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Теги: magazin landidee
Год: 2023
Текст
5,50 €
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WEIHNACHTEN
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FESTLICHE
ADVENTSKRÄNZE
NEUE REZEPTE FÜR
LIEBLINGSPLÄTZCHEN
805506
190547
SCHMÜCKEN & SCHENKEN, BACKEN & KOCHEN
4
Stille Nacht
01
KREATIVE DEKO FÜR
DRINNEN & DRAUSSEN
Alles,
was mein Leben
schöner
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WEIHNACHTEN
Lie
Li
e b e Leserin,
TITELFOTOS: MAURITIUS IMAGES (1), BIRGID ALLIG (2), BRIGITTE SPORRER (1)
FOTO DIESE SEITE: BIRGID ALLIG
lieb e r Leser!
Jedes Jahr freuen wir uns ganz
besonders darauf, Wohnung und
Garten mit Weihnachtsdeko in
eine neue Stimmung zu versetzen
und unsere Lieben zu verwöhnen.
Ohne das Klappern der Backbleche und Bastelscheren, ohne
Gläserklirren und Tannenduft
können wir uns die Adventszeit
gar nicht mehr vorstellen.
In diesem Heft haben wir die
besten Ideen für Sie gesammelt,
damit Sie entspannt durch die
Zeit kommen: wunderschöne
Adventskränze, kreative Dekoideen für draußen, zauberhaften
Baumschmuck, köstliche Festessen, Plätzchen und liebevoll
selbst gemachte Geschenkideen,
um nur einige Kapitel zu nennen.
Auch wenn Sie noch auf der
Suche nach praktischen Tipps &
Infos rund um die Weihnachtszeit sind, werden Sie hier fündig.
Und jetzt machen Sie es sich
doch mit einer Tasse Tee und
diesem Heft gemütlich und
lassen Sie sich inspirieren! Wir
wünschen viel Freude damit.
Ihre Redaktion
3
Inhalt
WEIHNACHTEN 2023
DEKO IM ADVENT
★ Wunderschöne Adventskränze
Weihnachtswissen: Bräuche aus anderen Ländern
Sterne und Adventskalender aus Tapetenresten
Zauberhafte Papierengel
Natürliche Fensterdeko
Stimmungsvolle Ideen für den Tisch
★ Winterliebling: Weihnachtsstern mal anders
6
16
20
24
26
32
34
LECKERES IM ADVENT
★ 12 Plätzchenrezepte aus nur 2 Grundteigen
Selbst gemachte Schokotrüffel
Gesunde Seelenwärmer: Heiße Säfte
Schoko & Salz – eine phänomenale Kombi
40
48
50
54
DRAUSS’ VOM WALDE
Schmackhafte Extras für Wintervögel
Natürliche Dekoideen für den Garten
Weihnachtswissen: Feuermachen
Winterliches Blütenwunder: Lenzrosen
60
62
68
72
FREUDE SCHENKEN
95
Himmlische Basteleien für den Weihnachtsbaum, Adventsstrauß oder das
Fenster. Aus Papier, Fimo oder Garn
– Sie haben die Wahl
16
Deutsche Bräuche und Traditionen, die das Weihnachtsfest zu
etwas ganz Besonderem machen
Mit Liebe verpacken
Selbst gestaltete Weihnachtskarten
Geschenke aus der Küche
Schönes aus Wolle
74
78
82
86
DEKO ZUM FEST
Filigrane Weihnachtsfiguren aus Draht
Weihnachtswissen: Traditionelle Symbole
Raffinierter Baumschmuck
Zauberhaftes Ambiente: Deko wie im Märchen
Goldige Porzellanmalerei
Weihnachtswissen: Natürliche Frischhaltemittel
88
92
95
98
106
110
LECKERES ZUM FEST
Raffiniertes 4-Gänge-Menü
Wohnlicher Winterwald: Jeder Baum ein Traum
1 x 1 des Bratens: Rezepte und Geschichte
112
118
120
NACH DEM FEST
Schöne Ideen für Reste & Impressum
Unsere Titelthemen sind mit einem ★ gekennzeichnet
128
98
112
Märchenhafte Deko-Ideen
wie die Lebkuchenhäuschen
mit LED-Licht verleihen Ihrem
Zuhause ein wunderbar
weihnachtliches Ambiente
Das festliche 4-Gänge-Menü
mit Truthahn lässt sich
entspannt vorbereiten – und
keine Wünsche bleiben offen
32
Himmlische Tischdeko für die
Adventszeit und Weihnachten:
Natürlich schlicht, aber auch
bunt – schöne Bastelideen, die
wirklich leicht gelingen
34
Mit Christsternen
in verschiedenen
Rottönen lässt
sich eine festliche
Adventsdeko
arrangieren. Auch
Präsente werden
mit der Winterpflanze zu einem
echten Hingucker
88
Von der Krippe
bis zur Schlittenpartie: Aus
alten Buchseiten und Draht
lassen sich mit
etwas Geschick
wunderschöne
winterliche
Szenen kreieren
5
STILLE ZEIT
4
Kerzen
für den
Advent
Wer sagt denn, dass es immer ein
Kranz sein muss, der die vier Kerzen
trägt? Mit Naturmaterialien und roter
Deko haben wir einige zauberhafte
Varianten des Klassikers entwickelt.
6
DEKO IM ADVENT
EINLADUNG
AM FENSTER
Ein Adventskranz (es
darf auch ein gekaufter
sein) wirkt noch schöner, wenn man ihn aufhängt. Zuerst die Aufhängung befestigen.
Für Floristik-Anfänger
eignet sich dabei am
besten Draht, da dieser
nicht brennt. Auch
sollten Sie die Vorhänge entfernen. Die
Kerzen mit Kerzensteckern in den Kranz
stecken. Kranz aufhängen, Strohsterne, Ilex
und Kugeln daran
befestigen. Die Fensterbank passend weihnachtlich schmücken.
7
DANKE
Fotografieren durften wir am Riedlhof
bei Irschenberg. Infos: https://riedlhofgemeinschaft.wordpress.com
ADVENT IN DER
EMAILLESCHALE
Schnell gemacht: Füllen Sie eine
Emailleschüssel mit kleinen
Steinchen. Die vier Kerzen gut
darin einstecken und danach
die Steine mit Moos bedecken.
Mit Zweigen und Strohsternen,
Strohengeln und ein paar
Zapfen schmücken – fertig!
8
Duftende
Plätzchen
FÜR DIE GÄSTE
STUFENWEISE
Eine romantische Etagere
wird mit vier hübschen
Windlichtern (z. B. bei
www.loberon.de)
geschmückt und mit Kerzen versehen. Wenn Sie
diese platziert haben,
dekorieren Sie mit kleinen
roten Kugeln, Walnüssen,
Zweigen und Weihnachtsplätzchen. Die Etagere
wirkt besonders schön auf
der Kaffeetafel mit duftenden Keksen für die Gäste.
SPUREN IM
SCHNEE
Endlich nach Hause
kommen, an den Tisch
im Kerzenschein – gibt
es etwas Schöneres?
10
GLÜCK IM GLAS
Ein schlichtes Brett für kleine Tische (oben)
wirkt ebenso einladend und festlich wie ein
rundes Holztablett für runde Tische (unten).
Stecken Sie vier rote, durchgefärbte Stumpenkerzen in vier Einmach- oder Marmeladengläschen und stellen Sie die Lichter auf
ein Brett oder eine Baumscheibe (bei www.
rayher.com/de). Mit Moos, Äpfelchen, Bändern und Weihnachtsschmuck dekorieren.
Natürliche Deko AUS DEM WALD
GOLDIGE FREUDE
Auch diese Holzschale steht besonders
gut, wenn man sie zuerst mit kleinen
Steinchen, Sand oder Rollsplit füllt.
Wenn Sie frisches Moos benutzen, ist es
ratsam, es alle paar Tage von der
Schale abzunehmen und mit Wasser zu
benetzen, damit es nicht austrocknet.
Dazu werden vergoldete Walnüsse und
unterschiedliche Zapfen dekoriert.
11
Advent, Advent,
EIN LICHTLEIN
BRENNT …
IM SHABBY-STIL
Retro-Charme vom Feinsten: Das duftige Schleierkraut verleiht
dem Gebinde einen nostalgischen Reiz, der durch das zarte
Spitzenband noch verstärkt wird. Graue Filzsterne und weiße
Kerzen konterkarieren den romantischen Vintage-Stil durch
Schlichtheit. Das Schleierkraut wurde auf einen Steckschwammkranz gesteckt, der immer wieder angefeuchtet werden muss.
LEUCHTENDER RAUMTEILER
Hier wurde das Thema Advent durch vier Kränze
gelöst, von denen jeder eine Kerze zum Leuchten
bringt. Eukalyptus, Moos und kahle Zweige wurden in
äußerster Reduktion auf dünne Drahtreifen gebunden
und mit einer Schleife an einem Holzgestell befestigt.
Die Kränzchen machen sich gut vor einem Fenster
und entfalten auch einzeln ihre Wirkung. Eine zeitlose
Idee, die bis ins Frühjahr bewundert werden darf.
13
FOTOS: BIRGID ALLIG (9), DOROTHEA CRAVEN (4)
WALDLEBEN AUF ETAGERE
Fast könnte man meinen, die vier Stumpenkerzen wären
hochgewachsene Bäume, so harmonisch fügen sie sich in
die erschaffene Landschaft ein. Frisches Moos bildet die
Basis, daneben tummeln sich Rehlein und Fuchs zwischen
Miniatur-Tannen (die gibt es z. B. bei VBS Hobby).
14
TRENDIG TON IN TON
Eine kühle, farblich zurückhaltende und moderne Interpretation des Adventskranzes: Die verschiedenen
Grüntöne von Tanne und Eukalyptus passen hervorragend zum gedeckten Grau und Grün der Stumpenkerzen. Getrocknetes Schleierkraut, das aufgebunden wurde, verleiht dem Gesteck einen romantischen
Akzent. Ein wunderschöner Beweis, dass Trend und Tradition kein Widerspruch sein müssen!
15
Hessen
CHRISTKLOTZ
Der Christklotz, auch Weihnachtsscheit genannt, ist ein
Eichen- oder Eschenscheit, der am Heiligabend in den Kamin gelegt, mit
Wein übergossen und gesegnet wird. Er symbolisiert die Bedeutung des
Kaminfeuers in der kalten Jahreszeit, die Kraft der Natur und des Lichts.
Thüringen
CHRISTBAUMSCHMUCK
AUS GLAS
Der erste gläserne Christbaumschmuck wurde
Mitte des 19. Jahrhunderts in Heimarbeit in
Thüringen gefertigt. Der früheste Verweis auf die
heute zahlreich verwendeten Kugeln findet sich
im Auftragsbuch eines Glasbläsers aus dem Jahr
1848, in dem ein Auftrag über sechs Dutzend
„Weihnachtskugeln“ in verschiedenen Größen
niedergeschrieben
worden war.
16
MecklenburgVorpommern
KLOPFNÄCHTE
Waren es früher noch arme Leute,
die an den letzten drei Donnerstagen vor Weihnachten von Haus zu
Haus zogen, um Gaben zu erbitten,
entwickelten sich die Klopfnächte
immer mehr zu einem Brauch für
Kinder, die verkleidet festliche Lieder
und Gedichte vortragen und dafür
ein paar Süßigkeiten und etwas
Obst erhalten. Daraus ging später
der Brauch der Sternsinger hervor.
WEIHNACHTSWISSEN
ANDERE LÄNDER,
andere Sitten
Es ist das Fest der Liebe und der Familie, eng verbunden mit alten
Traditionen, und wird doch nicht überall in Deutschland auf die
gleiche Weise gefeiert. In jedem der Bundesländer hat sich ganz
unterschiedliches weihnachtliches Brauchtum entwickelt.
N
eugierig schlendern wir am Heiligabend an leuchtenden Fenstern
geschmückter Häuser vorbei und sehen
überall ein ähnliches Bild. Unter in Kerzenlicht getauchten Bäumen hat sich die
ganze Familie versammelt, um gemeinsam Weihnachtslieder zu singen oder
zusammenzusitzen. Im Ofen schmort der
knusprige Braten, und die Augen der
Kinder leuchten in Erwartung, die liebevoll verpackten Geschenke endlich öffnen zu dürfen.
Festliches Brauchtum
„Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle,
mild wie Wälderduft, die Weihnachtszeit.
Und ein schlichtes Glück streut auf die
Schwelle schöne Blumen der Vergangenheit“, dichtete einst der Schriftsteller
Joachim Ringelnatz und schwärmte
damit auch für die Besonderheit des
Weihnachtsfestes, die Rituale und
Gewohnheiten unserer Eltern, Großeltern
und sogar Urgroßeltern wieder aufleben
zu lassen. Über die Jahrhunderte haben
sich in Deutschland viele weihnachtliche
Traditionen etabliert, die für die meisten
ein fester Bestandteil der alljährlich wiederkehrenden Festtage und kaum mehr
aus dem Jahresrhythmus wegzudenken
sind. Vor allem im katholisch geprägten
Süden, in Bayern und der Alpenregion,
haben sich viele religiös motivierte Bräuche herausgebildet, die zum Teil auch
vom Norden übernommen wurden: das
Aufstellen einer Krippe etwa oder das
Verteilen von Geschenken. Als Ausdruck
der eigenen Identität ist in vielen Regionen Deutschlands aber auch ein ganz
eigenes Brauchtum entstanden, das meist
eng mit der Geschichte dieser Landschaft
verbunden ist.
Hier und anderswo
Auf den Nordseeinseln und den Halligen, wo die skandinavische Kultur viel
Einfluss auf die regionalen Traditionen
nahm, gibt es neben dem üblichen Weihnachtsbaum oftmals zusätzlich einen
„Julbaum“, ein einfaches Holzgestell, das
mit immergrünen Zweigen und vier Kerzen geschmückt wird. Dieser Brauch entstand einst in Ermangelung echter Tannenbäume, von denen es auf den abgelegenen Inseln kaum welche gab.
In Franken, vor allem rund um das Fichtelgebirge, hing der Weihnachtsbaum bis
ins 20. Jahrhundert von der Decke, wo er
mit Papierrosen, Nüssen, Äpfeln und
„Brettlen“, selbst gebackenem Marzipan,
geschmückt wurde. Erklärungsversuche
für den hängenden Weihnachtsbaum gibt
es viele. Einige Historiker vermuten, dass
dadurch in den oftmals engen Bauernstuben Platz gespart wurde und der
Christbaumschmuck, für den man sich
viel Mühe gegeben hatte, so besser zur
Geltung kam. Andere vermuten darin ein
Relikt des uralten Brauches, mit Tannenzweigen, die an der Decke angebracht
wurden, bösen Geistern das Eindringen
in das Haus zu erschweren und
Sachsen
WEIHNACHTSPYRAMIDE
Weihnachtspyramiden und Schwibbögen haben im Erzgebirge eine lange
Tradition, denn das Licht der Kerzen ist
ein Ausdruck der Sehnsucht der Bergleute nach Tageslicht, das sie im Winter
oft über Wochen nicht zu Gesicht
bekamen. Meist symbolisieren die
Figuren oder Schnitzereien auf den
Holzgestellen drei der Haupterwerbsquellen der erzgebirgischen Landbevölkerung des 18. und 19. Jahrhunderts:
Bergarbeiter, Schnitzer und
Klöpplerinnen.
17
Schwaben
BAUMLOBEN
Vom 1. Weihnachtsfeiertag bis zum 6. Januar werden im ländlichen Schwaben die Christbäume von
Freunden, Nachbarn und Familienmitgliedern in den höchsten Tönen gelobt,
denn für jedes Lob gibt es ein Glas
Schnaps. Früher diente dieser Brauch der
Stärkung der Dorfgemeinschaft.
gleichzeitig mit der Farbe Grün auf ein
Symbol der Hoffnung auf die Wiederkehr des allzeit geliebten Frühlings blicken zu können.
Orakel und Geschenke
Die Weihnachtszeit und der bevorstehende Silvesterabend boten auch Anlass,
einen Ausblick auf das kommende Jahr
zu wagen. In Nordrhein-Westfalen, rund
um Münster, holten junge Frauen am
4. Dezember, dem Barbaratag, einige
Kirschbaumzweige ins Haus. Blühten sie
an Heiligabend, durften die Damen im
nächsten Jahr auf eine Heirat mit einem
jungen und reichen Mann hoffen. Darüber hinaus standen die blühenden
Zweige für eine üppige Obsternte im
kommenden Jahr. Heute werden die blühenden Zweige eher als Symbol für die
Geburt Jesu verstanden.
Auch das Schenken hat in Deutschland
eine lange Tradition. Oft werden schon
vor dem Fest kleine Gaben verteilt. Bei
den Sorben, einem ursprünglich westslawischen Volk, das im Spreewald
ansässig wurde, zieht das „Bescherkind“,
ein verhülltes Mädchen, in der Vorweihnachtszeit durch die Dörfer und bringt
Süßes und Früchte sowie Glück und
Oberpfalz
NEUNERLEI
Das Neunerlei ist in der Oberpfalz ein traditionelles Festmahl, das aus neun
verschiedenen Gerichten wie Gänsebraten,
Sauerkraut, Bratwürsten, Linsen, Nüssen und
Kompott besteht, die alle für Glück, Reichtum,
Herzlichkeit, Gesundheit und andere Wünsche
für das kommende Jahr stehen. Früher wurde
noch ein wenig Stroh unter die Tischdecke
gelegt, um die Wirkung zu verstärken.
18
Gesundheit. Auch kulinarische Eigenheiten gehören zum Brauchtum einiger
Bundesländer. Am bekanntesten ist wohl
der Christstollen, der in Sachsen und
dort besonders in Dresden schon seit
dem Mittelalter jedes Jahr zu Weihnachten gebacken wird. Anja Schallenmüller
WUSSTEN SIE …
Wer den Kindern am Heiligabend die
Geschenke bringt, ist ebenfalls von
Region zu Region verschieden. Im
Süden, vor allem im katholischen Bayern, glauben die meisten Kinder an das
Christkind, ein blond gelocktes Kind
mit Flügeln, das oft mit dem Jesuskind
gleichgesetzt wird. Im protestantischen
Franken gibt es zusätzlich den „Pelzmärtel“, der am Martinstag Äpfel und
Nüsse bringt. In Nord- und Mitteldeutschland ist der Glauben an den
eher kommerziellen Weihnachtsmann
weit verbreitet, einen rundlichen alten
Mann mit Rauschebart, der ein rotes,
mit Pelz besetztes Gewand trägt und
dem Nikolaus nachempfunden ist.
FOTOS: ALAMY (2), GETTYIMAGES (1), SHUTTERSTOCK (6), DDP IMAGES (1), FOTOLIA (1), INTERFOTO (1), HERSTELLER (1)
Bayern
BERCHTESGADENER WEIHNACHTSSCHIESSEN
Seit über drei Jahrhunderten geben die Berchtesgadener Weihnachtsschützen in der Woche vor Weihnachten jeden Tag um 15 Uhr, am Heiligabend noch
einmal zusätzlich vor der Christmette, laute Schüsse ab. Im 18. Jahrhundert wurde das
Schießen als unchristlicher Aberglaube verboten, was die Weihnachtsschützen jedoch
nicht von ihrem Tun abhielt.
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AUSSICHTEN
Gerade wenn es draußen
eher nass und kalt ist,
braucht es eine farbige
Deko. Hübsches buntes,
festes Papier gibt es in
Bastelläden wie dem
Idee Creativmarkt
DEKO IM ADVENT
HIMMLISCHE
Resteliebe
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und einen geschmackvollen Adventskalender.
Bunte
Sterne
1
2
3
4
5
6
DAS BRAUCHEN SIE:
Reste von Tapeten oder buntem Papier
Lineal Stift zum Anzeichnen Klebestift
Schere kleinen Pinsel
SO GEHT’S:
1 Für einen Stern aus einem Tapetenrest zwei gleich
große Quadrate à 9 x 9 cm ausschneiden. Nun eines
der Quadrate mit der schönen Seite nach unten
legen.
2 Das Quadrat 2-mal diagonal sowie mittig falten,
sodass ein Faltmuster entsteht. Anschließend mittig
auf jeder Seite des Quadrates eine 1,5 cm lange Linie
anzeichnen.
3 Dann jeweils entlang der aufgezeichneten Linien
einschneiden.
4 Nun die Schnittseiten so zu den diagonalen Faltlinien
umlegen, dass die einzelnen Sternzacken entstehen.
5 Anschließend mit dem zweiten Quadrat ebenso
verfahren.
6 Wenn zwei Sternhälften fertig sind, werden diese
um einen Zacken versetzt aufeinandergeklebt.
Falls man den Stern aufhängen möchte, kann man
einen zur Schlaufe gelegten Faden an dieser Stelle
miteinkleben.
21
FOTOS: FLORA PRESS
PERFEKT
EINGETÜTET
Die Tüten lassen sich
mit etwas Weihnachtsschmuck an einem Wandgitter anbringen und verleihen jedem Raum im Nu ein
weihnachtliches Ambiente
So macht Schenken
Spaß: Denn die kleinen
Tüten sind nicht nur
der perfekte Platz für
kleine Adventspräsente, sondern auch
eine Verpackung für
Weihnachtsgaben
Adventskalender
DAS BRAUCHEN SIE:
Reste von Tapeten oder buntem Papier Lineal
Stift zum Anzeichnen Klebestift
Schere Zackenschere Lochzange Bänder
SO GEHT’S:
1 Zuerst ein Rechteck in den Maßen 21,5 cm Breite und
16 cm Höhe zurechtschneiden.
2 Auf einer Seite einen Rand von 2 cm umknicken. Die
Seiten des Tapetenstücks übereinanderlegen, Falte glatt
streichen, Seiten mit Klebestift festkleben.
3 Für den Boden der Tüte den Rand einer kurzen Seite
5 cm nach oben knicken und wieder zurückfalten.
Dann die linke und rechte Seite zur Faltlinie hin knicken.
Die Tüte wenden, den Vorgang wiederholen. Boden
auseinanderziehen. Alle Falten glatt streichen. Jeweils
die Hälfte der oberen beziehungsweise der unteren
Seite des Bodens zur Mitte hin falten, die übereinanderliegenden Seiten festkleben.
4 Den offenen Rand mit der Zackenschere ein wenig
abschneiden und um 2 cm umklappen. Dann mit der
Lochzange zwei Löcher stanzen und ein Band durchfädeln. Die Tüte dann mit einer Schleife verschließen.
1
2
3
4
23
SO BESCHAULICH
Mit Lärchenzapfen locker
auf ein Stück Paketschnur
gefädelt, lässt sich aus den
kleinen Engeln eine wunderschöne Girlande basteln
24
DEKO IM ADVENT
ZAUBERHAFTE
Papierengel
In der Vorweihnachtszeit steht jedem
Winkel des Hauses etwas Glanz zu.
Diese hübschen Himmelsboten sind
schnell gemacht und eignen sich ganz
wunderbar als Deko im Fenster.
Goldige Engelein
FOTOS: BIRGID ALLIG
DAS BRAUCHEN SIE:
2 rechteckige Goldpapiere
Zwirn Holzperle
Faden oder
SO GEHT’S:
1 Die beiden rechteckigen Papiere werden an
der Längskante entlang wie eine Ziehharmonika
gefaltet. Im oberen Viertel einknicken, sodass
Flügel bzw. Arme entstehen.
2 Nun einen festen Faden durch die Holzperle
fädeln. Den unteren Teil des Fadens um den
Knick zwischen Körper und Ärmeln binden, aus
dem oberen einen Aufhänger knoten.
