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RUSSISCHE
MÄRCHEN UND SAGEN



Ausstellungen im Brüder Grimm-Museum Herausgegeben von Bernhard Lauer Große Reihe - Band 1

RUSSISCHE MÄRCHEN UND SAGEN Brüder Grimm-Museum Kassel
Impressum Russische Märchen und Sagen Bearbeitet von Bernhard Lauer Ausstellung im Brüder Grimm-Museum Kassel 20.12.1990 bis 15.02.1991 Träger Kulturamt der Stadt Kassel Brüder Grimm-Museum Kassel Konzept, Gestaltung, Organisation Technik Restauratoren Sekretariat Koordination in Moskau Bernhard Lauer Oskar Correus Jürgen Kaiser Hans und Pia Maria Hilsenbeck Ebba Jaensch Ursula Lange-Lieberknecht Helma Leidag Aleksandr Naumenko Mitarbeil/Hinweise BCtpoCCMflCKIR rocyAapcutHHM 6h6/ihotvki MHOCrptHHOÄ mpiTypw __ WM. M. H. PyAOMHHO Druck Elena Alechina Galina Aslapova Vladimir Glocer Klaus Harer Nina Jaroslavceva Evgenij Kostjuchin Ol’ga Kozymaeva Anna Lebedkova Isidor Levin Nonna Marcenko Antonina Martinova Irina Popova Vladimir Porudominskij Galina Staruscenko Marina Vlasova Meister-Druck Kassel
Leihgeber Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz Berlin Institut für Russische Literatur (Puskin-Haus) der Akademie der Wissenschaften der UdSSR Leningrad Staatl. Öffentliche Saltykov-Scedrin Bibliothek Leningrad Hessisches Staatsarchiv Marburg Institut für Slawische Philologie der Philipps-Universität Marburg Universitätsbibliothek Marburg Staatl. Literatur-Museum Moskau Staatl. Historische Bibliothek der RSFSR Moskau Heinrich Porzellan GmbH Selb Universitätsbibliothek Würzburg Privatbcsitz in Hamburg, Marburg und Würzburg Unser herzlicher Dank gilt den öffentlichen und privaten Leihgebern und allen beteiligten Institutionen und Wissenschaft- lern, die durch ihre Arbeit, ihren Rat und ihre Unterstützung diese Ausstellung ermöglicht haben. Wir danken dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutsch- land für die großzügige Förderung der Ausstellung. Wir danken der Märchenstiftung Walter Kahn für einen Zuschuß zur Herstellung des Kataloges. Mit freundlicher Unterstützung der Stadtsparkasse Kassel Copyright by Brüder Grimm-Museum Kassel and the author 1991 Nachdruck, auch auszugsweise, verboten Alle Rechte vorbehalten 5
Inhalt Impressum........................................................................... 4 Russische Märchen und Sagen....................................................... 7 Katalog............................................................................ 17 1. Die russische Märchen- und Sagentradition bis zum Ende des 18, Jahrhunderts.................................................................... 19 Frühe Zeugnisse............................................................... 19 Volksbilderbogen (Lubki)...................................................... 21 Orientalische und westeuropäische Märchensammlungen in Rußland................ 34 Erste russische Sammlungen.................................................... 35 II. Die Entdeckung der russischen Volkspoesie durch Wissenschaft und Literatur....................................................................... 39 Die Begründer der literarischen Volkskunde und die russische Volksdichtung................................................................. 39 Romantische Märchendichtungen in Rußland...................................... 44 Die Entwicklung der wissenschaftlichen Volkskunde in Rußland.................. 47 Der russische Grimm........................................................... 49 Russische Sagen und Heldenlieder.............................................. 60 Die wissenschaftliche Dokumentation des russischen Volksbilderbogens....... 61 Russische Märchen- und Sagenerzähler im Porträt............................... 61 III. Die „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm in Rußland..................... 65 IV Russische Märchen- und Sagenillustratoren (19. u. 20. Jahrhundert)............ 81 Anfänge....................................................................... 81 Künstler der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.............................. 85 Bilderbogen am Ende des 19. Jahrhunderts...................................... 97 Märchen und Sagen in der russischen Moderne.................................. 101 Bilderbogen der Jahrhundertwende............................................. 114 Illustrationen aus sowjetischer Zeit......................................... 117 Kunsthandwerk (Palech-Miniaturen)............................................ 123 Weiterführende Literatur.......................................................... 125 Farbtafeln........................................................................ 131 6
Russische Märchen und Sagen I „Skoro skazka skazyvaetsja, ne skoro delo delaetsja Das Märchen und die Sage sind Grundformen des Erzählens und als solche in der Kombination mit zahlreichen anderen Erzählformen fast zu allen Zeiten und an allen Orten der Weltkultur anzutreffen. Während Herkunft und Schöpfer der meisten Märchen völlig im Dunkeln liegen, lassen sich die Sagen zumeist um einen konkreten historischen oder geogra- phischen Kem bestimmen. Diese Gattungsmerkmale hat erst das 19. Jahrhundert freigelegt: „Das Märchen ist poetischer, die Sage historischer, jenes stehet beinahe nur in sich selber fest, in seiner angeborenen Blüte und Vollendung; die Sage, von einer geringem Mannichfaltigkeit der Farbe, hat noch das Besondere, daß sie an etwas Bekanntem und Bewußtem hafte, an einem Ort oder einem durch die Geschichte gesicherten Namen. Aus dieser ihrer Gebundenheit folgt, daß sie nicht, gleich dem Märchen, überall zu Hause seyn könne, sondern irgend eine Bedingung voraussetze (...)“2. Dabei sind Märchen und Sagen als solche gar nicht existent, sondern, da mündlicher Tradierung und dadurch immerwähren- der Variation und Improvisation, Abschleifung und Neubildung unterworfen, entstehen sie im Akt des Erzählens - in Zusammenspiel mit Mimik und Gestik und in wechselseitiger Einflußnahme von Erzähler und Zuhörer - quasi immer wieder neu und erhalten so eine fast nie feststehende Textgestalt, ja sie existieren häufig nur als hybride Mischformen. Volkstümliche Erzählungen aus mündlicher Überlieferung wurden erst spät schriftlich aufgezeichnet. Eine systematische und wissenschaftlichen Prinzipien verpflichtete Sammeltätigkeit setzt überhaupt erst im 19. Jahrhundert ein. Vorher lassen sich Elemente von Märchen und Sagen in verschiedenster litera- rischer Verkleidung nachweisen, gattungsmäßig eigenständige Texte kristallisieren sich vor allem im 16. und 17. Jahrhundert heraus. Die jeweilige historische Aufzeichnung mündlich überlieferter Texte zeigt allerdings nur einen Teilaspekt ihrer Geschichte, wirkt freilich ihrerseits selbst wieder auf das mündliche Erzählen mit ein. Für Europa prägend sind zunächst insbesondere die großen orientalischen und romanischen Sammlungen von Märchen, Sagen und anderen Wundeige- schichten, die spätestens im 18. Jahrhundert die literarische und z.T. auch die nichtliterarische Tradition in vielen Ländern deutlich beeinflußten3. Die schriftliche Fixierung mündlicher Überlieferungen steht jedoch immer in Zusammenhang mit den literarischen Strömungen der jeweiligen Epoche; Märchen, Sagen, Volkslieder und andere volkstümliche Dichtungen müssen daher aus dem spezifischen ästhetischen Blickwinkel ihrer Zeit betrachtet und in ihrer konkreten verschriftlichten Textgestalt kritisch bewertet werden. Dies zeigen beispielsweise die barock stilisierten neapolitanischen Märchenerzählungen des GiambattistaBASiLE ebenso wie die galanten und häufig ironisch nacherzählten Feenmärchen von Charles Perrault und anderen Dichtern der französischen Salonlitcratur des späten 17. und frühen 18. Jahrhunderts. Und dies gilt auch für die im 18. Jahrhundert in Europa verbreiteten Übersetzungen orientalischer Sammlungen. Obwohl sie motivisch und stofflich wenigstens teilweise aus volkstümlichen Quellen geschöpft wurden, zeigen alle diese Texte in Sprache und Komposition dennoch die elegante Erzählhaltung der Kunstprosa ihrer Zeit4. Die großen Sammlungen der „Dichtung des Volkes“ im 19. Jahrhundert sind zwar vor dem Hintergrund der mit Johann Gottfried Herder anhebenden und in der Romantik heftig fortgesetzten Diskussion über „Kunst-“ und „Naturpoesie“ entstanden5 und haben erstmals systematisch und in größerem Umfang volkstümliche Stoffe nach schriftlichen und mündli- chen Quellen authentisch fixiert, aber auch sie haben ihre Vorlagen vielfach sprachlich und motivisch bearbeitet und einem an den ästhetischen Konzepten der Romantik orientierten „Märchenstil“ angeglichen. Dies gilt gerade für die „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm6 in besonderem Maße, ihr weltumspannender Erfolg hängt nicht zuletzt mit ihrer spezifischen Stellung zwischen reinem Volksmärchen und „poetisch“ stilisiertem Kunstmärchen zusammen. Auch die „Deutschen Sagen“ der Brüder Grimm müssen entsprechend kritisch betrachtet werden. Die von Jacob und Wilhelm Grimm geforderte „Treue und Wahrheit“7 in der Sammlung und Edition volkstümlicher Erzählungen hat so eine Idealform der „Volks- erzählung", eine spezifische Gattung „Grimm“ hervorgebracht, die im 19. und 20. Jahrhundert vielfach anregend weiteigewirkt hat. Die historische Textgestalt eines Märchens, einer Sage oder jeder anderen volkstümlichen Erzählung muß daher immer im Spannungsverhältnis zwischen ästhetisierter (verschriftlichter) Idealform und ständig wechselnder mündlicher Überlicferungs- gestah bestimmt und bewertet werden. Hier liegt das fast unausschöpfliche Material für die internationale Märchen- und Sagenforschung. Obwohl die volkskundlichen Sammlungen der Brüder Grimm keine reine Volksüberlieferung darstellen, so markieren sie dennoch den entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte der literarischen Volkskunde schlechthin, indem sie erste wissen- schaftliche Begriffsbestimmungen lieferten und klare und eindeutige Belegungen der von ihnen herausgegebenen Texte durch mündliche und schriftliche Quellen gaben. In ihren Werken vereinigte sich romantische Begeisterung für die „urtümliche Poesie“ des Volkes und für die Geschichte der eigenen „Nationaldichtung“ mit exakter historisch-veiglei- chender philologischer Forschung. Nur so konnten sie festen wissenschaftlichen Grund fassen und der Philologie einer ganzen Epoche ihren Stempel aufprägen. Ihre Arbeiten wurden 7
vielfach unmittelbar als Vorbild genommen und haben die nationalen Philologien in zahlreichen Ländern deutlich beeinflußt^. Dies zeigt vor allem das russische Beispiel, wo sich die volkskundliche Sammeltätigkeit, die Sprach- und Literaturwissenschaft sowie weitere historische Disziplinen vielfach auf die Brüder Grimm als entscheidende Anreger bezogen haben. Einer Ausstellung über russische Märchen und Sagen im Brüder Grimm-Museum kommt daher eine doppelte Bedeutung zu* II Wahrend sich die Geschichte der volkstümlichen Dichtungen und ihrer verschiedenen Motiv- und Stoffkomplexe in West- und Mitteleuropa seit dem ausgehenden Mittelalter recht gut dokumentieren läßt9, stößt man in den osteuropäischen Ländern, insbesondere in Rußland, auf gewisse Schwierigkei- ten. Viele kulturgeschichtlich relevante Entwicklungen haben sich in Osteuropa mit mehr oder minder großer Verspätung und z.T. in völlig anderen Dimensionen durchgesctzL Die über- wiegend aus fremden Quellen gespeiste und nur einem kleineren Kreis überhaupt zugängliche geschriebene geistliche und weltliche Literatur einerseits und die mündlich tradierte volks- tümliche Dichtung andererseits haben bei den Ostslawen jahrhundertelang eher völlig getrennt nebeneinander existiert und sich kaum gegenseitig durchdrungen und befruchtet Erst das 18. Jahrhundert hat hier zu pädagogischen Zwecken und in z.T. moralisierender Weise Texte der volkstümlichen Tradition in größerem Umfang verschriftlicht, während sich die ost- slawischen Literaturen bewußt erst im 19. Jahrhundert der „Dichtung des Volkes“ wirklich angenommen haben. Die relativ späte Verschriftlichung und literarische Würdigung der Volks- dichtung in Rußland ist sicherlich mit ein Grund für den überaus reichen Strom oraler Überlieferungen, den die russische Volkskunde etwa seit dem zweiten Drittel des 19. Jahrhunderts systematisch aufgesammelt hat und der bis in unsere Zeit nicht ganz versiegt ist. Das eigenartige Nebeneinander von Volksdichtung und Literatur erklärt sich in Rußland durch spezifische gesellschaftliche, politische und sprachliche Bedingungen, in denen sich eine russische Nationaldichtung und -kultur nur schwer organisch entwickeln konnte. Die z.T. erheblichen Diskrepanzen und Disproportionen in der Kulturgeschichte Rußlands entspringen von Anfang an vor allem einer recht eigentümlichen sprachli- chen Situation, denn bis zum 18. Jahrhundert gab es faktisch keine allgemein anerkannte einheitliche russische Literatur- und Schriftsprache, sondern ganz verschiedene, funktional bestimm- ten Bereichen und gesellschaftlichen Gruppen zugeordnete, dabei nur teilweise kodifizierte Schriftidiome. Schon das alte Kiewer Rußland gründete sich auf drei sehr unterschiedliche gesellschaftliche Schichten: die von den germanischen Warägern abstammende Nobilität, den Byzanz verpflichteten, überwie- gend aus dem griechischen Kulturkreis kommenden Klerus und das ostslawischc Staatsvolk. Mit der Annahme des Christentums durch den Kiewer Fürsten Vladimir im Jahre 988 wurde daher nicht die ostslawische („russische“) Volkssprache für die Lituigie, die Jurisdiktion, die Diplomatie sowie auch andere Bereiche des öffentlichen Lebens kodifiziert, sondern das durch die beiden Slawenapostel Kyrill und Method im 9. Jahrhundert geschaffene sog* Altkirchenslawische wurde schriftsprachlich verbindlich. Diese Urschriftsprache der Slawen basierte auf einem südslawischen (altbulgarischen) Dialekt der Gegend von Saloniki - der Heimat von Kyrill und Method - und hatte für die Slawen des Mittelalters eine ähnliche Funktion wie das Latein für die Völker Mittel- und Westeuropas. Für Rußland bedeutete dies jedoch eine ständige Spannung zwischen einer als „fremd“ empfundenen Hochsprache und der eigenen Volks- sprache und behinderte in der Folge lange die Entwicklung einer eigenständigen Nationalliteratur. Durch die gewaltsame Zer- störung des Kiewer Staates im verheerenden Mongolensturm des 13* Jahrhunderts wurde Rußland für Jahrhunderte zusätzlich von wichtigen europäischen Entwicklungen abgeschnitten. Eine bedeutende nationale Dichtung konnte sich unter diesen Umständen nur schwer entwickeln, und viele Werke der sog* „altrussischen“ Literatur tragen daher nur epigonalen Charakter* Es fehlt völlig sowohl eine den Troubadourliedem oder dem Minnesang vergleichbare höfische Dichtung wie auch ein größeres und in sich geschlossenes Heldenepos. Das vor über zweihundert Jahren in der Gegend von Jaroslavl’ an der Wolga angeblich in einem Kloster entdeckte sog. Jgorlied", das die Forschung in ihrer Mehrheit in das 12* Jahrhundert (1185) datiert, ist wohl eher eine der Ossian-Begeisterung der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entsprungene geniale Fälschung, zumal dem Werk in der gesamten „altrussischen“ Literatur nichts Vergleichbares an die Seite gestellt werden kann. Literarisch gibt es bis zum 17* Jahrhundert in Rußland daher nur Übersetzungen von überwiegend aus Byzanz entlehnten dogmatischen und liturgischen Texten, Heiligen- und Fürstenle- ben, Predigten, Chroniken, ferner Bearbeitungen einzelner antiker Stoffe (z.B* Trojanischer Krieg, Alexandreis, Jüdischer Krieg), philosophische und politische Briefliteratur, Belehrun- gen, Reisebeschreibungen, später auch Übersetzungen und Bearbeitungen der westeuropäischen Novellen- und Volksbuch- literatur u.a. Der Anteil weltlicher Literatur ist bis zum 17. Jahrhundert eher gering. Darin zeigt sich nicht zuletzt auch die für die Entwicklung der russischen Geisteskultur typische Vorherrschaft der orthodoxen Kirche, die fast alle Bereiche des geistigen Lebens kontrollieren und ihren Zwecken unter- ordnen konnte* Die literarischen und künstlerischen Regungen des Volkes wurden zumeist grausam unterdrückt, was sich z.B* in zahlreichen kirchlichen Erlassen zur Verdammung der volkstümlichen „Spiele und Tänze des Teufels“ vom 13. bis 17. Jahrhundert anschaulich beweisen läßt. Die historisch belegbaren fahrenden Spielleute, Bänkelsänger, Gaukler und Schausteller wurden immer wieder geächtet und nach besonders heftigen Verfolgungen im 16. und 17. Jahrhundert zunehmend in entlegende Rand- und Grenzgebiete des Russischen Reiches vertrieben. Dabei spielt insbesondere das russische Altgläubi- gentum („staroobijadcestvo“) nach dem Schisma des 17, Jahrhunderts eine wichtige Rolle in der Tradierung und Erhaltung volkstümlicher Dichtung und Kunst* 8
III An konkreten Texten läßt sich die Existenz einer volkstümlichen Tradition in Rußland vor dem 18. Jahrhundert nur sehr lük- kenhaft belegen, da die mit Sicherheit anzunehmende mündliche Erzähltradition des Volkes aus den genannten Gründen nur selten den Weg zur Verschriftlichung fand bzw. solche möglicherweise entstandenen Schriftdokumente kaum auf uns gekommen sind. Allerdings fanden die westeuropäische Novellen- und Anckdotenliteratur sowie das Volksbuch schon im 17. Jahrhundert breiteren Eingang in die russische Literatur. In der sog. „allrussischen“ (ostslawischen) Literatur sind Märchen und Sagen sowie andere volkstümliche Dichtungen (lyrische und historische Lieder, Bylinen, Volkslegenden, Rätsel, Sprichwörter, Beschwörungsformeln usw.) vom 11. bis 15. Jahrhundert nur spärlich und in unspezifizierten Andeutungen greifbar; hierher gehören auch die sog. „skomorochi“ - fahrende Sänger und Geschichtenerzähler -, die früh schon in einigen Handschriften und Miniaturen benannt oder dargestellt werden, deren Darbietungen sich inhaltlich jedoch nur abstrakt greifen lassen. Später berichten westeuropäische Reisende (wie die Deutschen Sigismund Herberstein (1486-1566) und Adam Olearius (1599- 167l)10 oder die Engländer Richard James (1592-1638)11 und Samuel Collins (1619-1671)12) im 16. tind 17. Jahrhundert von Märchen, Sagen und Liedern aus dem weit entfernten ..Russenland“. Bei Olearius finden wir in seiner 1647 erstmals erschienenen „Offt begehrte(n) Beschreibung der Newen orientalischen Reise“, die ihn mit einer holsteinischen Handels- delegation nach Rußland und Persien geführt hatte, z.B. die folgende Schilderung über das einfache russische Volk: “Weil sie in löblichen Wissenschafften unerfahren, vnd von denckwürdigen Sachen vnd Geschichten der Alten vnd Vorfahren sich nicht groß bekümmern, auch nicht begierig seynd von frembden Nationen dero Beschaffenheit nach zu forschen, höret man in ihren Zusammenkunfften von derglei- chen nichts sprechen. Ich rede aber hier nicht von der gar grossen Herren Gelagen. Ihre meiste Reden seynd dahin gerichtet, worzu sie ihre Natur vnd gemeine Lebensart veran- lasset. Nemblich von Üppigkeiten, schendlichen Lastern, Geilheiten und Unzucht, so theils von ihnen selbst, theils von anderen begangen. Erzehlen allerhand schandbare Fabeln, vnd wer die gröbesten Zotten vnd Schandpossen darbey zureissen, vnd sich mit leichtfertigen Gebärden heraus zu lassen weiß, der ist der beste vnd angenehmste (...). Es pflegen auch solche abscheuliche Dinge die Bicrfidler auff öffentlicher Strasse zu singen, etliche dem jungen Volcke vnd Kindern in einem Küntzgen- oder Puppenspiel vmbs Geld zu zeigen. Dann ihre Bärendantzer haben auch solche Comedianten bey sich, die vnter anderen alsbald einem Possen, oder Klücht (wie es die Holländer nennen) mit Puppen agiren können; binden vmb den Leib eine Decke vnd staffeln sie über sich, machen also ein theatrum porlabile oder Schauplatz, mit welchem sie durch die Gassen vmbher lauffen vnd darauff die Puppen spielen lassen können“13. In Rußland werden volkstümliche Erzählungen etwa seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in größerem Umfang verschriftlicht14, zunächst in verschiedenen handschriftlichen Textsammlungen, später in gedruckter Form auf Volksbil- derbogen < (russ.: „lubok“) tradiert. Der russische Volksbilderbogen15, zuerst in Holzschnitt-Technik, dann auch als Kupferstich und Lithographie hcrgestellt, wandte sich zunächst religiösen Darstellungen zu und brachte Heilige und Szenen aus der Heilsgeschichte als wohlfeile Papier-Ikonen in die Bauemkate. Nachdem im 16. und 17. Jahrhundert west- europäische Ritter- und Abenteuerromane und andere volks- tümliche Erzählungen über Böhmen und Polen nach Rußland gelangt waren, wurden allmählich auch weltliche Stoffe in die Bilderbogen einbezogen. Spätestens seit der Mitte des 18. Jahrhunderts lassen sich konkrete Märchen- und Sagenstoffe über den Volksbilderbogen textlich in größerem Umfang nachweisen und erfahren dann bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts eine überaus massenhafte Verbreitung. Allerdings werden die verschiedenen Bilderbogen dabei in sehr stereotyper Weise nach Vorlagen des 18. Jahrhunderts häufig nur nach- oder umgedruckt16. Aber ihre Verbreitung konnte auch die in den zwanziger und dreissiger Jahren des 19. Jahrhunderts ein- setzende strenge Zensur des Volksbilderbogen nicht einschrän- ken. Noch am Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebte der russische „lubok“ unter Ausnutzung der modernen Techniken der Farblithographie einen weiteren Höhepunkt17. Unter dem Eindruck der europäischen Begeisterung für die „Contes de fees“ entstehen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts auch in Rußland erste literarische Sammlungen mit volkstümlichen Stoffen und Motiven. Hier ist neben der Tradition des russischen Lubokmärchcns vor allem der Einfluß der französischen Märchensammlung von Charles Perrault und anderen französischen Märchendichtern sowie auch der arabi- schen und persischen Sammlungen der „Tausend und eine Nacht“ und der „Tausend und ein Tag“ zu berücksichtigen, die früh schon in russischen Übersetzungen belegt werden können18, sicherlich aber auch unmittelbar über das jeweilige französische Original rezipiert wurden. Es ist u.a. bemerkens- wert, daß schon 1768 so berühmte PERRAULische Märchen wie „Rotkäppchen“, „Dornröschen“ oder „Blaubart“ auch in russischer Übersetzung vorlagen . Bei den recht zahlreichen Verschriftlichungen volkstümlicher Texte im 18. Jahrhundert handelt es sich jedoch meist um sehr freie Bearbeitungen und Umarbeitungen mündlich tradierter Erzählungen, die vielfach mit den verschiedensten literarischen Elementen durchmischt werden, keinesfalls aber um unmittel- bare Aufzeichnungen aus mündlicher Überlieferung. Das Ergebnis ist ein buntes Konglomerat einander in ihrem Gehalt und in ihrer Form widersprechender Bestandteile: echte Märchen- und Sagenmotive stehen neben scherzhaften Schwän- ken, Anekdoten und satirischen Novellen über das russische Alltagsleben, Umarbeitungen westeuropäischer Ritierromane und Abenteuer-Erzählungen sowie orientalischen Stoffelemen- ten20. 9
IV Obwohl die russische Märchen- und Sagentradition auf vielfache Weise mit der europäischen und orientalischen verbunden ist, zeigt sie dennoch einige spezifische motivische und stoffliche Kennzeichen sowie gattungsmäßige Besonder- heiten, Hierzu gehören zunächst die mündlich überlieferten epischen Heldendichtungen über sagenhafte und legendäre Geschehnisse im alten Kiew, in Moskau, Nowgorod und anderen alten russischen Städten, die als „starina" oder „starinka“ jahrhundertelang im Volk lebendig gehalten wur- den; seit dem 19. Jahrhundert werden diese Verdichtungen unter Bezugnahme auf das in Moskau 1800 erstmals gedruckte „altrussische“ tgorlied („Slovo o polku Igoreve“) als „bylina“ (Byline) bezeichnet21. Verknüpft mit anderen volkstümlichen und literarischen Elementen wurden diese Erzählungen von Ilja aus Murom, dem Räuber Nachtigall und dem Kiewer Fürsten Vladimir, von Dobrynja Nikitic und dem feuerspeienden Drachen Zmej Gorinyc, von Alesa Popovic, Vasilij Buslaevic, Sadko und anderen russischen Recken auch in Prosa-Form nacherzählt und fanden so Eingang in das russische Helden- und Abenteuermärchen, das damit eine Zwischenstellung zwischen dem Märchen und der Sage einnimmt. Typische Gestalten russischer Märchen und Sagen sind auch die ewigen Pechvögel EmeFja und Ivanuska, Foma und Erema oder Prochor und Boris. Im russischen Zaubermärchen erscheinen als besonders markante Figuren die Hexe Baba Jaga, der unsterbliche Koscej, Ivan Königssohn und der graue Wolf, der Fcuervogel, Vasilisa die Weise oder Elena die Wunderschöne. Einige bekannte russische Märchenhelden sind stark ausländischen Vorlagen verpflichtet. Aus einem französischen Ritterroman entlehnt und über Italien, Serbien und Weißrußland vermittelt ist beispiels- weise der berühmte Recke Bova Korolevic, während Eruslan Lazarevic auf Vorbilder der orientalischen Tradition zurückgeht23. Das russische Märchen arbeitet überhaupt häufiger mit konkreten Namen für seine Helden, während z.B. in Deutschland diese eher anonym erscheinen als Königssohn und Königstochter, böse Hexe oder Stiefmutter, Drache usw. Auch die Kulissen der russischen Märchen- und Sagenwelt beziehen sich deutlicher als in anderen Überlieferungen auf die russische Wirklichkeit Recht ausgeprägt sind in Rußland die zahlreichen Tiermärchen von Fuchs, Wolf, Bär und. anderen Tiergestalten sowie auch die vielen Schwank- und Novellen- märchen, etwa vom dummen Gutsbesitzeroder vom habgierigen Popen. Obwohl in den Sammlungen des 17. und 18* Jahrhunderts nur unvollkommen aufgezeichnet, läßt sich der Reichtum und die Vielfalt der Überlieferung im Repertoire der russischen Märchen- und Sagentradition schon hier erkennen. V Von der gebildeten Öffentlichkeit wurden die verschiedenen Lubokmärchen und -sagen und die ersten literarischen Samm- lungen volkstümlicher Erzählungen zunächst nur wenig wahr- genommen* Die meisten inssischen Schriftstellerund Philologen des 18. Jahrhunderts standen der Volksdichtung eher ablehnend gegenüber, zumal sie den sprachlichen und literarischen Ansprüchen dieser Zeit wenig genügen konnte. Die aus Westeuropa nach Rußland verpflanzten Strömungen des Klassizismus und der Aufklärung hatten zwar mit Michail Lomonosov (1711-1765) begonnen, die einzelnen literarischen Gattungen verschiedenen Sprach Stilen zuzuordnen, konnten jedoch den Widerspruch zwischen dem von kirchenslawischen Elementen geprägten archaischen hohen Stil und der lebendigen russischen Volkssprache nicht überwinden. Volksdichtung und -kunst wurden daher lediglich als zur Erziehung und Belehrung des ungebildeten Volkes sowie zu einfacher Unterhaltung und Erbauung dienend anerkannt, nicht aber in ihrem geistigen Gehalt und in ihrer poetischen Gestalt gewürdigt Vereinzelt finden sich dennoch in den literarischen Werken des 18. Jahrhunderts Hinweise auf volkstümliche Dichtungen, so z.B. in Gavrila Derzavins an die Kaiserin Katharina gerichteten Ode „Felica“ (1782), in der auch der adlige Dichter sich mit populären Geschichten von den Recken Bova und Polkati veignügt23, oder in Denis Fonvizins Komödie „NedorosP“ (Der Landjunker; 1782), wo als Geschichtsunterricht für den jungen Landjunker nicht gelehrte Bücher, sondern volkstümliche „Erzählungen der Stallmagd“ für ausreichend gehalten werden24. Soziologische Untersuchungen zeigen ferner, daß Märchen und Sagen im 18, Jahrhundert in allen Schichten der russischen Gesellschaft tradiert wurden25 und sowohl bei Bauern, Soldaten und Handwerkern als auch bei Kaufleuten, Beamten, adligen Gutsbesitzern und sogar bei Hofe in Umlauf waren. In Briefen und Memoiren des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts sind einzelne Märchen- und Sagenerzähler bereits konkret zu belegen26; in einer Anzeige der „Sankt-Petersburger Nachrichten“ vom 1. Dez, 1797 wird gar ein blinder Erzähler für ein herrschaftliches Haus gesucht, um Geschichten „mit wunderbaren Abenteuern und teilweise auch russische Mär- chen“ zu erzählen27. Als Märchenerzähler fest in die russische Literatur eingegangen sind u.a. die Beschließerin Pelageja in der Familie Sergej Aksakovs und Aleksandr Puskins Kinderfrau Arina Rodionovna23, Aber erst in den zwanziger und dreissiger Jahren des 19+ Jahrhunderts erfährt die russische Volksdichtung in der Literatur und in der Philologie unter dem Einfluß romantischer Ideen eine wirkliche Würdigung ihrer geistigen und poetischen Substanz. Auf der Suche nach einer nationalen Identität wird das Interesse für die historische Vergangenheit Rußlands erheblich gesteigert - von 1816 bis 1829 erscheint zK die große zwölfbändige „Geschichte des russischen Staates14 von Nikolaj Karamzjn29 - und dabei auch die geistige Kultur des einfachen russischen Volkes, seine Dichtung und Kunst, seine Sitten und Gebräuche, sein Glaube und seine innere Psychologie in ihren substantiellen Werten als Teil der russischen Nationalkultur gewürdigt. In Bibliotheken, Klöstern und Archiven wird intensiv nach alten Handschriften und anderen russischen Altertümern geforscht, und man beginnt allmählich auch mit der systematischen Aufzeichnung oraler Überlieferungen, Im Streben nach einer neuen ästhetischen Idealform schöpfen 10
romantische Dichter aus der nationalen Vergangenheit Rußlands und aus den Überlieferungen des russischen Volkes das Material für die Erneuerung der Inhalte und Formen der russischen Dichtkunst und schaffen so die Grundlagen für die moderne russische Nationalliteratur Durch das Werk Aleksartdr PiKktns ersteht in der kompromißlosen Hinwendung auf die Sprache und Dichtung des Volkes, die somit auch in ihrer oralen Realität anerkannt werden, eine neue Literatursprache. Gleichzeitig werden volkstümliche Stoffe und Motive in die russische Literatur aufgenommen und damit völlig neue Gestaltungs- möglichkeiten eröffnet. Vasilij Zukovsku und Aleksandr PüSktn schaffen mit ihren Märchen- und Sagendichtungen ein adäquates literarisches Korrelat, das in der Folge vielfach auf die weitere Entwicklung der volkstümlichen Tradition zurückstrahlt. In der russischen Literatur entsteht eine bedeutende Kunstmärchentra- dition, an die fast alle großen russischen Dichter des 19. und 20. Jahrhunderts anknüpfen30. Etwa zur selben Zeit wendet sich auch die junge russische Philologie der Volksdichtung zu. Als erster befindet Ivan Snegirev schon 1822 die russischen Volksbilderbogen wissen- schaftlicher Forschung für würdig31; zuvor hatte Konstantin Kalajddvjö aus dem Kreis um den Moskauer Mäzen Nikolaj Rumjancev die Bylinensammlung des Kirsa Dahelov32 in einer stark erweiterten Ausgabe kritischer Analyse neu zugänglich gemacht. In den dreissiger Jahren des 19. Jahrhunderts kommen dann erste bedeutende Sammlungen an Märchen und Sagen, Heldenliedern, Sprichwörtern und anderen volkstümlichen Dichtungen nach mündlichen und schriftlichen Quellen zu- sammen, die zunächst vor allem an die Namen von Ivan Snegirev, Vladimir Dal1, Petr Kireevskjj, Ivan Saceiarov, Michail Maksemoviö u.a. geknüpft sind. In ihrer urtümlichen Gestalt werden sie zunächst nur teilweise veröffentlicht, bilden später jedoch die Grundlage für das gewaltige volkskundliche Archiv der Russischen Geographischen Gesellschaft. Allmählich werden auch historisch-kritische Methoden für die Erforschung der russischen Volkskultur diskutiert und entwickelt, die größtenteils unmittelbar an das Vorbild der Brüder Grimm33 und der von ihnen begründeten literarischen Volks- und Mylhenkunde anknüpfen. Ivan Snegirev und vor allem Fedor Buslaev legen so die theoretischen Fundamente der russischen Volkskunde. Sprache, Dichtung und Mythologie werden zunehmend in ihrer historischen Entwicklung und in ihren komplexen Zusammenhängen betrachtet. „In der Sprache1*, - heißt es bei Buslaev - „drückt sich das ganze Leben des Volkes aus. Die Sprache, die jetzt von uns angewandt wird, ist die Frucht eines tausendjährigen historischen Entwicklungsprozes- ses und einer Vielfalt von Umwandlungen. Man kann sie nur auf genetischem Weg bestimmen, woraus sich die Notwendigkeit ergibt, sie historisch zu erforschen'34. Mit der Gründung der Russischen Geographischen Gesellschaft („Russkoe Geograf!ceskoe Obscestvo“) 1845 und den in der Folge entwickelten ethnographischen Forschungsprogrammen wurden die Aufsammlung volkstümlicher Materialien und ihre wissenschaftliche Diskussion und Bewertung auf eine umfas- sende Grundlage gestellt. Der Kreis der Sammler und Forscher wurde beträchtlich erweitert und organisatorisch zusammenge- bunden; zugleich wurden die Methoden der Wiedergabe mündlicher Überlieferungen weiter verfeinert. In den Archiven der Gesellschaft kamen gewaltige Materialien aus allen Tbilen des russischen Reiches zusammen, die bis in unsere Zeit weiter angewachsen und kaum ganz auszuschöpfen sind35. In unmittelbarer Verbindung mit den Bestrebungen der Russischen Geographischen Gesellschaft sind dann auch die meisten großen Sammlungen der russischen Volksdichtung entstanden: die „Russischen Volksmärchen“ (Moskau 1855- 1863) von Aleksandr Afanas*ev, die „Sprichwörter des russischen Volkes“ (Moskau 1862) von Vladimir Dal, die „Großrussichen Rätsel“ (St. Petersburg 1864) von Ivan Chuimakov, die „Bylinen des Onega-Gebietes“ (St. Pelersbuig 1873) von Aleksandr Gicferding sowie zahlreiche weitere, größtenteils bis heute wichtige Ausgaben36. Aleksandr Afanas^ev beispielsweise, der „russische Grimm“, konnte so aus der ganzen Fülle der russischen Märchen- und Sagentradition das nationale Märchenrepertoire Rußlands zusammenfassen und die russische Tradition in den Zusammen- hang der internationalen Überlieferungsgeschichte stellen. „Unter den vielen verschiedenen Denkmälern der mündlich tradierten Dichtung des Volkes (Lieder, Sprichwörter, Redens- arten, Klagelieder, Zauberformeln, Rätsel)“, - schreibt er einleitend zur ersten Lieferung seiner Märchcnausgabc, - „nehmen die Märchen einen überaus bedeutenden Platz ein. Durch Anlage und Inhalt mit den anderen Gattungen der Volksdichtung eng verbunden und mit uralten Überlieferungen erfüllt, enthalten sie viel Bemerkenswertes sowohl in künst- lerischer als auch volkskundlicher Hinsicht Die Wichtigkeit der Volksmärchen als eines ergiebigen Materials für die Literatur- geschichte, die Philologie und die Ethnographie ist schon seit langem von den bedeutendsten deutschen Gelehrten erkannt worden. Sie unternahmen nicht allein die Sammlung der einheimischen Märchen und Legenden, sondern bereicherten die deutsche Literatur auch durch hervorragende Übersetzungen von fast allem, was andere Völker auf diesem Gebiet aufzuweisen haben. Nirgends wurde das Studium der Denk- mäler mündlich tradierter Dichtung mit solchem Emst und solcher Sorgfalt betrieben wie in Deutschland, und die Verdienste der deutschen Gelehrten sind in dieser Hinsicht wahrhaft außerordentlich, aber wir wollen die Hoffnung nicht aufgeben, daß ihr zum Nutzen des Volkes unternommenes Streben auch für uns ein nachahmenswertes Beispiel werde. Es ist längst an der Zeit, auch bei uns die Volksmärchen ernsthafter und genauer aufzusammeln und zu veröffentlichen.,/37. Die Märchensammlung Afanasevs stellt - z.T mit direkten Bezügen zum Vorbild der Brüder Grimm - mit ihren über 600 Texten und Varianten zur Mitte des 19. Jahrhunderts den ersten Höhepunkt in der Geschichte der russischen Volkskunde dar und erheischt bis heute bleibenden Welt durch die Soigfalt der Auswahl und die Treue zur volkstümlichen Überlieferung3*, In ihrer Folge kommen noch zahlreiche Märchen- und Sagen- sammlungen Rußlands zustande, die bis in das zwanzigste Jahrhundert hinein die Lebendigkeit der Volksüberlieferung und den reichen Strom der Volkspoesie belegen können. Insbe- sondere aus den entlegenen Gebieten Nordrußlands und 11
