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                    JÖRG L€CHL€R
"URT KABITZSCIfV€RLAGL€IPZIGi


#om erflen (Srntefef! im ©ritten :Keid> 3n öer Warf Branöenburg, Kreis <D[t*prigni$, rouröe öie $eier öes Grntefeftes (10. 9. 1933) mit einem Um3ug Dort (Bermanen öer Bror^eit eröffnet. äradjt unö Kultgeräte rouröen in funögetreuer naa> bilöung aus öer 3*it um 1400 d. dijr. ge3eigt. Das im ^uae von (Bermaninnen getragene r)atenfreu3 naa? öer germanifdjen $els3eidmung oon dofe in Süö[djtr>eoen. 
Vom Die (Descnicnce eiises synbocs erweiterte utlö iwmcbrte Ztuflagc Do« £>t\ 3 6 r tj c d) I e r ttttf ooo Sbbtlfcungtti utib i farbigen Cafel  ®  1934 CdRC KHBXrZSCD VeRCHG/Ceip2I<5 
#ortt>orf  uf umftrittenem hoben obliegt bem $orfd)er boppelt bie Pflid)t 3U forgfam abtDägenbem Arbeitsoerfafyren.  Aus biefer (Einfid)t heraus fyabe id} bei ber Heubearbeihmq öiefcs Budjes bie ftofflid?e ©runblage nad) lunlidjfeit oerbreitert. Dabei legte id? befonberen EDert auf ben Ausbau bes Bilberam Ifangs unb feine $ortfüfyrung bis in bie neuefte 3*it. Am ©runb fätslidien glaubte id? feftljalten 3U bürfen r nid]t 3ule^t r toeil mir bie Befprecfyungen ber 1. Auflage 3eigten, baft id? auf bem rid)= tigen IDege toar, roenn idj mid) oljne oorgefafete THeinung, allein bureb fritifcfye Sid)tung bes Stoffes um eine Klärung bes $ragem Ireifes müfjte unb babei tro^bem in ber metfyobifcben <5runbfyal= tung bie mittellinie 3tr>ifd?en loiffenfcfyaftlicfyer unb Dolfstüm= lieber Darfteltungstoeife ein3ul?alten trad)tete. Das (Erfdieinungs^ jafyr 1921 ber 1. Auflage gibt fyinreicbenb (bewähr, bafe mein Bud) n\d)t in einer Reifye ftefyt mit ben oon ber politifdien Gnttoidlung getragenen (Eagesfdjriften. Das J)afenfreu3 fyat in ber neuen 3eit roieber einen lebenbigen Sinn befommen. 3d) freue midj, bafe bie einft abfeits liegenbe $rage nach feiner Urheimat unb feiner urfprünglid?en Bebeutung nun enblid} ben Klangboben finben toirb, ber ifyr längft gebübrt. Dem Derlag fpred)e id) Danf unb Anerfennung bafür aus, bafe er grofoügig unb opferbereit bem Bud) bie Ausftattung Der- liefen tjat, in ber es fyeute Dor uns liegt. Dr. 3örg £edjler 
Seite <5e(amtbar(tellung öer <5e(d?id}tc bes f}afenfreu3es 1—14 Das J}afen?reii3 in unfrer 3*it 15—18 Über[id}t über bie f)afenfreu3formen 19 Die Beöeutung ber fjafen 20—21 5000 3abrc r)afenfreu3 (3eittafcl) Übcr[id?ts!artc über öic geograptn(d)e Dctbrcitung öcs Jjafenfrei^es 23 Symbole öer jüngeren Steitt3eit aus öem noröifdjen Kulturfreis . . 23 Dom Sonnenrab 3um Kreu3 24  dl?ri[tentum 25 -3b Banöferamif 37 Dreibein 38 Groja 39-40 IHufenä [töriedjenlanö] 41—42 Kreta 43 <&ried?enlanb 44—47 3ypern 47-48 Egypten 49 Italien 50-51 Kelten 52-53 Römer 54  <3>ermani|dje $unbe öer Bron3e3eit (Germanen Slatoen unb Baltifum Kleinajien Kau!a|us 3flam flfrüa  Die IDelttoerbung als CEeppidjbarjtellung 68 — 69 3nbien 70 3nbien. (Tibet 71 ITCalaii[cber Archipel 71 Gfyina 72—75 3apan 76 amerifa 77—79 Horöiidjes £t}ri(tentum 80 tDappen, Warfen*, Steinme^eidjen 81 Dolfs!un(t 82 3m Dritten Reid} 83—87 flbbilbungsnaa7tr»eis 88 — 90 
er öenft Ijeute nod} Diel an üurnoater 3<*f?n, öen man in öer Spradie öer (Segen- a>art als öen Sd)öpfer öes IDefyrfports be3eicbnen tonnte. ITTit feiner „2urnerei" er3og er nad) Preußens 3ufammenbrud} oon 1806 öie Öeutfcbe3ugenö 3um XDefyrgeöanfen, unö nicht nur öas, er begeisterte fie aud? für öie öeutfcbe Dor3eit. IDenn er freute öurdj öie Strafen gefyen fönnte, roüröe er nicfyt 3U fragen brauchen, roas öie f?afenfreu3faf?nen beöeuten, er roüröe fofort ifyren oölfifdjen Sinn roiffen unö toüröe fid) mitten öabei füllen; öenn er ift es ja geioefen, öer feine 3eit unö öamit uns mit öem fjafenfreu3 befannt ge- macht f?at. Schrieb er öod) and} fein „frifd), fromm, frofy, frei" in I?afenfreu3form unö fnüpfte öamit belaufet an öie Dorgefdjicbte unferes Dolfes an. 3u feiner 3eit fanöen öie erjten großen Ausgrabungen in Deutfdjlanö ftatt, öie befonöers ©ermanengräber aus öem Beginn unferer 3eitred?nung erbradjten. Diele öer Urnen mit öen Afdjenreften unferer Alt- Doröern trugen öas I}afenfreu3. So griff er öiefes Sinnbilö als befonöeres öeutfdjes unö germanifcfyes 3eid?en auf. tjeute, too überall in Deutfdilanö neben öer fdiu)ar3U)eiferoten Slagge — öeren Schöpfer öer eiferne Kaller Bismarrf toar — öie f)afenfreu3fal?ne toefjt, ijt öie $rage nad} öer I?erfunft, Beöeutung unö (£ntftefyung öes Jjafenfreu3es eine allge- meine getooröen. $ünf 3af?rtaufenöe fefjen auf uns fjerab, roenn öas t?afenfreu3 uns grüfet, unö roenn im folgenöen feine <5efd)icbte aufge3eigt tüirö, fo müffen toir nidjt nur einen (Bang öurdj fünf 3al?rtaufenöe, fonöern öabei and} faft eine Reife über öen gan3en (Eröball antreten. Das Überrafcfyenöfte ift für öen, öer fid} nod} nxdit mit öer $rage befd)äftigt bat, öie dat* fadje, öafe manfyeute in öen oerfdjieöenften £änöern öas fyifenfreu3 in Benutzung finöet. IDir finöen es an öen Kampfwagen öer englifdjen Artillerie, an lettifcben, finnifdjen $lug3eugen, an Dampfern Spaniens unö 3slanös als Reeöereiab3eid)en, im politifdjen Kampfe öer Unabfyängigfeitsbeioegung Kataloniens. Aber aud) auf öer (Segenfeite unferer 4röe finöet fidj öas t)afenfreu3, toie öie Aufnahme öer Stabsflagge auf öem djinefifdj- japanifdjen Kriegsfd^auplatj Abb. 1 5. 2 3eigt. Aber ri\d}t nur in öer (Begenroart fommt es fo 3af?lreid) an oerfcfyieöenen Stellen oor, u)ir finöen es ebenfo bei Dielen Dölfern öer alten 3eit r roenn and} nidjt gleicfoeitig. Aud) ift bei ein unö öemfelben Dolf öie t)äufigfeit im £aufe öer 3eit fefyr roedjfelnö. 3n mandjen Dolfsgebieten ift es roieöerum gan3 unbefannt, fo 3. B. im alten ITIefopotamien. Da fommt man fefyr leidjt 3U öer $rage: 2a, wenn öas trafen- freu3 an fooiel Stellen öer IDelt erfdjeint, ift es öa nidjt I?ier oöer öort gan3 felbftänöig  1 £ed)ler. fiahenhreu}  l 
entftanben, roeil ^ufagen ber Htenfd) von Ratur aus auf biefe $orm fotnmcn mufetc? Kann man überhaupt 3U einem greifbaren fixeren Ergebnis in ber Unterjudiung tommen? Bei richtigem metbobifeben Dorgeben roirb man am ef?eften 3" einem einbeutigen unb flaren "(Ergebnis gelangen: 3n müljeDoller, roiffenfcbaftlicber Kleinarbeit batiert man jeben eisernen 3utage gelommenen fjafentreu3funb genau. tt>enn man bies bmdy geführt t?at, fo ergibt fid), baf3 in ben ein3elnen Cänbern bas fjafenfreu3 erft in 3eitlid> aiifeinanberfolgenben flbftänben auftauet, unb 3roar immer jünger, je weiter r>on (Europa roeg. tDir f?aben bann einen weiteren untrüglidien Beweis, bafe bas Sinnbilb bes t?afen= frcu3cs oon einer Stelle ber (Erbe aus feine Derbreitung genommen t?at. Überall ift es eben nid)t blofees ©rnament, fonbern es t?at 3ugleicb glüdoerbdfeenbe unb unb.eilu)eb.renbe Bebeutung, ftel?t überall auf bas engfte in Derbinbung mit ber Sonne, ber IDieberfebj bes Cidjtes, bem wieberrel>renben £eben, bem Kreislauf bes (Sefdjetjens, ber Unenbhdi= feit. 3ur Beurteilung, was bas fjafenfreu3 bebeutet, ebenfo wie 3ur (Erflärung feiner <Ent= ftetmng fann man nur oon ber Betrachtung ber Altertümer f>er tommen, inöem man Sunb für Sunb in feiner Bebeutung unb feinem Sinn unterfudit unb aus3uwerten traditet. Die $rage nach, bem Sinn bes t?atentreu3es ift audi toieberum rtidjt 3U beantworten, wenn man fein flugenmerf ausfdjliefelicb. unb allein auf bas tjafenfrci^ riditet, fonbern man mufe bie gefatute Reifte ber oorljanbenen Symbole überhaupt in bie Betrauung embe= 3 ieb.en, ba fie miteinanber in tDed ? felbe 3 iebung fteb.en unb fid? oon einem auf bas anbere Sdjlüffe 3iel?en laffen. Als bie <H?riftenoerfolgungen unter Rero einfetten, mar bas (Uriftentuitl noch mtft einmal 3U einem feften gemeinfamen Sinnbilb gefommen. fltn elften fönnte man noch, als allgemeines djriftlicbes Sinnbilb unb <Ertennungs3eid?en ben $ifd) rechnen. Sein <5e= braud? erflärt fid? baraus, baf3 bas griedjifdje IDort für $ifdv. ichthys im <5ried)ifcb,en bie Anfangsbuchstaben uon „3efus (Ebnftus Gottes Sobn, ber Retter" enthält. (Erft im 2. 3at?rbunbert werben als cbriftlid?e Sinnbilber bas Rabfreu3 unb bas fjafenfre^ ge= bräudjlid). Beibe ftetjen gleichwertig nebeneinanber; bas t?atentreu3 überwiegt fogar. Beibe Symbole finb nun nidit oon ben (Ebnften erfunben worben, fonbern waren fdion 3al?rtaufenbe oorI?er im Gebrauch. Das Rabfreu3, 3wei fenfred?te, fid) freu3enbe Durch* meffer in einer Kreislinie, mar eines ber bauptfädilidiften Symbole ber jüngeren Stein= 3eit. (Es mar bas Sinnbilb ber Sonne*. tDir nennen es bas Sonnenrab, roeil bie bdbnifcben (Sermanen es nod) fo be3eid)neten. 3n ben altislänbifdjen Sdiriften 3. B., in benen uns bie Kenntniffe bes „Stern=©bbi ' überliefert mürben, fpridjt biefer con ber Sonne ftets als „Rab ber Sonne" unb bemüht ben fjalbmeffer, alfo bie Rabfpeidje, als IKafeeinbeit**. Dafe bie Darfteilung ber Sonne als Rab auf Raturbeobadjtung in norbifchen Breiten 3urüdgebt, 3eigt unfere flbb. 26,11 treffenb***. Reben bem Sonnenrab ift aud? bie Kreisfüeibe ein altes Symbol für bie Sonne (oielleidjt auch, für ben Rlonb). flud? gleicbmittige Kreife treten ebenfalls * Ittontelius in öer 5citfd?rift „Prometheus" 1905 unb „Wannus" 5eit(*tift für Dorge(diichte 1909/1915. ** Otto Sigrib Reutet: fflööi rjelqa(on, Illannus, VI. Grgän.nmgsbanb 1928. *** Dur* tjerman tDirtl? i(t in toeite Kreije ftorte ««teUnabme für Symbolge(cbid^ 9^9™™*«*; 3n feinen Schriften, befonbers in bem IDerf „Die be.hqe Urjduift öer nien(dbeit , bat et umfang- reidies niatenal oorqeleqt unb barin bie Ableitung Oes Sonnenrabes oom ©ef.ditsfre.sionnenia bt Der- Irrten! «KnrfttUtm? bie ben bisherigen im Grunöe genommen nicht unberjpr.cht, fonbern f.e nur erweitern unb mit ihnen burdiaus oereinbar erjeheinen mürbe.  2 
als Sonneniöiogratmne auf, flbb. 23, 3. Aus öem Raöfreu3 leitet fid) öas gleid)armige Kreu3 ab, inöem fid) öie Speiden von öem Raöfreu3 löften unö allein Symbolgeltung behielten. Aus öem gleid)armigen Kreu3 entfielt bann fpäter öas lateinifdje Kreu3 (Seite 13). 3n öer jüngeren Stein3eit finö bei öen Horöeuropäern, öen Dorgermanen nod) weitere 5eicben befannt: öas Krüdenfreu3 öas 3al?nraö $, öer Stab mit (Quer fproffe z t , öas fid) gabelnöe 3eid)en TU, öas Kamm=ITIufter öie Doppelajt 00. (Ei^elne öiefer 3eidjen fliegen ineinanöer über, toie beifpielstoeife 3af?nraö unö Kreu3. IDenn toir aud) nod? nid)t mit oölliger Sid>erl?eit fagen fönnen, roeld)e fymmelserfcbeinung fie be3eidjnen, fo ift öod) ifyre fosmifd)e Beöeutung oöllig fid?er f öenn in öer fraglid)en 3eit fommen in ITIefopotamien öiefelben 3eid?en oorbabylonifd) (3. 3<*l?rt. o. Gfyr.) oor, unö Krüdenfreu3, Kreu3, gleidnnittige Kreife unö 3al?nraö finö öort 3toeifellos planetare 5eid}en. Daß öas I}afenfreu3 gleid)falls ein planetares Symbol, nämlid) öer Sonne ift, läf$t fid) auf inöireftem IDege erroeifen. 3toifd)en öen obengenannten 3?id)en Tiefet nun im (Bebiet öer Süöinöogermanen, unö 3roar Dom unteren Donaugebiet bis nad) Böhmen fyin, öas fiafcntrcii3. Da öie gan3en übrigen Symbole fosmifebe Beöeutung fyaben, fo ergibt fid), öafe roofyl aud) öas f}afen= freu3 ebenfalls ettoas flftrales, Kosmifdjes beöeutet. Unter öen obengenannten Sinnbild ton nimmt öas Sonnenraö öen fyeroorragenöften piatj ein. Da öas fjafentreu3, toie mir feljen roeröen, in allerengften Be3iefyungen öurd] öie 3af?*taufenöe 3U öem Sonnenraö ftef?t r fo liegt es nafye, öas Jjafenfreu3 für ein Kreu3 3U galten, bei öem öurch öie ange- fügten traten öie Bewegung öer Sonne angeöeutet toeröen follte, ifyr Auf* unö flbfteigen oon öer SommerfonnentDenöe 3ur IDinterfonnentDenöe unö umgefefyrt. IDir möchten 3roqr oielleid)t meinen, man müffe öie Sonne als eine glatte Scheibe öarftellen mit geraöen Straelen. IDenn mir uns aber nun in öer ITIalerei umfefyen, finöen roir faft öurd)toeg öie Strahlen öer Sonne gefrümmt, mirbelartig oöer flammenö. 3n jeöer Kunjtgefd)id)te laffen fid) hierfür Belege genug finöen. <ts genüge fyier öie IDieöergabe öer Beifpiele flbb. 20, 2, 3, 6, 7, 9. Aber aud) fdjon in römifdjer 3eit finöen mir öiefelbe Darftellungsmeife bei Kult 5 bilöern, fo auf öem ITCitbrasftein oon Sd)mar3eröen, flbb. 24, 15: linfs ift öie Sonne, rechts öer IHonö angebrad)t, öer letztere als Stiertopf, öie Sonne aber als (Beficht mit nad} rechts unö linfs gemenöeten Straelen. 3nöifd?e Sonnenöarftellungen 3eigen gan3 äl?nlid}e Auf* faffungen, flbb. 20, 6. (5ef?en roir weiter 3urüd, fo finöen roir auf af fyrijdjen <5ren3fteinen öes 12. 3<#fy. o. df?r. nebeneinanöer Sonne, ITConö unö 3fdjtarftern (= Denus) einge- meißelt: öen Stern fieben3adig, öen Ittonö fidjelförmig unö öie Sonne als Kreu3 geftaltet. 3u)ifd)en öen fpi^ooalen Kreu3armen öer Sonne fdnefcen 4 mal 4, in öer gleidjen Rid)tung gefnidte Strafylenbünöel fyeroor, öie eine öem fyifenfreu3 täufchenö äfynelnöe $igur bilöen, flbb. 20, 2. Dies ift öesfjalb fo beöeutungsooll, weil im babylonifd)=af fyrifd)en Kultur* freife öas tjafenfreu3 oöllig fremö ijt. Die Sonne touröe alfo in fo Dielen Sonnen öar* geftellt, bei öenen fyafenartige Straelen öie Bewegung oeröeutlichen, öafe es fefyr wofyl möglid) erfd)eint, öafe öas I)afenfreu3 felbft ein Sonnenfreu3 öarftellt, öas fid) bewegt. Dom 6afenfreu3 nid)t trennbar ijt öas Dreibein (öer Dreifd)enfel, öas Griquetrum oöer Griffele). Bei tytn fönnen roir nod) nadweifen, öafe öie gefnidten Straelen wirflieb öie Bewegung öes fluf ; unö flbfteigens beöeuten. mit Beftimmtfyeit wiffen roir Dom Dreibein, öafe es ein Sinnbilö öer Sonne ift. ©ft fommen öie Beine oöllig natürlich als IHenfd)enbeine gebilöet oor. mitunter ift aud) öas Sonnenraö im Drefypunft öer örei Beine 311 finöen, flbb. 3?, 2, oöer es ift als öreibeiniges Sonnengefid)t gebilöet, toie 3 
auf öem Relief von Beöiae Abb.3S,9, wo bann nod) ausörüdlid) Baal, „öer etoige Sönnern fönig", angerufen wirb. Das J)afenfreu3 erlebte nirgenös eine grunölegenöe Änöerung feiner Beöeutung, nur öafj es einen allgemeineren Sinn erhielt unö öaöurd) weitere AntDenöungsmöglid}feiten, roie u>ir öies bei Dielen Sinnbilöern beobadjten tonnen. Dielfad) fommen öireft Dcrfcbuul 3ungeu öes f?afenfreu3es mit offenfunöigen Sonnenfymbolen oor, fo auf öem trojanijd)en Spinnioirtel Abb. 39, 16, oöer öer Steinffulptur feltifd)en Urfprungs aus Sd?ottlanö, too öas J}afenfreu3 im ITTittelpunft fon3entrifd)er Kreife fteljt, flbb. 53, 24. Kämpfte $orfd?er roie ©raf ö'Aloiella, Bertranö, Dedjelette, IHontelius unö £uöoig ITtüller Ijaben immer öen 3ufammenl?ang öes $afenfreu3es mit öer Sonne betont. Sie ertlärten es aus öem Kreu3 öurd) Anfügen oon fyifen entftanöen oöer oom Sonnenraö. (Es fann nid)t unfere Aufgabe fein, alle bisher oerfud)ten (Erflärungen toieöer3ugeben r 3umal Diele jeöer aud) nur einigem mafeen tüirflid)en (Srunölage entbehren. Aber es ift öod? notroenöig, öie ljeraus3ugreifen, öie Ijeute nod) im Dolfstümlidien Sduifttum arcpttreffen finö. (Es gab eine 3eit, in öer man öio KulturerfduMnungeu in (Europa ofyne weiteres öurd) Übernahme aus öem ©rient 3U erflären oerfudjte. Die (Entöedung öes Sansfrit in 3nöien hatte öas ihre öa3u getan, öenn man überfdnitjte öas Alter öer gefunöenen DiAtung ge* roaltig, \a\} aber öabei ridjtig ($ran3 Bopp, 1863), öafc öie Sprache mit öen meiften euro* päifdjen Spradau roegen ifyrer Äljnlidjfeit uroerroanöt fein müffe unö fam fo 3U öem Cefjrfatj, öafe alle Dölfer mit Spradau, öie öem Sansfrit oerroanöt finö Qnöogermanen), aus einer gemeinfamen f?eimat itanunen müßten, unö nafym öafür JUItädtf 3nöieu an. Balö jeöod) erfanntc mau öie Unmöglidjfcit öiefer Annahme unö Derlegte öie Ijerfunft nad) öer (Begenö öes Jjodjlanöes Don 3ran, einer £anöfd)aft, öie nad] öen Sansfrit* teften „Ariana" fyiefe, alfo „fynmat öer Arier". Jjeute ift öie ITCel^aljl öer $orfdjer fid) öarin einig, öafe als roirflidjes Urljeimats* unö Ausgangsgebiet allein (Europa — fein füölid)er Geil ausgenommen in $rage fommt. Hur über öie engere Umgren3ung öiefes Urfprungs* gebietes finö fid) öie Spracbforfd)er unö Archäologen nod} nid)t einig. 3*ne nehmen mefyr öas öftlidje (Bebiet an, £itauen bis 3ur IDolga, öiefe öas <5ebiet um öie Dänifdjen 3nfeln. Das J)afeufreu3 tommt nun aud) in 3uöien oor; fyier ift es unter öem Hamen n Swo ftifa" befannt, wenn es rechts geörefyt ift, linfs geöreljt Reifet es „Sautoaftifa". Sroaftifa Reifet auf griedjifd) tv zg->. — es gef?t gut — , befagt alfo fooiel roie <5lüds3eid)en. VHan I?at fjier öas fjafenfrei^ mit öem $euerquirl in Derbinöung bringen loollen, jenem (Berät, öas man 3ur $euerer3euguug benu^te, Abb. 21, 22. (Es läfet fid] aber aus feiner Befdnreibung in öem dejt öer „Rigoeöa" nid)t im geringften auf öie $orm öes §afenfreu3es fchliefeen. Selbft 3ugegeben, öafe man 3um (Einfe^en öes Bohrers bei „oollfornmeneren" Bohrern 3U)ei J}öl3er freu3U)eife übereinanöer legte, fie alfo ein gleid)armiges Kreu3 bilöeten, roofür man aber aud] feinen Beweis f?at, fo wäre bann erft nod) 3U betoeifen, wie aus öem gleid) armigen Kreu3 beim $euerboljrer öas £}afenfreu3 entftanöen fein foll. Aud) öie oier mit unter in öen 3wideln angebradjten Punfte, tote Abb. 41, 5—8, 3ur Stü^ung öiefer Am nannte als Rägel 3U erflären, ift n\d}i faltbar, öenn wenn man fdjon eine materialiftifd)e (Erflärung für nötig l?ält, fo müfeten ja öiefe Rägel roirflid) etwas 3U galten haben, toas fie ja aufeerl?alb öer Kre^arme nicht fönnen. Die Rigoeöa^Stelle (X. 62. 7) ift, nrie mir auch Prof. Sdmbring beftätigte, nicht fyeran3U3ieI?en. tDäre fie in $™ge gefommen, fo roäre öamit öer Hadjtoeis öes I}afenfreu3es in 3nöien für öas 2. 3al?rt. d. dl?r. erbrad)t, öa als (Entftel?ungs3eit öer Rigoeöa im allgemeinen öie 3eit um 1500 gilt. (Brabomfft behauptet  4 
