberfter bte6 er ber «Hauptmann ober ^ul^rer 0- Suweiten fanb auc|, n>ie eS fc^eint/ eine SSa\)i ber £rieg§f%er (Statt, tHeOeicit n>enn ber Steift ))on 1)cr ^rtegdful(^rung abgehalten nnirb ober fonftige SScrlj)iltniffe eine foldj^e 2Bal()l n6tl[)ig matteten «). @en)&^nlic^ mag fotc^eS gefd)et;en fepn/ menn mebre Sanbr fc^ften i()re einjetnen «^eerl[)aufen gu einem großen «ftrieg^ (eere gufamment()aten unb ein gemeinfamer £)beranfu(rer ber gefammten ^riegSma^^t ertoren werben mufte. £^nn  1) Dusburg in ben früher cnv5()nten ©teilen bebUnt fl(^ tmmec nur ber 2Cuöbröc!e Capitaneus unb Ddx; P. 111. r. 85 ocrbinbet er hxt SSorte Capitanei et Duces exercituum. 2) SBenn eö M Dusburg P. 111/ c. 84 Don ben Semo^nem ber verftitebenen Sanbf^aften \^\iti in Capitaneos et Duces sni exerci« tus eUgerunt^ fo fc^eint btefed aüerbingd auf eine fold^ fiSo^ (^tn^or beuten. 2Caein in biefem ^QOe ifi bie ^oc^e fe^r }n>etfe(tKkft ; benn mo? ]()er mufte S>ndburd in feiner "^xX ettraö ^emiffed 9on biefer SBa^ itnb wer fa^ um bie 3eit biefeö SreigniffcS fclbfl fo ftc^er in ba6 Snnere f^reuffeni unb in ben ßufammen^anc) ber Serf^n)6rung jum Xbfaffe t)om Orben (itnein? 
5(tteg6t)etfarfutt9 unb Jltteg^art. 527 »utbett/ tventgflenS in jpiUtex Bcit, n)oI)( fe(b{i au^ frembe prfien )u oberflen %nfäl)rem ber «^eere gewcSl^tt ; fo Qefd}äfy ti etnfl bei «^ergog @uantepoIc Don 9)ommem ^) ; fo bei bem Sätften SSi}Iat> bem S)rttten t>on Stäben'). ®tant> ber XtiegSoberffe ober ber Steife an ber @pt^e fetner %^eer» fd^aar, fo l^tte er tn aOem ^ wa^ ben ^rieg betraft bfiDtg unitmfc^r&nfte ®en>oft unb fein SSetfpie( f)>rid^t bafär, baff je eines (Sriwen ^aä)t unb SBirffamfeit bte beS Xnfäf^ 2(u^er ben Steif S obet ftanben iftet atxä) bte @bten ber 2anbf4^aften / tapfere unb entf4)(offene Spinner au& bem Gtanbe ber Sornel^meren an ber &px^e etnjelner Stm^^s ^ufen. fi3ei groflen «beeren fährten fte unter be§ SteiU jDberbefe^I wal^rfd^einltdi) bie ein)e(nen 3(btbealungen ber Jtriegfttnad^t. li^oä) traten f!e oft auc^ ganj unabb^ngig mit einem eigene gefammeKen «f^eerbaufen auf '^) unb go^ gen auf eigene <^anb gegen ben Seinb beö SSaterlanbeS, ober e$ tl^aUn ft^» aud^ roel)l mebre folc^er Sblen mit i^ ren @(|^aaten jufammen % ben Seinb in il)tet Sanbfdb^^ft bel^igenb/ bebrängenb unb befamipfenb, wie unb too f!e hnnten, ober fte fielen ))Iunbernb unb t>er()eerenb in bie feinblic^n ®ebiete ein. Tin eigentliche Ariegdfunfi aber mar bei allen biefen ittieg^oberflen in einem SSolfe^ meU ^ed feit alter 3eit ben £mg fo menig betrieben f)atte^ '  1) Dusburg P. III. c. 34: Congregati ergo Prutheni omnesy quasi Vir unus et idem Sventopolcus factus fuit Dux et Capitaneus eoruni. 2) Dusburg P. III. c. 222. 3) SRan 1)at aud hem IBorfaUe, (effeti Dusburg P. MI. c. 86 er» »dbnt/ fogar bftoetfen tooUen, (ap fcCbfi bte 9>nefler ^ SBefd^lftffe i>on ben Jlrtegöoberflen auweilen umgangen tvecben burften; bacöber |)rdtos rtu< 0(^att&äbne @. 1203. 4) Dusburg P. III. c. 7 5) Dusburg P. III. c 23. 26: Omnes potiores Warmiae, Nit- tangiae et Barthae et alii ad belium apti convenenint; c. 133: Duo («obfles et potentes Stumo et Stutze cum magno exercitn renerunt aofe ßalgam. 
528 Jttied6t)erfaffund unb Xtit^^avt \6^w^xU6f )tt benfen. St&^nf)t\t, Sa^ferfeit, iift, Cetfc^bs gcn^ett unb 3(udbaue¥ waren f[et6 tote «£^au)>ttugenbeii et^ ne& foldlKn 93efe^tö()abert unb hierin fu4)te er flc^ wt ben Vtigen beö angefälirten «g)eer^aufenS befonberS auSjus jeidi^nen *). @o wenig ber Xnfäl^rer etne6 «^eer^ufent eigentlich Xenntniffe im itrieg&wefen befafi, fo wenig war aud^ baS ieriegdt)o{f felbjl in ber SSBajfentunfi geäbt 9lur eine ge$ wijfe 9{aturgabe gab für jenen ^ wie für btefed bie 9ti<^ tung )ur 2(nwenbung ber £rafi. jDiefed <ftriegS«>o(t aber bilbeten ^ur Seit grofler @efafyren bie gefammten we^r^f^ ten Scanner einer Sanbfd[iaft unb i^ve gefammte 3a^l (ief bie £rieg§ma(i)t ober ba& «l^eer beS SteiH, awS) wenn ed ni4^t berfammelt war'). SBie lange iene Sße^innannfd^Kift ber SSibiDarier ober ber 9Biten::SBe^ren bef(anben unb fletS geräjlet bie ©r^njcn t)erwalS)rt unb bewacht ^abe, ifi ni^t beflimmt }U fagen; fte burfte ftc^ aber wo^I attfgel6# unb in bie SBewebtung beS ganjen Sanbeö gewiffermaßen wr^ loren f^abtxi, at6 bie 9ieifö in i\)xm Sanbfc^^aften als un« abl^ingige Surften auftraten, äßenn aber ber fRexH eine« 8anbeft ba« Äriegögebot ergelfien ließ, fo mu^te jeber SBk^^r« l^afte auf bem Sage unb an bem be)ei€(^neten S8a{fen)>Ia|e eifcl^einen; jeber mix^U für ^au8 unb ^eerb, fär SSater« lanb unb Surjlen f amyfen. 2)aber ifl eS audj^ wo^t -gtaab^ Ixä), bafj bie Äriegö^eere ber S>reuffen, felbjl wenn bie SBeljrmannf^aft nur aM einer cinjigen Sanbfcbaft Derfam^ melt war, oft fe^r bebeutenb unb jal)lreid(> waren '). 6ö wirb berichtet/ baö iDolfrei4)e @amlanb f)üU eine ^eerfc^aar 1) SBon iß^oipfo, bem «ßauptmanne bec S93armter, ^ift H bei Dusburg P. III. c 20: Quia caput fuit aliorum, ipse ut Dux belli prae aliis in praelio se Toluit osteiitare. 2) Dusburg P. in. c. 20: Congregata omni potentia excrci- tus siii ; c. 72 : congregata magna exercitus sui potentia ; c 85 : Capitanei et Duces cxercituum statueriint diem certum ad hoc, ut omnes convenientes in armis. 3) Dusburg fpnc^t fe^r oft t)on ben fe^r ftorfpn beeren brr fJrtulfen; fo P. III. c. 11. 23. 54. 72. 99. 112.  « t 
»Ott 4000 ffttiUtn unb 4o,eoo %u&impUm fteOen f &nnen >)/ intern auS ef nem efniigen iDorfe beS ®ebteteS t>on fBet^n^ 190 bte 3alE)I ber ipaffenf^^tgen Jtrieg^kute befonbert ftaif wat, eine @4^aar Don 5oo fheitbaren 9RJnnem aufh^ten (onnte '). ©nbanen 1)attt eine Jtrieg8mannr<d()aft Don 6000 SUittm tinb eine un^Ä^Iige @(|^aar t)on SuflDoIf '). 9las btauen foQ überhaupt eo^ooo^ 9{atangen 56,ooo, Svmlanb 60^000, 9>omefanien 8o,ooO/ baS «g)o4)lanb 44,ooo^ ©altn^ bien 16,000 nnb ®(|ia(auen 32,ooo ()aben aufbieten f&n^ nen ^). IBei einer «f^eeirfd^au ber gefammten 9reuf)tf(d!m JttiegSmadElt foQ ber SteifS t>on @ubauen feine Jtrieger)a(il 16,000, ber Don Gamtonb bie feinige 12,000, berv^on Stabrauen bie feinige 11,000, ber oon @(|»alanen bie fei« nige 9000, ber oon SRatongen bie feihige i4,ooo, ber Dom Sarterlanbe bie feinige i4,ooo, ber Dom «&o(^(anb'e bie feinige i 0,000, ber oon ©alinbien bi^ feihige 4,ooo> ber Don SEBarmien bie feinige i5,ooo unb ber Don 9ome« fanien bie feinige 20,000 SRann flarf gefunben bdben 0* Sbtmnad) w&rbe laut iener erf(em Slad^ridi^t 9>reuffenS ge$ Sammtc JtriegSmacl^t über 4oo,ooo 9Rann unb nac|» biefer Stufierung gegen 125,000 9Rann betragen t^Un. Saffen ft<|^ immerhin gegen biefe 3(ngaben bebeutenbe Sweifet er* ieben, bie felbji bann anö) niö)t )u I6fen ftnb, toenn man aUt n>afenfd|iigen fDtdnner beS SanbeS mit in, bie @4iaar  1) Dusburg P. III. c 3: Sambia populosti et opulenta potuit habere quatuor millia equitum et XL millia pugnatorum. 2) Dusburg c . 103 : In terra Sambiae est quoddam territorium dictum Betben y in quo bomines feropes babitabant et adeo poten- tes, quod de una TiUa quingcnti Tiri ad bellum babiles poterant proccdere. 3) Dusburg c. 3. 4) 2)iefe ICii^aben liefhrt freill^ nur yrdtoriae tn f.C^^attbfi^e e. 1206; }»ar »te ee fc^int aue firett^eiK C^f^rontf , aSdn U ift an t^ctr 8U(btt9eeit »o^t fc^r in atveifelm 5) eo ^\itht bie Saufen Sttca« IDaDtb IB. II. @. tR äue 9)ot ntf^en Ql^onilteii an ; aber au<b bier bleibt nian(bcm dtvrtfsl Baum. I. 34 
530 Arieg<t)erfaffun9 unb Jtrteg^art ber Arieger i&^It'); fo mag \>od^ fo t>tel too^l geioifl fq^n, baf bie ^rteger)al^l auS aUen Sanbf4^aften 9)rettfreti8 aUm btng& immer fel^v bebeutenb getoefen unb baf ti feine Sanb« fcl^aft gab/ totli^t ni6)t toentgjlenS an 2,000 Steiter unb eine gKO^ @(|iaar Su^bolfeS }um Aam)>fe gellen tonnte '). iDft f&m|)fte nur bie iCrieg&mad()t einer Sanbfc^aft at lein unter ber Sälgirung ilj^reS eigenen 9leiB fär eigenes ^aui unb «^eerb >). 3n ben fr&^ren Aimyfen mit Dolcn n>ar, wie eS fd^eint, biefe& immer ber SalL 3la^mati aber traten cucf^ nt^t feiten bie SBel^rmannen au$ meieren Sonbs f4^a^en ju einem gemeinfamen <^eere ^ufammen ober eft l^ilbeten bie <Kriegdfd(^aaren berfcf^iebener Sanbfc^Ktften md) abgefonberte «f^eere, bie aber gemeinfdi^aftttcl) unb na^ einem einberflanbenen 9>lane lianbelten ^). 9lu aber finbet fk^ ein S3eif^iet/ ba0 ^reuffenft gefammte AriegSmad^t unb bie SBe^rmanneien au$ allen Sanbfcl^aften gum JCampfe ge? gen ben Seinb aufigejogen wären. 2)re Jtrieg&ma(^t Aber^aupt befianb aut 9teiteret unb Su^bolfO. £)iefeS le|tere bilbete beS «^eereft eigentft«^ (StJrfe; USt)alb bebiente man fiöf feiner auöf t)or|ugU4^ bei jSBelagerungen unb jum fefien unb jldtigen \ftam)>fe *)• £)ie 9teiterei benu^te man gu fdt^nellen ©treifjägen, gut 1) ®o mbä^U 114 an ber dä^tiqtcit jener Säulen jmetfelnb fragen laffcn: ob ed ben ^reuffen benn »0^ att(b mögüc^ tcat, fo grofe 3abs :en n>irfli(^ }u jdb^en ? Sßenn fte na(b Busburg P. III. c 5 eine fleine ^a^i oon Sagen auf eine fo unbe^ölfUibe Sßetfe bunb Jtnotcns fdE)ärien beaeic^nen muften, fo fd^etnt jened feinedmegi ber ^aS ges wefen su fepn. 2) j^ad 9ßal)re mag alfo fepn, »ad Dusburg P. IIL c 3. fagt: Vix aliqua isiarum nationum fuit, quae non haberet ad b«Uiun duo millia virorum equitum, et multa millia pugnatonim. 3) Dusburg P. IIL c 99. 112. 119. 4) Dusburg P. III. c 72. 85. 89. 5) Dusburg unterfci^etbet fte met^nS burc^ bie XiMtMt Equi- les unb Pugnatores. jDtefe Zedieren ffnb ht\ \\^m immer {fupooO. 2)o4 gebraucht er för biefes an^ ba< gew6$nltd^e IBort Pedites. *&artfnot^ 2r. unb 9(. ^reuff. ®. 217, 6) Dusburg c 100. 112. 
Jtrteg6t>^tfaffun9 unb Sttxtiiatt 531 f)lAnbetitng / )ttm püiiliöftn UeberfaDe beS SetnbeS u. f. xo. 0- SEBer gefe^lidi^ )u ^f {heiten fonnte unb mt ^u 9iof erfd^etnen mufte^ n>trb ttn& nirgenb& gefagt; gewif aber entf(^teben (hiebet ^tanb unb SBermigen iai SReifte. 2>er Sßajfen ®thxanä) war md) ben Seiten betfcf^febeti. 3n ben fräj^ejlen SEa^r^unberten waren etfetne SBafen fel-r im unb ungett>5l^nHdj^. S)te ^Ceflier kannten ali Übli^t Saffen nur ^ulen % S>ie SBenben l^atten ouc^i @d(^ilbe. SBeil bamalS ba6 SScIf wenig Jtrteg führte, fo blieben ble Saffen lange Seit nodE^ einfac^^ rob unb unauegebttbet. Statt gab ber Aeute na6)mM baburcb eine nocb ftitfen Sirfung/ baf man fEe Dorne mit fi3(et befcbwerte/ um ben Siib^ung iu Dermebren ^). <S& geborten jwei ©(^ttungen ber« felbenjur Lüftung/ eine (attge ®trettfeu(e^ beren ieber Streiter nur eine trug/ unb Heinere SBurfleulen^ beren jeber SBebr^: mann fecbS b{6 acbt ober aucb mebre in einem ®ärtel um ben izib bei ftcb b<^tte ^). £)en f (beren SBurf mit biefer Saffe Abte man jum @|)te(e in Sriebenöjeiten ^ Sdnglinge am melflenO/ SBar bie SBuyffeule geworfen, fo griff ber Streiter jur ®teinf4)leuber, ju feinen fpifegefi^irften SBurf* fleinen ober er ging mit fieinemen @treitb^mmem unb  1) Dusburg P. III. c. 138. 2) T{jcit, Geiman. c 45. 2)00: rarus ferri, frequens fiistium usus, f^ltefet fttilxd) anbere SQSaffenarten nid)t ganj oud. jDie SttuU aber toar über^oupt eine olCgemeine beliebte ^treitiüoffe ber diteflen (Sot^etr. ^aä^ Ammian, MarcelUn. LXXXI. c. 7. bebtenten ft(|) bfc ®ot^n ber davae pracustae gegen bie 9{5mer. Loccenius Antiquit. Sueo-Goth. L. III. c. 2. 3) Sucad S)aoib fd. L @. 44. 9lur auf bie frä^eflen ^iten paft bie 9la(bri((t bed 8uca< ^a\>\\i , baf bie ^reuffen feine anbere SBafen gefannt ()dtten , aH biefe beulen. @. bie £)rben6(^ron{f Ui Sacalö IB. I. @. 242. 4) Sucal >Dat}tb a. a. O. «ßartfnoc^ 2C. unb 9l. ^reuff* ©.224. 5) SDiefe Uebung xoiXi ^vätoxivii {f. Sd^aubä^he G. 258) nod^ SU feiner Seit unter ben SRabrauetn gifunben ^aben. (Sr befc^teibt ^e In ber i^m eigenen SSeitfcbmeiffgfeit genauer. 34* 
9 bh2 Jitteg^t)erfaffttng unb JtrieflSart ®tre{t2)rten )um l^anbgemetnen itam))fe. ^te ktsteten ^tte man t>cn ®btn unb (Sifen^). TCud^ SBurff^iefe timtcti t)en 9>tettffen f4)oh ftd^ befannt '). 2>te übrigen SBaffen? arten famen Dorjägttcf^ erjl burcf» bie Artege mit ben 9>os (en in ®ebtau(^. fiSei biefen fodeti jte iuerjl baS @(^wert fennen gelernt l(iaben'); faben f!e biefeS aber ntdi^t t>tel? Iei(bt fdE^on fr A|)er bei ben jD^nen unb in il^ren fublic^ Jt^mpfen? ©ege? bie 9o(en bebienten |t(^ bie yreuffen aucb f4)on vergifteter SBurfgefc^offe unb eS fc^eint, bof foIdS^e Ux ibnen au^i fonft fdt^on £blt4i getoefen^). 6rß fpiter ftnbet man in i^ren Ariegen ^yxi^ ben @ebratt<^ bet @(bilbe unb ber Sanjen^ n>e((be (enteren )um ^Cngriffe auf feinblic^e Steiterei bienten. 3ur Seit beS Aam|)fed gegen bie 9lttter beS £)eutf(ben iOrbend fdjieint bfefe SSSaffe bie gewibnli^)^ gewefen ju fepn ^). jDie ^Crmbrujl foQen bte |)reuffen erfi wilb^^^nb il^reS Jtam|)fed mit bem 2>eutf(ben £)rben fennen gelernt liaben % miewof^l ed aufaOenb n>äre/ 1) IDie ^Cltert^dmers Sammlung M ge$. 3(r4io< ju AtoigiM:^ bef!|t i^rer eine stem(t(^e 2fnaa$C Don oerf^tebenen Sormen unb oide flnb im Sanbe n^^ aerftreut in ben «^dnben bet Sfinber. jDie bem 9to ben eigent^ümlic^ ®trettairt finbet ftd^ aud^ in fDdnemarf unb 64»cs ben no4 aur Seit fBalbemorö I. Scuco GrammaL p. 296. 9,h\^%%^ I. ©. 47. . 2) ®4on t)on bem ^xxf^x, bec ben ^eil. 2CbaIbert ennotbete, Ictft e^ in bet Vita S. Adalberti ap. Cora» p. 353; Totis Tiribus intens jaCMibim moTens. 3) 3ut Seit ^affmitl I, M bie ^reuffen bem SOIarooiet Stje^to ald «^filfdool! bienten, toav bie ^^clnifd^e Spata im Qkhtan^e. Kad- lubeck ed. Gedan. p. 14 fagt: spata est gladius ab utraqoe parte acutus, .quae Tulgariter szabia ( ®dbel ) dicitur. 4) Kadlubeck L. III. ep. 21. p. 37^ ffi^tt eö M tta>at ScfOtt: bete« an, bQ$ {14 bie 9)reuffen bet vergifteten ^efc^offe im ittiege ge^ gen fBoIeeiav von |)oIen nid^t bebient Ratten, toie (te fonjl )q t^un pPegteU/ — nee venenatis, ut aliai' assolent, jaculantur spiculis. — Utttet spiculis finb $iet n>o^[ offenbat oetgiftete SBurffpiepe gf> meint 5) Dusburg P. m. c 54. 65. 165. 6) Dusburg P. UI. c. 100 etad^^It ba« Clteignif , bei «ebben bk 
Jtrteg<t)e(faffund unb Jttteg^att 533 totnn ffe tiefe SBaffenart niöft fd^on fräl^er in il^ren Jtrie^ Sen mit Un 9>0!en/ mit ben jD^nen, ben Areu)6räbem/ ttnb mit ben Siittem beS S)obviner::2Drben& gefeiten unb il^re fi3enu|ung ztpxoht "Ritten. Unb 1)ittt n\6)t au^erbem bet «^anbel il^nen biefe SBBafe möf frttl^er fd^on befannt mad^en f innen 0? SBSar iai itriegSgebot ergangen/ bie SSe^rmannfc^aft mit biefen SSSaffen geriüflet am beftimmten iDvte berfam^ melt unb adeS )um 3(ue)uge gegen ben* ^einb bereit/ fo ging mon ^uDor ned) )u bem tRatf^t ber ®itter/ benn eS xoax IbbUifyt @itte im !Bo(!e / in aUem, wa^ man SBic^ti:» ge6 begann/ burc^^ ein AbIi4ieS n^al^rfagenbeS 8ooS ber ®bU Uv ^iUett unb 9latl^ Aber (Srfolg itnb 2(uSgang ju befras gen *). 2!>er ®ebraud(^ war f olgenber. 9Ran bemäl^te fi^, nüi) bor bem XuSjuge au$ bem fetnbH^en «^eere ober au& befFi^n Sanbe einen befangenen )u erl^alten. (Sobalb man einen foI4)en be!ommen/ feffelte man il^^n an einen SB^anm — it^ nie an eine 6i((^e -— unb fdf^of nal^e * ftelf^enb einen f)fetl ober @)>iefl in fein «^erj. SBenn nun \of;Ui6) baS eiut (eftig unb xd^Ud) lienoorquoU/ fo erfreute ba6 «^eer ein glücfbeutenbeö Qeiäfen^ benn e6 galt biefeS att SScmii,  fhvttffen bfe balista luerft gefr^n unb fagt: alii drcumstantes admi- rati fuerunt ultra modum, quid esset, quiaprius talia (sc balistam) non viderunt jDaf (t(t/ me tm Sotefn M ^ittclaitM thtt^avipt balisu eine 3Crmbru{l bebeuten folC, beweifen anbete @teUen SDudbucgd, iDorin er btefef SBort in eben biefer SBebeutung braucht; 5. $B. P. III. c. 117: cum balista sagittans. 1) ®a alle biö^igen Sf^inbe ber 9)rett1fen bie 2ftmbnifl im Jtriege gegen ffe gebraucht Ratten unb btered (Befd)of namentlt^ <^u(b ben SDAs Ben »obl befannt »or — Saxo Grammat p. 191 — , fo f^en toir auf baf oon ^Duiburg attfbebattene ®efdSit(^t(ben nicbt befonbereö ®en>id^t. 2) Dusburg P. III. C.5. Prutbeni raro aliquod factum notabile indioabanty nisi prius missa sorte secundum ritupi ipsonim a diis «ttis utrum bene Tel male debeat eis succedere sdscitarentur. Ueber ben ®lattben an d^nHcbe SBorbebeutungen Itm Kriege bei ben «^nilem Procop. L. IL p. 258 unb Aber eine gleite ^xttt ber (eibnifd^en yom« mern |U Xrfona Saxo Grammat. pt 321. €^eU IB. i« @. 62. 
534 JtriegeDerfaffung nnh Atieg^art baf (te ®&tter ©leg \>txUxl)cn würben. SBofern abtt tat jBIut nur langram ttnb mafiig l()ett)orbrang/ n>ar ttnr ()eil bei bem Xutjuge gu ^xö^Un, tnbem ber ©ittet SBiDle baS t^eer bann nidf^t begleitete ^). 3od nun ba6 «f>eer )um i£am)>fe aud/ fo foQ ein gto» feS JCtiegS^aniet bor i^m i(ier getragen n>orben fepn: ein toei^e& Xnä) an einem @yeere mit ben IBilbem ber brei «&au)|)tg6tter in blauer %axbt, ober baS fiSilb etne$ t)on )iof t SlojTen gelEialtenen @d()ilbed, auf xotlibem baS fiSruPilb eu ned SRenfdE^en mit einem S3drenfo)>fe unb geiffhetem Sta» 4ien*). Xtö ein anberei^ panier ber 9>reu{Ten oirb un8 ein in )n)ei ^ilftcn get|)eilte$ @4iilb bejeict^net/ auf xotU ^em iwef itronen {ianbj^n, beren obere gerabe aufretl^t lies fienb mit htatitt %axbc im gelben Selbe/ bie untere jener entgegengefelirt mit gelber Sarbe im blauen Selbe/ beibe alfo bergejlalt gejleOt/ baf bie iDeffhungen berfelben einan:: ber gegenüber {fanben 0. 2(uf bem einen biefer AriegSpas niere/ bem Schübe mit bem SDtenfcl^enbilbe unb bem S&  1) Sucae )Daoib fß. L ®.. 47. Qimon Grünau Tr. III. c V. §. I. Henneberger de vet Pruss. p. 20, 2) 00 ßucttö >Daoib S3. 1. €{. ^^ Gimon (Srunau Tr. IL c. V. Henneberger I. c p. 21. «^artfnod^ X U. 9t. f^Cfttff. ©. 226 — 227 smeifelt an ber $ßa(fr^it bec ea^f. ^COetn »tc flnben fo((^ i^egöfaf^nen bo4 auc^ öberad bei ben 9la(^baro6(feni. Set ben Sommern ^tep bie <&eerfa()ne ®tant(. Stuco GrammaL p. 322 foge: Inter q[uas erat Stanitia magnitudine et coiore insignlsi cui tan- tum Tsnerationis a populo Rugiano tributura est, quantum om- ninm pene deorum majestas obtinuit. £am enim prae se ferentes, in humana dWinaque grassandi poteatatem, habcbant, nee quic- quam eis, quod libitum foret, illicitum habebatur. Sgl. Ditmar Merseburg , L. VI. p. 135 ed Mader unbp.l5jL — 152 ed. Wagner. 2(tt(^ in ©fanbtnaoien »aren ^«göpaniere bie SSereinidttttgliei^en tec cinselnen «Raufen; €^ubm SB. l. @. 268 — 269. ftüM B. I. 6. 48. SBarum a(fo au4 folc^e ni^t bfi ben 9)reuffen ? (Sine anbete gtagc aber x^hxt , ob \>\t und äbeilieferte SBer^reibuna berfetben gan| xxifi% iß? äßaren oieOei^t bie Seichen bec ^ber, beren TaciL Genn. c. 45 \>d ben 2(efHern enod^nt/ etwas 2Ce(inli(^? 3) euca« iDat)ib IB. L Q. 41. 
Jtrte9dt>etfarrttnd unb ftciegöart 535 xtntvpU^ foDen @(IE^nft)etdiien geflanben f)aUn, um bettn (Entjiffening fiä) fd^on Idngfi gele()rte SorfdS^er Diel bemuli)t 0. Äam baS JtrtegdlSieer in beS SetnbeS 3l&^t, fo nal^m e^ ben Xnftunn beö ©egnerft^ tt>enn biefer ben 2Cngri{f be^ gann^ mit (eril^^after XufyxUit auf unb ^oö^t bie @(bta((^t ta|)fer bntcb/ felbjl toenn fte ftc^tbat unglädnicl^ ^t feine Salfen enbete '). iDftmatö aber, wenn ber ^einb ju mi^^ ttg unb ju ftärmenb einbrang/ ergrifen bie freuten anöf fc^neQ bie Slucbt")- Sieben gatt nicbt für fcbim^jlicb/ fo^ balb t6 gefcbab/ um ba& Seben für fernere kämpfe }u ret^ t€n. S)ie eigentli4ie offene Selbfcblac|t mieben fte mebt/ aK fte fle fudbten'^). Sarum griffen ffe ben jum Aam))fe georbneten Ifeinb nidi^t gerne felbft an / fonbern )ogen ed wv, burcb Xujiauem )um plhiiU^tn Xnfade auf ben uns^ vorbereiteten Seinb gänftige ©elegenbeiten ju erfpcSben, ftcb in AläfteU/ ©cblucbten utib Sßalbern ju t>erbergen/ um un« erwartet baS feinblidi^e <^eer burcb UeberfdUe ju verwirren ^) ober zi in @ämpfe unb Wlox&fte ju toerlotfen unb aui bem <£>tnterbalte b^i^^orbrecbenb )u t>erni(ibten ober gefangen )u nehmen <^). Sn folcber SBeife/ bie aud^ ben @(at>ifd^en SSM« fem eigen war 0/ madj^ten f!e oft bie itrieg&iäge bebeuten« ber 9>oInif(ber <&eere unb-beren gänflige ©tellungen t)6Qig erfolglos unb entgingen ben ©efabren be§ ofenen J:am))feS. 2)arum {tanben {te bei ben 9ladi^bart>ö(fern aucb mebr im  1) SBir llelTen bie dtefnltatt biefer gorfd^ungen in ber SBeilage Nro. IX. aufamtncn , ffe mit einigen SBemerfungen begteitenb , »obitr^i bie TCutenticität ber @d)ttftaei4en aOerbindö t^arfen 3toeifeln unterworfen wirb. 2) Busburg P. III. c. 26. 3) Dusburg P. m. c 11. 17. 4) }Do(!^ ^ft ed eiumol au(^ bei Dusburg I. c : Invenerunt Pkii- thenorum magnum exercitum congrcgatum in annis et paratutti jam ad proelium. 5) Kadlubeck L. IV. c. 19. 6) Kadlubeck ed. Gedan. p. 52. Dusburg P. III. c. 67. 111. 7) Heltnold, L. 11. c. 13: SlaTi dandcstinis insidiis maxime valent ©^Ujer 9lorb. (Sefc^icbte 6. 349. 
536 Arted«t>etfarfung unb 5(rteg<att Stufe CriegertfdE^er Jtjil^n^it unb fnegerifc^er Sift, att tnts gertfd^er Zapfextcit SBodte ballet ber ©egner baS Arie^ DoR ber ^reuffen mit Srfolg 6efdm))fen, fo mufte er mit i^rer eigent^umltd^en AriegSart betannt fepn 0« ^^ Unerfal^rene loarb leidf^t butcb DerfteHte glud^t t>on t^ nen getiufcl^t ^ aM Um {Hinterhalte fiberfaOen unb taim ®eme fammelten ftd^ and) grofe ArtegSJ^ufen )ttm Uofen 9>I&nberungSlriege ober gu r<iuberif(|Kn SinfiOen tn ^einbeö Sanb. J^ SSomelS^mer raffte eine Gc^aat itu fammen/ trat atö si^er an i(^re ®))ige/ bracl^ inS fettib^ licl^e .©ebiet ein^ raubte toai er fanb^ t>ertoii|lete ba< Sanb burcb Seuer unb @dE^n>ert unb teerte mit ber IBeute in bie ^timat 5uräd( '). (Bol6)e Siaubtuft war urfpnlng(i4H nic^t in ber ^reufTen 9latur; fte war wtt ifyctn Seinben ju i^ nen übergegangen unb warb an^ jletS nur gegen biefe geäbt 3n ber SBer%tbigung ibrer Sanbeöburgen bemiefen fte ft4> eUn fo tapftt unb bebarrlicb^ atö gefcbi^t unb umftdiM' tig in beren 3(n(age. Zm liebflen ei^auten fie fobbe %ttt auf natärlicben ober aufgefcbätteten 2(nb6ben ju SBebr unb 0d^u(s ber ©r^njen^ tbeitö an Släffen, @een unb ^oxifttn, Alfo bafi gemeinbin fcbon bie IBefcbaffenbeit beS £)rteS unb beffen n^cbfte Umgebung enoünfcbte @i^erbeit gab unb bte iBertbeibigung er(eid|[terte. S)iefe fiSurgen, burcb 9B4(Ie uisb ®raben umfcblofTeU/ oft t>on mebren @etten mit SBaffer umgeben, juweilen an groflen Sßalbungen Hegenb unb für frieblicbe Seiten aui) )ur SBewobnung eingericbtet, f(beinen meift nur Don ^ol) erbaut/ bie fBiUe mit einem ^aQifa^  1) «^rjog euantepclc unb fein iSrubcr Gamboc gewannen na^» moU ben ^teg an hn ^firgune; weil ffe expeiti in hello Pratheno- mm vias circa indagines cum suis armigeris occupaYeranL Dus^ bürg P. lU. 11. 2) Jüusbutg p. m. c ia3. 3) Anna!. Monast OUt. p. 11. Dusburg P« IL c 3« HL c. 72. 119. 
Jtrtes«t)etfarfung,ttttb Jlrits^att 537 bensS93erfe btm^xt^) unb ber 3ugang ntrr Don einer @ette m6gU(l^ gewefen )u fepn *). 2(ttf erbem gab ti im Sanbe au^ Seiten ober fBefefligungen/ bie in blofen fBerfc^an« gtmgen burcl^ SSBiQe unb ©raben befianben^ in weld^^en bie Arieg5mannf(|iaft beim jiarf en Xnbrange beS Seinbeft ftdi^ 9ert|eibigte unb M ©eguerS $Borr&d(en l^tnberte'> 3n bringenber 9lotl^ bienten i^po^ biefe S93el^rf4ian)en aud^ jur Sewo^nung *). 3ttr Belagerung ber IBurgen bed Seinbe9 fdS^ritt man jletS mit einer ftarten JtriegSmad^t 0/ fo baff fte ring6 um^ }tngelt »erben fonnten unb ben IBetagerten jeber 3Cudgang ttnm&gli4^ gemacl^t n^arb'^). 3ur SSemicf^tung ber feinb« Itd^en IBurgen bebiente man \id), n)enig|lend }ur ^tit beS StampUi tnit bem beutfcl^en iDrbeU/ aucf^ fd^on mel^rer SSe« lagerungSmafi^inen 0* * ®erne em6)Ute man in ber 3l&f)e 1) SDa^ev (onnten bfefe IBurgen eben fo Ui<i)t unb fcbneU aufge» baut »erben, atö fte (etd)t unb f^neU »erbrannt tourben ; Busburg P. III. c 7. 14. 26. 73. 74. etc. 2) SDabon Aberseugen an vielen btefer alten beibntftben S3efefKgun« ^n bie nocb icgt oocbanbenen €^puren/ wk %t\ ©d^tppenbett, am |)ta« berge unfern von itönigSberg u. a. 3) Dusburg ttnterf(beibet in i)ieten Steffen Castra unb Propug- nacula, 3. S. P. III. c. 14. 18. 22. 23. Q^. Unter ben propugna- culij (tnb in ber SRe<)eI blope SBe^rfcbansen au )>erfteben / obglet(b 2)ttfe bürg im ®ebrau(be biefed 9(&orted in biefer S3ebeutung ft(b nic^t immer aanj aletcb geblieben }U fepn \6^z\nt. @(bon . in frä^eren Seiten fielen bie vielen IBurgen im Sanbe ben gremblingen auf; fo bem Geefa^rer IBulfllan unb aucb Dusburg P. UL c. 3. fagt nO(b: QuaeÜbet ista- mm gentium habebat multa castra et firma. SBenn ba^er Mariin* £aSus p. 91 fagt: Terra illa laciibus et paludibus est adeo com- munita, quod non esset yel castellls Tel civitatibus sie munita, fo , hatf man biefe stelle niä)t, wie gef($eben if, fo oer^b^n, all Idugne bieburcb biefer ^ronlft hau ^afeiE)n ber (SaftetU. 4) IBei Dusburg P. III. c 7 ^eift ed menigfiend von htm \hUn |>omefanier 9)ipin : Circa stagnum, quod a noraine suo dicitur stag> num Pipini, habitabat in quodam propugnaculo , cum multis infi- delibus latrodnia ezercens. 5) Dusburg P. m. c 20. 21. 23. 110. 6) Dusburg P. III. c. 23. 90. 7) Dusburg P. HI. c 89. 112. 113. 114. 117. 
,^38 Jtrieg6oerfaffun9 unb 5(cieg6att ber belagerten fiSurg ftarle Sk^t^^atn^n )tt eigener ®u 4^erl&eit^ n>enn ber Seinb ttma Xu&fdQe »agte ^). 99Sat man burdS) fol^^e gegen ben Angriff beS ^ SetnbeS geft^iert/ fo warb bann bte SSeflärmung ber fetnblt4^en jßnrg mit foU (^er <&i^e l^egonnen unb mit folä)ex 2CuSbaitet fortgefe|t bap feiten ein Sag ol^ne Jtampf boräl^rging '). — ®r6feie SanbjlredCen/ befonberd SBalbungen^ bie man gegen bad 6tn? bringen beS S^inbe& ju »ert^eibigen fucl^te, bewehrte man burcb ftar!e Sittf)ane, l^inter weldt^en ft(^ bie Jtriegdmantts fc^aft jum ©egenlampfe auffieOte '). Jtebrfe baS «^eer^ burd^ @ieg erfreut, in bie l^imot iurutf/ fo brad^te man gerne einen ber tnomebmjlen ®efaiu genen ben ®6ttent i\xm £)pfer bar *). ®(^on ben ®ot^en war biefe @itte eigen / ba fte meinten, bie ®6tter bunlf fi3(ut gefangener Seinbe am Ui^Upn 9etfbbnen iu tim nen 0* ^i^i^ entfcbieb bai Sood unter ben IBomebnijten ber ©efangenen. SBSel^^en fohl^e^ traf, ben banb man in  1) Dusburg P. m. c. 90. 93. 113. 114. 115. SRetjt mm d brei f&^%t\^axiltn unb bm SSetogerungdmafci^üictt , loHd^e bd einer 9r> lagecung gebraud^t »utben. 2) Dusburg P. III. c. 117. 3) Indagincs nennt fotd^e^er^aue Dusburg P. III. c 11. 118: Prutlieni Tallati indaginibus fortiter in primo restiterunU SJ^AO mad^te burt^ fold^e aud^ SS^ege fftr \>tn gemb ungangbar; r^ bet ben |)oIej:{anern Kadlubeck L. IV. c 19. «^enneberger 8anbtof. ©. 413. 4) Dusburg P. III. c. 5: Post victoriam Diis suis Tidnoam offerunt Procop, L. II. p. 261. ^QPJt •^onorittd III. fagt tn einem SBriefe von ben |)reuffen: Captivos immolant dlis suis intiagentes gladios et lanceas, ut prosperam foriunam habeant in sanguinf praedictorum. Raynald. Annal. Eccies. T. XIII. an. 1218> 5) Jornand, de reb. Qet c 5: Martern Gotbi semper asper- rimd placaTere cultura; nam Tictimae eius mortes fuere captoronii opinantes bellorum praesulem aptius buniani sanguinis efTusione placandunu Huic praedae primordia Tovebantur, buic tninas suf- pendebantur ezuviae. Solinus c 24 fagt oon ben 9lorbl2nWrn ftbet* ()au|>t: Populis istis deus Mars est, pro stmulacris enses coliurtt horaines yictimas habient| ossibus adolent ignes focorum. 
Jl(ieget>etfafrun9 utib Jlrteg^art 539 wUtT JtriegSnifiuns auf fein @trettrof ^ beffen Süfe an Dier tief in bte @rbe gef4)lagenen 9>fi()len befeftigt maren- jDann t(^urmte man einen ftatfen «^oljftofl um unb unter bad |>fetb/ jänbete biefen an unb t)etbrannte fo 9lttter unb 9to$ mit SaSaffen unb Stäftung ben ®&ttent )U (S^en ')• 3(u4^ gefangene Jungfrauen, mit IB(umen ^ti^mnät, xouu ben ben ®6ttem )um iDpfer gebracl^t'}. iDiefe ®ittr ber aRenfc^enopfer l^atten äbrigen& bie Dreuffen mit ben mei? ften il^rer 9lad(^bart)6lfer gemein *). 2)ie befangenen würben meift fe^r graufam bejubelt, oft jimmerKdi^ ermorbet/ mit fcfiweren arbeiten )u Sobe icquiXt, felbft grauen unb itinber m6)t gef4)ont % Suwei^ Un würben fle and) ju ewiger ©Raberei am ieUn ex^aU Un. %m graufamften berful^r man mit 4)rifili4ien ^rie» fiem ober fold^en, bie fon{i ben 3om bed SBoffeS erregt f)atUn. @o gefdj^a^, baf man ben ^ali eine$ ^riefterft iwifclien jwei @tangen pxe^U, bii er ftarb *), ober man 1) 8uca« SDüöib 85. I. 0. 47 — 48. Dusb-irg P.IH. c. 86. «&art(no4 2(. u. 91. 9)reuff. @. 15a 229. 2)tere(be C^itte ^rrfd^e Ba4 Sßiganb von SRarburg in Sitt^auen qo(^ im 14ten Zahl* ^imbcrt; bo4 gefd^a^ bort bte £)pferung ntc^t immer bur^ ffeuer, benn SBtdaiib tqfiU^t im Safere 1376 )9on ben £^itt(auern: Quendam fratrem captiTatum alligabant ad arborem et lanceolis suis multis vulneri- bus occisum diis obtiJerunt. @in SBeifpieZ oom geuertobe ersd^lt Dusburg c 331. 2) IDer |)apjt ©regoriud IX fa^t in einem ©(^reiben bei Raynaid an. 1232 nr. 6: Juvenes, q[uos capiunt, continuis et borrendis la- boribiiJ coBsumendoi Tirgines pro ridiculo floribus coronatas in ignem daeqioniis immolant; senes occidunt, pueros necant, quos- dam infigendo Terubus, quosdam ad arbores allidendo. 3) ®u6m ®ef(^. ber ^dnen ®. 56. Schaeffer Upsal. antiqua p. 137. 149. atü^d S3. I. 0. 40 beimeife'tt bie fOTenf^enopfer , aber mit f4»ad)en ®rönben. ®ie fanben au(^ tei ben Glaoen in |)ommem @tott; Helmold. L. I. c 52. §. 2 S^on ben ecrittfinnen fagt Pro- cop. li. IL p. 261: Hostiarum potissimum bomo babetur, quem primum bello ceperint, eum Marti immolant^ summo apud ipsos Deo. 4) Dusburg P. lU. c la 34. 35. 164. 5) Dusburg F. III. c 85. 
540 ' 5trieg0t>erfarrung unb itrieg^art fcbnttjt bem ®efangenen ben 9labet ani Um itibt, nagelte biefen an einem ^\xm^ an unb trieb bann ben ttngl&fs U4ien mit Aeulenfd[)(jgen fo lange um ben Saum b^ntm, iii aOe (Singeweibe ^erauSgetounben waren unb ber 9lenf4[ tobt nieberfiel *). Sie bem S^inbe genommene fBeute warb ieber 3<it in bret Steile getfieilt. S>er erfie unb auSerlefenfle Z^il fiel als Sanfopfer ben ®ittem }U; ben anbem S^tl er» i^ielten ber ®xitot unb feine 9)riejler unb ber britte oer^ blieb ben Ariegem unb Uebenoinbem').  1) Dusburg P. IIL c 65. ^Dfefe Gtrofe ftbte aud^ ber ^Ddnif^c ^6m0 (Sti^ ^jegob an ben ju ben 3u(tnecn geflöcbteteii jDdnen; f. «S'oxo GrammaL p. 225. ^ie Slaoen in ^ommem oerfu^ren mit ^'^ befangenen auf gleid^e SESeife ; Helmold, L. I. c 52. §. 4 2) (U ifi bi^rüber feine UeberefnfHmmund bei ben ^ronl^n. Dm- bürg P. IIL c 5 giebt ebne 3»etfel bie cid^ttafte 9la4n4t , inbem a fagt: Omnium eorum, quae ratione Yictoriae conseculi tunli ter« tiam partem diclo Criwe praesentarunt, qui combussit talia. sDcns na^ der<bab alfo bie 2%eUung in bm Sbetle. 9tacb Sncal^avib S; I. e. 46 tbeilte man in vier Zii^\\t unb gab ben vierten Sbeil bci nen^ bie babeim geblieben xoaun unb bad Sanb gegen ben gprisb ^ f(bö(t batten. ®ne alte mit SDuöburg öbereinftimmenbe i&fycotiXt (Slfcc.) fagt: ba< britte teil i9om robe gobe fpe dringen ^ ber fö csu bontfivi g^ten üorbrantf scu eren. ®. «^artfnocb 2(. u. 9i. Vrenfil ®* 229. 
B t^ n 1 1 ^ ^ ap 1 1 tt  Der |)rettff€tt ^ivL$Mä)t& unb gefenigeö Beben.  Sitten nn\> ®ibtiui)t. „^i thmU otel ihiüäfa {n feinen Sitten t)on tiefem Solfe gefagt n)erben; wenn eS ben ©lauben 6^riffi ^jtte/' fdgt ein 6^ronijl be< 9lorben$ t)on ben 9)reujfen ^) ttnb biefe SBorte er^(l[ien ben 9lei)/ ber immer fct^on in ber IBe? trac^tung liegt^ xou fi^ tin SSoIf^ Ur>ox iai ü^t iei 6^ri|tembum$ fein urfprungltcl^ eigent()ämli(t}e8 SBefen t)et^ ^nberte^ in feinem b^uS({(l|)en ünb gefeUigen Seben, in fei? nett (Sitten unb ©ebräuc^en auSgefprocben/ n^ie ei bie ei« gene/ ibm eingeborene ^atixt in ben SBerb^Itniffen ttnb Ser« imeigungen feine6 inneren ^ frieblicben SßirFen$/ Sepnd unb S>en{en$ entfaltet unb roit ficb ber !lRenf(bengeijl in feinem eigentbämlicben SBefen ebne frembarttgen Sinflufl in fei« nem @itten - ©emilbe ofenbare. Tibet feiten Ü^t uni bie ®ef(bi(bte in fo entfernten Seiten iai ©anje eineS folcben Sitten« unb6bdraft^r«S3ilbe< äberbliden; ei pflegen meift nur einjelne ääge^ einzelne Umriffe^ einzelne Scbatten« ttnb Sicbtyunfte ju fepn, mit benen ber SBetrad[)ter \l^ be«  1) Helmold, diron. Slayor. L. I. c. 1: Mulu poterant dici de boc popiilo laudabilia in moribiUy ai baberent aolam fidem Cbriati. 
542 ^i\itl\d)t€ unt gefeUige« itUn. gn&gen muf unb felbji biefe etn)elnen nod^ übrig geblieben nen Steile bei ®an)en {leben ntcbt immer t>or unS ba in i^rem wa^^ren iii6)tt, in tl^rer ^^Utn %arbt Sremblinge baben ba$ 83tlb na(t}ge)eid^net/ meiji mit unbebuljltcber unb Dermibnter <^anb / 1)aUn ben alten ®eifl beS ®emi(be< \>tttoii^t , mtf loerflanben , falf(b gebeutet unb tn einer SBetje entfleUt/ bafi eS unm&gli(|^ n>irb, ben maleren @inn bei ®an}en n)ieber ju erfennen. Unb fo ift eS teiber auc^ in biefem S^^eile ber ®erd[)i4)te 9)reuffen« }ur 3ett beS ^eiben^ t^um$. 2(ber foUen n>ir aud^ ^ter bie alten klagen hiebet: bolen unb ben SSerluft aKeS beffen bejammeni/ toai in en>ige SBergeffenbeit übergegangen ifi unb nie ein SterNi? 4^er wieber bert)orfubren wirb? SSeffer wir wenben uni )u bem^ ma$ un$ al8 t)a8 SSicf^tigfle (kxA bem einfligen SebenSbilbe nodS^ aufbehalten worben ijl. @d^on in fe^r alter 3eit war Xcferbau eind ber g« wi^nlicbften ®ef(i^ifte ber S3ewo(ner ^^teuffenS ^unb fte bt? trieben fo(d[)en mit einem Sifer unb einer (Smftgfeit/ bie felbfi fern b^tf ommenben Sremb(ingen febr mer!wurbig f(bi^ nen. @o erw&bnt/ wie wir faben^ fdj^on ber fERaHtlier ^pt^at be$ fleifiigen ®etreibebaueö in biefem Sanbe unb ber Se^. nu^ung beS gewonnenem Ueberfluffed ivlxcl ®etrdn!e. Xu4 bie 3Crt, wie man in groflen <Sd^eunen bie 3Cebren attSjU'- bref4^en ))flegte^ erregte feine 2(u^er!famleit, weil fie »on ber ®ewoiinl()eit ber @iibldnber abweidl^enb' war '). 2)ie Sr« w&]()Hung ber groflen @4)eunen aber \l^i jugleic^ wxi^ attf rei^lid^en Srtrag f(l|)Iief|en. SeS betriebfamen ^Ccferbaiiei gebeult femer nactimalS audf^ Sacitud in feiner @4iilb^^^j ber TCeftier unb ergebt beten 6m{ig{eit in ber Selbarbeit xxxi ®egenfa6e ber gew&l^nlid^en ®ermanifd[ien Srigbeit'). SaSirb nun f»)3terbin in ben ®ef4)idS>tf(breibem biefer emft* gen IBetriebfamfeit in S3enu|ung beS S3obend jum %AiM* bau aucb nicf^t weiter erwd^nt, fo tfi bocb nic^t )u }t9ei^  1) Straho Rer. Gcogr. L. IV. c 5. 2) TaciL German. c. 45. 
^itxHl^t^ unb.9er«t(tae« Seben. 543 feto/ bafl ber Xtfetbau, auf n)cI4^en fction t)te Statut ben Sewol^ner U6 Sanbed loon ie^ier |itngen)tefen ^ aucb in ben fblynben inUn mit fletfitger <^anb betrieben worben fe^ ^). Xber gen)i(l war bamal& ber ^Betrieb bed TCcferbaueS noöf 1jhä)ft einfad!^ unb bie frtfcl^e Araft be8 fBoben$ erfegte^ xoai an JCenntntfi unb i(un{i gebracli. SSerebelte Sru(f»tarten ^ab ei in fr&^erer Seit n^entge ober leine. 68 würben .^trfen unb «ftäd^enge» jdl^fe gebaut, aber audf^ anbere Snid^te unb ©urjeln ali ©peife benufit «). — Sieben bem 3Cdferr Itoue warb andf IBiel^iuc^t betrieben, bodf^ in ditefter Seit weniger, al8 in ber \pitmn "). ^afi ftd^ in folc^ien fßt^ fc^dftigttngen im TCblaufe fo \>itUx Sa^r^unberte mancf^eS t>erdnbert liabe, anbereS ^u t>oaFommnerer 3Cudbi(bung ger bte^n fepn m(ge , liegt im Sortfd^reiten menfcl|^(t4ier SSiU bung au^ felbfl no(|! b^ibnifctier SBMfer. 3u Sagb unb 8tf(bfang lotfte unb trieb ben 9)reuffen fction feines 8anbe8 Sefd^affenlEieit Sene ibU er aber nid^t allein ber Sla^rung ^), fonbem aud^ ber f oftbaren $el}e wegen 0/ ntit benen ^an^ bei in ferne Sanbe @tatt fanb. 2)ie groflen SBalbungen unb SEBilbntffe, mit benen bamalS ie^t angebaute, weite SanbfiredPen nod) bebedt waren, liegten eine ungemeine SRenge wtlber S^iergattungen, auf weictie Sagb gemacl^t  1) Ercurrms Stella de Boruss. antiq. p. 12 fagt itoav: Terram hanc Borussi undiquaque foecundam longe lateque incolentes, ?p- sam tarnen minime excoluere, ^rel ob ignorandam rei rusticae, yel ne bonitate soll deprehensa, et ipsi finitimorum metui obnozii fie-^ rent» indeque ^liminarentur, ye] quod dictum e terra nascentibus nondum novere. 2Cttetn tiefer Gcrtbent benft ft(b bie ^reutfen in aU lit Sßeife gar ^u einf&lti^ unb feig. 0eine bett>ei<lol (eingeworfene Sebauptung ^t att<b T^on ^artfnocb im 2C. u. 9?. |)rettfr. 0« 204 nnb in f. Dissertat de re oea>nom. veter. PruM. §. 7 Wihers legt 2) Stroko L. IV. c 5. 3) Sirabo L c. fagt: ^mmv lifjJfmv oTravjv. 4) Dusburg P. IIL c 130. 5) „PreüoMoi martures*', mit ]te Adam» Bremens, de litu Dan. c 227 nennt. 
544 Jpitx€liä)t€ unb gefeUige« Seien. tDurbe. QaUrci^ xoaten bantatt notS) in ben gewaltigen ffiilbniffen bie @efdE^(edE^ter ber 2(uero(9fen unb SlenbU^tere 0/ bie man iuwet(en audf^ lebenbtg fing unb ini TCuftlonk, unter anbem bis na<|^ Stalten 1)in im Saufcf^^nbel t>er? fafifte. 3Cuf erbem l^ufeten in ben Sß&tbem anä) no(^ iöif ren unb n)ilbe ^ferbe, unb fßhVie, in^\t, SRarber unb 3U tiffe tt>aren nocl^ weit ial[)Iretd!^er ali iz^t, ni^t ju gebend fen ber bamald nodl^ t>iet |f juftgeren übrigen Silbarten '). SJorjAglidE^ forgfam gel()egt würbe bie Siene wegen beS ^ars fen SSerbraud^ed beS «^onigS inm SRet^ ")• ^ie ®tunben aber^ welcbe ber ÜRann nicf^t auf ben 3C(f erbau / auf Sagb unb Sifcf^fang t>erwanbte/ füllte tt, wie bie ^au, mit S(a(^Sf)>innen unb SBoOenarbeiten au8 ^ ; fonacb muf im Sanbe atx^ fc^on ^^6ban unb @d^aa^u4^t betrieben wor« ben fepn *)• &^on in frül^efier Zeit fa^en wir ben IBewo^ner Dteuf^ fen< in ^anbefögemeinfcbaft mit bem XuSIanbe unb gerne taufdftt er feineö SanbeS 6r}eugniffe gegen frembe SSSaaren, 9R&n}en> woUene .ftleiber^ @(f»mu(f fachen unb bergleic^en 1) «&art!no(^ 2C. u. R ^reuff. @. 211, mo sugleic^ att<^ bie Xvt UJ6)t\el>en ift, »te bie Zvitvod)\en lebenbt^ ju fanqtn maren. 2) Ueber Dcrfd^iebene Sl^iecdatttingen be& 9lorbeni im fOtittdatttr f. Otheri Pcriplus in Langebeck Script rer. Dan. T. IL p. 111. 3) Str'abo L. IV. c 5. fTulfstan£ Periplus ap. Langebeck 1. c. 4) Dusburg P. ^III. c. 5 fagt: Mnlieres et viri solebant nere, aliqui linea, aliqui lanea, prout credebant Diis suis complacere. iDie €^telle ifl in ben le|ten ^Sorten bunM. «^errTci^te etwa ia ber fßaffl ber 'KxUit ober in ber Jtleibertrad!)t ein celigtöfer Vbecgfattbe? Ober ge^dren 0ieIlei<bt bie fBorte: prout credebant Diis suis compla- cere 2u hem Dotbergebenben @a|e, ber bal IBaben betrifft itnb %u tt>el<bem fte aucb mett beffer pajfcn toürben? (Sine attt ^anbfcbrift bei SDu^burg bröcft bie ©acbe fo au<: Utriusque scxus Priitenorum fila- bant 3ene JBorte fehlen bie^ d<tn3. 6) 7Ca(b bie SBenben in |)onuneni oerflanbAi fcbon frftb bie Jttinfl, Seinmanb }u ipeben, unb bauten ibren 9la<b( unb «^anf fübfL Vita Otton. p. 324. etlt 0. 1. e. 16. 4>önmani^beutrcb. Stnanaeo f^iä^tt im a^^ittelolter 6. 85. 
Jßiuilx^t^ uttb i^felltiti Seien. 545 «Dtttge um. ein anbcrev «^anbeUbetrieb aÜ Umtau^d) fdEieint bei i^nen nie ®tatt gefunben ^u 1)ahtn, obilLeid) ®elbe<:: loert^ ipatzx^in ibnen ni(|^t unbe!annt blieb; benn fte liefen Gefangene bur4) ®elb au6(ifen ^>. SSSir fa^en f4)on früher «^anbetöleute au6 ^teufTen fiduftg jur @ee felbß frembe Sdnber befudf^en ; man fegelte ^on @amlanb auS nadf^ Sulin in Sommern, n^ ^zb<Ap in @4)Ie6Q)ig; man fanb ^am^ ianbifd^e @d^ip im *^afen bon fßixta in Sd^weben 0* @9 f(|Kint alfo, bafi man au^ f4)on mit bem S3aue foldt^er @(|^iffe tsnb. Sal^^rj^uge befannt loat/ bie fidf) ben ©ewdffem be? £){ifee ant)ertvauen tonnten, äßenn ber ^rembling ben 9tamen @amlanb6 nicl^^t gar }u oft auf gauj^reuffen aMs gebe^nt l^itU, fo tinnte man nac^ hex öfteren (Smd^^nung biefet ^anbfd^^aft in 93e)ie^ung auf Seefahrten unb «^anbel fc^lieflen/ baf ftc^ bie @amldnber 1)iexin ganj befonberS <^u6ge2ei((^et. 2)a fie bie ©efal^ren bed 3J2eereö felbfl fann» Un, fo lamen fte fe^r bereitn^iQig aucf) folc^en ju «^ülfe^ bie auf ber @ee ®efal^r litUn ober ^on Seeräubern t)ers folgt n^urben *). X>ai td^mUn felbjl f^remblinge bon if^nen. Zuweilen n^anbten fie fpdter^in ifire @c()iffe audf im .Kriege gegen tl()re geinbe'unb ^toax mitunter in großer 3al&l an^). tteberl^au)>t n>ar S^^dtigfeit im ganjenlBoIfe eine rä^m^ Ix^e SEugenb, unb SKrdgl^eit unb 2Crbeit6fc^eu galten ffir JJajier, bie ben Flamen f^dnbeten. 9tur ba$ TClUx befreite i[)on iti Ubtn^ Winsen 3Crme ©reife n^uiben bon J^au^ }u >^aud t^rpflegt unb gefpetll. SRan fanb im gangen £anbe feinen Settier. jDer jDärftige, ber fic^ burc^ 3Crbeit nx^t me^r emi^ren fonnte, burfte frei in jebeö '^ani einfel^ren unb em})^ng jur Sättigung , wa« man f)atU «). ©al^er warb 1) Urfunbe oom Sa^ce 1233 (?) in ben Actis Boruss. T. I. p. 276. . 2) AdofFu Bremens» Hitlor. Ecdef. c. 48. 3) Adam. Bremens* de situ Dan. c 227: Qui (Sembi) ob- ▼iam tendunt ad auxiliandum bis , qui in man periclitantur yel qui a piratia infestantur. fireboip Gart b. 9r. 6. 57. 4) Dusbyrf P. IH. c. 97. 5) Dusburg P. III. c 5:' NiiBof intcr co^ permittitttr mendi- L 35 
546 «^iulHd^e« unb seffUigt« ithtXL wie (et ben na(^barlid|^en 9>ommem aucb in Dreuffen feiten 2>tebjfal^l ^et&bu unb menn ®))etfen ober ®zUinU ^tmli^ ober mit ®exoait enttoenbet würben , fo entf((^ulbtgte man foIc^eS (et(f)t mit bem IBormanbe ber ®aflfreunbr<i^ft >). ^i^ti galt beiliger, ali biefe ben 9totb(4nbem aOgemein eigene Sugenb '). 2>en Srembling^ ber bef i^nen als (Saft tin^pta^, betrad^^teten {!e al8 ein loon i^ren ®&ttem ^uge^ fanbtea ®l&d. konnte er bei bem (Eintritte in ba« <^irt beS SSirtl^eö 92amen nennen^ fo fianb i^m aUti }u ®ebote, was im «^aufe war unb er blieb fo lange , aM eS tbm ge* ftel. 2)en ®aji gegen ade ®ewalt nnb ®efabr }U fd^äten, war lieiligfle Vflidft (Sine IBeleibigung beS ®aiitteuttM im «^attfe warb mit bem Sobe beflraft^ benn fie galt fär eine Serfd^m^bung beS ®ef(benFeS ber ®6tter 0- ^«n |te(t eS f&r tabelöwertl^e @orglo{tgfeit um ben ®a^, wenn man mit xf>m am Xrinigelage nicbt btS }U boOer Srunihibeft gefeffen b<^tte. & war @itte im SSol!e/ baf man  eare ; libere Tadit inter eos de domo ad dommn , et sine Terecimdia comedit, quando pJacet. »DCe Crbend*^ronif fagt: jDtffe ymu f m fetten cpne folt^ Qitoonl^t, »etd^er unber pnen arm mai, bor nuiPr iiid^t betteten 9m lanbe umbdan, funbec af bewte« rn^t epncm, »0x901 m^t bem anbetn unb gaben pbme wai von notben mal^ mdkM >mI ba< befte unbec aS pb^en »enfen wa<, To |te an Snen bctteii unb brauxbten. '' Sucad ^ax>ih fß. he. 145. SDiefelbe 0fttr bei ben yommem f. Tita Otton. p. 292. &tll 13. I. is. 9. 1) Heimold, L. I. c 82. 2) Adanu Bremens, de situ Dan. c. 229 fagt OOB boi SM^ Uttbeni: QuamTis omnet Hyperboraei liospitalitate sint, praedpui sunt nostri Sueones; quibos est omni probro grarius, bospiiiiiiii negare transeuntibiu , ita ut certamen habejnt inter se, qoia dig- nns sit, hospitem redpere. Cui omnia ezhibens humanitatia yaatm^ qaot illic commorari yoluerit diebus, ad amicos suos illiim ccrbH tim, per singulas dlrig[it mansiones. Hugo Grotiut Hiator. Golhor. p. la 9t6b< S3. I- e. 65. 3) 8tt€a< 2)aT)ib ». L @. 145 — 146. Dusburg P. UL c. 5: Hotpitibus sitis omnem humanitatem, quam poMunty oitendaal^ nee sunt in domo sua esculenta Tel potulenla, quae non oommi»- nicent eis illa vice. Kojalo^icz I* L e. 19. 
^dullid^ed uttb flefenigc« itbtn. 547 arinfgetoge p<^ desenfetttg ju gleldS^en unb itnmaf igen Dor* tjotten \)oii Qztt&nUn r>iTpflitbttU, Äam nun ein @aft itA ^au«, fo äbemt<^te il^m jeber «f^auSaenofie ein gemtr» feS aRaa§ t>on @etr4nf unter ber Xnmutl^ung, ba^ »enn er getrunfen iaU, ber ®a{l baffelbe Wlaa^ entgegen trinfr, unb btefe Darbietung n)arb bann fjo oft Q>ieberl^oIt, bis ber @ü\t mit aOen •&au«genoffen, bie grau mit bem SRam ne, ber ©o^n wie bie SEod^ter t)6Dig beraufd^t waren. J>a« galt ffir gejiemenbe Sewirt^ung beS ®aftei unb fär erße |>fK*t ber ©ajlfreunbWaft *)• ©iefe Sugenb ber ©ajlfreunb» f4^ unb iene iBereitwinigfeit jur ^ulfretjlung gegen Uns glAcHi^e befonber* auf ber ©ee litten bie 9>reuffen im 3ttt«tattbe in guten J»uf gebrad^t unb man rühmte jte a» metif4>enfreunb(i(^ unb milbtf^itig gegen Slotl^Ieibenbe <). nngerei}t waren auä) in ber X^at bie Dreuffen ein fneb^r tiehenta, ftiUeS unb gutmöt^ige« SBoß^ xotldft^ in fVäl^e« rer Siit »eber bie fftad)bax\>hlUx je beunrul^igte/ no4> ©ee^ riuberei trieb *)• Bon jel^er war ber f)reufltf(dj>e SBoIfejlamm ein gefun« b€# unb Wftige« ®efc|^Ie4>t; ber Äirj>erbau fejl unb gebrun* gen, ber SBud[)« gerabe, ^oif unb fd[)lanf, alfo bafi flc^ lange 3eit bie Sage t>on einfügen wunberbaren Sliefenge* 1) IDtcfe Gttte befd^mbt Dusburg P. IIL c 5. (Sh'ne a\U iSf^t^ tat (SRfcr.) 6. 1 erjibtt: „ntn pn gefte quomen, beit toten [pbai bnk, baS |9 »io<bten. O^ banx^te fp ba< fl^ ba< bp ge^ ni(bt »d ifttUn drpftoden, wenn fp aOe nicbt «o( »orben, baf fp S^Un, alfo ttanf epner bcm anbem acu bomben unb ooOen unb ber oil unb Uffen bett Aoppc feyne rub/ b^ itf b9R «nb (if (er, tcjunt doI, tcjunt Ictr/ alfo fonge treben f9 baö ba^ wclb unb man alle trunKn »orben ; baö bannte fp furche weile unb grofe ere fepn. Seiner ber ^reufT* Stt« tbauer ,0.4a 2) Adam. Bremens, c 227 nennt fte baber au(b bomines Ini. Dumbsimi; UelmoJd, L. L c. i: Lomines inulti« naturalibus boDis peaediti, humaniMimi erga neceasitatem patiezttes. 3) ® e»if au<b auf bie |)rettffen fann man anwenben , »a< Smmxo Grammai, p. 186 l»on ben 6(0«en fagt: £o tempore piraticac usot noAtris creber, SlaTis perranu exstitit. 35* 
548 4^iu«(t(^e6 ttttb sefedigi« itbtn. ftalttn unter bem SSoIfe erfidten ^at ^). SBol^t mag bte ®r6f e unb Sefitgfett be8 i(6rperbaue6 ein dtbt^l ter X&« {lammung unb eine So(ge bed A(tma'S fe^n. 2)er Slotten erzeugte überl^aut)t von jel^er gro^e unb fr^fttge 9tenf<^ens gejlalten '). S)ie ®ot^^n aber^ ber ^reuffenUro^ter^ itiä^ neten {t(^ t)or}öglt(^ burc^ ®r6fle unb JKraft t^rer Jt&iyer au8 >). Xbli^rtung unb (Stnfa4)I)ett ber Sebenön^etfe ^d^etU fefte ©efunb^ett unb berlte^ lange SebenSbauer unb no4^ in fpiterer Seit xcax befonberS bei bed SSoIfet weniger mit Sremblingen üermifc^t^n 3n>efgen in ®am(anb/ 9labrauen unb- ®(^a(auen ein 2C(ter t>on melS)r afö ^unbtxt 3a^en eine nid^t ungen)&^nlid()e erf(()etnunjg ^). 2)er feflen ©efunb^^tt Seuge, bte S^rbe be6 ©eftc^teö nnir rot^ unb frif^i, ba< Vuge blau^ ba6 «^aupt {tar! mit gotbfajrbigen langgennu^ Tenen paaren bebest ^): aOed ^ennjeicben ber alten IBer^ 1) 9)r&toriuS in f. @d!)aubü^ne &. 142 rebet in dnem langen Kapitel Don ben SRiefen in ^ireuffen. 2Cud^ bte friü^en G^rontflrn fpccr (^en $ie unb ba «on auf erocbent(i(^ großen , riefenattigen SD^enFc^ in yreuffen ; fo nennt Dusburg P. III. c. 148 einen Timm lon^pssimooi, qui plus quam ab kumero et sursuni omnes alios in longitndme ezcedebat; hat aber u>ar freilt(^ au(^ eine befonbere XtStng^fym* BgL *artfno<% 2C. u. 9t 3)reun'. ®. 81 — 8Z 2) Vitruo, L. V. c. 1 fagt Don ben 9{orbldnbem: Sub septem* trionibus nutriuntur gentes immanibus corporibus, candidis colori- bus, directo capillo et nifo, oculis cacsiiS| sanguinc multo, qno« niam ab humorum plenitate coelique refngerationibus sunt confor- mati. 3Cud) PUn, H. N. L. II. c. 78 ertf^eilt ben 9torbianbeni über» ^npt proceritatem corporum. TaciL Gerraan. c 4. 20. Paui VFor- nefrid. L. I. c. 1 erfldrt: Septcntrionalis plaga, quanto magis ab aettu solis remota est et nivaii frigore gelida, tanto salubrior cor« poribus hominum et propagandis est gentibus magis coapiat*. 3) Isidorus JCthron. p. 371 ed. Hugo Grpt. fagt 9oa i^en: Robore corporis yalidi, statiirae proceritate ardui habitaque cmk- spiciii. 4) i^artfno^ V. u. 91. ^reuff.'®. 82 ^ 83. 5) Adam, Bremens, de situ Dan. c 227 nennt He OttlQ f)vetl^ fett bomines caeruleos , fade rubra et crinitos. Heimold^ L. I. c 1. Tacü, Germ. c. 45 ett^eilt ben 2Ceflieni ritus babitusque SneToram; c£ c. 4. 38. 
^in^li^ti un\> Qtftlli^U Seben. 549 watMi^a^ mit norbg^nnantfdj^n S&Kem; fonji bie Mx^ perfarbe blenbenbioeif , wie bei aUen Storbldnbern 0. S)et Sart blieb ungef(|ioren unb galt für be9 SRanned @d[)mu4 *)• jSie Jtleibung war einfach) unb fcbled^t in ber üxt, xoit nocb U%t bei bem gemeinen SSolfe im 9)oInif(ben Sitt^auen ')• Xuf rei(|^lid^e unb (oßbare bleibet legte man (einen fonber^ Itcl^m SBertb; aud^ n>e^fe(te man fetten; man trug baö n^ms lid)^ StUib SCag fär Sag unb im 2(n)uge ^errfcbte @org« IcfiiUit*). (Sin enger Stod, bei 3(ermeren loon Seinwanb, bei Steicberen t>on jd^Uäfttm weiflen /£u4)e/ burdf^ einen lebemen ©Artel jufammen gebalten ^ reichte bi& an baS Jtnie; ^IS, IBrufl unb Jtopf blieben im @ommer unbebecft; nur im SBtnter erwärmte ben Unteren eine 9Ru^ Don fJeli^ werfO; ^<^^^ fcllä^ten überbauet X^icx^eUt gegen bie Jtjllte*). Sbtn Unterleib biö an tie %uitnhä)tl bebecften xotiu 33eim Hetber^ ben Sufi xau1)^i Seber ober }ufammengebefteteS jBaumbaji '> — Stiebt minber einfa^ war bie SSedeibung ber Sfrauen. Sin langet linnened ^eib Don bleigrauer Sarbe reid^te biS an bie Sxibd)el unb Itefl fiSrufi unb 2Crme  1) PUn. H. N. L. U. c. 78. f7/rwp. I. c. Procop, Ilistor. Vandal. L. I. p. 5. fagt DOn ben ®Ot^en: Neque alio ii, praeterquam nomine, diiTerunt; candidi corpore ^mnes, comas rutili, proceri, pluckra facie. IBgt. anbere duellen bei «^artf noc^ 2(. u. 9(. yreuff; 0/ 77. 2) Vita S. Adalb. ap. Surium p. 837. 3) £epner ber yreuff. Sitt^uer ®. 62 — 63. 4) Dusburg, P. III. c. 5: Yestes superfluas aut preciosaj non curabant nee adhuc curant, sicut quis hodie ipsas exuit, ita erat induit, non aUendens, si sint Irans versae; Orbend « CT^roit. 0. 20. 5) 8ttca« t>atx\> flS. I. @. 61 — 62. (Sben fo bei ben 0<bwes ben, StüM ^« <• ®- 64; bei ben SlBenben, ®ell SB. I. 6. 16; Ui ben Htt^ucrn, Sepner @. 63. 6) Tacit, Germ. c. 46 oon ben Sinnen vestitui pelles. Adam, Bremens, d. s. D. c. 227. «^art£no<b 2C. u. 91. 9>rentf. 6. 203, 7) Oi>M^ fügt Don ben (8ot(ien: PelHbus et sutis arcent mala frigora braccis. ^Die Sitt^uifd^e Sufbefleibung fommt ber altpreuff!« f4en »0^ am A^nlid^ften. T>it Sttt^ouer nennen W bafienen C<4ube paTcakai. ^yrettff. Sempe 0ttart. IV. 0. 797. 
.550 ^iuHi^t€ unb seffUige« 2e6im unbebecft @o be^avb alfo gentcin^tn bie Aleibung M Soße« aus beS SanbeS Srjeugniffcn. Socff tauft^te man au^ aniünbi\d)c& Xnä) gegen 9^1^x0^x1 tin, bii man eS fe(bji iu berferttgen letitte 0* S3on je()et m&gen bte 8orr ne^meren, (efonberS bie «^eerffil^rer unb 9UiU fläf bcffet geKetbet ^a6en^ alö baS gemeine Soll 3ut Seit ber Jtrfege mit bem <&er}oge t)on fERafot^ien wann fie eS wenfglten«/ bie t>on t^m an^ f(^6nfar&ige Jtteiber att Ztibut unb 9n^ benS})re{S wriangten *). 9Ran ta\x\d)U aud) gerne frembeS Sc^mucfmert im Vti<< lanbe ein. 2>ie Sfr^uen begnügten fidf nld^t mit bm ein* ^tmif4ien IBetnfieinfdE^nuren an J^att unb fBrufl; fle idtmU* ten gerne Singer unb£)|iren mit auSI^nbtfcben Stingeu; bte Srufi mit funffUd^en «Retten bon 9Reff!ng, bie Vrme mit }ierl{4^ gearbeiteten @pangen. 2)aS ^auptbaar ^ielt eine gebogene ^aamaM, bat Sruji!(eib am ®aume eine fdl^in gearbeitete. (Sfd^naae ober@pange/ iuxoeiUn fe(b|i i>ott eiU ber. Xttd^ ber SRann t>ome^meren ®tanbe8 toerfc^mi^te i!fynl\i)zi ^u^n)er( nidf^t; audf^ er liebte an feinem Jtletbe ffinfl(td[)e @(!^naQen unb @pangen bon Silber unb aXef? fing, am |)alfe aierlicbe Letten'}. 2)iefe 'SRetaOe id)i^ttn bie ^reuffen aber nur in ^(f»mucln)erfen ; fonfl ()atten®oIb unb @i(ber bei idnen fo wenig/ ali bei anbem nac^badi« dfen fShlUm einen befonbem SBert^ ^); unb toxi btefc ^atf ten aud^ fte fld[)erli(|i ?ein eigenes ©elb, ba i^nen bie ittinfl^ üRetall }u aRänjen in prigen, jur Seit noc^ gan) unbe^  1) Adam, Bremens* I. c. 3n 9)onifnfm (egten 9tei4e unb Sor» ne^me fd^on einen ^o^en 9QSert() auf feine unb (oft^are Sü^er. Vita S. OUon. p. 8a 2) Dusburg P. IL c 3. 3) Son aOen tiefen Sinieto^iten be< Od^muM ber tSIdnner unb grauen %at Heb tbeiU burcb Sammeln unb fceunbU4e Beitrdde, t^eili bttr(b Vufgrabungen beibntfcber Segrftbnife eine ni^t unanfe^Ii^e Sammlung im geb. Tit^m üu Jt6ni9^berd oeranflalten laffhi. 4) Adam. Bremens* 6. s. Dan. c 227 fagt »Ott ibncil? Aunun, argentumque pro mininio ducunt. Hehnold. L. I. c. 1. 
^äuUid^ii unb d^feUtge^ Sebin. 55i fannt mix ^). 9Bo)tt bcburfte ei auc^ bei t^en f (ingenber Wtinte, ba i^r betrieb mit fretnben S6lfem no(|^ aufe fdt^Itefltcb nur im Saufcf^fianbel beflanb? Snbeffen fyittin ioäf bie frembcn SRün)en, mldft frfiberbtn bun^ «^anbel aus bem 2Cu«Ianbe/ befonbetft burcb bie 8l6mer inö Saab gebmmen matcii/ für fte etn^n eigenen SBert^. äBenn fit aucb ni(bt ^um ©((müde gebient ^abm m(gen, fo waren fte bo(b immer/ mie a f^zint, ©egenßinbe lUbtt>oUen Hn» benfen«/ mit benen man {icb degenfeittg befcbenfte unb bie man unter bem Abrigen @cbmu(fe aü «ftleinobe ben SSer« ftotbenen in ben ®rabbiige( mit}Ugeben ))flegte '). (Stft in fpitcttx Seit burcb bie Jtriege mit ben |)p(en b<^ben bie 9>rett{ren ancb ben ISebrauc^ unb «^kinbeMmrtb bed ®elbe8 me^ fennen gelernt unb nailf unb nacb in TCnmenbung ge< hta4H '). @o fc^Ud^t unb einfacf^/ mie fein ganjeS aSBefen^ mar au(b ba8 *^au»/ melcbeS ber Dreuffe bewohnte« Um liebs ften «lebten be8 Sanbe« iltefie Semobner in ben freien Ums  1) «hierüber ift bereit« frft^r gefprod^n utfh ei bärfte ((er nur iio4 9U oergleid^en fepn, toa< bie Chron. Slavica c XV «on ben Mgicns fagt: Porro autem apud Ranos non habebatur raoneta, sed comiDUtabaiit pro panno Uncoy quotquot Tolebant, aurum et argentain, quod rapinis et captionibus bominum Tel undecunque acqnisicrunty cultibu« uxorum iropendebant aut in aerarium Dei soi conferebanU 2) Bayer de numis Röroan. in PruMia repert p. 450 fagt- MoBetae memoriae cauaa atseirabantur et denique inter pretiosas res in tumulos inferebantur. Romani morit fuisse, pecuniam con- dcre cnm mortuis, satb conitat Omnium fere teptentrionalium populonmiy Scytbarum etiam eadem contuetudo, ducta ab anti- qiussimi« communis religionia temporibus fuit 2(ttc(bei ben ®ot||en mat f<bon bfcTe Gitte. 3) S)ar6ber U oben &. 240. 2)ie 6teUen bei Dusburg P. III. c 5: Uzoret suas emunt pro certa summa pecuniae unb SucaS Daoib 9. L <g$. 40 be|ie|fen f!d) offenbar me^r nut auf einen for» meflcn 9ebrau(bf benteifen aber bo<( ba< Sorbanbenfepn fremben %tU ht$. 2>tt<bttra beaie^t bie Gitte autb me^r eigentlid^ auf frine 3ett bttr<b bie IBBorte: habent Pkutbeiii in usu adhuc. 
552 Jp&niliiftt Jttnb gifeUise^ 2eben. gebungen ber 9}atur iinb bai ^aM toat nur £)i\>a^ gegen XaiU unb unfreunbltdl^e SBitterung. SHnrum toanhU man an6) nur fo t>tel Aunft ünb Sorgfalt auf feine (Erbauung, atö btefi;r Sn^edP erforberfe. 3n beh ^tteffen Seiten foHen be< SanbeS S3en>o^net ben etgentlid^en «f^auferbau nodb 'nt(^t gefannt unb ald robe @&^ne ber 9latur in ^il^Ien itnb @cl^t(fbutten om ltebf(en in ber 9ti^ ber gpfuffe unb ®trSme gewohnt l^aben 0- Sßfe alfo in frul^eren Seiten ben &Uls Den/ fo genögten and) if)titn anfänglich blo^e äBo^inungen Don iufammengef(ed[)tenen SSeiben unb iBaunisn>eigen *X ein eigentlicbed fßomabenleben ^at ba8 Soll/ fo Diel nrit löiffen/ nie gefülbrt; ba6 binberte ber Xtferbau. 1b^ fob len frAber einzelne Sanbedfdrßen feinen fefien SBobnfi^ ge« babt l^aben >). Sßie biefe aber f^iterl^in in Surgen wn .j^ol) unb ^Uxn wol()nten/ fo erbaute audS^ baS gemeine Soff batb @tetnn)o|inungen / in beren SRitte ein großer auSge« l^(|i(ter (Stein }um Seuerbeerbe biente *), bali au^ ^üfn M^ «^ol}. 3n bem SSerlangen na4^ nad^barCic^er ^iW)€u (ung unb «^älfe tutfte man biefe na^e an einanber^ unb'eS entjlanben 2)6rfer 0- 3n n^eld^er SBetfe aber unb unter welcfien 1) Suca« ^ax>i\> SB. I. ®. 11 na<b tec (S^tonif M Stf<bofl 2) Procop. Uistor. Goth. p. 339 fajt »on Gtooen: Vimiil io miseris tuguriis, satis longo interrallo separat!, nee ibidem dio, sed mutatis crebro sedibus. Helmold, L. IL c 15: Nee in cod- struendis aedificiis operosi sunt, ^in potius casas de Tirgultis con- texunt, necessjtati tantum consulentes adversus tenipestates et pluvias. I 3) «^ennebccger Sanbtaf. 6. 357 beri<^tet ed ). S. ooq bcn 8anbeSfär|ien 9on 9omeran<en. 4) €$oI(be (Steinwo^nungen fanb no(b 9rfttoriad (@(battb6bn« ®4 1322) }U reiner Seit in htn bunfelen flBatbutiden doii Stttbauen, 9labrauen unb €$(balauen; fte maren 9on allen Letten mit fO^oof tt&b (Srbe dberwacbfen. Sigentltcbe« SD^auemerf mit ^tolf fi^eint im 9torr ben Oberhaupt in froherer 3eit no(b ni(bt belannt ge^eTen ya frya. 9tttmobr @tomml. fidr ^unfl unb «ßifiode S3. I. G. 27. 31. Vita S. Otton. p. 306. 5) )Die erfte Gtod^nung ber SSurden unb ^5rffr in 9)re«fieii dc 
^iudttd^e« utib gefeUige« Sebem 553 gtegeln bet iDrbnung bie.S3et9o|iner eined ^orfeö mit ein« anber gelebt Ij^aben migen^ bav&ber fyit un< nietnanb fBe^ ridi^t gegeben. @t2bte (annte fheujfen in bamaUget 3ett Sm «^ufe felbfl (ebten bei beut 3Ranne meiere Srauen. X>üi ®efe^ erlaubte xf)xet yoti ober brei^ ben StziH unb ben BornelNeren t^ieUeic^t no4> mebre 0- ^(f^ bev @age foS Sibeioiib ^itfndft })aUn , bie ^%t mit (Siner S^au im Sanbe jum ®efe^ ju mad[)en , nac^mald aber bot^ brei Statten ges ^Mzi iKtben , Don benen bie eine flete bie erfte unb oberfte fepn foUte % SSBa^dl^einU^ bebingte bie Satil ber grauen t>oriiigU(|^ ber äußanb beS IBermbgenS/ wie bei anbem S&Item beö 9lorben6 0; bfr Xermere mag {t<^ meifl mit Siner grau begnügt ^aben. S)te ^inber würben betracf^tet Ott beS SSaterö (Sigent^um unb fia^ibcn unter feiner wilt (ö^rlic^en ®en>a(t S)atum muften nadE^ alter @itte bie SE6(|^ter )ur «^eiratlf) Dom SSater bunf^ ein gewiffed &&fegelb freigelauft werben ^). 3n frA()erer 3ett »ar ber Aauf^reiS ber IBraut eine gemtffe SCnja^I 93te^ ober ein befiimmteS SRaa^ ®etreibe/ an beren @teQe wol^t erft fp^ter^in eine gemiffe ©elbfumme getreten ifi % 3n ber SSBadl ber 83raut f^ie^t In fTulfsiani Peripliis p. 121 unb 122. Sene «cnnl ber 2Cii* gdfadbfe l>urh, biefe tune (town). 1) iDie oerfd^iebctten fOteinungen unb ^Cngaben ber C^roniften i^iit» ibec flab gefammelt in Hartknoch Dissertat. de nuptiis Teter. Pnis- sor. i. 2. 3m IBertr'ade t>om Sa^re 1249 i^errprad^en bie |)reufTen tem iDrben: quod duas Tel plures .uxores simul de caetero non ha- bebunt. XxnlxtU Crimbrift^. Vltert^. Sb* I* ®* 112. 2) euca« jDaoib S. L 6. 21 — 23. Hartknoch 1. c. JSTo- jaiowicx Histor. LittfauanT p. 18. ^te erfte unb oberfte %ta\x b^/ »ie e< f^nt, üor^ngdwetre bie ®emabUn. Dusburg P. IIL c. 75. 3) 00 fagt Adam. Bremens, d. s. D. c. 229 9on ben Cld^weben: Quisque secundum facultatem Tirium suarum duaj aut tres Tel am- pliiu simul (mulicres) habet} dlTites et Principes absque nuroero. Slübd ». L e. 57. 4) 9{od^ aar Seit ^u«burg< toar nad^ P. in. c. 5 bie Gitte nid^t gonj untergegangen. 5) 8uca^ JDaoib S. I. 0. 133 — 134 nennt bie 9)rei6fumme 
554 ^iuiii^t^ tttib dffedtgf^ itUn. fanb gar tetne Studfi^t auf SewanbtfdSKift Statt Zn eo^n fonnte {i<^ na6) beS fBater^Xob fclbß mit bet Sticf' mutter ^eret^elic^en ober e6 fiel btefe , t9enn ber Sater M/ fd^on t>on felbfl aU ertaufted Sigent^um unb att ein Z^t beS SrbeS bem ®o^ne }u^ bem fie aU Sfrau btenen tnufte^. 3Cu4) bem SolE^ne erfauftc ber Sater tinc Ißtant, fobalb jener )u bem Ttttex minnlidftx 9leife fam ■)• Sie man in f6I4ier SBcife bie %tatx M @a(^e erlaufte, fo toar au<^ {|n Oe^K^nblung im «^aufe bed fDfanneS nic^^t oiel anberS, att bie einer @nat>in. ®ie biente bem «^itS^erm »ie eine SItagb/ warb t>on i^m mit Strenge jur Seforgung ter i^auSgefd^jfte angehalten unb unterlag jeber Ctxaft, bie i^r ber 9Rann »egen Sat^rt^ffigfeit unb Serfiumnif }ne^ fannte. ®ie ag mit il^m nic^t an einem Zi^^, mufk aber jeben Sag i^m, ben ©affireunben unb ben fonjltgea m Jnttlt4^en *^au8ben»o(inem bie %&^t n>af((^n *). 6ie ^tti alfo anä) in 9>reu{Ten, mie äberl^tt))t in ben notbtfc^ Sünbem^), ni^t bie geringfle Sebeutung einer b&rgerü^cn  von 10 9kaü. 2Cu<^ bnr Ißtttta^ oom Sd^re 1249 enp^nt ber CKttr in ben SBorten: Promiserunt etiam (Pnitheni) quod uuUus eonin de caetero filiam suam vendet alteri matrimonio copulaiicIaiB et quod nuUu« uxorem filio sno emet vel sibi. »Diefet Sratttfatif fas^ über^upt in ben metffen (dnbern be^ 9lorbett< €^tatt; ogL fllftb< 0. L 0. 57. TCntcn von ben alten ^toen 6. 127. «&artftto4X lt. 9t yreuff. e. 177. %tnf itH Crimbdf^. Vttert^üm. S^. L 6.;»4. 1) tutai SDaoib ». I. 0. 133. 8on biefer Gttte Nt taf fBettra^ oom Sabte 1249: Inter illos (PmtheDOs) tali« coiisnetud<H ticut intelleximus y inolevit, qualis nee inter gentes, ut Tidelioel uzorem patris sui aliquis habeat. Cum enim pater aliqaam tuorem de pecunia communi Mihi et filio emerät, hactenoj •ermTcnnlf ut mortno patre uxor eius ad filium devoKeretar, sicut alia hcre- ditaa de boni« commombus comparata. 0^' 9ttftot DOS Gj^I^* 3<r 6. 135. 2) &. ben Bertrad vom Sabre 1249. 3) Dusburg P. III. c 5: Unde senrat eam sicut aocUlam nee cum ea comedit in mensa et tingulia diebna dome^connn et bo*- pHum lavat pedes. €uca< Daoib l6. I. 6. 133. 4)8tüb»fB-i'e^-^- 
^iu«(i(^«6 nttb sefetHge« ttitn. 555 f>erfon. jöod) warb fleM bie erfte ber grauen auS t>oniel^ mcrem ®eblute beffer gel^It^n aM bie Abrigen, bte auc^ t^r aU 9R^gbe bienen mufiten. Unter ben ^etratl()0gebr&u(l^n waren mandS^e ftnntg unb f4f6n unb jeugen t>on einem treffltcben @tnne f&r ^£ueii4^reit unb weibliche IBeftimmung. ffiar bie Sraut wm Sater erlauft unb l^atte ber ffreier i^r M S3rautge? ^tnf eine IBorbe unb einen WlanUl berfprodE^eU/ fo ber» fantmelte fte t^re Sreunbinnen, Sfrauen unb Jungfrauen unb flimmte mir i^nen ein JUagelteb an^ Xeltem, Ste^ unb 9euer bejammemb^ bie fte ungepflegt unb ungehärtet im <^aufe juräAaffe. iDie Sreunbinnen ftimmten ein, fie balb beRagenb , balb trißenb ^). iDann fanbte ber S&üntU gam einen SBagen , bie JBraut l^eimtufa^ren. SBenn fte beS fftnfttgen SRanne^ ®rin)e erretdE^t/ tarn {(^r ein Stann ent^ gegen/ tn ber einen «^anb einen lobemben geuerbranb^ in ber anbem tin boOfeS Srinlgef^ entgegen^altenb. ^Dreimal umrannte er erft ben SSagen ; bann tbr baS ©etrkl äber> reid^enb^ rief er ber Sungfrau ju: Sie fonfi in X>timi Saterd «^aufe^ fo bewalf^re nun bad Seuer in 2)einem eiges nen. Saugte ber SSagen bor beS IBr^utigamS «^aufe an, fo mn^U ber Su^rmann, in ber 9>teufftf4fen &pxaä)t SteUe^ wefe genannt '), ftc^ bel^nb in9 ^aM fHifUn unb fdS^neO einen @tul^I/ mit blau bur^iwirftem Sinnentuc^c gefcbmäcft/ ergreifen. ®elang i(m ber fcf^neOe Sprung , fo war iai Xud^ fein So^n; mifgtöcTte e« i^m, fo f^^lugen bie ®&^e, fo t>{ele i|rer toaren^ auf i^n Io8. S)ann warb bie |3raut mit S^ren im «^aufe empfangen. JteQewefe rei^ite il^r ben l)eiica< 2)ai>ib ». L 6. I34w 8on folä)tn Sdamff^H^n ber Sraue aun ben arfn^reuflir^en «&od^3eitdebrdu(ten i)ai>in |!4 uneet» tattbate d(^{4( Gpuren in ben ett^auif^en fiolKUebeni btt auf birfen ^ag etbaUeUr noct ie^t im SRunbe be< Solle« lebenb; ogf. Kbefa'i DaiDot ober ettt^autfd^ »olfdlieber e. 14S 177. 181. 2) S)te Benennung KeUewese ober KeWewtut l&ft f(4 ani bem ettt^ttiMrn erdilren , mo Kelis ber SBeg unb Wenti filmen bebeutet> oTfo fBe^efftbretr ffu^rmann. &. (epner ber 9>rrafr. Sitt^uer es. 44. 