3 Nach Wunsch Engelshaar oder einen Heiligenschein aus Stroh aufkleben.
25
SCHÖNES
FÜR DIE
Fensterbank
Liebevoll dekorierte Fenster entfachen
bei uns immer pure Advents- und
Weihnachtsstimmung. Wir lieben diese
Blicke nach draußen – und drinnen.
DEKO IM ADVENT
GRÜNE STERNENPRACHT
In verschiedenen Größen baumeln
die Moossterne vor dem Fenster und
überbringen Weihnachtsgrüße aus
dem Wald. Die Sternform wird aus
etwas dickerem Floristendraht gebogen – für mehr Stabilität kann man
diesen auch doppelt oder dreifach
nehmen. Der Draht wird rundherum
mit einer dünnen Schicht Moos
bedeckt und mit grünem Floristendraht umwickelt. Dann werden die
Sterne mit einem Stück farblich passendem Band in unterschiedlichen
Höhen ins Fenster gehängt.
KERZENHALTER-STAMM
Die puristischen Baumstämmchen
geben sowohl den Stabkerzen als auch
den Minibäumchen festen Halt. Dafür
wird mit einem Holzbohrer ein Loch
in der passenden Größe in das Holz
gebohrt. Für die Weihnachtsbäumchen
werden Tannenzweige mit Floristendraht von unten nach oben an einem
Ast befestigt. Dabei kommen die
langen Zweige nach unten, kürzere
nach oben. Die Girlande für das
Fensterbrett besteht aus aus Efeu,
Tanne und Thuja und wird ebenfalls
mit Floristendraht gebunden.
27
EDLER GLANZ
IN FLASCHEN
Goldspray bringt die
Deko im Fenster zum
Leuchten. Dafür werden
Flaschen mit Klebeband
oder Schnur umwickelt
und besprüht. Nach
dem Trocknen wird
beides entfernt, Muster
bleiben zurück. Die
Flaschen werden mit
besprühten Stabkerzen
und einem Strauß aus
Physalis, Jungfer im
Grünen und Leinsamen
bestückt. Goldene
Blätter veredeln das
Fensterbrett.
VON ALLEN
SEITEN SCHÖN
Die Fensterkränze
wollen von innen und
außen bewundert
werden. Die Strohrohlinge werden von beiden Seiten mit Thujazweigen belegt und mit
Floristendraht umwickelt. Rote und weiße
Schleifen und Bänder
geben den letzten festlichen Schliff und helfen
beim Befestigen am
Fensterrahmen.
UMGARNTE
KERZEN
Das leuchtende Rot der
hängenden Kugeln wird
auf der Festerbank noch
einmal aufgegriffen.
Rot-weiße Garnrollen
dienen hier als Kerzenhalter für vier adventliche Stumpenkerzen.
In den Weckgläsern
versammeln sich
Kugeln, Zweige und
rote Zieräpfelchen.
29
WINTERLICHES
FARBDUETT
Weiß wie der Schnee, golden wie
das Leuchten der Sterne – eine
weihnachtliche Farbkombination,
die wunderbar harmoniert. Eine
Schicht Goldspray rückt die
originellen Formen der Pflanzen ins
Blickfeld. Die Flaschen tragen ein
weißes Kleid aus Butterbrotpapier
und werden mit Goldschnur
umwickelt. Das Fensterbrett ist mit
Blättern bedeckt, die ebenfalls mit
Goldfarbe besprüht werden.
FOTOS: HEIDI FRÖHLICH. UMSETZUNG & STYLING: MONIKA WELZMÜLLER. PRODUKTION: ALEXANDRA AHRENS. TEXT: CHRISTINE GAMBATO
ZAUBERHAFTER BLÄTTERREIGEN
Ein Weihnachtskranz muss nicht immer nur dicht und voll aus
frischen Tannenzweigen gebunden werden – Misteln, Silberblatt
und Eukalyptusblätter sind eine moderne, aber nicht weniger
hübsche Alternative. Für das zarte Kränzlein werden sie mit dünnem Floristendraht in einem Halbkreis an einen goldenen Metallring gewickelt und mit einer naturfarbenen Schnur am Fenster-
rahmen befestigt. Einige Eukalyptusblätter wurden mit einem
Hauch von Goldfarbe besprüht, um dem Kranz einen edlen und
festlichen Charakter zu verleihen. Das Schöne an diesem Fensterschmuck: Alle Pflanzen sind in getrocknetem Zustand sehr lange
haltbar, sodass man eine geraume Zeit seine Freude daran haben
kann – vielleicht sogar bis ins neue Jahr hinein
GRUSS VOM
STERNENHIMMEL
Bei der Weihnachtsdeko darf auch ein
bisschen getrickst werden: Natürlich
wird nicht das echte Fensterbrett mit
Farbe besprüht, sondern ein zugesägtes
Holzbrett, dass in der Weihnachtszeit
auf das Fensterbrett gelegt wird. Ein
Stern aus Pappe dient als Schablone,
wenn die Goldfarbe aufgesprüht wird.
Goldene Eukalyptusblätter werden nach
dem Abnehmen der Schablone lose
dazugelegt.
31
Die Papier-Quadrate sollten
etwas größer als der Durchmesser des Topfes sein. Am
besten startet man mit dem
größten Quadrat, schneidet
circa 10 Stück aus und arbeitet
sich etwa 5-mal in 0,5-cmSchritten zur nächstkleineren
Größe vor, damit der Baum die
schöne Form bekommt.
32
DEKO IM ADVENT
FESTLICHE
Tischdeko
Gerade beim Weihnachtsmenü
lohnt sich etwas Mühe bei der
Gestaltung des Tisches, denn sie
bietet den richtigen Rahmen für
das festliche Essen. Hier werden
Zapfen und alte Buchseiten mit
viel Liebe hübsch aufgetischt.
Papiertannen
SO GEHT’S:
1 Aus dem Papier mit der Zackenschere viele Quadrate ausschneiden,
von klein bis groß.
2 Die Quadrate packenweise auf den
Holzstab ziehen.
3 Die Töpfe mit Steckschaum füllen
und die Holzstäbe einstecken.
4 Mit der Stanze für jeden Baum zwei
Sterne ausstechen und oben an die
Spitze kleben.
5 Papiere auffächern, den Steckschaum mit Moos kaschieren, Samtband um den Topfrand kleben.
Goldige Zapfen-Pinguine
DAS BRAUCHEN SIE:
mehrere Fichtenzapfen weiße und schwarze Farbe dicken schwarzen
Bastelfilz Holzkugeln mit einem Loch Kleber Geschenkkordel
Schere Holzspieße Fimo-Knetmasse in Rot
SO GEHT’S:
1 Zapfen weiß bemalen. Aus dem Bastelfilz Flügel in der Größe der jeweiligen
Zapfen schneiden und rechts und links an die Zapfen kleben.
2 Die Holzkugeln mit schwarzer und weißer Farbe bemalen und zusammen
mit der eingezogenen Geschenkkordel auf ein Ende des Zapfens kleben. Mit
einem auf der einen Seite durch das Loch der Holzkugel und auf der anderen
Seite in den Baumzapfen gesteckten Holzspieß hält das Köpfchen besser.
3 Rote Fimo-Masse auswalzen und Füße und Schnabel daraus schneiden.
Anschließend gut durchtrocknen lassen.
4 Die Füße unten an den Zapfen und den Schnabel an die Holzkugel kleben.
33
FOTOS: BIRGID ALLIG
DAS BRAUCHEN SIE:
alte Noten oder Buchseiten
Zackenschere dicke, spitze Nadel
Holzspieße kleine Tontöpfchen
Steckschaum Moos Kleber
Sternstanzer Samtband
WUNDERBARER
Weihnachtsstern
Immer den gleichen roten Christstern auf dem Tisch? Die Zeiten sind vorbei:
Mit bunten Sorten wie 'Princettia Soft Pink', 'Winter Rose Early Marble',
'Jingle Bells Rock' und 'Ice Punch' wird das Fest blumig bunt.
PRÄSENT IN DER TÜTE
Ein Geschenk, das nur wenige Handgriffe braucht, um zu einem
echten Hingucker zu werden: Eine braune Papiertüte wurde farbig
bemalt (der Stern bleibt dank einer Schablone frei) und umhüllt
34
nun den altrosafarbenen Weihnachtsstern. Als Füllmaterial dienen
Tannenzweige, Eukalyptus, zarte Blütenzweige und was sonst
noch zur Hand ist. Ein zartes Schleifenband dran – und fertig!
DEKO IM ADVENT
IN DER WEIHNACHTSKUGEL
Was für ein hübsches Duo! Rechts in
traditionellem Rot der Klassiker unter
den Christsternen, links die zartrosa
Variante. Als Vase hat man jeweils eine
Weihnachtskugel gewählt, wobei die
rosafarbene mit Absicht einige
Gebrauchsspuren aufweist. Als Übertopf dienen farbige Gläser, die zusätzlich mit Tannenzweigen, Moos und
roten Beeren geschmückt wurden.
OH TANNENBAUM!
Origineller geht’s nicht: Hier bilden Seidenkiefer- und Tannenzweige
den Übertopf für das Weihnachtsstern-Arrangement. Dazu wird das
Pflanzgefäß einfach mit den Nadelgewächsen ummantelt. Anschließend wird das Immergrün mit hauchfeinem Myrtendraht fixiert. Eine
rote Schleife und silberweiß besprühte Zapfen und Blätter geben der
Dekoration einen festlichen Charakter.
IM RINDEN-UNTERKLEID
Bunte Glasgefäße dienen als Übertöpfe für rote, weiße und rosafarbene
Christsterne – ein reizvoller Blickfang
im prächtig geschmückten Wohnzimmer. Damit man die Umrisse der
Plastiktöpfchen nicht sieht, wurde
das Innere der Gläser mit Birkenrinde
ausgekleidet. Lärchen- und Tannenzweige und glänzende Weihnachtskugeln verleihen der Dekoration ein
stilvolles Gepräge.
LICHTER UND STERNE
Himmlische Freuden und heitere Feierlaune verbreitet diese zauberhafte Komposition: Vier Töpfchen mit farblich passend
schattierten Christsternen in eine Kiste
stellen oder mit Folie und Steckschwamm
einstecken. Die Kerzen mit Metallhalterungen fixieren. Ein hübscher Zusammenklang
von Zartrosa und Rötlich, von Naturmaterialien und Weihnachtsschmuck.
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BESTIRNTER KRANZ
Hier sorgt ein Steckschwamm
in Kranzform dafür, dass die
Christsterne mit Wasser versorgt werden. Frisches Moos,
das festgetackert wurde,
bildet den Untergrund für
den Festschmuck, bestehend
aus rosa Pfeffer, Wachsflower,
Tannen- und Seidenkiefer,
grauer Mimose, Eukalyptus
und roten Schleifen.
PFLEGETIPPS
Weihnachtssterne, die als Schnittblumen verwendet werden, sollte man an der
Schnittstelle ein paar Sekunden über eine offene Flamme halten. Auf diese Weise
wird die „Wunde“ versiegelt und die Pflanzen bleiben länger frisch.
Für Wärme sorgen, denn Christsterne sind Tropenpflanzen. Deshalb sollte man
sie beim Transport nach Hause warm einpacken. In der Wohnung benötigen sie
eine Zimmertemperatur zwischen 18 und 22 Grad und sollten nicht im Zug
stehen. Ebenfalls wichtig: Staunässe vermeiden und überschüssiges Wasser im
Übertopf immer abgießen, denn sonst können die feinen Wurzeln faulen. Idealerweise gießt man die kälteempfindlichen Pflanzen mit zimmerwarmem Wasser.
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SPIELKISTE FÜR
KREATIVE GEISTER
Hier wurde auf das hölzerne Tablett alles
gepackt, was gut zum Christstern passt. Und
so breitet er seine blassrosafarbenen Blätter
über allerlei Naturmaterialien aus: hellgrüne
Moospolster, rosa Pfefferbeeren, Eukalyptusblätter, weiß getünchte Pinienzapfen sowie
Seidenkiefer- und Tannenzweige. Und zu
guter Letzt kullern auch ein paar glänzende
Weihnachtskugeln durchs Bild.
FOTOS: BIRGID ALLIG. IDEE, UMSETZUNG & STYLING: ANITA RIEDER. PRODUKTION: DAGMAR BARTOSCH, KATI HOFACKER. TEXT: ELISABETH ASLAN
STERNE IN DER SCHALE
Eine Biedermeierschale mit feinem Goldrand bildet den eleganten Sockel für rote und rosafarbene Weihnachtssterne sowie
grüne Tannenzweige. Glänzende
Weihnachtskugeln und Zapfen,
Ton in Ton mit den Christrosen,
umspielen die zauberhafte Wohnzimmer-Dekoration. Im Innern
der Schale sorgt ein dicker
Steckschwamm für ausreichend
Feuchtigkeit.
2 Teige,
12 Plätzchen
Wir lieben das Backen. Aber
etwas weniger Kneten wäre
manchmal auch ganz schön.
Wir haben zwölf köstliche
Varianten aus nur zwei
Teigarten für Sie ausprobiert
– und sind begeistert.
LECKERES IM ADVENT
ZWEI GRUNDREZEPTE
Makronenteig
ZUTATEN FÜR 30–40 STÜCK
3 Eiweiß 200 g Puderzucker 100 g gemahlene weiße Mandeln
1 Prise Salz
ZUBEREITUNG
1. Eiweiß zu Schnee schlagen, Puderzucker langsam einschlagen, Mandeln und Salz
dazurühren.
2 Bei 140 Grad (Umluft) die kleinen Makronen etwa 10 Minuten im Ofen backen,
die großen 15–20 Minuten. Oder bei 120 Grad Umluft 30–40 Minuten.
Probieren Sie es aus – jeder Herd ist anders
Zubereitungszeit: circa 10 Minuten
Backzeit: 10–20 Minuten, je nach Größe
Tipp: Der Teig sollte am Schluss immer so fest sein, dass er glänzt und einen zähen
Faden zieht, wenn Sie die Rührstäbe herausziehen. Damit dies gut gelingt, sollte das
Eiweiß immer frisch aus dem Kühlschrank kommen und die Masse in einer fettfreien Schüssel aufgeschlagen werden. Sollte die Masse nicht fest sein, einfach esslöffelweise Nussmehl zufügen, denn sonst zerlaufen die Makronen wohlmöglich
beim Backen. Am besten immer ein Probe-Makrönchen backen – es dauert nur
5 Minuten, um zu sehen, wie sich der Teig im Ofen verhält.
Lebkuchenteig
ZUTATEN FÜR CIRCA 15 STÜCK
(Z. B. PFEFFERKUCHEN-PULLOVER LINKS)
Für den Teig: 175 g weiche Butter 200 g Vollrohrzucker ½ Tasse Ahornsirup
1 EL Zimt ½ EL Ingwer ½ EL Nelken 2 TL Kardamom 200 ml Sahne
700 g Dinkelmehl 2 TL Natron oder ½ TL Backpulver
Für den Guss: 2 Eiweiß 200 g Puderzucker 4 EL Zitronensaft
HIMMLISCHE
VIELFALT
Man schmeckt kaum,
dass die Basis dieser
Plätzchenvielfalt nur
aus Pfefferkuchen- und
Makronenteig besteht
ZUBEREITUNG
1. Die Butter schaumig rühren. Den Zucker, den Sirup und die Gewürze dazugeben. Die
halb steif geschlagene Sahne unterziehen. Die Hälfte des Mehls mit Natron oder Backpulver auf niedrigster Stufe unterrühren. Nach und nach das restliche Mehl hinzufügen.
2. Den Teig auf einer bemehlten Unterlage gut durchkneten und zu einer Kugel formen. Über Nacht abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
3. Am nächsten Tag den Teig auf einer bemehlten Unterlage dünn ausrollen und in
beliebigen Formen wie Pullover oder Honigkuchenpferde ausstechen. Lebkuchen auf
ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Backofen bei 160–180
Grad 10–15 Minuten backen.
4. Für den Guss das Eiweiß zu steifem Schnee schlagen, dann nach und nach den
Puderzucker einrieseln lassen und weiterrühren, bis die Masse dick und glänzend aussieht. Zwischendurch den Zitronensaft einträufeln. Guss mit einer Spritze oder Spritztülle auf das warme Gebäck geben.
Zubereitungszeit: circa 20 Minuten, Ruhezeit: über Nacht
Backzeit: 10–15 Minuten
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Haselnuss-SchokoHimbeer-Makrönchen
ZUTATEN FÜR CIRCA 60 STÜCK
2 x Makronenteig (einen der beiden Teige zusätzlich mit 100 g geschälten,
gemahlenen Mandeln zubereiten, den anderen mit zusätzlich 100 g gemahlenen
Haselnüssen) 30 g Raspelschokolade 30 g Kakao 3 EL Mehl
Für die Ganache: 100 g Bitterschokoladen-Kuvertüre 30 ml Sahne
40 ml Himbeergelee
ZUBEREITUNG
1. Den Mandelmakronenteig mit 30 g Raspelschokolade und 30 g Kakao
vermischen.
2. Den Haselnussmakronenteig mit dem Mehl vermischen.
3. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen. Die Mandelmakronenmasse in einen
Spritzbeutel mit mittelgroßer Lochtülle (1,5 cm) füllen und etwa 60 kleine Pünktchen aufs Backpapier spritzen. Mit der Haselnussmasse ebenso verfahren.
4. Für die Füllung die Kuvertüre fein hacken. Die Sahne aufkochen und die Kuvertüre darin schmelzen lassen (sie darf aber nicht kochen). Dann das Himbeergelee
einrühren. Mit dem Schneebesen glatt rühren. Abdecken und bei Zimmertemperatur beiseitestellen.
5. Die Makronen im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad circa 10 Minuten backen
und auf dem Backpapier vollständig auskühlen lassen. Danach mit einem Teelöffel
je einen Klecks Ganache auf die Mandel-Schoko-Makronen geben und je eine
Haselnussmakrone daraufsetzen.
Zubereitungszeit: circa 20 Minuten, Backzeit: circa 10 Minuten
Grapefruit-OrangenRosmarin-Makronen
ZUTATEN FÜR CIRCA 25 KRINGEL
1 x Makronenteig 200 g blanchierte, geriebene Mandeln
1 Vanilleschote Schale von ½ Orange einige Tropfen
Orangensaft und Grapefruitsaft
Für den Genuss: 1 Zweig Rosmarin ¼ l Wasser 250 g
Puderzucker ¼ TL Limettensaft
ZUBEREITUNG
1. Den Makronenteig, die Mandeln, das ausgekratzte Mark der
Vanilleschote, Orangenschale und je 1 EL Orangen- und Grapefruitsaft verrühren.
2 Zwei Backbleche mit Backpapier belegen. Die fertige Makronenmasse in Spritzbeutel mit mittelgroßer Lochtülle (1,5 cm)
füllen. Etwa 25 kleine Makronenkringel auf das Backpapier spritzen, dann 15–20 Minuten bei 150 Grad (Umluft) knusprig
backen.
3 In der Zwischenzeit den Rosmarinzweig mit kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Zweig entfernen
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und 1–2 EL Rosmarinsud mit dem gesiebten Puderzucker zu einer
glatten, zähen Masse verrühren. Zuletzt den Limettensaft dazugeben und ebenfalls gleichmäßig untermischen.
4 Die ofenwarmen Makronen mit dem Rosmarin-Limetten-Guss
beträufeln und alles gut trocknen lassen.
Zubereitungszeit: circa 20 Minuten
Backzeit: 15–20 Minuten
Pistazien-LimettenMakronen mit weißer
SchokoladenButtercreme
ZUTATEN FÜR CIRCA 30 STÜCK
70 g Puderzucker 50 g gemahlene Pistazien
Saft und Schale von zwei Limetten
1 x Makronenteig
Für die Buttercreme: 150 g weiße Kuvertüre
200 g weiche Butter 200 g Puderzucker
1 Msp. Spinatpulver (Bioladen) oder grüne
Lebensmittelfarbe 50 g Sahne ¼ TL Salz
Für den Guss: 1 Ei, 250 g Puderzucker
1 Msp. Spinatpulver (Bioladen) oder grüne
Lebensmittelfarbe ¼ TL Limettensaft
ZUBEREITUNG
1. Zucker, Pistazien, Saft und Schale der Limetten
unter den Makronenteig heben. Die Makronen
mit einem Löffel auf das mit Backpapier belegte
Backblech setzen. Wie im Makronenteig-Rezept
backen, eventuell bis zu 5 Minuten länger. Sie sollten aber nur minimal braun werden. Dann auf
einem Kuchengitter erkalten lassen.
2. Die weiße Kuvertüre in einzelne Stücke brechen
und in eine Schüssel geben. Über einem Wasserbad langsam bei sehr niedriger Temperatur (etwa
40–45 Grad) schmelzen lassen. Leicht abkühlen
lassen, bis die Schüssel Körpertemperatur hat.
3. Die Butter 1 Minute lang schaumig aufschlagen.
Den Puderzucker zugeben und 2 Minuten untermixen. Dann nach und nach jeweils ⅓ der
geschmolzenen Kuvertüre rasch untermischen.
Zuletzt noch die Farbe einrühren.
4. Sahne steif schlagen und mit dem Salz 1–2
Minuten lang unter die Schokomasse rühren, bis
eine schön lockere Buttercreme entstanden ist.
5. Dann immer zwei Unterseiten der Makronen
mit der Creme zusammensetzen.
6. Zuletzt das Ei trennen. Eigelb anderweitig verwenden. Das Eiweiß aufschlagen und mit dem
Puderzucker, dem Spinatpulver bzw. der Lebensmittelfarbe und dem Limettensaft zu einem Guss
verrühren. Diesen mit einem Löffel in Fäden auf
den Makronen verteilen.
Zubereitungszeit: circa 30 Minuten
Backzeit: 10–20 Minuten
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Kokosstangen mit Kaffee
ZUTATEN FÜR CIRCA 60 STÜCK
1 x Makronenteig ohne Mandeln (nur mit Eiweiß und dem
Puderzucker) 150 g Kokosraspel 2 EL Mehl 2 EL starker
Espresso
Für die Ganache: 100 g Zartbitter-Kuvertüre 275 ml
Schlagsahne 2 TL Instant-Espressopulver
ZUBEREITUNG
1. Mandelfreie Makronenmasse bzw. Baisermasse herstellen.
Kokosraspel, Mehl und Espresso mischen und unter die Masse
heben.
2. Die Masse in einen Spritzbeutel mit Lochtülle (1–1,5 cm) füllen. 60 schmale Streifen à 6 cm Länge auf zwei mit Backpapier
belegte Bleche spritzen. Nacheinander im vorgeheizten Backofen auf der zweiten Schiene von unten bei 140 Grad (Umluft
120 Grad) etwa 40 Minuten trocknen. Die Makronen sollen hell
bleiben. Sie sind fertig, wenn sie sich vom Backpapier lösen lassen. Auf dem Blech auskühlen lassen.
3. Kuvertüre im Wasserbad bei niedriger Temperatur schmelzen,
Sahne und Espressopulver einrühren. Kokosstangen hineintunken, kurz kalt stellen, damit die Ganache fest wird. Die Stangen
halten sich in Blechdosen zwischen Lagen von Pergamentpapier
kühl und trocken 2–3 Wochen.