in feiner Schrift „Das (Befyeimnis öes f?afenfreu3es" (1921), öafe öas J?afenfreu3 getoiffer- mafeen öas aus £7013 gefertigte Scbtoungraö öes $euerbohrers geioefen fei. Dies öürfte eine rein tfyeoretifdje Überlegung fein, öie, voxe öie Prajis ge3eigt hat, falfcb ift, öenn ein Sdmmnqraö roirö man nie in ftafenfreinform anfertigen, fonöern als Raö oöer (Quaörat mit 3tt>ei DiagonaIf?öl3ern, nur fo ift öas Schroergenncht rid)tig oerteilt. Die anöere (Sruppe öerer, öie öas t}afenfreu3 Dom $euerquirl Ijer ableiten tpollen, behauptet, öafe öas ^afem freu3 nicht öas Scbroungraö öes Bohrers betreffe, fonöern, roie bereits oben ausgeführt, fo3ufagen öie Unterlage, in öer öer Bohrer mit feiner Drehung arbeitete. ITIan hätte öie Kreu3enöen ^weds befferer Befeftigung mit feitlidjen $ortfät$en oerfefyen; aber mit foldier (Erflärung ift nidjts gewonnen, öenn man fönnte nid?t einfefjen, mo^u öiefe Derbefferung geöient haben foll*. 3n tDirflidifeit finöen roir öas Ijafenfreu3 erft um 500 d. (Ihr. in 3n= öien. Dortjer ift es unbefannt. Ulan fönnte öem entgegenfetjen, öafe in öer „Ramayana", einem I?elöengeöid)t, flar unö öeutlid) berid)tet nrirö, öafe öer König Bbarata an öem Steoen feines Sdnffes ein ^afenfreu3 anbringen liefe. Die „Ramayana" follte aus öem 8. 3af?rb. d. (Ihr. jtammen, öocb ift, roie mir Prof. Slotti, 3ena, mitteilte, nur für öen älte s ften Geil öie (Entftehung im 5. 3afjrh. d. (Ihr. an3unel?men, öas übrige ift jünger, fo öafj roir aud) öurd) öiefes 3eugnis nid)t über öie 3?it hinausfommen, in öer uns archäologifche Dcnfnuiler mit öem I)afenfreu3 überliefert finö. $ür öie $rage öer (Entftehung unö Beöeutung öes J)afenfreu3es ift alfo öie Sroaftifa 3nöiens nur tüie öie übrigen $unöe anöerer £änöer 3U bewerten. Sie beftätigt uns öie Sonnenbeöeutung öes f)afenfreu3es, öen 3ufammenhang mit öem 3ahtesgefd}ehen, öer (Befe^mäftigfeit, IDieöerfeljr unö ftü^t öaöurd) unfere Annahme, öafj öas f}afenfreu3 oon Anfang an öiefe Beöeutung gehabt hat. Selbft roenn öie (Entftehung öes I}afenfreu3es aus öem $euergerät belegbar toäre, fo roüröe öas J?afenfreu3 alfo 3U einem $euerfymbol; ein Sonnenfymbol ift aber fdjliefelidj aud} ein $euerfymbol, nämlid) eins öes Rimmels- feuers, unö öafür gibt uns öer perfifdje Geppid) (Seite 69) einen guten fyntrjeis. Bei öiefem leppid) bilöet öas I)afenfreu3 öen ITIittelpunft, oon ihm fcbiefeen $lammen l^eroor, aus öenen fid? Planeten unö Sterne abfonöern, alfo ift öas t)afenfreu3 öurcbaus fosmifcfy als Ijimmelsförper gefaxt. (Es liegt alfo umgefefyrt: Bei öer £egenöe oon öer Schaffung bes (Eröfeuers hat man öiefes mit öem ftafeufreu3, öem Ijimmlifdicn $euer in Derbinöunq gebracht. Solche Cegenöen über öie Ijerfunft öes (Eröfeuers finö ja mehrfad) oorhanöen, öie befanntefte ift öie griechifcfye Prometheusfage. Prometheus, öer Dom Gimmel öas $euer herabgeholt hat, toirö öafür oon öen (Böttern beftraft. (Beraöe öiefe £egenöe Der* öeutlid)t befonöers aud) öurd) öie RamensDerrDanötfdiaft öes Hamens Prometheus mit öer Be3eidjnung für öen inöifdjen $euerquirl, Pramantha, öafe öie Übertragung öes fuifenfrei^es auf öen $euerbobrcr fid) im obigen Sinne Donogen l?at. Durd) öen Derfud) öer Ableitung oom $euerbof}rer hat man es aud) oon Anbeginn 3U einem $rud)tbarfeits- fymbol 3U ftempeln oerfudit. Burnouf erflärte öas $euergerät für öas männlidie unö roetblid}c Prin3ip, aus öeffen Dereinigung öer <5ott Agni ($euer) geboren roirö. Dem- entfpred)enö follte aud) öas J?afenfreu3 öas männlid)e unö roeiblid)e Prin3ip roiöerfpie- geln. Dafe bei öen fynöus öas rechts gerichtete I)afenfreu3 toeiblid)es (Befehlest, öas linfs geriditete männlid)es hat, ertlärt fid) DÖllig 3toanglos, öa in 3nöien bei allen paarroeifen  * Die Ableitung öes fjafenfreu3es 00m $euerbobrer betonen befonöers Driesmann, ITIen(d) öer Ur3cit, Stuttgart 1907; <E. Kraufe, duisfolanö, fclogau 1891; <5. d. £if3t, Die Bilöerfchrift öer flrio* ©ermanen, £eip3ig 1910.  5 
Dingen öie (Teilung in beiöe <5e}d)led)ter oorgeuommen ift. Selbft toenn man einem $euer- gerät in einigen inöifdjen dempeln öie $orm öes I?afenfreu3es gegeben ^ätte (tro^ eifriger Bemühungen, aud) öurd) Rüdfragen bei 3nöern, ift es mir bisher nid)t gelungen, Belege für öie Behauptung 3U finöen), (0 toüröe öas nur 3eigen, öafe man öem (Berät öie $orm öes Ijafenfreu3es gegeben ^at um öes Sinnes millen, öer fid) öaran fnüpft. (Braboroffi, öer offenbar felbft einfielt, öafe öie I)afenfreu3ableitung Dom $euer= gerät fo nod) nid)t fd)lagfräftig genug ift, erfinöet noch eine ,,hort3ontalfpinölige Bohr= müble", öie er in oerfd)ieöeuen Soidmungen nrfebeQUfhtden glaubt, aber nur öaöurdn öafc er erft fonftruieren mufe, u)ie man voo\)l eine foldje J)ori3ontalfpinöel ge3eidmet haben toüröe. £eiöer hat öiefe Konftruftion öen Segler, öafe ein J)afenfreu3 öabei nid)t in (Er 5 fd)einung tritt, fo öaft ja nun fehr leid)t alles betoiefen toeröen fann. ITIan l?at behauptet, öafe öas ^atentreu3 urfprüuqlid) öen dhorshammer öarftellt. datfäd)lid) eridjeint es in jüngerer 3eit als ein Symbol öes dhor. Diefer $all 3eigt aber u)ieöer f öafc eben dfjor als öer oberjte (Bott tDefens3Üge hatte, öie es mit fid) bradjten, öafe öer Germane iljtn öas fyiteufrein als Symbol beilegte. (5an3 älmlid) verhält es [idj mit öem (Sott öer £itauer „Perfun", too es feinen Pfeil beöeuten foll. Das f)ateitbeU3 foll aud) öas Sonogramm dhrifti fein, too es 3U)ei gefreu3te Z beöeuten foll, toeil öer Harne 3efus aud) als 3efus gefcbrieben oorfommt. Aber 3000 3al? re D - Gfa i ft eben öas fyifenfreu3 fd)on öa, unö toenn man, wie unfere flbb. 35, 42 3eigt, in dmjtlidier 3^it öas J}afenfreii3 tatfädjlid) 31U11 ITamens3ug dhrifti gestaltete, fo betoeift öas nur toieöer, öafe man äufcerften IDert öarauf legte, öiefes heilige Symbol in öen Bann öes dhrijtentums 3U 3iehen. Die inöifd)en Belege toären, rote toir fd)on heroorhoben, oiel 3U jung, um für öen urfprünq lidjen Sinn öes J}afenfreu3es eine anöere Beöeutung roahrfdjeinlid) madum 3U f önnen. $ragen nrit uns nun, ob es nid)t nod) ältere Belege öafür gibt, öafe öas t)afenfreu3 oon oornherein ein 5rud)tbarfeitsfymbol toar. (Sehen toir toieöer nad) droja: 3n öer 3toeiten Staöt i ft eine Reihe toeiblicfyer 3öole gefunöen tooröen, öie öas Ijafenfreu3 tragen. Dafo öie Sonne öie £ebensfpenöerin ift, toirö öer europäifdje Stein3eitmenfd), öer flderbauer toar, aud) getoufet haben, fo öafo ihm öas f)afenfreu3 unbefdjaöet feiner Sonnenfymbolif aud? öas Sinnbilö öes £ebens, öer Sd)öpfung fein tonnte (ogl. hie^u Seite 12, flbfa^2). So ift toohl öer Sd)lufe oon £id)tenbergs ridjtig (ITTemnon, Bö. 3), toenn er in be3ug auf öie 3öole fagt: „Da öas f?afenfreu3, öas 3utoeilen öurd) öas Dreibein oertreten toirö, bei öen arifd)eu Dölfem uraltes Symbol öes £ebens ift, fann man leidet einfehen, öafe eine toeiblicfye (5e= ftalt mit öiefeiu 3eid)en an öiefer Stelle nidjts anöeres fein fann als öie mütterlidje (5öt= tin." din Sonnenfinnbilö mag toirflid) fehr leid)t ein Symbol öes £ebens roeröen, toie toir ja aud) heute nod} oon dfjriftus als öer Sonne öes £ebens fpredjen. Diel ift früher öas t)afenfreu3 00m phöimifdjeu „dau" abgeleitet tooröen, öas in feiner jüngeren $orm ihm ähnlidj ift (+). Das gan3e phöni3ifd)e fliphabet, öas öie Phöni3ier nur übernahmen, fet3t fid) nad) Sd)ul3 (Iltemnon, Bö. 3) aus ein3elneu Rimmels fymbolen Jttfammen (dierfretS3eid}en, Planeten). So fehr heute öie gan3e ^erfunft öer Bud^ftaben, öer Sd)rift3eid)en, befonöers aud) öie $rage ihres Alters, unö öer Runen in $lufe gefommen ift, fo fid)er ift es, öafe Sd)rift3eiduMi früh 3 U öem f>immel, fei es 3U öen Planeten oöer dierfreifen, inBe3tehung gefetjt umröen. ds toäre au fid) alfo gar nidjt oer= lounöerlid), menu öie Sonne als ^afenfreu3 öabei erfd)ieue unö als Urform eines Bud)= ftaben geöient hätte. IDenigftens ift öies für öas (Ditmittelmeerqebiet öurd)aus möglid). Run finö aber £}afenfreu3funöe bei öen P^dttijiem aus öer in $rage ftehenöen 3eit nid}t  6 
befannt. IDir fönnen Dielmehr bei ihnen beobad)ten, wie fie erft in fpäterer 3eit öas fyifen- freu3 übernahmen. Die älteften phöni3ifdjen $unöe finö ITlütyen öes 4. 3af>rf?. d. Chr., öie aus öem weftlid)en Kolonifationsgebiet öer Phöni3ier flammen; I?ier lernten fie es alfo aus öem Derfef?r mit öen u>eftlid?en Dölfern fennen r öenn auch in Paläftina, fowof)l öem (Bebiet öer flmoriter wie fjebräer, ift es Dor öer Ginoerleibung in öas Römifdje Reich un- befannt. 3u>ei $älle, wo es auf (Befäfefd^erben fieb fanö, 3eigen öurdj öie Art öer Keramif öen 3ufammenl?ang mit öen nid)tfemitifd)en „SeeDölfern". Das ältefte dau l?at nämlich öie Sorm öes gleidjarmigen Kreu3es + oöer öes liegenöen < . 3n öiefer $orm 3eicbnet fyed)kl IX, 4 unö 6 rTCenfdjen, öie <5ott fdjont, mit öem Gau auf öer Stirn. Das Gau ift alfo öort öas 3eicben öes £ebens, pafet öemnad) gan3 in öie fonftige Symbolif öes Kreu3es. Da öas Alphabet mit öem Mythos aufs engfte Derfnüpft ift unö öie myftifd?e Symbolif fid) öiefes Stoffes ausgiebig bemäd)tigt l?at (Sdmeiöer, Der tretifd>e Urfprung öes Alpha- bets, £eip3ig 1913), ift es fein tDunöer, wenn roir in Kreta öas t?afenfreu3 fid? mit öem Bud)ftabenmytI?o$ oerbinöen fefjen. Darin haben wir öie (Erflärung, warum öas fyifen- freu3 3um Cabyrintf? unö ITIinotaurus in Derbinöung tritt. Das Cabyrinth, an öas fid? öie fjelenafage unö all öie oon öer gefangenen Sonnenjungfrau anfnüpfen, führt uns wieöer auf öie Sonnenbe3ief?ung öes f)afenfreu3es. 3n neuerer 3eit ift nun mehrfach fehr ftarf öer Stanöpunft oertreten woröen, öafc öas J}afenfreu3 im ©runöe, ö. \). alfo urfprünglid) ein ITConöfymbol gewefen fei. (So <5eorg lDilfe, Heuere Arbeiten über öas J?afenfreu3, Pannus, Bö. 15, 1923; IDolfgang Schuld 3eitrecbnung unö IDeltorönung f rTCannus-Bibl. 35, 1924; (Erwin Richter, Das f?afenfreu3 als $üljrer 3ur altgermanifdjen Kultur, ITIannus, Bö. 21, 1931; Jammer, Blätter für öeutfdjen Sinn, 32. 3al?rg., 1933, Rr. 749, 750, Reues Dorn §afenfreu3.) IDilfe gibt ohne weiteres bei öer Befprechung meines Buddes 1. Aufl. 3U, „öafc öas f)afenfreu3 öen jüngeren Perioöen fel?r häufig unö oielleicbt fogar überwiegenö ein Sonnenfymbol ift, ift 3weifel- los richtig". Die $rage öer Beurteilung unö Beöeutung öes f)afenfreu3es ift im (Brunöe genommen eine prin3ipiell methoöifdje. 3dj glaube, öafe man öaoon ausgehen mufe, roelcbe Beöeutung öas J)afenfreu3 a " ben oerfcbieöenen Stellen öer (Eröe hat, unö geraöe öa fehen wir, öafe ihm überall eine gemeinfame Beöeutung innewohnt. Überall fteht es in engfter Be3iel?ung 3ur Sonne. (Beraöe öiefe (Einheitlichfeit ift auch aufeer öer 3eitlidjen Aufeinanöerfolge in öen ein3elnen benad)barten £änöern öie ftärffte Stü^e öafür, öafe öas I)afenfreu3 roirflid? oon einer ©egenö öer (Eröe aus feine Derbreitung ge- nommen hat. U)äre es nidjt urfprünglid) Sonnenwahr3eid?en, fo wäre unerflärbar, warum es in Amerifa, dhina unö 3nöten öiefelbe Beöeutung ffat, öie es bei öen Bro^e* 3eitgermanen, Kelten unö ©riechen hatte. Seht man oon öer Auswertung öer ein- kitten fiafenfreiyfunöe aus unö fdneibt einmal alle fid) ergebenöen Sinnworte nieöer, fo fommt man 3U einer Reihe, öie in fid} nichts <5egenfä#id)es ausfagt, fonöern in öer fich aus öem einen Sinn ohne 3n>ang öer anöere ergibt. 3d> führe auf Seite 8 öie jeweilig bei öer Befprechung öes $unömaterials gebrauchten Sinnworte an. Die fid? ergebenöe Reihe bietet alfo an feiner Stelle einen tDiöerfpruchr fonöern 3eigt, öafj fie fid) in öer U)ur3el auf öie Sonne 3urütffüf?ren läfet unö öafe öer IRonö nur fefunöär in (Erfd)einung tritt, einbe3ogen in öie I}afenfreu3fymbolif öurd) öas ftiermenfd)lid)e Dop- petoefen, unö 3war wegen öes fid} an öiefes fnüpfenöen Sd)öpfungsbegriffes. Da3u fommt, öafc fid) in früher 3eit, nämlidj öem 2. 3ahrt. v. (Ihr., öie ITIonöfymbolit in Derbinöung mit  7 
Sonne  IDärme  £ebensfpenber  £ebensrab-  -3a^reslauf  Sonnenraö  $euer  £ebensqucll  IDeröen  Sein  Dergefyen  UnenblicMeit  Schöpfung  Drehung (Rotation)  Kraft3ufammcnballung (Kraftfon3entration)  Diel Segen i <61ücf I Amulett  TRonö i Stier <-  f}afenfreu3 i £abyrintf?  8glieörig (2 ITTenfcfyen) (Bemeinfcbaft  Schöpfung i Reibung i Bewegung i toeröenöer ITIenfd] lebenöiger ITIenfd} Dollenöung i IDiebergeburt i -> Uncnölidifeit  -Stier I Stiermenjcb i Übermenfd} i Dämon  -> Doppeltoefen  8 
öcm fyifenfreu3 nur im ©ftmittelmeergebiet finöet. Bei ben (Germanen bagegen, bei benen Richter befonbers öen IRonb in 3ufammenbang mit bem f)afenfreu3 bringen ruill r tritt biefe ITtöglidjfeit erft feit öem Beginn unferer 3eitredmung in (£rfd)einung, unb 3toar roieberum beeinflußt aus bemfelben Kultur3entrum bes ©ftmittelmeergebietes, benn 214 v. (Ihr. 3ief?en öie (Boten aus bem ffiftfeegebiet ans Sd)tDar3e ITTeer, unb in ber $olge 3eigt fid) bei ihnen eine gan3e Reitze Kulturerfd?einungen, bie aus bem fyelleniftifdjen Kulturfreis [tammcn. Diefe neuen, bort gefunbenen Anregungen ftrömen bann burd) Dermittlung ber (Boten nad? bem Jjeimatgebiet 3urürf. So roies Salin (Altgermanifd)e (Eierornamentif, Stodholm 1904) öiefen gotifdjen Strom an Derfdjiebenen funftgetoerblicben Äußerungen nad), unb aud} beim 6afcnfrcu3 finben voxx iljn finnfällig betoiefen nrieber, vok bas f}afenfreu3 Abb. 19, 20 3eigt r öas 3ur felben 3eit in Sübrußlanb bei ben bortigen (Boten voxc in Branbenburg 3U finben ift. Bei ben Bron3e3eitgermanen fefye id) feine !TTöglid)feit, irgenbtoie ben THonb aus ber Symbolif heraus 3U erfennen. Der oon Rid)ter angeführte $unb oon 2fdjet$fd)oti) flbb. 56, 14 gibt f?ier3u feine Jjanbhabe, Dielmehr ftef?t im ITIittelpunft ber Scheibe ein aus fünf Kreifen gebilbetes Kreu3, um bas fid? bas J?afenfreu3 gruppiert, beffen 3eidmung in feiner IDeife Anwalt gibt, ettoa TRonbJid)eIn an3unehmen. 3n breiter £inie fet$en bie gebogenen I)afen ; freu3l?afen an ben ITCittelfreis bes Kreu3es an unb Derlaufen in gezwungener Spitze. Das Kreu3 jufammetl mit bem Strahlenranb reil?t bie Sd?eibe in bie Sonnenfd)eiben ber Bron3e3eit ein. Da roir bie Sonnenbebeutung Don flmerifa über fljien unb bas gefamte (Europa f?in finben, fo fonimen toir 3U bem Sd)luß, baß bies aud) ber Urfprungsfinn getoefen ift Hur bei biefer Annahme läßt fid) aud? bie £egenbe oom $euerbol?rer in bie Sinnreihe einfügen, toäfyrenb bei Annahme ber Urbebeutung als ITConb3eid)en bies absolut un- möglich fein mürbe. Da3u fommt, baß Derfcfyiebene Darftellungen, aus benen fid) ber Sonnenfinn bes f?afenfreu3es ergibt, auf gemeiminbogermanifd)e Dorftellungen 3urürf^ gehen, toie 3. B. Abb. 66, 12, wo bie Hlonbgöttin in ©eftalt einer Antilope bie Dom Bogen- [djütjen befdjütjte Sonne, als Ijafenfreu3 bargeftellt, angreift. (Bemein=inbogermanifd}e Dorftellungen f inö 3eitlid} gefeljen rein ftein3eitlid), führen uns alfo in bie 3?it, aus ber roir überhaupt erft bie älteften Ijafenfreu3funbe Dorliegen Ijaben. Don ben Dolfstümlid^en Büd)ern bes legten 3al?res fei bas Bud) oon tDilhelm Sd)euer= mann: „IDofyer fommt bas J?afenfreu3?" ertüäfynt, bas ausführlid) bie (Befd)id}te ber (£r- forfdjung bes J)afenfreu3es fdjilbert. 3u ben bisherigen Grflärungen ber (Entftehung bes 6afenfreu3es bringt Sd^euermann eine neue, bie aber feljr geringe tDa{?rfd}einlid)feit haben bürfte. 3m (Brunbe genommen erflärt er barin bas t?afenfreu3 aus einem drid trojanifcber Priefter entftanben, eine ömtjtefyung, bie mit bem fpäteren Sinn nur Jefyr ge3toungen einen 3ufammenhang hat. Um bie[en 3ufammenhang henuftellen, greift er auf bie alte Seuerbofyrertfjeorie 3urüd, mit ber er bie feine fombiniert. THan fanb in droja mehrere runbe Scheiben aus Bergfriftall. IDenn man foldje Bergfriftallfd^eiben aufeinanberlegt unb gegeneinanber rotieren läßt, fo erflärt Sdjeuermann, ergibt fid} öurd] bas 3urütftDerfen bes £id)tes bas phyfifalifd}e Phänomen ber Airyfdjen Spiralen, bas {ich bann bie Priefter 3unu^e gemad)t unb baraus bas f)afenfreu3fymbol gefchaffen hätten. (Ein fo ftarf bie DorftellungstDelt ber HTenfd)heit beherrfd)enbes tDahr3eid)en, roie bas fjafenfreu3 es ift, bürfte toohl faum auf ein fold?es Kunftftüd 3urüd3uführen fein, Dielmehr muß man fd)on eine alles beherrfdjenbe (Bebanfenroelt als Untergrunb für biefe Symbolentftehung annehmen, toie fie eben bas fosmifcfye (Befcbehnis bes Sonnenfreis ; laufes ift. 3m übrigen heißt Sinn unb Bebeutung bes Symbols erforfcben unb ergrünben,  9 
cs in feiner fefcfchtuttgsfotm crflären, nidjt aber eine matertaliftifdf« Gntftehungsur* fache herausfnobeln )ti roollen. flud) German tDittl? hat 3m Gntftehungsfrage bes fjatenireu3es Stellung genommen (Dom Urfprung unb Sinn bes t)arentreu3es, ©ermanien, Rlonatshefte für Dorgefd)id)te, 1933, tjeft 6). Gr lyält es für ein Sonnen3eid}en unb urfprünglid? norbifdjes Symbol unb ertlärt es aus ber Dorftellung bes ©efiütsfreisfonnenjahres heraus. Den Urfprung bes Symbols bilbet nad) ilmt bas Rabfreu3 mit Sübnorb= unb (Dftroeftlinie als fldifen, an beren <£nben bie Sonne als fleiner Kreis ober Kugel angebeutet roar (ogl. flbb. 21, 23). 3m £aufe ber 3eit fei bann ber Umtreis fortgefallen, unb geroiffermafeen als Kurfiofdjreibung mürben bie Sonnenfugelu an ben Kreiyenben 31t offenen Sdiletfen ober fjafen, fo öafe alfo bie geiduuungeue ISatentreiuform nad> ilmt bie urfprünglid>e geroefen fei. Durd) Rifcen in t)ol3 feien bann bie gerunbeten fyifenenben edig gemorben*. <5ämlid> abwegig ift natinlid; bie in einer populären Sdjrift aufgetaudite Behauptung, Öaf3 bas t)afentreu3 100000 3ab.re alt märe, meil fdjon in ber <£is3eit ber Urmenfd? 3um $euer3ünben ben $euerbol?rer oerroenbet t?at. 3n biefem Sdjlufe liegt biefelbe £ogif, roie roenn man behaupten roollte, ber nationalfo3ialismus fei 5000 3at?re alt, meil bas fjatem freu3 fo alt ift, gan3 abgefeljen baoon, bafe nad) ben obigen Ausführungen über bie Be= 3iel?ung bes tjafentreu3es 3um $euerbohrer Aar fein bürfte, öafe bas f>atenfreu3 nidjt aus bem $euerbob,rer herleitbar ift. Damit tonnen mir bie Betrauung über bie bisherigen Rainungen fdjliefeen unb fönnen baljin 3ufammenfaffen, öafe fid] bie meiften ber früheren Grtlärungen baraus oerftehen, bafe man Itidjt bas gan3e Material betradjtete, fonbern fo3ufagen Gpifoben ober befonbere 3üge betont mürben, unb öaf3 man nidit unter flnroenbung ber roofjl allein möglidjen ardjäologifdjen Rletfrobe oorging. Diejenigen ber früheren 3nterpretationen, bie für fid} fpred>enbe (Srünbe oorbringen, roiberfpreeben aud] nidjt ber oben angeführten flb» leitung, tonnen oielleidjt fie fogar beftätigen, roenn man fidi babei oor flugen hält, roie [dmell bie Bebeutung eines gebräudilid) geworbenen Symbols erroeitert werben tann. tDir haben gefehen, bafe roir auf ©runb ber flltersoergleidmng ber $unbe ju bem Sdjlufe fommen, öa% bas t)atentreu3 oon einer Stelle aus, unb 3roar t>on bem ftein3eitlichen Kreis ber Banbferatnit her feinen Urfprung nahm. Da brängt es uns 3U ber $rage: IDelches Dolf berootmte bamals biefe ßegenben? U)ir roiffen heute, öafe roährenb ber Gis3eit Raffen |idj _ ftets fulturell fchorf getrennt — gegenüberftanben. <£rft am Übergang 3ur geo= logifchen 3e$t3eit finben roir in einer Kulturfd>id>t oerfdjiebene Raffentypen nebeneim anber (®f nethöhle). 3u Beginn ber jüngeren Stein3eit bilbet fid? bas inbogermanifebe Uroolf. Gegen Ausgang ber Stein3eit 2000 d. (Ihr. haben bie 3nbogermanen bureb bauernbe ftarfe flbroanöerungen aus ihrem engeren fjeimatgebiet bereits ben größten Seil Europas unb roeite Streden Dorberafiens befiebelt. f?ier nennen fie fid) felbft Arier, ein Rame, ber heute aud) oöllig gleidibebeutenb mit 3nbogermanen benufct roirb. Rlit ber angcbeiiben Bron3e= 3eit enblidj geht bie Bilbung ber ein3elnen inbogermauiidien Dolfsftämme unb Dölfer oor fid), bie roir auf (fcrunb ber überlieferten <5efd)id?te bereits mit fpäteren uns roohlbe- fan'nten unb geläufigen Ramen belegen. 3m Derlauf ber jüngeren Stein3eit 3000 o. (Ihr. treten uns bie 3nbogermanen fdron in 3roei fdiarf getrennten großen Gruppen entgegen, ben * Cine fune 3ufammenfa|fung ber fltijdjauungen unb literatur bringt Rubolf mojdjtau: Dassen* treu? in 5 ^rtaiTjenben als Erläuterung 3 u einer Scbultuanbtafel bes Schul b.lberoerlages $. 4. H>acbs= mutb, £eip}ig 1933.  10 