•, ^  556 • S^iuiii^ti unb gef<Uige6 Seien. eroberten &tn% ®te trani jum )wettenmdte imb an ben Seuerfieerb gefA^vt wufc^ man if^t bte Safe unb befprengte mit bem Sßaffer ®äfle/ Exanthem, SSieb unb aOeS ^u&: gerät^e. «hierauf benel^te man t^r ben SRunb mit «^onig itnb f&^rte fte mit t)erbunbenen SCugen an iebe SEb&t^ ^^ ^dufeS. Xuf ben 3uruf bed i93rautfu|)ret&: @tof an! fitef fte mit bem Sufe an bie S^äre unb iebe &ffnete ^df. 2)ann mit (betreibe iegli(|)er 3Ctt fte beflteuenb^ rief man ibr entgegen: «^alte fefl am ©lauben unferer ®6tter, fo werben fte bir aUeS geben! 9{un folgt ein 1)t\Uti6 SRäÜH mit Suji unb S£an} bi8 fp^t am SCbenb, mabrenb eine Sreunbin ber fi3raut baS iungfrduli^e <£>aar abfcbneibet unb einen Aran) mit n^eifem Sucbe umn&bt ib^ auf ben Aopf fe^t Sbn trcSgt bie junge $rau alS @(bmu(f btd }» beS erjien @obned ®eburt 3um S3rautbette treibt moa bie SBraut mit @di^(agen ; jubor aber bringt man bem IBrautpaare einen gebratenen «^abU/ ber IBrautbabn ge^ nannt/ nebji i93oc(d«unb S3Jren« Stieren , inbem man-btefen ®petfen eine befonbere SBirlungöfraft ber ^u^tbathit beilegte *)• £)er anbere SRorgen mar für bie Srau ber erfie Sag eines ftreng untergebenen SebenS. Sie Ainber^ bie fte bem 9Ranne bcacbte, unterlagen aÜ fein Sigentbum betradj^tet feiner freien SBiQfubr; franfe unb gebre(blid[^e tonnte er ausfegen ober t6bten/ um ftcb t>on beren Saji )u befreien 0- Sidl^ter galten alS bom ^eifcbe ber ÜRutter/ @&bne ali l)*<Sben fo nod^ Ui ben fp&terrn Sttt^auetn; Eepner 6- 41. 2) SBti; 1)ahtn biefe «^o^seitgebräuc^e ntcbt gan$ äberge^n migot, obgleich nt(6t ftd^er audaumacben tfl, ob jle in ber Titt oJU f^on in ber ij^etbtttr^en iiit iS^ecrf^enb gewefen ftnb. Sßi( b^^ben f&c i^te Seft&ttc gung feine dltere ClueOe a» 8uca6 IDaotb IB. I. 6.134 — 137 itiib bfe Sßalbedtfcbe Ocben« * (S^tonit 2Cber in tsiete» Gtnseln^iten ftimmea bie fpdteten Hittt^uif^n «&o4}dt|)ebrdudi)e mit ben ^Itprcttfltfc^n Übte* dn; ogl batäbet 8e|>ner ®. 35 — 48. Ztnlieli Qimbrtfcb. lOtas t()fmi, Z^. I. @. 216. 3) 8ucai IDaoib §8, 1. &. 21. C^ben fo bei ben 64weben|. f. Btti^i ». l.ß.59. 
^liniixä)^^ unb gefeUige^ tebeti. 557 rmn %ldf^t Ui SBaterS entf^nrngen 0« ®i^ JttnberjttdE^t toar fn aUem l^art ttnb llreng. @obaIb ber @o(n emad^« fen war/ trat er {n allen ©efc^aften bem SSater jur @eite/ ging mit U)m )um Jtriege unb tt)cilte mit Ifitn Sfreube unb Setb unb ieglicl^e SBefdE^werbe '). 3n bad biterltdS^e Sr6e tl^etlten ftdl^ na(f) beS SSaterd Xobe ani) nur bte 66^ne ; bie unt>ere^en(^en SHter blieben ber S^etgeMg« feit ber «ruber fiberlaffen «). ÜttemoIS ^atte ber @o^n ben ^lamtn beS S3oter9 ober ber SSruber ben beö JBruber« ♦)• ?Dlan Ifiat t>erfudS)t , bie 9lamen alter 9>reuffen in i^re «ebeutungen aufjulifen unb eS fd^int/ baf fte meiften^ S3e}ie(>ungen auf bie |)erfonen, balb auf i^rcn SBol&npfe, balb auf if)xe ßigenfcl^aften , auf il^re f&r!))er(idf>e fi3er(^affenl()eit/ if^re «efdS^jftigung ober auf trgenb eine fonflige iperf6n(ic()e 6igen()eit in ft^ faffen *). @o wflrbe ber Sianie Aerfe fo biel bebeuten aI6 ber Sin« ger/ Sl^iei^fote ber ®cTii^mU, SSargule ber &d^roi^lini, ®ebaut^e ber iRe^en^eber, SBe(ote ber dxto&n^öfU , &pm^ mute ber ®d|^iefmäulige ^). 3(nbere l^aben biele biefer alU 1) 8uco8 SDaDib 83. I. @. 137. 1^ SBif finbcn nic^t feiten ^atn unb @of)n im Artege vereint; j. IB. Dusburg P. IIL c 72. 75. 3) Sertrag t)om Sa^re 1249 in ber Tiu^oibt jDuSburg« oon ^rtfnod^ p. 464. .^artenoci 2C. u« 9i. ^miff. @. 566. 4) jDtefed gel^t f<^ott au6 Dusburg P. HL c. 7. 70. 72. 96 ^er. por/ unb anbere aud Urlunben entnommene SBetfptele befldttgen fol(|e<. Grasutbe unb Symeko ffnb IBrüber; Pamana unb Temperbut f&xifi^ ber unb Manata \%t QxiUL Gedaute unb Panote SBräber; Masicken, Sadir unb Powiren SBräber; Waydole unb Keytine S3cäber; "Wis- sebuthe unb Nidioxen 93ater unb @$ol^n ; Mantot unb Tawikin Später unb C^O^n; Nassude unb Kypene jBrüber; Sang;awe unb .Gaudesse Crfiber; eben fo Wlndeko unb Qeilang;; Nakaym unb Medilen; Gastune uttb Lucbymer u. a. 5} jDer angebcutete $Berfu<!^ tfl gemacht oon SSater in feiner 64nft: IDie Gprad^e ber alten 9)reuf|ett €^. 145 ff. (i^ iß aber )tt bemerfen, baf bie Don Sater erfiärtcn Stamen. ni^t aUe ri^ttg flnb; fo nennt er ben fn ber vorigen TCnmecfung genannten 6o(n be< SBiffebttt^e Indios, ha ^n bie Uclunben bo<() Nidioxen nennen. 6) S^at^re (aMIärung mei|l na^ bem Settifc^n unb ^itt^auifc^. 
558^ ^iuHx^i^ unb sefelttge^ ee6en. ptmffiUfin |>etfoneiis9{amen mit Sfatibfnaiiif^^ infame mengefiellt isnb l^te unb ba t>emanbte TintHnnt geftttibcn, tu aDetbtngS nic^t ol^ne 3ntevefFe ftnb ^). 3ebtr ffruffe fiatte nte mebr aB einen etn)igen skamtn, beffen Sefttm« mung ol^ne 3n>eifel t>om Cater abt)tng. 2){e IBilbung bte« fer DerfonensiRanien blieb in ben t>eii((!(^iebenen Sanbfilaf« ten im SCttgemeinen fidf glet(b unb wir ftnben oft ben nJmlidS^en 9lamen in @ani(anb/ in SSannien unb auf beit ^i^en beS iDberlanbeS. 3n ben meiflen iptid^t ^ tint gewifTe fanfte SRilbe ibreS Alangeft unb eine liebUctie fBts wt^li^Uvt in i^ren Si(bung6formen aui, fo in ben 9{fte men @amile, SRautinge/ SSBiffemante, Slafpne/ ®(bubie/ SBob^ne, SlapeOe/ ©rafutbe, ^pmefo/ SttUfebe, @ttbe, Samofe/ SRirfotl^e/ Saleibe, ®ebutbe/ @angebe/ Aapbutbe, SRebite, SBifiewU/ JBaubin/ @ambangO/ SRtgebe ti. ü, 8vauens9lamen ftnb weit wenigere übrig geblieben unb H Idfit ^äf nic^t entfdE^eiben / ob bie Srauen ibren Stungfrau« 9lamen bei ber SSerebeligung ge^nbert ^aben. Xuf er bes 9tamen Stomeba unb 9{amego fennen wir faum nod^ ei« nen anbem grauen ::9lamen '> Xuferbem gab eS auö) noc^ fol(be 9lamen/ weld^e ganje ©efc^lecbter fubrten; t^orjügtici ftnben fid^ folc^e in @amlanb/ wo bie ®^idfU^Ux ber ®ts ))a9ne/ ber Jtarioten, ber ©repboweu/ ber (Sanbe^nen leb« thi "). 3n Sarmien wol^nte baS m^cbtige ®€\djlMft ber 1) Sil einer eon ^Dorow mit' (^tf^t^tnen ^kitt^Üttn^, beten 8er» faflhr TCtnbt in Sonn fe^n \oU, merben lufammmgeflfttt: Rigen pr. ttttb Reginn fcanb.^ Schade -Skuta, Symmate-Sigmundr (?), Au- stigaudis, Astioth - Ajtgaul (fem.), Steynegaude - Steingamtr, Skoliii- Skull, Keytil-KetiU: anbere ftnb freiß^ nf^t fo na^, att: VVf>lat. Valgautr, Tustim-Tkortlein. Xbit H ttttfptiö^ {t(b Witsebutlie tmb Wisivaldr, Ybutke unb Eyraldr, VHnn man bie Silben bmke fir ba< altbeutf(^ bod ^£tt> tok in fiScibomtb. 2) Dusburg P. HL c 169. emA^nt bec Nomeda. Namego toat eine Ckimlänbctin ; fte (ommt in dnec Ui;!ttnbe wm 3a^se 1348 vor unb wirb barin Domin» genannt S) IB9I meine XbfKmbtund Aber bte IDMt^inge in ber Oef^i^^ ber CEibe4ren«9(fear4. e. 222. 
^inili^t^ unb gefeUige« ititn. 559 efottfnet; l^iet fiatte f!4^ aucfi noify ein ®ef(^(^t unter tem alten iSamen bet SBiten ober ffiiben er^en; bie ob tm yteufTen Qeln^t, X>v»M, 9>anfttbe unb Sanfete ftn* ben totr ali 9(tebev beffelben an bet 9)afiarge genannt ^). 60 (ebte in ber 8anbf(l(Kifi Savten baS ®ef(tfle(9t ber SDton« temtnet*). (ES fdj^int aber, bafi folcl^e ®efd()Ie4^tSs9tamen nur ben (Eblen unb Conte^men eigen waren unb audj^ nuv t^on biefen gef&^rt »erben burften, epaxfym unb einfad^^ n>ar bie Aoji/ mit welcf^er ber IHmtffe fui^ begnügte. ^leifcb t)on ia(^men unb wtlben X^ie» fen galt bei bem 9tab(e a(S baS t)oriAgIi(^{ie ®eri<|^t ^), £>af e9 bie 9>reuffen aber, nad^^bem {te fc^on fo t)iele 3a(r» ^unberte fiinbutdj^ mit foI4)em ^leifle ben Xtferbau unb bie tBte^)tt(^t betrieben / nidS^t einmal ju (o4^n berjianben Iki« ben foUm, ifi faum ju glauben^). fRi(^$ unb ^aferi» i^ifen me^ifelten mit bem, toai fonft ber TUltx ober ber SBoIb ober Sltiffe unb ®een ibnen barboten. 9lur Ariutertr fl^eifen genoffen f!e nid^t unb munberten ftcb nadS^maU^ aI8 9t Demal^men/ bafI bie iDeutfd^n Stitter au4^ JEraut M  1) 9ta4 einet Urfunbc vom Sa^re 1348. ^ad gelb Kems an bec yatfar^e war {(t tBeff^tbum. 2) Dusbürg P. III. c. 23. 169, 3) Adanu Bremens* de situ Dan. c 227 |ebt btefcl/ wie e< fcbeint, gana ablUbtli^i ^ervor, inbem et r<i0t: Garnes etiam jumento- mm pro cibo sumunt. 4) )Die €>tben<sCtlS)tonte @. 20 fagt: f/8tf4ei {U^fcb wuften f{e ni^t stt focben, ttO(b einid^lei fi^utcae cju effen.'' Cffenbat abet ge^t biefe C^tonif nut batauf aud/ bie l^teuflen 90t bet ^Cafunft bes Otbcne fo tob unb nnfiebttbet oie mdglicb bataufifSett unb fte bat in ber Sbat nicbt menig betgettttaen, bie b^nifcben lytettflcn wie Vmeti* lomr«^ fBilbe au benfen. 3ebed a:bietopfd^ fftt ibte ®6ttet i^htU bie |)tfitffen äbet bie S^nft unb bie Sottbeile be< .ftocbeni unb Stateu^ bcie^n miffen. 3Cu4 wibetn^<bt e^ bem, wai Sucai ^Davib bt< ttttb ba, a- S- S* I- ®- 102. 137 fagt Unb enbli<b (etnten bie yteu^ fm bttr4 ibte SetAbtuttgen mit ben 9olen, l^mmetn, auf ibtev ^Mt bcUmegen au ben 04weben, e^Mwigetn u. a. benn gar nid^t<? ICu^ m<bt einmal ttma^ ^ Sunge unb •aumen? 
560 ^inili^ei unb sefettige^ iiUn. Sta^rung benu^ten 0- ^ud^ fBrot unb Stuäftn wtftanS^m fit }u baden'). 3n ®etr^n!en mag bte Qittt geioec^felt iHtben. @d[fon in frä^ev Beif waren S3tet uifb !Ret^ bie beltebteflen ®etrdnfe ') unb beibe im 9{oiben £bci^u)»f n>ett t>erbrettet Vlaö^maU ma^ ber ©ebraucl^ bed jBtereS etwad fettenet geworben fepn unb Ttetf) unb @tutenmtU(^ würben Dorbenft^enb / jener bei ben (Imkeren Seuten, btefc bei ben SSornel^inieren unb fRtiöftn ^). fBHiUi) txanl man iebod^^ nicbt e^^er, a(6 bid fte burd^^ einen ®pxvii) ge^iligt werben war ^). ©egobrene 9ßt(cb unb 9linberb(ut *y wotoi wegen i^rer beraufcbenben 9Bir(ung befonberö beliebt unb wurben«ian fefiUdE^en 9Rablen bt^ ju D&Qiger Srunten^lt genoffen. Ueberbau)>t war ber fPreuffe wie ber alte IStu mane jum Xrunfe febr geneigt unb fanb am 3e4^lage fein gr&fted SSergnägenO- 2)aber hei Sremblingen boS &px\^xooxt gatt: „ber 9)reuffen ®ott ijl ibr »au^^»)!" — 3ur geibe$))jlege geb&rte enbUd^ no6) baS Sab; boc^  1) Dtisburg p. UI. c. 69. ^att ftto 4 2C u. 9^. 9rrtt|f. e. 194. IDie ginnen aber afen nac^ TaciL Germ, c 46 jtrdntecft^eifni, victui herba. SStellet^t War manc^ed Z\ttfym\^ ®tx\ä^t, xoxt Sfp- ner ei befc^reibt, au(( fd^on bec ben alten ^reuffen de«9d^(1(^. 2) 8uca3 3)aoib IB. I. 82.-83. 3) Strabo L. IV, p. 139. Stü^« ». 1. 0. 64. 4) VFulfstani Peripl. ap. Langeheck T. IL p. 121. Suca« jDat9tb SB. I. €$. 15a «^artfnocb X u. 9t. ,9)reu|f. 0.197. en« ca6 jDaoib em>df)nt IB. I. @. 57 aud^ eined @etrdnM 9>offaiM ge* nanntr au« gutem SDtetbe berettet, oieUetc^t ber 2aiau< ber Sitt^aer. S0l. Dainos ober 8ittbauif(^. Sotfdlieber oon SK^efa 0. 312. 5) Ihishurg P. III. c 5: Pro potu habent simplicem aquam et mellicratum seu medoneniy et lac equamm, quod lac qucmdam noil biberunt, nisi prius sanctificaretHr. 6) Adam. Bremens, d. s. D. 227: Quorum ( jamentontm ) lacte et cruore utuntur in potu ita, nt inebriati dicantor. SieOcÜle wuf tetr fie, mie bie ^d^weben, au<^ nod^ bur^t binjagefette ^rätilrr bie ®etrAnfe wo^irdi^mecfenber unb beraufd^ber yix matten. • 7) Dusburg J. c iSben fo ber Sitt^uer; Seiner 6. 93b 8) „PiruMorum Deus venter est!*^ Vita s. Adalb. ap. p. 353. 
^iu6{t((^ed unb s^fenise« lieben. 561^ WLX btefeS ni(|^t altgemetn/ benn nur \etdfc, \>k Ui ®oU te6bien<ie$ pflegten ober iDpfer ita^Un, gebrauchten baf:: felbe Sag für Xag aud (S^rfurd[^t gegen bte @6tter. Xnbere babeten ficb niemöW ^). ' 2)ie JCunfte bolE^erer 93Ubung n>aren im S3o(Fe gum Steile Mi) ganj unbefannt, jum Sbetle n>entgf[en« nt^d) l[)6c^ft unwUfommen. 68 wirb bericbtet, baf no^ jur Btit ber Änfunft beS ©eutfdS)cn ßrbenö ber SSewoJner 9)reuffen« ber ©d^rift unb ©^reibefunjl fo unfunbig gewefen fei?, baf er ficf) gen>unbert b^be/ wie jemanb einem Xbwefenben burd^ ©^riftjeid&en feine ©ebanfen mitt^eilen fSnne*). @o befrembenb biefe Unbe!anntf4)aft mit ber @^rribe!un{i bei ben ^anbe(§beruf)rungen mit fc^on gebi(beteren 936({em tmmerbin auä) i% fo i^at ftd(^' \>o^ in Sinflimmung tnit biefer Slacbrid^t no4) bi§ jelät'auf feinem eingigen alter? t^itmlicben S)en!male au$ beibnifi^er 3eit irgenb bie ge^; tinglle Qpux t)on @dS)riftjfigen aiifgefunben 0- SBBenn alfo man^ie aucb t>ermutbet l^aben, baf wenigjiend bodl^ tool^l bie ©riwen unb bie ^riejler imJBefifee einer Art t>on StiXf nenfc()rift gewcfen fepn m6dS)ten unb baß bie @(|)reibefunfl aus S)ommern ober 5>oIcn l^eruber gebracht fcpn f6nnte, fo fyit jt4i folcbeö bo(|f no^ gur B^it bnxöf feinen ^ S3eweid irgenb ft^er begrAnben laffen. SRiglicf^ wäre ed inbeffeU/ 1) Dusburg P. IIL c. 5 : Aliqui omni die balneis utebantur ob rererentiani Deorum suorum; aliqui balnea penitus detestaban- lur. I^reuff. Stempe Cluart. IV. @. 799. 3) Dushur^ I. c: Mirabantur ultra modum in primiÜTO, quod qiuj absenti intentionem suam potuit per litteras ezplicare. O rbe nd« (S^ront! ®. 2o. SucaS jDat>tb IB. I. ^* 11. wx^ ber ^(^ronif 3) 2)er S3rtef bcö Ofl^otfitT^en Röntge« a:^eoberid^ an bte QTefüer mit fcbtt>erli(0 a(d ooUEommener SBemeiö btenen f^nnen, baf bie ^xt^\* fen €f(^rift unb @(!)reibe!unfi üerflanben. SBic ffnb übeclj^aupt über biefe fo etnjeln baftebenbe Slfiatfacfte mX ju »entg unterrtd^tet, alö baß wir barauf fefie Sfd^Iöffe bauen f Junten. SSgl. SBacjfo Xnnalen be< JCdntgteii^d ^ceuff. Iffcei Cluart. 1793. 6. 20 eine {(eine ^Cb^anblung flbec bie @d^t:eibe!unft bet 2Ceper unb ben SSdef bei JCfinigS S^eo- ^eridd« I. 36 
$62 ^linHii)t^ unb sefellige^ itbtXL ba$ einjelne 9ioxnif)mm, beren Silbung im XuManbe mel^r gef6rbert wat/ no4) t^or bei jDrben6 Vnlunft mit ber ®(l^nfrtunbe unb @(l[^retbe!un|i (eine^weg6 ganj unbeFannt geUieben witen ^). — SSBaö )u }2l^len xoax, Ui^id^nttt man burd^ man4)etlei ftnnli^e SReifmale. @ie berfianbeti ed nidtU Sage unb 92id)te auf eine gewifTe äettbejittntniing burdE^ 3al(;Ien jufatnmen gu }i^(en. SBat bemna^) trgenb etn>ad/ }. S3. eine SSerfammlung ju gemeinfamer Sera^ t^ung auf einen befttmmten (finftigen Sag berabrebet/ fe merfte ieber t^on i^ncn auf einem «^olje an legHc^em Sage ein 3eid()en an ober fnipft^ einen Anoten an einem SHie^ men ober am ©Attel^ bi$ ber Sag ^eranfam/ über n>eI4^en man ^ö^ t>ereinigt ^attz '). SSal^rfcl^ieinlid^ beßimmten anä) bie 9)reufren nad) üxt aller ®ermanifc|)en SSoIfer bie Seit ni(|^t nad^ Sagen, fonbern nad^ 9ldc^ten "). 2>en Sag ttiei(ten fie in t>erfd[^iebene Seiten ein, aber nic^t naif ®tunben, benn foId[^e fannten fte nii)t, fonbern nacf^ bem @onnenlidE)te unb naö) i^ren iBefd[)aftigungen ^). Sur  1) Dusburg I. c. fagt aud^ nur „ in primitiro '< unb man f5nnte biefeö SBSort n>o(t au^ überhaupt auf bte fröf^erm Selten be€ ^cXtH beate^en. 3nt ^utmertanbe xoax of^ne Smetfel bie ©d^retbefunfl fd^on frü^ befannt. Unb wie fonnten auc^ bie öbrtgen ^reuflen bei bem Umgänge mit ben fremben, ind ßanb fommenben «^anbeUfeuten unb bei. idren ©eereifen tnö 2Cu^Ianb mit ber @4nft fo gan^ nnbefanat bleiben; baf fle ftd^ wunberten , tt)ie Oberhaupt iemanb feine (Sebanfen burd^ bie Gc^rift auöbrücfen !6nne? 2) Dusburg I. c. ^ne ^anbfd^rift bed SDuöburg^ n>eld^e btefen 5^ terö umfc^reibt; fagt: Nee habebant differentiam dierum aut septi- mananim, sed quociens aliquid agere aut consiliare proponebani, tunc Duraenim dierum notabant ad zonas nodis \el ad baculam in> scidebant. 8ucad iDat>ib SB. I. €$. 11. 3) Stallet SB. I. ®. 174. müj« ». I. 0. 72. 4) SOtan barf ^ter bie 2CnaIogie anberer norbtfder l65tCer ipo^l unbebenflid^ M SBemeid gelten laffen. ^alUt a. a. £>. 2Cnton tUt bte ®lat)en @. 161. ^tdtoritt« Gc^aub. €$. 404 giebt folgenbe Sat geSsunb 9(a4t«@intt)eilung on. >Der SO^orgen, Ritas genannt, begann iait ber €$c^immernng Briegstiks; bann folgte bie ^txt bed fBotfen? brec^en^ Priblindums, bann bie fOiorgenrdt^e Auszra; Gonnenanfgaug Pusriiis; IQSormittag Puspietus; «^o^mittag Pietus ober Tikras pie- 
«^itt^lid^e^ -unb sefeKige^ ithtn., 563 Kimmung ber Sal^ted^eft bUbete wal^rfdl^etnlidS^, wie bei an^ bent naben BiRern/ bie (Smbte ben voicbtigflen Seitab« fä^nittf ttnb wie e$ fc^eint, begannen aucb bie 9)retiffen ba» mit ben Anfang eineö neuen Sabreö *)• 2)a5 3abt jetfiel ait(^ Ui i^nen nur in }wei Sb^ile, in @ommet unb SBin<. tet ttnb biefe Seiten bejlimmten fte wieber nacb bem WtoxAs wec^feL 9locb in \pätmn Seiten i^atten bie 9Ronate tfie t>on 9laturerfc^inungen betgenommenen finnigen 9lamen: Sßinter«, Ar^ben^, Stauben«, ®nd\xd^, Sirfen«, @aat«, ginben«, ©etreibe«, »runj!«, «MtterabfaU8«, ^rbfrojl?, bärret SJonat ^). @o war eS alfo gewiflermaf en baS pn« nige Sufammenleben mit ber SRatur, nadl^ wüä)em ibre Seit nacb einzelnen Seitrdumen berecbnet würbe. — 3n wie weit bie fünfte ;ur S3eflreitung ber fBebärfniffe ibter t&glicben fiSefcbiftigungeU/ atö be6 3((!erbaue6, ber AriegS« wertjeuge, ber 3agb, be$ Sifcbf^nge^ unb bergl, ^on ibnen auSgebtIbet unb iDerY)oSfommnet gewefen, baröber b<^t unS (einer belebtt. S>a8 meifle aber, wa$ ibnen f)Uin notb« wenbig war, bereiteten fte wobi felbfl, }war einfacb, fcblid^^t, unb grob/ aber bocb wie e$ f&r ibre ®itte unb Titt am ^fTenbpen war *)• tus ^ rechte ^itta^; 9tad)mitta^ Popietus; 2Cbenb Wakars; Sßtis perseit Palodenis; S^ie^fätterung Apilope; >Dämmerun0 Prietemis; {fhtftenoerben Wakaris ; fpite 2Cbenb Iszwakaras ; erfte Gd^Iaf Immi- gis; 9K{tternaf(bt Guddumas; Jj^ainen^tfä^tei Gaidgyste. & ift fnbeffen nt^t aud9ema<^t, baf biefe 3ettefttt(>et(un0 nad) btefen SBenennttn^en wtte(t(b f^on tn frü^ Seit bejtanben b<^be/ benn ^ritortud erwdbnt attdbrücKicbr ba$ er fte au feiner 3«it bei ben 92abrauern fo gefunben. 1) iDtefed ift angebeutet in Sucad >Dat>ib S3. I. ®. 91. @ben To bte ®(btt>eben; ^t^^ f&. L &. 73. 2) 7u(b biefär tfl freiließ nur |)ratortu« ®4aub. ®. 405 bie Cüselle. jDie 9)reufTif((en SBenennundrn ber a){ottate in obiger Sleibe gtebt er fo an: Wassam (ober Wassans), Kowinnis, KarwelinniSy Gegiutinnis, Birzelis (aud) Sultekis), Semeuis, Lepinnis, Wisjau- wis, Rujos Tnenuy Lapkristis, Grodis, Sausis. ^iefe S3enennungen f!nb jebocb etdentri(b aUe eitt^auifcb. ^ql |)reuff. Zt^ir> ®. 211. ^reuff. Zempe Cluort. IV. ®. 799. 3) 2)a wir ben ger^waftigen ^rdtoriud, ber ICHei, ZiM unb 36* 
564 J^iudlidS^e« unb defellige« eebeit. SSeftel ben Sßatm / IbefonberS ben auö t>ome^meicm ©efjd^Ieci^te/ eine fc^kueve Arantl^ett/ fo rief man einen 9rie^ {ler lE^etbei/ ber ben Aranfen SEag unb 9la(i()t xoaH^U unb tJgUc^ eine gewiffe Httiatjl @egen^formeln übet t^n auS$ Spxa6). @el^r n)al()rf^etnli(^ waren biefeö bie 9)rie{ter, mehf^e SSuliffonen unb Sigafcbbnen ^'e^eti ^). 3^ren Segen festen fif fort/ bis )tt>eima( b.^r SReumonb erfd^ienen n>ar. ®ann gef4)a|i }ur S3erf6I;nung beS 3ome6 ber @&tter ein @ts lübbe. 93lieb auc^ biefeS clj^ne Srfolg, fo nafiten bie |)rie? fter ber fieiltgen Stelle an ber ®6ttenoolS)nung/ na'^mtn Don ber Xfd^e beS l^eiligen SeuerS unb gaben fold^e bem Aran^ (en ali ®enefungSmitte(. ißtai^U enblid^^ au^ biefeS feine «^&(fe/ fo hielten ^inber unb ^reunbe einen Slati) aber ben £ran!en. S3efci)Iofren fte^ jweifelnb an aQer Stettung^ ben Sob beS Traufen / fo erfricften il^n bie ^rießer mit ^nem ^iffeu/ benn ein fo(c|)er S£ob fi^ien eint freunblic^e ®abe gegen bie @c|)mer}en6Ieiben unheilbarer iKranf^eiten '). (Sin Iran!eS Ainb ober Sunglinge unb Sungfrauen wxnt^mzt Xeltern würben in fc^meren^ IS)ojfhungSlofen Aranf^eiten auf bem @4)«iterl^aufen Derbrannt »). Sur bie 2Crt ber SEobtenbeflattung war bie Serf(^tes 9(eueS bunt bur(^ etnanber toivft, burd^aud ntcbt tült anbfte ({. SB. Ao^ebue) fär eine ctittfc^e unb fe^r glaubbafte OueOe anfeben Unwn, fo mbgen toit m Ermangelung anberer fi(berer Duellen feioe ^vaÄbrt gegebenen 9taä)nä^Un ntcbt aufnehmen. 1) Tulissones Tel Ligaschones nennt ffe ber SBcrtrag t>om Z^f)ze 1249. SBtr merben btefe Benennungen glet(b n&b^r gu erü^ren fnö^xu 2) ®o ZvLcai iDat>tb S. I. @. 137 -- 138 unb bamtt ubers einjltmmenb ^rdtortud @(baub! @. 479 jf. ^attlnod) Z. u. 9{. 9reuff. @. 181. Kojalotvicz Histor. Lilhuan. p. 18 £)b btefe Sttte t)on ben ®otben b^jlammte, tjl nicbt gu befümmen. Bon ben «^eru* fem aber/ bie lange ^t mit ben (Sotben in Serbinbung ftan^en, er« idblt 2Cebnli(bed Procop. Histor. Gothor. L. IL p. 256: Neque seni- bu4 neque morbid is .permissum Tivere, sed ubi gravis aetas aut va* letudo deterior, tenebantur ipsi supplicare propinquis^ ut se aeruiii- iiii rebusque faümanis eximerent Slur gcfcbab hti ibnen bie SAbtttng burcb t>cn jDot(b. ZtnlieH ^imbrifcbe 2ritertb&m. Sb* ^ ®- 257. 3) Vu<b bi^ TCei^nlii^ bei ben «^enilern na^ Procop. I. c 
J^ju^ltcf^e^ unb gefedtged i^bcn. 565 benl^ett Ui @tanbe8 Don n^id^ttgem (SinflufTe. (Si ift f(|^on fräl^cr em)&l()nt/ n>eld^e§ SRtttetd man ftdS) im neunten unb je^nten Sal&r^unberte bebtente, um ben Stovpex eines SSer« Wordenen mefcre 9Ronate, felbfl wol&I ein \)albe^ 3a^r lang gegen 'bie S&emefung }u ft(l[^ern unb n>etd[)e ®ebxi\x^e ba* ma» ber @eefal()rer ädutfflan bei ber IBejfattung ber Sob« ten unter ben ^reuffen ^errfdS^enb fanb. SSxaä) nun ber 2a^ l^erau/ an n>eld)em Jbie legte ^eiev )ur @l^re beS SSer^ {lorbenen begangen werben foUte, fo warb ber Seicfinam noc^ einmal gebabet^ bann mit meinen ^(eibern Qcfö^muit unb im Greife gebetener ^reunbe unb SSerwanbten auf ei« nen @tu]f)l gefegt. @Ö begann ein .JSrinfgelage, bd »et ^em au6) bem SSerftorbenen unter ^ietcm SBe^Kagen noc^ einmal gugetrunfen würbe ^). 33eim 3Cbf(^teb3trunfe trugen xfym bie @ jfte ®ru^e an it)re loerflorbenen SSerwanbten auf, fid^müitten i^n bann mit einem anbern iKleibe, gurteten i^m ein SReffer ober dn Qd)Xo$xt um unb gaben ifim eU roai jur 3e()rung, ben Srauen aud^ 9label unb 3n>irn mit auf ben Sßeg. 2Cuf einem SSagen warb ber Seid^^nam bem »egrdbnif plage na^e gebracht*), ©ie greunbe begleiteten i^n unb fudf^ten bftfe ©eijier bon i^m fem gu f)alUn '), wa():: renb anbere nad) oben erw2l()nter SBeife ben SBettlaUf um beS Serßorbenen «^abe l^ielten ^). Sßeiber folgten webflas genb bem SEobten nur biSjur ©rdnge beS £)orfe6, wo 1) Ztinf^tlaQt bei Setd^enbeHattunoen h>aren überhaupt unter ben norbtf4ien S36lfem eine aUgemeine &itte. ^o fagt ^einviä^ ber Bette p. 58 t>on ben <Sß()en: Funera igne cremantes, exequiascum iameutationibus et potationibus mulüs more suo celebrabant Cf. p. 93. 2) euca$ S)at)ib IB. I. &. 141. ö) 9{a(^ ber vita s. Otton. ^errfc^te biefetbe @ttte and) bn ben Sommern, nur baf man flatt ber @d^werter, »omit bie ^ceuffen bie b6fen ©etfler von ben SSerflorbenen entfernten, bort |t(^ gemeiner ^v^ gel (fustes) bebiente unb biefe bann auf ben @rab()dgel legte. 4) iStwa^ 2Ce^nli(ied xoat bie Trizna ber alten Siuffen, worüber Nesior oott 6d)l6aer @. 126 — 127. itaramftn IB. I. @. 93 nennt ei ein ^ampffpiel ju- ^(^ren bei Sobten. 
569 ^in$lxö)e^ ttttb sefeUi^ed Seben. biefe^ SBettrennen begann. SRtttlem^ile warb um ben Set<|^ nam (auteS unb I^rmenbeS @ef<t)rei jur Vertreibung ber b&fen ©etfler fortgefegt, bi$ er am jDrte be^ S3egr&bniffed angefommen war. <^ter war jur JSefiattung ein SBegrab^ nifl^ägel jubereitet auf beffen nirblicbem arbeite ') ein'ScI^i^ ter^aufen aufgerichtet jfanb/ auf welchem ben Seic^^nam ein fiSette bon @trob empfing. SBi^renb nun bie ^amme bed @^eiterbaufen$ emporloberte/ erhoben jene emi^nten $rie? ftex, bie SEuItffonen unb Stgafd^onen, ba6 Sob beS Serflor^ benen/ priefen feine Xi)aUn, bie er auf SfaubjAgen im feinbli4)en Sanbe ober fonft im Seben^begangeu/ unb flam? menbe Ziä)Ux IE)od) ertipoflE)aItenb riefen {te in lautem ®e< f(dt)rei ben Umflebenben }u: @^on feben wir ben SSerflor^ benen am «^immel binburcb auf einem Stoffe eilen mit bligenben Sßaffen gef(f)mu(!t, einen Staubt) oge( ") in ber •^anb \)aiUn\) unb mit groflem ©eleite in bie anbere SBett l^inubergelf)enb ').  1) SBte bie (Stfai^tun^ hei bftexen d^acbd^abungnt mir • be»» reu. Xuf bem ^Sttel^upfec au biefem Sßerfe ifl f6 in Nro. IIL ber nbiAlid^, buväi einen Kraben oon bem öbrigsn^ $Be0rdbnif$(l9e( abdefonbeccr 7&eir. 2) JCogebue SB. I ®. 66 aiebt bem Siebten bm Gterne in btc Sterte unb ben Ralfen in bie 8tnfe. @in (ufltger 8ei(^tftnn! 2>ad Sott nisum ^atte berjem^e^ oon welchem «^artfno^ ^* u. 9t. ^renfT 0. 187 reinen Zext na^m, nid^t (efen !5nnen unb bie Hde bva^ bvti &tetnt be^eic^net. Unb Jtoftebue — bec bie £lueUen getefen ^ben »ill — giebt flu^i biefe ßäcSenbüper bem SSerftorbeuen in bie <&anb. 3) Die merfwürbige ©teQe bierüber in ber Sertrag^ < Urf «nbe ixm 1249 tautet fo: Promiserunt etiam, quod inter se non babebunl de cetero Tulissones vel Ligaschones, hömine^ Tidelicet mendacissimos histriones, qui quasi gentilium sacerdotes in exequiis defimctonun ne tornientorum iüfernalium pena premerenlur dicentes malum bonum et laudantes niortuos de suis furtis et spoliis immimdiciis et rapinis ac aliis viclis et peccatis, que dum viTerent perpetramiit, ac erectis in celum luroinibus ezclamantes mendaciter assenint, sc videre presentem defunctum per medium celi volantem in eqno armis fulgentibus decoratum nisum in manu ferentem et cum co- mitatu magno in aliud seculum procedentem. SSad'bie 9tamen ber 
^liutiid}tß unb gefeUige^ ieben. 567 S)a (ö ®(au6e im SSoIfe war, ba^ jeglidE^er/ er fe^ arm ober xciö), })hl^cxen ober nieberen @tanbe6/ bai itbm bteffettö in g(eidi)cr SBeife aixä^ im jenfeitigen mieber fort^ fe^en itnb unter gleichen SSefdl^äftigungen unb SSerljiJItniffen leben merbe, fo t>erbrannte man auf bem namlt^en @(^ei« terl^aufetj .auc^ beß Serftorbenen SBaffen, ®eratlS)e, Stoffe, Aneckte unb SR^gbe, Kleiber, Sagblj^unbe unb Sagbb&gel ober n>a§ i^im fonft ju feinem Seben n&tl)ig war. 2>enen geringeren @tanbed gab man bie ®eritt)e i^rer Sßt\dfiUi* gungen unb i^reS ©emerbeS mit in$ S^uer, in ber 9Kei- nung, baf i{)nen foIc|)ed aOeS in jenem Seben mieber bienen linne ^). j£>a^ wie bei anbern S3&(fern bet 9lorben6 fid) ani) bie Srauen mit i^ren SRclnnern l^aben verbrennen laf« fen ^); tji nici^t waMc^einlic^ >), unb eUn fo wenig, ba$ Sttliffonen unb Hgafci^onen anlangt, fo f!nbet man eine TCbUitnnq in Hariknoch Dissertat. de sacerd. veter. Pni3s. §. 5; aSein fte W^t ^ auf eine falfc^e Sedart ber 9{amen. Sßte fte ^ier nad^ bem Oti^U nai bet Urfunbe gefd^yrieben ftnb, !6nnte man |te aue; bem (Sft^n\fä)en berleiten, »o TulH ober TulIe \)ai geuer unb Tülle rüt ber ©d^eiter, baufe ^cift. Ss Wnnten alfo biefc ?)rie(fer fo genannt fepn, met( ffe ben &(!beiterbaufcn för ben S^erftorbenen err!d)teten unb angönbeten; ober ber 9{ame mdre gufammengcre^t au6 Tulli unb Sosna, hai SQSort {xoo^et Sonneleraa f. 9. a. Sßorte toecbfein), alfo |)riefier, bte hAm Seuer ober 6fcl()eiterbaufen fprecben, »omtt bte SQßorte ber*Urfunbe febr gut paffen würben. SDer 9?ame Ligaschones bescic^net offenbar, »ie Idbon ba« »erbinbenbe „vel" bemeifet, bie ndmlicben ?)ncf!er unb ifl aifo nur eine aubere ^Benennung, ^an tbnnte i^n ahUiUn t>om @tlb' nif^en Sßorte Leek^ gen. Legi unb Lege ^(amme (baber Tülle leek geuerflamme, legima flammen) un5 Sonna ba6 Sfiort, arfo in berrel« ben SBebeutung wie Tulissones, ^tieftet, bie Ui ber JBerbrennung ber lobten lobenb rebcn. 1) Dusburg P. III. c 5. Orbengs^bron. ©. 21. Cucaö ©attib SB. I. 6. 130. 2Cu^ W SJertraggs Urfunbe »on 1249 erwdbnt ber ^xtie, Kojalowicz L. I. p. 7. iDa|felbc Don bi'n Cittbauern. 2) 808le bei ben ©cbwebcn , mo ficb bie S^acbrid^t freilld^ mebr auf @agen f!ü^t; f. ^öb^ ^- I* ®' 67. SSon ben @(at)en wirb eg be.- Rauptet; ®en SB. L @. 19. Ueber bte alte Quitte ber «^eruier f. Procop, L. II. p. 256. 3) 3n feiner einzigen alten ÖueUe wirb ber grauen in biefer Segies f bung erwdbnt. 2Cu(i) erbielt ja ber ^ol^n bed SBaterö grau M (Srbtbeil. 
568 ^iuiiii^t^ unb gefeUtge^ Seben. m jtc^ ^eunbe mit ^reunben ben Slammen l^ingegeben ^). SBar nun b^r Set^nam loetbrannt/ fo fammelten bie Sreunbe bie übrig gebliebenen 6(ebeine fammt ber Xf4e nnb brachten fte in eine balb iierltdl^ gearbeitete unb gcr fd^mädte/ balb auci^ ganj einfach unb grob loerferttgte Urne, in xotlä)e fte iugteid[^ a\x6i alleS anbere^ waS bem.SSerfior^ benenlieb unbn^ert^ gewefeU/ Stingc, @d()mu(f fetten , Xrm^ f|)angen/ «^aarnabeln, funflltd^e @cbnaUen/ auci^ fonfliged @dE^mudFn?er( bon iD2efftng unb Sifen, ^ugel({)en t>on far^ bigem 2!()one/ Korallen / ^ernftetn balb te^, balb aucf^ ju kugeln bearbeitet, fSlungen befonberö auä dtbmi\d^ex äett unb anbereS fold&er 3frl beilegten 2). ©0 warb bie Urne in ben ®rabl{)ugel betgefe^t S)iefe @rabl^ugel n>aren berfd^ieben nac^ bem @tanbe be§ äSerflorbenen. fßornel^mere begrub man gerne auf Xn^ \)bi)en in ber 9{a()e i^rer SBol[)nft^e. £)ie S3auart 'ber «^lu gel meifet auf eine beftimmte £)rbnung , bie i^re Sdejie^ung auf @tanb unb SBurbe be9 Sßerflorbenen |)atte. 9iing$ laus fen um baö ®anjc jucrjl einige Ärinje großer ©tetne, n>eld)e ben SSegrabniß^ S3au ;ufammen()alten muffen/ ober bad ©anje bs(bet bie ©eftalt eine^ @terned; befTen @tra^^ , \ 1) Olams Magnus Monument Dan. p. 50. 2) S$g(* Reusch Dissert. de tumulls et umis sepulcralibus in Prussia. Bayer de numis Roman, in Opusc. p. 4iO; er befdbl^^t p. 455 — 456 einen ©rab^ögel, »ortn man fogar no(^ SOtüinsen com «ßoc^metfler ^C^ic^ael ^öc^metfier t>on ^tern&erg gefunben ^ben »ilL 3ft bie ^af^e richtig, fo beweifet biefeö, xo\t fpdt im ^^tiOen bte €$itte noc^ 5errfdS)tc. erWut. 9)reuflr. 83. HL «. 399 — 424 unb 539 — 582r xoo genaue {Befc^^reibungen altpreufltf^er ©rab^figel gtf fmben flnb. IBaper fuc^t e$ ma^rfd^einlid^ Su mad^en, baß bie SKänjen vd^t nacb bem SBerbrennen bed i^eic^namd in bie Urnen gelegt, fonbrni beim Ber« brennen ind ^euei: gemorfen worben fepen, »eö^alb fte meiflenö auc^ auf ber einen ^eite me^c gefc^mol^cn unb SBilb unb ®4dft fe^ no« leferlid^) fcipen; lUberue fe^en au(^ wegen be^ Xc\6)tmn @((meljeni xott nigere Dorbanben, aU fupfeme: eine !D{einung, soe((^e bie G^fa^rung boc^ xi\6fi öberatt befldtiget. .t)ie 6itte, ben Sobten Shlnsen mttsu* geben, mar öbrigenö icx gonsen Serben (errfc^enb; f. OUemis Ma^niu p. 45. &\x^m S3. II. 6. 23 - 24. dt&^i S. I. e. 42 
J^in^li^t^ unb defeUige^ Sebett. . 569 im t>utä} gerabe t)om @(f)ettel l^erab laufenbe @tetnreil()en bargefteOt ftnb. £)ev £)rt/ too bie Urne fte()en foQte/ meift gen @tlben unb bem SSerbrennungSpIa^e gegenüber/ ifl mit grofen, aufrecht geseilten Steinen forgfam auSgetegt unb ftarl befefligt/ fo bafi ni(|)t$ um()er bie Urne befc^dbigen (onnte. Den Singang in biefei ®el()dufe t)erf4)lieget ein gewaltiger @(blu^{lein '). Sn ber SSitte be§ S3aue§ flehen meifi me(>re Heine itbene ©efdfie/ einft mit ®etrdnf ge? ffiUt *), unb nebenbei finbet \i6) einjelne^ .©d^murfiperf, oft and) einige ganj runb gefc^Iifene ober bom @een>affer runb geformte (Steine/ an n)eld[^e ft4) irgenb ein frommer ®Iaube (nüpfen moi)U ^). 3ule^t wirb bie Urne t^on oben mit einem breiten/ flacl^en @teine beberft unb mit @anb uberfct^uttet ^a^t . immer aber umfaf t berfelbe «^öge( nod^ meiere 93egrdl8iffidtten/ ^on Urnen / @(^muc(n)er!/ unb &inlx6)tn S)ingen angefüllt unb auf it)xct @))i^e burdS) eU nen Steinfran) unb einen in beffen SRitte liegenben ©d^lufj^ {}ein auSgegeidlinet ^); fep e$/ ba^ biefed bie S3egrdbniffe na^erXngeb&rigen^unb f))clter beigefe^ter ^reunbe ober au^ bie ber mit bem »^errn berbrannten ÄnedS^te unb SRdgbe waren. 3l\d^t biefe Sorgfalt loerwanbte man auf bie S3egrdb- niffe ber SSerftorbenen nieberen Stanbed. £>ft fe^te man bie Urnen bann nur ind freie gelb ober in SEBdtbern unter bie 6rbe . ober in blofle Sanb^ügel obne ben fun{llidS)en ©teinbau*).. @S fi^eint aber, bofl moncfee jener S3egrdbs 1) &. bad Mliteüupfcr an ber füblic^en @ette bei nro. a. 2) euca< X)ax>ih f8. I. ®. 139. J^atttnoä) 2C. u. ^. |>reuff. e. 186. 3) jDie Sammlung hei Qcf) üvä^iüi beft^t beten me^re. 4) 0. hai 3:iteriupfer nro. bbbb. fß^U 2Crn!teU (5imhvi\^t TiU tfttbüm. Zf^, I. 6. 257. 5) Smen Tollen Unterfd^ieb in dt&dtfiä^t ber IBedrdbntfbäger, ber übrigens xtnä^ in Sommern ^tatt fCnbet, wie Gell S3. I. ®. 22 be» Seugt/ wikh ieber balb entbecfen/ bec au6) btefemSb^lle ber 2C(tertbum<< eunbe hie i^m gebül^ivenbe ^Ctifmerffamfeit wibmet. jDiefeö aber unb baö 2Cufftnben bed in ber IBauart befolgten ®9f(emd ttKir bei ben )»on 
570 ^&\x9lid)t^ «nb sefelltge« Seben., ntfilt)ägel au(^ gemetnfame Samilten^SJegr^bniffe gewefen fe^ett/ in welchen fogtetc^ bei intern Xufbaue au4^ für bte trbtfct)en Uebetrefte t>on f)>^ter tlerbenben 2(ngc^&rigen Se^ gräbnifftättcn cingericl^tet würben, — 2)ic ©pra^ic ber afc Un ^teuffen nannte aKe biefe fi3egr2bnt^orte Jtapumen, ein Ütamev ber au6) jegt im Sanbe nocf^ ni^t oergeffen tft 0- @(^n>er trennte ftc^ ber ^reuffe bon bem (Sesenflanbe feiner Siebe ttnb SBertK4^2^ung , t)on bem t^mnn ©ef^l^t:: ten feinet Sebenft. fHadfiem er bie entfeelte «f^älle be$ @^ liebten fo (ange äli m&gltdi» in feinem «^aufe bewahrt, bauerte bai 2(nbenlen beS •^ingefcf)iebenen auc^ nai> ber JBeftattung in trautiger S^ier nod^^ lange fort. 2)retfig Sage lang erfc^ien bte 3Bittn>e unter klagen unb SMnen am ®rab^äge( ili^reft SRanneö unb ad^^t S^age ^inburc^ fam ber ÜRann an ben £)rt ber 9lul^e feiner f^roif. Um bxitten SEage nac^ bee SRanneft JSeftattung waiib am «^ugel ein Srinigelage aK Sobtenfejl beranllaltet^, be^gleicf^en wieber am fec^ften/ am neunten unb am bierjigften Sage *). 3u mir öfter »eranflalteten ^Cufdrabungen tmnier mit ün «^aupt^rgenffaiib Ut Unterfttc^ung. — £)b bte &itte M blofen SSegraben« ber Set«^ nome bomoU aud) m |)reuffen ^rrfd^enb getoefen, wie fte H in etmgen anbern Sdnbern be€ 9lorbend war, ifl ungewif ; toeniaftenS ifl ber von fartfno4)3(. u. 91. ^reuff. @. 183 baför aufgefteUte fi3emet< feine«^ wegö genügenb. 1) 8u€a< sDdOtb SB. I. ®. 142 r^reibt ^apernou. «ßenntd ep fldrt ba0 Sßort aud bem Cettif^en, wo Kaps tin ®ta\>, unb Kappenes ober Kapsehta eine SBegrdbnipfldtte ^eift. «ßartfnod^ a. a. £). £f. 184 fegreibt (^aperneur unb verfielt barunter bte.gan^ ®egenb, m meiner fcld^t S3egrftbnt$f)öge( in grofer 3a^l gefunben »erben. Sn feu ner Dissert de funeribus yeter. Pruss. §. 5 nennt er au(( bie ^figel felbfl fo. SO^ancged, toai |)rdtorittd au feiner 3eit in biefec ^tng^t no(i fanb, befd^reibt er in f. ©cgaubü^ne 0. 481 ff. — 2>te gemeinen SSegrdbniffe foICen fO^ogiOen ge{)eipen baben. Tina) in 9>ommer]i tanm fold^e SBegribniffe {()re eigenen 9tamen, woräber €ieU S. I. 0. 2a 2) Henneberger de veter. Pruss. p. 23. ^an^ d^nli^ SobteRs fefie (ieCten am 30^n/ 60flen unb lOOfien Sage aucb bie $omment. eeU ».!.€$. 23. Sei ben Letten (»ief ba« 8e# bie eeelenfpetfe; f. 9r. STempe Duart IV. @f. 789. 
Jpiußixäftt unb sefedtge^ Seben. 571 iegltcl^em tiefet Sefte warb ber 9BeYjtoi;bene eingelaben tinb tl^m fetn S^etl an @)>eife unb ®etr&n( borgefe^t. 9Rit 3al^re$bev(auf feierte man ein aSgemetneS Sobtengeb^^^t« nifi/ SSorne^mere unb Sleictie für ft^^ allein/ Ttermere in ©efeUfcl^aft bon ofer bis fünf Samilien 0. Der •^au)>tgebanle aber^ ber in aSen biefen (f^thtiva (^en l^inburcf^ I^errf4)te unb in mand^en anbern (Stf^etnun:: gen beS SebenS biefeS fBoKeö {t(t^ l()inbur(|^ ben>egte/ n>at ber®eban(e an ein ienfeitige« 8eben, no4^ roH^f^^^/ f^tin;? li(|^ auSgefdi^mäcft/ auS bem betreibe beS bieffeitigen Se» bend genommen unb in benfelbigen SSerb^Itniffen in ein unfic^tbared @e9n l^inuber getragen / aber immer bodE^ bdO €tntlu$, ^raft unb SBirlung aucb für baS 8eben bieffeitö. St mar eS bor allem , ber bie Sorgfalt um ben ^inge:: f(||iebenen erzeugte , ber it)m baS 8eben ienfeitS )u fci^afFen fttc^te, mie eS bieffeitS gemefen n^ar, ber bem altemben unb hänfen ^reuffen bie dnt6)t bor bem Xobe Una\)m, ber ed ittnbem unb SSermanbten leic^^ter ma6)U, ben legten Se« benSfitnfen be$ \ied)en SSaterS, beS rettungMofen SreunbeS burd^^ ein gemaltfamee SRittel }u oerlifc^n, ber felbß aud^ bem (rtlftigen Spanne SRittb im Streite unb ^o^e tapfer? (eit im 3;obe«(am)>fe einfl6pte % ^an i)at ben ^reuffen  1) Qt^ ift fein 3n>cifel, ba$ biefe Sobtenfefte t'^ren Urfprung in ber ijetbnif^en 3ett if^atten ; ober eö ifk eben fo mniq au verfennen , baf tn ben 6^arafCer, wit {te Sucod ^ar>ih IB. I. 0. 143 — 144 unb ^art!no4 X u. 91. ^reuff. <S. 187 — 188 nac^ Sßai$e(6 (^t^rontf bef^reiben, ft^ f(6on manc^ed @()nfl(id^e etndemifd!)t ^atte Unb ci i^attt btefed wo^l um fo me^r gefd^e^en müjfen , weil bie ^reufTen im S^er« trage oom 3a()re 1249 oerrproc^en Rotten: quod ipsi et heredcs eorum iQ mortuis comburendis vel subterrandis — "vel ctiam in aliis qui- buscunque ritus gentilium de cetero non scnrabunt, sed mortuos |uos juxta morem Cbrlstianorum in cemiteriis sepelient et non extra. 2) ^ieoon jeugt Kadlubeck L. IV. c 19. p. 511 — 512; unb Appian de reb. GalJ. c. 3 nennt bie Germanen überhaupt be^ljfalb  
572 ^iu^Iid^eö unb gefedigcd itbtn. a\:6) bte Sbee ber ©eelentpanberung jugefd^tteben unb fte ben ©lauften liegen lafTeit/ baf bte bom £&r)>er gefc^tebe^ ncn @eelen tn anbete funfttg geborene ^htptx übergingen^ ntancbe aber tn S£bterIor)>er fibem)anbemb an<l^ tbtertf<lbe SRatur annifftaen ^). SBenn tnbefien toieaei^t in (ruberer 3eit bk fi3en>obner $reu{Ten§ bie au(b fonfl nocb im 9lor- ben bte unb ba gebegte SRemung t)on ber Seetenman« berung aucb xoMUä) mit anbern S36lfem @ermantfcben ') unb befonberS ©otbifcben ©tamtneS ») getbeilt b^^ben finn^: ten ober n>enn n^enigjlend bteüetcbt bei einigen fublicben anzeigen/ befonberS bei ben ©altnbem biefer ®(aube aucb in ber ^at ®tatt gefunben b«Jben m6cbte *), fo finben wir boc^ aucb bie bejlimmtefle iRacbricbt, bafr in f^ntercr 3ett ber fi3egrtf bon bem Suft^nbe ber @eelen nacb bem Sobe offenbar gan^ anberd war. ^an trug baS gan^e bieffeitige geben mit aßen feinen SSerbiltniffen, felbfl fogar in feiner burger(icben Sorm^ nur al8 berberrli(i()te f^ortfe^ung in je^ ned fünftige ©epn Aber; ber 6ble blieb aucb bort nocb fer^ ner ebel/ ber SSomebme audj^ bort t)ornebmen utib ber @c« meine gemeinen (Staubet; ber Stetere bebie(t bort feinen Sieicbtbum , ber 3Crme blieb arm ^). Unb wie in foI4^er  1) i^iefe aÄeinung fd)rei6t Kadlubeck I. c ben 9)rcu|fen iw , im betn er f09t: Est enlm omnium Getharum communis dementia« cxutas corpore animas nascituris denuo infundi corporibus; quas- dam etiam brutorum assumptionc corporum brutescere. 2) aSon ben ©attiern befonntlicf) Caesar de b. Gall. L. VI. c 14. Biodor, L. m. c. 28. ®tbbon Dom SerfaH unb Untergang beö 92(m. fftä6)l 83.' 3. ®. 156. 3) 2Crnf felö ©mbrlfc^e Xttert^öm. 3:6. I. @. 25L 4) @d barf nid^t unbemerkt bleiben, bo$ Kadlubeck 1. c. biefer 8e()re {undd^jt in SSegief^ung auf bte 9)ore):ianer erwd^nt, bie an (Sas linbien grdnjten. 5) ©arfiber fprftftt fi<^ ganj bcutlift Dusburg P. IIL c, 5 au< Prutheni resurrectionera carnis credebant, non tarnen ut debebant. Oredebant cnim si quis nobilis yel ignobilis, diTCji vel pauper, potens yel impotens esset in bac Tita, ita post resurrectionein in vita futura. Ifrnf iet< Cftmbrtfdfte TCltec^dm. S^. L ®. 2^0. 
jQiuiix^ti unb gefeUtge^ Seben. 573 SSeife baö SSetl^altnif ber oerfdE^tebenen @tanbe in bad f&nfttge 8eben übergetragen mtt, fo bad(^te man ^ auä) bte 2(rt ber S3efc^clfttgungen unb SSergnägungen eincS Kben in htm jenfeitigen Seben fortgefe^t; ber ^rteger beburfte and) bort noc^> feiner SBBaffen, ber Sager feiner ^unbe unb 3agbt)5gel, ber 3Crbeiter feiner ®erätlt)e 0- ^oc|i nur foId;e, xoel^t ben ®6ttern unb bem ®rin)e ®el[iorfam bejeigt unb il^re ©efe^e bf» folgt, erli^alten \>on ben ®6tt€rnauc|i ienfeitd i(^re JBelo()nung: /^f(|y5neSrauen, t)iele^mber, gute @))eifen^ fütf e ®etr4nfe/ f,xm @ommer weifie «RUiber, im SBinter warme Stbdt ,,unb ruhigen ^(af auf grofeU/ n>et(^en SBetten, alfo „ baß fie in t>olIer ®efunbl&eit ftet« la^en unb f^Mfingen *)/' 2(nberS bie SSofen, bie ben ®5ttem nidf^t bie geb&^renbe 6f?re unb bem ®r{n?e (einen ®el^orfam enoief^n ^aben; „ i^mn werben bie ®6tter al(e$ wegnel^men , xoa^ fte f)aUn, „nrib {te mit SCngft unb £lualen planen, baf fte l^eulen ,,unb ithi)nen unb bie «^anbe ringen mäffen loon großer //Ängji unb SJe^e wegen ')." — iDb bie 9)rcuffen jene äße« lojnung/ wie biefc fiScjirafung, ob fie überhaupt beil fünf« tigen 7infenti)alt ber 3Cbgefd()iebenen an beftimmte iDrte ge» fe^t ober ftd^ etwafi bem Hif)n\iä)z^ gefd^afen l^aben migen, wai ben @fanbinat)iem i^r 3Salf)aUa für bie feiige Sde^ lo()nung ober für bie S3eflrafung ba^ eiSfalte unb nebelige 9{ifelbeim tour, ijl wenn auc|i aüerbingö wol^l wa][^rfdE^eins li<lf, bod^^ (eineawegfi ftd^er nad^juweifen ^).  1) Dusburg 1. c. Hartknoch Dissertat de funeribus yeter. Pruss. §. 8. X u. Sl. 5)reuir. @. 188. »on ben eitt^aaern fpcic^t in biefer SBe^fe^ung Kojalowicz Histor. Lithuan. p. 140. 2) eucad iDavib SB. I. e. 21. 3) eucaö jDaDib a. a. £). 4) 2(na{od waren ficb jt^erltcb aiub (ter bie Se^rife bei; i>emanb» ten fB6(fer. Sängere ^fngaben nennen ben Ort ber Belohnung 9(O0U0, ben ber SBeflrafung |)ef(a. 3m Settifcben %z\>t}xUi nod^ je(t Pckle tte 
e l f t e e Ä a p i t c t.  (.  Steltgton unb @6tterbtenfl. ^cbe« Solf , fn feiner »Übung nocft auf einer ©tufe {ie« ^>enb, auf n>elc|>er ba« @inn(ic{)e im fWenfc^en ben Seiff m^x be^xt^ä)t, al6 ber ®ei|l mit feiner itraft unb feinem Streben nacl^ Srlenntnifi ber 9{atur ber jDinge ti t^emag; baft äBefen ber finnli^en SBelt forfc()enb }u burc^bringcR; toirb immer in ben Srfci^einungen ber Statur/ bie i^m t% Itd^ im 9latur{eben fo nal^e liegt/ in bie er \i6) fo tief unb meit me^r atö ber gebi(betere 'SRenfä) l()ineinlebt/ bie iN in {f)rem TiuU unb 3Cbleben toä) ewig al6 biefelbe unb in i^ren OSerwanblungen bodf) immer n>ieber afö neu erf4)eintr ein I()6^iere8 unb ge](^eimeS SBatten, ein Aber "bem fBkvM ber Statur bafepenbeS / alleS ben^egenbeS unb in allem »in fenbc$ ^rincip a^nenb fu4)en. Sa§ iji ber erjle iant M ©ebanlenft eine^ ©otteS im ©eijle bed 9Renf4)en. £ie9la« tur giebt bem Ungebilbeten bie erfie £)ffenbarung für ®(aQ^ ben unb dleligion. 3(ber bie (Sin^ieit ber 9latur in intern gangen unerme^Iid^en IBereic^e ift ein unbegreiflicher unb unerfaßlic^er ®eban(e för SiblUx, bei »eldS^cn ber benfcnbe ®eift t>om ©innlic^en nocft überwältigt ift unb feine Äraft ber (Srforfd^ung unb ©rfennung beS wahren SBefenJ ber Pnnlid&en SBSelt unb i^^rer ©rfcl^einungen noc^ ni^t erfannt f)at unb folgtidE^ nedf m6)t ausübt 2>arum ftnb biefe Sr- fdj^einungen bem ro^en 5Wenfc|>en immer nur ©njcln^eiten; 
gteligion nnb ®Sttetbten{i. 575 aber er a^mt in tarnen ba« Se&en unb SBtrIen l^&l^erer Stxiftt, bad SSalten mi^txdex SSBefen. Sßo ftnb nun für H)n biefe mi6)t\i waltenben SSefen? 3ll(bt in ber 9latur, bte in ewigem SS3e(i(^fe( auflebt unb binjiirbt/ bie nur bie SBirf un^ gen iene« b&beren 9Ba(tend }eigt; audS^ nidl^t in t^m felbft, benn er ai)mt fte aufer {tcb. <Sr ftnoet fte lei^^t am e»{« gen ^immel, ber in feinen großen ®rf(beinungen immer berfelbe ifl unb ftcf)tbar bte 9latur bewegt, belebt/ oerwan^ be(t unb beberrfd(^t. SSon jeber faben in ben ewig leucbtens ben, ewig erw^rmenben unb* Seben bringenben ©efiirnen robe SSiKer ibre erfien ®6tter. 2>aS ifi ber ®ang ber ^ü^e^cn religt6fen SSübung bei iebem Sollen wei( e6 ber ®ang ber ganjen SRenfc^b^it i\t; barum aucb bei allen ^bU fem auf glei^er JSilbungSftufe bie nabe ®eban(ent)erwanbt^ f(baft, bie SBenge ber Sbeenibnlid^feiten. 3Cucb ^reufTend jltefte robe ^ewobner i>erebrten @ottne, aXonb unb ®Utnt ali ibre ©ottbeiten unb @ternenbien|i war ibr frubejler ®8tterbtenjl ^). 5Bon ben JCefliem weiß Sotituö ju berid^^ten, baf fte bie ÜRutter ber @6tter t^er« e^ret unb atö eixoai Ttu^gejeid^neteS i^tti ®laubmi, baß fte ©eftalten t)on (Sbem getragen ^aben, in bem SSSabne, bief fe9en'@(bufewaffen, bie ben SBerel^rer ber ®6ttin felbjl unter gefnben ftd^er jleKten *). Aber biefe Angabe be« 816* merS i{l fo farg, aß unt>erft2nb(icb; unb bocb iji biefeS wenfge jugletcb fcbon alled, waft wir bon ber ilteften Stts ligion ber 33ewobner ^reuffenS wiffen; benn anbere ®6tter foOen fte. in fr&^efter Beit nid^t gelaunt unb •\>on (einem 1) Dusburg P. IIIj c. 5 rpri(i)t ba^ offenbar r>on bem älteflen 9te(tgtond s ^Uttud , »enn er fogt: Deum non cognoverunt; ideo contigit, quod errando onmera creaturam pro Deo coluenint, sc SoleiQ, Lunam et Stellas. )Daf ed bte frü^efte Seit iftf in weld^e bec OrbenösC^^roniti bief^n ©ternenbienfl fe^t, bewetfet er fdbfl babuccb/ baf er fucj t)or^er ben 2(u6bruc! ^in primitlTo« gur Sefiimmund ber ^t gebraucht, in n^et^er er ben tBilbungdc&tanb ber 9)reiiffen ftbtfi bctt. IBgl. Sttcaö jDaoib JB. I. @. IZ Gtmon (Srnnau Tr. II. c. 1. S« 2 na^ ber G^ronif M Sif^of^ Gbri^an. 2) TaciL German. c 45. 
576 Steltgion nni SStterbtenfl. ®otte itgenb ein 93tlbni^ ge^bt ^ben ^). Huf niebrig^r jBilbung^fiufe aber ijl ber ^enfd^ geneigt^ neben ben SUa^^ ten ber 9latur unö ben SrfclSiemungen beö «^tmmeK audf ben SBtrtungen etxoa^ ®ef)eimnifti>oae6 unb ^^etttgeS jujiu mejTen unb fte in baS iSBereicb eine« gewiffen gittlic^en Sßaltenö irx ergeben. @o n^irft bie graufe (SffdS^eiming be6 ©eroitterd/ beS IBU^e^^ beS Donner«, be« @turme« 3U tnid^ttg auf be« rollen SRenfc^en ftnnlict^e (Seele ^ al« baf er ni(|)t auä) in tl£ir ein ge^etmn{ft)oUe«/ l(i6^reS unb ma(!^ tige« Sßefen l^dtte al^nen mftffen unb er fanb barin baQ> ba« SSirlen unb bie Stimme eineS ©otte«. @4)on fr&^ t)erel)rtenf a\x6) bie ^reuffen ben 2)onner in ber Steige H)ut ®btttt^). Ueber^au^t aber ifl im @eban{enf reife ro^ SS&lIer nic^tö hi6)Ux unb natärlid^er, alS ber Uebergang be« ®(auben« im @ternenbienfle }um ®(auben im Statur:: bienjle unb t)on bem ©lauben im 9laturbienj}e jum ©tauben im ®6^enbienfie. Urfac^e unVSSirfung/ itraft unb (STjeugnif {leiten bem ungebilbeten dlaturmenfcben ju na^e unb (innen ^wn xi)m in ibrem Sßefen oielju wenig al6 oerfc^ieben geballt werben/ atö baf nic^t balb bie um fär bie anbere griten unb balb bie äSirfung für eben fo J^eilig, att bie Jtroft gel^alten werben foUte. S)ann ift bae ^euer fo |iei(ig üer? el^rt, als ber feuerfpenbenbe ®ott/ba« ®ew3ffer ber gluffe fo l^cilig gelt)alten, aU ba« (o^ere Sßefen, weld^e« baS SBaffer fenbet Unb fo, ffnben wir, wie bei ben @{at>en, au6) Bei ben attejien 93ewolE)nern$reu{fend au^erbem mächtigen ®otte beS S3li^e« ') an^ bie |>ei[igl^altung beft ^euerS, ber Sliiffe, idueHen, «^aine unb SBitber ^). S)iefe« war o^ne Sweifel ber altere SteltgionSglaube bec 9>reufren; bie einjelnen 2(nbeutungen ber ®ef^idfU  1) Zixcai 2)aoib S3. I. @. 12. 2) S)a6er fe^t aud) fä)on Dusburg P. IIL c. 5: »,ioiutnia<' um ttc \>\t 3q^( ber iltefien §)rrur|ir(^en (Söttec. 3) Procop, Histor. Gothor. L. III. p. 339: Deum anum ful* minis opificexn pfutant, cui res parere omnej. 4) Procop, L c. Helmold. L. I. c. 83. 
{Rettston uni (Sitterbiettfl. 577 be)eiigen foIdi^eS ^) tinb ber ®ang ber fräl^flen @ntn>itfelung ber reltgi6fen SSUbttng anbetet SS&IIet (efi^tiget btefe %n« na^me. 2(bet ein tiefet, unbut^bttngltcbeS 2)un(el liegt Dot ttnS ba/ toenn toit ftagen: welche SSetmanblung bet alte teligi&fe ®laube etwa butc|^ bie SSetniif4)ung bet ®o« tl^en mit ben SSenebetn/ butdj^ bie SBanbetungen, SBetäl^s rungen, feinbUd^^en unb ftiebHc^en S3etl[iältni{[e mit anbetn SS6l(etn etittten b^be? SBa§ etwa ben älte{ien fßetool^ntxn 9>Teuf[en< tein^ eigentl^üm(ic(^/ tvai in ibnen felbfi erwa^^t iinb audgebilbet unb n>a$ bagegen an teligiofen Z^nun^en, SotfteUungen unb ®eban(en ibnen butd^ Stembltnge juge^r bracht unb in i^^te geifiige SSe(t |)ineinioetn>a4)fen fep? (Si gtebt wenige 9teUgionen I^eibnif4)et Siblhx, in benen ftc^ nicbt Tlnti&nic, 2(e^nli4)feiten/ ®ebanlent)en9anbtfd(^aften/ @lei4^b^itcn in Sbeen unb SSotfleUungen wtebet ftnben^ unb wet batau« ©pfiente üon SS6(fett>etn)anbtf(^aften unb 8361:: fetoetmifct^ungen unb S36l(etberul^tungen etbauen xoiU, ftn« bet @tofr in teic^Udf^em ^aa^e. JBef4itJnten wit und abet fuglidS^et liiet nut auf \><ni, xoai uni bie alte{ien iQueÜen bet ®(\^i6)U an bie «^anb geben/ fo fc^eint \>ot aUem bie neue (Sinwanbetung bet @tanbifdl)en ®otben fät bie SejljfeUung unb %nmu bung bed teligiifen ®Iauben6s unb ® ittet ^ @9lleme t>on gro^et Sßi(|)tigteit gewefen ju fepn. @o ükl babei au4^ immetl^in bet @age ange()&ten mag, fo fann boc^ bie JBe« ^uptung mol^I ^^toetlid) bejiritten wetben, baß nun etft bie fBotjlellungen unb Tt^nungen toom @btüx6ftn unb ^et^ ligen eine fefle Slid^tung/ eine beftimmtete ®e{ialtung unb ein gewiife« @9ftem et^ielti»n; baf foIgUcf^ et{i nm biefe Seit bet iCetn unb ^anpt^amm bet a(t))teuf|tfd^en ®Iaus benS« unb ®&ttet^ Seilte \id) t>oa(ommnet auöbilbete '). %ui ben fluellen t)etnel^men wit ()tetAbet Solgenbed. 1) ^er geuetbienß toat gemif bei ben fSttoointtn Vttufftn^ utott; f. 8uca5 iDootb 85. I. ®. 150. Henneberger de Tct Pruss. p. 2. Hartfyioch Dissert de cuitu Deonim apud veter. Pruss. §. 1. X tsnb 91. |)tettff. ®. 145. 2) SDte Smeifel, wel^e Hartknoch Dissert. de diis Pruss. Tcter. I. 37 
578 {Re(iston unt) ®ltUt\>xtn% 2(uf i^ret ®&tter ®e]()e{ß uni 9tat^ waren bie @fant^ t>%\6)cn ®ot^en auS i^rer norbtfdS^en «^eimat auSgeioanbert. 9{it ber SSer^etf ung/ baf tl^nen ein neueS Sanb )um SBo^n? ft^e ertl^etlt werben fonte^ waren bie ®otf)x\i)tn SBanberet ben ®ottem in ba^ ^äfienlanb ber 93a(tif4^en @ee gefolgt ')/ unb mit bem ©lauben^ baf ba, wo fte wohnen fönten, auc|i i^re ®5tter l^errf^en unb walten / verehrt unb ange^ betet werben mfifiten')/ Iteflen bie ©otben ftd^ in ben neuen' SBol()n{t|en nieber. @ie famen aber ^ugleid^ mit ber Ueberjeugung/ ba^ i^re ®itter au4^ loon bed Sam beS Dorgefünbenen alten ^mttffnttn anerlannt unb in 9ku e^rung aufgenommen werben müflten, unb e6 warb biefe Ueberjeugung n^ um fo lebenbiger in ibnen, ba ed fiamms oerwanbte 836lfer waren , in beren Sanbe fte ^df anl^eints im, ba fte mit biefen balb ju Ginem äSolfe würben unb gewiß anäf o^nebem bie religi&fen 93egriffe unb SorfleHum gen beiber JB&Ker ftdj^ mf)e t)erwanbt einanber begegneten. Sßie bie @age ferner beric(^tet, erlldrte fid) einer ber 3Cn« ffi^)rer ber ©fanbifdj^en SBanberer gum oberflen ?)riefler ber @5tter/ um fein Seben lang ben @6ttem gu bienen, im Srieben aber baS SSolf al« ®riwe dttä)t unb ®efe^ ju l^anb^aben unb in fold^^er Sßeife in g6ttlid(^en unb menf(^ lxä)m 2)ingen als oberfer Driefter unb oberfter 9lt<^ter aber SBolt unb. Sanb ju b^trf4^n. Sßir fallen fr%riin, todä)e fBebeutung in ber &itte unb Serfaffung bed @et^i$ f^en SSoKSftammeS biefe 6rfc|^einung f)atte; wir betrac^te^ ttn bamalft ben ®riwe ali ®rewen, (Starpen, M Stid^tet unb ®efefegeber; e* ift ixtx ber iDrt, il^n auc|> al8 |)rte^er,  Majoribus §. 2. unb im 2C. unb 9t. §)r<uff. €f. 127 gegeii bte Wanh* tctithiglteit M altpreuffffd^en ®btttt*^i^ftmi avtffttUt, toerbcn ftc^ im fßtviavift ber Xttdeinanbecfetung btefed ®egrn^nbe0 too^( kiä^t von fflbll beben. 1) eucad ;Dat)tb S. I. @. 15. XU mu| (hierbei audbrütfUd^ bemerft »erben , baf Bucad SDaiotb ^itx bie (^^rontf bei Stfc^ofd G^n« fitan benu^te. 2) euca« Daoib S. L e. 20. 25. 