Sibiriens kommen weitere Märchen- und Sagendichtungen direkt aus mündlichen Quellen l^nzu, wobei die russischen Schwank- und Alltagsmärchen, weniger die Zaubermärchen und Sagen, immer noch neue Stoffe und Motive liefern39. Wahrend die russische Volkskunde im 19. Jahrhundert - zunächst eher rezeptiv - von den Konzepten und Methoden der mythologischen Schule dominiert wurde und daher bestrebt war, die russische Volkspoesie auf die Mythen der alten Slawen zurückzuführen, nahm sie in der Folge intensiven Anteil an der internationalen theoretischen und methodischen Diskussion und lieferte selbst bedeutende Beiträge zur Auseinandersetzung über das Wesen der Volksdichtung, Auch in Rußland fanden sowohl die BENFEvsche Migrationstheorie (Aleksandr Pypin, der späte Buslaev), die anthropologische (Aleksandr Veselovskij) und volkspsychologische Schule (Aleksandr Potebnja, Dmitrij Ovsjanniko-Kulikuvsku) sowie die historische Schule (Vsevo- lod Miller, Michail Speranskii, die Brüder Boris u. Jurij Sokolov) bedeutende Anhänger und Fonsetzer als später auch die historisch-geographische (sog, finnische) und die struktu- ralistische Schule.40 Rußland gehört damit nicht nur zu den an volkstümlichen Überlieferungen sehr reichen Ländern, sondern verfügt auch über hervorragende wissenschaftliche Leistungen auf den Gebieten der literarischen Volkskunde, der Philologie und der Ethnographie. VI Volkstümliche Dichtungen werden nicht allein unaufhörlich mündlich weitertradiert, sondern - wie schon die Bilder des Olearius41 zeigen - häufig von theatralischen und musi- kalischen Darbietungen begleitet. Ihre Verschriftlichung setzt sie dann auch in Beziehung zur bildenden Kunst, Abgesehen von einzelnen mythischen Darstellungen in der altrussischen Kunst erfahren volkstümliche Erzähistoffe in den anonymen russischen Volksbilderbogen des .späten 17, und 18. Jahrhunderts erste bildliche Gestaltung. Trotz eines gewissen Schematismus in den darstellerischen Ausdrucksformen und einer z.T stereotypen Beschränkung auf wenige sehr populäre Märchen- und Sagenmotive äußert sich hier eine urtümliche und lebendige bildnerische Tradition, die noch bis in den Beginn des 20. Jahrhunderts Fortsetzungen findet, künstlerisch im Verlauf des 19, Jahrhunderts jedoch zunehmend verflacht42. In direktem Zusammenspiel mit den romantischen Märchen- und Sagendichtungen widmet sich in den zwanziger Jahren des 19, Jahrhunderts erstmals auch die russische bildende Kunst volkstümlichen Themen, wenn sie dabei zunächst auch über- wiegend auf die Buch Illustration beschränkt bleibt und in ihren künstlerischen Mitteln stark von ausländischen Vorbildern abhängig ist. So findet etwa Aleksandr Puskins Märchendich- tung „Ruslan und Ljudmila“ schon 1820 ihren ersten Illustrator (L Ivanov)45; ähnliches gilt später für die Kunstmärchen Puskins, Zukovskijs, Ersovs und anderer Dichter dieser Zeit, deren nachhaltiger Erfolg sicherlich auch durch die bildliche Beglei- tung gesteigert wird44. Tn der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts schallt sich die bildende Kunst Rußlands mit den sog, „peredvizniki“ (Gemeinschaft von Wanderausslellungskünstlem; gegr. 1863) und ihrem Protest gegen die „akademische" Mal weise allmäh- lich eine eigene Sprache und erreicht mit den nachfolgenden modernen Strömungen der Jahrhundertwende schließlich europäischen Rang. In der gleichzeitig erfolgenden Rückbesin- nung auf die allrussische Kunst wird auch die volkstümliche Tradition neu bewertet; und durch die wechselseitige Verknüp- fung mit Dichtung, Musik, Theater und Ballett gewinnt die künstlerische Gestaltung russischer Märchen und Sagen zunehmend auch über die Buchillustration hinaus an Bedeu- tung. In dem Versuch, durch die Wiederbelebung der byzantinischen Monumentalmalerei einen neuen nationalen Stil zu schaffen, wenden sich in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts vor allem Viktor Vasneoov (1848-1926)45 und Michail Vrubel (1856-1910) in der Künstlerkolonie in Ab- rameevo bei Moskau46 volkstümlichen Erzählstoffen zu und schaffen mit ihren z.T großformatigen Bildern und Theaterde- korationen einen wichtigen Ausgangspunkt für die Märchen- und Sagendarstellungen der russischen Moderne, Gerade die modernen Strömungen der russischen Literatur und Kunst haben das Märchen und die Sage als „mythische Urbilder“ der „anderen“ (übersinnlichen) Welt, die sic der öden Wirklichkeit entgegenstellten, wiederentdeckt und in ihrer spezifischen Ästhetik neu gedeutet. Vor allem die um die neuromantische Literatur- und Kunstzeitschrift „Mir iskusstva“ (Welt der Kunst; 1899-1904) gruppierten Künstler brachten bedeutende Märchen- und Sagendarstellungen hervor und entwickelten in ihrem Streben nach einer „freien Kunst“ völlig neue Gestaltungsmittel und -möglichkeitem Aus diesem Kreis ging auch der wohl bekannteste russische Märchen- und Sagenillustrator Ivan Bilibin mit seinen dekorativen und ornamentalen Stilisierungen hervor47. Aber auch andere große Künstler der russischen Moderne wie Nikolaj Bartram, Boris Kustodiev, Sergej Maljutin, Geoigij Narbut, Nikolaj Rerich (Roericii), Boris Zvorykjn u.a,4R schufen zahlreiche Märchen- und Sagendarstellungen für das Buch, aber auch für Theater, Oper und Ballett. Häufige Gestaltung in der Kunst der Jahrhundertwende erfuhren die Märchen von Aleksandr Puskin, dessen hundertjähriges Jubiläum 1899 mir zahlreichen großartig gestalteten Buchausgaben und anderen diesem Anlaß gewidmeten Schöpfungen gefeiert wurde4^ Überhaupt greifen zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts volkstümliche und literarisch stilisierte Märchen und Sagen in der darstellerischen Verarbeitung durch die russische Kunst vermehrt ineinander, Auch nach den beiden Revolutionen von 1917 zeigen die verschiedenen Strömungen der russischen Kunst vielfaches Interesse für das Märchen und die Sage. Mit der allseitigen Ausbreitung der Buchkultur und der damit einhergehenden (zumindest postulierten) „Demokratisierung“ der Kunst und der vornehmlich ideologisch motivierten Aufwertung der Volks- kunst in der Sowjetunion erfuhr die Gestaltung volkstümlicher Erzählstoffe eine breite Entwicklung, die vor allem in der Graphik und Buchillustration sowie im Kunsthandwerk neue Schöpfungen hervorbrachte50. Das in den dreissiger Jahren 12
sowie weitere politisch erzwungene Eingriffe in den künst- lerischen Schaffensprozeß konnten die ausgeprägte Phantasie und den inneren Formenreichtum der russischen Märchen- und Sagenillustratoren nur äußerlich beeinflussen. 13
Anmerkungen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 14 „Ein Märchen ist bald erzählt, aber die Sache braucht ihre Zeit“; stereotype Zeitformel im russischen Zaubermärchen. Vgl. z.B. „Dva Ivana soldatskich syna“ (Die beiden Ivane, die Soldatcnsöhne) in Afanas’ev, A.N. (Hrsg.): Narodnye russkie skazki [Russische Volksmärchen]. Bd. I. Moskau 1985, S. 278-284, hier S. 280. Deutsche Sagen. Hrsg, von den Brüdern Grimm. Bd. 1. Berlin 1816, S. V-VI. Vgl. dazu Klöne, U.: Die Aufnahme des Märchens in der italienischen Kunstprosa von Straparola bis Basile. Marbui^ 1961; Robert, R.: Le Conte de fees liltcrairc en France de la fin du XVIIe ä la fin du XVIIIe siöcle. Nancy 1982; Walther. W.: Tausendundeine Nacht. Eine Einführung. München-Zürich 1987. Für Rußland siehe Kat. Nr. 22-24. Vgl. Croce, B.: Giambattista Basile e il Cunto de li cunti. In: ders., Saggi sulla letteratura italiana del seicento. Rom 21948, S. 1-118; Soriano, M.: Les Contes de Perrault. Culture savanle et traditions populaircs. Paris 1968; Abdel-Halim, M.: Antoine Galland, sa vie et son oeuvre. Paris 1964; Klotz, F.: Das europäische Kunstmärchen. Fünfundzwanzig Kapitel seiner Geschichte von der Renaissance bis zur Moderne. Stuttgart 1985, bes. S. 31 ff., 41 ff. u. 65IT. Vgl. u.a. Moser, H.: Volks- und Kunstdichtung in der Auffassung der Romantiker. In: Rheinisches Jahrbuch für Volkskunde 4, 1953, S. 69-89. Vgl. Kat. Nr. 36. Deutsche Sagen (wie Anm. 2), S. X. Vgl. zusammenfassend: Die Brüder Grimm. Dokumente ihres Lebens und Wirkens. Hrsg, von D. Hennig u. B. Lauer. Kassel 1985. Vgl. z.B. Karlinger, F.: Grundzüge einer Geschichte des Märchens im deutschen Sprachraum. Darmstadt 1983. Vgl. Kal. Nr. 1 u. 2. James, R.: Observalions sur le pays, les moeurs et coulumnes de Russie. Paris 1619. Collins. S.: The present state of Russia in a letter to a friend al London written by an eminent person rcsiding at the Great Tzars Court of Moscow for the space of nine years. London 1667 u. 1671; franz. u.d.T.: Relation curieuse de l'Etat present de la Russie. Paris 1679; vgl. dazu (mit den ins Russ. übersetzten Texten) auch Novikov, N.V (Hrsg.): Russkie skazki v rannich zapisjach i publikacijach XVI-XVIII veka (Russische Märchen in frühen Aufzeichnungen und Veröffentlichungen des 16. bis 18. Jh.]. Leningrad 1971, S. IOf., 40-47 u. 264f. Kat. Nr. 2 (S. 192-194); vgl. auch die zugehörigen Abbildungen S. 19 u. 20 (in diesem Kal.). Vgl. Aslachova, A.M.; Milrofanova, V.V.; Skripil’, M.O. (Hrsg.): Byliny v zapisjach i pcreskazach XV11-XVII1 vekov [Bylincn in Aufzeichnungen und Nacherzählungen des 17. bis 18. Jh.]. Moskau- Leningrad 1960, S. 7ff.; vgl. auch Novikov, N.V. (wie Anm. 12), S. 20K Vgl. Sytova, A.S. (Hrsg.): Lubok. Russische Volksbilderbogen (17. bis 19. Jahrhundert). Leningrad 1984. Vgl. Kat. Nr. 3-21. Vgl. Kat. Nr. 82-92 u. 111-121. Vgl. Kat. Nr. 22-24. Vgl. Kat. Nr. 23; Abb. S. 34. Vgl. Kal. Nr. 25-34. Textbeispielc aus handschriftlichen und gedruckten Sammlungen siehe bei Aslachova, A.M. u.a. (wie Anm. 14), Novikov, N.V. (wie Anm. 12); vgl. auch Pomeranceva, E.V.: Sud’by russkoj skazki [Schicksale des russischen Märchen]. Moskau 1965, S. 32-61; Azadovskij, M.K.: Istorija russkoj forkloristiki [Geschichte der russischen Volkskunde]. Bd. 1. Moskau 1958, S. 42-111. 21 Vgl. auch Kat. Nr. 35. Zur Abgrenzung volkstümlicher Erzählgat- tungen verwendet die russische Volkskunde u.a. die Begriffe „skazka“ (Märchen), „skazanie“ oder „predanie“ (Sage) und „bylina“ (Heldensage). 22 Vgl. u.a. Kat. Nr. 21; vgl. auch Puskarev, L.N.: Skazka o Eruslanc Lazarevice [Das Märchen von Eruslan Lazarevic]. Moskau 1980. 23 Derzavin, G.R.: Stichotvorenija. Moskau-Leningrad 1963, S. 82-91, hier S. 85. 24 Fonvizin, D.I.: Sobranie socinenij v dvuch tomach [Gesammelte Werke in zwei Bänden]. Moskau-Leningrad 1959, S. 105-177, hier S. 162. 25 Vgl. Novikov, N.V. (wie Anm. 12), S. Uff. 26 Vgl. Novikov, N.V: Russkie skazki v zapisjach i publikacijach pervoj poloviny XIX veka [Russische Märchen in Aufzeichnungen und Veröffentlichungen der ersten Hälfte des 19. Jh.|. Moskau- Leningrad 1961, S. 5ff.; Pomeranceva, E.V. (wie Anm. 20), S. 62ff. 27 Novikov, N.V. (wie Anm. 12), S. 13. 28 Vgl. Aksakov, S.T.: Detskie gody Bagrova-vnuka, sluzascie prodolzeniem semejnej chroniki [Kinderjahre des Bagrov-Enkels, als Fortsetzung der Familienchronik]. In: ders., Sobranie socinenij v pjali tomach [Gesammelte Werke in fünf Bänden]. Bd. 1. Moskau 1966, S. 261-554, hier S. 468-469 u. S. 555-575 (Alen’kij cvetocek. Skazka klucnicy Pelagei [Das purpurrote Blümchen. Ein Märchen der Beschließerin Pelageja]). Zu Puskin vgl. Kat. Nr. 44, 29 Karamzin, N.M.: Istorija gosudarstva rossijskogo. 12 Bde. St. Petersburg 1816-1829. 30 Vgl. u.a. Listikova, N.A. (Hrsg.): Russkaja lileratumaja skazka. Moskau 1989; in dl. Übers, sind russische Kunstmärchen u.a. zugänglich in den von L. Dcbüser hrsg. Anthologien: Zar Aggäus und andere. Phantastische Erzählungen, Kunstmärchen und Parabeln von Puschkin bis Gorki. Leipzig 1981; Russische Kunstmärchen von Gorki bis Schukschin. Berlin 1977. Vgl. auch Kat. Nr. 42-45. 31 Snegirev, I.M.: Russkaja narodnaja galereja ili luboenye kartinki [Russische Volksgalerie oder Bildenbogen). In: Oteceslvennye zapiski [Vaterländische Annalen) 12, 1822, Nr. 80, S. 85-96; vgl. auch Kal. Nr. 46. 32 Vgl. Kat. Nr. 35. 33 Vgl. Kal. Nr. 36-41; Levin, 1.: Das russische Grimmbild. In: Brüder Grimm Gedenken 1, 1963, S. 375-403. 34 Buslaev, EL: O prepodavanii otecestvennogo jazyka [Über den Unterriehl in der Muttersprache]. Moskau 1844; zil. nach Leitinger, D.: Die Wirkung von Jacob Grimm auf die Slaven, insbesondere auf die Russen. In: Brüder Grimm Gedenken 2, 1975, S. 66-130, hier S. 92. 35 Azadovskij, M.K.: Znacenie Geograficeskogo Obscestva v istorii russkoj forkloristiki [Die Bedeutung der Geographischen Gesell- schaft in der Geschichte der russischen Volkskunde]. In: Ocerki isiorii russkoj etnografii, forkloristiki i antropologii. Vyp. III. Moskau 1965, S. 5-17.
36 Vgl. auch Kat. Nr. 50-58. 37 Afanas’ev, A.N.: Russkic narodnye skazki [Russische Volksmär- chen!. Moskau 1985, S. 5. 38 Vgl. Kat. Nr. 50-51. > 39 Vgl. Pomeranccva, E.V. (wie Anm. 20), S. 106ff.; Azadovskij, M.K. (wie Anm. 20), Bd. 2, S. 85ff. 40 Vgl. dazu ausführlich Azadovskij, M.K. (wie Anm. 20), Bd. 2, S. 47ff.; ferner den Sammclband: Akademiceskie skoly v russkom literaturovedenii. Moskau 1975. 41 Vgl. Kat. Nr. 2 mit den Abb. S. 19 u. 20. 42 Vgl. Kat. Nr. 3-21, 82-92 u. 111-121. 43 Vgl. Sanina, N.F.: Skazka v tvorcestve russkich chudoznikov [Das Märchen im Schaffen russischer Künstler). Moskau 1969, S. I2f.; vgl. auch Kat. Nr. 43. 44 Vgl. Kat. Nr. 69ff. 45 Vgl. zuletzt Smolickij, V.G.: V.M. Vasnecov i fofklor |V.M. Vasnecov und die Volksdichtung und -kunstj. In: Viktor Michajlo- vic Vasnecov (1848-1926). Ausstellungskatalog (Staatl. TreCjakov- Galeric Moskau). Leningrad 1990, S. 52-66. 46 Vgl. auch Kat. Nr. 94. 47 Vgl. Katalog Nr. 102. 48 Vgl. dazu Beispiele in den Kat. Nr. 95ff. 49 Vgl. u.a. Kat. Nr. 94b, 95b, 97 u. 98. 50 Vgl. Kat. Nr. 122ff. 15

KATALOG BcepoccHMCKa« rocyAapcTBCHHaa öhöjihotgi MHoerpaHHOH nuTeparypbi WM. M.H. PyAOMMHO

I. Die russische Märchen- und Sagentradition bis zum Ende des 18. Jahrhunderts Frühe Zeugnisse 1. Sigismund Herberstein (1486-1566) Moscouia der Hauptstat in Reissen, durch Herrn Sigmunden Freyherm zu Herberstain, Neyperg vnd Guetenhag Obristen Erbcamrer vnd obristen Erbtruckhsessen in Kärntn, Römischer zu Hungern vnd Behaim Khü. May. etc. Rat, Camrer vnd Presidenten der Niderösterreichischen Camer zusamen getragen. Sambt der Moscouiter gepiet, vnd seiner anrainer beschreibung vnd anzaigung, in wen sy glaubens halb, mit vns nitgleichhellig. Wie die Potschafften oder Gesanten durch sy emphangen vnd gehalten werden, sambt zwayen vnderschidlichen Raisen in die Mosqua. Wien: Mit Rö, Khü. May. gnad vnd Privilegien Getruckht zu Wienn in Osteneich durch Michael Zimmermann in S. Anna Hoff. 1557. 6 unbez. Bll., 79 bez. Bll., 4 unbez. Bll. 4D [Angebunden: Von den Wunderbarlichen Wassern in Hungern Khurtzer bericht... Beschriben durch Georgen Wemher. Wien 1558. 13 Bll. u. 1 Karte.] Universitätsbibliothek Würzburg: G.f.18 1. Adam Olearius: Beschreibung der moskowifischen (...) Reise (Schleswig 1656), S. 20: Volkstümliche russische Tänzer und Musikanten (Kai. Nr. 2). 19
2. Adam Olearius: ttexchrribmg der moskmdtischen (...) Reise (Schleswig 1656), S. 192: Volkstümliches „Küntzgen- und Puppenspiel^ (Kat. Nr. 2). Sigismund Freiherr von Herbersiein hielt sich Etls kaiserlicher Gesandter 1517 und 1526, jedesmal für mehrere Monate, in Moskau auf. Sein Bericht über seine Reisen erschien zuerst 1549 (in Wien) und 1556 (in Basel) lateinisch u,d,T.: „Rcrum Moscoviticarum Commentarii“ und stellt die erste zusammen- fassende Beschreibung der Geographie, Geschichte, Sitten, Sprache, Religion und Regierungsform des moskowitischen Rußland, dar Neben der farbigen Landkarte auf den Bll. 3v und 4r (Abb, S, 132-133) enthält der Band auch eine Darstellung des Moskauer Kreml. 2. Adam Olearius (Oelschläger; 1599-1671) Vermehrte Newe Beschreibung Der Muscowitischen vnd Persischen Rcysc So durch gelegenheit einer Holsteinischen Gesand sch afft an den Russischen Zaar vnd König in Persien geschehen. Worinnen die gelegenheit derer Orter vnd Länder, durch welche die Reysc gangen, als Liffland, Rußland, Tartaricn, Meden vnd Persien, sampt dero Einwohner Natur, Leben, Sitten, Hauß-, Welt- und Geistlichen Stand mit fleiß auffgezeichnet, vnd mit vielen meist nach dem Leben gestcllcten Figuren gezieret, zu befinden. Welche zum andern mahl heraus gibt Adam Olearius Ascanius, der Fürstlichen Regierenden Herrschafft zu Schieß wig Holstein Bibliothccarius vnd Hoff- Mathematicus. Mit Röm. Kayseri, Mayest, Privitegio nicht nachzudrucken. Schleswig: Gedruckt in der FürstL Druckerey, durch Johan Holwein, im Jahr MDCLVI [1656]. 19 B1L, 778 S„ 17 Bll, (Register). 4Ö [Angebunden: Persianischer Rosenthal... von einem Sinreichen Poeten Schich Saadi in Persischer Sprach beschrieben. Jetzo aber von Adamo Oleario.,, in Hochdeutsche Sprache heraus gegeben. Schleswig 1654. 28 BH, 196 S., 15 Eil.] Universitätsbibliothek Marburg: Vic A 85# 20
Der Schriftsteller und Gelehrte Adam Olearius nahm im Auftrag des Herzogs Friedrich III. von Holstein-Gottorp 1633-1639 an zwei Handelsmissionen nach Rußland und Persien teil- Seine mit zahlreichen Kupferstichen illustrierte Reisebeschreibung (Erstdruck: Schleswig 1647) war lange Zeit die wichtigste Informationsquelle über das Moskowiterreich und enthält auch erste konkrete Informationen über die volkstümliche Kultur Rußlands (Abb. S. 19 u. 20). Schlüsseln und der edlen Königin Magilene; Volksbuch von der schönen Magelone in russ. Bearbeitung). Russ. Volksbilderbogen in Heftfomi, erste Hälfte 18. Jh., Kupferstich, 8 einseitig bedruckte Bll., jeweils mit Bild und Text in doppelter Umrahmungslinie, 17,7 x 14,5 (Blatt), 8,3 x 12 (Bild). Staatl. Hist Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik 39642 Volksbilderbogen (Lubki) 3. Die schöne Magelone in Rußland Unbekannter Verfasser/Kün stier: Povest’ o blagorodnoin knjaze Petre zlatych kljucach i o blagorodnoj korolevne Magilene (Erzählung von dem edlen Fürsten Feier mit den sieben 4, IP ja aus Murom und der Räuber Nachtigall Unbekannter Verfasser/Künstlei: Istorija o slavnom i o chrabrom bogatyre IPe Muromce i o solov’e razbojnike (Geschichte von dem berühmten und mutigen Helden IVja aus Murom und von dem Räuber Nachtigall). Russ. Volksbilderbogen in Heftform, erste Hälfte (?) 18. Jh., Kupferstich, 8 einseitig bedruckte, pag. B1L, jeweils mit Bild J. Erzählung van dem edlen Fürsten Peter mit den sieben Schlüsseln und der edlen Königin Magilene. Volksbilderbogen. Erste Hälfte 18. Jh. (Kat. Nr. 3). 21
und Text in doppelter Umrahmungslinie, 18,3 x 14,3 (Blatt), 9,3 X 12.3 (Bild). Staat). Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik 39658 ID4CH0 ÖldKOKOM CW/UJ £0Cyp/MdHCKi7? €ßO WdffihM ckow wfihgopwua ßuiu nupz uomfijiuiJ cßö ßnyjä^o« muh /KyD0Meu3 noex^ Korpa^yKieß^ npe/KOW^poron) oMtp fHrogd Koiopow C4/fOB€W paJfioHw/’xx poewo 30 40X /Hfiponym^Z HHKOHOBd HHUtÜlURd d HCOD WK/6/Mt HO .aoH3<s p<kboMH'iWMZ Mßw^rctaa ßwtf&o tnoac nyß« ifidznonpuwi ßor&ikjpcKic w nowwXz no^Xrf-fZx h npiGyd^ZHaK KCd ep*wtxi> Häterp/nw monytin KMiifoshi hRioh. )€K6 C^dpq^eHKC MCOHORtM pdJßOHHHKZ» ITOC/IWlUcMZ» Ctßfc ^owMHHy HßtWdfök KS/rikoe w we^onycK^p M/rtW/üpomu#?*** S^ÖZ’frlCK/GtMa CßOMzMZCßMOTO/WZ pd5ßOWH/9/41Z KpCflKO HOB ^wpckocap^ fMclpdUiW/iocÄ HHtAonycKdfl uye 7dioßc tacspfod/iZ rpoaiuvioßo h?toho Cßwwnö^/Hjo ^kypwge^z <ohz cnSlWKHWCfl npwcxd/t'z no^cd/f/oc thcw koiopoe chi , 710 H44£€Hdl^M4)MX£ MCOaOEewpdQ&oHWHkÄHdrHe'JAe (Äropyc^ro ßorQiwp^ k}^JsMc)d/i2>ßoB€CßcKW ^anxBiCd^jiE^iß^ocrMfeftH H/tua /qypbftat^ cH64f<RT2iCla 4. Ufa aus Murom und der Räuber Nachtigall. Volksbild- erbogen. Erste Hälfte (?) 18. Jh. (Kat. Nr. 4). Il’ja aus Murom ist der phantastische positive Hauptheld der russischen Bylinen- und Sagentradition und spielt - aus dem Bylinenvers in Volksprosa übertragen - auch im russischen Märchen eine wichtige Rolle. Die zahlreichen Sujets, von denen der Kampf mit dem auf einem Baum sitzenden Räuber Nachtigall am bekanntesten ist, haben zumeist geographische und historische Bezüge zum Kiewer Staat des Fürsten Vladimir. Ein konkretes Vorbild für diese Sagengestalt läßt sich jedoch nicht nachweisen. 5. Ivan Königssohn Unbekannter Verfasser/Künstler: Skaska [!] o Ivane Carevice, zar ptice i o serom volke predslavlena v licach figurach (Märchen von dem Königssohn Ivan, dem Feuervogel und dem grauen Wolf, dargestellt in Bildern). Russ. Volksbilderbogen in Heftform, 18. Jh. (?), Holzschnitt, 16 einseitig bedruckte, pag. Bll. (rückseitig z.T. beschr.) mit Bild und Text in doppelter Umrahmungslinie, 18,4 x 13,3 (Blatt), 5,6 x 12 (Bild). Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik 41806 6. Prochor und Boris, Foma und Erema Unbekannter Verfasser/Künstler: Prochor da Boris, Foma da Erema: a. Prochor da Boris possorilis’, podralis’; b. Fomuska muzykanl da Erema popljuchant (Prochor und Boris, Foma und Erema: a. Prochor und Boris stritten sich, schlugen sich; b. Fomuska der Musikant und Boris der Gaukler). Russ. Volksbilderbogen, 18. Jh., Holzschnitt, koloriert, 34,5 x 42,5 (Blatt), 27 x 35 (Bild). Staatl. Literatur-Museum Moskau: KP 44346 Die Gestalten auf diesem Bilderbogen sind ewige Pechvögel, deren Unternehmungen immer mit Mißgeschicken enden. Die sehr mannigfachen Geschichten über ihre Abenteuer werden noch bis in das 20. Jh. in der volkstümlichen Erzähltradition weiteigeführt. 7. Petrucha-Rotnase Unbekannter Künstler: Petrucha-Famos, muzykanl (Petrucha- Famos (Rotnase) der Musikant). Russ. Volksbilderbogen, Moskau, Ende 18. Jh., Kupferstich, koloriert, 44,5 x 35 (Blatt), 32 x 28 (Bild). Variante eines gleichartigen Holzschnittes des 18. Jh. Staatl. Literatur-Museum Moskau: KP 44373 Die Gestalt des Petrucha-Famos (Petrucha-Rotnase) gehl historisch auf den italienischen Geiger und Hofnarren Pietro Mira am Hof der Zarin Anna loannovna (1730-1740) zurück; im russischen Volksbilderbogen entwickelt sich diese Gestalt dann über den volkstümlichen Narren zur Gestalt des Petrucha oder Petruska des volkstümlichen russischen Puppentheaters. 8. Die drei Königstöchter Unbekannter Verfasser/Künstler: Skaska |!| o trech korolevnach rodnych sestrach (Märchen von den drei Königstöchtern und leiblichen Selm'extern). Russ. Volksbilderbogen in Heftform, Anf. 19. Jh., Kupferstich, 8 einseitig bedruckte, pag. Bll. mit Bild (koloriert) und Text in einfacher Einfassungslinie, 12,3 x 9 (Blatt), 4,2 x 7,1 (Bild). Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik 39625 22
9. Eudonius und Bertha in Rußland a. Unbekannter Künstler: Slavnyj rycar’ Evdon (Der ruhmreiche Ritter Evdon (Eudonius)). Russ. Volksbilderbogen, 18. Jh. (Kopie). Privatbesitz Marburg b. Unbekannter Künstler: Prekrasnaja Berfa (Die schöne Berfa (Bertha)). Russ. Volksbilderbogen, 18. Jh. (Kopie). Privatbesitz Marburg Die volkstümlich gestaltete Historie von Eudonius und Bertha fand in Rußland vor allem seit dem 18. Jahrhundert weiteste Verbreitung. Ideale Liebe bewegt die Helden dieses Abenteuerromans zu Heldentaten, wobei ihnen zahlreiche Zaubergestalten und Ungeheuer zur Seite stehen. Motive dieses Erzählstoffs fanden nachfolgend auch Eingang in die russische Märchen- und Sagentradition. Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus (Museum) Lenin- grad: Inv. 60418 (1,2 11. Dobrynja Nikitic Unbekannter Verfasser/Künstler: Skazska (!] polnaja o slavnom chrabrom i sil’nom bogatyre Dobryne Nikitece sluzivsem pri knjaze Vladimire (Vollständiges Märchen von dem berühmten, tapferen und starken Helden Dobrynja Nikitec [Nikitic] im Dienste des Fürsten Vladimir). Russ. Volksbilderbogen in Heftform, Anfang 19. Jh. (?), Kupferstich, 32 einseitig bedruckte, pag. Bll. mit Text und Bild in einfacher Umrahmung, 23,5 x 18 (Blatt). 6,6 x 15 (Bild). Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik 52093 12. Dummkopf Emel’ja mit der roten Mütze 10. Ivan Königssohn und seine Gemahlin Unbekannter Verfasser/Künstler: O sil’nom i chrabrom nepo- bedimom bogatyre Ivane Carevice i o prekrasnom ego supruge car’-device (Von dem starken und mutigen, unbesiegbaren Helden Ivan Königssohn und seiner schönen Gemahlin Königstochter). Russ. Volksbilderbogen, Anfang 19. Jh., Kupferstich, 2 Bogen mit je sechs Einzeldarstellungen (Text u. Bild), 46,2 x 57,4 (Bg. 1), 45 x 57,4 (Bg. 2). Unbekannter Verfasser/Künstler: Skazka o Emel'jane durake krasnom kolpake (Märchen von dem Dummkopf Emel1 ja mit der roten Mütze). Russ. Volksbiiderbogen, 1816, Lithographie, 1 BI. mit 8 Einzelbildern und darunterstehenden zweizeiligen Texten in einfachen Umrahmungslinien, 35,4 x 44,3 (Blatt), 24,8 x 36,9 (Darstellungen); Zensurdatum u.l.: „26. Juni 1816“; u.r.: „Lit. I.A. Golyseva v s. Mstere“. Staatl. Öffentl. Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: E Lis 570 k/4-s 421 (Otdel estampov) 5, Märchen von dem Helden Dobrynja Nikitic im Dienste des Fürsten Vladimir. Volksbilderbogen. Anfang (?) 19. Jh. (Kat. Nr. 11). 23
OlHJHO>WZ HJipUEfOM HtnOSEAUAtO/MK fiOTdUlhipE HKJHt HdptKME twnpt rtpdCHOh EFO (yn^Tt Udfb AfKilU fcuficouiz i'.dpimßt ßwfKLma rotyxdpimat ah«i SbMi u/pb oo jf/wAt nmowx u,jfb (siEot* cynpyrow Ad put* ähoto JCTTl’Z j,4(7nu< rityiAiua ny/nt npHyoxHAM onn KCrnu^iniM «dO Hd WH M04MHKA mj MIU0S2 0H3 AdpQBdAÄ HAIS A*niHJ|J<J (KQpO noc.it nioro qdpnqd qjpHA OBepuunud rnpc;» oßUKHOB(H/w b^a P0A>Ud AONb nptxpdiHjhj KOmOty* AywOK) spt/arcAi ** P® XMAd OHd <4lc 0a>7 AOU hQUHjpdA KpukOWOlO IßOllO ropd^C Optt®9®4? <o tanpy kßo%c no^Aiy «Hd^ßuiM (t ^eQaok cm >ki npupxcHbiA ipptBHbi Bocnnni.iribi hJkhki (0BUam«8 npuimjuiutf HnOr^j BOauim a <npd und nonAniH<iinAdin<j.'.jj «Idina <ia cu/npj r.onoMfHjujinowy roxy (00 KZlKKOt BpMlA 710 W 4 W 0M( X^fKHblA CdAb» PpATTb (SllCHMM KAhiOMKJAiH MAUAiyuiHjHM nryiA.«* ma.MO 4oap0£ Bpi.w* <40 SACK* noxHAMCA nptBUHXOrt Kiiypa Myweca ociwjj UdptBCHZ N/r.u^a iyz kam» lUtKZ lllMAJUICia HAH»WK»i «Cn/ÜWßiiWa noßtAdHK M3 qjpuyf Adpw MC (H my ropuyio M'M4b qjpUhd ^dptA Itfirib HQ/Mtpdd (DldhCW TöprttH' BfALMüvHld HBOC R CHI 4IX Ippit dpA^A**’ ht-HtHIU lA EbM'A (T'<d3<H^ OWdHOMä (Ajfld« UiOFAJ U-lfb U/P' 4111 KjMdxz KrtiKb KAHhuiHh h^io AOxtpfn tio iKi^ptnra mo norc oh^jcots Jd4iy»ä 0A«y ubom/3 AO’iepfw Koiwopy* no ?.tActms o^hako Hdxmo mjnoii MKbKKddCdia nocxe rocro ^p.«AAH lOBHpdAS 5C4/B0E3 KJ Hi!>3 <PpdU«HBJda «.Boh/k homou unipiHjHta ornzmo^e 4M0 n goto ah irno h u n u H<K»XdZW 17t, qapCBHd AjrMd Kd/OxHAHCl MJOdKA | Hjp-Ä u>pM4kH AOAfOt Dpt UA 04OW tf>A* iBOMJB HIH j PO^MOKß MdldnÄ Huhn npoAHHlb Sora MIDoOZ (Jn3 AdpOJSdAX : iAty npunnopuuiw <r<? 4«iwmt w in Opa sw noCMtpmi fi’O ocndAGra ZMCda^Hllhd M3 iipV^d.IZ Qt.tKhllA Kttll 4p|l ♦ /MMAGcfflblHM Bt/bUttA MDCq4pKBd«i3 H II041 Ondl Hl t»l pA 4<ü H^OTÄ yubllü M rro moahirb^ XdpoBdxi kMj ib<ud npthfdindro tt’ioujy nomopdro rtd^MBd/iM HßdMO nAGinopod poinufflfc HtnoroAd/MZ dnoxaCa^iB (H^az m hZ nibfnusnoe mumo Hdondp« ri<orx<i np»uMH kOütfut Huia <bo dtnid nooR)iH/iiK (pdjhbidia iipuHdpcmBy n npüZ<Ad3d RBdhB UjdptHHMh «iino (Cffio yntro ctirnpui pe ämwa isomopbiA Giiaum* npoHd-iu hb^a).«üdS riponnn^i yoni'bUd csotTo H/Mdbiepn Mironx t/aiiic BxdriHbiA rmyAdpcrnj B d .’npOöt X diHh O’kiB^Hbiya ,kAjH0».pGKHbi>2 CUHpd/X (ßCrf/2 j nr.?wtu«4Ä KLRCf.H/ pOAhrn</tio n 1»urteilkaGä ^or'(*ur m (ni a n ä I npoiHintA rnjop1 ifidBÄ jnuocmHBtMüiiM rotjA«1?»' rijnw^A1 npxuus kbjmä Htiu*ps5 n MpOBdm c. 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Von dem starken und mutigen, unbesiegbaren Helden Volksbilderbogen. Anfang 19. Jh. (Kat. Nr. 10). Ivan Königssohn und seiner schönen Gemahlin Königstochter. 24
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Von dem starken und mutigen, unbesiegbaren Helden Ivan Königssohn und seiner schönen Gemahlin Königstochter. Volksbilderbogen. Anfang 19. Jh. (Kal. Nr. 10). 26
13. Dummkopf Emel’ja 15. Königssohn Ivan und seine Gemahlin Unbekannter Verfasser/Künstler: Skaska |!J o Emel’jane Duracke (Märchen von dem Dummkopf Emel'ja). Russ. Volksbilderbogen in Heftform, 1819. Kupferstich, 16 einseitig bedruckte, pag. Bll. mit Bild und Text in einfacher Umrahmungslinie, 18,6 x 14,4 (Blatt), 5,6 x 12,4 (Bild). Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik 63070 OHTl KTEEE ORESTE TO OOM EFO nOfÄ MW AAMtTTL JIMCk CTLTTh CTjpOCTd yjWfc HTO OHÄ np’tfJdAÄ Ö KOpOAA npHH&tytfHfc HMAfc EFO nOdtfllldTCA MCK#nHB& BCE TO nOJKdAJÄ A^PAKd KdKR E/WEAA CKd^dAR HTO E^ET.R TO 4DM W* CA EFO Q^WpT) CBEAMKOK) pOAOCTHVO UHddptfrOH AEHh. npWlll&tt ^pdKfl to MHdMdA'Ä ero CTdpocTd noMTh MHdnOMaa ero tukx HTO E AI MA A£kÄ CtldThPßHULpÄ BMAA HTO OHZCOMTR RT0T3 HdCR CRAjrfAX WnpWKdptüa nOAdTh KHRMTKtf WMKZ nOAdAtfkl BMTKtf MnÖKEcaero RropöTZ ukcikz noAZE/dxz ohä hzropoAtf TO npKtCB €ro npAAiO KOAKOpEUX /UUHWCTpbl 4OAOMMAH KOpOAK) onput# TOTO OAW^PU MKdKZ CKOpO KOpOAh 1/CAMUldAÄ TW H€/ME4A€H0 npMKd?dAZ nfUHECTh ROAUl^rO ROMK2/ WHTORR H4 EHThJ K_hUH MUEpHfaJA DE^HU HTO TOTE HdC3 ME HU40 JAE ZdHQ MnpHHECCHd EbMd OHdA ROHKd KEKDpO/IK) UKOpdb EUäAHTÖ MOrOTOEO npMKdjidAE UOCdAMTh KT# EOHKtf CKOH) AOHE Ujtf PdKd WKEAEAR UjCZ JdDHDAHTb MKdKR M/2L nOCdAWdH BZ ROM Ktf HJdLnO/IMAM TO HOpOAh Hp MEERE ME REdEdR IltfCTHThTJ RCHxtf RZ/MOfE imocro npuKd?d>inK) HU4E4HH0 n^CTUTH Kopoib BOJP<£TRjICdI KCKOpe BTOpOTE tlKOHKd noljlEHHdA nO/WOpK) U 1UMJH HEtKOAKO HdCOHZ HAVpdRÄ REE TO CfTdAÄ dKdK'Anp OR&VUCA WRM4A HTO TUI HO TO CnpiUßdAZ Cd/UÄ ytEHA W A WED A^AtdA’R HTO OHR 0AUH2. HOnphJHltfCd £4<tf rOROpUd Thl M1UA REOHKt AdUA CTOROIO HOCdMEHd dTH KTO CnpDCÜR AXpdKR A KOpOAEKCKdÄ AQHh- OTREMdAd OHd UftOtKd/Id C,U# Unbekannter Verfasser/Künstler: O sil’nom i chrabrom nepo- bedimom bogatyre Ivane carevice i o prekrasnom ego supruge car’ device (Von dem starken und mutigen, unbesiegbaren Helden Ivan Königssohn und seiner schönen Gemahlin Königstochter). Russ. Volksbilderbogcn in Heftform, ca. 1820/1830. Kupfer- stich. 12 einseitig bedruckte Bll. mit Bild und Text in einfacher Umrahmungslinie. 18,4 x 13,5 (Blau), 6,2 x 12.5 (Bild). Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik 63073 16. Der goldene Kummer Unbekannter Verfasser/Künstler: Skaska |!) o zolotoj Gore (Märchen vom goldenen Kummer). Russ. Volksbilderbogen in Heftform, 1823, Kupferstich, 12 einseitig bedruckte Bll. mit Bild und Text in einfacher Umrahmungslinie, 20,3 x 13.8 (Blatt), 6,3 x 10,2 (Bild). Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik 39631 17. Nase und Frost Unbekannter Verfasser/Künstler: Pochozdenija o Nose i o slavnom Moroze (Die Abenteuer von Nase und dem berühmten Frost). Russ. Volksbilderbogen, um 1830/40 (nach einer frühen Variante aus dem 18. Jh.), Kupferstich, koloriert, 35 x 44,5 (Blatt). 30 x 34,5 (Bild). Staatl. Literatur-Museum Moskau: KP 44683/2 Der Bilderbogen ist eine spöttische Darstellung von Prahlerei und Trunksucht. 7. Märchen von dem Dummkopf Emel'ja. Volksbilderbogen 1819 (Kat. Nr. 13). 14. Königssohn Stark und Ivaska Weißhemd Unbekannter Verfasser/Künstler: Skaska [!| o Sile carevice i o Ivaske beloj rubaske (Märchen von dem Königssohn Stark und von Ivaska Weißhemd). Russ. Volksbilderbogcn in Heftform, 1819, Kupferstich, 9 einseitig bedruckte, pag. BIL, mit Bild und Text in einfacher Umrahmungslinie, 19 x 15,6 (Blatt), 6,1 x 13,1 (Bild). Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik 63072 18. Semjakas Urtciisspruch Unbekannter Verfasser/Künstler: (Semjakin sud). V nekotorych polestinach dva brata zivase (Der Urteilsspruch des Semjaka. Es lebten einmal zwei Brüder). Russ. Volksbilderbogcn, 1839 (nach einer Variante aus der zweiten Hälfte des 18. Jh.), Kupferstich, aquarelliert, I Bl. mit zwölf Bildern in doppelter Umrahmungslinie, 36,2 x 58,6 (Blau). Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus (Museum) Lenin- grad: Inv. 78207 Dieses sowohl im Orient als auch in Europa weit verbreitete Märchen handelt von der List und Klugheit eines Armen und Unterlegenen und von der Bestechlichkeit eines Richters. 27