Horö= unö Süöinöogermanen. Diefe im Donaugebtet als ITIittelpunft, jene an öer ©ftfee (Dänemarf, Süöfdjmeöen, Itorööeutfd)lanö). Beiöe ©ruppen fdjeiöen fi* ard)äologifd? fefjr fdjarf Doneinanöer. Der nörölidien ©ruppe ift unter anöerem eine beftimmte Sd)äbeh form, Begräbnis^ unö Sieölungsart foroie Bewaffnung unö befonöers öie (Eiefftid)feramif eigentümlid), roäfjrenö öie füölidje ©ruppe roegen öer typifdjen Banöoe^ierung öer ©e= fäfee oft fd)Ied)ttt)eg öie „Banöferamifer" genannt wirb. IDeil infolge öer fpäteren IDanöe- rungen uns beiöe ©ruppen in früf?gefd)id)tlid?er 3eit als roeftlidje unö öftlid?e gegenüber flehen, pflegen öie Sprad)forfd)er beiöe ©ruppen, öie fid? aud? fpracblidj in gleicher IDeife [cbeiöen, als tDeft- unö ©ftinöogermanen 3U be3eicbnen. 3u öen tDeftinöogermanen — Kentumoölfern (ard)äologifd? IToröinöogermanen) — 3äf?len 3. B. ©ermanen, Kelten, 3llyrier, 3talifer r ©riechen; 3U öen ©ftinöogermanen — SateniDölfern (ard)äologifdj Süöinöogermanen) — (Efyrafer, pi?ryger, Dafer, fllbanefen, 3nöer. Die ©leidife^ung öer Ceffti^fulturen mit öen rtoröinöogermanen unö öer Banöferamifer mit öen Süöinöo^ germanen ftammt Don Koffinna (ogl. ITtannus, Bö. 1 unö 2). 3n öer fraglidjen 3eit öer (Entftefyung öes J)afenfreu3es, öer 3eit alfo f in öer es öurdj Sunöe erftmalig belegt ift, finöen toir es in öem ©ebiet Don Böhmen bis Siebenbürgen, öas öamals Don Süöinöogermanen beroofynt geroefen war; mithin war öiefen öer erfte ©ebraud} öes I)afenfreu3es 3U3ufdnreiben. Da öer böf?mifd?e $unö Don tjerbi^ öer linearen [ticfjretyenoe^ierten Banöferamif angehört, fo ift es nidjt unnötig, öarauf f?in3utrjeifen, öafc öas Derbreitungsgebiet öer Banöferamif and} auf öas norööeutfdje ©ebiet über* greift, unö ^wax bis 3ur Cime Braunfd^tDeig— fymnooer, unö im IDeften nod) öie IDefer überfdjreitet*. 3n öiefem ©ebiet roäre es alfo jeöer3eit möglid}, öafe freiheitliche fjafenfreu3e 3utage fommen. Da öie älteften f)afenfreu3e edige $ormen Ijaben, alfo ftiliftifd) eigentlid} öem banöferamifdjen Kulturfreis oiellei&t fogar fremö finö, fönnte man oermuten, öafc audj innerhalb öer (Eiefftidjferamit ftein3eitlid?e f)afenfreu3e gefunöen roeröen fönnten, eine flnfidjt, öie bereits aud) SAucbljaröt gelegentlid) geäufeert fjat. Da3u fommt, öa^ in doröos I nadj öen ©rabungsergebniffen Don Rosfa feine Spiral- oe^ierten Sdjerben 3utage gefommen finö, öas Ijafenfreu3 alfo im 3ufammenf?ang mit einer Kulturgruppe noröifcber f?erfunft ftefjt, öie roir in <Erösö=priefterl?ügel**, einem anöeren fiebenbürgifd)en J)afenfreu3funöort, ebenfalls belegt finöen (noröifd?e Amphoren). 3« Beginn öer Brot^eit wohnen in Böhmen unö öen anfdjliefeenöen ©ebieten norö= ö(tlid) unö füööftlid) Stämme, öie toir öer illyrifdjen Dölfergruppe 3uredmen. (Es toäre alfo öurebaus möglid), öafe aud? fdjon öie ftein3eitlid)en Kulturen öiefes ©ebietes öem Urftamm öer 311yrier angehörten, eine Anficht, öie ©eorg IDilfe*** oertreten \}at, öer für öie Sonöergruppe öer bemalten Banöferamif öie tf?rafopf?rygifd)e Dölfergruppe in fln(prud) nimmt. ©ef?en nrir öer 3eitlidjen Derbreitung nad), fo fommen u)ir nad) (Eroja. IDeldjes Dolf fafc nun öamals Ijier? Döllig gleid? öer trojanifdjen Kultur ift öie öes $unö^ planes Don fortan (am Kaifos-$luj3), öaljer roirö öiefe Kulturgruppe aud) (Eroja^ijortam Kultur genannt, flufeeröem ift öie $eftftellung toidjtig, öafe öie gleite Kultur ebenfo auf öer europäifdjen Seite öer Daröanellen feftgeftellt moröen ift. Weiterhin finö aber aud)  * Dgl. öie Karte Don ^ermann Scbroller: Die noröijdien Kulturen in tyren Be3tebungen 3ur Banöferamif, Hadirichten aus nieöer(actyens llrqefct>idite 1932! (Ebenjo (Earl (Engel: Überfidit öer jung= ftein3eitlichen Kulturen im ITtittelelbegebiet, IHannus, 5t(d)r. f. Dorgefcb. VII. 5rgän3ungsbö. 1929. ** Dgl. r). Sdiroller: Die Stein* unö Kupfe^eit Siebenbürgens, Bln. 1932. *** (Beorg IDilfe, Heuere Arbeiten über öas f)afenfreu3, IKannus, Bö. 15, 1925.  11 
in (Dftbulgarien gan3 Dertoanbte $unbe 3utage getreten, oor allein auf öem $unbplat$ Soeti^KyrillotPO bei Stara3agora (wo auch bas t)afentreu3 oorfommt). Don hier gehen bie Be3iel?ungen noch roeiter nad? flltferbien unb Bosnien. Diefe $unöprooin3 fteht fd^arf getrennt gegen öen banbferamijd)en Kulturtreis, befonbers ber bemalten Keramif öes gali3ifd) fiebenbürgifd^rumänifdjen (Bebietes. 3n Kleinafien bringt nun bie droja^ijortam Kultur über ffiyfien, pifibien bis in bie (Begenb Don Konya roeit nach ©ften Dor, fo bafe wir alfo in ber 3e\t von {Eroja II (2600 — 1900 d. dl}x.) eine einheitliche roeftfleinafiatifcbe Doltsgruppe oor uns haben*. Run finben roir für bas gleiche (Bebiet um 2000 bie £utoier be3eugt r fo bafe tein Bebenfen befteht, bie Groja^IJortamKultur mit bem Dolf ber £utt)ier glei*3ufe^en. Die luu)ifd)e Sprache ift aufeerorbentlid? altertümlid) unb mit ber inbo= germanifd)en Sprad)e ber t?ettiter, bem Kanififdjen, nahe DertDanbt. flrd)äologifdje Be= funbe 3U)ingen 3U ber Annahme, bafe auch bie Dorhellenifd)e BeDÖlferung <Bried)enlanbs luu)ifd)e Stämme in fid) aufgenommen hat baburd) erhält bie $rage ber £uroier einen be- fonberen allgemeinen fulturgefdnd)tlid)eu IDert. (Dgl. fllbred)t (Böt$e: Kleinajien, in ber Buchreihe Kulturgefdjichte bes alten ©rients. TRünchen 1933.) Die Iutoifcfje Spradje ebenfo roie bie fanififd?e haben ber $orfdmng gan3 neue Probleme geftellt. Sie finb ^voax ber inbogermanifdjen nahe Derroanbt, aber bod) rridjt aus ihr allein h*f leitbar; fie rangieren mehr im Sinne Don Schtoefterfprachen, roas alfo notmenbig Dorausfet$t, bafj fie mit bem 3nbogermanifd}en 3ufammen auf eine ältere gemeinfame H)ur3el 3urüdgehen**. Die lutoifchen unb hettitifdien Sdnifturtunben oerbanfen roir beutfdjen Ausgrabungen, bie bas StaatsardnD ber fymptftabt bes hettitifd?en Reidies in Boghasföi freilegten; Urfunben, bie 500 3<*h re älter finb als alle Dorher gemad)ten inbogermanifdvarifdjen Sprachfunbe. 3m 3ufammenhang mit unferer J?afenfreu3frage i f t befonbers bemerfensroert, bafe bie fjauptgottheit ber hettitifdjen (Bötterlehre, bie Don ben Dorhettitern übernommen rourbe (Protohattiern), bie Sonnengöttin oon flrinna ift, toas für bie Deutung ber „mütterlidjen" trojanifdien (Böttinnenfigürd?en aufeeroröent id) roiditig ift. Der neben bie Sonnengöttin oon flrinna tretenbe Sonnengott ift lebiglid] für ben Bereid) ber Haditfonne Don Bebeutung, er ift ber Sonnengott im „IDaffer", roährenb ber (Batte ber Sonnengöttin oon flrinna öer IDettergott in Stiergeftalt ift. IDar fd)ou bie Kultur drojas mit ber ber übrigen flgäis, b. h- ber qriediifdien 3nfeln unb bes $eftlanbs eng oerfnüpft, fo ift bas ägäifd>e (Bebtet im laufe ber beiben legten vor- d)rijtlid}en 3<*h 1c taufenbe ftofetoeife roeiter inbogermanifiert toorben, b. h- inöogermanifdv arifdie Dolfsgruppen fchieben ficb über bie urfprüngliche BeDÖlferung („Pelasger", Dgl. oben). Die borifdje IDanberung ift nur als ein letjter biefer Dorftöfee 3U betradjten, ber gleid?3citig bas tDeftinbogermanifdie (Element unb bamit bie eigentlidie qriediifdie Spradie in bas ägäifche (Bebiet bringt. Können roir alfo bie BeDÖlferung JErojas als £utoier be* 3eid)nen, bie ben 3nbogermanen im oben be3eidmeten Sinne 3ugehörig finb, fo ftellen mir bann roeiter feft, bafe in ber $olge3eit nidit nur in (Bried)enlanb, fonbern aud) in Klein afien bas I?afenfreu3 meift nur auf bem Sieblungs- unb Durd)3ugsgebiet oftinboger^ manifdier „arifd)er" Dolfsgruppen erfdjeint. flllerbings toäre es nidit riditig, fid? einen * 3n Kleinajien fällt öas <5ebiet öer droja-l)ortan=Kultur mit öem öer s- unö nö=(Drtsnamcn 3ujammen, ebenfo roie öas (Bebiet öes Urfirnis fid) mit öem öer Dorbellenifdjen s ; unö ntl}=namen öedt. Der Iuroifdjen Sprache gehören aud} alle griednfoben IDorte auf i|(a unö ojfos an, roie 3. B. £ari|[a, ^alitarnaffos. ** Befonöers öer IDiener 3nöogermani(t Kretiidimar unö <L $orrer !?aben ficb mit öem Problem befaßt, ogl. $ orrcr » Heue Probleme 3um Ur|prung öer inöogermanifdien SpraaSe, THannus 1934.  12 
# Döllig gleichartigen Dolfstypus als Ginroofyner öiefer £änöer oo^uftellen, oielmefjr treten meljr ober weniger ftarfe Schichten (befonöers in Kleinafien) als politijdje $üljrer öer alt= eingefeffenen Beoölferung auf; toir müfeten alfo in öer (Enöroirfung efyer von inöogerma* nifierten Dölfern fprecfyen. Gins ift fidler, öafe roir öas J)afenfreu3 bei femitifdjen Dolfsgruppen faum finöen. Sclbjt öer fumerifdv(inöogermanifd}en)affaöifd)en (jemitifd)en) Kultur Ifiefopotamiens i[t es fremö. 3u>ar finöet fid) öas tjafenfreu3 auf öer bemalten Keramif Sufas flbb. 66, 3 — 5 unö anöerer $unöftellen gleidjer Art in ITIefopotamien, aber geraöe öie bemalte Keramif ijt nicht öer babylonifd)en Kulturgruppe 3U3utDeifen. Gbenfo oerljält es fid? mit öem trafen- freu3 in Ägypten, fluch öem ägyptifcfyen Dolfe ift es an fid) fremö. IDo es in feinem (Be- ttet gefunöen roirö, roeifen öie $unöumftänöe ftets öarauf Ijin, öafe es fid) um fremö= artigen Ginflufe öer blüfyenöen fretifdjen Kultur öes 2. 3af?rtaufenös Ijanöelt oöer toie in Haufratis öie (Begenftänöe griedjifdjen Dolfsangefjörigen 3U eigen toaren (ogl. S. 49). Solgen toir öem roeftlidjen Derbreitungs3roeig, fo feljen roir, öafe öas i)afen!reu3 mit öiefem flft }U öen IDeftinöogermanen fam. 3u öiefen gehören nur nid)t öie fleinafiatifdjen 6tru$fer in 3talien, öie es gleidjfalls annehmen. Sd^roieriger roirö es öagegen, roenn roir öem öftlidjen IDege öes I)afenfreu3es roieöer nacfygeljen. Rad? 3nöien fdjeint es öurd) öen oor unö toäfyrenö öer fllefanöer3Üge rege getooröenen Derfefyr getommen 3U fein, ob leöiglid) öurd) Kulturübertragung oöer öurd) 3utDanöerung, roirö fid) nid)t entfdjeiöen laffen, obrool)! man 3U öem erften neigen möd)te. Dafe aud) bei {einem IDeitertDanöern, [elbft in dl)ina, öer Sinn öes Symbols fid) in feiner tDeife oerfdjoben f)at, 3eigt öer <£rlafe öer Kaiferin IDu (684 — 704 n. Gf?r.), öie öas J)afenfreu3 in einer Kreislinie ® als Sd)rift= 3eichen für öas IDort Sonne einführt, flbb. 73, 3, unö öer (£rgän3ungserlaf$ öes Kaifers dai üfung (763 — 779), öer 3um Sdmt} öes erhabenen Symbols öen (Bebraud) öes I}afenfreu3es als 3iermujter unter jagt, flbb. 74, 6. 3<* f elfeft in flmerifa I?at öas J)afenfreu3 feinen alten Sinn. <is tritt uns auf öen 3auberfetten öer !TIeöi3inmänner entgegen flbb. 79, 26 — 28 unö roirö Ijier fogar 3um G:rfennung$3eid)en öer Anhänger öer Sonnenreligion, fo bei öen Haoajaos Reu^lTIefifos unö öen Pirnas in flri3ona flbb. 7$, 19, 20 oöer bei öen fl3tefen, roo öas Sonnenraö Sag, öas J)afenfreu3 3aljr unö öie Dereinigung oon J}afenfreu3 unö Sonnenfcheibe 3eitlauf beöeuteten. IDie öas fynüberneljmeu in einen anbeten Kult, eine anöere Religion 3U beuten ijt, 3eigt feljr fyübfd] eine Stelle aus IRinutius $elif. Die älteften djriftlidjen (Brabfteine finö ans aus öen Katafomben Roms erhalten. IDie fdjon betont, finöen toir an ifynen 3uerft gar feine Symbole, erft in Beginn unö Witte öes 2. 3af?rf?unöerts öen flnfer als ein3iges Symbol. Dann erft öas + Kreu3 unö J?afenfreu3, ogl. flbb. 25, 1—5. Das lateinifdje Kreu3 hingegen fommt in öen Katafomben Roms überhaupt nodj nid)t oor*. Das Kreu3 ift uns Ifeute „öas d)riftlid)e Symbol", öie Stelle in IRinutius $elij 3eigt jeöod), öafe öas + Kreu3 unö öas ^afenfreu3 nur öurd) fd?led)te, flaue dfyrijten, öie fid) nidjt Döllig frei oon ihrer gewohnten Dorftellunq machen formten, ins Sljriftentum fyinübergefdnnuggelt finö. ITCinutius $elij fagt (©ftaoius XXIX, 6): „Denn toir oereljren feine Kreu3e, nod] n>ün s fdjen roir öies! 31?r, öie ifyr l}öl3erne (Bötter Ijeilig galtet, betet oielleid)t l}ö\}exne Kreu3e r gleicbfam als (Teil eurer ©öfter an. Denn aud] öie $elÖ3eid?en felbft, öie Stanöarten unö Sahnen öes £agers, roas finö fie anöeres als Dergolöete unö gefdimüdte Kreu3e?" * Die angeblidien S«"öe roeröen oon Roller (£es Katatombes öe Rome 1881 ff.) als irrtümlid? naebgeroiefen. 13 
Großem rouröe öas Kreu3 öas tjauptfymbol öer Gfyriften, alfo felbft öie Kirdje uoax maditlos gegenüber öer 3äl?igfeit alter Überlieferung unö I?at öurd? Aufstellung einer anöeren (Erflärung, nämlid} es fei öas fjinrid)tungsu)erf3eug, an öem d^riftus gejtorben fei (öas in IDirflidjfcit iuol?l T-förmig toar), feinen ©ebraudi fanftioniert. Das gan3e llüttelalter über i ft öas J}afenfreu3 innerhalb öer Kirdje fotoo^l vo'xe öer IDappentunfi unö au Dingen aus öem (Bebiet öer Dolfsfunöe lebenöig geblieben. (Es fanf jeöod) 511 einer Beöeutungslofigfeit fyerab unö ejiftierte nur im oerborgenen weiter. Gurnoater 3af?n tDar,n)ie eingangs erwähnt, fein tDieöererroetfer, unö in beroufet ^  öeutfdjem Sinn fd?rieb er öie oier S öes „frifd), fromm, frof?, frei" in Jjafem  freinform. Die 3afyn'fd)e Graöition führte öann öer öeutfcbe durnerbunö weiter, ^ unö als im letzten 3af?r3eljnt öes oorigen 3af?rl?unöerts im tDanöeroogel eine öeutfdie 3ugenöbeioegung erumdjs, toenöete fid) öiefe roieöer öen alten öeutfd^en Überlieferungen 3U. So war öer tDanöeroogelgrufc öer Dorfriegs3eit öer alte gotifdje „$eir=Ruf, unö öas f)afenfreu3 nmröe ebenfalls öen tDanöeroogelDerbänöen 3um finnoollen tDaI?r3eid)en. (Es follte bei ifjnen als Symbol öer Sonne unö öer Cebensfraft öaran gemahnen, ftänöig ein mit öer Hatur unö öen DÖlfifd)en Kräften Derbunöenes £eben 3U führen. Dann tarn öer Krieg, in öeffen Derlauf aud) öie gefamte IDanöerDogeljugenö 3U öen $af?nen fam. (Eine grof$e 3af?I oon ibneu, öie öen Krieg überlebte, trat in öie Sreiforps ein unö fämpfte nad) 1918 in öen Selbftfdju^oerbänöen weiter. So fam öas ^afenfreu3 in öie politifdie Bewegung öer (Begenwart fyinein, öenn öie Selbftfdm^oerbänöe führten es als Kampfe 3eid)en. Durd) flöolf fytler wuröe es 1919 3um Symbol öer nationalfo3ialiftifd?en Be* u)egung erhoben unö trat öamit feinen Sieges3ug an r fo öafc es 14 3afjre fpäter öas IDal^eidjen öes neuen Deutfdilanös wuröe unö nunmehr öurd) öen (Erlafc öes Reichs* präfiöenten Don fynöenburg oom 3. !Ttär3 1933 neben öer fd}war3=weifcroten $lagge öas Symbol öes geeinten nationalen Deutfd)lanös ift.  14 
Öofenfreuj in unfrer 3eit  1. $inni[cbes $lug3eugge[chtr)aöer (Auf ■ 1 nafyme 19 33). Dura) öie öeutfdjen Baltifum= fämpfer blltl öas feit alters bet in $innlanö beimijdje r)afenfreu3 im finnifdjen Befreiungs* fricgc toieöer (tar! 3ur (Geltung, |o ift es aud) 3. B. öas Reichen öer finnijchen Srauentrupp'e, öer ,£ottas\ gerooröen. 2. Dom ebinefiferpjapanifchen Kriegs* fd?aupla$ 1933. 3apani(d?er Stab mit öem r)afenfreu3 Q ls Stabsflagge, aud? rner roofyl f?eils s unö (Blüdsfinnbilö.  3. Hlotori jierte englifche Artillerie führt öas fjafenfreu3 als <5lütf S3eid)en. Aufnahme in fllöersljot 1933. Aua? in öer amerifanifdjen Armee i[t öas rjafenfreu3 nicht unbefannt, es mar öas Reichen öer 45. Dioifion mäbrenö öes IDeltfrieges.  15 
0a* öafenfreuj in unfrer 3eit (Sortfe^ung)  4. „(Bebt Gure Stimme öer Unabfyängigfeit. " fln|d)lag in f)afenfreu3form inKatalanicn (Spanien). f)ier bat es al[o DÖlfi[dje Beöeutung, öenn im <5egen[at$ 3U öen übrigen Spaniern fino öie Katalanen Haditommen öer alten £igurer, öie ifyre (Eigenart bemabrt fjaben. Der Wann beim Pelota^Spiel. 5. 250 = RubeI ; Sd)ein öer Kerenjf i = Regierung. Die Doröerfeite trägt öas rjaf enfreu3 unter öem ru||i|d?en Doppelaöler, öie Rücf (eite unt. ö. großen lDert3iff ern 250. 6. r)afentreu3 als Reeöereiroappen. Die Dampfer führen es am Sdiornjtein. Bilbao (Spanien). 
Oa* j&ofenfreuj in unfrer 3eü (Jortfe^ung)  iafcnfrcu3 am S tal?lt?e Im /fjauptm. Hermann ring 1923, ber je^ige ITCinifterpräfiöent r>. Preußen.  8. Dcnfmal 6er HoDembergef a\- lenen (9. 11. 23) oes Dritten Reiches, Selotjerrntjalle, IHüncben.  9. Die $ a t? n e öes Sreiforps Ro$ ; bacb. Das greiforps Roßbach roar eine öcr erften $rein)il ; ligen - Sormationen 1919.  2 Ltdjltt. Gahenhreu} 
10  Oa*£afenfreu3 in unferer3cit (Sortfefcung) 10. f}afenfreu3 als (Bichel 5 fdjmud. fjaus aus öer 5*it oor tmnöert 3<*f?ren. 3"* 3«it öes (Eurnoaters 3alm erlebte öie öeut ; jebe Dorgeicbicrjtsforfcrmng ifyre erfte Blüte. Damals rouröen be- jonöers oiel (Bräberfelöer aus öer 5eit Don 100 — 400 n.Gbr. ausge* graben, unö man fanö in öie|en oielfad) Urnen mit öem fjafen- freu3. Dalmer natjm 3at?" öas fja= tenfreu3 als Symbol für „frijd}, fromm, fror?, frei" unö fcfjrieb es in r)atenfreu3form, erjt fpäter rouröe es in öie uns befannte $orm unter liberalijtijdjem Drucf geänöert. 3al?n lebte lange 3^it in Sreyburg a. ö. Unftrut, alfo öiebt bei Kö[en r fo öafe öiefes rjafen* freu3 auf 3af?nfcben (Einflufe 3U* rüdgefyt.  2)eutfcfyet Xurnerßun (Saututttrat des (3aue§ Brandenburg e.  11. Brieftopf öes Deutfdjendurnerbuns öes. Der Deutfdje Gurnerbunö griff beroufet auf öen 3af?n[d?en ßeöanfen 3urüd, 1889 rouröe er roegen öes flrier=paragrapben aus öer öeutfdjen durnerfdjaft ausgejd^lofjen. Die Scbreibroeije öes „frijdj, fromm, fror?, frei" als ooppeltes r)atentreu3 rouröe 1907 im Deut 5 ferjen (Eurnerbunö eingeführt.  12  12. Das r)a{entreu3 im tDanöeroogel. flIDD., Ortsgruppe (Dranienburg=Dor[taöt. Der rDanöeroogel, öie öeutfdje 3ugenöberoegung öer Dorfriegs3eit, l?atte um öie 3al?*t?unbertroenöe öas f)afentreu3 als£ebenserneuerungs s unö oöl- fifdjes Symbol oon Gurnoater 3at?n r>er über- nommen.  18 
S i-R * #  21  22  23  24  25  t  27  28  29  30  1 31  33 34  38  Überfielt über bic dafenf rcutf ortnen 1, 2. rjauptform von Horöeuropa — flfien — flmerifa. 3, 4. TRei(t auf Sfulpturcn. 5. Sogenanntes „Pföta7en!reu3" (Croix Patte). 6. Derein^elt in Itorö= unö Süöeuropa. 7. Befonöers in flltitalien, in jpäte* rer 3eit 3nöien, Mitteleuropa, Sfanöinaoien. 8, 9. Auf britifdjen [oioie norögriecbifdjen Ittür^en. 10 — 15. Keltiberifaje ITCü^en (3— 1. 3<rf?rf?. r>. Gf?r.). 16, 17. Don germani[djen gegorenen fjängegefäfeen öer Bron3e3eit. 18, 19. Auf $elfen in Sdjtoeöen (fraglich ob Bron3e3eit). 20. Warf Branöenburg, Süörufelano. 21, 22. Horöeuropa (1.— 4. 3at?rl?. n. Gljr.). 23. flgäis (Pelasger), Doppel=fjafenfreu3. 24, 25. Unter- italien, ägäis. 26, 27, 28. f}auptfäd)licr) etruri[d). 29— 33. Kcltifd}, angel[äd}(ifd) (Britannien). 34,35. $xat\U reidj (feltifd?). 36, 37, 38. norögermanifd?. rjauptfäcblicr) Runenfteine. 39. Siebenbürgen (neolitfnid?).  19 
Die 25ei>eutttnd ber Äofcn $a(t öurcfygebenö rouröe im Mittelalter öie Sonne in $ormen öargeftellt, bei öenen tyafenartige Strahlen öie Bemegung oeröeutlicben, [o öafc öas r)afenfreu3 ftiliftifd) gefefyen eigentlich nur eine ins tfbftrafte ge= fteigerte %orm öiefer Jcbon merjr naturaliftifdjen fluffaffung (ein öürfte. IDir fet?en öie flbb. 7 als Beifpiel foldjer Sonnenöar(tellung (<£aftmaf?l öes fjer3ogs oon Berry, fra^öfifdje ITtiniatur 14. 3ar>rr?.) r oöer flbb. 9, eine Sonne aus öer Kirdje 3U Sdjulpforta bei Haumburg (Barocf, 17. 3al?rt?.) f oöer flbb. 6, eine inöifd?e Sonnenöarftellung. flbb. 2 ift öie tDieöergabe öer Sonne oon einem affurifdjen <5ren3ftein öes 12. 3al?rb. o. dr?r. 5mifdjen öen fpitjooalen Kreu3armen öes Sonnenraöes [d}ießen oier Strafylenbünöel, einem f)afenfreu3 äfmlicrj, fyeroor, eine Darfteilung, öie anflingt an flbb. 3, einen Spinnmirtel aus öer 3U)eiten Staöt tlrojas, mo öie oier Kreu3arme 3U 5id3atfbünöeln gerooröen finö, öie 3u|ammen eine fyafem freu3älmlid)e $orm ergeben ; bei öen flbbilöungen 14—16 Iteo,t gemifferma&en öiefelbe Darftellungsart oor, öie öas Dierjpeidnge unö fedjsfpeidnge Sonnenraö mit 6 b^w. 5 3icf3adf?afen umgeben 3eigen. (Eine foldje Darftel 5 lung ift nur möglid}, menn trafen an fidj Bewegung, EDenöung ausörücfen follen, unö in öer (Tat fetyen mir in (Iroja, mo mir öie 3ar?lreidjften r)a!enfreu3funöe aus fo alter 3*it (Witte öes 3. 3af?rt.) oorliegen Ijaben, öafe öie 3at?l öer Straelen nierjt etma 4 3U fein braucht; ätmlid) beim Sonnenraö, 100 mir ftatt 4 Speierjen 3, 6 oöer 8 finöen. (<5an3 ärmliche fluffaffung finöen mir bei flbb. 25 r öem 3auber3eid?en öer Bataf.) Sie geben beim Sonnenraö neben öer Die^atu" r/er, unö fo ferjeint es aud? beim rjafenfreu3 gemefen 3u fein. Dafj öie geminfelten fjafen (triebe Bemegung beöeuten, getjt aus Darftellungen felbft jünaerer 5eit nod) tjeroor, roie bei(pielsmei(e flbb. 4, einem Dafenbilö öes geometrifdjen Stils (1100 — 800 d. <ffn\). Das Dreier! mit Sebaebbrettmufter oben beöeutet öen IDeltenberg, öer mittlere (Teil öie <Dft* unö U)eft= berge, 3roifdjen öenen öie Sonne auf • unö untergeht, unö öarunter öer IDeltenftrom. Äuf öem IDeltenftrom finö r)ä!d}en angebracht, öie öie Bemegungsricbtung öer IDellen anöeuten. Dasfelbe 3eigt flbb. 27, öie Platte einer (Beroanöfjafte (1200 o. (Ir/r.), öeren Spirale in öer Witte mit r)a!en oerfefjen ift, um öie Ro= tation, öie Drehung an3uöeuten. Bei öer $ibel flbb. 28 3eigen r)a!en!reu3e unö Kreu3e, öafe öie trafen am fjalbfreis, öer öurcfy öen Bügelanfafc gebilöet mirö, öie Sonnenfefjeibe unö öeren Bemegung  20 