Zubereitungszeit: circa 25 Minuten
Backzeit: circa 40 Minuten
Lebkuchenblumen
mit Physalis
ZUTATEN FÜR CIRCA 55 STÜCK
½ Lebkuchenteig ½ Tonkabohne 50 g Physalis
etwa 10 EL Ahornsirup Zitronensaft und Puderzucker
zum Glasieren
ZUBEREITUNG
1. Den Lebkuchenteig ohne Ruhezeit zubereiten. Dabei die
Tonkabohne fein reiben und zusammen mit den anderen
Gewürzen unter den Teig kneten. Teig über Nacht im
Kühlschrank kühlen.
2. Die Physalis von den Blättern befreien, waschen und in
möglichst dünne Scheiben schneiden. In einer Schüssel
mit 5–6 EL Ahornsirup marinieren.
3. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Backblech
mit Backpapier auslegen.
4. Den Teig in drei Teile teilen und diese nacheinander auf
einer leicht bemehlten Fläche 3–4 mm dünn ausrollen.
Blumen ausstechen und mit etwas Ahornsirup bestreichen. Auf jede Blume eine Physalisscheibe legen und leicht
eindrücken. Im vorgeheizten Backofen 10–15 Minuten
backen.
5. Plätzchen aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
Wer mag, kann die Blumen noch mit etwas Zuckerguss
glasieren. Da die Physalis nach dem Backen noch recht
feucht sind, die Blumen am besten über Nacht offen stehen lassen, bis das Obst gut getrocknet aussieht
Zubereitungszeit: circa 20 Minuten
Ruhezeit: über Nacht, Backzeit: 10–15 Minuten
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Lebkuchenfiguren
mit Nussfüllung
ZUTATEN FÜR CIRCA 25 MÄNNLEIN
(ODER FRÄULEIN)
1 x Lebkuchenteig (über Nacht geruht)
1 x Guss wie beim Lebkuchenteig, aber ohne
Zitronensaft 1 kleine Tasse gemahlene
Haselnüsse 1 Glas Haselnusscreme
ZUBEREITUNG
1. Den Lebkuchengrundteig auf einer bemehlten
Unterlage dünn ausrollen und in Männlein- oder
Fräuleinform ausstechen.
2. Die Lebkuchen auf ein mit Backpapier belegtes
Blech legen und im vorgeheizten Backofen bei
160–180 Grad etwa 10 Minuten backen.
3. Für den Guss das Eiweiß zu steifem Schnee
schlagen, dann nach und nach den Puderzucker
einrieseln lassen und weiterrühren, bis die Masse
dick und glänzend aussieht. Lebkuchenfiguren
noch warm mit den Füßen erst in den Guss,
dann in die gemahlenen Haselnüsse tunken.
4. Nach dem Trocknen auf einem Backpapier
oder Abkühlgitter jeweils einen Lebkuchen mit
der Haselnusscreme bestreichen und mit einem
anderen zusammenkleben.
Zubereitungszeit: circa 20 Minuten
Ruhezeit: über Nacht
Backzeit: circa 10 Minuten
Linzer Pfefferkuchenschnitten
mit Cranberry
ZUTATEN FÜR 1 BLECH (CIRCA 30 STÜCK)
1 x Lebkuchenteig 1 Glas Cranberry- oder Preiselbeeraufstrich
Puderzucker
ZUBEREITUNG
1. Den Lebkuchenteig zubereiten und ruhen lassen. Zwei Drittel des Teigs auf einem Backpapier
zu einer dünnen Teigplatte ausrollen, dann aufs Backblech ziehen und 5 Minuten bei 160 Grad
backen.
2. Aufstrich im Topf anwärmen und flüssig machen. Bei Bedarf pürieren und auf die Teigplatte
streichen.
3. Den restlichen Teig ausrollen, mit dem Maultaschenroller oder einem Messer in Streifen
schneiden und diagonal auf die Marmelade legen. Im Ofen weitere 10–15 Minuten bei etwa 170
Grad backen, auskühlen lassen und in Schnitten schneiden. Leicht mit Puderzucker bestäuben.
Zubereitungszeit: circa 20 Minuten, Ruhezeit: über Nacht, Backzeit: 10–15 Minuten
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Lebkuchen-Brownies
aus Teigresten
ZUBEREITUNG
1. Den Backofen auf 175 Grad vorheizen (Umluft: 150 Grad).
Eine eckige Springform (circa 20 x 25 cm groß) einfetten.
2. Teigreste vom Ausstechen auf ein mit Backpapier belegtes
Backblech legen und 10–15 Minuten bei circa 150 Grad
backen, dann fein hacken.
3. Für den Teig Schokolade in Stücke brechen. Mit 250 g Butter in Stücken in einem Topf bei schwacher Hitze schmelzen.
4. Eier, Zucker und 1 Prise Salz mit den Schneebesen des
Rührgerätes 3–4 Minuten cremig aufschlagen. Schokoladenbutter vom Herd nehmen und sofort in die Eiermasse rühren.
5. 100 g der fein gehackten Lebkuchen, Mehl, Kakao und
Backpulver mischen.
6. Zügig unter die Schokoladen-Eier-Masse rühren. Teig in die gebutterte
Form geben und glatt streichen.
7. Im heißen Ofen circa 25 Minuten backen. Die Brownies sollten nicht
ganz durchgebacken sein. Daher sind bei der Stäbchenprobe auch noch
Teigspuren auf dem Holzspieß. Herausnehmen, auskühlen lassen.
8. Kuvertüre schmelzen und Lebkuchengewürz einrühren, dann heiß auf
die Brownies streichen.
9. Erdnüsse grob hacken und zusammen mit den restlichen Lebkuchenbröseln auf der Kuvertüre verteilen.
10. Aushärten lassen, dann die Brownies in circa 4 x 4 cm große Stücke
schneiden.
Zubereitungszeit: circa 20 Minuten, Backzeit: circa 25 Minuten
PfefferkuchenKürbistaler
mit Schmand-Kürbiskern-Zimt-Füllung
ZUTATEN FÜR CIRCA 12 STÜCK
Für die Taler: 1 x Lebkuchenteig (über Nacht gekühlt)
4 EL Kürbiskerne
Für die Füllung: 180 Frischkäse natur 1–2 EL Schmand
2–3 EL Ahornsirup nach Geschmack ½ TL Zimt
ZUBEREITUNG
1. Den Lebkuchenteig zu zwei Rollen formen. Die Kürbiskerne
hacken, 1–2 EL davon beiseitestellen für die Füllung. Teigrollen in den übrigen Kernen wälzen und in Taler schneiden.
2. Taler im Backofen bei 180 Grad 15–20 Minuten backen.
Die Zutaten für die Füllung zusammenrühren.
3. Die Hälfte der Kekse mit der Füllung bestreichen und
jeweils einen weiteren Keks daraufsetzen.
Zubereitungszeit: circa 15 Minuten
Ruhezeit: über Nacht
Backzeit: 15–20 Minuten
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FOTOS: BRIGITTE SPORRER. PLÄTZCHEN: DIE LANDIDEE-REDAKTION. STYLING, PRODUKTION UND TEXT: KATI HOFACKER
ZUTATEN FÜR CIRCA 20 STÜCK
200 g Lebkuchenteig-Reste vom Ausstechen 300 g
Zartbitterschokolade 250 g + 2 EL Butter 4 Eier (Gr. M),
250 g brauner Zucker 1 Prise Salz 100 g Dinkelmehl
50 g Backkakao ¼ TL Backpulver 150 g ZartbitterKuvertüre 1 EL Lebkuchengewürz 100 g Erdnüsse
(geröstet und gesalzen)
Aprikosenmakronen
ZUTATEN FÜR 25 GROSSE MAKRONEN
200 g Marzipanrohmasse 1 x Makronenteig ½ TL fein abgeriebene BioZitronenschale evtl. 2 Tropfen Bittermandelaroma 200 g grob gehackte
Mandeln 1 Glas Aprikosenkonfitüre 1–2 TL Zitronensaft
ZUBEREITUNG
1. Marzipanrohmasse auf der Haushaltsreibe raspeln.
2. Zum Makronenteig geben und mit Zitronenschale und Bittermandelaroma untermischen. Die gehackten Mandeln in einen tiefen Teller geben.
Vom Teig teelöffelgroße Portionen abstechen und in den Mandeln wälzen.
3. Zu Kugeln formen und auf zwei mit Backpapier ausgelegte Bleche setzen.
Mit einem Finger tiefe Mulden in die Kugeln drücken. Nacheinander im heißen Ofen bei 180 Grad (Umluft 160 Grad) auf der mittleren Schiene etwa
12 Minuten goldgelb backen.
4. Aprikosenkonfitüre durch ein feines Sieb streichen. Mit 1–2 TL Zitronensaft verrühren. In einen Einwegspritzbeutel füllen und die Spitze knapp
abschneiden. Die Makronen auf ein Gitter geben und mit der Konfitüre füllen. Vollständig abkühlen lassen.
Zubereitungszeit: circa 20 Minuten, Backzeit: je circa 12 Minuten
Mandelmakronen
ZUTATEN FÜR 40–50 STÜCK
1 x Makronenteig 100 g gemahlene weiße Mandeln
ZUBEREITUNG
1. Mandeln in den Grundteig einrühren.
2. Makronen zu Kugeln formen und auf ein mit Backpapier belegtes
Blech legen. Auf Wunsch mit Pinienkernen etc. dekorieren.
3. Kleine Makronen bei 140 Grad etwa 10 Minuten im Ofen
lassen, große Makronen 15–20 Minuten.
Zubereitungszeit: circa 10 Minuten
Backzeit: 10–20 Minuten, je nach Größe
WIE SÜSS DARF'S SEIN?
Viele Bäckerinnen und Bäcker mögen ihre Plätzchen nicht so süß.
Wir haben bei unserem Rezept nicht allzu viel Zucker genommen.
Wenn Sie Lust haben, können Sie beim Teig mit ⅓ weniger (oder
auch mehr) Zucker experimentieren.
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WIE IN ALTEN ZEITEN
Schokotrüffel
Sie sind zum Dahinschmelzen gut: edle Schokotrüffel.
Der elegante Mix aus herber Schokolade und samtiger
Creme schmeichelt dem Gaumen und macht sie perfekt
für festliche Anlässe. Wir verraten, wie man sie zubereitet.
ass in Schokotrüffeln richtiger Trüffel enthalten ist, scheint geschmacklich doch eher
abwegig. Doch woher dann der Name? Er rührt
von der Form her, die an einen Trüffelpilz erinnert. Die kugelförmigen Schokopralinen sind
eine verführerische Mischung aus dunkler Schokolade, Sahne und Butter, der Fachbegriff hierfür
lautet Ganache. Meist ist sie umgeben von einer
Hülle aus Kakao. Oftmals werden die Pralinen
auch mit Spirituosen wie Marc de Champagne,
Whisky, Rum oder Kirschwasser verfeinert. Bei
der Verzierung sind ebenfalls viele leckere Varianten möglich. Nicht nur weiße Schokolade,
Pistazien oder Kokosraspel eignen sich wunderbar, sondern auch Krokant oder getrocknete
Früchte. Aufgrund des hohen Fettgehalts haben
die Pralinen eine schmelzende Konsistenz und
gute Haltbarkeit – kühl und luftdicht gelagert,
kann man sie circa zwei Wochen aufbewahren.
ZUTATEN FÜR CIRCA 40 STÜCK:
250 g dunkle Schokolade (mind. 70 % Prozent Kakaoanteil) 125 ml
Sahne 30 g Butter 1 Prise Salz Kakaopulver zum Ummanteln
Wer die Schokotrüffel noch
etwas verzieren
möchte, kann
dazu weiße
Schokolade,
Pistazien oder Kokos verwenden
SO GEHT’S:
1 Für die Trüffelmasse die Schokolade mit einem scharfen Messer möglichst
klein hacken.
2 In einem Topf die Sahne kurz aufkochen, dann vom Herd nehmen. Die
Schokolade zugeben und unterrühren, bis sie vollständig geschmolzen ist. Die
Ganache in eine Schüssel füllen, mit Folie abdecken und an einem kühlen Ort
circa 5 Stunden fest werden lassen.
3 Die Butter und etwas Salz mit dem Rührgerät in einer Schüssel aufschlagen.
Die Trüffelmasse ebenfalls aufschlagen, dann die Butter unterziehen, bis die
Ganache hell und fest ist. Nun entweder in einen Spritzbeutel füllen und die
Trüffel als Tupfen auf ein Backpapier setzen. Oder mit einem kleinen Löffel
Nocken ausstechen und mit den Händen zu Kugeln rollen.
4. Zuletzt die Trüffel mit Kakaopulver ummanteln. Dafür entweder den
Kakao in ein kleines Sieb geben und die Trüffel damit bestäuben. Oder den
Kakao auf einen Teller streuen und die Kugeln darin wenden.
Zubereitungszeit: 60 Minuten, Ziehzeit: circa 5 Stunden
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1
2
3
4
FOTOS: SHUTTTERSTOCK
D
LECKERES IM ADVENT
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Warme
Wintersäfte
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LECKERES IM ADVENT
Wenn es draußen klirrend kalt ist, gibt es kaum etwas
Schöneres, als sich von innen zu wärmen. Wie gesund und
köstlich das sein kann, zeigen unsere raffinierten Rezepte
auf der Basis von Frucht- und Gemüsesäften.
Vitamin-C-Bombe
Für die kalten Wintertage
ZUTATEN FÜR 500–700 ML,
JE NACH OBSTQUALITÄT:
2 Äpfel 1 gelbe Paprika 4 EL rohes Sauerkraut
2 Handvoll frische rohe Spinatblätter oder
Grünkohl 2 Kiwis 2 EL Honig
2 EL frischer Zitronensaft
SO GEHT’S:
1 Äpfel mit Kerngehäuse und Schale vierteln, eine
gelbe Paprika entkernen, den Strunk entfernen und
grob schneiden. Das Sauerkraut, Spinatblätter oder
Grünkohl bereitstellen, die Kiwis schälen.
2 Alles nach und nach in den Entsafter oder in
einen Mixer geben und verarbeiten.
3 Falls Sie einen Mixer nutzen, sollten Sie den
Saft nicht abseihen, denn die wertvollen
Ballaststoffe aus dem Obst und Gemüse tun
Ihrem Organismus und Ihrer Verdauung gut.
4 Den Honig im Zitronensaft auflösen und nach
der Fertigstellung des Saftes in den Krug einrühren.
5 Den Saft auf maximal 35 Grad erwärmen.
Er schmeckt aber auch kalt sehr gut.
Preiselbeer-Zistrosen-Cranberry-Punsch
Für Blase und Immunsystem
ZUTATEN FÜR CIRCA
625 ML HEISSGETRÄNK:
¼ l Cranberrysaft ¼ l Preiselbeersaft 1 TL
Butter 125 ml Wasser 1 TL Zistrosentee in
Bio-Qualität aus der Apotheke 1 Stange Zimt
3 Gewürznelken 1 Sternanis
SO GEHT’S:
1 Die Säfte, Butter und 125 ml Wasser aufkochen.
Zistrosentee und Gewürze in einen Teebeutel
geben und 6–10 Minuten darin ziehen lassen.
2 Direkt auf Gläser verteilen oder in eine Thermoskanne füllen und warm genießen.
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Sellerie-OrangenKurkuma-Birnen-Saft
Entzündungshemmend
ZUTATEN FÜR CIRCA 500 ML:
1 Stange Sellerie oder ¼ bis ½ Knolle, je nach Größe (für eine
schönere Farbe) 2 Orangen 1 Birne 1 TL Kurkumapulver
oder 1 kleinfingergroßes Stück geschälte Kurkumawurzel
½ cm Chilischote oder 1 Msp. Chili 1 Prise Pfeffer oder rote
Pfefferbeeren nach Geschmack
SO GEHT’S:
1 Die Sellerieknolle schälen und würfeln. Die Selleriestange putzen und grob zerkleinern. Die Orangen schälen und ebenfalls
grob würfeln. Die Birne waschen und samt Kerngehäuse und
Schale vierteln. Die Kurkumawurzel dünn schälen, Chilischote
oder -pulver bereitlegen.
2 Die Zutaten der Reihe nach in den Entsafter oder Hochleistungsmixer geben. Beim Entsaften: Kurkumawurzel und Chilistückchen mit entsaften. Kurkuma- und Chilipulver sowie den
Pfeffer erst nach der Fertigstellung einrühren.
3 Wer es feiner mag, kann nun den Saft durch ein mit einem
Mulltuch ausgelegtes Sieb gießen.
4 Den Saft auf maximal 35 Grad erwärmen und direkt trinken
bzw. in eine Thermosflasche füllen. Der Saft ist vor allem im
Winter eine köstliche Alternative und Zwischenmahlzeit.
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Rote-Bete-Wintersaft
Blutbildend
ZUTATEN FÜR CIRCA 500 ML:
350 g Rote Bete 200 g ganze Äpfel 1 Zitrone
200 g Möhren 25 g Ingwer (frisch geschält gewogen)
1 Msp. Nelken 1 Msp. Zimt 2 Msp. Muskat 4 EL
Kokoscreme (aus der Dose) 1 EL Leinöl in guter Qualität
SO GEHT’S:
1 Die Rote Bete schälen, die Äpfel mit Schale und Kerngehäusen
vierteln, die Zitrone auspressen, die Möhren schälen und etwas
zerkleinern. Den geschälten Ingwer bereitstellen.
2 Die Zutaten der Reihe nach in den Entsafter oder den Hochleistungsmixer geben. Beim Entsaften die Gewürze und das Öl
erst nach der Fertigstellung einrühren. Falls Sie einen Mixer
benutzen: Die Gewürze einfach mitmixen. Wer es feiner mag,
kann den Saft im Anschluss durch ein mit einem Mulltuch ausgelegtes Sieb gießen.
Tipp: Das Öl erst nach der Fertigstellung einrühren. Der Saft
sollte nur bis 35 Grad erwärmt werden. In der kalten Jahreszeit
ist er ein wunderbarer, wohlig wärmender Genuss.
H o l l e r m i t K i rsc h e u n d S c h o k o
Immunstärkender Gelenksaft
FOTOS: BRIGITTE SPORRER. REZEPTE, PRODUKTION, STYLING & TEXT: KATI HOFACKER
ZUTATEN FÜR CIRCA 500 ML:
¼ l Hollersaft ¼ l Sauerkirschsaft 2 Teebeutel Schoko-Chai (z. B. von Alnatura oder Yogi
Tea, im Bioladen) oder 2 EL Kakao-Nibs (Kakaoschalen zum Knabbern, z. B. von Veganz bei DM)
SO GEHT’S:
1 Säfte langsam erhitzen. Kurz vor den Siedepunkt vom Herd nehmen.
2 Schoko-Chai bzw. die Kakao-Nibs 10 Minuten im
Saft ziehen lassen. Die Nibs können Sie abseihen
oder je nach Belieben mit dem Löffel vom Boden
der Tasse fischen und genießen.
SÜSS
TRIFFT
sal z i g
Einfach meisterlich:
Bei diesen Rezepten
sorgt die Kombination
aus salzigen und süßen Komponenten
für Aha-Momente und ein Freudenfest
bei den Geschmacksnerven.
SCHOKOBREZELN
mit Frischkäse-Honig-Füllung
Rezept auf Seite 58
LECKERES IM ADVENT
SALZSTANGEN-LOLLIS
mit Schoko und Zuckerschmuck
Rezept auf Seite 58
55
Schoko-Äpf
pfe
el mit
S a l z g e b ä c k - B rö s e l n
ZUTATEN FÜR 5 STÜCK:
5 Äpfel 5 saubere Äste 200 g Schokoladenkuvertüre Brösel von Salzstangen und Salzbrezeln
ZUBEREITUNG:
1 Äpfel waschen, trocknen und auf die Äste spießen.
Salzstangen- und Brezel-Brösel bereitstellen.
2 Die Schokokuvertüre über dem Wasserbad
schmelzen, dann die Äpfel nach und nach mit der
Schokolade überziehen – entweder hineintauchen
oder mit einem Löffel rundherum mit flüssiger Schokolade beträufeln. Die Äpfel dabei mit leichten Drehbewegungen immer wieder wenden.
3 Die Äpfel anschließend in die Brösel tauchen. Dann
auf ein Kuchengitter stellen, damit die Schokolade
abkühlen und fest werden kann.
Zubereitungszeit: circa 20 Minuten
Heiße Schokolade mit Salzbrezeln
ZUTATEN FÜR 2 GROSSE GLÄSER:
100 g Zartbitterschokolade 500 ml fettarme Milch 100 ml Sahne
2 EL Mini-Marshmallows Mini-Salzbrezeln
ZUBEREITUNG:
1 Schokolade über dem warmen Wasserbad schmelzen. Die Milch in einem kleinen
Topf erhitzen. Etwa zwei Drittel der flüssigen Schokolade zugeben, unterrühren und
warm halten. Die Sahne steif schlagen.
2 Die heiße Schokoladenmilch in Gläser füllen. Jeweils mit einem Klecks Sahne, der
restlichen Schokolade, Marshmallows und Salzbrezeln verzieren.
Zubereitungszeit: circa 15 Minuten
Rentier-Plätzchen
ZUTATEN FÜR 10–15 PLÄTZCHEN:
120 g weiche Butter 140 g Zucker 1 Ei
250 g helles Dinkelmehl ½ TL Backpulver
1 Prise Salz dunkle Schokoladenkuvertüre Zuckeraugen rosafarbene und rote
Smarties Salzbrezeln schwarzer Zuckerstift (z. B. von Dr. Oetker)
Außerdem: Frischhaltefolie Backpapier
große und kleine ringförmige Ausstecher
ZUBEREITUNG:
1 Weiche Butter und Zucker mit dem Mixer
cremig rühren. Ei dazugeben und unterrühren.
2 Mehl, Backpulver und Salz mischen. Mit der
Buttermischung zu einem Teig kneten.
3 Teig in Frischhaltefolie wickeln und für 30
Minuten kühl stellen.
4 Backofen auf 180 Grad vorheizen. Backblech
mit Backpapier auslegen.
5 Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche etwa
6 mm dünn ausrollen und jeweils eine gleiche
Anzahl von großen und kleinen Kreisen ausstechen. Für circa 10 Minuten backen.
6 Die ausgekühlten großen Kekse mit
geschmolzener Kuvertüre bestreichen, jeweils
einen kleinen Keks als „Schnauze“ aufdrücken
und fest werden lassen. Die Zuckeraugen,
Smarties als Nase und Brezel als Geweih
anbringen. Mit dem Zuckerstift den Mund
aufmalen.
Zubereitungszeit: 60 Minuten
Kühlzeit: 30 Minuten
Backzeit: circa 10 Minuten
57
Rezept von Seite 54
Schokobrezeln
mit Frischkäse
ZUTATEN FÜR 12 STÜCK:
125 g Frischkäse 2 EL flüssiger
Honig 24 Mini-Salzbrezeln
100 g Zartbitterschokolade
ZUBEREITUNG:
1 Frischkäse mit dem Honig glatt rühren.
2 Auf 12 Brezeln mit Hilfe von 2 Teelöffeln kleine Kleckse setzen,
eine zweite Brezel darauflegen und leicht andrücken. Etwa eine
Stunde kalt stellen.
3 Schokolade schmelzen und die Brezel-Doppeldecker etwas in
die geschmolzene Schokolade tauchen. Kurz abtropfen lassen,
auf ein Backpapier legen und etwa 30 Minuten kalt stellen.
4 Dazu passt gezuckerter Rosmarin: 20 g Zucker in 40 ml Wasser
unter Rühren aufkochen, bis er sich gelöst hat. Rosmarinspitzen
durchziehen, auf einem Gitter abtropfen, noch einmal in Zucker
stippen und trocknen lassen.
