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Автор: Graml H. Weiß H. Benz W.
Теги: geschichte sozialismus enzyklopädie nationalismus
ISBN: 3-423-33007-4
Год: 1997
Текст
dtv
Enzyklopädie des
Nationalsozialismus
Herausgegeben von
Wolfgang Benz, Hermann Graml
und Hermann Weiß
I).t» vurfecfrndc Merk ist S*.hk\ik.«i und Handbuch GesanndarsleUunp und
Kompendium zuck ich ein unentbehrliches Hilfsmittel lut alle, die weh mit Satm-
nduvsahsinus und ITrutetn Reich heschafbgMi In ca !<» Sticti»i>rlcm «erden
Informalionen über Inuitulumcu und Ortantsalionen. Ereignisse und Begriffe,
fallen und Dale«. Ubci die naixmalscwiahstnshc Idcolocic und ihre Verwirkli-
chung tra SV Staat von der Lnldehune der -Httk-rK-wcrune- bi* zu den halten
und Uirkunren der utionalsivMhstrschcii Herrschaft »ermittelt Von -Abrü-
stung- bn Zinsknechtschaft- und del Leser sachkundig und zuscilasMe auch
ub-r spezielle hachss-rhahe mtormien (»en KiMizcniralumüafcTU und Ghetto*
sind ebenso «re zahlrcxben UslctsLindseruppen. den Glicdciungcn der Partei,
den wtcbitpsicn Zeitungen und Zciischnhen. Spiel und Ihopaeandatilmcn oder
militärischen ftetrmssen eigene Artikel pmidmet frpaazt und »erltett wird das
k'ukahsebs Missen mit 2h poUcu (barsteHunten uhcr Auttcnysihuk und andere
Ihemen Mil Beiträgen u a über Technik hieend Medizm Sport und I rrueratuin
alle aul dem aktuellen Stand der huschunt erweitert sxh das Sachtevln« zur
Hankiupadic (»w Artikel »erweisen auf weiterführende Lileralut. em ciecncr
Hciirnt zur Quellenkunde bicict Inlivauinmcn uki Archisbestände und Sanin-
unten ein hmetaphrsches PcisonenrcicrslcT s*hl>eht den Band ab
Enzyklopädie des Nationalsozialismus
Herausgcgcbcn von Wolfgang Benz. Hermann Gram)
und Hermann Weiß
Mit zahlreichen Abbildungen, Karten und Grafiken
Deutscher Taschenbuch Vertag
Lektorat und Redaktion: Ihoinac Bertram
f‘ro)cklk<uirdinatKMt Maren Kruger
Oktober IW
Auflage Juli IWb
Deutachcr Tmhcnbuch Vertag GmbH A Co KG,
München
IW J G Ciwia v.bc Buchhandlung Nachfolger GmbH. Siutlrarl
JsHN laiUhMlMiM
CnicchlaggcMallune Ball A Biumduigcn
l mcchlaitbild Kundgclmng de» llilk»|u«cnd rum I Mai I9.W
im Berliner < thr*r>aMadion. bmtahrl dec Fuhren • PHM Berlin)
Salz di|i, iMtunine
( Ksetzi auc de» Ime*
Diuik und Hwidune ( H Beck xbc Buebdiuckctci.
Nördlingen
<ndim.i1 Iiul Muichi iem chhwlKi gebleichtem Pape»
Pnnicd m < »ermanc ISBN MIC VW7.4
Inhalt
Vorwort..................................................... ...... 7
teil I: Handbuch
Ideologie
von Bo/(gunj> Wippermann ...... . ...... , .............. .. II
Fahrer und llilleriuli
von Ian Kershaw ........ . . . 22
Propaganda
von I» mfnrd Ranke .... ...... ...................... .......... 34
Rasseapolink und V idkermord
von Konrad K wtet................................................... 50
Vuftenpolibk
von Bernd-Jürgen Wendt ........... .............._____............... htv
JaMir und innere Verwaltung
von Ernst Riner................................................ 65
Wehrmacht
v on Gerd R. Ueher schar........................................... 96
Wirtwhaft
von Werner Bührer....................................................IOK
Sozialpolitik
von Mane-Luise Reiher............................................. 123
w hatMchaft
von Michael Gruitner ............................................... 135
Kunst
Bildende KunM und Vrvhitekiur
von Peter Reichel................................................ 154
literatur und I bester
von Hermann Glaser............................................... 167
Film
von Hermann Glaser........................................ ......... 172
Minik
von Alhmht Durnltng.............................................. 176
l nlcrhuilung
von Michaela Hathl ............................................. 181
Kirchen und Rektion
von Kun Nowak ................................................. I#7
von Rrdf Schrirken .. ......... ........................ . 203
Frauen
von Ule Frevert .. . ........ ...... 220
Medizin
von Manfred\hsolil............................................... 235
SgaWt
*M W<41 Ihnrr Vanamth ..................................... 2M
leshnik
io« Kari Htat («hur . ... 257
VerfU-wng
rm tjahug fjbrr
t wgratt<.a
iwi Marw-Laur Krrairr . . .... ......... 2'*
Hiitritwi
•o« Urrataart (jranl ....................... . ...____ VN
Weflkneg l*.W- 1*45
toi 71»wm> Amrum .......................................... 522
Qwrlle* rma Nalxmaloiziatesiww»
uw Una: K-hrtah ............... ............................. 5 Ml
Teil IE Lesikow
343
Teil fit Persuwc-nregt«*«? IBM Karrhiiigraph»e«i H|7
Vcrzeichna Jet Mitarbeiter ...................................................
Rrldnacbwers xw
Vorwort
Der National», izialrcmu» - ah Ideologie wie ah praktizierte Herrschaft - ist mehr
als Sl Jahre wach «einem l ntetgaog keine abgcschh «seile Ara Jet deutsche» und
Jer universalen (lesctachtc die zwölf Jahre de« -Dntten Reiches- bilden tmmer
noch eine pohtiuhc moralische und wt<*«nschaftU.hc HerauWordetuag. die tief
in den illtitlchen Diskurs hrnctnresrhl Die pohttsche Kultur Deutschlands ist
«ert der Gründet gmctation der BunJcstc publik wk det DDR auf sielfaltigv Wei
K durch die kollektive Erfahrung des Nartonalsrvzuhcmu» geprägt und der errr
hge Eingang mit Am natiooah.vzialistiw.hcn tibc und die ofletwlichc hra del
Erinnerung hat nach der Verenigung der beiden deutschen Staaten deren Hi
stenz ebenso wie die alluctlc Besetzung und die Teilung unmittelbare Wirkung
des NS Regime» war Anlaß rar AjBsemaodenetZMg gegeben die anhah und
lixtdaucrn wird
l’bct die Natur des rutiieulwzulntrxhcn Staates übet die ihn tragende Ideo-
logie über seine 1 nlerstützung und nicht zuletzt über die sott ihm begangenen
Verbrechen besteht Erklarungsbedart Dazu sind präzise und detaillierte Infor-
mationen mauendig Mit dem Anspruch den Bestand des Wissen« über de* Na
Uonabozialtstnus zusammenzufassen - das kirnitnt un lud dieses Nachschlage-
werks zum Ausdruck war du Mxscht verbunden die« in Überschaubarer und
icKht zu handhaKnJcr Form zu tun
Ab Sachicsikoti mit etwa !<• Ul Mich «orten zugleich ah Handbuch mit csMststi-
schcn ( bcrNickvJatvtclIungcn wigckgt. mochte dieser enzyklopädische Versuch
alle mmsendigen Intormat«eien Uber Institutionen und Organisationen, zu Er-
eignissen und He griffen über Fakten und Daten der natxmahoziaiistnehen Ido»
logie und ihrer Verwirklichung im NS-Staat bieten 152 Autoren habe* sich
bemüht, diesen Anspruch »<wn gegenwärtigen Staad der Forwhung aus w> lako
mst und objektiv wie möglich aber auch «o ausführlich und kritisch nie nötig zu
erfüllen
Litcraturhinwcivc erschienen den Herausgebern und Am Verlag notwendiger
ah üppige Illustrationen Der Verzicht auf biographische Artikel half Raum
zu whaffen für ausführlichere Sachemtrage AUe »«•kommenden Personen sind
|ed< vh m einem twographrschcn Personenregister erfaßt und charakterisiert Dem
Vcrwctssvstem wurde »sei Sorgfalt gewidmet msbesondeic war es Absicht, den
l eser s<m nationalsozialistischen larnhezck.'houngen damal» gängigen Abkur
Zungen. Parolen usw auf die entsprechenden Sachverhalte, Organisationen.
Aktuwien Institutionen zu »erweisen In einer Fnzsklopadic rum Natauiahawia-
itstnus ist die Verwendung natumalsoziairsitscher Nomenklatur bis zu einem ge-
wissen Grade unvermeidlich daS dies mit der gebotene* Distanz geschehen muh
t»t eine Sclbstscrsiandlichkcit Trotzdem sind Miß»erstandnr»sc möglich wenn
t B unter -Bettler» auf das Stichwort - Asoziale- »erwiesen wird Da» bedeutet
keineswegs die Eber nähme eine» nationabozialistrschcn Werturteils sondern le
diglwh eine Hilfe zum Auftmden eine« gesachten Problem«
Vorwort •
Oct eine oder andere Hewutzcr de» Buche» und »»cherhch mancher Rezensent
wird t uckcn in der Stichwortliste eruieren odct die DimetMM>n><rrung einzelner
Eint rare ah unzulänglich «der abcrproportioruert empfinden. Die Herausgeber,
mehl ganz frei von Saehrwanecn.fragen auch die Verantwortung tui alle Fehlem
Scheidungen
Unser herzlichct Dank gebührt allen Autoren. den tetreuenden Lektoraten
(Dr Vndica Worte, im Vertag drv. und Eberhard Ralhgch. im Hau» Klell-4 oltai.
insbesondere aber Ihoma« Bertram, der dieses Projekt angeregt und bis zum
Ende mit ptotessioncllcr I msaehl redaktionell betreut hat und nicht zuletzt
Maren Knirer ihr mit souveräner t «e lassen heil die manchmal unübersichtlichen
Beziehungen zwischen Autuien. Redaktion. Lektoraten und Herausgebern kooi
dinierte Ihomas Bertram ul überdies lur das biographische Register. Maren
Kiuger für die Ihtdrcdaktion verantwortlich.
Ito/igtiHr Atenr
Hrr-mnn ( «ram/
Hrrmann Wrtti
Vorwort zur 3. Auflage
Herausgeber und die beiden Verlage sind dankbar fui die Resonanz, die unser
Versuch einei Enzyklopädie des S.illonalMVulionus in dci kurzen Zeit seit
•emem Erscheinen bereits gctuBdcn hat Wu und ebenso dankbar für jeden Hin-
weis auf Fehler. Wie schon in der zweiten Auflage »ind Korrekturen, vor allem im
Personenregister, erfohtt und Druckfehler und gelegentliche Irrtümer beseitigt
wurden Utch kunltig freuen wit uns Uber Anregungen und Kritik
//r»uu.«g<-/<r ». IcrMgi'dn t»hi Kl- h < ..riu
Teil I:
Handbuch
II
Ideologie
Von Woltgang Wrppermann
NSD AP-Programm und Mein Kampf
♦Die nationalsozialistische Bewegung ist eine Sache de» Willen» der leiden
»clialt. in enter Lame auf die Gewinnung dci politischen Macht abgcslcllt, • Mu
diesen Worten kommentierte Theodor Hcuu in »einem 1932 »eriiffentlichtcn
Buch Hitler- Hrg da» Fehlen eine» lotgctugten nat>on.i:«>vuiii»ti»chen Pro
gramm« In dieser Hinsicht ähnele der —• Nationalsozialtsmu» dem italienischen
Faschismus. dem es auch primär auf die Macht und deren Behauptung und eben
nicht aut die Ideologie angekornmen sei. Diese »ei ihm wie Heues mit leichtem
Spott sagte »on «deutschen Pnsatdozrnlcn nachgclielcrt« worden.
Heus» »und mit dieser Bewertung nicht allem. Auch andere Zeitgenossen aus
dem linken und rechten Partcicnspcktrum haben die Bedeutung dci national»»
zialtslischen Ideologie als sehr gering cingcschalrt Die» war nicht unbegründet
wenn man »ich da» Programm der -» NSDAP naher ansicht da» IVjtl tormuhert
und großspurig ah «ewig- und -unsetändetbar« präsentiert wurde. Enthielt es
doch Posiuiatc. die nicht nur irreal, sonJcm schhchtweg unsinnig waren. Dies galt
etwa für die Forderung nach -Brechung der Zmsknccht»chatt-. wiwnit das Verbot
aller Bank- und Kreditgeschäfte gemeint war Ebenso skuml >a unfreiwillig ko-
misch waren die Feststellungen, daß es die -Pflicht jede» Staatsbürgers« sein müs-
se. -genüg oder körperlich zu schaffen«, und daß da» -Römische Recht durch ein
deutsches Gcmcmrcchl- ersetzt werden solle, wobei icdcr Hinweis darauf fehlte
ob dieses - Römische Recht- überhaupt noch gültig sei und was man unter einem
-deutschen (•ctncmrecht« »erstehen sollte
Konkrctci. aber nicht realisierbar waren dagegen die Punkte 12.13.14.16 und 17.
Hier forderte die NSDAP die -restlose Finzn-hune aller Knegsgcwrnne- die
«Verstaatlichung aller |bisher) bereit» vergesellschafteten (Iru«t»| Betriebe-, die
•Gewinnbeteiligung an Großbetrieben«, die -Kommunalisierung dci Groß
Warenhäuser- und die -Schaffungeines Gesetzes zur unentgeltlichen (sollte wohl
heißen ent»chädigung»losen| Enteignung »on B*»den für gemeinnützige Zwacke«
Doch gerade diese Forderungen, mit denen die Partei ihrem Namen al» Naiional-
u>:uhai3ther Deutscher Arbeiterpartei gerecht geworden wate, wurden 192b »on
Hitler eingeschränkt. Generell Uehc die Partei -aut dem Boden de» Pnsatcseen
tum»- Enteignet werden sollten nur -jüdische Grund«pekulation»gesellschal-
ten- Hitler beließ es bei dieser Korrektur de» Punkte» 17 Die Klärung de» »»illig
mtö»er»landbchen Punkte« 13. m dem die «Verstaatlichung- »on bereit» -»erge
sclbchaftctcn- Betrieben verlangt worden war. unterblieb
Bereit» unmittelbar nach «einer Proklamation wurde auch »lei Punkt 3 residiert
m dem die Partei -land und Boden (Kolonien] zur Ernährung unseres Volke.«
|<frok«gw *-
und Ansiedlung unsere» Bevölkerungs-Überschusses- »erlangt hatte Doch die
Wiedergewinnung um <überseeischen 1 -Kol« «men- »ar von Hitler schon in sei-
nem HM »erfaßten Buch -- MWn Kampf abgelehnt - »palet allerdinp wieder
»erlangt worden, weil dies auf die Proteste -» Großbritannien» Miede, da*
Deutschlands künftiger Bündnispartner werden sollte
Unmißverständlich formuliert und auch nicht residiert wurden die Punkte, wel-
che die -Aufhebung der Fnedens»ertrage so» Versailles und St Germain- und
den -Zusammenschluß aller Deutschen auf Grund des Sclbslhestimniunesrccht»
der Volker zu einem Groll Deutschland- betraten. w<wnit »or allem der —♦ An-
schluß Österreichs gemeint war Von brutaler Klarheit waren schließlich aixh die
antisemitischen und laswslischen Bcstandtedc de* 25 Punkte Programm» der
NSDAP Die* galt tur Punkt 4 in dem leMgeicgt war. daß nur solche — Volksfe-
nossen die deutsche Staatsbürgerschaft behalten oder erhallen sollten.die -deut-
schen Blute»- seien Dies treffe, wie cs unmißverständlich hieß, auf —» Juden nicht
zu Sie mußten unter emc -biemdenge»et/gehung- gestellt und wie es im Punkt T
hieß, als »Angehörige fremder Nationen aus dem Reich- ausgcwiescn werden,
wenn es nicht möglich »ein sollte. »die Gesamtbesolkcrung des Staate«- au*nei
chend zu ernähren (—• Frcmdvolkrscht Iba* m Punkt tl erwähnte Verbot weiterer
Einwanderungen »on -Nicht-Deutschen- richtete »ich ebenfalls pttmar gcecn Ju-
de« bzw (>si|uden
Dk- langatmigen Ausführungen Uber eine künftige -Hebung der Volksgcsund
heil- m Punkt 21 zielten dagegen auf eine allgemeine rassisch geprägte -Fnüchtr-
gung* und. wie es spater hieß. -Reinigung dc» deutschen Volkskitrpcr»«« ab Die»
war aber nur für diejenigen erkennbar, die die entsprechenden Darlegungen in
Mnn Kampf gelesen und auch ernst genommen hatten Allerdings »crzuhlclc
Hitler bei der Skizzier uns seines rassen wie o log i-chcn Programms darauf, die
Ideologen de» anthri^sologiwhcn und sozialen Riwimui beim Namen zu nennen,
aut die er sich bei seinen unsäglich primitiven Ausführungen benet Dennoch rM
unverkennbar daß et sich bei seinen Bcmcikungcn über das sctuellc Vcihal-
ten der Tiere mit denen er seinen rassischen Diskur* begann, aut den —» Sozial-
darwimsmu» stutzte
-Schon die «ibcrllachlichsic Betrachtung- zeige «chneb Hitler an einet Zentralen
Stelle in Wem Kampf, -ah nahezu ehernes Grundgesetz der unzähligen Aus-
druckslotmcn de* LcK-nswilkns der Natui ihre in sich begrenzte Fotm dci l-ort-
pllanzung und Vermehrung Jedes Tier paart sich nur mit einem Genossen der
gleichen Art Meise geht zui Meise. Fink zu Fink, der Storch tut Störchin.
Feldmaus zu Feldmaus. Hausmaus zu Hausmaus der Wolf zur Wolfm usw -
Wk Francis Gallon. Frn*l Haeckel. Alfred Ploctz. Wilhelm Schallmaver und
andere SonaldarwimMcn und Rasscnh» gienikcr vor ihm lertelc Hitler aus
dieser «oberflächlichem Betrachtung, zwei Grundaxwrnc ab. Das eine war die
Behauptung, d-iß es höhere und ntedete Rassen gebe wat im Übrigen schon
Josephe Arthur dc Gobmeau. Georges Vachei dc Lapotigc und andere Anhän-
ger eine* anthropologischen Rassismus »erkundet hatten Di« zweite A»i«>m
»ai die Feststellung, daß eine Vermischung dieser höheren und niederen Rassen
zu vermeiden «et weil c» son*t zui Basurdiciunc- dci höheren Ra*** komme
1.1
ldrwl«iy»r
1131 ein Stampf
*hh I Hwmik-I Uihl f luauxtu Ucr »m» Maa
Im »eiteren Verlauf des Kapitel» über »Volk und Rasse« führte Hitler naher
aus. wie die Polten von dennoch cinecttctcncn Rassen»crnuschungcn- weder
ni beseitigen »eien Da cs rni -deutschen Volkskorper- noch -trotte untermischt
gebliebene Bestände an nocdisch-germaruschcn Menschen- gebe könne man
die -wertsollsten Bestände an rassischen I tckmcntcn mehl nur sammeln und
erhalten, sondern langsam und sicher zur beherrschenden Stellunj empor-
tuhren-
Dieser (redanke wird tm Kapitel über die •solkruhe Weltanschauung« noch ein-
mal wiederholt. Sie glaube -keineswegs an die Gleichheit der Rassen, sondern er-
kennt mit ihrer Verseh» Jcnheit auch ihren halberen und niederen Wert und fühlt
och durch diese Erkenntnis verpflichtet. gematt dem eigenen Wollen, das dieses
l.niscrsum beherrscht, den Sieg des Besseren. Stärkeren zu fordern, die l nler-
ordnung des Schlechteren und Schwächeren zu vcrlangen-
Im folgenden wurde Hitler konkreter 1 m den -Sieg des Besseren. Stärkeren
zu fordern-. müsse der Staat -dafür Sorge tragen, daß nur wer gesund ist
Kinder zeugt- D«e -Verhinderung der Zeugungsfähigkeit bei Syphilitikern
luberktdoscn. erblich Belasteten. Krüppeln und Kretins- sei unumgänglich. Die
14
Gesunden dagegen uaBtta nuntlbbsi «icie km Jet zeugen und gebaren Z u «he-
r« Zweck wurden ihnen kinJcrtrkl Nltige «.rtmungen und andere nutenefle
XctfWiMirunjcn »cr*pt.*hcn Den - Lagern h.*.h*ict Ra**ctw ein heil- nimv
*<> emet -eieen» gebildeten Ra»sekommt**awi- em Ak-Jlunewriol- zucrkinnl
werden, da* *ie berechtige. < «rund urxJ lt«*Jen in den n»xh m cn*Ktr>Jcn • Raod-
Likncn- n erwerben Bei einer Jci.irh{ca -bewußten pGnrruUiiecn Forderung
der Fruchtbarkeit der ge*hade*U*n traget de* XiAclurn*. w«ihei giewhzeitig die
• Keime uwwre* heutigen körperlichen und auch pcroigcn XctlalK- vernichtet
«erden mußten. »ei »ine -heute Uum faßbar., «ie*undung irc«gl*.ti IK' war
Hitler« zentraler <»edanke Der Gedanke »u ihm uo wichtig. «laßer ihn rnwil em-
mal tm schlubw.rt um Wein Kampf wiesketbcdtc -km Staat der tm Zeitalter der
Rassen« et etlunr «ich der Pflege «cmer heuen tassaschen Elemente widmet muß
eine* Ian.-* zürn Herren »irr F nie werden -
IKkU Jh-x notwendige und auch errcichhan. -tiesundung- de- deutschen
-X.ilkslorpets- und die -Pflege «einer heuen inuxhot f Jemenle- «erde he-
«Uh und *»*lcmati*eh durch die Juden huuertnehen Die Juden «eien nicht
nur für den Xu*bruch de* t rsten Weltkncfg*. dm deutschen Zusammenbruch,
dw Reiohmun. da* Kapital «nd die kcmununistBcbe Herrschaft un -tudneb-
N4*cbcwt*lncbcn- Rußland »et antWiMthch. *m strebten darüber hinaus die
•rassische Zersetzung- -Bastardierung und -Blutvergiftung- de* deutschen
Xtfkc* an Die* rc*ehehc durch die f «Wdciunc der PiiMilutaon and dar damit ver-
bundene Xcrhreitung der Svphilrs and durch die X-rtuhrung »au ahnungslrwcn
- arischen MaJctsen- -Ihr scbwarztiaangv kaknwnp Lauen uundcnlang sata-
nische Freude in «einem (>o*ht auf do ahnungslose Mädchen da* er mit
Semem Blute «chandel und damit «ernu-m. de* Mädchen*. X.Rkc raubt Mit allen
Mitteln versucht et. die ravvascticn tnunJUgcn «Je* unter« «.bien X.rtkc» zu ver-
derben •
Hitler kalke die Juden ah*> auch deshalb wert *ie »einer Ansicht nach die v.«n ihm
ab lurtwcushr erachtete -laiaoche «ie»undwng- de* -dcutschew Aoiksliwpcft«
»erhmdrrtc-n Deshalb hielt er der. ruca sicht *lo«<-n Kampf gegen die Juden für
»•4hg berechtigt -Indem ich Büch de* Juden erwehre kample ich tut dm Werk
de* Herrn - Hitler» -• Inticcrrutrwnu* w.ir in J>-ppclter Hmvctil ra*u*tr*ch ge-
prägt Die Juden »leBku nw tu nur ernt zutiefst -nunderwertifc Rave - dar. *ie
gefährdeten auch Jk -lassenhsgieuiscisc- «w.-»unüung- der -tkuhwertiecn ari-
schen Ra«a«w t -a kbsi immun r*na*hw et* -• Arisierung. -• Ancrparagr^hl.
Deshalb ei die Bck.imrrtung und Xcrnschtung der (Yimincll und erzielt ah
-Schmarotzet- -Paraulcn- -tlaziücn-. •Btatcgrf-. Spaltpilze-, •Ratten- etc.
drhamirrtcw luden im doppelten Sinne grrechllcrtigt Im letzten Kaprtel de*
zwcilcu Bande* »on Wrm Kampf wurde linket dann tanz deulhch -Hatte man
zu kru-oberuin und wahrend de» Knete* zweit <*Jer luntzchntamcnd dacser he-
hr aruhen Xolktserdetfier «o unter tnitpas gehalten w* hundertUmmdc unserer
allcilx-Men dcut**hcn Artvettcr au* allen Vhichlen und Berufen c* un Felde
erdulden irmthcii dann wate da» Milli*<oc-nupter der Frnat mehl »erechiich ec-
wc*cn Im tiervrrteil Zw.rttlaucend Schurken zur rechten Zeh hrwitip hall«
»KUcudu cmci Milium <«dcntl*.hcr tut die Zukunft wettoidcr DeutxScr da*
I elx-n errettet •
Lebemraum und Ra*M*mu*:
Xnrvlpunkle natHinalMiziali*ti*cher "eltan*<hauung
Dte*c idtcn angckundiptc Venwchiunp der Juden w.itur »pater der hemerken*-
wert deutliche Tarabcenfl -* -Endknune- Benutzt wurde, war Hitler* erste zen-
trale Forderung um die au* »einer SkJh ehcnwi nutwendicc wie moghehe -Rein
erhaltung der Ra«*e- n erreichen (-» Ramenpnirtik und \ oUcrmordk Die zweite
war die nach der Gewumunf *<m -» *1 chemrawn- Auch dieser Begriff stammle
nicht »un Hitler Er wurde »utu Begründer der Geopolitik Fnednch Ratzei
Kh«m 1*47 reprapt Nach Ratzel (JcKhen Volker und Staaten Orpanrancn die
zum Lehen und Wachsen Raum benotieca Dies könne nur un ständmen Kampf
geschehen, wubei weh die »tariere Nation tm Kampf um» Da*ctn durctMcQe
W aJircnd Ratzel der tat Zeit de» KancrrcKh» pubhzicnc und dessen impcnab-
«tischc ftiitik rednferngte die These »ertrat daß die Deutschen ihren Leben»-
raum sowohl in Europa ah auch tn den uhersecruhen Kofoniea erringen körnten
und »oBtcn. deuteten seine Nachfolger und Nachahmer wie der Schwede RudSt
K|dkn. del Brite Haiford MadinJct und der Deutsche Kar' Haucholcr auf Ost-
europa Nach Aufrassunc Mw.ktndc r* würde dem Xofk. da» den eurasischen Raum
beherrschte, unweigerlich <he Wetthemchaft Zufällen denn «he unendbeben Ue>-
ten de* Osten* stellten da» -Herzland- Fur.ipas dar
E» Bl zwar mehl naejrweuhar, aber sehr waltrschctnhch daß Hitler die geopoliti-
schem Thesen Rauch Kiellcns und vor allem Haushofer* den er durch die Xer-
mittlung »on Rudolf Heß auch per*.Milch kennengelernl hatte »rrtraut waren
Möglich ist aber auch «laß Hitler sich einfach an dem seit Beginn Je* W Jafuhun-
dert» »icMach in «Ser deutschen HBlonographie. Publizistik und Bclk-tnslik
geäußerten Xonchiag orientierte den tm Mittelalter abeebruchencn •deutschen
I kräng nach Osten- fonrusetzen Dafür spnehl auch d« liegende sprachlich s<4-
lig verunglückte Formulierung au* Wem Kampf, mit der sich Hitler ganz zu Jem
in Deutschland weitscrbrencten -Gen-Ostland wollen wir reifen- Xfstho» be-
kannte -Wollte man in Europa Grund und Beden dann kcemtc die* tm großen
und ganzen nur auf Jowlcn Rußlands geschehen dann mußte sach das neue Rech
wieder auf der Straße der einstigen < Ndensntler m Manch seinen, um mit dem
deutschen Schwert dem deutschen Pflug «he Scholle, der Natawi aber «la» tkghchc
Bro« zu erben -
Fest stefu daß Hitler »oBrg von der Notwendrgkcrt überzeugt »ar Lebensraum
zu gewinnen und zwar tm Ckslea und auf K««Mcn Rußland* -Wenn wu aber beule
m Europa »cwi neuem Grund und Boden reden kemwen wir in erster Lmic nur an
Rußland und die ihm Untertanen Randstaalen denken • Diesem .sMtnrpcnaltsti
sehen Ziel und auch »eine soosiipeu Bemerkungen iahet die Prinzipien einer
künftigen deutschen — Außenpolitik untergeordnet Ähnlich wie »tele andere
Jculscfie RJrtiker der Weimarer Republik woßlc Hitk-r den -* Xersaiflcr Vertrag
residieren und Jemen Hauptmandatar Frankreich ent pohtHch tsoberen und
dann militärisch »errichten Die* sollte m etnem tcwmeBen oder auch nur infor-
mellen Bündnis mit England und Baben geschehen
I*
Daß Haler an daevc Bundnnpanner dachte ww zu Bepnn der zwanziger Ähre
bei den rechten Parteien und Gruppierungen keineswegs populär Schbcßlach war
England wahrend «le» Ersten Weltkriege» »on der Aufsehen Propaganda ab
-perfide» Albion- besonder» scharf artackaert worden halten »ar hei den damah-
gen Deutschen sogar ausge»pf<<hen serhaßt »ctl e» 1915 gegen »eine früheren
Bundnaspartuer — (htcrrcach und Deutschland tn den Krieg gezogen war und ab
Lohn tur daesen -Verrat- da» -AuLsche- — Südtirol erhalten halte
Hiller setzte sich ec tun Jioc Bedenken mit folgen An Argumenten hin »et
iahen habe «teb seit der und durch die Machtergreifung Mussolini». den Hitler
ubcrschwentlieh pne» und mit Bismarck »ergheh. zu seinem Vorteil serwanAh.
England da» Hiller wegen dessen erfolgreicher KAsnialpohtik geraAzu bewun-
derte. »erde dem AuRtieg Deutschland» zur Kontincntaltnauhi Zusehen. wenn
Deutschland An Bestand de» britischen Empire garantiere und gleichzeitig auf
die W inJcrgewinnung der deutschen Kolonien »errichte
Erstaunlicher» ctsc tauchte die Weltmacht -• LSA un außenpoh rächen Konzept
Hitlers noch kaum aut wenn er auch den künftigen Endkampi um die Welt
Herrschaft mit den USA bereits sorhersah Von den ubngca Machten wurde
— Japan rc-Uti» poartnr. aber auch nur »ehr kursorisch erwähnt Auch aut
— Polen dem damals von nahezu allen Parteien - »on den Konser» atnrn bts zu
den Kommunisten - »»<te»i<lcti wurde, ud die chcnsaliten preußischen Osi-
prmmzen widerrechthch angeeignet zu haben ging Hitler in Wem Kampf nicht
•eiter ein Sein ganzer Zien und »eine tanze Verachtung galten dem -ilxhsck
bolschewistischen- Svstcm in der -« Sowjetunion. das jedoch «reif zum Zu
saouncnbrach- sei. weil es »on -rassisch minderwertigen- Juden beherrscht und
»on ebenfalls -minderwertigen- Slawen bewohnt werde I-» AntibnKcbcwtsmu»l
Unzweifelhaft un Mittelpunkt »em Hitler» Weltanschauung stand der Rassis
mu». er sleihe. wie schon Franz Neumann m »einem klmiitchen Wert BrKr-
imth sehticb die -Basnadeviogte- des Natamahozialtsinus dar <-» Faschzsmus-
theonent
Rassistisch eeptagt waren auch die Ausführungen zu anderen Polibklcidera
Dies eilt etwa tur die Jugend- und Schulpolitik nut der sich Hitler m .Wem
Kampf besonder» intemi» und mH einem geradezu Schulmeister Ich wirkenden
Eder ausciaandcrsctnc < -* Jugend) Dabei betonte er »or allem die Sotwcndig-
kest der -korperbehen Enuchtigung- der maanhehen Jugend, was mit scsual
und i ässe npoli tischen Überlegungen begründet »urde -Die übermäßige Be-
tonung des rem geistigen Lhtemchb und die Vernachlässigung der ki*rperliehen
Ausbildung lordern aber auch m »sei zu früher Jugend die Entstehung sexueller
V..r»lcHungen Del hange, der m Sport und Turnen zu einer eisernen Abhärtung
gebracht wwd unterhegt dem Bedürfnis sinnlicher Befriedigung weniger ab der
•UMchheßla.'h mit geistiger K»t gefutterte Stubenhocker - Hitlers Warnungen
»or zu hüben -sinnlichen Befriedigungen- lagen »cAch nicht, wie man anneh-
men konnte. twgerlKb-s'hnslbchc Morahorsteliungcn zugrunde Maßgebend
• ar »telmehi seine Befürchtung, daß die - Entstehung sexueller Vorslellungcu-
die lunecn Mannet nur zu Prostituierten treibe, wo sie »ich dann mit Ssphilrs an-
stecken konnten was ganz an Inicrcsae der Juden sci.dsc danach trachteten, auch
auf diese Weise die -rassoebe Gesundung- des deutschen Volkes zu hmlcrlm-
hen Ah Heilmittel empfahl Hiller daher neben dem -* Sfs*rt »or allem dem
Boxen da» An - Angriffsgeist- fordere - die möglichst frühzeitige Verehelichung
Dich auch die Ehe »ei kein -SelKt/wcck- und dürfe e» nicht sein sondern
müsse -dem einen größeren Ziele, der Vermehrung und E rhaltung der Art und
Rasse-, dienen.
Diesem ravsenzuchlenschcn Zweck »olhg untergeordnet sei auch die .weibische
Erziehung- Ihr oberste» Ziel »ei die -kommende Muller- Sie »es die -»ichligslc
Staatsburectin-. Mehr hatte Hitler zum Thema Fraucnpohtik nicht zu sagen
Die Rolle der Frauen wurde ganz und gar auf ihre bsoloeschc Funkln«
reduziert, nooghehst »leie -erbeecunde- und selbst» crstandlacb - rasser ein e-
Kindef zu gebaren t-s Erbgestmdheil Fibge»undbnt»gerich<i Diese Auffassung
ist gerade wegen ihrer Begründung und Zielsetzung ah eurem traucnfemdlich
anzmehen
Wirtschaft
Frstaunheher»ei»e autterte weh Hitler nur sehr kursoriteh zu dem Problem
da» »on »seien Deutschen ah da» zentrale angesehen »urde and dessen TaSsung
sic dum ausgerechnet der NSDAP zutrauten Gcmcuit ist die W. rtschaitspolitik
Sse wurde m Vrm Kampf auf ganzen tunt Seiten abgehaa-ich Hier heißt <S
daß die Wirtschaft eines -der »seien Hilfsmittel- de» Staate» sei Was damit
gemeint »em konnte wird fedoch nicht gesagt Sian dessen serwie» Hitler auch m
diesem Zusammenhang wieder auf die zentrale Bcdcutuaa der Rasse und dsc
-Erhahimg der Art- Dm. und nacht etwa eine aktisc W irtschaftspoiitik. sei «he
zentrale Aslgabc des Staates Zur Begründung dieser -ewig gültigen Wahrhcit-
wtch Hitler auf da» Feld der GesehidMc de» preußischen Staate» au» der sich
nacht durch -maierelle Ligen».haften sondern durch idcebc Turcnden- ausge
zcachnet habe Erst spater sei die Wirtschaft zur • bestimmenden Herrin de»
Staats- aidgestmten. was »on Hitler ah V crtailscrscheirmng gedeutet wurde Dw
Verehrung de» -Goize« Mammut- habe den -Bankluden- m die Hande gearbei-
tet. Damit war Hitler wieder ba semem Ltebimgsihcma angekommen, dem Haß
auf die Juden im allgemeinen und im besonderen auf dm -«rtcrnmaonalc Tirana
Judentum -
Auch m seinen spateren Reden und Aufsätzen in denen er m der Regel dar
Gtundgcdanken seines programmatischen Buche» »arnertc. »errichtete Hitler
auf prazuc Angaben zur künftigen Wirtschafttpoinak Statt dessen begnügte er
ich mit Verweisen auf Ac nsach nicht einmal s»ei ihm. sondern »on (nHttned
Feder erfundene Formel »on der -Brechung der Ztnskncchtschalt« Nach dem
slicidinp. zweifelhaften Zeugnis Ar» Leiter» At W irt»chaft»gviiti»cbcn Abte Jung
Ar NSDAP Oth Wagcner soll Hitler sogar frrtmulie cingcsianAa haben daß er
-kem Wirtschaftler• sei und sach -mit Deladfrageti der Wctschaft tue beschai
tagt- habe
Ideologie
I«
FatsachlK-h ließ Hilter es w» 1933 ru daß verschiedene »einer I nterfuhrer mit
wirtvchaftspohtixhen Programmen an die (Mlentlichkcit traten, die sie al» ori-
gm.ir naiiunalxizialistisch ausgaben Da» gilt für Wagencr. der «ich tur eine 1 'n-
tentUtzung de» Mittcklande» eimetzte. und auch tur den spateren —* Reichsbau-
ernfuhret Rahard Walter Darre, der den Schutz der deutschen Bauern forderte,
und c» gilt schließlich für Gottfried Feder selbst. der nicht müde wurde »einen
wirtschaftlich viWlig unsinnigen Slogan »un der »Brechung der Zinsknechtschaft-
zu verbreiten Erst gegen Ende der Weimarer Republik trat die NSDAP im Wahl
kämpf mit einem Programm zur Überwindung der -» Arbeitslosigkeit aut dessen
(mindzuge von der —* SPD entwickelt worden waren Die hier geforderten
Arbeitsbesehatfungsmalinahmcn wurden nach der Ernennung Hiller» zum
Reichskanzler auch eingetuhrt Allerdings geschah dies vor allem durch den
-» Generalmspekteur tur das deutsche Straßen wesen Fritz lodt und durch
Hialmar Schacht, det im Marz 1933 zum Rcichsbankpraiidcntcn ernannt worden
war und im Juli 1934 Kurt Schmitt ah Wuixhaftsminister abfoste Die nationalso-
zialistixhcn Wirtxhaftx'ipertcn Wagend und I »dci verschwanden hingegen in
der Versenkung Nur Darre durfte sich - allerdings mit geringer Kompetenz - al»
landwirtschahsminister um die Bauern kümmern
Akzeptanz und Bedeutung nationalsozialistischer Ideologie
Welche F.lemcnte der nationalsozialistischen Idcohigic waren nun hei den
Zeitgenossen vor 1933 tatsächlich bekannt und wurden gutreheiUcn' Diese
Frage ist deshalb so schwer zu beantworten weit die NSDAP bei ihren Wahl-
kämpfen mit Forderungen auhral. die »ic nach ZcH und Ort sanierte. wobei im
Endeffekt allen alle» versprochen wurde; Den Arbeitslosen wurde Arbeit, den
mwh Beschäftigten dar Sicherung ihre» .Arbeitsplatzes, den »crschukiclcn Bauern
Entschuldung, den Beamten und Angestellten höhere Einkommen und den
Industriellen und Großagrariern der Schutz vor Enteignungen zugesagt Für
die Mißstande der Gegenwart wurden die Manuelen. Juden und die Sugermachte
des Ersten Weltkrieg» verantwottlich gemacht die Deutschland durch «Jen Ver-
sailler Vertrag versklavt hatten, der bekanntlich territoriale Abtretungen, truhtan-
xhc Abrüstung und Reparationszahlungen erzwungen hatte Von zentraler
Bedeutung schließlich wat die propagandistische Verherrlichung dc» -♦ Führers,
die schon vor ImU pscuAwcliguwe Zuee annahm Der I uhrerkuh wurde «o ru
einem zentralen Bestandteil der wo Hitler geschaffenen Ideologie i—• Führer
und Hitlcrkuh. • Propaganda!
So mußte icdcm klar »ein daß Hitler das. was er in Wem Kumpl geschrieben hal-
te auch wirklich meinte Die Kimmunistcn und andere hatten recht nut ihrer
entfachen Foimel -Hitler das rM det Krieg'- Dich daß dieser Kneg ein beispiel-
loser Rassenkrieg eines -Rassenstaales- x-m wurde, der un Innern eme -Reini-
gung de» Volkskorpers- nach rasstxhen Kriterien durchfuhren wurde, um dann
mH der lasse*hen I nletdrilikung und Vernichtung ganzer V olker ru beginnen -
dies hatte wohl kaum ein Zeitgenosse un In und .Ausland ernstlich erwartet und
für möglich gehalten So gesehen beruhte der kut»tieg Hitler« zum Diktator
** IdrotofW
Deutschlands und Henn über hat ganz Europa auch auf der l'ntcrschatzung
seiner Person und «einer lde<A>gie
Diese Fehleinschätzungen halle man spätestens nach Ausbruch des nationalsozia-
listischen R.isscnknegcs residieren können. was jediK'h keineswegs sofort und
überall geschah In Deutschland gerieten zwar nach den ersten Niederlagen einige
Repräsentanten des Regimes und einige Aspekte seiner Klinik in Mißkredit
Doch das gilt nicht tur die Ideologie als t lanzcs und vor allem nicht tur Hitler ab
Person. der (ast bis zum Schluß bei großen Teilen siet Bevölkerung übet cm hohes
Ansehen verfugte Eine völlige Abwendung von dem verbrcclici neben Regime
und seiner mörderischen Ideologie land nicht statt Widerstand war die Sache von
einigen wenigen
Auch nach 1945 unterschätzte man zunächst die Bedeutung sowohl Hitlers ah
auch der nationalsozialistischen Ideologie So wollte der britische Historiker Alan
BulliKk in seiner 1952 veriMfmtlichtcn Hitler-Biographie im deutschen Diktate«
einen völlig prinzipienlosen Opportunisten sehen der übet kem ideologisches
Programm verfügt und sich statt dessen den jeweiligen Gegebenheiten aneepaßt
habe Doch diese Sicht wurde acht Jahre spater von Hullosks l andsmann Hugh
Trcsor-Ropcr in Frage gestellt In emem knappen .Aufsatz wies er nach Jab Hit
ler in Mrtn Kampf sehr wohl einige programmatische Leitlinien entwickelt habe,
an die er sich in seiner spateren Kriegs- und Rasscnpohtik durchaus gehalten ha-
be Tresor-Ropcr setzlc weh mit dieser These durch Auch Bullock revidierte seine
Ansicht
In seiner 19M veruffcntlKhlcn Studie über den fauhitu.« in «rinrz tp^nhe
meinte auch Ernst Nolte daß Hitler über cm konsistentes ideologisches Pro-
gramm vertuet habe Dieser These schloß sich Eberhard Jockel an der in Hitlers
ideologischen Abstellungen den planmäßigen -Entwurf einer Herrschaft- sah
Im Mtltelpunkl habe die Endhwung der JiKlenfrago und die -Gewinnung v<m
Lcbenst aum itn Osten- gestanden An diesen Aufstellungen habe sich Hitler
dann auch in seiner praktischen Außen- und ludenpohtik orientiert. dw daher ei-
nen geradezu fahrplanmäßigen Charakter gehabt habe
Diese Thesen der sogenannten Jntcnltonalisten. zu denen auch Klaus Hildebrand
und Andrea« Hdlgrubcr zahlen, wurden jedoch von den StrukturaJntcn oder
Funktionaltstcn um Martm Br<»«zat und Hans Mommsen scharf angegriffen Die
verschwommene und widersprüchliche Weltanschauung Hitlers «ei eher als Pro-
paganda anzusehen die integrativen Zwecken gedient habe Einen programmati-
schen Charakter habe sie schon deshalb nicht haben können, weil die Außen und
Judcnpolitik des -» Dritten Reiches wegen «eines eher potytranschcn Charakters
improvisiert worden sei.
Auf die weitere Debatte, die sich auf die Struktur des Dritten Reiches und die
Rolle Hitlers konzentrierte den Hans Mommsen überspitzt als -schwachen Dik-
tator« bezeichnete kann hier nicht emgegangen werden Was die Einschätzung
der nationalsozialistischen Ideologie angeht brachte die Kontrowne zwischen
den Intenttonalrslcn und Slruktutaltslcn jedoch wenig Neues
Wirklich neu wm di* freilich problemativche Fhevc Rainer /ilelmanav wo-
nach Hiller son »einem »Scltwrvcrsundni»- her on »RevolutHmat- gewesen sei
Noch problematischer wat.daß er von den Worten Hiller» auf die Wirklichkeit
de» Dritten Reiches schloß da«. -auf verschiedenen »ozialpolnrschcn (lebieten
beachtliche Fortschritte" gehr.Khl haben »oll
Gisela Bock. Detlev Peukcrt. Ilan» Walter Schmuhl und andere Historiker haben
dagegen mit Recht darauf hingewlesen. daß auch die nalionahoziaiistrschc -♦ So-
zialpolitik unter dem Primat sie» Rassismus gestanden habe Alle voziaffxilitivc’hcn
Maßnahmen de» Drillen Reiches schlossen kranke — -asoziale» und vor allem
-tremdiassiec- Personen aus. ia dienten sogar dazu, diese -* »V olksxhadlinge-
zu selektieren und au» der • Volkvfcmcinschatt auszugrenzen Die Bedeutung
und W itksamkeit de» Rassismus wurden jedoch in fungvier Zeit von (rotz Ah
wwdei besinnen, der selbst den H<4>cau»t aut nüchterne hcsolkcnincspoklncbc
Plane sowie aut die l nordnung zuruck fuhrt die bei der l tnoedlung von -*
Volksdeutschen aus Rußland in die annektierten polnischen Gebiete entstanden
sei und durch weiche die Judcnpolitik m völlig unecplanter Werse eine Radiludi-
sierung erfahren habe
Hei dksen Kontroversen hat man »ich jedeth ganz aul du Piuihk d. » Dritten Rei-
ches knizeninen Die Darstellung der («cnes« und Funktion der nationalsoziali-
stischen IdcokxK wurde eher vernachlässigt. Tatsächlich tibi es gerade auf die-
sem (lebiet noch ganz erstaunliche ForschungsJucken Wir wissen bi» heute nicht
wen oder was Hitler gelesen und wer ihm wirklich »die Ideen gegeben hat», wenn
auch der Einfluß der rechtsradikalen und vöüuschcn Presse de» W icn» der Jahr
hundertwende nach den Forschungen von Brigitte Hamann als bewiesen gelten
muß Nicht viel mehr wissen wir über den geistigen Werdegang und die idcologi-
Kben Vor bilder der übrigen natronaisozialiitisshcn Ideologen und l’ohtiker Dies
gilt bereits tur Dietrich Eckart, den Hitler al» »einen I ehr er bvzcKhruie und dem
er »ein Huch widmete Dagegen wurde «he Bedeutung von Alfred Roscnfctg als
angebhehc-m ('he(Ideologen der Partei von Zeitgenossen und manchen Htslori
kern viel zu hoch eingc-schatzt Ander» verhalt es »ich nut Heinrich Himmler.der
»ich wirklich ab Idcsdoge luhlle. aber niemals wagte, in der (Jtlenilichkcil eine
andere Meinung al» Hitler zu vertreten Seinem Führer völlig treu ergehen war
schließlich auch Joseph tmcbbels. der sich im wcscnllwhcn darauf beschrankte,
die Ideologie und die Politik Hitler» zu propagieren, dies aik-rdmg» mit großem
Geschick Die übrigen natamaKozialisInchen l nterluhrer k.mncn hier uK-rgan-
gen werden, weil sic zwar alle radikale Nationalisten aber entweder (wie z B
Hermann Goring) an ideologischen Fragen nicht interessiert oder twve Richard
Wallher Darre) politisch zu machtlos waren um ihre ideologischen ViwslcHungen
lunzusetzcn
Hnlonker wte I rnst Nolte und Eberhard Jäckel haben daher mit ihrer Auttas
sung sicbcrlish recht, daß die Ideologie der Partei von ihrem unbestrittenen Füh-
rer »vslcmatisicTt und autoritativ »erkundet wurde. Ebenso widerspricht kaum
fem.ind der Feststellung.daß c* 'ich bei der nationalsozialistischen Wellanschau
img um keine -Rcchtlcttigungs- und »Verschleierung.»»-, sondern um eine
- Auvdnicksideologic (Kun I enk i gehandelt habe, weil mc Leinetwcg» bloß
21
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propagandistischen Zwecken diente, sondern den Charakter eines festeefugten
Programms hatte, das ohne Abstriche verwirklicht werden sollte und auch weit
Behend verwirklicht wurde Kernstück dieses Programms und Basis der national-
sozialistischen Ideologie insgesamt war der Rassismus
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Führer und Hitlerkult
\.»n Ian Kershaw
Da» 1 uropa der Zwi-chenknegszeit erlebte m zahlreichen I andern das Aufkom-
men von Fuhtcrkulten in einer Art. wie c» »ic nie zuvor gegeben halle. Nachdem
dx pluralistische Demokratie vielen ab diskreditiert erschien. machte sich allge-
mein eine lendenz zu einfachen I os unten bemerkbar die Bereitschaft. einer
-starken Führung- zu vertrauen, sich nach den -heldischen- Eigenschaften einer»
-großen Mannes- zu sehnen, der Rettung aut Elend Vertagen, politischer Kor-
ruption und nationaler Demütigung bringen sollte Fuhrerkulte waren zumeist
mit faschtstisebcn Bewegungen verknüpft (-• Faschismus). und ihre Mctkmak
tind in den menten komparativen Faschismusstudien festgehahen worden ob-
wohl e» tatsächlich bislang kaum systematische Vergleiche zwischen ihnen gibt
Die Zunahme des Stalinkults in der —♦ 1’dSSR zeigte fcdoch. daß Fuhrerkulte
kein rem faschistische» Phänomen waren Vor allem wahrend des Kalten Krieges
sah man in ihnen die Kennzeichen -totalitärer Ssstcme-, wiederum ohne solche
Kulte eurem kritischen Vergleich zu unterwerfen (-• Faschi-mustheorien -» To-
talitarvutiusthconen I
Wahrend der Fuhrerkult in Deutschland zweifellos in manchen äußerlichen
Aspekten Ähnlichkeiten mit anderen Fuhrcrkuhen faschistischer Prägung (ber-
»ptelswcise dem Duce Kuh in -♦ Italien oder dein Caudillo-Kult um Franco in -♦
Spanien) und dem Stalink ult in Rußland aufwies. werden bei einer genaueren
Anahse hefretebende l 'merschiede im Hinblick auf den Charakter den institu-
boncUcn Rahmen und die Einflußmogbchkeilcn der Fuhrunppositioncn sicht-
bar. die von den Kulten abgestutzt wurden Der Duce-Kult beispielsweise gelang-
te erst zu seiner vollen Entfaltung, nachdem Mussolini an »he Macht gekommen
war Doch Mussolini» Macht wurde nie absolut Er bekleidete zwar zahlreiche of-
tiziclle Regierungsamtcr wurde aber niemals Staatsoberhaupt Seine Machtbe-
fugnisse ah Duce untergruben die insiilutwwialmerlen staatlichen Dienstwege
auch nicht annähernd in demselben Maße, wie die Steilung des Fuhren dies m
Deutschland lat lind innerhalb der faschistischen Bewegung selbst bildete der
Großtat cm potentielles Gegengewicht zu Mussolinis eigener Macht, wie sich
zeigte ah er BM' dessen Sturz audocte Demgegenüber war Hitler strikt dage-
gen. zu »einen Lebzeiten einen Parteisenat zu schaffen der seine Befugnisse hatte
einst Kranken können In Spanien gelangte Franco durch die Armee nach oben
und stand vor seiner Ernennung zum Caudillo zu Beginn de* -» Spanischen Bur
gerknegs nie an der Spitze emet Massenbewegung Der ( audillo-Kult bildete
einen Zusatz zu einet Militärdiktatur mit faschistischem Brimborium Durch
Francos persönliche Herrschaft wurden die Strukturen einer zentralisierten Re-
eierunt’ eher noch verstärkt stall »ermchtet Du- Formulierung der PUnik erfolgte
duich em Maik zentralisiertes Rcgierungskabmctt. das von Franco fast bi» zu »ei-
nem lebensende streng kontrolhert wurde In Deutschland trat das Kabinett
nach dem Februar |MW nie mchi zusammen und wurde auch durch kein anderes
zentralisiertes Regierungsorgan ersetzt In der Sowjetunion wurde der Stalinkuit
lukrer «ad HitlrrAa*
2J
künstlich einem System aulgepfropft. denen Legitmuui web au» del marustisch-
leninistischen Doktrin ablcitete Stalin betrieb seinen Aufstieg innerhalb eines
beicit» bestehenden Herrsshativsvsiems. ah Generalsekretär semer Partei und
sicherte sich die Macht durch die Kontrolle der Partciburnkratie Sem persönli-
cher Despotismus. vor allem da» pathologische Mißtrauen das zu den Massen
liquidierungen führte drohte die Strukturen des Sowjetstaats zu zerstören Doch
nach dem l«wl Stalins erholte »ach das System wieder so weil, daß es »ich noch
fast 40 weitere Jahre behauptete - und <4ine einen Personlichkeitskuh, der eia
vorübergehender (wenngleich äußerst bedeutsamer l Auswuchs und kein system-
immanentes Element war
Charismatische Herrschaft: Fuhrergewalt statt Staatsgewalt
Der Fuhrerkult dagegen dessen Ausgestaltung sich bestimmten Merkmalen und
Ligenaitcn det besonderen politischen Kultur Deutschlands »eidankte. ent-
wickelte »ich »eil der Mitte der zwanzig« Jahre zum Dreh- und .Angelpunkt der
NS Bewegung er wurde ihr OrtamsatHimprinzip lntegrati<msmcchani»mus
und ihre zentrale Triebkraft Der FÜhrunpslvp der sich in des Fotgcjahrcn m der
— NSDAP heiausbildctc und nach IW in das Zenti um staatlicher Macht über-
trügen wurde, wird am zutreffendsten nut dem auf Mas Weber zurückgehcndcn
Begriff der «charismatischen Herrschaft- erlaßt Deren Hauptmerkmale sind, ei-
ne innerhalb der Anhangs-ru-haft- des Führers herrschende Vorstellung von sei-
nem heroischen -Auftrag« und seiner angeblichen Große, eine Tendenz, »ich in
einer Krisenlage zu entwickeln und al» «Notlösung« akzeptiert zu werden, und ei-
ne immanente Instabilität entweder infolge des l'nvermocens. die Erwartungen
zu erfüllen (und eines damit verbundenen Verlusts an hipulantat und Ansehen*
oder einer -Veralltaglkchung« durch die L’nlerordnung unter ein -System- wel-
ches das Chatismalischc der Herrschaft zum Verschwinden bringt Charismati-
sche Herrschaft ist diesem Verständnis zufolge der Gegensatz zur bürokratischen
Herrschaft. die auf Regeln Vorschriften und Routine beruht Die personalisierte
willkürliche und keinen Regeln unterworfene Ausübung charismatischer Herr-
schaft kann in einem modernen Staat nicht den unpersönlichen Funktionalismus
einer bürokratischen Herrschaft ersetzen, sondern ihn lediglich Überlagern Diese
beiden Formen der Herrtchafl sichen jedoch zwangsläufig in einem eklatanten
Widerspruch zueinander Im —» Dritten Reich war nach dem führenden kerfa»
sungsrcchtler Ernst Rudolf Huber die unbegrenzte Fuhrergcwall an die Stelle der
Staatsgewalt getreten < -» f ulucrcrlaß. • Fdhrcrwcisumt* Das konnte nur zur
Folge haben, daß Strukturen einer ordnungsgemäßen Regierung und einer geord-
neten kerwaftung unterminiert wurden Hitlers Fuhrungspositum. die auf einer
charismatischen Herrschaft beruhte, bedeutete somit, daß der institutionelle Rah-
men der staatlichen Regierung zwant-slaufig einem anhaltenden Prozeß des Zer-
fall» ausgesetzt war.
Mehr noch Die utopischen, missionarischen Ziele die mit der charismatischen
Führerschaft Hitlers verwoben waren, dienten als Aktionsnchtungcn für die vie-
len rivalisierenden Instanzen in Partei und Staat Wer im darwrnisinchen Dschun
Fahrer und Hohr »ult
gel dc» Dritten Reiches nach oben kommen und eine Machtpo»mon etwe«
wollte, mußte den -• Fuhrerwtllen erahnen und - ohne auf Anweisungen mmi
oben ru warten - laut werden um die vermuteten Ziele de» Führer» ru fordern
Ein NS Funktionär brachte die» HU mit fok-enden Worten zum Ausdruck -Je-
der. der Gelegenheit hat. das zu bcirfiachten. werft, daß der Führer »ehr schwer
von oben her alle» da» befehlen kann waw er für bald miet für »pater zu verwirkli-
chen beabsichtigt. Im Gegenteil, br* jetzt hat jeder an »einem Platz im neuen
Deutschland dann .un besten gearbeitet wen« er sozusagen dem Führer entgegen
arbeitet _ E» (ist | die Pfbdrl eines jeden, zu versuchen, un Sinne des Führers ihm
entgegen ru arbeiten Wer dem Führer in »einer Linie und zu seinem Ziel
richtig entgegen arbeitet, der wird bestimmt wie bisher so auch in Zukunft den
vehomten Lohn darin halsen. daß er eine» Tage« plötzlich die legale Bestätigung
seiner Arbeit bekommt • Das ist eine präzise Formulierung, wie die charisma-
tische Herrschaft funktionierte In dem Bestreben, -dem Führer entgegen zu ar-
beiten wurden Initiativen ergriffen.Gesetze in die Wege geleitet wurde Druck
ausgeubt alle» in einer Wen«, die im Bewußtsein der Akteure Hitler» Zielen
entsprach, ohne daß der Diktator ab solcher cingrcifen mußte. Da» Ergebnis war
eine fortwährende Radikalisierung der B>littk in eine Richtung.die Hitler» eigene
ideologische Imperative ah praktikable politische Optionen deutlicher sichtbar
machte Die .Auflösung des formellen staatlichen Hcirsshaftsapparat» und die mit
ihr cinhcrgchcndc ideologische Radikalisierung waren somit die unmittelbaren
und ineinander verwobenen Produkte der charismatischen Autorität aut der die
Macht Hiller» beruhte Beide formten entscheidend den Prozeß. durch den d*e
personalisierte Macht des Führers sich aus allen institutioncUen Zwangen befrei-
en ktinntc
Traditionslinien
Die Ursprünge der -heldischen*. Vorstellungen von Fuhierschafl die »ich in
den zwanziger Jahren mn Hitler verknüpften, lassen »ich in Elementen einer
nationalistischen poittischen Kultur nachwci*en. die in den Jahren zwischen dem
Sturz Bismarcks und dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs Gestalt annahmen Zu
hoch geschraubte Erwartungen tn den neuen -Hcldcnkaiver- Wilhelm II wurden
bald tief enttäuscht, was dazu beitrug. einen Pcrsonlichkcitvkult in» Leben zu
rufen, der du.- nationale Gröde des gestürzten Kanzler» Bismarck betonte. Der
Erfolg des 1912 erschienenen Traktats von Heinrich ( laß. Wnwi ich der Kaurr
»uz. zeigte an. daß VotsicUunecn von einem zukünftigen großen \olksluhier rat
allem unter den Alldeutschen und anderen Splittergruppen der völkisch nationa-
listischen Rechten Fuß gefaßt hatten Die bürgerliche Jugendbewegung nahm
ebenfalls nctHXtalrsltsch-romaalischc Idcak in »ich auf. die Forderungen nach
einem -heldischen-. Führet cnlgegenkamcn Der Krieg verstärkte natürlich die
Bildet eine» •hcklivhen- Fuhrerlunrs. indem er die kriegerischen Eigenschaften
früherer -gjoßet Fühlet- und mihlaiisshet Persönlichkeiten verherrlichte. Die
Abdankung de» Kaisers da» Irauma der Niederlage der Revolution und dc» ah
nationale Demütigung empfundenen — Versailler - Diktat friedens- beflügelten
auf »eiten der neokowscnativcn Rechten und in völkischen Kielten neue Hcrfl-
25
Fulttrr und II Kiriluk
nungcn aut einen künftigen Erlöser der Nation. Die tiefen politischen und sozia-
len Spaltungen einet tührctlosen Demokratie« (wie die Rechte sie verstand)
machten die Sehnsucht nach der Autorität eines starken Führers eines Mannes
aus dem Volk der die Werte der gesamten -• Volksgemeinschaft repräsentieren
und durch Einigkeit eine nationale Wiedergeburt vollbringen wurde zu einer
wirkungsvollen und zunehmend attraktiven alteinativcn Visum gegenüber dem
Bild der zersplitterten Parteienlandschaft von Weimar Nach einet dieser Visio-
nen wurde der kommende große Führer die lugenden eines Knegers. Staats-
manns und Hohepnesters m eich vereinigen - eine Reflexion der quasi religiösen
Svmbolik. die dem I uhierbtkl innewohnlc Als die Weimarer Republik in den
Jahren der wirtschaftlichen Depression in ihre todlu.be Krise versank, trat ein
Mann aut den Plan, der für sich die Rolle des nationalen Erlösers beanspruchte
und hierfür die I 'nierstützune von mehr al» einem Drittel der Revolkening
land
Vom Irommlcr zum Fuhrvr
In seinen Anfangoatuen in der NSDAP hatte Hitler die -höchste- Berufung
in seiner sethstcrklarten Rolle als -Ttiwnmlcr- für die nationale Sache gesehen
Er verstand sich al* Propagandist, nicht ab- Deutschlands grober Führer in Warte-
stellung Mussolinis Maisch auf Rom im Oktober 1922 markierte anvebemend
den Beginn eines Wandels in Hitlers Selbstbild Seine Anhänger begannen ihn
öffentlich als -Mussolini Deutschlands- zu apostrophieren, wahrend Hitler telbsi
in den folgenden Monaten häutiger denn je zuvor die Werte der Persönlichkeit
und eine* -heldi*.hen- F uhrertum» beschwor Seme Ausführungen lassen trotz
ihrer häufigen Mehrdeutigkeit erkennen, daß er sich unter dem Eindruck der
Lobevhvmnen. die von Semen Anhängern bereite über ihm ausgesehuttet wur
den. solche Eigenschaften mehr und mehr zusctineb Der eigentliche Wandel
in seinem Selbstbild vollzog sich jedoch erst nach dem Fiasko des Münchner
Putschversuch» vom November 1923 <-» Hitlcrputschl. Das Echo auf seinen
Prozeß in München im Apitl 1914 - der propagandistische Triumph, mit dem er
l udendortt m den Schalten »teilte und sich den Mantel eines Führer» der völki-
schen Rechten praktisch selbst umwart - spielte bei diesem Wandel eine wichtige
Rolle In den folgenden M. malen. wahrend Hitler seine Hafislrafc in Landsberg
verbüßte, führten du Zersplitterung der völkischen Bewegung m seiner Ab-
Wesenheit, die Helden» crehrung durch »eine eigene l'mgetwing und durch die-
jenigen. die m ihm einen Martvter für die nationale Sache sahen, sowie »eine
SdbvirefleXMm wählend der Niederschrift des ersten Band» »un -• Wrwi Kampf
bei ihm zu der Vbcrzcugung. daß er selbst und niemand sonst dci kommende
große Führer »ei Noch entscheidender bei dieser Wandlung wat seine Erkennt
ms daß eine ncucegrundetc NSDAP, sollte sic künftig jene katastrophalen Feh-
ler von 1923 vermeiden und die Fraklumszwistigkeitcn überwinden, von denen
die völkische Bewegung 1924 aufgeneben wurde, eine straff organisierte Führer
partet »ein mußte die von allen ubneen pofaQschcu Organisationen unabhängig
war
»Mr.r Md IKk.l.t«
Faknr IUU< Huh
AM- ’ ViMkiu ds *Suwtuum»> t*e«Madbtnra Nww oa4 Goto Hanl HeTtauwi AM
H«k-r «er A^nn t«?T Serie wo luchi h««irt< i
Fan Außeres Zeichen lur die An und Wene. wie der Fuhrerkult u«.h jetzt »um cuu
»enden Band der Partei entwickelte. war 192h die Etntuhnmg des HrtlcrgmÜcs
innerhalb der NSDAP !-• Deutschei Giußi Vnterstut/t durch fortwährende
ptopagansjisttscbe Agitation wurde der Fuhrcrkult in den Jahren danach zu ei-
nem zentralen Element der nach wie vor kleinen Partei Die F ahigkcit dieses
Kults. ideoiogi«che t nterschiede innerhalb der Bewegung zurück treten zu lassen
und n überwinden und ah Brennpunkt persönlicher Unahut ru dienen, zeigte
steh 1*30 m der Knsc um Otto Strader Bei dieser Gelegenheit und ui anderen
Krtscnsituatioocn m der NSDAP setzte sich Hitler nicht nur ab Verkörperung
der «Idee« de« -• Nanonahonahwnui durch sondern auch als dessen unsemcht-
bnre Zugnummer Zn dieser Zeit betand sich ehe NSDAP »ui dem Weg zu einem
Durchbruch bei den Wählern wodurch der Fuhrerkult in den Jahren del —• Weh-
irtschaftsKrise beträchtlich an Attraktivität gewann Bei den Wahlen 1932 zahlte
die Partei 13 Milbonen Anhänger L'nd siele die noch zögerten weiten nach 1933
hinzuecw.xmen werden, ah eme Propaganda dw m breiten Schichten der Bevot-
krrung bereits bestehende Denk- und Meinwugsslnikturen ansprach dse Frtsdge
der Innen- und ganz besonders der Außcngxilittk in den ersten Jahren des Dnt-
ten Roche» ab tast ausschließliche Emmgemchaticn des Fuhren pcnonahMertc
uns! dabei das Rdd Hitlers von emem Partetfuhrer in das eines großen natMYialcn
Führers translormieric
Fwtarr and Hrttrrtuil
Die Institutionalisierung do Kult« un I ukrerstent
Bereit» im Laufe de» fahre* IW nahm da Erstarken de» Hnlerkults bemerken»
werte Ausmaße an Die l mbenennung zahlloser Haupbtr»(k-n und Madtncter
Platze in ganz Deutschland nach dem -\olkskanzlcr- war nur eine »einer «acht'
baren Man ifestationcn Der Hitlergrul wurde jetzt auch Beamten zur Pfbeht
gemacht und «on emem Grudtctl der Heudkerung aus freien Mucken ubcnuwn-
rnen In Berchtesgaden mußten Verkehrsbcschiankun-ten emgefuhrt werden um
der Scharen »cm Menschen Herr zu werden, dar im Sommer eine -Pilgerfahrt«
zum — I rbrrsilzbrrt unternahmen um ««dknihl einen Buck auf den Führer zu
erhaschen Die kommerzielle Ausbeutung de» Fuhrerbdde» für Hande»«produktc
und Kitschartikei wurde strengen Beschränkungen unterworfen Der Hitlerfcult
war jetzt .illpcgcm»artig
•seine Bedeutung tur die F unkt mmw eise de» Regime» kann gar nicht hoch genug
seramchlagt werden Die tradnxmcllcn Machtehten waren bereit gewesen, un
Januar 1933 mit Hitler ein Bündnis einzugebcn. »eil er auf der nalweiaUsrnchen
Rechten ab einziger FS4itiker eher eme Mascnbasu »erfugte Da» hatte ihm »on
Anfang an in «Jcr Koabtnm mit seinen k««iscr»ab»cn Partnern eme starke Kisitwo
»erschafft Hitler sah «ehr wohl daß die Zustimmung der breiten Bcs.dkcrung «he
er *Kh praktisch nach Beheben »erschaffen konMe. <bc Basis seiner Macht wat
Sun den »sei Volksabstimmungen. die 1933. 1934. 1936 und 193» abgchalten wur-
den.folgte nur die «on HU (zur Billigung der l'bemahme der Maatsfuhrung nach
dem T«sl Hmdenburgsl nacht auf einen außen|w4itrwhen Coup Die nationalen
Tnumphc Austritt aus dem Völkerbund. Einmarsch in «las entmilitarisierte
Rheinland Anschluß (Kierrevhs unter «lern Motto -Fm Sok cm Reich ein
f uhrer« - taiulcn allesamt U'ß< Resonanz nicht nut unter «Jen überzeugten An-
hängern der NSDAP Die Zu»rimmune zu Hitler trotz der AbsurdiUt der zahlen
mäßigen Frgetwwe der FVbrszite ohne jeden Zweitel sehr fach - «lemoralrsierte
«bc Dppositwn bewies den national kooscnalncn Eliten seine unangcfswhtcnc
Popularität und zeigte dem Ausland daß er srm der uberwäkigcBdcn Mehrheit de*
deutschen 3.4kes unterstützt wurde Dieser Rückhalt m der Besolkerung stärkte
somit seine Stellung als Führer, «erschallte ihm eine wachsende loabhancigkeit
von den tn«htioncllea Eiden die 1933 geglaubt lütten sie k«mnten ihn in Schach
haken, und trug beträchtlich zum Aushau de* abwüutistischen Fuhrerstaats hei
Solange Reichspräsident Paul »cm Hindenburg noch lebte war Hitler* Macht em
evschianki Noch custicrlc eine ailemause Quelle der Losa IHM die Reichswehr
schuldete dem Reichspräsidenten ab oberstem Befehlshaber ihre Treue, und
Hiller» Bwition ah Regierungschef hing tiwmal ««m «ler Prarogatne des Reichs
Presidenten ab Die brutale Aktion som 30 Juni 1934 zur Vernichtung «ler SA-
Führung.«fee nut l nterstutzung der Reichswehr duichgcfuhrt wurde (— -Röten
Putsch-) und «bc wenig spater erf«4gle handstreichartig*' 1 bemahme der Befug
n»»c «les Staatsoberhaupt« beim Tod Hindenburgs am i August stellten eme
• zweite M ichtergreihmg- dar Die hccoi «les Führers war jetzt insliiutumali
sicrl wie Hitlers neuei Titel -Führer und Rewhskanzler- erkennen ließ 1939
wurde der Titel einfach auf -Führet- reduziert Dsc Reichswehr und nach ihr die
Fabrrr nii IMrvlaii
BcamurnschAit Ic nieten jrtzt den Treueid muht mehr auf eine absiuiic Vertat-
«ine sowdem aut Hitler persönlich Damit war «irr Fuhr er Staat erachtet
I>«c Stellung Jo Fuhrers kannte von nun an keine formellen oder insiiruluviellea
Grauen mehr. Deutsche Staats- und Veriawunevrechtler bemüht rn sich «fee per-
sonalrsicrlc charismatische Herrschaft vcrfasvungMcvhthch tu legitimieren H.m»
Frank erklärte. das \ erfassungsrecht im Dritten Reich sei sicht mehr ah -die
rechtliche Formulierung des geschichtlichen Wollens Jo Fuhren- Der Wdie. der
auf -herausragenden Leistungen- beruhte »ar an ehe Melle der unperso«ük~hen
uixl abstrakten Regeln als Grundlage des Rechts fetteten l rtrsl Rudolf Hube’
behauptete. es sei «mehl moehch. die Geseire des Führen aa einer ihnen uberge
ordneten Rcchlsadce zu messen- Nach der wohlüberlegten Meinung dieses her
ausragenJen Rechts» rssemchaftlers war «he -Fuhrereewatt umfassend und total
-frei und unabhängigaiaachhcdlich und unbeschrankl-
F roslon der Staatsgewalt
Die Formen und Strukturen einet kollektiven Regierung wurden zwangsläufig
und in wachsendem Mabe durch den Willen eines Führers untergraben dessen
Autorität sich aus seinen charismatischen Ansprüchen ahlciictc und nicht mehr
aus einer fvemeUcn Stellung ah Chef emer Regierung oder gar ab Suatwibet
haupt Das Kabinett, da* zu Lebzeiten Hindenburg» noch hauhg zusammenge
treten war. trat IW5 nur noch zwoltmal zusammen lüV fanden nur noch sechs
Satzungen statt, und nach etner letzten Sitzung Anfang IMVc sollte das Kabinett
bi» zum Ende des Dritten Reiches muht mehr tagen Die Regierung zerfiel in em-
Zeine staatliche Amtet ohne zentrale Krordmauow der politischer. Maßnahmen
oder der fiesetzgebung Der (hei der -» Reichskanzlei Hans Hemnch Lammers
diente ab einziges Bindeglied zwischen dem Führer und den cmzclncn Maats-
mmivtem Seme Funktion. ehe darin bestand thc für den Fühler hntunmtea
Informationen zu selektieren und ihm »omdegen oder «len Zugang zu ihm
zu kontrollieren i aiwgenommc« hei bevorzugten Monstern wk beispielsweise
Goebbels 1 erhielt auf diese Weise em besoruleres Gewicht Obwohl weitreichen-
de lagcspohtischc Entscheidungen »on Hitler zu genehmigen waren mußte die
Stellung des Führers über nntstrittcncn Fragen und Fraktionskampfcn stehen, um
zu vermeiden daß »cm Ansehen in Mnleidenschan gezogen wurde Hitler» zu
nehmende I osung au» den täglichen Regierungsgeschaftcn resultierte demnach
zum teil au» der Not Wendigkeit, »ein eigene» Bild der I nlchlharkcit keinen Scha-
den leiden zu lassen, entsprach aber auch seinem persönlichen Temperament, sei
nem Desinteresse an BurcAratic und »emem «ozialdarwuiiitiscbcn Instinkt «ich
in einem Konflikt auf die Nette des Stärkeren za schlagen Die Folgen auf der
FKne sott Staat und \ er» alt wag bestanden häufig dann, daß Entscheidungen
»erzogen tul die lange Bank geschoben, mit hinhaltendem Zaudern behandelt
oder bewußt überhaupt nicht getroffen wurden.
Außerhalb der staatlichen Ministerien die aus den genannten Gruden kerne
zentralisierten Grgatte pohtoeber Enischetduagcn mehr sein k>einten nahmen
1 «hier und llirk-riull
JU
rivalisier ende und sieb gegenseitig bekämpfende Bchor Jen überhand die aut un-
tersch^Jlichen Machiebenen Befugnisse an 'ich zi'gen - stets unter Rückgriff aut
Jen vermuteten oder cmgeboltcn Willen Jes Tuhrcrs Die politische Organisation
der Partei, eettlhrt von dem schwachen und untauglichen Rudolf Heb bemühte
sich mH beschranktem FrMg. m »leien Bereichen Finfluß auf die politische Ge-
staltung zu nehmen. In den Kncg'iahren unter Martin Bormann, veil 1*11 Leiter
der nach Heil Lnglandtlug umbenannten Parteikanziei nahmen die Eingriffe der
Partei in fast alle Aspekte der hilitik rar allem hei ideologischen Angelegen-
heiten wie Ras'cnltaecn oder der Verfolgung der Kirchen. Mark ZU Doch ab
Fuhrerpartei deren Aufgaben weitgehend aut den fiebietcn der Propaganda und
der gesellschaftlichen Kontrolle lagen, war mc nicht in der Lage, einen koharen
len Einfluß aut rationale politische LnfschciJungcn auszuubs-n Statt dessen sah
sie einen Großteil ihrer Funktionen darm die staatliche Bürokratie Jurch eine
Agitation unter Druck zu setzen die darauf gerichtet war. die -Vtsawi- de« Fuh-
ren in die Praxi» umzusetzen Auch innerhalb der Parteikanziei war der imma-
nente Konflikt zu lechen einem Organ zur Ausführung de* FUhrcrwdlcn» und
einer bürokratischen Organisation nicht aufzukiscn. wahrend das Verhältnis
zwischen Partei und Maat Undefiniert htnh VngcMchts der Matur v.»n Hitlers
charismatischer Führerschaft ließ es sich auch gar nicht definieren
Jemens des Dualismus von Partei und Suat entstanden neue Organisationen,
die als ausfuhrende Instanzen des Fuhterwillens fungierten und Hitler unmittel-
bar unterstellt waren aus denen riesige Machtblocke hen orgingen i beispiels-
weise -• SS und -* b'hzei und die Organisation des -• V lenahrcsplans) Diese
beschleunigten noch beträchtlich den bereits im Gang befindlichen Ptozcßeiner
Befreiung der persönlichen M-uht des Fuhren von allen Beschränkungen for-
mellet staatlicher Institut*eien Spätestens nach der Beendigung der Krise um
Blomberg und Fritsch Anfang Februar 193* i -» Fritsch Krise i war die Macht des
Führers theoretisch und praktisch durch keinerlei Regicrungsinstituikmen oder
alternative Organe der Macht mehr eingeschränkt Die Führung Jcr Wehrmacht,
der letzten Macht im Staat, die noch in der Lage gewesen wäre. Hiller entgegen-
zulreten. war zu diesem Zeitpunkt praktisch selbst aut den Status einer funktio-
nellen Flite reduziert worden, eines ausluhrcnden Organs des Führers
l nierdessen wurden lene Elemente der Ideologie die besonders eng mit dem
-Auftrag- des charismatischen Führers verbunden waren, von einer oder mehre-
ren der nvahMcrrnden M ishtmsianzcn .lutgegnttcn und wcitergetnelsen Als er
vles ist hier der Zusammenschluß von SS und Hvlizei zu nennen der die wichtig
»le und schlagkräftigste ideokigtsch motivierte Organisation innerhalb des Regi-
mes schuf, ehe zudem der Kontrolle aller Ministerien entzogen war allein Hitler
unterstand und ihre -Vulgabe dann sah die ideokigtschcn Ziele de» Führers in die
Tat umzucetzen Die Idee- des Nationalsozialismus verkörpert in der Person
des Führers verwandelte vach auf diese Weise mit der Zeit aus einer utopischen
•Vision- in realisterbare politische Zack Territoriale I vpansrnn und *F ntfernung
der Juden- beides zentrale Elemente in Hitlers Weltanschauung, waren in den
Jahren I9W W ah realisierbare politische Alternativen in den Vordergrund getre
ten. Im Laufe der folgenden Jahre eskalierten sie zum Vernichtungskrieg und
Vota ermord
Jl
Kollaboration und Radikafesierung
f«brer ond Hukrkall
Wählend des Knege* nahm die Struktur l<mgkcil de* Regimes die in den dreißi-
ger Iahten rasch vorangeschnttcn »ar und den l influü »vn Hillen »hariMiiati
scher Herrschaft aut dir» Repcrungssvsiem sichtbar machu - ersinnt Ausmaße
an. Die Zentralrcgwrung wurde zersplittert lammen konnte seiner Koutdinie-
rung»tunklion immer weniger gerecht werden da sein Platz zunehmend von
Bormann eint»nornmen wurde. Hitler selbst wurde der Politik mehr und mehr
entrückt schon rem phsvoch vom Apparat der Zivilrceicrung getrennt. da er die
merslc Zeit in seinem —» Fuhrerhauptquartier verbrachte Die größten ( hanccn,
ihn zu Nreuiflusscn hallen, abgesehen von dem allgc(cnw artigen lioimann jene
wenigen, die stets damit rechnen konnten, zu ihm vutsclassen zu werden - unter
ihnen Gochbeh. Gonng. Himmler Lev und Speer Hrtlct* Interventionen waren
dementsprechend häufig aber unsystematisch und willkürlich l ntcr der Beta
stun» de» 'totalen Krieges, geriet via» Regime mehr und mehr außer Kontrolle
So kann cs kaum wunJcrnchmen daß tm Früh|ahr 1+13 selbst Goebbels Andeu-
tungen emet F'uhrungskrwe machte
AI* Führer war Hitler die Stutze de* gesamten Nvslems. die einzige Verbindung
zwischen dessen verschiedenen, sich häufig befehdenden Teilen Trotzdem wurde
in den menten FtlBen »cm unmittelbare* Liner eilen mehl benötigt. um die eska
betende Radikalisierung de* Repme» anzutreiben Er mußte lediglich den Ton
angehen, sein Placct erteilen die weitgelaßlen Aklionsrichtltmen abtassen und
die kmstoöc von anderen sanktionieren. Im übrigen genügte die Bereitschaft,
-dem Führer entgegen zu arbeiten- in der Gewißheit Zustimmung und Anct
kennung lur Aktionen zu finden, die mit «einen vermuteten U unschen und Ab-
sichten überemsiimmten
'Dem Führer entgegen zu arbeiten- konnte für PartcifunklKinarc und Ideologen
eine buchstäbliche Bedeutung haben Dem riesigen Apparat vi’o SS und Hihzci
beispielsweise eröffneten die Aufgaben m Verbindung mit dem Aut trag des Füh-
ret* einen grenzenkwen Spicii.ium lUr barbarische I nternehmurigcn. vor altern
auf dem rassischen Expcnmenticrfcld der besetzten Territorien im Osten, und
gleichzeitig den Weg zu Macht Slatin und Bereicherung -Dem Führer entgegen
zu arbeiten, konnte aber auch mittelbarer ertofeen in Bereichen, in denen die
ideokigische Motivation zweitrangig war oder «»gar völlig fehlte und wo die er-
griffenen Maßnahmen dennoch objektiv die Verwirklichung der langfristigen
Ziele, die mit Hitler verbunden wurden, (orderte Ladcninhaber nutzten die ju
dcntcindhchc Gesetzgebung aus. um sich lästige Konkurrenten vom Hals zu
schaffen, gew.vhnhche Burger denunzierten Nachbarn bei der Gestapo. Xrzte
wollten eine -gesündere- Gesellschaft schaffen, indem sie Patienten au* geschlos-
senen Anstalten für die Euthanasie vorschlugen; Richter waten bereit, an der I n-
lermmicrung rechtlicher Sicherheitsbesnntmungen mitzuwirken um -kriminelle«
und -unerwünschte Elemente- au* der Geselbchall -auszumerzen- I-» Medizin.
-» Justiz und Innere Verwaltung» milnanvche Führer hatten cm Interesse daran,
das Ansehen und die Macht der Armee wicdcrhcrzustcllen. Naturwtsscnschaftki
beteiligten sich an neuartigen technischen Experimenten sie aBc kollaborierten
Führer ><! Hnlerkwh "
mit dem Svstem ohne daß nun cs ihnen befohlen hatte Indem Me zumindest in-
direkt -dem Führer entgegen arbeiteten-, trugen etc zu einet unaufhaltsamen
ideologischen Radikalisierung bet. die weh in der Gestalt politischer Ziele kon-
kretisierte die im Führer und »einem - Auftrag- verkörpert waren
In Jem zunehmend zerfasernden Regime hatte die charismatische Fuhrcrposition
Hitler» eine dreifache Funktion, bei der jede K>>mpoticnt< tur den Prozeß Jet
tdevlogischen Radikalisierung gleich unerläßlich war Die in der gleichsam »er
girierten Fuhrcrgcstalt personifizierte -Idee- band nicht nur gegensätzliche
I i innerhalb der nationalsozialistischen Bewegung zusMMXa.MN>dctn auch
traditionelle nationaikonserv ative l.lrtcn un Heer, in »Jet Verwaltung und der
Wirtschaft \llein schon dis I nncstimmt heil der Idee- wirkte integrierend Der
Aufbau einer einhcißichen und rassisch homogenen V<4kseemetnschalt. dis Wie-
derherstellung nationaler Starke und Gt'ißc die Schaffung eines ausgedehnten
(rroßdeulschiand - alle diese lormulienen Ziele entsprachen den Hoffnungen
von Millionen Daß mc einen Krieg um neuen I.ebenstetun und die Ausrottung
»cm Millionen von Menschen bedeuteten wurde von der großen Mehrheit der
Bewunderer des Fuhren überhaupt nicht gesehen Dich die Grenzen waren in
Wirklichkeit fließend Die im Führer verkörperte -Idee« lieferte somit eme
plebiszitäre Basis und einen Grundkonsens tur das Regime, dessen aggressive
Dvnamik immer weniger cinzudammen war Die weitgehend undefinierbare
-Vision- des Fuhren diente auch ab Anreiz tui Parteiaktiv tsten setzte angestau-
te Fnergien gegen markierte Feinde frei (vor allem die Judeni und bot -Aktums-
richtungen- in det staatlichen Bürokrat« und den vielen anderen nvaliMcicndcn
Stellen des Regimes an Dk Spirale der Diskriminierung und Verfolgung konnte
dementsprechend nur immer weiter nach oben gedreht werden l nd nicht zuletzt
war die Autorität dc» Führers auch bedeut »am al» Instanz zui Ermachugung und
Sanktionierung selbst der radikalsten und unmenschlichsten Initiativen, ehe »on
anderen ergriffen wurden und unter da» allgemeine und unbestimmte ideologi-
sche Gebot einer Forderung der Ziele des Fülltet» fielen. Die Luüianasicaktioa.
die von Hitler im Herbst |UW mit ein paar Zeilen aut einem Paper mit seinem
persönlichen Briefkopf ungeordnet wurde, die ruckstchlsiose Gcrmamsierung
fSdcnv der -• Kommissar befehl. mit dem der IxuKtrisehc ( haraktcr des Krieges
im Osten beschlossen wurde und die -I ndlosung der Judentrag» waren allesamt
lurchthsrc Bctspck dafür, wie die .Autorität des Fuhtcr» dw von iht entfesselten
Kräfte befähigte Aktionen von unerhörter l nmensehlichkcit durchzuiuhrcn. die
in dem Versuch zut Ausrottung aller luden in Furopt gipfelten
Der Verfall des Vlvthos
In der hetzten Phase Jes Krieges. als die militärischen Niederlagen zunahmen und
Bomben uuf deutsche Madie regneten, erlebte Hitlers IVipulariUI einen raschen
Verfall Die -F.rtolgc-, die notwendig waren, um seine charismatische Führer-
schaft zu rechtfertigen waten inzwischen eine langst verblichene Fnnnenmg. der
Fuhrcrkult nur noch ein rudimentäres und ritualisiertes Propvagandapodukt. das
kaum noch die spontanen Ausbruche einer begeisterten Zustimmung audoste.
f ilbrvr lliikdull
.M
w>c sie aus Jen Anf-ingsjahren des Regimes bekannt waren Iroizdem hatte
Hitler in der Bevölkerung noch immer einen Marken Rückhalt Was aber nrsh
wwhtiger war Da alle MachtinManzcn in dem nunmehr untcrgcbcndcn Regime
sich früher an Hitler gebunden und an den verbrecherischen Handlungen dc»
Regime» beteiligt und mit Hiller aBc Brucken hinter sich abgebrochen hatten
sahen sie jetzt keinen anderen Ausweg, ah sich hinter ihm zu schalen Dies galt
tur die Mehrzahl der Offiziere der Wehrmacht der einzigen Institution, die in der
Lage gewesen wäre, Hitler abzuwtzcn und eine Militärdiktatur zu errichten Die
geringe Chance hierzu war mH dem fehlgeschlagenen Attentat vom -» 20. luh
1**M geschwunden. In dem zunehmenden Chaos der letzten Knegsmonalc bett
die vollständige Zersplitterung Jet Asloritäl auf jeder Ebene unterhalb der des
Führers nur noch die eine Möglichkeit zu. Hitler bis zum bitteren Ende zu folgen
Erst m den allerletzten Tagen waren die ubngc-n führenden Nationalsozialisten
bereit. Hillers Autorität in frage zu Mellen Doch selbst in diesen letzten lagen, in
dci unwirklichen Welt des Bunkers unter der Berliner Reichskanzlei, warteten
(ienerafc aut Fuhrerbetchlc. um sie an ruchtcustcntc Armccdivisioncn weiter zu
lenen
Dis charismatische Stellung Hitlers al» Führer - eine sozusagen messianische per-
sonalisierte Form der Herrschaft, die dem Wunsch nach nationaler W icdcrgeburt
und Einigkeit vor dem Hintergrund des Zerfalls der Legitimation der Weimarer
Demokratie entsprang - konnte von ihrem Wesen her nicht zur Normalität oder
zur Routine zuruckkehrcn odef in einen rein konsersaiivcn Autoritarismus
versinken. Eme anhaltende Dsnamik. gerechtfertigt durch die Verfolgung der
langfristigen Ziele von nationaler Erlösung. rassischer Säuberung und der Vor
herrschafl in Europa war untrennbar mit ihr verbunden Je langer ihrs Regime
steh behauptete desto größenwahnsinniger wurden seine Ziele und desto
grenzenloser wurde seine Destruktiv Hat In seinem Hasardspiel um die Weh
herrschaft. da» zwangsläufig emen Krieg gegen eine Allianz außerordentlich
mächtiger Feinde erforderlich machte, riskierte das Regime seine eigene totale
Vernichtung Somit bedeutete die InMahdital des charismatischen f uhreituim
Hitlers nicht nur eine beispiellose Fähigkeit zur Zerstörung anderer, sondern
auch eine immanente lendenz zur Sclbstzerstorung In diesem Sinne war Hitler«
Selbstmord am 30 April 1*45 nicht nur das willkommene sondern auch das folge-
richtige Ende des Dritten Reiches
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Siern Jmeph Poer Htirt Orr EaArrr Ju> Io«
Mtmchca 1W1
Krall AIMohr Hau .fewmifer- :ux> Manche« l'C'
Propaganda
Von Wtnltied Ranke
1>k DokhMoßkeende wie sie der gescherterle Heerführer Erich I udendorff in
seinen 191** erschienenen Kr^nrnnnfnuitir» verbreitete. fand unter vielen ent-
tauschten Teilnehmern des Ersten Weltkriegs gläubige Anhänger und Verfechter.
Auch Adolf Hitler, der in jenem fahr tm Auftrag de» Münchner Reichswehrkom-
mando» ah Nehulungsrcdncr eingesetzt war. vertrat vor demobilisierten Soldaten
wie vor den Anhängern der »oikisch nai »malen Deutschen Arbeiterpartei < DAP:
—» NSDAP) die Meinung das im K-lde unbesiegte deutsche Heer sei nur deshalb
zur Kapitulation gezwungen winden, weil ihm die nicht mehr sicecsgcwivsc Hei-
mat in den Rücken gefallen »ei Die »on Lemdpropaganda » crunsicherte und von
eigener < icgenpropaganda rmmaltsch unzureichend aufgerustete Bevölkerung
habe den f rontw»ldatcn die l nterstutzung versagt unJ damit das Saterland der
revolutionären Niedertracht -judixh marvtstrscher Drahtzieher- ausgeliefert
Mn solch agitatorischer 1 mdeurung der Niederlage Zustimmung hervorzurufen
wat im gerade erst von roter Raichcrrschafl heiterten München mehl schwer, und
Hitler erfuhr in dieser Zeit jene subjektive -t.ewalt der Rede« , die ihm die PHrti-
kerlaufhahn offnen sofltc
Die Eruhzcit der Bewegung
Ab Hitlci 1924 in der Landsberger Haft begann, seine Erfahrungen unter dem
Titel -» Wem K>»npt zusammcnzut.i**en. formulierte er wiederum von der
Dolchstoßlegende ausgehend < ud-irkcn zu Theorie und Technik einet polni-
schen Propaganda, die den Erfordernissen der Mawcnbecinfluviung heiser genü-
gen sollte Er hielt die -richtige Verwendung von Propaganda tur eme wirtliche
Kunst«, deren wichtigste» Ziel cs «et. -die gefühlsmäßige Vorstcllungswell der
großen Masse- zu begreifen, um -den VScg zur Aufmerksamkeit und weiter zum
Herzen der Masse- zu finden In Heftigkeit. I cidenschattlKhkert und Fanatismus
sah Hitler -die großen magnetischen Krafts die allein die Massen anziehcn-
Und in wahnhaft visumarer t»cwiühcit fugte er hinzu -Vidkcnchicksalc vermag
nur ein Sturm von heißer Leidenschaft zu wenden leidemchah erwecken aber
kann nur. wer sic selbst im Innern tragt-
Dct versteckte Bezug zur eigenen Rednergabe und die »ich selbst zugevchnchcnc
Befähigung, in der Masse leidcnvchall und Begeisterung zu wecken, lassen er-
kennen daß Hiller hier vorerst nur Absichten bekundete und Wunschdenken
prersgab Dennoch sind die in Wem Auwipf luedergeschncbenen Iberlegunpen
zur Propaganda nicht bloß Macht phantasiert cmes gescheiterten Putschisten. Das
Kapitel Uber Kriegspropaganda gilt al» -Meisterstück psychologischer Erkennt-
nis-, abei auch die verstreuten Anmerkungen zui Massenheeinflusvung zur vor-
rangigen Bedeutung der Agitalsomiedc. zur (ictuhlsbezoccnhcrt der Inhalte von
Ä rr.ipaganrta
Propaganda sowie zur Wirkung von Symbolen und Inszcmcrügen machen deut-
lich. daß der Verfasser sich zuminilc-si über die damals in (»pularwivvcnvchafili
eher Form »erbreiteten Erkenntnisse vor» Masscnpsychologie und Reklametech-
nik eine eigene Meinung gebildet halle
Vor allem aber zeigen die Einsichten über die Rahmenhcdaagungcn von Propa-
ganda. wie genau Hitler die zweckgerechte Kalkulierbarkmt der Manipulant«
»on Massen bcgnllcn halte In Kundgebungen und großen Versammlungen sah et
Kampfplätze de* Redners dessen Auftritte als dramaturgisch gegliedertes Puhl-
Spektakel zu inszenieren waren Mit thten Demonsitultonwuecn hatte die marxi
Mische l inke die Straße zum On ihrer politischen Repravcntatam gemacht; also
mußte man eine noch ctndruckvsoUere Präsenz aal der Straße et reichen wenn
die vom Marxismus organisierte Arbeiterschaft für du Sache des -• Nahonal-
Sozialismus zuruckitcwonncn «erden sollte l’bet eine IMIN m Berlin erlebte
-Massenkundgebung des Marxismus- schrieb er -Ich konnte selbst fühlen und
versieben, wie leicht der Mann aus dem Volke «lern suggestiven Zauber eines ad-
elten grandios wirkenden Schauvpich unterliegt .«
l 'm grandiose Wirkung zu erzielen, begann die um Hitler gescharte national«-
zuhstische -• Bewegung schon bald, sich bedenkenlos aßet Stilmittcl und Agit>-
tionsformcn zu bedienen. die tur die eigenen Zwecke brauchbar schienen gleich
ob sic beim politischen Gegner oder un völkisch nationalistischen Repertoire
zu linden waren ob ue aus kirchlicher Liturgre oder militärischer Tradition
stammten hur das l*2il in der \SDAP eingeluhrtc —» Hakenkreuz gntt Hiller
auf völkische Symbolik zuruck, der damit spater betriebene Fahnenkult bediente
sich vieler Elemente aus dem militärischen wie kirchlichen Zeremoniell i — Fah-
nen) Kundgebungsformen Flugblatt Agitation und -revolutionäre- Kampflieder
waren -tntwendungen aus der Kommune« (E. Bloch) Der spater ab —> Sturm-
abteilungen (SA) bezeichnete und seit 1*21 zum Teil schon uniformiert äufneten-
de -Saalschutz- »erlich der Bewegung mit militärischer Formakiisziplin. Gruß-
und Mcidcntuak-n. Marachblöcken und Musikzugcn ein Gepräge soldatischer
Ordnung und sorgte zugleich dafür, daß niemand den Ablauf von SS Veranstal-
tungrn störte
Die Partcitruppc «urde für propagandiMische Aktionen eingesetzt und halte bei
Großveranstaltungen für wirkungsvolle Rahmcnbedingungen zu sorgen Damit
bist sic frustrierten und desorientierten Mannern die Möglichkeit politischer Par-
tizipation. vermittelte Koounandogcwait. das Gcmcinvchafugctuhl von Sahcr-
hcit und sinnvollem lun sowie einen ms (Mutsche hinubcrgcrcttctcn -Front
gc»*l- In der Öffentlichkeit wirkte schon dir militärisch uniformes Auftreten be-
ruhigend oder cmschuchtemd Deshalb wurden die braunen Formationen auch
gebraucht, um das Beeindruckungspolcntial von Propaganda durch Gewaltan-
drohung unJ -anwendung zu verstärken. Die -Kameraden waren -von allem
Anbeginn darüber belehrt und daraufhin erzogen daß Terror nur durch Tenor
zu brechen sei. daß auf dieser Erde der Mutige und Entschkwscne noch stets den
Erfolg tur sich gehabt habe- t Wrm Anmp/i Frühzeitig manifestierte «ach m l r-
scheinungsbrld und Aggressivität der SA die für den Fortgang der SS-Bewegung
wichtige ErkcnntniK daß auch Gewalt ihren propagandistischen Wert bat
Ptupagaada **
In der Aniangvphasc «I» die NSDAP lediglich eine radikale völkische Splitter-
gruppe war ein« cs zunächst darum sich «ul der politischen Szene bemerkbar zu
machen Somit konzentrierten sich Hermann Esser. (MUtlned Feder und Hitler,
dw prominentesten Partcwedner. vorvrw aut \c-rvammlungv- und Kundgebungs-
pn^Meaiida Obgleich ihre Veranstaltungen sich meist nicht wesentlich um denen
anderer Parteien unterschieden. waren trotz beschränkter Mittel und M< »glich
ketten - gelegentlich schon Besonderheiten der Öffentlichkeitsarbeit zu erken-
nen. so i H eine außergewöhnliche Vorliebe für spektakuläre Auftritte und pseu-
dosakralen Simholk ult Die mit militärischer Disziplin. FahnenautzUgen und
christlich patriotischen Stilmrlleln gestalteten Parteileiern - die erste Fahnenwei-
he fand Ende Januar 1923 ui München statt - sollten unter weihevollem Ernst ge-
meinschaftliche' Gefühle von Starke und natumalct Erhebung vermitteln Zudem
wollte man demonstrieren. daß den Folgen ton Nosembertrauma und -Schand-
fiK-dca- nui nut rcsisiombcrettcr Entschlossenheit zu begegnen sei I-» Ver-
sailles l Insofern äußerte sich im Parteweremcmiell ein fanatisch antiso/ialrsti-
sehe*. rcpuHikfeindliches DetMsdwem. das auch sielen, die nicht der Partei an-
gebörten. imponierte und gerechtfertigt erschien Solche Resonanz bestätigte die
Partciakliststcn m ihrem (ilauben an Jw Wirkungsmacht son Pvipaganda und
ließ sic darauf vertrauen, daß ladt die natHinalisiisch-antircpubhkantscbc Stim-
mung großer BeVölker unesgtuppen für die eigene Sache ausnutzen heile
Der -» llilkt putsch. das folgende Parten erhol und Hillers erstaunlich kurze
Haft fielen m eine Zeit in der die Weimarer Republik erste Stabdivieningscr-
folge verzeichnen konnte Für die NatunahsVialivtcn wie dir völkische Rechts-
Opposition Überhaupt (-* völkische Bewegung >. bedeutete dies eine Schwächung,
so daß die bayerische Regierung nach der Rciehstagswahl vom Dezember 1924
das Verbot der NSDAP aufhob. Hiller, der sich bislang als - frömmlet- der
Bewegung verstanden hatte, entschied sich |cd*s.h lur eine Neuerundung «1er
Partei Da er »ach inzwischen offenbar zutraute einer völkisch-nationalen Be-
wegung durch missionarischen Fuhrungsanspruch politisches Gewicht und
Machtzuwachs zu vrnchatfew forderte et aut der GrUndungvvcrsammlung
am 2h Februar 1925 die uneingeschränkte Führerschaft für sich Nun begann
die eigentliche -• -Kamfd/cil* der Bewegung, die einzig auf da* Ziel ausge-
nchtet war dem Nationalsozialismus eme Masscnbasr* zu verschaffen um das
verhaßte »Svsiem- zu stürzen und die tote Republik zu beteiligen f-s »System-
zeit»).
Die Gewöhnung dei Partei an einen zentralen Lettungswdlen war zunächst
jedoch ebenso schwel zu realisieren wie die Personifizierung von Hitlers I tdl
rtmgvanspmch durch permanenten Einsatz seiner rhet.wischen latente Zum
einen erwiesen sich allgemeine Organnatuwisschwachen sowie Eigensinn und
Ihlettantismuc regionaler Parteiführer als hinderlich zum anderen stand einer
am messianischer Sclbsigewtßhcii agitierenden K.imptpiopag.inda das über
Hnlcr verhängte Redeverbot entgegen. das in den l andein unterschiedlich lange
in Kraft blieb Die Partei inszenierte deshalb zunächst eine lautstarke Kampagne
gegen die Beschränkung ihrer Mogluhkeiten Im ersten Jahr nach der Neugrun
düng wurden 2.VM ollen (liehe Versammlungen und 3S8U tnrvcrparteibvhc Nprcch-
abende abgehailen Weil in Thüringen kein Redeverbot verhängt worden war,
" l'rujiaguMt*
tjnJ Anfant Juh 1926 in Weimar der zweite -« ReKhspurteilag der NSDAP Matt
hier trat Hitler «non deutlich ah -Führer- in Er«hctnung. hielt die llauptrvdc
und nahm mit erhobenem rechten Arm un Wagen stehend den \orbcimar«h
der SA ab Nachdem die Regierungen wm Hisern und Sachsen im Frühjahr 1927
OffeMhcht Hitlcrredcn wieder zugclasscti hatten fiel auch die letzte Ba-tion
Preußen Am In Nosember |92b sprach Hitler erstmals auf einer GnUikundge-
bum: der NSDAP im Berliner Sportpalast
Auf dem Weg zur Macht
Ende 1928 halle die Partei etwa Iltis Uli Mitglieder bet den Reichstags* ahlcn am
211 Mai 192* betrug ihr Slrmmcnitnlcil 2/i PicucM Die Zahl der Ortsgruppen
stieg bis Ende dieses Jahres auf I37*. so daß die NSDAP über ein hauptsächlich
in den Städten Verankertes (treantsationsnetz von beachtlicher Dich le serlugte
Inwischen war in München auch em zentraler Pr<^iagandaaus«liuß eingerich-
tet wurden, dessen weitgehend aid Plcsscafbcil beschrankte Aktivitäten von der
— Arbeitsgemeinschaft N->tdwcst heftig kritisiert wurden. Im Einflußbereich der
Bruder Straßer, wo damals auch Joseph (mebbefs die Nuriona/io.-iafzirrwlim
Hrirle redigierte «tzte nun sich lur eine starleu Koniuiiciung des n.ilmnalen
Sozialismus und ernt anspruchsvollere Piopagandakonzcptwm em Au (Harun gs-
propaganda anstelle des von München aus betriebenen demagogischen Aufwic-
gclns von («fühlen -aut grauenhaft tietem Niveau- Im Februar 1926 zog die
— Bamberger Fuhrenagung jedoch den Ambitionen des Mtaßei-Flutti'l* enge
Grenzen Der in seiner unbedingten Führerschaft bestätigte Hitler gewahrte alter
auch Kompensation: Gregor Straßer «diu mit der Reorganisation der zentralen
Partei- und Propagandalertung betraut und Joseph Goebbels Gauleiter in Berlin
werden Die am hl Juni 192h registriert* Satzung der NSDAP sah die Schaltung
einer -Retchspropagandaleitung- <RPL) innerhalb der — Reichslcitung der Par-
tei vor. deren Leitet wurde Gregor Slratict.mil Heinrich Himmlet als Stellver-
treter. Dieser erhielt Antanc 1931. als Straßer die RcKhsorgamsationslettung-
übernahm noch größeren Einfluß auf den Propaganda Apparat der Partei Er
straffte die Vcrwallungsarbeit und mteiisoicrtc das Bemühen um zentrale An-
leitung. Neben Anordnungen und Aultuicn der RPL in den Partcizcitungcn er-
schienen broschierte »Leitsätze für die PropaeanOa worin den Methoden der
argumentativen Auseinandersetzung einstweilen noch Aorrang sot emutamaler
Kamptptopaganda einperaumt wurde Ah Wunschbild zeichnete sich ein pridcs-
Monellcr. redegewandter PartcipiopagandiM ab. -im Wissen beschlagen und in-
nerlich sauber«.
In den Basi«<rgamsationen der NSDAP entsprachen jedoch die wenigsten Mit-
glieder diesem Idealtspus Dort wo siel eher der rauhbeinig lautstarke Kampfer
gefragt war stießen die Zcntralisicrungshcmühuncen der RPL aber auch aut
Widerspruch, weil sich die vor Ort agierenden Prupagandazeilen in ihrer Eigen-
initiative befunden sahen Dies fiel um so mehr ins Gewühl als die Partei nur
wenig Geld für Propaganda-Aktionen aufwenden konnte und man sah deshalb
in den Ortsgruppen zunn ist auf eine nut pcr*ünlM.hcm E.imatr son Mann zu
Mann- betriebene Munjpropacan«la hctehr anker» muÄlc in der KP! bemühte
man «ach Kö<k1> erK-crexh um dH Axobildun* und Aernutttang »O® Rednern
Fritz Rcinlurjt. PC»-19»! Gauleiter »<« München Obcrbascrs. richtete un
Sommer 1<CK Fernkurse tur Parteiredncr c* Dtese Rednerw-hule- wurde em
Jahr «pater parteiotttzieU »h Audxldungscmncttunr anerkannt und zu ihren
Lehrgängen wurden TeiWtehwr «an den Gaukitunter noaumert bt» Anfang
1933 wisullc man dort etwa ParteirrdneT
Im da» wachende Rcdacrkorp» effizienter ruvineur« xhlue Himmler :m
Dezember 19’b rin Projekt b wir entnertcr Propaganda» >Hcn*r«cn '<» D»e Aul-
mctksamkcil icm Presse and Puhükum vllie «ZK* her aus« fordert »erden,
indem mar <»nh in einem Gnu innerhalb nnn kurzen /<it<pnn« eine grobe
Zahl «<m mtenos hewicbenes \eransxdtirafen «metzle Mit emer tk-rartigm
Massierung »on Kundcebunuea Vc'sammlun«n und SA Präsenz tu! der Str abc
konnten z B in der Lands.wk \ptatuui m DdhmarKhen und tKJenburc beacM-
techc Er lot« erztefe werden Andermut» wurde der Erfolg zentral «lenktet
Pr<«irarula«iraregicn allerdme» haatie noch durch unklare Zuständigkeiten und
t ktamsatumcmanp.1 geschmaMTt Dennoch retten «he .Ambtuunen der RPt
«laß man in der Führung der NSDAP unter Pt«vaganda mehr »erstand als dte
stcrconpc WiedethUunt *«M Haduradcn Mkd dx tanaiitehc Beschwörung «on
GetoioJunstrene Pragmatische. d« je aktuelle vruatxi berückenrnneende
l berlceuneen «beeten durchaus m den AuleabcnkaUkre der Ns Dopatandt-
«len eme dem AnUk> femaek Themenwahl creipusbczoecnc VcTanstallunfs-
repe. oiethudisch «plante tkerbc-wirkun? und simboistraicpe. Zrelfruppen-
«mprachc. Kritik am püiitixhcn Gerne« und Fcindbaidpftc«. S«c landen um *o
eher Bcachtune ah der zunehmende OrtantulMmscnd der NSDAP < Ende 19X)
halte die Partei lad Mitglieder! dw Beteibgung an Mahlen aul allen \cr-
tretuntrcbciKn tnotis-h und notwendit machte.
ProfrssionalisM-niag durch (.oc-Mnl*
Dec zuweilen mangelhafte l nMctzung zentraler imliatnen tat einer stetiges \er-
ttemerung «1er WählergcbntMc keinen Abbruch t ute «erbreSete Abwetgur«
««!> dte Wcimarct RcpaNiK «he Sehnsucht nach Führerschaft sme die wach-
sende Furcht i<w wirtschaft bitter l wstchcrbctt und wvuicr DeaUMierunc truevn
wesentlich ru den Atssiunmunescrloltcn der N.«•. »nalsozuhsten bet Der w eh
«erwies Heaaspruchuite durch nmet mchi Wahlkamplc «teilte man «a.h whhcS-
bch mit ottensiscT Ausdauer nonal dte Aussichten Ml eme Bcu-itifant an der
«taatlicbcn Macht zunehmend ktmkrctcr wurden »Wahlen wählen’ Heran an*
\.«tk- »XtertcGoehhcls !W wi ewTaeebwch M» Gauleiter >«mi BcrIm K-tncb
er teil Nosetnher - «uutzi aad die SA - eme eben» skrupelkwe wie erlota-
rexhc Angrrftspt.^saeanda Er halb ganz aul Hilter «set/t und sah sxh tnzwi-
«eben al« Propaganda«.sjx-rte der Partei Al« er un \prü 193«) wahrend einer
Fuhrcrtagimg m München zum RcKh«propacandalcitc« emanni wurde notierte
er. -IsxNvh Inumplians'
l ncinecschrankt konnte er diesen Triumph >cdnch meta gemeBen. »eil es
ihm nicht «tunjen war der RPL Midi die Zusumhgkcitcn tur PfcsscathciL
— Film — Rundfunk und \ olksbildun« zu unterstellen Goebbeh briochu noch
Otafe Zeit um die Kompetenzen der RPl m Semem Swine ru erweitere
Zunächst wurde er Chef der Rcschsprrgtagaiida- Leitung L »»e leitete die pohri-
whe Kump! und U«hlpn.futzndu an und koordinierte sämtliche Aklisnatc*
Dte ReichspeopaizandaLntunz II unter Fritz Reinhardt wat neben der Wirt-
Schafts und Arheitshrschattung«prnpagan«ia »eiterhm für «he Rcdncrschulune
zuständig Für dae Weiiergabe und Austuhrunr zentraler Anordnunfcn ge-
mäß den un Mai 1951 seroftcnthchlen -RKhtlinicn der Rc<chspr<paranda-
leiruna- waren Gaapeopanandaieitungcn scrantwörtlich die in icdcm Gau
eingerichtet wurden Die Absicht befehle und \ ermittluncsslrangc soo oben
nach unten «Omahluh zu sirafien stieB allcndinf« häufig aial Grenzen. dae ihr
von der Selbstherrlichkeit und regionalen Machtbefugnis der Gauleiter gezogen
wurden
In der Leitung der RPL kamen Guebhd*' Erfahrungen im politischen Kampf
unter grob-tadtbchen Verhältnissen starker zum Tragen Nach kienmuntsti-
schem Vorbild existierte m Berlin seit |92~ 28 eme -• NalwmahocMhstnche
Betncbszellenoreanrsation iNSBOi und 1912 wurde dort die »Tfib-Aktiow
gestartet -Hinein m die Betriebe'» F nt«pr vcbersd k«mzcnrncrten s»-h fiimu
hungen der RPL besonders auf die Bmnenprupagamla. um auf der untersten
Organtsalrunwchenc der Partei Bereitschaft für die «sslematisuhc Kleinarbeit
der -Mund zu Mund Propaganda- zu wecken: an die soeenazxntc W<dmstal-
ten- und Betnebspropaganda wurden hohe Erwanungcit geknüpft «red man
sich soan sertraucnshddimden Gespräch unter Arbeitskollegen. unzufriedenen
Arbeitslosen oder Nachbarn den Enfxudi m die rote GewcrixhaftsfriOl er-
hoffte. Auf den zentral hcrausgegcbcncn Wahfpfakaten der NSDAP erheb
zur gleichen Zeit der sormah rote -Riese Pn4etanat- seine Faust gegen
SPD B- mzen N 4schewro ischc Hn-.dsi.'te’- und -hj^ionge 'üdrsctie Draht-
zjchcr-
Zahlivachc son der RPL icrund'. Publikationen und Agitatmndulleri be-
mühten sich aber auch um eme \ eremheIllach nag der allgemeinen Versamm
lungs- und Kundgebungsprigsaganda und ihre Ausnehtune auf eine bcstinunlc
Zicigruppc In der Kampagne gegen den Young Plan wurden mternatnrnaie
Hochfinanz und Grodkonzerne da -Sersklasuns Deutschlands- bezichtigt,
die insbesondere den prndunercndeti MitfekUnd bedrohe, der »erunsKhä-
le Fmzelhawdef wurde mit emer Kampagne gegen Warenhäuser und Kon-
sumgemnsenschaften avfgcpwbcht und der seit 1928 unruhig werdenden
Landbcsofkcrunc senptauh man l nterstutzunt end an Engagement tw den
Bauernstand Mit bemerkenswert zielsicherem Kalkül »ersuchte «he NY Propa-
ganda. es moelictist allen recht zu machen Von etwaigen künftigen Ansprüchen
auf Eiokwung ihrer kahciBunpre hefl «ach dae Partei nicht beunruhigen. Vorerst
ging cs crnziz und allcui um die Zerstörung der Republik und den Zugang zur
Macht
Hitler al* Redact
Da» gcctgnet»tc Mittel dazu war der Emvitz Hitler* ah Redner Seme diesbezüg-
liche KetaHme war m der Partei unum*tritlen and dK »*m ihm t*can*prin.hlc
futircruhjli wurde ihm auch immer twrcilwdhtcr zugcwlanden Sch«« W22 hatte
c* *«wn Partei* «<*ilzcn«Jcn »ehctik-n er *ei der -• •Führet- aut den Deut«*hland
»arte Wahrend Hitler* Haft warb Aftred Rosenberg für den Vertrieb einer Hü
lerpoukartc. «fee »in Mill»men Stucken ab S*mbof utnetc* Führer* wirket*. wdl
le Im lahr l«2b enchien Hitler in Weimar ab unaneel.x-htcacr -Führer- der den
Hitter-4 kuB -»einer- SA in gleicher W<r*e erwiderte und damit die allgemeine
Einführung d»e*cr HuWifunr-mtc herchicuonrt I-* Deutscher Grußl Damab
enchien zum enrtca Mal «ler lihittnenr Br"t»*chirr. der fortan «em Mxnüfwd auf
Je patte» tftiziellc Bildbcnchtcr*tattun< zur ma**cnhaftcn Verbreitung »cm
Hitler FSwttat» and Bildern *on Hitler Kundccb«mgcu nutzte Höhepunkte wi-
eher Folopr opagand a waren l*<2 die Berichte über Hitler* WaMkamf4tet*en per
Hutreur die mit dem Eitel aufmachten -Hitler übet Iku’.cfiLioJ- In drei
-Deutwhlaodflueen- halte Hitler zw rechen «lern • und « Apnl zur Reichcpräu-
dentenwahl und *<m* 16-23. Apnl wiwte »nm 15-30 lull awUBhch der Rcxti*-
tax« wählen eine heüang an politnche* Betrieb mehl gekannte Omniprktenz
erzeigt Bei der er*tcn dacter ln*zcmerun«en barte er m 21. bet der zweiten m
25 and hei der dritten in 50 Stadien getgwnchen Im «eiben Iaht ertchtenea auch
die crUen *on Heinrich Hoffmann zu*amn*engc*teUlcn Bildbände über den
-Führer- und da* -Braune Herr-
Dw HcrauMtcllune Hitler* ah -Führet- -Erneuerer-. .Erwecket, und .Erkner,
wurde unl«rr t mebbeb Federführung »«m der P.irterpn 5*aganda nach Kräften ge-
fordert Im Zinanunenhang mit den ei«41en -Fuhrci--Kundgebungen cnTwckehc
«ach die »thetnehe Formierung de* öffentlichen Er*ch<inunc*biJdc* der NSDAP
Urtier «clb*t war von «einen prig*agandl*l>whcn Fähigkeiten überzeugt und wurde
un mmHmurnchcm Scndung*f*rwui*t*cm ectnehen. Obwohl er «ach gandich auf
«cm p> liti«che* < ~han»ma «crlieÄ Nach er «ach de* incirumeniellen (’harakler*. den
der Kult um «eine Per*.« hatte, «tcl* bewußt Wenn «eme Reden. ualerMUtrt durch
gcwehMkic Kundecbunptetie Sudwu.hr der Betct*lcrun» und Verehrung her
»«wneten dann tneb eine emtewaetlc /uburendiatl ihn peiceenthch auch «eltwt
zur rauwhhalten Steigerung «einet Rhct<wik Die kalkulierte« Zwecke detartiger
l 'aemcm*chaft*eTlebnt**e *erkw er tk-*halb nicht au* den Auern
Eme zusammen nut den arwlcrcn Parteien der -nationalen Oppiwaticm- beeonne-
ne Kamparnc gegen den S.wwi» Plan hatte truU mami*cr Konzentrat»« der
Kralle im Vnlk*ent«chcid nur zu emem dürftigen Ab*tnnmnng*ergebnn geführt
aber Hitler wertete «ac ah Ert«de -Da* \<4k*bcgchren und der So4k«cnt*chcwl
waren der AnlaH tur eine PropacandawcUe wie ue ahnheh m Dcutchhud noch
nie da wat I nd dann hegt in erster lame ihr Nutzen . I Nfenbar waren ihm «Fer m
der W ahlcnchaft crzxrflc Aufmerk«amkotigrad und der dw Anhangcnchaft cuu-
t*nde Mobili«Krunr*.-tfekt ww-hltrer al« die Scrbreitung potrti«*hcr Inhalte
durch Oflentlichkcitcaihcn Ahnlvh dachte offenbar auch CH«bhek wenn er
z It in «einem Tagebuch den Au.-hliW «on NSDAP Ahgccwdnclca am einet
41
Retchstagsattzung wegen Randalierens kommcnticttc -Es ist cm Heicnsab
hnh( '| aber am Ende tur um eme Monfapropaganda Sm keimen da» Volk mehl
die da oben •
Die Nationah-iziaiistcn dci -Kampfzeit-. die »ich a»h -denen da unten- zu-
ptxint ruht len glaubten da» Volk und «eme Erwartungen zu kennen IKshalb
setzten mc »eil aut [diiixh dclmeni Inhalte und deutlich forraulK-rte Alterns
tnen. Mindern appellierten liebet mit sagen Andeutungen ditlairwermdcn
Schuldzuweisungen und skrupeUoten Nersptevhungcn an den unbchagfKhcn
SeelenzustaruJ der Sauon Dabei waren mc in der natmealpsschuhiginchcn Ana
Isse durchaus treffsicher und fanden tur ihre pripacandrsrischcn Mobilisierung»
abstchlen siel» er sprechende Ansatzpunkte den Wunsch die CX-multgungrn des
VcrsaiDct -Schänd! ne den»- rückgängig zu machen die «erbrcitelc Hcreitxhalt
einem chansmalneben Führer di» Emewerunr »on Saturn und Staat aiizwser
trauen eine Sehnsucht die »on Klassenwidcrsptuchen und Interessengegensat
zen zerrissene < icscIKhan der Republik in eme gerechte -» Volksgemeinschaft
zu überführen, xhlmxkh auch da» ästhetische Bedürfnis die in der Weimarer
Demokratie aller monarchisch miiilansebcn Pracbtentfaltung entkleidete JVfilik
wieder mit anschaulicher Ordnung und sstnbotiscbcn Formen auszustatten
Mar wich zwar den aktuellen lagespsgit neben Srreittherocn mehl aus. aber die ei-
gentlichen Inhalte der KVPiopugansla waren andere Hitler formulierte »re l'CX
in ideologisch prägnanter Kurzlassung: -Das gesamte Leixn laöt sich m drei
Thesen rusammentassen der Kampf ul der Naler aller Dinge die Tugend Ml
eine Angelegenheit des Blutes. Fuhrertum rst primär und cntM.t»e<dend - Die
»o/ialdar*mr»ti«ehc H-shachtung des Kampfe» «kM die Wiedergewinnung
nationaler Starke, die l bcricgenhcit des luchtlgca und das höhere Recht des
Stärkeren cherno em wie Uchrwillcn Militarismus und Mut zum Opfer Kampf
bereitschalt signalisierten die aggressne Kropagandasprache und die Brutalität
der SA m der handgieifK.hcn Kieilnwitalism mit dem sozialrstiwbcn Gegner. zu-
gleich batten einzelne SA Mitglieder aber auch das Gefühl. Tal einet k<41ektncn
Kraft zu «ein wenn die -braunen Hatailkme- un (iicnhschntl marschierten .xler
— in Blocken formiert - dem -Fahrer- Auge in Auge gegen überstanden
Tugend ah - Angelegenheit des Blutes- »ermrttclte erhebende Gefühle des Aus
erwahlfscins und emes höheren Reentsansprush» gegenüber anderen, zwang aber
auch zu rasscnideologischer Differenzierung und Abumdcruag < tbwohl m den
Jahren 1*211-19X2. als d«e NSDAP ihre »crkigenc Legaiilatsfakiik praktizierte und
steh auch der -Führer- um ein wohlanständige» Image und bürgerliche Wähler
schuhten bemühte, die oflen anttse nut neben Antritte zuruck gen. wnmen wurden
war die rassistisch begründete Ausgrenzungsabsuht latent immer serhanden und
spürbar Mit der Erfindung einer -mamtsttsehjüdischen *ch»cr«ehworung- und
einer -fudtsch-boiKhcwtstBchcn Bedrohung- entsprach die propagandrstBche
Inan ssetzung un»ctembarcr Sach» er halte oflcnKir Hitlers Empfehlungen. <hc er
in Wem Kampf formuliert hatte Im -die Aufmerksamkeit eines Volkes mehl zu
zersplittern -exlern unmer auf einen einzigen tiegncr zu k. mzentriet en -. gehöre
es -zur (»cnialnat eine» großen Führers selber auseinander hegende (»eener im-
mer ab nur zu enter Kategorie gehörend cnchctncn zu iaacn*.
