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Автор: Tölle Hrg. Marianne
Теги: искусство музыка детская литература для детей
ISBN: 9789053905708
Год: 1995
Текст
Kinder entdecken...
Kunst und Musik
Antwort Wenn jemand spricht, ruft oder singt,
beginnt die Luft zu schwingen oder
vibrieren. Der von der Schallquelle
verursachte Luftstrom breitet sich
jedoch nicht geradlinig aus. sondern
wellenförmig. Erreichen die Wellen
unser Ohr. dann nehmen wir sie als
Geräusche oder Tone wahr. Auch von
den Musikinstrumenten gehen, wenn
sie gestrichen, gezupft, geblasen oder
geschlagen werden. Schallwellen aus.
► Oer Schall laßt die Lull
vibrieren. Die Schwingungen
breiten sich wellenförmig in
alle Richtungen aus.
▲ Schallwellen sind nicht sicht
bar. aber inan kann sie sich
etwa wie die kreisförmigen
Wellen iin Wasser verstellen,
die entstehen, wenn inan
einen Stein hineinwirfl.
Der Schall breitet sich von seinem Ausgangspunkt,
der Schallquelle, wellenförmig aus Schallwellen
haben, wie die Wasserwellen. Berge und Taler.
Schall*
quelle >
4
Leise und laute Töne
Wenn die Töne lauter werden,
wachsen die Wellenberge an.
Hohe und tiefe Töne
Wenn die Abstande zwischen
den Schallwellen größer sind
und die Wellenberge somit weit
auseinanderliegen, hören wir
einen tiefen Ton.
• Für die Eltern
Tune entstehen, wenn ein Gegenstand vibriert und die umgebende
Luft in Schwingungen versetzt Menschen können Tone in einem
Frequenzbereich zwischen 20 und 20 000 Hertz (Schwingungen pro
Sekundei wahrnehmen. In diesen Bereich fallen auch die von Musik-
instrumenten erzeugten Tone Außer in der Lautstarke weisen diese
noch weitere Unterschiede auf. So gibt es Instrumente, die überwie-
gend hohe Tone erzeugen, wie die Sopranblockflöte, und sulche mit
tieferen Tonen, wie beispielsweise die Baßgeige Auch in der Klang-
qualitat ist jedes Instrument einzigartig Daher hort sich der gleiche
Ton auf der Gitarre und auf dem Klavier jeweils verschieden an
5
Wie können Instrumente Musik erzeugen?
Saiteninstrumente
A Bei der Geige oder
Violine »t reicht man
mit einem Bogen aua
Holt, der mit Pferde
haar beapannt nrt,
über die Saiten.
► l>aa Klavier und der Hü-
gel erzeugen Tone, wenn
Hämmerchen, die mit
den Taalen verbunden
sind, gegen die Saiten
im Innenraum dea In-
atrumenta schlagen
A Bei der Harfe werden die Saiten gezupft
Man kann mit Instrumenten auf vielerlei
Weise Tone erzeugen. Einige Musikinstru-
mente haben Saiten, die man zupft oder
mit einem Bogen streicht. In andere bläst
man hinein. Es gibt auch Instrumente,
die mit Stocken oder Schlegeln geschlagen
werden, und solche, die man mit Hilfe von
elektrischem Strom zum Klingen bringt.
6
Blasinstrumente
Elektrische Instrumente
• Für die Eltern
Die im 19. Jahrhundert übliche Klassifizierung der Instrumente
besitzt auch heute noch Gültigkeit Saiteninstrumente erzeugen
Tone durch vibrierende Saiten. Bei Holzblasinstrumenten wird
die Luft mit Hilfe eines Rohrblatts in Schwingungen versetzt,
bei Blechblasinstrumenten durch die Lippenvibrationen des Mu-
sikers. Im Falle der Schlaginstrumente entstehen Schwingungen
durch Schlagen Zur neuen Gruppe der Elektrophone gehören
elektromechanische Musikinstrumente, wie Elektrogitarre oder
Hammondorgel, und elektronische, etwa der Synthesizer.
> Die Flöte 'hier eine Querflöte!
besteht aus einem schmalen
Rohr Bläst man in das Mund-
stück, wird die Luft im Inne-
ren des Hohlraums in Schwin-
gungen versetzt, und wir
hören einen Ton.
Schlag-
instrumente
A Bei der Tuba, einem tiefen
Blechblasinstrument, preßt der
Musiker das Mundstück an die
Lippen und bläst hinein.
V Bei einigen Instrumenten,
wie bei dieser elektrischen
Gitarre, wird der Klang mit
Hilfe von elektrischem Strom
verstärkt oder verändert.
Eine Pauke kann man
durch Verstellen der
Spannschrauben am
oberen Rand des Kes-
sels im Ton hoher
oder tiefer stimmen.
7
Wie wird Geige gespielt?
Antwor* ) Bei der Geige oder Violine werden die Saiten
' nicht wie bei der Gitarre oder der Harfe gezupft.
Der Spieler streicht vielmehr mit einem Bogen
über die vier Saiten des Instruments. Dadurch
entsteht ein weicher, lieblicher Klang. Durch die
unterschiedliche Handhabung des Bogens kann
der Geiger wunderschöne Melodien spielen.
Mit einem Bogen streichen
A Eines der frühesten uns
In einem Sinfonieorchester werden vier
Instrumente mit dem Bogen gespielt. In
bekannten Saiteninstru-
der Reihenfolge je nach Große sind dies:
die Geige oder Violine, die Viola oder
Bratsche, das Cello und der Kontrabaß.
mente ist die Lyra. Man
zupfte sie schon im alten
Babylonien, lange Zeit vor
Erfindung der Geige.
* Ein Bogen be-
steht aus einem
Holzstab, der mit
etwa 200 Haaren
vom Schweif des
Pferdes bespannt ist.
Die festen, rauhen
Haare streicht man
über die Saiten des
Instruments.
8
Wie sahen die ersten Geigen aus?
► Der Rebab führte in Europa zur
Entwicklung eines Instruments,
das als Rebec bezeichnet wurde.
Diese Geigenart kam um 1550 auf.
• Für die Eltern
▲ Der Rebab hatte die gleiche Grundform wie
die Geige, und seine Saiten wurden ebenfalls
mit einem Bogen gestrichen.
Zwar ist die genaue Herkunft der Geige oder Violine nicht
bekannt, doch scheint sie sich in Europa aus den mit einem
Bogen gespielten Instrumenten wie dem Rebec oder der hra
da braccio. einer Alt-Lyra, und der Viola entwickelt zu haben
Im Grundaufbau der Geige hat sich kaum etwas geändert,
seit vor über 400 Jahren die ersten Modelle gebaut wurden
Wann und von wem die Geige erfunden
wurde, ist nicht bekannt. Ähnliche Streich-
instrumente gab es schon seit uralten
Zeiten. Eines der ersten Saiteninstrumente,
das mit einem Bogen gespielt wurde, war
der arabisch-islamische Rabah oder Rebab
▲ Der Rebab gelangte von Persien in die Mon
golei. Dort wurde er zur Morin khuur. der
Fiedel der Straßenmusikanten, abgewandelt.
9
fcj Warum haben Blockflöten
so viele Löcher?
Antw«* Blockflöten haben mehrere Löcher, damit sie
unterschiedliche Tone erzeugen können. Wenn
man alle Löcher schließt, muß der Schall einen
weiten Weg durch das Instrument zurucklegen
und wird tief. Je weniger Öffnungen abgedeckt
sind, desto höher ist der Ton.
Blockflöte spielen
Wenn man in eine Blockflöte blaat,
entatromt die Luft durch die
offenen Locher Ilie Tonhohe hangt
jeweils davon ab, welche Ixicher
abgedeckt und welche offen aind
10
Die Höhe der Luftsäule variieren
Der Weg, den die Luft bei drei
abgedeckten Lochern zuruck-
legen muß. ist so lang wie die
hier abgebildete kurze Flöte
Diese kleine Flöte ist genauso
lang wie der Weg. den die Luft
zurucklegen muß. wenn nur
ein Loch abgedeckt ist.
Wenn man bei der Block*
flöte drei Löcher schließt,
wird die Luftsäule höher
und der Ton tiefer.
Drei geschloßene Locher
Ein geschlossenes Loch
Halt man bei der Block-
flöte nur ein Loch zu, ist
die Luftsäule kurzer und
der Ton somit hoher
Blockflöten gibt es seit
dem 12. Jahrhundert
Sie sind leichter zu
spielen und handlicher
als die meisten anderen
Blasinstrumente Aus
diesem firund sind sie
vor allem bei Kindern
beliebt, die zum ersten-
mal em Instrument
spielen Jemen.
• Für die Eltern
Eine FkXe erzeugt Töne wenn die
Isiftaauie in ihri-m rohrförnugen
Inneren vibriert Diese Vibration
wird ab Resonanz bezeichnet Die
Hohe der Luftsäule hangt davon
ab. «ne viele Izeher des Instru-
ments geschkauen sind Durch
Veränderung der Luftsaulenhohe
lauen »ich unterschiedliche Tone
erzeugen Einige Blasinstrumente
haben keine Lacher, wie heiepseb-
weiee die Posaune, bei der die
biftsaule durrh das Verschieben
der (förmigen Zugvomchtung
verlängert '«der verkürzt wird
11
W Wie funktioniert ein Klavier?
Antwort
Jede Klaviertaste ist mit einem klei-
nen Hammer verbunden, der mit
Filz überzogen ist. Wenn man auf
eine Taste drückt, schlägt das Häm-
merchen eine Saite im Innenraum
des Klaviers an, und es erklingt ein
Ton. Manche Tasten schlagen auch
zwei oder drei Saiten gleichzeitig an.
I Geschichte des Klaviers
1 Hevor da* Klavier erfunden
wurde, gab es achon verschiedene
andere Saiteninatrumentb. Seil
dem Ifi. Jahrhundert hat man in
Europa auf dem Hackbrett mu*i-
ziert Deusen Saiten werden mit
zwei llolzstabchen angeschlagen.
hundert war da» Klavi-
chord ein »ehr beliebte»
Instrument E» bezieht
au» einer Tastatur und
im rechten Winkel da-
zu ungeordneten gleich
langen Metallsaiten, die
durch Metallplattchen,
»genannte Tangenten,
angeschlagen werden
12
I Much Einführung <I<<h Kluviers
•'n IM. Jnhrhundert verlor iIiih
Cem hu Io nn Beliehlheil, well
(Ihm Klavier in um kni juch mehr
Möglichkeiten hol
• Für die Eltern
Das luiideriir Klnvirr gibt c« in «wei Grund
miafuhnmgvn al« vertikal IwuaitclvM Klavier
fin den häuslichen Gelirmuh und al* horiinn
trll besaiteten Elilgel lür Kiiuzcrlxide. wo der
genlTiirlr Heckel den Inalrumenta den Klang
Beim t'enihnlo, dna im l(i Juhrhun
dort ent wickelt wurde, gibt es liir
jede Suite eine Tnste Wenn inun
3
eine diener Tosten mederdrilckl.
wird die entsprechende Suite jedoch
nn In nngem hingen, mindern mittels
einen kleinen Federkiels gezupft
nach aullen dringen lullt Aufgrund der Art
der Toner zi'iigung wird du« Klavier in einigen
I..Indern zu dr n S< hl.n.'in-a i uiileuli n gezahlt,
in linderen indes zu den Saileninntriinienlcn
Cembalo und Klavier
I
Bi nn < emliulii werden die Saiten gezupft, um einen
। hi ii er engen Ihl die l'nne in der I.mit‘dm ke nu llt
। nidcit werden können, imI du* Instrument lin den
Km -itz in einem groOrn < Ireheater ......gnet
A Beim Klnvier weiden die Suiten von lliimmeri hen un
gewhlngen Je mich Stinke de* Tnatendrucka entsteht
em Inuter oder em leiser Ton Dum Klavier eignet sich
iiIh Soloinalrument wie mich als Teil eines Orchestern
Warum haben einige Blasinstrumente
ein gewundenes Rohr?
