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Год: 2023

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                    5,50 €

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WEIHNACHTEN
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FESTLICHE
ADVENTSKRÄNZE

NEUE REZEPTE FÜR
LIEBLINGSPLÄTZCHEN

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SCHMÜCKEN & SCHENKEN, BACKEN & KOCHEN

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Stille Nacht

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KREATIVE DEKO FÜR
DRINNEN & DRAUSSEN


Alles, was mein Leben schöner macht. Kaufen, lesen und genießen Eine Marke der FUNKE Mediengruppe Jetzt im Handel oder direkt nach Hause bestellen: www.landidee.info/familie
WEIHNACHTEN Lie Li e b e Leserin, TITELFOTOS: MAURITIUS IMAGES (1), BIRGID ALLIG (2), BRIGITTE SPORRER (1) FOTO DIESE SEITE: BIRGID ALLIG lieb e r Leser! Jedes Jahr freuen wir uns ganz besonders darauf, Wohnung und Garten mit Weihnachtsdeko in eine neue Stimmung zu versetzen und unsere Lieben zu verwöhnen. Ohne das Klappern der Backbleche und Bastelscheren, ohne Gläserklirren und Tannenduft können wir uns die Adventszeit gar nicht mehr vorstellen. In diesem Heft haben wir die besten Ideen für Sie gesammelt, damit Sie entspannt durch die Zeit kommen: wunderschöne Adventskränze, kreative Dekoideen für draußen, zauberhaften Baumschmuck, köstliche Festessen, Plätzchen und liebevoll selbst gemachte Geschenkideen, um nur einige Kapitel zu nennen. Auch wenn Sie noch auf der Suche nach praktischen Tipps & Infos rund um die Weihnachtszeit sind, werden Sie hier fündig. Und jetzt machen Sie es sich doch mit einer Tasse Tee und diesem Heft gemütlich und lassen Sie sich inspirieren! Wir wünschen viel Freude damit. Ihre Redaktion 3
Inhalt WEIHNACHTEN 2023 DEKO IM ADVENT ★ Wunderschöne Adventskränze Weihnachtswissen: Bräuche aus anderen Ländern Sterne und Adventskalender aus Tapetenresten Zauberhafte Papierengel Natürliche Fensterdeko Stimmungsvolle Ideen für den Tisch ★ Winterliebling: Weihnachtsstern mal anders 6 16 20 24 26 32 34 LECKERES IM ADVENT ★ 12 Plätzchenrezepte aus nur 2 Grundteigen Selbst gemachte Schokotrüffel Gesunde Seelenwärmer: Heiße Säfte Schoko & Salz – eine phänomenale Kombi 40 48 50 54 DRAUSS’ VOM WALDE Schmackhafte Extras für Wintervögel Natürliche Dekoideen für den Garten Weihnachtswissen: Feuermachen Winterliches Blütenwunder: Lenzrosen 60 62 68 72 FREUDE SCHENKEN 95 Himmlische Basteleien für den Weihnachtsbaum, Adventsstrauß oder das Fenster. Aus Papier, Fimo oder Garn – Sie haben die Wahl 16 Deutsche Bräuche und Traditionen, die das Weihnachtsfest zu etwas ganz Besonderem machen Mit Liebe verpacken Selbst gestaltete Weihnachtskarten Geschenke aus der Küche Schönes aus Wolle 74 78 82 86 DEKO ZUM FEST Filigrane Weihnachtsfiguren aus Draht Weihnachtswissen: Traditionelle Symbole Raffinierter Baumschmuck Zauberhaftes Ambiente: Deko wie im Märchen Goldige Porzellanmalerei Weihnachtswissen: Natürliche Frischhaltemittel 88 92 95 98 106 110 LECKERES ZUM FEST Raffiniertes 4-Gänge-Menü Wohnlicher Winterwald: Jeder Baum ein Traum 1 x 1 des Bratens: Rezepte und Geschichte 112 118 120 NACH DEM FEST Schöne Ideen für Reste & Impressum Unsere Titelthemen sind mit einem ★ gekennzeichnet 128
98 112 Märchenhafte Deko-Ideen wie die Lebkuchenhäuschen mit LED-Licht verleihen Ihrem Zuhause ein wunderbar weihnachtliches Ambiente Das festliche 4-Gänge-Menü mit Truthahn lässt sich entspannt vorbereiten – und keine Wünsche bleiben offen 32 Himmlische Tischdeko für die Adventszeit und Weihnachten: Natürlich schlicht, aber auch bunt – schöne Bastelideen, die wirklich leicht gelingen 34 Mit Christsternen in verschiedenen Rottönen lässt sich eine festliche Adventsdeko arrangieren. Auch Präsente werden mit der Winterpflanze zu einem echten Hingucker 88 Von der Krippe bis zur Schlittenpartie: Aus alten Buchseiten und Draht lassen sich mit etwas Geschick wunderschöne winterliche Szenen kreieren 5
STILLE ZEIT 4 Kerzen für den Advent Wer sagt denn, dass es immer ein Kranz sein muss, der die vier Kerzen trägt? Mit Naturmaterialien und roter Deko haben wir einige zauberhafte Varianten des Klassikers entwickelt. 6
DEKO IM ADVENT EINLADUNG AM FENSTER Ein Adventskranz (es darf auch ein gekaufter sein) wirkt noch schöner, wenn man ihn aufhängt. Zuerst die Aufhängung befestigen. Für Floristik-Anfänger eignet sich dabei am besten Draht, da dieser nicht brennt. Auch sollten Sie die Vorhänge entfernen. Die Kerzen mit Kerzensteckern in den Kranz stecken. Kranz aufhängen, Strohsterne, Ilex und Kugeln daran befestigen. Die Fensterbank passend weihnachtlich schmücken. 7
DANKE Fotografieren durften wir am Riedlhof bei Irschenberg. Infos: https://riedlhofgemeinschaft.wordpress.com ADVENT IN DER EMAILLESCHALE Schnell gemacht: Füllen Sie eine Emailleschüssel mit kleinen Steinchen. Die vier Kerzen gut darin einstecken und danach die Steine mit Moos bedecken. Mit Zweigen und Strohsternen, Strohengeln und ein paar Zapfen schmücken – fertig! 8
Duftende Plätzchen FÜR DIE GÄSTE STUFENWEISE Eine romantische Etagere wird mit vier hübschen Windlichtern (z. B. bei www.loberon.de) geschmückt und mit Kerzen versehen. Wenn Sie diese platziert haben, dekorieren Sie mit kleinen roten Kugeln, Walnüssen, Zweigen und Weihnachtsplätzchen. Die Etagere wirkt besonders schön auf der Kaffeetafel mit duftenden Keksen für die Gäste.
SPUREN IM SCHNEE Endlich nach Hause kommen, an den Tisch im Kerzenschein – gibt es etwas Schöneres? 10 GLÜCK IM GLAS Ein schlichtes Brett für kleine Tische (oben) wirkt ebenso einladend und festlich wie ein rundes Holztablett für runde Tische (unten). Stecken Sie vier rote, durchgefärbte Stumpenkerzen in vier Einmach- oder Marmeladengläschen und stellen Sie die Lichter auf ein Brett oder eine Baumscheibe (bei www. rayher.com/de). Mit Moos, Äpfelchen, Bändern und Weihnachtsschmuck dekorieren.
Natürliche Deko AUS DEM WALD GOLDIGE FREUDE Auch diese Holzschale steht besonders gut, wenn man sie zuerst mit kleinen Steinchen, Sand oder Rollsplit füllt. Wenn Sie frisches Moos benutzen, ist es ratsam, es alle paar Tage von der Schale abzunehmen und mit Wasser zu benetzen, damit es nicht austrocknet. Dazu werden vergoldete Walnüsse und unterschiedliche Zapfen dekoriert. 11
Advent, Advent, EIN LICHTLEIN BRENNT …
IM SHABBY-STIL Retro-Charme vom Feinsten: Das duftige Schleierkraut verleiht dem Gebinde einen nostalgischen Reiz, der durch das zarte Spitzenband noch verstärkt wird. Graue Filzsterne und weiße Kerzen konterkarieren den romantischen Vintage-Stil durch Schlichtheit. Das Schleierkraut wurde auf einen Steckschwammkranz gesteckt, der immer wieder angefeuchtet werden muss. LEUCHTENDER RAUMTEILER Hier wurde das Thema Advent durch vier Kränze gelöst, von denen jeder eine Kerze zum Leuchten bringt. Eukalyptus, Moos und kahle Zweige wurden in äußerster Reduktion auf dünne Drahtreifen gebunden und mit einer Schleife an einem Holzgestell befestigt. Die Kränzchen machen sich gut vor einem Fenster und entfalten auch einzeln ihre Wirkung. Eine zeitlose Idee, die bis ins Frühjahr bewundert werden darf. 13
FOTOS: BIRGID ALLIG (9), DOROTHEA CRAVEN (4) WALDLEBEN AUF ETAGERE Fast könnte man meinen, die vier Stumpenkerzen wären hochgewachsene Bäume, so harmonisch fügen sie sich in die erschaffene Landschaft ein. Frisches Moos bildet die Basis, daneben tummeln sich Rehlein und Fuchs zwischen Miniatur-Tannen (die gibt es z. B. bei VBS Hobby). 14
TRENDIG TON IN TON Eine kühle, farblich zurückhaltende und moderne Interpretation des Adventskranzes: Die verschiedenen Grüntöne von Tanne und Eukalyptus passen hervorragend zum gedeckten Grau und Grün der Stumpenkerzen. Getrocknetes Schleierkraut, das aufgebunden wurde, verleiht dem Gesteck einen romantischen Akzent. Ein wunderschöner Beweis, dass Trend und Tradition kein Widerspruch sein müssen! 15
Hessen CHRISTKLOTZ Der Christklotz, auch Weihnachtsscheit genannt, ist ein Eichen- oder Eschenscheit, der am Heiligabend in den Kamin gelegt, mit Wein übergossen und gesegnet wird. Er symbolisiert die Bedeutung des Kaminfeuers in der kalten Jahreszeit, die Kraft der Natur und des Lichts. Thüringen CHRISTBAUMSCHMUCK AUS GLAS Der erste gläserne Christbaumschmuck wurde Mitte des 19. Jahrhunderts in Heimarbeit in Thüringen gefertigt. Der früheste Verweis auf die heute zahlreich verwendeten Kugeln findet sich im Auftragsbuch eines Glasbläsers aus dem Jahr 1848, in dem ein Auftrag über sechs Dutzend „Weihnachtskugeln“ in verschiedenen Größen niedergeschrieben worden war. 16 MecklenburgVorpommern KLOPFNÄCHTE Waren es früher noch arme Leute, die an den letzten drei Donnerstagen vor Weihnachten von Haus zu Haus zogen, um Gaben zu erbitten, entwickelten sich die Klopfnächte immer mehr zu einem Brauch für Kinder, die verkleidet festliche Lieder und Gedichte vortragen und dafür ein paar Süßigkeiten und etwas Obst erhalten. Daraus ging später der Brauch der Sternsinger hervor.
WEIHNACHTSWISSEN ANDERE LÄNDER, andere Sitten Es ist das Fest der Liebe und der Familie, eng verbunden mit alten Traditionen, und wird doch nicht überall in Deutschland auf die gleiche Weise gefeiert. In jedem der Bundesländer hat sich ganz unterschiedliches weihnachtliches Brauchtum entwickelt. N eugierig schlendern wir am Heiligabend an leuchtenden Fenstern geschmückter Häuser vorbei und sehen überall ein ähnliches Bild. Unter in Kerzenlicht getauchten Bäumen hat sich die ganze Familie versammelt, um gemeinsam Weihnachtslieder zu singen oder zusammenzusitzen. Im Ofen schmort der knusprige Braten, und die Augen der Kinder leuchten in Erwartung, die liebevoll verpackten Geschenke endlich öffnen zu dürfen. Festliches Brauchtum „Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle, mild wie Wälderduft, die Weihnachtszeit. Und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle schöne Blumen der Vergangenheit“, dichtete einst der Schriftsteller Joachim Ringelnatz und schwärmte damit auch für die Besonderheit des Weihnachtsfestes, die Rituale und Gewohnheiten unserer Eltern, Großeltern und sogar Urgroßeltern wieder aufleben zu lassen. Über die Jahrhunderte haben sich in Deutschland viele weihnachtliche Traditionen etabliert, die für die meisten ein fester Bestandteil der alljährlich wiederkehrenden Festtage und kaum mehr aus dem Jahresrhythmus wegzudenken sind. Vor allem im katholisch geprägten Süden, in Bayern und der Alpenregion, haben sich viele religiös motivierte Bräuche herausgebildet, die zum Teil auch vom Norden übernommen wurden: das Aufstellen einer Krippe etwa oder das Verteilen von Geschenken. Als Ausdruck der eigenen Identität ist in vielen Regionen Deutschlands aber auch ein ganz eigenes Brauchtum entstanden, das meist eng mit der Geschichte dieser Landschaft verbunden ist. Hier und anderswo Auf den Nordseeinseln und den Halligen, wo die skandinavische Kultur viel Einfluss auf die regionalen Traditionen nahm, gibt es neben dem üblichen Weihnachtsbaum oftmals zusätzlich einen „Julbaum“, ein einfaches Holzgestell, das mit immergrünen Zweigen und vier Kerzen geschmückt wird. Dieser Brauch entstand einst in Ermangelung echter Tannenbäume, von denen es auf den abgelegenen Inseln kaum welche gab. In Franken, vor allem rund um das Fichtelgebirge, hing der Weihnachtsbaum bis ins 20. Jahrhundert von der Decke, wo er mit Papierrosen, Nüssen, Äpfeln und „Brettlen“, selbst gebackenem Marzipan, geschmückt wurde. Erklärungsversuche für den hängenden Weihnachtsbaum gibt es viele. Einige Historiker vermuten, dass dadurch in den oftmals engen Bauernstuben Platz gespart wurde und der Christbaumschmuck, für den man sich viel Mühe gegeben hatte, so besser zur Geltung kam. Andere vermuten darin ein Relikt des uralten Brauches, mit Tannenzweigen, die an der Decke angebracht wurden, bösen Geistern das Eindringen in das Haus zu erschweren und Sachsen WEIHNACHTSPYRAMIDE Weihnachtspyramiden und Schwibbögen haben im Erzgebirge eine lange Tradition, denn das Licht der Kerzen ist ein Ausdruck der Sehnsucht der Bergleute nach Tageslicht, das sie im Winter oft über Wochen nicht zu Gesicht bekamen. Meist symbolisieren die Figuren oder Schnitzereien auf den Holzgestellen drei der Haupterwerbsquellen der erzgebirgischen Landbevölkerung des 18. und 19. Jahrhunderts: Bergarbeiter, Schnitzer und Klöpplerinnen. 17
Schwaben BAUMLOBEN Vom 1. Weihnachtsfeiertag bis zum 6. Januar werden im ländlichen Schwaben die Christbäume von Freunden, Nachbarn und Familienmitgliedern in den höchsten Tönen gelobt, denn für jedes Lob gibt es ein Glas Schnaps. Früher diente dieser Brauch der Stärkung der Dorfgemeinschaft. gleichzeitig mit der Farbe Grün auf ein Symbol der Hoffnung auf die Wiederkehr des allzeit geliebten Frühlings blicken zu können. Orakel und Geschenke Die Weihnachtszeit und der bevorstehende Silvesterabend boten auch Anlass, einen Ausblick auf das kommende Jahr zu wagen. In Nordrhein-Westfalen, rund um Münster, holten junge Frauen am 4. Dezember, dem Barbaratag, einige Kirschbaumzweige ins Haus. Blühten sie an Heiligabend, durften die Damen im nächsten Jahr auf eine Heirat mit einem jungen und reichen Mann hoffen. Darüber hinaus standen die blühenden Zweige für eine üppige Obsternte im kommenden Jahr. Heute werden die blühenden Zweige eher als Symbol für die Geburt Jesu verstanden. Auch das Schenken hat in Deutschland eine lange Tradition. Oft werden schon vor dem Fest kleine Gaben verteilt. Bei den Sorben, einem ursprünglich westslawischen Volk, das im Spreewald ansässig wurde, zieht das „Bescherkind“, ein verhülltes Mädchen, in der Vorweihnachtszeit durch die Dörfer und bringt Süßes und Früchte sowie Glück und Oberpfalz NEUNERLEI Das Neunerlei ist in der Oberpfalz ein traditionelles Festmahl, das aus neun verschiedenen Gerichten wie Gänsebraten, Sauerkraut, Bratwürsten, Linsen, Nüssen und Kompott besteht, die alle für Glück, Reichtum, Herzlichkeit, Gesundheit und andere Wünsche für das kommende Jahr stehen. Früher wurde noch ein wenig Stroh unter die Tischdecke gelegt, um die Wirkung zu verstärken. 18 Gesundheit. Auch kulinarische Eigenheiten gehören zum Brauchtum einiger Bundesländer. Am bekanntesten ist wohl der Christstollen, der in Sachsen und dort besonders in Dresden schon seit dem Mittelalter jedes Jahr zu Weihnachten gebacken wird. Anja Schallenmüller WUSSTEN SIE … Wer den Kindern am Heiligabend die Geschenke bringt, ist ebenfalls von Region zu Region verschieden. Im Süden, vor allem im katholischen Bayern, glauben die meisten Kinder an das Christkind, ein blond gelocktes Kind mit Flügeln, das oft mit dem Jesuskind gleichgesetzt wird. Im protestantischen Franken gibt es zusätzlich den „Pelzmärtel“, der am Martinstag Äpfel und Nüsse bringt. In Nord- und Mitteldeutschland ist der Glauben an den eher kommerziellen Weihnachtsmann weit verbreitet, einen rundlichen alten Mann mit Rauschebart, der ein rotes, mit Pelz besetztes Gewand trägt und dem Nikolaus nachempfunden ist. FOTOS: ALAMY (2), GETTYIMAGES (1), SHUTTERSTOCK (6), DDP IMAGES (1), FOTOLIA (1), INTERFOTO (1), HERSTELLER (1) Bayern BERCHTESGADENER WEIHNACHTSSCHIESSEN Seit über drei Jahrhunderten geben die Berchtesgadener Weihnachtsschützen in der Woche vor Weihnachten jeden Tag um 15 Uhr, am Heiligabend noch einmal zusätzlich vor der Christmette, laute Schüsse ab. Im 18. Jahrhundert wurde das Schießen als unchristlicher Aberglaube verboten, was die Weihnachtsschützen jedoch nicht von ihrem Tun abhielt.
Anzeige 85 DUELL BRIEFMARKE INDIVI BRIEFMA RKE INDIVID UELL 85 Die schönsten Geschenke sind selbstgemacht. Zum Beispiel Briefmarken mit Ihren eigenen Fotos. Sie möchten Ihren Lieben dieses Jahr zu Weihnachten etwas ganz Persönliches schenken? Am liebsten etwas Selbstgemachtes, das absolut einzigartig ist und Riesenfreude auslöst? Ein Geschenk, das sich einfach, schnell und ganz nach Ihren Wünschen online gestalten lässt – und obendrein noch einen praktischen Nutzen hat? Dann kommt hier die perfekte Geschenkidee für Sie: Gestalten Sie echte Briefmarken mit eigenen Fotos oder anderen Wunschmotiven – und begeistern Sie Ihre Lieben mit Ihren kreativen Ideen! Für Ihren persönlichen Markenbogen mit 18 selbst gestalteten Briefmarken steht Ihnen eine Vielzahl an HintergrundDesigns zur Auswahl. Und schon nach 2 bis 5 Werktagen ab Bestellung ist der Markenbogen bei Ihnen. Jetzt gestalten und bestellen auf deutschepost.de/freude
SCHÖNE AUSSICHTEN Gerade wenn es draußen eher nass und kalt ist, braucht es eine farbige Deko. Hübsches buntes, festes Papier gibt es in Bastelläden wie dem Idee Creativmarkt
DEKO IM ADVENT HIMMLISCHE Resteliebe Tapetenreste und buntes Papier sind die Stars in der Recycling-Bastelkiste. Wir verwandeln sie in farbenfrohe Sterne und einen geschmackvollen Adventskalender. Bunte Sterne 1 2 3 4 5 6 DAS BRAUCHEN SIE: Reste von Tapeten oder buntem Papier Lineal Stift zum Anzeichnen Klebestift Schere kleinen Pinsel SO GEHT’S: 1 Für einen Stern aus einem Tapetenrest zwei gleich große Quadrate à 9 x 9 cm ausschneiden. Nun eines der Quadrate mit der schönen Seite nach unten legen. 2 Das Quadrat 2-mal diagonal sowie mittig falten, sodass ein Faltmuster entsteht. Anschließend mittig auf jeder Seite des Quadrates eine 1,5 cm lange Linie anzeichnen. 3 Dann jeweils entlang der aufgezeichneten Linien einschneiden. 4 Nun die Schnittseiten so zu den diagonalen Faltlinien umlegen, dass die einzelnen Sternzacken entstehen. 5 Anschließend mit dem zweiten Quadrat ebenso verfahren. 6 Wenn zwei Sternhälften fertig sind, werden diese um einen Zacken versetzt aufeinandergeklebt. Falls man den Stern aufhängen möchte, kann man einen zur Schlaufe gelegten Faden an dieser Stelle miteinkleben. 21
FOTOS: FLORA PRESS PERFEKT EINGETÜTET Die Tüten lassen sich mit etwas Weihnachtsschmuck an einem Wandgitter anbringen und verleihen jedem Raum im Nu ein weihnachtliches Ambiente
So macht Schenken Spaß: Denn die kleinen Tüten sind nicht nur der perfekte Platz für kleine Adventspräsente, sondern auch eine Verpackung für Weihnachtsgaben Adventskalender DAS BRAUCHEN SIE: Reste von Tapeten oder buntem Papier Lineal Stift zum Anzeichnen Klebestift Schere Zackenschere Lochzange Bänder SO GEHT’S: 1 Zuerst ein Rechteck in den Maßen 21,5 cm Breite und 16 cm Höhe zurechtschneiden. 2 Auf einer Seite einen Rand von 2 cm umknicken. Die Seiten des Tapetenstücks übereinanderlegen, Falte glatt streichen, Seiten mit Klebestift festkleben. 3 Für den Boden der Tüte den Rand einer kurzen Seite 5 cm nach oben knicken und wieder zurückfalten. Dann die linke und rechte Seite zur Faltlinie hin knicken. Die Tüte wenden, den Vorgang wiederholen. Boden auseinanderziehen. Alle Falten glatt streichen. Jeweils die Hälfte der oberen beziehungsweise der unteren Seite des Bodens zur Mitte hin falten, die übereinanderliegenden Seiten festkleben. 4 Den offenen Rand mit der Zackenschere ein wenig abschneiden und um 2 cm umklappen. Dann mit der Lochzange zwei Löcher stanzen und ein Band durchfädeln. Die Tüte dann mit einer Schleife verschließen. 1 2 3 4 23
SO BESCHAULICH Mit Lärchenzapfen locker auf ein Stück Paketschnur gefädelt, lässt sich aus den kleinen Engeln eine wunderschöne Girlande basteln 24
DEKO IM ADVENT ZAUBERHAFTE Papierengel In der Vorweihnachtszeit steht jedem Winkel des Hauses etwas Glanz zu. Diese hübschen Himmelsboten sind schnell gemacht und eignen sich ganz wunderbar als Deko im Fenster. Goldige Engelein FOTOS: BIRGID ALLIG DAS BRAUCHEN SIE: 2 rechteckige Goldpapiere Zwirn Holzperle Faden oder SO GEHT’S: 1 Die beiden rechteckigen Papiere werden an der Längskante entlang wie eine Ziehharmonika gefaltet. Im oberen Viertel einknicken, sodass Flügel bzw. Arme entstehen. 2 Nun einen festen Faden durch die Holzperle fädeln. Den unteren Teil des Fadens um den Knick zwischen Körper und Ärmeln binden, aus dem oberen einen Aufhänger knoten. 3 Nach Wunsch Engelshaar oder einen Heiligenschein aus Stroh aufkleben. 25
SCHÖNES FÜR DIE Fensterbank Liebevoll dekorierte Fenster entfachen bei uns immer pure Advents- und Weihnachtsstimmung. Wir lieben diese Blicke nach draußen – und drinnen.