Po.pwgÄldj ♦-
Wie primär und entscheidend- Fuhren um damals wat. zeigte sich aut jeder
Uahlveranstallung Die Hunderwalle Hiller- Mets m wirkungsvollem Rahmen
präsentiert. wurde /utn erfotgrcichMcn l,ropagandain.Miumcnt der Partei Zwar
rcK'hlc auch du- Hipulantal des -Führer*- niemals am. um in freien Wahlen eine
absolute Mehrheit zu erringen, aber sie genügte um die Fuhrungschten det Re-
publik zu biwir.cn. dem verachteten Konkurrenten einen Teil der Muhl zu über-
lassen Das Schellern des arroganten -ZahmungskonzcpG« der bürgerlichen
Konservalisen und die son sielen Vereinen und Verbanden eilfertig sollzogenc
Sellvslglcichschaitune weisen allerdings darauf hin. daß für diese Machtprvisgabe
mehl allein son der Propaganda stimulierte Beweggründe ausschlaggebend wa-
ren. Außerdem blieb noch zu erproben, ob das propagierte Funktionsschema
Führer Befehl - Gehorsam Gefolgschaft • ♦ Volksgemeinschaft reselhchafls
politisch tr.ietahig sein wurde
Der siaaitnhe Propaganda- kpparat
Am I3. Marz 1933 wurde die Emchiung eines — Reichsminislcnums lur Volks-
aufklarung und Propaganda iRMVP) beschlossen. zuständiger Minister wurde
Goebbels. der daneben das Amt de« Retch«propagandaleitcr« der NSDAP bei-
behielt Zwei lagt «pater erläuterte er »or der Presse die Aufgaben des neuen
Ministeriums -Wir müssen dieser Aufklärung siclmchr eine aktive Regierung«
Propaganda zur Sette Mellen, eine Propaganda, die darauf hinzielt Menschen zu
gewinnen Das Volk voll anfanpen einheitlich zu denken einheitlich zu reagie-
ren und sich der Rcoerunc mit ganzer Ssmpathic zur Verfügung zu stellen - Mit
der Maalhchen Maehl fiel der NSDAP auch das noch junge Medium Rundtunk in
die Hande, das Goebbels rasch zu einem der wichtigsten Instruments der Propa-
ganda ausbaulc Anfang Mai 19.33 äußerte web Robert I e> über die Ziele der
neuen —» Deutschen Arbeitsfront (DAFf »Gewiß wir haben die Macht, aber wir
haben noch nicht das ganz« Volk. dich. Arbeiter haben wir noch mehl hundert
prozentig. und gerade dich wollen wir wir lassen dich mcht bis du in aufrichtiger
Fikcnntnis resthis zu uns stehst • l'nd Hitler, der den resohitiorurea Druck aus
dem Prozeß der Machtergreifung nehmen wollte erinnerte die Partei un Juli des
fahles an dw ihr zueedachtc Fr/iehungsautgafx -Der Fmneung der äußeren
Macht muß die innere Erziehung des Menschen folgen -
Gclejzenhcil. der Arbeiterschaft mir Großartigkeit zu impmiercn und ihr ein In-
tcgratMMisangehot zu machen, bot sich am I. Mai 1933. Den internationalen
Kampftag der Arbeiterklasse halte das neue Regime kurzerhand zum - - lag der
nationalen Arbeit- erklärt und icichswcil zum Feiertag erhoben In Berlin führte
Goebbels Regie und der junge Alben Speer entwarf die FcslkulMen für die
Kundgebung au! dem lempelh-ifcr Feld Die Formierung son Benifsgruppcn und
Bctricbsbc-Icgschaltcn zu einer in Blocken gegliederten .lut den Erscheinungsort
des Führers- lusgc richteten -VolksfcmcUBchaft« wurde anhand son Auf-
marsch- und AuMeHungspl.inen absichtsvoll inszeniert Der einzelne Teilnehmer
sollte sich ausschließlich als Teil dieser Gemeinschaft erleben Goebbels verkün-
dete d-izu über den Rundfunk - Am heutigen Abend findet sich übel Klassen.
Stande und kunfesaietteUe tntcrschiedc hinweg das ganze deutsche V<4k zusam-
men. um endgültig die Ideologie des Klasx-tikanipfo zu zerstören und der neuen
Idee der Verbundenheit und der Volksgemeinschaft die Bahn fretzulegcn.-
Hitler hatte seinen .Auftritt erst abends. Von Scheinwerfern angestrahh. feierte
auch er die -Harmonie son Geist. Slun und Faust. Arbeitern. Bauern und Bur-
gern- Danach zot et die Register religiöser Inbrunst und erbat den Segen des
Hichsten -Herr Du siehst wir haben uns geändert, das deutsche Volk ist mehl
mehr das Volk der Ehrlosigkeit der Schande, der Selbstzerfleischung der Klein-
mütigkeit und Jet Kleingläubigkeit, nein Herr, das deutsche Volk ist wieder staik
geworden in seinem Geiste stark in seinem Willen stark in seiner Beharrlichkeit,
stark im Ertragen aller Opfer Herr wir lassen nicht son Dir. nun segne unseren
Kampf - Die rehpAtc Demutsgeste des Kirchenteindes Hiller der natürlich wüh-
le. daß die SA am kommenden Tage un ganzen Reich die Caewcrkschaftduuset
besetzen würde, dar! nicht überraschen Anleihen hei kirchlicher Liturgie und
Feierlichkeit bei pastoraler Rede und Gewutcn verkundung ebenso wie bei Ge-
mcindegesang und Pr« izesMonshrauchen gehörten zur VS-Propagarwiastratcgic
Damit sollte Versammlungen und Feiern der Bewegung die Weihe pseudorehgio-
scr Kulthandlungen verliehen und einer offensichtlich vorhandenen Bereitschaft
zu gläubiger Hingabe em vcrchrungswurdige' Kultobjekt in der Gestalt des ei-
net». herausgehobenen unvergleichlichen -Fuhren- geboten werden
Das Programm der RuchsfMrtciiagc enthielt viele Elemente mit ähnlicher Funk-
tion Seine wesentlichen Bestandteile Fackelzue. Kongreß. Sondertagunsen.
s\ M.r-ch v\ Vppcl und Fahnenweihe waten seit IM fMplagl Hl
kamen noch einige spektakuläre Ereignisse hinzu, in deren .Ausgestaltung sieb ein
unecltcmmtcr Dtang zur Große außcitc. aber auch det Zwang, das Interesse an
dem aliiährliehen Massenauftrieb durch stete Neuerungen wachhalten zu müs
sen In vier fortschreitenden Ritualisierung der Programmteilc wirkte hingegen
em auf Disziplinierung und Formierung der Volksgemeinschaft gerichtetes Pro-
pagandakalkul So wuide der Einzug Hitlers m die Kongreßhalle oder du* Fest
geUndc zu einem von Choral- und Marschmusik begleiteten Introitus die mit der
-• -Bluttahne- vollzogenen f .ihnen und StaadartchWeiben und die rcgclmalh
gen Totenehrungen cnnnerlen an Reliquienkull und Vuterstehungsverheitking:
Anrufungsh»mein, pathetische Gelöbnisse oder biblisch geprägte PhraMn von
Glaube und Vorsehung sollten Assoziationen an die erhebende Feierlichkeit von
Gottesdiensten wach rufen Darüber hinaus wollte man mit det gesamten Insze-
nierung ein -höheres- Finvcrst.mdros suggerieren ein auf den -Führer« proji-
ziertes Surrogat von (»ottesgnadentum.
So wie der einzelne sich auf dem Rciehspartcitagsuclandc. auf - Ihineplalzcn •
(-* Ihingspiel) und anderen Fcrcrstatten in die von Kulisienarchitektur und
Festdckoration vorgegebenen Formatloosgcvlerlc und Gegenüberstellungen
einzulugcn halle so sollte auch sein Dasein ulxr das Jahr hinweg von einem
nationalsozialistischen Festkalender geordnet werden Dieser kannte wx das
Kirchenjahr feststehende und bewegliche Feite Tag der -Machtergreifung-
(JU Januar) tag der SsDAP-t irundung Verkündung des Parteipiogramms
124 Februar) Hcfdengcdcnktag llt» Marz) Geburtstag des -Führers-
44
jml.i
AhK I •AodHf*4n<-i9*|r Jrr hnhcK- !*•** NurnKtf
AMiHMTMlt SA mw! SS f-iirmaiMMfe a itSmMtvii
4»
(20. April► - «Tag der nationalen Arbeit« (l Mai) —» Muttertag (/werter Sonn-
tag im Mai) Sommersonnenwende (2IJ22. Juni) - Zeit Jet Rcichspari tage
(erste Scptcmbcrhalftc) Erntedankfest (Sonntag nach Michaelis) Gedenktag
der Bewegung Ehrung der -Blutzeugen. (h 9 November) - W intersonnenwende
(21J22 Dezember I Einige dieser Feiertage hatten ihren festen Veranctaltungs-
ort. etwa das Erntedankfest bei Bückeburg oder der Gedenktag dci Bewegung in
München, gleichzeitig fanden (cdoch auch andernorts Feiern statt, sor allem
Übertrug der Rundfunk zum x*«tligcn Anlaß Berichte und Reden, über welche
die «Volksgenossen« an dem )<weiligcn Ereignis teil nehmen konnten und siel-
fach im -Gcmein-schattscmpfang- auch teilzunchmen hatten
Zu den Feiern, die für Zusammenhalt und .Getolgvchali-treue der Partcigcm*
sen hewoders wichtig waren, zahlte sor allem das <«.denken an den Hitlerputsch
und die Ehrung der -Blutzeugen der Bewegung- Nachdem man die Lefcimamc
der sechzehn -Märtyrer«, die 1923 bei der Schießerei an der Munchnet -» Feld-
hermhalle umgekommen waren 1935 in die Ehrcalcmpcl am Königsplatz um
gebettet hatte, land un Anschluß an die lotenehrunt dort auch die Aufnahme der
achtzehnfahngen Hitler-Jungen in dar NSDAP statt Wenn Hitler dort sprach
-Meine Apostel Ihr seid auferstanden un Dritten Reich*«, so produzierte et
AufcrMehungvmvstik. um das -Vermächtnis der Blutzeugen- zu einem ergreifen
den Appell werden ru lasten Dazu wirkten die nächtlichen Ireueschwure der
jungen Parteigenossen dann wie eine vielstimmige Bekräftigung.
Propaganda hatte in solchen Zusammenhängen für die zwcckgercchtc Stimmig
keit der Rahmcnbedmgungen zu sorgen Das komplexe Inemandergreifen von
Festdekoration Musik Aurmarvch/eremontcli Formicrungszwangen und Venm-
Maltungsdramaturgic hatte - noch ehe ein Redner vielleicht auf politische Inhalte
zu sprechen kam emotionale Ergriffenheit und Giautvcrubcreirschnh zu erzeu-
gen Die schließlich foieende Ansprache desetnes -Führers- war dann nur noch
der Auskweretz für die letzte Steigerung im ekstatischen < iemeinschalterlcbnis -
für das zuckende Emporrecken der Arme und die zustimmenden -Sieg-Heil«-
Rufe aus hunderttausend Kehlen <-• Feicrgcstaltungl Zui Manipulation von
Maue ns erhalten war die propagandistische .Ausbeutung christlich patriotischer
Gewohnheiten des Glaubens besonders geeignet Schon 192’ hatte Hiller beleu
err -Seien Sic verwehen, auch bei uns ist in erster Linie das Glauben wichtig und
nicht das Erkennen* Man muß an eme Sache glauben k<mncn Der Glaube allein
schafft den Staat Was laßt den Menschen für religiöse Ideale in den Kampf gehen
und sterben’ Nicht das Erkennen, sondern der blinde Glaufc
Die Preisgabe kritisch prüfender Erkenntnis.die cingcubtc Disziplin, ah Teil einet
paramilitärischen Formation zu funktionieren, und das willige Sichemfueen in das
Funktionsschema von Befehl und tichorsam waren notwendige Voraussetzun
gen um die deutsche Bevölkerung für Hillers größenwahnsinnige Knegsplanc zu
mobilisieren Offenbar ließ weh so viel rnch nicht verläßlich voruussetzen. als der
•Führer- am II) November 193b vor Pressevertretern forderte, -das deutsche
Volk psychologisch allmählich umzusicllen und ihm langsam klarzumachen daß
es Diner gibt, die wenn sic nicht mit friedlichen Mitteln durchgesetzt werden
können, mit Mitteln der Gewalt durchgeset/t werden müssen«, ('m dies zu crrei-
». -------4 - 4n
rT»ap>X«Mi«ia
eben. war ein noch an piunpinct Aul »and auf Gruöveranstaltungen nicht genug,
dazu bedurfte cs zahlreicher anderer Instanzen und Veranstaltungen die alle da-
zu beitragen sollten, ehe GeteÜKhaA in der gewünschten Weise zu formieren. Ne-
ben del Schule gehörten dazu die -* Hiller Jugend, der -• RsichvarKitcdicnct.
die seit luU zum Wehrsport verband domestizierte SA die unter Himmlers
Fühlung immer selbstbewußter »erdende -* SS (— Schutzstaffclt und schließlich
auch die — Wehrmacht. Jede dieser Organisationen sah in der Forderung von
Wchrwillcn und Wehrfvrcitschatt eine Aufgabe und ent» rekelte dafür jewctl* ei-
gene Propagandastralcgica. Vcranstaltungsiurmen und Rituale.
Begrenzte Wirkungen der NS-Propaganda
Ob cs nun aber um W chrcrtüchtigung und Wchrber eit schalt ging oder ent um de-
ren Vorst ule die willige F mnrdnung m die -Volksgemeinschaft« und ihre Gliede-
rungen die NS-Propaganda beschrankte sich keineswegs auf spektakuläre Gro6-
ereigmssc und Fcstinszemerungcn Sic entfaltete außerdem eine breitgefächerte
Sirnhol- und Formierungspravrs die im beruflichen Alltag wie in der Freizeit del
Menschen wirksam wurde Dafür zuständig fühlten sich insbcseuidcrc die DAF.
da« Amt »Schönheit der Arbeit- die -• NS Frauenschalt und die NS-Gemem-
schatt — -Kraft durch Freude« (KdF l Diese Otganrsatiooen veranlaßten ständig
Initiativen. Spendenaufrufe und -Kampfe- um irgcndwckhe Verbesserungen,
sie spendeten aber auch l ob verteilten Belohnungen .der kickten mit günstigen
Freizeit und Koiisumangcboicn Auls Ganze gesehen hielten sich Reallohn-
stetgerungen. KdF-Vergnügungen und tatsächliche -Verschönerungen- am Ar-
beitsplatz allerdings in sehr engen Grenzen, und auch die Realisierung mancher
Konsurnangcborc (-» V olks» agen. Eigenheim i mußte bald auf die Zeit nach dem
gewonnenen Kneg verschoben »erden Dennoch ist nicht zu unterschätzen. wie
sehr die Menschen durch das alltägliche Wechselspiel von Verpflichtungen und
ehrenden Auszeichnungen oder auch durch die tiefgestaffelten Amlcthicrarchicn
mit ihren l nitormen Rangabzeichen und Autontatszuwcisungcn veranlaßt wur-
den. gesellschaftliche FomMcrungszwange zu akzeptieren und weh in -privilegier-
ter I ntctwcrfung- (D Pcukert) cmzunchtetr
Das NS-Pr<5Mgandak<Mtzcpt »ar zweischneidig: Werbung, t berredung. Verlok-
kung und VctlUhrung wurden wesemmaßig ergänzt durch Einschüchterung und
Bestrafung Möglichkeiten em solches Konzept »irkungsvotl durchzusetzen, be-
standen gerade in jener Otgainsauonssicltalt. die garantieren sollte, daß del
Mensch vom kindlichen bis zum wehrhaften oder ecbarfahigcn Aller ohne I nter
brcchung verschw'dcnslen Beemllussungs- und KontroflgewaJtcn ausgesetzt war.
Soweit cs außerdem notig schien, überlieferte Dcnkttaditkmcn und (\>litikv,ir-
Stellungen zu unterdrücken oder unbelehrbare <Jppositumshaltunten abzuweh-
ren. bediente man sich umgehend erlassener Verbote und Strafandrohungen, wie
det schon am 21. Mail 1*»3J ergangenen Verordnung -zur Abwehr heimtücki-
scher Angriffe gegen die Regierung der nationalen Erhebung. oder des wenig
spater verabschiedeten <«.-sclzcs zum -Schutz der nationalen Nvmbole«. der
Bestimmungen des Schriftk-ilergcsctzcv oder des zu Kriegsbeginn erlassenen
do RrKlmnnwMm I« V>Htsa«AUiu«| vnj Paul hwj« ««a»<aK
w* ilea Hwc*«WrfO. los der dewclica Pme an luxilercureer de» Pn^agamlmaiKienunis m
Bwlalhaa tU-iu» Holtum IMÜi
Verbotes. airJaivdrschc Rundlunkprogrammc abzuhoren Aufforderungen zur
Denunziation. Verurteilungen durch Sonderet lichte und die Drohung mit
Schutzhaft sowie unkontrollierter SA und Polizei lerror verliehen solchen Re
press»,inumtrunienien Nachdruck und Scharte
Anleitung. Kocirdination und Bcaufswhtigung aller propagandistischen Aklrsita
len sollten - nach den Vorstellungen von Joseph Goebbels tn der Zuständigkeit
von KM\ P und RPl liefen Es gelang ihm auch, entscheidende lenkungiuulga
ben in seinem Amtsbereich ru vereinen die Informationspolitik einschließlich
der KnegsbctichtefsUtlung I-» Presse. -• KricesbctichlcT»üiltei 1 so»k die Auf-
sicht über die von der -* Reichskulturkammcr gesteuerten Bereiche Literatur.
Musik. Theater. Titan. Rundfunk und zerstreitende l nlcrhaftung (-* Kumt)
Außerdem konnte er ab ReichspropagandaJeiier die Gestaltung de» Fvstkden-
ders der NSDAP und der großen Auftritte des «Führers« beeinflussen Der polv-
kritische Kompetenz^irrwan und die intrigante Machtkieikurienz innerhalb der
Führungsschicht de* Regime* erlaubten dem RMk P jedoch niemals den unetn
geschränkten Gebrauch seiner Fmflußmogbchkriten Auch sorgten die Sefbst-
darstellungsbedürfntMc anderer Mächtiger mimet wieder für nicht abgcMimmle
Initiativen der von ihnen verwalteten Ämter oder Ogantsatiiwten. Die vornehm
I'nipttaidj
lieh IOC Hitler und Gocbbch ksl gelegten Propagandazw-k wurden dadurch al-
krdines mcmak grundsätzlich in Hage gestellt Die bis zuletzt gültige zentrale
Vorgabe wm die Mobilisierung und Formierung einet bcgcisictungsfahtgcn. gc-
bor santen. rasscslolzcn und kncgcnschcn V olkseetneinschalt Am Ende wurden
son ihren Mitgliedern auch noch (»cwalthctcilschafl gegen -Ciemcinschafte-
fremde- (—» -Asoziale-i und Vergelt ungswut erwartet
Fragt man abschließend nach Wirkung und Erfolg der Ns-Propaganda so muß
zunächst dasor gewarnt werde«, in den tut Vergewisserung und Selbstfeici de»
Regimes hcrgestellten Produkten der Propagandamaschincne Belege tur gelun-
gene Fotmicrungvanstrcnguniten zu sehen In ihren Absichten und kalkulierten
Zwecksetzungen suggerierte NS-Propaganda tm Gegensatz zum tatsächlichen
\< < ahungschaos des Regimes whembarc Zielstrebigkeit und Ordnung < •>
messen an ihren Selbstdarstcllungcn konnte man sie insofern tur eine Leistung
des Nationalsozialismus hallen, die cinfewtc was sic s-ersprach Dsvh das hieße
wiederum der Propaganda auf den l eim zu gehen Schließlich waren Berichte des
lUuvixim H< "baibier* über • Deutschlands Erwachen- oder Bildbände über
Haler wir ihn keiner kennt ebensowenig autklarende Dokumentation wie die oft
als Beleg für Pri^iagandawirkungen zitierten Parteitags- und <Msmpta Hirne son
Lern Ricfenstahl
Der Filmtitel — Fnumph Jri WiZkns (1955 Regie lern Riclenstahl) ist kerne
Volizugsmcldung' Die lifmiwhc Inszenierung fuhrt keineswegs einen Zustand
vor. ni den die »Volkspemeinschan- Ns |QÜ schon hineingezwungen worden
wäre; et im vietanchi Ausdruck einet scrblcndctcii Intention, die Midi eine som
»Führer- Willen gelenkte Gesellschaft als ornamental fonmertc Verfügungsmas-
sc sorstellle Det Fihn.abci auch schon die ihm zugrunde hegenden Panetfagsin-
szemerungen. können aücnlaUs ah ein Bild dessen genommen werden was mit
Hille son Propaganda erreicht werden solllc. mehl aber als Beleg tur das. was
gewesen ist Ihc Wirklichkeit des gesellschaftlichen I ebene sah anders aus. und
sk entfernte sich mit fortschreitender D.iuci det Ns Herrschaft immer weiter
son den sdeahspochen Darstellungen natnmalsozialrslischer Willensstärke Dies
belegen zahlicnhc Quellen Weil das Regime sich genötigt sah. sowohl seine
Akzeptanz in det Bcsolkerung ab auch seine daraus resultierenden Fntschcr
dungsspielraumc regelmäßig zu erforschen ivgamsierte cs em umfangreiches Be-
nehtswesen. dessen Erkundungen zu aufschlußreichen -• Wrfdungrn um< Jem
Keuh zusammcnectaßt wurden.
Aus diesen Lage und Stunmungshctiebicn geht hersor.daß sich eine den Absich-
ten des Regimes hwderhehe Pt opagandaw ukung mehl allein aus dem Ineinan-
dergreilcn son Vertuhrune und (rewali erklären laßt Vielmehr zeigt sich, daß
del Irfolg der Propaganda stark abhängig war som befriedigenden Ausgang po-
litischer Vorgänge und wem der glaubhaften Frtullunc jener Verheißungen, mit
(fernen man zunächst in der Bcsolkerung erwartungssolle Zustimmung geschürt
halte So Leden sich in den Anfanesjahten l nzufticdenheitcn bei Landbesolkc-
rung wie Arbenerschaft durch die -lußcnpiiitischcn Erfotge Hillers kompensie-
ren. Ah nach der sofcr Sorge serlolgtcn -» Sudetenkrise die KrH-gsprogMganda
inlensnierl wurde k.mnlc sae dennoch nicht erreichen daß det •erzwutigenc-
Einmarsch in Men HM begeistertem Jubel begleitet wutde (-. ftrlenteldzug)
Ent die erfolgreichen -♦ Blitzkriege sorgten für einen Stmwnunesumschwunt
Jet >e«A«»*h mehl zuletzt auch nut Beuiecrwartungcti zuvammcnhinc
Es wat zudem eine Folge Jet propagandtsttsch lotcicrten Pctsoniltzicfune von
Politik daß die erfolgubhangige Hochstimmung v<» allem dem Ansehen Hitler»
zugute kam Die Partei konnte kaum davon profitieren Deren schlechte Reputa
tHMi schien geradezu notwendig zu sein damit sich die mythisch überhöhte Ge-
'tall des -Führers» um so strahlender vor braunem Hintergrund aNieben konnte
Doch auch der 1*U) n«vh über alle Zweitel erhabene —• Fuhiermvthos verlor
vchrv.il an Uirkung. als der deutsche Vormarsch in der Sowjetunion ins Stocken
genel und die Bevölkerung steh durch Hombcnangritle und \< ivoigungsschwie
en zunehmend drangsaliert luhlte Und Mit dem Anvehenvverlu*l de*
-Führers- erwies sich auch der behauptete Zusammenhalt einer angeblich sozial
befriedeten - Volksgemeinschaft- ah bloßer Wahn AachJem Goebbels den
-* -Totalen Krieg- auspcraten halte und d-o Reewwe solle Einsatzbereitschaft
von )edcm hudette. beobachteten viele -kofksgenowen- nut Seid und Argwohn
<>bdie angc>«dnctcn Maßnahmen auch wirklich lür reden gehen sollten Du- WH-
düngen atu dem Reich registrierten gar -kla.ssenkumplcriM.hc GcJankcnganec-
Die Einstellung der meisten Deutschen gegenüber Knegsvorherettung und Krieg
luhrung des 's's-Regimes hat man zutreffend als -passive Losalitlt« hczcKhnet
Die Stabilisierung einer solchen Haltung scheint auch fui das RMVP schließlich
das Maximum des mit Hilfe von Propaganda Emichharen gewesen zu sein Die
seil I9J3 testeteUhare Schwerpunktverlagerung aut cm hescfiwKhtigendes Me
dienangcbot. auf die dampfende Wirkung »<m Unterhaltung und Zerstreuung
laßt die* zumindest vermuten Die Passivität, die man dadurch forderte. reichte
indessen aus. um offcSMChtliche Gewalttaten schweigend tuiwunchmcn. um nicht
wissen zu wollen, was man genauer hatte erkunden können, um in dem Zwangs
Verhältnis von Hetehl und Gehorsam bis zum bitteren Ende zu verharren.
fasvarar
Bobrra-w Heau < l*« I VWdMirvw aw drai Ä»s * IvUHviS ftmlww larlm.lv Va*r»
kezw/aoum ar» JA tt Usk llcrmlaae l«M
Herr ttldult HolfaMm .1 Hairr Fnutfrjflfr W« 4rr FWirr-wirfc •* fSjNAal-« im Zaisaa»
ncnhitw mH dn gkwhaMWicra VawirKuai *i Mamluwr Mmlminsum t*M Manet« I WM
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i»rv* Meudic-n 190
Pani Gerhard Au Simm drrl»dd.» Ihr VS Z*..1 < »<«a !*
SctMiccr Kaitlternz rin R<svr Jo .r/mrfikrw faArw» im Dmrew F.s a Vtanchoi 1W6
Sternen. MarH G H tim Knrt «ad du ZV »r ihm Sruwwu «ml ZIu/imm >fcr Ur-r*Wm AoiJI-
nutf un Zwewvw UrhAnrg (Mvwtenrt M imi tOO
hnwatek hau W.AJiHu.aw«r Ihr de. aawba Ajirg f*r ixreiiawni-lr K.-tuntuntt 4nt
chtw Bo.Wkrn«»c «ar dra Z»rrw Wriiinrr Clpaden l»16
Vuiaiiing Ktaa» W-ix ad WanheimUr<d><n.fier Ault imdpdWkAe Krütu-n in \unnui
mttulmnux lüainwr-r l'l?|
Zalahcicr Se»toed t*r irr WMP OvrAwAw VrnuaomwZ Brrfnum? irr e».jl»n>
rnyMeanfrfo» nmn^urtruintn.im< fnrrfrüu >anmctt l*»l
Rasscnpolitik und Völkermord
Sun Kiiorad Kwici
Der -» SatacrnalsonaliMnus vrwerlc - hei adel * nJerspruchhchkert «einet pub-
tneh•dcotignshen Programmatik - mchierc k.mkrcle Ziele m See Wen zu
nächst in der Zerstörung der DemAiatie und m der Zerschlatune der organisier,
len Aihcilcrbewegung dann m der -losung der Judcnlrage- und m der -Be
kaniptung del Zage unct plage - sowx schbcßU.h in der Scuoidnuag Europas auf
der Giundlagc natumahmuhstivebci Hcrnchati In dorn Programm nahm der
Kassasmu» einen zentralen Platz d» \<m Beginn an tungserte er zusammen mit
dem — AlWiKinit Ismus und dem -• AntAoomtumvmuv ab dominierende Mohtb
Mennigs- und RechtRTtigungsadeolopc «-» Ideologie l
Iraditionen der Feindbilder
Die vom Satnwiahcmabcmus tunktumalisaerten Feindbilder Lassen «ach «ml m
die Gcschiehlc zurück« erfolgen Die thnilci «clzlcn st>e truh dj> Bild »sm den
-Gotlcsriiordcrn- in die Welt jene Projekt»"« mit der MC «be Schuld am Tod des
Erfcncn an« die — Juden abwalzen k<«vnlcn Sie bildet die Ihnrzei des rehpos
mutivKTtca Judenhasses Ab weh das Christentum suan Judentum endgültig loa-
gesagt hatte und zur Staat srehgvon aulccsticgcn war. tormuhcricn «bc Kirchensa-
ler «he l ehre von der ewigen Knechtschaft der Juden, nach der dm »sersUxAlcn«.
nicht konvertierenden Juden lut den -Gentcmord« « etiluchl. zugleich aber auch
ah ewige Zeugen tur die Aahrhcu und «len Sief «Jes l hristentums toienert »er-
den durftest Lange Zett Mich diese DeAlnn unbeA.hlct kur dem Hintergrund
des nanchdtcrhshcn Macfitkampf« zwischen Kaisertum und Papsttum der Kretas-
rüge und Kctzcrknege sowie des Aufkommens «ler Städte und der < h. Idwirtscha»
verloren «1k Juden dx Privilegien. dar ihnen ab WKnthehrbuhen Kaufleuten s«m
den adligen Herrschern genährt worden waren Serdranel au« dem lukrativen
Fernhandei landen sie im -scrwerllictecn- («kl urxl Plandlcihgeschalt eine
neue «dorn«tusche Eustenz Die Figur des tudiscbcn Hnchcrcrv wurde zum
StereiUsp Der liidenhail enlluü «ach in l'ier««Ticn Bekehrung oder \crtreibune
uflenertem atxrr noch M.«giichkcitc-n «Jes ( herlebcns Ah «be deklax»*ertca |i*h-
«eheti <rcmcin«s.halt«n dann aus Wesi und Sbtlckurupa »crtricben »unten,
tauchte die alte legt-nde srm Ahacscnn aut jenem Schuster «ler Chnuns auf
«km Kicuzwcg «cih> Ant haben mWI und zur Strafe zu ruheh««em I mhennen ver-
urteilt «orden «ar Der Mithos vom Mindindu Juden «ctilug tiefe Wurzeln.
Serflixhung und Scrtcutclune erreichten im ausgehenden Mittelalter ihren
Höhepunkt Sk beflen im BewuMsein emer unaufgeklärten und ahcigiauNscben
Bevölkerung «be Juden ab fremde gehcimnnvoik und unheimliche Kreaturen
erscheinen deren Berührung I hheil und h>J brachte Die Juden wurden zu Jeu
fein und Hexern. Magiern und luhmtshcr» erklärt, zu Anliehristcn. «Ise in der
Zentorung der cJmakbcn < «-selhchalt ihr k tzlev /*! erblicklen Auch diese
51 «»..oip.fclüi <Md V .all r—.,rd
Verschworungslheonc »urde tradiert und erwies »ich noch un 2u Jahrhundert iE
»riurac Ptopacanda»affc Sie findet weh in den Fabebuneen der -Protokolle
der Wesen »on 7»m- nieder Im Zeitalter der Anllbiune und Enunziputwn
Säkularisierung und Induunalaacning pißten och <he mattcUllerlK-hca Ssmhob
sterunera einer un Unbruch befindlichen S.wstellungwelt an
Laufe bevor die 'satwaabezialasicn 1933 die Macht übernahmen, halten Rasse-
lanatiker bereit» Thesen propaexrrt die »ui den S .Ikcnrxd abzicllcn In der
meitcn Halbe des 19 Jahrhunderts formierte sich der moderne Antisemit ismiz«.
der die Gleichsetzung des Jüdischen mit dem Liberalismus <uler der Sonaldemo-
kratie. rw dem Mariomuv oder Kaptalivmu« dci Freimaurerei odet dem Pazifts-
mui somahin Je nach Standort konnten die Konflikte der uuh herambddenden
bürgerlichen ( icwllslult mit dem Atrnbut jixhtch- »ersehen »erden Der Anti-
scnutMnu» asanoerte rum Ssmbol tur «he Auflehnung gegen vhc Moderne Er
falt ab hof und sakräkhig und »eine »ach m »eilen Kreme« det fiesolkening
fest Verbreitung und A irulenz erhielten msh durch einen anderen hrslorivdica
Akt einen besonderen Auftrieb Vach zahlreichen emanzipaton»cficn Akten wur
de den Juden im neuen Wdhelnuniscben Deutschland und un allen Habsburger
Kaiserreich definitiv die »ufle staatsbutgcrlishc GIcKhstellung gewahrt - m der
Erwartung. daß sk ihre -uazeitzcma£<n- Traditionen und -lästigen- Liecnartcn
aufgaben und »ich al» Deutvhe oder Österreicher m die neuen nach Homogc-
nnat strebenden San.malstaalen eintueten Der nusicme Antisemitismus suchte
den Prozeß dci Emanzipation wieder lückgangiv zu machen Mu dieser Moß-
nchtun« zielte er - und dann unterschied er sich »un seinen mitte laße rbchca Vor-
läufern • auf die Wicderausercnzunr einer jüdischen Kcv.Ukcrungscnippe die
bereits au! dem Weg der sozialen Integration, der .AkkuJturanoa und der Assimi
lierung »ar Entscheidend »ar dabei daß et weh schnell mit dem aufkommenden
Rassismus verband. der den Judengegnern m Gestalt »an s.inakiar»imslischen
lertSKstclIunccn den - unwiderlegbaren- Beweis lieferte, daß die Juden pet «c
•andersartig- -minderwertig- und - zerstörerisch- »aren Kernpunkt dieser
neuartigen sich pseudo» tscensehaflbsher Kriterien bedienende» Rassenlehre
»ar die Annahme daß soziale Phänomene auf Nokogrsche Gcsetzmaßagkeiten
zutuckzutuhren seien Jude bieibe Jude, was immer er tue
Im Rahmen einer HtcrarchisKTung der Menschheit wurden die luden auf die un-
terste Stufe gcstcOt und ah -Schmarotzer- und -Zerstörer- des A.ifkskOtpet»-
identifiziert Ab populär erwiesen weh Paniken w»c -Die Juden said unser I n
glück- oder »eiter »uiearrsaen. -Juda serrcckc'- Au» dieser Perspektive präsen-
tierte uch schon regen Ende des 19 Jahrhundert» die -Gwunf der Judentrage-
ah eme - leint ehe Scheidung- m -Deubchc- und -Juden- Schon damab »urde
»u® der Notwenvhgkcil einet -Entfudung- Dcutx.hiands oder det -Veraichtunc
der fOdwebcn Ra»»e- rcsprocfien Diese Proklamationen und Pn^rherrtuiige«
«erhallten m einer (xneJhclmfl. die zwar die -Judentrage- aulgeworfen hatte,
dabei allerdings noch locungsmudelle offerierte die »<«l der Aufgabe rüdnehet
Ettstcrv über die Zumckdrangung des rudtseben Einflusses und die .Auachal
tun« au» der Gesclhchaft bn zur kertrednnu am Deutschland reichten, oder
anders formuliert Acsimiherune. Ausgrenzung und Austrnbune ans inerten
Hrstonubc Erfahrung und menschliche \or»iellungduan sperrten «ach aber
«1
M» k kckatwUarr h* 5ckkfci'«im» » k»unri l ~rk«w OryrtKnter IM»i
Jjmjh n.K*i darcpen den luJenrnorJ in Jen Berc*.-h dc* RcilMcrtwrn ru
HKkca
Dickem Frbe cnKtammlcn die nattonah-wuteunchen F-eindbilJer Sie kulminier
len un Mithin nun iudn..h-N>lM.hc»niiKhcn Wehfctnd. der «eil WK nun
Kamp» Ktoi die .itiM.be «prich JeutMhe -Herrmrissc« anectrcten war. Mit
der Mxtii«Sir>ihri>r der S iti-«nab<iz».»h»lcn erfuhren Antncmuiimu* und Rn
Mtnhaß eme entscheidende qualHMnc VcranJcrunt Ander* *h m der 'kcimirer
KcpuMik und im Wtlhclmmnehcn Kanerreich wurden ue l<33 rm SuaKdnktnn
(ilckhnit« lieferten hn dahm reiatn untvdeutende W t»Mrm<haflen
«ne RaMCBhipene und F utcmk I-» Medum) dar Lcttlimafumen nie auch die
Rassmpahmk «U V lArrwwi
Rezepte IUI die LriKhtune einet neuen. bomveenen deutschen -» V oU vc-emein-
«chan in der cs keinen Platz mehr tur die »Geniciaachaflsficnidcti» eab In die
Kategorie der AoUn- und ReKhsfeinde- fielen alle tatsächlichen <xkr vermeint
hehen Gegner. Zu ihnen zahlten neben den [Männchen Oppvoenten in enter Li-
me die Juden sowie die -Zircuncr». ebenso -> Av-ziaie- und — HomvwcwrUc
vp-»icr bestimmte Giuppcn der suwjctBcbcn -• Kiiegscctangvnendcr -• Zwangv-
arbeitcr und andere -* -tremdsoikHche» Gruppen Zu den imcrwünschien Ele-
menten gehörten auch Hchmdene ue wurden quasi ah V crtuchsobgcklc ah
erste Opfer der Rassetudeohvie getötet I — Akuo« T 41
Ausgrenzung und Verfolgung
Zickstretwg wurde reit W53 nach der Zerstörung der Demokratie und Zerschla-
gung der organisierten Arherterfvewegung - dw -Losung der Judenfrage voran
getrieben Gesetze sporadisch vwgaMwencr V.äksztuii und andere Arten von
Drangsalierung erwiesen wh ah wirksam« MitlcL die etwa *•• •«> deutschen
Juden und ab W36 «fee Juden in den eins er leibten osteneichtschcn und lsv.be
choslowakischen Gebieten - m ihren leisten/ und L'bcrichemraumcn cmzu-
«chranken Die Verdrängung aus W irtschaft und <icselhchan zog sich bi« m die
Anfänge des Zweiten Weltkrieges hinein la dieser ersten Phase bewegte sich die
otfuclk Judcnpväit ik öichum noch in den Bahnen eines alrvcrtraulcn. traditu-
neUen Antisemitismus Die Nabcnahwiaiistea bullten, die »Judenfrage- durch
Vertreibung zu kwen J'hlUrii- käitll) Juden gelang ex «eh bis zum Emgralion*-
v erbot sn Herbst 1*1! un .Ausland in Sicherheit zu bringen. Die anderen blieben
zurück. entrechtet und verarmt überaltert und »<>n Fannhenaoaehuitpea ge-
trennt. m —• Judenhausern zusammengepfercht und zu- Zwangsarbeit verpflich-
tet - eine -minvwitc fatale» die der deutschen (irselhchalt zur lau zu fallen
dratac und die im Zuge der —» F.ndlosung in den Osten abgeseboben wurde
Niehl anders erging cs den —• Sinti und Roma. einer Minderheit in Deutschland
von rund JOOMI Menschen Schon lange vor 1933 waren wc mehl nur m
Deutschland - diskriminiert krtminaaviert und ausgegrenzl worden Vergeblich
batten weh vhe Behörden um ihr Zertrümmerung der Traditionen und Lehen«
weisen des »lästigen» und ungeliebten -Zigeuner Packs- bemüht Dazu hatte
auch der Versuch gehört ihre Schhaftggkert zu errwrngen Nach der -* -Machtet
gretfung- der Natamahoziahrtea setzten och vhe tradmooeicn Anfeindungen
km An vielen Orlen ging man whon dazu übet Sinti unJ R -ma ta -Zigeunerla-
ger» cinzuspcrrca. Ab -zVsvauale- klasstfizicn Hieben den menten dK k-galen
Auswanderunc«wege «rrpverrt !*M bei «he »Losung der ZigrunerfraBc- in den
Zuständigkeitsbereich des — Reich«ruhrerv SS und t hetv der Deutschen Bki/ci
Hemnch Himmler Mu Akribie etMeilleri -Rasscevpcricn genealupmihc und
anlhrofsdognchc etbbtulugwcbc und mcchzintschc Gutachten auf deren Grund
läge - und analog der Juden Detmiüun - die Betroöenen m • Zigeuner -Zagcu
ncnnivchlingc- und wertere l nlergruppcn kalegonwen - und -rav«chvgicm«ch-
auscesemdert wurden Auch dies erwies «ach ab eia entscheidender Schnu auf
dem Weg zur erfolgreichen -Bekämpfung det Zageunerpiage»
KxM-apohtA uw4 ' »Rirmwd M
Im Zweiten kkcltktxg » urdc d>c SerloitMng Jet Juden »owie der Sinti und R. -ma
aal die eroberten Gebiete auscedchat und lenchartl Dx zweite Phase *an I9*k
|<U) markiert den l Hergang rum k oikermord. Zentren de* euripancben Juden
tun» freien m dx ILande der Sat» aal«, er wirst en Dx Mogixhkeil einer -lernt.»
realen Losung- der -Judentrage- wurde »orubereehend m Lewa jung gezogen
Experten M »crxhxdcncn Ressott» entwarfen Plane zur Errichtung großer -Ju-
denresersate- m Oucuropa auf Madagaskar und an anderen enttemten Orten
( — Madagaskarplaol (Uochzcitlg begannen die \S-Ra»»etanatiker Jie Metho-
den und da* Pvieruil tut den otgamsicrten Massenmord zu erproben In
Dcutxhiand lief det staatliche Krankcnmoed an Br» dahin waren im Zuge der
Rassenpofaik - und abgesehen durch da» frühe CiescU zur kcrhulung erbkran-
ken \xh»u.K' I — I ibgi»undhcit I etwa TTStlfll Deutsche znangs»tenli»*en
worden Der -Remerhaitune der Rasse- dienten ebenso die t «setze die rum
-Schutz- des -Blute*- und der (xsuadhert der Ehe and der Familie erlassen
»t«dcn waren Ab 19» wurden Insassen am den Heil- und Pflcgeanstahen im
Rahmen de» F nthanasx Programm» ermordet. zuerst Kinder dann Ir wachse ne
(•etstesk ranke Behinderte sowie andere Gruppen, die als -unerwünscht- -nuM-
luu« oder -minderwertig- definiert waren, msevsatnt rund Idotit) Menschen Int
Ersetzten — P4cn - im Zuge einer ersten -s.ilkrs.hcn Flurbereinigung- - waren
dx -» Einsatzgruppen der — Siche rbc.ts(*4izci iSipoi und Je» -» Sicherheit*
dtcnsics iSDl der — SS al» Mordkognmandoa aut die F rsctiießung von Repräsen-
tanten der polnischen FuhrungcschKht sowie »on < iei»tlicfxn und Juden speziali-
siert Die pUrunaßtgv Deportation der Sinti und Roma nach Fk4en begann Die
destruktne Dsnamtk der Racccnpsditik erreichte «ehr schnell den Punkt an dem
det tradttnwiclkr Katalog von Ausgrenzung»- und IntcrdrUckungsmabnahinen
auseeschopfl war. Die Formen und das Ausmaß der chac-tnehen k crtrclbuaes
und l msacdlungsak fronen der Terror m den neu ernchtetcn — Ghetto» und Ar-
beitslagern (— ArfseilsctncbungJagcr L dx. KcunpctcnzMrcitiekeitcn und die
Profitgier natuwiafsozialistnchcr Machthaber »teilten die Weichen tut den Weg
zum k olkcrmsird F» bedurfte auch keiner »chntthchen -Fu»irerbelehle- um
dx Vernichtung der curigvaischen Juden hiwk der »Zigeuner - zu sanktionieren
Der Wunsch bzw der -* Funrerwille sieltach dokumentiert. reichten aus. NS-
Inctarven und Personal zu ermächtigen die TotangsaklMwicn »»«zuhereHen
und Jurchzuf uhren Vor dem Hinter gründ des l bet falb auf Je — Sow ictunxin
(-» ItstfcMzug IU4I - l<Mk» bildete »adi |U4| cm altamtamende« Proeramm der
Endlosung heraus da» m der dritten und letzten Ph.i». der Ss R.iscc np.4 tik un-
ter »ersuchter Gchctmhaitung in dx Praxi» umoesetzl wurde Dieser letzte und
entsciteidende Schritt wurde weder irnpro't'iert noch erst kntang 1942 nach
dem mahtatncfxn Scheiterndes l ntcrnehmen» — Barbarossa - beschlossen kon
Beginn an wunie eine klare k.eiostenle Straicgx des Völkermorde» »erfolgt
Ab dx Einsatzgruppen der Swhcitwnxwrfizei und de» SicherbeirsJicnsrcs der SS
dx H4i/tibataill.im. der t hdnungcpolizei und dx Brigaden der — Vkalten-SS un
•w immer I **-»! dm Manch in Jen t »stell antraten warm Sie nut Richtlinien aucfc-
stattet d« ihre -Sonderautgaben- umschrieben und dx. Zaclgruppcn spezifizxi-
len dx ah erste zu hquidxren waren Dx Enehacßuncen ludneher Manner und
k.wnmunrsincbci I unktxeure leiteten den \<dkerm.<d ein Im August tolgtcn
ludixhe Frauen Im September nuidce Kinder ab letzter dugnehet«. Schnll
nutcinbczogvn Die Evistcnz jüdischer Waisen und -unrutzer E»kt» Serba <uch
getreu Jen Maximen der NS Ideologie von selbii Im Herbst l*MI |«4guii jfc Be-
ichte. -Zigeuner- zu tiquidkrtcn Bei allen zeitlichen und reex Teilen Abweichun-
gen oder ('bervchneidungcn wellt diese Sequenz In < iruadmunter dar Dick
Verfahren wurden mehl nur deshalb gewählt um den < Ipfem dw Aussicht aul
ein Überleben und auf WsJeiviand zu nehmen, wmdern auch, weil e» die heile
Methode war dw Mörder mit der Prim der l iquijicrung vertraut za machen
Die anfangs von der SS und der IVMizci angewandten Mittel reichten nicht aus
alle Juden bflin unwlwehen f unktemare und -Zigeuner in den eroberten Ge-
boten der Sowjetumim zu emweden Der Khnclle SorawrKh und die Praxi» der
Erschießungen begrenzten Jk Totungsmoglichkciicn Sie gestatteten allein eine
erde TotuneiwcUc Vorbereitungen zur Lintuhruns cltizacntcrcr Mordtcchnoto-
gien wurden getroffen Mobile —♦ Gavwagen und ualnwurc V’ergasungicmncb-
Iungen t -* Claskarnmcmf waren da» Ergebnis
<aeographtschc, dcmographtKhc und klimalucbe I alleren dd.lk.-ncn zudem den
zeitlichen ANaut des Totungevertahrenx <'lk«morn»»che InicrcvKW muhten vor-
crsi noch in Rechnung gewellt werden l her all - zumeist mu dem Hmven aut
die Bedürfnisse der deutvehen -• Kriegswirtschaft - beeilten »ich M-lhcMUd-
len. Juden rx«.h m Ghettos zu sperren und zur Zwanrsartsml cmzuactzen. Man
hebeü ihnen zunwhvl ihre Fanuhen mit dem Kalkül durch «Keses ZuccvtanJnn
Arbeitsmoral und Arbertsprodnktiviut zu erhöhen Im Herbst l«atl wurde m
Deutschland der -« Judenstern cingcfuhrt lh< oltcntlKbc Stigmatisierung signa-
lisierte den Beginn der piatunadisc-n -v Dcfw-rtatumen Wenige Wochen später,
im Januar 1*42. »land der Judennxd aul der lagcwwdnung der Berliner -»
Wanmee-Koaferenz Die Erfahrungen und Ergebnnae der butterigen Lrqaube-
rungsprasis wurden erörtert Schnei verständigten »he Repräsentanten der vtr-
schicdcncn Resserts sich aul die Ktuduuerung der letzten Maßnahmen. <hc zur
•Ealiudung- Europa» muh unternommen werden muhten Etwa b Millionen Ju
den freien der Endhwung zwn Opfer Die S itxmabozialmcn und ihre Kollabora-
teure töteten mehr ab iNimt Smli und Roma
In den hcKtzicn Gebieten der Sowjctumori sowie in Jeden Sudosleuropa» Hl
deren die Masaenerscftietiungm das dominierende Totungvverfahren Etwa 1.25
Miibooeu Juden wurden »•• Eiabeilen der SS der JVdtici und »1er — Wehrmacht
liquidiert Massenweise starben Juden in den -» Koruentratiomdaeern in «Jen
Ghettos und auf »kn Dcportalk>nMian»portcii Sie fielen den MilIAjndlunecn
und Efudenwen. der Erschöpfung umJ I nicrnahnmg zum < Jpter Die Zahl durfte
die Miihoocngren/e utvervchntten haben Rund hloin Juden wurden durch den
Einsatz »sm (laswagen umgebt acht Ihr Juden ui Mutet- und Westeuropa wui Jen
ui ihe —» Vcrnichiungslagcr des Ostern deportiert. Die tabnhmafhzc Massen»er
cawmg crmügUhic die Ermordung »»m mehr alt » Milbonen Juden See fand m
den lojeslagern von —» theben«» hulmhof und —• Betzes —» Sobibor und -•
Trebtinäa I ubftn Mafdawei und -* Amchwitz statt Bcmwigtc Arbeitskräfte
wurden in Barackenlager gclnctvn und «Irr Vcrmchlung durch Arbeit- aus»»
«clzt In der Schluüpha»c der NS Herrschaft wwden Juden un Widerspruch zw
NS-RasKmdeolocie - von Ost nach West transpomen m em tast »judenlTercs-
Deutschland da» anecKcht» des Zusammenbruch» auf ein kleines Reservoir er-
kl* ’ Apnl I'M'wiKZ hcigo. II.-sm H<f. »in, Ur. Lagen Uo.h «mlmkr TrwfT’««
schöpftet und unierernahrter jüdischer Zwangsarbeiter ruruckgreden muüte.
Nur wenige Juden haben nach Jen Tort Uten der Lagerhaft und det langen -♦ To-
devmarvche die Befreiung un Frühjahr 1*15 noch erlebt
I- rlciurungsversuch«- /um Judenmord
Der Judenmord ah htsloeisches Phänomen entzieht sich noch immer einer ange-
messenen I rklarunr Mit einer schon seit Ungerei Zeit unüberschaubaren lulle
von Darstellungen und Dokumentationen hol sich die Forschung in Details verlo-
ren Endlose Debatten und über die Inehkralte und ANauic. Besonderheiten
und Konsequenzen des Völkermords geführt worden Eine kurze Charakterisie-
rung einiger Erklamngs.ins.lize mag dies verdeutlichen Line schlichte Aussage
tral ein Kommunist jüdischer Herkunft als er l*tb auf die Frage, warum die Id-
den ermordet wurden. antwortete -Nur weil cs Juden waren.« Beträchtliche
Schwiengkeitea bereitete cs tnarukinch leninistischen Htstonkera die Fndlo-
vung mit den Profit Interessen des herrschenden Monopol- und Finanzkapitals in
I inklang zu bringen In den Abfallprodukten dci MordmdustiK- - in Jen Gewui-
Rassenpuälik and V afkenwoni
neu aus Jen Lieferungen der Vergasungs- und Aerbrcnnungsanl-rgen sowie in den
Profiten aus der industriellen Leichenfledderei - landen sic empirische Belege
die für den Wahrheitsbeweis der sakrosankten Sowjet-marxistischen Faschtsmus-
Doktnn herhalten mußten Diese abstrusen Ablcitungsvcrsuchc wurden fallende
lassen, als man innerhalb des NS-Regimcs lendenzen der Verve I bst andicuniz
entdeckte, die es Jen NatHMialsoziaIrstcn gestatteten, det» *dc>4ogisch motivierten
Judenmord gegen die materiellen Interessen der Bourgeoisie durchzu-ctzen An
dem bekannten NS lAntulwt, daß -wirtschaftliche fbcrlct ungen bet der Liwung
der Judentrage grundsätzlich nicht zu berücksichtigen sind- orientierten sich je-
tte Autoren. die den Primat der Politik hervorhoben und am Beispiel der Juden-
Vernichtung die Selbstzcrstorung und den Irrationalismus des deutschen Faschis-
mus zu beweisen suchten Die Beweisführung erschöpfte sich in Hinweisen auf
die Ökonomischen Sch wicngk eiten die sich aus der Ausschaltung der Juden erga-
ben. auf Jie sinnlose Zerstörung menschlicher Arbeitskraft sowie auf den Einsatz
der Dcportationszugc zur MasscnsernwhUin« auf Kosten det rnilit.irtschen
Nuchschubvcrsorgung. Jungst wurden erneut Versuche unternommen, der NS-
Vcrnichlungspohtik eine Rationalitat zu unterstellen und eine -Ökonomie der
Endlosung« zu entwerten Den rasse-ideologischen Inebkraffen und zentralen
EntscheiJungstragcrn des NS-Regimes wird dabei nur geringe Bedeutung heige-
messen Die entscheidenden Impulse für Jen Völkermord seien sun einer Grup-
pe mittlerer Bürokraten ausgegangen. Technokraten, die die NS-Ncuordnung in
Europa geplant und sorangetneben hatten Wenngleich der Erklarungswerl die-
ses Ansatzes tur den Völkermord nur ah sehr gering zu veranschlagen ist. so
eröffnet er neue Perspektiven für die Rekonstruktion bürokratischer Enlschei-
dungsprozcssc Weit ulwr die Grenzen der historischen Forschung hinaus gehen
die Ansätze, den Genozid als Phänomen der Moderne zu interpretieren Damit
verliert der Judenmord seine Singularität und erscheint als eine Variante inner-
halb emer Serie ähnlicher Gewaltverbrecher!, die der Dvnamxk der modernen
MavvcnecvcILschait jedweder Couleur entspringen
Auch bürgerliche Historiker gerieten in einige Verlegenheit, den Judenmord zu
erklären In den ersten Nachknegsjahren beschrankten sich westdeutsche For-
scher darauf, den Weg nach Auschwitz als bedauerlichen -Betriebsunfall- der
deutschen Geschichte beiseite zu schieben oder der -Dämonie- Hitlers anzul.i
sten Audandrsche Autoren landen in den -unheilvollen- getslesgeschtchttochen
oder obngkeitsstaatlichen Traditionen der deutschen Geschichte ihre ersten Er-
klarungskategonen. Ansätze folgten, aus den pathologischen \ crmchtungNibMch-
ten der Ravsefanatikcr die Endlösung zu erklären In den Mittelpunkt ruckten
die hinter dem Judenhaß stehende manichnischc Weltdeutung und chibastische
Endzcitvorstellungen Sie ließen sich in den frühen Prophezeiungen und in der
Verwirklichung Jes Vernichtuitgsfcldzugs gegen den imaeirUrcn jüdischen »Welt-
feind- nachwcisen. Im fsclbstvcrstandnis der NS-Ras*cfanatiker erschien die
Tötung der Juden als eine notwendige, befreiende Hcilst.it Sie sei der Wahn-
vorstellung entsprungen die »ticsundung* der deutschen »Herrenrasse- her-
betzuluhren. deren gesicherte biologische und ökonomische Existenz auf det
anvistcrtcn Weltmachtstcllung Deutschlands und m der letzten Vision - auf der
bewußten Züchtung eines neuen Menschen habe basieren sollen Breiten Raum
nahmen die Kontroversen ein die sich an der Frage nach den Kontinuitäten und
K«uropohlil> und ' olkrrmnni
Brüchen in der Judcnpolitik entzündeten. Die «•genannten Intcntionalisten
bemühten »ich um die Rekonstruktion eine, geradlinigen im wesentlichen von
politisch-ideoliigiu'hen Triebkräften bestimmten Wege» in den organisierten Mas-
senmord Line K.ntinuitatslime wurde gezogen, die von -• Wrut Kumpf über
Unten Reden und Tischgespräche bis nach Auschwitz fuhrt Die Funktionalsten
verwiesen hingegen auf Bruche. Abweichungen und Alternativen. Der Prozeß-
Charakter der Fndkviune wurde hcrausgeslellt der sich im Zusammenspiel nsali-
sietender NS-Behorden. in der Improvisation und schrittweisen Radikalisierung
nachwcrscn ließ Die Frontstellung zwischen IntentHinalrsicn und Funktionahvten
lost sich inzwischen auL und cs zeichnet sich die Tendenz ab beide Ansätze mit
einander zu verbinden Anstrengungen werden unternommen den Rassismus als
zentrale Erklatungskatcgonc zu benutzen, um die Verfolgung und Vernichtung
der •Zigeuner« und anderer Gruppen in das Inicrprciatuuismodell mit autzunch-
mrn I rtverkennbar ist aber auch das Bemühen - auf der wissenschaftlichen wie
der öffentlichen Ebene den Judcnmord und andere Gewaliverbrcchen dc» NS-
Regimes wieder aus der deutschen l »eschichte und < •esellschaf t auszuklammern
Das kündigte sich schon im Historikcrsircit an und setzte »ich nach der Vicdei-
vcremigung Deutschlands fort Mit dieser Revision verbindet sich der Rückgriff
aul dem Kalten Krieg entstammende -» lotahlarrsmu»-Vorstellungen Beispiel-
haft hierfür sind die apologetischen Versuche national-konservativer Kreise.
Auschwitz als -asiatische Tat«, al» etne Antwirt Hitler» aut die Verbrechen der
stalinistischen Gewaltherrschaft darzustelten '«der den rasse-ideologischen Ver-
nichtungslcldzug gegen die Sowjetunion als Präventivmaßnahme gegen Stalins
Eroberungsplane zu rechtfertigen. Generell zeigen sich Bemühungen, die Ansicht
durchzucetzen. ein halbes Jahrhundert nach sicm Zusammenbruch de» NS-Re
gimes »ei es an der Zeit den Vmgang mit dem Nationalsozialismus und seinen
Verbrechen zu normalisieren, da» heißt die Zeil des -* Dritten Reiches unter
weitgehender Ausklammerung moralischer Aspekte wie leite amtete historische
Epoche auch zu behandeln
Was man auch immer unter Hislortsicrung »ersteht, die Forschung wird sich
weiterhin an den grundlegenden Studien Raul Hilberg* zu oncntiercn haben, in
deren Mittelpunkt die Analyse bürokratischer Entscheidung»- und Handlungsab-
läufe Mehl Die Zuständigkeiten. Arbeitsteilungen und Verhaltensweisen lassen
sich folgendermaßen skizzieren In der propagandistischen Selbstdarstellung prä-
sentierte sich da» NS- Ik-rrsihaflisi item ah ein homogener. mowolithis<.her
Block, der getreu der Parole «Em Volk Ein Reich Ein Führer« hierarchisch
strukluricrl und einzig und altem durch die Omnipotcnz Adolf Hitlers zusam
mengehaften wurde (-» Propaganda -♦ Führer» Die Wirklichkeit sah anders au»
Das Regime wurde von mehreren Machtsjuten getragen, die miteinander ver
zahnt waren und sieh nicht selten bekämpften Ak Bestandteile oder I eiiinstan-
zen dieser Büvktatie erscheinen die NS-f uhrungsspitzc. die Massenpartei (—•
NSDAP) die SS sowie die SlaatsburokralK’ und das Militär die -» Wirtschaft,
die Kirchen i -» Kirchen und Religion) und die -♦ Uissenschatt l bemimmt man
dieses Struktur™* <dell so wird sichtbar, daß sich das Bündnissystem zwischen
Nationalsozialismus und alten wviallumservatiMBn Eliten, das dem System Funk
tionslahigkcit I ftizienz und Dvnamik sicherte auch in der Rassen und Vernich
tunespobiik bewahrte
S‘l
RaMt-apuilUk >mü V <ilkron«ad
Von der Verfolgung zur Vernichtung
Dk. Grundctilvcbeidungcn wurden von der NS-Fuhtungss''lze getroffen Kein
Zweifel kann daran bestehen, daß Adolf Hitler ab -Tuhrci und Reichskanzlei-
die Leitlinien bestimmte und imstande war. die 'Losung der Judentrage- durch
zusetzen Offen war Ns zum Jahr l'MI wie sich dieses Ziel verwirklichen ließe
Entscheidend war. dal) Hitler aut die Mitwirkung der einzelnen Leilin-lan/en an-
gewiesen war Ihnen wurde cs überlassen die notwendigen Voraussetzungen und
Bedingungen zu schatten, also nach Wegen und Mitteln zu suchen weh.he die
kimkrele Umsetzung der R.issendoktnn in du- Wirklichkeit erlaubten I mtluß
nähme und Profilierung der einzelnen Ressorts und ihrer Spitzenvenreter waren
damit gcwahrleistcl Dm traf auch tur die Repräsentanten Nachgeordneter
Dienststellen zu. die aut der mittleren Entscbeidungscbcne mit der Vorbereitung
und Durchführung der fiUungsakluxien beauftragt worden waren Der I msaU
offerierte ihnen nicht nur die Möglichkeit. Führungsqualitaten und Durchsel-
zungsvcrniOgcn. Linientreue und Hcxibdrtat unter Beweis zu stellen sondern
auch persönliche Initiativen zu ergreifen Diese Gelegenheit wurde ausgenutzt
Der Handlungssptelraum ertaubte es. die ersten Lmsatzorte als l xpcrimcntiertcl
der anzusehen, aut denen Vorgehenswetscn erprobt und verschärft werden korm
ten Mit anderen Wirten Nicht nur in den Fuhrerhauptquatticrcn oder auf den
Chcfclagcn der Leitinstanzen in Berlin, sondern auch auf den unmittelbare«
Schauplätzen des organisierten Massenmordes wurden Entscheidungen getrot
ten die den VernichtungsprozetJ vorantneber. Was zählte, waren F rtolgsmeldun-
gen Sic trafen in den Berliner Kommanckizentralcn em und dokumentierten. daß
radikale Losungen verwirklicht werden konnten, daß die Verbrechen durchfuhr
bar waren. Die Aktionen wurden nachträglich gebilligt und zum Anlaß genom
inen, überholte Direktiven zu revidieren Neue Richtlinien wurden nach unten
weilergcleilet und dort von neuem verschärft Diese Wechselwirkungen zwischen
zentralen Eatschcidungsträgcrn und Bcfchlsgcbcrn auf der mittleren fuhrungs-
cbene sowie Befehlscmplangem und Exekutiven aut der untersten Ebene trugen
erheblich zur Verwirklichung der VemichtungsjbMcht bei
Der NSDAP und ihren Massenorganisationen blieb cs Vorbehalten, die entspre-
chenden Heu- und Propaeandakampagnco za entfalten. Diese Aktionen dienten
nicht nur der liolieruag und Demoralisierung der Opfer sie verliehen auch
den Ausgrenzungen. Vertreibungen und Ermüdungen die weltanschauliche Le-
gitimität Wann immer die Partei ihrs -spontanen- Aktionen beendet und den
vermeintlichen Voikswülcn bekundet hatte, trat die Staats- und Vcrwaltungsbüro
kratre in Aktion, um dem «Gesetz* und der -Ordnung- Geltung zu verschalten
Unübersehbar und noch nicht vollständig erschlossen - sind die t icscize und
Verordnungen. Anordnungen und Durchführungsbestimmungen. die lut die
Verfolgung und Vcrnschtung erlassen wurden Es gab kaum eine Behörde, ein
Gericht oder Gesundheitsamt. Arbeitsamt oder Finanzamt. 1 rnahrungsaml oder
Wohnungsamt, keine Ausbddungsstätte oder Versicherung und spater keine
Iransportheborde oder Besalzungsvcrwaltung die nicht von -Amts wegen- für
die -liwung* einer -Judcnnngclcgcnbcil- zuständig war Mil den sUuitlkhcn
Zwangsmaßnahmen verband weh die Praxis der Terrorisierung Düse Aufgabe
«ml X «ilM-mmrd *’
übernahm du* SS Mit dem Aufbau des weitserzwelften SS-Apparate* schul sich
der Nainmal»ozialismus das Hcirschaliwnsirumciitarium da» dem luden und
Rassenhaß eine ralK<ul-burokrali»sdic Logik unterlegte und ihm ein admuustra-
ine» Miwrscnt gab Ssslctnafisch und relativ lautkw wurden von der SS im .illgc-
meinen und wo der Sipo und dem SD im besonderen Aufspürung. I berwachung
und Bekämpfung aller -Reiths und Vcdksfcindc- otganiwcrl und durchgeluhrt
Heinrich Himmler und Reinhard Heydnch hauten die Eckpfeiler des Macht-
dreweks Von SN l\4izel und Kimzentratninsligeru so aus daß »ach det Apparat
un Zweiten Weltkrieg anbot als l'xekutivorgan der F ndlosun« cmccvtzl zu
•erden
Die Wehrmacht IciMcte ihren Beitrag dazu nahezu reibungslos suUzug sich
ihre Einbeziehung in die \etmchtungsg»4itik Frieichtcrt nahm da» Militär im
früh iaht l*M| die Vereinbar um.* auLdic un Zuge der Vorbereitungen für das Ln-
lemehmen Barbarossa mit der SS über die Abgrenzung der jeweiligen Kompe-
tenzbereiche gctrotlen wurde Kem Widerspruch regte sich mehr ab Hitkrr
ankundigfc. -reguläre- Soldaten und Oflzwre zur Durchführung des rasse ideo-
logischen \ emichtungslcldzucc-» gegen die Sou je tun cm hmzuzuziehen Das ließ
sich um so leichter bcwerksi eiligen als Hillers —♦ IcbeiiMaum Konzept neben
den territorialen Etpansronszick-n ein politisch-soziales Aggrcvsionsobiekt oftc-
nerte- das die Integration erlaubte F» war da* Feindbild des -jüdischen H<4schc-
wismus- mit dein Juden und kommunistische Funktionäre gleichgestellt und der
Vernichtung überantwortet wurden Der militärische -• Koenmtssurbclehl sank
honterlc die I iquidk-runc- der fSilit-Olliztere der Roten Armee Der Masscnmiwd
an den sowjetischen Kiwgvgctangcnen ini Gewahrsam der Wehrmacht forderte
über 3 Millionen Opfer Eine militärische Direktive schrieb die Auslieferung |udi
scher Krwttsgclangcncr an die SN sot Militärische Dienststellen zeichneten sich
bei der Einführung ssui Judcnkcntvcichcti. der Errichtung «on Ghettos und der
Rekrutierung siwi -Rustungsjuden- aus I nd c* waren Einheiten der Wehrmacht,
die eigenständig oder in enger K< »Operation mit der NS und der H»lizei un Zei-
chen der »Banden Bekämpfung* in Ost und Sudoslcutopa (-* Partisaneni nicht
nur an der Aufspürung und Verfolgung sondern auch an den MacccnersehieBun-
gen und Massen»etgasungcti »ort Juden. Sinn und Roma und anderen -getahrb-
chen EJcmenlen- beteiligt waren
Zu den Machtsaukn de» nafjonabozialislischcn EtarrvchaftssvMcim zahlte die
Wirtschaft Die Verdrängung der Juden aus dem Wirtschaftsleben sersptach die
Befreiung »om indischen Konkurrenten und die I bernahme jüdischen Eigen-
tum» Zahlreiche Wirtschaft»- und Industriebetriebe sowie ein Heer sein kleinen
< »eschatlsk-uien drängten aut die -* Änderung. Kieicherlcn weh am hegehnen
Judennachlaß und zogen aus der folgenden \etsklasung und Ausbeutung son
IIunsk-rttausenden von Zwangvaihcitcm und KZ Häftlingen den greßtmögbehen
Nutzen Ah moralische I <-itm»tanz nahmen die Kirchen eir>. besondere Stellunc
ein die weh auch m ihrer Einstellung zur «Judcnliagc* niederschlug Protesianb
«ehe W urdcntrager begrüßten 1933 du- nationalsozialistische- "Machtergreifung-,
weil sw weh ton ihr die •< icsimdung- einer «on -indisch boK.-hcwistnchcn- Ele-
menten geaduberten dcutsch-chrtstiiehcn -\i4kseemeinschalt- »«sprachen Die
kath<4tMlic- Kirche gab ihre rcwcrvwrtc Haltung aul und suchte nach Wegen del
** RascmpMÜnk V oikmiard
Koexistenz mit Jem Regime Die Amtskirchen hüllten sich in Schweigen. al» die
Rasscnpolitik begann und in den V «slkcrmcrd führte Sic erwiesen sich ah un
fähig. Christen tudneher Abstammung m schätzen Ah im Herba 1441 die !><
portationen einsetzlen wurden die retauften luden »an den Knchenleilungen
wieder zu -Juden- deklariert und der Fndkwung überlassen Bezeichnend war
die Reaktion auf das I uthanasw Pr««erarnm Mit der Tötung von Insassen deut-
scher Heil und Pflegearm allen sah die Kirche eine» ihrer fundamentalen Glau
bensjogmen verletzt. In einigen Predigten und Petitionen schlugen «ich Proteste
nieder Aut erseh reckt durch dir Auflehnung, die fui die Bciioitencn ohne Fol-
gen blieb. erklärte Hitler die Euthanasie itn Sommer 1 'M 1 offiziell für beendet
um wc imter einer neuen Tarnbezeichnung fortzusetren in Anstalten in Kon
zentratnmslagem und m den besetzten < Klee bieten ( — Aktion 14 I 13» Von der
Euthanasie fühlte em direkter Weg in die Fndkwung Personal und Vergasung»-
cmnchiungea des staatlichen Krankenmxdcs fanden bei der Durchführung des
Juden morde« eine neue Verwendung Die Nachrichten über die Ernt»«düng det
europäischen Juden vermochten allerdings weder die Kirche noch die Bevölke-
rung mehr aut/uschrecicn
Drei Grundmuvlcr bcwimmlcn da- Veihailcn«wciscn gegenüber det NS Rasacn
pobtik: Solidarität Aggression und Gleichguitigkeit Ausgrenzung und Vertrei-
bung der Juden «fuclten sich bt» 1441 in aller t HIenthchkeil ah Sw kwlen keine
spcwitancn. «dienen und massiven Pttgesle aus Was weh in allen Teilen Deutsch-
lunds |cdoch nach«eisen Laßt. sind einzelne Akte solidarischen Verhaltens, mani
test in den Äußerungen des Mitleids und des Bedauerns det Betroffenheit und
Bestürzung der Empörung und der humanitären Hilteleitsung Die schärfste
Form des Protests die öffentliche .Auflehnung zeigte sich in einer spektakulären
Protestaktion. Im Februai 144.1 erzwangen deutsche Flauen m Berlin die Frcda»
sunt ihrer indischen Ehemänner die im Zuge det — Fabnkaktiou an ihren Ar-
beitsstellen verhallet worden waren Die schrittweise Entlassung erfiügie freilich
auch, weil die Inhaftierten m »privilegiertet Mischehe- lebten, em Status, det sie
in Deutschland - anders al» in den besetzten Ostgebieten vor Dcportathm und
Ermordung bewahrte Gleichwohl,der erfolgreiche Ausgang dieser »palen Aktion
legt die Vermutung nahe, daß ähnliche Aktionen zu etnem früheren Zeitpunkt
den destruktiven Kurv det Judenverfolgung in eine andere Richtung hallen len-
ken können. Es gab Deutsche, und zwar m allen Kreisen der Gesellschaft, die weh
ab 1441 in der sicheren Kenntnis der eigenen Lehcndvdrohung tut die Rettung
von Juden entsetzten. 3><MM»-25flU0 Deutsche durften es vermut heb gewesen sein,
die Kraft und Mut zum — Widerstand aulbrachten Sic zeichneten sich beim
Verstecken und Versorgen untergetauchler Juden aus Sehr siel griißcr aber war
die Zahl deret. die ihrem Judenhaß Irrten Lauf ließen Die Aggrcwswmcn mant
testierten sich in den alltäglichen Anfeindungen und Antritten sowie im weit-
verbreiteten —• Denunziantentum Zwischen diesen beiden Grenzwerten lag die
Gleichgültigkeit tag das Zuschaucn oder «las Wce«chauen. lag «las Schweigen.
Als dw National«.«ziaitsfcn die Juden aus der Gesellschaft ausgrcnzlcn und aus
dem Land vertrieben, konnten sie och auf einen breiten Konsens in der Bevölke-
rung stutzen Die meisten Deutschen nahmen auch keinen Anvl.gl mehl daran,
al« «ite letzten luden vor ihren Augen abeeholt und in den <Hten abgeschoben
wurden
Kacsrnpulilik und ' ullrrnwrd
Täler. Mitssirkcndc. Helfer. Mitwrucr
Diese dominierende Verhaltensweise rcsulhcrtc mehl nur aus der fradition tu-
den feindlicher RnseolimmK Mindern auch aus der sozialen E unk tum die der
Anltsctnilismus al» direktes und indirekte» Hcrrsclialtunilrumcnt erfüllte Der
Zusammenhang besteht dann daß der Antisemitismus zum Prototyp der NS-Ge-
walthctrschalt erhoben wurde und die direkte lerroriwetung der Juden »re der
anderen »Volks- und Rcichsfeinde indirekt auf die BcsUkenuig zuruck schlug,
uc zur Anpassung I nterwertung und Anerkennung siel NS Herrschaft zwang
An der Behandlung der -Gemcinschaftstremdcn- konnte die Besoikcrung er-
kennen und ermessen, war e» einem erging der dem Regime nicht genehm
war Weder der Antisemitismus noch die Abschreckung durch Tenor reichen
icdoch zur Erklärung des Schweigens aus Hinzu kamen NS-Ptopaganda und
IndiAlliliation Sac »erschallten gleichsam ab ptwitise» Pendant der Bcsoikc-
rung die Befriedigung, Mitglied der Soiksgctnemschaft. Teil «les pr teile perlen,
anscrwahltcn -Hcirensoikcs- zu »em Sie sorgten damit lur die feste Einbindung
in da» NS-Regime, dem man ach bis zum bitteren Ende »erpflichlet fühlte
Einbindung und Identifizierung »crspcrrlcn den Weg in den Widerstand Sie
schlossen ebenso die M«»cbchkcit der Verweigerung aus l nd schließlich Der
Judcnmord konnte keine Proteste ausloscn Sch»» lange »or der Endlosung war
es den meisten Deutschen schwergcfaßcn. die fUdrschc Eitsictu zu achten,
geschweige denn sie zu lieben
Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges landen die Nationalsozialisten in
allen besetzten Gebieten Kollaborateure die sich am Programm der Endlosung
beteiligten (-• Kollaboration! Solidarität. Gleichgültigkeit und Aggression be-
stimmten auch hier die Vcrhahcrtswcrscn der Besoikcrung Ira L'Mcrschicd zu
Deutschland fielen jedoch die Grenzwerte anders aus In leilen Osteuropas ent
luden sich die judcnlcindlkhcn Einstellungen in weitaus stärkerem Maße in
Nord- und U'eslcuripa traten mc kaum m Erscheinung. Akte det Solidarität und
Hilfe nahmen einen breiteren Platz em < harakicnstisch war fedoch auch, daß
sich det W iderstand weniger art der NS-Judcnpolilik ab an der allgemeinen Be-
saizungspohtik entzündete und erst zu einer Zen maasisetc Formen annahm ab
die Depoctalrowen oder Ghetloliqindatkuten schon vorüber waren und »ach nut
det veränderten miblartsshcn l agc du baidiec Bcltcuing »le» okkupierten Lan-
des ankundigte Schon »or I9.W hatte man cs tm Ausland »oreezogen sich nicht in
die inneren Angelegenheiten de» NS-Rcgimcs emzumiwhen Nationale und wirt-
schaftliche Interessen geboten es außerdem, eine restriktive FlUchtlingspolihk zu
fuhren Die Kn« gscretgntssc heferten dann die Handhab« die Lande «er enzen
hermetisch abzuriegcln. Zugleich er hielt en die politischen und militärischen
Knegsziekc der Allocrten Priorität Die Nachrichten über den Völkermord losten
lediglich Proklamationen und Absichtserklärungen aus. die later nach dem Kneg
zur Verantwortung zu ziehen
In der VcrnkhlungMii.ischinerie der Endlosung an den Schreibtischen wie auf
den Schauplätzen nahmen mehr ah Mit >00 Menschen Aufgaben wahr, last aus-
schließlich Manner Eur die meisten ist dl» ohne stralrechtlk.bc Konsequenzen
R*w»p«4(tik m4 Vwtkuund
ecbhcbcn Weder die ideologischen oder natamaien. sozialen und bcruflK-hm
noch die organisatorischen Bindungen können die Bcieitichaft und Flbixkoi
zum Mord erklären Nur wenige Tater wiesen Merkmale emes pathologischen
Sadismus aul Von Christopher R Browning stammt die Klassiltzierung -ganz
normale Manner- die mehr oster weniger aus gruppensps-zifr-.hcti knegs- .der
situaticimbcdingtcn Gründen zu Mördern wurden Daniel Jonah Cioldhagcn war-
tet mit einem anderen deterministisch auseenchteten Erklärungsansau aut der
die alten. -Unheilsollen- Iraditionen der deutsche« Geschichte reaktiviert Die
Kontinuität eines spezifisch deutschen -climinalomchen- Antisemitismus wird
hcrausecstclh. der nicht nur den latem die Freude am loten sondern auch den
-gewöhnlichen- Deutschen Bereitschaft zum und Freude am Judenmord ver
liehen habe Aus dieser Perspektive präsentieren sich Vorbereitung und Durch
fuhrung der Lndkisung nur noch als leichte Aufgaben Barrieren im Vorfeld
werden übersehen. Analsscn der his-'orcchen Abläufe und huioki jtischcn Fnt-
schcidunrsprozcssc erübrigen weh bei solcher Pauschabwcrunz Auf der Grundla
ge der bisherigen Forschung ist indessen unbestritten Der 1 aterkrcis rekrutierte
sich au» den Angchiirigcn der mobilen Einsatzgruppen der SS und der sta
tkxuren Dienststellen der Sicherheitspolizei. der Einheiten der ISiiizei und der
Wehrmacht wi»ic einer ganzen Reihe anderer Imtitutioocn. zu denen die Bau
Behörde der -* Organisation Todt (OTI ebenso zahlte wie die Forstvcrwaitung
Kaum einer der Tatet wußte sor der Rekrutierung, da« er Juden. -Zigeuner-
oder Kranke zu töten hatte Zug um Zug vollzog sich die Gewöhnung an den
Mord, genauer, die Erziehung zum Mord. NS Indoktrination und politische Schu
lung waren Bestandteil einer Strategie, die darauf abzichc. die spezifischen Grup-
penbindungen sowie «he Ausrichtung aut den Juden- und Rassenhaß zu festigen
In den offiziellen Sprachregelungen dominierten euphemistische Begriffe, die das
Erschießen odet Vergasen cilcishtcrtcn Befehle legitimierten die Verbrechen,
die schnell zur Routine wurden Nach der Einübung und den ersten Erfahrungen
mit dem Morden stellten steh Ausdrucks- und Verhaltensweisen ein die jedes
Mitgefühl lur die Opfer eliminierten und die ssmpt.wnaiisch für den Zerfall aller
moralischen und menschlichen Werte waren Erst aus diesem Prozeß der Ab-
stumpfung, Brutalisierung und Entnsilisierung lassen sich die Fähigkeit und Be
reit schatt erklären die V erbrechen zu begehen
In den Einheiten der SS und der Mizei galt es ah ausgemacht, daß jeder An-
gehörige sich zumindest einmal bet einer Mordaktwn zu bewahren hatte Diese*
ungeschriebene Reglement wirkte sich entlastend auf den einzelnen aus t ntcr-
schiedlich waren die Reaktismsweisen Sie lassen sach drei Gruppen zuordnen
wobei die Übergänge fließend waren und sich die Verhaltensweisen im Laufe der
Zen änderten Die erste Gruppe schkifl diejenigen ein. die besonderen Eifer und
Ehrgeiz an den Tag legten, die stolz aut die Leistung und den Erfolg - und aut die
damit verbundenen Auszeichnungen - waren Der zweite kreis umfaßte jene, die
bei den ersten Einsätzen ein -l'nbchagcn- oder -Gewissensbisse- verspurten
Sie brauchten langer, um sich an das Morden zu gewöhnen. Die dritte und klein
sie Gruppe bestand aus den -Drückebergern- oder -Verweigerern«, aus jenen
die sich um die AMonmg sein einem Fxekutionsk.xnmando bemühten «idcr sich
einem T.wunptbefehl widersetzten Keiner, der gegen eine -Judcnaknon- oder
gegen die Ermordung von -Zigeunern- oder Kranken priMcstwrtc oder sich
.Mt S Uk.rwi-eg M
cmcm Tölungsbclchl entzog. wurde zum Tode serurtcrh Er wurde m der Regel
♦.« wkxi» hwlen ahpehisl >mdrt eseniuc« dcgradierl oder entlassen l -
gekehrt SS- «Mer BJucwch«« S.4Jiko esier Znihsicn Dcuishe idri
Ausländer wurden «un Genctacn rar Vcrantmurlimg gezogen nenn «*r Krvooen
eigenmächtig. das heißt .*oe Vorlage eme* BelehK getutet lullen und aneczci-t
worden waren. Die Strafen freien in dci Regel milde am Diese later wurden
freilich mehl s er urteilt wed «ar einen Mord begangen sondern wed «*e Ae Zu-
ständigkeit der SS und der IVihrei unterminiert tunen Keine Sanktionen wurden
gegen «n< Trier serhangt. die ihren Autgabcn nicht gewachsen waren Die Mord
gcmcl/ef - »or allem die E ezewe her der Ermordung «un Erauen und Kindern -
isMen gelegentlich Ihrlkcst. Erbrechen und Zusammenbruche am Diese Reak-
tionen «leihen weh auch ein. als nach dem V cigaven die T urco der Ganwatcn
gcotloet und die l adetlachen entleert und gesäubert wurden, oder wenn hei den
Vtassencnchicßungca die Kopie der Uplcr zerplatzten und Hirn und Knochen
leile icrrnnchl nm Wut aut die Gewehter oder die l aihwmen der Schutzen
spritzten Es kam cur. daß diese -Berührungen- Ekzeme und andere psschuso-
nutischc Ssmpronic ausloMen
Von Beginn an halten «ich ük <.Tielarchilektcn der Endlosunt Segen um
das Wohl der Vollstrecker cc macht Die ersten Totungsbetchic enthielten klare
Anweisungen. Vorkehrungen zu wellen -um die Eindrücke des lates zu
«crwnchcn- Das ließ weh nach Diemlschluß durch -frohik.be Ausflüge-,
-Kameiadschaltubcnde-. -gcmuthchcv Beisammensein- iskr -bunte Abende-
arraihneren Sie erfreuten uch großer Beliebtheit Marsch- und Volkslieder. Efi-
unü Timkeclate sowie andere .AuMchwctfungcn. Kabarett Theater und ETirn-
«orfuhrangen bildeten weitere Elemente des L nlcrhaltungsprograinms Heinrich
Himmlet sprach wieder hob «un det -schweren Aufgabe- des jiadenmordc« und
der -Anstaiidigkcil-dic sich die Minder dabei bewahrt hallen Es ist genau diese
ungeheuerliche Verbindung von Mord und Moral von Verbrechen und Anstän-
digkeit die den Kern der Tater Mew labial tnttl Im Rahmen enter «0 gearteten
NS Ethik wurde ein soUm neuer Begriff von .Anstandiekcit Kreiert und rar Vcr-
pflKhlunp gcmachi Hannah Arendt prägte die Eorrnel «am der -Hanahtat des
Bosen-. Inderc Auu^en betonten die -Normalität des Verbrechens- East alle Ta-
ler Zs-khneten «ich m der Tat durch ihc Fähigkeit am nach «kr Verubung der
Mordtat «nettet in die Routine des Alltags ranickrakehrea und em -normales-
Leben ru fühlen Mn l Kcriaschung. Vermurung und Arger icagtettcn d< mei-
sten aK sae un Zuge der NS Stratvertoigunr ernutlcil und au du: V ergangenheit
erinnert ssuiden Vor Gcnchl wurden 1 nwiwenhcit und l nwhukl IxforM Ihc
Mörder blieben io«i Ausnahmen abgesehen - s«m den liaumatrschcn Erfahrun-
gen «crschiuil.ihc sie den überlebenden IIptcrn hmteriaucn haben
AK tMU Ewlovwu l .-Azrs—v Kr*Mt wsg M.W ar ans 1» IW. Sa. JMss IrsaKTun «
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7m— mi— Madurt Jtaunwir—' mW G>mkW D»r aaa>MWn rnfaaafcr *L4mmt fttnatrr-
\uß«*npolitik
k.«n Bernd Jürgen UmJi
Anfang Je» fünfziger fahre hat der Histiinker l udwrg Deh»> in der Kette der eu-
ropäischen Hegemomalknegc »eil Jet frühen Neuzeit die beiden Weltkriege -ab
zwei Akte desselben Dramas- in ewicn engen mneren Zusammenhang geruckt
und ste in ihrem Wesen ah einen zwcunaliecn Ankauf Deutschlands «emer tni
tatarischen und politnchen Fuhmngsschnhlen zur eunqiaischen Hegemonie ge-
deutet nicht ohne freilich zu betonen daß der Zweite Weltkrieg die radikalste
Aitspragutw aller Ikrem-muikamptc gewesen «ei Mit dieser Diese begreift De-
hm nicht nur den Krieg Hitler*, «eme Vorgeschichte semen \ erlauf und seine Zie-
le ab konsequente Fortsetzung de» fchlgeschlagcncn erden -Liriffc* nach det
Weltmacht- (Frrtz Fncherl irr. Wilhelminischen Deutschland Fr hat zugleich
grund»aizlk.h eme bi» heute anhaltende heftige Kauntcnene um -Kimlinuitalca-
und -Diskontinuitäten- im auBcnpoiitischcn Verhalten de» kkindeurschcn Na
tnrnabtaate» zwischen IXM7I und DM* und um die Frage nach dem Zasurcha
rakter do lahm IW3 tonte, eng damit »erkunden, de* fahre* l*».*» ausgckM
Handelte e* «ich nach der — -Machtergreifung- um Hitler» und eine smgular na
tionahiiziahunche um eme mehr allgemein faschistische DWitik oder um eine
Fvttfuhruns der hcikommlKhcn deutschen Außen und Mavhtpolitik * Pr«<si»ne-
rend wirkte Iklw» -Koniinuitatsihesc- «or allem auf die »leien die »ich nach
1*45 darum bemühten den qualitatrsen Sprung in der inneren und äußeren Ent-
wicklung de» Dritten Rctcbc* nach |9ll —har! zu markieren und dieses ab
einen -undeutschen Fremdkörper- noch nachträglich aut der lungeren deutschen
< aochnhic gleichsam zu etenwucren
Mit der Frage nuh dem < har akter der Außenpolitik im Ikitten Reich »ctbindet
»ich eme Reihe weiterer Kontrosenen Sie alle »leben m einem Zusammenhang
mit det Diskussion um die innere Strukrui de» Herrs» halhssstem« »eine Ent-
»cheuhiogcahlaufe und die Rolle »le* -» -Führer»- in ihnen Welche« Ciewichl hat-
te Hitler ab -.AußenpotnAcr • hei det Planung und Vorbereitung de» Kriege*’
U ar er cm zielstrebig au! Kncg und Gewalt zustcuenuier. -iolbg prinzipienloser
Opportunist- de»»en AuBenpohtik allem «am -Willen zut Macht in «emer brutal-
sten und reimten form- geleitet wieden r»l t Alan BuDiKkl' Waten *einc macht
piAtncbcn Ambrtu>n»-n objekt und erenzcnloc »new»egend darauf bedacht, »eine
Herrsctuh tm Innern zu «tchcm. oder «neniicnc »wh Haler m «emer praktiMhcn
Bilitik «ehr rational und komcqucnl an einem «chon in den zwanziger fahren fov-
nuiliertin und dann un Kem unter ändert und bchantich über alle Widerstande
hmwee bis 1145 loteehaitenen -Programm- mit einem hohen Scrbindlchkeit»-
Charakter »H-Ilcuht sogar an emem -Siufenptan- »on det Kontinental zur Well
herrschalt"’ Wird ihm aut der einen Seite auch m seiner Außenpolitik em Hang
zut Lmprosnatnm. zum Experimentieren zur AugcnNKktemgebung und zum
Naßen Reagieren ancsliert <o erscheint er auf der anderen Seite ab cm dogma
Irscher Ideologe »on Anfang N» F ndc Fixien auf die gewaltsame Eroberung sott
— Lebensraum un Osten auf die -Acrniehlung de» Wcltiudcnliams- und auf die
Ausrottung der -bobchewtwischew Gefahr- Eng damit verknüpft ist dir Rage
ob Hitlers J»bcnQ<liliM.be« K>«vcp< kontinental aj«ecrKhtci gewesen war abo
aut die Schaftune eines deutschen (Xtimfwriutm als Endziel fgndMct. oder ob
dieses lediglwh eine Zwischenstufe tur eme ekdulc Auseinandersetzung mit den
I SA um die WellhctTH.'halt gvgchenenlalh erst m emer spateren < «nerulmn
dargesteih habe
trab e*-SO kautet eine weitere korttroser« diskutierte Frage «n SS- Herrschafts
sssicm neben Hitler noch weitere - vieHcKht sogar autonome and konkume
rendc - außenpolitische Entscheidurrc'szcntren wie etwa das Auswärtige Amt
und auch alternatisc Konzepfamen. und wenn |a. wekhe Chancen nu Durch
setzirng ihrer Ziele hauen sae ’ Die These som «Konzeptionen Pluralismus- auch
in der AußenpUitik legt die frage nahe inww-wcit fk-utschlamb Weg in der
Kneg und dessen Radikalisierung hin zur Vernichtung von vielen Millionen Men-
schen an irgendeinem Punkt hatten gebremst und die Entwicklung in friedliche
Rahnen haue utneclcnkt werden können, oder ob nicht der Gang m den Aber und
von lod und Verbrechen son Anbeginn an durch den eisernen Willen des Dik
tatiws und die <ieinfgschaftslrcuc «emer -• V4ksecn>>s«en iinumiehrhar sorge-
zeichnet war
Schlieblw.'h stellt weh generell noch rmrru. die Frage nach dem Stellenwert der
Außenpolitik tm Diktaturstaat War sie cm relativ «monomer zwar nut der
InncnpsMitik verbundener, aber doch eigenen Prtn/ipscn. Zielen und GeseU-
maihgkcitcn unlcrwortcncr PdilikbercKh «sirr stellte sie nur sekundär eine
Funktion rancnpahtBchcr Ablaute und Strukturen dar * War die Entscheidung
zum Krieg der Vollzug eines langst am menen Programmzieles • Drängte sae Msh
relativ kurzfristig |9‘«x <9 ah eme An -Flucht nach vorn- aus einer mit fried-
lieben Mitteln nicht mehr lösbaren, dabei aber letztendlich Ach selbsivcrani-
worteten inncnpoutischcn Krisencituatcwi aut (-Kmentheoric-l. oder reagierte
die deutsch« Staatstuhrung hier primär auf eme spezifisch« intematMUuile
Machtekonslcllaiion. deren antideutsche Frontenbddung sae zwar deich ihre
IMnik der forcierten -• AufrtMung der I imchuchtening und der tortgesetz
ten Aggrewaonen wesentlich imtpr<wonert hatte die aber auch eine gewrmc
Eirendsnamik rntwidrfle über die Berlin naturgemäß keine Koutndle ausuben
konnte
Die naCkwiahoziafnlncbc -Machtergreifung- schien zunächst auch am der Per
spektise der Zerteenossen m der deutschen Außenpolitik keine spektakuläre
Wende zu bnngen Die Resiw.mcpolitA halte zwar seit der Renbskanzlerschalt
Heinrich Brunns- deutlich schönere Zuge eveenuber der Ara Stresemann an
genommen und auch sdnui vor Hitler n emer zunehmenden mierwaluwulcn
Iwiierune Deutschlands geführt, tu ihrem Kern überschritt sae aber mehl den
Rahmst der Ziele die m der Weimarer Republik bereits abgestcckl waren
Atwehundung der letzten Fesseln von — Versailles W icdcrhcrstellung der «*
len Wchrhobeil. Aufrv-tune Rcsis-ei der «Nutenden Grenze- un Osten, eine
Vormachtstellung in Mrtteieuropa unter Einsatz des wirtsch-inspol.-tischen Imtru
mentanumv Ausbau von Nockadcsacheren tiroßwtrischalts und Erganzungv-
raumen f-a Autarkie I mit dem Schwerpunkt SuAwtenropa und — Anschluß
kußenpolllik “
— Österreichs. Dies alles bewegte sich in Jen Bahnen W ilhelminischcr Groß-
machtpolitik Die Außenpolitik war vorerst nach offizieller Sprachregelung auf
Kontinuität und Berechenbarkeit abgestellt Innenpolitisch setzten die Verant-
wortlichen aul -Zllhmung- und konservative -I inrahmung- der neuen Machtha-
ber In Jer Auße-npiditik konkurrierende Partciapparaie - das Außenpolitlscbe
Amt der — NSDAP unter Alfred Ro*enbcre I -• Amt Roscnbctgk die -« Aus
land-» <gmusation der NSDAP unter Bohle und die —• Dienststelle RibNentrop -
schienen in den ersten Jahren in ihrem Rc-sv.rt-Fhrgciz gebremst und unter Kon-
trolle der Diplomaten
Dies alles lugte sich durchaus in das Konzept Hitlers In einer • Strategie grandio-
ser SelbstvcrharmloMmg- (FLA. Jacobsen) wies er der Außenpolitik zunächst die
Aufgabe zu den totalitären Umschwung im Innern die Konsolidierung der
Macht und die Wicdcrwehrhatlmachung des Volkes nach außen abzuschirmen
und internationale Konflikte mögbchvl zu vermeiden Gleichzeitig icrmitteitc
seine Zuruckhaltung in auswärtigen Angelegenheiten seinen konservative« Steig-
bügelhaltern und Bündnispartnern die illusionäre Gewißheit, mit dem neuen
Reichskanzler in emer offenkundigen leilidentitat der Ziele- tM. Messer-
schmidt) em ganzes Muck gemeinsamen Weges in der Resivionvpolitik hin zur er-
neuten Hegemonie Deutschlands in Europa erben zu können und im übrigen die
Zügel soweit in der Hand behalten zu haben daß eine nabonalvozialistische Rim-
kopolnik ausgeschlossen blieb
Programm und Prämissen
Auf Beruhigung des Auslandes waren auch die ersten außenpolitischen Schritte
des Regimes abgestellt die langst überfällige Ralitikatum der Verlängerung
des Betlinci Vertrages mit der -» Sowjetunion von 192h am < Mai 1933, die
gerade auch im Ausland vielbeachtete -Fuedcnsrcdc- Hitlers im Reichstag ar»
17 Mai du- Ruckhcrulung Hugenbcrgv von der l ondoner Wshwirtschatiskon-
lercnz nach seinen Entgleisungen fotlentlichc Forderung nach Kolonien und
Lebensraum) im Juni und schließlich der Abschluß des -• ReichskonkordaU mit
dem Vatikan am 2D Juli der gerade in den katholischen Staaten wie —• Italien
und -• Spanien mit Wohlwollen registriert wurde Für das einzig alarmierende
außenpolitische Ereignis un Jahr 1933 - den Auszug der deutschen Delegation
aus der — Genier Abrüstungskonferenz und Deutschlands Ausl rill aus dem
-» V olkerbund am 14. Oktober - zeichneten Aubetiirunoler Konstantin Freiherr
»un Neurath und RctchswuhmmiMcr Weiner von Bkentvrg in gletchcrn Maße
wie Hiller verantwortlich Und auch dieser spektakuläre Schritt lag ganz in der
Logik der langst cineclcilclcn geheimen Aufrüstung Ir ließ sich ptopagandi-
stisch erfolgreich mit dem aus Furcht vor der offenkundigen Remilitarisierung
in Deutschland gespeisten Zögern -» Frankreichs und -* Großbritanniens be-
grunden, der um II Dezember 1932 in Lausanne Deutschland zugestandc-
nen gruiuKalzlishcn Gleichberechtigung m der Rüstung nun auch konkrete
Talen folgen zu Lewen. Er brachte dem Regime in der anschließenden Volks-
abstimmung am 12 November H33 einen beachtlichen Prestigezuwachs und
knitewpolhik
richtete »ich im übrigen gegen eine internationale Organisation. den Völker-
bund. die inzwischen nuch dem Austritt -» Japan« am 28. März 1933 nur noch
em Schatten ihrer reibst war und auch unter ihren ursprünglichen Vhopfem.
den Siegennachten des Ersten Weltkriegs, erheblich an Ansehen cmeebußt
hatte.
Nicht» wäre freilich verfehltet. al» die nationalMirulotouhe Aulieiijwilitih nach
den befunden der ersten Jahre rückblickend in zwei Phasen cmzuteilen eine
mehr friedliche und traditionell revisionistische bi« 1917 und eine anschließende
Phase der Expansion und Kriegsvorbereitung 1938 39 Für die zeitgenössi-
schen Beobachter im In- und Ausland irritierend und nur schwer durchschaubar,
waren m der NS-Außenpolitik von Antang an ideoloeiscbe und rcalpohtische.
traditionelle und revolutionäre Impulse und Absichten untrennbar miteinan-
der verflochten Diese Außenpolitik schloß -in ihrem In- und Gegeneinander
Elemente der Kontinuität von Personen. Bcstimmungsl.ikiorcn und Perspek-
tiven wie des Bruchs mit bisherigen Methoden und Zielsetzungen- cm IM 1.
Recken Es war die überkommene deutsche Großmachtpolitik Überlagert
radikalisiert und dynamisiert durch die zentralen Elemente der nationalsoziali-
stischen -» Ideologie Rasse und Raum Hitler hat niemals einen Zweifel daran
gelassen, daß das bereits in den zwanziger Jahren in -» Wem Kampf und in zahl-
reichen anderen Schalten und Reden formulierte außcnpdrtischc - Programm-
in seinem Kem ab em »geschichtlicher Auftrag- zur Richtschnur seines Handelns
gehörte, selbst wenn et »Kh aus taktischen Gründen zeitweilig in der Öffentlich-
keit Zurückhaltung aufcrlegte. Angebote machte und von Frieden sprach, um den
Argwohn der anderen Machte mehl vorzeitig zu wecken, und in seinen konkre-
ten politischen Scholten - etwa beim —♦ deutsch sowjetischen Nichtangriffspakt
vom 23. August 1939 - durchaus flexibel war und vituauonsbedmgte Umwege in
Kauf nahm
Dieses -Programm - war eine spezifische Mischung au» «eil dem späten 19 Jahr-
hunden bekannten »olkisch-ideohvischen Versatzstücken Rassenantisemitis-
mus (-» Antisemitismus). -» Sozialdarwinismus und geopolitischem Raumdcn
ken (— Geopolitik) In der außenpolitischen Doktrin Hitlers lugten sich diese
Kernelemente zusammen zu einem Verständnis von Politik als -Recht do Star
keren« und als etnem ewigen und gnadenlosen Kampf der \ olker um einen ihrer
wachsenden Große und ihrer rassischen Höherwertigkeil angemessenen »Le
bensraum zu dem Z»cl der Eroberung von »Exbcnsraum im Osten» der Ausrot-
tung des Bolschewismus und der Vernichtung des - Welliudcniums- Außen- und
racsenpolitrsche Zielsetzungen waren im Hrtlerschen Denken eng miteinander
verschränkt Die Außenpolitik hatte die Voraussetzungen zu schaffen für die
-Bodenpolitik der Zukunft« und damit für das Überleben der höherwertigen
arisch germanischen Rasse Damit hatte mc auch, sofern steh ihr Widerstände ent-
gegenstellten grundsätzlich den Einsatz knegerischer Gewalt mH in Rechnung
zu stellen Dieser Einsatz brachte aber langfristig nur einen Gewinn wenn zum
einen die völkische Wehrkraft ah Unter futter einer aggressiv expansiven Außen
polittk nicht durch -anfremdes Blut- gefährdet, mithin der Einfluß de« Juden-
tum» schon im Frieden -ausgemerzt- war und wenn dann zum anderen im Kriege
die .Judenfrage-- im Interesse einer Sicherung des »Lebensr.iumes- für immet
Valkapollllk ™
gelöst- wurde | —• Rasscnpohtik und Völkermord I Die NS-Außenpolitik ermog-
lichtc <lvo letztendlich auch in dem Matte, wie sie niMmmcn mit der Aufrüstung
in den Dienst det Kncgvvorbercitung gestellt wurde, dann un Kriege die phys-
iche • -End)>>-ung- der Juden! rage und machte sie sogar au* natiortahonah-
stischer Perspektive zwmeend notwendig weil erst em -judcnlrcies- Europa in
natkinaluizulistrsihd Sicht dw Mvhcre Lustcn/grundlage für ein « -Germani
»ches Reich deutscher Nation- al» Herziand.scine Satelliten und seine kolonialen
Nebcnlandcr und Versotgungsraume im Osten hot
Erst von dieser langfristigen Zielpetspektive her erschließt «wh die Mehrschich-
tigkeit der NS-AufJenpoluik ab 1955 Sie war. soweit sic die Revision des Versail-
ler Vertrage» und eine erneute Hegemonie Deutschlands aut dem Kontinent nut
politischen und wirtschaftlichen Mitteln anstrebte. lur die nationalkonvcnatiscn.
noch un Denken kkilhclmmochcr Wcltpoiitik verwurzelten f uhtungsschichtcn
em Ziel .in sich und trug damit durchaus traditionelle Zuge Für Hitler dagegen
war sie nur eine notwendige Zwischen- und Durchgangsstule zur politischen,
bundnisniabigen wchtwutschaftlichen und mihurstlaiegivheu Arrondierung
der mitteleuropäischen Basis zur <>ewInnung von -lebensraum im Osten- und
erhielt dadurch im Konlekt det Rasscnidcologic eine neue, weil übet alles Bishe-
rige hinaus»eisende, zerstörerische revolutionäre Qualität
\k ährend die Außenpolitik vordergründig durchaus noch die vertrauten Zuge des
Ucimarcr Revisionismus und dc» Streben« nach Gleichberechtigung im curopai
sehen Macht ekoagert trug machten sich in ihr doch ab 1954 zunehmend ein neu-
er Stil und die Handschrift Hitler* und semet naltonalsozialtslischcn Gefolgsleute
zu lasten de« Auswärtigen Amtes bemerkbar eine gezielte Brlatcraltsierung der
politischen und wirtschaftlichen Aufienbeziebungen (u a. mit Hille einet rigiden
Außenhandel»' und Des ivenkonlrolle seit dem September 19541 und eine strikte
Verweigerung jed«‘r kollektiven internationalen Kixipcration. um volle interna-
tionale Handlungsfreiheit zu gewinnen, die Nachbarn voneinander zu isolieren
und Kn jedem einzelnen mit individuellem erpresserischem Druck ansetzen zu
können, eine sichtliche Beschleunigung des revisionistischen lempos und eine
wachsende RlMkoberciUchidt nach außen, die nach innen mH einer Forderung
der Autrustungsanstrengungen gekoppelt war
Del am 2b Januar 1954 auf zehn fahre geschlossene -• deutsch polnische Nicht-
angriffspakt schien zwar vordergründig emen offiziellen Veracht aut die Revision
der iMgrcnzc und damit eine aul«ehenerregende Abkehr som Weimarer Revi
SKMiismus zu dokumentieren, latsachlich aber wurde durch den Ausgleich mit
• 1‘olen ein zentrales Stuck im antideutschen -crvdrm sanitaire- Frankreich» in
Ostmilte le uropa gelockert
Der mißglück le nationalsozialistische Putsch in Österreich mit der Frnuwdung
des Bundcskanzicts Engelbert Dollfutt am 25 Juli I9U konfrontierte Hitler
zum erstenmal mit den Grenzen seines außenpolitischen Handlungssptclraumcs:
Mussolini lieh eine Division am Brenner zum Schutz der AlpenrcpuMik aulmar-
schieren Bereits suchet schon halle er durch die Vereinbarung außenpolitischer
Ki<nsui'ati< <icn und wirtschaftlicher Zusammenarbeit mit -♦ l ng-irn und Oster
'• SalUnpolmk
reich in Jen »Römischen Protokollen« vom 17 Man I9U unmißverständlich
zu verstehen gegeben. daß er nicht bereit war. Jen Deutschen den Weg in die
eigene Interessensphäre im Donau und Balkanraum widerstandslos zu öffnen
Hitler konnte sein Gesicht nur mühsam dadurch wahren daß er sich volort
von dem ungestümen VorprcscJien der NSDAP-landesk-itung in Österreich
distanzierte
Die Saar-Abstimmung am 13 Januar 1935 mit einem Rekordergebnis von
’JO.f»"’ Prozent lur die Rückkehr zum Reich brachte zwar dem Regime einen
Stoßen Presugccrfolg (—• Saarland), die Wirkung Jet beiden anschließenden
l berraschungscoups in den Jahren 1935 und 1936 - die einseitige Wiederein
tuhrung der allgemeinen -» Wehrpthcht am 16 Marz 1935 und die — Rheinland
besetzung am 7 Marz 19.36 mit dem Bruch des Vertrage* von Locarno - war je-
doch fUr die nationalsozialistische Außenpolitik durchaus ambivalent Sie lagen
einerseits m der Konsequenz der seit I93t)citigeicitcicn AulruMungs-dynamik.er-
möglichten strategisch nunmehr die durchgehende Befestigung der deutschen
Wcslgrenze und die militärische Sicherung des Ruhigctwete* gegen Frankreich
führten zu einer beschleunigten F.rr-uon des französischen Sicherheilsssstems an
der deutschen Ost und Sudostgrcnzc t Lockerung der -Kleinen Entente- mit der
-» Tschechoslowakei —• Rumänien und — lugoslawien und beginnende Onen
lierung der Donaustaalen auf Berlin) und wurden seitens der Westmachte nur
mH mehr oder weniger paptemen Protesten beantwortet Andererseits war aber
zumindest bis zum Sommer 1935 eine zunehmende selbst verschuldete Isolierung
des -• Deutschen Reiches in Europa mehr zu verkennen 1K September 1934 Bei
tntt der Sowjetunion zum Völkerbund mit dem Ziel einer Stärkung der kollck
tiven Sicherheit. 11. 14 Apnl 1935 Konferenz der Regierungschefs von Großbri-
tannien. Frankreich und Italien in -♦ Strcsa mit Jem Aufbau einer -Stresaf t.mi-
zum Schutz Österreichs und gegen weitere einseitige Vertragsverletzungen;
2. Mai 1935 tranzosisch-sowyetischer Beistandspakt aut tunt Jahre 16 Mar 1935
tschechoslowakisch -sowjetischer Beistandspakt mit der Klausel einer siiwjcti-
schen Hilfeleistung nur für den Fall eines militärischen Beistandes Frankreichs
für die Tschechoslowakei (was im September 1936 katastrophale Folgen für Prag
haben sollte ).
Innerhalb überraschend kurzer Zeit vermochte das nationalsozialistische
Deutschland indessen Mille der dreißiger Jahre seine außenpolitische Isolierung
so weit zu überwanden, daß sch sein mternationaler Handlungsspiclraum wieder
vergrößerte und dadurch die Voraussetzungen für die schrittweise Erweiterung
der europäischen Machtbas» bis zum Frühiahr 1939 geschaffen werden konnten
Dies war wesentlich darauf zurückzufuhren, daß die weltweite Entwicklung seit
der DoppcIkrtse der späten zwanziger und frühen dreißiger Jahre in Form des
Zusammenbruchs des kollektiven Sicherheitssystems und der kapitalistischen
Welthandelsordnung dem deutschen Diktator in mehrfacher Hinsicht in die Han-
de spielte Diese Feststellung nimmt die originäre Verantwortung für den kata-
strophalen Weg in den Zweiten Wehkrieg in keiner Weise von den deutschen
Schultern Sie hilft aber, die nanonalsaziahslwcbe Außenpolitik präziser im inter-
nationalen M.ichtesystem zu verorten
72
Vm der Ivoliening zur Hegemonialpolitik
E» wäre abwegig. anzunchmcn daß die euti^sanchco Machte mit dem Aufkiwn
men einer »ggresusen und bedroh heben Ideologie in Mittdeurop* urkl der
M.Mhicroberung durch die NaUonaluizialisten ihre oft »»cf verwurzelten gegen
xsligen Risabtaten ekichiam übet Nacht begraben und ihre nationalen Fgcws-
men hintancesleltt hatten um weh zu einer machtvollen koflektisen Abwchrfront
zuMimncnzuvchlicßen Die nalMHtaKoziakvlochc Außenpolitik profitierte in ent
sehe xk-n dem Maße davon, daß damals eigentlich alle Machte unter dem Ein-
druck der willweilen Depression m ihre eigenen Ökonomischen politischen und
soziakn Schwierigkeiten scrsinckl waren, nach Jen schweren Erschütterungen
und dem unendlichen leid de» ent knapp eine Generation zurückliegenden
tkellknege» vor einem neuen Knegsabenlcuer zuruckvchteckten und nichts mehr
ab äußere Ruhe ersehnten Man setsiranglc »i» man »ah. und wollte nicht »eben,
was doch so otfenkundig war Die Wcltwwtschaltsknsc hatte die Schleusen geöff-
net lut ungehemmte nationalistisch« Egoismen, mehl nut in Deutschland
Da» Diktat von Venatlic» <ch»en den meisten utx-rleht Wat es nicht endlich an
der Zeit, den deutschen Ansprüchen auf seine endgültige Revision, aul nationale
SelbstbcMimmun» und auf volle Gleichberechtigung un Konzert der europäischen
Machte Rechnung zu tragen ’ W urdc sich nicht - lautete die Hoffnung vieler - em
saturierte» IH-utschland dann als eme tnediicbcndc Macht in cmen gegebenen-
falls reorganisierten Völkerbund wsedercingiiedcrn lassen" Hitlers wiederholte
Signale in dieser Richtung schienen zu Optimismus Anlaß zu geben Jeder Staat
glaubte, gute Grunde für »ich zu haben eigene SKhcihcitsmicr essen zu »erfolgen
und sich wenn es denn sein mußte ohne < »etahr aut einen bilateralen Handel mit
dein NS-Regime einlasven zu können
Die IMen machten IVM den Anfang Die Engländer folgten am Ih Juni l«J5 mit
dem — deutsch-bntischcn 1 kutenabkoanmen Ihre —• AppeascmcnlPolitik ge-
genüber Hillerdcutschland war nur die Konsequenz au» Jem l mstand.daß eme
in jeder Weise überlastete und in innere Probleme verstrick le Weltmacht mt Nie-
dergang danach trachten mußte, im Inlcressc der eigenen E ustcnzsicbcrung we-
nigstens in einer der zwei Krr-enreponen die ihre l ebensadem und die ihres
Panpurs bedrohten, aut dem europäischen Kontinent eine Entspannung herbei-
zufuhren Nur so waren gewisse Reserven für die Abwehr der anderen Hctaus-
hndrrwng durch lapan im Pazifik zu bewahren Die Italiener waren froh tur ihr
am 2 Oktober W35 beginnendes Ahcssmien-Abenteuer und gegen die daraufhin
um \ olkcrhundsral allerdings nut »ehr halbherzig senwdnetcn Wirtschafts-
Sanktionen l htcrstuizung in Berlm zu finden Mussobm honwnerte dres mit
wohlwoUcndct Neutralität bei der Rhciniandbesetzung und am I Nosemtser UM
mit der Verkündung der -• Achse Berlin Rom in Mailand Er gab damit Hitler zu
»erstehen, daß et ihm den -Bratspieß- präsentiere, auf dem die AlpenrepuNtk
nunmchi aufgespicßt und »braun gcbtalcn- werden könne 11 R » Sails) bi» der
Diktat«« Kollege sic -scrspetscn« w«dle Die I ranzoscn zogen sich Jcmonstratis
hinter ihre -• Maginot-I mic zurück Sie gaben damit zu erkennen, daß sie selbst
par ab Viert durch permanente Regierungskrisen und uinenpoirtischc Spjnnun-
T» kwtUapMiiik
gen ah europäische Gr.illmachl de facto ahgeslankt und «teil Mnmehr «I« I umor-
Partner in da» Fahrwasser Londien begeben hatten. nxht ohne steh vorher ge-
genüber dem ostln.lk.-n Nachbarn cmgcitclt und damit ihr Desinteresse an den
Geschehnissen in Mittel- und Oslmittcleuropa bekundet zu haben
Die ÜSA verharrten nach ihrem innenpolitisch außerordentlich umstrittenen mi-
liumehen Engagement in Europa gegen Ende dc« Ersten Weltkriege« nunmehr
m der politischen Isolation Sic venuochtc auch R-«»seseli trotz seiner beharrli-
chen Bemühungen bis Krtcgsbegina nicht aufzubrechen Einig waren «ich die
bUrgerlachAonscrvativcn Fuhrungsschichten in London und Pans in ihrem tief-
sitzenden Antikontmunismus I-« Anbbohebewismusl. der da« Dritte Reich
als selbst proklamiertes -Bollwerk gegen den W'eltbobchcwiMinis- gegenüber
Moskau zettwethg immer noch als da« kleinere I bei erscheinen lieft und in ih
rem Bestreben. «he l SA so lange wie möglich au« den europäischen Handeln
hctauvruhaltcn Die Sow|etuni<ui ihrerseits bekundete zwar unter ihrem westlich
orientierten Außenminister Maxim M Litwin««» durch ihren Beitritt zum V.dkcr
bund IUM ihre Bereitw.'hatt och einem multilateralen System der kollektiven
Sicherheit gegen den deutschen LxpanM.>nomm anzuuhlieflen Stalins blutige
AM> s k<" B<«> 4o K-XJOLUZOI mn M«wheaet Ahk rarer WM ?« Sefsemher 1«« v» Ink«
nart recM. do Nit~.hr n. tuhOU > lkrdr.n tasm« t Mnexrlam Ma—Jmi OilwlsSn Ha
ter D>ldrr
kafcapnlltlk 74
Säuberungen ui den spaten dreißiger libicn der Aufruf zur Bildung v® \olks
tronl regier angend-n Engagement der Kammern im — Spanischen Bürgerkrieg
zwischen HW» und 19» und die revisionistischen Futderungen Moskaus nach
cinci umfangreichen Korrektur der Grenzen zu ISJcn und Rumänien haben die
W.stmadHz letztendlich aber davor zurück schrecken Usvn die Sowjet* m eine
antideutsche Abwchrfronl einzubauen. Im Gegenteil Dav Mißtrauen des Westens
gegenüber det iwtlichcn 1 lute I macht ging 193* so weit daß sac oe in der — Sude
tenknse und aut der darauf folgenden Münchener Konferenz bewußt aus den
cu>opaiw.hcn Angelegenheiten auskretsten und dadurch auf wertere Sieht indi-
rekt aul den Weg des politischen Ausgleiches mH Berlin verwiesen Die mittleren
und kleineren Staaten Mittel- < »st- und SudoMeuropas endlich, Polen. Österreich.