Bei Blasinstrumenten werden die
Tone in einem langen Rohr erzeugt
Je langer das Rohr ist, desto mehr
Töne kann man auf dem Instrument
hervorbnngen. Die häufig mehrfachen
Windungen des Rohrs zur Kreisform,
wie sie bei vielen Hornern zu erken-
nen ist, hat praktische Grunde Das
Instrument ist dadurch handlicher.
(*eschichte des Hom*
Im Laufe des* 1, Jahrhundert* gingen die
Instrumentenbauer dazu über Metallhomer
kreisrund m biegen um w handlicher ru
machen Außerdem »mäh man die Horner
mit einem tnchterlbrmtgen Mund«tuck »»<
da» Spielen verschiedener Tone 'ernnfachtr
He< einigen Hornern wurde in den äußeren
Rohrt.«en noch ein (weiter abnehmbarer
Rohrt.«™ rinr*tii um den Tonumfans
im hohen und tiefen Bereich tu erweitern
Anfang de* 19. Jahrhunderts wurden
Homer mit Ventilen ausgestattet Mit
Hilfe der Ventile konnte man den in-
neren Rohrbügen ein- und ausschalten.
ohne ihn jedesmal umständlich ein-
setzen und abnehmen zu müssen
I Ein Vorbild in der Natur
Ihnes Saugrohr können ne aufrollen. damit es
weniger PlaU etnmmmt und nicht stört Das
gleiche Prinzip wandten Instrumentenbauer an.
als sie das Rohr des Homs kreisrund formten
• Für die Eltern
Homer wurden zuerst von Hirten und Jagern
benutzt sowie ran Seeleuten, denen sie in
Knegsachlachten al» Signahnstniznente dien-
ten Die neheitigerrn B'.echblxunntruinrate in
heutiger Zeit sind gebogene Schailrohre out
einem Mundstuck und einer tnchterfaruugen
Öffnung am Ende Bei der Posaune laßt sich
dar R«dirlange durch Heraufziehen und Hin-
einschieben eines l'-fiirmigen Rohrstucks san-
ieren Die Trompete da* Waldhorn und die
Tuba sind nach dem gleichen Grundmuster
aufgebaut Sie bestehen aus drei Rührstücken,
die durch drei Ventile reguliert »erden
15
Q
Welches ist das größte Instrument?
Das größte Instrument ist die Orgel Sie kann
aus Tausenden von Pfeifen bestehen. Doch trotz
ihres Umfangs erzeugt sie die lone im I rinzip
wie eine einfache Blockflöte. Wenn dei Organist
die Tasten betätigt, strömt Luft durch die Pfeifen
und laßt Tone erklingen. Mit den b ußpedalen
beeinflußt er jeweils die Klangfarbe der Tone.
Eine Ortfcl hal ein«' umfauc
mehr Tjixhitur ! ul$|wdali
und cm«' Vielzahl vnn Pfeilen
Ihr mächtiger Klnni; « rfulli
grolle Raum«-. hrispießwi'iMi
Kirchen und Konzert »a|<
tucht »» bei der traditionellen Onpei durch
Luft erzeugt die durch lange Rohren <rmnt.
•nndem durch eMtrwche Impuls
©Kann man mit den Füßen
Musik machen?
Neben der Tastatur für Hände, Manual
genannt, besitzt eine Orgel auch noch
eine Tastatur für Füße. Pedal genannt,
die der Organist für einige tiefere Tone
betätigt. Organisten tragen spezielle
schmale Schuhe, um die Holztasten des
Pedal.« nach unten drucken zu können.
B Tonumfang verschiedener Instrumente
Die verschiedenen Instrumente
haben einen ganz unterschiedlicher,
Tonumfang Durch die Pedalkla via-
tur ist er bei der Orgel besonder«
groß Ihre Tonskab reicht >w ganz
tiefen bis zu ganz hohen Tonen.
• Für die Eltern
Btai»Oa<<e p—pee Loft i* d» mpiaiaal> *‘,adUde äe och zwutftea Twien «ad
PWra hednür«. Waid der Orfa» e— Taste der Or^ei rueüerdrwfa. *tr—t Luft
au* der WiodUar m die Hede *'* ue drill an Lach der Hindr pe-
predt enrd. reCMeht «« Tas. Der Orgsaat kau aut Hdfe der an die Toaufaa her—
saeardnasm Kaepfe end Hebei, der Beyterrqp. uacmcftiedhdK Eftekle emeien
17
Wie kann man einem Akkordeon
Töne entlocken?
Den Mittelteil des Akkordeons bildet
ein faltiger Blasebalg. Beim Ausein-
anderziehen des Faltenbalgs wird
Luft angesaugt und beim Zusam-
mendrücken wieder hinausgepreßt.
Der Luftstrom bringt Metallzungen
innerhalb des Instruments zum
Schwingen und erzeugt dadurch
Töne. Ein Akkordeon besitzt Tasten
wie ein Klavier, auf denen die Melo-
die gespielt wird, sowie Knöpfe, mit
denen der Spieler ganze Akkorde er-
klingen lassen kann. Ein Akkord ist
ein Zusammenklang von mindestens
drei verschiedenen Tönen.
H Akkordeon spielen
Der Akkordeonspieler hält das In-
strument vor seiner Brust. Weil es
ziemlich schwer ist, wird es zusätz-
lich von Schulterriemen gehalten.
Der Balg, den der Spieler zusam-
mendruckt und auseinanderzieht,
damit Luft durch das Instrument
strömt, regelt auch die Lautstarke.
18
I Mundharmonika
Auch auf der Mundharmonika erzeugt
man Töne, indem man Metallzungen im
Inneren des Instruments durch Luft in
Schwingungen versetzt. Der Spieler
preßt die Lippen an das Mundstuck und
blast Luft hinein oder zieht Luft heraus.
I Dudelsack
• Für die Eltern
Beim Dudelsack denkt jeder sofort an Schott-
land Ti -schlich aber kommt das Instrument
urspn ch aus Asien, und es wird auch noch
in ar. Landern Europas gespielt, beispiels-
weis and und auf dem Balkan. Der Dudel-
sack ht aus einem ledernen Windsack mit
mehr ungenpfeifen. Beim Spielen wird
Li ft m Sack durch die Pfeifen gepreßt.
Die volkstümliche Ziehharmonika wurde Anfang des 19. Jahr-
hunderts erfunden und spater zum Akkordeon verbessert, das
eine verkleinerte Klaviertastatur besitzt. Wahrend die rechte
Hand auf der Tastatur die Melodie spielt, bedient die linke
Hand den Faltenbalg und die Knopfe, mit denen Akkorde er-
zeugt werden können. Die Töne entstehen durch die Vibration
von Metallzungen im Inneren des Instruments, die in ihrer
Form, Dichte und Flexibilität unterschiedlich beschaffen sind.
Die Tonhohe hangt davon ab. welche der abgestimmten Metall-
zungen durch den LufUtrom rum Schwingen gebracht wird
19
Ed Wie können die Holzstäbe eines
Xylophons Musik erzeugen?
**** Ein Xylophon besteht aus Reihen von Holz-
stäben in einem Rahmen. Wenn man einen
Stab anschlägt, erzeugen die Schwingungen
einen Ton. Unter jedem Holzstab befindet
sich ein Hohlkörper, der ebenfalls in Schwin-
gung versetzt wird und den Ton verstärkt.
Die Holzstäbe erzeugen verschiedene Töne,
weil sie sich größenmäßig unterscheiden.
Xylophon spielen
Ehe Holzstäbe des Xylophons werden
mit zwei Stücken oder Schlegeln mit
kugelförmigen Enden angeschlagen.
► Wenn man einen langen
Stab anachlagt. ist ein
tiefer Ton zu hören
< Schlagt man einen kur-
zen Stab an. erklingt
ein hoher Ton.
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Andere Schlaginstrumente
Die oben abgebildeten Kinder machen mit
Handglocken Musik Jede Glocke erzeugt
nur einen Ton. L’m eine Melodie spielen zu
können, benötigt man viele Handglocken.
Einige der auf dem Foto oben abgebildeten Schlag-
instrumente sind mit dem Xylophon verwandt. Die
Instrumente stammen aus Indonesien und werden
für traditionelle indonesische Volksmusik benutzt.
H Ein-Ton-Instrumente
Die drei hier gezeigten Schlag-
instrumente erzeugen nur einen
einzigen Ton. Daher kann man mit
diesen Instrumenten auch keine
Melodien spielen, sondern die
Musik nur rhythmisch begleiten
Triangel
Tamburin
Becken
• Für die Eltern
Schlaginstrumente haben eine lange Geschichte und spie
len in vielen Kulturen eine wichtige Kolli- E* gibt zwei
Gruppen: Das Xylophon ist em Beispiel für .Schlaginstru-
mente die gestimmt werden können, um eine ganze
Reihe unterschiedlicher Tone hervorzubnngen Zu dieser
Gruppe zahlen auch da» Glockenspiel und das Vibraphon
Bei der zweiten Gruppe handelt es sich um Instrumente,
die keine Melodie spielen können, sondern nur einen em
zigen Ton zu erzeugen vermögen Zu diesen sogenannten
nichtabgestimmten Schlaginstrumenten gehören etwa
Trommel, Tamburin. Becken. Kastagnetten und Triangel.
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Was bringt bei Harfe und Gitarre
die Saiten zum Klingen?
Die Saiten von Harfe und Gitarre
werden nicht wie etwa bei der Geige
durch Bogenstriche in Schwingung
versetzt, sondern durch Zupfen mit
den Händen. Die Saiten können lang
oder kurz, dick oder dünn, locker
oder straff gespannt sein. All dies
verändert den Klang einer Saite.
I Harfe
A Hoher Ton
A Tiefer Ton
Jede Saite einer Harfe
hat eine andere Starke
und Lange Die Saiten in
jenem Teil des Instru-
ments. der sich unmittel-
bar neben dem Kopf des
Musikers befindet, sind
kürzer und feiner Wenn
man sie zupft, entstehen
hohe Tone Die längeren,
dickeren Saiten bringen
tiefere Tone hervor
A Mittlerer Ton
22
Gitarre
A Normalerweise hat eine Gitarre sechs Saiten
Beim Spielen werden die Saiten mit dem Dau-
men oder den Fingern der einen Hand gezupft,
wahrend die andere Hand die Saiten .greift’
• Für die Eltern
J
Wird eine gezupfte Saite direkt
oberhalb des Schallochs nieder-
gedruckt. vibriert sie sehr schnell
und bringt einen hohen Ton hervor.
Wenn man eine gezupfte Saite in
der Mitte des Gitarrenhalses nie-
derdruckt. vibnert sie schneller
und erzeugt einen mittleren Ton
A Druckt man eine vibrierende Saite
oben am Hals der Gitarre mit dem
Finger nieder, vibnert sie lang-
samer - es entsteht ein tiefer Ton
Saiteninstrumente erzeugen je nach Stärke, Spannung und
Lange der Saiten unterschiedliche Tone. Viele bieten die .Mög-
lichkeit zu feinen Abwandlungen von Melodie und Harmonie
Bei der Harfe können die Töne durch Betätigung von Pedalen
um einen halben oder ganzen Ton herauf- oder herat^esetzt wer-
den Der Klang der Gitarre ladt sich variieren, indem der Spieler
die Saiten an verschiedenen Stellen des Gitarrenhalses greift
oder indem er die Spannung der Saiten verändert Die Schwin-
gungen der Saiten werden auf den Resonanzkorper übertragen
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H Welche Musikinstrumente verwenden
Elektrizität zur Klangerzeugung?