DEKO IM ADVENT GRÜNE STERNENPRACHT In verschiedenen Größen baumeln die Moossterne vor dem Fenster und überbringen Weihnachtsgrüße aus dem Wald. Die Sternform wird aus etwas dickerem Floristendraht gebogen – für mehr Stabilität kann man diesen auch doppelt oder dreifach nehmen. Der Draht wird rundherum mit einer dünnen Schicht Moos bedeckt und mit grünem Floristendraht umwickelt. Dann werden die Sterne mit einem Stück farblich passendem Band in unterschiedlichen Höhen ins Fenster gehängt. KERZENHALTER-STAMM Die puristischen Baumstämmchen geben sowohl den Stabkerzen als auch den Minibäumchen festen Halt. Dafür wird mit einem Holzbohrer ein Loch in der passenden Größe in das Holz gebohrt. Für die Weihnachtsbäumchen werden Tannenzweige mit Floristendraht von unten nach oben an einem Ast befestigt. Dabei kommen die langen Zweige nach unten, kürzere nach oben. Die Girlande für das Fensterbrett besteht aus aus Efeu, Tanne und Thuja und wird ebenfalls mit Floristendraht gebunden. 27

EDLER GLANZ IN FLASCHEN Goldspray bringt die Deko im Fenster zum Leuchten. Dafür werden Flaschen mit Klebeband oder Schnur umwickelt und besprüht. Nach dem Trocknen wird beides entfernt, Muster bleiben zurück. Die Flaschen werden mit besprühten Stabkerzen und einem Strauß aus Physalis, Jungfer im Grünen und Leinsamen bestückt. Goldene Blätter veredeln das Fensterbrett. VON ALLEN SEITEN SCHÖN Die Fensterkränze wollen von innen und außen bewundert werden. Die Strohrohlinge werden von beiden Seiten mit Thujazweigen belegt und mit Floristendraht umwickelt. Rote und weiße Schleifen und Bänder geben den letzten festlichen Schliff und helfen beim Befestigen am Fensterrahmen. UMGARNTE KERZEN Das leuchtende Rot der hängenden Kugeln wird auf der Festerbank noch einmal aufgegriffen. Rot-weiße Garnrollen dienen hier als Kerzenhalter für vier adventliche Stumpenkerzen. In den Weckgläsern versammeln sich Kugeln, Zweige und rote Zieräpfelchen. 29
WINTERLICHES FARBDUETT Weiß wie der Schnee, golden wie das Leuchten der Sterne – eine weihnachtliche Farbkombination, die wunderbar harmoniert. Eine Schicht Goldspray rückt die originellen Formen der Pflanzen ins Blickfeld. Die Flaschen tragen ein weißes Kleid aus Butterbrotpapier und werden mit Goldschnur umwickelt. Das Fensterbrett ist mit Blättern bedeckt, die ebenfalls mit Goldfarbe besprüht werden.
FOTOS: HEIDI FRÖHLICH. UMSETZUNG & STYLING: MONIKA WELZMÜLLER. PRODUKTION: ALEXANDRA AHRENS. TEXT: CHRISTINE GAMBATO ZAUBERHAFTER BLÄTTERREIGEN Ein Weihnachtskranz muss nicht immer nur dicht und voll aus frischen Tannenzweigen gebunden werden – Misteln, Silberblatt und Eukalyptusblätter sind eine moderne, aber nicht weniger hübsche Alternative. Für das zarte Kränzlein werden sie mit dünnem Floristendraht in einem Halbkreis an einen goldenen Metallring gewickelt und mit einer naturfarbenen Schnur am Fenster- rahmen befestigt. Einige Eukalyptusblätter wurden mit einem Hauch von Goldfarbe besprüht, um dem Kranz einen edlen und festlichen Charakter zu verleihen. Das Schöne an diesem Fensterschmuck: Alle Pflanzen sind in getrocknetem Zustand sehr lange haltbar, sodass man eine geraume Zeit seine Freude daran haben kann – vielleicht sogar bis ins neue Jahr hinein GRUSS VOM STERNENHIMMEL Bei der Weihnachtsdeko darf auch ein bisschen getrickst werden: Natürlich wird nicht das echte Fensterbrett mit Farbe besprüht, sondern ein zugesägtes Holzbrett, dass in der Weihnachtszeit auf das Fensterbrett gelegt wird. Ein Stern aus Pappe dient als Schablone, wenn die Goldfarbe aufgesprüht wird. Goldene Eukalyptusblätter werden nach dem Abnehmen der Schablone lose dazugelegt. 31
Die Papier-Quadrate sollten etwas größer als der Durchmesser des Topfes sein. Am besten startet man mit dem größten Quadrat, schneidet circa 10 Stück aus und arbeitet sich etwa 5-mal in 0,5-cmSchritten zur nächstkleineren Größe vor, damit der Baum die schöne Form bekommt. 32
DEKO IM ADVENT FESTLICHE Tischdeko Gerade beim Weihnachtsmenü lohnt sich etwas Mühe bei der Gestaltung des Tisches, denn sie bietet den richtigen Rahmen für das festliche Essen. Hier werden Zapfen und alte Buchseiten mit viel Liebe hübsch aufgetischt. Papiertannen SO GEHT’S: 1 Aus dem Papier mit der Zackenschere viele Quadrate ausschneiden, von klein bis groß. 2 Die Quadrate packenweise auf den Holzstab ziehen. 3 Die Töpfe mit Steckschaum füllen und die Holzstäbe einstecken. 4 Mit der Stanze für jeden Baum zwei Sterne ausstechen und oben an die Spitze kleben. 5 Papiere auffächern, den Steckschaum mit Moos kaschieren, Samtband um den Topfrand kleben. Goldige Zapfen-Pinguine DAS BRAUCHEN SIE: mehrere Fichtenzapfen weiße und schwarze Farbe dicken schwarzen Bastelfilz Holzkugeln mit einem Loch Kleber Geschenkkordel Schere Holzspieße Fimo-Knetmasse in Rot SO GEHT’S: 1 Zapfen weiß bemalen. Aus dem Bastelfilz Flügel in der Größe der jeweiligen Zapfen schneiden und rechts und links an die Zapfen kleben. 2 Die Holzkugeln mit schwarzer und weißer Farbe bemalen und zusammen mit der eingezogenen Geschenkkordel auf ein Ende des Zapfens kleben. Mit einem auf der einen Seite durch das Loch der Holzkugel und auf der anderen Seite in den Baumzapfen gesteckten Holzspieß hält das Köpfchen besser. 3 Rote Fimo-Masse auswalzen und Füße und Schnabel daraus schneiden. Anschließend gut durchtrocknen lassen. 4 Die Füße unten an den Zapfen und den Schnabel an die Holzkugel kleben. 33 FOTOS: BIRGID ALLIG DAS BRAUCHEN SIE: alte Noten oder Buchseiten Zackenschere dicke, spitze Nadel Holzspieße kleine Tontöpfchen Steckschaum Moos Kleber Sternstanzer Samtband
WUNDERBARER Weihnachtsstern Immer den gleichen roten Christstern auf dem Tisch? Die Zeiten sind vorbei: Mit bunten Sorten wie 'Princettia Soft Pink', 'Winter Rose Early Marble', 'Jingle Bells Rock' und 'Ice Punch' wird das Fest blumig bunt. PRÄSENT IN DER TÜTE Ein Geschenk, das nur wenige Handgriffe braucht, um zu einem echten Hingucker zu werden: Eine braune Papiertüte wurde farbig bemalt (der Stern bleibt dank einer Schablone frei) und umhüllt 34 nun den altrosafarbenen Weihnachtsstern. Als Füllmaterial dienen Tannenzweige, Eukalyptus, zarte Blütenzweige und was sonst noch zur Hand ist. Ein zartes Schleifenband dran – und fertig!
DEKO IM ADVENT IN DER WEIHNACHTSKUGEL Was für ein hübsches Duo! Rechts in traditionellem Rot der Klassiker unter den Christsternen, links die zartrosa Variante. Als Vase hat man jeweils eine Weihnachtskugel gewählt, wobei die rosafarbene mit Absicht einige Gebrauchsspuren aufweist. Als Übertopf dienen farbige Gläser, die zusätzlich mit Tannenzweigen, Moos und roten Beeren geschmückt wurden.
OH TANNENBAUM! Origineller geht’s nicht: Hier bilden Seidenkiefer- und Tannenzweige den Übertopf für das Weihnachtsstern-Arrangement. Dazu wird das Pflanzgefäß einfach mit den Nadelgewächsen ummantelt. Anschließend wird das Immergrün mit hauchfeinem Myrtendraht fixiert. Eine rote Schleife und silberweiß besprühte Zapfen und Blätter geben der Dekoration einen festlichen Charakter.
IM RINDEN-UNTERKLEID Bunte Glasgefäße dienen als Übertöpfe für rote, weiße und rosafarbene Christsterne – ein reizvoller Blickfang im prächtig geschmückten Wohnzimmer. Damit man die Umrisse der Plastiktöpfchen nicht sieht, wurde das Innere der Gläser mit Birkenrinde ausgekleidet. Lärchen- und Tannenzweige und glänzende Weihnachtskugeln verleihen der Dekoration ein stilvolles Gepräge. LICHTER UND STERNE Himmlische Freuden und heitere Feierlaune verbreitet diese zauberhafte Komposition: Vier Töpfchen mit farblich passend schattierten Christsternen in eine Kiste stellen oder mit Folie und Steckschwamm einstecken. Die Kerzen mit Metallhalterungen fixieren. Ein hübscher Zusammenklang von Zartrosa und Rötlich, von Naturmaterialien und Weihnachtsschmuck. 37
BESTIRNTER KRANZ Hier sorgt ein Steckschwamm in Kranzform dafür, dass die Christsterne mit Wasser versorgt werden. Frisches Moos, das festgetackert wurde, bildet den Untergrund für den Festschmuck, bestehend aus rosa Pfeffer, Wachsflower, Tannen- und Seidenkiefer, grauer Mimose, Eukalyptus und roten Schleifen. PFLEGETIPPS Weihnachtssterne, die als Schnittblumen verwendet werden, sollte man an der Schnittstelle ein paar Sekunden über eine offene Flamme halten. Auf diese Weise wird die „Wunde“ versiegelt und die Pflanzen bleiben länger frisch. Für Wärme sorgen, denn Christsterne sind Tropenpflanzen. Deshalb sollte man sie beim Transport nach Hause warm einpacken. In der Wohnung benötigen sie eine Zimmertemperatur zwischen 18 und 22 Grad und sollten nicht im Zug stehen. Ebenfalls wichtig: Staunässe vermeiden und überschüssiges Wasser im Übertopf immer abgießen, denn sonst können die feinen Wurzeln faulen. Idealerweise gießt man die kälteempfindlichen Pflanzen mit zimmerwarmem Wasser. 38 SPIELKISTE FÜR KREATIVE GEISTER Hier wurde auf das hölzerne Tablett alles gepackt, was gut zum Christstern passt. Und so breitet er seine blassrosafarbenen Blätter über allerlei Naturmaterialien aus: hellgrüne Moospolster, rosa Pfefferbeeren, Eukalyptusblätter, weiß getünchte Pinienzapfen sowie Seidenkiefer- und Tannenzweige. Und zu guter Letzt kullern auch ein paar glänzende Weihnachtskugeln durchs Bild. FOTOS: BIRGID ALLIG. IDEE, UMSETZUNG & STYLING: ANITA RIEDER. PRODUKTION: DAGMAR BARTOSCH, KATI HOFACKER. TEXT: ELISABETH ASLAN STERNE IN DER SCHALE Eine Biedermeierschale mit feinem Goldrand bildet den eleganten Sockel für rote und rosafarbene Weihnachtssterne sowie grüne Tannenzweige. Glänzende Weihnachtskugeln und Zapfen, Ton in Ton mit den Christrosen, umspielen die zauberhafte Wohnzimmer-Dekoration. Im Innern der Schale sorgt ein dicker Steckschwamm für ausreichend Feuchtigkeit.

2 Teige, 12 Plätzchen Wir lieben das Backen. Aber etwas weniger Kneten wäre manchmal auch ganz schön. Wir haben zwölf köstliche Varianten aus nur zwei Teigarten für Sie ausprobiert – und sind begeistert.
LECKERES IM ADVENT ZWEI GRUNDREZEPTE Makronenteig ZUTATEN FÜR 30–40 STÜCK 3 Eiweiß 200 g Puderzucker 100 g gemahlene weiße Mandeln 1 Prise Salz ZUBEREITUNG 1. Eiweiß zu Schnee schlagen, Puderzucker langsam einschlagen, Mandeln und Salz dazurühren. 2 Bei 140 Grad (Umluft) die kleinen Makronen etwa 10 Minuten im Ofen backen, die großen 15–20 Minuten. Oder bei 120 Grad Umluft 30–40 Minuten. Probieren Sie es aus – jeder Herd ist anders Zubereitungszeit: circa 10 Minuten Backzeit: 10–20 Minuten, je nach Größe Tipp: Der Teig sollte am Schluss immer so fest sein, dass er glänzt und einen zähen Faden zieht, wenn Sie die Rührstäbe herausziehen. Damit dies gut gelingt, sollte das Eiweiß immer frisch aus dem Kühlschrank kommen und die Masse in einer fettfreien Schüssel aufgeschlagen werden. Sollte die Masse nicht fest sein, einfach esslöffelweise Nussmehl zufügen, denn sonst zerlaufen die Makronen wohlmöglich beim Backen. Am besten immer ein Probe-Makrönchen backen – es dauert nur 5 Minuten, um zu sehen, wie sich der Teig im Ofen verhält. Lebkuchenteig ZUTATEN FÜR CIRCA 15 STÜCK (Z. B. PFEFFERKUCHEN-PULLOVER LINKS) Für den Teig: 175 g weiche Butter 200 g Vollrohrzucker ½ Tasse Ahornsirup 1 EL Zimt ½ EL Ingwer ½ EL Nelken 2 TL Kardamom 200 ml Sahne 700 g Dinkelmehl 2 TL Natron oder ½ TL Backpulver Für den Guss: 2 Eiweiß 200 g Puderzucker 4 EL Zitronensaft HIMMLISCHE VIELFALT Man schmeckt kaum, dass die Basis dieser Plätzchenvielfalt nur aus Pfefferkuchen- und Makronenteig besteht ZUBEREITUNG 1. Die Butter schaumig rühren. Den Zucker, den Sirup und die Gewürze dazugeben. Die halb steif geschlagene Sahne unterziehen. Die Hälfte des Mehls mit Natron oder Backpulver auf niedrigster Stufe unterrühren. Nach und nach das restliche Mehl hinzufügen. 2. Den Teig auf einer bemehlten Unterlage gut durchkneten und zu einer Kugel formen. Über Nacht abgedeckt in den Kühlschrank stellen. 3. Am nächsten Tag den Teig auf einer bemehlten Unterlage dünn ausrollen und in beliebigen Formen wie Pullover oder Honigkuchenpferde ausstechen. Lebkuchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Backofen bei 160–180 Grad 10–15 Minuten backen. 4. Für den Guss das Eiweiß zu steifem Schnee schlagen, dann nach und nach den Puderzucker einrieseln lassen und weiterrühren, bis die Masse dick und glänzend aussieht. Zwischendurch den Zitronensaft einträufeln. Guss mit einer Spritze oder Spritztülle auf das warme Gebäck geben. Zubereitungszeit: circa 20 Minuten, Ruhezeit: über Nacht Backzeit: 10–15 Minuten 41
Haselnuss-SchokoHimbeer-Makrönchen ZUTATEN FÜR CIRCA 60 STÜCK 2 x Makronenteig (einen der beiden Teige zusätzlich mit 100 g geschälten, gemahlenen Mandeln zubereiten, den anderen mit zusätzlich 100 g gemahlenen Haselnüssen) 30 g Raspelschokolade 30 g Kakao 3 EL Mehl Für die Ganache: 100 g Bitterschokoladen-Kuvertüre 30 ml Sahne 40 ml Himbeergelee ZUBEREITUNG 1. Den Mandelmakronenteig mit 30 g Raspelschokolade und 30 g Kakao vermischen. 2. Den Haselnussmakronenteig mit dem Mehl vermischen. 3. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen. Die Mandelmakronenmasse in einen Spritzbeutel mit mittelgroßer Lochtülle (1,5 cm) füllen und etwa 60 kleine Pünktchen aufs Backpapier spritzen. Mit der Haselnussmasse ebenso verfahren. 4. Für die Füllung die Kuvertüre fein hacken. Die Sahne aufkochen und die Kuvertüre darin schmelzen lassen (sie darf aber nicht kochen). Dann das Himbeergelee einrühren. Mit dem Schneebesen glatt rühren. Abdecken und bei Zimmertemperatur beiseitestellen. 5. Die Makronen im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad circa 10 Minuten backen und auf dem Backpapier vollständig auskühlen lassen. Danach mit einem Teelöffel je einen Klecks Ganache auf die Mandel-Schoko-Makronen geben und je eine Haselnussmakrone daraufsetzen. Zubereitungszeit: circa 20 Minuten, Backzeit: circa 10 Minuten Grapefruit-OrangenRosmarin-Makronen ZUTATEN FÜR CIRCA 25 KRINGEL 1 x Makronenteig 200 g blanchierte, geriebene Mandeln 1 Vanilleschote Schale von ½ Orange einige Tropfen Orangensaft und Grapefruitsaft Für den Genuss: 1 Zweig Rosmarin ¼ l Wasser 250 g Puderzucker ¼ TL Limettensaft ZUBEREITUNG 1. Den Makronenteig, die Mandeln, das ausgekratzte Mark der Vanilleschote, Orangenschale und je 1 EL Orangen- und Grapefruitsaft verrühren. 2 Zwei Backbleche mit Backpapier belegen. Die fertige Makronenmasse in Spritzbeutel mit mittelgroßer Lochtülle (1,5 cm) füllen. Etwa 25 kleine Makronenkringel auf das Backpapier spritzen, dann 15–20 Minuten bei 150 Grad (Umluft) knusprig backen. 3 In der Zwischenzeit den Rosmarinzweig mit kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Zweig entfernen 42 und 1–2 EL Rosmarinsud mit dem gesiebten Puderzucker zu einer glatten, zähen Masse verrühren. Zuletzt den Limettensaft dazugeben und ebenfalls gleichmäßig untermischen. 4 Die ofenwarmen Makronen mit dem Rosmarin-Limetten-Guss beträufeln und alles gut trocknen lassen. Zubereitungszeit: circa 20 Minuten Backzeit: 15–20 Minuten
Pistazien-LimettenMakronen mit weißer SchokoladenButtercreme ZUTATEN FÜR CIRCA 30 STÜCK 70 g Puderzucker 50 g gemahlene Pistazien Saft und Schale von zwei Limetten 1 x Makronenteig Für die Buttercreme: 150 g weiße Kuvertüre 200 g weiche Butter 200 g Puderzucker 1 Msp. Spinatpulver (Bioladen) oder grüne Lebensmittelfarbe 50 g Sahne ¼ TL Salz Für den Guss: 1 Ei, 250 g Puderzucker 1 Msp. Spinatpulver (Bioladen) oder grüne Lebensmittelfarbe ¼ TL Limettensaft ZUBEREITUNG 1. Zucker, Pistazien, Saft und Schale der Limetten unter den Makronenteig heben. Die Makronen mit einem Löffel auf das mit Backpapier belegte Backblech setzen. Wie im Makronenteig-Rezept backen, eventuell bis zu 5 Minuten länger. Sie sollten aber nur minimal braun werden. Dann auf einem Kuchengitter erkalten lassen. 2. Die weiße Kuvertüre in einzelne Stücke brechen und in eine Schüssel geben. Über einem Wasserbad langsam bei sehr niedriger Temperatur (etwa 40–45 Grad) schmelzen lassen. Leicht abkühlen lassen, bis die Schüssel Körpertemperatur hat. 3. Die Butter 1 Minute lang schaumig aufschlagen. Den Puderzucker zugeben und 2 Minuten untermixen. Dann nach und nach jeweils ⅓ der geschmolzenen Kuvertüre rasch untermischen. Zuletzt noch die Farbe einrühren. 4. Sahne steif schlagen und mit dem Salz 1–2 Minuten lang unter die Schokomasse rühren, bis eine schön lockere Buttercreme entstanden ist. 5. Dann immer zwei Unterseiten der Makronen mit der Creme zusammensetzen. 6. Zuletzt das Ei trennen. Eigelb anderweitig verwenden. Das Eiweiß aufschlagen und mit dem Puderzucker, dem Spinatpulver bzw. der Lebensmittelfarbe und dem Limettensaft zu einem Guss verrühren. Diesen mit einem Löffel in Fäden auf den Makronen verteilen. Zubereitungszeit: circa 30 Minuten Backzeit: 10–20 Minuten 43
Kokosstangen mit Kaffee ZUTATEN FÜR CIRCA 60 STÜCK 1 x Makronenteig ohne Mandeln (nur mit Eiweiß und dem Puderzucker) 150 g Kokosraspel 2 EL Mehl 2 EL starker Espresso Für die Ganache: 100 g Zartbitter-Kuvertüre 275 ml Schlagsahne 2 TL Instant-Espressopulver ZUBEREITUNG 1. Mandelfreie Makronenmasse bzw. Baisermasse herstellen. Kokosraspel, Mehl und Espresso mischen und unter die Masse heben. 2. Die Masse in einen Spritzbeutel mit Lochtülle (1–1,5 cm) füllen. 60 schmale Streifen à 6 cm Länge auf zwei mit Backpapier belegte Bleche spritzen. Nacheinander im vorgeheizten Backofen auf der zweiten Schiene von unten bei 140 Grad (Umluft 120 Grad) etwa 40 Minuten trocknen. Die Makronen sollen hell bleiben. Sie sind fertig, wenn sie sich vom Backpapier lösen lassen. Auf dem Blech auskühlen lassen. 3. Kuvertüre im Wasserbad bei niedriger Temperatur schmelzen, Sahne und Espressopulver einrühren. Kokosstangen hineintunken, kurz kalt stellen, damit die Ganache fest wird. Die Stangen halten sich in Blechdosen zwischen Lagen von Pergamentpapier kühl und trocken 2–3 Wochen. Zubereitungszeit: circa 25 Minuten Backzeit: circa 40 Minuten Lebkuchenblumen mit Physalis ZUTATEN FÜR CIRCA 55 STÜCK ½ Lebkuchenteig ½ Tonkabohne 50 g Physalis etwa 10 EL Ahornsirup Zitronensaft und Puderzucker zum Glasieren ZUBEREITUNG 1. Den Lebkuchenteig ohne Ruhezeit zubereiten. Dabei die Tonkabohne fein reiben und zusammen mit den anderen Gewürzen unter den Teig kneten. Teig über Nacht im Kühlschrank kühlen. 2. Die Physalis von den Blättern befreien, waschen und in möglichst dünne Scheiben schneiden. In einer Schüssel mit 5–6 EL Ahornsirup marinieren. 3. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. 4. Den Teig in drei Teile teilen und diese nacheinander auf einer leicht bemehlten Fläche 3–4 mm dünn ausrollen. Blumen ausstechen und mit etwas Ahornsirup bestreichen. Auf jede Blume eine Physalisscheibe legen und leicht eindrücken. Im vorgeheizten Backofen 10–15 Minuten backen. 5. Plätzchen aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Wer mag, kann die Blumen noch mit etwas Zuckerguss glasieren. Da die Physalis nach dem Backen noch recht feucht sind, die Blumen am besten über Nacht offen stehen lassen, bis das Obst gut getrocknet aussieht Zubereitungszeit: circa 20 Minuten Ruhezeit: über Nacht, Backzeit: 10–15 Minuten 44