Rumänien. I ncain Jugoslawien und -» Bulgarien konnten ihre Sicherheit nicht
mehr auf du fragwürdige I ntcrvlinzungsbereitH'hatt der Westmachle gründen
Sic orientierten «ach deshalb ab 1436 zunehmend aul Berhn ab neues europäi-
sche» Gravitationvzcntnim. zumal der deutsche Absatzmarkt für die Nahrungs-
mittel und Rohstoffe Jo Sudostens die deutschen InduMnalisierungshilten und
Kredite ein lukratives Geschäft verhießen, wahrend sich der Westen kommerziell
und finanziell eher desinteressiert zeigte Der Großwirtschaft» und frganzunp
raum in Sudocteuropa entlang der traditionellen wirtschalisimpcii.ili»tischcn
.Achse Berlin-Wien-Saloniki-Istanbul nahm ab Mitte der dreißiger Jahre unter
kräftiget Intuitive des Reichvwirtichattsministerv Hjalmar Schacht seines Nach-
folgers Walther Funk und Hermann Gönne» immer kimkretete Gestalt an.
cm deutsch beherrschtes -informal Empire-, das das Reich der angcsltcbten
Großraum Autarkie cm Sluck naher bringen sollte
So schienen nach einer Zeit der inicnuthmalen Isolierung innerhalb weniger
Monate die Weichen lur einen erneute«, diesmal vorauunctMhch erfolgreichen
Anlauf Deutschlands zui europäischen Hcgctnonialmachl gestellt Die -Mrcsa-
Fmnt* war rcrbrichen. ehe sic Überhaupt hatte Wirkung zeigen können, alle
Bemühungen um den Aufbau eine» Metern» kollektiver Sicherheit in Europa wa-
ren bereits tm .Ansatz blockiert, die Bnlcn hatten mit dem I lotlcnabkommcn die
deutsche Aufrüstung indirekt sanktioniert und die Aufmerksamkeit der curopai
sehen Regierungen wurde mit dem Ausbruch des Spanischen Burger Krieges am
17 Juli 1916 zunächst von Mitteleuropa weg auf den Sudwcslca de» Kontinents
und auf den Mittelmeerraum gelenkt
Rlhlicnlrops Konzepte -
Macht vertust des Auswärtigen Amte»
In diesem Augenblick zeigte sich icdoch wie »ehr eine der grundlegenden Prä-
missen der nationalsozialistischen Außenpolitik ehe» da» Produkt eines idew-
khfiscb filierten Wunschdenken» ihre» -Führers* war und nicht Ergebnis emet
realistischen Situationsanalvs» Derrn Hitler hatte fest angenommen gegen das
deutsch britische I lotlcnabkommcn, einen A erzieht aut cm neues Flottcnwctl
rüsten wie vor dem Ersten Weltkrieg und eine Garantie der britischen Weh
macht «tcllung freie Hand aut dem Kontinent ein handeln zu können Wie schon
75 sml-.jM.loil
beim ersten Anlauf Deutschlands rut Weltmacht vor 1914 blieb das Inseireich
auch beim /»eiten Versuch im Vorfeld de- Kriege» de» zentrale -Schlussel zum
Schloß der deutschen Außenpolitik und ihrer capanuscn Herausfordcrut'ecn-
<K. Hildebrand) In einer bemerkenswerten k-ettmuitat des Irrtums erhoffte sich
d.«s NSRcgwnc eben»» wie ein V icncl|ahrhundcrt zuvor die kaiserliche Regie
runt Bcthnunn Hollweg die Neutralität der Briten im lalle eines europäischen
Krieges In einer ausgeprägten HaUU.be gegenüber den Boten, hier Wilhelm II
mehl unähnlich. bewundene Hitler den unpenalisuschen Durchsetzungswilicn
und die Starke des -rossenseiwandlen Volkes- ebenso wie er der angenommenen
-ludiseh plutukiatiscbcn- VbcttrctnJunt und Zersetzung seiner Fuhrunes-s.lucl»-
ten mißtraute Hoffte der Diktator bis NU noch. den europäiadicn Kontinent
nach seinen Vorstellungen politisch und rassisch mit Duldung und Unterstützung
seines W’unwhpanncr» England umgestaltcn zu können w. glaubte er ah dir
Fruchte des Hottenabkonunens ausbliebcn auch ohne die Boten den erneuten
Griff nach der Weltmacht- wagen zu können, um dann Ende 1937 /um ersten
nul son den -beiden Haßecgncrn England und Frankreich- zu sprechen Vber
auch nach der Niederlage Frankreichs tm Juni 194ii ist Hitler der Illusion nach
getagt, die Bolen doch noch. freilich zu dem von ihm diktierten Preis eines Ver-
zichtes aul kontinentale Einflußnahme. zum Eanlenkcn bewegen zu können. um
entweder mit ihnen zusammen oder doch untei ihrer Duldung den Endkampf um
die Welt vormacht Stellung gegen die I SA auszulechten
Doch suchte auch sein Adlatus und spaterer Außenminister Joachim von Ribben-
trop (ernannt als Nachfolger i Neuraths uni 2.19UI), nach seiner verunglückten
Botschafter/i-it in london i August ivjx - Januar 193V) von einem tarn tischen
Hab umgetneben ihn endgültig gegen Großbritannien fcstzulegen Dieser durch
und durch mittclmäßtgc. selbst in den eigenen Reihen wegen seines hemmungslo-
sen Ehrgeize* und seines Mangelt an natamako/ialrstochcm -Stallgeruch- viel-
bespöttelte dabei aber bt» zuletzt seinem Herrn treu ergebene Parvenü in dem
elitären Zirkel der Wilhelms! raße wäre es kaum wen. daß man sich intensiscr mH
ihm beschäftigt. wenn sich an seinem Unheil»oBcn W nken nicht beispielhaft zwei
wichttgc institutionelle und konzeptionelle Elemente nationalsozialistischer
Außenpolitik verdeutlichen ließen Im nationalsozialistischen -Doppelstaat- (E
Fraenkei). jenem Mil- und Gegeneinander son überkommenem -Normen-- und
idcidogrsch-rcsolulionarem -Maßnahmenstaat- betraute Hitler mH -Sonderauf-
gaben- det natiorulsozMlistnchen Herrschaftsdurvhsetzung und Sicherung m der
Innen- und .Außenpolitik zunehmend ihm persönlich verbundene und nur seinem
Wtllen unterworfene Paladme ah -Sonderbeauftragte- So schloß Ribbentrop ah
I eiter einer eigenen - 1934 aus seinem Büro als Beauftragter für Abru-tungsfra-
gen hersiHgegangcncn - -Dienststelle Ribbentrop- 1935 ohne Einschaltung de»
Auswärtigen Amtes das -• deutsch britische Fkitk-nabkommen ab Er kistcte
damit aktiv dem rapiden Macht»crlust jener tradttf-nsrochen Reichsbehordc in
der Gestaltung der Außenpolitik Vorschub, bt» et selbst Anfang 193* an ihre
Spitze trat, ohne dir jedoch künftig Ihre alte Schlüsse II unkt am »icdct geben zu
können
De» weiteren vertrat Ribbentrop konzeptionell in der Außenpolitik eine eher tra-
ditionelEmachtpoiitochc und weniger ideologische Linie. Sie hatte im WiUltimi
*
niKlkn ImpciuiMnu* ihre Wurzeln und konnte Muh hier etwa aul Jen Sdoflef
der deutschen XM*h«flottc. Manncstaatssekrctar Admiral Alfred »on Tirpitz.
berufen. Schaffung eine* starken Kzmuncnlalbkxks unter deutscher Fahrung und
eines mmcUlnkaanciten deutschen Kakmulrcxhc» ab unai»gr«-dharc B1V. tur
den Kampl gegen das britische Weltreich In mehrfachen Anlauten machte sich
Ribbctuiif unter zeitweiliger Duldung Hitlers zwischen 19«6 urxj I**> beharr
lieh daran, dae serschiedcncn bundnnmafhgen Aersat/stuckc seines son Anfang
an anlibritiwb orientierten -weltpolitischen Dreiecks BclhnR*<n-Tokio« zusam
meazuscLzcn und schiietUich un Jahre 1WJU seine globale \ tsaan eines -Kon! inen
taltWekcs s<m Madrid bis V>k<4iaina- zu realisieren In ihrem Kern unterschied
sieb diese Kimzcpuoo diametral tun <terpcmgen Hüters Ihre Elemente lassen weh
stichwortartig skizzieren 19*4 I inrxhtung eines -> K*4onialp4itisctten Amtes
der NSDAP unter Kittet »on Epp. lb Juni 1955 Weisung an Ribbenlrip zum
Aufbau eine» iiauonaLui/ialistrsehcn RsishskokmialbunsJcs. I 'soscrabcr 191«
Verwundung der Achse Bcrtm-Rom. 25. Nosember 19.V» Abschluß des —» Anti
komintcrnpuklcs /»neben Deutxhland und Japan mit zunehmend anfiNrtisebcr
und anltamerikanBchcr Ausrichtung im Pazifik iBcilntl hallens am n II 1937g
22 M* 19«9 Abschluß des -» Stahlpaktes zwischen Deutschland und Italien
2' September 1 *“> -» Dreimächtepakt z»ix.bcn Deutschland Italien und Japan.
Ribbentrop» antibritrche Cilotsalkon/eption. »bc im ubngen die Annäherung an
Japan not dem Bruch der tradrtioncUcn Frcundschalt zu Chtna erkaufte land
Strnputhsen bei all den kontertattten Kreisen, die der »iMknch rassistisch fixier-
ten Auttenp4itik Hitlers IcrnslarxJcn dem Kampf um -l ebensraum im Osten -
als letztendlich unkalkulierbar mdJlrauten. eher einen dauerhaften Aizekxil nul
Moskau aul der be»ährten -RapaBiel mir- von 1922 wehten tun «ter Wicdergr
wuinung «der gar Erweiterung Jo Wilhelminischen ki4oniahch.fx.-s in l Fscrsee
träumten und aul dtesem Wege zur Wcltmachtsfclhmg «he Briten al» stgcMbchcn
Feind aBsmachlcn der alten Kolonial-Lobbt um Ritter ton Epp Wirt schallt-
kremen. der Marmcluhrung um Rarster, bei Vertret em des Auswärtigen Amtes
und traditionellen Verfechtern eines deutsch tx-hcrrschlcn »Mitteleuropa« um
Schacht Hilter heb semen Außenminister gewahren wenn «Jessen Aivstcllungcn
sich funktional in sein eigenes außcnpohtischc-s Kam/ept integrieren ließen und
auch geeignet » wen die alten konsersatmeo I liten an da« Regime zu binden
Die Kolon iah» alle ließ sich ebenso ais Druckmittel gegen England »erwenden
um dx Briten ds.h n»xh zum I mlcnkcn zu Kwcecn. wie ah Lockmitlcl Im die
IOS all lat der -»aitulmmischen- Iraditionalrstcn der zeitweilige AusgkKh mit
der Sowfciunaon schul erst den Spielraum lut «Jen Angiill aut FAsicn am I Sep-
tember 1919 < -» FAdctttelJzug) i*hnc im Osten eine erneute -Einkreisung- und
Blockade »sc |9|4 livchten zu müssen «ter AntAswnmlempakl mH Japan lietl
sieh inslrutncniahsK-rcn. um die Sowtcts an ihrer termxtlxhcn (irenzc und die
Unten und Amerikaner im Pazifik nt hatten und entsprechenden Druck 'im
cur.parchen R.witliki-chaupl.it/ /u nehmen, der Befehl zum Aufbau emer gigan
tneben ncilca Scblachlfbitte bn 1*15 um Januar H.WIfZ-Plaa) war darauf ange-
legt nach außen die Bnlea cmzuschuchtern und nach innen die ManacFuhrung
□mte enger an da» Regime n fe-ocln F mes jcihxh «trd man sfcls un Auge behal
len müssen Außenpiiitncbc Aitctnatiskoozirpfioacn »sc Jic Sun Ribbentrop
inte-r .lieh dte m der Wehnruxblluhrung entwickelten hatten weder s«u dem
Miet noch nach kneysbeKinn eme wirkhche Chance Jen Dikutor langfristig
«M «einem Lebcnsraumkiicg abzubnngen
Ein «eitere« Beispiel dafür da* da* Auswärtige Amt inzwischen aus wichtigen
außenpolitischen Enlscbexiungc» ausgeschaitet und aut die Funktion einer nur
noch die lautenden RuulmctcxMlc abwukclodcn Reichsheh-vdc reduziert
war.aber ebenso em Zeichen dafür, wie sehr Hitler auch in der Außenpolitik sich
bietende günstige internationale Situationen ausnutrte wem ne m «em Konzept
paßten «ar seine IntcnentHMi m den Spanischen Burgcrkncg am 25 Juli 1936
Seme Reaktion auf eme« Hilferuf Francos. den zwei Mitglieder der Auslands«-
gatusatun der NSDAP persönlich dem gerade in Bai reuth »edensien Diktator
übermittelten. «ne* auf scharte Kritik im Auswärtigen Amt. bei den Militärs,
selbst bet Ribbentrop und Görmg. Ac vorzeitige internationale KienpiAarcmen
befürchteten Hitlers Motive tur «ein Eingreifen lagen mehl pnmar •« oft ange-
nommen. in wirtschaftlichen Interessen oder m der Abucht. «lac junge Wehrmacht
rum erstenmal in einem Kampictnsau zu erproben Sic ziehen darauf ein weite
res Imkes ViHksfnmt-Regime m Spanien zu verhindern die Franzosen selber mit
Hiltc Jet «panischen Falangisten in Jen W urgrgntl ru nehmen das ebentalb rn
Spanien intervenierende Italien immer mehr m deutsche Abhängigkeit zu brin-
gen und gcgcbcncnialh auch inhrckt Uber Franco aut die Briten bei Gibraltar
Druck aimiben n können
Ab Winter 1937 3b erfuhr das äußere Vorgehen des NS Rcxwncs eine deutliche
Tempobcschleunigung Die naliunalwvialist»chc Außenpolitik ttai damit cndgul
ng aus ihrer eher defensiven Funktwm einer äußeren Abschirmung de* inneren
I msturres und der Aufrüstung in den AnJancsjahrrn heraus und wurde zum
Instrument der offensiven Knegsvorbemtuuj Erhöhte R-kobeicitschaft und
einseitige» erpresserisches .Auftrumpfen waren nunmehr dae Devise nach der
GleKhschahung de* Auswärtigen Amte* nut der Ablösung Neurath» durch Rib-
bentrop am 4 Februar |93h und der l mghesJerung aa der Wehrmachtspitae
durch Ac Entlassung * Bkenbergs ab Rcish»kneg»minr»lcr Iscil 1935t und Jes
Oberbefehlshaber» sic» Heeres, 'kernet Freiherr v.Fritsch. am selben Tage
Außenpolitik im Dienst der krieg»» orberrtlung
Unter hochMer < •cheimhaltung setzte Hitler in «einer • Denkschrift- rum -» Vier-
jahresplan vom August 1936 zum erstenmal em wichtiges Datum -I Die deutsche
Armee muß in 4 Jahren emsatrtahig sein. II Die deutsche WrtwAaft muß m
4 Jahren kncgsflhig sein • Von nun an befinde sich da* Reich, sekuiwhertc ihm
Ciörmg. als Beauftragter für den Vienahrespian gerade zum Wirtschaftsdiktatiw
ernannt -m der M.ibilmachung und un Krieg, es wird nur noch nicht geschos-
sen- • AUe Maßnahmen- hallen -so zu erfolgen, ai» ob wir im Stadium der dro-
henden Kriegsgefahr uns befanden •
Mit dem Übergang zur rustungMXTentierten Lenkung der Volkswirtschaft er-
wucits Jet Außenpolitik neben der polrtisc>i-»lralegi»chcn Art.mdicrung Je»
-Gcnnanischcn Reiche»- al' Sprunebrctt für die Expansion nach Osten eine wei-
tere wichtige Aufgabe die Sicherung und Vergrößerung der wehrwirttehaftiKhcn
Versorrungchasi» in Mittel- und SusJosteunpa So verband Mefc nur dem An
whiud Ostet rcictn am 13 Marz 1*1'n und mit der nett dem V* Mai WV* geplanten
militärischen Zerschlagung der Tschechoslowakei •« absehbarer Zeit- da*
doppelte Zad. zum einen ibe Tur in den (irobwiitxhafivtaum Sodostcuropa wett
aufzustiOen und zum anderen die Menschenrescrvcn, dae Rohstoff- und Ru
»tungsressourern und die Devtsennwrate beider nitl<kuripuv.bei Staaten »oll
lur die Jculxhc Wehrwirtschaft und damit tur den geplanten Kneg nutzbar zu
machen
Deutlich vua Zcitangst getrieben erschien Hakt aul der wichtigen Oberbefehl*
halx-rK-sprechung am ' 'vsrmNf l«37 Xie im ui «he < •c'chc.hlc durch Jk authen-
tische Gcdachtiuv-Niederschnft des WchrmachtaJrudantcn Oberst Heilbach
|-- FMhacb -Protokoll-1 cingcgancen Slicbwonartig seien dte Argumente gr
nennt mit denen Hitler den Zwang rum Kriege -rar Losung der Raumnot- spa-
testens 1*15-45. unter bestimmten günstigen Bedingungen aber auch ebue
früher begründete drohende Ernährungsschwiengketten und -Aussicht aut
Senkung dir* IxbensMandardv- Modernität der -materiellen Ausstattung und
Bewaffnung- der Wehrmacht mit der -Gefahr ihrer Verahcrung- bei -länge-
rem Zuwarten- Gegenmaßnahmen und -Aufrüstung der l mweit- und Abneh
men der eigenen -relativen Starke- -Aiterwerden der Bewegung und ihrer Fuh-
rcr-.
Das NSRceunc war auf dem besten Wege, durch einander widerstreitende Ziel-
sorgaK-n - schrittweise Abkoppelung vorn Weltmarkt Herstellung der Autarkie
und «Ict rustungswirtschattlK'hen S<<airs»et/tmgen für einen Kneg unter gleich
Mcibcnder Sicherung des nstlen Konsum» mit Rücksicht auf die Stimmung in der
Bevölkerung - bei nur begrenzten eigenen Revsosirsen die deutsche Volkswirt
schalt m gefahrfechcr Weise zu überlasten und einem verderblichen VerschlciÄ-
prozcB auszusetzen Ltn ganzes Bunde! »on dadurch ausgclosten Engpässen »K
Rsthstomcrknappun*. Arbeitskraftemanpel. inflalionslrcihcndc Staatvverschul
dune und Devisennot dndite den überhitzten deutschen W irtschalt»>>rganismu»
offenkundig übet kurz oder lang in eme selbstverschuldete Sackgasse zu treiben
Konnte man aus irmenpsditnchen < irunden den ofconeenischen Zusammenbruch
nicht riskieren, so Hieb n absehbarer Zeit nur n»s.h dar Ahernatise Flucht
nach ><o m den Kneg. um dann die Vermutung aus den besetzten Gebieten
sKhcTzintclien oder zeitweilig Stipp des Aufruvlungsteinpiw. Intensivierung der
Autlcnhandelsbcnchungcn und auGcnpohtrsch em Kurs des AtBgleichs und der
Fntspannung Fur den zweiten Weg der internationalen Risik.iscrmcidunt teden
falb vorerst, solange Deutschland tsch nicht hmretchend gerüstet war. votierten
aus kimwncr/Klkn finaiizpoliinehcn und nuhtartscheo < irunden der - aller Jings
Ende M87 kaltgevlellte RcKhswinwhattsmimsicr Schacht sem ebenfalls wenig
»pater au» der Scrantwortang entlassener Kollege Neurath. Diplomaten tm Aus
wannten Ami um den Staatssekretär Weizsäcker Kreise der Wchrmachtfuhrung
um ihm < senctalviabvchef Heck und semrn Nachfolger Haider, sowie Reprasen
tanten der Abwehr um OberMlcutnant Oster
»M. «I------* f- frt- «Ml 'm II Witin; » r Mitt tma Br»ü*
<F«a» He»«* Saaüea»
Aber Hitler Niet’ unbeeindruckt und reagierte im (icgrnicil «ul <he zunehmen-
den Kn*cnssmpK«ne mit aueemchetnJichcr Gelasscnhett. •«.Mienen mc ihm duck
m emer Art «*elF fuMilline pruphccs« cm geradezu unwidcrlctbaicr Bc»cb
für die mmeende Vx»cnd>ekcrt einer kncecrrschen •Lmuce der Rjomfritc-
Spaieslen* mit der Auwchatlung der inneren Opposition un Jahre IVi* Wi
derslandl »ar die naixmabsiziatnlrschc Außenpolitik taktisch altematnkw ge-
worden und cndeultic aul eine rein dienende Funktion der hncc"orbciciiunt
reduziert
Der - Anschluß- (Xlcrmcfr* am 13 Marz 19» entsprach ganz diesem Ziel Da*
—• Juli-Abkommen m»t Berlin »om II. Juli IW hatte det AlpcnrcpuNik eine
.Atempause «on nur eineinhalb Jahren gebracht. Die äußeren l mstandc de*
- Aoschtusse*- ectcen freilich einen Hitler der nach wrnern «cfrroHen und erpre*
«emchen Auftreten m Berchtesgaden gegen über dem rMerrmchnchen Bundes
katuler Kurt Schtrxhmgg am 12 Februar |Y3n dann Her Weichen ’pnlcr ninkchM
eher im Hinter gründ Nx-b mehr rcaoerte und «ach durch die überstürzt auf den
13 Marz ansesctzte Vsdksabstimmune Scbvtchnttg* -tur em trete* und deutache*.
unabhängige* und tonale* für ein chmrlxhe* und einiges (Kterrex'h- Uherra
sehend unter Zugmang gesetzt fuhhe not Ile et den «Anschluß« oichl auf eine
AH» t» Linffuruh Jevisdirt l*vrr»-n -n hx •> l< Mer» |uw hckr fr»li > njM
owpoiu I MJ»<*J>cn laber weh»erumkIi
fernere Zukunft »erlagen Auch den Entschluß lut die Maatsrevhlhche Wieder-
Vereinigung seiner Heimat nut dem Reich am 13 Mutz scheint Hitler sehr kutz
trrsiig gefaßt zu haben Iler eigentliche Drahtzieher aller Aktionen war < lonng
[Xt m der inlcinutHMuikn • Sudctenktisi nach mehrwöchigen Verhandlungen
mit dem Knitschen Premierminister Senile Chamberlain in Berchtesgaden am
IV September und Itad t >odc»bet / am J2 .'24 September i-• Godcsbctgci K»<i-
tcrcnzl den Weltmächten und der Prager Regierung am Ende abgepreßte außen-
politische Inumph »Jes — Münchener Abkommens som ?'< September IW
erschien aus Hillen Perspektive sehr zwiespältig. Fr brachte ihm in der Besidke-
rung einen hob<n IVcstigegewinn lühtle ihn durch du Vbirelung des * Sude
tenlandcs der artgestrebken -Erledigung det Kesi-Iscbechei- em ganzes Stuck
naher. CHInetc »ollends den Zugang zum Donau- und Balkantaum und führte
zur europäischen Isolierung »Jer Sowrjetumon Andererseits empfand Hitler die
Münchener Koniereiu iis Niederlage, zeigten du Weltmächte ihm doch damit
unmiBseriiandlich daß sk nach wu- sor ein Milsprachctechl aul dem Kontinent
beanspruchten und gewillt waren, »iem Diktator sorerst den glatten Durchmarsch
”* XatUapohnk
nach Prag zu versperren Verheerend für den weiteren Weg Deutschlands in
den Krieg sollte »ich auswirken. daß nut dem Entgegenkommen der Briten und
Franzosen in München jede innerdeutvche Opposition für lange Zeit zum Ver
stummen gebracht war und Hitler fortan glaubte, mit den -armseligen Würmern
Daladier und Chamberlain-, die zu teige gewesen seien zu kampten, straflos nach
seinen eigenen Spielregeln umspringen zu können
Spätestens im April 1919 reifte bei Hitler der endgültige Entschluß nun doch
schon im Herbst des Jahres einen militärischen Konflikt als ersten Schritt zur
«Arrondierung des Lebensraumes mi Osten und [zur] Sicherstellung der Er-
nährung- (Hitler auf der tdbcrbclchhhabcrbcsprcchung am 23 .5 1939) zu wagen
Dabei kalkulierte er den grotien europäischen Krieg mit den Westmächten durch
aus schon ein Die grundsätzlich seit langem vorhandene Bereitschaft zum
Einsatz milttämcher Gewalt wurde 1939 zweifellos bei Hitler forciert durch die
Verschärfung der inneren Ktl*c, durch den noch relativ uK-rlcecnen Stand der
deutschen -Breitenrustung«, durch die offenkundigen mittel- und langfristigen
AulrUstungsanstrengungen der Hnten. durch die drohende Haltung Roosevelt»
im Hintergrund und durch die Erwartung, bei einem -blitzartigen losschlagen-
wurden die Westmlschtc höchstens der form nach intervenieren, im übrigen aber
noch aus der eigenen Schwache heraus militärisch stillhalten Hitlers Veranrwi«
lang für die Auslosung des Krieges ist also unbestreitbar. selbst wenn ihm du
anderen Machte auf die eine oder andere Weise den Weg dorthin mit geebnet
haben Eine -» Kriegsschuldfrage wie 1914 bat cs 1939 mehl gegeben Da» NS-
Regime hatte durch seine Politik det standieen Drohungen und Erpressungen
nach außen und seine ungehemmte Aufrüstung mit zwingender Notwendigkeit
am Ende eine außenpolitische Konstellation in Furopa provoziert die seinen
Handlungsspielraum cntschcwk-nd emschrankte folcn empfing zwar zwischen
Ende Oktober 1938 und Ende Marz 1939 mehrfach au» Berlin -großzügige
Angebote- (deutsche Grenzgarantien, ein langfristiger Nichtangriffspakt und
wirtschaftliche Zusammenarbeit gegen die Rückkehr — Danzigs zum Reich eine
exterritoriale Eisenbahn- und Straßcnverbindune durch den -Korridor- und
einen Beitritt zum Aniikomintcrnpakl). glaubte aber die Aussicht auf einen deut
sehen Satcllitcnstatus nach den deprimierenden Erfahrungen der Iscbcchen und
Slowaken Mitte Marz mit allen Krallen abwenden zu müssen Fs erteilte Berlin
am 27 Marz 1939 eine endgültige Absage
Funktionsverlust im Zweiten Weltkrieg
Briten und Franzosen wurden endlich durch die -Zervchlaeung der Rest
Fschcchci- am 16 Marz 1939 und durch die italienische Besetzung -» Albanien»
am 7 Apnl 1939 Miwte durch bedrohliche Nachrichten au» Warschau und Buka-
rest aulgeschrcckt Sie gaben durch ihre Gaiantieciklarungcn lur die Unabhän-
gigkeit folcns (31.3.64 19391. Griechenland» und Rumäniens (134 1939) und
eine britisctVfranzosoch turkischc Bcistandscrklarung (123.1939) eindeutig zu
erkennen, daß sie weh künftig mit einseitigen Korrekturen der politischen Karte
Europas nicht mehr kampflos abfinsJen wurden. LN-Prasident Roosevelt foideitc
Vwßenpatillk U
Hitler und Mussolini zum Verzicht aut weitere (»ewaltanwendung auf (15.439)
un.1 ließ k» men Zweifel daran, da* er einer Bedrohung Großbritannien» nicht
talenk» Zusehen wurde. Die Japaner versagten weh unter dem Druck der militäri-
schen Konlhklc an ihrer Grenze zur Sowjetunion entschieden jeder militärischen
Hilfeleistung lut den Antikominlcrn-Partner. und die Italiener besiegelten zwar
die - Achsen Partnerschaft - nach außen pompih durch den gemeinsamen Ab-
schluß de* Stahlpaklcv gaben aber gleichzeitig vertraulich zu verstehen, daß »ie
aul einen L nitrat in einen europäischen Krieg an der Seite Deutschland» ru-
stungswirtschaftbch langst noch nicht vorbereitet »eien und dementsprechend
hivlMens in einem freundschaftlichen Statu» der -NichikiKgfUhrung- (Non-Bel-
ligercnza I verhärten würden.
Dk Würfel für den Krieg fielen am II Apnl 19 W mit Hitlers Weisung tur den
* «lall Weiß- (Angnffssorbercitungcn gegen FAXcn) Im letzten Augenblick kam
Hiller die Sowjetunion mit dem deutsch sowjetischen Nichiangnltspakl und dem
»Geheimen Zusatzprotokoll» vom 23 August 1939 zu Hilfe. Monatelang, seit
April 19.39. von den Westmachlen und von Deutschland umworben entschied
sich Slatin am Ende für den Partner, der ihm den bevorstehenden Krieg von »ei-
nem eigenen lenitorium lernhich. ihm durch die vierte Teilung- hilcn» und die
Aufteilung der Interessensphären m Ovtmittclcuropa von —• Finnland bis zum
Schwarzen Meer cm beträchtliches Aortrciben »emer Wcstgrcnzc i Haitische Staa-
ten und Bessarabieni zugestand und für die nächsten Jahre wenigstens Frieden
garantierte, solange er wie Stalin kalkulierte - in den kapitalistischen Krieg im
Westen verstrickt wäre. Dafür hielten die Sowjets Hitler den Rucken tm Osten
frei, beteiligten »ich an det militärischen Isolierung Polen» und gewahrten in drei
wichtigen Wirtschaft»vertragen <19X19’9. 1121940. 10.11941) dem Dritten
Reich jene knegsnot wendige materielle Unterstützung, die ihm bei einer neuen
gegnerischen Fcmbiockade wie im Ersten Weltkrieg versagt geblieben wäre Für
Hiller war der Pakt mit Mahn wehet nur eine zeitweilige, au» der Not geborene
Aushilfe, auf die er m»»glichst schnell hotltc verzichten zu können
Hiller hat Ende August |939den -großen Krieg- bewußt riskiert Seine Hoffnung
wai aber nach bewahrtem Muster jeden seiner Gegner einzeln und nacheinander
mederzukampten Mil Auslosung de» Krieges ruckte die Außenpolitik klassischen
Zuschnitts noch weitet an den Rand des Geschehens Me diente im wesentlichen
ckr Kriegführung und dann der Verwirklichung de» Rassenprogtamms die ein-
deutig die Handschrift Hitlers in letzter Verantwortlichkeit trugen. Dies druckte
sich auch darin aus. daß über das Auswärtige Amt und mH seiner aktiven l 'nter-
Stützung nicht nur die laufenden Routineangelegenheiten. sondern ab 1942 auch
die adminrsii.iliscn \<>ibeteilungen tui die -Fndktsung- der Judentragv in den
besetzten und vetbundctcn Landein Europa» abgcwickcli wurden und Ribben-
trop velbst aus dem mneren Kreis der nationalsozialistischen Lnl.whcidungslia
gcr ausschied
Det Bedeutung»- und Funktionsverlust der Außenpolitik im • Weltkrieg 1939.
1945 hing iis.khlich mit dem natioiialMMiahsircben Hertschaftssvstcm und
seinem völkisch rassischen Programm zusammen Gegenüber dem als absolut
gesetzten Krieg strebte die nationalsozialistische Führung je weiter det Krieg
SldrwpiilinL
fortschntt und |e geringer seine militairschen Chancen wurden Leine poetische
Alternativc mehr an Die vorn NS-Regime konzipierte -neue CJrdnuns« in Euro-
pa war auf deutsche Hegemonie auf Unterwerfung. Beherrschung und Ausplün
derung. auf -rassische Flurbereinigung., und Vernichtung angelegt Sie entbehrte
jeder konstruktiven und werbenden Idee und lieh keinen außenpaliinchen (ie
staltunesspiclraum zu. Selbst für das Verhältnis zu den -Achscnpattncrn« Italien
und kipan galt daß es hier an engen militärischen und pol tnehen Absprachen,
wie sie zwischen Hnten und Amerikanern bestanden, gefehlt hat Der Knee ein
mal ausgelovt. trug von Beginn an - nicht zuletzt durch den hartnäckigen Wider
stand dci Briten und det SowjeL* und dann am Hl Dezember 1941 durch die
Kriegserklärung Hillers an die USA das Gesetz seiner globalen Ausdehnung
aul immer weitere Kriegsschauplätze in sich, ohne daß m Berlin so etwas wie ein
Gesamikricgspl.in bestanden hatte
Lediglich zwischen der Kapitulation Frankreichs am 22 Juni 1940 (-• Westick!
zug l**W) und Hitlers endgültiger Weisung für das Unternehmen -» Barbarossa
am b Dezember 1940 schienen sich lut wenige Monate altemaltvc Konzeptionen
Wdhelminischer Prosenienz und ihre Verfechter zu zeuten Wahrend Hitler seit
Ende Juli 1*40 seinen eigentlichen Knet, das heißt den Eroberung«-. Pfunde
rungs- und rassischen Vemtchiungsfeldzug gegen die Sowjetunion ansteuerte
damit zugleich England* «Festlandsdegen« vernichten und sich eines lästigen
Konkurrenten entledigen wollte, um mehl eines Tages von Stalin tm Rucken
erpreßt zu weiden, solange er noch un Westen gebunden war. wurden in seiner
Eingebung etn letztes Mal wie m den dreißiger Jahren machtpohtische und mi
litansche Optionen ventiliert die auf Knegsziele vor und un Ersten Weltkrieg
zuruck verwiesen Sie hatten ihre Vertreter unter den «Traditionalisten« in der
Seektlcgsleitung. tn det alten Kolonuillobbv. m Diplomatie und Bürokratie und
zählten sogar Ribbentrop zu ihren Fursptcchcrn. Gemeinsam war diesen Optio-
nen die Frontstellung gegen England, das überkommene Interesse am .Aufbau
eines miltelafnkanischen Kolonialreiches und eines ozeanisch-überseeischen
Stutzpunkisvstems. um von det atlantischen, nahöstlichen und nordafnkanochcn
Peripherie aus den Kumpf gegen Großbritannien und sein Weltreich fuhren
zu können Durch sein Treffen mit General Franco m -» Hendaye und dem
Staatschef -» Vichy-Frankreich* Marschall Petain in -» Montoite am 25 24 Ok-
tober 1940 durch den Abschluß des Dreimächtepaktes mit Italien und Japan am
27 September 1940 und schließlich durch den Empfang des sowjetischen Außen
mmtsters Molotow in Berlin am 12-13 November 1*40 schien der Diktator zeit-
weilig zu signalisieren daß er Ribbentrop* K->ntmcni.ilblock V isum gar nicht so
fern stand Aber mit der Aura des überraschenden -Blitzsiegcs- Uber Frankreich,
die dem «Führer« so etwas wie eine charismatische Ausstrahlungskraft nunmehr
auch ah -genialer Feldherr- vermittelte, blieb Hitler am Ende bei seinem -Pro-
gramm- der Lcbensraumcroherung im Osten
Eme rational kalkulierende Außenpolitik als «Kunst de* Möglichen« fßismatck)
haft sich stets mehrere Optionen offen und vermeidet tunlichst den Weg in die
Unumkehrbarkeit ihrer Entscheidungen, wenn sie tn eine Sackgasse geraten ist
Nur so bleibt sie international manövrier- und kompromißtahig So handelten die
Weimarer Regierungen, und so handelten auch mit Ausnahme der Juliknsc 1914
Saltr-npolil» M
dae Rcichsfuhrungcn do kaiserlichen Deutschland Demgegenüber prägte hei
aller (x-scbmcidigkcil in Jen Zwischenschnttcn doch «n Banne dec Endzieles em
radikal zugespitzies -Entweder-Oder- den Dcnkstil Hitlers - -Deutschland wird
catwedci Weltmacht oder überhaupt mehl ton« l Von Kumpf) und den Stil der
naiumalsozialistischen Außenpolitik Sie erfuhr dann ab knepspolitik un Zei-
chen «ua -Sieg oder (nlctgang- die letzte AuUtplclung einer ihr »on Anfang
an immanenten Radikalität und sollte schließlich tn die Selbstsemichtung des
Regime« einmunden In der strikten Ablehnung langfristiger Kiwnpriunt**e.
SondcrfriedcnsichlU'sc «der abweichender. auf Frieden angelegter Optionen
entfaltete weh jener unscTWechselbare und auch gegenüber dem italienischen
Faschismus singulare Wesenszug nationalsozialistischer Außenpolitik So tragt
«ich am Ende, wieweil eine Außenpolitik wk die nalionalseviahMnchc. die sca
Anfang an bewußt da« krsegsnuko einschkiti überhaupt noch diesen Samen ser-
dienl
<>raml Herauna tunnpn Weg « dra tnrt Hum M a» Wwaar lvb> UaiKSca l<aa,
HMrbani Klaus Hut NmA flm>u>hr «i/>wp ih>a /Kuaani Ku ZK** l**l /«•
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»rieh BeraJ lurcrn GraAZnu».Maad AuAmpnlnt nti Anrcnnnsmauardn Md^n-<aw Maa
«RcafWI
Justiz und innere Verwaltung
Von Emst Ritter
hin hinreichende« Bild von den Vorstellungen des -• Nationalsozialismus zu
Recht und Verwaltung wir vor der nattonalvozialnttschen -• »Machtergrcitung-
nicht zu erkennen. weht man von den Deklarationen des Parteiprogramms ab
(Punkt 19 «Wir lindern I rsatz tut das der nuiciiatntischcn Wcllordnung dienen-
de römische Recht durch em Deutsches Gcmeinrccht-. Punkt 25 «Zur Durch-
führung alles dessen fordern wir Die Schaltung einer starken Zentralgewalt
des Reiches l'nbedingte Autorität des polit neben Zcntralpariamcnt« über das
gesamte Reich und «eine Organisationen un allgemeinen*) und einigen un
zusammenhängende Außerunccn m -• Wem Kampf darunter einem Lob des
-unvergleichlichen Beamtenkiepen des alten Reichs (vor I91K). Deutschland
war das hestorgantsiene und bestscrwahctc l and derUelt* fKap 10 Bd li Wei-
tere Beachtung land Hitlers Ixealitatseid im — I bnct RcbhswchrprozcB. doch
Nwb kein Zweifel an der rein instrumentalen F unktion dieser Strategie Hitlers
sachliches Desinteresse und «eine pcrvelchc Avemoc gegen Gesetzesordnung
und Regelhattiekrit Hunikraiie und Justiz steifrrteo sich in kleinem Kreis
(-• Tischgespräche Hitler«! zu Formulierungen äußerster Geringschätzung und
offener Wut Die vorläufige Respektierung und Nutzung vorhandener Struktu-
ren. insbesondere auch des Vernähungsapparates von Reich. Landern und Ge-
meinden. erleichterte aber die Ernngung und den Aushau der politischen Macht
diente der Beruhigung und fiewinnung der Besofkcrungsmchrbctt und schließ-
lich auch der Disziplinierung allzu -rcvoluOonai- gesinnter eigener Anhänger
Dabei war schon den Zeitgenossen bewußt, daß die natmnalsonalistischc Maehl
aucubung keineswegs auf legaler <irundlage zustande gekommen war <-* Reichs-
tagsbrandverordnung —» ErmächtigungsgesetzI doch wurden Verstoße dieser
Art mit einer ühcrformakn -inneren Verfassungsmäßigkeit- (Karl Steinbrink)
für geheilt erklärt
In der Folgezeit vertief die Entwicklung widersprüchlich Zweifeflov wollen Hit-
ler und «pater auch Paladine wie Himmler. Bcwmann und Goebbels mehr ah eine
Indicnstnahmc und L ntenochuag des btsbengen Staatsapparates und strebten
eine neue, spezifisch nationalsozialistische Lorrn der Hcmchattsauvcibung an
Doch fehlten em geschiocsenev theiwcttsch tragfähiges Konzept und wohl auch
die Lahis'kcit und der Wille zu einet so radikalen und »sslcmali«<hcn Au«-
lOschung tradierter Institutionen und Verfahrensweisen wie im Kommunismus
sowjetischer Prägung Es Nieb während des Dritten Reiches bei Eingriffen und
Änderungen von Fall zu fall dem -Dualtsmu« von Maßnahmen- und Nor-
menstaat- i Ernst Er senket) auch wenn letzterer zunehmend m die Defensive
geriet
Wenn das bisherige Normengeruct - die Verfassung der Weimarer Repubbk. die
Rechtsordnung und der weit ufsrrwiegcndc Teil der «taallK'bcn Institutionen - so-
zusagen cubddiar erhallen blieb waren «ach die nationalsozialistischen Vordenker
J*4M uwd Innere Ver»aini»t *'
doch einig in Jet fundamentalen Ablehnung seiner Cnundlagc. Jen -libcralrsti-
Kkra* und -tndividualivltsvhcn* -Systems- Jei -• -Ss-stcnuell- Ihm tlbcrzuord-
nen »al die zentrale Rcchtsidcc der völkischen Erneuerung die Weltanschauung
und Moral mit FAilitik und Recht zu einer Einheit verbinden und einen neuen
Ordnungszusamtncnhang jenseits von HisitiviMnu* und Formalismus gestalten
sollte (Kail Latenz. < alt Schmitt u 4 >
Neue RichLsqucllcn «dien lortab einige bewußt cmotionvhcfiachlele und unbe
stimmt gelassen« ideologische Elemente nie der <«ch.T des NatrnMhanata-
ms*. manilesiKtt ua im Partciptigranm «kr — NSDAP die —• \olksgemem-
schatt, ausgcdrtk.it un -• ge sunden \ olk «empfinden rar allem aber der -• -Fuh
rerwillc- Weitere \xgaben (nach D Rebcntnchi tur «Ur Entsshcidungsprozevvc
s«m scrtdssungMcchllichci und scrwaltungspolitnehcr Konsequenz bildeten in
einem keineswegs widcrvptuchslreien Könnet das Pcrwvcilichkcttcprmzip. das
institutsoneUc AÜlgahenzuweivung und Verantwortlichkeit durch personenver-
bandvstaathchc Vkeehsclbczichungcii ersetzte, das Kampf und Auslescprtnzip.
das der Aufstieg der -Fuchtigen- von unten ermöglichen sollte und die Methode
der natMiiulsozulistischen Menschcnfuhrung die Impulse aus Jet ficmeinschaft
erfuhr und die F ähigkeit besaß, kollektive Begeisterung zu erzeugen
Shin zeilgcruKMSshc an »ich konforme Slaalsrcihllet wie Ernst Foisfh«4l
artikulierten die Umctcmbarkeit son zwcckrationalem. auf statischen. gesetz-
mäßigen Grundlagen beruhendem bürokratischem Handeln.ww es tur die Funk
Isonstihigkcit und dsc Dasein»» orsotge in der modernen IndustncgcseUschalt
unverzxhthai sei. nur der Verpflichtung aul ein persönliches Irene und Gcfoig
Schalter crhaltnis zu einem dynamischen ratuwal rocht faßbaren —• Führer, politi
sehe I uhrung und Aerwaltung hatten ihre unlcrsducdhsbcn Lebensgesetze wech
sdseitig zu respektieren Eheorehker der SS wie Reinhard H<4>n sprachen der
Verwaltung hingegen jedes Eigengewicht ab Zu vermitteln und zugleich den
-Euhrcrvtaal* durch eine eigene Verfassung zu notmieien versuchte vcrgebhch
Ernst Rudolf Hübet -Zu ihr gehört tncht nur Jet einmalige und einzigartige
Führet ... sondern die lebendige Fuhrervchicht. «he die dauernde l hdnung und
Einheit verbürgt.* Dieser neue Tsp des Acrwaltungsfuhiers sei aller Jines nicht
identisch mit «lern Rcrulsbe.imtrn aus der lraJiti.m Jes absolutisitscK n Siaulcs
Beamtentum und ofTrntiichrr Dienst
Del OflentlKbe Dienst war. vor allem in den unteren I aulhahngruppen. schon
wm 1930 starker al» Jer BcvUkcrungsJurvhschnitl m der NSDAP vertreten,
machte sich dort aber wenig bemerkbar weil ihm jede -Betätigung* tur diese
Partei <und die KPDl untersagt war und in Preußen darüber hinaus schon durch
die etniaebe Mitgliedschaft bi» 1932 Nachteile drohten
Auch in den cisicn Woche* nach Jei MachtuKinalirne suchten ubcrpugxietional
viele Bs-amk diesmal vor allem des höheren Dienstes, um den Parteicintti» nach
I -• Mizgcl.illcrscf dal unter l Ippiutiinisicn und E mgeschUchtcrte ebenso wie
r Jwuu «Mi nraen Vrrwikawg
Svmpathisantcn autoritärer Struktutcn und solche. d< in die neue Regieiung
‘tandespolitivchc Hoffnungen setzten (—• Rcishsbund del Deutschen Beamtem
l mgekehrt herrschten im gesamten rechuburgerbchen lager weit übertriebene
Vorstellungen eurer gezielten Amlerpatronage der republikanischen Regierun
gen. Che allen Parteimitglieder bewahnen am der — -Kampfzeit- ihre Ressen-
timents gegen die staatlichen Vollzugsorgane So begann die neue Regierung
wdort. wo dies regulär möglich war, mir der Fntlawung mißliebiger -pohmchcr«
Spitzenbeamter, am wcüeMgehenden unter Gonng in Preußen von Ober und
Regierungspräsidenten. Landraten und fViUzcipraMdcnicn Im übrigen grillen
wilde -Säuberungen- rot allem auf kommunaler Ebene um sich, wobei sich die
—• SA hervortat Das —» Gesetz zur Wiederherstellung dm Bcrufsbcamlcntums
zw ang weitere Persooengruppen zum Ausscheiden Doch zeigte sich bald daß das
Reservoir befähigter alter Parteigenowcn zur Besetzung ticigemachler Stellen
nacht ausreichtc Sic blieben. regt-euL nach Laufbahnen und Res-otts unter
schiedlich überwiegend in der Minderzahl Zwar wurden Im l'Ml von den 365
preußischen Laodratv-tellcn 3M mit Mitgliedern der \sDAP besetzt von denen
201 — -Alte Kampfer- waten Doch wurde insbesondre tm Behixdenapparat
des Reiches und der 1 ander noch lange meist mehr auf Fashqualifikatk>o als auf
politisches Engagement geachtet und <hc innere Gcschkmcnheit der Beamten
schart blieb erhalten Anfang 193H beklagte weh der -• Stellvertreter des Führers
darüber, daß tm — RcKhsarbeitsminivlenum »sei 3* Ministerialräten nur fünf
Parteigenossen seien, sämtlich mit dem Eintnttsdatum nach dem 30 Januar 1933.
In dieser Kontinuität stand auch das Deutsche Beamten ersetz vom 26 Januar
19.37. das rn seinen Grundsätzen aul V «arbeit en der Weimarer Zeit tutue und
nach 1945 tm wesentlichen erhalten blieb E» war m seiner Festlegung hergebrach-
ter Rechte und Pflichten und des verbindlich zu beachtenden -Dienstwege«- nach
Ham Mommsen das einzige croße Gesetzwerk des — Rckhcminrvicriums des
Innern, da« gegen den hinhaltenden Widerstand der Partei und die immer stärke-
ren Bedenken Hillers «seh vertavsungspolitisch zu Nnden in Kraft trat Das
DictiMrecht für Anecslclhe und .Arbeitet deren Anteil am öffentlichen Dienst
durch die zunehmende Beschränkung der Beamten aut hoheitliche Aufgaben
wuchs w urde analog gestaltet
Der direkte Einfluß der Partei bei Acücmcnnunecti wirkte- «ich vor .Jlcni in den
Kommunen aus wo ihr ein Vorschlagsrecht rustand wählend sich bei Reich«
behorden der Stellvertreter des Lu hier« zunächst mir einem W idcrspruchsrecht
begnügte Durchgängig wurde aber die regelmäßige -politische Beurteilung- (we-
ben der fachlichen I emgefuhrt die die Karriere beeinflussen konnte und in ledern
Fall angepaßtes Verhalten begünstigte
Trotzdem verstärkten sich die Attacken der politischen Führung auf die Inlleti-
bititat und den Formalismus der Bürokratie, schritt ihre Entmachtung durch die
Begünstigung und weitere Vermehrung der Sonders er» all ungen und Vollzugs« >r
gane der Partei und ihrer Gliederungen werter fort und konnte auch nicht durch
die Einführung von Beamtenuniformen Verleihung von FhrenMeln der Partei
und der — SS ausgeglichen werden Martin Bormann mischte weh ent unter,
dann anstelle von Heß immer massiver m die Personaipolitik ein und setzte den
»t* II -IntDtatKfer dm fecMMrt- Wan»UUr\i riwUrawg Jn Ur» hutwJi» kn detfvche«
Ikawu« »Umurs J Ml N89 lb*i Mwwt
Eintritt eine* neuen Gcncratum »eit ihre* Studienzeit aktiver NatKmahoaialtMen.
Jk zugleich tachbeh qiulilurrl waren, in Spi/tiMellunrin durch khUcWeii
erklärte Hille* an 3h Apnl l*C un Reichstag. e» «et »ein -legale»- Recht reden
zum Rücktritt ccJcr zur EntlacMmg zu zwingen. der nach «emer Memuru nicht
«eme Pllicht tue «Mine Ruckweht aut die Pers.« und die Rechte de» He amten
In wekhef Art -» Widerstand liquidiert wurde, zeigte »ich »o* aikrti nach dem
-• 31 Juli) *M So wurden die ikwigir iiwtaatlw. h»n Kräfte, die nach 1933 nu Su-
hthMerung dec Regune» hcigelragea hatten, zwar tn ihrer Masne nicht heceitigt.
aber «chiieBiich oflcn na Oiifcmtn® geweilt
l»cr \ rrwalliingcapparal
InctilutHincil und quantitativ nahm die Setwaltune in»bvw>ndurc aul zentraler
Ehene «ofnn nach der Maehl übernähme und bei Mitte de» Zweiten WeMncpe»
hinein »tandut zu Ihc permanente aalumak Mcbdtcacrung luhrte zur Wahrneh-
mung neuer oder zur I tpancuo brdant nachranpg behände her Autcahenhcrci
ehe. ww de* de» ReichwninKienum» für Sotkcaidklarung und Prupaganda
taMto und iri Vrrssaltwwg
sowie -• RcKhsinilfäkrtminnlcwTO oder Jcr 19« zur Rceclunf Jo Lud-
Isrdarts «ler Oflcnthchen Hand gegründeten RetchsalcUe für -t Raum- -rdmuig nut
Jrtn Eharakter einer -» Obersten RechsbcN.rdc Mm demselben Statu» «urde
1954 «süc» Reichsministcnum tur Fnuhrung und l andwirtschatt auf persöab
c*** Betreiben Görings, der Jamil —• RcKhMorslmctster und Reichsiagenwctslct
«urde. dar Reicfnlorstamr ameegiicdcrt. 1*K’ kam noch da« Rcidnoutusterium
tur Bewahrung und Munttton (— Retchsminnienum tur Rüstung und Kriegspro-
duktion I. 1*41 da» —• RocBm—ilirniiili tur die besetzten < Xtgebsete hinzu
Lin weiterer erheblicher Aulubcuzusadn ergab sich aus der Ihrrfuhrunt ii®
kiwnprtenzcn die bislang der loderatisen Verwaltung der landet »or behalten
* aren in die zentrale Zuständigkeit des Recbo i (ilechHluhunr -» Reichs-
statt (lallet — Reichste!ormi Er erhielt tUVl weitere Schubkraft durch die l upa
dicrung des eröfcten Tcib des zentralen Scrwahungsapparales des bei »eitern
größten lande«. Preußen Jessen Entmachtung schon t*».«2 unter Jet Regierung
Papen eingesetzt hatte ( —* Prenßemchlagi Nur noch das preuBnche Staats- und
das hnanzminisiertsim bhehen selbständig wahrend die anderen landet de«
Rckbes für durchzufuhzendc Aufgaben auch ihre sonstigen Fachrcsaons Itrut
Ausnahme der Justiz i behalten konnten Durch diese -Scrrcx.hlu.hung- Jet
Kailtusautgaben entstanden noch das ~t Reiehsmintsterrum für Wtscenschan
Erneteng und VoftstnMuag und das — Retchsmtnistcnum für Jie kirchbchen
Angelegen beiten Aber auch die •klassischen- Rcssortrnirmtenen. »or allem Jes
Innern und der Justiz (-• Rciehsjustizministcnumi. die bislang aul Lenkung»
und Gesetzgebungsfunknoncn beschrankt gewesen waren k>winien durch diesen
L'Metbau «an Dtcnstaufsacht und Sollzug ihren Perwmalstand zum Teil servieJ-
fachcn
Es war da» Kennzeichen so« Hillers Fuhrunguuil daß er tur Aufgaben beson
derer politischer Drmgbchkeit oder seines persoetbeften Interesses Souderbe-
auttragie henef die unabhängig »on «Jet Reictbtcgicrung «Irren Kompetenz
formell gewahrt bheb. ihre eigene -Jsnamncbc- Bjfitik »erfolgen kietntcn. dazu
besorzugt aut finanziellen Mitteln ausgestattet wurden, einen eigenen \erwal
lungsapparat aufbauten und sich dabei allein auf das Vertrauen Jes Führers
stutzten Der erste Bcsollmacbtif le dieser Art ab -» Gcncralin»pcklcur lut das
deutsche Straßenwesen wurde Fritz Tech. bt» dahin schon •Rcschswaltcr- des
— Naluvubozulistnchcn Bunde» Deutscher Technik und Leiter de» \mtcs lur
technische Wissenschaft tn der -» Deutschen Arbeitsfront iDAFl ssswie leiter
des Hauptamtes für Technik m der -• Retcfcdcltung der NSDAP Seine wettere
Entwicklung ist beispielhaft Zur Durchtuhrune semer Bauaufeaben baute er die
— Orranr-atHXi Todt aul »urde 1VM »otn Bciuttr.utcn für den — \ wrjahre»
pLm zum Gencralhc-sollmächtigten für «he Regelung der Hauwirtschaft insl
Generalmspckteuf für die Sonderaufgabcn ernannt l**> RetchsmiaMer tur Be-
waffnung und Slumtam und im FcMgepht noch Gcneraltnspektcui für Wasser
und Energie Nach seinem l nlalltod 1*42 trat Albctt Speer, schon seit IW? ab
Generalbauinspekteur für die Reichshauptstadt Hitler ummnelbar unterstellt,
m allen diesen Ämtern Todts t iesamterbe at Eme ähnliche Kumutatuwi »ort
Ämtern der Repcruag. Hitler direkt uMefMcilten Sonder» crwaltungen. beruh-
ständischen Kammern, det NSDAP, ihren Gliederunccn und angeschknacncn
Verbanden und schiieBhch n«h rcichsctgener W irrschattsuritemehmen land
Mck bei so gut •» alten NS Spnrmtunku-wiarcn. mehl »u hn solchen dte tcch
ntsch-tachlKh cHiocnt arbeiteten wie T'di und Speer oster [wiittschcs Durchsct
ruogss ernt, "ten besaiten »K < »wmg und Hinunter sondern auch l B hei cmer
so offenkundig schwachen und ertoigiosen Figur wie Rosenberg <-» XoÜMhet
— Kamplhuad tur Deutichc Kultur -• Amt Rosenberg; -• Auflen
poetische» Amt der NSDAP: — H.Ae Schule der NSDAP. — F insatzstab RL
Rosenberg. RcKhsmmislcnum Iw die besetzten Ostgebiete).
AU diese Spielarten der Verqwckung ‘»n persönlichen und sacMutten Interessen
und R is ah Uten mitsamt den Bcglcitcrscheinurigcn so« bui.wrattschcm Leerlauf
und auch hj «ruption übertraten nett nur das »erbreilete Zerrbild des Weimarer
•Ssstemv. s*mdcm widersprachen auch der VivMehung eines aufeinander einge-
spielten. Gesamt leist unten erbringenden Organismus. Otfensishtlieh war auch
daß Hi’ter für Verwaltungteragcn weitfehcnd das Interesse fehlte er sich ssettach
gar nicht Jet nur unzusammenhängend und willkürlich autlettc und zudem in
oberflächlichster Wcnc beeinflußbar WW Seme L nlust seinem propagandisii
sehen Idealbild zu entsprechen hat dm sogar als -schwachen Diktat«- I Hans
M. mmsen i crschemca lassen Tatsächlich entsprach »eme Methode imtitutioncl-
te und persuabchc Rnahtaten zu fordern seine Gleichgültigkeit gegenüber sie
ten Sacht ragen seine untätige oder zumindest abwartenste Haltung bei offenen
Konflikten seinen sozialdarwinistischen Grundinschauungcn. Gegen seinen Uil
ten geschah nwhls und soweit dtewr erkennbar schien wurde er an Machtkampf
der Apparate meist zu antizipieren »ersucht Der führet büeb dte oberste In-
stanz. dte -trionokratnuhc Herrschaft mit pohkiainchen Mitteln- ausubte (Die-
ter Rebentisch)
Irregulär wie auf zentraler Ebene bteeb auch Jk \ erwaitung auf der mittleren
Stute Die lange zurück reichenden Bestrebungen zu einer zweckmäßigeren lern
tonalgliedcrung und Kompetenzserteilung i RcKhsrefuem I scheiterten ebenso
wk die geplante euibcühcbe Ktenordnung IM.ta Al» durchgängig wirksam
gewordenes Modell cmer Neuordnung kam ledighrh ihe -» Deutsche Gemein
dc«dnung som Al Januar 1RJ? gehen, m der die Idee der kemtmunaten Selbst
serwalrung in Deutschland seit Stern Muster dcmokratHdter Milknshildung
zugunsten ehr eklet EmgriitsmoglKlikettcn des -Beauftragten der NSDAP«
aulgcgebcn wurde Ute »ehr un übrigen unprosruert wurde.zc<t dte scrschicdu-n
artige Verwaltung der -» mtgeehederten und besetzten Gebiete So wurde zwar
teilweise bei trüberem Reichsgebiet die alte \ctwaltungsstruktur wieder brr
gcMcIh Das ~r Mcmelland. -* Eupen und Malntcds und das historische Ost-
Ohcrschtesten wurden I9*f und IMD umstandsl.« wieder nach Preuiten ruck
gcgtecstert. ebenso gelangten zusätzliche Teile des besetzten — Polen und der
-w Tscttechsukiwakei zu Preuiten und Rasern und damit unter Landesscrwai
tungcr I mgekchrt wurde aber aut die frühere Zugehörigkeit des -♦ Saar
lande» IW keine RiKksiclM mehr genommen e» wurde, ohne einen detinrtrsen
Rechtsaxaiu» zu erhalten »cm cincrn Rewhsk«nmissar serwallct Der Mittel
Instanz neuen Isp» am nächsten kamen nach dem -» AmcbhiA Österreichs die
dortigen -• RcKbseauc und m der Folgezeit die Verwaltungen dc» -» Sudeten
Lindex -» Danzig Ikestpreuttens und des -• Ikarthelandsrs mit dem ( nterscilted
91 Jmw u»g un Xer-alUMg
dati hier ab < ntennstanz wieder g»tits drei Rccierunestseztrkc emevnehtet
wurden
Ah -NehcnUrkfcr- Jem Reiche -an gegliedert- mH einet Hiller direkt unter
«eilten Regierung hrw Verwakunx. wwden nach ihrer Okkupataei das — Pro-
tektorat Böhmen und Mahren und dae -• Gcweralgouseme ment V olkcrrechtlwh
nur besetzt waren Je Gebiete dte einem -Chef der Zivtberwaltung« - regel-
maBtg zugleich -» Gauleiter un angrenzenden Reichsgebiet unterstem wa-
ren <-• Luxemhurc -♦ EKiB-Lothnnitcn nach der Besetzung -• Jugoslawien»
l nlcrstciermark und <tbc-rKrain nach Beginn da» -• OMk klzugcs der Henri
Biahsiokl Tatsachbch wurde aber dort durch die weitgehende Imtubrung deut
«eben Rechts, der deutschen Amtssprache der deutschen Staatsangehörigkeit
für -• Volk »deutsche und deren -• Wchrpfbcbt die tomüiche Einsetieibuik
nach dem Kneg vorbereitet Einen ahnheben Statu» erhielten schhctUich nach
dem Frontwechsel — Italiens die Operatmoszonen -• Adnalnchc» husten land
und —» Alpenvorland
Verschieden war auch der Besatztinevstatu» der Landet, deren Annexion acht
oder Kdenlalk nicht offen vorgesehen war So »erwalteren -• Rcwhsh.wnntiss.irc
unmittelbar —» Norwegen und die — 'oedertande Dem — Retdnkommissanai
< hlland und dem -* Rcwh»k<>mmi»Mriat Ck tarne wurde wiederum das Reich»
mmrslenum für die besetzten Osleebwrtc vorecordnet. Zistherwalluneen durch
Milnartscfehkhaher bestanden dagegen m -» Belgien -« Frankreich und -• Grie-
chenland die ihrerseits Vasallenregierungen etnsetztert sowie m -• Serbien
Die mildeste Form der Besatzung. die weh zunachM auf KsmtrtdVunAtKinen be-
schrankte. erfolgte vehbcßlKh nut Jet Ernennung von RcschsbesoOmächtigtcn
bei den einzelnen '»atiociajregwruotcn t-a Dänemark, spater — Viehs Frank
reich Italien — l ngam. -» Slowakei)
l’nabbängig vom diesen zentralen Dienststellen Igscnertc» jn essamten deut
sehen Hcrr»chalt»ecb»ct mit Sonderrechten ausee»Uttel und faktisch unabhan
pg. nicht nur <he — Wehrmacht umdem auch der -* Reichsruhrer SS und < hef
der Deutschen fSJim der Beauftragte für den V lerjahrcsplan. der -• Gcnctalbe-
»oHmashtirtc für den Arbeitseinsatz und die Vfimsicr für RüMune. für Verkehr
und für Post
I nmittelbare Konsequenzen ergaben sich durch den Knegshetinn auch im
Reich Die Beschaffung und Zuteilung knegswichiitc' RiihMoffe Guter und Az
hcitskräftc. die Mobilisierung und KontrvUe der B»r»olkcturu setzten Prioritäten
Dabei spehe der -• Minraerral tur dw Rewhssertcidigung kaum eine der -• (le
neralbesoilmachtigte für die Reichs»erw altung nur etne nachraneiK Rolle. Eine
spürbare Vereinfachung der Verwaltung an diesen f inrichlunzcn »otbei erbrach
ten erst die Auskummaktionen- des Generals von Lnruh seit Mai l*M2 (“Ak
tum HeldcnkLru.) und schon im Zeichen des -» -totalen Kneecs- seit Anfang
tsM.» des Chefs des Oberkommandos der Wehrmacht (OKU I. der Parteikanzlei
und der -• Reichskanzlei die erhebliche Personalemsparurren durch -Frcrstel
lung- für ihe Wehrmacht erzwangen und zur Stikcrunt aller mehl unmittelbar
kriegswichtigen Dienststellen auch der NSDAP lutwten
Justiz and innere krrwakuas
Die Kontakte Hitlers. der in leinen -» Fuhrcthauptquarticren weitgehend abgc
schottet war. verengten weh zunehmend Sein Vertrauen behielten tm wesent-
lichen Gonng. Himmler und Speer.aber auch Ley. Ribbentrop und Goebbels In
diesem Zusammenhang besondere Bedeutung erlangte nach dem Englandflug
son Heß der Auisticg Martin Bormann» zum Letter der Parteikanziei und 1943
rum -Sekretär des Führer»- der in dieser Funktion drn Zugang zu Hiller zuneh-
mend kontrollierte, seine Weisungen umsclztc und dabei schließlich am.h den
Chef der Reichskanzlei ausschallcn konnte
Fan Gegengewicht zu diesen zentralen Gewalten bildeten die Gauleiter denen
ganz überwiegend das Vertrauen Je» Führers und das Privileg des direkten Vor-
trag* bei Hitler erhallen blieb Ihle Vl.whlstarkung war vor allem aul ihre Einset-
zung als —» RcKhsvcrtcidigungskommi'sarc zuruckzufuhren und nahm mit dem
Kriegs»crlaut noch zu In den östlichen Reichvgaocn waren sie neben der SS der
einzige gleichrangige M.whltakior
Nach einer immer weitergchcnden Radikalisierung auch der inneren Verwaltung
in der Endzctl des Regimes war dessen Ausklang bezeichnend lur seine Ideologe
sehe SubstanzloMgkcit Hitler verzichtete in »einem politischen Testament am
läge vor seinem Selbstmord aul die hetfuhrung de* -Fuhrerstaatc*- und ver-
suchte mit der Ämterverteilung und Pcrvonalauswahl »einer Nachfoigercgietung
Dönitz an das verhaute -Weamrer System- anzuknuplen. Dessen Institutionen
waren zwar nie aulgegcbcn worden, aber tatsächlich durch die Slachtau*ubung
eines aut -Hitlers Willkürherrschaft zentrierten atavistischen PcrscMicnvcrban
den- (Dieter Rchentischi überwuchert worden
Justiz
Auch un Erscheinungsbild der Justiz waren die Elemente der Kontinuität
zunächst vor herrschend. Das Recht*»» stein. wie cs sieb m Preußen und den ande-
ren deutschen l andern seit dem |h lahthundcrt entwickelt hatte wurde pnnzipi
eil bcibchalten Amtsenthebungen und per»onelle Veränderungen blieben, außer
bei der Rechtwiiwaitvshalt. mit etwas mehr als <««l Entlassungen »ort Richtern.
Staatsanwalten und \ erwaltungsjurrsten weil unter de m Durchschnitt und beein-
trächtigten die Funktionstuchtigkeil de» Justizapparate» zu keinem Zeitpunkt.
Die NSDAP die dann vor 1933 nur schwach vertreten wat. verzichtete auch in
den Spitzenpositionen, wie bei dem deutschnationalen Reichsjuslizmintster < iurt-
ncr und dem Präsidenten de» -» Rewhsecncht» Bumk» aul fachlrcmde poiiltscbc
Neubesetzungen Erleichtert wurde ihr das durch die durchgängige Loyalität der
ganz überwiegend bürgerlichen und naluinalkonscrvativen Änils inhaber die aul
das Scrsprcctien dei neuen Regierung vertrauten die lormalc Otdnung prinzi-
piell zu respektieren In der lat entwickelte uch du» Rcchtslebcn in weiten Bc
rcKhen. insbesondere im Pmatrecbt. -normal- und unautlalhg weiter Selbst im
Strafrecht kain es punktuell zu lurlschritten wie dem aul Entwürfen det Wei-
marer Zeit lullenden 1 terschutzgeselz. D»vh ließen das Ausnahme-recht und kras
sc politische I ingrilfc gleich in den ersten kk-nhen (Reichstagsbraiidscroednung:
9»
Iwlo uM uaorrr Xvrwailua«
—» Heimtücke-Gesetz ♦ lex »an der lubbci und die Schaltung rechtstreier
Räume zunächst tut die SA.dann tut SS und —• Polizei von Anfang an den verän-
derten Stellenwert der Justiz im neuen Staat erkennen.
Auf administrativer Ebene wirkte sich die Zentralisierung der gesamten Justiz-
verwaltung noch duichgieifcnder als tx.-i anderen Ressorts aus Das Rciehs)usliz-
ministcnum. zuvor in seiner Kompetenz un wesentlichen auf die Gesetzgebung
tn-schrankl und ohne ms Gewicht fallenden l ntetbau wurde durch da Aulhc
bung der Justizhoheit der I ander und deren -Verretchhchung-. die rieh in meh
leien Stufen von Januar IM.M bis Januar 1935 vollzog. .lufsKhlsluhrend lur die
Behörden. Gerichte und Vollzuesansulfcn von bisl.uu 16 Fmzclverwaltungcn
mit MfHX«i aktiven Bediensteten Auch wenn der AnglckhuiiesptuzcU noch bis in
den Krieg hinein dauerte waren Fttizicnzstcigcruiigcn im organisatorischen
Ablaut und im Personaleittsalz nicht zu übersehen
Ein Zeichen des gewünschten <.icmcinschaftsgcluhls det Bctuisgtuppc war
auch die Einführung des Bcgriits * Rechtswahret. ihre politische Organisation
< — S.ilionaKoziahsiiM.-hc'r Rechtswahrerbund) und eine nunmehr reichseinheitll-
chc Jusiu.iusbtldimgsor Jnung, die lur Referendare den zweimonatigen Besuch
des «GcMcinschaltslager» Ilans Keirl- in Jüterbog vonchricb. ui dem ausschließ-
lich Sport und ideologische Schulung Multianden Em zusätzlicher (vierter) Pru
ter hatte im mündlichen feil des Staatsexamens Volks- und Staatskunde im
w et testen Sinn« zu prüfen
Eine Besonderheit, dis in dieser Scharfe in der Verwaltung sonst nicht durchge
setzt wurde, war die Entfernung von Frauen die seit lüsV nicht mehr ab Richte
rin oder staatsaiiwaltm oder zur Kcchts.1nw4llw.han zugclassen werden konnten
Selbstverständlich erhielten auch Juden Berufsverbot »ic durften lediglich als
•Konsulenten« noch jüdische Klienten vertreten Im übrigen wurden Rechtwin
walte und Notare in ihrem Statu» nicht heemirachtigr mußten sich aber zwangs
weise in Reichsrcchlvanwahs- und Reichsnolark.immern organisieren, die auch
die Zulassung regelten und für die politische Lenkung sorgten
Dieser Vereinheitlichung enieegm wurden im ordentlichen Gerichtswesen immer
weitere Rcchtsbercicbe ausgegliedert und das bisherige Rechtvprcvhuagsmmo-
pol der Justiz durch Aufbau einer Sonder- und Standesgenchlsharkcit aufgeho-
ben Die —> Sonde rger ich tc für politische Delikte und del -• Volksgcnchtsbol
waren zwar noch dem Jurtizrcssort rugeordnet; ihm gänzlich entzogen waren
aber bereits die etwa gleichzeitig neu errichteten Wehrmachtsgenchle (—♦ Kriegs-
gcndifsharkcit ♦ Rcichskricgsgcrisht) die 193« unter bestimmten Voraus-
setzungen auch für die Aburteilung von Zivilpersonen zuständig wurden. Nach
ihrem Vorbild baute Himmler nach dem -• -Rohm Putsch zunächst für die
SS ein Ehrengericht auf. aus dem sich 1939 eine -» SS- und Pohzeigenchtvbar-
keil entwickelte, für die das dem Reiehslilhrcr SS direkt unterstellte Haupt-
amt sS-Gencht zuständig wurde Sic setzte in ihrer drakonischen Urtcilsptaxö
von Anfang an die N’S Ideologie mit besonderer Konsequenz und Radikalität
um.
Jatlü und laac-rr \rr»illwt
In Zmisacheii hauen (in Verbindung mit der ordentlichen Justiz) die -» Erbge-
sundheitsgcrichlc übel die Anwendung der Gesetze zur -» Erbgcsundheit in drei
Instanzen zu entscheiden Dem Rcichscrbhofgencht (—• Erbhof: —» Reichserb-
hoQpNtt) pt.ioJicric aßerdMp der Retctaernahrungsministcr Die Vei »
tungsecnchtsbarkeit wurde noch 1941 durch eine - b«s dahin fehlende - oberste
Spruchbehordc da* Rcichsverwaltungvgericht im Geschäftsbereich des Rcichstni-
nisters des Innern, ergänzt, doch war ihm die Nachprüfung politisch veranlaßter
Willkürakte, vor al km ton selten det IVilizci entzogen Überaus große Bedeu-
tung m allen sozialen Bereichen bei der NSDAP <—• < tbersies Parteigencht I wie
bei den berulsständischen Kammern und Organisationen, besaßen schließlich
die Ehrengcrichtsbarkcit und die mit ihr verbundenen Formen der zwangswei-
sen außergerichtlichen kontliktregulierung. die weit m das Arbeitsrecht hincin-
retchteii Sic waren ursächlich für den erheblichen Rückgang der Zahl der
Zisilprorcsse
Grundlage des natKinalwizialistischcn Rcchtsvcrständmvacs war nicht mehr der
Schutz der Finzelperson und die Gleichheit aller Staatsbürger vor dem Gesetz,
sondern die Vorrangigkeit der vermeintlichen Interessen der —♦ Volksgemein-
schaft und die Pflicht, dieser zu dienen (-Recht ist, was dem Volke nutzt-) Ober
sie Rechtsguter. die es zu bewahren galt, waren Rasse und Erbgut. Ehre und
freue Wchthaltiekeil und Arbeitskraft. Zucht und Ordnung Die Aufgabe der
Justiz, so Hitler 1932. bestand dann, -das an nationalsozialistischen Staat sich
vollziehende (tcmcinschaltdebcn unseres Volke* vor destruktiven und damit die-
se Gemeinschaft schädigenden und bedrohenden Erscheinungen zu schützen-.
Da nur »Artgleichc- gemeinsame« Recht tn Anspruch nehmen konnten wurde
für alle, die außerhalb der Gemeinschaft gestellt wurden. Sonderrecht geschaffen
Die* galt tendenziell tekon bei politischen Gegnern und -GemcinschahMrcm
den« f-i »Asozialen-) manifestierte sich in der Gesetzgebung aber namentlich
bei den Juden (-♦ Nurnbriger Gesetze. Ancrpatagtaph) und den —• -Fremd-
völkischen- . speziell den fVilcn (—• Pblensoadcrstrafrccht)
Der Anspruch der fwititischcn Führung zeigte sich auch in der Frage der nchterli-
chcn Unabhängigkeit deutlich so postulierte Carl Schmitt, daß der mit eigener,
von der Führung unabhängiger Macht ausgrstaltele Richter mehl zum «Gegcn-
luhier oder Werkzeug eines Gcc-cnfuhtcrs- weiden dürfe, die Richtctschaft
wurde dann auch auf ein persönliche* Trruevcrhaltni* zu Hitler am und *eit
dem M> Ium NU -w •oberster Gericblshen de* deutschen Volkes« - und ein
rückhaltloses Eintreten für den nationalsozialistischen Staat f.Mmbch serpllich-
tet Andererseits gewannen die Richter unter dieser Prärnissc bet der Entschei-
dunrdinduni1 an I ntii-xiis«picltaum durch du Möglichkeit -schoptenschcr-
Rechtsgestaltunc bei der Konkretisierung de* (rcmcinschaltswillcns und durch
Ausnutzung anderer (iencr.ilklau»eln. die nun in die metsien neuen Gesetze ein
geführt wurden Im Sinne dieses Deztsionrsmus wurde auch die Möglichkeit,
gegen Urteile Rechtsmittel einzuteecn. eingeschränkt, bei Sondergerichlcn ent-
fiel sie ganz
In der Strafjustiz wurden die bisherigen strengen Anforderungen an das Vorlie
gen eines latbevtandcs gelockert und der < icsinnung des later* und seiner inne-
«K
J»lw und laarrr kerwakrung
ren Einstellung erhöhte Bedeutung beigemesaen Bekannte Beispiele tut solche
bewußte t Jflenhaltung - und damit beabsichtigte Verschattung waren zwei < le
setze, die Hitler im Juni Hü* nach entsprechenden Vorfällen rückwirkend ab
I. Januai 193 s erließ, eines gegen erpresserischen Kindesraub und em anderes,
das aus dem einzigen Satz bestand -Wer in vcrbrcchcriwdici Absicht eine Auto-
falle stellt, wird mit dem lode bestraft - Es fehlten eine Definition des damals
neuen Begriffs »Autofalle« und jede Differenzierung von vorbereitender Hand-
lung. Versuch und Vollendung.
Auch der Grundsau. daß keine lat ohne Rechtsgrundlage rückwirkend bestraft
werden könne (null* poena sine leger der schon durch die l ex van der I ubbe
durchbrochen worden war. wuide aulgegeben. Nach zwei Freisprüchen des
Reichsgericht» wegen ElcktrizitatvdiebsUhl* und Fcrnspiechauiiimalcnbctruv'
erfolgte die .Aufhebung de* Analogie*erbots un Strafrecht Fortab konnte bei
nicht ausdrücklich für «trurbar erklärten laten dns Strafgesetz analog ungewandt
werden, -dessen zugrundeliegender Rechtsgedanke in Übereinstimmung mit
dem viilkiscbcn Rechtsempfinden die Bestrafung erfordert«
Die allgemeine Verschärfung des Strafmaßes zeigt sich am deutlichsten hei der
lodesslrale die bis 1933 bei drei schließlich bei 4r» Tatbeslandeu verhängt
werden konnte, die zudem gleich nach der -» -M.i*hlcrgreilung- und in einem
SMI 12 ««UndFroUer Prwulrm des MaftagcndMUinh. leip dm Ptl«st—rioJwvrn Jet AlkMHo
«OB 20 Jul IWM BeUuuncunilcictl iiaoi J- Awklaiw*
zweiten Schub nach Kncr »beginn extrem politniert und generalbiert wurden
(Reichsiagshrandverurdnung. —• Wehrkraftzersetzung. -» Kncg»wirt»chafts»ct-
bnvhcn Auch da* Abhorcn kindlicher RundlunkwnJci wurde im Knet mit
dem Tode bestraft -• Rundfunk » erbrechen i SchheBKh tie# e» die 5 Vctotd
nung zur Irganzwng des —• Kriegssonderstr cf recht» um» 5 Mai !***• zu. für jede
Straftal alle Strafen »msehließlich der Todesstrafe zu »erhängen wenn der regel-
mäßige Strafrahmen nach gesundem Volk »empl mden zur Sühne nicht ausreicbc
Insgesamt wurden rund Imkai Todesurteile lohne WchrmashtsecrKhtsbarkcit I
»erhängt da»im 15000 ab 1*MI von denen zwei Drittel »olfslrecki wurden
Im bürgerlichen Recht ergaben uch die bemerkenswertesten Änderungen im
Ebe und Familienrecht Im Sinne der rasM.-r»iol<pschcn Ziele kam cs zu F he-
» erboten au» eugenischen Gründen I — The -• Etbge»undhclfI Die Scheidung
wurde erleichtert bei rassischen -* Mischehen und der Verweigerung der Fort
Pflanzung I nfruchtbarkert ah Scheidungsgrund kiutnte die katholische Kirche
verhindern Andererseits wurde zur Fotdctung erwünschten Bc»>4kerungszu
Wachses (fee Stellung un» erheirateter Mutter und unehelicher Kinder »erbessert
Sen fudl durften deutsche Frauen sogar n.ich gefallene Soldaten heiraten
[>< allgemeine RsIiiish runc un»l -F nttormahsaerung- zeigte sich auch in der An
der Gesetzgebung Sin gnrticm Aufwand begimncnc Systematisierungen. wie die
KudifikatHwnicuhahcn in det Strafgesetzgebung, dem Strafprcizeflrcchl oder dem
-• V'olkcgesctzbuch. an denen hochrangig besetzte Kommissionen jahrelang ar-
beiteten schcitcHcn »amtlich. die Führung wollte sich und die Exekutive wo»
bncfrt»iigvn Bindungen und unerwünschten BcrufungsmogUchkcitcn bewahren
An ihre Stelle trat eine - Augenbhcksgeselzgcbung- nach Opportunität Von IWJJ
bt» Kricgstveinn wurden nut noch neun Gesetze rcgulai som Reichstag »erab-
«Chisdci Stan deinen traten 4501 Regierung»cesctzc und noch mehr -« Führet
erlasse und Verordnungen mit Cietetze»wtrkunc in Kraft Dabei hatten alle
Aufleiuagen der Fuhrcrgcwah den Charakter einer »onangiecn. übcrgesclzli
eben Rechtwjuelle was sich erstmals spektakulär nach den Morden des Xi Juni
KM. die nachtiagluh sankiionicn wurden auswirkte (-• -Rohm Putsch« i
Schließlich galt die» auch tu abgeleiteter Form, so wurde der Rcichsiustizministcr
durch Fuhtererlaß zum 20 August 1*12 ermächtigt auch in Abweichung »an be-
stehendem Recht alle erforderlichen Mai-nahmen zum -Aufbau einer national-
sozialistischen Rechtspflege- zu teilen Aach die kimscquenle Lenkung der
Rechtsprechung durch die -» Rchterbnetc und analog dazu dw Rechtsanwahs-
bnefe »ctzte etwa zu diesem Zeitpunkt cm Schon in den Jahren zuvor hatte da»
Mmistenum den Richtern seine Auttassung m Rundcriassen Tagungen und Fin
ZctgcspiAchen deutlich gemacht
Werte Bereiche der Strafverfolgung und der siratsolhtreckuug waren der Justiz
schon duich da» Ausnahmcrcsht der ersten W«hen nach der -Machtergreifung-
lRcHhvt.igshratMhen<dnung. Heimtücke Gesetz) und -♦ Amnestien entzogen
worden Ihr taktischer Kompetenz»erfust wurde unübersehbar beider Hinnahme
der Ausschreitungen der SA bt» hin zur Etnnchlung -wilder* —• Konzentrations-
lager Fr »irtcstigtc »ich wertet durch den Aufbau und die Verselbständigung der
-» Lichcimea Suatsjsilizei tt.eMapol und da» Erstarken der SS der legaltsae
Jw.Hi amt «MWW krrwakuag
<7
’ung det -• Schutzhaft und der -» vorbeugenden Verbrechensbekämpfung Die
Justiz glaubte. durch praktische Zusammenarbeit nut der polizctlkhc-n t sekutne,
eine scharfe Rchtsptcchunesptuus bei polnischen Srtafi.itcti und «adele Kim
Zessionen m zahlreichen EmzeUaUen die Wulkui emdammen zu können geriet
aber durch diese Anpassung out »eiter in ehe I Memos c Schließlich wurde die
Gestapo zu einer Konti oll- und Re »isumsin stanz. die taktisch entschied wekhe
reduakrhftag, aber «u» ihrer Sicht zu müde Verurteilte uc wieder inhaftiert» oder
tötete und wo sie die Strafverfolgung so bei den Delikten von -a Frctndartsci
lern - unmittelbar an sich zog Sach einer Kme tm Frühjahr |t>C. die durch Hit
fers tm ReuhMag geäußertes Mißlallen an zu milden f'Hellen ausgdost wurde
und det sich ein Persunahestrement anschloß.kapnulicnc die Justiz soHie sor SS
und Kilrzet
Anpassung und Standhaftigkeit gegenüber Zumutungen waren unabhängig von
der Parteinulgjicdschall bet den einzelnen Richtern untervhicdlwh Offenen
Widerstand gab et spätestens tn der zweiten Kncgshalftc kaum noch; in der
Regel ließ «ach den Optrta aber seb.m mit einer Auochoptung det vorhandenen
brrnesscnsspielraums zu ihren Gunsten helfen Derjenige der Druck und Em-
schuchtcrung nicht nachgab. konnte benachteiligt werden, wurde aber in keinem
Fall verhaftet, in ein KZ ein gewiesen oder hingenvhtcl l'mgvkchn konnte die
Willfährigkeit, die uch immer weiter ausbreitete, das Mißtrauen der Partei und
der politischen Führung n keinem Zeitpunkt beseitigen ue führte nur dazu, daß
deren Forderungen und Durchsetzungsmogiichkcilcn weiter Zunahmen
Bx-sut Mann ZV* Hukn. '(•*»« l«M
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Wehrmacht
V«m Gerd R l eberschar
Die BezcKhnung .Wehrmacht- ah Same lur Ae gesamten deutschen Sttcrtkial
le trat »«-n 1935 bts 19*5 an die Stelle de- Begriffs -Reichswehr. aus der Wetma
rar Republik Die Imbcmnnung land in \erbmdung mit der Wiedereinführung
der allgemeinen -» Wehrpflicht un Deutschen Reich «huch da» WehrgeseU vom
16 Mar/ 1935 statt Danach erfolgte eine rasche Vergrößerung de» bisherigen
Reichshcercs wm lUMJHi Mann aul em Friedensheer »on zwolt korpskomman-
d<» und V> Dinoaoncn mit *5tR»»l Mann.datuhct hinaus kam cs zum unser Jeck
len Aufbau der Luftwaffe als neuer fcifstrcitkräh und zur l rnbenennunc der
Reichsmannc in kricgsmanne I—• Aufrudung) Das Wahlgesetz bcslimmlc
ferner zahlreiche organisatorische Veränderungen für Jen weiteren .Aufbau der
Wehrmacht auch tn dsn BczcKhnungen und Namen der Kommend«•stellen
Neue Bezeichnungen waren u a ab I Juni 195* -Retchsknegsminrslet unJ
Obetbclchbbabcr dci Wehrmacht- < anstelle »on Rc-ichswetummHIcr|. -Ober
Befehlshaber dc» Heere»- (»iah Chef der Heeresleitung! -Oberhc-tehkhaber der
Luftwaffe«. -Ober-Befehlshaber der kricgsmarinc- I statt tbct «1er Marine lei-
tune I sowie -( hei ilc» < •cnerahiab» Je» Heere»- I früher Chef de» Truppenamfccl
und -< bet des Gcneraistabs der Luflwatte-
OrtiniMlHxi und Strukturen
nach der Wiedereinführung der Wehrpflicht 1935
Mit der Erklärung zur deutschen Wchrhohcit und der bereit» am M Kbruar 1935
emgclcitetcn Enttarnung der bislang geheim aulgestcUtcn l uftwatte als dritter
Teihlrcilktaft knie «ch «hc Reichwcgiciung unter Hitler einseitig h» den ein-
schränkenden Bestimmungen des Frieden»ertrage» »«<i -• Versailles tur die
n«.h dem Freien Weltkrieg aufcrlcglc begrenzte deutsche I andesserteuhpung
Da Großbritannien • Frankreich und —• Italien «len einseitigen Schritt der
NS Regierung und «len Bruch «le» Vcrsadict S'cltragsucrktr» mit formellen, Pro-
test hinnahtnen k<onle der anschließende Aufbau der Wehrmacht rasch ss»ll/o
gen werden
Dk WKilcicinluhiung der Wehrpflicht und Ar kcrgtoOcrung des Offizierskorps
durch NcucinstcBung »un Rcacrwotfiricrca und sogenannten Erganzungstiffinc-
r«n <1 tlllizxrtenl lernet durch HctiwJeiung »on lAilczmaftrzicrcn w*x durch
rbcrleilunr »oo Vnter«>flizicicn zu Offizieren und durch vermehrte Neucmstel
luag »an (IftiZK-rsanwarfem luhrtcn zur Aufhebung der HomogcmtM und bishe-
rigen («eschiosscnlieil im Oflizieikorp» «»er Wehrmacht Ihe Wchrmachtsfuhrung
suchte diese Aufksckctung der bislang geschlossenen (»cisteshaltung durch eme
»erstarkte -I rziehung in dci Wchrmaiht« IErlaß »««n Ib * 1935| zu verhindern
Dw Wehrmacht sollte danach «he -Fr/Khunpsscbnle «ler Nalron» sem Dennoch
Abh II AarffenuoimcM m IMcn m* Wpmnhcf l<W «ranSrnlbcfei *m äm»vt»w >n>hrAi»r «wa
!M A^nl *
n.ürnuwhl *•'
war nicht zu »crmcklcn. daß nalionaboziaListnshc» Gcsiankcngui und eme durch
Erziehung in den zahlte s-hen pjrtcaxgarav.it».wen ( — Hiller- Wend -» Rcicfr»-
.irbeitsdicnsi. -»SA —• SS l natwnaJmzialistisch beeinflußte Jugend gerade in da»
(Unsere Olhzierkigp» tuncrasuumlcn
Im Kähmen der l mbenennung«i erhielt General!» IdmanciiaU Werner »on
BkenKrt di» BczcKhaun; Rcicti»knee-mmrJer OberbctehKhaKr de» Hee-
re» war nun I Jwni 19’5 bis zum » Februar 19» < >ener alofvrvl Herbert Werner
»un Hibch Uie Steifung al» Oberbefehlshaber der neuen Lux*affe nahm ab
Marz 1935 brs zum 25 April 1945 Hermann G.eing cm der zugleich Reichsnuni
Mer der l uni.ihrl und preußischer Ministerpräsident war Sach denen eigen
mächtiger und »erfniblcr ScIbstptukJamatiori zum Nachfolger des -* Führen un
April l*45 cmamlc Hitler < ^neraUeldnunch.ill Robert Ritter »un («reim zu
Gormfs Nachl.dger Ak OberhefehWraher der Kncgsaunne leitete Generalad-
miral i »pater Grußashmrai I Erich Racdcr w« I Juni 1935 b» zum 30 Januar
I943 da» —• (thrrk.anmaraJo der Kriegsmarine (OKM l an »eine Melk trat dann
bc zum I. Mai 1*45 GroBadnural Karl thmiU dem noch bi» zum h bzw 23. Mai
1*45 < icneraladmiral Han» Gcseg »un Hiedeburg folgte Großadmiral Racdcr
erhielt bei »einer Verabschiedung tm Januar *13 bis rum M.i *»' die weitge-
hend emflußlosc Suilune eine» Ädmirabnspcklc-urs der Knegsmarme de» Grob
deutschen Resches.
In den folgenden Jahren wurden der Ausbau der Wehrmacht und di» national
»nzialrclischc Wirtschaftspolitik tn starkem Maß durch die intendierte rasche Aul
ntazung und durch entsprechende • Aon1wnu4.bc Kriegs»orhcrcttuneca (—» Vicr-
(ahrespiam geprägt Da ibe wirtschalthchcn Res»«wirsen de» Reiches hcgtenzl
waren zielte die Wehrwirtschaft»- und RtPXungspolitik aut Bereitstellung der
knappen okonomisclten Grundlagen lur eine -BrcilenrUstuag*. mit der »fee Füh-
rung MW —» Blitzkriegen moglw.11 war. und entsprach weniger emer umfassenden
•Tirfcnnislung- die das W irt»ch.ift»»» stein sowie Bewaffnung. Munilmnsausctal
tuns und .Ausrüstung det Wehrmacht auf einen längeren Krieg »orbereitct hatte
Die drei Wehrmachtteik suchten du fx-grenzten Wirtichahsqucllen und kapa
Zitaten für tcwcih eigene Zwecke zu nutzen CO »laß insgesamt keine einheitliche
und pGmolk Rostung der Wehrmacht zustande kam Seit der Reichswehr bzw
RsTshsknegszninrsier unter RewhsprasuJeni HinJenburr und dessen Xachfolger
Ad»ll Hitler, d«. jeweils ah -• Ohcrstct Bclehhhabcr der Wehrmacht die Be-
tetds und K.«nnundogewait besaßen ebenfalls ah Oberbefehlshaber der Wehr
macht longierten, kam es zu wiederholten Fnxtcrunrvn utser eme Aerbesserung
der WehrmachtsspiUcngiiedcrung Dabei beanspruchte da» Oberkutnmand.-
des Heere» << >KH) nut dem Gcnerabtab des Heeres für *w.h die Ixnungsfunk
l»w bet der RcKhssericuhgunc da man dason lopnj daß un Kriegsfall »or al-
lein dw Operatumen A.1 Londkrieec» das Gcsamlkneesgescbcbcti beeinflussen
wurden
Trotz Aufwertung de» fruheten Mumicramles zum p»4ilnch uticiMicTle» Wehr-
mAhlamt unter General Walter »ua Reichenau (»eil IMU) und zum späteren
— Obcrkiuomando der Wchiraashl lOKW. ab Februar 193»» uMetNteb hr» zum
KnegsK-ginn ihr t landMunc eine» Wchrmachleencrahiabc» für die eesamtc
Wrfcrwuw#!
lei
operadsc Kriegführung Gegen die Plane emer zentralen und starken Sullur«
»(» Reichst ncgsmtntster und *ehnnachtamt sprach sach auch die Luft»alten
fühning unter ihrem Oberbefehlshaber Hermanu Görmg aus. de» kein I niete»«
am Ausbau det Steilung des RctchsKnceMnituslct» hatte. suUn« er iwchi selbst
diene Powtiua innehatte
Im Februar 193® nutzte Hiller geschickt Jk Wiederscthcitaiung de» Reich»
knegammeters »un Blomberg nut emer Frau s«i merlcihaftem Ruf. um ihn und
den (»txrbctehhhabvr dr> Heere» Genctalobent Freiheit »on I ritsch, ktzteten
aufgrund falscher \ erdachtigungen (Homcwcxuahtat». ahmt*»*en (he Ereiznisse
der -t Friiseh-Kmc wurden »im tjonng. dem —• RcichJuhrcr SS und < bei der
Deutschen IMizct Heinrich Himmler und dem Chef des —• Sicherheitsdienste*
(SD). SSGruppcnluhict Reinhard Heidrich zugleich zum erfolgrcishcn Au»
bau ihrer eigenen Madilstclhingcu genutzt Allerdinc* ernannte Hitler nicht
Gormg zum Nachfolger Blomberg*. ««idem übernahm das Amt de* Reichs
kncgsministct» sekssl Gleichsam al» Ausgleich beförderte er den Luftwaffen-
Oberbefehlshaber zum GcncraifeldmanehaU (1**) »urde Goring aucar zum
Reichsmarschall- befördert) Nachfolger Fritschs ah Obcrhefehbhaber de*
Heere» »urde < »encralobrrst Walther »on Braucftmch Zum Letter seine* per-
sönlichen Miiitarburi» ah Chef de» Obr’kommando* der Wehrmacht ernannte
Hiller General Wilhelm Keitel
Die bi* KnccsN.'gmn anhaltende Dt*ku*sKm über die günstigste Wchrmachts-
»pitzcnghcdeniug führte zu Animositäten zwischen den un Oberkommando de*
Heeres und beim Generalstab des Heere» eingesetzten Offizieren lirul der Zu-
satzbczeishnung l G un Generahlab) und den Oftiztcren heim OKU (mit der
Zusatzbezeichniuig <1 G.: de* Generalstabs I Das OKU baute dann gleichsam ah
f legcnsptelcr des 1 teuerabtab» des Heere* aus seiner eigenen kleinen Abteilung
Landesscrteidigung nach Knegsbcgwwi cm neues WehrmachtiUhruntcsamt auf. cs
wurde am I» .August | 94d m -Wehrmacht fuhr ungssUb. umKnannl ohne reds-h
die Funktion eines zentralen Wchrmachtgenerahtabc* übernehmen zu kennen
Wahrend de» Kriege» führte diese Entwicklung zur Herausbildung parallel und
getrennt geführter Kncesschauplatze unter der (cwciligcn 1 crlung »on OKW und
OKH
Miittansr hc Vorbehalte gegen eine
itationalsoztalisttsche Kriegspolitik
Aus den \organgen um die Fotsch-Krise und au» Jen unterschiedlichen wchr-
wirtschaftltchcti und milturpobtiscbcn VorMcIlungea über die liclahr eine» zu
frühen -groben Kriege*» resultierten erste \orbchaile und Kritik der Heere*
fUhrung. die danach tu .XnaUcn emet begrenzten Mdrtaropposition gegen den
Okt.it« führten ln*he»«Kk-rc die beiden ersten Chef» Je» Ciencrahlabs de»
Heeres General Ludwig Beck 11935-1»»» und General Franz Halder l l*Hb-
1942».»ersuchten sieh Hitlers KtKgspolilik »ährend der Krise mit der -»liehe
choskrw akci un Herbst 193» (Abtretung des Sudctengcbicle* an das Reich durch
WrWvuHM
da» — Münchener Abkommen. — Sudctcnknsc -» Sudctcniandl und hei den
atz»» iitiiKfi Bezachuntcn gveenuber Frankreich imd EngLind eniecrcnzizstcllen
Ihre Bemühungen scheiterten »ow.shi an aubenpolilncben Entwicklungen ah
jul»> an Ithkndci l nlcrstnlzurie im Kren der hnhrtr k.mm nJ<ur< und < Ht>
nerv Im Sommer IW bemuhren mc weh noch emnul Pan» und Um«Jon zu einer
harten Haltung pegentlber llilkr zu bewegen. um den »’m ihm lae»chk»wcnen
Krieg gelten —• IS>lcn zu »erhtndern I nmrttchMr geplante Widerstandsaktionen
wie mc »a im September IM« gegen den Diktat« zuslandegckommcn waren.
Nachen «dch un August IW aus Da» Ikslrcbcn militärischer Widerstand»
kreise Hitler und »cm scrNcchenschcs Regime zu »turren. führte schfeetMich erst
am — 211 Mi IM44 zum gewhcHcrlen Attentat»» ersuch «on Oberst (lau» Schenk
Gral »em Slaullenbetg I-» Wklcrstandl Der gtoBcrc Teil der höheren Genera
hüt akzeptierte den Angriff aul Pokn ah uberialligc politische Entscheidung und
folgte dem Diktator bereitwillig m den Knet
Die Zett der nwhtarr»<h«n I rfolgr IW-1M1
Im —» IkilcnlcMzug ab 1. September 1M«U demonstrierte die Wehrmacht in einem
rnwhen -Blitzkrieg- fegen einen ttolicricn l icen»r crfotgrcKh ihre Starke, en
daf> ISdcn schon nach «cnifcn U<vticn besiegt • erden konnte Im Rahmen der
Bcsatzungspoiitik (-» Generale«ntscrncinciM> uhcrhcB da* Oberkommando dc«
Heere» der SS und den Pan erstellen die Diirchtuhrunc der rassistischen und »er
Ncchcrnshen <Ikkupationsmatoahmen gegenüber der polnischen Zrsilhrs«>&c-
nmg Nur wenige Befehlshaber (General Johanne» Blaskowitz General Wilhelm
I Ickl protestierten gegen die Scrbrechen der SS in P4en she unter dem Deck-
mantcl dci AlilHarscrwahung erfolgten. Der Oberbefehlshaber dc» Heere». Ge-
nerakshsrst von Brauchitsch billigte dagegen «b» rucksichtskwcn Statinahmen
tcrcnuK.-r der polnischen Bcsolkcrunc und hczcKhnete »ac ah unvermeidbare
Suoattkunrin eme» notigen Solkwumskamplc» zwischen Kien und Deutschen
Ihe »crcin/chen Proteste fanden keine I ntersturzune hi-i der Hecresfuhrunt
Brauchitsch bot dem Reichsluhrcr SS Heinrich Himmlet sogar die Stoghchkert.
dw scrhrcctkcmchen Aktnmcn der SS »<m Offizieren zu erklären Die Wehrmacht
»ar bereits m l'den erheblich in die \S-\erbrcchen »erstnekt
D*c Stege »w emem langandaucrnden Srcllungskncg. zu dem e» un Ersten Weh
krreg gekommen »ar und dem man M»b aufgrund der leNcndcn f idcnruuung
nOl gewachsen fuhhe. bestimmte die Hccrcsfuhrung un Herbst 19W sich mehr
mab um erne Vcrxhnrbung des von Hitler hcabMchtiglcn Angnft* auf Frankreich
unmittcWsM nach dem raschen Siet übet Kdcn zu bemühen Darüber kam cs
zur Verstimmung rsiskn Hrtlei und dem OMI Der danach l.wldaucrndc
Slcinunesunierschied über die Saceeschancen «erstarkte Hrtlers Abneigung
gegenüber dem (icncralslab und den < Kncralstabcgfcnercn un OKH Bezevh
ncnderwcise uhertrue Haier dann auch dem WcluncKhttuhrunesamt unter Ge-
neral AUicd k»ll im (»KW die Durchfuhrunt neuer Knee»««pcrationcn eceen
— Dänemark und -• Sorwcecn d» un April |M4o Nutschen l^ndungsptwicn m
S 'dskandmasien knapp rusork.urxn und zu: Bcsetzune Nider Landet durch
HdwmdM
d»e Wehrmacht führten ( -» Ncrwcgenfcldzug I Damit erfolgte zum crslcn Ma) dx
(’nlerschcidung in (>KW Knegwchauplal/ und OKU Kriegsschauplatz. wie mc
dann bi» zum Ende dc» Krieges mshesooderc für die FrintK-r eiche im Unter
(ab Marz un Süden und in Afrika Iah Sommer 1*4)). an Veden «al»
OK* -Knegsachaupfätzc) und im Osten www in Afrika bis zum Sommer 1<M!
(ah OKH-Knegsnchauplatzc I tseibc halten wurde Dadurch kam es zur Zcrspfitlc
ning der Fubrungsorganisauon der Wehrmacht Hei Kriegsende «ar dm OKH
schbcßlicb nur noch lür die Ostfront zuständig
Der Angnlt un Werten wurde aufgrund »oo Wittcrunoctntluven m«.liinuk bi»
zum 10 Mai l*hi Verschoben so daß die Wehrmacht nach »erstarktem Auf
marsch und mit »erbe»»ericr Kraflehcrertsteflung Frankreich und die Benelui-
Ländet anpcifcn und mit bccindruekcndeni Erfolg fwtegen Gimte
In der Zeit der militärischen Antangsertokx des Krieges ab September I9W»
in H>(en — Behnen den —» Nicderianden. m —• Luxemburg und Frankreich
(-• Wcstfckizug 1*401 sowie im -» Halkanlcldzue und hei der Besetzung Däne-
marks und Norwegens und schließlich ira Rahmen der l ntcmchmcn —» Sfarita
und -» Merkur zur Eroberung »ort -» Griechenland und Kreta sowie in dm er
»ten Atonalen nach dem l herlall aul die —i Sowjetunion (l ntemehmen — Rar-
barossa. -»Ostfcldzug 1*41-1*4«) bis zum Dezember 1941 begründeten die Stege
der Wehrmacht m den lewciligen -Blitzkriegen- den Msthos einer dem Gegner
uherkeenen deutschen Kneg- und Operatiomtuhrung .Auch die pervwibche Tap-
ferkeit der deutschen •( andser- belohnte Hitler in svdtaftieer Weise bis zum
Kriegsende mit zahlreichen ncugegrundcicn Orden und ( hica/ewhcn sowk Tap-
ferkcitsauszcKhnungen und einem —• Hekfcnkult < -» Orden und Ehrenzeichen).
In der Zeit der Blitzkriege offenbarte »ach aber auch die Bereitschaft der vier
Oberkommando» von Wehrmacht. Heer. Manne und Luftwaffe Hillers verbre-
chenschc politische Maßnahmen gegenüber der indischen und slawischen Be-
völkerung in Mittel und Ostcui.ipa zu akzeptieren, sie sogar in eigene Befehle
umzuse tzen und dementsprechend zu betolgea (— K. <nmarMobetchl -• Korn
rnmarbelehJl Zahlreiche Einheiten Stabe und Verbände der Wehrmacht betei-
ligten «ich an M-osenerschicßungcn cwfcr leisteten d-ifs., den »um Rcwhsluhrct
SS Heinrich Himmler eingesetzten -• Einsatzgruppen und Sonderkommandos
»<» SS und SD wirksame Hille (-• Endhwung, -• Raasenpolitik und Volker
mordl I nter der Verantwortlichkeit der Wehrmacht kamen lerncr über drei
Miltiowcn kriegsgefangene Rotarmrstcn um Nur cm kleiner Ted der Offiziere
»teilte »ich dabei ccgcn die Verbrechen und '»hl.45 sich einzelnen militanschen
W iderstandsgruppen an Nach Kriegsende führten Teilhabe und \erstnekung der
Wehrmacht m die Kriegs- und \ olker»erbrechen zur Anklage und Verurteilung
einzelner Betehkhaber in den Nürnberger Hauptkriegsverbrecher- und Folge
Prozessen durch die Alliierten I-» Nachknegsptozesse) Eine Verurteilung des
OKW und der drei anderen Oberkommando» ah »vrbrechcmchc Orgamsalio
nen erfolgte jeckch nicht
Der NS-Fühning war die I nterrirdnuiig der Wehrmacht icdish nicht weit genug
gegangen, so daß Hitler dem RcKh»tuhrer SS Heinrich Himmler »b Herbst 19W
Hihr—i1H
IM
den Aufbau einer bcnallneten SS - ekiehvun ab vierte Tciblreitkraft für den
Krtememsatz ruceUaod Au« der Neuauisteliung dreier SSl>vi»i»mcn I SS-Toten
kopf-Dmsaun. SWerfugunfMruppe-DntsHio und SS-Polizci-L>»i»is«> entslarxl
un Laufe de» Krieec» die -» Waffen Sb. Jx bt» zum Kriccscixk' über 7$0<II*
Mann umtaiiu der K> *nmand>»evwait der Wchrmjktit .«der HeercMuhrung orga-
nnalumch rtl/ifrn und dw nut beim KamplcinsaU operativ und laktixh unter-
stellt «ar
Hitler» Oberbefehl - Ihr Niederlage zeichnet »ich ab
Nach der Niederlage vor M«nkau und der Abtötung "« t •eneraltcldmarschall
*M BrauchUsch ah < thertxrlehhhafkr des Heere» Uhctnahrn Hitler am H De-
zember 1*41 »elbst den Obcrbctchl über da» Heer fhes cifcilgtc nxht nur
lormaL semdern Hitler gnff in zunehmendem Maik und auch au» grotJer Lnt-
lernung von der front von semem tcuciligcn — I ubrcrhauplquaiitci au» mit
Hilfe des OKU und des Wehrmachtfuhrunmstafsr* in die operative und lakti
«ehe Führung der Frurihcrtsutdc cm Bei der Ausübung de» I thrrhefehh über
das Heer stutzte weh Hitkcr uneesastl auf das OKW Zu diesem /«eck «urdc
d»et em neuer thef de» Hccre»Ube» eingesetzt \«>m September bi» Vncmbcr
1 **2 übernahm Hukr »orubergehend sogar noch nnaufach den < MverhefeN Uber
Ai* It Ai
tfroubtr VvUmlm
Jie un Kaukasus angesetzte Heeresgruppe A. da er nur deren Führung durch
den Gencfalstab Jes Heere» nicht cinicrsianden war Im Zusammenhang mit
dieser Fuhrungakrtsc wurde (lener a« «bei M Halder ah tllcf de* < icticr abtab*
de» Heere« durch General Kurt Aiukt ersetzt. Kurz *<« Krsr*.rkk un Huh
phr l*i< gab Hitler aas dem cmgeschlo»scnen Benin auch Befehle an einzelne
Verbände und tmheHen. um so den Kampf bt* zum ansebbehen •Fndweg» zu
»er langer n
Mit dem Scheitern der eigenen Operationen e»een -• Stalin er ad. irn Kaukasus
und un — Afrikafcldzug ab lahresbrann 1*4? *wk nut den SiesVr lagen m der
Schlacht um Kursk »I nternehmen ZaiadcBe) und im Atlantik <-• Seekrieg)
an Summet 1*4' den aluigrcichcn alliierten Landungen m Italien und m der
Normandie I-» Italwrucldzue -• Imaweil zcKhncte uch «he NicdcrUiec der
Wehrmacht un Mehrtronunkncg und gegenüber den uKtlcpnea pc-rwwseBen.
materiellen und »irischatitechcn Ressourcen der Anti-Hitler Kiuliluui ah Im
die drohende Nicskrtasc ahzuwenden. «erstarkte das NS-Regrmc die Terro*-
und Propngandamaänwhmca. die den DurchbaftewiUcti uwiuhi der Zjsdbes»4kc-
rung ak auch der Soldaten tn der Wehrmacht «erstarken «oUtcn. aut «Tcltaitise
Wcx Propagandikompamcn und — Kriegstwrichicrsiaticr. naluwiahoziaii-
slrs«_he Fuhrnngsof Fizacre und eine serschartlc Anwendung der — Kncgsge-
nchtsbarkcit l-w Knegsgcnehbhatkcitsbrtchl -• KricgMondebirafrccht I sossie
sermchrtc Anklagen «on Wchrmachtsancehcmgcn vor dem —» Rcichsknegs-
gerecht und dessen zaMrewhc Todesurteile führten ebenso nie die fehlende politi-
sche Altcmatric aufgrund der starren allnertca Forderung nach bedingungsloser
Kapitulation i unc>«idu>onaJ surrender > und da» Zusammen:Uckcn der deutschen
Besoikcrung im -» Lnttkneg der Wcstaliucrtcn gegen «hc Hetmatrroat zur Soli
dansicrung der Besoikcrung und der Wchrnuchtsjngchocrgcn m«t der XV
Führung Man »ar berat, den Krieg auch m aussachtsloscr läge bis rum erhofften
• Endsieg- lortzusctzcn und keinesfalls »« 191 n du:eh einen Waffenstillstand zu
beenden In den letzten Knegsroonarcn wurden auch Frauen ein gezogen und ah
Mab»- oder Wi-hrmachtshcllermncn eingesetzt Ferner wurde die Wehrmacht
durch zahlreiche freiwillige fremdländische Verbünde anderer NattonalMalea
«erstarkt (—♦ Wla»w.m Armee) Insbesondere hei der WafleU-SS stellte man
ntchtdcutschc Vcrtsindc aus europäischen Freiwilligen aut Dagegen untcrstcUte
Hitler den ab September 1*44 als letztes Aufgebot tur den Kampf innerhalb der
Revh'grenzen aulgesiclltea -» \<4k«uuno nwht der Wehrmacht- oda Hecres-
fuhrung. sondern det -> Rcichsknung der NSDAP
Bei Aufteilung der Rcichseewall in cmen Nord und Sudrauni ab 22 April 1<M5
aufgrund der Finschlredung Hahns und des gleichzeitigen Vorstodc« da West-
um! Ostalberten zur Elbe i Zusammentreffen bet lorgaul übernahm das DKW
auch die Funktion dc» DKH. zumal der letzte Chef des Gerierahtatsi dc» Hccrev
General Han» Krcb». wi euitcs-hksxrxa Berlin bei Hitler blieb und dort am
2 Mat 1*4S für die Reichshiuptstadi kapHulialc Für dm B» reich NorddeuHch-
Und übernahm da Gesamtsub OKW die miiHartscbc Führung, und für den sud-
behen Raum wurde ein Führungsstah SuJ mit dem stclhcrttctcndcn Oct des
Wehrmachtfuhrungsstabcs. Generalleutnant August Winter unter da Leitung
dc« Oberbefehlshabers Sud. GencraUeldmarschail Albert Kesselring gcHhkt
Wrlimjitil ***’
Dadurch kam cs hei Kriegsende dann doch noch zur Aufhebung des früheren
nu»hteibgen Duiiitmu» von (»KW und (>KH allerdings zu 1 asten der Heere*
fuhr uns und zu einem Zeitpunkt. ul» cs kaum noch etwas zu befehlen gab Dic
Neuiegclung hatte auch keine Auswirkungen mehr aul den militärischen Zusam-
menbruch
Ms Gcwcralk Idmarschall Keitel als Ghef des Oberkommando* vier Wehrmacht
zusammen mit Vertretern det OK-i Kommando« *oo Kriegsmarine und Luftwaffe
IGeneraladmiral Hans Georg »on Fnedcburg. Generaloberst Hans-Jurgen
stumptll die mit Ablauf de» H Mai 1945 festgelegte Kapitulation die schon am
7, Mai »on Generaloberst Jodi im Hauptquartier General Dwight D. Ersen
huwers in Reims unterschrieben worden war am ** Mal 1945 noch einmal tn
Bcrlin-Karhhorsl im Beisein de» sowjetischen Marschalls (icorgt) K Schukow
vollzog, war die Unterzeichnung det bedingungslosen Kapitulationsurkunde
durch das OKW |-» Kapitulation Deutschland 1945) zugleich em symbolischer
Akt für die eingeslandciie Verantwortlichkeit und totale Niederlage der Wehr-
macht im Zweiten W'chkncc Bei der Verhaftung der noch von Hitler selbst in
seinem Icstamenl bestimmten geschaltstuhrenden Reichsregterung unter Groß-
admiral Karl Dorutz durch britische Truppen in Mürwik bei Flensburg am
23. Mai 1945 wurde auch Generaloberst Jodi, der zuvor von Domtz als (Tief
de» OKW und Nachfolger »on Gcnerallcldmatschall Kettel eingesetzt worden
war. inhaftiert, so daß das OKW zusammen mit dci Rctchstcgicrung aufgelöst
wurde
irr
Wehnwactll
mchlungskncg führten so daß die Wehrmacht letztlich als "Komplize des Boscn-
und "stählerner Garant« und mehl al» vermeintlich unpolitischer Bereich de» NS-
Staates anzuschen ist
Öwer Hulrn <7kw<»A< VotulMrn. fanaii-w «n4 J<r an Annr>« fUmlxk
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taagarl I«7M tum* IW«
Die l egend«- von der »sauberen« Wehrmacht
In den cnicn Nachknegsfahren bestimmten Aussagen und Memoiren früherer
deutscher Generale und Offiziere da« Geschichtsbild von der sauberen- Wehr-
macht. «be im Gegensatz zu den die verbrecherischen Mordaktioncn austuhren
den SS- und Polizei-Verbanden eme weiße Weste behalten habe, weil sie fair nach
den Bestimmungen de« Kricgssölkcrtcehts gekämpft habe Mit Rückgabe der
früheren WehrmachtsaKlen durch die Westalluerten in die Obhut der Bundes
tepubhk Deutschland und durch deren Offenlegung und Auswertung wurde
allerdings deutlich daß sich diese Legende nicht aulrechtcrhaltcn ließ, statt de»
sen kann man beute von einer problematischen Verstrickung der Wehrmacht in
die NS-Verbrechen wahrend de» Krieges ausgehen I vcmplansch hinzu weisen ist
z. H aut den Nachweis der oft bczsscitcllcn Durchführung de« berüchtigten Kom
mtssarbelchls, der die I rvchießung gel.ingcngcnommener sowjetischer Kommis
eure I Politoffizicic i durch Wehrnuchtstruppcn regelte. Neuere historische For-
schungen in den achtziger und neunziger Jahren anhand v«»n Zeugenaussagen
und Piozcßunlerlagen Feldpostbriefen oder persönlichen lagebuchem sowie an
deren eieanzendcn Dokumenten verdichteten diese Sichtweise zu der Erkennt-
nis, daß Wehrmachtscmheitcn an vielen Massakern bei der Vernichtung der eu-
ropäischen -• Imkn und an Kriegs»erbrechen insbesondere wahrend de» < ki
kriege» sowie in den eroberten und besetzten Gebieten Ost-. Süd und Sudost-
curopus unmittelbar beteiligt waren und dort auch einen rucktachtsloscn Ver
IM
Wirtschaft
Von Werner Bührer
Die Rolle wirtschaftlicher Faktoren beim Aufstieg der NSDAP die nationahozia-
hsitsche WirtschaftsauffassuBg «• wu- Funktion und Entwicklung der Wirtschaft
irn Dritten Reich haben politische Öffentlichkeit und Wissenschaft von Anian»:
an intensiv- beschäftigt Emen, nenn nicht den wichtigsten Grund dieses anhalten-
den Inicresve» hat Maa Horkbctmer IW mit seinem berühmten Diktum wer
vorn Kapitalismus nicht reden wolle. solle auch vom Faschismus schweigen. angc
deutet Von der Antwort aut die Frage nach dem Verhältnis zwischen Kapitalis-
mus und Faschismus hing und hangt schließlich die Legitimität der westlichen
Wntschalts und CieselhchaftMirdnung ab Zwangsläufig spielten politische Moli-
se und Absichten stets in die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dieser
rhcm.itik hinein Duran hat sich auch nach dem Zusammenbruch des Ostblocks
und der damit verbundenen Misere der marxistisch-leninistischen Geschachte
Wissenschaft nichts geändert Fetner lallt auf. daß eine neuere die bisherige
Forschung zusammen fassende Gesamtdarstellung noch immer fehlt, obwohl mitt-
lerweile zahlreiche Shmographien und Aufsätze zu einzelnen Aspekten des Kom
plexes »Wirtschaft und Nationalsozialismus- vor liegen Solche Schwerpunkte
sind das Wirlsshatlsserstandniv und die Wirtschaftspolitik Ilitlcis bzw des -• Na-
tionalsozialismus. «las Verhältnis zwischen Wirtschaft und Nationale.'Zialismus
sowie dci ordnungspolitischc Charakter det Wirtschaft im Dritten Reich Auf
diese Themen und auf einen knappen Abnß der wirtschaftlichen Entwicklung
zwischen )9t< und l*J5 konzentrieren sich die folgenden Betrachtungen Da
Hitler die nationalsozialistische -• Ideologie und Praxis wie kein anderer prägte,
stehen seine Vorstellungen dabet im Vordergrund.
Staat und < fkunoinie irn Nalinnafsoziatisnius
Die Wirtschaft war lür Hitler und die Nationalsozialisten etwas Sekundäres ab-
hängig tun der I xistenz eines machtvollen Maate* sie halle Jen Interessen des
Staates zu dienen und nicht umgekehrt Die in der Weimarer Republik angeblich
Platz greifende •Vcrwirtvchaftimg- der Politik und des «ieuKchc« Volkes msge
samt war ihnen em GreueL für ehe zeitweise praktizierte Außenpolitik mit wirt-
tdufthdien Mitteln hatten we nut Verachtung übrig Dessen ungeachtet nahmen
wirtschaftliche Forderungen stets einen wichtigen Platz in der NvProgiammatik
cm Iust die Halft« det 25 Punkte dc» eisten, tonneII später nicht mehl residier
ten Parteiprogramms son |U2tt betrat Ökonomische Fragten -I and und Boden»
für eine ausreichende Ernährung und zusätzliche Ansiedlungsmoglichkc-iten
• 1 I l l mgspolitik Arbeitspflicht »Bicchung der Zinsknccht
schäft* V etstaaflishunf von hust*. Gewinnbeteiligung bei Großbetrieben Fnr<Je
tune dc« Mio»istan.K .ii < ..setz zur •unentg I MejgHMa Bod
gemeinnützige Zwecke-, die Bildung von -Stande und Bcruiskammcrn- und
WWisdiah
schließlich die tx-ruhmt berüchtigte Maxime -Gemeinnutz echt vor Eigennutz-,
um nur die wichtigsten zu nennen Die sozialistisch« Färbung einiger dieser
Leitsätze ist nicht zu übersehen Ihre Autoren und Propagandisten deshalb m die
Nahe der linken sozialistischen Tradition dci Arbcilcrhcwccang zu rucken wäre
indes irreführend Davon abgesehen, daß sich Hitler vom marxistischen Sozialis-
mus wiederholt abgrenzte und seins- Vorstellungen von Sozialismus im deutschen
Beamtentum und im deutschen Heer am weitesten verwirklicht sah. widerspricht
insbesondere das nationalsozialistische Bekenntnis zürn Privateigentum und zur
Konkurrenz dieser Interpretation. Eher scheint die konservativ-staats-sozialiMi-
*cbe Denktradition der deutschen Nationalökonomie mit ihrer Bejahung «hurt
licher Interventionen bei manchen Programmpunkten Pate gestanden zu haben
Det gewiß vothandelte, in seinem Ausmaß in der älteren I Heratur aber über-
schätzte Eklektizismus war also ideologisch keineswegs blind. Und obwohl Hitler
Msh gelegentlich über Theoretiker mokierte und tur seine nationalsozialistischen
W irtsch.illvcrkcnntnisse den Beeritf Theorie ausdrücklich ablehnte, war er
neueren Forschungen zufolge in wirischattswissenschatflichen Fragen mehl ganz
der Ignorant, als der er oft hingcstellt wurde
Für Hitlers hierarchische Sicht des V erhahntwes von Staat und Ökonomie waren
solche ideologischen Fragen indes ohne Belang EiMeren begnlt er w ie in —• Wem
Kampf zu lesen, nicht al* wirtschaftlichen, sondern als - völkischen Organismus-.
der unabhängig von einer bestimmten Wutschaitsauflassunc oder -entwxklunr
war Getreu seiner sozialdarwinistischen Überzeugung oblag dem Staat die -Er-
haltung und Forderung einer < lemcinschaft physisch und seelisch gleichartiger
Lebewesen- I-» Sozuldarwinismusi Sofern sich da* individuelle Erwcrbsstrc
ben diesem Ziel untcrotdnelc. wurde es vom Staat geschützt und gefordert, tm
gegenteiligen Fall hatte dieser die Pflicht «tnrugreifen Dank dieses generellen
Intcrvenlionsvorhehalts wurde der Privatinitiative ein recht großer Spielraum
zugcsianden Damit im zugleich umnssen. was die Nationalsozialisten unter dem
von ihnen beanspruchten Primat der Politik verstanden Konnten sie diesen An-
spruch durchsetzen?