7 .'"HfMOTcf’tL.'xa nO4£CT//MJ.XZ> X6<x luPATa MußAu/C tAHKb 6or^rtun - |d.APJTn y6arn,npHiA,(y(>orn Spa '3 11 SorAToMy zoibaah npor^Th 'dM'Aia 5uj tA<y Saccz no4Poßa 6or<ATtu*f£ AMf fA,y >.oiüi4ä _y6orKzK6 hama ixozzy Id nPO*j;.A'rb SoPATldzWC ßoßwf •O.AOfld Hd(Jp4TA W£,4<M£ XOMy TO. . _______ noTOAd b npuAt MysKunb noAtAeyc hußHTHy ßyßHßCTßt AMMfHÜ/l IHd 'id,6iTt) WAoFyfioruMC ßbiHAßiTo ! pK€ rtdztfHö inoiva 3d cydbE no3d4H Aty.^Hrid CyAbA^f MdA APyTOi CTO pyoACüZ ddf' oAP/raTo ÄfAA inpitid. '3ddi M.yA:nny Sj4dTa yCcr'U//K£ny noTtxÄ mcct3 notidynCH PooCtinA i-j(4£/'d£‘'’’/Ttu BTE noptu Ü0J.MH nct • • Hl j»tny icp'fiiHrtoM'b HA iaxa yGothic Spatz yjubiCAn ccbc wo ÄPOßHH nPnB(SATb AOIüAAH 3dßO ctz . tnocxd za ß/uca no^Poßd. . »HdffKa ßo32 BEZHK2 MWKOCHM AfO.^£T2 JOU/d^M ßECTW inPHiXd/1 M04sopycßocMy iüjßoPM/ia ßo- pota jno^aopoTHiö ßtdCTdßWTb.J1OU/4r4trlK£ SpOCHAlC •JPC33 noABOPOTHK) IOTOPBAAA — \yct£A JcBoCTZ .___________________ npptiÄt chz oGorrjuc EuTb hcao ~ KaftoJdÄA BMXa CÖyA £00 4ot>M£ pth inoAdAf. HtAoSiiTHy ha/ Bbroßd yHQru/fft ßUJNyßz totz MC K.AM£Ht> ItldMCTZ £Mb€ cyAbAME ^AA CTO PyßACBZjlAe 'oXeza HIPHltAjdAZ IHy CTATb HdMOCTy ATtu yßorw cT4Hb no^AXO [CTo^iTh/ CH2> TdtfomAj CKO'JH CMOly I HdyEOPoBA I Jd4d. OW eao AOCMEpTil. Gpat^^e oCorw fifordTuny npwfio 4E AOUlA^b ßt.VBOCTA ßordTb/XU - ßn,4£ Aoujd-Ab ScsyaocTA uenpiHA yncroaouja^h inov-.^e Hdyßurcßi GhtHUCAOMZ nuitAiAH£ £J'4l>6 ~ yßorn ßG4d.d wto hphluaa tao.S/^fTa noucßo nocuAHd yro AOBd AdBHÖ CAfCHtHÖ MI71O XO>« HOId. 4dTb 6/4£Ta H£U£ßd.nOl t A( BZi AtA'b 6pdTd CSoero . npnidcy6orH €patz k'f>ordTo/<y nocyACticnoAdy ppHtiA3y Aomadb npoui&Tb G£3Xa0CTAn0MCTyHE(> ßhJP0CT£T2> AffoCTS GQrc\TtuMl HCßOZXOTZAOUiaAH 4ath4A4£ — CMyÄCHCPZ HATb Py54£ß34x TPh W£T5£PT.H ÄZCBa XAKOSy AAnriytO inonnpHCA CHH Mh. ~ ß bWHO . 8. Der Urteilsspruch des Semjaka. Volksbilderbogen (nach einer Vorlage aus dem 18. Jh.). 1839 (Kal. Nr. 18). 28
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jJponpcMy^cTiMöJio^ fromo xin KQHiia1 l'.n .mw n ,tot m AA^mwctuw illTl’uCt vHtAJa rptlUXl JbiificafiiciMjai« ÜTiCBociyiepHAHüicxJIhl M^iiwiniijppy huGjuwn jiSom^ (wj cmiuii tvi»• । JtpBftlilpcmuttHiptw Jtxiujy. C.iüBoMiuapcxMMinDBtnK mifiiLiyeTiniijjap/ jtxnapy. UpdyMHHUilÜM wa 3B ma tahira ta Mi ' nepaHawton ItnjawToBaMjii ’tarpeTtfroAiffim AoepTaMipm tauinoMiTtiiliÄiJtn hcJliiMiroiMiptfä BewmciltaiK. [pinfla^iwiwiW kpBHiKo|lWWlWirB )iwrasoMÄöi«iTm pWMMOJM; ftfllMH BCJOÄY im, faMWMJIM te m ptowcH, laxe hum nut npHuiJioa 1 taa wjoferoniwi infJaKycm, 10. Abenieuer von sieben ver- ivegenen Brüdern. Volksbilderbogen. Mslcra 1865 (Kol. Nr. 20). MW ßW.UT<iTCl.UM«W _____,._Jir..- Hwpwhi«»»xpm mpnpwKKd. Hm^hvHeMasaa. ü CCMM £pWMP0ÄHbJXB W®1 Ln xajtn «a mMft Amwtci w nwcKY Z tvixupT’b l[ap& o?e^, ffim x« ijipi cmxx Mr»{twjfcN: taumnom äTOMöümHbiHKOTi. Tmfopii&Mwm ftiMmiacxm fauteKTocumcTü- hilfnaTiiinipcwünnpms, MmTiwnpocMJiB Bl He! TOJIbKO «BW4. tallrHrnpowjUil, AciHHMiBirtcThHapiii^ 3ajUH*b n»pi hlHp. C6W* jewm jho$ vecTHük, bjiw lüwtwanoBcjiMucp M nöjo wita) w poÄMMhiM'h bept knmpMB.i '.uih rm. !lipycuiimewMi.iH, Xm^iwipoiiHXiwW ___________________MOTaHtMnpifa/ UlHTorp.rojibiuieaa P'bC-^GTept t 32
Orientalische und westeuropäische Märchensammhingen in Rußland 22. Tausend und eine Nacht Tysjaca i odna noc’. Skazki arabskie, perevedeny s francuzsko- go jazyka Alekseem Filat’evym (Tausend und eine Nacht. Arabische Märchen, aus dem Französischen übersetzt von Aleksej Filat’ev). 12 Bde. Moskau: Pecatany pri Imperatorskom Moskovskom universitete, 1763-1774. 216, 264, 263, 242, 262, 370, 263, 222, 252, 252, 228, 263 S. 8° Ausgestellt: Bd. 7 u. 8 Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 17.129.5.71(1.2 Der Übersetzer der ersten russischen Gesamtausgabe der „Tausend und eine Nacht“ ist auf den Titelblättern der Bände 3-6 vermerkt; eine zweite und dritte Auflage dieser Übersetzung in den Jahren 1768-1789 läßt sich nicht in allen Bänden nachweisen. Noch im 18. Jahrhundert erschienen jedoch in Rußland eine neue Übersetzung dieser Märchen von E. Leminarskij (12 Bde. Moskau 1796-1798) sowie auch die Fortsetzungen der „Tausend und eine Nacht“ von D. Chavis und J. Casotte (Bd. 13-20. Moskau 1795; dass. Smolensk 1796). 23. Charles Perrault (1628-1703) Skaski [!] o volsebnicach s nravoucenijami perevedeny s francuzskogo (L’vom Voinovym) (Märchen von Zauberinnen mit moralischen Belehrungen, übersetzt von Lev Voinov). TblCII'IA^^^/ u 04 HA HOlIb. C K A 3 K II APABCKia, nepe «eAeHN Cb ARIjy 3CK AFO J13bIKA TO M1) CE4bM0Ü. Ileyaniatiki npw llMnepamopcxoMl) Ma- ckobckomT) yiiHBepeiim.mß 1768. ro^a. CKACKA I. 0 ÄfcBOqKi Bb KPACHEIIbKOÖ UIAIIO^K^ ^j^HtKorAa tb AepcBui KpecmMHCKaj? a1>- vMCJl bohr* jkhjiA , Komopau maKb npuro- ?ua 6biiia , nrno ptAtco eü noACöityto JcpaeaBBtjy BWAbtBa.iH. Mairn» o*teH6 cn w- 6nita, a 6a5yniKa enje h Co.tbuie . ITocaIA" hau eü KpacHCHbKyw uianowKy cuihju , ko- Jnopaa eü inaKb npHcmaaa , ?mo omb nioro ex BC3A$ npO3B34H A^BO'IKOIO b!) KpaCHCHbKOÄ inauo’iKS. //. Erste russische Übersetzung der „Tausend und eine Nacht“. Titelblatt des siebten Bandes. Moskau 1768 (Kat. Nr. 22). 12. Erste russische Übersetzung der Märchen von Charles Perrault (Moskau 1768): Textbeginn von „Rotkäppchen“ (Kal. Nr. 23). 34
Moskau: Pecatany pri Imperatorskoni Moskovskom Universitete 1768 goda, 140 S. 2 Bll. 8° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik 2137 Diese erste russische Ausgabe enthält alle acht Märchentexte der französischen Erstausgabe von 1697, vermehrt um einen weiteren Text (Die kluge Prinzessin) von MJ. L’Heritier de Villandon, und ist Natalija L’vovna Naryskina, der Tochter des Kaiserlichen Stallmeisters und Kammerherni Lev Aleksandrovic Naryskin, gewidmet. Weitere russische Ausgaben erschienen im 18. Jahrhundert 1781 in St. Petersburg und (zweisprachig) 1795 in Moskau. 24. Tausend und ein Tag Tysjaca i odin den’, persidskie skazki, perevedennye s persidskogo na francnzskij jazyk g. Petis de la Knia, a s francuzskogo na rossijskij socinitelem Sl(avenskich) Dr(evnostej M.I. Popovym) (Tausend und ein Tag. Persische Märchen, aus dem Persischen ins Französiche übersetzt von Petis de La Croix, und vom Französischen ins Russische vom Verfasser der Slawischen Altertümer M.l.Popovf 4 Teile in 2 Bden. St. Petersburg: Pecatano izdiveniem knigoprodavca K.V. Millera, 1778-1779. 248, 260, 268, 272 S. 8’ Staat!. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik Neben dieser Sammlung der „Tausend und ein Tag“ waren schon sehr früh auch die literarischen Imitationen „tatarischer** Märchen der „Tausend und eine Viertelstunde“ von Thomas- Simon Gueulette in Rußland verbreitet, die von 1765 an mehrfach in russischer Übersetzung erschienen. t 6 fl i O poecittcKa» y HHBjepca JbHaa TPAMATMKaJ 7 RAH BCEOBIgEE IMCM0CA0B1E, Jcrtaüniiö cnoCoeh ocirriaainc^bHaro yicul^ Bit pyCK0My 3M»Ky tü> ctrxuöo fipHCOBOKynÄe- HlJiMH paÖÜMXb peöHblXh H nQACSHO- ____________aafiasHbix!» Bcigcu. ^Clericus es} legito hcec, Laieus I Jcgitjq isfa ^libentet. Crede mihi 4 invenies, hiQ qimd uter- qüe VOleg, H3MH0 bo rPAji cßxr/ro etetpä 20,4a. 13. N.G. Kurganow: Russische Universalgrammatik volks- tümlichen Erzähltexten). Titelblatt. St. Petersburg 1769 (Kat. Nr. 25). Erste russische Sammlungen 25* Nikolaj Gavrilovic Kurganov (1726-1796; anonym) Rossijskaja universaTnaja grammatika, ili vseobscee pismoslo- vie> Predlagajuscee legcajsij sposob osnovateTnogo ucenija russkomu jazyku s sedm’ju prisovokuplenijami raznych ucebnych i pcleznozabavnych vescej (Russische Universal- grammatik, oder allgemeine Schrifikunde, die auf einfache Art und Hfcöe ein grundlegendes Studium der russischen Sprache bietet mit sieben Zusätzen verschiedener lehrreicher und nützlich unterhaltender Dinge). St, Petersburg: Izdano vo grade svjatogo Petra 1769 goda, 3 B1L, 424 S. 8* Staatl, Hist, Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik 34816 Das bis 1796 sechsfach aufgelegte Werk (eine elfte Auflage erschien 1837) enthält auf den Seiten 126-184 kurze als Beispiele dienende Erzähltexte („Kratkie zamyslovatie pove- sti"\ unter denen sich auch Märchen und andere Texte in Volksprosa befinden* Dabei handelt es sich sowohl um Übersetzungen und Bearbeitungen nichtrussischer (zumeist westeuropäischer) Stoffe als auch um aus der heimischen Erzähltradition geschöpfte Geschichten und Anekdoten, Kurga- nov steht damit am Beginn der literarischen Volkskunde in Rußland, 35
26. Sergej Vasil’evic Drukovcov (1731-1786) 27. Sergej Vasil’evic Drukovcov (1731-1786) Babuskiny skazki (Großmütterchens Märchen). Moskau: Pecatany pri Imperatorskom Moskovskom Universitete 1778 goda. 1 BL, 43 S. 8° Staatliche öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 18.232.2.233 14. SV. Drukovcov: Großmütterchens Märchen. Titelblatt. Moskau 1778 (Kat. Nr. 26). Dieses 1781 erneut aufgelegte Bändchen enthält insgesamt 31 Erzähltexte (zumeist Anekdoten und Schwänke mit moralisch- belehrender Zielrichtung, weniger Märchen), die - der Vorrede nach - „aus alten Papieren“ stammen (S. 4). Sava nocnaja ptica, povestvujuscaja russkie skazki, iz bylej sostavlennye, Gospodinom Statskim Sovetnikom, i Vol’nogo Sanktpeterburgskogo Ekonomiceskogo Obscestva clenom, Sergiem Vasil’evicem Drukovcovym (Der Nachtvogel Eule, der russische Märchen erzählt, aus wahren Geschichten zusammengestellt von dem Herrn Staatsrat und Mitglied der freien St. Petersbruger Ökonomischen Gesellschaft...). St. Petersburg: Pecatana v Sanktpeterbuige, Pervym tisneniem, 1779 goda. 2 BIL, 58 S. 8° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik 5881 Die zweite Sammlung Drukovcovs, von der eine zweite Auflage 1781 in Moskau erschien, deutet eher auf mündliche Quellen hin. „Am Tage schlief die Eule, in der Nacht flog sie umher (...), sie erzählte, wo sie etwas gesehen und von wem sie etwas gehört hatte“, - so kommentiert der Herausgeber bildlich seine Texte. 28. Vasilij Alekseevic Levsin (1746-1826; anonym) Ruskie [I] skazki, soderzascie Drevnejsie Povestvovanija o slavnych Bogatyrjach, Skazki narodnye, i procie ostavsiesja crez pereskazyvanie v pamjati Prikljucenija (Russische Märchen, enthaltend die Alten Erzählungen von berühmten Helden, Volksmärchen und andere durch mündliche Erzählung im Gedächtnis gebliebene Abenteuer). 10 Bände. Moskau: V Universitetskoj Tipografii u N. Novikova, 1780-1783. 248, 255, 195, 159, 304, 286, 278, 230, 331, 351 S. 8° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik 14863 u. Oik 35614; Oik 9130, 35609, 35615-35619, 35607 Die umfangreiche Sammlung Levsins wurde wiederholt auf- gelegt und ist neben den äußerst seltenen „Russkie skazki“ (Russische Märchen) von P. Timofeev (Moskau 1787) eine der wichtigsten frühen Quellen für die Geschichte der russischen Märchentradition, aus der noch zahlreiche Sammler des 19. Jahrhunderts geschöpft haben. Levsin unterzog die von ihm gesammelten Texte zumeist einer starken literarischen Bearbei- tung, echte Volksmärchen und Volkssagen sind bei ihm daher eher die Ausnahme (vgl. u.a. Bd. 2, S. 2-53). Von demselben Verfasser stammt auch die Sammlung „Vecemye easy ili Drevnie skazki slavjan drevljanskich“ (Abendstunden oder alte Märchen der slawischen Drewljanen. 6 Teile. Moskau 1787- 1788). 29. Michail Dmitrievic Culkov (um 1743-1792) Peresmesnik, ili slavenskie skazki (Der Spötter, oder Slawische Märchen). 4 Teile. Moskau 1783-1784. 5 BIL, 224 S.; 166 S.; 2 Bll. 215 S.; 230 S. 8° Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 18.257.3.3 36
Die erste Ausgabe dieser erfolgreichen Sammlung von Romanen, Erzählungen und Märchen erschien 1766-1768 in St. Pclersbuig, eine dritte Auflage in 5 Teilen folgte noch 1789. Auch für Culkov ist eine starke Bearbeitung seiner Texte und die Vermischung mit rein literarischen Elementen charakteri- stisch. PyCKIfl CKA3KI1 30. Arznei gegen Melancholie Unbekannter Verfasser/Herausgeber: Lekarstvo ot zadumcivosti i bessonnicy ili nastojascie russkie skazki (Arznei gegen Melancholie und Schlaflosigkeit oder echte russische Mär- chen). St. Petersbuig: Pecatano s dozvolenija ukaznogo u G. Vil'kovskogo i Galcenkova. 1786. 1 BI., 246 S. 8° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik 9512 Diese wiederholt aufgelegte anonyme Sammlung (weitere Ausgaben erschienen 1791, 1793, 1815, 1819, 1830 u. 1839) enthält sehr bekannte russische Zaubennärchen (etwa von Eruslan Lazarevic, von Ivan Königssohn, von den sieben Simeonen, von Königssohn Stark und Ivaska Weißhemd u.a.). Da diese Märchen zugleich auch als Einzelhefte im Umlauf waren, gibt es (mit einer Ausnahme) für jeden Text ein eigenes Titelblatt. IIoB'fccrnBOBäHiH o casb« Rbix"b boramwpflx’b , Ckh3kh Hapo^- HbiH, n npoMifl ocmaBtiHHcn MpeaL nepecKasbiBanie bL nawjimM npHKAWMeHUi. HACTb HEPBAJL 31. Großväterchens Spaziergänge Unbekannter Verfasser/Herausgeber: Deduskiny progulki ili prodolzenie nastojascich russkich skazok (Großväterchens Spaziergänge oder Fortsetzung echter russischer Märchen). St. Petersbutg: Pecatano s dozvolenija ukaznogo u G. Vil’kovskogo i Galcenkova, 1786. 2 Bll., 256 S. 8° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik 36517 Die 1819 erneut aufgelegte Sammlung enthält weitere zehn (zumeist literarisch stilisiserte) Märchentexte, darunter das ..Märchen von Ivan Königssohn, dem Feuervogel und dem grauen Wolf*. Bb MOCKB-6, BL yHHBepcumemCKOM Tnnorpa$iH y H. HoBUKosa > 1780 ro^a. 15. VA Levsin: Russische Märchen. Titelblatt des ersten Bandes. Moskau 1780 (Kat. Nr. 28). 32. Großvater Lustig Unbekannter Verfasser/Herausgeber: Staricok vesel’cak rasska- zyvajuscij davnic Moskovskie byli (Großvater Lustig erzählt alte Moskauer Geschichten). St. Petersbuig 1790. 70 S. 8° Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 18.149.2.123 Rus.f. Die meisten dieser „Geschichten“ waren im Volk als Bilder- bogen im Umlauf. Eine weitere Ausgabe erschien 1792 in Moskau. 33. Evgraf Chomjakov Zabavnyj rasskascik, povestvujuscij raznye istorii, skazki i veselye povesti. Socinenija odnogo rossijanina (Der lustige Erzähler, der verschiedene Geschichten, Märchen und Erzäh- lungen erzählt. Werke eines Russen). 2 Teile. Moskau: Pecatano v vol’noj tipografii u A. Resetnikova 1791 goda. 4 Bll., 172 S., 2 Bll.; 2 Bll., 272 S. 8° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik 15794 Der erste Band dieses Werkes erschien zuerst 1790 u.d.T. „Zabavnyj rasskascik, ili Vydumannye nebylicy“ (Der Lustige 37
41 tU 3AI5ABHMH J $PA3CKAIUIIK’B,S noß'ficTByioijjin PaZHbiA xcmopfri , ckumk h eeceAbiR Hosiern*. UACTb I! EpBAH. 11! M 0 C K B A , ITeuanraHO uT> boafhoh THUorparpiH y A. PfmeniirHKOBi I79( rtja. CO 4 II HÖH IC OrfHOTO POCCITIHBHA. 16. Evgraf Chomjakov: Der lustige Erzähler. Titelblatt des ersten Bandes. Moskau 1791 (Kat. Nr. 33). manns Ivan Ivanov). 3 Teile. Moskau: V Tipografti A. Resetnikova, [1794]-1795. 3 Bll., 110 S. 32 S„ 32 S. 31 S. 32 S„ 32 S. 47 S. (I); 2 Bll., 96 S., 31 S„ 32 S., 32 S„ 32 S„ 32 S. (II); 2 Bll., 47, 32, 48, 48, 48, 31, 16 S. 8° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik 11656 u. 11657 (T. 1 u. 2) Die Sammlung enthält insgesamt 42 Texte aus den verschie- densten Gattungen der Volksprosa, die 19 einzelnen Titelblättern zugeordnet sind (Diese Teile der Sammlung wurden zuerst als wohlfeile Einzelhefte verkauft). Neben den bekanntesten Zaubermärchen enthält die Sammlung auch novellenhafte Märchen sowie Tiermärchen. Die einzelnen Texte erscheinen überwiegend literarisch stilisiert. 35. Die Sammlung des Kirsa Danilov Andrej Fedorovic Jakubovic (Hrsg.; ungenannt): [Kirsa Dani- lov | Drevnic ruskie [!] stichotvorenija (Alte russische Gedichte). Moskau: V Tipografii S. Selivanovskogo, 1804. 4 Bll., 324 S. 1 Bl. 8° Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 18.168.4.54 Diese erste schriftliche Fixierung authentischer russischer Bylinen (Heldensagen) und hist. Lieder im Druck (26 Texte von über 70 der handschriftlichen Sammlung) enthält fast alle wesentlichen Sujets. Überden Auftraggeber und Erstbesitzerder Handschrift sowie über den Sammler ist kaum etwas bekannt. Die 1818 unter dem Titel „Drevnic rossijskie stichotvorenija. sobrannye Kirseju Danilovym“ (Alte russische Gedichte, gesammelt von Kirsa Danilov) von K.F. Kalajdovic besorgte zweite Ausgabe berücksichtigt 61 Texte und stellt die erste nach wissenschaftlichen Editionsprinzipien veranstaltete volkskund- liche russische Textausgabe dar. Die handschriftliche Sammlung wird heute allgemein in die Mitte des 18. Jahrhunderts datiert; als Entstehungsort wird Sibirien angenommen. Erzähler oder Erdachte Geschichten). Die sehr verschieden- artige Texte enthaltende Sammlung gliedert sich in insgesamt 34 „Abende“, an denen die Geschichten - zumeist in Fortsetzungen - erzählt werden. 34. Alte Geschichten neu erzählt Unbekannter Verfasser/Herausgeber: Staraja pogudka na novoj lad, ili polnoe sobranie drevnich prostonarodnych skazok. Izdana dlja Ijubitelej onych izdivleniem Moskov. kupea Ivan. Ivanova (Eine alte Geschichte in neuem Gewand, oder vollständige Sammlung alter volkstümlicher Märchen. Heraus- gegeben für ihre Liebhaber auf Kosten des Moskauer Kauf- 38
II. Die Entdeckung der russischen Volkspoesie durch Wissenschaft und Literatur Die Begründer der literarischen Volkskunde und die russische Volksdichtung 36. Die erste wissenschaftliche Märchensamnilung Jacob und Wilhelm Grimm (Hrsg.; Bearb.): Kinder- und Haus- Märchen. Gesammelt durch die Brüder Grimm. [Erster und| Zweiter Band. Berlin: In der Rcalschulbuchhandlung, 1812- 1815. XXVIII, 388, LX S.; XVI, 298, LXX S., 3 Bll. 8°. Handexemplar der Brüder Grimm mit zahlr. hs. Notizen u. Randbemerkungen sowie einlieg. Zetteln; Erstausgabe. Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM 8° Grimm 79(1.2 Die erste wissenschaftlich fundierte Ausgabe und kommentierte Bearbeitung von Märchentexten nach mündlichen und schrift- lichen Quellen durch die Brüder Grimm hat zum einen die russische Romantik zu literarischer Bearbeitung volkstümlicher Stoffe angeregt, zum anderen der russischen Volkskunde ihre entscheidenden methodischen Impulse verliehen. Die Werke der Brüder Grimm fielen gerade in Rußland auf einen so fruchtbaren Boden, daß man ohne Übertreibung von einer „Grimmschen“ Epoche in der russischen Philologie, Altertumskunde und Volkskunde des 19. Jahrhunderts sprechen kann. 37. Anton Dietrich Brief an Jacob Grimm. Pirna, 8. November 1830. 1 Doppelbl., 27,8 x 44,4-45, auf 3 S. mit brauner Tinte beschr., S. 4; Adresse; Siegel; zweite Blatthälfte u. beschnitten ohne Textvcrlust. Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz Berlin: Nachl. Grimm 940 Puskin) und Volkskunde (u.a. mit Snegirev) persönlich bekannt und begann mit deren Förderung russische Märchen zu sammeln und zu übersetzen. Sein Material, das er aus russischen Volksbilderbogen und populären Sammlungen schöpfte und das demzufolge sehr verschiedene Märchen- und Sagenstoffe sowie Ritter- und Abenteuererzählungen enthält, stieß auf großes Interesse seitens der Brüder Grimm, die Dietrich 1830 in Göttingen besuchte und denen er seine Übersetzungen bereitwillig zur Verfügung stellte. Die von den Brüdern Grimm geförderte und mit einem Vorwort Jacobs begleitete Ausgabe der Dietrichschen Märchen stellt nicht nur die erste fundierte Ausgabe russischer Volksdichtung in Deutschland dar, sondern spielt auch für die Entwicklung der russischen Volkskunde eine anregende Rolle. $ o 1 f 6 m d r d) e n in ben llrfctyriften gefammelt unb in$ 2>eutf(be überfefct ton 2Lnton B i e t r t c I). SWit einem SJorroort von 38. Jacob Grimm Brief an Anton Dietrich. Göttingen, 3. Febr. 1831. 1 BL, 25,3 x 20,7, auf 1 S. mit brauner Tinte beschr. Hessisches Staatsarchiv Marburg: 340 Grimm Br. 2093 Über den Arzt und Psychiater Anton Dietrich kamen die Brüder Grimm selbst mit der russischen Volkspoesie und Literatur in Berührung. Dietrich behandelte den nervenkranken russischen Dichter K.N. Batjuskov und begleitete diesen von einer Kur in der Nervenheilanstalt Sonnenstein bei Pirna 1828 nach Moskau, wo er ihn weiter betreute. Hier wurde er mit den führenden Vertretern der russischen Romantik (u.a. mit Zukovskij und 5 a c o b ® r i m m. 2 ei pjig, 1831. V- ;. “ ®eibmann’fd?« ®ud?banbtiik$. 17. Anton Dietrich (Hrsg.; Übers.): Russische Volksmärchen. Titelblatt. Leipzig 1831 (Kat. Nr. 39). 39
Grimm -SchrSüE 3% ® ir IW> ß4V' 3 W<^ WM 9{t4n,e4uy I YTUt^-a^J 18. Jacob Grimm: Briefern Anton Dietrich. Göttingen, 3. Fehr. 1831 (Kal. Nr. 38). ^/{a^i7W f* ?- -•.. - -J <? -g -i ? /Yi y ‘tyvyt fAW^* nfi} fa oM^J( "^t. 2,(aJcw 64 €tw v^UCrZ^ 'C/JL JBBü „ ^K^'^SS Bä- ’' fs/-. h>- CUt(z 40
39. Russische Märchen in Deutschland Anton Dietrich (Hrsg., Übers.): Russische Volksmärchen in den Urschriften gesammelt und ins Deutsche übersetzt von Anton Dietrich. Mit einem Vorwort von Jacob Grimm. Leipzig: Weidmännische Buchhandlung, 1831. XXIV, 268 S., 1 BI. 8° Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM Acc. Gr. 1986.320 Die Sammlung enthält sehr bekannte russische volkstümliche Stoffe und Motive, u.a. die „Märchen“ von Bova Korolcvic, Eruslan Lazarevic, von Il'ja aus Murom und dem Räuber Nachtigall, von den sieben Simeonen, von dem Dummkopf Emel’jan. Das „Märchen von dem Königssohn Ivan, dem Feuervogel und dem grauen Wolf4 gab Dietrich an den Dresdner Dichter Joh. Friedrich Kind, der es in seinem „Taschenbuch zum geselligen Vergnügen“ (Leipzig 1832) veröffentlichte. Jacob Grimm weist in seinem Vorwort auf den internationalen und historischen Traditionszusammenhang dieser Märchen hin: „Man weiß, daß bei Franzosen und Italienern fast die nämlichen [Märchen] im Gange gewesen sind, die bei uns Deutschen fortleben, weniger bekannt geworden ist, was die Spanier besitzen. Und doch hat keins dieser Völker in der Regel das seinige unmittelbar aus dem Eigcnthum des andern entlehnt, ein eigenthümliches nationales Gepräge, das an den einzelnen Erzählungen gerade gefällt, und über ihrer Verbreitung schwebt ein Dunkel, wie bei der Sprache und allen Dichtung insgemein. Sie dürfen eben darum auf ein sehr hohes Alter Anspruch machen, dessen Stufen sich nur durch die vielseitigste Vergleichung aller untereinander ermitteln lassen werden. Vielleicht erwacht auch unter den slavischen Stämmen die Lust zu sammeln und aufzuzeichnen, was im Munde ihres Volks umgeht. Serben, Böhmen, Polen und Russen sind reich an Kindermärchen, deren Treue und einfache Auffassung die Geschichte der europäischen Volksdichtung auf das erwünsch- teste fördern würde (...)“ (S. III-V). 40. Wilhelm Grimm Handschriftliche Randvermerke über „Russische Volksmärchen aus den Urschriften gesammelt von Anton Dieterich [!]. Moskwa 1830 (Handschrift vom Vf. milgetheilt) Übersetzun- gen in Moskau gesammelter fliegender Blätter“ im Grimmschen Handexemplar des Kommentarbandes der Märchensammlung (Kinder- und Haus-Märchen. Gesammelt durch die Brüder Grimm. Dritter Band. Zweite vermehrte und verbesserte Auflage. Berlin: G. Reimer, 1822. VI. 442 S. 8°), S. 426-427. Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM 8° Grimm 80 [3 Niehl nur Jacob, sondern auch Wilhelm Grimm hat sich mit den russischen Volksmärchen Dietrichs beschäftigt. Vermerkt sind hier - nach dem Manuskript Dietrichs sowie auch nach der späteren Druckfassung - die Titel der russischen Märchen mit kurzen Inhaltsangaben sowie gelegentlichen Parallelverweisen zur deutschen und westeuropäischen Märchcnlradilion. 41. Wissenschaftliche Anerkennung Erncnnungsdiplom der Kaiserlichen Akademie der Wissen- schaften für Jacob Grimm zum Korrespondierenden Mitglied. St. Petersburg, 29. Dez. 1854. 1 gr. Blatt, 69,3 x 54,5. Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz Berlin: Nachlaß Grimm 1774 Die herausragende Wirkung der Brüder Grimm, vornehmlich Jacobs, in Rußland kommt auch in der Ernennung Jacob Grimms zum korrespondierenden Mitglied der Petersburger Akademie der Wissenschaften zum Ausdruck. Im Ernennungs- schreiben vom 7./19Jan. 1855 wird insbesondere dessen „Verdienst um die historische Behandlung der einzelnen Sprachdenkmäler“ (Nachlaß Grimm 367) gewürdigt. im n c i n IMTEHATOHIS XUOTST1SS1MI N i C'o i. a i- Pmnmm Udtunim 0ÜZÄZ uuüfjrn irr vrzktrrmjjjiuj. 3huprrülis academia sekentiarum ^Jrtrcipcilit.111.1 llUl« ftfcl'VH'UlM JftfcPtini 'jrimin. hu <|ii.u ilrvt, JiMiilitn nt hufryiiti nrit/intniift feitf . Jrnuin i «otwt *< COIt «Ivkm lOdilW 19. Ernennungsdiplom der Kaiser!. Akademie der Miss, für Jacob Grimm zum korresp. Mitglied. St. Petersburg 1854 (Kat. Nr. 41). 41
A'rKit.^ ' Z\i" dÄHnJ'‘“.l Ai ^l/fl i>’(, j lUu Hk^jc,«... v. .‘/1 ‘ L TL.t .C’l'I I / fen htm !5rcf(iniu|bart perfMen". “Ö ben will |£ erffligei!” 3ntem erhebt IM ein Saunten, gtofMi ^i[; linier ’Sart «Meint hinter einem Jetg, treibnnbert tjl ftdiig SDodnefter fitib barin jerilreut. Miiu j0(| Meint enbiM felbll, legt feinen tof in beb ^abtben gl tinblnjtIMMen. toniobn Mlögt ihm wem! 4t toben auf ben M et ipriiht jeMmil: ‘'tu helft < bie ihm iilfih fagt, e« ftp feine tad, fr«I ®w< btt ifn f(blni|t' JirefMnnUjbart fprinjt jt.nijBpii ^Wmi| gWl|m, (m,^miuuW.. .. . a fßarenfofn wirft feinen toben weg unb entfieft; t (Wtaoi. in meta fßiirenfebn ge|ledtXf",T‘W “v,‘" ju einen Born, ein Mn, bet l«BI|tn worfelt, F ‘ " - ~ ' ihn auf feine Sefauftl unb Mwingt ihn hinüber. Stt ifi, Uta , . Wmi. A. Jii ‘rd'’ * ______22——± h'ii nu| |n«c üw#u|u unv imviiiiji lyii vinuvu» ^u'^i , • .ni Z/1 ul™»•*bart ober iil mit einem Sol) beruhet, ie|t rettet ft ?| ll f__» ' t 01 V I ZaIih ('m Sah 0Jah«AH Alf/? h.1H4 XiAMI* Ikt.'l Lfjabn bobl ftp. Jet Wh etjäblt nun eine Mlftte, Lt einmal mit jefn ©efcllen, »ierjig Werten uni ben T^. . , j Md en, bie biefe getragen, in einet ^ble bei Segenweft 'W Mk^L/Z L hab!iibeinattcnmuffen, borgen«ftpen |ie etil gewahr ,. ’, ,. i\r., •< m, hab, mal ihnen eine Ägeföieiitn^itbthlh ein TO pofen. Gbt |ie aber notf betageganjen, ^uiitlv 4 u;t ।,./t) ^lr ein fftaberghut« batet gerannt, ter, um einen Siegel in . . T , ’ । Jt,.. ' feen, ben S#btl auf feine Sefleubtr gelegt unb ibn u t ein tenadbortee Würg geworfen. 'Seim ^etabiallen ftp.. n Aptju ’ k. «k« IfU-VH.UH, KUV «M| W iJHVV UMV 1«^ WW|V «Nf Jee^/U^w^j uni seW »irt Wto ; % IJtibtn Suffen linb mtf feine Ätn gefummelt. (;e Meint in einem igutb mit bem Titel Wtnffiftfe ,3.ß-. f|M rtben non 5 o f« n n Sinter Wl- W) bet W>ng., 1L <01/ «ft, «bet biefet ttfie ifiiiib enthält nitfto oll bie Uebei’-^Ä'’ ,J] v ,n$ einet tufiütfen iWanj: ter Sitter $u lit ober ter ,.u. «^4 ,s/,x btne Sei* unb bie heilige Stone, bie eine Hefe, hnbebeutenbe, «llejoiifeb gemeinte Wung ill, ob«« „ 1 y itt »IAH AtrtrtM I.AIah /itl /^AAAAAtt Alt4 »AlMAt* 4 1 //1 i fittc'jie». ®ufie unter bem titel: Siitf®l«bi: ft " it unb helfen Infeltunbe. beraulgegtben f«t (ta|. ’*'?'; J fu ig,i. ftatebntiiiiliÄgniiirienhjft. Jjli« inbeml^^;X' i ... h t n unb ßteii liebe i|l btr Jummling beutfo ffirtfen. H4. Ar n; A». ' / i mAi, ühtiio>ww f!'j«* Si BW *k4* ei ii 1(15*1 'M 3.UM iu ®0|twn unter bem Sitei: SnffMe Sogen entfoltenb fw.MM'’'1./ , bieältefa Srioblungtn ton beribmttn Sittern. Jetm m^illbnbetaiteriiUiMorSitolii(7 r"a*M L. , 7 '/LußJZ. ...> t jJnjjW1’ M‘*' 'TI ,. ’ .... r.) IV ’ ‘j 1 f 1 ffe bafin, wo bet Särenfttn (M oetfeiratfen will, iileJA'1' jtfat linier heutig ffirtben non fern jungen Siefen (St. iiß unb ft muff iiwniiteter eccbe otiieten. Jet fa] immer einest «II Samen in hielte ilrente, bie anbei bin ftnb freiffe, vergilt bei Bafeln unb iWt il r tii net JmiÖ toll tonet in ben Slunb. tSätenfobn fpiint f ' x rettet 8ßbet®«monn Slbenbtheimtommt, netland nen 3afn|lo(ber. & werben eiftrne Stangen getarnt, I «uf helfen Seiten in bie $blung bei 3«fni gelferrat ™ 6' • Z jo(inwi!ii liiu einem uuk »«jqawiii. w y ni,ggt » einem aiPten WH’/ WW> HU9 KtWt 4.’ ß„Mi"'m ibn ganj uttjeffen bitte, oetwunbert fwb litiib«. Bw g.#pft ffnb bie in ter Site non Mw« gefimmehX i vi ' f /Öl/Jj Auf. baöHA iriHrt n’iTh hhä Tmt-hw flüivM wirtviim oia .. \e* « k.~ r».*uf. fr..".-A me.kt fi tag einet tufiiftfen (ftjäplunj: bet Sitter Wut ober bet n u . • „u. * 4^ UXaha QaIA hhX Ma KaUi'aa (I «* A H A Xi'a ai'ha UaCa . aiUj 1« vir IVA' chtM lud^u ii. ^Kuinn fyfd! M7<< ‘ > lr | fest iM mit ju Ji’M unb fragt leit Btt, »ßtum gerate (*) Wate mit liefern 3m fiilbtrt tob Siefenwefen nmb tnÄKMen non 5«(f hem Siebter. “! feU fen «u/iullfn" (Tabart III. iß Hub in Jem» gtaiinj fmt etwjh «hnliibti tot (vgl. $i;Si Jlr. 45,). 2 /! w'*' */*'H n* ‘ n. h.vr** « IfllÖillw ^ItÄA / 20. Wilhelm Grimm: HmMriftl. Urermerh fc hnlim Dieiriclis „Russische Hwta" im Kommentarband der Grimmschen Müniwisammiimj iw 1822 |Mr. 40). ✓ t?* , Jff ,, ,.c i.’ly. ' ' 42 43
Romantische Märchendichtungen in Rußland 42. Vasilij Andreevic Zukovskij (1783-1852) a. Petr Fedorovic Sokolov (1787-1878): Portrait V. A. Zukovskij. St. Petersburg, 1839. Aquarell, Gouache, 21,9 x 17,7; bez. u.r.: „Sokolov4*. Staatl. Literatur-Museum Moskau: KP 4516 (R 612) Das Aquarell Sokolovs ist die Kopie eines Ölporträts von K.P. Brjullov aus dem Jahr 1837, das letzterer auf Anregung Zukovskijs zum Freikauf des ukrainischen Nationaldichters Taras Sevcenko aus der Leibeigenschaft gemalt hatte. b. Robert Romanovic Bach (1859-1933): Büste V. A. Zukovskij. St. Petcrsbuig: Fabrik K.F. Verfiel’, 1886. Bronze, 11,5 x 8,5; Höhe 21. Staatl. Literatur-Museum Moskau: KP 42308 V.A. Zukovskij wurde als unehelicher Sohn eines Gutsbesitzers (A.I. Bunin) und einer gefangenen Türkin in dem Dorf Misenskoe im Gouv. Tula geboren. Seinen Vaters- und Familiennamen erhielt er von seinem Taufpaten. Von 1797 bis 1801 studierte Zukovskij in Moskau. Er stand wiederholt in zaristischen Diensten: 1826 wurde er zum Erzieher des späteren Zaren Aleksandr II. bestimmt. Auf zahlreichen Reisen nach Westeuropa, insbesondere nach Deutschland, wurde er mit vielen deutschen Schriftstellern, Künstlern und Gelehrten persönlich bekannt. Nach seiner Versetzung in den Ruhestand und seiner Heirat mit der Tochter des Malers Gerhard von Reutern lebte er ab 1841 in Deutschland. 1852 ist er in Baden- Baden gestorben. Zukovskij ist einer der Hauptvertreter des russischen Sentimentalismus und der russischen Romantik. Mit seinen zahlreichen Übersetzungen, aus denen sein Werk zu drei Vierteln besteht, brachte er die Literatur Westeuropas einem größeren Publikum nahe. In seinen Dichtungen wendet er sich als einer der ersten in Rußland bewußt der Sprache und Dichtung des Volkes zu (vgl. auch Kat. Nr. 72). Zusammen mit seinem Schüler Aleksandr Puskin und im Wettstreit mit diesem steht Zukovskij auch am Beginn der russischen Kunstmärchen- tradition. Er verknüpfte dabei Motive und Stoffe der europäi- schen Überlieferung mit Elementen des russischen Volks- märchens. Von ihm stammen u.a. die folgenden Versmärchen: „Skazka o care Berendee, o syne ego Ivane-carevice, o chitrostjach Kosccja bessmertnogo i o premudrosti Mar’i- carevnoj, Kosceevoj doceri“ (Märchen von dem König Berendej, von seinem Sohn, dem Königssohn Ivan, von der List des unsterblichen Koscej und von der Weisheit der Königstochter Mar ja, der Tochter Koscejs; 1831 (vgl. auch Kat. Nr. 69)), „Spjascaja krasavica“ (Dornröschen; 1831 (vgl. auch Kat. Nr. 73b)), „Kot v sapogach“ (Der gestiefelte Kater; 1845), „Skazka o Ivane-carevice i Serom Volke44 (Märchen von dem Königssohn Ivan und dem grauen Wolf; 1845 (vgl. auch Kat. Nr. 73a)). 21. Büste V.A. Zukovskij. Bronze von R.R. Bach. St. Petersburg 1886 (Kat. Nr. 42b). 43. Aleksandr Sergeevic Puskin (1799-1837) a. Petr Fedorovic Sokolov (1787-1878): Portrait A.S. Puskin. 30er Jahre 19. Jh. (Moderne Kopie von Sajbatalov). Aquarell, 15,5 x 20. Staatl. Literatur-Museum Moskau: KP 27151 b. Robert Romanovic Bach (1859-1933): Büste A.S. Puskin. St. Petersbuig: Fabrik K.F. Verfiel, 1886. Bronze, 10,5 x 8; Höhe 21. Staatl. Literatur-Museum Moskau: KP 23695 44