Antwort Die meisten Instrumente bringen
Töne hervor, indem durch Blasen,
Schlagen, Streichen oder Zupfen die
Luft in Schwingungen versetzt wird
Es gibt aber auch einige, die mit
Hilfe elektrischer Spannung Tone
verändern oder sogar erzeugen. Zwei
vor allem bei Jugendlichen populäre
Instrumente dieser Art sind die
Elektrogitarre und der Synthesizer.
Lautsprecher
VcihIHi ker
E-<iUiirr«
E-Gitarre
I Zwei moderne Musikinstrumente
Bei einer Elektro odei EGitarrc ind du Stufen
uns Metall stall uuh Nylon Unter den Sailen
befinden m< h winzige Mikrophone. ogenannle
Tonabnehmer, die Schallwellen in elektrische
Signale uinwandcln Wenn die Saiten vibrieren,
senden die Tonabnehmer die elektrini dien
Signale durch Kabel zum Vendarkei Von dort
werden die Signale verstärkt zum LaulKpret hei
weilergeleitet, wo sie in S< hall wellen zurück
verwandelt werden, die wir hören können
A Edntarre
A E-Drurnx
24
Elektronische Instrumente
Elektronische Instrumente können seihst keine Töne
erzeugen. In ihrem Inneren befinden sich vielmehr
Computerchips, die viele unterschiedliche Töne pro-
duzieren, wenn der Musiker auf der Tastatur spielt
Die elektronischen Signale gehen von dem Computer-
chip zu einem Verstärker und von dort zu einem
Lautsprecher, so daß man sie als Töne hören kann.
I Synthesizer
Ein Synthesizer sieht wie eine Eleklroorgel
aus. funktioniert aber ganz anders. Mit Hilfe
eines Computerspeichers kann sich ein Syn-
thesizer Tone „merken” und auf diese Weise
verschiedene Tone gleichzeitig spielen, die
zusammen wie ein ganzes Orchester klingen.
▲ Elektronisches Klavier
Keyboard zum Umhängen
• Für die Eltern
Allt- traditionellen Musikinstrumente erzeugen Tone, indem sie
die Luft in Schwingungen versetzen Heutzutage ist es ebenfalls
möglich, durch elektrische Impulse Schallsignale zu erzeugen,
welche die unterschiedlichsten Arten von Musik nachahmen. Auf
die ersten elektrischen Gitarren, Orgeln und Klaviere folgten noch
ausgeklügeltere Gerate, die sich die Computertechnologie zunutze
machen Moderne Synthesizer können Schallwellen umformen so-
wie Tonlage und Klang jedes (Irchesterinstruments imitieren
Zudem können sie synthetische Klange produzieren, die nut kon-
ventionellen Musikinstrumenten zu erzeugen nicht möglich ist.
25
fcj Was ist ein Orchester?
Antwort Ein Orchester besteht aus einer Anzahl von
Musikern, die auf verschiedenen Instrumen-
ten - Saiten-, Streich-, Blas- und Schlag-
instrumenten - gemeinsam musizieren. Die
Größe eines Orchesters kann zwischen zehn
und hundert Musikern variieren. In den von
Komponisten geschriebenen Musikwerken
verbinden sich die Klänge aller Instrumente
zu einem harmonischen Ganzen.
B Zusammensetzung
eines Orchesters
Jedes Instrument im Orchester hat
seinen Platz. Manchmal spielen nur
bestimmte Instrumentengruppen,
manchmal nur ein einziger Musiker. Da
Streichinstrumente der menschlichen
Singstimme am ähnlichsten sind, spie-
len sie oft die Melodie, wahrend die
übrigen Instrumente sie begleiten
1 Harfe
2 Klavier (Flügel!
3 Wirbeltrommel
4 Pauken
5 Triangel
6 Gruße Trommel
7 Xylophon
8 Gongs
9 Glockenspiel
10 Posaunen
11 Tuba
12 Kontrabässe
13 Violoncelli
14 Bratschen
15 Trompeten
16 Englischhorn
17 Kontrafagott
18 Fagotte
19 Waldhörner
20 Klarinetten
21 Saxophon
22 BaUklannette
23 Zweite Geigen
24 Erste Geigen
25 Pikkolo-
flöte
26 Flöten
27 (ihnen
26
▼ Die Zusammensetzung des
Orchesters, wie wir sie heute
kennen, hat sich im Laufe der
Jahrhunderte öfter geändert
• Für die Eltern
Em awÜMBM StaAnmethMMr wut weh
aiii Saiten- Bia- and Schlaginstrumenten
rusimmen Die Streicher dw ihrem Ton-
umfang der menschlicheri Summe am aach-
«tra kommen. bilden dar grollte Gruppe de»
Orchesters Die Anzahl der Holl und Blech
blaser »wie der Schlaginstrumente ist in
der Regei nm den gespielten Musikwerten
abhängig Die Zahl der Saiteninstrumente
kann gleichfalls »enteren
I Geschichte des
Orchesters
Lange bevor es Orchester gab.
trafen sich im antiken Griechen-
land die Menschen in Theatern,
um zu singen und tu musizieren
Die Griechen stellten auch Chore
zusammen, die bet The.iterauf-
fuhrungen sangen und tanzten
Der Bereich der Buhne, in dem
sie auftraten, wurde orrAestra.
.Tanzplatz', genannt.
► Seit dem 17 Jahrhundert wurde
die Oper in Europa sehr populär
Zwischen Buhne und Zuschauer-
raum schuf man damals einen
tiefer gelegenen Bereich, in dem
die Orchestermusiker saßen und
den Gesang der Operndarsteller
mit ihren Instrumenten begleite-
ten. Damit war der sogenannte
Orchestergraben entstanden
► Sefa». r. iE freheKH Zett
LLatäccteti die Men-
schen «vr Vergn tn
die HanO j&et stampf-
ten nut den Fußen auf
Welches waren die ersten
Musikinstrumente?
Die ersten Musikinstru-
mente waren vermutlich
Schlaginstrumente. In
der Fruhzeit schlugen die
Menschen Hölzer oder
andere Gegenstände an-
einander. um Geräusche
zu erzeugen, und hatten
Freude an dem Rhythmus.
H Altertümliche Schlaginstrumente
Die aken Ägypter haften Klappern
ae# Hott oder Dfenbrm. <fae wie
Ka^tapxten aufetnandt rgnuhla-
pen wurden und Knxaia htelen.
A Die Vorläufer des Xyiopha»
• artr. auf Kurier, au^pereihce
Sfecfcdten. ehe nut «new nde-
ret Stock wurden.
Die ersten Saiteninstrumente
A Wenn die Menschen der Fruhzeit bei der Jagd mit
Pfeil und Bogen die Bogensehne zuruckschnellen
ließen, vibnerte sie und erzeugte einen Summton
Die ersten Blasinstrumente
Blasinstrumente sind fast ebenso alt wie
Schlaginstrumente. Die ersten fertigte man
aus Schilfrohr. Tierhomem und Muscheln.
A Spater entwickelten die alten
Griechen aus Bogensehnen
die harfenähnliche Lyra
Muschelhorn
Tierhorn
Rohrflöte
Eine Reihung von Flöten
Die Panflöte ist eine Flötenart. die
aus mehreren Rohrflöten von unter-
schiedlicher Lange zusammengesetzt
ist. Panflöten konnten die Vorläufer
der Pfeifenorgeln sein.
• Für die Eltern
Musikinstrumente gibt es seit prahistonscher
Zeit Ihre Vrspningv sind nicht dokumentiert.
Die Menschen der Fruhzeit haben vermutlich
bemerkt, daß beispielsweise ein hohler Baum
stamm oder die Sehne eines Jagdbogens Ge-
räusche erzeugten, wenn man dagvgenschlug
beziehungsweise daran zupfte Die ersten
richtigen Musikinstrumente hatten höchst-
wahrscheinlich gespannte Saiten Aber auch
Schlaginstrumente sowie Blasinstrumente
aus Schilfrohr sind schon früh entstanden
29
Was ist Rockmusik?
Die Rockmusik entstand Anfang der
50er Jahre in den Vereinigten Staa-
ten mit dem Rock ’n' Roll. Diese
Musik hatte sich aus anderen popu-
lären amerikanischen Musikstilen
entwickelt. Die wichtigsten Instru-
mente in der Rockmusik sind die
Elektrogitarre. die - ebenfalls elek-
trisch verstärkte - Baßgitarre und
das Schlagzeug. Es dauerte nicht
lange, und die neue Musiknchtung
begeisterte die Jugend in aller Welt.
» Ix aer Rrrf-r-nc-.l ojü Ss-aom hr- «ras®
Mouak rhrdnEifd giwctmabicet Gru3QM±ua£
Neben der Mt-iudier-iarT* ieac ruiiar ot *ut±
die S»L sy»ed rite es- die LtLErucTt "taoerte
•jranreiäenaet Lzd>r.r:TLgt t'rnrnm
30
Wurzeln der Rockmusik
4 Die Country Music entwickelte sich aus
der Volksmusik, die englische, irische und
schottische Einwanderer nach Amerika
mitbrachten. Künstler wie Elvis Presley
wuchsen mit dieser Art von Musik auf
A Für die Entstehung der Rockmusik
am wichtigsten war der Rhythm
and Blues. Diese Musik wurde zu-
erst von den afroamerikanischen
Musikern gespielt und gesungen.
The Beatles 'von links nach rechts>• George Hamson.
John Lennon. Ringo Starr und Paul McCartney
• Für die Eltern
Die Rockmusik entwickelte sich au» verschiedenen ameri-
kanischen Musiktraditionen, in erster Linie dem Rhythm
and Blues der Schwarzen und der .weißen" Country Music
Ihr kraftvoller Rhythmus und ihre einfachen, aber aufpeit-
schenden Texte loste hei den Teens sofort Begeisterung aus
Die erste Rock n Roll-Single war .Rock around the Clock"
von Bill Haley und den Comet». Mit ihr gelang es Haley.
den harten, treibenden Rhythmus der afroamerikanischen
.Musik einem großen weißen Publikum bekanntzumachen
31
Was ist Rhythmus?
Rhythmus ist ein wichtiger Teil der Musik. Jedes
Lied folgt einem regelmäßigen Schema. Wenn man
zur Musik in die Hande klatscht, tut man dies
nach dem Rhythmus dieser Musik. In einem Lied
wiederholt der Rhythmus ein Grundmuster von
laut und leise - oder betont und unbetont.
Rhythmisches
Händeklatschen
Sing ein Lied, und klatsch dazu in
die Hande Kannst du dem Rhyth-
mus des Liede« folgen'* Kannst
du hören, ob da« Lied einen aus-
geprägten Rhythmus hat oder nicht
und oh der Rhythmus schnell «der
langsam int? Probier es danach mit
einem anderen Lied, und achte dar-
auf, wie sich der Rhythmus ändert
Rhythmus bringt Schwung in dir Musik
32
Was ist eine Melodie?
Eine Melodie ist eine Folge von unterschiedlich
hohen und tiefen, langen und kurzen Tönen, die
zusammen ein wohlklingendes Ganzes ergeben.
Bei einem Lied sind der Text und die Melodie
harmonisch aufeinander abgestimmt.
Für die Eltern
Der Rhythmus verleiht einem Musikstück Struktur Diese ergibt sich
nicht allem aus der regelmäßigen Wiederkehr betonter und unbetonter
Takte auch Hohe und Tiefe der Tone spielen dabei eine Rolle Es ist
schwierig, einem Kmd zu erklären, was den Rhythmus ausmachl Am
besten klatscht man ihm einen einfachen Rhy thmus vor Schon kleine
Kinder können das Grundschema erkennen und auch «'Ibst nmhklat
sehen Fordern Sie daher Ihr Kind anschließend auf. in einem
hm bekannt ist. die betonten Takle durch Klatschen hervorzuheben.