Wetlfliort unb ®6tterbienjl. 579 ali erjlen JBoten unb obcrflen 2)iener ber ®5tter, M ßrfe ner unb ©efe^geber in attem ©ittliö^m unb ^eiliaen bar* juffeHen. ÄlS folcljer trat er fofllefdS) in feinen erflen reit* gt6fen ©efefeen auf. 2)rei mac^^ttge «^au)>tg5tter waren ed^ wetd)e ani ©fanbfen rnftgebradf^t ^), nad^ bcS ®riwen erjiem ©efefee *) au^ in bem neuen Sanbe aUgemetn \)exe^xt, aber nie o^ne i1)n felbji an |)et({gen £)rten angebetet tt)erben foQten^ Ä^eit ffe ben SBanberem bie neue .^eimat toertiel^en i^attm. 3^re Sßamen n^aren DerfunoS/ $otrim)>o8 unb 9>ituQoe. TCu^er t^nen foOte fein frember ®ott mel^r inft 8anb gebrad^^t wer* ben. aBie in ber alten @fanbinaiDifcl^en «^eimat biefe ®&tter idren SSBo^nft^ an einem beiligen i&rte gehabt *), fo gab il^nen ber ®rin>e nun and) in bem neuen IBaterlanbe ein befonberej ^eilfgtbum jur SBol^nung ein. 2>a6 l^eilige 9lomon)e warb ali \ol6)e auöerw^^(t/ ber liel^re i&rt^ an W€li)et» \d)on in uralter Bclt^) bie ®6tter gea^net, tjer* e^rt unb angebetet n>orben waren unb wo fld) nun ber  1) itnca^ T>a\>ih JB. I. ®. 20. 25. 2) ivitai iDaotb a. a. £). &. 20. 3) jDaf bie ®otben in &tanhien eben fo, toie bie übrigen ^fon« btnaoier einen b^itiden Sßobnfi( fär ibre ®(tter ^^aht, tfit um fo tots nigec $\i beaweifeln/ ba folcbe betlige ®(tterf!^e im 9totUü äberbaupt gewöbnlicbe @rf(beinungen finb. Qttoa^ htm ffiomoxot duferjl 2Cebnli(bei war bad befannte npfaXa, oon weKbem Adam. Bremens, de situ Dan. c 233 berietet: Nobüissimuit^ illa gens (i. e. STeones) tem- plum habet, quod Upsola dicitur, non longe positum a Sictona ci- Titate vel Birka. In hoc teniplo, quod totum ex auro paratum est, fttatuas trium. Deorum. veneratur popuius. JS'nci OlcU Upsal. Hi- storia ed. Messenii p. 2. Olaus Wormius p. 15. AJberL Cranzius. Stattet ^efcbicbte üou jDinemarf IB. I. e. 68 — 69. 4) t>ai SRomowe weit Alter ifl, aU tt bie ^age betSuca<jDaoib 0. I. €$. 25 1f. fepn Idft, möcbte no(b tem, toad tbei» frAber, tbeili in ber Seitage Nro. II. baröber gefagt ifl, mit feinen erbeblicben ^xo^ fe(n mebr |u beflreiten Tepn. ^a bie ®age in 9{A(!|t(bt ber ©Atteroers fbrung TLVi/^ an (Sine ^tit unb an bie 2Cnfunft ber G^fanbinaoiec enfipft, fo ifl e« »ob( begreifticb , marum fte au(b ba« «ßeiligcbum ie(t er|t entßeben lAft. 37* 
Sio « Steligton unb ®Stterbienjt.' ®la\xU üib^t SihttexQxnti &tamtna um fo mc1)t begeg« nete unb um fo Uid)Uv }U einem ©ansen bereinigte. Xn biefem l^eiligen £)rte — wir fennen feine 8age — , bem £)rte bei: {tinen'9tul)e unb beS tiefen @4)n)eigeni ')/ d^^nte auf ünet xotiun, anmut^igen 3Cue ju ^ommtu unbSSin^ ter^eit ein IE)ol&et/ (r^ftigfiarler Qxd^baum, beffen Xefie unb {Blattet dngd uml^er einen gropen Staum befc^atteten utib gegen Stegen unb @onnenglut^ befc^u^ten '). *^ter foDte nac^ norbifc^er Steligiongfttte ber neue äBol^nft^ ber ®htUx fepn. Unb in bret in ben bitfen @tamm ber l^eiligen 6ic^ eingel^aueuen 93(enben n>urben bte Silbntffe jener btei oberfien ®otter {ur S3erel;tung aufgefteOt S>eS n^un? berten fiö), bemerft bie @age/ bte alten 93en^o|!ner beft SanbeS/ ba ffe j^bor noci^ Uin Sßilb eine« ®otted gefel^n, fonbem nur @onne unb 3Ronb angebetet unb für t^rc ®6tter geljiaiten "^attm >). @ona(^ mod)U e6 f4^einen, baf bie neuen 2(nl6mmlinge nur ben Uebergang bom Sternen? unb SSaturbienjl jum ®6^enbien{ie am {^eiligen Stomoioe beranla^ten unb bie SSebeutung ber {Bilbniffe^ bie am l^tU ligen ßU^aumz ju 9iomot9e aufgeflellt nmrben, ttnnte folc^eS beji^ttgen. f)erfuno9/ be9 gen^altigen £)onnerer$^ be$ Seuers®ot^ M, beA ®&tter;itin{ge$ ißilb war ba« eine« soment«  1) &0 erEl&rt Rhesa Program. de religionis cLrist. in Lithaa- nor. gentc primordiis P. IL p. 15 ben SRamen 9{omo»e unb btde fe ndrutis r^eint unö unter allen bte gläifti^ftf. Sr fagt: Nomm Ijtud e lingua Utliuanica , quae cum vetere Prussorum idioraate convc- nit, fortasse melius derivatur. Romas enim et ramus, adjectiTa Lithuanica vim quietis et silcntii haLent. Undl Roma weta locum quietis et sflentii indicat. 2) SO^an begegnet befanntlid^ im Worten bem ^tTtgen Sanme a« ®6tterfi^e ifter; a jlanb tin folc^r ,au4 an ber @6ttenpo(ntmg |n Vl:^\Qia, >Drr ®4oUafi JU Adam. Bremens. 1. c. c. 233 fagt: Prope illud templum est arbor inaxima, late reanos exiendens, aestaU et hyeme semper vindis, cuius illa generis sit, nemo seit. AlherL Crcmz. 3) 8u.fa6 ©acib SB. I. ©. 26. 
dleltgton unb ®dtterbtcn{i. 581 brannten Tarmed, fein ®t^d)t feuetfarbtg mft Iraufem ißaxte, bad «^aupt mit ffeuerflammen gefrönt 0- %(^ ba$ Silbnifl be$ erflen unb bed oberjlen ber ®&tter{lanb e6 in ber ÜRitte ber anbetn '). @dm SSerebrung , xotit in ben norbifc^en £:anben t)erbreitet/ fanb man bei ben @Iat)en in SRabren.^öbnten/ bei ben 9luj|en unb wabrfcbeinlic^ in früher 3ett aucb.bei ben ?)oIen ')• 2)örum ijl fein Slame ni^^t @fanbtnat)tfc^/ fonbern obne 3n>eifel ^la^ifd); nocb tefet lebt er in ben SSolfögefängen SittbauenS fort unb xods fet in ber %oxm feinee ©ebraucbed auf bie alU S^ergötte^ rung ^in ^). 3n 9)reuffen war ber ®ott bei bem ganjen Solfe bocb terebrt; eS gab launt einen b^itigen £)rt, too ibm nicbt £)pfer gebracht/ feinen b^ilig^n SSatb, in wzl6)em n\d)t fein 2)ienft gefeiert würbe unb nocb iefet flnb bie 2fn^ )ei^en ber einjligen g&ttlid^en TCnbetung nicbt aUe auS ber Erinnerung t>erfcbn)unben ; nocb oft ftnben wir in einzelnen Wanten bie £)rte ber einfügen gJttli^cn geier bejeid^net *)•  1) euca§ Tia\>ih Sß. I. ®. 25. Leo Uistor. Pruss. p. 4. ^attlnoä) 2C. u. 9t, 9)reuff. @. 131. 2) 3m Sempel 5U Upfata ftanb in ter fDtitte baö SBilb be< (Sottet S^Or; Adam. Bremens, 1. c l^Wci O/ai Hislor. Upsal. p. 2. 3) Nestor öbcrf. tjon @*ecer @. 97. Äaramfin ». I. ®. 72. 283. «K a f 4^ Obotrit 2«tcrt^üm. ©.29. SEbunmann Unter» ftubongen über einige norb. 5B6r!cr ©. 317. 3n Kuflanb Jlanb 9)et:s eunod S3i(b von «^ota mit einem filbemen ^opfe unb einem golbenen £$(bnurrbarte in ^ieo auf bem «^ügel t)on SBIabtmtrd «^ofe. 4) ®. DaiDos obec Sitt^auifcbe $9o(!ölieber äbetf. t)on Stb^fd ®* 316: //9{od^ blutiges Sagel beipt Perkunas im Sittbauif^en ber 2)ons ner; ohct in allen Siebendarten ftebt bad Sßort atd b<inbelnbed ©üb* {ect: Perkunas grauja, Perkunas mussa, ^erhtnaö bonnert, |)erfunad \^\h%t\ Pcrkuns didcy supyk^i, baröb ergrimmte |>erfun; f. 0. 92 — 95. jDiefe ^erfoniftcirung tfl um fo merfmürbfger, ba fte ganj ofi fenbar auf bie alte SBerg^tterung brnmeifet. 5) S5efonberö oft weifet ber jD6rfername Perkuiken b. b« ^x- funiborf auf ben alten ®ott ^\n. Sßir ftnben ein foftbeö in ©amianb am. 8rf|enfd)en Worfle am ®ee bei tSii\^tn\ ein irotxM unfern t>on ber 2)eime auf ber 8anbftrafe amifcben Sapiau unb tahiavi ; ein britte^ unfern oon IBartenftein an bem ^dte^Stuf; ein t^terted nSrblid^ fon 
582 . gieltgton unb ®8ttetbten{l. SSor altem aber brannte ifym iu fRomotoe wx ber l^iUgen (Siä)t ein ewtged geuer au§ geheiligtem Sicl^en^olie/ bei beffen S3erl6f4^en bie ^riefler, welche eS unterhalten mu^ ten^ mit bem Seben b&^ttn 0* ^ar in foI4)em ttnglud^ faQe neues S^uer bem @teine wieber tnttodt, fo fro(!|^ett bie ^riefier auf ben £nieen an ben l^eiligen (Si^haum l^inan, entjänbeten bie ^eilige $(amme wieber unb t>er$ brannten bann in i^r ben faumigen $rie{!er gur ®&fynt M erjärnten ®otte$ 0- ^^^ Bonner, feine ^pxa^e, in wiU^x er ben ^rieftern feinen SSiKen t)er(unbete, n>ar ein @(^res (fen für bie SRenfc^eU/ unb oQel SSoK fiel/ wenn er fidf bemel()men lief/ boK SurdS^t auf bie drbe^ laut rufenb: 2)iewae 9ercunoi abge()le nuS/ b. 1^. ®ott 9>erfuno< tu barme bicl^ unfer ^)! J^atU ber ®ott im :&onner mit bem ®rin)en gerebet unb biefer ®ludlid)t^ bertunbigt/ fo er^ folgten fcif)l\^^ @aftgelage unb reic^^e £)))fer fielen i^m bann am (eiligen $euer. ICli fold^^e würben if)m nid)t blof Stoffe unb SE^iere ber «beerben / fonbem aucf^ ©efangene bargebra(f)t. 9Se(d(^en im S3Ii|{lra||(e fein gef^^leuberter 2>om nerfeil traf/ ben f)atU ^erlunoS in ber ®otter ®emeins fd^aft gerufen; barum war ei {feto ber ®riwen l^l^^tx Sßunf4)/ i^ren Xob burdS^ bie l^immlifc^e flamme ju ffm  9)r. dülau. 3n Bttt^auen unter ^leid^er SBebeutund Perkunischken tvejis n4) von ber 3nfler unb von S^oultenen ; ein anbere< an ber Stuf bd &4a!ttf)nen. Perkimlauken erinnert bcutlicb an bad %tlb 9)etfniio<; ed lag bei G^umbinren, in einer ®egenb, bie äberbaupt in religidfer «|^inf!<bt merfwärbig ift: in ber 9ldbe ber beiliae iBerg Jtattenait, ba» neben ba* jDörf^en 9{omanuppen unb baö S^öfcben Stomone; bd ^fa» eunlaufen ber Oxt |)a(uOau!en, gegen Svafe^^nen ^in ba< iD^rfcben JCurpd^en. 1) eucad ^a^)ib IB. l. e. 29. 2Crnfie(f CTimbr. Xttm t^öm. 109. 2)^rAtorittd na(b dtoftniwtiqi (^roni! ®. 316. Ofo era^It au(bi baf bie C^roni! beS iBif^ofö (^brtflian t>on einem ®<^wefelqneS bei 9{omon>e berietet b^be, bei welcbem bie erl&f^te Stamme miebcr an« ge^finbet worben fep« bo4 bezweifelt er bie Slb^^^^^e fcbon feCb^ .)) Sttcaö IDaoib ». L €$. 35. 84» 4^drt!no(b X. o. St 
.gteltdtoti unb @8tterbtenff. 583 ben ^). Tibtt ntc^t blofi a(S £)onnetgott, fonbern anH) ali @penber bed @onnenf(I)etni ttnb SlesenS unb überl^au)>t ate eine 3Rad)t , ive((^e aDc . Sufterf^^emunsen beioeget, würbe er allgemein r>mf)xt ^). £>b er beö^atb mit ber @onne }U t^ergletdi^en unb atö (Sonnengott ju betra(|)ten fep '), ba bte @Dnne f4)on in frü^ejler 3eit in ^reuffen S3ere()rung fanb/ fann babin gejleUt bleiben. Zm meifien berglidt^en ifi 9)er{uno8 mit bem ©(anbinabifd^n ©otte ä;^or; aOein wenn and) mancherlei 2(nllange ttnb JCe^nlid^teiten atö Swetge n>ie au$ bem ®ei{ie (SineS @tammeö I)en>orgemaci&::. fen^ bori^nben ftnb, fo ijl bod^ tim t)6llige ®IeidE)(^ett bei^ ber @6tter nicbt nacbiuroeifen *). TCucf) a(d (Spenber ber Qkfunb^^eit unb dfö «^ulfdgott ber ^ranfen marb DertunoS l^ufg angefiel^t. £)ie SCfdE^e feineS l^ieiligen Seuerd biente atö SRittel gegen ^ran!l{)eiten ; bal(^er richtete man an ihn au^ ®elubbe unb £)anfopfer fär bie SBiebergenefung fte^ * ö}zx Sreunbe unb SSerwanbten '^). Zud) bem @ewjjTer ber tim gel^eiUgten @een/ bie be6^alb feinen iRamen $er(une trugen/ fc^ieb man ^eitbringenbe Gräfte ju 0«  9vevLff. &* 160. dthe\a f^reibt tn ben Dainos @. 3t7 bie ^Cnrufung^s »orte, nac^ htm Sttt^autfC^en : Diewe Percune apsangok mus. 2(n: ber< «^ e n n 1 bei S u c a i ^ a o i b a. a. £)., tt>o baö gen>6(^n(i(^e ,,ab~ solo mus ** in bad beffere abgefale nus )>etdnbert ift. 1) 9>tfttortud na4 a^ofen^meta^ CT^romf €{. 320. 2) «ucas ^Daoib SB. I. ®. 89. 3) ^artfno4 2(. n. 9t ^reuff. 0. 133. ^ont ®efö)i^U bed {^bent^umd 83. I. ®. 94* 4) Olaus fVormius p. 13. Adanu Bremens, c. 233. £riW 02ai Upsal. Histor. p. 2. ^enn biefer (entere fagt: Pro pIuTia et aura necessaria inTocabant Thorum , tanquam polenlem in sublimi, cuius cliam patrocinio se sperabaiit ab incommodls imprcssionum, tonilruo ac tempestatibus, fulmine grandineque conserrari, cui' sin- gulis hcbdomadis quinta feria per depulntos sacerclotes sacriHcia ofiferebant ; fo !5nnen foU^e 2(e(nU4!etten leicht yix SSergUidiiungen fft^« rra. Uta metften gef&Ot ft4 ia folgen «^artenod) 2C. u. 9t 9)rettfr. C$. 132 unb unter ben Steuern 9)1 one SS. I. 0. 94. 5) 8ttca« Daotb 8. I. ®. 137 — 138. 6) e« gob becen me(ve im 8anbe. Cfd fomtut unttr anbem ein 
584 ffttüiion unb ®itterbien^ |)otr{m))oft, ber Spetiber be$ ®(iided im Strikt, wie im ^rieben/ ®eb€r bev Sruc^tbarfeit unb be$ ®ebei^enS, Sßt^ö)u%ev ber @aaten unb beö Zdtxbanei, ter ®ott bed SBol^tfianbeft unb beS @egend^ war bie }n>eite ®ott^eit/ bes; ren 93t(bntfi an bem (eiligen (Sidf^baume )u Slomome auf? gefieUt war/ wie un« bie @age bericl^tet 0- SSBie in 9fv> funoS ber ®ott beS erwirmenben unb gebei^i^en ^eueiS erfamtt würbe/ fo in 9^txitfipoi ber ®ott beS fruchtbaren ®ewäf[er6 '). 2>arum f)iellei(j^t flanb aud) fein JBitb jenem {ulJc^elnb jur ®exU: ein blöbenber 3ungling/ fein ^aut^t mit einem Aranje t>on ®etreibej(ren gefd^^mädt *)• ^ iD^fer brannten i^m ®etreibegarben unb SBei(rau(|^ in brennenbeS 9Ba4iS geflreut; aui^ i(inber würben ifftn jum jDt)fer gebracht/ benn er fanb äberlE)au)>t ®efaaen an 9Ren« f4ienblut *). & galt atö @(renbienfl/ in einer großen Urne il^m eine ©d^Iange ju ernähren/ auf beren Sr^altung unb 9){Iege bie ^riefier bie jlrengfte ©orgfalt wenben mußten. Wld) war i^re* Sta^rung unb unter ®etreibe%en warb fie beft^nbig t)erborgen gel^alten 0» ^al^er war bie @c(Iange Oberhaupt ben |>reuffen ein (^eilige^ SEbier^; fte galt be^ neU/ bie jum i(rieg6!ampfe au^jogeU/ afö ein Seichen ber ®egenwart beS freunblic^^en &ottei ^ottimpoB ')• SoQte i(;m ein grofeS (£(^renopfer gebrac|»t werben, fo mufte ber iOpferpriefier fi6) )ut)or brei Xage t^inburc^ in jlrengem So^ ften toorbereiteu/ auf blofler 6rbe f(((afen unb in bat ewige fclc^er Lacus Perkune (Parkun) dictus , ber bei bett iD6tfern &ecfflb/ SSSoppen ui)b ©(anben, bfUid^ oon SRelface (00, in einet ttrfunbe wm Sa^re 1374 »Ot. »et 2>o^iV/ Cod. diplom. T. IV. p. 74. 1) Sttca« ^aotb IB. I. 0. 25. 34. ^Crnftel etmbr. Xttcrt^ S. L 18. 3^ 128. 2) Schau Uistor. rer. Pruss. p. 2. 3) eucad SDaoib 9). L @. 25. 4) euca« jDaoib SB. I. €$. 35. 5) eucoi ^aoib IB. I. 0. 29. Zeo bistor. Pnus. p. 4. «&act* fnocb V. tt. 91. f)r. e. 161. 6) VrneieU Gimbr. 2C[tertbdm. e. 43. ^ «Ratten ocb (L a. £). @. 163. |)i;&toritt« Gd^aub. «. 347 f . 
Sttliiicnnnh ®lttnbitn% 585 ^utt wn Seit )u Seit S^il)xan6) {heuen ^X 42« %ünt n\d)t, baf il)m befonbeve SBalbet/ @een ober £)rte im ianU genoei^t getoefen; wenig jiend weifet »eber in ilteven ur< funbliclien 9lac^vi(|)ten ^ nod[^ in ie^t noc|^ 9ov|ianbenen ^la^ mcn irgenb eine @)>ut auf i^n If^in. 3(u4^ ftnben wir nic|^t, baß $otrimpo$ unter biefem ober timm &l^nlid(^en 9l&men bei anbern SS&Itern SSereI)rung genoffen babe. ^andft bi^ ben in ibm bie @onne ober „Un pmpi^dfzn l^iggo in Vipfala'' ober bie @fanbinabifcbe Srigga )u ftnben ge^ glaubt >). SSenoanbte Sbeen unb d^nlid^e S3egriffe fdbeinen ff^ aOerbingd aucb bier wieber )u begegnen unb ba wir biefen @ott bä feinem @Iabif(|)en SSolfe wieber ftnben/ fiy liefe ft^i wobi auf @fanbinat)ifcbe ^Xblunft fcbließen; ober war bteOeicbt '|>otrim))o§ feinem SBefen nacb iene 9lutter ber ©itter^ bie SacituS fcbon bei ben Vefliem üer^^ e^rt fanb? 2)a$ brttte S3t(b^ an ber beitigen ßi^ie ju Slomowe aufgefteOt, wat bad bed ®otte$ ^ifuttod, DefoHo»/ DateKo, 9>atoao, i)otoaod be6 £)berberrn be6 SobeS unb ber SSer« nic^tung/ benn wa5 |>otrimpo$ fcbuf/ warb bttrcb ibn joer^ tilgt. Sßie jener bad 9>rincip beS @4)afenS/ beS ©ebei:^ benft unb ber Srucbtbarfeit/ fo war biefer ba$ ^rincip bed Serb^rbend utrb beS Sobe^. ^em entfpracb anä^ ju 910^ mowe fein aufgejiente^ S3ilb; bie ®e{}alt eine6 ®reife8  1) eucad IDaoib ». I. &. 34. 2) Harticnoch Dissert de diis Pruss. veter. maiorib. §. 6. unb 2C. u. 9t ^reuff. 0. 136. 9}^ o n e a. a. p. 6. 94 fagt : |)otrtmpo< mtt^arbe, Sopf, ^^d^Iange unb SDIitd!) tfi ber Sfrad^tdott unb fktn an« berer a(d ber prtapif^e Sn^go in Upfala. @r iß bie (Srbe unb tote SttgdO' ^Rannn^eib ; barum fc^aute au4 bad S3i(b bed |)erf unod ben yotrimpod an, ber SRann, ber SBefntc^ter, bie grau, bie S^^c^ttrdderin. 80l. 8tftM S3. L @. 31. 33. 3) ®P we^felt ber 9?ame in ben CXueOen. «Mennig ixa 8ttcad Davtb ».*L e. 33 ftettt if^n mit bem Setttfcben SBorte PeUde, bie 4^hWtf aufammen, welc^ed aud^ in ber altpreufllfd^en ®pra(be t>or(anben war; f. fBater. bie ®prad^e ber alten |)reufien 6. 131, wo Pickub ber Seufel unb Pekia im (itt^uif^en bie ^hViit oorfommt 
586 gteHgiott utib ®Sttecbtettfl. mit laxtitm grauen Sßattt, bte @eftc^t9far6e tobtenbletd^^ bad ^avipt mit einem wetzen SSud^e ummunben. S)ret JKobtenfJpff, ber eine^ fKenfc^en, eine^ ^fcrbeö unb einer Stu^ waren feine ©innbilberO« ®«»«» Öpferfefle brannte il^m ein Sopf 9oQ SKalg; aber auc^ ÜReiifcben^ Slinber, ^ferbe, @4)tt)eine unb S3&<fe würben i'bm atö iDpfergaben bargebrac^t unb beren 93Iut am (Stamme ber b^ilifien Stcjbe au^gegoffen/ wobur^ ibr ewiges ®runen mit bewirtt fepn foE '). SBie ^otximpo^ t)on feinen SBerebrern geliebt, fo war ^ifuUoS aOgemein gefurc|^tet/ benn er t>erlangte cB £)))fergabe ftetS baS Sbeuerjie t)on feinen TtnUttm '). £luaal unb Xngji ber 9Renfc^en war feine gfreube. fßat bei einem @blen ein «^au^noffe geflorben, fo mu$te tbm geo);)fert werben; ber @2umige warb bur^ @(bre(fen unb £luaa( 9on ibm geplagt unb fiel il^xn bad verlangte £)t)fer ntcbt bis }um britteh Sage, fo tonnte ber erjörnte @ott nur burdl^ JBlut wieber berfi^int werben ^). Tbx^ an folcben übte er bie ©trafen, bte beS ®riwen ©ebote nid)t geachtet, ber ®6tter SBBiOten ni(|)t befolgt litten ober im £))3feni farg gewefen. 3m ganzen Sanbe waren if)m b^ufig bet(ige £)rte geweibt unb äberaU brannten ibm iD))fer )ur Serfib^ nung feines iomei unb )vr TCbxoe^x feiner Strafen. 9loc( je^t erinnern jablreid^e Sötte feineS 9{amenS an feine ein? flige aSgemeine SSerebrung 0- Unter bem 9lamen ^ituDoS  1) Sucad ^aoib S3. I. @. 29. «ScAi/ts p. 3. Hennelerger de Teter. Pruss. p. 10. Leo p.4. <&a(tfnO(b2C.tt.9t 9lXU]f. 6. 134. 160. 2)^rdtoi;tud nad^ dVorenawetgi C^ron. @. 313. 3) 8ucad jDa.))tb S3. I. ®. a"). 4) Sttcad iDaüib a. a. £). <ßartfno<b a. a. O. @. 134^ 161. 5) »Denfen wir an ben Sßecbfel bed Stamend biefe< ®otte«, fo er> ininern an i^n bte ^amtn ber Crte: |)otoIlen, ein etiemattged ®ttt hs Jtommeramte Sranbenburg (Urfunbe »on 1467 unb 151^; ya^olZhi bei (Sbrtfiburg, wo fonfl ber beUige SBalb flanb; 9>o^eQeQ, einfl etn jDorf Ui 9)renff. fO^arf; f>atoaen, ein «^of Ui ^remittcn am fJtegcIr Strome , ebenfalls ba , ibo fon^ ein bei^ger SBotb loar (Urfuabe »oa 
atetigion unb ®Stterbien{i. 587 ben n>iv äbrigend auc^ btefen ®Dtt bei fretnben S3&llem nicl^t loere^rt; aber t)ergli4ien ifl er balb mit bem ^onbe, balb mit bem DlutO/ balbaucf^ mit bem ®otl^ifd(^en £)t()in 0« j&iefed tparen, tvie bie ®age beri(|)tet, bie brei ^aupU g6tter ber $reu{Ten; {te l£)aben beS^alb lootf )e()er aud^ bie Sorf^ung geleierter ÜR^nner am meiflen bef4}jftigt unb tbie mandiie in lopretligem 3n)eife( if)xt einftmalige Serebrung fe^r befiritten unb il^re 92amen für @rbic|^tungen mufiiger 6btonifien gehalten f^abm ^), fo füllten anbere in ibnen bie Xbnung bo^er ©ebanfen^ ben ®(auben an eine 2>re{s einigfeit, ober anbere tiefgebac^te 2^een burc|^ fle augge« fproc^en '). SBir (^ulbigen feiner biefer SIteinungen. 3(n i^rer einfligen 83erelE)rung ifl md) ben Seugniffen, toelcf^e f&t fte \pxcdfen, fd^werlicl^ tt>ol)( ju ^weifen ^). fflid)t min^ 1483); ein Ort ^otoaen einft an ber stelle, n>o nod^mald bad ^lofler ber itiU IDreifaCttgleit nörbUd^ t>on ^omnau erbaut warb (Urfunbe von 1465); SBafolIen dnfl ein ^orf in Gamlanb, nac^ntalö fj^irbe« git^n genannt; ^ainUeit, ein iDorf in 8ittbatten; norbmefütd^ 9on £)fb »etben; 9a!a(eben am ^tam^mifu^berge b^lid^ oon Snflerburg; |)ac!alf nifcbCen n^rblid^ von ®unibtnnen unb ein anberer Crt biefed 9^amend ndrblt^ i>on Srafebnen. S3ei ©ermau in ^^amlanb no^ je^t eine ^ad^ttllen säBiefe. &cnft la^ ein 3)orf ^ofoUn ober 9)a(u(n bei fSan tenf^in im Äannneramte Äirf4)itten (Urfunbcn »on 1357, 1392 unb 1404). 1) ^artfnodi) 3f. u. Sl. |)reujT. ®. 134 — 136. Öfter meiner frtt. fBeitta^ gur. 2((tpreuff. SReligion6.3erc(. ^.19. S){one S3. 1. @.94. 2) *artf nod^ a. a. £). @. 127 — 128. 3) Äojebue 85. I. 0. 75. SÄone fß. I. ®. 95 — 96. 4) ^er «^auptgrunb bed 3»etfeU an ber einfligen ^ifteni bed ®(oubenö an biefe ®5tter war immer barein gefegt, baf weber Das- bürgt no4 Irgenb eine Urfunbe i^rer erwdbne. Um fo wichtiger ift eine urfunblic^e stelle in ber GoIIatio Episcopi Warmiensis facta corani Summo pontifice per dominum Andream plebanum in Danczk oom 3abte 1418/ worin juerfl bie @r()abenbeit bed ©tanbed ber SRitterfc^aft feit uralter Seit gepriefen wirb unb bann vom X)etttf((en Orben gefagt t|l: „ Quantam fidem ad Deum habuerit (sc Ordo Teuton.)» pro- hat primo multiplex et difficilis labor acquisitionis (erre Pru-wscie, de qua ab inicio ezpellende erant et ezpulse sunt gentes servientes demonibus, colentes PiicuUum^ Pairimpe et alia ignominiosa fan- 
588 gtetigton unb ®Stterbten{i. ber fc^toer aUx m^te and) ju glauben f^\^n, baf baS im ®an}en no^ fo ungebtlbetC/ in feinem S>enlen no^^ fo ein? facl^e nnb natürliche/ unb in t)ielen fingen ber geifHgen SBelt n^ fo rolt^e unb raul^e SSolf fo l^ofie @eban(en, att man fte gea^net, bei feinen ®6ttem gebac^t t)abt. Sir ftnben in allem nid)t^ anbereS, atö bte !Berf&rf}ening bei alten Slaturbienfied / n)te er allen rollen SS&Ifern eigen i% eine ftnnbilblic^e ^arfieUung ber bere()rten unb in hat iBereidl) bei ®bttU^tn enthobenen ütaturfrifte in ftnn(i(^en jBifbnifTen. SBai aber iene ^rei^ett betrifft/ auf xotl^t man eine fo tt>id^tige 93ebeutung gelegt l^at/ fo wirb {te fogleic^ bur^ einen t>ierten l|)in)utretenben ®ott gejiirt/ befien Si(b bte Sage in>ar ni4^t im ^eiligen SiomovDe an bie l^iUge Ci(!^ put, beffen ^ci^t Sere^rung unb Ttnbelitng aber nid^t »es niger aSgemein im ganjen Sanbe war. Sun^e umrb biefer ®ott genannt unb ^erel^ift würbe er ati ütabntngi^ fpenber, ali ber freunblicf^ ©eber ber @)>eifen unb ®e$ tränte. @ein SBo^nft^ war nid^it im «^eiligt^um Stomowe; aber fein IBi(b ftanb immer auc^ unter einer großen fieilt; gen Qx6}e, fo unter anbem ba^ wo je^t bie @tabt ^tilu genbeil ift; bei jegli^^em lieiligen SSSalbe war ein £)rt fets ner 3(nbetung unb 83ere|>rung/ unb jaldlreiclie £)rte feinet tasmata, ut locarentur ibidem veri a^doratores adorantes christuni filium dei iiopotentis. Pätel, qaofi multi fratres^ aliqui incarcerati, aliqui mulilati, aliqui impositi eculeis sedentes super equos igne sacrificaij sunt diis hostium et hoc tartareo more- Litwanorum. 6. Fol. C. p. 71 im ge^. Zt6)m ju ^6ni0€b. <&ter {!nb alfo tU beüMi (96tlernamcn Pacullus (^ihUoi) unb Potrimpos felbfi urfunbti^ no4 im TCnfange M l^ten Sa^r^uhbetrtö genannt, ^oau nod^ bte Ortina: men unb bte ofenbaren ^Cnfldnge ber betbnifd^n SO^pt^oIogte in bei Sitt^auifd^en S^olfdliebcrn/ worüber Bt^tfa in ben Daioos &. 514 — 316. 1) Curchc mtrb ber 9lame biefeS @otted in ber Ortginol» Scp tragSureunbe tjom Safere 1249 defc^neben- Gorcho ober Gurcho ober Kurko, n^ie er bei tucad )Daotb fB. I. <0. 82 üorfommt/ finb ners {tummelte 9iamen; aber in fp&terer S^it f(^etnt ber 9tame in biefer SSerfiummelung aUgemein gcbrdud^lid^ detoefen (u fepn. 
Sleltston unb SStterbienff. 589 9lamtta erinnern nodS> bfS tiefen Sag an feine einfKge gittliclfe geier. ©ewif alfo mar bie «ereffrung bfefe« ®ofc te«, wie fo oft bel&auptet {jl, nidS^t an einen beltimmten £)rt gebnnben, unb nxd)t bloß an einer l^tltgen (Stelle auf einem @tetne bei bem £)rte @n>entomefi;. too nun <^eil{:r genbeil liegt 0/ »«tben i()m bie £)j)fer gebradf^t; fonbem eS lagen t)ielmef)r bie iD))ferfieine ^ auf meU|^en bem Surc^ Me erjWinge ber griente, aber auc^ fonft (Steifen, ®e« trÄnfe, gifc^e, gleif*, 5»e()l, ^onig, Wlet^ unb äSBier bar$ gereicht »urben / inx^ ba« ganje 8anb jerjlreut *). SBir finben ©puren ber SSerel&rung jwifcl^en.ÄoIfemitunb grau* enburg 0/ <^n ^^n ®€en bei «^o^^enfiein / too einer ber @een t^m l^eilig n>ar unb ein S)tt ben 9ldmen bei ®otta führte ^). Ueber^au))t tpurbe auc^ bei biefem @otte bet Jbtt ober ba« gelb, u>o ein £)<)ferf[ein be» 6urd(>e lag, na<^ feinem SRamen benannt. @o l^ief jene ®egenb bei «^o^en« flein, »0 bem ßurc^e geopfert warb, 6urdS>enfelb ober Äur* lofabet •). ©in anberer iDpferjlein, ber ffir l^eilig galt, lag fonft unfern \>on ©umbinnen, wo no4^ jegt ber 9lame beS  1) euctt« JDaütb «. L 0. 83. ^artfnodS) a. o. £>. e. 139. 2) ©arauf beutet au(( fdjcn ^attfnod) a. a. O. ®. 161 jjn. . 3} «&art!no4 a. a. £). 4) 2>iefed Cpfrrfieined wirb a(d ®rdnsmarfe noc^ in ben^3at>rrti 1428 unb 1449 in Urfunben enod^nt. <S« ^ift: „SJ^an foS t>oitan Qtcn nff bie ortgrenicie qu Moxfam , bo e^n grof lang |te9tt jaourd^n ci»een anbern ftei^ntn pn epner mefe le^f IDtefed JTorfam beutet ftor auf C^ord^e $tn. SDer €$ee , an tt>el^em bei; £)pferfletn lag , (ief ^^mpm t|!C9, ober ber ^etitge ®ee, »on bem attpreufll SBorte Swint«, Jei%. 6. bie Urfunbe im geb. 2Cr(^io XLIU. 'Xuö^ «^enneberger fA^rt auf feiner 8anbtafe( ben Ort Surfen am ett (iegenb an. jDte neueren C^arff n ^ben bort ha9 2)orf JTurfen. 5) Kurkosadel fommt hfttt in Urfunben be« Uten unb I5ten 3abr?wnbert< cor; f. Urfunbe im ge|>. 3fr4lt> L. I. 8 j aud^ im Do^iei Cod. diplom. Polon. T. IV. Nr. 68. p. 75. @o ^ft in einet »er« fibreibung be< «odjmeifler« Cubolf Ä6nig »on SBeijau ein gelb Kur- keiauk unb Lauk Mentet eben fo wie Sadcl ein gelb, einen ftanb« fhiib. 
590 SHettgion unb @htUthxtn% jöitti Xtitp^m an ben ®ott erinnert ^); anbere fanb man l^inter iRorbenburg, }n>tfc|)en SStfd^ofiburg unb SSartenburg^ Idinter So^anntSburg^ uiiter Jtreujburg, (Si)vxftb\xx^, bei 9Bars gen im ®am(anbe unb an t)te(en anbern iDrten *). Sihr nciö) xoax 6nrd^e unbejwetfeit ^Ui^ ben brei genannten «|>au))tgottern ebenfalls ein aDgemetner* iianbeS^®ott^ xoit e6 benn aud^ an ftc^ fd^on tn feinem Sßefen unb in feinem begriffe lag. UeberaH warb aUi^^rlic^ bei wteberfe^renbct (Smbte::3eit fein S3ilb an ben if^m Qixocif)Un iDrten Don neuem oerferHgt unb burc^ gefpenbete SBei^opfer gittli^ t)ere]^rt. SBie ti f^eint/ »ar baS fi3i(b beS ®otte8^ auf einer ^o^en @tange getragen, mit einem Siegenfelle beflei« bet unb mit fßiidfcln bon @etreibe unb mancherlei %tiä^ ten unb Jtriutern gef(^mä(ft 0- SB^tirertb ber 9riejter bem @otte bie i&pfer braute / tanjte baS freubige SSoIt um baS aufgefteQte @itterbi(b/ weldf^eS nadS^ bem iDpfer bem opfern« ben §>rief[er guftel. ^ie ^riuter t>crt|>eilte biefer unter hai  l)^rdtotiud €;4au6üiine 6. 326 erinnerte ftd^ biefel ettmi 2) Kn allen bfefen £)rten fpielen ^bvfivs9tamtn auf ben 9(ameii M @ur4e bin: bei 9?orbenbur0 ein ^rfowcben unb nafje babei ein iturfenfelb; iwifcben fßifä)ofihviVQ unb ^artenburg ein iturfen; binter Sobannidburg ein Jturd(ben; unter ^reu^burg unb ^riflburg (SMn-^ unter ^olbau ein JDurfau; hei SBargen im G^amlanbe ein Jtorfebnen. ®onti lag no(b ein ^urfau im ®il9enburgtf<ben im ^omtburamte oos Ofierobe (Urfunbe t>on 1338); ein ©urgelaufen (ober <^ur4^sg^lb) an einem b^ligen Sßalbe an ber TiUe, 3) 3n ber SSertragöurfunbe 9on 1349 b^ift H oon bem StlbniRe bicfeö ®otte6: Ydolo quem (nid)t quod, tote anbere verbeffem) semel in anno collectis fnigibus consueverunt confingere et pro deo co- lere, cui nomen Curche imposuerunt , yei aliis diis, qui non fe- cerunt celum et terram, quibuscunque nominibus appellentnr^ de celero non libabunt »Die Stelle ift alfo toeber in Dregers Cod. diplora. Pom. p. 290, nod^ in «&art(no<b 2C. u. 9t. |)rettff. 6$. 144 nocb in ber 2Cudgabe t>on »Dudburg p. 467 ri^tig gebrucft 8oa einem äerbrecben beö SSilbed (confringere) tft in ber Original «Urfunbe ni(btd ^efagt, unb ed rö^rt biefe Xngabe einzig nur Don.bem unric^ gen Sefen^bed SBorteö confingere ber. 
SReligton unb @htttvbunft. 591 SoK a(S ^ettbringenbe ®aben ^). S>a^ aber Qmd)e uu fpx&xiili^ ein audlänbifd^eY ®ott getvefen unb ^on ben dRafDt)tem entlehnt fep*)^ fcbetnt cbtn fo wenig begränbet, afö )u emeifen ift/ ba^ er ber ^aupt^ott ber $omefanier genoefen/ ba fo btele (Spuren auf eine aOgemeine SSerebrung im ^anjen Sanbe binbeuten '). ^u^ec biefen t>ter oberen @ottbeiten aber berebrte ba6 SSoIf nocb eine ^enge nieberer gittlicber Sßefen, bie man bie unb ba n>obI nicbt gan) paffenb in ®&tter beS «^im« mt% ber 6rbe, be6 SESafTerd, M 9Benfcben, beS Siebed, ber Unterwelt, in Arbeit«^ unb •&anbeIS5®6tter, in gute unb jurnenbe ®5tter eingetbeilt ftnbet ♦). & war Statur:: glaube, ber uberaU, wo er grofie SSBirfungen, gewaltige aSewegungen unb @(b&)>fungen in ber 9latur wabmabm, bie geabneten Urfa^en unb fcbaffenben ^r^fte in baS 9tei(^ g&ttlitber SBefen erbob, ber bie ganje Statur burcb ba$ SBir» (en unb SSalten b&berer ®6tter bewegt, getrieben unb be^ lebt fab/ ber in ben anfingen menfcbli(|)er JBilbung alle$ geben unb {Bewegen im 93erei4^e ber 9latur ate f^6))ferif(be SBiUenSau^erungen b^berer, gebeimer geijliger ytatmn er« {annte, unter beren äBirfen unb @(baffen aUti gefdl^a^, was in ber 9latur icUn unb 93ewegung offenbart. 2)aß bem wirfticb alfo fe^, barauf weifen fe(bft fcbon bie Flamen biefer g&ttlicben SBefen beutlicb unb beftimmt 1) 00 ht{d)ve\ht 9)rdtortud ®4aub. @. 329 bie &a^t unb ffe ^ommt babui:(b IBefrdfttgung , baf ftcb bte SBorie ber ttu^^nUn Urs {linbe: quem scmel in anno colleciis /ru^ibus con$ueveruni confin- gere et pro deo colere, auf btefe Xßetfe am beflen eretdren. 2) ivLcai 2)aotb SS. I. ®. 8Z 3) Sacjfo SB. L @. 166. X)er «^auptgrunb, koarum nur biefer <9ott in ber em>&6nten Sertragdurfunbe namentlich genannt ift, ift »a(^(beinli(b nur bie ndf^re Sefanntfdjiaft M Crben« mit biefem ®otte oegen ber allgemeinen Seref^rung im gan^ Sanbe. Sacifo (at t()n }ttm fHitttt ®. ®eorg maä^en tooUtn, worüber vgl. ICnnalen be< M» m'grft(bS 9reuff. 4te« Cluart 1793. e. 13. 4) Oftermeper frit SBeitrag }ur aUpreuff. 8leUgiondgef(bi(^te e. 10 ff. 
592 9te(tgiott tttib Qltttviitnfl. l^itt. £)fi>)>ini/ ein (Sott, ber am J^immtl unb auf (Mm wttfte, etjcugte bic @tunn»tnbe. Der ©ternengott @waiT^ tigi: t>evt{e^ bai ^mmüih6)t unb ®temenf(^eia SSang^ putt9«, ber SSBeOengott, unb 3(ntt{m;pi)8 ma^^ten baS SReer ftl^Äumenb unb bewegten bie ©eegewijfet *). SBurtfatte unb @)n>ambratte nx^ren bte. alten t>evd&tterten SSoIftr ^itxptit SBBtbetDUb unb iBruteno^ ®dfn1^iiUx ber «gerben unb beS ©eflügelS/ benen iDpfer unter üiöfhiumtn bat^ts bracht unb beren 93ilber im ganzen Sanbe angebetet touts ben. S^re 9lamen ^ten {Bejiel^ung auf bie @e^enflinbe, benen fle 0d[)ug unb ©ebeiben verlieben ober auf i^re etn$ ftige ©teOung ju bem SSoIIe '). ®arbet{6 unb Sauttu^ IBobiS waren t>erebrt atö @(|^u^itter ber Sltnber^r unb @4»aafl^eerben unb |>erbo9to$, ber fär Sifc^er unb @eefab^ rer bie ©ewdfTer bewegte , war jugleidl^ ber ©cl^u^ott Ui .^anbeU unb aK foldi^er Dorifiglidj^ t)t>n ben Hxmolfnim ber 1) )Dtf 9tamtn lafftn fid) faft alle in ber 0pra4e attfI6|en. Oko- pirn fann abgeleitet werben eon auka im Mtifd). ber Gtunniofiib nab peireht erjeugen; Cfterme^er a. a. O. 6. 10 ^tebt bte aCbldtoBg Don Oko bad 2Cu8e unb pemn für |)erfunod Dor. — Swaütigz 90m 2Cltpreutf. Swaigst ber ®^ein ober uom Settff(b. Swaigsne ber etna, im ZltptiVLff, S^yeigsde ber ®Uvn , Swaigsnotees fm Setttfcb. fi4 bcs flemen; f. 8ucad iDaotb 18. I. &. 86. «&artf no(b a* a. £>. CK. 141. — Bangputtys, ber SBellenfcb^umer, 90m 8ittbau{f4« banga Me Sßelle unb putu ür ^^anm; aucb fommt vor Bangu diewaitis, ber fBelIen0Ott$ f. 9t^t\a Baioos 6. 319. Cßermeper e. 11. nAtt 2CntnmpoS «gl. i>rdtoritt< a. a. £). e. 289. 335. Oftermeper 0. 12. 2) Wtirskaite mag man ableiten Don wurst, ber £)berfk, ber gibrft unb kaitsja ber Sefc^ü(er ober mit £)fterm^per 0. 18 von Wersxis ein ^Ib, ein junget 8tinb. Sxwambraite ober »obl rSilb^ ger Sxwanbraite t>on sswentas (swints) ^eilig unb brati ber Srsbeif ttt Se^iebung auf hm SSruber bH billigen ®rime ober na<b Cfttt* meper 6. 18 Iszwambratls gef(brteben eon Wisstos ^iü^tt, g^ber» Dieb, fßfi' Snca< iDaoib 0. I. 6. 81 — 82. «frartfttod^ a. a. O. ®. 141. iDiefe $Berg6tterung alter «etbienter fBolf^b^uptrr unb Jt^nige barmonirt Abrigend mit C^fanbinaoifcbem Qkbraufbe; f. €Snbm ®efcb. oon jDdnemarf 18. I. C$. 74. 
ffttliiion tttib Sttterbienfi. 593 Seetöfte ^o^ t>ere^rt ')• 9nilalM, Ut SBalb« ttnb Saum« gott/ im ganjen Sanbe l^ocf^ gefeiert, wohnte unter J^oUun^ tttbhxm^n, bie man bei()alb ba6 ^eilige «^ol^ nannte unb bte t>on niemanb umgel(iauen unb ausgerottet n>erben burften. 3^m waren in aUen Sanbf^iaften l^eitige «^aine gewibmet, wo er eine SRenge t>erfc|iiebenartiger äwergwefen )ur S3er btenung um ftcf) ^ttt '). @egeri"unb S&ad^^t^nm für %el^: ftud)U ^erlie^ ^ergubriuS; äemberyS befireute bie 6rbe mit @amen unb befleibete {te mit JBIumen unb Ar^utern; 9>eli9{tte fyenbete ben Steid^t^^um in ^aui unb Scheune 0- Sin ©Ott ber ®<funb^eit, xoü^tx Jtranlen unb @ebred^Ii^ c^en ^If , war 3(uf(|^weiti8 ober Xufmeifi^ % Tiud) n>eib(i(^e g&ttli^ie Sßefen erweiterten bad ieben mit i^ren ®aben unb burd^ i1)xt freunblicl^e «^älfe. 3m  1) Gardctis noc^ Oflermeper &. 18 oon gardas eine €$(^aaf» ^b«. — Jautiu Bobis von Jautis ein junged BKnb unb baubju idd bcfiOe. — Perdoytos 9om TCltpreuff. perdauns tDerfaufen, tm SetÜfc^. palirdobt Derfaufen, «^anbet treiben. 8ucad iDaoib fß. L ®. 86 oerdnbert ben SRomen in Gardialto unb *|>art!no(( 6. 142 be^aup« tet, baf Gardoaetos unb Pcrdoytos ein unb berfefbe (Sott fep. 2) Puskaitis entoeber üom @fl$n. pu ^o(j, SBaum^ ober t>on poflzis eine fid^tt unb kait)a ber S^f^Äler. Sgl. Sucai 2)a))tb S. L @. 126. «&art(no4 €$• 162. 2>iefer ®ott würbe auc^ von ben Sittbauem, Siven unb SSuffen oere^t. &. Bange 8ettif4. f^bv* tcrbu4 ®- 243. 3) Pergubrius na(( £)flerme9er @. 14 t>on perguboti »jebers bringen, ein S>^t)(ing<gott. — Zemberys ))on Zeme blt ^be unb bcriu idi^ bejlreue. — Pclviitu« ober Pilvitus t>om 8ettifdJ. pilj pol, ^Ot, DoQauf, pilii füUen, unb widda bie SBof^nflube; im ^fltpreuff. pUnan vod uüb wedde er brad^te. Sucad 2>aoib a. a, fö. ^ti* toriu^ 6. 339. Cflermeper ®. 16. 4) X)<r 9tamt if ofenbar oerunflaltet. Sattln oä^ nennt i^n AuMcbwey tus ; S3rettÄen in feiner GQron. Auszweikus, Cftet* meper. AUweikincius. oDie 2(Meitung oon sweiks gefunb, sweikas tte ®efunb(eit, atsweikti wieber gefunb werben, liegt fe^r na^. ^u« caft iDaoib SB. I. ®. 86 ^at ben ganj oerborbenen 9lamen Auscb- laut«. 2Crn{iel Gimbr. Vftert^ftm. ^t fomo()( biefen, att manc^ * onbcm btefer ®6tters9lamen unrichtig. T. 38 
594 9lc(tgion nni @h\ut\>'unfl. üu^iimtn ttnb @ebet(en beS ^aat^etttiM ^l^U tte freitnb? lt(^e 3an)tnne i^re mtlbe «^ulb. SReOetele lodt^ auf Vucn unb ®£rten bad ©runen/ unb @rutt6 an Slumen bie Satben b^tt)or. ©abiauja jbracf^te Stei^it^um ein. @tt)€ ges leitete ben SBanberer. @watgSbunaf a / bie @tenieng6ttin/ bte IBraut be6 @ternengotteS/ führte bie @terne i^re Sa^ nen. Saima ober 8aime(e war »^ulfSgittin bei ber (Sebnrt unb beflimmte bem 9}eu()ebornen fein @d()i(ffa(0. Itbtt anbete ©ittinnen erregten @4)te<fen unb 3(ngft. jDie gt^ f&rc^tete ©ftttne;^ bie SSttr^erin/ brachte f(|)metiboOenSob*); SRagila/ bie 3otng&ttin/ t>et]()jngte qmtooUe ®ttafett; ians me necfte ben SRenf4)en in aEetlei 9>Ia8en, eiitful^rte ^ulf? lofe Äinber *)• S)iefer SSerebntng ^bffertt g6tt(ic^er S95efen {ut Seite panb ber ®(aube an ®4)U|geifier/ an SBalb ^ / SBaffets unb (Srbgeifier. 6ine biefer ©eijietgattungen n>aten bie Sat^ {luden ober ^^tftiden, 993albm2nndt)en unb &Un, beS SBatb? gottei^ ^uSlaiti^ 3n>ergbiener; ifinlic^ xoaxen bie ÜRarfope« teU/ 9lad()tgeif}er(i^en^. bte )ur Seit ber 3(6enbb2mm€ntng ibre nä4)t(ic|^e ^eimat t)erlafrenb f[(b ®)>eife fu(!^ten; man bemubte ftcb/ i^te ®unfi hmä) £)))ferfpeifen ju getoinnen, benn jie waten ©d^ufegeijler beS «^aufefi unb ber @^eune ♦> 1) Jawinne oon Jawai baS betreibe. — Gabjauja i>oil gabenti bringen. Laima (gebeutet &d)i(X\al', ®(öcf. 3n ben 2)amo< ber ^it* tf)awt fommt btrfe (^ttt'm nod) öfter vor; f. Sttiefa Dainos €S. 30^. 9to(^| jeftt fagt ber CIttfaucr: Taip Laime lerne, fo ^t e^ fahna gefödt. 2) Uelber Giftinc tgt. IJonalei/is bai 3<>^r ^eroudgeg. 9on 91b efa ©. 141. 3) Cffermcper @. 19 — 20. 9$on einer 5£obedg5tttn «&dd, bSc in ber (Sbba borfommt unb nacf) S9ac3!o'd Sermut^ung (für yrrsf. ^agaatn «ßeft t 6. 50) S^eranlaffung jum 9lamen ber ^atbitt^ti <^o gegeben fiaben foS, wiffen bte ^reuff. ®efd^id|t^uellen nic^ti. 4) eticad ]Dat)ib S). 1. &. 86. 127. ^artfno^ a. a. £>. 6. 162. C^ermeper Q^. 15. 21. Ve^nltc^e Reine geijude fBkfn, Slfen unb berg(. fommen im 9lorben 9telfa(( t>or: f. OUrns Magma Hist Septentr. L. III. c. 10. Olaus Wormius MonmoeDt. Dml p. 19. ®tt$m ©efc^. ber iDinen 0. I S^. 21t , fbenfal» fU^ CM^ 
- {Kettgton nnh 9htutbitn% 595 :Dte tixAli^ 9)l^ntaf[e M SSoIfeS geftel fläf in bet »un« toltd^ften SCuJbtlbung btefet getfltgen 3wergn>efen, bie toie äRtttelgliebet {Wtf^en ben ®biUxn unb aSenfi^en flanben. So aber fclct^e ®bttn roo^nUn, wo man xf)x SBalten nnb Strten a^mU, wo tfinen geopfert ober bie Sßei^gabe bargebrac^t warb, ba xoax aUa rtngft uml^er (^üig unb ber IBoben getoet'H ^^t ^eiligffe £)rt im ganjen Sanbe nHtr in atter Seit ber «^auptgtoer*®!^ 9tomon>e. J(ein ttngetoei^ter burfte i^n betreten unb nur bie Sanbedfärften ober ffUiH tonnten bisweilen ftcb beS ®tä(fe$ erfreuen, mit bem (Srime )u Slomowe felbfi oon ÜSuub ju SRunb )u re« ben ^). 2)o(|! bie *®itterbi(bni{fe blieben and} i|inen oer? bäat/ benn bie ^eilige 6ic^e, in n>eld(^er fte ftanben, war rings mit ^oben Sudlern umb&ngt'}. Son aKen @eiten umfcblof ben beiligen ®6tterft( ber beilige SSalb in meilem weiter Xudbefmung *)• iteineö Sremblingd ^ufi burfte ibn berä^ren , wie benn auä) ieber anbere l^etlige £)rt im ianbt üUen, bie ni^it ben 8anbedg6ttem l^lbigten, befonberS ben S^rifien unjug^nglicl^ war *). ißzx aber ben b^iligen SBalb mit feinem dritte entweifite, beffen S3lut mu^te ber ®bu t€x 3om oerfS^nen 0- 9li4lt minber fc^wer war ba<( Skxs brechen beffen, welcl^er einen ^anm bed ^eiligen ^aineft ge« fillt ^X Xuf er biefem uralten «^eiligt^ume aber gab eft im  unb SergmSnnd^rn. Sulptu« «ßanbwSrterbud^ ber ^t^olo^ie &. 123. 129. Xrnfielö ©imbdfd^e Ältert^üm. Zf). L 0. 50. 1) 8ucad iDaotb IB. I. 0.31. 9)reuff. Sempi ®t XU. ®. 788. 2) Gbenbaf. 3) <0. bie ^b^nblung über bod alte Stomotoe in ber SBetlage Nr. II. 4) Adam, Bremens, c. 227 fagt tn biefer «ßinffc^t oon ben 9)i*eurs fcn: Usque hodie profecto änter illos, cum omnia communia sint nostris, solus acccssus prohihetur lucoruin et fontium, quos autu- man! Chrijtianonim pollui. 2>af (iter tndbefonbere Don Eiligen *^u nen nnb ^igen ClueUen bie 3?ebe tft, ergtebt f!^ fon fclb|t 5) Schau Chron. Pniss. p. 3. 6) ^Sat Upfola bat aii(b in 'xiiefer «ßinfft^t baö b^ilige Blomotot grofe 2Ce(iR(i(bfeit. tBon bem ^(igen «^tne, wttö^et bort ben XBobns 38* 
596 9teUsion unb ©Sttecbtenfl. Sanbe no(!^ mattet mUxt l^etHge £)rte/ xotU^e ^um Z|etl ^M)poai)i^txnli^ ebenfalls einen auf bte fltOe 9tit^ unb^ baS tiefe (Schweigen l^inbeutenben Flamen ^ alfo einen bem SSorte 9{omon)e g(eic^ ober a^nlic^ lautenben 9lamen fu^rs tett. darauf weifen fo mand^^e @))uren l(^in / benen toir tm Sanbe |)in ttnb wieber bege()nen 0- SieUei(^t ^tte feber £)Yt/ n>o ein ©riwe feinen äßo^nft^ f)atte unb ein na^ l(^eiIigeY SBalb ein «^eiligtl^um ber ®6tter umfc^Io^/ btefelbe bebeutungdboUe S3ejei(^nung '). ®emif ijt^ baf e$ äber^ aU im Sanbe ^eilige Sßdlber unb beilige ^aine gab, in benen (ein S3aum gefüllt/ (ein abgeflorbeneö «^olg ffirmt^s getragen, (ein 3n>eig t>erfebrt, (ein Sbier erlegt toetben burfte, benn ieberSSaum, Kber 3n)eig unb alled, mad barin lebte / warb ffir beilig geachtet *). So lebte alfo au^ in  fit bet (Setter umgab, fagt Adam. Bremens, c 234: U locus (qni prozimus est templo) tarn sacer est Gentilibus, ut aingulac arbores eius, ex morte vel cibo iramolatorum divinae credantiir. 1) Sebcn muf bie grope 3a^ üon £)i:tgnamen in |)rfuffen brfrems tett/ t'lt toeldjiett ha€ 9&ort Romas ober Ramus i. e. quies, «ilentiuni bte ©ruttMage bflbet; voit tooUen nur einige aU Seifptele auffilbmi: Rombitten bei ®alfelb atn (Swing «&ee, ein uralter £)ct; Romittea n(rblt4 von |)c. (Silau/ in ber Mf^e t>on ^ecfutden ober fMnnitMif ; Romlau am grif^^ing nörblicb oon IS^orou; Romanist n6rMt(6 bei «&etligenbei( , wo CTurd^e tjeir^rt würbe; Romau bei Sopiau, in ber !^b^ toon *|>eiligenwalbe , wo einft ein b^ißger 93a(b {tanb. Robms- dorf hü ®(bippenbei(, von beffen einlliger religibfer Sebentung f($on gefprocben ift. Romabnen in ber ©erggegenb n6rbß<b »on Ortelffbutg. Rom im alten ©alinberlanbc. 2Ctt(b in Sitt^Htuen beuten »tele 9tamelk barauf f)in; fo bec Rambinp ber b^iUge SBerg; Romanuppen am Serge JCattenau^ anbei bad Siüfcben Romone; Rominten am Släps d)en Rominte u. f. W. 2) »Diefed wirb au(b baburcb nocb um fo wabrfcbeinlicber, ba Sit» tbauen einen billigen ®6tterftt mit bemfelben SRamen ^atte. Ko/aia- wicz Histor. Litbuan. p. 21. 32. nennt i^n RomnoTe et RomoTe, krive kriveiti postea säcrorum apud Liluanos praesidis sedes. DuS' bürg P. nL & 252 nennt ed villa dicta Roniene, quae seciinduio ritus eorum (sc Lituanorum) sacra fuit. Kojalowicz p. 35- 3) Dusburg P. III. c. 5: Habuemnt etiam lucos, cainpos et aquas sacras » sie quod secare, aut agros colere, Tel piscari aiist 
gteiigion unb ®8tterbicttfi. 597 Mefer Srfd^einttng im fBolfe ^reuffen^ ber alte ©ermant» ^ @Iaube fort unb mit berfelben (leiligen ®(f^u hettaö^ ttU ber |>reuf|e bie i)eiligen Sßdiber in @amlanb bei |)d:: betten ^)/ jtoifcl^en ^inigSbetg unb S£a)>iau am Dtegek Strom/ unfern t)on S^riflburg am ©irgunen^^SUtffe/ bei ben ^cfetn $Iautl^ unb @eefelb / unfern t>on fRelfacf ^), bei @4^i))penbeil unb an melS^ren anbem £)rten. Xud^ einzelne 93aume mürben für heilig ge^aiten, meil man in i^nen ein l^b^exei SEBefen aljinete / meil fte f&r SSSo^n« ft|e ber ®6tter galten, mo biefen geo)>fert märb. ^x6)t Uof bie ][^e()re @(6tteret4^e im alten Stomowe, auc^ anbere mAdi^tige Gicl^bdume flanben im Glauben i)o1)et «^eiligfeit unb man nal^te ^ö) i^nen nur mit <Sä)tn unb S^xfnt^t. jBer&l^mt unb loon £)))fernben t)ie( befu^^t mar bie (Sid^e bei «g^tligenbejl/ an beren Stammt bem ®otte Surd^^e qu opfert marb ; auc|^ {te foU beft ganje Sal^r ^inbur^ ge« gränt ^aben '). 6inen anbem ^eiligen (Siö)haum fe|t bie @age in bie @egenu t>on SRarienburg. @in 2^n(id[^er bei 83e^(aU/ unfern t>on Stol&mau marb erji in \piUx^x Seit ge$ f40t unb ma^ einen fel()r bebeutenben Umfang ^). 3n gleicher SBeife galten aud^ fiarle Sinben^ ber ^onunber, ber Sieb^ lin^ifttanä) beS ^uSlattiS unb 9erf4)iebene anbere ^&ume fAt heilig unb niemanb magte eS^ einen ätoeig t)on if^nen ab)ubrec|^en '). Und) l^eiUge S3erge gab e6 , auf benen man non fnerant in eisdem. Sucad iDaOib SB. I. ®. 150. 2CrnCteU QimMfä^t ^atert^üm. 3!$. I. ®. 172. 1) «^enneberger Sanbtaf. €;. 350. 2) 3n einer Urfunbe oom Saläre 1325 ( C^rmldnb. ^ßmile^Unhnä^ p. 35) wirb bort ettt^nt ein nemus, quod a Prutenis sanctum ii€- mus dicitur. 3) Suead ^ar>ih S3. I. €1. a2 — 84. *&artfnod^ V. u. 91- 9rcufr. 0. 118. 4) ^avtfnoö) a. a. £). @. 119. «^enneberder 8anbtaf. 6^. 473. f>ratortud igicbaub. @. 267 ff. 5) euca^ jDaoib f8. I. @. 15Q. «^actEnod^ a. a. £). ©. 120* ^cdtoritt« a. 0. £). ®. 272 bef^reibt und aucb Ht Vrt ber IBaum« SO^f)e ; iebod^ nur ani JBericbten Tp&terer 3eit. 
598 Ketidcon nnb &ituthitn% Ux @ititt ®egenn>art al^nete ttnb i^nen SBet^opfet bar:? braute. (Sin foU^tx Ipg bei JBranbenbutg m Ux 9U^ bc4 Stif^^en ^afeS 0; ein anberer toax iex Xattman in ÜU tfyanen. «^eilige Selber befanben ftdj^ faft immer in ber ^i^t ber (letUgen Sß&Iber unb burften nit bebaut mtben *). (Sin .fo(d()e6 war am billigen Stomoxie in Samlanh, am (^eiligen ^albe an ber ©irgune, bei «^eiföberg, am ^ilU gen Serge Jtattenau unb m mebren anberen iDrten'). ^it unb ba gab e$ b^i(ige £lue(Ien/ anB benen feiner tUfnt eis neS 3)ciefler8 JBeifepn f(b6pfen unb b^ilige @een/ in xotU d)m niemanb ftf(l()en burfte^). 6in &)X\ft burfte ft^ fok dl^en niemafö naben, obne fofort mit bem Seben )tt buftn *). , Xucb in iai Zt^iexxei^ tr^gt ber robe ®o(fn ber 9(0« tur in ber iCinb^eit feiner IBilbung gerne bie X^nung beS •{^iligen aber unb fo galt bem einfligen Semobner ^xtnfs fenS in ibtn aUci baS für b^iUd/ ^^^ ^^ irgenb einer no^ beren Sejiebung mit einem feiner ®itter jianb ^). liefen SSorjug b<{tte bor allem bie S^^lange^ beS ^otrimy^od iitbs ling/ bie @egen«f)>enberin für ^au& unb ^of. ^an bieft |te f&x unjterblidE^ / meinenb^ baff fte bei jebem SBec^fcI tb^ rer ^ant berjängenbe «Kraft annebme. 9lit grofer Gorg« falt n>atb fie atö ®c|^u^ei(l in alten auSgeb^blten (Sidfh&ns men, in @tillen unb SSo^nb^ufem gepflegt unb berebrt. Unfrucl^tbare Stauen bradf^ten ibr WtH<b atö Slabrung unb 1) (Si evto&i^nt ferner eint Ucfunbc uom Sabce 1445. 2) Dusburg P. HI. c. 5. 3) ^\t fpmmen ^duftg in Ucfunbeti oor. 2)ie ^egeiib um «^itt« berg («^eiliginberg?) tfl öberbaupt in cetigt^fec «^inficbt merlioArbig; aufec bem ^orttgen betltden Selbe ntxhitat au^ ber 9^ame bei3 0cU yarfttten 2Cufmerffameett. 4) @o war unter anbem ber SBu(pmeer<@ee bei Zij/omSt^ ^ liii oon 3Caenfleftt beüig unb wutbe fonfi au^ ber beitide 0ee geaauit. »gl. Xrnüet« ISimbrifcbe 2((tert$ibn. 6. 118. 5) Dtuburg P. III. c. 5* Adam* Bremens, c. 227. H^moUL L. L c 1. Sucad j£)ai>tb S. I. ®. 150. OUmus Wormius p. la 6) Dusburg ]. c faft biefed aM unter ben IBorteii ittfunmen: volatüla, quadnipedia etiam uique id bttfonem. 
gieltgion unb &htttr\>Un% 599 Pelzten trabet um ©egen )u tcr ®httin Satma ^). Suf Sorgloftgteit in i^ux Pflege ober auf Setb^ung x^xti JC&rs yert folgte hn «^aufe @(^aben unb Un^eU aUer 3(rt. Unb eft f rl^teK ^df btefer @(aube an bie «^eUtgfett ber ®(f|Iange wie in 9ttnffm, fo in ben 9lac^barlanben im gemeinen SSolfe nod|^ me()re 3al^r()unberte l^inburd^^; nac^bem lingfi fd^on ba9 (S^tiftentbum ben alten ®&tterbienft berbringt ^tte *> 3Cu(^ bad Slo^ / 6efonber$ baS bon »eifier %atbe UMtb in f)reuf[en/ ti>ie bei ben alten ©ermanen^ befonberi im 92orben/ n)egen feiner wabrfagenben ®abe fftr l^eilig ge^Hktten unb als @tgent]^um ber ®6tter geweil^t 0« ^<^^^ um xoa^U ei (einer, bte Stoffe folclier Sarben, unter benen fte f&r deilig galten, jematö ju befteigen unb Unl^eit traf ben, »elcber baran frebelte ^). £)b and) baS @(enbtbier in bie 3a^I bet ^eiligen Xfiiere ju recl^nen fep, bleibt ^weifet ^t 0; tt>{e aber »^re ein^anbel mit biefem ^iere m&g^ lt<^ gemefen, n»enn eö im Sanbe fo ^e^r gehalten »urbe? Unter ben SS&gelgefc^le(|)tern em^ied man ben Sulen eine ge^ tvtffe SBere^rung, n>eil man meinte, baß ffe ibre @änflliuge vor Unglätf warnten *). S3ei einer fold(^en 3abl bon ®btt^m aber war, wie be« greifiicb ift/ audb eine ausgebreitete Driejlerfcbaft notbwen^ i)Zixcai ^a^ih S3. I. &. 150. 9)rStor{uS o. a. O. 0. 350. 2) «^artfnod; IT. u. 91. 3)reuff. ®. 143. |)c&toriu6 a. a. JD. Xrnüel @. 12Z 3) Tacii, Gcrroan. c 10. Ditmar Merseburg, L. VI. p. 135. SiMjco Grammai. L. XIV. p. 321. fStan ftnbet btefen ©(ouben an btl Sßabrfagttng bcc f)ferbc bei allen ^taotfcb'n $B5l!ern ; OssoUnski Aber Kadlubeck (gl. 45. 175 — 176; au(b bei ben Bioen; ^etnri^ ber %tttt p. 7. 4) Dusöurg P. III. c. 5: Aliqui eqaoM nigros, quidam alterius coloris propter Deos .«-uos non audcLant aliqualiter equitare. 5) @d ifl bi^röber fein dttered äeuanip/ al€ bad be< Erasm. Stella Boruss. antiq. L. II. p. 28 «or^anben ^ benn «^artfnocb a. a. £). 0. 144 unb f)r dt ort ud ®. 351 [(breiben ed biefem nacb. 6) Dusburg 1. c. @ta(t ber ge»6bnltdlien &dart bufones mbcbte n?obl e^r bubones ^u urctt fei;n; freiließ fKiben btc «^aubfcbr bufones. 
600 jDte. 9 rieftet. big/ bie ben Sienfi berfelben )u beforgen f)attt. Um ie^ bo(^ bie Sebeutung unb bie SteDung biefer 9)riefler rid|^* tig ju berfle^en unb in bie ^Benennung (einen falfcf^en Sk^ griff ju mifd[)en/ fd^eint a )we(fbienU(^, juDor bad Vmt unb bad Sßefen ber einzelnen |)rie{iernaf[en tttoai ni^ )u be(eu(^ten. ' ün ber @))t^ ber gefammten |)rie{ierr<i&afi flanb oU iDberyrießer ber ©rime^ beffen wir l^ier nur in «^infic^ feiner ))rie{lerli4ien ÜRadl^t unb jBebeutung }u gebenfen ^ ben^ ba aber feinen Sinfluf auf bed SolFed »eltli<|^eö iiitb b&rgerlicI^eS Beben unb über feine Stellung ju ben SonbcS^ furfien frül^er f4ion gefprodi^en ift. 60 ift eS au^^ fdjboii oerfu4^t/ bie JBe|iauptung ju begränben, bafi na(|^ beS ftmu beö SSereinjelung in Saubfcf^afien eine iebe wn biefen i^ien eigenen ®riwen aU oberfien Sii^^ter unb £)ber))riefter gts ^abt unb baf in ieber an einem l^eiltgen iDrte, in tu nem l^eiligen Sßalbe/ an einem befonberen SiomoiDe ein SSoI;n^6 be« ®au^®ri)oen (®au strafen) be|ianbett ^be. äBenn ibm ali £)berpriefter iunäct^fi bie gan^e Xnotbntmg, Siegelung unb £)beraufitc^t beS gefammten ®6tterbienßeS iuftanb, fo (ann bocf» ft(^erlidi^ feine prie{}erU<|^e ©ennitt ^d) niHft Aber bie ®r2n)en feiner Sanbf^aft erflrecft J^abcn. £)antm beruhet bie unS fpdter zugebrachte ^ad^xidft geiotf auf einem 3trti^ume/ ba^ au^ in f))ateren Seiten bed ^t^ benlebenS noä) (Sin allgemeiner ®rime in g6ttli(^ii 2)tns gen über baS ganje Sanb geboten unb feine unumfc^r^ntte oben)rie|lerIi(^e Wtad)t felbfi Aber bie 8S6lFer in Siülanb, in Aurlanb unb ^amaiUn, toie jn Sittl()auen unb mehren ®ts bieten inStuflanb au§gebel()nt unb ausgeübt j^abe, baf au^ auö biefen fernen Sanben bie SSotfc^after oon £&ntgen^ Sär$ ften unb beren S36I(em ober aud^ Jt6nige unb SAvßen felbfl t>or ibm erfd()ienen fepeu/ um aud feinem 9htnbe ten SBiUen ber ®&tter }U vernehmen ^). S)er Srrt^um beS ak — - - - - -- - - , , « 1) f&eHnnüi^ ift U einsig nur ber £)rben<sC^roRtft Du^urg P. IIL c. 5, »«Ic^er und biefe 9tod^ri<^t dfebt; er niniit oU B6llcr, über met^e \>H @riioen (Bemalt gegangen \t^$ bie Lethowinl ei aliae 
J)ie ^riejler. . 601 Un (S^rontften, bet und btefe 3ta^xi6)t ^nUtbtüi)t, ift Uid^t erfldrlidi^. Sielten xoix an, baf in ieglic^et 8anbs f^aft n>irflt(i(^ ein eigener ®xme aü S)Uni^Ux unb iDber^ yriefter faf/^bafl eö a(fo fo t>iele ©rimen im gonjen Sanbe gqb, atö SanbfdS^aften geji^lt würben^ fo lag ei iod) offen« hax im ganjen SBefen il^red TLmUi unb in ber IBebeutung t^r SBurbe, baf biefed ^Kmt, biefe Sßärbe, baf äberaU i^ ®en)alt/ il^re @teUung )u bem SttiH, ju bem ßotle, )tt ben untergeorbneten 9xufttxn, baf in aUen Sanbfcf^aften f^xe Xdi^tung unb JBete^ung immer biefelbe n>ar. UeberaO etfi;^ienen t)or bem ®xitoc ber 8anbf(^aft ber ffttiU, bie Sb(en unb ^i SoK mit gleiclier (Sl^rfur^^t; äberall würben t^m biefelben feftlic^en iD:pfer unb Sßeil^gaben f&r bie ®hU Ux bargebracf)!^). 9l{rgenbd burfte ein ^embling, ber bei benr ®riwe Statt) fuc^te^ feinen aBolf)nf!6 felbft betreten; er mufte fem in einem Sßalbe t>em)ei(en/ bis bie 9)rie{ier t^m auf bie Xnfrage Xntwort ertlfKüten ')• UeberaU }eigte ^ ber ®rin)e fe(b{i feinem eigenen SoKe fo feiten, baf berienige ti fär ein l^oM ®l^^ feined SebenS ^ielt/ »el« 4<ni ber £)bert)r{e|ier einmal fld^^tbar geworben toar. Ueber< aO alfo lebte ber ®rin)e einer Sanbfcf^aft in bem gel^imnifi« sollen S)unfel feine« ^eiligen SBalbed. 2)er @riwe war fo« na^i ibnaU Sine unb biefelbe Srfcl^einung, bie ^d) in aU naüones Livoniae; 8ttcad ^a«ib SS. I. €$. 80 Uttb 94 0iebt aitfet 9>miffen Sittbauen/ Gamaiten; 8i9(anb/ ,;£)eflen'' unb ^clanb an; Oeften foU bd t^m (S^^fUanb fepn. S)a()ec f^lieft au4) Jtaramfttt B. L 0. 73/ ,/bap bte Stuffen, »enn au4 nid^t aUt, bo4 »ent^fleni einige ^laoifc^e GJtdmme in SRupianb — »a^rf^einU^ bie dtriwitf^en nnb bie Seiten biefelbigen ®6tter Ratten; benn U^t (bec JM»ttf(if)en) flante bezeugt; »ie e^ fc^etnt, baf fle ben 8ettif4en «ßo^etfpneflec Jtrime fftc i^re^ ®(auben^ Dbet^npt erfannten." Sßtr metben aber fe^, baf fowo^I biefe, Ott manche anbece in 6$<^l6}ecd 9lorb. ©ef^i^te e. 494 — 495 unb in bec |)eter<bui;g. SO^onatöf^nft oon ^d^r^bei; flS. IlL 0. 65 ff. gegebenen ^Cnft^ten auf eetnem feften Ctauibe be« , ru^n. , 1) eucad 2)aotb 93. L 0. 8a . :9 9>rdtoi;tttd ®4aub. ®. 360 nad^ Sattelnd C^ontf. 
602 jDu ^rlejler. kn Sanbfcliafien in gbicf^ev üxt toUUx fanb. Stimmt man mm It^tniu, ia^ e6 nadd ber @age einjl eine Seil gab/ in weltiftx tDtrflicf^ nur @in ®riwe ba^ obeni4^ter(i(|^e unb obeq)rieftef? li(|e Xmt Aber bad gefammte Sanb ^enoaltete ; nimmt man femer bad gebeimnifDoUe ^Dunlel f)inin, in toc(4^em fid^ befljnbig ber ®riwe verborgen i^Mt unb eno^gt man enb< U^ bie unermeplicben «^inberniffe/ bie bem ^remblinge aOc genauere ^nntnt^ i>on bem 2Cmte unb ber Stellung hti^ fe(ben fajl gan} unm6gli(b machten / fo ijl ed leicbt begreif« ü^, wie fxd^ bie SVeinung bilben fonnte, ia felbft bilben mufte: ti b^trfcbe iUtf^aupt aber aUe Sanbfcbafien 9>rettfs fen< unb fogar aber beffen ©rangen weit bin^ut mir ein einziger (Sriwe M ein ®efammt::jDberbau))t über aUii, xoai {Religion unb |)rie{lertbum b^i^^ ^}« 3n ber X^t »ar e8 bem SBefen, ber SBärbe unb ber JBebeutung na(^ auct^ nur(SinS3i(b beö^riwe^ melcbed man iiberaQ mieber fanb unb e6 mecbfelten nur bie iOrte^ wo ft^i baffelbe Silb im« mer wieberbo(te unb bie |)erfonen/ bie eS g(ei<bfam trugen unb e6 (onnte fomit bie bem ^rembUnge gugef ommene 9tai^ ridi^t/ ba^ in ^reuffend Sanbfcbaften ein ®rime bai obeiffe fPrießeramt lottwaltt, gar (eicbt ben ®(auben er}eugen, baf biefer ®riwe aucb nur in Siner ^erfon unb cn Sinem £)rte oorbanben gemcfen fe^. , Selten^ t)icllei(bt nie ertbeilte ber ®rime bie n&tbigcn . ®cbote unb S3efeble bem Solle felbft. (&x fanbte feine 0o< ten aud/ bet^oOmdcbtigte folcbe' bunb Uebergabe eineS (Se^ bieterftabeS ober eineö anbern befannten 9Ra(bt)et(b€nS, ®riwu(e warb eö genannt/ unb lie^ bur^l fle feine ®ebotr verfänbigen ^). (Solchen ®efe6en aber mix^tt ft(b jeglicf^r fugen; feinen mar SBiberfpru^l erlaubt; Dielmebr galt ber 1) C^d finb hiefu bte «ßauptreruttatf einer genauetrn ttittfcTu^ttiis btefc^ ©egenftanbej. jDa ManntLid^ in neuerer Seit an ber (Iriflnii bee ®rt»en ql^ etned IDberprieflerd überhaupt geiwetfelt tvorben ift imb ' dtUi, toai von i^m berichtet toith, ein ^itotxf&nbnif be< SDuebittg 5itr nueUe ^ben foE, fo »trb eg nic^t öberflftfitd f^pn^ jene ttnferfn' 4ttn0 in ber Setlage Nro. X. mitjut^iten. 2) Duthurg P. IIL c 5 fagt: 2>er Sote (nuncins) fep erfd^iettcc 
2>ie $rtef}ec. 603 fhengfie ©e^orfam ali erfic $fli(^t »ie 6et bcm SoKe, fo bei ben Drieftem felbft. £)e$ ©riioen jBefel^l warb jle» betrad^tet a» bet @ittet aßtUe ') unb tn folcf^er Seife flanb ber ®nn>e einer Sanbfcf^aft in fetner Wladft bebeutenb ^bf)et, a» ieber 8anbe8färft *). Xuf mld)^ Ttxt er }u biefer JjfAUe beS 2tnfei^en8 unb ber ®etoalt gelangt war^ fann aM ber mangelhaften ®ef(|^idi^te biefer Seit )war nid^t nacf^gewiefen »erben; aber ti le^rt bie ®ef(bidi^te anberer Seiten unb Sftifer ben gansen ®ang biefer Srfc^einung; ed jeigt ifin bie ®^i}xd)U Tiesppuni, be$ 9>{itteIaIterS unb man« <|^er einjelnen Sinber, aber beren Sewo^ner in ben 3tn« com baculo sao vel alio signo noto. 8ucad S>at>fb S3. L &. 80 nennt hai iziä^n einen 0tab unb ^cdtocius gtebt ibm ben 9^amen. nStttmuU obec An^tonOe. S>ie &ad^z fynt |t<^ no^ btd auf bie fp4te< icn Stt^auec ttf)a\teti, bei benen ein frummec &tab -^ ^ — gewd^tt« Ei4 aui berSBttcsel etned jungen SSaumflammei genommen/ oad Vmt<> iet^en be< @(l^ultt)eifen tfl. ,;8ßia bec ®4)ttlt^tp bie ^Dorffcbaft »er^ fammetn ober einen Sefe^l anfAnbi'ocn, fo fenbet er ba< ^nimml^ol^ 2U bem nddbften 9la4bai; unb biefer muf ei gleid^ weiter fenben / hü a t)om legten (Sinmo^ner mieber ^um @(^tt(t|ei9 iuröcffe^ret SDiefee Vmtdaeid^en {ie()t in großer QCc^tung unb feiner ber (figent^ftmer barf na4 Umgang ber Jtrimule surAcfbleiben." ®o Biicfa in ben 2Cnmer (uttgen |U Donaleiäs Sa^r ®. 159; C9efang IV. v. 153 ^ißt e< Kri- wulei. 9Stit ber f^ier gegebenen 2C&Uitung beö Sßorteö oom StUb^^ui^ f(^n Kjreiwas, frumm/ Cann i(^ nid)t übeteinftimmen, inbem id) bie 2Cbs jlammung vom ®dtoe t)or3ie^e unb be^b^lb Grlyule fc^reibe. QU ift nid^t unioabrfcbeinlidj^ , bap fp^tn^in, ali man bie dUere SBebeutung unb ben Sufammen^ng bei Seiä^tni mit bem ®rime oergeffen b^tte, ben,®tab nur be^balb frumm md^flte , weil im Sittbauif^cn läreiwai frumm be> beutet. I$gr. Oftermeper a. a. SD- @. 31 — 32. Qtxeai ooOfom« men bem entfpred^enbei l^at^en bie alten ^cbmeben in ibrer Budlafa ; morfiber Stiernhöck de jure Sueonum L. L c. 6. 1) eucad jDa«ib S3. I. @. :20. 27. 33. 80. 2) JBefremben fann biefe Chrfd^einung mobl um fo weniger/ ba wir eine fo audgebe^nte prie^li^c fRacbt im 9{orben au(( fonfl no<^ fin» ben. 6ie war in @fanbtnaoien/ wie wir in ber S3eiläge Nro. X ge» jetgt ^ben. Con ben @lat)en aber fagt Helmold, L. IL c 12: Res apud eos modicae aestimatioiiis est, coniparatione flamiuis. lUe ^ enim responsa perquirit, et evenius sortium esplorat Ille ad du- lum sorüiim et porro rex et populus ad iliius nutuu pendent. Aaramfin S. L Q^. 79. 
604 Z)te ^tiejlec fJingen mmfäfliäftt flStIbuud bie 9ttefietfd^aft bte 9titM Wirten tief ^ nock^e iebe Steltgion eben fo }ut SrmAnig bei ®6)xeden^, bet Sutdt^t/ bei bUnben @e^oifam«, bcr jDemfitlS)igung unb bet @inf(||fid^tetung bei menfd^Ud^Kn ®er mAtl^ei/ afö jum Srojle/ )ur ®el{g(ett/ }ur Steube/ jur (Smecfung unb gtor <Sr()e6uns bei menfcf^K^^en ®etftei an bie «^anb bietet. Sßo bei SSoIfei 93i(bund no(6 blinben @Iauben^ blmbei Solg^n unb blinbei ®e|^ot(^en juUft, ba ijl überall ^terar^ifc^e ©ewalt unb ungemefTene SSac^t bei ^riefiertli^umi nat&rli(^e So(ge. @te ift ntrgenbi unb nie einzig Sad^e ber ^rtefterfcbaft; fte ijl t>ielme^r immeTbor im Seben \öien felbfi gegeben; {te ift notl^wenbig f&r bte Seit unb fte bauert, fo lange bai ieben {te trjgt. Xu4^ in |)reu{fen lag ber Sriger btefer 9rte|ierma(l(^t im ro^^n 3us ^anbe bei IBolfei/ in ber ®tufe ,feiner S^ilbung unb ani^ lllier Ratten gewiß bte ^riefier bie SRittel niddt oerfc^m^^t, bie i^nen l^o^e Xd^tung^ Sl^rfurcftt unb «^eiltg^altung unb im fßolU @(^eu, Surc^t unb fhrengen ©e^orfam ermecfen tonnten. @ie beuteten aud^ IS)ier bie gel^ietmen Seichen bet SSa^rfagung^ erll^rten bie Sptaä^t bei 2)onneri unb Ihraf? ten mit ber Sflamme bei «^immeli ^). S)arum watb boi SBort/ wie bie ^erfon bei ®riwen fär l^ilig unb um>er? le^ItdE^ gel^alten. 6i gelangte aber ju bem ^o^en TLmU einei jDbett>ties fleti immet nur ein beja^ttet SRann '). Si wlblten i^n bie ^tieftet aui i|irer Wlitte, n>enn bie ®6ttet if^nen bat^ itber i^ren SSiUen funb getl^ian ^). S)er ®ewi^lte er^tett bie oberyriejierIid[}e SBürbe fteti auf Sebenijeit unb mit 1^ ren ni^t, baf \id) je einer bei ^p^en TimM unwärbig be^ miefen. ^o^ fonnte er freiwillig ^d) beffelben entlebigen. Si gefcl^ab folcl^ei aber nur, wenn er )u feinei 9iameni ewigem Xnbenfen unb }u ewiger iBerel()ntng untet bem 1) euca« ^ar>it> S3. i ®. 30. 35. 84. 2) euca< £)aotb S3. I. ®. 31. 3) <S6fiibaf. @. 78. ^od^ »icb emmal au^ von einem 3mieriHittr bec^rtefier, bet ber Sßa^t be< ®rit9ea gefprocieii} @. 79. 
fßcifte nad^ bem SBeif^tele Ui erflen ®ximn tnt^ ben Seuertob f!c^ ben ®6ttem o))fem n>oHte. 2>ann beftieg er einen «Raufen Don b^tUgem «j^Dlje^ emol^nte bie ^rieftet unb baS tierTammelte SSolf unb lief jur SSerf&l^nung beS äonted ber ®&tter verbrennen 0- ®o foUen bie metfien ber Qrtmen {td(^ felbfi btngeopfert b^^fn. @in SSerseicbniß aU ler ®rin>en Don Sntteno'ö Seiten' bii auf ben legten fe^t bfe $a^ auf ein unb funfjifi; aaef#b{e ^ic^tigfeit beffetten {ji f(btt>ernc^ )U verbärgen unb ni<bt mit Unredi^t galt ti i(S)on in fräl()erer Seit für eine b(o6e Srbic^tung eineS md» fügen üRftncbeÄ *). 1) jDieSeset ber Serbrennung ergdt^lt Suca< »Daotb SB. I. ®. 76. 85. @tmon ®runau Tr. III. c.l. ^rdtoriue Gdjiaubü^ne ». IV. c 12. §. 26. 2) 8Ran ftnbet bieff^ S3eri«td)n{f fitnmtttd^ (Svtoeti in Henne^ berger de vet Pnus. p. l4, bec e$ aui ®tmon Grünau'! IBor* rcbe §. 31 entnahm; bei ^rdtoriu^ €$4aub. SB. IV. c. III. §• la. in Hariknoch dissertat. de sacerdot vet Prussor. §. 2. 2C. U- 9{. 9reuff. ®. 149. X^o Histor. Pmss. p. 5. (S< laffen fid^ gegen bie 3Ctttenttcttit btefed Ißerseid^ntffeS mand()erlet 'Swetfel erleben; benn 1) fragt H ffd^ : SBo^r ^at man btefel ^^omenDersei^nif ber (Crimen er« (alten? JBerfolgt man bie Duelle, aus »el^er alle SSerle, bie ed ent» f^ttn, es entnahmen, fo »icb man immer auf ben Unain^erldfltgett €$imon ®runau als W eigentliche Urquelle auröcf geführt unb bies fer au4 fonfl fo ^h&fi, unfritifclie @()roni|i fagt fein Sßort baräber, mo er baS IBerseic^ntf gefunben (laben toill. 3n ber (^roni! beS S3tf($ofS C^ftton !ann eS mo^l \^xoitl\(i) geflanben l^aben. SucaS jDaotb »&tbe eS bann ebne Stoeifel in feine (S^ront! aufgenommen ober feiner menigs fknS enod^nt (aben. 2>iefeS ift aber xa^t nur nic^t ber gaU/ fonbern t& lle^t au4 felbft bei @imon ©runau gang aufer ber 9iei^ beffen, tpaS er aus bem SBifc^of Q^rifHan entleljint ^at. 2) (Srmecfen au4 f<^on bie 9lamn felbfi an ftdf einiges SRiftrauen gegen ibre ^Ced^t^eit. fRancbe flingen bur^auS nid)t |)reufftfd^ ; fo Marco ^ Ronij, Bolloysus; einige |Inb offenbar me^r Sttt^auif^e 9tamen, fo Jaygello, JargaUo, Pomoloys. ^m meilien aber befrembet bit ^bigung ber me^rften bie» fer 9lamen auf o. scroti unb breifig berfelben (aben biefen (Snblaut ttSb bo<^ enbigen unter einer aXenge ber unS bekannten altpreufffs f^en SKdnnersSRamen nur febr menige mit biefem Saute. Ueber^upt längen bie meifien biefer ICtamen t>iel meid^er, als biefe angebU(|en Crimen s9tomen. 