A.S. Puskin ist der Begründer der modernen russischen Nationaldichtung. Er befreite die russische Literatur nicht nur von den strengen Nonnen klassizistischer Gattungspoetik, sondern verlieh ihr durch die Schöpfung einer neuen Literatur- sprache auf der Grundlage der lebendigen russischen Umgangs- sprache auch eine neue bodenstämmige Stimme. Dies wurde schon in seiner romantischen Verserzählung „Ruslan i Ljudmila“ (Ruslan und Ljudmila; 1820) deutlich, mit der er durch völlig unkonventionelle sprachliche Ausdrucksformen und die Ver- wendung historischer und volkstümlicher Motive eine völlig neue Seite in der russischen Literatur aufschlug. Dieses Märchenpoem erzählt von Ljudmila, der Tochter des Kiewer Großfürsten Vladimir, die, dem Recken Ruslan angetraut, in der Hochzeitsnacht von dem zauberischen Zwerg Cemomor entführt wird und unter Bestehung zahlreicher Abenteuer von Ruslan schließlich befreit und heimgeführt werden kann. Das Werk zeigt deutliche Anklänge an die russische Märchen- und Sagentradition, die für Puskin immer eine wichtige Quelle darstellte. 44. Puskins Versmärchen a. M. Persina: Der junge Puskin lauscht den Märchen seiner Kinderfrau. Palech. 1954. Rechteckige Lackdose aus Pappmasse mit Lackminiatur, 13,8 x 20,1; Höhe 4,3; bez. u.r.: „Persina M. 1954 g“. Staatl. Literatur-Museum Moskau: KP 46419 b. Aleksandr Sergeevic Puskin: Skazka o zolotom petuske (Das Märchen vom goldenen Hahn). Handschrift!. Manuskript (in einem Heft), 1833-1835, S. 2, 11, 41-47. Pholofaksimile von Heft Nr. 2374 der Öffentlichen Lenin- Bibliothek Moskau (Rukopisi A.S. Puskina. Folotipiceskoc izdanie. Al’bom 1833-1835. Moskau: Chudozestvennaja litera- tura, 1939. Lichtbilddruck, Transkription, Kommentar). Institut für Slawische Philologie Marbuqi: Ee 7179 Quellen für Puskins Märchen- und Sagendichtungen waren sowohl auf Bilderbogen oder in Sammlungen schriftlich fixierte volkstümliche Dichtungen als mündliche Überlieferung. Vor allem seine alte Kinderfrau Arina Rodionovna hatte schon früh seine Sensibilität für das einfache Volk und das Interesse für dessen Dichtungen geweckt. In den Jahren seiner Verbannung auf dem Gut Michajlovskoe (1824-1826) zeichnete er aus ihrem Munde volkstümliche Erzählstoffe auf und beschäftigte sich verstärkt mit dem russischen Volksmärchen. Auf der Grundlage dieser Aufzeichnungen sowie verschiedener literarischer Vor- bilder schuf er u.a. folgende Versmärchen: „Skazka o pope i o rabotnike ego balde“ (Märchen von dem Popen und von seinem Knecht Trottel; 1830 (vgl. auch Kal. Nr. 80b, 134)), „Skazka o care Saltane, o syne ego slavnom i mogucem bogatyre knjaze Gvidone Saltanovice i o prekrasnoj carcvne Lcbedi“ (Märchen von König Sa Ilan, von seinem berühmten und mächtigen Sohn, dem Recken und Fürsten Gvidon Saltanovic und von der 22. Büste A.S. Puskin. Bronze von R.R. Bach. St. Petersburg 1886 (Kat. Nr. 43h). schönen Schwanenprinzessin; 1831 (vgl. auch Kat. Nr. 70, 95a, 102g, 102i, 107b, 132. 135, 141)), „Skazka o rybake i rybke“ (Märchen von dem Fischer und dem Fischlein; 1833 (vgl. auch Kat. Nr. 98, 102j)), „Skazka o mertvoj carevne i o semi bogalyrjach“ (Märchen von der toten Königstochter und von den sieben Recken; 1833), „Skazka o zolotom petuske“ (Märchen vom goldenen Hahn; 1834 (vgl. auch Kal. Nr. 95b, 97, 100a, 102h, 107a, 125)). Das „Märchen von dem Fischer und dem Fischlein“ und das „Märchen von der loten Königstochter“ zeigen dabei deutliche Übereinstimmungen mit dem plattdeut- schen Märchen „Von dem Fischer un syne Fru“ und dem Märchen von „Sneewittchen“ der Grimmschen Sammlung. Die Vorlage zu dem „Märchen vom goldenen Hahn“ entnahm Puskin der andalusischen Legendensammlung „The Alhambra“ (1832) von Washington Irving. 45
45. Petr Pavlovic Ersov (1815-1869) Michail Stefanovic Znamenskij (1833-1892): P.P. Ersov mit den Helden seiner Märchen. Tobol’sk (Westsibirien), 1840er Jahre. Bleistift, Aquarell, 26,6 x 26,5 (Passepartout), 17,4 x 16,4 (Blatt); bez. u.: „Golosa - Esce, esce; P.P. / P.P. Net uz izvinite, Russkomu celoveku i vzdremnut’ ne mesaet“ (Stimmen - weiter, weiter; P.P. / P.P. Nein entschuldigen Sie schon, einen Russen stört das auch beim Schlafen nicht); u.r.: .Znamenskij“. Staatl. Literatur-Museum Moskau: KP 1107 23. P.P. Ersov mit den Helden seiner Märchen. Aquarell von M.S. Znamenskij. 40er Jahre des 19. Jh. (Kat. Nr. 45). 46
P.P. Ersov stammte aus dem westsibirischen Gouvernement ToboPsk, wo er in dem Dorf Bezrukovo als Sohn eines russischen Beamten geboren wurde. Nach seinem Studium an der Universität in St. Petersbuig wirkte er von 1836 bis zu seinem Tode als Lehrer (später Inspektor und Direktor) des Gymnasiums von ToboPsk. Obwohl er weitere Gedichte und Poeme verfaßte, ging er in die russische Literatur nur als Autor eines einzigen Werkes ein, des romantischen Versmärchens ..Konek Gorbunok“ (Das Wunderpferdchen Höckerlein), dessen erster Teil 1834 in der Zeitschrift „Biblioteka dlja ctenija“ (Lesebibliolhek) erschien und das zu Lebzeiten Ersovs allein sieben Buchausgaben erlebte (vgl. auch Kat. Nr. 71, 83, 122, 126). Ersov schöpft dabei sowohl aus volkstümlichen russischen Quellen wie aus weltliterarischen Stoffen und verknüpft volkstümliche und literarische Motive zu einem Werk von großer Geschlossenheit. M.S. Znamcnskij wirkte als Karikaturist und Journalist in Tobolsk und war mit Ersov befreundet. Die Entwicklung der wissenschaftlichen Volkskunde in Rußland 46. Ivan Michajlovic Snegirev (1793-1868) a. Ruskie [!] v svoich poslovicach. Rassuzdenija i issledovanija ob otecestvennych poslovicach i pogovorkach (Die Russen in ihren Sprichwörtern. Überlegungen und Forschungen über die vaterländischen Sprichwörter und Redensarten). 4 Teile. Moskau: V Universitetskoj Tipografii, 1831-1834. 175, 180, 280, 213 S. 8° Institut für Slawische Philologie Marburg: Ae X 2 (Reprint) b. Brief an Jacob Grimm. Moskau, 10. Mai 1845. 2 kl. Bll., 23,2 x 13,9 (am linken Rand z.T. angebrannt mit Textverlusten), auf 4 S. mit brauner Tinte beschr.; auf S. I hs. Empfangsvermerk Jacob Grimms: „Pr. 24 dec. 1847“. Staatsbibliothek Preußischer Kuliurbesitz Berlin: Nachlaß Grimm 1654 I.M. Snegirev wurde in Moskau geboren und studierte an der Moskauer Universität. Er beschäftigte sich als einer der ersten in Rußland wissenschaftlich mit der russischen Volkskultur. Von ihm stammen die erste umfassende russische Sprichwörter- sammlung sowie erste Forschungen zum russischen Volksbil- derbogen, ferner Sammlungen zu russischen Volksbräuchen. Er bezieht sich methodisch vielfach auf die Arbeiten der Brüder Grimm. In dem o.g. Brief heißt es dazu: „Ihre Grammatik wird als Leitfaden bei Bearbeitung der russischen benutzt; und ihre deutsche Mythologie und die Rcchtsaltcrlhümer dienten mir zur Richtschnur bei Untersuchung der russischen Volksmyth[ologicJ der Festtage und juridischen Sprichwörter“. 24. Porträt V.I. Dal'. Stahlstich der Zeit (Kal. Nr. 47b.) 47. Vladimir Ivanovic Dal’ (1801-1872) a. Unbekannter Künstler: Porträt V.I. Dal’. Dorpat (?), 1830er Jahre. Bleistift, 26 x 19. Staatl. Literatur-Museum Moskau: KP 3762 b. Unbekannter Künstler: Porträt V.I. DaP. Stahlstich, 18 x 12; bez. u.M.: „V. DaP“ (faks. Unterschrift). Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus (Museum) Lenin- grad: Inv. 34700 c. Vladimir Luganskij (d.i.: V.I. DaP): Byli i ncbylicy kazaka Vladimira Luganskogo (Wahre und erfundene Geschichten des Kosaken Vladimir Luganskij). 3 Bde. St. Petersbuig: V tipografii N. Greca, 1833-1836. 3 Bll., 201 S.; IV, 194 S.; 4 Bll., 182 S. 8° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: G 37 8/78 47
VI. Dal' stammte aus dem Ort Lugan' in Südrußland. Nach dem Studium in St. Petersbuig und Dorpat wirkte er als Arzt und Chirurg in verschiedenen Orten Rußlands. Er entfaltete als Schriftsteller, Volkskundler und Lexikograph eine vielseitige literarische und wissenschaftliche Tätigkeit. Schon frühzeitig zeichnete er nach mündlicher Überlieferung volkstümliche Erzählungen auf, die er in freier Bearbeitung erstmalig 1832 als „Russische Märchen“ unter dem Pseudonym „Luganskij“ veröffentlichte (Russkie skazki, iz predanija narodnogo izustno na gramotu grazdanskuju perelozennye, k hytu zitejskomu prinorovlennye i pogovorkami chodjacimi razukrasennye kaza- kom Vladimiroin Luganskim. St. Petersburg 1832); eine weitere Sammlung erschien unter dem Titel „Wahre und unwahre Geschichten“ 1833-1836. 1862 gab Dal' eine große Sprichwör- tersammlung (Poslovicy russkogo naroda) heraus und von 1861 bis 1867 erschien sein großes „Kommentierendes Wörterbuch der lebendigen großrussischen Sprache“ (Tolkovyj slovar’ zivogo velikorusskogo jazyka). Aus den umfangreichen Samm- lungen Dal’s konnten nachfolgende Forscher, u.a. auch Afanas’ev, reichhaltiges Material schöpfen. Dal' ist damit einer der wichtigsten Wegbereiter der russischen Volkskunde. 48. Fedor Ivanovic Buslaev (1818-1897) a. Unbekannter Künstler: Porträt F.I. Buslaev. Undat. Stahlstich, 25 x 17; bez. u.M.: „F. Buslaev“ (faks. Unterschrift). Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus (Museum) Lenin- grad: Inv. 11099 b. Istoriceskie ocerki russkoj narodnoj slovesnosti i iskusslva (Historische Abrisse der russischen Volksdichtung und -kunsl. Bd. I: Die russische Volksdichtung; Bd. 2: Die altrussische volkstümliche Literatur und Kunst). St. Petersburg 1861. UI, 564: 429 S. 4° Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM Acc. Gr. 1990.551 F.I. Buslaev stammte aus Vadinsk im Gouv. Penza. Er wird als Begründer der mythologischen Schule in Rußland betrachtet; seine Forschungen stehen methodisch und thematisch unter dem direkten Einfluß der historisch-vergleichenden Arbeiten der Brüder Grimm. Als Philologe war er vielseitig gebildet. Seine Arbeiten umfassen Untersuchungen zur Geschichte der russi- schen Sprache, zur alten russischen Literatur und Kunst sowie vor allem zur Volksdichtung. Er sah - ganz in Grimmschen Geiste - die mündlich tradierte volkstümliche Dichtung als Ergebnis eines kollektiven Schaffens des russischen Volks- geistes an, in dem sich „Bruchstücke alter Mythen“ zeigten. Später schloß er sich den Ideen Benfeys und der Entlehnungs- these an. Buslaev ist der wichtigste theoretische Wegbereiterder russischen Volkskunde des 19. Jahrhunderts. 25. Porträt VI. Buslaev. Stahlstich der Zeit (Kat. Nr. 48a). 49. Ivan Petrovic Sacharov (1807-1863) Russkie narodnye skazki. Cast' pervaja (Russische Volksmär- chen. Erster Teil). St. Petersbuig: V tipografii Sacharova, 1841. CXIX S.. 1 BI., 274 S. 8° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: G 2 3/51 LP. Sacharov wurde als Sohn eines Geistlichen in Tula geboren, wo er das geistliche Seminar absolvierte. Später studierte er in Moskau Medizin und wirkte von 1836 bis zu seinem Tode als Arzt in St. Petersbuig. Sacharov beschäftigte sich als Autodidakt mit der russischen Volksdichtung. Er publizierte u.a. „Skazanija russkogo naroda“ (Sagen des russischen Volkes; 3 Bde, 1836- 37), „Pesni russkogo naroda“ (Lieder des russischen Volkes; 3 Bde, 1838-39) sowie die hier ausliegenden russischen Volks- märchen. Diese Sammlung, deren zweiter Teil sich als Manuskript erhallen hat, ist weniger durch die darin gesammel- 48
ten Texte von Bedeutung, gibt aber vor Afanas’ev erstmals einen größeren Überblick über die russische Märchen- und Sagentradi- tion und verzeichnet zahlreiche Lubokmärchen sowie vorher- gehende Sammlungen. Unter den weiteren Sammlungen dieser Zeit bemerkenswert sind noch die „Russkie narodnye skazki“ (Russische Volksmärchen; St. Petersbuig 1838) von B. Bronicyn, die „Russkie skazki dlja detej“ (Russische Märchen für Kinder; St. Petersbuig 1844; bis 1881 erschienen insgesamt 8 Auflagen) von E.A. Avdeeva sowie die „Narodnye russkie skazki i pobaski dlja detej men’sego vozrasta“ (Russische Volksmärchen und Anekdoten für kleinere Kinder; 2 Bde, Moskau 1847-48) von I. Vanenko. f. A.N. Afanas’ev: Russkie delskie skazki. S kartinkami (Russische Kindermärchen. Mit Bildern (von M.S. Basilov)). 2 Bde. Moskau: Tipografija Graceva i Komp., 1870. 4 Bll, 73 S., 1 BL; 2 BIL, 219 S„ 1 Bl. 8° Staatliche Öffentlilche Saltykov-Scedrin-Bibliolhek Leningrad: 18.59.6.60 Rus. f. Der russische Grimm 50. Aleksandr Nikolaevic Afanas’ev (1826-1871) a. Unbekannter Künstler: Porträt A.N. Afanas’ev. 1850er Jahre. Stahlstich, 30 x 23; bez. u.M. (faks. Unterschrift). Institut für Russische Lileratur/Puskin-Haus (Museum) Lenin- grad: Inv. 12758 b. Narodnye russkie skazki, izdal A. Afanas’ev. Vypusk I-II (Russische Volksmärchen. Hrsg, von A. Afanas’ev. Lieferung I- II). Moskau: V Tipografii Aleksandra Semena, na Sofijskoj ulice, 1855-1856. 1 BL, XVIII, 131, (I), II S. (Vyp. I); 2 Bll., 204, II S., 1 Bl. (Vyp. II). 8° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: G 1 2/18 v. 1-2 (zus.geb.) c. Narodnye russkie skazki. Izdanie 2-e K. Soldatenkova i N. Scepkina. Vyp. 1-1V (Russische Volksmärchen. Zweite Auflage von K. Soldatenkov u. N. Scepkin. Lieferung LIV). Moskau: V tipografii E. Barfknechta i Komp., 1858-1860. XXIII, 130, II S. (Vyp.I: 1858); 3 Bll., 212, IIS. (Vyp. II: 1859); 146, II S. (Vyp. III: 1860); 178, II S. (Vyp. IV: 1860). 8° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: 99 3/43 1-4 (zus.geb.) d. Narodnye russkie skazki. Vypusk 5-7 (Russische Volks- märchen. Lieferung 5-7). Moskau: V tip. Graceva i Komp., 1861-1863. 264 S. (Vyp. 5: 1861); 372 S. (Vyp. 6: 1862); I BL, 340 S. (Vyp. 7: 1863; Izdanie K. Soldatenkova). 8° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: 86 4/48 5-7 (zus.geb.) e. Narodnye russkie skazki A.N. Afanas’eva. Vypusk VIII. Izdanie Soldatenkova (Russische Volksmärchen von A.N. Afanas’ev. Lieferung VIII. Ausgabe von Soldatenkov). Moskau: V tip. Graceva i Komp., 1863. 2 BIL, 684 S. 8° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: 86 4/48 26. Porträt A.N. Afanas’ev. Stahlstich der Zeit (Kat. Nr. 50a). A.N. Afanas’ev wurde als Sohn eines Fiskalbeamten in dem Ort Bogucary im Gouv. Voronez geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Voronez studierte er in Moskau die Rechte, wandte sich jedoch bald philologischen, volks- und mythen- kundlichen Forschungen zu. Sein Einkommen sicherte von 1849 bis 1862 eine Beschäftigung in der Hauptarchivverwaltung des Außenministeriums in St. Petersburg. Er starb in armen Verhältnissen an der Schwindsucht. Mit seinen „Russischen Volksmärchen“ stehl Afanas’ev am Beginn der wissenschaft- lichen Märchenedition und -Forschung in Rußland. Die von ihm zusammengetragenen etwa 600 Texte und Varianten umfassen das gesamte russische Märchenrepertoire und markieren durch die Sorgfalt der Auswahl und die Treue zur volkstümlichen Überlieferung einen Meilenstein in der russischen Märchen- und 49
Sagentradition. Sie sind jedoch mehrheitlich nicht das Resultat eigener Feldforschung, sondern entstammen zumeist anderen Sammlungen; nur etwa zehn Texte hat Afanas’ev nach mündlicher Erzählung selbst aufgezeichnct. Er schöpfte seine Texte aus dem Archiv der Russischen Geographischen Gesell- schaft, aus den Sammlungen von V.I. Dal’, P.l. Jakuskin u.a., ferner zog er die russischen Bilderbogen sowie zahlreiche volkstümliche Sammlungen vom Ende des 18. Jahrhunderts und der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts für seine Märchenausgabe heran. Die unmittelbaren mündlichen Informanten seiner Märchen sind im allgemeinen unbekannt. Im Gegensatz zu den Brüdern Grimm, auf die er sich methodisch immer wieder bezog, griff er jedoch nur sehr wenig in die von ihm zusammengetragenen Texte ein und stellte in seiner Sammlung häufig mehrere Varianten eines Märchens zusammen. Von der zweiten Auflage an versuchte Afanas’ev eine gattungsmäßige Einteilung seiner Märchen in Tiermärchen, Zaubermärchen, Abenteuer- und Heldenmärchen, Novellenmärchen sowie Lügen- und Scherzmärchen. Die literarische Austrahlungskrafl der Märchensammlung Afanas’evs war sehr groß. Bedeutende russische Schriftsteller wie z.B. Lev Tolstoj oder Maksim Gor’kij haben Stoffe aus seiner Sammlung bearbeitet und große russische Komponisten wie Petr Cajkovskij, Nikolaj Rimskij- Korsakov und Igor’ Stravinskij schufen Märchenopern und Märchenballette. Gleichzeitig sind die Märchen Afanas’evs in unzähligen Einzel- und Teilausgaben - von russischen Künstlern vielfach illustriert - in Rußland selbst, aber auch in zahlreichen Übersetzungen im Ausland erschienen. Sie sind damit zu einem lebendigen Bestandteil der Weltliteratur geworden. Neben seinen Märchen gab Afanas’ev nichtkanonische russische Volkslegenden sowie frivole erotische Erzählungen heraus, die nur teilweise in Rußland (Narodnye russkie legendy. Moskau 1860; Russkie zavetnye skazki. O.O. u. J. [Genf, um 1860)) erscheinen konnten oder ganz unveröffentlicht blieben. A.N. Afanas’ev stand ganz im Banne der „mythologischen Schule“ der Volkskunde; neben den Brüdern Grimm wirkten auf ihn u.a. HAPOIHMH PJCCKIfl pyccKia CKA3KII, j'BTCKIfl CKA3KII, cofipaHHbiH A. H. ÄeaHacbeBbiM'b. H3A A 4 *b 3. äeaHatuoi». BbinrcK-b i M0CKBA. •rpa*lB «jeir>a<n leacua. di CoailcKol jjunt. 1855. CI KAPTHHKAMR (plCOUU Jf. C. JSantvAoat, ptaiil ri iep0»t K. Puray.) M 0 C K B A. T.aorpi.i. rpi.ou Köln., , («pon, |. WijmoI. 1870. 27. A.N. Afanas’ev: Russische Volksmärchen. Titelblatt der ersten Lieferung. Moskau 1855 (Kat. Nr. 50b). 28. A.N. Afanas’ev: Russische Kindermärchen. Titelblatt der Erstausgabe. Moskau 1870 (Kat. Nr. 50f). 50
A. Kuhn. M. Müller und W. Mannhardt. Sein theoretisches Hauptwerk über die „Poeticeskie vozzrenija Slavjan na prirodu“ (Die poetischen Anschauungen der Slawen über die Natur; 3 Bde. Moskau 1866-69) ist ganz der ..Deutschen Mythologie“ Jacob Grimms verpflichtet und stellt - so der Untertitel - einen „Versuch der vergleichenden Erforschung der slawischen Volksüberlieferungen und religiösen Vorstellungen im Zusam- menhang mit den mythischen Erzählungen anderer verwandter Völker“ dar. Afanas’ev ging es darum, die alten Mythen des Volkes aus elementaren Naturerscheinungen (Himmel, Erde, Gewitter, Blitz, Wind usw.) abzuleiten. Grundsätze der „mythologischen Schule“ bestimmen auch die kommentieren- den Anmerkungen Afanas’evs zu seinen Märchentexten. Ganz im Geiste der Brüder Grimm heißt es im Vorwort des ersten Bandes seiner Sammlung: „Ziel unserer Ausgabe ist es, die Ähnlichkeit der Märchen und Sagen bei den verschiedenen Völkern darzulegen, auf ihre wissenschaftliche und dichterische Bedeutung hinzuweisen und Muster russischer Volksmärchen vorzustellen“ (S. 1). Afanas’evs Arbeit wurde von zahlreichen russischen Gelehrten (z.B. I.A. Chudjakov, N.E. Oncukov, D.K. Zelenin, B.M. u. Ju.M. Sokolov. M.K. Azadovskij. VJa. Propp, E.V. Pomcranceva, I. Levin u.v.a.) fortgesetzt, die in der Folge den ganzen Reichtum der russischen Märchenüberlieferung zutage förderten und wissenschaftlich auswerteten. 51. Afanas’evs Ruhm Die Bedeutung der Märchensammlung Afanas’evs zeigt auch die weite Verbreitung seiner Märchen - häufig ohne Nennung seines Namens - in zahlreichen wohlfeilen Einzel- und Teilausgaben sowie in verschiedenen Adaptionen und Bearbei- tungen, von denen hier nur einige wenige Beispiele gegeben werden können. Ähnlich den Märchen der Brüder Grimm sind auch Afanas’evs russische Volksmärchen zu einem echten Kinder- und Hausbuch geworden. a. D.D. Minaev (Hrsg.; Bearb.): Narodnye russkie skazki dlja detej v illjustracijach (Russische Volksmärchen für Kinder in Illustrationen; III.: A. Tejchel). St. Petersburg-Moskau: Izdanie knigoprodavea-tipografa M.O. Vol’fa, O.J. 54 S. 4° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik 5422 b. Izbrannye russkie skazki. S risunkami I.I. Michajlova, N.P. Ul’janova, S.V. Praotceva i A.I. Klang. Knizka II. Dlja mladsego vozrasta (Ausgwählte russische Märchen. Mit Zeichnungen von I.I. Michajlov, N.P. UPjanow S.V. Praotcev u. A.I. Klang. Heft II. Für kleinere Kinder). Moskau: Izdanie I.F. Zirkova, 1894. 96. (I)S. 8° Staatliche Öffentliche Saltykov-Sccdrin-Bibliothek Leningrad: 18.182.3.663 29. A.N. Afanas’ev: Russische Kindermärchen. Umschlag. III.: M.S. Basilov. Moskau 1870 (Kat. 50/). 30. A.N. Afanas’ev: Russische Kindermärchen. III. „Der Soldat und die Teufel“ von M.S. Basilov. Moskau 1870 (Kat. 50f). 51
(no cöopHUKa.m Asauaeteea u dpys.J. H3BPAHHBIB cKisra BI» JBi'X'b OTABJIAX'I, «GtxiKJ—CKJ.WU, j niciu—6»üb« 3 e H3AaHie. sABoe yBememe. MOCKB A. Thikx pMpia BwcoM^tui yrocpMJL T-ta IL 4. Cirnna, IliJowi p., co6<tk xomi 1805. 31. Ausgewählte russische Märchen (nach den Sammlungen von Afanas’ev u.a.). Titelblatt. Moskau 1895 (Kal. Nr. 51c). 32. Illustration zu dem Märchen „Die sieben Simeone". Moskau 1895 (Kat. Nr. 51c). c. Izbrannye russkie skazki v dvuch otdelach (po sbomikam Afanas’eva i dr.). 3-e izdanie, vdvoe uvelicennoe (Ausgewählte russische Märchen in zwei Abteilungen (nach den Sammlungen von Afanas’ev u.a.). Dritte Ausgabe, um das Doppelte vermehrt). Moskau: Tipografija Vysocajse utverzd. T-va I.D. Sytina, 1895. 262, (1) S., Taf. mit zahlreichen 111. 8° (Zensurdatum: 18.11.1894). Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 18.177.4.58 d. Russkie narodnye skazki. S 3 risunkami v tekste i 23 otdel’nymi kartinami Annenskogo, Panova, Tejchelja i dr. Izdanie cetvertoe (Russische Volksmärchen. Mit drei Zeichnun- gen im Text und 23 Einzelbildern von Annenskij, Panov, Tejchel' u.a. Vierte Auflage). St. Petersburg-Moskau: Izdanie T-va M.O. Vol’f, o.J. (ca. 1900). 4 Bll., 313 S. 8° Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 38.23.6.30 e. Skazki russkogo naroda. Tekst pod redakeiej V.A. Gatcuka (Märchen des russischen Volkes. Textredaktion von V.A. Gatcuk (illustriert von verschiedenen Künstlern]). Moskau: Izdanie A.D. Stupina, 1902-1910 (?). 8° Zahlreiche wiederholt aufgelegte Einzelhefte mit wechselnden Angaben (vgl. auch Kat. Nr. 80c). Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 34.87.4.766 u. 37.35.7.22 f. Russkie skazki. 1) Puzyr', solominka i lapot’. 2) Sestrica Alenuska i bratec-kozlenocek. 3) Zolotoe jaicko. S risunkami P. Litvinenko (Russische Märchen. I) Die Blase, der Strohhalm und der Bastschuh. 2) Schwesterchen Alenuska und Brüderchen Ziegenböckchen. 3) Das goldene Ei. Mit Zeichnungen von P. Litvinenko). Moskau: Knigoizdatel’stvo „Dlja detej“, o.J. (1908?]. 16 S. 8 Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 34.52.5.856 52
33. Märchen des russischen Volkes. Zus.gest. von VA. Gatcuk. Heft 17 (Umschlag). Moskau um 1910 (Kat. Nr. 5le). 34. Russische Volksmärchen. Hl. zu dem Märchen „Marko der Reiche und Vasilij der Glücklose*1. Moskau um 1900 (Kat. Nr. 51d). g. N.V. Tulupov (Hrsg.; Bcarb.): Sobranie rodnych skazok. Po Afanas'evu i drugim istocnikam. Risunki chudoznika S.I. Jaguzinskogo (Sammlung einheimischer Märchen. Nach Afa- nas’ev und anderen Quellen. Zeichnungen von dem Künstler S.I. Jaguzinskij). Moskau: Tipografija T-va I.D. Sytina, 101918. 2 Bll., 230, II S. 8° Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 17.143.2.15 h. Russkie narodnye skazki. Oblozka chud. Mitrochina, illjustracii chud. Zamirajlo, Cernyseva i Lebedeva (Russische Volksmärchen. Umschlag von dem Künstler Mitrochin, Illustra- tionen von den Künstlern Zamirajlo, Cernysev und Lebedev). St. Petersburg: Gosudarstvennoe izdatel’stvo, 1919. 1 BL. 64 S. 8° (= Narodnaja biblioteka). Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 17.129.6.11/6 i. Russkie delskie skazki. Risunki P.A. Chentovoj (Russische Kindermärchen. Zeichnungen von P.A. Chentova). Berlin: Knigoizdatelstvo „Slovo“, 1921. 333 S. 8° Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 37.8.7.52 j. Russkie skazki (...). Risunki M. Gejtman-Pruzan (Russische Märchen. Zeichnungen von M. Gejtman-Pruzan). Berlin: Kn-vo „Znanie“, 1921. 47 S. 8° Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 25/635 k. Zimov’e zverej. Narodnaja skazka iz sbomika A. Afanas’eva. Risunki N. Kuprejanova (Das Winterlager der Tiere. Volks- märchen aus der Sammlung von Ä. Afanas’ev. Zeichnungen von N.N. Kuprejanov). Moskau: Gosizdat, 1929. 12 S. 8° Staatl. ÖffentL Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 88/183a 53
35. Russische Märchen. Mit Zeichnungen von P. Litvinenko. Titelblatt. Moskau ca. 1908 (Kat. Nr. 5lf). 54
2 ,HJIJIH)CTPHP0BAHHA5I 5HEJII0TEKA KPECTHArO KAJIEHflÄP/I“ 2 36. Märchen des russischen Volkes. Zus.gest. von V.A. Gatcuk. Heft 2 (Umschlag). Moskau 1894 (Kat. Nr. 80c). 55
37. Russische Volksmärchen. III. zu dem Märchen „Das Luftschiff" von N.M. Kocergin. Leningrad 1957 (Kat. Nr. 51m). 38. Russische Volksmärchen. III. zu dem Märchen „Nikita Kozemjaka“ von N.M. Kocergin. Leningrad 1957 (Kat. Nr. 51m). 1. M. Bulatov |Hrsg.|: Gusi-lebedi. Sbomik russkich narodnych skazok, pesenok, zagadok, i skorogovorok (Gänse-Schwäne. Sammlung russischer Volksmärchen. Lieder, Rätsel und Zungen- brecher). III. Ju. Vasnecov u. K. Kuznecov. Moskau-Leningrad: Detskaja literatura, 1941. 216 S. 4° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik m. Russkie narodnye skazki (Russische Volksmärchen). III.: N.M. Kocergin. Postkartenserie. Leningrad: Leningradskij chudoznik, 1957. 14 Karten (von 16, unvollst.), Umschlag. Auflage: 250.000 Privatbesitz Marburg n. A. Necaev u. N. Rybakova (Hrsg.): Russkie narodnye skazki (Russische Volksmärchen). III.: M. Belov, F. Bykov, V. Lopjallo u.a. Minsk: Gos. izd. BSSR, 1957. 352 S. X Auflage: 100.000 Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM 1960 A 1151 o. Geroi ljubimych skazok (Helden beliebter Märchen). III.: E. Racev, P. Repkin, V. Tauber. N. Antokol'skaja. Postkartenserie. Moskau: Sovetskij chudoznik, 1974. 14 Karten. Umschlag (111.: I.Ja. Bilibin). Auflage: 500.000 Privatbesitz Marburg p. Finist - Jasnyj sokol. Tekst po scenariju fil’ma i stichi Michaila Nozkina. Muzyka Vladimira Sainskogo (Finist, der lichte Falke. Text nach dem Drehbuch des gleichnamigen Films und Liedtexte von Michail Nozkin. Musik von Vladimir Sainskij). Schallplatte 30 cm. Leningrad: Melodija, 1979 (1989). Privatbesitz Marburg q. Russkie skazki v obrabotke pisatelej (Russische Märchen in der Bearbeitung [russischer] Schriftsteller). III.: T. Mavrina. Moskau: Chudozestvcnnaja literatura, 1981. 64 S. 4° Auflage: 1.200.000 Privatbesitz Marburg r. Russkie skazki. Citaet Tat’jana Pel’cer (Russische Märchen. Gelesen von Tat’jana Pel'cer). Schallplatte 16 cm. Leningrad: Melodija. 1982 (1989). Privatbesitz Marburg 56
C60PHHK PYCCKNX HAPOAHblX S5CSZ0S, O£jJ<?^0<3 Ct. •• *°poroß°^ M GV.4ATOB PMCYMKH K>.8ACHAI<oeA H K.KV3HCU0BA lOitltTlT BCtCCfOinorO JfHMHCÜOrO KOUHytlHtTWttClOlO COtOJA MJ^A'PEtILCTBO ^£7CR0H AHVEpATypM AlocKea »841 JlexuHipug J9. Russische Volksmärchen. III. von Ju. Vasnecov u. K. Kuznecov. Moskau-Leningrad 1941. Titelblatt (links) u. III. (rechts) zu dem Märchen „Die Froschprinzessin" (Kat. Nr. 511). s. M. Bulatov u.a. (Bearb.): Russkie volsebnye skazki (Russische Zaubermärchen). IIL: N. Kocergin. Leningrad: Detskaja literatura, 1986. 176 S. mit färb. III. 4° Auflage: 100.000 Brüder Grimm-Museum Kassel t. M. Bulatov (Hrsg.; Bearb.): Masa i mcdved’. Russkaja narodnaja skazka (Masa und der Bär. Russisches Volksmärchen). IIL: Elena Oskarovna Marttila. Kindermalheft. Leningrad: Chudoznik RSFSR, 1987. 16 unpag. Bll. mit färb. IIL 4° Auflage: 1.000.000 Privatbesitz Marburg u. Kot i lisa (Der Kater und der Fuchs. Russisches Volks- märchen). IIL: V.M. Men’sikov. Kindermalheft. Lenin- grad: Chudoznik RSFSR, 1989. 12 unpag. Bll. mit färb. IIL 4° Auflage: 600.000 Privatbesitz Marburg v. Car’-devica (Die Königstochter; Märchen). IIL: E Vla- dycenko. Moskau: Goznak, 1989. 24 S. mit färb. IIL 4° Auflage: 300.000 Privatbesitz Marburg w. N.N. Kovaceva u. A.V. Frolkina (Hrsg., Bearb.): Russkie skazki. Russische Märchen. Ein Lesebuch mit Kommentaren in deutscher Sprache. IIL: M.O. Tesarzikova. Moskau: Russkij jazyk, 1989. 183 S. mit färb. IIL 8° Auflage: 30.000 Brüder Grimm-Museum Kassel Abbildung auf S. 58-59: 40. Die Königstochter. Märchen. III von E Vladycenko. Moskau 1989 (Kat.Nr. 51 v). 57
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Russische Sagen und Heldenlieder ntciin 52. Petr Vasil’evic Kireevskij (1808-1856) Unbekannter Künstler: Porträt P.V. Kireevskij. Undat. Aquarell (1840er Jahre ?). Reproduktion (Original im Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus Leningrad). Institut für Slawische Philologie Marburg: Ee 4771 Die umfassende wissenschaftliche Erforschung der russischen Bylinen und Sagen begann erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Neben der Sammlung des Kirsa Danilov (Kat. Nr. 35) konnte die Forschung jedoch bereits auf die umfangreichen Sammlungen von P.V. Kireevskij zurückgreifen. Dieser wurde in dem Dorf Dolbino im Gouvernement Kaluga geboren. Er studierte in Moskau und München. Sein Bruder Ivan Vasil’evic (1806-1856) war einer der Hauptdenker des russischen Slawophilentums. Angeregt und unterstützt von A.S. Puskin begann P.V. Kireevskij schon 1830 mit dem Sammeln von Volksliedern und Heldenepen und trug in der Folge Tausende von Texten zusammen, die er selbst jedoch nur zu einem sehr geringen Teil herauszugeben im Stande war. Dies besorgten I.A. Bessonov (Pesni, sobrannye P.V. Kireevskim. Izdany obscestvom ljubiteiej rossijskoj slovesnosti (Lieder, gesammelt von P.V. Kireevskij. Hrsg, von der Gesellschaft der Freunde der russischen Dichtkunst). 10 Bde. Moskau 1860-74) und V.F. Miller und M.I. Speranskij (Pesni, sobrannye P.V. Kireevskim. Novaja serija. Moskau 1911-29), wobei jedoch auch diese Ausgaben das von Kireevskij gesammte Material nicht voll ausschöpften. 53. Pavel Nikolaevic Rybnikov (1831-1885) Pesni, sobrannye P.N. Rybnikovym. Cast’ T/II: Narodnye byliny, stariny i pobyval’sciny. Cast’ III: Narodnye byliny, stariny, pobyval’sciny i pesni. Cast’ IV: Narodnye byliny, stariny, pobyval’sciny, pesni, skazki, poverija, sueverija, zagovory i t.p. (Lieder, gesammelt von PN. Rybnikov. Teil Ulf: Volkstümliche Bylinen, alte Weisen und wahre Geschichten. Teil III: ... und Lieder. Teil IV: ... Märchen, Aberglauben, Beschwörungsfor- meln u.ä.). 4 Bde. Moskau: V tipografii A. Semena, 1861-1862 (Bd. I u. II). 1 Bl,, II, 488, XXVI, IIS,; 1 Bl., 1,354, CCCLXXI S.; Petrozavodsk: V gubernskoj tipografii, 1864 (Bd. III). 2 Bll., 451, LXIX S.; St. Petersburg: Izdanie D.E. Kozaneikova, 1867 (Bd. IV). 2 Bll., 275, LXV, 15 S. 4° Privatbesitz Marburg P.N. Rybnikov wurde in Moskau geboren und studierte dort bis 1858 an der historisch-philologischen Fakultät der Universität. Er wurde 1859 wegen seiner Zugehörigkeit zu einem revolutionären Kreis nach Petrozavodsk verbannt, wo er in der COBPAHHEM II E. PHBHHKOBHM'b. <um r. TTAPfiirmjn BMMKbl, CTAP3HH 0 TTOBkinAjKirnimj. [Cfterusum ttfipwau], 1OCKBA. Bi Cxmi- 48ÖL 41. Lieder, gesammelt von P.N. Rybnikov. Titelblatt des ersten Bandes. Moskau 1861 (Kat. Nr. 53). Kanzlei des dortigen Gouverneurs diente. Bei verschiedenen Dienstreisen durch das Gouvernement Olonec zeichnete er zahlreiche volkstümliche Dichtungen, vor allem Bylinen, nach mündlicher Überlieferung auf und widmete sich ethnographi- schen Forschungen, die er zunächst in örtlichen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlichte. Seine 1861-67 erschienene volks- kundliche Sammlung enthält 224 originäre Bylinen, historische Lieder und Balladen und dokumentiert erstmals in großem Umfang den Reichtum der epischen Volksdichtung der Russen und die Lebendigkeit der mündlichen Überlieferung des russischen Nordens. 54. Aleksandr Fedorovic Gil’ferding (Hilferding; 1831- 1872) a. Brief an Jacob Grimm. St. Petersbuig, 7/19. Febr. 1856. 1 Doppelbl. (angebrannt), 21-23 x 40-42, auf 3 S. beschr., 4 S. leer. Beilage: „Stich o golubinoj knige“ (Handschriftl. Nieder- schrift eines geistlichen apokryphen Volksliedes mit einer deutschen Übersetzung). 2 Doppelbl. (angebrannt), 21-23 x 40-42, auf 8 S. beschr. Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz Berlin: Nachlaß Grimm 1128 60