1
2
3
I Musikalische Gläser
Stell acht Völlig gleiche Glaser in einer Reihe auf
Gieß in ein Glas etwas Wasser, und klopf leicht mit
einem liiflel dagegen. Versuch dann den gleichen Ton
auf dem Klavier zu finden
Gieß in das nächste Glas ein wenig mehr Wasser als in
das erste, so daß, wenn man dagegenklopfl, der nachst-
tiefere Ton auf der Tonleiter erklingt. W'enn du mit den
übrigen Glasern ebenso verfährst, erhältst du eine ganze
Reihe von Tönen und kannst eine Melodie spielen
33
fcrj Was macht ein Dirigent?
vf.«» Die verschiedenen Instrumente in einem Orchester haben
unterschiedlich« \ spielen Dei Dirigent
sorgt dafür, daß jeder Musiker seinen Part richtig spielt Mei-
stens benutzt er einen Stock, den sogenannten Taktstock um
den Takt anxugeben und die Orchestermitglieder anzuweisen,
ihrem Spiel den entsprechenden Ausdruck zu verleihen.
84
U le sich die Aufgabe des Dirigenten im Laufe der Zeit geändert hat
Mit der Zeit wurde die Musik, die ein Orchester
spielte, immer häufiger von dem Komponisten
persönlich dirigiert. Zahlreiche berühmte Kom-
ponisten dirigierten ihre Stucke selbst
Die ersten Orchester, die es im 17. Jahrhun-
dert in Europa gab, hauen zwei Dingenten Der
eine spielte em Tasteninstrument. das Cembalo
der andere »ar der führende Musiker unter den
Streichern, zumeist der Erste Geiger
Die Tätigkeit des Dingenten hat schon eine
lange Tradition. Im alten Ägypten. vw rund
3000 Jahren, hatte jeder einzelne Instrumen
iahst seinen eigenen Dingenten
Als Tasteninstrumente aus dem Orchester ver-
schwanden. blieb nur em Dirigent ubng Da
dies em Musiker aus der Gruppe der Streicher
» ar. benutzte er seinen Bogen als Taktstock
Spater gab es Berufsdingenten, der Kompo-
nist beschrankte sich auf das Komponieren
35
Kann ein Synthesizer den Klang eines
ganzen Orchesters nachahmen?
Artwort Ein Synthesizer kann den Klang fast jedes
beliebigen Instruments imitieren. Zunächst
wählt man das gewünschte Instrument aus,
indem man eine Taste druckt und damit ein
entsprechendes Signal gibt. Ein Synthesizer
kann jedoch nicht nur viele Instrumente
nachahmen, er kann auch alle gespielten
Tonfolgen speichern und jederzeit wieder-
geben. Werden die gespeicherten Instru-
mentenstimmen gleichzeitig gespielt, klingt
es, als ob ein ganzes Orchester musiziert.
I Funktionsweise
Wenn man die Tasten eines Synthesizers
druckt, erzeugt ein Computer im Inne-
ren des Instruments elektrische Signale
hinsichtlich Tonhohe. KJangqualitat und
Lautstarke Ihe Signale können gespei
chert oder direkt von Lautsprechern in
hörbare Tone umgewandelt werden
A Wenn der Musiker eine Taste
druckt, »endet der Synthesizer
ein elektrisches Signal au«, da»
einem bestimmten Ton entspricht
Auf dem Synthesizer spielen
pielt ein Musiker nicht nur auf
einem, sondern auf zwei oder drei Syn-
thesizern gleichzeitig und zusätzlich
noch auf einem weiteren Instrument.
Sampling
Die menschliche Stimme oder jeder andere Laut
kann durch ein Mikrophon in einen Synthesizer
eingespeichert und wieder abgespielt werden. Das
nennt man Sampling. Dieses Klangmaterial kann
auch zu ganz neuen Klängen umgeformt werden.
Klang einer Geige
Klang eines Klaviers
▲ Der Musiker kann einen Synthesizer
so programmieren, daß die gespielten
Tone klingen, als ob sie von einem
bestimmten Instrument stammten.
▲ Die Signale gehen an einen Verstärker
und von dort zu den Lautsprechern,
aus denen sie als Musik ertönen. Man
kann sie auch direkt aufzeichnen.
• Für die Eltern
Der Synthesizer, der Mitte die-
ses Jahrhunderts entwickelt
wurde, zahlt zu den musikali-
schen Wundem des modernen
Zeitalters. Er besteht im we-
sentlichen aus fünf Gründete
menten: Oszillatoren, die elek-
trische Spannungen erzeugen,
analogen oder digitalen Modu-
latoren zur Veränderung der
Signale, einem Reglersystem
plus Tastatur zur Steuerung
und Kontrolle, Mischeinrich-
tungen. die verschiedene Si-
gnale kombinieren, sowie einem
Ausgangssystem, das die Si-
gnale verstärkt und in hörbare
Tone umwandelt.
37
Was sind Noten?
। Antwort Noten sind symbolhafte Zeichen, mit
deren Hilfe schriftlich festgehalten
wird, wie ein Musikstuck zu spielen
ist. Mit jeder Note wird nicht nur die
Tonhöhe, sondern auch die Tondauer
verbindlich fixiert, das heißt, wie lang
ein bestimmter Ton gespielt werden
soll. Wenn ein Orchester musiziert,
hat jedes Instrument einen eigenen
Notentext für seinen speziellen Part.
A Von alters her haben die Menschen gern musiziert
In der Frühzeit konnte man Musikstucke jedoch noch
nicht schriftlich festhalten Ein Lied wurde verbreitet
und überliefert, indem einer es dem anderen vorsang
I Geschichte der Notenschrift
\ mehr als 3(KK)Jahrvn waren die Ägypter die ersten, die
^isik schriftlich fixierten Ihre Aufzeichnungen «eigen Nuten
aber kerne Taktanguben oder Akkorde Das abgebildete alt
ägyptische Notenblatt überliefert em Loblieb auf die Liebe
A Dieses Notenblatt entstand um 800 n Chr in Italien
as Aut und Ab in den einzelnen Zeilen zeigt jeweils
das Steigen und Fallen der Melodie an
3«
* Dieses \er-iertt Notenblatt stammt aus det . < t uni
1200 Fs handelt sieh um em deutsches Kirchenlied
Die quadratischen und i auteuf.'i migvn Noten wurden
in ein laniensxstem aus nur vier Linien eingetragen
> l in das |s Jahrhundert herum sahen Nwtenhltttar
schon tast s,> aus we heute Die Noten hep'v ’.n einem
l interna stein aus funt Linien und gehen du Tonhohc
und dh Fundaut an D is hie« abcebi del« Notenblatt
stammt aus einem Weil von Johann Sebastian Hadi
• Für dte Fitem
Audi wenn »rhon *U JwlwAaii-
sriwiea Musik temaebl wimt,
t»l nwm >ksh lanar •'»ul ohne
itmr «»hntUwb«- l bwnvlUuiw
*u«*ssloH«n*ni Feilsche» Lied
gut wunh' «nundlivh «vueiips
urtv« Spatel. «In dw MnsA
siush* koinnlmer wurden, er
cd» »'>h ><!•' \<M»> ii.lli.knl
\ ,st, is, hort In Noten
teMeii sind die «ut feehm Är
jein iMsieienden Mrrhmabr
emei MumK (\xtert Fest Jmvh
dir F'mftihrU'u "'n Noieti
wutda auch die WeilriuaK-
mrhist imn»Mtrr Ch»»r und In
»immomalwtrlckr «»•Mtlnh
fcj Was ist eine Nationalhymne?
' Antwort Musik spielt für die meisten
Menschen eine wichtige Rolle.
Daher hat fast jedes Land auf
der Welt ein spezielles Lied,
das der eigenen Nation gew id-
met ist. Dieses gefühlsbetonte
patriotische Lied bezeichnet
man als Nationalhymne.
Die „Marseillaise”
Die Nationalhymne Frankreichs entstand
1792 wahrend der Französischen Revolu-
tion. Ihren Namen erhielt sie nach den
revolutionären Einheiten aus Marseille.
40
Nationalhymne
Das Lied ,Yi Yong Jun Jing Xing Qu'
entstand in den 30er Jahren dieses
Jahrhunderts, als China und Japan
Krieg führten. Das Kampflied wurde
so populär, daß man es spater zur
chinesischen Nationalhymne erklärte.
I Die amerikanische Nationalhymne
Francis Scott Key verfaßte 1814 den Text zu -The
Star-Spangled Banner' <_Das stemenbesäte Ban-
ner" i, wie die amerikanische Nationalhymne und
die Nationalflagge heißen. Er begann die Verse
zu .-chreiben. als er Zeuge des Angriffs britischer
Schiffe auf Fort McHenry in Baltimore in Mary-
land wurde. Spater vertonte man die Verse.
• Für die Eltern
Oie Nationalhymnen entstanden auf unterschiedliche
Weise. Viele stammen aus Knegsreiten und sind von
patriotischem Pathos geprägt Es gibt aber auch einige,
die aus anderen Anlassen geschrieben wurden In der
ehemaligen Sowjetunion verunstaltete man einen Wett-
bewerb. und die britische Hymne wurde im 18 Jahr-
hundert als Huldigung an den Monarchen verfaßt
41
Wie wird Musik gespeichert?
। Wenn wir Musik hören möchten,
brauchen wir nicht in ein Konzert
zu gehen, sondern können zu Hause
eine Schallplatte, eine Kassette oder
eine CD abspielen. Um jedoch Musik
aufnehmen zu können, muß zuerst
jemand singen oder Musik machen.
Die Schallschwingungen werden als
elektrische Impulse auf einem Auf-
nahmeband festgehalten und dann
auf andere Tonträger, zum Beispiel
Schallplatten oder CDs, übertragen.
A Obwohl die CDs (Compact Discs« kleiner sind als
Schallplatten, können sie mehr Musik speichern.
Wie Musikaufnahmen entstehen
Zunächst wird Musik, egal ob von
einem Klavierspieler, einem Sanger,
einem Chor oder einem Orchester
Ä Der Schall wird auf einer CD in Form von
Millionen eingravierter Vertiefungen, wie
Sie hier abgehildet sind, aufgezeichnet.
Bei einer CD werden die Schallwellen
zunächst in eine Folge von Stufen zerlegt
Die einzelnen Stufen zeichnet man auf
der CD als winzige Vertiefungen auf
Diese Vertiefungen ergehen einen Code, der
die Schallwellen darstellt Beim Abspielen
der CD „liest’ ein Laserstrahl den Code
durch Abtasten der Vertiefungen und
wandelt das so „Gelesene" in Schall um.
• Für die Eltern
Eine Compact Disc ist eine Speichervorrichtung für Audio-,
Video- oder Textinformationen, die von einem Laserstrahl
„gelesen" werden können Bei der Herstellung einer CD wird
die analoge zusammenhängende Wei len tonn in winzige
Schall-„Bits" zerlegt und auf der Disc in digitalisierter form
gespeichert Ein Laserstrahl im CD-Spieler tastet diese ein-
zelnen Bits ab und übersetzt sie zurück in die analoge Form
Die Signale werden an einen Verstärker geleitet und von dort
zu den Lautsprechern, die sie in Schall uniwandeln. Die
Digitaltechnik hat Schallaufzeichnungen deutlich verbessert,
dadurch daß unerwünschte Nebengeräusche Wegfällen und
so ein Klang erreicht wird, der dem Original näher kommt.
43
Wie entstehen die verschiedenen Farben?