606 2)te $rie|ler. Unter bem ®ttn>e ftonb abtx femer noit eine ja^Iref^e Driejlerfii^aft/ Derfcl^ieben in tt^rem Stange, in i^ren Se» nennungen unb t^ren SBerrid^tungen. X>o^ würben cXU, wie ti fd^eint/ unter bem aDsemeinen 9}amen SBaibelottcn begriffen, wehber wiffenbe 9Rinner/ äBeiffager/ ®eber be« beutet^). 9Beil f!e aud gefyetmen/ bebeutungöDoSen SeM^en ben SSBiUen ber ®&tter erforfc^ten, foldl^en bem Sofft t>ers fänbigten/ in bie SufiApt Mm, ®l&d unb Unglätf beute« ten unb ilber|;aupt/ wenn man fo jagen barf / bie Sn^bet unb |)fleger l^i^erer SBiffenfct^aft unb Jtenntnig waren/ fo fonnte wol^I füglid^ biefer 9lame auc^ aUe |>riefier umfof« . fen '). 2)ie erfle Slaffe unter i^nen bilbeten of^ne Bwetfel bieienigen; welc^ie beflanbig im ^eiligen Stomowe/ in bei ®riwen ^af)€ kbUn, unb fc^on barum bei bem So(Ce ^o^ SSere^rung unb l^o^eS 2Cnfe()en genofien/ weil fie fid^ jtett ber 9li^ ber ®&tter unb beS taglic^^en Umganges beS iDber« priefterS erfreuen burften. @ie l^ießen ®riwaiten unb biU beten l()&4){lwal^rf(|)e{nlici()/ wie fd^on ibr Stame jetgt, ein eben fol4)eS ))ri€ft€rlt(beS 3w&Ifs9Rclnner^®eri(|^t/ wie ed tn ilterer 3eit in @(anbinat)ien bejlanb 0- Sl^re ia^l t&x^c te ba^er aud^ wo^I ni(bt f)h\}n, alS jw&lf gewefen fepn. ®ie bilbeten bemna^l wa^rf4)einlic^ bcS ®riwen oberflen  1) SRatt ^t me^ce Ableitungen tiefet ^Benennung ; aber bie met; flen taufen auf ein« ^inau^. >Dte natäclic^fle unb einfacl)fle f^eint taa immer bie »on bem attprcufpft^en SBorte Waidini wiflen, W'aidj-s etil ®eber, Sßa^rfager; Waidin bie SQ3iffenf(baft. 2) 3n biefer allgemeinen SBebeutung nimmt anä) 8uca$ IDavib an Dielen Stellen ben 9tamen. SOi^an^e aber, mie Ofterme^er ^. 35 nehmen bie SBaibelottctt für eine befonbere Jtlaffe von f)neflem. 2>af bicfe^ unrid^tig fep unb SQSaibelötten eine SBesei^nund fflc ole yriefler mar, bemeifet unter anbem auc^ no4 ber Umßanb , baf bfefer 9tame nod^ fpdter^in för allerlei Sßabrfager unb Sauberer gebraust »urbe; fo gebietet ). S3. ber «ßoc^meifter ©ie^frieb von .Scud)ttDandett in feiner Sanbe^^Orbnung, baf unter anbem auci^ feine ,|9&afbcler'' im £attbe gebulbet »erben follten. @. |>reuff. Gamml. SB. II. €^. 100. 3) efu^m S. I. e. 50. anfallet !B. I. €$. 75. fRfi^i ». L e. 45. Xbunmann €$. 79. 
Die 9vte#et. 607 Stiüffy unb Riefen bavum m^ bte obetften Saibelotten ') 3n tfyre 3a^l verfemte ber ®ttwe, wie eS ^H^tint, au(|^ feine Bemanbten/ »enn [0% 9>rie1ler »aren'). XuS tfyrev SRitte gefclfafy burdi^ fte bie iebedtraltge neue SBabl beS £)&eYt)rte#ert >). 2)tefem aber ftanben {te fietS in betben Se^iel^ungen f9te att Sti^Ux, fo aU ^rieftet }ut @ette unb nidftt oon Sßtcbttgfett n>arb o()ne ü)xen SStitatI) be« fdblofFen unb wU^it^tt. SBenn fte bem Solfe Sefe^Ie txs t^ei(ten ober beö ®rtn)en ®ebote berlinbtgten ^ fo beburfte a bei tbnen nic^t beS ®ebfetetflabe6, ber @rin)ule ober eine« anbem 9Ra(li^t)ei(ben6; jeber leiftete i^nen fd^on t>on felb{t augenblicfltcben ®e^orfam *). 9Bie ber ®rime unb aOe an-- bem 9)rtcfter/ fo n>aren and^ fte ebeloS unb gelangten ju t^rer ^6l(^eren Sßurbe ^rxxö) bie Srbebung beft iDberyrtefhrS unb wal^rfct^etnlic^ erfi nad) ber SSerwattung nieberer ^ries* getarnter •). Sbnen )unJi(|^fi im Stange jlanben bie @iggonen obet ®iggonoten^ benn otid^ {!e (ebten^ xoit eS fc^eint/ jum gt&ften Sl^i(e in ben Umgebungen be6 fyeiligen Stcmome, ba einer berfelben am beiligen SBalbe @amIanbS ben l^ei«' Ugen Xbolbert erfc^lug *). 3()r Stame beutet auf (Srtbeilung beö @egen6 an r>ai , Holt, n^abrfdi^einli^» ibr iDicbtigfied 2rmt%f(()ift 0. Xus 2CbaIbert« aSetf))ieI bärfte }u fdi^lie^en  l)8u€ad ^at)tb unterff^eibet Mope Hßatbdotten oon ben ober» fUn S&atbelotten unb untfc btefen meint er »o(l befidnbig bie (BviwiU ten ; f. SB. I. 27. :;?. 79. 95' öerolei^yt er fte mit ben JDom^erren ber Stf<i^5fe ober mit ben ^arbtndlen bei ^apfted. 2) Dusburg P. III. c 5. fpti(^t »cpigflenf von a3Iutlt>enQanbten bei Crimen/ bie im Spange ^dber ftanben; M anbere. 3) Cucai jDat>tb ». I. 0. 27. 79. 4) iDiefed bemeifen }um Zf^\l ^u6bur9< Sßorte o. a. £). 5) Sucai jDaotb S. i &. 31. 9)rdtortui ®((aub. 0. 373. 6) Igneus Siggo, sacerdos idolorum mirb er tn ber vita S. Adal- bert ap. CapU. p. 353 genannt. S>ie Legenda S. Adalb. nennt i^n Hdor feroz unb gleichfalls sacerdos idolorum, aber o^ne ben 9?amen Siggo ansttfftf^ren. 7) ^er 9tami tfl entnommen aui bem altprenff. SBurte signat 
608 2)te $rtef!er.. feytt/ bdf fte ^tt^tetd^ bfe nidf^fte Xufft<i&t Aber ben ^ilig/tn SBalb am l^eiHgen 9lomoioe fäJ^rten ^) unb a mixt bemnod^ ni^t untoal^rf4^etnltdi^ , ba{l fte aucf» an anbem UUi^tn S>tg ttn, an l^tltgen flueOen, auf l^etltgen Sergen / in l^tttgen «Rainen/ an einzelnen ^eiligen IB^umen bie oberfien Xuffe^ geioefen/ tod^t bie bargebra4^ten £))>fetgaben in (Sm^foiig nal^men unb ben £))>femben baS SBol^(gefaDen ber ®&ttei> ben @egen/ oerf&nbigten, Ueber ibre n%ren SBer^ttnifie aber ftnb »ir weiter nicbt belebrt Xu^er biefen {wei iDrbnungen loerben aucb tt^ bie 9Surft{aiten ali |)riefter genannt Sbten Slamen foSen fie nac^ ber SReinung Siniger t>öm ®ette SBurSfaite baben, n>e(cbem fie bienten '); bocb bärfte tt>ob( in {weifeln fei^n^ ob »irtlid^ biefer Driefiers9lame fär S)iener be« SBurdfttit» in Altere Seiten bingeb&re. Xnbere bejeicbnen fte äbet(KUi|»t nur aii bie Xlten / fteOen fte bem ®rin)e iixnii!^^ {ur @etti unb geben ibnen bie Seitung ber gottedbienfUic^n ®ehxiu^ att ooriäglicbfle^ Xmt6gef(bift ")• SSieUeicbt toar ibr ^vpt^ gefd(^dft bie *£>eitigung unb (Sinmeibung unb £)pferung ber £l)>fertbiere/ loieDeicbt ibre itrfprunglidE^e Seflimmung % beim ber ®ott/ beffen 3lami arx^ ber ibrige »ar, wnrbe betracb^ lehnen; signassea ter.®egen; f. Säterd ®prad^ htt altes fhreuflte €S. 136; Oflerme^er €$. 36 fAmmt im (Banken übtttiu, tnbem cf hai föort Zegnotl fernen alA Stammwort anfüf^rt unb ben 9Umiu eigentlich Zegnoczei [(^reiben »ilL |)rdtortu$ G^aub. ®. 379, bcm aud^ ^avtlno^ 2C. u. 91. 9)reufT. &. 150 folgt, leitet ben 9tamm oom altpreuff. Zigas Crbnung unb mad^t bie (Siggonoten an einer XH von Drben^prtejlern/ SDtane IB. I. @. 85 fogar {u einer 2Crt 8Rfa4c 1) <S< tieift ndmlt^ oon bem Siggo, melc^r ^Urerten ecf4lti0: duz diabolicae cohortis yeluti ejo debito prima inferre Tulnera te^ nebaiur. & forberte e< atfo gewiffermafen fein ^CmtdgcTcbift 2) ®4ion ^artfttoc^ X. u. 91. 9)ceufT. ®. 141 ift öbec bie 6a4e fe^ }»eifeliKtft. 3) ®o Oßerme^er ®. 35, ber i^ren 9tamen t>on Woras oSt äbleitit unb bie Wonuskaczei Seniores, Preabyteri, Directorea sa- croram fe^n Idf t ( 4) m^'ZvLCai JDaoib S. I. @. 88. 10t 103. Meieüi EpisL ad Sabinum p. 3* 
Die |)rtetlet. 609 atö @4^ti|gott bev «^eevben unb folglicf^ audi) bev £)pfert^iere. S)tefe brei £)tbnungen umfaßten, tote eS fd()eint/ bte 9ome^mftett 9)riefter beS SanbeS. %uf er i^nen aber ffnben toir au(^ no^ meiere 6(affen t>on Unteryrtefiern ^ bte beS^ tt>egen in nteberem Stange flanben^ tt^et( jte nid)t in ben Umgebuttgett beS l^eiUgeit Stomotoe'd uitb in ber iRi^e beS ®rin>en lebten / aucf^ ntcbt SSorftel^er unb oberfte 2(uffel^r ^eiliger i&rte waren/ fonbem jerftreut unter bem SSoIfe wohnten unb beffen SBelebrung über 9leItgton unb ®6lter beforgten ^). Sebeö 2>orf fcbeint einen fold^en ttnterwaibe? leiten in feiner ^ittc gebabt )U ifabcn. @8 gel()6rten fer? ner in biefe nieberen ^rieftercIafTen audi^ no6) t>erfc|^iebene Vrten priefterlidf^er 9>erronen/ benen eigene ^yriefterlid^e ®e^ f^äfte oblagen. 2(tö folc^e ftnb fcbon frA^ier erw^^nt bte Xuliffonen unb Sigafc^^onen^ XtanUn^ unb Seic^enpriejler, aber beren ®ef(|)jfte fcbon oben gefproc^ien ifi '). Stoetfel^ ^after aber ift e$, ob bie ^malgonen^ ^(|^}eit$priefter/ bie 9tiö)Uv über Sräutigam unb ^raut^ »el^e bie @^e ein^ fegneten unb fiber ber 9leuoermabUen ®IudF unb Unglficf n>ei{fagten ")/ bie §>uttonen/ äBal^rfager au$ bem @4)aume be6 SBafferS/ bie SBejonen/ n^elcbe bie 3ufunft au6 ben SBinben oerf änbigten , bie $u|lonen/ Mlö)e bie Sßunben unb 2(udf(^lage burc^ i^ren ^au^ ^tilUn, bie ^aitonen, ioeI4)e ^d) felbfl oenounbeten, um bie ®&tter )u oetfi^nen^ bte .{Burtonen / xoüd)t aixi getoorfenen Soofen meiffagten/ unb bie Swafonen^ bie au8 ber ^amme unb bem 9laudE^e be« Sid(ite» bie 3ufunft entminten, — ob biefe ^riefter wirHi(l(? alle ber fruberen l^eibnifc^en Seit ange||6rten ♦). ^ber nidl^t aOein ben $rie{lern »aren bie SBeiflagun^ gen anvertraut; eS gab in ^reuffen au^ toa^rfagenbe 1) ^ucad ^anih ». I. ®. 35 — 37. 2) iSievtüä^ntifftevManntliä) bte SSettrogöurf unt>e t)om 3a^re 1249. 3) Ob Mere @r!ldtrund t^^ree TCmt^tfäi^^t^ rt((ttg ifl, heimifetn wie felbfl; mrUei^t ifl Oflermeperd (EMtixti^ M ?lamtn€ oon Zwalgyti genau htfdfytn, Uttaä^ttn, alfo S^c^auer M £)pfen}(e$c6 richtiger. 4) QSö l&ft ff^l hierüber auf feine SS^etfe }ur @eu>tf(fett fommen I. 39 
610 ^riefterinnen unb SSa^irfager. Stauen, n>etbttd^e SBaibelottett/ loetin man fte fo nennen n>ill. Sreili^l ftnb »it aber t^te nieten fBer^Itniffe fafl gar nx^t unterrichtet^ tok felbft fcf^on bte fi3e^u|)tung fe^r ungewiß i% ob wirUtdE^ audl^ im Eiligen 9lomowe f>rtefle^ rinnen Ui S)ienf}eS ber ®5tter gepflegt 0« 3n ber erfclietr nung biefer wa^rfagenben grauen aber im XOgemetnen fpri(^t \i6i anä) l^ier wieber ber ©ctmani^^t ®eift unb 6^arafter ber alteren S3en)ol^ner ^^reuffeni ani, benn au<^ bei tf^nen rul^te btefe ^rfdE^einung auf bem a(tgermantf4^en ©tauben, e§ fe^ tta>M «^eilige« unb Suhtnft'X^nenbeS in einzelnen ^auen ') ; unb wie bie ©ermanen in i^r Se« leba, ^urinia unb ®anna pxtpfftti\^e Serfi^nbigertmifn ber Sufunft verell^rten, fo fuc^ten aud^ bte ?)rettfren ftfter SRat^ bei i^ren lieilig gel&altenen, »eijfagenben grauen , bie in ben 8anbf(|)aften ^ie unb ba jerfheut lebten. 2t» eine fol4^e nennt fc^on bie alte @age bie |)riefterin Dogejana im Dogefanifd^en Sanbe *)• ^oä) ftcf^erere 3lai!^xiö)t aber ^ben n>ir Don einer anbern, bie im ®alinberlanbe lebte, bort in ungemeinem 2(nfel()en ftanb unb burcf^ i^re TLuifpt&ift unb ,ber q&nfiiä)t SRangel ältetn dueSen madjit aflfe birfe 9>rir0rrs gattungen, menn mir fte fo nennen bfirfen, fe^r }i9dfet^aft 9htT Mr a^ttltffonen unb Sigafc^oncn ftnb ucfunblicb begrünbct. Vi^hn bie anbfcit geben nur 9ta^ti^t Meletius Epistola ad Sabinum unb yrAto« rtud @(baub. &. 383. JOiefcr Q^ccfbent aber, ber aufer ben genamis ten tiocb mebrc fhrtefimtalfen AufgA^tt, batte feine S3er((bte srdftenebcitf nur au< bem SRunbe be< SSolM fetner 3<tt, befonberi tn Seobcancn. Unb in vielen fpricbt f!<b offenbar eine mit fp&tere 3tit au^ ttebec» baupt fammelte |)rAtor{u< feine 9lottien fo gana obne alle ^ftrittf «nb forgfame @id!)tung, baf |te immer nur mit grdfter Borft4t benutt »erben mäffen. TCixi ii)m entnahm, obwobi ofhnard fcbon jveifelnb an ber Sßabrbeit, «ßarttnocb ^. u. 91. ^reuff. @. 153 unb a«< blefe» wieber Slone SS. I. ®. 85 — 86 feine 9tad)ri4ten. Oftcrmeper e. 36 iil in feinen (SrflSrungen geiDif oft elAcRicb^r; er fanntc ofns bar bie (Efpracbe genauer M IHrdtoriu^. 1) IBBie *ßarteno(b a. a. £). ®. 151 annimmt. 2) Inesse quin etiam sanctum aliquid et proridum pntant. Tacit, German. c 8. 3) eucad ^aoibiB.X @» 72. 
9)rtejler1nnen unb ©a^rfager. 611 all^i Unlte unb reitrte »). SBie gcwaltifl In jener »anbfc^aft i()r einfluß war, teuftet au8 folgenbem (greigniß ein. . 2)a9 ©alinber^ SSol! 1)atte fi(^ im ©lucfe eine« lan^ gen gricbenö fo jal&lrei(|> berme^rt, bag ba« 8anb bie äSBe- wofcner faum noc|i faffen unb emiftren fonnte. 2)a bef(|)lofr fen bie SSornelS^mjlett ber 8anbf*aft baß auf eine Seit aUe »eiblicj^en Äinber getJbtet unb nur bie Knaben jur gfi^^ rung beö Äriege« auferjogen werben foUten. ©o gefc|>alS) el ÜRütterlidi)e8 ÜRitleib aber tjerbatg 6fter bie neugebo^r renen Sth^Ux unb weiblid&e »ijl wußte fte im ©e^etmen am geben gu erl&alten. 3fu6 3orn f4)nitten basier manche ber SRinner ben unge^orfamen grauen bie äBröfie ab, ba^ mit fie niemals wieber Äinbet fingen f 6nnten. ' 2)a bega? ben pell bie grauen, ergrimmt über biefe grebeltl^at, ju ify: rer 8anbeö:*9)ro^)^etin, bie flberatt im SRufe io^n ^eilig:: fett ftanb, unb fT:agten fie um 9taÜ) unb SBeijianb in i^rer 9lot^. X>ut^ WlxtUit> JU ilirem ®i\d)Ud)U bewogen, berief biefe fofort bie JBornel^mften be6 ganjen 8anbeS tjor ilSiren SSol^nft^, i^nen berfunbtgenb: ti fep ber ©itter SBiUe, baß fie aUe ol^ne 9Be|)r unb SBaffen ober wa§ fonjl jur SSert^ei^ bigung biene, in« 8anb ber %ijien einbrechen foHten. Unb bent SBorte ber mdci^tigen ^riefterin folgenb, mahlte fidf fd^mU aUe waffenfähige SRannfctiaft auf, übte im na^m ddrifilidiien Sanbe f4iredni(|)e S^^iaten unb fü|)rte eine ja^tlofe Sß^ute mit }urä(f. ^od) auf ber «^eimfefir nod^ würben bte ®a(inber bon ben S^riflen angegriffen, bis auf ben (e^$ ten aSann erfd^Iagen, i^r Sanb aber warb bon ben erjümten 9lacl|)barb6l!ern überfaOen unb fo ^xtHiify berwüflet, baß feitbem baS ®a(tnbers:Sanb immer ein Deribeted unb mm^ fc^enleereS Sanb b(ieb. @o l^atte bie mJ4)tige ^riefierin il^r ©efc^led^t gerdc^t «). 1) Dusburg P. III. c. 4. JDie SBorte biefel G?$contßcn : Quac (Doraina) secundum ritum ipsorum sacra et prophedssa reputaba- tiir, raffen batrauf fc^lfefen, hot ed folcber mebre in ^reuffen gab. 2) ©0 eradbien Dusburg P. III. c 4 unb nacb tbm mU anbere eanbeö^roniflrn bad (Sreignif. 9ta6^ IDit^burg« IDacfleaung aber fd^emt 39* 
612 ^ciefterinoen unb SBa^rfager. Qi gab auferbem aber an^ ^nefterinneit/ rotl^ m6)t mit fo bebeutenber ®emalt loerfel^en waten unb ntc^t in bicfem ^o^en Stufe ber «f^eiligfeit flanben; benn oft würben au(l(? Sßitmen^ bie in ber 6^e finberloS geblieben, na(|)maI8 burcb einen unt>erelE)eIicbten jungen SR^nn t>eT£ fud£)t^ geboren Ratten, in bie $a\)t ber SBaibelottinnen Qufge^ nommen ^). SBie bie nieberen SBaibelotten jerjircut im 8anbe wobnenb, pflegten fie be8 ®6tterbienile* unb ber SBeiffagung ^) ^ unb eS \äfexnt, baf bie toerfcbiebenen ®bU timm auä) nur burcb ^riefierinnnen mit £)})fer unb SBet^ gaben t)ere]E)rt werben fonnten. ©el^en wir aber auf ba6 geben biefer ?)rieflerfc|>aft im ungemeinen Wf fo mu^te ieglic^er, bem biefe SBurbe bnrc^ ben ©riwe juerfannt warb/ einen reinen / ftttfamen unb tabellofen SBanbet föbren, ber 9>riefler obne grau unb bte ^rießerin o\)ne 9Rann leben, gär alle war Aeufc^b^it unb ftttenreine« ßeben baS erfie unb b^iligjie ®ebot. SBer e« übertrat/ warb fern t)on ben ®&ttern als ein ®rauel be9 ganbeö bem geuertobe fibergeben *)• 3« bie bolzen SBfits ben ber ®riwaiten ober oberen SBaibelotten würben auäf HetS nur Uta^U unb e^rwärbige ÜRanner erhoben / beren ftttli^ien SBanbel ein lange« geben fcbon erprobt batte. 3^ ren Unterbalt fanben bie 9>rieiler wabrfcbeinlicb tbeiK in ben jabiretcben £))>fern unb reicbgefpenbeten SBeibgefcf^en« feu/ bie tagli^ im b^iligen Slomowe ben ®(tteni }Uger bracht würben/ tl)eH& anä) wo^I in mancherlei ®aben/ weld^e man ibnen . felbfl juwanbte. Unb fo mochten au^ bie nieberen SBaibelotten unb bie S)riefferinnen ben IBebarf ibreS gebenö im reid()(i(ben Ueberfiuffe bei ben fiSewobnem ber ftc^ ^a§ prop^etif(^e ^Cnfe^en unb ber grofe (Stnfluf btefer ^neflrrm nic^t ober bte ©rdn^en ®altnbtcnd iinani nftcttlt ju tmben , wtniq* flend raffen und biefeS bie SDSorte f((|(tefen: ad cujus (propketissae) iiriperium huius terrae facta singula regebantur. ^efltc^ tft ^'fmtt ntci}t oefagt; baf man nf^t au^ au$ anbern ^anbf^aften hei f^r SfBa^rragung einboUe. 1) Sucad S)at)ib S3. I. &. 23. 2) 8uca< jDaoib SB. I. &. 35. 36. Cftermeper 0. 39. 3) l^ u ca g ^ a t> ib $B. 1. 0. 31. 32^ 38. 99. J>o Histor. Pnus. p. 4^ 
£)te 9)rtefier. 613 Segenb ftnbeii/ in welcher fie bad |)nefteramt «ematteten 0- SBBie aber loaren bte ^xUftn }u biefem (StnflufTe unb )U btefer SSad^t gefommen? SSBie ^atte {t(|i ba§ ^rteflev« t^um mit bem ditdS^teramte Dereinigt? Xuf n>eI4)em SBege .»ar bte Ifoffc ©teOung beS ©riwen al8 i&ber))rtefter ent- flanben? jDa6 Sltd^teramt beS ®rimen n>ar ()&d^fimal^rfc^etnr Itc^ ba6 dltere unb urfprAnglic|)e ; barauf beutet i^on jene alte @age l^m/ n>e(c(»e ben ®rtwe, ben fRxöfUt tn f^riebenS- fadE^en/ bem 9Biben>ub, bem iDberflen in AriegSfacl^en^ ge:: genuber fteUt 9)riejler im eigentU^en @inne f4)etnt ber ©riwe in ber ditefien Seit . feineßwegS gen^efen ju fe^n ober er war eS nur infofem^ att i^m, bem rd[)on »egen feiner StiöfUTtoitU unb wegen feineS fonfiigen (Stn{Iu|Te8 in ber Solf d :: ©emetne am meiflen gea4)teten unb angefe« ^enen ÜRanne m^l auö) baS ©efd^dft übertragen tt>ar^ ben @htttm Don itit }U 3eit ober bei befonbercn n>icl(^tigen fBeranlaffungen bte befltmmten iDpfer ju bringen. 3n bie^ fem %aU^ trat ber ©rime glei4)fam aud bem bürgerlicben geben ju biefem religi&fen ©efd^dfte nur auf einen ^Cugen^ blidf ^rau«, um für biefen 3n>edF Driefter ber S3o(td::®€^ meine ober |)riefier beS &taat^ ju fepn ^). @onaci() war urfpr&ngltcb , wie bei ben alten ©ermanen auc& If^ier ber ®raf ober ber i(riwe juglei^ au^ ber 9)rie{ler unb bie prie|lerli4fe äBärbe mit bem bärgerlici^en TimU oerbunbcn 0- SS gab alfo anä) in ber ®e^d^xä)U beS ®ermanif4)en SSoitö? flammet in ^reuffen eine ^cit, in welker nocf^ fein be? fonberer/ abgefc|)(o{fener 9)rie{lerf(anb oorbanben war unb ^ ber 9>rie(ler im bürgerlichen Xmte bei ®riwen glei^fam nod^ oerborgen (ag. Tibet eS folgte bann andj^ eine Seit^ 1) eucad lOaoib ». I. &. 38. 99. 2) S>er Sacerdos ciTitatis, wie ifin Taciius Germ. c. 10 nennt. 3) 3war l^at man neuerbingö btefe SBerMnbung bet ben ©ermanen be^todfett; f. 8ubene ®erd)td^te bed ^Deutfc^. S3olfeö S3. I. @. 747. 2(aein burd^ SSergteic^ung atTef ^tec^cr ge(6riocn (Sitellen beS Sacitui anb @&rd^ ^at ft(^ au^i bei mit bte oben auSgefprod^ne fBe^^auptung befi&ti0t unb fte l^at mir mit ben 9(ac^ti(^ten M Sacitud FeineSmeaS ttftoereinbac gef((ienen. 
614 Sie ^rteflec. in welcher ber 9)riejler me()r unb me^r ^enoortrat unb bte ^rieflenvurbe in il^ret SQid^tigfeit/ in i^ter Sebeutung unb in ibrem (Stnfluffe neben bem rid^terlid^en Xmte ftanb. Sie Steligton bot t)on ie^er, mtd)ei ®eifted unb SBefen« fte au^ fepn mocbte, SRittel in äRenge unb oon ungemein wirtenber i(raft bat/ um Xnfel^en/ ©ewid^t unb Stnlluf auf bie SRenfi^en ju gen)innen. 9Ber immerbar ben fSiU Un ber ®itter gleic^fam in ben «^anben ^at unb biefen Sßilten beuten unb nac^ ©utbänfen lenfen unb besiegen Unn, wirb f^mtli^ ber SSerfuc^ung n>tberfiel(ien , i^n audf auf fein SEBoOen unb SBirfen.-auf feine SBtinfd^e unb SSts flrebungen 5U beuten / jumal n>enn bte IBilbung unb SSer^ * ^iltnijfe ber Seit fid) gimftig il^m entgegen bieten, ttnb fönte niä)t ber ®rime in gleid^em Streben gejubelt unb f&r ^^ benutzt Idaben, roai i^m bie 3eit entgegenbra^te ? S)aö Seben aber toerjmeigte unb bie SBerl^iKniffe erweitere Un fid); eS txattn ric|)terli4^e ®e^älfen an bei ®rin>en @eite unb e$ ging naturli^ balb aud^ auf fte aber, toai in bem ^riefteramte beS ®x\toc t>erbunben toar ober fte fhrebten fär fid) auf bemfelben SBege^ auf welchem bem ©riwen fein Streben gelungen war. Unb wtldfti mid^ tige SRittel war and) fär fte l^iebet bie SSal^rfagung , bie iffmn bie @(bidfale ber SRenf^en^ i^t ®l&d unb Unglutf, ibr Sßol^I unb SBSe^e, in bie |>anbe gab? Äußer bem eigentn(iE)en ®6tterbienfte aber, ber bur^ 9)riefter gepflegt warb unb t^et(6 im S>arbringen ber £>pftt, im Stnpfange ber SBei^gefc^enfe, ti)dl^ in ber Xufft^t aber bie lieiligen iDrte, in ber 9)ftege ber ^eiligen SE^tere , tfycxU in ber SSertönbigung beS SBillenS ber ®&tter, in ber Cr^ forfcl^ung ber 3utun^ intd) SBeiffagung unb SBa^rfageret, tl^etl« enblic^ in ber fBele^rung beS JBolfe« in gottIi<ben Singen beffanb, gab eS audb me^re religi(fe %t^t, bte bur4) bte $riefler angeorbnct unb geleitet werben mußten. Unb and) in bem ®eifle bicfer Sejle , fo weit wir über fte unterricf^tet ftnb, t^errätl^ ftc^ ber Urfprung unb bie Stamm? t)erwanbtf(^aft ber iBewol^ner 9>reuffend mit Sfanbinat>K 
SlenstSre Sefie. 6l5 fd^n &ot^n, benn anöf \)kxin äberrafd^t eine ouffaHenbe Xel^nltcl^feit. SBie in @tanbtnat>ien^ fo warb aui) |)ier fein fe(igi6fe9 %tf gefeiert/ weld()e8 niiii^t mit l^eiterer Stijl/ mit Sreubenma^ten unb fr6^Iid(^en Srinf gelagen Derbunben nmr ^). 2>a« erße biefer Sfejle roax t>ai Srä^IingSfefi , bem ®otte 9>ergubriu«/ bem @))enber be8 SBac^St^umS unb be^ ®egeni fAr bie Selbfrüc^te geweift S^e ber Dflüger ben Selbbait begann / Derfammelten fiöf bie IBewo^ner eines 2>orfe9 bei einigen Sdffern t>oa IBier. £)ann nal^m ein |)rie{ier eine 0(()ak t>oa beS ®etr^n{e8 nnb fte emporf^e:: benb iptad) er ein Sobgebet auf ben @ott DergubriuS aü ben fBef(^ä|er unb 9>f[eger ber Selbfrü(^te '). @obaIb er biefeS geenbigt, fafte er ben Stanb ber ®^aW mit ben Sil^neU/ tranf fte au6/ o^ne fte mit ben «^^nben )u beräl^s ren unb warf fte mit bem SRunbe r&AvdrtS Aber ben Stopl Son einem anbem aufgefangen unb ium jmeiten:: male gef&Qt/ watb fte t>om 9>rief(er unter tzm ndmlid^en ®tbtandtz abermals geteert/ nac^bem er )ut)or ben ©ott fkrfunbe um Stegen unb Sonnenfd^^ein angefle()t unb ,i^n gebeten/ ben (Sott 9>i{uao6 unb bie f(|)^blic^en @eijter t>on ben ®aaten unb ^tnöften ferne )u (matten, «hierauf marb bie @(^a(e )um brittenmaCe gefuHt unb ®xoaxxtiQi:, ber Sternen::® Ott/ um Hebt unb Sßdrme fAr %x&^U, Stxant, Sie^ unb 3Rtniä)en, unb ^elmitte/ ber @penber beS 9let4i^ t^umeS fAr «^auS unb @(&eune um feinen @egen gebeten/ itnb bann bie @d^ale jum le^tenmale bom Driefter geleert, rAtfmJrtS Aber ben Aopf geworfen, «hierauf bon neuem gefuUt ging fte im J(reife ber Xnmefenben um^er unb warb iDon jebem/ ol^ne ba^ eine «^anb beim Srinten fte berA^rte, in gteidl^er SBeife ausgeleert. Witt Srinfen unb Sc^aufeU/ um ter 3freubeniubel unb ®efang warb bann baS ^e^ beenbigt >). 1) »dl. ^Statut ». I. 0. 7a ©u^im ». I. ^. 50 — 51. 9tfl^< B. I. @. 41. (Sine ^ßixg[ei^VLnQ ter Gfonbrnaoird^eii unb alt^ preuffif^en ttli^ibfin gfefle bietet aCrnfiet QFimbr. 2CUeit^fim. ST;. I. ®. 155 If. bar. 2) «^artf no(( TC. u. 91. |>rettfr. 0. 167. .3) ^ie nd^re »erc^refbuna biefe« geßet geben 8uca« iDaoib 
616 SitUiihU Sefli. Sin )tt)etttS fxhVii^a Se{l \d)tint beim iBeginne Ux (Sxnitt unb ein britted nacb DoUenbeter Ctnbte gefeiert n>orben ju fepn. Sßenn bet $riefler ben ®6ttetn für ben t>er(id()enen Segen gebanft ober bie äRenfd^n bei fpdrtid^m (Srttage ber Sfelbet, ben fte jtetd atö Strafe ber ®btUx be^ trad()teten/ ibre Vergebungen gegen bie ®&tter bereut unb fiSefferung in i&)}fern unb Sßeibgaben t>erfprodi^en f^atUn, folgte ein fejtlicbed 9Sabl unb friblicb^^ 3)rtn{gelage. 2>en ©ittern DerfunoS/ f)ergubriud^ @n)ai):tigr unb ^tlmtu n)urben bebte iD))fer gefpenbet; oon ieglicber SEbiergattung beö «^aufeS warb ein ^innli^ci unb ein SSeib(i(bed tbeiU )ur iDpferwetbe für bie ©ötter, tbeiI6 jum Scbmaufe ge« fcblacbtet unb fo aucb biefc ^ejte unter Sufl unb 3ubel, mit ®efang unb Zarti beenbigt. 66 n^obnten ibnen immer aucb 9tief[er bei/ n)elcbe bie 2)anfo)}fer fpenbeten unb bte Sefigetrdnte tt>eibtenO- @^ if^ uicbt unmabrfcbeinlicb / baf in biefen (enteren heften aucb bte bekannte S3ocFd7«^iIi; gung ibren Urf)3rung erbalten f^aU, obgleicb n>ir Don biefer &itte nur ani \paUxen Seiten Seri^te äberfommen baben'). SB. I. ©. 89 — 91. SBaißcl (J^ron. 0. 19. Meletius m Epistol. ad Sabin, p. 2. ^rÄtoriul 0(^aub. IB. V. c. 2. §. 1. Hartknoch Disscrt. de, fest» velcr. Pniss. diebus §. 2. 3f. u. R ?)rcuff. €5. 167. 3n allen biefen Duellrn ift aber ficbtbor baG ^eft auö Fpäterec 3ett be« f(^neben unb man^ed in bie alte (BitU etnden>ebt, fo g. 0. brt Sucad 2)aoib ber ©emeinbesXcfer, ber SSerfauf beö barauf gewaci^^fenen (Se* tveibeS unb bad barauß gelöfete @elb u. bergf. 1) 9M^er bef(ftrieben jTnb biefe gefte bei 8ucaö jDatib S5. I. ©. 91 — 92 unb ben eben genannten C^broniffen, aber ebenfalls mtebec nur aud fpdterer itxt Meletius In Epistol. ad Sabin, nennt bal erffe Chrnbtefcft Zaxinek, unb baff anbere Osinek, ,,lingua Rutenica'' fagt er. sDffeubar ffnb in ber 93efdf)reibung, bie und {)arteiio(i() 3C. u. 91. 9)reu|r. @, 16» — 169 baoon giebt, frembartigc 9la(bn4tcn eingemifd)t. £ucag iDar>ib f(^eint bie ^rjä^lung no(^ mit am rfim f!en erhalten g« ^aben. 2) Ueber biefe S5ccN s Heiligung fcftweigt feiten einer ber ^reuflü fd)en ebroniften. «^inlÄnglic^e SBele^rung J)ierüber giebt f(^on 8uca« JDaoib 25. I. 0. 87. 98 ff. 
Ueber bie ß^rontf G^rtfltanS; beS ei^ften  @tn ntd[^t unmidS^tigeir S^eU bec dUeflen 9la(^rid[^ten &6et ^ceuf« fen beru^^t in feiner gefd)id)tli4^en, ft^^eren SSegcänbung auf bem Srndniffe, totid)t^ me^re, unb unter biefen fel6{i bie nTtd^tigfiett fpdteren S^roni^en unb ®efd)ic^t^fammUr aud einem idngfi t)erlc< renen SSuc^^e bed erfien S3ifd)of^ t)on ^reuffen, S^rifiian entnoni' nten ^aben. SBdre biefer auö) nid)t ber dUefie unter ^reuffen^ (S()roniflen unb t)erbiente e» aud) ni^^t fc^on aul biefem ®runbe eine genaue Unterfuc^ung in bem, mad er un^ r>on ^reuffen^ dltejlem Sujlanbe ^interbrad)t f)at, fo t{l e6 boc(^ fd|)on jur S3e« grfinbung ber ©laubmfirbigfeit ber fpdter aud i^m fd^Spfenben Sbi^oniflen netl()n)enbig, aber ha^, toa^ Qf)tx\lian in feiner 6f)ro« nif geliefert, bie mh^ixd) genaujlen 9lac^rid)ten ^ufammen p faf« fen, ^untal ba in neuerer Seit felbfi an ber jemaligen Spifienj e(ned fot(^en*9Berfed von bem genannten S3if4^cfe gejnoeifeU noar« btn ift ^). Unter ben fpdteren S^roniflen ftnb in ber er{len ^dtfte be^ 16ten 3a()rbunbertd ®iroon ®runau, ^bnd) ju Dan^ig unb 2uca^ ^at)ib, Statik M üRartgrafen Tltbvtii)t unb *^er{og^ t)on ^reuffen, bie ttic(^tigflen fc^on te^b^lb, »eit fte beibe, mie ftc^ ermeifen »irb, S^rifliand gefc^icbtlic^ed SBerf t>or TCugen f)au ten unb bei äkrfertigung if)rer Sf)rcni!en ani) tokfixö) nod) be= nu^ten. Stvar foUen ed and) anbere ^reufftfc^e Sbronijlen, aU SSrettc^en in feiner Histona Prussi^Ct @ra^mu6 ®tiila in feü nen S3fid)ern t)on ^reufftfcben 2((tertbumern gebraucf)t ^(vben ^)\ Sn>ar fäb^en ferner aud) anbere fpdtere 6^ronifens@4^reiber, $. 93. Xibemann ed ald einfi bagemefen an ; aUein U)ir tiootten un^  1) SBacjfo ®ef(bi^te ^reuff. ». I. e. 248. ^attUoäi 2C. u. 9^. ^reuff. &. 128. 2) yvdtoriuci ed^aixbtL^m f8. L 6$. 6. 316. Jtot^bue S. I. @. 294. 
618 ttebet Q^ti^iani e^ronif. \>cut^ auf btefe Tfngaben nic^t toettec emlafien unb ba^ SBid^ti* gete 6er&(fftd[^tigen. Dtefe^ 9Bic(^tigere ifl un^ bad Seugniß @tmon ®ntnatt'< imb iucai 2>aDib'^. SBo^et btefe S^nfitand (S^conif erhalten ^abeii, fagt feinet t)on beiben. Simon ®ntnau ifl bet erfie; bec t^ret in feiner S^tontf an mtf)vm &Utlm ttwif)nt & ifl m&gü^, baf et fte in 2)an{tg, x>kMd)t in feinem ober einem anbecn SUo^tt Ux SStabt U)iebes aufgefiinben. @c benu^te fte $temli4^ {(rif<ä# benn ein gcofet 2^et( feiner ^ad)tid)Un in ben erflen Xractaten feiner S^ronif ifl aud tlS^r entnommen, totnn er aud) nic^t immer fo treu, tt)ie £uca6 2)at)ib, feine £lue((e anf&ISirt. 3n ber S}orreb€ erwi^nt er i^rer unter feinen £lueUen aniht&dti^, inbem er fagt : ,, Dominus Christianus S3if(^of t)on $ret9fen ein S3u(^ t>on tu (nim(i(^ ben ^reuffen) fc^teibt unb bi^ ^ebet f!4) fo ctn-. liber Filiorum Belial cum suis superstitionibus Bmtice factionis in- cipit cum moesticia cordis. 3n biefem S3ttd)e er t)iel faget tyott ben ^iflorien Jaroslai unb me (mebr) abbiret t)on ben gefc^ic^ten. '' 2)iefe ^ad)t\d)t @imon @runau'd über feine jElueOen, fo grftnbti(^ genau fte wo^t immer aud^ }u fepn f4)eint, m&rbe un€ bei bem an anbem jDrten fc^on begr&nbeten fDliftrauen gegen feine ®(aubw&rbigfeit au^ noc^ fein fonberlic^« Sßertrauen in ber Xn> gäbe feiner £lueDen {u i^m faffen (äffen , flinbe t^m nxd)t t>or allem incai 2)at>ib al6 ®etoi^r^mann }ur ®ette unb fteDfte und biefer ntd^t, tt)ie toir jetgen werben, bte SSa^r^eit ber Xu^fage iene6 S^ronifien gan) fid^tt. @r fagt nimlid) : „ 2)iefer 6(p fUanua ber erfle ^reufftfc^^e 93tf4)off fc^reibt im 93u(4e, boi er ^in? ber ftd^ ge(affen tyon feinen ^^farfinbern , nem(i^ ben t)om Seuf« fe( borbtenbeten unb t>orflo(f ten ^^teuffen , in tatinifc^r fpiaö^t gemad^t, M ZiUl ober fiberfd^rift ifl, Liber Filiorum Boelial et eornm superstitionibus^ baf tfl ba6 S3u4) t)on ben SBetiatt Ainbern unb Stern mipglauben, ba6 3me t)on Saroflao bte 3dt Zffumprobfl gu ^lo^fa in ber SRafauren ein IBuc^ in Steufc^er fprac^e, aber mit @ttdfd)m SSudSiflaben gefc^rieben, geßf^fen würben tc. " 9htn fc^rieb aber Sucal Damb frei(i<^ fpiter, al9 Cimon @runau tmb e^ ftnnte too^l, ba jener be6 (eiteren (S^roniC bei {Bearbeitung ber fetnigen t>ie(fac^ benu^te , bte Sermut^ung cnt» fleffen, baf Sucal jDat>ib \)itMd)t nid^t blof bie 9toti} ftbcr (Shn> jliani SBnd), fonbem aud^ aüt^, tca9 er au6 i^m anführt, nid^t ani ilfim unmittelbar, fonbem au6 ®runau'^ ^u^sfigen entnom» mzn ^abt, fo baf un6 folglich i. jDauib bur<^aud fein felbßßdn» btger 3euge f&r bed S3ir4^of(f 8Ber( fep. %iiv bie Slaubm&rbigfeit i. 2>at)tb6 in feinen ilteflen iRac^rtc^ten toirb biefer Segenfianb t)on befonberer SBicfetigfeit unb e6 tfl ba^er gegen biefe Sermn« 
Uibtt 6^tij{ian« S^tonif. 619 S^ronif 2(ngefA^cte feine^toegd aul @irunaU/ fonbern att6 bem SSerfe 6^ri^tan6 unmittztbat entnommen f)aU, Der SSemei^, baf £. 2)at>tb unter feinen ia^ivt\d)m anbern jQtteUen au4) bie ba^ mat^ no(^ t>or^anbene S^ronif 6^rifltan6 in .f)dnben gehabt , 6e> rollt auf fotgenben ®r&nben. 3um w\len b&rften »tr btefe6 fc^on au6 bem emftgen SSe* mi!^m fc^lief en, mit metc^em i^m fein Sanbe^^ew aüti }ut ^anh {tt {leiten fuc^te, toai \f)m nur rofinf^Kn^tioert^ unb notl^n>enbig tttib sur S$ert>cafommnung feinet SBerfe^ trgenb bienlid[) fepn fonnte. ^m gell). 2trd)it)e beftnben ffd^ melfire SSdS^reiben be6 ba« matigen ^anbe^^errn, mortn unter anUtn and) bie &tlihu (SU bing, X^om unb jDan^tg aufgeforbert werben, bem ®t\d}ii)U fc^reiber 9>reuffend jur SSerDoUtommnung feines fffierfeS gtfeS mit» 2ut^ei(en, toa€ \id) irgenb an alten 93&d)ern, SKembranen, 93r{e» fen ober fonft an gefd^tc(^t(ic^en 9}a(l^ridS)ten in il^rem Sejirte auf» finben taffe (»gt. ?uca« Daöib 85. I. JBorreb. ®. xiv— xv) mtb bie 2(ntn)ortf(f^reiben biefer @tclbte, gleid^faSS nod^ t)or^an' ben , geben un6 ben SSemeiS , haf man bem SSunfc^e M S&rflen bereitwillig nacb^ufornmen fuc^te. @d ifl a(fo fe^r migltdSi , ba( Danjig bad @pemplat t>on (S^riflianS Qf)vonxt bamalS nad) Xi^ nigSberg fd^idte, welche« ®tmon @runau bei 3(bfaffung feiner d^ronit in iDansig gebraucht bäte. aSirtßc^ l^atte ber fDlarfgraf Xtbtec^t bie 9lad^ricbt erbalten , baf f!(|i bei ben f. g. fc^war^en Wtin<fym im Jtlofler ju )ban§ig, in n^elc^em ^im. ®runau ge» lebt ^attt, eine fe^r merfw&rbtge (S^ronif beftnbe, unb wanbte fliff um foldSie bem Suc. Dat^ib in t^erfd^affen , an ben SJorfleber biefeS JtloflerS ®eorg ®c^et>efe mit ber S3itte , ffe i^m sujufen« ben. Hn^ ber 2tntmort biefed ptanmi t>om 12ten Januar 1542 erfe^en »ir jn^ar^ baf biefer wenig SBert^ auf fte legte; aber ber ^r{og ließ fie benno(l() fommen, wie un6 ein SSrief t)om 15tett Sebruar beweifet unb binbigte ffe htm iut. DaDib ein. ^reilid^ wirb fte nic^t au^br&dlic^ ßbriflian« (S^rontf genannt unb e^ wjre tn&glic^^ baf e^ ®tm. ®runau'd (Sbtonif gewefen fep ; aber e^ ifl eben fo mSglic^, baf e6 bie M 93ifc(^of6 6l)rifttan^ war. 3um anbern ifl e^ nac^ Suc. SDat>ib6 eigener 2(u§fage too^i unumfl&flic^ gewif , baf er ein Sremplar t)on jenem SBndSie in ben J^inbtn ^atte. 2(n mtf)ttn Stellen feiner Sb^^onif fpri<^t er barftber felbfl $u beutlidb, al6 ba6 noc^ trgenb m Sweifel ob« walten finnte. &d)t>n bie 2trt; wie er feinen Dominus Chri- stianns neben feinen anbern jCIuellen, ben 3ot:nanbe6, 3(enea6 09(t)iu'6 f ^ati}iai \>on SRed^ow , Sromer , @radmu6 ® tella u. a. citirt , bftrfte Un SSd^luf folgern laffen , baf er 6^riflian6 Gbtontf eben fo^ wie bie Sid^riften biefer SKinner wirflid^ t)or 
620 Uebn 6>rtfiian« Qf)tonit. ftc^ l^atte. ÜRan t)ers(. S. I. ®. 11. 15. 16. 38. au$ toM^ Uitttn<BuUt wd) ^ennig fdS)on ben®4)luf sog, baf 2uc. Da« oib 6^ri{liattd 9Ber! befefien ^aben mäffe. 3ur t)5ttigett ®e»if« |)eit gelangt jene SSe^uptung baburdj^; baf er ®. 53 fagt: „IXmb baf 3af)t naö) ber gebuctb ^bcifli 573, ba SSntteno bec Adt>o Atrmaito alt tvar, laubt^ bec fd^cifft Domini (S^tP fiiant be6 $reu|c^en S3tfci^off6 (t)on bcme 3(^ btcf tlfijun btef ba|er am metflen ^abe) u. f. xo," ®o fonnte ein Sßann, ber x»\t £uc. 2)at>tb in ber 2Cngabe feiner £lueileit fonjl fä genau ijl, U)obl unmiglic^ [(^reiben, »enn er ba^ 93u(^, au^ meld[^em er jene Qlad^rid^t entnahm , nicbt unmittelbar felb^ benu^te. S^iittt er bier ben ®imon ®runau au^gefc^rieben, fo wärbe er biefen, mte er fonfi immer tf^ut; aucb genannt unb ge» toif jene SBorte mi^i gefcbrieben baben. Da n)o er @. 156 bie ®ef(btcbte be^ bzW. 2Cbalbert^ erjib^t; fägt er ^inju: „S^h aui^ mobl f^^reiben fttnben , baf ni^t 2Cbalbertu6 , fonbern ®aubeii» tiu0 in ^reufen fei fommen« %Ut ^err (Sbrißianud, ber erfie ^reufd^e S3ifcboff in $reu|fen , bergleic^en aucb anbere glaubmit« bige fc^ciefften bezeugen, baf ®. 2(lbertud mit Saubentio feinem Kaplan fein in @amlanb fommen.^' «^terau^ gebt wteberum \^t* t)or, baf euc. Dat>ib bed ^eil. 3(balbert0 in ßbriflian^ SQJerfe felbß erwdl^nt gefunben unb baf er felbjl bie 9la(^rt(bt gelefen, mel(^ biefer fiber ibn aufbewabrt b<^tte. Denfelben SSemeid ergiebt au(^ bie Stelle S3. 11. @. 94, xotVI^z ber Sefer felbfl nacbfeben mJge. Bum britten l^at int. 2)at)ib bp,^ 9Ber( 6bti{itan6 an me^ ren Stellen, mie er felbfl fagt, btxmiitf wo @im. @runau be« SSifcbof^ gar nic^t weiter ertod^nt. Diefe6 ifi 5. S3. ber gatf bei ber ®efcbid!)te bed ^eiL 2(balbert S3. I. S. 156. 3Cu<Jb Bm. ®runau Tr. lY. c. 2. §. 2. eridblt bie ®ef(^tcbte biefe^ «^eiligen, aber o^ne be^ 93ifcb. Sbrtftian^ im minbefien i\x gebenfen ; avA ibm alfo fonnte Suc. 2)at)ib feine 9lotia bed S3if(l^. Sbriflian rni» mSglid^ b<tben ; er muf te fte mi ber £luelle felbfl entnebmen. ®o fprid^t ©im. ®cunau Tr. VI. c. 7. §. 1. t>on einer grofen €!terbli(b(eit in ^reuffen fcbon in ber Seit be^ Drben^; aber obne ju ermibnen, baf er biefe ^acbricbt a\xt ^^xx^xant ßbroniC babe. euc Dat)ib S3. 11. @. 94. fAbrt bagegen au^br&dlicb ben S3if(^of Sb^i|li<^ti M feinen ®e»)j^r^mann bei biefer Sacbe an, unb be^ weifet bierburc^ abermals, baf er (Sbriflian^ SBerf nid^t in btn 3(u6sägen^ ®im. ®runau'^ benugte. SB^re eö nStbig , fo liefen ficb biefe SSeifpiele nocb t^erme^ren; aber biefe beiben beweifen d(ion genug. 3um t)ierten fommt ^ie^u no4» ein wieberaufgefunbene^ Fragment au^ (S^^tipan^ S^ronit 1 weldj^e^ bi^ber unter ben 9a« 
tttb^r Q1)ti^ian9 <S^(onif. 621 (ag. SBif t^tiUn e6 ^ter bud[^fM6(tc^ mit: Borussorum on'go ex Domino ChrisUano. Tempore Justiniani imperatoris et Papae Yigilü, Gothi cum Rege sno Yvitigo venenint ex Hispania in italiam, et In ea parte, quam Longobardiam vocant, Ravennam exaedifi- camnt, sedemque regiam in ea constitnernnt. Hos Narse- tes beiio vicit Reliqui qni snperfuerunt , utpote 15,000 fnga sibi consulentes, venemnt in BaTariam, ac tandem in Yvestpbaliam, nbi recensentes snos inventi sunt 36,000 tarn yiri quam mulieres et pueri. Hie Gottingen extmxerunt Tandem progressi in notam Marcbiam et ad Regem Daniae Teudot pervenerunt, qui" illis Jnsulam cambriam, id est, Gotlandiam inhabitandam concessit, quam populi ex Scandia tnm tenebant Hi populi Gambriae et Gimbriae Gotbis ces- semnt, ac per niare Gotbicum, quod oiim Crono dictum fuit ^), et Hailibo quod nobis ba^ frtfd^e ^ab dicitur,'nu- mero 46,000, Anno Christi 523 in. Ulmiganiam, id est, Prussiam venerunt, indigenasque yicerunt. Horum popu- lorum Gambriae Duces fuere duo, nempe Bruteno.et Wu- dawiitto, quoi-um alterum, scilicet Bruteno sacerdotem crearnnt, alterum scilicet Wudawutto in Regem elegemnt, qui arcem Neidenberg postea dictam, aufT der Nerung, ^edi- 6caYit Rex Wudawutto duodecim liberos masculos ha- bebat, quorum nomina fuerunt Litpho, Saimo, Sudo, Nai- dro , Scalawo , Natango , Bartho , Gaiindo , Warmo , Hog- go, Pomeszo, Chelmo. His suis liberis distribtiit Wuda- wutto t(Otam provinciam in duodecim ducatns, unde adhue denominationem retinent. Bornssi itaque orti sunt a Gim- bris, qui in Jnsula Gotlandia habitarunt et dicti bte Scanden. Warmo nonus filius Wudawutti, a quo Warmia dicta, reliquit uxorem Arma, unde Ermelandt , Haec Arma inter- fecit Ducem Masonum, id est Masoviae, in hello unft cum ipsius uxoribus et liberis numero triginta sex. Flumen quod dicitur nobis der Pregel, olim Scaret appellatnm fuit Sed postea a nobili puella nomine Percoila, quae in eo periit, Borusis Pergolla nominatum fuit Wenedia olim, nunc Uthphania, hinc sinus Yenedicus dicitur, ba6 feuctfc^ ^ab. 2)ie teufen ober fStc^qototttet ftnbt t>or Seiten Roxolaner ge« nanbt IDtefe^ tft ba6 ganje Fragment. 6^e xoxt el nadj^ feinem  1) 2Cm 97anbe ftebt tM^ fanbtme^r.'^ 
622 UtUt CE^rtfiiaii« Q^tonit Sn^atte mit bem, toa€ ®im. Srunou ntib ine. jDat>tb a»^ iSfyvu ftiani Qfjtonxt entnommen, in SSetgUtc^ung {leSen/ {ut^or etUM^ aber fein 2Ceußete6. Die ®(l()nft $etgt Hat, bap e^ nic^t Don Suc 2)at)ib felbfl gefc^rieben , toef^i aber au6 feinet Seit tft. S< toitb ba^et tt)a^tr4)ein(id^ , ba^ er e6 fftr flc^ abfcf^reiben Cief ober, mie e9 nod) me^r fd^eint, einem anbern bictirte ; benn in ber €$<^ccibs art, toie ed Ifiier t)or un^ liegt, fann e^ unm6g(t(^ im Drigtiial ^ejlanben ^aben; t>a€ betoeifet fc^on bie SSc^reibart be^ 9lamin$ Bonissi unb Boras! neben Prussia unb ber 8B&rter Papa« , ex- a^dificaront, Dania«, Cimbrioe, ha biefe Schreibart ftberall l&nger ifl. @ben fo beuten bie Tfrabifcf^en 3a^l}eidSKn auf eint fpdtere 3^it in feiner 7(6fd[^reibung ^in. @nb(i4^ aber )eigt ft4 au(l() fc^on beim er{len S3Me, baf hat Fragment ein r^apfobtfc^ 2(u6$ug au9 (S^ri{iian6 S^onif ifl unb baf e^ in htm Sufammen« ^ange, wie el t)or unt liegt; im jDriginaU nid)t geßanben ^ ben fann. Xm beutUc^^flen bemeifet biefe^ ber Untere S^ett bt$ SragmentI , inbem bie abgeriffenen <Sdbe offenbar auf einen b(o* fen 2(u^iug binbeuten, gerabe mie mir unter 2uc jDat)ib< (^im terlaffenen papieren folc^e Spcerpte audS^ aud anbern idueDen }. 8. au9 «f)etmo(bu6 ftnben. 3n jeber SSeife aber bUibt un^ bo^ Sragment in fSt&d\id)t feinet SnlfiaUe« von grofer SBi4itigfett, inbem e^ unl bie Stage: 8Ba6 S^ri{lian^ S^ronif äber^oupt enthalten (labe? toeit Uid^ter beanttt)orten ii^t «hiermit aber berft^ren wir einen anbern fe^r tpid^^ttgeii ^unft, worauf bei ber Unterfuc^ung Aber S^rtfiian^ S^ronif fe^ \>iü anfommt, bie Srage nimlic^: 9Ba^ ^at Sf)ri{iian^ S(^ron9 eigentlich enthalten unb toat f)aUn ®im. ®rttnau unb Suc. 2>a* t>ib au^ ilfir entnommen ? Werfen wir $uerfl einen SSlicC auf ben Xitel; Un 2uc. Z)at)ib ffirger aU &m. Srunau anfährt, fo fann bie SSe^eid^nung ber «Reiben ober ber ^reuffen bun^ bie SBorte Filii Belial fi^ eben fo gut auf i^r «^eibent^um unb i^n ganie ^eibnifd^e Sebenlweife, aU auf eine t)om c^riflUd^Kn 9>rie3 ^r i^nen angebid^tete fd^led^te unb f&nb^afte ®e{!nnung be)ic^. SBeibe t)om SStanbpunfte M bamaltgen (S(^riflent(um^ au^ iia^ Derwanbte Sebeutungen toffen jtci^ auf bie ^xbnifd)tn ^renffea anwenben. 93efanntli(^ f^^rieb man bem Satan auf bie (Beftn^ nung ber Reiben eine ganj befonbere ^a^t in, wie fott^ in Sl&dffd^t auf bie $reuffen unter anbern au^ Dusburg P. IIL a 5. 31. t^ut ®ie fonnten ba^er im @tnne jener Seit an^ &hint unb Untergebene be6 Seufel« genannt werben ; benn biefer (Sfyn* nifi nenm felbfl ben «l^erjog Suantepolc x>on Sommern tt^cn ber ben ^ibnifc^en $reu|fen geleifleten Unterfiftbung einen Filius DiaboH. ZUt and) (S^riflen, x>em 9}ege be6 tkt^t» unb btt ®efe|e« abgewid^en unb auf ffinb^afte ^af)n geraten, nratbcn 
Utitt S^riftiane Q^vonit 623 X\nbit it9 SeufeM genannt^ fo Utnd^mt Kadluhko p. 395. bie Seinbe bc^ gere^mifigen «^etjogS Sßjeeco III. oon 9)oUtt mit bem 3Cu^bru(fe viri Belial. — %timi zmÜ^ntn 6eibe S^rontfiin, baf S^tijüan^ (Slficontf bte superstitiones bet $reu|Ten, b. ^. t>oti&g(td(^ i^re irrige unb abcrgMubifdS^e ©itter^s unb Sfle(igion6« le^re enthalten l(^abe. )Darftber nad^lfier no^^ einiget 9td^ere. Sefcembenb ftnb bei ®ttti. ®runau aber t)orifiglid[^ bie 9Sorte: Bnitice factionis. ®o fc^rieb ju Slfirifiiana 3ett fld^er(id[^ fein 9)tenf4^ ben Dramen ber ^reuffen, inbem betanntli^) nid^t Broti, Brotti ober Bniteni, fottbern Pnici, Pruzi, Pruzzi ober Pnisci bie dUejie Schreibart ifl. @ici^erltd^ atfo ftnb biefe äSorte enttoeber t>on htm 9Iament>ertl&nini(er @tm. @runau felbfl ober t)on feinen 3(bfd^reibem t>erfcl(f(|ft toorben. &ib(td(^ mirb un^ im Zxu\ bei ®im. ©runau auc^ noc^ ber 2Cnfang ber S^ronif burd^ bie SSorte angebeutet: incipit cum moestitia cordis. Der Site! itx 2uc iDamb fd^eint too^l Aber^aupt richtiger. — @e^en totr nun auf bie 2)arUgung M 3n()alt< ber a(ten S^ronif ncl^er ein. 1. @nt^te(t (S^rt{ltan6 S^roni! einen Tfu^sug au< einer ®(brift, toel4)e i^m ber )Domprob{l ^a% ro^lat) t)on9(o^C sur IBerfertigung feiner SlfironiC geliehen ^atte. @d tt)ar ber Sletfe6eri({)t jened Sitffpntfd^en fReifenben, Dimone^, ber jur Seit be^ Jtatfer^ Xugufiu^ au« (SSalura mit feinen ©efi^rten in ben !Rorben unb namentlid^ aw^ na^^reuffen Um, toie Suc £)at)tb S3. 1. ®. 9. unb ®im. ®ru« nau Tr. n. c. 1. §. 1. bertd^ten. ^ener nennt e« in mehren ®UVizn, ®. 11. 12. ein aSerjetd^ntf unb btefer fagt: ,;2)tefer SDiMoni« ^atte a()ngef(^rieben 2(tte XagensSteifen unb getegen^ett ber Seit unb ber lanbe, bo er tag bei tag »ar gelegen unb Ti\M irforjle t)on ben eintoonem nad(^ IBermogen unb mit flet« eim f4)rieb.'' £)a6 @anae mar atfo txn Steife «Sagebuc^ jene« jD^:: »one«, ber, tote Suc. 2)at)tb (®. 12.) in SJ^rifliane S3ud^e fanb, in ^lobf geflorben, fein Steife sS3er}eid^ntf bort {ur&dgelaffen f^ttt. 2(ber mt ^^atu ftd^ biefe« t>on ^Cugujt« Seiten an bi« )um 3a^re 1210 ermatten? Suc. ha\>x\> gtebt un« bar&ber toenigjlen«, einigen Tfuffc^bif , inbem er ®. 10. fagt: (S^rifltan fd^retbe in feinem 83ud^e, baf i^m 'Don 3aro9Cab, bama(« 2)omprobfl ju 9(o(f ein S3u(^ ,;in SteufdSier fpradj^e, aber mit ®re(ffd(^en S3tt^ ßaben'^ gefd^rteben, gelteren toorben, „in müivia bu<^/ laubt« berfelben fd^rtefft einer Ditoone« genannbt oor^eic^net ^atte, ba« er mit etlichen 3me zugegebenen gefeDen, }ur Seit M Aapfer« Dctat>tani ](ugufti auf ®alura ber flabt in ^pt^tnta gelegen bon et(t<^en 2Cfhonomi6 au6gef(^i(ft rourben.'' Daran« erfe^en mir, baf e« nt(^t ba« SerjetdE^nif be« Dptoone« felbfl mar, me(^« G^rifHan benu(te, fonbem baf i^« i^m geliehene, in flteuftfc^er 
624 Utitt ^^tLijüan^ S^ronit &ptai}t unb mit ®rted^ifd^et &d^tift (efc^riebene S9it<^ 3at^<^ (at>^ \tm9 SSecjetc^ntS enttoeber gaii§ ober im 3fu€suge entl^iett. 9li^t fo beutltc^ br&cFt f!4) bar&bec ® Im. ®ninau au9 -j t)te(me^r fSnnen feine SBorte ih obiger Stette fo uerfhmben merben , att fep hai geliehene fBuc^ ber t)on Dptoone^ t>erfafte Steifebedd^^t fetbfl gemefen. Diep war obne 3tt)eifet ein SRifoerfianb ®tm. @tunau'6 ; benn tote ^tu biefer Sleifeberid^t in Sleuf ifc^er ®pra< (^e gefd^rieben fepn f innen ? S^rner Suc' 2)at)ib (d^t ben Z>oms |)robfl bem 9Sifd)ofe Sbciflian nur ein SSudf) Ui^en. ®im. 9tOß navL bagegen macbt jenen fetbfl jum 9erfa|fer etne^ 93u(^e€, totU c^e^ er unter bem Xitel anf&^rt : Liber originis et fnriamm gentis indomitae Brutorum in sanguinem Christianum ; aOeill e6 (df t ft4) nidS^t ermitteln , in »iefern biefe ^ad)n^t gegrunbc t fep. 9lur fo t)ie( ift gewtf , baf naä) ine. 2)at)ib ®. 9. (Sfyxu fHan mit bem S3ifd)of unb ben 2)omberren t>on ^(ogf , alfo aui^ mit 3aro6(a)) n^irKid^ Matmt mar unb ba er bie ^otnifc^e ®|>r<M (^e Derflanb; tool)( auc^ im Stanbe fepn fonnte, ba^ dimfifd^ $Bu(^ SU t>er{le^en. 7(u^ biefem Sudf^e nun na^m Sb^^if^i^ ^^^ 6r)ib(ung t>en £pn)one6 Steife unb beffen SSefcbreibung \>on ber SSefcbaffen^ett be^ Sanbe^ unb ben ®itten ber SSemo^ner in feine (Sbronif auf. Vu^ biefem f)attt arxö) ®im. ®cunau feine Slacbricbten t>on jD^s mone6, mie auf er feiner au^br&dßc^en 3Cngabe auc^ feine tteber» einftimmung mit Suc. 2)at)ib faft in aden fünften bemetfet 9htr in einigen 9tebenbingen meieren beibe t>on einanber ab: imex berum ein SSemei6, baf fte unabhängig t)on einanber S^rifKan^ Gb^onif benu|ten; fo @im. ®runau Tr. II. c. 1. §. 2. unb Suc. 2)at)ib 93. I. ®. 11. 2)agegen genau ftbereinflimmenb &im. ®runau Tr. II. c. l. §. 2. unb «uc. J)at)ib 85. 1. ®. 12. 2. enthielt e^rijiian^ Sb^onif bie ®ef<^ii^te t)Ott bem Sinjuge ber ®otben nac^ ^reuffen. X>a tüit Aber biefen ^unft mit ben beiben ermibt^ten (^^toni^m aud^ ba^ mitgetbeiUe ^ta^mmt ))ergleicben {innen, fo ergiebt fld^ ^ter* avL^, ha^ ®im. ®runau in ber 93enu(fitng ber Qf)tt>nit G^rifKani ffd) meiff r>Ui genauer an feine £lueKe binbet, M im. ^aotb. (S\m. ®runau batte aber bie Srs^b^ung ber Sintvanberung frems ber 935((er nadf) ^reuffen brei jQueUen t)or ffcb liegen, ndmlt<^ ben 2Cenead ®p(t)iu^ , Sra6mu^ SSteUa unb bie S^ronif Q!fytu flian^. ttnbe^älfßc^ in beren SSenugung m%9 er i^re Angaben burc^aul nic^t gu t)ereinigen unb berichtet baber juerfl, toa^ Zernag ®p(oiu^ Aber bie ®ad)t fagt; bann gebt er auf bie Vm gäbe be^ ßra^mu^ &uUa ober unb mit biefen beiben idueSen t>erg(eid[^t er nun feinen SSifcbof S^riflian ; ba ffebt er erfttic^, baf Titmat ®9tt>iu^ ben 9}amett Ubniganten eben fo b<^be, tote Do- 
tte6er (S^rifiiane (S^rontt 625 niinns Christiaaus, ^^% a(er {tvetten^ t)ön ben Stffemamen be6 <$ra^mud ®te(ra ber SBifcf^of S^rtfitan ni^t« mtffe. St fagt: „Son btefen nichts feiet Bominas Christianus, fonbem tpo^t f|>ri(^t; tote in UlmigaDiam ober Bructeram ffnb gefommen ®9tone^ unb !Dlaro6et u. f. m. '' 9ta(6bem nun ®tm. ®runau in fold^t SSeife bie ](nga6en r<^iner oerfd^iebenen JD,ue(Ien neben einanber ^tnfletft, menbet er ft(^ ni^er oxi, feinen S3ifd)of 6l^ri' fhan unb f&^rt beffen 2)ar{leUung au^f&^rUc^er an. $BergIei(^t man nun aber biefe mit bem 3n^alte beiS mitget^ei(ten Srag« ment^ unb nimmt m^n ^tnju , baß biefe^ , wie feine gange %^ixcl U%xi, nur zxxi TCu^gug aud S^riflian^ Sbi^onif ifi, fo bleibt gar (ein Streifet äbrig, baf ®tm. ®runau toirKid!^, tt)ie er fagt, au^ ^m SBerfe 6^riflian6 nic^t b(of gefc^ipft l^abe, fonbem e6 mirb duferfi ioa^rf(^ein(i4^, ja fafl gang geioif , baf er xa biefer Dar« ^efiung G^riflian^ eigene 9Borte gerabegu nur Aberfegte. Diefe^ beßdtiget fld^ no(^ , toenn man mit beiben ben Suc Daoib 89. I. @. 14 — 15. oergteicbt. @r fagt ebenfatf^, baf er bei biefem ®egen{lanbe €^ri|iiand S^ronif benu|t %^\^^ ; aber er \^ixt, bie g(ft(f(i(^e SRitte sn>if(^en bem etwa^ fangen gragmente unb ber »eitfc^toei^gen Sarfiettung ®im. ®runau'^, ber aUed fo ^in* na^m, mie ed i^m 6(^riflian barbot. @r bert^^rt ben 2(ufent^aU tet ®ot^en in Italien nur in wenigen ^Sorten, Aberge^t gan^ i^ren TCufent^ait in SBeflp^aten unb \\%i ffe o^ne weitered gu(e(t nod^ Dinemarf (ommen. 93on ba ^v^. fiimmt er m SBefentUdben mit ®im. ®runau'd @rijf)lung äberein, bod^ aber in ber Xrt, ^^ mwi ((ar fte^t, Suc. Daoib ^oAt ftc^ bei weitem xMcjX fo fl(a> vifc^ an (S^rißtand SBorte gebunben, fonbem freier unb'fetbfl« ßdnbiger gearbeitet. Diefer alfo benugte feine iQueUe; ^m. %xwa<iXL bagegen äberfe|te fte mei{l ben fBorten nad^. Unb a(^» ten wir auf bie 2(rt be« @ebrau(^el, ben Suc. 2)aoib t)on feiner £lttette mad^te, fo finben wir bei i^m eine (ritifd^e Siid^tung, bie fowo^I bem gragmente, ald bem auc^ fonf( fo unfritifdj^en ®im. @runau gdnjlic^ abging. Diefe beiben (äffen bie @ot^en unter bem Ainige SBitiged aud Spanien na(t^ £)berita(ien r&<(en. Die Crj^^lung gilt, wie gang ((ar ifl, bie jDiigot()en, bie aber, wie ieber weif, (einedwegd au6 Spanten, fonbern wM ben IffXxijrx {inbem, auc^ nic^t unter 9Sittge6, fonbern unter X^eoboric^^ nad^ 3ta(ien einwanberten. Sucad Daoib (annte, wie e« fcfteint, jbiefe unb anbere 3rrtb&mer feiner SlueUe unb \l%i fowo^( ben 'iRamen bed Jtiniged SBitiged, ai6 bie 3^itangabe ber Sinwanbe« omg in feiner Srgj^iung ql}x%\ unb auf biefe Sßeife oerfl^rt er au^ mit ben übrigen ^rrtlfifimem fetner jCluette , wie iebem eine S$erg(ei(^ung (eic^t geigen wirb. 9. (Snt^ielt bie (S^rotti( <S^ri{lian6 ben IBerid^t \ 40 
626 Uebet e^rtfitand S^rontf. über bie etflen Sincic^rungen bec ®canbianer in ^reuffen ober in bem bamaligen Ulmtgerien. ®0' »0^1 ©im, ®runau Tr. II. c. 2. §. ^. aii int. Da^ib S5. L ©. 15. fagen au^br&cf (icl(^ , ha^ fte biefen S3erid^t aui Q^xx\tian ent» te^nt ^aben unb ^eibe flimmen in ibren 2Cngaben aud) Dottfoim men fiberein. Die ^Snig^tpa^l bec&b^t gan^ (tic) aud^ hat Srag* ment unb £üc. Dat7ib @. 16. erwähnt, ba| S^nfHan aud[^ biefe Gegebenheit er^i^le. Tlni) ))'m f)ait f?cb @ini. ®runau oieber mit firenget an bie £Iuet(e, inbem £u€. X^ar>ib bad au6 (S^rtiitan entlehnte üßaterial mebr tb^iU unb anbecd ocbnet «i^ie unb ba abec weidet biefet auc^ t>on @im. ©runau ab. 0i) nennt bec leitete ba , too t)om ©eborfam gegen bie ®otter unb t>on ben jDpfecn gefprodb^n tt)icb; bie brei J^auptgittec ff^atoUe, ^a» tcimpo unb $er!uno. " Suc Daoib bagegen fpart ftc^ biefe 9ta? men bi« ®. 25. auf unb b^nbeU bann \)on ibnen au^f&^cUc^r. Daffelbe tbut ec bei ben 9}amen ber ^toilf ®5bne ^tbetoub^, bir er erji fpiter Don @. 58. an mit ber Sb^i^ung be^ £anbe6 an« f&bt^t; tt)i^renb 0im. ®runau in Uebeceinfiimmung mit bem Fragmente fte fogleic(^ nad) Srmibnung be^ S3aue6 ber Stieg Ttaito ber SUif)t nad^ nennt unb ^mar ganj in ber Steibenfolge, mie fte baö Fragment unb fpiter audb Suc S)at>ib b^bMi. 4. @ntf)ielt bie Sbronif Sbnfiian« bte erfte ^reuffifcbe ®e{]egge6ung burcb ben Xinig 8Btbet9ttb. Tin^ ine. 2>at)ib toirb btefe6 iwax nid^t ganj f(ar, benn nac^bem er ®. 18. manc^e^ berichtet, mo\>on ftc^ nldit ermitteln (^fit, ab er ed aud 6()riflian entlehnt t)abt, f^b^t ^t^ ®- ^9. fort, bte Se* fd^ic^te jener ®efe|gebung ju er^i^len , obne audbr&d lieb ju et» tioif)mn, ba^ dbnjiian bat)on fprec^e. Qben fo wenig gebt biefe« au6 bem S>^agmente b^tt)or. i)agrgen bericbtet ®im. ®runatt Tr. II- c. 3. §. 1. audbr&cf lic^ ; bai er feine Slacbrit^t &bec bte ®efeggebung burd^ ^^Dominus Christianus" b^be unb bann fol« gen bei i^m bie einzelnen ®efege gan$ in berfelben Crbnung, mie bei ixxc. 2)at>ib. 2(ber aud) f)'m bemerkt m.an mieber, baf betbe unab^ingig t>on einanber ben Sept ibrer £lueUe äbcrfe^ten. @im. ®runau iif)it jebocb nur 13 auf ^oneba gegebene ®efe|e, toi^ renb Suc. 2)at)ib i^rer 17 auffäb^^^ inbem er nocb t>ier anbere Slerorbnungen ^iitjufägt , bie etmad fpjter i\x Stomome gegeben würben. £)b aucb biefe in (^rifliand Sbroni! beftnblic^ waren, fagt webeii &im. ©runau, ber )te Tr. II. c. 3. §. 3 — 6. ebem fall« anfährt, nocb aucb Suc. £)at>ib. 5. (intf)xat bie d^ronif (Sbnfliand bie ®ef<^ tc^te bed Arieged ber^reuffen gegen ben9Rafot)if(ben Sftr? flen SRago. ^ier flimmen &£)at>ib unb ®.®rttnau t)Sllig&berr ein. 2)ie @a^e aber 1)at eine anbere bebeutenbe ®(^t9iertg!eit. 
Ueber G^ctfitatt« (S^contf. €27 tue. 2)at)ib S3. l @. 38. fagt: „Sit tooUen miter bte gefc^ic^t, fo |t(t^ ungefebc (»te ^nv 6^rtf}tanu6 ber erfle ^rcufftfc^e SStfc^off fe^t) Im 3at (S^rtfü ffinff^unbert unb funfttg {ugetragett etge^ten. Derfetbe t)ormelbet in feinem 93ud)e, baf er Don ben Ainbetn Sedal , ba^ ifi ben ^reuffen fyktt gefidSirieben , bad obgenanbter 2>tt)0tte^ xn feinet t)or|ei(^nu^ ami) fegt; baf fajl 3er(idS^ ein ^^ecr Wtal^o genenbt, in ben Utmiganem lommen tu f. \o," @im. ®tunau ztii^lt t)on biefer Gegebenheit an {toei t>erf(^tebenen Cr» ten ; einmal Cdf t er bte ^^dbUing &bec ben f. g. SRaio fcgleicb auf bell SSeric^t be6 £)9n)one« aber bie Sefcbaffenbeit be6 !?anbe« fol« gen Tr. iL c. 1. §. 2., bann aber fagt er Tr. 11. a 3. §. 8. aud^ ait^bru(fli(^: „idb ()abe obene gefagt nad) ber SSefcbreibung Chri- stian! au6 ben S3&(^irn Diwonjs, n>te Maso ein f&rft 3or jer» (tc^ in Ulmiganeam i|unbt ^reufen genant, quam'' u. f. n). — SBeibe Sbroniflen atfo fagen , nac^ Sbriflian« (Ibrontf foUe 2)9« wone6 aber ein @reignif[ gefc^rieben b^^ben, toeK^e^ in^ ^a^t 550 gefeit wirb. Da6 ifi eine Unmiglicbfeit unb folglid^ eine biflorifd^e Ungereimtheit. Unb wer i)at biefe terfcf^utbet? £)ffen' bar jundcbfi Dominus Christianus, benn in feiner Qf)von\t f^at fit offenbar gefianben unb tue. £)at)ib unb @im. @runau berief« ten nur, »ad {!e in 6btifiian6 S3ucbe gefunben. £)b (Sbtifiian aber ber eigentlidbe Urheber berfelben fep? £)b er r>ieUtiä)t mit feinem geltebenen SSuc^e „ in Steupifcber Sprache unb ®redfcf)en SSuc^fYa^ ben'' bocb nic^t rec^t fertig werben fonnte? £)b er ettoa ba6, wad ber fpitere SBerjfaffer biefel SBucbed fagte, mit bem barin entbaCtenen Sierseicbnip M Dpwone« t)erwe(l^feite? 9Ber wia Wefe grttgen |e|t entfcbeiben? — Uebrigen« weid^en Juc.^ J)at)ib unb &kn. ®runau im ^efentlitben ber Qti&^tmQ bed Arieged tttd^t t>on einanber. ab, nur baf erfierer mebc. ate ^eier S3earbei« ter, (öfterer bagegen mebc M btofer Ueberfe|er erfc^eint. 2(6er ba^ SKeijle, wa6 Suc. I>a\>ib aber biefe gan^e S3egcbenbeit mit« tt^eilt , war aud ber 6bt^(>nif M SSifd^ofd genommen , ba^er er ®. 54, wo er auf einen anbem @egen{lanb äbergebt, bei ber neuen 6rwilS)nung ferner jQueUe, nimlicb M Domini Christianl, audb gans offen fagt: „t)on beme t(b bief tbun biep ba^er am meiften b^be. " 6. gntbielt bie Qbtonif dbnfliand bie ßintbei:' (ung be6 Sanbed in sto&(f Sanbfcbaften unter {witf Sirllen. ^ier&ber ftnb bie SSeweife nic^t fo !{ar, al$ bitt)n. ®tm. @mnau giebt biefedmal feine £lueUe gar nicbt an. £uc. S)at>ib ®. 53 — 54 nennt aUerbingd swar hit @(^rift bed SSifcbofd ba, too er i^on^'ber ?anbedtlS)eiIung in fpred^en anfängt; aber man ttnnte biefe 6rwdbnung Jbed ^eugniffed Qfyciflian^ aui) wobt fftg« ü<^ nur auf bie 2(ttgabe bH ^o^en ZlUti M SBruteno begießen. 40* 
629 ttebcc S^riftian« (S^ronit. Tiünn ha^ Sragmene gtebt ^ter Me SntfcM^mtg mtb einen ttemltift ft(t^eren S3emet^, baf in (S^rifüan« S^rontf t)on ber San5efeint|et' lang mirflic^ bieStebe getoefen fcpn muf ^ benn e^^etft: His suis liberis distribuit Wudawntto totam provinciam in diiodeciiii dvcatvs, unde adhuc deDominationem retinent. Xtfo iß nid}t SU smeifetn , baf d^rifiian bte (Sq^JE^iung t)on ber Sanbei» tbeitung gefannt f)aU. S)od) aber iji anc^ dewtß, baf Suc 2>a^ eib md)t aUea, mad er fibet biefe Sanbe^t^eilung fyit, aM Qfyir jlian entncmmen. @o ecmä(^nt er $. SB. ^. 61 felbfl be6 ®tm. ®nmau (f)ier sunt erfienmaU) unb beruft fid^ auf beffen ffOtU SB&d^er", au^ benen biefer bte (Sr^njen be^ 2anbe^ entnommen l)abe , Mli)t^ bem ®ubo §ufteL JQitttn btefe Srinjen im iSfyn* fi'xan gejlcinben, er tofirbe gewip auch ^iev, toit 61^ ba^in immer, blefen ai^ deugnip angeführt ^aben. £)^nebem ge^irt and} a\M, wa^ Suc. sba\>\h ®. 63 er^ä^lt, einer fo fpitm 3^it an, baf man tiat fielet, er ergänzte ^ter bte DteUeicbt nur f^arfomen Xn» beutungen G^rifKan^ aud mtf)ttn anbem iCluetten. 2>iefe 3Cnben> tungen verrat^ unB auö) noc^ ba^ Fragment in bem, n>a^ e^ t^on SSarmo unb fetner @a(titt Ztma (f. ine. i^ai^xh ®. 70) erji^t, mit Suc. ^at)tb fibereinfltmmenb, fo toie in bem, toa^ e^ t^on ber fÄamendoermanbtung M Slnffed ®(ara xn ^ergoUa ober fhc« gel anffi(;rt, toomtt im. S)aütb ®. 60 gu t>erg(ei^en tff. 7. (Snt^iett bie S^roni! (S^riflian« bte 9e* fd;id)te ber 2(ufopferung be^ Ainigi 9Biben>ub unb be.« @rtn)e SS^utenc. «hierüber f)abm mir b(of bad Sengntf be$ Suc. £at)tb, inbem er @. 76 fagt: ,,9Bie me^r gebadeter Si> fc^off 'S^riflianu^ fe|t im 600 ^a^t nad) ber ©eburt G^ttfii u. f. m. " 3(ber auc^ o^ne biefe au^brfid U(f)e TCu^age trdft fd^on bte ganje (SrgAbfung t){atg benfelben S^arafter, toetc^n &t€. Z>as oib0 äbrige in^&Qt anB G^rtflian^ (S^rcnif i^aben. 2>te (onge Stebe i. SB., bie t)on ben betben Tilun an bal 93o(f gehalten tvcfb uttb früher ertod^nten anbern au^ S^rifHan gezogenen {Reben bem S^arafter nad^ fo ganj i^xtüd) ifl, fann nur anB SMfHan ent» nommen fepn. Der Umflanb aber, baf guc. )Daotb ^ter feine ftuette nur allein nennt , o^ne baf ®im. Srunau Tr. 11. c. 5. §. 'J. (E^ri{fian6 im minbefien ertod^nt, ifl ein neuer S3emei< §8 ber SBe^auptung , baf jener (S^rifltand G^ronif ntc^t erfi bun^ blefen kennen lernte , fonbern unab()ingig oon biefem benu^. 8. enthielt bie S^ronif G^rißian« »erf^iebe* nea über bie 9teligion, ®itten unb @ebriud^e ber a(ten ^Canbe^bewo^ner. £ue. 2)at>ib f&^rt un^ ^iertu 6. 145 unb 146 einige SBeifpiele an, inbem er nad^ (S^rifHan^ Seiis* nif ber 9Bo^(t^dtig<eit ber ^^reuffen gegen Ztmt, t^rer ®a^s freunbfc^aft gegen %ttwb^ unb i^rer ^ftlfSleifhmg gegen ttiigl&t 
Utbtt Q^tiftiani CE^tontt 629 U^f befonber^ )ue See emi^nt; bann attd^ einen SSetpef^ ))oni Xbergtouben M SBoffea au^ (S^^ttftian« (S^rontf mittl^eUt 6Stm. 0runau Tr. II. c. 2. §. 3. aber (ift un^ ni(bt ungewiß, baf ottc^ mandj^e^ aber bie Stettgion ber alten ^ttuffm barin ent^aU ten war; er'f&f)rt barau6 menigflen^ bie brei J^auptg&ttcr {u SHomowe an. 9. @nt^ielt bie (S^ronif 6l^riflian6 auc^ no^ manc^e^ aui ber ^iit, ai^ ber jDrben fc^on im ianh^ »ar. 2uc. Damb S3.*Ii. @. 94 fagt: „^i^mUt e^egebad^ter {krr (Sfiriftianud in feinem S3u(^e, ba^ er t)on ben ^reuffen ^in< ter f!(6 gelaffen, ba6 im ftebenten 3^ate, nadbbem be6 2). £). Srubere in ^c^uffen angefangen {u regiren, ein fe^r ^ifftig^ @ter< ben eingef^aden. @ott weif, fagt er, ob e^ t)on wegen ber Dorgiff* Un Sufft falben gefc(^een, ober bad e^ bie fo auf beutfc^en (anben )tttt JBrubern in ^^^ufTen fomen waren, mitgebra((^t, weit e6 in 2>eutf({^en (anben felfir gejlorben." 2)iefed fowo^l^ a(0 wa« Suc. 2>ai9ib no4) femer t>on biefer &qd)t er^i^U, ifi Wieberum ein neuer 93ewei^, baf er ba6 93ud^ G^rijÜan^ felbfl benubte; benh ©im, ®runau Tr. VI. c. 7. §. 1. erwdbnt biefe« ereigniffe« fajl >nit ben nimlid^en SSorten, aber obne 6()riflian6 ju gebenfen. Sie ^itte nun Suc )Dat)ib wiffen f innen, baf bie alte (S^ronif M SSift^of^ biefe 9tad)rid)t barbite, wenn er fte nid^t fetbft in t^r gelefen ^tu. 2>iefe6 ifi im 3fttgemeinen ber ^^ait ber (S^ronif be^ 99i« f4»of$ (S^rißian, fo weit e^ miglic^ ifl, i^n au6 £uc. 2)at>ib unb €!im. ®runau fennen ^u (ernen. Sd war not^^wenbig , ibn r>ot Vugen in iegen , nm baburc^ bie fatfc^e SReinung $u beflretten, M fyibt Suc. )Dat)tb bai SBerf Sbrifltand nur an^ @tm. ®rtts nau fennen gelernt. 6^ ifl aber aud^ nStbtg , nod^ einen 2(ugen« blid bei ben Sweifeln )u DerweiUn , bie man gegen ba6 Safei^n Don e^rißtan« S^irontE aufgefleUt b^t. @o w^tt foid^e Sweifel jOOn «^artfniX^ in f. Dissert. de scriptorlb. histor. Prass. p. 4 unb im 2i. unb 9^. ^i^^nff. @. 123 erhoben ftnb, f^at fcfton Jto(ebue Titltm @efc^i^te ^v. 93. 1. ®. 155 ff. Aber bie ®a- 4e nt<^t unpaffenb gefprod^en. Der 6inwctnb , baf t>or ®im. Orunau fein ^^otnifd^er unb ^reufftfc^er @efcbicbtfcbteiber t^on et> ner S^ronif (S^rifKan^ etwa« wiffe unb baf felbfl Du^burg i^rer nic^t erwäbne , ifi o^ne atte« ®ewid^t 2)iefe ®ef4)i(btfd^reiber nennen fiber^aupt i^re dueUen duferfl feiten, unb ifl t^orau^ju^ fetten , baf fte S^ri^an« (Sf^ronif gefannt baben mftf ten, fle, bie mit ber ®ef<^i(bte ^euffen« fo äuferfl unbefannt waren? Jtennt benn aud|» nur einer t>on i^nen , f ennt ber fp itere DUtgof bie 3a^rbA4^er Sinbenblattd ober 3o^anne6 t>on ber ^uftCie? Siegt ibf r^aupt nidf^t eine fc^iefe Folgerung in bem ®a|e : Jlein ^eU 
630 lieber 6^ttßtatt« S^contf. nifditt unb ^reufftfc^et @(^ttftjleaet Dot Orunau femit bte (Site* nif S^rtftiand — folglich war fie nie r^or^anben ? 9Ber ermi^nt Dor ®tm. ®runau'^ 3^t ber }(nnaUn SBtganb« wn Wtatbmgl Jtennt i^n ein ^reufftfc^er ober ^otnifc^er ^efd^i^tft^teibet? Unb ifl er benno^ n)entgflen^ in einer (ateintfd^en tteberfelung neuer(id) ni<^t ivieber gefunben worben, nac^bem man t^n fit immer \>nictm f)ie(t? £)^nt 2^veifti m&rbe «f^artfnod^ feine 3n)eifet juräcf genommen ober gar ntdS^t aufgefledt ^aben , n>emi er ben 2uc. ^amb gekannt ^ittt, ben er nic^t einmal unter ^reuffen^ @efcf)id)tfd)reibern im X unb 9t. ^reuff. (Sorrebe) §ii nennen me1§. Uebecbaupt wirb jeber, ber bie gegen ba< Safe^n ber alten (äf^tonit aufgeworfenen 3weife(^gr&nbe äberw^gt, t^r Sewid^t fo \ii)toa^ ftnben, baf f!e aufer bem, xoa^ ito^bue fd^tai bar&ber gefagt, gar feiner 9Biber(egung femer me^r bebArfen. 9lacb Suc. 2)at)tb« 9lacbriAt S3. H. ®. 94 muf ^(^nfiiatt feine 6broni! erfl nad) bem ticif)vt 1237, atfo in feinen (e|ten £ebendiabren gefc^rieben ^aben, in einer 3eit, al6 er mit bero beutfd^en £)rben fd^on in offener gebbe {lanb unb bie jDrben^rtt» ter f(^on iffentlicb bei bem ^apijle angefragt ^atU. SBenn nmi ber SSifcbof in feinen ftSerfe eine« @reigniffe^ au^ bem S^^tt 1237 erwibnt, fo fcbrieb er ft(^er(i(b aud) noc^ iber bie Sabrt 1238 unb 1239, unb fonnte er bi^^&ber fcbreiben, o^nt fetner ^wifligen SBerbiltniffe $u gebenfen unb obne bie SSefcbutbigungen gegen ben Crben, bie er bei bem ^ap\tt f^on anbrachte, no<^ SU Derfljrfen unb su t)ermebren? @efd)ab aber fotc^e^, fo for* berten ed bie Jtlugbeit unb ba^ Sntereffe bc^ IDrben« , (^b(^tfft<Ktt< Sb^onif nicbt befannt unb Derbrettet »erben ju (äffen ; unb man entzog fte bm iaien baburd^ , ba^ man fte in bie SSibltotbefen ober f, Sibereien " ber £)rben^b^ufer nabm. Unb wenn wir un< nicbt febr täufcben , fo ftnben wir fte in biefen aucb wirHt«^ wie» ber. 3n bm Serjeicbniffen ber Sibereien ber Derfc^iebenen £)r> ben^biiufer, bie in bem f. g. 3(emterbu(be im geb.^^rcbiDeent^t« ten finb, f^nben wir einigemal einer „ ^rufcben Gb^^^^ica , Q^tü» nife t)on $r&ffen, ober (Sbtonica ber ^r&ffen" erwdbnt; tergL iinbenblatti 3abrbAcb. €S. 18; ®ef(bi(^te t)on fRarienbitrg ®. 382. belebe Sbronif finnte biefen gewefen fepn? <Sin ütf faffer ober dm n^b^re Sejeic^nung wirb nirgenb4 angegeben. Sine IDrben^sSbt^onif war ed gewip nid^t, benn biefe werben ^k unb ba nament(icb a(d Srben« « Sbronif en genannt unb felb^ ber 9}ame ,, ^rufcben Sb^^onica " ober ,,6b<^omca ber^rfiffen'' »ftrbe bann nicbt paffen. SBfirbe aber nic^t bie Qi)ti>nit S^rtfKan« <mf biefe 9Setfe ricbtia bejeic^net werben ? SBaren nic^t gerabe bie q>reuffen, tbre altefte ®efdti^U, ibr «eben, tbreStttett; ibr ®itterbienfl, ibr erfler Aampf mit bem beutfcben jDrben ber rc<^t 
Ue6er 6^rtfltan0 Q^tonit  631  eigentUd^e ®egenftanb/ meieren ffe (e^anbette? Unb ferner fd^en tote ^ier tttc^t gatt$ flar Utf ad^e unb ®ruitb, toarutn bte S^rottif G^rifltatt^ toi^renb ber £)rben$ « ^txt uttbefannt , unbenu|t unb in ben @et9i(6en ber JDrbendburgett Derborgen büth, bt4 btefe Sargen sunt lEt}txl Don ^tinM 3Rad)t gebrod[^en, ber IDrben auf« gehoben; bie S3&(^erfammlungen jerflreut unb fc an^ jene „^tu^ fc^en (S^tonka" bem ®tm. ®runau unb Suc. Sat)tb jur 93e- ttulung luiin^ü^ würbe? — ' ffioi) barf bte 4>ofnung ntdj^t ganj aufgegeben toerben, S^rtflmn^ 6^rontf einfl noc^ wteber aufsufinben ; i^ieU eic^t aber erft, mnn ed im Sattcan lichter wirb unb feine Gelage ferner md)t ntel()r bem ® taube unb bem SRober, fonbern ber 5i3if[enfd[>aft flbergeben ttjerben. 