b, Onezskie byliny zapisannye A.E GiTferdingom letom 1871 goda. Izdanie cetvertoe. Podgotovka teksta i kommentarij A*L Nikiforova i G.S. Vinogradova (Bylinen aus dem Onega-Gebiet, aufgezeichnet von A.F. Gilferdlng im Jahre 1871. Vierte Ausgabe. Hrsg. u. komm. vw AL Nikiforov u. G.S. Vinogradov). 3 Bde, Moskau-Leningrad: Nauka, 1949-1951. VIII, 735 S.; 4 BIL, 811 S,; 670 S. 8° Institut für Slawische Philologie Marbuig: Ee 1808/1 A.E Hilferding wurde in Warschau geboren. Er studierte in Moskau und stand dort den Slawophilen um A.S. Chomjakov und K.S. Aksakov nahe, 1856 war er Konsul in Bosnien und der Herzegowina, versah später in Rußland verschiedene admini- strative Ämter und wirkte auch als Professor an der Universität in St. Petersbuig, Während seine sprachhistorischen Arbeiten z.T. gewagte Spekulationen enthielten und von vielen Gelehrten der Zeit abgelehnt wurden, erlangte er mit seinen volks- kundlichen Sammlungen bleibende Anerkennung, Darin ist auch der Einfluß Grimmschen Gedankenguts zu spüren, zumal Hilferding bei einem Aufenthalt in Berlin (vor Febr. 1856) persönlich mit Jacob Grimm zu einem Gedankenaustausch über Fragen der slawischen Philologie und Volkskunde zusammen- traf. Hilferdings bedeutendste Leistung ist seine im nord- russischen Onega-Gebiet nach mündlicher Überlieferung auf- gezeichnete Bylinensammlung, die durch die exakte Berück- sichtigung der sprachlichen und poetischen Eigenarten der einzelnen Sänger bis heute von unschätzbarem Wert ist. In zweimonatiger Arbeit zeichnete Hilderding im Frühjahr 1871 von 70 verschiedenen Sängern 318 Bylinentexte auf; bei seiner zweiten volkskundlichen Expedition in den russischen Norden im Sommer 1872 starb er jedoch, so daß seine Sammlung erst nach seinem Tode erscheinen konnte. Die von Kireevskij, Rybnikov und GiFferding begonnenen Sammlungen von russischen Sagen und epischen Liedern wurden in zahlreichen weiteren Gegenden Rußland bis in das zwanzigste Jahrhundert (von A.V. Markov, A.D. Grigor’ev, N.E. Oncukov, V.L Miller, B,M. u* Ju.M, Sokolov, V.Ja* Propp, B.N. Putilov u,a.) fortgesetzt* Die verschiedenen Aufzeichnun- gen dokumentieren eine z.T. bis in unsere Tage lebendig gebliebene mündliche Überlieferungstradition. Die wissenschaftliche Dokumentation des russischen Volks- bilder bogens 55. Dmitrij Aleksandrovic Rovinskij (1824-1895) Russkie narodnye kartinki (Russiche Volksbilderbogen). 5 Bände (Text) und 3 Bände (Atlas). St. Petersbuig: Tipografija imperatorskoj akademii nauk, 1881-1893, XVI, 509; 530; 750; 788; 567 S.; Atlas unpag* (= Sbomik otdelenijarusskogo jazyka i slovesnosti imperatorskoj akademii nauk, 23-27), Privatbesitz Marburg In der zweiten Hälfte des 19, Jahrhunderts erschien auch die erste umfassende wissenschaftliche Dokumentation des russi- schen Volksbilderbogen von DA. Rovinskij, die heute das Standardwerk zu diesem Thema darstelll. Sein Verfasser wurde in Moskau geboren und studierte in St. Petersburg. Er diente in verschiedenen Gerichtsbehörden und war seit 1866 in wichtigen leitenden Funktionen tätig, Rovinskij interessierte sich sehr für die Druckgraphik und trug u.a. eine einzigartige Sammlung russischer Volksbilderbogen zusammen, die er wissenschaftlich auswertete. Russische Märchen- und Sagenerzähler im Porträt (Beispiele) 56. Zeichnungen von A.I, Zuev (1921) a. Porträt Afanasij Jakovlevic Necaev (Maslov). Gouv. Archangelsk (DolgoscePe/Mezenskij uezd), Bleistift, 21,5 x 17,2 (Zeichnung), 30,5 x 20 (Karton), mit aufgekl. hs. Zetteln; bez. u.: „Skazocnik i koldurT (Märchen- erzähler und Zauberer) Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus: Ruk* otd., razrjad 5, koll. 12, papka 5 , Nr* 29 b. Porträt Efrem Osipovic Circov. Gouv. Archangelsk (Nemjuga/Pinezskij uezd). Bleistift, 21,5 x 16,9 (Zeichnung), 31,9 x 22,4 (Karton), mit aufgeklebten hs. Zetteln; bez.: JspoIniteF duchovnych stichov“ (Interpret geistlicher Verse). Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus: Ruk, otd., razrjad 5, koll* 12, papka 5 , Nr. 17 c* Porträt Nikita Prokofsevi£ Krycakov, Gouv, ArchangeTsk (Kar’epole/Pinezskij uezd). Bleistift und Buntstift, 17,1 x 22 (Zeichnung), 31,7 x 19,8 (Karton), mit aufgeklebten Zetteln. Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus: Ruk. otd., razrjad 5, koll. 12, papka 5 , Nr. 20 d, Porträt UTjana Ignat’evna Krycigina, Gouv. ArchangeTsk (Kar’epole/Pinezskij uezd), Bleistift, 21,5 x 16,8 (Zeichnung), 31,7 x 19,8 (Karton). Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus: Ruk. otd., razrjad 5, koll. 12, papka 5 , Nr. 24 61
42. Porträt des Märchen- und Sagenerzählers N.P. Krycakov aus dein Dorf Kar’ epoie (Kat. Nr. 56c). e. Porträt Avdot'ja Grigor’evna Ivanova. Gouv. Archangelsk (DolgosceLe/Mczenskij uezd). Bleistift, 21,5 x 16,1 (Zeichnung), 31,4 x 19,4 (Karton). Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus: Ruk. otd., razrjad 5, koll. 12, papka 5 , Nr. 34 f. Porträt Slepan Andreevic Krapivin. Gouv. Archangelsk (Sojana/Mezenskij uezd). Bleistift, 21.5 x 12.1 (Zeichnung), 31,8 x 22,8 (Karton). Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus: Ruk. otd., razrjad 5, koll. 12, papka 5 , Nr. 40 g. Porträt Pavel Nikiforovic Sirokij. Gouv. Archangelsk (Dolgoscere/Mezenskij uezd). Bleistift auf gelbem Hintergrund, im Passepartout, mit zwei aufgeklebten Zetteln: 21,9 x 17 (Zeichnung), 31,3 x 22,5 (Karton); auf dem Passepartout bez.: „IspolniteP pesen i skazoenik“ (Liedersänger und Märchenerzähler). Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus: Ruk. old., razrjad 5, koll. 12, papka 5 , Nr. 34 57. Marija Dmitrievna Krivopolenova (1844-1924) Unbekannter Photograph: Porträt Marija Dmitrievna Krivopo lenova (1844-1924). Photographie, erstes Viertes 20. Jh., 14,7 x 9,8 (Bild), 32 x 19,5 (Karton); bez. u.: „Marija Dmitrievna Krivopolenova skazi tel’nica drevnich bylin, krestjanka ArchangcLskoj gub. Pinezskogo uezda 1844-1924 g“ (Marija Dmitrievna Krivopo lenova, Märchen- und Sagenerzählerin, Bäuerin aus dem Gouvernement Archangelsk. Pinezskij uezd, 1844-1924). Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus: Ruk. otd., razrjad 5. koll. 12. papka 5 . Nr. 54 M.D. Krivopolenova gehört zu den bekanntesten russischen Volkserzählern. Erste Märchen und Sagen aus ihrem sehr großen und z.T. einzigartigen Repertoire wurden 1900 von A.D. Grigor’ev aufgezeichnel und herausgegeben. 43. Porträt der Märchen- und Sagenerzählerin M.D. Krivopo- lenova (Kat. Nr. 57). 62
44. Volkstümlicher Reigentanz (Chorovod) junger Mädchen in dem Dorf Ust’-CH’ma (Pecorskij uezd im Gouv. Archangelsk). Photographie, 1828 (Kal. Nr. 58). 58. Volkskundliche Feldforschung F.M. Morozov: Photographien zweier volkskundlicher Exkur- sionen des Leningrader Instituts für Kunstgeschichte (A.M. Astachova, I.V. Karnauchova, N.P. Kolpakova, A.I. Nikiforov u.a.) in den russischen Norden (1926/1928) mit Ansichten russischer Dörfer und volkstümlicher Bräuche. Schwarz-Weiß- Aufnahmen der Zeit im Format 18 x 12. Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus: Ruk. otd., razrjad 5, koll. 106, papka I (599/Nr. 1366,598/Nr. 1367,591/Nr. 1393, 586/Nr. 1407, 558/Nr. 1472. 488a/Nr. 1503, 492/Nr. 1525,619/ Nr. 2045, 723/Nr. 2254, 677/Nr. 4960, 679/Nr. 4963). 63

III. Die „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm in Rußland Die russische Märchen- und Sagentradition existiert nicht isoliert, sondern in stetiger Wechselwirkung mit anderen volkstümlichen und literarischen Traditionen. Dies zeigt auch die lebendige und reiche Rezeption der großen orientalischen und europäischen Märchensanimlungen (vgL auch Kat. Nr. 22- 24), vor allem aber der „Kinder- und Hausrnärchen“ der Brüder Grimm, die auch in Rußland - neben Afanas’ev - das erfolgreichste Buch mit Märchendichtungen darstellen. Nach- folgend soll dies an einigen Beispielen veranschaulicht werden. 38 Märchen (Bd. 2), dazu ein längeres Vorwort auf den Seiten L XIV der ersten Lieferung, 11 APOAHHfl CKA3KH, COEPAHHMJI EPATbHMH FPHMMAMH. 59. Die erste russische Teilausgabe Narodnye skazki, sobrannye brdt jami Grimmami, Perevod s nemeckogo (Volksmärchen, gesammelt durch die Brüder Grimm. Übersetzung aus dem Deutschen). 2 Bde in 8 Lieferungen (mit jeweils eigenem Titelblatt). St Petersburg: V Tipografii LI. Glazunova, 1862-1864. 1 BL, XIV, 474, in S,; 1 BL, 508, III S. 8D (Zensurdatiim (Bd. 1): 15.1 L1862). Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 18.258.1.5 1/8 Rus.f. Die „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder wurden im Vergleich mit anderen Ländern erst spät in russischen Über- setzungen verbreitet. Vor 1862 lassen sich lediglich Über- setzungen und Bearbeitungen einiger weniger Einzelmärchen nachweisen. 1826 veröffentlichte V.A. Zukovskij in der Zeitschrift „Detskij sobesednik“ (Teil 1, S. 106-110 u, Hö- ll 9) z.B. die Märchen „Carevna-sipovnik“ (Dornröschen) und „Milyj Roland i devica Jasnyj Cvet“ (Der liebste Roland) und beschäftigte sich in der Folge mit der dichterischen Bearbeitung weiterer Texte aus der Grimmschen Sammlung (vgl. Kat. Nr. 42), Auch Aleksandr Puskin kannte verschiedene Grimmsche Märchen über die erste französische Übersetzung (Wear Contes Poitr !’Amüsement des Grands et des Petits Enfans [?]. Paris 1830), die ihm als Grundlage für seine Bearbeitungen in Versform dienten (vgl, Kat, Nr, 43-44). Da sowohl die russische Literatur als auch die russische Philologie sich im zweiten Viertel des 19. Jahrhundert stark an der deutschen Kultur- und Wissenschaftstradition orientierte (vgL auch Kat. Nr. 46ff.)> wurde das Werk der Brüder Grimm zumeist über originale deutsche Ausgaben rezipiert und nicht über Übersetzungen, Erst nach Afanas’evs „Russischen Volksmärchen“ (Kat* Nr. 50) erschienen erste russische Buchausgaben der Grimmschen Märchen, deren übersetzerische Qualität zunächst jedoch eher gering bewertet werden muß. Die erste russische Teilausgabe von 1862-64 enthält in willkürlicher Reihenfolge 48 (Bd. 1) und nEPEBOAK C» BftMEUEArO. KflUKA HEPBAfl. - - c.-irETEHiiJi^rcb. 1:1» TKIIOrt*A41U U. K U A31'II Q B A. 1882. 45. Erste russische Buchausgabe der Märchen der Brüder Grimm. Titelblatt der ersten Lieferung. St. Petersburg 1862 (Kal. Nr. 59). 60. Afanas’evs Übersetzungskritik A.N. Afanas’ev (anonym): O russkom perevode skazok Grimmov. Stat’ja I. M-ka (Über die russische Übersetzung der 65
46. Erste illustr. russische Ausgabe der „ Kinder- und Hausmärchen Umschlag des ersten Bandes. St. Petersburg 1870 (Kat. Nr, 61). 66
Grimmschen Märchen), St. Petersburg 1864. 14 S. 8° (= Sonderdruck aus: Kn. Vestn. [SPb. 1864J Nr. 19). Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 18.54.3.249 Rus.f. A.N. Afanas’ev unterzieht die erste russische Teilausgabe Grimmscher Märchen einer vernichtenden Kritik und bemän- gelt vor allem stilistische Divergenzen: „Der Übersetzer der Grimmschen Sammlung hatte nicht nur das Recht, sondern die unmittelbare Verpflichtung, die treffsicheren Wendungen und bildlichen Ausdrucksformen des russischen Märchenstils zu verwenden; diese Verpflichtung ergibt sich aus der Identität von Märchenmotiven und aus der alten Verwandtschaft der Über- lieferungen bei beiden Völkern, des deutschen und des russischen (...). Es stimmt traurig, wenn man beobachtet, wie die besten Schöpfungen des Volksepos unter der Hand eines nicht dazu berufenen Übersetzers verunstaltet werden...“ (S. 7, 14). 61. Die erste illustrierte Ausgabe Narodnye skazki, sobrannye brafjami Grimmami. Perevod s nemeckogo Sof’i Snessorevoj. V dvuch tomach s tremja portretami i 87 kartinkami (Volksmärchen, gesammelt durch die Brüder Grimm. Übersetzung aus dem Deutschen von Sofja Snessoreva. In zwei Bänden mit drei Porträts und 87 Abbil- dungen). 2 Bde. St. Petersbuig: Izdanie 1.1. Glazunova, 1870- 1871. 5 Bll. XIV, 574, II S.; 3 Bll. IV, 419 S. 8° (Zensurdatum: 4.4.1870 u. 30.10.1871). Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 18.40.7.13 1/2 Rus.f. Neben ovalen Porträts von Jacob und Wilhelm Grimm (Bd. 1, Bl. 3v u. 4v) enthält diese Ausgabe auch das nach Ludwig Emil Grimm nachgestochene Porträt der Dorothea Viehmann (Bd. 2, Bl. 2v) mit der Bez. „Skazocnica“ (Märchenerzählerin). Die Zeichnungen für die beiden Bände stammen von V. Slak und wurden von EV. Klejdcr gestochen. 62. Onkel Paul erzählt Skazki brat'ev Grimmov, pereskazannye Djadeju Pavlom. S 42- mja kartinami (Märchen der Brüder Grimm, nacherzählt von Onkel Paul. Mit 42 Abbildungen [diese z.T. bez.: „S.O. del.“]). St. Petersbuig: Izdanie knigoprodavea D.E Fedorova, 1873. 2 Bll., III, 405 S. 8° Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 18.38.9.15 In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erschienen einige weitere Ausgaben, die jedoch z.T. nur Nacherzählungen oder ungenaue Übersetzungen darstellen. 47. Russische Übersetzung der „Kinder- und Hausmärchen,,. Umschlag. St. Petersburg 1873 (Kat. Nr. 62). 63. Erste Gesamtausgabe Skazki, sobrannye Brat'jami Grimmami. Illjustrirovannye F. Grot-Iogannom i R. Lejnveberom. Perevod s nemeckogo pod redakeiej P.N. Polevogo (Märchen, gesammelt durch die Brüder Grimm. Illustriert von F. Grot-Johann und R. Leineweber. Übersetzung aus dem Deutschen, hrsg. von P.N. Polevoj). St. Petersbuig: Izdanie A.F. Marksa, o.J. [ 1893]. XII, 543 S. 4° (Zensurdatum: 23.11.1893). Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 66-9.101 Rus.f. Diese Ausgabe mit goldgeprägtem Umschlag und zahlreichen, z.T. handkolorierten Illustrationen enthält insgesamt 191 Märchentexte und 8 Kinderlegenden und kann damit als die erste russische Gesamtausgabe der Grimmschen Märchen betrachtet werden. 67
TPM 30J10TblXL BOJIOCA. oahoii 6'hAHoii acenmiiHbi cbiirb. Poaujich OIH> BI» eroy npe^CKasajin, mto y 6bijn> copoMidb, OUT» BCIO JKH3HL Öy^CTI) CMaCTJIIIB'b, a bt> iiiecTHajmaTb jrärb JKeniiTCB na ÄOMepn Kopojin. 48. Illustration und Textbeginn des Märchens „[Der Teufel mit den] drei goldenen Haaren". Moskau 1901 (Kat. Nr. 65a). 68
KA3K11 COBPAHHUH l@PATbflMM ffipMMMAMM. HJM1OCTPHPOBAHHWH <X>. rpon>-IoraHHOM'B m P. JleflHBeöepoM'b PepeBOjn» ci> HiMenf\aro * cojti ptJUKMidl n. h. no/iEBoro. Iluaiiic A. MAPKCA. C.-nETEPBVPri. HeBCKiA npocnexri», Nt 6. Q 50. Beliebte Kindermärchen von den Brüdern Grimm und Perrault. Umschlag. St. Petersburg oJ. (1898; Kal. Nr. 64). 49. Erste russische Gesamtausgabe der „Kinder- und Haus- märchen". Titelblatt. St. Petersburg oJ. (1893: Kat. Nr. 63). europäischer Märchensammlungen, insbesondere von Charles Perrault (vgl. auch Kat. Nr. 23). Die färbig illustrierte Ausgabe enthält folgende Märchen: „Rotkäppchen“, „Dornröschen“, „Sneewittchen“, „Das Lebku- chenhaus“, „Aschenputtel“, „Daumesdick“ und „Die Gänse- inagd“. 64. Grimm und Perrault Bylye nebylicy. Sem’ ljubimych dctskich skazok brat’ev Grimm i Perro. Sostavil A. Ahaev. S 6-ju chromolitografirovannymi risunkami (Ahe Wundergeschichten. Sieben beliebte Kinder- märchen von den Brüdern Grimm und Perrault. Zus.gestellt von A. Ahaev. Mit sechs farblithographierten Zeichnungen). St. Petersburg: Izdanie A.F. Devriena, o.J. [1898]. 4 Bll., 62 S„ I BI. 4° (Zensurdatum: 6.11.1898). Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 20.96.2.145 Die Rezeption der Grimmschen Märchen in Rußland über- schneidet sich nicht selten mit der Rezeption anderer großer 65. Wohlfeile Ausgaben a. Skazki Grimma. S 20-ju risunkami chudoznika N. K-na (Grimms Märchen. Mit 20 Zeichnungen des Künstlers K-n). Moskau: Tipografija Tovariscestva I.D. Sytina. 1901. 1 Bl.. 110. (I) S. 8° (Zensurdatum: 7.11.1897 u. 7.7.1901). Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 34.3.4.60 Rus.f. b. Beg v zapuski mezdu zajeem i ezom (Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel). Moskau: Tipografija T-va Sytina, 1902. 12 S. mit färb. Taf. 8° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik 69
51. Illustration zu dem Märchen „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren". St. Petersburg 1908 (Kat. Nr. 65d). 70
52. Illustration zu dem Märchen „Der Hase und der Igel". Moskau 1902 (Kat. Nr. 65b). 53. Illustration zu dem Märchen „Sneewittchen". Moskau 1917 (Kat. Nr. 65e). c. Sem* voronov. Skazka dlja malen’kich detej. S raskrasennymi kartinkami (Die sieben Raben. Ein Märchen für kleine Kinder. Mit farbigen Abbildungen). Moskau: Izdanie T-va I.D. Sytina, 1908. 8 S. mit 6 Farbtaf. 8° Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: ^4.84.4.162 d. Skazki Brat’ev Grimmov, pereskazannye Djadeju Pavlom. S 9-t’ju chromolitografirovannymi kartinami chudoznika V.S. Krjukova (Märchen der Brüder Grimm, nacherzählt von Onkel Paul. Mit neun farblithographierten Bildern des Künstlers V.S. Krjukov). St. Petersbuig: Cetvertoe izdanie V.I. Gubinskogo, o.J. [1908). 3 Bll., 322 S., 1 Bl. (Inh.), 5 Bll. (Werbung). 8° Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 37.5.7.31 Rus.f. Diese äußerst wohlfeile und in großer Auflage erschienene Ausgabe trägt auf dem Titelblatt den Zusatz „Von der Unterrichtskommission des Ministeriums für Volksbildung zugelassen für Schulbibliotheken (...) sowie unentgeltliche Volksbibliotheken und Lesesäle“. e. VI. Majstrach (Hrsg., Bearb.): Belosnezka. (Izlozeno primeniteLno k Grimmu). S sest’ju raskrasennymi risunkami chudoznika Petrova (Sneewittchen. (Dargestellt nach Grimm). Mit sechs farbigen Zeichnungen des Künstlers Petrov). Moskau: KnigoizdatePstvo Torgovogo Doma Evdokija Konovalova i K° (Tip. T-va LD. Sytina), 1917. 24 S. 8° Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 34.104.8.283 Rus.f. 71
66. Frühe sowjetische Ausgaben 67. Eine Wolgadeutsche Ausgabe a. Krasnaja sapocka. Skazka dlja malen’kich detej. Risunki chudoznika S. Gol’dmana (Rotkäppchen. Ein Märchen für kleine Kinder. Zeichnungen des Künstlers S. Gol'dman). Odessa: Knigoizdatel’slvo „Odespol igraf‘, o.J. [um 1920). 1 BI., 16 S. 8° Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 38/4647 b. Sem’ voronov. Skazka. Risunki A. Ovanesova (Die sieben Raben. Ein Märchen. Zeichnungen von A. Ovanesov). Rostov: Rostovskoe otd. Gosudarstv. Izdatel’stva, 1922. 4 unpag. Bll. 4° Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 37.61.2.195 Brüder Grimm. Märchen. Vcrantw. Redakteur: H. Tamke. Engels [Pokrovsk): Deutscher Staatsverlag, 1941. 130 S. 4° Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM Acc. Gr. 1984.13 Die von einem anonymen Künstler illustrierte sowjetdeutsche Ausgabe enthält 34 der bekanntesten Märchen der Brüder Grimm. Sie konnte noch kurz vor dem Überfall Hitlerdeutsch- lands und der Zwangsumsiedlung der Wolgadeutschen nach Kasachstan und in andere entlegene Teile der Sowjetunion in der Hauptstadt der Wolgadeutschen ASSR erscheinen (Druck- freigabe am 5.4.1941; Auflage: 75.000). c. Krasnaja sapocka. Skazka. Risunki V. Konasevica (Rotkäpp- chen. Ein Märchen. Zeichnungen von V. Konasevic). St. Petersbuig-Berlin: Izdatel’stvo Z.I. Grzebina, 1923. 8 S. 4° Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 33/85 BRÜDER GRIMM 54. Rotkäppchen. Ein Märchen. Zeichnungen von V. Konasevic. Umschlag. Petersburg-Berlin 1923 (Kat. Nr. 66c). 55. Die Märchen der Brüder Grimm in einer Wolgadeutschen Ausgabe. Engel’s 1941 (Kal. Nr. 67). 72
1 jr phcvhkm — — — — — — — — — A.OBAHECOBA POCTOßCkOE OTA. rOCVAAP. MÖßATEAbCT. 1 9 2. r. 56. Die sieben Raben. Ein Märchen. Zeichnungen von A. Ovanesov. Umschlag. Rostov 1922 (Kat. Nr. 66b). 73
68. Moderne sowjetische Ausgaben nach 1945 Die Sowjetunion gehört zu den Ländern mit der größten Verbreitung der „Kinder- und Hausmärchen“. Allein in russischen Übersetzungen und Bearbeitungen lassen sich mehrere Hundert verschiedene Ausgaben in millionenfacher Auflage nachweisen sowie zahlreiche weitere Übersetzungen in fast alle wichtigen nichtrussischen Sprachen des Sowjetreiches. Neben einigen neueren Übertragungen (vor allem A. Naumen- ko) dienen dabei jedoch zumeist die Übersetzungen von G.N. Pelnikov (1894-1971) als Grundlage. Eine wissenschaftliche russische Gesamtausgabe unter der Redaktion von I. Levin in Leningrad befindet sich in Vorbereitung. Aus der großen Fülle des Materials können hier nur einige Beispiele aus verschiedenen Regionen der Sowjetunion vorge- stellt werden. a. Brat’ja Grimm. Skazki. Podbor tekstov, pojasnenija i slovar’ O.Ja. Moskalenko (Brüder Grimm. Märchen. Textauswahl, Worterklärungen und Wörterbuch von OJa. Moskalenko). 111.: G. Zab’jalova. Moskau: Izdatel’stvo literalury inostrannych jazykov,21959. 104 S. 8° Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM 1960 A 1783 Sowjetische Unterrichtslektüre für Studenten des zweiten und dritten Semesters an allgemeinbildenden Hochschulen. b. Brat’ja Grimm. Chrabryj portnjazka. Nemeckie skazki (Brüder Grimm. Das tapfere Schneiderlein. Deutsche Mär- chen). 111.: B.A. Spornikov. Omsk: Omskoe kniznoe izdatel’stvo, 1960. 24 S. mit färb. III. 8° Auflage: 100.000 Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM 1960 A 2326 c. Brat’ja Grimm. Gorsok kasi. Skazka (Brüder Grimm. Der süße Brei. Ein Märchen). III.: V. Konasevic. Leningrad: Gos. izd. detskoj literalury Ministerstva prosvescenija RSFSR, 1964. 12 S. mit färb. III. 4° (Weitere Aull. 1967). Auflage: 400.000 (1964) u. 300.000 (1967) Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM 1965 B 75a u. 1968 B 47 XPOBPblfl nopTHstmna 57. Das tapfere Schneiderlein. III.: B.A. Spornikov. Umschlag. Omsk 1960 (Kat. Nr. 68b). 58. Die sieben Schwaben. III.: V. Konasevic. Umschlag. Leningrad 1966 (Kat. Nr. 68d). 74
59. Märchen der Brüder Grimm. IIL E. Monin. Titelblatt. Moskau 1976 (Kat. Nr. 68h). d. Brat'ja Grimm. Semero chrabrecov. Umnaja EP za. Pereskaz s nemeckogo A. Vvedenskogo pod red. S. Marsaka (Brüder Grimm. Die sieben Schwaben. Die kluge Else. Aus dem Dt. nacherzählt von A. Vvedenskij unter der Red. von S. Marsak). IIL: V. Konasevic. Leningrad: Detskaja literatura, 1966. 16 S. mit färb. 111. 4C (Weitere Aull. u.a. 1979 u. 1985). Auflage: 100.000 (1966), 300.000 (1979) u. 1.000.000 (1985) Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM 1967 B 146, BGM Acc. Gr. 1979.625 u. 1986.511 e. Skazki. Perevod s nemeckogo Grigorija Petnikova (Märchen. Übersetzung aus dem Deutschen von Grigorij Petnikov). IIL: G. Poplavskij. Minsk: Narodnaja Asveta, 1967. 262 S. 8° Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM 1973 A 1663 f. Skazki brat’ev Grimm. Kniga dlja ctenija na nemeckom jazyke v VII-VIII klassach srednej skoly. Obrabotka, pojasnenija i slovar* D.A. Sefer (Märchen der Brüder Grimm. Lesebuch in deutscher Sprache für die Klassen VII bis VIII der Mittelschule. Bearbeitung, Worterklärungen und Wörterbuch von D.A. Sefer). Moskau: Prosvescenie,31969. 112 S. 8° Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM 1970 A 706 g. Brat'ja Grimm. Beljanocka i Rozocka. Skazka (Brüder Grimm. Schneeweißchen und Rosenrot. Ein Märchen). IIL: A. Ermolaeva. Moskau: Malys, 1973. 14 Bll. mit färb. IIL 4° Auflage: 300.000 Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM Acc. Gr. 1985.359 h. Brat Ja Grimm. Skazki. Pereskaz B. Zachodera i dr. (Brüder Grimm. Märchen. Nacherzählung von V. Zachoder u.a.). IIL: E. Monin. Moskau: Malys, 1976. 135 S. Querformat 8° Auflage: 200.000 Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM Acc. Gr. 1985.362 75
i. Brat'ja Grimm. Bremenskie muzykanty. Skazka. Pereskazal dlja detej A. Vvedenskij (Brüder Grimm. Die Bremer Stadt- musikanten. Ein Märchen. Nacherzählt für Kinder von A. Vvedenskij). Leningrad: Dctskaja literatura, 1978. 16 S. 8° Auflage: 1.000.000 Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM Acc. Gr. 1979.268 j. Brat'ja Grimm. Skazki. Perevod s nemeckogo G. Petnikova (Brüder Grinim.Märchen. Übersetzung aus dem Dt. von G. Petnikov). IIL: N. Cejtlin. Moskau: Chudozestvennaja literatura, 1978. 509 S. mit färb. 111. 4° Auflage: 350.000 Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM Acc. Gr. 1978.233 Die Ausgabe enthält alle 200 Texte der Grimmschen Sammlung, jedoch nicht die Kinderlegenden sowie den Anhang der „Kinder- und Hausmärchen“. 60. Illustration zu dem Märchen „Der Teufel und seine Großmutter**. Zeichnung von A.G. u. V.G. Traugot. Leningrad 1979 (Kat. Nr. 68k). 61. Die Bremer Stadtmusikanten. III.: N. Cejtlin. Umschlag. Moskau 1978 (Kat. Nr 68i). k. Skazki brat'ev Grimm. Sostavilel' i avtor vslupilel'noj slat'i Vladimir V. Keler (Märchen der Brüder Grimm. Zus.gest. u. eingeleitet von V. Keler). 111.: A.G. u. V.G. Traugot. Leningrad: Chudoznik RSFSR. 1979. 303 S. mit färb. III. 8° Auflage: 100.000 Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM Acc. Gr. 1980.527 1. Brat'ja Grimm. Belosnezka i sein* gnomov. Pereskazal Ju. Plastov (Brüder Grimm. Sneewittchen und die sieben Zwerge. Nacherzählt von Ju. Plastov). IIL: Tamara Jufa. Petrozavodsk: Karelija, 1981. 24 S. mit färb. IIL 8° Auflage: 500.000 Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM Acc. Gr. 1982.654 76
in. Skazki brat’ev Grimm. Perevod s ncmeckogo G. Petnikova (Märchen der Brüder Grimm. Übersetzung aus dem Dl. von G. Petnikov). III.: E. Sokolov. Volgograd: Nizne-volzskoe kniznoe i/datelstvo. 1981. 128 S. mit färb. II). 4° Auflage: 100.000 Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM Acc. Gr. 1982.616 u. 619 n. Brat’ja Grimm. Skazki. Perevod G. Eremenko. Percskaz A. Vvedenskogo i dr. (Brüder Grimm. Übersetzung aus dem Dl. von G. Eremenko. Nacherzählt von A. Vvedenskij u.a.). III.: G. Burmagina. Archangelsk: Severo-zapadnoe kniznoe izda- tel'stvo, 1983. 64 S. mit zweifarb. III. 8° Auflage: 300.000 Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM Acc. Gr. 1984.264 Enthält neun bekannte Grimmsche Märchen. o. Brat’ja Grimm. Bremenskie muzykanty. Pereskaz A. Vvedenskogo (Brüder Grimm. Die Bremer Stadtmusikanten. Nacherzählt von A. Vvedenskij). III.: O.A. Slukaturova. Celjabinsk: Juzno-uralskoe kniznoe izdatel’stvo, 1984. 16 Bll. mit färb. 111. 4° Auflage: 550.000 Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM Acc. Gr. 1985.555 p. Brat’ja Grimm. Skazki. Perevod s ncmeckogo G. Petnikova (Brüder Grimm. Märchen. Übersetzung aus dem Dt. von G. Petnikov). III.: Boris Zankov. Kisinev: Literatura artistike, 1983. 384 S. 8° Aullage: 200.000 Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM Acc. Gr. 1986.510 q. Brat’ja Grimm. Skazki. Dlja mladsego skol'nogo vozrasta. Sostavitel' K. Karmenjan. Perevod s nemeckogo G. Petnikova, V. Val'dmana (Brüder Grimm: Märchen. Für Kinder im jüngeren Schulaller. Zus.gest. von K. Karmenjan. Übersetzung aus dem Dt. von G. Petnikov u. V. Val'dman). Erevan: Sovetakan Groch, 1984. 224 S. 8° Auflage: 150.000 Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM Acc. Gr. 1985.246 u. 509 r. Brat’ja Grimm: Skazki. Perevod s nemeckogo G. Petnikova (Brüder Grimm: Märchen. Übersetzung aus dem Dt. von G. Petnikov). III.: Boris Zankov. Fnmze: Kyrgyzstan, 2I984. 544 S. 8° Auflage: 100.000 Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM Acc. Gr. 1985.170 s. Brat’ja Grimm. Zolotoj gus'. Pereskaz A. Vvedenskogo i dr. (Brüder Grimm. Die goldene Gans. Nacherzählt von A. Vvedenskij u.a.). III.: Ol’ga Kondakova. Moskau: Detskaja literatura. 1984. 128 S. mit färb. III. 4 (Neue Auflage: 1989) Auflage: 100.000 (1984), 200.000 (1989) Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM Acc. Gr. 1984.430 u. BGM Acc. Gr. 1989.665 Diese von der sowjetischen UNESCO-Kommission geförderte Ausgabe enthält 12 Märchentexte sowie verschiedene erklären- de und erzählend-kommentierende Texte zur Entstehung und Geschichte der Grimmschen Märchensammlung für Kinder von K. Sergienko. t. 1z skazok brat’ev Grimm. Babuska Metelica. Perevod s nemeckogo G. Eremenko (Aus den Märchen der Brüder Grimm. Frau Holle. Übersetzung aus dem Dt. von G. Eremenko). III.: K.S. Kozlova. Stavropol’: Slavropol’skoe izdatel’stvo. 1985. 8 Bll. mit färb. III. 4° Auflage: 500.000 Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM Acc. Gr. 1988.327 u. Brat’ja Grimm. Skazki. Perevod s nemeckogo G. Petnikova. Sostavlenie 1. Soloduninoj. Posleslovie G. Sevcenko (Brüder Grimm. Märchen. Übersetzung aus dem Dl. von G. Petnikov. 62. Märchen der Brüder Grimm. III.: S. Goloscapov. Umschlag. Moskau 1987 (Kal. Nr. 68u). 77
63. Der arme Müllersbursch und das Kätzchen. Das Waidhaus. Schallplatte. Leningrad 1987/89 (Kat. Nr. 68w). Zus.gest. von I. Solodunina. Nachwort von G. Sevcenko). 111.: S. Goloscapov. Moskau: Pravda, 1987. 480 S. 8° (Neue Auflage: 1989) Auflage: 800.000 (1987) u. 500.000 (1989) Privalbcsitz Marburg v. Brai ja Grimm. Skazki. Perevod s nemeckogo G. Petnikova (Brüder Grimm. Märchen. Übersetzung von G. Petnikov). III.: M. Sorkin. Taskent: Julduzca, 1987. 464 S. 8° Auflage: 600.000 Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM Acc. Gr. 1988.800 78
w. Bednyj rabotnik s mel’nicy. Lesnaja izbuska. Po motivam skazok Br. Grimm. Inscenirovki G. Gluchovoj (Der arme Müllersbursch und das Kätzchen. Das Waldhaus. Nach Motiven der Brüder Grimm. Inszenierungen von G. Gluchova). Schallplatte 30 cm. Leningrad: Melodija, 1987 (1989). Privatbesitz Marburg Die Märchen der Brüder Grimm sind in der Sowjetunion vielfach auch in Vertonungen und szenischen Darstellungen verbreitet; dies kann hier nur angedeutet werden. x. Malen’kie celovecki. Skazki brat’ev Grimm. Pereskaz s nemeckogo A. Vvedenskij pod redakciej S. Marsaka (Die Wichtelmänner. Märchen der Brüder Grimm. Aus dem Dl. nacherzählt von A. Vvedenskij unter der Redaktion von S. Marsak). 111.: V Vtorenko. Rostov am Don: Rostovskoe kniznoe izdatel’stvo, 1986. 32 S. mit z.T. färb. 111. 8° Auflage: 100.000 Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM Acc. Gr. 1990.340 Enthält die Märchen „Die Wichtelmänner“, „Das tapfere Schneiderlcin“, „Die Bremer Stadtmusikkanten“ und „Der süße Brei“. y. Brat’ja Grimm. Skazki. Elenbergskaja rukopis’ 1810 s kommentarijami. Perevod Aleksandra Naumenko (Brüder Grimm. Märchen. Die Ölenberger Handschrift von 1810 mit Kommentaren. Übersetzung von Aleksandr Naumenko). 111.: V. Ivanjuk. Moskau: Kniga, 1988. 445 S. 8° Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM Acc. Gr. 1989.34 Russische Erstausgabe der Urhandschrift der „Kinder- und Hausmärchen“; von demselben Übersetzer stammen auch Übersetzungen unbekannter Märchen der Brüder Grimm aus ihrem Nachlaß. 64. Die drei Brüder. Ein Märchen. lll.:Ju. Lysko. Moskau 1990 (Kat. Nr. 68w). z. Brat’ja Grimm: Tri brata. Skazka. Pereskazal s nemeckogo A. Vvedenskij (Brüder Grimm: Die drei Brüder. Ein Märchen. Nacherzählt aus dem Dt. von A. Vvedenskij). 111.: Ju. Lysko. Moskau: Detskaja literatura. 1990. 8 Bll. mit färb. III. 8° Auflage: 5.000.000 (!!!) Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM Acc. Gr. 1990.334 Kleinformatiges Kinderbuch aus der Reihe „Dlja malen'kich“ (Für die Kleinen) des Verlages „Kinderliteratur“. 79

IV. Russische Märchen- und Sagenillustratoren (19. und 20. Jahrhundert) Anränge 69. Stepan Filippovic Galaktionov (1778/79-1854) Illustration zu dem „Märchen vom König Berendej“ (Skazka o care Berendee) von V.A. Zukovskij nach einer Zeichnung von A.P. Brjullov (1798-1877). St Petersbuig, 1833. Kupferstich, 19,6 x 12,2 (Blatt), 10,7 x 8,2 (Darstellung); bez. u.L: „Risov. A.P. Brjullov“, u.r.: „Gravir. S. Galaktionov“. Staatl. Literatur-Museum Moskau: KP 50954/954 (Gr 1732) 65. V.A. Zukovskij: Das Märchen vom König Berendej. III.: S.F. Galaktionov. St. Petersburg 1833 (Kat. Nr. 69). Das Blatt war der ersten Veröffentlichung des Märchens in dem Almanach „Novosel'e“ (St. Petersburg 1833, S. 37-68) bei- gefügt, der von verschiedenen Literaten und Künstlern für den Petersbuiger Verleger A.F. Smirdin veranstaltet wurde. S.F. Galaktionov stach Illustrationen zu zahlreichen Werken der russischen Literatur (u.a. zu A.S. Puskin, LA. Krylov, D.I. Fonvizin, K.N. Baljuskov); als einer der ersten in Rußland verwandte er bereits in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts die Technik der Lithographie. 70. Grigorij Grigor’evic Gagarin (1810-1893) Illustration zu dem „Märchen vom Zaren Saltan“ (Skazka o care Saltane) von A.S. Puskin. Zeichnung aus einem Album V.A. Zukovskijs. 1833-34. Bleistift u. Tusche, 26 x 20,3 (Blatt). Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus (Museum) Lenin- grad: Inv. 4314/65 Der Zeichner und Maler G.G. Gagarin, der bis 1832 vorwiegend in Italien und Frankreich lebte, schuf in den Jahren 1833-1834 auf unmittelbare Anregung Puskins eine Reihe von Illustratio- nen zu verschiedenen Werken des Dichters. 71. RudoFf Kazitnirovic Zukovskij (1814-1886) Lavrentij Avksent’evic Serjakov (1824-1881) Buchillustrationen zu dem Märchen „Das Wunderpferdchen Höckerlein“ von P.P. Ersov: Konek Gorbunok. Ris. (Zeichnun- gen) R.K. Zukovskij: Grav. na der. (Holzstiche) L. Serjakov. Pec. (Druck) E. Scheffer. St. Peterbuig: Izdanie knigoprodavea LP. Krascninnikova, 1861. 130 S. 8° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik Der Zeichner. Lithograph und Maler R.K. Zukovskij war für verschiedene Zeitschriften tätig und illustrierte auch zahlreiche Werke der russischen Literatur (u.a. N.A. Nekrasov). 72. Adol’f losifovic Sarleman (1826-1901) Vasilij Fedorovic Timm (1820-1895) Illustration zu der Ballade „Svellana“ von V.A. Zukovskij. St. Petersburg, 1862. Farblithographie,53,2 x 34,7 (Blatt); bez. u.l. „Ris. A. Sarleman 81