Zubereitungszeit: 25 Minuten, Kühlzeit: 90 Minuten
Rezept von Seite 55
Salzstangen-
Schokotarte mit
Lollis
Salzstangen-Stern
ZUTATEN FÜR 10 STÜCK:
100 g Schokolade 10 Salzstangen Zuckersterne und Streusel
zum Dekorieren
Außerdem: Bleistift Lineal
Papier Backpapier Spritzbeutel
ZUTATEN FÜR EINE RUNDE TARTEFORM
(22 CM Ø):
120 g Butter 450 g Zartbitterschokolade 4 Eier
55 g Zucker 2 TL Meersalzflocken Salzstangen
ZUBEREITUNG:
1 Mit Bleistift und Lineal tannenbaumförmige Dreiecke auf das
Papier zeichnen. Diese sollten etwas kürzer als die Salzstangen
sein, damit das Fingerfood einfach gegriffen werden kann. Dann
das Backpapier darüberlegen und auf jedem Tannenbaum eine
Salzstange als „Stamm“ ausrichten.
2 Nun die Schokolade im heißen Wasserbad schmelzen. Die
geschmolzene Schokolade in einen Spritzbeutel mit dünner Spitze
füllen und auf die Salzstangen im Zickzack von der Spitze aus in
breiter werdenden Linien verteilen. Ist der Baum fertig, bunte Streusel und Sternchen darüberstreuen. In den Kühlschrank geben, bis
die Schokolade fest ist und sich vom Backpapier löst.
Zubereitungszeit: circa 30 Minuten plus Kühlzeit
58
ZUBEREITUNG:
1 Den Ofen auf 160 Grad vorheizen. Backform fetten. Butter und
400 g Schokolade in einer Schüssel über warmem Wasser zu
einer cremigen Masse verschmelzen, dann vom Herd nehmen.
2 Eier trennen, Eiweiß steif schlagen. Nach und nach den Zucker
zugeben und weiterschlagen, bis eine glänzende Masse entsteht.
3 Die Eigelbe und die Salzflocken unter die Schokoladenmasse
rühren, danach das Eiweiß unterheben. Masse in die Form gießen,
glatt streichen und dann im Ofen 20–25 Minuten backen
(Stäbchenprobe machen).
4 Kuchen auskühlen lassen. Die restliche Schokolade schmelzen
und gleichmäßig darauf verteilen. Auf der noch flüssigen Glasur
sternförmig die Salzstangen verteilen, anschließend den Kuchen
für mindestens 3 Stunden kühl stellen.
Zubereitungszeit: circa 60 Minuten
Backzeit: 20–25 Minuten, Kühlzeit: mindestens 3 Stunden
G e b r a n n t e B r e ze l n
ZUTATEN FÜR 2 GLÄSER:
200 g Zucker 1 EL Zimt 1 Eiweiß
250 g Salzbrezeln
FOTOS: BRIGITTE SPORRER. IDEE, UMSETZUNG & TEXT: STEFFI MÜLLER
ZUBEREITUNG:
1 Den Backofen auf 160 Grad vorheizen. Zucker und Zimt in einer Schüssel
mischen. Das Eiweiß in einer weiteren Schüssel schaumig (nicht steif) aufschlagen.
Die Brezeln hineingeben und durchrühren. Dann portionsweise in der Zuckermischung wenden, sodass sie gut mit Zimt und Zucker umhüllt sind.
2 Auf zwei Backblechen mit Backpapier ausbreiten und circa 15 Minuten backen.
Nach der Hälfte der Zeit die Bleche wechseln. Abkühlen lassen und in Gläser füllen.
Zubereitungs- und Backzeit: circa 30 Minuten
BESCHERUNG
FÜR
Piepmätze
60
Väterchen Frost hat die Natur fest im Griff.
Jetzt freuen sich die gefiederten Freunde
ganz besonders über gehaltvolle und
energiereiche Leckerbissen.
DRAUSS' VOM WALDE …
FOTOS: BIRGID ALLIG. STYLING: MONI WELZMÜLLER. PRODUKTION UND TEXT: ALEXANDRA AHRENS
FUTTERKRANZ
Erfreut Mensch und Tier
zugleich: In einen grünen
Kranz aus Efeu und Buchs
werden Beeren von Weißdorn, Holunder, Sanddorn, Efeu, Eberesche
oder Schlehe eingesteckt.
Mit einem Holzbohrer die
Schalen von Erd- und
Walnüssen mit einem
Loch versehen. Eine
Schnur hindurchfädeln,
um sie an den Kranz zu
hängen. Zuletzt noch
einen Vogelfutterring
einhängen.
NAHRHAFTE PLÄTZCHEN
Damit auch die Vogelschar nicht auf ihre Weihnachtsnascherei verzichten
muss, lassen sich hübsche Futterplätzchen herstellen. Einfach eine Masse
aus Fett und Kernen anrühren. Dann Ausstechförmchen auf Backpapier
legen, ein Stück Schnur durchziehen und die halbfeste Masse einfüllen.
Erkalten lassen, aus der Form lösen und draußen im Schatten aufhängen.
61
GLÄSERNE
ZAPFEN-PYRAMIDE
Kunstvoll gestapelt eine echte Augenweide. Dafür große Einmachgläser
mit Zapfen, Kugeln, Hagebutten,
Baumwolle und Holzsternen
befüllen. Mit rotem Bäckerband umwickeln, die
Enden zur Schleife binden. Lässt sich beliebig erweitern …
DRAUSS' VOM WALDE …
WUNDERVOLLE
Winterzeit
Zapfen, Beeren, Zweige und Winterblüher haben
Hochsaison im winterlichen Garten und auf unserer
Terrasse. Mit viel Liebe zum Detail putzen wir sie jetzt
im Handumdrehen schön und festlich raus.
HÜBSCHE SAMMELSTELLE
Zapfen fallen uns jetzt förmlich vor die Füße. Einfach ein paar hübsche Exemplare sammeln und mit
frischen Zweigen in einem Korb an der Eingangstür arrangieren – fertig ist der schöne Willkommensgruß für Gäste. Wer keinen Drahtkorb hat, wird auf Floh- oder Antikmärkten fündig.
63
Verträumtes
Stelldichein
FÜR ANTIKE
KÜCHENHILFEN
UND HÖLZERNE
SCHLITTEN
ORIGINELLE GARTENECKE
Dafür einen ausrangierten Holzschlitten hochkant stellen, in
die Kufen jeweils zwei Holzbretter einlegen (am besten vom
Baumarkt passend zuschneiden lassen). Die neuen Regalböden
mit Fichtenbäumchen und Gaultheria-Pflanzen schmücken.
64
NEUES LEBEN …
… für ausrangierte
Schöpfkellen und Siebe
(z. B. vom Flohmarkt). Die
Küchenutensilien einfach
mit Nüssen, Zieräpfeln und
Deko-Sternen befüllen und
an einem alten Türstock
oder einem Holzfenster
befestigen.
Kranz
mal anders
DIESER HIER
LOCKT NETTE
ZAUNGÄSTE AN …
VOGELFUTTERMOBILE
Frische Efeu-, Thuja- und
Kiefernzweige mit Basteldraht dicht an dicht um
einen Strohrömer (aus dem
Bastelladen) winden. Mit
rot-weißem Bäckerband
Meisenknödel und kleine
Glasflaschen als Minivasen
befestigen. Die Vasen mit
Wasser befüllen und kleine
Hagebuttenzweige hineingeben. Den fertigen Kranz
an Bändern aufhängen.
66
FOTOS: HEIDI FRÖHLICH. IDEE, UMSETZUNG & STYLING: MONI NODERER. PRODUKTION: ALEXANDRA AHRENS. TEXT: CATHRIN SCHNEIDER
HACH, WIE SCHÖN
SIND HAGEBUTTEN
Für das goldige Anhängsel
einen Drahtreif (aus dem
Bastelladen) mit der Zange
herzförmig zurechtbiegen.
Moosstücke dicht an dicht
um die Form wickeln und
mit dünnem Draht gut
fixieren. Anschließend
einige Hagebuttenzweige
mit der Schere auf gleiche
Länge bringen und mit
Golddraht so am Kranz
befestigen, dass die Beeren
nach oben zeigen.
67
DIE GESCHICHTE DES
Feuermachens
Kerzenlicht, Kaminfeuer und lodernde
Lagerfeuer: Was für uns romantische
Zugaben sind, war für die Menschen
früher bitter notwendig. Wie entfachte
man damals ein Feuer? Womit hielt man
die Flammen am Leben? Ein Streifzug.
Ein Lagerfeuer im
Schnee erzeugt
wohl am besten
das Gefühl, das
der Homo erectus
im Schein der
Flammen gehabt
haben muss –
endlich Wärme!
68
WEIHNACHTSWISSEN
Feuermachen Mit dem Feuerstein
wurden Funken geschlagen, die auf
leicht entflammbaren Zunder trafen
Bis heute lässt uns die
Pracht der Christbaumlichter staunen
W
as gibt es Gemütlicheres als ein
prasselndes Kaminfeuer, während
es draußen stürmt oder schneit? Und
lieben wir nicht alle die Romantik eines
Lagerfeuers? Es ist, als seien dies Relikte
aus einer fernen, fernen Zeit, als das Entfachen, das Bewahren, das Einhegen und
nicht zuletzt das Nutzbarmachen von
Feuer eine der entscheidenden Etappen
der Menschheitsgeschichte waren. Ohne
Feuer keine Wärme, kein Licht, kein
Schutz vor wilden Tieren. Ohne Feuer
aber auch keine warme Nahrung, die
vom menschlichen Verdauungstrakt besser aufgespalten werden kann und
dadurch wesentliche Entwicklungsschritte des menschlichen Gehirns
ermöglichte. Ohne Feuer keine Keramik,
in der man die Rohstoffe zubereiten
konnte. Und ohne Feuer kein Räuchern,
um Nahrung über den Winter hinaus
haltbar zu machen.
Pyritknolle und Zunderpilz
Kurzum: Das Entfachen eines Feuers war
einst eine lebensnotwendige Kulturtechnik, ohne die „Homo erectus“ niemals
sesshaft geworden wäre. Die wohl älteste
offene Feuerstelle, die von Menschenhand angelegt worden war, fand man in
der Wonderwerk-Höhle in Südafrika.
Man schätzt, dass sie rund eine Million
Jahre überdauert hat. Im europäischen
Raum konnte man aus der Brandschicht
einer Feuerstelle in der württembergischen Vogelherdhöhle ein steinzeitliches
Schlagfeuerzeug bergen, das rund 32.000
Jahre alt ist. So ein Schlagfeuerzeug
bestand aus einer sogenannten Pyritknolle – einem Mineral, das auch als
Katzengold oder Schwefelkies bezeichnet
wird. Schlägt man mit einem harten
Feuer- oder Schlagstein Pyrit-Splitter ab,
so entzünden sich diese an der Luft und
verbrennen. Ein weiteres Element dieses
steinzeitlichen „Feuerzeugs“ war der
Zunderschwamm, ein Baumpilz, dessen
innere Schicht den Funkenschlag sofort
aufnahm, zu glimmen begann und so
beim Entfachen der Flammen half. Der
Zunderschwamm blieb bis in die Neuzeit
ein wichtiges Utensil zum Feuermachen
und wurde bereits in prähistorischer Zeit
in einem am Gürtel befestigten Lederbeutel aufbewahrt. So fand man im Leibgurt des „Ötzi“, der legendären Gletschermumie, Reste solch eines steinzeitlichen Schlagfeuerzeugs.
Weniger populär als das Schlagfeuerzeug
war das Erzeugen von Feuer durch Reibung, zumindest, was den europäischen
Raum betrifft. Beim sogenannten „Feuerbohren“ wurde ein hölzerner Stab so
lange per Hand in ein flaches Holzstück
69
Feuerbohrer Bei dieser Methode, die
in Europa kaum Anhänger fand, bohrt
man ein Holz gegen ein Holz, bis die
Asche glimmt
Römischer Ofen Zum Bewahren und
Einhegen von Feuer entstanden bald
Öfen und Kamine, die auch zum
Kochen und Backen genutzt wurden.
Herstellung und
Verkauf von
Zündhölzern
war im 19. Jh.
das Geschäft,
mit dem die
Ärmsten versuchten, Geld
zu verdienen
NUR EIN
MÄRCHEN
Andersens kleines
Mädchen mit den
Schwefelhölzern
versucht vergeblich,
sich aufzuwärmen
gebohrt, bis glühender Holzstaub entstand. Diese Methode war weitaus
anstrengender als das Funkenschlagen
und wurde nur manchmal im Mittelalter
angewendet.
Im alten Rom dagegen wurde die Pyritknolle bald durch gehärteten Stahl
ersetzt, der sehr viel heißere Funken
schlug. Mit diesem Funken und Zunder
wurden jetzt die römischen Öfen
beschickt, die in der Folge entstanden.
Schlageisen und Blasrohr
FEUERZEUG
„Zeug“, weil man bis
um 1900 viele Dinge
brauchte, um einen
Funken zu zünden.
ZUNDERBÜCHSE
In der blechernen Büchse wurde das
getrocknete Zundermaterial aufbewahrt. Das Schlageisen war häufig ein
schön geformtes und gebogenes
Stück aus Eisen
70
Das Feuereisen war auch noch im Mittelalter in Gebrauch – ein gebogenes Stück
Stahl, das eine raue Kante hatte und später mit einem Griff versehen wurde. Der
Zunder wurde üblicherweise in einer
Zunderbüchse aufbewahrt und so vor
Feuchtigkeit geschützt. War dies zunächst
der Zunderpilz (auf Mittelhochdeutsch:
Glosenzunder), so kamen im Verlauf der
Jahrhunderte noch andere Stoffe hinzu,
nämlich zerfaserte Leinwand, Holzmehl,
pulverisierte Birkenunterrinde, trockenes
Moos oder Flechten.
Zum Anfachen des Funkens benutzte
man ein Blasrohr, das aus einem ausgehöhlten Holunderzweig bestand. Wichtig
war, das Feuer zu erhalten: Man bewahrte
MAGISCH SCHÖNE
FLAMMEN
Ob Groß oder Klein – wir alle
sind vom Feuer fasziniert
FOTOS: ALAMY (2), DPA (1), BRIDGEMAN IMAGES (1), WIKIPEDIA (2), GETTYIMAGES (3), INTERFOTO (1), MAURITIUS IMAGES
(1), PLAINPICTURE (1), SCIENCE PHOTO (1), ULLSTEIN (1)
Der offene Kamin:
Was heute behaglich
ist, war einst in der
Kälte eine bittere
Notwendigkeit
die glimmende Holzkohle unter Asche
oder Torf auf und entfachte sie anderntags neu. War das Feuer erloschen, holte
man sich in einem Gluttopf vom Nachbarn glühende Kohlen.
Bis in die Neuzeit war die Zunderbüchse
eines der wichtigsten Utensilien beim
Feuermachen. Im 18. und 19. Jahrhundert,
als geschliffenes Glas billliger wurde,
hatte sie außerdem ein eingelassenes
Brennglas. Mit dessen Hilfe konnte man
auch das Sonnenlicht zum Entfachen einer
Flamme nutzen.
Mit dem „Platin-Feuerzeug“, das 1823
von Johann Wolfgang Döbereiner entwickelt wurde, entstand erstmals ein kleiner
Zündapparat mit Glaszylinder, Hahn und
Düse. Parallel dazu begann jedoch ein
anderes Zündmittel, Karriere zu machen
– in kleinen Schritten, aber stetig: das
Zündholz. Seinen Vorläufer, das Schwefelholz, hatte bereits 1669 ein Hamburger
Alchimist per Zufall erfunden. Denn bei
einer seiner Forschungen entdeckte er den
weißen Phosphor, der mit Schwefel
reagiert. In den folgenden Jahrzehnten
experimentierte ein Naturforscher
namens Robert Boyle viel mit Schwefelhölzern, die sich an mit Phosphor präparierten Papierstreifen entzünden ließen.
So gab es bis ins 19. Jahrhundert allerlei
Gerätschaften zum Feuermachen, die alle
irgendetwas mit Phosphor zu tun hatten.
Dazu gehörten eine tragbare „Phosphorbox“ und auch ein sogenannter „Taschenluminar“. Das erste Zündholz mit Reibungszündung wurde schließlich 1826
von einem britischen Apotheker erfunden. Die Hölzer waren vergleichsweise
groß und man konnte sie an einem Stück
Sandpapier anreißen. Ab 1830 enthielten
die Hölzchen zusätzlich Schwefel und
wurden schließlich unter dem Namen
„Jones Lucifer Matches“ vertrieben. Die
doppelte Bedeutung von Lucifer als Lichtbringer und Höllenfürst war dabei durchaus beabsichtigt.
Heimarbeit mit Folgen
Die Schwefelhölzer wurden nicht nur in
Fabriken, sondern vielerorts auch in
Heimarbeit hergestellt. Andersens Märchen „Das kleine Mädchen mit den
Schwefelhölzern“, bei uns gern als Weihnachtsgeschichte gelesen, ist im Grunde
eine soziale Anklage gegen diese Art der
Arbeit, die nur die Ärmsten der Armen
vollführen mussten und die dabei großen
gesundheitlichen Risiken ausgesetzt
waren.
Elisabeth Aslan
WEIHNACHTSPYRAMIDE
An ihr kann man die Kraft des offenen
Kerzenfeuers studieren
PLATINFEUERZEUG
Es wurde im Jahr
1823 entwickelt
und bis in die
1880er-Jahre verkauft. Es gab Ausführungen in Glas
und Porzellan mit
opulentem Dekor
71
GEFRORENES HERZ
Befüllen Sie eine Herzform etwa 5 cm hoch mit
Wasser und legen Sie schöne Lenzrosenblüten
und ein Lenzrosenblatt hinein. Dann noch eine
Schnurschlaufe für den Aufhänger dazulegen.
Bei Minusgraden das Blütenherz draußen
gefrieren lassen oder einfach ins Gefrierfach
legen. Ist die Schicht gut durchgefroren, mit
kaltem Wasser auffüllen und erneut gefrieren
lassen. Zum Herauslösen die Herzform dann
kurz in warmes Wasser legen.
Das Haus ist
geschmückt – und
auch der Garten lässt
sich mit Lenzrosen ganz
leicht winterschön machen.
Die zauberhafte Winterblume
hat hier ihren großen Auftritt.
EISIGE
Schönheiten
72
DRAUSS' VOM WALDE …
WINDLICHT AUS EIS
Füllen Sie eine Schale mit Wasser und verteilen Sie
Lenzrosenblüten und Wacholderzweige darin.
Lassen Sie das Wasser gefrieren. Die Schale etwas
antauen lassen oder kurz in warmes Wasser halten.
So rutscht das Eis leichter heraus. Stellen Sie dann
Ihr Eiswindlicht mit einem hübschen Teller auf eine
Gartenbank und entzünden Sie darin eine Kerze.
Besonders schön ist es im Schnee …
Lenzrosen und Winterzweige
Durchmesser: circa 17 cm, Höhe: circa 13 cm
FOTOS: MARTINA SCHINDLER
DAS BRAUCHEN SIE:
etwa 20 Birkenäste (12 cm lang, unterschiedlich stark) 4 Glasröhrchen
(circa 10 cm hoch) kleine Nägel 1 runde Holzplatte oder sehr festen
Karton etwas Draht Wacholder- und Buchenzweige Lenzrosen
SO GEHT’S:
1 Die Birkenäste gleich lang schneiden, auf eine runde Holzplatte nageln.
Vier Lücken für die Glasröhrchen frei lassen.
2 Wickeldraht um das Birkenbündel schlingen. Dann Wacholder- und
Buchenzweige daran befestigen.
3 Die Glasröhrchen mit Wasser auffüllen, Lenzrosen, Wacholderund Buchenzweige hineinstecken. Regelmäßig Wasser nachfüllen.
EISKALTER GUGELHUPF
Füllen Sie eine Gugelhupfform mit Wasser und
platzieren Sie eine Lenzrosenblüte und ein paar
Lerchenzweige darin. Dann lassen Sie das Wasser
gefrieren. Um den Kranz herauszulösen, die Form
kurz in warmes Wasser halten. Zum Schluss die
Öffnung des Gugelhupfs mit Schnee und Eis füllen
und eine oder mehrere Kerzen darin aufstellen.
73
ZAUBERHAFT
Nie mehr achtlos weggeworfenes
Geschenkpapier: Pack- und
Kreativpapiere werden mit diesen
originellen Ideen zu echten
Miniaturkunstwerken. Fast zu
schade zum Auspacken …
verpackt
GOLDPOMPONS
Auf das eingepackte Geschenk werden kleine Papierpompons halb
aufgeklappt und dann festgeklebt.
Anschließend Stiele aus Schnur aufkleben. Danach das Ganze mit
Goldlack besprühen und gut trocknen lassen. Am Schluss noch kleine
Blätter aus grün gemustertem
Papier aufkleben.
FÄHNCHEN
UND
KNÖPFE
Für die Sternknopfdeko wurden
Geschenkpapierreste
mit der Stanze in
Sternform ausgestochen und aufgeleimt.
Kleine Knöpfe daraufkleben. Die Fähnchendeko besteht
aus einer Schnur mit
drei Papierfähnchen
(„Fest der Liebe“
draufschreiben), die
um ein mit Maskingtape und Stoffbändchen verschönertes
Paket gewickelt wird.
FREUDE SCHENKEN
ZUCKERSTANGENSCHLITTEN
Kleine Geschenke werden zu putzigen Höhepunkten
unter dem Baum, wenn man sie mit der Heißklebepistople auf zwei in der Folie steckende Zuckerstangen
klebt und dann noch ein Schleifchen herumbindet.
75
DUFTKRÄNZLEIN UND BÄNDERGESTECK
Für das Duftkränzchen ein Stück braunen Blumen- oder Basteldraht zum Kreis biegen
und mit sehr dünnem braunem Blumendraht Rosmarinzweige darumwickeln.
Am Schluss mit der Heißklebepistole Holzperlen aufkleben und mit einem Samtband
anbinden. Das Gesteck wird direkt auf das Geschenk geklebt und dann noch
mit einem hübschen Band umwickelt, das an der Rückseite zusammengeklebt wird.
Mit Liebe
FIMO-PLÄTZCHEN
Fimo auswalzen – am besten zwischen
zwei Backpapieren. Mit dem Messer oder
Pizzaschneider Bänder schneiden und
diese in Borten-Motivformen für Fondant
oder Fimo pressen. Dann vorsichtig zum
Kreis legen und die Anschlussstelle mit
einem Fimo-Detail wie einem Knopf oder
einer Blume verdecken. Auch mit Keksformen ausgestochene Fimo-Figuren sind
wunderschön. Denken Sie dabei an die
Löcher für das Geschenkband. Dann nach
Anleitung im Ofen härten lassen.
BASTDEKO MIT SCHLEIFCHEN
Das Geschenk mit hübschem Maskingtape
umkleben und mit etwas Leim eine kleine
Tortenspitze daraufsetzen. Um ein Glas ein
paar Runden Bast wickeln. Die Schlingen
vom Glas abnehmen, in der Mitte zusammenfassen und mit einem kleinen Stück
Bast umwickeln. Eine Holzperle aufkleben.
Alles aufs Geschenk kleben.