Lebkuchenfiguren mit Nussfüllung ZUTATEN FÜR CIRCA 25 MÄNNLEIN (ODER FRÄULEIN) 1 x Lebkuchenteig (über Nacht geruht) 1 x Guss wie beim Lebkuchenteig, aber ohne Zitronensaft 1 kleine Tasse gemahlene Haselnüsse 1 Glas Haselnusscreme ZUBEREITUNG 1. Den Lebkuchengrundteig auf einer bemehlten Unterlage dünn ausrollen und in Männlein- oder Fräuleinform ausstechen. 2. Die Lebkuchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Backofen bei 160–180 Grad etwa 10 Minuten backen. 3. Für den Guss das Eiweiß zu steifem Schnee schlagen, dann nach und nach den Puderzucker einrieseln lassen und weiterrühren, bis die Masse dick und glänzend aussieht. Lebkuchenfiguren noch warm mit den Füßen erst in den Guss, dann in die gemahlenen Haselnüsse tunken. 4. Nach dem Trocknen auf einem Backpapier oder Abkühlgitter jeweils einen Lebkuchen mit der Haselnusscreme bestreichen und mit einem anderen zusammenkleben. Zubereitungszeit: circa 20 Minuten Ruhezeit: über Nacht Backzeit: circa 10 Minuten Linzer Pfefferkuchenschnitten mit Cranberry ZUTATEN FÜR 1 BLECH (CIRCA 30 STÜCK) 1 x Lebkuchenteig 1 Glas Cranberry- oder Preiselbeeraufstrich Puderzucker ZUBEREITUNG 1. Den Lebkuchenteig zubereiten und ruhen lassen. Zwei Drittel des Teigs auf einem Backpapier zu einer dünnen Teigplatte ausrollen, dann aufs Backblech ziehen und 5 Minuten bei 160 Grad backen. 2. Aufstrich im Topf anwärmen und flüssig machen. Bei Bedarf pürieren und auf die Teigplatte streichen. 3. Den restlichen Teig ausrollen, mit dem Maultaschenroller oder einem Messer in Streifen schneiden und diagonal auf die Marmelade legen. Im Ofen weitere 10–15 Minuten bei etwa 170 Grad backen, auskühlen lassen und in Schnitten schneiden. Leicht mit Puderzucker bestäuben. Zubereitungszeit: circa 20 Minuten, Ruhezeit: über Nacht, Backzeit: 10–15 Minuten 45
Lebkuchen-Brownies aus Teigresten ZUBEREITUNG 1. Den Backofen auf 175 Grad vorheizen (Umluft: 150 Grad). Eine eckige Springform (circa 20 x 25 cm groß) einfetten. 2. Teigreste vom Ausstechen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und 10–15 Minuten bei circa 150 Grad backen, dann fein hacken. 3. Für den Teig Schokolade in Stücke brechen. Mit 250 g Butter in Stücken in einem Topf bei schwacher Hitze schmelzen. 4. Eier, Zucker und 1 Prise Salz mit den Schneebesen des Rührgerätes 3–4 Minuten cremig aufschlagen. Schokoladenbutter vom Herd nehmen und sofort in die Eiermasse rühren. 5. 100 g der fein gehackten Lebkuchen, Mehl, Kakao und Backpulver mischen. 6. Zügig unter die Schokoladen-Eier-Masse rühren. Teig in die gebutterte Form geben und glatt streichen. 7. Im heißen Ofen circa 25 Minuten backen. Die Brownies sollten nicht ganz durchgebacken sein. Daher sind bei der Stäbchenprobe auch noch Teigspuren auf dem Holzspieß. Herausnehmen, auskühlen lassen. 8. Kuvertüre schmelzen und Lebkuchengewürz einrühren, dann heiß auf die Brownies streichen. 9. Erdnüsse grob hacken und zusammen mit den restlichen Lebkuchenbröseln auf der Kuvertüre verteilen. 10. Aushärten lassen, dann die Brownies in circa 4 x 4 cm große Stücke schneiden. Zubereitungszeit: circa 20 Minuten, Backzeit: circa 25 Minuten PfefferkuchenKürbistaler mit Schmand-Kürbiskern-Zimt-Füllung ZUTATEN FÜR CIRCA 12 STÜCK Für die Taler: 1 x Lebkuchenteig (über Nacht gekühlt) 4 EL Kürbiskerne Für die Füllung: 180 Frischkäse natur 1–2 EL Schmand 2–3 EL Ahornsirup nach Geschmack ½ TL Zimt ZUBEREITUNG 1. Den Lebkuchenteig zu zwei Rollen formen. Die Kürbiskerne hacken, 1–2 EL davon beiseitestellen für die Füllung. Teigrollen in den übrigen Kernen wälzen und in Taler schneiden. 2. Taler im Backofen bei 180 Grad 15–20 Minuten backen. Die Zutaten für die Füllung zusammenrühren. 3. Die Hälfte der Kekse mit der Füllung bestreichen und jeweils einen weiteren Keks daraufsetzen. Zubereitungszeit: circa 15 Minuten Ruhezeit: über Nacht Backzeit: 15–20 Minuten 46 FOTOS: BRIGITTE SPORRER. PLÄTZCHEN: DIE LANDIDEE-REDAKTION. STYLING, PRODUKTION UND TEXT: KATI HOFACKER ZUTATEN FÜR CIRCA 20 STÜCK 200 g Lebkuchenteig-Reste vom Ausstechen 300 g Zartbitterschokolade 250 g + 2 EL Butter 4 Eier (Gr. M), 250 g brauner Zucker 1 Prise Salz 100 g Dinkelmehl 50 g Backkakao ¼ TL Backpulver 150 g ZartbitterKuvertüre 1 EL Lebkuchengewürz 100 g Erdnüsse (geröstet und gesalzen)
Aprikosenmakronen ZUTATEN FÜR 25 GROSSE MAKRONEN 200 g Marzipanrohmasse 1 x Makronenteig ½ TL fein abgeriebene BioZitronenschale evtl. 2 Tropfen Bittermandelaroma 200 g grob gehackte Mandeln 1 Glas Aprikosenkonfitüre 1–2 TL Zitronensaft ZUBEREITUNG 1. Marzipanrohmasse auf der Haushaltsreibe raspeln. 2. Zum Makronenteig geben und mit Zitronenschale und Bittermandelaroma untermischen. Die gehackten Mandeln in einen tiefen Teller geben. Vom Teig teelöffelgroße Portionen abstechen und in den Mandeln wälzen. 3. Zu Kugeln formen und auf zwei mit Backpapier ausgelegte Bleche setzen. Mit einem Finger tiefe Mulden in die Kugeln drücken. Nacheinander im heißen Ofen bei 180 Grad (Umluft 160 Grad) auf der mittleren Schiene etwa 12 Minuten goldgelb backen. 4. Aprikosenkonfitüre durch ein feines Sieb streichen. Mit 1–2 TL Zitronensaft verrühren. In einen Einwegspritzbeutel füllen und die Spitze knapp abschneiden. Die Makronen auf ein Gitter geben und mit der Konfitüre füllen. Vollständig abkühlen lassen. Zubereitungszeit: circa 20 Minuten, Backzeit: je circa 12 Minuten Mandelmakronen ZUTATEN FÜR 40–50 STÜCK 1 x Makronenteig 100 g gemahlene weiße Mandeln ZUBEREITUNG 1. Mandeln in den Grundteig einrühren. 2. Makronen zu Kugeln formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Auf Wunsch mit Pinienkernen etc. dekorieren. 3. Kleine Makronen bei 140 Grad etwa 10 Minuten im Ofen lassen, große Makronen 15–20 Minuten. Zubereitungszeit: circa 10 Minuten Backzeit: 10–20 Minuten, je nach Größe WIE SÜSS DARF'S SEIN? Viele Bäckerinnen und Bäcker mögen ihre Plätzchen nicht so süß. Wir haben bei unserem Rezept nicht allzu viel Zucker genommen. Wenn Sie Lust haben, können Sie beim Teig mit ⅓ weniger (oder auch mehr) Zucker experimentieren. 47
WIE IN ALTEN ZEITEN Schokotrüffel Sie sind zum Dahinschmelzen gut: edle Schokotrüffel. Der elegante Mix aus herber Schokolade und samtiger Creme schmeichelt dem Gaumen und macht sie perfekt für festliche Anlässe. Wir verraten, wie man sie zubereitet. ass in Schokotrüffeln richtiger Trüffel enthalten ist, scheint geschmacklich doch eher abwegig. Doch woher dann der Name? Er rührt von der Form her, die an einen Trüffelpilz erinnert. Die kugelförmigen Schokopralinen sind eine verführerische Mischung aus dunkler Schokolade, Sahne und Butter, der Fachbegriff hierfür lautet Ganache. Meist ist sie umgeben von einer Hülle aus Kakao. Oftmals werden die Pralinen auch mit Spirituosen wie Marc de Champagne, Whisky, Rum oder Kirschwasser verfeinert. Bei der Verzierung sind ebenfalls viele leckere Varianten möglich. Nicht nur weiße Schokolade, Pistazien oder Kokosraspel eignen sich wunderbar, sondern auch Krokant oder getrocknete Früchte. Aufgrund des hohen Fettgehalts haben die Pralinen eine schmelzende Konsistenz und gute Haltbarkeit – kühl und luftdicht gelagert, kann man sie circa zwei Wochen aufbewahren. ZUTATEN FÜR CIRCA 40 STÜCK: 250 g dunkle Schokolade (mind. 70 % Prozent Kakaoanteil) 125 ml Sahne 30 g Butter 1 Prise Salz Kakaopulver zum Ummanteln Wer die Schokotrüffel noch etwas verzieren möchte, kann dazu weiße Schokolade, Pistazien oder Kokos verwenden SO GEHT’S: 1 Für die Trüffelmasse die Schokolade mit einem scharfen Messer möglichst klein hacken. 2 In einem Topf die Sahne kurz aufkochen, dann vom Herd nehmen. Die Schokolade zugeben und unterrühren, bis sie vollständig geschmolzen ist. Die Ganache in eine Schüssel füllen, mit Folie abdecken und an einem kühlen Ort circa 5 Stunden fest werden lassen. 3 Die Butter und etwas Salz mit dem Rührgerät in einer Schüssel aufschlagen. Die Trüffelmasse ebenfalls aufschlagen, dann die Butter unterziehen, bis die Ganache hell und fest ist. Nun entweder in einen Spritzbeutel füllen und die Trüffel als Tupfen auf ein Backpapier setzen. Oder mit einem kleinen Löffel Nocken ausstechen und mit den Händen zu Kugeln rollen. 4. Zuletzt die Trüffel mit Kakaopulver ummanteln. Dafür entweder den Kakao in ein kleines Sieb geben und die Trüffel damit bestäuben. Oder den Kakao auf einen Teller streuen und die Kugeln darin wenden. Zubereitungszeit: 60 Minuten, Ziehzeit: circa 5 Stunden 48 1 2 3 4 FOTOS: SHUTTTERSTOCK D
LECKERES IM ADVENT 49
Warme Wintersäfte 50
LECKERES IM ADVENT Wenn es draußen klirrend kalt ist, gibt es kaum etwas Schöneres, als sich von innen zu wärmen. Wie gesund und köstlich das sein kann, zeigen unsere raffinierten Rezepte auf der Basis von Frucht- und Gemüsesäften. Vitamin-C-Bombe Für die kalten Wintertage ZUTATEN FÜR 500–700 ML, JE NACH OBSTQUALITÄT: 2 Äpfel 1 gelbe Paprika 4 EL rohes Sauerkraut 2 Handvoll frische rohe Spinatblätter oder Grünkohl 2 Kiwis 2 EL Honig 2 EL frischer Zitronensaft SO GEHT’S: 1 Äpfel mit Kerngehäuse und Schale vierteln, eine gelbe Paprika entkernen, den Strunk entfernen und grob schneiden. Das Sauerkraut, Spinatblätter oder Grünkohl bereitstellen, die Kiwis schälen. 2 Alles nach und nach in den Entsafter oder in einen Mixer geben und verarbeiten. 3 Falls Sie einen Mixer nutzen, sollten Sie den Saft nicht abseihen, denn die wertvollen Ballaststoffe aus dem Obst und Gemüse tun Ihrem Organismus und Ihrer Verdauung gut. 4 Den Honig im Zitronensaft auflösen und nach der Fertigstellung des Saftes in den Krug einrühren. 5 Den Saft auf maximal 35 Grad erwärmen. Er schmeckt aber auch kalt sehr gut. Preiselbeer-Zistrosen-Cranberry-Punsch Für Blase und Immunsystem ZUTATEN FÜR CIRCA 625 ML HEISSGETRÄNK: ¼ l Cranberrysaft ¼ l Preiselbeersaft 1 TL Butter 125 ml Wasser 1 TL Zistrosentee in Bio-Qualität aus der Apotheke 1 Stange Zimt 3 Gewürznelken 1 Sternanis SO GEHT’S: 1 Die Säfte, Butter und 125 ml Wasser aufkochen. Zistrosentee und Gewürze in einen Teebeutel geben und 6–10 Minuten darin ziehen lassen. 2 Direkt auf Gläser verteilen oder in eine Thermoskanne füllen und warm genießen. 51
Sellerie-OrangenKurkuma-Birnen-Saft Entzündungshemmend ZUTATEN FÜR CIRCA 500 ML: 1 Stange Sellerie oder ¼ bis ½ Knolle, je nach Größe (für eine schönere Farbe) 2 Orangen 1 Birne 1 TL Kurkumapulver oder 1 kleinfingergroßes Stück geschälte Kurkumawurzel ½ cm Chilischote oder 1 Msp. Chili 1 Prise Pfeffer oder rote Pfefferbeeren nach Geschmack SO GEHT’S: 1 Die Sellerieknolle schälen und würfeln. Die Selleriestange putzen und grob zerkleinern. Die Orangen schälen und ebenfalls grob würfeln. Die Birne waschen und samt Kerngehäuse und Schale vierteln. Die Kurkumawurzel dünn schälen, Chilischote oder -pulver bereitlegen. 2 Die Zutaten der Reihe nach in den Entsafter oder Hochleistungsmixer geben. Beim Entsaften: Kurkumawurzel und Chilistückchen mit entsaften. Kurkuma- und Chilipulver sowie den Pfeffer erst nach der Fertigstellung einrühren. 3 Wer es feiner mag, kann nun den Saft durch ein mit einem Mulltuch ausgelegtes Sieb gießen. 4 Den Saft auf maximal 35 Grad erwärmen und direkt trinken bzw. in eine Thermosflasche füllen. Der Saft ist vor allem im Winter eine köstliche Alternative und Zwischenmahlzeit. 52 Rote-Bete-Wintersaft Blutbildend ZUTATEN FÜR CIRCA 500 ML: 350 g Rote Bete 200 g ganze Äpfel 1 Zitrone 200 g Möhren 25 g Ingwer (frisch geschält gewogen) 1 Msp. Nelken 1 Msp. Zimt 2 Msp. Muskat 4 EL Kokoscreme (aus der Dose) 1 EL Leinöl in guter Qualität SO GEHT’S: 1 Die Rote Bete schälen, die Äpfel mit Schale und Kerngehäusen vierteln, die Zitrone auspressen, die Möhren schälen und etwas zerkleinern. Den geschälten Ingwer bereitstellen. 2 Die Zutaten der Reihe nach in den Entsafter oder den Hochleistungsmixer geben. Beim Entsaften die Gewürze und das Öl erst nach der Fertigstellung einrühren. Falls Sie einen Mixer benutzen: Die Gewürze einfach mitmixen. Wer es feiner mag, kann den Saft im Anschluss durch ein mit einem Mulltuch ausgelegtes Sieb gießen. Tipp: Das Öl erst nach der Fertigstellung einrühren. Der Saft sollte nur bis 35 Grad erwärmt werden. In der kalten Jahreszeit ist er ein wunderbarer, wohlig wärmender Genuss.
H o l l e r m i t K i rsc h e u n d S c h o k o Immunstärkender Gelenksaft FOTOS: BRIGITTE SPORRER. REZEPTE, PRODUKTION, STYLING & TEXT: KATI HOFACKER ZUTATEN FÜR CIRCA 500 ML: ¼ l Hollersaft ¼ l Sauerkirschsaft 2 Teebeutel Schoko-Chai (z. B. von Alnatura oder Yogi Tea, im Bioladen) oder 2 EL Kakao-Nibs (Kakaoschalen zum Knabbern, z. B. von Veganz bei DM) SO GEHT’S: 1 Säfte langsam erhitzen. Kurz vor den Siedepunkt vom Herd nehmen. 2 Schoko-Chai bzw. die Kakao-Nibs 10 Minuten im Saft ziehen lassen. Die Nibs können Sie abseihen oder je nach Belieben mit dem Löffel vom Boden der Tasse fischen und genießen.
SÜSS TRIFFT sal z i g Einfach meisterlich: Bei diesen Rezepten sorgt die Kombination aus salzigen und süßen Komponenten für Aha-Momente und ein Freudenfest bei den Geschmacksnerven. SCHOKOBREZELN mit Frischkäse-Honig-Füllung Rezept auf Seite 58
LECKERES IM ADVENT SALZSTANGEN-LOLLIS mit Schoko und Zuckerschmuck Rezept auf Seite 58 55
Schoko-Äpf pfe el mit S a l z g e b ä c k - B rö s e l n ZUTATEN FÜR 5 STÜCK: 5 Äpfel 5 saubere Äste 200 g Schokoladenkuvertüre Brösel von Salzstangen und Salzbrezeln ZUBEREITUNG: 1 Äpfel waschen, trocknen und auf die Äste spießen. Salzstangen- und Brezel-Brösel bereitstellen. 2 Die Schokokuvertüre über dem Wasserbad schmelzen, dann die Äpfel nach und nach mit der Schokolade überziehen – entweder hineintauchen oder mit einem Löffel rundherum mit flüssiger Schokolade beträufeln. Die Äpfel dabei mit leichten Drehbewegungen immer wieder wenden. 3 Die Äpfel anschließend in die Brösel tauchen. Dann auf ein Kuchengitter stellen, damit die Schokolade abkühlen und fest werden kann. Zubereitungszeit: circa 20 Minuten
Heiße Schokolade mit Salzbrezeln ZUTATEN FÜR 2 GROSSE GLÄSER: 100 g Zartbitterschokolade 500 ml fettarme Milch 100 ml Sahne 2 EL Mini-Marshmallows Mini-Salzbrezeln ZUBEREITUNG: 1 Schokolade über dem warmen Wasserbad schmelzen. Die Milch in einem kleinen Topf erhitzen. Etwa zwei Drittel der flüssigen Schokolade zugeben, unterrühren und warm halten. Die Sahne steif schlagen. 2 Die heiße Schokoladenmilch in Gläser füllen. Jeweils mit einem Klecks Sahne, der restlichen Schokolade, Marshmallows und Salzbrezeln verzieren. Zubereitungszeit: circa 15 Minuten Rentier-Plätzchen ZUTATEN FÜR 10–15 PLÄTZCHEN: 120 g weiche Butter 140 g Zucker 1 Ei 250 g helles Dinkelmehl ½ TL Backpulver 1 Prise Salz dunkle Schokoladenkuvertüre Zuckeraugen rosafarbene und rote Smarties Salzbrezeln schwarzer Zuckerstift (z. B. von Dr. Oetker) Außerdem: Frischhaltefolie Backpapier große und kleine ringförmige Ausstecher ZUBEREITUNG: 1 Weiche Butter und Zucker mit dem Mixer cremig rühren. Ei dazugeben und unterrühren. 2 Mehl, Backpulver und Salz mischen. Mit der Buttermischung zu einem Teig kneten. 3 Teig in Frischhaltefolie wickeln und für 30 Minuten kühl stellen. 4 Backofen auf 180 Grad vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen. 5 Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche etwa 6 mm dünn ausrollen und jeweils eine gleiche Anzahl von großen und kleinen Kreisen ausstechen. Für circa 10 Minuten backen. 6 Die ausgekühlten großen Kekse mit geschmolzener Kuvertüre bestreichen, jeweils einen kleinen Keks als „Schnauze“ aufdrücken und fest werden lassen. Die Zuckeraugen, Smarties als Nase und Brezel als Geweih anbringen. Mit dem Zuckerstift den Mund aufmalen. Zubereitungszeit: 60 Minuten Kühlzeit: 30 Minuten Backzeit: circa 10 Minuten 57
Rezept von Seite 54 Schokobrezeln mit Frischkäse ZUTATEN FÜR 12 STÜCK: 125 g Frischkäse 2 EL flüssiger Honig 24 Mini-Salzbrezeln 100 g Zartbitterschokolade ZUBEREITUNG: 1 Frischkäse mit dem Honig glatt rühren. 2 Auf 12 Brezeln mit Hilfe von 2 Teelöffeln kleine Kleckse setzen, eine zweite Brezel darauflegen und leicht andrücken. Etwa eine Stunde kalt stellen. 3 Schokolade schmelzen und die Brezel-Doppeldecker etwas in die geschmolzene Schokolade tauchen. Kurz abtropfen lassen, auf ein Backpapier legen und etwa 30 Minuten kalt stellen. 4 Dazu passt gezuckerter Rosmarin: 20 g Zucker in 40 ml Wasser unter Rühren aufkochen, bis er sich gelöst hat. Rosmarinspitzen durchziehen, auf einem Gitter abtropfen, noch einmal in Zucker stippen und trocknen lassen. Zubereitungszeit: 25 Minuten, Kühlzeit: 90 Minuten Rezept von Seite 55 Salzstangen- Schokotarte mit Lollis Salzstangen-Stern ZUTATEN FÜR 10 STÜCK: 100 g Schokolade 10 Salzstangen Zuckersterne und Streusel zum Dekorieren Außerdem: Bleistift Lineal Papier Backpapier Spritzbeutel ZUTATEN FÜR EINE RUNDE TARTEFORM (22 CM Ø): 120 g Butter 450 g Zartbitterschokolade 4 Eier 55 g Zucker 2 TL Meersalzflocken Salzstangen ZUBEREITUNG: 1 Mit Bleistift und Lineal tannenbaumförmige Dreiecke auf das Papier zeichnen. Diese sollten etwas kürzer als die Salzstangen sein, damit das Fingerfood einfach gegriffen werden kann. Dann das Backpapier darüberlegen und auf jedem Tannenbaum eine Salzstange als „Stamm“ ausrichten. 2 Nun die Schokolade im heißen Wasserbad schmelzen. Die geschmolzene Schokolade in einen Spritzbeutel mit dünner Spitze füllen und auf die Salzstangen im Zickzack von der Spitze aus in breiter werdenden Linien verteilen. Ist der Baum fertig, bunte Streusel und Sternchen darüberstreuen. In den Kühlschrank geben, bis die Schokolade fest ist und sich vom Backpapier löst. Zubereitungszeit: circa 30 Minuten plus Kühlzeit 58 ZUBEREITUNG: 1 Den Ofen auf 160 Grad vorheizen. Backform fetten. Butter und 400 g Schokolade in einer Schüssel über warmem Wasser zu einer cremigen Masse verschmelzen, dann vom Herd nehmen. 2 Eier trennen, Eiweiß steif schlagen. Nach und nach den Zucker zugeben und weiterschlagen, bis eine glänzende Masse entsteht. 3 Die Eigelbe und die Salzflocken unter die Schokoladenmasse rühren, danach das Eiweiß unterheben. Masse in die Form gießen, glatt streichen und dann im Ofen 20–25 Minuten backen (Stäbchenprobe machen). 4 Kuchen auskühlen lassen. Die restliche Schokolade schmelzen und gleichmäßig darauf verteilen. Auf der noch flüssigen Glasur sternförmig die Salzstangen verteilen, anschließend den Kuchen für mindestens 3 Stunden kühl stellen. Zubereitungszeit: circa 60 Minuten Backzeit: 20–25 Minuten, Kühlzeit: mindestens 3 Stunden
G e b r a n n t e B r e ze l n ZUTATEN FÜR 2 GLÄSER: 200 g Zucker 1 EL Zimt 1 Eiweiß 250 g Salzbrezeln FOTOS: BRIGITTE SPORRER. IDEE, UMSETZUNG & TEXT: STEFFI MÜLLER ZUBEREITUNG: 1 Den Backofen auf 160 Grad vorheizen. Zucker und Zimt in einer Schüssel mischen. Das Eiweiß in einer weiteren Schüssel schaumig (nicht steif) aufschlagen. Die Brezeln hineingeben und durchrühren. Dann portionsweise in der Zuckermischung wenden, sodass sie gut mit Zimt und Zucker umhüllt sind. 2 Auf zwei Backblechen mit Backpapier ausbreiten und circa 15 Minuten backen. Nach der Hälfte der Zeit die Bleche wechseln. Abkühlen lassen und in Gläser füllen. Zubereitungs- und Backzeit: circa 30 Minuten
BESCHERUNG FÜR Piepmätze 60 Väterchen Frost hat die Natur fest im Griff. Jetzt freuen sich die gefiederten Freunde ganz besonders über gehaltvolle und energiereiche Leckerbissen.