Die Fmanzierting der NSDAP
Mil dieser Frage ist das Verhältnis zwischen Nati.m.tlsoziali'inus und Witbchalt
angesprochen. dessen verschiedene Aspekte bislang die größte .Aufmerksamkeit
gefunden haben Lange Zeit am heftigsten umstritten war die pekuniäre Seite
dieses Verhältnisses. Wurden Hitler und die NSDAP vor der - Macht ergreifung-
voo einzelnen Unternehmern oder Firmen in nennenswertem Umlang ftnan
ziert ’ Wenngleich die (Juellenbasis nach wie vor lückenhaft tM. ertauben die
btshensen L'ntcrsuchungscrgcbmssc den Schluß daß Zuwendungen au* der
Großindusln« Ix* zum Jahr IWll gegenüber der Selbstfinanzierung durch Mu
glicdsbeiträgc. Sammelaktionen Eintrittsgelder usw. kaum ins Gewicht fielen,
großzügige Spender wie Fntz Fhi-sscn bildeten die AltMlahmc Erst der Erfolg bei
der Septcmbcrwahl katapultierte die NSDAP in den Kreis der Parteien, die von
dci Industrie regelmäßig untcistutzt wurden Allerdings mußte »* sich zunächst
WxlxWl •••
mit einem »ergleichswctse geringen Anteil am teximicn Spenden» olumen zufrie-
den gehen, det ihre zahk-nniad.ee Marke im Reichstag nicht widsrcpcgehe Fjne
finanzielle und damit »erbunden p«lunche Abhängigkeit der NSDAP »on det
Großindustrie wie »e«n manchen marvisüschen Histifikcrn behauptet konnte
fcdentalh mehr nachgewsew-n «erden Nach 19t» flown die Gelder allerdings in
Strömen Mit der — Adufl-Hidcl-Spende det deutschen W irtsehafi trug die Indu
»ine mehr oder »erntet freiwillig in beträchtlichem Maik zur Finanzierung der
NSDAP hm.
\on größerer Bedeutung ab die maicncUe Hille war tur den Auhtieg der
NSDAP und die Regirtungsuhernähme durch Hitler die Mitte der zwanziger Jah-
re in der Schwerindustrie. un Gtoöafiraricrtum und un Mit le Stand cinsclzctxlc.
unter dem Eindruck der -• Wehwirlschallskrisc auch andere Jede der Wirtschaft
erfassende Suche nach autoritären Alternatiscn zur Weimarer Demokratie Der
Salionalsozialismin bot steh dabei als eine mögliche Variante an. deren Attrak
Untat mit Heftigkeit und Dauer der lense »uchs Attraktiv »ar vor allem das
Versprechen. durch die Beseitigung der parlamentarischen Demokratie und die
Unterdrückung der Arbeitcrbeweeune für mehr politische und wirtschaftliche
Stabilität zu sorgen Indem maßgebliche W rtschattskreise die NSDAP m ihre
politischen Kalkulationen cmhezoeen. Hiller zu kort ragen eingeladcn wurde und
einzelne Industrielle und Bankiers in von der Partei eigens zur kennilplkgc ge-
gründeten fiesprachszirkeln wie dem — Keppler-Kreis auftauchten. werteten sie
den Nationalsozialismus aul und attestierten ihm Rcgicruncslahigkeit
Wirt schuft und Politik 1933-19J6
Die Entwicklung des Verhältnisse» zwischen Wirtschaft und NatKinahazialnmus
im Dritte« Reich labt weh ui drei Phasen unterteilen Die erste umfaßt <he Jahre
»on 1933 bis 1936. Blieb m dieser Zett det zumindest partielle poliltsch-idcoiogi-
whe Kirnten*, der »*ch »or der Machtergreifung berausgeNIdct hatte bestehen’
In allen Industriestaaten waren wahrend der Wehwirtscharfsknsc die Anhänger
Uaatsmlcrsentuwiiitivchct protektMWUstnchet und aularkislrwhcr Konzepte auf
Jem Vormarsch Deutschland bildete tn dieser Hinsicht kerne Ausnahme M.t m
deren Wielen wdebe Vorstellungen waren durchaus zeitgemäß - was nicht heißt,
daß mc auch modern un Sinne »on zukunftsweisend waren. .-Such die W irtschaft»
experten und die Führung der NSDAP hatten »ich diese* < .edankcngul letlwcite
zu eigen gemacht An die Maehl gelangt, begannen sie umgehend nut der Rea-
lisicruag entsprechender Plane Ircilich weitaus koos«s|ucolet als etwa die Wei-
marer Prasidulregierungm Wichtigster und publikumswirksamster Teil eme»
Bündel» kicuunkiur und heschafligungspohttschct Maßnahmen waren die staat-
lichen Programme- zur Arbeusbewhallune Etwa zwei Mdhatden RM wurden
allein 193» lut znrle nffcnthche Graßpr.«ckte wre den Aushau des Straßennetzes
und die Verheuerung der landwirtsehallhchcn Inlr asttuklur sowie zur Forderung
pmatcr und geschäftlicher Bauvcvhatvn hrrcitgestcfit Bb Fruh>aht 1936 sum-
mierten sich die aulgewendeten Mittel zu emem Betrag von übet tunt Milliarden
RM Daß die -» Arbeitslosigkeit deutlich sank und 1936 nahezu Aollbcschafli-
Wirlsehalt
cung herrschte war mehl zuletzt darauf zur Uckzut uhren Zweifellos wie* diese
PlMitik sieht man »cm der kncgenschcn Zielsetzung ah, gewrwe Ähnlichkeiten
mH den konjunkturpoirttschcn Ideen und Vorschlägen aut welche der britische
NatumuliAoihwn John Mavnard Keines etwa zur gleichen Zeit entwickelte und
propagierte. Flankiert wurden diese Proeramtn» »un Steuererleichterungen ins-
besondere tur die beschatligung» und rustungspolnoch r eie» an len Branchen
Bedenken aus Jei Industrie gegen arbc itsuuensne «Ulentbchc Prow-kte und eme
aktive staatliche Kunjunklurpoltlik tn Form s«m Gn «ßauftr agen kiwtntcn durch
die steuerlichen Maßnahmen und durch die rasche Zerschlagung det Arbeiterbe-
wegung zerstreut werden. Eine Anpassung an NSJAwilKMicn land auch auf dem
lieblet der Außenwirtschaft Matt Ungeachtet wiederholter Bekenntnisse zum
treten Welthandel ertönte dci Rui nach Protektionismus und -» Autark» selbst
aus exportorientierten Branchen wie Chemie- und FJcktnamiusttK oder Maschi-
nenbau immer lauter Damit einher ging eine Vacinheilhchunc der Standpunkte
innerhalb der Industrie nachdem zunächst in erster Linie Vertreter der Sebwer-
ndustne solche Konzepte verfochten hallen
Das -♦ Bauerntum nahm in der NS Ideologie seit (eher einen pmilcgiertcn Rang
ein Entsprechend eifrig bemühte sich das Regime darum diese Klientel zutne
denzustellen Höhere Importzölle die zwangsweise Senkung der Agrarkredite.
Maßnahmen gegen Zwangsversteigerungen überschuldeter Betriebe und der
Schulz der Lrbholc sollten die Ertragslage in der Landwirtschaft verbessern
hellen Anders alt in der Industrie st leben wiche gravierenden Fingritte in den
Marktmechanrsmus bei den Betroffenen nicht aul Emwande Im Gegenfeil. vie-
len ging die Reglementierung mehl weit genug Kaum medriger tangierte m der
Gunst der NaUonalwizialistcn der gewerbliche Mittelstand, zumal ehe NSDAP
»on Angehörigen dieser Schicht massiv unterstützt worden wat und weiterhin
wurde Auch der Mittelst and profitierte von den Arbcasbeschaltungsprogram-
men. daneben beschloß das Regime eine Reihe »on miltclvtamMorJcmdcn
Maßnahmen, beispielsweise Regelungen zum Schutz des Einzelhandels. Die »on
manchen NS-Aktivisten au* diesem Milieu erhoffte zugige I mstruktuncrung
der Wirtschaft zu Lasten des < iroiikapital» blieb icdocb aus Im groben und
ganzen konnten Industrie. Einzelhandel Handwerk und Bauernschaft mit den
wirt-chaltspuhttschcn lartiativen der neuen Regierung also zunächst durchaus zu-
frieden sein Jüdische Geschäftsleute hatten freilich schon in den ersten Wichen
und Monaten unter Bovkottmabnahmen und zahlreichen anderen Press«men
zu leiden
Acttcchlcr der These von einem eindeutigen Primat der Politik bereite m der An-
fangsphme der NS Herrschaft »erwewen zur I ntermauerung gerne auf die he-
rulsstandnchc Ncoorganivilion det Wirtschall Entsprechende Absichten lassen
sich bis zum Parteiprogramm v*m 193» zurück»erhdgen Im Unicrschicci zum
herkömmlichen ständischen Denken waren die un übrigen recht sagen rational
sozialistischen XotMeUungen tcds*.h dadurch gekennzeichnet daß die »Stande«
staatliche Einrichtungen sein sothen. von oben nach unum aulgebaul unJ ebne
Kgitche Autonomie Am weitesten kimnteu diese Plane un landwirtschaftlichen
Sektor durchgcselzt werden Bereits im September 1933 wurde aus den früheren
Baucinserhandeil und L*ndwirtsehaft»kammcr» der Rcieh»nahr»land al» cm
W'WIKteafl
heitbche öflentlichreihtlivhc Agrarorganisation mit Zwan^mitzlrcdvchaft ec
gründet. ihm oblag c»u »,Jk -marktrccclndeo- Aufgaben fu übernehmen Im
Oktober l.ügte der Zusammenschluß aller Handwerks» erbamie im Reiche
Stand dc» «Jeutschcn Handwerk* Auch un Handwerk konnten bcrufsatandiscbc
Prinzipien weitgehend verwirklicht werden Die >m Juni W'd per Gesetz cinge-
tuhrte m Handwerk »Arenen lang ersehnte Pflicht tnmang ein Jahr später durch
den -Großen Befahl* une»na»h weis- ergänzt. markierte zugleich da» vorläufige
Ende der < .ewerbcfrciheit Ander» m der < ir.^industne Lhet stieß das K.«t/ept
eine» »tandtschcn Aufbau» aul wenig Gegenliebe Zwar hmuerte der Reichs» er-
band der Deutschen Industrie nach dem Zusammenschluß mit dem «ozialpob
t Heben Spitzen» erband I Acrvmii’ung der deutschen Arh»-itgebrrvcrban»iei sm-
ubeteehenj al» ReKhssland der Deutschen Industrie doch Hieb die Leitung
imgcachtei einicci personeller l mbesctzunrr« - jüdische Mitglieder de* Prasidi
um» und der Geschäftsführung muWen zuverlässigen NalKWtaKozialisten weicben
und der Übernahme dc* -* Fuhrerprm/ip» dc facto in »Jet Hand der l niet
nehmet Außerdem nutzten <he tonangebenden Kreise an* der Schwer und
( hemieinduslric die Phase dc» tx-rutssiandi»chcn F vperimcnlierens ab htchwill-
kanmcnc Gelegenheit zur organisatorischen Actctnfachune und Vcrcinbeitli
chung der auswutbeenden \» rb«nJ»lansK haft
Mii dem Gesetz zur Ambcrcitung des organischen Aufbau* der deutschen
W trtschatt vom 27. Februar WU verabschiedete sach da* Regime endgültig von
ständischen Aorstcllungen tm eigentlichen Sinn des Worte* Die aut Grundlage
dieses Gesetzes in rascher Ewige geschaffenen Strukturen wurden bis zum Zu-
sammenbruch 1945 kaum verändert An der Spitze der Hierarvhie stand der
Rmh<»irtschaft»tninrst»r darunter rangierte «he -» Rechswirtschaftskammer ah
KnordtnatMWtscwgan der Spit/ensertretungca der einzelnen Wirtschaftszweige,
der fachlich und territorial weilet untetglievjcrten Rcictisgruppcn sowie «Jer
Industrie und Handelskammern der Reichsnährstand blieb außerhalb «Jscse»
Organrsattonsgefuge* Du- tur diese Apparatur verbindlichen Grundsätze taute
len I uhrerptinzip Ausschheßluhkcit der Organisatwrn. «las beißt neben den
staatlich anerkannten Verbaiulen waten keine weiteren erlaubt Zwanesmitgbed
uh-itt InUz der damit sanktionierten bwmellen l aterordnung unter den Primat
«1er fAiliiik konnte Mshesemderc die Industrie ihren wirtschaftlichen Handlungs-
spulraum und »sn naht unerhebliches wirtschaftspolitisches Mitsprachetcchl ver-
teidigen Fine weitgehende Wahrung ihrer I nabhangtgkeil gelang der Industrie
auch gegenüber der -• Deutschen .Arbeitsfront 1DAF1. der Einheitsorgamsa-
tnm aller Arbeitnehmer und Arbeitgeber Wie giott der Einfluß der DAF auf
Nrtnebiicher t bene tatsächlich war. ist m «Jet Krsctiung umstritten W ahrend
vereinzelt die These vertreten wird, die DAT sei sehr »sei mächtiger gewesen ah
die Gewerkschaften vor 1933. attestieren die meisten einschlägigen Studien dem
durch das t scietz zur < hdnung der nalhmalen Arbeit vv<n Januar 1934 tegnmner
ten -♦ Hetnebsfuhrer eine tast unbeschrankte innetKincbbchc Hcirschaft
Sehen den A'crsuchea. dw Verhandsstrukturen neu zu ordnen, werden s<» allem
du |i< muhunecn um eine Autatkisierunc der deutschen W irtuhalt al» Beleg f«n
den Vorrang politischer Zielsetzungen hcrarcc/ogen In der Absicht die Selbe
Versorgung Deutschlands nut Rohstoffen und Nahrungsmitteln sicbcrzuMellen.
,u Hmsrhaft
wurden noch 1933 die ersten Gesetze und Behörden zur Atdicnhandc Idcnkung
geschaffen Diese Initiativen zeitigten jedoch mehl den erhofften Erfolg im Gc
gentef. Die Handelsbilanz entwickelte eich defizitär, de. Devisenreserven
schrumpften weilet Auf diesen Trend reagierte der Rcw.hvhunkprit»id»tM und
Rc»ch«wirtschafLsznimstcr Hjalmar Schacht mit dem —• Neuen Plan som Septem-
ber 1934 .Au! eine lückenlose staatliche Rcglcmcnticnmg det AuAcnwtrtvchafl
abzielend, baute das Programm aut Dcv-iscnkiwitmifenticrunr und Eaport-
l«*dcrung. scrbun«lcn mit einer energischen Hilateraliuetung de* Waten und
Zahlungsverkehr*. Die Folge waren deutliche Actarsderungen in «ier Zusammen-
setzung der Imp etc Rohstoffe zu Lasten von Fertigwaren und in der Rcgio-
nalstruktur des Außenhandels - Skandinavien und Sudovteuropa »erdriinettm
Wevtewopa und die USA Autarkie tn einer von Deutschland dieninicrten
Großraumwirtschaft hieß die neue Matame Mit diesei Perspektive konnten
sich l-indwirtschaft und Mittelstand ohne Schwierigkeiten anfreunden diejeni-
gen Bereiche der ln»histne die nach wie vor grundsätzlich für cmen möglichst
freien Welthandel eiatraten vermochten die Eingriffe um so leichter zu ver-
schmerzen. als sie durch den Aufschwung «ler Binncnkoniunktur entschädigt
wurden
Stand tn den Jahren 1933 bis 193b «lac kurzfristige Knsenubcrwin«fung im Vor-
dergrund. oder zielten die einzelnen w'irtschaftspdffiw.-hen Maßnahmen «chon
längerfristig aul «he wirtschaftliche -Wehr hattntachunr*. tetiicb da» Regime
cme verdeckte Aufrüstung" InsbcMmderc der Neue Plan spiichi für die zweite
Interpretation Für die NationalsonaUvten kam cme internationale Losung aus
ideologischen Gntndm ohnehin nicht in Frage Außerdem diente nach ihrem A'er-
standnt» «he Bewältigung wirtschaftlicher PiuNctnc stets politischen Zwecken,
und an seinen capansrvca AbMchlen hatte Hitler nie Zweifel gelassen Man
wird also eme Aerschrankung von Antiknscn und Rustungspolaik unterstellen
dürfen, wobei für da* Regime letztere A'orrang hatte Die -♦ Aufrüstung itn
engeren Sinn begann 1934. spatesten» ab diesem Zeitpunkt k.mnicn die kriegeri-
schen Ziele den tnvobicrtcn Wirtschaltskteisen kaum langet verborgen geblie-
ben sein
Alles in allem kennte «las Regime am Ende der ersten Etappe durchaus Erfolge
verweisen Die ArbciuioMgkcri war. auch durch du- Einführung dc* -• Rcichv
arbcitsdicn.*tcs «RAD) und der allgemeinen -• Wehrpflicht, drastisch zuruckgc-
gangen die inducincptoduktion hingegen kräftig gestiegen, bezeichnenderweise
bei inscstitwinsgutcm wesentlich starker ab hei Kon»umgulera Die Entwicklung
schien den NalKrttabuziai&ten recht zu geben Indes catsUcncn genügend
Beispiele, «laß cme wirtschaftliche W tederbeiebung auch unter demokratischen
A’crhaitnisscn und ohne «Jen l mweg uK-r eine Rustungsionjunktur möglich
war Außerdem profitierten die NatuxiaisoziaJiMen son einem allgemeinen wrt-
»chaltlKhen Aufwartstrend Ihre Auuaioouc gegenüber dem Suat zu verteidigen,
gelang der Wirtschaft in diesem Zeitraum in recht unters« hicdlicbem Afalk Die
Großindustrie war «iabei ziemlich ertolgrcKh Mittelstand und l^ndwirtsehaf!
büßten ihren Spielraum weitgehend em Allerdings handelte es weh in «hesen bei-
den Fallen um eine freiwillige Unterordnung
UuImWI
114
Vom \ lerjahrrsjdan zur Kriegswirtschaft I4M-I942
(he zweite Phase un Verhältnis zwischen NS-SlaM und Uittwhaff dauerte von
19)6 bo 1*42 Ah Eckpunkte reiten du Ankündigung de« zweiten -• V icnahres
f4an> und der l hergane zur -lotakn- Kncgswirtsshaft < har aktcnMbch tur die
M-n Zeitabschnitt war eine neue Qualität staatlicher Lenkung
Im Gegensatz zum ersten Plan gewann der Mit dem Reichsparteitag <m Septem
fkt 1*36 «erkundete zweite V'ictjahrcspian crbebtiuhe praktnehe Bedeutung
L’iuwiilelharcr Anlaß waren Engpässe Mit dem Rohstoffvektoc In einer elfen«
«erfaßten Denkschrift umnß Hitler die wesentlichen Ziele die in dem Auftrag
gpfclxn m vier fahren mu»«e die Armee -einsatzfähig- und die Wrrtichaft
-knegstahig- «ein Zum -Beauftragten tur den V leriahrespfan- wurde Hermann
4 «eint ernannt det - mu umlegenden Vollmachten ausrcstatlet - dafür zu Mir-
een hatte, daß die Vorgaben verwirklicht wurden Er schuf «ich dafür eme hex»
dere < hg.inisai»«! und besetzte die f uhruisgscKne nahezu ausschließlich mit
überzeugten NatioruhaizialBicn Der cnbchcidcixJc Vntcrvchied zu trüberen
piancn«chcn Versuchen bestand also m der F taNierung eine« ZeMrahttHch
autgehaulen von Nalioriatwiriahstcn kontrollierten l enkungvapparats Daß
Schacht aul (»rino Inthronoatnm ah -Wirtschaftsdiktalor- mit «einem Rick
rntt vom Amt dc« Wirt«duItszruntuen reagierte wird in der Fachliteratur häutig
ah Ausdruck einer Maehls er Schiebung zu Latten der alten Wmschaftscblcn
interpretiert Dabei wird jedoch nicht genügend berück sühnet daß die un
Rüstungsgeschäft engagierte Pnvatwirtwrhatl aut der -operativen- Ffame der
Vieriahresplansegantsatiivn zahl- und einflußreich «ertreten war Fme andere in
dunem Kontext hrmuberte These lautet, e« habe eme inncnnduslncUk: Macht
Verschiebung zugunsten der l hcmK-induvirie speziell der —• I G Farben start
gefunden Neuere I orschungen von (»er hat d Moßin haben indes gezeigt «laß der
V lenahrevplan von allen rüst unr» wirtschaftlich mtctevoericn Branchen getragen
wurde - nut der Folge einer wachsenden Verflechtung insbesondere von Monun-
Chemic und «crartirrtcndci Industrie
Wesentliches Ziel «les PUns »ar der Aufbau einer moglichM autarken Uirtschaft
Trotz intensiv et Bemühungen die Produkt*«! von *vnlbetiscbcn F rsa tzsloflen
und «len Einsatz selbst wenig ergiebiger Roftvlorte zu forcieren gelang e« jcskich
nicht, bis I9JM die Lucken zu schließen Auch eine au-reichende Versorgung mit
Nahrungsmitteln war keineswegs sicher gestellt Daran «ertn>ichtcn weiter «Irr -»
Anschluß t hlerreichc und «le« Sudtrtmgebiets t -« SudelcnUmF -• Sudetenknsel
noch der I mmarsch in «he -* Tschcchirdowahci «Met dte schrittweise Lmcblung
emes gTobdculsch«udovteur. p.uv.'hen V. irr sc haft eraum« etwas zu andern Die
anstuertc -wehrwirtschatllicbe Blockadcsachcrbcit- hatte da« Deutsche Reich
hei Knegshcgmn ab» nicht erreicht.
Dte wirtschaftliche Entwicklung «eit Mute der dreißiger Iahte war rweiteiwibne
geprägt v«ui einer Ru-iungsk-miunktur Die R ust unesausealva sticeen um ca
SS Milliarden RVI (|9«S) auf Uber It» Milliarden <1*1*1 Insgesamt durften
«tm 193.1 tu* Kricgsbcgmn zwischen 70 und tut Milliarden RM aufgebracht w«-
st* ts Abmarsch der thnwwertadurr»- tW Urr Se«ra ttesiWi i«»Ui w Beriu a» Aai»4
dH maua VcilcOuag 4o «trnhniing -ss.Mauo«cirx*<- uu «i Agr4 t*o»
«kn «ein Die Finanzierung dieser Ausgaben «te-llu von Anfang an em gr«4ks
Probiem tur das Regime dar der reguläre St.«aishauchah reichte dafür jeckn-
lall« mcht aus Zum wtchftfsten Instrument wurden «fac — Mctowechscl. mit
«kren Hille son W54 bt» |9k> etwa 50 Prozent «ier Rusturresauseaben bestrit-
ten wurden, «ieren inflatKeiare Eftcktc aüct«hngv bctrachthch »aicn Spater
verdrängten Rcichsankihen und Steuergutscheine die MctoFinanzx-rung
IX-nnoch «tk-g die Slaatsscrschuldung vo« |4 MiQianjen RM (1933) auf an-
nähernd 42 Milliarden < 1938) Aus «Fern Zusammentreffen von koejuziklurefler
Cbcrhitzung und sicigvrxJem Hauvhaltsskti/it einen Zwang zum Krieg ablerten
ru wollen, hieße freilich, die Rolle okomimisctier Faktcwm hei dieser Entschei-
dung zu ufkrseftatzen
Die einzelnen U rtschaftszwcic« pnGKttcn in untcrsehicd'isbcm Maik »un
«ier Rustungskonjunktur «eit Mute «ier «Ircißiger fahre Generell schnitten dieje
mgen Sparten am besten ab. die direkt oder indirekt als Znheferer am Rüstungs-
geschäft partizipierten Dort konnten in dieser Zeitspanne außergewöhnlich
hohe Gewinne erzielt werden, wobei du: Betriebsgröße zwcitraneic wat Mittel
und Klcmbctnche kamen m«ies «eftener m den Genuß staatlicher Aufträge,
so «laß der gewerbbebe Mittelstand un aUpemcmcn doch gegenüber der Gniß-
tndusine benachteihgl war Die Stillegung «sotkswirtscftafthch nicht wertvoller-
117
Wirtschaft
II*
wirtschaft
Handwcrkdx-trvtv loste dagegen eher mittebiandsataNIrsierende Effekte aus
Ahnlwh zwiespältig fiel die Bilanz für den Bauernstand- aus. Materielle Ver-
sprechungen und ru'iunn»inxhililn.l>c Erfcedcrnisse betten seh nicht immer
m Einklang bringen l m den Verbrauchern tnMz des Lohnoopp» eine ange-
messene Versorgung zu ermogbehen. wurden dac Preise für landwirtschaftliche
Erzeugnisse künstlich tuedng gehalten Ihc staatlichen Reglementierungen «er-
fundenen ab«. hob» bäuerliche Einkünfte, trugen aber andererseits zum Schutz
»olkcwirL-chaltlKh rentabler mittler« Betriebe bei Wiederum ausgciwenracn
».ui staatlicher Protektuin und «lautlich totenerten Rustungsgewmnen waren
ludiscbc < «esc haft deute Son ihrer schrittweisen terr« irrsttschen Ausschaltung
aus Jein Wkim. haft sieben und »<<i der -» Anucrunt ihrer Betriebe profitier
ten vielmehr »arische« Interessenten aus Großindustrie. Bankgewerfie und
Einzelhandel gleichermaßen - wenn auch muht die deutsche Verwirtschaft
insgesamt
Wie lassen sich angesichts solch disparater Befunde - Zunahme staatlicher Inter-
»cnlamcn trotz grundsätzlicher Respektierung des hiuicitcntumv «leigende
Gewinne trotz öffentlicher Achtung des Fiyenuutze» - das Verhältnis Politik -
Wirtschaft und das Wirtschaftsssstetn u> der mittleren Phase det NS Herrschaft
charakterisieren ' SrmpliZizierendeinvcitige Versionen der These vom Primat
«ler PUitik bzw »um Primat der Ökonomie wnd mittlerweile «on dWfercnncrtc-
ren Intcrprctatkiocn abeckwt worden Diese stimmen dann nhcrem. daß son
emer politischen Autorwwnic des nationale« <nahstischen Staats- und Herrschatts-
Apparates gcgenuhrr den -Kapitalinlcrcwen- auszugeben sei andererseits sei
die pnsatwirtichafthche Eigcntumwrdnunc nicht angetastet worden und die
t irotundustnc habe ihr «skiukunische« Gcwscht und ihren wins»'hatT«pohtis»-hcn
Einfluß behaupten wenn rucht sogar steigern können Daß «ach innerhalb det
<rto&nduatrK gkichzciiig dte Machtvertühniue zugunsten der Sektoren Che
mie und Elektroindustrie «erseftoben harten konnte noch mehl überzeugend
nachgewiescn werden
In det wirtschaftlichen Sphäre unters»hcidcl die husch ung m Anlehnung an
Franz Neumanns Anahsc aus dem fahr 1*C iBehrim-A. — Faschtsmusthconenl
zwischen privatkapitalistischer «Monopobatrtschaft« und »on Staat und Partei
dommnertcr «BefeMswirtschaft- Strittig ist dar Beziehung zwischen diesen beiden
Sektoren bzw Orgaatsatwmsiornicn W ährend Neumann die Expansion letzterer
ah Bestätigung der letsmskrifl des Kapiraiisma« deutete weil bc-vonders durch
den Ausbau der Parieiwirtschaft «he Notwendigkeit emer Ökonomischen Fun-
dierung politischer Macht anerkannt worden sei betonen neuere Arbeiten die
Ihnchscizungstahigkeit der Befehls- gegenüber «ler M«>n«’potwirtscfiaft Die
Belchhwnisch.ifl fand ihren Ausdruck m Staats- und Partciuntcrnehmca sowie in
der Kontnüle und Rcgtementicning »cm Preisen und Lohnerk Investitionen und
t tewinnen dr» Außenhandels und des Arbeilsmarklcs Bemerkcnswencrwctsc
stieg «he Zahl der verstaatlichten l ntetnehmen. anders ah im Parteiprogramm
angviundigl wahrend des Dritten Reiches keineswegs Die bedeutenden Staats
unternehmen, z B die Vereinigte Induslneunte-rnehmungen AG tVIAGl die
Vereinigte Elektrizität» und Bergwerks AG (Vebagl oder die Preußische Berg-
werke und Hurten AG tPrcmsagi waren alle fsercits in der Weimarer RcpuHik
entstanden. Statt dessen kam cs zu teilweise spektakulären Rcpris jtiMcrunccn
wie im Fall der Gersenkrrchener Bergwerk» AG
Ein neue» Phänomen »teilten die C niet nehmen der NSDAP der DAI und der
SS dar Ihr Aulsucg scheint ehe These »on der Dominanz hetehbwirtschaftli-
cher Strukturen zu untermauern Als mächtigster Kimzcrn dienet Spezies gehen
«he —• Reichswerke «Hermann Gilrmg* 193* zur wirtv.haftbch unrentablen,
autarktepoiitlwh indes gcb>4«n<m Verhüttung ciwnintki Erze aus der Region
um Salzgitter gegründet, ging daraus unter tatkräftiger Mithilfe twwiny» m nicht
einmal drei lihrcn eine cigantis.be Hutdmxgcs«nKhalt hervor, wekbe den Mon
tanhiock nnd zusätzlich emen Waffen sowk einen Schiffahrtsbiock kontrollierte
Daß steh «he Rekhswerke in einigen Konflikten gegen die alte Elite von der Ruhr
insbesondere gegen «he Veremigtcn Stahlwerke durchsetzen konnten halle je-
doch keine dauerhafte I ntetordnung dc» privatkapitalistischen Sektors unter
«he BctchrwirtschaM zur faMgs. Gegen eme solche Deutung spricht schon die enge
perv melle Verflechtung des gesamten Konzern» nut der Prrv atwv tschaf L Die ton
den Rcichswvrkcn in Gang gesetzte Reswgamsatu m «ler deutschen - und europäi-
schen - Montanindustrie war vielmehr Ausdruck eines durch steigende Kapazi-
täten und tcchnok<grschcn Wandel erzwungenen Kompromisse» zwischen den
»ersehtedenen nisrungswirtschatibeh engagierten und evpansn orientierten In
temebmen und Industriesekloren Dazu parn daß auch die anderen wirtschafts-
und albcit»mziklp>htn»hcn Instrumente keineswegs ohne tcgli-he Rücksicht
auf pri»atwirt»»haftlichc Belange eingesetzt wurden So waren buipschwctsc
ungeachtet des 193f> angcordncten bzw »crscharftcn Preis- und Lohnstopps
Preisabsprachen im Rahmen »on Kari eilen ebenso m-iglich wie I obnerh« hungen
durch besondere Akkord- und Pramicnsystcmc. und aut «be Überdurchschnittli-
che« Cntcrnchmcrtsgcwinnc in den Jahre« I9.V ho 1<MI ist whon hmgcwicscn
wurden. In der Landwirtschatt und un Außenhandel waren marktwirtschaftliche
Mechanismen allerdings »cdlig außer Kraft gesetzt
ZusammcnfasAcnd kann fcslgchahcn weiden Da» Pnsateigcntum an Pi.sfak
tkmsmittcin blieb zwar grundsätzlich erhalten, «he Vcrtuzunesgcwalr der Eigen-
tümer wurde durch Eingriffe des Maates und anderer Leokungsmstanzen je«h»ch
mehr und mehr eingizwhrankt Wirt-chältswivscnschallkT ciiaraktcnsacren em
solche» Ssstem ab -ZcntralscrwaliuBgswtrtschatt« - cm Begriff, den manche
WirtschafuhiMonkcr unter Hinweis auf die Fortdauer kapitalistischer Struk
turen jcsinch abictmen Gewiß k.xnm: es hier darauf an wie dieser Begriff
definiert wird regen seine Verwendung «preht indes «laß das unlernchmcrrw.hc
Gewmnstreben - cm wesentliches Merkmal emci pnsatwntschalllicbcn Ord
nung - »«m »eilen des NS Rcgtracs nicht nur gebilligt wmderw sogar ermuntert
wurde.
Da die W rrtschaft spatesten» seil 193b planmäßig auf den Knet vortscreitet wor-
den war bedeutete die Dmsteilung auf Ac — Kncnwutschaft im September
1939 kernen qualitativen Einschnitt Der Übergang zur Bcwirtvchattung von Le-
bensmitteln Meldung und Brcnnmatcnal ging msoterw «etghnchsweise proNcm-
ios »onstanen ab die Versorgung schon zuvor mchi sooderiich üppig gewesen
war.dte neucurgerKhlctcn Instanzen zur Steuerung der Produktion Nicben ohne
WirtMiuft
II
Dicrjohtcsplon
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Z*r» nm ' lAczrmhrr IM W
119
Wirlxchah
durchschlagende Wirkung. Die Engpässe bei Nahrungsmitteln. Konsumgutern
und Rohstoffen konnten erst un Laufe de» Jahre» 1940 beseitigt werden Die
anfänglichen militärischen Erfolge trugen möglicherweise dazu bei.daß cme radi
k-tle kriegswirtschaftliche Kurskorrektur unterblieb Zwischen |9th und 194;
kletterte der Index der gesamten industriellen Produktion nut leicht von lütt aul
10h. lediglich die Rüstungsproduktion vcrzcichnclc einen steilen Anstieg von
10»l aul 321), ohne daß jedoch alle Möglichkeiten ausgeschupfl worden waren. Von
einer Konzentration aller Kralle auf die Erfordernisse des Krieges konnte ako
zunächst keine Rede sein, zumal sich die verschiedenen mu4viertcn zivilen und
militärischen Stellen Victiahrcsplanbeboidc WiitschaltMinnisiciium. Reichs
minrstenum für Bewaffnung und Munition. Wehrwirtschaft». und Rustungsamt
gegenseitig behinderten Der hiitrd \uuri Strairgu Bomhizu; Survrv sprach
deshalb nachträglich von einer Volkswirtschaft. die -in einer gemächlichen halb
üiedcnsmaßigcn Manier« weitet gearbeitet habe Das wur sichctlwh übcitncKcn.
denn immerhin vermochte das Regime erfolgreiche -- Blitzkriege zu führen. Für
einen langandaucrndcn Krieg war die Wirtschall freilich nicht ausreichend gern
stet Dies zeigte steh besonders deutlich, ah der Feldzug gegen die Sowjetunion
ms Stocken geriet f -»OMfeldzug 1941-1945).
Speers »totale Kriegswirtschaft- 1*42-1*45
Die dritte und letzte wirtschaft»- und ordnungspolilischc Phase dauerte von 1942
bis Kriegsende Sie wird oll nach dem neuen Ru»iimgsminisicr und Initiator
des l Hergang» zur -totalen Kriegswirtschaft« als -Ara Speer- bezeichnet. ( ha-
raklcristisch für diesen Abschnitt war eine durchgreifende' Zentralisierung und
Rationalisierung der wirtschaftlichen Strukturen mit dem ZicL die Rüstungspro-
duktion zu vtetgern I nd ervtiiunlichcrwcisc war mit dieser neuerlichen Kurskor-
rektur zumindest anfangs eine Stärkung det industriellen Selbstverwaltung und
damit des privatwutschaftlichen Einflusses verbunden.
Ausgangspunkt der Reorganisation war ein Fuhrerbetehl zur Scrvinlachung
und Leistungssteigerung der Rüstungsproduktion vom Dezember 1*41 Der
damalige Rüstungsmiiudcr Fritz fodt benef in die neu geschaffenen Lenkung»
organe vor allem Fachleute aus der Industrie und drängte damit den Einfluß der
Wehrmacht zurück Sein Nachfolger Speer »ctzte diesen Weg fort Im April 1942
errichtete er die erste effektive alle Bereiche der Kriegswirtschaft umfassende
zentrale Planungsinstanz, welche vorrangig die Bewirtschaftung det Rohstoffe
und der Transportkapazitäten übernahm. Im September folgten die aus Vertre-
tern maßgeblicher staatlicher Institutionen. der Rcichswirtschaflskiimmer und
verschiedener NS-Organisatuinen zusammengesetzten Rustungskommissionen
Nachdem Speer im Herbst 1943 auch die Zuständigkeit tui die Lenkung der
zivilen Produktion an sich gezogen halte, verfügte er über nahezu diktatorische
Vollmachten. Andere Stellen wie die Vicrjahresptanbehördc das Wirtschafte-
mtnistcnum oder die Wehrmacht verioren demgegenüber weiter an Bedeutung,
obgleich Auftrage und Wunsche gerade der letzteren absolute Priorität genossen.
Dagegen wuchs der Einfluß der Großindustrie im Zuge de» weiteren Ausbau»
VMrlstfesfl
12»
der industriellen Selbstverwaltung in Form von »Rcichsvcremigungen-, -Aus-
M.huv<-n- und -Ringen* nxllt zuletzt aul Kosten mittclMandischcr Betriebe
Die ursprüngliche Absicht das industrielle Verbandswesen zu vereinfachen
wurde durch diene Maßnahmen freilich zunichte gemacht. existierten doch damit
für fast alle Industriezweige zivile und rustuneswirtschaftlichc Organisation»-
«irangc nebeneinander Obwohl die Reglementierung der Wirtschaft in dieser
letzten Phase abo noch einmal start zunahm blieb das Privateigentum erhalten.
Die Unternehmet behielten in dem neuen Lenkungssystem auch erheblichen
organisatorischen Einfluß doch freie uniemchmenspohtrschc Entscheidungen
waten ihnen nxhl mehr möglich Solange der Rustungsboom anhielt war dies
freilich zu verschmerzen Dennoch rangierte die Rückkehr zur freien Vnlemch
merinitiansc bei vielen Industriellen aut der XAunschliste für die Nachkriegszeit
ganz oben
Die Rcorr.inisatioo Jet Rüstungsproduktion verbunden mit einer politisch-
ideologischen Mobilisierung der Bevölkerung für den -• -totalen Krieg-, zei-
tigte durchaus ecwisvc Erfolge Innerhalb von zweieinhalb lehren stieg, auch
dank des Vbetrangs zui Massenfertigung. der Ausstoß von Flugzeugen Waffen
und Munition um das Drei- und der von Panzern um das Siebenfache. Doch
verglichen mit der amerikanischen Rüstungsproduktion lag Deutschland hoff-
nungslos zurück - absolut und gemessen an der Produktivität. die in den l SA
fast dreimal höher war Neben dem technologischen Rückstand war für dx-sc
I ntcrtegenheit der verstärkte Einsatz von —» Zwangsarbeiten! und Häftlin-
gen aus den Konzentrationslagern verantwortlich, mit dem das Regime den
Mangel an heimischen Arbeitskräften zu kompensieren suchte ohne den Mangel
an Facharbeitern ausgleichcn zu können Bemerkcnswerterweisc gelang es
dem Regime nxhl einmal. —• Frauen in ähnlichem L'mtang wie beispielsweise
in Großbritannien als Arbeitskräfte tur die Rüstungsproduktion zu mobil!
sieten So entsteht der Eindruck einer Kriegswirtschaft, deren technische und
personelle Reserven auch in der EnJphavc keineswegs vollständig auseeschopft
wurden
Gleichwohl attestieren einige .Autoren dem NS-Regunc gerade mit Blick
aul die kriegswirtschaftlichen lerslungen modernisierende Effekte Zweifellos
lassen sich in bestimmten Zweigen der Grundstoff- und Rüstungsindustrie
Ration.ilisK-rungs und Innovationssehubc test Mellen Aber selbst diese partielle
Modcrnisiciunr konnte mit der I ntwxklung in den 1 SA nicht Schritt hal-
ten und wurde überdies erkauft durch du VeraachUssigung anderer Sekto-
ren ganz zu schweigen davon daß die Produktion in steigendem Maße durch
Sklavciiarlvil in Gang gehalten wurde Die deutsche Niederlage mit unausgenut-
zten Kapazitäten unj halbherzigen Modernisierung» und Mobilisicrungvbc
muhungen erklären zu wollen, wäre allerdings abwegig Angesichts des weit
überlegenen W iitschaftspolenli.il» der gegnerischen Seile waren die Aussichten
aut einen Sieg der • Achsenmächte von vornherein verschwindend gering.
Daran konnten auch die brutalen Versuche des NS Regimes mehl» andern
die Ressourcen der eroberten Landet unter dem Leitbild einet -Europäi-
schen W'irtsch.ittvgcmcinschaii- tur die eigenen Ziele einzuspannen und aus
zuplundern
»ktMiun
121
Die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands unter dem Nabonafeozialis
mus stellt sich im Rückblick als abgeschlossener Zyklus dar, von der Wcltwirt
schafts- zur Zuvammenbruchskrtsc Sie war gekcnnzexhnct durch einen ruschen,
kontinuierlichen und lang.inh.iltcnden Aufschwung der sich vor allem in den
Investition»- und ProduktiortsgUtenndustncn bemerkbar machte, verbunden mit
einem deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit bis rum Eireichen der VnUbc
schatngung im Jahr 19V» Ohne die spätestens seil lüts unübersehbare einteilige
Ausrichtung der staatlxhcn Wirtschaltspolilik aul die Aufrüstung waren diese li-
folgc freilich kaum rnogbch gewesen So slice der Anteil der Rüsluripsguler an
der industriellen Ncttoproduktum von neun Prozent (I93U) übet 22 Prozent
119421 auf -30 Prozent (19441 gleichzeitig sank der Anteil der Konsumguter tm
selben Zeitraum von 29 auf 22 Prozent, lediglich die- Gründet*'tlinduMrie konnte
ihren Anteil hallen Betrachtet man die einzelnen Industriezweige, zeigt sich, daß
vor allem die Schwerindustrie. die Chemie, der Maschinen und der Fahrzeugbau
ihre Position verbc-sscni konnten insbesondere zu I asten der Nahrungsmittel
und der Textilindustrie Aul Ja: I ntemehmenssirukturen halte diese Entwick-
lung keinen nennenswerten Einfluß Der Konzcntralionsprozcß wies generell
eher eine rückläufige Tendenz aut Anders bei der Beschaftigungutruktur: Hier
führte die I'mschichtung zwangsläufig zu einet Arbcitskrafiewanderung in die
kriegswichtigen Uirlsch.itlszweige. Die Gesamtzahl der Beschäftigten blieb hin-
gegen aufgrund dc» bereits ctw.ihnicn Einsatzes von Frauen. Z.wangsarbeitcin
und KZ-Häftlingen m etwa gleich
Ein Wirtschatisfakto! von zunehmendem Gewicht war der NS-Staat Hatten
die Sfa/itsausgaben von 1953 bis Kriegsbeginn noch etwa Ifki Milliarden RM
betragen. erforderte die Finanzierung des Krieses zwischen 600 und 700 Milliar-
den. Da die Slcucrbelastune tm Vergleich etwa nut Großbritannien gering war
- der Spiizensteuersalz bei einem Jahreseinkommen von IOOHI RM betrug Iu4l
13.7 gegenüber 23.7 Prozent konnte nur etwa cm Drittel dieser Ausgaben durch
Einnahmen gedeckt werden, mit der Folge, daß die Staats» crschuldung zwischen
193.3 und 1945 von 13 aul MO Milliarden RM an stieg diese Summe entsprach
etwa 95 Prozent des inländischen Geldvermogcn» Der wirtschaftliche /Auf-
schwung wurde also nicht erst wahrend des Krieges durch eine äußerst unseriöse
Finanzpolitik erkauft Solange die Industrie von dieser Politik profitierte, erhob
sich kein Protest. Erst als dx Nationalsozialisten dazu übergehen wollten, die
Substanz der deutschen Volkswirtschaft zu zerstören entschlossen sich einzelne
Unternehmer zur Gegenwehr, indem sie den Spielraum nutzten, den ihnen das
Regime ungc.xhtel aller Reglementierungen und Kontrollen gcUsscn hatte
Nachdem die Wirtschaft Großindustrie. Mittelstand und Landwirte die
Kriegsmaschinerie lange Zeit in Gang gehalten hatte kam diese Besinnung am
Ende gerade noch rechtzeitig, um wenigstens zu verhindern, daß die Existenz-
grundlagen der Bevivlkerung völlig vernichtet wurden
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123
Sozialpolitik
Von Marie-luisc Recket
Öic Sozialpolitik ist bi lungstcr ZzM zunehmend ms Blickfeld der Forschunc zum
Dritten Reich «taten Angeslufien von I W Masons Untersuchung Arbrurrklt»-
tt tuui i'olkiKancuistJufi haben verschiedene Autoren sich det Entwicklung des
Arbeitsmat ktes und des Arbeiter echte der Lohnpofatik sowie det matcncüen
Lage der Bevölkerung zwischen 1933 and fvMA zugewandt Parallel dazu haben
auch die Veränderungen tm Bereich der SonalversKherung. des Gesundheitswe-
sens. der BiUurnP"hhk sowie weiterer sozialpolitische! Aktionsfelder zuneh-
mend Beachtung gefunden Im tolecndcn soll der -Kern« staatlicher Sozulpolitik
rmt den Bereichen Lohn Arheilsmarkt und Arbcitsrcchi sowie der sozialen
Scherung im Palle son Alter. Invahdrtat. Krankheit und Arbeitslocigkeit un
Mittelpunkt stehen Von besonderem Intereswe sind dabei u a die Ausweitung
staatlicher Befugnisse und Einaritfsmogbchacilcn in diesen Bereichen sowie dK
Akzents erwhie Bungen die hier wahrend des Dntten Reiche» uatttanden
Vriscrtsmarkt und Vrbeitsrccht
Mit det Zerschlagung der — (rewcrkschatlcn mit der Beseitigung des kollek-
trsen Arbeitsrechts sowie der Erweiterung staatlicher Interscntunsniöglich-
ketten beim Lohn, aul dem Arbeitsmarkt und tm Arbcitsrechi schuf dx neue
politische Führung schon bald nach dem Ml Januar 1933 wichtige Grundlagen
für die s er ander! c Rolle des Staates aul sozialpolitischem Gebiet HmsachllKh
der Arbcitsserwaltung und scrnuttlung stellte sic bereits tm ersten Jahr nach der
-w •Machtergreifung* entscheidende Weichen auf dieses Ziel hin In mchieren
Schonen wurden der Aufgatwnhers'icn der Reich»anstatt tur Arhcitsvcrrrun
lung und Arbeitskwenservcherunc erweilen ihre SeRwtserwaliungMWgane cM-
machlet und aufgelöst und du Präsident der Weisungsbefugt!!» zunächst de*
Rcichs-rbcitMiunistcrs. ab 193t dann des Beauftragten tur «len V tcnahrcsplan
unterstellt Parallel hierzu serschob sach das Tätigkeitsfeld der Rcichsanstalt
immer deutlicher in Richtung aut Arbeitsvermittlung und Lenkung des —• Ar-
beitseinsatzcv wobei staatliche Stellen die Prioritäten setzten Vor diesem Hin
tergrund konnten dann die «planten Maßnahmen zur —• Arbeitsbeschaffung
und dK s.dlmundig propagierte — -ArheitsschUcht- m Angriff gersanmen
werden
Allerdings vollzog sich der Abbau der — Arbeitslosigkeit nur reUttv langsam und
recional wie sektoral unterschiedlich Erst mit det och entwickelnden Rusiungs
kon|unktur (-» Aufrüstung i wurde die Massenarbeitslosigkeit zugig reduzier!
und wich nach Fnewhen der Vollbeschäftigung ab etwa 1933/3* einem Arbeits-
kräftemangel wr allem in den Ptoduktionsgutcrindusincn. der nun zur Abwan
derting größerer Teile der bisher im Konsumgutcrbc reich Beschäftigten führte
AnycMvhl» zunehmende» Engpässe auf dem Arbcitsmarkt welche die <ru«rung*-l
wirtschaltlwhen Ziele de* Kieme, zu beeimrachtigen drohten wurden det Ver-
waltung de* Arbeitseinsätze« xhun bald zusätzliche Kompetenzen ubertragcrc
Mu Hiße do durch Gesetz tum 2b Februar 1*3$ etngeluhnen — Arbeit*huchc«
sollte ihr ein Instrument am die Hand gegeben werden Arbeitskraftcrescrscn in
wichtigen Mantefbertden tu erfassen und -berubfremd- beschäftigte Facharbct
ler zut Rixikehr in ihren erlernten Beruf zu veranlassen Zudem erhielt * die
Hclugrux die Fluktuation aul Icilarhcitsmarklcn einzuwhrankcn und insbeson-
dere m den größten l ngpaßbercKhen Metall Bau und Land»nixhaft die Ab-
wanderung «on Arbeitdiratlen zu unterbinden
Im Vorfeld de* Krk»cs wurden weitete Schritte zut Kontrolle do Arb.-itsmatktes
unternommen, mdem nun in bestimmten Bereichen nicht nur die Finvicllunr von
Arbeilskratten. sondern auch die Losung von ArbctLsscihalinr««cn det Zustim-
mung dir Arbeitsämter bedurfte Damit war da» Modell geschallen da* mit dem
I September I“*» tur die gesamte -» Kncgswirtxhatt «ertwndlich wurde Parallel
hierzu wiudc den .AibcitscinsaUhchordcn da» Recht übertragen bestehende
Arbcrtsvcrhaltiussc zunächst auf zwölf Monate beschrankt ab Marz 1*3* dann
auf Dauer zu loten un»l die bclroflcnen Arbeitnehmer an neue Albeit«stel-
len zu verpflichten Mit der l inluhiunz dieser milen Dienstpflicht wurde die
Arbcitsvcrtragsfrciheit lut die Betroffenen vollständig mlgehohen wobei diese*
Instrument selbst wahrend des Krieges trotz zunehmender Engpässe aul dem
Arbcittmarkt nur teialit zur Usk hallend angewandt wurde Klagen «on Arbertneh
mef- wie Arbeitceberteite über die staatlichen Eintritte über Ferstunzsahtall und
-Bummelei- «chmalenen außerdem die Effektivität der Zugnflvmoglictikciten
Airsgcstaltet mit diesen Kontroll- und 1 cnkunpsinslrumcmcn suchten die Ar-
tvilcinsiizhihoikn auch nach Kncgshceinn den Erfordernissen Jet Kriegs-
wirtschaft nachzukiimmcn Auch wenn «ach angesichts der I mtxrulunecn zur
Wehrmacht die Afangelsituation aul «lern Arbettvniatll zuspuzic blieben bi* aut
weiteres größere zusätzliche Anstrengungen zur Gewinnunc neuer Arbeitskräfte
und zur I muhchlung der ItexhaHiglcn zwischen den Branchen au* Fr*t mit
de» keunderung det militärischen läge 1*4142 wurde cm neuer Anlauf
zu eimchneidenden institutionellen und materiellen Änderungen auch im ar-
beitsf* Kutschen Bereich gemacht Der am 21 Marz 1*42 zum -• trenerafbesoll-
mashlirtcB lui den Arbeitseinsatz (GBA) ernannte Gauleiter »on Ihunngen
Fritz Sauckcl erhielt weitreichende Vollmachten zur Mobilisierung und Lenkung
'•«1 Arhetisk lüften. um die I ticken in det Belegschaft vieler KuMungshclnebe zu
xhlicbcn Abc» auch unlct seiner Ägide blieb die Lage auf dem Arbcitsmarkt
trotz det ni mehreren * eilen erlügenden Aushebung zusätzlicher Reserven
durch «ach weiter vcrxhirtcnden Bedarf gekennzeichnet
Aut ehe Tatsache dxb im Omen Reich selbst bei steigendem Arbeitskratteman
grl nkhl .die brachliegenden Rc*ei»en mobilisiert wurden isl häutig hingen lesen
worden Sw bezieht sich zunächst auf die - Auskammung- »cm Handwerk und
Einzelhandel wo die Arbcitx-insatzhchorden »or allem m kleineren unwtrt
xhafllwh artx-ilcndcn Beinchen ücwh Moglichkcilcn zur Gewinnung wtl Ar-
bcitski alten tu» die Indtastlie sahen und deshalb entsprechende Maßnahmen
s«ziatp.4t»A
verfugten Die tatsächlichen l mschichtuncen in diesem Bereich vollzogen sich
indessen weniger aufgrund behördlicher Anordnungen ah un wesentlichen aus
freien Stucken, da dw neuen Arbeitsplätze nicht selten finanziell wesentlich at-
traktive» wmen als manche Fmbcrigc KummeicuMcnz Ent die -Auskamm—
Aknon vom Frühjahr 1*4 - brachte hier bessere Ergebnisse doch mehrten sich
nun solche- Stimmen die aut die negativen Intern emer derartigen »Vernichtung*
de* au* idc> logischen Gründen besonders schuf zenswerten Minebtandcv hm wie
»en Vor diesem Hintcrgiund. »bet auch eingedenk vicflachcr Dutchfuhrung*-
vchwienckciten. gab man das - Auskommen- bald w redet auf
Ideologische Bedenken waren auch der wichtigste freund dafür daß die NS-
Führung zögerte, das Reservoir der nicht berufstätigen -• Frauen besser ah bis-
her .luszuicbopfen Zu Beginn de» Dutten Reiche* hatte c* anecsichts det hohen
Arbeilstosenzahlen noch Versuche gegeben. tEhe-kFrauen aus industrieller Er
Werbetätigkeit oder aus Dienst leist unfsbcniten zu verdrängen und sie an ihre
•wesensmaßige» Bestimmung ab Hausfrau und Mutter zu erinnern. Allerdings
mehrten sich bereit» ab 1*36 37 Summen, die eme Änderung det havhengen
Haltung befürworteten und auch tur Frauen verstärkte Anreize linderten, einer
Beschäftigung in der Induane nachzugehen Auch wenn e» wen Mrtle der drei-
ßiger Fahre graduelle Veränderungen in der Einstellung gegenüber wetbheher
ErwcibsUtigkcit gab. so Hieb die tdcokigixh motivierte. grundsätzliche Ableh-
nung doch dominant. Diese Haltung änderte weh auch mit Kneesbeemn mehl,
al« im Hinblick aul die Lucken in den Belegschaften steter Induvtnebetnehe
das brachliegende Potential an weiNichen Arbeitskräften erneut ins Hlickteld
geriet. Die Einführung einet Meldepflicht fut btvhct nicht bctulMlMige Frauen,
die anschließend an einen bestimmten Arbeitsplatz hätten 1 dienst• jscrptbchlel
werden können wurde zwar erwogen, aber ebenso auch wieder »erworten Uatf
dessen «efzte man aut Appelle, «ich den Arbcitsemsatzbeh-wden zur Verfügung
zu «teilen Erst tm Frühjahr 1*43 wurde eine solche McWcptlisht im Zeichen de»
-» »totalen Kriege** emgefuhrt angesichts der relativ wcitecfaßlcn Ausnahme
regelungcn und «vclialtigct Probleme bet der Vermittlung dieser Frauen erwies
sich ihr Beschaftigungsetfekt jedoch ah gering
Wa» blieb, wat dw Rekrutierung ausländischer Arbeitskräfte, deren Beschaffe
gune al* einfach und ideologisch unbedenklich anecsehcn wurde. Der massenhaf
le Einsatz von -w Fremdarbeitern und -» Kriegsgefangenen m steigendem Maße
auch »on Häftlingen der —a Konzentrationslager entwickelte sich mehr und
mehl zum eigentlichen Kennzewhen der NS Kriegswirtschaft In msgcsaml sier
-Aktionen- scrsuchtc Sauckcl ab 1*42. cm größeres Kontingent auslandrschcr
Arbcitvkraftc aus den son den deutschen Armeen besetzten < «-bieten zu mobih
vieren Daneben wurden vermehrt Knegsgetangene vor altem in den rUstung*-
wichtigen Industriezweigen eingesetzt, um den ArbciiMiallchedart wenigstens
annähernd zu decken Im Zuge dieser Mobilrsicruncspoiitik kam cs unter den in
der deutschen Wirtschalt Eteuhaltigtcn zu einer wachsenden Hierarchiuerung
VA ährend den einheimischen Arbeitskräften größere Harter, erspart werden soll-
ten wurden die Lasten einseitig auf Fremdarbeiter und KZ-Fniasscn abgcwilzt
Dk NS-Rasscnidcologjc wurde mehr und mehr zum bestimmenden Element det
Arbci iicimatzpobük
12*
I ohnpolitik
Die tu Jen Bereich dc' Arbcitsmarklc* bzw der Art»citxinsatzp.4itik bereite
konstatierte Aiwwcnung staatlicher Kompetenzen übt «ich auch tur dx Lohnf*>-
blik IcMeletk-n Mit der Zerschlagung der Gewerkschaften und det Beseitigung
der Tarifautonomie eint die- diestx'zuriichc Veraniw»»rtlichkcii direkt aul den
Staat über Auch hier schuf «ich das Regime »etwin tm Sumtxr H." die inslru
nxnlc die tn Zukunft d«. Iohnpohuk nach den «uilkkcncib eesetzten Mam-
men lenken sollten natnlxh die —• RexfiMreuharMer der Arbeit Ihnen nur Je die
Aufgabe zuccwxsen die Bedingungen tut Jen Abschluß son ArbcHsscriragcn
zu regeln. die Einhalt unc der etiltiecii Tarif« udnungen zu überwachen ergebe
txnlall* neue lazifordnungen zu erUwen und insgesamt -tur dar Erkaltung dc*
Artsritstnedcn« zu «itten Dc k «ikrctc Lul.nsctzung »ar mit Jem —• Artxiit»
<*dnune«ec*ct/ som 2lt Januar IUM in den hrtnebbehen Bcrcxh »erlegt Würden,
wo der -» Betrxbduhrer im Rahmen der 'in den Ireuhandern »urgegebenen
lanlürdnunccn crHsprechctfde Lohnrc«ciunt» a für seme -• Gefolgschaft erließ
In dem Matte wx dx?» - parallel zu dem eich »erknappenden Arbeitskraft ränge
hot - zu einer gewissen Aufw.utslxwcgung bei den L «ihnen führte, wurden dann
die KbnpsJitischcn Bcfucnissc der Treuhänder auseeweitet Mit Wirkung som
25 Juni |M« erhielten *ic da« Recht. I «<hnc mH bindender Wirkung nach oben
und unten Icstztrsetzen sowie einzelne betriebliche l.ohnregelungcn die ihnen
korrckturK-Jurttig erschiencrt abzuandern Oberstes Ziel war und biicb es. dx
I ohne aut möglichst nxdnrem Snean zu stabilisieren gleichzeitig |rdeh gewis-
se Ventile oftcnzuhalicn um erwutoebte Verschxbuagcn der Bis« haltig ungs-
uruktur zu ermogia.-hen und InzufncJcnhcd uZxr eenngv Eftektrsserihemae
ibzutangen Insgesamt machten die Ireuhandcr »un diesen neuen Vkxhchkeiten
tcduch nur in bestimmten Bereichen und Fallen Gebrauch lediglich m der
Metalbndustnc und m der Bauwirtschalt kam cs sor dem Sommer 19.*» m
Festsetzung »<m tliKhsihdincn. in allen anderen Branchen wurde dx Lohnbe-
wegung nicht nach oben beschnitten Somit Niet' da» Aioe inanJet Mafien »un
ilcsteeschnchcwcnl tanflohnen und l steigendem I tkkti» lohnen tur die l ohn
enlWkAlune charakteristisch alle Versuche, diese Schere zu schheßctl und die
Ftlekti»lohne »redet an Jen TantsianJ anzunahern blxhvn auch m Zukunft
erfotehic
Der Schritt zur »olligcn staatlichen 1 .»hnk.mt rolle wurde mit KncgsK-ginn ec tun
Ihr Krxgswirl'Chaftssenednung »um 4 September |M*» beachte einen aügemei
!kn Luhnsupp u1^ ubertrue Jen Rdctb-UcuhanJctn der Arbeit die Aufgabe, die
Arbeit*» er dunste -sofort »len durch Jen Krieg bedingten Verhältnissen- anzu
passen und in bestimmten Branchen .der im Finzell.ill ubeth.»hte V er dienst e-
aul einen -antrmessenen Stand- zu senken Da sich Jk Durchführung der (.ihn
Senkung ah schwierig erwies und »xltae'ft zu Protesten führte wurde diese An-
weisung tcdoch «chua bald wieder rückgängig gemacht der Lohnstopp hingegen
noch einmal bekräftigt Die» bheb auch während de* Krieges grundlegende Mali-
rae staatlicher I ohnpotmk wobei Icstzuhahen cd. daß den Rcschstrcuhandem
eme suikiandigc I hetwachune der Lohnbewegung mehl gelang, nach wg »w
konnten dx L olernchmcmKitungcn gewisse Aufbesserungen gewahren. Das
l»7 ^*w/k4l|fhatoiA
Verlangen der Beschiftigten nach höheren I-ihnen und da» Interesse Jet Be
trxhe an Jcr Erhaltung Jes 1 cisiungswiileit* und der Einsatzbereitschaft der
Belegschaft serb-mden sich gegen «he Forderung der politischen Führung nach
LohnstabiliUi und Ixöcn manche Schlupflöcher zur l’mgchiuig dc* Luhnstuppss
offen
In Jem Matte in Jem Jen rniernehmendcitungi-n der Vpsclraum tur lohn
etbohungen eingeschränkt wurde, «ctzlen sie m Gegenzug .tut eine Ausweitung
der betrieblichen SoziaUcrstunecn. um ihrer Belegschaft auf diesem Wege dx
erwünschten Einkommens»erhcsscruagcn zu gewahren Diese Strategie betrat
weniger Jx gesetzlich testgelcgtcn Leistungen deren I mfaag un wesentlichen
konstant Mxb. ah Jie freiwilligen Suzia|lci«lungen Jx uberproporlional anstx-
gen und au* der Sieht der l nlcrnchmcn»spit/c der Bindung Jcr Arbeitskräfte an
den xweiligen Arbeitsptatz dienen bzw neue Kräfte »on außen gewinnen sollten
Da» Regime sah diese Ausweitung der betrieblichen SuZialleisrungcn imkerst
ungern, konnte fcckicb tn*z mancher Ansätze zu ihrer Begrenzung einen Stopp
dieser Entwicklung nicht erreichen
(hc*c Situation wwderholic sich tur da* Gros der Angestelltenschaft Zumindest
für die auf tariflicher Baus entlohnten < xhaltscmpfanger suchten die Rexfti-
tteuhander der Arbeit den lohnstopp ebenso durvhzuwtzcii wx tur dx Lohn-
empfänger Dx Aufwänsbewegung konnte jedoch hier genausowenig unter-
banden werden im GegrntciL gerade für dx wachsende Zahl der Industrie
aneesteflten laßt «ich um regsKialcn und seit.»raten Vänal'oneni em klarer
Trend zu Gc-baltaaufbcsxrungcn tvgntrxrcn. wahrend «ix Angestellten in Han
del und Handwerk nicht in gkxhctn MaSe an dieser Entwxklung parrizqwerten
Am wenigsten ctfekti» cJch waren dx staatlichen Versuche zur Dampfung der
Einkummertscntwicklung bei außenanfbehen Gehältern Ebenso wx im Falle
sun Sclf'stanjigcn und freien Berufen konnte dx Aufwansbewegung kaum
beeinflußt werden
Allerdings war dx staatliche Lohnpolitik tm Dntten Rexh nxbt allein som
Bemühen um Li*instabtfilät und Lohnskipp gekennzeichnet, soosleni ebenso
»un Jcr Hinwendung zu Ichtungshczugcnen L»+in»»»tcm<n und Arheit»hc
wertungnertahren. die in diesem Bereich neue Akzente «ctzlen IK. damit imph
zxrtc Onentxrunr am Prinzip -lohn nach Leistung- eröffnete nicht nur dx
Moglxhkeit einer stärkeren Ditlerexnerung der Lohne und mdisidixller Lohn-
erhöhiMgcn. sondern ebnete auch «len Weg zur Mubilrsxrung aBer -Leistung*
resersen-, dx un Zeichen der angespannten Lage auf dem Arixitsmarkt als
notwendig cmchtel wurde Der Faktor -Arbeit- Sollte ui cftizxni wx möglich
genutzt »erden dies bedeutete nicht nur lohnpohtrscbe Anreize, sondern eben-
so gezielte Anlenr- und UeitcrbildungMnattnahmcn. eine dx mdisiduclle Lei-
stungsfähigkeit fördernde Freizeit und L’riaubsgestaltung und nicht zuletzt
Jx Enoflnung sozialer Aulstxgschanccn. dx nun nxhl mehr durch kutlektncn
ArbeiKkampt semdern durch indrssdueOe Anstrengungen realisiert werde«
konnten
1»
SuZÜipwtnA
Xrbolsideologic: l eistung und Wettbewerb
Dc- Aimii c-inhcrgvbende \crjnJcnin| der mncrhctriebliehen Vizialbcziehungen
und die I Verlagerung faktischer sozialer l ngkchhcit durch das Bekenntnis zu
ndiswiuclkr Chanccngk ichhcit tendierten dazu, aut Untere Sicht eine nach Lei
«jung hierarchnaerte -» -Xolksgemeinschaft- an die stelle der alten kUssenge-
w Ilse haft n setzen Nchf mehr koikktisc Late unJ X er haheasweisen. ».indem
Eder und Einsatzbereitschaft des einzelnen wurdc-n künftig die soziale Ranpwd-
nung bestimmen Diese Lcnlunpudeutogie und das kiui/cpl de» Wettbewerbs,
da» den Lcislungstahigcn prämierte und den • Anbrüchigen- und Leistung»
schwachen zumcksetztc UL« sich nicht nur aus manchen lendcnzen der NS-
Lohnpolitik aNcilen sondern spricht auch aus Jen »crschicdcnen .Wettkämp-
fen-. wie mc insbesondere die » Deutsche Arbeitsfront (DAEl propagierte und
durchfuhrt» Auch hier sollten mshsiduclk Anstrengung und Leistung der Schlus-
sel zu beruflichem Erfolg und sozialem Aufstieg sein.
Die Orientierung an indtsidueikr Leistung schul aber auch die Hrucke. über die
rasscmdcoLogische Deulungsmustcr und Perspektiven in die NS- Arhcitscdcolngie
ctndnngen konnten Dem zu heloTtnerckn Leistungsstarken stand am anderen
Ende der Skala der Leiviungs*chwacbc. Leistungsunwilligc. Arbeitsscheue. |a.
—» »Asoziale- gegenüber der über seine ökonomische SchkchtcrstcUung hinaus
diskriminiert und strafrechtlich sertolgl wurde Nicht nur angesichts Jcr an-
gespannten Arbcitsmarktlagc sondern aus grundsätzlichen weltanschaulichen
Erwägungen heraus sollten Arbeitskräfte mit geringem Leistungss ermogen. .Ar-
beitsbummelanten- und -sozial l nangepabte- zur Einreihung in die krstungs-
wiUige -Xofksgcmeirrwhaft- angchaltcn werden - wenn notig.durch polizeilichen
Druck oder —• Arbeitserzichuiigslagcr oder ihnen drohte die Ausgrenzung und
-* »Ausmerze.
Die Frage nach den Ergebnissen der NS-Lohnpolitik und der materiellen Lage
der Res'Mkerung im Dritten Rech kann bis heute noch mcht eindeutig beant-
wortet werden Doch schwächt sich der Eindruck allmählich ab. das Regime hatte
gleichsam at» konzessao tur pohlischo Wohlscrhallen die Lcbenshakunp-
koslcn auf niedrigem Ntseau stabilisieren und sonnt die Realeinkommen ini
allgemeinen »erbewwrn können I nstrittig nt. daä der Abbau der Arbcilshwig-
keit die Ausweitung der täglichen bzw wöchentlichen Arbeitszeit. aber auch die
XcisctMcbungcn in det Bcschaftigungswuukliu hm zu brsner bezahlten Branchen
und Arbeitsplätzen einen pusitiscn Effekt auf das (Fanuben lEankonunen hat-
ten Dem standen ledoch wachsende Abzüge »<*> lohn und lichall gegenüber,
wobei mshcscindcrc die ‘oo den Ptasidiafkabmcltcn uhernonimcnc Burgcrsteuer
und die -Spenden- tur DAE und - Wmterhiltswcrk. mit kricgsuusbruch dann
amh der Nf«i«cnltge knegszitschiag aul die Einkommensteuer zu Buche schlo-
ten Gleichzeitig »liegen dc Lcbcnshaltung»koMcn. wobei die amtliche SUIt»tlk
dies nur unzureichend wcdergibt s.mtui müssen Aussagen zur Entwicklung der
Rcaleinkienmcn »apc bk-ibea HurschtIch der IndustnearbeMerschaft schätzt
man. daB J* w< ehe nt liehen Netto Einkommen hei Knc gebe ginn im gurrstigstcn
Fall gerade das Niveau des Jahres 1«2« erreichten danach aber aulgnmd steigen-
Und De^Opferfürs
WHW?
„Vielleicht wird Dir einer
begegnen, der viel mehr für
Deutschland geopfert hat."
M> r PtaUl hrw « IfecMuafeMKoi ta ».MlWhwrt Ui IMl
VuzhakfwiHiU
Jet (steuerlicher I Belastungen wie erhöhter Ausgaben für Lebensmittel wieder
Zurückgegangen seien Etwas günstiger durfte die Situation für das Ort'» del
Angestellten gewesen sein, wahrend Angaben zur Einkommcnssituation des
bäuerlichen oder gewerblichen Mittelstände» bisher kaum möglich sind
Sozialversicherung nn -WohberhaltensstiMt«
Die Entwicklung in den einzelnen Zweigen der Sozialversicherung ist mit den
Begriffen Anverwandlung und Tradition« umschrieben wurden, also Jet Beibe-
haltung überkommener Formen und Verfahrensweisen bei gleichzeitigem Ein-
fluß nm NS-Ge»Linkcngui in grundsätzlichen und konzeptionellen Fragen In der
Rentenversicherung wur Je mit dem Samet ungsgesetz »«Mit 7. Dezember 1933. nut
Jem Aufbaugesetz vom 5 Juli I9U und dem /Vusbaugesetz vom 21 Dezember
1937 das tradierte Svstem der beitragsbezogenen. in ihren Leistungen gcstalfclten
Altersrente fcMgesshriebcn und an die Organisation» und Verwaltungsgrund-
sitze des neuen Staates angepaßt Dies bedeutete, daß der noch verbliebene
li.indlungsspiclraum und die Fntschcklungsmacht der Sclbstscrwaliungsgrcmicn
eingeschränkt bzw durch die Einführung Jes —» Fuhre rpnnzips- schließlich
ganz beseitigt wurden Gleichzeitig bestand nun die Möglichkeil gewisser Lei-
stungscinschrankungen in der konkreten A'ersicherungspraus. Durch Jie Bindung
dci l cistungsgcwahrung an polnische Voraussetzungen die im Falle »laaldeind
liehet- Betätigung zur Aberkennung des Renlenanspruch» fuhren konnte,
wurde der überkommenen Rcntcnvctsidicruiig del Stempel des NS Regime»
auigcdrückt Der Wohlfahrtsstaat wurde mehr und mehr zu einem -Wohlverh.il
lernst aaG.
Im großen und ganzen wiederholte sich diese Fntwicklung in den anderen Zwei-
gen der Sozialversicherung In der Krankenversicherung ging zunächst einmal mrl
Jet Beseitigung der Selbstverwaltung durch die Einführung de» -I uhrctprinzips-
eine von rassischen und politischen (ic-sichtspunkten bestimmte Säuberung des
Personals dci Versicherungen unJ der zugclasscnen Kassenärzte einher Nicht
realisiert wurden dagegen Ansätze zu organisatorischen Veränderungen, viel-
mehr blieben alle ( berlegungen. die Zahl der Ktankenvcrsicherungstragcr zu
reduzieren mehr oder weniger »lecken Zwar verringerte sich die Zahl der
Pfhchtkrankenkasscn und der Lrsatzkasscn als Folge verwaltungsmäßiger Ein
griffe, doch .in dec Fortexistenz verschicdenci Kassenarlen hielt man hi» 1945
fest. Allerdings wurden auch im Lmtungskatalog der Krankenversicherung spe-
zifisch nationalsozialistische Akzente gesetzt
Die deutlichsten Vcrlindciuagen gab c» schließtuh m dci ArbcitsJoscnvetM
cheruni- Mit Erlaß vorn JLDezcmbcr I91H wurde die Reichsiinslalt für Arbeit»-
vctmtillung und AtbciisloscnversHhcrung dem • RcichsarhcitMninistcrium
unterstellt unJ so unter Vushohlung ihrer ursprünglichen Aufgaben zu einem
Instiunient der staatlichen Lenkung des Arbeitseinsatzes gemacht. Hatte die Ar-
bcitsloscnsersichcrune schon m der — Weltwirtschaftskrise in vielerlei llnuichl
ihren Verschcrungscharaktet emgebüttt. so setzte sich diese Tendenz im Dritten
Swaialpofitlk
Reich ton Nicht nur. daß sie zur Finanzierung von Arbeit »beschaff ungsprogram
inen herangezogen und der Rechtsanspruch auf l nterstutzungsleistttng bei Ar
beitslosigkeit durch eine BedürtmsprUfung beseitigt wurde, mit Kncgsbegmn
wurde auch die buhet gültige Begrenzung Jes Kreises pote-ntiellet Lcislungscmp
tanger aut abhängig Beschäftigte autgegeben und die Arbeit JosenuntcrslUtzung
auch Selbständigen zugänglich gemacht
Die öffentliche und freie Fürsorge schließlich, gleichsam das Aulfangbeckcn in
der Kette soziahtaatlichcr Leistungen, stand eher im Zeichen von Ansctwand
hing denn von Iradition Auch hier gingen die Leistungen, vor allem die staatli-
chen Zuschüsse im Bereich der freien Fürsorgvarbs-it zurück Gefordert wurden
insbesondere Projekte, die in die bcsolkcrungs- bzw rasscnpolitische Linie der
neuen politischen Führung paßten. Stärker noch ah in der Sozialversicherung
konnte weh im Fürsorge bereich die Ausddtercnzicrung in zu fordernde - würdi-
ge- und auvugrenzende -unwürdige- Betroffene durchsetzen Damit drang die
ideologische Leitlinie des Regimes tief in die Fursorgcarbcit em Entsprechender
Druck auf die Trager der ollentbchcn wie dci freien Fursoigc zur Orientierung
ihrer I atigkert an diesen I rassen- ndcologisehen Prämissen kam vor allem von sei-
len der NSDAP Insbesontfcre die -* NWolkswohlfahrt (NSV) verwehte mit
Appellen an die Öffentlichkeit, durch eigenes, konkurrierendes Engagement un
Funoigchcic-ich und durch da» Gewicht der hinter ihr stehenden finanziellen
Mittel die bisherigen Träger zu diskreditieren, an die Seite zu drangen und sich
die politische Führung in diesem Bereich zu sichern Während ihr die» hinsichl
hch der Spitzenscrbande der freien Wohlfahrtspflege relativ schnell gelang, war
ihr em ähnlicher Erfolg in det öffentlichen Fütsorgeaiheit verwehrt hier konnten
die traditionellen Behörden ihre Position besser wahren, wenn sie sich auch durch
ideologische Anpassung dem Druck der NSV zu entziehen suchten
Modernisierung?
Angesichts dieser Einsichten in Struktur und Zielsetzung der NS-Somlpufttik
und det durch sic bewirkten sozialen und gesellschaftlichen Veränderungen haben
in den letzten Jahren verschiedene Autoren nach dem Modermsierungspotential
und der Modermsierungsfunknon des Dritten Reiches aul diesem Feld gefragt.
Ältere Ihesen aus den sechziger Jahren aufgreifcnd. machten sie Indikatoren
eines ModernisierungsprutfCMc» aus. Jet in mancher Hinsicht Jie Wohlfahrtvgc
Seilschaft der Bundesrepublik Deutschland vorgcfwmt habe. Hierbei verwiesen
sie auf die Zerschlagung traditionaler gesellschaftlicher Bindungen da» Aulhre-
chen bestehender sozialer Milieus, die Senkung sozialer und beruflicher Mobi-
litätsbarneren. die Wandlungen det Bcschafligungssiruktur, die Hervorkehrung
des Leistungsprinzips und auf weitere Elemente, die sie in der NS-Soziafpohtik
auszumachen glaubten leih mit Absicht, teil« ah Begleiterscheinung bzw Folge
Wirkung von Wirtschaftswachstum und Vollbeschäftigung, ideologrschct Gleich-
schaltung und totahtaicm Hctrschaftsanspruch hinten diese Entwicklungen das
Gesicht der deutschen Gesellschaft zwischen 1933 und 1945 in je untcnchiedli
eher Weise verändert.
s..,ialp>ilmk
Indessen sind Zweifel angebracht. ob diese \«Änderungen ausreichien und dau-
erhaft genug waren, um von einer -braunen Revolution- 1l • i-il Schocnbaum i zu
sprechen Trotz mancher Momente einet partiellen Modernisierung bleibt doch
das Involknd» le.Turvohnfte. Vorläufige dieser I ntwwklung zu erkennen so daß
ein tiefgreifender Konlinuitatsbruch kaum zu belegen ist Zudem setzten sich
in vielen Bereichen Entwicklungslinicn und ModetniSKrunestrcnd» fort, die
ihren l'rsprune in der Womn- t Republik ider noch früher hatten Gerade die
Ansätze zur leisturigsinobiliv. rung und zu einet effizienteren f orm dei Beleg-
uhaflstuhrung im Betrieb, wie sie etwa in der Lohn und der Arbeitscinsatzpoii-
tik erkennbar sind gehörten bereit« in den zwanziger Jahren zum Arsenal des
scienulic management- vieler Großbetriebe Auch in anderer Hinsicht setzten
sich manche gescllschafllKhc Trends det Weimarer Republik, durch den politi
sehen Svntcmwechscl nicht oder kaum berührt, nach W33 fort
Zudem sprechen nicht wenige Indikatoren gegen die These von einem Modcmi-
vierungsschuh im Dritten Reich Hinsichtlich der Beschaftigungsstruktur etwa
laßt sich cm signifikanter Wandel nur schwer ausmachen Die soziale Mobilität
war sektoral begrenzt und weitgehend rustun.-s und knegsbcdingt Darüber hin-
aus laßt ein Vergleich mit anderen Landern iGtottbriiannicn) erkennen, wie stark
die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland hinter dem Möglichen
oder gar Notwendigen zuruckbheben Auch die alle klassenschranken und Stan-
desdünkel tn frage stellende Aolk»eemeinsehaftsrhetonk kann kaum für die Mo-
dcrnisieruntsthcse ins Feld geführt werden Zwar schienen die wirtschaftliche
Aufwärtsentwicklung und die sich bietenden Möglichkeiten des Konsums dieses
Modell zu stutzen, und die entsprechenden, meist von der DAI initiierten, kollek-
tiven Aktivitäten ( — -Kratt durch Freude- mochten manchen Teilnehmer oder
Beobachter von der Itaglahigkcit der Volksgemeinschaltspurolen Überzeugen,
dennoch blieb all dies im Ergebnis äußere Symbolik, welche die nach wie vor be-
stehenden Matusditterenzcn nicht authob Wenn man aut die Lohnpolitik oder
auch auf die Entwicklung des Ldwmvsiandards blickt wird deutlich, wie wenig
konkrete laten den Worten von der Volksgemeinschaft- tatsächlich folgten
Aber auch in anderer Hinsicht wurden zentrale Kriterien von Modernität nicht
erfüllt Dk Ausschaltung der p.huschen Partizipation der Bevölkerung übel Par-
leicnkonkurrenz und freie Wahlen die M*vchatfung dci Rceelungsmcchanisinen
des indusinellen K<mtlikls wie auch die Einführung des -f uhrcrprinzips- in
den jeweiligen Verwaltungsorganen der Sozulvcrsichetung unterbanden tcgliche
eigenständige Artikulation sozialer Interessen und ließen erkennen, daß das neue
Regime du Bedingungen und Gnmdl.i en «ozi.ilpoliiisch» n Handelns prinzipiell
zu andern und bereits erkämpfte Errungenschaften abzusctuflen trachtete.
Vor allem aber spnehl die rassische t lopic des — Nationalsozialismus I-» Ideo-
k>eie| »egen dk Diese von det Modcnnsicrungdunktion des Dritten Reiches Die
FaLsacbe. daß eine bis m die phvsischc Aermchtung führende hihtik der Ausgren
zung skh it. gen icdcn richtete der den rassischen Äoivtcllungen und sozialen Lei-
stunpsciwartungcn des Regimes mehl entsprach ( • Medizin -» Rasscnpolitik
und A ulk 11 mord - I nd<.-sirni') wat du Kehrseite der Aolksgemcinschaltsidco-
loeic. und m ihrer Verwirklichung war sie gcschkhtsmachtieer als kleine Staius-
vcrK sscrungen oder erhöht» Konsumshan»cn Durch die Aerknupfung von
'HMMlgotiilk
Al* II, Fnuug n Hambiug aucr dem Munn »SduMhcil aad Ircudc- -ni 12 lutn 1*0* aus AaUb
der 4 ttrlrtHiigimg der SM « meisMiar» ko« durch Hmdr- i fsun kwcpS Scharrl I
-positiver- Auslese. Pflege und Fotdcrung auf der einen mit -negativer- Stigma
tisierung und -Ausmerzung auf der anderen Seite wirkte die Rassc-mdcologic
tief in Zielperspektiven wie Anwendungvpraktikcn der Sozialpolitik des Dritten
Reiches hinein Die monströse Dimension dieser rassischen I topie die auf die
Aussonderung und Vernichtung aller Lc-istunrsschwacben. -Minderwertigen-
und -Gcmcinschaftsunfähiecn- und auf die Schaffung einer rassischen Hierar-
chie zwischen Deutschen und -• »Fremdeolkuchcn- abhob. verweist auf die
eigentliche Zielsetzung der NS-Hcrrschatt In je unterschiedlicher Weise und
Ausprägung hat sie det sozialen Realität dieser Jahre ihren Stempel aulgedruckt
In ihrer Intention wies MC in eine von rassischen Kntcricn geprägte Zukunft,
auch wenn der Alltag dies im EinzclfaU kaschieren mochte Sic war und blieb das
prägende Merkmal der nationalsozialistischen Sozialpolitik
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Hachinann RuUigrr In .luimmrbm »x fmrir* ffoik- l ->»vo.<sw>ro* .-« 4m I • Wn «J .IrAwn
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134
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c-.-<aOr-.m»ur l?(l«7T| S NMR»
Wissenschaft
Von Michael Gruttner
Dem TotahUtsanspruch der Natamahoziahvten entsprach das sielt ach prokla-
mierte Ziel, auch die Wissenschaft einer radikalen Veränderung zu unterwerfen
An ihr Stelle der btsheneen iibcraiistrschcn.. -rudnehen- und 'inlcrnaXMWakMi
sehen- Wissenschaft sollte eine neue natwaabonalMnchc trete*, über deren
Konturen allerdings nur »agr und widersprüchliche Vorstellungen bestanden Fr
folgt eich und effizient Wal diese Pt «link vor allem in der Destruktion das heitM in
der Zerstörung dessen, was die Natwmabuzialnlca al» -rüdnch liberalistisch-
brandmarkten
Kmlcrchaos in der Wissenschaftspolitik
AK die Nan.malsozialisten 1953 die Maehl übernahmen verfugten mc über
keinerlei wiucnschaftspolilnchc Konzepte Fs gab damals auch niemanden, der
sich tn der -» NSDAP dafür zuständig fühlte Eine Organisation nationaisuzia
lisltschcr Wissenschaftler euvtierte zu» Zen de» -Machtergreifung- noch nicht
Dieses Vakuum nutzten der —» Natuciabozialictische Deutsche Studentenbund
tNSDStRt und die ebenfalls von NabonabozultMen beherrschte Deutsche Stu-
dentensebaft. indem sie 1933*34 »cnucblea. auf eigene Faust emc -natKmaluszia
list ICC bc Hochschulrevoiuticn- zu inszenieren Durch ihre sehemcatcn Attacken
gegen die -reaktionären- und -serkalkten- Pr.4essoren erhielt die Phase der
-Machtergreifung- an den Hochschulen den Charakter eines Cienetaiionskon-
fliktcvder die traditionellen Hierarchien zeitweise außer Kraft setzte
Die wichtigsten Institutionen nationalsozialistischer Wissenschaftspolitik ent-
standen erst zwischen 1934 und 193h das -♦ Reichsrntnistctium für Wtsvenschafl
Erziehung und Volksbildung. karr RcichscrzichuncsnunisteriiMi (REMl. die
Hoch-chulkommission der NSDAP. der — Nationabozialistnchc Deutsche Do
zentenbund (SsDDB) und das Ami Uisscnschati m der DtenstsieOe Rosenberg
(-* Amt Rosenberg! Das 193» gegründete RI M Hand unter der Leitung de»
ehemaligen Studicnrat» Bcinhaid Rust der sich icdiuh um Angclctcnhcilcn der
Wissenschaft nut wenig und unss sic mansch kümmerte. L'ntct dien führenden Na
tKinalwviabslen verfugte dc» als leicht beeinflußbar gellende Rusl nur über ein
denkbar germees Ansehen Alfred Rosenberg beschrieb ihn fwao als -haltlos, alt
und krank- wahrend h»scph Goebbels seinen Mimstcrkollcecn in den Tage
buchcm als -nicht ganz zurechnungsfähig- oder auch -ab absoluten Hohlkopf-
pswttaticrtc Da» Amt Wissen schäft im RIM bctauhlc sich die schwache Awiunn
des Ministenums innerhalb des NS-Machrgefuge* auszuglcichen indem es zum
einen möglichst gute Beziehungen zur Wehrmacht suchte (bald galt das
Ministerium allgemein ab -mihtärfromm- >. und zum anderen enge Kontakte zur
SS aufbautc
Zum Gegenspieler des REM innerhalb der Partei erwuchs zunächst die ebenfalls
WM gegründete H<vh»chulkomm«»»ion der NSDAP Oie taktische Leitung die-
ser kenmNKU uK-mahra der Münchner Dermatologe Franz W irx. cm X ertrau
ler dc» mächtigen Rcichsar zu-fuhren (ierhard Warner der im Stab Ueli
' — Mclhvrtreler des Führer» > nebenbei auch noch für HivhscbulpolitiL zustän-
dig war Ok Hs<hs.bulkornmi»»lon konzentrierte uch daher toa Anian« an stark
auf die mcdiznuscbcn Fakultäten. an denen sac Uber em Netz »oo Xertrauendeu
len verfugte und zeitweise erheblichen I mOußauf Berufungen gewann Sell 1935
»erkw »ic icdxch rasch an Bc»k.-utung.ab 193b »leihe lac ihre Tatutkeit wert gehend
em
An ihre Stelle trat det NSDDB. dessen Leiter Reichsdozcntcnluhtct Walter
Schultze ebenfalls au» dem Kreis der basenschea NS- Ante um < »ethard W agner
kam In det PaitcihiciatctMe und an den H.».hw.hulcn «erfüllen Schultze und
»ein OuzeiUcnbund aller ding» nur über em geringe» Anvehc* Die Dozenten
bundfuhrvr galten »telfach al» inkompetente Wissenschaftler dw »ersuchten,
ihren Mangel an tachhsher Leistung durch politischen Übereifer ZU kompcmic
ren eine F mschatznng de m vielen Fallen zwerfclku berechtigt war Auch hatte
der NSDDB an h»wliscbul|x4itneben Konzepten kaum etwa» anzubielen Im
Bereich der Pcrsonalpoiitik - bei Berutureen Habihtatcmcn oder tw »ler
Emstettun« von Assistenten verrugten die Funchonati dc» NsOOB dagegen
übet erheblichen Einfluß und konnten akademische Karrieren durch negative
pnhtMÜK Ikurieilunccn «erhmdern oder zumindest verzögern i mzelne Duzen
tenbundtuhrer wie R.rtert Wetzel irn I ubtngenjisler Arthur Sctiunnarm «in <hM
trnpcnl verschallten sich an ihnen Hochschulen eine beherrschenden Stellung
In der Oiensislelle des Partcudeoh«c« Alfred R.iscnbcrg wurde 1936 ebenfalls
cm Ami Wissenschaft« gegründet. dessen Leitung der NS Phüo-.»ph Alfred
Bacumlct übernahm Rosenbergs W reemchattspoiitiker biieben je-dsw-h Korn
mcnlaisee* am Rande, immer auf dem Sprung anderen Partei- <wJcr Staalsstcflcn
Knupgvl zwischen du- Beine zu wetten aber ohne wirkhehe Möglichkeiten.
gcMalls-nd m da» wissenschaftliche leben cmzugrcitcn Nur an der l niserwtat
Halle, die I93M Rosenberg zu ihrem -Schumhenn- ernannte, um einer drohen-
den Schließung »urzubeugen. erlangte dte Dwnstsic Ile Riwcnherg zeitweise einen
bcslimnicmlcn Einfluß
All diese Institutionen kämpften tm W issen«chah»scktor milcinancicr um Einfluß
Md Kompetenzen Bei ihescn Auscinandersctzungea handelte es sich häufig um
reine Machtkämpfe manchmal I visiert en solche Konflikte aber auch aul inhaltli-
chen Differenzen Wahrend der NSOIlH in erster Imic daran mteressas-rt war.
möglichst siek Lehrstuhle mit zu» erfassrgcit Nationalsozialisten zu besetzen
betonte da- RI M (insbesondere seil IW) starker die Notwendigkeit.da» wissen
»chattUh«- Niveau zu wahren Rein pohlisch bedrnjtlc Berufungen wurden daher
»»un Minhtciium lucht gefordert
Weder RI M und NSDDB rach ehe anderen in »ler Wis»<nschaftsps»litik aktiven
Staat» und ParteiucBcn waren einflußreiche Machllaktoren innerhalb de»
Ns Staates Folglich gelang c» auch keiner dieser Institutionen, »ich m solchen
157 Whsens.Wt
Auseinandersetzungen die leih» eise mit großer Erbitterung geführt wurden, ein
deulig durcfizasetzeti Daraus earwickcllc sich ein Zustand der gegenseitigen
Blockade in dem em Großteil der Initiativen na nanonakonalisiActien Umge-
staltung von W isscnsehaft und Hochschule steckcnblieb. Dieser Zustand ermutig-
te wiederum andere Stellen, sich m die Wissenschaftspolitik cinzumnchcn. etwa
da» —• Rvichsminisicrium für Xoikcaufklanmg und Propaganda, diverse Dienst
stellen der SS und einzelne Gauleiter, die gelegentlich (etwa Fntz Sauckei in
Jena) auf traten, al» »eien die Hochschulen ihr Privateigentum Xcntlritt wurden
die chaotischen Strukturen un Wrsscnichaftsscklor durch dsc Gleichgültigkeit
Hitlers, der sich aus diesen Auseinandersetzungen weitgehend hcraustucll. weil
Forschung und Hochschulpoimk ihn offensichtlich mcht mtcrcsMcncn -Wissen
»chaft st Hitler grundsatzlich unsvmpathbch-. kuoMatierte 1933 der Physiker
Johannes Stark, einet der wenigen Wissenschaftler, die schon Jahre vor der
-Machlergreihmg- zur NSDAP gcstoücn waren
(ilesdrschaltMg und Nazifizrerung
Wenngleich das im U isscnxfuftssektor herrschende Amlerchaos eme »rringente
Hochvchul- unJ WtsscnschaftspoliHk nahezu unmöglich machte. beMand doch Ei-
nigkeit darüber, die begehenden Einrichtungen nach natioruboziafatnchcn
lirunJcatzcn umzustrukruricrrn Dazu gvbortcn eine Personalpol ml bei der ne-
ben dem Kntenum der Letoung auch die -Rasse- und die politische Gesinnung
eine cnfschcKkndc Rode spielte*, dsc Beseitigung demokratischer Strukturen
und die Durchsetzung dc* -• -Fuhrcrprinzips- «owic die Forderung jener Dien
pirnen. »he den National»«izialisten politisch besonder» wichtig erschienen Xon
dieser Politik betroffen waren alle bedeutenden wisaeascfufthchen Institutionen
des Reiches, sofern »le nchl < wic die Industrieforschung> rein prisalen Charakter
trugen 1 die wissenschaftlichen Hschsehulcn die durch das Prinzip der Einheit
von Kirschunt und Lehre gekennzeichnet waren. 1 du: großen teds staatlichen,
leih halbsiaatlichc-n Forschungsemnchtungm an der Spitze ehe Kaiser-Wilhelm-
ireselbchaft I KWG) mit ihren damals < 1933) 30 Instituten und 3IS festangestell-
ten Wissenschaftlern (beute Mas Planck GeseHschafli. 3 dsc 1930 (zunächst
als -Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft* i gegründete Deutsche For-
schungsgemeinschaft (DFG) als wichtigste OigMKation der W isscnschatisforde
ning
Die Welle der Masscncntlassungcn setzte bereits tm Scmmcrsemesler 1933 em
und war erst 193h nach Fnllasaung der -\r»cTleh«den- und der -jüdisch »cropp
ten* WissenschaftIer weitgehend abgeschkwven l nter den etwa 2ftiFH»M) Wis-
senschaftlern. die Deutschland und Österreich »erlassen raubten, befanden »«eh
t nach Berechnungen von H Möller l nicht weniger ab 24 Nobelprentrkger - eine
Zahl dH. den Verlust an wtvm-nscteaftbdicr Substanz der mit dieser Mattk ver-
bunden ww, eindrucksvoll »or Augen tuhn Fnuge inicmalrsmal renswnmreHe
Forschungsmstitule wie das Karser-Wilhelni-Institut für physikalische Cbcimc in
Berlin oder die weltberühmten raalhcmatisshcn und phvsrkaltschcn Institute det
L niscrsital Gottmecn scrlorcn emen Großteil ihre» wr»»cn»ehatthcbm Perso-
*M> I* Frwrtste V-M«MHuhrrf4f>< m KW» ILmmi wdh«m Innen <• Hl»»* M W Mm I«B».
•na bsa» urti ns*»> Pw* O Hm** Grl»»—m Kok* ' Prswiinu arr Kmer »Ihrt» lirwlbrhsfl)
nd Dnä» Hot Di Ddwc
«ais Ganze Disziplinen wk rt»* dac Kumiemchwhtc seriaperten 1933 34
ihrrn M*irp«>ikl w> (kulxhliixl in die in«KAliwxhc Weh Nur in hiuclül
len crbchcn «un I.«lte»»«uig Kdn4itc 33 isscnschalllct l ntcrstutzuBg 11a Jem
Kren ihrer Kolk gen
Da« KIUIK ,Aumiu6 Jkki Vkiliwo nt bi» heuK unKkmnl An den Uni-
versitäten waten xilil/uic»rr< etwa 2»> Prozent de« lehrkirpm von der
Entlassungswelle hcttoHen Andere w r»«cmdkdJ1 liehe Hochschulen f Technische
Hochschulen Handclsb<vhschulcn u»w i hatten tn der Ketel geringere personelle
Verluste Von den Instituten der KWG wurden nach Berechnungen von K
Mastitis 71 Wtsscfttehaftlet vertrieben. Zwitehcn den verschiedenen Hochschu-
le« ergaben Mch beträchtliche l nterveiuede Relativ liberale' l mversi täten wie
Her Im <skr Frankfurt die weh »or 193 • geernuK-r ludtscbcn. liberalen und sogar
mal »ist neben Wtvscineliaf llern geöffnet lütten, verloren nach der - Machtet Lei-
tung mehr als ein Drittel ihres lehrtorperx wahrend dculvchnalionalc Hoch
butten ww lubmgrn »im der FiHlawwigswcllc wetlfchewd unberührt blieben,
weil we schon vor 1933 stillschweigend eme An informellen — Ar icrparagraphen
twtrfiihrt tunen Wie drvenc Studien zelten, wurden die weitaus meisten der
1 ” WiweawhaA
entlassenen Hochschullehrer - mehr als zwei Drittel vielleicht sogar mehr als
drei V lertel - < tpfer de» natmnalso/ialisitschen -• Anlrsemilrsmus darunter auch
zahlreiche -Nichtancr- oder -indisch veroppte- WtsscBtelunlcr. die der (Udi
»eben Re linoasgetnciaschaii nicht bzw nicht mehr ante horten Sm em germget
Ted der Entlassungen ertötete ausschbetlhch aufgrund der politische« Einstel-
lung Allerdings laÄ sach dar säuberliche Trennung zwischen antisemitisch und
politisch motivier len Entlassungen oft nur schwer Mifrcchterhalten da viele ent
lassens -Nichtancr- den Natnmahozialisten auch aufgrund ihrer politischen
Einstcllunc höchst suspekt waren
Die traditionelle Struktur der deutschen Hvxhschutew wurde bereu» im Jahr 1933
von den Kultusministerien per KunderUA liquidiert Die bisherigen FLnttehel-
dungsgremien (Senate und Fakuhalc« t wurden weitgehend entmachtet Statt de»
sen avancierten nunmehr die Rektoren zu -Führern- der Hochschukcndic Deka
ne zu -Führern- der Fakultäten Wahlen von Rekiiwcn oder Dekanen cnifwlcn
fortan. Die Ernennung der Rckbwcw Übernahm das REM (nach Absprache mit
diserscn Partcislcllcnl. wahrend die Auswahl der Dekane den Rektoren überlas-
sen wurde Tatsächlich Hieb die Figur des scheinbar allmächtigen Führer-Rektor»
aber weitgehend eine Hktnei /um einen zeigten die örtlichen Funktionäre de»
NSDDB und des NSDMB oft wenig Bereitschaft, och dem Rektor uwterzuord-
nen Minder« bildeten taktisch Nebenreperungen. waa tu häufigen K>mfliktcn
Anlaß gab Zum anderen imschsen sich neben dem REM dem der Rektor offi
ziel! unterstand auch örtliche Parteisteltea (»or altem dte — Gauteiter) immer
wieder m die Rckkwal»geschafte ein Klare Hcnnhkn existierten an den H-ch
schulen nur aul dem Papier In der Praia» halte ihre DmMrukiwncrung nach
der Machtet gr ei f unr - vor allem zwei Konsequenzen 1 eine Verlagerung der
FntvchcidungsKtugnisce von den Hochschulen zur Staat» und Partei bunte title
2 eine partielle F ntmachiung der nrdentlicheti Professoren i Ordinarien I die ho
193* da» wissenschaftliche Leben beherrscht hatten
Im Vergleich mit den H.whschulen. bei denen es uch um rem staatliche Emnch
tungvn handelte, konnte die prisatrechtlich orginroerte KU<. die »ich zu groben
Teilen durch private (»eldgebet finanzierte ein gröbere» Via« an l nahhangukeit
gegenüber der NSDAP bewahren Die Emführung de» Fuhrerpnnzip* erfolgte
hier ent 193* Gleichzeitig wurde Jk KWG dem REM unterstellt Wie die
Auswahl ihrer Präsidenten zeigt versuchte die KWG sich vor altem durch eine
verstärkte Anlehnung an dte Industrie »or parteipUitischcn Eingriffen tu »chut
zen Aul die Präsidentschaft Via* PUnck» (1930-1936) folgten mit Carl Bosch
(1937-lSteit) und Albert V'oeicr (1941 -19*51 zwei Vertreter der Grodoidustnc
Wahrend Vogler ab -Man« der Partei- galt standen wiwsdil Bosch te» auch
Planet der NSDAP mit emer gewissen Distanz gegenüber
Zum Präsidenten der DFG avancierte 1934 mit Johannes Stark cm führender
Vertreter der vtnkl anftscmiiisch ausarnchtcten -• Deutschen Phvste der alter
ding» schon 19*6 nach einem Machtkampf mit dem RFM wx-der gehen muhte
An «eine Mette trat bis 194« Rudolf Menteel em enget Mnartteitcr des Reichtet
ziehungsmitusrcrs mit guten Verhmdungen zur Wehrmacht und zur SS Faktisch
wag die DFG daher »eit Ende 1936 eme Nachgeordnete Dienst «idle de» RFM
Das Fuhrcrpnnzip wurde ebenfalls erst 1937 durch emc Satzungsänderung ein-
pfuhn war rhrt auch »«»her sSn praklizxn w.udcn Sowohl Stark aF» rui
Mentzel nutzten die Mittel det DFG für die Förderung verbündeter Parten teilen
W ährend Marit <he Anlehnung an Rosenberg wehte (der rum Ehrenpräsidenten
der DFG ernannt wurde) und bereitwillig die -wissenschaftlichen- Ambitionen
de» Parlcudcuhntcn (vor allem un Bsrcxh der \«4kskundc «omk der Vor- und
Frühgeschichte t forderte zeigte »ich Mentzel lder 19*2 zum SS-Bngadeluhrcr
helotdert wurde) gegenüber tinanzxlkn Wünschen der SS bcwuidcrs aufge-
schlossen Nicht nur diverse Projekte der SS-Forschungsgemeinschaft —• Ahnen
erbe e V, wodern auch die wissenschaftlichen Arbeiten für den —• Gcncralplan
Ost und die ZviIlinfsliKshuoM son SS Hauptslunnfuhrcr Josef Mcngele in
— Auschwitz wurden von der DFG durch Zuwendungen gefordert Andererseits
zeigt cme I ulersuchung von I Deichmann über dar Fiederung von biologischen
Forvchungsptojcklcn durch dx DFG. daß - abgesehen von der Anfangspha»e
Paneimitgixder bei der Vergabe son Fördermitteln im allgemeinen nicht be-
vorzugt behandelt wurden Dieses Nebeneinander von wnscnschaflhchct Kon-
tinuität und Verstockung in dx scrbfccbenschen Aktisitatcn de« NS-Regime»
war nicht nur tur die DFG sondern auch tur zahlrex.be andere wissenschaftliche
Inslilutxmca un Dritten Rech charakteristisch
Parallel zui tilexhschaltung det iralitiwllcn Zentren son Forschung und
Lehre scrbet die Einrichtung neuer genuin natrorvals.wi.ilisttx.hcr InstitutxKicn
in denen tdcologwch eindeutig ausgenchlete Forschungen betrieben wurden Sx
entstanden unabhängig voneinander meist auf Initiative einzelner PaHetgfaede-
rwngcn. die weh ihre eigenen Forwhungsciruxhtungcn schufen Dazu gehörten
die von Alfred R.xenberg gegründete -* Hohe Schule der NSDAP die -Wisvcn-
schaltlxhcn Akademien des NS Duzenlcnbuades-. das Ahnenerbe e. V der SS
und das -Rcichsinstitut für (zcschicbtc des neuen Deutschlands- Nur wenige die-
ser Fmrx-htungen erlangten wirkliche Bedeutung
Dx Hohe Schule der NSDAP sollte nach den X.irsleUuogen Rotenberg» -dx
oberste Statte für nathmaFwizialivlnehe Forschung. Iehte und Erziehung- wer-
de« Hitler xgnctc dacsc» Konzept Anlang 1940 otlizxll ab Die Errichtung der
Hohen Schule wurde «doch aut dx Zeil nach dem Krieg vertagt Rosenberg
mußte »ich deshalb daran begnügen, in einzelnen l mserwUtsstadten kleinere
-Aoßewsiclkn- emzunchtcn. deren wi»»cnw.halispolitnchc Relevanz gering
hixb Auch dx -Wmenschalllachen Akadetmen de» Ns Dvcntcnbundcs- d«
193H-ISMO an vier 1'nisers.iaie« (Cneßcn.Göttingen. Kiel. Tübingen) entstanden,
entwickelten sich tue zu ernsthaften Gcecn»piclcnnncn tur dc traditionellen
Akademien sirr Wr»»»ii»shallen in Berlin. (rot tragen München. Leipzig und
Hcidclbcte Dafür wiegle axhl zuletzt Atticd Rosenberg. der in den Akademien
de» N\DDB emc Konkurrenz zu seinen eigenen Planen sah und dem NSDDB
kategorisch da» Recht bcstntt. irgendwie parteiamtlich wcitanschaulxh-w-mcn-
x halt Ix tu. Fotschuntcn zu betreiben- Da» Resultat war etn taiigphngcr Kon
fhkt der d« Aktivitäten de» FKvcnlenbundc» auf danem Gebiet praktisch
lahmkrtc Demgegenüber profnxrlc da» - ebenfalls in Konkurrenz zu Rosen
Bergs planen - aufgebuulc Ahncnerbe e. X hauptsachlxh son zwei Faktoren
zum einen »om allgemeinen Aufstieg der SS innerhalb de» NS Staates, der dx
141 WiwewxiHfl
Organisation für ehrgeizige und eiitebewußte Wissenschattier zunehmend attrak
ttv machte, zum anderen «tut den guten Beziehungen zwischen der SS und dem
.Amt Wissenschaft im REM Tatsächlich gelang es auf diesem Wege. einige SS-
W imcnvchaftlcr mit PrufevMtcn zu verwiegen Gnlßercn Einfluß gewann das
Xhnenerbc e X aber nur m den wenigen Disziplinen, dx- Himmlers SS aus
ideologischen Eirunden besonders am Herzen lagen, »o» allem tn der Vor- und
Frühgeschichte Von einer planmäßigen und erfolgreichen tafltranon der Hoch-
schulen durch die SS laßt sich keineswegs sprechen ebensowenig von einer
einheitlichen SS Hochschulpolmk im Gegensatz zu diesen drei InstuuUoccn
war .la» 19*5 gegründete -» RcKhunctitut tur Geschichte de» neuen Deutsch
Und» eine vlaalixhe Einrichtung Faktisch handelte es weh um das Werk eine»
einzelnen Mannes, des natxmalsoziaksti'x.bcn Historiker» Walter Frank Er und
seine Mitarbeiter widmeten »ich einer pointiert antisemitischen Geschuhtischrei
bung - und dies trat einer solchen Monoman«. daß selbst der einschlägig profi
liertc Rasscntorss her Han» F K Gunther munterte man könne nicht die ganze
Weltgeschichte nur von der -Judenfrage- her sehen Frank mußte schlicßbch die
Erfahrung machen, daß eine wnscmchaftspulitisch exponierte fXwiHoo im Dnl
ten Reich ohne Anlehnung an etnflußcexhe Parterstellen nicht möglich war 1941
verlor er nach einem tangeren Konflikt mit Riwcnhcrg dx l euung des lustnuts
Letztlich kamen die neuen natx.inabo4ulivlm.hcn Wisscnschaflictnnchtuagcn
aufgrund parteiinterner Rivalitäten und konzeptioneller L nsicbcrheitcn über
cm Dasein am Rande de» WisscnschartshetncNe» kaum hinaus IN eigentlichen
Zentren des wissenschaftlichen Lctxn» bbeben auch nach 1933 jene Hochschu-
len. Institute und Akademien die weh lang» vor der natxmahozialtsltwhcn
Macht übernähme hcrauseebildet harten
Nationalsozialistische Wissenschaft
Lautstarke Forderungen nach einer nanonahozialivttschen Wissenschaft waren
1933 liberal zu hören und verstummten auch m der Fofgezeü nicht L'nmtßvct-
»tandlich Ruderte 193ß der Leiter dc» NSDDB. Walter Schultze, d« Lhiverutat
müsse -getragen sein son dem BevrutMsein. daß ihre ganze Arbeit bis in dx klein
vte Disziplin hinein cmen gemeinsamen Lrgrund hat. nämlich <he natMWUkonab-
slrsche Weltanschauung Da» Wiesen um diesen alle» umfassenden Nährt»«Jen.
auf dem *cdc Dnzipim wachsen muß da» Wissen um eine für alle verpflxhunde
Weltanschauung ist das Lxbenspnnzip unserer deutschen Hochschulen - W«
diese neue W rsaenschah aussehen Volke, hheb freilxh unk tat Dx offiziellen Texte
der Partei - Hillen -» Mein Kampf und das Parteiprogramm der NSDAP I —
ixmalwvialismin» - whwxgen sxh Uber ihcsen Punkt nahezu völlig aus. Nach der
-Machtergreifung- »ersuchten einige natxmaboziahstrwhc Professoren daher,
dieses lütcnkundige Manko im Eihertahren zu beseitigen Dx von Frnvt Krxck.
Alfred Baeumler Philipp lenard und anderen publizierten Versuche, cm NS-
Wissenxhaftskoeizept zu erstellen, lassen weh ui vier Punkten zusammcnfMaen
j Die Trennung vsm Wissenschaft und Leben müsse aufgetxiben werden
Wnacnschafl dürfe künftig kern Selbstzweck mehr xm -Wir anerkennen künftig
AN' Jü ScmcM*!ibc<«ui w «ki Uicnct l rusc!%i..«• im >» Apnl l9.Mv Abtinpca de* LH utx.hu und
keinen Geist, keine Kultur und keine Bildung, die nicht un Dienste der Selbst-
Vollendung des deutschen Volkes stunde und von Ju aus ihren Sinn empfinge-,
verkündete l.rnsi Krieck 1933 Die Wissenschaft stand daduich sehr sie! starker
unter dein Druck, ihre Nützlichkeit lur den Staat unter Henri» zu stellen Diese
Forderung bedeutete einen deutlichen Bruch mit dem traditionellen Selbstver-
»landni» der deutschen 1 niversitaten. die stets betont hallen, ihre Aufgabe sei das
»zwecklose Suchen nach der reinen Erkenntnis« <C H Becker*
2 Der Kasscnbcgrill al» Kernstück der nationahozi.ilistischcn —• Ideologie soll-
te künftig in das Zentrum wissenschaftlicher Forschung rucken -Da» Ordnung»
prinzip (Ur alle Bereiche des geistigen L ebens entsteht lür uns aus der Biologie,
aus dci Erkenntnis der Rasse- erklärte Retchwrzichuni-sminivier Rust «Von der
Entdeckung der Kasse ... erhall auch die W hactuchaft ihren entscheidenden te»o-
lutionaren AnMoß -
3 Del Rui der Nationalsozialisten nach einer -ganzheitlichen- Wissenschaft,
deren Aufgabe dann bestehen »<>lhc. die Grenzen zwischen den verschiedenen
Disziplinen zu überwinden, st.md im Gegensatz zur wachsenden Spezialisierung
der loissbunit Die l'bciwindurn- der Fachglenzcn sei. so verkündete etwa
Rcichsdozcntenfuhrer Schultze, »das radikale Mittel im Kampf gegen indischen
Geist und lur deutsches Wesen- Abgesehen von »ler antisemitischen Einfärbung
dieses Konzeptes, handelte es sich kcincswce» um eine originär nationalsozialtsti-
»che Vorstellung -Ganzheit- war schon in der intellektuellen Diskussion vor
Wissens-haft
1933 ein Schlusscibegntt gewesen, der wie kein anderer das allgemeine l ntvha
gen über eine immer komplexer und undurchschaubarer werdende Well zuin
Ausdruck brachte.
4 Die Internallonahtat von Wisncnadiaft wutdc grundsätzlich in Frage gestellt.
Wissenschaft wurzele tm Volkstum m der Rasse, hieß es in den Traktaten und
Reden nationalsozialistischer Hochschulpoblikcr Dahinter stand letztlich die
L bcrzcugung. allein die Angehörigen der -nordischen« bzw der -arischen Ras-
te« »eien zu produktiven Leistungen in der Forschung fähig.
Aus solchen relativ allgemeinen Vorstellungen die zudem nte offiziell cinktio-
nicrt wurden, resultierten allerdings noch keine zwingenden Vorgaben, wie eine
nationalsozialistische Literaturwtssc-nschall. Geschichtsschreibung oder gar Phy-
sik aiuzusehen hatten Zwar formierten »ich in den meisten Disziplinen Gruppen
von Wissenschaftlern, die sich um eine nationakozialistitche Ausrichtung ihres
Faches bemühten, die Ergebnisse dieser Bemühungen erwiesen »ich yedoch in
den meisten Faßen ah eher dürftig
Jene Prolessuren, die sich um einen wissenschaftlichen Nationalsozialismus
bemühten mußten bald le»t»tellcn. daß ihre Aktivitäten mit großem Mißtrauen
beobachtet und oft sogar schroff abgclchnt wurden. An eigenständigen Denkern,
die die NS-Ideologie unnötig komplizieren oder gar ihre privaten Theorien in die
NS-Weltanschauung cinschmuggeln wollten, war in der NSDAP niemand interes-
siert < haraktertstisch für diese Einstellung war eine Pukmik die -» /><»
Vihwarir Korpi der SS 1941 gegen den -Profess-«rcnnalionalsozialiMnus- im
Stunnrechl veröffentlichte. Der unonvmc Verfasser ließ keine Zweifel daran, daß
er die aut diesem Gebiet entwickelten gelehrten Theorien für völlig überflüssig
hielt. -Was der Staat ist wissen wir vom Führer was andere darüber schreiben,
betrifft uns nicht Der Führer braucht keine Professoren um -Jas auszufuhren,
was er vorbedacht hat. Wu brauchen keine The-Kien - Die-fcmgen Wissenschaft-
ler. die versuchten, sch als NS V'ordenker zu etablieren, wurden daher fast immer
enttäuscht Es ist kein Zufall, daß nahezu alle prominenten Wissenschaftler,
die dem Regime 1933 ihre Dienste anboten. »ch einige Jahre spater wieder
zuruckzogen oder zuruckgestoßen wurden. Dies gilt lür Carl Schmitt ebenso
wie für Stettin Heidegger, für Ernst Krieck wie für Hans Freyer oder Eneh
Rothacker.
Vielfach endete der Aufbruch zur neuen Wissenschaft auch mit heftigen Konflik-
ten zwischen verschiedenen Forschern oder Institutionen des NS-Staaicv die alle-
samt den Anspruch erhoben, nur ihre Sicht der Dinge entspringe dem wahren
GeiM de» Nationalsozialismus Weil e* an präzisen Kriterien zur l berprufung sol-
cher Ansprüche fehlte, wurden derartige Auseinandersetzungen nicht selten nut
Hilfe wechselseitiger Denunziationen ausgcltagen Wahrend des Krieges sahen
sich gerade NS-Wissenschaftler, die bemüht waren, tm Sinne de» Regime» zu
forschen drastischen Zensurmabnahmcn ausgesetzt die von unterschiedlichen
Stellen ausgingen i Kcschsminisienum für V-lksau'klarung und Propaganda.
Auswärtige» Amt. -♦ Ge»tapo usw > und weitgehend unkoordiniert blieben
Ernst Krieck. »ermutheh der eifrigste Vorkämpfer tur eme nationalsozialistische
Wissenschaft unter den deutschen Professoren mußte e» 1942 hinnehmen, daß
WlsseRMhin 144
da» Propaeandaniinistenum gegen setn geplante» Buell /Ari Reith <lh Zhfgw
/nrup.n in erster t inic au» außenpolitischen (irunden - etwa 140 Einwande er-
hob In einem butc-ren Bcschwerdcbricf an das REM erklärte Kncck resignie-
rend -Nachdem uh nun aber mehl mehr weiß. was Wissenschaft kann, darf und
«Ml kann ich mit det wissenschaftlichen Arbeit Schluß machen.«
Damit ist em GmndproMcni der NS Hochschulpolitik angvsprochcn Ohne eine
InMitniMin die in der I agc gewesen wäre, bestimmte hmiKHicn für verbindlich
zu erklären und anpassuncswilligcn Wissenschaftlern klare Aufgaben zu machen,
war en» durchgreifende Nazitizu-rung »<m Forschung und Lehre kaum vorMell-
bat. Eine solche Instanz csrslicrtc jedoch nicht.obwohl es seit 1933 verschiedene
Aersuche gegeben halte. < hganc der W issenschaftslenkung ins I eben zu rufen So
plante das REM 1915 die Gründung einer -Reichsakademie der Forschung«,
mußte diese Absicht aber wieder auf geben u ! »I > . I“- .-.J.nl JohaMM*
Stark eine Protestkampagne gegen diesen Plan inszeniert hatte Versuche des
NSDDB durch die Gründung von Fachkreisen und -Wissenschaftlichen Akade-
mien* Leitlinien (Ur die Ausrichtung der einzelnen Disziplinen zu erarbeiten,
scheiterten am Widerspruch Alfred Rosenbergs Rosenberg selber bemühte sich
1939 4ii ebenfalls. von Hitler ein generelle» Weisungsrecht auf dem Gebiet von
Forschung und Lehre zu erhalten Es zeigte sich jedoch, daß Rosenberg» Anlie-
gen sowohl in der Partei als auch in der Ministenalburokratie auf Ablehnung
»ließ Wedel da» RIM noch det NSDDB oder die Reishs»ludcnicnfuhrung konn-
ten sich für die Vorstellung begeistern. Rosenberg als W isscnscluftsdiktator vor-
gesetzt zu bekommen Ihre Finw.indc- und die Bedenken anderer Parteiführer
überzeugten am Ende auch den zunächst unschlüssigen Hiller. Rosenbergs
Wunsch wurde abgekhnt Damit wat siet letzte Versuch einet gezielten weltan-
schaulichen Lcnkune der Wissenschaft tm Dritten Reich an der polvkratischen
Struktur dc» Regime» und an der Gleicheultiekcil Hitler» gcssifcilcrt.