Ote Scfceulung &er J&ofcn (Jortfefcung)  Derjinnbilölidjen (ollen. 3n öerfelben IDeifc fefyen mir öic Drehung auf öen trojani[chen IDirteln Abb. 12, 13 angeöeutet, tner als Sonnenbilö mit Dielen fjafen, wäbrenö toir auf öem Brudjftüd öer Daje oon IHyfenä Abb. 26 unö öem Sonnenfdjeibenbilö aus diryns (Abb. 24) 8 unö 6 fja!en fefyen. Die beiöen Bergleute (Sdjmertfdjeibe oon fjalljtatt um 700 d. dfyr.) Abb. 1, öie öie 8 [trat/lige Sonnenfdjeibe i in feierlicher KultbanMung öreben, finö rechts unö linfs öurd) r)afenfreu3Ttreifen flanfiert; öie Sönnern fet/eibe felof! tragt am Ranöe rechts unö lints geöretjte trafen, öie rjier alfo öas Sonnenraö mit öen IDenöe* baten oerfcbmeUen, wie öies ebenfo bei öem auf Abb. 1 1 3U [efyen ift, öas aus IHitteletrurien (3talien) aus öer 5cit um 800 o. dtjr. ftammt. 3n öie Kreisfcbeibe einge3eicbnet unten ein gleicharmiges Kreu3 oon fjafen um* geben, öarüber öer ITIonö, alles 3ufammen nochmals oon einer fjafenlinie um3ogen. (Es ergebt fieb bei öer Betrachtung öer trafen öie $rage, miefo ein traten Bewegung anöeuten tann. Bei öen Dreibeinen auf Seite 38 fetjen mir, öafo öie traten manchmal nodj in menfcfylidjer Beinform gebilöet [inö. Die trafen (teilen al(o (Blieömajjen in öer Bewegung oor, unö tatfädjlicb brauchen mir uns nur einmal umjuferjen in öer Darftellungsform öes 3. 3cu?rtaufenös o. dfyr., unö mir finöen, öafe ITCenfdjen nicfyt nur in Kreu3form, j jonöern in einer öem t)afenfreu3 fefyr älmlidjen $orm ge3eidmet finö, ebenfo Giere, öeren Beine einfad? ' häufig trafen finö. dypifdj öürfte öer Spinnmirtel Abb. 5 fein, ebenfo öie Ittenfdjenfigur Abb. 19 unö öer fjirfd? Abb. 20, öie gleidjfalls oon trojanifdjen Spinnmirteln (tammen ( 1 1. Staöt). Abb. 18 3eigt eine menfd}lid?e Sigur in Kreu3form ge3eicrmet (3talien, ältere difen3eit). Bei flbb. 21 ftimmt öie $igur in auffälliger EDeife mit öen auf öie dür öes Kaufes flbb. 50, 8 ge3eidmeten ITTenfcbenfiguren überein. flbb. 18 Ijettitifcb, mäfjrenö bei flbb. 10 oon droja öie in öas Kreu3 rMneinge3eidmete IHenfdienfigur gleichfalls fjafen als beroegenöe (Blieömajjen aufmeift. IDelcbe Derfdneöenfyeit in öer flnmenöung öer traten oorfam, allein bei öen Dar= (tellungen oon Kröten, 3eigt öie flbb. 17, öeren obere Reifye oon einem Scherben aus Rom, öeren untere aus doröos ftammt. Danach öürfte tlar fein, öafe öer oorgefcrnchtliche IHenfd) öie fjafen öes r)afenfreu3es als Bemegungs3eid)en, als tDenöetmfen auffaßte. Räch öem (Bejagten ift öurdmus oerftänölicb, menn häufig öie trafen öes fjafenfreu3es 3ur Der[tärfung öer Bewegung nodj einmal mit weiteren fjafen befetjt [inö wie flbb. 8 aus dt?orsberg, Schleswig, 4. 3abrbunöert n. dbr. flbb. 22 3eigt einen $euerbor;rer öer dsfimo, um eine Dorftellung oom Ausfegen foldjer 3nftrumente 311 geben. Der Bogen wirö tun* unö bergefieöelt unö am unteren f}o\$ öurch öie örefyenöe Reibung, wobei oben auf öie rjanöbabe geörüdt roirö, 3unöer 3ur dnt3Ünöung gebracht. (Dgl. Seite 4 u. 5.) flbb. 23. $els3eicbnung aus dunis (ftein* 5eitlich). Diefe $oxm öes Sonnenraöes nimmt German tDirtb 3um Ausgang feiner drflärungstbeorie. (Dgl. Seite 9.)  21 
22 
ifterftcfttefarte über bk öeoflroplMfdje Verbreitung beö &ofenfreu$e*  ©0® + ^*- 1 2 3 4 5 6  7 8 9 10 11 12 13 14  etimbole 6er jüngeren ©teinjett öuö öem norMfc&en «utturfreiö Sonnenraö, Kreis|d?eibe, !on3cntri(d?e Kreije, Kreu3, Pfo(tenfreii3, 5af?nraö, Srrat?lenfrart3 mit Kreu3, Kamm3cid?cn, Stab mit Quer[prof|en, fid} qabelnöe 3*td?en, Doppelajt, Spirale.  23 
10 GS  11  12  14  13  23om cronncnrat* jutn «reu* Gntroidlunq oom Sonnenraö 3um Krcu3 in öer oorchriitlichen 3 ^ i t : flbb. 1—3. Derfelbe Dorgang mieöerrjolt [ich im <It?ri[tentum : flbb.4— 12. 1. $el|en3eicbnung 6er Bror^eit, Bad a Brajtaö, Sdjroeöen. Sonnengott, öas Sonnenraö im Ring Ijaltenö, neben it?m 6er ITtonögott. 2. <&e3almtes Ra6 mit frei öarinjtel?enöen Speierjen, 6ie ein gleicharmiges Kreu3 bil6en. 3. Das gleicharmige Kreu3 olme jeöen Raöfran3. (2 u. 3 fjelmsöorf, IHansfelöer Seefr.) 4. (ftlflafdje, !tton3a, 3talien. Das Sonnenraö hinter dbrifti fiaupt als Kreu3glorie. 5. <5rab|tein, Dänemarf. Sonnenra6 auf einem Stab. 6. Schmeöen. Sonnenraö, 6ej|en Speiden frei [teilen un6 ein gleicharmiges Kreu3 bilöen. 7. (Elf enbemfdmuyrei, Raoenna, 3talien Kreu3 olme Ra6tran3 auf einem Stabe un6 oon 6iefem noch öeutlich abgefegt. 8. törabftem, Dane mar! Die Speiden finö über 6en Ra6tran3 hinaus gemachen, 6ie abmärtsfürjrenöe Speise getjt ohne Unterbrechung in 6en Stab über. 9. <&rab(tein, Sdjottlanö. Das gleidiarmige Kreu3 ijt nod) erfennbar, öie abroärtsfürjrenöe Speise gegen 6en Stab noch abgefegt. 10. <&rab(tein, Sdjottlanö. Das gnecbijdie, gleicharmige Kreu3 i(t tner 3um lateinifdjen gerooröen; an 6ie fjerfunft erinnert 6er 3U einem unter; qeoröneten Ornament gerooröene Raöreifen. 11. Ittarfusfircbe, Deneöig. Speiden öes Kaöes frei, Sie abroärtslaufenöe i[t länger als 6ie aufroärtsgerDenöete. 12. Don einem Sarfopbag m Raoenna. £ateinifches Kreu3 in einem 3um Blätterfran3 gerooröenen Raöreifen. 13. (Befchmttener Stein. Das £amm tragt ein T=förmiges Kreu3, öie $orm 6es eigentlichen Kreu3es. Der obere den* öes flnters 3eigt öafe man öas tynriebtungsroe^eug „crux M als anferförmig be3eidmen tonnte. 14. fcemalöe öes Bertbel Bruyn. (Dberer tleil'öes Kreu3es. Die (Tafel mit öer 3nfd?rift ftyt an einer fchmalen £ei|te, öie nmttW Häqeln befe|tigt i[t. Deröeutlidjt, öafe öie Grinnerunq, mie öas Kreu3 eigentlich ausfab, nod? nidjt erlojchcn roar. 15. Ittitr/rasjtein oon Schmar3eröen, linfs Sonne, redjts Ittonö als Stiertopf. 16. Grjriftliches Diptij d)on (3roeiteilige Schreibtafel mit Sonne linfs unö Ittonö rechts über öen Kreu3baltern).  24 
CEtrfftmtaa Die frü^efte (Entroidlung öcr djriftlidjen Symbolif !ann man am be|ien in öen Katafomben Roms oer= folgen uno fefyen, mann öer (Gebrauch oon Sinnbilöern auf (Grabplatten auffam. Balö nad? öem flnfer, öer im Beginn unö Witte öes 2. 3al?rr?. n. Gt?r. 6a ift, erfdjeint öas r^afenfreuj, jeöodj überwiegen 3aljlen= mäju'g bei weitem auch weiterhin flnfer, Gaube mit 3n>eig, guter fjirte, Gfjriftusmonogramm (öas aller öings audj fyeiönifcben Ursprungs ift unö er[t 3um Gfyrijtusmonogramm geformt rouröe). Das gleichförmige Kreu3 unö öas „T"=förmige echte Kreu3 erfdjeinen roie öas r)afenfreu3 weniger oft. flbb. 1,3,5 finö Beifpiele foldjer (Brabfteine mit r)afenfreu3en öes 3. unö 4. 3<Jbrbunöerts. Der ©rabftein flbb. 5 trägt neben öem f)afenfreu3 öas Sonnenraö. flbb. 4 als Beifpiel einer (Brabplatte mit T* förmigem Kreu3. Sie trägt es in öen Hamen „3rene" ein= gefügt, roäfjrenö öie flbb. 2 öer ältefte Katafomben ; <Srabftein mit gleicharmigem Kreu3 ift. fluch an öer Kleiöung oon Gotengräbern unö anöeren fafralen Perfonen tommt öas r)afenfreu3 oor, flbb. 7. 3n ebriftlicben Kirdjen begegnet uns öas r)afenfreu3 jiemlid) oft, nicht nur im IDeften fonöern aud) im ©ften. So treffen mir es aud) in öer tjagia Sopfyia in honftantinopel, flbb. 45. Aus öer Kirdje St. flpolli- nare, Huodo 3U Raoenna, 6. 3at?tl?unöert, ftammt öie flbb. 8. Die Gür trägt in öer THitte ein großes latei ; nifdjes Kreu3 unö auf öeffen Querbalfen oben 3mei Sonnenräöer. fluten gruppieren fid? 7 pa!enfreu3e. fludj aus öem djriftlicrjen Süöoften fyaben mir öas rja?enfreu3 überliefert, fo fommt auf öem $rieot?of oon flebnim Panopolis, Ägypten, ein Stoffreft mit r)afenfreu3 oor, 2. 3afyr1}., flbb. 9. Der foptifchen 5*it gehört flbb. 10 an ($unöort Bannt), geraöe oom 5. — 7. 3at?ri?unöert tritt es öort febr häufig in $resfen auf. Aus 3^ufalem, oon öen fogenannten Ställen Salomos, ftammt flbb. 6.  25 
Ütyrifrentum (Jortfefcung): ©onnenröt) im HotUbraud)  11. Budjöedel eines Buddes über Polar fahrten mit öer mitternachts jonne. Die Darjtellung 3cigt f öafc öie fluffafjung öer Sonne als Sonnenraö auf Beobachtung öer Sonne in fjöbenbreiten beruht; |o [priest öer [ternfunöige 3slänöer „Stern*(Dböi" nad) 1100 [tets oon öer Sonne als „Raö öer Sonne".  12. $els3eid}nung aus Schroeöen. Sonnen- raö gan} ärmlich roie öie flbb. 1.  13. Das Sonnenraö im Dolfsbrau'dj. Die (Que[te in ©ueftenberg (Süöfya^). Alljährlich am Pfing[tmontag roirö an einem ftarfen(Eidjen ; (tamm roeittnn [ichtbar ein großer Kran3 aus grünen Birfenreifern aufgehängt.  26 
(tyrijtentum (Jortfcfcung): ©onnenrat> im Ho\Ubraud>  14 u. 15. (Dfterbraud? in £üa,öe, IDeftfalen, entlpredjenö öem Dolfslieö: „St. 3oI?annes öie Sonne roenöt, $euerraö berg* unter rennt." Sonnenräöer, ^w'\\d}en öeren Speierjen Strot? ge* [topft roirö, roeröen brennenö (alter Snid)tbarfeits3auber) 311 2al gelaffen.  14  16. Arn gleichen (Tage e[(en öie Kinöer ©jter* gebäcf in Sonnenraöform. 
18.<5rabmal öes tDanöa* len Stilidjo, t 408, in ocr Kird?e S. flnv brogio, ITIai= lano.Grunirüe auf Befetyl öcs Kaifers D.Rom ermoroct, ob roorjl er Rom oor oem fln* (türm 6er <5o* tcn rettete. Sein Sarto* ptyag ift mit einer Kante o. Sonnenräbern u. fjafenfreu* 3enge[dnnüdt. flbb. 17. Stili d)o mit {einer $rau. flbb. 18 oieSdbmalfeite o.Sarfopbags. 3m (Bichel oas 3um Gtyrijtus* monogramm umgeöeutete jecbsjpeicbige Sonnenrao.  19. f)afenfrcu3 über oerKircbentür 6er Käthe- orale oon Hlallorca in goti[d}er(Drnamentif . 20. S o n n e n - rao am Dom 311 ITCailano. Der mittlere Kreis öesRa= öesi(t mit einer gan3 oeutlicn geflammten Sonne gefüllt. 28 
(tyriftentum ($ortfefcung): £eit>nif($e Überlieferungen on c^rifWdjen Sirenen  21  22  21. $rauenfirche indübingen, glcichinittigc Sonnenfretfe mit erhobenen fjänöen. 22. Don öer Kirche Peter unö Paul in tjirfau. Der rjimmelsgott, nad? öem linfs beigefügten Bocf roobl Ör/or, mit öem Sonnenraö rechts neben ifym. 23, 24. Sonnenraöjcheiben (Pro3ei(ionsfcbeiben), oben ad?t=, unten oierfpeicbig, aus öem fylöes* Reimer Domfchatj.  23  ^2  24  25. 3>er|a?eibe oon rjierftein bei !TIain3 (meroroingifd?). 5roei ntenfdjengeftalten im Krei[e (Raö). 26. „Der (Bott imRaöe" oon öer St.=(5eorgs=Stiftstird?e, (Tübingen. (Ein lateinifdjes flnticbon berichtet: „Die Stirntne (eines Don= ners, öer (Bott im Raöe, i[t 3otyannes öer <£oangeli|t, öurd} öen Kreislauf öes IDeltalls fünöigenö öas £id?t oom fjimmel" (nach $ran3, Kirchliche Beneöiftionen 1/317).  25  26  29 
G&riftentum Oortfefcung) 
Otyriflentum (Jortfefcung)  28  28. Relief über öer (Iii r öer Kird?e von (Oberröblingen (n. 1100). (harn redjts öie fjanö Rottes, in öer TRitte <H?ri~jtus als Bod (nicht lamm) = ütjor! mit öem gleicharmigen Kreu3 auf öem Stabe, öaneben öas rjafenfreu3 & gerunöeter $orm. (5an3 linfs öas fogenannte fllbenfreu3, öas öem Druöenfufc ent= (priest. Das fllbenfreu3 fül?rt öen Hamen Kreu3 im Sinne oon r)eils3eid?en, es tjat in öer $orm äbnlicrjfeit mit öer $euerrofe oöer IHi[pel. 29. Das fjungertudj oon fjeiligengrabe (Warf Branöen= bürg). Diejes über 500 3al?re alte duef? i|t überreid? an Symbolen. So trägt (Bottoater neben öem Kreu3 öas r)afenfreu3. Unfer Bilö 3eigt öen auferftefyenöen Gfjriftus mit einem großen fjafenfrein auf öer Bru|t mit tlierfopf, gan3 anflingenö an öie (Iierorna= mentit öes 7.-9. 3at?rt?unöerts. 30. (Eine anöere S3ene oom rjungertudj. dr>riftus- bei öer Haufe. Seine Kleiöung ift mit frafenfreu3en beöecft.  30  31 
GQrijientum (Jortfcfcung) 31. (Ecilftücf öcs Hungertuches oonr)ei s ligengrabe. Hlaria mit öem Gbrijtus* f inö im IDicfel; öie Kleiöung ITTarias mit r)afenfreu3en beoedt.  m r  32. Die lTIe||e öes tjeiligen (Bregor aus öer ITIarienf irebe 3U £übea\ 16. 3atyrrjunöert. Der TKefeSiener neben öem flltar gan3 Iints trägt auf rotem (Bruno gelbe r)afenfreu}e.  32  32 
Otyriftentum (Jortfcfcung)  >. Bron3C'(5rabmalöcsBi(d}ofs odjolt. f 1341, £übed. Die Stola oes i[Aofs ijt mit fjafenfrei^en gefdjmüdt. L Das berausge3cid)nctc Symbol= otio, oicr r)atenfreii3e gruppieren b um ein gleidmrmiges Kreu3, mit m [ie oerbunoen fino. Dieje Symbol ; lorönung finoen mir (djon in fyeio* jeher 5cit f ogl. flbb. 37, 12, 45, 1 1 u(m.  3 CecMer. fiahenhrem 
tffyrijrentum (Jortfefcurtg)  35. $iligranfa(ten aus öem (Trierer Domjcfyatj. 5 Kreife ergeben ein Kreu3, öie 4 fleinen tragen öas f)afenfreu3 als „Salo* monsfnoten" geflößten. Die Kreis- (erjeibe in öer mitte mit $lea?t s ornamentif gefüllt. 36. IHarfusfircfjeDeneöig. Das r)afenfreu3 am Bogenfries öes $en(ters im Derein mit Kreu3en f Raöfreu3en, Sedjsftern.  35  37. Aus öem Domjdjatj 3ur)il6es s fyeim. Srifdjer Haften. (Er trägt auf oem Dedel ein aus Gierföpfen ge* flodjtenes fjafenfreu}, öeffen 3nnen* teil ein Sonnenraö bilöet.  36  34 
<£&riftcntum ($orlfefcun0)  3m romanifcben unö gotifdjen Stil werben vielfad) pflanze (Dxnamente in Stein gehauen Sie tragen wie un|ere öret Beifpiele 3eigen, (et?r häufig pflan3lia?'ornamental umgejtaltete fcafenfreine, bei öeren fln' orönuna öodj öer Sumbolcbarafter unoerfennbar ift. 46. Romanifcb, fjeiligenfreu3. 47. Soutbrnellcburcr. in nottingljamfoire. 48. Sebalöusfirdje in Hürnberg. 49 unö 50 aus öem Sfi33enbuch Dillarös öe fjonnecourt (t Beginn 13. 3abrbunöert). Abb 49 jeigt, öafc beim r)afenfreu3 öer (Beöanfe öer menfcblicben $igur auch in öiefer [päten 3eit noch nicht vev \oxen gegangen ift. - 51. flltartuch aus öer erften fjälfte öes 1 4. 3<*f?rr?unöerts aus öer Kirche OCarta 3ur IDtefe in Soeft. Auf öem unteren Ranöftücf ift öargeftellt, roie öer oon 'lägern oerfolate dbrifrus in öer muftifchen (Beftalt eines Einhorns in öen Scbofe öer Maria fpringt. Die|e S 3 ene 3 eigt, öafe auch öic Figuren öes nlittelfelöes finnbilölichenlDert haben. Um öie mittlere Raöfreu3f igur verteilen [ich 15 rjafenfreu^e  36 
1  3  1  §0  10  12  13  14  SonOferomif Die älteften fjatenfrci^e haben fid> innerhalb öes banöferamifdjeu Kulturfrcijes 6er jünqeren Steigert gefunöen, unö 3roar in Böhmen unö Siebenbürgen an (Befäfcen teils einqeri^t, teils getnalt. 4 u. 5 aus Goröos, Siebenbürgen, 6u. 7 aus Böhmen. Dafc mirflich finnbilölieb 3U roertenöe T?afenfreu3e qemeint finö, 3cigt flbb. 5, öie eine Derfdnnehung öes r)afenfreu3es mit 6cm Kammfymbol öarftellt, ogl. üroja flbb. 40, 26. Gbenfo flbb. 6 oon fjerbfy bei fluffig, öie eine eingeritzte Boöenmarte eines fugeligen (Befäfces 6er älteren Stidjbanöferamif i|t, 6em auf" 6er 3nnen[eite ein einqeri^tes $ieöerfreu3 entfpriebt. flbb. 1—3 u. 8—9 gehören öer bemalten Keramif oon üripolje an. flbb."lO-12 (inö etwas jüngere Sunöjtüde aus Unqarn. Die Derbinöunq öes r)atenfreu3es mit 6em Gier fenn3eidmet es als tebensfymbol. Der banöferamifdjc Kulturtreis öes 5. 3abrtaujcnös erftredt [ich bis nad) mittelöeut|d)lanö, unö wir fmöen hier, wie in (einem übrigen (Bebiet, (Befäfce oft mit Dolutenbänöern oe^iert, öie in öer (Befamt* fompofition häufig Spiralfreu3e ergeben, öie hier aber rein öeforatio 3U werten (inö; fie zeigen inöeffen, roie (ich in öer (Befä^öeforation öas" Zllotio zwanqlos erqab. Htanche $orfd?er glauben, öafe* ohne öas Dop tmnöenjein foldjer Sdjmudmotioe in öer dedmtf öer (kefafcoe^ierung (unö auch öes ÜOebcns) öie dni- ftebung öes r)afenfreu3es nicht möqlicb qewefen fei, wobei aber öer Sprung 3um Symbol natürlich ebenfowenig beantwortet i[t. flbb. 13, 14.  37 
13  14  16  OrdMa Das Dreibein als gefidjertes Sonnenroat^eidjen bietet' öie ntöglidjfeit, von itmi aus audj öie Beöeutung öer f)afen öes t)afenfreu3es mit3uertlären, öa bei ibm öie fjafen oielfad? nod? als natürlidje Beine gebilöet rooröen finö. 1. Bemaltes fjallftattgefäfe oon dfdjan^ (Scr)le(ien). Das Dreibein als Sonnenbilö im Kreis, redits unö linfs in öen örei (Eden fid} gabelnöe 3*id>en, öeren Sinnbilöroert auf Seite 3 befyanöelt i[t. 2. flspenöos : mün3e (6.-5. 3at?rf?. o. Gfyr.). Bei it?r i|t im Dretjpunft öas Sonnenraö einge3eidmet. 3. £y3ifd>c ITIün3e mit Sonneneber unö Dreibein aus tjabnenföpfen. 4. Perfepolis, 3. 3al?rt?. d. dl?r. Heben $euer s flltar fjalm -» Sonnenoogel, bem ©rmuÖ3 heilig. 5. ITIün^e oon Syrafus mit geflügeltem Dreibein. 6. flspenöos- mün3e. fjafm neben Dreibein. 7. Drei= unö Dierbein oon fleinafiatifdjen IHün3en aus öem 5. 3af?rt?unöert. 8. ITIün3e oon flrgos. Dreibein aus örei IHonöHcrjeln. 9. Relief oon Beöjae r (Tunis, mit pl?öni3ifdjer 3n- fd^rift : „<&eri>eif?t Baal öem tjerrn, öem eroigen Sonnenfönig, öer erhörte öie Bitte rjicmatljos unö [eines Knedjtes fjicembals öes Statthalters." 10. Don einer feltiberifdjen HTm^e. 11. <5orf3enice. Bemalte Ke« ramif aus öer r^allftatyeit. Kreu3 mit Stral?lenfran3 neben Dreibein unö r)afenfreu3. 12. „Sicilia". Bü[tc aus öem Datifan. 13.U.14. IDofjIau, Sdjlefien, unö £of?(e bei IDoblau. Bemalte Keramit öer J>allftatt3cit. 14. fjicr ftefyt öas Dreibein oon einer Kreislinie umejeben im Kreu3ungspun!t eines gleidjarmigen Kreu3es aus ge* fnidten Straelen, in öen 5n>ideln oier Dreibeine, eine flnorönung, roie mir [ie äbnlidj beim r)afenfreu3 flbb. 37, 12, finöen. 15. Krieger mit Schilö; oon einer grieebifoben Sdjale öes 5. 3afjrfy. o. Gtu*.  38 
fr * * 77= ^ 7Z- !h rh U" ^ 17 Irojo 3n öer 3iDeiten Staöt Grojas tritt öas r)afenfreu3 in Waffen auf, roäfyrenö es aus öer unterjten Sdjidjt, öie öcr erften Staöt angehört, nur einmal gcfunöcn rouröe. Sdjliemann (öcr Ausgräber) teilt aber mit (3lios, 1881, S. 393), öafe nach (Eon unö Gecbnif öer Sterbe öiefe nidjt aus öer erften Staöt ftammt, fonöern irgenöroie aus öer oberen Schicht öurd) öie Ausgrabung in öie untere gelangt [ein muß. Hubert Scbmiöt fe^t öie Scherbe im Katalog öer'Sd>liemann=Sammlung (£eip3ig 1902, S. 8, Hr. 227) trofcöem fälfcrjlicber- roeife in öie erfte Staöt. tDäre nämlid) öies Stücf aus öer erften Staöt, fo roüröe es öen öonaulänöifcben Stüdcn gleichaltrig fein (ogl. Seite 11).  39 
(tyrijtentum (Jortfe^ung)  45  Ilod} öem 8. 3af?*f?untert gehört öie diara öes f?l. ©auöcn3 flbb. 40 an, öcm 10.3af?r= l^unöert öic Stola öcs fjL Digilius, Bifd^ofs 3uIHain3, flbb. 41. Das fjatenfreu3 lommt audj auf mittelalterlichen Ittün3en oor; auffallenöerröeife |inö es jeroeils ITIün3en, öic geiftlicrjen $ür[tentümern angehören. So auf IHü^en öes Bistums HIain3 unö fjalberjtaöt, foroie öes (Erfurter Bifdjofs ^einrieb (1140 bis 50). flbb. bei d. Poferm Klett, Saasens lTIün3en. 1846. flud) unter öen Brafteaten öes $unöes oon Pau&nifc bei Strefyla befinöen fieb Stüde mit r)afenfreu3en. flbb. in flreb. f. Brafte* atenfunöe, Bö. 4. Die Katbeörale oon Grusoica trägt an öer flufeenroanö öas f)afenfreu3 in ßranit ge s meißelt (12. 3af?rb.), es ift f?ier mit öem gleicharmigen Kreu3 3U einem Symbol oerfdjmo^en, flbb. 38. Das tlotentucr) flbb. 39, öas öem 14. 3af?rf?unöert angehört, befinöet ficr) in öem griecfyifcrpfatljolijdjen Klo(ter 3U Putna in öer Bufotoina. 3n öer fjagia Sophia 3U Konjtantinopel ftebt in öer Witte oon Sonnenräöern, öeren Raum 3tDija7en öen Speichen 3U f}ex^en umgebilöet i(t, öas f}afenfreu3, oon oier fjerjen nochmals flanfiert, flbb. 45. (Ebenfalls by3antinifch ift öas Sonnenraö aus £If?e||alonife, öas in oierfadjer flnorönung fjafenfre^e umfdjliefet unö in öe[(en TTCittelpunft öas 3um fogenannten Salomonsfnoten umgeroanöelte r)afenfreu3 \ie\}t, flbb. 44. Das (Eoangelienbud? oon üoulouje aus öem 8. 3af?rf?unöert enthält ein befonöers (innooll geftaltetes r)atenfreu3. Seine Isafen enöen jeöesmal in einem P, alfo einem griednfdjen R, fo öafe öie fdjräg ge[tellten Kreu3bal!en öes fjatenfreu3es als griednfdjes X 3U lefen finö, mithin fid) aus öiefem r)afenfreu3 öas oier* fadje IHonogramm (Tfjrifti XP ergibt, flbb. 42. Das (Eoangelienbuch oon St. Sernin enthält gleichfalls öiefes oierfache Hlonociramm, nur öafe öas gried}i(che P in Schnorfeln enöigt, rooöurcb öie gan3e flnorönung öen dl?ara!ter eines Kreu3es f?at, öas unterem eijernen Kreu3 ähnelt, flbb. 43.  35 