DRAUSS' VOM WALDE … FOTOS: BIRGID ALLIG. STYLING: MONI WELZMÜLLER. PRODUKTION UND TEXT: ALEXANDRA AHRENS FUTTERKRANZ Erfreut Mensch und Tier zugleich: In einen grünen Kranz aus Efeu und Buchs werden Beeren von Weißdorn, Holunder, Sanddorn, Efeu, Eberesche oder Schlehe eingesteckt. Mit einem Holzbohrer die Schalen von Erd- und Walnüssen mit einem Loch versehen. Eine Schnur hindurchfädeln, um sie an den Kranz zu hängen. Zuletzt noch einen Vogelfutterring einhängen. NAHRHAFTE PLÄTZCHEN Damit auch die Vogelschar nicht auf ihre Weihnachtsnascherei verzichten muss, lassen sich hübsche Futterplätzchen herstellen. Einfach eine Masse aus Fett und Kernen anrühren. Dann Ausstechförmchen auf Backpapier legen, ein Stück Schnur durchziehen und die halbfeste Masse einfüllen. Erkalten lassen, aus der Form lösen und draußen im Schatten aufhängen. 61
GLÄSERNE ZAPFEN-PYRAMIDE Kunstvoll gestapelt eine echte Augenweide. Dafür große Einmachgläser mit Zapfen, Kugeln, Hagebutten, Baumwolle und Holzsternen befüllen. Mit rotem Bäckerband umwickeln, die Enden zur Schleife binden. Lässt sich beliebig erweitern …
DRAUSS' VOM WALDE … WUNDERVOLLE Winterzeit Zapfen, Beeren, Zweige und Winterblüher haben Hochsaison im winterlichen Garten und auf unserer Terrasse. Mit viel Liebe zum Detail putzen wir sie jetzt im Handumdrehen schön und festlich raus. HÜBSCHE SAMMELSTELLE Zapfen fallen uns jetzt förmlich vor die Füße. Einfach ein paar hübsche Exemplare sammeln und mit frischen Zweigen in einem Korb an der Eingangstür arrangieren – fertig ist der schöne Willkommensgruß für Gäste. Wer keinen Drahtkorb hat, wird auf Floh- oder Antikmärkten fündig. 63
Verträumtes Stelldichein FÜR ANTIKE KÜCHENHILFEN UND HÖLZERNE SCHLITTEN ORIGINELLE GARTENECKE Dafür einen ausrangierten Holzschlitten hochkant stellen, in die Kufen jeweils zwei Holzbretter einlegen (am besten vom Baumarkt passend zuschneiden lassen). Die neuen Regalböden mit Fichtenbäumchen und Gaultheria-Pflanzen schmücken. 64
NEUES LEBEN … … für ausrangierte Schöpfkellen und Siebe (z. B. vom Flohmarkt). Die Küchenutensilien einfach mit Nüssen, Zieräpfeln und Deko-Sternen befüllen und an einem alten Türstock oder einem Holzfenster befestigen.
Kranz mal anders DIESER HIER LOCKT NETTE ZAUNGÄSTE AN … VOGELFUTTERMOBILE Frische Efeu-, Thuja- und Kiefernzweige mit Basteldraht dicht an dicht um einen Strohrömer (aus dem Bastelladen) winden. Mit rot-weißem Bäckerband Meisenknödel und kleine Glasflaschen als Minivasen befestigen. Die Vasen mit Wasser befüllen und kleine Hagebuttenzweige hineingeben. Den fertigen Kranz an Bändern aufhängen. 66
FOTOS: HEIDI FRÖHLICH. IDEE, UMSETZUNG & STYLING: MONI NODERER. PRODUKTION: ALEXANDRA AHRENS. TEXT: CATHRIN SCHNEIDER HACH, WIE SCHÖN SIND HAGEBUTTEN Für das goldige Anhängsel einen Drahtreif (aus dem Bastelladen) mit der Zange herzförmig zurechtbiegen. Moosstücke dicht an dicht um die Form wickeln und mit dünnem Draht gut fixieren. Anschließend einige Hagebuttenzweige mit der Schere auf gleiche Länge bringen und mit Golddraht so am Kranz befestigen, dass die Beeren nach oben zeigen. 67
DIE GESCHICHTE DES Feuermachens Kerzenlicht, Kaminfeuer und lodernde Lagerfeuer: Was für uns romantische Zugaben sind, war für die Menschen früher bitter notwendig. Wie entfachte man damals ein Feuer? Womit hielt man die Flammen am Leben? Ein Streifzug. Ein Lagerfeuer im Schnee erzeugt wohl am besten das Gefühl, das der Homo erectus im Schein der Flammen gehabt haben muss – endlich Wärme! 68
WEIHNACHTSWISSEN Feuermachen Mit dem Feuerstein wurden Funken geschlagen, die auf leicht entflammbaren Zunder trafen Bis heute lässt uns die Pracht der Christbaumlichter staunen W as gibt es Gemütlicheres als ein prasselndes Kaminfeuer, während es draußen stürmt oder schneit? Und lieben wir nicht alle die Romantik eines Lagerfeuers? Es ist, als seien dies Relikte aus einer fernen, fernen Zeit, als das Entfachen, das Bewahren, das Einhegen und nicht zuletzt das Nutzbarmachen von Feuer eine der entscheidenden Etappen der Menschheitsgeschichte waren. Ohne Feuer keine Wärme, kein Licht, kein Schutz vor wilden Tieren. Ohne Feuer aber auch keine warme Nahrung, die vom menschlichen Verdauungstrakt besser aufgespalten werden kann und dadurch wesentliche Entwicklungsschritte des menschlichen Gehirns ermöglichte. Ohne Feuer keine Keramik, in der man die Rohstoffe zubereiten konnte. Und ohne Feuer kein Räuchern, um Nahrung über den Winter hinaus haltbar zu machen. Pyritknolle und Zunderpilz Kurzum: Das Entfachen eines Feuers war einst eine lebensnotwendige Kulturtechnik, ohne die „Homo erectus“ niemals sesshaft geworden wäre. Die wohl älteste offene Feuerstelle, die von Menschenhand angelegt worden war, fand man in der Wonderwerk-Höhle in Südafrika. Man schätzt, dass sie rund eine Million Jahre überdauert hat. Im europäischen Raum konnte man aus der Brandschicht einer Feuerstelle in der württembergischen Vogelherdhöhle ein steinzeitliches Schlagfeuerzeug bergen, das rund 32.000 Jahre alt ist. So ein Schlagfeuerzeug bestand aus einer sogenannten Pyritknolle – einem Mineral, das auch als Katzengold oder Schwefelkies bezeichnet wird. Schlägt man mit einem harten Feuer- oder Schlagstein Pyrit-Splitter ab, so entzünden sich diese an der Luft und verbrennen. Ein weiteres Element dieses steinzeitlichen „Feuerzeugs“ war der Zunderschwamm, ein Baumpilz, dessen innere Schicht den Funkenschlag sofort aufnahm, zu glimmen begann und so beim Entfachen der Flammen half. Der Zunderschwamm blieb bis in die Neuzeit ein wichtiges Utensil zum Feuermachen und wurde bereits in prähistorischer Zeit in einem am Gürtel befestigten Lederbeutel aufbewahrt. So fand man im Leibgurt des „Ötzi“, der legendären Gletschermumie, Reste solch eines steinzeitlichen Schlagfeuerzeugs. Weniger populär als das Schlagfeuerzeug war das Erzeugen von Feuer durch Reibung, zumindest, was den europäischen Raum betrifft. Beim sogenannten „Feuerbohren“ wurde ein hölzerner Stab so lange per Hand in ein flaches Holzstück 69 Feuerbohrer Bei dieser Methode, die in Europa kaum Anhänger fand, bohrt man ein Holz gegen ein Holz, bis die Asche glimmt Römischer Ofen Zum Bewahren und Einhegen von Feuer entstanden bald Öfen und Kamine, die auch zum Kochen und Backen genutzt wurden.
Herstellung und Verkauf von Zündhölzern war im 19. Jh. das Geschäft, mit dem die Ärmsten versuchten, Geld zu verdienen NUR EIN MÄRCHEN Andersens kleines Mädchen mit den Schwefelhölzern versucht vergeblich, sich aufzuwärmen gebohrt, bis glühender Holzstaub entstand. Diese Methode war weitaus anstrengender als das Funkenschlagen und wurde nur manchmal im Mittelalter angewendet. Im alten Rom dagegen wurde die Pyritknolle bald durch gehärteten Stahl ersetzt, der sehr viel heißere Funken schlug. Mit diesem Funken und Zunder wurden jetzt die römischen Öfen beschickt, die in der Folge entstanden. Schlageisen und Blasrohr FEUERZEUG „Zeug“, weil man bis um 1900 viele Dinge brauchte, um einen Funken zu zünden. ZUNDERBÜCHSE In der blechernen Büchse wurde das getrocknete Zundermaterial aufbewahrt. Das Schlageisen war häufig ein schön geformtes und gebogenes Stück aus Eisen 70 Das Feuereisen war auch noch im Mittelalter in Gebrauch – ein gebogenes Stück Stahl, das eine raue Kante hatte und später mit einem Griff versehen wurde. Der Zunder wurde üblicherweise in einer Zunderbüchse aufbewahrt und so vor Feuchtigkeit geschützt. War dies zunächst der Zunderpilz (auf Mittelhochdeutsch: Glosenzunder), so kamen im Verlauf der Jahrhunderte noch andere Stoffe hinzu, nämlich zerfaserte Leinwand, Holzmehl, pulverisierte Birkenunterrinde, trockenes Moos oder Flechten. Zum Anfachen des Funkens benutzte man ein Blasrohr, das aus einem ausgehöhlten Holunderzweig bestand. Wichtig war, das Feuer zu erhalten: Man bewahrte
MAGISCH SCHÖNE FLAMMEN Ob Groß oder Klein – wir alle sind vom Feuer fasziniert FOTOS: ALAMY (2), DPA (1), BRIDGEMAN IMAGES (1), WIKIPEDIA (2), GETTYIMAGES (3), INTERFOTO (1), MAURITIUS IMAGES (1), PLAINPICTURE (1), SCIENCE PHOTO (1), ULLSTEIN (1) Der offene Kamin: Was heute behaglich ist, war einst in der Kälte eine bittere Notwendigkeit die glimmende Holzkohle unter Asche oder Torf auf und entfachte sie anderntags neu. War das Feuer erloschen, holte man sich in einem Gluttopf vom Nachbarn glühende Kohlen. Bis in die Neuzeit war die Zunderbüchse eines der wichtigsten Utensilien beim Feuermachen. Im 18. und 19. Jahrhundert, als geschliffenes Glas billliger wurde, hatte sie außerdem ein eingelassenes Brennglas. Mit dessen Hilfe konnte man auch das Sonnenlicht zum Entfachen einer Flamme nutzen. Mit dem „Platin-Feuerzeug“, das 1823 von Johann Wolfgang Döbereiner entwickelt wurde, entstand erstmals ein kleiner Zündapparat mit Glaszylinder, Hahn und Düse. Parallel dazu begann jedoch ein anderes Zündmittel, Karriere zu machen – in kleinen Schritten, aber stetig: das Zündholz. Seinen Vorläufer, das Schwefelholz, hatte bereits 1669 ein Hamburger Alchimist per Zufall erfunden. Denn bei einer seiner Forschungen entdeckte er den weißen Phosphor, der mit Schwefel reagiert. In den folgenden Jahrzehnten experimentierte ein Naturforscher namens Robert Boyle viel mit Schwefelhölzern, die sich an mit Phosphor präparierten Papierstreifen entzünden ließen. So gab es bis ins 19. Jahrhundert allerlei Gerätschaften zum Feuermachen, die alle irgendetwas mit Phosphor zu tun hatten. Dazu gehörten eine tragbare „Phosphorbox“ und auch ein sogenannter „Taschenluminar“. Das erste Zündholz mit Reibungszündung wurde schließlich 1826 von einem britischen Apotheker erfunden. Die Hölzer waren vergleichsweise groß und man konnte sie an einem Stück Sandpapier anreißen. Ab 1830 enthielten die Hölzchen zusätzlich Schwefel und wurden schließlich unter dem Namen „Jones Lucifer Matches“ vertrieben. Die doppelte Bedeutung von Lucifer als Lichtbringer und Höllenfürst war dabei durchaus beabsichtigt. Heimarbeit mit Folgen Die Schwefelhölzer wurden nicht nur in Fabriken, sondern vielerorts auch in Heimarbeit hergestellt. Andersens Märchen „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“, bei uns gern als Weihnachtsgeschichte gelesen, ist im Grunde eine soziale Anklage gegen diese Art der Arbeit, die nur die Ärmsten der Armen vollführen mussten und die dabei großen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt waren. Elisabeth Aslan WEIHNACHTSPYRAMIDE An ihr kann man die Kraft des offenen Kerzenfeuers studieren PLATINFEUERZEUG Es wurde im Jahr 1823 entwickelt und bis in die 1880er-Jahre verkauft. Es gab Ausführungen in Glas und Porzellan mit opulentem Dekor 71
GEFRORENES HERZ Befüllen Sie eine Herzform etwa 5 cm hoch mit Wasser und legen Sie schöne Lenzrosenblüten und ein Lenzrosenblatt hinein. Dann noch eine Schnurschlaufe für den Aufhänger dazulegen. Bei Minusgraden das Blütenherz draußen gefrieren lassen oder einfach ins Gefrierfach legen. Ist die Schicht gut durchgefroren, mit kaltem Wasser auffüllen und erneut gefrieren lassen. Zum Herauslösen die Herzform dann kurz in warmes Wasser legen. Das Haus ist geschmückt – und auch der Garten lässt sich mit Lenzrosen ganz leicht winterschön machen. Die zauberhafte Winterblume hat hier ihren großen Auftritt. EISIGE Schönheiten 72
DRAUSS' VOM WALDE … WINDLICHT AUS EIS Füllen Sie eine Schale mit Wasser und verteilen Sie Lenzrosenblüten und Wacholderzweige darin. Lassen Sie das Wasser gefrieren. Die Schale etwas antauen lassen oder kurz in warmes Wasser halten. So rutscht das Eis leichter heraus. Stellen Sie dann Ihr Eiswindlicht mit einem hübschen Teller auf eine Gartenbank und entzünden Sie darin eine Kerze. Besonders schön ist es im Schnee … Lenzrosen und Winterzweige Durchmesser: circa 17 cm, Höhe: circa 13 cm FOTOS: MARTINA SCHINDLER DAS BRAUCHEN SIE: etwa 20 Birkenäste (12 cm lang, unterschiedlich stark) 4 Glasröhrchen (circa 10 cm hoch) kleine Nägel 1 runde Holzplatte oder sehr festen Karton etwas Draht Wacholder- und Buchenzweige Lenzrosen SO GEHT’S: 1 Die Birkenäste gleich lang schneiden, auf eine runde Holzplatte nageln. Vier Lücken für die Glasröhrchen frei lassen. 2 Wickeldraht um das Birkenbündel schlingen. Dann Wacholder- und Buchenzweige daran befestigen. 3 Die Glasröhrchen mit Wasser auffüllen, Lenzrosen, Wacholderund Buchenzweige hineinstecken. Regelmäßig Wasser nachfüllen. EISKALTER GUGELHUPF Füllen Sie eine Gugelhupfform mit Wasser und platzieren Sie eine Lenzrosenblüte und ein paar Lerchenzweige darin. Dann lassen Sie das Wasser gefrieren. Um den Kranz herauszulösen, die Form kurz in warmes Wasser halten. Zum Schluss die Öffnung des Gugelhupfs mit Schnee und Eis füllen und eine oder mehrere Kerzen darin aufstellen. 73
ZAUBERHAFT Nie mehr achtlos weggeworfenes Geschenkpapier: Pack- und Kreativpapiere werden mit diesen originellen Ideen zu echten Miniaturkunstwerken. Fast zu schade zum Auspacken … verpackt GOLDPOMPONS Auf das eingepackte Geschenk werden kleine Papierpompons halb aufgeklappt und dann festgeklebt. Anschließend Stiele aus Schnur aufkleben. Danach das Ganze mit Goldlack besprühen und gut trocknen lassen. Am Schluss noch kleine Blätter aus grün gemustertem Papier aufkleben. FÄHNCHEN UND KNÖPFE Für die Sternknopfdeko wurden Geschenkpapierreste mit der Stanze in Sternform ausgestochen und aufgeleimt. Kleine Knöpfe daraufkleben. Die Fähnchendeko besteht aus einer Schnur mit drei Papierfähnchen („Fest der Liebe“ draufschreiben), die um ein mit Maskingtape und Stoffbändchen verschönertes Paket gewickelt wird.