Anpassiingsdnick und Anpussungsh«reil»<haft
Für du Wissen«challIer ergab sich daraus eine verwirrende Situation Einerseits
sahen sic sich starkem Druck ausgesetzt. da» NS-Wcltbild auch in ihre wissen-
»chiiltliehc Arbeit zu übernehmen Aot allem Nachwuchswissenschaftler, die bei
der Besetzung von Assistentenstellen, bei der Verleihung der Dozentur oder bei
Berufungen stet» politisch überprüft wurden halten ohne polnische Zugeständ-
nisse irgendwelcher Art nur geringe Aufstiegschancen Andererseits zeigte »ich
di« Partei unfähig. klare Vorgaben lur eine nalronalMttlalMwche l mgcslaltung
der Wissenschaft zu machen Letztlich gab cs daher niemanden, der die Hoch-
schullehrer zwingen konnte in ihren Publikationen oder Lchivcranvtaltuneen
NN-Gcdankengut zu verbreiten Wer dies dcnniw-h tat. handelte entweder aus
I berzvugung oder aus Opportunismus Einige Ausnahmen »and allerdings er-
kennbar Wei Staatsrecht lehrte konnte diese Aufgabe wohl kaum ohne massive
An|'a»»unrslcisiuiiven eilullen Insi-es.iml waten die Freiraume jedoch großer, ah
du programmatischen Äußerungen von Parteifunktionären vermuten lassen Die
Analvw zeitgenössischer Periodika durch II Damat und I R Hausmann hat
145 WnsenwlMn
denn auch gezeigt, daß cs zwischen 1933 und 1945 durchaus möglich war. tenom
micrte Fachzcibduifm - die DeurviTie l ierre. . »gra In. hie
und Literatur* usctucht ft und die Äiwuzuuhen Fieschungm - zu publizieren,
ohne dem Nationalsozialismus größere Ki*nzc»sioncn zu machen Derartige Bei
spiele von Nicht Anpassung dürfen allerdings nicht vorschnell verallgemeinert
werden Neuere Studien etwa über die Geschichtswissenschaft (K Schönwalder)
oder die —i Ostforschung tM Burlcighi. offenbaren auch bei renommierten
Wissenschaftlern em hohes Maß an Bereitschaft zur Kollaboration mit dem NS-
Regime
Eine Beantwortung der Frage, wie statk die deutsche Wissenschaft n.izifiziert
war ist nishl nut aul er und derart unterschiedliche' I ors^hungsergebmss«. sehr
schwierig Auch die weiterhin bestehenden großen Forschungslucken und die er-
heblichen I nterschiede zwischen verschiedenen Disziplinen erschweren präzise
Antworten. Zudem laven » . h vor allem in den Geisteswissenschaften, die Gren-
zen zwischen einer traditionell nation.ilkonscrvuiiven Ausrichtung mit ihrer
Neigung zum Nationalismus und ihrem Hang zur Deutschtümelei und cmer
eindeutigen Ns < hu-nticrung oft nicht genau markieren trotz dieser Schwierig-
keiten sind einige rtunds.it/liche Aussagen über die Anpassung der W issenschaft
an den Nationalsozialismus möglich:
1 . .Anpassung an da» NS Regime war in diesem Bereich keine Randerschei-
nung »orxlcrn em weitverbreitete» Phänomen, «lern »ich kaum ein W tsscnschaftlcr
entziehen konnte In ihrer mildesten A'anante beschrankte sich diese Anpassung
darauf, heikle Ehernen mehl mehr zu benennen Namen »on Fnugranten und an-
deren »l njx.ts.incn . nicht mehr zu erwähnen, judic-hc Kollegen nur noch selten
oder gar nicht mehr zu zitieren. Im Extremfall wurden Wissenschaftler zu gcisti
gen AVegbereitem oder sogar zu Planern und I atem der nationalsozialistischen
Vcr nicht ungspolitik
2 . Wissenschaftler, die sich unter Druck fühlten, gegenüber dem Staat, der sie
alimentierte, ihre Nützlichkeit unter Beweis zu »teilen, konnten die» prinzipiell
aut zwei Arten tun ab Ideologen oder als Experten Der Weg der ideologischen
Anpassung, das heißt der fAilltisicrung der Forschung tm Dienste «Ier Partcl-
idcologie stand tm scharten Kontrast zum herkömmlichen Sclbstvcrstandnis der
Wisacnschaltlcr und wurde datier nur zoccrnd und nur von einer Minderheit
eingeschlagcrr Al» Naturwissenschaftler, lechniker oder Mediziner wissenschaft-
liche» (nach eigenem NelbstverMandnis: unpolitisches) Expeftcnwisscn tur den
—t Vierjahresplan. lur die Kriegsforschung oder die Wehrmacht zur A'erfugung zu
»teilen, wurde dagegen allgemein al» unproblematisch empfunden. jedenfalls u»
lange dabei die professionelle Autonomie der Forscher respektiert wurde
3 Die ideologische Anpassung blieb deutlich hintei den Erwnriimgcn der Par-
tei zuruck, wie zahlreiche Klagen belegen Es überwog eine partielle Anpassung -
vor allem dort, wo ohnehin Berührungspunkte zwischen naiionalkonwrvutncn
und national--vialnti-ehcn Vorstellungen vorhanden waren So bestand in den
unterschiedlichen Disziplinen eine große Bereitschaft die expansionistische Poli-
tik dec Regimes mit der Automat dc» Wissenschaftlers zu unteroutzen und zu
rechtfertigen Demgegenüber gelang c» nicht, die NS-RasseniJcoloeie al» neue»
Paradigma der Forschung durchzusetzen, obwohl es m nahezu allen Fachern Vor-
»toßc in diese Richtung gegeben hat.
14b
Wmenschah
4 Kemuhunten. die Forschung von Einflüssen det Sv Ideologie treizuhallen.
lassen Md» fMuptsachfach auf zwei Muth* zuruckfuhrcn ErMem »aren jene Wb
scnvchaftlcr die «di det mternatsmaicn -seien hl K comniunitv. zugehörig fühlten,
in der Regel K-muht in ihren Athenen Zugeständnisse an die NS Ideologie zu
vermeiden. »eil dies zu einem Prestige vertust bei ausländischen KoUcgen fuhren
mußte Zweitem Mich die vor lull gemeinsame Überzeugung daß Wissemchaft
und hditik zwei grundsätzlich voneinander getrennte Bereiche bildeten und bil-
den sollten auch nach der -Mashtergrcitimg- vielfach lebendig Häufig führte mc
auch zu emet Arbeitsteilung Wahrend ihre wissenschaftlichen Publikationen
politisch »ergebend farblos blichen. vcndfenllKhten dieselben Autoren parallel
dazu politische Artikel in der fagespresse oder in populären Zeitschriften
' Anp.issungsdruek und Anpassungshetcitsahart waten in den verschiedenen
Disziplinen seht unlcrschicdlivb entwickelt Ara stärksten ausgeprägt waren sie tn
den traditionell poliliknahcn Fachem (Maatsrecht. < «-schichte mw l und m KIKU
Fachrichtungen die ihre wissenschaftliche Etablierung i in Form von Lehrstühlen
und Instituten > weitgehend dem Nationalsozialismus verdankten Ravscnhvgicnc
und —» Eugenik. Uchnrtrscmchatl. —» Deutsche Volkskunde. Vor- und Fruhgv
schichte mwsic Kohuualwisscmchatl Dort. wo die Nützlichkeit traditioneller
Ftwvchung für die Zwecke des Regimes t V icnahrcsplan Kncgstorvchungl aut der
Hand lag vor allem also un nalurwivvcnsehartlKh techntschcn Bereich, war der
ideologische Druck geringer Die wichtwie Ausnahme bildete die Phvsik Der
zunächst erhebliche I inlhiß der durch cme bornierte Rassen Ideologie geprägten
Deutschen Phvstk kcwite »edoch wahrend des Krieges durch die fachortentierten
Phs-ukct unter Hinweis aul die ttubtartw.be Relevanz ihrer Disziplin zuruckgc-
drangt werden
h Dk über wiegende Mehrheit det Wissenschaftler orientierte sich bei Beru-
fungsvorsc Magen bei Habililatsocn .xlcr bei der Beurteilung wisscnschafthcbcr
Arbeiten amti nach IW weiterhin pnmar an fachlichen und nicht an polnischen
Kriterien Wer versuchte, nicht durch fachhche Qualität, sondern durch Partctprcv-
tcktion Karriere zu machen stieß unter den H>xhschuUchrcrn auf Ablehnung In
dieser aul Wahrung des akademischen Nivea« ahndenden EnKieihmg steckte
durchaus cm Stuck Dissens gegenüber dem Regime I ur dte Stabilität des NS-
Staatev erwiesen sich diese fachlich onentierten Wissenschaftler gleichwohl ah
äußerst nutzheh Die Fachwrsscnschalllcr und mehl die Ideologen «äugten dafür
daß die wissenschaftlichen InsUluUoccn un Drillen Reich cinigenrudJcn funkti-
onsfähig blxN-n und wett« ihm als Auvbildungvctatten tur qualifizierte Ptnsiker
Chctniker Techniker und Arzte fungierten, die tn det Kriegst*uvehung. in der Ru
stungsrnduMrie und m der Wchnnachl dringend gebraucht wurden
Ihr Wissenschaftler und der Nationsdsozudisinus
IXm NathWlalMVialivmus gelang cs vot IW kaum, in wisse ns. liehen Kreisen
Fuß zu tmsen Del pieheinclte Zusc-hnut der Partei, die antunleUrktuelle A»
richtung ihrer Politik und die I urebt vor einet Einschränkung det akademischen
Freiheit soreicn chenw tm Distanz wie dte Angst vor möglichen Karrtetenacblci
len lut beamtete W tssenschaltker aufgrund einer Mitgliedschaft in der SSDAP
147 WKtMMdua
Zwar waren rcpubiiklcindlxhc Sticenungen in der Weimarer RepuNik an den
Hochschulen so« Anfang an acht Mark scrtrclcn gewesen. es ubciwogen jedoch
nahonalkonscrsabsc and natioaalliheraie Tendenzen Bis 1933 waren die Na
iKNtalMirialnten an den Hochschulen haupieac-hlsch unter den Studierenden
prdscnL die sich sehen Anfang der dreißiger Jahre mehrheitlich der NSDAP
rueewandt hatten in wachsendem Maße aber auch unter jüngeten Nachwuchs
Wissenschaftlern I Assistenten. Pnsatdozcntcn in» 1 Erst nach den Mar/Wahlen
des Jahres 1931 setzte unter Wissenschaftlern etn erhebheher Zustrom m dK Par
lei and ihre Gliederungen ein An einigen H-sh schulen gehörten im Sommer
1933 bereit» et*« 30 Prozent des Lehrkörper* det NSDAP an Viele dieser neuen
Parteigenossen profitierten in den foiecnJcn Jahren von den nun einsctzenden
Masscnentlassunpen welche dK Karrsercchanccn de» Nachwuchses stark Serbe»
Serien
In den folgenden Jahren nahm <Jk Zahl der Parteimitglieder unter den W'mcn-
schatllcrn noch erheblich zu. wk Stadien Uber einzelne Disziplinen oder Hoch
schulen uhereinstanmend zeigen In der Endphaae de* Dritten Reiches gehörten
sermutbch mehr als zwei Drittel aller Hochschullehrer der NSDAP an. In dK
Partei zog cs sie allem dK jüngeren Assistenten. Pnsatdozcnlen und außeror-
dentlichen PnUcwsotcn also dtcjeniecn die das Hauptziel einer Wissenschaft!»
eben Karriere das Ordmanat. noch mehr erreicht hatten Jene Hochschullehrer
die schon uor der NS- Maehl übernähme em Ordinariat hallen Hieben der
NSDAP mehrheitlich fern Diese Konstellation- Je aus allen »er tilgbaren Statisti-
ken «ehr deutlich zutage Inti, erlaubt dK Vermutung. daß der PartcieuMntt meist
wohl nicht so sehr em Ausdruck politischer l berzeugung war uodem m erster
IjriK dem Ziel diente, «he eigene Karriere politisch ahzusichern
Tatsächlich Lassen sich die menten deutschen Wisacnschatikr kaum ab enthu-
siastische Nationalsozialisten beschreiben Ea dominierte siehnehr - bk in der
deutschen Besoikcrung insgesamt - em ambisalenle» Verhältnis nun NN Regime
Dk gewaltsame innenpolitische Befneduig des Landes und dK außenpoliti-
schen Frtolgc de» Regime» wurden son emet duichgangig nationalistisch ausgc
richteten HochschuUetirerschafl ganz überwKgend nut Begeisterung begrüßt
Die» gilt tur die l berwindung de» Vertrag» »on -» Versailles ebenso wie tur
den -» Anschluß Oucrre*chs und die militärischen Siege der Wehrmacht in
den ersten KjKgstahrcn Nach dem Sieg über Frankreich haben selbst liberale
Wissenschaftler »K Friedrich Meineckc oder Hermann Oncken. die keineswegs
ah Nationalsozialisten bezeichnet werden können, m den allgemeinen Jubel ein
gestimmt
Trotz dieser Annäherung bbeb zwischen der Wissenschaft und dem NS Regime
eine deutlich erkennbare Distanz bestehen Dafür sorgten sor allem die sselta
eben Eingriffe von Parteistcilen in dw Autonomie der wissenschaftlichen Institu-
tionen miwk die dcmumtralisc fiermmclutzung der — iMcIIcktucücn durch
zahlreiche Parteifunktionäre und große Teile der Partcipresse Sogar das REM
zeigte sich 1938 tn einem Runderlaß besorgt, weil -Hoctachule und Wissenschaft
siehach in der Ortenthchkcit ah Angelegenheiten betrachtet werden, ük
grundsätzlich und ausnahmslos bemängelt und herabgesetzt werden Diese Her-
141
abvetzung bclnllt weniger die »nsenwhaftliehe Leistung ab vielmehr die allge-
meine Wertung der H< »hschule. der Wissenschaft und de* Studium*- Da* Ergeb-
ens dieser antimtcllektuellcn Grundvtimmung. die da» Dritte Rcieh jtm-wpha
nsch «lark beeinflußte. »ar em erheblicher Prestige» erlusl der w rssenwhatibchcn
Herule um« dem auch die NN-Hochschullehrer »laik litten In einer Denkschrift
Berliner Pr«4c»»otcn au* dem lahr 1939 hieß e* mit spürbarer X erbttterung »Die
Autorität der L’nnervtat un •eiteren Sinne der Wissenschaft ist zerstört. der
Wnscm» haft Irr der Prirfesw« gilt, indem man ihn einfach rum Intellektuellen
stempelt geradezu erundsatzheh als anfechtbare I rschetnung.« Er »erde mit
• Abgunst und Mißtrauen betrachtet in der tHlenthchkert immer »vedet ange-
grillen allzu »eiten geschützt und verteidigt .. niemals anerkannt-,
Die abnehmende Attraktivität de» Hishsehuftchrcrhcruls hatte zur Folge,
daß »ich bereits um I9> in einigen Disziplinen ein Mangel an qualifiziertem
Nachwuchs bemerkbar machte der sich schließlich zu emem unlesbaren Dau-
crpi«*blem entwickelte. Die HochsehuUchrer insgesamt gehörten daher nicht
zu den Teilen der Bevölkerung, die von der Ns Machtübernahme profitieren
kannten.
Wr»sen»chafl un Dienste de« Kriege»
Ein verstärkter Einsatz der W issscmchafl lur die geistige und materielle Kncgs-
viwfxr citunr Imu vsh bereit» unmittelbar nach der NS Machtübernahme beob-
achten An mehreren Hsvhschulen wurden Professuren tur Wehr»issenschatt
islct Krtcgsgcschtchlc cmgcnchlct iw m Berlin HamNitg. Heidelberg. Jena und
Rovbvil kußerdem wie» da» RIM die medizinischen und natur» rsscrxiudtl:
eben Fakultäten an Ichrveranstahungm über chemische Kamptslofte. über
Wehr Chirurgie-, • Wchrpathukugic- und ähnliche Themen anzubietcn An der
technischen Ikshsshule Berlin entstand 1955 «igar eme Wchrtcchni»chc Fa-
kultät uh« die allerdings in «ngeweihtcn Kreisen k.vtportien wurde sie sei in
Wahrheit cm -IMiemkirische» Dort-, da» »tm wesentlichen nur aul dem gedul-
digen Papier des X ork-sunrvv erzeiehni»»es- existiere
Ab Xermittter zwischen Wissenschaft und Wehrmacht fungierte zunächst haupt-
sächlich der I euer det Forxhunesabterlung rm Hccreswattcnamt Ench Schu-
mann. der 1934 auch die Leitung der Abteilung tur wissenschaftliche Forschung
und Is-shmk im Amt Wissenschaft de» RFX| übernahm Aul diese Werse ent-
wickelte »uh eine intensivere Zusammenarbeit de» Heere»».iftenamle» mit
einzelnen HochschuUchrcm und Instituten au» den natur»isscn-<haltbch tech-
nischen Disziplinen Xerstarki »urden diese Bemühungen 193? durch die Grün-
düng de' — Rcislisligsshunt-siaic» - «ne» l icmeinschaftsunletnehrrK-ns von
Rf M und Heere»»altcnamt Präsident det neuen EinnctHung »urde der Gene-
ral der Artillerie Pro< Kari Becker em Mann der ah Dekan der Wchrtcchimchcn
Fakultät an der IH Bet Im wie auch («eil I9ht| ah letlcr des Heereswanenamlcs
an führender Stelle dar engere Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und He«
verkiiejscTIe
I«*
WkmwWi
t rubhintit socn Rcich»f<«s<liung»iat Hieb die Luftfahlllotschung. die. durch
tmemgs breiten Rucken abgescJurmt ein lukratises Scmdcrdasein führte
Vk ährend der Reichst; «schungsrat m den ersten Jahren «emer Linien; nur über
rebln bescheidene Mittel »ertugte war die l utrwaftenlorschung dank der tue
versiegenden Gcidrmtte] de» — Retchsluftlahrlminisleruim» ctzcUcnt au»geru-
»let Wahrscheinlich profitierten die wichtigsten Zentren der Luftfahrtforxhung
die Deutsche Versuchsanstalt tur L -uttfahrtfccschung in Berlin und die Aerixhna
misch« Sersuchsanslall in Ciottmpen mehr »on der »Machtergreifung* ab alle
unsteten Fucschungscmnchtungcn de* Rcicbev Hinzu kamen Acugrundungen
wie die Deutsche F«ichuagsan»lah für Luftfahrt, die Forschuagsaastall -Graf
Zeppelin* raJer die Deutsche Akademie der Luftlahrtforschung. die finanziell
ebenfalls hervorragend ausgestattet wurden Bereits 11» konnte Giong oftcni
lieh behaupten er habe das Personal der l uftfahrilorschung mehr ah s er zehn
lacht und e» scheint ah sei dies« Angabe keine Iber tteibung gewesen
Wie »teke »isvactuttkr tatsacblKh in militärisch relevante Forschungen in
»oiMcn waren, laßt sich nicht sagen Von emer umfassenden Mobilisierung der
Wissenschaft lur die Zwecke sie» Krieges konnte aber weder so» noch nach
Kriegsausbruch die Rede »ein Im Gegenteil Solange die deutschen Truppen »ich
ihren Gegnern watlentcehrusch überlegen fuhhen und xdangc der Zweite Weh
krieg in Deutschland nur al» Folge siegreicher —• Blitzkriege wahrgenommen
wurde. Hieb das Interesse der politischen und militärischen I ubrung an einem
cffcktiscn Kricgscinsatz der Usscnxhatl erstaunlich gering BesoOsicr» deutlich
wurde dies in der Anfmgsphasc des Knete», als cm crhcHicher Ted der (unteren
Forscher zur Wehrmacht cmruckcn mußte und dort zumeist ohne Berücksichti-
gung fachlicher Qualifikationen eingesetzt wurde Die damit serbundene kerrin-
gerung der f onchungskapazitatcn wurde zunächst weder in det Wehrmacht noch
in der Wissenschaftspolitik ah ernsthaftes Problem empfunden. Otlcnsichthch
unterschätzte die politische und militärische Führung de» Dritten Reiche» ehe
auAerordenthche Bedeutung der Wissenschaft in einem modernen Krieg lange
Zeil »<iUig.
Die» änderte »ich erst |MX G ah d»e Phase der Bhuknege endete Je mehr der
»Endsieg* tn weite Ferne ruckte, desto großer wurde da» Interesse an der Wtssea-
schatt deren trgcbnrsse naturgemäß nur tnrtlci- oder langfristig »sm militari
schem Nutzen sein konnten Em zweiter Fakt« war der IW achtbar werdende
anglo amerikanische Vorsprung m der Radartorschunt Der mihtansshe Einsatz
neuartiger Radargeräte trug 1*13 zur Niederlage der deutschen L-Boote tm
Atlantik bet (—» Seekrieg) und »erstarkte zudem <hc Überlegenheit der Alliierten
im -» Luftkrieg Erstmals wurde der deutschen Seite drastisch die Rclesanz des
technischwissenschaftlichen Faktors in einem modernen Kneg vor Augen te
führt
In der Folge dieser Entwicklungen erfuhren die naturwissenschaftlich techn»
sehen Disziplinen eine allgemeine .Aufwertung, im Juni 1*42 wurde der Reich-
forschungsrai neu gegründet diesmal unter der Präsidentschaft (»onng» « k»wohl
Gönne selber »ach um die Einrichtung kaum kümmerte serbrsserte sacb die IF
nanzielle Ausstattung der InstrtutKm »chbgartig Seil IW »landen erbe büche
V'>»»<ir««hafl
IS»
Soudermittei für -kriegswichtige- F«xsctiimgen zur Verfügung. Im nafurwrsscn-
«cha(llKh-leshriiw.hcn Sekt«« waien «Uber nahezu «llc Wissenschaftler bemüht,
ihre Tätigkeit ah -kneowichtig- cmvlulen zu Lauen, selbst wenn es sich realiter
um reute < •rundlarentorschunr handelte Haid machlc an den ll«xhs«hulcn das
ironische W<<1 vom -Krieg un Dienste der Wissenschaft- die Runde. Auch atmo-
sphärisch «erbcsaerte Mch die läge der forscher dv laufe Zeil unler den anh-
inieUektueikn Rgsscnnmeniv vieler NS-Funktwnare gelttlen halten Nunmehr
gab da« Pi<%ve>mdamin»tLTium die Panik aus -Die WivvcmchaFt nl her jeder
»ich bietenden (ielegewheit ru kdven *
Dm Ziel die wi»cn»chafthch technischen Kapazitäten dc» Deutschen Reiche«
nmclichsl voUtlandig für Kncgsrwecke emzuoetzen hat vor allein der Leiter de»
PLmungsamtcs im RewhsliMschungsrat. Werner «Kesberg, mit beharrlicher E ncr-
gK verfolgt Osenberg stellte un Februar l*M.I test, daß aa des Ihxinchiden etwa
«natu Prozent dc« militärisch relevanten ForscbungspvXcntiab brachialen Seine
Bemühungen um eine 'Aktivierung der Rtrschunc- vertolgten daher da» Ziel,
diese ungenutzten Kapazitäten der Knegsl«ir»chung nutzbar zu machen Außer-
dem bemühte «ich «henberg. jene N.tturwissenschaitlcr und Techniker die von
der Wehrmacht »«gezogen wiwden waren nieder an die Hichxhulcn und Rw-
vehungsmetrtute zuruckzuholen Aut «ein Drangen hin ordnete »la» Oberkom-
mando der Wehrmacht IOKW i Ende l"*«’ in einem < ichcMoertaÜ die Freigabe
«ou etwa SlUl Wissemchaftiern tur Rirschungvrweckc an Die Durchführung die-
le* Frtavcci »tieß allerdings auf erheNiche Nchwicrigketicn Bi» lub l*U4 konnten
nur ca 2000 der Emgczogencn auf diesem Weec wieder der Fvwscbung zugefuhrt
werden Zudem wurden wdche Erfolge durch die zunehmenden Kriegvzcrslocun-
gen und durch den überall spürbaren Mangel an Fahrzeugen, Chemikalien. Ireib-
st« <! und anderen Maiei iahen wx-dci zunichte gemacht Auch gelang cs nicht, die
Ressort Fpxsmcn innerhalb der Wehrmacht ru überwinden Hk zum Ende des
Krieges unterhielten die verschiedenen. durch »irikic (ichcimhahun|P»or»chrii-
ten voneinander abeeschotteten Wchrmachtstcile ihre eigenen ForvchungMcn-
Iren deren Tätigkeit keine Instanz wirksam knwdmieren konnte
Di«. Ikdlnung nut Hille der Forschung doch noch eine Kncgswcnde zu errei-
chen gehörte in der Fndphase dc» Dritten Reiches zu jenen Strohhalme« an
weiche «ich die Machthaber um so lc«ler klammerten je klarer die militärische
Nieder lagt ottenbar wurde In dem Bemühen da» wrwcnsehaHlkrhc Ritcntiai
des Reales moghchsl «otfstambg für die Krxe»|.irschung ru nutzen erhielten
nun M>ear Wicvcmchaitkr. die in KonzcnlraUonsUgcm oder Zuchthäusern inhaf
fiert waren. Forschungcauftrage vom Hecreswalterumt oder von der SS In den
Kiat/cntr.iliorislagern Daclviu und Sachsenhausen entstanden l*M«44 SS-eigene
forschungvmslitulc Emiee zum lode verurteilte Rcgimcgcencr unter ihnen
Ridiert Havem.mn überlebten da« I ade der NS Herrschaft nur deshalb, weil sie
in der Halt ah «kriegswichtig» deklarierte Forschungen durchfuhrten
I he < »eistcvwKscns«hatten prohtierten von dieser Aufwertung der W issenschaft in
den ktzten kahlen des Drillen Reiches indessen kaum «ic wurden wahrend des
Knete« zunehmend an den Rand gedrängt An den phiknuphischcn Fakultäten
war denn auch das lieluhl eines allgemeinen Niedergangs der <>c ist cs wimen-
schatten »eil verbreitet Ak Versuch des REAL diesem Trend cmgcgcnzuwukcn.
UM »*ch der »on Paul Ritterbusch geleitet« >Kncg«ein«au der Gcnteiwisicn
schäften- interpretieren Damit sollten die <rcisteswrsscn<cha(t!er die < tcJcgerr
heil erhallen ihre Nützlichkeit auch wahrend des Kriege« unter Beweis zu «teilen
Ziel des !**l gestarteten Gsmcinschaltsuntctruhnicn« «ar cs. wie Rillcrbuch
erläuterte -dae gvrsiige Auseinandersetzung mit det geisticcn und Wertweh des
Gegners zu oqtantwren- und dadurch die Mtresuu Mitik Hitler Deutschland«
zu legitimieren Im Rahmen diese« Projekts entstanden in den tilgenden Jahren
(finanziert von der DFG» zahlreiche Vl.mograplucn und Sanunelhande, deren
Autoren «ach allerdings mehl immer der oJlizsellen Zielsetzung unlctordneten.
Wissenschaft und NS-Verbrechen
Eine Helciliitung von W issenschanlem an den NN-Verbrechen laßt sich aal
zwei «erschicdenen Ebenen beobachten Zum einen stellten W rvvcrtvchaftlcr ihr
Experten« tsacn hei der Vorbereitung. Durchführung und Planung dieser \ er-
brechen zur Vertilgung. zum anderen nutzte . in Teil von ihnen die Zustande im
SS-Staat tur eigene wissenschaftliche Zwecke indem Versuche mit letwnden
Menschen antcMelit wuiden die unic» anderen politischen Verh-ilinoseti aas
ethischen und turistzschen Gründen undenkbar Bcwescn «aren
Die Beteiligung «on Wissenschaftlern an NSAerbrechen M in den letzten Jahren
vor allem »on G Als und & Heim themaltsaen worden (lon/rnAi'r der Irmah-
tung. Ausekwtic iizsJ dir dru&*.hcrt Plme für rmr ncur eur-‘p>iisihe Ordnung.
I**>11 Nach ihrer l beizcugunc cutlicnc im Drillen Reich eme -planende Inte)
bgenz- ans Wirtschaftswissenschaftlern. Raumpianem SJalistrkcm und Agro-
nomen sirren Allah sc» die entscheidende Ba«r» tur de» V<4kermord an den
europäischen Juden geliefert hatten ( — Rassenpohlik und VoikermordI Wie .Alt
und Heim Zenten, waren diese Wissenschaftler ru der Arrwchi gelangt. daß das
Hauptproblem Osteuropas die -agrarische Überbevölkerung- sei Ihe nazisti-
sche luden» ernwhiung sei demzuloigr em Versuch gewesen, ihese* -I bcrtserol-
kerungsproblcm* mH den Mitteln des Massenmordes zu beseitigen und dadurch
gleichzeitig die W'inschaftssxruktiu Osicuropns zu rationatesicrcii ( — Lebens
nun — ÖstMrschungl Diese Intcrprctatnvnslnnc stieß allerdings «ehr schnell
aul entschiedene Kritik In der lat gelang Als Heim nirgendwo der Nachweis
daß die Anahncn rettgenosMscher WwicnschafUci Uber die IXrbesofkerung
Osteuropa« tatsächlich die Lntschcidunesgrundlacc tur den Ho4<Ka»M <-• End
lösung i lieferten Bislang bewegt och die These dse Initiative zur nationakozu
(mischen Gcnondpofitik «et »on der Wissenschaft ausgegangen sLiher ooch un
Bereich der Spekulation
( nhcslteitbar Bt jedoch die Bclcibeung von Wissenschaftlern an den nalawuib.»
nalrslischcn Massenmorden Gut erforscht ist inzwischen (durch Arbeiten son F
Klee. G AN H W Schmuhl i die Beteiligung «on Psychutcnt und iutdere« Meih-
ztnern an der Planung und Durchluhrung dc« Euthunasicprogramm« (— Aktion
14. Medizini Die KindctcuthaiiavK wurde durch eine Initiative de» Lx^iziger
WmeascWt
1’2
Pkhalcts Pu* Werner Calci cinrefcilet Jcr 19M/39 Jen Ehern ewes kexperlM-h
und geistig behinderten Kindes empfahl. »ich an Hiller zu »enden um eine
straffreie Tötung zu erwirken Eine Folge dx-set Inilialne «ar neben dem lod des
Leipziger K indes eine allgemeine Ermachlignng Jcr — Kanzlei Jes Führers
durch Hitler fortan in ähnlich gelagerten Fallen genauso zu »erfahren Diese
Generaholinucht wurde zum Startschuß tur die Kindcreuthanasie. Jcr insgesamt
Ihn 1945) etwa 5WD behinderte Kinder zürn Opfer fielen Wenige Monate nach
Beginn der Kindrrcuihanawc begann die Hanung einer umfassenden Futhana-
McPilmk Die Entscheidung hcl in Jet politischen Führungsspitze des NS Maa
les Dich bereit» »ährend Jcr Planungen »urdc emc Reihe »un Medizinern in
die Vorbereitung der Aktion einbezogcn u a die Prole-ssorcn Werner Heide
(Wurzburg) Mas dc Crims iBerten). Cart Schneider i Heidelberg) und Berthold
Kihn (Jena). allesamt <>rdmara.fi lur Pssvhutoc Sie »aren in den folgenden
Jahren auch ab Gutachter im Rahmen der Akttem T 4 fang I ebenso wie andere
Onhnanen aus Bonn. KieL Komgsbcrg und Breslau sowie »eitere Arzte) und
entschieden dabei über Lehen und T«wl Zchntausendcr son Psschiatneparientcn
Auch un Rahmen der NS-Vermcfstungspohuk gegen -- Juden sowie gegen -« Smü
und Roma »rtten Wissenschaftler ab Gutachter nut und traten dabei lohne Mch
dessen immer bewußt zu »ein i FeslsleUungm. <hc mJuekl ebenfalls zu Entschei-
dungen ubet Leben und lod »erden konnten. So »urdc die Kapazität der anthro-
pobytschcn und der inach 1*53 neueingcnchtctcni mssenkundlichen Institute zu
einem erhebbehen Ted durch Tausende »ua Abstaimnungsgutachtcn au'ceLrslet.
m denen die -Rasaenzugchcngkcit- »on Menschen beurteilt wurde deren -ari-
sche Herkunft- zweifelhaft war Diese Gutachten, »he m der Regel aul Anforde-
rung des — Rdchssippcnarnts» entstanden, grenzten »wltach an -ScharUlancric-
<B MuUcr-Hdll. »or allem, wenn die Fotos der möglichen V ater dsc einzige Ent-
scheid ungsgründ!age btkjclen Nach 1*41 42 erstellte Gutachten tn denen die zu
beurteilende Person ab Jude i«iet Judin k-McgoriMcrt »urdc. kamen einem
Iick-surtcil gleich Bei der Verfolgung und Depoctatxwi der Sinn und R.wn.i »pel
le dm IM.Vi gegründete — Rassenh» gtentschc und hesrOikcrungsbmiognche For-
sehungssiclk- (im Rciehsgesundhcilsamt) cme wichtige Rolle deren Leiter der
Pssduater Dr med hab* R»4»eri Ritter war Ritters FonchungssteU.- klassifizier-
te mehr als 23 Uta) Stnti und R.ena ah -Voll Zigeuner-. -Zigcunci-Mischhng-
oder -Niehl-Zigeuner- Diese Emstutwgcn bildeten -cme entscheidende
Grundlage lur Jk Internierung »on Smn und Roma m Auschwitz- (V! Zimmer
mann). Darüber hinaus entwickelte Ritter» FvuschungsstcUc cme emsige Beta-
lungstaligkctt für du- KrumnaifwJizci und andere Behörden oder Parte istellcn.
die nut -Zigcuncrprobicmcn- befaßt waren.
Wissens«.tvittüsh motrsKTtc -* Menschen»ersuche mit »xltach tixllichcm .Aus-
gang wurden »ahrcnJ Je» KiKgr» in den mcisicn größeren KonzcntraiH<i»L*gcm
durchgctuhrt Manchmal dienten auch russische Knegsgcfanncnc. die nicht in
KunzentralimrJagcrn inhaftiert waren, ab Versuchsobjekte Teilweise wurden
diese Versuche im Auftrag det SS oder bestimmter Wehrmachtsteiie durchge-
luhrt etwa Jk Sulhmamid»ersuche du l*C auf Befehl Himmler» im KZ
Ra»en»hmck beginnen wurden Icilwetse ergntten WsscnschatlicT seihst die
Initiatisc. z B der llsgKmkcr Wolfgang Ruk. det »ich l*4‘ nut der Hille an
Jic SS wandte, einen neuen Impfstoff ececn Fleckfieber an Häftlingen im KZ
Buchenwald testen zu dürfen Manche Exfvnmcntc mit lebenden Meuchen
waren al* Bausteine tur Wissenschaft liehe Kartieren gedacht. u> die Zwitimes
forschunp-n de» beruchtiglcn K/.Arzte» hnel Mcntele in Airschwttz, die ah
Grundlage für eine Hafnbtalionsschrifl dienen sollten
I her die Beteiligung »sm Wissenschaft lern hauptsächlich «un Medizinern. an
solchen I xpenmcnicn t»t setuw reUti» tnih «durch die W erstmal» »erottent
InAlc Duhiuncnlalkwi von A Mitscherlich und I Miefce FJtas F>i4mi .irr Wen
Khonvna tuunt. späterer Titel W inens.hrifi oftnr Wen». A/xMeui siele» bekannt
geworden Da» Wmen um diese Experimente wurde jcdsich elcishsum cxtcrtuli
«ert indem man die txieitagte« Forscher pauschal ah •Psendti-Wnsemchaftler-
etActlicnc »Richligc* Wt»sen*chaltleT waren m» seinen es. «ar mehl fähig Ver-
hrcchcn ru begehen Taten »x c» dennssh dann handelte es weh un Frgebtws
eben um PseudoWissenschaft- Solche l ntliMarzsuimhc scrdcckfcn aller
ding» die Tatsache daß die meisten dieser -Pseudo W issemchahkr» durchaus «he
herkömmlichen akademischen tjualifikaiionsnacbueise (Promotion Habilita-
tion > vorwetsen konnten, und manche ihre wiswewschaftfachc Karriere nach l*M5
lortsclztcn Sichel spielte bei einigen dieser I spcrimenle auch pseudowissen
«chafthcher Dilettantismus eine Rolle. ckch war dies eher du Visrcihme Wa» du
jenigen. die solche F sperr me-ntc durchfuhrtcn ran anderen Wissenschaftlern
unterschied, war nicht ihre Qualifikation umdern die Bereitschaft gegen
ethische Regeln zu »crstoficn. die der medizinischen Forschung bislang Grenzen
gesetzt hauen, «icm sic für da» lidnduum zur Bedrohung wurde F rk Laren lallt
sich diese (itenzuberschrertung durch eine aus politischem Fanatismus geborene
Rueksachlshwiykcil die es vorsiclIKir machte, al« • numk-rwertigs betrachtete
Menschenleben auszuhwehen. wenn die* für die -Vu&.sjecmcinschatt* von Nul
zen zu sein schien Daneben spielten aber gerade auch wiss»-ns»hattlichc M.mse
eine Rolle Das heißt Menscfiensersuche srurden deshalb durchgvluhrl weil
einige Probleme der Forschung - etwa die Frage der Wirksamkeit bestimmter
Medikamente auf diesem Wege an einfachsten und präzisesten «ehrst werden
konnten Wrncmcluftlicbcr Forscherdramt und VSAernwhtuncspoldih ewigen
auf diese Weise eine Symhmse ein. die eauge der «rauenhaftesten Lptsoden der
deutschen Wissenschaftsgeschichte bersorbrachlc
C avtnwr Mcroel Swamwo aw Prtar« Knc« Palerbm !'»o
IWstt Ik'tesK tworruMi ««» Matmtir«.- teil I Drr •* UwkIm
»i| toi II Ihr F-<»iSWi»— an W«ara k«»Zot - Bsk M»c*sn '•©*»
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M«fc>MWW*rüb FH» WM bM’ WVfWfcd 1** Kja’.jm
i.M
Kunst
Bildende Kumt und Architektur
Von Peter Reiche!
Das totalitäre Rrpme des — Dritten Reiches »ar in mehrfacher Hinsicht ein Se-
stern der F.itremc Es war cStrem aggrew» und ctpresms. und es war cstrem in
seiner anlimoderncn Modernität Ablehnung und brutale Verfoicung der pobtr-
w.hen und ästhetischen Moderne gingen einher mit der Akzeptanz Forderung
und Instrumentalisierung der industriellen und massenkulturellcn Moderne Der
NS-Staat beruhte ebensosehr aut der verheerendes Entfesselung »on (rewalt wie
aul virtuoser SelbstdarsicUung und imponierender - die Nachweh bts heute tm
betender Inszenierung seiner Macht Für die -FrcnidviRknchcn- und • ( «emem
tehaftdretnden» war diese Macht ein Instrument der Erniedrigung l nler-
druckun« und Verfolgung t nd tut die — Volksgenossen war sie cm Medium der
Mobilisierung und Disziplinierung, der Erbauung und Erhöhung
Det Nationalsozialismus fesscllc die Massen emotional und snuell indem er
ihnen ein bildlich objcktisrertcs Versprechen aut eine - vermeintlich - bessere
Welt gab und für den Weg dahin eine dualistisch vereinfachte Weitsicht des Ww-
Ihr antxe Er ersetzte die -Ambivalenz der Modert*:- iZ Baumann* durch eme
fiktive bzw repressive Harmonie und F indcutigkeit (—» Ideologie -» Gleichschal-
tung. —> Volksgemeinschaft» und er reduzierte den unübersichtlichen Pluralismus
der ide< logischen Strömungen und Parteien der Weimarer — »Svstcmzcit» aut cm
ulwrstehtliches FreundFeirxiScbemi Sein I eithild war nicht das mit universalen,
vorstaatbchcn Menschenrechten ausgcstattctc Individuum sondern die kulturell
und rassistisch-bwiogrsch dehmcrte deutsche V olksgemcinschaft
Die Nationalsozialisten haben von Anfang an ästhetische Fragen wie bioh•eiscb-
mcdirinrw.be behandelt - und umgekehrt In einer - verharmhwenden Kürztet-
mcl lautete ihr Programm der Kunst- und Rasscnpflege »Das Gebot unserer
Schönheit soll immer beißen Gesundheit» (Hitler I Gerade der nalurwtsÄciischafl-
hche Kem der NS Ideologie die Rassenlehre war zentrales Element einer aut
Visualisierung angelegten, abo -un Bilde sich bestätigenden Gesclbchaftskon-
zeption- (II Hinz» Anders ah Kommunismus und demokratischer Sozialismus,
mit denen ihe —» NSDAP vor IMG konkurrierte. propagierte der Nationalsozialis-
mus mcht eme utopische Gcsclhchafl. sondern eme -utopische Ästhetik« <S
Sontagl So im rassistischen ModeR des nordischen Menschen ah Fundament
einer neuen -Hcrrcnrassc- So tm Bild de» Volkskinperx nut dem Vorstellungen
der Volksgesundheit und hvgienc. der Säuberung und Reinheit der » Ausmer-
zung- (-» Medina I viel -♦ -Votksschadlmgcn- der Zucht und Starke der l her-
Icevnbeit und des l her leben» unmittelbar verbunden waren
Daß »ich diese zwei Entwicklungen treffen und verbunden konnten, eme poh
tisch kulturelle und eine medizinrwb-nalurwisscnschahhcbe. der antinwsleme
,C£ hul / RMende haM «M k rrtWeklw
Protest gegen die Weimarer Avantgarde und die hochmudcmc bvumcdizimschc
Utopie einer allgemeinen kolksgcsundheit ertlan »ich aut der kulturellen L»
gleichzciligkcit. dem aggressiven Netvneuwnder »ort progressiven und regressa-
»en Tcixfcnzcn der Zeit Auf der einen Seile ttandrn die Skeptiker und Klinker
der modernen InJustnegesclIscbatl und ihrer Errungcnscfuiftcn und auf der an-
deren Unkt wie recht» die tcchwik begeisterten und wiMcnwhativclaubigvn
Apologeten des Fortxhrittc. die daran glaubten. daß Massenelend Epidemien
Erbkrankheiten «vw. ebenso wie voziakWonuaiNchc Krisen und Konflikte nut
Hilfe wissenschaftlich fundierter Sozial tixhncdogicn uiserwunden »erden konn-
ten
Ger ade die Ärzteschaft stand lange »or WLM unter dem nachhaltigen Einllul' des
sozialdarwinistischen Zeitgeistes <—» S»viaklar»inrvmu>) Was uns beule nur noch
schucr vcrMandkuh erscheint. »ar tur sie ganz selbstverständlich die L'bcttra
gung bvoJogtvcher tiesctzmalligkcitcn aut soziale und kulturelle \erhaltnivw Das
machte einen Grotttcil der Arzte zu \crbundcun der Sationalsozulrsten Eine
weitete Lbertiagung kam hinzu Nicht mehr das einzelne kranke Individuum wat
der primäre ärztliche Bezugspunkt, sondern die ubcrmdoiducUc Vvikspcmctn
schatt Sae wurde gleichwohl al» •lebendiger Organismus- »erstanden was in der
indniduaitMcrcmlcn Rede vom gesunden bzw kranken und infizierten Voikskor-
per deutlich zum fudiud kam Heilen und Verflachten wurden Svnonvmc im
ärztlichen Bcrutsbdd. was zu einem Gutteil erklären durfte dab die Luthanasic
cm -Massenmord ohne Schuliigetuhle- war und zugleich der \orlaul tut d»
— -Endtosur.g der Judentrage-
ksthetik und Propaganda: Die neue Deutsche Kunst
Schon zu Weimarer Zeiten hatten Fragen da Schönheit Reinheit und Einheit
bei der Rechten einen hoben Stellenwert Du Protagonisten der -konservativen
Revolution- klagten dher die Schwache Zerrissenheit und HatUuhkcit der No-
vcmbcrrepublik und der mrt dieser eng verbundenen kunstlcnvchen Avantgarde
Weimars Gegen »be Politisierung »Jet Kunst durch die kulturrevutattonare Unke
setzte die nationale Rechte umgekehrt auf eme Ästhctmcning von Macht und
Herrschaft. )a auf eine Überwindung von fVibtik tm Medium der Kunst Aus dem
kulturellen und politischen Protrtt gegen die Weimarer Moderne zogen die Nn-
tk»alvozialt»icn jeden möglichen Nutzen Unter lebhafter Zustimmung der bur-
gerhch-komervativcn Kreise di ffatmen en sie die asantgardbtnehen Strömungen
als Zeichen des Verfalls und der Entartung. V nd ab den eigentlichen Agenten
dieser Bedrohung identifizierten «ie den -indischen Kulturboischewasnun-
Die Fn»Je der zwanziger Jahre u a von Alfred Rosenberg. Heinrich Himmler
und dem Architekten Paul Schuhze Saumburg (Kunst und JUsve. 192»> gegrun
dete Nationaluvialistischc Geaeibchaft für deutsche Kultur »spater umKnannt
•n — Kamptbund für Deutsche Kultur) verfugte für ihre Atsutxm über ein dich-
tes I hramsationsnetz und Zahkcichc renommierte Redner -iw»e einflußreiche
Förderer Schultze-Naumburg sah in den soztaMntischen Eidern von Otto Du
Ctwirad FchunuUcr und George Grosz ein Abbild der raaMschen -Entartung*-
KmiM / Kild« ndr Kano und krdulekla»
15*
er^heinuneen- der deutschen Gesellschaft Er verglich und identifizierte dK.-sc
Bilder bei «einen Vortriiecn mit Krankheitsbildcm. du et weh au« einer Pvychu-
tne-Khmk kommen ließ Ihren ersten Höhepunkt erlebte diese Kampagne in
Fhürmgen Dort war cs der NSDAP nach den Landlagswalürn im Dezember
1929 erstmals gelungen. in eine rechtsbürgcrlichc KoalrtKinsregierung cmzu-
treten Intel Wilhelm Frick und Schultze Naumburg wurde Ihuiingcn /um
F iperrmcnitcrlcM nationalsozialistischer Kunvtzetstorune I nd 1933 schlug
dann die nationalsozialistische <icgcnicvolution gegen die Weimarer Avantgarde
irn ganzen fk-ur sehen Reich zu Zahlreiche Künstler fluchteten ins rettende Exil
(-» Emigration) lind ihr« Werke «crvchwandcn in den von den Nationalsozia
listen so genannten Schreckenskamnu-rn und Schauerkabinctten
Mochten «ich manche der führenden Repräsentanten der Moderne von Gort-
Incd Benn bi« Richard Strauss und von Fmil Nolde bi« l udwig Mies van der
Rohe - Anerkennung und Auftritte vom NS-Slaal erholten und teilweise auch
erhallen, und mochte es auch anfangs im l mkrers von Joseph Goebbels gewisse
Bestrebungen gehen insbesondere dis- Repräsentanten eine' -nordtveben- Ex-
ptcs'ionismus tut die von den Nationalsozialisten propagierte -deutsche Kunst-
zu gewinnen und zu retten gegen den erbitterten Widerstand von Goebbels’
Kontrahenten Rosenberg aut dem Parteitag lu34 erteilte Hitler «len Ambitio-
nen beider kulturpolitischer Rivalen und Richtungen eine entschiedene Absage
Er wolle kerne modernen -Kunstverderher-. kerne -Kubisten Futuristen. Dadai-
sten- und keine -Ruckwartse- die alten Weggefährten del völkischen Bewe-
gung. sondern eine neue Deutsche Kunst Diese Forderung war jedoch leichter
erhoben al» erlullt
Ah im Juli 1937 mH der erstell -Groben Deutschen Kunsiaus'icllune zugleich
der erste nationalsozialistische Rcprasentationsbau eröffnet wurde das —» Haus
l । I tculschen Kunst in München, dominierte, wie auch in den folgenden Jahren.
|cne traditionalistische (lattungsmaletei Akt. F\<rlrat Stillcbcn. Genre Land-
schaft Flerbild . die aul den Münchener Kunstausstellungen schon vor 1933 ge-
zeigt und von ihren Kritikern als Wald-. Feld- und Wicscnmaletei- verspottet
worden war Nun genoß sie staatliche Anerkennung und Forderung No wenig sic
auch die hochgespannten Erwartungen an eine neue Deutsche Kun«t erfüllte so
unverzichtbar erschien wc zur Illustrierung der -nationalsozialistischen Weitem-
»ch.iuung- «on Jen vorgeblich heroischen und Ktytttvchcn Zeiten germanisch-
deutscher \ctgangcnhcl1 bis zu den verklarten Bildern einer neuen -groben-
deutschen Gegenwart und Zukunft Von Wiederaufbau Wiederaufstieg und mi-
litärischer Starke künden die Bilder der Ntaatcarchitektur und der kerkehrs-
bauten besonders der Rcichvaulohahn (l Mctckcr । der Industriebauten und
industriellen Produktion, vor allem der Schwerindustrie ( A Kampfl und der
Rüstung
Die industriellen Diemen sind indes weniger zahlreich und aul fällig ah die
(Berg- See und Heide-ll.andschafts- und I andwtrtschallsdarstclliingrn mit
ihren das vorindustiiclk' Klcinbauernlum idealisierenden Sujets iG I hming. J P
Jumrhanns M M Kiefer s FlilzA Wissel) In diesen Bildern gibt es weder Fnt
Wicklung mich Konflikte Die- Zeit scheint ililtzuslehcn. Ausdruck einer »ewigen«.
157
Kansll Hildende Kuno uiirt Srchitektar
in den immer gleichen Kreislauf der Natur eingelassenen Ordnun-z die tut
-unvergänglichen- Werten gründe! auf • -Blut und Boden-. aul Heimat und
Iradition Fine heroische deutsche Vergangenheit wollen auch jene Bilder wider
spiegeln die von den Kriegen Fnednchs de* Grotten oder der Ostkokonisation
des Deutschen Ordens (W Pcinerl erzählen Einen erheblichen Anteil an der
NS -Malerei haben nicht zuletzt auch die nationalsozialistischen und soldatischen
Sujets. die Kriegs- und Kampfwcncn. die Kolonnen. Kundgebungen und son-
stigen MaMcniormalxmen (G. l hmrg. I Eichhorw, R Rudolph G Siebert. I
Siaeger) Sie sind nicht selten um Hitler in seinen verschieden en Fuhrcrrollen
aulgebaut, ob als Parteiführer und Redner oder als Feldherr unter -seinen Sol
daun tH O Hoyer. E Scheibet Die meisten Führer Bilder zeigen Hitler aller
dings allem. <41 siebend und immer unnahbar gleichsam charismatisch überhöht
(G Einbeck. F Erter. C Hommel. F Tnebvch)
Im Mittelpunkt der nationalsozialistischen Bildwell und auch de* aktuellen
Interesse* an ihr stehen indes die Akte, m der Materei tast ausschließlich weibli-
che I s sind Körper einer rassischen I eitbildmalerei - in idealisierender. zugleich
aber pornographisch-konkreter Malweisc Sic weist diese Körper trotz aller
Dekoration mH Kantender klassischen Mythologie durchaus als zcitgcnöisochc
Figuren aus (1 Engelhard. S. Hiiz. E Liebermann P M. Padua.O. RolofL 1. Saliger
A Ziegler) (her du- zahlreichen ReproduktuMismedien lugeveitungcn
AH- 21 AskM Zielte« tl»*.'-W*M| /<• 1 „oi<lr> Ain-
Kumt / Badende Kunst und Srvtute-knir
IM
Wochenschau. Illustrierte. Kunslzeßschriftcn. Büchet - erfühlen mc eine »Urke
Verbreitung.
BcMinden gefragt waren allerdings dte plastiachen Werke. Von ihren Idcntifika
licmsangcbcrtcn erhoffte man och eine pohttsch-cmehensche Wirkung insofern
-die geformte < iestali zugleich die Glaubwürdigkeit dec W irk liehen und die f Un-
heil dec Idealen enthalten kann- . Dem rassischen Schönheitsideal. Machtan-
epruch und Gcwaitkuh konnten die Bildhauer sichtbarer und effektvoller Aus-
druck geben als die Maler Die NS-Kunstidcologie wußte, warum. Dem lafclbiki
*ci -das Zimmel gemäß-, erklärte sic. die Plastik strahlt aus in einen Raum und
kann dadurch viele Menschen beherrschen-, zumal tn einer Zeit, die nicht das
Abbild sondern das Vorbild sucht-, weil sie Menschen plagen- und son -Idea-
len künden- will
Ihren Boom scidanktc die Bildhauerei zum einen also dem l nist and, daß sic in
hohem Maße staatliche Aultragskunsl und ihre Wirksamkeit an einen architckto-
nisch siadtekiulK-hcn Rahmen gebunden »ar /.um anderen resultierte ihre Auf-
wertung aus einem ideologischen Interesse an ihr Wie kein anderes Medium
konnte we den für die Zeit typischen Gegensatz son -leibvergoltung- und
-Lcibverachtung« (K Wolbert) zum .Ausdruck billigen.das Doppclptogramm det
nanonalsuzuiUstischcn Kunst und Rasscnpolilik Aufwertung und V । . i
Kunstgattung Plastik an die Vorgaben der neuen staatlichen Auftraggeber wur-
den durch den I mslarvd wesentlich begünstigt, daß sic in ihret Formensprache
insgesamt konservativer war. das heißt gegenständlich, figuratis ?\ndcrs ah in der
Malerei blieben in der Plastik abstrahierende und abstrakte Werke selten tII
Arp. R. Bcilmg.Q.Freundlich. O Herzog). Ein zweites Element kam hinzu.
Die figurative Plastik der bürgerlichen Kunst thematisierte Jen Menschen in sei-
ner natürlichen, das heißt natur und menschenrechtlichen Gleichheit. mc suchte
im Akt einer allgemeinen Idee som Menschen Vusdruck zu geben Auch der Na-
tionahozialiMnus berief sich auf dte Natur und eine -natürliche- Ordnung Aber
er serstand den Menschen als Angehörigen einet Rasse, einer Volksgemeinschaft
oder Volksnation Ft brach insoweit mit dei bürgerlich liberalen und humamsti-
sehen Tradition, konnte sich aber ihr künstlerisches Erbe in Grenzen - cinser-
leiben Dafür stehen da- Namen son drei Bildhauern Georg Kolbe. Fritz Khmsch
und Richard Scheibe Sie erfreuten sah mit ihrer figurla-hen. in klassischer Trash
hon stehenden Plastik langt vor 1933 großer Wertschätzung Sic waren auch im
Dritten Reich gefragt und galten nach l‘M' übrig- ns in Ost und Westdeutsch-
land - wiederum als -Wahrer humanistisch-realistischer Iraditier. So konnte
td Scheibe das Denkmal für die Opfer 1 ul I- estallen das
I9S1 im Innenhof des Bendler-Blocks m der Berliner Staulienbcrcstraßc einge-
wcihl wurde eine JUnghngs gestalt l’nd das bereits in den zwanziger Jahren son
ihm angclcrtigtc lbcrt l)cnkm.il an der Frankfurter Paulskirchc ebenfalls eine
Jilnghngsfigur das von den Nationalsozialisten entfernt worden war »urdc
। । lir Kolbes tfen.u hrzifMur von lü3b.v? ziert noch heute die 1
promenade des Maachsecv in Hannover. I in anderes Beispiel offenbart die Un-
Sicherheit und Willkür der SS-Kunstpolitik Kolbe- Kn-c r M
(1924) war 1937 in Kassel als -cntailct- beschlagnahmt »sirdcn Dte vergrößerte
15' KuM / KiMrnde Kunst und krrkMektur
und ober flache ngcgldltete Version (Jrofler Sinnender 1194042) »ah hingegen als
• augenfällige Symbolisierung de« Wchtttcdanken*-. Noch frappierender ist die
Nutzung von Ns-Skulpturen auf dem Sport eelandc der früheren sowjetischen
Kaserne in Ebmwalde hei Berlin. die Magdalena Bushiin aulgcdeckt hat Don
befand sich gleich ein ganzes Skulptuien-EnsemMe son Millers Bilds ,<uerpto<ra-
nenz Die Akte Gii/ui/ieu und Olympia »on Klinisch, das zunächst im Garten vim
Hitlers Reichskanzlei aufgestellte Pferd son Josef Thorak. und selbst Werke Arno
Brekcrs waren hier zu sehen die Akte Berufung und Künder
Von den beiden prominentesten NS-Biklhaucrn Attto Bieker und Josel Ihotak
kann man vielleicht sagen, sie hätten so etwas wie einen nationalsozialistischen
- Kcichsittl- (K Hoffmann t urtius) ausgebildet Der geradezu cxzcimsv An
spruch des NS Korpcndeals trieb sie zum »Ewell der Form* (K Wolbert!. Sic
steigerten die körperliche Attraktivität des «deuucb-atisshcn* Manne» und
der auf ihre bioksgischc Funktion und den Mann hm fisicttcn »ungleichen* Frau
zur totalen Anspannung Die Figuren folgten der ideologischen \orgahc, die
Fyptsierutig tilgte alles Individuelle Die Aktpluctiken waren son außen und nicht
von innen heraus geformt. Hitler hatte die Vorgaben definiert Er wollte den
jugendlichen Gottmcnschen- ohne Intcllektualii.it und Sensibilität, athletisch.
Ahb a Anw lt«*c» «ei 4« Artwl » seNsrfn Berline« AtrllO. Vwcmhci IW
k»M / Badende Knau and SichileMwr lto*
kampffwreil diszipliniert und ohne IixJedurcht Eine heroische. keine hedonisti-
sche Jugend sollte vorzupwene in den -» Ordensburgen des NSStaales heran
wachsen Alles Schwache mußte demzufolge -weggehammen- werden Das war
zugleich pditiscb unJ wkhxh gemeint In den männlichen und weiblichen
.Akten vor allem Brc-kcts und Thoraks waren die Leitbilder Symbole und Pcrvo-
mhkatwwien der Macht de» kampln und der dazu benötigten SekundartUtende»
stvbddhch. das heißt wnumcntal und monströs. modelliert Zudem ließen die
ihnen heigcecbcncn Samen und Rcquiuien keinen /wedel an den militärischen
und hesolkeninr*f>< italischen Bedeutungen dieser Korperbtlder hießen sae nun
WrhrwswM Fann. AamermfuhuA. ArmmhuA. Kumpf oder Fiona Amcuae.
Stererui. Hmcctnuig. AiamaMir hrtr^ir usw
Asthcltsienang von Macht und Herrschaft: Die Architektur
Daß die Plastik m der Zett des Dritten Reiches so nachdriKkiieti au« ihrem »or
maligen Schattendasein heraus!and erklärt nacht zuletzt der l msiand daß sie als
organischer Bestandteil, ja ah Krönung de* architcktoanchcn Schallens «erstan
den und benutzt »urde Der Kumt-am Bau-Ertaß der Propagandammisters aas
dem Jahr l*U unlerstreichl den okonomisch-propagandiMnchen Doppeleffekl
dieser Aufwertung Ihre markantesten .Auspuunrcri erreichte ehe Zusammen-
luhrung von Plastik und Architektur m drei < icmeinschattsprojekten dem Haus
des Deutschen Sports i—. Sport) aul dem ><« Werner March erbauten ReKhs-
spxtlckl mit .Arno Brckcrs in die Säulenhalle gestellten Plastiken ZzAzikumpfrv
und Siegerin (I9W). dem von Albert Speer erbauten Deutschen Pasillon auf der
Pariser WclUuvOcflung 19T mit Josef Thoraks KamerudMAuA und Furnilu. sowie
in der ebenfalls von Speer erbauten Neuen Reichskanzlei mit Arno Brekcrs tm
Ehrenbof aufgeMeihen Figuren Parier und WeArmaiAr ( I9Ak j*9) Insofern dar Ar-
chitektur als Baukunst zum -Sinnbild des Staatlichen*- wurde, übernahm die ihr
zugeoednete Bauplastik die Funktion der Deutung und Acnnittlung Die zeit-
gcnossiwhc Publizistik sah darin den verbindlichen Ausdruck der natnmahcviaii-
sttschen Ideologie Iber den Deutschen Pavillon schrieb Werner Ritt ich -Der
Bau sollte Sk herben Stolz Sclbstbewußtscin Klarheit Disziplin und damit den
Begriff des neuen Deutschland verkörpern. die Plastiken gaben mit den Motiven
der Kameradschaft und der farmlie die Eckpfeiler des Baues und Umrissen
die tragenden Kräfte dieses Reiches dessen Adler Svmbol Bau und Pfeiler über
krönte Auch der äußere Zusjmmcnklang wat so. daß keines fehlen durfte ohne
daß die (»ecamlkomp<«utKwi gestört wurde Die Gruppen haben für sich gesehen
die Struktur des ganzen Baues als F mzclheit Unten sie das stolze Autstrcbcn die
selbstbewußte, boheitssoile Struktur des ('xsamlwcrkrs ein •
Lange wurde die Ns-Architektur nach 1*1' mit den Rcprascniationsbautcn
glcicheesetzt Inzwischen scrauncln Kunst- und Architekturgeschichtsschreibung
ein ditlevcnziencres Bild, wird mit Hlw-k auf die verschiedenen staatlichen,
gewerbiicbcn und privaten Bausektoren von einem StiLPiuralismus oder auch
-programmatischen F klektizismus- (G Fehlt gcsprsa.hcn Schon in der Weimarer
Republik gab cs unterschiedliche Architektenschulen standen sich insbescavdere
die im Hellmer Ring zusammengcschhisscncn Serfechter des Neuen Hauern und
Ali« i> D«c Scw Kn«*lc*zic> » B«n*.V<mar 4-k.nt«M oU fvw
die im Block lür tradinooeUe* Bauen »cremten Atshitckien um Paul Banal/.
Paul Schmitlhenner und SchulUc-Naomhurg gegenüber Und keiner der beiden
Rührungen gelang cs nach 1*33. nun scrbindinJtcii ßauMd zu aiamiercn.
Aber im -populistischen Geeamtkalkui nationaKariaiislischcr Kulturpolitik- (H
Frank) blieben sic nicht ohne Bedeutung und Auftrage Mehr rxeti Der Anpa*-
*ung*druck nach 1933 koste da* kiHifMltdive Serhaltm» rutschen Tradition und
Moderne aut Da* biene Bauen gab tein •ozmlrclotmctrs.be* Profil pretc und da*
tradatamainl tsche Bauen näherte sich der Moderne an. «a* «ährend de* Krieges
und de* Wiederaufbau* zu einer komergenz zwischen den ursprünglich -serlein-
delen Architektur richt ungen- führte
Da» handucrksonentiertc und iandschaHsgcbundenc Bauen der tradilionaiuli-
«chen -* HetnutschuU-Be«cgung «land *« allem anlang» un U « der gründ der
natrnnahawiaiistiwhen Propaganda E» be*timnile in*fc*ondere den Bau von
Stedlung*hau»crn Jugendherbergen. Freizeit und SchulunpdKtrrcn Die NS-Ot-
densburgen markieren den Übergang zum Mcmumcntabtil der NS-Graflhautcn.
wie er lur die Planungen der öffentlichen Bauten nicht nur der -1 uhrersladte-
charaklcn*li*ch «ar Die monumentale Staabarchilektur muhte einen doppelten
Anspruch erfüllen. Sie sollte den klasstziMischcn Vorbildern fingen und doch neu
sein zumindest neu wirken Deshalb ttl o nicht »crwundctlicii daß sich tn diesen
hMM / Bädeadr Uw wad UdMektar
Bjuicn eTprevutfliUNfk' klassizistische und funkthmaltstischc Stiklementc zu
ctner -Ikonographie des Vagen- (D Bartetzko) mischten Aber auch da* offiziell
ah unck-utsch scruriedie Neue Hauen erlebte eine Fortluhrung. wie einge-
schränkt auch immer Das eine aufschlufiteichc Beispiel Jur den Versuch der Na-
tsaialx vialuen. tcchncdogisehc Atanleaidc nut nabunaJcm Traditmnahsmus-
zu «ertwnden. tu die Rci»hsaut-»bahn (-• Auvbahncnl Da» andere »<nd Stadle-
Industne- und Wohnungsbau Hochmoderne StahJki»n»truktH>n und monumenta-
ler Ma**o bau in Naturstcm gingen Hand m Hand
Suri-c»tisc MactHdcmouatratlua. «srnbidnchc L'bcthohunil det Wnkbchkerl
und ihre Wendende I 'rTMellung m.i Kulissen Architektur waren die l ert linsen
insbesondere beim geplanten I mbau der -f uhrerstadlc- und in Speer» Gcne-
ralbehauunsrsplao lur die L'lSCestaltung der — Re.s.hsKiuptsiadt Berlin zur
-Welthauprsiadl- — < »crmania Dsc t »eometne der Radial und Ringsitaben
d*- Gtew.hhwmrgken der Fassaden. die Geschkissenhcii der honzontal-massigcn
Bebauung und dw M>>numentalitat der großen Platze und GtoBbautcn waren in
ihrer Tntahlat Ausdruck cmer neuen Herrschaft». «dnung und zugleich Aonzia-
Hou an nwniM.bc Madie. agspOwhe Pharasmengrahet und antike Ictnpc Ian lagen
tm Modell »ier-Führer- und-GauhaufWstädle- mit .Aufmarschplatz Glocken-
turnt, traulertcr Residenz und Volksgemeinschafts-Halle - ebenso wie in den NS
Ordensburgen |z B Vogchang Iilcf und Kb»»sin«ce Architekt C Kkwzl und in
den «« Wilhelm Kreis tur Je zukünftigen Grewen modellierten loten bürgen
scrMnnbildlichlen »ich die neue Hrrrstun und der Glaube an die i<« ihr gepre-
digte politische Religion. Auf funktionalistrschc und sachlich-nüchterne Elemente
konnte allerdings auch diese Illusion» und l hcrrcJungsarchrteklur nicht «er-
zieh len
l mgekchrt zwang der heroische Zeitgeist auch und gerade die Industrie
Architektur zu Zugeständnissen zumal m der Antang»pha«c de» Drillen Reiche»
sölknch-agrarromantische Bestrebungen und antitechnische Affekte des Hand-
werk» gegen die giotWlashischc Industrie eine gewisse- Rolle »pichen Solche
Zugeständnisse zeigen »ich beispielsweise hei den Bauten lin die Luftfahrt
Wahrend die Montagehallen durch ihre demomtratr» c l bete mitunmuag von
Form und Funktion aurtallcn k<wnmc-n <he Haupt portale und Vmaahungshautcn
mehl ohne Rilxfsshmixk Kbnkci und Muschelkalktassadcri aus LKi»p»elc und
the son Hermann Hrcniur und Wem»-r IKutschmann l«»n gebaute Deutsche
Versuchsanstalt für Luftfahrt m Hcrim-Adkrshot und die »on Herbert Rimpl
in Oranacnburg Berh« lütn gs hauun Hcinkcl nugzeugwerke Noch offcnsichtli
eher wird ihe Fortsetzung de» Neuen Bauens in der Fscn und Stahlindustrie, in
den kubisch funkiKinalen H-iuicn nut FUchdach und Fensteibandem nw ihrer
Fntsprcchunv «on auüercr lom und technischer Koostiuktxm bzw Lunktrnn
Betspick- sind das I euerVw» hwerk i I9P| in Apolda Thüringen s»i« Fgon I icr-
mann die Mannesmann Rohrenwcrkc <W3n> von Hans V ath iwier die Fabnk-
und Zcctienanlaecn »on Fritz Schupp und Martin Klemmer
Der W.4inune»hau duichhef eine »eigkishharc [ ntwuklimg. sowenig sich auch
der NS-Staar aul diesem Sekten im Gegensatz zu den Behauptungen seiner Pro-
paganda engagierte Ira Zuge der R4itik der -» Aulrustung und des — V icnah-
MaM/ lUHrodr Kama aad KrtfcaiLla»
IM
rcsphin» »urdc die <«mCstadtfeindscrufl zuruck rech knet und der t.e«chofr- und
MKf»<>b.nunesbuu zu einem zentralen Ekmeni in «kn Pt.mungen für Jen S.VU
len Wohnungsbau der Nachknegwint Der RutionalrMcrunss«inick. der dann um
•k» —• Kriegs» irr «chatt ausging ♦ entart le «ke«en M>skmr«u-rung«impuh und
beschleunigte Jen ('bergan? own .««ilkischeii Ideal zum technokratischer Rca
Itsmus- (L. Herbst» Da« Konzept eme» -Mark ispcstcrten genormten giotkiaJii
«dien Masteimuetnohnungsbaus- (T Harlandcri »urdc zumindest unter den
Fachleuten »ihren«! des Kriege« konwnstahig V«w allem die Normierung» und
RatamataaerungsaJecn Frnci Nevfens. «k« rirMtfrn < »roprus-Mitarlvncrv und
dabei maßgeblich geworden Dw -Wohnung ah Masscnkonsumgui- Mich aller
dinev wie hcwpiekweTse auch der — Aolkswaevr oder die l tlaubcrcisc mit
—♦ »Kraft durch Freude- (KdF) ein Zukunlt»«cnprccbcn L» loac »cdnch glei-
chermaßen mobilt»K-r«m*k und drsz^Mimcrcndc Fflckle aus und lenkte zudem
dason ab daß Jk MoJermsierungspolitik «ks NN-Regunc« in unmittelbarem
Zusammenhang mit seinen Kneg» Erotwrungs- und \ «Herrn*«JpLwscn «land
Die erste umfassende regimak Bestandsaufnahme dc» Bauern im Natamahnzu
lismus tut am Bei-pwl Häverns noch einmal die Notwendigkeit unterstrichen. «jie
NVBautatigleit in direktem Zusammenhang mit RuMuntf»pr««haktion. Kostzen-
traiionslagcrn und der Ausbeutung «ewi — ZaanrsaibeWcrn zu »eben Andern-
falls «erde «he •Ardutekturgcschichte »crtabcht- (W Ncrdingcrt
Wirkung und Rezeption nach 1*145
Fine einerhcn«k Auseinarskrietzune mit Jem Kunst und Archnektnrcrbe der
NS-Zeit hat zunächst nicht statt gefunden Im frheralen Lager galt nun NSKunsl
ah NictirKun»! und «la« Interesse richtete sich folglich primär auf die s«m «len
NatamalsozialiMcn ab entartet verfolgte M.xkmc (hnstlich-kom-zrsatnes Den
ken beschwor die Rettung dn durch Aufklärung und Säkularisierung Icchtuk
und Fortschritt bedrohten göttlichen -oröo- und suchte Rückhalt m «kr Iradttum
Je« christlichen Abendlands I 'nd auch der DDR paBte ein« «elb«lkntiwhc Aus-
einandersetzung mit «Jer NS-Kunst und «kn Entarteten nicht uu »tratcerschc
Konzept Nach Jer Betrciuag«kr Künstler au» njtionalMvialnttwber Regkmen
tterung und Verfrdeunt organisierte sie akhald den -Kampf pegen die svrikrhb-
chen Wirkungen Jet «patbürgerlichen AerfaDskumt- - »ic es t> etner DDR
Kunst gnchichlc hieß
An-aoöe zur Anahsc «irr b's-Kunst kamen von außerhalb DeutschiantK und von
Auttenscilcrn de» I aches Fmen Markstein setzte die lulturpokliiopslk l‘i«-
mcrkistung »sm Hildegard firenner die zunächst allerdings ohne Anschluß Hieb
Sic erkannte und thematisierte erstmal» «kn Di^peIcharakter nau«-naluvialtsli
scher KumrpiJttik ah IMitik dae mit asthetisctwn Medien gemacht *ur«k und
als IMlitik die auf die l nterdnkkung surgeNich -un*kut«cher- Kumt zielte Erst
in den »icbztgcr Jahren nahm sich die Kumtgcwhichtc des Thema« an.».1' in ctner
Vielzahl grundlcgenikr Monographien |K. .Arndt. B Hinz. K Her Jing. E Mittig.
W. Schache I Antbidocsen und Ausstellungen zum Ausdruck kam. u a. in *kr da
mal» heftig umstrittenen Ausstellung des Frankfurter Kunstvereins Aunsr im t>nt-
<m Hru» Doiumrnir Jfr l Mrr*-rtt*nt IlVUt. der tm Münchner Hau« Jer
KmM» IWdeiide k«w»l -U tnfutekt*
IM
Kunst gezeigten Ausstellung Dir drrtlHfrr hhrr ( 1977) und der Berliner Aimfcl
iurw /» im hen WtJenunJ und \npu\iunt Kumt m (truruMtmJ 79?_J-/W<
Eingehend wurde letzt über die Dualität der Kunsi det WarcnaMhctik der
Skulptur und Architektur diskutiert. über die »filmische Idcntrtjt und Smgu-
lanut dieser Produkte Um fragte nach ihrer politischen Funkttonalital und
Massenwtrkung und schließlich auch nach ihrer Modernität Dabei lassen sich
eine mehr smgularnicrendc und eine mehr generalisierende Betrachtungsweise
unterscheiden Erstere geht un Kunslgegenstand und seiner - vcigkeicheoden -
Analyse aus die zweite »sm einer mehr kootestbczogcnen Fragcsiellunc Ihr
Bezugspunkt ist das totalitäre Herrschaftssystem und die »sm diesem reglemen-
tierte und iiMrvmcntaJrucnc Kultur in ihrer louhut Auch sie geht komparau»
»ur Sei cs. dal) im \crgleich sersehiedencr Diktaturen nach den Merkmalen einer
•tiMalitanan art- gefragt wird sei ex da* nut Blick aut die Vor und Nachge
schxhtc eines totalitären Ss Meins Modernisierung^» er laufe sowie Bruche und
KootimaUten in der kulturellen Ent Wicklung diskutiert «erden (-• lolahtam-
mu-theoeieni
So groö son Anfang an der K»wsens »ar die NvKunsl als Niehl Kunst etnzu-
stulen zumindest als Kumu minderen Banges *o k< minner» blieb die Bewertung
ihrer poirUscben Masicnwirkung Gerade in dieser Frage reagierten Öffentlich-
keit und Wissenschaft immer wieder unsicher Man sträubte sich zu/ugestehen
dal» die unterstellte Gefährlichkeit der NS-KunM »or allem em Piislukt siet
nachträglichen Damouasierung des Italer Staate» »ar und zugleich cme nützliche
Lebens luge der Nachknegsgcselhchan. der säe mit zu einer lantassenden Schuid-
cnllastung »erhoffen hatte Beispielhaft ist diese fhoNcnialik in den »on dem
Graphiker Klaus Staeck (-Keine Nazi Kunst ins Museum’-) und der Grünen
Abgeordneten Antje Vollmer t-l'bcr den I mgang mit der sog •entarteten und
der sog ».honen Kunst- > m den achtziger kehren initucrien Kampagnen sicht-
bar geworden Sie waren nicht zuletzt eine Reaktion aut die schleichende Rehabi
litierung Biekers und Speers
Wahrend diese Kampagnen teilweise unter ihrer Verkürzung und l berserein-
fachung fetten hemuhte sa:h die in Herfen «un der Neuen »teseihehan lur Bil-
dende Kunst gezeigte Ausstellung -Inszenierung der Macht- um Komplexität
In -Frlebnnraumcn« und an auwgewahlten Beispielen «Ulte die ästhetische Fa»
zmation im Faschismus- nashsollzichhai und übet pr.isozicrtc lrritati>m auch
begreifbar gcma-ht «erden Zahlreiche Elemente dc« schonen Schein» un
NatKinaSoziabsmus seiner SelbMdarsieilung m kulturellen Medien Skulptur
und Architektur. Massenaufmarsch und Mavscnmcchen. Tcchno-Drugn und KdF-
lourismu» waren dort zu einem Ensemble zusammengetugt und konnten SO
sic Beicht die Aslhctnacrung det l chensscrhattnisse ah politische Strategie der
Nationafeoziahsien m ihrer TiUalrtal und formalen HuialiUl »ersl.indlich ma-
chen Die irflenliKhe Resonanz »ar mdc-s gespalten Die einen bemängelten, da*
die asthctrschc Seile de» Dritten Revhe» uNrrbcwcrtel. eme »omogiKh grlahrh
ehe IUszinalcm d-idurvh erst erzeugt wurde die anderen, daß der nostalgische
• Nazt-Klimbun- dem deutschen Faschismus etwn» andxhte wa» er gar nicht ha
Ih -die Aura der Faszination- Im übrigen sei zu Ivdcnkcn.datJ zwar die -gefahr-
Kawsl / RtMewdr Kwl und Wdwritu
1*5
beben Gefühle« und W unsche nach Starke und Schönheit. Kanr>mie und Grolx
unsacrNtch- »eien, seh aber dx. Wunsch und Leitbild« i der Massen gewandelt
hatten.
Die 1987 tn München und W2 in Berlin gezeigten Ausstellungen zur Erinnerung
an die NS Au*»teBun< -» -Entartete Kamt- von 1957 - Pubhkurnsmagneten
auch sie - dokumentierten erneut. daB sach in groften feilen der OtlcnÜKhkcit
weiterhin eine das Problem eher verkürzende Steht behauptet wek.be die -ealar
tete- Kunst und dte NS-KunM »or allem ab kunahtsi«ciscbes Ereignis wahr
nimmt unter Mischung »on uKrgicifcndcn Kultur-, trudcrnisietun«»- und raswcB-
politischen Bezügen Solche Bezüge thematisierten zwei niatrecHich durch den
Münchener Archnekturhwiimkcr Umtned Nerdingvr konzipierte Veramtahun
een bzw Ausstellungen die •Bauhaus-M<»deme tm National»'Zialismu'-- 11991)
und -Bauen im Nalamahorulisanu»- < l*Mi In sehen c trete hier Eindringlichkeit
wurde dort das reaktionär moderne Doppelsoxht Je* Dritten Reiches doku-
mentiert und analysiert ah«» die Gleichzeitigkeit »on progressiven und regres
mven leodenzen das Neben- und Ineinander von Ästhetik und <»ewah wurde
die Parzellierung des Blick» überwunden und in der Totalität des Zaisarnmen-
hangs von Kunst. Knet und Konzcntrationslaecrn ein Gewinn an Rcalitatssinn
und empirischer Erklanmgskraft errewhldcr dv raixuiakc Analyse dc» National
Sozialismus »crtietr ohne die Eindeutigkeit im politisch-moralischen I Heil über
ihn tu relativieren Zwei andere, nicht unumstrittene Ausstellungen der neunziger
Jahr« haben die Kunst im Dritten Rcxh in den Zusammenhang der deutschen
Romantik Rezeption gestellt I«Ernste Spiele- München l9Qs> und in »sMcmvcr
gleichender Perspektive gezeigt <-Kunst und Macht tm Europa der Diktatoren-
I9W- 1*45 Stuttgart IWl also nach übergreifenden Perspektiven und Bewer-
tungen gesucht.
Ar kam« aw Dnaww ' AwrwKmi Mrw* Mri—ueuwtnn kar MUmk Kami Maaskoi tW-l«M
Rülxh Wrrvcr Ankurkm -m/ Ä^flmaZ «An Gryow-arr. Bcilia W-
tarn Kun l.rVa OMawhr Ztena rimr Zer Mwtchcw |W»2
Tnsnl Gent» tilg l Da» &uww «m Sirum gnd». 2 Bür. tCr-rral» 1W|l
We^rn Mmk r-n>*wWar ür« Dvwaukiw Aami «m> an Irr'rUkw rar f irgrwwan Berkn IM2
Marn. Pvaer kawruw Onorw ZtrxK HaaOurg 19V2
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Dun» Werner Drwndhr tnwiirkww I -Ar lrrrln wnimm Wohitm !*»
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Raakal ArWr Dtr arkmir Sa*aaa 4n Onnai Baadhn AaaeaMnna und Ga*ak dn Faa> Aunm FnaA
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Ikauur tatu Ihr raay^m l—an laar gtldmdr tum md m M»an Kn h
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Kwwsl/t Mrraiwr awd IWalrr
Literatur und Iheater
Von Hermann Glaser
Mit Gesetz "«n 22. September 1933 schulen die Nationalsozialisten eine -»
Rcichskulturkammcr. «he Jem Kcichsmintstcr tur kolksaulklarung und Propa
ganda. Joseph GucbbeK unterstellt war. ah l'nlcrabfeiiung wurde neben emer
Reichsprcssc . Rc-uhsrundlunk ReKhslbealci . RcKhsmusik . RcKhskunst und
Rctchsarchitekturkanuncr eine Rcichsschntttumskainmct eiagerichtcl diese lei-
tete bis I9JJ Ham Fnedrurh Hlunck Auto* »er«chaedener hniortschcr Romane
die der rechtster ichlete Lucralurprufevww Jutcf Nadler (LiarruzurrrM totch* <in
JruL* hen t’vlkrs) «egen ihrer »oikischen Thematik »cm -neuer Rasse und ger-
manrschs-m Christentum- bandelnd, pries Sem Nachfolger war der Schriftsteller
Hanns kihsl. der ah I iprcssuxust begonnen und sich dann »or allem als Autor
des nationalistischen Katnpfstuckes VAkzgrrrr - -Für Ado« Hiller in hebender
Verehrung und unwandelbarer Treue- berssugetan hatte, die Autluhrung in
Berlin 1933 laut Albert Bowermann. Veil Harlan Lothar Müthcl) endete mit
dem gemeinsamen Gesang des Deutschland und des Herst Ues.seLLiedes und
wurde ah em nationaler Akt empfunden Als einen solchen serstand sich ms
rcsamt die tceimckonfornic Literatur Je' —• Nabonabozialrsmus. deren Kunst
serstandnis und Qualität sich mit einem Sau aus Rdlsls Drama charuhtcriMcrca
lassen: -Hier wird schart geschossen' Wenn ich Kultur höre, entsichere ich mei-
nen Browning'» Thematisch twdeulele die», daß un < «einige der seit dem 19 Jahr-
hundert ansteigenden Flui »olkhafter. naturmysttscher und eeschichismsthissher
Strömungen eine Dichtung rum Durchbruch kam. die Ust ausschließlich durch
-» »Blut und Boden- Ideologie bestimmt war Sie kämpfte gegen den »undeut
sehen liesst-.«he intellektuelle Entwurzelung und die -Humanitatsdwselei- der
Aufklärung, die man verwiegend m den Asphaluischungcln der modernen Gted-
stadtc lokalisiert sah. sic wollte den L nlcrgang de» Abendlandes dadurch ver-
hindern. daß sic -• Führer und -• Gefolgschaft dre Scholle, das -w Bauerntum
den -Segen des reinen Blutes- und dm Schoß der Mutter, Gehorsam. Treue und
Mannorucht.dcn Krieg ah -heilige Flamme- den «kutschen Glauben, den deut-
schen Staat, die deutsche RasscrcinhciL «he deutsche Wchrgcmcmschaft rhapso-
disch besang I -• Ideologie1.
Gottfried Benn der hei «ter nattonahonalislischen -Machtergreifung» selbst
in den Sog eines magisdi beschworenen IrraUonahsmus geraten war. hat spü-
let hcUMchtrg geworden - da» Mcntalrtatsrmnlcr dieser als -eoribwhe Re
naissancc- sich amgebenden Spießer-Ideologie dekuvnert »Em Volk tn der
Marne ohne bestimmte Form des Geschmack» tm ganzen unberührt »on der
moralischen und ästhetischen Verfeinerung benachbarter Kulturländer, philo-
sophisch »on konfuser idealistischer Bcgrifflichkcit. pnnaotnch dumpf und
unpoentiert. läßt eine anüscmüiscbe Bewegung hoch, die ihm seine niedrigsten
Ideale phraseolognch »orzaubert. nämlich Klcinbausicdlungen. darin subsen-
iMHUcrtcn durch Sleuergesetre »ergunstigten Geschlechtsverkehr, m der Küche
sclbslgezogcnes Rapsöl sclbstbcbrületcn Eierkuchen. Ligengraupen, am Leibe
Kami I Lilc-ratur und I braler •*'*
Heimat kur kein (rauflancll und als Kunst und Innenleben lunktM.li gegrölte
Sturm bannlicdct-
Ihc later atm (cdosh du »eil dem Wilhelminismu» im Wtdmpruch zur offutdlcn
athrinatisen Kultur tur Humanismus. Lnisersalisrnus. K-'-mopolitismus eintrat,
sieh der conditio humuiij ohne idcofogtMhe R< ssenttment» widmete und im t lei-
ste der Aufklärung einen Beitrag zum menschlichen Fortschritt zu leisten »er-
suchte, verfiel der Verfemung und Verfolgung
Symptomatisch. daU die von det nationalsozialistischen -♦ Propac.mda »erkunde-
te -geistige Erneuerung* mit einer -» Bücherverbrennung begann, die am 10 Mai
|uu als Aktion -Wider den undeutss hen Geist- an allen deutschen Hix'hschulen
anlicl In Berlin wo 20 OKI -politMch und moralisch undeutsehe Schriften- zer-
stört wurden lu a. solche von Heinrich Mann. Euch Kastner Sigmund Freud.
Kurt luclv-isk» I nch Mana Remarque) sprach Goebbels mit »1er ihm eigenen
ungezügelten Oflenhcit über die -Zukunft des deutschen Geistes dieser sollte.
wh- die -Fcuerspruchc- aussagten au»rcnchtcl «ein -gegen Klastcnkampl und
Materialismus - lur Volksgemeinschaft und idealistische Lebenshaltung' (ic-
»bb N Kunan.hU» Whlo Jot uruKulMhcnlkiM- m It-nawge. Kiner ! -Jnrt I k m
I» Ma< l«ll Vrnrrier drr MuJrnkfiMhari •<« Um Rasiwnchmrrbaiale« It<•<. liHepk Sstuirrrl
kun*l /1 itcratar «nd I heiler
IW
gen Dekadenz und moralischen Verfall! Fui Zücht und Sitte in Familie und Staat
Gegen »eclctuctfmcrndc thcruchauung dc» Triebkhcns (Ur den Adel dci
menschlichen Seele (»egen Verfälschung unserer Geschichte und Herabwuidi
gung ihrer großen < lestaltcn Ihr Ehrfurcht ihrer großen \ ergangcnhcit
Zusammen mit lausenden von bildenden Künstlern Komponisten Theaterleuten.
Publizisten. Filmschaffenden und Wissenschaftlern verheilen etwa 250 Autoren
Deutschland tut sputeten fahren weitere*, darunter die berühmtesten Reprisen
tarnen der zeitgenössischen deutschen I ilcratur - so Johannes R Becher. Bertolt
Brecht. Allrcd Dublin. Lion Fcuchtwanger.Stefan George (den Gocbbch zuiuck
halten wollte!, Oskar Mana Gral. Heinrich Mann. Klaus Mann. Thomas Mann.
Anna Segherx Lmst toller Arnold Zweig. Stefan Zweig <-» 1 mtgrationi
Zur auOcien kam die -» innere Emigration. bet siet d«. Schriftsteller in ihrem
-Doppelleben- <G Benni freilich vielfach opportunistische Zugeständnisse an
die Machthaber machten Es blichen u. a Gottfried Benn Weiner Bereengrucn.
Hans < iross.. Gertrud von le Fort. Gerhart Hauptmann Fmst Junger Ichen
Klepper idci als seine lüdnehe Fra« deportiert werden sollte, mit der Familie
Selbstmord beging). W ilhclm lehmann Ö»kut Loerke Rudolf Ale Minder Schro
der. Reinhold Schneider (ein Zentrum religiös lucrarischcn -» Widerstandes).
Ina Seidel. Am Beispiel sein. » \aters Eberhard Meckel itfi'lricicher Schriftstel-
ler der dreißiger Jahre hat »ein Sohn Chnst<>ph die S taalioii der in der inne-
ten Emigration vorwiegend unzutreffenden Rtlckzug'lvtikei" lang»sieht» der
nationalsozialistischen Brutalität in em Reich empfindsamer Innerlichkeit sich
davoomachend) mit knttseber Empathie beschriebst- k n hin? m im-n Vater oft
gefragt, was die Dreißiger lahre für ihn waren und wie er lebte, vor allem was er
und «eine Freunde dachten, und keine bew wider» erhellende .Antwort bekommen
W ahrend Brecht. Doblin und Heinrich Mann emigrierten. Loerke und Barlach in
Deutschland ru l<xle erstickten wahrend Dix und Schlemmer in süddeutschen
Dörfern untertauchten Musiker Wissenschaftler und Regisseure verschwanden.
Kollegen diffamiert, verfolgt. verboten. Bucher verbrannt und Bildet beschlag-
nahmt wurden, schrieb er ruhige Verte in traditioneller Manier und baute ein
Haus, in dem er alt werden wollte Der Exodus von Juden Kommunisten und
Intellektuellen das plötzliche und allmähliche Verschwinden der gesamten
Avantgarde schien von ihm kaum zur Kenntnis genommen zu werden.-
Trotz rigoroser * Zensur und Lenkung ergaben sich unter dem NS-Rcgime Ni-
schen. in denen Autoren der inneren Emigration und talentierte |ungc Autoren
unpolitische oder catnoufliertc Literatur publizieren konnten oder auch Lucken,
durch die literarische Oppositionelle schlupfen und eine gewisse Öffentlichkeit
erreiche« konnten -Moderne Klassik- im Dritten Reich umfaßte Autoren viel
fach in Freundeskreisen verbunden (z B Die Kolonne-1 wie Johannes Bobro-
wski Wolfgang Borchert. (»Unter Eich. Felix Hartlaub. Peter Hüchel Hermann
Kasack. Horst Lange Elisabeth Langghs«cr. Hermann Lenz Sic wollten, sic
mußten publizieren, kein .Autor kann für die Schublade schreiben, das »innere
Reich» bot den -xtnalsfreicn» Raum dafür Allere halfen und si.it !''> '<i i
Loerke. Lehmann Benn«. (Werner Rossi Auch die Rezeption dci -alten Klas-
sik- bot die Möglichkeit, suh nationahsiZMlislischct Sprachregelung zu entziehen
Kawsl /1 ücralur und Jhealer
170
und - etwa im Deutschunterricht der Schulen - kritisches Bewußtsein zu evozie-
ren Da jedoch die ruilional»uziali*lt*chc Weltanschauung da* Erzichungssystem
weitesteehcnd durchdrungen hatte ( -• Jugend) zudem die deutsche I nivetsitats-
gcrnianislik seit dem IM Jahrhundert eine lataic Pr adnpoMlKm lut eine nationale
stbch-hcroisiercndc Hermeneutik entwickelt hatte (der -Dichter al* Führer»),
blieben Milche (»egen-stromungen schwach
Der -Kulturort Theater- jedoch (»<» allem in den Großstädten) lieb mit »pern-
gen Brettern Kontormismu* stolpern Während unsägliche — Ihmgspwle oft mit
Massen-Liiscmhlcx. alt Höhepunkte de- -national kultisch-heroischen Drama*
dc* neuen Deutschland- von einer willfährigen Kunstbcnchtcrvtaltung gepriesen
wurden (Goebbels ließ übrigens |93n die Kunstkritik als Ausdruck -jüdischer
Kunstubcrfrcmdung- offiziell verbieten), gelangen eindrucksvolle Theaterauf-
tuhrunzen -indirekten Sprechens- Herausragend waren etwa Jürgen Fehlings
Inszenierungen von Schiller* Don Cur/oi (1935) und Hebbels Knemhihh Hache
(|936) in Hamburg sowie seine Inszenierung son Shakespeare* Hu haut III mit
Werner Krau** al* hinkendem Monster I93r> in Berlin Dort führte Gustaf
Grundgens drei Monate nach Beginn des Krieges Regie hei Buchners Dunrozu
Tod und *ech*Tage nach dem a 21) Juli 1944 bei SchtUer* Die Rauher Daß der
Mephisto von < irundgens in den huor-lnszemerungen det Berliner Slaatstheater.
die Grundgens »«-n |91<>bt» 1<M'leitete die kunstlcric.hc SMMticNI vieler Jahre
war. verwies heimlich darauf, in wessen Hand die Welt Lag- (G Kuhle)
Zu den Berliner Thcalcrducklurcn gehörten Heinz Hilpert, der sich künstlerisch
an Ma« Reinhardt orientierte. und Heinrich George, der bei I rwin Piscator al*
Schauspieler gearbeitet hatte. Junge Regisseure, die dann in der Nachkriegszeit
eine große Rolle «pichen, waren Karlheinz Strou«. Han» Schall«. Walter Felsen
stan. Ak Schauspieler wirkten u a Bernhard Minetti Werner Kraus* Hermine
Kittner. Käthe Gold Marianne Hoppe. Will Quadfl leg. Grctv Weiser und Lina
Garsten* Zum einen suchten die Künstler die Nähe der Mächtigen, zum anderen
waren sw von deren Dumpfheit und Brutalität abgcstoßen: nur Goebbels in der
Weimarer Republik -Maral des roten Berlin- genannt verfügte Uber Intellekt
und künstlerische* Interesse in seinem I mlcld richteten »ich die in IXutuhland
gebliebenen Talente ein - mit Beruhrungsangsf gegenüber den verfemten, ver-
folgten und vertriebenen Kolleginnen und Kollegen (Hunderte waren emigriert,
darunter die Regisseure I eopoM lessner 1 copold I mdtberp Ma« Reinhardt. Fr
wm Piscator und die Schauspieler Albert Bassetmann Elisabeth Bcrgncr. Emst
Deutsch Filia Duricux Fritz Kortner Wolfgang Lanehofl. Grete Moosheim.
Helene llnrrug.) -Ich war damals 33. besaß da* ersehnte Hau* mit Garten hatte
viele FÜmangcboU und war auch am Berliner Theater etabliert Was blieb mir
noch zu wunwhen übrig?» erinnerte sich Han* Sohnker
In einer Expertise für die LS Regierung übet führende Persönlichkeiten de*
nalionalsozialistiochen Kulturleben* (1943) meinte Carl Zuckmavet der zu den
Dramatikern gehörte, die vor den Nationalsozialisten gefluchtet waren (neben
Bertolt Brecht auch Ferdinand Brudtnct. (Mon von Hoivath. Fritz »on I nruh).
versöhnlich daß die Schauspieler eben das Dritte Reich ak Inszenierung, in der
*ic eine wichtige Rolle spielten.genossen hatten Fine Buhne im Zwielicht
171 kamt / Liietanar und Theater
Ltunaur
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Wull Juacptl Dtrrtrr unj FJm tm Dnum Krtk Ftnr t^-iitmmulum Irarklurl am Main Berlin
l<M<
Bernhard Zeller <H« ATuriak ra ISitnrrrr Zeit/*.<* ZW? SuaekkuiaeMaUl-v Marhach IW3
172
Film
Von Hermann Glaser
Ende Marz IW zwei W.chen nach »einer Ernennung zum Rcichspropaganda
ministct Mcllle Joseph G «r bbeb in emet Rede »«< I ilmschaflenJen Int daß Je
KunM frei sei und frei Neibcn solle • AIJetAnes muß sie sich an bestimmte Nor-
me« gewöhnen . Für staatliche Demagogie lnd«*tnnati.«n und Manipulation
zuMandig »M »sw allem dm — ReicfrcmmiMcnum tur Solksaufklarung und Pro-
pavanda da» für -Zwecke der Aufklärung und Propaganda unter der Besolke
rung über die Pohtik der Reu her eg irr ung und den nationalen Uiederaufbaü de»
deutschen Salcrtando- geschaffen »ordert war
Mit dem Filrnkammergcsetz »xwn 14 Ium 1933 wurde die -* GleMisdultuns de»
zu Zeilen der \kcimarct Republik lalcrnalkiwal anerkannten Aufsehen Film»
einerlei let. die Berutsausubung koonie nun Jemeniten entzogen werden, die
nc hf dir -ert.adert«.he Zirve Massigkeit- besaßen Das waten un Rahmen der ras-
ustnehen Hetze »or allem mdtsebe Produzenten. Regisseure und Schauspieler
bzw Sctuiusptelcnnncn Da« RncNhchttpelfcvU ».«tn Februar IwU hüt die
Handhabe, solche Filme zu »erbieten, die -naliowahsMialrsgBChe» Empfinden«
»crletzten. bereits im ersten Jahr betraf Ars mehr als einhundert Werke
Umer dem '«« 1933 bts 1945 ab Schirmherr de» deutschen Film» fungierenden
Goebbels er war «on der MontageTechmk de« russischen Films beeindruckt
und schätzte die -Rezepte H«dhw«w.ids- - sorgte der Reiehsfilmintendant und
Leiter der Abteilung Film im Rcichspropagandanunistcnum. Dr Ent/ Hippler,
dafür daß die rm Dritten Reich hcrreslcllten etwa 1100 abendfüllenden Spiel
filme sowie Ae * deutsch-ausländischen Pr.xJukti«w»cn und die importierten w••
ausländischen filme (darunter Arng Kong und dir weide Fnau. Weulrrri au/der
Aounn «nd Anna Karmina) ihren Zweck ah - Propagandamrllel I - erfüllten
Der künstlerische Verlust Deutschland» aufgrund det Unterdrück ungspcdnik des
SS-Regones war ungemein ero6 <— Fmrgrati.Mii es e-mignertcn u a Elisabeth
Bergnet Lilian Harscs. Asta Nielsen. Ernst Deutsch. Curt Goetz. Fntz Kcwtnet
Peter Lenre F rnsi f ubttsch. Alexander Motssi Max Ophuh. Erich FVwnroer. Otto
Pieminprf. Robert Swslm.ik ( ootad Vcidl H.ll» Udder AA4I W.dilbnick (insge-
samt uEser 1500 Filmschaffende i Auch Fritz Lang »erheb 1933 Deutschland,
obwohl er mrt «casen Filmen Wetrupo/a Dai Fniamm: do Dr UwSww und Dw
ViMunern den berocschcn SLwiumentabtil der Natiorufcoziahflen »orwegge-
n.mmcn hart« «weshalb ihm Goebbels anlx«. Lener der A'Utschcn Film wirt
schalt zu werden I
lang war in der Stummfilmzcil zunächst auch die Regie des Films Du» Kabtnea
Uf < u/igun übertragen worden dw er pedoch wegen einer anderen Athen
wieder abgab. Diese »om Konzept her re»«4ulMinarc. «be Allmacht «ler Staatsau
l.intat brandmarkende Schauergeschichte tn der Nachfolge E.TA. Hoffmanns
m
kaMdü»
»urde - dem JnlkkmuirKibdxTi (knien »eiter Kretse der Weimarer Republik
cnlsprcsbcnd - bei det Verwirklichung Je» Film» -urngedreht- die Auitout »et-
herr behend und deren Widersacher des Wahnsinn» bczichlizend Für Siegfried
Kracaucr ereignete sich dann 143.1 in Deutschland »a» der ctpressiorustocbc
Film seit Anbeginn hatte ahnen Lassen die von ihm beschworenen < «estahen tra-
ten aus det Leinwand bei sw» in» Ixhen -Seibuherrliche < atagarts schwangen
sich zu Hexenmeistern aul Tobsüchtige Mjbuscs- begingen straflos grausame
Verbrechen, und wahnsinnige Despoten erdachten uuetherte Folter unten Heun
's um berg er Parteitag tauchten die ornamentalen Muster do 'sibe langen Füm>
m gewaltig scigrofltitcru Maßstab mit Waldern von Fahnen und kunstvUI aus-
gcnchtclen Mensxhenmassen »«der aut- Die bi» heule ui det Fachwelt al»
Regisseur Ml geschätzte. 1402 geborene Lcm Raclctisuihl »erstand cs. mit ihren
Partei! agslilnsen Swg Jn tiladwvu (1433) und -• Jrrmwpk Jri U dient 11»M t bru
tale Macht.iu»ubune zu ästhetisieren und damit die Massen zu taszrmercn
Daß slic Kmotrcundhchen Deutschen dci Droge des nab' «naisuzia-oUscrtsn Film»
zunehmend »crficlen 14» gingen ne bCtmillionenmul ms Kino vier Jahre «pa
ler war die Zahl der Fdmbcsuchcr aul 1.1 Milliarden gestiegen - »ar nicht nur ei-
ne Kdgc der allgemeinen Idenlitikalam mit dem SvRepmc Mindern auch ein
Sr* ’S Fnmihiil—ra IW Twr* *• "* 1 r"**« «• *K<rw»iM «k»
RrumemeMa« I4M Sur«*wn
haM/Htm W*
Ertolg der »cm Goebbeh raffiniert ix handhabten Filmpohtrk er Setzte weniger
aut pluirvdneiie sondern vielmehr «ul Utenf-utetcrschwettigc Bccmflu*»ung.
autetdem wurden die UntcThaltungsbeJurfnisx: der —♦ Solkngcn»*«cn durch da»
Massenmedium Film befried«! Die NnlumahanaiMcii fanden hinreichend be-
deutende Pr.Uagoniaew und Regisseure. die sich aul ein kttnstlcnschcs Doppel-
leben in der Diktatur ein betten, z B Ilan» Albet». Knet von Bal» Will» Birgel
Heinrich George Guvof Grundgen*. Find himnti Helmut K.iutner Wolfgang
Iaebenemet Ihco l.mgen Han« Mover. Flieh fXmto. Arthur Mana RabcnalL
Heinz Ruhrnann Paul Wegener. Käthe Haack. Heidemarie Hathever Urteilte
Hornci Zarah Leander Marika Rökk. Ihe Werner Dazu kamen KundIer und
Rcgr-scurc die dem NaUonahozialrmu* besonders ererben waren, nie Ham
Stein tu 41 iHidrr img, {Jurtl. Karl Ritter itHaub auf LJilWimrnrri. keil Harlan
(-• hui Uiiit I un Irenker i Spezialist für Bergtilmc) und der Senior der Regn-
er urc. (ar I Froelich
Nach Hilmar Hoffmann kann man die Filme de* Dritten Rciehev mit deren Hille
da» Rc ernte die Bc'otkcrung wcllamchaulich amnchlcte oder uch ihr anbiedcr
le. in elf Kategorien gliedern: den genuin idc<4ogtw.-hcn Film den hi*t.urschen
Film den gemeinschansbikJc nden Film Fitone gegen den rcw< Üben Feind den an
tBcnuUschen f ilm den Wcbrcrtuchtigimevfiim. den Jugendfilm den patnomchen
Film den Kncpdilm: den Dwctetuftcfilm den I 'ntcrhaltungdilm Die Grenzen
waren fließend. Beim t-igcnannten L laSul die L'nncnum f ilm AG war 191'
ah Kartell der wichliplcn Filmunlemchmen gegründet wivdrn. )9?7 dem Mc
dienkonzem de* n.ith'nalkomertatrs-reaktKautcn Allrcd Hueenbcrc emgr-
gbedert worden und 19J7 in SlaatvbeuU ubergegangen -. da» heißt bei dem durch
die l 'la besoetders repräsentierten Genre de» SS Propaganda Fitem dominierten
Ihcmcn. die Fuhtertum (— Führer). Ratnc. Volk »gerne irvw haft und Heimat
glorifizierten und dabei grolle Gestalten der Kumt. Medizin und Politik sowie dc»
Militär» lur den nationalen Mvlhos lerctnnahmlcn der aul die Rolle de«
Preußenkiengc Friedrich II spezialisierte Otto Gebühr durfte den -großen Kö-
nig- (m auch der Ittel eine» film» »on Seit Harlan 1941) wohl übet tunlzurrnal
gespielt haben
AK Pendant zu den -kinematogjaphzsch »uNimacrtcn Stahlgewtttcm- Hl Hoff
mann), die gewissermaßen den eigenen Heldentod «eclcncrcctiuttemd Vorweg-
nahmen. erfreuten och die »or aOctn nach Kncgvausbtuch t erstarkt pncjuziertcn
Fiimkumodlcn und resixn großer Beliebtheit Die l nterfiahung übernahm dae
Funk tum der Seele nmassaiK Man s-dlle nacht nur sterben lernen sondern auch
zweck» Steiger um bewußtloser Kampfnugal die elende W irklichkeil verdrängen
und vergessen
i incncit» feierlich mt. mutter Fahncnkult (»Wn und dm Heer vom Hakenkreuz
hebt fach die nuen Fahnen-) andererseits gemütvoller Laedkibeh fdm 1940
produzierte HunwAl.Mt.-rrt |>. die Heimat reicht der Front nun ihre Hande . «I
sahen bis Kriegsende ÄS Millionen Menschen! und forcicrt-kcs* den Kam^tul
(IM2) feiernde Operetlcmetegfceil t - mH Mmak gehl ahr» besser mit
Minik fallt ade» kracht . •) Doch gclangca auch anspruchsvolle l nlcrhahungstil-
mc wn- knet von Baks« WumMnuim Ida» Drehbuch durfte der mit Hclufsvet
Kurni Hin
hrt Kargte Fnch Kastner unter Pseudonvm schreiben! und Helmut Kaulncrs
(m>ßf hrthru Sr 7. beides Farbfilme mit Ham Albert in der Hauptrolle Damit
das gleichermaßen hcldensuchtigc wie lachende Deutschland keine Xnwandlun
gen Hm McmcMtchkcit gegenüber den auszurncizcndcn f nicrmcnw.hctt- zeig-
te -Humanität ist Schwäche- (Hitler) sorgten Spie! Kultur- und Lehrfilme,
und naturleh auch die l^utuhr HbchrmHtdai mit ihrem -Feste »teuft Rabauken
tum- für die aggressive’ Aulputvhung der kolksgenowcn Hetzfilme wie hui Sirft
tuntet der Regie »onXcil HaiUn mn Fenhnand Mauan Vkeiner KtatrsvKtrcttiu
Sewierbaurn in den Hauptrollen i wurden noch -umettroflen- »em Machwerken
wie -• Der rwigv Ju.tr emem -Dokumentarfilm- (I94u). tur den der Schreib
lisch tat et Fntz Hipptcr - nach dem Kneg wcMertun publizistisch tätig - »crani-
woriliefi zeichnete, er filmte in einem »on der SS crngcriehtelcn pfni-elien
Zwangc Gbetlo die erniedrigten, gciebuivdcncn. für die Masacnvernichtuni »ix
gesehenen Menschen und führte dbc Opfer emer erbarmungslose« rasustnehen
Wahnidee ab -Abschaum der Menschheit- vor talk m m Berlin startete det Film
gleichzeitig mtm Kin>w|. -Wo Ratten auftauchen.»erbrerten «ae Krankheiten und
tragen Vcnuchtung ui» l^ind Sic srd hinterlistig feige und grausam und treten
meist tn großen Scharen aal nicht anders al» die Juden unter den Menschen
Liner »1er bekanntesten Kusiumfilmc dc* Dritten Reiches trug den hmterttnm-
gvn Titel Tun: aul <h-m lu!A>m < |9U») Mn »fc-nt Schlager -Die XÄtii ist nicht
allein zum Schlat.n da- cnthuwaMnicrtc Gustaf Grundgen» da» Kinopubhkutn
(• zieh'n wir lettisch angetan hin zu den faiemca-) Der Durch hattet tim
— AoZbrrv »ier letzte mit dem Ehrentitel -Ftfm der Nation-, hatte am XI. fammr
194« m der AtlaniiklcMung La Rochclk und emen Tag spater im schon weti-
gebend zerstiftcn Berlin Premiere Der X ulk.in war auf »erhcvrendc Mein aus
gebrochen <he deutsche H»bns unter Schult K-graK-n Am I Mai 194« beging der
Film Imperator Goc-bbek Selbumord Mit »ier hedmgungdosen Kapitulation der
deutschen Wchnnacht am « Mai endete da» -Reich »Jer niederen Darooncn-
tEnut hiiekBch) - Amnestie. .Amnestie «Den bta»en Sundern-,harte Grundccns
in seinem Schlager geträllert XKr auch dort wo et unpobfitch war oder und
technisch bc-»iaci »erihent der NS Film c-ne «niche mehl Ästhetik kann wenn sie
der Barbarei und dem Xerbrechen »crfuhn riscfi dte». nicht ctkulptert weiden
(Mamak R>Wwd«w (V »wrt b« !»» /te ftuurkfMl IW'
ILo.— (Mm twrf in hiun Mn an. aa Ar IntfKm tnnuanuU an «t Zlbw FimklaBt <
Vfwr lam
IteZlniaaa Hin« it- luii-s -.in lln «aal Kia- tlniu» Bick in lüaw- II .tlrc^ia Hör
ruh K»»tz |H( r Pu Kafw» »un i UA.amZrm rtrlMwr DUHcaknr Wxra's.» X-aKSMkaa
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kraue- S<tmsd k.aiCarnm •. Hin' (S.Wo’ii- - ICC frasklart rar Mai- -T'
l.-gvidogei Mama Wan Ur in Ui Sa»fc».a< fkrr |Vww.«»*Wa ZnwawW a— Ulm,.
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Walt trän* rttwarr uni fiu n- ttnufu «m» fuu braaktsm M» Maaibe-tai
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Von Albrecht Dumline
hweph Wulf durchbrach 1*15 mit seiner Dokumentation Vm«* oti IhWert Reu*
em Uh« Im (ntcrschied zu Literatur und bildender kunst Kitte bn dahin die
Musik ah die vum Nationalsozialismus am »ernteten beeinträchtigte Kunst ge-
golten Dm großzügig geforderte Musikleben »urdc gelegentlich sogar ab posi-
ti»e Errungenschaft Je» Regime* angesehen Wulf» Arbeit zerstörte dieses Bild
Wahrend die Mirukpadagoeik angeregt auch durch Ihcodor W Adorno* Essa»
•Knüll des Musikanten- izuerst |9Vi|.ihrc Heilcrroflc aufzuarbeiten begann il
tiUnther 1967). hüllte »ich die Muwkw tuenschatt gleichwohl vorerst mvh in
Schweigen Die» änderte »ich erst allmählich nach Fred k Pneberg» Buch Wu'r*
im VS-Vzaur l I9»C). nach Diskussionen in den l SA sowie Impulsen der Studen-
tenbewegung Ab 1‘hto »erhall die kienmcnticrtc Rekonstruktion der Dusseldor
ter Ausstellung -Entartete Musik- dem zuvor »erdrangten Ihema zu otfentlicher
Resonanz in mehr ah •*» Stadien Jes Io und Ausland» Seitdem widmen sich
mehrere uniscrsitarc und unabhängige Initiativen dem NS-Musikleben sowie
»erfolgten komponisten und Musikern
kontroser» wird weiterhin die Rolle Richard Wagner» diskutiert War er der di-
rekte Vorlauter Hitler» wie dieser selbst es sah. .»Jcr wurden Wagner und Bas-
rcuth mißbraucht * L'ntcnchicdhcbc Einschätzungen gibt c» auch zu W ilhelm
Furtwängler Carl Orfi und Richard Straus» W ährend Apologeten deren Rassem-
tolerant her»orheben betont die («egemette die Anpassung an das NS-Regime
Solche Divergenzen rühren auch von den Widersprüchen de» NS-MusikkbciB
her Etemplansch belegen die» die Schicksale der komp>misten Paul Hindemith
und Leon Jcsscl sowie Je* Geiger» und Mnokpolitiker» Gustas Hnemann. die
differenzierte Betrachtungen erfordern
FuaktÜMi der Musik im NS-Staat
Ira Selbst»erstandm* dc» Natumahsvialtsmu» nahm die Musik einen hohen Stel-
lenwert em -Enter sämtlichen kulturellen Gütern Jes deutschen Volkes steht die
deutsche Musik an erster Stelle Sie ist Jie deutscheste aller Künste Am schon
sten und reinsten und am unmittelbarsten findet in ihr die deutsche Seele ihren
Ausdruck- |Han» Schcmrai Scebschc» wurde dabei auf Gctuhlshafte» eingeengt,
wie Hitler am 6 September 195b in seiner Kultur rede un Nürnberger <Ipernhaus
bestätigte -Nicht der mtcUcktiaelh.- Verstand hat hei unseren Musikern Pate zu
stehen sondern ein uberquellcnJe» musikalische» Geraut Wenn irgendwo dann
muß hier der Grundsatz gehen, daß -wes d.ts Herz soll M. des Mund Überläuft-
D.is heißt wer von der Große. der Schönheit oder dem Schmerz, dem leiden
einet Zeit und «eine* Volke» durchdrungen oder überwältigt wird kann wenn er
von Goa begnadet rsl auch in Ionen »ein Inneres erschließen - Musikalität »ah
er als Ausdruck cme* fielen Gefühlslebens, dem nur Jet Begnadete kunstlcri-
177
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V» 3fc r*e<NMi Brn»i7M»r £jam IW £aw <oa H S Z»(fer ICT
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sehen Ausdruck verleihen könne Musik erhielt damit. wie un romantischen K-xi-
/cf* der Kuntfrcligion den Rang emer unnsiiflenden göttlichen Offenbarung
vo* ewiger Gültigkeit Ihr war nicht kritisches Hören, sondern andächtiges. ergnf
lene» Lauschen angemessen
Das romantische Musikhotcn aalt ab Vorbild und Stimulans Jes erwünschten
politischen Verhaltens. Eine ähnliche Hingabe wie gegenüber einer Bruckner-
Smtante erwartete Huler »ort seinen Zuhörern -Nichts ist mehr geeignet. Jen
kleine« Nörglet nun Schweigen zu bringen ab die ewige Sprache Jer großen
Kunst- hatte er auf Jem Reichspwrteitag 1935 »erkundet Die ästhetische Faszi-
nation sollte über Einschüchterung zur Zustimmung fuhren I m die erstrebte
-Macht über die Herzen- zu sichern, investierte der NS Staat erhebliche Mittel
in» Musikleben I nter Jem Primat der Wirkung forderte er traditionelle Sinfo-
mekonzrrte. MuMkfesl spiele und Opernaulführungen und erzielte aul diesem
Gebiet etwa bei den Furtwängler Konzerten oder den Bayreuther Festspielen
quantitativ wie qualitativ Bedeutendes. Ein breites Publikum wurde an klassisch
romantische Meisterwerke hcrangefuhrt. wurat» »ich die poutiscn Rückblicke
aut da» NS-Musikleben erklären Aus Jem Bewußtsein verdrängt wurde dagegen
der ideoiogtsche Kirntest, der dte bekannten Werke einer propagandistischen
Funktion zufuhrtc Diese Umfunktionierung ist für das NS Musikleben charakte-
ristischer ah da» Entstehen «Mfcnstchtbch -politischer- Werke
Verfolgung
Dem wiederbeiebten Konzept Jer romantischen Kunstrclipon widersprach je-
der —• Kuiturbokchewrsmu* in der Musik l nter dieser I berschnft wurden
die Atooalitat Schönbergs, experimentelle Formen sowie moderne Tanzrhvth-
men bei Hindemith Krenck. Wetli und Strawinsky als bedrotihche Zersetzung
ah Ausdruck tun Chaos und Anarchie bekämpft Die NS-MuMkfxiliiik knüpfte
dabei an anti moderne Ressentiment» an. dis Hans Pfitznct schon zu Beginn
der zwanziger Jahre formuliert hatte und dte Wagnerianer wie Alfred Rosenberg.