Zroja (Sortfcljung)  Um eine Dorfteilung oon den 3ablreid)en Spinnmirteln 3U geben, i[t eine Auswahl bauptfäcblicb aus der 3 weiten Stadt (2600—1900 d. <Irn\) abgebilöet. Wir finden ähnlich wie bei Brenndorf in Siebenbürgen bpinnwirtel mie flbb. 26 mit r}afenfreu3en, die offenbar eine Derfchme^ung mit öem KarmmlTIufter bat- Itellen ein fjmmeis auf die gegenfeitige flbt?ängigfeit; (on|t wed)feln rilalteferfreu3, Dreibein, Kreu3, Sönnern Wirbel imo ärmliche 5eicben. flbb. 16 eine Derfd?mel3ung des Sonnenrades und fiafenfreines Don 6er Steinen (Baftian^eftfcbrift 1896) machte öen Derfuch, nach öen trojanifcrjen $unden öa< r)afenfreu3 als einen fliegenden Storch 311 erflären. (Er ging daoon aus, daj$ in (Iroja oielfach auf Spinn rmrteln 3ablreiche (Eiere dargeftellt find, Abb. 2, 3, 12, 14, 15, und weil öie fjafenfre^balfen in allen überhaupt nur möglichen fjafendrermngen geaeneinanöer oorfommen, flbb. 17. Daraus 3U fcbliefeen da& r?aienfreu3e fliegende Störche [eien, get?t nicht an, öa ja oiele andere Darftellungen auf Spinnmirteln f emesfalls ftilifierte (Eiere |inö. flud? die oon oon der Steinen f eftgeftellten _ Scrmäbel" find fein Beweismittel da x flusrutfchen beim Ginnten der trafen die Urfadje (ein fann; denn die[e Rötungen |ind oft fetjr flüchtig, wodurch man [id? durch flugenfchein leidjt über3eugen fann. Das r)afenfreu3 fommt auch nicht nur in öem (fcebiete oor, wo der Stord? brütet, wie un(ere Derbreitungsfarte ja olme weiteres 3eigt.'flud? dafc das lj>afenfreu3 auf Dachern oon italifchen fjausurnen oorfommt, ift nid)t beran3U3ier/en, da das fjafenfrein bei ilmen auch auf der Haustür erfdieint. Itterjr des Kurio[ums falber [ei ermähnt, wor/in diefe Art oon flus^ legung fuhren form. So erflärte Krau[e, (Bleiwü} (3eitfehrift für Gtbn. 1889) das r)afenfreu 3 als IDeberin und die Kamnvtllufter als tDebftürjle. Wori$ fjoernes erblidt im fjafenfreu 3 eine abqefür 3 te menid)licbe Sigur (Urgefcbichte der bild. Kunjt, 2. Aufl., IDien 1915, S. 337 ff.), weil er irgendeinen*realiftifchen <&eqen= jtand Doraus3ufe^en für nötig r/ält. Wie wir [ar/en, S.20 u. 21, bedeuten trafen Bewegung, und ficherlich [\r\b oft menfchhche Beine einfad? rjafenweife ge3eichnet. flbb. 13 [teilt eine mütterliche (fcöttin dar, was aus der Hrmbaltung beroorgebt, die für die griednfdvarcbaifcbe 5eit tupifcb ift. 5i S *u^ f f- n!rcu - 3 J ft aIfo $ruchtbarfeits[umboi und Sinnbild des £ebens. Die geäußerten 5weifel an der achtelt find nicht berechtigt, wie der Dergleich mitflbb.9— 11 3 eiqt (herüber auch£ichtenberg, ITIemnon V, ujuäL ^r as P afen!rcu 3 aIs Symbol der Sonne, der £ebensfraft ift an die|er Stelle alfo durchaus oerftänö' lieh, ds ift nicht notig, einen anderen Sinn als Urfprungsbedeutung an3ugeben, was febon aus flbb. 9 beroorgebt, wo an der gleiten Stelle das gleicharmige Kreu3 angebracht ift  10 
2. Beschlag mit f)afenfreu3 unb Rabtrcusen  4. <&olbblechbe(d)lag mit r)afenfreu3, Dreibeinen unb Umranbung aus Kreu3en  1 . rTCyf enijcbes Scbtoert mit fjaf en!reu3en am (Griffe  UltfUna [®riec$en(ant>] Die oielbunbertfacben <Bolö(chä$e aus ben Schachtgräbern oon Hlytena (16. Jarjrl?. d Chr.) weilen ublreich bas 6afenfreu3 auf,' oorroiegenb in gerunbeter $orm. fluch bas Dreibein Jet?en mir Otters auf öen $unben, Raö!reu 3f Kreu 3 finb ebenfo oertreten. Gntfprecbenb bem engen ^ufammenbang mit öer fretifeben Kultur finben mir auch einige laburintbifebe Darjtellungen. Aus allbem gebt t?eroor, ba& öas  (Bolbfnöpfe  41 
Wit)Ut\ä [®rie<$enfant>] ($ortfefcun$)  10. Dreibein 14. Bemalte Scherbe  fjafenfreu3 nidjt Sdjmudelement, fonöern als Sinnbilö gefiebert i[t, was öie Anbringung am SdjtDert ja be|tätigt. IDir bringen oon öen 3afylreid)en (Bolöfnöpfen eine befduänfte flusroabl flbb. 5 — 8, eben[o oon öen Be[cblägen flbb. 2, 4, öie neben öem fjafenfreu3 öas Dreibein, Sonnenräö unö Kreu3 3eigen.  42 
M/a/  Ärefa 3n Kreta finöen mir 3afylreid)e 5ufammenhänge 3toifchen öem £abyrinth unö öem fjafenfreu3. Unfere Kenntniffe über öas £abyrinth in Süöeuropa finb er|t in neuerer 3eit befjer gerooröen. So [teilte man bei öen flusgra* bungen in Satnos fe|t, öafc unter öer clempelanlage fid? ein ehemaliges £abyrinth befunden hatte. Der altetrurifche Krug oon (Eragliatella flbb. 1 trägt eine 3eidmung, öie ein £abyrinth öarftellt, aus öem Reiter beroorreiten, öie eine $rau tut* führen. Arn £abyrinth ift öie 3nfd)rift „CEruja" angebracht, unö infolge* öeffen haben mir aud? für öen Süöen öie Berechtigung, öie £abyrint^e als tlrojaburgen 3U be3eidmen. 3n>eifellos hängt öie (Erojaburg mit öem Sonnentult unö öer Sonnenjungfrau, fjelena* unö Brunr/ilöfage, 3ufammen (fooiel ergibt mit Sicherheit (frnft Kraufe, Die (Erojaburgen in Zloröeu* ropa 1893). flbb. 2 ift eine Kinöer3eichnung aus Pompeji; neben öer (Erojaburg fter/t: labyrinthus hic habitat minotaurus (öas i[t öas £aby= rinth, hier roolmt öer ITIinotaurus). Dies be3eugt öamit öen 3ufammen* bang 3roijchen (Erojaburg unö ITIinotaurus einöeutia., unö mir oerftefjen röieöerum, öafe fretifche Bimmen auf öer einen Seite öie (Erojaburg, auf öer anöeren öen ITIinotaurus tragen. Bei flbb. 5, 6 ift auf öer Doröerfeite, bei flbb. 8 auf öer Rücffeite öer HIün3e öas fjafenfreu3 im äufeeren Umrife öem gleicharmigen Kreu3 ange* glichen, roährenö öie oerfcrjlungenen £inien fich 3U einem fjafenfreu3 formen, flbb. 3, 4 3eigen in öer mitte öes £abyrinths Sonne unö ITIonö, al[o roieöer öen alten 3ufammenhang. Der ITIinotaurus i[t öer Stiergott, oft als jmeigefchlechtliches men[chliches IDefen mit Stierfopf öargeftellt. (Er ift öer aieröämon, unö im Stiermenfchen ift eigentlich ein Übermenfd} fym* bolifiert. Dtcüeicht foll feine Gigenfctmft als Doppelmefen ihn als Schöpfer cbarafterifieren. Schon oon öiefer Seite ergibt (ich bereits ein Sinn3U* [ammenhang mit öem f}afenfreu3, öenn öas fjafenfreu3 ift als folches £ebensquell unö $ruchtbarfeits* fymbol. 3n fretifch s myfenifchen $unöen liegen folche heiligen Stierfopfbilöer mehrfach oor. flbb. 12 ftammt aus öem 4. Schachtgrab ITIyfenäs. Auf öer Stirn trägt öer Stierfopf öie Sonnenrofette, 30>ifchen öen Römern öie heilige Doppelayt. flbb. 7 ift nun ein aus Doppelten gebilöetes fjafenfreu3, öas (ich um eine Sonnenrofette öreht. flbb. 9 ftellt einen Stierfopf öar roie flbb. 12, aber an Stelle öer Art trägt er ein fchräggeftelltes Kreu3 3tr>ifchen öen Römern. tDir öenfen öabei an öie Stelle öes Buches (^ecrjiel IX, 4 — 6, roo öer Prophet ITIenfcb unö (Eier „mit öem 3eichen an öer Stirn" roeiht, oöer an öen römifchen Schriftfteller (Eufebius. Aber öas (Eau= freu3 ift öesfmlb noch nicht mit öem t)afenfreu3 iöentifch, fonöem mir finöen hier nur öie gleiche Derroanöt* ferjaft, mie fie auch fonft^roifchen Sonnenraö unö fjafenfreu3 begegnet. Das ift wichtig für öie $rage öes f>afenfreu3es bei öen Phöni3iern. Durch öas töefagte oerfterjen mir bei flbb. 11 öas rjafenfreu3 neben öem gehörnten (Eier. Dafe öiefe Dorfteilung fich but^ roeite (Bebiete oerfolgen läfct, geht aus öem chinefifchen Bilö flbb. 74, 9 beroor, mo ein Stier öas fjafenfreu3 gleichfalls auf öer Stirn trägt; öas gleiche finöen mir aus 3nöien berichtet. Damit ift mohl öeutlich genug öas fjafenfreu3 als Symbol öes £ebens unö öer Kraft qefenn3eichnet. flbb. 10 oon einer attifchen Dafe 6. 3<*hrf?- ftellt <Ehe[eus öar, roie er öen getöteten ITIinotaurus aus öem £abyrinth fcrjleift. Die Kante öer tDanö ift mit Sdjachbrettmuftern oer3iert (über öiefe Beöeutung ogl. flbb. 20, 4), öie oon r)afenfreu3en unterbrochen finö.  43 
0ivkä}cniaut> Als (Erbe 6er fretijdvmyfeniidien 5*it bemabrt öer Dipylonftil (1100 — 900 d. Chr., al[o aus öer <£nt ; ftelmngs3eit öes (Briecbentums) öas rjatenfreu3. flbb. 1 gibt ein £eichenbegängnis irneöer. Der Gote toirö auf einem mit Pferöen bekannten tDagen im feierlichen 5uge geleitet. (Dben hinter ibm öie Angehörigen, unten redjts öie Krieger, oben redjts unö unten linfs Klageweiber. Über öen Pferöen finöen mir öreimal öas linfsgerichtete r)afenfreu3, ferner unter öen Pferöen am IDagen unö unter öen ftafenfreu3en öen Sonnenoogel, gan3 Iints ein 311 einem jechs ; jtrabligen Stern umgebilöetes Sonnenraöbilö.  3 4  flbb. 5 ein (Brabgefäfo öes geometri[d)en Stils. Die aus böoti|chen (Bräbern jtammenöen S l 9 uren (geometri[chen Stils) flbb. 2, 3, 4 roeröen übereinjtimmenö als S^djtbarfeits^otttyeiten betrachtet. tDieöer finö es öie alten Symbole, öie mir an ihnen finöen: öie Doppelart, am fyals öas Kamm 5 TTCujter, Sternroirbel mit gefnieften Strablen, rjafenfrei^e unö aus 8 Balfen gebilöete r)a!entreu3e. Durch öie Dögel unö gleidnnittigen Krei[e fetyen mir öiefe (Gottheiten als öie öes £ebens djarafterifiert. flbb. () trägt unter öen Pferöen an öer Kante öas rjafenfreu3. flbb. 7, 8 unö 9 finö Bügel oon (Bemanönaöeln.  5 6 7 8 u. 9  44 
Öried?enlan& (Jortfefcung)  17 18 Der (Eon(arfopbag Abb. 12—15, gehört 6cm Übergangsftil, 9.— 8. 3afyrf?. o.Gtjr., an. Aus öer $ülle (einer Sinnbilöer fällt bejonöers öie „geflügelte fjerrin öes £ebens" in öie Augen, öie r/ier roie auch in öer mu= feni|d}en 3*it als dierroürgerin öarge(tellt roirö. Aus ifyr entroidelt [idj öie Artemis, auf öie jich in gleicher IDeife Abb. 10, 11 be3iefjen. Beiöe mieöer einmal als fjerrin öes £ebens gefenn3eidmet öurd) öen begleitenöen iöwen oöer öie gerjor[amen IDölfe unö Pfauen. Durch öen $ifch in öer ITCitte ihres (Bernau öes unö öen Stierfopf unö Stierjchenfel ift [ie als ITConögottbeit betont. Als (Böttin öer 3agö offenbart [ich Artemis ^gleich als fjerrin öes £ebens, trägt aber in öer flajji(aV qejehichtlichen 5«it auch 3üge einer $rud)tbarfeitsgöttin an (ich, fo öa^ mir auefy hier roieöer r)afenfreu3 unö Kreu3 oerjtetyen. Abb. 16. Die forintbijdje TTCü^e mit öem geflügelten Sonnenroß, öem Pegajus, öem Ringftab unö öem r)a(enfreu3 auf öer Rüd(eite. Abb. 17 ebenfalls oon einer forintrn[chen HTün3e. Abb. 18 öas Doppel bafenfreu3, öas im griecbijdjen „pelasgifchen" Kreis öfter oorfommt. Abb. 19. Böotijche ITIü^en, fog. Dramna. 3m TTCittelpunft öes f}afenfreu3es öas Sonnenraö. Die Disfusfpringer Abb. 20 (pringen über einen Disfus, auf öeffen fich örebenöer Scheibe öas t)afen= freu3 [ifct, öe[[en traten roieöerum Drehung oerfinnbilölichen, öer Disfus i[t felbft ja eine Sonnen[cheibe. Abb. 21. Das Da(enbilö ijt erfüllt oon Sinnbilöern oon Sonnengänfen, Käfern, Kreu3en, r)a!en= freu3en, gleichmittigen Kreijen, alles umaren3t oon Strahlen. 45 
0riect)enlanÖ ($ortfefcung)  25 26 27  Auf Abb. 21, 22 erjdjeint neben öen ©änjen unö öer gleidjen'Reifye oon Sinnbilöern öie £otosbIume. 3n öiefer 3eit tritt öas fjafenfreu3 jo allgemein auf, öafe man faft glauben möchte, es Ijabe feinen alten Sinn einge* büfct. Arn berechtigten ift öies beim Doppelmäanöer, öer [ich ja als Kante unenölidj oft finöet, Abb. 23. Dod? häufig ift öer IKäanöer abmeidjenöer Sonn in Annäherung an Spirale unö t)afenfreu3, Abb. 26. Auf minien fommt öas f)afenfreu3 fefjr häufig neben öem Kopf öes Sonnengottes Apollo oor. Das Dafenbilö Abb. 24 3eigt Apollo, öas Diergefpann lentenö, mit öem r)a!enfreu3 auf öer Bru|t, öas <&an$e in eine flammenöe Sonnenfcbeibe eingezeichnet. Das (Bemanö öer Brifris, öer (Beliebten öes Achilles, i[t mit r)afenfreu3en gefdjmüdt, Abb. 27. Abb. 25. Relief oom Altar oon pergamon. Unter öen öargeftellten Siegestropl?äen befinöet fid) öer er* beutete, motu* aber feiner fjerfunft nach grieebifebe Pan3er mit 3tr>ei bafenfre^en auf öer Bru|t.  46 
0riedjenton& (Sortierung)  IDie in Groja, wo mir auf mütterlichen (Böttinnenfiguren öas fjafenfreu3 fanöen, fo toirö es hier oon Srauen unö ITIännern getragen. Der Reiter hat einen Sdmr3 mit öem fjafenfreu3, er führt ein Pferö, öas am Sa?en= tel ein Sonnenraö trägt, flbb. 28. Auf flbb. 29 u. 30 finöen von gleichfalls Sonnenraö unö fäafenfreu3 nebeneinanöer.  3wern (Erft um 1000 o. GIn\ finöet |ich öas fjafenfreu3 auf 3ypern (nicht wie Kosmos 1918, f?eft 18, gleifyeitig mit tlroja). flbb. 8 gehört öem geometrifchen Stil an. töeraöe in 3ypem ift öie Derbinöung öes f)afenfreu3es mit öer £otosblume häufig. Dies gab Deranlaffung 3U öer Meinung, öafc öas fjafenfreu3 ein Sinnbilö öes IDaffers fei, aber mie mir fehen, ift öie Derbinöung mit öer Lotosblume erft nachträglich ^in3ugctommcn unö nur lofal im öftlichen ITIittelmeer geblieben, flbb. 1—3. Die Derbinöung öes f?a!en!reu3es mit öem EDaffer h a * 
3W>ern ($ortfefcung)  (ogar 3U öer Behauptung geführt, öafe öas r)afenfreu3 öaöurch cnt[tanöen fei, öafe öie in öas U)a[[cr fallen= öen Sonnenftrafylen (ich öarin nicht öireft, fonöern im tDinfel roiöerfpiegeln unö ein in öas tDaffer qe haltener Stocf gebrochen erfcheint, unö aus öie[er Beobachtung fei öas fjafenfreu} entftanöen ([0 IDalter (Baeöfe, St. <5eorg, 1933, r)eft 4). (Ein folcher Derfuch i[t natürlich öurchaus abroegig. Die Palme öer flbb. 4 bringt öas rjatenfreu3 roieöer in 5ufammenrjang mit Apollo, öenn öie|em mar öie Palme geroeibt. Apollo auf öem Sonnenroagen flbb. 1 1 treffen mir übrigens auch hier roieöer mit öem fyalen freu3. (Er felbft trägt einen Schilö mit öemSonnentoirbel, tDäfyrenö öie Räöer feines IDagens als Dierfpeidnges Sonnenraö ge3eichnet finö, öas in öen oier IDinfeln je ein fjafentreu3 trägt, fluch hier foll roorjl toieöer öie örehenöe Bewegung öer Räöer betont roeröen. flbb. 9 eine Kentaurengeftalt. flbb. 12 (teilt eine flptjroöite öar, öie (Böttin öer £iebe, öie öas r}afem freu3 auf öer (Beroanöung offenbar eingefticft trägt. Die gleiche ßöttin (flrmbaltung) (teilt flbb. 10 öar. flbb. 5 r)afenfreu3e 3U)ifchen Dögeln, flbb. 8 neben Pferö, flbb. 7 an Kleiöung (Priefterin), flbb. 5 neben als Dogel geftalteter Sonnenfcbeibe. 
®  3n Ägypten (Katmn) tritt öas fjafenfre^' roätjrenö öcs 2. 3at?rtau(enös als Boöenmarfe oon fcefäfeen öes öfteren in (Erfcfjeinung, roieöerum begleitet oon anöeren uns befannten Symbolen. Hbb. 4 3n (Dberägypten 3U (Lieben treffen mir öas r)afenfreu3 als Dedem unö IDanöfnesrnuiter, Hbb.J— ö, ö fjeimifd? (crjeint es jeöod? nid?t gerooröen 311 fein. 5u beachten ift, öafe 3U öer m $rage jteljenöen :>eit auf 6er fretifd?en 3nfel Decfenmu|ter gleicher Art eben(o roie in Ittyfenä gefunöen rouröen. Be3eia7nenö ift, öafe öas r?afentreu3 aud) auf Knöpfen oortommt, öie (nad? $lmöers petrie, IRitt. öes Knopfmuf. Hr. II, 1916) nidjt einrjetmifd? ägyptifd) finö. IDir finöen es aud? 3ujammen mit öem penta= gramm oöer Druöenfufe an U)eu> unö (Brabinfcrjriften, roobei eroiges £eben unö Wiedergeburt geroun|cr>t roirö, flbb. 5. 3n fpäterer 3eit finö öie $unöe fidjer griectyfcben Ur(prungs, rote fl bb. 7 aus Haufratis ;eigt, öas um 570 0. Gf?r. (ogar öen t)auptt?anöelspla$ unö eine Kolonie öer ©riechen bilöete.  4 £ed)ler, Gahenhreu} 
3to(ien Die ftei^eitlidje fjerfunft öer flbb. 1 aus öer fjöljlc oon 5in3ulu[a bei Gaftro in flpulien (von öer noch p<-a?elette fprach) ift nad? fjoernes oöllig unroafnid?einlicr?. Sie öürfte erft um öie 3eit oon 1000 3U [efeen auu ? ie wlx 5 ercits bei flbb * **• 28 (al?cn ' i(t öas *?«tenteu3 öer Brcn^eit auf (5eroanöl?aften häufiger. Abb 2 jeigt (old}e öer Penoöe IV, 2, auf öer ein gan3 Derfablungenes r)afen!reu3 angebracht ift. Bier wie bei öen übrigen fceroanönaöeln flbb. 3, 4, 6 unö Anhängern äbb.7 u. 15 fommt öem r?afenfreu 3 ruobi Hmulettbeöeutung 3U, ebenfo roie bei tDaffen, öeren IDirfunq unö$eftigfeit es fteigern foll, [0 Abb 5. Abb 7 ijt ein mit r)afenfreu3 geichmucfter Anhänger in Beilform aus (Ion, offenbar öiente auch öiefes Stürf als Hmulett Die r)uttenurne flbb. 8 trägt eine gan3e Reitje oon r>afenfreu3en oerfcfnebener $omi, toobl bier in be^ [onöerer 5chu|^ unö £ebensbeöeutung, ruie auch bei Abb. 9, ruo öie r^afenfmne an öer dür anqebracht finö flbb. 10-14 geben öte baupt[achlich(ten $ormen öer fiafenfreu3e aus mittelitalien, 2. 3abrtfö. d. (Tf?r. r roieöer  50 
Folien (;?orrfe<3ung)  24 25 26  Mf bemerfcnsiDcrt ift öer golöene fjalsfchmud flbb. 16. 3n öer mitte ein freisrunöer Anhänger, öer öie Sonne trägt Dl $orm eines gleicharmigen Kreu3es, öas im Halbbogen oon traten umrahmt ift, unö öar= über öen ITtonö als Sidjel, öas <ban$e mit einer fjafenlinie umgeben. Rechts unö linfs befinöen fidj 3tr>ei fid? gabelnöe f)afen, öer redete trägt 3tr>ei fjafenfreu3e. Diefe fid? gabelnöen 3eidjen Ratten mir fcr)on auf Seite 23 ([tein3eitlicr)e (Trommel oon rjornfömmern) fennengelernt. Diefes 3eid?en fommt im Beginn öer 3ungftem3eit fogar in Spanien (£os miliares, Zttannus 1919, S. 152) auffälligerroeife an einem Kamm oor, öer ja als Symbol uns gleichfalls in öer Stein3eit befannt gemoröen ift. Das fid? gabelnöe 3eicr)en ift uns weiterhin in (Eroja unö (Sriedjenlanö be3eugt unö tritt uns hier in öiefer 3eit in 3talien roieöer ent= 9egen. Aus öiefem Seichen öürfte fid? roohl fpäter öer chriftliche flnfer entroitfelt haben, fln öen aus <5rä= bern ftammenöen (Befäfcen flbb. 17 r 19 unö 22 finö öie r)afenfreu3e fo angebracht, öafc fie öas ©efäfe finn* bilMicb beherrfd?en. Bei flbb. 21, einem Bron3egefä&, fteht es in Derbinöung mit Dogel, Kreu3, Kreifen unö Hormig ftilifierten Dogelleibern. flbb. 20 ift eine Steinplatte aus öem Heiligtum oon Refaftium, öas öer :>ei1 tum 600 d. dhr. angehört unö öas eine gan3e Reihe ähnlicher platten mit r)afenfreu3=$üllungen ge= bracht bat. <5an3 ähnliche $üllmotioe 3eigt flbb. 23 (Paren3a, 3ftrien). Befonöers merfroüröig ift öer etrusfifche Distus, auf öem oier Srauenförper ein r>afenfreu3 bilöen. Die Srauen halten öie Arme fo, öafe heb ein gleicharmiges Kreu3 ergibt, mährenö öie Unterfchenfel öie trafen öes fjafenfre^es bilöen, flbb. 24. Der SpinntDirtel oon (Droieto 3cigt ein öem Kreis angepaßtes 6afenfreu3, eine Sorm, öie in 3talien fonft nicht 3U finöen ift. flbb. 26. Die HIün3e oon Rhegium, Unteritalien, gehört öem griednfeben Kolonialgebiet an. flbb. 25.  51 
Stetten 3m GIfafe lommcn in öer r)all[tatt3eit, etwa 1000 D.<Ef?r. f <5ürtelbled?e unö Haöeln oor mit f}afenfreu3, Kreu3en unö gleichmütigen Kreifen, alfo auf einem <5ebiet, öas öa* mals feltifd? roar. 3n $ranfreid) w'xxb es in öer £atene3eit, ab 500, feljr 3at?lreid?. fluf ITtü^en öes 3. 3at?rf?. d. GI?r. flbb. 3, 4 ift öas r?afenfreu3 oft aus Pferöe* Ieibern gebilöet. Das Pferö mar öem Beierns oöer (&rannus=flpollo fyeilig, roie aus ITtü^en gleicher Art römiferjer 3eit t?eroorget?t. 3eöenfalls tritt öer f}öd?jte (Bott öer Kelten, öer Sonnengott, in Derbinöung mit öem fjafenfreu3. 3n öer Rtjonemünöung bei Delaur rouröe eine motu" aus öer römifdjen Kai(er3eit (naa? 200 n. Gin*.) ftammenöe Sfulptur g'ef unöen, öie öen ©ort üernunnos öarftellt, roie aus öer für ilm typifdjen Bein- unö flrmtyaltung t?eroorgel?t, flbb. 9. (Er ift auf öer Bruft mit 5 fjafenfreu3en unö 4 Kreu3en gefdjmüdt. Gernunnos ift öer rjirfcrjgott, mit fjirfdjgeroeil? ift fein Kopf ge* 3iert, in öeffen 3acfen öie Ringe öer IDodjentage Rängen, flbb. 8. Heben ifym linfs öie Sonnenfdjeibe; er ift alfo roieöer ein (Bott öes £id?tes (ogl. IDilte, 3nöien, (Drient, (Europa in „Ittannus", Bö. 10. £eip3ig 1913. Derl. Kabütfa?). flud? öie örei Altäre finö öer einfjeimifdjen Beoölferung 3U3ufdu-eiben. flbb. 6 füf?rt unter öem Sonnenraö öas r)afentreu3, roäfyrenö flbb. 12 es unter öer (Bötterjeftalt mit öer £an3e unö flbb. 10 unter einem £ebensbaum 3eigt. flbb. 7 aus Heudjatel roeift öas Kreu3 bl öer Sdjeibe auf, öoppeltes ineinanöergefe^tes r)afenfreu3 unö öarunter eines mit gefdjmungenen (Enöen. Die Scbroertfdjeiöe ift ein befonöers fdjönes Stüd, es fütjrt 14 fjafenfreu3e, öie rtjombifdje $elöer füllen unö öeren 5roidel roieöerum redjts unö lints mit gleichmütigen Kreifen gefüllt finö, flbb. 13 u. 14.  12 