FREUDE SCHENKEN ZUCKERSTANGENSCHLITTEN Kleine Geschenke werden zu putzigen Höhepunkten unter dem Baum, wenn man sie mit der Heißklebepistople auf zwei in der Folie steckende Zuckerstangen klebt und dann noch ein Schleifchen herumbindet. 75
DUFTKRÄNZLEIN UND BÄNDERGESTECK Für das Duftkränzchen ein Stück braunen Blumen- oder Basteldraht zum Kreis biegen und mit sehr dünnem braunem Blumendraht Rosmarinzweige darumwickeln. Am Schluss mit der Heißklebepistole Holzperlen aufkleben und mit einem Samtband anbinden. Das Gesteck wird direkt auf das Geschenk geklebt und dann noch mit einem hübschen Band umwickelt, das an der Rückseite zusammengeklebt wird. Mit Liebe FIMO-PLÄTZCHEN Fimo auswalzen – am besten zwischen zwei Backpapieren. Mit dem Messer oder Pizzaschneider Bänder schneiden und diese in Borten-Motivformen für Fondant oder Fimo pressen. Dann vorsichtig zum Kreis legen und die Anschlussstelle mit einem Fimo-Detail wie einem Knopf oder einer Blume verdecken. Auch mit Keksformen ausgestochene Fimo-Figuren sind wunderschön. Denken Sie dabei an die Löcher für das Geschenkband. Dann nach Anleitung im Ofen härten lassen. BASTDEKO MIT SCHLEIFCHEN Das Geschenk mit hübschem Maskingtape umkleben und mit etwas Leim eine kleine Tortenspitze daraufsetzen. Um ein Glas ein paar Runden Bast wickeln. Die Schlingen vom Glas abnehmen, in der Mitte zusammenfassen und mit einem kleinen Stück Bast umwickeln. Eine Holzperle aufkleben. Alles aufs Geschenk kleben. 76
FILZRÄDCHEN Die Filzwindräder entstehen aus Filzquadraten, Seitenlänge 10–20 cm. Jeweils zwei farbig unterschiedliche Quadrate ausschneiden. In diese nun, etwa 2 cm von der Mitte aus beginnend, in Richtung Ecken jeweils einen Schlitz hineinschneiden. Die beiden geschlitzten Quadrate wieder aufeinanderlegen und dann jeweils die eine Seite des Schnitts Richtung Mitte biegen. Zusammennähen oder mit der Heißpistole festkleben und mit einer Holzperle mittig verzieren. Diese Windräder ergeben übrigens auch hübsche Broschen. FOTOS: DOROTHEA CRAVEN. PRODUKTION UND TEXT: KATI HOFACKER STROHHALMBÄUMCHEN Am leichtesten funktioniert das Basteln, wenn Sie eine ganze Lage von Strohhalmen (so hoch, wie später das Bäumchen werden soll) mit Bastelkleber auf ein festes Stück Papier kleben. Gut trocknen lassen und dann erst die Halme samt der Unterlage in Bäumchenform schneiden. Die Tanne noch mit Knopf-Weihnachtskugeln verzieren und das Ganze samt der UntergrundPappe auf das Geschenk kleben. BEZUGSQUELLE Alle Materialien, Papier, Filz, Schleifen, Strohhalme, Fimo, Maskingtape, Knöpfe, Holzperlen etc. stammen von www.idee-shop.com 77
SCHREIB MAL WIEDER Karten und Briefe sind wieder modern. Keine E-Mail ersetzt handgeschriebene liebe Weihnachtsbriefe. Die selbst gebastelten Karten sind so schön, dass sie sich, in einem Ständer platziert, auch prima als Weihnachtsdeko machen
FREUDE SCHENKEN PAPETERIE Poesie Über Weihnachtskarten freut sich jeder. Erst recht, wenn sie mit so viel Liebe selbst gestaltet sind wie diese. Ob raffinierte Pop-up-Karte oder liebevoll beklebter Festtagsgruß – jedes Stück ist ein Unikat. Mit Liebe gestaltet DAS BRAUCHEN SIE: Knöpfe Filzreste Borte Stoffreste Buchstabenstempel bunte Marker Holzpostkarte Karten mit Umschlag Bastelkleber SO GEHT’S: (Karten von links oben nach rechts unten – siehe linke Seite) 1 Strohsterne und Streumotive auf Karten kleben. 2 Holzpostkarten mit einem weißen und einem schwarzen Lack- 10 cm Pop-up-Karte 2,2 cm 2 cm DAS BRAUCHEN SIE: 2 Karten in gleicher Größe in 2 verschiedenen Farben Dekopapierreste Schere Kleber 14 cm 3,7 cm 3,7 cm 2 cm 4 cm 5 cm 5 cm stift dekorieren und mit einer Schleife verzieren. 3 Dreiecke aus grünem Filz aufkleben, braune Rechtecke darunter. Mit Gold-Marker Tupfen aufmalen. 4 Aus Stoff ein schönes Motiv ausschneiden und auf die Holzpostkarte kleben. Silberne Sterne und Punkte dazumalen. 5 Karte mit roten Knöpfen in Baumform bekleben. Aus Stoff Ilex-Blätter ausschneiden und dazukleben. Zum Schluss noch oben und unten ein rote Borte ankleben. SO GEHT’S: 1 Schneiden Sie eine der beiden Karten von der Faltmitte weg dreimal ein, etwa wie auf dem Bild. 2 Wenn Sie die Karte auffalten, die Pappriegel von hinten nach vorne beulen und die Falte rückwärts und vorwärts knicken, sehen Sie bereits, dass diese fast wie Geschenkpäckchen wirken. 3 Bekleben Sie die Geschenke noch mit buntem Papier – und fertig ist die Überraschungskarte. 79
Nicht nur zum Verschicken. Die musikalischen Karten ergeben mit farblich passenden Kerzen auch eine hübsche Dekoration Da ist Musik drin SO GEHT‘S: Variante 3-D-Karten Sechs Bäume nach der rechten Vorlage ausschneiden und in der Mitte längs falten. Die unbedruckten Seiten aneinander- und in den Kartenfalz kleben. Variante Notenpapier-Musterkarten Sterne oder Bäume ausschneiden, Ränder mit Mustern schneiden. Papier auf die Vorderseite kleben, nach Wunsch bestempeln. 80 FOTOS: BIRGID ALLIG DAS BRAUCHEN SIE: farbige Klappkarten (z. B. von Rico Design) kopiertes Notenpapier Dekor-Schere Klebstoff rotes Bastelpapier Stempel
Das neue Heft – jetzt im Handel Eine Marke der FUNKE Mediengruppe Wir machen Frauen stark myself auch als APP oder direkt bestellen: myself.de/heftbestellung
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FREUDE SCHENKEN Wie lieb VON DIR Wenn Sie Ihre Liebsten zur Abwechslung mal mit diesen selbst gemachten kulinarischen Geschenkideen beglücken, werden Sie garantiert mit strahlenden Gesichtern belohnt. Apfelpunsch ZUTATEN FÜR 1 LITER: ½ Bio-Orange 1 Bio-Apfel 1 l naturtrüber Apfelsaft 1 Pck. Vanillezucker 1 Zimtstange 1 TL Spekulatiusgewürz Amaretto (nicht für Kinder) SO GEHT’S: 1 Orange und Apfel heiß waschen, trocken reiben, halbieren und in Scheiben schneiden. Apfelsaft mit Vanillezucker, Zimtstange, Gewürz und Orangenscheiben sanft aufkochen. 2 Etwa 30 Minuten bei geringer Hitze ziehen lassen, dann durch ein feines Sieb in Tassen gießen. Für die Erwachsenen nach Geschmack in jedes Glas Punsch 2 EL Amaretto geben und nach Belieben mit Apfelscheiben servieren. Zubereitungszeit: 10 Minuten, Ziehzeit: circa 30 Minuten Weihnachts-Glühwein ZUTATEN FÜR 1 LITER: 3 Kardamomkapseln 10 Gewürznelken 2 Zimtstangen 1 Bio-Orange 750 ml trockener Rotwein EIN KÖSTLICHER GRUSS Ein heißer Becher Punsch oder Glühwein wärmt klamme Finger, die Seele und den Bauch. Mit hübschen Anhängern versehen, werden aus den simplen Flaschen schöne Präsente 70 g brauner Zucker SO GEHT’S: 1 Kardamomkapseln andrücken und mit Nelken, Zimt und Zucker in einen Topf geben. Schale der Orange abreiben und in den Topf geben. Orange auspressen und den Saft zu den restlichen Zutaten in den Topf gießen. 2 Alle Zutaten mit Rotwein übergießen und langsam erwärmen, aber nicht aufkochen. Mit geschlossenem Deckel circa 1 Stunde bei geringer Hitze ziehen lassen. 3 Den heißen Glühwein durch ein feines Sieb in Tassen füllen und nach Belieben mit Orangenscheiben servieren. Zubereitungszeit: 15 Minuten, Ziehzeit: circa 1 Stunde 83
Gewürzmischungen ZUTATEN FÜR DAS BRATAPFELGEWÜRZ: 150 g brauner Zucker 3 Nelken 5 Kardamomkapseln 5 cm Vanilleschote 10 g Zimtstangen 1 Prise Muskat 10 Körner Anissamen 30 g Stärke (damit nichts zusammenklebt beim Lagern) SO GEHT’S: 1 Den Zucker auf einem Blech mit Backpapier verteilen und bei 250 Grad unter dem Grill circa 10 Minuten anschmelzen. Anschließend gut abkühlen lassen. 2 Die kalte Zuckermasse und die Gewürze circa 40–50 Sekunden im Mixer pulverisieren und in ein Glas füllen. 3 Folgendes Rezept auf einen Geschenkanhänger schreiben: „Äpfel köpfen und aushöhlen. 2 EL Marzipan mit 1 TL Rosinen und 1 TL Bratapfelgewürz verkneten. Je 1 Apfel damit füllen und in die Form geben. Für 4 Äpfel 150 ml Orangensaft, 1 EL Zitronensaft und 1 EL Zucker aufkochen, über die Äpfel in die Form gießen. Im Ofen bei 200 Grad (Umluft 180 Grad) 35 Minuten backen. Nach 25 Minuten die Apfeldeckel aufsetzen und mitbacken. Die Äpfel mit dem Sud auf 4 Tellern anrichten und mit je 1 Kugel Vanilleeis servieren.“ SPEKULATIUSTRINKSCHOKOLADE 160 g Bitterschokolade und 2 TL Spekulatiusgewürz im Wasserbad schmelzen. 4 kleine Gläser zu drei Vierteln damit füllen. Etwa 10 Minuten ruhen lassen, dann je 1 Zimtstange hineinstecken, mit Mini-Marshmellows verzieren und komplett erkalten lassen. 1 Stick reicht für 200 ml Milch. 84 ZUTATEN FÜR DAS GLÜHWEINGEWÜRZ: 12 Kardamomkapseln 10 Nelken 1 Sternanis 1 Zimtstange 8 Pimentkörner 2 TL ganzer Anis 1 Bio-Orange 60 g MascobadoVollrohrzucker SO GEHT’S: 1 Kardamomkapseln von der Schale befreien. Mit Nelken, Sternanis, Zimtstange, Pimentkörnern, Anissamen und abgeriebener Orangenschale im Mörser zerstoßen. Alles mit dem Zucker mischen und über Nacht auf einem Backblech trocknen lassen. Dann in ein Einmachglas füllen. 2 Rezept zum Mitverschenken: „Die komplette Gewürzmischung mit 1 l Rotwein und dem Saft von 2 Orangen erwärmen. Nach 5–10 Minuten abseihen. Heiß genießen.“
Dreierlei Teesorten ZUTATEN FÜR SCHOKO-CHAI: ½ TL Zimt ¼ TL Kardamom 1 Msp. Muskatnuss ¼ TL Nelken (alle Gewürze gemahlen) 1 TL Darjeeling oder RooibosTee (für Kinder) 100 g Kakao-Nibs 6 TL Kokosblütenzucker SO GEHT’S: 1 Alle Zutaten in einem Glas mischen. Pro Tasse 2 TL mit je 100 ml kochendem Wasser und heißer Milch übergießen. 2 5–10 Minuten ziehen lassen, dann durch ein Sieb abseihen. Magenbrot FOTOS: BIRGID ALLIG ZUTATEN FÜR CIRCA 35 STÜCK: 60 g Honig 75 g Zucker 1 EL Wasser 220 g Mehl (und etwas mehr zum Arbeiten) 2 EL Kakao ½ TL Zimt 1½ TL Lebkuchengewürz 1 Prise Salz 50 g Orangeat 1½ TL Natron 60 ml lauwarme Milch Abrieb einer halben Bio-Zitrone Für die Glasur: 150 g Zucker 30 ml Wasser 1 TL Zitronensaft 1 TL Kakao SO GEHT’S: 1 Zuerst in einem Topf Honig, Zucker und Wasser verrühren und unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Dann den Sirup etwas abkühlen lassen. 2 Mehl, Kakao, Gewürze und Salz mischen. Orangeat sehr fein hacken. Mit Natron in die Milch rühren und diese unter den Honigsirup rühren. Zuletzt alles zum Mehl geben, Zitronenabrieb zufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten. Über Nacht zugedeckt bei Zimmertemperatur ruhen lassen. 3 Am nächsten Tag den Ofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen. Teig erneut durchkneten, falls nötig, noch etwas Mehl ergänzen. Aus dem Teig drei Rollen (circa 2 cm ø) formen und auf dem Blech circa 15 Minuten backen. Aus dem Ofen holen, etwas abkühlen lassen, dann die Rollen schräg in Stücke schneiden. 4 Für den Guss Zucker, Wasser und Zitronensaft erwärmen. 2–3 Minuten sprudeln kochen lassen, dann den Kakao unterrühren. Die Brote auf ein Kuchengitter legen und mit dem Guss bepinseln oder mit einer Gabel durch den Guss ziehen. Auf dem Gitter abtropfen und gut trocknen lassen. Zubereitungszeit: circa 45 Minuten Ruhezeit: über Nacht, Backzeit: circa 15 Minuten ZUTATEN FÜR LEBKUCHENTEE: 50 g Buchweizen (geröstet) 2 EL Brombeerblätter Zesten einer Bio-Blutorange 1 EL Cassia-Zimt (gerebelt) 1 TL Piment (gemahlen) 2 EL getr. Tulsi-Basilikum (alternativ Himbeerblätter) 1 EL Ingwer (gemahlen) 1 TL Nelken (gemörsert) 3 ganze Sternanis (gemörsert) 1 TL Aniskörner 1 TL Kardamom (gemörsert) ½ TL schwarzer Pfeffer (grob gemahlen) SO GEHT’S: 1 Alle Zutaten in einem Glas mischen. Je 1 TL im Tee-Ei oder in einem Sieb mit 200 ml kochendem Wasser übergießen. 2 5–10 Minuten ziehen lassen, dann abseihen und heiß genießen. ZUTATEN FÜR ERKÄLTUNGSTEE: 2 Ingwerwurzeln (etwa 5 cm lang) 3 Kurkumawurzeln (3–5 cm lang) 2 EL grob gemahlener schwarzer Pfeffer 2 EL Ingwerpulver 1 Zimtstange (grob zerkleinert) SO GEHT’S: 1 Ingwer und Kurkuma in feine Scheiben schneiden. Auf einem Backblech mit Backpapier bei 45 Grad im Ofen trocknen lassen. Mit den anderen Zutaten vermengen. 2 Pro Tasse 1 TL mit heißem Wasser übergießen, 5–10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Etwas abkühlen lassen. 3 Mit dem frischem Saft einer halben Zitrone und 1 TL Honig in kleinen Schlucken trinken. 85
Natürlich SELBST GEMACHT FOTOS: PETER RAIDER Schöne Ideen für alle, die gern mit Wolle arbeiten. Die fröhlichen Engel und knuffigen Schneemänner sind leicht gemacht und eine zauberhafte Geschenkidee. GLÜCKLICHE ENGELSSCHAR Das kleine Grüppchen steht selig auf dem Holzbrett und lächelt uns an. Und beim Frühstück darf es die gekochten Eier behüten. Körper und Flügel in zwei Teilen häkeln und dann nach Belieben mit Sternen und Gesicht besticken. Wer mag, näht einen Stern-Knopf an oder macht eine Frisur aus Fäden.
FREUDE SCHENKEN DAS BRAUCHEN SIE: je 1 Knäuel Catania Originals in Cyclam (0114), Creme (0130) und Rosa (0246) Stickgarn in Grau Häkelnadel Nr. 3 Füllwatte Stopfnadel Knöpfe SO GEHT’S: 1 Maschenring aus 6 fM häkeln, in den folgenden 3 Rd erst jede M, dann jede 2. M und jede 3. M verdoppeln. Nach 4 Rd ohne Zunahme nun in den folgenden 2 Rd erst jede 3. + 4. M zusammenhäkeln, anschließend jede 2. + 3. M. 2 Kopf mit Füllwatte füllen. Für den Körper wieder jede 2. M verdoppeln. 1 Rd ohne Zunahme häkeln. In nächster Rd jede 3. M verdoppeln und 2 Rd ohne Zunahme häkeln. So fortfahren und in den Zunahmerunden jeweils jede 4. M, jede 5. M usw. zunehmen. Nach Erreichen der gewünschten Höhe und des Umfangs Rd mit einer KM beenden. 3 Flügel: 1 Lm + 1 Wendeluftmasche (W-Lm) anschlagen, 3 fM in die erste Lm häkeln. R 2 mit einer W-Lm beginnen und jede M verdoppeln. In den folgenden 11 R wird jeweils mit 1 W-Lm begonnen und jede 2. M (in der nächsten R jede 3. M usw.) verdoppelt. Dann Farbe wechseln, 1 R ohne Zunahme häkeln. Die Flügel am Körper befestigen und Gesicht, Herz und Sterne aufsticken. Eventuell noch Knöpfe aufnähen. DREI MÄNNER IM SCHNEE Schneemänner bauen macht zwar Spaß – schade aber, dass sie immer so schnell wegschmelzen. Doch das kann diesen Herren hier nicht passieren. Einfach verschieden große Wollknäuel auf Holzspieße stecken, Knöpfe auf die Bäuche nähen und statt eines Schals etwas Geschenkband herumwickeln. Die Mini-Zylinder gibt es im Bastelladen. 87
FILIGRAN Aus alten Buchseiten, Papierdraht, etwas Farbe und Kleber lassen sich ganz leicht wunderbar winterliche Szenen kreieren – von der Krippe bis zur Schlittenpartie. 88 festlich
DEKO ZUM FEST KREATIVES KRIPPENSPIEL Eine alte Schublade wird zum Stall, die Heilige Familie, Könige und Tiere werden aus Papierdraht (aus dem Bastelladen) gebogen. Dann alte Buchseiten mit Wasserfarbe einfärben und die Drahtfiguren aufkleben. Nach dem Trocknen rundherum mit der Schere ausschneiden – und die Heilige Nacht beginnt … 89
Schneevergnügen SCHNELL & EINFACH 90 WEIHNACHTEN IM TIEFEN WALD Der süße Elch freut sich über den Weihnachtsstern, der in seinem Wald erstrahlt. Neben alten Buchseiten sind auch Notenblätter prima geeignet, um daraus Bäume oder Figuren zu gestalten. Dabei darf das Papier gern auch etwas schräg aufgeklebt werden. Das bringt Spannung in die winterliche Szenerie …
FOTOS: DOROTHEA CRAVEN, PRODUKTION, STYLING UND TEXT: ALEXANDRA AHRENS RODELPARTIE Jetzt geht es steil bergab vom verschneiten Gipfel, bis der Wind dem Schlittenfahrer um die Ohren pfeift. Für den Ringelpullover Papier blau und schwarz anmalen, die Figur aus Draht formen und wie auf Seite 89 beschrieben fertigstellen. Dann einen Schlitten formen und aus rotem Geschenkpapier einen Schal ausschneiden und aufkleben. Der Berg aus einem Stück Restholz wird weiß bemalt. BEIM SCHNEEMANNBAU Zu zweit geht alles besser – auch das Schneemannbauen macht den beiden Winterfreunden offensichtlich Spaß. Damit sie warm bleiben, wurde ihnen eine geringelte Pudelmütze und ein dicker roter Schal verpasst. Für guten Halt werden die Figuren in die Ritzen eines Treibholz-Stückes gesteckt.
Rote Äpfel sind mit der älteste Schmuck am Baum – sie hängen als Erinnerung an den Sündenfall im Paradies an den grünen Zweigen. Solche Symbolik steckt hinter vielen Anhängern am Weihnachtsbaum 92
WEIHNACHTSWISSEN ALTES BRAUCHTUM Symbole im Baum Das gemeinsame Schmücken des Weihnachtsbaums ist in vielen Familien Tradition. Doch kaum jemand weiß, warum wir ihn mit Kugeln und Strohsternen verschönern. I n der Luft liegt einer leichter Duft nach Tanne. Der Raum ist dunkel, nur erhellt von wenigen kleinen Kerzen, deren Licht sich in den rot glänzenden Kugeln spiegelt. So sieht es am Heiligen Abend in vielen Wohnzimmern aus. Der Weihnachtsbaum ist bei den meisten Familien das Herzstück des Weihnachtsfestes, um den sich alle am besinnlichen Abend zusammenfinden. Dass er als solches natürlich prachtvoll geschmückt werden muss, steht außer Frage. Von naturnah mit Zapfen, Strohsternen und Äpfeln bis hin zu prachtvoll mit viel Gold und Kugeln – auch wenn die Geschmäcker bei der Dekoration verschieden sind, ist das Vorgehen beim Schmücken gleich: An den Baum kommt, was gut zusammenpasst und dem Auge gefällt. Früher war das anders. Als der Brauch des Weihnachtsbaums noch am Anfang stand, war die Tanne voll von gleichnishaftem Schmuck. Der Baum selbst hatte bereits einen symbolischen Wert. Um den Jahreswechsel schmückten die Menschen schon seit dem Mittelalter ihr Haus mit immergrünen Zweigen und später Bäumen, die für das Leben und das Wiedererwachen der Natur nach dem Winter standen. Dem Glauben nach sollte ihre Lebenskraft außerdem vor bösen Geistern schützen. Umdeutung des Brauchs Ursprünglich war das ein Brauch zum germanischen Mittwinterfest, der aber im späten Mittelalter immer stärker christlich umgedeutet wurde. Als weihnachtliches Sinnbild etablierte sich der Christbaum dann unterschiedlich schnell in evangelischen und katholischen Familien. Ab dem 18. Jahrhundert wurde er zum festen Bestandteil des Weihnachtsfestes in evangelischen Haushalten. In katholischen Häusern etablierte er sich erst im 19. Jahrhundert, denn dort galt die Krippe lange Zeit als das christliche Weihnachtssymbol. Mit der erste Schmuck am Baum waren rote Äpfel. Bereits im Mittelalter gab es an Weihnachten die Gepflogenheit, in der Kirche einen mit Äpfeln behangenen „Paradiesbaum“ aufzustellen, unter dem der Sündenfall nachgespielt wurde. Die Äpfel als Anlehnung an die biblische Geschichte von Adam, Eva und den verbotenen Früchten vom Baum der Erkenntnis blieben seitdem als traditioneller Schmuck erhalten. Auch in Silberund Goldpapier eingewickelte Äpfel zierten den Baum. Dieses glänzende Beiwerk war Vorbild für die Weihnachtskugeln aus Glas, die ab Mitte des 19. Jahrhunderts die Äpfel am Baum weitgehend ersetzten. Die ersten gläsernen Christbaumkugeln kamen aus den Glashütten in Lauscha, einem kleinen Städtchen im Thüringer Wald. Als es Justus von Liebig im Jahr 1870 gelang, einen Glaskörper von innen zu versilbern, brachte er damit den Baumschmuck noch mehr zum Strahlen – auch wenn das im Grunde nicht das vorrangige Ziel seines Experiments gewesen war. Symbole für Fruchtbarkeit Später hängte man Nüsse, Gebäck und Süßigkeiten an den Baum – eine Herausforderung für Kinder, denn der Baum durfte erst am 6. Januar von ihnen 93
geplündert werden. Da Nüsse reich an Fett und Mineralien sind und somit im Winter den Menschen oft als Ergänzung ihrer Nahrung dienten, galten sie als Symbol des Lebens und der Fruchtbarkeit. Auch Mohnkapseln und Kiefernzapfen waren wegen ihres Samenreichtums seit jeher Sinnbild der Fruchtbarkeit und schmückten als solche ebenfalls den Weihnachtsbaum. Sowohl Nüsse als auch Zapfen wurden für den Baumschmuck teilweise vergoldet und damit veredelt. Die goldene Farbe sollte an die wertvollen Geschenke erinnern, die die Weisen dem Jesuskind zur Geburt mitgebracht hatten. Gebildbrote wie Springerle fanden sich ebenfalls am traditionellen Christbaum. Sie wurden in liebevoll modellierten Holzformen gebacken und stellten christliche Motive wie Engel oder den Nikolaus dar, aber auch weltliche wie Sterne oder Schaukelpferde. Das kalorienreiche Backwerk verschönerte den Baum als segensreicher Glücksbringer, der demjenigen, der ihn verzehrte, Gesundheit, ein langes Leben und eine stets üppig gedeckte Tafel im neuen Jahr bescheren sollte. Für den schönen Schein am Abend sorgen heute Lichterketten – ohne diese oder natürliche Kerzen wäre ein Christbaum nicht mehr vorstellbar. Die gemütliche und zugleich festliche Stimmung, die die schummrigen Lichter erzeugen, machen den Baum zum leuchtenden Mittelpunkt am Weihnachtsabend. Doch die Kerzen steckten nicht schon immer am Baum. Erst im 17. Jahrhundert tauchten sie als Schmuck auf, als das Weihnachtsfest immer mehr zur privaten Feier wurde. Zuvor hatten die Bäume nur in Kirchen und später in Zunfthäusern gestanden. Kerzen wärmen und bringen Licht und spiegeln damit die Lichtsymbolik um Jesus Christus wieder. Doch bis Christbaumkerzen auch die Stuben der breiten Bevölkerung erhellten, verging noch Zeit. Erst als Anfang des 19. Jahrhunderts das Stearin zur Kerzenherstellung entdeckt wurde, konnte sich viele diese Lichtlein leisten, denn sie waren erschwinglicher als die bisher verwendeten Bienenwachskerzen. Die Spitze zum Schluss Der Strohstern soll an die Krippe erinnern, in der Jesus geboren wurde. Doch nicht hinter allem Schmuck stecken religiöse Bezüge. Springerle sollten dem Verzehrer Gesundheit bescheren. Kiefernzapfen hingen als Sinnbild für Fruchtbarkeit am Weihnachtsbaum 94 Eine der jüngsten Zierden am Baum ist für viele gleichzeitig die Vollendung des Baumschmucks: die Christbaumspitze. Die kunstvollen Kronen, die es heute in schlichter Zwiebelform, mit Glöcklein oder als Sterne gibt, setzten sich erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts durch. Die Glasbläser kreierten ab dieser Zeit nicht nur Christbaumkugeln, sondern auch die filigranen Spitzen aus zerbrechlichem Glas. Diese sollten aber tatsächlich nur zur Krönung des Baumes dienen – ganz frei von Symbolik. Dagmar Bartosch FOTOS: FLORA PRESS, FOTOFINDER/TV YESTERDAY, IMAGO, INTERFOTO, ISTOCK, STOCKFOOD Fest voller Sinnbilder
DEKO ZUM FEST KREATIVER Baumschmuck Anhänger und Christbaumkugeln gehören zu den liebsten Accessoires im Winter, denn mit ihnen lässt sich im Handumdrehen ein zauberhaftes Ambiente schaffen. Und sie eignen sich auch gut als Geschenk. HÜBSCH UMGARNT Facettenreich präsentieren sich die schönen Christbaumkugeln mit dem hübschen Häkelmantel, der außerdem noch mit Perlen verziert ist. Die Anleitung dazu finden Sie auf Seite 97 95
Die zusammengenähten Papiere lassen sich kunstvoll auffächern Edel und vielfältig: die gewickelten Quasten-Anhänger Papierschmuck DAS BRAUCHEN SIE: DIN-A4-Papierbögen in Rot, Bordeaux und Pink Notenpapier Klebstoff Schere Bäckergarn Zeitungspapier Nähmaschine Lochzange oder Locher Relief oder Musterschere Aufgefädelt wird aus dem gebastelten Baumschmuck eine entzückende Girlande 96 SO GEHT’S: Geklebte Baumhänger aus Notenpapier 1 Auf die bunten Blätter die Noten kopieren. Je Anhänger 6 oder 8 Kreise, Herzen, Sterne oder Ornamente zuschneiden. Die Formen längs falten. 2 Immer die Rückseiten von zwei gefalteten Papieren aneinanderkleben. Wenn 3–4 Formen zusammenkleben, ein langes Stück Faden zur Hälfte falten und in der Mitte des Anhängers fixieren. 3 Die übrigen Formen weiter zusammenkleben. Jeweils 2 kleine Sterne oder Kreise unter oder über dem Anhänger zusammenkleben. Zusammengenähte Zeitungspapier-Anhänger 1 Zeitungspapier in 14 Lagen als Kreise, Sterne oder Herzen zuschneiden. 2 In der Mitte alle Lagen eines Motivs mit der Maschine zusammennähen. 3 An den Rand ein kleines Loch stanzen und das Garn durchziehen. 4 Je 2 kleine Sterne oder Kreise über dem Anhänger zusammenkleben. Gewickelte Quasten-Anhänger 1 Ein Viereck von 25 x 8 cm aus Zeitungspapier schneiden. 1,5 cm vom oberen Rand jeweils alle 1 cm Streifen einschneiden. 2 Ein 25 cm langes Stück Garn abschneiden und an den Anfang des Vierecks kleben. Einrollen und immer wieder mit Kleber einstreichen. Je zweimal 2 kleine Sterne über dem Anhänger zusammenkleben.