Winifred Wagner. Alfred Heuß und Hans Severus Ziegler ab 1921t un —• Kampf-
bund für Deutsche Kultur aufgriffcn Die Säuberungen, die der Kampfbund
im Jahr IW vornahm richteten sich gegen bekannte Modemuten Anhänger
Jet Weimarer Republik. Sozialdemokraten. Kommunisten. Ausländer und nicht
zuletzt iwkn Die zunächst wilden Schikanen erhielten mit Gründung der
RcichMnusikkammer ab November 1933 eine <wgaM»alon«che Bau» (-* Reich*
kuitur Kammer). Die — Gtevchsciialtung der bisherigen Musik verbände durch
eme zentrale Verwaltung (an deren Spitze zuerst Richard Str am*, dann der
Dirigent Peter R.vibe st.mji ermöglichte systematische Säuberungen Dabei
konnten sich au» taktischen Erwägungen die Kriterien der Ausgrenzung »cr-
andem oder sogar von der ideok«gischen Grundlinie entfernen So waren trotz
zeitweiliger und regionaler offizieller Jazz-Vertue weiterhin la/zahnliche Musik-
werke tm Umlauf, allerdings unter anderer Etikettierung I -* Unlcthahune»mu
»ikl Sogar Zwölftonmusik war erlaubt, wenn sich ihre I rheber von Schonberg
distanzierten Inhüge des eklatanten Stängels an jungen begabten Komponisten
»ah »ich Goebbels ab 1935 zur Anwerbung zunächst tegwneferner Künstler wie
,T* Kauat/MasA
Werner Egk.. Paul Hofier Carl Ortt Hemz Liessen und Rudolf Wagner-Regen»
gezwungen
Etwa ab 1936 verdrängte offener Rassismus dte bnkmg überwiegend politische
Begründung der Säuberungen An die Steile de» Begriffs Kuiturbolschcwi»mu»
trat »ler Vorwurf der -Entartung- In Anlehnung an die Münchner Kunstausstel-
lung von 1937 ( Entartete Kunst) oggaaaaicrte der Weimarer Generalintendant
Ham Severus Ziegler aul eigene Imtiatisc die PrupagandawdMU -Entartete Mu-
sik- Als rrucim Mai I9ü» wahrend der Düsseldorfer Reiehsmuaiktape eröffne
te. attackierte er unter Berufung aul Wagner» Schnh Z>u» JuJmtum in der tfuu*
aul Hitlers Wein Kampf und Arbeiten de» völkischen Llteraturwisscnschaftler»
Adolf Bartel» jegliche R.is«cnmi»chung. Negative Symlxilligur <Jer Ausstellung
war in Anlehnung an Krenck* Oper Amih» ipteb auf. em schwarzer Jazzmusikcr
mit Du» lüstern Die meistern der in Dusscidort als entartet angeprangerten Musi
ker waren bereits emigriert oder au» «Jer Retchsmusikkammcr ausgesloßen wor-
den. Der ebenfalls angegriffene Hindemith emigrierte wenige Monate »pater Da»
volle Ausmaß des Aderlasses un deutschen Musikleben ab 1933 sollte sich erst
viel spater tserausMellen
Musikpolink ah Ra»s<-apo4iiik
Ziegler halte in »einer Düsseldorfer Rede eme Instinktunsicherlteit der Deut
sehen diagnostiziert, die sie der -seelischen Versklavung- widerstandst» ausge-
Itefcrt habe Nun müsse die 1‘ulilik gegen die vor allem von Juden verantwortete
Zersetzung einschrenen -Kulturpolitik treiben heißt Betreuung der Seele des
Volkes. Pflege seiner schoptenschen Kräfte und aller »»Mktscben Charakter- und
Gesinnungswerte, die wir in dem Gcnerafbegnff • Volkstum- zusammenfassen •
Ab notweruhg galten «deshalb erstens die -Reinigung- Je» Musikleben» von allen
-undeulscben- Einflüssen, zweitens die Rückbesinnung auf die germanischen
Ra»scnwurzeln und dritten» die Neuprägung »ter anschcn Instinkte
In »einem -Reimgungsstreben- ging Ziegler, ähnlich wv Herbert Gerigk. der
Autor «les Lexikons Dir Juden m der Munk. ngorovet »or als der Pragmatiker
Goebbels Aber auch »dieser hatte 19V» in DuMekkxl in semen -Zehn Grundsal
reu deutschen Musikschaffen»- betont -Judentum und deutsche Musik da» sind
Gegensätze, die ihrer Natur nach in scttroflsicm Widerspruch zueinander »leben-
Angeregt durch Wagners Musakdramen erforschte die NS Muukwwscnschaft
die germanische Kultur Neben Jer -allgemeinen Freude am Kamp<- ab -Grand
eigenachaft nordischen Menschentums- <Richard Eichenauer) hob sie dabei
-entsprechend dem Goebbels-Wort »on »Jer -stählernen Romantik- - die Inner
lichkcil ab tvpisch hervor -Da* rawnch bedingte Drangen nun Mctaphywcbcn
flüchtete sich bei den Germanen ui ein Ausdrucks gebiet hinein, das. fernab »oc
begnttbchem Erfassen und denkmabigcm Verarbeiten, dieser Eigenschaft unse-
res Volke» entgegenkam die Musik So mußte Musik aus innerer rassischer Nch-
wcndigkcil die spezifische Kurts! der Germanen werden'- iWaller Kühn). Den
vermuteten Ra*senkomlanicn entsprechend wurde das NS-Musikleben in seiner
ganzen Breite, vom Smfomckoazerf bis zur — Hitler Jugend aul Heroisches und
Mmt/MmA IM
MctaphvsisclM.-» hm ausgcnchlel. um durch Repetition von Standardwerken die
bedrohten Instinkte der * Volk »gemein»» hilft zu festigen Komponisten wk- H.ich
Beethoven Wagner und Bruckner wurden ab "Repräsentanten der cwig-gulligcn
Gesetze dw Vidkslum»- (Zucleri zu Viilksctziehern ernannt, deren Meister-
schaft zudem der I egitimation des deutschen Herrschaftsanspruchs diente 194 i
hatte WoMrane Stumme, der Mustkrefcicnl det -» Rcichsjugctidluhrung. den
-Einsatz der Musik als soUsbddemie und staatserh.iltende I cbensmacht- gefor-
dert t in Jaht spater präzisierte er -Musikpohtik bedeutet uns heute Einsatz der
Musik als solksbildcndc und staatsethahende Lebensmacht und Forderung det
Schutzes und vor allem dc« Wachstums der deutschen lonkunst als blulgebun-
den-scelischcr Ausdrui k storm und demgemäß als eines Mittels höherer F rkennl-
ms und höherer Entwicklung unserer Rasse -
Kunst /1 nlerlialiung
Lnterhaltung
Von Michaela Haibi
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Unterhaltung wahrend des Nationalsozialismus bedeutete Massenunlerhallung -
abgesehen son der privaten Zerstreuung, von Familienfesten und tiaditioncllcn
Feiern tm kleinen Kreis Die Nationalsozialisten bedienten »ich sämtlicher
wahrend der Weimarer Republik prospenenden Unteihaltungsmedicn und -for-
men und intensivierten deren idenkigische Inbesitznahme Kennzeichnend ist die
enge Verknüpfung »on -» Propaganda und L ntcthaltune. ohne daß jedoch die
politische Ausrichtung der Unterhaltung auf den ersten Blick offenbar w
-Das Schaffen des kleinen Amüsements, de» lagesbedarh für die Langeweile und
die Trübsal zu produzieren wollen wir ebenfalls nicht unterdrücken Man voll
nicht von früh bt» spät Gesinnung machen - (Goebbels. 1933)
Im Gegensatz zu Kunst. Ästhetik und Ideologisierung im Nationalsozialismus.die
eingehend m ihrem Incin.indergretlen diskutiert und erforscht wurden gibt es
kaum wissenschaftliche Untersuchungen zu den zahlreichen Aspekten NS-kon-
lormer Untcih.iltung als Mltagsphim-vncn Allerdings liegen - häufig in Form
von einzelnen Kapiteln letktudien innerhalb umfassender Untersuchungen zu
Musik. Kunst Filin Rundfunk Ibeater und I iteratur vor Ansätze zu den Strafe
gien der Unterhaltungspohtik im Nationalsozialismus werden in Gerd Albrechts
Zur F'tbnpulitik de» Deuten Renken (1*<9) thematisiert Konkretisiert wurde dies
in der Rcgionalstudie Freneitcesultunc und kuhureUes Leben in \u ruber? /V.ifl-
IU45 von Michael ManU Anregungen zu einet kritischen Auseinandersetzung die
sich von Aereinfachungcii und schematisierenden Zeitrastem distanziert, gibt
Katl-Hcmz Schalers Untersuchung zur Lebcnswuklichkcit im Nationalsoziahs
muc und Peter Reichel echt in Der schöne Schein konzentriert auf die alltägliche
visuelle Erfahrbarkeit des Nationalsozialismus ein Die Fragen nach den »ertchae-
denen Funktionen son I nterhaltung ihrer Rezipierbarkeit und der tatsächlichen
Rezeption durch die Bcsolkeiung wurden zwar gestellt, breiter angelegte cmpiri-
schc Untersuchungen stehen jedoch noch aus
Die -Unterhaltungsindustne« des Nationalsozialismus war geprägt von großer
Ambivalenz Sie repräsentierte einerseits Normalität. Alltag und damit konkrete
LchcmumvUnde det deutschen BevtAenmg. andererseits verbreitete sic mit ih-
rer -unsichlbaicn Propaganda- dennoch die Ideenwelt des Nationalsozialismus
Wahrend der Konitituicrungsphavc zwischen I9G und 19,16 wurden Aspekte
etner -politisch sinnvollen- Unterhaltung »ehr ernst genommen und eingehend
diskutiert Vor allem aber seit Kriegsbeginn IW gnff Goebbels von seilen des
-» Rcichsministenums für Volksaufklarung und Propaganda, dem alle Bereiche
der Unterhaltung unterstanden, immer häutiger cm Die Unterhaltung bot sich
nun als Gegenweh zu Propaganda. Indoktrinierung und Politik dar galt es doch,
auch den Soldaten an den Kriegsschauplätzen du. passende Zerstreuung zukom
men zu lassen Der Übrigen Bevölkerung dienten die Untcrhaltungvangebote seit
1941 vorrangig zur Flucht au» Mangel und Bomhcnkncg
kan-i /1 nli-rhahiuig
Goebbels' ausgeklügelte Politik det Unterhaltung bezog weh aul alle Formen kul-
tureller I chenMUUerungcn Popularisierung und Vcreinljchung bildeten die
Grundlage der Unterhaltung, die ihre Wirksamkeit vor allem aus dem gemcin-
udiaftbchcn Erleben beziehen sollte Die» geschah in den Kulturveranstaltungen
von -• Krall durch Freude- KdF i. im Kino und auch un gemeinsamen Horen
vor dem -• Volksempfänger, wie cs in dem populären Gemälde -Der Fuhtcr
sprich! von Paul Matthias Padua Idtu idealisierend propagiert wurde Gerade
uyi den Vorgaben einet einheitlichen -» Volksgemeinschaft zu genügen, wurde
die Unterhaltung in sehr verschiedenen Auwirucksformcn gefordert welche die
nationalsozialistischem Ideale son t lemcinwhalt Krall und Schönheit an die je-
weiligen Rezipienten vermitteln sollten Dazu konnten als Idenlifikationsmustcr
sowohl die Rcvuevorstcßungen der Grotistadtv aru-les dienen als auch Volkstanf-
aulluhrungcn in ländlichen Gegenden
Früh schon erfuhr der ( ntcrhaliungsbereich einschneidende Veränderungen Die
—• Gleichschaltung ließ seit 1933 deutliche Lücken klaffen, als Musik. Filme.
Schlager mit jüdischen Interpreten und von jüdischen Komponisten. Kabaretti-
sten und Textdichtern unter .Aulluhrungsverbot standen Zudem mußten zahlrei-
che Schauspieler. Artisten. Sanger Muukcr Dirigenten, dte nicht ab genehm in
die entsprechenden Sparten der — Rcichskuhurkammer aulgenommen wurden,
das land verlassen So emigrierten u a PubbkumslieNingc wie der Schlagerkom-
poniM Friedrich Hollacndcr und die Schauspielerinnen I ntzi Massan und Luhan
Harvey (-♦ Emigration) Dennoch konnten die Vorgaben auch variabel gehand-
habt werden Eine ausdrückliche Bevorzugung -retchsdeutscher« Künstler tur
-deutsche- l'ntcihaitung wurde häufig umgangen, wie beliebte Film und Musik-
starv von Marika Rokk über Zarah l eander bis zu Johannes Hccsters zeigen
Die Bedeutung, die der Unterhaltung bei gemessen wuidc manifestiert sich vor
allem im Massenmedium -» Rundlunk Das luhrte zu Empfehlungen die Pausen
in den Betrieben so zu legen, -daß die Belegschaften die Konzerte die ihrer Er-
holung nach der Arbeit oder wählend der Arbeitspausen dienen sollen, auch
wirklich hören* t Rcichstundfunkgesetz 1935). Gemäß der statistischen Auf-
schlüsselung (Ut das Rundlunkpiogtamm I93M machten Maisch- und Blasmusik
2.5 Prozent l’nicrh.iltungs und Linzmusik mi Prozent und die ernste Musik acht
Piozenl des Gesatntprogratnms aus Seil 1941 betimien neue Programmnchth-
nven. einem Aulsatz von Goebbels zui Aufkckcrung des Rundlunkptogiumincs
im Kriege- lolpcnd. die Bedeutung der l nterhaltungsmusik lur die Frontsol-
daten Zwischen 22 l hi und 5 l hi sollte das Piogiamm »so bunl. abwechs-
lungsreich und farbig wie möglich, beschwingt und von zündender Wirkung- sein
I Anweisungen über musikalische Abendsendungen vom 2b 9 BMI > Mit solchen
Anweisungen gab GoebbeLs indirekt und aus propagandistischen Gründen den
Hiirerintctcwu-n n.«h Vis wirksame» Massenmedium war der Rundlunk aul
seine Holet lixicrl, die haulig mH Briefen aul Sendungen reagierten Sollten noch
1936 in einem Tanzkapellen Wettstreit -attcigcne Klange- gclundcn werden, um
dem äußerst populären jedoch ah -artfremd* geltenden Jazz etwa* entgeeen-
zusetzen. so wuidc er spatet aul Wunsch der Frontsoldaten unter dem Etikett
-rhythmische Tanzmusik- Joch wcilcrjec-scnJel Dies geschah entweder in einer
Neuauflage durch deutsche Komponisten oder un litcl camoufliert. wenn etwa
**-' Kunsl /1 nu-rhallang
aus dem -St. Louis Blues« das -Lied des blauen Ludwig wurde Mit Kriegsbe-
ginn wurde einem breit angelegten Llnicrhaltungs und Abk-nkungsbcdurfnis der
Hörer entsprießen, war es doch eine Taktik (kiebbelc mehr immer zu »trarn
mein- Auch die Bevölkerung brauche den Glauben, daß Wunsche Iraume und
Phantasien in Richtung eines -Endsiegs- tealiMcrbar seien Die Amerikanismen
versuchte man mit -Deutschem- zumindest zu neutralisieren, wenn im Ostmar-
ken-Funk in der Sendung -Das deutsche Volkslied« zum Sammeln und Auf
schreiben aufgerufen wurde.
Die Popularität der Rundfunksendungen hing eindeutig um den Inhalten und
vieren Präsentation ab Mit entsprechenden Interpreten wurden die einfachen
L'nterhaltungsschlagcr zur Kunst erhoben wobei man sich auch hier aul Goeb-
bels berulcn konnte, der auf die Ftiigc nach dem künstlerischen Niveau der Un-
terhaltung antwortete: -Das Niveau der Darbiclcndcn. nicht der Darbietungen ist
zu heben- (12 4. 1941)) Berühmte Solisten aus dem Film wurden nun tur Radio
Sendungen verpflichtet, so Marika Rökk Fila Benkhoff.Theo langen. Hans Brau-
*c Wetter. Heinz Ruhmann unJ Josef Sieber Sie alle sangen tm -Wunschkonzert
für die Wehrmacht- das zunächst zweimal, dann einmal w<ichcntbch seit dem 1
Oktober 1939. meist nachmittags zwischen 17 und 20 Uhr. ausgcstrahll wuidc Ls
folgte dem seit 1955 gesendeten -Wunschkonzert für da- —» Winterhüfswerk
Das Wunschkonzert als Prototyp nationalsozialistischer Unterhaltung sollte die
Verbindung zwischen Front und Heimat he meßen Geburten wurden den fernen
Vätern bekanntgeeeben und Glückwünsche ausgetauscht Die Sendung war
äußerst populär und allsonntaplich h<irtcn rund 50 Prozent der Bevölkerung das
bunte, von det Sendeleitung aus Zusendungen unter dem Aspekt unlerhahungs-
polttischer Vertretbarkeit zusammcngcstcllie Mu-ikpcogramm. dessen Bandbrei-
te von der Operettenmelodie bis zum Mihtarmarsch reichte. So entstand auch auf
dem Höhepunkt der Wunschkonzert Begeisterung 1940 der mit zahlreichen NS-
Filmpradikaten ausgezeichnete und populäre l nlerhaltungsfilm W unnMonzert
I Regie Eduard von Bmsody. Hauptrolle: Ihr Werner) Spätestens seil Marz 1940
ließ sich Goebbels wöchentlich den Programmaufbau aus Liedern und musikali-
schen Improvisationen vorlcgcn Die aus dem großen Sendesaal des Berliner
Funkhauses übertragene Livr-Sendung endete jeweils mit dem vom Musik korps
gespielten -In der Heimat, in der Heimat, da gibt* cm Wiedersehn- 15M2 fiel das
Wunschkonzert den verschärften Kontrollmaßnahmcn tm Untcrhaltungsbereich
zum Opfer, es wurde am 21 Mai vom Rcichsmintvtcrium für Volksaulklarung und
Propaganda verboten
- Auch die Unterhaltung ist heute staatspohtrsch wichtig, wenn nicht sogar knegs
entscheidend«, verkündete Goebbels am H Februar 1942 Er meinte damit auch
den Film, der eingebettet m die leichte Unterhaltung em AUtagdeben »orspte-
gelte das gekrönt werden sollte von Jer Erfüllung det Sehnsüchte nach Freund-
schaft und Kameradschaft in der Volksgemeinschaft Neben dem Rundfunk
gehörte das Kino zum mcistrczifiicrten l'ntcrhaltungsmcdium Zwischen 1933
und 1945 wurden insgesamt 1<I94 deutsche Ftlme gedreht von denen 20 Prozent
ah -Großhirne nationafpolimchen Charakters- firmierten XO Prozent galten als
•gute qualtiatssicbcre l nterhaltungsfilme- 1942 gehörte zu letzteren Die groß'
Uebe von Rolf Hansen, der mit etwa 27 Mdhonen Zuschauern einer der Kausen
kvl I llrdullMf lu
schlaget des Jahres war Zarah Leander in der Hauptrolle verkörpert eme Va-
netcsangerm dte sich in einen Oberleutnant der Luit»alle f Victor Staall »er
liebt Anders ah bei den meisten l nterhaltungsfilmcn Lind hier Jk Kncprcalitai
- hcrunch »erklärt Aufnahme in den I ilnv Aufschub und Verricht charaktcrme
re« die weibliche Hauptfigur Diesen Prinzipien also soihen »o konnotien der
Film die deutschen Frauen «ährend des Krieges folgen Der au» demselben
Film stammende berühmte Schlager -Ich weiß. es wird einmal em U ander gc
sebehn- »errnochtc dabei gta-ichzrtng über die schweren Zetten htnwegzutrOslen
Mit unierxhiedlKher Inlcnulat wurden nalnmalMinalisttxhc S'cwstcDungen und
Werte über Interhahungsfilmc transponiert Sprach Haier/unge (>•»«• 1933 '«*
allem die Jugend auf suggestive Weise an indem die Werte »on Ordnung. Kamc-
ladschaft und Treue bciausecarbeitet wurden. so beeindruckte Der cr.-öe Aomg
IW ah historischer Film in emer latenten Parallelisierung »on Friedrich dem
Großen und Hilter
Wichtir tur die UnlerhattungUandxhatt des Dritten ReKhe» «ar der Erfolg
amerikanischer Western und Rcsuetdtne die da» Publikum N» |94o bctciMcttcn
Sie bccmflußtcn das Programm der gicichecschalteten deutschen Produktasosfir-
men Bas aru terra Toi*». ff» ganz erheblich Die Aufnahme »le» «menkannchen
Rcsuchtms mH seinen -Grrl-Truppcn- in emer -deutscher Form- war sehr be-
wußt geschehen und bedeutete nur auf den ersten Blick eine Konzession an den
Geschmack des deutschen Publikums Die »tsueile Form der -Girls- in ihren
uniformen Kostümen. die durchchotcogiaphienc Svmmctric und Ssnshrmtie »ler
tanzenden Mädchen fand visuelle Parallelen in der Masaenasthetik nationalsozia-
listischer Großveranstaltungen Was so typisch amerikanisch schien konnte m der
etwas statischeren, hierarchisch aufgebauten Form ebensogut -deutsch- sein und
als gvmcinschaftsfordemd »eremnahmt »erden Manka Rok* führte das in Hallo
Imme (1934) vor.ein Hirn der auch visuell auf ßrnadwwv - Wefcidv <>f /9jm (I SA
1935) ruck»erweist
Das I lau det Re»uc Filme konnte ui den grotJeren Städten auch lr»e erlebt «er-
den und kam beumder» dem städtischen Vcrgnuguntsbedurtni» entgegen Die
beliebten, in den zwanziger Jahren r»sh aus den I SA imponierten - Ialler Gtrb-
fanden in den -HdJet Gnb-die auf deutschen Vanctf Buhncn und in deutschen
Revue-Filmen tanzten ein deutsches Pendant Artistische Vorführungen ergänz-
ten häufig die Aummcm-Programmc die »or allem auch «egen ihrer schnell zu
verändernden Zusammenstellung tur die -Wchrmachtsbcspielung- in Lazaretten
oder hinter der Front geeignet waten Da. Plaza neben Scala und Wintergarten
eines der größten Varietes m Berlin »urde bereits |9lb zu einem von KdF betrie-
benen (öoAs artete das noch zwischen Mai und Juni 1942 mit «einet aufwendigen
Produkte« -Regenbogen- eine VicrtelmiUioo Zuschauer aniockte Inmitten von
Mangel«itt»chatl und Bombenhncg hot die Re»ue ihren Besuchern die Illusion
einer Märchenwelt sowie in Prcvrammen »ie .kreme no Di. h iPlaza 1942 > ««der
/imiuim (Scala IMF) - prächtige Huhneiuusstartungen und phantasiesolle
Kostüme Ablenkung hieß das Gebot der Stunde Tatsächlich waren - ebenso wie
lur Film und Rundfunk oflenbar finanzielle Mittel tut dir Imagination emer
glanzenden Gepenweh ab -kriegswichtig« verfügbar Ähnlich unterhaltende Wir-
kung beeil' die Operette, deicn Inhalte ebenso haimk«» wie behebt waren S»e
Al* T> Dkr tewla-tarwfFra» kauf Dnaden* Ott Stus iwtl)
erlebte in den große» Variete» eme neue Blute und die beliebtesten Melo-
dien. beispielsweise aas Fred Ravmonds Uaikr in Hlnu waren auf Schallpiatlen
erhältlich Diese Lieder gehörten zum Schlager det »um \ aliorul». vialismu»
hewh bewerten wurde und sich in emem Schwebezustand zwischen Traum und
Wirklichkeit bewegte, damit aber glcwhzcitig \cntilfunklion besaß. Jcdcch durfte
auch der Schlager seit 1942 nicht mehr allzu deutlich die Gegvnwelt zur ReahUI
besingen tn einem Rundfunkwettbewerb wurde 194243 um Linsendung »on
Liedern gebeten die Optimtsmu» »erbrerten sollten Jedoch war es nun nicht
mehr die Langst enugnerte Fntzi Massan. die irunnicrcnd trillerte «Es wird
schon wieder bemer. irgcndcinmal muß cs un* doch besser gehn- sondern Franz
Grothe, der den Wettbewerb mir einem trotzigen • Wir »erden da» Kind schon
schaukeln- gewann Anklange an die un Wunschkonzert immer wieder gefragten
Marsche wie Herrn» Sich -Denn wir fahren gegen Lngefland-, dar Feindbilder
unmißverständlich benannten, waren dabei offenbar gefragt
Bes-wdcr» auffaltig für die unterschiedlichen f ntcthallunpccklorcn >-n Natio-
nak-vialismas ist die Ambrsalenz. mit der »on seilen der zuständigen Steffen de»
RcKhstninisicriums für VufksaufkUrung und Propaganda gehandelt wurde. E»
war die Kluft zwischen den Bedürfnissen der Bevölkerung. dem Sehnen der
Soldaten an den Fronten und der KJoMognchcn Indoktrination, dw Rundfunk.
Mm/l ’*•
Film Revue. V »riete und Lnt«rrhaltunesn«man aut «Den Ebenen gleichzeitig
auszugk-ichen hatten l ntcrhahitag entstand tm NaiuKiaJvozialismu» häufig «I*
»vna-4hctf»»crtc furra in Jet «haft leben und f««r malen Verschmelzung »on Lrse-
Vct.in»l*hung l'bertragung un Rundfunk. Film «sicr Schallplatte So wurde Ja»
• Wumchkruizen der drötschen Wehrmacht- zum Musik film. die RaJkwendang
zum Rctuc-Progtamni D»esc Vcrduppelunrcn erhöhten die Rczipsctbarkcrl dc»
»on -oben- Vorgegebenen W ichtir war sie Am auch der eenwtnvamc Konsum
von l'nterhaltung Dadurch konnten Reaktionen kontriAlien »erden Dcshalb
erlangte die inüoiJucll rcziptetharc IntcrMItungshtcratur nur imofem Bcdeu
tunt al» man »ehr bewußt -p«4itt»ch korrekte I ronthtcratur zusanancnstelltc In
zahlreichen PToJuklen NS k<«former l nicfhaltung wurde der Alltag, die Situa-
tion in Deutschland. aiL-ev*part l nietfuitung al* ITuchtweil Mn Menschenbild
emet edlen •inwl*« Riw an Jen Wcru-O Jet nat*atab>vi«li»ti«chcn — Ideo-
logie an einer bKrarchtsch gegliederten ( »exllwhafl an klaren OKwalnchcn X vr-
gaben de« Guten. Hellen im Deutschen wie de» Bosen Dinieren un Fremden je-
doch wurde lest gehalten Pflkrtit Entsagung, Disziplm und »eibst tn ausgeia»
«enen Rcsuc-Filrnen spürbar Die Mete Wiedctbohing der natx<nal»<<zialntt»chcn
Sehoabcitudeafc in XcrbinJur.g nut den uch vornehmlich tn Dur• Tonarten bewe-
genden Melodien bewirkte bet den Rezipnnlcn ein entspannte» Abxh*hcn so
«laß dar cmgcstrculea tdccdoenchcn Untertone nut großer SclbstscrstatsJIichkctl
»ennneflicht wurden
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irr
Kirchen und Religion
Von Kurt Nowak
In dm dreißiger Jahren zahlte man tn Fur«5«a ungefähr etn Dutzend Dtk
talutcn uaJ autoritäre Stsicmc Die («eschtehte der Kirchen und religiösen
Sondcreemcinssluiftcn im Dritten Reich tsl mithin Teil eine» größeren JAu
tunteschtchllKhcn Panecamas Die Jahr» der NS Diktatur hinterbeßen in den
Kirchen tiefere Spuren ab irgendeine andere Phase Jcr neueren deutschen
Geschichte. Bis zum Herrsc-haflsarunn des Natninalseiztalismus terlassungs-
recht lieh pttsdcgicrt. sahen uch die Kirchen «hhaM in zermürbende Amcin
andersetznneen »erstnekt und an den Rand der Gcselhshaft gedrängt Das
richtige Augenmaß für dte Vorgänge zu gewinnen fiel nicht leicht In den
ersten Jahren nach dem Sturz Jes Dritten Reiches überwog in den Kirchen die
SelbsUpotouic iH.i und uhrr «tuhr »on «Jrnrn Jr Ja wekhrn /Irr Aanip' um
die KtzcAc. 1<M6> In den fünfziger Jahren folgte eine Phase krittschct Rcvtwon
der »«genannten •Rtrihcnk.ampJcgendcn- Ent in einem längeren Prozeß der
Versachlichung und Pr.dessjonahMcrung der historischen Arbeit gelang es. em
»ich eilig diflercti/iertcs HikJ dc» >eges der Kirchen «m Dritten Rcwh der nalio-
uüsoziahsttschcn Religion»- und fhcltansduuungspoliuk und der Stellung «Je»
fhnstcntumv in der deutschen Gcsellsciuft wahrend der Jahre 1933-1945 zu
gewinnen
Die Instnuticmultsacrung der evangelischen Jurschungen vollzog »wh 1955
mit der Gründung der -Koenmisst«wi für die Geschichte de» Kirchcnkamptc»
m der naruwtakozialistrscben Zett* «iurch «Jen Rat der EKD und der Sehnt-
lenrethe Arhettew cur (rewM-har Je» Ktnhmki^uptn (nebst -Irganzimg»-
rcihe-1 1962 wurde Jk -Kommt»sio«i für Zeitgeschichte bet der Katholisubcn
Akademie in Bavcrn- ins Leben cetufen (spater Kommission tur Zcrtge-
»chishte-l Ihre »oat vornherein mehl auf da» Dnne Reich beschrankte Arbeit
entfaltete sich in einer stattlichen Serie »on \er>-rtmiluhiuitm Jer Aommu-
twiH für ZrrrgewMklr (Reibe A Quellen Reihe B Eorwhungcnl 1971 bildete
sich die esaagcltschc *KirchenkampA.uaimt»ioo* zur - Arbeitsgcmcmschalt
für kirchliche Zctfgrschtchlc* um Das Thema Kirche im Dnttcn Reich be-
saß weiterhin Vorrang, erschien aber jetzt emgehtettet in die Cieschschlc des
gesamten 2d Jahfhun«Jcrts (Arberins .'ur ii/ik/sM ZrtfgvwMAir. Reihe A
Quellen. Reihe B DarMcDungcn. 1975 flj Die eeeenwartige Forschung»
tandsehafi ist stark pturdisien zumal Mich kuwlessioncll nicht gebundene
Zcitnrstonkcr Kirchen und Reiigioei al» wichtigen Teil der (»esellsciiafts-
Sozial und Hcrtsvh.ittsgex-hM.hic de» Dritten Reiche» zu entdecken begonnen
haben
Kirrhra awü Rrbp*M
Kirchen und NSD KP »wr IW
Intensi« m» Blickfeld det Kreisen trat dae NS-Bewegung erst nach «kn Reisti»-
tags» ahkn »om 14 Scpkmber |9Jt> Die Zahl ihrer Retchstagsmandalc schnellte
«na 12 im Jahr IO auf >«7 empew Au» det voiktschea Splitterpartei «ar eine
beachtenswerte pulitwche Kraft geworden cm Eindruck der sich bei «Jen Reichs-
tags« ahkn «um 31 Juli 1932 »erstarkte und «Jer trotz «ks Mimin» nablalls «kr
NSDAP bei «Jen Wahkn stwn •> S«-»einher 1932 weiter antncll Für «iw esangeü
sehe Kirche sind erste «4itzte<k Kontakte aul relativ hoher Ebene mH «Jer
NSDAP tw «len 4 Marz 1931 bezeugt Der kirchhchc Gesprächspartner notierte
••Bei «kr augenbtukluhcn Bedeutung der Nat Soz Partei und «kn mannigfachen
t nklarhcitcn «Jer R«-»qi«nj ru aufme’ksam zu »erkdgen. ob «iie Maßnahmen
«Jur Partei im Ganzen oder in «.mzeinen Gauen «kn hier iJ i in «km K>»ntaktge
sprach) nwskreekgun (irumki/ci entsprechen- Diese abwartende Haltung
war in einigen Bereichen «ier evangelischen Kircbcnburokratie und «ks Kirchen-
vu&c» mchrhcrtsfahig. in aaderen mehl Emigc W«shcn spater erklärte der mevi
lenhurpschc Lansksbe«ch«vt Hemrich Rendfortt. siele l >b««kr «kr c» ange hschen
Kiiche lebten heule -mit ihtcm ganzen I Uhkn und Denken- m «Jer SS-Bewe-
gung. Der Nationalsozialismus profitierte »on «Jen antiskmuKralnchen und nano
lultstrvben Stimmungen «ks Pn-tcsunhsnut« m der Siedergane»pha»c «kr
Wcimaier Republik In einigen Landeskirchen gab cs zu «iiescrn Zeitpunkt be-
reits nationalsozialistische Pfarrergruppen hewptebwewe in Dtunngen und
W urttemberg Zeitgcn«'»si»chc Beobachter schätzten «he Zahl «ier SS-Ssmpathi-
saolcn unter den aktiscn evangelischen Christen aul ungefähr cm Drittel
Deutlich zurückhaltender reagierte dae katholische Kirche aul «kn Suisiicg
«irr NSDAP Bereit» Emk September 1930 zeichnete «ich ab, «tc «he Fronten
zwischen Kathoiizismus und NationalsoziaJismu» verfielen In Hessen »ertwt
cm katholwchcr Ge&ibcber »sm «kr Kanzel herab «kn gläubigen Katholiken.
Mitglied «kr NSDAP zu «erden Leingetragenen Mitgliedern «kr Hilkr Partei
sohle «kr Zugang zu «kn Sakramenten NS-Hnmatnmen «he Beteiligung an Ver-
anstaltungen «kr Kirche «erwehrt »ein Vom thdiiuruit in Mainz *ur«k «he»e
kämpferische Lm«c approbiert In den nächsten W«w-ben und Monaten folgten
weitere Verlautbarungen Am 1' August 1931 hieß e» zirsatnmcnlavsend aut «fcr
Futdacr BischoJsKonlcrcnz -Sämtliche Ordinariate haben die Zugehörigkeit ru
dieser Partei für unerlaubt erklärt weil leik des otfizvellen Pnwramms dcrscl
Bcm. u« «k wc heute lauten und «tc wc ohne l mdeutung verstanden «er«kn
massen Irrkhren enthalten -
Da Hrtkr sah. «laß «kr Weg zur Macht mehl an «kn Kirchen vortwituhrte. kilctc
dm NSDAP I9bgl| einen rcligionspsiliinehcD Kurswechsel ein Sic gab «he k«m-
tcwooclk Indifferenz der -» -Kampfzeit- aut. verstärkte dw Abgrenzung gegen
die »oikisch rclieuhcn Sektierer in ihren eigenen Reihen und gab «km Artikel
24 des NSDAP Programms (-Positive» ChrBicntum-) eine kwehen!teundls.be
Deinuinz < — Ideologie) Außerdem bezeichnete sie Alfred Rosenbergs 1930 er-
schienenen -• Wrttan Jrt M MirhunJen* als Privat werk des Ser lasset» Rosen-
berg «crtrai im -Mythus- eine spekulative Rasscmkutimg «kr Geschichte und
Kmhra u«4 R.fegsM
griff dk biblischen Vbcrhcfctungcn des Allen und Neuen Testaments an Benn
kbschluö des Vertrags «kr Evangelischen Landeskuchen mit dem Freistaat
Preußen- vom II. Mai 1931 wart sich die NSFraktum im Preußischen Landtag
zum Beschützer der Kirchen auf Ein parlamentanschcr Staat sei nicht imstande
die -begründeten Rechte «kr Kirchen* zu wahren 1932 stärkte die NS-Prcußen
fraktion ihre außcrparlamcntarrche Klientel durch «kn Zusammenschluß cs an
ge früher Nanonatsonaitsicn in «kr Ghubensbewcrung -• Deutsche Chmlcn
Die Freikirchen und religKisen Sondergemcmschalten «ersuchte der NS Apparat
durch gezielt lancierte (krndMc über die Frömmigkeit und das intensive < iehetv
leben «k-s -Führer»- zu gvwinnert
Der «taatsp« di tische l mschwung um 1933
Wie tur die Geurhxhie «ks Deutschen Reiches insgesamt war das Jahr 1933 auch
für die Kirchen von entscheuknder Bcskutung -Am Fiuk dieses Jahres sind.je-
«knfafls was dk Kirchen betnflt fast alk grundsatzlicbcn Entscheidungen gcfal-
kn- urteilte Klaus Scboldcr -Was »ich dann weitcrcnlwxkclt. ist durchweg hier
bereits angelegt • Hitler maß im Jahr «kr «natwuukn Revolution- «kr Kirchen
und Rchponspohtik eme Bedeutung bei die sac zu keinem spateren Zeitpunkt
wieder erlangte In seiner Regierungserklärung »um 23 Marz 1933 in «kr Kroll-
Oper versicherte et nut staatsmannnsJicr Geste, die nationale Regierung sehe
m «kn beiden großen Konfcssumcn -wichtigste Faktoren zur Erhaltung unsc
res Volkstums- Er sagte «kn Kirchen die l tuntustbarkc-il ihrer Rechte zu er
bekräftigte «kn Wilkn zur Sicherung des chnsthdicn Einflusses auf Schule
und Erziehung, und er versprach als Ekmcnt seiner .\ußenp«>Lt;k die Pflcp.
«kr Beziehungen zum Vatikan Det Episkopat war hcrausgcbwtkr:. Stellung zu
beziehen Nicht wenige von den Perspektiven der neuen Staatspolitik beflügelte
Katholiken drängten plötzlich danach den Widerspruch zwnebe» der -nalnitu-
kn Resolution- und ihrer GUubenstreue zu beseitigen. Das Festhalten an den
Verwerfungen «ier Jahre I93W.3I hatte nicht mehr und nicht weniger bcskuict als
«kr m die politische V erantwortung emgenickten Hrtkr-Regierung l naafnchtig-
keir zu bescheinigen und ihr zumimkst auf dem Gehiet der Weltanschauungs-
und Kuhurpilitik den Fehtkhandschuh hinzuwcrlcn Am 2M. Marz traten «lic
Biscfvife mit einer Kundgebung an die Öffentlichkeit Der Kern salz lautete -«laß
die allgemeinen Verbote und Warnungen mehl mehr als notwendig betrachtet zu
werden brauchen- Vom höchsten Vertreter der Rcishsregicning sei de» l nser-
ktzlichkert «kr katholischen Ghubenskhrc und «kn Aufgaben und Pfhchten der
Kirche Rechnung getragen wunkn Der -• VoUuche BeobucJurr kommentierte
triumphierend und voreilig -Die katholische Kirche gibt Verfemung de» Nati»
nalsozialismus auf-
In der esangehschen Kirche machte det staatspuiitrchc l tnschwung einen noch
tieferen Eindruck Nicht nur die Deutschen Christen, dsc Vorhut der NS-Bcwe
gune unter den kirchentreuen Protestanten, rechneten weh unter Hiller neue
t hancen tur das (Tnisientum aus Man hoffte allgemein mit der l'bcrwmdung
des Parteienstaaies soilziehe weh auch eme Gcsutnungsrcozlubuo gegen den
Klrrhra «nd tirlifwia
anpNkh tKhtungshiscn und »erlc'crr.Khtcndcn Lbttjirsmus und eceen Jen
jo« und kirchcnlcindlichcn H<4ktk»Mnui Gänzlich frei von IntMhm Ein-
wänden und Bedenken war die prorcstantischc Euphorie in den ersten Monaten
des Jahres IW rocht Bei den Rcichlacswahlco vom 5. Marz WJJ hatte die
NSDAP rocht die absolute Mehrheit erringen können Es scheint nicht aus
getehkmen. daß Hitler gerade durdt aktive Kirchenchnstcn um die Majorität
gebracht wurde
Die deutsche Gesellschaft war konlcsvioncU zweigeteilt Im Jahr 1933 standen
62.7 Prozent Angehörige evangelischer Kirchen emem Anteil von ÄS Prozent
Katholiken gegenüber Katholiken Protestanten. Mitglieder von Freikirchen uad
religiösen Scm«JwgvnKnnsch.«flen traten mit untcrv.hicJlv.bcn Erwartungen in
das Dritte Reich em Die Protestanten verbanden den Staatsumbruch mit der
Neubelebung ihres Anspruchs auf «he gescllvchaftlicbe »Deutungskultur- (Th
Nipperdey). Die katholische Seite sah die Entwicklung W allem unter dem
Cnrsichtvpunkt ihrer vtaatskirchenrechtlichen Sicherstellung. nachdem die Mecha-
nismen Jer RcKhsvertasvung und Jes parlamentarischen Kraftcauseleichv rocht
mehr funktionierten Hitler verstand es. diese Erwartungen zu bedienen Der ka-
tholischen Kirche bet er unter veränderten vtaatvpolitischen Xcrhaltmssen das in
der Weimarer Republik angestrebte. doch rocht zustande gekommene -* Reichs-
konkotdat an Für das evangelische Kirchcnwcveo favorisierte er den Zusam-
menschluß der 28 Landeskirchen zu emer -Deutschen Evangelischen Kirche«
(RcKhskirchc> Die evangelischen Kirchcn/uhrer folgten dem unitamchcn Zag
der Zeit wohl auch deshalb um «ich an die Spitze emer rur unausweichlich gehal-
tenen Entwicklung zu setzen Fiber «he Konkotdatsplane wußte man hier schon
Ende Marz 1933 Bescheid Hitlers Bevollmächtigter für die evangelische Kirche
war Wchrkreisptarrer 1 udwtg Muller, «jer spatere Rrichsbvschot Ihn zuruckzu-
«hangen versuchten die evangehvehen Kirchcnfuhrer vergeblich Am 10 Juli 1933
war die Verfassung «ict -Deutschen Evangelischen Kirche IcrtiggeMcUL einen
Tag spater durch «he Vertreter der l andeskirchen angenommen und am 14. Juh
1933 durch Reichsgcsctz bestätigt Wenige Tage spater, am 20. Juli 1933. wurde
das Reichtkcmkcudat durch Vizekanzler von Pipen und Kardmaktaatsaekreur
Pacelli paraphiert Die evangelischen Kirchcnwahlen vom 23 Juh 1933 brachten
dte Deutschen Christen in der Mehrzahl der Landeskirchen an «he Macht Emen
gewissen zeitlichen Gicichklang gab cs auch bei Jer ersten Natvonafsvnodc der
(kuIschen Evangelischen Kirche mit der ln(hr>«u»icrung des Rrchshrschol«
Muller in Wittenberg Ende September und der Ratifizierung des ReKhskonkor-
dnHfUJ September 1933t
So schlüssig Hilten zwcntraneigc Kirchcnpolitik von 1933 in «len großen Urnen
anmutet, so umctntlen und viele ihrer DetaiK Im Streit «ler tnsiomcben For-
schung befinden uch auch du Entscheidungen «le» Zentrums, die Miürve der
«Jeutschen Bischöfe und ihr Bvlitik des Heiligen Stuhls War die Zustimmung der
Zcntrumsliaktion zum -» Ermächtigungsgesetz vorn 23 Marz und die emtenken-
de Erklärung der Bischöfe vom 28 Marz 1933 eme Vorleistung zugunsten des
Konkordats oder sind derartige Zusammenhänge nicht nachweisbar • War «las
Ende des politischen Kalhohzismus (Artikel 32 de» Konkordats) ein von der
kalhobschcn Seite bewußt in Kaul eenommenes Opfer. oder wat Artikel 32 ah
Kuchen unä Kchgioe
AM> 3 luaolnche» JUfcadUeflcs un SuU»w Berit»-Vcus ‘Mm am 2» AagiM 1935 von knä» nrnh
»•»kn Dr Erwh KUuwwrr <«»!> m» M> Juai HM wakriwiJo -B<Am FowWo. -<w Stlmul
«MMkMcn ennurdet 1 Pr Ma« PacTumtc Geaecwiokar Sn ««! PraUi Weber
Bollwerk gegen eine -nationalsonalniitebc Invasion im Klerus- (R Leihen
gedacht .’ Die Fragen ließen sch fortvetzen Das geacrcAc Problem des Konk.rr
dats bestand dann, daß es einen Vertrag mir einem diktatorischen Staat gegen ihn
dantcllic
Der Katholizismus war ein weitaus schwierigeres Gegenüber ab erhofft. Der Pro-
testantismus zersplitterte sich in inneren Rtchtungskamprcn Die csi Hitler hei
«len evangelischen Kirchcnwahlen vom 23 Juli 1933 in die Deutschen l hnsten
gesetzten Erwartungen erfüllten weh mchi Schon im Fruhbcrhct 1933 war die
kircbcnpoiittH.be Lage wieder unubcrsKhdich und von »icicn Unwägbarkeiten
bestimmt. Zusätzlich drängten Hitler» Stellvertreter Rudolf Heß. und weitere
Partcikrcrsc darauf sich lalscher Freunde zu erwehren solcher, die die -rutio-
nalsorulisJischc Wcltanvchauung mit christlichen Ideen aufweKhten und ge-
iamtkirchbche Fuhrungsanspriu.be Mellten, gleichviel ob sie ansonsten treue
Anhänge! Hüters waren Im zweiten Halbtahr 1933 batte Hitler sem Intereste an
«ler Kir.hcnpoiitik und an der Forderung der Deutschen Christen schon wieder
verloren
kirrhrü und ReirgMan
Kirchenkampf
t*2
Del Begriff -Kirchcnkampl- rsi cme Bezeichnung lur die Geschichte beider
Kirchen im Dritten Reich Diese Bedeutung bcs-iß er nicht von Antang an.
I rsprungbeh meinte Kuchcnkampl- dar Ringen um da» Wesen. den Auftrag
und die Ordnung der evangelischen Kirche, anders gesagt den Abwehrkampf der
—• Bekennenden Kirche gegen die Deutschen ( husten und ihre Hintermänner
un Partei- und Staatsapparat Frei tn einer weiteren Stufe der Auseinanderset-
zung bczcKhncle »Kirchenkampl* dann den Kampf gegen die nationalsoziah-
Mische Weltanschauung und geecn die Kircbcnpolitik des Dritten Reiches Nach
katholischem Verständnis metnlc -Kirchenkampl den Kampf des NS-Regime*
gegen die katholische Kirche gegen ihren institutumellen Bestand, gegen ihre
Seelsorge-. Kultur und Bddunesaibctt. gegen die katholische Glaubens- und Sri
tenlchre In dieser Version besitzt der Begriff eine gewisse Nähe rum Begriff
•Kulturkampf-, wie die Katholiken im Dritten Reich denn auch vielfach son
einem neuen Kulturkampf- sprachen, den sx zu bestehen hätten Auf dx Frei-
kirchen und religiösen Sondcrgcmcinschaltcn findet der Begriff -Kirchenkampt-
nur begrenzte oder gar keine Anwendung Die «Zeugen Jehovas- beispielsweise,
die dem NS Regime unerbittlich widersprachen, deuteten ihren Kampf und Lei-
densweg in anderen Kategorien (-» Frn*lc Bibelforscher!
Auslosender Faktor des evangelischen Ktrihcnkampfcs waren die Deutschen
( Kristen Im Gleichklang mit der -nat„malen Resolution- erstrebten sie durch
dis -braune Kirchcnrcvolulion die Erneuerung des nach thict Meinung kultisch
und dogmatisch erstarrten evangelischen C hnstentums Sic verknüpften ihren
solksmissionatrw.hcn Aufbruch mit einet weitgehenden Anpassung det kirchli-
chen Organisationsvtruktuien und Verkundieungsinhalle an das Dritte Reich
Fuhrcrprinzip. Bekämpfung Andersdenkender. I mpragunc des < hnstentums
ins •Heroische- -Entjudung- det Kirche Die Erfolge der -Kirchenbewegung
Deutsche Christen» (L'rspruncsicgion -eil 1927 Thüringen i und der »Glaubens
Bewegung Deutsche Christen» (seit IW in Preußen) zeigen, daß man ihr vofks-
mmionarisches Anliegen anfangs billigte Sehr bald jedoch teagicrtcn bestimmte
Teile des kirchlichen Protestantismus mit zunehmend heltigcr Kntik und Ab-
wehr -Küche muß Kirche bleiben'- lautete die Paiole der sich seil Fruhherbst
1933 in mehreren Etappen formierenden Bekennenden Kirche Der bekennende
Widerstand entzündete sich vo» alk-m an der Einführung de* -kirchlichen Aner-
puragrapheä-. Im September 1933 rief Planer Maltin Niemöller den -♦ Ptarrer-
mwbund ins Leben AL* organisierte Kirche gab cs dx Bekennende Kirche im
Dnlten Reich nut in Ansätzen und zwar haupts uhlich in jenen landeskirchcn.
die von den Deutschen (linsten lAkupsert waren Aäsonsten war Bekennende
Kirche ein Bewegung* und Idcnlitikaiionsbcgntt auf der Bath unsctzichlbarer
evangelischer Wahrheiten wie z. B der Hochschatzung des Alten leetaments und
det Ablehnung von Rasse und Geschuhte als gleich- odet gar höherrangige
Quellen der Goltesottcnbarunc neben der Heiligen Schritt
Eine politische Oppositi-•nebewegung zu *- in wies die Bekennende Kirche
zurück Selbst dx • Iheofogtsche t rkl.iiung- der ersten tewhswcitcn Synode der
Kuchen und Religion
Bekennenden Kirche vom 29 31 Mai 1934 in Bannen legte Wert daraut em
theologische* und kein polnische* Dokument zu sein Die »kirchcnvcrwudenden
Irrlehren- der -Deutschen Christen- erschienen ah die Hauptgefahr nicht die
FVilitik de* NS Staate*. Erst allmählich und «wider Wißen- (Ernst Wolf) begannen
sich Teile der Bekennenden Kirche ah Stör- und Oppositionvtaktor in der f*oli
lik de* Drillen Reiches zu begleiten Das wichtigste Dokument dafür war die
Denkschrift der Zweiten Vorläufigen Kirchcnleitung der Bekennenden Kirche
an Hitler vom Mai 1936. also im Vorfeld der Olympischen Spiele Das prcstigc-
empfindliche Regime reagierte brutal
Die katholische Kirche machte seit Ende 1933 die Erfahrung einer tiefen und un-
aufhebbaren Kluft zwischen den Vereinbarungen des Reichskonkordats (dazu
noch der weitergeltendcn Länderkonkordate mit Bayern. Preußen und Baden)
aut der einen der kirchen- und kulturpolitischen Praxi* auf der anderen Seite
NS-Orgamsaltunen wie die -• Hitler-Jugend und dx -♦ Deutsche Arbeitsfront
setzten ohne Rücksicht auf die katholischen Belange ihre totalitären Ansprüche
immer unverhüllter durch. Eine IVilitik administrativer F'nlcrdiUckung griff um
eich Als Warnsignal erster Ordnung empfanden die Katholiken die Beauftragung
Rosenberg* mil der »I bcrwachung der gesamten geistigen und weltanschauli-
chen Schulung und Erziehung der Partei« und ihrer Organisationen durch Hitler
am 24. Januar 1934 1934/35 veröffentlichte die Erzdiözese Köln in mehreren
feilen Studien zum Mythus des VA. Jahrhunderts eine Kampfschrift gegen den
nunmehrigen NS-Chclideologen Sen 1935 erfolgte die schrittweise Auflösung
der großen Jugend- und Arbeitcrverbände Den -Rechlstitcl- dafür bot die
-• Rcichstagsbrandscrordnung vorn 2X Februar 1933 Gewannen 1935 anli- und
gegenchmthche Propagandaaktioncn und maßnahmen generell an Boden. *o
besaßen sie zusätzlich eine antikatholischc Spitze Dk* Berichte de* SD und der
Gestapo belegen Blatt um Blatt die Aversionen dc* Regime* gegen die katholi-
sche Kirche (-• Meldungen aus dem Hruhl Der Gedanke dc* Martvicrtums wur-
de ab bloßes Mittel zum Zweck charakterisiert nämlich zur - Aufhetzung gegen
den nationalsozialistischen Staat- In den Jahren 1935-1937 brach das Regime
gegen Kleriker und Ordensleute eine Senc von Sittlxhkcrts- und Devtsenpro-
zessen vom Zaun. Die katholische Kirche sollte bei der Bevölkerung um ihren
moralischen Kredit gebracht werden, indem man dx Geistlichen als geldgierig
und sexuell verkommen htnstelite. l'xtgredendc strukturelle Schädigungen de»
katholischen leben* hatten die Behinderungen de* Religionsuntemchis. die
Kampagnen gegen die Bekenntnisschulen und gegen die höheren Privatschufcn
zur Folge
Der Episkopat und desMtn Sprecher. Kardinal Bertram lBreslau), der päpstliche
Nuntius in Deutschland und weitere Repräsentanten der Kirche versuchten
durch Berufung aut da* Konkordat den -Kirchenkampf- cinzudammcn Da dx
Politik der Eingaben und Gespräche keine Wirkung auf das Regime zeigte, wand-
te uch der Episkigsat an den Heiligen Stuhl mit der Birte um ein Öffentliche*
Wort de* Protest* Am 14 Marz 1937 warf die katholische Kirche unter Aufbie-
tung ihrer höchsten Autontat in der päpstlichen Enzvklika -Mn brennender
Sorge» dem NS-Staat Bruch de* Konkordats vor. Folgt man dem Tagebuch von
Joseph Goebbels, plante Hitler im Frühjahr Fruhsommer 1937 die Auflösung der
Kirchen und Rcligwa ***
Orden, das Verbot dc* Zölibats. dte Fntcignung der kirchlichen Gebäude und
Ländereien
Deutsche (.laubeiisbewegung
Ende Juli 19.33 war in Fi-enach die Arbeitsgemeinschaft dci Deutschen Glau-
bensbewegung entstanden l'nicr ihrem Dach trafen weh bürgerliche und prolc
tansche Freidenker. die [Xutschgljubigc Gemeinschaft die Nordisch-relieiose
Arbeitsgemeinschaft. die Nordungen m'»k weitere Gtuppcn und Hunde aus dem
tictgeslaffciten Feld der teilweise bts in das 19. Jahrhundert zuruckrcichcndcn
neorchposcn Strömungen Weder im Deutschen Kaiserreich noch in det Weima-
rer Republik hatten sie die Korpcrschaftsrcchtc erlangen können Im Dritten
Reich betrieben sie verstärkt ihre Anerkennung Die Einstellung von Partei und
Staat zu dieser •dollen Krall- neben den christlichen Kirchen und der NS-Well-
anschauung war soll »on Ambrsalcnzcn Eurerseits hatte Hilfct schon Mitte der
zwanziger Jahre aßen völkisch rcliciosen Sektierern eint Abfuhr erteilt Sie
waren in seinen Augen nicht poliliktahig. Andererseits garte in der NS-Bcwcgung
eui religiöse» Element. geboten aus dem Wißen zu neuer Well und Menschen-
schoptung jenseits der IradiUoocn der christlich abendländischen Kultur Das
Dritte Reich war kern säkularer Staat In ihm lebte das Christentum starker
fort als cs den nationalsozialistischen Gegnern der Kirche heb war. und es war
durchwoben von völkischer und rassischer Religiosität, zusätzlich noch von kult-
(örnugen Zclebtaliuncn det NS-Ideologie Die relteiosc Pnpwganda des Hause*
Ludendor ft. das sich mit seinen obskuren Ideenge-bildcn - Am Heiligen Quell
deutscher Kraft- wahnie anosophische Hunde und deutsch-gläubige Kampfringe
teteherten das Spckttum zusätzlich an. Rosenberg notierte am lh. August 1934
in sein Tagebuch -Nach zehn Jahren wird die Zeit vielleicht reit sein tur einen
Reformator der die Kirchengcbaudc neu besetzt und ihnen den heroischen Zug
unserer Zeit gibt -
Die ncugcrmaiiiwhen Rcbgronsbildungcn riefen in den Kuchen eine Flui polemi-
scher Abwehriitetatur hervor Das Neubcidentum . wie cs in kiichbcber Spra-
che hieß. wirkte als pag.inc Speerspitze die aul das Herz des christlichen
Deutschland zielte: aul seine Kultur, aul die religiös wie ethisch wegweisende
Rolle der Kirchen in der GcaellsciMft Als bc-uoders bsdiohlsch mutete die
Deutsche Giaubenshewcgung des einstigen Indienmissionar* und Rcligumsge-
schichlkrs in Tübingen. Jakob Wilhelm Hauet an Organts-iUiiisch halle Mch die
Deutsche Glaubcnshewegung seil Mai 1934 durch Einbildung der Arbeitsgc-
meinscliall dci Deutschen Glaubcnsbcwcgung gestrafft dies bei gleichzeitiger
Abstoßung det allcrargslcn volkrsch-reltgnwcti W irr köpfe Sie verfugte über
ein einigermaßen stabiles < JrganMtMtsnclz und über publizistische Plattformen
Ihre Erfolge Helen in die Zeil der bcginnenslen -l ntkonleäsionalisierung- des
ollciillichen Lebens, das heißt det strategisch gezielten Zurückdiangung von kit
chenpolitisehcn und theologischen Problemen aus der deutschen Offcntlichkiel
duich da* Regime Au* det Perspektive kirchlicher l .ieebeohachlcr verknüpften
sich -Eniki<ifessionuiisierung- und der Erf«4g der Deutschen Giuubcnsbcwc
gung zu einem Generalangriff aul da* < hristentum
Kirchen und Rrtiguia
Mischte dieses Junktim zunächst nur eine kirchliche Sorge sein, so wurde cs band
greirlichc politische Realität nach der Naarabstimmung Mitte Januar 1935 Nach
monalelangcm Drangen und Warten erhielt die Deutsche Glaubcnsbewegung
aus det NS Fuhrungsschicht grüne* Licht für Öffentliche Massenkanifiarncn
Die Motivlaec für die auffällige Begünstigung der Deutschglaubigcn war viel-
schichtig Formal betrachtet konnte die Entscheidung, der deutschgldubigcn
Propaganda die Zügel schießen zu lassen, als Praktizierung des konfessionellen
Ncutralitätseilasses von Rudolf Heß vom 13 Oktober 1933 bewertet werden
Dieser Erlaß hatte die kirchlichen AUmachtsansprüchc der Deutschen Christen
im protestantischen Milieu neutralisiert und außerdem fcstgcstellt. volktscb-tassi
sehe Kntik am Christentum zu verbleien sei cm unzcitecm irter Anachronismus
Offenbar zielte die Begünstigung der Deutschen Glaubensbewcgung seit Januar
1935 jedoch auf mehr Die Feinde von Koche und Chrrstcnium in det NS Partei
sahen in ihr einen strategisch nutzbaren Faktor zur l'ntctmimcrung des christli
chcn Einflusses in der Gesellschaft Ob cs jedoch nur maciwtaktMches Kalkül
war. das zur demonstrativen Duldung und l nterstutzung der Deutschen Giau-
bensbewegung führte, darf bezweifelt werden Im religiösen Bctcich wat da*
Regime wenig rational. Ebenso plötzlich wie der Propagandahühling det Hauet-
Bewegung begann, war er zu Ende Am 15. August 1935 wie« der Inspekteur der
Gestapo den Führer der Deutschen Gbubcmbewegung ar »öffentliche \eran
Stallungen und Kundgebungen jeglicher Art zu unterlassen und die Arbeit auf
geschlossene Mitgliederversammlungen zu beschranken- Die Hauer-Bewegung
versank neuerlich in der neorehgiösen Sektcnwcne
Polvkratic der Kdigiunspolilik
Die Episode der Förderung und Eindämmung der Deutschen Glaubensbewe-
gung zeigte mehr Improvisation ab konzeptionelle Schlüssigkeit. Tatsächlich war
die nationalsozialistische Kirchen- und Rcligionspolilik uneinheitlich und wider
epruchevoll Kräften im Ministerialapparat des Regimes die eine sachliche und
einigermaßen techtsfoemige Linie bevorzugten, standen Personen und Gruppen
mit sinkt kirchenlcindlichct Haltung in der Partei gegenüber. Säuberlich werfet-
len ließen sich die Ssmpathisuntcn. Ncuuallsten und Gegner auf den Staat und
die Partei nicht Auch in den Staatsbehörden agierten Kirchengcgncr wie umge
kehrt die Partei nicht durchweg aus C hnMenfemden bestand Hitler selber hielt
sich mit öffentlichen Bekundungen zurück Intern ließet seinem mittlerweile be-
trächtlichen Haß auf die -Pfaffen- freien Laut
Aus Gründen ministerieller Rcssortberemigung und zwecks Klärung der Verhält-
nisse zwischen Staat und Partei in der Kirchenpobtik berief Hiller am 16 Juli
1935 in Gemeinschaft mit dem Rcichsinncnnunistcr. dem Preußischen Minister-
präsidenten und dem Rcichscrzichungsminister den bivhengen Rcichsminnlcr
ohne Gesdwftsbcrcich. Hanns Kerrl zum Reichsmmister für kirchliche Angele-
genheiten. Die Kirchen befürchteten von Kertl* Berufung eine Politik staats-
kirchlicher Reglementierung Kerrl» Hauptaufgabe bestand indes darin den
-evangelischen Knchcnstrcit- mit seinen für das Auslandsprcstigc dc» Re time»
Kmhra und KHvoa lw
schädlichen Wirkungen zu befrieden Kertl entwickelte em Pi--stramm crup
penpanialischcr Aussöhnung der csangeftschen Srreitpartcien Vertreter der
Deutschen < hnsten «ler Bekennenden Kirche und der kuchcnpsdituch nicht
organisierten Kiene willen »ich in emem Rcwhikirchcnamachuil und in Laa
deskirchenaussc-hussen zusammen tmden Kerrf stand mit seiner pantatrschen
BetrscJungspihtik »ou »««herein auf »erkwenem h-un 19J7 W »eine
Kirchcnausschußgxditik gescheitert Tonangebende Deutsche Christen tn den
Kirchenkitungcn dachten nacht daran, ihre Macht mit der Bckentitniskirche zu
teilen und die entschiedensten Anhänger der Bekennenden Kirche weigerten
sich mit den Deutschen Christen zusammcnzuarheitcn Außerdem warfen die
Kirchentcinde «n Staat und Partei dem Reichstirchennuntsler Knüppel zwischen
dis Beine Kertl. Sühn eines Volksscbulrcktor» aus f aUcrskbcn. »et suchte seine
Kirchenpoiink mit gutgemeinten dich vodig unrealistischen Ideen der Versöh-
nung von NalKWiahozultsmus und Christentum zu »erbindcn Sem Reich»
kirsbenrrunnlenum wollte kerne bloße Verwaltungsbehörde sem Theologisch
ungeschult, aber »on einer diffusen Christlichkeit erfüllt glaubte Kertl an eine
Ssnthese um Religion und NS-Wcliatischauung. sofern weh die Religion auf den
Seelen und Kultraum beschrankte und der Weltanschauung das Feld der Politik
überließ
In einem Schreiben »am 22 Februar 1*4(1 an Rosenberg siedle Reschniciler Mar-
tin Bssrmann die administratise Findammung des kirchlichen Partikulansmus
und dx Idee der Svntbcsc '<_« Religion und Weltanschauung ah setfehlt und
gefährlich dar -Nationalsonalistrsche und christliche Auftassunc sind unserem
har • Audi im ReichsMchcrhcits-Hauptami saßen einflußreiche Gegner Kenis
und semes Ministeriums Im Minisrcrrat für die Reschs» cncidigung f«dcrtc
man hingegen 1*40 die Wieder aut nähme eine» geordneten Religionsunterrichts
Die NSDAP lehnte das rundheraus ab
In der alteren Forschung herrschte ibe Theorie »nm einheitlichen und ziclsirebi
gen Willen des Regimes zur Vernichtung «ob Christentum und Kirche sog Im
lacht der Vcrmchlunplheseie mußten dir re lirion»polit neben W der Spruche ah
manipuliertes Spei mit serteilten Rollen erscheinen Dason kann keine Rede
sein Ämterdarwtrusmu» und die Dualitaf »on Staatsbehörden und Parteistcllcn
prägten eine Entwicklung die tn unterschiedlich IreundKhc neutrale und feind-
liche Haltungen der MachtmsUnzen dem ( hrntentum gegenüber eingebettet
Seil l*> wat die konfessionelle Nomenklatur in Deutschland um den Begriff
-gortgtairfug- erweitert Bei der Vofkszahlun» »on IV» bezeichneten sich 5.14
Prozent der Hcs.Kkerung ab .gottgläubig. Dse noch immer mehrheitliche Kir
chcnbmdung der Deutschen ließ »umchugcs Taktieren ah das Mittel der Wahl
erscheinen In diesem Sinne erklärte Rosenberg, neben Bormann Himmler
Cnwhbcl« und Heidrich eme F uhrungsligur tm Lager der Kircbcnlcinde bei
einem Vortrag über -Weltanschauung und Glaubenslehre, an det l’luverMtat
Halle »tun 4 N.ncmber |UW Wer »on der natMTialsonalisUsehcn Bewegung als
Ersatz tur «hc religiösen Traditionen -neue Katechismen und Versprechungen-
erwartc müsse gesagt bekommen, daß der NalMmaboziahsmus -heute nicht die
1*7
Kinhea rad RrhgUM
Absicht emer Kishtinerung derartiger Grundsätze hat Ähnlich dUalonichc
Äußerungen sind lur Hitler in dm fahren I’MIMJ bezeugt Früher habe er »wies
übers Knie brechen wollen Heute sehe er Man müsse Konfessionen und Kirchen
•Maulen lassen -wie ein brandtge» Glied- Wie wenig zielklar Hiller selbst zu
diesem lortgeschnttenen Zeitpmkt dachte geht aus semer Sympathie für die
Anglikanische Staalskucbe herseir f ine in den Staat emgcrwdncle Kirche sei
kein Storfaktot mehr.
Die Kirchen im Zweiten "eil krieg
Bei der Entfesselung des Zweiten Wcltknegc-s nahmen Staat und Partei die pa
tnutrschcn Dienste der Kirchen nicht in Anspruch Offizielle < nutcsdiensle fan-
den zu Kncgsbcginn nicht statt Immerhin wich die admimstraiisc Behinderung
und propagandistische Diflanuctung zu Ktiegsbepnti einem fragten • BurefHe-
den- la den Kirchen verlachte man. die Spannungen der zurück hegenden Jahre
durch nationale Solidarität mit dem deutschen Vaterland hinter sich zu lassen
Das Wohlwollen der Parier gewannen sie deswegen nicht Am ?<> < Iktobcr IV»
hieß cs -Bei sämtlichen Kirchen und Sekten ist _ cm teil der PricstctKhaft fest
zustelkn der die Bcrcchticung de« deutschen Vcrtcidigungskiicgcs anerkennt
und sich rückhaltlos hinter die Staatsluhrung stellt Em betrachthcbcr Ted der
Pncsterschaft steift aber auch un gegenwärtigen Zeitpunkt die Interessen Vor-
schriften und Grundsätze der (eweihgen Kirche oder Sekte weit über die lebcn»-
nutwcndutkcitcn de» deutschen Volkes
Sehmcrzhch tur die Kirchen war die Behinderung der Mditarsechorge Die Hec-
resgctstlichcn bildeten m den Staben eigene Dienststellen Ihren Wirkungskreis
über die unmittelbare «cclsorgcr liebe Betreuung »i«i Verwundeten. Sterbenden
und Angehörigen der Gefallenen hinaus zu erweitern, schlug »schach fehl -Ka-
sernenabendstunden- Vorträge und MusikveTanstaitungcn wurden nicht »on
allen Offizieren und WehnuachtsstcUcn geduldet Im Verlauf de» Zweiten Welt-
kriege» wuchs die Zahl dci militätischen Verbände ohne Seeburger, namentlich
in modernen Verbanden wie der Luftwaffe Zwischen Militär und Ziiilkinhe
funktionierten ihe Verbindungen schlecht Em grundsätzlicher Widerspruch be-
stand un Verständnis der gerstlicnen Troppenbctreuung Für ihr -Groppe Seelsor-
ge- im tJberkommando des Heeres war die Fcidsccborgc em Mittel zur Stärkung
der militärischen Kampfkraft, bei der Mdrtarkinhc beider großen KonlevsacK-n
der Auftrag zur Verkündigung des Esangehums. Das schloß militärische Durch-
haltcparolcn nicht auw »erwies uc aber an den zweiten Platz
Seit Sonunci 1**» bcfuichicle die Bekennende Küche für die Zeit nach dem
Kncg eme flächendeckende Christen» ertefeung Bei den Katholiken gab cs ver-
gleichbare Sorgen Ein feil der Bncbole glauMr. daß die katholische Kirche sich
mit dem Staat Hitler» abfmden könne und ehe Konflikte mehl notwendig »<m
Maat»gn4rtncher Natur seien Em anderer Ted • zu ihm gehörten die Bncholc
Konrad Graf »un Pressing und Clemens August Graf »on Galen hielt ein Zu
samrncr.kben zwischen totalitärem Staat und kith<tixh»i Kirche lur unm.sghch
Kwitim wart Rrhgx«
Zun Espcnmcnuerfeld nattonalscmaliskischer ZukunttspLane m der Ktrehenpo
litik wurde da» anncklKttc polnische Staatsgebiet Arthur Greiser — RceWHI
haltet tm Warthe land strebte für dacscv Geburt dx f unkt»» cmes -Musiergaus-
jr> Em l Punkte -Programm der Rcich»»Utt haltern da» mit der Münchener
Parteizcntralc abgcstimtn' wat enthielt ein K<mzcpt ^cr Diskrimrrticrune. der
finanziellen und tcshtluhcn Strangulation der Kuchen In Zukunft sollten SK
keine Körper»* hafte« Je» öffentlichen Recht» mehr »ein ».indem nur noch auf
Vererasebcnc wwken dürfen Kirchliche Iknrar» und Vercimgungsscror Jnun
een von 1*4141 boten bereit' Benfwck für die den Kirchen rugedachtc Kum-
merciiueiw Bnetiwci Je« der Kirchcnluhrer in der Rcn.h»kaivki prallten ohne
Wnkung jh
Auch un sogenannten -Altrcsch- »er»uchlc die Parfcizmtrale mit Ekantann
als treibender Kraft eine IV'utiL det barten Elaod zu praktiziere« Die Kirchen
muhten l*»l eine crbchtoche Reduktion ihre» rvhji.wen Schntrtums hinnehtnen
und »dl wusle Angnlle des SS-Wochenblatts -• Dm Sdkwarre Korps gefallen
lauen Annbrifc det -• Ordensburg Ktosunsec gntfen die örtlichen «Males
dtensthesucher an SV Feiertest alter unternahmen verstärkte Anstrengungen,
den Kuchen bet den Passagerilcn Geburt. Hochzett Beerdigung den Rang ab-
zulaufen Dk Masse der Disziplin icruntsmaünahmen des Regimes bei uch
dem Hohrpunkt de» Jahre» IW m «he Kriegszcrt Dk Bemühungen um Auf-
reJilcrhaltune der inneren Ftoni- turnten selbst bei harmlosen Delikten zu
harten Sanktionen Die Zahl der wahrend des Kriege» in das KZ Dachau cm
geheferten deutsche« tientliehen wird mit 447 beziffert («£ % katholisch:
M % csangchsch L
Im -Kirchenkampl. Je» Zweiten Weltkriege» Zog dte NSDAP den Kurzeren Dk
Meldungen de» Sicherheitsdienste' registrierten nach der Knceswcndc 1*4243
steigenden Zulauf zu den Kirchen V.m nnrt Renaissance der V<4k»kirchc im
Kneg zu sprechen, durfte gJeschwoM zu wert gegriffen sein Ganze Bereiche
der (KMcIfsehatt waren lut dte Kuchen verloren allerdings auch tut die national-
sanahstische IdcoEopc In den Stadien Grate cme Antwort aut den Banben
krKg Vctznuguncssucht »cm. Zudem mußte die un Knet »erstarkte Beschäftigung
mit religiösen Fragen nicht zwangsläufig m dte <»ottcsdicnslc und kirchlichen
Vortragsabende fuhren
trt»- und RasscnpoUtik
Das dusterste Kapitel in der HciTw.haftM>vs*hk;hte des Nationak-wiahMnus war
dK Zerstörung der M» nsshc-nauidr und des I eben» »on behinderten und kran
ken. »on sozial und -rassisch- unerwünschten Menschen »OWK der Massenmord
an der iud>xkn Eksolkctung in Deutschland und E 1x15x1 Den Kirchen erwuchs
aus der millionentachen Vcrrocfitiing mcnscHichs-n Leben» eine ethische Heraus-
forderung, der »K nach I agc der Dinge kaum gewachsen waren 1>k-x» t rteil be
darf der Diftcrcnzrcrung um schuldhaftes Versagen. Ohnmncht und humanitären
E insatz genauer ms Verhältnis zu scfzi-n
Krrdx. wmf Kct^>.«
Beim fiesctz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses vom 14 Juh W33 l -» Frb-
tcsundhcit I zeigten evangelische und kath. Asche Kirche fvw Innere Mission und
Caritas untcrschiciflichc Verhaltensweisen Seit dem 1 Januar 19 »4 praktiziert
freie« Jem (»esetz «chatzunmwenc ARJfMit Menschen zum Opfer Im evangeli-
schen Raum fand das Gesetz, »on Fmzetetimmen abgesehen. keinen Wider
sprush Mir Nfiude es and arbeitete .in »einer Ilurchtuhrung zugunsten des
•\i4k'W«-hls- nut Den Katholiken war durch dte Fnzvklika -fa»ti connuhn-
siwn II. Dezember 1930 die Beteiligung an Maßnahmen der -negativen E ugemk-
»erhoten Der Episkopat die Cantav. kathcdtsche Arzte. Kommun albe amte Für-
sorger entfalteten gege« das «icsetz emc Protestfx-wegung. ohne seme hiktizic
rung wesentlich cuischrankca zu können
Für andere Vertolglengr uppen wie die -» »Asozialen- dte -• Sinti und Roma die
Rbetnlandbastarde* war dte Wahrnehmungsfähigkeit m den Kirchen deutlich
unteren!wickelt IcJentalK geben du (Judlcn für die Verteidigung loi deren
Lebenslicht kaum Hinweise her. Die eescUschaftlichcn l nterschichtcn des Drit-
ten Reich«-» gegen die 193h die Aktwrn - Arbeit»scheu Reich- bef wäre« Objekt
kirchlicher Fürsorge «ksh »lande« sie mehl im Zentrum humanitärer Sohdantal
Bet den Krankenmutdcn det Jahre 19*9-1*15 agierten esanpeiischc und katholi-
sche Kirche s<m gleichen VKaumctzunccn her Der kranke Vtcnxh war eine -res
sacra- Klarheit tm Grundsatz bedeutete jedoch mehl, daß auch tm praktischen
Handeln gegen die Krankcfwnordc F tndeufigkcu herrschte Dk Strategien aul
evangelischer Sette, die zur Verlangsamung oder zum Sullskand der Murdma-
«.hmc lütacn »ollten. tmlcrxhicdcii weh zum Teil erhebkeh »oo Jenen der ka-
thoteschen Seite Dk öffentliche Anprangerung der konspiratr» durchec fuhrt en
• Futhanasic- erfolgte nut bet den Katholiken durch Brs-bcd «<m Cialen «Mun-
den Den entschiedensten Widerstand losten dte Krankenmorde Jet Jahre
1940 41 un Ahrcich aus (-• Aktion T 4k Geringen oder ttt keinen Protest fanden
dte Krankenmcmie in den -rechtstreten Raumen- der Konzentrationslager und
der okkupierten Ostgebiete Dk Dislozicning dieser Mordaktwmen enshwerte
ihre Wahrnehmung (— Mc«hnn >
Bei der V erfotgurn: und Ermordung der jüdnehen Bevölkerung galt das Engage-
ment der Kirchen nahezu »usschlterttoch den < linsten lUdnchct Herkunft Dk
Solidarität mit dem mosaischen und assimilierten Judentum war ungleich weniger
intensiv Seit dem 22. Man 19*5 cxisticric cm Hdtsausachuß tür kilbolrxhe
Nichuncr Aul cvaneclischcr Seite war die analoge Institution »eit IW das Büro
Gruber Dk Vorsorge tur die Christen jüdischer Herkunft war cu» Noihehelt
In der Phase der -phvsnchen Fndlosung der Judcntraee- wurde »k von den
Partei- und Staatsbehörden zum ErlKgcO gebracht <-* Juden, -t RassenpUitik
und Völkermord I
Der tniliumcnlache Mord an den Juden Deut«chlands unJ Europa» »ar rassen-
poIrtBch motiviert «Joch enthielt er rensett» »einer idcoiopschcn Einrahmung
wertere Dimemtoncn Dk TcchnokratK de» Terror» entfaltete ihre eigene Look
Ob der Holocaust tm Horizont einer EndJosung der wiziafcn Frage- gesehen
werden kann nt umslrrttcn fn der hrsionxhcn Makropervpekttsc war da» NV
kurehew Md Kdirco»
-'M
Repme der biunge Voüstrecker einer zweitausendjahrigen CieschKhlc do Anü-
ludamnus und -• Antacmitisinm. Der zunächst aul die Depoelatiiei. dann aul die
Vernichtung Kvt'ecnc Begriff -Endlosune- gewinnt in dieser Perspzklise n«h
einen »eiteren Akzent Ihe Sclbstdcutungen do jüdischen Schicksah m der
H.^viU'l IhciitK: geben Anfall, die Empirie der Zeitgeschichte zu transzen
dielen Die tcligu» theologischen Ikul ungen de» HobwaiM und es auch, »eiche
an da» Verhallen der Kirchen zu den Judenmorden de» Regimes noch »euere ah
nur huinaintaie Fragen »leiten. Sie zielen aul den heil»gc*hichllichcn Zusam-
menhang de» Ahen und Neuen Bundes und dement sprechend auf die Solidarität
des in det l ntcrschieslcnhcit zusammengehörigen Gottessolkc» Kardinal Faul-
haber (München l forderte angesichts der jüdischen Vlassendeportationeii den
Pnücsl des <iesamicfWskopwt» t-« Deportationen i Daraus erwuchs lediglich der
EatkchluH. eine zeitlich mit Laodcsbrschut Wurm son der Bekennenden Kirche
abuestimmte DcnKschnft an Hiller som IXzembcr IWD als -Measchcarechlshtr-
tenhnel* »on den Kanzeln zu »erlesen Weitere gemeinsame Hirtenbriefe waren
- gegen den Willen Kardinal Bertram» - cm Kanzclwort som Dezent bet 1<M2 und
em Hirten »oct »om 12 September 1*D utx-r die Zehn Gebote «4» l eben»gc»eta
der Volker im Dktobcr 1*43 brandmarkte auch die altprcutfrsehc Bckenntnc«~
svnodc die Mordtaten dc» Regimes All ifaese Formen des Protests entstammten
einet Iraditmn. dte da» (icschehen in den Vernichtungslagern nicht mehr cinzu-
holcn fcsshwcigc denn zu beeinflussen »eimochtc
Kirchlicher Widerstand
Von crhcbhchct. vielleicht sogar eiuschcidcndci Bedeutung lur die Entwicklung
des kirchlichen Widerstands m Dritten Reich war die Reln-ions und Krrvhen-
pobuk »on Staat und Parier. In dem Mabe, in dem »ich aul diesem liebtet l n-
zutragliehkeilcn. Widerspruch*: und Kontrontaliooen entwickelten, wuchsen der
Wille und die Nötigung zur instituInmeUcn Selbstbehauptung und weitansehau-
Itehcn Auseinandersetzung Institutionelle Sefbsl behaupt unc und Wdtanschau-
ungskampl beschreiben die Iruhestcn und zugleich dauerhaftesten Formen der
kirchlichen Auseinandersetzungen mit dem Regime Sie durchziehen die Kir-
chcngcsehiehte des gesamleit Dritten Reichs.
Mit der zunehmenden Aggressivität de» Regime» vermehrten 'ich auch die
Anlasse und Formen »idcrstandigen Verhaken» Im humanitären Bereich ent-
wickelten »ich Einspruch und Verweigerung nach Maligabe der Entwicklung und
am jeweils konkreten Fall Darf da» Dutte Reich »egen seiner Zerstörung der
Indisidualrechlc. der IX-mokratie und der phualtstischen Verfassung der GcsclE
schatl ipso tacfo ent l nrcsbtsrcgime war. diese Einsw-hl besagen nur »emgr
Chnstcn und Repräsentanten der Kirche Feste Denn Aralie und Mcnschen-
revhtstradiiioncn gab es in den koafcvuewicBcn Milieu» nicht Ein Hcmmlaktot
wai zudem der kirchliche Irousememcntaltsmu» Auch dem NS staalswesen
wollte man. trotz »cmer Schaden, nicht den Ihataklcr det staatlichen Obrigkeit
absprechen Der humanitäre Widerstand »erstand *h weithin als Hilfe tüt die
Opter ihe erst sekundär WiderMandscharakler gewann durch du Kritik .ui den
•* * Kwrb«« und Krtigi>i«
Ursachen der humanitären Notlagen und durch die Reaktionen dc* Machtap
parat* Widerstand tm humanitären Bereich »ar rum Ted ein Produkt der Defini
tionsmacht de* Regime*
Bei der Bewertung Je* politischen — Widerstande* sind die unterschiedlichen
Voraussetzungen son Kirchen ah Groflurgamsationcn in der Gesellschaft. von
politischen Widerstandsbewegungen und gruppen und sein Einzelpersonen zu
beachten Dietrich Bonhoelfer und Alfred Delp SJ wußten. daU Kirchen ketne
Organisationen des politischen Widerstand* sein können Die Kirchen stehen auf
der Grenze zwischen (ÖffentlicherI politischer Verantwortung und seclsurgct
lichem Auftrag In den politischen I ntergrund konnten nur einzelne Kirchen
männer und christliche Laren gehen Von Vertretern der Institution er Inehen sie
dabei gelegentlich Rückendeckung Die Frage nach det sittlichen FrlaulMheit des
Staatsum*turzc-s bbeb m der Kirche selbst bei Rerimckritikcrn allenfalls offen
Nur eme verschwindend kleine Minorität verstand «ich zu Tvrnnncnmord und
Staatsstreich ah ultima rat»* politischen Handeln*
Kontroscr* werden in der Forschung Intensität und Ausmaß christlicher Nonkon-
locmitat an Dritten Reich bewertet Mit fortschreitender Radikalisierung de* Re
gtrne* konnte schon das -neunen ipsum«. das < host sein als solches. als irregulär
als potentiell widerstandig gehen Bei der Analyse christlicher Nonkoafurmitat
ist von zahlreichen regionalen und lokalen Besonderheiten auszugehen .Auch
muß man mit erheblichen Ambivalenzen rechnen Wer sich hei der einen fiele
genheit mit detn Regime im Konsens befand konnte bei anderer Gelegenheit
nonkonfonrusttsch reagiere« Besondere Spannungshercichc von SvMetnloyalim
und Nonkonformismus waren der BOdunesscktor und die Formen aktiver Kir-
chenbindung. Das Dilemma von staatsbürgerlicher Loyalität und chmthcher
Identität blieh rm Dritten Reich unaufgelost Die Geschichte der Kirchen in der
NS-Dtktatur enthalt deshalb Licht und Schatten Mit polemisch sercmlachlcr
Kritik I-KoHaboration-> und apologetischer Zurückweisung (•Selbstbehaup-
tung- ) ist ihr nicht beizukommcn
Die katholischen Bischöfe verbanden nach dem Sturz de* Dritten Reiche* in
einem Hirtenwori vom 23 August 19*5 ihre Anerkennung christlicher Glau-
benstreue mit einem Schuldbekenntnis Der Rat der L*ante lochen Kirche in
Deutschland beklagte in «einer »Stuttgarter Schulderklarung- vom IM 19, Okto-
ber 1945. -daß wir mehr mutiger bekannt nicht treuer gebetet nicht fröhlicher
geglaubt und nicht brennender geliebt haben- Waren die sozial-moralischen
Milieus der Kirchen un Dritten Reich juch cirugctmabcn stabil geblieben, so
enthalten die im Zeitalter der NS Diktatur gemachten Erfahrungen bts heule
unabgcgdtenc Elemente christlicher Selbstbesinnung
Hones. Heuu Urwnete AafeMlr» /Wi-HM’ PwlcinuiaMuiKkea'W«aZa>Kh 1WC
iümckmat Gn«| tUau» SehoWrv . Hf . IrSro zw *w*k*<w Kake A Qweileri
Rc«e H DtMrihtngea Omawgea VTH tL
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UllmiM» kaadiaa »atamaKiHilHaar uad KmBcn « Ttmittuthr 1* fl*Ml.
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SdMidn Kia* Dtr K<n A* a» JLu pmr RnrA I lorvrarkarkar and Zar dar Mhuawam
Ir.Mtur. tm Ma* Bolat »k» I»" Baad 2 ZI* Aake Jr/ £ra*.A,ow« ZvW Bei ha 1«5
Jugend
Von Rott Schörkcn
Der nalxxuh*vuiliMtx.be Stuf »erstand sich ah die Verkorperunv des -tungen-
Deutschland In «emer Sclbstdanlcllung «peile da» Mob» de« JugcndtichZu
packenden und Zukunriwetsenden eine beherrschende Rotte Jungsein wurde
mehr al« in jedem anderen politischen Regime zu einem Wert an sich
•Em junges Volk «lehr auf. zum Sturm bereu
Reißt die Fahnen höher, Kameraden*
Wir fühlen nahe unsere Zeit.
Die Zen der jungen SUdaicnl
Vor un» marschieren nut sturmzerfetzten Fahnen
die tolcn Helden der jungen Nation
und Über uns die Heldenahnen*
Deutschland Vaterland, wir kommen schon'-
In diesem vieitauieixllach gesungenen Lied der -• Hitler Jugend (HJI spiegelt
uch das I eben»» erstandm» der Jugend w wie cs »on der Fuhrunc gewünscht »ar
und über «leie Karulc tn da» jugvndlKbc Bewußtsein jfepump wurde Selbctbe-
wußtscin und Vberiegenheit. Wehrhaftigkeit. Kampfertum. Glaube an die große
Zukunftsaufgabc. riKkgcbutxkn an eine heroische Geschichtsaacht. Verpflichtung
gegenüber den Toten, Auiopterungsbereitschaft Indirekt wird dann auch das Gc-
genbdd sidMbnr. da« man bekämpfte das l n«< Malische und attm>*Jtsch Zivile,
das sich für die Nat»mal»oziakslen tm Wort Demokratie serbarg Der Nabonatso-
zialismus «ah in der Jugend den wichtigsten Trager einet politisch soldatischen
Zukunttsecstaltunc und bemühte sich mit allen Mitteln, die Jugend in diese Rotte
tuneinwactiscn zu lassen
Hiller* Erzichungsgrundsatzc waren die unmittelbare Konsequenz «einer Vor
Stellung »on Geschichte und Kihtik Aus dem Gedanken, daß der Hiiherwcrtigc
im Kampf um« Dasein siegt war da« Erziehungsziel abgeleitet, es komme aul
das Heranzuchten gesunder Körper und auf die Ausbildung eines Charakter»
mit starker Willens und Entschlußkraft an Der SchulunlerrKhl solle eine -fa-
natische NationalbepciMcrung- erzeugen Von den radikalen Emchungnomel
langen Hitlers, der ein -unverdorbenes Geschlecht- pr.yagiertc -das bewußt
wieder zurucklmder zum primitiven Instinkt*, und den darauf aufbauenden Er-
achungskonzeptionen nationalsozialistischer Pädagogen (Krieck Baeumler)
führte allerdings tut weher widerspruchsvoller Weg bi» zur Verwirklichung in
einer komplexen Industncgcsellschaft
Das NS-Regune bediente «ich dazu zweier Haupnnstrurocntc des überkom-
menen Schulwesens, da» mit det sogenannten -Machtergreifung- in «eine
Vcrfugungsgcwall gehet, und der Hitler-Jugend, die. zunächst Jugendorganisation
der NSDAP. I*».W Staal«tugcnd wurde Das Schulwesen war und blieb tm wesent
3M
Mrad
4M Ja PU. -Krrwl 4>raa *« »*.<• A* /Awtaw adk Hl- « t«M
-11' Jwtrod
bchea eine staatliche Einnchtunc mt Bcniftbearnten ah Lehrern and einer
zcntrallsacrten Verwaltungsburukratie Im (tegensalz dazu war die Hl eme
zunächst treiwiüige Jugendorganisation. deren Zielsetzungen nacht aus einer
paslapigisshen EradUMm Mindern aus dem Maehlcruteningswiltea einet psdi ti-
schen Partei «tamtnlen Es ki keine Frage daß der —• Nanaoahazultsnus seine
genuinen Erziehungsziele crhcbUh leichter übet das Instrument Hl erreichen
konnte ab über das Instrument Schule das ja nicht nauoaahazialraisch «ar.
sondern erst dazu gemacht »erden mußte Dk 111 »ar auch deshalb cm leichter
benutzbares Instrument weil we nicht wie dw Schule mit der Aufgabe der Repro-
duklwn emet cnlwickctlcn IndusiricgcscIRchati belastet «ar Kern Münder daß
das Schulwesen an totalitärer Dsnamik «eit hinter der Hl zurück Hieb Erst
«ährend der AusnahmmluatMin des Krieges konnte das Beharrungspotcattal der
Schule aufgebriKhcn »erden
In alten nKhllotaktarcn Staaten darf man das E hemhaus als dir «Khtipstc Sozia-
lisatc insin'tanz arischen Im *sS Regime trat cs ah emc ErZKhuneMnachl eigenen
Rechts nctil in Erwheinung; cs gab weder Eltemorganrsalionen auch ein serlas
sungvmabig gesichertes Recht der Famdic aut Erziehung der Kinder liegenaher
der Staatbchen Schute, die ah hoheitlich aultrat und der Hl gab cs tur das Eltern-
haus keine Dvrchsetzunc'- nicht einmal Hcsch»crdem«-£lKhkcitcn Da» beißt
bk hl daß die Erzschuaesemflussc dc* Elternhauses genüg gewesen »Her Sic
waren s-ieimehr oftmals von wen größerem Einfluß aut <hc Kinder ah die Instan-
zen der <«ganisacrien Erziehung Doch laßt sich das immer nur an Einzctaussapen
abtesen generelle l’rlcde sind kaum möglich - Die Erziehungstraditrnn der Kir-
che «urdc noch entschiedener zuruei.grdrangt ah die der Eltern Dennoch konn-
ten kirchlacbe Einflüsse wirkungsvoll sein etwa m informellen für erde reisen um
befähigte Plärrer te Vorsicht gegenüber I herwachungen »alten lirtri
Im folgenden stehen Schute und Hitler Jugend sowie die Konflikte zwischen
beiden im Mittelpunkt Sodann wird das - von der Tatahtansmustmchinig ver-
nachlassaglc - prohteniatische Verhältnis um angestrebten Zielen und crrewhlen
Wirkungen skizziert Dabei klimmen auch die kontrapr<<dukt.\en Momente der
nalMmahcUialtstischcn Erziehung sowie dar Jugcndi^»posilion zur Sprache
Schule
Dk erste Phase der nationalsozialistischen Schulpolitik ist durch vergleichsweise
mäßige Dsnamik bet der weltanschaulichen l mgestaltung ^.-kennzeichnet Die
Jahre son IW bi* IMtei dienten in erster Lame det Machtkon«olidx:rung im
Schulwesen Die Nalumahonahsten beschrankten sach auf d« personelle Ans
sduhung politischer Gegner (-» Verfolgung) auf die Ausschließung jüdischer
Lehrer (-• Gesetz zur Vklederherstcflung des Hcrufsheamlenrums) spater auch
der jüdischen Schuter aus dem oflcntheben Schulwesen auf ihnen genehme SleE
tenbesetzungen. aul die Vergrößerung des Einflüsse* de* — \ai<*«iah>iziab*li
sehen Lehrerbundes (SSLBl und die Schließung vnw Pro at sch ulen setzten aber
keine grundsätzlichen Änderungen des Schuhsvlcms se lbst dsach Sie enttäusch
Ju-<i>d
ten damit di«. Rcfonnerwariungen »leier Anr.angct. vergrößerten aber die M.:»-
scnknalrUI die in diesen J.ihrcn m» bedeutsam daltu wat. daß Hitler weh ab
_ Führer etablieren konnte. Die Einflußnahme auf l nlcmcht'inhaltc blieb be-
grenzt außer neuen Richtlinien tur GeKhkhbbßcher und einem Erlaß zut
Berücksichtigung vun Racic und Vererbung in Abschlußklassen wurden keine
Veränderungen am Prolii der lehre Vollzügen. Spater wurde die Rassenkunde
zum »l nterrichtsprinzip- erklärt In der Praxis wurde der rasscnkundliche
UrMcrmht inciM in das fach Biologie eingebaut Zu det ursprünglich geplanten
Einführung eines Fache» -Staatsbürgerkunde- kam es nicht Bereits 1*4'3 wurden
jedoch NV-Ritualc im Schullehen »crbindlich gemacht det Hitlergruß zu Beginn
des UMctndU* t -♦ Deutscher Gruß) und die Flaggenehrung bei Schuljahresbe-
ginn | -• Fahnen -• Reich»tlaggcngc»ctz.
Eine zweite Phase der NS Schulpofitik »on 1937 bis l**4l ist durch stärkere Ein-
tritte nut dem Ziel struktureller Vereinfachungen gekennzeichnet Das höhere
Schulwesen wurde auf drei formen beschrankt aul die Oberschule lur Jungen,
die Oberschule für Mädchen beide mit naturwissenschaftlichem und sprachli-
chem Zweig - und aut das zahlenmäßig drastisch beschnittene Humanistische
Gymnasium Jungen und Madchcnbddung blieben damit grundsätzlich getrennt
Die Otserpnmen fielen weg. Man hielt aber weiterhin an der achtjährigen Volks-
schule fest, die nunmehr als Gemeinschaftsschule cntkontessumalisicrt wurde
Det l Hergang zu den weiterführenden Mittel und Höheren Schulen land nach
wie »or nach dem 4 Schuljahr Matt Auch das duale System der Berufsschulen
blieb in Kraft Gefiedert wurden Fach- Techniker- und Ingenieurschulen. Da-
gegen knm cs hei der Volkvschullchrciuusbildung durch dis f innchtung »on
Hochschulen für Lehrerbildung anstelle der Pädagogischen Akademien, die
wissenschaftlichen Charakter gehabt hatten, zu einer Änderung, spater im Krieg
wurden Lehrerbildungsanstalten eingenchtei. die den Zugang auch ohne Reite-
prulunc erlaubten Auch in ökonomischer Hinsicht wurde die Volksschule be-
nachteiligt während in sozialer Hinsicht sowohl das Stadt Land Gcfaile ah auch
auch das Klassengetällc beim Schulbesuch last unverändert blieben An einzel-
nen Oberschulen führte die Einführung »on Fordcrkl.issen. die den Weg zur
Obersekunda aul drei Jahre (Matt sechs Jahre im NormalfaU) vcrkilrztcn.zu einer
stärkeren Ottnung tur kleinbürgerliche und proletarische Familien Such der
Fachctkanon und die Stundentafel blieben weitgehend erhalten, die Lerlwubun-
gen wurden mit 4 5 Wochenslunden deutlich gefordert
Die Bddunesinhaltc erhielten einen charakteristischen Drall Im Gcsehtdimm-
(erricht traten u a das Reich des Mittelalters, die Ostucdhingcn die preußische
( ooiunashtbilslung. dw- Alxjualrhzierung der Fianzosisshcn und der anderen libe-
ralen und sozialistischen Resolutionen stärket ah bisher in den Vordergrund
Da» I 'nirrhchlMKl lautete Ikgcisicrung lur »utc-rlimdiwbc Große und Hcnw»
mir» sowie Verständnis tut die »y-hsiptcrischcn Kralle de» Volks wecken Im Erd-
kundeunletnchl wurden geopolitische Momente betont. der Biologieunlcriicht
»ermittelte Abstammung», und Rassenlehre, der Deutschunterricht bekam hem-
Lsierendc und dculscbrurticlnd. die Innerlichkeit beschwörende Züge der Musik-
unterricht pflegte das Liedhaltc und Mirsikantrschc. det Kunstunletricht blieb
konventionell .uuunodetn die neueren Sprachen vermittelten vor allem nach
307 jwtt-nd
Knegsbeginn nur einseitige Einblicke in die englische und französische Kultur, in
den Mathemaiikbuchem benutzte man die sogenannten cingckleidctcn Aul
gaben um die nationalsozialistische —»Ideologie zu verbreiten
In der Tntcrnchtsptaxis gab es viele Stolpcisteine in Form unklarer \ocstcllun-
een eines NSficschichtsbildc*. einer NS Kunst. Musik usw Es dauerte Jahre, bis
nationalsozialistisch ausgenchetc Lehrbücher geschrieben und gedruckt waren
(Im Geschichtsunterricht der Oberschulen war i B das neue Lehrbuchwerk fUr
die Oberschule Volk und Fahrer ent un Schuljahr 19.39/40 einsetzbar > In der Re-
gel hatten nationalsozialistisch ausgenchtctc Unternchtsanhalle ihren Ort neben
anderen nicht an Stelle von anderen Inhalten Ein Lehrer der keinen national
sozialistisch gefärbten Unterricht erteilen wollte gab auch keinen oder gab ihn
to. dafl niemand ihn ernst nahm Die Grenzen der Indoktrination lagen in den
sielen Nischen, in welche die Lehrer ausweuhen konnten. Du tn der Lehrerschaft
jedoch konservative Knitionen weitverbreitet waren konnten die weniger radi
kalcn Momente der NS-Padagogik auch ohne weiteres von Nichtnationalsoziali-
vten übernommen werden, z li ein heroisches, aul Macht und Grotte abyesicfltes
Geschichtsbild oder die vennnerliebenden und anumodcmstischcn Züge im
Deutsch und Kunst unterricht Autoritärer I 'ntcrnchtsstil war auch bei nichtn.i
tionalsozialisnschen Lehrern durchaus die Regel Kurz Die staatliche Schule wies
keine braune •Rachentsrbung- auf. dagegen wat sie in unterschiedlichem Matte
braun •'gesprenkelt -
Wahrend der nationalsozialistische Zugriff aut die Schulen nur Teilerfolge auf
zuweisen hatte, schien «ich ein Weg zu einer wirksameren NS-Erziehung in der
Umwandlung von Internatsschulen in nalKinabozulistnchc Ausleseschulcn zu
offnen Die Inlcrnatscrzwhung bot schon wegen der viel günstigeten Bccinflus
sungcmoghchkeitcn Abwesenheit de« Elternhauses ganztägige I berwachung
einen vielversprechenden Ansatzpunkt lut eine totale Erfassung der Zöglinge
Die —• Nationalp«>litischcn Erziehungsanstalten iNapola) und die — Adolf-
HitktSchulcn (AHSl wurden aus Prestigegründen gern als Elitcschuten oder
Ausleseschulcn deklariert Das blieb jedoch Programm W'edcr brachten diese
Schulen den NS-Fuhrungsnachwuch« hervor, noch waren sie in ihren Leistungen
besser als andere Schulen (Diese Ausleseschulcn sind nicht zu verwechseln mit
den Schulungsstatten der NSDAP wie den -♦ Ordensburgen, den -♦ Junkerschu-
len der SS oder der -* Rcichsfuhrerschule der Hf)
Die Aiküf Hitler-Schulen wurden ab 1937 eingerichtet 1939 gab es 32 solcher
Heimschulen Die Initiative ging vom Rcichsorganisationslcitcr det NSDAP
Robert Ley aus. dem e» vorübergehend gelang. Einfluß auf die Schulerzichung zu
nehmen Er bewog Hitler dazu, seinen Namen tur einen neu zu schaffenden
Schultyp zur Verfügung zu «teilen
In det Öffentlichkeit stellten sich die Adolf Hitler Schulen als revolutionäre In-
stitution dar. in der eine nach charakterlichen, körperlichen und geistigen Merk-
malen ausgelesene Schülerschaft auf die Aufgaben einer zukünftigen politischen
Führerschaft un »neuen Deutschland’ vorbereitet werden sollte Hier lockten
Aufstiegschancen. Dies mag ein Grund dafür gewesen veui. daß besonders viele
Kinde* von Angestellten, darunter hauptamtliche ParteiangestcUle. und Beamten
in die AUS geschickt wurden auch der Anteil von Arbeiter und Bauern lindern
war erheblich großer als auf den höheren Schulen - nicht zuletzt wegen der sielen
Fteipiatzc Dagegen verweigerten sieh die akademischen Elternhäuser auflallig
Ehe kurze Lebensdauer des flnttcn Reiches verhinderte dae Verwirklichung der
Auhticgsversprechen
Oer Erziehungsalltag der AHS war auf die sagen Vorstellungen einer national-
sozialistischen -Lliaraklcrformung- abgcslcllt. womit -Bewahrung- fanatischer
Glaube. I insalrwdlc und Gemeinschaftserziehung gemeint waren In der kleinen
Münze des Alllags lief das un wesentlichen aut die Einübung von Gehorsam und
Drill hinaus, mit hier und da aufgesetzten Glanzbchtcrn durch feier und Ritus
Da di» AHS cm der Reifeprüfung gleichberechtigtes Abgangszeugnis verlieh
orientierte sich das Lehrangebot am Kanon der Oberschule, der ja alles andere
als im nationalsozuihstischen Sinne revolutionär war Dies bedeutete, daß die
Ambivalenz, wie sie im normalen Schulwesen existierte - hier das Moment der
Lcrnschulc dort die Forderung nach weltanschaulicher Formung - auch durchaus
in den AUS zu finden war
Oie ersten Nanonalpohttschcn Erziehungsanstalten, un allgemeinen Sprachge-
brauch Napola» genannt, wurden bereits 193.' vom damaligen Reichskommiwar
im Preußischen Kultusministerium Bernhard Rust durch l'mwandlung ehe-
maliger Kadcttcnanstaltcn ins Leben gerufen. IW gab c» elf. 1942 zwölf. 1944
35 Napolas. davon 23 im Altresch. Auch sie waren zahlenmäßig zu unbedeutend
um eine Konkurrenz zum herkömmlichen Schulwstem darzusteilen Immerhin
zeigte der -• Rcichsfuhrer SS und Chef der Deutschen Polizei Heinnch Himmler
Interesse an ihnen und schuf sich auf diese "eise ein Standbein im Erziehungs-
wesen Angesichts der außerordentlichen Machtausdehnung Himmlers lag für die
Napolas dann eme Art Zukunftsvenprechen.
Es wurden jedoch nicht alle Internate oder Landcrzichungshetme national-
sozialistisch umtunktioniert In vielen von ihnen blieb ein konfessioneller oder
jugendbewegter pädagogischer Fundus bestimmend obwohl vielerlei listige
Komjsromivse eingcgangcn weiden mußten, um die Schulen vtw der Schließung
zu bewahren
Dk- dritte und letzte Phase nationalsozialistischer Erzichungspolitik (1942-1945)
hei in die Jahre des total weidenden Krieges Die meisten jugendpolitischcn Maß-
nahmen lassen sich aus den Notwendigkeiten der Kriegführung hcrleiten inshe-
Meldete die verfrühte Heranziehung zum Wehrdienst und die Evakuierungen der
Jugendlichen aus den Gebieten, die unter dem alliierten Luftkrieg besonders
zu leiden hallen Die Ausnahmesituation des Krieges erlaubte es dem National-
sozialismus Maßnahmen durchzufuhren, die in normalen Fncdcnszeiten nicht
dutchsetzbai waren Von 1941 an mehrte sich die Heranziehung Jugendlicher
zur Erntehdfe. zum -• ArK-itvcinsatz und Bcfcstigunjesbau ab Januai |94< wur-
den die Schuler der Mit-el und Höheren Schulen nach dem 9 Schuljahr, das
heißt tm Alter von 1b. ein Jahr spater im Aller von D Jahren Massenweise ah
Flakhclfcr I -» Luftwaflcnhclfer I cingczogen. 1945 sogar die 15jahrigen Lehrlinge
der Berufsschulen Die Einberufung zum -» Rex'hvarbcitsdienst iRADi und zur
Wehrmacht wurde kontmulcilKh »«•verlegt,da» Einher ulüngsiillci lag I**4 bei
17 Jahren; schließlich erfaßte die -• Ktnderlandvcrschxkung (KLVj alle Altcrv
Mulen von Schulern
Damit wurde die gc-antu Erziehung einet tiefgreifenden Stiiiktuivci.indcrunr
unterwürfen Dji Elternhaus fiel als Sozialtsatumsinstanz in vielen Fällen völlig
IM. um so mehr. uU »da* Roch- sieh tur das Schicksal der Kinder zuständig
erklärte und dem Elternhaus sein elementares Recht für das I beziehen der
Kinder zu wegen, streitig machte An die Stelle des Elternhauses traten das
Lager, die GIcKhaltrigcngruppc oder dte mihl.inw.hc Einheit. Auch die Schule
verlor rapide an Bedeutung Seit 1*4.1 kam die höhere Schulbildung nicht mehr
utx-r Mitteluufenniveau hinaus. Was an I nterncht autkihalh der Schule, etwa in
den Fbkbattcncn oder KLV-Lagern. angcbolen wurde, eignete sich kaum zur
Aufrechterhaltung cmer Schablone gegenüber der Öffentlichkeit /Vulgabenstcl-
lung und Berufsbild des Lehrers wurden in den KLV Lagern radikal verändert
Die lehret muhten einen leit ihrer Aufgaben an die Hl Führer abgeben sie
waren kaum mehr als Kinderbetreuer, während sie in den Flakbalterien tur
die Luftwalfcnhcllcr eine Art inoHincUci Ftcizciibcschaftct waren Damit war
Wirklichkeit geworden.wasschon immer in den Erztchungsvorslc-llungen Hitlers.
Baldur »on Schirach« und anderer führender National- ziali*len ausgesprochen
war Verkürzung und Entwertung des aut Wjssensvemintlung abgeMellten Schul-
Unterrichts. Erziehung durch Tat und Bewahrung, die sich nun freilich al« Aufop-
ferung der Jugendlichen in einem hoffnungslosen Krieg erwies. Det MachtscrluM
der bisherigen Institutionen der Jugenderziehung, des -• Rewhsministcriums tur
Wissenschaft Erziehung und t ntemcht und der — Reichcjucendfuhrung zugun-
sten dc« unmittelbaren Einflusses der —• Kanzlet des Fuhtcr» unter Martin Bor-
mann war nur der konsequente Schlußpunkt dieser Entwicklung
Hitler-Jugend
Eme Jugend die einem bekannten Ausspruch Hitlers zufolge -flink wie die Wind-
hunde. zah wie Leder und hart wie Ktuppstabl- weiden sollte, konnte man nicht
allein - und nicht in erster Linse durch Schulunterricht formen Dazu bedurfte
es einer von der Schule völlig unabhängigen ErzK'hungsmacht Das war die Hit
Ier Jugend Hitler forderte von ihr -Wir »nun es wird nicht« im Volkerlehcn ge-
schenkt Alks mutt erkämpft und erobert werden Wir wollen, daß diese« Volk
einst nicht verweichlicht wird «.indem daß cs hart »ei. und ihr mußt euch in der
Jugend dafür stählen ... Ihr mußt lernen, hart zu sein. Entbehrungen auf euch zu
nehmen, ohne jemals zusammenzubrechen -
Neben der imrnct wieder gelinderten Harte waten die Erzichungsziek dci IIJ
Gefolgsc hältst reue und Kameradschaft. Pflichterfüllung und Gehorsam. Willens-
starke und Angriffslust sowie körperliche Leistungsfähigkeit. Die Gcrtngw'hat
zung dc« Wissen« die Ablehnung der moralischen Normen der europäischen Zivi
hsation und aller Erziehung»*erte. die aus der rationalen und humanen Tradition
Jegrwrl IW
»lammten. setzten die Hl Emchune nicht nnlxti m ein kunkurrcnzierhiltnts
zur Schule sondern in eine prinzipielle <Kgcnts^lum Die neuen Ziele verlang-
ten neue Humen In Jet BctcrtsleDung solcher Kernen erwies weh das SS-Re-
gunc ah höchst ewtalhrcKh Da* < ilH-derungsgctufW Jcr HJ »ar sielgcstalttg »ad
dich earheidich Oberster Ausdruck Jcr Einhcillu.1ik.cit war die l mhenucrung.
die sich un Jk braun*. I nüotm Jcr SA mit triekn Anleihen au* der Jugendlx.-we-
gunpkluft anlehntc E* rab < .licdcrungvn tur untcrsctucJlicbe Altersstufen
Ja« Deutsche Jungv.stk <DJI tn Jcr JU lur Jk |i> bt» I4taruigcn. Jk eigentliche
HJ für Jk I4- bis IXfahriecn Dk kleineren Einheiten (Zuge oder Jungzuge)
waren jahrgangMnaßrg gestalt.II Dk- beiden < •«-schlechter waren unkt getrennt
DJ und HJ lut Junten JungmaJel und Bund Deutscher Madel in der HJ iBDMl
tur Mädchen I ur unicrsctuedbctie InUTcuensnchtungcn gab e* - nur bei den
Jungem'I - Jk Mo**- Retter . Fbeger Marine- und Sachrichlcn-HJ. dazu die
Musikzuge
HJ und BDM «teilten eine utseraus crutk Zahl «>« Euhrer- und FührcrinncnMcl-
lungcn beten Schon mit 13 oder 14 Jahre« konnte der .Aul»lKg in der Hrerarchae
beginnen Da« war auch äußerlich an Kordeln und Schnuren der l nitoetn er kenn-
bar - ein wirkuwgsiolk« Mittel zwi BetrKdigung Je» lUgcndJicheti (icltungs-
bedürtmsscs IXmsciben Zweck diente eme l ulle von l cistungsahzcichen
Anstecknadeln und l nilormauf nahem die man / H durch sportlich«' Ix-rvtungrn
erwerben konnte oder die Jk Zuseboriekcit zu bestimmten Einheiten McnaliMct-
len Da« Prinzip • Jugend luhrt Jugend-. da» Jk HJ au» der dcul«chen Jugendhe-
wegung übernommen halte, war freilich Sehern Ahe Hl-f ührer wurden von oben
ernannt. HKauod kormtc frei gewählt werden, alle waren an Jk Befehle gebun-
den. dw- von oben kamen und oben in der Hierarchie standen erwachsene Punk
irunbrc det NSDAP.
Die HJ entWK-kctlc eigene Formen kultischer l betlvihung Dazu getumen ein
bestimmter Tvpir» |ugcndls.hct Matschbeder in Jenen die Motive des Kämpfen«
und Sterben« tut die Fahne in immer neuen \ananlcn abtcwandelt wurden, to-
nte eigene propagaiuhstrvch-hlurgrsche Momente Mirgcntetcm Fahnenappelk.
Prc^igandamarschc zum Klang der landskncchtMtommcln und Fanfaren. Det
Alhag des -Dici»*le*- war durch solche Marsche, durch Sammeln tur da* -« Wm-
terhiltvwerk durch I vctzKle» Heimabende t.eLandevpKk Sportwettkampfe
und von Fall zu f all Juich die Ausbildung an M.Worrad Segelflugzeug Munc-
apparal Reitpferd und Segel). 4 k twlimml Im Laute de» Kriege* traten diese
Seilen Kdivh immer starker rattid zugunsten von Aufraumaktioncn nach Luft-
angriffen. dc* B-iu» von Befestigungsanlagen und de* Sammelns knapper Male-
naben
Der -Dienst- fand in der Regel zweimal in der Woche nachmittags «tatt. immer
am Samstag oft auch am Mittwoch In der Praxi« konnte er außerordentlich odc
und langweilig «cm «o< allem dann, wenn den I uhrcin oft genug schlichte
< «ernuter ohne viel Emtalhrviehlum mehr« ander* etnfKl als Jk Einheiten ex-
erzieren oder stundenlang mandneren zu lassen E* spricht siele* dafür, daß die
Idcntifikatain mit der HJ erst nut der l bcinahme »on F Uhr erstell un gen begann
< ileichzeitif muß man hinzu)ugen daß hei mehl wenigen der einfachen Jungvolk-
211
AM* » .<Xhr«:r< »am RA* 1* **
212
jungen det -Pimple-. und det HJ Mitglieder det Typus dc* gleichgültigen Mn-
marschierens wwgepraet wuidc der alte* an sich abtropfen ließ und nur darauf
wartete. daß der Öw-nsi ru Ende ging /«ar gefiel da* antnntellcktuelle. Schuller
ne Klima der HJ *o manchem Jugendlichen. der die Schule ah lästig erlebte. Je-
dich gab auch Wer knm F uhrerpoMtnm mnchallc muhte immer nur gehorchen
und erfuhr sich. ähnlich wie ein Rckrut.uk* ein Nicht» - eme Entwicklung. die sieh
mit zunehmender Disziplinierung und Militarisierung der Hf »erstarkte
Iber die Hl gelang dem Nalauiahuzialtsniu* ein Zugriff auf die berufliche Hd
düng außerhalb dc* dualen System* Der — Reehberufswettkampf wurde einmal
im fahr mit großem organrsai« wischen Aulwand durchtcfuhrt la allen Sparten
der Berufsausbildung wurden unter den Lehrlingen Gau und Rcichssicgcr ermit-
telt. die öffentlich ausgezeichnet und denen die Wege zu raschem Wciterkcunmcn
im Beruf geebnet wurden
Em ähnlicher auf Rexhsehene einheitlich durchgcluhrter Wettkampf war der
Ketchmsportwetikampf. bei dem man da» begehrte Roeftsspurtahzeuhen erwer-
ben konnte (-♦ Spurt) Die Tcilnchmcrzahien spteeben Lur eine große Beliebtheit
dieser Wettbewerbe, auch wenn man m Rechnung stellt, daß ue wie auch alle an-
deren Ak Untaten der HJ. keineswegs freiwillig waren
Die HJ war in der Weimarer Republik im \erhallm* zu den anderen Jugendser-
banden und -bunden nicht besonder* stark - 1932etwa 100000 Mitglieder. allem
die karbatschen Jugewdverhande hatten da* Zehnfache da*<wi 1933 *etzie Schi-
rach ah erste* die Ausschaltung aller anderen Jugendorganisationen durch, an de-
nen Deutschland aus der IradilMUi der Jugendbewegung besonder* reich war Bis
zum Gesetz Uber die Hitler-Jugend »um Dezember H36 blieb sic aber immer
n<s.h eine Partcijugend allerdings mit dci Besonderheit daß der Re tchsjugend-
führer der NSDAP Vua Hitler zum Jugendfuhrer des Deutschen Reiche* ernannt
wurde und damit du- Aufsicht über die gesamte Jugendarbeit harte Da* war eine
der für da» Dritte Reich charaktemtisshcn Verschmelzungen son Partei- und
Staatski enjx-tenzen Der Totalitarsanspruch det HJ war damit ein Stück weitergc-
kcmimcn. aber immer noch war der Beitritt zur HJ treiw dhg Der starke Zustrom
in den ersten Jahren nach 1933 nt darauf zuruckzuluhrcn. daß die HJ die einzige
Möglichkeit tur Jugendliche war. die freie Zeit noch halbwegs in den Formen der
Jugendbewegung ru »erbringen Auch die Idee »Ier — Solksgemcimchatl wirkte
auf die Jugendlichen In dieser Phase spsclte del ivecndlichc Idealismus bei del
Motisation zur HJ Mitgliedschaft eme bedeutend» Rode Schbcidicb war die HJ
mit ihrer flachendtxkenden Grgancsatwui in det Lage, auch soiebe Jugendliche ru
aktr*K-rcn. an denen die Jugendbewegung sswbcigcgaagcn wat die Landjugend
und weitgehend die weibliche Jugend Zunehmend wurde aus der Freiwilligkeit
zunächst ein Stuck dc» tut das NSRcgime typischen -freiwilligen Zwanges-, weil
»icitalticer Druck auf dw Ehern auseeubt wurde, du. Kinder in die- HJ emtteten
zu lassen Sielfach wurde auch eine I ehrstclk nur rwgebilhgt wenn eine Ma
gbedschaft m der HJ »otlag Au* dem tndueklen wurde tusch ein unmittelbarer
Zwang Mil dem Hillcrjugcndgesctz son 19> wurde du JugenddienMpflicht en-
geführt und mit ihr die HJ-Zwangsmitgliedschaft aller Jugendlichen zwischen 10
und IM Jahren Au* dem »otmab freiwilligen Beitritt wurde eme Art Einberufung
2» 1^«
ahn Iah der mm Rcichsarbeitsdicnsi odet zum Wehrdienst Die l nictsiellung
SchrricH unter den Rcichvcrnchunevtninnlcr Rust «urdc lultcfuihcn Schi lach
war fortan nur noch Hiller persönlich unterstellt
Die Rote »<m Spemianciuu in der Jugendatbcii wurden von Dnll und <>ehocsam
verdrängt Im Deutschen Jungs olk halte bt» dahin eine etwas freiere Atmosphäre
geherrscht, teilweise wegen des kmdbchcrcn Alters, tcdiwenc. weil ehemals bün
dische Jugendfuhrer tm DJ untergetaucht waren Damit wurde nun Schluß ge
macht Die weltanschauliche Schulung freilich beschrankte sich tu der Ptaiis aul
cm »ehr bescheidenes Maß. einfach deshalb weil die HJ-Fulwer. die tm jugend-
lichen .Alter standen und keineswegs nach ihrei Intelligenz ausgesucht wurden,
auf diesem Feld selbst unsicher waren
Die BDM-Erziehung befand sich »«m »ovnhctcin in emem Zielkonfhkt Fincr-
seiti sollten die Mädchen zu ihrer edelsten Aufgabe erzogen werden, dereinst
Mutter gesunder Kinder und damit Garantinnen für das Wulerleben des deut
sehen Volkes zu sein - eme Aufgabe die m der Frans durch - Körperschulung -
und 1 xibesubungcn gefördert wurde . andcierseits übernahm man das Ziel der
-Euisatzfähigkcti* und das Ideal um -Lager und Kolonne- von der männlichen
HJ' Auch die BDM-Madcben mußten unitonmen zum Appell antrclen. in For-
mation hinter Wimpeln hennarschieren und bei GnvßseraMaltuneen koilekti»
Kulisse bilden Der Widerspruch lag dann daß die Mädchenerziehung gerade das
Gegcnbild ctner männlich-soldatischen Erziehung datstcllen sollte, aber ein
Großteil det in «Jet (männlichen > HJ üblichen Formen cmiach imitiert wurde Das
Antreten Marschieren und Singen son Marschlredem wurde sott den meisten
Mädchen - und nicht zuletzt von deren Ehern - mit Befremden und Ablehnung
auf genommen, so daß die Erzichungswu kung. die man stell Jason versprach. ver-
puffte. Aber cs wurden auch andere Formen ent wickelt die dem AktisitMsdrang
der Mädchen besser enteegenkamen «he L bernahme sozialer Aufgaben Ste
reichlcn vom Spielzeugbävieln tur das Winierhihswerk über die Mithilfe un
Haushalt kinderreicher Familien oder Ernteeinsätzen bis zur Hilfe beim Roten
Kreuz und spater bet Evakuicrungsmaßnahmen Gerade im Verlauf des Krieges
mehrten sich die Gelegenheiten bei denen du Mädchen willkommene und not
wendige Hilfe leisten konnten
In diesem Zusammenhang al aul den kootraproduktivcn Zug der nationalsoziah
stischen Mädchenerzachung hinzuwciscn Der Silnrul-wulwmB bekämpfte die
Errungenschaften der Frauenbewegung vor 191.» ah em Muck jüdisch internatio-
nalen Ungeistes. ließ Frauen in her»<<gebobct»en beruflichen Steifungen nicht zu
und propagierte «las Ideal der Ehefrau und Mutter, deren Wirkungsstätten allem
Ilaus und Familie seien (— FrauenI Mit dem — Landjahr. das junge Mädchen m
kinderreichen Familien vor allem auf dem I andc abzuk-istcn hatten, machten sae
nicht selten soziale Erfahrungen die ihnen bisher «erschlossen geblieben waren
Dies steigerte sich in den letzten Kriegstahrcn als immer mehr Frauen und
Mädchen Männerarbeit tun mußten Bäuerinnen und Baucrutöchtcr mußten ih
re Höfe mit Hilfe »on — Zwangvarbeilem allem bewirtschaften. Geschäftsfrauen
die Geschäfte ihrer Manner aufrecht erhallen, junge Mädchen wurden tur die Ar-
beit in RUstungshetneben oder bet Reichshahn und Straßen»erkehrshetneben
ihcttsts er pflichtet und mußten in Jen Flakhattenen und Nashncfnmcinheiten
nulitanv.be Aufgaben ertullei- Aut diese Weise wurden viele »on ihnen gcwall
um tu eine miiiuri«ch durchstruktuncrte Männerwelt hincingestoßen
Konflikte zwi"Jwn den I rZMhungsmachtm
und JugendiipfxisitMin
live t rziehungszicle von Hl und Schule waren derart gegensätzlich. daß Kon
falle unauvwcichlieh waren. Diese Kiwiflikle litten verdeckt, denn auch da»
uaalhche Schulwesen «land unter natiowabivulMHchcr l citung «o daß «adl eme
OppKitma "Ml Seiten der traditionellen Erzichunsvniacht Schule nicht lot-
mieten konnte Dafür gewannen viele Formen passiv defensiven \ erhalten» an
Wirkung.