ffeltcn (ftortfeftung)  Um öen fjelm flbb. 16, öer aus öem 5. 3at?Tf>. d. dl?r. [tammt, 3tcl?t [ia? ein Banö oon fjafenfre^en, öie l?ier molu* öicfelbc tDirtung true 25 öas Sonnenraö auf öen Reimen flbb. 15 u. 17 haben {ollen. Der £atene3eit gehören auch {old?e Stein[fulpturen rote flbb. 18 an, öie eine fultifdbe Rolle fpielten. Auf öem (Befäfe flbb. 19 mirö öas r)afenfreu3 nidjt nur als ein 3iermufter, [onöern als 5*ia)en öes £ebens, 6er tDieöer* geburt 3U roerten [ein, roeil es öie $läd}e öes gan3en (Befäfces bel}err[d?t. flbb. 23 gibt ein deilftücf eines £an3enblattes roieöer. £>icr [oll öas f)afenfreu3 root?l Siegestraft unö Greff^ [idjerfyeit oerleifjen, äfmlidj roie auf öen germanifdjen £an3en[pi^en. Der tDunöeroolle farbenprächtige Sdnlö öer £atene3eit flbb. 24, öer in öer Gtjemfe gefunöen rouröe, i(t mit 3af?lreicr)en r)a!en!reu3en ge[d)müdt, öie itm gegen fjieb unö Stid? abroeljrfräftig machen [ollen, flbb. 22 bringt öie r)afen!reu3form ge[onöert ge3eicrmet, geroijfer* mafeen eine Kombination mit öem gleicharmigen Kreu3, öa öie fünf quaöratifdjen Slawen mit roter (Emaille ge* füllt roaren unö [o öen Ginörud eines gleicharmigen Kreises t?eroorrufen. 3rlänöifd?e, feltifcrje Steinjfulp* turen 3eigen neben öem fjafenfreu3 öas Sonnenraö unö Dreibein flbb. 1 1 u. 20. Dem feltifdjen Spanien angeljörenö i[t flbb. 21, roo öas fjafenfreu3 trneöerum 3tDi(a7en [trat?* lenöen Sonnenbilöern (tef?t. flbb. 25. Scrjottlanö, 3eigt eine Der[chmel3ung öes fjafenfreu3es mit öem Sönnern bilö öer fon3entri[cf}en Krei[e.  53 
3 4 5 6 7 8  Seit ber (Brünbung ber Stabt Rom, 753 d. (Ltfi., finöcn toir faum nodj fjatenfreu^e in 3talien. Die $unbe aus bem 2. 3af?rtaufenb o. Gf?r. finb auf Seite 50 [d?on befprod?en. (Es fdjeint oöllig oergeffen 3U |ein, unb audj bei [einem tDiebererfdjeinen in ber Kaifer3eit i[t es offenbar nidjt eintjeimifdj italienifd). 3mmer ift bie $rage, ob es prooi^ialrömifdjer rjerfunft ift; mei|tens ift eine Antroort febroer 3U geben. IDir fyaben in Pompeji nidjt roeniger als 60 $uf}bobenmofaifs mit r)afenfreu3en. tlrotjbem ift es auffällig genug, bafc toir bas r)afenfreu3 roeber als TRü^e noch als (Bötteremblem angeroenbet fetyen, [o baß man auch bei ben r)afenfreu3funben in Pompeji notgebrungen bie $nige (teilen mufe, ob biefes Dorfommen nicht auf prooi^ialrömifcrjen (Einfluß 3urüdger/t. Der ©rabfteinausHorbafrüa 3eigt fotooblSonnenrab unbt)afenfreu3 nebeneinanber, Abb.12. Don ben färnp* fenben tölabiatoren trägt ber eine auf bem Sdnlb bas r)afenfreu3, bas it?m al[o Sdmtj gemäßen [oll; bastöefäfe rourbe in (Englanb in Goldjefter gef unben, Abb. 1. Die prooi^iale rjerfunft ift bei bem Altar oon Arnbloganna in (Englanb noch roabrfdjeinlidjer, Abb. 2; in $rage lommen bafifcb/tl?ra3ifd?e £egionäre. Jupiter (Dptimus ITTarimus i[t angerufen, roie bie brei Anfangsbuchstaben oerbeutlidjen. Darüber befinbet fid} }m'\* fdjen pjei Sonnenräbern bas f)afenfreu3. Der 3üngling in (Dpfertradjt Abb. 10 (tammt oon einem Dafen* bilb. ix i[t beträft, an ber (Dpferfleibung trägt er bas r)afenfreu3. Befonbers bemerfensroert i[t bie Sdnlbfröte, bie er am $aben in ber Redeten tjält. Die Sdnlbfröte, überhaupt bie Kröte, fpielt im Kult unb Aberglauben eine grofee Rolle (ogl. IDilfe, 3nbien, (Drient, (Europa, S. 146). Abb. 13 i[t ein Säulenfufe aus Algier, Abb. 4 — 9, 11 |inb HTofaitfufeböben, baoon 3eigt ber eine aus Pompeji neunmal bas rjafenfreu3, oor bem „Saloe" (fei gegrüßt) ftefyt, alfo als (5lüds3eicr)en. Das r)afenfreu3 aus ber römifeben Dilla oon IDiltingen, IDürttemberg, Abb. 8 trägt im Dretjpunft ben Salomonsfnoten, alfo bie Abroanblung bes f)afentreu3es felbft genau roie Abb. 4 (aus Konftantine, Algier). Don bort auch Abb. 5. Abb. 7 ein ITtofaif ; bilb aus 4rier, im Drefypunft nod? einmal bas linfs gerichtete r)afenfreu3. Abb. 1 1 Mittelteil eines rö* mifdjen ITCofaifs aus Hernion ((Englanb). Abb. 3 bas r}afenfreu3 als Sccmfoeicrjen auf bem Hinterhaupt* teil eines römifcfyen fjelms.  54 
12  dermamfcfre $unöe 6er ^ron^cit Bei öen (Germanen tritt uns öas f)afenfreu3 auf öen Dcnfmälcrn 311m er(tenmal in öer Bron3C3cit entgegen, unö $max in abgerunöeter, meift in Spiralen enöigenöer $orm, roie mir es in öer jüngeren Stein* 3eit im Kreife öer bemalten Keramif Süöo(t=(£uropas fafyen. Ulan trifft es feit öer 3roeiten Perioöe öer Bror^eit, etroa 1600 o. dr)r., 3iemlidj häufig an $unö(tüden, [0 auf öen beiöen unter flbb. 7 u. 12 (oergröfcert) ge3eigten Bron3etnöpfen. Aus öer 3roeiten Perioöe (tammt aud) öie im Ranögebiet öer Germanen gefunöene Haöel oon GtdjetjjcboiD flbb. 14, öie ifyrer gan3en |umboli(d)en Darftellung nad) öem germanifdjen Kreis angehört. fjäufig bilöet öas r)afenfreu3 öas Hlittelbilö öer Bron3el?änge ; öo(en, flbb. 2—4, 8—11, 3um Geil in rounöerooller Arbeit, flbb. 13. Dafe nidjt ein blofces 3iermu[ter oorliegen tann, 3eigt öer IDcd^fel mit öem Dreibein oöer oeröeutlidjen öie $elfen3eidmungen, öie ja aus= (djliefclidi religiöjen 3nbalts (inö. flud) öas Dreibein neben Drad>en[d)iff unö Sonne auf öem Ra|ier* me(|er (Kult3roed) betätigt öies. töeroanönaöeln in $oxm öes fjaferifre^es finöen mir mefyrfadj, flbb. 15. 1. Sd}roeöi|d)e $els3eidmung oon (Eofe, Kreis (Lunge. 2, 3. fjafenfreu3 unö Dreibein oon t}ängegefä$en. 4. Don einem rjängegefäfe aus Bron3e, in öer ITIitte t)afenfreu3, mit öer oberen $els3eidmung überein ; jtimmenö. 5. ©eroanönaöel öer Bron3e3eit (Perioöe 4). 6. Ra|ierme[[er oon IHetylbed, fjolftein.  55 
Oermonif^e Surrte btt »ron^c« (JortfeQung)  13  13. DieDer3ierun9Öesf}ängegefäf5es,Sopt?ien = Ijof, Kreis Dcmmin (lTtu[eum Stettin). Das Wittel* teil 3eigt eine flammenöe Sonnenjdjeibe mit fjafenfreuj. 14. Kopf öer Scbeibennaöel d. <nd}e$[cboa) (Kreis £ebus). 3n öie Sonnenjdjeibe eingebt ein r)afenfreu3, öas ein gleicharmiges Kreu3, öas aus fünf Kreijen in freu3förmiger flnorönung gebildet ift r umjdjliefet (ogl. SenfterDom 3U ITIailanö :ibb.2$,20). 15. r)af enfreuj^ naöel öer Bron3e3eit aus öem Depotfunö Kölpin (Hlufeum Stettin).  15  56 
(Sermonen [*om IStqinn unferer 3t\trtd>n\mQ afr] ßegen (Enöe öer £atenc3cit (100 d. Gfjr.) roeröen öie $unöe mit r)afenfreu3en uneöer fel?r 3af?lreid}, naaV öem es am (Enöc öcr Bron^eit, ctma 800 o. Gf?r., für einige 3<*f?rf?unöerte etwas in [einer (Erfd?einung 3urücfgetreten toar. 3e^t tritt es fefjr fjäufig auf unö erhält fid? bis in öie djriftlidje 3^it. 3n Süörufclanö fyaben öie um 214 d. Gf?r. nadj öort getoanöerten (Boten neue Stilformen enhoidelt, öie fid} audj 3U öen übrigen (Germanen oerbreiteten. Sie oerroanöten öas r)afenfreu3 roieöer aufceroröentlidjoft, unö fo finöen mir es in Deutfdjlanö 3uer[t auf öen fogenannten ITIäanöerurnen öer (Dftgermanen unö bann auf öenen öer IDeftgermanen. (Beroifj ift öiefe Der3ierung Dielfad} ornamental, aber man öarf nidjt oergeffen, öafe öer oollfommene IHäanöer tatfäd}Iid? fa[t fef?lt unö neben öem r)afenfreu3 audj Scfyadjbrettmufter 3ur Stelle finö (ogl. über öie fymbolifdje Beöeutung öes Sdjadjbrertmufters UTannus, Bö. 6). Sdjon eine flnorönung, wie fie flbb. 24 3eigt, fpricfyt für öen rein fymbolifdjen Sinn. Dier r)afenfreu3e finö fo miteinanöer oer* bunöen, öafe ein fünftes in öer mitte entftefjt, roeldjes gleid}3eitig oon einem gleidjarmicjen Kreu3 um- geben erfdjeint. Dor allem aber 3eigen öie £an3enfpitjen öes 3. unö 4. 3af?rfy. n. Gin*., öie mit t)afen!reujen unö anöeren oerfdneöenen ^eiligen Seichen gefdjmüdt finö, öafc man fie für roirffame unö fräftige fjeils- 3eid}en Ijielt. Auf öer Runenlan3e oon ITIüncbeberg flbb. 19 ift linfs öas als Sonnenfdjiff geöeutete 3*ia?en oielleiaM efyer öer ITIonö, redjts öas Dreibein unö r)a!enfreu3.  57 
Germanen [vom 3cginn unferer 3ettre$nung ab] (ivortfenmig)  5. (Ein befonöers tocrtoollcsStüd ift ein Kamm aus Sreyburg a. 6. Un(trut, öer auf öer Doröerjeite öas fjafen- freu3 3cigt , auf öcr Rüd[eite ein im (Salopp befinöliebes Pferö, ein fcfjon fo3ufagen im Stil öer Gierornamentif ge s 3eidmetes IDefen, oor öem [idj ein liegenöes Kreu3 befinöet; es f oll al(o raorjl öas Pferö IDoöans gefenn3eicrmet fein. 6. (Bermanif dje Sdjmudnaöel öes 6. 3arjrrjöts. rjaten ; freu3 in ftilifierten CEierföpfen enöenö, im Kreu3ungspun!t Ringfdjeibe.  58 
(Sermonen [t>om »eginn unferer 3e«re*nunö ab] (Sortfefcung)  Anhänget aus öen Gräbern oon lltüngersöorf bei Köln. 7. Doppell?atenfreu3. 8. Banöfreu3. 9. ^afenfreu3 in Bogenfreu3.  14 15 16 17  (Ein in fultfymbolijdjer Beöeutung be[onöers bemerfensmertes (Brab i[t öas (Brab einer germanijdjen Prie(terin aus öem (Thüringer $rieöf?of (Dbermöllern. 3m (Brab befanöen (id? ein nadj rituellen (Bejetjen bet?anöelter Sdjroeinefopf, mehrere Spinnroirtel, öie an öer Spinöel 3um Spinnen Derroenöung fanöen, ein (Eijen(tab mit $euer(tein unö Quar3it|plitter. Don 3roei Sctjeibennaöeln hatte öie eine öie $ orm eines Raöfreu3es, unjerem ei[ernen Kreu3 ähnlich, flbb. 13, öie anöere eines fedjsfpeidngen Raöes, flbb. 14. 5roei (Bolöanijänger roaren mit t}er3freu3en oerjehen, Abb. 12, mährenö ein roeiterer Anhänger ausge* prägt noröifdjen dierftil 3eigte. Auf öem legten Anhänger, flbb. 10, befanö [id? eine fymbolifcbe Kom= po(ition gan3 bejonöers auffälliger Art: auf öer freisrunöen Scheibe, al[o roohl als Raö geöaebt, befanö (ich ein gleicharmiges Kreu3, öas öurcfj öie Querbalfen an öen (Enöen (03u[agen in oier lateinifdje Kreu3e aufgelöft ift (Pfo[tenfreu3). 3n>ifchen öen tDinfeln öes gleicharmigen Kreuzes aber befinöen fid? oier rechts gerichtete r)a!en!reu3e. EDir bringen neben öer Photographie öes $unöftüdes auch noch öas jymbolijche Bilö als ge|onöerte 3ei<h nun 9» Hbb. 11. Gin weiteres $rauengrab, in öem als Beigabe (ieben (Eier lagen, brachte 3tr>ei Sdjeibennaöeln flbb. 10 u. 17, öie ein Sonnenraö öarftellen, in öem je ein linfs gerichtetes tjafenfreuj einbejer/rieben ift. (Einmal befinöet fid? im IHittelfreis eine ftilifierte (Bejtalt, öas anöere Ittal ein Kopf m clierornamentif. (Ein anöeres (Brab brachte noch ein Sonnenraö, flbb. 15, |o öafe mir in (Dbermöllern in amtlich bemerfens 1 werten $unöen öie altgermanifcben Symbole antreffen.  59 
Runcnlari3C von lUündjeberq, flbb. 19a, linfs: öas als Sonnenjdnff gedeutete 5eidjen oielleidjt eber öer ITIonö. Redjts öas Dreibein unö r)afenfreu3. flnöere Seite, flbb. 19 b, linfs öer IKonö unö  Runeninfcrjrift: Raninga (Harne öes Beyers), red)ts Bleichen Q unö am Blattanja^ auf jeöem Diertel öer Runöung einmal öie Sonne (j^£ m  60 
28 27  Abb 22 3cigt Dreibein unö fjafenfreu3. Die anöeren O unö lyraförmigen 5etd?en ftn6 r tote aus Der* gleich mit füörujjifdjen Steinplatten Ijeroorgeljt, unoolljtänöige Bli^eicr^en (ogl.ßö^e, Wannus, Bö. 1, 1909, S 121 ff.), flbb.23 oolljtänöiges Blhfteicrjen, öaneben Dreibein unö (Teile öes Bhfoeidjens. Die gotijcbe Runenlan3e oon Hornel flbb. 21 trägt Iin!s fjafenfreu3 unö örei ineinanöergefe^te roinfelarttge 3eid>en, ITIonö (oöer Sonne), rechts gleicrjmittige Krei(e, Sonne, r)afenfreu3, falbes Bleichen; flbb. 20 Itnfs Gilariös (Harne öes Beyers), Sonne, redjts roieöer Sonne, IHonö, falbes Blifoeidjen, Sonne, alle öiefe 3eid?en roei(en nad) Süörufelanö; öas erflärt (id? öaraus, öafe in öen fraglichen 3at?rt?unöerten (Dftgermanen nad} Süörufelanö ans Sd?roar3e IHeer 3ogen. flbb. 26 bilöet ein aus 3tr>ei Blühen 3ujammengefe^tcs rjafenfreu3, öas in ötejer $orm joröotyl tn Suö- rufclanö roie auf öem (Bräberfelö oon $of?röe, Prooin3 Branöenburg, oorfommt. <5ar\$ ähnlich erfebeint öte gleite 3ujammen(tellung oon 3eid?en ein(d)lieBlid) rjafenfreu3 unö Dreibein im Dimo|e=$unö tfbb. 25, 28 Aus öem gleicfoeitigen tltyorsbergmoorfunö jinö Be(d)läge, tDürfelbecfjer unö 5ier|cbeiben 3utage gefommen, flbb. 27, 29, 30, 31. fln öem Be(d}lag(tüd ift be[onöers intereffant, öafc auf öie geromfelten dnöen öes r)a!en!reu3es nod? eine Reibe gleidjfinnig gerichteter trafen aufgefegt [inö, öie offenbar öie Be- legung oerftärfen unö oeröeutlidjen follen. (Einige Wale erfdjeint öas t)afenfreu3 an Schwertern, rote bei flbb. 32 unö 45 (5. 3af?rf?. n.  61 
(Sermonen [oom Segtnn unferer 3eirre<$nung ab] (Sorifefcung)  37 38 39  Auf öem Scfymert von Saebö, Hormegen (8. 3öl?rl?. n. Gtyr., flbb. 46 unö 47) [ter/t es inmitten öer Runem infdjrift, öie roafyrjcrjeinlid} bejagt, öafe drmrmutl? öer Befitjer i(t; bann würbe öas r)afenfreu3 als Sct>rift3cichcn CEr)or beöeuten; es i[t aber audj möglich, öafj es als r}eils3eicben eingefügt ift, öas öer IDaffc IDirfung unö $e(tigfeit geben foll. Auf öen (Bolöbrafteaten tritt öie religiöje Beöeutung befonöers (tarf fyeroor, finö öod} öie Brafteatcn Amulette, unö öie (Bötterbilöer (teilen IDoöan oöer ufjor öar, öie öas rjafenfreu3 als Symbol beigefügt befommen, flbb. 36, mäfjrenö flbb. 40 gleichzeitig auch nod} öas Dreibein 3eigt. Auf flbb. 34 r 35 [ef?en mir neben öem fjafenfreu3 nod} fon3entri[dje Kreije; beiöes finöen mir mieöer auf einem Stein aus einem (Brabfyügel oon Räsby (um 600 n.Grjr.) flbb.58, 59. Heben öen gleichmütigen Ringen (Sonne) ift ein maagereebter Stab mit 3mei Quer(pro[[en. (Eine 3at?lreicbe (Bruppe bilöen öie Spangen öer Gierornamentif (6. — 8. 3at?*f?. n. Gl?r.), öeren örei oöer oier Beine aus dierleibern be[tet?en, flbb. 41, 42, 54, 55; öie gc ; fnidten Gnöen laufen öann regelmäßig in Gierfopfen aus. flbb. 57 ftellt einen (Beroebereft öar aus einem (Brabe öer jüngeren Kaije^eit (4. — 5. 3al?rl?unöert n. Gf?r.); man trug aI|o auefy in öiefer 3^it öas f)afenfreu3 auf öem (Bemanöe. Huf öem Runen(tein aus Seelanö (8. 3af?rf?unöert n. Gtjr.) flbb. 62 neben öem t)afenfreu3 nodj ein aus Gierfrallen gebilöetes Dreibein. flbb. 38. IDeftgerm. (Befaß, $unöort Dar3au. Abb. 39. (Djtgerm. (Befaß oom Gnöe öer £aK-ne3eit. flbb. 24. Don einem o[tgerm. (Befaß, 5 fjafenfrei^e bilöen ein gleicharmiges Kreu3.  62 
(Sermanen [Dom beginn btr »ölferttanfrerung] 1  46  47  48  49  50 a  50 b  H)ieflbb.51,52u.43 3eigen, fommt öas Jjafenfreuj aud) auf Ringen unö Beilagen oor. Auf $ibeln aller Art finöet es fid?; flbb. 48-50 b oier angcl[äa7|i[d)e$ibeln. Bei flbb.48 öie Arme fpinnenbeinartig, flbb.49 ift [edisarmig, aI|o mehr ein r)afenfreu3 s Sonnentrnrbel, aber Deröeutlidjt öodj, öafj öie Dorftellung öer Drehung  63 
(Sermanen [»otn Seginn frer ajölferttanderung] (Jortfefcung)  nicht Dertthrounben ift flbb.50a,b fiatenfreu3 mit fpitalgerollten Gnben. Die Reibe ber (Seroanbljaften, Bc« Xt Ä bas fiatenfreu} Detmanbte. Der tDed??eI mit bem Drethem Abb 33 öas Auslaufen be h^euwtme in qebö?nte dietföpfe at)orfumbole Abb. 55, ober Pferbeföpfe fflbmfumbole Abb 54, ober Doae top e ©biniumbolc . flbb 41 ermeift, mie ftatf bie teligiöfe Doritellung bei ber Derroenbung mit= K flud, auf SfiTien aongefäfeen finben mir' nod, bas tjafentreu,, flbb. 61. Auf Kämmen fommt es ebenfalls oot, flbb. 60.  64 
8 9 10 11  crlatpen unb 25a(ttfum Bei öen Slatocn öer Dölferroanöerungs^eit unö öes Mittelalters ift öas fjatenfreu3 redjt häufig, unö 3toar roirö es t?ier als Boöen3eidjen auf <5ef äfeen überaus oft oerroenöet, flbb.6— 8, 11.3m Baltif um i[t es feit Be* ginn unferer 3eitred?nung lebenöig. Die baltifdien Dölfer, ju öenen öie £itauer, öie £etten unö öie germani* fierten alten Preufeen gehören, unö öie einen felbftänöigen 5«>eig öer inöogermanifdjen Dölferfamilie bilöen, alfo nia?t öen Slawen 3U3uredmen Jinö, fjaben fid? in il?rer Spradje, Ulyttyologie unö Dolfsfunft fetjr oiel altertümlidje Elemente beroatyrt. Das fjafenfreu3 roirö in £ettlanö flbb. 1— 3 r 4, 9, 10 als Kenn3eidjen öer Sonne, als Symbol öes fia? immer roieöerljolenöen <£rneuerungs= unö Derjüngungspro3effes betrachtet. Der lettifdje Harne öes fjafenfreu3es ift Ugunsfrufts, roas fooiel roie $euerfreu3 beöeutet. fludj in öer <5egem toart i[t öas rjafenfreu3 in £ettlanö feljr lebenöig. (Es ift <frfennungs3eid}en öer lettifdjen Kriegsflug3euge, aud} roirö es oielfadj oon öer Staatsörucferei als lDafier3eid?en oerroenöet. flbb. 9 ift ein fjafenfreu3 öer Bron3e3eit aus Koban, Kaufafus, öas 3eigt r in roeldjer Hidjtung öie Derbinöungslinien gingen, flbb. 10 Mantel öer jüngften (Eifen3eit ($unöort 3folas) in H)ieöerI?erfteHung nad) öen gefunöenen Heften.  5 £«d)ler, fiahenhreu*  65 
Auf öer flcina(iatiid)cnWün3c Abb. 1 ift öas r)afenfreii3 oon oier Ittonöen umgeben, alfo ift es öod) roobl felbft öie Sonne. Der d'o^ylinöer aus (Elam Abb. 2 3eigt, öafe f?ier in Ittefopotamien öie Derbmöung öcs Kreu3es (Gau) mit öem gehörnten Gier genau |o befannt mar roie im Donaugebiet, in Kreta, Jnöien ooer Gfnna flbb. 3—5 gehören öer bemalten Keramif oon Su[a an, flbb. 5 oon Sepe Ittouffian, flbb. 3 u. 4 oon Sil a felbft. fluch aus Samarra liegt öie gleiche Kerami! oor. fjier tonnte f)er3felö nacrjroeifen, Öaj5 jie öer jüngeren Bron3e3eit (fpätminoifd?) unö nid?t öer babylonifcr)=affyrifcr}en Kultur 3U}urcJnen- ift. 3m gan3en ooröerafiatifeben (Drient öer älteren 3eit fommt öas Jjafenfreii3 mit Ausnahme öer Suja* teramit flicht Dor.£eöiglid) imVttitifcrjen Kreije, flbb.7— 9, ift es oertreten, fo auf öemKonigsrelief oon torij bei Gregli im daurus, roo es auf öem töeroanöe öes Königs oorfommt, flbb. 9. Als Stempel ftebt es uneöer in Derbinöung mit öem gedornten (Eier flbb. 8 unö t?at gleicfoeitig in {einer labyrinttnfcrjen Rnoib" nung flnflänqe an Kreta, flbb. 7 oon einem rjettitiferjen ©efäfe, öas r)afenfreu3 neben Kamm, h(dtn< wirbeln, rbombifdiem Kreu3. Die fjettiter finö ein inöogermanifcbes Dolf im fcegenfa* 3U öen flffyrern unö Babyloniern.  Aus öem Kaufajusgebiet liegt öas f)afenfreu3 erft in öer fpäten Bron3e3eit oor IDie U)ilfe im tDelt= all 1919, ^ 23,24* (Sönnern unö ITIonöfinfternijfe im (Blauben unö in öer öarftellenöen Kunft öer inöo= germanifeben Dor3eit) ermiefen l?at, ift auf Siegel3ylinöern Sufas, 5ypems ufm. oft öer Kampf 3<J>Mg e " Sonne unö Ittonö öarge|tellt. Die Sonne ift öabei tjäufig als Sonnenrnrfd? mieöergegeben oöer als Kaö abgebilöet, oor öas fidi fdjü^enö öer fjelö mit öem Bogen (teilt; öie angreifenöe ntonögottm, öie öie Sonne oerfcblingen mill, ift furmeftaltig unö roirö begleitet oon öen Untermelttieren fjunö unö Solange, oöer fie W als Antilope öargeftellt. Das[elbe Bilö feljen mir aud) auf flbb. 12, lints öie angreifenöe Antilope, redjts öer Bogenfdjüfce, öer fid) ferni^enö oor öie öurd? öas rjafentreuj Dcrjinnbil6lid?te Sonne (teilt. Diejer r)mti>ei$ fällt öarum (o ins (Beroidjt, meil es fia? f?icr um gemeinsinöogermanifdje — aljo (tei^eitlidje — Vov (tellungen banöelt unö öamit mieöer ein be(onöers fräftiger fjinroeis gegeben ift, öa& öas rjaJenfreuj , oon Beginn an öiefelbe Beöeutung r?at. flbb. 6 u. 10 Bledje mit f)afenfreu3 unö Spiralöreibem, flbb. lo (Brabgefäfe. 