Fimo-Anhänger DAS BRAUCHEN SIE: rotes und grünes Fimo von Staedtler Backpapier Nudelholz Ausstecher Strohhalm Stempel und Stempelkissen Band SO GEHT’S: 1 Fimo auf einem Backpapier glatt walzen, ausstechen und mit dem Stempel, der in Stempelfarbe getaucht wurde, die Muster einstanzen. 2 Mit einem Strohhalm Löcher für die Bänder eindrücken und mindestens 24 Stunden trocknen lassen, ggf. nach Packungsanleitung brennen. 3 Zum Schluss ein Band einziehen. Vernetzte Kugel DAS BRAUCHEN SIE: Christbaumkugel mit circa 8 cm Durchmesser Häkelgarn in Stärke 10 (100 g = circa 560 m, z. B. „Woll Butt Diana“ von Buttinette Häkelnadel Nr. 1,5 Holzperlen und Glaswachsperlen in Brauntönen, 4–7 mm Durchmesser, von Buttinette Nadel Handarbeitsschere FOTOS: BIRGID ALLIG (9) SO GEHT’S: 1 Zunächst 28 Luftmaschen (Lm) häkeln und mit einer Kettmasche (Km) zum Ring verschließen. Eine Runde feste Maschen (fM) in die Lm der Vorrunde häkeln und die Runde mit einer Km verschließen. 2 Dann 9 Lm häkeln und 1 fM in eine fM der Vorrunde häkeln. Noch 5-mal wiederholen, bis die Runde geschlossen ist. 3 4 fM in die Lm der Vorrunde häkeln, dann 11 Lm häkeln, 1 fM in die mittlere Lm der Kette der Vorrunde. 5-mal wiederholen bis zum Ende der Runde. 4 5 fM in die Lm der Vorrunde häkeln, dann 17 Lm häkeln, 1 fM in die mittlere Lm der Kette der Vorrunde. 5-mal wiederholen bis zum Ende der Runde. 5 8 fM in die Lm der Vorrunde häkeln, dann 21 Lm häkeln, 1 fM in die mittlere Lm der Kette der Vorrunde. 5-mal wiederholen bis zum Ende der Runde. 6 In die mittlere Masche jeder Lm-Kette je ein Stück Garn knoten. Einige Perlen auffädeln und mit einem dicken Knoten sichern. Zum Schluss das Häkelnetz über die Kugel hängen. 97
STERNKUCHEN Wie frisch vom Neuschnee überpudert: Dieser fluffige SchokoSahne-Traum wirkt wie aus dem Schlaraffenland. Das Rezept dazu finden Sie auf Seite 104 WIE IM Märchen
DEKO ZUM FEST STERNTALER LEUCHTEN AM HIMMELSZELT GOLDSTÜCK Zwischen den gefalteten Sternen aus aufeinandergeklebten Butterbrottüten funkeln kleine goldene Sterne. Sie wurden aus stabilem Golddraht gebogen und anschließend für sanften Schein mit einer Sternen-Lichterkette bestückt. STERNSCHNUPPEN Ein Licht weist den Weg – und ein goldener Sprühlack taucht die Windlichter in einen feinen Goldnebel. Die zuvor aufgeklebten Sterne lassen das Kerzenlicht nach dem Abziehen sanft durchschimmern. Es war einmal … die Idee, Gäste in einem märchenhaften Ambiente zu empfangen: Sterntaler, Schneewittchen und Hänsel & Gretel standen Pate für diese verwunschene Deko. LIEBLINGSMENSCH „Ein Stern für dich“: Für diese Serviettenklemme Golddraht um einen Stern-Plätzchenausstecher herumbiegen, die Ecken mit einem Stück kantigem Holz ausformen und das Ende als Spirale in die Mitte eindrehen. Wie der Sternenhimmel im Grimm’schen Märchen, so breitet sich ein Sternenzelt über dieser Festtafel aus. Dazu wurden zum Goldrandgeschirr viele weiße Kerzen und selbst gebastelte Gold-Deko wie Serviettenklemmen und Windlichter arrangiert. Passend zum Sternenglanz: Martinigläser von Broste Copenhagen, Besteck, Karaffe und übrige Accessoires von Butlers. 99

SCHNEEWITTCHENS FARBCODE: WEISS WIE SCHNEE, ROT WIE BLUT UND SCHWARZ WIE EBENHOLZ PLATZKARTE Der Apfel spielt im Märchen keine schmeichelhafte Rolle. Hier hat er einen Ast und ein Blatt aus Tonpapier als Namenskarte bekommen. So ist er definitiv zum Anbeißen. IM GLAS Das Gedeck und das Schneewittchen-Dessert spiegeln das typische Farbmotto des Märchens wider. Statt klassischer Torte gibt’s eine Schwarzwälder-KirschSpeise im Weckglas. Das Rezept steht auf Seite 104. SPIEGLEIN, Spieglein … Damit es in der Gästerunde harmonisch zugeht, präsentiert der Spiegel das Motto dieser Tafel. Dafür einen ovalen Spiegel mit weißem Kreidemarker beschriften. Wer möchte, kann auch die Menüfolge darauf vermerken. Der Tisch für die SchneewittchenTafel wird durch Tannenzweige und Miniäpfel verschönert. Am Buffet zeigen sich zusätzlich wunderschöne Gestecke mit blutroten Rosen und Moosumrandung. Geschirrserie „Teema“ von Iittala in Weiß, Rot und Schwarz, rote Gläser „Kastelhelmi“ von Iittala. 101
KNUSPER, KNUSPER, KNÄUSCHEN … HIER DÜRFEN NICHT NUR HÄNSEL & GRETEL PLATZ NEHMEN TELLERDEKO Meist bleibt beim Backen des Lebkuchenhauses noch etwas Teig übrig – so bekommt jeder Gast sein eigenes Häuschen individuell verziert auf den Teller. Das Loch zum Auffädeln vor dem Backen mit einem Holzstäbchen durchstechen. AUS PAPIER Da Lebkuchen-Anhänger oftmals für Zweige zu schwer sind, basteln wir sie einfach aus Papier: Vorlagen ausdrucken (siehe nächste Seite) oder mit freier Hand auf braunes Kartonpapier zeichnen. Ausschneiden und mit weißem Lackmarker verzieren. VERSCHNEIT Rustikale Tortenplatte: Die beiden Lebkuchenhäuschen stehen auf gestapelten Baumscheiben, kleine LED-Lichterketten (von Lights4Fun) lassen Fenster und Türen heimelig leuchten. Für Winterstimmung sorgt Kokosflocken-„Schnee“, Rezept siehe Seite 104. 102
Eine Tischdeko wie im Märchenwald: Große Baumscheiben werden zu Platztellern, dazwischen liegen jede Menge Zapfen und Kerzen lässig auf Moosplatten verteilt. Geschirr „Sandvig“, Besteck „Hune“, Tischdecke und Servietten „Grace“, Zapfenkerzen „Cone“, alles von Broste Copenhagen.
MÄRCHENHAFTE REZEPTE FÜRS FEST ZUTATEN FÜR EINE STERN- ODER SPRINGFORM (26 CM DURCHMESSER): Für den Rührteig: 100 g weiche Butter 70 g Zucker 2 Eier 1 Pck. Vanillezucker 1 Prise Salz 1 TL Zimt 100 g Mehl 1 TL Backpulver Für die Schoko-Creme: 150 g Zartbitter-Kuvertüre 150 g Vollmilch-Kuvertüre 700 ml Sahne 5 Blatt Gelatine Für die Deko: 90 g Baiser ZUBEREITUNG: 1 Butter und Zucker verrühren, Eier zugeben, weiterrühren, restliche Zutaten unterrühren und in die gefettete Form geben. Etwa 25 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad Umluft backen. 2 Nach dem Auskühlen des Bodens die Kuvertüre hacken, 400 ml Sahne erhitzen (circa 80 Grad) und darübergeben. Eingeweichte Gelatine zufügen und verrühren, bis sich alles aufgelöst hat. Restliche Sahne steif schlagen und unter die zimmerwarme Schokomasse heben. Auf den Kuchenboden geben und kalt stellen. 3 Zum Schluss das Baiser zerhacken. Vor dem Servieren über der Torte verteilen. TIPP: Es ist wichtig, vor dem Einfüllen der Creme darauf zu achten, dass der gebackene Kuchen fest an die Form anschließt, damit die Creme nicht durchlaufen kann. Wenn man eine starre Sternform benutzt, den Kuchen vor dem Einfüllen der Creme einfach am Rand andrücken, damit sich keine Lücken bilden. SchneewittchenDessert im Glas ZUTATEN FÜR 4–6 GLÄSER: 2 Eier 2 EL Wasser 1 Prise Salz Vanillezucker 6 EL Zucker 30 g Mehl 30 g Stärke 20 g Kakao 1 TL Backpulver 1 EL Lebkuchengewürz 1 Glas Sauerkirschen 1 EL Zucker 20 g Stärke 250 g Mascarpone 400 g Schmand 60 g Puderzucker ZUBEREITUNG: 1 Eier, Wasser, Salz, Vanillezucker und Zucker cremig rühren. Mehl, Stärke, Kakao, Backpulver und Gewürz mischen und kurz unterheben. Den Teig auf einem mit Backpapier belegten Blech zu einem großen Rechteck verstreichen und im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad etwa 8–10 Minuten backen, danach abkühlen lassen. 2 Inzwischen Kirschen, Zucker und Stärke in einen Topf geben und unter Rühren einmal aufkochen. 2–3 Minuten bei leichter Hitze und unter Rühren köcheln lassen. Anschließend vom Herd nehmen und volständig abkühlen lassen. 3 Mascarpone, Schmand und Zucker gründlich miit den Schneebesen des Handrührgerätes vermischen. Aus dem Teig Kreise in der Größe des Glases ausstechen und als Erstes hineinlegen, dann eine Schicht Schmandcreme und eine Schicht Kirschen daraufgeben. Je nach Größe des Glases noch weitere Schichten einfüllen. Mit Creme und Kirschen abschließen. TIPP: Das Dessert am Vortag zubereiten. Die Vorlagen zum Herunterladen finden Sie unter www.landidee.info im Ordner Anleitungen 104 Lebkuchenhaus ZUTATEN: Für den Teig: 175 g weiche Butter 200 g Vollrohrzucker ½ Tasse Ahornsirup 1 EL Zimt ½ EL Ingwer ½ EL Nelken 2 TL Kardamom 200 ml Sahne 2 TL Natron oder ½ TL Backpulver 700 g Dinkelmehl (und etwas mehr zum Arbeiten) Für den Guss: 2 Eiweiß 200 g Puderzucker 4 EL Zitronensaft evtl. Zuckerschrift (z. B. von Dr. Oetker) Außerdem: Kartonpapier Cutter ZUBEREITUNG: 1 Butter schaumig rühren. Zucker, Sirup und die Gewürze dazugeben. Die halb steif geschlagene Sahne unterziehen. Natron oder Backpulver mit der Hälfte des Mehls auf niedrigster Stufe unterrühren. Nach und nach das restliche Mehl hinzufügen. 2 Den Teig auf einer bemehlten Unterlage gut durchkneten und zu einer Kugel formen. Über Nacht abgedeckt in den Kühlschrank stellen. 3 Vorlagen für die Schablonen ausdrucken (unter www.wohnenunddeko.de) und auf die gewünschte Größe kopieren. Unser großes Häuschen ist z. B. 12 cm lang und 12 cm hoch. Vorlagen auf Karton übertragen und ausschneiden. 4 Am nächsten Tag den Teig auf einer bemehlten Unterlage dünn ausrollen, Schablonen auflegen und mit einem scharfen Messer oder Pizzaroller nachfahren. Rundes Fenster und Sternfenster mit einem Flaschenschraubverschluss oder Plätzchenausstecher stechen. Lebkuchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad etwa 8–12 Minuten backen. 5 Für den Guss das Eiweiß zu steifem Schnee schlagen, dann nach und nach Puderzucker einrieseln lassen. Weiterrühren, bis die Masse dick und glänzend aussieht. Zwischendurch den Zitronensaft einträufeln. 6 Zuerst die Seitenteile mit Hilfe der Zuckergussmasse auf dem Boden anbringen, dann das Dach obendrauf. Zum Schluss die Masse in einen Spritzbeutel mit dünner Tülle füllen und das Häuschen nach Belieben verzieren. TIPP: Filigrane Verzierungen gelingen am besten mit einem weißen Zuckerstift. FOTOS: BIRGID ALLIG. STYLING: MONIKA NODERER. IDEE, UMSETZUNG & TEXT: ALEXANDRA AHRENS, KIRSTEN FEHRENBACH, STEFFI MÜLLER Sternkuchen
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ZUM SELBERMACHEN Goldiges Geschirr PERFEKT GEDECKT Geschirr mit goldenem Rand findet man auf dem Flohmarkt oder in Omas Geschirrschrank. Wenn es liebevoll verziert wird, sieht es gleich noch viel schöner aus
DEKO ZUM FEST An dieses edle Goldgeschirr für Mamas und Papas Festtafel können sich auch kleine Kinder wagen – es sieht nämlich immer nobel aus. Egal, wie gut Ihr Kind zeichnen kann: Mit einem Porzellanstift geht es wirklich ganz leicht. ELIAS ZEIGT UNS, WIE ES GEHT Sterne, Pünktchen und Engel – fertig ist das weihnachtliche Geschirr N ichts ist für Eltern schöner als selbst gemachte Schätze von ihren Kindern. Ein duftender Strauß aus Winterästen mit Zapfen aus dem Wald – oder ein lustiges Bild von der ganzen Familie. Mit diesem selbst gestalteten Geschirr macht man den Beschenkten über Jahre hinweg eine große Freude, und das nicht nur an Weihnachten. Die goldene Farbe auf den Tellern und Tassen bewirkt, dass das Service – auch wenn es gar nicht zusammenpasst – sehr festlich aussieht und sogar für eine feine Kaffeetafel brauchbar ist, an der nur Erwachsene sitzen. Dank der goldenen Porzellanfarbe, die gut deckt und die man im Töpfchen und als Lackmarker kaufen kann, geht das Bemalen wirklich leicht von der Hand. Dabei ist egal, ob man kleine Pünktchen und Sterne oder kunstvolle Motive aufs Porzellan bringt. Das Tolle: Wenn man sich vermalt hat, wischt man es einfach mit einem Lappen weg und versucht es erneut. Los geht’s! 107
Goldenes Service selbst bemalen DAS BRAUCHEN SIE: Porzellanmalfarbe in Gold (z. B. Hobby Line Porzellanmalfarbe auf Wasserbasis) Porzellan-Lackstift in Gold (z. B. Porzellanmaler Gold von C-Kreul) einen feinen und einen breiten Borstenpinsel Goldrandgeschirr vom Flohmarkt oder z. B. von www.zarahome.com oder beim Baur Versand Schüsseln oder Gläser als Schablonen Papier und Bleistift zum Entwerfen der Motive, wenn nicht aus freier Hand gemalt wirdt auf Wunsch Buchstabenstempel und rote Porzellanfarbe, dazu eine Schaumstoffrolle einen feuchten Lap- 108 pen, falls man schnell etwas wegwischen muss Wassermalbecher, Küchenkrepp SO GEHT’S: Die goldene Porzellanmalfarbe ist deckend und einfach in der Anwendung. Wenn man sich vermalt, wischt man das Ganze einfach feucht weg und wartet 3 Minuten, um das Motiv dann noch einmal zu probieren. 1 Die einfachsten Motive sind breite Striche mit dem Borstenpinsel (Motiv 3, rechts), feine Sterne, aus freier Hand gezeichnet (Motiv 1 und 2), wellige Kreise mit Schablonen aus welligen Schüsseln (Motiv 3), Punkte (Motiv 1), Engelsflügel (Motiv 1) oder auch Wolken (Motiv 4). Geübte Zeichner wagen sich an Engel und andere Figuren (Motiv 2 und 4) oder Namensstempel (Motiv 1 und 3). 2 Für die Namen malt man rote Porzellanfarbe
Helena (links), Mama Johanna und Elias (rechts) haben Spaß am Malen mit der Goldfarbe VIER GESTALTUNGSIDEEN 1 2 FOTOS: BIRGID ALLIG. IDEE, UMSETZUNG, PRODUKTION & TEXT: KATI HOFACKER Mit Buchstabenstempel und roter Porzellanfarbe Namen aufdrucken dünn mit der Schaumstoffrolle auf die einzelnen Buchstabenstempel. Schnell und kurz den Stempel auf das Porzellan aufsetzen, damit der Buchstabe nicht verschmiert. 3 Die Engel können mit einem sehr weichen Bleistift oder wasserlöslicher Wachsmalkreide vorgezeichnet werden und dann mit der Goldfarbe aufgemalt werden. Das Geschirr immer gut durchtrocknen lassen auch wenn man eine zweite Lage Motive plant. Also z. B. einen welligen Kreis auf den Rand, dann vier Stunden trocknen lassen, danach erst die Sterne malen. 4 Wenn das letzte Motiv vier Stunden getrocknet ist, brennt man die neue Farbe auf dem Geschirr 90 Minuten lang bei 160 Grad im Backofen ein. Das Porzellan ist nach dem Einbrennen wetter-, wasser- und spülmaschinenfest. Die Pinsel können zum Schluss einfach im Malbecher mit Wasser ausgespült werden. 3 Lustige Himmelsboten, die auf- und abwärts fliegen können 4 Dicke Pinselstriche am Rand und Kreise mithilfe von Schüsselschablonen 109 Hier fliegen die Engelchen gleich über zwei Stapeltassen hinweg
Alte Hausmittel ZUM FRISCHHALTEN Damit Plätzchen, Tanne, Kranz und Kerzen auch nach Heiligabend noch gut aussehen oder gut schmecken, gibt es hier ein paar Tipps & Tricks. KEKSVORRAT AUFBEWAHREN Damit die selbst gebackenen und liebevoll verzierten Plätzchen auch über die Feiertage frisch bleiben, gibt es ein paar einfache Regeln. Das Gebäck mag es kühl und trocken. Diese Voraussetzung wird am besten von Blechdosen erfüllt, die man zusätzlich mit einer Serviette auspolstern kann. Auf den Weihnachtsteller immer nur eine begrenzte Menge Plätzchen geben – sollten welche übrig bleiben, sofort zurück in die Dose legen. Schöne Blechdosen, befüllt mit Selbstgebackenem, eignen sich auch hervorragend als kleines Adventspräsent. Bei Lebkuchen, Zimtsternen und anderen Plätzchen mit weichem Kern kann man zusätzlich ein Stück Apfel in die Blechdose geben. Auf diese Weise bleiben sie schön saftig. Allerdings sollte man das Apfelstück öfter austauschen, um der Schimmelbildung vorzubeugen. FOTOS: IMAGO (1), FLORA PRESS (2), FRIEDRICH STRAUSS (1), FUTURECONTENT.COM (1), GAP (1), STOCKFOOD (1). TEXT: ELISABETH ASLAN CHRISTBAUMSCHMUCK GESCHICKT VERTEILEN Auch Bäume leiden unter Stress – und das wirkt sich auf ihre Lebensdauer aus. Ein großer Stressfaktor für Weihnachtsbäume ist falsch platzierter Baumschmuck. Die großen, schweren Kugeln gehören deshalb auf die starken Äste im unteren Bereich, leichtere Weihnachtsdeko nach oben. Auch wenn der Schmuck zu weit außen angebracht wurde, sodass die Äste durchhängen, leidet der Baum. Und wer eine weiß beschneite Tanne möchte, sollte auf Dekoschnee aus Kunststoff verzichten. Mehl ist ein Naturprodukt und setzt den Nadeln viel weniger zu.