76
FILZRÄDCHEN
Die Filzwindräder entstehen
aus Filzquadraten, Seitenlänge
10–20 cm. Jeweils zwei farbig
unterschiedliche Quadrate ausschneiden. In diese nun, etwa 2
cm von der Mitte aus beginnend,
in Richtung Ecken jeweils einen
Schlitz hineinschneiden. Die beiden geschlitzten Quadrate wieder
aufeinanderlegen und dann
jeweils die eine Seite des Schnitts
Richtung Mitte biegen. Zusammennähen oder mit der Heißpistole festkleben und mit einer
Holzperle mittig verzieren. Diese
Windräder ergeben übrigens auch
hübsche Broschen.
FOTOS: DOROTHEA CRAVEN. PRODUKTION UND TEXT: KATI HOFACKER
STROHHALMBÄUMCHEN
Am leichtesten funktioniert das
Basteln, wenn Sie eine ganze
Lage von Strohhalmen (so hoch,
wie später das Bäumchen werden soll) mit Bastelkleber auf ein
festes Stück Papier kleben. Gut
trocknen lassen und dann erst
die Halme samt der Unterlage in
Bäumchenform schneiden. Die
Tanne noch mit Knopf-Weihnachtskugeln verzieren und das
Ganze samt der UntergrundPappe auf das Geschenk kleben.
BEZUGSQUELLE
Alle Materialien, Papier,
Filz, Schleifen, Strohhalme, Fimo, Maskingtape,
Knöpfe, Holzperlen etc.
stammen von
www.idee-shop.com
77
SCHREIB
MAL WIEDER
Karten und Briefe sind wieder modern. Keine E-Mail
ersetzt handgeschriebene
liebe Weihnachtsbriefe.
Die selbst gebastelten
Karten sind so schön, dass
sie sich, in einem Ständer
platziert, auch prima als
Weihnachtsdeko machen
FREUDE SCHENKEN
PAPETERIE
Poesie
Über Weihnachtskarten freut sich jeder. Erst recht,
wenn sie mit so viel Liebe selbst gestaltet sind wie
diese. Ob raffinierte Pop-up-Karte oder liebevoll
beklebter Festtagsgruß – jedes Stück ist ein Unikat.
Mit Liebe gestaltet
DAS BRAUCHEN SIE:
Knöpfe Filzreste Borte Stoffreste Buchstabenstempel
bunte Marker Holzpostkarte Karten mit Umschlag
Bastelkleber
SO GEHT’S:
(Karten von links oben nach rechts unten – siehe linke Seite)
1 Strohsterne und Streumotive auf Karten kleben.
2 Holzpostkarten mit einem weißen und einem schwarzen Lack-
10 cm
Pop-up-Karte
2,2 cm
2 cm
DAS BRAUCHEN SIE:
2 Karten in gleicher Größe in 2 verschiedenen
Farben Dekopapierreste Schere Kleber
14 cm
3,7 cm
3,7 cm
2 cm
4 cm
5 cm
5 cm
stift dekorieren und mit einer Schleife verzieren.
3 Dreiecke aus grünem Filz aufkleben, braune Rechtecke darunter. Mit Gold-Marker Tupfen aufmalen.
4 Aus Stoff ein schönes Motiv ausschneiden und auf die Holzpostkarte kleben. Silberne Sterne und Punkte dazumalen.
5 Karte mit roten Knöpfen in Baumform bekleben. Aus Stoff
Ilex-Blätter ausschneiden und dazukleben. Zum Schluss noch
oben und unten ein rote Borte ankleben.
SO GEHT’S:
1 Schneiden Sie eine der beiden Karten von der
Faltmitte weg dreimal ein, etwa wie auf dem Bild.
2 Wenn Sie die Karte auffalten, die Pappriegel
von hinten nach vorne beulen und die Falte
rückwärts und vorwärts knicken, sehen Sie bereits,
dass diese fast wie Geschenkpäckchen wirken.
3 Bekleben Sie die Geschenke noch mit buntem
Papier – und fertig ist die Überraschungskarte.
79
Nicht nur zum Verschicken.
Die musikalischen Karten
ergeben mit farblich passenden Kerzen auch eine
hübsche Dekoration
Da ist Musik drin
SO GEHT‘S:
Variante 3-D-Karten
Sechs Bäume nach der rechten Vorlage ausschneiden
und in der Mitte längs falten. Die unbedruckten Seiten
aneinander- und in den Kartenfalz kleben.
Variante Notenpapier-Musterkarten
Sterne oder Bäume ausschneiden, Ränder mit Mustern schneiden. Papier auf die Vorderseite kleben, nach
Wunsch bestempeln.
80
FOTOS: BIRGID ALLIG
DAS BRAUCHEN SIE:
farbige Klappkarten (z. B. von Rico Design)
kopiertes Notenpapier Dekor-Schere Klebstoff
rotes Bastelpapier Stempel
Das neue Heft – jetzt im Handel
Eine Marke der FUNKE Mediengruppe
Wir machen Frauen stark
myself auch als APP oder direkt bestellen: myself.de/heftbestellung
82
FREUDE SCHENKEN
Wie lieb
VON DIR
Wenn Sie Ihre Liebsten zur Abwechslung mal mit diesen
selbst gemachten kulinarischen Geschenkideen beglücken,
werden Sie garantiert mit strahlenden Gesichtern belohnt.
Apfelpunsch
ZUTATEN FÜR 1 LITER:
½ Bio-Orange 1 Bio-Apfel 1 l naturtrüber Apfelsaft 1 Pck. Vanillezucker
1 Zimtstange 1 TL Spekulatiusgewürz Amaretto (nicht für Kinder)
SO GEHT’S:
1 Orange und Apfel heiß waschen, trocken reiben, halbieren und in Scheiben schneiden.
Apfelsaft mit Vanillezucker, Zimtstange, Gewürz und Orangenscheiben sanft aufkochen.
2 Etwa 30 Minuten bei geringer Hitze ziehen lassen, dann durch ein feines Sieb in Tassen
gießen. Für die Erwachsenen nach Geschmack in jedes Glas Punsch 2 EL Amaretto
geben und nach Belieben mit Apfelscheiben servieren.
Zubereitungszeit: 10 Minuten, Ziehzeit: circa 30 Minuten
Weihnachts-Glühwein
ZUTATEN FÜR 1 LITER:
3 Kardamomkapseln 10 Gewürznelken 2 Zimtstangen
1 Bio-Orange 750 ml trockener Rotwein
EIN KÖSTLICHER GRUSS
Ein heißer Becher Punsch oder
Glühwein wärmt klamme Finger,
die Seele und den Bauch. Mit
hübschen Anhängern versehen,
werden aus den simplen
Flaschen schöne Präsente
70 g brauner Zucker
SO GEHT’S:
1 Kardamomkapseln andrücken und mit Nelken, Zimt und Zucker in einen Topf geben.
Schale der Orange abreiben und in den Topf geben. Orange auspressen und den Saft
zu den restlichen Zutaten in den Topf gießen.
2 Alle Zutaten mit Rotwein übergießen und langsam erwärmen, aber nicht aufkochen.
Mit geschlossenem Deckel circa 1 Stunde bei geringer Hitze ziehen lassen.
3 Den heißen Glühwein durch ein feines Sieb in Tassen füllen und nach Belieben mit
Orangenscheiben servieren.
Zubereitungszeit: 15 Minuten, Ziehzeit: circa 1 Stunde
83
Gewürzmischungen
ZUTATEN FÜR DAS BRATAPFELGEWÜRZ:
150 g brauner Zucker 3 Nelken 5 Kardamomkapseln 5 cm Vanilleschote 10 g Zimtstangen 1 Prise Muskat 10 Körner Anissamen
30 g Stärke (damit nichts zusammenklebt beim Lagern)
SO GEHT’S:
1 Den Zucker auf einem Blech mit Backpapier verteilen und bei 250 Grad unter
dem Grill circa 10 Minuten anschmelzen. Anschließend gut abkühlen lassen.
2 Die kalte Zuckermasse und die Gewürze circa 40–50 Sekunden im Mixer
pulverisieren und in ein Glas füllen.
3 Folgendes Rezept auf einen Geschenkanhänger schreiben: „Äpfel köpfen und
aushöhlen. 2 EL Marzipan mit 1 TL Rosinen und 1 TL Bratapfelgewürz verkneten. Je 1 Apfel damit füllen und in die Form geben. Für 4 Äpfel 150 ml Orangensaft, 1 EL Zitronensaft und 1 EL Zucker aufkochen, über die Äpfel in die Form
gießen. Im Ofen bei 200 Grad (Umluft 180 Grad) 35 Minuten backen. Nach
25 Minuten die Apfeldeckel aufsetzen und mitbacken. Die Äpfel mit dem Sud
auf 4 Tellern anrichten und mit je 1 Kugel Vanilleeis servieren.“
SPEKULATIUSTRINKSCHOKOLADE
160 g Bitterschokolade und
2 TL Spekulatiusgewürz im
Wasserbad schmelzen.
4 kleine Gläser zu drei Vierteln
damit füllen. Etwa 10 Minuten
ruhen lassen, dann je 1 Zimtstange hineinstecken, mit
Mini-Marshmellows verzieren
und komplett erkalten lassen.
1 Stick reicht für 200 ml Milch.
84
ZUTATEN FÜR DAS
GLÜHWEINGEWÜRZ:
12 Kardamomkapseln 10 Nelken 1 Sternanis 1 Zimtstange 8 Pimentkörner 2 TL
ganzer Anis 1 Bio-Orange 60 g MascobadoVollrohrzucker
SO GEHT’S:
1 Kardamomkapseln von der Schale befreien. Mit
Nelken, Sternanis, Zimtstange, Pimentkörnern,
Anissamen und abgeriebener Orangenschale im
Mörser zerstoßen. Alles mit dem Zucker mischen
und über Nacht auf einem Backblech trocknen
lassen. Dann in ein Einmachglas füllen.
2 Rezept zum Mitverschenken: „Die komplette
Gewürzmischung mit 1 l Rotwein und dem Saft
von 2 Orangen erwärmen. Nach 5–10 Minuten
abseihen. Heiß genießen.“
Dreierlei Teesorten
ZUTATEN FÜR SCHOKO-CHAI:
½ TL Zimt ¼ TL Kardamom 1 Msp. Muskatnuss ¼ TL
Nelken (alle Gewürze gemahlen) 1 TL Darjeeling oder RooibosTee (für Kinder) 100 g Kakao-Nibs 6 TL Kokosblütenzucker
SO GEHT’S:
1 Alle Zutaten in einem Glas mischen. Pro Tasse 2 TL mit je 100 ml
kochendem Wasser und heißer Milch übergießen.
2 5–10 Minuten ziehen lassen, dann durch ein Sieb abseihen.
Magenbrot
FOTOS: BIRGID ALLIG
ZUTATEN FÜR CIRCA 35 STÜCK:
60 g Honig 75 g Zucker 1 EL Wasser 220 g Mehl
(und etwas mehr zum Arbeiten) 2 EL Kakao ½ TL Zimt
1½ TL Lebkuchengewürz 1 Prise Salz 50 g Orangeat
1½ TL Natron 60 ml lauwarme Milch Abrieb einer
halben Bio-Zitrone
Für die Glasur: 150 g Zucker 30 ml Wasser 1 TL Zitronensaft 1 TL Kakao
SO GEHT’S:
1 Zuerst in einem Topf Honig, Zucker und Wasser verrühren
und unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker vollständig
aufgelöst hat. Dann den Sirup etwas abkühlen lassen.
2 Mehl, Kakao, Gewürze und Salz mischen. Orangeat sehr
fein hacken. Mit Natron in die Milch rühren und diese unter
den Honigsirup rühren. Zuletzt alles zum Mehl geben, Zitronenabrieb zufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten.
Über Nacht zugedeckt bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
3 Am nächsten Tag den Ofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen. Teig erneut
durchkneten, falls nötig, noch etwas Mehl ergänzen. Aus dem
Teig drei Rollen (circa 2 cm ø) formen und auf dem Blech
circa 15 Minuten backen. Aus dem Ofen holen, etwas abkühlen lassen, dann die Rollen schräg in Stücke schneiden.
4 Für den Guss Zucker, Wasser und Zitronensaft erwärmen.
2–3 Minuten sprudeln kochen lassen, dann den Kakao unterrühren. Die Brote auf ein Kuchengitter legen und mit dem
Guss bepinseln oder mit einer Gabel durch den Guss ziehen.
Auf dem Gitter abtropfen und gut trocknen lassen.
Zubereitungszeit: circa 45 Minuten
Ruhezeit: über Nacht, Backzeit: circa 15 Minuten
ZUTATEN FÜR LEBKUCHENTEE:
50 g Buchweizen (geröstet) 2 EL Brombeerblätter Zesten
einer Bio-Blutorange 1 EL Cassia-Zimt (gerebelt) 1 TL Piment
(gemahlen) 2 EL getr. Tulsi-Basilikum (alternativ Himbeerblätter)
1 EL Ingwer (gemahlen) 1 TL Nelken (gemörsert) 3 ganze
Sternanis (gemörsert) 1 TL Aniskörner 1 TL Kardamom
(gemörsert) ½ TL schwarzer Pfeffer (grob gemahlen)
SO GEHT’S:
1 Alle Zutaten in einem Glas mischen. Je 1 TL im Tee-Ei oder
in einem Sieb mit 200 ml kochendem Wasser übergießen.
2 5–10 Minuten ziehen lassen, dann abseihen und heiß genießen.
ZUTATEN FÜR ERKÄLTUNGSTEE:
2 Ingwerwurzeln (etwa 5 cm lang) 3 Kurkumawurzeln
(3–5 cm lang) 2 EL grob gemahlener schwarzer Pfeffer
2 EL Ingwerpulver 1 Zimtstange (grob zerkleinert)
SO GEHT’S:
1 Ingwer und Kurkuma in feine Scheiben schneiden. Auf einem
Backblech mit Backpapier bei 45 Grad im Ofen trocknen lassen.
Mit den anderen Zutaten vermengen.
2 Pro Tasse 1 TL mit heißem Wasser übergießen, 5–10 Minuten
ziehen lassen, abseihen. Etwas abkühlen lassen.
3 Mit dem frischem Saft einer halben Zitrone und 1 TL Honig in
kleinen Schlucken trinken.
85
Natürlich
SELBST GEMACHT
FOTOS: PETER RAIDER
Schöne Ideen für alle, die gern mit Wolle
arbeiten. Die fröhlichen Engel und knuffigen
Schneemänner sind leicht gemacht und eine
zauberhafte Geschenkidee.
GLÜCKLICHE ENGELSSCHAR
Das kleine Grüppchen steht selig auf
dem Holzbrett und lächelt uns an. Und
beim Frühstück darf es die gekochten
Eier behüten. Körper und Flügel in zwei
Teilen häkeln und dann nach Belieben
mit Sternen und Gesicht besticken.
Wer mag, näht einen Stern-Knopf an
oder macht eine Frisur aus Fäden.
FREUDE SCHENKEN
DAS BRAUCHEN SIE:
je 1 Knäuel Catania Originals in Cyclam (0114), Creme
(0130) und Rosa (0246) Stickgarn in Grau Häkelnadel
Nr. 3 Füllwatte Stopfnadel Knöpfe
SO GEHT’S:
1 Maschenring aus 6 fM häkeln, in den folgenden 3 Rd erst
jede M, dann jede 2. M und jede 3. M verdoppeln. Nach 4 Rd
ohne Zunahme nun in den folgenden 2 Rd erst jede 3. + 4. M
zusammenhäkeln, anschließend jede 2. + 3. M.
2 Kopf mit Füllwatte füllen. Für den Körper wieder jede 2. M
verdoppeln. 1 Rd ohne Zunahme häkeln. In nächster Rd jede
3. M verdoppeln und 2 Rd ohne Zunahme häkeln. So fortfahren und in den Zunahmerunden jeweils jede 4. M, jede 5. M
usw. zunehmen. Nach Erreichen der gewünschten Höhe und
des Umfangs Rd mit einer KM beenden.
3 Flügel: 1 Lm + 1 Wendeluftmasche (W-Lm) anschlagen, 3 fM
in die erste Lm häkeln. R 2 mit einer W-Lm beginnen und jede
M verdoppeln. In den folgenden 11 R wird jeweils mit 1 W-Lm
begonnen und jede 2. M (in der nächsten R jede 3. M usw.)
verdoppelt. Dann Farbe wechseln, 1 R ohne Zunahme häkeln.
Die Flügel am Körper befestigen und Gesicht, Herz und Sterne
aufsticken. Eventuell noch Knöpfe aufnähen.
DREI MÄNNER IM SCHNEE
Schneemänner bauen macht zwar Spaß – schade
aber, dass sie immer so schnell wegschmelzen.
Doch das kann diesen Herren hier nicht passieren.
Einfach verschieden große Wollknäuel auf Holzspieße stecken, Knöpfe auf die Bäuche nähen und
statt eines Schals etwas Geschenkband herumwickeln. Die Mini-Zylinder gibt es im Bastelladen.
87
FILIGRAN
Aus alten Buchseiten, Papierdraht,
etwas Farbe und Kleber lassen
sich ganz leicht wunderbar
winterliche Szenen kreieren
– von der Krippe bis zur
Schlittenpartie.
88
festlich
DEKO ZUM FEST
KREATIVES KRIPPENSPIEL
Eine alte Schublade wird zum Stall, die Heilige
Familie, Könige und Tiere werden aus Papierdraht (aus dem Bastelladen) gebogen. Dann
alte Buchseiten mit Wasserfarbe einfärben
und die Drahtfiguren aufkleben. Nach dem
Trocknen rundherum mit der Schere ausschneiden – und die Heilige Nacht beginnt …
89
Schneevergnügen
SCHNELL
& EINFACH
90
WEIHNACHTEN
IM TIEFEN WALD
Der süße Elch freut sich
über den Weihnachtsstern, der in seinem Wald
erstrahlt. Neben alten
Buchseiten sind auch
Notenblätter prima geeignet, um daraus Bäume
oder Figuren zu gestalten.
Dabei darf das Papier
gern auch etwas schräg
aufgeklebt werden. Das
bringt Spannung in die
winterliche Szenerie …
FOTOS: DOROTHEA CRAVEN, PRODUKTION, STYLING UND TEXT: ALEXANDRA AHRENS
RODELPARTIE
Jetzt geht es steil
bergab vom verschneiten Gipfel, bis der
Wind dem Schlittenfahrer um die Ohren
pfeift. Für den Ringelpullover Papier blau
und schwarz anmalen,
die Figur aus Draht formen und wie auf Seite
89 beschrieben fertigstellen. Dann einen
Schlitten formen und
aus rotem Geschenkpapier einen Schal ausschneiden und aufkleben. Der Berg aus
einem Stück Restholz
wird weiß bemalt.
BEIM SCHNEEMANNBAU
Zu zweit geht alles besser – auch
das Schneemannbauen macht
den beiden Winterfreunden
offensichtlich Spaß. Damit sie
warm bleiben, wurde ihnen eine
geringelte Pudelmütze und ein
dicker roter Schal verpasst.
Für guten Halt werden die
Figuren in die Ritzen eines
Treibholz-Stückes gesteckt.
Rote Äpfel sind mit der
älteste Schmuck am
Baum – sie hängen als
Erinnerung an den
Sündenfall im Paradies
an den grünen Zweigen.
Solche Symbolik steckt
hinter vielen Anhängern
am Weihnachtsbaum
92
WEIHNACHTSWISSEN
ALTES BRAUCHTUM
Symbole
im Baum
Das gemeinsame Schmücken des Weihnachtsbaums ist in
vielen Familien Tradition. Doch kaum jemand weiß, warum
wir ihn mit Kugeln und Strohsternen verschönern.
I
n der Luft liegt einer leichter Duft nach
Tanne. Der Raum ist dunkel, nur
erhellt von wenigen kleinen Kerzen,
deren Licht sich in den rot glänzenden
Kugeln spiegelt. So sieht es am Heiligen
Abend in vielen Wohnzimmern aus. Der
Weihnachtsbaum ist bei den meisten
Familien das Herzstück des Weihnachtsfestes, um den sich alle am besinnlichen
Abend zusammenfinden. Dass er als
solches natürlich prachtvoll geschmückt
werden muss, steht außer Frage. Von
naturnah mit Zapfen, Strohsternen und
Äpfeln bis hin zu prachtvoll mit viel
Gold und Kugeln – auch wenn die
Geschmäcker bei der Dekoration verschieden sind, ist das Vorgehen beim
Schmücken gleich: An den Baum kommt,
was gut zusammenpasst und dem Auge
gefällt.
Früher war das anders. Als der Brauch
des Weihnachtsbaums noch am Anfang
stand, war die Tanne voll von gleichnishaftem Schmuck. Der Baum selbst hatte
bereits einen symbolischen Wert. Um den
Jahreswechsel schmückten die Menschen
schon seit dem Mittelalter ihr Haus mit
immergrünen Zweigen und später Bäumen, die für das Leben und das Wiedererwachen der Natur nach dem Winter
standen. Dem Glauben nach sollte ihre
Lebenskraft außerdem vor bösen Geistern schützen.
Umdeutung des Brauchs
Ursprünglich war das ein Brauch zum
germanischen Mittwinterfest, der aber
im späten Mittelalter immer stärker
christlich umgedeutet wurde. Als weihnachtliches Sinnbild etablierte sich der
Christbaum dann unterschiedlich schnell
in evangelischen und katholischen Familien. Ab dem 18. Jahrhundert wurde er
zum festen Bestandteil des Weihnachtsfestes in evangelischen Haushalten. In
katholischen Häusern etablierte er sich
erst im 19. Jahrhundert, denn dort galt
die Krippe lange Zeit als das christliche
Weihnachtssymbol.
Mit der erste Schmuck am Baum waren
rote Äpfel. Bereits im Mittelalter gab es
an Weihnachten die Gepflogenheit, in der
Kirche einen mit Äpfeln behangenen
„Paradiesbaum“ aufzustellen, unter dem
der Sündenfall nachgespielt wurde. Die
Äpfel als Anlehnung an die biblische
Geschichte von Adam, Eva und den verbotenen Früchten vom Baum der
Erkenntnis blieben seitdem als traditioneller Schmuck erhalten. Auch in Silberund Goldpapier eingewickelte Äpfel
zierten den Baum. Dieses glänzende Beiwerk war Vorbild für die Weihnachtskugeln aus Glas, die ab Mitte des 19. Jahrhunderts die Äpfel am Baum weitgehend
ersetzten. Die ersten gläsernen Christbaumkugeln kamen aus den Glashütten
in Lauscha, einem kleinen Städtchen im
Thüringer Wald. Als es Justus von Liebig
im Jahr 1870 gelang, einen Glaskörper
von innen zu versilbern, brachte er damit
den Baumschmuck noch mehr zum
Strahlen – auch wenn das im Grunde
nicht das vorrangige Ziel seines Experiments gewesen war.
Symbole für Fruchtbarkeit
Später hängte man Nüsse, Gebäck und
Süßigkeiten an den Baum – eine Herausforderung für Kinder, denn der Baum
durfte erst am 6. Januar von ihnen
93
geplündert werden. Da Nüsse reich an
Fett und Mineralien sind und somit im
Winter den Menschen oft als Ergänzung
ihrer Nahrung dienten, galten sie als
Symbol des Lebens und der Fruchtbarkeit. Auch Mohnkapseln und Kiefernzapfen waren wegen ihres Samenreichtums seit jeher Sinnbild der Fruchtbarkeit
und schmückten als solche ebenfalls den
Weihnachtsbaum. Sowohl Nüsse als auch
Zapfen wurden für den Baumschmuck
teilweise vergoldet und damit veredelt.