Antwort Die Menschen haben von jeher Farben
verwendet, um ihre Welt in Bildern dar-
zustellen. Viele Farben kann man aus
natürlichen Materialien erzeugen, zum
Beispiel aus Metallen und Erde sowie
pflanzlichen und tierischen Substanzen.
Den Stoff, der einer Farbe ihre Tönung
verleiht, nennt man Pigment.
H Natürliche Farbpigmente
Gestein enthalt Metalle oder Mineralien, die ihm
seine Färbung geben, wie etwa Blei und Cadmium.
Sie werden fein zu Pigmenten vermahlen
Erde kann im Farbton ganz
unterschiedlich sein. Wenn
man sie auswäscht, kann sie
als Basis zur Herstellung von
gelben, roten, braunen oder
grünen Farbtonen dienen.
Die Tinte eines Tintenfischs eignet
sich sehr gut zur Färbung. Sie ergibt
einen dunkelbraunen Farbton.
Aus vielen Teilen eines Baums, wie etwa dem
Saft des Stamms, den Nüssen. Blüten, Blättern
und Wurzeln, lassen sich natürliche Farbstoffe
gewinnen. Auch der Saft von Blumenbiüten und
die Wurzeln mancher Gräser liefern Farbstoffe,
44
Stoffe, aus denen Farben hergestellt werden
A Zur Herstellung von roter Farbe
kann man das Mineral Cadmium
zu feinem Pulver vermahlen.
A Grün hat mehrere Bestandteile,
unter anderem Cadmium,
Chrom, Kupfer und Kobalt.
Orange entsteht aus einer
Mischung der drei Mineralien
Cadmium. Chrom und Blei
Die Farbe Blau laßt sich aus
dem Kreuzdom-Strauch oder aus
Kobalt und Cadmium erzeugen
A Gelb stellt man aus den gleichen
Mineralien her wie Orange, aber
in anderem Mischungsverhältnis
* Zur Herstellung von Braun ver-
wendet man hauptsächlich Erde
und die Tinte des Tintenfisch«.
' Schwarz wird aus bestimmten
Pflanzen und Holzkohle, das
heißt einfachem Ruß, produziert.
Hauptbestandteile der Farbe
Weiß sind die Metalle Blei, Zink
und Titan.
• Für die Eltern
Pie hier beschriebenen Pigmente »erden
schon seit uralten Zeiten für die Herstel-
lung von Farben verwendet Unter ihnen
gibt es Metallverbindungen. die nicht
nur teuer in der Produktion, sondern
teilweise auch giftig rind Heute »erden
die meisten Pigmente, ebenso jene für
Kinderfarben, synthetisch hergestellt
45
Womit kann man zeichnen
und Bilder malen?
Artwo» Bleistifte, Filzstifte und Wachsmalkreiden
sind nur einige Hilfsmittel zum Zeichnen
und Malen. Man kann auch seine Finger
oder einen Pinsel in Farbe tauchen. Wie
unterschiedlich Bilder mit demselben Motiv
ausfallen können, wenn verschiedene Mal-
utensilien und Farben verwendet werden,
verdeutlichen die unten gezeigten Bilder.
I Bleistifte und Buntstifte
Wasserfarben
▲ Bleistift laßt sich jederzeit ausradieren, wenn man
etwas verändern möchte. Die fertige Zeichnung kann man
mit Buntstiften oder anderen Farben ausmalen.
A Wasserfarben weiden mit Wasser vermischt und mit
einem Pinsel aufgetragen Je mehr Wasser man verwen-
det, desto heller und zarter werden die Farbtone.
I Kreiden
I Filzstifte
▲ Pastell-, Öl- und Wachsmalkreiden sind trockene, wasser-
abstoßende Farben, die eine große Leuchtkraft besitzen.
▲ Mit Filzstiften kann man Bilder malen
in starken, intensiven Farben
46
Pinsel
Pinsel gibt es in vielen Formen und
Großen. Für Details und feine Linien
eignen sich am besten die schmalen,
spitzen, während man zum Ausmalen
größerer Flächen einen breiten Pinsel
benötigt. Für Wasserfarben braucht
man weiche Pinsel, bei Verwendung
von Öl- oder Acrylfarben müssen die
Borsten hingegen schon härter sein.
I Materialien kombinieren
A Dieses Bild wurde zuerst mit Ölkreiden gemalt
Durch Überpinseln mit Wasserfarben entstand
anschließend der „wässerige’- Effekt.
▲ Bei diesem Bild wurden zunächst die Umrisse
mit dem Filzstift gezeichnet und die Figuren
anschließend mit Wasserfarben ausgemalt.
• Für die Eltern
Kinder experimentieren gern beim Zeichnen und Malen Ihrem Alter ent-
sprechend kann man sie dazu ermuntern, sich mit verschiedenen Mitteln
bildnerisch auszudrucken Durch die Kombination unterschiedlicher Mate-
rialien lassen sich interessante Effekte erzielen Wenn das Papier fest
genug ist, können die Kinder beispielsweise versuchen, mit »-eichen Bunt-
stiften oder Olkreiden auf der noch nassen Wasserfarbe zu malen ( Kreiden
bestehen aus sehr feinkörnigen Pigmenten mit einem Minimum an Binde-
mittel. 1 Auch Wasserfarbe über Wachsmalstiften oder die Kombination von
Paste llkreiden mit Wasserfarben fuhrt zu ganz verblüffenden Ergebnissen
47
(SB Wie werden Tongefäße hergestellt?
Ton ist rin Werkstoff, der ans dem
Boden stammt. Zunächst knetet
der Töpfer den Ton krallig durch,
um ihn geschmeidig zu machen.
Dann stellt er daraus ein Gefäß
her, das anschließend trocknen
muß. Ton kann man mit den Hän-
den formen oder mit Hilfe einer
sich drehenden Töpferscheibe. Es
gibt auch eine Methode, hei der
Ton zu Platten verarbeitet wird,
aus denen dann Gefäße entstehen
I Wir nuin hum l'on Gefäße formt
A lhe«ea mdianiu he Hau« ixt au» Tonctegeln
►'«haut Dar Fun wurde nut Stroh vernttechi und
in der Sonne getrocknet Ziegelidrini' «teilt man
««hon «>it ul«er tioim Jahren nun Tonerden her
I Aul einer Dreh«< h«’it>e formt der
Topfet au« einem grarhmeidigen
Klumpen Tun du« Grtaü
2 Nach ihrer Fertig»t«llung «teilt
der Töpfer die Gelaße Im-immU),
damit «le trocknen können
3 Dunni h werden die getrockneten
TungefhUe bei hoher Teni|>crutur
in einem Brennofen gebrannt
4 An«vhlletterid Lau« hl der Topfe«
die GefBlie in die lilaaur, die man
auch mit dem l*in«el auflragvn
oder au(«pruhen kann
5 Ihr glaaierten (o*l«U>- weiden
«um Trocknen hei »eile gratellt
li Zulelri werden die glaoiecten
Gefalle l«ei noch gröberer llitre
ahrrmal« gebrannt Sie haben
nun einen glatuenden t’hrnug
4N
H Wie werden Tongefäße hergestellt?
Ton ist ein Werkstoff, der aus dem
Boden stammt. Zunächst knetet
der Töpfer den Ton kräftig durch,
um ihn geschmeidig zu machen.
Dann stellt er daraus ein Gefäß
her, das anschließend trocknen
muß. Ton kann man mit den Hän-
den formen oder mit Hilfe einer
sich drehenden Töpferscheibe. Es
gibt auch eine Methode, bei der
Ton zu Platten verarbeitet wird,
aus denen dann Gefäße entstehen.
I Wie man aus Ton Gefäße formt
A Dieitee indianiwche Haun iet aus Tonziegeln
gebaut. Der Ton wurde mit Stroh vermischt und
in der Sonne getrocknet. Ziegehleine .stellt man
schon seit über 6000 Jahren au.s Tonerden her.
I Auf einer Drehscheibe formt der
Töpfer au» einem genchineidigen
Klumpen Ton das Gefäß.
4 Anschließend taucht der Töpfer
die Gefäße in die Glaeur, die man
auch mit dem Pin«el auftrugen
oder aufapruhen kann.
2 Nach ihrer Fertigstellung «teilt
der Töpfer die Gefhße beiseite,
damit nie trocknen können.
5 Die gliuierten Gefäße werden
zum Trocknen beiiieite gestellt
3 Ditnach werden die getrockneten
longelaße Ihm hoher Temperatur
in einem Brennofen gebrannt.
1' Zuletzt werden die glasierten
Gefäße bei noch größerer Hitze
ahermaU gebrannt. Sie haben
nun einen glänzenden Überzug.
4H
Brennen in einer Grube
Hand geformt
Dann müssen die
Gefäße trocknen.
Tongefaße können auch in einer mit
Steinen ausgelegten Grube gebrannt wer-
den Man stellt die Gefeite in die Grube
und entfacht darüber ein starkes Feuer
I Ton von Hand formen
Einige Töpfer machen zu-
nächst einen flachen Boden
und legen dann am Außen-
rand fingerdicke Strange
übereinander, bis das Gefäß
die gewünschte Höhe hat
Wulsten werden mit der
Hand glattgestnchen.
Henkel anbringen
Bei einigen Gefäßen sind weitere
Arbeitsschritte notwendig Hier
wird ein Henkel für einen Becher
gesondert geformt und mit einer
Ton-Wasser-Paste angeklebt.
A Der geglättete Ton wird
in Form gebracht
A Hi i,er anderen Methode wird der Ton auf
er ' Brett zu einer gleichmäßig dicken Platte
u >llt und diese zu einem Zylinder geformt.
• Für die Eltern
Töpferwaren werden seit Jahrtausenden her-
gestellt Zunächst knetet man den feuchten
Ton durch, bis er geschmeidig ist. und bringt
ihn dann in die gewünschte Form. Durch
Trocknen und Brennen wird er hart und halt-
bar. Die Glasur macht Tonwaren wasserdicht,
hat aber auch eine dekorative Funktion
49
Brennen in einer Grube
Dann müssen die
Gefäße trocknen
Der Ton wird von
Hand geformt.
► Tongefaße können auch in einer mit
Steinen ausgelegten Grube gebrannt wer-
den. Man stellt die Gefäße in die Grube
und entfacht darüber ein starkes Feuer.
Ton von Hand formen
Einige Töpfer machen zu-
nächst einen flachen Boden
und legen dann am Außen-
rand fingerdicke Strange
übereinander, bis das Gefäß
Die Ritzen zwischen den
Wulsten werden mit der
H and glattgestnchen.
Henkel anbringen
Bei einigen Gefäßen sind weitere
Arbeitsschritte notwendig. Hier
wird ein Henkel für einen Becher
gesondert geformt und mit einer
A Der geglättete Ton wird
in Form gebracht.
▲ Bei einer anderen Methode wird der Ton auf
einem Brett zu einer gleichmäßig dicken Platte
ausgerollt und diese zu einem Zylinder geformt.
• Für die Eltern
Töpferwaren werden seit Jahrtausenden her-
gestellt Zunächst knetet man den feuchten
Ton durch, bis er geschmeidig ist. und bringt
ihn dann in die gewünschte Form. Durch
Trocknen und Brennen wird er hart und halt-
bar Die Glasur macht Tonwaren wasserdicht,
hat aber auch eine dekorative Funktion
49
Welche Arten von Keramik gibt es?
▲ BizenWare
A Etwa 2000 Jahre
aller Tuntopf
Als Keramik bezeichnet man Erzeugnisse uns
geht iinnlem Ton, Ton kann ganz unterschiedlich
beschäl Ten sein Einigen Tonerden sind Substan-
zen beigeinischt, die sie andern erhärten hissen
und ihr Aussehen mu h dem Brennen verändern.