WEIHNACHTSWISSEN ERST DIE KÄLTE, DANN DIE BLÜTE Barbarazweige brauchen einen Kältereiz, um pünktlich zum Fest aufzublühen. Denn erst durch niedrige Temperaturen werden die Blüh-Hemmstoffe abgebaut. Da bei uns der Frost häufig ausbleibt, sollte man die Zweige für eine Nacht in die Tiefkühltruhe legen und die folgenden Tage kühl stellen. Wenn die Knospen anschwellen, kommen die Barbarazweige ins Warme. Hier sollten sie immer mal wieder mit etwas Wasser besprüht werden, damit sie möglichst lange blühen. SO LEBEN KERZEN LÄNGER Die Brenndauer schöner und kostbarer Kerzen lässt sich verlängern. Das Wichtigste ist der Docht: Ist er zu lang, entsteht eine unruhige Flamme, wodurch die Kerze schneller und ungleichmäßiger abbrennt. Die richtige Dochtlänge beträgt bei Stumpenkerzen einen Zentimeter. Um die Lebensdauer der Kerze zu erhöhen, kann man kurz nach dem Verlöschen des Feuers eine Prise Salz in das warme Wachs geben. Das Salz verlangsamt das Abbrennen, wenn man die Kerze dann wieder entzündet. LEUCHTENDE FARBEN BIS NACH WEIHNACHTEN Ein beliebter Festtagsschmuck ist der rotgrüne Weihnachtsstern – eine lebendige Pflanze mitten im kalten Winter. Um für die bestmögliche Pflege zu sorgen, sollte man ihn einmal mit dem gesamten Wurzelballen aus dem Topf nehmen und ins Wasser tauchen. Dann wird er nur noch gegossen, wenn die obere Erdschicht ganz durchgetrocknet ist – Weihnachtssterne mögen nämlich keine Staunässe. Außerdem sollte man das schmückende Gewächs alle zwei Wochen mit einem kaliumreichen Dünger versorgen. DER WEISSE SCHNITT Wer länger Freude an seinem Christbaum haben möchte, sollte beim Kauf die Schnittfläche kontrollieren. Ist sie hell, fast weiß, wurde der Baum erst vor Kurzem geschlagen und beginnt nicht direkt zu nadeln. Bis Heiligabend sollte man den Baum in einem kühlen Raum in einen Wassereimer stellen und einen Esslöffel Zucker zugeben. STROHROHLINGE FÜR MEHR FEUCHTIGKEIT Wer seinen Adventskranz selbst bindet, sollte am besten Zweige der Nordmannoder Edeltanne verwenden. Sie sind am robustesten und bleiben entsprechend länger frisch. Als Gerüst empfiehlt sich ein Rohling aus Stroh, den man vor dem Aufbinden der Zweige benetzt . Dadurch wird den Nadeln zusätzlich Feuchtigkeit zugeführt. (Tipp: Beim Kauf eines fertigen Kranzes nachfragen, ob ein Strohrohling verwendet wurde!) Tagsüber soll der geschmückte Kranz in der Wohnung stehen, doch nachts ist es besser, ihn auf den Balkon oder die Terrasse zu bringen. Die kühlen Temperaturen halten die Nadeln länger frisch. Auf keinen Fall in der Nähe der Heizung aufstellen! 111
UNSER FESTMENÜ Genuss in G ä n g e n 4 Dieses leichte Weihnachtsmenü sorgt für gute Stimmung beim Fest: Truthahn statt Ente, köstliche Suppe, Salat und fruchtiges Parfait erfreuen den Gaumen.
LECKERES ZUM FEST WUNDERVOLLER WEIHNACHTSZAUBER Die Deko aus kleinen Bäumchen, Zapfen und Eukalyptus duftet mit dem delikaten Menü um die Wette 113
RAFFINIERT, LEICHT UND KÖSTLICH Wurzelbrühe vegetarisc h mit vegetarischem Suppenstrudel, Lauchstroh und Weihnachtsgemüse ZUTATEN FÜR 4 PORTIONEN: Für die Wurzelbrühe: 1 kleine Petersilienwurzel 250 g Karotten 1 Knollensellerie, 1 Zwiebel 1 Lauchstange 1 EL Öl 1,5 l Wasser 1 TL Kräutersalz zwei Stängel Liebstöckel Pfeffer Für den Suppenstrudel: 125 g Mehl Salz 2 EL Öl 60 ml lauwarmes Wasser Öl zum Bestreichen 2 EL Milch 1 TL Öl 150 g Lauch 1 TL Butter 100 g Frischkäse 1 Ei 2 EL Semmelbrösel 1 Prise geriebene Muskatnuss Salz Pfeffer Für das Lauchstroh: 1 dünne Lauchstange 3 EL Pflanzenöl ZUBEREITUNG: 1 Das Gemüse für die Brühe putzen bzw. schälen. 2 Karotten beiseitelegen. Übriges Gemüse in dicke Scheiben schneiden. 2 Selleriescheiben beiseitelegen. Übriges Gemüse in heißem Öl anbraten, mit 600 ml Wasser aufgießen, Kräutersalz und Liebstöckel zugeben, circa 20 Minuten köcheln lassen. Beiseitegelegte Karotten und Selleriescheiben einlegen, weitere 25 Minuten köcheln. Brühe abseihen, Karotten und Selleriescheiben entnehmen. Karotte längs halbieren. Mit Plätzchenförmchen aus Karotten und Sellerie Motive ausstechen. 2 Mehl, Salz, Öl, Wasser zu einem Teig verkneten, auswalken, auf einem bemehlten Küchentuch ausziehen und mit der Mischung aus Milch und Öl bestreichen. Lauch putzen, in Ringe schneiden, in Butter andünsten, dann abkühlen lassen. Im Anschluss mit Frischkäse, Ei, Bröseln und Gewürzen mischen. Die Masse auf dem unteren Teigdrittel verstreichen. Den Strudel mit Hillfe des Küchentuchs fest aufrollen, die Enden einklappen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Bei 180 Grad Ober- und Unterhitze 20 Minuten backen. 3 Lauch in feinste Streifen schneiden, im heißen Fett 3 Minuten braten. Strudel in Scheiben schneiden, Brühe erhitzen, pfeffern, in Suppenteller füllen, mit Weihnachtsgemüse, Suppenstrudel und Lauchstroh garnieren. Zubereitungszeit: circa 40 Minuten Kochzeit: circa 40 Minuten Backzeit Strudel: circa 20 Minuten 114
Wintersalat mit Ricottanockerln, Festtagsgebäck und vegetarisc Birnendressing h ZUTATEN FÜR 4 PORTIONEN: Für die Ricottanockerl: 250 g Ricotta Salz Pfeffer 1 TL Honig Saft und Abrieb von 1/2 Bio-Zitrone Paprikaflocken 30 g Pinienkerne Für das Festtagsgebäck: 125 g Mehl 1 Msp. Backpulver ¼ TL Salz ¼ TL Kurkumapulver 5 EL Frischkäse 60 g weiche Butter 1 Ei 1 Eigelb 1 TL Sesam grobes Meersalz Für den Salat: 1 reife Birne 1 TL mittelscharfer Senf 1 TL Essig 2 TL bestes Pflanzenöl Salz Pfeffer 2 Chicorée 1 Radicchio ZUBEREITUNG: 1 Alle Zutaten für die Ricottanockerl, bis auf Paprika und Pinienkerne, vermengen. Dann in ein mit einem Passiertuch ausgelegtes Sieb geben. Im Kühlschrank über Nacht ruhen lassen. 2 Teigzutaten mit dem Knethaken zu einem glatten Teig verarbeiten. In Folie gewickelt 30 Minuten kühlen. Teig auf bemehlter Fläche 3 mm dünn ausrollen, Plätzchen ausstechen. Gebäck auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit Eigelb bestreichen, mit Sesam und Salz bestreuen. 10 Minuten bei 200 Grad Ober- und Unterhitze backen. 3 Für das Dressing Birne schälen, entkernen, mit Senf, Essig und Öl pürieren, dann abschmecken. Salate waschen, in dünne Streifen schneiden und auf Tellern anrichten. Pinienkerne ohne Fett in einem Pfännchen anrösten, abkühlen lassen. Mit zwei Teelöffeln aus der Ricottamasse circa 12 Nocken formen. In Pinienkernen wälzen, mit Paprikaflocken bestreuen und mit dem Gebäck auf dem Salat anrichten. Dressing in kleinen Schälchen dazu servieren. Zubereitungszeit: circa 20 Minuten Abtropfzeit: mindestens 12 Stunden Backzeit: circa 10 Minuten 115
Festlicher Truthahn mit Apfelfüllung, Ofenknödel, Mandel-Schwarzwurzeln ZUTATEN FÜR 4 PORTIONEN: Für den Ofenknödel: 5 Brötchen 80 g geschmolzene Butter 3 Eier 100 ml Milch 2 EL gehackte Petersilie Salz Pfeffer Für den Braten: 1 kleiner Truthahn oder 1 Babypute (2,5–3 kg) 1 Bund Suppengrün Salz Pfeffer Für die Fülle: 2 Äpfel 1 Zwiebel ein Sträußlein Rosmarin Für die Soße: 2 Karotten, geputzt und halbiert Brühe aus Putenklein Suppengrün und 4 Pfefferkörner Salz Pfeffer 80 g geschmolzene Butter 2 TL Speisestärke Für die Mandel-Schwarzwurzeln: 500 g Schwarzwurzeln 400 ml Wasser mit 2 EL Essig 2 EL Butter 1 EL Zitronensaft 50 g Mandelblättchen ZUBEREITUNG: 1 Für den Ofenknödel Brötchen würfeln, alle Zutaten vermengen, einen Laib formen. Auf ein mit Öl bestrichenes Backpapier geben und fest darin einrollen. Etwa 40 Minuten bei 180 Grad backen. 2 Truthahn innen und außen waschen, trocknen. Flügel am ersten Gelenk und Hals abschneiden. Abgeschnittene Teile, Putenklein, Suppengrün und Pfeffer mit 200–300 ml Wasser 60 Minuten zur Brühe köcheln, dann abseihen. Truthahn innen und außen pfeffern, salzen. Äpfel und Zwiebel schälen, putzen, grob 116 würfeln. Mit Rosmarin in den Bauchraum stopfen. Keulen und Flügel mit Metzgergarn eng an den Rumpf binden. 3 Truthahn auf dem Gitterrost mit der Brust nach oben in den auf 80 Grad vorgeheizten Backofen setzen, tiefes Backblech mit den Karotten darunter einschieben. Truthahn mit Butter begießen, circa 4 Stunden braten. Nach 60 Minuten immer wieder mit der Brühe und mit der Bratensoße aus dem Blech begießen. In den letzten 30 Minuten den Ofen auf 220 Grad hochdrehen, ggf. den Truthahn mit Alufolie bedecken. 4 In der Zwischenzeit Schwarzwurzeln mit dem Sparschäler schälen, sofort in das Essigwasser legen. Herausheben, in circa 5 cm lange Stücke schneiden. Schwarzwurzeln in Salzwasser 30 Minuten knackig kochen. Abgießen, Butter und Zitronensaft untermischen. In einer Pfanne Mandelblättchen anrösten, über die Wurzeln geben. Warm halten. 5 Truthahn aus dem Ofen nehmen, Ofenknödel im ausgeschalteten Ofen aufwärmen. Bratensatz im Backblech ablösen, Soße durch ein Sieb in einen kleinen Topf schütten, kurz einkochen. Mit angerührter Speisestärke binden und abschmecken. Truthahn tranchieren; er ist gar, wenn der austretende Saft durchsichtig, nicht rosafarben ist. Brustfilets ablösen, in Scheiben schneiden. Truthahn mit den Beilagen servieren. Zubereitungszeit: circa 60 Minuten Garzeit: circa 4 Stunden
Orangen-Parfait vegetarisc h mit weihnachtlichem Gewürzsirup FOTOS: BRIGITTE SPORRER. PRODUKTION: NINA BECKER-GÖPNER, KATI HOFACKER, STYLING & TEXT: KATI HOFACKER ZUTATEN FÜR 4 PORTIONEN: Für das Orangen-Parfait: 2 Bio-Orangen 1 Vanilleschote 400 g Sahne 4 Eigelb 80 g Zucker außerdem: 4 SilikonFörmchen à 100 ml Für den Gewürzsirup: 3 Orangen 50 g Zucker 2 Sternanis 1 Zimtstange Für den Kürbiskernknusper: 60 g Zucker 4 EL Wasser 35 g Kürbiskerne ZUBEREITUNG: 1 Orangenschale fein abreiben, Saft der Orangen auspressen (circa 160 ml). Das ausgeschabte Vanillemark in 200 g Sahne sanft erhitzen. Die Eigelbe mit Zucker über einem heißen Wasserbad kräftig aufschlagen, dann die heiße Sahne einrühren. Unter Rühren den Orangenabrieb und -saft zugeben, im Eiswasserbad kalt schlagen. Die restliche Sahne steif schlagen, unter die erkaltete Orangensahne heben und in die Förmchen füllen. Mindestens 24 Stunden tiefkühlen. 2 Eine Orange wie einen Apfel schälen, sodass die weiße Haut entfernt ist. Dann die Orangenfilets zwischen den weißen Trennhäutchen herausschneiden und beiseitestellen. Restliche Orangen auspressen, Zucker bei geringer Hitze im Topf schmelzen lassen, Saft und Gewürze zugeben. Köcheln lassen, bis der Zucker sich auflöst, abkühlen lassen. Orangenfilets dazugeben. 3 Zucker mit Wasser in einem Pfännchen goldbraun karamellisieren, Kürbiskerne unterrühren, kurz mitrösten. Knusper auf ein Backpapier streichen, auskühlen lassen. Masse vom Backpapier abziehen, grob gebrochen in einen Gefrierbeutel geben, Küchentuch darüberlegen und mit einem Schnitzelhammer in kleinere Stücke klopfen. 4 Kurz vor dem Servieren das Orangen-Parfait aus den Förmchen stülpen, mit Gewürzsirup, Orangenfilets und Kürbiskernknusper garnieren. Zubereitungszeit: circa 30 Minuten Kühlzeit: 24 Stunden DANKE Weihnachtsgeschirr: Rosenthal, Nora Christmas, www.rosenthal.de Besteck: Amelo, bei www.wayfair.de Stabkerzenhalter: eBay-Shop LS-LebenStil Teller mit Goldrand: Mikasa Cameo Gold, eBay-Shop Creaflor-Dekoideen Wassergläser: eBay-Shop Annastore Wasserkelche: eBay-Shop Evimex24 Weinkelche: Spiegelau Milano, eBay-Shop Deltatecc-home 117
BÄUMCHEN wechsel dich Tannenbäume dürfen an Weihnachten nicht fehlen. Die nachhaltigen, selbst gebastelten Unikate aus den verschiedensten Materialien sorgen im Nu für eine schmucke Tafel und ein festliches Ambiente. WEISSE WEIHNACHT Ein Loch in der Größe eines Holzstäbchens (z. B. mit 0,5 cm Ø) in eine Holzwäscheklammer bohren. Das Filzbäumchen aus zwei Filzdreiecken links auf links nähen, also die schöne Seite außen, die Naht sichtbar. Unten in der Mitte 1 cm offen lassen. Die Perlen aufkleben. Nun das Bäumchen über den Holzstab stülpen und in die Klammer stecken. ZAUBERHAFT AUFGEFALTET Dafür aus Notenpapier ein Dreieck auschneiden und zu einer 0,5 cm breiten Ziehharmonika falten. Mit der Nadel in die Mitte ein Loch stechen. Holzspieß einstecken, das Papier leicht auseinanderziehen. Spieß etwa 2 cm unterhalb des Bäumchens abschneiden. Mit der Schere ein Loch ins Holzstück machen. Spieß hineinstecken. Mini-Stern mit Heißkleber oben aufsetzen. 118
FOTOS: BRIGITTE SPORRER. PRODUKTION: NINA BECKER-GÖPNER, KATI HOFACKER, STYLING & TEXT: KATI HOFACKER DIE NATUR ALS VORBILD Simpel und nachhaltig: Nadelbäumchen aus dem Gartenmarkt sind pflegeleicht und verleihen dem Raum die ganze Adventszeit über ein weihnachtliches Ambiente – ohne zu nadeln. Nach Belieben noch mit roten Schleifen aus Geschenkpapier und kleinen Anhängern (z. B. von Depot) schmücken und sich an der schönen Farb-Kombi erfreuen. PASSENDE DEKO ZUM MENÜ GRUSS AUS DEM WALD Diese Bäumchen aus Föhrenzapfen können Sie leicht selber machen. Die Zapfen zuerst mit grüner Acrylfarbe bemalen oder besprühen. Nach dem Trocknen mit Klarlack sprayen und Kunstschnee aus circa 30 cm Entfernung herunterrieseln lassen. Mit der Heißpistole auf einen Korken kleben. 119
ZART UND SAFTIG Lässt den Braten wohl geraten An Feiertagen darf bei vielen Familien der Braten nicht fehlen – ob butterzart geschmort, mit knuspriger Kruste oder gefüllt und aufgerollt. Die wichtigste Zutat für das Gelingen des Festmahls ist reichlich Zeit. Das Gute daran: Während sich der leckere Bratenduft in der Küche ausbreitet, kann man sich ganz entspannt anderen Dingen widmen.
LECKERES ZUM FEST D er traditionelle Sonntagsbraten ist heutzutage oft schnelleren und leichteren Gerichten gewichen – umso größer ist dann die Freude über einen Festtagsbraten, der natürlich auch an Weihnachten nicht fehlen darf. Bei guter Vorbereitung erledigt der Ofen den Großteil der Arbeit und das Festmahl macht sich fast von selbst. Alles, was man braucht, ist gutes Fleisch und ein bisschen Geduld. Das Bratenstück kann auch schon ganz entspannt einige Wochen oder Monate vorher besorgt und eingefroren werden. Aufgetaut wird es ganz langsam auf einem Gitter mit Schale darunter für ein bis zwei Tage im Kühlschrank. Gut gewürzt in die Bratform Um ein feines Aroma ans Fleisch zu bekommen und um es zarter zu machen, mariniert man es gerne. Rind- und Schweinefleisch können einige Stunden oder über Nacht mit kräftigen Gewürzen eingelegt werden, Geflügel und Fisch vertragen dagegen nur ein bis zwei Stunden und eine leichte Würze. Eine saure Marinade auf Basis von Essig, Wein oder Zitronensaft macht das Fleisch besonders zart und mürbe, denn die Säure lockert das Gewebe auf. Das hilft vor allem bei festem und faserigem Fleisch, deshalb passt zu einem Schmorbraten besonders gut eine Weinmarinade. Salz darf beim Einlegen keinesfalls fehlen, es weicht ebenso die Fasern auf und sorgt für mehr Geschmack. Dazu kommt noch ein gutes Pflanzenöl, das die Aromen bewahrt und die Fleischoberfläche vor dem Austrocknen schützt. Süße Marinaden mit Honig oder Zucker verleihen Geflügel eine wunderbar knusprige Haut, die durch das Karamellisieren besonders aromatisch wird. Das gilt auch für den Krustenbraten, der mit einer Marinade aus Senf, Bier und Honig gut harmoniert. Außen kross, innen zart Während des Bratens wird das Fleisch immer wieder mit Marinade bestrichen. Diese muss zum Garen aber 121
unbedingt frisch hergestellt werden – die Marinierflüssigkeit, in der das Fleisch lag, sollte weggeschüttet werden. Für mehr Geschmack und Zartheit von innen heraus sorgen Füllungen für das Geflügel oder für einen Rollbraten. Dafür kann man Äpfel, Orangen, Maroni, Trockenfrüchte, Zwiebeln, Pilze und alle möglichen Gemüsesorten und Kräuter verwenden. Lange war es üblich, den Braten in den Ofen zu schieben und bei großer Hitze durchzugaren. Dies schafft eine schöne Bräunung und sorgt für den typischen Röstgeschmack. Aus dem Bratensatz lässt sich zudem eine schmackhafte Soße herstellen. Allerdings birgt diese Art der Zubereitung die Gefahr, dass das Fleisch trocken und zäh und die Kruste sehr hart wird. Besser ist hier das Niedrigtemperatur-Garen geeignet, bei dem der Braten, je nach Fleischsorte, bei etwa 70 bis 100 Grad im Ofen schmort. Damit die Haut schön kross wird, sollte das Geflügel beim Braten immer wieder mit Marinade eingepinselt werden Das dauert zwar einige Stunden, dafür trocknet das Fleisch aber nicht aus, sondern bleibt schön saftig und zart. Vor allem bei Geflügel ist es wegen der Salmonellengefahr wichtig, die Kerntemperatur zu ermitteln. Diese sollte bei 80 Grad liegen. Um zu erkennen, ob das Fleisch durchgebraten ist, sticht man an der dicksten Stelle mit einem Schaschlikspieß tief hinein. Wenn kein Saft mehr austritt oder nur eine klare Flüssigkeit, ist der Braten fertig und bereit für die Festtafel Dr. Alexandra Magnussen 122 WEIHNACHTSWISSEN VOM OPFERTIER ZUM FESTTAGSBRATEN Seit dem 7. Jahrhundert galt die gesamte Adventszeit, neben der Passionszeit vor Ostern, als Zeit des Fastens, der Stille und des Verzichts. An den Fastentagen durften kein Fleisch und keine Produkte vierfüßiger oder warmblütiger Tiere, also auch keine Milch und keine Eier, verzehrt werden. Dafür dienten die anschließenden Festtage zum ausgiebigen Schlemmen. Da man den Heiligen Abend und Karfreitag noch fleischlos feiern wollte, wurde hier oft Fisch serviert. Die Advents-Fastenzeit endete um Mitternacht am 24. Dezember. In manchen süddeutschen Regionen war es daher Brauch, kurz zuvor ein Schwein zu schlachten, die sogenannte „Mettensau“, die direkt im Anschluss an die nächtliche Christmette als Festtagsbraten aufgetischt wurde. Auch bei vielen alten Völkern war das Schwein Sinnbild der Fruchtbarkeit, der Nahrungsfülle und ganz allgemein des Glücks. Deshalb war es ein symbolbehaftetes Opfertier und somit als Speise besonderen Tagen vorbehalten. So pflegten bereits unsere Vorfahren beim germanischen Julfest zur Wintersonnenwende Schweine zu opfern und zu verzehren. Aber auch an anderen Festtagen hat der Braten Tradition – wie die Gans zu Kirchweih und St. Martin, der Ochse zum Erntedankfest oder das Lamm zu Ostern. Die traditionelle Weihnachtsgans hat ihren Ursprung wohl in der katholischen Fastenzeit, denn vor deren Beginn am 11. November, als Martinsgans, wie auch als Weihnachtsgans an deren Ende wird das edle Geflügel verzehrt. Daneben hat sich aber auch die Ente als Weihnachtsbraten etabliert.