Die goldene Farbe sollte an die wertvollen Geschenke erinnern, die die Weisen
dem Jesuskind zur Geburt mitgebracht
hatten.
Gebildbrote wie Springerle fanden sich
ebenfalls am traditionellen Christbaum.
Sie wurden in liebevoll modellierten
Holzformen gebacken und stellten christliche Motive wie Engel oder den Nikolaus dar, aber auch weltliche wie Sterne
oder Schaukelpferde. Das kalorienreiche
Backwerk verschönerte den Baum als
segensreicher Glücksbringer, der demjenigen, der ihn verzehrte, Gesundheit, ein
langes Leben und eine stets üppig
gedeckte Tafel im neuen Jahr bescheren
sollte.
Für den schönen Schein am Abend sorgen heute Lichterketten – ohne diese
oder natürliche Kerzen wäre ein Christbaum nicht mehr vorstellbar. Die gemütliche und zugleich festliche Stimmung,
die die schummrigen Lichter erzeugen,
machen den Baum zum leuchtenden
Mittelpunkt am Weihnachtsabend. Doch
die Kerzen steckten nicht schon immer
am Baum. Erst im 17. Jahrhundert tauchten sie als Schmuck auf, als das Weihnachtsfest immer mehr zur privaten
Feier wurde. Zuvor hatten die Bäume
nur in Kirchen und später in Zunfthäusern gestanden. Kerzen wärmen und
bringen Licht und spiegeln damit die
Lichtsymbolik um Jesus Christus wieder.
Doch bis Christbaumkerzen auch die
Stuben der breiten Bevölkerung erhellten, verging noch Zeit. Erst als Anfang
des 19. Jahrhunderts das Stearin zur Kerzenherstellung entdeckt wurde, konnte
sich viele diese Lichtlein leisten, denn sie
waren erschwinglicher als die bisher verwendeten Bienenwachskerzen.
Die Spitze zum Schluss
Der Strohstern soll an die Krippe
erinnern, in der Jesus geboren
wurde. Doch nicht hinter allem
Schmuck stecken religiöse Bezüge.
Springerle sollten dem Verzehrer
Gesundheit bescheren. Kiefernzapfen hingen als Sinnbild für Fruchtbarkeit am Weihnachtsbaum
94
Eine der jüngsten Zierden am Baum ist
für viele gleichzeitig die Vollendung
des Baumschmucks: die Christbaumspitze. Die kunstvollen
Kronen, die es heute in
schlichter Zwiebelform,
mit Glöcklein oder als
Sterne gibt, setzten sich
erst gegen Ende des 19.
Jahrhunderts durch. Die
Glasbläser kreierten ab
dieser Zeit nicht nur
Christbaumkugeln, sondern auch die filigranen
Spitzen aus zerbrechlichem
Glas. Diese sollten aber tatsächlich nur zur Krönung des
Baumes dienen – ganz frei von
Symbolik.
Dagmar Bartosch
FOTOS: FLORA PRESS, FOTOFINDER/TV YESTERDAY, IMAGO, INTERFOTO, ISTOCK, STOCKFOOD
Fest voller Sinnbilder
DEKO ZUM FEST
KREATIVER
Baumschmuck
Anhänger und Christbaumkugeln gehören zu den liebsten
Accessoires im Winter, denn mit ihnen lässt sich im
Handumdrehen ein zauberhaftes Ambiente schaffen.
Und sie eignen sich auch gut als Geschenk.
HÜBSCH UMGARNT
Facettenreich präsentieren sich
die schönen Christbaumkugeln
mit dem hübschen Häkelmantel,
der außerdem noch mit Perlen
verziert ist. Die Anleitung dazu
finden Sie auf Seite 97
95
Die zusammengenähten
Papiere lassen sich
kunstvoll auffächern
Edel und vielfältig:
die gewickelten
Quasten-Anhänger
Papierschmuck
DAS BRAUCHEN SIE:
DIN-A4-Papierbögen in Rot, Bordeaux und Pink
Notenpapier Klebstoff Schere Bäckergarn
Zeitungspapier Nähmaschine Lochzange oder
Locher Relief oder Musterschere
Aufgefädelt wird aus dem gebastelten
Baumschmuck eine entzückende Girlande
96
SO GEHT’S:
Geklebte Baumhänger aus Notenpapier
1 Auf die bunten Blätter die Noten kopieren. Je
Anhänger 6 oder 8 Kreise, Herzen, Sterne oder Ornamente zuschneiden. Die Formen längs falten.
2 Immer die Rückseiten von zwei gefalteten Papieren
aneinanderkleben. Wenn 3–4 Formen zusammenkleben, ein langes Stück Faden zur Hälfte falten und in
der Mitte des Anhängers fixieren.
3 Die übrigen Formen weiter zusammenkleben. Jeweils
2 kleine Sterne oder Kreise unter oder über dem
Anhänger zusammenkleben.
Zusammengenähte Zeitungspapier-Anhänger
1 Zeitungspapier in 14 Lagen als Kreise, Sterne oder
Herzen zuschneiden.
2 In der Mitte alle Lagen eines Motivs mit der
Maschine zusammennähen.
3 An den Rand ein kleines Loch stanzen und das Garn
durchziehen.
4 Je 2 kleine Sterne oder Kreise über dem Anhänger
zusammenkleben.
Gewickelte Quasten-Anhänger
1 Ein Viereck von 25 x 8 cm aus Zeitungspapier
schneiden. 1,5 cm vom oberen Rand jeweils alle 1 cm
Streifen einschneiden.
2 Ein 25 cm langes Stück Garn abschneiden und an
den Anfang des Vierecks kleben. Einrollen und immer
wieder mit Kleber einstreichen. Je zweimal 2 kleine
Sterne über dem Anhänger zusammenkleben.
Fimo-Anhänger
DAS BRAUCHEN SIE:
rotes und grünes Fimo von Staedtler
Backpapier Nudelholz Ausstecher
Strohhalm Stempel und Stempelkissen Band
SO GEHT’S:
1 Fimo auf einem Backpapier glatt walzen,
ausstechen und mit dem Stempel, der in
Stempelfarbe getaucht wurde, die Muster
einstanzen.
2 Mit einem Strohhalm Löcher für die
Bänder eindrücken und mindestens
24 Stunden trocknen lassen, ggf. nach
Packungsanleitung brennen.
3 Zum Schluss ein Band einziehen.
Vernetzte Kugel
DAS BRAUCHEN SIE:
Christbaumkugel mit circa 8 cm Durchmesser
Häkelgarn in Stärke 10 (100 g = circa 560 m, z. B.
„Woll Butt Diana“ von Buttinette Häkelnadel Nr. 1,5
Holzperlen und Glaswachsperlen in Brauntönen,
4–7 mm Durchmesser, von Buttinette Nadel
Handarbeitsschere
FOTOS: BIRGID ALLIG (9)
SO GEHT’S:
1 Zunächst 28 Luftmaschen (Lm) häkeln und mit
einer Kettmasche (Km) zum Ring verschließen.
Eine Runde feste Maschen (fM) in die Lm der
Vorrunde häkeln und die Runde mit einer Km
verschließen.
2 Dann 9 Lm häkeln und 1 fM in eine fM der Vorrunde
häkeln. Noch 5-mal wiederholen, bis die Runde
geschlossen ist.
3 4 fM in die Lm der Vorrunde häkeln, dann 11 Lm
häkeln, 1 fM in die mittlere Lm der Kette der Vorrunde.
5-mal wiederholen bis zum Ende der Runde.
4 5 fM in die Lm der Vorrunde häkeln, dann 17 Lm
häkeln, 1 fM in die mittlere Lm der Kette der Vorrunde.
5-mal wiederholen bis zum Ende der Runde.
5 8 fM in die Lm der Vorrunde häkeln, dann 21 Lm
häkeln, 1 fM in die mittlere Lm der Kette der Vorrunde.
5-mal wiederholen bis zum Ende der Runde.
6 In die mittlere Masche jeder Lm-Kette je ein Stück
Garn knoten. Einige Perlen auffädeln und mit einem
dicken Knoten sichern. Zum Schluss das Häkelnetz
über die Kugel hängen.
97
STERNKUCHEN
Wie frisch vom Neuschnee überpudert:
Dieser fluffige SchokoSahne-Traum wirkt wie
aus dem Schlaraffenland.
Das Rezept dazu finden
Sie auf Seite 104
WIE IM
Märchen
DEKO ZUM FEST
STERNTALER LEUCHTEN
AM HIMMELSZELT
GOLDSTÜCK
Zwischen den gefalteten
Sternen aus aufeinandergeklebten Butterbrottüten funkeln kleine goldene Sterne. Sie wurden
aus stabilem Golddraht
gebogen und anschließend für sanften Schein
mit einer Sternen-Lichterkette bestückt.
STERNSCHNUPPEN
Ein Licht weist den Weg –
und ein goldener Sprühlack taucht die Windlichter in einen feinen Goldnebel. Die zuvor aufgeklebten Sterne lassen das
Kerzenlicht nach dem
Abziehen sanft durchschimmern.
Es war einmal … die Idee,
Gäste in einem märchenhaften
Ambiente zu empfangen:
Sterntaler, Schneewittchen und
Hänsel & Gretel standen Pate
für diese verwunschene Deko.
LIEBLINGSMENSCH
„Ein Stern für dich“: Für
diese Serviettenklemme
Golddraht um einen
Stern-Plätzchenausstecher herumbiegen, die
Ecken mit einem Stück
kantigem Holz ausformen
und das Ende als Spirale
in die Mitte eindrehen.
Wie der Sternenhimmel im Grimm’schen Märchen, so breitet sich ein Sternenzelt über dieser Festtafel aus. Dazu wurden zum Goldrandgeschirr viele weiße
Kerzen und selbst gebastelte Gold-Deko wie Serviettenklemmen und Windlichter arrangiert. Passend zum Sternenglanz: Martinigläser von Broste Copenhagen, Besteck, Karaffe und übrige Accessoires von Butlers.
99
SCHNEEWITTCHENS FARBCODE:
WEISS WIE SCHNEE, ROT WIE BLUT UND
SCHWARZ WIE EBENHOLZ
PLATZKARTE
Der Apfel spielt im
Märchen keine schmeichelhafte Rolle. Hier hat er
einen Ast und ein Blatt aus
Tonpapier als Namenskarte
bekommen. So ist er
definitiv zum Anbeißen.
IM GLAS
Das Gedeck und das
Schneewittchen-Dessert
spiegeln das typische
Farbmotto des Märchens
wider. Statt klassischer
Torte gibt’s eine
Schwarzwälder-KirschSpeise im Weckglas.
Das Rezept steht auf
Seite 104.
SPIEGLEIN,
Spieglein … Damit es in der
Gästerunde harmonisch zugeht,
präsentiert der Spiegel das
Motto dieser Tafel. Dafür einen
ovalen Spiegel mit weißem
Kreidemarker beschriften. Wer
möchte, kann auch die Menüfolge darauf vermerken.
Der Tisch für die SchneewittchenTafel wird durch Tannenzweige
und Miniäpfel verschönert. Am
Buffet zeigen sich zusätzlich wunderschöne Gestecke mit blutroten
Rosen und Moosumrandung.
Geschirrserie „Teema“ von Iittala
in Weiß, Rot und Schwarz, rote
Gläser „Kastelhelmi“ von Iittala.
101
KNUSPER, KNUSPER, KNÄUSCHEN …
HIER DÜRFEN NICHT NUR
HÄNSEL & GRETEL PLATZ NEHMEN
TELLERDEKO
Meist bleibt beim Backen
des Lebkuchenhauses
noch etwas Teig übrig –
so bekommt jeder Gast
sein eigenes Häuschen
individuell verziert auf
den Teller. Das Loch zum
Auffädeln vor dem
Backen mit einem Holzstäbchen durchstechen.
AUS PAPIER
Da Lebkuchen-Anhänger
oftmals für Zweige zu
schwer sind, basteln wir
sie einfach aus Papier:
Vorlagen ausdrucken
(siehe nächste Seite)
oder mit freier Hand auf
braunes Kartonpapier
zeichnen. Ausschneiden
und mit weißem Lackmarker verzieren.
VERSCHNEIT
Rustikale Tortenplatte:
Die beiden Lebkuchenhäuschen stehen auf
gestapelten Baumscheiben, kleine LED-Lichterketten (von Lights4Fun)
lassen Fenster und Türen
heimelig leuchten. Für
Winterstimmung sorgt
Kokosflocken-„Schnee“,
Rezept siehe Seite 104.
102
Eine Tischdeko wie im Märchenwald:
Große Baumscheiben werden zu Platztellern, dazwischen liegen jede Menge
Zapfen und Kerzen lässig auf Moosplatten verteilt. Geschirr „Sandvig“,
Besteck „Hune“, Tischdecke und
Servietten „Grace“, Zapfenkerzen
„Cone“, alles von Broste Copenhagen.
MÄRCHENHAFTE REZEPTE FÜRS FEST
ZUTATEN FÜR EINE
STERN- ODER SPRINGFORM
(26 CM DURCHMESSER):
Für den Rührteig: 100 g weiche Butter
70 g Zucker 2 Eier 1 Pck. Vanillezucker 1 Prise Salz 1 TL Zimt 100 g
Mehl 1 TL Backpulver
Für die Schoko-Creme: 150 g Zartbitter-Kuvertüre 150 g Vollmilch-Kuvertüre
700 ml Sahne 5 Blatt Gelatine
Für die Deko: 90 g Baiser
ZUBEREITUNG:
1 Butter und Zucker verrühren, Eier zugeben, weiterrühren, restliche Zutaten unterrühren und in die gefettete Form geben.
Etwa 25 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad Umluft backen.
2 Nach dem Auskühlen des Bodens die
Kuvertüre hacken, 400 ml Sahne erhitzen
(circa 80 Grad) und darübergeben. Eingeweichte Gelatine zufügen und verrühren,
bis sich alles aufgelöst hat. Restliche Sahne
steif schlagen und unter die zimmerwarme
Schokomasse heben. Auf den Kuchenboden geben und kalt stellen.
3 Zum Schluss das Baiser zerhacken. Vor
dem Servieren über der Torte verteilen.
TIPP: Es ist wichtig, vor dem Einfüllen der
Creme darauf zu achten, dass der gebackene Kuchen fest an die Form anschließt,
damit die Creme nicht durchlaufen kann.
Wenn man eine starre Sternform benutzt,
den Kuchen vor dem Einfüllen der Creme
einfach am Rand andrücken, damit sich
keine Lücken bilden.
SchneewittchenDessert im Glas
ZUTATEN FÜR 4–6 GLÄSER:
2 Eier 2 EL Wasser 1 Prise Salz
Vanillezucker 6 EL Zucker 30 g
Mehl 30 g Stärke 20 g Kakao 1 TL
Backpulver 1 EL Lebkuchengewürz
1 Glas Sauerkirschen 1 EL Zucker
20 g Stärke 250 g Mascarpone
400 g Schmand 60 g Puderzucker
ZUBEREITUNG:
1 Eier, Wasser, Salz, Vanillezucker und
Zucker cremig rühren. Mehl, Stärke, Kakao,
Backpulver und Gewürz mischen und kurz
unterheben. Den Teig auf einem mit Backpapier belegten Blech zu einem großen
Rechteck verstreichen und im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad etwa 8–10
Minuten backen, danach abkühlen lassen.
2 Inzwischen Kirschen, Zucker und Stärke
in einen Topf geben und unter Rühren einmal aufkochen. 2–3 Minuten bei leichter
Hitze und unter Rühren köcheln lassen.
Anschließend vom Herd nehmen und volständig abkühlen lassen.
3 Mascarpone, Schmand und Zucker
gründlich miit den Schneebesen des
Handrührgerätes vermischen. Aus dem
Teig Kreise in der Größe des Glases ausstechen und als Erstes hineinlegen, dann eine
Schicht Schmandcreme und eine Schicht
Kirschen daraufgeben. Je nach Größe des
Glases noch weitere Schichten einfüllen.
Mit Creme und Kirschen abschließen.
TIPP: Das Dessert am Vortag zubereiten.
Die Vorlagen zum Herunterladen finden Sie unter
www.landidee.info im Ordner Anleitungen
104
Lebkuchenhaus
ZUTATEN:
Für den Teig: 175 g weiche Butter 200 g
Vollrohrzucker ½ Tasse Ahornsirup 1 EL
Zimt ½ EL Ingwer ½ EL Nelken 2 TL
Kardamom 200 ml Sahne 2 TL Natron
oder ½ TL Backpulver 700 g Dinkelmehl
(und etwas mehr zum Arbeiten)
Für den Guss: 2 Eiweiß 200 g Puderzucker 4 EL Zitronensaft evtl. Zuckerschrift
(z. B. von Dr. Oetker)
Außerdem: Kartonpapier Cutter
ZUBEREITUNG:
1 Butter schaumig rühren. Zucker, Sirup und
die Gewürze dazugeben. Die halb steif
geschlagene Sahne unterziehen. Natron oder
Backpulver mit der Hälfte des Mehls auf niedrigster Stufe unterrühren. Nach und nach das
restliche Mehl hinzufügen.
2 Den Teig auf einer bemehlten Unterlage gut
durchkneten und zu einer Kugel formen. Über
Nacht abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
3 Vorlagen für die Schablonen ausdrucken
(unter www.wohnenunddeko.de) und auf die
gewünschte Größe kopieren. Unser großes
Häuschen ist z. B. 12 cm lang und 12 cm hoch.
Vorlagen auf Karton übertragen und ausschneiden.
4 Am nächsten Tag den Teig auf einer bemehlten Unterlage dünn ausrollen, Schablonen auflegen und mit einem scharfen Messer oder
Pizzaroller nachfahren. Rundes Fenster und
Sternfenster mit einem Flaschenschraubverschluss oder Plätzchenausstecher stechen.
Lebkuchen auf ein mit Backpapier belegtes
Blech legen und im vorgeheizten Backofen bei
180 Grad etwa 8–12 Minuten backen.
5 Für den Guss das Eiweiß zu steifem Schnee
schlagen, dann nach und nach Puderzucker
einrieseln lassen. Weiterrühren, bis die Masse
dick und glänzend aussieht. Zwischendurch
den Zitronensaft einträufeln.
6 Zuerst die Seitenteile mit Hilfe der Zuckergussmasse auf dem Boden anbringen, dann
das Dach obendrauf. Zum Schluss die Masse
in einen Spritzbeutel mit dünner Tülle füllen
und das Häuschen nach Belieben verzieren.
TIPP: Filigrane Verzierungen gelingen am
besten mit einem weißen Zuckerstift.
FOTOS: BIRGID ALLIG. STYLING: MONIKA NODERER. IDEE, UMSETZUNG & TEXT: ALEXANDRA AHRENS, KIRSTEN FEHRENBACH, STEFFI MÜLLER
Sternkuchen
Neu
im
Handel
Eine Marke der FUNKE Mediengruppe
Jetzt kaufen, backen, genießen
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ZUM SELBERMACHEN
Goldiges Geschirr
PERFEKT GEDECKT
Geschirr mit goldenem
Rand findet man auf dem
Flohmarkt oder in Omas
Geschirrschrank. Wenn es
liebevoll verziert wird,
sieht es gleich noch viel
schöner aus
DEKO ZUM FEST
An dieses edle Goldgeschirr für Mamas und Papas
Festtafel können sich auch kleine Kinder wagen –
es sieht nämlich immer nobel aus. Egal, wie gut Ihr
Kind zeichnen kann: Mit einem Porzellanstift geht
es wirklich ganz leicht.
ELIAS ZEIGT UNS, WIE ES GEHT
Sterne, Pünktchen und Engel – fertig ist das
weihnachtliche Geschirr
N
ichts ist für Eltern schöner als selbst
gemachte Schätze von ihren Kindern.
Ein duftender Strauß aus Winterästen mit
Zapfen aus dem Wald – oder ein lustiges
Bild von der ganzen Familie. Mit diesem
selbst gestalteten Geschirr macht man den
Beschenkten über Jahre hinweg eine große
Freude, und das nicht nur an Weihnachten.
Die goldene Farbe auf den Tellern und Tassen bewirkt, dass das Service – auch wenn
es gar nicht zusammenpasst – sehr festlich
aussieht und sogar für eine feine Kaffeetafel
brauchbar ist, an der nur Erwachsene sitzen.
Dank der goldenen Porzellanfarbe, die gut
deckt und die man im Töpfchen und als
Lackmarker kaufen kann, geht das Bemalen
wirklich leicht von der Hand. Dabei ist egal,
ob man kleine Pünktchen und Sterne oder
kunstvolle Motive aufs Porzellan bringt.
Das Tolle: Wenn man sich vermalt hat,
wischt man es einfach mit einem Lappen
weg und versucht es erneut. Los geht’s!
107
Goldenes Service
selbst bemalen
DAS BRAUCHEN SIE:
Porzellanmalfarbe in Gold (z. B. Hobby Line
Porzellanmalfarbe auf Wasserbasis) Porzellan-Lackstift in Gold (z. B. Porzellanmaler Gold
von C-Kreul) einen feinen und einen breiten Borstenpinsel Goldrandgeschirr vom
Flohmarkt oder z. B. von www.zarahome.com
oder beim Baur Versand Schüsseln oder
Gläser als Schablonen Papier und Bleistift
zum Entwerfen der Motive, wenn nicht aus
freier Hand gemalt wirdt auf Wunsch Buchstabenstempel und rote Porzellanfarbe, dazu
eine Schaumstoffrolle einen feuchten Lap-
108
pen, falls man schnell etwas wegwischen muss
Wassermalbecher, Küchenkrepp
SO GEHT’S:
Die goldene Porzellanmalfarbe ist deckend
und einfach in der Anwendung. Wenn man
sich vermalt, wischt man das Ganze einfach
feucht weg und wartet 3 Minuten, um das
Motiv dann noch einmal zu probieren.
1 Die einfachsten Motive sind breite Striche
mit dem Borstenpinsel (Motiv 3, rechts), feine
Sterne, aus freier Hand gezeichnet (Motiv 1
und 2), wellige Kreise mit Schablonen aus welligen Schüsseln (Motiv 3), Punkte (Motiv 1),
Engelsflügel (Motiv 1) oder auch Wolken
(Motiv 4). Geübte Zeichner wagen sich an
Engel und andere Figuren (Motiv 2 und 4) oder
Namensstempel (Motiv 1 und 3).
2 Für die Namen malt man rote Porzellanfarbe
Helena (links), Mama Johanna
und Elias (rechts) haben Spaß
am Malen mit der Goldfarbe
VIER GESTALTUNGSIDEEN
1
2
FOTOS: BIRGID ALLIG. IDEE, UMSETZUNG, PRODUKTION & TEXT: KATI HOFACKER
Mit Buchstabenstempel und roter
Porzellanfarbe Namen aufdrucken
dünn mit der Schaumstoffrolle auf die einzelnen
Buchstabenstempel. Schnell und kurz den Stempel auf das Porzellan aufsetzen, damit der Buchstabe nicht verschmiert.
3 Die Engel können mit einem sehr weichen Bleistift oder wasserlöslicher Wachsmalkreide vorgezeichnet werden und dann mit der Goldfarbe
aufgemalt werden. Das Geschirr immer gut
durchtrocknen lassen auch wenn man eine zweite
Lage Motive plant. Also z. B. einen welligen Kreis
auf den Rand, dann vier Stunden trocknen lassen,
danach erst die Sterne malen.