» c i l a d e N£i IL lieber bie aSernfleitt^^Srtfel Raunonia, Abalus, Basilia unb Osericta — ©amlanb. ( IBor^fleren in ber ^önigt. IDcutT^en ®efeQf4aft gu itinig^^g am ®e6uctdfejle ®r. ^a\f^ht M Sthni^^t am 3ten Yugufl 1825.)  ttcbec mntge ®egenfldnbe ber iUeren nocbtf<^eti Srbtimbe i# fett bet Seit, M man bte ®t^i^\i^u Ui SVocben« mit mt^x SrAiib' Itc^feit tu bearbeiten anftttg, fo Diel gesmeifelt, To ^Ati gefragt, Dermut^et, aufgebaut unb wteber niebergemorfen morben, M Aber bte fc^on im 3(Uert(ium fo mett ber&^mte SSemflein^Stifet Statt* nonia^ ^fbalu«, Safftia unb £)fericta. 2)ie gan^e jDftfee ifi na<^ aUen Stid^tungen ^in burc^fud^t morben, um f!e trgenbtoo wteber auf^uftnben , unb gefunben (yat man fte balb 'm ^teuffen in ber Sanbfcbaft ®Mnianhf ba(b in ®(anbinabien, balb fetbfi in ber 3nfe( jDeftl im Sttgaifd^en SReerbufcn. S^atXt mm nun aber au(i) irgenb einen fe^en ^unft f&r biefe 3nfe( angenommen nnb fetbfl ben f(bn>ierigen Unjfanb ISfinweg geräumt, baf m fpdteter Seit ntrgenb^ ber S3ernflein tn fo gco|er ÜRenge; M einfl auf jener 3nfe( gefunben »erbe, fo bot bte S^ereinigung ber fo t>erf(^ifs benartigen ^c^xa^n auf eine unb biefelbe 3nfe( ber ®4t9ierigletten ))on neuem eine grofe 3a^( bar , benn jebem Uuc^tete ein : "bie Flamen mii^un in irgenb einer SBetfe f&r Sine 3nfe( su t'eretnt' gen fepn. Sin Tfu^weg, fte )u trennen, bot ftcb ntrgenb^ bar. 9(iniu« legte fte na(b TinyxU feiner SlueUen atte Giner 3nfe( bei. S>ie f(l(^mierigen GtcOen biefe^ 2(utor^ toaren folgenbe. 3m 4ten SSuc^e im 13ten Jtapitel, roo er bon Un namenlofen 3nfe(n im nSrbti(ben jDceatft gtfproc^en ^at, fd(^rt er a(fo fort: £x qttibus (insulis) ante Stjthiam qnae appellatur JRau- nonia abesse a Scjihia diei cursn , io quam \eris tempore fluciibus electrum ejiciatnr, Timaeus prodidit ®lei(b nadS^^er aber ^eifit e« weiter: Xenophon Lampsäcenus a litore Scjthamm tridni navifia- iiont insnlam esse immensae roagnitudinis , BalUam traait. £andem Pjibeal Basiliam nomiiiat 
iDie fBettttletn^Sttfel im Stotbeit. 633 Dagegen fagt 9(intu< Im 37flen fBucl^e iv^ 2Un MapitH: Pyiheas Gnttonibus Germaniae genti accolae aestnari- um oceani Meolonomon nomine, spacio stadiotum sex mil- liiim. Ab hoc diei navigatione insnlam ihesse j4balunu Jilo vere flnctibus advebi (sc. snccinnm) etc. Huic et Timaens credidit, sed Basiliam vocavit Unb gUt<^ barauf fi^rt et fort: Mithridates in Germaniae littoribvs esse insnlam, vo- cari eam Oserictam^ cedri genere silvosam: inde deflnere in pctras (sc. succinum.) Uebecbticf te man biefe @te((en , fo etl^oben fi^ eine SRenge von Silagen , beten ^Cuflifung f aum benf bat fd()ten. SBie (onnte Zmliu^, fo butfte man fragen, bie S3ernfiem«3nfe(, bte er ein» mal Staunonia nannte, nac^^et mieber JBaffUa nennen? fDletnte er imei t>erf((^tebene SSemfleinsSnfetn, mi^e mar bann ^auno« ttta? »etc^e Safflta? S3e)eid^neten aber bte betben Flamen nur £tne Snfel, fo erhielt fte nad^ M ^^ti)^a^ Seugnif nod[^ einen brttten ^amnif ndmli^^ HbaM. 9Sie f onnte ferner ^ptlj^ea^ biefelbe 3nfe( einmal SafHia unb bann mieber 'Kham nennen? ttnb bann wie tarn biefe eim 3nfe( in ben brei fo fe^r Dtrfc^ie« benen S3enennungen ? !!Bar enblic^ bed SRit^ribated SSem^eim 3nfe( jDfericta i9on biefer noc^ Dcrfc^ieben ? 9Bo war fie bann ju fachen ? Unb war fte ni^t )>erfdS^ieben Don jener, wo{u benn nod^ ein Dterter 9lame , ba fte burd) jene brei fd^on t)inldnglic^ be)ei(^« net ivar? — S3on folc^r Zvt waren bte Silagen, bie man l^ie^ bei {u iifen ^atte unb gelifi würben fte sum S^eil auf bie fonber- barße SBeife. Sccarb^) fiel auf bie tdd^erlidS^e SReinung.* ber 9lame2(ba« Uxi fep in bem t>erborbenen 9lamen ^iUau nbc^ t>or|^anben nnb bebeute wo()( urfprAngUc^ „3(nfatf" b. f). ben Qtt, wo ber SBern« jiein anfatte ober ausgeworfen werbe. SSaftlia fep tnd ^ateinifc^e fibfrfett Regia -Jnsula itinigd^^nfel unb t$ ge()e barauf t)tt^ot, baf ber 9}ame JtinigSberg fc^on fe^r alt unb nic^t erfi im brei« ^e^nten 3a^rl|»unberte entflanben fep. Der gelehrte 93 a 9 e r behauptete : jDfericta fep ®am(anb ; bte ®rie(^en (bitten btefeS Sanb SSaftlia, bie X)eutfd[^en jDfet^icta, gleic^fam bad ifUid^e Sitii^ ober ba« 2(efiter«9tei(^ auf 6e(tif(^ genannt , weil ef ein jtinigreic^ gewefen fep. Die }(eflter felbfi, ®am(anbf SSewo^ner, mic^ten ef wo^l Zbaiui genannt ^aben % 1) Eccard de origine Gcrmanorum p. 98« 2) Bayer Opuscul. p. 415: Si quis hanc Sembiam Oscrictam dictam jputet, erroris baud facile coarffui possit, praesertini si Diodori Siculi Basileam obiecteL Graeci igitur Basileam, Germani Oseri- ctam, Yehiti Orientale aut Aeslionim iregnam Celtica Ungua dica«, ob 
634 £)te S9ern(ietn:i3nfe( im !Rorben. ^umxt nrnnu bep fonft fo stftnbßd^e fBaper bie tvu^tiglle» J^a- gen beantmoctet su ^aben. @c fAb(te, nai fttxlii) UiJ^t )tt fi^ Un tt)ar, baf SSaftßa ejne ®rte(^tfcbe SBenemtung unb in iSfericta ein 2)eutfdS^^d SS^oct t)erborgen fep. Tiütm etf mangelte fetner Cc^ (Mirung bo(^ in aller 9Betfe an gr&nblid^en Seweifen ; t€ lief ftd^ bei i^r auc^ n)teber fragen: 9Sarum gaben benn bieSciec^en ge» rabe biefer S3ernfletn«3nfe( ben Flamen l8aft(ia, ben mir bo4^ fonfi in d^Uc^en Sitten t)on ibnen gar ntd^t angetoanbt ftnben? Serner wie (ann iOfericta „i{{(td)ed Sleicb " ober ,,3(eflierr«ic^" bebeuten, ba e« bann boc^ offenbar jDftericta ober Sfeftertcto: treffen mfifte? Unb enbtidi) »ober weiß man benn, baf bie Sedier fetbfi bie 3nfe( 3Cba(u^ nannten ? S&r aUed ftf)ltin bxt Seugniffe unb ei fonnte ba()er au($ SSaper« Srflirung ni^t fon« bertid^ SSeifaa ftnben. ®an§ anberer ÜReinung war ®:f>intng ^). Bttac be^eti^s neten auc^ ibm bie Flamen HbaUxi, IBaltia unb SafUia ein unb baffe(be 2anb. 2)iefe« £anb aber fuc^te er wegen ber Tte^nKc^fett M 9lamen«Jtiange^ in ber 9la^e berSSelte ober ^aiu unb faiib eö /, auf ben fiUid^m ober iflßc^en Aftften ber @!anbinai»ifdim •^albinfeL " jDort, meinte er, t}ereinige ffdb aUe«, wa^ üur 3(ufN&> rung ber 6unfelen ^ta^tn n6tbig fep. ^ai 9Bi((^tig^ inbeffen fonnte ®(^Sning boc^ nic^t erweifen, ben Umflanb nimticf^, baf in Sifanbinamen iemald 93ernflein in folc^em 9lei<i(^t^ume gefimbeit worben fep, baf bamit ein fo weit t)erbreiteter «l^anbet ^itu §e* trieben werben (innen. @(^on ® eiliger ') aber ^at Qd^tan^B £uftgebiu fo gewaltig jerriffen unb bur(J^bro(^eni baf e« ^ter etatr gSiberUguna be^ Singelnen gar nicbt weiter bebarf. ® dS^(o$er i^bodb riß ^ier nur nieber, obne etwa^«^alt6arci auf ber <Stette wieber aufzubauen, benn ba^ SBenige, wat er ^im fteUte, war fo faul nnb grunblod, baß i^m Jteiner babei @taOß ben fcbenfen (onnte. 6in ein^ige^ SSeifpiel (ann (linreic^. „Ttbtt^ m, S9altia unb S^afllia, fagt er '), f^einen fogar nur Cin SBort )u fepn. aSaltia burc^ eine (leine SSerdnberung, bie ftd^ ein 9ned^ wo^l erlaubte, warb }u S3a|tlia unb be(am baburc^ ein ®rie(^tfd^  eam ^nssam co^ominarunty qaod ad Sueonnm Sinlonitniiiae n- (»inpluin, regis imperio, inter tantam Tidnorum libertatem, ad« stnctloiiy' majores nostri uterentur. Aeslios ipsos credibile est, Abalum Yocasse. Xenopbonti Lampsaceno cum Diodoro conTenit, sed Pytheas Timaeusque Basileam et Baltiem Tidentur confudiaae. Pytheas utique Basileam et Abalum distinguit 1) 3n fetner 3Cbbanblung von ben Begriffen unb 9^(icbri4tni bet alten ©rtecben unb 9l6mer oon ben n6rbli(ben S&nbern in &^lbitti 9toth. &t^d)i^te ®. 23. ff. 2) 3n ben 2Cnmcrfungen in f. norb. ®ef(bi(bte. 3) 9lorb. a$ef(bi(4te e. 1^. 2Cnmere. 9- 
Die SetttfleinsSnfel im 9lorben. 635 Xnfe^en , »te Sribattu^ aui Slabaune. Sin anbetet itad)U, xd) weif nxd^t wie, ein Z fftt biefeS S3aUia unb fo entflanb 3(6atu«.'' 00 machte ftd^ bie ®ad^ bei €i(i)(5$etn wie t)on felbft. Den Spanien SSaltia ^olte et f[((^ f&t bie 3nfel anß bem ^altifd^n 9Reete unb au^ S3a(tia ging bann wicbet S3aft(ia ; Tliaicia unb Zbain^ t)ett)Ot , getabe wie nad) ^t^lS^etn bet 9lame 9lotwegen au0 bem 9ßotte 9}otbfee entftanb ^). Det fonfl fp otiginette ttp^agen ging ^xtt hod) meifi ben f(^on bettetenen SBeg. £)feticta toav xf)tn nic^t b(of bie SSetm iteins^nfel, fonbetn bad gan^e ®ot^x\ö)e 9tüd) unb bet 9lame bebeutete nic^t« wettet at^ Sojltpf , £)eflettei4) , wie 3(ufhania, jDjlsSttanb, unb Äufhitweg, bet iflKd^e 5B3eg«). 3n bet ßt* nitung be^ ^ammi S3aft(ia flimmte et im @an}en mit 93apef ftbetein, meint jebod), e6 finne im SBotte wob( auc^ eine Zn» fptelung auf ben Flamen bec @ei(i)fel liegen *). 9htt in bet Den» tung betf^ 9lamend Tttain^ lief U)>bagen feinem t&^mn ®eniu^, wie %mif)nix^ , unge^&geUen Sauf. @t fnäpft ben 9tamen an bie @agengef<^ic^te be^ JtSnige^ 2(tt^ut ))on @ng(anb. 6^ fep befannt , fagt et , ha% biefet Ainig , obglei<^ et in bet €S(^tad^t gegen 9)lobteb tibtlic^ t}etwunbet naö) @(afion gettagen unb ba getiotben fep , nac^ bem ®(auben be^ So(!e^ eine Steife in ein fetne^ 2anb, nac^ bet l^nfel 7l\>atonxa mit im jDflen gemalt ^be unb Don ba einfi wiebet fommen woUe. Die !Ramen ®ia* ffon unb 2Ct>atonia entfpt Jc^en ftd^. Det etflete bebeute @(o4tn' fe( (vitri insularo). 3Ct)a(onia ^aU feinen 9tamen i>on einet 3(e|^fet«Xtt, welche bie @otben in ft&^et 3<it an bie Simbetn ftbetbtac^t. Da^et fep bet £)tt, t)on weld^em bie Simbetn biefen 2r)»fe( et^alten l^dtten, 3(t)a(onia genannt wotben. 6^ fep biefe« abet fein anbetet gewefen , al9 bet tot(i(antige Dan^iget ^Cpfel, Ut in fot(^et SEBeife bet 9Bei((»fe(gegenb ben 9}amen 3Ct)a(onia, VpfeUanb gebtac^t l^abe. Da nun bie @ot^en ben Simbetn aud^ Semflein sugefä^tt Ritten, fo t)aU man aud^ ben SSetnfiein att au^ bem 3(pfeUanbe, an^ Ät>atottia fommenb angefel^en unb aud^ ba« SBetnfiein s Sanb Z\>aicnxa genannt, wotau« TlbaM tnu ftanben fep. ®o ^abe ftc^ SSa^tbeit unb Did^tung in ®(a|ion, bet @tod«3nfe( unb xnZ\>almxa, bet SSetnfieinsSttfeC, rietet«  1) (Sbenbaf. 0. 37. 2) Uphagen Parerga bistorica p. 477. 3) Ibid. p. 481. Scientes nempe, circa Ballhicum mare etiam insulam quandam , seu ierram pro insula reputatam , simili Quo- dam nomine gaiidere, Baltiam inde nobis forte eiTormarunt. Uioic porro et Basiliae nomen natum esse potest, ideo inde exsculpliun, quod terra ista sub strictiori regali imperio staret, quam aliae ti- cinae, forte et allusione aliqua ad Vistulae nomen adjuvante. 
636 Sie aStrttfietn'Sttfet im Slorbeit. tiigt, tobet» Ainig Xrt^ur tn ber ecfiem »irttidS^ geflotfem, tt«<b bec anbern aber (aut bec ®age ^nsetoanbcrt f^p^). — 2>tefe Sc nitung ifl Up^agen ganj eigen geblieben; e6 l^at fie i^m {einer na^gefcbcieben , aber gemiß aucb (einer nadS^gegUiubt @o würbe in Alteren Seiten audS^ t)on anbern ®ele^tt»n i,ber etpmologifcbe 9lot(){laa'^ tvie 3(be(ung biefe« beliebte SefrifeC nennt, mfi^fam burc^fuc^t, um in irgenb einer SBeife ben dens ^erau^iuftnben , ber bie 9lit^fe( l6fen finne. Unb bo4^ tvnrbe Xbelung, um ü^^^klw'^ ju erfliren, felbfi genit^tgt, fid^ in bio fem fRot^ftaUe enoad um$ufe(ien. 3(u« Sorfier'} eifab ec^ baf bie ®egenb auf @amtanb, too ber 83ernfletn am ^Aufigfiett an ba^ Ufer gefp&lt wirb , nocb sur Seit ber Jtreusberren SBittCanb ober 9Bittlanb«*iOrt ge^eifen babe. @r nafym biefed f&r Setf> Sanb, »etd^e^ im Sitt^auifc^en burd^ S3a(titfa, i>on S3a(ta«, toeif , au^gebr&dt merbe. Unb nun mac^t 3(be(ung mit gorßer fefort \iiXi 6}>rung : ffir Tfbalud mi((^te lieber im 9liniu^ ](ba(tta (Sal* tia ober 3(baUica ) ju Ufen fcpn >). Unter ben neuem ®ele(^rten l[)at über biefen @egettßaiib ^AUmann mzn neuen SBeg betreten^). Unter SBattia foim nad() feiner SReinung nicbt^ anbern , a(4 ba^ ffiblic^e Sinnfanb i>erfianben werben. 2>iefe^ fudS^t er oM bem ®ange ^u betvetfm, ben 3)liniu^ in feiner SSefcbreibung be6 !Rorbend oon jDflen na«^ SBefien nimmt 2)ie 3(nwenbung be^ 9}amen4 Stounonta auf eine 3nfel nennt er einen Srrt^um unb Derßebt unter Staimonk mit ®cblSs^r ^ ba6 i^r gegenäberliegenbe ift&flenlanb. SafRia unb HAoXvM merbe i>on ^pt^ea« felbji nicbt f&r einerlei gelten. Da^ erjiere fep gUic^bebeutenb mit 93altia; alfo ^^^ f&b(id^ Stoiu fanb unb Xbalu« fep Slfigen, M bie einzige er^bltc^e 2^fel bc« ganzen Jt&flenflric^ entlang jtoifc^en bem 9liemen unb ber StaM. S^ b&rfte wo^l nicbt fc^wer fepn, btefe Se^auptung \}x mtbetfe» gen. @ie bat aber bei fpdteren Sorfcbern eben fo wenig SSctfaH gefuttben, oX% bie fr&l^eren, ba .^fittmann ben ^auptum^anb mef )U' wenig beadS^tet ^t, ob nimlicb im f&blic^en Sinnlanb wicHü^ ber SSemfiein in fo reicber S&I^e ausgeworfen werbe, baj bamtt ein fo bebeutenber «g>anbel getrieben werben (onnte. 2)arum \^^hvci audS^ anbere ^^i\^tt flc^ inimer wiebet nacb ^zxa SBernflein-Sanbe ®amlanb gewanbt, @<^l5ser0 SReimmg bea<^tenb, ^o.% leidster wofil.bie 2(lten in i^ren 9la(t^ric^ten &bn « \\ Parcrga p. 482 — 485. 2} ®ef(bt4te ber ^ntbecfungen unb @^(biffabrten m. 9torben e. 36. a) TCbelung dltefie ©efcblc^te ber ^eutf^en e. 88. 4) {)anbbu(b ber ®ef(^i(bte oon ©(i^weben €^ 4 ff . 5) 9lorb. ®ef<bt(bte 0. 22. 
2)te fBernfieitt^Snfet im ÜTorben. 637 fo weitenttegene SBettgesniben setrtt, al< b{e 9tatut in btefen Ocgenben ft^^ \>ttinhttt^aU^). SRannett nimmt bd^cr and) a(^ fidS^et an , bei {tvei be( ecwi^nten 9lamen Ik^e 9>teuffen9 Aft#e bo(l(^ immer jum ®runbe *). 2(baru4 unb Staunonia f?nb nac^ i^m 6ie beiben fRe^ringnt, mei( ba au(^ jegt nod^ SBemfJtein jefiinben »erbe. Saftlia bagegen mftfie man, meint er, fär hm ffibtic^en X^eit Don SSd^toeben erfennen. 2)er tpa^re 9lame fep wo^( SSattla, SBaftlta aber b(o^ eine UnmanbUtng bec ^(bfd^reiber »ffa ba^ ®riec^ifd)e O^r getpefen'). Z)ie neuefle SrflArung, bie un^ noc^ ju erwähnen Abrig -bUibt, ifi t)Ott 98i(^etm^). @ie fdl^eint ftc^ baburc^ eine be« quemete S3a^n ju httd^m, bap ffe gleich t>orne herein annimmt: ' „Die 9{a(^ri(^t be^ 9(iniu^ in ben entfernteflen Stf)tiim feine« grofen SBerfe«, in bem 4ten unb 37ficn 93u(^e, entf^itlten offene bare SBiberfprÄcbe ober mit getinberem 3fu«brucFe, €5d^reibfe?)Ier»).'' Stnen fold^en Se^Ur ftnbet SBit^elm fd^on smifcf^en ben 9}amen HbaUi^ unb SBaftüa. ,,S3ei bem Sufage in ber ^njeiten ®te((e: Huic et Timaeus credidit, sed insnlam Basiliam vocavit, l()at ftc^ ^(iniud mo^( [(^werßc^ an ba« erinnert, »a« er nni im 4ten S$n(l(^e (in ber erflen ®tefl[e) Aber benfe(ben ®egen{lanb mitge» tl^eilt (Statte«)." — 2Wein biefen bem alten gefe^rten 8Mmer in ben SSufen gefd^obenen S!^ergefli((»feit«fel[)(er barf man bod) toef)l nur al« einen !Rot^be^e(f anfet^en, um hen Jtnoten Ud px burd^$ ^auen, flatt i^n bebac^^tfam su (ifen. 93eina^e eben fo ergebt e« htn !Ramen Staunonia unb SSafflia, inbem e« ^ei^t: ,;S3et bem Flamen fltaunonia ftnbet Serfc^ieben^ett in bm Sitanufcrii»^ tm jiatt: ffe (efen Baunomanna unb Bannonia (au(^ Ban- nomanna ) ; aber fein« nennt bie 3nfel Basilia , toxt fte 9)(iniu« im 37fien SSud^e t)on bemfelben Simiu«, ben er ^ier a(« Clueffe anfährt, nennen t^t. bb in Basilia ober in RannOnla ber Srrtffum t)erborgen liege, mage id^ ni^t lu entfdf^eiben ; bo<^ fc^int Basilia me^r Stimmen f&r ftd^ au ^aben. '' SSeil nun ®i(^e(m au« Rannonia ni(()t« »eiter in mad^n xoti^, fo fftgt er enbti<^ ba« @e{iinbnif ^inju : „93ie 2im ju« ober »a^rfc^eim Itd^er 9tiniu« $tt bem 9^amen Rannonia gefommen ift, mHte fd^werlid^ ^u«)umitte(n fepn, wenn toir nicf^t ber SrHJrung .^ar» bttin« beijUmmen motten/' metd^er nimlic^ annahm, baf Stau» nonia nid^t ber ^am^ ber 3nfe( , fonbern be« 2^ei(e« üon ®C9* 1^ 9torb. iBef^id)tt &. 34. 2) Geographie ber (Srtetben unb Mmer 1^. HL €1. 343. 3) ebenbaf. ®. 345. 4) Germanien unb feine Semobner. Sßeimar 1823. 5) dbtnbaf. ®. 328. 6) iSben fo fXannert a. a. £). 8. 343. 
638 SU $Bini{leitt«3nfe( im fRorben. tf)Hn fep, t)Ot mU^etn bte S3ernfleinf3ttfel ßege. SBil^lsn fc^ttii felbfl gu f&^Un ^ baf e^ \d)\a>zv fep , bem <g>arbuitt betsuftUnmen, benn in ber X^at ift beffen SrHdrung au^ nur ein Se^elf ber 9lotb/ um fein Staunonia irgenbwo im fabe(b<tften ^c^tbenlonbe untec^ubtingen ^). 7(ucb aber ben Flamen iDfericta t)at 9Bt(^ctai eine eigene üReinung aufgeflettt. S^iefer 9lAme , fagt er , erim nere an bie 3nfel £)efel unb DeUtnb, an Xufhtrtfe unb Xufhiraat, jDjUanb, SjiUcbe ©rdn^e unb an 2Cufhirn)eg unb &ftatfait, ber £)flfee alte , ntd)t ungen)6bn(icbe S3enenn»ng ') ; e« fei^ nietet nhi tbig , ba^ wxv bie 3nfe( £)fecicta , t)on t9e((f)er SRitbribott^ na«^ ^finiud bif)auputf ba$ auf i^r ber SSernjlein t>on einer (Sebem» ©attung auf bie Seifen niebectraufele, f&r biefelbe mtt Abalvs unb Baltia balten. 3mar n>erbe ffe burcb bie 9Iacbbarfd^aft ber Sermanifc^Kn £ujle einigermaßen befiimmt; bod) ft^eine 9lmin^ in ber SReinung $u flehen , ba^ erfi Don ba ber ^ernjletn burd^ bie Slutbm an bie eigen tlicbe S3ernfletn«3nfe( getrieben »erbe, mie aucb Sacitu^ annehme '). — 6d ifl fcbmer, biefer aitftntmg beijupflicbt^n. 2(n iOefel ober IDelanb (ann jDfericta etma nur fi^ erinnern, u>te Scibanu^ an Stobaune ; unb menn bie Silben Ose auö) tcklixd) an iDefel anfingen, toai toitb benn aud ricia? iBei £)elanb !onnte biefe6 ricta.wobl „fanV bebeuten; aber to^ bin fdUt ba$ wefentlicbe s in Ose beim Uebergang in Oe ? 2)af ferner ^liniud , wie SSilbelm fagt , in ber SReinung gu ^e^ fcbeine: „ber aSemjtein merbe t>on ba erfl burcb bte ilu? t^en an bie eigentlid()e SBernflein^^nfel getrieben/' flebt nacb meinem 93eb&nfen feine^megS in beö ^(iniu« ®tetfe; bem erfllicb fvtxi)t \a ^liniud nid^t feine SReinung au«, fonbem bie be« SDtitbribate« , unb imiunt ifi in* ben SBorten: Mithridates in Germaniae liitoribus esse insulam, Tocari eam ÖsericUm, cedri genere silvosam; inde defluere in petras (succinnm) »eber „t>on ben %lntl)en" be« Speere«, nocb Don ber ,, eigene (idben SSernfleinfiifle" bie Siebe. 9Ba« ^tiniu« feCbfl t>on bem llnflutben be« SSernfletn« an bie eigentlicbe Sernßeinf&fte meittett mag , gebt biefe @teKe fo »enig an , aii bie angebogene ®te&e b€i Zaciiut fie erfldrt. Und^ fpricbt ia ^liniuS feine SReinitng in einer gan) anbern €Stette an^*), JDocb genug Don frembeh SJfeinungen! ®ie würben nur er«  1) SBart^ in f. Urgef^icbte S)eutr(btanbd fB. I. &, 143 unb 1.50. bittdtaunonia ebenfalls für einen Flamen beg ^f^ttiifcbenSanbe«; nieiiit aber, ei Hnne aucb etqe ber 9le^nngen, eine Snfel ober fe^ei ^nb barunter oerftanben fei;)n. 2) @. 331; unb »artltcb fo au(b Saitb a. a. £). 0. 152. 3i Tacit German. c. 45. 4) PUn. H. N. L. XXXVIL c 3. 
Sie S3ei:nfletn«3nre( im 9}orben. 639 t»i^nt, timi Z^üi^ um ju seiden, mie r^erfcl^iebenatttg unb ab« »et<i^nb Don jebec bie @eogtQpl()en jene 9}amen tttiitt nnb auf bie i>erf(btebenflen Sdnbertbeile M 9lorben6 angewanbt 1)abm, anbern X^eilS abec auc^, um bamit bie SBic(^tigfeit bar^utbun, bie man immec fd^on auf bie cid[^tige TCu^iegung bec ecm Junten !Ramen f&c bte ber&bm^^ norbtfcbe SSecnflein^Snfel gelegt ^at. 9Retne 2Cn|tc^t ber ®a(^e loetd^t t>on atten bi^b^cigen SDtei» nungen unb S)eutungen in aUm S3e$tebungen gdn^li^ ab. 9htr barin fiimme x6) mit mehren bet erioibnten geograpbifcb^n %ou ft^r&berein, baf biemec^RamenRaunonia, Abalas, Basilia unb Osericta eine 3nfet ober ein aii 3nfel t>on bm Zltta angefebenef 2anb be^eic^nen, wc S3crn{iein gefammeU mürbe; unb bad fc^eint ^tiniu^ in ben r^ter ermibnten @teUen ani^ gan^ Kar au^^ufpre» <|en. S)ie 9}amen fetbfl fCingen inm Stf^tii ©riecbifcb ; ^^^ ^' fitia iji biefe^ offenbar. Hbaiix^ fcbien SRannerten „ t>ieaeid^t ein SKSmifcbet: 9lame.'' £)fericta nabm man mei{ientbei(^ f&r 2)eutf((^. 83enn man bie ®ad^e genau bebenCt^ fo f innen bie 9{amen ent« »eber nur ©riecbifcbe ober nur einbeimifcbe, b. b* mtr folcbe fepn, tote man fte im £anbe felbfi fpracb« ^ur burcb fo(dbe, totid^t (Sriecl^ifcb fprac^en unb @riecbifcb fcbrteben, burcb 9i9ti)tü^, %u miu^, Xenopbon ))on Sampfafu^ unb ÜRttbribate^ Süpator unb Don biefen burcb 9ltniu^ ftnb un^ biefelben äbertiefert. 3(uf bie Srage : ob bte brei zulegt genannten 2(utoren bie 9laraen m6 M 99tbea6 SSericbt Aber feine norbtfcbe Steife entlebnt unb ob audb X)iobor biefen benugt ober ob fte biefelben au^ anbern, un^ unbe« fannten idueden enmommen b^ben? — eine Srage, bie ftcb fcbmerlid^ }ur eotbenten (Sntfcbeibung bringen lift, ha bie 9Berfe ber genannten SRänner alle t)erloren ftnb — (ommt im ®an$en menig an. 9Bir nebmen bie ^tamen, mie fte un^ nun einmal ge* geben (ifnb; mir Reiben ben fonfl fo genauen unb forgfdlttgen ^iU tm^ feinet ^eblertf unb (eine6 Seicbtftnn^ unb feben bie ^erfd^ie» benbeit ber Benennungen nur all S9emeid att, ha^ man fte mir^ lid|^ aucb t>erfcbieben gebirt b^itte. 9Bir fleUen aber bei unferer Srflirung \>k SSebauptung an bie @pi|e, baf in ®amlanb einfi ber beilige ®itterft^ Romove Rickaita gelegen ^aht unb biefe SSebauptung erforbert bftnbtge unb grfinbltcbe S3emeife. 93ei ber ju^e):fl großen SSerfcbiebenbett ber Qt)ti>nifttn unb ber fpiuttn ©efcbic^tfcbretber in ibren eingaben Aber bie einjlige 2age biefed uralten* 4>eiligt^um^ (ann eine ftcl(^ere ttnterfucbung nur auf urfunblicbe iQuetten gebaut unb bie 2(ngabe ber 6brontflen nur etma al« SSefldtigung ber urfunbltc^ bargetba« nen Stefultate benugt merben unb biefen fi^mn SBeg moQen mir bier betreten. S)ie älteren ttrfunben ber £anbe«gefcbi(l^te ergeben aber ben 
640 Z>a^ oriu Olomotoe in 6am(anb« KmM, baf eht Zeitiget ®itter({(, Romove genannt^ rinfi »tri» (i4) in ®am(anb, in bet 9ld^e ber »efllfc^en ®ee(ft^e, unfrm t>on bem Jticc^borfe Secmau, bei bem ief^tgen Dotfe Sengnttttn geUgen ^abe. 3u btefer SSebauptung giebt «^ fotgenbe Sr&nbe. 1. 3n ber begeicbneten ®cgenb (tegt je^t nod^ ba< Z)0rf Romehnen. ttrfunben bewetfen/ bap btefH SDorf nid^t nur febr ait t{l^ fonbem baf fräb^r auö) fein Q^ome ettoa« anber« toar. ®ein 3(Uer (innen mir iU naf)e an ba^ bret^ebnte Sa^rbunben Detfolgen unb baf ber £)rt fcbon Dor ber 3(n(nnft be^ £)rbend t>oc» ^anben gemefen unb t)on ben b^ibnifcben ^^euffen gegrftnbet f^n muf , bemeifet fcbon fein dcb^teuffifcb Ringenber 9lame. eine Serfd^reibung bed SSifcbofd Sobanne^ t)on ®amlanb t)om 3abre 1325 nennt ha^ Dorf Rummove i). 2)iefed ifl bie dttefi^e Se« nennung , bie toxt baben aufftnben (innen unb fie Hingt guglcidb bem 9lamen be^ alten ^etligtbum« am dbnltcbpcn. 3n einer an? bem $Berftbreibung«ur(unbe beffelben SBifcbofö Dom Sobre 1335 »irb be^ ndmlid(Kn SDorfe^ unter bem S^amen Romavn ertD^^nt unbbaburcb ber Uebergang bef 9}amen< Rnmove tn Romajn unb in ba^ btutige Romehnen bargetban ')• 2>0(b nennt nö(b eine ttr(unbe be« S3if(^ofd 3acob r^om Sabre 1349 ba« Selb um jene^ £)orf „ Campus Rnmbow , ^^ eine Serdnberung , bie na<lb ber altpreuffifcben SRunbart, nadb tveCcber aucb Rombhoye ge» fprocben würbe *) , nicbt »eiter befremben (ann. 2)a$ aber Ro- majn nm biefe Seit feibfl and) bjf gemibnßcbe SBenennung hH 2)orfe6 war, bemeifet eine Ur(unbe bed SSifcbof» Sob^nne« t»0m Sabrel343, worin er ben alten ®tamm)»reuf[en ©cropten, jdimp^ binp, SSignen unb ^atai^ eine Strede £anbe« in ber Selbmarf be< 2)orfe^ ^^Romajn^^ Derfd^reibt, unb eben fo nennt bal^lbt 2)orf neben bem 2)ot{Fie Lankeniten , wetcbe^ ba^ jebige Lengnitteii tfi , aucb eine Ur(unbe , worin bie ®rdnien be^ 95tfcboftt^M von ®amlanb ))er$etcbnet werben. 2>te beutfcbe Uebeifetung bie» fer Ur(unbe ^at ben 9lamen Romajnis. 3n ber einen btefer ttr(unben wirb neben bem SDorfe auc^ eine^ Gee^ erwd^nt^). 6^  8  3n Matric Fisckkus p. 18 Im geb' SCrcbto 3« St, 3n ben ^amtdnbifcben £)rtis9tamen, bte ft(b ie^t auf „^ ober „au*< enbigen, iß bie urrprÜQglttbe Sform äberaH ove ober gewefen ; btefe ging bonn abn>e(bfe(nb in hie &ilbt ayn ober au tbn. eo bief ®ennau urfprönglifb Girmove ; fp&trr fommt oor Girmajn unb Girmaue. ^ie &ilbt ayn aber Derwanbelte ftcb in „ehnen.** eo bief Kirpelmen bei iSermau in ber 9^dbe von 0tomebttcn fottH Kirpaya; Kumehnen am ®altgarben fonfi Komayn. €fo i|l tn glHibet S9ei(c au< Rumove Romayn unb au8 btcfem Komelinen gewoibOL ttcfott» ben geben über folcbe Umwanbfongen binlAngltcbe Seifpiete, 3) 9ratoriu< Gcbaubilbne ». I. ®.264 (S^cr. im ge^. Yr^lo.) 4) (Htt fold^ eiee ilt au(b ie(t no<b «orbaiwen. 
iba^ altt Stomotot tu ®aitiUttb. 641 1910 ifi^ aifo, baß ein uralter £)rt Rumove etnfl ba (ag, tvo ie(t Ctpme^nett tiel^t 2. 3n ber Umgebenb btefe^ 2)orfe« ^tef etnfl eine ©egenb „ba€ ()eiUge gelb, ^a^isr campus.*' 2)iefe« ifl ot)ne 3wei» fe( ba6 gelb; tveU^e^ bie eine ber ermd^nten Urfunben aud^ cam- pus Rnmbow nennt ßrnoj^nt n)irb biefe^ ^eiligen getbeö bei bem aiun Rumove fc^on in einer Urlunbe *) wm 3a||re 1322, au^ Jmel<^er wir ecfe^en , baf e« nidf^t ferne t>om Speere lag, t)om gluid^en Saffe bur^^mdffert, reid^ an S9ern{lein unb bei ber ^tu lutts ®am(anb« }tt>ifdS^en b^m iDrben unb bem SSifc^ofe frä(^er^in anget^eiU geblieben war. üRerfw&rbtg ifi btefer Umfianb um fo me^r , ba e^ gan^ unbewohnt war , benn atd e^ fpdter^in Um Sifc^ofe Don ®am(anb sugefatten unb a(fo @aml(Snbif(^e« jtir« d^engut geworben toax, t)erf^rieb e$ ber SBifdE^of 3o^anne^ in bem genannten ^a^tz 1322 ben Sonoent^rittern ^u Ainigebl^rg jur S9enu|ung f&r Stogweibe unb )um «^»eufc^nitte auf feine £e6en$» {ett unb mit IBorbe^alt M 6infamme(n« be^ S3ern{lein6 gugteid^ mit Un Unterfaffen ber 6ont>ent$br&ber )u Ainigdberg , worauf lu fe^en iji, baf gerabe am fettigen, getbe ber 2(u^wurf be« S$erm jiein^ bebeutenb gewefen fepn muf . S)tefe6 (^eiligen gelbem wirb auferbem aud^ noc^ in mehren @rin)t>erieid|^nifren erwÄ^nt unb 1) iDiere m mand)er ^in\i^t merfroörbige Urfunbe tft folgenbe : In nomine' domini amen. Nos frater Johannes dei et aposto- lica providencia Episcopus eccicsle sambiensis notum facimus uni- Tersis presentem litteram inspccturis, quod honorabiles viros Com- mendatores ei firatres in Kuningisbcrcn nostros fautores et fratres karissimos pio prout decet prosequentes afTectu ipsis liberaliter fa- cimus graciain mfrascriptam , hanc videlicet, quod ipsis sacrum Campum pertinentem ad partem ierciam sortis nostre pro pasca- tara equorum suorum et falcatura feni concedimus pro toto tem- pore Tite nostre nuUum tamen ex hac concessione nostris successo- ribus prejudicium inducturi, sie tamen ut homines nostri inibi ba- bitantes sua prata suasque pascuras et agros et silvas, quas babue-- runt ex antiquo et babere debent de jure retineant inconvulse no- bisque in dandis decimis, prestandis senriciis et iuribus omnibus remaneant obnoxii nullique alteri in biis quam nobis pareant et Intendant. Item quod iidem homines a loco, in quo fluvius Lassa iniluit mare salsum usque ad graniciam quercus site iuxta curiam iratrum sacri campi lapidem» marinum covimuniter vel divisim cum bominibus fratrum possint colligere, quem lapidem nüUi alteri quam nobis aut nostro ofiiciali vendere aut presentare cogantur, et quod in salso mari piscari valeant prout antea consueverunt Item contulimus eisdem fratribus et amicis nostris karissimis eciam pro tempore vite nostre piscariam nostram et ad ecciesiam nostram spec- tantem in recenti mari sub silva dicta Povs, nobis tamen ad pis- candum ibidem duobus magnis retibus reservatis; etc. Datum et actum in ecciesia nostra katbedrali Kuningisberch. Anno domini Millesimo CCCo. XXII. XIII. Kai. Jun. - » 41 
642 2>a6 aiu Slontome in 0am(aiib. no4^ tetd^Ctd^ mit jiarfen Sid^^en befegt toar, bie gu @c2tt|niarfm btenen muf ten. S)ie ^(u^be^nung , meiere ed um btefe Bdt nix^ ^atte, ifl nicbt mel^r ju befltmmen; nur fo t>ie( ^at ft(^ ttmlu Uln taffen , bap e6 ftdb nSrbßcb b<naufiOg bt6 gegen SSangntcfen unb im fEBeflen an bie €iee anfließ ^). S^tefed trifft gerabe in bie @egenb, »o «^eilige ^Jtreu^ liegt, ber eimige Qtt in jenen Um* gebungenV ber einen S^eutfcben !Ramen fobrt. (S^ ifl taum }» be$meife(n, bafi ^eilige «Areug auf bem einfligen b^iligen Selbe liegt unb baf man burcb 6rri(^tung ber bortigen jtirc^e unter bie» fem partim ben einfl b^ibnifd|^()eiligen £)rt auc^ ben Sänften fort« ^in ^eiltg erhalten wollte. 3. 3n ben ttmgegenben be^ alten'Ramove unb biefe^ ^ttt* gen S^lbe^ ftanb aud^ ein ^eiliger 9Ba Ib. & toitb fetner {ii^ erft ttwa bretfig ^a^re nad) ber legten @mp5rung ber &amlin» ber gegen ben Orben , nimlic^ im Sa^re 1292 in einer SSer» fd()reibung be^ Aomtburd t)on Ainig^berg SBert^olb t)on S3rfi^t)en ermi^nt, inbem biefer einem* gett)iffen itonrab Jtot^ ein Sanbge» biet t)erfd^retbt , n^eld^^ am b^ilig^n 9Balbe binaboirtd ft4 bi< gegen bm $regel erfirecf en foH '). S>iefe fo meit na^ ®äben ges gogene Sage, welche ber ^eilige SSalb 1)\tmit befommt, finnte auf bie SBermutl^ung f&bten , ba^ biefe^ ein gan§ anberer SBSalb fepn mjiffe; allein e^ ifl ^u ermeifen, bap biefer b^Uge SSalb ft^ tüitfüd) t}fm Srifc^en 4>affe an^ alfo i^on ®am(anb< f&blic^ fier ®rinse nSrblicf) \)inauf 6(6 aber 9iomebnen, ba6 alte fRomotot f)xnavi9 erflrecfte. @r jog ffc^ ni^mlicb i>om 9regel ani gegen ba$ kxti)botf ^^btnan bin , n>o bad alte bifcbifli^e 0cblo$ ätegen» berg unb ba6 S>orf Gragen, jegt Aragau, lagen'}. 93on ba lief er burc^ bie Selbmarfen bed 2)orfe« Sepbau binburc^ bi6 an bie Jtfifle ber jDflfee , wo bie beiben D jrfer 9teuenborf unb iDargen, — in alter Seit 2)argon)a9n — lagen ^) unb too ber beiCige )[ba(> 1) jDte ^mexfe bteoon in ben folgenben Vnmerfttngen. 2^ „luxta sacram silvam in descensu usque ad Prigoram.'^ 3) >Dtefed bemeifet eine Berfd^reibung beö StfAof< 6tegfneb von ©amtanb oom Sabre 1309, worin er ben heihen ^reuffen «^errmann 9){albite unb beffen SSruber @trambote fecb^ *&ufen Sanbe« bet femnn ©d^loffe 3tegenberg üArfcIretbt unb in ber ®rdnsangabe fagt: Prinu granicia est quercus circa fluviuniy qui fluit iiuira castrum (Cygen* berch) et cunam supradictam , a qua quercu est eiqidum directe versus villam dictam Craghen ad arborera circumfossam, a qua ar> bore linealiter procedcndum est versus Siltfom sacram urque ad cumulum unum etc. 4) ^tefe SBegrdngung bed beil. Sßalbei wirb burcb eine Urfunbe be< SStfc^ofS 3obanned üot| ®amlanb üom Sabre 1327 beflimmt, inbem H bort in ber SBejeicbnung ber ®rdnsen bed S>orf< 9{eueirborf betft:^ Ab eadem granicia adscendendo sursum contra sabum mar« per inet- 
2)a6 aitt Stomome in Gamlanb. 643 hnt, aU er bort ben Mttsm ®a(b betrat, t>on bem ^etbnifd^en ^rtefier erfd^tagen »urbe. 2)terer betttge SSalb lief aber t)on bie« fer bejetcbnetett Stid^tung t>on jDflett nad^ 9Beflen audb >^ttt norb« t9drt^ f)manf. SBir ftnben tbn namentUdE^ {unddS^fl unfern i>om Saltgarben, bei müi)im tveflticb ba^ Sorf Qtaffeobnen; fonft Qlafirapn genannt, am billigen SSalbe lag^}. SBon ba an$ ging er bann norbmeflßd^ f)xn&Ut mdl^ Stomebnen, mo er ba^ alte «f^iligtbum atomome fe(bft nnifc^(of , bort einen S^ett be6 ^ei(t« gen ^^(be6 bebed te ttnb {!(b fltgen bte 0ee bin }og '). — IKu« bem atten gebt nun Kar berDor, ba^ ber ^rili^^ SBalb ben grif^ Un Sbetl be6 toeßßcben SSamlanb«, bte ganse SeefAjie i>on Sifc^ iKKufen bi^ nirbticb hinauf an bte 9lorbf}>tbe t>on S3rftflersjDrt um» faf te unb fl<b in« innere £anb binein bU an ben ®ai^arben unb am Saferen «^affe bin M an bteSR&nbung M kregel« auMebnte. 4. SSir ffnben an bem btißgen Selbe unb nament(t(b in ber 9l2b^ ^^^ Mtn SRomome, bem iebigen Stomebnen audj^ eine« jDr> M ttto&ffnt, toelc^er fcboti in febr alter Seit ,,bte S3ranb^ ^itt^" f)it% 3toar finb mir aber bie etnfiige 93efltmmung be« &rte« unb ober bie SSejiebung feine« 9tamen« nicbt toeiter unter* richtet <^i(bfitoa^rfd!^einlt(b aber toav er in alter b^ibniftber 3eit bie ®tdtte geroefen, mo in ber 9tJb^ ber ®ittern>o^nung ba« ^tU lige, emige S^uer brannte unb bie iDpfer bargebrac^t mürben, ^ie bie Abrigen begeicbneten ®egenben, fo f)atu obne Smeifel aucb bte Sranbfldtte al« jDpferfiJtte ibren alten 9}amen bebalten; aber mie r^om ^eiligen SBalbe unb Dom b^iligen %9iJbe bie altpreufftfc^e {Benennung untergegangen ifi , fo ^at ftcb aucb r>on biefem jDrte nur bie beutf(^e Se^eicbnuttg erbalten. 2)ap mirflid^. ein folc^er iOrt, mo ein emige« geuer brannte, bei bem «^eiligt^ume mar, tfl  siones arborum usque ad viam, quae de vi IIa Dargowayn ducit Tcrsiu Sabenow. Item adscendendo eandem via^i versus Sabenow us- que ad aliam yiam, quae ad sinistram sWe laeyam manum occur^ rit et ducit ad sacram silvam, 1) jDer SBifd^of Sacob oon @ainlanb oerfd^reibt bafelbit im 3abre 1357 bem «^einri(b oon Steaenioalbe pratum unum sub silva, quae dicitur Meyligewalt Wyssekynt situm. 2) jDiefe« bemetfet eine Urfunbe be« SBtfd^of« 3obanne« oon &am* lonb, mortn er in ber Umgebung be« jDorfe« dlomebnen ein nemus sacrwn nennt. Unb in einer ©rdnsanaabe be« SBtfd^of« beift e«: De quo (sc. palo magno) directe -proceaepdura est ad neimiSy quod S€tcrum nemus nominatur, versus mare salsum usque ad arborem ibidem signatam, deinde eundum est versus sacrum campunu 2(u« einer Urfunbe be« Jtomtbur« oon J(6nig«berg, «^einrieb« von 3fenbofcn, t>om Sabre 1322 erfabren mir , baf tin SSb^l be« beiligen Selbe« mit Sßalb bebecft mar. Q^r fagt : In parte ecdesie silve sacri. Campi nihil iuris habemus; unb bann beift e«: Item reservant sibi homines suos in eadem parte sacri campi morantes. 41 * 
644 2)a^ alU Stomotoe in €5am(anb. auf ec Bmxfel ^), vtnb btefe SSranbfidtte taq na^ ber untf aufbeut' tenert Wad^ridj^t ^ani in ber ^il)t Don Stomome ^. @o weit ergeben -alte ttrfunben ben S3en>et^, baf u>tcnt<^ in €Sam(anb^ n)etiUd)em Jtfiflentanbe. ba^ alte ^eiUgt^um Stomowe geflanben f)aUn m&|Te. 2(6er aud^ nid^^t untotcbttge Beusnific bec 6bi^ontf!en beftittgen biefe S3e^au|)tung. jDfenbat jtelt ba^tn fcf^on bte a(te ®age, baf @amo, SBtbemub^ zweiter @obn, mit feinem 93o(fe in ®am(anb ben ®5ttern mit weit grifeter Xnbac^t 'gebient, a(d bie übrigen fSetvo^ner ^uixfftM unb be^^alb in et> nem @t(()enn>albe ju @^ren ber @itter eine SRenge t)on &d^lan^ gen unterhalten morben fep '). — Serner nennt auc^ bte alte brben^ ' Gbronif ba^ 2)orf „Romawe^^ auf @amlanb atö ben £)rt , tt)C einfl bie b^ibnifdben ®5tter gen)a(tet unb bec Oberptte* fter ®v\m feinen ^o^nfifl gehabt b<ibe^). — ®o fann audl^ be§ S^roniflen «f^enneberger Seri^t \>cn „ bem flarfen <^agen t)Ott grofen S3Jumen unb fRiSen/* welchen bte ®aml2nbet M ber X»» fünft be^ Sanbmeifter^ «^einrit^ Don.^iba ,,t)om €$eef{ranbe an bi6 in bad S^ifcbe «^af " mad^ten, auf nitb^^ anber^ bi^^beuten, aii auf eine ftarfe SSerfd^ansung unb einen SSerbau betf Eiligen SBalbe^, burd^ meieren man ben ©nbrucb M Seinbe^ in ha^ ^U n'gtbum ab$uba(ten fnd)U ^). Unb enblicb mag aucb ber entfc^tof« fene, blutige Aampf, Un bie ®amtönber mit fold^er Srbittenmg bei ®ermau gegen «f^einric^ @tange, jtomtbur t)on Sbnftburg focbteU; ni(^t ebne Sße^ie^ung auf bie Errettung M beiligen &iu tevfiit^ getvefen fepn ^). S>aber bebau))tete au(^ fcbon ein neue« rer gorfdf^er ber ®ef(bi(bte ^reuffend , wmn gleidb mebr nur i>ets  1) Dusburg P. III. c 5. ^nca^ 2)at>tb SB. I. &. 31. 2) S)te auf btefe S3rant)ftatte beat^gtt^e ©teSe fiebt tn ber enoäbn« ten Ur!unbe über bte ©rän^bericbttgung beg^ jßtötbumg €$am(anb unb lautet fo : Procedendum est ad quercum vmdem stantem prope sa- crum campunt\ dewdc ad salsum mare; item redeando de saU so maii procedendum est ad palum circumfossum , qui locus Brandstat dicitur. Dcinde ad allum palum circumfossum in agris inter TÜlas Romajrn et Lankenitten (l^engnttten). IBet 9{a(iforf<buQg (kXi Ort unb stelle erfuhr tcb iit Sen^nttten , baf xn ber gelbmarT btes re€ ^orfed ein £)rt von bebeutenbem Umfanae fep, ben man bie Itobb flitte nenne, weit man bort %\ivcX\6) tief tn bte ^be binein Ao^ f!nbe, miemobl Itd) niemanb ennnem fdnne, ba$ jemaU ba Jtoblni gebrannt morben fepen. ^xtViitx^i tfi biefeS bie oMt Sranbflättr. 3) &ucag >DaDtb SB. I. @. 60. 4) £)rbends(?broni( ®- 20. (SOtfcr. im geb. tx^vn >q J(6nigA.) Matthaeus veter. aeri analecta T. V. p. 686: „Ende die Pau« (9)apft) -woondc altyt in Samclant, in een dorp dal Romawe biet, en> de dat noemden s^' also na Romen; ende dese Paus was altTt ge- nocmt *Crywe. ** 5) «^enneberger« (anbtaf. €S. 413. 6) Dusburg P. III. c. 67. 
Slomome — 9lau»onia. 645 mutl^enb, aU ittoüfmb, ,^\xi9 ber (Sritpe immer in bem alten aSitlanb, alt bem SSatet(anbe ber 9}ation ff^ anfielt 0-"' Xttf biefen SSeweiö nun, baf auf @am(anbd 5t&flen(anb un« bezweifele ba« alte ^eiligt^um Stomon^e flanb — einen SSetveie, Um totf)i nx^t$ t>on SBic^tigfeit entgegen }u fteUen fepn mSc^te — gr&nbe id) meine (SrHclning ber ber S3emfiein«3fnre( be^ !Rors ben6 beigelegten !Ramen. ^d) bel^aupte «Cfo suerfi, baf ber !Ra^. me Raunonia fein anberer ifi, al^ ber t>erflämmeUe 9}ame Ro- moiria ober Raumovia. 5Bie biefer Wame bei ^liniu« borfommt, ifl er offenbar t)erborben. Sa^in beuten fc^bn bie mand^faltigen Se^arten in bemfelben, inbem nimlid^ flatt Raunonia aud^ Ban- nonia, Baunomanna, Bannomanna unb Bantomanna getefen loirb. 6rfl «^arbuin f)at bie Se^art Raunonia ai^ bie »a^rfc^ein« lic^ befie in hm Ztvt aufgenommen. 6^ ifi faum }u stt>eife(n, baf Ximäu^ Ptafiovux, ober r>Mtii)t a\x(t) Poi/|uov<a in feinem SBerfe gefc^rieben f)attt. Sntn)eber aber n^arb ber !Rame fc^on in biefem SSerfe felbfi in Porwovi« ober buvd) bie 7ib\(i)mhtt bee ^Imiut in Raunonia t>erfifimme(t Sanbete ber S^embling an Samlanit SBeftffifie^ am reic^fien S3emjlein<Ufer, fo gefd[^a^ fo(d)ed unfehlbar immer in ber 9ld^e be6 öligen ^albed; ber ia bie ganje n^efittdl^e Afifle einnahm. 2)a fonnte il^m ber 9lame Romove unmiglidS^ ungenannt unb unbekannt bleiben , unb al^ ber mid^tigfle iDrt gan^ ®amlanb9 unb aUet ringsum n)o^nenben ; Sil! er, beren «Ipeiligt^^um unb ^riefierft^ ed tcav , mufte ftd) bte^ fer 92ame bem S^^emblinge gemifi auc^ am tteffien in6 ®eb(Sd)tntf prigen. S)a* nun aber alle^, \oai ber Srembling fa^, ^eiliger ^alb be^ 9lomott)e tcat, fo bezeichnete er mit biefem 9lamen and) bie ganje-SemfieinsSnfel/ ba er @amlanb al9 3nfel betrac^« tete. ilt fold)e mufte e6 ieber Srembling auc^^ noc^ in fpiteren Seiten') um fomebr anfe^en, ba e^ feinem erlaubt »ar, ben f)ti9 (igen ^alb ju betreten, alfo in« innere @amlanb^ in gelangen. 6r fa^ nur im ®&Un hai %t\\d)t ^aff unb im 9lorben an ber 9tct\>fpiit bie @ee ftc^ fo nadl^ £){ien mit {^ineinjie^en , baf er glauben fonnte, and) im iDfien fep ha9 ianh burd) SBaffer ah' gefd[^nitten. @o J)itUn n^ir alfo im 9(iniu0 ben magren 9^araen Don Romove »ieber aufgefiinben. 2(ber auc^ ber jn^eite 9lame Abalus ifi nid^t^ anberd , ai^ eine 93eseidS^nung f&r ha^ «f)eiligt^um 9lomon)e. 98ie thm fd)on erwähnt ifl, burfte fein grembling ftc^ bem .^eiligt^iume nal)en. Selbft ntd^t einmal alle Sanbedeingeborenen burften ben ()eiligen 1) Sbunmann Unterfud^ungen ober bte ®efd)tdf)te einiger n^rbl. »6«et. ®.66. 2) Adam, Bremens, de situ Dan. fagt nod) : Tertia insula esl lila, quae Semland appellari solet, contigua Ruzzis. 
646 Romotoe — Hbalut. SBalb betreten. 9htr Me Kettt ober bte ianMfhtfm btttfeeit m« •f)eUigt|^ttm fomtnen unb fic^ be6 ®lä<f^ erfreuen, tntt betn ®rU n>e t)on 9)tunb ju fDhtnb {U reben^). f&etrat ein SremUmg htn ^eiligen SBalb, fo ntufte er, n>ie bort bem ^Itgen 2fbalbert gc« fd^a^, ba^ SOerbrecben mit bem Seben b&fen unb felbfl toenn er entronnen mav , mufu bie Snnoei^ung mit SRenfcf^enbtot tote* ber t>erfi5l^nt unb ber beiretene Ort t>on mutm geheiligt toerbett *). X>t^f)alh fAbtt e6 auä) ber Sb^^onifi «^eUnoibu^ ali ttwai gon} Gigent^ftmßdlK^ ^on ben 9t^^uffen an, baf ffe (einem Sänften ben Sugang gii i^ren Rainen unb Sluetten geftatteten, au^ SBe« forgntf , baf ffe entweiht mfirben '). — Xucb in CSriet^esiaiib gab e^ fär ben religiSfen SBolftgtouben foldl^e iDrte, bie, »dl ffe f&r heilig gehalten tourben, t>on (einem anbem SRenftiben, ai$ nur t>on Semei^ten betreten merben burften. 2>ie Oried^tfd^ Cptai^ nannte folcbe jDrte rintn ocß^jSijXoi, [^eilige unb he^^Vb uniug2ng(id!)e iDrte^). ^anbete nun ber ©rieche an &amtatM Jtftjle, fo tmtrbe er o^ne 3»etfe( gemarnt, ben Seifigen Soben 9lomome'6 nicbt ju betreten. Slomowe unb ber ^ei(tge 93aP> tourben i^m, tote jebem Srembünge oU ein ^eiliger unb un)u^ gingiicber iDrt genannt ®o toar atfo aucb bem ®rte<^en \>a$ gange ^fiflenCanb Samtanb^ ein rin^ aS^ßijXo;. 2((6 ein foC? d^er erfdl^ien e6 aui^ bem 9Raf|tlier ^i9tf)ta9 unb att fotd^en be? geicbnete er bte Samlinbifcbe SSemjiein'^nfef au^ in feinem Ketfebericbte. SRag nun er fetbfl ober mSgen anbere, bie feinen S3eri(bt benubten , biefr Sejeicbnung al€ ben 9^amen be6 Sanb«^ genommen ^aben: bad SSort a0^i3i|Xo^ging in ein nomen pro- prium Aber; bie {toeite, fc^on in ber ^itbung be^ fSorte« fe^r ungetoS^nlic^e Silbe t>er(or ftdl^ (etdl^t in bie britte gtei(^(autcnbe ; ißißviXo<r tourbe in ißi^Xo^ jufammengejogen unb e^ entf^anb in fotd^er SSetfe ber 9}dme 'AßjjXo^ ober Abalus, wie ibn ^tintu^ au€ 9)9t^ea6 anfährt. ®o frembartig a(fo bie beiben Ütamen 1> euca< 2)aoib fB. I. 0. 31. 2i Schütz Cliron. Pniss. p. 3. 3) Hehnold Chron. L. I. c 1 : Usque bodie profecto inier iJ- los (i. e. Ptiizos), cum caetera omnia commuma sunt cum do- stris y sohts prohibetur accessus iucorum et fontiwn , quos au« tumant pollui Gbristianorura accessu. 4) Eustaffi in Iliad. A. p. 156 ed. Rom«: ^Odfv x«/ rim^i ißfßniXoij Ol if^o/ yuü oißxTot. Ammonüis de adfin. Tocakul. siffnif. in v. ißSßyjXot, l oißißyjXx (ucv yi^ ra Itpdi %ca ocxJ/auoToe x«i |Lt^ ßaViiLioc. Bekker Anecdot T. L^p. 323: ^AjSejSijXo^ : x^t^a^o^. xot/ aißißv{k9L roc ajSara XM^/a x«/ «F^a xol fx)] rcy^ rv^^oCTo-« ßxciyMLy ,aovoi«; df ro7^ 5<^x7r<vov0'i roi/^ 5cov<;. ß^iiX« j^ cX^rro roi ui] o9i« fAi)dl if o«. outm 2of)oxX79. EtymoW. Mag:n. 193. 57. 
Stoniotve — fBafilia. 647 Rannonia (fftr Romovia) ttnb>Abalu8 beim etflen Xnbiftfe fttib, fo beieid^nen ffe bodl^ betbe nur einen unb benfelben Qtt, ba6 ^ei« Iige# un)usinsltd!^e Romove. Xttfet biefem gewS^nlidj^en 9^anien Stomotoe aber fyittt ber Alte ^eilige @Sttecf!t and) nod) bie SSenennung Rjkajoth , Ri- ckaito, RIckojot, Rikaita* unb Rikaiten^ benn fo t>erfc^ieben in feinen (Snbftlben toirb bet 9lame in t>ecfcl^iebenen S^roniflen gefunben. Zud) biefec ^atrn tfl fo alt, aU bie &ad)t felbfi unb bebeutet nid^ttf anbec«, al$ ba€ ^eilige Stomotoe ^). 2)af biefer 9ia* me auf «^etcfdj^en unb Siegieren ^inbeute, (iegt flac am Sage. 2>ie attpreufftfc^e ^prac^e betoeifet, baf biefe ^Benennung eine einl^eimifd^e mar, benn Riks ober Rjks bebeutet in i^r ba^ 9tei(^, Rikausna bie Slegierung, Rikjs ber «^errfd^enbe; Rikjans bie «Ferren, Rjeki ba6 JtSnigreid), Rjkint regieren'). 2)ie 9Sur« gel biefer SBSrter liegt im 2(ltgot^ifd)en ; mo Reiks ber ®ebieter |etft unb im- Settifc^en ifi bag SBort Reikis, ber ^errfd^^er, ge< blieben ')• 2>emnad[|t ifi n>o^l (ein ^miftl, baf Rikaito ober nad) {Bilbung ber 9}amen t>ieUei(ll^t richtiger RikaYu fo t)ie( be» beute, ai^ t^errfdj^ersjDrt, ®ib be6 ®ebieterl Zl9 \cld)tt würbe er o^ne 3n>eifel aud!^ ben Sremblingen genannt, bie an ber S3em« #ein(&fie lanbeten. Sem ®md)m muf te ba6 9Sort Rikaiten in feiner SSebeutung eine^ <^errf((^er'jDrte6 in6 ®ried[)ifcbe t>erboUs metfd^t werben unb (ein anbere^ SBort a(6 Boco-^Wa war baju ba6 paffenbfie. So gefd^a^ e6 toof)i aud), al^ ber ÜRaffilier 9v^ t^tai an QamianM Äftfle lanbete; .er na^m e^ in feinem SSe- richte aU SSenennung ber SSernjleins^nfel auf, weit ee i^m ali 9lamt genannt worben war unb fo (am bie {Benennung BocaiAcMc bei ben ®riecl^en unb t>on biefen hutd) 9>(iniu6 ber 9lame Ba^ilia in @ebraud|^. Somit entfpri^t alfo ba6 Rannonia unb Basilla DoUommen bem Romove unb Rikaiten. SRit^ribated nannte aber, wie wir fa^en, eine 3nfel an Sermamen^ 5t&fien, wo ber SSemflein t>on einer Gebern «®at- tung auf Seifen ^erabtriufele , audl^ Osericu. Jteiner t>on hm fibrtgen 9}amen ber S3ernfiein>3nfe( ^at bie 2(u«leger fo \)iel be^ fc^dftigt, (einer aber ^at and) fo weit in bie 3rre gef&^rt, al$ 1) 8uc. iDat)ib SB. l. €5. 3Z 44. 54. «^ennebergcr eanbtaf. e. 464 — 465. <&art(no(b 2C.U. 9t. yreuff. 6^.125. f)r&toriud ©d^aub. SB. IV. c 12. §. 9. 2) fBater bie 0pro*e ber alten yreuff- @. 134. Ifartknoch Dissert de lingua veter. Pnissor. §. X. iDeff. 2C. U. 9t- 9)reuff. &» 103. 3) Ulfilas Matlh. IX. 18. Job. VII. 26. Rom. XIII. 3. 2fU(b im Xnaeira<bltf4en ift bad SSort aeblteben ; rlce beift bie ^errfc^aft, LeihniU Script, rer. Bruns. T. I. p. 46. SDod SSoTt tfl Überbauet iDeutfib^ Gtamme«. Sbunmann a. a. C. &. 84. 
648 Stomotoe — jOfecicta. ^ gecabe biefer. ^an f)at an 3fufhtri(e, £)fi(attb, am OflUier ober Tltitutiianb , toie an £)efel unb £)elanb erinnert; unb bpc^ m&fte bei allen btefen 2(b(ettungen bec 9lame flatt Osericu notbmenbig Ostericta ^ei^en, ba tüof)i fc^toertid^ trgenb tin 9lame aufsufinben ifl, in n)e(d!)em Ost, Aust, Eist ober Est in Ose übergegangen. Sine anbere £e6art aber im i>imu$, bie Ostericu ^tef e, ifl bt^ \tit gan} unbefannt. 2(uferbem toftrbe auc^ neu in ber SSebeutung von SReic^ für ®amlanb n>o^( fd^merti^) paffen. 8Btr erbatten btefen 9lamen nicbt^ n)ie bie brei anbern, iun&d^^ t>on ZimiuB ober ^}^t1)taa, fonbem t>on SRit^ribatetf dupator burdl^ ^(iniu^. jDie* fe6 t>eran(aft $u ber 3fnna^me, ba$ \tnt beiben btefen 9}amni gar nid:t fannten nnb ÜRit^rtbated i^n aud irgenb einem anbern Sleifebericbte entnommen f)attt. ^ntd) ben fRunb etne^ Qxitd^n aber ^aben n)ir btefe ^Benennung ber SSernfteins^nfel ebenfalls erl^alten. S)ad giebt un9 wid^tigen 2(uffc^luf &ber i^re SSe^ie^ung unb Sebeutung. 6^ be^ie^t fid) nimüd) btefer 9latM offenbar ebenfaQö auf nicf^t^ anbereS , aii auf ba6 ^eilige Romove ober Rikaiten. Ueber bie maf)re ^orm biefee (e|tem !Ramen^ ftnb tptr, toie bie fc^on ittüif)nun 2(btt)ei(^ungen {eieren , fetne^toege^ gan) gemif. ^ir ^aben biefe ^Benennung nur burcb Q^tonifltn aber» liefert bekommen ; aUein felbfl unter btefen nennt £uc. iDaDib an brei t>erf(biebenen iDrten bad «f)eiIigtlE)um hatb Rickaito, balb Ro- kaito (in einer anbern «f)anbrcbrift Rokoite) balb Rikaiten ^). S3ei ben formen Rickaito unb Rickaiten bleibt er am befldnbig^ flen unb ee fdS^eint, ba$ er. biefe aud ber S^rontf bed S3ifd^of6 S^rifttan genommen f)attt. 6d ifi inbefen fe^r gu bejtoeifeln, ob bie beiben legten ®tlben ^^aito, ojoth ober aiten^ ganj ridbtis ftnb ; f7e fcbeinen t)ielme^r burd^ bie forglofen Sbroniflen an ha$ (Stammwort ange^ingt ober menigflen^ ttod) t>erflftmmelt. @6 t# in biefem Stoecf e ber ganje un^ fibrig gebliebene altpreufftfc^ &pvaÖ9{d)ai burc^gefe^en unb nic^t ein einjigetf ®ubftantit> gefitm ben n)orben , melcbe^ fid) auf aito , aiten , ober ojoth ober audS^ nur auf ben iant o enbigte. 6d barf alfo unbejmeifelt bie Se* {[lauptung getoagt »erben , baf nic^t Rickaito , fonbem Rickaiu ober abgeforjt Ricta ber toa^re, in ®amlanb gemS^nltd|^e 9}ame fär 9lomotve wat , benn in bm iaxit a enbigen fid} bie meifien ®ubflantit)e ber altpreufftfc^en @prac^e'). — SBie man inbeffen biefe ®a(^e and) immerhin anfe^en mag : man nannte bem Sremb* Itnge, ber an ®amlanbd Aäfie lanbete, flatt ber ii^l^er errnJi^n- un !Ramen too^l and) „ha^ ^eilige Rikaiu ober Ricta,, ai€ ben iDrt, in beffen 9li^e er angelangt tvar. 3n ber SBiebemennung  1) ö. I. ©. 21. 25. 32. 2) Sater a. a. £). &, 74 ff. 
giomotpe — jDfericta. 649 be!)ieU ber ®titö}t hai 3Boct Rikaiu ober Ricu bei, mxl e^ ein iocai'^amt toat, 2)te SSejie^uh.q „f)exlxi'' aUt, bie er in fei:: ner eigenen (Sprache tt)ieber ^ab, btfidte er burc^ ba€ ®rie(l!)if(l!)e 83etn>ort oo-/«, im Sonifd!). Sialeft oa/ij au^, meit biefed 93ort atte^ bezeichnete, »ad burd!^ gittli(|ie unb menfdl^lid^e ®efe|e ge? getilgt tfl ; unb fo entfianb an^ hem 'Ocr/ij - P/jctac bai bü ^tinttt6 ertod^nte Osericta in ber SSebeutung bed ^eiligen Ricta f&t ba€ (»eilige Siomome. 3n fold^er SBeife ftnb aCfo bie t>ier Flamen, bie mir bei ben Tltttn fftr bie norbifc^e SSernfteins^nfel ftnben, in UebereinfKm« nrnng gebradl^t unb aut ber !Ratur ber @acl^e felbfi, bie ffe be$ SeidS^nen, erHirt. Sie SlefuUate aber, bie an^ biefer Unterfu(l!)ung f&r bie dltefle @rbfunbe unb ®e{ä)xd^u ^reuffend l^er\)orgel[)en, ftnb fc^on frfi^er am gehirigen £)rte mitgetl[)eilt. 