Es gab viele Reibuncvpunktc Die Schule wehrte «eh gegen die dauernden Set-
Mache der HJ Einfluß aul den Schulhetneb selbu zu nehmen HJ-Führer nut/ten
ihre Slcllun». um dem L nlerncht fcrnzubkiben wenn beliebige dienstliche Be
lange cs erlaubten, z H Mitwirkung hei HJ-Veranstaltungen. lehrgangm Fuh-
r erschuf ungen. Zeltlagern. Auch <hc kleinen Pimpfe wußten ihren Nutzen au»
dem Spannungsvcthahnr» von Schule und HJ zu schlagen wenn mc etwa* ausge-
tre-wen hatten, zogen sie ehe HJ-l mtorm an und spekulierten daraut -hoheithch-
gekleidel. der BeMiatung zu entgehen Zu Beginn der NS-Hemchaft wurde der
sogenannte -Siaatsiuecndiat- eingerichtet, em schulfreier Samstag tur FU-Mit-
glieJcr Fr wurde nut der higenddicnsiptUht wieder auf gegeben wed er zu einer
generellen Fünf-Tage-Wehe m der Schule erfuhrt hatte Mit Rücksicht auf den
SamstagnachmittagMhcmi der HJ wurde der I ntcrncht am Samstag aber schon
nach der 4 Stunde beendet Za emer K-wirrofk der HJ über Lehrsfotle und ( n-
lerncht kam c» nicht LrM in der Zeit de» tot1w.hrcilendcn Krieges. " allem
durch die Finnchlunc der KLV-Lager erlangte die Hl ewn Einfluß aut das
SehuBebcn. den »ie vorher nie gehabt hatte Die KLV -lager unterstanden einem
Lagermanmchaflsfuhrcr der HJ bzw de» Jungvolks. der »ach die Verantwortung
für dw- Schuler mit den I ehrem teilen mußte Wenn man dies ab einen Sieg
der HJ über die Schule bezeichnen will so war es allerdings ein Pvrrhussict Von
einem Machtzuwavhs Jer HJ gegenüber der Schule kiwintc «ctwei deshalb kaum
ibe Rede sein weil die I arermannschaftsruhrer meru im Aller vor 15 und
|b Jahren, "wi ihrer Aufgabe uberkwdert waren, wenn wirkliche (icfahr int<4ge
"<i Vcrpflcgungsengpaswen. «an I uftaagnffen und schließlich von den nahet-
rückenden FnuMcn drohte, sie Waren dann meist froh, wem Erwachsene helfen
konnten
Der Widerstand gegen die Hl erfaßte auch (irußvn die nicht ru dm allen ann
taschislnchcn Kreisen am den Zeiten der soziahstnchcn oder kommunistischen
Jugendhunde der Weimarer Republik gehörten. "Widern sich spontan neu bilde
len (•emeinsam war dm unlerschiedlachen IJppositionsgnippm der Widcrwilk-
gegen die Diszipiinicrung Miirtansacnuig und Entimhsidualnicrung des Jugend
lebens Sic entzogen uch mehl nur Jem HJ Dienst vteimehr machten uch tn ihc
«S J-erW
wf «Küpper: neue IxitsorstcHungen und Ansätzeeine» Lctxmiihbreit, der Jen
Zielen der SS-Erziehung ilumctril zuwider lief Ihe Zentren der Jugendopgcwi
tuet »ereil vhc Industnegrofbiadtc an Rhein und Ruhr n Sachsen um« Berlin
und Hurbutt Die GesUpu und der eigens dazu cusgcndMctc HJ Slrcdcrxhcini
uhemuducn alle abweichenden Aktnitatcn von Jugendliche c Der Rex hd Uhr er
SS «eilte l**44 in emem Rundertaä drei Slnenuncen hei den oppnocamellen
Jutcndgi upprn lest
•Gruppen mit kriminell asozialer Einstellung-.
- -Gruppen nut politischoppositioneller Einstellung-,
- -< liqucn mit hberaltanch-indr»wiualntBchcr Einuellune-
Lntcr -knmincllacozul- fielen bereit» -l nlug- und • Raulhandd-,em Zewhen
dafür dad da» hei den SatumaheizialtMcn übliche Mittel der KrimmaliMcrung der
(JppuMtn <n nun auch aul Jugendliche angewandt »uide
Die bekannteste politrseh-oppoMtionclJc tiruppc »aren die -• Fdelwempn *ten
«o genannt nach ihrem - offen »dci »crsieckl getragenen EmMcm. einet Edel-
wciBanstcckaadcL Sk rekrutierten »ach hauptsächlich aus det lom Wehrdienst
frcigcMcIllen Arbeiterjugend in Jen RuMungsberriebcn des Ruhrgebiets und
brachten aufgrund ihrer - tm Vergleich zur Schuljugend und den emberulenen
Iaht gangen - selbständigen sozialen Positur! cm starke» SelbMbrwuAtvcin und
eine Verachtung für dac m Reih und Glied marschierend» HJ mit Schlägereien
mit HJ Führern oder dem Stredendienu «aren an der Tageuadnung und gehör
len mit rum Impomerve'rhalten innerhalb der (.»nippe Ander» die zweite gröbere
Gruppe der Jwgcndopposttion. für die der Begriff Resistenz zutreffender M ab
der »ic» Wider Munde» die S»mg-Cliqucn der Weltstädte Hamburg und Berlin
Die Angehörigen dieser Gruppen »aren nm bürgerlicher Herkunft ment höhere
Schuler, die etwas Englisch konnten und sich in ( afes oder Icnntsclubs trafen, um
den tm Dritten Reich verpönten Swing zu hören Sic schlugen Kapital .tu» der
Tats-u he daö der XatMiGahsiztalismus aus Rücksicht auf die Zcrstreuungs- und
Etbolungsbcdurliusse der Soldaten in den rolethaltungMiliweii und der Schla
gerprüdukltua emen lockeren Amüsiert.m zuheB. der weder den wddatrschen
ruxh den natxiakozialtMischen Leitbildern entsprach Die jungen I «wie r<lcg-
ten einen wcflsiaütiseh-inlemalionalen LcbenwMil - Lange Haare, lauugen Gang,
elegante Kleidung, cnglru.bc Sptachbrockca. neuierne Tanze der da» Schreck
bild des dekadenten Weichlings mitten un XS-Staat erstehen hcd.
Die nataioahozialiMiscben Erziehungsmaßnahmen »aren ausschtecBlich puhzei-
lich-sirairccbibcbct Art Sre ferchten »tim gc»aft»amca Haarctcbcrcn über Ju
gendarrvst l Wi«.hencr»dkarzcr l. .Arbeitsauflagcn für die Freizeit. Einweisung in
Wchrertuchligungs und Jugendcrzichungslagcr bo zur »ertruhtm Einberufung
zur Wehrmacht oder zu -» Schutzhaft f—»SchutzhafHager
Mit diesen Gruppen rM jcdsicb Jas Spektrum diffusen Unbehagens an der fU
nicht hinreichend charaktenMen Im Wirrwarr der letzten Knegtjuhre mH ihrer
Aufksung des normalen Alltagslebens durch Biwnbenangnfle. Evakuierungen
und Verschickungen gelang es immer mchi Jugcndhchcn »ich dsrn zunehmend
ab lästig und überflüssig empfundenen ID Dicnst zu cnLöcbcn Die HJ krankte
an ihrer Bedeutung» und FunktHimdinigfceil Sw »ar tot bevor da» Regime
zusammenbrach Das wird nirgendwo so sinnfällig Wie bei dem eigentümlich u-
rcakn Vgnadt der IU. dem bereite »erkeencn Krieg «huch den -* Wcrwif n« ch
cme U«ndc zu geben E* «ar der Versuch eines ParT^ancnkriegc* mn Kindern,
der vidki.indi( khbchlug Md nur die Zahl der lugcnJIcbcn Opfer erhöhte
Wirkungen der WFrziehuat
InsJoktrinan-msabskhl und -Wirkung deckten weh nicht Bedenkt nun. daß du
nalionabozulistischen BüdungstnJuhc un I htemcht erst m den Jahren nach
|9.V> tn einiger Breite siurchgesctzl nur den daß eher «n Westen und Veden des
Rendles inl.fgc der Luftaagnllc bereit* ab 1*4243. in den meisten ubneen Re
ginnen ab IM <14 sw-ltach kein geregelter Schidunlcmcht mehr mylkti «ar,
wird eiBMdttig. daß »leie Schukrjahr gange im Schulumerrvti! mdit eben häufig -
ui mehl wenigen Fallen «» tut ww gar nicht mit NS Iiedankenrut tn Berührung
kamen Fs hing zudem »eniper von den l ehrpUnen ah von den einzelnen Leh-
rern ab. ob SS-t chi'lotfc Überhaupt behandelt wurden unJ wie da* geschah
Siel hoher ah <fec duckte Indoktruiaium und »he indirekten Wirkungen dn
l ntcrrchts zu »eransdilagcn Iht Schuler fete’ Libre ertuhren buchstäblich
nichts davon, daß cv außerhalb der deutschen Grenzen eine liberale Welt mit
humanitären TmhtKmcn und zisden. freundlichen Lebensformen gab Der
Westen Nieb ^erschlossen der Oden wurde zum Schreckbild gemacht So mußte
»Jen Heranwachsenden Jk nalkarals»izialisti<chc Wirklichkeit tn ihrer [xJi'.isdtn
wie Gesellschaft Ichcn Seite ab ganz normal und nicht werter hiniertragbar er-
scheinen
Bei der Frage nach den Auswirkungen der SVErnehung «md Zu unterscheiden:
Wir kungel zur Zeil de* NS-Regirwes selbst und langfristige das I bitte Reich
uherdaucrmk Bcwutascinsprazungcn Zu den Urttmhn m «Jcr SS Zett Häufig
wud die in»msK-rende anfeuemsk- Wirkung der HJ Frzn-hung auf «len Kampf-
geist junger Soldaten vor allem aut «Jk Tüchtigkeit einer langen Otfizicrsgcncra-
tmo bersoegebidsen Meist wird hier <he SS-Dismou - Hit kr-Jugend- genannt,
die och aus HJ-Fuhrcrn rekrunerle und die nach der alliierten Insasum in der
N«emandic l<*44 aulgcricbvn wurde Zwctfclkn hat es siele Soldaten gegeben die
auch m atassachidsiser l agv nicht vim ihrem Glauben an den Führer und «kn
Endsieg ließen Bet besomkren Fblc ein betten gab es in «kn Jahren der mittta-
nschen Erfolge ein starkes nati«m.ilsonaliMtschcv Binnenklima fred«h mit
charak lenst reben f tnschrankuageu Führer glaube bei kerachtung der SSDAP.
Ettdsicerlaube bei Hachsetiaizung dc» Mihlariwbcn und (ilcichfulligkcM ge-
genüber Jem ItJilixfcn Dies «kulct darauf hin «lall cs nu-ht die Irsk4.tnnjlon
waz. welche die Motivatwiocn geschallen hafte, wutsimt ein Xngesteckt oder
Mitgcrtsscnwctikn sott den mikurtsehcn Erfoigea
Die w nkungen der HJ-Frziebung aut die spateren S.«Maten lagen aut einer andc
reu ah der Kk.+^tM-hcn Ehcuc 1K HJ nahm sick Fkmcnlc der üblichen Re
krtrietuusbrldung v«wweg Kem Jugendlicher der zur Wehrmacht etneezueen
wurde, stand «km I letzteren und Marschk-ren. «km leben in der < truppe und
dci tmhunsehcn Disziplin so fremd gegenüber wk etwa ein fünfer Engländer
oder Franzose; alle »xcn daran gewohnt eingebunden m «ein und zu gehorchen
Am diese Uetse «urdc m Deutschland cm Vorsprung in der gesamten Breite der
militärischen Ausbildung crrcichl Die HJ baute d*c FrcmdhcitsschwcUe des So»
datcndascitts frühzeitig ab und «emngertc die Differenz rsistic» dem S-«datefi-
und dem zisden Lehen
Die unmerklrchcn Prägungen «erden gegenüber den .Wien zu late hegenden .rft
übersehen trcmcint sind die durch Gewöhnung angelegten Habnuatrsierungefl.
die bewirkten datt Jk JitcndKlkn Jk besonderen Lcbcnsl.wmen und Ver-
haltensweisen tn einer Führer Diktatur als S.xrnairtal erlebten Dk wichtigste
Wirkung der HJ Fmehung »ar Jab die Jugendlieben <n eine und.ermerte Well
hincinwuchseti m der Gehorsam und Befehl die tuannsetzende» Grotten waren,
und daß mc dadurch auch lernten, auf alles Zolle wk aul etwas NidM-EnM-
zunehmendes hcrahzubU±en Was m der NS-SfHMbMtion fundamental angelegt
wurde, waren Em und l nlctordnungsbercitschaft Dazu gab es keme Ahcrnatr
icn In diesem Punkte schrumpfte auch die Differenz «ruhen Hl Schulwesen
und oft genug audi Ain f Kernhaus und der Kirche
Aber auch hier müssen die tirenzen beachtet werden Nicht selten brachten diese
Pragunfcn auch ihr (Kgcmcil he nur Das | eben tn l ml<vm und Judotme larB
ein dümple« Lnfsehagcn und eine r nicht immer offen cingcMandenei Sehnsucht
aufkommen endlich einmal das tun zu k.'mnen, was man selbst woikc Was das
Kämpferische ab männliche lugend angeht so wurde es durch kreatürliche
Angst un Kriege selbst aut elementare Weise widerlegt
Eine n» Ausland aber wahrend der An fängst ihre det Dem« Aralie nach l<M5
auch un Innern beunruhigende Franc war. ob die NS-Emehunc tufreichende
Auswirkungen aut «he ihr unterworfenen guncen Menschen gehabt hatte, du du
tncdlKhc 'sachkricgsenlwicklung m Deutschland hatte gefährden können Hier
ist zunächst eine (irundtatsache Icslzuhahcn Lin Wicdctaufkben nainmahozia
hstischcr Erziehung oder ihrer LciisorslcUunecn hat es weder tn der Theorie
noch in der Praxis weder in .wgantsicrien noch m nvhlirtiniwrnri I.«men.
auch rocht in Formen romantisierender Erinnerung. gegeben Abgesehen son den
strikten Verboten und Saubcrungsmabnahmen der ailwcricn Besatzung heüen
da.- Erzichungsinstanzcn Schule Elternhaus. Kirche und I ms ersitzt alles fallen,
was nach Vs Erziehung aussah Sogar die selbst keineswegs natHWiaisorialisb
«eben wmdern alteren GeseflungsJormcn der Jugendbewegung die Runde er-
langten trotz mancher Versuche keine Breitenwirkung mehr Zcwhcn dafür darf
sich der gesamte soziologische Hintergrund »crindett hatte Ob <hc geringe B<
reitschait der Jüngeren, tn der Nachkriegszeit ihre eigene Stimme in der JMbtW
semehmbar zu machen, auf (Khorsams- und Passnitnspragungen der NS-Zert
zurückzufuhren sein durfte, ist umstritten Hier spelle gewiß auch die mangelnde
Vertrautheit
mit demokratischen Verfahren eine RoBc Nicht umstntlcn N die latca.be, daB
in Jen Westzcme» und der frühen BRD die Jueendbche» <be MogR-fikeit zu
mdtsidueller lcbensfuhrung und zur Anknüpfung internationaler Kuitaklc nut
einem Heißhunger nutzten, der eine deutliche Reaktion auf emc» in der NS-Zcrl
Jutrnd 2,M
erlittenen Mangel war. In Oer (Xtzone bzw der frühen DDR wurden dagegen
neue kollektive hMinen lur die Jugenderziehung durchgesetzt die »ich selbst. weil
antifaschistisch. als das wahre (»egen bild zur HJ-Emehung »erstanden
In der Einschätzung langfristiger Wirkungen der nationalsozialistischen Ideen ist
man heule »ehr zurückhaltend geworden Di« Ideologie hat den Untergang des
Nationalsozialismus selbst nicht überlebt Wa» überlebt hatte waren eigentümlich
defuknte Denk und Verhaltentpragutigen Wer im Dritten Roch groll wurde,
hatte keine Vorstellung davon, wie dte Jugend in andern Landern lebte, und neig-
te au» retnet Unkenntnis der Well zu einer eingeschränkten nahezu ethnozentn
sehen Weltlich! Diese als Wissensnut erfahrene Bewutitveinsvercngung führte
nach 1*15 zu einem ungewöhnlichen Inlormulnmshungcr. ja einer förmlichen Le-
sewut. die sich auf die Autoren anderer Länder bezog und zu regelrechten geisti-
gen Befrciungscrlehnissen führte die sich in späteren Jahren in h»rm de» Reisen»
fort setzten
Kontroversen
Blickt man aul die Historiographie zum Thema -Jugend im Nationalsozialismus»
zunick, fallen Phasen und Strömungen unterschiedlicher Bewertung ins Auge
Das müssen zwar noch keine (Onnhchen Kontroversen »cm doch ergeben »ich
daraus untcrschicdlicbc Interpretationen.
Nach einet zögernden und unsicheren Ftuhphase in den funfzii-er Jahren setzte
in den «cchziger Jahren eine am Lcitbegnfl der totalitären Diktatur orientierte
Erforschung vor allem der institutionellen und funktionellen Seiten des national-
sozialistischen Lrzichungssvstems ein. bet det der Gesichtspunkt des totalitären
Zugriffs auf die Jugend tm Mittelpunkt stand Der Easchismusansatz der siebziger
Jahre machte in »einer sozial- und tielcnp»vchol«>gi»chen Richtung nwht nur die
jugendliche Bereitschaft im Konten det deutschen Gesellschaft bewullt. sich
fuhren zu lassen, sondern auch die latchrstoidcn Bcwutksein«lomiunecn und lief-
sitzende Verhaltenscigenarten. z H autoritäre Grundhaltungen ab Voraussetzung
wie auch al» Folge des Nationalsozialismus. Die in den ashlzigct Jahren citisctzen-
de Alltagsgvschichtsschreibung lenkte die Aufmerksamkeit starker auf Lücken
im totalitären System und berücksichtigte Frettaumc lur abweichendes Verhal-
len Die*» bedeutete für die hi» dahin erst in den Ansätzen steckende Jugendfor-
schung. dali die HJ nicht mehr entweder als eine eher harmlcwe Verlängerung der
hündischen Jugend oder un Gegenteil - als eine die Jugend ttel in ihrem Innern
erfassende und formende Krall mit totalitäre! Wirkung angesehen wurde. Die in
den späten siebziger fahren beginnende- Erforschung der integrativen Momente
dc» Nationalsozialismus und die etwa gleichzeitig emsetzende differenzierte
Untersuchung des gesamten Spektrum» von Hallungen det Bcsolkctung zum
NS Regime sowie lchen»ee«chichtliche l ntersuchungen differenzierten manche
frühere Ubvrzewhtiiine
2» J-Cr.d
Die zunehmende Differenzierung des Bildes machte weder wir den Ns Auslese
schulen noch wir dem kigcndwidcrst.mil halt Die Audcseschulcn waren in ihrer
Wirkung Überschätzt worden. Ihre tatsächliche Wirkung im Dritten Reich war
eher bescheiden, da sic keine Konkurrenz lur das allgemeine Schulwesen darstell
len sondern allenfalls ah. V ersuchsinstitution tur em zukünftiges genuin national
sozialistisches Schulwesen Bedeutung gehabt hatten
Elm die EdelwciBpvraten gab es eine heftige Debatte im rheinischen Kaum, nach
dem eine Dissertation zahlreiche kriminelle Verfehlungen in den Kreisen der
Kölner Edelwcißpitaien nachgewiesen hatte und damit starke Zweitel an ihrer
reinen Widerstandshaltung aufgekommen waren Die Auseinandersetzung halle
zur Folge, dali der Widcrstandsbcgrilf inzwischen auch m der Jugendforschung
mit gröberer Vorsicht verwendet wird als m den siebziger Jahren
Die allgemeine Koniroscrvc um die Frage ob der Nationalsozialismus gewollt
oder ungewollt die deutsche Gesellschaft modernisiert habe, erstreckte sich
auch auf die Wirkungen der Hl Erzichun« Fs wurde auf die Mobilisierung vor
allem der ländlichen Jugend durch die HJ aufmerksam gemacht, einer Jugend.die
vielerorts noch im Rahmen traditioneller und konfessioneller Enge groll wurde
und durch die HJ diesen Rahmen sprengen konnte. Insbesondere wurde dabei
auf die Mädchcnerziehung hingewtescn Der BDM habe die Mädchen gerade in
den kindlichen Gebieten zum erstenmal aus Küche und Familie herausgebracht
und ihnen andere Aufgabenfelder zugewiescn Vor einer I ’herschatzung der Mo-
demitatswirkung ist jedoch zu warnen Die HJ-Erzichung lief - auch im BDM
aut Gehorchcnlcmcn und gerade nicht auf eme selbstbcstimmte Lebensführung
hinaus Als Aktivitatsimpuls für Mädchen kam allenfalls das Kennenlemcn ande-
rer sozialer Verhältnisse im l .md>ahr oder im Haushahspflichtjahr und wahrend
des Krieges die erzwungene Bewahrung in Männerberufen m Betracht
Daraus konnten viele Mädchen ein größeres SelbstbewuHtsem schöpfen Doch
müssen auch die Grenzen dieser Erfahrungen gesehen werden Sie liegen in dem
Befehls- und Gehorsames) siem in das alle diese Erfahrungen eingebunden wa-
ren Hier verbietet sich das Won Modernität Im Grunde war es em Rückschritt
gegenüber Erfahrungen, die Mädchen bereits vor dem Dritten Reich in der
Jugendbewegung machen konnten wo ihnen alternative Lebensformen und das
Kennenlemen des Auslands erschlossen wurden
I IfvM.r
Hem t iir W.argaaf 1 Hu 1 So.’iwöwHi.wi und Fniwmmf'wsiwte Awslri ui Ort int dn Nmunufcot»»
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KlMwe. Arno AerrnZ im Dnnew Ars*. Die Zfir/rraremd und Are Getnvr DUaacIdiwT K<Mn l*>A-
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ScH< IU. llaratd. VatoJmUm.-adotockr Audonduikn Zur« •naro. fa a/i HrrrukuTutunei A-. fuh
rrnMum Gömwgew W1
SdUätZ. Harald Zi.-wSaeir and LawoxAr «oirrwi ILArr.k »rwz Gooi wo 1 '• S
Krauen
Von l le Frcvert
Daß Manner ah 4a* erste und Trauen al* da» /werte Geschlecht gehen, ist kerne
Erfindung «ler Nationalwizialisten Im Sinne einer zeitlichen Abfolge kann uch
diese Vorstellung auf die bibbschc Schöpfungsgeschichte berufen Aber auch
wenn »ie aut ein hierarchisch geordnete» Verhältnis zwischen «Jen Geschlechtern
abhebt li.it »ie eine lange weit in die Vctgangenheit zurückreichcnsJe Tradition
In aßen L pichen abendländischer Geschichte waren Frauen nicht nur das ru spat
gekommene sondern auch da* zurück gesetzte da» unterworfene Geschlecht Die
BegrUnduni’ einet solchen DHitik der Differenz m< chic ebenso wechseln wie ihre
konkrete Ausgestaltung, und auch die Haltung der Betroffenen war nicht immer
und überall gleich Geblieben aber sind bis wett ms 20. Jahrhundert hinein der
Wunsch und da» Bedürfnis, den I ntcrvchied der Geschlechter mehl bloß m Kot
pern und sozialen Funktionen zu lokalisieren, sondern auch in Macht- und Herr-
schaf t»bef ugm»cn
Das Dritte Keich «ler Nationalsozialisten wich von diesem historischen Grund-
muster nicht ab Weiler erfand es die soziale l'nglcichhcit »on Frauen und Man-
nern newh setzte cs ihr cm Ende Vielmehr reihte c« sich cm in eine lange Kette
politischer Systeme die »ene l'ngleichbeit voraucsetzten fonvehneben und in
thieti Dienst nahmen
Reaktionäre oder moderne Gcschkchfcr-Idcolupc’.'
Man kann kaum behaupten, «laß die Nationalsozialisten sich vor 1933 übermäßig
viele Gedanken darüber gemacht halten wie sie «len Statu» von Frauen und die
Beziehungen «Jer Cieschlechter tn ihrem völkischen Zukunttsstaat ordnen woll-
ten Diese» Thema war für sic weder kontrovers noch problematisch. so daß cs
nicht lohnte viele Worte darüber zu vertieren I ngleich wichtiger schien es die
R«>lle und Funktion von Mlnncrn neu ru Überdenken, männliche Machtpositio-
nen zu stärken und auszubauen Frauen ruckten demgegenüber an den äußersten
Rand de» politischen Interesses Sn lullten lediglich tccrviellcn aus die die
mannerbündischc Landkarte des NS Staate» offenhcD Das Maß aller Dinge war
im nationalsozialistischen Weltbild det Mann; nur auf ihn bezogen (and die Frau
Beachtung
Sehr deutlich trat diese Bedcutungsdifferenz in Hitler» -♦ Wein Kampf. 1924 25
geschrieben zutage Der völkische Staat, hieß es da. sehe -sein Menschheit»,
ideal in der trotzigen Verkörperung männlicher Kraft und in Weibern, die
wieder Manner zur Welt zu bringen vcnnocen». Die Erziehung müsse auf diese
grundlegende Differenz Rücksicht nehmen und den Knaben von fruhaul in eine
strenge niditnrtsche Zucht nehmen Wie diese auszuseben habe, wurde seitenlang
Fraaen
mit wachsender Beredsamkeit geschildert L’ber die Erziehung det Mädchen
verlor Hitler gerade zwei Satze Ihr Ziel, lautete die lapidare Bviiwhaft. habe -un
verruckhar die kommende Mutter zu »cm-
Ähnlich ungleiche»-wichtig ging es im Abschnitt über Staatsangehörigkeit und
Sl.ialvburgerw.halt zu Nachdem auvluhrlwh daigclcgl wurden wat. wie -det jun-
ge Staatsangehörige- uch durch Schul- und Korperhildung sowie durch Abtei
slung seiner -Hc< ie»pllichl- zum Staatsbürger qualilizuren kenne zinc der
Schlußsatz kurz und knapp aul -das deutsche Mädchen- cm Dieses werde -mH
ihrer Verheiratung erst Burgerin-, do heißt durch die eheliche \erhindung nut
einem männlichen Staatsbürger Allerdings könne, gleichsam als .Ausnahmefall,
-auch den tm FtwerbsJchcn stehenden weiblichen deutschen Staatsangehörigen
das Bürgerrecht verlieben werden*. Die» sollte aber darauf »erweist die Diktion,
keinesfalls selbst» erstand lieh sein, sondern einem lakullaliven Gnadenakl der
stuatstühning gktchkommen Die Norm de» volkiw-hen Staates, «iaran heb der
lekt kernen Zweifel, war der mannlKh-wehrhaltc -» Volksgenosse. der sich,
zwecks Erzeugung mannhch-uchrhalicr Nachkommen, eme Frau wählte und ihr
damit Lhte und Mert für Staat und — Volksgemeinschaft verlieh.
Der Mann ein Soldat, die Frau eme Mutter t»oei künftigen Soldaten) in dieser
Formel laßt sich da» (lewhteehlerbtld des bullen Nationalsozialismus zusammen-
fassen Auch spatere Parteudeologcn fugten dem nichts wesentlich Neues hinzu
Da» Grundmustcr blieb erhalten große Beredsamkeit, wenn es um die Aufgaben
von Mannern ging.Schweigen oder phantasieloser Gfcichklang. was Frauen betrat
D.i dte NS-Bewegung »uh als Mannerbund generte war eine solche Pnorüalcn-
setzung nicht verwunderlich Von emer Partei.deren fMhiikvcrslandnis rein männ-
lich gepi igt war. die auf weibliche Mitglieder keinen Wert legte und sie von den
Führungspositioncn statutarisch ausschloß, konnte man kaum etwas andere» er-
warten Gerade in der —• -Kamp!zell al» martialische Gesten gefragt waren Saul-
schlachtcn und Straßenkampfe zum lagesgeschaft gehörten, trat der mannerbtln-
disshc Oiaiaklcr de» Nationalsozialismus überdeutlich zutage. Erst ganz allmäh-
lich schul »ich die Erkenntnis Raum, daß ohne Frauen kern Staat zu machen war.
daß es zumindest bei Mahlen auch ihrer Ansprache und Zuslimmur.c bcdurfic
Nachdem die NSDAP un Marz 1932 ihr erklärtes Ziel, den nächsten Rctchsprasi
dcnlcn zu stellen, verfehlt hatte, überdachte man an oberster Stell» auch -unsere
Stellung zur Frau- Hirt waren, wie Hitler selber emraumte -ganz neue Gedan-
ken- gefragt, mit den alten hatte man du- Mahl verloren und -harte Angriffe- der
politischen Konkurrenten auf sich gezogen. -Frauen und Mädchen-, hieß es bei-
spielsweise auf einem Mahlpiakat der SPD von 19.VI -wollt Ihr nicht» al» Magd
und Diencnn sein, wie cs die Nazis wollen.*- Son solchen iWiassungen. wie sie
von Parteitheorenkcm wie Gottfried Feder tatsächlich vertreten und verbreitet
worden waren, setzte sich die Partei nunmehr entschieden ab -Die Frau*.erklär-
te Hitler im Marz 1932. -ist Geschlechts- und Arhcilsgcmnsin de» Manne». Sic ist
da» immer gewesen und wird das immer bleiben .-Such bei den heutigen wirt-
schaftlichen Verhältnissen muß uc das sein Ehedem nut dem Felde, beute aul
dem Büro Der Mann ist Organisator de» Lehens, die Frau seine Hilfe und sein
Ausführungsorgan -
f,-. ~
Josef Goebbels der diese Äußerungen des -Führers- tu seinem lagebuch notier-
te empfand sw mehl No« ab neu sondern Jiwh ab gerasJc/u -modern- Fr selber
bekannte sieh cm Jahr später aller Jings zu einer anderen Geschlechter«-rdnune
Zwar distanzieru J*h er sieh son Jem der -modernen Zeil- widersprechenden
-aberwitzigen fwdanken- -die Frau aus Jem «identischen Lehen aus Arbeit.
Beruf und Broterwerb hcrausdranecn ru w.dlen Aber«. lucte er einschränkend
hinzu aut Jie fwfahr hin als reaktionär zu feilen spreche ich klar aus den eg-
gten. bestell und ihr fern «besten Platz hat die Frau in Jcr Familie, und die «än-
derbarste Aufgabe die sie erfüllen kann ist dw ihrem Land und Volk Kinder zu
schenken-
Reaktionär sersus modern hier tauchten die Rcizwocte auf die seit Jen dreitU-
ger Jahren die politische Diskussion und seit den sechziger Jahren die wissen-
sehaltliehc Debatte um Charakter und J unkln m des NSSlaates beeinflußten
Was dw Ideologie des Geschlechten crhaltnrsse» betrat neigte der National
Sozialismus im eigenen Sclhsiscrstandnis offensichtlich zu einer Vcrmtschtutg
rückwärts und sorw artige wandtet Rwitioncn Ah modern galt dw Anerkennung
soziookonomischcr Strukturen, die Frauen je langer desto mehr tn außerhausb-
ehe Arbeitsprozesse integrierten und mit öffentlichen Karrieren sei sahen Glaubt
man den zitierten Äußerungen Hitlers und Goebbels sollte diese Entwicklung
auch im Drillen Reich nwht unterbrochen und gesKippr werden
Andererseits aber [»«emtswrtc man scharf gegen die Weimarer -FraucnF.manzi-
pation- und einen damit einher gehenden -Mihrankcnlosen IndinJualismus-, det
Frauen in Kmkurtenz und Konflikt zu Mannern setze, anstatt cme neue -Volk
und Rasst rettende -Ssnthese- der Geschlechter s.srzuhererten Fine solche
Synthese kiwintc erst dann gelingen wenn man sich auf die fundamentale son der
Natur vorgegebene Gcschlechlerditfcretiz znrUckbesacn em Gedanke. Jcr Laut
fiocbhck in Gefahr stand, ab -reaktionär- zu gehen, der aber doch nur. so sah
cs Hitler I9.M. eine ubcthistorixhc Wahrheit und Echtheit sics Gcschlechler-
serhaltntsscs verbürgte Wahrend Männer wie eh und je in der -grofkn Welt-
Verantwortung tur fhdiiik Krieg, t wmcinschaft und Erwerb übernahmen, sollten
Frauen in ihrer -kleinen Well- Sorge für Familie. Haus und Rasse tragen Eine
solche Arbeitsteilung serwies beileibe nicht bki« in Jk Vergangenheit. sondern
auch, wie es in Won Kumpl hieß in eine -lausend>ahngc Zukunft-, ab deren
-Wahrer- der solkrsshc Staat auftrat Nur dann wenn Frauen wieder -echte«
Frauen und Manner sedet -echte- Manner seien könne er diese semc wichtig-
ste Mission erfüllen n am beb -dw Rasse m den Mittelpunkt Jes allgemeinen le-
bens- zu stellen und ihre -Rcmcrhaltung-, -Pflege und Entwicklung-, sprüh
ihren Sieg übet andere konkurrierende -Rassen- zu garantieren
\i«i dieser Warle aus betrachtet serbiatbc der -reaktumate- Gehalt det national
sozialistischen < is-schlcchtct IJcologic. das, was aut den ersten Blick als ruck'
wartsgcwanJt erschien. entpuppte sich hei näherem Hinsehen ab Element einer
zukunttsonentienen pihlnchcu Vision dw sich auf moderne wissenschaftliche
Erkenntnisse (-» Ras-cnhsgicnc. -• Fuvrnikl benef und sich zu ihrer Durchset-
zung modernster Methoden bediente
Fraare
223
Moderne srrsu» Barbarei - Fortschritt versus Rückschritt?
Wie sahen nun diese Methoden aus und wichtiger n«xh - «ne beeinflußten sie
den gesellst h.iltlw.hcn politischen und ökonomischen Status des -zweiten Ge-
schlechts- ’ Drehte sich die ForrschnHsbe-wegung weiblicher F manzipation nach
IW tatsächlich um. wie der amerikanische Deutschland-Historiker Gordon A
Craig behauptet? Kann man ernsthaft davon sprechen wie cs die Historikerin Ri-
ta Ihalmann und andere tun. daß det Natiorudsozialtsniu.i Frauen den -Rucktall
in eine entrechtete degradierte Fristen?- bescherte daß er tur sac cme Zeit der
•Erniedngung nut »etheerenden Hilten lur weibliche* LmannpalMUKstrchen*
war ’ (Mer trifft etwa die These Sebastian Haffners zu die Ftauencmanzipation
habe im Dritten Reich große Sprunge gemacht allen anderslautenden Absicht*-
bekundungen zum Trotz'
Schon det Soziologe Ralf Dahrendiul hatte Iwi5 eine Dillcrenz zwischen Inten-
tion und Wirkung nattonahozialistnchct fS-Ltik aufgespurt und letzterer cme
Modernisierung • wider W illen- bescheinig! Um wdt an der Maehl halten zu kon
neu so sein Argument habe der NS-Staat emc -soziale Revolution- m die Wege
teilen müssen die tradlthinalc Bindungen - an Familie Relip-et und Klasse - zer-
störte und Jen einzelnen Volksgenossen Jem unmittelbaren Zugriff des tota-
litären Staates auMctrtc Der amerikanische Hrslieikcr David Schoenhauni ver-
trat lut* eine ähnliche Auflassung Bezogen aut die Steilung der Frau, gelangte er
zu dem Schluß das Dritte Reich sei zutiefst traue«- und emanzipalsmsleindlK-h
gewesen habe aber sein Ziel emet -konservativen Revolution- auch auf diesem
Gebiet verfehlt Statt denen habe uch der liandlungsspiclrautn von Frauen vor
allem m der luecndphase und auf dem Arbcitsmarit deutlich m Richtung einer
•relative« Gleichberechtigung- erweitert Im allgemeinen iedich so Sehnerv-
bäum, -trug das Dritte Reich wenig dazu bei die Stellung der deutschen Ft au zu
andern- im negativen ebenso wie tm -powtisen Sinne •
Weder Schocnbaum mch Dahrendorf lieben dabei im l nk Laren, nav wc mit -pis-
situ- bzw -negativ- meinten Modernisierung hier verstanden ah Erweiterung
indniJiacßct Handlungsspielraumc über traditionak Begrenzungen hinweg, war
für sic ein unbeetntten positiver Prozeß Widerstand gegen Modemiocrung
identisch mit Ruckvchntt und Verität. Eben diese positive Wertung des Moder-
ntsK-rungcprozesscs aber schrankte die Akzeptanz det These an Dem National-
Sozialismus eine wie immer begrenzte modcrtusKtcndc Wirkung zuzubilligcn
kam seiner moralischen Aufwertung gleich, und das selbst dann noch. wenn - wie
bet Dahrendorf - von einer unbeabsichtigten Modcmrvierungskrstung die Rede
war
In der trauen- und ecschlcchlerhasionschcn Literatur zum Natnmalsozialn-
muv wie sie seit Jen spaten siebziger Jahren entstand fanden Dahrendorf und
Scboenbaum denn auch kein Crehrw Hier herrschte überspitzt formuliert, die
Auffassung vor. das Dritte Reich sei eine FraucnhuUc gewesen, em zutiefst patri
archalischci Staat, der Frauen um Menschenwürde und rechte betrogen und
sic zu überwiegend willfährigen Sklavinnen der Manner degradiert habe Diese
Interpretation beruhte im wesentlichen auf einer kritischen Sichtung der NS-
trauen
21»
Ideologie. deren Antifemintsmuv man tur bare Münze nahm Mehr n<ch Dw in-
krunnuerte Ideologie wurde mH taktische» Publik glcKhgesetrt. ja sogar mit Jen
Folgcwukungcn jener Politik und die Methode der Idcologickntik trat an die
Stelle gründlicher wuinl- und ihlagsgcschichiliclicr l ntervuchungen
An sülchen Studien mangelt cs nach wie lur: dennoch whcinl cs an der /eit die
Frage nach der Bedeutung des Ikntlen Rcvho tur den Status s<«n Frauen jenseits
puuliver Wertungen und negativer Scrzciehnungcn neu zu stellen Dazu trugt
naht zuletzt die kritische Wendung des Modenusierungshegnrfs her In dem
Malle, tn dem er seine fumtisen Kunoutaiionen un vergangenen Jahrzehnt zuneh-
mend cmbußlc und. wenn nicht durchweg negativ besetzt, so Joch ambrvalcnt
beurteilt wurde, gewinnt er an heuristischem Wert Wenn -modern- nicht mehr
automatisch mit »gut* glcichgescUt wird kann die Frage nach den modernisie-
renden Wirkungen des \S Staates unbefangener formuliert und nut größerer
Aussicht aut historische Stimmigkeit beantwortet werden
Rassen- und Bei olkerungspolitik
Das Kernstück nationalsozialistischer Frauen- und (lewhlcchtcrpoliuk bildete
die Rassen und Bsvolkcrungspolitik Mit den modernsten ärztlichen Hilfs-
mitteln- hatte Hiller 1924 angc kündigt wurde der völkische Staat für den koo
kurrcn/kiscn Bestand der nordneh-artschen -Herrenravse- sorgen. Kranke und
er Nie h Belastete volhen lui - zeugungsunfähig- erklärt werden, wählend die
-Fruchtbarkeit des gesunden Weihes- nach Krähen zu fordern sei
Sach der -» -Machtergreifung- wurden beide Proeranunpunkte zielstrebig rcali
viert Bereits tm Juli 1933 trat em -* tiesetz zur kerhutung erbkranken Kach-
wu»Ilses in Kraft, das die StcnhsatKWi jenet Frauen und Marmer erzwang. dte an
Schwachsinn Schizophrenie. kpilcpsae. Taub und Blindheit sowie angeborenen
körperlichen Mißbildungen litten His Kriegsende wurden etwa eme halbe Mit-
hun Menschen beiderlei (scvchlcchts nach Jexm Gesetz unfruchtbar gemacht
Auch Ablrcdvungen aus eugenischen (irunden waren seit 105 erlaubt Jüdische
Frauen durften seil I93K wgar ohne Angabe von (irunden eme Schwangerschaft
unterbrechen Uesen denn auf ihre Kinder legte der Natumahonalivmus ebenso
wenig Wert wie auf die Kachkommen von -» Sran und R«na. -» Mischlingen
oslei -• (htarbciterinocn (-• Medizin — F rbgcsundhcit I
Sur -rassisch wertvohe- Frauen vNhen dem völkischen Maat Kinder gebaren
Die Fortpflanzung jener 20-30 Prozent der deutschen Bevölkerung, die nach
strengen ravschs eien neben Kriterien ah -minderwertig* galten wat dagegen
unerwünscht MtHnmen Frauen die den rassischen sozialen und politischen
Ansprüchen der 's S-Volk szuc hier mehl genügten, wurden l>4gerwhtig mehl cr-
munten sondern nach Kräften gchmdert -ihrem Land und kolk Kinder zu
schenken- Seil (Klober 193' mußten alle Heiratswilligcn eme («esundhcitc
prufung über weh ergehen lauen, ohne die ksrlagc eines amtlichen Fhegcstind-
hcitszcuenmei durfte kem Standesbeamter eine I heschlicUung vswnchmen.
Frawew
225
Einen Monat zum< halfen bereits die — Nürnberger (»esetze -zum Schutz des
deutschen Blute» und Jer deutschen I hre- I hen zwiMhen — Juden und -Maat»
angehörigen deutschen oder anverwandten Blutes- verboten Auch Farbige
oder -Zigeuner- kamen für «gute INrutM-K mehr mehr ah Hcitatspartivct m B»
tracht f hertrclungen dieser Verbote wurden nut Zuchthaus und f >efangnis bt
drall
Besonders strenge Malktabe wurden liu dw Lhcpanncr innen son Berufssol-
daten und SS- Angehörigen ungelegt Dte SS hatte mir ihrem -• Rasse und Sied
lung»- Haupt amt tRuSHAt sogar eme eigene Behörde eingerichtet, die »eil 1931
Hciratsuntersuchungen vornahm Nur vollkommen gesunde und rassisch ein-
wandfreie Ftaucn durften sich mit Mitgliedern der NS Elitcorgamsation verbo-
den. an deren Nachwuchs man höchste Ansprache dellte Im Jahr IW gründete
der Reichduhrrr SS Hcmnch Himmler die -* Lebenshom e. V, deren Satzung»
gemäße Aufgabe dann be»t.ind -den Kmderreiehium in der SS ra unterstützen
jede Mutter guten Blute» ru schützen und tu betreuen und lut hilfsbedürftige
Mütter und Kinder guten Blutes ra sorgen-
Indem -I ehenshom- unverheirateten -wertvollen- Frauen die materielle Mog-
bchkcit gab. ihre Kinder auszutragen und rar Welt zu bringen, bot er ihnen eine
Alternative zur Abtreibung, für die weh lahtlwh schätzungsweise MOfil) Schwan-
gere entschieden Für den an einer sowohl quantitativen ab auch qualitativen Be
v-olkerungspolnik interesaaenen NS-Staat war diese hohe Zahl ew beständige»
Ärgernis Zu den ersten Gesetzen die das neue Regime erließ gehörte die Wie-
dcicinluhrung der H219 und 220 dc* Strafgesetzbuches 192b auf Druck der lin-
ken Parteien gestochen, sahen sie eme schärfere Bestrafung und Verfolgung von
Abtreibungen vor Die Zahl der Abtreibungsprozewte stieg denn auch sprunghaft
an Zugleich wurden ktenmunale und private SeiualberatungssleOcn geschlossen
und der Zugang zu Verhütungsmitteln erschwert Frauen -guten Blutes- sollten
Schwangerschaften künftig weder verhindern mvh unterbrechen können die
Ircnnung zwischen Sexualität und Fortpflanzung war im Interesse eine» schnellen
Bevölkerung«* ach'tum» aufrahehen
Außer Milchen repressiven Maßnahmen setzte das Regime aber auch eine Reihe
anraktrver Lockmittel cm. um seine Burgerinnen ru generativen Hochstlostun
gen ra veranlassen Kinderreiche Fhcpaarc wurden steuerlich begünstigt und
finanziell unterstützt Sc« 1936 erhielten Arbeiter- und Äugest c II tenf am illcn.
deren Monatscmkunmcn unter 1*5 RM lag. für da» fünfte und jede» weitete
Kind 10 RM monatlich. und zwei Jahre spater gab es em solches Kindergeld
bereit» tur das drrtte und vierte Kind Finanziert wurde diese» aulwendige staatli-
che I ntcrstuizungsprugramm von dem 1936 immerhin 2,5 Millionen Kinder und
deren Ellern profitierten. aus der AibeitdoM-nscrvichcrunt. deren Kassen dank
des ökonomischen Aufrustunesbooms gut gefüllt waren
Em weiteres -Zuckerbrot- stellte das Angebot eine» -» Ehestandsdarlehens
dar Seit 1933 konnten HetratswiBigc. «he den rasaoehen und sozialen -Quab
tatsanloidcrungen- genügten ein Darlehen beanspruchen das in Form von
Ftnkauf sgutschcinen in Hohe von maximal KM») RM ausbezahh wurde (Das
I rawrw
Frwaew
durchschnittliche JUhresemkienmea abhängig Beschäftigter lag damals bei
1520 RM I Abgesehen Jason daß es Fheschließungen and Haushahsgnindungen
ertetchten soike. bot das Darlehen auch einen Anreiz möglichst rasch rr* “liehst
siele Kinder in Jk Well ru »etzen Die Daric brasse huld serramderte weh pro
Kind um cm Viertel und galt nach sier Geburten al* -abgekmdert•
Darüber hinaus sorgte eine w. >61 inszenierte -• Propaganda dafür. daß Frauen ih-
re wichtigste staatshurgerhebe Aulrahe Kinder zu gebären und autzuziehcn
nscht aus den Auren serkwen Im Herbst 19V »rtzte eme besolkcrungspobltschc
Kampagne ent. die Frauen mit Hilfe mtflumcnfach aufgelegter Broschüren und
Plakate auf ihre Verpflichtung gegenüber der —• Volksgcmeinschan einzuschwo-
reu suchte -Ihr Mutier und ihr. dar ihr Mutter «cm werdet, seid Euch dessen
bewußt daß bei Euch Deutschlands Zukunft ruht da* aus Eure* Herzens Glut
»eilen die heilige Flamme »olkischcr Erneuerung emporlodern muß - Die erneu-
erte Zukunft aber sei nur dann gesichert, wenn Je mit dem < leburtenruckgang
einhergebende Vergreisung der Besoikcrang gestoppt werde Deshalb laute ehe
Dcsise -l nsetc Geburtenzahl muß hoch ansictgcn’-
Immer wieder betnerten führende EVrtilrker jedes Kind das eine Frau zur Well
brmge. sei -eine Schlacht. die sae besteht für das Sem oder Nichtsein ihres Mattea-
I Hiller i Mutterschaft galt tn diesem Sinne mehl mehr al« Pns atsachc »indem als
V.»bereit ung aut den geplanten Rassenkneg in dem sich Deutschland im Kampf
um knappe Ressourcen gegen andere, -minderwertige- V Otter behaupten und
durchsetzen musste Ihr politischer Wert wurde durch eine Vielzahl öffentlicher
Zeremonien unterstrichen So feierte da» Dritte Rech den aus der Weimarer Re-
publik übernommenen -» Muttertag als nationale* Fest mit offiziellen Ehrungen
fleißiger Mutter pnimseteen Reden und < reschenkett Am Muttertag 1919 serbeh
der Staat etwa drei Millionen Frauen das -E hrenkreuz der deutschen Mutter-,
eine Medaille für herausragende Gebartcistungen
Der meßbare Erfolg dieser IMtik beß nacht Lange auf Mih warten Ehe Geburten-
ratc stieg 1939 Lag ue mit 20.4 Geburten pro 1000 Einwohner um mehr ah fünf
Punkte hi Wer al* 1932 und halte la*r wieder das Nneau soo 1924 erreicht (3b der
Anstieg allerdings tatsächlich auf das Kimlo der gezielten (reburteuMcigcrungs-
Maßnahmen der Nattortafsoziahsten Bag. ist tragiich Manches spricht dafür, daß
d» Ircndwcndc auch ohne sie cmgetictcn wäre Daß in den tunt Iahten nach
1933 mehr Kinder geboren wurden als m der entsprechenden Zeit sorber. bedeu-
tete nnhl etwa daß Ae Kmderzahl pro Ehe stieg Alle Bemühungen die Ent-
wicklung zur Z.wet-Kinder-Familie autzuhalten Geheuerten So kamen m den
1920 geschlossenen Ehen durchschmlthch 2J Kinder zur Weh. in den 1930 und
194tI geschlossenen jedoch nur noch 2.2 bzw Ijs Kinder Die durchschnittliche
Haushalts und Familiemtriiße schrumpfte auch im Dritten Reich werter l ebten
1931 3 6 Personen m emem Haushalt waren es 1939 nur noch 3,27 Ehepaare
ließen sich oOensüfitlich weder durch Abtreibungsserhnt noch Kindergeld isler
Fhcslandsdarlchen dason abhahen die Zahl ihres Nachwuchses klein zu halten
Wenn s*ch die <reburtenraie denn*sh erhöhte lag das hauptsächlich daran daß
mehr Ehen geschlossen wurden, in denen Kinder eetxiren werden konnten K.i
Das bedeutet: potitifdwschnadw
_______________ Senkung der tebenshaftung
Rot und Untergang
Ä**
PT LfciW'v'’ Sträflingen. Arbeit u Brot
fcinöerreMhenbethitfe
| filtlec (diafft: Eheftnnösöarlefien
-- a> ® cd
Dos Ocutfdie Dolh kein fterbenöes Dolh mehr! Dos
Dolh dankt dem Führer u. fdienht ihm fein Oertrnuen.
flöolf Hitler
ift Das leben u die jukunft
Darum am ’9H1ar beiderUJatil.
AM> 31 Aw ier> MrtWmlas Voü aack IW »Wnir* (waga* V<*. te»> iLiWagngtai awk
OKU Eaiwart »sw Fnir Mirtkr i
Fnaew "•
men 1932 Mit MMI Einwohner 7.9 Ehcschhcbuneen waren es zwei Jahre IpMet
II2 < Ibwoftl »Kh dieser hohe Wert nicht slalwlhiercn hcß lag «he Hctnitsquoce
bn 1939 um tast 20 Prozent über Jem Mittel Jet Jahre 1923-1932. Nachdem die
schlechte W ir t »cha 11 »läge in der 1 ndphase der Weimarer Republik Familiengrua
düngen eher aulgeschohm halte, scheinen da» oplmi»tische Aul»*Tiwungietspre-
chen der Xalinaahuriahslcn und die rasch zuruckgchcadcn Arhcrtsknciuahicn
beirMssttmuhcrend gewirkt zu haben; das Ehestandsdarlehen mag em zuutzh-
ebet Anreiz genesen sein. Liebesbeziehungen zu legitimieren Daß in den Jahren
1936-1939 extrem «enge -ncbclishe Kinder geboren wurden nur Prozent
aller Geburten «n 3 er gleich zu 122 Pr>wcnl in den Jahren 1926-1930 spricht
ebenfalls für die These daß die Herratsbcreitxhall lunger Leute m den Anfang»-
fahren des Dritten Rcxhcs außer ecwohnli.h hoch »ar Je mehr Ehen tcschkuscn
wurden desto mehr Kinder kamen insgesamt aut ihr Wett auch wenn jede etnzel-
ne Familie tut «ach gcnswnmen klein Hieb Die Gcbarpraimcn des '»SStaatcs
wurden nur »<wi relativ wenigen Ehepaaren iv4l .lusecxhopri die meisten schei-
nen sich mit zwei Kindern begnügt zu haben
DcniHxh s«4ftc man die Wirkungen der Hrvolkerung» und mutlerschaftsbezoge-
nen P4iiik des Regimes nicht unterschätzen Selbst wenn sich die meisten Frauen
nacht entschließen konnten, dem -Führer- mehr als zwei Kinder zu schenken,
bbeben »le von siet propagandistisch verstärkten Politisierung des Muttencins
» tarn
nicht unberührt Die von Gesundheitsämtern und Amtsärzten exekutierte -Kör
perpolilik- iixktc ihnen das staatliche Interesse aw ihrer FortpHanzungsqualilat
ebenso ins Bewußtsein wie die von der Abteilung — RcKhsatulterdaensl inner-
halb des Deutschen Frauenwerkes <-• NS Frauensehah l seit 1934 organisierten
MullerschuJen Hier wurden innerhalb von zehn fahren tunt Millionen Frauen
aul ihren -Berat- al» Hausfrau und Matter surtmtette« Hinzu kamen spezielle
som Deutschen Frauenwerk veranstaltete Hauswittschaftskursc außer dem Mut
lerbcratungsslstk-n die Rat utd Information m drängenden Pflege- und l rzic
hungstragen gaben sowie materielle l tuerstutzungen icmnnclte« Sach ortiziel
len Angaben existierten 19 insgesamt 2* •tsokber Beratungsstellen.<he von
mehr als zehn Millionen Frauen aulgeuadu worden waren
Mullcrschalt und Haustrauenarbcu wurden somit m bisher einmaliger Manx-r
professionalisiert und in ihrer Bedeutung tur Je Aofkscemcinschaft aulgewertet
Beides Professionalisierung und t ntprn.itxxrung war /»cifclk» eme Moder
msicrungslcntung de» NS-Slaatcs. der sich aul diese Werse der prokreatnen
Fähigkeiten scuict Burgerinnen zu »erwehern suchte Im Gegcnzug bor er ihnen
materielle und mmalerieUe l nlerstutzuneen an. dm sowohl du Lebensumstande
»sm Muttern ah auch ihren Status in der t ie»clt»chali positiv beeinflußten
A rbeitsmark t politik
Em weitere» Ergehn» dieser fA»litik bestand darin, daß we Tausenden »em Frauen
außcrhaisbche Karrieren Verschärfte und damit emen zusätzlichen Modenusae-
ningseflekt audoste In den Mutterschuicn and kurven in «ler Administration
des RcKhsmuticrdiensies m der Ss-Frauenschatt und in der gemeinsamen Dach-
organisation. dem Deut*.hcn Frauenwerk. sisk. in der -» XS-Aolk»wohUahrl
e. V (NSA’i fanden zahlreiche Frauen Beschäftigung. Gleiches galt für die Staat
liehen < ic-sundhcits- und Sonabuntcr. m denen Frauen ab Arzt innen Aaug-
Imgsschwestern Furs-cgcnnnen und Burnkräftc taug waren Van ihre amhuxHc
Rassen Ktüpcr- und Bcsolkcrungspobtik ausfuhren zu können, hrauchrc da»
Regime qualifiziertes Personal das es zu einem crticbfachcn Teil aus Frauen re-
krutierte
Wie- paßt dieser Befund zu den Äußerungen prominenter 'sitonahozialistcn
Frauen »ulken »xh auf die -kleine Well- der Famthc konzentrieren und ran der
-großen Welt- der Manner eher lemhalten' Offensichtlich gar nx-hl Anderer-
seits »ar die XS-fxschlcchtcnde«4ogie alles andere al» t».«mögen und m »xh
schlüssig.
Ähnlich unstet und widersprüchlich wie die ideoiogie stellte sich die praktische
FAilitik dar In den ersten fahren nach der -Machtergreifung• wurde eine Reihe
von Maßnahmen und Gesetzen erlassen die sich dezidiert eegea erwerbstätige
Frauen richteten So zielte etwa das 1933 emgefuhrte Ehc»tand»dark-bcn luimit
ttlbar darauf ab. Frauen vom Arbcitvwiarkt wegzukxsen Es wurde nur unter
der Vuraiuaetzung gewahrt daß dx Braut ihren Arbeitsplatz bei der Ehe-
! rauen
1»
Schließung aufgab und sich verpflichtet» wahrend det Laufzeit de» Darlehens
keine I rwerbstattgkcit aufzunehmen Ein un selben Jahr in Kr oft tretendes
Gesetz erleichterte slic Entlassung verheirateter Eraucn aus dem öffentlichen
Dienst und sanktionierte lohn und (ichaltsabzuge für weibliche Beschäftigte.
1936 entschied Hitler daß Frauen, die cm Jurastudium ahwtvicrt hatten, weder
Kiv hin innen in sh Staats und Rechtsanwältinnen »erden durften, und |9f wur
den Frauen aut dem gleichen Vkege von höchsten Ämtern im öffentlichen Dienst
ausgeschlossen Im Schulwesen wurden mc aus Lcitunespostcn verdrängt Leh-
rerinnen höherer Mädchenschulen wurden an Volksschulen versetzt, und das
Veihällm» zwischen männlichen und weiblichen Studienreferendaren setzte man
aul 4.1 fest. An den Universitäten wurde 1933 ein gcschlechlerspczifischcr Nume-
rus clausus eingeluhn Nut 10 Prozent der jährlich zugclavscncn IStNto Studi-
enanfänger durften Frauen sein
Mit dieser Politik reagierte das NN-Regime nicht NoB aut die l bcrfullung des
Arbcitvmarktcs und die Klagen männlicher Beruf »verbände ulst weibliche Kon-
kurrenz Vielmehr spielte die patriarchalische, emanzipationsfeindiiebc Ideologie
durchaus eine tragende Rolle Frauen in l eitungspositionen paßten eben nicht
zum Bild der -Arbcitsgcn.issin-. die lediglich die Anweisungen des Mannes
ausluhrt Schließlich sollten verheiratete Frauen ihre 1 nergicn nicht aul außer
häuslichen Arbeitsplätzen vergeuden, sondern in der Kinderstube für »Volk und
Rasse* entsetzen
Die Wirkung dieser anlilcminiMischen Ideologie und Politik blieb jedoch be-
schränkt. Teilweise änderte das Regime selber den Kurs, als der wirtschaftliche
Aufschwung die Arbeitsmarfctkafc entspannte und ArbcilsSt itt. knapp zu wer-
den begannen. Seit 1937 mußten heiratswillige Frauen ihren Arbeitsplatz nicht
mehr aulgcbcn. um in den Genuß des Ehestandsdarlehens zu kommen Auch der
universitäre Numerus clausus wurde bereit» 1935 gelockert Gles.hs.im unter der
Hand stieg die weibliche Erwerbsquelle. das heißt der Anteil erwerbstätiger Frau-
en an der weiblichen Gesamtbesolkcrung. zwischen 1933 und 1939 von 34.2 auf
16.1 Prozent Nicht einmal in seinem Bemühen. Ehefrauen und Mutter wwn Ar-
heitsmarkt zu vetdranecn. konnte »ich dci Nationalsozialismus durchsetzen 1939
waten zwei Millionen mehr erwerbstätige Frauen verheiratet als 1933
Bei Ausbruch des Krieges 1939 war von einer Eindämmung der Ftaucnerwctbs-
arbcit ohnehin mehl mehr die Rede Mart dessen bemühte sich das Regime jetzt
verstärkt um die Mobilisierung der weiblichen Reservearmee - allerdings ohne
durchschlagenden Erfolg \ul Zwang im Sinne einer allgemeinen weiblichen
Dienstpflicht, wie sic beispielsweise in Großbritannien seil BMI bestand, wurde
weitgehend verzichtet. Vcnirdnungen. die eine flächendeckende Erlassung ar-
beitsfähiger Frauen ermöglicht härten. Hieben in der Schublade Erst 1943 wurde
im Zeichen des -* »totalen Krieges* eine umfassende Meldepflicht lUr Frauen
zwischen |7 und 45 I später 50) Jahren emeeluhrt. damit sic auf ihre Arbeit»- und
Finsatzfahigkcit hin überprüft werden konnten Doch auch diese Verordnung
enthielt so viele Ausnahmebestimmungen und wurde auf Anweisung von oben so
milde gehandhabt daß nm ihrer Hilfe bi» Ende dc» Jahres 1943 nur knapp cme
halbe Million Frauen mobilisiert werden konnten
Fraaw«
Was Hitler bewog, den Forderungen nach einer umfassenden weiblichen —•
Dienstverpflichtung mehl stattzugebea. war die panische Angst vor einem polhr-
sehen -Dokhstoß*. einet Delegitimicrung des Herrschaltssvvtemv Das national-
sozialistische Deutschland fürchtete um seine Massenbasis. um die I.ovalit.lt und
Durchhahebereitschaft der Bevölkerung. Es beschränkte sich auf Appelle an den
(>pl<-t willen der weiblichen Aolkchalltc. da- man allerdings ohne ncnnenvwei
ten Erfolg - aufforderte. ihren Beitrag zur Stärkung und Rettung der ..Volks-
gemeinschaft- freiwillig zu leisten Die Zahl erwerbstätiger Hauen erhöhte
sich während der Kriegsjahre nur unwesentlich, son 14.6 Millionen tm Mai 1939
mit 14.9 Millionen im September 1944 Außer durch Fremdarbeiter mußte der
erhöhte Arbeitskräftebedarf in den Knegsindustncn daher vor allem durch
Umschichtungen gedeckt werden Textilarbeiterinnen wechselten in die Che-
mie und Metallindustrie, haus- und landwirtschaftliche Arbeiter nuten suchten
Beschäftigung in Fabriken, und det crwvm expandierende Verwaltung» und
Dienstleistungssektor rekrutierte seine Angestellten vorwiegend aus tungen Be
rutsanlangennnen
Damit waren die ohnehin nut zaghaften Versuche des NSStautcs det moder
nen Entwicklung gegenzusteuem und das weibliche Arheitskraftepotential von
»artfremden* in -arlgrmatte- Beschattigungvbcreiche umzulenken, sichtbar ge
scheitert Das sogenannte —» Pflichtiahr. I9W eingcführt und in landwirtschaftli-
chen Betrieben oder kutJcrieichcn famihcn tu ataofviclcn konnte den Trend
zur l'mstruktunening des gesamtwirtschaftlichen Arbeitsmarktes ebensowenig
aufhalten wie der 19'9 intensivierte —• Rcichsarbcitsdienst (RAD) der von
tungen Frauen sechs Monate Ling hauptsächlich tn der Land wirtschaft .ibgclei-
Met werden mußte Allenfalls trugen diese Maßnahmen dazu bet. den akuten
Arbeitskräftemangel tm Agrarsektor kurzfristig zu beheben Eine langfristige
Trendwende fand nicht statt, wäre unter den Bedingungen des Krieges auch
geradezu kontraproduktiv gewesen. Galt doch fetzt die Devise wie cs in einem
offiziellen »Bilddokumcnt zum Kncgscimatz unserer Frauen und Mutter- aus
dem Jahre 1941 hieß: -Auf allen Lebensgebieten wo es an Mannern fehlt hat die
Frau den Mann zu vertreten. Hinter dem Pflug und in der Rüstungsindustrie, in
der Eisenbahn und am Bisisch.ilter, an ungezahlten Orten, wo wir ihr nicht oder
doch nicht in gleich schwerer Tätigkeit zu begegnen pflegten, füllt nun die Frau
die Lücken, die der Kncg an der Front der Arbeit gerissen hat -
Den betroffenen Frauen brachte diese Entwicklung sowohl Vor- ah auch Nach-
teile Ihre in einer Zeit der Vollbeschäftigung bzw. des Arbeitskräftemangels rela-
tiv starke Matktposilion ermöglichte cs ihnen. Verbesserungen durchzusetzen, et-
wa bei den Lohnen. Seit Oktober 1939 erhielten Frauen die im öffentlichen
Dienst beschäftigt waren und nh < imnibus- und B.ihnvchalfncrinnen oder Strom-
ablesennnen -Männerarbeit- leisteten.das gleiche Arbeitsentgelt wie ihre männ-
lichen Kollegen. Auch Rüslungshetricbc durften /Akkordarbeiterinnen seit 194t»
gleich bezahlen, und manche Unternehmen griffen zu dieser Maßnahme, um un-
verzichtbare Arbe itskräfte zu halten oder neue zu rekrutieren Weibliche Ange
stellte konnten nicht selten in höhere Leistung*- und fichaltsgruppen aufstcigcn -
stets iedoch in Jem Bewußtsein, die-e Platze nach Kriegsende wieder den heim
kehrenden Mannern Überlassen zu müssen.
Frauen —
Verbesserungen wurden auch im Arbeitcnnncnschutz erzielt. Noch 1942 trat ein
neues Muttcrschut/eesctz in Kraft, das die Verordnungen »on 1927 beträchtlich
erweiterte Erstmal» kamen letzt auch Arbeiterinnen und Angestellte in der
laind und Hau»wirt»chaB in den Genuß eines bezahlten Mutter»chaftvurlaubs
»on jeweils sechs Wochen vor und nach der Geburt eines Kindes. Außerdem harte
das in dieser Zeit gezahlte Wisrhengeld nunmehr dem »ollen Grundtohn zu ent-
sprechen Zugleich verhinderte der Kriegszustand jedoch, daß die im internatio-
nalen Vergleich »orbildlichcn Schutzbcstimmungcn überall verwirklicht wurden
Vor allem in Rustungsbct neben aber auch in Landwirtschaft und Verwaltung
waren seil Kriegsbeginn siele Schutzverordnungen gelockert oder aufgehoben
worden, und die wöchentliche Arbeitszeit, die »or 1949 bei 4.s Stunden gelegen
hatte wurde sukzessive verlängert
An der daraus resultierenden l berlaslung der Arbeiterinnen konnten auch die
zahlreichen sozialfürsorgerischen Aktivitäten wenig andern Sic tichtcten »uh * 'i
allem an berufstätige Mütter, denen auf diese W'etsc geholten werden sollte,
Erwerbs- und Familienpfbchten in I inklang zu bringen Betriebskindcrgartcn
wurden ebenso massiv gefördert wie die Kinderhorte »on DAF. NSV oder Kom-
munen Das Fraucnamt sirr DAF reizte »ich mit seinen |i>tMM• Funktionärinnen
und fast 50000 Vertreterinnen in Betrieben und Geschäften für ein besseres
Arbeitsklima ein und organisierte hauswntschaftlKhe Schulungskurse. Großun-
ternehmen stellten soziale Betnebvarbenermnen em die »ich der persönlichen
und lamiliaien Probleme »on Fabrikarbeiterinnen annahmen und »le in allen Fra-
gen der Lebensführung beneten. Auch hier vollbrachte der NS-Staat unter dem
Druck seiner okonomisch-militänachen Expansionspolitik beachtliche soziale
Modcrnuierungslcistungen. die den betroffenen Frauen - sowohl den Empfänge-
rinnen als auch den Exckutormnen jener Leistungen - unmittelbar zugute kamen
Massenniotillisierung und Fruticnlosalilat
Aber auch tur den Staat selber zahlten »ich die Leistungen aus Die überwiegend
weibliche -» Hcimatfront hielt »land Massenstreik» Wie im Freien Weltkrieg
blieben aus. auch wenn sich Sabotageakte häuften. Hungerkrawallc und Lc-
hvnsmitteldcmonstnitioncn fanden mehl statt obwohl I nzufncdenhcit mit den
schlechten Arbeit.»- und Lebensbedingungen laut wurde Bombennächte und
Evakuierungen forderten zwai die allgemeine Kricgsmudigkcit. führten aber
nicht zum Aufstand gegen die Regierenden Doch zwangen beileibe nicht nur
lerior. Bespitzelung und unnachgiebige Ahndung -subversiver-, und -svslcm-
feindlicher- Äußerungen die Bevölkerung zur Gefolgschaft bis zum bitteren
Ende Vielmehr hatten gerade auch die wohlfahrtsstaallichen Leistungen des Re-
gime» Ehestandsdarlehen und Kindergeld Muttererholungen und verbesserte
Multerschulzgesetze Masscrtloyuhl.1t »chatten können Viele Famdicn aus untc-
icn und mutieren v.zialwhKhicn hatten mit der NS-Gemeinschaft -» -Kratt
durch Freude- erstmal» verreisen können 103 Millionen Menschen nahmen
allem 193h .in organisierten I rlaulwfahnen »4 6 Mdhonen an sportlichen und
kulturellen Freizcitvcranstaltungen teil Im übrigen versuchte die politische
Führung alles, die weibbehe Hcimatfront gerade wahrend der Kriegsjahre in gut-
er Stimmung zu hatten, wie die verzögerte und nie ganz durchgesctzie DsetWIvcr-
pfhehtung für Frauen und die intensiven Bemühungen um eine auskömmliche
Lchensmittclscrsoreunr bezeugen
In ihrer Wnkung auf die I ovaliUI der weiblichen Hevolkerungshalfte nicht zu
unterschätzen war auch deren breite organisatorische Erfassung und fsilitrschc
Integration. 1939 gehörten 12 Millionen Frauen einem dci zahlreichen NS-Ver-
bände an In den Massenorganisationen der NS-Frauenschatl. der NSV. der DAF,
des -» BDM arbeiteten HundertlauMtndc. ja Millionen ehrenamtlicher und
bezahlter Funktionärinnen, die damit, wie vermittelt auch immer am Vollzug
staatlicher Maehl partizipieren konnten Selbst wenn die meisten dieser Frauen
keine glühenden Nationalsozialistinnen oder Parteimitglieder waren, übernah
men »ie al» öffentliche Funktionsträgcrmncn aktive Verantwortung lur die Volks-
gcmcinschall Zwar gelang cs keine) Frau, m die zentralen Ents. heidunesgrcmien
»on Partei und Suat aufzustcigcn. dich uritetschlcd sich das Dritte Reich darin
weder von vorhergehenden noch darauf folgenden parlamentarischen Rcuie-
ningssystemen Die Ditterenz lag lediglich dort, wo die nationalsozialistische
Führungscliic ihren mannerbundischen Charakter uffcnsi» zur Schau stellte,
wählend demokratisch vcifaßtc Institutionen sich offiziell als geschlechlerncutral
»erstanden und verstehen
Auch die Itennung und Hicrarchisietung mannlich-wvbhcliet Einflußsphären
wat kein exklusives Kennzeichen nationalsozialistischer Politik. Schon in der
Weimarer Republik hatten »ich (Vilitikcnnncn und Partcifraucn nui inn Themen
belaßt und befassen dürfen, die dem weiblichen Letwnszusammenhang ent-
stammten Die NalionaKozialtsIcn knuplten an dieses Muster getrennter Zustän-
digkeitsbereiche an und hatten weniger ideologische Bauchschmerzen. es nach
außen zu verteidigen.
Daß das Gros der Frauen ihnen diese Haltung übelgenommen hatte ist nicht be-
zeugt An eine lange Tradition der Gochlcchtertrcnnung gewohnt, konnte ihnen
die Haltung des NS-Slaatcs wedel als unecwohnlish noch als icsolutKinai er-
scheinen Die Zeit des Dritten Reiches als Frnicdrieung und Rückschritt zu emjs-
1 inden hatten die meisten Frauen »otem sie den rassischen < iütekrltenen dc»
Nationalsozialismus entspr.ichen - keinen Grund, ihr Status in W irtschaft. Gesell-
schaft und Kultur hatte sich im Vergleich zur Weimarer Republik und nut damit
ließ »ich die NS-Zeit vergleichen keinesfalls »enchlcchlcrl
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Medizin
Von Manfred A'umiU
Die Natkmahaizialisicn »ertolgTcn eine • bwwncdiz.niw-hc Visum- (R l in.wir
mc »Ulten «1k soziale fuge medizinisch losen (K Dorneri Ihre < x'unjlieitspis
link war cm Wichtiger Bcsiandicil Jet biohniiMtsehcn Ideologie Der Stellenwert
der Medizin und speziell der amtlichen Gesundheitspolitik un Ge»anMcebau«ic
det ulwe Ideologie wurde vtut der /citgcschK’htsl.axhung zunächst kaum
aslaquat emteschatzt und untersucht hirschung*crecbDi»K kamen IA vom Spc-
naltach Medizmgcschichlc. Ente aulklar ende Amtoßc Emern »on dem 1*4' ent-
mal» erschienenen Buch son A Mitscherhch und 1 Mielke Dai Diklai der Kirn
vAritertKhumii au» tm weiteren Auflagen unter den lucln IlnioiuM rJinr
Klen^hltihkni bzw Wedirur ohne WerueMr. AAc* herausgebracht I. worin die Ver-
lasset ihre [rkcnntnnsc au» «lern Nürnberger Arzicprazch rusammcnlakkcn
Der dort urlcdentlc amenkannehe Miiitargcnchtshof hatte »ich » a mit Jen
-• Menschen» ersuchen von NS Ärzten an auslanuiMhen KZ Insassen befahl
Dk allgemeine <»esundhcttspol.t.k und bestimm!« spenatia dieser B4itik wur-
den dagegen erst in den achtziger Iahten untersucht, wobei in einzelnen Beter
eben immer noch Defizite bestehen so bei Kirsch unten über die Behandlungen
ludischcr Gcistcskranker, »»m -• Sinn und Roma aber auch Uber die Tätigkeit
»on < rrnbkrankentuuscm »an Cicsundhcnsanuem »on Kassenärzten und deren
Verhaltes gegenüber spezifischen ge»undhcit»poli« ischcn Fiwdcrungca des NS-
Slaalcs
Ideologische Prämissen
Die Naluwialsozialrslen erhoben dw >»<rikHctec Weltanschauung» zur Maatsdok-
tnn Diese Weltamchauunst schrieb Hitler in —• Wrizi Aawipr -glaubt kemes-
*cp an eine Gleichheit «Jet Rassen «tskm erkennt <rui ihrer Vcrsshtcdcnhcrt
auch ihren höheren cxicr minderen Wett und t-ihlt sich durch diese Bekenntnis
verpflichtet, gcmah dem ewigen WHlen da» dieses I msersum Ix herrscht «k-n
Nieg «les Besserem Stärkeren zu fcwdctn. die l ntenwdnung «le* Schwächere» zu
»erlangen Sk hukhgt «lamil prinzipiell dem anMoktattteben Grundgedanken der
Natur und glaubt an die Geltung dieses Gesetzes bis herab zum letzten Emzeiwe-
sen Sk weht nicht nur den »crsstucdenen Wert der Rmaen. sondern auch «len
»erschieilenen Wert der Binzelmcnschcn-
Solchc Gedanken waren in den zwanzieet Jahren, aber auch schon vor WH.
in Europa weitserbrertet Dk Rassenhtpcnc entstand gegen I nde «le» W Jahr-
hunderts tn Anlehnung an stark vereinfachte, «ulgansierle Vorstellungen von
Gelehrten wk ( hartes Darwin HMM-IWCi und Hattet» Gabun (IK22 Will Es
wai Gallon, der «len Begriff Fuecnik (engl rwcrMitl präg*- ,n Deutschland
»ersuchte man diesen Begnfl ab -R-'xnh»gunc- luchter »entandheh zu rna-
Medl/W
eben Mit der W'iederenldcckung dci Mcndebcben Vervrbungsregeln
und det Finucht daß dies« prinzipiell auch aul den Menschen zutrcftcn verstärk-
te sich die Neigung t rbkranke 'ne det fortpflanzung auszu<whlic-Ücn. Was die
Natur Nind in einem langsamen .Mrdcscpuzcit hmitbrinp: «die. h«H es nun
von planender Hand besorgt »erden; das sei zudem mcmcbcntreundlw.'her
Die Deutsche Gesellschaft tur Rassenhv gicnc zahlte 1914 etwa 350 Mitglieder,
hauptsächlich Htwhschullchret Sic fürchteten u a eine glcichvam zwangsläufige
Enuiiunt des Kulturmcn^ebcn. vor allein eine -körperliche Entartung- iW
Schallmayer) Psychiater «ugten «ach daß mtolge -einseitiger Züchtung seeli-
scher Anlagen« (E Kraepelmi det menschliche Körper vernachlässigt »erde und
degeneriere Die Rimcnhsgicnc pflegte zwischen -» -Auslese- und -Ausmerze-
zu unterscheiden zwischen positiv en und negativen Maßnahmen Ah negative
Maßnahmen bezeichnete man die Drosselung vtm un Sinne dieser Ideologie
-unerwünschten- Elementen ah pisitive die Forderung und Vermehrung der
-Erbgesunden- und I richtigen In bestimmten Kreisen machte man weh darüber
hinaus Sorgen um den Erhalt der weißen Rasse-
Nach I9IK vor allem als Folge der deutschen Niederlage und det deutschen Ver-
luste. aber auch »egen der starken AltcrvscrvchicbunK Abnahme der pingen.
Zunahme der alteren Menschen - wuchs das Bestreben sich v«wi den Leistungs-
schwachen zu befielen Im Jahr |9?t> erschien eine kleine Schrill mit dem auf-
sehenerregenden Titel Dir Fmtabr der I emchnwig JrbmMaarwwwn l^bent. ätc
Uber <he medizinischen Fachkreise hinaus ein« starke Wirkung auch aut Juristen
und eine interessierte Öffentlichkeit ausubte Verfasset waren der Leipziger
Strafrechtler K Btndme und der Freiburger Pvvchiater A Huche, beide ange-
sehene. emstzunehmende Hichvchullchrer Dann landen sich viele spatere
NS-Beer if le »le -BaifaslcviMcnzc»». »geistig Tide» uv» Ausschlaggebend für
die Argumentation der beiden Autoren »aren in erster l in« Wirtschaftliche
Grunde t wtade aufgrund des serkuenen Krieges und dc« harten Friedens von
-• Versailles könne es sich das Deutsche Reich nicht mehr leisten. -Lebens
unwerte» durchzufuttem Andere Argumente kamen hinzu So befürchtete man
daß die moderne Medizm mit ihren großen Erfolgen nunmehr Erbkranken die
niemals zuvor dieses Lebensalter crrcK.hr haben wurden, die 1 <<itpftinzung er-
mögliche Die polnische- Rechte vertrat diese Vorstellungen k.imptertsch Ihr
Blick richtete sich weniger auf die Gesundheit des einzelnen ah auf die »Vidks-
gcsundheit- Die — NSDAP nahm diesen Aspekt bereits un Februar 19211 in dir
25-Punklc-Programm aul -Der Staat hat tur die Hebung der Volksgesundheit zu
sorgen- heißt es in Punkt 21 < —• Ideologie I
In den zwanziger Iahten schärfte sich em Bewußtsein tur Gesundheit und
Demograph«. 1*26 land eine Rch.hsgcsundhcitswos.be statt, außcidem gleich-
zertlg in Düsseldorf eine Große .Aufteilung für Gesundheitspflege soziale
Fürsorge und Leibesübungen Vor allem aber die Geburtcnvtagnatam und die
Iber al Irrung der Deutschen in det Zwischcnknegszeil sciursachlcn Aagstc
Vor dem Ersten Weltkrieg stand sieben runecn Menschen em allerer gegenüber.
1925 betrug dieses Verhältnis nur noch 43 I. Im fahr |9|(l »aren 343 Pro-
zent der Deutschen unter 15 fahre alt. nut 5.0 Prozent über 65 Im Jahr 1925
257 MwUzm
waren nut noch 25.7 Prozent der Deutschen unter 15 und 5.h Prozent über
65 fahre alt
Vor 1911t waren stets über Ml Geburten aut !«•> 1 inwohner gek-mimen - sch
192b weniger als 20. Die »Gcharicistung- der deutschen Frau machte vor allem
den Konservativen Kopfzerbrechen Man turchlcle allgemein daß sich -t -Aso-
ziale- und Kranke schneller vermehrten ab Gesunde und verwies neben Bei
spielen weiterhin darauf daß enorme Kosten aul den erwerbstätigen Volk stell
zukamen. »Dk Erziehung eines Voiksvchulcrs kostet 120-150 RM jährlich die
eine« Anstaltskindcs 9HI RM- »urde in einer det zahlreichen Ns Prigsaganda
Aktionen verkündet. Erbbiologische Evremntcn hielten seinerzeit rund ein
Drittel dci Bevölkerung lur erblich belastet und wollten diese Menschen von
der Fortpflanzung ausschließen Hitlct und die Nationalsozialisten die ständig
vulgardarwmistbch - die -Auslese- und den -Kampf ums Dasein- im Mund
führten kamen daher zu dem Schluß nun müsse die -lebe neun werten Elemente
auvtnerrm- 1929 erklärte Hitler auf dem Reiehspaneitag in Nürnberg, wenn von
einer Milium Neugeborener phrlich 7UIIMJ0 b«s MDIKIO der Schwächsten -besei-
tigt- wurden, so wäre dies tui die deutsche Nation keine Schwächung, «indem
eine Kraftcstcigerung
Sorge mit Blick aul «he »Erbpflege» - vor allem die Bereitschaft zur Verhinde-
rung der Fortpflanzung - bestand aber auch bei anderen Parteien Selbst liberale
und wizialistische Mediziner und Sozialhvgieniker machten sich tur eine -auuncr
zendc I rbgutpflcge- stark; sie dachten vor allem an Stcnhsiening. wie sie in die
«er Zett m einigen Iandern Skandinaviens und in den I SA schon praktiziert
wurde, allerdings nur tn Linzetfallen. tuemab in dem Ausmaß und mit det Veranl-
Woitungslosigkcit »IC spaier unter den NationalsoziaJisIcn in Deutschland Der
sozialdemokratische Mediziner und Reichstagsabcciwdnele Alfred Gro<)ihn ver-
trat eine gemäßigte eugenische FVisitum Fr forderte die körperlich und geistig
-Minderwertigen abzugrenzen- und dafür zu sorgen, daß sie weniger Kinder
haben ab die -Durchschnittlichen oder gar Hoher» ert Uten- Sterilisation, auch
gegen den Willen des Bettoflenen hielt er bei -geistiger Minderwertigkeit- rum
Beispiel bei Schwachsinn oder Epilepsie für angezcigl Wer durch Erbübel
schwer belastet sei. befand ei. habe keinen Anspruch Kinder m ehe Weh zu
setzen
Dav Preußische Mmislenum tur Vofkswohltahrt cntwickcllc schon seit 1*21/22
den Gedanken schrittweise tievundheilszeugnrssc einzufuhren um damit 1he
verböte sorrubereiten Iber em Ehcgcsetz und die Sterilisation aus eugcnnchcr
Indikation wurde tn den zwanziger Jahren ulten diskutiert. Vererbungslehre und
Bevoikerungskundc gewannen als eigene Fachdisziphnen stark an Bedeutung zu-
gleich aber auch al« cozialpolitisctie Emnchtunpen Im Rahmen der allgemeinen
Volkszählung erfolgte bereu* seit Mute det zwanziger Jahre etne eigene -Gc-
brechhchenzaMung-. die Getstcskranke. Menschen mit körperlichen Anomalien.
Epileptiker u a registrierte Am * Mai 19» tagte unter dem Vorsitz dc* SPD
Reichsinnenminrsters Carl Sevenng erstmals em ReKhsauswhuß tur Bev-vikc-
rungslragen Nicht wemge Hochschullehrer im Fach Psvchutnc hcganneti sich
für /»w LnfruchlNanmisJuutg getsng und ualnh Krunkcr und Mindcn-rrtifcr (so
13»
Mrdkk
der Titel einer Pubhkatnvn do Psychiaters Robert fiauppi emzusctzen Einzelne
Staalsbun-ktallen begannen Daten zu sammeln Im Freistaat Sachsen entstand
mit f ntersrutzunz des Justrzmimstenums eine -Kartet der Minslcrwertigen-
Hief bestand auch schon seit 192''2* eine -Kriminalbiolsoxhc Kartei- denn
nun begann man iuh rsishcn genetisch bedurfter . Minderwertigkeit- und
kerbrechc-nshaungkeit ursächliche Verbindungen herrustelkn -Mahnt die Not
unserer Zett nicht laut genug Planwirtschaft d h Eugenik auch in der Gesund-
bcstspofrtlk zu treiben •- hafte die neue Zcrtvchrif! lucrmi t’Mrhrr krbf<f!rtr
im Jahr 19hl Sterilisation sei biüiger als Asvlierung hieß es Dabei wurden zietn-
lieh unbedenklich die unlcrsehxdlch'tcn < «eisicskrank heilen Wie Schizophrenie
und Schwachsinn der Frbpflrfr anheimgesrcllt dazu aber auch Alkobofismus
ProstitutKXt und Asozialität aho VerhaMendormen. die nach heutiger wissen
schalllsher Meinung nicht vererbivur sind deren vcrmemtlichc \ercrbbarkeit
aber auch damak schon ismtntlen war
Die -- 'kultsirtv.hittsknsf und die mit ihr einsetzrnde Zeit der Masscnarfrwitslo-
sigfccit und Hottnunrdosifkcil begünstigten Jksz I brrzeugungen Das /Vtitukr
Arztebiuti sah un Mai 1932 Jen Zeitpunkt gekommen an Jem -die Sorte um die
Erhaltung der Minderwertigen animgt den Bestand der lebenstüchtigen zu ge
fahrJen- Einzelne Heil- und Pflegeansialten begannen bereits vor 1933. Kranke
zu sterilisieren- ohne sic oder ihre Angehörigen um Erlaubnis zu tragen. aller-
Jings geschah des ohne cm Gesetz und somit widerrechtlich Die preußische
Regierung bereitete im Smmo 1932 etn (>esetz vor. das m bestimmten Fallen
dk Slenhsierung nm aut freiwilliger Bas» - scwvah Ah Hitler am 30 Januar 1933
dis Kanzleramt übernahm, war das Gedankengut Jer Rassen hvgieniker in der
ABUfwipracttc weitverbreitet Viele der Vorstellungen über die -l ngleichbeil
der Rassen- (l-obineau) oder dm Ibcrlegenheit der wcttlen Rasse IH St Cham
herlaim waren zunächst anderswo entstanden fanden aber in Deutschland mehr
Anerkennung ah am Ort ihtct Entstehung. Rasscnhsoctuschc Gedanken waren
in Deutschland in der Zwnchenkriegvrcit populär The öffentliche Sk-mung hatte
vermutlich m ihrer Mehrheit nichts gegen em Menltsationseesetz einzuwendcn
gehabt
Gesundheitspolitik 1933-1939
Die ecsundheiispolittschcn Ziele der NalMMiaJvozialrdcn bestanden knapp gesagt
in folgendem Sie strebten langcrtrrstig eme rascher wachsende Bevölkerung an.
die aus -ravscmeinen- erbgrsunderi jeistuncstahieen arischen Menschen beste-
hen sotttc. Im dieses Ziel zu erreichen, begannen sic -fremdes- Blut -auszumer-
zrw-, vsir allem dk- Fkmcntc die sie für minderwertig hielten Sie verlangten,
-minderwertiges- | rbgul von der Fortpflanzung auszuschheßen und umgekehrt
»cm.dies zu fordern Zum Schutze Jes • wertvollen- Erbgutes vlclllcn Sie daher
Abtreibung i-runlut/lidl unter strenge Strafe
Der -• Antisemitismus stand un engsten Zusammenhang mit diesen Absichten,
denn luden zahlten lur die Xationabnzialntcn ru den -I nerwunechten- schlecht
hin Zunächst einmal verdrängte das SSRrgime auch zur - Reinigung, der
Täglid) RH! 5.50
Poftet den Staat
ein frbhranker
$ür RIU 5.50
fann eine erbgefunbe jatnilir
1 Caß leben t
Ärzteschaft, udischc Arzte aus öffentlichen Stellungen Städtische Kranken-
häuser cnltK-tkn bctvfwclswcivc ihre tudnshen .Arzte Dies begann bereit» im
Marz 1933 ohne teile Rechtsgrundlage Mit dem Gesetz zur Wiederherstellung
des Berufsheamtentums vom 7 April 1933 und Jessen • Anerjwragraphcn- wur-
de die rechtliche Handhabe zur Entlassung der jüdischen Beamten, aho auch
der verbeamteten Hochschullehrer. geschallen. Wie der l ni»ersitzt HetdcBverg.
deren medizinische Fakultät etwa cm Viertel ihres Lehrpervcmak verlor, erging
cs last jeder deutschen HiKhschuie Die Rcichsarztc» «rdnung vom 13. Dezember
1935 verwehrte jüdischen Medizinstudenten künftig die AppndMtiow; ahere
Bestallungen blieben vorläufig - bestehen 1937 schlug Rciehsärztcfulucr
G. Wagner vor fudnehe Arzte ganz -auszuschalten- Danach entzog dk Kau
senarztliche Vereinigung Deutschlands den jüdischen Ärzten die Zulassung zu
den Ersatzkaswcn Der cntvchcidendc Schlag folgte un Siwnmcr 193h Wertige Wo-
chen vor der — Retchskrstallnacht erging die Vierte Verordnung zum Rcichsbur
gergesetz vom 25 Juli I93M I -• Nürnberger Gesetze i Dort hieß es. daß -Hcvlal
langen < Approbationenl judrseber Arzte am 3n September |93nerkvschen« (111
liklivh« Arzte durften vKh fortan noch als -Krankenbchandlcr- bezeichnen.
-Arier- jev^*!' nn-ht mehr behandeln In Jen ersten sechs Jahren der NS-Herr-
schafl verlor Deutschland bereits mehr als neun Zehntel seiner |udtwben Arzte,
die metsten durch Auswanderung
Medizin
241
Mediria
Mille Jc> 19. Jahrhundert» hatten hK-rale Arne som -Recht auf tsesun«!
hnt» I Rud>4t Virchowt gesprochen. lur «he Natnwialsozialisien lulle < icsundhcit
cae andere Bede-urun« Die Medizin ah lerhrfach und Hcdkunst erfuhr nach
193.1 beträchtliche Veränderungen Für sae «Land nun mehr mehr die fmundhcil
de« einzelnen un Mittelpunkt Mindern die de» Volk »ganzen D*e Natwrnahoziali-
•len txrr.Khletea < «.-»undhcil ah em Volksgut. »k war gleichsam vcitEcicihchaf-
Ict. und der einzelne war dazu scrpflichtet. «hexe» Gut zu bewahren -Jeder Deut•
sehe hat die fflafii. so zu leben. Jab er gesund und arbeitsfähig Ncibt-. hieb cs in
einem son det Partei herausgegebenen GcsunJhcitsbtich -Krankheit ot ein
Versagen Wer krankheitshallxir häutig am Arbeitsplatz fehlt, ist ein schlechter
Kranker Der Kranke ist mehr ru hcmiilcidcn Der Arzt ist ruehi der barmherzige
Saniariict. soadetn Mitkämpfer «Je» Kranken, der selbst der. Willen zur Gesund
heil haben muß Das Kr ink«-nhaus s. Jhc eigentlich t K sundhcitshau» heißen,
denn sein tndzweck ist «he Gesundheit - Der NalKMiatsorufiMnu» forderte die
Gesundheit dc» einzelnen weil nur der Gesunde soll leistungsfähig war und der
Staat mcht aul diese lersiung »errichten noble -Im Mittelpunkt der natnwial-
sonalrstischcn Auflassung steht die Pflicht gesund zu »ein«, schrieb cm damals
prominenter Mediziner. Karl Kotschau -Der Staat kann auf kemen einzigen Mit-
arbeiter s er ZKhlen Aho mud )eder Staatsbürger gesund «cm um seinen Pflichten
gegen den Staat nachkommen zu können Kr ankxin ist demnach PflKhticrsaum
nas- Kistschau forderte demgemäß kamprcnschc Vorsorge statt karitativer Für-
sorge I Nürnberg 1939)
Für die Saiatnahiviahsten war da» leben ein steter »Kampf um» Dasein- ne «a-
heu sich ständig tm Wettkampf mit anderen Nationen und dem halle auch die
Medizin zu dienen Rn dem 193* getesteten -Gs»undhcii»»tamnibuch »Jcr
NSDAP» ging es m W irklrchkeu darum den 1erst na gestand det deutschen Besol-
kerung zu ermitteln Der Reichste itcr «irr Deutschen Arbeitsfront. Robert Les.
«ah im September 193’ die Zeit kommen, wo es gelinge das Lcistungsaiter auf
hl Jahre hochzudru»kcn
Die Nanonalsozuhsien serandertco auch die Ausbildung rum Arzt Sludtererxie
und Arzte wurden nun nut neuen Kenntnissen ausgerüstet An den medizinischen
Fakultäten nahm die Gruadlagcntiwschwag ab neue Facher »e Militant».Jinn.
Bcsolkcningsfsdtlik Vererbungslehre und RasscnbioiogK wurden m den Lehr-
plan »ulnsmincn Schon die arzlhche Hestallungso’iJnung som 25 Marz |9tn
»ah sor -daß |dcr Prüfling] die tur einen praktischen Mrt erforderlichen Kennt-
nisse m der R.t»«cnhsgwnc besitzt- V teirrlei FonHMnngsseramtahungcn. oft in
einem großen städtischen Krankenhaus abgchaltcn sersuchten alteren niederge-
lassenen Ärzten solche Kenntnisse zu sermnieln Seit 1939 war Rawscnhsgienc
für Mediziner obligatorisches Prüfungsfach
Slerütsation
•Wir woben leben»untüchtiges und unwerte» leben gar nicht erst entstehen
lassen», sagte Rciehsarzlcfuhrcr Wagner m einer < rrundsutzrede Zu den wich-
tigsten natiorubsvuliitischcn Gesetzen gehört du» Gesetz rar Verhütung erb-
kranken Nachwuchses som 14 Juh 1933 f—♦ Erbgesundheiti Es wurde binnen
eines einzigen Tages lertiggestcHl teils weil die Natx«als««ziallsten Gesetze
ohne großen parlamentarischen Aufwand machten leib aber auch weil sie tn
«hesem Fall auf den Gesetzesvorlagen und Beratungen der preußischen Re-
gierung au« der Weimarer Zen aufbauen kuemten. ganz besonders auf dem
Slcnlrs.it i> wt«gesetz au» dem Uhr 19IJ (he Austuhrunrsbc-omimunecn zu dem
neuen NS-Gesetz ergingen im Dezember 1933 am I laituar NU trat es in Kratt
Es erlaubte «hc Stcnlrsathiu oliwe Lrnwdhgune dc» Kranken und verpflichtete
zugleich den Hausarzt und alle mit Kranken beschäftigten Personen. Erbkrank
hellen aozuzetgen Der Hausarzt softte künftig ein -Muter am Erbstnun der
Deutschen» «em
Der Widerstand gegen die Zwangssterilisierung war gering und kam last nur
aus katholischen Kreisen Das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses
stand im Widerspruch zur päpstlichen Ewz>klika »4'Mi Cownubn- Trotzdem
war der Widerstand des Zentrums nicht «roß Sechs Tage nach Verabschiedung
dieses Gesetzes wurde da» — R«ichsk«xiko<dai nut dem Heiligen Stuhl unter-
zeichnet
l’tn dem Gesetz Geltung «erschaffen ru können, waren Einblicke m die Familien
notwendig W chngc Voraibeiten waten bereits eclcisict ohne ecsctzlKhc Giund
tagen Schn tn den späten zwanziger lihrcn hatten ctnzelnc WLsscnschalllcr und
Sozialpofitiker die An Ute v»m solksbiolociM'hcii l iMcrtaucn gefordert Zugleich
begannen Lehrer und Arzte entsprecherxJc Daten zu sammeln sie bildeten dann
nach 1933 dk Anfänge cmci umfasscnikn -Rewhcsippcnkartci- Aach in Für««-
geheimen Gefängnissen und Anstalten begann man unter dem msehs ocmschen
Impuls der zwanziger Juhrc diesbezügliche» Material rusarmncnzusiellcii
Ein Gesetz Uber die VereinbciUw.-huwg Je» (lesundheil»wesen» erging am 3 Juh
1934. .Auf seiner Grundlage entstanden Beratungsstellen für Erb- und Rassen
pfleee. die wiederum die erbbiologische Bestandsaufnahme bei Jen ca »'N' Ge-
sundheitsämtern «erfugten die m der Folge emgenchtcl wurden l erzlerc bauten
nun systematisch -Etbiuchnc- unJ -Erbkarlcien» aut mil deren Frstcllung man
schon sorah begonnen halte
Am 19 Oktober (935 wurde cm F heresunJheir»«e»etz erlassen Es «lehl m enger
Verbindung zu den Numhereer Ciesetzea »rwn 15 September 1935. die flkhsche
Deutsche zu Staatsbürgern zweiter Klasse betabwurdielen Nur «he erbgesunde
Familie kann «Jk Garantin «ier Erbecsuodhcit «Jes Volkes sein tueß cs dann
Eine RcKhszentralc für (lesundhettstuhrung war tereils am M Nos em brr |933
gegründet wurden Hilfreich für diese Erlassung waren «he m «Jen allgcnkinen
Kliniken geführten Krankengeschichten
Medüia
Ml
Abi- U -t»e Mnufc-rwetttccn vermehre« weh oirker »« Je tcvunJe- BevUkeruni
NS Ib.^jnd» WuuNM
Auf dkw Grundlage wurden von Gcsundhcil*bchorden die ZwangvMcnliM-
tioncn eingclcitet, durchschnittlich 500110 bis «mll R Hl un Jahr Seit 19'6 gab e* in
Vielen deutschen Großstädten eine weitläufige Daicnvcinctzung mit eibbsolo-
gischen Informationen Die bedeutendste bestand in Hamburg, dessen Zentrales
< ievundhcitspaßarchi» das erste regionale Kataster dieser Art »ar 19'9 «aren
hier bereits zwei von drei Einwohnern registriert. 1.1 von 1,7 Millionen Men-
schen Diesem Archiv ist es wohl zuzuschreihen. daß Hamburg diesbezüglich zu
einem -Mustergau- wurde - nut einem höheren Anteil von sterilisierten als
anderswo.
Die meisten Sterilisationen tvw KaHlalioncn von Hauen und Mannern wurden
in rcgulaicn Krankenanstalten von Ärzten vorgenommen. und zwar sowohl
durch Röntgenbestrahlung als auch durch chirurglw hen I ingnlt Am häutigsten
war dabei wohl die Unterbindung und Durchtrennung der Eileiter, die sogenann-
te lubcnknotung Etwa cm bi» zwei Prozent der sterilisierten Frauen starben an
diesem Eingriff Sterilisationen wurden tm Prinzip an allen »unerwünschten Ele-
menten» vor». nummen.wois t der Willkür hier keine Grenzen gesetzt waren Der
Medizin
weitaus größte Anteil an Sterilisationen, rund drei Viertel, erfolgte icdoch auf-
grund von psychiatrischen Diagnosen, nämlich Schwachsinn und Schizophrenie.
Hinzu kam die Sterilisation von Kriminellen Prostituierten und »Asozialen- Die
Unfruchtbarmachungen sotilcn m gleichsam al* Vorbeugung auch der Verbre-
chensbekämpfung dienen Seit der italienische Psychiater Cesare Lombtoso IHM
die L tsashen der Verbrechen in der genetischen Beschaffenheit des »geborenen
Verbrecher» nachzuweisen versucht halle, war die Diskussion darüber nicht ver-
st uni ml Die kriminologisch be gründete Kastration wurde daher schon vor 1933
in einigen Landern gegen Triebtater angewandt Im November 1933 wurde das
Gesetz gegen gefährliche Gewohnheitsverbrecher erlassen; es sah bet -ectahrli
chen Sitliiehkeitsscrbrechern« die Zwangskastration mit anschließender Emwei
sung in ent Arbeitshaus oder eine Irrenanstalt oder eine andere Einrichtung der
-geschlossenen Zwangsfürsorge vor Allein 1934/35 wurden auf dieser Gesetzes-
grundlaee rund tausend »Entmannungen- vollzogen -Zentren zur Entmannung
wurden m einigen preußischen Zuchthaudazarctten schon im Januar 1934 emge
richtet, und bis 19 3b gab cs 27 solcher Kastralionsahteilungen. wo Kriminellen -
auch gegen ihren Willen die Keimdrüsen entfernt wurden
Bis 19.39 waren innerhalb des Allrciches schätzungsweise 2HOOMI bo 35O(MJO
Menschen Mcnltvien worden, weitere btH•»i in Österreich manche Autoren spre-
chen von insgesamt mehr ab einer halben Million Opfern dieser Maßnahme Das
bedeutet, daß ein halbe* bi* knapp ein Prozent der Deutschen unfruchtbar ge-
macht wurden Die AV naensctutftlichkeit der nat »oz Erbgc-sundheitslehre. deren
Anwendung tur die Betroffenen weitreichende Folgen haben konnte, war bereits
damals angezwcilelt worden l>er 19»9 in Edinburgh abgeh.illene siebente Inter-
nationale Kongreß für Genetik veröffentlichte ein Manifest, die Edinburgh
Charta, in der gegen die »unwissenschaftliche Doktrin daß gute und schlechte
Genc das Monopol bestimmter Volker und Personen- seien protestiert wurde
Darüber hinaus war die Vererbbarkeit gcsclhchaltlich verachteter Verhaltens-
weisen wie Aaotialitäl oder Kriminalität und damit deren Beseitigung durch die
Unterbindung der Fortpflanzung mit zuverlässigen wissenschaftlichen Methoden
noch gar nicht untersucht, geschweige levtgestelit worden
Biologische Medizin
Die Anwendung del Erbge>undhcitsidcok>gie waren die eine Seite det NS Medi-
zin. eine andere war die -biologische- Naturheilkundc. Auch uc halle in den
zwanziger Jahren bcträchthch an Ansehen gewonnen Die Universität Jena rich-
tete bereit» 19’4 einen lehrstuhl tur Naiuibcilvcrtahrcn ein lehrstuhlmhaber
wurde der jüdische Mediziner Emil Klein Er wurde 1933 entfernt. Seine Nachfol-
ge aul dem nun -Lehrstuhl lut Biologische Medizin- genannten Hochschulposlcn
trat 1934 Kari Kötschau an. NSDAP Mitglied seit 1932, einer der Vordenkereiner
NS Gciundhcitvvorvorgc Rcichsarztelührer Wagner schrieb |9Vv im Vorwort
eine» Buches von Kotschau /um Aufbau einer biokrgixhni Medizin. daß e* »in
Zukunft zu den beruflichen Pflichten eine* jeden Arzte» gchsircn |wird|. neben
Medizin 244
den schulmcdtzini«-hen auch diejenigen Heilverfahren anzuwenden. die sich det
Kiallc und Heilmittel dc Natui bedienen KiHv.hau sclrwl «erlangte in seinem
Buch Was wir brauchen. da- ist der gemeinschalt liehe Aut und Aushau einer
Medizin, die hi-toirwh genug ist auch die alle Medizin zur Geltung kommen zu
lassen und biologisch genug. auch die Volksmedizin (Naturbcilkundc Homöo-
pathie uv» I cinzu beziehen. die aber auch umlassend genug ist um nicht aul die
F rruneenschaften der modernen Medizin grundsätzlich zu verzichten Kotschau
wollte die Universität Jena zu einer -Kampfunavemut für ganzheitliche* Den
ken- machen, scheiterte damit aber sehr bald
Geplant war also, mehr naturheilkundliche Einsichten in die Medizin aufzuneh-
men zugleich sollte der nal «i.ibozialistische Arzt sein Augenmerk weniger aul
den einzelnen Kranken sondern mehr aul das Volk «ganze richten. Was Kotschau
am althergebrachten Krankenhaus vermißte. war du Vorwrgcmoghehkcit dte
nach seiner Aussage billiger «ei als Fürsorge •Vorsorge verhindert Unproduk-
tivität Vorsorge schallt Leistungsfähigkeit Vorsorge erhalt Gesundheit • Auch
ab Kliniker bauic er viel aul die Natur und ihre Krittle (sic -sind unsere stärksten
Mittel gegen Schwachheit und Krankheit Niemand kann einen schwachen und
kranken Körper besser wieder gesund machen als do Natur selbst-1 Kotschau
ließ Liegcwiev-n emnehten. um den kranken Körpern Licht. Lull und Nonne zu
geben, dazu propagierte et eine einfache bescheidene Ernährung
Die Biologisc he Medizin mit ihrem ganzheitlichen Ansatz kam auch den pädago-
gischen Zielen der Nationalsozialisten entgegen. Der völkische Staat hat in die-
ser Erkenntnis seine gesamte t rzichungsarbeil in erster Lime nicht aut das
Einpumpen bloßen Wissens einzustcllen sondern nur auf das Heranzuchten
kerngesunder Körper Erst in zweiter Linie kommt dann die Ausbildung der eci
stigen Fähigkeiten -
Begünstigt wurde dsc Biologische Medizin auch vom Verein Deutsche Volksbeil-
kunde von Rcichsarztetuhrcr Wagner und son einzelnen prominenten National-
sozialisten wie dem "Fiankenführet- lulius Streicher Aul dem Höhepunkt ihres
Sclbstbewußlsems loidcrte diese Bewegung 1935 eigene «Jen anderen in jeder
Hinsichl völlig glekhgeslclltc Krankenhäuser und eigene Fakultäten in Form von
medizinisch bioiogisslicn Akademien zur Volhusbildung von Ärzten*. Streichel
setzte sich als Gründer und Schirmherr des Vereins Deutsche kölkvheilkundc für
n.il ui gemäßes Denken Leben und Heilen- ein weil dies dem deutschen Wesen
besser entspreche.
Biologixhi Medizin und Volkshcilkunde kamen in der Prall* nicht Uber eine
gewisse Außenvitcnolk hinaus, ihnen haftete bis zuletzt etwa» Sektiererisches
an Sie wurden neben der Ix w.ihnen Schulmedizin betrieben Nie verstunden sich
als deren Konkurrenten, aber cs gelang ihnen nie. jene zu ersetzen.
245 Medizin
Die Euthanasie
1935 deutete Hitler aul dem Rcichspartcitag in Nürnberg gegenüber Reichs
arzictuhrer Wagner an. daß er beabsichtige die -unheilbar Cieisieskrankcn zti be-
seitigen- Hiller verwendete genau dieses kerb Im gleichen Jahr schrieb Reichs-
justizinintstcr I Gurtncr noch in einem Berscht. I ine Freigabe der Vernichtung
lehensunwcrlen Leben« kommt mehl in Frage - Der Kommentar zum Strafen
tetjouch vertrat ebendiese Auffassung und zwar men im fahr 1944 Die Wirklich
keit sah in Deutschland indes mittlerweile anders au«.
Die Nationalsozialisten bereiteten die Tötung von Geisteskranken und anderen
ihnen -unerwünschten Elerocnfen* systematisch vor. der Krieg sollte ihnen den
Vorwand zum Handeln liefern Den propagandistischen Anlaß vervch-ifticn sie
«ich selber Schon in der zweiten Jabieshalfh 193k gingen in iki Kanzlei des
Führers mehr und mehr Bittschriften von Ehern cm. die den Führer baten,
ihren Kindern doch den -Gnadentod- zu gewahren An det Jahreswende 193a 39
hat em Fltempaar namens Knauer Hitler dämm dem Lehen ihre» geistig schwer-
behinderten Kindes ein Ende machen zu dUrlcn Spatel (1941) kam der Film
-♦ Ich klone on nach dem Buch Seru/ung unJ Grwown des Arztes H Unger in
die Kmos; seine Handlung und Problemstellung sollten aul die NS-Euthanasic
etnstimmen Neu 193K erlaubte man Besuchern auch Schulern die Besichtigung
psychiatrischer An-ialtcn. um sic von der N<Uwendigkeit der Euthanasie zu Über-
zeugen. Man zeigte ihnen die Schwcikranken und wie« auf die Kosten ihrer
Unterbringung hm
Im Juli 1939 ermächtigte Hitler seinen Leibarzt K Brandt und Philipp Bouhler
den Chef der Kanzlei des Führers, in Fallen wie dem des Kindes Knäuel idtnc
Rücksprache mit ihm die Tötung vorzunchmcn Zwei Wochen vor Beginn des
Zweiten Weltkrieges, am IM August 19 ‘9, erging ein RundctlalZ demzufolge dem
-Reichsausschuß zur wissenschaftlichen Erlassung von erb- und anlagebedingten
schweren Leiden jedes mißgestaltete Neugeborene- zu melden war. und dies galt
rückwirkend auch für Kinder bis zu drei Jahren. Die Verpflichtung betraf Arzte
und Hebammen Die Nationalsozialisten brachten diese Aktion mit dem Kriegs
beginn in Verbindung Nie versuchten, die Tötungen mit den Zwangen des Krie-
ges ursächlich zu verknüpfen. Der Gedanke sei ihm unerträglich sagte Hitler, daß
ein Kncgsverlctztcr ohne ein Bett sei. weil dieses Belt ein Geisteskranker belege
Der lud von gesunden jungen Menschen an der Front wdltc der Bevölkerung
die Tötung von Geisteskranken ah hinnehmbar erscheinen lassen In dem ah
September 1939 besetzten (Aden ging die Leitung dci psychiatrischen Anstalten
sofort in deutsche Hande Über:auch hier wurden die Kranken getötet.
Die Euthanasie in Deutschland begann gleich nach Kriegsbeginn mit der Totung
von geisteskranken Kindern Es wurden zwar ärztliche Gutachten- erstellt, die
diesen Namen jedoch mehl wetdicncn Die Gutachter bekamen die Kinder nicht
einmal zu Gesicht; der Leiter der Anstalt Eglfing-Haar -bearbeitete • beispwls
wette 2flMJ Meldebogen neben seiner normalen Arbeit binnen drei Wochen Zur
Tötung wurde oft das Medikament Lumina! in großen Dusen verabreicht. In der
Anstalt f «Iting-Haar ließ nun Klcinkmdei langsam verhungern Baid begann die
tulhanasK «n Erwachsenen Hitlers Ermächtigung- Schreiben tur die Eu-
thanasie rm Reich cieng mi (MiU*ct BH es wurde auf den I September IW
zunlckdaticrt. um die Sauhzw ang« «Je» Kruges m« Specl ru bringen Fs verfugte,
-daß «Mir menschlichem Frmco<n unheilbar Kranken hei kriiiwfoter Beur
teilunr ihre» KrankbciLszusunJc- Jer (mxknkd gewahrt »erden kann- Lin
•Gesetz über die Mcrbehtlfc- »urde nie ertame*. obwohl ein Entwurf «latur
Vortag, der vermutlich v«m dem Psvchiaicr dc C rmis -Jammte Hitler lieft ihn nie
Gcsetzvskian erlangen obwohl seine Hcllcrvhclfet danach handelten Das
deutsche Volk sei dafür noch mehl -reit- lautete die HcerunJung
Benannt »ar d» Aktion nach ihrer Zentrale m Berlin I»ergartenstrarte 4 als
— Aktion I 4 Die Tötungen landen in einigen ausgesuchten abseits gelegenen
Anstalten stau in — Bernbure Anhalt -• Brandenburs Hasel -» Grafeneck.
— Hadamar -» Harthcim und -* Soruvcnstcin bei Puna Sachsen Oe Kranken
•urden in Jer Revel von anderen Anstalten Jorrnm erbracht und binnen kürze-
ster Frist getötet zunächst veraltet, nut Imcktiowcn getötet l -abgcsptitzl-) und
»chiictUich vergast Ab Anfang !***) folgte die massenhafte Ermordung (nach
-Probevergasungen- rn »fcn annektier len (»tnicfkn Gebieten und in Branden-
burg! m -* Gaskammer*, die meist ah Duschraiunc ec tarnt »aren Ser» endet
»urde Kohlenmonoxid, das m Stahltlaschen an teile tert und aufhewahn »urde.
Verstrickt waren in diese Aklnwi mehrere Gremien mit Deskri.uncn wie -Rckhs-
arheitsgcmcinschalt Heil und Pfleecanstalicn- «»Jer -Gemetnoulngc Kranken-
transport GmbH* in WuthchkrM waren <ae für dte Torungen zustamfig (he
Kranken ahnten zumeist »as ihnen bx-sorMand mochten die ftansporie auch
getarnt sein w erhielten daher Beiuhigunesmittcl damit sie den Ablauf sirr
Mordaktion nicht stonen
Die den Angehörigen nach dem -plötzlichen Ableben- mitec'eshcn Diagnosen
oder lodcsaisachen »aren Irrt erfunden Es kam vor Jab Kranke. denen schon
Jahre zuvor der Blinddarm operativ entfernt ».irden war aneebheh an einer
-Blinddarmentzündung- verdorben waren Die Ieichen »urden den Angehöri-
gen nicht zum Begräbnis ubertavsen sondern rasch verbrannt, ab<irund gab man
Seucbcngelahr an Es gab an I M und Stelle Sonderslandcsamtcr Die I nten »ui
den nicht zentral autgegehen sondern an mehreren umliegenden (Inen um bet
der örtlichen Bevölkerung kernen Verdacht autkommca zu lassen tzum Beispiel
für die Anstalt Grafeneck in Münsingen 1 (rotzdem drangen Gerüchte nach
auBen
Getötet wurden keineswegs nur < ieisteskrankc. «widern auch Patienten nut chro-
nischen Krankheiten vor allem Tuberkulose Arteriosklerose und Krebs Hesoo
Jers gefährdet »area vlraffalhg gewordene Geisteskranke Zuruckhaltctufcf war
man nur bn Knegstetlnchmcra vor allem solchen mit mililansctien kuvo hnwi
gen und bet sehr alten Menschen ausgenrnnmen Senile «he irgendwann einmal
HM dem Gewetz in Konflikt geGmunen waren Selbst in gewöhnlichen Altcnhei
men begann man eich nach hsieskanJid.it en umzusehen
(he svMcmatisctee Ermordung von indischen Kranken begann im gleichen Zeit-
raum an September l<Mt>. ah.» deutlich vor dem Beginn der gt»4cn - Deporta
247 Medui»
turnen der deutschen Juden aus Jem Rcn.fi und dem Besinn «Jes Holocaust Bei
der Auswahl dieser Kranken «urde ohne Bedenken »et fahr en. es genügte. Jude
ZU sein l her «Jen genauen Ablaut dieser Mordaktion ist bislang wenig bekannt
Die SatKiuls-viairslen bereiteten den M<*d an den Geisteskranken und anderen
Menschen ebento wvlcmattwh vvr wie den miOnmeafdetoen M«<d an den Jaden,
aber mehr einmal auf dem Gipfel seiner Macht hat Hitler gesagt diese Massen-
morde zuzugefvrn obw<4vl J. sh die -Vernichtung kfx nsunweiten leben»- in sei
nen Augen nur eine -Erlösung- Ihr die Kranken bedeutete AK die Boten l«Ui
über Bielefeld Bomben ab»arten und «labet tn Bethel Kinder gelotet wurden. er-
folgte em Aufschrei im Roch Ruchlose \ erbrechen an Bethel- schrieb die
Uevfu/ochr /nnorg -Auf «he Ärmsten »ler Armen auf die Schwächsten «ler
Schwachen ..- Man verglich diesen hall mit dem KmJermor«f von Bethlehem
Die SS Führung hielt «las deutsche Solk für nicht -reif- für «itcsc Aktion. «Jäher
»urde sae ihm verschwiegen und *»c crlolgte auch ohne gesetzliche (»nindiagc-
Bekannt »urden «he T.wiingc« tnu/dem Sehern «m Februar BMifkam es zu Prote-
sten au» «ler Bcv«4kctung. auch von SSDAP-Mitgliedern, die meimcn. daft -nur
bei v-odig Icbctrsunwcrten Kranken ohne Seelenleben* eine Tötung gerechtfertigt
sei
Es kam mehl zu aktivem UidcrMand in «Jet deutschen Bevölkerung, sondern zu
Verweigerung, zu Sicht-Koopctauo* In Bethel betsptchwcnc »eigene och der
Leiter der Anstalt Fntz von Bo«iclsch»mgh der durchaus selbst Begriffe »re
•lehrncunwenev (eben- serwcnJcK- die Meldebogen tur den Abtransport
v«m Kranken auczustcBcn Er »andle sich mit seinem Protest auch an namhafte
deutsche Psvchialet Det Chefarzt der BctlK-hchcn Anstalt erstattete Anzeige
• egen M.«des als er »on absachtiichea I önmgen von Kranken erfuhr Der Chef-
arzt der Anstalten 'scucndettclsa* Boeckh protestierte tm OkloKrr l<Mtt dage-
gen. daß Pfleger Berichte verfälschten, um der Kranken habhaft ru wer«len
Ah B«vkh zut UchrnMchl emherufcn wurde, heft seine Xachl«4gcrin «he Kinder
abbokn
Einzelne evangelische Bisch«Me wie der wurtt.-mbercischc l anJeshtsch.>1 Theo
phil Wurm prinesttcrtcn im Juli 1*** Die -» Bekennende Kirche lieft un Oktolvt
1940 ein Gutachten über «Be Euthanasie ausarbettc-n Sach mehreren Klanen
mußte RcK-hMustizmimster (»(inner handeln entweder den Morden Einhalt ge-
bieten 'di eme gesetzhehe Grundlage herstellen Gurrncr versuchte dx Klager
mit dem Hinweis ru beschwichtigen, den Tötungen läge ein Befehl Hitlers zu-
grunde Einem Ri.hlcr schriebet Wenn Sic «fcn W illen des Führers ah Rechts
r rund Lire mehl anerkennen können «iann können Sie nicht Richter bieiben •
Dk-vc Äußerung ist aufschtaftrcKh auch mit Bteck auf den Hofcvausl E* genügte
«las gesprochene W.et HiiIctv um «fcrartig weitiewhcmk M-wdaktnmen duich-
zufuhren
Die Proteste nahmen z* vrw allem v<m seilen der lusitz und der Kirchen Erste
Einsprüche richteten katholisch« Bi«ch.»te direkt an die Retcbskanzlci Kardinal
Adolf Bertram al» Vorsitzender der Fuldaer Btwh«4sk«mfcte*z wurde u * v«m
Mcdirin
dem Münsteraner Bnchof l lernens August Graf son Galen ccdianzt. etwas zu
unternehmen Ei zeterte Heftig war dagegen die Stellungnahme Kardinal
Michael Faulhabers -Ob der Standpunkt der Kirche unabänderlich- sei. fragte
er -So unabänderlich «K du' Gebot - Da8 die Tötung angeblich auf humane
VS eise geschah, hielt er für irrelevant -Es handelt sich tur um nicht um das Wie.
undcni um die lalcache der Beseitiguag - Im Sommer 1*41 hielt Hncherf Galen
mehrere empörte Predigten gegen die Euthanasie Er appellierte an Jen Eber-
lebcmwunsch seiner Hörer -letzt <and es die l nproduktiven-. nct cf -Wann
sind die anderen an der Reifte ’•
Die englischen Medien nahmen das Thema etsenfaUs aut Im August 1*41 verkün-
dete die BBC -Im hier noch cm Kommentar notwendig' In den Konzentrations-
lagern Mord' In den Irrenanstalten: Mord’ In den Altersheimen Mied' I nd
Mord an der deutschen Jugend aul den Schlac-htfeklem son RtuUand'-
l'ntei Jem Eindruck, dieser Proteste horten die IÖlungen nicht aut ue wurden
nur an anderem Ort t»<tgesetzt Ende I *4o endeten die Morde in Grateneck. aber
das Personal zog um nach Hadamar und machte dort weilet Ende August 1*41
wurde die Euthanasie son Hitler offiziell gestoppt sie lief icdoch im geheimen
weiter Gtew-hzcilig »erstarkte man die Pnpaganda zugunsten der Euthanasie.