4 Wenn das letzte Motiv vier Stunden getrocknet
ist, brennt man die neue Farbe auf dem Geschirr
90 Minuten lang bei 160 Grad im Backofen ein.
Das Porzellan ist nach dem Einbrennen wetter-,
wasser- und spülmaschinenfest. Die Pinsel können
zum Schluss einfach im Malbecher mit Wasser
ausgespült werden.
3
Lustige Himmelsboten, die auf- und
abwärts fliegen können
4
Dicke Pinselstriche am Rand und Kreise
mithilfe von Schüsselschablonen
109
Hier fliegen die Engelchen gleich
über zwei Stapeltassen hinweg
Alte Hausmittel
ZUM FRISCHHALTEN
Damit Plätzchen, Tanne, Kranz und
Kerzen auch nach Heiligabend noch
gut aussehen oder gut schmecken,
gibt es hier ein paar Tipps & Tricks.
KEKSVORRAT AUFBEWAHREN
Damit die selbst gebackenen und liebevoll
verzierten Plätzchen auch über die Feiertage
frisch bleiben, gibt es ein paar einfache
Regeln. Das Gebäck mag es kühl und trocken.
Diese Voraussetzung wird am besten von
Blechdosen erfüllt, die man zusätzlich mit
einer Serviette auspolstern kann. Auf den
Weihnachtsteller immer nur eine begrenzte
Menge Plätzchen geben – sollten welche
übrig bleiben, sofort zurück in die Dose
legen. Schöne Blechdosen, befüllt mit Selbstgebackenem, eignen sich auch hervorragend
als kleines Adventspräsent. Bei Lebkuchen,
Zimtsternen und anderen Plätzchen mit weichem Kern kann man zusätzlich ein Stück
Apfel in die Blechdose geben. Auf diese
Weise bleiben sie schön saftig. Allerdings
sollte man das Apfelstück öfter austauschen,
um der Schimmelbildung vorzubeugen.
FOTOS: IMAGO (1), FLORA PRESS (2), FRIEDRICH STRAUSS (1), FUTURECONTENT.COM (1), GAP (1), STOCKFOOD (1). TEXT: ELISABETH ASLAN
CHRISTBAUMSCHMUCK
GESCHICKT VERTEILEN
Auch Bäume leiden unter Stress – und das wirkt
sich auf ihre Lebensdauer aus. Ein großer Stressfaktor für Weihnachtsbäume ist falsch platzierter
Baumschmuck. Die großen, schweren Kugeln
gehören deshalb auf die starken Äste im unteren
Bereich, leichtere Weihnachtsdeko nach oben.
Auch wenn der Schmuck zu weit außen angebracht wurde, sodass die Äste durchhängen, leidet
der Baum. Und wer eine weiß beschneite Tanne
möchte, sollte auf Dekoschnee aus Kunststoff
verzichten. Mehl ist ein Naturprodukt und setzt
den Nadeln viel weniger zu.
WEIHNACHTSWISSEN
ERST DIE KÄLTE,
DANN DIE BLÜTE
Barbarazweige brauchen
einen Kältereiz, um pünktlich zum Fest aufzublühen.
Denn erst durch niedrige
Temperaturen werden die
Blüh-Hemmstoffe abgebaut. Da bei uns der Frost
häufig ausbleibt, sollte man
die Zweige für eine Nacht
in die Tiefkühltruhe legen
und die folgenden Tage
kühl stellen. Wenn die
Knospen anschwellen,
kommen die Barbarazweige
ins Warme. Hier sollten sie
immer mal wieder mit
etwas Wasser besprüht
werden, damit sie möglichst lange blühen.
SO LEBEN KERZEN LÄNGER
Die Brenndauer schöner und kostbarer Kerzen lässt
sich verlängern. Das Wichtigste ist der Docht: Ist er
zu lang, entsteht eine unruhige Flamme, wodurch
die Kerze schneller und ungleichmäßiger abbrennt.
Die richtige Dochtlänge beträgt bei Stumpenkerzen
einen Zentimeter. Um die Lebensdauer der Kerze zu
erhöhen, kann man kurz nach dem Verlöschen des
Feuers eine Prise Salz in das warme Wachs geben.
Das Salz verlangsamt das Abbrennen, wenn man
die Kerze dann wieder entzündet.
LEUCHTENDE FARBEN
BIS NACH WEIHNACHTEN
Ein beliebter Festtagsschmuck ist der rotgrüne Weihnachtsstern – eine lebendige
Pflanze mitten im kalten Winter. Um für
die bestmögliche Pflege zu sorgen, sollte
man ihn einmal mit dem gesamten Wurzelballen aus dem Topf nehmen und ins
Wasser tauchen. Dann wird er nur noch
gegossen, wenn die obere Erdschicht
ganz durchgetrocknet ist – Weihnachtssterne mögen nämlich keine Staunässe.
Außerdem sollte man das schmückende
Gewächs alle zwei Wochen mit einem
kaliumreichen Dünger versorgen.
DER WEISSE SCHNITT
Wer länger Freude an seinem Christbaum
haben möchte, sollte beim Kauf die Schnittfläche kontrollieren. Ist sie hell, fast weiß,
wurde der Baum erst vor Kurzem geschlagen
und beginnt nicht direkt zu nadeln. Bis Heiligabend sollte man den Baum in einem kühlen Raum in einen Wassereimer stellen und
einen Esslöffel Zucker zugeben.
STROHROHLINGE FÜR
MEHR FEUCHTIGKEIT
Wer seinen Adventskranz selbst bindet,
sollte am besten Zweige der Nordmannoder Edeltanne verwenden. Sie sind am
robustesten und bleiben entsprechend
länger frisch. Als Gerüst empfiehlt sich ein
Rohling aus Stroh, den man vor dem Aufbinden der Zweige benetzt . Dadurch wird
den Nadeln zusätzlich Feuchtigkeit zugeführt. (Tipp: Beim Kauf eines fertigen
Kranzes nachfragen, ob ein Strohrohling
verwendet wurde!) Tagsüber soll der
geschmückte Kranz in der Wohnung
stehen, doch nachts ist es besser, ihn auf
den Balkon oder die Terrasse zu bringen.
Die kühlen Temperaturen halten die
Nadeln länger frisch. Auf keinen Fall in der
Nähe der Heizung aufstellen!
111
UNSER FESTMENÜ
Genuss in
G
ä
n
g
e
n
4
Dieses leichte Weihnachtsmenü sorgt
für gute Stimmung beim Fest: Truthahn
statt Ente, köstliche Suppe, Salat und
fruchtiges Parfait erfreuen den Gaumen.
LECKERES ZUM FEST
WUNDERVOLLER
WEIHNACHTSZAUBER
Die Deko aus kleinen Bäumchen,
Zapfen und Eukalyptus duftet mit
dem delikaten Menü um die Wette
113
RAFFINIERT, LEICHT UND KÖSTLICH
Wurzelbrühe
vegetarisc
h
mit vegetarischem Suppenstrudel,
Lauchstroh und Weihnachtsgemüse
ZUTATEN FÜR 4 PORTIONEN:
Für die Wurzelbrühe: 1 kleine Petersilienwurzel
250 g Karotten 1 Knollensellerie, 1 Zwiebel
1 Lauchstange 1 EL Öl 1,5 l Wasser 1 TL
Kräutersalz zwei Stängel Liebstöckel Pfeffer
Für den Suppenstrudel: 125 g Mehl Salz 2 EL
Öl 60 ml lauwarmes Wasser Öl zum Bestreichen
2 EL Milch 1 TL Öl 150 g Lauch 1 TL Butter
100 g Frischkäse 1 Ei 2 EL Semmelbrösel
1 Prise geriebene Muskatnuss Salz Pfeffer
Für das Lauchstroh: 1 dünne Lauchstange
3 EL Pflanzenöl
ZUBEREITUNG:
1 Das Gemüse für die Brühe putzen bzw. schälen.
2 Karotten beiseitelegen. Übriges Gemüse in dicke
Scheiben schneiden. 2 Selleriescheiben beiseitelegen. Übriges Gemüse in heißem Öl anbraten, mit
600 ml Wasser aufgießen, Kräutersalz und Liebstöckel zugeben, circa 20 Minuten köcheln lassen. Beiseitegelegte Karotten und Selleriescheiben einlegen,
weitere 25 Minuten köcheln. Brühe abseihen,
Karotten und Selleriescheiben entnehmen. Karotte
längs halbieren. Mit Plätzchenförmchen aus Karotten und Sellerie Motive ausstechen.
2 Mehl, Salz, Öl, Wasser zu einem Teig verkneten,
auswalken, auf einem bemehlten Küchentuch ausziehen und mit der Mischung aus Milch und Öl
bestreichen. Lauch putzen, in Ringe schneiden, in
Butter andünsten, dann abkühlen lassen. Im
Anschluss mit Frischkäse, Ei, Bröseln und Gewürzen
mischen. Die Masse auf dem unteren Teigdrittel
verstreichen. Den Strudel mit Hillfe des Küchentuchs fest aufrollen, die Enden einklappen und auf
ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Bei 180
Grad Ober- und Unterhitze 20 Minuten backen.
3 Lauch in feinste Streifen schneiden, im heißen
Fett 3 Minuten braten. Strudel in Scheiben schneiden, Brühe erhitzen, pfeffern, in Suppenteller füllen,
mit Weihnachtsgemüse, Suppenstrudel und Lauchstroh garnieren.
Zubereitungszeit: circa 40 Minuten
Kochzeit: circa 40 Minuten
Backzeit Strudel: circa 20 Minuten
114
Wintersalat
mit Ricottanockerln,
Festtagsgebäck und
vegetarisc
Birnendressing
h
ZUTATEN FÜR 4 PORTIONEN:
Für die Ricottanockerl: 250 g
Ricotta Salz Pfeffer 1 TL Honig
Saft und Abrieb von 1/2 Bio-Zitrone
Paprikaflocken 30 g Pinienkerne
Für das Festtagsgebäck: 125 g
Mehl 1 Msp. Backpulver ¼ TL Salz
¼ TL Kurkumapulver 5 EL
Frischkäse 60 g weiche Butter
1 Ei 1 Eigelb 1 TL Sesam
grobes Meersalz
Für den Salat: 1 reife Birne
1 TL mittelscharfer Senf 1 TL Essig
2 TL bestes Pflanzenöl Salz
Pfeffer 2 Chicorée 1 Radicchio
ZUBEREITUNG:
1 Alle Zutaten für die Ricottanockerl,
bis auf Paprika und Pinienkerne, vermengen. Dann in ein mit einem Passiertuch ausgelegtes Sieb geben. Im Kühlschrank über Nacht ruhen lassen.
2 Teigzutaten mit dem Knethaken zu
einem glatten Teig verarbeiten. In Folie
gewickelt 30 Minuten kühlen. Teig auf
bemehlter Fläche 3 mm dünn ausrollen, Plätzchen ausstechen. Gebäck auf
ein mit Backpapier belegtes Blech
legen, mit Eigelb bestreichen, mit Sesam
und Salz bestreuen. 10 Minuten bei 200
Grad Ober- und Unterhitze backen.
3 Für das Dressing Birne schälen, entkernen, mit Senf, Essig und Öl pürieren,
dann abschmecken. Salate waschen, in
dünne Streifen schneiden und auf Tellern anrichten. Pinienkerne ohne Fett in
einem Pfännchen anrösten, abkühlen
lassen. Mit zwei Teelöffeln aus der
Ricottamasse circa 12 Nocken formen.
In Pinienkernen wälzen, mit Paprikaflocken bestreuen und mit dem Gebäck
auf dem Salat anrichten. Dressing in
kleinen Schälchen dazu servieren.
Zubereitungszeit: circa 20 Minuten
Abtropfzeit: mindestens 12 Stunden
Backzeit: circa 10 Minuten
115
Festlicher Truthahn
mit Apfelfüllung, Ofenknödel, Mandel-Schwarzwurzeln
ZUTATEN FÜR 4 PORTIONEN:
Für den Ofenknödel: 5 Brötchen 80 g geschmolzene Butter
3 Eier 100 ml Milch 2 EL gehackte Petersilie Salz
Pfeffer
Für den Braten: 1 kleiner Truthahn oder 1 Babypute
(2,5–3 kg) 1 Bund Suppengrün Salz Pfeffer
Für die Fülle: 2 Äpfel 1 Zwiebel ein Sträußlein Rosmarin
Für die Soße: 2 Karotten, geputzt und halbiert Brühe aus
Putenklein Suppengrün und 4 Pfefferkörner Salz Pfeffer
80 g geschmolzene Butter 2 TL Speisestärke
Für die Mandel-Schwarzwurzeln: 500 g Schwarzwurzeln
400 ml Wasser mit 2 EL Essig 2 EL Butter 1 EL Zitronensaft
50 g Mandelblättchen
ZUBEREITUNG:
1 Für den Ofenknödel Brötchen würfeln, alle Zutaten vermengen,
einen Laib formen. Auf ein mit Öl bestrichenes Backpapier geben
und fest darin einrollen. Etwa 40 Minuten bei 180 Grad backen.
2 Truthahn innen und außen waschen, trocknen. Flügel am ersten Gelenk und Hals abschneiden. Abgeschnittene Teile, Putenklein, Suppengrün und Pfeffer mit 200–300 ml Wasser 60 Minuten zur Brühe köcheln, dann abseihen. Truthahn innen und
außen pfeffern, salzen. Äpfel und Zwiebel schälen, putzen, grob
116
würfeln. Mit Rosmarin in den Bauchraum stopfen. Keulen und
Flügel mit Metzgergarn eng an den Rumpf binden.
3 Truthahn auf dem Gitterrost mit der Brust nach oben in den
auf 80 Grad vorgeheizten Backofen setzen, tiefes Backblech mit
den Karotten darunter einschieben. Truthahn mit Butter begießen, circa 4 Stunden braten. Nach 60 Minuten immer wieder mit
der Brühe und mit der Bratensoße aus dem Blech begießen. In
den letzten 30 Minuten den Ofen auf 220 Grad hochdrehen, ggf.
den Truthahn mit Alufolie bedecken.
4 In der Zwischenzeit Schwarzwurzeln mit dem Sparschäler schälen, sofort in das Essigwasser legen. Herausheben, in circa 5 cm
lange Stücke schneiden. Schwarzwurzeln in Salzwasser 30 Minuten knackig kochen. Abgießen, Butter und Zitronensaft untermischen. In einer Pfanne Mandelblättchen anrösten, über die Wurzeln geben. Warm halten.
5 Truthahn aus dem Ofen nehmen, Ofenknödel im ausgeschalteten Ofen aufwärmen. Bratensatz im Backblech ablösen, Soße
durch ein Sieb in einen kleinen Topf schütten, kurz einkochen.
Mit angerührter Speisestärke binden und abschmecken. Truthahn tranchieren; er ist gar, wenn der austretende Saft durchsichtig, nicht rosafarben ist. Brustfilets ablösen, in Scheiben schneiden. Truthahn mit den Beilagen servieren.
Zubereitungszeit: circa 60 Minuten
Garzeit: circa 4 Stunden
Orangen-Parfait
vegetarisc
h
mit weihnachtlichem
Gewürzsirup
FOTOS: BRIGITTE SPORRER. PRODUKTION: NINA BECKER-GÖPNER, KATI HOFACKER, STYLING & TEXT: KATI HOFACKER
ZUTATEN FÜR 4 PORTIONEN:
Für das Orangen-Parfait: 2 Bio-Orangen
1 Vanilleschote 400 g Sahne 4 Eigelb
80 g Zucker außerdem: 4 SilikonFörmchen à 100 ml
Für den Gewürzsirup: 3 Orangen 50 g
Zucker 2 Sternanis 1 Zimtstange
Für den Kürbiskernknusper: 60 g Zucker
4 EL Wasser 35 g Kürbiskerne
ZUBEREITUNG:
1 Orangenschale fein abreiben, Saft der Orangen
auspressen (circa 160 ml). Das ausgeschabte
Vanillemark in 200 g Sahne sanft erhitzen. Die
Eigelbe mit Zucker über einem heißen Wasserbad kräftig aufschlagen, dann die heiße Sahne
einrühren. Unter Rühren den Orangenabrieb
und -saft zugeben, im Eiswasserbad kalt schlagen. Die restliche Sahne steif schlagen, unter die
erkaltete Orangensahne heben und in die Förmchen füllen. Mindestens 24 Stunden tiefkühlen.
2 Eine Orange wie einen Apfel schälen, sodass
die weiße Haut entfernt ist. Dann die Orangenfilets zwischen den weißen Trennhäutchen herausschneiden und beiseitestellen. Restliche
Orangen auspressen, Zucker bei geringer Hitze
im Topf schmelzen lassen, Saft und Gewürze
zugeben. Köcheln lassen, bis der Zucker sich auflöst, abkühlen lassen. Orangenfilets dazugeben.
3 Zucker mit Wasser in einem Pfännchen goldbraun karamellisieren, Kürbiskerne unterrühren,
kurz mitrösten. Knusper auf ein Backpapier streichen, auskühlen lassen. Masse vom Backpapier
abziehen, grob gebrochen in einen Gefrierbeutel
geben, Küchentuch darüberlegen und mit einem
Schnitzelhammer in kleinere Stücke klopfen.
4 Kurz vor dem Servieren das Orangen-Parfait
aus den Förmchen stülpen, mit Gewürzsirup,
Orangenfilets und Kürbiskernknusper garnieren.
Zubereitungszeit: circa 30 Minuten
Kühlzeit: 24 Stunden
DANKE
Weihnachtsgeschirr: Rosenthal,
Nora Christmas, www.rosenthal.de
Besteck: Amelo, bei www.wayfair.de
Stabkerzenhalter: eBay-Shop
LS-LebenStil
Teller mit Goldrand: Mikasa Cameo
Gold, eBay-Shop Creaflor-Dekoideen
Wassergläser: eBay-Shop Annastore
Wasserkelche: eBay-Shop Evimex24
Weinkelche: Spiegelau Milano,
eBay-Shop Deltatecc-home
117
BÄUMCHEN
wechsel dich
Tannenbäume dürfen an Weihnachten nicht fehlen. Die nachhaltigen,
selbst gebastelten Unikate aus den verschiedensten Materialien sorgen
im Nu für eine schmucke Tafel und ein festliches Ambiente.
WEISSE WEIHNACHT
Ein Loch in der Größe eines Holzstäbchens (z. B. mit
0,5 cm Ø) in eine Holzwäscheklammer bohren. Das
Filzbäumchen aus zwei Filzdreiecken links auf links
nähen, also die schöne Seite außen, die Naht sichtbar.
Unten in der Mitte 1 cm offen lassen. Die Perlen aufkleben. Nun das Bäumchen über den Holzstab
stülpen und in die Klammer stecken.
ZAUBERHAFT AUFGEFALTET
Dafür aus Notenpapier ein Dreieck auschneiden und
zu einer 0,5 cm breiten Ziehharmonika falten. Mit der
Nadel in die Mitte ein Loch stechen. Holzspieß einstecken, das Papier leicht auseinanderziehen. Spieß etwa
2 cm unterhalb des Bäumchens abschneiden. Mit der
Schere ein Loch ins Holzstück machen. Spieß hineinstecken. Mini-Stern mit Heißkleber oben aufsetzen.
118
FOTOS: BRIGITTE SPORRER. PRODUKTION: NINA BECKER-GÖPNER, KATI HOFACKER, STYLING & TEXT: KATI HOFACKER
DIE NATUR ALS VORBILD
Simpel und nachhaltig: Nadelbäumchen aus dem
Gartenmarkt sind pflegeleicht und verleihen dem
Raum die ganze Adventszeit über ein weihnachtliches Ambiente – ohne zu nadeln. Nach Belieben
noch mit roten Schleifen aus Geschenkpapier und
kleinen Anhängern (z. B. von Depot) schmücken und
sich an der schönen Farb-Kombi erfreuen.
PASSENDE
DEKO
ZUM MENÜ
GRUSS AUS DEM WALD
Diese Bäumchen aus Föhrenzapfen
können Sie leicht selber machen. Die
Zapfen zuerst mit grüner Acrylfarbe
bemalen oder besprühen. Nach dem
Trocknen mit Klarlack sprayen und
Kunstschnee aus circa 30 cm Entfernung herunterrieseln lassen. Mit der
Heißpistole auf einen Korken kleben.
119
ZART UND SAFTIG
Lässt den
Braten wohl geraten
An Feiertagen darf bei vielen Familien der Braten nicht fehlen – ob butterzart geschmort,
mit knuspriger Kruste oder gefüllt und aufgerollt. Die wichtigste Zutat für das Gelingen
des Festmahls ist reichlich Zeit. Das Gute daran: Während sich der leckere Bratenduft in
der Küche ausbreitet, kann man sich ganz entspannt anderen Dingen widmen.
LECKERES ZUM FEST
D
er traditionelle Sonntagsbraten
ist heutzutage oft schnelleren
und leichteren Gerichten gewichen –
umso größer ist dann die Freude über
einen Festtagsbraten, der natürlich
auch an Weihnachten nicht fehlen
darf. Bei guter Vorbereitung erledigt
der Ofen den Großteil der Arbeit und
das Festmahl macht sich fast von
selbst. Alles, was man braucht, ist
gutes Fleisch und ein bisschen Geduld.
Das Bratenstück kann auch schon ganz
entspannt einige Wochen oder Monate
vorher besorgt und eingefroren werden. Aufgetaut wird es ganz langsam
auf einem Gitter mit Schale darunter
für ein bis zwei Tage im Kühlschrank.
Gut gewürzt in die Bratform
Um ein feines Aroma ans Fleisch zu
bekommen und um es zarter zu
machen, mariniert man es gerne.
Rind- und Schweinefleisch können
einige Stunden oder über Nacht mit
kräftigen Gewürzen eingelegt werden, Geflügel und Fisch vertragen
dagegen nur ein bis zwei Stunden
und eine leichte Würze. Eine saure
Marinade auf Basis von Essig, Wein
oder Zitronensaft macht das Fleisch
besonders zart und mürbe, denn die
Säure lockert das Gewebe auf. Das
hilft vor allem bei festem und faserigem Fleisch, deshalb passt zu einem
Schmorbraten besonders gut eine
Weinmarinade. Salz darf beim Einlegen keinesfalls fehlen, es weicht
ebenso die Fasern auf und sorgt für
mehr Geschmack. Dazu kommt noch
ein gutes Pflanzenöl, das die Aromen
bewahrt und die Fleischoberfläche
vor dem Austrocknen schützt. Süße
Marinaden mit Honig oder Zucker
verleihen Geflügel eine wunderbar
knusprige Haut, die durch das Karamellisieren besonders aromatisch
wird. Das gilt auch für den Krustenbraten, der mit einer Marinade aus
Senf, Bier und Honig gut harmoniert.
Außen kross, innen zart
Während des Bratens wird das Fleisch
immer wieder mit Marinade bestrichen. Diese muss zum Garen aber
121
unbedingt frisch hergestellt werden
– die Marinierflüssigkeit, in der das
Fleisch lag, sollte weggeschüttet werden. Für mehr Geschmack und Zartheit von innen heraus sorgen Füllungen für das Geflügel oder für einen
Rollbraten. Dafür kann man Äpfel,
Orangen, Maroni, Trockenfrüchte,
Zwiebeln, Pilze und alle möglichen
Gemüsesorten und Kräuter verwenden. Lange war es üblich, den Braten
in den Ofen zu schieben und bei großer Hitze durchzugaren. Dies schafft
eine schöne Bräunung und sorgt für
den typischen Röstgeschmack. Aus
dem Bratensatz lässt sich zudem eine
schmackhafte Soße herstellen. Allerdings birgt diese Art der Zubereitung
die Gefahr, dass das Fleisch trocken
und zäh und die Kruste sehr hart
wird. Besser ist hier das Niedrigtemperatur-Garen geeignet, bei dem der
Braten, je nach Fleischsorte, bei etwa
70 bis 100 Grad im Ofen schmort.