l’paB.waAep. J.(T,pjFKOBi,. II cm. 3. Illril-i'lirp^. 66. P.P. Ersov: Das Wunderpferdchen Höckerlein. III.: R.K. Zukovskij, L.A. Serjakov. St. Petersburg 1861 (Kat. Nr. 71). 82
67. P.P. ErSov: Das Wunderpferdchen Höckerlein. IIL: R.K. Zukovskij, L.A. Serjakov. St. Petersburg 1861 (Kat. Nr. 71). i V. Timm“, u.M.: „Russkij chudozestvennyj listok“, „NN. 3 1862“. Staatl. Literatur-Museum Moskau: KP 49733 (Gr. 1724) Zukovskijs Ballade „Svetlana“ entstand 1814; der Dichter schrieb sie zur Hochzeit seiner Nichte A.A. Protasova (Vbejkova). Sie handelt (Textbeginn auf der IIL: „Raz v krescenskij vecer...“) von dem phantastischen Traum Svetla- nas, in dem sich christliche Vorstellungen mit volkstümlichen Bräuchen vermischen. Das Werk wurde als „Märchen“ verstanden und spielt auch bei der Herausbildung des russischen Kunstmärchens eine Rolle. Das Blatt erschien in Timms monatlich erscheinendem „Russischen Kunstblatt“ (1851-1862). 73. Petr Ivanovic Annenskij (?; Mitte 19. Jh.) a. Buchillustrationen in: Russkie skazki v illjustracijach.Sbornik dlja detej. Skazka o Ivane carevice i serom volke V. Zukovskogo (Russische Märchen in Illustrationen. Sammlung für Kinder. Das Märchen von dem Königssohn Ivan und dem grauen Wolf von V.A. Zukovskij). St. Petersburg: Izdanie M.O. VolTa. o.J. II859J. 33 S. 4° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik b. (?) Buchillustrationen in V.A. Zukovskij: Spjascaja carevna (Die schlafende Schönheit [Dornröschen]). St. Petersburg: Pecatnja V.J. Golovina, 1871. 16 S. 8° (= Narodnoe izdanie. 4). Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: V 9 -386 83
68. V.A. Zukovskij: Svetlana. HL: A.I. Sarleman, V.F. Timm. St. Petersburg 1862 (Kat. Nr. 72). 84
4. Utna 7 koii. CAHKTIlETEPr.ypn., 1871. 70. IT ja aus Murom und der Räuber Nachtigall. III.: N.N. Karazin. Moskau 1893 (Kat. Nr. 74c). 69. V.A. Zukovskij: Die schlafende Schönheit (Dornröschen). III.: PI. Annenskij (?). St. Petersburg 1871 (Kat. Nr. 73b). RI. Annenskij, von dem keine Lebensdaten bekannt sind, wirkte in der Mitte des 19. Jahrhunderts als Zeichner und Karikaturist. Von ihm stammen u.a. auch die Illustrationen zu dem Märchen „Von dem Fischer und dem Fischlein“ von A.S. Puskin (St. Petersbuig 1858). Künstler der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts 74. Nikolaj Nikolaevic Karazin (1842-1908) a. Buchillustrationen in V.P. Avenarius (Ausw. u. Bearb.): Obrazcovye skazki russkich pisatelcj (Mustergültige Märchen russischer Schriftsteller). St. Petersburg: Tipografija A. Vellinga, 1882. 228 S. 8 Staat). Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik b. Buchillustrationen in A.N. Afanas’ev: Russkie detskie skazki. S kartinkami N.N. Karazina (Russische Kindermärchen. Mit Bildern von N.N. Karazin). Moskau: Tipografija E. Lissner, 1883. 306,11 S. 8° Staatliche Öffentliche Sallykov-Scedrin-Bibliolhek Leningrad: 18.156.5.72 Rus. f. c. Buchillustrationen (mit A.V. Prochorov) in V.P Avenarius (Hrsg.): Kniga bylin. Svod cpiceskich obrazcov russkoj narodnoj cpiceskoj poczii (Buch der Bylinen. Sammlung 85
71. Der Mäuse- und Fröschekrieg. Hl.: N.N. Karazin. St. Petersburg 1882 (Kat. Nr. 74a). 86
72. Mikula Selivanovic (Byline). III.: N.N. Karazin. Moskau 1893 (Kat. Nr. 74c) epischer Musterder russischen epischen Volkspoesie). Moskau: Izdanie knigoprodavea A.D. Stupina, 1893. 320. XLI S. 8 Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau.: Oik N.N. Karazin stammte aus Charkow und war u.a. als Schlachtenmaler. Zeichner und Schriftsteller tätig. Als Illustra- tor arbeitete er für zahlreiche in- und ausländische Zeitschriften und Verlage. Seine Zeichnungen umfassen mehr als 3000 Blätter. 76. A. Medvedev Muzik, inedvcd’ i lisa (po Afanas’evu). Skazka dlja detej. S sest’ju original’nymi raskrasennymi kartinami i cemymi risunkami (Der Bauer, der Bär und der Fuchs (nach Afanas’ev). Ein Märchen für Kinder. Mit sechs originalen farbigen Bildern und schwarzweißen Zeichnungen). Moskau: Knigoizdatcl’stvo Torgovogo Doma Evdokija Konovalova i K (Tip. T-va I.D. Sytina). 1916. 24 S. 4° Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 37.58.7.62 75. N.A. Martynov (1882) Buchillustrationen in: Skazka pro kota da pro lisu. Redakcija skazki D.I. Tichomirova. Kartinki chudoznika N.A. Martynova (Märchen von Kater und Fuchs. Märchenredaktion von D.I. Tichomirov. Bilder von dem Künstler N.A. Martynov). Moskau: Izdanie magazina „Nacal’naja skola“, 1882. 9 S. mit 4 Taf. 4 Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 18.157.2.64 87
73. Der Bauer, der Bär und der Fuchs. III.: Ä. Medvedev. Moskau 1916 (Kat. Nr. 76). 88
74. Abb. zw Kat.Nr 77. 77. Elizaveta Merkur’evna Bem (Endaurova; 1843-1914) a. Illustrationen (Schattenrisse) zu dem „Märchen von Groß- väterchen und der Rübe“ (Skazka o dedke i repke). Bilderbogen, Farblithographie mit acht einfarbigen Einzeldar- stellungen sowie farbigen Pflanzenomamenten und Text in einfacher Umrahmungslinie, 42,3 x 62,2 (Blatt), 41 x 59,5 (Darstellung); bez. M.: „Dozvol. cenz. Moskva, 5 dekabrja 1887. Chromo-lit. I.D. Sytina i K’, v Moskve“. Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: E Lis 570 k/4-s 421 (Otdel estampov) 89
75. Der Krieg der Pilze. III.: E.D. Polenova. 1889 (Kat. Nr. 79a). 90
76. Der Krieg der Pilze. IIL: E.D. Polenova. 1889 (Kat. Nr. 79a). b. (III. Buchausgabe) Skazka o dedke i repke. Kartinki E. Beni (Märchen von Großväterchen und der Rühe. Bilder von E. Beni). Moskau: Tipo-Iit. T-va I.N. Kusnerev i K°, o.J. 8 Bll. 8° (= Biblioteka dlja detej I. Gorbunova-Posadova). Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: Rus.f. E.M. Bein wirkte als Zeichnerin und Scherenschneiderin in St. Petersbuig. Sie schuf u.a. Illustrationen zu Werken von Nekrasov, Turgenev, Tolstoj und Garsin und war für verschie- dene Zeitschriften tätig, u.a. auch für die Kinderzeitschriften „Igrusecka“ (Spielzeug', 1882-86) und „Maljutka“ (Kindchen; 1886-87). 78. Ivan Stepanovic Panov (1845-1883) Buchillustrationen in P. Polevoj (Bearb.): Narodnye russkie skazki (Russische Volksmärchen). St. Petersbuig: Tipografija i chromolitografija A. Transelja. 1874. 322 S. 8° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik I.S. Panov wirkte als Zeichner und Radierer in St. Petersbuig. vor allem im Bereich der Buchillustration und Gebrauchs- graphik. 79. Elena Dmitrievna Polenova (1850-1898) a. Illustrationen zu dem Märchen ..Krieg der Pilze“ (Vojna grihov). 80er Jahre des 19. Jahrhunderts (Vorlagen zur Buch- ausgabe von 1889). Aquarell u. Deckweiß. 4 Bll., 22,5 x 15; BI. 2 u. 4 bez. r.u.: ..F.P.“. Staatl. Literatur-Museum Moskau: KP 6863/1-2 u. 6864/1-2 91
77. Der Krieg der Pilze. III.: E.D. Polenova. 1889 (Kat. Nr. 79a). 92
b. (Buchillustration) Vojna gribov. Narodnaja skazka. Risunki E. Polenovoj (Krieg der Pilze. Ein Volksmärchen. Zeichnungen von E. Polenova). Moskau: Fototip. R.Ju. Tile, 1889. 5 Bll. aus dickem Karton. 4°; auf BI. Ir: „Dozvoleno ccnzuroju Moskva 4 nojabrja 1889 g.“ Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 18.285.6.39 c. Russkie narodnye skazki i pribautki. Pereskazannye dlja detej i illjustrirovannye E.D. Polenovoj (Russische Volksmärchen und Scherze. Für Kinder nacherzählt und illustriert von E.D. Polenova). 2 (ungez.) Bde. Moskau: Sklad izdanija u 1. Knebel’, o.J. [1912]. 16 S. mit 6 ganzseit. färb. III.; 4° Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 66-9/207 u. 66-9/208 E.D. Polenova beschäftigte sich sehr mit der allrussischen Kunst und erweckte auch die volkstümliche Schnitzerei und Textil- kunst zu neuem Leben. Ein großer Teil ihres Schaffens ist der russischen Volksdichtung gewidmet, die sie literarisch und künstlerisch bearbeitete. 80. Nikolaj Alekseevic Bogatov (1854-1935) a. Illustrationen (Schattenbilder) zu dem Märchen „Das purpurrote Blümchen“ (Alenkij cvetocek) von S.T. Aksakov. Moskau, Ende der 70er od. Anfang der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts. Bleistift, schwarze Gouache, Deckweiß auf Karton, 3 BIL, 23,8 x 22,5 (Blatt), 21 x 21 (Darstellung i. Staatl. Literatur-Museum Moskau: KP 1482, 1484 u. 1486 b. (?) Illustrationen (Schattenbilder) zu dem „Märchen von dem Popen und seinem Knecht Trottel“ (Skazka o pope i ego rabotnike Balde) von A.S. Puskin. Moskau, Ende der 70er od. Anfang der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts. Bleistift, Tusche (Abschattierung), Deckweiß, 2 BIL, 24,5 x 22,5 (Blatt), 20,8 x 21 (Darstellung). Staatl. Literatur-Museum Moskau: KP 27634 u. 27636 Die Schattenbilder waren bestimmt für einen „volsebnyj fonar’“ (Laterna magica) und standen in Zusammenhang mit der Zeitschrift gleichen Namens, die seit 1878 erschien. c. Buchillustrationen in V.A. Gatcuk (Hrsg.; Bearb.): Skazki russkogo naroda. Risunki N.A. Bogatova (Märchen des russischen Volkes. Zeichnungen von N.A. Bogatov). 7 Hefte [zus.gebunden; mit wechselnden Angaben]. Moskau: Tipogra- fija V.A. Gatcuk (D. Cemysevskij), 1894-95. 224 S. 8° (= Illjustrirovannaja biblioteka Krestnogo Kalendarja). Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 18.173.3.55; 1/7 N.A. Bogatov wirkte als Zeichner, Maler und Gebrauchs- graphiker in Moskau und hat zahlreiche Bücher illustriert. 78. A.S. Puskin: Das Märchen von dem Popen und seinem Knecht Trottel. Ul.: N.A. Bogatov (?). Um 1880 (Kat. Nr. 80b). 93
llbAHl» KVflBMkCKin CUHk ilÜXIlGtAfcr V EjBliy*K?AC>*> 79. Ivan Königssohn und der graue Wolf. III.: V.P. Ovsjanikov. St. Petersburg 1895 (Kat. Nr. 81). 80. Der Kaufmannssohn Ivan raubt die wunderschöne Elena. IIL: V.P. Ovsjanikov. St. Petersburg 1895 (Kat. Nr. 81). 81. Ein Märchenalbum (1895) Al’bom gravjur-illjustracij k russkim narodnym skazkam (Album mit Druckgraphiken und Illustrationen (verschiedener Künstler) zu russischen Volksmärchen). St. Petersburg: Izdanie N.E Mertca, 1895. II BIL, Phototypie aus Holzstich, 29,5 x 39,5 (Quer- und Hochformate). Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus (Museum) Lenin- grad: Inv. 71959-71968 jagy) von M.P. Klodt, „Das Märchen von Ivan Königssohn und dem grauen Wolf1 (Skazka o Ivane Carevice i serom volke) von V.P. Krasnucha, „Zmej Gorinyc, der Feuerdrachek\ „Vasilij Buslaevic“, „Von Ivan Königssohn und dem grauen Wolf \ „Das Luftschiff" (Letucij korabP) und „Der Kaufmannssohn Ivan raubt die wunderschöne Elena“ (Ivan kupeceskij syn pochiscael Elenu-krasu) von V.P. Ovsjanikov sowie „Das Märchen von der toten Zarentochter und den sieben Brüdern“ (Skazka o mertvoj carevne i semi bratfach) von R.E Stejn. Das Album erschien als Beilage zur Zeitschrift „Sever“ (Der Norden) und enthält außer dem Titelblatt zehn Märchen- und Sagenillustrationen: „Grauschimmel Braunchen“ (Sivka-burka) und „Das Märchen vom Zaren Saltan" (Skazka o care Sultane) von A. Cikin, „Der fliegende Teppich“ (Letucij kover) von N.N. Karazin. „Ein Recke bei der Hexe Baba-Jaga“ (Vitjaz9 u baby- 94
C II B K A • B y P K A B t m A II K A V P K A. Opitntiia.iMii.m piicyitoKi. A. 'IitKiiHa. 8/. Grauschimmel Braunchen. III.: A. Cikin. St. Petersburg 1895 (Kal. Nr. 81). 95
82. Die Königstochter. Bilderbogen. Moskau 1885 (Kal. Nr. 82) 96
83. Der Soldat und die Teufel. Bilderbogen. Moskau 1893 (Kat. Nr. 91). Bilderbogen am Ende des 19. Jahrhunderts 82. Unbekannter Künstler (1885) Illustration zu dem Märchen ..Die Königstochter“ (Car'-devica. (Skazka)). Bilderbogen. Farblithographie (ohne Umfassungslinie), 47.4 x 36 (Bild), 57,3 x 43 (Blatt): bez. u.L: „Dozv. Cenzuroju 27. nojabrja 1885 g.“; u.r.: „Chromolitografija A.V. Morozova“. Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus Leningrad: Ruk. otd. 106.4.1580 83. Unbekannter Künstler (1885) Illustration zu dem Märchen „Das Wunderpferdchen Hök- kerlein“ (Konek Gorbunok). Bilderbogen. Farblithographie (mit in den Ecken ornamentierter Umfassungslinie), 39,5 x 50,7 (Bild), 43,6 x 56,9 (Blatt): bez. u.L: „Dozv. Cenz. Moskva 4 dekabrja 1885 g.“; u.r.: „Pec. v Chromo-Lil. A.A. Abramova v Moskve“. Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus Leningrad: Ruk. otd. 106.4.1692 97
Kot; »um'M MitptaiK«» riw Kon uoMRh<_iu ii epo<}**'1 ik M-qiniaiiK*. • pO.lONl. MMRK* runnrfc epouiut,-« mupoy.n. K»>fn* h<> I iwiti. rocn ll iuo»ct.xv»o.toerelL—tu» .rt. 84. Der Mäusekrieg. Bilderbogen. Moskau, Ende 19. Jh. (Kat. Nr. 92). 84. Unbekannter Künstler (1889) 85. Unbekannter Künstler (1889) Illustration zu dem Heldenmärchen „Der berühmte, starke und tapfere Bova Korolevic (Königssohn) besiegt den Recken Polkan“ (Slavnyj sil'nyj i chrabryj Bova Korolevic poraiaet Polkana Bogatyrja). Bilderbogen, Farblithographie (mit Umfassungslinie), 28 x 39,3 (Bild), 31,7 x 43,8 (Blatt); bez. u.r.: „Dozvol. cenzur. Moskva 22 aprelja 1889 g. Chromo-litografija V. Vasil’eva (...) v Moskve“. Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus Leningrad: Ruk. otd. 106.4.441 Illustration zu dem „Russischen Volksmärchen von dem Recken Ivan und der Froschprinzessin“ (Russkaja narodnaja skazka o Ivane bogatyre i ljaguske carevne). Bilderbogen, Farblithographie (mit schwarzer Umfassungslinie), 36,9 x 53,6 (Bild), 43,6 x 56,7 (Blatt); bez. u.l.: „Dozvoleno Moskovskoj Cenzuroj 4 Nojabrja 1889 goda“; u.r.: „Chromo- Litografija A.I. Strel’nova (...) v Moskve“. Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus Leningrad; Ruk. otd. 106.4.1555 98
86. Unbekannter Künstler (1889) Illustration zu dem russischen Volksmärchen „Die böse Stief- mutter und Zauberin“ (Russkaja narodnaja skazka. Macicha volsebnica). Bilderbogen, Farblithographie (mit schwarzer Umfassungslinic u. vierspaltigem Text), 36,7 x 54 (Bild), 43,3 x 56,6 (Blatt); bez. u.l.: „Dozvoleno Moskovskoj cenzuroj 4 Nojabrja 1889 goda“; u.M.: „Chromo-Litografija A.I. Strel’cova“; u.r,: „(.,.) v Moskve“. Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus Leningrad: Ruk. otd. 106.4.1568 87. Unbekannter Künstler (1890) Illustration zu den russischen Märchen und Sagen „Der starke, tapfere Recke Il’ja aus Murom besiegt den Räuber Nachtigall“ (Sil’nyj Chrabryj Bogatyr’ Il’ja Muromec porazaei Solov’ja razbojnika), „Der berühmte, starke und tapfere Bova Korolevic besiegt den Recken Polkan“ (Slavnyj Sil’nyj i Chrabryj Bova Korolevic porazaet Polkana Bogatyrja), „Der berühmte, starke und tapfere Recke Eruslan Lazarevic reitet auf dem großen Zauberdrachen“ (Slavnyj Sil’nyj i Chrabryj Vitjaz’ Eruslan Lazarevic edet na cudo veiikom zmee) und „Der berühmte, tapfere Recke und Königssohn Ivan reitet auf dem grauen Wolf, fuhrt den Feuervogel und die wunderschöne Elena mit sich...“ (Slavnyj Chrabryj bogatyr’ Ivan Carevic edet na Serom Volke, vezet Zar pticu i Elenu Prekrasnuju...). Bilderbogen, Farblithographie (mit vier Einzeldarstellungen), 13,9 x 17,9 (Einzelbild), 32,5 x 41,1 (Blatt); bez. u.l.: „Dozvoleno Cenzuroju Moskva 3 Janvarja 1890 goda“; u.r.: „Chromo-Litografija V. Vasil’eva Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus Leningrad: Ruk. old. 106.4.1583 Bilderbogen, Farblithographie (mit Umfassungslinie). 25,4 x 39,1 (Bild), 31,3 x 42,9 (Blatt); bez. u.l.: „Dozvoleno Cenzuroju Moskva 24 Avgusta 1891 goda“; u.r.: „Litografija V. Vasil’eva (••)“ Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus Leningrad; Ruk. otd. 106.4.2012(2011) 90. Unbekannter Künstler (1894) Illustration zu dem Märchen „Der starke, berühmte und tapfere Recke und Königssohn Ivan, der Sohn des Zaren Vyslav Andronovic, reitet auf dem grauen Wölf und führt den Feuervogcl und die wunderschöne Elena auf dem Pferd mit der goldenen Mähne mit sich“ (Sil’nyj, slavnyj i chrabryj bogatyr’ Ivan Carevic, syn carja Vyslava Andronovica, edet na serom volke, vezet zar-pticu i Elenu prekrasnuju na zlatogrivom hone). Bilderbogen, Farblithographie (mit Umfassungslinie), 29 x 38,6 (Bild), 33,8 x 43,8 (Blatt); bez. u.l.: „Doz. cenz. Moskva, 9 fevralja 1894 g.“; u.r.: „Lit. T-va l.D. Sytina, v Moskve“. Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus Leningrad: Ruk. otd. 106.4.1554 91. Unbekannter Künstler (1893) Illustration zu dem Märchen „Der Soldat und die Teufel. Aus Afanas’evs Volksmärchensammlung“ (Soldat i certi. Iz sohra- nija narodnych skazok Afonaseva [!]). Bilderbogen, Farblithographie (mit vier Einzelbildern und längerem Text), 17-24,7 x 40,6 (Bilder), 30,5 x 43,4 (Blatt); bez. u.l.: „Dozv. Cenzuroju, Odessa. Avgust 31 dnja 1893 g."; bez. u.r.: „Chromo-Lit. M.T. Solov'eva (...) v Moskve“. Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad.' E Lis 570 k/4-s 421 (Otdel estampov) 88. Unbekannter Künstler (1891) Illustration zu dem Heldenmärchen von Eruslan Lazarevic. Bilderbogen, Farblithographie (mit doppelter schwarzer Umfas- sungslinie), 37,9 x 44 (Bild), 51,1 x 58 (Blatt); bez. o.l,: „Dozv. cenz. Moskva 10 ijulja 1891 g“; o.r: „Chromo-lit. Br. Morozovych v Moskve (...)“. Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus Leningrad: Ruk. otd. 106.4.1556 92. Unbekannter Künstler (Ende 19. Jh.) Illustration zu dem Märchen vom Mäusekrieg (Nebylica v licach). Bilderbogen, dreiteilige Farblithographie, 27,7 x 38,6 (Bild), 32,5 x 42,7 (Blatt); bez.: „Chromo-litografija LA. Morozova. Moskva“. Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus Leningrad: Otd. fol’kl. 106.4.1972 89. Unbekannter Künstler (1891) Illustration zu dem Heldenmärchen „Der starke, tapfere Recke Il’ja aus Murom“ (Sil’nyj Chrabryj Bogatyr' Il’ja Muromec). 99
KOTT» MYP/IblKA. 93. Unbekannter Künstler (1899) Illustration zu dem Märchen „Kater Murlyka. Wie die Mäuse den Kater begruben“ (Kot Murlyka. Kak mysi kota choronili). Bilderbogen. Farblithographie, 46,6 x 39,1 (Bild), 56,9 x 42,3 (Blatt); bez. u.L: „Dozv. Cenz. Moskva, 10 ijunja 1899 g.“; u.r.: „Chromo-Lit. M.T. Solov’eva (...) v Moskve“. Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus Leningrad 100
Märchen und Sagen in der russischen Moderne 94. Viktor Michajlovic Vasnecov (1848-1926) a. Illustration zu dem Märchen „Der unsterbliche Koscej“ (Bessmertnyj Koscej). Öl auf Leinwand, 1917-1926. 196 x 306. Reproduktion des im Moskauer Vasnecov-Museum befindlichen Originals (Viktor Vasnecov. Hrsg, von N. Sanina. Leningrad: Aurora, 1979, S. 120-121). Privatbesitz Würzburg b. Illustrationen zu dem „Lied vom weisen Oleg“ (Pesn o vescem Olege) von A.S. Puskin. 1899. Bleistift, Tusche, Aquarell, Gouache. I. Kapitelanfang. 65 x 45,7 (Blatt). II. „Proscaj, moj lovarisc, moj vemyj sluga“ (Nimm Abschied, mein alter Freund, mein treuer Diener). 65,5, x 45,5 (Blatt), 27,9 x 39,8 (Darstellung); bez. u.r.: „V. Vasnecov/ 1899“. 111. „Bojcy pominajut minuvsie dni/ 1 bitvy...“ (Die Krieger gedenken vergangener Tage und Schlachten...). 65,5 x 45,5 (Blatt), 27,7 x 39,8 (Darstellung); bez. u.l.: „V. Vasnecov“. Staat!. Literatur-Museum Moskau: KP 19224, 19220 u. 19222 V.M. Vasnecov, der sich zeitlebens stark der historischen und religiösen Malerei w idmete, wandte sich in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts als Mitglied der Künstlerkolonie in Abramcevo bei Moskau verstärkt der russischen Volksdichtung zu und schuf in der Folge ganze Zyklen zu russischen Märchen und Sagen in verschiedenen Techniken. Die Illustrationen zu Puskins - 1822 entstandener - dichte- rischer Bearbeitung des allrussischen SagenstoiTes vom „weisen Oleg“, der zahlreiche Schlachten siegreich bestehl, aber - wie ihm vorhergesagt - schließlich durch sein eigenes Pferd den Tod findet, malte er anläßlich des hundertsten Geburtstages des Dichters. Die im selben Jahr erschienene Buchausgabe suchte sich dem Stil allrussischer Handschriften anzupassen; die Schriftgestaltung des Puskinschen Textes führte der Maler und Graphiker V.D. Zamirajlo (1868-1939) durch. Die Original- zeichnungen waren bis 1949 verschollen. b. Illustration zu dem „Märchen vom goldenen Hahn“ (Skazka o zolotom petuske) von A.S. Puskin. Um 1899. Bleistift, Gouache, 1 BI., 27,7 x 46. Staatl. Literatur-Museum Moskau: KP 41227 Dieses Blatt entstand für die Jubiläumsausgabe der Werke Puskins zu seinem hundertsten Geburtstag (Moskau: Izdanie P.P. Koncalovskij, 1899), die von verschiedenen russischen Künst- lern reich illustriert wurde. c. (Buchillustration:) Aj du-du! Moskau: Izdanie A.I. Mamon- tova, 1899, 40 S. 8° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik d. Buchillustrationen (mit M.S. Maljutin u. O.S. Maljutina) in N.V. Sarov (Hrsg.): Russkie narodnye skazki dlja detej (Russische Volksmärchen für Kinder). Vyp. 1-2. Moskau- Petrograd: Gosizdal. 1923. 1B1., 80, (1) S., 4 ganzs. Farbtaf. 8° Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 54/200(1-2 Der Maler, Graphiker und Bühnenbildner S.V. Maljutin schuf zahlreiche Märchen- und Sagenillustrationen im Stil einer „volkstümlichen“ Moderne. 95. Sergej Vasil’evic Maljutin (1859-1937) a. Buchillustrationen in A.S. Puskin: Skazka o care Sallane, o syne ego slavnom i mogucem bogatyre Gvidone Saltanovice i o prekrasnoj carevne Lebedi (Märchen vom Zaren Saltan, von seinem Sohn, dem berühmten und mächtigen Helden Gvidon Sahanovic und von der wunderschönen Schwanenprinzessin). Moskau: Izdanie Mamontova, 1895. 32 S. 8° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik 86. Russische Volksmärchen für Kinder. III.: S.V. Maljutin u.a. Frontispiz. Moskau-Petrograd 1923 (Kat. Nr. 95d). 101
96. P. Grigor’ev „Alesa Popovic po Kirse Danilove“ (Alesa Popovic nach Kirsa Danilov). Illustration zur Byline (mit ornamentaler Schrift). 1897. Aquarell auf festem Karton, 34 x 23,5; bez. u.r.: „P. Grigor’ev“. Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus (Museum) Lenin- grad: Inv. 68496 87. Alesa Popovic. Ul.: P. Grigor’ev. St. Petersburg 1897 (Kat. Nr. 96). Der Künstler dieser Arbeit war wahrscheinlich für die Zeitschrift „Sut“ (Der Spaßvogel) tätig, die Ende des 19. Jahrhunderts in St. Petersbuig erschien. 97. Anton Ivanovic Kandaurov (1863-1930) Illustrationen zu dem „Märchen vom goldenen Hahn“ (Skazka o zolotom petuske) von A.S. Puskin. Paris, 1897-1899. a. Feder (Tinte), Gouache, Gold, 34,6 x 51,4; bez. u.: „Vbjska idut den’ i noc’; / Im stanovitsja ne v moc’: / Ni poboisca, ni stana, / Ni nadgrobnogo kurgana / Ne vstrecaet car’ Dadon. // A. Puskin. Skazka o zolotom petuske“ (Und das Heer geht sieben Tage. / Und der Feldzug wird zur Plage. / Und kein Feind ist noch zu sehn / Und kein Schlachtfeld zu erspähn. / Keine Spur von Kricgerleichen, / Heldengräbem und dergleichen - / Nichts gewahrte Zar Dadon; diese und die nachfolgenden Über- setzungen von Simon Eliasbeig); u.r.: „A. Kandaurov. 1899 g.“. b. Feder (Tusche), Gouache, Gold, 33,6 x 51,4; bez. u.: „Bez selomov i bez lat / Oba mertvye lezat, / Mec’ vonzivsi drug vo druga. / Brodjat koni ich sred’ luga, / Po pritoptannoj trave, / Po krovavoj murave... // Skazka o zolotom petuske A.S. Puskina“ (Seine Söhne sah er plötzlich, / Sah sie bleich und blutbedeckt / Auf dem Rasen hingestreckt, / Ohne Helm und ohne Panzer beide; / Leblos vor dem Zelt aus Seide, / Hielten sie einander dort / Mit den Schwertern sich durchbohrt. / Und es irrten ihre Pferde / Über aufgestampfte Erde); u.r.: „A. Kandaurov. 1899 g“- 88. Abb. zu Kat. Nr. 97b. c. Bleistift, Feder (Tinte), Gouache, 32,8 x 51; bez. u.l.: „Vdrug sater / Raspachnulsja... I devica / Samachanskaja carica, / Vsja sijaja kak zarja, / Ticho vstretila Carja. // A. Puskin“ (Wie berührt von Zauberhand, / Tat sich auf die Seidenwand: / Aus dem Zelte, jung und blühend, / Wie das Morgenrot erglühend, / Trat die Zarin Schamachan / Vor Dadon - und sah ihn an); u.r.: Kak pred solncem ptica noci, /Car’ umolk, ej gljadja v oci, /1 zabyl on pered nej / Smert' oboich synovej. // Skazka o zolotom petuske“ (Und Dadon, ihr zugewendet, / Wie die Eule, die geblendet / Von dem Morgensonnenstrahl, / Wurde stumm mit einemmal. / Sah verzückt nur auf die Schöne / Und vergaß die beiden Söhne, / Ihren Tod und seinen Gram). d. Feder (Tinte), Gouache. Gold, 33 x 51; bez. u.: „Pod stolicej, bliz vorot, / S sumom vstretil ich narod. // A. Puskin. Skazka o zolotom petuske“ (Bis zur Residenz im Staate. / Als Dadon sich dieser nahte, / Strömte jubelnd mit Geschrei. / Zum Empfang das Volk herbei); u.r.: „A. Kandaurov. 1899 g.“. Staatl. Literatur-Museum Moskau: KP 3645-3648 A.I. Kandaurov studierte an der Zeichenschule in Odessa, wo er später als Direktor wirkte, und an der Akademie der Künste in St. Petersburg. 1897 erhielt er ein Auslandsstipendium, das ihn u.a. nach Paris führte. Er wirkte vor allem als Zeichner und Buchillustrator. 102
98. Vladimir Ammosovic Taburin (Ende 19. Jh.) Illustrationen zu dem „Märchen von dem Fischer und dem Fischlein“ (Skazka o rybake i rybke) von A.S. Puskin. St. Petersburg, 1898-1899. a. Es lebte ein Greis mit seiner Frau am Ufer des blauen Meeres... Aquarell. Gouache, Deckweiß auf getöntem Karton. 11,9 x 9,5; bez. u.l.: „Taburin“. b. Der Fischer mit seinem Fangnetz... Bleistift, Aquarell, Gouache, Deckweiß auf getöntem Karton, 11,4 x 8,9; bez. u.l. „Taburin“. c. Der Fischer und das Fischlein... Bleistift, Aquarell, Gouache, Deckweiß auf getöntem Karton. 9,6 x 10,7; bez. u.l.: „Taburin“. d. Der Fischer und seine Frau... Aquarell, Gouache, Deckweiß auf getöntem Karton, 9,3 x 8,3; bez. u.l.:„Taburin“. e. Schluß. Aquarell, Gouache, Deckweiß auf getöntem Karton, 9,5 x II ,9; bez. u.l.: „Taburin“. Staatl. Literatur-Museum Moskau: 974-978 89. Abb. zu Kat. Nr. 98a. 91. Abb. zu Kat. Nr. 98d. 103
99. Petr Semcnovic Afanas’ev (1866-1960) a. (Buchillustrationen in:) Morozko. Skazka. Risunki P.S. Afanas’eva (Väterchen Frost. Ein Märchen, Zeichnungen von P.S. Afanas’ev). Moskau: Izdanie I. Knebel’, o.J. [1909]. 6 unpag. Bll. 4° Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 34.53.7.733 b. (Buchillustrationen in:) Pro mal’ starusku - syna Lavrusku. Skazka. Risunki Petra Afanas’eva (Über das alle Mütterchen... Ein Märchen. Zeichnungen von Petr Afanas’ev). Moskau: Izdanie 1. Knebel’, o.J. [1910]. 7unpag. Bll. 4° Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 34.53.7.690 100. Boris Vasil’evic Zvorykin (1872-?) a. Buchillustrationen in A.S. Pu.sk in: Skazka o zolotoin petuske (Märchen vom goldenen Hahn). Moskau: Izdanie tovariscestva skoropecati A.A. Lcvenson v Mo.skve, 1903. 12 S. 4 Staatl. Historische Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik b. Illustrationen zu russischen Volksmärchen (Die Schneeköni- gin, Vasilisa die Schöne, Der Feuervogel, Mar’ja Morevna). Serie aus zwölf Porzellantellern (0 21) sowie Porzellandosen (II x 11, Höhe 5) und Porzellankrügen (0 8, Höhe 16,5) nach Original-Gouachen (um 1916) des Metropolitan-Museums in New York. Selb: Heinrich-Porzellan, 1980-1990. Hartporzellan mit 28 Keramikfarben und Goldverzierung. Heinrich Porzellan GmbH Selb TL'CMtEWkTMifl 92. D.N. Mamin-Sibirjak: Märchen von König Erbse. HL: N.D. Bartram. 1918 (Kal. Nr. lOib; BI. 3). 93. D.N. Mamin-Sibirjak: Märchen von König Erbse. IIL: N.D. Bartram. 1918 (Kat. Nr. 101b; BI. I). 104
AWIljA-KraCA ,1T0 K C» MttOH 94. D.N. Mamin-Sibirjak: Märchen von König Erbse. Hl.: N.D. Bartram. 1918 (Kat. Nr. 101b; Bl. 4). 101. Nikolaj Dmitrievic Bartram (1873-1931) a. Dobrynja Nikitic i Zmej Gorinyc (Dobrynja Nikitic und der Feuerdrache Ztnej Gorinyc). St. Petersbuig: PecatnjaR. Golike, 1901. Farblithographie mit drei bildl. Darstellungen u. ornamentiertem Text, 38,6 x 54,7; bez. u.r.: ,JN. Bartram 1901“. Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus (Museum) Lenin- grad: luv. 78.214 4 BIL, Feder (Tusche), 24,8 x 32,2; jeweils bez. o.L: „N. Bartram“; o.M.: „Vot tak krasavica“ (Das soll eine Schönheit sein; BL I), „Gor’ko plakala“ (Da weinte sie bitter; Bl. 2), „Kak ty smees’ takie slova govorit’“ (Wie kannst Du solche Worte aussprechen; Bl. 3), „Devica-krasa, cto ty so mnoj sdclala“ (Du wunderschöne Königstochter, was hast Du mit mir gemacht; BL 4). Staatl. Literatur-Museum Moskau: KP 10279/ 154, 159, 161, 163 b. Illustrationen zu dem „Märchen von dem berühmten König Erbse und seinen wunderschönen Töchtern Kutaf’a und Gorosina“ (Skazka pro slavnogo carja Gorocha i ego prekrasnych docerej carevnu Kutaf’ju i carevnu Gorosinu) von D.N. Mamin-Sibirjak. 1918. 105
102. Ivan Jakovlevic Bilibin (1876-1942) a. (Buchillustration:) Skazka ob Ivane-carevice, zar-ptice i o serom volke. Risunki I.Ja. Bilibina (Märchen von Ivan Königssohn, dem Feuervogel und von dem grauen Wolf. Zeichnungen von Ua. Bilibin). St.Petersbuig: Izdanie Ekspedicii zagotovlenija Gosudarstvennych Bumag, 1901. 12 S. 4° (Zensurdatum: 03.05.1901; Zeichnungen signiert: „I. Bilibin. 1899“). Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 34.85.2.59a b. (Buchillustration:) Carevna-Ljaguska. Risunki I. Ja. Bilibina (Die Froschprinzessin. Zeichnungen von !Ja. Bilibin). St. Petersbuig: Izdanie Ekspedicii zagotovlenija Gosudarstven- nych Bumag, 1901. 12 S. 4° (Zensurdatum: 17.12.1901; Zeichnungen signiert: J. Bilibin. 1899“ bzw. „1900“). Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik c. (Buchillustration:) Perysko Finista Jasna-Sokola. Risunki I.Ja. Bilibina. (Die Feder von Finist, dem leuchten Falken. Zeichnungen von IJa. Bilibin). St. Petersbuig: Izdanie Ekspedicii zagotovlenija Gosudarstvennych Bumag, 1902. 16 S. 4° (Zensurdatum: 18.3.1902; Zeichnungen z.T. signiert: J.Bilibin. 1900“). Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM Acc. Gr. 1990.387 d. (Buchillustration:) Vasilisa Prekrasnaja. Risunki I.Ja. Bilibina (Vasilisa die Wunderschöne. Zeichnungen von IJa. Bilibin). St. Petersbuig: Izdanie Ekspedicii zagotovlenija Gosudarstven- nych Bumag, 1902. 12 S. 4° (Zensurdatum: 3.12.1902; Zeichnungen z.T. signiert: „I. Bilibin. 1900“). Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau.: Oik e. (Buchillustration:) Sestrica Alenuska i Bratec Ivanuska. Belaja utocka. Risunki I.Ja. Bilibina (Schwesterchen Alenuska und Brüderchen Ivanuska. Das weiße Entlein. Zeichnungen von IJa. Bilibin). St. Petersbuig: Izdanie Ekspedicii zagotovlenija Gosudarstvennych Bumag, 1903. 16 S. 4° (Zeichnungen signiert: „1. Bilibin. 1901“ bzw. „1902“). Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik f. (Buchillustration:) Marja Morevna. Risunki I.Ja. Bilibina (Marja Morevna. Zeichnungen von IJa. Bilibin). St. Peters- burg: Izdanie Ekspedicii zagotovlenija Gosudarstvennych Bumag, 1903. 12 S. 4° (Zensurdatum: 8.11.1903; Zeichnungen signiert: „I. Bilibin. 1901“). Brüder Grimm-Museum Kassel: BGM Acc. Gr. 1990.388 95. Ivan Königssohn, der Feuervogel und der graue Wolf. III.: IJa. Bilibin. St. Petersburg 1901 (Kat. Nr. 102a). 96. Die Froschprinzessin. III.: IJa. Bilibin. St. Petersburg 1901 (Kat. Nr. 102b). 106
CKd^Kd o 30/101110ML ntmyiuKt 97. A.S. Puskin: Das Märchen vom goldenen Hahn. Hl.: IJa. Bilibin. Textbeginn. St. Petersburg 1907 (Kat. Nr. 102h). g. (Buchillustralion:) Skazki Puskina. Skazka 0 carc Saltanc, 0 syne ego, slavnom i mogucem bogatyre, knjaze Gvidone Saltanovice, i o prekrasnoj carevne Lebedi (Märchen von Puskin. Das Märchen vom Zaren Saltan, von seinem berühmten und mächtigen Sohn, dem Helden und Fürsten Gvidon Saltanovic, und von der wunderschönen Schwanenprinzessin). St. Petersburg: Izdanie Ekspedicii zagotovlenija Gosudarstven- nych Bumag, 1905. 20 S. 4° (Zeichnungen signiert: „I. Bilibin. 1904“ bzw. „1905“). Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik h. (Buchillustration:) Skazki Puskina. Skazka 0 zolotom petuske (Märchen von Puskin. Das Märchen vom goldenen Hahn). St. Petersburg: Izdanie Ekspedicii zagotovlenija Gosudarstvennych Bumag, 1907. 12 S. 4° (Zeichnungen signiert: „I. Bilibin. 1906“ bzw. „1907“). Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik i. Illustration (für das Titelblatt) zu dem „Märchen vom Zaren Saltan“ (Skazka o care Saltane) von A.S. Puskin. Leningrad, 1937. Gouache, 34,9 x 24,6; bez. u.r.: „I.B. 1937“. Staatl. Literatur-Museum Moskau: KP 43834 j. (Buchillustration:) A.S. Puskin: Skazka o rybake i rybke. Risunki 1. Bilibina (Das Märchen von dem Fischer und dem Fischlein. Zeichnungen von I. Bilibin). Leningrad: Goslitizdat, 1943. 16 S. 8° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: LB 37 -23 I.Ja. Bilibin wurde in Tarchovka bei St. Petersburg geboren. Er studierte in München und St. Petersburg (u.a. bei LE. Repin) und war einer der Mitbegründer der Künstlervereinigung „Mir iskusstva“ (Welt der Kunst), die der Moderne in der russischen Kunst zum Durchbruch verhalf. 1920-1936 lebte er in Frank- reich und Ägypten und wirkte ab 1936 als Professor an der Leningrader Akademie der Künste. In seiner Stilisierung von .Motiven der volkstümlichen und allrussischen Kunst ist Bilibin 98. A.S. Puskin: Das Märchen vom Zaren Saltan. HL: Ua. Bilibin. Leningrad 1937 (Kat. Nr. IO2i). der erfolgreichste und fruchtbarste Märchenillustrator des russischen Jugendstils, der zeitlebens zahlreiche Volksmärchen sowie vor allem Puskinsche Märchen künstlerisch gestaltete. 107