Die bekanntesten keramischen Erzeugnisse sind
Irdenware und Sleinzetig, beide uns Töpfer ton,
sowie Porzellan uns Kiiohn (Porzellanerde).
I'ongel'all der Antike
Irdenware
Steinzeug
Mit aiidonm Materialien vor
miachtcr Ton wird bei hohen
Temperaturen gebrannt Bei
der jnpaniHchen Bizen Ware
eiilHtehen wlihrcnd des Breit
neiiH durch Aaclie und Rauch
Miialer auf der Oberfläche
Irdenwaren wind wohl dir MltoeUm
kerainiMchtm Erzeugniaae Die enden
TongtdMUe wurden von Hand geformt
und in der Sonne getrocknet Durch
Brennen mochte man sie waoerdichl
5(1
Bemalte Porzellanschale
Porzellan
Weißes Porzellan, die feinste Ton-
ware, besteht größtenteils aus Kaolin
(Porzellanerde). Nach einem Vorbrand
werden die Gefäße glasiert und dann
bei 1300-1500 ”C gebrannt Dadurch
wird das Material härter als Stahl.
w Dieses Steinzeug ist
mit Malereien und Or-
namenten dekoriert
und hat eine Glasur.
Porzellanvase
▲ Diese Vase stammt aus dem antiken Griechenland
Die Bilder malte man mit schwarzer Farbe auf,
bevor die Keramik glasiert und gebrannt wurde.
• Für die Eltern
Einfache Irdenware aus Ton gab es schon vor rund 9000 Jahren, im
Neolithikum Steinzeug und Porzellan wurden wesentlich spater in
China entwickelt in diesen Fallen mischt man Ton mit pulverisierten
Mineralien und brennt die Gefäße bei sehr hohen Temperaturen.
Wahrend der Ton beim Brennen seine Form behalt, verflüssigen sich
die Mineralien und erhärten dann wieder, wodurch die Keramik halt-
bar und dicht wird Steinzeug ist schwerer und weniger durchschei-
nend als Porzellan. Uber die Qualität des Ergebnisses bei jeder Art
von Keramik entscheidet die Mischung der Matenahen, das hand-
werkliche Können des Töpfers und die nchtige Brenntemperatur
51
fcj Was ist eine Collage?
*/*<* Eine Collage ist ein Bild, das aus vielen Materialien
zusammengestellt wird, indem man diese aufklebt:
zum Beispiel Papierschnipsei. Fotos. Reproduktionen
aus Zeitschriften, alte Ansichtskarten, Tapeten- und
Stoffreste. Man kann auch in das Bild hineinmalen.
Selbst eine Collage anzufertigen aus Materialien, die
jeder zu Hause findet, ist gar nicht schwierig.
Stoff
Zeitung»-
schnipsel
Foto
Malerei -
52
niwiiiiliiiiiHiiiiiiii* an »ZT
I Straßenkunst
Manchmal wirken Wege
und Straßen wie eine
< ollage Herabgefallene
Rlutenhlatter, trockenes
I-aub, große und kleine
Steine. Fahr- oder Geh-
spurvn können Muster
bilden, die wie ein Kunst-
werk erscheinen.
• Für die Eltern
Der Regnff Collage ist abgelei-
tet vom franinwachen coUtr.
• ae .leimen” oder „kleben" be-
deutet Für eine Collage werden
unterschiedlichste Materialien
auf einen Bildtragrr geklebt
und durch gestaltende Linien
und Farben tu etwas gänzlich
Neuem komponiert Die Maler
Ceorge* Braque und Pablo Pi-
caraio waren die ernten, die sol-
che .fremden’ Materialien wie
Zeitungapapier und Holzstucke
in ein Bild einfugten und so eine
neue Art Kunst schufen Viele
griffen diese Technik spater auf
T Collage eines Künstlers:
Ptwtrard Mural V l.Postkarten-U andbild X""* von John Landen-.lager
53
Wie kann aus Punkten ein Bild entstehen?
Wenn Punkte auf einer Fläche ver-
teilt sind, sehen sie aus wie Punkte.
Dicht zusammengerückt, nehmen
Punkte das Aussehen von Linien
oder Flächen an. Malt man viele
Punkte dicht nebeneinander mit
mehreren Farben und betrachtet sie
aus größerem Abstand, erscheinen
die unterschiedlichen Farben zu
einer neuen Farbe zu verschmelzen.
Es gibt bekannte Künstler, die ihre
Bilder auf diese Weise malten.
Ein Bild aus Punkten
Dieses Bild besteht aus unzähligen
Punkten, die sehr dicht nebeneinander
gesetzt sind Durch die kunstvolle
Kombination von Rot. Blau. Gelb und
Schwarz erzeugte der Maler den Ein-
druck einer vielfachen Farbigkeit
* Sanntagnachmitta/i auf der Insel
(Irande Jatte von Georges Seurat
M
Fernsehbilder
Wenn man aus nächster Nähe auf
den Bildschirm des Fernsehers
schaut, erkennt man winzige rote,
blaue und grüne Punkte. Tritt man
einige Schritte zurück, mischen
unsere Augen die Punkte zu neuen
Farben. Dadurch entsteht ein viel-
Zeitungsbilder
Fotos in Zeitungen und Zeitschriften
setzen sich ebenfalls aus Punkten
zusammen. Dies kann man gut erken-
nen, wenn man ein Zeitungsfoto durch
ein Vergrößerungsglas betrachtet.
• Für die Eltern
Der Puinülhsmus 'von französischpoint, .Punkt"' ist
eint spatimpressionisüsche Stilnchtung in der Male-
rei, bei welcher der Künstler die Bildgegenstande
durch unzählige Punkte gestaltet. Maler wie Georges
Seurat schufen ihre Gemälde aus einzelnen roten,
gelben, blauen und schwarzen Punkten Im Auge des
Betrachters verschmelzen die Punkte zu effektvollen
Bildern in mannigfaltiger Farbigkeit Ähnlichen Ein-
drücken sind wir zwangsläufig tagtäglich ausgesetzt,
wenn wir beispielsweise Zeitschnftenfotos oder Fern-
sehbilder anschauen. die sich ja ebenfalls wie em Mo-
saik aus vielen Punkten zusammensetzen
55
Warum gibt es auf der Welt so viele
verschiedene Kunststile?
/«wort Seit frühester Zeit haben Künstler
Bilder geschaffen. In den verschie-
denen Teilen der Erde entwickelten
die Menschen in Zeichnungen. Male-
reien und Skulpturen ihre eigene Art
der Darstellung. «Jedes Kunstwerk ist
ein Dokument, das viel aussagt über
seinen Entstehungsort und über die
Menschen, die es geschaffen haben.
► Ira alten Ägypten wurden
bedeutende Ereignisse in
Wandmalereien geschildert.
I Kunst in aller Welt
◄ Dieses mittelalterliche
K.ilenderbild entstand in
Europa. Es zeigt, wie die
Menschen damals lebten
und den Boden bestellten.
► Das antike Griechenland ist
berühmt für seine Bildhauer-
kunst. Diese Statue von der
Insel Samothrake wurde aus
einem einzigen großen Stein-
block gehauen. Ihre Schön-
heit wird bis heute bestaunt.
< Auf diesem japanischen Farb-
holzschnitt gibt ein Wellental
den Blick frei auf den heiligen
Berg Japans, den Fudschijama
56
▲ Dieser aztekische Kalender aus
Mexiko wurde in Stein gemeißelt
und hat die Form eines Gesichts
▲ Diese afrikanische Maske hat
die Form eines Skorpions.
▲ Dieses Landachaftbild aus
China ist mit chinesischer
Tusche gezeichnet.
< Die buddhistische Skulptur
stammt aus Indien Gewand
und Accessoires sind kunst-
voll ausgeführt und typisch
für die Kleidung, die in alter
Zeit in Indien getragen wurde,
• Für die Eltern
In den Museen dieser Welt befinden
sich die großartigsten Kunstwerke.
Bei vielen zeugen der dargestellte
Gegenstand und die künstlerische
Form von der besonderen Sichtweise
einer bestimmten Kultur Ausdrucks
starke Stile haben Künstler immer
wieder inspiriert. Elemente anderer
Kulturen in die eigenen Werke ein-
zubeziehen So ist zum Beispiel der
Künstler, von dem die oben abgebil-
dete buddhistische Gandhara-Statue
stammt, von der Bildhauerkunst der
griechischen Antike beeinflußt.
57
Id Was ist eine Skulptur?
Im Gegensatz zum flächenhaften Bild ist eine Skulptur
ein Kunstwerk mit räumlicher Ausdehnung. Skulptu-
*'***'7 ren können aus Holz, Stein, Metall, Papier und sogar
Eis gefertigt sein. Die Sandburg, die man am Strand
baut, ist ebenfalls eine Art Skulptur. Skulpturen sind
plastische Nachbildungen von Menschen oder Dingen,
können aber auch abstrakte Gebilde darstellen.
Steinskulptur
Hammer und Meißel sind Hauptwerkzeuge
zur Bearbeitung eine» so harten Materials
wie Stein. Steinskulpturen zieren oft Gar-
ten. Dieser Löwe wurde in einem Garten
im südfranzösischen Antibes fotografiert.
Holzskulptur
Totempfähle werden von den Indianern, die im
Nordwesten der Vereinigten Staaten und in Ka-
nada leben, aus Holz geschnitzt. Der Pfahl ist aus
einem einzigen Baumstamm gefertigt. Die Flügel
wurden separat geschnitzt und dann angefügt Die
dargestcllten Gestalten sind Geister, die in der
indianischen Kultur eine wichtige Rolle spielen.
58
I Metallskulptur
Diese große Metallskulptur wurde 1969
von dem amerikanischen Bildhauer
Alexander Calder geschaffen. Sie besteht
aus lackiertem Stahlblech und ist etwa
9.50 Meter hoch Der rote Farbton, den
Calder für seine Plastik gewählt hat. ist
inzwischen als „Calder-Rot" bekannt
Die Skulptur hat einen originellen Titel:
Hats off - „Hut ab’’ Viele meinen in der
Figur einen Menschen oder ein Tier oder
sogar beides zu erkennen.
• Für die Eltern
Die Bildhauerei umfaßt eine Vielzahl von Bearbei-
tungstechniken und Materialien: das Behauen von
Stein, das Schnitzen von Holx, das .Modellieren von
Gips oder Ton sowie das Gießen von Metallen wie
Bronze, die im Spritzgußverfahren verarbeitet oder
in eine Form gegossen werden Wahrend man bei
gemeißelten und geschnitzten Werken von Skulp-
turen spricht, bezeichnet man Werke aus model-
lierbaren und gießbaren Matenalien als Plastiken
Eisskulptur
Auch aus Eisblocken lassen sich Skulpturen
meißeln. Sie sehen wunderschön aus wahrend
ihrer kurzen Lebensdauer Dieser Schwan
entstand bei einem Wettbewerb in Rochester
in Minnesota Teilnehmer aus der ganzen
Welt treffen sich dort alljährlich im Winter,
um Skulpturen aus Eis zu meißeln.
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Was ist ein Porträt?
KrtwoC Ein Porträt ist das Bildnis eines
Menschen. Es kann nur den Kopf,
die obere Körperhalfte oder die
ganze Person zeigen. Als es noch
keine Fotoapparate gab, waren
Portrats die einzige Möglichkeit,
Menschen im Bild festzuhalten.
Anfangs ließen sich nur hoch-
gestellte Persönlichkeiten malen.
Später porträtierten Künstler
auch Bauern oder Kaufleute.