Zwiebelrostbraten ZUTATEN FÜR 4 PORTIONEN 4 Scheiben Kalbs-Rostbraten (à circa 180 g) Olivenöl zum Anbraten Salz Pfeffer aus der Mühle 2 Knoblauchzehen 2 Zwiebeln Maisstärke Paprikapulver Sonnenblumenöl zum Ausbacken ZUBEREITUNG 1 Das Fleisch in eine Pfanne mit heißem Olivenöl geben und kurz anbraten. Mit Salz, Pfeffer und zwei gepressten Knoblauchzehen würzen. Die Scheiben circa 4 Minuten braten, zwischendurch wenden und zugedeckt beiseitestellen. 2 Die Zwiebeln schälen, in feine Scheiben schneiden und etwas auseinanderpflücken. In einer Schüssel Speisestärke und Paprikapulver mischen und die Zwiebelringe damit umhüllen. 3 In einer tiefen Pfanne Sonnenblumenöl erhitzen und die Zwiebeln darin goldbraun backen. Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Das Fleisch nochmals kurz erwärmen, auf Teller geben und mit den Zwiebeln darauf servieren. Dazu passen Bratkartoffeln und Speckbohnen als Beilage. Zubereitungszeit: 25 Minuten Garzeit: circa 15 Minuten WAS TUN BEI KOCHPANNEN? • Fleisch angebrannt: Die zu dunkle Kruste abschneiden und die Schnittstelle unter einer Mischung aus frischen Kräutern und angerösteten Semmelbröseln „verstecken“. Wenn das Fleisch nicht zu trocken ist, kann man die Schnittstelle auch noch mal kurz anbraten. • Die Soße ist zu fettig: Soße abkühlen lassen, bis das Fett fest geworden ist, dann abschöpfen. Anschließend die Soße mit Sahne verfeinern. • Fleisch zu trocken oder zu zäh: Den Braten nicht als Stück servieren, sondern in dünne Scheiben schneiden und in der Soße noch gut eine Viertelstunde ziehen lassen. Auch wenn etwas übrig ist, kann das Fleisch fein geschnitten in der Soße aufbewahrt werden. So bleibt es zart. Bratenreste lassen sich am nächsten Tag noch als Geschnetzeltes zubereiten GUTER RAT: und können mit einer Pilzsoße und Spätzle serviert werden. KROSSE KRUSTE • Ist die Soße zu salzig geraten, können Schmand oder Sahne den Die Oberfläche des Bratens am Ende der GarGeschmack neutralisieren. Bei versalzenem Gemüse hilft etwas Zucker oder zeit mit kaltem Salzwasser oder mit Bier Honig. bestreichen. Dann den Braten bei höchster • Mit Honig kann man auch einen versalzenen Braten retten. Einfach das Backofentemperatur oder mit der GrillfunkFleisch rundherum damit bestreichen und kurz unter den Grill geben. Das tion 5 bis 10 Minuten goldbraun fertig braten. gibt eine schöne Kruste und der Salzgeschmack wird abgemildert. 123
Sauerbraten mit würziger Soße ZUTATEN FÜR 4 PORTIONEN 1 Bund Suppengrün 3 Zwiebeln 800 g Rinderschmorbraten 500 ml Rotwein 50 ml Rotweinessig 2 Lorbeerblätter 1 TL Senfkörner 1 TL Pfefferkörner 5 Nelken 1 TL Wacholderbeeren Salz Pfeffer 3 EL Öl 2 EL Mehl 2 Scheiben Pumpernickel 50 g Rosinen ZUBEREITUNG 1 Das Suppengrün putzen, die Möhren und den Sellerie schälen. Danach das Suppengrün gründlich waschen und in grobe Würfel schneiden. Die Zwiebeln abziehen, ebenfalls grob würfeln. Das Fleisch unter kaltem Wasser abspülen, dann mit Küchenpapier trocken tupfen und mit dem gewürfelten Suppengrün und den Zwiebeln in eine Schüssel geben. 2 Rotwein, Essig, 250 ml Wasser und die Gewürze kurz aufkochen. Die Marinade heiß über das Fleisch gießen. Die Schüssel gut abdecken und für 1–2 Tage kalt stellen. Währendessen das Fleisch immer mal wieder wenden. Dann aus der Marinade nehmen, tro- 124 cken tupfen, salzen und pfeffern. Das Gemüse abgießen und dabei die Marinade auffangen. 3 Den Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. 4 Das Öl in einem großen Topf erhitzen. Das Fleisch darin rundum anbraten. Gemüse zugeben und anbräunen. Das Mehl darüberstäuben und kurz anschwitzen. Mit der Hälfte der Marinade ablöschen, 3 Minuten einkochen lassen. Übrige Marinade zugießen und erneut einkochen. 500 ml Wasser zugeben und aufkochen. Offen im vorgeheizten Ofen circa 2 Stunden garen. 5 Pumpernickel fein hacken. Nach 1½ Stunden den Braten aus dem Topf nehmen, die Soße durch ein Sieb gießen. Pumpernickel und Rosinen zugeben. Den Braten wieder in die Soße geben und offen weitere 30 Minuten im Ofen garen. Dann aus der Soße nehmen und kurz ruhen lassen. Die Soße abschmecken, den Braten in dünne Scheiben schneiden, in die Soße legen und servieren. Dazu passen Kartoffelknödel oder Salzkartoffeln und Rotkohl. Zubereitungszeit: 60 Minuten Ziehzeit: 1–2 Tage, Garzeit: circa 2 Stunden
Gans mit Apfelfüllung ZUTATEN FÜR 6–8 PORTIONEN 1 junge, küchenfertige Gans (circa 3 kg) Salz 300 g säuerliche Äpfel 100 g Schwarzbrot 1 Handvoll Beifuß 2 EL Sultaninen 2 EL Zucker 125 ml Fleischbrühe 1–2 EL Mehl Pfeffer aus der Mühle ZUBEREITUNG 1 Den Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. 2 Die Gans gründlich waschen und gut trocknen. Innen und außen mit Salz einreiben. Die Äpfel waschen, schälen, in Achtel schneiden und von den Kernen befreien. Das Brot toasten. Im Anschluss sehr klein würfeln und mit Beifuß, Sultaninen, Salz, Zucker und den Äpfeln mischen. 3 Die Gans mit dem Brot-Mix füllen und die Öffnungen mit Küchengarn verschließen. Im Anschluss die Flügel verschränken und die Keulen am Körper festbinden. Etwa ½ l Wasser in ein tiefes Backblech gießen und auf die untere Schiene schieben. Die Gans auf den Rost legen, auf die mittlere Schiene schieben und 1 Stunde braten. 4 Dann umdrehen, weitere 1½–2 Stunden braten. Dabei mehrmals die Haut einstechen. Kurz vor Ende der Bratzeit mit Salzwasser bepinseln. Gans warm halten. 5 Den Bratenfond aufkochen und die Brühe zugießen. Das Fett abschöpfen. Das Mehl mit wenig kaltem Wasser verrühren und zur Soße gießen. Kurz aufkochen, salzen und pfeffern. Zur Gans servieren. Dazu passen Kartoffelknödel und Blaukraut oder Endiviensalat mit Orangenschnitzen. Zubereitungszeit: circa 25 Minuten Garzeit: circa 3 Stunden GUTER RAT: LANGSAM AUFTAUEN Eine tiefgekühlte Gans benötigt mehrere Stunden zum Auftauen. Am besten lässt man sie über Nacht auf einem Gitter über einer Schüssel auftauen. Die Flüssigkeit wegschütten. Die Gans waschen und innen und außen trocken tupfen. WELCHES GEWÜRZ PASST ZU WELCHEM BRATEN? Beifuß Liebstöckel • Gans: Majoran, Beifuß, Liebstöckel • Ente: Majoran, Thymian, Beifuß • Rind: Liebstöckel, Lorbeer, Estragon, Bohnenkraut und Majoran • Schwein: Majoran, Thymian, Lorbeer Lorbeer • Wild: Lorbeer, Wacholderbeeren, Nelke, Thymian, Salbei, Rosmarin und Beifuß • Kaninchen: Lorbeer, Estragon, Bohnenkraut und Majoran Estragon Wacholder 125
Schweinerollbraten mit Aprikosen und Lauch ZUTATEN FÜR 4 PORTIONEN 300 g getrocknete Aprikosen 50 ml Apfelsaft 3 Zweige Thymian 2 Stangen Lauch 1 Zwiebel 1 Knoblauchzehe 20 g Butter Salz Pfeffer 3 Karotten ½ Stangensellerie ½ Knollensellerie 1 kg Schweinerollbraten (küchenfertig vorbereitet) 3 TL mittelscharfer Senf 3 EL Pflanzenöl ZUBEREITUNG 1 Die Aprikosen mindestens 3 Stunden, besser über Nacht, in einer Schüssel in dem Apfelsaft einweichen. 2 Den Thymian waschen, trocken schütteln und die einzelnen Blättchen abzupfen. Den Lauch putzen, halbieren, waschen und in Scheiben schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch häuten und fein würfeln. Eine Pfanne mit der Butter heiß werden lassen und die Zwiebel und den Knoblauch darin anschwitzen. Den Lauch, die Aprikosen und den Thymian zugeben, salzen, pfeffern 126 und circa 5 Minuten andünsten. Die Pfanne vom Herd nehmen und die Aprikosenmasse etwas auskühlen lassen. 3 Das Gemüse waschen, ggf. schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. 4 Den Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. 5 Den Rollbraten waschen, trocken tupfen und auf der Arbeitsfläche ausbreiten. Mit dem Senf bestreichen, pfeffern und die Füllung darauf verteilen. Längs aufrollen und mit Küchengarn zusammenbinden. Den Braten außen mit Salz und Pfeffer würzen, dann in einem Bräter rundherum anbraten. Das Gemüse um den Braten verteilen, alles in den Ofen schieben und circa 90 Minuten garen. Immer wieder mit Bratenflüssigkeit übergießen, ggf. noch etwas Fleischbrühe ergänzen. 6 Ist der Braten gar, das Küchengarn entfernen und den Braten zusammen mit dem Gemüse servieren. Zubereitungszeit: 40 Minuten, Ziehzeit: mindestens 3 Stunden, Garzeit: circa 1 Stunde 40 Minuten
Die Nebenrollen – DREI GRUNDREZEPTE FÜR BEILAGEN Apfel-Rotkohl ZUTATEN FÜR 4 PORTIONEN 1 Rotkohl 250 ml Apfelsaft 2 EL Preiselbeerkompott 3 EL Balsamico, Salz Pfeffer 1 Gewürznelke 1 Lorbeerblatt 1 Zwiebel 2 säuerliche Äpfel 2 EL Butter 150 ml Gemüsebrühe (bei Bedarf) Bratensoße FOTOS: AKG (1), DPA (2), MAURITIUS IMAGES (1), DANIEL REITER (1), SHUTTERSTOCK (13) mit Rotwein ZUTATEN FÜR 4 PORTIONEN 3 Thymianzweige 4 Schalotten 1 Knoblauchzehe 1 Möhre ½ Sellerieknolle 1 EL Rapsöl 1 EL Tomatenmark 200 ml kräftiger Rotwein 200 ml Fleischbrühe 140 g sehr kalte Butter 1 TL Balsamico Salz Pfeffer ZUBEREITUNG 1 Thymianblättchen abzupfen. Schalotten, Knoblauch, Möhre und Sellerie schälen. Alles fein würfeln und einige Minuten bei mäßiger Hitze im Öl farblos dünsten. Tomatenmark und Thymian kurz mitdünsten. 2 Wein und Brühe angießen und bei starker Hitze so lange offen köcheln lassen, bis die Flüssigkeit auf etwa die Hälfte eingekocht ist. Dann die Temperatur senken, sodass die Soße nicht mehr kocht. Die Soße durch ein Sieb passieren, um größere Gemüsestücke zu entfernen. 3 Butter in kleine Stücke schneiden. Nach und nach portionsweise unter die heiße Soße rühren, sodass sie langsam eine cremige Konsistenz bekommt. Zuletzt mit Essig, Salz und Pfeffer abschmecken. Zubereitungszeit: 10 Minuten Garzeit: circa 30 Minuten ZUBEREITUNG 1 Den Rotkohl putzen und fein hobeln. Apfelsaft mit Preiselbeerkompott, Balsamico und Gewürzen verrühren, mit dem Rotkohl mischen und diesen zugedeckt über Nacht durchziehen lassen. 2 Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Äpfel ebenfalls schälen, entkernen und klein schneiden. Beides in einem Topf in der Butter anschwitzen. Dann den Rotkohl dazugeben und 5 Minuten unter Rühren andünsten. 3 Den Rotkohl zugedeckt circa 40 Minuten garen lassen. Dabei immer wieder umrühren, ggf. Gemüsebrühe zugießen. Zubereitungszeit: 15 Minuten Ziehzeit: 8 Stunden Garzeit: circa 45 Minuten Kartoffelknödel ZUTATEN FÜR 6–8 STÜCK Für den Teig: 1 kg mehligkochende Kartoffeln 2 Eigelb Salz 15 g Speisestärke etwas Muskat Für die Füllung: 60 g klein gewürfeltes Toastbrot 2 EL Petersilie 30 g Butter ZUBEREITUNG 1 Kartoffeln schälen, 300 g in Wasser circa 20 Minuten weich kochen. 700 g rohe Kartoffeln fein reiben, auf ein Geschirrtuch geben und auspressen. Dabei das Wasser auffangen und stehen lassen, bis sich die Kartoffelstärke abgesetzt hat. Übriges Wasser abgießen und die Kartoffelstärke mit den geriebenen Kartoffeln mischen. 2 Gekochte Kartoffeln durch eine Presse drücken. Mit Eigelb, Salz, Speise- stärke, Muskat und den rohen Kartoffeln vermengen. Brot mit Petersilie in Butter schwenken. 3 Aus der Kartoffelmasse 6–8 Knödel drehen und mit den Kräuter-Brot-Würfeln füllen. In kochendes Salzwasser geben und bei milder Hitze circa 20 Minuten gar ziehen lassen. Zubereitungszeit: circa 30 Minuten Kochzeit: circa 40 Minuten 127
HÜBSCHER Rollentausch Wenn das Fest vorbei ist, nutzen wir Geschenkpapier, Bierdeckel, Flaschen und Korken, um Altes aufzuwerten und Neues zu gestalten. TISCH MIT GESCHENKPAPIER-PLATTE Aus einem angeschlagenen Tisch wird ein neues Schmuckstück. Nach der Reparatur des Tisches mit Holzspachtel arbeiten wir mit der Décopatch-Technik weiter. Hier nutzen wir die Décopatch-Papiere „Borten“, „Cherry Blossom“, „Kacheln“ und „Decopad Red“ von www.vbshobby.com. Normales Geschenkpapier funktioniert auch. Legen Sie Ihre Geschenkpapierreste so aus, wie sie später auf dem Tisch erscheinen sollen. Mit Büchern oder Steinen beschweren. Dickes Geschenkpapier wird auch auf der Unterseite mit Décopatch-Leim (ebenfalls von VBS) eingepinselt, dünnes nicht. Bepinseln Sie dann die Tischfläche mit Leim. Nun pinseln und kleben Sie Partie für Partie die Papiere auf und überpinseln diese auch mit dem Leim. Es wird relativ nass gearbeitet – da ist es normal, dass das Papier sich aufrollt oder wellt. Nach dem Trocknen wird in mehreren Schichten Decoupage-Lack mit Zwischentrocknung aufgetragen, um die Unebenheiten auszugleichen. Für ein besonders strapazierfähiges Ergebnis können Sie auch Bootslack nutzen. Dieser verfärbt sich auf Dauer leicht gelblich und sorgt so für eine schöne Patina. Neu aufgetischt. Die individuell zusammengestellten Geschenkpapierbögen verleihen dem Tisch nicht nur das gewisse Etwas sondern machen ihn gleichzeitig zum zeitlosen Unikat. 128
NACH DEM FEST FOTOS: BIRGID ALLIG (3), KATI HOFACKER (5) BIERDECKEL-PINNWAND Hier können Sie mit so gut wie jedem Leim arbeiten: mit Holzleim, Decoupage- oder anderen Leimsorten. Schneiden Sie Kreise aus Stoffresten so, dass der Durchmesser des Stoffkreises etwa 4 cm größer ist als der des Bierdeckels. Verdünnen Sie wasserlöslichen Leim mit etwas Wasser (maximal 1:1), sodass er gut flüssig ist. Tauchen Sie den ersten Stoffkreis komplett darin ein. Um den Bierdeckel kleben und zum Trocknen auf eine Kunststoffunterlage legen. Verfahren Sie so mit allen Bierdeckeln. Die Bierdeckel werden beim Trocknen krumm und wellig. Pressen Sie diese deshalb wie Blätter unter einer Lage dicker, schwerer Bücher. Für eine Pinnwand kleben Sie die Rückseiten mit Gewebeklebeband so zusammen, dass drei etwa gleich lange Reihen entstehen. An die drei obersten Bierdeckel werden aus schönem Textilklebeband drei Schlaufen geklebt, durch die eine Baumwollsschnur gezogen wird. Dann die Deckel aufhängen und nach Lust und Laune bestücken. BUCHSTABEN AUS WEINKORKEN Drucken Sie den gewünschten Buchstaben im Copyshop auf DIN-A3-Papier vergrößert aus und nutzen Sie ihn als Schablone. Diese Schrift heißt „Rosewood“ und ist bei vielen Computern als Systemschrift vorhanden. Nun kleben Sie die Schablone mit Klebepads auf ein Stück dünnes Sperrholz und malen Sie die Konturen mit Bleistift ab. Sägen Sie mit einer Stich- oder Laubsäge den Buchstaben aus dem Holz und bemalen Sie ihn mit braunem Acryllack. Die Korken (etwa 18–20 Stück) werden mit einem Sägeblattmesser längs halbiert, einige werden in Scheibchen geschnitten. Die Korken auf dem Buchstaben zurechtrücken, bis das Ergebnis gut aussieht. Dann mit der Klebepistole fixieren. Nicht nur Namen oder Initialen, auch Glückszahlen lassen sich als Korkenrelief kleben impressum Anschrift der Redaktion: FUNKE Lifestyle GmbH Redaktion LandIdee Marcel-Breuer-Str. 16–18 80807 München E-Mail: redaktion@landidee-magazin.de Editor-at-Large: Sandra Schönbein Chefredakteurin: Sandra Schönbein Grafik: RTK & SRS mediagroup GmbH Redaktionsleitung: Schirin Kunzendorf Redaktion: Dagmar Bartosch, Jana Eggert, Kirsten Fehrenbach, Christine Gambato, Kati Hofacker, Steffi Müller, Cathrin Schneider Redaktionsassistentin: Karin Sausner Bildredaktion: Susanne Leiminger (Ltg.), Florian Stern Schlussredaktion: Norbert Misch-Kunert / Redaktionsbüro gegenleser Chefin vom Dienst: Milena Spang Produktionsmanagement: Andreas Hutter Repro: RTK & SRS mediagroup GmbH Druck: Firmengruppe APPL, appl druck, Senefelderstraße 3–11, 86650 Wemding Für unverlangt eingesandtes Bild- und Textmaterial wird keine Haftung übernommen. Vervielfältigung, Speicherung und Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Anschrift des Verlages: FUNKE Lifestyle GmbH, Münchener Str. 101/09, 85737 Ismaning Geschäftsführung: Barbara Brehm, Andrea Glock, Simone Kasik, Sonja Oster, Bianca Pohlmann, Christoph Rüth Objektleitung: Julia Schmalzbauer Anzeigen: BCN Brand Community Network GmbH Arabellastraße 23, 81925 München Es gilt die aktuelle Preisliste, siehe brand-community-network.de Head of Publisher Management: Julia Hartz von Zacharewicz Verantwortlich für den Anzeigenteil: Jonah Buhl Gesamtvertriebsleitung Zeitschriften: Andreas Klinkmann Vertrieb (Einzelverkauf): MZV Moderner Zeitschriftenvertrieb GmbH & Co. KG, Ohmstraße 1, 85716 Unterschleißheim Erhältlich in den Bahnhofs- und Flughafenbuchhandlungen in Deutschland Für Fragen und Kommentare an die Redaktion: LESERBRIEFE FUNKE Lifestyle GmbH, Redaktion Leserbriefe Münchener Str. 101/9, 85737 Ismaning E-Mail: leserservice@landidee-magazin.de Telefon: +49 (0) 89/2 72 70-76 22 (Montag, Dienstag und Donnerstag von 10 bis 15 Uhr) Bitte geben Sie auch bei Zuschriften per E-Mail immer Ihre Postanschrift an. 129
ES WAR EINMAL EINE Weinfla Ob als Vase oder Dekoelement, drinnen oder draußen: Die bemalten Flaschen sind in jedem Fall eine Zierde und eignen sich mit einer Stabkerze in der Flaschenöffnung auch als Kerzenständer sche Gerade nach den Festtagen hat sich die Altglas-Kiste meist gut gefüllt. Mit hübschen Schablonen und etwas Farbe können Sie Ihr Leergut leicht vor dem Container retten. GlasOrnamente SO GEHT’S: 1 Flaschen sehr gut reinigen. Außen zusätzlich mit Spiritus oder Alkohol abreiben und trocknen lassen. 2 Die selbstklebende Folie aufkleben, evtl. noch rundherum mit Klebeband fixieren. 3 Acrylfarbe mit einem Schwammstempel auf die Folie aufbringen und diese dann rasch abziehen. Verlaufende Farbe mit einem Wattestäbchen entfernen. 130 FOTOS: BIRGID ALLIG (1), KATI HOFACKER (3) DAS BRAUCHEN SIE: leere Flaschen oder Gläser Spiritus oder Alkohol selbstklebende Folien (z. B. über www.vbs-hobby.com) Klebeband Schwammstempel (z. B. über www.kunstpark-shop.de) Acryllack Wattestäbchen
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