Damit die Haut schön kross wird, sollte
das Geflügel beim Braten immer wieder mit Marinade eingepinselt werden
Das dauert zwar einige Stunden,
dafür trocknet das Fleisch aber nicht
aus, sondern bleibt schön saftig und
zart. Vor allem bei Geflügel ist es
wegen der Salmonellengefahr wichtig, die Kerntemperatur zu ermitteln.
Diese sollte bei 80 Grad liegen.
Um zu erkennen, ob das Fleisch
durchgebraten ist, sticht man an der
dicksten Stelle mit einem Schaschlikspieß tief hinein. Wenn kein Saft
mehr austritt oder nur eine klare
Flüssigkeit, ist der Braten fertig und
bereit für die Festtafel
Dr. Alexandra Magnussen
122
WEIHNACHTSWISSEN
VOM OPFERTIER
ZUM FESTTAGSBRATEN
Seit dem 7. Jahrhundert galt die gesamte Adventszeit, neben der Passionszeit vor
Ostern, als Zeit des Fastens, der Stille und des Verzichts. An den Fastentagen durften kein Fleisch und keine Produkte vierfüßiger oder warmblütiger Tiere, also auch
keine Milch und keine Eier, verzehrt werden. Dafür dienten die anschließenden
Festtage zum ausgiebigen Schlemmen. Da man den Heiligen Abend und Karfreitag
noch fleischlos feiern wollte, wurde hier oft Fisch serviert.
Die Advents-Fastenzeit endete um Mitternacht am 24. Dezember. In manchen
süddeutschen Regionen war es daher Brauch, kurz zuvor ein Schwein zu schlachten, die sogenannte „Mettensau“, die direkt im Anschluss an die nächtliche Christmette als Festtagsbraten aufgetischt wurde. Auch bei vielen alten Völkern war das
Schwein Sinnbild der Fruchtbarkeit, der Nahrungsfülle und ganz allgemein des
Glücks. Deshalb war es ein symbolbehaftetes Opfertier und somit als Speise besonderen Tagen vorbehalten. So pflegten bereits
unsere Vorfahren beim germanischen Julfest
zur Wintersonnenwende Schweine zu opfern
und zu verzehren. Aber auch an anderen Festtagen hat der Braten Tradition – wie die Gans
zu Kirchweih und St. Martin, der Ochse zum
Erntedankfest oder das Lamm zu Ostern.
Die traditionelle Weihnachtsgans hat ihren
Ursprung wohl in der katholischen Fastenzeit,
denn vor deren Beginn am 11. November, als
Martinsgans, wie auch als Weihnachtsgans an
deren Ende wird das edle Geflügel verzehrt.
Daneben hat sich aber auch die Ente als Weihnachtsbraten etabliert.
Zwiebelrostbraten
ZUTATEN FÜR 4 PORTIONEN
4 Scheiben Kalbs-Rostbraten (à circa 180 g)
Olivenöl zum Anbraten Salz Pfeffer aus
der Mühle 2 Knoblauchzehen 2 Zwiebeln
Maisstärke Paprikapulver Sonnenblumenöl zum Ausbacken
ZUBEREITUNG
1 Das Fleisch in eine Pfanne mit heißem Olivenöl geben und kurz anbraten. Mit Salz, Pfeffer und zwei gepressten Knoblauchzehen würzen. Die Scheiben circa 4 Minuten braten, zwischendurch wenden und zugedeckt beiseitestellen.
2 Die Zwiebeln schälen, in feine Scheiben
schneiden und etwas auseinanderpflücken. In
einer Schüssel Speisestärke und Paprikapulver
mischen und die Zwiebelringe damit umhüllen.
3 In einer tiefen Pfanne Sonnenblumenöl
erhitzen und die Zwiebeln darin goldbraun
backen. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Das Fleisch nochmals kurz erwärmen, auf Teller geben und mit den Zwiebeln darauf servieren. Dazu passen Bratkartoffeln und Speckbohnen als Beilage.
Zubereitungszeit: 25 Minuten
Garzeit: circa 15 Minuten
WAS TUN BEI KOCHPANNEN?
• Fleisch angebrannt: Die zu dunkle Kruste abschneiden und die Schnittstelle unter
einer Mischung aus frischen Kräutern und angerösteten Semmelbröseln „verstecken“.
Wenn das Fleisch nicht zu trocken ist, kann man die Schnittstelle auch noch mal
kurz anbraten.
• Die Soße ist zu fettig: Soße abkühlen lassen, bis das Fett fest geworden ist,
dann abschöpfen. Anschließend die Soße mit Sahne verfeinern.
• Fleisch zu trocken oder zu zäh: Den Braten nicht als Stück servieren, sondern in dünne Scheiben schneiden und in der Soße noch gut eine Viertelstunde ziehen lassen. Auch wenn etwas übrig ist, kann das Fleisch fein
geschnitten in der Soße aufbewahrt werden. So bleibt es zart. Bratenreste lassen sich am nächsten Tag noch als Geschnetzeltes zubereiten
GUTER RAT:
und können mit einer Pilzsoße und Spätzle serviert werden.
KROSSE KRUSTE
• Ist die Soße zu salzig geraten, können Schmand oder Sahne den
Die Oberfläche des Bratens am Ende der GarGeschmack neutralisieren. Bei versalzenem Gemüse hilft etwas Zucker oder
zeit mit kaltem Salzwasser oder mit Bier
Honig.
bestreichen.
Dann den Braten bei höchster
• Mit Honig kann man auch einen versalzenen Braten retten. Einfach das
Backofentemperatur
oder mit der GrillfunkFleisch rundherum damit bestreichen und kurz unter den Grill geben. Das
tion
5
bis
10
Minuten
goldbraun
fertig braten.
gibt eine schöne Kruste und der Salzgeschmack wird abgemildert.
123
Sauerbraten mit würziger Soße
ZUTATEN FÜR 4 PORTIONEN
1 Bund Suppengrün 3 Zwiebeln 800 g Rinderschmorbraten 500 ml Rotwein 50 ml Rotweinessig 2 Lorbeerblätter
1 TL Senfkörner 1 TL Pfefferkörner 5 Nelken 1 TL
Wacholderbeeren Salz Pfeffer 3 EL Öl 2 EL Mehl
2 Scheiben Pumpernickel 50 g Rosinen
ZUBEREITUNG
1 Das Suppengrün putzen, die Möhren und den Sellerie schälen.
Danach das Suppengrün gründlich waschen und in grobe Würfel
schneiden. Die Zwiebeln abziehen, ebenfalls grob würfeln. Das
Fleisch unter kaltem Wasser abspülen, dann mit Küchenpapier
trocken tupfen und mit dem gewürfelten Suppengrün und den
Zwiebeln in eine Schüssel geben.
2 Rotwein, Essig, 250 ml Wasser und die Gewürze kurz aufkochen. Die Marinade heiß über das Fleisch gießen. Die Schüssel gut
abdecken und für 1–2 Tage kalt stellen. Währendessen das Fleisch
immer mal wieder wenden. Dann aus der Marinade nehmen, tro-
124
cken tupfen, salzen und pfeffern. Das Gemüse abgießen und
dabei die Marinade auffangen.
3 Den Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
4 Das Öl in einem großen Topf erhitzen. Das Fleisch darin
rundum anbraten. Gemüse zugeben und anbräunen. Das Mehl
darüberstäuben und kurz anschwitzen. Mit der Hälfte der Marinade ablöschen, 3 Minuten einkochen lassen. Übrige Marinade
zugießen und erneut einkochen. 500 ml Wasser zugeben und aufkochen. Offen im vorgeheizten Ofen circa 2 Stunden garen.
5 Pumpernickel fein hacken. Nach 1½ Stunden den Braten aus
dem Topf nehmen, die Soße durch ein Sieb gießen. Pumpernickel
und Rosinen zugeben. Den Braten wieder in die Soße geben und
offen weitere 30 Minuten im Ofen garen. Dann aus der Soße nehmen und kurz ruhen lassen. Die Soße abschmecken, den Braten
in dünne Scheiben schneiden, in die Soße legen und servieren.
Dazu passen Kartoffelknödel oder Salzkartoffeln und Rotkohl.
Zubereitungszeit: 60 Minuten
Ziehzeit: 1–2 Tage, Garzeit: circa 2 Stunden
Gans mit Apfelfüllung
ZUTATEN FÜR 6–8 PORTIONEN
1 junge, küchenfertige Gans (circa 3 kg) Salz 300 g
säuerliche Äpfel 100 g Schwarzbrot 1 Handvoll Beifuß
2 EL Sultaninen 2 EL Zucker 125 ml Fleischbrühe
1–2 EL Mehl Pfeffer aus der Mühle
ZUBEREITUNG
1 Den Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze
vorheizen.
2 Die Gans gründlich waschen und gut trocknen. Innen
und außen mit Salz einreiben. Die Äpfel waschen, schälen,
in Achtel schneiden und von den Kernen befreien. Das
Brot toasten. Im Anschluss sehr klein würfeln und mit Beifuß, Sultaninen, Salz, Zucker und den Äpfeln mischen.
3 Die Gans mit dem Brot-Mix füllen und die Öffnungen
mit Küchengarn verschließen. Im Anschluss die Flügel verschränken und die Keulen am Körper festbinden. Etwa ½ l
Wasser in ein tiefes Backblech gießen und auf die untere
Schiene schieben. Die Gans auf den Rost legen, auf die
mittlere Schiene schieben und 1 Stunde braten.
4 Dann umdrehen, weitere 1½–2 Stunden braten. Dabei
mehrmals die Haut einstechen. Kurz vor Ende der Bratzeit
mit Salzwasser bepinseln. Gans warm halten.
5 Den Bratenfond aufkochen und die Brühe zugießen. Das
Fett abschöpfen. Das Mehl mit wenig kaltem Wasser verrühren und zur Soße gießen. Kurz aufkochen, salzen und
pfeffern. Zur Gans servieren. Dazu passen Kartoffelknödel
und Blaukraut oder Endiviensalat mit Orangenschnitzen.
Zubereitungszeit: circa 25 Minuten
Garzeit: circa 3 Stunden
GUTER RAT: LANGSAM AUFTAUEN
Eine tiefgekühlte Gans benötigt mehrere Stunden zum Auftauen.
Am besten lässt man sie über Nacht auf einem Gitter über einer
Schüssel auftauen. Die Flüssigkeit wegschütten. Die Gans waschen
und innen und außen trocken tupfen.
WELCHES GEWÜRZ PASST ZU WELCHEM BRATEN?
Beifuß
Liebstöckel
• Gans:
Majoran, Beifuß, Liebstöckel
• Ente:
Majoran, Thymian, Beifuß
• Rind:
Liebstöckel, Lorbeer, Estragon, Bohnenkraut und Majoran
• Schwein:
Majoran, Thymian, Lorbeer
Lorbeer
• Wild:
Lorbeer, Wacholderbeeren, Nelke, Thymian, Salbei,
Rosmarin und Beifuß
• Kaninchen:
Lorbeer, Estragon, Bohnenkraut und Majoran
Estragon
Wacholder
125
Schweinerollbraten mit Aprikosen und Lauch
ZUTATEN FÜR 4 PORTIONEN
300 g getrocknete Aprikosen 50 ml Apfelsaft 3 Zweige
Thymian 2 Stangen Lauch 1 Zwiebel 1 Knoblauchzehe
20 g Butter Salz Pfeffer 3 Karotten ½ Stangensellerie
½ Knollensellerie 1 kg Schweinerollbraten (küchenfertig vorbereitet) 3 TL mittelscharfer Senf 3 EL Pflanzenöl
ZUBEREITUNG
1 Die Aprikosen mindestens 3 Stunden, besser über Nacht, in
einer Schüssel in dem Apfelsaft einweichen.
2 Den Thymian waschen, trocken schütteln und die einzelnen
Blättchen abzupfen. Den Lauch putzen, halbieren, waschen und
in Scheiben schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch häuten
und fein würfeln. Eine Pfanne mit der Butter heiß werden lassen
und die Zwiebel und den Knoblauch darin anschwitzen. Den
Lauch, die Aprikosen und den Thymian zugeben, salzen, pfeffern
126
und circa 5 Minuten andünsten. Die Pfanne vom Herd nehmen
und die Aprikosenmasse etwas auskühlen lassen.
3 Das Gemüse waschen, ggf. schälen und in mundgerechte Stücke schneiden.
4 Den Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
5 Den Rollbraten waschen, trocken tupfen und auf der Arbeitsfläche ausbreiten. Mit dem Senf bestreichen, pfeffern und die
Füllung darauf verteilen. Längs aufrollen und mit Küchengarn
zusammenbinden. Den Braten außen mit Salz und Pfeffer würzen,
dann in einem Bräter rundherum anbraten. Das Gemüse um den
Braten verteilen, alles in den Ofen schieben und circa 90 Minuten
garen. Immer wieder mit Bratenflüssigkeit übergießen, ggf. noch
etwas Fleischbrühe ergänzen.
6 Ist der Braten gar, das Küchengarn entfernen und den Braten
zusammen mit dem Gemüse servieren.
Zubereitungszeit: 40 Minuten, Ziehzeit: mindestens
3 Stunden, Garzeit: circa 1 Stunde 40 Minuten
Die Nebenrollen –
DREI GRUNDREZEPTE FÜR BEILAGEN
Apfel-Rotkohl
ZUTATEN FÜR 4 PORTIONEN
1 Rotkohl 250 ml Apfelsaft 2 EL
Preiselbeerkompott 3 EL Balsamico,
Salz Pfeffer 1 Gewürznelke
1 Lorbeerblatt 1 Zwiebel
2 säuerliche Äpfel 2 EL Butter
150 ml Gemüsebrühe (bei Bedarf)
Bratensoße
FOTOS: AKG (1), DPA (2), MAURITIUS IMAGES (1), DANIEL REITER (1), SHUTTERSTOCK (13)
mit Rotwein
ZUTATEN FÜR 4 PORTIONEN
3 Thymianzweige 4 Schalotten
1 Knoblauchzehe 1 Möhre ½ Sellerieknolle 1 EL Rapsöl 1 EL Tomatenmark
200 ml kräftiger Rotwein 200 ml
Fleischbrühe 140 g sehr kalte Butter
1 TL Balsamico Salz Pfeffer
ZUBEREITUNG
1 Thymianblättchen abzupfen. Schalotten,
Knoblauch, Möhre und Sellerie schälen.
Alles fein würfeln und einige Minuten bei
mäßiger Hitze im Öl farblos dünsten. Tomatenmark und Thymian kurz mitdünsten.
2 Wein und Brühe angießen und bei starker Hitze so lange offen köcheln lassen, bis
die Flüssigkeit auf etwa die Hälfte eingekocht ist. Dann die Temperatur senken,
sodass die Soße nicht mehr kocht. Die
Soße durch ein Sieb passieren, um größere
Gemüsestücke zu entfernen.
3 Butter in kleine Stücke schneiden. Nach
und nach portionsweise unter die heiße
Soße rühren, sodass sie langsam eine cremige Konsistenz bekommt. Zuletzt mit
Essig, Salz und Pfeffer abschmecken.
Zubereitungszeit: 10 Minuten
Garzeit: circa 30 Minuten
ZUBEREITUNG
1 Den Rotkohl putzen und fein hobeln.
Apfelsaft mit Preiselbeerkompott, Balsamico und Gewürzen verrühren, mit
dem Rotkohl mischen und diesen zugedeckt über Nacht durchziehen lassen.
2 Die Zwiebel schälen und fein würfeln.
Die Äpfel ebenfalls schälen, entkernen
und klein schneiden. Beides in einem
Topf in der Butter anschwitzen. Dann
den Rotkohl dazugeben und 5 Minuten
unter Rühren andünsten.
3 Den Rotkohl zugedeckt circa 40 Minuten garen lassen. Dabei immer wieder
umrühren, ggf. Gemüsebrühe zugießen.
Zubereitungszeit: 15 Minuten
Ziehzeit: 8 Stunden
Garzeit: circa 45 Minuten
Kartoffelknödel
ZUTATEN FÜR 6–8 STÜCK
Für den Teig: 1 kg mehligkochende
Kartoffeln 2 Eigelb Salz 15 g
Speisestärke etwas Muskat
Für die Füllung: 60 g klein
gewürfeltes Toastbrot 2 EL Petersilie
30 g Butter
ZUBEREITUNG
1 Kartoffeln schälen, 300 g in Wasser
circa 20 Minuten weich kochen. 700 g
rohe Kartoffeln fein reiben, auf ein
Geschirrtuch geben und auspressen.
Dabei das Wasser auffangen und stehen
lassen, bis sich die Kartoffelstärke abgesetzt hat. Übriges Wasser abgießen und
die Kartoffelstärke mit den geriebenen
Kartoffeln mischen.
2 Gekochte Kartoffeln durch eine
Presse drücken. Mit Eigelb, Salz, Speise-
stärke, Muskat und den rohen Kartoffeln
vermengen. Brot mit Petersilie in Butter
schwenken.
3 Aus der Kartoffelmasse 6–8 Knödel
drehen und mit den Kräuter-Brot-Würfeln füllen. In kochendes Salzwasser
geben und bei milder Hitze circa 20
Minuten gar ziehen lassen.
Zubereitungszeit: circa 30 Minuten
Kochzeit: circa 40 Minuten
127
HÜBSCHER
Rollentausch
Wenn das Fest vorbei ist, nutzen wir
Geschenkpapier, Bierdeckel, Flaschen
und Korken, um Altes aufzuwerten
und Neues zu gestalten.
TISCH MIT GESCHENKPAPIER-PLATTE
Aus einem angeschlagenen Tisch wird ein neues
Schmuckstück. Nach der Reparatur des Tisches mit Holzspachtel arbeiten wir mit der Décopatch-Technik weiter.
Hier nutzen wir die Décopatch-Papiere „Borten“, „Cherry
Blossom“, „Kacheln“ und „Decopad Red“ von www.vbshobby.com. Normales Geschenkpapier funktioniert auch.
Legen Sie Ihre Geschenkpapierreste so aus, wie sie später
auf dem Tisch erscheinen sollen. Mit Büchern oder Steinen
beschweren. Dickes Geschenkpapier wird auch auf der
Unterseite mit Décopatch-Leim (ebenfalls von VBS)
eingepinselt, dünnes nicht.
Bepinseln Sie dann die Tischfläche mit Leim. Nun pinseln
und kleben Sie Partie für Partie die Papiere auf und
überpinseln diese auch mit dem Leim. Es wird relativ nass
gearbeitet – da ist es normal, dass das Papier sich aufrollt
oder wellt. Nach dem Trocknen wird in mehreren Schichten Decoupage-Lack mit Zwischentrocknung aufgetragen,
um die Unebenheiten auszugleichen.
Für ein besonders strapazierfähiges Ergebnis können Sie
auch Bootslack nutzen. Dieser verfärbt sich auf Dauer
leicht gelblich und sorgt so für eine schöne Patina.
Neu aufgetischt. Die
individuell zusammengestellten Geschenkpapierbögen verleihen dem Tisch
nicht nur das gewisse Etwas
sondern machen ihn gleichzeitig zum zeitlosen Unikat.
128
NACH DEM FEST
FOTOS: BIRGID ALLIG (3), KATI HOFACKER (5)
BIERDECKEL-PINNWAND
Hier können Sie mit so gut wie jedem Leim arbeiten:
mit Holzleim, Decoupage- oder anderen Leimsorten.
Schneiden Sie Kreise aus Stoffresten so, dass der Durchmesser des Stoffkreises etwa 4 cm größer ist als der des
Bierdeckels. Verdünnen Sie wasserlöslichen Leim mit
etwas Wasser (maximal 1:1), sodass er gut flüssig ist.
Tauchen Sie den ersten Stoffkreis komplett darin ein.
Um den Bierdeckel kleben und zum Trocknen auf eine
Kunststoffunterlage legen. Verfahren Sie so mit allen
Bierdeckeln. Die Bierdeckel werden beim Trocknen
krumm und wellig. Pressen Sie diese deshalb wie Blätter
unter einer Lage dicker, schwerer Bücher. Für eine Pinnwand kleben Sie die Rückseiten mit Gewebeklebeband
so zusammen, dass drei etwa gleich lange Reihen entstehen. An die drei obersten Bierdeckel werden aus
schönem Textilklebeband drei Schlaufen geklebt, durch
die eine Baumwollsschnur gezogen wird. Dann die
Deckel aufhängen und nach Lust und Laune bestücken.
BUCHSTABEN AUS WEINKORKEN
Drucken Sie den gewünschten Buchstaben im
Copyshop auf DIN-A3-Papier vergrößert aus
und nutzen Sie ihn als Schablone. Diese Schrift
heißt „Rosewood“ und ist bei vielen Computern als Systemschrift vorhanden. Nun kleben
Sie die Schablone mit Klebepads auf ein Stück
dünnes Sperrholz und malen Sie die Konturen
mit Bleistift ab. Sägen Sie mit einer Stich- oder
Laubsäge den Buchstaben aus dem Holz und
bemalen Sie ihn mit braunem Acryllack. Die
Korken (etwa 18–20 Stück) werden mit einem
Sägeblattmesser längs halbiert, einige werden in
Scheibchen geschnitten. Die Korken auf dem
Buchstaben zurechtrücken, bis das Ergebnis gut
aussieht. Dann mit der Klebepistole fixieren.
Nicht nur Namen oder
Initialen, auch Glückszahlen lassen sich als
Korkenrelief kleben
impressum
Anschrift der Redaktion:
FUNKE Lifestyle GmbH
Redaktion LandIdee
Marcel-Breuer-Str. 16–18
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Hofacker, Steffi Müller, Cathrin Schneider
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von 10 bis 15 Uhr)
Bitte geben Sie auch bei Zuschriften
per E-Mail immer Ihre Postanschrift an.
129
ES WAR
EINMAL EINE Weinfla
Ob als Vase oder Dekoelement,
drinnen oder draußen: Die bemalten Flaschen sind in jedem Fall eine
Zierde und eignen sich mit einer
Stabkerze in der Flaschenöffnung
auch als Kerzenständer
sche
Gerade nach den
Festtagen hat sich die
Altglas-Kiste meist gut
gefüllt. Mit hübschen
Schablonen und etwas
Farbe können Sie Ihr
Leergut leicht vor dem
Container retten.
GlasOrnamente
SO GEHT’S:
1 Flaschen sehr gut reinigen.
Außen zusätzlich mit Spiritus
oder Alkohol abreiben und
trocknen lassen.
2 Die selbstklebende Folie aufkleben, evtl. noch rundherum
mit Klebeband fixieren.
3 Acrylfarbe mit einem
Schwammstempel auf die Folie
aufbringen und diese dann
rasch abziehen. Verlaufende
Farbe mit einem Wattestäbchen entfernen.
130
FOTOS: BIRGID ALLIG (1), KATI HOFACKER (3)
DAS BRAUCHEN SIE:
leere Flaschen oder Gläser
Spiritus oder Alkohol
selbstklebende Folien (z. B.
über www.vbs-hobby.com)
Klebeband Schwammstempel (z. B. über www.kunstpark-shop.de) Acryllack
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