Porträts aus mehreren Jahrhunderten
Mona Lina von Leonardo da Vinci
Diene« lieruhmte Portrat de» italienischen Künstlers
entstand etwa 40 Jahre »pater als das links gezeigte
Gemälde. E- ist ein Brustbild, und die dargestellle
Person hat ihr Gesicht dem Betrachter zugewandt Licht
und Schatten sind ausgeprägter als auf dem Bild links
Hattula Sforza, Herzogin ton Urbino
von Piero della Francesca
Die meisten frühen Porträts, wie diese» um 1465
entstandene Gemälde, zeigen da» Gesicht der dar-
gestellten Person von der Seite, im Profil. Vom
übrigen Körper ist nur wenig zu sehen So sind
meist auch die Portrats auf .Münzen gestaltet.
60
Bildni» einer Harne von Frans Hals
Im 17 Jahrhunden begannen die Maler auch Menschen
aus dem Volk damistellen Der Niederländer Frans Hals
schuf dieses liebenswürdige Bildnis einer wohlhabenden
Bürgerin und ähnliche Portrats zwischen 1630 und 1650
Nelly O'Brien von Sir Joshua Reynolds
Die Porträtkunst wurde im 18. Jahrhundert von dem
englischen Maler Sir Joshua Reynolds weiterentwickelt
Dieses Gemälde von 1760-62 zeigt die junge Frau als
Ganzfigur und mit anmutigem Gesichtsausdruck
H Versuch es selbst!
Warum versuchst du nicht
einmal selbst, ein Portrat zu
malen? Am besten beginnst du
mit der Nase, zeichnest dann
die Augenpartie und arbeitest
dich langsam weiter vor.
• Für die Eltern
Ph- Gewhichte der Purtratkunst reicht bi- mindesten» in» 4 Jahrhundert
v Chr zuruck. al? der Mazedonier AJeaander der Große an -einem Hof eigene
Künstler beschäftigte Die frühen Porträtmaler -teilten die Reichen und
Mächtigen dar Bei ihrer Arbeit waren sie in einem Zwiespalt Einerseits woll-
ten sie die Person rm<bch-t treffend darstelien, andererseits erwartete ihr
Auftraggeber ein Bildnis das ihm schmeichelte Heute ist em Porträtmaler
eher bestrebt, der Persönlichkeit eine* Individuums Ausdruck zu verleihen
61
jpj Wie kann man mit Karton drucken?
Antwort Man kann mit Karton drucken, wenn
man aus Pappe ausgeschnittene Figu-
ren mit Druckfarbe einfärbt und fest
auf ein Blatt Papier drückt. Die Farbe
bleibt an dem Papier haften, und man
erhält einen Abdruck der Figuren. Mit
dieser Technik kann man ganze Bilder
und interessante Muster drucken.
1 Überleg zuerst, was du darstellen willst.
Zeichne dann die Figuren in Umrissen auf
Karton oder Pappe, und schneid sie aus.
Einen Kartondruck herstellen
। 2 Ordne die Figuren auf einem Bugen festes Papier zu
dem Bild an, das du dir vorgestellt hast, und kleb sie
sorgfältig auf. Dies ist die .Druckplatte".
3 Leg die Druckplatte auf eine Zeitung und roll mit
einer eingefarbten Walze über dein Bild, bis es überall
gleichmäßig dünn mit Druckfarbe überzogen ist.
5 Wenn du das Papier abziehst, zeigt es einen spiegel-
verkehrten Abdruck des Bildes. Mit dieser Technik
kann man beliebig viele Abzüge machen.
4 Leg einen Bogen Papier auf das eingefärbte Bild. Reib
mit einem kleinen Stoffballen über das Papier, und
druck es so an allen Stellen fest an die Druckplatte.
62
Eine Schablone anfertigen
1 Man kann ein Bild auch vervielfältigen, indem man eine
Schablone verwendet. Zunächst mußt du das Bild in Um-
rissen aufzeichnen Große, einfache Formen eignen sich
am besten Damit das Bild beim Ausschneiden nicht aus-
einanderfallt. muß rundherum ein Rand stehenbleiben
2 Markier die Flachen, die du ausschneiden willst, und
schneid mit einem Papiermesser oder spitzen, scharfen
Kuchenmesser an den Umrissen dieser Formen entlang
Befestige die fertige Schablone nut Klebstreifen auf
einem Bogen Zeichenpapier, damit sie nicht verrutscht
3 Nun wird die Farbe aufgetragen. Du kannst sie mit
einem Pinsel, einem Stoffballen oder einem Schwamm
auf das Bild tupfen. Überall dort, wo zuvor fensterartig
Formen aus der Schablone geschnitten wurden, gelangt
die Farbe auf das darunterhegende Zeichenpapier
4 Nach der Einfärbung nimm die Schablone vorsichtig ab
Darunter ist das Bild zu sehen Nach dem Trocknen
kann man die Schablone wiederverwenden. Legt man sie
umgekehrt auf das Papier, erhalt man ein seitenverkehr-
tes Bild Effektvoll ist farbiges Papier als Untergrund.
So sieht das fertige
Schablonenbild aus
• Für die Eltern
Die Herstellung von Kurtondrucken und Schablonenbildern machen
den Kindern meist viel Spaß Bilder die sich beliebig vervielfältigen
lassen, kann man beispielsweise für Einladungskarten zur Geburts-
tagsfeier oder bei ähnlichen Gelegenheiten verwenden .lunger»
Kinder brauchen eine gewisse Hilfestellung Lassen Sie Ihr Kind
ein Motiv mit einfachen Konturen zeichnen Bei der Anfertigung
einer Schablone ist das Ausschneiden eine besondere Schwierigkeit
Wer dies aus Sicherheitsgründen lieber selbst übernimmt, sollte
eine spitze Klinge benutzen In diesem Fall kann das Bild auf dicke-
ren Karton gezeichnet werden, die Schablone ist dann haltbarer
63
fcj Was ist Origami?
Origami ist die Kunst des Papierfaltens.
Dabei werden aus Papier durch geschick-
tes Falten Figuren angefertigt, wie etwa
Vögel, Fische, Schiffe und Blumen. Eine
Schere oder Klebstoff benutzt inan nicht.
Besonders schön sind Origami-Figuren aus
farbigem oder buntgemustertem Papier.
Ein Schiff falten
Einen Hund falten
B Ein ganzer Zoo aus Papier
Em fingerfertiger Ongami-Kunstler kann aus
buntem Papier komplizierte Figuren wie die
hier gezeigten Tiere falten. Für einige von ihnen
muß das Papier mehr als 50mal gefaltet werden
• Für die Eltern
Die Kunst. Papier durch geschicktes Falten in die ver-
schiedensten Figuren zu verwandeln, hat in Asien eine
jahrhundertelange Tradition Am bekanntesten und raffi-
niertesten ist das japanische Ongami, das bis heute in
Japan zu zeremoniellen und dekorativen Zwecken prakti-
ziert wird Für besonders kunstvolle Ongami-Figurrn
können Hunderte von Faltschntten notig sein. Mit Hilfe
der hier gegebenen Anleitungen können sich die Kinder
selbst in dieser Kunst versuchen. Jedoch auch die ein-
facheren Figuren erfordern Geschicklichkeit und («duld
65
Wie stellt man in einem Bild Dinge dar,
die weiter entfernt sind?
Wenn man die beiden Zeichnungen unten
" betrachtet, stellt man fest, daß einige
Dinge naher zu sein scheinen als andere
Dies entspricht der Wirklichkeit. Da die
wirkliche Welt jedoch ein Raum ist und
keine Flache wie das Zeichen blatt, haben
Künstler eine Methode ersonnen, mit
deren Hilfe sie in ihren Bildern die Welt
so darsteilen können, wie wir sie sehen.
Dieser Kunstgriff ist die Perspektive,
deren Regeln auch du anwenden kannst
Das sieht verkehrt aus!
Betrachte diese Zeichnung genau Die
Person, die weiter weg ist. aeht nd
zu groß aus. In der wirklichen Weh
erscheinen entferntere Dinge kleiner
Das sieht richtig aus!
Hier is* eine ahabche Scene perspeCn-ncfa
dargwaeth. Der junge Mann ub Hintergrund
ist kleiner, und auch dx werter entfernter.
Hauser snd kleiner ab jene oa Vardergrand
66
Linien, die von einem Punkt ausgehen
Wenn man die in den Raum
laufenden Linien verlängert,
treffen diese alle in einem
Punkt zusammen. Das ist der
sogenannte Fluchtpunkt. Willst
du in einem Bild entferntere
Dinge darstellen, mußt du
zunächst den Fluchtpunkt fest-
legen Von diesem Punkt aus
ziehst du in verschiedene Rich-
tungen Linien. Wenn du Häu-
ser und Straßen dann an diesen
Linien ausrichtest, erscheint
dein Bild wirklichkeitsgetreuer.
H Linien, die von zwei Punkten ausgehen
Ein Bild kann auch, wie hier
gezeigt, zwei Fluchtpunkte
haben. In diesem Fall mußt
du eine Honzontlinie festlegen.
Das ist die Linie, wo Himmel
und Erde Zusammentreffen
und auf der die beiden Flucht-
punkte liegen. Wie die Zeich-
nung unten veranschaulicht,
verändert sich mit der Hori-
zontlinie auch die Perspektive.
• Für die Eltern
▲ Horizontlinie nahe dem
oberen Bildrand
A Horizontlinie in
der Bildmil t •
Die dem Augenschein entspre-
chende Darstellung räumlicher
Verhältnisse auf einer flache
bezeichnet man als Perspektive.
Durch die Festlegung eines Aug-
oder Fluchtpunkts, auf den alle
Limen zulaufen, wird bei einer
bildlichen Darstellung der Ein-
druck räumlicher Tiefe erzeugt.
Mit zwei Fluchtpunkten lassen
sich Gegenstände in der Bildmitte
nach beiden Seiten perspektivisch
darstellen Kinder können eher
der Erklärung folgen, daß auf
ihren Bildern je,,e Dinge naher
aussehen, die dichter am unteren
Bildrand und großer gemalt sind
67
Wie entstehen Zeichentrickfilme?
Arrwor Obgleich wir Bewegungen sehen, bestehen
Zeichentrickfilme aus einzelnen Bildern, auf
denen sich nichts bewegt. Bei der Herstel-
lung solcher Filme müssen Trickfilmzeichner
unzählige Bilder mit der gleichen Figur
anfertigen. Jedes dieser Bilder sieht fast
genauso aus wie das vorangegangene und
weist nur geringe Veränderungen auf. Wenn
man die Einzelbilder in rascher Folge hinter-
einander sieht, fugt das Auge sie zusammen,
und die Figur scheint sich zu bewegen.
Täuschung der Augen
zezenuc«er dea atu
ahpewawMt. Daaeh Ae rwrW aMaige ewt-
swfct der Eindruck. afe ob &e Kar»
Dieser Bddertnck entstand im vori-
gen Jahrhundert in Enz.and. Auf der
einen Seite einer Karte ist ein Pferd
dargestelll und auf der Rückseite der
dazugehörige Reiter Wenn man die
optischen Täuschung, wenn sie den
Reirer auf dem Pferderucken sehen.
Zeichne selbst einen Trickfilm
Zfomne diese B:>der ab oder peus
s* ’urh. Darre sctueid sx aas,
*ae n der nchtips Re_henf:>4rf
iheremaadrr, und Serie sie auf
e_ner Sene zusammen. Wem dn d>r
B-. jfertfaiee nm dem Daumen rasch
zurchr•_äner«_ sx-hx es aus. als
□b der Junee der Ball «’esschx-ßt
- _ . - . . • r • 1 L—
soiehe ,Da urwr r^.-s' hastein.
• Für die Ehern
fcj Wie kann man sich einfache
Zeichnen zunutze machen?