99. Vasilisa die Wunderschöne. IIL: Ua. Bilibin. St. Petersburg 1902 (Kat. Nr. IO2d). 108
I OCJ IITII3.1 AT - .1 K H IIHTPAX 101. Das Hähnchen und das Hühnchen, oder man findet keinen Schuldigen. III.: A.V. Nerucev. St. Petersburg 1909 (Kat. Nr. 105). 100. A.S. Puskin: Das Märchen von dem Fischer und dem Fischlein. III.: IJa. Bilibin. Umschlag. Leningrad 1943 (Kal. Nr. 102j). 103. E.E. Lissner a. Buchillustrationen in G.E. Lissner (Hrsg.): Skazka o lisicke sestricke i volke (Märchen von Schwester Füchsin und dem Wolf). Moskau: Tipo-lit. Tovariscestvo LN. Kusnerev i K°, 1902. 16 S. 4° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik b. Buchillustrationen in G.E. Lissner (Hrsg.): Skazka Gore (Das Märchen vom Kummer). Moskau: Tipo-lit. Tovariscestvo LN. Kusnerev i K°, 1902. 16 S. 4°. Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik 104. A. Lozkin (1909) Buchillustrationen in R.K. (d.L: Großfürst Konstantin; Bearb.): Snegurka. Snegovik (Das Schneemädchen. Der Schneemann; Text in Versfonn). Risunki A. Lozkina (Zeichnungen von A. Lozkin). Moskau: Izdanie I. Knebel’, o.J. [1909]. Unpag. 6 Bll. 4° Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 34.53.7.683 105. A.V. Nerucev (1909) (Buchillustration:) Kocetok i kurocka, ili Vinovnogo ne nasli. Russkaja skazka. Risunki A.V. Neruceva (Das Hähnchen und das Hühnchen, oder man findet keinen Schuldigen. Russisches Märchen. Zeichnungen von A.V. Nerucev). St. Petersbuig: Izdanie A.E Devriena, o.J. |1909|. 32 S. 4° Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 34.53.7.723 106. N.I. Zivago (1910) Skazka o karlinkach. S risunkami avtora (Märchen von den Zwergen. Mil Zeichnungen des Autors). Moskau: Tipografija T- va LD. Sytina, 1910. 1 BL, 8 S. mit 4 Farbtaf. 4° Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 38.77.3.2 109
102. A.S. Puskin: Das Märchen vom goldenen Hahn. III.: B.M. Kustodiev. Petrograd 1919 (Kat. Nr. 107a). 107. Boris Michajlovic Kustodiev (1878-1927) a. Illustrationen zu dein „Märchen vom goldenen Hahn“ (Skazka o zolotom petuske) von A.S. Puskin. Petrograd, 1919. 7 Bll., Feder (Tusche), II x 17; jeweils bez. u.l. bzw. r.: „B.K." u. „1919". Staatl. Literatur-Museum Moskau: KP 3304/ 1-7 'f — TTtvj**”»V*/r ---- /> b. Illustrationen zu dem „Märchen vom Zaren Saltan“ (Skazka o care Saltane) von A.S. Puskin. Petrograd. 1919. 3 Bll., Feder (Tusche), 12,3 x 16,4 (BI. l)u. 10,9 x 16,7 (BI. 2 u. 3); jeweils bez. u.l. bzw. r.: „B.K.“ u. „1919“. Staatl. Literatur-Museum Moskau: KP 3301/ 1-3 B.M. Kustodiev wurde in Astrachan’ geboren. Er studierte an der St. Petersbuiger Akademie der Künste (vor allem bei LE. Repin) und gehörte auch zum Kreis der „Mir iskusstva“ (Welt der Kunst). Er wirkte als Maler, Graphiker und Bühnenbildner vornehmlich in St. Petersburg. HO
103. A.S. Puskin: Das Märchen vom Zaren Saltan. III. B.M. Kuslodiev. Petrograd 1919 (Kat. Nr. 107h). III
opinemi bflerb - npeM- jien> Cb ropuixaMH. jlomaab ero Ocyjiapi» klBain> BacHJibeBHHK „Mnpi. nonoporb!“. I'opuieim orjia iiyjicn.—B.naronapnMT>, npo- CHM1» CO CMIjpeilbCMb. „3naTb impeMajii»?“-- BaapeMajiii, Bejiii- i<iii Ocynapb! ne öoüca toio, kto niiciin noerb, a öoiicn Toro, kto jipeMJierb. „3koü tm cM’bjibifl, ropuieHii! jiioöjiio ejiaKiixb. $1muihkt>! nobawaii thiuc. A HiTo, TopinemoiuKa, Aairno tn sthmt» peMeCJIOMI, KOpMHLUbCfl?“ Cb H3MOJIOay, na BOTb h cepeAOBbiw CTajit. „KopMiiun, ahTefi?“—KopMjito, Bauic Uapcuoe ne- jnmecTBo! m iie nauiy, 11 ne >Kny, n Mopo3OMi> ne 6beru. „Xopowo, ropuieioi. 104. Der Hafner. Märchen. III.: G.l. Narbut. Sl. Petersburg oJ. (Kat. Nr. 108c). 112
108. Georgij (Egor) Ivanovic Narbut (1886-1920) a. (Buchilluslration:) ZuravF i caplja. Mcdved' (Der Kranich und der Reiher. Der Bär; Märchen). Moskau: Izdanie I. Knebel’ vo skoropecatni A. Levenson. o.J. 10 S. 4° (Zeichnungen signiert: „G.N. 1906/07"). Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik b. (Buchillustration:) Pljasi Malvej, ne zalej laptej! Risoval Georg. Narbut (Tanze Malvej, sorge Dich nicht um die Bastschuhe! Gezeichnet von Georg. Narbut). Moskau: Izd. I. Knebel’. o.J. 12 S. 4° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik c. (Buchillustration:) Skazki. Gorsenja. Snegurocka (Märchen. Der Hafner. Die Schneekönigin). St. Petersbuig: Tovariscestvo R. Golike i A. Vil’borg, oJ. 12 S. 4° (Zeichnungen signiert: „G.N“). Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik d. Buchillustrationen in S. Repkin (Bcarb.): Skazka o ljubvi prekrasnoj korolevy i vemogo princa. Illjustracii Egora Narbuta (Märchen von der Liehe zwischen der schönen Königin und dem treuen Prinz. Illustrationen von Egor Narbut). Petrograd: Izdatel’stvo „Basnja“, 1916. 63 S. mit 5 ganzseit. Farblaf. 4° Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: 38.8.1.33 G.I. Narbut ist ukrainischer Herkunft und wurde auf dem Gut Narbutovka geboren. Er studierte und wirkte von 1906-1917 in St. Petersburg, wo er auch zum Kreis der „Mir iskusstva" (Welt der Kunst) gehörte. Später siedelte er nach Kiew über. Narbut steht stark unter dem Einfluß seines Lehrers I Ja. Bilibin, der ihm vielfaches Vorbild war. 105. Tanze Matvej, sorge Dich nicht um die Bastschuhe! III.: G.I. Narbut. Moskau oJ. (Kat. Nr. 108h). 109. Petr Mitrofanovic Suchinin (1894-1955; ?) Illustrationen zu dem „Lied von Van'ka, der Beschließer" (Pesnja pro Van'ka kljucnika). Undat. (Anf. 20. Jh.). Feder (Tusche) u. Aquarell. a. Van'ka und die Fürstin im Garten. 20,1 x 22 (Blatt), 18,6 x 19,9 (Darstellung). b. Der Fürst befiehlt der Wache, Van'ka zu fesseln. 20,3 x 21,3 (Blatt), 18 x 19,8 (Darstellung). c. Van’ka wird gehängt. 21,4 x 21,7 (Blatt), 18 x 20 (Darstellung). Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus (Museum) Lenin- grad: 72448-72450 110. Unbekannter Künstler Illustration zu dem Märchen „Vasilisa die Wunderschöne" (Vasilisa Prekrasnaja). Undat. (Anf. 20. Jh.). Aquarell mit zweiteiligem Aufbau, 19,9 x 12,7; Text unter der oberen Darstellung: „Bogatyrskij kon' podosol [!] k zar-ptice, nastupil na krylo kopytom i krepko k zemle prizal...“ (Das Pferd des Helden näherte sich dem Feuervogel, trat mit dem Huf auf einen Flügel und drückte (ihn) fest an die Erde...); Text unter der unteren Darstellung: „A Vasilisa - prekrasnaja usmotrela zolotuju makovku, priplyla k beregu, vystupila iz lodocki i ljubuetsja na palatku...“ (Und Vasilisa die Schöne sah die goldene Kuppel, ruderte zum Ufer, stieg aus dem Schifllein und betrachtete mit Vergnügen das Zelt...). Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus (Museum) Lenin- grad: Inv. 70596 113
Bilderbogen der Jahrhundertwende 115. M. Afanas’ev 111. Unbekannter Künstler (1903) Illustration zu dem „Märchen von Ivan Königssohn“ (Skazka ob Ivane Carevice). Bilderbogen, Farblithographie, 37,6 x 28,2 (Bild), 43,1 x 32,6 (Blatt); bez. u.L: „Dozv. Cenz. Moskva. 2 Ijulja 1903 g“; u.r.: „Chromo-Lit. M.T. Solov’eva (...) v Moskve“. Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus Leningrad: Ruk. otd. 106.4.1553 112. Unbekannter Künstler (1903) Illustration zu dem „Märchen von Eruslan Lazarevic“ (Skazka o Eruslane Lazarevice). Bilderbogen, Farblithographie, 38 x 28,4 (Bild), 43,4 x 31,2 (Blatt); bez. u.L: „Dozv. Cenz. Moskva 2. Ijulja 1903“; u.r.: „Lit. Solov’eva, v Moskve“. Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus Leningrad: Otd. fol'kl. 106.4.439 113. Unbekannter Künstler (1903) „Der berühmte, starke und tapfere Recke Eruslan Lazarevic reitet auf dem mächtigen Zauberdrachen mit den drei Köpfen, und die wunderschöne Königstochter Anastasija Vachrameevna schreitet ihm entgegen“ (Slavnyj, sil'nyj i chrabryj vitjaz’ Eruslan Lazarevic edel na ende velikom-zniee o trech golovach, a prekrasnaja carevna Anastasija Vachrameevna vstrecaet ego). Bilderbogen, Farblithographie, 27,6 x 38,4 (Bild), 33,4 x 41,8 (Blatt); bez. u.L: „Dozv. Cenz. Moskva, 26 aprelja 1903 g.“; u.r.: „Lit. T-va LD. Sytina, v Moskve“. Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus Leningrad: Otd. fol’kl. 106.4.440 114. Unbekannter Künstler (1903) Illustration zu dem „Märchen von Bova Korolevic“ (Skazka o Bove Korolevice). Bilderbogen, Farblithographie, 43,6 x 31,3 (Bild), 37 x 27,9 (Blatt); bez. u.L: „Dozv. Cenz. Moskva. 2 Ijulja 1903 g.“; u.r.: „Lit. Solov’eva, v Moskve“. Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus Leningrad: Ruk. otd. 106.4.1547 Illustration zum dem Märchen von „Väterchen Frost“ (Moroz ko). Bilderbogen, Farblithographie. 49,1 x 38 (Bild), 58,6 x 40,8 (Blatt); bez.: „M. Afanas’ev“; u.r.: „Lit. T-va LD. Sytina Moskva (...)“. Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus Leningrad: Ruk old. 106.4.1958 116. Unbekannter Künstler Illustration zu dem Märchen von der „Wahrheit und Lüge' (Pravda i Krivda. Russkaja skazka). Dreispaltiger Bilderbogen. Farblithographie, 53,2 x 39 (Bild und Text), 59,2 x 41,5 (Blatt); bez. u.r.: „Lit. T-va LD. Sytina Moskva (...)“. Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus Leningrad: Ruk. otd. 106.4.1967 106. Märchen von dem Bauern, dem Bär und der Füchsin Bilderbogen. III.: M. Afanas’ev. Moskau um 1900 (Kat. Nr. 117) 114
107. Der Zigeuner und der Drache. Märchen. Bilderbogen. Moskau um 1900 (Kat. Nr. 119). 108. Die zwei Brüder. Märchen. Bilderbogen. Moskau um 1900 (Kat. Nr. 120). 117. M. Afanas’ev 119. S.G. Illustration zu dem „Märchen von dem Bauern, dem Bär und dem Fuchs“ (Russkaja skazka. Muzik, medmf i lisa). Bilderbogen, Farblithographie, 55,8 x 38,9 (Bild), 58,8 x 41,8 (Blatt); linkes oberes Bild bez.: „M. Afanas’ev“; bez. u.r.: „Lit. T-va LD. Sytina. Moskva (...)“. Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus Leningrad: Otd. fol’kl. 106.4.1970 Illustration zu dem Märchen „Der Zigeuner und der Drache“ (Zmej i cygan). Bilderbogen, Farblithographie, 54,2 x 38,8 (Bild, Maß Mitte), 58,8 x 41,5 (Blatt); mittleres rechtes Bild bez. u.l.: „S.G.“; bez. u.: „Lit. T-va LD. Sytina. Moskva (...)“. Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus Leningrad: Ruk. otd. 106.4.1960 118. Unbekannter Künstler 120. S.G. Illustration zu dem Märchen von „Grauschimmel Braunchen“ (Sivka-burka vescaja kaurka. Russkaja skazka). Bilderbogen, Farblithographie, 49,2 x 38,1 (Bild), 58,7 x 40,6 (Blatt): bez. auf dem unteren Mittelbild: „Lit. T-va LD. Sytina. Moskva Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus Leningrad: Ruk. otd. 106.21.1963 Illustration zu dem Märchen „Die zwei Brüder“ (Dva brata). Bilderbogen, Farblithographie, 51,1 x 38,9 (Bild), 58,9 x 40,2 (Blatt); Bilder signiert: „S.G.“, „S. Gerasimov“, „905“: bez. u.r.: ..1 il. T-Va 1.1). Sytina. Moskau Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: E Lis 570 k/4-s 421 (Oldel estampov) 115
KOLUEH EE3CME PTHblM. yccKast CKasKa •y®«L rji, Ucsrar.xuiiaj: '(.‘pomia im. newvsCvrv anpnui. .vwrrw ru jo an« .*w6$«ngR V.UITrKl irtow«fo»rfc tupcral bi ntc-r xim<-^:i;n» mp^ - b tupnu1"?' Pc-iu HMirtHflipaBt'n». nwm u». <h K^OHua. «t«o iwiuKtr u pun tf j ne ihm — IVtjMs MXJUKft rocy.!*]>' — röJWftfT!» {ewiafl cuhlk mu un'i'io n< *,tam r* m । Horac-n. twpr.; xa*nvm. .tu npmrttMeri»: .Ennroeu^u-, hu», eua^t.. ernt. pajiton, ], bxwnuj rtKHt«£rtcry Ikutr.utinyij Kpaeorr, rpexb uaw > iMps.in.ir* J V — x| I!«ear.?ivtot K^corl iwoCwfl sosaoax B1Mt.11 «uKp*c»»T3 44 pysy n norrwriHA trntjjv nopoMy KoU’tiLin <O.uid, nomt.n. rup»a.'i"» i specty aepauur., aou*—» imkx. 11«!. QapoMn» htt. urpKita n xurm — ar.’nyn. po wpr AM.iiürn.icntperopsA.'ot. a ii.imni. ‘••Ttz- l*6jnirjps t.jyn. cwtm Hriü.rue.mt» Kpeory. Granu ow itui- lupearinn. fiicMbtSTiza. uwu-ra- ihUMV, n no napt amiterK xpexr, irtVOEi. j öprbesi. cvcrpH’iiui. n v iwk'iu. n. »*ti cpixn» .VBJTb epi ui» öororupexi. r>mi. u bu^Ktj. caoem < un&. n» oht.. lxa.11», ctmü '•xepMwa. Bn.urrb uspeairi»— levpi—'ir’. rvpo,Ti». k-£4-- »iro rrpcMK Ho.TbKwn •ib Kl, KpMJtJiy. Hpnrr-xTb rmt ri. Boaoftwy KaaktQ* r» rt. iuCy Ym. ut rruiivxy n i.upammwen/ .kri» jupca»nn. u mc ta^mict n 4o6y .ian.c i t oi.iMiirr'A, uapoairrb <4 *»»cc n|'"r.ionua )lu<o.n.*:nniii n- w.'ji'rbj* im mupdA 4yrx iionrr.n. Hpiunftib oui i-s no; 1 <<tiftya*n.itvUK'P**Hn t — yrraax tu. pojiniiui.-’i m —. JnxacMn. yciiH, a 11» — H .icMTHA accmtoic!. aomiim»>. i apc. «»ty xpanny ae fjimirvLo -ünrti4i.:Ampy xx—Tencpr.ru ytnir. yipo be so- NppWrtA yrpw . W lUHXWMb Bctoji. yTpowi. Umurb-mpcNvm. jsuiern.ri». yMua<* »"l- .leraxo. Busej« cm crapyn m cpuaut« n KpuRny.'.*- — PhCh.i f.vuj bo.xmru®, Mtyn nbcBHc, utuuk »<<xhuji. jenrre er.n' 3axuntt.’o cmnx vopc—w.’u.iu.iu sebpuCun rxm. nxipo- XÄ.14 »eMSR—HpUOfcxV!»! Beb III ipn .TbCrtUC. «uTVW«I.!ö n«o - c:eTkina> ivfe nrruy ac^ecnux. — auiBcrb Hejnr.ijuiUMt Kpftotn. Tpeti. mavotl Atom, Tpevi, Catan» BajriKA. jcutnt wipiui’ — Tipcfl KpAATfU VU BILlOUb J»e VUBltl ucjuxom. Hi cjuxa.in'—bi. »uwn< iwon» orabnm puOu n pvim. evbpu n BTIttlM Djpyin. iipitwK-» üniH»-Mow,n. n n»eep»rn,' — >1 ikiim.TMAuy*.' Kpitxnjr fiwp>MV»it in. «/ibair! — A. nvrk ttoix/h» wwt.nnxt'»!—acspu ra-in rrapyu» — Comttqi MHb c.iy.itCy rtpHjp-c'r n HMHa-aapraiTLn n.u! -’Xopoujo. roJMto Mirt hm aopcry Maio rp»t fo’iwt mmh» M SAltl* BO.XU. lUpemiTA jarOTuwm uaro hoay. cätean» in. ipnuy. hwbiwv aflxbauo« mnie. rtJl ua Mor'xn.-umity ti n<ue- rtai.. . ienrr*. MumThnmuii .ta !j»n- ’»•« am Kb iieay it utubciy prAuxsTl. P<M-e|»aiur>i lliunh oupe- »rrk, waiujt!. ojdioA pyaol—uaaokiuu fonwupHl irbr>. mbiny.ib Apyroi—icpyrnwi. ctsar turro [hi-is ero Kpacors M pyay np«wii bi. r«*a rc^eirh n i-wu yton»n 3* cMOina» .-woaviab wuirun. ür-wury .tu llBAHb-napewr]» m aotwib r> IkuaridMoA Kpa.roc<>ft inuA-V, rv napi^.arvmrt t»xxv.«lta»w. yerwi x ocraiio« nnanei. ot.wib>tk .’lnm. HKutb'ii.iprjnrn» aa ToriacL k» ir £»&pnirVn> lIpoovuTti otn. jxnrHö tyron., npocsy.rc*, onu.iKy*— h>tv iiupwniu! Hör» on.b cnxth. K?n^a BefewpntUS uo- xnni.:. HMarnjLifiy» Kjucor. r!>pwu>ms4,u> WLta&aJl. ;<»«*HVlUpe«tfMK HO TtAATJ. KMero. noawn.»juse. Hirn. onxaien., aoBtrJb jo K»ni<y- M WH<TM M CrtANK'MIM'S B<» WMTb f CTAp^l« yrpöm» rauifti uo K'.rtteAmjiwp.i. « HMWb-iu^ »in'«i» in. b 'pomub cm Afeipu*. HtK .r.if vim Kpamn» Traopm* n«>püiA. >KLikia uk*fq zcHina uvv-m.i cra m- mpiiuiyr. I’eucim-TMÄ twy Hcimr,*.injur Kparor* ny> anm.« r».*' y KootM BexMHirHaro n wayMiiAX r;l xcian cwepn. em — Cweprv Nomes üaxmc'.iua.'o coupim n» xftjrt. n nflno-m. ywb. < jtta—»j1. a ocni.—r> «opl Bott» nootn, lt«aai.*iupeA» n. kj. nuiewy wop» ITpnmwb ohi» cb uopn. ii MXorfcAoci cmv len. Buxm .Teiinn. iK-TpcCl. lUtennxi. npmtkm.v i wi ncm. — Ile iiHia ;iÄpei!i*<K a rrfb njmroxyc< Btonrri. Mcjurkib llaiena'ii» npunteiKu .1 trt nerv. — He i5tumA whm (MpeAims « nAb npan?jKyn. yun.i hti. riA^'on'n. ha feyojy U’j'tr, 6p.v n.icn «r. Äfft. Ue trüb mvu.; nnpiiui’iu H tv*! upitTWRy«*i . BpOiiui» uapeninv an Mopfc, IVy yrh Mopr sc«*» iuxuy- .loci, n sutyoca.ro tu r^ri. o- in Il Mitbanni» vu.vrUt^ ciranwb uutb 11 o*Mt llmb patKaiMOL no. uct > au.vrl.1.1 vns». ihayai ms trnnuna» .''rrprfl*; yiwiTmt. yrsy n pxiopM.it» nvn«Kjw>. Hn» yr»» uta.iv «trto—m np?MO 8b »o^y. A mj*4 noixairM.Ti fifliro n Dwuuei ü Um* iiy’Wipwiny. lUpeairrh noapxB'% sAno-wi rbnyxy n n«rtne.ib npa uc i. >. l.'oai^w lkjtu«pni»My atuBojwn,. 1! •*« inmsmis KpA* ccna huZIeuy iLTocrpiuy. ^uxta cm n netta :«b njpmrty. IlijiciMun. l!si»n.'HApeMTb Uta* IUmw. J n pysn ottycnutKU- cpiwy npfnnru Cr.ub tupcarrit mpiopiieM- b4is eflu-'i ci. p>su ua pyxy. a Kwihi tucajo 6p«X4TV '»n. crl’i’j m» apynjft lip^ca-io ao to# non ne cm;lio •nx). Tyn» Kvrü jaxii. 11 ywrpb. UAiMA*«Apeta*n»,>.*)uvy^ .viuia ;• ft pb rx> iy%» »ij-rry. uxTiXttTi Bi nvc vJ’iAui »vi'.w m n-MiuibVo ca-yfi !*'•□•». «R ci. wu»»> "• itiärffru Kmkt. ni-lun.il*. ra-b «s i.»r*. a« o^U-uui IImua- UApeuru ti. IkT'iruit.TiKn) Kfixoje# n nrx.it raqu< ua i>oc& M»P». U 111 :<Wt. a;ij)6uji.. ve4fs 'f1: r.M-li. n-- v«n<b 109. Der unsterbliche Koscej. Russisches Märchen. Bilderbogen. Moskau uni 1900 (Kat. Nr. 121). 116
121. Unbekannter Künstler Illustration zu dem Märchen „Der unsterbliche Koscej“ (Koscej bessmertnyj. Russkaja skazka). Bilderbogen. Farblithographie, 43,2 x 38,9 (Bild), 58,6 x 41,6 (Blatt); bez. u.r.: „Lit T-va I.D. Sytina, Moskau (...)“. Staatliche Öffentliche Saltykov-Scedrin-Bibliothek Leningrad: E Lis 570 k/4-s 421 (Otdel estampov) Illustrationen aus sowjetischer Zeit 122. Evgenij Sokolov (1880-1945) Illustrationen zu dem Märchen „Das Wunderpferdchen Hök- kerlein“ (Konek Gorbunok) von P.P. Ersov. Moskau, 1943. 3 Bll., Bleistift u. Tusche, 35 x 30, z.T. signiert r.o.: „ES“ Staatl. Literatur-Museum Moskau: KP 55453/ 6, 26, 36 HO. P.P. Ersov: Das Wunderpferdchen Höckerlein. III.: E. Sokolov. Moskau 1943 (Kal. Nr. 122). 117
123. Marija Ivanovna Ivasincova (auch: Ivasinceva, Ivasenceva; 1882-1952) Buchillustrationen in A.V. Nemoljaeva (Hrsg.): Russkie skazki v igruskach. Risunki M.I. Ivasincovoj (Russische Märchen im Spielzeug. Zeichnungen von M.I. Ivasincova). Moskau: Izdanie mestnoj promyslennosti RSFSR. 1948. 12 S. mit 10 III. 4° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: I 38 -16 124. Afanasij Efremovic Kulikov (1884-1949) Illustrationen zu dein Märchen „Vasilisa die Weise“ (Vasilisa Premudraja). Bilderserie (Buchvorlagen) im Stil russischer Volksbilderbogen. 1923. 8 Bll. u. 1 kl. Bl.. Tusche u. Aquarell auf Karton, Darstellungen in einfacher Umrahmungslinie. a. Umschlag. Vasilisa, Vasilij und der Meereskönig. 22,1 x 17,8 (Blatt), 19,3 x 14,8 (Darstellung); bez. u.r.: „Kulikov“; rückseitig Zeichnungen mit polit. Themen. b. Kapitelanfang. Der Kaufmann. 9,9 x 17,5 (Blatt), 4,4 x 12,6 (Darstellung); bez. u.r.: „A.K.“. c. Der Kaufmann und der Wasserkönig. 22,1 x 17,7 (Blatt), 8 x 12,6 (Darstellung); bez. u.M.: „A. Kulikov“. d. Vasilisa und Vasilij. 22,1 x 17,7 (Blatt), 8,1 x 13,6 (Darstellung); bez. u.r.: „A. Kulikov“. e. Vasilij und der Meereskönig. 22,2 x 17,6 (Blatt), 16,3 x 12,8 (Darstellung); bez. u.r.: „A. Kulikov“. f. Vasilisa und Vasilij fliehen und werden verfolgt. 22,2 x 17,8 (Blatt), 16,1 x 12,6 (zweiteilige Darstellung); bez. u.l.: „A.K.“. g. Die Verfolgung. 21,9 x 17,7 (Blatt); 16,2 x 12,5 (zweiteilige Darstellung); bez. u.l.: „A. Kulikov“. h. Die Rettung. 22 x 17,8 (Blatt), 16,1 x 12,6 (zweiteilige Darstellung); bez. u.l.: „A. Kulikov“. i. Schluß. 21,9 x 17,7 (Blatt), 16,1 x 12,5 (zweiteilige Darstellung); unbez. Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus (Museum) Lenin- grad: Inv. 72439-72447 CKAfcHCb. WI’O RJflAi IWAHCTAPblH ,.. MfAOe«R-ByA(iUb MHt FCAHMH 0TIJOM, (£)’X KOAH A*T- GYAOUb AWCHMtJM, ’>\ t?AT, noAH po&tia Mne-EYA^tub MnAMh Afyr! ///. Vasilisa die Weise. III.: A.E. Kulikov. 1923 (Kat. Nr. 124). Auf. S. 118: Bll. 124c, I24d u. I24e; aufS. 119: Bll. 124f, 124g, 124h u. I24i. 118
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125. Julija Leonidovna Obolenskaja (1889-1945) 126. Boris Petrovic Bulgakov (1893-1963) Illustrationen zu dem „Märchen vom goldenen Halm“ (Skazka o zolotom petuske) von A.S. Puskin. 20er Jahre des 20. Jahrhunderts. Gouache und Gold auf Karton. a. Der goldene Hahn. 34 x 50,3; bez. u.: „Petusok moj zolotoj bildet vemyj storoz tvoj“ (Mein goldener Hahn wird Dir ein treuer Wächter sein). b. Die Königin von Samachan. 34,1 x 49,9: bez. u.: „Samachanskaja carica, vsja sijaja kak zarja, ticho vstretila carja“ (Die Königin von Samachan glänzte wie die aufgehende Sonne und trat dem König still entgegen). c. Die Heimkehr. 33,7 x 50,2; bez. u.: „Vot-v“czzaet v gorod on...“ (Hier fährt er in die Stadt ein...). Illustrationen zu dem Märchen „Das Wunderpferdchen Hök- kerlein“ (Konek Gorbunok) von P.P. Ersov. 1938. 2 Bll., Gouache, 28 x 38 (BI. 1) u. 29 x 39,7 (Bl. 2), bez. r.u.: „B.B. 1938“ „1938“. Dargestellt ist „Cudo-judo ryba-kit“ (Märchenhaftes Walfisch- Ungeheuer) aus dem dritten Teil dieses russ. Versmärchens (vgl. Kat. Nr. 45). Der Walfisch hat Schiffe und Seefahrer verschluckt und muß daher so lange als Grundlage für ein ganzes Dorf mit Häusern, Straßen und Wirtschaften dienen, bis er diese wieder ausspeit. Staatl. Literatur-Museum Moskau: KP 48700-48701 (R 2031, 2032) Staatl. Literatur-Museum Moskau: KP 16147/ 1-3 112. P.P. Ersov: Das Wunderpferdchen Höckerlein. III.: H P. Bulgakov. 1938 (Kat. Nr. 126). 120
127. Valentina Michajlovna Chodasevic (1894-1970) Buchillustrationen in K.I. Cukovskij (Bearb.): Skazka o glupom care (Das Märchen vom törichten König). Peterburg: Epocha, 1922. 16 S. 4° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: Oik » 9 n o x a « ntTt rnyp r 19 19 128. Tat’jana Alekseevna Mavrina (I902-) Buchillustrationen in A.S. Puskin: Skazki (Märchen). Moskau: Detskaja literatura, 1974. 176 S. 4° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: L 113-257 129. Aleksej Michajlovic Laptev (1905-) Buchillustrationen in K. Usinskij (Nacherz.): Russkie skazki (Russische Märchen). Moskau: Detskaja literarura, 1949. 64 S. 4° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: LB 32 -110 113. K.I. Cukovskij: Das Märchen vom törichten König. III.: V.M. Chodasevic. Petersburg 1922 (Kat. Nr. 127). 121
130. Evgenij Adol’fovic Kibrik (1906-1978) Illustrationen zu russischen Bylinen (Sagen). 1950. Getönte Autolithographien. a. Il’ja aus Murom und Zar Kalin. 14,9 x 14,6; bez. u.r.: „E. Kibrik 50“. b. Der Feuerdrache. 13,1 x 17,1; bez. r.o.: „E. Kibrik. 50“. c. Il’ja aus Murom und der Falkner. 19,9 x 14,9; bez. u.r.: „E. Kibrik 50“. Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus (Museum) Lenin- grad: Inv. 84042, 84043, 84046 116. Il'ja ans Murom und der Falkner III.: E.A. Kibrik. 1950 (Kal. Nr. 130c). 114. Il'ja aus Murom und Zar Kalin III.: E.A. Kibrik. 1950 (Kal. Nr. 130a). 115. Der Feuerdrache (Byline). III.: E.A. Kibrik. 1950 (Kal. Nr. 130b). IsK'-fo, V i) 122
117. Das Märchen von Ivan Königssohn... HL: F.G. Silov. Mstera 1945 (Kat. Nr. 131). 131. Fedor Grigor’evic Silov (1915-1963) K. Sokolova Entwürfe für Bühnenbilder zu dem „Märchen von Ivan Königssohn, von der Heimaterde, dem geliebten Mütterchen“ für eine Aufführung des Bezirkstheaters Vladimir (Gestaltung durch das Künstlerkollektiv Mstera). Mstera. 1945. 2 BL. Tempera. 33,3 x 25,7 u. 33,6 x 25,7; jeweils bez. u.: „Seena iz p’essy [!J. Skazka «ob Ivane carevice, o zemlc rodimoj, o matuske ljubimoj». Poslanovka Vladimirskogo obldramteatra. Ofonnlcnie kollektiva chudoznikov Mstery“; BL 1 bez. o.: „Ogonek 1945 Nr-“; u.r.: „Chudoznik EG. Silov“; BL2 bez. o.: „Ogonek“, u.r. „Chudoznik Sokolova K.“ Institut für Russische Literatur/Puskin-Haus (Museum) Lenin- grad: Inv. 68934 u. 68935 Kunsthandwerk (Palech-Miniaturen) Märchen und Sagen bilden auch beliebte Motive für das russische Kunsthandwerk. Neben Holzschnitzerei, Textilkunst und Keramik hat sich in der Lackminiaturmalerei mit Tempera- farben eine sehr russische Tradition gebildet, die in der Nachfolge der alten Ikonenmalerei steht. Zentrum dieser sog. Palech-Schule ist das Dorf Palech bei Ivanovo (Gouv. Vladimir), wo sich 1924 Künstler in einer Produktionsgenossenschaft zur Pflege allrussischer Maltradition („Palechskaja arteL drevnej zivopisi“) zusammenschlossen. Sie schufen in der Folge zahlreiche Illustrationen zu russischen Volksmärchen und Bylinenstoffen sowie auch zu zahlreichen literarischen Mär- chen. Ähnliche Maltraditionen bildeten sich in den Dörfern Mstera und Cholyj heraus. Die Palech-Malerei ist bis heute in Rußland lebendig geblieben, wird jedoch zunehmend touristisch vermarktet. 132. Aleksandr Ivanovic Blochin (1877-1944) a. „Skazka o carc Saltane“ (Das Märchen vom Zaren Saltan: von A.S. Puskin). Palech, 1926. Rechteckige Lackdose aus Pappmasse mit Lackminiatur. 8.1 x 11,2; Höhe 2,7; bez. u.r. „S. Palech A. Blochin“. Staatl. Literatur-Museum Moskau: KP 6487 b. „Skazka o care Saltane“ (Märchen vom Zaren Saltan: von A.S. Puskin). Palech. 1929. Rechteckige Lackdose aus Pappmasse mit Lackminiatur, 10 x 9,2; Höhe 5,6; bez. u.r.: „S. Palech A. Blochin 1929“. Staatl. Literatur-Museum Moskau: KP 6488 133. Aleksej Ivanovic Vatagin (1881-1947) ..Skazka ob Ivane Carevice, zar-ptice i serom volke“ (Märchen von Ivan Königssohn, dem Feuervogel und dem grauen Wolf). Palech, 1933. Runde Lackdose aus Pappmasse mit Lackminiatur, 0 10; Höhe 2,2; bez. u.M.: „A. Vatagin s. Palech 1933 g.“. Staatl. Literatur-Museum Moskau: KP 6489 134. Michail Petrovic Vakurov (1880-1942) „Skazka o Pope i ego rabotnike Balde“ (Märchen von dem Popen und seinem Knecht Trottel: von A.S. Puskin). Palech. 1933. 123
Rechteckige Lackdose aus Pappmasse mit Lackminiatui, 9 x 12,6; Höhe 3,8; bez* M.r.: „M«P Vakurov s Palech 1933 g*“* Staatl, Literatur-Museum Moskau: KP 6490 135* Ivan Ivanovic Golikov (1856-1937) (Buchillustrationen im Stil der Palech-Malerei:} A.S. Puskin: Skazka o care Saltane, o ego syne slavnom i mogucem bogatyre knjaze Gvidone Saltanovicc i o prekrasnoj carevne Lebedi (Märchen vom Zaren Saltan, von seinem Sohn, dem berühmten und mächtigen Helden und Fürsten Gvidon Saltanovic und von der wunderschönen Schwanenprinzessin). Moskau-Leningrad: Academia, 1937* 53 S* 8° Staatl. Hist. Bibliothek der RSFSR Moskau: P 91 136. Aleksandr Kurkin Russkie narodnye skazki v illjustracijach palechskogo chu- doznika Aleksandra Kurkina (Russische Volksmärchen in Illustrationen des Künstlers Aleksandr Kurkin aus Palech}. Leningrad: Avrora, 1975* 36 BIL mit färb. 111* 8° Auflage: 39.000 Institut für Slawische Philologie Marburg: Ee 7448 Die Ausgabe enthält Lackmalereien zu sechzehn bekannten russischen Volksmärchen* 137. Unbekannter Künstler „11 Ja Muromec i Solovej Razbojnik“ (IVja aus Murom und der Räuber Solovej; Byline). Choluj, ca. 1980. Rechteckige Lackdose aus Pappmasse mit Lackminiatur, 5x7, Höhe 2,8; bez. u.L: „p. Choluj“. Privatbesitz Marburg 138. K*N. „Carevna-Ljaguska“ (Die Froschprinzessin). Choluj, ca. 1980* Runde Lackdose aus Pappmasse mit Lackminiatur, 0 5,4, Höhe L5; bez. u.r.: „Choluj K.N“, Privatbesitz Marbuig 139. O. Jakimov „Il’ja Muromec“ (Il'ja aus Mumm; Byline). Choluj, ca. 1980. Rechteckige Lackdose aus Pappmasse mit Lackminiatur, 9,4 x 6; Höhe 2,8; bez. u.M. u.r.: „p. Choluj Jakimov O.“. Privatbesitz Marburg 140. B.T. „Zar-ptica“ (Der Feuervogel). Mstera, ca. 1980. Rechteckige Lackdose aus Pappmasse mit Lackminiatur, 8,9 x 5,8; Höhe 3,3; bez. u.l.: „Mstera“, u,r.: „isp. B.T.“. Privatbesitz Marburg 141. V.G. „Skazka o care Saltane“ (Das M&vhen vom Zaren Saltarr, von A.S. Puskin). Mstera, ca. 1980. Rechteckige Lackdose aus Pappmasse mit fünf Lackminiaturen auf dem Decke) und den Seitenflächen, 7,4 x 11,1; Höhe 6,1; bez. (Deckel) u.r.: „Mstera“, u.l.: „V.G.“. Privatbesitz Marburg 142. Silaeva „Zar-ptica“ (Der Feuervogel). Palech, ca. 1989. Rechteckige Lackdose aus Pappmasse mit Lackminiatur, 10 x 6,8; Höhe 2,5; bez. u.M. „Palech“ r.u.: „Silaeva“. Privatbesitz Hamburg 124
Weiterführende Literatur Afanas’ev, Aleksandr Nikolaevic: Narodnye russkie skazki (Russische Volksmärchen). Moskau 1855-1856 u. 1858-1863 (vgl. Kat. Nr. 50). Afanas’ev, Aleksandr Nikolaevic: Narodnye russkie skazki. Izd. 2-e, vnov’ peresmotrennoe (Russische Volksmärchen. Zweite, erneut durchgesehene Ausgabe). 4 Bde. Moskau: Izd. Soldaten- kova, 1873. 8° Afanas’ev, Aleksandr Nikolaevic: Narodnye russkie skazki. Izd. 3-e, dopolnennoe biograficeskimi ocerkami i ukazatel’jami pod red. A.E. Gruzinskogo (Russische Volksmärchen. Dritte Ausga- be, ergänzt durch biographische Skizzen und Register unter der Red. von A.E. Gruzinskij). 5 Teile. Moskau: Izdanie I.D. Sytina, 1897. 8° Afanas’ev, Aleksandr Nikolaevic: Narodnye russkie skazki. Pod red. A.E. Gruzinskogo. S kartinami A. Komarova i M. Sceglova. Izd. 4-e. (Russische Volksmärchen. Hrsg, von. A.E. Gruzinskij. Mit Bildern von A. Komarov u. M. Söeglov. Vierte Ausgabe). 5 Bde. Moskau: Tip. I.D. Sytina, 1913-1914. 8° Afanas’ev, Aleksandr Nikolaevic: Narodnye russkie skazki. Pod red. M.K. Azadovskogo, N.P. Andreeva i Ju.M. Sokolova (Russische Volksmärchen. Hrsg, von M.K. Azadovskij, N.P. Andreeev u. Ju.M. Sokolov). 3 Bde. Moskau-Leningrad: Academia/Gosizdat, 1936-1940. 639, 661, 562 S. 8° Afanas’ev, Aleksandr Nikolaevic: Narodnye russkie skazki. Podgot. leksta, predislovie i primecanija VJa. Proppa (Russische Volksmärchen. Textedition, Vorwort u. Anmerkungen von VJa. Proppj. 3 Bde. Moskau: Gosizdat, 1957. 516, 510, 509 S. 8°; 1958 erschien eine zweite Auflage. Afanas’ev, Aleksandr Nikolaevic: Narodnye russkie skazki. Izdanie podgotovili L.G. Barag u. N.V. Novikov (Russische Volksmärchen. Hrsg, von L.G. Barag u. N.V. Novikov). 3 Bde. Moskau: Nauka, 1984-1985. 511 S„ 13 Bll.; 463 S„ 12 Bll,; 495 S„ 6 Bll. 8° Afanas’ev (Afanasjew), Aleksandr Nikolaevic: Russische Volks- märchen. In neuer Übertragung von Swetlana Geier. Mil einem Nachwort von Lutz Röhrich. München: Winkler, 1985. 962 S.; dass, in zwei Bänden: München: Dt. Taschenbuch Verlag, 1985 (-dtv5931). 8° Afanas’ev, Aleksandr Nikolaevic: Poeticeskie vozzrenija slavjan na prirodu. Opyt sravnitel’nogo izucenija slavjanskich predanij i verovanij, v svjazi s mifiöeskimi skazanijami drugich rodstven- nych narodov (Die poetischen Anschauungen der Slawen über die Natur. Versuch einer vergleichenden Erforschung der slawischen Volksüberlieferungen und religiösen Vorstellungen im Zusammenhang mit den mythischen Erzählungen anderer verwandter Völker). 3 Bde. Moskau: Izdanie K. Soldatenkova, 1865-1869. 800 S„ 2 Bll.; 1 Bl., 784 S„ IIIS.; VII, 840 S„ 1 Bl. 8° Afanas’ev, Aleksandr Nikolaevic: Drevo zizni. Izbrannye stat’i. Vstup. slat’ja B.P. Kirdana (Der Lebensbaum. Ausgewählte Aufsätze. Einleitung von B.P. Kirdan). Moskau: Sovremennik, 1982. 462 S. 8° (= B-ka ljubiteiej rossijskoj slovesnosti). Afanas’ev, Aleksandr Nikolaevic: Narod-chudoznik. Mif, fol’klor, literatura (Das Volk als Künstler. Mythos, Volkskunst, Literatur; Aufsätze, Erinnerungen, Briefe. Hrsg, von A.L. Nalepin). Moskau: Sovetskaja Rossija, 1986. 366 S. 8° Andreev, Nikolaj Petrovic: UkazateT skazocnych sjuzetov po sisteme Antti Aame (Verzeichnis der Märchensujets nach Antti Aarnes System). Leningrad: Izdanie Gos. geograficeskogo obscestva, 1929.118 S. 8° Anikin, Vladimir Prokop’evic: Russkaja narodnaja skazka. Posobie dlja ucitelej (Das russische Volksmärchen. Eine Handreichung für Lehrer), Moskau: Ucpedgis, 1959. 255 S. 8° Anikin, Vladimir Prokop’evic: Byliny. Metod vyjasnenija istoriceskoj chronotogii variantov (Bylinen. Eine Methode zur Klärung der historischen Chronologie von Varianten). Moskau: Izd-vo Moskovskogo univ., 1984. 287 S. 8° Anikin, Vladimir Prokop’evic: [Stichwort] Aleksandr Nikolae- vic Afanas’ev. In: Russkie pisateli 1800-1917. Biograficeskij slovar’. Bd. I: A-G. Moskau: Sov. enciklopedija, 1989, S. 122- 124. Astachova, A.M.; Mitrafanova, V.V. u. Skripil’, M.O. (Hrsg.): Byliny v zapisjach i pereskazach XVII-XVI1I vekov (Bylinen in Aufzeichnungen und mündlichen Nacherzählungen des 17. u. 18. Jh.). Moskau-Leningrad: Izd-vo AN SSSR, 1960. 320 S. 4° (- Pamjatniki russkogo fol’klora). Azadovskij, Mark Konstantinovic (Hrsg.): Russkaja skazka. Izbrannye mastera (Das russische Märchen. Ausgewählte Meister). 2 Bde. Leningrad: Academia, 1931. 432, 416 S. 8° Azadovskij, Mark Konstantinovic: Literatura i fol’klor (Litera- tur und Volksdichtung). Leningrad: Chud. literatura, 1938. 238 S. 83 Azadovskij, Mark Konstantinovic: Istorija russkoj fol’kloristiki (Geschichte der russischen Volkskunde). 2 Bde. Moskau: Ucpedgiz, 1958. 479 S., 1 Bl.; 363 S. 8° 125
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V. Russische Volksmärchen. III.: LS. Panov. St. Petersburg 1874 (Kat. Nr. 78). Links: Vasilisa die Wunderschöne. Rechts: Der Soldat und die Teufel. II. VA. Zukovskij: Märchen von Ivan Königssohn und dem grauen Wolf. Zeichnungen von PL Annenskij. St. Petersburg 1859 (Kat. Nr. 73a). Abb. auf der gegenüberliegenden Seite (oben). III. D.D. Minaev (Hrsg., Bearb.): Russische Volksmärchen in Illustrationen. III.: Ä. Tejchel. St. Pelersburg-Moskau oJ. (Kat. Nr. 51a). Abb. auf der gegenüberliegenden Seite (unten links). IV. Ausgewählte russische Märchen. III.: LI. Michajlov, N.P. UTjanov, S.P. Praotcev u. A.I. Klang. Moskau 1894 (Kat. Nr. 51b). Abb. auf der gegenüberliegenden Seite (unten rechts).