Li  CT LnJ  n  3flom 3n öer Kunft öes 3flams t?at öas t)afenfreu3 gleichfalls fet?r jtarf Eingang gefunöen. Beim 3flam (pielt oas (Drnament eine gari3 befonöere Rolle, öa ja menfdjliche Darftellungen oerboten [inö, infolgeöeffen finden am an allen H)anöen f $enftern, $affaöen öie tDunöeroollften ©rnamentbilöer, öie febr häufig oon Stern= monoen als tjauptfompofition ausgeben. Wenn fid? aud? nid?t leugnen läfet, öafc in öen meiften Sailen öas r)afenfreu3 3U einem reinen (Dxna* ment tierabgefunfen ift, fo i[t 6007 öer Sinnbilöroert auch bis in öie fpäte 5eit unoerfennbar. Der Sinnbilöroert öes fjafenfreujes roirö im mofyammeöanifcrjen Sinne angeöeutet, inöem öas fcafem frei43 tyaufig als flh!reu3 gebilöet ift, öa öiefe oerfdmörfelte Art öer oierfacben Schreibung öes IDortes Ali" entfprtcfjt unö auf öiefe IDeife 3um Propljetenfumbol rouröe. 1. Don öer fltyambra in (Branaöa (aus öer 3eit öer Befe^ung Spaniens bind) öie Araber). r)afenfreu3, um öas oier anöere f)afenfreu3e fo angeorönet finö, öafc aus öiefen roieöerum eine Abart öes fjafenfreiues roie öies Hbb. 6 3eigt r entftebt. 2. Das Dreibein finöet fidj, roenn aud? feltener, im mobammeöanifchen ftulturfrets. Hus öem perfifcfjen ITTanuffript Schad? Harne!?. 3. $ries aus r?afenfreu3 unö gleicharmigem hreu3 »on öem maurifchen Palaft öes Kr?an in Grjofanö (tlurfeftan). 4. Don einer ITtauer in Urfa (oberer Cuptyrat), gegenüber öer flbrafyamsmofcrjee, öas rjafenfreu3 als flli!reu3 in etroas abgeroanöelter $orm 5. jaöeitplatte aus Perfien, mit öem fogenannten fllifreu3, öem aus öem oierfadjen Hamens3ug öes Propheten gebilöeten f)afenfreu3. 6. IUofdjee in Darnasfus. flbgemanöeltes r)afentreu3, roie man es unenöltd? oft in mobammeöanifcnen Bauten finöet.  »frifo Hoch heutigen (Tages trifft man öie r)afen!reu3form in oerfdjieöenen (öegenöen flfrifas als (Eatauierungs* mufter an r ofme öabei mit Beftimmttjeit feftftellen 3U tonnen, ob es fia) um ein trnrflidjes r)a!enfreu3 fjanöelt. Bei öen flfdjantis tragen öie <3>eroicr?te auf öer ©ber* feite fjafenfreuje. Damit ift fymbolifcrjer Sinn be3eugt r roie ein Dergleid? mit flbb. 3 flarmadbt ; im griecrjifdjen Altertum tragen närnlid? öie <5en>td?te Kreu3e unö Doppeläjte als Sinnbilö. Auf öer moöernen <5rabfad?el oon Algier flbb. 1 öient öas tjafenfreuj u>ol?l als pijulafterium, als Sdnifoeicben oor böfen (Seiftern.  67 
öie !Be(f»eri>tin0 ate $eppid>i>arffd(uti9  Der Maler Karl IDarron erroarb im 3at?re 1909 auf einer Reije in Per[ien einen deppid?, öe[(en [inn< bilölidie Dar(tellungen iljm oon öer (Eeppidjtoeberfamilie, in öeren Be|u3 öer Geppidj fdjon über 100 3al?re roar, noa? erflärt roeröen tonnten. Aus öiefem Beridjt gefjt fjeroor, öafe öas t)afenfreu3 mit öem $euer* bofyrer er(t naditräglid) öurdj öie £egenöe in Derbinöung gebradjt rooröen i(t, um öas iröifdje $euer fumbol* Ijaft mit öem tnmmlijoben in Derbinöung 3U bringen. Don öiefem (Eeppidj roar eine Reit?e oorfjanöen, öic |03u[agen öie gefamte Sdjöpfungsgefdjidjte [dnlöerte — oermutlid? roaren es örei oöer oier Geppidje. 3m ITtittelpunft beiöer ITIeöaillons, umgeben oon gelb unö rot loöernöen flammen foroie oon Sternen unö [onnenarrigen (Bebilöen, ftcr>t ein mit trafen oerjebenes Kreu}: öas S*uer* oöer Sonnenraö, roie oon öem IDeber angegeben rouröe, öie erfteröadjte medjanifdje Dorridjtung 3ur (E^eugung öes $euers. Dafe öie Übertragung öes tjafenfreu3es auf öiefes Seuereqeugungsgerät fefunöär ift, ge!?t nun ofyne roeiteres aus öie[er deppidjöarftellung fjeroor, roeil r>ier ja öas fjafenfreu3 3um flusgangspunft öes fosmifdjen (Ent* u)idlungspro3e(|es genommen ift. Bei öer Deutung öes $euergerätes aud} auf öas t)afenfreu3 roar al[o öic Parallelität in öer töefe^mäfeigfeit unö öem Sdjöpferifdjen öes $eutxs öer gegebene flnlafe. Der Derlauf öer gefdnlöerten Dorgänge läfet jidj am überfidniicf)[ten oerfolgen, roenn man mit öer Betrauung öer oier je öreiteiligen $igu™"r roeldje fidj an öen je oier (Eden öer beiöen Querrea?tede befinöen, beginnt. Diefe oier Siguren ergeben in geeinter $orm ein adjtftraljliges Sterngebilöe, roie foldje gruppemoeife 3U öritt aus öen Slammen nadi oben oöer unten fjeroorgefyen. Das Dorfjanöenfein öiefer je oier Sternoiertel unö öie Art öer Hnorönung öerfelben im Umfreis öes Raö=r)aten!reu3es öeuten an, erftens, öafe öas Sonnenraö*t)afen* freu3 als fosmifdjer Dorgang in IDirfung befinölid) angefeljen roeröen [oll, unö 3toeitens, öafc öurdj öie IDirfung öes Sonnenraö*f}afenfreu3es ein Sterngebilöe gefprengt 030). 3ur Huflöfung gebraut rooröen ift. Der weitere bilölidje Aufbau 3eigt ergän3enö, öafo öie fdjroefligen unö feurigen Slammen, öie jeöesmal für ficr) 3ufammen roieöer ein flammenöes t)afenfreu3 ergeben, öiefer fluflöfung entftammen unö öafc öie aus öen Summen fyeroorgefjenöen, untereinanöer oerbunöenen fonnenäfmlicrjen (Einheiten fidj aus öem Stoff öiefer in Auf löfung befinölidjen Ureinfyeit gebilöet f?aben. (Es foll öamit 3um flusörud gebrad?t roeröen, öafe öie ftofflid^e Sortentroidlung ifyren IDeg über öie ftofflidje fluflöfung nimmt. So öie Angabe öes IDebers! 3n unfere Spraye überfetjt: Stirb unö IDeröe! ©öer (Eoolution nur öurdj Reoolution! Die aufcerfjalb öer ITIeöaillons befinölidjen Dar[tellungen be3ief?en fia? auf öie parallellaufenöe (Eni* toidlung auf un|eren Planeten. Das obere ITleöaillon 3eigt ein früheres, öas untere ein fpäteres Staöium öer (Entroidlung, roobei als Hlafcftab für öen 3eitlicben ilnterfdneö öie beiöen in öen örei (Eden aufgebauten Siguren 3U berüdfidjtigen finö: oben örei, unten neun Stern* unö (Eierfiguren. Der Unterfdjieö ift aufceröem öurdj eine neuartige (Tönung, öureb öie flnorönung öer Giere unö Dögel unö öurdj öie ftufenroeife üppig roeröenöe Slora öeutlid) unterftridjen, öenn öie Sterne im Umfreis öer beiöen ITIeöaillons auf rotem (Brunö (ollen Blumen beöeuten.  68 
SS  % O O  *4!  5  6  7  3n5ten  Die früheften archäologifdjen $unöe fallen in 3nöien in öas 5. 3at?*h- o. £h r - So enthielt 6er (5rabr>ügel öes Buöölja (477 d. d^r.) r?a!enfreu3e auf <5olöplättchen. Don öer Sand)i Stupa Abb. 6 ftammen öie älte[ten BuööbaOnfcbriften, öenen öas rjafenfreu3 oorgefe^t i[t; fjier befinöet fid? auch ein $lad?relief, öas „Raö öes 6e(e^es", ein gleicharmiges Kreu3, öas an öen oier Balten in je einem Kreis mit linfs gerichtetem trafen* freu3 enöet, Abb. 9. (Es f liefet alfo auch hier öer Begriff Kreu}, Sonnenraö, 3al?resraö, Raö öes <5e[e$es öurd}' einanöer. Bei mannen ITtü^en ift öas fjafenfreu3 fef?r häufig neben Sonnenraö, ^eiligen Baum, Altar, Kreu3, t)enfelfreu3 (£ebensfchlüffel), CErigula gefegt, Abb.7. IDie in (Europa Sufcfpuren [elbft bis in öie cr)ri(tlicbe 3eit (Begenftanö reliaiöfer Deretjrung roaren (ogl. Scrjlefiens Dor3eit, Bö. 5, 1909: Der Stein mit öen %ufy tapfen öes heiligen Aöalbert im Dom 3U Breslau; tDilte a. a. <D., S. 230—247; ITTannus, Bö. 7, S. 4; (Effert* roein, Kulturhiftorifdjer Atlas 1883, (Lafel 24/25), fo [pielen fie auch in 3nöien im Kult eine Rolle. Die $ufc (puren Buööfyas oon öer Amaraoati Stupa, Abb. 8, tragen neben anöeren Symbolen, roie gleicharmigem Kreu3, r)enfelfreu3, Sonnenbilöern, öas r}afenfreu3. Aud) öie Stupa aus Sarnath bei Benares trägt einen $ries oon fjafenfreu3en, in öem 3röi[cben oier Sroaftifas in öer Witte eine Sauroaftifa ftebt, Abb. 12. 3m gan3en finö Buöötja 65 5eidjen beigelegt, öas er[te oon itmen i[t öie Sroaftita, öie gemeinhin als (5lücfs3eid)en gilt, öas 4. öie Sautoaftifa, öas 3. 5*icr)en toirö oon öer nanöyaoarta, öie als $reuöenbote gilt, gebilöet, Abb. 4. Diefe erinnert in ihren oerfchlungenen $ormen, öie 3ufammen roieöer ein fjaf enfreu3 erge* ben, an öas fretifdje labyrintr^ifd^e t?afenfreu3. Die Sette öer 3ains, öie fich oon öen Buöölnften in einigen, jeöodj toefentlichen Punften unterfdjeiöet, Ijat öie nanöyaoarta als 18. 3eia?en. Sie benu^t öas f)afenfreu3 r>cute — gegenüber öen Buöölnften — oielf ad? bei ihren gottesöienftlicrjen fjanölungen; öies entfpricht in öer Anroenöung öen in öer fatholifchen Kirche gebräuchlichen Betreu3igungen mit tDeihroaffer. Die Angehört* gen öiefer Sefte 3eicbnen öas r?atenfreu3 mit grofeer ßetoanötheit, inöem fie einen Kreis oon Reismebl auf öen Boöen [treuen, Abb. 1, öann mit öen $ingern öie Kreu3balten 3iehen, Abb. 3, unö als le^tes öas 6atenfreu3 in öie oben 3U fetjenöe $orm Abb. 2 bringen. Abb. 5 ift roieöer ein 3eid}en öer 3ains. fluch hier \}aben fie öen ein3elnen Armen öes r?afenfreu3es befonöere Beöeutung beigelegt: öer rechte beöeutet Urgrunö öes £ebens, öer untere öas pf läßliche unö tierifche £eben, öer hnfe öas menfehliche £eben, öer obere öas himmli[che ^«ben, roährenö öie öarüber- befinölichen örei Kreife unö öie TTConöfichel als öie oier (5raöe öer <£yiften3 im [tofflichen All erflärt roeröen. Diefe fdjolaftifche Auslegung öes 3eicbens ift roichtig öurd) öie Scftftcllung öes fosmifchen Urgrunöes feiner Beöeutung unö roeil es in öiefem 5ufammenhang {ehr gut öie Sonne als Urgrunö alles £ebens in fich fdjliefeen fann. Diefes 5eicben i|t gleicr^eitig auch öen fjinöus eigen. Diefe oerroenöen na* ITC. CEaylor öas rjafentreu3 Jonft noch oielfad?. Beim 3al?resbeginn roirö es in Rot an öie Käufer gemalt, bei f)och3eiten unö anöeren Sölten in IDeife auf öen $ufeboöen unö an öie IDänöe öes Kaufes. Bei ihnen befonöers hat es öie gan3 allgemeine Beöeutung eines (5lüds3eicbens angenommen. 3n dibet, roo öas gleicharmige Kreu3 bereits oorbuööhiitifch ift, roirö öas r)atenfreu3 mit öem (Sinöringen öes Buööhismus im 7.' 3abrhunöert unferer 3«itrechnung betannt. Hoch heute tragen es öie $rauen als 5ieröe an ihren Röden. Den tloten pflegt man es auf öer Bruft an3ubringen, alfo als £ebens ; unö tt)ieöer ; geburtsfymbol. flbb. 10 unö 11 3eigen tibetanifche r)afen!reu3e. Auf inöo=[fythifchen ITIün3en fommt gleich 1 falls öas r)atenfreu3 in ediger oöer gerunöeter $orm 3ufammen mit Sonne, TTConö, Stier, r}entelfreu3 unö öem lateinifchen Kreu3 oor. Abb. 13 u. 14.  70 
3ni>ien, Xibet  3Ho(oüfd?er 3frd»pe(  1. dempeltor aus Bali. tjatenfreuje im Kreis, einmal linfs uno einmal recfjts genutet, flanfieren öas Sonnenbilb in 6er Hütte über oem {Torbogen. 3m malaiifdjen flrdjipel ijt öas r)afen!reu3 ebenfalls befannt. (ts finöet [idj u. a. audj an Prieitermänteln im 5ufammenf?ang mit öer Darjtellung öes r/eiligen roei&en (Elefanten.  13  12  71 
Gtjino 1. Buööbabilö nad> (Eao Sf?il? (800 n. Gfjr. <Eang*Dy= na[tie). Das r)afenfreu3 auf öer Bruft öer fyödjjten <£ott= f?cit finöet Jid? ebenjo in Europa, (o trägt es Apollo flbb. 46, 24 oöer öcr feltifd?e <5ott Kcrnunos flbb.52,8,9. 3nGlnna i|t öas t)af entreiß 3U einem allumfa||enöen<5lüds= 3eid)en getooroen unö finöet jid? fyunöertfad} überall. Die urfprünglidje Beöeutung öes fid) urieöer emporroenöenöen Kreu3es ift nodj infeinerBudv [tabenbeöeutung als Sdjrift* 3eicr}en erfennbar. Das r)a= fenfreu3 beöeutet langes £e ; ben oöer Dollenöung oöer tDieöergeburt. IHit öem Buö s öljismus fam öas r)a!enfreu3 im er[ten 3al?rl?unöert nad) Gfnna.  1  2. Derflbtöes Klo|ters öes r)immelsfnaben (Hingpo; Giemtung^e). Die (fcitterfelöer redjts unö linfs oom Klojtereingang 3eigen 3toei r)a!enfreu3formen.  72 
3. Grlafe öcr Kaijerin IDu (684—704). Dic|er (fr* lafe fütjrt für öie Sonne öas f)afenfreu3 im Kreis als IDo^eidjen ein, für öen IUonö ein Z=3eid?en im Ring un6 als Stern3eid)en öen einfachen Ring. 3nnerl?alb öer altdnne[i[d?en Hieroglyphen roar öas H)ort3eid)en für Sonne ein Kreis mit mittel* punft, eine Beöeutung, öie öie(es 3eid?en aud) bei öen ITCajas in IHittelamerüa befaft. 4. flus öem Bericht eines Bucrjes öer Sung=Dy na(tie, monad} öie Kaijerin öer Süö=tIang=Dyna[tie auf iljrem (Dpferfej|el öas t)afenfreu3 anbringen liefe. 5. Kung ping Gfmng (Sung=Dyna|tie) berichtet über einen Dolfsglauben, öem3ufolge öem Sinöer eines SpinmHe^es über $rüd}ten, öeffen $äöen im ITCittelpunft öas fjafenfreu3 bilöen, ein gan3 befonöeres ßlücf roiöerfäbrt.  73 
G&ina (Sortfcfcung)  6. (Erlaß öes Kaifers (Tai dfung (763—779), öer in (Ergebung 3U öem (Erlaß öer Kaiferin tDu, um öer fjeiligfeit öes t}afenfreu3es millen, öic Deuoenöung als ITIufter auf Seiöene^eugniffen oerbot. (Ein drlafc, öem fid? in Deutfdjlanö im (Befefc 3um Sdm$ öcr nationalen Symbole eine moöerne Parallele bietet. 7. Aus einem naturbefdjreibenöen löert. Die $rud}t öer milöen Bergöattel roirö als t?afenfreu3älmlid> be3eid?net. 8. Aus einem Bud? dbu 3 dfu's, öer öarin er3äl?lt, öaß ein gelehrter Hlanöfcrm fid? öiefes (Bartem t?aus erridjtete, namens „Wan drjai", [0 genannt nadj öem r)afenfreu3gitter. „XDan" beöeutet nicfjt nur r)afenfreu3, fonöern aua? öie 3at?l 10000. 10000 i[t für öen drnnefen „öie grofee 5ar?l", gleidtfeitig öer flusörud für Unenölidjfeit, öatjer örüdt „VOan" Unenölidjfeit, langes £eben, oiel Segen, großes (Blüd aus. 9. Bericht öes Kaifers £i IJuemSu (Sung=Dynaftie) über öie Sdjenfung oon Büffeln. Der Büffel trägt öas r}afenfreu3 als r)eils= unö flbroern^eierjen auf öer Stirn, gan3 ätmlid} mie mir es in Kreta finöen (ogl. S. 43). Aus 3nöien berietet Panini (4. 3al?rl?. o. df?r.), öafe man öie (Dbren öes Diebes mit öem tjafem freu3 3eid}nete. ds ift alfo hier in drnna feine ifolierte drfebeinuna.  74 
Otytna (Sortfefcung)  e— >  II. (ifyine(i[d}e Por3cllanmarfc. 12. Don einer TRauer in Han- nen. 13. Don einer antifen Da[e. 14. ITtefjingleudjter mit 3afcnfreu3 aus Hanfing. 16. Don einer <£mailleDa[e in Gloi= ionne\ 10, 15, 17. Don dn'nefijdjen (Türen unö (Belänöern.  75 
r i  10  Japan 3n 3<*pan fyaben fid} be[onöers oieljeitige r)afenfreu3formen entmidelt. Die fjafen* frcu3c (japanifcf) ITIanji) finö edig oöer ge= runöet, aus Sidjeln flbb. 3 u. 7, $üfjen flbb. 8, Pflar^en flbb. 2 f 15, 17, 19, Bärv öern flbb. 1, 4 oöcr Dogelföpfen flbb. 11. Gbenfo urie in (Europa finö Doppelraten freu3e flbb. 7, 8, 9, 10 unö Dreibeine flbb. 17, 18 oorfyanöen, genau fo roie öie Der[d?mel3ung mit öem Kreu3 flbb. 5, 6 unö öer Spirale flbb. 12. ITIit öem Buö* öfnsmus fam es er[t im 6. lafyxlf. n. Gl?r. Inerter unö beöeutet öie 5<rf?l 10000 = großes (Blürf. Denfelben 3afyfenrDert fjat es ja aud? bei öen Gfnnefen. Der Buööfn's 5 mus rief in 3apan eine großartige Kun[t= epodje fyeroor. Die bron3ene Buööl?a[tatue trägt am Södel 6afenfreu3e, öarüber £otosblumen, flbb. 13. flud? innerhalb öer japani[a7en IDappen fpielt öas r)a!enfreu3 eine Rolle. So führen öie (Erbf ürften oon l?ad)ifufa oon floa ein roeifees t)afen!reu3 i™ braunen $elöe, flbb. 16. fln öie Stabsflagge auf Seite 15 fei bier erinnert. Audi als Por3ellanmarfe mirö es oermenöet.  13  16 
9 10 11 12  Mmcrifi Auf öen erften Bltd möchte öie Annahme unmöglid? erjdjeinen, öafe öas f>afenfreu3 oon flfien über See nad} flmerifa gefommen ift. £äng[t roar öic Derbreitung jo merfroüröiger Dinge roie öer Dolmen ((Europa-3nöien-3apan-lTZittelamerifa) oöer öer Stufenpyramiöen auf öerfelben £inie aufgefallen, ofme öafe man eine (Erflärung roufcte. (Es finö aber jefct in flmerita im (Gebiet öes alten fytefenreiajes un* mittelbare (Einflüffe oonal?ina l?er oöllig einroanöfrei feftgeftellt. Sfulpturen öes djinefifdjen (Elefantengottes unö anöeres meljr finö gefunöen rooröen (ogl. IDilfon a. a. ©., foroie roeitere Beriete öer Smithsonian Institution, IDaffnngton ; ITlufeum für Dölferfunöe, Berlin). 3*öenfalls liegt ein hinübergehen öes (jäten* freies aud? über öie Beringftrafce öireft nad? noröamerita öurdjaus im Bereidj öer IHöglidjfeit. Heuer 5 öings ift man aber aud} bemüht, einen Ur3ufammenfjang 3roifdjen öen Kulturen flmerifas unö (Europas 3u erroeifen. 1—12. Überfid?t über Kreu3, Sonnenraö unö r)afenfreu3, roie fie befonöers auf Ittufdjel* fdjeiben aus 3nöianergräbern noröamerifas feljr fyäufig finö. 13—15. 3n flmerifa finöen roir öen gleiten 3ufammenl?ang 3roifd?en Sonnenraö unö f}afenfreu3. Sdjon in oorfolumbifdjer 3*it beöeutet öas Sonnenraö flbb. 13 innerhalb öer merifanifdjen Hieroglyphen öer fytefen „Gag", öas r)afenfreu3 in gefdjroungener Sdjreibung im Kreis, Hbb. 15, öen Begriff „3al)x", rocu> renö öas 3eidjen für „3eit" ein Bilö ift, in roeldjem Kreu3 unö Raö, Kreis unö Sonnenbilö im Quaörat (IDeltgegenöen) 3U einem 3*td?en oerfdjmo^en finö, flbb. 14.  13 14 15  77 
Simerifa (ftorifefcutiö)  16— 18. 2TTu[d?cl[d}cibcn aus3nöianergräberninGenne[|ee (USA.). Amulette. Sie 3eigen gleich falls öie Derfdjme^ung oon Sonnenraö unö fjafenfreu3, roobei befonöers auffällig ift, öafc öiejes aus Dogelfopfen gebilöet roirö, roas fid} auch in 6er Kunft öer germanifdjen Dölferroanöerungs3eit unö öer üieromamenti? öes 6.-9. 3at?rl?. n. Grjr. finöet. Die Dogelföpfe galten bei öen 3nöianern als Sinnbilö öes Donneroogels. 19u.20. Kriegsf djilöe öer pimaOnöianer. Bei öen Pirnas unö naoajaos Heu TTCerifos i(t öas r)afenfreu3 (ogar Öas3eid?en öer Anhänger öer Sonnenreligion getooröen. 21. HIufd?eh febeibe, öeren 3etdmung öie Derfcbme^ung öreier Sinnbilöer: Kreuj, f}afenfreu3 unö Sonnenraö öarjtellt. 22. Kriegs3eid?en öer Kan|as = 3nöianer. 23.S!ulptur aus öerStaöt öer altenlKajas: XHa\a- pan, mit fünffpeidngem Sonnenraö unö fjafenfreu}. 24 u. 25. 3n>ei prär>tftorifd?e (Befäfee, öie öas 6afenfreu3 IHittelpunft oon Spiralen 3eigen. Die Spirale ebenfalls ein Sonnenfumbol.  78 
SMmcrtfa ($ortfe^ung)  26  -2::::: ■:  27  □ □ 4. □  öl  26 — 28. 3aubexUtten von Hierin männern, [ie fpielten bei öeren (Eätigfeit eine tyeroorragenöe Rolle. 29. droef engemälöe 6er Haoa jaoOnöianer. Soldje (Bemälöe rouröen auf ebener <£röe oon nie6i3inmännern mit gefärbten Sanöen geftreut, öann in Runotän3en öarum öie öargeftellten (5ottr>eitcn befdjrooren unö um rjilfe angefleht. 3«öe öer oier in Kreu3form angeoröneten (Bottfyeiten füt^rt ein r)a!enfreu3 f roäfjrenö öurdj öie fjafen am Kopfe jeöes töottes alle oier 3U einem fünften r)afenfreu3 Ders einigt roeröen. 30. Scfyambeöedung bra[iliani|djer 3nöianerfrauen (präfnitorifdj). IDir finöen tjier öas r)afen(reu3 an öerfelben Stelle oerroenöet roie in Groja unö (Briecbenlanö. 31. Peruanifa?es ßeroebe aus flneon.  79 
6 10 11 12  Tiorftfcfte* (£f>rtf?enfum <5an3 unabhängig oom Süöen, wo öas r)afenfreu3 DOm C%ciftcfttuni übernommen rouröe (jo flbb.7 <5eorgs : firdje, (Dberjell, Reichenau), ooltyefyt fid) öer gleidje Dorgang im Horben, oielleidjt öurdj Dermittluna, irtfdjcr (Beiftlidjer (irifdjer (Brabftein öes 6. 3at?ffy. Hbb. 3). Sdjon auf öen fjeiönifdjen Runenfteinen tritt eme Der* fdjmeUung öes fjaf enfreu3es mit öem gleicharmigen Kreu3 ein. Die 5af?l foldjer Runenfteine ift aufjeroröentlid) grofe, Hbb. 1 als Beijpiel. Runengrabjteine finö aua? öie im 3<rf?re 1449 ent[tanöenen Steine oon £ye auf <hoi- lanö, flbb. 2 unö 4, öie öas r)af enfreu3 fünfmal innerhalb öes Sonnenraöes 3eigen unö gleid^eitig mit öer 3öee öes £ebens= unö IDeltenbaumes öurdj öie Pf lan3enornamentif in Derbinöung gefetjt finö. Dom Dom 3U flatus ftammt öer (Brabftein flbb. 5. Unter öem r)afenfreu3e (im ITIittelpunft öes gleidjarmigen Kreu3es), öas auf einer Stange fteljt, lints öie Solange unö redjts öer 3um Pflan3enornament gerooröene £ebensbaum. (Ban3 toie [on[t öas £amm öas einfadje Kreu3 trägt, fo trägt in öer Kirdje Dalbu, Sdjonen, öas £amm ein t)afentreu3, flbb.6. flud) auf Kira?engloden ift öas rjafenfreu3 gegoffen, fo 3.B. 3U Uttersleo (Dänemart) 1574. Die Sturmglode öes Domes oon flartms flbb. 11 bat redjts unö linfs oom Staötroappen öen ^eiligen (Dlaf mit öer fljt, öer öie Stelle öes alten flrtgottes dfyor in öer d?riftlid?en Kirdje oertritt. £infs neben ifym nodjmals öie fjeilige fljt unö öie Sidjel, redjts ein r)anötoerfs3eid}en unö öas Dreibein. Aus 3slanö ift öas fjafenfreu3 als 3auber3eidjen unter öem Hamen „ätjorsfjammer" befannt. Auf einem &ljorsfyammer aus Kupfer, öer fidj im 3al?re 1858 nodj im Befik einer öer 5auberei fmlöigenöen grau befanö, ift flbb. 12 eingeritjt. 3n öer Kreujungsftelle öer Kreu3balf en Hbb. 3 finö gleidjmirtige Sonnenfreife unö öarüber öas rjafem freu3. Die englifdje lttün3e oom 3al?re 1758 flbb. 8 trägt öas Dreibein menfdjlidj gebilöet mit öer 3nfcr}rift : Quo- cunque jeceris stabit (Wo öu es audj fnnroirfft, es roirö ftefyen). HIan fyat alfo öen Sinn unö öie $igur [070* laftifd? auszulegen oerfudjt. Aus öem 13. unö 14. 3<*l?rf?unöert liegen aus Kirdjen 3af?lreid?e Dreibeine oor; oft befinöen fie fid} auf öem Sdjlufeftein öes ©eroölbes im Gfyore, alfo im toidjtigften Punfte öer Kird?e. Das Banöfreu* oöer öer Salomonsfnoten ift im Horöen fcr>r häufig. Beifpiel flbb. 9 oon öer Kirdje 3U (Bjoröing (Hmt Ringfjöbing). flbb. 10 ift öas fjafenfreu3 öer £applänöer aus 4 Pfeilfpi^en.  80 
®oppeit, Dorfen*, (5teinmefc)eicften  o  Der U)abr3cidientDcrt öes r)af en freujes fällt auf öen Wappen qan$ befonöers [tarf ins fluge unö fnüpft öamit geu)i[[ermaj5en an öie IDaffen öes germani[cben Altertums an, flbb. 1. Heben öer fafralen Kunft lebte es öas gan3e IHittelalter binöurd} aud? in öer Dolfsfunft, un6 in jeöem Dolfs* funöemufeum Ia[|en |id) bierfür 3ablreidie Belege finöen. Unter öen Steinmefoeidjen öes Mittelalters unö unter öen !TIarfen3eicben fjat [ich ähnlich tt>ie unter öen l)aus3eid)en 3aljlreid)es altgermanijdies (But erhalten, unö öer 5u[ammenf?ang mit öen Runen öürfte nidjt oon öer fjanö 3U meifen [ein. Be[onöers mertmüröig ift, öafc im Mittelalter öas !TCarfen3eicnen für 100 neben öem Kreis unö Sonnenraö aud? öas r)afenfreu3 ift, flbb. 2, roobei 100 in öer mittelalterlichen Auf* faffung öie (Brunölage für alle pianetenberedmung öer ITCuftif bilöete, eine ähnliche Wertung öes r)afen< freu3es, roie mir [ie im fernen <D[ten bei öen Glnnefen fanöen, roo auch öem r}afenfreii3 öer IDert oon 10000 3ufommt. Die(e 3al?l orüdt öen Begriff Unenölicbfeit, langes £eben, Diel Segen, größtes (Blüd aus. Befonöers beadjtlid) i[t öie Ginriimng auf einem CEaufberfen aus ITCünfter i. tD., too in öer $olge ru~ nenbafter 5*id)en öas fjafenfrein eingeritzt i[t (alfo tyier [idjerlia? einen Sinnbilömert fjat, flbb. 3). Körner (tjanöbueb öer tjerolösfunft) fudjt öiefe 5eid?en nach [einem Sdilüffel 311 lefen unö interpretiert öas r)afen- treu3 „öie Sonne [iegt", fommt al[o oon gan3 anöeren Dorausfetuingen 311m gleichen Sdilufr, mie ifm öie ardiäologifdjen Betradjtungen für öas r)afenfreu3 ergeben. <£in Hadileben altgermanifdier Dorftellung liegt 3roei* fellos in öem Brauch öer $attigtlubba in Sdjmeöen oor. dbor mar öer (Bott öer (Baftfreirjeit unö [ein H)arjr= 3eid)en öer dfyorsbammer. Bis in öie He^eit fnelt \id} t?icr öer Brauch, öafc Bettler mit einem fyolfiam* mer oon r)aus 311 fjaus 3ogen. <Jr [teilte eine Art §rei- brief oor, momit fid) öer oon dür 3U (Tür 3iel?enöe Arme fjaus, Verberge unö Bewirtung erfdjlofc, flbb.4. 3m gan3 befonöeren Hlafce gehörte Gbor als [ein Sum- bol öas r)atenfreu3 an > f° öa fe <*" oem Bettler- Jammer offenbar noch öie alte Gborüberlieferung le* benöig geblieben i[t. (Das abgebi'löete Stüd [tammt aus öem 3at?re 1771.) 3n 3slanö füfyrt öas f?afenfreu3 noch heutigentags öen Hamen Gborsbammer.  X  6 Ced)ler, fiabenbreu) 
$o(f*funf? 1. Stul}llelmenein|a$ aus Soutbampton (Gnglanö) roirö l?ier als <5lücfs3eiefjen geroertet. 2. Don einer Spinöel in Bologna (3talien). 3. Knoa7en|d}ni^erei aus $innlanö. 4. Salomonsfnoten mit nodnnals einge3eid)netem r)afenfreu3 aus (Benua. 5. fjausmarfe in flfteöe, (Dlöen* bürg. 6. Dacfoiegel aus öem 16. 3a|?rf?unöert. ITIaispacb, Scrjtr^er 3ura. 7. Sdmtjmarfe öes ITCar[alatr>eines. 8. Stieferei aus Bosnien. Ijafenfreu3 im gleicharmigen Kreu3. 9, 10. Stieferei oon fjemöen aus Sibirien. ITtan oergleicfje t?ier3u öie äfmlicfje Stieferei auf öem junger* tuet) fjeiligengrabe. 11. Deutfcfjes (D|terei. r)afenfreu3 im gleicharmigen Kreu3. 12, 13. r)afenfreu3 D0 " einem ruffifeben (Dfterei. r)afenfreu3 mit $rül?lingsblumen neben einem fjalm. Das <£i als Sinnbilö öer H)ieöeraufer[telmng bringt fcfjon für fiel} allein 3um flusörud, öafc öas t)afenfreu3 öas tDieöerauferftefmngs*£ebens[innbilö ift, öie $rüt)lings^ blumen untertreiben öiefen Sinn nur. 14. Aus einer Ko penfyagener 3eitung (1933). Das f)afenfreu3 als Reeöereiflagge.  > <  i [Uli [ulI  □MÜS!  □  10  TN Island. Oirekte. M CLLLFOVS" 3. 0»tot>«r tü Vm(- manno. Reykjavik. Iaaf|ard. Siglu/jort ©» Akartyn Gad» aedea *•»•*« dt I f Ci-u.paf lalw« Ekapadlt Ionen i Kabanhavn Slrandgnde 2i Telef. C 51M — 11231  11 82  12  13  14 
3m ©ritten Jitidf  1. Die neue $lagge öes preufeifcfjen ITCinifter* präfiöenten. 3n flnfnüp* fung an öie alte draöition 0er preufci|cr)en Regiments* fatmen befinöet (id) im IHittelpunft eines (cf)tr>ar3en eifernen Kreu3es im freis- runöen $elö oon einem £or* beerfram umgeben öas fja* fen!reu3. 2. Sprecbenöe Dot3eit. Aus öem Saalburgmufeum rouröe oon öer Staöt f)orn~ bürg un(erem Reid}sfan3ler flöolf Eitler 3ugleid} mit öer (Efjrenbürgerurfunöe öiefes 2000 3atu*e alte fjafenfreu3 überreicht. 3. Das Bafenfteu) auf öempoftftempe l.DieStaöt (Banöerstjeim r?at in iljrem Poftftempel öas r)afenfreu3 aufgenommen. — (Ein Bei* fpiel für öie Dielfad) leben* öig gerooröene flnmenöung öes IDatj^eicrjens öes neuen Deutjcblanö. 