S5 e i l a g e N^ IIL Ueber ben ^eiligen Tlbalhcxt unb beffen ^iOQxap^tn.  iDte J^auptqmüt vx Zhalbttti iebtn ffnb beffen Siogray^en. 9Btr ^abett beten mebre. 2>te eine unter bem Xitel: Viu rel Passio Sancti Adalberti Episcopi et Martjris Christi unb mit ben ^(nfangtfmorten : ,,£st locus in partibus^^ beftnbet ftd^ in Canisii Lect Antiq. T. V. P. 2. p. 329 — 354 ober in ber edit Basnage T. III. P. p. 43 — 65., in ben Actis Sanctor. T. IIIo fecner in Freheri remm Bohemicar. antiq. scriptt in bec 2(u6gabe be6 Cosmae Pragensis eccles. Decani Cbron. Bohem. p. 74. 6antftu6 fanb feine vita S. Adalb. auf einem 9)er9anients3Ranufcti|)te im Jtlofier SBinbbecg in SSaiem an bcr SBi^mifdl^en ®cänje mit ber Äuffc^rift: De S. Adalberto Pra- gensi Episcopo et Martjre, Ottoni III. Imperatori perquam familiari, Pmssorum, Boemomm, Polonorum, Hnnga- romm Apostolo. gre^er 1)at feinen 2(bbru(( )>on 6ani{iu6 er* borgt ; »ie ber 2(ugenfd^ein U^^t ; o6 er babei anij ein alM 9Ranufcript t>ergli(ben ^abe, ifl t>on i^m felbfi nic^t angegeben. £)ie mic^tigfie $rage bleibt un9 ixtbei immer bie &ber ben Serfaffer biefer SBtograp^ie, benn Don i^r (un jcbfi ^ngt bie ®(aub$ to&rbigfett ber in ibr gegebenen 83erid)te ab. Sie SBicbtigfeit bie« fer grage fft^lenb flettte fd&on ßaniftu« (in Lect. Antiq. T. v. p. z p. 331) au6 ber S3iograp^ie felbfl gen)ifle SKerfmale auf, morautf ^ert>or{Ugeben festen, baf ber äSerfaffer ein Seitgenoffe be6 itiü* gen 7(balbert6 gewefen fepn mfiffe. tlBir moffen biefe unb einige an« bere @rfinbe, mld^ bie 2Cbfa{fung ber S3iograpl()ie burc^ einen Seit? genoffen ZbalUm unbefireitbar bart^un, Hwa$ ndber betrad^ten. 1) S)er SSerfaffer war unbeiweifelt nod!^ ein Seitgenoffe bt9 Aaiferd jDtto bed i)rttten; benn eine« Z^eil6 fjftid^t er t)on i^, a(0 t>on bem )ur 3eit ber 2(bfaffung ber SSiograp^ie nod^ (ebenben Aaifer; anberen itbtxU toeifen barauf aud^ bie el|)rfurcl^t6t)oUen ict be^er^ebungen bin, mit benen er biefed Aaifere ifter gebenft. ®o fagt er unter anbern p. 340: Erat autem ipsis diebus Ro- 
Der ^eilige Hhalbttt 65^ mae imperatrix augnsta Theophania, mater eiu«, qui rnuifp regnatj Tertius et Deo iuvante Maximus Otto. Sttttl flaci aber t>txt 111. im ^\ßt 1002$ ^t\%\xi^ mftfte bte SebenSbefdj^ret« bnitg abgefoft tvorben fepn gtoifc^en beti Sauren 997 unb 1002. fBo$( nt(^t e^ne }(bf{d^t auf ben no(^ lebenben Xatfer etmi^nt er au<i^ me^a(6 ber i^ertrauten Sreunbfc^aft ^ bte )t9tfd!^en btefem imb }(ba(bert beßanben ^abe unb Dom S^erfaffer ganj befonber^ J^rDorge^oben »irb; er fagt ). SB.: His temporibus Chrlstla- nissimus ille Caesar, cui circa .servos Dei maximum Studi- um semper et diligens cura fuit, crebro alloquitur sanctum Adalbertum , et babebat eum sibi familiärem, audiens li- benter qvaecunque sibi diceret — 2>er SJerfaffer btefer 83i(M grapste toar 2) wi^ ein Beitgenoffe be6 ber&^mten 7iii$ 9}t(u6 t)om Jtlofler Yallis Ijskds^ unfern Dom Jtlofler Saffmo. !Rt(u6 li^tU Un 3fba(bert, a(6 biefer t>om Jtlofler Safftno ju i^m fam, genauer (ennen gelernt Der Siograp^ aber, ber 2(balbert6 gro^e Srimmigfett unb feinen Stfer im ®iCi\xUn fdj^ilbern tt)i((, fagt nun: Quem ^Adalbertum) intuitus dominus Abbas Nilus, cuins meriti in conspectu Domini yiveret, jam in primo sermone cognovit, qui et usque hodie ita amore Christi ferventem non meminit se vidisse aliquem juvenem. ®0 fonnte bodl^ offenbar femanb nur in ber B^it fc^retben, alt ber Xbt nod^ lebte. S3ir i»tffen.aber, baf 9}i(u6 erfi na(^ bem Sa^re 1000 fiarb (®. Baronü Annal. eccles: T. X. p. 934), fo bafi alfo biefe 2(ngabe mit ber ttxohf^ntrx 2(nna^me ber 3a^re 997 bi^ 1002 genau Abereinflimmt. — £)afl ber SOetfaffer ba(b nac^ Xbalbert6 Xob bie SSiograpbte fd^rieb, ge^t 3) aud^ au6 ber St» wibnung ber nod!^ (ebenben ^^erfonen ^ert>or, mit benen Xbat^ bert in S3er&^rung gefommen mar. ®o ermi^nt er einer xovxiß bert^itigen «f)ei(ung 2(ba(bert6 an ber Xod^ter „cuiusdam Jo- hannis (in Stom) qui nunc utbis Praefecius esst dignosci- tur. 6r ergA^lt ferner t>on einer @rf(f^einung ober einem Xraum« geffc^te, n>el(be6 ein ÜSSncb M Jtlofier^, n>o 2(balbert gelebt f^attZf 9lamen9 So^anneö 6ana)>ariud, aie TC^nung^seidj^en oon 2Cbalbertd Zob gehabt unb bebient f((^ babei ber SSorte : ut ad- hnc hodie meminit Xud^ ber 2C6t unb bte SDUnd^e bed Jdofier^ ®. SBonifacii in 9tom toerben noc^ M lebenb unb M Beugen angefft^rt aber ]fbalbert6 S)o(l(ommen^eit in feglid^er Sugenb: Dicunt autem Abba et fratres eius de eo, quia in omni vir- tute ad unguem perfectus est — 6in mid^ttge^ Beugnif fftr bie TCnna^me eined na^en Beitgenoffen 2(ba(bertd al6 SBerfaffer fei« ner Sebentfbefdj^reibung liegt 4) auci^ In bem, n>a6 ber SSiograp^ t>on SRagbeburg berid^tet Sr nennt bie ®tabt nimlic^'' urbs quondam nota populis et una ex magnis urbibus , dum Otto 
652 iDec ^eUtde Zbalbttu primus sceptra regalia rezit, nunc antem pro peccatis semiruU domus et malefida statio nantis. SRagbeburg toat atfo in bem @(ati}e, in tvetc^em e^ ju iDtto be« Srflen 3eit fira^lte/ mn bie 3ett be6 Serfaffer^ fo gefunden ^ bap e^ tote ein ^albserrfittete« ^au6 bafianb. Um btefe^ fc^ne&e ®infen aitagbeburg« gu ecHi« ren , tfi e6 mebet xAt^x% , btefe ®tette f&r eine fpitece Snterpo« latton beö 6o6mad ^ragenft^ au ^aiUn, noc^ bte (Sfycotnha burd^}u6t2etern , um eine grofe Seuecdbrunfi auf^ufncften, bie SRagbeburg jet^irt f)at (t9ie Ao^ebue 83. I. ®. 318 tfyit). Hn J^&vL^tv^af)i unb an jufecer $tad)t fianb ed alUrbing^ no<^ einige ^a^r^unbecte ^iemti^ un\)erre^tt ba ; aber ber ®Ian§ fei- nee Stummel Derlofc^ fc^on batb nad) be6 Srgbirdi^ofe Ttbalbttt 2ob$ benn nad^bem ber bet&^mte unb gelehrte £)t^eci( van ba€ ecjbifd^flic^e Zmt betrogen unb fein SBeträger @ife(er }u ber 9B&rbe gelangt toar, ging aUt^, »ae 3fbal6ert gefHftet nn^ ge^ grftnbet, in einen fo argen Suflanb ber S^erwirrung, Uiiotbitimg unb M ©erfaU« fiber , baf ba« Chron. Magdeburg, ap. 3/«- bom, T. II. p. 278; totUi)t^ biefett 3uflanb nj^er befc^reibt, ettb> Ixö^ aueruft: Ob banc ergo causam ultro divina patriae fit magna ruina, unb Ditmar Merseburg, p. 5A, ber bie iagi bet Dinge fo genau fannte unb ben 6r§bifd)of ©ifeler „non pastor, sed mercenarius ad majora ££mper tendc-ns ntttUt, gebratuf^t gur 93eseic|»nung btefe6 3uflanbe6 bon bem t)erbred[^erifd^en &}bts fdl^ofe bie SS orte: Qnanto altior gradus, tanto grayior fit ca- sus unb f&gt ^injU: non iili solum, sed communibus nostri- met imputo peccatis domesticis, quibus quicquid adversi accidit, juste ascribitur.^ 'Sie SJerivirrung im Srgbietbtun toat aber gerabe in ber Stit, M ber Siograp^i 2(balbertS £ebeii gefdl)neben ^Un muf; am l^id^ßen gefliegen, benn ®ifelec mttfte im Sa^re 1002 feiner SSfirbe entfagen^ f. Ditmar Merseb. p. 118 — 119 unb Cbron. Magdeburg. 1. c p. 282. XCfo mit ^tiß nannte ber jeitgenSffige fBiograp^ SKagbeburg eine pro peccatis semiruta domus unb eine malefida statio nantis, »eil, toie bae eben ertoi^nte 6(ironicon fagt, gentes, quae panlio ante fidem catbolicam susceperant, imperioque sub tributo serviebant, a suavi jugo Christi se excutiunt et nna- nimi conspiratione arma corrtpiunt SBergC. 9lat^matttte ®efdl]iidS^te ber ®tabt SRagbeburg 83. I. ®. 110. — jDief »trb ^inrei(^en jur S3egrftnbung ber SSe^auptung, baff ein na^et Seit? genoffe 2(balberte btefee fein itUn befd^rieben ^aben m&ffe , U«a minber wichtige S3ett)eife , beren nod^ manche in ber Siograp^ie Vx ffnben ftnb, f innen nac^ @rSrterung biefer entfc^ibenben ®rftnbe tDo^l fftglid^ übergangen »erben. 6e bringt ^ nnt nun aber bie grage auf: 9Ber war et« 
2)er ^eilige }(ba(6ett 653 ^tnüid} unter Vhaibttti Seitgenoffen bet Secfaffer fetner Seben^ bcfc^retbung? Znd) t)on biefer ^rage ^ingt ein grofer S^eil ber ®(anbu)ftrbigfett bec im £eben 2(balbert^ und mitget^etlten 9tac^:e rid^ten ab. Wtan ^at ))on je^er auf biefe ^ta^t t)erfc^ieben ^tanu t90ctet. SafI ber SBifd^of Soömad t>on ^rag, ber feine 6^rottit erp jur Seit ^einri<^>« IV. fd)cieb; unter •^einridj^ V. jlarb, alfo Sur Seit be6 Xobed jDtto III. nodl^ nic^t einmal geboren tvar, ber Serfaffer ber SSiograpbi^ unmSglic^ fepn fann, tß fon^o^t ou« ben obigen SSemetfen flar , a(6 auc^ \)on anbem fc^on barget^an {Schoiii Prussia Christiana p. 17. Hartknoch dissert. 11. §. 1). 2>er ^au)>tgrunb, marum man bem 6odma6 t>on 9tag fril^er bie £ebendbefd!)reibung beigelegt b^t, fanb ftd[^ in ben falfc^ gebeuteten Sorten feiner Chron. p. 17: .,,Quid sibi (i. e. Adalberto) Sims grez responderii, aut quam ob causam enm non re> ceperit, Tel ad quas gentes inde transierit, quanta etiam frugalitas omnibus diebus sui episcopii fuerit, quanta mo- rum honestate eniinerit, scire potent ^ qqi yitam eins sen passionem legerit Nam mihi iam dicta bis dicere non licet ista. 2)ap 6odma6 biefe viu sen pas«io gefc^rieben ^abe, liegt burcbauö ni(bt in biefen SBorten , er m&lbe f!(^ gemtf weit beut^ lieber M äSerfaffer genannt i^oitn , toenn er ed wirf (id^ genoefen. 8Bir feben ba^er aud biefer @teUe nur fo t>iel / baf Sodmad ba6 {eben TCbalbertd f annte , inbem er auf baffetbe binwet^. ®e(b{i bie aSebauptung (Aobebue'e 93. 1. @. 317), baf Qomai bie alte S3iograpbte interpolirt babe, iji au$ biefer Stelle menigfiend auf feine Steife $u begr&nben. 2(nbere ältere ®elebrte ). S3. Bzopt'us Continuat Baron. Annal. eccles. T. XX. p. 568 ba« ben ben ^apfi SplDefter II. biefe Sebendbefcbreibung t>erfaffen laf« fen. 2CIlein biefe 2Cnnabme berubt auf gar feinen ®r&ttben t)on be» fonberer SBicbtigfeit, benn bie S^ugniffe, auf meldte fiö) S9got)iu6 fl&|t, f5nnen f&r ben eigentlidS^en beweis feine Stimme ah%tbm. SBeit wtcbtiger ifi und aber bie ^rage: £)b t)ielleicbt nic^t @aubentiud, 2lbalbertd treuer unb fleter ®efi^rte, ber S3erfaffer ber SSiograpbi^ f^9n fSnne? 2)ap fte tin fe^r t>ertrauter greunb Hbaihtvt^ gefcbrieben ^ahtn m&fft, f innen wir and^ o^ne bed Surius De probatis Sanctorc^m historiis p. 826 autfbrft((li(be Angabe fd^on an^ ber £eben^befcbreibung felbfi abnebmen. ^tnn e^ iwar miglicb w<ire, baf aucb ein anberer mit ICbalb^rt felbfi ntcbt in fo engem SSerbiltniffe gcwefener SRann t>ott feiner Stirn« migfeit, t)on feinem Stfer im ®lauben, \)on feinen Stugenben ber Sntfagung, ber SBo^ltb^tigfeit, ber SSarm^crjigfeit gegen Sei« benbe unb t>on feiner unermfiblidben SSem&^ung }ur SSerbreitung be^ Soangelium^ )u i^m ^ingeriffeU; f&r i^n erwirmt, begeifert unb gur 3Cbfaffung feinet frommen Seben6wattbel6 burc^ ben i)rang 
654 £)et ^eiHge Zt^albttt ber Kebe (etoogen tvorben fepn finnte^ fo ift ed büc^ titd^t bmf' bar, baf ein foldl^er bie Se6ett66ef(^tetbtmg in btefct Ztt ^ttt tiefem fSnnen. @6 b&cfte fic^ t>telmel[)r bie SSe^auptung ertDeifen {äffen , baf entmeber ®aubenttttd felbfl ber SBerfaffec ber Stogroj^ l^^ie fepn m&ffe ober bafi er menigfien^ einen bebeutenben 2^1 bec WtatmalUn baju an bie «i^anb segeben ^abe. 2>ie ®r&nbe, welche bie ^e^auptung untersten; bof San« benttu6 felbfi bec SOerfaffer ber S3togra|>l[)ie fep, finb fofgenbe. 1) @ebirt bterber ber anä) t>on anbern (Äodebue S9.I. 6. 317) fc^on angeffib^^^ Srunb, ber fid) au6 ben Sorten: Secandoni regulam S. patris nostri Ba^ilii unb dVit ber anbeni Stelle: Confessoris nostri et patris Benedict! entnehmen lift. Z)o^ ^Noster^^ fdj^etnt anjubeuten; bafi ber SSerfaffer beiben ^Slindfi^ orben angebicte ; unb biefl (ann tanm auf irgenb iemanben bef^ fer paffen, al€ auf ®aubentiu6, ber erfl mit Zhatbttun ini SBenebtctiner s Alofler }u (Safftno gini}, bann i^n ind Jttofter be< Xbt« 9}t(u6 t>om iDrben be6 beiligen aSöftßu« begleitete unb enb« (i(^ mit ind Jttofier be6 ^eiligen 2(lei;iu^ in 9lom manberle. 2) SBerben in ber S9iogra))|ie gewibnlic^ bie um bie Seit ber Xb^ faffitng berfelben nodl^ -Rbenben ^erfonen entmeber mit bem Zt« tel Dominus ober mit 3(ttgabe t^rer 2(mt^n)firbe besetc^net @aubentiue felbft bagegen f)at immer nur bie SSettecbnung frater unb einmal bie SBejeic^nung feinet 2(lter^ burc^ jnvenis. Semt fid) hierin mobt eine gemiffe S3ef(f^eiben^eit au6fpre(b^n foIT, fo ftnben »ir bod^ anberer Geitö auc^ ber innigen Sertraut^t unb (anaen S^eunbfcbaft {wifcben Zbalbttt unb Saubenttu^ f» oft erwabnt unb biefetf Slerbittnif abftcbtßc^ fo t>ie(mal unb fo fiarf ^ert>orgeboben , baf n)ir untoiU(&btti<^ auf bie SRetmmg gefftbit »erben, ber äSerfaffer ^atte ein gan} eigene« Sntereffe bo^ bei , bie ^reunbfc^aft 2(ba(bertd unb M ®attbentiu« gan§ befoQs ber« bemerfti<b j» madigen. @o f)tit e« p.74: Nocte vcro (Adal- bertns) aut habuit fratrem Gaudentium, aut coecum natum; extra quos sno cnbili amicissima familiaritate junctos, et se iertium nemo qnartus recnbuit in una domo. P. 79 toirb bie grofe 7(n^ing(i(b(eit be« ®aubentiu« }u Hbatbtvt fo gefc^tlbert: Duo autem et fratribnl^, qni com eo erant, jam dudum ti- dentes , qnia se monacbnm facere vellet , non bene relicto clipeo fiagam dedem'nt Solns vero Gandentias exemplo coa- stantis^Iri remanens cum beato viro Monacbicam atque probabilem conversationem consecntus est: qui etiam sibi carne et spiritu duplex germanus et ab infantia seroper fi- dissimus comes adhaesit P. 33 MO t)Ott 7Cbalbert6 SegCetttm nad^ ^^reuffen bie Stebe ift, ^eift t€s alter presbjter Benedic- tnSf alter dilectus et a puero sibi comes frater Gaudeatius 
Ser ^nligt Vbalbett 655 erat Dtefe ahfl^tüi) toiebcr^olte «i^eiDoc^itns ber iimtgen SBm ttaulii^feit ^»tfc^en beiben fe|t ein 3nteceffe vorauf, t9e((be6 toir ttn6 nur bei @aubentiu^ fe(b^ ttd)t erfldren finnen. SBenn a(fo . Oaubenttn^ a(6 mutbmaf (i(^et äSecfaffec nur in ber brttten ^tt* fon t>on ftc^ fpricbt unb ^min tco^i eine gemiffe SBefc^eibenbeit ge^nben »erben fann, fo b^bt er fein S^erb^ltnifl ju 2(balbert hod) bemerfticb genug l)et\>ot, um i^n bi^i^^n ernennen in (innen. 3) ®aübentiu^ tcat offenbar jfinger al^ Hbaihett 3m 3dbre 983; ai^ HhaiUvt ba6 bifd^iflicbe Umt in ^ta^ anuat, mufte er h^d) gen)ifl fcbon einige breifig Sabre alt fepn. ®aubentiu9 begleitet i^n nai) ^talxtn , um mit ibm 2um billigen 6trabe )u »anbern; bief gefcbiebt im 3<^bt^^ 9®^- ^<i n>ivb @aubentiu$ no(^ juveDis genannt; (ann a(fo bHf^en^ 25 S^^b^e att gen)efen fepn. 3n ÜRagbeburg mar er baber toof)l nocb nicbt mit ^balber^ ten sufammen ober menn er ti and) mar, fo mar er flcberlid^ bo(^ fpdter aiß 2(balbert babin gekommen, ^mn ed alfo b^ift: Qiiot annis (Adalbertns) studuit, incertnm est, fo (antt biefe ttnbefanntfcbaft mit ber ^fngabl ber @tubieniabre 2(balberttf in SRagbeburg nid)t ald Semei6 gegen bie 2(utorf(baft bed Säubern tiu^ aufgefteUt merben. — S)er ^auptgrunb f&r bie Znna^tnt, bafi @aubentiud ba^ iAtn TCbalbert^ gefcbrieben ^ahe, liegt aber 4) in ben, ma6 in ber S9tograpbi^ ft^^v 2(baCbertd 83etebrung0t)erfu(be ber beibnifcben ^reuffen gefagt mirb. ^lad) ^reuffen begab ft(b 'XhaU bert nur mit jmei @ef^bi^ten ; ma6 1)in gefcbab, ma6 bier gebart unb gefeben mürbe, ba6 tonnten entmeber biefe beiben ^Begleiter nur felbft auffcbreiben ober ein anberer SSiograpb (onnte bie genauen SJericbte nur t^on ibnen erbalten. 9Ber inbeffen biefen Xb^tl ber SBiograpbie in ber ganzen 2(rt ber 2(bfaffung,r in ber ©enauig^ feit ber Socalangaben , in ber orgfamtett ber (Srs^blung jebe^ CHnselnen, ma6 $ur Srbaltung unb S^erberrlicbung bee Tinbmttni be^ frommen ?ebrerl unb ^reunbe^ nur irgenb bienen (onnte, tU ner genauen SSetracbtung m&rbtgt, mirb ftcb f!(b^rli(b äberjeugt ^ülun , baf f)m (ein ^rembling bie Seber fftb^te , baf e^ bi^bft mabrfcbeinlicb ©aubentiu^ felbff mar, ber bie legten Xage be6 frommen greunbed befcbrieb. — 5) «l^atte ®aubentiu^ t>iellei(bt and) nocb tint befonbere dufere SSeranlaffung }ur 2(bfa)fung biefer SSiograpbt^- ^^ mürbe, mie fr&btr gefagt ift, {um 6ribif(bofe Don ®nefen ernannt unb bedeibete biefeö Umt bi^ {um Sabre 1006 (®. Dlugoss histor. Polon. T. I. p. 149). 6d ifl benfr bar unb felbß febr mabrfcbeinlicb, bafI ber «^erjog S9oleeiat> t>ott • 9)olen, i^quia sibi amicissimus erat^^ mie tt p. 82 b^^f^/ ben SBunfdb gebegt babe, \>Cit Seben 2(balbert^ genau {u (ennen, unb baf äucb biefe« S^erlangen feine« 2anbe«f&rfien ben Srjbifcbof mit bemogen ^abe, ba« ?eben 2Cbalbert6 {u befcbretben. 
656 2)er Hili^t Tlhalhtvt 3fi nun abet burc^ btefe @rätite bte SSe$au)>tutig, baf Oan« benttuö fetbfi ber SSerfaf^r bec 89todra)>^ie be6 ^eiligen 2(ba(bett6 fePf siemltd^ fUt^tv gefieUt {Uphagen Parerga histor. p. 611), fo gemimten ntc^t nur aUt {Racl^nd^ten , bte t9tt Aber Xbalbertt fr&b^e 2ebend)>ecbdltnif[e bur<b fte erhalten , foi^betn t>ociAgit(lb • ottc^ ber SBerid^t Aber 3fba(bert9 Sefe^run^^Derfu^ie in 9teu(fen aUe migtidl^e @(aubn>firbtgteU, benn toir erfahren bann aViti burcb einen SRann, ber feie feiner fr&^n 3ugenb mit Xbatbertett beCattm n^ar, mit ibm in t^ertrautem Umgange gelebt, ber t^it in aOe Sinber begleitet, mit i^m audf^ f>reuffen felbfi befudf^t, ^ier afk$ mit eigenen 2Cugen gefe^en unb bem ganzen S^erlaufe ber Sreig» niffe tbeUneb'menb felbfl beigemo^nt ^atte. ®o erfc^eint un6 alfe a\x6) biefe SlueUe ber @efd!^ic^te f>reuffen6 in einem yAti toic^ttge« ren Stdj^te. @ine smeite Sebenöbefc^reibung, bte mir über ben ^eiligen HhaU bert n^ij b^ben, flebt in Surius de probatis Sanctonim historiis T. II. p. 826 unb ^at bte Tfnfang^morte: NascUur parpureus flos. ®uriu6 gab t^r bie Ueberfd^rift : Vita S. Adalberti , st- cundi Pragensis episcopi et martjris, auctore quidem ano- njmo, sed monacho docto ac bonae üdei eiusqne contem* poraneo, et nt videtur, etlam familiari amico. (SRit bem SSetfage: stjlum aliquot locis modice correxit F. Laur. Sa- rius). 3n ^inftd[^t be^ gefcbic^tlic^en ®toffe6; ben biefe Siogra- p^ie liefert, ^at fte f&r un6 meit mentger SBic^tigfeit. Um genauer SBergleic^ung betber 2eben0bef<^reibungen ergiebt f!<^ nimltd^ gans Kar , baf biefe jmeite S9tograpbi^ eigentlich nidb^ meiter ifi, M. etne mit )>ieten frommen ®pr&cben unb einem unertrdglicben / rebnerifc^n ^omift au6gefcbm&(f te Umarbeitung ber fr&b^rn £eben6befd>reibungi al^ beren äSerfaffer mtr (Sauben* tiu6 angenommen ^aben. %x eigentlidbtn Xb^tfac^en in SSeste-- bung auf 3(ba(bert6 Seben liefert fte eigentltd[^ fafi gar ni<^t6 9Ieue^, menigfientf nidS^te t)on SBidb^d'^ie. ®ie htUtat ft(^ tiietme^r nur be^ Ott^ ber SSiograpbi^ be6 ®aubentiu6 erborgten unb oft mit benfelbigen äBorten aM i^r mieberbolten SRateriatö , vm gottfe» (ige SSetrac^tungen baran anjutn&pfen ober e^ mit einem ®(^maBe Don Stebenlarten i\x oermdffern ober bi^ unb ba mit enttebnten 2)i(^ter' Steilen au^iufclbinfiden. 3Cie ben äSerfaffer biefe« SRacb« merfe« b^t fcbon Schott Prasaia Christiana p. 90 — 91. ben ^eiligen SSruno au^gemittelt, oon melc^em ba« Chron. Mag- deburgi ap. Meibom. T. IL p. 275 auc^ au«brft(fli<^ ermd^nt, bof er Aber ba« Seben bed b^iligep 2Cbalbert gefc^rieben b^be. ®egen ®(^ott« SBemei« iii^t fic^ fcbmerlif^ etmo^ einmenben; i^iel? mebr mfirbe er ftc(^, menn bie ®a(be Doh SBelang mdre, oxxd^ no4 
<Der ^eiUge Zbaiiett 657 burc^ matt^e anbere, t>ott i^m ntd^t berührte ®rfinbe unterflä|m Calfen. 2(uffaaettb ahn tfi.t>oriäg(i(() ber Umflanb, baf bec SBer« faffer biefer SSiograp^ie mit (einem SBorte ecmd^^nt, baf et ^u ber [einigen eine anbere benitgt ^abe. @r fuc^t btefe^ Dielme^r; n»ie t$ f^eint , abftd^tdc^ ju t)ec^eimCid^en. @c ettlitt i. S3. p. 827 , wo t>om Xobe be^ erflen Sifd^of^ \>m $rag bte 9{ebe ijl; ba^ ge^&rt ju f)aUn (nt audivimus), n)a6 er offenbar in ber {Biographie t)on ®aubenttu^ p. 75 gelefen ^atte. X>aiu (ommt aud^ nod^, ba{l er be6 @aubentiu0 \)ertrauten Umganges unb ber langen SSefanntfdbaft mit 2(batbert mit feiner @i(be ermd^nt; ali t>erf^n>etge er abftc^tlid^ eine @ac^e , bon ber gerabe in ber föic^ grap^ie M @aubentiu^ n)ieber^o(t bie 9iebe ifl. !Rur gegen bai ßnbe ber Seben^befc^reibung, too ber SBerfaJTer nic^t um^in (onnte, feiner su gebenfen, mirb fein ^amt genannt, iebod[^ nur mit bem falten S3eifage : ex parte patris caro et frater suns unb balb barauf mit ben SBorten: sanc.to viro duplex germanus. — S^emnad^ fd^eint e^ alfo, baf SSruno entn^eber bm ©aubentiud abftd^tlicl^ nidjt ai^ SSerfaffer ber \>on x^m Unn^un S3iograp()ie nennen tt)oUte , ober bafi er \i)n a(d folc^en ni<^t f annte. ( lieber eine tt)efentlic{)e TCbmeid^ung «beiber SSiograp^ien in SSejie^ung auf @nefen unb £)aniig merben wir nad^^^er noc^ einiget fagen). @^ bUibt jegt nod^ äbrig, aud^ bie £lueUen in S3etradf)tung ju ^ie^eU; beren fid) Baronius in f. Annal. Eccles. T. X. p. 839 seqq. in feinen 9}ac^ric^ten Aber ben ()ei(igen 2fba(bert bebiente. 9la($bem er einiget 2((lgemeine aber i\)n gefagt l^at , fugt er in ber erwähnten ©teile ^inju: Haec omnla pluribus, qui.res ab eo (Adalberto) gestas praeclare conscripsit auctor eiusdem tempons. Alia eiusdem viiae Acta extant anliquitus scrip- ta in codice pervetusto monasterii sanctae Caeciliae in Urbe, ia quo plura, quae desiderantur in aliis habentur. Ubi non Yoicechus, sed Yuentius in baptismate vocatus asseritnr. Homm igitur geminorum Actorum subsidio, quae de ipso dicenda erunt, omni fide promentur. In prioribus autem Actis, quae apud Surium extant, promotio eius ad Episco- patum ita narratur. ' «hierauf wirb tühttXi^ biz SSifc^of^wa^t 2(baCbertd aud ber S3iograp^ie SSruno'd, wie f!e ®uriu9 })Citf nac^ergi^U, worauf wir ((ar fe^en, ba^ bie eine £lueUe be6 S3aroniud (eine anbere a(l bie S3runoifc^e Umarbeitung war. 2(u6 einer anbem Steife, bie SBaroniuö ftreng wirtlidS) out ber £e6en^befd|^reibung be6 @aubentiu9 genommen,, er^eUt, bap ber t)on xfyca erwähnte codex pervetustus monasterii Sanctae Cae- ciliae bie eben ber&^rte S3iograp^ie be6 @aubentiud war. Siefe . beiben £lueUen ftnb ed aber auc^ fafi ganj allein , auS benen I. 42 
658 2)ei: ^eilige 3(balbert. fBaroniu« am ibtt HbaiUtt (Sefagte ^e\ö}hpft ^at 83tt etlialtm \>af)tv \>on xf)m miut nxd}t t)iel 9imti. — €fomtt bejte^t fi4> benn äber^aupt atte^ , wad wir m SSetceff ber Siograp^ien Dom ^eiligen 2(ba(bert befi^en/ auf bie jDctgmat - SStograp^te be^ @aus b^ntiu« bei Canisius unb in Freher jurficf. @ie tfl bie einzige ungetr&bte Quelle uub ffir wM ba^er aüdl^ bie midlitigtle. 9Qad nun bie legte Seit in 2(balbert^ Seben anlangt — benn biefe 5tel)t ffir bie ®ef4)ici^te ^reuffend unfere 2(ufmerffaim feit bittigec !ESeife am meifien an — fo ifi bie {Behauptung fri^ ^eter @cribenten, bap ^Tbalbect Scjbifc^of t)on @nefen gewefen unb M fotc{)er nad^ ^reuffen gekommen fep, (dng^ toiberUgt, n>ie {te benn aud^ mit ber 2Cngabe ber bemi^rtefien iQueUen gar nic^t ju tjereinigen tfl. Ditmar Merseb. p. 83 — 84 fantt aU (ein fcbon ^inreic{)en, jene Se^auptung oSOig gu »iberlegen, benn wie ^ätte biefer fagen fSnnen: (Otto IH.) fecit ibi Arcfaiepü- copatum, ut spero legitime, sine consensu tarnen praefati praesulis ( ndmlic^ be6 S3ifc{)ofd Unger \>on ^ofen , ber ben Stau fer in ©nefen empfangen ^)atte), cuius dloecesi omnis hacc regio subjecta est, committens eundem praedicti martjris fratri Kadimo (?)! S)en erflen 2(n(af gu biefer irrigen S3e(^aup« tung, bie befonbere burc^ ^olnifc^e @d)riftjletter {Dlugoss T. 1. p. 117 u. a.) lange fefige^^alten n)orben ift; gab o^ne Bu>eis fei bie SSiograp^ie S3runo'^ bei <Suriu^, too aUti bad, tca€ bie SSiograp^ie bed @aubentiul \>on £)angig ergi^U, munberli^^er SBeife auf @nefen fibertragen ifi. 9Ba6 jenen 93iograp^en »eram la^t t)aU, jlatt Gidania in feine SSiograp^ie Gnesna aufgune^ men, ifi (aum abgufe^en. SBar i^m DteUeic^t Gidania gang um befannt unb ^iett er e6 ffir einen t^erfcllfd^ten fRatMn @nefen5? iDber glaubte er, ba^ mit ber Seic^nam 2(balbert0 nac^mal^ nad) ®nefen gebrad)t n^urbe, ber fromme SRärtprer bort au(^ »or» ^er fein SSefe^rungdmerf angefangen i)aUl Zuf jeben %a\l aber toat e6 txn grpfer Sedier, ben SSruno ^iebei beging, benn @nt» fen unb bie gange Umgegenb tvat gu ber 3tit, ai9 2fbalbert ba« im fam, ofenbar fd)on c()ri{lli4) unb, n)ie 2>itmar Don aSer» feburg in ber ern)ä^nten ®Mt begeugt, fdl^on bem SSift^ofe t>on ^ofen untergeben. £)ie ®tabt ^atte avob bereite eine Jtird^e; DgL Martin Gallus p. 60. Boguphal p. 25. SBean man 83runo'6 3rrt^um entfc^utbigen toWL, fo burfce man nur annel£)men, ba^ er gebort \}(At : 2(bat6ert fep nad[^ Snefen grtom* men unb \i(iU in ^oten ba^ Sl^rifleifft^um befefligt. Diefe beiben ®i6e aber, wie fte unter anbern bie Chron. brevior Annojmi Acbidiaconi Gnesnens. ap. Sommersberg T. IL p. 79 au^ brficft: Sanctns Adalbeitns Gneznam Veniens fidem Catholi- 
2>er ^et(t$e 3(balbert. 659 cam in Polonia roboravit, mochte bann SSruno {ufammenfafs fen unb ba6 (S^ctfient^unt burdf^ ZbalUtt in @nefen t>etbceiten laffen. Uebec bte Seit ber Zntunft Zhalbnt^ in ^^^uffen unb fetnel SRactprertobee finb bte Zn^abtti in ben £lueUen fe^c t)erf(l!)teben. Tim gewiffellen berichtet ftnb mir fiber ben Sobedtag^ benn bte I9i<^tidfie btefec £lueUen, namltc^ bie Sebenebefclj^retbung beö CBau- benttu^ nennt felbfl biefen Sag f^^t genau^ inbem fte fagt: Pas- BUS est autem Sanctus et gloriosissimus Martjr Christi Adal- bertus nono CaleodasMaji imperantc reruui Domino Ottone tertia et clarissimo Caesare, feria sexta, scilicet ut qua die Dominus Jesus Christus pro homine, eadem die homo ille pro Deo suo pateretur. S)tef ifi ber 23{le 2(prt(. Ueber btefe Zn^abt tann fdf^on tvegen bee ®mid)t$ biefer Quelle tm BtotU fe( &tatt ftnben ; äberbieS fiimmt a\xä) ber Seitgenoffe Ditmar Merseburg, ap. Leibnitz Scriptt. rer. Brunsw. T. 1. p. 353 ge« nau bamit Aberein. !S3eit mebr xotij\zixi bagegen bie (^(irontflen in ber SBcflimmung be« SEobe«]aJiree. 2)a« Chron. Abbat. Urs- perg. p. 163 unb anbere (Sbrontflen geben bad3a^r994^ Mari- anus Scotus bagegen 995 unb Cosmas Prägens. Chron. p. 17 mit ßrmd^nung bed zbtn bezeichneten Sobe^tag^ ba$ 3al()r 996 an unb l[)iertn folgen il^nen t)erfd)iebene anbere Sbtonifen. Saf inbeffen feinee Don biefen erwähnten Sabren Ht richtige fepn fann , bar&ber entfc^etbet fdf^on bie im WloA M 3a^re6 996 erfolgte JtaiferfrSnung £)tto'^ III. (fiber beren 3eitbeflimmung bur4^au6 fein Steifet ^errfc^t), melcbe nadj) ber 2(ngabe ber^ita S. Adaib. ap. Freher, p. 81 bem ÜRJrtprertobe 2(balbertd t>oram ging. S)enn nad^ biefer Arinung , a(fo erfl naii bem !röonat 9Rai 996 , begab ftc^ 2Cbalbert aber bie 2((pen surüd nac^ ^rant cetdbf befud^te bort me^re 5tc5fier, ^te(t ftc^ bann in Wtaini, nadbber aud!) bei bem «^erjoge S3o(e^(at) «on ^o(en auf unb f onnte folgtic^^ erfl im grfi^linge be« Sabre« 997 nac^^ ?)reuffen ge^en. @6 befidtigen aber enbtic^ biefeS 3a^r audf^ bie mic^^tigflen &)tonU flen ber bamattgen Seit. Tim entfdl^eibenbfien fpricbt bar&ber üit- mar Merseburg, ap. Leibnitz- l. I. p. 353. J)ie merftDÜrbige ®tette ifi folgenbe: In prima aestate Adalbertus Bohaemiorum Episcopus, qui nomen, quod Woilech sonal in baptismate, aliud in conürmatione percepit ab Archiepiscopo Partheno- politano, in eadem urbe ab Ochtrico superius memorato'li- teris instmclns, cum sibi commissos ab antiquae pravitatis errore, monitis divini praeceptis amovere nequivisset, om- nes excommnnicans, Romam ad excusandum se apud Apo* itolicnm yenit, eiusque licentia sub districta Bonifacii Re- gula, hnmiliter mnlto tempore conversatus bono deguit ex- 42*  -. I 
660 Der JS^eiltge Tibaibttt emplo, postquain cum permissu einsdem PatHs Pmcorom mentes a Christo alxenas freno sanctae praedicationis edo- mare ientaret, cuspide perfossus nono Kai. Maji capitis ab- scissione.^^ 2)af biefed aber Ottmar Dom 3a^te 997 bmd^ Utf' bmetfet triebet bie AaiferfcSnung IDtto*^ Hl., bte er um mittelbar Dörfer erji^lt. ferner ^itbi biefe^ ^a^t 997 aud^ Lambert Schaffnaburg. ap. Pisior, T. I. p. 316 an. Unhttt 93ett)eife f&r biefe 3ettbefltmmung ftnbet mckXi nod^ in Schotti Pnissia Christiana p. 66 — 69. 6nb(id^ bleibt ttnd nod) bie ^rage Aber bie eigentltt^tt Ur» fachen bed Sobe^ be^ f)eiHgen 3(balbert6 ju beatittoorten äbrtg. 66 ift itber biefe ®a^e t)on je^er \)ie( ^in unb ^er gerat^en »oc^ ben; man ^at bie yXi\aij^n ber f)arten S3egegnüngen, bet SBer» treibung aud einem jDrte in ben anbern unb be6 enbltc^en iäm^ merDoUen Sobe^, bem ftcl[) 2(ba(bert binopferte, ba(b in bem SRif? trauen gefitnben , n)e(({)e6 bie ^otniftibe S3eg(eitung, bie o^nebem ttodS) bewaffnet war, bei ben ^reujfen ermetft \)(kUn fott. (Snc^s dopdbie ber 9Biffenfd()aften unb Aftnfle Don Srfc^ unb ©ruber S8. 1. ®. 398). ^(nbere fe|en fte in ben ivl l^ajligen SJefel^rungödfer, mit totiijtm }(ba(bert bie atten ®ttten unb ®ebräu(^e, ben alten ®(auben unb bxt Mtn ©itter ber ro^en ^reuffen mit timmmoU verbannen unb flörmenb burdj^ ^rebigten bem SSolfe entreifen woBte. 9Rän meint, Vbalbert fep in aller SBeife in wenig ftug Derfal^ren ; er ^abe bie 2C(ten gewinnen, @ef(^en(e mitbringen, mit benAinbem fpielen mäffen u.bgt. (Aogebue S3. 1. ®. 115)« @6 ift wo^( nid^t ^u (JugneU; ba^ bad ÜRiftingen feiner SSefel^rung^ t)erfucl^e, bie in Sandig, bem gebitbeteren «f^anbel^orte, me^r ge» langen, großen %i^z\it in ^Tbalbert^ SBerfal^ren feine Urfac^en \)(ktu^ ba^ er mijt (angfam genug unb nic^t DorftdS^tig ging, baf er ben S3aum , um bie ^liiijU ivl genief en, lieber gleid^ fallen wollte. — SBad nun aber 3(balbert$ Xob anlangt, fo mufte baju offenbar nod) eine anbere Urfad^e ^injufommen; benn wo man ^Tbalberten bei feinen frÄI(yem Sanbungen nxijt l^6ren wollte, ba «erjagte man i^n, ba bro()te man i^m, wenn er nxi^t entfliel^en werbe, mit ' bem SEobe. 3n @amlanb aber waren bie SSer^jltnfffe, in xotU (^e ber eifrige 2(poflel o^ne e6 ju a^nen eintrat, gan) anberS. ^ier war ein großer S^eil ber Sanbfd()aft If^eilige^ 2anb unb mit bem ^eiligen ^albe bebecft. £)b ](balbert biefe^ gewußt unb ob er ^egen bie !EBamung feinet (Saflfreunbe^, bei bem er me^re Sage war, ba6 l^eilige Sonb tmb btn ^eiligen SBalb bo(^ betreten \)<xU, wirb un6 m^t gefagt. ®ewtf aber ifi, baf er beibe« be^ treten Ig^atte unb ba^ \n biefem IBerbred^en ixt «^aupturfad^e fei« ne< Sobef ' )u fud^en iß. 2>er SSewei« ^iet)on ergiebt ftd[^ avA ttchtnben, bie aber bie Socalitit ber ®egenb gerabe 3(ttS(unft ge« 
See (^eUtge Tlbaibett 661 bett, in mt^tt Hbalbctt feinen Sob fanb. 3n einer Merer ttrfunben, ou^gefiettt t)on bem Aomt^ur t>on ASnigdberg «^eincic^ Don 3fen« ^ofen im 3a^r 1322 unb eine ^tu^einanberfe^ung mit bem Si* fc^ofe unb (Sa|>ite( t)on ®am(anb entf)aUenb, ^ei^t e6 unter anbern: Sub tenore presenclum publice recognoscimus et fatemur, qnod in piscaria (in einer anbem 3(bfd)rift: piscaiura) JEccle- sie Sambiensis sub siha Poys in mari recenti et in parle £c€iesie sihe sacri Campi nichil juris habemns neque do- minii, sed ea de gratia et iiberalitate venerabilis patris do- mini Johannis dei et apostoUca providencia Ecclesie Sam- biensis Episcopi precario possidemus, qui ni>bis piscaturam in aqua, pascua et prata in siha predicta sacri Campi con- tulit tenenda. Sie silva Pojs (ag a(fo in mari recenti ober am Srird()en «^aff ; in anbern Urfunben toirb fte wxt a(6 ber SSatb be^eidl^net, ber ifllic^ t)on Sifcf^^aufen, auf ber in ba6 Srifdj^e- ^aff ^ereinfpringenben Srbiunge liegt, n)o nod^ je|t ba6 Sirfe^^en ^epfe btn 9{amen be^ ^a(be^ erhalten ^at 3n ber 9}d^e biefed SBa(be6 mirb nun in ber Urfunbe bie silva sacri Campi ermähnt 2)af biefer ^aib be^ ^eiligen Selbem nad^ ber offenen ®ee If^in tag, ergiebt ftc^ au6 folgenber ®telle berfelben Urfunbe, tt>o ed l^eift: Item reservavit sibi (sc. Episcopus) domines suos in eadem &ua parte sacri campi morantes cum decimis, servi- ciis, pralis, et pascnis et coUeciura lapidis marini piscatu- raque in salso mari. ®ing nun aber biefer Slf)eil be6 f)ei(igen gelbe« t)om 5HJaIbe ^op« nac^^ ber @ee ^\n, fo traf er gerabe in bie ©egenb ^wifc^en Sargen unb Xenütten, wo 2(balbert erfc^la» gen »urbe unb n>o bie Ueberrefie ber ®. ^(baibert^capede nod^ bi« biefen Sag }u fe^en ftnb. 9lo(^ flarer mirb bie ®a:^e burc^ bie @r&nbung$urfunbe be6 nabe am ©eeftranbe liegenben Sorf« 9leuenborf, »elcbe Dom SSifcbof ©iegfrieb t)on Stegenfletn gegen ba9 @nbe bed 13ten 3al^rbunbertd au^gefiettt unb t)om S9if^of So^anne« t)on @amlanb im Sa^re 1327 beflätigt unb n&()er be« flimmt »urbe. 3n ber 2(ngabe ber gctbmarf biefe« Sorfe« ^eift t9 nimÜC^: Primo incipiendo a Gejdow in bouis fratrum et descendendo juxla aquam molendini per viginti duos fu- nes ad quandam graniciam ibi factam, et ab eadem granicia ascendendo sursum contra salsum mare per incisiones arbo- rum usque ad viam, que de villa Dargowajn ducit versus Sabenow, item ascendendo eandem viam versus Sabenow usque ad aliam viam, que ad sinistram sive levam manum occurrit et ducit ad sacram siham, 2(ud^ biefe ®te(Ie f&^rt und mieber barauf ^in, bap in ber 9l(l^e ber genannten S6rfer ©epbau; Sargen, (Reuenborf unb ^abtmn ber fettige Wialb loar; fte liegen aUe in ber @egenb uml^er, in toel^er, 2(ba(bert 
662 2)er Zeitige Tlbaibtxt feinen So^ fanb, J^ittnad) ift e^ a(fo wo^l un(efltett6ar , baf bec SRdttpret auf bem f)et(tsen Selbe ber alten ^renfTen erfc^Iagot tt)urbe unb ed toitb baburd^ sugletc^ bte SSe^auptung befcdftigt, baf fein SSetreten be^ (^eiligen SSobenS bte ^aupturfac^ feinet Stoben toat. @6 (äffen fid) f)uf&t aber aufecb^tn auc^ nod^ 83en>etfe on^ fcA^eren S^contfien betbringen. Helmoldus Chron. Slavor. L. I. c. 1. fagt: Multa poterant dici de hoc populo (i. e. Prozis) landabiiia in moribus, s\ haberent solam fidem Christi, cuius praedicaiores immaniter ptrsequunlur. Apud illos martjrio coronaias est illnstris Boemiae Episcopns Adel- bertns. Usqne hodie profecto inter illos, cum caetera om- nia communia sint cum noslris, solns prohibetur accessns Inconim et foniium, qnos antumant pollui Christiano- nim accessu. 9){er(en n>tr auf bte SBerbinbung, in Xütlä^tt ^elmolb be6 Xobeö 3(ba(bert^ unb biefe^ SSerbote« ber ^teuffeit gegen SSetretung tbrer fettigen ^aine unb Duetten erwähnt, fo b&rfte ber @d^luf wo^l nxi^t i\x tfi^n fepn, ha^ ffc^ ber ßiros ntfl aud[^ einen Bufammenl^ang }t9if(^en 3Cbal6ert^ fDIdrtprertob unb ber Uebertretung biefed ©efege^ burd^ t^n gebac^t fabelt mäffe. (j4dam, Bremens, de situ Daniae c. 227). ^ittmit ftimmt aud) ber ^olnifc^e S^rontfl Mathias de Miecko^ia Chron. Polonor. L. 11. c. 8 fiberein^ n»e((^er fagt: Circuibat (Adalbertus) vicos et oppida praedicando Prutenis per in* terpretem et idola confutando, docens solem, Innam, ig- nem, lacus et sjlvas, quae adorabant, non tsst deos, sed creatnras dei. Sacerdotes antem et pontifex liogna ipsomm Griwe dicins,-ne amplins prophanando detnrparet deos et ritns eomm, conspirayernnt necandnm. Die ergo Yeneris nonas Kalendas Maji in coUe saxoso cnidam vico imminenti, jnxta llttns maris, prope oppidnm Feszhaush invenernnt sanctum dei divina celebrantem. ^OiXiXi l^etfit e€ nac^ ßr^i^ (ung M Zobe6 unb ber S9enad()ric^ttgung be6 ^erjog^ SSoMlat): Misit ergo Boleslaus viros ecclesiasticos cum certis militi- bust qui juxta Romove corpus oblatum primnm recognos- centes esst sancti Adalberti in altera parte tabulae appende- runt argenti quantitatem, quantam estimabant appendere corpus etc. ^znxi gleid^ SRatl^ia^ t}on SDlec^ow an ftc^ für eine fo »eit t)or feiner 3^tt (tegenbe @ad()e feine gan{ t>o(lgä(tige ®tinM me ^ai , fo bleibt e^ bod^ immer fe^r merft^urbig , baf er ben 3:ob 3tbalbert« oXt eine @ac^e be« S3efd)luj|ed be« (Sritoe unb ber ^riefler aufteilt, bap er ganj gegen bie getoi^nlic^ SKetnung, toietoobl Dodfommen rid()tig ben ^eiligen @Stterort Olomome in bte ^l^z ber @egenb fe|t , tt>o TihoXbtxt erfcf^lagen lourbe , unb 
migßc^ tüitt t^ ja »o^I, ^aß btefer ^olnifc^e ®crtbent bie Slad^« ri(l(^t in ttgenb einet aUen jEluette fanb, bie un6 nic^t me^r ju« gjngli^^ tfi.  2>te @anct %ba(bertd:= 6af>elle am @ttanbe ber ßjlfee. 3n bet ®esenb, wo ber ^eilige 2(ba(6ert im ^er(e bed .Staubend war etfc^Uxgen werben, grunbete man nac^mai^ SU feine« 9}amend 2(nben(en eine GapeUe, Don weld^er in unfern Sagen nur noc^ wenige« IDfauerwerf bie l^eiltge @tette be^eicf^ net. ®te gel^t inbeffen in tl^rer @r&nbung bei weitem nic^t in bie frfi^e 3eit surAcF, in bie man fte bi«()er gefegt f)at (@. IBacsfo SB. I. @. 88). 9Bir wiffen metme^r au« ard)i)>alifd^en tUteKen , baf i^re Erbauung in bie 3a^re 1422 bi« 1424 fiüt unb baf ber bamalige £)rben«marfd^att Subwig t)on Sanfe i^r ®r&nber war. 9Sir beftgen auc^ nod) ben @ntwurf ju ber 3(norb* nung, wie e« in ®. Tllbudjt^ Xitd)^ (fo wirb fte barin genannt) mit bem ®otte«bienfle unb ibrer Sr^aUung vbefleUt werben folle. £er ®tifter fe|te n^mKd^ t)ier ^riefier ober ä^icare , nebfi jwei @i)&ktn unb einen ®li(fner ein, welc^ bie Airc^^e mit ®efdngen unb @otte«bienft alfo galten foUten, bafi man burc^« 3a^r bin« burc^ fingen fode bie Seiten non unferer (ieben grauen unb bie SReffe anl^eben frfi^ um t>ier Uf)r. 3(m £){ierfefie aber, am |)fingjifefte, am ®. 2fbarbert«*a:age, am SEage be« l()«ingen itid^ nam$ unb am beiUgen S^rifhage fottten bie gewSt)nIid)en ®ef<Snge be« Sage« gefungen werben. Swifd^en 6 unb 7 U^r foKten bie ^rtefter eine SrA^meffe unb )Wifd()en 8 unb 9 U^r eine «^od()me(fe (efen aud!^ an f(^(edS)ten SBerf tagen. Seben @onnabenb unb ^onn« ta^ mu^un bie ^oc^meffe t>on unferer lieben grau unb anbere Seftgebete gehalten werben. 2fn ben Seßen be« lEieiligen Saurem titt«, fDtartinu« unb 9lieo(au« mufte geprebigt werben, „fo \>\d ai$ e« nad^ Snnigfeit unb Suflud^t ber Seute ^otl) wirb fepn. '' JDamit biefe« ade« nun in guter Orbnung gehalten werbe, fo würbe Dom iDrben«marf4)aU fe{}gefe|t, bag einer ber mer ^rieftet 9farrer fepn unb bie SSeiforge ber ®ee(en f&^ren foUe; er foUe ben Xnbem mit 9lat^ sur ®eite flehen, if)re Sinfen unb fonfüs gen @efäUe erl^eben , alle i^re 9lotlE)burft äbernel)men unb i^nen barftber {Rechnung ablegen. SBie lange m folcber Pfarrer bleibe, foUe flet« vom äSillen be« zeitigen £)rben«marfd()aa« unb be« SBemfleinmeifler« ab()dngen; biefe beiben feilten bie £)berauf|td^t ^^ren unb {uferen, „baf e« bie ^riefier reblidi^ unter einanber ^(ten unb e^rlid^ Üben; baf ber @otte«bienft mit ®efang unb 
664 £>ie ®. 2(ba(6ett««6apeUe. anbern 2)mgen ntvottfitxmiiö) gehalten mtht. UM toa^ geopfert tt>ttb, e6 fep ®tü>, 3Sad)^ ixnb^ xv^enbAtwai anbete, foüt jur «^ilfte ben ^riejlerngef)Sren; bte anbere «i^tfte foUe bec SBernftetm tneijlet %\x ©ebduben ober ju anbern nSt^tgen S)tngen ber jttr^c t^ertvenben. ^^ber ^rtefler foUe einen i^^rltc^en ^m€ t)on stoSif S)7ar! ev^aitm ; auf erbem bef ommen fie aße jur gifc^ecet etnnt Xeutelbrief. S)er X)ecem unb ba^ £)pfer; tütli)^^ }ut>cr ber Pfarre Dor bem £)rben0^aufe io6)ftiht iuge^Srte, foHe nunmehr an bte Sitd^e in 0. 2Cba(bert gebradbt mvhm. £)te «^errfc^ft foUe suerfl ben ^rieftern bte n5t^tgen ®ebjube beforgen unb f^re 9Bo^nungen bauen (äffen, ^arnad^ aber fcUun bte ^mfltt t^re ©eb.^ube fe(b|i erhalten. @ben fo foUe i^nen bte «f)errf<^aft anc^ ben 2^x6) an ber $itd)t bimmen unb juric^ten. S)te f)riefter er^Uen freiet ^m unb einige SRorgen SStefen, babet ttlidi^ ^rxitn iatiM iu[@etreibebau. Sa^rlic^ foUe tl^nen bet Sem« fletnmeifier einige Sonnen ®a(s geben. S3eim Xobe etne^ 9>nefier< foUe aUe6 , wa€ bef^ i^m an ®e(b, @erdt^e ober an S3A<^em ge* funben tvirb, nad^^ fRatf) be6 $Sern{letnmeifter^ ober beffen, bfm ber ÜRorfc^all e^ befehlen toxxb, jum (Rügen ber anbern ^nefler, gur SSerbefferung ber Stnfen , ber @eb jube ober gu anbern nStf^is gen Singen Dertvanbt tverben. ^mn ®ott e6 fftgt, baf ber 3tn$ Dermel^rt n^erben (ann, fo fottten in ber goCge nod) mtf^t ^riejier eingefegt werben. — I)tefl n>ar bie Stiftung ber ®. Äba(6ert$«6ape((e, bie a(fo auf (eine 93eife bem SSifc^of So^am m9 I. Don ®am(anb, ber gegen ba^ @nbe be^ 13ten Sa^r^um bertd lebte ,^ beigelegt werben barf (Titnolbi Airc^engefcf^id^te t>on ^reuffen @. 170. Leo Histor. Prnss. p. 117. Schott Prass. Christiana p. 74). ® fud^te ein £)rben^bruber nadj^ mehren S^^v^unberten ha€ Tfnbenfen be6 frommen SRanned gu Der^errCid^en, ber mit bem jDpfer feinet Sebend ^reuffen ber c^rifllicben ^ir^e gu^uwenben geflrebt f)atu. 'Kui) ber ^apft jeigte ftd) baffir banfbar. S>a bie 6apeUe fd^on ein SBaUfabrt^ort f6r na^e unb ferne ©egenben geworben war, fo ertf)eiUe ^ugeniu6 IV. eine S9u(Ce im Sabre 143 f; in we{cf)er bie ganje G^rif}enl)eit }ur frommen SBanberung an ben ^eiligen Dvt ermuntert, unb ber SSefud^^enbe mit einem 2r6(affe Don bunbert Sagen belohnt würbe. (Sacjfo S3. I. ®. 89). £)ft befud()ten fte and) bie ^oc^meijler be6 beutfd^en £)rs ben6 unb jd^rlic^ würben met)rma(d feierlid^^e $rocef[tonen gu i^r angeflettt {llartknoch Dissert. XIV. p. 232). Späterhin \)atu ber «t>o(&nteifler bie Sefe|ung ber SBicarien ber dapeKe; guwetCen fd)(ug t^m ber Pfleger 9on Sod^fldbt Derbiente ÜRdnner ai^ $Bt< rare Dor , wie bieß im Salf^re 1465 gefdj^a^. S)er .^oc^mei^er war atfo, wie er bieg im 3a^re 1487 in einem 93rtefe an ben 
DU ®. 2(balberte< SapeUe. 665 V SSifc^of t)on @am(anb audbc&cfltc^ fagt, Patron bec Sapette, prd« fenttrte bei entjlanbenet Sttebigung bem. ®aml&nbxfi^tn S3if(^of beit Pfarrer ober Slector unb bat um beflen 3nt>eflitur. 3nbejfett muf bod() gegen ba6 6nbe be6 15ten Sa^cl^unbertd ber Sufianb ber Qaiptlie ni(f)t me^r fe^r gänfltg gemefen fepn. 9Sir Igoren ben ^fartec t)on @. Zibxtd}t in einem ®d)retben an ben «^oc^^meifiec ^etnrid> t)on äticf^tenberg &bec Aummet unb Zzmnü) Hagen unb um eine «f)ube Sanb t)on ben Sefigungen be^ @c^loffed Soc^fidbt bitten. /,9Bic f(e^en su Qnd) um ®otte6 @^ce unb um ba6 ®es bid^tntfi »(den M betttgen S3if(bofd 2rbalbert , bec biefe^ Sanb < mit feinem S3(ute ^at gebeiliget, baf @uet ®nabt un6 t)on fom bttlxd)tt @nabe n)oUe belehnen mit einer «^ube Tidtt, anfe^enb bie gar fd)n>ere unferet SBo^nung ®elegenbeit> bie ©raufamteit unb ttngeflumigfeit bet unfibetrebtici)en ®ee t)o((et ®tftcme unb SBtnbe, auf bap @uece @nabe mitfammt @uerem wiebigen jDrben in %tm\>tn, ®efunbl(yeit unb aller SBo^(fa()rt burd^^ btf ^ftlfe unb 9$erbien{htiß be6 l^eiligen HbalUtt^ )u t)er^offten fangen feiigen Seiten m6ge entl^aUen merben. £)abei geloben »ir bei unferem guten ®en)iffen , auf nid^ft fommenbem erfien Sage nad) ^Tegibit unb fofort alle ^af)vz auf berührtem STage ^errlic^ mit 93igi(ien Vnb ÜReffen ju begeben bie ®eele M warbigen Jpzvm Submig^ t>on ?anfe unb feine« ©efcblec^t«; ber ba ein ®tiffter bicfef SSi« carien gen>efen i^. 3n fotc^em iat)r(i(^en S3egingniffe »ollen mv an^ unt)ergef|en fepn ber ®eele Euerer ®nabe. " Um* biefelbe 3ctt legte ber bamalige Orben^marfc^all Qvai» mu6 t)on Sleiienjlein (ber fein 2(mt \)on 1489 bi6 1498 \>^xtcaU UU) einen $feil in bie ®. 2(baI6ert«'6ape(le nieber, ben er t^ier^e^n ^Cii)vt lang nad^ einer ®c^(ac^t, im Aopfe getragen batte, bi6 er burc^ ein ®efd()n)fir baDon befreit n^orben mar. ^er ^f^il an einer ftlbernen 5tette ^(Ingenb unb mit einem ®cbi(b(ben t)erfe^en, n)orauf bie S^atfac^e für) eingeprägt war, blieb ;um 3(nbenfen in ber Sapelle hU ju i^rem Untergange ; {am bann nacl^ Xinig^berg in bie furfärfllicbe S3ibliot()ef unb beftnbet ftc^ je|t nod> in ben altertbfimlid^en Sammlungen be« geheimen 2lr« d)i\)$, {Hartknoch Dissert. XIV. p. 133). 83on bzn legten @c^ic!falen ber Sapelle ifi itbrigenJ n)enig me^r befannt. ®ie fd^eint mel)r unb me^r t^erarmt üu fepn. 3m 3ö^re 1511 na^)m fiel) i^rer ber S5ernjteinmeijter 8eo üon ^Saiblingen febr t^itig OLn, ba i^r manche Stufen fec^« 3abre lang waren vorenthalten worben, manche ®äter unb ® eiber i^r entfrembet waren unb bie armen ^riefler ftd^ balb faum me^r erbalten fonnten, wie wir au« einem SSriefe be« genannten S3ern^ fleinmeifler« an ben SSifd^of t)on ®amlanb erfahren. (£)rgina|s 2(bfd[^nft im ge^. ZtißM.) ®piter erwachte in bem legten ^oc()« 
666 , Sie ®. 3(baUert^«(SapeUe. metflet Tiibted^t pcn SBranb^nbutg nod^ einmal bet OebanCe, f, bte altf Stiftung be« ^eiligen .^immel^cfien ®anct 3((bre<^t6, toiebet tnef)r an^upflanjen unb ju erl^S^ien '^ unb e€ erging be^ (alb eine 2(ufforberung an ade SSewo^net ®ani(anb<, ^^beffen Patron ber i|)ei(ige 3(balbert mar," um t^ätige SRit^&lfe unb SSeifteuer. 2(Kein e6 ifl nic^t )u ermitteln / »eld^en @rfo(g btefe^ SemfllEien gel^abt ^abe. 9ladS^ ber SinfAlJ^rung ber Steformation fd^eint bie Stiftung jerfaOen unb bie (^aiftUi ibtem Untergänge entgegen gegangen lu fepn, M fte enblic^ burc^ einen grofeit Sturm im 3a^re 1669 umgeflfir;t mürbe. 
fd t i l a d t N^- IV. Uebet bctt Slatncn ?>teuffen.  erfonnen unb etpmologifttt tporben, al€ ibzt ben 9{amen ^reuffem S>te 3a^l ber 2(bUitungen tfl ba^er bereite and) fo gcof unb bte 9tSg(i(^fett ber 2(ufftnbung einer neuen ^Mi)\am fo erfe^ipft, bafi €^ unter bie gertngflen SSerbienfle um bte ©efc^td^te ^reujjend ge» l^Sren n>ärbe , ben t>orl!)anbenen nod^ eine anbere l[)iniuiuf&gen. @enug, menn nur erliefen tjl, baß eine ftd) auf t>or(iegenbe ge* \d}id}tlii)t S^atfac^en ftfi|t, mit ben Seitum^dnben, unter benen ber 9}ame juerfl erfd^eint, genau jufammen fiimmt, auf feinen ttnern)eid(icl[)en S3e^au|>tungen beruht unb be^^alb t>or ben äbrigen ben SSor^ug «erbient. 2>a tebod^ ber ©efd^ic^tfd^reiber niemals SRac^tfpr&d^e tf)tm foK, unb e6 gewijfermaßen ^ur @if6)ii)U ber ®efc^tc^te ber ^reuf^ fett ge^irt, gu fe^en, »ie man fidb ben 9{amen ^reuffen ^u er» ftiren gefud^t f)at, fo m5gen ^ier bie n)id()ttgjlen S3ecfuc^e ^ur Tlh leitung biefe^ ^Ramend ber Steige nadj^ aufgef&brt n)erben. 2)af aud^ ^ier im toeiten gelbe ber @tpmo(ogien bie tonn« berlic^ften S)euteUien in Sage gefSrbert fepn migen , li^t fid) »o^( fd^^on oon fetbft ern)arten. 66 barf ha^tv too^i faum erim nert tverben an bk 3(b(eitung t>om norbifc^en STJptl^enfinige SSo* read/ beffen 9ßolt bxz SSoreer, bie über biefen ^inaud mobnenben «^pperboreer^ beren 9{ame in ber ®tammn)urse( oon SSorbur ober im attbeutfc^en SSor, geboren liegt , mober im ®!anbinat)if(^en SSorudgop, bie ZtlUtn, @ebärer, unb SSoruffer fo Diel al^ 6rs Seuger ber ÜRenfd^en. 3n bie nimlic^e Slaffe ge^irt bie «^erlet^ tung t)om einige ^rufiad t)OR SSit^pnien, ber im Kriege «^annis bald gegen bie 9timer aud feinem dl^xd)t t^ertrieben, in ben 9lor» ben gemanbert unb ^reuflen ben 9tamen gegeben J)aben foü, wo» f^tt man bann auc^ bte 3(e^n(icf)(eit ber Sitt^autfc^en ®pra(^e mit ber @tU6)x\i)tn {u erfliren gefuc^t f)at {Dlugoss, T. I. p. 119. J^artfnodS^ 2f^ u. 5». ^reuff, 0. 59 — 60). &m fo »enig Seac^tung t)erbtent bie 83el^aatptung , ba^ ber ^amt bntd) ein 
668 2)et 9?ame 9)ceuffen. <S6)mp^toovt ber SRafoDtet entjianbfn fep , inbeni fte bte 9teuf< fen UitDerntbfttge, bruti ^t\d)oittn f)itun unb btefe Senenmmg bann a(6 SßoÜ^name auf ba^ ganje SSotf fibergegangen fep (Hart- knoch Dissert. IIL §. 13). @ekotffermafen ^ing bamit ^ufaiiM men bte 2C6teitung M 9lamen6 t)om a(tpreufftf(^n SBorte pratn unb prnntu , f (ug , Derfldnbtg fepn ; man meinte, fo ^dtten fid^ bte ^ceuffen felbfl n)egen etne^ geiDtf[en 2)fin{e(g auf i^re Stta^ f)txt unb t^ren 9Bt| genannt, fepen aber be^^atb Don t^ren %tm hm, btn fStafot^iern mit ber entgegengefegten S9e)ei(^nung beehrt »orben. (^rdtoriu« ©d^aubfi^ne S5.I. 6, 2. §. 11.) Die alten Sanbe^c{)roniflen 'fafetn in gleicher SBeife ibav ben ttrfprung biefe^ 9lamend. ®o fagt ber aUe £)rben$d^rcnifl: ,;9tad^bem ba^SoS allba mit groben f)eibntfcf)en @itten unb SBanieren il^r ith^n f&^r« ten, ba n>arb ba^ Sanb ge^eifen SSrutontca, ba^ if{ ein SBefKa« U\6) ianb'y barnac^ in etlid[)en Sauren ifl ber erjie SSud^llab SS t)ern9anbe(t n)orben in ein ^ unb f)U^ nun ^rutonica, ba^ ifi ^reufer-Sanb. '' SSefanht ift aucl[), baf Suca6 2)at)ib ben ^amtn t>om fagenl^^aften S3ruteno ahUiUt unb bt€^aib bem Solfe btn 9lamen SBrutener giebt. 9Beit me^r 93ea(^tung t^erbient, um anbere SrHirung^arteit 5U fiberge^en, bie 2(Meitung , metc^e griebrid^ ber @rofe in feinen fTOemoiren jur SSranbenburgifd^^eh ©efd^idS^te, SSertin 1782. ®. 46, gegeben f)atf inbem er fagt: „ ©er 9lame Boro»- sia, morau^ man ^reuffen gemad()t f)<it, f)ex\t nal^e bei ber Sluffe ( benn bo beifi na^e bei ) ; bte Stuffe iß ein 2f rm M ^Iteme^^, bm man jegt bie 9)teme( nennt. " ©egen biefe «^ppott^efe Üft fiö) inbeffen manc^e^ einn^enben $ benn erfilicf^ ^eif t nid^t bo, fon« bem po fo t)iel aU naijt bei; itveiten^ ijl Borussia iim t)iei ^a )unge @^reibart be6 9{amen^, a(6 baf tvir fte f&r bie urfpr&ng« ndS)e ^alUn finnten. ® c^tiser im 9{ef}or ®. 56 fagt bar&ber: „X)ie 93erfj(f({)ung Borussia (am t)on einer ©ritte be^ Xan^ Uli SubetDig ^er, ber in einem griecf^ifd^en geograpf)ifcf)en @ams melfurium Don unbefanntem SettaUer, ba6 man ^tolemdu^ nennt, ben 9}amen Bo^^ktkiol gefe^en gu ()aben meinte. " SBenn inbeffen fo jung bie ®cl[)reibart Borussia aud^ feinc6meg0 tfl, benn fte fommt einmal auc^ fd)on in einer Urfunbe au€ bem U%Un St^eile be6 ISten 3af)r^unbert6 \)or, fo (atin fte boc^ nidS^t f&r bie urfpr&nglidS^e gelten. S)ritten^ enblid^^ mochte ffd^ auc^ »0^1 fragen (äffen : tvarum benn gerabe biefer eine 3(rm bed dtitf men bie @^re gehabt lEiaben fode, ben ^reuffen feinen fRamen §u leiten? ®ab ed nid^t grifere ®trime im £anbe, nac^ benen bad ^olf fuglic^er t)itu benannt n>erben (innen? — Uebcb gen^ fpric^t t>on biefer 2(bleitung be^ 9lamen6 aud) fc^on Hart-^ knock Dissert de originib. gentium Prussicar. §. 13. ttttb f&gt 
©er Warne 9)tenffen. 669 l^iniVi, baf an^ ba^ Aurtfd^e ^aff fonji mo^( Rusna genannt morb^n fep, mie er au6 einer ttrfunbe bed 15ten Saljir^uhbert« beweifl. SSergL «^artfnoc^ X u. 9i. 9)reu(f. @. 9.; wo ftd^ biefer aiU «erbiente ^tfiortfer im [@ansen boc^ f&r bie UhUitatt^ t>on Po-Russi ober Pornssi, ,,an 9tuf(anb srin^enbe'' ent« [(Reibet — Ue6erl^aiq)t lEiaben atte 2(b(eitungen ber $Bi((ernas mm t)on foli}tn Socalbenennungen einzelner Stfiffe unb €Seett bie ®(^n)ierigfett gegen ftc^, ba^ feiten }u begreifen unb nad^tu* toeifen x% »te ein foCd^ed ©enxSffer eine fo grof e 9Sid^tig(eit ^abe erlangen f innen, baß bie na^e unb fem toof)mtibm ÜRenfd^en ftd^ i^tt SSenennung bat)on entlehnt l^aben foUten. ®. IDfler? ntererd ®eban(en t)on ben alten SSemo^nern be6 Sanbe^ ^reuf* fen ®. 58 — 59. Um ju ben neuern Srflirungen M (Ramend &6er}ugel^en, fo f)at ani) ^ennig in feiner Hn^aU bed Sucad S)at)ib S3. I. &. 32 eine neue 3(bleitung beffelben ))erfud[)t. (Sr fagt ndm« lid): ,,3tlle gett)S()nlid()en 3(&leitungen bed 9{amend ^i^^nffen fd^einen mir ge^mungen. £)er iltefie ^amc M SSolfd ,,^rui{i" ^at bie me^re^e 3(e^nlid^feit mit bem 9lamen ber SBenbif^en S^ilferfc^aft SSrie^en, fo wie ber 9{ame ber Sittauer unb imzn mit bem ber Sutisen. ©aß biefe beiben SSenbifd^en SSilferfc^aften ftc^ im 5Un ober 6ten 3al)r^unbert \>on ber Slarf unb Sommern ani weiter gegen 9lorbo{len gejogen ^aben, lift ftc^ fogar ^ifio* rtf4^ bart^un.'^ ®tatt biefen SSeweid aber $u ftt(|ren, fagt und .^ennig an einem anbem £)rte nur fo t)iel, baf bie (Ramen ber ^rignig, Sreuen'SSriejen, ^rigwalb u. bal. \)on jenem S^olfe ben Urfprung erl^alten unb bafi unter ben 83olfem, gegen welche Seberiud 9lero im ^annonifc^en Kriege fod^t, anö) eind mar, melc^^ed Breucae genannt »urbe; f. Sueton. Tiber. C. IX. — @o ^at*^ennig nur flAd^tig Eingeworfen, wa^ er grftnblidb f)ittt beweifen follen. Seiner ^ppot^etifcf^en SBanberung ber SSriejen ober SSrijaner aud ber Wtatl nad) 9lorbofi , beren lS)i|los rtfc^ bartl^uenben SSeweid er fdS)ulbig geblieben ifi, ffe^t ber merl« 41^ Umfianb entgegen, baf wir biefed SSolf no^ ju J^elmolbud 3eit bei «f^at^elberg unb SSranbenburg ftnben, ba biefer fagt L. I. c. 37: Gdiii ergo vice qnadam Brizanorum et Sioderanorum populi, hi videiicet qui Havelberg et Brandenburg babitant, rebellare pararent, yisnm est Henrico, armis adversnm eos ntendnm etc. unb t)on ^Clbrec^t bem S3dr ^eißt ed L I. c. 88 : Omnem enim terram Brizanorum, Stoderanomm, multamm- qne gentium faabitantium Havelam et Albiam misit snb ju- gnm. &o ift betannt, baf aud^ bie Suti^en lange nai) ber Seit, ald bie mut^maf lid^e SBanberung berfelben nad^ 9lorbo{l erfolgt ff9tt foD , no(^ }t9ifd!^^ ber (Slbe unb jDber faf en. €!oll aber 
670 See Warne ?)reuffen. . «on tiefen SSSKem nut ein (o^geriffenec Zt)tii au0gemanbett fe|^, fo fragen mit: wo faßen tiefe SSriejen in ^cenffen fo (onge ßeit gan^ ntthttannt, hx9 ffe urp(i((id^ tem ganjen Solfe bm Flamen ^reuffen geben fonnten? äSoburc^ gelangten fte }u bte« fer ^id^tigfett? SBte f)at a\xi Brhanl unb 93rieaen mit einems male Prussi ober Pruzrf entfielen finnen? — äBenn «^ennig bie gen>if)n(ici)en Ableitungen bed 9lamend ^reuffen fäc gestoungen erfl^rte, fo ^at fid^ectic^ nur ba^ 9teue bec feintgen ffe i^m leicht fd^etnen (äffen. S)er Unbefangene n)trb fte jTc^erlic^^ su ben atter« gejn^ungenflen unb unerroei^ttc^flen iai)lm. 2Cntere ^aben ben Ucfpcung M Slamend ^^teujfen im 9^tD< ' lemiu6 gefunben. 2)tefer fagt näm(ic(^ L. IlL p. 73: nacktem er t)on ben n&rblic^ n^ol^nenben Aatbonen gefpcoc^en fyitz «v Toiv ^tTToc/cDv o^£a)v. 9ladS^ biefet ®teUe mobnte aifo am fR^ipiif(fym @ebtrge, bem alun Sige bed mptf)tfd)en SSorea^, ein 93ol( mit Flamen S3orud!et , t)on toeid^m to'xv freiUc^ ntd()t6 meiter tvtffen, aii nur ben nacften Flamen. iDoc^ mand)tn i|i fc^on btefer ge» nug gewefen , um ben Urfpcung M 9lamen^ ^teujfen batan |n (nupfen. ®C^on Erdsmus Stella de Borussia e antiquitatibus p. 11. fagt: Uitimo regionem (i. e. Prussiam) Borussi in- Iravere, populi qui Plolemaeo teste ad Ripheos montes^ ubi in septenirionem fusius ezcurnint^ nee ionge qua Tanais ex eis erumpH, sedes babuere, qui in felicilate sna coaciti (perpetuis namqpe nivibus algoribusque ilUc terra riget, ad omneqne naturae ministerium damnata est) ad novas sedes capessendas patriam egressi in baec loca delapsi sunt Qoae tum soli fertilitate, tum pascuoram, lacnumqne amoenitate ipsis, quum primum placuere, nee non ultra progressi sunt, bie sedes nnanimi consensn sibi desumentes, utqne ac po- steris perpetuo essent duraturae, terram yocabulo gentilitio Borussiam app^llaverc, qnae usque bodie unins literae sop- pressione Brussia vu]go dicitnr. Haec est vera huius gentis origo. — S)iefe 3(b(ettung be6 9tamen6 ^reuffen ^at bi^ auf bie neuern Seiten ^erab mel)r SSeifall gewonnen, al6 fte »o|^( t>etbie» nen mo^te. Leo bistor. Pmss. p. 2 folgte il^r unb fe^te bie llBanberung ber SSoru^fer nad^^ ^reujfen in6 3al^r 523 ober 550. @ben fo fpric^t fte Cromer bistor. Polonor. p. 60 nac^^. «^att» f nod) 2C. tt. 91. 9>wuff. 0. 70 — 71 ti^agte eö »enigflen« nic^t; fte ganj ju «ertoerfen unb tt)iber(egte ben QUxut, bet bieienigen > für Derräcf t erfldrte, meiere ben Flamen 9teuffen x>on bm Som^ fern herleiteten. fDIannertinf; 9lorben ber @rbe fagt @.271: ,,®etroflen ^vitl)t^ to&tbt xd} biefe SBoruefer fttr einen (tt^u^ 
See ?ftame ^teuffert. 671 fe^tt 2m\%, f&t bte ^reuffen ttti&tm, toeld^e ftc^ na^ bem ZU {uge ber JBenebi an bie SBefifäfie in t()r fpitere^ SSaterCanb \)ot» bringten; n^enn tc^ begretflici) ftnben finnte, bafi ^toff^miu^ von ben innern ©egenben 2itl)auen^ mtr!(id()e Aenntniffe f)am." Wian» nert trug aifc bod^ S3eb.en!en, bte SSoru^fec o^ne n)ettete^ ffir bte Urt)itet ber ^reuffen ^u ecflären; tnbeffen mSd^te bte t)on t^m gedugerte I5eben!(icf)!ett nod^ ntd)t bte bebeutenbfie fepn; benn weit fd^n)iertgec erfcl^etnt ber S3ekoet6 t>on einer tc'\ttli(i)en 9Ban« berung jener S3oru^!er nac^ ^reuffen, unb and) f)ter n)teberf)oU ftc^ bte Srage: SBo (dbten biefe S3oru^!er In ^reuffen fo lange bi6 fte im sehnten ^Q^r^unbert unter bem 9}amen ^reujifen toie« ber erfd)einen? 9Ba6 ga^ 2(n(af , ba^ nun unb nun erfl x^t dlatnt t)or allen ^ert^orflac^ unb iDte tfl bie 2(enberung SSorudfer in ^reuffen erfolgt? @ine ber neuflen Srftärungen be^ 9tamend ^reuffen ifl bie be^ Jpixxn t)on «f)ammer, bie er in einem Keinen 2(ufra|e in Prüfend 7itd)ir> für aiU ®to^vapi)ie, @efcf)icl[)te ic. «f)eft 11. @. 127 au«gef|)rod)en f)at, Sr fagt nämlic^: ,,3(ufer bem @tammnamen ber @ermanen beftnben ftc^ aud^ fafl bie meiflen anbern 2)eutfd()en nod) im heutigen $erftfd)en, t)ar allem aber ber 9}ame ber ^reuffen a(6 eigentlicher äSolfdname , inbem ^tUß fd^an ober $erufd)an eigentlich \>a^ 3$ol! bebeutet. Sm fDtenindfi (1. @. 533) f(e^t S3eruffan unb S3erufc()an al6 communitas eiusdem religionis, ed fe^lt aber ^erufc^an ober ^orufcf^an ober aucl^«93erprufcf)an, mli)t^ im Ferhengi Schuuri me^r ald einmal Dorfommt (I. 21). 85. 182 v. I. z. unb @. 183 r. z.) fBerufd^an ober^rufc^an ober^reufleji.ijlbaber ber ®efammtname ffir 93ol!.'' £)b ftcf) biefe Verleitung be^ 9}amen6 ^reuffen t)ie^ len JBeifaU ern)erben tvirb , laffen mt billig ba^in gefiellt fepn. 2)e$ ^erftfd^en unfunbig unb fein^reunb etpmologifcber&fldrun« gen biefer 3(rt fiber^eben mt und alle6 Urt^eild ^ier&ber. S>ie neuefie ^ppotlEiefe lUer unfern 9}amen ^at, fo t}iel un$ befannt \\t, «^err Stablof in feinen „bleuen Unterfuc^^ungen M Aeltentl()ume6 jur 3(ufbe(lung ber Urgefc^ic()te ber S^eutfc^en, S3onn 1822. @. 132 — 133 gegeben. 6r fpricf)t Dom Jpmt^tx^ bed SSrennud unb ben bed^alb in ber ©efc^ici^te M Aeltent^umd ent« fianbenen $Bern)irrungen/' meil bie fpÄtern @ci)riftner; aui Unfunbe mit bem frühem @p^racE)gebrauc{) , nunmehr 2C(Ied ben ®alliern ^ufci^riebeU; wa^ bie fv{if)ttn Don ben Aelten (in ©ermanien) behauptet l^atten ; unb fai)rt bann fort : „ £)iefed begegnete fafl TliUn , miö)i fpdter^in aber ben «^eeredjug beö S3rennud gefcf)rte^ ben. ®trabo g. S9. lift btn legtern nur barum auö Solofa in @aUieo l^erfiammen, meil bort mö) Sectofagen too^nten, bie »ormaK au6 jenem «^eece^juge reiche 0c^d(e Don S)elp^i mit )u« 
672 ©et 9lanie ^rcuffeit. t&i%Atai}t TiMn auf be^-^toCemdud Sinbettofetn ftnbett ft(^ aud) Sectofagen im beutfc^en 9lorben^ alfo in bet 9li^e be^ aU un SSernfleinfluffed ; unb ed ifi gar nxi)t feiten , ben j&ngetn gtetd^namigen 2(udflug eine^ 93o({e^ im SBeflen, unb ben Altern im £)fien toteber )u ftnben. Uebecbief waren ju bem .^eeceSsuge nad) ®riec^en(anb 936((er^aufen au^ &aU\m, S3elgten nnb @ers .manien, alfo an^ bem ganzen alten Aeltenlanbe t)ereinigt. SBenn ba^er.@trabo fagt: ,, t>erfc^iebene (Sefc^ic^tfd^reibet t>et{t(^ern, SSrennu^ fep ein ^rafifler getvefen, bod) iö) tüttu, baf fid) Sei? ner unfrer jegigen Srbbefd^reiber erf&l^nen wirb; bie SBo^n^^lage biefed äSolfe^ gu befltmmen , '' fo f ann man nic^t um^in an bie )e|tgen S3en)o^ner ber beutfd^en Dflfufle in ^^i^euffen ju benfen. SBo^nten fdS)on »rpfd in 2()racien (Plinius H. R IV. 18), fo fonnten ^raüf& au^ bamal^ in jenen ©egenben meinen, mit weid)tn @tra6o ganj unbefannt n)ar; ftnben mir bo(^ bei ^tole« mdu^ in jenen ©egenben bereite ben ®tamm ber @aUinbier, unb f({)on in ber tiefen SSor^eit be^ ^roetud SSocbter ®alintlS)iad aK 98e()emutter be6 gried)ifd)en<f)mulel'' @o »ett Stablof. SBenn man jeboc^ ^ur Srflarung eine6 9}amen6 fd^on fo weit gegangen ifl, fo ifl nic^t abjufe^en , warum man bei ^reujfen nic^t and) an S3rif(io$ ober S3rifeu6, ben S)ionpfo^, ben ®ott ber SBienen, btn S3ienent)ater , ben @rftnber ber SSienen^ucbt benfen foUte, ba ja befannt tfl, bap ^reuffen ftd^ einfi htivd) bie S3ienensu(^t fo fe^r au^^eicbnete , ba^ \o90n ^pt^ea^ ber S3ereitung be6 9Ret^^ erwd^nt; ober auc^ an bie ^^onigjungfrau SSrifa — ^^n 93ri< ffifl ober S5n$ Jponi^ — ; eine ^^pmpl^e, bie ben S)ionpfo6 er|og unb i^n «^onig au^ &ö)t\bm }u preffen lelgirte. (@. Srf($ unb ©ruber Sncpclopjbie ber ^iffenfc^aften unb St&nftt tu b. SD3.X!! S)ie 2(bleitung be6 ^ammi, meldte SRaff gegeben l^at, im . bem er 2(lfreb6 Horlthi in Porizzi ober Porjzzi unb bie miebet in ^reuffen t^erwanbelt, b&rfen wir ^ier nac^ bem, tioa^ ^a^U mann in feinen Sorfcl[)ungen auf bem @ebiete ber ®efd)id^u S5. I. @. 455 barAber gefagt ^at, wol^^l gan^ &berge^en. S)ie Dorne in biefem S3ud>e angenommene 3(bleitung be^ ^a* mend t)on Po-Russi, P'rassi ifl fd()on t)on*fr&lgieren ©elelS)rten in SSorfd^lag gebrad^t gewefen. Hartknoch fagt in feiner Dissert III. §.13: Pomssi et contracte Prussi dicti esse videntnr hi populi nostri, quia fuerunt aecolae Kussorum. Qaibns (Prassis) certe contermini fuerunt Kussi, cum non sit igno- tum, magnam Lithuaniae hodiernae partem a Russis iis tem- poribus fuisse regnatam. 2)ann freitid^ fagt er anif : sospi- cari etiam licet, Prutenos dictos es9t quasi Po-RuthcAos L e. accolas Ruthenorum. Ruthen! autem ab eorum tempo- 
Set (Warne ^reuffeti. 673 rum scriptofibns appellantnr incolae Kugiensis insulae. Ue6er< ^aupt fd)tcantt Jpaxttno6) in feiner 9Ba^( fyxn unb jf^et; o^ne f!(^ fefl fäc eine ÜReinung )u entfd()eiben ; boc^ fc^eint er auf bie 2(6« leitung t>on Po - Kussi im (Sanken ben metfien SBett^ gelegt in ^abm. 3(nbere ^aben ftd;^ ffir biefe ^Cbleitung entf4)ieben ettiivt, }. S3. £)flecmepec ®ebanfen \)on \>m alten S3en)0^netn ^^reuf« fen«, ®. 59.  J. 43 
fd t il a Q c N^ V.  tlinriciis Dei graiia Romanorum rex et semper augvstns Universis imperii fidelibus, ad quos he liitere pervenerint gratiam suam et omne bonum, Ad peticionem venerabilis Livoniensia Episcopi inarchiam unam per totum eins episco- patum per LIvoniam videlicet et Lettiam Lehale et tems maritimas instiluimus et eundem ipsi principatum, ju^e alio- mm principum munificeiicia regali concessimDS Dantes ei potestatem faciendi monetam et fundandi civitatem in Riga et in locis aliis in quibus eas fieri oportnerit Si autem in partibus il]is vena metalli cuiuslibet, sive thesanros occnltns manifestatns fuerit^ in huiusmodi jus nostnim speciale ipsias fid^i de consilio principum nostrorum commisimus Statai- inus igitur et sub interminacione gratie nostre firmiter precipimus , quatenus Episcopo prenominato de onrai- bus .iusticiis et racionibus ad regalem jurisdiciionem pertinentibus pleue respondeatis, et per omnia intendatis« Scituri quod Ipsum tamquam dilectum principem imperii sincere diligimns quod cum per eum imperiales termini dilatentur et barbarorum jnRdelitas, annuenle domino, tri- stiano cultui subjugetur, Nichil eorum obmittere volnmus quod commodo suo conducere poterunt et honori Huius no- stre concessionis Treverensis et Salceburgensis Archiepiscopif Herbipolensis Augustensis Bamburgensis Bazowiensis et £i- stadiensis Episcopi Austrie Saxonie Bawarie et Carinthie Duces et alii quam plures principes Nobiles et Imperii mini- steriales. Datum apud Norenberg Kalendas Decembris Indi- ctione XI 111. Auscbuhata est presens Copia per me Ricbardum Smjdt Clericum Mindensis Diocesis publicum sacra apostolica auctoritate Notarium et transsumptum est ex qnodam Libello quem Matriculam ecclesie Rigensis appellant et concordat cum eodem quod protestqr hac mea mann. 