VI. P.P. Ersov: Das Wunderpferdchen Höckerlein. Volkshilderbogen. 1885 (Kat. Nr. 83).
Cmbhu« C«hhuk « Xpaöpwü ßosa Hopomnu nopanaen Flwana ßorawpR. CMMbri Xpaöpwft ßoraiupb Hem HapeenHb, tjan «a Cepm Bo/int saeen, Mapb niNuy n Eaeay npeKpacHVw hs aiaTorwenM^ Knut. VII. Russische Märchen und Sagen. Vierteiliger Volksbilderbogcn. 1890 (Kat. Nr. 87). Links oben: Der starke, tapfere Recke Ufa aus Murom besiegt den Räuber Nachtigall: rechts oben: Der berühmte, starke und tapfere Bova Korolevic besiegt den Recken Polkan; links unten: Der berühmte, starke und tapfere Recke Eruslan Lazarevic reitet auf dem großen Zauberdrachen: rechts unten: Der berühmte, tapfere Recke und Königssohn Ivan reitet auf dem grauen Wolf, führt den Feuervogel und die wunderschöne Elena mit sich auf dem Pferd mit der goldenen Mähne.
j’!Hr V///. Russisches Volksmärchen von dem Recken Ivan und der Froschprinzessin. Volksbilderbogen. Moskau 1889 (Kat. Nr. 85).
IX. Russisches Volksmärchen von der bösen Schwiegermutter und Zauberin. Volksbilderbogen. Moskau 1889 (Kat. Nr. 86).
X. Russisches Heldenmärchen von Eruslan Lazarevic. Volksbilderhogen. Moskau 1891 (Kat. Nr. 88).
XI. Märchen von Bova Korolevic. Bilderbogen. Moskau 1903 (Kat. Nr. 114).
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A3> loparor, *onro-B«. KOpoTHo-nx. 6awxmo-m. 4inr.»c-r.n, CKOpo ciajea CKbiHMerce. M ne Jwpo aVro llflaene-—BbUairb oxb, «iaeo- »»Wb. «a o6uinp«yD nonewy h BxzxTb nocpe- ahnt cronä'b crokTb. a »u ctoböI npa$MT3 Maanncv Exevk 110 noiaerb nps>»o. TO Cyten. xonoKMb u ronoxeKb. «to noVserw anpaao. »cMb mi'Tb a kto ooiarrb tniao. totx nponeni» Haanitcb Haaxb UapeaM<n> m CMAbRo npHMjyxanc« 2 Bonitb cicawrb ewy nnnpeBHexy «eno- •iHteNRb roaocoMi —JKani, NHi reßa. Haawb UapetHNb Tm. w «y. >«e npHakirb nm ntscoNb xoimtu kn mj- Nyprrü ce^e, xanb mmI m aoöparo icxa i»o ero. «OToparo a pacTepwrb h« xenxi« <ucnt. wo Tarb ao-imho 6wno cnywTbca A ecaw a yacb tMHOMFb otpeat rcöco. to caAMCb Ha eayxMTt ie€i*a%pc©, npaaao©.—Caaiaa mh! «yaa w lasbxb iaeub? MaaHb llapeMHb K« noapoCMo puAawib 3) Mexay rixb Enem npexpacwaj» npx- tuaa xanc-nc-waxy ab ce6* w. jraxatab Waa- hi Uapeaxsa. noepacwtna erb yaoaonbCTai« Hmmv Uapeektb noaacpxioanb ee cw ne* K*ö6wKMOB?HMOC OCTOpOWNOCTl». K beete w<- e rxngM«Hiirb. aocxawaxch es npcMCTHMH. Xanb exy craao paxTarwca cb Ken, m ohu 4) Cnxrb Hmmi Uape«>i<rb Kplna» WaKplntO N He GAUWHTW ONb KM« noabixanx xb wexy ero 6paikw pc*t*- Mwe Onay l*HMCb oxx. aaxbMrnawyne hs Ejiexy nptkpirKpo xa xomw snaio- rpMMro h Na inirxy Cb wapb*nTNue«: roMM&DM^H Waany UapeaHHy n yfrxnw erc. a cimm Mxaantrb ace Cb co6or noccawiH ha potexy XIII. Märchen von Ivan Königssohn. Bilderbogen. Moskau 1903 (Kal. Nr. III)
KMcrpVty •«'“> «Am Hajn, wo cunan. aywe kjxbaoA, <tn npaaxo*. mmtv. - 34p*KT>yi. Haaakl—Mpaaayn eay oapcxiA ank an itanai Haan ne yaaan ero, Aaovrca, wo nxoA bixmuA 6a puak saatn ero Mtuv cnopu ux». xyxtoe xan aa cairl- BptMoA bim KpMMOÄ? - Hirv. pc&m. npaaxoft ayapewo npuaan. Kpmuoi «*n aywae Han triaaHMBaorw, a aw oftaaHWMeak — Hy. wo. mob iipaaua' - oÖpaAoaaaca H*m ricxiutll lUUUt HoOXUeTCAMMk npHKAjWIKk OliM Kk MMy — OmaoMCfc-a. <no6n«uA. piraa tu mark cnopk Kan jpime xark—rrpumoA an aptaxoA' — Bon. «MMN o «en cnpunaamJ Hartcraoe Xiao— kpwuoA Kixm Muaie npaaxi? 3a npaaxy Bk Caöapk yro Awad — Hy. cxwuun, art roaoprrk. wo rpaajoA rpnt xmtk, ctaauk Haan Hayay — fla, a cr-ma mo xwn tro-Eona. un. aaiaark. Em. mamtv Eyn. wo 6y*erK » toxmco a BpnajeoA aom •w 6yxy1- ckjujv Hayak H noui-in ohm AMbuie Iloporcao Hun ko acaaoMjr DOAJUXIKMTCa. Iteilt ero KOpUBTk H Ck COÖOIO MJ AO pory xxiöa xuoTk. a Hayn rat kam aaaaerce, r«i ao padoraerk » Kopay ix tfta A y Hmm koaau nocaaaacK llonpoouv p*n Hjyav y aero aycon uUi — A WO TW Wut 3a BCTO AMlrk' CnpOCMJV lllMK — 4to xoHtwv Öepa «n. roro. wo y Meaa een. — JlaaaA. • rröl raaik mmkojuo Hayn coraacxacx owa yn raaoxen on 6un Haan aMaaxon eay raan a xuk ayto«en uVa Ckin Hayn axtfik, n oooua AMMDt f Iporcuoxxjca Hayn m noapocaak y Haarn eure Kycon ulZ Bwaonorb Haan eay ; Kycown uVsi Howen I onaxj coMitk na xoport ham-6uam am ayawa- Haan aa Hayn Haan < <mxk öojknw Htopaaxo» aa c/hukjmm i Hayn ace xtaaxk ao npaaxi a ayuuk Bin caoA A yknC npomm rpyjmni Bork pan aocaopan oaa Ti Men coöoA Haan raaopan wo xyame acoTk KpMiAO*. a Hayn roaopaav. wo apasAoA ae apo KMaeuiK a ayauie »um. npaijoA Giiopujn oaa. coopM-ta h piiuMAH .toAth aa xopory a enpoern ao rpeik pan aepaaok. Kto HMk tuacTpiry oocuerk IkpaaiMV notouci an Myxiwork^aTpewn.-aexaio oatnerk. Oaa n bcmj Em. aa noMoaik, lenmcw1 Paxpiana tw awuv enopk kin Ajnmae acm aa 6iaon citri — xpouoA an apa- BAOrfP - Hirx 6pamw. opaaioA aeaoiMOKMO ain apowm BojkMKre n npatrlpy. aon aase rtao: Kmryrk TpyaiMN aponnw KpaaioA aorrk aoaaronrte. — Hy. luuuak aoa apaauul—ousktk K*aak. Hoaua jeuwae Btuorrv—laerk n Kafiarvt aynm Oaa n Hewy Cktnon caoA ayron a notaen nonumay. ocayok». tk ItUOHMOA Ukjw luexx Al M CÖIUCT Ck AOpOCM. — ae MCJOTV KYAA HTTM Bork 0<k II K><Ufk MOJIMTWa — rocncuta. ae oema wem. rptuaaro pafia Taoerol H aApyrk CJtuuarrk Hayn —aro-ro roaopark eay — Ham tw kanpuo. xoAieuik ao atey. nu« nn rpo tutaxy. aa*Aen Tpoaaway. ui no ae«. aou ac aoAkiuk ao rpraywaro kakri. a aoru uAaemk mkkk kmxAci an aero kam, hjmooi rju3a, a tw npoopteuik Koria apoopicak. mim uepxk on. kjuo*u. <ui«su Gojuuo« ayök, auiik aa aero a cmam ao camoA aowt. mo ae cna. a cxynul wo 6yAyrw roaopwrk Menerwe <yia. uoropwe cjrriKrrvi non roTk ay6k- Hayn nn ace a CAlaan. awaen tuen, ywuac« kaoA ero m oowTv yaiutii. calrk Bo®« flouien xuvoie. orwcKMk ay6x «m tn aa aero. aoaumci aon m cran CAyaarw H aApyrk cjutomh. on - lerrrk non aySk ro •ein rropon Mewcrwe ayi« CmtLimck a cran paKxa- iwam Apyn» Apyry. rat rro 6un a wo atun Bork ojum ayn m roaopwra — jlecark roaon a wywy tupeaay H «in toamio ae awroaan weaa an ae*. M««eTo acaiAaik ne aoeyrk A awnark wem noxen TOtkKO rorx no y rwcoco-ro 60- rararo Kyaaa juKTuerk aaoay. wo aoank y aero aan "^Trpon act 6tcu paixeriAack. Hayn cain Ck xyCa h nowen neun. »yniu. o aoropon roaopan ncbbctw« Ayn OrwcKMk a cran apoewrko n aeny n pafonunai — Mmt lenerk ae Myaao. — cmamak Hayn, — rnuio, coraa • npopaöoram aa reäa ran. tu orxauik aat aaoay Ck BOpOTk Kynenk cocmcmjc« Cran Hayn paöorm. aa aero. aa Tiak yctpAMO, wo xynevk KuaMaraca ae uork flpo- paöoTMk Hayn ran a rran npoem y ayaoa aaoay Caan ryoetrk aaoey ck aopOTk a oraan Hayity. notnen Hayn Ck hkomok» aa rpyA* np*uo n uapexowy laopuv IlpHiaen m roaupwik — Jl Kipeaay wory aurtawn Baeaa ero n qapaoa itaxaru, n taawoA iwpewrt Caauk HayMk ck rpy» oöpan, nouoaxaca nepexk awn. naioiuuk rpM xmmuxk rouuaa h waatn c6p*n ha u* peawy. Eoaiaab roreack «e noxMwyxa ee. uy6on aujerku ask aea, a oaa ctxu JAopoaa aoepexNeNy. Uap* a apu ran 6mm paau. wo ae maam. aan a 6aaroAapatk Haywa. Ibpeaiu n tuaopwrk orny. — Eaarocaowa. iMpväanoaua. aew aaayn m aero arrx ayvouro kcmhij we kjAtm. ju wat ero a ne haao. — Xopoiuo. 6yik no-Taoeay.—emuk eA ixapt Bexopi axk i< noatwuxH. a cran Hayn y aapa aa- atcro cuju XMTk. Hpowexk ron. a Hayn aaiortn aotxark aa poxway - aan. aaatenrrk. a uapeaaa aaicri ck aan noiixu Bora noaktruKTTk oaa n HayvoaoA Aepeairk. caorpark— XIV. Die Wahrheit (Pravda) und die Lüge (Krivda). Bilderbogen. Moskau uni 1900 (Kat. Nr. 116).
CHBKA-EYPKA BXU1AS1 KAVPKA. ^yccKaa CKS3Ka. ixtx^utx rmpxvi- x r«u» y sm» rw yxxun. a Tperifl llaaux-yyparx llpx — liaxk nou^nxinv Men» t»ki. npuv.uiTr nrpaui rpn ixkim n< • cwy ui •unarx na mo» w<Tuiy Xurpv crapmcx, cwxmxj noiopoKiLiu eru. Bon. Barry- tuen. 1WII». UA>> riajiMcMy rUny rodltpJIMA Ha »«.Ty. a euy ae wvra. O ikva Ban u noarjn» a uexn. ILria/ix oin> ixtstx na Mont.it. u pouxo xx iwdium in. urwy Barry- mübbax oTWfk cnpaxMMrrx: — Kto ’unarn.? Craptat* rum.? — Htrx. öDTirtrsA. uxaMiA lla Apyryp wru xtax 0iuo xropoMy cuxy xm sa Monuy. n npoarrx owx typoxa aourrx ix serv. Hmbx rra.ii. oAnjarMTi llpmar.n. um. na Monviy n rrxn. ’umrrx lUpyi'X m. cAMyn nuintni urraerx «non. — Kto nwrarn.? Tu. cpr.ixiA cum»? — Htrx. tan«Ka. M-ia.TnriA cuirx, Raxx Aypaxx — Hro tu, ILua’ — H. 6am«ua, crvt'ixTX Ban Crapuin. caxmiyAk u qnuaiy.Tk < Hxsa-^ypea, xteiax xxypxa. rranx nepejo xsoA. kaxx .mm. iN-p«.n. TpkWw A' Kr-ui 6txirn. aeM.ui .ipoxim., an. yatefl mawi Kviim., lla Tprrxci o’tb Dpwsn.it llaairx ^ypark na dmxktx u ‘orram. y müouu. Poruo xx tiu.ix<rik mui cnpoxx a IUL ii'UTprO uavt arnrn. IIovumajw mh> ex m<4X.it orwK*ttio. uam. BXi»iHjniutt loBici4}ptt. xtoiM aypea.—nuui. rrapuKK—cij- Aii oaii) tuexy rbpnt h Spano«, uo aijAiurt xirk A tu . Ikuti, tut* n upa*x- yio kuu m aurtet an. jtearo— mumaL u.i.>o.ciuw sp-.ni. rt ».ku>a llor-w Ute n> xteoe yxo mix a» Mixteat im> afXMro.—«yjrab «nxn. auann.n4ott Troqu. ornycail snax,aK»Ki> xyvwvMrt reöl fty.VTl.. TU RULO u n> imkv. rBwnuf u qittsnu J ua Sjpa. Bteux Mypte. mit l tjqwi>» mim4. un ui«- n. m-pr-a b tpwO' * <'rapaw apoenun rv cuxow ii kmIkm Am. rx »♦oiuiy A llasuik oorpeaajx wo nct kuu ceoero. oraycran. m* M nu6pr.rx AONo«. Iktp.M't »> amiy lupcny nuacjn. <m> tupa turn. <r.iu HaX irTrx rax»t Mxro.mrk. toTopuft ropwn. <t cpeiewiaTMi». itaAan. iwprpen. napraau. To uaps. vTAacrx »Myan. M wro fbm> ,xm Bporui My Hatezan. DoueX A llxaift ocuirx iiaunu. m n iTwqaiT’. uw — >'h XU 6U M'lt-TM KaKp>M»6y IL C06UWXC1 MAX II xn.kuKi.TyTX 6paiu u mim. A Hmhx iw .rmerx, NpMBiwn. MTX cwy Tpcinory» kuGw-miKy. fipxrxx yteaAX, a IImufx cten* ua Tpeaxory» ü^ujexsy n autxa.TX n mj..uuy. Ri 'iMcr>r i»ne. Tarn, out canrnty ji. u KpMpiy.TX — Cmi».6ypiu, n>niM Kaypia. mm- nepr w mhoA, r.uc i. .wen ncpr.Tb Komi, öixun. » «a .ipdautTi.. an. ymeft ilttiks nxinri., a in k mmpefl tupx aentn. IIo4<K&KA.7k n «iMoiaiai, uki. BKijMuiiun HBAau.iypars el npaxoe yx<> a.Ttex. »u. rtxt* BUAtek n crx.it waw.wwb, spuak cx NtMmrx Ctm» wn IM Cxxxy.öypxy u norxaixn. noprpm. cpuiurx Hapoay xx rvpijl 6hao wunMoii*MUirw.< Ikumtna px»o- ruajx eaoav lumx u cuaxy.Tt kx mpuuaitx CvpM.Tt ll»uun...iypaKk u uoprprrx H ikuvtcuiw, tto uui lunrx Bnrt>i »>txta* npitukTk uaaoacixx. uapoji. MJti.Tb, a xy.u ynaxxrx. nwcrv u< mA&n« cxpivira xakv «iapx Hmht. iipitexn. a oKoaiqy, ertex ex koum, xx xtaue yx<> ortet, n. npa»^ maste x h cruyentn» icu. * carx nao uo- H BpcAXAOMoA, ua Dein u xuerx Gpan^nx -4 Bon. npitxa.ui Gparxa u ciaui j-axxxjuimti. mun» I u>pM.TX nuprpen. n ynaxa.n» rx im u rx H MtuovrtnqeMK A KyM—XHKOxy Mcturtrnio. BBlpJtXM OUULKCrTO SpOMeiUl, C UApb (Z/MlMm. ITO JXcB nupx. ua xoropuA coMaxaen. actii öwtpk. rynuort n kprerwixt. Cwui 0|xmji roftupanz». u lluiin. urnpawuca rx xhmx. Cten» rnx, rx uapcaitvt wuxrarx, r/t-ro M ne-iry, A» rM.rrpwrx, porx paatui«. lUpMU'a mna iwncam roertA oöiioorri m nnoia k 6puoA, a caua »pKo eworptm» aa arteui. ne ofcrpeKii JHI KTU uxx imrx ex »uoTCHn^Mi. Kto «ZoTpeTrx. r<m>, JHAMim., H XrMMl b «. HjIXTo K«. IutTlA iw oGrepcx Tyrt MraiHy.in o«ui m xrixjr ywuiLM Aypoica, auaymano m iw«. pMlüift. cawii hfci. Hb caxt. wxnx-u pacrjxiuuiM. lltpcaiLA ilajilxi cniEurt uiima u »•►Aiicc.'ia ruy llxun- A) pn JUiniTb nniw u oftTqcx d^totmiubw lUpeitNa imx.u IImui# an pyxy M DO.TW.M m iiapv. — IhiTi-mKa. Bön. MOA rySTUuft Bparca nun» u axiiyaa. A Hmuix-to ua» nvaw.TX xx TBCTOe DOiW. CMirTXy.TXUKpllXHy.TX: . Ciuoa öypca, rlnux oypitt. milk uepejoMMoA. xaicx jiKTk nepfAX Tpaaoxt Koxi. Ot-Kxn. - »ew.u< .ipoxim». un. ymcO uaahx. nn» naupcH .TUVX MU7XTX. IlpuOteaui n nrrn-Tk, xaxx bxouanxuA. IIxaHVAypaKk xx apaaoo yxo artet, rx xteoe xu-Ttei. x <T.U1I. Mü."k>Al*om. KpOBL PL MO.IOEoM'k. BCKO-IMAX ui UMLM u DoacuxTt u lupadtt Axopt Cxopo lurpajx caaAxCy u aa.vi.ui luipx lla iiupy u c ÄV. Grauschimmel Braunchen (Sivka-Burka). Bilderbogen. Moskau um 1900 (Kat. Nr. 118).
M0P03K0.; ^^P/^it-ii. cnpiin. re rrapyio» u Cu.n> y uuiv int JMg J-nepa rrapoaa - pojwu .wu rrapjin. a uvu- SeTxsSÄ man—naivpmu Poinaa in» hu ejkwTv. m acv re lÄKTb no n»unEt ja npcrnaapuaarrv tjwnuua», a naj'irpKtpi. tarv nn )tox_imtv. hd-iLmv ne yrtturrv- nre re Ticv. »re iyju, a na.» npaajy caann, ji.Bjtuia 6uju »UQTV m lopuaat i. pjaa.iv utta 6u c&kv cupv n. Hac.it cnxiMx. a y «wui cuuuA ma cseanvn pcuM- «atL ’ho jVutv1 Btrrpb iwn. nnujHim. ja aa- —— nnwm raap-imua <>•£• paexaunva—ne <»npo L j* yAwrav BreSyjeTV npnjjMUUTi..» i)Cu <*reaiu II npcuyitavi Kavin tnwpnqy «» 4*tp« rornin Bon n rtMMp«TV oua wyxy — Bem. mpift, re kj.u imau irvOv r.i*m I Hon ra nr uluub. tto6v yrna von o n?0 o<* r.iu- mir. ja ne nun n pjHUMV, u. Tcn.iyai rary. a n. inm* ti’iM. iw rpreayiv itopm’ AaaiauLiv. nTyxo.iv mpDKK ja nrrro U-ian, oo- eajnrv rwty wv cann. xotIjv npnxpwn Dootai®<J. ja II To noÜMLiea. Tak-v noaen. Crtruaxxj n uirron mvv Can* ju-n. rv cyTpoflv, nepeapreroTK a c*wv Docwpte »wo«, •mw« raaaa nr uiviui cMrprn Kricpu Orra-iari. oljaritucu. rpurerra, ruairrv Rjpjiv cjuaim,—nmuaext Uopaaao ooipecanaarK cv cjui na e.iv} nonpuruaarrv. cvatnca aa rtny nre«.i- Knaarrv. ooTprexnMcrv ja nomnuauacrv H-»rv «riynum •‘«n. n tu# coart, nojv Etnopott Jt- ny wca exiiHTv IknrAQiaarrK noaaunaaerK an rpieuyv jianuy nonajunrn. .Itanna. jkaaaa. a Mopon. vpaeituft non! — JlnCpu noxa.i<NUTU Vapojv! 3tUTK I'mtv tw'iD tipn- nrev no moc .lymy rptmuyit’ — Ten» jh Tt6t, jtamu? — Ten IM. TflLlo. MopuQKKü' llnxr rnyrroiri Mopuw. cn.ii.irt* arpnuLTi. n iami- auk OtunL rapaannaen.; Triuo -in n-öt. .Ttnuiia? tciuu .in to7K. Kpnnua? Cutan m/rfrrv jtiany . -lyn jyiv nepcanjim. ob*, uo rnir n«>pnri. — Ten». Mupoxsu. tv<lio, öotj'Cüka! IhuF MTpcnuLik (I nawrtc afime.iua.iv Moptusn. — Ten» .tu Trft. rtmma? roju w Tcftt.. uparaan? le- rn ruo .in Tf’4., janjtaa? Jtunm oiBciwt. .iKtcmrl-ia u tvaupnrv Hyn. r.iwnuo ()0. Ten.ro. rnjyfrilirv MopajynK»' mj JIaiiiGUJUrL Mopcavi en .nnaiau« pl'tB ma- .1ILWH otfV tun IW« u oKlTXTb re nt)&*vn. nro- t pt.TS Oitn-IIMII ja npintrei. efi ryiuyn.. nawutl rituro npnxuuro. n tx'.u prix». en njaru-. autnn erpfCpuMi. it ^Monnn» llajkxa ona cro n cmia ’ llöLttn. jypa! Bort re _ 6k CanHüCK naxir cmpy- “jwmy jo-h. xnuaiit »iMoiyrv. n mpiiEOBoft o.wt Bjrnrtan cpaarayrv. GZiaiia evtaa &tnin. ja onrrt. Tun! ran.! Cnpucuay jm. n xiart, r». repröpt w-ayrv, rmpyimij xrnnw ne 6e- pyn? Crapyia mfcrioirci. n faattu jaaaja n 6*» «, »om atr raoc : — CTapUKoay ru n aiart. n repröpt ruyTK aerapxinuy xctmu ne GepjTV. i'apnnny.in pipna, parn»pu.nrv .irepir. nc- cyrv cyoijKV auo>ciO. mairjuft. u.irrv caj •uparii n xark ja repcCpl nm n einen’ Navia raauy.ia—u m«jm Ciapurv. rraptuvs j*»parafl ,ipjran JO- taajcfl, mai u n >»• jmu! Hocaan re na in ace tf vir. in tu c Wro Horen rrapan. erapyiuny »•«. na tu » otkir. noca.iB.TV m ro n wtciu Ikm npHtae-iv n Mopm. qwitufl hock ei. tun ti.i ftirj nonpMiHM<Ti.. cv wina na rUq noenoi»MTK aorpccKnarerv ja u«ne.iw- tuu Kpneuauia, raxxi upunnxtn.* Cum n ntreuai do- alnreri. A m*«u im tMfl iMMUtitw rrTpanjarrv tonnonv nanetui — Iktnaft. mpov. xru e»>» xopouinv. Ikritun. erapncv. A roAa*m no.iv rnuowK Tm<v’ rarv! CnpmnMy sm. wv xiart. w cepcCpt •aym. napyinny nauu bc Opyn.' Teoaoiw tcvK .itmtwi’ Tetuo .hl apae- aan? yfiepalea tu’ - «rrat'uua ewy crapyin» >m* ILw tu oe.ikin.: nr kluoik *rro j wiu pytn n nora vwrrertjn* UlMipUtATI.. IKCtlKAn VopulM a i»|M>niil1V Pim« ne .luauKiea. paarrpjuea. runriuv re u x»MvpanLTi. Ilopa. cnponK » StruwÄ txarv.3anpn- raft-ui uiuitv d*nrn, v». cwüTpu. canrfl ne H««X111. cyiupn ne oGpfun! A o/iaica »in« erruo» v - Tarv' tdwv' Crapnoay jrrt xruiiiu atüthyn., a cmpyianon nv wkUKl ancwnai nr.nrv! — He npu! Ila ruipoiv, ecaiu: mpy xwry «m vurk «v c’pCGpt MJlTh PamKipiLiito. fcipora, BuCitJKLia crapn» nrrpt'ian. wxy punyii. VI BvkrTO IM-’Ji O'lLK.11 lOWAN» «4.10 .kuujKLU. xuiunoLia, ja HoXl»0 / XVI. Väterchen Frost (Morozko). III.: M. Afanas’ev. Bilderbogen. Um 1900 (Kat. Nr. 115).
XVII. A.S. Puskin: Das Märchen vom goldenen Hahn. III.: A.I. Kandaurov. Paris 1897-1899 (Kal. Nr. 97c u. 97d).
ßjlA4MMMpl>KH^3bl flo <{qao&om rpw^HÜ’ roxa^wraMI H^cLownRorA[w^f nocMÄpumtl IwfoBApi&AAb:] , A w jfct *]ii to wiffl Hn*Cm|otI MAA^\! |.ILU^ah«a Ko Ko bntwHUwÄl, I 4«UtMW<A MHfU | AWCMM^OnAWlSttMW^ I MqaoAy 3aGaMiim j [G^WAC* 5 Ha^gI^a Kqhji, * fy*Al Bb pKY OAt.TO'lKY H|EKA«HBAL EE Kb CMfOW 3lM<t Also« P0MW\AA2» norAHSt* Ghab Tom AAiTonROu uieakmom 'JkfOftlAb tE KAU UÖThh^UJK^. Am VESA 3a6ABA > tDNAb>(T^AH(7&0BAAb . Aa> TEM Cb 3/tftEK) 6HACA. (1 fOBCXAAA (FB HAI AMT>WfA ILtoBAiA nxETriM uiE*nor»M XVIII. Dobrynja Nikitic und der Feuerdrache. III.: N.D. Bartram. St. Petersburg 1901 (Kat. Nr. 101a).
XIX. A.S. Puskin: Das Märchen vom goldenen Hahn. IIL: S.V. Maljutin. Um 1899 (Kat. Nr. 95h).
XX. A.S.: Puskin: Das Märchen vom Zaren Saltan: III.: IJa. Bilibin. 1905 (Kal. Nr. 102g).
XXI. A.S. Puskin: Das Märchen vom goldenen Hahn. IIL: B.V. Zvorykin. Moskau 1903 (Kat. Nr. 100a).
W,3AdHie IC®. /ÜuecHepx lr HCOBdrtZ SoS./Ul HCCHepa XXII. Das Märchen vom Kummer, HL: E.E. Lissner. Moskau 1902 (Kat. Nr. 103h).
XXIII. Der Kranich und der Reiher. HL: G.I. Narbut. Moskau 1906/07 (Kat. Nr. 108a).
-WÄB I. CKA3KA. EOVATblPCKIW KQHb (10^01110713 K3 >KAP?-nTHUIb. HACTyOKHl HA KPblTIO KOflblTOMS PI KPlbOKO K3 3EM7Hb nPH>KA7l?>...... A BACWTlHCA-nPeKPACHAH yCMOTPIbflA 30fl0TyK) HAKOBKy#a- nPHnzibiziA k<5 sEPEry, BbiCTynnziA H33 r!0AOqKM flM>EyETCfl HA nAfiATlW. XXIV. Vasilisa die Wunderschöne. III. eines unbek. Künstlers. Anfang 20. Jh. (Kat. Nr. HO).
r<?cyAAPCTßeiiNoe hs A-AWAbrreo 1983k XXV. Vasilisa die Weise. III.: A.E. Kulikov. 1923 (Kat. Nr. 124a).
XXVI. A.S. Puskin: Das Märchen vom goldenen Hahn. III.: Ju.L. Obolenskaja. 20er Jahre des 20. Jh. (Kat. Nr. 125). XXVII Das Märchen von Ivan Königssohn, dem Feuervogel und dem grauen Wolf. III.: AJ. Vatagin. Palech 1933 (Kat. Nr. 133). Abb. auf der gegenüberliegenden Seite (oben links). XXVIU. A.S. Puskin: Das Märchen von dem Popen und seinem Knecht Trottel. III.: M.P. Vakurov. Palech 1933 (Kat. Nr. 134). Abb. auf der gegenüberliegenden Seite (oben rechts).
XXIX. M. PerSina: Der junge Puskin lauscht den Märchen seiner Kinderfrau. Palech 1954 (Kal. Nr. 44a).
XXX. P.P. Ersov: Das Wunderpferdchen Höckerlein. III.: BP. Bulgakov. 1938 (Kat. Nr. 126).
XXXI. Das Märchen von Ivan Königssohn... III.: K. Sokolova. Mstera 1945 (Kat. Nr. 131).
Redaktionelle Anmerkungen Russische Namen, Buchtitel und Zitate werden nach den Regeln der in der Slawistik üblichen wissenschaftlichen Umschrift transliteriert- Alte Schreibweisen (aus der Zeit vor 1918) werden der modernen russischen Orthographie angeglichen. Häufig gebrauchte Ortsnamen wie Moskau (Moskwa), St. Petersburg (S.-Peterbwg), Kiew (Kiev bzw. Xylv) und eingedeutschte Wörter wie Sowjetunion, sowjetisch u.ä. werden dem Sprach- gebrauch des Deutschen folgend nicht transliteriert. Zeitangaben aus russischen Quellen oder über russische Begebenheiten vor 1923 erfolgen nach dem alten Julianischen Kalender. Dies gilt auch für bibliographische Angaben. Übersetzungen stammen, soweit nicht anders vermerkt, vom Autor. Maßangaben erfolgen in der Reihenfolge Höhe mal Breite in Zentimetern. Die Abbildungen erfolgen mit freundlicher Genehmigung der leihgebenden Museen, Bibliotheken und Privatsammlungen. Die Reproaufnahmen in Moskau und Leningrad wurden von Sergej Rumjancev (Moskau) ausgeführt; alle anderen Reprovorlagen stammen von den jeweiligen Leihgebern,