3m Oritten Jteidf 
3m Öriffen 5*etd> 
3m ©ritten fleicfr  6. r)afenfreu3 un & Krcu3. Die „Deutfdjen <Xfjri[ten" mar« ferneren anläßlich öer Rcidjsta^ gung öes Stuöenten • Kampfe bunöes „Deutfcfye Gfyriften" 3um $e[tgottesöien[t in öen Berliner Dom. Die $arme öer Deutfcfjen df?riftcn i[t eine Derbinöung öes l)a!enfreu3es mit öem latei= nifeben Kreu3.  7, 8. Aus öem Braunen r)aus in München. Das t}afenfreu3 ■ HTonüment im (Barten öes Braunen Kaufes. Das portal öes Braunen fjau= fes mit t)afenfreu3 uno bem r)o!}eitsab3eia7en gefdjmüdt. 9. £ebenöiges fjafen = freu3. Don einer PoÜ3ei s Iportoorfürjrung aus öem Berliner Sportpalaft.  86 
^7 3m Örittenflei*  10. Safttag in ITCündjen. c)afenfreu3beflaggung an- läfelid} öes (Tages öer öeut* [eben Kunft. 11. Das rjafenfreu3 im Dritten Reidj. Dom Par* teitag in Hürnberg. Auf- marfd} öer $afmen am 2. 9. 33 auf öer SeppelinnMefe.  10  1 i  11  87 
(Seite Seffent beöeuten Seiten3ablen)  Xitelbüo. $eftbericbt: Das r)eimarfe[t in rjeiliqenqrabe. ntujeum tjeiligengrabe 1933. VL 1. Hamburger 3lluunerte, Hr. 15, 1933. 2. £icbtbilö, pt?ot.': pijototfjef. 3. £id)tbilö, pbot.: fltlantif. 16. 4. £icbtbiiö. 5. <Dri= ginal. 6. Hach £id?tbilö. 17. 7—9. £icbtbilöer. 18. 10. Räch £icbtbilö. 11. Rad) (Original. 12. Räch £icht= bilö. 20. 1. IRua), Kunfttnitortjcber fltlas. 2. IDaring a. a. <D. 3. Dörpfclö a. a. <D. 4. Don einer Daje geometrijdjen Stils. ITIannus, 3^it{chrift für Dorgejcbicfyte, Bö. 6. 5. Spinmnirtel, 2. Staöt. Dörp= felö a. a. (D. 6. Repaul, 3nöien. IDaring a. a. (D. 7. dnöe 14. 3at?rf?- Rliniatur. tjaenöde, dnttt»idlungs ; gefd)id)te öer Stilarten, Delfjagen & Kla[ing. 8. Rloorfunö öes 4. 3at?*t?- i>- Gb*- dtyorsberg, SdjlestD. dngelljaröt. dborsberg, fflojefunö. Kopenhagen 1863. 9. Kirche Sdmlpforta bei Raumburg. 17. 3at?rb. 10. German tDirttj a. a. (D. 11. Rlitteletrurien um 800 d. (Ihr. Stadl e matrriali. Bö. 2. 1902. 12, 13. t?u= bert Scbmiöt a. a. <D. 14 — 16. German IDirttj a. a. <D. 17. Suöeta, Bö. 7. 21. 18. German tDirttj a. a. (D. 19, 20. Hubert Sdmtiöt a. a. (D. 21. German EDirtb a. a. (D. 22. gelöl?aus, (&ejd)icbte öer deebnif. 23. fjerman IDirtf? a. a. <D. 24 — 26. fjein a. a. (D. 27, 28. 3talien. (Beroanönaöeln öer Bron3e3eit IV. Rlontelius, La i i\ ilisation primitive en Italic. Berlin 1895. 22. (Eigener dntmurf. 28. Karte neu bearbeitet. 1 — 15. Rad? Sunöftüden. 24. 1 — 14. tDanöeroogel, Rlonatsjdjr. f. öeutfd}. 3ugenöroanöern, 14. 3ar?rq. 1919, fjeft 12. 15. IDaring, Ceramic art in remote am, £onöon 1871. 16. Stodbauer, Kun(t ; ge[dnd)te öes Kreu3es, Schaff Raufen 1870. 2.">. 1 — 5. dr)eopr^ile Roller, Les catacombes dr Rome. f>. 3u= lius Kurth, $euer unö Dolfer 1918. 7. Hlannus, Bö. 2. 8. Burger, fjanöbueb öer Kunjtmifjenfchaft, By : 3antini(che Kunjt, Bö. 2. 9. $orrer, Die (Bräber unö dertilfunöe oon flehnim, Panopolis. 10. Burger a. a. (D., Bö. 1. 2tt. 11. Rad) (Driqinal. 12. fllmgren, r)ällri[tningar, Stodbolm 1926. 13. £ichtbilö. £ör/rid). 27. 14 bis 16. Rad) £id)tbilö. Schnelle, £ügöe. 28. 17. fjeyf, Deutjdje (Befducbte, £eip3ig 1905. 18—20. Hach £id?tbilö. 2». 21.'mannus, Bö. 20, 1928. 22. German" IDirtb, Die rjeilige Ürfcfjrift öer ltten(d)t?eit. 23, 24'. £id}tbilö. Staatliche Bilöftelle. 25. £id?tbilö. 26. £id)tbtlö. IDürttemb. Bilö|telle. 80. 27. £icr?tbilö. Kunjtgeroerbe^niuieum Köln. IL 28. Aufnahme öes Prooi^ialfonfero. Dr. (Biefau, fjalle. 29 unö 30. Hlujeum tjeiligengrabe, prpot. : 5ei[ig, Perleberg. 82. 31. ITIujeum fjeiligengrabe, ptyot.: 3^9» Perle= berg. 32. £idjtbilö, ITIujeum für Kun|t unö Kulturgefdiichte, £übed. 88. 33, 34. dbenöa. 84. 35. £icr)tbilö. Staatl. Bilöftelle. 36. £ichtbilö. 37. Uad) (Driqinal. 8.>.'38— 41. 3migroöffi, Smajtifa, flrd>. f. flntbr. R. $., Bö. 19, 1891. 42—45. fjein, Künjtlerijdie IDirbeltypen. IDien 1929. 86. 46—48. fjein a. a. <D. 49, 50. Albuin öe Dillarö öe fjonnecourt. Bibl. nationale, Paris. 51. fllöenfircben, Die mittelalterlichen Denfmäler. Soe|t 1913. 87. 1 — 3. (fcrabomffi, Das (Befyeimnis öes fjafenfret^es. Berlin 1921. 4, 5. Hütt. ö. präb. Komm. 1903. 6. Suöeta, 5eitfdjrift für Dor ; unö $rüf?gefcbid)te. 8. 3at?*g. Reicbenberg 1932. 7. Scherben oon £eitmeri^Süö. 3pef 1933. 8, 9. ITIannus, Bö. 1. 10, 11. IDofinffu, Sd)an3roert £enquel. Buöa ; pe|t 1888. 12.rompterend., Bö. 2. 13, 14. Ittitt. öes Dereinsf. <&efcb. u. Altertums!., drfurt,£eft44. 8S. 1. ITIom telius ; S^Wd?nft. Stodbolm 1913. 2. Prometheus, 5cit[d)rift f.decbni! 1915. 3. £y3ien, IHün3e. Studie mate* ria Ii <li an h., Bö. 2. Rom 1902. 4. Perjepolis, 3. 3abrh. d. dhr. Bajtian^SeftfdH. Berlin 1896. 5. Syrafus, st adi e matn iali, Bö. 2. 6. flspenöosmün3e. ITIemnon, 5eitfd)dft f . (Drient,Bö.3. 7. Kleina|ien,500o.dl?r.Ba[tian ; Seitjcbr. Berlin 1896. 8. flrgos, mün3e. Duruy, Ebtoiredei Qreos. Paris 1887. 9. Beöjae, (Tunis. (Bejenius, Scripturac Linguaeqm» lMuMMiiciae. £eip3ig 1839. 10. HIün3e, Keltiberi(d). ö'flloiella a.a. ©. 11. ©orf3enice, t)all[tatt3eit. l)oernes, Urjefc^icbte ö. bilö. Kunjt. IDien 1915. 12. Datitan, flrehäol. 3eitg. 1847. 13. IDoblau, Sd)lef. r}allftatt3eit. £uÖDig ITIüiler, Dct saadalte hagekors, anvcndelsc og JaKlvtning i Oltiden; in Danjfe Diöenjf. Strifter. 5. Reitze. Kopenhagen 1892. 14. £ol?fe b. tDol?lau, (>allftatt3cit. ITIujeum Breslau. 15. (5ried}ijd?, 5. 3at?ff?. D- ^br., Monumenta delPIstituto Roma, Bö. 9. 89. 1 — 8. Dörpfelö, droja u. 3lion, 1902. 9. (Eongefäfe 5.Staöt. IDiljon a. a. (D. 10, 11. fernes a. a. (D. 5. Staöt. 12. Bajtian^eftjchrift. Ber= lin 1896. 13. Bleiiöol, 2. Staöt. Hlemnon, Bö. 5. 14, 15. Bajtiam$eftjcbrift. 16. droja, Spinnmirtel. ö'flloiella a. a. ©. 17. Bajtian=$eftfd)rift. 40. 18—34. f)ubert Scbtniöt, Katalog öer Scbliemann=Sammlunq trojanijd)er Altertümer 1902. 41. 1—8. ßeorg Karo, Sd)ad)tgräber oon ITIyfenä 1932. 42. 9 — 14. (Beorg Karo a. a. 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Stadl e materiali, Bö. 2. 17—19. ITIonteltus a. a. ©. 20. 3jtrien um 600. Doernes a. a. <D. 21. Doretrusfifd}. IRontelius a. a. ©. 22. Refatttum. 3|tnen, Dalljtatt 3 eit. fernes a. a. ©. 23. Paren 3 o, 3üngere t)aUftatt3eit. ßoernes a. a. (D. 24—26 . ßem a. a. ©. & 1,2. (Elton, 6aQftatheü IHortillet, Musee preliistorique. 3. helttjcb. 3. 3al?rl}. o. dl?r. q«4«^JLMrt nalolse. Paris 1875. 4. Keltif*. Silliour, Monnaie <l<> h Caule, Paris ls(>7. Bauern ballitatt 3 ei t. dbantre, Materhux pour Thistoire de Thomme, Paris 1884. 6. Süöfranfreid}, Romi|dje Kaije^eit. Itevue d'arch. 1880. 7. 3rlanö. IDilfon a. a. ©. 8. dapua, um 500 o. <EI>r. flrdj. f. Androp. 1891. Bö 19. 9 Delaur Römifcbe Kaijer 3 eit. Revued'areh. 1880. 10. Derman IDirtb a.a.©. Ii Spanten romifch*galiif£. Revue cf'arch. 1909. 12. German IDirtf? a. a. ©. St. 15. danofa. Decfjelette, Manuel d arch. 6. £a (Sorge IReillet. Decbelette, Manuel d'arch., Paris. 17. ©ränge, ©aibo* L* d ^ c gÄ •J^^Ä^a 1885. 18. 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Räsby, Scr^meöen. Sornmännen, Deft 1. 1919. 60 Dimofe, 4 Mfi .ftg« baröt d.a. ©. 61. flltenraöe, oon einer jädjfifcrjen Bucfelurne, IRuf. Ri^ebuttel. 62. Snolöeleo Seelanö, Runenftein, 8. 3at?rl?. n. dl?r. Stephens a. a. ©. 63, 64. Dein a. a. ©. 65, 66. ^ngenÄ «rne, U Suecle et füricit. Aroh. dWides ^orientales, vol. 8. Upfala 1914. 65. 1-4. £ethfdjoeidjnuna Prof. Sd?miöt, Riga IM* öortigen $unöen. 5, 6. £oi^, flamifd). 3eitfdjr. f. (Etjn., Bö lo. 7, 8. Wufeum Ste tm. 9. Dein a. a ©. 10. ITIantel, jüngere difen 3 eit. ©ammal £ettist Kultur, UtjtaUmng Horöisfa RTufeet Stodbolm 1931. 11. Slamifch, Böhmen. IDaring a. a. ©. 66. 1. Kleinaftatifcrje mun 3 e (Apollonnm <ad Rhyndaeum). Barclev Head Xumismatie Chroniele, Bö. 7. 2. dlamitifdjer don 3 ylmöer Cogrange, L.Vn'.tr anrirnnr. Paris 1908. 3, 4. Sufa. Das ©rnamentmer!. Berlin. 5. ttepe lUoulfian. IDilfe 3nöien, ©rient, (Europa. £eip 3 ig. 6. Koban. dl?antre, Ix C auease 7 ^^t^f .r2 r "2^f "^11 a.a.©. 8. Dettitifch. r)erman IDirtl? a.a.©. 9. 3rori 3 , ljettitifd?. Sarre^enfelb , 3ramfd?e Selsrehefs. 10. Koban. dbantre a. a. ©. 11. Bajan, Steinfiftengräber in Dügeln. 5eitfa)r. f. dtl?n 1905 12. *g<™™ öorf, dransfaüfafien. 5eitfd)r. f. dtl?n. 1901. 13. Bajan a. a. ©. 67. 1—6. Dem a. a. J'l-fWöW»" Algier, Reu 3 eit. 3ulius Kiirtb a. a. ©. 2. Adjanti, (Beroidjte. 3eitfdjr. f. dtl?n. 1896. 3. fineMe (Berotd)^. Daremberq a. a. ©. 69. RaaS ©riginal. 70. 1—3. D^entreu 3 öer 3ams aus Reismebl. IDilfon a. a. ©. 4. IDaring a. a. ©. 5. VUben öer 3ains unö Dinöus. IDilfon a. a. ©. 6. Sand)! Stupo i L dunmng^am, Bhilsa itopet. £onöon 1845. 7. 3nöifd}e mün 3 e. dunningr?am a. a. ©. 71. 8. flmaraoati Stupa am Kiftna= Sluk r I. Serquffon, Indian and Kastern Arehitecture. £onöon 1876. 9. Sanchi Stupa. dunnmgl?am a. a. ©. 10. Wn a. a. ©. 11, 12. f>ein a. a. ©. 13, 14. IDilfon a. a. ©. 1. Räch £ichtbilö. 72. 1. IDilfon a. a. ©.  89 
2. Glnna. Orbis Pictus. Berlin. 73. 3—5. tDil|on a. a. <D. 74. 6—9. IDilfon a. a. <D. 75. 10. fjein a. a. <D. 11. tDilion a. a. (D. 12—17. fjein a. a. <D. 76. 1—7. IHitt. öes Seminars für Orient. Spraken. 1900. 1. flbt. 8—12. r)ein a. a. <D. 13, 14. milfon a. a. ©. 15. fiein a. a. ©. 16. 3ulius Kurtrj, $euer unö Dölfer 1918. 17—19. r?ein a. a. ©. 77. 1—12. IDilfon a. a. <D. 13—15. fjein a. a. <D. 78. 16—18. fjolmes, Bureau of Ethnologie, Bö. DL 19—25. tDilfon a. a. (D. 79. 26—29. tDilfon a. a. <D. 30, 31. fjein a. a. (D. 80. 1. Runen|tein oon $ucfby, Sdni>eöen. Stephens a.a. <D., Bö. 3. 2. Runengrab[tein, ßotlanö. Stephens a. a. <D. 3. 3rifd?er (Brabftein. Stephens a. a. <D. 4. (Botlanö. Stephens a. a. CD. 5. Dom 3U flatus, Däne ; marf. $rancis Becfett, Aarhus Byens Historie og Utvikling. Kopenhagen 1905. 6. Kird?e 3U Dalby, Aar- böger for nortüsk Oldkyndighet. Kopenhagen 1881. 7. ßeorgsfircfje, (Dbe^ell, 10. 3arjrt?. Springer, Kun(t* gefebiebte, Bö. II. 8. 3nfel Man, Winne öes 3<*l?"s 1758. $eftfd)rift 3ur 19. Derfammlung öer flntl?r. <5cfellfd)aft. Bonn 1888. 9. Kirdje 3U (Bjoröing. Ittüller a. a. <D. 10. fjein a. a. <D. 11. Sturmglocfe öes Domes 3U flatus, 1505. Becfett a. a. <D. 12. 3eitfcrn\ f. (Etlm. 1880. 81. 1—3. Körner, rjanöbud? öer fjerolösfunft. 4. £id?tbilö, Hationalmufeum Stoctyolm. 82. 1. Original. 2—4. tjein a. a. ©. 5. 3eit[du\ f. Gtlm. 1890. 6. 3eitfd?r. f. (Etlm. 1889. 7. 3eitfd?r. f. Stirn. 1890. 8—10. r)ein a. a. <D. 11. $arbe U nö Sonn, fjeft 4/5, 1933. 12, 13. Original. 14. Kopenf?agener 3tg. 83. 1—3. £icrjtbilö. 84. 4. £id?tbilö r ttransaltion. 8o. 5. £id?tbilö. 86. 6—9. £idubilb. 87. 10, 11. £id}tbilö, tDiöe tDorlö.  ^riicf von trnm v>cC>nd> Hacbf., Inpufl /6 ' z , J9&*i 9 
GUSTAF KOSSINNA  der Vorkämpfer für eine gerechte Würdigung der Ku.tur/eistungen unserer Vorfahren  £>ie 5cutfd)c Dorgefd)ict)te cmc tKroorrogenfc nationale QOtffenfAaft 6., mit Oer 4. übcrcinthmmenOc Xttffoge. VII MIO 166 ~citcn mit mo ?lbbib Olingen im tept unO auf fr: viafein, lov-,. tfk.»t # . JUfl 10. so, gcbimbeil KOT 12. so; Dor3ttgtprefo+) ?<Hi o.:o, gebünöeti ;i. 10, (Dilta OT*nmm*2MMiotfret ttt. 9) 10 t 11 n c Briefe: KoflfatMt meifterfcafb Darfbfttmgetimft ut onc wenige anoere 2Nffd)rnbunflcn über bat Scbcn unfern Wrfabm. flcnmict, cmc anfdv»ulid>e XVr= fttltmg Don oem Oßefen uno XWfcn 0™ Detrtf4Knmi in ^cn vergangenen 3abr* tanfenften ;u perfffraffen. 2lltgermantfcf)e &ultitrl)öl)e £inc £tnführunfl in fcie fccutfebe Dor< un^ Srül\qcfdnd)te 5«, mit on übcranftimmcnOc ?lufl. $0 — citcn. 1 0^4. Hl>*$ 9 .2U41 I.70, geb. 2UH 1*64 UltfchKeficii: (Sttftftf Koffinna bat DOfl icbrr 0J0 ferne vornebmftc ?luf<iabr betraduet, 6o6 g er m ttni ffr n»d ocun"d>c Oßefen n f n cn feim mcifadu Dertmmmg Ourd> m- unO aiuManOifdK Beurteiler in -^dmt; nehmen unO an Oen v>mtcr= Iaf7enfdn;ften Oer XVruit oen VtadfWtU ;u rubren, Oaf; Oic altflermanifdK Kultur hinter Orr n.letd>;eitiqen Kultur anOerer X\Mfer nicht nur jurürffleftanOen, fontern üe in inandKi IVjicbuiifl fogai übertreffen babc. {Tiefem 5xvfrt Oient ftüfl) bOB VCf* lif^cnoc eoltttfimlufti XMMMetn. (5etmamfd)c l\ultur im 1. 3ar>rtauf . n. Ct)tr. 2Wm5 L XII, .>o; ^eitcn mit 4:: BMrilftttttgffl Im Icrt unO auf ;\v»c 1 via fein. oV.= $°. ^iH 11.—, rtcbunOcn 'SUX 14« — J Wnufl^rei* *) Xffl flebunOen JtOT :o.;o. (BilOet tttamnt*2MMioet>e! Hr. 60) tT'f 11 tf du Seitnng. iTicfc grfifrgef4io)t* bei (Sermonen ifl bat iVhomtc uno reiffit KDert Hofffotta*. 3n 4:: &bbtlömigefl ojtbt er mtt cmc Dorftelnng eon oem ipnnöer* baren Runjhmpflnbcw Oer (Sermonen« Wrflfbni* fudu man nach Oen Ofgmmgui rdmififten Kiiitiircmflunc*, im (Segenteil, wir üben bei ibncn cmc bupngtt THilffrmmg römtfefree Cebensformen, cm X\rfd>m.;ben ^cr gejen g ni fff ronnui)cn t Dtt l wefe n » , fclbft im XVarTfUi unO Rriegtmfen« Prof. Dr< Paapc •) ^cr Dor^ngspreia \^>lr^ fcen Bepe^ern ber 3c»tfd)nft w Y(UanmB m % Oer ^Ittnnmn» KNMiocbet 41 ooer bei defMUmg von 4 i>crfdncocncn IMnöen ^cr 8nmmlnng g e wg jt c t Derlangen *^ic bitte meinen au^fubriid>cn Profpeft „Tic btntfdk Dorgef4K4Ke 4 ^ 1 c CD er t c ld nn en ö u r d> j t ^ e ^> u ch b a n m u n n belogen werden«  CURT KABITZSCH VERLAG LEIPZIG 
WIE WURDE UNSER VOLK?  Seine Uranfänge: tttfptung unb Petbtrituttg bct (Becmanen in vov? unb fnil)nefd)id)tlid)er Seit Do« (0 u fl a f 1\ o ffi n n a VIII, sao ci tcn mit 56$ Xbfrilfcungen unb Karten im viert. \$xt. $°. K. Xtfl |S.6o, flebunoen 2UH i*.ce t Oorj*g*pitia*) 2<Ht |0.$o, flfbunöni Kill f 2.^0. (^tlc>rt : iftanmi**2ttbfiotbel CTr, e) Hl an ii u b : Wo* in bem Ußert geboten wirb, m bie rrfti groffcügtßc (0eftaltung oer fo ungemetn tompfi$terten fungftetnsettlufeeii €tUbt inu n§tn Mitteleuropa«, i»; barfibet binau* ^ic Urgeflftitftc alet inboge r n ianiff E tJ i Poltet bei mropätftfcm Kontinente. Dafj tt ftdj bei einem Werfe Rofllnnäf um eine tiHpftUetfhing 6CC be ut ft fr ll Dorgff (frUfetftforfftHStlg huiioelr, bedarf feiner <£mv.hmuiß. *?0 liccir hier ein ">Nud> DOT, bat tVWcdUfreuifl* alt ein ttteifteroerl getfNQet tötfrtitutlgfttraft beuidmet weisen muf, belli in unferer iwflen-bid>tlid>en f iteratur tatmi slhnhdw an oie -^eite gefreit oerben Faun. *) £Vr Dorsnßepreta «wrb ben Abonnenten oer Settfifcrift „ittannua", bec „iftannua' ZMMtOtfref oOer hei Befteiuna, DOM 4 vei n1>ie0enen vierten C>ci Sammlung getPät* r. £>eutfcf)e t>ot$ett Don Prof. iDr. *: r n fl IV a b I c , v)CiC»elbeifl XI, BSI ~eiten mit 5] AhbilOuuflen, : Zeittafeln im viert unb ~ Kutten. 4°. K. XJM 20.- p flcbimom WM 2i.— . 3 v e f 1 3 • ll t b n 4 ! 80 Hat wie feit oiefem &U<ty tonnten wir Oie Kultur Oer Oeutfdun Wruit m ihren i^erfdueOenen Perioden bisher mdu uberfehen. Da* 8*4 iü übt ;u begröfet^ weil rt IHM an Oen }11enfd>en betuiihiinnt, Oer hinter bell toügefägen Hüb S«beln üeht unb auf Oen t* fa bod) im oVunoc uiifommt. Seine Gegen wartsstellung : unb bic X>orgcfd)id)te fceö tt>eltfriege6 Von v> ermann (Tu den, ort, Prof, an i>ct ünivttfitit Berlin X, IV, $;o Seiten. |09& oV.**°. 2 Hänoc in (üanjlnncn JUH 33.— O e u t f d> e C i t er am r jei I U n g . Tie nMUenfd>aftlid>en Wr uiflf bei &u<fre* flnb $uglri<b FHm polittf<freiL Tie fefte unb Kare PUkfeternfeeir, ^ s ie ben (SranMon ^er iTuntellunn uiuMiiudH, umiO Oer oeutfd>en 8o4K branfm unb orinnen Oie bfiten iTiemte leinen. Tie mit K he.uid>neten Werte erfd>ienen in Oer DerlagMbtetltinfl vCurt BafetQfft. Perl u II ge II Sie bitte meine a U 0 f u b r I 1 d> e n P r ofptttt* •Tie Werte t o n n e n 0 H r d> 1 e 0 e ZI« d> b a n 0 I u N n h c 5 0 n e n 10 e r 0 e n  JOHANN AMBROSIUS BARTH • VERLAG - LEIPZIG