S5 e i t a a e N^ VI.  Otto IV. Stbm. itaifer bejl5tttflt bem ®(^»ertsS5röber«Drben in Ciefs tanb ade feine bamaligen unb tönfttaen S3efl6unaen. >Dat Sauban VI Kai. Febr. (27. 3an.( -1211. JJei gracia Otto qnartus Romanorum Imperator et semper augiis tu s Licet omni catholicomm homini sacri pallacij nostri scutum debeat esse defensio et Invamen. Specialiter tarnen adlethas. Christi, qui contemptis delicijs mnndi personas suas. divinis roducipaverunt obsequijs sub patrocinio Iraperialis eminencie. conservarc dignum reputamus. et mann tenere. Inde est qnod nos advertentes. continunm laborem conventus Christi mililum. quem iugiter ad honorem Christiane religio- nis eciam nsque ad efTusionem sagwinis sustinere non formi- dant nt eorum ntilitatibus amplius. provideamps. et pleros- qne alios. ad idem. onus, portandum. cum ipsis attencins in- yitemns. Universas possessiones. quas ipsi nunc possident vel domino dante in futuro. iusto acquisicionis titulo. adipisci po- terunt. quasve eciam a sarracenis. sive quibuscunque Christiane Religonis contrarijs hominibus evinci potenint. Imperiali eis anctoritate. confirmamus. Salva tamen in omnibus conven- cione facta inter memoratum conventum milicie christi. et Archiepiscopum Rigensem et Epijtcopura de Estlandia Om- nesque possessiones eorum. sub imperialem protectionem recipimus, Statuentes et Imperiali edicto. firmiter preci- pientes. ut nulli umquam persone. alte Tel bumili. Ecclesia- stice vel seculari. licitnm- sit hnic confirmacioni nostre. ali- quo contra die tionis obstacnlo obviare. Qnod qni facere pre- sumpserit pro sua presumpcione Centnm libras anri purissi- mi componat medietatem fisco nostro Reliquam vero medie- tatem Injuriam passis persolvendam. Huins Rei lestes sunt. Wilhelmus marchio montis ferrati, Manfredus marchio Sa- lacij marchio malaspine. Ezelinus de Tarsnisio. Salin Werra. de ferraria , Comes hinricns de Swerin Comes Hermannus de Harispurc marchio de baden et alii qnam plnres. Datum apnd Laudan Anno domini W. CO. XV. VP. Kai. Febr. In- diccione XV" 43* 
fö t i l a ^ t N^ VII.  in nomine sancte et individne Trinitatis. A. dei gracia Ri- gcnsis, B. Paderbnrnensis , I. Yerdensis, Ph. Razeburgen- SIS Episcopi cnnclis christi fidelibus in perpetanm, Notum Sit Omnibus lam futnris quam presentibus quod sopita per dominum papam controversia , babita inter Kigensem £pis- copiim et milites cbristi super divisione Ljvouie ac Lethtie communicato pnidentum virorum consilio, decretum esi| quod Lettbia et Castrum Kukonois a senioribus terre in tres partes eque divideretur, tercia parte predictos milites cbristi contigente, Castrum vero quod asscrad dicitur cum Omnibus suis attinenciis eisdem militibus pertinebit integra- liter, duas quoque villas quas perdiderunt iu terminis Ca- stri Remin Episcopus ipsis recompensabit Item terciam partem de Castro Holme, in bominibus agris et decimis sepedicli milites obtinebunL Ipsi autem quartam partem, mensure que pro decima instituta est, Episcopo solvent, quam mensuram nee. Episcopus nee ipsi mutabunt. Item ipsi iurgustrium et Insulam Regis iu tercia parte habebunt, partem vero insule eis recompensabit Episcopis in agris aliis, quod si eadcm insula in dicionem redigerit Episcopi, de ipsa terciam partem militibus restiluet, et suos recipiet, Quitquid autem infra predictam insulam in insulis agris seu areis cuilibet Episcopus in beneficio contulit, ratum erit, Si qua de predictis Episcopo vacaverint in posterum seu juste ipse ea requisierit, suan^eis porcionem atribuet, C^tenim, si bomines ipsorum agros sub sorte babuerint Episcopi ei de ipsis agris, sicut bomines ipsius Episcopi servient, et econtra bomines Episcopi si sub militibus bona babuerint ipsis inde servient Rursus si quos agros Episcopus bomi- nibus ipsorum abstulerit eis restiluet, vel in beneplacito obtinebit. Ipsi quoque idem bominibus Episcopi facient. Nos gitur que gesta sunt litteris nostris et sigillis confirma- mus. Testes sunt buius rei Tbeodericus Episcopus Estonie Bernbardus Abbas de Dunamine, lobannes prepositus de sancta Maria Rotmarus frater Episcopi Rigensis, Helmoldvs de Plesse nobilis bomo Rudolfus de lericbo, Gerlagus de Dolen Tjdericus frater Alberti Episcopi, Milites christi Rutberus Rudoipbus Bertoldus, Marqwardus Constantimis et alii quam plures. ^ 
n  t , \^  » <.  S5 e i l a ö e N- VIIL ä3en)ei8 aber ben Untergang eines SanbeS neben ®amlanb; SSttUnb genannt.  iDafI ba6 %c\\iit «^aff feinen Umfang befonberd nad^ jDften ^m bebeutenb etmeitert \i<ikz unb bafi ba, mo ^eutiged 2!aged ^wifd^en bet alten iDrbendburg S3alga unb bec @tabt ^illau Mt% t)om ®en>djfer be« .f)affe« bebecft ifl, in einer froheren 3eit fefte« unb angebaute^ 2anb gemefen fep; ifi feine6raeg6 eine gan$ neue S3e« ^auptung. ®(^on bec ß^ronifl euca6 2)at)ib 93. H. @. 102 \^^i bte 9}acbric^t, bafI ,,5u ber 3ett (be6 Sanbmeiflere .f)ermann S3alf) be^ <^aM 98affer ober %\yxx nic^t fo naf)e an ba6 ®es btrge (bei S3alga) f[o9 a(^ tgo, funber unber bem gebirge gar fcbine wifen bif an ba$ SBaffer, ba auc^ fcb5ne unb gute S)irfer gelegen waren. " 9?ocb jur Seit biefe« 6bf oniflen , alfo um bie SRitte bed 16ten Sabrbunbert^, n>ar ba6 <!^aff unter S3a(ga nicbt befonberd tief, ©c^iffe (onnten bte ©egenb wegen ber großen SJteinmaffen unb ©tcinriffe, welche ba« SBaffer au« bem t)ors mal« feflen Sanbe au«gen}u^(t \i^XXz, o^ne grofle ®efa^r nid)t burc^fegeln unb e« war fcbon bamal« $u beforgen , baß ba« @e^ wjffer bort noc^ tiefer in« fefie Sanb einbringen werbe; f. Suca« £)at>ib S3. II. ®. 108. !Rocl^ beflimmter erflArt fic^ ^ier&ber ^ennebergerinf. ßrWdr. ber ganbtaf. ®. 43: „3Wan fagt, ba no(^ ba« Stief an Soc^fletten gewefen, fep e« t)on Samfligal btnftberwdrt« nac^ 93a(ga Sanb gewefen unb bajwifcben nur ein Steftrc^en, baf wenn man auf einen ©c^aafFopf , fo barinnen ge» legen, getreten, man trocFenen Süße« b^nAbergegangen. 92un aber ifl e« lauter 5Ba(fer, an bie ffinft)iertbei( STOeilen breit." S)iefe !Racbri(^ten fc^rieben benn auc^ Derfcbiebene fpdtere @e(e^rte nad^. 9> i f a n « f i in f. 25emer!ungen fiber bie Djlfee @. 45 erwähnt i^rer mit ber 2(ngabe, bafI ba« SReer aud) an bem we(i* liefen unb nirbUcben Ufer t)on ©amlanb immer weiter um ftd) greife, baß bie SSewobner be« 0amldnbif(ben ®tranbe« t)erft(ber' ten , ))on tbren Leitern geb&rt \yx %^^tn , baß ebemalige lange Streden, bie ivixa S^eil mit SBdibern befe|t gewefen, burd) bie 
678 2)a< untergegangene SBittanb. 9BeUen abgeciffen unb babutd^ grofe ^n6)Un unb SBBinfet ent- fianben feigen. Die %Uxtt)m bec ®ee »erfen {umeilen ^Bt&dt Don t)ecfau(ten 3fefien unb 9Bur$e(n ber S3iume an6 Sanb unb e6 (äffen ftc^ \oid)t atxö) auf bem !D{eere^grunbe felb^ ftnben. Darauf erflirt ^ifan^ü aud) bie 6rfd)emung, baf £>tu, totld^t nad) juverldfftgen 9}ad)ri4)ten etnfi jicmlic^ xdext t)oni Speere ent* legen gen^efen , bemfelben nad) unb nac^ immer nä^er gekommen fepen. 3um Semeife erwi^nt er ber ®. 7(balbert6'6apeae, bie nad^ ü)xn t)om ®am(({nbifc^en S3ifd)of 3of)anned I. gegen ha$ ßnbe M 13ten Sa^r^unbert^ erbaut (?), bamald eine SReite t)on ber jDfifee entfernt geraefen fepn foU. @r Uik^t ftc^ l^^ierbet auf bie 3fngabe be^ ebemaligen ^rofefford Stapi^olt in f. Me> dilalio epistolaris de origine succini in litlore Sambieosi p. 6, n>0 biefer fagt: £xtant documenU, quae templum D. AdaU berio olim dicatum, cuius adhuc mdera In littore supersmiti bodiernum peregrioantibus religiosis frcquentata, ad milHa- lis distanliam a mari fuisse remotum, ioquuotur. 3n ber (Ritte be^ 17ten 3abrbunbert6 n>ar aber bort bie ®ee fd^on fo weit Dorgebrungen, bafi bie Stuinen ber SapeQe nur nocb eine fiarfe 93ierte(mei(e t)on ibr entfernt maren unb ie|t beträgt btefe Entfernung !aum nocb einige «i^unbert ®cbi^itte. ^iefe 2(bnabme bed Sanbed in bortiger ©egenb bejeugt auflerbem aueb ba^ i^ ftjbtifcbe SSefldnbnifbud^ t)om3abre 1667 (^ifanefi a. a. £). &. 47), wefcbed bemerft, „\>a^ ii^^i^i^, ja fester tjg(i(^ bie Cfifee mit ibrem ®tranbe je me^r unb mebr n^b^r tommt unb bie Zt» dtt, 9Biefen unb SErifften jlarf üerfanben. " 9Bad ^ier Don ber eigentlicben Jtufle @Sam(anbd gefagt ifi, gilt aud^ t)on ber 9lebring. ®d(^on Schott Pnissia christiana p. 64 ertt^dbnt: addimus, quod ante septeni secula Neringiam latiorem fuisse, bodicrnae probe nt arenarum congestiones. In illa enim insula quotidie aliquid dislriclui frngifero sen- sim decrescere, incolae experinntur; unb^ifan6fi a. a. O» 0. 46 bemerfti bafI auf ber frifcben 9}ebring bie ®anbberge iroat nid)t niebriger, fonbern ))ie(mebr b^b^^^ m&rben , toeil ))om SBinbe immer mebr @anb binaufgewebet merbe, fo baf fte an manchen IDrten fcbon fecb^ Stutben in ber ^erpenbifettinie bocb fe^en, baf aber bie 9^ebring fetbfi bocb bon 3eit (u Seit fcbmifer metbe, inbem ba6 SDleer ein ^tficC nacb bem anbern bat>on abfpftle. S)iefed maren im' ®an$en bie «l^auptben^eife für bai ebema« (ige Dafepn eined bebeutenben Afbeile« t>on 0am(anb, ber je(t nid)t mebr t)orbanben ifi. ® ie berubten , »ie man ffebt , t^t'M auf äberßeferten ®agen ber äSorfabren , tbei(6 auf 5rtlicben SBe* obacbtungen, unb beibe t)erbunben gaben ber 2fnnabme atterbtng€ ben bicbßcn ®rab ber SBa^rfcbeinlicbteit. 3(ber e« »ar ned} 
2)a< untergegangene SBttUnb. 679 ntd^t t)errud^t, ben JBetvet^ attd(^ au« ben iltefien Ucfunben be6 Sanbe^ iu fuhren unb bec @Qd)e baburclj^ bte t^idige @et9if^ett }U geben. @6 gefd^a^ btefed juecfl in einer 3(nmer!ung }tt mei:: nee Xb^anblung aber bie alten ^it^inge in ®am(anb in mei« ner ®^id)xö)ü ber Sibed^ren^SefeUfcf^aft in ^reuff. ®. 206 — 208 ; allein ti tonnu bort ber 0acf)e nur beiliu^g ertvi^nt unb ber ^anptbmtii nur auf eine Urfunbe gefläzt merben , bie eine auf bem untergegangenen 2anbedtl()ei(e vorgenommene IDteffung ent^dlt 9Sir mfiffen ^ier bie Unterfuc^ung grfinbtic^er oer^ folgen. £)ie bi« je^t befannte JUefle Urfunbe, melcf^e auf bat ein« flige 2)afepn eine^ untergegangenen S^eiled Don 0amlanb fd^Iie^ fen ii^t, ifi bie t>om 3a^re 1246 bei Xo^ebue S3. I. ®. 418 — 422. ®ie tnt^iit bie S3eflimmung ber Sanbe^tJ^eile, mli)t bie Subecfer f&r i^re bei ber SSefimpfung ber ®am(dnber geleiflete JqüiU in ^reuffen unb namentli^ in 0amlanb , SBitlanb unb emem S(^eile t)on 6rm(anb t)om S)eutf(l!)en brben erl^ialten foUten. 3n biefer Urfunbe mirb un6 ^uerfi ber @treit|)untt fe(bfi t)on '9Bid)tigfeit, Mid)m fie erirtern fott. Qt f^anbüt nim« lid), n>ie e^ l^ei^t^ de libera civitate ipsis civibus edificanda et de quibusdam terris scilicet tercia parte Sambie et Wid- landie et quadam parte Warmie et quibusdam aliis, que Predicti cives (i. e. Lubecenses) ex privile^^io eis coUalo a fratre H. de Wida tunc Magistro pruscie sibi (nicf^t eis) de- , beri dicebant. S^ toirb alfo ))ort{((em ^ier 8Bit(anb M Don ®ams (anb t>erfcbieben genannt. 2)iefe Unterfc^eibung ift n)tfent(id^, unb mir ftnben fte fd^on im 3a^re 1224 in einer 93uUe bc^ ^ap^ tle^ 4)onoriu^ Ill.i tt>o biefer neben Samblandia Witlandia nodj^ befonber« nennt, f. Gruber Orig. ' Livon. p. 265 (wofelbfl aber flatt Wirlandia )u Ufen ifl Wiilandia, Wie fd)on S^unmann in f. Unterfuc^. @. 53 bemiefen ^at). ®o unterfcbeibet beibe £dnber auö) ber fSJtinö) 3(1 berief, inbem er in feiner S^ronit (Leibnilz Access. Histor. p. 527 unb Gruber 1. c. p. 171) beim 3a^re 1228 fagt: Erant autem boc anno in illis parti- bns quinque tantummodo provinciae paganonim acquiren- dae, ista >idelicet, de qua agitur Prucia, Gurlandia^ Letbo- nia, \Viiblandia et Sambria. 2)iefed berechtigt un6 nun \d)On SU ber SSe^auptung, bafi e6 auf er ®am(anb auc^ nod^ ein Sanb gab unter bem 92amen ^itlanb, ein Ueberbleibfel bed e^^emaligen S^itlanbe^, welche« ftc^ bie an ba« l^iid)^ Ufer ber SBeic^fet erflredte. 6in )meiter wichtiger ^^unft, ju melcbem bie Urfunbe Unia^ giebt, betrifft bte ^i^age : tt>o biefe 2anbfdl)aft 9Sit(anb eigentlich ^u fuc^en feo? 97ad) ber 9}amenfolge'in jener ®teUe ber Urfunbe 
680 2)a^ untergegangene ®itlanb. mu$ fte alt in ber SRitte t>on @amtonb unb (Stmlanb Ütgitnh gebacf^t merben, benn bte i&hzdet foUen ja 2anb de tertia parte Sambiae et Widlandiae et quadam parte Warmiae aU Ser^ g&tung erhalten, unb btefe Sage 9Bit(anb0 unterfl&|en auc^ toith iid) nod) anbete ®ränbe. 3ut>orberfl (ag e^ in bec 9latut ber @Sad)e, baß bie iibidtv, benen e^ bei ber ganzen Unternehmung offenbar t)or allem um bie 2(nUgung einer Ao(onie fär i^ren ^an» bei {u tbun n>ar, ftc^ tin sufammenbAngenbee Sanbgebiet um bte Don t^nen beabftcbtigte $u gränbenbe «^anbelflabt au^bebungen Ifiaben n>erben. iDad forberte fc^on i^r 3n>ecf bei biefer 3(n(age unb biefer 3nrecf lipt t(ar auf einen unmittelbaren Bufammen* bang ber Sanbgebiete t)on ®amlanb, SBitlanb unb @rmlanb fyitt' fc^ließen. — @d befiätigt fid) biefed aber ferner auc^ Durc^ bie 3frt, wie bie ®treitfa(be entfd^ieben warb. £aut ber Urfunbe n&m^ lic^ fottten bie Srben^berren am «^afen iip^t eine @tabt gr&tt« ben mit SSei^ülfe ber S&6ecCer. . fragen wir nadj^ ber Qegrnb, wo biefe 0tabt entfteben fottte, wo alfo ber ^afen iipit fe^tt mupte, fo weifet freilid^ iegt fein 9lame me^r barauf ^in. ®ir erfahren aber aud anbern Urfunben^ baf ber $regel, befonber^ bei feiner 3(udmfinbung in ba< .f)aff aucb ben Flamen Ünt ffibrte ; fo b^if t e< ). S3. in ber Urfunbe aber bie Sintbeilung ber JBi^tbfimer Ui Duslurg p. 478: Tertiam quoqne Jimilavi- inus, sicut claudit recens mare ab occidentead flumen, qaod dicilur Pregora sive Lipsa. Acta Boruss. T. IL p. 613. Tbtt ^regel alfo unb bie Sip^e war ein unb berfelbe Jluf , ber an fei* ner bamaligen 3fu^mfinbung einen .f)afen bilbete, weld^er eben« fatt^ ben 9lamen Eipje f&b^te. Solg(id) fottte bie neue 0eeflabt ber SubecFer am 2(u^p[u|{e be6 ^regeld in ba^ %x\\i^t «^aff erbaut werben. SEBir (ommen nj()er jum Siele, wenn wir eineanbere Stelle biefer Ürfunbe (linjunebmen. dut Ermittelung eine^ fefien 99e« fi^ee fiir bie mvan ^oloniflen biefer @ee{labt warb burc^ ba€ fd^ieb^cicbterlicbe ßrfenntni^ in ber ttrfunbe Solgenbed befiimmt: Ilabebunt etiam civcs sepedicti medietatem uniustercie par- tis Sambie, que fratres contingit, quam fratribus dividenti- bus elegerint ipsi cives et in Warmia mansos duo milia et qtiingenlos a Lemptenbnrc contra Lipzam mensurandos in litore in nna parle et in altera contra Natangiam donec in ipsa Warmia contigne ipsorum mansornm numerus implea- tiir.. Um biefe ® teile ooUf ommen ^u t)erileben unb auf unfern ©egenfTanb anwenben ju (5nnen, wdre e6 fceilicb wänfcben^wertb^ bie genauefle SSeflimmung 'fiber bie Sage t>on Semptcnburg (ntd^t Gemptenbece, wie Jto^ebue b^t) geben ju f innen. UVitin §uc Dilligen ®ewip()eit tfi ^ierftber fc^wer {u tommen. 3n einer ttr* 
Z)a< untergegangene SBttCanb. 681 funbe be^ SBifd^^of« ^Cnfetmu« t>on Srmtanb, bte bei SBacjf o S3. I. 0. 289 , aber o^ne bte 3(nga6e bec Sengen fle^t^ tommt ba« Lemtenbarg ebenfalls ))or, inbem bort Kadolfus in Leinten- btirg plebanus genannt wirb. Sinbenberg in ber 91 j^e t)on 93a(ga^ alfo eigentlich nod) im alten SBatmien liegenb, fann bantnter fdl^werlid^ t)er{ianben fepn ; e^er tinnte Semptenburg in ber S9urg iencenberg in ber 9l4()e Don JBranbenburg {Dusburg P. III. c. 83); meldte eine alte 6()ronif Lentzinbnrg unb Suca^ 2)at)ib S5. IV. @. 36 genjenburg nennen, ju finben fepn, obgleich biefe 2en$enburg wo^^l nic^t eigentlid^ me^r int C^rmlanbe, fonbern f4^on in 9latangen gelegen ^aben fann. 9limmt man nun btefed al9 ba9 9Ba^rfc^einlic^fle an, fo fodten bie SubecCer erfllic^ bie «^ilfte eine^ britten Sanbt^eile^ t»on SSamlanb erhalten, n^elc^er bem £)rben zufallen wfirbe unb bei ber S^eilung ber IDrben^'Stitter einen 2()eil ftc^ au^wi^len bftrfen. ®ie fottten aber jmeiten^ in ßrmlanb auc^ nod) 2500 SXorgen Sanbed befommen unb biefe^ Sanbgebiet fodte abgemef« fen merben einer &tit9 t>on Kemptenburg gegen bie ilp^t in am Ufer ^in unb anberer @eit6 gegen Qtatangen ^u, fo meit bi< nic^fl an Srmlanb felbfl bie 3Aorgen«3a^l ))o(rii^lig n>erbe. 6ine folc^e ÜReffung aber ift nac^ ben jegigen 8ocalt)erbJltniffen ber (Segenb auf feflem ?anbe burc^aud gar nid)t m5g(ic^. SSenn t>on @rmlanb au6 gegen ben ^regel ^u Sanb gemeffen merben fod, fo fann ber Unterfd^ieb in ben Slic^tungen contra Lipzam in litore in una parle unb in altera parte contra Natangiam gar nicf^t ®tatt ftnben; e< ifl ie|t nur bie eine 9tid)tung contra Natan- gtam miglid^, ba aOfe^, wa$ t>on ßrmlanb au^ gegen ben ^regel gemeffen werben fann, ba6 ®ebiet t)on 9latangen ifl unb an ei« nem Ufer ^in gar nic^t^ an feflem Sanbe ju meffen ifl, n>ad nic^t SU fRatangen ge^irte. — 2)a6 dlefultat ifl alfo: SBenn t)on Srm- (anb ober \>on Semptenburg au6 gegen ben ^regel l^in am Ufer £anb ^at gemeffen merben !5hnen, t9elc^e6 nic^t in ber Stic^tung contra Natangiam lag unb alfo t)on biefem tjerfd^ieben war, fo mup i) bie iipit ober ber^regel i^re ober feine 2(u^mänbungin ba< ^afi weit mebr wefllid^^, al^ ie|t, gehabt IS)aben; ed mu$ 2) jwi« fc^en biefer SRfinbung bed ^regel^ unb ber ie|igen Jt&fle t>on @rmtanb fefle6 Sanb gelegen i)aUn, welc^ed nid^t in Qtatangen, fonbern mit )um ßrmlanbe ge^^irte, unb e6 mu^ 3) biefed Kanb t>om ^aff befpält worben fepn, benn bie SReffung gegen ben ^re* gel ^in foK in litore gefd^e^en/ SSel4)e9 Sanb fann nun biefed )tt>if(^en Srmlanb, 9latans gen unb 0amlanb liegenbe S9efi(}t^um ber Kubecfcr geraefen fepn? Sßir glauben bel^aupten su bftrfen, baf e^ ba6 Don ben 2&becfem angefproc^ene unb in ber Urfunbe jtoifdl^en 0amlanb unb Srm« 
682 S>a^ untergegangene SBitlanb. latih genannte 9Bit(anb war. SBtr I^a6en $tt biefer $Be^au)>tisiis foCgenbe @riinbe. Srftltc^ gab ed um biefe Seit nod^ mirntc^ ein im^, metd^eö ftc^ burc^ feinen Flamen ^ttlanb t>oft @amlanh, .9latangen unb iSrmfanb unterfd)teb. S>a9 bezeugt bie Urfunbe fetbfl. 9Bo f5nnte aber anbermdrtö ein foldbed ?anb; welc^ed lu feiner ber brei genannten £anbf(^aften gebirte, gelegen baben, al< smifc^en btefen Sanbfc^aften, ba wo )e|t bte ®en>äfler be^ Srifc^en ^ajfe^ ftnb? — gtoeiten^ muf ba^ 9Bit(anb an ®amlanb ge» gränjt unb namtntixd) mufl bte @&b(ufle be^ jegtgen €$am(anb€ einen X^eil biefe^ SBitlanbee; gebitbet baben ; wentgflen^ muf bte @egenb um Sod^ifiabt t'm lif)tii t>on SBitlanb gewefen fe^n. ^itft @egenb nimltcb, fo n>te bie nacbmalige S3urg Socbfiäbt f)it^ in fr%rer Seit SBitlanb^ort^ b. ^ fo t)ie( al6 SBittanb^-erdnae. Unter biefem 5Ramen (ommt bie Surg bti Dusburg P. HI. c 107 unb hit ®egenb mebrmat^ in Urfunben t)or. Xm Harflen fprtcbt l^ier&ber bie Urfunbe M ä3ifcbof6 ^mtiö) t)on ^amtonb, bei Dreger p. 476 t>gL mit Acta Boruss. T. IIL p. 146, n»ortn biefer bem &rben feinen 2fntbei( r>on 9Bit(anb6oct gegen ^int an« bern>eitige Sntfcb^bigung abtritt, um ed bem jDrben miglic^ gu machen, bort jur ®ic^erbeit ber ein- unb auslaufenden @^iffe eine Seflung anlegen ^u f5nnen. Swei Sb^ite befaf ber Drben fcf^on an ftcb unb weil M SSifcf^ofS 2rntbei( $u f(ein ' war , um feibfl bort eimn feflen ^pia^ jur Sicherung ber ®d)i^af)vt erbauen }u finnen, fo öberließ er feinen Zf)tii bem Drben. SSeüor alfo bie S3urg 9Bit(anbSort ober baS nacbb^rige Sod^flibt erbaut würbe, l^ief bie gan^e bortige ®egenb 9ßitUnbSort unb ftein fann bai mit biefem 9}amen bezeichnete Sanbgebiet aud) wob( nicbt gewe* fen fepn, ba eS in brei £^et(e batte getbeilt werben fdnnen. — SBenn wir nun ^ier aber einen £)rt ftnben, ber 9Bit(anbS @r jn)e bezeichnet, fo mu9 notbwenbig ha^ Siitlanb gan$ in ber 9t&^ gelegen baben. 3n ®amlanb felbfl fann tin folcbed Sanb unter biefem 9}amen nic^t t)orbanben gewefen fepn. SSir fennen biefe Sanbfcf^aft zu genau. @6 muß folglicb an ber iegigen ©ubtiiße t)on ®amlanb unb zn>ar ba gefuc^^t werben , wo je^t jwifcben ber ®egenb Don Sod^fldbt unb 93ranbenburg baS Srifc^e «l^aff ifl. S3id an 9Bit(anbSort felbfl aber fann jebocb fcbon um ba^ 3abr 1246 nic^t me^r alles fefleS 2anb gewefen fepn, benn in ber Urfunbe Don biefem 2Sa^re erbalten bie Sube^er aucb bie @rlaubntß, in bem ©ewiffer hi^ SBitlanbSort Sifc^^i^^i treiben $u bArfen : ^ ip- SIS etiam civibns nsque Widlandesort piscari licebit @ona4^ fann bie Uferlinie beS fefien ganbeS bamalS nicbt bis an bie nadb» malige jDrbenSburg Sod^ßdbt gegangen fepn. SSelcbe SKic^tung fte aber genommen babe, fann bei ben bortigen bebeutenben SSee^ ^nberungen urfunblicb ni(i)t me^r nad)gewiefen werben. 2>ie 
!Da< untergegangene SBitlan^. 683 SSud^t bei £o4)fl2bt n^atr bamal^ »ol^( toentgflen^ jum SI|)eU fc^on t)or^anben, ben^ bort (tefen ja fd^on bte ®d)\fj[t an$ unb ein, f&r beren Sic^er^eit ber Srben forgen woUte. 3n ber Sorm aber unb 2(u<be^nuns mag fte ftd^ feitbem bebeutenb t)etdnbert ^aben. SSon grofer SBtd^tigfeit f&r ba6 etnfhnaHge S^afepn eme< folc^en 2anbed $totf4)en @am(anb, 9}atangen unb Srmlanb tfl ferner audb nocl[^ eine Urfunbe M SSice-Sanbrnetfier^ ®er^arb t)on «i^tr^berg t)om Sa^re 1258, bie eine 2fu^meffting unb Zf)tu (ung sn>ifci;^en bem @ebiete be6 IDrben^ unb bef SBifd^^ofd t>on ®am(anb ent^aCt. 3n ben Sanbgebieten , me((^e bid ^u biefem 3a^re gn)ifc^en beiben no(j| unget^eiU geblieben maren unb beren Sermeffung jegt vorgenommen mürbe, gebirten namentCid^ auc^ bie S^ebring unb ba6 ®ebiet t)on SDSitlanbdort. S>ie SiefuUate, welche dud biefer Urfunbe ffir unferen 3n)e(f gemonnen ftnb , er^ geben beutHc^, baf erfißc^ ber iDrt S^elome, n)al)rfcbein(icb ^iüan, bamM nod) al9 mit jur S^e^ring gebirig gered^net würbe , in« bem ba^ Sief ju biefer 3eit nodb ju SBit(antöort ober io6)\ti\>t toar; baf itotiunß bie bamalige 9}e^ring um Zittau \>on meit bebeutenberem Umfange gett>eren fepn mnß, al€ bie Umgebung bei ^iUau ^tnt in Sage nod^ i% wobutö) ftd^ ^ifan^fi'd SSemet^ fung felbfl urfunbticb beftdtigt, bafi bie 9}e^ring im Saufe ber Seit bebeutenb fc^miCer gemorben ifl; ba^ a(fo britten^ auc^ ^itt fefted Sanb, toelcbe^ mit ju 0am(anb gerechnet tontbt, burc^ bie @ee, burd^ bie @ewdffer M Srifc^en ^affti unb burc^ bie Tln» flutb be^ SAeerfanbed untergegangen ifl. @ö (eucbtet t)ierten6 au^ biefer Urfunbe auc^ ein , bap f ablief t)om Ufer M «^affed, an mi6)€m SBitlanbdort (ag , nac^ S3alga f)in noc^ feM S<tnb t)or' ^anben gewefen fepn muf, benn t>on S9atga au$ mirb eine ianh^ m^ffung gegen 9Bitlanb6ort ))orgenommen, ba n>o ie|t nichts at^ b<i9 ®emaffer be6 ^afe^ ifl. ^ir erfe^en fftnften^, baf in bec Stic^tung t)on S3a(ga unb ^iUau bie entgegenfirebenben ®irfum gen unb Arifte ber ®emäffer be^ «^affed unb be6 $rege( « @tro:> med ^ie unb ba fc^on ba6 Sanb burt^brocben unb 3!nfeln gebiibet ^atun unb baf tim fo(6e t)on nicbt geringem Umfange an ber SR&nbung M ^regeld in ber ertod^nten SKicbtung gelegen ^abe. Unb eine anbere Urfunbe aud bem ndmlid^en 3abre befidtiget bie ßrfcbeinung, baß ber ^regeC bort noc^ fortmd^renb Snfeln bilbete unb fein S^nf bette t)erdnberte unb erweiterte, inbem er immer me^r fefled Sanb an feinen. Ufern (odrifl. £)iefe6 atted aber (ie« fert uns ^ugleid^ auc^ ben SSemeif , baf bamalS f(l!)on baS feile Sanb jener ©egenben r>iHfaö) jerriffen unb feinem Untergange fd^on nac^ unb nac^ entgegengebrad^t würbe. @nbii(^ fecb^tend werben wir burc^ bie erwd^nte Urfunbe auc^ belehrt , bafi bie in biefer Slic^tung befmb(i(^en unfein unb bai bortige fefle 2anb im 
684 2>a< untergegangene SSitlan^ 3a^ce 1258 nod) betool^nt unb mit JDdcfem befe^t loaren. 2>tt Urfunbe nennt fte txn^ au^htidiidi), me^re M auf bec ecod^nten geiferen 3nfe( (iegenb, ai^ (Sapmen, iti^t^tn, SSonome, Spnt^^ome^ ®ltnegome u. a. @^ ifi metfwfirbtg, baß wir bte Flamen biefet JDirfer nac^mal^ jum X^ett auf bem feflen Sanbe xn Olatangen unb ®antlanb mteber finben, wie S3a(ga, Gammen, Serben, fbo» nau u. a. unb e^ n>jre wof)i mi0d), baß ftc^ bte ^me1;ntt ie« ner iDrte beim bro^enben Untergange ber 3nfe(n auf ba^ fejie £anb Qifl&6)Ut unb ba ii)xt SBobnungen unter bemfelben 9lamett ttoieber aufgerid)tet ^dtten. & bärfte pd) ttibüd) an€ biefet Uc» funbe bie ä$ermut^ung begränben (affei^ baß bte t>on i^c auf )e« ner grißeren 3nfe( erwähnte ®tabt (civius) feine anbete geoe^ fen fep, a(^ bie im Sa^re 1246 beabftd^tigte @eefiabt ber Hht^ dtt, bte bemnadS^ im ^af)tt 1258 in ibter jungen SSlät^e n>tt(s (ic^ Dor^anben getoefen , nad^ma(^ aber mit bem Sanbe felbfl toie» ber t)erfd^t9unben wire. iDoc^ ^u\>on bad Sldbete an einem am bern £)rte. ®o weit (ann ber S3emeid ober ba6 einfüge £)afepn ^iu ianb9 an ber 0äbfeite t>on 0am(anb ani Urfanben geführt toer* Un. 6< migen f)m nun no<^ einige SSemerfungen fleben, bie mein ))erfiorbenet (Sodege, ^rofeffor SESrebe aber biefen (Segen* flanb mir mittbeilte. 1) Z)er mit ^iü^affer bebedte 9laum {Wifc^en Stablf^oii unb 6am{iiga( ifi ungef^b^^ 1900 Stutben unb ba$ über neun Suß tiefe S3e(fen an biefer Steife beiläufig 1100 dtut^tn breit. 2)aß biefet nic^t bie uralte , unt)eränberte 7(udmfinbung bed ®e« wjfferd jtvifcf^en SSranbenburg, gifc^b^ufen unb ^epfe getoefen fep^ baffir fprid^t nic^t nur bad jltefle Sief bei Soc^flibt , fonbem aud) bie äbereinfiimmenbe ^if)t bed SSalgaifcben unb ßamfKgat^ . fc^en 93orfprung9. ^f)u gegenwärtige weite Trennung ifi nt(^t< anbere^, al6 ein alfm^b^iger ßrfolg t^eil^ ber @i6gänge^ t^eil^ bet SSelfenfcblige, tl^eil« ber ®turmf{ut^eit. S3ei biefen le^tem wirb bad ^Baffer oft 8 bi^ 10 ^uß aufgeflauet unb bebecft \>a€ ^ttgtU t^al fafi bi6 Sapiau hinauf mit einem ®ee. £affen hie ®tutm> winbe nac^, fo ^at bann batf abflrimenbe ^Baffer flatt ber ge« wi^nlicben @efd)Winbtg!eit t)on 3 hi$ 4 Sott tim Don 3 ^ß unb ifi nun t>oUfommen itn ®tanbe, Uferbrfic^e |u t>eran(affen. JDenfen wir und biefe gefammte 9Baf[er!raft ))cn jeber wirffam, fo lißt ftcf> leid)t begreifen, welche Serfiorung ffe in einem ßeit^ taum t)on mehren Sobrbunberten anrichten (onnte. 2) SBenn man ftc^ bei SSermutbungen übet biefen ®eaem fianb burcb ben ^Tnblic! ber ßbarte unb bad ®efe(} ber ®tröme leiten Mßt, fo ging ha^ ^regelbette ebemal6 Dom iittani*&an\>9 riffe ungefi^r 3500 Stutzen f&bwefilid) fort, beugte ftd^ bann ge» 
Z>a< untetgeganaene SBtttanb. 685 gen Slorben , fo baf e< {wifd^en bem ^^epfefd^en unb 6amfü« galfd^^en J^attn bucd^ge()enb bei So(^flibt ober SBtUanb^ort au^ mAnbete. 2>te S3c(gatfc^e unb ßamfiigatfc^e «^i^e bingen at« SBaffer«@(betbe smtfc^en bem ^cegel« unb ^txd){tU^t)alt su« fammen unb ba6 (entere iffnete ftd^ entmeber bei Zittau ober tveflltc^er. SDttt bec 3«tt nagten bie einanber entgegenfommens ben ®tromf{utben M ^regele unb ber 9Beic^fe( bie SBaffer« ®(^eibe weg, ermeiterten ftc^ betbe su t^agntrenben @emiffem unb nun erfl erfotgte bie äSeretntgung , becen «^enneberger Sanbtaf. 0. 43 gebenft. S)H{e€ ift bie einfad)fle unb ^pbtau^ lifc^ geredete S3oc{iettung , mt bie beiben iegt )n>ifdS)en San^igat unb Aablbo({ fld^ ber&brenben Eintiefen in utalUt Seit burc^ SBafferfraft entjlönben fepn finnen. ®ah e« in biefer ©ränjtinje felbfi ober in ibrer ^lif)t fpdterbin ^ftin , fo finnen biefe ^ter, wo an (eine t)ulfanif(be SBirfungen ju ben!en ifl, b(of burd^ ba^ ^itvtif^n M ebematigen 3ufammen^ange6 entftanben fepn. 3) 2)aiu (ommt nocb bie bebeutenbe Untiefe be^ iuferfien ifilid^en li\)u(t^ r>oni grifc^en .f)Qff jwifc^en bem S^empelfruge, 6a|)orn unb «^aberflrom , n>o hai tieffle Sabrmaffer nur 9 bi^ 10 $uf f)at 2)iefl (entere wirb übrigen^ burcb ben nirbtic^en Sortfa^ M Dempelbafend ber SSranbenburger ^attn genannt unb burd^ ha^ t>on Saporn 1)tt tbm entgegenfommenbe ixttauit ®anbriff bergeflaU beengt, \>a^ ber gan^e fafi 2000 iRntf)tn (ange Staum unterbalb ber je^^igen ^reget^SRänbung nur ai$ ein aui ben engen Ufern ausgetretener ®trom angefeben werben (ann. 6$ gab alfo, nacb ber irtlicben SSefd^iaffenbeit beS Xrocfe* nen unb 9laffen in biefer ®egenb ^u urtbeilen, eine Seit; in wtU dber bad ie|t auf beiben leiten be6 $rege(< brei, ^id)^mi t>ter Suf tief eingetauchte 93or(anb an€ bem 93a(fer b^^^orragte. @ta t)tn wir t)on ha weiter in bie SSorjeit inx&d, warum foUte ntc^t anä) ber Staum iwifcb^n ^aterSort, ^epfe unb Saporn, ferner warum nicbt and) ber Siaum imf(i)^n b^m XaUf)ciix\ö)m, Qam» jiigaifd^en ^ahn unb Sifdb^aufen eine aOfmdb^ig t)om SBaffet audgewafcbene @ruft fepn, Da atte einanber gegenüber (iegenben Untiefen unleugbar barauf ^inbeuten? 
» c i t a g e N?i- IX. Uebet bie altprettffifd()e %a})ntn^^n\ä)vift  iUU betben jltcften £lueUen, aui benen n>tc btefe Sahnen <3im fclj)cift fennen lernen , ftnb bie ß^rontf be^ fKinc^^ ®tmon @nt« nau unb bie be^ incaß S)at)ib, jene im Tr. II. c. 4., btefe im S. I. ®. 40. X>a beibe ber Seit f^on fe^r entfernt Übten, in tjotld^it tiefe Snfc^rift auf ber itrtegdfaf^ne bet b^ibnif4)en ^reuffen ge» ftanben ^aben foK unb feiner t)on t^nen fiber fte aii 2fugenieitge fc^reibt, fo ifl bie erfle Srage, bie btm tritifc^en Sorfc^er entgegen treten muf , wobl bie : Zu^ »elc^er dUeren £UteUe ^aben bit ge* nannten (S^roniflen ibre ^aä)ti(i)t fon)o^( &ber bie Arteg^fa^ne felbfi, M Aber bie barauf beftnblic^ gemefene 2Nfcl!)rtft entnoiiM men? Z)a biefe grage nni 2(uff(^Utp Aber bie 3(tttenttcttit ber Snfc^rift ftberbaupt geben muf , fo barf weiter auf i^re 93tc|^ttg« feit nic^t au^erffam gemacht werben. 9Bei( iuca^ X>ar>xh f|)äter fd^^rieb ali ®imon ©runau, fo fe^t iene Srage ^uerfi eine anbere Dorau6, nimlid) bie: SStmitt iuca$ S)at>ib bei feiner ^ad)v\^t iber biefe Snfc^ri^ eine ge» meinfc(|aft(i(be ittere CUteUe mit ®imon ®runatt? ober entnahm er biefe feine ^aö)tid}t au^ bem (entern ? — Seibe fe^n ifyxn 93eri(^t fiber biefe Jtrieg^fa^ne in t>erfcf)iebenartigen Bufammeii' ()ang mit anbern SSegebenbeiten. Suca6 2)atyib bringt i^n in S^erbiribung mit feiner @rgibtung Aber bie Tltt, tote ftcb tie itu» llen SSemobner ^reuffend , bie Ulmigerier auf 3(nratb ber Scan? bianer t>on ber 3in6|)f(icbtigfeit ber 3llafot>ier wieber frei gemacht, fii) im Jtriege d^Abt unb audb ^<n befonbere^ £rteg^|)anier ge» braucht ^dtten. Simon ®runau bagegen fc^lieft bie Slad^ric^t Aber biefe 5trieg6fabne feiner Srsdbtung iber bie Sanbe^t^iCung unter ^iben>ub6 ^hf)m an, inbem er ink^t be< 6^e(mo unb fei« ne6 HbfaU^ r>on ben ®ittem $u Stomotoe tmif^nt unb ba^r bie nad^maCige ä}erto6{hmg be6 ituUner(anbe6 ableitet 2)a fftgt nnn 
Die altprettfftfc^e Saj^nen^^ufd^rift 687 bet Qfyconifl eisentlic^ of)m rechten 3ufammen^ang mit etneim male feine 9}ac(ictcl(^t &6er bie Sa^ne unb beren ^nfc^rift bei unb fc^ttept bamit ein QapiUU iDffenbat fle^t fte ^ier an einem fe^r un|)affenben S^tU, wd^renb fTe bei incat 2)at>ib uoeit beffer im Bufammen^ang ecfd^eint. @ö)on biefet Umflanb fSnnte un(( ju ber SBermut^ung füi^ re»; baf beibe S^coniflen t^cen SSerid^t nic^t au6 einer demein« fc^aftlic^en Sluette, bie &iut mar ali beibe ^ genommen ^aben f innen. 2)iefe äSermut^ung aber bewährt fid^ , wenn toit ben 99eridS)t betber 6()ront{len etmad nJ^er betrachten. ®imon @rus nau'« ?38orte ffnbfolgenbe: ,; 2)ad SSannir mar ein meif tuc^ , V e(en (ang!, III e(en breit ,^unb ^ett itt ftd) gewurc^t III bilbe ber geflait, tvie SWennir, „ b(o waren ire ^Uiber unb n>oren S3ruft6ilber in \olijtt %ov» „mm 2C. (9{un folgt bte S3efd)rcibitng ber brei ^auptgitter^ „ toii f!e Sucad Z)ai)ib Cur) t)or^er S3. I. ®. 32 — 33 gegeben ,,^at). @uft abtr, n>u ti tin fc^itt n>ar, waren fieti^ II weife „^ftvhe, bie in büben swifd^en ^n, auff bem fd^itbe war ein ,f S3ruflbilbe wie ein menfd) unb ein angefleht wie ein 93eer „mit offenem munbe, @o waren im fd)i(be unb im Sannir „buc^llaben unb fcbrifte unf unbefant, na4) fo(d)er form unb „weife, wie ^ie unbene ifl gemerft unb gefe()en." (9?un folgen „bie 3ei(l)en.) 2>ie S3ef(breibung M iucat 2)at>ib lautet fo : „2)arumb fte bann in fibung^ter Xriege9i&f!ung, brauchten in „einem Sanier ein weif Znö) fAnff elen lang unb brep breibt, „ barin fetten fte gewir(f ett brep SSruflbilbe ber geflalt wie bro« „htn 3re brep ®otte, fo in bie groffe eid)e gefaxt waren, bt» „fd^rieben fein. 2)od^ alfo bad biefelben brep menner blaw „ waren, al« were ^vt Aleibung blauer färben, ber gefialt , wie „bu bie a(l()ie abgemaf)(et ftnbefi. ®onflen aber, wo e6 ein „f4)ilbt war, waren allwege jwei weiffe ^ferbe gemadf^t, bie 3n „ igelten iwif(()en ftd^. 2(uff bem ®<i^ilbe aber war ein fSrufU „ ^ilbe wie ein ÜRenfc^ , unb ein angefleht wie eine^ SSerenf „ mit offnem munbe. ®o toaren im fd(^ilbe unb auc^ im „Sanier Suc^ffaben unb fcbneffte unf unbefanbt nad^ fold^r „form unb weife wie ^ernad^ ifl gemercCt unb ^ierunben gu „fe^en." 3fud ber Sergleid^ung biefer beiben Stellen ge^t too^l auf^ beutlid)fie ^ert)or, baf ^ter ein^ß^ronifl ben anbern, ha^ nament» iid^ Sttcad 2>at)ib ben Altern ®tmon ®runau au6gefd!)rieben 1)at Ritten beibe eine Altere Quelle , bie in biefer SSac^e wo^l feine anbere, ali bie ^^ronif be^ 93ifdl^of4 S^riflian ^ittt fepn finnen, tM P^ gehabt, fo warben offenbar bei bem beiberfett^en tteber» 
688 Z>te aUpreuffifd^e S^t^tten^^nf^^rift fe^ett be< iaUmfä)tn xnt 2)etttf(^e gtSfere Zbmiä)xm%tn &tatt flefunben ^aben. <^tec aber f)at offenbar iucai )Dat>ib ben &u mon (Srunau SBort f&r SBort nur abgef(()rteben unb nur bie Sk fc^retbung ber ®otterbtlber, bte er fc^on früher gegeben , tvegflelaf' fen. 2)tef befidtigt ffc^ baburd) noc^, baf iucai 2)atyib aud^ bie Sr^d^Cung t>on 6b^(mo'6 3(bfaa Don fernen t>iutiid^ @oU um, bei »el^er im Simon (Srunau bie Srid^(ung t>on bet Jtrieo^ fa^ne angefcbloffen ift, ebenfalls fafl SBort für SBort au^ ®t»oii ®runau in feine 6(^ronif aufgenommen ^at 9Benn oir bemnacf^ na(b ber TCutenticttdt ber %Cit^mns^nfd)tift fragen, fo fann (ter bie @(aubmärbig(eit be6 incai S>a))ib bur^au^ feine &itf(^eibiiiig geben, ha er aUti bem ®imon ®runatt auf Xreue unb ®(attben nac^gefcbrieben ^at £)ie 3(utenti€itJt ber Snfc^rtft berul^t folglid^ ^n^ allem auf bem S^roniflen ®imon ©runau unb e^ entßebt hiermit bie Srage : 2(u^ welcher jClueUe f)at biefer (S^ronifi feine Ütad^ric^t Aber bie %at)nt unb beren 3nf(^rift entnommen ? Son griStem ®tmii)te n)ftrbe e^ un9 fepn, toenn fid) ermitteln liefe, baf er feinen SSeric^t au< ber i^m nocl[^ t^orliegenben (Sbronif bti SSifcf^ofe 6(^ri{lian entlehnt ^abe; benn gu 6^rtfKan« 3^tt fonnte eine fotcb^ %a1)m moljyl nod^ i»or^anben gemefen fepn, er fonnte fle felbfl no(() gefe^en unb bie @(|^riftifige in feine 0e« fc^reibung be9 alten ^eibnif(()en 9reuffent>olle6 aufgenommen (^ ben. 2C(lein e^ laffen ffd^ gegen biefe Ttnnal^me fe^r er^eblic^ Btoeifel aufjleUen. 9Bir wiffen gan) ftc^er, baf aud^ ima9 Da» t>ib bte S^ronit be9 S3ifc^of$ 6(^rifiian no(b )ur ^anb ^tu unb t>ieted ani i^v in bie feinige aufnahm. SSenn nun aber in (S^tu fliand &)ton\t aud^ jene ^efd^reibung ber %at)nt mit i^rer Sm fd^rift entbalten gemefen mdre, n>a< ^ttt twf)l ben ituai 2>at>tb bemegen f innen, feine dltere, meit glaubttftrbigere CUtelle o^ne weitere« auf bie Seite }u legen unb ben fpiten IDtinc^ Simon @runau aud}uf einreiben? 6in triff tiger ®runb bi^S^ l^ft ftc^ burc^au« ni(^t aufftnben; t>ielme^r mfirbe ^ier £uca^ 2)at)ib ein Serfal^ren beobachtet ^aben, toelc^e« mit feiner fonfiigen ^t^ä^id^u lid^en Sompofftipn gar nidj^t äbereinflimmt. ^ittt i^m (Sfyti» füan< 6(ironi( bie ertoülnfclj^te Stac^rid^t gegeben , er to&rbe ffe fi> i^erlid^ ani biefem felbfl benu(ft unb nni beffen Sarfieffung ber SadJK überliefert ^aben. — Sin anberer 3n>eifel er^bt f!^ bo« burcb^ baf Simon Grünau unb Sucad 2)at>ib bie 9la(^ri(^t Aber bie ^al^ne in gan§ t>erfcl[^iebenem Sufammen^ange geben. J^tu S^riflian« S^ronif beiben in biefer Sacbe M jÖueOe t>orgelegett, fo n>&rben bo4) ^icbfl ma^rfc^einlic^ aud^ beibe bie Sefc^ceibung in bem Bufammen^ange wieber gegeben ^aben , in mli^em fie fte in i^rer gemcinfc^aftlid^en £hteQe fanben. XBetn tvir fe^ im 
X)te Aliifttuffif^t %aintn^3nidfvift 689 Sttca< )Dat»tb offenbar, bafi er bie im Simon ®ranau ^arti-^^nt Sttfammen^ang unb gUid^fam tote nur (eingeworfene ^rjd^lung ah\id)tltd^ mit einem paffenben Sreigniffe in ^erbtnbung ju brin» gen geftt^^t ^at, inbem er fte fo abgeriffen , toie er fte bei Simon Grünau fanb, n\d)t mieber ^infieUen »oUte. — & fd^eint a(fo att^gemadj^t, bap Simon @runau feine 9la(bndS)t Aber bie %a^m md}t aud S^rtfiian^ 6^roni( entnommen unb biefe thtv^aupt nic^t^ fiber biefe Sac^e entbaUen ^abe. Hbtt toci^er ^attt benn nun biefer S^ronifi feinen 93eri(^t fonfi? 2>tefe Srage tfl burd^« au9 nid^t ju beantworten. SBon einer aitm , nur if)m aUein ei^ genen unb ntc^t auc^ bem iucai S)aoib }ugäng(icben £lueUe toif« fen toir nicf^td, benn eine folcf^e £lue((e m&fte e6 too^l offenbar getoefen fepn, atxi toe(d)er Simon ®runau fd^ipfte; fte m&fit bem Sucad S)aotb gar nit^t jur «l^anb gewefen fepn ober beibe mfifiten an^ irgenb einer gang unbefannten £UteUe wirttidl^ i^re SBef<i)reibung entlefint ^aben. @^e toir nan aber aud bem ®efagten eine $o(gerung stellen, tpoDen wir iut>or bie t>erfd!)iebenen l^erfuc^e, bie man bi^ber gur Xuf Rettung unb @rfUmng ber Snfdj^rtft gemacht jf^at, ettoa^ ndi^er be(eu(bten. — Unter bie erfien, belebe nac^ Sucad S)at>ib fiber bie Snfc^rtft fpred^en, ge^Srt ^rdtoriu^ in f. Sc^aub&^ne 93. XVI. Qap, 4. §. 5 — 7. @r fannte bie G^araftere au« Simon @runau unb meinte , fte fepen ben SHufftfcteen SSudS^flaben if)niid) unb e« finnten (eic^t bie ^reuffen, toie bie Sittl^auer unb Samat« un, t^re 83ud!)flabenfc^rift t)on ben nacbbarlic^en SRuffen entlehnt iKiben. 2)0(b f&gt er fogleic^ hk SSermuti^ung binju : @« f 5nne wo^I auc^ ber ^ceufftfc^e ®ritoe eine eigene Scbrift gur Ttnfmtu fung feiner ®e^eimnifjfe erfunben ^aben. 2)ann gtoeifeU er auc^ on ber Stid^tigfeit ber Scbtiftgüge; inbem er S3rett(bend ÜReinung onfftl^rt, baf^ man in t)erfdiiiebenen ßpemplaren and) ttwa$ anbere 3Age gefunben t)aht, bie ben SRufftfcben SSucbftaben nd^er timtn^ n>ie benn auc^ Stofengweig bie Schrift f&r Stufftfc^e ^atte. 2(uf eine Srnicung ber Sdbrift lAflt ficb 9)ritoriu6 übrigen« ntc^t ein., üiad) ^rdtodud erregte iie 3nfdS)rift auc^ be« gelehrten unb fd^arfftnnigen SSaper« 2(ufmer(famfeit. Qt tbeiCte bie S^arafs tere in einer boppeUen 7lh\6)ttft au« Simon ®runau unb Suca« 2)at)ib in einer Keinen 2Cb^anb(ung im 2ten S3anbe ber Gom- ment Academ. Soc. h Petrop. p. 470 mit, au« n>e((()er fie bann in feine Opuscula oon Stioi p. 371 aufgenommen würbe. 3n ber 3(bbanb(ung aber fiettt SSdper mebre SJermutbungen auf, bie burd^au« aUe« Seweife« ermangeln. So fpcic^t er gleicb im 3(nfange bie SSe^auptung au« , ba9 Simon. ®runau unb Suca« 2>at)tb bie Snfi^rift aui ber S^ironif be« SSifc^of« S^rifiian ent< nommen ^abtn/^ SBir ^aben gegen biefe 3(nnafeme aber fflg^on L 44 
690 2)ie altpreuffifc^e ga^netts^nf^^rift 3t9etfe( aufgefleOit, bie {t(^ \i)mti\^ leidet i)tbm laffen. @(^oii {U SBaper^ Seit ^errfc^te eine doppelte fOtemuns Aber bie Sfc^rift; ttad[^ ber einen foUte ba6 ®an$e eine blof e @cbi(6tuns , nad) bet anbern foUten bie d&ge Sinnen fepn. !8eibe fOteinungen fnd^t Sapet )U tviberUgen unb fledt enbttc^ bie S3e^auptung ^in , bte (Sc^tiftifige fepen Sbecifd). 2(uf eine @ntgiffecung berfelben iift ec {!c^ inbeffen weiter nicbt ein unb bringt un^ alfo in bet &ad^ -(iuö) nidjt weiter Dormdrtd. fOtan gab nun lange Seit alle «Hoffnung {ur (Srndtung auf, bi^ funf$ig 3af)te nacf)^er Xbunmann in .^aOe in feinen „ Um tetfud^ungen ubzv bie alte ©efc^id^^te einiger norbifc^en SSilfer^' bte &a6)t wieber aufgriff. Und) er fegte bie unerweitöc^e SBe^aup« tung t)orau^, baf bie Snfc^tift in ber d^ronif M Sifc^of^ (ShvU fiian geflanben hdhe unb t)on ben beiben erwähnten S^ront^en barau^ entlehnt worben fep , @j 225. Sie SReinung SSapev^, baf bu @cf)rtftart S^erifc^ fep ; beflrcitet er unb giebt bun^au< (eine 2Ce()nlic^feit $wifcf)en beiben @c^riftgattungen ju; er 6e^aü|>« tet bagegen, „ba^ bie 83uc^ßaben in ber ^reufftfd^en 3(uff(^rift im @runbe einerlei mit ben deltifc^en unb nur in Jtleiitigfotten t)on il)nen ))erfc^ieben fe^en.'' «hierauf fud)t er auc^ in etnigeii ®d(en SU geigen, wie biefe 0c^rift burd^ bie ©Otiten nad^ ^xmf* fen gefcmmen fep. Sugleid^ ifl £()unmann ber erfie, ber eine @rnjrung ber ®cf)rift gab unb ^war fte fo M : Dew korg supjk s pustitiais js tu k ssns ober md) ber heutigen SCu^fprac^c: Diew korg supjk su pustitoieis uztik sta& Ueberfegt : / ©Ott ftorc^e! jurne mit bm SJer^eererU; tl)nt i^nen S9ofc€ (obet?, fcl)lage fte)! £)iefe @rfldrung fuc^t bann Sbunmann $uer|l burc^ (StÜm terungen unb SSergleid^ungen ber ®c^rifC}eid)en unb bann aiub burd) fpracl!)[id)e SSemertungen ju rechtfertigen. ©egen biefe ßrflärung erf)ob inbeffen «l^enntg in feinet Aufgabe be« guca« J)aöib 85. I. ®. 41 unb S5. HI. »orr. p. V. einige bebentlic^e Sn^^if^l- Zmn 1) fagt er, fepen bie ^erau^ge» brauten SBorte me^r ittti\d) *ali iCltpreufftfc^, tpe((^e0 ungleich me^r.®ot^ifc^e SB&rter in fid) entbalU, al^ bai eigentliche {et« tifc^e unb Sitt^auifd^e; unb 2) fep bie $Berelf)rung bedJtutc^o ober Jtord^o, al^ eine6 Arieg^gotte^ bei ben ^reuffen, noc^ immer nic^t fftr gewif anjune^men. «^ennig meint bagegen, bof, wnn bie $reuffen wirflid!) eine ®c^rift ge()abt ^dtten, e^ bie Stitnen« f<i&ttft gewefen fep, inbem and) melc Don ben Seic^KA ber 3tt« fc^rift ben Stunen ib^üd) fepen. Zahii wirft er bie Senmit^ung ouf, wenn Aorc^o ber ^. ,®eorg fep, fo mSge bie ben 9>rettfi 
2)ie aitpttu\fx^d^e %a})mns2nf^tift. 691 fen t>on btn Siinetn abgenommene %a^m mit biefer Snfd^ttfir eine \>tn ben SKafuren ober Stuffen eroberte unb bie 3nfd^rifc ©(aoonifc^ gemefcn fepn, benn me^re ber @c^rtfit}ei(l^en fepen auf ben ®tege(n ber ^oCnifc^en unb 3tn\fifd)m g&rfien wieber ^u finben, bie im Orbent- iitö)x^ §u Jtontg^berg l^gen. @o fd^mantte au(^ «^ennig f)in unb |)er; feine «|)9))0tf)efe t>om f)iiU @eorg ifl nid)t6 weiter , al^ ein ©riff tn^ SBtaue unb felbß feine Knnat)mt, baf bie ^a^ne ben ^reuffen t)on btn Stittern abgenommen unb baf fte t>on ben 9tuffen erobert worben fep, ifl t^iUig uner« wei^lic^. 3n ber neuejien 3^it f)Cit ® r i m m in feiner @c^rift &ber beutfd^e fRnmn auc^ einige SSorte Aber biefe 3nfd)rift gefagt. äSir fuhren feine eigenen SSorte au^ biefer ®6)txft @. 325 an: ,,2>iefe SSc^rift ^at ni(^t nur im @an)en r>ul ibnlid[^e^ mit ber ,^gotbifcben unb runifd^en , fonbern febr merfmürbiger SBeife fin^ f, ben fifc^ barin in t)iUiger UabereinjiimmuAg bie ^ter \>ct allen ^, wichtigen got^ifc^en unb runifd^en S3ud^{iaben ur unb 6tbil, ,, jener iji ber 3te (bei Xbunmann), biefer ber 15te ber ^nfc^rift. ,,)Der 6t^i(rune gegenüber ifl auc^ ba^ einfache unb runbe O ,f ber 5U JBudE^flab) t)orbanben. Selbft ha^ Th (SSuc^jl. 19 unb „ 26) IS^at in feiner ®efia(t 3(ebn(ic^!elt mit bem gotbifcf^en. 6^ ,,be(i£tigt ftc^ baburc^ auf^ neue bie Unabbingigfoit M gotbi^ „ fd)en Zip^abM \)on bem griecbif(i&en , fo wir bie nif)tu SBer^ „ wanb^tfcbaft ber ® otben mit ben SSilfern , bie aber if)nen nac^ ,,!Rorben gu if)re ®ige b<ttten, wo^er fte ia felbjinac^ alter @age „ ffiblitft fotten b^t^bge^ogen fepn. " 3fuf eine ©rttärung ber ®d)rift$äge ging @rtmm nic^t weiter ein^ müexö;)t weil biefe fei« ttem 3toeäe ju fern lag. ®o weit t^abtn nun bx^i)n alle 93em&bungen &ber bie ßr» mittelung ber @c^riftart unb aber i()re ßrfldrung geffibtt. Sa 2bunmann^ unb ®rimm6 Unterfuc^ungen wenigflen^ einigerma« fen ein Stefultat gegeben $u ^aben fcbeinen, fo wirb tt nitbig fe^n, ^xtt&bn nod) ein SBort }u fagen. Z^unmann^ ßrUdrung, toenjt fte irgenb f|>racbli(^ richtig ifl (wor&ber gelebrte ©pradb* fenner entfc^eiben m&^ten) giebt einen @inn, ber fflr bie @ad)t im ®an)en wobl paßt. S)er Einwurf «^ennigd, bag bet @ott jturcbo bei ben ^reuffen nidb^ ^t^ ftrieg^gott angefeben würbe, fcbeint t>on feiner großen 9Bt(bttgfeit; benn e^ ließe ftdb tvc^ fa« gen: ifturcbO; ber 9labrungdfpenber, ber 6rnbtenpfleger , ber @ott ber ®aaten, fonnte wobl aUerbing^ all 3iid)tt gegen bie @rnbten unb ^aauxt t^ernicbtenben geinbe angerufen unb gleic^fam aufgeforbert werben; nidbt alfo al^ ®ott bei Artegel, fonbern all flrafenbe unb rilcbenbe Qott^eit fibet^aupt. Zudf ber {Weite (S^nwurf «f^ennigl gegea X^unmannl Srflirung t>ers 44* 
692 2>U attpreuffifc^e %a1)ntn*3nf^x\ft iUvt X0o1)l ^mai t>on feiner ^Sic^ttsfeit, meim man bebenft, baf bie flBorte, mid^t S^unmann ent^tjfert, nad) feinet SHetmmg bfm ISten Sa^r^unbecte ange^irten, wd^renb ba^ 3((tpreuf)tf(^, wo« mit H «f^enmg t)erg(tc(^ (ndmltc^ mit bem im 9teuf|tf(^en Jtated^f* mu^) ber SDtitte beö 16ten Sa^r^unbert^ S^fittt; o(fo ein 3<it» räum ba^wtfc^en liedt, in mitl^tm bie ®pra(^e aUerbing^ befoii» ber^ bei foI(^en ®c^t(!faten eined S^otfe« auferorbentfic^ Serjn? berungen etteiben (onnte. &onad) erfc^einen alfo biefe (Simofttfe gerabe nic^t ai^ bie mic^tigflen. Son weit grSferem JBelaitge tft wol[)( fotgenbe«, waö S^unmann^ (SrHirung entgegengefe|t wec» ben (onn unb biefelbe fa|l ganj wieber t>emi(^tet. S^ims mann ^at na^^ ®ci)rifit^ei(^en erfärt, bie burc^au^ nic^t Jc^t, Dielme^r widf&^rlicb unb, wie e^ f(^eint, ^ie unh ba fogar abfielt* tid) t)erdnbert unb umgeftaltet ftnb. SgL ^ e n n i g ^ Sorrebe ^a euca« 2>at>ib 83. iU. p. Y. 6r gefleht @. 235 felbfl, ha% er bm @d^rifC5ei4)en bei Sucal )Dat)ib |abe feigen woKen, weil ed i^m fc^eine, baß biefer ben ®imon ©runau, wo er irrt, ^abe Mrbef» fehl wollen. ^Tbgefe^en t)on biefer unerweiltic^en SoraulfeQimg ^at aber S^unmann ntc^t einmal SSort gehalten unb ffcb iit unb ba in ben Sc^rift^eic^en 93erdnberungen erlaubt Sie S3erg{tt» 4^ung ergiebt, baf bie 3^i(^u 2. 3. 4. 7. 8. 9. 15. 16. 18. 20. 22. 24. 26. 27. 29. 50. alfo t^on 31 3ei(^ 16 balb me^c balb weniger t>on X^unmann t^erdnbert worben ffnb. dbm fo wenig jiimmen Sl^unmannl 2^\d^^n mit ben iDrtgina(*@<^rifk> gftgen bei &imon ®runau fib^rein; man ftnbet t>edlnbett bie äeicben: 4. 7. 8. 9. 11. 15. 16. 18. 20. 21. 22. 24. 27. 30., a(fo bter t)on 31 Seic^n 14. ^aiu ffnb nicbt gerechnet bie Skr» jnberungen, bie X^nmann in ber ^umtation ber Schrift »or» genommen b^t, inbem na^b ®imon ®runau unb £ucaO 2>at>tb ha^ 4te SeidS^en nocb ^u ben brei erflen gelf^Srt unb bal ^^uiict erfl nacb fid) t)at: eben fo beim Hten 3eicben, mid^t nad^ betbcn Sbi^onijlen $u ben 3ei(ben 5. 6. 7. gebirt unb ehtnfaU^ ba^ 9>unct erfl nacb f!(b ^at; belgleicben beim ^ttd^n 14, mdd^ burcb ein ^unct t>om Seieben 15 getrennt ifl; eben fo beim Sei» d^m iS, welcbel ein $unct t>om Blieben 19 trennt; fo nimmt Xbunmann ba^ Seichen 24 mit }u 25. 26. 27. 28 , obgUidb ^ t^cal )Dat)ib unb Simon ®runau nocl£^ in ben Blieben 19. 20. 21. 22. 23. bin^urecbnen. SBenn man nun biefe Sat)i \>on wißtö^rticben SBerinbenro» gen fiberbticft, fo beantwortet ftcb bie Srage : Wal t)on X^utu manni Srftirung ber aiun Snfcbrift in balten fe^? fc^cn t^ott fetbfi febr Utcbt. @ie ifl offenbar ein auf SBtUe6^r(i(bfeitett berti» ^enber, t^erunglödter Sittfnd), bem bie erfle Sieget bif^ortfcbet Zreue unb SBa^rlf^eit abgel^t, unb ber fomit auc^ in fein 9^t$ in* 
2)tr aU)>tettffif(l^e %a^ntns3n^äftift. 693 tpeniger a(^ treu. )Daf er, mie «^enntg bei £uca^ S)at>tb ®. 40 t>€imut^H, feine Tfbtpeid^ungen au^ ben Decret et episL Inno- Cent lU. ex ed. Baluz. genommen ^ah'm tinm, ifl nic^t glaub» ttd^. )Do(^ übergeben t9tr bie @ac^e, ha SSaper (eine SrHitung terfuc^t ^at. ^u4^ ®rimm^ ttntetfuc^nngen fc^einen ein Siefultot gegeben iu Ig^aben. )Diefer fc^«rfftnnige @e(e^cte lg)af ©ot^ifc^e &ä^txft unb 9tunen barin gefunben. S3ei bem 3ei(^en 3 moUen vo\t bie$ {ugeben, obgleich ba^ d^id^en koeber bei SSaper, nod^ bei Z^un* mann ganj genau htm bei ®imon @runau unb inca^ )Dat)ib mtfprid^t )Die jDt^Urune aber ko&rbe ®rimm im Seichen 15 Wüt}i f^mtix^ gefunben f)abtn, wenn er bie jDriginal'SeidE^en im Sttca^ )Dat)ib unb @imon @runau t^or ftd^ gehabt f)itu, benn in beiben iji bad deichen anberd. )Dad 3^i(^en 19, morin ®rtmn;i ba« ®otl[)if(l^e TH entbedt, ifl ebenfalls etwa« unftc^er, ba f!(^ im ®imon ®runau eine Sorrectur beftnbet. SBenn aifo unter ben 31 Stielten ftd^ aucl£^ ein« ober ba« anbere beftnbet, metd^e« einer 9lune il)nixö^ fi^e , fo iß baburc^ bod^^ fftr ba« ®anie nod) tt»enig gewonnen. 6« wire ^u wAnfc^en gewefen, baß @rimm bie |}rtgtna(s3fige^ nic^t aber bie t^erinberten Hbbt&de bei Saper tmb X^nmann t)or Kugen gehabt ^dtte. Sl^an ^at ftcf) ^ie unb ba bei Unterfuc^ung biefer %a^mn» Snfc^rift auf bie ®^rift{eid)en gewiffer 3)t&n)en belogen, hit nad^ @d^&ten« S3eri(|^t in f. S^ronif p. 7. b. auf bem *^age(«6erge bei Z>an{ig gefunben »orben fepn unb au« ber ^eibnifci)en Seit flammen foKen. SSaper fagt Opnsc. 373: Caspar Schnzius quoque numos quosdam ex agro eratos in chronico produ- cit litteris non abhorrentibns ab illarum forma. ^(^ ^abt iufSllig ein Siremptar ber &ö){iii^^in 6f)ronK in ben «^dnben, in welchem biefe {in ben gebrudten 3(u«ga ben nic^t uor^ianbenen) (S^araftere am Slanbe beigejeid^net ftnb. @« ftnb ber Seichen ac^t; attein id) ftnbe barin burd^au« feine Tlet)nüd)U'xt^ faum lift fld^ in bem einen biefer S^idS^en ba« Zi)nnmann\\ö)t Seichen 29 mt» bedem SSietme^r fc^einen bie ^txd)en bei ®(^&t grofe (atetnifd[^e, t>te((et(^t auf ben SDtun}en nur noc^ unteferlicl(^ t^or^anben gewe« fene S3ud)fiaben gewefen ^n fepn, ein C. i. £. (t>ieUei(^t £c- desie) ift menigflen« gang btutixd) gu (efen. Sftr bie @rf(irung ber S<t()nen «3nfcbrift tragen atfo biefe ^c^riftgeic^en burd^au« gar nid^t« au« unb SSaper, ber f!e litterae non abhorrentes ab illanim forma nennt, (ann wobi fc^werlid^ tim rec^t aufmerf» fame $Berglei4)ung gwifc^n beiben angefleUt ^aben. (Sonac^ ifl alfo f&r bie ^iflorifd) begr&nbete SrKdrung ber Sdl^neit'Snfc^rift eigentlich beinahe nod[^ gar nic^t« get^an« — 
694 Sie altpceufftfd^e %al)mns^nii)tift fGBicb abtv benn auä) \9mali tma9 bafftt }tt tf)nn feptt? !Rcr fd^eint t^, ai^ ^abt man bieder btt «^truptfrage noc^ bei toeitem nid^t genau bead^Ut, bie allen Unterfu(bungen Aber biefe bunfeU 6!acbe \>ovanqet)zn muf, bie mid^ttge %ta^t ndmltc^: 3fl benn kptrfac^tie @d)rift auc^ icbt? b. b. ifi fte in ber Xb^t jemals t)orl^anben gctvefen? gab e^ jemall eine &ptaö)t, bie mit fold^en @d[^rift5eid[^en gefc^rieben »ucbe? ?Dtan f)at fc^on frä^erf)in bie SReinung gehegt/ bie &dfvifu jeic^en fcpen erbic^tet. SSaper fagt p 373 : Nonnnlii ab otiosU confictas esse opinati sunt: alii mnas esse cootenderunt 61: antwortet barauf: Utrique mihi compendlam facere sunt visi. Nam quae quis non inlelligit, ea, si somnia etnugasdi- cat esse^ in perpetnum se ezpedire videtnr ab laquirenda veritate, ne tarnen confiteatnr se hominem esse et aliqnid ignorare. SQdrc inbeffen SSaper etwas tiefer auf ben ®ninb bec ®ac^e eingegangen , fo w&rbe er biefe 3)teinung nid)t fo fcbnell auf bie 0eite gefcboben f)abzn, )Die 2(utenticitdt ber @(^tiftiei(^ tjl aderbingS großen ^miftin unterworfen, benn 1) SucaS t^ ^ib gilt burd^auS ntcbt f&r einen Saugen i^rer @lattbwfirbigfett; er ^at, wie wir gefeiten, einen frA^ern ß^roniflen auf blinben @(auben ^in SBort für 9Bort blof abgefcbrieben. tiefer dbto^ nijl ifi 2) 0imon ®runau; er iji eigentlid^ alfo bie einzige £lueUe f&r biefe 3nf(btift. 9Bo er fte hergenommen ^at, t^er« fcbweigt er. 3n (Sbn^ianS Sl^ronif (ann fte, wie wir oben s^ig« ten, fc^werltcb geflanben f)abm. ®o bleibt benn @imon ®nt^ nau ber einzige Särge f&r fte. 2)iefer 9Rin(b aber ifl 3) bte aüerunftd^erfle unb (ritiflofefle £lueUe ber ganzen ^reufftfc^en ®e{6)\d)U. 6s ifl erwiefen unb tbeilS t)on anbern (f. g a b e r in ben JBeitrdgen jur Äunbe ^r. 85. V. ^. 6. @. 525 ) , tf)fM t)on mir (f. ^ai)tb. ^obanneS SinbenblattS' ®. 9) au^ bun^ S3etfptele bargetban , baß @imon @runau ftc(^ offenbare Unt9ab<^ betten, Srbic^tungen unb felbfl erfonnene Slßd^rc^en i)at ju @cbulben f ommen laffen , baß er ßreigniffe erjdblt , bie niemals t)orgefallen ftnb, 9tamen t)on ^erfcnen nennt, bie niemals epifliTt ^aben, baß er überhaupt baS SSabre, waS feine Gb^o^t! entbilt, mit einem fclcben Dunfi t^on lägenbaften 9ta(brtcbten unb er» bicbteten ßrjdblungen umb&Ut, baß felbfl baS 9Babre faum no<^ glaubbaft fd[)eint. )Diefem fafelnben SRSncbe nun foUen wir alS ber einzigen £lueUe aber bie S<^^nens3nrc^rift ibre ](utenticitdt aufs 9Bort glauben? S^m, ber ^unberte t>on Unwabrbeitcn in feine dbrontf aufgenommen ober felbft erfonnen ^at, foUen wir bierin gerabe unbebingten @lauben fd^enfen? @inb nicbt beSwe» gen t)iellei(bt aUt §Berfud[^e ber @elebrten , bie @(brifegattuttg bie« ber 3nfcbrift aufjuftnben, üerunglidt, weil eS (eine Sd^riftart tfi 
X)t« altpreufnfc()e Sa&nens3nfd(^rift. 695 imb bai 9ani^ nur im Jtopfe eined lügenhaften 9tin(^^ feinen Ucfptung erhalten ^at? Sonad^ fd^etnt alfo bie alte fStelnung, baf biefe @c^cift> jftge ecbi(^tet finb, nid^t fo' t)ertt)erf[i^ , al^ bec ^^Uf)tU SSapec fte fd[^i(tert$ toenigßen^ tvicb jeber neuen Unterfu^ung äi>er bie 93ern)anbtfd;)aft unb ben Urfpcung btefer ® dj^rift^eic^en unb &bit xf)vm Sn^alt eine gr&nbüd^e @c8cterung Aber i^e ](utenticitJt t)orangel^en muffen, koenn ntd)t abttmali ade S9em&()ungen o^ne ?lu6en unb Srfotg fepn feilen. 