Formen beim
Antw«,) Die meisten Dinge setzen sich aus Grund-
formen wie beispielsweise Kreisen und
Quadraten zusammen. Bei manchen muß
man sehr genau hinschauen, um diese
Formen zu erkennen. Es ist einfacher,
einen Gegenstand zu zeichnen, wenn man
mit seinen Grundformen beginnt.
▲ Ein Ball ist eint* Kugel
Formen bestimmen
Bevor du zu zeichnen beginnst,
betrachte den Gegenstand genau.
Hat er eine eindeutige Form wie die
Dose, der Ball und der Fernseher,
die hier abgebildet sind?
▲ Eine Dose ist ein Zylinder.
▲ Ein Fernsehgerät ist kastenförmig
I Verborgene Formen erkennen
Manchmal sind die Grundformen
nicht leicht zu erkennen. Dann
mußt du den Gegenstand sehr
sorgfältig betrachten. Vielleicht
besteht er aus mehr als
einer Grundform.
◄ Die Lilienblute ist
kegelförmig
A hm Nilpferd hat einen kastenförmigen Körper
und einen Kopf in der Form eines Zylinders
70
a Wenn ±a ein Haus zeichnen wilLst
beginne aut einem länglichen
- Kasten. Das Dach bestem
emem Trapez and einem Dreieck.
►
Warum malen Künstler Bilder, die nicht
wirklichkeitsgetreu sind?
Viele Maler versuchen, in ihren
Bildern die Wirklichkeit so getreu
abzubilden wie auf einem Foto. Es
gibt aber auch Künstler, die nicht
die sichtbare Welt darstellen wollen.
Ihnen geht es vielmehr darum, mit
Farben. Formen und Linien ihre Ge-
danken und Gefühle auszudrücken.
Diese Kunststile bezeichnet man als
expressiv, surreal oder abstrakt.
► Gedanken und Gefühle haben
keine gegenständliche Form.
Daher haben Künstler andere
Möglichkeiten gefunden, um
sie darstellen zu können.
▲ Diese« Bild des russischen Malers Wassily
Kandinsky heißt Bänder und Quadrate
Was siehst du in dem Gemälde’’
► Der spanische Maler Joan Miro gab
seinem Bild den Titel Pentanen und
Hund vor der Sonne Warum-’
72
H Andere moderne Kunststile
B oer *— dseser Seite smd Werte
we hfr*hn:ee Maiern Ihs Grsuxk
••Ob —' »r«i 3e« Njtct xoöer
Vjrettf na Gefk <Jer setaee Gefur.kn
IS» nrt w”Sebjde« Pinsel A_scrart
>w - lr -i=sereei Jihrrsnirrt eat-
vwien dw B. der ies F ranmsee Heer
XLH '- __c > - ~ron> ’v PaF Prass?
Wie kann man
von einer Holzplatte
Bilder drucken?
Um wn einer Holzplatte drucken zu können,
schneidet m.m mit scharfen Werkzeugen em
Bild in das Holz Es entsteht der sogenannte
Holxstock Beim Aufträgen der Druckfarbe
werden nur die hochhegenden Flachen
geschwärzt. und auch nur diese kommen
mit dem Papier in Berührung, das man auf
die Platte legt und fest andrückt. An die aus
dem Holz herausgeschnittenen Teile gelangt
keine Farbe, daher bleiben sie weiß
So stellt man einen Holzschnitt her
aut Tusche seitenverkehrt auf i*
Hcoplatte obertnaen
Sei vorsichtig!
Die Werkzeuge für den Holi-
schntti sind messerscharf Mit
einer Hand hah man die Heiz-
platte. wahrend die andere das
Werkzeug fuhrt. Beide Hande
müssen sich stets hinter der
s< Warfen Klinge befinden, um
Verletzungen ru vermeiden
Ger*&e < rxt
KiTM* V-ftrrt-rt Lear V-firKse
Eine gute Arbeitsfläche
Was ist Marmorieren?
*/♦.<* Marmorieren ist eine Technik, mit
der sich dekorative Wirbelmuster
auf Papier erzeugen lassen, indem
man Ölfarbe in Wasser träufelt und
vorsichtig verrührt. Da die Farbe
sich nicht mit dem Wasser ver-
mischen kann, bildet sie Schlieren-
muster, die an die Maserung von
Marmor erinnern. Diese werden von
einem Bogen Papier aufgenommen.
► Marnwnerungen wie diese
entstehen, wenn man Öl-
farbe in Wasser verrührt.
I Marmorieren
Mochtest du einen Papierbogen nur teil-
weise marmorieren, dann halt den Teil,
der nicht gefärbt werden soll, hoch Das
Papier darf sich nicht bewegen, wahrend
es an der gewünschten Stelle das Mar-
mormuster der Ölfarbe aufnimmt.
76
VERSUCHES
SELBST
Wenn die Marmorierung getrocknet irt, kannst du mit
Buntstiften. Pastellkreiden oder anderen Materialien
etwas in das Muster hineinmalen. Vergiß auch nicht,
dem Bild einen Titel zu geben, wenn es fertig ist!
Im Land den Zaubern
Die Hängebrücke
Warte, bis das Papier die Ölfarbe
aufgesogen hat. Dann nimm es
heraus, und laß es trocknen.
• Für die Eltern
Mit der Technik des Marmorierens lassen sich reizvolle Effekte erzielen
Kinder, die für dieses doch etwas schwierige Verfahren noch zu klein sind,
können eine einfachere Methode ausprobieren Dazu muß ein Erwachsener
über einem mit Wasser gefüllten fluchen Gefäß mit einem stumpfen Mes-
ser von verschiedenfarbigen Kreiden feine Teilchen abschaben und an-
schließend im Wasser verrühren Dann kann das Kind vorsichtig ein Blutt
rauhes Papier auf die Wasseroberfläche legen Die Kreide bleibt um Papier
haften und bildet interessante Wirbelmuster.
77
td Welche Druckverfahren sind möglich mit
einem Druckstock aus Pappe?
Art** Mit einer spitzen Klinge schneidet man die
Linien einer Zeichnung in schmalen, tiefen
Furchen in eine starke Pappe. Beim Hoch-
druck wird die Pappe eingefarbt und auf
ein Blatt Papier gepreßt. Die in den
Druckstock geschnittenen Vertiefungen
bleiben auf dem Abzug weiß.
Druckstock aus Pappe
A Zeichne dein Bild auf ein Stück Pappe, und zieh
die Linien mit einem spitzen Messer nach
A Größere Flächen schneid mit
einer scharfen Klinge heraus.
A Saubere die Furchen, und ent
ferne alle Pappreste daraus,
A Mit einer Walze ftarb den
Druckstock gleichmäßig ein
78
fcj Welche Druckverfahren sind möglich mit
einem Druckstock aus Pappe?
Antwo<t Mit einer spitzen Klinge schneidet man die
Linien einer Zeichnung in schmalen, tiefen
Furchen in eine starke Pappe. Beim Hoch-
druck wird die Pappe eingefärbt und auf
ein Blatt Papier gepreßt. Die in den
Druckstock geschnittenen Vertiefungen
bleiben auf dem Abzug weiß.
B Druckstock aus Pappe
Zeichne dein Bild auf ein Stück Pappe, und zieh
die Linien mit einem spitzen Messer nach.
Größere Flachen schneid mit
einer scharfen Klinge heraus.
I
Saubere die Furchen, und ent-
ferne alle Pappreste daraus.
A Mit einer Walze färb den
Druckstock gleichmäßig ein.
78
Druck mit einer Druckerprease
Beim Tiefdruck reibt man di« Druckfiirhe In
di« Verti«fun«in den Drucketocke und nAu
hart dann dl« hochatehenden Telle, Durch
den atarken Druck in d«r Prnaac nimmt daa
Mim I«<kI i'iiii'ii Hiijp’ii Pltpler nid den Diiirkxhu k
und wnl/l IkiIcIi'ii durch ehii' Ihui|ir*»nt»«<
• Für dl« Klhni
Mil «lii«m Ihm k»l<»k nil« l'upiH* lii"' 'n «hli Ihmk«
im IIihIi wi<- iim li iin Tlrhliudivorhihwn Imratnllen
llrlHI ll<>< llilrui I« bi’l ih'111 Wir 1*1111 lhih«< Imlll dl«
i'llliilriMH'li ’lt'lli' «'limi'lililil liml «« ihm l«l wrrib«Hl
Irlil i n« Art K«ll«l<lnii k lli'Hii l i>'l<hm li tlciii
Ihm k von ili'H li«llb'M< nik h l' imh«ii lind inm||»«|»«>
l«>n I hli bi ii. «'fifllil «l« h «ui di in Kii|iI«i«Iii li »«•
g)phhlmir> liim klidd Hu Kupl« r«l««i li«i nid dl«
|hit«l«dlilliK «ml «Ihhih IIhiImIh Iu I IH «mi Kiipf« i
plidl«. it'ihl di« IhHihlinlir In dm Vriimlmiyi ii und
wlnihl die im lildiiu kciidi-ii I« di h< I l
4 b K । in llhill l’upu i md ihm Ihm I dm k. und
I< |I> <« tfiil nn Dulin /mb «« viirnlihllH «I»
71»
fei Was für Instrumente sind das?
Instrument der Tanzmeister
•Für die Eitern
\on »ar asan bestrebt. Klan^ wie
auch Handhabbarkeit v<w> MuHkinatru-
naenten beständig zu rerbejuarn. Dm Har
fenklavier «eilte den Versuch tUr den
Klang einer Harfe nut der emtacner zu
»pteiendrn Klaciertascalur zu erzeugen
• jrifie. dar kunooerweMe eben*? aia
Sp«r>erÄ«k dtraaa hiali. ad dae Dreh
or^l auf Radern und Zeugnia« für d»
Bemühungen am twdnlen inatruoenie
80
Mit wachsendes Album
Welche Instrumente gehören
zur gleichen Gruppe?
In der oberen Reihe auf dieser Doppelseite
sind vier Kinder abgehildet. die jeweils
verschiedene Musikinstrumente spielen.
Ordne jedes von ihnen einem Instrument
in der unteren Reihe zu, das auf die gleiche
Weise Töne hervorbringt.
82
83
Aus welchem alten Instrument entwickelte
sich welches moderne Instrument?
Die Instrumente im oberen Teil dieser Seite stammen aus
längst vergangenen Zeiten. Jedes von ihnen war Vorläufer
eines der modernen Instrumente, die du unten siehst. Ordne
jedem alten Instrument das entsprechende moderne zu.
Ml L‘-3 !j-a ;l~V :»JOM|uy
84
^iZh £?»»”» —
1 Schneid au* Pappe Figuren aus,
und kleb sie auf einem Bogen Papier
ru einem Bild zusammen Jetzt hast
du eine Druckplatte
Welchen Druck erhält man bei
dem Verfahren, das unten in drei
Arbeitsschntten erklärt wird9
Wahl aus den drei Druckbildern
im Kasten das richtige aus.
2 Trag mit einer Walze
dünn, aber gleichmäßig
Druckfarbe auf.
3 Leg einen Bogen Papier auf die Druck-
platte. und reib mit einem Stoffballen
fest darulier.
tpn.ipuotanj ,) ipoMiuy
85
Womit wurden diese Bilder gemalt?
Rechts sind vier verschiedene
Zeichen- und Malgeräte abgebil-
det Mit jedem von ihnen wurde
eines der Bilder unten gezeich-
net oder gemalt. Such zu jedem
Zeichen- oder Malwerkzeug das
entsprechende Bild!
C
a - t ’V E :fl Z ‘d - t :po«iuy
86
Welche Darstellung hat
einen Fluchtpunkt?
ütuc' Uieser Bilder zeigt eine Straßen-
szene. Eines hat eine Perspektive mit
öinn«' ---11
TT-TT
87