SB e i ( a d e N^ X. Ueber ben £)berri(^ter unb £)bert)rtefler ®rtn)e.  (»9 ift in neuerer Seit an ber Sptfieu) bei iDberri^ttrl mib IDberprieflerl ®ütüt in 9t^^uffen nic^t blof ^orf gettoeifett wor» ben, fonbern man bat i^n txn mincbtfc^el ^fyintom, eine ^i(io* rifc^e SRifgeburt genannt, bie all fo((^e fernerbin (eine GteOe me^r in ber ®efc^icbte ^reuffenl mit (Sf)ten einnehmen bfirfc £e^rberg — ein !Rame, auf mii)tm megen gro^r Serbienfie um bie ®efcbi(^te bei !Rorbenl l^o^t 3((^tung rubet — oar ber ttrl[)eber biefer 3n>etfe( in einer ](b^anbiung: „Ueber ben 6rioe ober ben norbtfd[)en 9ap%** 2)al ^auptrefuttat feiner Unters fucbung aber fpra(^ )uerfi Spater aul in einer }(nmer(ung feinet 9ßer!el: ©prac^e ber alten ^reuffen, 93orrebe 6. 35. Utux bie* fei Slefultat mar mir befannt, nic^t aber ber ®ang ber bil iefet ncd) ungebcudten £e^r6ergifcben Unterfuc^ung, nicbt bie ®rftnbe unb SBeweife, auf me(cbe £e^r6erg feine 3n>eifel an ber Sriflen) bei ®rime unb feine t^ertangte Stvbannnnd biefel „9f)antom9^^ aui bzm Stcid^e ber ®ef(bi(bte ßfibet S3et)or mir baber bie Zh» ^anblung hntil) bie gfttige SRitt^etiung ber Jturidnb. SefeUfc^ft f&r Literatur unb Aunjl in bte ^jnbe (am , untermarf i(^ bie ®ac^e einer eigenen (rittfd[^en Unterfucf^ung, bie i(b Wt, »ie fte bämad toar, mitt^eUe, um nac^b^^ ^ine S3emer(ung in fBejies ^ung auf bie £e^rbergifd[^e 3C6banb(ung ansuft^ließen. . 2)te Srage über bie einfimaüge '@pißen| bei jDberric^terl unb jDberpriejlerl @txm beruht t^or allem auf ber TCulfage bt9 jDrbenl«6^ronif!en )Dulburg, metcber P. 111. c. 5. Don bem ®rt^ me Solgenbel fagt: Fnlt in medio nationis huins perversae« scilicet in Nadrovia locus qnidam dictus Romow^ trahens nomen suum a Roma, in quo habitabat quidam dictus Criwe, quem colebant pro Papa, quia sicut Dominus Papa regit uni- versalem ecclesiam fidelium, ita ad istius nutum seu manda- tum non solum gentes praedictae, sed et Letkowini et aiiae na- 
tionet livoniae lerne regebaninr. Tantae fait anctoritatic, qiiod non golnin ipse yel aliquis de sangnine sno , vernm et imiicius com baculo sno yel aliö signo noto transiens terminoa infidelimn praedictomm a ragibus et nobilibns et commnni popnlo in magna reverentia baberetnr. — S^e toir btefe SSorte be« Sbrottifhti ni^er betrad^ten, fftgen t»it bie ®tette bei, tDte f7e ein fp^terer ttmarbeiter ber )Dudburgtf(^ S^rontf (aSfcc im 0e(ietni. Xr(^tt> {u JtSnig^berß) miebetgegeben ^at ®te ^eift flier fo: In medio eorom fnit sita civitas Romowe dicta a roma, in qua habitabat eorum nobilior dictns Griwe, qnem pagani pro papa babebant, cni omnes non $olnm pmleni, sed ' et litwani et Livonienses, velnti cristiani pape, obediebant et tantnm Yenerabantnr, qnod eciam snos nnncios, qni eins bacu- Inm aiit Signum aliqnod portabant ab eo missnm , principea eciam et communis popnlns mnlio bonore colebant et omnia precepta eins firmiter servabant 9Bie {eber fte^t, ^errfd^t in liefen betben CSteKen eine merttid^e Setfd^ieben^ett, t^üii fd^on ftatin, ba$ in bec (enteren bte TCngabe bec ianbfdiaft, in mii^tt bafi fettige SRomome Uegcn foUte, ganj »eggetoflen i% tl)til$ au^ in ber fBe^eid^ung be0 Stttoe burd) hit SBocte ,,eonim nobilior^ fo baf man fafl glauben mid^te; ber Sept be^ 2)u6burg fep nfcj^t gan$ nc(^ttg. Snbeffen (Hmmt mit i^m boc^ ber alte Ueberfe^er Serofd^tn )u genau ilberetn, nur mit ber einzigen nid^t ganj un» feebeutenben 3(u<na^me, baM^f ^o Su^burg b(of „qnidam . dictns Criwe^^ fagt, 3erof(|)in bie SSetfe f)au Sßann ba ma^ »onenbe irtant S)er obirfie ßtoatte 9iad) l[)eibentrd^er Hvtt Srime toa9 genant f!n 9lam. S3erg(eic{)t man nun biefe btei ®teKen mit einanber, fo ifl geoif jebem befrembenb, baf mir in ber erflen, bei Du^burg felbfl ben ®rime nur bmä^ ba« ntcfttdfagenbe qnidam, in ber {»etten burd^ ben TCu^brud nobilior unb in ber Ueberfe^ung burc^ ba« SBort &oarte 6e}et(^net ftnben. 6ntn»eber nun mufte iDu^burg au« bem ®rtn)e nxä)tt su mad^en unb IJ^atte iber^aupt nur im 3(((gemeinen etma« t>on i^m unb feinem ©ebieterflabe t)ernommett, ober ber Stext ifl bei i^m nid^t t^oUflinbtg unb bei bem ,,quidam^ t# irgenb tttoa^ au«gelaffen. SSenn mir nad^ duferen TCucto^ ritzten urt^etlen bflrfen, fo ifl biefe« (entere nii}t ber %aü, benn (eine ber t)or un« Itegenben ^anbfc^riften liefet anber«, ai« ber 2ept bei ^atttnod) ifl. @« bliebe alfo bie erflere 3(nna^me fibrig, baf ;6u«burg mirfttd^^ nU^t rec^t aemuft ^abe, ma« ber Orime eigentü^^ gemefen fep. )Dtefe« beflatigt and) ber ttmarbei« tet 2)u«bttrg« bun^ bie (Sinfdgialtung be« SBorte« nobilior. aXan 
698 iDet @ri»e. fte^ Har^ baf biefec bei bem Dagen quidam irgenb ettoa^iNC» mtfte; aber man fielet lu^Uid) an^, baß er bte gefällt« iktt ttidl^t ttd}t au^juf&aen mufte, benn fein nobih'or bringt und um tiid^td metter. Unterrid^teter fc^eint fc^on ^erofc^tn gewefen in fepn ; er nennt ben ©riwe ben ;, obir fien ßwarten. " 25iefe 85e* geid^nung entfprid^t ganj bem, mad ber Oititct in einer SSegie^ung mar, benn biefed ü^ort bebeutet; n>ie Hugo Grotius Histor. -Gothor. p. 575 unb Scherz Glossar. Germ, p.364 zt erfCdren, ^ legis custos, sacerdos; ewa lex et testamentam, quia vim habet legis; inde eu-werd>^ @e^en mir nun auf ben ^n^oit ber @teUe Sudburgd ge^ nauer \^xa, fo ftnb offenbar gmei SSejlanbt^eile bed 3n^alted forg» fam 5U unterfc^^eiben. Ser txnt ifl bad eigenttid^e @efc^t<^tlic^, bie £f)atfac{)e, bie Srf4)einung ; ber anbere bagegtn ifi bte 2(nft(^t, bie SReinung bed ^ronifien t>on ber gefc^ic^tlic^ 3!^tfa(^. %iit beibe ge^irt, menn ber Arittfer {te in 8l&(tftd)t t^rer inne* ren SBa^r^eit forgfam mfirbigen miU/ offenbar ein ganj t>erf(^ies bener 3)taaßflab, benn bad (Sine, ha^ (Sefc^rdi^tfic^e ober tie £(^a(» fad[^e (ann aderbingd immer ma^r unb gegrAnbet fepn, noenn outli bad 3(nbere, bie S^einung ober bte 2fnf7(^t be6 ®efd^ic^tfd^reiberl t)on ber gefc^tc^tßd^en X^^atfad^e billig unma^r unb grunblo« \% pa0 Sleingefd^ic^tKc^e ober bie X^atfac^e, bie \xni Sudburg mit« tl^eilen miU, liegt/ mie ieber fogteic^ fte^t/ in ben @at^n; Foit in medio nationis hnius perversae , scilicet in Nadrovia lo- cus quidam dictusRomow, — in quo babitabat quidam dictos Criwe, — ad istius nutum^ seu mandatum non solum gen- tes praedietae, sed et Letthowini et aliae nationes Livoniae terrae regebantur. 2)ie 2Cnftc^t bed S^roniflen bagegen ent^al« ten bie (S^^e: trahens nomen suum a Roma — quem cole- bant pro Papa — sicut Dominus Papa regit universalem Ecclesiam fidelium. Saß hierin mirfUc^ nur \>xt SReinung M d^roniflen auSgefprocften merbe, ifi eben fo menig $u be^meifetoi oXt tt gemiß ifl, ha^ bie ^reuffen felbfl t^r Stomome ni<^t t)on Store merben abgeleitet unb i^ren ®rime nic^t mt bem Zapfte »erben t>ergli(^en ^aben. Sfir ben (S^roniflen aber unb befonber^ fär ben iDrbenl48ruber lag in ber X^at mi^ eine fold[^e SBergCetc^ung fe^r na^e. Komowe Don Koma abzuleiten, mhi^U mo^l gemif auil^ f&r bie (Stpmologen unferer Sage nod^ 9lei) unb Sodung genug ^aben ; unb ba j[)iemit nun 9lom fc^on gegeben mar , fo ml&fit man tt ein SBunber nennen, \»inn ber jDrben^bruber, ber ^^p ling , bei bem ®rime ntd)t aud^ auf ben ^apfl ^ingefe^en unb beibe mit einanber t^erglid^en i^hm. 2)af bie SSerglet^^ung eben fo abgefc^madt unb unpaffenb, M bie ^tbleitung be^ ^amm^ 9{omome Don 0lom tinfifc^ unb ftmtlo^ fep, baf f&^tte ber ge> 
iDet ®ti»e. 699 tttf ntcl^t befonbeta gebilbete jD(bend«6^rontfl tvdter nid^t. 3a e$ bScfte gar nic^t tinmabtf^emUd^ feptt, baf et unter biefer SetgUtd^ung nur feine Unfunbe &ber ben ,, quidam dlctns CrU we^^ l^abe terbergen wollen. SSStt fc|^en(en aifo bem S^ii^burg biefe $araUe(e al6 il^m aUein eigen, al^ einen @inf(iU feine« Ao^ pftif ber f&r und feinen 98ertf) b^t unb (eine wettere S3ebeutung. @« ifl ba^er aud^ getvif gan^ unpaffenb, bem 6()rontjlen 2)u«« bürg bie abgefd^madte IBergCeic^ung fernerbtn nocb nac^^ufpre^ d^en unb ben ®rtn>e ,,ben norbtfcf^en ^apjl'' in nennen, wie oft gefcfceben ifl. ®e^en wir nun aber auf ben anbern S3e{ianbt()et( be« ^R* ^alted ber erwdbnten Stelle f)xn, fo fragt ftc^: «!^at biefer, a(fo bie X^atfacbe ober ba« ®ef(^ic^t(:cbe , burdf^ iene barauf ange< wanbte 93ergUic^ung unb SSe^iebung irgenb etwa« an feiner inne^ ten SBa^r^eit t>erUeren (innen? Sfi btefe« @ef(bt(l)t(icbe babur<^ zweifelhaft geworben? 3fl ber ®riwe burcb bai 2Cbgefd)ma((te ber 93erg(eid^ung jum Unbing geworben? — ^eineöwege«! 6« finnte in i^nticber ^eife iemanb nacb taufenb Sauren ben wun:: bertic^en (SinfaK ^aben, $eter«burg f&r eine SSurg be« Vpojtel« 9etru« 2U ^aiun , ben 9)amen mit ber ^eter^ürcbe ;u 9tom ^u« fammen in fietten unb bie Slufftfc^en ^open fftr norbifc^e ^ip^» finge }u erdiren; man wfirbe ben QinfaU ftnnio« unb t>er(ebrt nennen ; aber gewif (innte e« (einem einfallen , be«^alb an 9^' terdburg felbfl unb an bem £)afepn ber ^open ju jweifetn. S$enn ba^er SBater a. a. SD. ®i36 fagt: ,,&« ^abt wobl aUerbing« ^e^ manben bei bem (Ramen Slomowe ein ^apjl wie in 9tom in ben @mn (ommen (innen , " fo ijl biefe« etwa« leidet btngefagt unb fafi tben fo, al« wenn man bie $open in Stuf lanb f&r ein Unbing, f&r eine 6rbtd[^tung galten wollte , weil Semanb ^eter«burg t>on ber $eter«firc^e in 9tom abgeleitet l)itu. 6« ift alfo, jum min^ beflen gefagt, forglo« unb fibereilt, tvtnn man ben ®riwe in ^teuffen al« ein Unbing unb al« eine Srbidf)tung an9 ber @e« fd)idbte t)erbannen wollte, weil er ba« fatale Ungl&cf gehabt ^at, fammt feinem Slomowe t)on einem (Sbtoni(enfc^reiber mit bem 9)apfie }u Olom t^erglic^en worben ju fepn. 2Cber worauf beruht benn bie 9Babrl)eit biefer @rfc^einung unb weld^e ®r&nbe t)erlangen , ben ®riwe f&r eine wirflic^e ge^ fdj^tc^tli^e SCbatfac^e §u galten ? SSor allem (ann bie ®laubwur« btgfeit be« jDrben« « ^^roniflen in feiner ®d)tlberung ber alten 9)reuffen, bie er in bem ndmlicben Xapxtel giebt, gar (einem Sweifel unterliegen. 6« waren> (aum erjl f)unbert 3abte na<^ ber Tintnnft be« Drben« unb erjl einige t)ieriig ^ai)u nad) ber etgentlic(^ t^oUenbeten Unterwerfung aller ^reuflen , al« 2)u«burg biefe 6Sttten«0(l^tlberuttg be« Sotfe« f(|^rieb knb fiine 6^roni(  \ 
700 Z>er 9r{i9i. im 3a|rt 1326 feinem «^odf^meiffet ihtttrid^U. Biete t>0ii bewn, beten S iter nod^ «Reiben gewefen unb bun^ beten mftnbUc^ ttebec liefetung fid) bie 9iaiitii)Un fibet be« Sanbe^ ebem(kttgen Bvßonb unb &bet bet SSotfal^ten Sitten unb Stju(be fot^epflantt Ratten, lebten nod) in Su^butg^ Seit, aifo baf et ftbet aUti, toa^ er t>ott bet Tltt unb SBeife bet b^ibnifd^en Seit fagen moUte , gewif bie ffcbetflen S3eti(^te et^aCten (onnte. 6t fagt babet im Prolog. p. 10. aud^ au^btfl(fli(^: f^Describam — quomodo fratres in- traverunt in terram Pmschiae, — de bellis et aliis, qiiae gesta sunt in dicta terra, quorum pauca quae 9idi^ alia quae audiifi ab his, qui videnint et interfneiiint, caetera quas relatione veridica intellexl^ Jtann Semanb offener Aber feine Clueßen fpte^Kn? Snttoebet feibfl M ^fugenteuge, ober avA fDtitt^Uung t>on ^Cugenjeugen unb Zb^ilne^metn obet nad^ nntbri liaften SSetic^ten fcbteibenb (onnte unb muf te Su Anrg bie SBabr» ^eit fagen. jDbet (onnte et e^ magen, untet ben 2(ugen foic^ SDtenfcben, bie tl^etl^ bed £anbe^ elj^emaligen Sufianb no(f^ fHb^ (annten, t^eU^ n)enig{len^ batäbet gan} ffdS^ete 9ta(^ti(^ten (etc^t etftagen (onnten, (onnte et e^ »agen, unter ben 3fugen be< J^oc^meiflet^ t feine« «f^^ttn , bet t>otbet M jDtbendbtuber fcbon mit bem £anbe be(annt getvotben unb feit bera 3abte 1315 ®to§(omt^ut gemefen tpat; eine Stfcbeinung, n>te bet ®ti»e tbax^ getabebtn i\x etbic^ten unb M XlS^atfacbe ^ingufleHen? «^tte er ^eibei ni(bt bef&tcbten mftffen, Don feinem SReifier mtbetlegt mb t>on «^unbetten feinet ßeitgenoffen einet Unma^t^eit ftbetmtefen {tt metben? ®eben mit auf bie ftbtigen 9la(^tic^ten ^in, \At wti^ Du^burg in bem nimtid^en Äapitet übet bie Seben^meife unb A6et bie €Mtten unb 93tJud^e bet alten 9i?^uffen Abettiefett, fo fptid^t ffit fie nic^t b(o$ ibte innete 9Sa()t^eit unb bet (Sang bet ©efdj^ic^te bet naä^ fotg«nben Seiten, fonbetn if)fe ®(aubn)fttbig(ett untetflfiben aud^ bie dufettn S^ugniffe anbetet fomo^l auötinbifc^et, M inCdnbifcber Sefcbi(^tlid(^et jäueUen, untet benen mit nut SSulfflan, Xbam t>on Sternen, ^etmolb, t)etf(biebene SStiefe bet ^^Pl^e, ben wichtigen ut(unb(i(ben 93etttag t>cm 3atitc 1249, £uc. 2>aotb su nennen Itanium. (&i untetfl&ben {le fetnet eine SRenge t)on Xna* togien unb entfpted£^enbe ](e^n(td^(eiten tbeil« bet fiammt>en9anb* Un ®(anbinaoiet , Ü)Mt bet nabem 9la(bban>il(et , bet ^evßt* metn , £ittbanet u. a. Unb mxttttx untet biefen butd^^ bie 3eug* niffe bet Sefcbicbte fefibemdbt^^^u 9la(bti(^ten fott bie Stbicf^tung be6®tin>e, biefe« ^ijiotifcben Unbing« fieben? )Datf man in atten anbetn !Rad[»ti(|^ten biefe« Jtapitel« bem Sbi^oniflen ttauen unb nur ben ®tin)e f&t ein ^b^ntom feine« Jtopfe« l^iun*i JCttfetlifm abet liegt fftt bie Xnna^me, baf )Du«burg »ic 
2>et Otiwt. 701 Aber hm Sn^att btefe# StapiuU Hbtt^aixfi, fc itiKefenbere aiid^ ihn bie einfhge 9}A^mi eine< Sritoe in 9)teuf|en bmi^tte 9tad^ richten gehabt ^ben muffe, oud^ nocb ein totc^tiget ®mnb im dttfammenbange feinet eigenen SRittbeiCung. Sr fpricbt nimßc^ 6ud^ t>on bem einftmaßgen £)afepn eine^ fettigen fftcmow, alB bed 9Bobnft(K^ be^ ®ximn. iDiefe^ 9lomome fcbeint man (na^ Sater a. a. iD. ®. 36) aud^ nid^t tvegläugnen ju wollen unb man tbut Stecht bacan $ benn baf e« ein fo(d)ed S^omowe mtcf» lt(^ gegeben babe, baf ba^ littest, mld)t€ toiv (ennen, an ber ®am(dnbif(ben Jtftfle gelegen unb -baf nadg^mal« in iegli^^er ^anb» f^aft wabrfc^einUcb ein foCc^er b^i^id^^ ®itter»iDtt beflanben babe, tfl an anbem Orten biefe^ SSStxM t^ettd au^ urfunbßcben S3e< n>eifen dar bargetban , tbeid bi^ ^um f^hd^^tn ®rabe n)abrf(beim lieb gemacbt morben. SBenn nun aber an bem b^itid^n 9tomowe ni^t S" Stoetfeln tfl unb Sn^burg^ 9la(briclE^t ftber beffen Spiflen} fetbß butcb Urfunben SSefidttgung erb^tt, wie (ann man ben mit biefrm Siomome bei Su^burg in engfler SBerbinbung flel^enben ®rit9e ^r eine iDu^burgiföbe ^bimire erUdren? XugenfdJKinßd^ l^atte ber ^b^^^if^ ftin^ 9(acbri(bt x>on bem ®rit9e ani ber nim^ Üdfzn £lueKe, au^ welcber and) feine (St\»if)nnnd bei SRomowe ßop. SBenigflen^ Ritten aVfo bie Sweifler am ®rime confequent bleiben unb audS^ an bem einfHgen 2>afe9n Slomome'l smeifefn m&ffen. 60 fpricbt alfo bei 2)u«burg fetbfi aOel, mal nur fftr ^iflo< rifd^e ®(aubn)ärbigfeit gu t)er(angen ifl, f&r bie TCnnabme, baf ber ^^ronifl bit 9iad)tiö^t t)om ®txm (etnelwegl erbi(btet , fon> bem burcb 9Rittbei(ung anberer erbalten batte, baf er ffe f&r n>a^r 6ie(t unb all gef<bi^tli(be Xbatfacbe mittbeilte. 3ji el nun jur ®i<^erfleUung ber &ai)e burcb dufere 3eugnif|e nod» nStbig, an bie beiben fpdteren Sb^oniflen Sucal 2)at)ib unb @Simon -Grünau ju erinnern, welcbe hierüber nocb mebrel enthalten, all unl 2)ulburg fiberliefert ^at ? 9lur eine SSemertung mag bitr 9laum ftnben. jDiefe beiben Sbtonifien t)erf[(bem aulbrAcflic^, ftic, 2)at)ib »• I. @. 16 53 — 54 unb ©imön (Smnan Tr. IL c. 1. §. 4. , baf fte i^re 9la(bric^ten '&ber bie Sinricbtung einel {RomotDe unbfiber bieVnorbnung einel ®rtme auf bie 6^roni( bei erfien ^teuffifd^en SBifcbofI 6brifiian flfibten. @l f|>ielt bier aOer» bingl itoat nocb bie <Saae in bal.®e&iet ber ©efcbicbte hinein; allein wir baben anbertodrti in biefem S8er!e fcbon barget^ian, baf bie ®age o^ne allen 3tvtifel auf gefcbic^tlic^em SSoben rube. 2)er @rin)e aber ifl in biefer gefcbicbtlicben Sage t)on fo grofer SSebeutung unb in aller SSeglebung ein fo wi^^tiger «^altpunft bet ganzen Srgdblung , baf mit feiner SSegldugnung gewiffermaf en bal ganje @ebdube jener 2>arfieDung {ufammenfaDen loftrbe. 3tt 
702 ©er ®rttpt. gUid^ aber m&fte gegen bte ofene unb au0brfitf(t<^ €cRiamg be« 2ucad S)at}tb aud^ entwebec geleugnet »erben , bai bte (S^ nif bei S9ircl[)ofl 6f)rtfltan bie t)on jenem 6(^roni{ien mitgeteilte 9{ad^rt(^t Aber ben ®ritoe mttii(S) enthalten ^abe ober man mftfte fiberif)aupt bie jemaftge ßpiflen^ biefer ß^ronit feCbfi liugnen. Z)a Aber biefel i$e|tece in ber SSeUage N'»- i. hat 9}it^tge geragt iß unb in bem erfleren $aUt bem £ucaö )Dat)ib eine offenbare Un« »a^r^it t)or$u»ecfen tt>dre, fo fd^eint man ju ber Se^uptung bered)ttgt ^u fepn, ba$ fd^^on bie S^ronit bei Sifc^ofl S^rifiian t>on Um @ri»e unb bem 0{omon>e gefproc^en unb t^re einfüge Stiften} auf er dmeifet gefegt t)ahe. Diefen iufccen SSemeilgrünben (äffen fi6) aber aui) nadf ei* nige anbere anfä^ließen , bk aul ber ®ac^e felbfi (hergenommen ftnb. 9Bie unl Sucal £)at)ib oerftd^ert, fod bie ^norbnung eiad @ritt)e unb bie (Stnrid^tungeinel Slomotve in ^reuffen burc^ bie ©ot^n gefdl^e^n fepn, bie aul @!an'bien an bie f&b(i(^ Ufer ber Oftfee sogen unb ftc^ ba anbeimten. @onacb n)ilrbe bie JQtttfdßft bei ®ri>ven m ®otbifci^«®fanbinamfd|^el ^njlitut fepn unb el bfirfte ftd) erwarten laffen, baf aucb bei ben in ®!anbinamen ^e» biiebenen ®otbtfd[)en SBolfern, bei ben @d|^n)eben unb ©inen etoal 3(e^nli(^el ober 6ntfprecl[)enbel , baf inm wenigflen einjelne um t)erfennbare ©puren banon {u ftnben fepn m&ßten, inbem ia biefe 3(norbnung fo tief inl gan^e ieUn bei SBotfel eingriff nnb ber ganzen SSerfaffung bei bfirgerlicben Sebenl ibren eigent^&mlicbeit ^i)ataHn aufbraßte, ^n ber Zf)at aber ifl biefel au(^ ber %aJL SBir motten biecüber ^uerfl ben %tUf)tt^n 9t &b^ fpre<^en (affrn. @r fagt in feiner ;,2(ulf&brU(^en ßrläuterung ber erflen se^n AapMe( belStacitu^ aber @ermanien'' ©. 309: ,/^ud|^ im 92orben waren ,,bie ©tammb^upter jugleic^ bie äSorfieber bei ®ottelbtenfiel$ in ;, biefer @igenfcbaft äbten fife aucb bie ©ericbtibarfeit aut unb toa* „vm bie ä^oUjieber ber Urtbeile, unb biefer Umflanb erfljrt wU ^;leicbt bie frfibere ^aijvidit bei Sacitul^ baf el nur ben $rie» „jlern ertaubt fep; gu jlrafen. !8ei einigen SSSlfern Ratten ffd^ ,,bie SSerb^Uniffe beflimmter aulgebilbet; befonberl ba^ wo grofe ;^ «l^aupttempet einen grißern äSereinigungIpunft barboten ^ »ie ,,in ®cbn>ebenunb ©dnemarf; bi^i^ fcbtoffen bie$rtef?er fid^ mebr „ an einanber ; bocb obne in ^infidbt ibcel ©tanbel in eine t^er» /,änberte Sage }u treten. @l ifl auffattenb, baf bie germanifibett ;;@pra(ben fo arm an. Äulbrucfen für ^riejler ftnb. — Bie „ ©eutfcbe ©pra4)e b<iv nur ben 3Culbru(( (Sl)\»att , ben ^efel* „ wirler. *' 9Ber benft bi^bei nicbt an ben t)on Serofcbin Soart genannten £)berprief}er ®riwe Unb an bie in feinem SBefen, m in feinem 9lamen entbattene SSerbinbung feiner prie{ier(i<^en unb ricbtertidben 2(mtloern>aUung ! @o gab el in Scbtoeben wic(> 
Der Stitvt. 703 itd^ and^ einen jDberpriefler, t0ttd^t lusUid) jDberric^et toat unb aU fo(c^r bte SB&rbe eine« £)ber{im96 f)atU', Siub« Se» fd^td^te ®(f)n)eben« S. 1. @. 39. X>ai National» ^eiüitf)um be« Sanbe« toat bec große Zempel su U|>fa{a ; bort fianben , wie im (^eiligen Slomotve; bte S3i(bni|fe ber brei oberflen @otter$ Adam» Bremens, de situ Dan. c. 233 ; bort tOO^nten aui^, Wit iu Stomome, bte f&r ben )Dtenjl ber ®itter befiedten ^rtefiet unb »a^rfd^eindc^ aticb berDberpriefier-, Adam. Bremens, c 235 fprtd^t t^on sacerdotibus, qui ad Ubsolam Daemonibus astare solebant S)ort^tn brad^ten, mte nad^ Slomome, 9iiiUvfd}aftm, Jtinige unb toer fonfi woUte, ben ©ittern ibre Opfergaben ; ibid. c. 234 ; bort war ebenfalls ba« ^eUtgtbum t)on einer ^eiligen, ewig grfinenbm @icbe befcf^attet unb ein ®ebege unb dn Seifiger •f^ain umfcblofi hat ®an$e; ibid. c. 234. ^a fetbfl ber 9}ame bed jDrte« fltntnu auffaüenb mit ber S3ebcutung M Spanien« @rtme fiberein. ®ala b^if t im ^fUbeutfcben ba« ®ert(bt unb £)6erfa(a fo Diel alt Obergericbt, wie fcbon Du Frcsne Glossar, ad Script med et inf. lat. s. h. v. unb SR i Ter £)dnabri!t(!. ®efcbicbte S3.f. €.352 hat SBort crfliren; mtl^aih aucb fühlet a. a. t>. ®.39 ben 92amen Upfala burcb bberfala, £)bergeri(bt gu beuten geneigt tfl. Iba btefer (SrfUrung getvifl nic^td Don ^tcbtigfeit entgegen flebt; fo wfirbe Mi^\a{a för nicbt« anber« i\x baUen fepn, al6 ffir ben oberjien ©erid^t^b^f/ f&t: ben ()et(tgen @itterft(; tvo sugleid^ @ericbt gefprocben tvarb. ©efprod^ett aber tvurbe biefe« bort olf)ne Swetfel t)or bem im «l^eiligtbum wo^nenenben ^riefler, ber burc^ feine boppette SB&rbe aud^ bem £)rte fclbfi eine boppeCt^ SBicbtig^» feit alt betligen ®otterft( unb alt oberßen @erid)tdbof %^^ unb fo w&rben ficb bie 9{amen UpfaCa unb ©ritte in ibren S3eiie()tm« gen auf« r)oU!ommenfle entrpre(ben. S)a« ^xih aber fann in ber %{^at gan$ t>oUenbet tverben, benn auc^ ber ©ebieterflab , ber baculus be« £)u«burg , burd) wetcb^n be« ©rttven S3efe^(e ^tx» (flnbigt tourben, fehlte ben ^^toeben nid^t. Johan. Stiemhoeck de jare Sueonum JL f. c. 6. fagt bi^rfiber: Budlafla in pris- eis Sueonum legibus dicebatur citatio in ius in causis ordi- nariis per baculum, quem Baculum notitiae vel Nuntiatorium ▼ocabant Hunc iudex nota utrimque inustulata emittebat singiilum singulis tcrritorii quadrantibus, ut per manus irici- noruni extraditus et facti notitiam simul et comparaudi man- catum circumferret : quomodo non iudicia tantum^ sed et promiscue omnes conventus publici indicti fuerunt^ ubi de casu aliquo extra ordinem deKberandum erat^ aut iudican- dum. Erat autem hie baculus nunciatorius efTectus ad mo- dum reif de qua in Conventu tractatio instiiuenda fuit, ut, 81 res Sacra, crux lignea, si homicidium, ligneum telum aut 
704 Z)«T 9ri»t. secnris. cf. Du Fresne Glossar, s. b. t. Dfftniat flammU Inefer Sebraud^ ber Sublafla ou^ ben frfi^fßen j^ibnif^^m Settm ^er, bmn tvir finben btefeCbe Sitte aud) in DJnemacC. Set I>Sß tiif^e SBubfiifle mar gar ni(|>t^ anbee^, al^ ein foU^er (Sebietee* ftab , mobucc^ ber Jtinis feine 93efeb(e su erfennen gab tmb Oe* ^orfam gebot; r>iU ®u^m 93. I. 2r 2^. &. 156. Um alfo et» wai ber ®rttou(e (Sntfpred^enbe^ SU ftnben , iß e^ nic^t n^t^ig, mit «^artfnod^ in ber 3[nmerf. d) §u Su^burg nah mit So» ter a. a. jD. <S. 56 an eine i^nlid^e !RongoCtf(^ ®itte gu ertn» nern; mir fe^en biefe ®rimu(e nuranber« benannt, bei na^en, flammt)ermanbten SSitfem unb mir fe^en bei btefen neben t^r atid^ ben £)berpriej}er an bem oberflen @erid(^t6orte unb }ugUt(^ alte^, ma^ mir }u 9lomome fa^en. JDiefe inneren unb ^uferen SBemei^grftnbe sufammen genoim men, bfirften mo^( fc^on gu Um Sd^iuffe berechtigen, baf mo tin fltomome, ein btitiger (Sitterftt mar, mo eine SSenge 9rtff(et tum SDienfle ber ®itter unb }ur 3(bmartung ber ^eißgen Oc« briud^e mobnten, mo eine ®rimu(e ba6 )Dafepn eineö befr^IciK hm iDber(au|>te^ t)orau^fe6t, mo Gage unb Sefd^id^te, mo bie XnaCogien anberer |lammt)ermanbter ^((er ftbereinflimmen, cai^ ein jDberpriefier unb IDberric^ter, ein ®rime bagemefen fepn mfiffc;. 2)er ®rime in $reuf|en ijl bemna^) eine (Srfd^einung, bie in feiner SSeife befremben (ann , fobalb man f!e in ibrem magren fEBe* fen (ennt. 2>er 9lame unb Sbarafter feiner flBftrbe ffnb ®ermas nifc^en unb gmar ®ot^ifd^en Urfprunge^ unb ani bem innerftm So(ftgeifle M ®ot^ifd^en £ebend hervorgegangen. ®o bleiben je^t nur noc^ einige Sinmfirfe fibrig , bie man unferer 2(n{t(^t ber ®a(^e unb unferer fo eben au^gefirroc^nen S9ebauptung mac^^en finnte. SBir bftrfen auc^ biefe nic^t uitbcr rftdftd^tigt lajfen. 2)u^burg^ ^ai)t\d)t t)on einem ®rime, fagt man (Sater a. a. jD. ) „ beruhe ma^rfd^einlid^ btof auf einem SBipt^erfUnb« niffe, ba^er entj!anben, mei( bie Stuffen, nod) im {ettifd^ SMß men genannt, fo (liefen. '' 89ei btefem Sinmurfe fcbetnt man fid^ taum etma^ A(are^ unb Bufammenb^ngenbe^ gebadet {u ^bou SDu^burg f(^rieb feine S^ronU etma gmifc^en ben Sauren 1320 bi^ 1326 ; atfo gerabe in einer 3ett, in meld^er bebeutenbe Jtriege in fittl^auen t>om Drben gef&brt mürben , bie {ugfei^^ aucf» DteM Sur Jtenntnif ber i{l{id)en ®rin}t>ilfer ^reuffen^ mit beitragen mußten. SBie mar e< mSglicb, baf Dudburg, menn er ben Sto* men ber 9luf|en Arimen birte; biefen fo gingticfi mifbeuten (onnte, baf bei ii)m baraud ein ^reuffifd^^er jDbeqnriefler ®rtme entflanb? SEtfirbe eine fotcbe SRifbeutung unb Serfe^rt^it ben (Sbtonifiett ni(^t gerabejtt bem ®^Üi6)Ut bei allen feinen Sti^enoffini 9rett 
©er @ri»e. 705 geftefft f)aUnl Unb n>o lag ffir £)u^6ur9 benn ber 2(n(af , au^ einem 9^amen ber äluffen einen ^Preuffird)en jDbecpriefla mit bem« felben Flamen ju fd^affen unb fecf bin in bad Gebiet ber ©e» f({)i(^te in bringen? 9Bo ifl irgenb ein 3ufammen()ang, wc ein SBittelgUeb, toelc^e^. gum fDIifoerildnbniffe UrTac^e gab? Unb menn 2)udburg hai 93ol! ber Crimen fannte, fannte e^ nid)t and) ber ^bd^meifler; fannten e^ nicbt voeit beffer hie £)rbendgebiettger, bie jene Kriege leiteten, unb fonnte ber Sb^^onifl t)or beren 2(ugen üui jenem Flamen eine fo abgefc^macfte @rbid>tung binfleUen? . gerner bfirfte man fagen: 2)u6burg« 5Rad[)ricbt \?on bem ®ritoe mirb baburd) febr \)ttt>iä)tiq , ha^ er bie SRacbt be^ @ri« »en ni(bt bloß auf ^reuffen , fonbern aucb aber Sittbauen unb £it>(anb ausbreitet, tviewobt bie gefc^icbiUdien £lue(Ien biefer Sin« ber burc^aud nid)td baoon »iffen. SBir n)oUen btefen (Sintpurf einen 2(ugenblid jugeben unb §ugefleben , baf S)uSburg ftc^ irrte unb bie !?{acbt be6 ©ringen Diel ju totit au6be()nte > aber htbt ein 3rrtbum uno ein SRifoecfiänbniß Aber eine ®acbe bie Spiflen) ber @a(be f^lbjl auf? 3fl be^megen fein ®rin»e Dorbanben geme^ fen, n^eil S)u^6urg ba^ S3ereicb feinet @en)a(t ^u n>eit au6bebnte? 9Qir b^^^n ftiil)tv fcbon erwäbnt, ba| ber (I(;conifl bie ®teUung, bie SBärbe, ben Arei^ bei* SBirffamifeit be6 ©riwe nicbt genau (annte. SBir baten an anbern £)rten biefe^ SBerfe^ burd) (Srunbe unterfiä|t bie SSebauptung au^gef|>rocben ; bap e^ in ben fpdtern 3eiten be€ «^eibentbum^ in jeber Sanbfcbaft ^reuffen^ roic ein be« fonbere6 Siomome, fo aucb einen befonbern @rime gegeben f)abt unb baf Dudburg nur \>on einem einzigen @rin?e in Ttabrauen fagt, mad allen anbern jugleicb jugebSrte. gällt aber mit biefem Scrt^um benn bie @rf(beinung bed ©rimen ubttt^aupt (^intveg? 6rtt)d^nen ferner nicbt Dushur g P. III. c. 2^2 unb Kojaloivicz p. 32. 35. n)ir!licb eine^ 9iomott}e in Sitt^auen unb fpricbt ni<^t ebenbafelbfl fcbon bie alte 0age t»on einem Tolc^en? -Unb wenn nun ein äiomome ober melleicbt mt in ^reuffen me()re foldf)er beili« gen £)rte in 2itt()auen tpirflid) waren, n^enn bie ©ritoule nocb bi^ beutjged Saged in jenen ifllid)en ©egenben nid)t Dergeffen \% »irb ed bann fo unglaublicb, ba§ bie @rfcbeinung bed ©rimen Dor S)u€burgd Seiten aud> in jenen Sanben ^u ftnben gewefen fep? — SBarum aber bericbtet in SSejiebung auf Sit)lanb «^eim rid^ ber £ette nicbtd Don einem @rin>en, ber Aber bad Sanb feine ^errfcbaft ausgeübt? 9){an finnte zugeben, \i(ii^ in SiDlanb (eine ®pur t>on einem ©ringen t)orbanben gen^efen fcp; man finnte ferner aucb jugeben, baf 2^u6burß in feinem S^i^tbum Aber bie große 2(udbebnung ber ©emalt bed ^reufftfcben ©riroen aucb SiDlanb um fo lieber Don biefem be()errfdf)t glaubte, je mebr ba^ burd^ feine feltfame 93ergleid)ung be6 ©riwen mit bem ^^pße !• 45 
706 ©er ®rtwe. J^altuns unb SSebeutung etbiett ; \a man barf m1)l unbebeifRtc^ bt* Raupten, baf nie ein ^reuffifc^ec ®rin>e Aber £it>(anb frgenb tute «^errfdf)aft m^e&ht f)abt. Zhn f&Ut hahntd) benn bte Srifleng be^ ©ringen in ^reuffen fetbjl ^inn^eg ? 3fi benn in bec @ef<bt<^te Sit>(anb^ nur aUt^ ba6 bagemefen, beffen «^einric^ ber Kette er« mj^nt? ®ab e6 in 2it)(anb fiber^aupt gar feine ^riefler, vmi biefer Gl^ronift feine fennt unb feine nennt? ^at er bie ganje @efc^i(^te beö ianht€ in feiner d^ronif erfc^Jpfi? ^ier aber berfl^ren n>ir einen b*:itten Sinmurf, ber gegen bie einjlige Spiflen} be6 ®rtn>en in ^reuffen gemacht werben finnte, nimlic^ ben, baß ba^ ginslicf^e ^tiUfd^n^eigen aSer anbern ge« f(i)ic^tlid)en £lueUen aber biefen ®rin)e ben S^ertd^t iDu^burg« boc^ immer fe^r zweifelhaft ma^en m&ffe. @d ifi toa^v, fein G^ronifi be^ Tlvi^ianM, feine einzige gef(f)ici)ttic(^e Clueflfe, Weber SBulffian, neö) 2)itmar t)on SRerfeburg, nodf) 2(bam t)on SSremen ober J^U molb, no6) bie $o[nifc^en llnnaii^m, feine ttrfnnbe be^ 3ns (anbed erwähnen be€ ®riwen mit einem 98orte. Xber man btt trachte, um ben Einwurf in feiner SSebeutung fennen su Urnen, bie ^.a&;t ttwa^ ni^er. ®pted)m benn 9Bu[ffian , 2)ttmar oon ÜRetfeburg unb bie anbern (S^rontflen überhaupt bon ber Steltgion, t)on ber ®efe|gebung, Don ber innere; ^?}erfajfung unb bem gan* 5en inneren iehen ber 9>reuffen? ®ie t)iel ijl benn beffen 'über« ^aupt, tvat wir burch fte fiber bie inneren Ser^Itniffe ^reuffen^ erfa^^ren? SBa^ er^Jb^en un^ benn bie irmlicben Gbroniflen bf< na^^en ^olen« ober ©itte, Tivt unb JBerfaffiing ber ^reuffen? «Ratten btefe au^tdnbifd^en €id^rift{lel(er fo na^^en Zniai, 9om ®riwen ju fprec^en? Unb wenn fte fold^en bitten, wuf ten fte auc^ ttwa^ Don i^m? tffiar nic^t jeglichem ^<^emb(inge ber Bn^ gang zum «^eiligt^um Stomowe btx l^eben^flrafe Derp6nt? ®a^ ber Srembe , ben ber ^anbeC in6 Sanb fährte , ben £)ber|>riefler, i^n , ber felbji ben Eingeborenen fo feiten erfd^ien unb immer im ge^eimnißt^oKen Dunfet feinet ^eiligen SBa[be9 Übte? 9Ber frrt^ lic^ ben ®riwen ftc^ al6 norbifdf)en $apft benft , wer 2>u$6urg^ äSergteidf) ffir baare !SSaare nimmt unb ben Oberpriefler ^reuf- fen6 für exmtt gewaltigen «^errfc^er in bm Jtfiflenlitfbem be^ IBa(» tif^en Wtmt^ f)&it, ber muß ftc^ äber.ba^ StiUfdl^weigen ber nad)maltgen 6()roniften aKerbingö wo^( wunbem; e^ muß t^n fetbfl fd)eu unb {weifel^^aft gegen bie ganje (Srfc^einung ma<^en. SBenn man aber weiß, tta^ ber @riwe um bie Seiten jener iS^tt>» niflen f&r feine Sanbf^aft in ^reuffen war, welche SBebeutung et nur fftr feinen einzelnen ®au b^tu , Wie fVine fBirtfamf eit nur in ben inneren SSer^Jltniffen ber Sanbfd^aft unb nur im eigentfi« c^en ®ti(lleben be^ SSolfe^ bemerflic^ würbe, fo fann e^ in fei- ner SBeife befremben, baß jene C^roniflen, bie Don bem inneren 
2)ec @ritt>e: 707 iebtn ber ^teufen fd gar r^enfg wiffen^ übet btn @ctmen s^njHc^ fc^weigen. ®er btefe« ©c^hjrigen aber ffir einen Sewei^ ne^mien rvcUU, baf e^ in ^venffen (einen ®nm gegeben ^be, ber {innte ihm fo (eic^t be weifen^ hctf nm bte ^tit jener (I()rom{len fein Sernflein mel^yr in ^reuffen t)or()anben gewefen fep, benn fein ein« $iger t)on ibnen eriüd^nt be^ S3ernfiein9 ot^er M {Bernftein^an- \>M aufi) nur mit einer ®itbe. 2Cber tpftrbe nid^t ber ®rime in ber toi(f)tigen Sertrag^sttr» ftinbe \)cn\ ^af}n 1249 genannt fei^n? «^^tte er bann nic^t notf)n)enbtg genannt iberben mflffen? ®ir gtauben biefe ^ta^e t7erneinen gu bfirfen. SSenn xaan bie SBidf)tigfett unb ben ^nf)ait biefer Ucfunbe rid^tig »firbigen miU, fo muf man fte Don ben aSerhiltntffen an6 beurt^eiten, unter tpetc^en f7e gegeben »urbe. snan tt)firbe fe^r irren ^ »enn man gloubie^ ber ^ect biefer Ur» funbe fep gewefen, ben g^fofmmten arten l()etbnif(l|^en Suflanb be^ aSotfed anfju^eben unb tin neue^ c^rifllic^e^ Seien jti begr&nben. aSiele^ \7on jenem alt^n ^eibntfd)en ^fianbe ft^ar ftf^on aufgel^o» ^en unb Dcrbrdngt , al9 tener äSertrag ^n^ifdb^K beim iDrben unb ben ^t^vt^n abgefc^Ioffen fvarb. Siobalb ber IDrbm bie Sanbfd^af' im erobert f)am, gab e6 in i()nen eben fO' toenig Crimen mv^r, ai€ fK^xH. ^t)n «^errfc^aft l^atte in bem 3(ttgenbti(te aufge^irt^ in metc^em bie be^ Orben^ begonnen \)attt unb t>on ben ^reoffen anerfannt mar. Siie \)&ttt nun in jener ttrfnnbe ettval aufge^» boben f verboten unh a(fo ixt biefer f6^itfßrt% g^annt merben f 6nnen , »af gar niöjt me1)t norl^^anben mar unb voa^ fid^ ftfton t)on felbfi aufgelofef t^atttl fOBarum })itun \>\e ^teufFtn oerfi^re» d^en foUen, i^rem @rftoen fetner nidyt me^r st^ ge^ovc^en^ ba ein fotd^r nicbt me^rba toar, ni«^t mebr gebieten; fonme? S6 nrftrbe offenbar fogar befrembenb fepn , menn bfe tttfmtbe ^ttoa^ biefer Art entbiette. QnUxi) b&rfte noc^ gefragt werben : SBarum ermi^nt benn Bu^burg feinet ©riwen in feiner ganzen G^ronif nic^t ein ein^i» ge6maC mieber? 9Bie fommt e^, baf fein M fo gemaltig gefc^ii« berter SDberpriejler in bem 93ec(aufe ber t)on i^m erjd^^lten Sreig« niffe gar nicbt wieber erfc^eiht? Zud) biefe fragen beantworten fii) Uid)t, fobalb man bebenft, ma^ ber ®riwe f&r jebe Sanbfd^aft war unb worin fein 9Birfung6(ret6 beftanb. 2(uf bem ®(bau« p[a^e ber Jtriege, welche S)u^burg erjj^U, trat ber @kiwe niemals auf. J^odf)fiwa^rfcbeinlic^ war er nie einem £)rben6s9litter ffcf^tbar geworben, benn aM, toai Arieg ^ief, (ag gan} auf er feinen S3erei<^e. ÜBie weit er auf fein SBoIf im ißerborgenen wirf« te unb tta^ er au6 bem Innern feine« ^eiligen SBatbed ffir bie äSert^eibigung M SSaterlanbe«, ber ®5tter unb «f)ei(igt^fimer ge* bot unb t^at^ ba« f)at wo^t nie einer t)on ben geinben ber ^reuf« 45* 
708 ^ 2)er Qritoe. fen erfahren. IDtt^torg aitv moBte ja tntc fc^retben , „qaae nJU, alia quae audipi ab bis 5 qui viderunt et interfuerunif cae- tera qvae relatione pendica intellexi. (|6 »ar a(fo ivo^l tatim mhdlidf, bdP 2>u66urg be6 6kimen ttod^ iftet in feinem Serfe emi^nen f ontite. !DHt tiefen Semeifen nun unb mit biefec SSeräcfftd^ttgwig bec etwanigen Sinw&tfe glaube \6) bie gefc^itbtlic^ Qh^ißeng be^ @ritben in ^ceuffen gegen bie i&ngfl erhobenen Smeifel gerettet imb Sugleid^ eine neue Seflitigung bet ®(aub»&rbig(eit be^ alten SDt^ ben6«6l^coniften iDu6btttg gegeben gu ^aben.  3d^ mid)U tt)finf(^en , baf e^ mit erlaubt getoefen fep , bei einer neuen Umarbeitung biefer 2(b^anblung bie Se^^rbergifd^e Um terfu4)ung gu benu^en ober auc^ nur gu berätfftc^tigen. ^tUein xd) erhielt biefe 3(b^anblung Se^rberg« t>on ber Aur(inbif(bett iSt» feKf(^aft f&r Stteratur unb ^Kunfi nur unter ber Sufage, meiter feinen literirif(()en @ebraudl^ bat>on mad^en gu »öden, unb fo muf fie benn aud^ t)on mir ginglidf) unberfitfftcbtigt bleiben. Hbn t)erlieren mirb ber Sefer baburcf) nic^t befonber^ t)iel. febrbe^« 3n>eifel6gränbe waren gewtffermaafen fo fe(^r au^ ber ^&^t ge» ttommen, baß id^ fafl alle fcbon ^ie unb ba in meiner ZbtykvJbf lung bn&f)tt f)attt unb ha^ Unhaltbare berfelben im Sangen fc^on barget(»an war, fo baß bie 89enu|ung ber £e(irbergif(bett Unter» fucbung nur nod^ bagu f)atu bienen f innen, manc^etf Singelne no(|^ fd^jrfer (»erborgu^eben. SSieileicbt aber wirb aud^ biefed npc^ erreicht, wenn bie erwähnte t^ere^rte (Sefellfd^aft gur Steuer ber SBa^r^eit ftd^ entfcbließet, bie mit t)ieler ®ele()rfamfeit gefdbriebene Xb^anblung balb bem £)ru<fe gu Abergeben. Sorerfi fä^le id^ mid) t)er))fli(f^tet, i^r meinen jbant f&r bie gfttige {Dlitd^eilung bers felben^ier 5f entließ gu begeugen. 
tteber  bie (^pta^t bet alten 9)tettffen,  vom  ^rofeffor t)on S3o^Ien. 
lieber bie ^iptaä)^ ber alten ^reuffen.  „fcSenn bu teUn fSnntefl, Keine ^&it, mte anber^ jlinb' t^ „um unfec SBiffen!'' foU ber nn^tttbli^e Stant einem Zf)ietd)tn juderufen ^aben^ ba^ etnfi in grauer SBorseit in ben (eu<^tenben Stutzen bed S3emfieine6 fein @rab ge^nben. SDSenn t^r'^ ju (finben t)ermigtet/ jliUe ^tiget ber baltifd^en .Suj!e, weffen ®taub btefe Urne ben^a^rt, n>effen «^aupt biefer «^e(m gegiert unb n^effen »^anb biefer ©peer gewaffnet — wie »ftrbe bie ^ad)mlt (aufd)en unb eure SBorte mit e^^ernem ®riffe( in ba^ SSudf) ber ®efdf)idS)te eintragen! Ttbn fiumm ftnb jene Ueberrefle ber eineiigen S3e» mo()ner ^reuffen«; jiumm i^re 2Cfdf)e tt)ie bad ©teinge^dge, ba6 ffe ^a^r^unberte umfc^lof unb gegen t^erme^enbe <Stfirme ge« fd^&lt: nur ber ®ei{l^ berate einff belebte, rebet noc^ in faum t)erne^m(id)en Xinen $u un^ ^er&ber unb n^enige ©prac^refle ffnb ber fd^toad)^ ^ad)f)aü feinet ftii^ittn izb^n^ , ftnb ein treuer Zh: brud feiner bamaligen SSilbung, aber auc^ in^Uid) ber »e^mfi^ t^igfie ®d)tt}anengefang eine« ba^infd)n)inbenben SBSlfc^end. SBer immer in einer au^gefiorbenen @prac^e mit einem getoiffen f4)mer}(ic^ 9 froren ©efiü^U ben innigflen, jegt gteicl[)fam )?erjtei' nerten @runbton eine« menfc^lid^en «^erjen« nad^suempftnben fud^t} n>er barin nic^t blof fiumme iawu, fonbern bie rebenbfren 3eugen Don bem X^un unb «f)anbe(n einer Station, i^rer @itte unb jDenfart, t.^rer &c\ä)id)U unb 2(&!unft ju ftnben fic^ be- miif)t: bem wirb ba« geringfle ®|)rad^b0cument eine« erflorbenen SSolfe« Zeitig fei^n m&ffen, unb t^eurer, aU bie S3(dtter \)t>n Sip- momen'« @ic^e e« je fepn fSnnten, mirb er auc^ bie wenigen SSldtter ^aiun, bie mit ber ®pra(^e ber alten £)flfeeanmol[)ner, t>om Strubel ber 3^it t>erfcf)ont; im ®am(anbe felbfl erhalten tDurben: benn fte {eigen, obwohl im 9Belfen, bennoc^ ben trifti- gen Urfiamm, au« welkem fte entfproffen. Bivar ftnb biefe ftbri? gen ®prac^trfimmer ber alten ^reuffen al« @infaffung djt\\liid)et ^htcn auf un« gefommen unb ber ®efd^ic^t«f^rfd)er (Snnte in SSerfuc^ung gerat^en, fte einem einzigen ()eibnifd)en 93olt«(iebe nac^gufeten \ )war ftnb fte ebenfaU« au« einer ^zit, tvo ba« ®e« bdube ber Sprache felbfl fc^on )um S^eil jerfiort war; too beutfd^e 
712 Ueber bie SSprad^e bec alun ^reuffeit. 3(nftebUr ft(() bactn eingebfirgert unb fefJgefelt (matten: aber eine @prad)e möge in t^ren innerflen @runbfe{ien erfcbuttert tpecben, ibte Elemente migen ftdf) abf(J!)(etfen , ober, ^um 93oue einet am bern i>ern)enbet, in neuer Sorm erfc^einen, immer n^erben noi^ fclbjl bie ütrummer,. wo nici)t auf ben ganzen Umfang be^ ®t* bdube^, bod^ auf bie MU SSauart fd^Iiefen unb ernennen laflen, ob glanjcnb ber StpC ober prunflo^, ob au^ Ut %£vnt bie fRa« tertatien ober bctmifd) gemefen. 2)iefe Unterfuc^ung {u f&^ren, tfl bie @ac^e bed @pracbforfd;er^, ber mit einer ^eiligen 6(^ bie t)ern)itterten fallen betritt, jebe^ ©teinc^en Dom @taube ^u faubern, jebe 9Banb t>om SRoofe ju entbtopen unb fomob^ @ruttb^ (age M ®ef&ge bem präfenben 2(uge barjufegen fud^t — ein $Beg, l)hd)it trocfen unb bärre f lir benjenigen, ber ibm in jene ta» bprint^e nicbt folgen mag, t)on ber grSpten 9Bid)tigPeit unb Se« (ef)rung aber fär Ulk, bie bie Sprache eint^ SiolM ali ^olmtU fc^erin feiner Oefc^id^te, M OefÄf feiner Sbeen ansufe^en ge» tocl)nt flnb. Sie erfre unb einjige ^unbe t)on ber @pracbe ber ^eibm» f(i)en ^reuffen ftnb .wir bem eblen SWarfgrafen Jflbre^t fcf^ulbig, ber bei fo manchen woblthatigen Sinricf^tungen t>or Tllltm ba€ @ee(en^ei( feiner Untertbanen ^ur «!^auptange(egenbeit feiner frommen ütb^tigfeit mad)te unb baber ben Sntfcblu^ fafte, bie @runbfa^e be^ geläuterten c^rifr(id)en ®(aubend burc^ bie Sd^rift )u ftriren , bamit fte burc^ gwecfmigige SSetebrung immer me^r unter bem 93o(fe ausgebreitet werben mid)ten. ®(bon feit bem Xin. S^brbunberte waren bie @trab(en beS (Fbriffentbum^ mit bem beutfcben £)rben bis jur @am(anbifd)en Aäfie gelangt, aber nur fparlicb hatun fte einbringen fonnen , ba man ftcb nm ben Unterrid)t eines in fnec^tifcber ^(bbangigfeit gebaltenen SioiM )n wenig Fummerte unb eine frembe ©pradje jeben Sortfd)ritt er» fd)werte; inbem bocb immer nur ßinjelne aW fogenannte Soffen ober So(metfd)er bie J!ebren beS @uange(iumS Derfänben fonnten. 5Bie bie Sprache biefeS aSolfeS bamolS befc^affen gewcfen, fonnen wir nur auS i^rcn noc^ (ebenben £)ia(ecten einigermaßen a^nen, benn einzelne, Don dbronifenfcbreibern aufbewahrte, SBirter litt* nen begreifltd)er SBeife f)ier nic^t in Jtnfcbtag fommen: fo t>iet i(t flar, baf fid) fröf)e fc^on mand)eS frembe ffiort in biefelbe etngefd)nd)en, manche ^orm ficb aufgebrdngt.unb nad) unb nacb jene 93erf!ämm(ung unb 2(bnugung bewirft b^be , bie jegt in ben gebrucften 2)ocumenten ju Sage (iegt unb ha^ alte ©e^rage gum äfjeit unfennttid) mad)t. ©elbfl bialectifc^e SSeifdjiebenbeiten fanben (Btatt-^ a(6 baber bie erpe Ausgabe beS luther. Catet^^iS» muS, bte 2(lbrecbt 154.5 Deranflalten lieg, fid) bie Sßifcbung tmb ^Bereinigung biefer f(etnen 3(bwetc^ungen )ur TCufgobe gemacht 
Uebet bte SpradS^e bet alten ^teuffem 713 ^attt, mürbe bie Sprad^e fo wenig im €Sant(anbe, a(6 in 9la> tangen gan^ t>erflanben unb ed mu^te im felben Sa^re ein Der« beffertet 2(bbcud in reinem Somlinbifd^en beforgt n^erben. 9htr t>on biefem bat ftdb ba^ £)ri9tnal ( auf ber 83ib(tot(^. be6 geheimen Zt6)M iVL Ainig^berg) erbaUen; aber beibe 2(u9gaben ftnb ab» gebrudt in Stltentbal'd preu^. Sehnten S9. IIL fo tpie t^tiU meife bei «f)art!no(f^-in feinen Sommentationen }um Stt6$ burgfcben Sbronifon p. 84 unb eine SSergteid^ung berfelben jeigt, baf bie gr5$te S^erfc^iebenbeit nur auf anbrer ^ocalifation beruhe, morauö bann ^ugteicb beroor^ugeben fc^eint, wie genau ft(^ ber Sefer an bie @cbreibart gebauten babe unb mie ftdber man auf biefelbe fu^en fonne ^). S3eibe Satecbidmen entbielten nur bie ^ebn ®ebote, ben @(auben unb bie Sinfelung^formet ber ®a* cramente: fep e6 nun, um bie Liturgie ^u Deri^oUfiänbtgen, ober »eirman fetbjl in ber ^toeiten 2Cudgabe nocb immer^ einige S^er» fiife gegen bie 2fu^fpracbe »abrnabm, genug, fecb^jebn Sa^re fpater mürbe bem Pfarrer i\x ^obeten , 2(bel SJBitt , aufgetragen, Un DoUjlänbigen (utberifcben Gatecbi^mu^ in bie Sanbe6fprac(^e 2U äberfe|en unb fo erfdbien: Enclilrldlon , ber fletne Qa* ted)i«mu« Dr. SK. ?utber«, teutfcb «nb preuffifcft, Äinig^b. 1561, 4., ben ber fleißige Dr. SJater ber SSerbor« genbeit ju entreifen, ba^ SSerbienft ^at in feiner: Sprache bet alten ^reuffen, JBraunfcbw. 1821. 8. ^ier finnten mir, aud) abgefeben hax>on, baf fettbem nocb smet (liremptare biefe^ (Satecbi^mu^ aufgefunben morben, Don melcbem Spater nur ein t>er{l&mme(ted benu(fen fonnte (®. beffen Einleitung p. XX.) unb baf ber Herausgeber Utber faf! in jeber 3eile bie Sdnge ber So^ caU genau ju be^eicbnen Derabfdumte, auf jenes fßni) t)ermeifen5 bie geber niebertegen, wenn mir nicbt hoffen bfirften, bei unfrec furzen Unterfucbung einen anbern ®tanbpunPt nebmen }tt f6n« nen, a(S es Später n miglicb mar, inbem mir eine Sprache be^ 3(UertbumS, bie ®anSfrita, bie ben meiflen befannten SSprad^en bei ber SSergfeicbung alS ®runb(age bienen muß, in unfern JtreiS )u sieben unb baburcb einige £)unfe(beiten in bem altpreuff. 2^i> ome aufjubelten t>erfu(ben merben. Um inbeffen nicbt inju feine Berglieberung beS gangen oermanbten ®prad)ftammeS eingeben gu b&rfen, mobei not^menbig äberaU bie iDiatecte beS ^reufftfc^en,  1) 00 fcbreibt bie erfte TCuSgabe assa (ab), bie IL aesse; bie I. swelan (mundum), IF. sw-ytan ; I. bha (et), II. bbe ; I. eden (cibus^, II. ydi; I. stasmu (buic) iL stesmu; I. pog;eitty (bibite), IL puietti;  quai lobisquan; u. f. f. 
714 IXtitt bie ®ptai^9 ber alten ^t^uffen. befonber^ bad t>oafommnete £itt^autfcl^e su ^UU flenommeti toe^ ben m&^ten, fep e^ erlaubt; ^ter nur bie «^auptrefuttate, bte eine burc^gef&^rte analptifd^e SSergleid^uttd btefer @^ra(l(Kn 9en>innett {&% anzugeben; im ttebrigen aber auf tim tteine Tlb^anbUmq aber ba6 i^itt^auifcbe }u vermetfen; bie einen com|>aratit»en Ueber* bUd biefe^ ©prac^ftammed bejmedt unb auf^fü^rlicbere SSeweife wirb (iefertjt f5nnen. )Die nedj^ (ebenben, engt>erbunbenen @(^toe|lerbia(ecte be^ 2(itpreuf[tf(^en (tnb anerfannt ba^ Settifd^e in 6ur« unb Settlanb unb ba^ £ttt^auifd^e ; befonberd ba6 tn^SJütüi^U, fogenannte ^&{mfdf^xttf)auxfd)t ober Sdf^amaitifc^e; tte6^a[b auci^ \i)on ^tiß toriu^ (bei SSater p. 150 seq.) ba6 ^reuffif^^e mit UiiUtm gan$ ibentifd(^ ^ieU unb fontit iebe Xbmeic^ung bamac^ inbem )u m&^n glaubte; ein SSerfal^reU; ba6 SSater befjonnen beftrei» tet; fo n^te er audf) (6tnL p. V. u. XXXI.) t>on biefem X)iaUcten' !reife ba^ Sfi^nifd^e mit \)cUem Siechte au^fc^Ueft, ba ed gan$ eU nem anbern, a(^ bem 3nbifc(^«germanifc^en ®tamme ange^Srt SSeibe Diaiecte nm, Zxttf)ani(d) ntib ittti\(S) , flehen . ftd^ an Uvu califc^tm Umfange unb {Reic^t^ume fafl gtetc^ , nur baf ft(^ im Settifc^en t)er(^i(tni$mißig me^r fpdter aufgenommene^ £)eutf(l^ finbet; beibe meieren aber in grammatifd^er SSejie^ung ^ac fe^t t>on etnanber ah; btnn too bai Sitt^auif^e, burc^ feine 3fo(iruttg Dor ieber )Ctt$artung geftc^ert, mit betounbern^toärbiger 2reue feine a(te Sormt)oU!ommenl^eit aufbewahrt unb; o^ne burd^ ®d^rift Qi1)aittn )U werben ; fetbfidnbia ftc^ fortgebilbet f)at, mit' ^in burc^ freiere Sonfhuction unb fu^neren ^eriobenbau ned^ me^r ber 6u|»^onie; ai^ ber £ogif l^ulbiget, ba ifi ba6 8ettif<^ fcbon ebfen fo formlos unb abfiract geworben ; wie etwa ba^ ^et» jtfc^e/ 6ng(if<be unb 92eubeutfc^e : bie (Safudenbungen ffnb abge» fdSHtffeU; ber 3nfirumentaU€ ifÜ ganj t)erfd^wunben; ber 2ocattt>u< obfolet; tH)m X>mi (eine @pur me^r oor^anben, ba6 SSerbum ffectrrt ftcb mit t>orgefebtem Pronomen ; aUH Srembartige l^at fifi) mit ber Sprache fefi amatgamirt txnb für}; ber S)ia(tct fyit bereit^ einen fle^enben Sppu^ angenommen ; nac^bem er biejenige ®j^rung äbec^anben, bie burc^ aufgebrungene Elemente noti^^ wenbig entfiel ^). 3n)ifc^en beiben 3biomen in be^ ^itu fU^t ber 2((jt))f euHifc^e ; fein 9Bortrei(^t^um (ann ani bem wenigen ®|>rac(^t)orrat^e nicf)t ermittelt werben; inbeffen (äffen me^re @v* nonpma fc^tiefeU; baf er ^erin ni<^t nac^geßanben ; aber in fei*  2) Sßenig S3raud^barel; fonbern nur oage Cit^mologie; liefert ^en* Rtg: drammot. crittfcbe Unterfucbung Aber ben Urfprung ber 8ettif(ben @pra(he unb aber ifire SBerwaribtfcbaft mit bem ICttpreuff. unb &ttb. (im »ireufr. 2(rd^t». i796). 
Ueber bte Sprache bec alten ^teuffen. 715 ner &mnmatit offenbart fid) eine eigene SDlifd^ung oon altem unb n^uem ^|>jraAsute unb ber oben an^tbrntttt Stammt wirb ^ier red^t (ebenbig ftd^tbac : me^ce Sa^c^unberte ^ahm fd^on il()> ren Sinfluß ausgeübt unb nodf) immer »iberßrebt bie @pra(f)e, ^Ue^ auf^unel^men , toaü i^r angebrungen toirb. Snbeffen ifi {te auf bem fünfte , ^u erliegen , t)te(e i^rer Sonnen neigen ftc^ bem Untergange l)\n , frembe labtn bereite Särgerrec^t ermatten unb fie^n ftegreic^ neben ben t>erbrängten ha ; ba^er benn ba6 er« ilaunüd)e &^t»anUn, befonber^ beim 9{omen unb SSerbum , bie (eine Sleiion me^r bur(l!)ffi()ren (äffen (®. ). S3. bei SSatet ®. 105), ^) ba^er aud^ me^r ober minber bie 3Cnnä^erung an ba^ ®Cat)ifc^e ober ®ermanifd^e, bie felbji einen grofen ®prad^(enner irre leiten fonnte^): benn wenn auc^ Sorm unb @eprdge burc^ Tlhnuim^ einige gemeinf^aftltc^e 6tgent^&m(ic^(eiten mit bem @lat)ifc(»en ermatten, }. 83. runkaus ^att rankans (manus p. 27) n^pf&rf^n nikans (p. 8) — etwa wie ba^ Sittb. dilda (do)fiatt düduml (im @anMr. dadämi); suwu (suo icb nd^e) fär su- wumi (®, sQw^ini) fpric^t; wenn aud^ einzelne jHJurjetbcjlanb' t^ei(e bem $o(ntfc^en au^fcf^Ueflicb angeboren migen, wo ber ^reuffe bie @a(6e niö)t (annte {. 83. pei$ai (scribunt,>)o(n. pi- sac'), ober bemfe(ben if^id) ftnb^ weil fte in aUen Mrwanbteri @pra(ften fi^ finben , fo erf<^etnen unfere brei jDialeote bennoc(^ nur ald 9leben&weig? iiener ®tdmme, bie ni(f)t t»on i^en ausgegangen fepn (innen, fonbern \xd) toit 3Cbfen« (er beffelben ttrjlamme^ }u efnanber )>erl^alten, fic^ swar CLm engflen unb glet^fam aH leitenbe ÜRittel^ glieber an baS @otHf(^e fcf^liefen''); oft aber S^oll* (ommenl^eiten aufweifen, bie fi<^ au6 (einer euro« ^aifd^en ©prac^e erdaren laffen, fonbern erjl i^* ren ^altputt(t im @ans(rit wie.be.r finben. Um biefe (u^n fc^nenbe S3e^u))t«ng |u rechtfertigen ^ ^ier nur an€ bem SStortt^orrati^, benn auf glepionöenbung^n foU unten aufmer(fam ^mod^ -werben, einige JB^ifpiele; ibaS fandfr. Vewas (Dens) finbet \Ut) nur rein im 8itt^. DJl^waSf 8ett Döwfi und ^tm^. Deiws wieber, ba^er pr. dei-  1) Sebod^ iß fefliu^altai, t>ß9 Me ®pva6)t, q» fc^riftlofe, (eine fefte SJ^reibart baben fonnte «nb ha^ olfo j. 83. assei unb asse (es); ten- nan, tennen unb tannan (eos) thttl ntc^t grofe 2(bwei(bungen ftnb. 2) Linde in fetner SBeurtbetlung bed S^aterfcben Sßer(e< o j^zyku Dawnvck Prusaköw. WarscL. 1822. 8. 3) fdlan unterfcbetbe aber alte formen, wie kaimo (vicus) gotb- haiiQ» werU (dignus) ^otb* wairths; surgaut (curare) gotb* »aurga (cura); rikys (dominus, rcx) gotb* reiks unb oiele anbere üon fpäter aufgenommenen beuteten SBÖrtern : kelkis (calix) , kirkU (ecdesia) juroprawa (virgo), höftmannis (centurio) u« f. W. 
716 Ue6ec bte Sprache ber olteit ^reuffett.* wuts (pius, devotns) im SanMr. deiwat 2)ief barf eimgermo« f en 9U bem ®(l(^tu(fe berechtigen , ba$ bie norbifc^en €$tdmme bie» fe^ SBort ba^er mitgebracht , wo^er e€ @rie(^en unb Stimer ^U tett; an beren Sinfluß ^'wt, wie an einem anbern Dttt betoiefcn n>erben foU, nid)t gebac^c n>erben barf ^). 2(n eine SBitt^eilimg burc^ Werfer ifl eben fo menig }tt benf en , benn biefe bejei<l^nen mit bem SBorte Dew einen bifen 2>imonen, tbettten aber nni^r* fd^eintic^^ ben germanifc^^en 936(fem {(^r cfaoda (Dens, got^. Goths) mit; ba^ f(at>ifc^e Bog ba^ingegen flebt ifotirt ba. Tf^isampatis Utnti bebeutet tm0an«ft. l)<f>err ber brit* ten 6afte, ber Wisa's, 2) «l^errfc^er äber^aupt; ba6 2itt^. wiezpats (dominum) ^r. waispattis (domina) mag aCfo fc^toer« li(^ feinen Urfprung t)erliugnen unb arx^ bem t)erberbten ftamfd^en gospodin, woran ftc^ mi^ ie<rrr<iTy^^ Wxt^, in bie reinere Se» jlalt 2ur&<ffe^ren. 2)a^ einfache fan^fr. paus (dominas) fins bet ftc^ fogar im ixtt^, pats; ber ®tamm xft pä (regnare), au^ trelc^em mit ber 2(bleitung^fplbe na ( Dergt. ba6 obfolete fan^frit. di [dies] litt^. deena, preuff. dcjna) fi* im ftttb- ponas (do- minus) unb $reuff. su-puni (uxor) bilbet; (eiteret f)at fogar bie inbifcf^e Seminina(form unb ba^ sn ifi eine betannu 9<^ttiUi im &axt^lv., gut bebeutenb. Sben ba^er erflirt ftc^ ba^ 9^uff. pati-niskwa (conjugium), wetd^etf fc^on ^ritoriuS rid^tig ai^ Xbflractum auffafte, burc^: Sereinigung be6 SRanned unb SBeibe«. 83ei ber anatptifclE^en SergUtc^ung Dermanbter Si^ra^^n ^t man , um if^tt 93er^i(tniffe {u einanber auf eine untrftgKd^e Xrt SU ermitteln , n\d)t fowol^I auf bie Ueberginge ber SocaU , att gan) befonber^ auf bie ber (Sonfonanten su merfen. S&r erflert giebt e^ im ®an0(rit fle^enbe ®efe|e, nad^ welchen ein abgeUt* tete^ SBort au^ feinem primitit>en SBerbaljuflanbe erfl bun^ bie SSerflartung be^ fogenannten Gnna unb Wriddhi (<S. SSopp {e^rgeb. §. 33) f7d^ bUbet; folglich jauwana (Juventus) fy^ter ijl, aW jnwan (juvenis) u. f. f. Daffelbe ©efej ffnbet in ben t>ern)anbten Sprachen ®tatt (t)gL }. S3. canpo unb copa t>on cnpa, preuff. widdai (vidit fauMr. wid) cauffaL waidinna (ostendit, fattitt. waid), unb giebt un6 ein Sted^t, ba^ iKr> ^irfte, got^. wair (vir) u. a. f&r fpiter ju j^atten, att ba6 preuff.  1) lEßie toentg bi^ bte attgenr^etnlid^fte Titf^nliäfitit beweire, geigen all^ foCc^e Sß6rter, bte ibren IBerbalftamm auf baö &anift. suräteptts ren laffen, }. S. preuff. unds (aqua, unda) Utt. uhdens, ocrgl-fan^. ud unb und ^uere) ; preuff. idis (cibus) ideiti (edite) mt €kin<br. ad l^edere) ; preufT. eit (it) , pereit (venire), fanöfr. eti (it) oom €^taflime i; preuff. wartinna (vertit) fandtr. wartati; pr. wyms (Tomere) (itt(. wemju, fan^fr» wam; pr. >riddewu (vidua) fanifr. wtokawä etc. 
tte6et bie &pta^t ber aiun ^ttufftn. 717 \vjrs, fanlf r. wtras , tüinn a\x(fy bie Z)ia(ecte ben Urt>ocat md)t fo fefl^u^alten pßegen, M ba^ t)OIIfommene @an6frtt, meldf^ef hntö) hat SSerlaffen feiner homogenen äSocaIctaffe feine Steinzeit tviWA^cIid^ ^erfliren w&rbe^). Unn)anbe(barer ftnb in ben ver» tDonbten @prad)en bie (Sonfonanten 6ef. ber gutturalen, bentaUn unb (abiaUn Stoffe, nur gilt im 2(tfgemetnen bte Siegel, baß* mo eine Tenuis mebr ber Urgefialt angebirte, biefe bei ber £)ia(ectem abfiuf^ng gerne eine 2(bf))iration annimmt unb fo nacb unb nac^ in bie media i^ter Slaffe flbergebt ( @. ®rimm b. ©ramm. S^. I. p. 584 2te !Ku^g. ) ; DgL ba6 gotb. $ron. interog. hwas mit bem fan^fr. kas, k^, kim, mli)et ffcb mit feinen abgeleiteten formen am reinften in unfern norbifcben Dialecten n>ieberftnbet, pr. VL littb. kas (quis); qiiei (ubi) fan^fr. kwa; sen ku (qao> cum), n>eld)e ®runbform felbfi im 3nbifcben febU. Qbtn fo f^at hat @andfr. anjas (alius) compar. anjataras, ^^ am, )>reuff. antars, antra im ®otb. ft^on bie 0piran6anthars unb t)ertt)e:d^t ft(b enbl^ in d. — <Scbn>anfenb ifl ber Uebergang ber, bem ®an((fr. eigentbftmlic^en , palatalen Gonfonanten, bodb nie fo grell unb tt)i(lfäbtlicb , baf hat Sßort baburcb unfenntlicb w&rbe, }. S3. chaturthas (fpr. tscha - quartus ) pr. ketwirts, littb* ketwirtas; j4na (fpr. dsch4n4 mulier) pr. ganna, gotb« qwlno; jtwa unb jtwila (vila) pr. giwei, lett. dsihwe; littb. gjwata, t)gl. gOtb. qwiws (vivus); tejas (hotfor) nur nocb im 2tltpr. telsis. — Zm unbefidnbtgjlen finb h, r unb's burtb i^te SJer« wanbtfcbaft unter ficb unb bie 9}eigung be6 Seitern , ftcb in k ju t)erb^rten ') ; allein roir enthalten un^ ^in ber S3eifpielc, ba nidbt allein bie ^erbabern^anbtfcbaft ber alten @pra(be Snbien^ mit bem preuff. littbauifcben Stamme fcbon burcb ba^ Tltt^tfifyttt ge* itugfam begränbet fcbeint, fonbern aucb jeber, ber einigermaßen ben ®ang ber ®pracben beobacbtet ^at, gemiß bem au6gefprod^e« tten ®a(e beipflid^ten mirb , baß »enigflen^ an (eine Ableitung au^ bem @ot^tfcben, »ie biefe6 im ttlpbila^ t)orliegt, in beuten fep. £)ft f)aUn bfe norbifcben ®timme bie %otm eben fo getreu  1) IBetfpiele foMer UebergAnge tm 2C(tpr. iinb : fandfr. ubha (ambo ) pr. abbai ; fanSf r. gan (agere) pr. gun-twei; fandfo. ma- tri, nominatio, mala (mater) pr. muti, lett. mate ; fanttv, mansä (caro) pr. mensai (bat ^otnifd^t mit untergercbriebenem S^afal mi^so, ten bat dtuff. unb 8ett. fcbon gan} auöfloßen) ; fanöfr. patum (bibere) pr. pouton u. f. m. 2) 83gl. fandfc. dasa (decem) dcxKpr. dessimton— satam {cen^ ium)\ dis (indicare) Seixt»\ dris (ridere) dc^xo»; swan (canis) xvarv; pasu (pecus) pr. pecku;brit (cor) Itttb. szirdisy pr. siras; fanifr. bima (hiems, nix) lett. sema ; Uttb* ziema ; mab (posse, ma> gnum es$e) pr. Vrisse-Tnokin ; wisse-musinffis (omnipoteiu) massi (potest) etc.* 
718 Ue6er bte &iftai}t hn alten ^^^nffen. au^töai)tt (5. S. fön«ft. sfinas (filins) got^ unb Ilft^. sdbus,. pr. sonns); oft ffnbet ftd^ in t^nm m fonjl wrlorene« ®crt »ieber (j. SB. fait^lr. wirwa (omne) preuff. wissa, (ett yviss, Ittt^. wissas); ja oft Weifen fle bei i()rem eingefc^rinften ^ort^ t)orrat^e noc^ SBoUfornmenl^^eiten auf, bte bau @an«!. fc^on Der» ntiflt^), unb »te mtc^ttd ftber^aupt bte JCenntntf be^ &an$tnt fe^, um tth ^vm^i\ö^m ben SStamm unb bte ma^te (StymoCogte gu ftnben , f Jnnte burc^ mt SRenge 85etfpte(e erlittet »erben *). — Die Sigennamen im ^(Upreu^ifd^en enthalten, ttte in febec tob« tm Sptaä^e, noc(^ manche« t>ev(ocne ^ptaö)^vit unb Später ge* fle^t i^nen be^^atb einige SBidS^ttgfeit ^ns um fie inbeffen mit &ii)et^ext aü^ifen su finnen, mäf te tüett me^r von ber &ptad}t fid) etl^aUen f)abtn, benn febe Don aufen hineingetragene ^tpmo« (ogie muf ^8d)fl fd^toanfenb »erben ; einige ^A(fe hitut inbeffen auc^ f)m ha^ ®an«lrit, fo, bei Ortsnamen mit Wangen bie, »ie Turwangen, Kinwangen u. a. im3Ba(be liegen, börfte »0^1 ba^ fan^fr. wana (sjlva, lucus) altf)od)h. wanc (Art mm IL ®. 553) t)ergltd)en toerben unb Lauks (ag^r) in Menfanken, Tatirlauken, Taplaken ftnbet SSerfi^rung mit bem €!andtr. loka (locus, mansio, mundus etc.). — @^ bliebe un^ nur noc^ ein fdixd in bie ^ormle^re fibrig unb l)Ht ifl tß, too bte (Sprache, »ie fc^on angebeutet »orben^ in etnem drmlid^ern ®etoanbe auftritt, aiß i^re litt^iauifc^e ®cl^t9e» fler; f!e erfcf^eint ^bereit« t^re« bejlen ®cl^mu<fe« beraubt unb ^at Don Sremblingen erborgen m&ffen, waß fte eittfl in retd^^errm 9Rafe befeffen — fein 9Bunber, ba fc^on 1309 ein beeret be« Jg^oc^meiflerd (Sieg^ieb Don ^euc^ttoangen fte ava bem SSolfe §tt hanmn erfhebte: ein SSerfa^reU; baß flc^erlic^ bte Sele^rung  1) ®o tff preitJT. kittas (alter), lett. zit«, no(b roirtticibf« Pronomen brffen 9ieutrum chlt tm 0and!r. nur nod) aU Sßtfümxnvmqifi^lht (ebt: icasdbit (quicunque); eben fo fommt im ^an^fr. nur nocb ber aboer» hiale ^fccufat. naktam (noctu) oor, tt>&^renb bad iitti. unb SP^euff. tiod) nactis (nox) ^aben 2C. « 2) ^an orrgL nur: touls (plus) tulan (multas), fanöfr. tul (im- plere); tals (ultro, tandem) fandfe. tal (finire reXfiv); enterpoo (utilts) fan^f. tarpas oon trip (tf^ttcü) ; bhae, bhe (et) fandfr. wa, perftfd^. ba; myls (canis) mile (amaut) fanlfr. mil; bou-ton (esse) fandfr. bhii ; rams , fett, rabras (tranquillus, moriger) fandfr. ram (tranqiiillum esse, gaudere); au4aut (mori) au-Iauns (mortuus) fanifr. lü (solvere^ Xuf<v), baber aucb 8tttb* lawonas (cadayer) wie bai ^axtm, lawanas btlben f5nnte. ^af guföeüen biatectifcbe Serfcbtr- benbett@tatt ffnbe, barf nid)t aujfallen, i. 93. sen-rinka (coUigit) faitSfr. rang (ordinäre) ba^er ranga (ordo Nalus 5, 3) preuff ranka (ma- nus) wober ranctwet (furtum committere); fo ifi preuf. *e^ge (fa- cere), Utt, sag-t (furari) unb fandfr. sak (posse) \oi^ fftr biefelbe aSurael }u balten. 
uttb bMt Unterricht bec Preußen Im ß^rijleiit^um erfc^werte, »eil man bcr ülation ba« Zf)zmtfle mf)m — i^re ®ebanfen! 2fber bei allem ®c^n)anfen htt>xfd}en ei^ent^fimli^ec tmb aufgebcunge? net SSilbung li^t ber attpreuff. iDiaUct noc^ mand^e ©runbi&ge einer t)oU!ommenen ®prad)e burd^bttden unb btefe migen, ol|)ne bie gange ®rammatif barjulegen, !urj atifgefftbrt »erben. S>ie S)ec(ination be^ 9lomen f)at wenig Sigent^iimltc^feiten mel)r auf jtiwelfen ; bie dafu« finb mangetbaft, infofem Snfhu» mentalis unb Socatit)u6 gdingtidb fehlen, ober Derfl&mmett unb. in meten %!iilm, »egen unfic^erer Stection ber ^ripofttionen, gar nid)t gu beflimmen ; ton einem Duale ftnbet ftd^ feCbfl beim ^ro« nomen, »e(c^e6 ftd^ (inger ai€ irgenb ein fRt\>Hf}tii ju Ratten pflegt; feine Tfnbeutung mef)t unb felbfl bie (Spuren t)on einem S^eutrum ftnb fd}VoanUnb, ba emnen (nomen) unb anbere, bie man bafftr galten mld^tt , nie mit bem HvtiM fo befitmmt Dor« f omn||n ; audf) bei bf efem (stas , stai , sta »ie SS a t e r orbnet, Im i\tt^. aber las, tk^ tai) ba6 9leutrum {u ungemif xft, a(^ baf man e^ mit eittiger <Si(^erlf)eit na(^»eifen finnte. S)ie erfle DecUnation Ü^t \id) t^oUflJnbig aufflellen: ber S^arafter be^ nom. tfl beim mascnl. s (deiws , deus) mit au^geflofenem S9inbet>o* cal (t>ergL üttf). diewas^ fan«lr. dewas) ber im ®enit. »leber 1)tu »ortritt (dei\vas, fan6!r. dewaaja); ber ©atit) ^ef^tnad) got^. Art auf n au6unb »irb fo bem 2(ccuf. gUi<^ (deiwan^ fan^fr. dewam); bec SSocat. vertiert b(of ba^ s be6 9}ominat (deiwa, fand!r. de> wa), wüdjti nur In rinigen SSrifpielen mif6riu(^(i(be %u6na^« men ftnbet. £)er 9lominat. im $iur. lautet deiwai (fanMr. de- w^s), ber ®entt. deiwans (fanWr. dewÄnäm), ber i^at jeigt »ieber rinige SSerft^rung mit ber alten Sorm , »obei eine f leine flSuc^^flabenDermricblid^ung nic^t inJfnfc^lag §u bringen ifl; wj^i- maos (viris, fandfr. wtrebhjas); ber 2fccuf. ^lilt im ^reuflT. fein s fejl, tüüd^e^ bie 6upl)onie im ®an6fr. abjumerfen gebot: wj- rans, fan«fr. wtr4n. — 2)a« gemlnin. ber erjlen ©ecL lautet auf a an^, mt im ®an^fr. (ganna mulier, daia donum), flts ctirt ftd^ äbrigen^ »ie ha^ SRaöcul. 2(16 5»rite 2>ecl. lie^e iiii) auffleßen: masc. rikjs (dominus) fem. teisi (honor), bie im übrigen gang ber gem6lS)nli(l!^en 2(b»anblung folgen. Sinige wichtige' 7lvd)ax^mtn bieten bie Pronomina bar^ bei beren engen SSerfi^rung mit bem ®an6f. felbfl haß iittt). nadf)flef ben mufi. iDa6 ^ron. bemonfir., tpeld^e6 bie ®te(le be6 Ttttihl» vertritt, lautet stas unb ifl bHfi »a^rfd^einlic^ atx€ s»ri ^rono« minen t^erf^molien, au€ sas unb las, bie \iö) Uiht im @an9(r. wieberftnben ^) ; ^ieüon b?»a^rt ba^ ^reuf. ben 2(ccuf. ®ingul. ^ 1) @ben fo balte 14 ba9 preuff. schis (hie) fdr tbentifd^ mit bem fanöfr. cshBs, ebenfa(I< aud bem Gtamme i (6. SSopp jum Naliu p. 
720 Uebec bie Cptai^t Mr atten 9^euffen. «tan (&anttt. tarn), m fd^on bai 2tttb. fein a virgalatum [«(t, atfo »enidfien^ nxibt DoUjl^nbij mebc fci^reibt unb \id) ft^on bem l^tt. (to) ndb^rt. Z>ec @entti)) fcrnrr steisai, fem. steises ber&btt jt(^ ni^er mit bem @an6(. (tasra, fem. tasjas) aU ba« abge* f &t}te ttttb- to, fem. lös ; ber 2>attt) aber tritt jener fo nabe, »ie feine Sprache mebr, inbem er bie ©plbe smu M c^arafteriffis fdb^ (Snbung gebraudi^t (DergL kasmu (cui) fan^fr. kasmai ; stes- mu, fanMr. iasmai), bie fonfi nirgenb fo rein Dorfommt (Mtgl. tittb. timui, gotb. thamma mit atidgejlogenem s). Da< %mp nin im ^reuff. bat im 2)atit) stessiei, ÄbnUcb bem fan^f. tasjal Uebrigend »erben kas unb stas im ^venf. re(attt> burcb bie &^tbt wjds, mie im CanMr. bur(b wad: kawjds (qualls) siaLwyds (talis). ^ai perfSnl. Pronomen as (ego) fcbeint urfpr&nglic^e %tm, ba^ fan^fr. ah-am aber fcbon Dertvetcbt, ba bitr ber statos abso* lutus as-mat lautet unb ftcb auö unjabtigen SSeifpieUn^eigen liefe, wie s in h, aber fetten umgefebrt, fibergebe (r>ergL fan^fr. asl^ta octo, gotb- ahtau u. a.). Sie fibrigen SSeugfäUe nebmen, toie im ®an^(r. einen anbern @tamm ^u ^&lfe, j. 93. Satt« maim (bem fan6(r. niajam ndber aU bau ttttb. m'an; ; babinge* gen nimmt bie anleite ^erfon tu (im ®an6fr. fcbon mit bem @uff ip am : twam ) fein ®ubflitut an : S^atio tebbei fantf. tubhjam; nur im $tural jous (vcfs) fanifr« jujam tji eine neue, bei beiben gleite, ÜBurset ju. 93om S^erbum enbli(b (df t f!cb burcbau6 feine regetmifige 6on]Ugation burcbffibi^en ; baf aber aucb bier bie @pra(be etnft an 93oQtommenbeit bem ®an9(r. nabe gefommen fep, bemeift nocb baö SSerbum @ubf}antit>um, tvelcbe«, abgefeben baDon« bap ber £)ua( febtt , ^um Xb^iC ftcb im ^rdfen^ burcb ba^ Seßbaiten feinet SBurie(Doca(« befldnbiger flectirt, a(« felbjl ba6 3nbif(be. ^iet ba^ @d^tma : asmai (sum) fanMr. asm! assei — — asi (flatt assi) ast — — asti asmai — — sraas (flatt asmas) astei — — slha (ftatt astba) ast — — sanli (j>att asanli). ©er 3 n f i n i t i t) gebt im ^reufjl auf t au^ : bout (esse p. 10), enimt (sumere p. 62), madlit (prccari p. 14), pout (bibere p. 17) unb s^ar ifl bief bie b^ufigere &nbung, bie aber fcbon  197) unb »as )ufammengerett, mie Ute \m 8atetn.; Hi $rruff. tff bann felbH bev Supbonte getreuer geblieben tnfofrni H ben 3tf<blAnt betbebielt, ben fßaUt (p. 71) mit Unre(bt verbÄcbtig ana(bt. 
ttefrer bie Sprache ber aiun ^reuffen. 721 att aigefdS^ßfen }u btttaÖ)Un ifl unb t^oKflditbid eineti 9lafat an« il^^men mä^te: bouton (p. 28) enimton (p. 62) madliton (p. 62) pouton (p. 32) moburd^ er btnn bem \an€tt. Snftnit. «ber etgentU«^ Serunbium gletd^ (ommt: pitnm (potum) u. f. f. 2)a$ SBater aber jene« ton f&r btofe« 2(n^jn0fe( galten n>tK (p. 102), iji einem ^prac^forfd^^er fdl^toer ju t)erdeben. @tne eigne 3nfinittt)form ifl bie auf wei: biatwei ^timere) bilitwel (dicere), »eld^e Gnbung fc^on ^rätoriu« für einen ^ufati ^ ndrte , ber b^uftft w^gftele. Qma^ t>orei(ig ifl aber ber ®^luf Sater« (p. 101): „iba^ aber jene« wei ober wi'^ (Untere« Commt inbefjen nie aÜ 3nftnit ßnbung t)or) ,, ein btofer, toabr« „fd^eintic^ fafl gan} bebeutung^Cofer ^nbang getoefen, er^eKet ,,baratt«, baf aui) jutoeiUn ^erfonatfornten ber Sterben ibn f)at „ ben. '' ^CUerbing« f)at biefe ®9lbe S3ebeutung, benn mertt man auf ben ©ebrauc^ fene« SnftnittD«, fo toitb man ibn meifl nac^ ber ^räp. prci (ad) finben: prei poutwei (ju trinfen p.31) prei madlitwei (ju bitten p. 20), befonber« b^uftg nacb tum (habere): tum westwei (btt^ajliufÄbf^»P-2) Wogegen: maasimai west (baf mir fi^vtn migen p. 43); turri aus- kandints poatatwei (bu ^aft ein Srfiufter ^tt »erben p. 24) t>erg(. postat p. 60. S3eifpie(e ftnben ft(^ fafl in jebem @ebote; nur ifl bie Siegel nidf^t feflgebalten, mei( ba« Berbum turri audl^ foKen bebeutet; wir b&rfen baber nicl()t aufleben, tene 3nftnitit>e auf wei ober twei f&r bo« ®erunb. )u galten, mU^ im ®an«(r. auf twä ausgebt Sinbef ftcb hingegen wi imb wie (niemaU wei) M ^erfonalform , §. 85. gerdawi ( lo- quor), fo ifl fte Don einem 3nftnitit) auf aut, inbem ba« u in w fiberging, wie rikauite (regnate) Don rikaut; an ber ber brit^ len 9erfott $(ur. enblicb {. S. poskuliwie (admonent p. 32) ifl bie Snbung ein ^ronom. recipr., wenn auc^ wans (vobis) t)ors b^rge^t, wie au« bem babeiflebenben perstallö Tadministrant) Üat wirb, eben fo wie f!cb si aC« Steciprocum anfangt, o^neracb« tet sien (se) pleonaflifcb Dor^erging, ). S3. ddtunsi (dare se p. 20) grtkisi (fi(b Derffinbigen p. 15), mukiasusin ((ebre fi^ p. 36) welcbe« SSater ricbtig flberfebt unb bocb P* 102 si unb sin ebenfaU« ali mfiftgen 3ufa(} t)erurt^ei(t. :Die ^articipia, welcbe SSater p. 98 aufffibrt, bebfirfen einer genauem ® onberut^g, bei weld^er nur ba« ®an«(r. bie «^anb bietet: mebre nSm(idl^ gebiren ben SnftnitiDen an, wie bie auf ton (nid^t au« IBerfe^en wie ®. 101 bebauptet wirb); mebre auf ns ftnb ber Sorm nadl^ 9>arti€ip. ^affipi, bie ffcb im ®an«(r. mit nas unb Us bilben, g. ^. au-launs (inortuus) unb manche, \>on Sater p. 75 )u fBerbatfubPantit)en geredbnete, ffnb ^art. 7ict\\>i 9r2f. wie dilants (operans), w^itiantin (Ipquentem) t>erg(. I. 46 
722 tteber bte &pva^t ber aittn ^ttufftn. fan^fr. pachan, 2Ccc pachantam (coquentem). — ^VL betl üt tert^fimttc^en SBoWommen^etten be^ l>treujf. 2)talect^ ftnb an4 iette unttennbacen ^avtiUin ju red^ncn, bte, »entg an ber 3<i^^ bem Secbo eine reidfte fDlenge t>on SSobtftcationen {u gebe» Mt» misen unb, einige Serfl&mmlung abgerechnet, biefetten jmb, loie {te im ®an«fr. ftc^ ftnben (®. S3opp. Se^rgeb. §.111), VHnnavOf, »ie fafl natärlic^ # ibt^^ SSebeutttng {umetlen abmid)t ; am b^ ffgflen f!nb per (fanMr. para), pa unb po (fanMr. npa), prei ( fanöfr. praü ) äa (im &an€tt. 4 , ober an a(^ iUere %oxm) b unb esse (fan^fr. ul), na (fan^fr. anu), sen (fanöfr. sam) ^). 3tt ber Solge merben folcbe ^artifetn {u »irttic^en Slominalpripofl» tionen unb biefe Crift^ ifl grabe im ^reuff. ffc^tbar, »e^b^tb t^re Slectiott fo unftcber unb fc^mantenb ifl. @o tiefeingreifenb biefer Sitbung^gang bei bem 9}erbo be^ inbifc^-germonifcben Sprac^jlamme^ ifl, eben fo burd^gef&brt ifl bie Xrt ber 93erei(^ rung beim fRomen.unb JCbjectiD burcf^ 2(bleitttng^f9(ben ober fo> genannte @ufftra, burc^ n)e((lb^ biefe @pra(^en ben griften Slei^M tbum in ber SBSortbitbung entfalten. Sebod^^ ftnb biefe auiUm^ tenben Xn^inge ein freiet ßrjeugnif iebe6 ein)e(nen SiaUcte^, unb , auf analoge SBeife angefügt, f innen f!e burdE^ Son mib SSebeutung ^hd)\l t^erfc^ieben fepn. Tim reic^flen ffnb f)ier bie Ganöfr., bie ®ried^. unb ®ermanif(^e Sprachen unb fetten trifft bcrfeCbe Xu^gang mit bem Zi^nlU)en eine^ anbern 2>ia(ect^ ihn* txn^ n>ie einige SSeifpiete {eigen migen: von bem Stamme ag unb ak (videre) biCbet ba^ ®attMr. ak-sha (ocnlns) ba< pren^ ackis, ba^ grie^. oxxo^, ba^ tat oc-nlus; — r>on dak bittet ba^ ®an«(r. daksbana (dextra), ba^ @rie(^. de^ioc, ba6 2ntprett|f. tickra u. f. f. 2)a« ^reuff. bietet biefer Snbungen Diele bar (bei Sater p. 74 seq.), bie ftcb am engflen mit bem £itt^auif(^ unb Settifcben, mitunter fc^on mit bem @ermanif(ben beribten^ ei mfirbe )u meit fäb^en fte aUe aufsuj^bl^n unb mit i^nü^ Sufftpen aui bem 6!an^fr. in t)erg(eic^en. jDie Si^igfeit enbli(b# Gompoftta in formiren, l^at bie preufplittb. Sprache mit ibren oeri n)anbten (Stimmen gemein unb ^war giebt H S3eifpie(e t>ott e<^t» inbifcber Sompofttion, i. 95. totnn ba$ erfle ®(teb im abfoUtten Staube in irgenb ein 6afudt)er][|i(tni$ gebac^t n^erben muf , toie  1> JBergt. fan«!r. «Ihä ^slare) preuff. po-stat (ficri), stamntei (slans) preistattinnimai (coilocamus) ; — fandfr. sthal A:oUocare) preuff. perstajle (coUocatus est); stalle (stat), istallit (naib tMR )Detttf(b. auSfleben); — fanö!r. sad uiib sid (sedere) prettff. sidons (sedens) ensaddinons (etnsgefe^t); — fanöfr. ivach (appelläre), prrnff. waddtwei, preiwacke (compdiat), enwacke (acdamant) po-wacids- na (clamor^; — fan^h:. labh unb lambh (capere XocfA^av«») preoff pallaipsit^ei (cupere) po-Iaipinna (jubeo) pallaips (jussnm) u. t W 
Ue6er bu &ptad)9 ber alten ^reuffeti. 725 but-sargs (paler familias), tvogegen au(^ Ut tva^ce @enittt> t)or» fommt: buitas-taws; eben fo bilbet ftc^ t>on ber ^attitti sa (fandtr. sa) nnb lob (amare, fan^tr. lubh, lubere) badSompo« fftum saluban (matrimonium , mit Siebe fepenb), unb attß bre me^r, bie aber mitunter erfl bem S^eutfc^en nac^gebilbet [deinen, »ie kaimalucke (^etm^ucf^en). 2)te Sonfhuction ^at J7d[l ebenfalls fc^on nac^ bem beutfc^en &pxa6)gmm^ itqutmt, »eil bie ®pra4)e bereite if)tt S3eflimmtl!)eit t)erloren ^atte; n)ie (langreic^ f!e aber nocl() bamal^ gemeFen fep unb ffc^ in iSttUa toiüid gefc^miegt ^abe, geigt bie Ueberfegung be^ befannten SSer* fe^: ein ieber Um' fein Sectton 2c., ber bei 2Cbe( SStU fo (autet: Erains rnukinsnsiii swaiao rnukinsnan Ttt wisst labbai stall lans enstan buttan.  V 
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