In den Kinos erschien 1*11 der Film hh kjigr an. der mit cmraiuaaJcn Mitteln
den Zuschauem die -Logik- der Euthanasie klarmachcn sollte Im Kos cm her
1*42 suchte eine hochrangige Kommiss*« pst ehest rische Anstalten aul. un dort
-» -Asoziale- tur die Tötung auszusuchen Darüber hinaus entledigten sich
Gefängnisse und pvvvhutnschc Anstalten kutan ihrer -unerwünschten- Insas-
sen auch mittels -Vernichtun- durch Arbeit- Mancherorts - selbst innerhalb
des Ahrek.be nahm das Mieden erst kurz »or dem 1 inmarssh der Alliierten
ein Ende. I ber diese Anstaltstnocde existieren bislang kaum zu» erlas cigv Er-
kenn tlUMC
Dk Aktion 1 4 selbst ist beule ziemlich gut erforscht Ihr fielen mehr ah
XlttJi Menschen zum Opfer der spateren -wilden- EuthanasK schalzungswctK
weitere $0<(l> Menschen Man bezeichnet diese spatere Form zu l nrccht ah
-wilde- Euthanasie Auch sie war durchaus organoiert und erfolgte puncfl
Nach Jem igtiziehen Ende der Aktnm I 4 begann im Herbst 1*41 in den Konzen
trationslagcrn Jk -» Aktion 14 I 15 Dk Bezeichnung • 14 I 13- stammt so« dem
Aktenzeichen des Inspekteurs der KZ Diese Aktion wird auch ah -Invalidcn-
.Aktnm- iKZcichnet. denn sie erstreckte Mch »« allem aut Personen dse ohne
E’nlersuchung zu Invaliden erklärt wurden ORiZkQ starben Jk Opfer eines
naturliehen lode» un KZ der lod wurde dort auch beurkundet Diese Vernich
tuagsakiK« land mehl in ahen I agern stall, sondern nur in einigen ausgesuchten
VcnuchtungssUitcn wie -» Hartbeim bet Linz. -a Mauthausen. —» Bclzcc.
-♦ Auschwitz und — < belrnno
Weitere Mradaktsonen richteten seh gezielt gegen ausgcwahltc Gruppen, eine
davon war die Iotung rassisch Mißhcbiger ehe seit 1*42 in Gang war und vor-
wiegend -ludcnnuKhimgc- trat Eine andere war dK Aktion Brandl Auch w
nette auf unerwünschte Personen ab auf rassisch LoerwurechU -.Asoziale-
Geisteskranke aufsässige Owarbcilcr u. a.. die Aktion ist bnlang noch wenig et
forscht
Die Menschen»ersuche
Zur nationalsozialistischen Medizin muß man auch Jk Menschen» ersuche zahlen,
die wahrend des Krieges in einer Reihe von KZ »tatifanJcn An Jen unter
Mißachtung aller ärztlichen Standards durchgeführten Versuchen waren neben
Ärzten bzw als .Arzte der Wehrmacht und der SS namhafte W memchattler ange-
sehener Forschungsctnrichtunger. einschließlich der l niver»itaten beteiligt Dk
Fragestellungen dieser Menschen»ersuche waren unsinnig.die Eigcbtussc nichts-
sagend Die Versuche mit Cholera und Fleckncbeicrregern. mit Sulfonamiden
u»w . die- planvoll zum lode führenden l mcrkuhlunten - vor allem an sowjeti-
schen Gefangenen erprobt - waren wissenschaftlich unhaltbar und bestialisch Sk
wurden icdoch. teils noch nach dem Kneg gutgcheiBcn oder als zwar grausam,
aber für ök Forschung wertvoll dargcvleih Dk Verbrechen der Menschen»et
suche stehen m keinem Verhältnis zu etwaigen Forvchungserge brassen
Die NS-Mcdtzin un L rtcil der Forschung
Ziel der NS-Medizin war cs die wertvoll erscheinende -arische- ctbgcsunde Be-
völkerung zu fordern ihre Gesundheit und vor allem ihre Leistungsfähigkeit zu
vertKesern. damit sie in stetem -Kampf ums Dasein- andere Völker leichter an
den Rand dringen konnte Aber es war ihr wenig Erfolg besetuedea Det Terror
der Nationalsozialisten und der von ihnen entfesselte Kneg erlaubten der Hcil-
kunsl keine bedeutenden Erfolge Der Gesundheitszustand »Jer Deutschen »er
besserte »eh in der NS Zeit keineswegs, wenn man die Zahl der Krankenhausta-
gc ab Maßstab beranZKht 1952 waren insgesamt ort Millionen Deutsche zelt-
weise im Krankenhaus, im letzten VorkrtegMahe 19W. jedoch SA Millionen taller-
dings war jetzt die Bevölkerung det -Ostmark- hmzugckienmcn i Dk Pro-Kopf
Ausgaben für kasscnbczahlte Arzneien nahmen sogar rwvh zu denn Arzte ver-
ordneten neben Jen Mitteln de» Schulmedizin auch solche Jer »hudogKchen
Medizin-
Die • positiv en- eugenischen Maßnahmen zeitigten weniger gewünschte Erfolge
als die negativen Weder gelang die Anhebung der Geburtenziffer Uber einen
längeren Zeitraum <im Kneg fiel sk ohnehin wieder abt mvh die -Aufnordung-
der Deutschen Erfolgreich war die Medizin im Zuiückdra-igcn det Säuglings
Sterblichkeit, die son 77 Todesfällen je 1000 Geburten im JWir 1933 auf «• im
Jahr 1*39 zuruckgtng. tm Kneg indessen wieder ansbeg Ab 1939 zeigte «eh ganz
deutsch daß die Piüitik nicht auf Heilen und Lehen angelegt war umdem auf
Eroberung und Tölen - dfe Dezmoerung des eigenen Volkes wurde dabei in Kauf
genommen
Mrdina **
Hitler tune son Ärzten - anders ab von Juristen - eine hebe Meinung. und Arzte
wäre* in der NSDAP auch stark »ettrelen Sic wäre« alkrdmc» nacht mehr im
Sinne der traditionellen Medizin allem tur Heilen und Helfen zuständig sie lul-
len darulx-t hinaus die Auswahl über die Vernichtung einzelner n treffen und
nahmen seiber Tötungen »or Die Nanonalsoziahslcn hoben dsc Schranke zwi-
schen Heden und TMen auf. sae verwischten damit die <irewze zwischen Arzt und
Henker Im Dritten Resch nahm die Zahl der Arzte m Deutschland stark zu Ihre
Zahl stieg »on deutlich unter «mtl auf lasl Miign Allerdings wurde dw Aus-
bildung verkürzt um rasch möglichst siele junge Mediziner ins Feld fuhren zu
können. entspicchrnd huch waten die Krieesverluslc unter Medizinern
Im Ns Maat kam es - leds heabsKhltgt leih nxhl - zu Trschemungcn. die man
heute gelegentlich ah •Modernisierung- berechnet Dazu konnte man auch die
Tatsache zahlen daß zu Beginn der Ns Herrschaft nur emet «<m 2n krzten cme
Frau war. |u*5 jedich jeder achte
tm großen und ganzen nahm jedich der l ct*tungs»tandard der deutschen Medmn
n diesen Iahten ab. und Jk k crtreibunr der Juden und det lUdnchen Arzte -
aus Deutschland schädigte säe nachhaltig zumal mc sich während des Dnrtcn
Reiches selbst zum Teil demonstrativ vsm der mtcrnatwnaien wissenschaftlichen
Gemeinschaft ausschloß
Bau. Woäga« BarMei DM iHe> Meätra — 'Mm f*r UpM Hu M«rrr <Dk*m
Helte ai.Mnchra ISNs
Fra.Sueben <Hg > lli-a.>* -U GrsMüMmpukwä M k* W-ZM MiäSlo IW1
Jaüde. Urwetr Pu Vrar a*f dv Adot /»M An knM Manhea !*U
haart Muhen H enärr HM ( harr' tbälawäu« >«ai
Kk-e I™“ !*•»«< m SS Saas ZW -lr~ *a—«käiiwnuaww Leäwea- Freak tun Mua
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kualleca InWat Ar-U M S«>wais.TidroM K.M IWF
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Maasheehdl Aksaaürr Fred Mehr Wrdcui <A*r Uewa »*. M<~ f ruwtun m Mara tmo
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SsMairai Hta> »Ura «aesraäirMwr Sa»«a»eraauxM t .rhaawir Gmu*a IMt
Woa«M’ Häer Hege» K/I'B Kart Rasanz K-—— MM mW (r*u.Mr ärr Fagona rast Ra»
rauäremar * Ihawiäira < Fraullart aar Mara 1M
251
Sport
Von Wulf- Dieter Mal tausch
Basierend auf Jen kotstellunrcn Adolf Hitlers und den acltinciuulKhen
Grundlagen des -» Nahonahozialnmus i Rasse nickte -» Antisc mit Ismus. -» So-
zukUnamrsmus. -» Faschismus I sowie den Frtahmr.gen aus der —s -Kampgzeit-
fand der Sport (die Leibeserziehung) al» Politik bet Spei (ah IMilrc.be Leibes
erzsehung) eme entsprechende Ausrichtung Bereits in Hitlers -» Mrtn Kumpf
wurde immiBversundhch ausgesprichen daß der -solktvehe Mut« seine gesam-
te Erziehungsarbeit in erster Linie nicht auf das Embleucn bkvßcn Wissens ein/w-
stcUcn habe, -sondern auf da» HctanzUchtco kerngesunder Körper- Für Hitler
war ein wissenschaftlich wenig gebildeter aber körperiicki gesunder Mensch wert
voller ah ein -geistreicher Vhsxhkmi- So erhielt ein hcbcntwickcltev körper
lidt-spurtliches Leistungsvermögen äußerliche Beweiskraft und wurde durch die
Rasacntbcorie unterfuttert und mit du verbunden In der WtfurrzteKune der
deutuhen JufrnJ von |9Vi war nachzukscn daß -der Geist des Angnffs der
tierst der nordischen Rasse- sei -Er wirkt in ihrem Blut Es lockt und zieht auf
zubrechcn. ru waadern und zu überwinden um des Frohem» willen . AK der
•ewige Buugtund- der naUunaboziahstischcti Erziehung wurden - Rasse, kolks-
gcmcinschaft und Fuhrcrttun- angesehen die aul dem -Glauben an die Heilig
kett des deutschen Blutes und der deutschen Rasse- beruhen sollten
Diese Theorie wurde zusammen mit den 1935 erlassenen —♦ Nurnfxrrgcr Gesei-
ren m die natKinaisiwialistrschc Turn und Sp>rthcwcitunr infdtncn Da» Lind
auch semen Niederschlag tm Schrifttum der NS-Zeit, so bcispiekwesc tn der
Facftzcwschnlt Piditiuhe lurbner~iehung von 19W> m det en u a hieß >Was die
Gesetzgebung des Staates zum Schutz des deut-chen Blutes erreichen »dl. |muß|
die deutsche Leibeserziehung praktisch sewtehen und unterstützen Die kostbare
solkiscbe Substanz, das deutsche Blut das die Leiber der einzelnen tonnt, tsi
auch die natürliche Substanz der Leibesübungen -
Einsatz für dK Gemeinschaft. Krafthewußucm. Rasscrcmheu. soldatische Hai
Um» Treue zur Mannschaft und Volksgesundheit hießen die oft genannten
Erziehungsziele des nationahozialistischcn Sporte Im diese tn Je Turn- und
Sportbewegung hineinzuiragen wurden in allen Veremcn und Leitungen soge-
nannte Dietwarte eingesetzt, du in Jen -Dicipulungen- die völkische Haltune
der Sportler kontrollierten -Volkskundesortrage- m denen bewmden die Juden
ab -feige und faul- verleumdet wurden, waren Bestandteil der \cremstaitgkeit
Auch der humanistische (inuidrvhalt der .dvmptsehen Idee der Neuzeit und der
— Ohmpiscben Spiele, die 19.W in Berlin auf Jem — RcKh-sportfcld ausgetragen
wurden, wurde ab -Gctsl der knocheuwckhcn VoKerscnohnung- scrunghmph
Selbst in sportartspezifischen Lehrbüchern wie HalU-nkump^ptefe aus dem Jahr
!9Vt wurde behauptet daß nur cm -rassisch reiner Körper- Höchst leist ungen
sollbnngen könne und deshalb für die Sputmannschaften -Einheitlichkeit ihrer
rassischen Zusammensetzung »cm ataachlaggchcndcr Bedeutimg- sei
V* >• l-LAui w Wnttjtm tan IV*
Der PnwcU 4<r -Neuordnung sic» deutschen Spurt»- im Dorten Reich begann
nach emer Phase der sponhehen K<wizepii.»nsk<Mgkcit un Rahmen der urofassen-
den -» - Vfacbtergrcifung- und M.Kft1sict>cnmg der NatwinaKiziahMca mit der
ZcrxtiUrunr der .milwhitk-n Arbeit er-Tum und Sf"rltv*rj«n« in Jer An
Unt der dreißiger Jahre in Dcutcshlirxl mehr ah I2 Mi 11»men ArbeMer»p<tler
in serschxdencn Verbinden ocganisacrl waren und der mehr lalcf weniger er-
zwungenen Selbstaufkisunc der Lkachscrbande de» Hirtcrlekn Sports in
Deutschland < i le ich zeitig wursten die SpoeiserbjiHte im Sinne der naluaiakvoru
lis tischen -» Mcutope tnckAttiniert und der Ausschluß der judochen Sp.etter aus
den meisten Fachs erbwnden voOzoge-n ohne daß die politische Führung die» Mi-
te nachdrücklich fordern müssen
Im Marz 1933 wurde die K.imptevreemschaft tur Role SpKtcmhcit IK<»I der
son det Komm uni »iixhen Partei Deutschland» . KPDl heeinfluBlc Teil der Arbei
ter Turn und Sportorganisation mit ihren JOOt' Vereinen und etwa 25d 000 Mit-
gliedern »crtvMcn und ihr Vermögen bewhUgnahml Am 27 Juni NU folgte
em RundetlaB des RcKhsmnenminrstcriums an die Landesregierungen -I ber
den Neuaufbau der .kutwten Sportorganisationen., m Jem cs hieß daß der
• Massensport- endgültig zu serschwuxten habe Da« Vermögen der aufgelösten
Arbeiter Turn und Sportvereine wurde beschlagnahmt und von -Treuhändern-
der lAslizci verwaltet Die Veremsmitgheder durften »pater nur einzeln und nach
Benennung tun zwei Burgen und einer schriftlichen Lmalualscritarung m den
-» Deutschen Rcivhsbund lur Leibesübungen <DRB > uuUcnuauncn weiden.
Am 28 April 1933 erfolgte die Ernennung des S A-CinippentUhrcrs Hans »on
Tschainmci und Osten zum Rcnhsaommtssar lur Turnen und Sport (Reichs-
sportkummissat) Tschummel uerfugu: am 1" Mai 1933 die .Auflösung des Deut
sehen Rechsausachussc» für Leibesübungen tDRAI. der DachurganMtion der
bürgerlichen Turn- und Sportserbatute
AI» Vichfolgcortani»atn>n wurde am 24. Juli 1934 der DRB geschaffen, als na
t>oaah»viali»lis»hcT Fmheitvbund unter der autoritären leituac des sie» det
Regierung berufenen — RcichssportJuhrcrs sem f «strammer Der DRH ersetzte
die bisherigen Spnrtvcrtxinde durch 21 Rctchsiadumler Die Eustcnz «ier 4)000
Sport» er eme in Deutschland wurde nicht in Frage gestellt Die traditu<nclk Ein
leiiung ra -* Gaus blieb ebenfalls erhalten Die politische Führung Je» national
sozuiistrschcn Sports übernahmen »he von Tschammer eingesetzten Gau- und
Bezirk «her ult ragt en
Nachdem reit der 1933 begonnenen Gleichschaltung der Lander, deren Hotocils-
rcchte 1934 aut das Reich abergmgea wurde auch cm — ReKhsrnnistcniici für
Vki«enschatt Erziehung und Volksbildung gegründet RcKh»crzichunr»m«ntsiet
Bernhard Rust uniersland direkt das »on Mintsicriakiircklor Karl Kriunmci ge-
Icitetc Amt für körper liehe Erziehung mH seinen zwo Abteilungen Körper-
liche Erziehung der Lehrer und Studierenden «uw« Körperliche Erziehung der
Jugend E» wat die oberste staalhchc Ihen»ivielte für alle Formen der körperlich
sportlichen Bildung und Erziehung in den Schuten und H»Ktrchulcn Je» Dritten
Rcwhc» Ab I9U muhte icdcr Student ab HiatUhrung zum SA Mann bt» zum
Sport 2M
dritten Semester eure »pixllacbc Grundausbildung von drei tw» »»er Wuchenstun
den ataolviercn 1937 verfugte Ruvi da Erweiterung des Schulsports aut tunt
Vtoehenaunden I9.W> gründeten der RcKhsinncnmrrusier der Reietecrnchungs-
minnrer und der RcKhMfs«rtfuhrcr ah Ersatz für die aufgekMc Deutsche Hoch-
schule tur Litvsubuncen die Reichsakademie tur leitvsuhunrcn 'ne wurde bet
Kriegsausbruch 1939 geschlossen
Der Ml sieh widersprüchliche Prozeß der »Seuordnung« des deutschen Sporn
durch Jie SnMrulsvuihtcn dauerte bis 1936 an Sfsvrt verbände die nicht in
Einklang nut der nalMxiahozialnlBcbcn Ideologie ru bringen waren, wurden »er-
bosen Das betrat wir allem neben den proletarischen die jüdischen und kontes-
sMmcIlcn Spurtverbandc Dennoch lebte der < wganisiertc |Udrsche Spiel br» in «las
fahr 1938 m den healen großen Verbanden -Schdd- und *Makksh»- weder. Mal
der Verbannung der Juden in Deutschland au* dem >4lenllahen l eben nach der
— Reid»knstahnacbt von 9. Noscrnber 1938 endete auch deren sportliche Ver-
euKtatigketi
Inter dem Druck der Kuakurreru durch die SS-Gemeinschaft -• «Kratt durch
Freude* (KdF) und den SA Sport gelang es Ischatnmer «chbekUieh bei Hitler
eine fwUitwchc Aufwertung der Leitungstätigkeit des DRB durcluuset/en. Mit
einem Führcrerütt vom 21 Dezember 19> wurde der Deutsche Rewhtbtind
sp«,
für Leibesübungen zum -» Nauonalsozuhstischcn RcichsbunJ für Lcibcvuisun
ften (NSRL l MW politischer Verantwortung der NSDAP proktamacrt So wurde
der NSRL »tm emer durch die NSDAP -betreuten- zu emer »on dir konlroüier
ten (ktiniuion Gleichzeitig entfiel Jamil auch die lUinlKhe Selbständigkeit
der Sc reine deren Vermögen tn da» Ejpen tum der NSDAP ubcieiru>. Die Grün-
dung de» NSRl beseitigte außerdem da» ohnehin nur noch formale Recht die
Vereinsluhrer zu wählen Der temtonaie Aufbau des NSRL erfolgte entspre-
chet*! dem der NSDAP, wobei mitunter mehrere < uue die Sport bereiche NIJe
ten. Nach dem Tod T schäm mers am 25. Marz 1943 Übernahm Karl Ritter »on Halt
am Ix September 1*14 da» Amt des Rcichssporttuhrct»
Die nationale vialisliKbe l eibcscrziehung und der Sport nahmen tm »lelfahigen
Gctugc »un Gliederungen und angcachknacnca Oreannatiunen der NSDAP ei-
nen groflen Raum em Die beerte -Sportoffcnusc- der Natwrnahozaalulcn et-
«rechte sich wen Uber den NsRL hinaus Mit sser Millionen Mitgliedern Ende
1933 kam der —• SA dabei die grutite Bedeutung zu S« et Nm ab • Trägerin det
Idee- auch in der Sprituhrunt Anspruch auf SchlüsseIpuMlronen Der Sport »oU-
le ah Leitbild der natioaahcusalauiscbcn Leibeserziehung gehen. Er war GcUn
dc- Kampf- und Wehrsport In ANehruang der nur auf Sport spezialisierten
-Spurtstandartcn- deutete da? SA miütan^h« I bungen wie Marsche. I aute. das
l bcTwmdcn »on Hindernissen m Uruforrn Schieben und den Handgtanatenwurl
zu Sportdisziplinen um. Im Unterschied zum Sportplatz bei den Sportvereinen
gah hier die HinüemisaampiKihn ah Hauptubungtuattc
Die -» SS benötigte eine längere Anlaufzeit, um »tsh auch rm Sport zu etablieren
Mit der Errichtung des Amtes fut Leibesübungen tm SS-Hauptamt am 1. Marz
1937 wuchs die Bedeutung de» Sport» für die Ausbildung de» SS Manne» Mn
Spitzenleistungen ihrer Reit-und Fechtmaanschaften bewies die SS ihre sportli-
che LeMungsUhigkeii Reinhard Heidrich übernahm 1 *•• ifec Leitung des Fach-
amres Fechten tm NSRL. Nach seinem Tod führte det General det Waffen-SS
Rautcr d»c»c» Amt werter
Die — Hiller Jugend i HJ) betrieb im R.ihmen der national».izudistischen Erzie-
hung eine intensisc kirpcrlehc Ausbildung, deren Krönung der Gclandedicnst
war. Das Goetz Uber die IU am dem Jahr 1936 erklärte uc zur - Staat», ugend-
und Übertrug ihr die körperliche genüge und charakterliche Erziehung der ge
samten deutschen Jugend Das bedeutete daß die Vereine <Je» NsRl keine Ju-
gendlichen unter 14 Jahren betreuen durften Diese mußten in Jas Deutsche
Jungsolk (DJ) der HJ Obcrfuhrt werden. Nur Jk freiwillige Sportbcutigung »on
HJ Mitgliedern oberhalb diese» Alter« »erbiu-b hei den Vereinen, deren Jugend
warte aber ebenfalls Jer HJ angeboren mußten Gleiche Regelungen galten tur
den Bund Deutscher Madel (BDMl und tur d* l* bi» 21 Hängen un 193h ge-
gründeten BDM-Wcrk -Glaube und Schönheit- Die Organisation Jes HJ Sports
leihen »ich da» Amt für Leibesübungen und da» Amt für körperliche Ertüch-
tigung. Die Atubildunz beruhte aut einer -Grundschule der Leibesübungen-
ergänzt durch Schlehen (ieUndcsj»it und Fahrt und lager Für lechnncbc
Sportarten wurden Sonderetnheitrn wie Manne-, Reiter-. Flieger und Nacht ich
len-HJ gebildet f — Jugend k
Del natumalsozuiHslischc Gewclk'chaftsetsatz —» Deutsche Arbeitsfront (DAF)
gründete >934 ab Freizeit und Erhol unesorganisation die- NS-l Gemeinschaft
Kraft durch Freude in der populärer informeller Massensport der •weiktall-
gen Ik-volkciung- nach dem Modell der faschistischen italienischen Feierabend-
Organisation Dopolavoro betrieben wurde Der schnelle Aufbau des System»
diente zugleich der Arbeitsbeschaffung für Hunderte stellenloser Sportlehrer in
Deutschland Durch ein breite» Angebot von Kursen vielfältige! Art zu mini-
malen < »cbuhiin er/-. । \nt.mgverfolge KdF wurde damit zu einer
bedrohlichen Konkurrenz lur den DRB NSRI Der Kdl -Sport fand sein Gegen-
stück in der vorn • Reichsnährstand organisierten sportlichen Bctätiguni: der
landbcvolkerune
Die 1936 ins Leben gerufenen > Ordensburgen. Ausbddungsstalten zur Schulung
der hauptberuflichen politischen I eiter der NSDAP leisteten mit härtester
körperlich-sportlicher Bildung ihren Beitrag zur nationalsozialistischen Führer-
auslesc Dabei beriefen 'xh die Nationalsorialtsien in einer Art Imitation all*
germanischen Gefofgschaftsdienstes aul die Iradition des Rittertums Ziel war cs
in mntionantchct Verstiegenheit . den .Anspruch aul Ikircnnicnvchcntum*
durchzusetzen Die erste Phase det K-mzeption der Fuhrerauslese stellte die
scchsklassige — Adoll-Hitler-Schule dar Iht sollten stehen Jahre berufliche
Bewahrung folgen und anschließend lut drei bis vier Jahre die .Aufnahme in die
Ordensburg An den Adolf-Hiller Schulen. die unmittelbar der NSDAP unter-
standen. war die txibescrzichung mit sechs bn acht Wixhenstundcn an der Spitze
der Stundentafel zu finden Im Zweiten Weltkrieg verlagerte 'ich det Schwei
punkt auf die Vkehrertuchtigung
Inden —• National|wditischen Erziehungsanstalten (Napola). die im liege nsatz zu
den Adolf-Hitler Schulen dem Reichscrzichungsministcrium unterstanden, kam
der Leibeserziehung die zentrale Erziehung'funktion zu Der Ausbildungsweg
unterschied grundständige I etbesübungen. wie z. B LeKhtathleiik.Gcrilcturncn.
Schwimmen und K.irnplspielc von weiterführenden Leibesubungen wie Boxen,
fechten. Ruten Segelfliegen u .1 Diese vielseitige Ausbildung zielte insbesonde-
re aut Wehrertuchlivung ab Höhepunkte des Gelände und Wehrsports waren
viell.iltigc I .igci Geländeübungen und Manöver
I Urr<lM
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Siraon Haiw u .1 Ihr K->rrrrht»M m ZA ui-. na >V/7»r> /Urt Ikrtm l*»**
2S7
Technik
Von K.itl-Hemz Taidwig
In den Mebzieer Jahren wurde das Ibcma Nationalsozialismus und Technik erst
mah gründlicher abgchandclt. damals im Zusammenhang mit der Heraustordc
rung durch die Erumerunffn Alben Speers nach dessen Entlassung aus dem
Spandauer Knegsvcrbrcchcrgetangrus Rund zehn Jahre nach der Untersuchung
des Verfassers Uber Irchnik und In^niturc un Onttcn Hcuh (1974) werteten
amerikanische f orscher - allen voran J Herl t 19K4) - die allgemeine Technik I i
tetatur der zwanziger und dreißiger Jahte spezifisch wenngleich noch keineswegs
umfassend aus. Dabei nahmen sic einen dcutschiutional geprägten -rcaitionarv
modemnm. wahr Die schwierige Bcgnlflichkcit des Wortes - Technik- umfaßt
bei alledem jeweils die (moderner Realtechnik oder - so in der angloamcnkani
sehen Diskussion - »lechno4ogy-av-ob,ect«; gelegentlich erscheint sic aber auch
ausgewcitet auf immaterielle Tcchtukcn und cm ganzes System der - mogln, her
weise dann auch verkehrten - Zweck Mittel-Relation. Ebenfalls in den achtziger
Jahren befaßte sich eine Reihe kleinerer Studien mit der Wechselwirkung zwi
sehen Nationalsozialismus auf der einen und Heimat- und Naturwhulz aul der
anderen Seile. Mchterc Arbeiten untersuchten Innovationen im Kominumk.i
Uonsbcrcwh sowie den Bau der —• Autobahnen, letzteren auch un Hinblick auf
einen zugehörigen Uindschaltsschutz der partiell ökologische Maßstabc erken
nen zu geben schien.
In der zweiten Hälfte dci achtziger Jahre entstanden in einem ersten Akt beson
derer geschichtlicher Aufarbeitung Studien ober die -» Emigration indischer
Ingenieure aus Deutschland und Österreich Sie wurden u. a durch den Verein
Deutscher Ingenieure <VDI) gefordert, der die Entlassung seiner lUdnchen Mit-
glieder tm Dritten Reich als schuldhafte Verstrickung verstand und bedauerte.
In den neunziger Jahren ichwotl der publizistische Strom zum IK-ma National
Sozialismus und Technik erneut an. angeregt und getragen nunmehr auch von der
universitär .nivgcbautcn Kulturwissenschaft. die in einem von U I mmench und
C. Wege hcrausgcgclx.-ncn Sammclband die nationalsozialistische Tcchnikauffas
sung bereit» nut der historisch tcalsozialislischcn vergleicht. I ngenugend geklärt
ist allerdings immer noch ein Hauptwiderspruch der Weimarer Zeit, der sich
herausbildcte als die traditionellen Arbeiterparteien und Gcwerkschatien - ver-
meintlich theoretisch fundiert - auf technischem Fortschritt bestanden, um das
kapitalistische Wirtschafts und Gcvclladuftsayatcm ru überwinden oder es
zumindest im Sinne einer Wirtschaftsdemokratie zu verändern wahrend von
konservativer Seite aus die moderne lechmk und darauf gründende Zukunft»-
hotlnungen radikal in Frage gestellt wurden. Dementsprechend ziehen sich
widersprüchliche Reflexionen bs* in die gegenwärtige Debatte über National
Sozialismus und Modernisierung hinein, die im Blick auf technikhtstomche
Prozesse deutliche Defizite aufwetsl
Technik
’M»
lechnikserstiuidni» im nulionaKozialtslischen Weltbild
Schon die Weimarer Zeit mit ihren okonomischen Krisenerscheinungen rief eme
literarische und damit gesellschaftliche Di»ku»»ion Uber die lechnik hervor
Naturgemäß muhte sich der entstandene -Streit um die Technik* (Friedrich tXer>-
sauer! in der großen kkirt»shiilt»knsc seit I9>< »erseh ulen Ausciti.igi n wurde er
weniger in den Wirtschaft*- oder in den Technikwisscnschaften. die »on der da-
mals fühlenden Geisteswissenschaft kaum jcmal» in interdisziplinär» Gespräche
eingebunden wurden sondern vor allem unter sogenannten Kultur- oder wie
man bald lein unterschied - Zi»thMtiomkriUkcrn feder Couleur Sian war damals
beinahe durchweg der Ansicht daß die zunehmende Masse von Arbeitslosen in
einem überstrapazierten Industries»slcm ohne Hoffnung aul dauerhafte Besse-
rung in erster Lame infolge technischer Ratmnabsicrungsmaßnahrmm entstand.
Iker Kulturphilosoph Oswald Spengler der in seinem sielzrlwrlen Werk Ihr l 'n-
Izrgung dm Tbenif/um/r» (2 BdeI9IIV22) mit der Modernisierung al» fatalisti-
schem Verhängnis abgerechnet hatte, präzisierte 1931 in Der Mauch und die
fechruh die Wunschsorstellunren zahlreicher /ctipenossen nach durchgreifen-
den Reformen ♦ ... man mochte aus dem Zwang seelenloser Tätigkeiten, aut
der Sklaverei der Maschine, au» der klaren und kalten Atmosphäre technischer
Organisation heraus - Selbst studierende technischer Hochschulen, lur die der
akademische Stellenmnrkt immer enger wurde, sahen 1932 den einzigen Ausweg
aus der allumfassenden Krise in emer Re Agransicrung Sic griffen bestimmte
Meinungen übet einen erforderlichen neuen -* I ebcnsiaum auf. die det Nalto-
naKozralismu» bereits in den fui ihn ttprsshen Zusammenhang mit rassemdcoto-
gtM hin Auslese und heroischen K>mpte»vor»till>ingi n gebt acht hatte
LrstaunlKhiiweise wandte sich der Nation,il.ziahsniu» souar in Seiner Pattcioi
gamsation den Problemen der Technik zu treibende Kratt tur ehe Integration der
Technik und ihrer Schöpfet in die politische l lx.'rzcurung».uhcit war dci Bauin-
genieur Gottfried Feder Mitbegründer und -Procrammutikcr- Jer • NSDAP
Im Sommer 1931 entwickelte er mit anderen PartcieciHiMen au» »einem l mkren
eine spezifische ISilnisierungssiraicgic indem er du Überwindung dci Wirt-
seh.itlsknse und der Erwerbslosigkeit kurzerhand zur Auieabe son Ingenieuren
erklärte Angehörige der technischen Intelligenz sollten zur Milaibell in expo-
nierter Position gewonnen werden. Dies» damals singulare Vorgchcnsweisc paßte
zur Lime der NS Miltel»und»poliiik und wurde durch den sogenannten Kampf
bund Deutscher Architekten und Ingenieure (KDAIi in die Öffentlichkeit getra-
gen Den Grundunrsautrul unterzeichneten Jeder. der Elektroingenieur I ranz
I aw.iczeck em anerkannter Turbinenbauer der auch im Ausland .in technischen
Großpiojektcn milgcwukt hatte, und Paul Vehullzc Nautnbuig als Architekt
Letztgenannter war wahrend des Enden Weltkriegs mit rassistischen l'ntcrtonen
lut eme naturgemäße Bauweise cingetreten halte |u2x em Buch mit dem litel
Kumt und Änne sctollcntlichl und 1930 da» Aush.inecwhild lut die höchst frag-
würdig» -Kultur- Politik der Koalitionsregierung in Ihurtneen abgegeben.
Im Verlauf eine» Jahre» gewann der KDAI eigenen Angaben zufolge rund 2l««>
Mitglieder das war weniger al» em 1‘rozcnt der Gr ».imtbcrulsgruppe aber wohl
du Mehrzahl der Architekten und Ingenieure die sieh vorn Nationalsozialismus
Irxhmk
25*
etwa» erhofften Wie berulsiypisch nicht anders zu erwarten, drängten die Mit-
glieder der neuen Organisation darauf -«dehbehe« Arbeit zu leisten Die Übliche
Agitation der parteiamtlich organisierten mittehtandischen Kampfbunde mn lar
inenden Demonstrationen und Aulmarschen in d.-r Öffentlichkeit kiutnie kaum
jemanden zufrtedciulcUcn. Mit der •Sammlung- -Erfassung« und -nalnmalso-
ZMtatischcn FrzK humt und Schulung- selbst unter dein angcpncscncit Aapekt
-Fuhrerauslcse tur du- kommenden groben Maats- und Winschattsaufgabs-n-
wui du akute Bei itij-ungsdraii« nicht >. «Hilt < Iflenbar brachten die Architekten
und Inecnicurc die Parteiorgamsatoren in mehl geringe Verlegenheit I ’m ein
wirksames Ventil zu schaffen, wutde in der Münchener Rcisliskttung der
NSDAP Anfang November l*5l eine Ingenieur technische Abteilung (ITA l
eingerichtet Deren -Fiichberalcr- sollten sich ausschließlich aus dem KDAI
rekrutieren, so daß dessen Mitglieder .mnehmen konnten nut ihren technischen
Arbeite und CicsUltungssoischlagcn aul oberster Partctebenc Cichür zu finden.
Mn einet ersten sogenannten Anordnung wandte sich Fedei an die Ingenieur
Technischen Abteilungen der Gauleiluneen Mit dem Auß'iu einer vertikalen
Gliederung wurde - irn Konkunenzsyvtcm det Paitcikitung insbesondere init
Blick aut die Wirtschaftspolitische kbtedung unter Otto Wilhelm W.igencr bc
gönnen noch ehe konkretere Arbeitspläne Vortagen. Die schnelle Organisation
von -oben - nach unten eehrtrts- zum Fuhningssltl der VitionalMizialislen und
erst die Mbdichkctt. Befehle aul Gau- und Krciscbcne ausfuhren zu lassen.stärk-
te den I influli in der Partcizcnli.de Bis Ant ing I*1? ernannte ledcl technische
Gaufachberatcr« die sich ihre Mitarheiterstahe aus dem Personal ortsansässiger
Bet liebe und I chrMMallen (MMNMiMirlh । i' a Di <''ziehende Orga-
nisation -der Technik« erfuhr in der Folgezeit mancherlei Veränderungen und
sollte tm -• Zweiten Weltkrieg einen besonderen Stellenwert in der Rüstung er
halten
Die ISilitisieningsstrategK der Nalionalsozialrslen schenkte den einflußreichen
technisch wisscn*ch.dtlKhcn Vereinen. den seit dem I* Jahrhundert gewachse
nen selbständigen aber industneverbundenen Ineemeurorganisationen zunächst
kaum Beachtung Die Unterlassung rächte *Kh. als im Frühjahr 190 die soge-
nannte »Gleichschaltung der Technik« auf der Tagesordnung stand und Feder
auf ei und seiner paitcipohtischcn Ämter auch den Vorsitz des VDI beanspruchte
jedoch scheiterte Eine Aktcnmstiz aus der Kanzlei de« I uhrers vermerkte dazu
daß Hitler das übliche gewaltsame Vorgehen in diesem Falle mißbilligte well er
nicht wollte -daß die VA.itvl unter Druck statthndet Es handelt sich um eine
wissenschaftliche Fuhrcrgruppc I s ist gleich, wer gewählt wird Wir mochten un-
licraushaltcn • Diese ansonsten sehen« Zurückhaltung bedeutete indessen kein
besonderes Zugeständnis bemühten sich doch die bekannten Ineenieurvcreinc
ihrerseits um eins- Integration in das sich abzcuhnende autoritäre Siaatvmustet
zumindest um die Übertragung technischer Aufgaben. Leichthin folgten ihre
erneuerten oder alten Vorstands bald darauf in einem Akt vorauscikndcn
Gehorsams dem Gesetz zur Wiederherstellung des Berutsbeamtennims und
schlossen jüdische Mitglieder aus Nach mancherlei organisatorischen Ausein-
andersetzungen. die lieh insbesondere im Interessenausgleich mit der aggressiv
vorgehenden -» Deutschen Arbeitsfront fDAFi um ebenso traditionelle wie
leciwrik
2M
anumodcrntvtnchc Siandesltagcn cnl'fvanncn. wurden die ra'ot »clbsUndigcn
Ingenieur» er eine bi» 1937 un ~» NS Bund fkutscher Technik (NsBDTi zusam
mcngetaßl und mit »amtlichen Mitgliedern dem lortan /mündigen Hauptamt lur
Technik innerhalb der Reu.lnk.tung dci NSDAP unterstellt ZeilgemwMwchcu
Ami U1 n zufolge »ar -das Nelxnemanderbeslchen- v.w weltanschaulicher und
fachlicher Arbeit damit beseitigt -Die Technik- »tand al» Mittel zut Durch-
führung slaaliichci GroßprvcramnK zur Verfügung.
Spezifisch techntsch-gcMaftenschc Kcrtzcpo-iocn hatten seh>et Grundungsmit-
eliedci dc* KDAI vorgclegt Em nennenswerte*. tur du damalige Zeil nicht ein-
mal sonderlich typisches Programm da» aul dem l mweg über die Fncrgiepolitik
verwirklicht »erden und 1912 zugleich ah Maßnahme zur -♦ Afhcilvbcvchattung
dienen volhc »lammte »on lawaczeek Seme tnno»Hörnchen Vorschläge standen
in einem raMtctnchcn Kornett den det Veftamer in »ctglcichbaicn Schriften der
frühen zwanziger Jahre mich vermieden hatte der »ach nun aber ah Abkehr »on
technischer Rationalitat und damit Modernität erwiec In -organischer- Serbin
duag zur agrarischen U*op*e der Neubcwedlung von 1ebeneraum forderte et eine
Dezentralisierung und Dchomposilieei der Großindustrie zugunsten emer mittel
»ländischen -Handwcrtvuinschalt- AI» Hebel der l mgeslahung war eine ver-
änderte LoctgicpolitA vorgesehen Die Wasscrckkttolvsc und die Produktion
de* bi» heute ab okologuch -sauf*.-r- geltenden Energieträger* Wasserstoff
sollten die technischen M.flkhlcUco zur Steigerung und \ erbdltgung der Elck-
tnziutscrzcugung und zur BctcHstcUung von I bcrsshurwiriun und die matcneUe
Basic tur die cenannten l mwalzungen schatten
Gewisser tnaöcn zui Rcchtfcitigung der »orgc-scbcnen Steuerung durch Technik
wurde »i»n einem letztmals erforderlichen allunitivccnJen Sprung gc*pr<*.-hcn
von det entscheidenden -technischen Idee-, um da» Industries»»lern -amzubau-
cn-, dadurch die W'mschaftskrnc zu beseitigen und eine neue t k-sclhcliall auf
agrarischer t »rurvdlage entstehen zu lassen Davon abgesehen betrachteten Feder.
Lawaczcck und andere in den bullen dreißiger Iahten die Phase der TechntMe-
rung. der -grollen technischen Investitionen und Installationen- al» abgeschlo»
seu Einzelne technische Programme zum -I mbau dc* kapiiaiistisshen System*-
seien lediglich noch wahrend emer Ibergangsphase erforderlich tm Anschluß
daran sollte da» dcuttche Volk -aut höherer ZÖiiisatue» und Kulturstufe wie-
der (?) in eme friedlichere |’j Epoche der Schollen Verbundenheit und Valer-
landdu.be- hniemwashscn Hinter diesen Worten Feder* war das Lctxrnsraum
Endziel das Aufrüstung und I arwicraherung voraussetztc leicht zu erkennen
AI* der sogenannte -Kampf um Lebensraum- und damit der Eroberungskrieg
deutlicher zum ersten Ziel der BWitik erhoben wurde verschob »uh der Schwer
punkt icchnrssh mno»alori»«.hci Planung I ine zwcckgcrwhietc technische -Re
vohilii«- «n Innern, »orangetneben durch eine veränderte Lncrgicp4itik. hatte
den AuftUvtunirspro/cA verzögert In emer abwertenden Äußerung Hitler* ge
genubet Hermann Raus<.hning nahmen Feder» und Lawaczcck» encigtetcchni-
whe Kawikrctnierungen schon bald den ITutakler -butgerlichci Wcisbcilca- an
Tatsächlich waren die Schrine v.m emer - anfänglich zummdest - panieilen lech
ndlcindlwhkcil bzw spezifisch eingeschränkten IcshmiBulzung über eine lech-
ÄI IntMMl
ntkumwcrtung auch tn rasscm«lcokiet*clKr Hins*«.ht - hin zu einem «cenehmhch
knegspol irischen Icchnikrebrauch «orgezcKhnct kurz 'or Ausbruch «ie* Zwei
ten Weltkrieges k«mwlc dann einer der naikwuKonahMischen Literaten beim
Schwadrumcren ubci da* technische -Schiptcrluni dci Rasse- sclb*is».hef (<«
mutieren,daß der W tdcrstanJ segen die Technik vollständig rusammcngcbruchcn
sei und ihren Gegnern mehlt andere* ubneblcibc. ah «elbct nnaoimcarubcc
chen Nach sechs Jahren des Dritten Reiche* war die antitechnische Kultur- und
Zisilrsabonskrink tatsächlich verschwunden teil* auch zum Schweigen gebracht
wenden, nicht jedoch die sölki«ch-rasst*tt*chc Lcbcnsr.iunudeulogic. die sich zu-
vor zumindest streckenweise nut ihr vereinigt hatte
Ob sich der Nationah-izialtsmsr* m seiner zweiten und letzten Phase der absolut
kric-gspolittschen Tcchniknutzung ah -gigantische MoiJeriinierungsbcwmrung-
(R P Vielerlei entpuppte, wie zur Zeit manchmal behauptet wird, darf je
dich lugbeh bezweifelt werden Sicherlich kann Technik grundsätzlich ah em
Prinzip der Miwfemc erscheinen doch entwickelt sae «ach weder tn tedbereichen
noch insgesamt ohne gcsellschahhchc Zich««rstcllungen «he in Jen Begntl-
Ichkcitcn ru berücksichtigen «and Zum Verständnis hat man nut Blick auf das
Ganze der Technik jener Zeit den schon genannten rcaclioaar* m-derrustn-
ermittelt und mit widersprüchlicher Wortwahl «he durch spezifische Mobiit-
»icruagcn Neuordnungen und Slcucrungsmaßnahmcn dc* Regime* bewirkte
Ruekscluitthchkcit scrdcutbchL Kncgssurbcrcitung und Krieg. «scherlieh «1k be
aunmenden Ewlwicklungsmutfer für «1k Technik un Dritten Reich lassen sich
einmal ganz abgesehen »on der rassemtdeokwäschen Verirrung emer vermeintlich
arischen Ausprägung «Jer Technik tur eine mcnschengcrechle Modernisierung
mehl tn Anspruch nehmen. Seil den beulen großen RcselutiuDcn de* 18 Jahr
hunderts in England und Frankte*.h gehören ubcmatwmalc wis*cn*chaft«chöp
lenscbe und mehl zuletzt liberale Elemente zur Moderne und zur Mixferm-
sacrung un technisch industriellen Bereich. sae waren dem Natsonalsoziahsmu»
wesensfremd.
Verkehr und Modernisierung
Selbst der Autobahnhau der eine längere Vorgeschichte hat kann rm (innen
Reich schwerlich ah ein Beispiel tur Motferntsinus gehen Der Ingenieur Fritz
Todt. dessen Denkschrift über den neuartigen Straßenbau un Herbst 1952 tn der
Reichdeitung der NSDAP kumcrtc. halte schon mit (ruhet en Eingaben *uwk
einer kritiv-hen Abhandlung WutcJunr iionrzu Ifmzch und dem übrigen* nach
wie *or aktuellen Vorschlag. Maßnahmen zur Artieitsbeschaflung durch em
•Artfeddeihen- da« heith die tx-fnslele Stundung eine* leib der lohrtsummc. zn
finanzieren, führende IVWttikci der Partei auf sich aufmerksam gemacht Seine
Vorschläge für einen großangclcgten Maatbchen Autobahnhau d« hinuchllich
der Finanzierung dfe inzwischen »erbreilete Formel der produktiven Kredit-
seboptung. de» -deficit spending- nach John Masnard Keine*, autnahmen. gerie-
ten seinerzeit Uber Feder und Rudolf Heß tn «1k Hande dc» *<m del techmvchcn
Pcrspektise begeisterten Hiller.
TntenA
In der historischen Forschung erschctnl der deutsche Autobahnbau über dessen
VcrwuHxhung m gr<4cn> Stil I"dt zum -» Gencrahnspekteur tur da» deutsche
StraBenwesen. nun -Führer der deutschen lechnik- nun RcKhmirustct tur
Bewaffnung und Munin.« und l'**l aUgcmem rum Rusiungstmnmcr aufstieg.
zumal aul zcitecn«KMscbcr literarischer Queltenbaa«. schon beinahe ubennter-
prellen Der für dw damahge Zeit bemerkenswerte Konsens zwischen Hiller und
hxtl rrunJcte aul drei K.enplcxcn dem slralcgncbcn im Kontext det sogenann-
ten -Wehrhaftmachang- W icdetautnistung und Kriegstorbcreilung dem okonn-
mischen im Rahmen der Arbeitsbeschaffung und W inschaftsbelebunt und dem
lechnrssh gestaltettxheii der hcslimmlc «vuli*<4»tnd>c Imptikalsnzs her
haftete
In seiner Denkschrift son 1932 halte Todt kerne wetlcrrcichcndcn miiitarstrategi
sehen l bericrurwen «tgcslclfl sich afvr Jcr bei einem technischen hixki »be-
ser < ii'4kr> 'tdnune unsemtesdlichca nationalistischen Rhetorik bedient X.ch
ohne konkrete» Prob*cmKwuBtscm hinsichtlich öci Kolonneascrkchrs »ar er
der Ansicht daß sich aut Autobahnen rund 9gl (alt Soldalen mit ihrem Sturm-
gepäck in lUnUQD requirierten Pcrs»men»agen in zwei Sachten »on det <feieren
rt des Reiches zur Vkeslgrcnze wurden transportieren lassen Hiller »einerseits
durfte un Autobahnhau s.w allem einen Beitrag zur ersten Stute seine» in der
Forschung sogenannten -Grundpians erkannt haben Seine sch«»n truh in
Buchform sorgelegtc Strategiekonzeption enthielt die Prognose. daß m dein
kiunmenden -technischen Krieg- dar allgemeine MsUonsacrung -kampfbcsiim-
mctiJ m Erscheinung treten »erde. Fblperwhlig begann Hitler ab 1933 da*
gesamte Verkehrswesen ssstematrsch zu fordern Mit «einer Reste zur Eröffnung
der Inter nationalen Automobil- und M»uorrad-Ausstellung Mitte Februar schnitt
cm deutscher Reichskanzler erstmals publikumswirksam technische Sachlraccn
an
Der zur Forderung jener -Motorisierung- dienende -großzügige Straßenbau
plan- wurde schnell in dir Praxis umgesetzt Schrat tm September 1933 erfolgte
der -Ausmarsch rum ersten Spatenstich-. »le selbst* crsiandbch ganz sotmexiem
in Ruh und < «Iscd mit rcs-ht»ccschulkTlcm Werkzeug I ntsprcchcnJ der Vor-
schläge ToJt» und anderer Ingenieure sofltcn die Baumaßnahmen arhntuntensrs
erfolgen, »naufhin nur cm stark eingeschränkter Gerate und Maschinenpark
zur Vcrwendunv kam Frst al» sich die ArK-itsmarktlage seranderte und Rau
arbeitet knafipct wurden «ctrtc man 193h mchi Icchmk ein und entwickelte,
teilweise nach amerikanischen Vorbildern neue Baumaschinen wie riachbaggcr
und RaupengriH iceralc fiat Erdbewegungen Hodens erdichtung. Straßendecken-
hau US»
Besonderes Interesse landen m jüngster okiWognch sensibdisterter Zeit die herm
Autobahnbau aneewendeten technisch gestaltcrechen Grundsätze Selbst «he
deutsche Saturschutzhcwepung deren anfängliche Svmpathicn far dm Natwmal-
sozialismu« sich wegen der zunehmend ru«kMchtsli*>crea. u a. durch Erweiterung
»le» -• RckhsarK-ilidK-nsies i R \|)i sorangetnehenea < irobKiumaUaahmen wie
Famhnchungen Itivkenlegungm und Fluüreguhcrungcn wieder abschwachen
solhrn. »erfolgte den Aufidsahnhau mit einiger (xnugtuung I nier dem Finthifi
2M
levbaA
loteaii
3M
vixi Im* und der von ihm seil ernannten 1 andschdtsan walle trafen m dem
Bemühen der Straßcnbaumzvnicurc. natürlich bniktgushe Zusanunenhange un
beschadiet ru lassen und iMeraktMNKpnvcsse »on Natur und Technik ru ermögli-
chen Wirkfaktoren unkrM.hiedlH.hcr Ptovcmcnz zusamnu-n Ein Tcdgctwct der
InrwcttecstaJtung wurde zu einem etecnartiec-n EvpenmcnUcrfehl fs-sclhchaftti-
cber Reaktim auf Folgen irkungen dc* technischen Fort «ehrtlts
Erfahrungen beim Vitobuhnbau talbc man sehlicBbch m beneideten Richtlinien
zusammen Sie gaben »erbmdbehe Empfehlungen z H lur die Behandlung der
Humusschicht beim Tzdaudtub lur du. Begrünung und Bepflanzung »on Mittel-
streifen sowie für die Böschungen die im Pr.uil grundutzheh n.ituriiah angelegt
und tedenlahs ufomig .utseckchlt und nicht » torrmg cmgeschnilten weiden
sollten Der Widerspruch m dem eine *1» priduktr»- begriffene technische
Arbcitshaliun« und okok>«tMdie RucksichtMhmen m Anwendung von einer
-ton materiell eingestellten Technik- - ru einem lien*chafts»v»lcm standen, »la»
»ich grundsätzlich am Rusrungswachstum zur Knctfuhrung «rentierte »crdcul
bciit eme der fatalen l ngercimtheiten des Dritten Reiches.
Rüstung und Technik
Im allgemeinen geriet die teale technische Entwicklung int Ulen (liehen sowie un
industriellen Bereich ab W33 m den Sog regrmegesteuerter Kampagnen Zwar
konnte Mitte Juli H’t mvh ein (ersetz in Kraft treten das die -Serwcnduag
»on Maschinen m der Zigarrcnindustnc- cutschrankte d<s.h sm» cs in seinem
Wcvtlaut ebenso ww in dem einer Durchfuhrungs»cr«dnuug ru den Arbeit»
beschaHungsmadnahmcn lediglich darum den ewigen racnschikbcn Antrieb zur
Axbcitscrkishlcriuig durch Technik und zur Raiionalisicrung zu besehtankeu. um
HandarbeitvpUtzr zu erhallen -xicr neu zu schaffen W irklache Maßstabe tur <bc
technische Wcitercntwiekung feiten die im Drillen Reich einander ergänzenden
und in den Medien stets groß herau*gc*U-Blcn -Pu-erarnmc - der -Wchrfrcülcli-
nder -Wchrhaltmachung- bzw -* Aufrüstung der «Nahrungsfrcihett - und • Roh
sluflrcihcrl- bzw —• Autarkie sowie ab tWtohcr 1‘ZV'der neue — Vicnahresplan
allesamt un»c-rkcnnbi« \ortx-rcitungcn aul den Eroberungskrieg I -• Wirtschaft*
Tur die Zwecke der Krieg'Uchntk und der alles dominierenden Aulrustung k.im
e« zunächst darauf an ertiwdcrhche Finanzmittel bcreitsuvlcllcn das hieß Nri
gkkhbleibcnden lohnen einen wachsenden Anteil am Sozialprodukt »om prrsa
len Verbrauch ahruzu.ben und »km Staat bzw dem Militär znkontmen zu lassen
Ihe neu tormierte -» Wehrmacht Hieb verghnchsweMc nicht auf -abem Enten«
sitzen. Mindern konnte über weite strecken das höhere technische Niveau »1er
Ausrüstung uKmehmen welche die Morx>polbvtriebe der Weimarer Zeit zwar
nwhl hsTgesiclli halten deren Produktion (edoch ebenso »* irn Hecrevwaffen
atnt. in ihren Entwicklung»- und Konstruktionsabtcilungen insgeheim Z I v«-
hcreitcl wurden wat Zwar setzte cm »Icieendcr Ausstoß auch l msIcBungen und
Inscstilnmcn »«aus doch gelangte militärisches Gerat, z B das bn in den Zwei-
ten Weltkrieg hinein in hüten Stuskzahk-n gebaute 15-cm-lnlanlcncgesdiiMz.
ftvha*
AH» «4 *t Iscr Ion» Kai»» «oin <rrn uawrcr KacMwm urtrt '** Irscta« Grsctamr TlralscHarsI»
IBcprtHfvr- **»» Ktu«*»nld
ohne größeren \ er rüg w.h.m IMJ) in den Pr»»duklio<isp«<>zc6 Zwei Jahre «pater
konnte unter T'm-chuns und «chüeölicber .Vrhchun* des knceseeratctcscizc«
son W2* socar der Walfcnetport «erstarkt und der anhaJtendca Dcsncnknapp
hert gegengesteuert werden
Als «Jer Prozeß «Jer Autrustun« piilüxh illssuMisch beschleunigt werden vJIlc
stellte der Chef des Heercswaffenanrtes 1934 absicht hch mäßigend fest. daß bei
einer bestimmten Watte som Fntuhluß ihr«-r Fenieunr bts rar Masscnfabeik.jti
ortsreile acht bis zehn Jahre anzusetzen seien «Jer prnaiwirtschattlich geführten
Industrie mußten mtruihh solcher Zeitspannen hinlantliehc Stchcrböts<aran-
tien ziurcstandcn «erden Diesem Zeit Dilemma sc**acfele das Regime bt« zu
semetn l’nlcrean; l*M5 nw-ht .tus/uweichen Ei wwdc ein Kennzeichen der
ntshesoosJere unter zunehmen«Jcm Terror - oreamsaumsch nicht bewältigten
Technik Sch»«t die Fertivun< der etsten nuklartsch brahlwcn mitidschsseren
Panzcrkampfwagcn <Tvp III und IV | scrzöecrlc sach z. B trotz uhrebne be-
kannter heercstcchnnehcr KitmtruktioaMnlerlaien über «he Maßen Militär
hau
jM
gcsshxhilh.be Handbücher tSenget Itter kn) m.«ixrten »pater Jk -geringe
l cr»tung»tähigkeil - der Jeutseben Industrie Tatsächlich aber griff die Hilitik
wiederholt m den Uxhnrxhcn PtuzeB em Im Spätherbst 1*M1 bewirkte cme
».« Hitler hef.Alenc -A cremfxhung und -1 et» t ungm teige rung- sozusagen
eme L msteUung ton Quahtat aut Quantität emen grundlegenden Wandel Oe
mduilrKlIcn Entwicklung»- Koti»lrukl»on»- und Fertigung»abteilungc« hatten
•dx- icchnBchen Anforderungen auf die der fcldmaßiern Beanspruchung genü-
genden | ctuungen zu beschranken- Wenige Monate spater »urdc im Hcercs-
watfenamt die -Notwendigkeit Jes SclbstkunsUUKrcm- aulgcgebcn. die man un
BUk auf eine zurückhaltende Industrie ursprünglich mit dem Hinweis aul Be-
schränkungen des Fneslens» ertrag» »on —• SersaiUes tsegrunJel hatte.
Oe Manne begann 1933-34 mit der Ncupri^cktxruug gröberer über die ge-
nannten Beschränkungen hinausgehcnder Schiftsbauicn Das -« deutsch briti-
sche Flottcnabkoenmcn »un Mitte Juni 1935 wurde dann zum unwiderstehlichen
Anreu. bis n dem vereinbarte« Plakmd der 35 Prozent nun zur •SstUstarke« um-
gedcutet. aufzurusten Mit einem neuen Bauprogramm erreichte man Jk Grenze
Jessen was Konstrukteuren und Werften überhaupt möglich «ar Den zuvor
verbotenen l - Boot-Bau hatte die Manne mit Geldern aus dem Arbeitsheschaf-
lungsprogtamm zwar aulgcnommcn. jedoch nut zögernd und untet strengster
Geheimhaltung »orangetneber. Seit 1933 fertigten verschiedene Firmen Emzel-
letle aufgrund allerer Konstruktionszeichnungen, doch wurde Jcr Zusammenbau
erst 1935 befohlen, woraufhin L: 1 al» erste» deutsches Nachkncg» l’ Boot kurz
vor Abschluß des Londoner Moctenabkeenmens vorn Stapel bet. und zwar bet der
»laalseigcnen Deutschen Werft in Kiel Bis zum Fnde Jes Iahte» gab Jk ALinnc
frühere technische Bedenken aul um für den mm erweiterten Knccsschiffbnu.
der ab I9411 aufgrund der Konkurrenz Jcr W.ittengattungcn kapazHatshedmitt
wieder eingeschränkt wurde, auch dx Pn» aUndu»trx starker nutzen zu k->nncn
Die Luftrustung de» Dritten Reiche» «ar von Anfang an em r»Mitrschcs Prestige
objekt Schon Ja» protzige -» RexhsluftlahrtminiMcriura in Bcrha. von etwa Slai
Handwerkern und Arbeitern in Lag und Nachtschichten m einiähnger Bauzeit
Icrugjrestcllt erschien al» -gigantische» Werk deutscher lechruk- In der maschi-
nellen Aufrüstung klaffte zwischen Schern und W irklxhkcit icdush eine bcachlli
ehe Lücke Nach damaliger 1 mschat/ung benötigten Krxgcflugzeugc son der
Kieistruktkwi bt» zur Serienfertigung im günstigsten Falle »»er Jahre und schon
bcun Spezialmotofcwbau. für den m Deutschland wenig Erfahrungen »»«lagen,
kamen zwei weitere Jahre hinzu Fan grobe» Flugzeucbeschattung>pr<»graiTwn
vom Juli 1934 trug freilich dazu bet. daü die KapaziUlen det metallerzeugerMen
und »erarbeitenden Industrie starker awsgclastet und «eitere Investitionen vor-
getMimrnen wurden
In einer pr.pac-andistrsch sogenannten -Enttarnung- prasenUcne »ich die deut-
sche Militärluftfahrt dann <«h«m im Mag* 1935 cmer staunenden (Htenthchkeit
nut runJ 25«) Flugzeugen. Jk ach bei genauerem Hinsehen jedoch guMJlcntcik
ah Vfiulungsmasshmcn entpuppten lechniseh fxtgs-schnttcncrcs Krwgsgcidl
erhielt dx huppe zwei Jahre später mH de« Flugzeugen der »zweiten txnera-
tum., diKh cfZKllen dx 1935 »crbtcilcten PhantasK/ahlcn Ufxi Jk Starke der
TrvfeaA
26?
Luftwaffe den von der poetischen Führung bcabixhUgtcn Effeki Der vertrage
widrige Fmmarsch in die cntnulitansienc Zone dm RhciaUndet riet tm Mar»
19>i keine wirksame Gegenaktion hervor fcme die Öffentlichkeit tauschende
-Rusiungspripaganda- wurde tatsächlich nicht erst im Zweiten Ucltkricg durch
Goebbels oder Speer inauguriert. sondern gehörte von Beginn an zur politischen
Strategie des Regimes In der Presse, auch der tiliiMnenen, erschienen schon 1933
zahlreiche Beitrage welche die < retahren eines zukünftigen Gaskrieges Iwchwo-
ren und nach -» Luftschutz tiefen Zumindest auf dem Papier war Je deutsche
-» Luftwaffe ab 1*35 mit einem X imbus ssm Starke umgeben- wie cs dsc offizielle
Wehrmachts-Sprachregelung befahl Aus dem Munde der Maalsluhrer inshevon
dere < lOcines. des Reicttsminisicrs der Luftfahrt und < Hv-rbefchlvhabers der Luft-
waffe. klang das Lob wie eine Mischung aus Bestätigung und lk-mcnti ausländi-
scher Vorwürfe. Das mtcrnationate Schrifttum das die Wcitercntwicklimg der
deutschen Militärtechnik anprangerte und die Well gegen neue KnegsUetberci zu
mobilisieren suchle erreichte das Gegenteil der erhofften Intersentaui Bereits
der Schein einer starken deutschen Luftwaffe ließ das Risiko Huierdeutschland
in die Schranken zu weisen, ab zu groß «-rschcinen Das Regime erhielt weitere
Zen. um die Aufrüstung wirklich voranzutreibeo und mal dem neuen Vicrphres-
plan in die letzte Phase der Knegsvnrhereitung einzutreten
In der alltäglichen Realität hatte der technische Rustunesprozeß son Anlang an
seine Schwachslellen Die L rsachen dafür sind tn L'nklarhctlen Uber trrcsetuNc
techt!ikhistorisch« Wandiungsprozesae. in generellen Fehleinschätzungen des m
dirt realisierten Produktionsprozesses sowie in parteudeologtschen Piwutonen zu
suchen Es entstand kein geschlossenes. geschweige denn funktionierendes Sy-
stem technischer Entwicklung. obwohl dx einzelnen Machtsauien- des Dritten
Rccho in enter Linie die kkehrmachtteile. die Industrie sowie Partei und Büro-
kratie. die Aufrüstung letztlich gemeinsam verantworteten Die erforderliche
Kommunikation lief noch wahrend «les Krieges allein Ober «he Person Hitlers, der
alle Entscheidungen trat «cdosh seinerseits, trotz imponierender Gedachtmslci-
stungvn ab Datenspeicher begrenzt in der Abnahmebereitschaft für mißliche
Informationen gest.irt und in der K-«Tibinationstahigkeit total überfordert war
Zwar hielt der AufrUstungsproaeß das Drille Reich in ständiger AklrsiUl und
wirkte als Bewegungsprinzip, doch paßten die Einzelabbufc oft nicht zusammen
L'n geloste FuhrunesproNcmc spiegelten weh bereite in dem Mißtrauen. das kon-
servative Militärs einer lech ruh entgegenbrachten dx fraktionelle Strategien
und dazugehörige BefehhhxrarchKa in Frage stellte In ganz persönlich empfun-
dener Bedrängnis landen sich »WchrwtiaenschaftlcT» Mitte der dreißiger Jahre in
dem Bekenntnis vereint -Wir wollen den deutschen So bist en nicht am Hebel
von Maschinen sondern den sokUlnchen Deutschen ab Hebel «ter Geschichte -
Andererseits kam Kntik an rustungstcchnischcn l'arulinglichkcilcn aus den
Reihen der Ingenieure, «las heißt Beruf «gruppe. die im Zweiten Weltkrieg
begünstigt durch den Interventionismus der Partei im industriellen Bereich
über «fcn einzelnen Säulen des Rustungsgebaudes ah eine Art Architrav fungie-
ren Mülle In herufcMandischer Diklioci und scheinbar -sachlich- motiviert miß-
billigte man mich ZU Fncifcmzcitcn. daß dx Aufrüstung -unter «ter maßgeblichen
Leitung technisch nicht voB geschulter. ment rem militärischer Dienststellen-
Technik
durchgcfuhrt Werde und die • Anwendung der lechnik. ihr Einsatz nut dem nüch-
ternen Plan der technischen l’bcrllücclung dc» Gegners nicht im Bereich des
unmittelbar naiv heroischen < haraklcrv des deutschen Soldatentunis* liege Be-
zcKhnendctweise mußte ein Versuch aus dem Jahr 1933'34. den spezifischen Pro-
blemen der technischen Entwicklung im Heeres»afferumt aut dem Befehls- und
Dienstweg heizukommen ohne weiteres ergebnislos abgebrochen werden Dem
Ineenieui beim Wirtschaltsoftizicr blieb |edcr schriftliche oder mündliche Ver-
kehr mit dem ( hcfingcnieur untenngt Damit fehlte eine bestimmte Verbin-
dungslinie in det militärischen Rüstung und zwar zunächst bis zur Einrichtung
dc* Rcichsininistcriums tut Bewaffnung und Munition (17 3.1940) und zur Bil
düng der industriellen Arbeitsgemeinschaften. Beiräte. Ausschüsse und inge-
nieurtechnischen I rlahrungsgcmeinschaficn «b Marz |94(i
Deutschlands militärisc he f uhrungskralle hatten weh nach dem verlorenen
Ersten Weltkrieg angeschickt. insbesondere die Hceresrüslung und generell die
Bevorratung und den Nachschub in Betriebsmitteln auf eine Weise zu «gani-
sieren. die frühere Fehler vermeiden sollte Die Mobilmachung des Heeres und
der Flotte war 1914 zwar nach emem ausgeklügelten Programm abgclaufcn.
d>wh hatte man cs versäumt, geeignete wirtschaftliche Vorbereitungen zu treffen,
um der Entwicklung des Produktionsprozesses seit 1X70,71. der Herausbildung
der Großindustrie mit ihren Starken und Schwachen gerecht zu werden. Das
vielgeruhmle preußisch-deutsche militärische < hganisationstalenl hatte regen-
übet den Anforderungen des industriellen Zeitalters erstmals versagt. Hatten
Konzernvertreter seinerzeit nicht selbst eingegriffen. dünn waren die Vorräte
in Pulver. Munition und Sprengstoff schnell zur Neige gegangen Dergleichen
l nzulanglichkeitcn waren in den militätischen Analysen ermittelt und plan-
mäßig korrigiert worden I her dem angestrengten Bemühen, die technisch
Hlrruhufi/iihrri Aufgaben zukünftige! Kriegführung besser und - aul Prestige
bedacht selbständig zu losen, blieb den Militärs die Erkenntnis verborgen. daß
cs langst ebenso darauf .inkam. sich technisch« iu<-»n< huftl« (sw Problemen zu-
zuwenden.
Ralionaliat und Mythus
Die NSDAP sprengte ihrerseits mit politischer —• Ideologie das an sich geschkw-
sene System technischer Ralawiahtat Nichtatischi Ingenieure und Wissen
schattier mußten Deutschland verlassen oder schlimmste Verfolgungen erleiden
Wei Forschungs und I ntwicklungsfortvchriitc künftig z. H von Wcwhenstcllun
gen nach den I ehren Einsteins abhängig machte bekam das Anathema stumpf
sinnigci PaitclldcoloK n ahet auch institutioneller Konkurrenten auf erlegt Drc
Natur und Technik»issenschaften wurden ausschließlich an unmittelbaren Ver-
wendungsmoglichkeilen (Ui die Rüstung gemessen «Umm weniger Monate*, so
schwärmte ein engagierter Nationalsozialist noch vor der -Vtachtergreifunp-
konnc eine t.rupfx -zusetlässiger- Spezialisten cm Abwchtmittcl erfinden, um
gegnerische Kampfflugzeuge durch Hochfrequcnzstrahlen außer Gefecht zu set
Zen. Wiederum laßt swh von einem solchen Paradigma im Dunkel phantastischer
Irchnik
2W
•(»eheimrUstung- mühelos eine Linie zu Jen mehl minder traumhaften Rüstung»
geheimmssen des Zweiten Weltkrieg» ziehen Im Bannkreis de» l**44 verbreiteten
•Wunderwaffcnmstho»- (-• V-Wattent wollte man »legbnttgendc lechnikcn wie
cmM Siegfrieds Schwert Bahnung aus den Gchcimkatnmcrn des völkischen
Schöpfertum» beziehen. Ab sich da» untergehende Regime dann doch aut seine
Wrssenschaftler besann und m • Xusnchtung auf die zu erstrebenden Ziele- des
Krieges Xlille IM42 einen (zweiten) —• Rcichstorschunpral und ein Jahr später
noch ein Planungsamt einsetzte bekam es in etlichen Gutachten letztlich nui zu
hören, was es nicht hoten wollte Such die Realisierung des wicdcrautgcgl iffcncn
Vorschlag» zur Störung elektrischer Gerate in feindfluezeugcn war technisch
wissenschaftlich seinerzeit aussichtsl«»»
Die Rezeption wissenschaftlicher Erkenntnisse blieb in der Rustunesoigamsatio«
de» Dritten Reiche» zurück Militär» Parteileute und Bürokraten schl ierten an
Aulgabensiellungen der Moderne W ährend im angelsächsischen Raum ein rata»
naleres Kalkül »chlietUich Methoden de» »operational research- hervorheachte
führte die der nationalsoziabslischcii Organisation eigene Ealclcchie zum
Wundcrwatfcnmstho». zu den »or dem Zusammenbruch in allen Medien hoch
gepriesenen, angeblich »neuen Mitteln und Möglichkeiten der technischen
Knegstuhrung« I 'nter ihnen Neibi etne einzige rustungs» und aUgemeiniechni-
»chc Innovation hervewzuheben. das militärische Gerät mit Raketenantrieb An
benötigten Treibstoffen, deren Masscncrzcugung allerdings nirgendwo gesichert
At* ’M VurlKroiwH KNI A4 V2 RakcUnwl Manrafflpra la> I msii o l»o
Ttvimik
war. halle man neben Elüs'igsaucrstoff für die lernrakctc des Heeres größere
Mengen Wasserstoffperoxid vorgciehen dies galt auch lur etliche Konstruk-
tionen der I ultwalle. vor allem da* Raketenflugzeug Mr lt>3, lur Startraketen.
I uftlorpcdo» und Boden I ult Raketen, die och in einem allerersten Stadium der
Erprobung befanden, sowie nicht zuletzt lur lorpedos und den I -Boot-lyp
XXVI W der Marine der wegen technischer I nausitcrerlihcil ganz aus dem
Ruder lief Mit Blx k vornehmlich auf die Femrakctc V 2. deren unterirdische
I. mgung durch Bünngvarheit »on KZ II Ittlingen erl-»gt» sprach Anian» IMS
ein Artikel in der Wochenzcilung Da* IM »»m einer -tcchmschc|n| Revolution
„„ deren Tragweite erst di» Zukunft erweisen kann In der Vorausschau aut die
bevorstehende totale Niederlage dte spatere Raketcnrustunr mil Hilfe deutscher
Spezialisten un Kallen Kneg und die moderne Raumfahrt traf diese Prognose
soear ztL
Nicht etwa (ur militärische, geschweige denn politische ubci immerhin für die
technischen Erfolge dc» deutschen Raketenbaus war »la» frühe Zusammentret
ten dreier Eakticcn entscheidend erstens cmer großen Gruppe sogenannter
-Rakctenpiomerc-. in den zwanziger und dreißiger Jahren im deutschen und
österreichischen Raum etwa zwei drei (kürzend Personen: zweitens einer Militär-
Organisation, die in ihren andauern<k-n Versuchen. vertragliche Beschränkungen
aufgrund dc» verlorenen Enten Weltkrieg» zu umgehen nach anfaneiuhem
Z-igern bereit war. auf ein scheinbar langst überholtes Kampfmittel zuruekzugrei-
len. und schon vot IW Kontakte zu einigen 'Erfindern knüpltc. und dritten»
eines totalitären Regimes ohne demokratisch kontrollierten Haushalt, das nach
typischen Kornpctcnzstrcilii'keitcn sehr beträchtliche Finanzmittel tut em for
schurigs . cnlwicklungs-. Konstruktion»- und fcrtigungsniaßlg gigantisches Militär
projckl bercitstelllc.
Die beanspruchte technische Revolution- auf dem Rakctcnscklor fugte gewt»
»ermaßen den Schlußstein in das allem noch kriegsmäßig zweckgenchlete Ge-
schichtsbild der Natumalsozialisten I rst sot Jcn> Strafgericht der Sicgcrmachtc
schien Hitler» anpassungsfähigem Rüstungsministcr Speer da» Bekenntnis oppor
tun -wie verhängnisvoll und unehrlich diese Politik der Belugung dc» Volkes mH
der Aussicht aul eine WundcrwalR ist- Diese Aussage ist insoweit moralisch
ohne größeren Wert, als die politnche I uhrune und mit iht der «pater bußlcrtic«.
Angeklagte die Propagandatronimel deutscher Technik n-eh i .hrelang hatten
rühren lassen. obwohl sie von Todt seit H41 42 wußten, daß der Krieg militär-
technisch nicht mehr zu gewinnen war
Technik und Vutarkieslrvhen
Al» flankierende Maßnahmen der militärischen Aufrüstung trieben die National
Sozialisten neben der allgemeinen Motorisierung die technischen Unternehmen
der - Hobst. Uff reihen- durch VtWftcbbch «richtige- Verwertung der im Lande vor-
handenen Ressourcen Kohle. Holz und Erze sowie die I nternehmen der spcziti
»chcn Rohstoflsvnlhcsc voran Im die .ingcsircbtc möglichst weitgehende
Trchnii
271
Autarkie zu erreichen förderte «1er Si.i.n ab l«»S bekannte «hernatiw aber un
rentable Techniken sowie neue Piodukte Eine obfektive da» lieitu ihren vor ran
gigen Kriegszweck auBc-t Acht lassende. Bewertung der zahlreichen InnovatHincn
bi» hin zur Mulherwenung «t derzeit unmöglich
Ab 19" ei öffnete die staatliche Garantie des technischen (i« »lehungspreiscs der
Industrie einen Weg. «1er -als Ausdruck einer spezifischen nauunaboziahslischen
Wirtschaftspolitik- (U Birkenfeld |964> nicht nui t»ci del Erzeugung »yntlict«
scher Treibstoffe. sondern generell aut «lern Rohstoffscktor häufig beschnttcn
werden sollte Um die heimische Braunkohle zu nutzen wurden • die Hochtcm
peraturentgasung »erstarkt und zwai sowohl zur Herstellung »on Stadtgas und
Speicher rasen (Butan und Ixushtgos) ah auch von Fltttcltcngasetl < Methan und
Propangas l. die ah Betriebsstoffe tur Omnibusse und Lastkraftwagen vorgesehen
waren Em Beispiel für den zielgerichteten Xblaul der umfassenden Aultirkicbe
Strebungen ist die -Versuchsfahrt mit heimischen Ireibstoftcn« im Spätsommer
und Herbst 1935.1 Ur den Antrieb bcsondcis präparierter Fahrzeuge nutzte man
Holz Holzkohle.Torf. Steinkohle. Anthrazit. Braun und Steinkohlenschwclkok»
liir «elKtzundende Motoren Flüssiggas. Methan und Methanol und für einen
Dampfmaschinenanirreb wie bet der l.oc«wnob<le des 19 Jahrhundert» die Stein-
kohlelifcucrung. Die spezifisch politischen Erfolge der Veisuchslahrt wurden in
den Medien gefeiert, denn die deutsche Motorisierung schien -wenn e* wirt
schaffheft oder sonstwie irgend einmal schlimm kommen sollte letzten Etxk-s
frei von der gefährlichen Unselbständigkeit in «Jer Ircibstoffversorgung • Die
Ingenieure «Jet IndustnebUtos arbeiteten in erster Linie allerdings weitet an
traditionellen Verbrcnnunesmotoixn für «diu »vnlhctochc» Benzin in Ausaicht
stand.
Mil dem Rohstoff Holz wurde ebenfalls experimentiert. Rotbuchenholz ließ
»ich z. B unter hohem Druck und nach Erhitzung pressen. »o daß c» wie in der
Vonndustrialisicrungszcit für Walzwcrklagcr zu gebrauchen war Ein -Kunst
holz» au» »deutschem« Weichholz und Phenolh.irren sollte die Wtdemandsfahtp-
kett ausländischer Harthölzer erreichen. Andererseits konnte Holz voi allem
in der Flugzeugindustrie auch «iutch Aluminium ersetzt werden Dieses Leicht
mcLill auf Bauxitbasis wurde zu einem bevorzugten, weil mlamhschen Rohstoff,
der uueh rin die Konstrukteure neu« Anforderungen stellte Dir Erzeugung von
Aluminium als Ersatz- oder - wie er parteiamtlich bedien »olltc - »Austausch-
stulf« verdoppelte sich bereits zwischen IW und I9.M. und Jas Deutsche Reich
wurde zum weltweit größten Produzenten, was die Medien svstcmstabilisictend
verkündeten.
In «Jet Eisenerzeugung wurden alle Anstrengungen unternommen, um den Roh
stoffbedarf aus minderen inländischen Erzen zu decken Neu cingcführte und
verbesserte Technologien der Aufbereitung insbesondere da» Krupp Renn Ver
fahren und das »saure Schmelzen« nach PaschketPeetz erm'Vghchtcn es auch die
staatlich garantierten fiestehungskosten zu senken Der Erzabbau vor allem un
Gebiet »on Salzgitter ließ sich «daraufhin intensivieren, und andere ältere, früher
wegen mangelnder Rentabilität geschlossene Gruben, z B in der Edel bet Elbin-
gerode im Harz oder in Oberschlesis-n nahmen die Forderung wieder auf Be-
Io halt
zn
zcicimendcmcrte »etdoppelte uch un Vergleich mit Wil im tidgcndcn Jahr .ibet
auch dte Einfuhr an Erxrncrzen Der steigende Bedarf lur Ruslunpzweckc er
zwang ständig »eitere Linspur nngen und ltxhntM.be Alkttuliu-n »o insbesonde
re heim Haueisen
Aul dem Sektor der 'Siciuciscnmcialk* wurden Bergwerke tm urhwtwn Erz-
gebirge die in det Wirlichatbkrtsc »tihgelegt wurden waren, wieder in Betrieb
genommen NanKnibch Zink wegen »einet guten legierbar keil ab em
-neuer Werk sind- dessen mehrphasige icchnisch-metallurgiKhc Ix-winnungc
re rt ihr en ehentilh V'erbesseiungcn erfuhren I m del Knappheit an huptet
zu begegnen, erging Mille WM sogar cm behördliches Verbot. das Metall
weiterhin lur Freileitungen zu verwenden Ah Ersatz bt «kTi wiederum Alumi-
nium an
Fine l aste der Inno»atuorn aufgrund der Autarkiebes-trebungen hatte viele Ge-
twelc ru heriKkuchligcn und »Wh dabei aul zahktkhc weitere Ersatzstoffe zu er-
«trecken, auch solche au» den Bereichen Keramik bzw Ton. Gesteine und Glas
Letztere« wurde W.15 unter dem Slogan -4rla« ah Ersatz tur unedle Metalle- an-
gepriesen Nicht zu vergessen und die Textilien m denen vermehrt -deutvehe
Hcundotte- wie Flach« und Hanl rum F msatz kamen, aber auch, wie da» Spinn
»l.UtTkevetz au» dem Jahr WM zeigt Produktinnoiatumen au» Zellstoff und
Kunstseide Weitet tun muhten die wichtigen Neuerungen rm Bereich der Roh
lUriiinlheK berücksichtigt werden neben den Ireibstoflen vor allem der «yn-
thetischc kauLxhuk eine reine Ki4ilcnslo(t»cibindung mit annähernd gleichen
Eigenichattcn wie det NarurMotf Beachtenswert waren auch die N«eiligen kon-
struktiven Irfiedcnussc und die Eigen« hatten spezifischer J*nxJuktinn>natM>-
nen. hetapicKwcnc dc» Kofceut» mn det seinerzeit gerühmten Isolierfähigkeit
Wasser und Saurebectaadigkcit sowie mechantschcr Bearbeit ungsfahickcrt
Noch fehlen hier l berbluA uml kninche Beurteilung «n einzelnen, wobei cs in-
teressant sein konnte, zu »erfolgen wie «ich Ssntheseproduktc gegettenentaii«
durchsetzten und welche hiMonwhen Impuhgcbet rm einzelnen ru benennen
sind So liegt der Anteil »on künstlichem Kautschuk <1 Deutschland heute bei
•C Prozent
Ihren programmatischen und gestalterischen Höhepunkt cnehiMcn die Aular-
kicbcMrcbungen dc» Drillen Rcwhe» an Vtcnahrcsplan »I«n Herbx W36. Er
xdlte DcutwhianJ endgültig -knegvlahig- machen .»der wie e» kaum em
Jahr «pater unicrbiuaal hieS auf den _ -ucalcn Krieg- vorbercHc» Hditikcr
und Wehrwwtvchaltk-r letzten tm \ tcrjahic«plan ganz und gar aut Icvhmk. auf
gritttmoglicbe Steigerung der inl.indiM.hcn Roh und WerkvhWIcrzcugung und
damit auf Ruvtung Rcnlabilitai«ge»Kht«punktc »picllcn keinerlei Rollt mehr
In den Mittelpunkt der lechnochen Möglichkeiten ruckle cm gieantnchet
A*i«bau der katahtrwhen Druckhvdnerung und der lechnoch mzwnchen au»-
gcrctflcn Kohlcnwa<wcmü(f»vnÜMac (Fncbcr IrngweKVerfahrenI Massenhaft
erzeugt werden sollten mit diesen Tcchoohigicn nicht nur in der < Iktanzahi
hoch-, un kcrgJcwh mit dem Erdölprodukt freilich genngcrwertigc» Flug
henzm. Mindern auch Autobcnzan sowie verstärkt Dieselöl. Hcizul und Schmier-
die
Trcbaik
ro
"irkuntr» und " iderspruih«
-Techmk im Dienst dc* Dritter Resches- stand Ende Marr 19V» über einer
Artikelserie M der Kun.iuh.iu Drutuhet Inhn.k dem Organ de* NSBDT. tu
der Fachgruppcrüeilcr über den St.ind und die Entwicklung'der Technik in den
einzelnen Sektoren berichteten Der Überschrift entsprach ein Satz au» den
etnkttenden Beitrag de» zugehorigew .Rcsch«chulun«»waller» der •icderum
offenbarte. »eiche verhangnisvoUen man beschritt -Dte deutsche Technik
will und »nd den Vorhaben dc* Führer*, welche au* den großen (iesachtspunklen
dc* nattonalsozialrstisehcn Weh bilde* entsprmecn aut allen Gebieten gerecht
werden- I in führender Chemiker vermerkte Jazu m emem bemerkenswert
besitzergreifenden Satz, es sei mehl zuviel behauptet -daß dte deutsche Chemie
mu Hitfe der deutschen Kidilc ntchl nur für Deutschland die tropischen Rohslot
fc ersetzen wird sondern für ganz Fairopa..
Inter dte scheinbar • sachlichen- Ertoigsmcldungea mochten sich sssu-mimma
nestle Widersprüche Nicht nur über fehlende Facharb» ter wurde geklagt tun-
dern ebenso über einen merklicher. Mangel an Ingenieuren D.is Regime hatte
bis zu JOOO jüdische Ingenieure sowie die 2.4 Prozent udreher Studenten der
Technischen Hochschulen vertrieben und es in ant ms eie rm »Irscher Grundhal
tung versäumt, für technischen Nachwuchs zu sorgen Die Zahl der Studierenden
an technischen Hoch- und Fachschulen war zwischen W2 M und |9t7 Vt um
So Prozent zuruckgcgangcn Zwar startete man 1VV7 parallel zum Radikalmittel
einer Schulzcitverkurzun« eine Kampagne. die besonders Arbeiterkindern tm
Bereich der lechmk einen Autelte« durch Bildung versprach doch zeitigte die
Aktion bis zum Hertwt 1919 kaum Erfolge Für den am I September diese*
Jahre* entfesselten technischen Krise fehlte un Deutschen Reich cm breitet,
modern ausgebildeter ingcmcurwiwnichaftlichcr In ter bau Der infolge der
Rekrutierungen verschärfte Arbeitskräftemangel ruckte die Rarsirukisicnings
frage wieder in den Stader gründ aber wie der NatMmakoziabcmm scheinheilig
zu betonen wußte, -auf anderer Grundlage al» cmM- Wahrend «Je* Kriege*, ins-
besondere »eit llctbvt 1*41. wurde die RauonaiiMcrung «Set Fertigung gictchwohl
als Zaubcnmttel betrachtet
Sowohl was die zahlreichen Prozeß- und Produktionen atronen im Dritten
Reich ah auch die Rationalrsietunrunabnahmc-n betrifft, fehlen fundierte Ern
Schatzungen Kam der technische Wandel einmal abgesehen vewi personellen
Kontinuitäten Nachkneg»dcub<hUnJ zugute ’ Wegen dc* unzureichenden For
vchungsstanck* können zu dieser Frage lediglich Mutmaßungen angcMcIll
werden Ziemlich deutlich zeichnet uch aUcldme* ab. daß di» sozialistische Han
wirtschaft in Ostdeutschland allein ctsn aus chnemchem D»*t»cnmaneel Kon
tmurtaten aufwie*. was die Nützung deutscher R-41 und Werkstoffe betrat
wahrend der freie Weltmarkt »he mctslcw Innovationen de» Dritten Reu he»
in* Abseits verbannte Anderenat» i»t keineswegs ausgesefthmea. daß die tech-
nischen RatwinaliMcrungsmaßnahmcn zumal die der Kneeszeil dem »cst
deutschen Wiederaufbau ruffutc kamen, wenn auf der Bast» zurückliegender
-Bevtarbcitsplane- kostengünstig prtUuzvert wurde und die F »portwirt schäft sc«
IretanA
l*W Ml Wc<h.x.-h»uLunK mit Jem arncnk.-uiiM.hcn MarMiall PUn Eitoitc vet
zeichnen knanlc
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Mrtrrfe lto»l hrwr Aar» Umbaadr * <lpp na.«» (rfaa frtUiaa and /» Mnm» war drr Ibwunni bn
na Grvamui Manche« IMM
Verfolgung
Vern Ludwig Liber
Die In ter dnxk une und Verfolgung politischer Gegner und Ke hebet Opposition
war em SCMntet und unverzichtbare* Hcrrschaftuniliel dc* SS Regime*. Da»
Ziel, du- deutsche Gesellschaft nach natuuialsuzialrstischen < Jrdnunessorstellun
gen tu lotrnsctcn. mc geistig. ph»»*»ch und i«garuvii>«nch aul den geplante*
Krieg »orzubcrcitcn. setzte voraus. Widerstand zu brechen und Verweigenmg za
unterdrücken Auspenzung Verfolgung und kernKhtunc richlclcn s*ch darüber
hinaus auch gegen jene, die nach dem \erslandnis des Regimes nicht zu mtc-gne
len «aren. wie —s Juden. -• Sinn und Roma Behinderte u a
FVacntsclle Insliluliooen der Vcrfuigwig dte dm neue Re pme bei det Machtubcr
tragung vortand. -* Polizei und —• Justiz daneben die ciccncn Forrnanemen
Wie -t SA. —• SS und deren -• Sishetheitwlienst <SDl wurden m den lolp-nden
Jahren beträchtlich ausgetaut. strukturell »erändert und um neue Elemente, wie
bcsspichwcisc die -• kämzetilralkky»Liter ergänzt Dabei ladt u.h eine gründ
legende funktionale Safte düng m llscruachung und Verfoleunz erkennen Den
legalistischen Rahmen det Vertilgung bildeten Gesetze und kcr-irdnungen. mit
denen rechtsstaatlichc Normen außer Kraft gesetzt wurden Die Scnwdnung des
RcKhsgxasadcnicn zum Schutze des deutschen Seiles »um 4. Februar 1933 schul
mit Eingriff er echls-n in die Presse und Vcrummlangstreiheit erste Handhaben
gegen [xililrsctic Gegner Die —» Reichstagsbrand» erurdnung nun ?» Februar
1933 setzte wesentliche Grundrechte außer Kraft und instilulumabstcrte die
• Schutzhaft, da» -» HettatUckc-Gcsctz »um >1. Dezember 1934 stellte retinsc
kntnehe Äußerungen unter Strafe, nährend dse gleichzeitig emgefiihrten • Son
dergenchtc seiner clfcktnen Durchsetzung dienten Die bei Knegsbcvmn 1939 in
Kraft tretenden Bestimmungen Uber -• tkchrkraruersctzung und Rundfunk
»erbrechen mit ihren drakonischen Strafen gehörten zu den am häutigsten an
gewandten Der -• Nachlund Nebel Erlaß dc* Chefs dc* Oberkommando» der
Ueiumacht (OKW). GeneraliekhnanchaU Wdhehn Keitel nun I" Dezember
1941 verfugte daß Personen au» de« bcsciztcn Gcbiclen. die Straftaten gegen da»
Deutsche Resch begangen hatten, zur Aburteilung durch Sondergcrichls und
Einwcisunt ms KZ nach Deutschland zu deportieren waren Sun diesen pebotc
nen Möglichkeiten machte der \ ertaigungupparat exzessnett Gebrauch, mit der
Tendenz, sie zu überschreiten
l berw »ihung
Die Überwachung, da» beißt die Beobachtung del Stimmung der Bevölkerung,
insbesondere aber ihres regimcknuschen und oppoutrnne Uen \ erhaltens ge
schab aut zwei Ikcircn einerseits über die »»»tematiw.be Frlmsung durch die
Institutionen dc* l berwachungsapparatex aadererseit» über die zahlreichen
eher zufälligen Denunziationen von Pri» itpcrvoricn (-♦ Denunziantentum) Dve
vvMenulruhe (’herwachune richtete sich vor .illem gegen (ictahrenfxeentiale
in der Bev<kkerwng wie -ipj»«vit »melle BcMtebungcn iArbeiterbewegung. Kir
eben). »ozi.de Gruppen und Milieu» tArbeitcnchaft Bctnclxbcicgschaften
Wohnnubcuvi Sre erfolgte durch ln»litut|onen. über ictckiutlutt Berichte Von
unten nach oben »vMemaltvche» Registrieren und Auvwerten. differenzierte
Ahndung von der Verwarn uw bi« zur Meldung an die -* fiehemie Slaal«poftzei
(Gestapo)
Zum Kem dc* ( Tx-rwuchuncsappwratr« der «ach in den dreißiger fahren hetauv-
bildete. gehörten vor allem NSA >rganrcat<onen wie der SKhcrhcttsdicmt der SS
det aizwchbeOlich mit l tx-rwachungvaufeabcn beauftragt war die -• NSDAP,
dm -» Deutsche Arbeitsfront (DAF). die —• Hitler-Jugend lHJ> u a . die (hexe
Aufg.ibc neben anderen erledigten F* gehörte zu den Gruivdautgabcn leder NS-
Orgamsaiioa. den eigenen Bei eich zu kootroBieren. nonkcmlormes Verhalten zu
repttnenm und gcgcbencnl.ilk zu ahnden. in n durch Ermahnung V erw arnung
Gcidbufien oder Anzeige Auch die Mitglieder waren ungehalten -staatsfeindli-
che- AuScrungen und Aktivitäten ru melden
Der SD Teil der «on Hemzwh Himmler geführten SchutzMaffcl (SSt. überwachte
«chon «eit l*.»l politische Gegner und Mitglieder der NS-Organicatwmen I nter
der Führung Bernhard Hevdnch» «lieg er bm IM57 zum alleinigen Nachnchleti-
Jnn>l der NSD VP auf Er war orgamsalorivch und personell eng mit der Gestafxi
verknüpft Seine Aufgabe bestand dann die Fnt Wicklung von Stimmung tfnen-
tierungen und Verhallen-, weisen der Beo •'ker eng zu erkunden aber beisf»cl«wei-
w auch die politschc Lime von Widerctand-organnatioacn Dagegen übernahm
die fieMajx. die t Hwcrv verung der konkreten Falle von — W idcixtand W ährend
de» Kriege» venotgten etwa kn Hl Vertrauensleute t V-lxulc) die SD Zentrale in
Berlin vowie die Vf Haupt und SIM VuK-nit eilen mit Inforwiatumen V Personen
landen och m affen prcclhchattlichcn Bereichen und fViMtwrneu. in den Milieu«
der Arbeiterbewegung in den Kirchen m der Justiz in den Beleg»»haften und
t eitunccn der Betriebe etc Dve Einzehtieldungen der Vertrauensleute wurden m
Berichten, «eil IMVt in den -* WrMumrrit au« 4r-m Um* zwammcngefaBr
Wahrend der SD mehr an aHgem-.-ncn I ntwvklungen mtereuMcrt war. achtete
»ich da» Intcresve von NSDAP und DAF Marker auf da» individuelle Verhallen
Dve Führer der l hterorganivaiioncu der NSDAP die -» Ortvgruppen . -» Zel-
len- mler — Bkxkle»ter hatten ubercchauhare Fmheilen zu betreuen, die
Wtginumgcbung den -Block«, zu kiettndlieien und in»K-»onderc iw ""vorteile
Verhaltemwcixcn zu melden Gelcrcnhctt. die» tevtruMcIkn gab e» reichlich
Wurde der -• Deuhche GruB erwidert' Wurde hei dm W.ihnung tur Widmung
vucgcnotnmcncn Sammlungen tut -♦ WuMerhilfvwcrk (WHW). -» NS-Volk»-
wiAltahrt eU ec-cpend«-1 'Wurde hei Ns fc»l lagen gcllaggl ’ Gab e» Auücr uneen
die auf die I inMclIung zum Rcgwne »chlichen heften' Im Prinzip oblag die
glcKhc Vufgahe federn der ca 10 Mill»men Miteüedei der NSDAP Die Infor-
mationen wurden in der NsDVP KrciMeilung gvcammcll Bei Bedarf z H hei
Anklagen wegen pcditncher Delikte Vor dem Sondergench«. wurden -FMiitHche
Bcurtedungcn« abgercheu deren Inhalt übet LeBrn und Tod cniMheulen konn
177 '«fdpa.
le. In ähnlicher Ucisc übten auch die HJ besonder» auvgefwägt durch den
Streifendienst - und aDc anderen Nvt Jrganisammcn I 'berwachungs- und Kon
troUfunktneicn in ihrem jeweiligen Bercwh mb.
Ihe -• Nationalsozialistische Bctncbszclk-noeganisatum (NSBOf hatte über ihre
BctncbuxganisatKinen emen Nadmehtendiensl aufgrbnut der von der DAF
uhcrnienmen und ausgebaul «urdc Das Amt Int.emati.in un Zcnlralburo der
DAF steuerte diesen -Apparat, der übet die Gau I Referenten und ein SvMcm von
V 'Leuten bn m J». Betriebe reichte NcJwn den verdeckt arbeitenden Spitzeln bc
richteten auch die DAF Betncbvobmanner und DAF Kreiswalter über Stimmung
und Vcthaken der Beschäftigten und insbesondere auch über dar Opposition in
ck-n Betrieben Das Amt Infotraulion wcrtelc diese AlcUungen aus und fette Ak-
ten von \orranten an. in denen re»rackrrtrs.hc Aktivitäten fcstgcstclt oder ver-
mute! wurden Mu der I ntenleilung des Amtes Information unter den SD im Jahr
IM5' wurden diese \<<ganee ltstcn*eise über den M> an die l rcstapo abgegeben
I her ehe l bcrwachumtsssstcmc der NSDAP und DAF. «eiche die «ichlie'tcn
l cix nvraume Uohnung und ArbenuUatlc kimtmllicncn st brshcr noch wenig
bekannt Strukturen. Funktionsweisen und Bedcutunc im Rahmen des Systems
der Verfolgung sand noch kaum erliwscht Diese l'bcrwachungunslilulionen ar-
beiteten sehr selektiv und differenziert Allerdings war dae Bereitschaft zu de-
nunzieren je nach -• Amtswalter sehr uaatcnchicsMach. letztere besaßen m dieser
Hinsicht gr.eSe Fntscheidungsapielraaine dar der Uillkur beeilen Raum ließen
Em NNDAP-Bkskwart oder em DAF-Bctncbsobmann konnte eine lnlurm.itum
über rcgimckntuchc Äußerungen oder Verhaltensweisen einer Isstinunlcn Per-
son tatasoracren. er konnte dae Angelegenheit mit einer Buße für UHU. -Krall
durch Freude- etc tur crieshgt erklären er konnte den Vorgang rcvisincTcn ohne
ehe Meldung weiter zuleitcn. oder er konnte rhe ihm übergeordnete Stelle Nmacb-
nchttgen. die auch (ur eine Meldung bei der Gestapo zuständig war.
Die (rectapo hafte V Personen zunächst gczx-H bei den Enrnttlangen gelten the-
gale Uiderstands- und die EatkorganMalaonen eingesetzt Nach der Zerschlagung
de» U tderstands tm Inland setzte die Gestapo ihre SptUel ab l>» verstärkt auf
oppositionelle Milieus und Betnehsbelegschattcn an und baute cm Netz von V-
l'crsoncn auf (»cfährdungspiitcntialc und re pmekn tische < »rganisationsansatzr
sollten schon in den Anfängen erkannt «erden In den Ritstungdvelncben hatte
auch die mibUrrsche -» Abwehr »eit l*H6 V Personen eingesetzt Die Abwehr
wurde ira Februar 1*M4 ebenfalls Himmler unterstellt
So umfassend die systematische I berwachun« angelegt war bei der Einleitung
von (lestapo-F.nmltlungen und Str als erfahren die Delikte aus dem privaten le-
ben betrafen, wie rcgimckntischc Äußerungen. AbtnWcn ausländischer Sender,
verbotene Kontakte zu ausländischen -♦ ZwMiesarheitcm etc spielte sic eine re
latn eenngv Rolle Die Akten der Gestapo und der Cienchte zehren daß etwa
zwei Drittel bis drei Viertel der Anzeigen die diese Delikte heiraten, von Prnat-
persooen aus dem 1'mfekl der AngcvchukJigten stammten In dci Mehrzahl der
Falle lagen der Anzeige nicht eine natkmal«« zcilistisebe l bcrrcugunr. wrndem
persönliche Motive zugrunde Die Anzeige erfolgte - manchmal erst Jahre nach
XerfUrMt
der Tal haulig tm ZuMinmenhang nut einem Streit Neid oder perssmheher
Feindschaft. sei es in 3er Farn die. mit Nachbarn. Bekannten Die Denunziation
wurde ab Walle - manchmal mit tödlicher Wirkung in perwmlichen Streitig
keilen »erwendet DuB die drastischen Strafen während de» Krieges drohten
den Denunzierten KZ Halt. Zuchthaus miet lode»»tralcn »elbst fui geringfügige
Vergehet! - die Anzeigenden ntehl abschrccklcn ist cm Ziehen für die Bar har i-
sierunc dc» Alltagsleben» m der Zen nach l«33 und besonder» un Kriege Wenn
auch nicht alle I jenwnzialmnew zu einer Bestrafung tuhrte» und auch einzelne
unberechtigte Anzeigen mit Verfahren Buten die Denunzianten endeten, tn der
Regel Bewirkte die Denunriaiic« Verfolgung
Hatten trübere Darstellungen den Eindruck erweckt, die <«»tapo hab» über ei-
nen imnkiN.r. Apparat »erlügt der cs ihr enrngichl hatte, an jeder Ecke einen
Spitzel zu piwhcrca. *o muh heute ehe Vorstellung *cm cme* nahezu allmächtigen
und allwissenden Gestapo korrigiert werden l bcrwachune und Kontrolle erfolg-
ten differenzierter, durch icnchiedcne InstitntHmcn und so« altem imt Hille der
Besolkcrune. Für die L’berwachlcn büeb de» unerheblich, tur uc stellte »ich die
Frage ander» Wird die Perum. die det an der t ehe »teht mich »erraten iwier
nicht * Nur selten konnte the» ausgeschlossen werden Der grofle Anteil an pnsa-
ten Denunziation«.n Iaht manchs »on emet »ich selbst überwachenden Gesell
schalt sprechen
Verfolgung
Neben dem l'bcrw.tchunewppaiai. det »ich m erster lame aul «he Beobachtung
konzentrierte, c-ustiertc der damit kooperierende eigentliche Vertolgungsappa-
rat dessen Kern die Gestapo. die polnische Justiz. SA und SS btideten
Im Zentrum dc» System» son l berwachung und Verfolgung »land die Gehet
me Staatspolizei Sie entstand au» den zunächst noch selbständigen pibtischen
PoUzeiaNcilungcn der Lander die ab 191* einheitlich den Namen (.xhcnwc
Staatspolizei trugen Du-» war Vusdruck Je» Zentraltsicrune»prozes«cx in dessen
Verlaut dem -» Rcwhsluhrcr SS Hemnch Himmler »eil Marz lüft K>*nmandeur
der böse rischen politischen IVihzci. bis zum fruhjahr 19.U der Befehl über die
polnische Bilizei der einzelnen I ander tnsbesond»-re aber da» prculinchc
tichcimc Staatspohzciami (Gestapo l und 1936 da» Kommando über <he gesamte
deutsche Polizei übertragen wurde Dem (•»«tapu m Berlin da» «cH I9> in ein
Hauplaml < lrdnung»f»»lizei (Scbutzpilizei. < •erülarmcTic. Gememsiegiolizei) un-
ter Kurl Dalucte und in »in Hauptarm -* Swhcthcitspolizei (tiestapo Krimi-
nalpolizei! unter Hesdnch gegliedert war unterstanden die leit »teilen und
Stapsntcltea tm Reich Aus dem txsUigii gmg B>W da» -» Rewh»»ichcrhcH»
Hauptamt tRSHA) henor. m dem Gestapo und Kriminalpolizei mH dem SD
zu einer Behörde- zusammenge-tatk wurden Damil war eine SVOrgannabon m
legratiser Teil einer »l aal heben Behörde geworden Die leitwngah (hef der
Siche rhertspoiizci und du» SD halte zunächst Heydnch. ab Januar 1943 SS-Grup-
pentuhrer Emst Kaltenbrunner inne
IMüri
Der Aufbau de* pohzcihchen VcrfoigungvtpparaU* und dw Oreanisaikio Jcr
Verfolgungsmaßnahmen geschahen unter der Führung der -Marken Manner-
dc* Regimes. wie Hermann tnwmg al* Ret*hsk<wntntssar in Preußen oder den
-» Gaukitcrn der NSDAP in den Ländern Die relain einheitlichen Ablaule
heim Aufbau der regionalen Vcrfolgungsappuralc deuten auf eine zentrale Stcuc
run< hm Zu den einzelnen Schritten gehörte die Schaffung einer HtlfspuiKd au*
SA-, SS- und —» Stahlhelm-Mannschaften un Marz lull du; aber nach wenigen
Monaten wieder aufgelöst wurde, die Fmnehtung von Konzentrationslagern ah
März 1933 und die VcrscIbsLkodiguag der pohtiwhcn R>luu ah Fruhiahr 1953
Die politische fkikzei erhielt nut der Institution der Schutzhaft cm unbegrenztes
Machtmittel da m*- allem berechtigt war Schutzhaft zu verhangen die Dauer
war nicht befristet, übet die Fntlassung entschied allein die Gestapo («egen
den Schutzhaftbetchl und Maßnahmen Jet fieMapo gab cs keine Rcctit*mitlel
Haftstanen waren tn der Regel die KonzcntralicmsUgcr
In den ersten Jahren Jo Recimc* wurde der Person> heo.ind der plitiHbcn
fVdi/et beträchtlich erhöht in der zweiten Hallte der drsifttgcr Jahre erfolgte
eine Vcrcinhcitlichune und Reorganisation. 1935 zahlten Gc*Hpa und preußische
Staposlclicn knapp -UN Beamte und Hiltikralu Den Gestap» Dw-nstuellea
wurden eigene l'ntcnuchungsgcfängnrwe zugeordnet. teils als •Hausgefangnis«
bezeichnet Vk ährend des Krieges, ab auch die DKnslMcIlcn der SicJKrhciIvpolf-
zei und des SD in den besetzten Gebieten mit Beamten seruvgt werden mußten
verdünnte sich die Personaidcckc Zum Susgkicb grill die Gestapo bei den Er-
mittlungcn wieder verstärkt aut FerrormaBnahmen wie Mißhandlungen Folter
und krprcsMing zurück Aber tut die Radtkalisierung dc* Verfuheungvapparatcv
war noch cm ariderer fakt« von Bedeutung Seit I Wv 3M serhcBcn fachlich wk
ideologisch gut ausgebildete Absolventen die Hochschulen Je bei t icstapo und
SS em weites Betätigungsfeld fanden und gelernt hatten p< Jirische Zichorgabm
in Konzepte umzusetzen und Jksc ohne Rücksicht zu evekuoercn.
Zum Aufgabenbereich der Gestapo gehörte d»e polizeiliche F rmittlunsrOaOitkcrt
zur Sammlung von Beweisen für du Anklage vor den Genchten Dk polizeili-
chen Frmittlungen waren häufig - acht alle Beamten wendeten (»cwah an - von
MißKindlungen. Folter und anderen ZwanraruiBnahmcn bcgkcMcl. mH denen
Aussagen erpreßt wurden Eine beträchtliche Anzahl von Verhafteten kam dabei
um* Leben »der begina Selbstmord um Jen («turen zu entgehen Zur fkobach
tung und Aufdeckung illegaler Organisationen sowie zur I berwachung opposi-
tioneller Milieus setzte die (iestap» V Personen ein Sic entstammten zumeM
diesen Organisationen und Milieus, hatten **.h anceboien oder waren von der
Gestapo gegen Geld oder Versprechungen angeworben oder durch Folter und
Drohungen dazu gepreßt worden Mehr und mehr vor allem im Krieg, übte die
Gestapo Mralkompctcnzcn aus die m einem RcchboUat nur der Justiz zuUehen
Dk Gestapo -korrigierte- Urteile der Gerichte, indem sie \ crurtcilte nach ver-
bulltet Haft m cm KZ cinwies Nach einer kcrcinbanmg zwischen dem Reichs
Führer SS und dem Jusiizmintstenum tm Jtohr l**2 sollten künftig Strafsachen von
s<-Huhr»»g
AH' ar KZ Sadwcahausca BaniiH|tsa<Teil
Juden. Zigeunern. I\»len. Russen. L’kiaincrn durch den Rcichstuhrcr SS -erle-
digt« werden. also durch KZ Hutt oder -• -Sondcrhehandlung- (seit Kriegs
beginn war die Gestapo ermächtigt. Exekutionen anzuordnen I.
Die (iestapo war mit der Beobachtung und Bekämpfung der Gegner des Regimes
beauftragt -Gegner- das waten nach dem l-cindbdd der Nationalsozialisicn
nicht nur Angehörige des politischen Widerstand* wie Kommunisten (—• KPD),
Sozialdemokraten (-• SPD) frühere Mitglieder der -• Gewerkschaften,bürgerli-
che Oppositionelle und kirchliche SS-Gegner, darunter besonders die -* Ernsten
Bibelforscher. tGcr Personen. die sich kritisch gegenüber dem Regime äußerten
oder steh seinen Anforderungen svrweigerten -Gegner-, das waren auch die
Juden, die Sinti und Roma. wahrend des Krieges ebenso die ausländischen Zisil-
und Zwangsarbeitcr insbesondere- aus ISslen und der Sowjetunion
Die Schwerpunkte der Gc-tapotatukeit lagen nach Zeil und Region unterschied-
lieh Bis 1935/36 nahm ehe Bekämpfung der illegalen Arbeiterbewegung die
< iestapo am stärksten in Anspruch Die Ermittlungen gegen die illegalen Organi-
sationen wurden mit einem hohen Maß an Brutalität geführt. Bei der Zerschla-
gung der KPD-Organisationen spielte das son der Gestapo geschuttcnenc Netz
^*** Verfolgung
von \ Personen eine wichtige Rolle. In katholischen Regionen widmete die
Getupo der Überwachung der katholischen Kirche besondere Aufmerksamkeit
die Vc-riolguntsmaßiiahmcn blieben jedivh verein/cll Aber mehl nur die Mitglie-
der von Widcivtandsoiganisationcn waren von Vcrfolgungsmaßtuhmen bedroht
Regimcknttsche Äußerungen oder Witze über Repräsentanten des Regimes
I—» Flüsterwitz) wurden ul» »Heimtücke’ verfolgt Wahrend de» Kriege« konnte
die* ebenso wie Zweitel am l.ndsicg als Wehrkraftzeisetzune oder wie das Abho-
ren ausländischer Sendet als Rundfunkvctbrcchcn nut dem lode bcsttalt werden
Seil den -• Nürnberger Gesetzen und bes-mder» seit der • -Rctchskristalln.ichl-
vom 9 November 1938, in deren Folge rund hiutrn Juden in Konzentrationslager
etngcwicsen wurden, befaßte sich die GeUapo in zunehmendem Malte nut Vcrfol-
gungsmaßnahmen gegen Juden Sic organisierte schließl«.h die —» Deportationen
in die -* Vernichtungslager (-• Rassenpolitik und Völkermord) Mn der Ver-
schleppung von immer meht Zwangsarbeiten! nach Deutschland vor allem aus
dem besetzten Polen und den crolx.rlen Gebieten der Sowjet um -n, wurde deren
Überwachung und Verfolgung zum lluuptakt.oiisK-teich der Gestapo Auvh un
ter den Uber sieben Millionen ausländischen Zivil* und Zwangsarbeiten wurde
ein Spitzelsvstem aufgebaut. Arbeitsvcrwcivirun»' Vcrstoöc gegen dte meist
inhumanen Verordnungen oder gut Widerstand wurden schwer bestraft Gertcht»-
verfahren endeten nicht selten mit der Todesstrafe. die F inwcisung in cm Arbeit!
crzichungs oder cm Konzentrationslager kam dem oft gleich, wiederholt ordnete
die Gestapo Sondcrhchandlung- an
Trotz der seit Kriegsbeginn drakonisch verschal lten Strafbestimmungen begann
sich seit 1941 in Deutschland neuer Widerstand zu formieren, allerdings beteilig
len sich nur wenige- daran Jugendliche begehrten aus christlicher oder humani-
stischer Überzeugung gegen da» Gcwaltregitnc aul. Kommunisten bauten ein
Widctstandsnelz über ganz Deutschland aul SoXMldcmokraten intensivierten
ihre Kummunikationsstrukturcn und nahmen Verbindung zu den Verschwörern
dc» —» 2t। Juli 1944 aut. oppositionell eingestellte Militärs, bürgerliche und kirchli-
che Regimcgegner schlossen sich zusammen das Regime zu stürzen, uni seinen
Verbrechen ein Ende zu bereiten und Deutschland vor dem Untergang ru be-
wahren. Gegen sie alle ging die Gestapo mit brutaler Gewalt vor. Folter und
andere Zwangsmaßnahmen zur Erzwingung von GesUndnissen waren un der
lagesordnung, V-Personen wurden eingesetzt um alle Beteiligten uul/usputen
Ein leit der Beschuldigten wurde von der Gestapo ohne t »teil cxckutieit odci
in Konzentrationslager verschleppt, die anderen vom —• Volksgerichtshof. von
Oberlandes- oder Sondcrgenchten zu langjährigen Hattstrafen oder zum Tode
verurteilt Noch in der Endphase des Krieges im Apnl 194* wurden auf Wetsung
des RSHA vielerorts politische Gefangene hingcnchlel. um deren Befreiung zu
verhindern
Mit dem Beginn der Eroberungen, der Okkupation -» Österreich», des -» Sude-
tenlandes. der Zerschlagung der "Restlicfiechei“ I—♦ Tvchecbi>>><<wakci). Polens
und der anderen Fandet dehnte »ich der deutsche HetrschafbK-H i.li aul cm
Mehrfaches des eigenen Staatsgebietes aus. Auch in diesen Landern wurde em
deutscher Verfolgurigsappariil aufgebaut der »ich aul die militari».be Präsenz der
Acrt..lt»ng
— Wehrmuhl stutzt. <1. un I mhcilcn auch an einzelnen Actfolgungsmaßnah
iTK-n Kteil il wann Ein Neu von Di.nMstelk-n der Sicherheitspolizei und des
SD entstand die zum feil in Zusammcnarheil mit der örtlichen Polizei und
NS-nahen Organisationen in den (wetzten Gebieten die Aerfolgung des natio-
nalen Widerstands übernahmen und die Deportation der Juden organisierten,
wenn ihre Ermordung mehl an Ort und Stelle erfolgte wie in den <Mgebicten In
I'»len und besonders ui der -♦ SoWjetum.>11 beteiligten och dis t«un Rsl I \ aufge-
bauten -• Einsatzgruppen aus Polizeibs-amten Polizeireservisten und -» Waffen-
SS am Masscnmoid an den Juden Koma und vermuteten Feinden oder Geiseln
aus der Zivilbevölkerung Die Gestapo Dienststellen in den besetzten Gebieten
und die ihnen zugcordnelen <»» stuf*» (istangnissc (z H Pawlak Warschau (inni/
Norwegen Brei ml. •.i«.k /Belgien. ( ornpicpne Fliinkicich etc i wurden zu Zentren
des Terror» gegen die Zivilbevölkerung
Die anderen lAüizctahlclIungen waren nicht nut hier nut der Durchluhiung natio-
nalsozialistischer Vcrtolgungsniaßaahmen belaßt Die Kriminalpolizei wie« rm
Zuge der —• -v« «beugenden \erbrechcndsekamplunt- lausende von Personen
ohne Tatvorwurf in Konzentrationslager ein und führte die Ermittlungen in Fal-
len von ♦ -Kassenschande- Die Ordnungspolirei nahm Anzeigen aut führte
Ermittlungen. Haussuchungen und Verhaftungen durch und assistierte bei De-
portationen IVdizeibcamte sorgten in den besetzten Gebieten lur die Einhaltung
vier oktroyierten (»rdnung
I m die Gestapo bestand ein Kreis v(«i Institutionen und Organisationen, die eng
mil ihr zuvammen.itbeiteten wie die (trenzpolrzei die Bahnpolizei die Hncl- und
Tck-hmühciwachung der Rcuhspost die deutschen Bs.ischalien und Konsulate
itn Ausland Ergänzt wurden die I herwachungsmstitutionen |tU M durch die
SA. wahrend sich danach eine immer engere personelle und institutionelle Ver-
flechtung der Hilizei mit der SS entwickelte
S A »nd M
Die SA spielte als siuikstc und xMiigkral'igstc NS Oig.inisation I95.V.W du-
zentrale Kolk- bei lerroraktionen gegen politische Gegner und gegen die Juden
AI» Hillspilizci oder auch ohne pseudo-kv.ile Verbrämung kontrollierte mc
Arbciterwohngcbiclc meldete die Verbreitung von illegalen Schriften etc An-
fänglich stellte sie in vielen Konzcntratioml.igera die Wachmannschaften Auch
wurden in vielen I allen SA Führer zu JGIizcichctv ernannt In Hävern versuchte
die SA durch Sond» rhcaultiarlc Kontrolle übet die oflcntluhc Verwaltung zu
gewinnen Die Zahl det SA-Ancehongen stieg von etwa Nih«Mi Anfang IW auf
•15 Millionen tm Juni |um Mn der Ermordung des -♦ Obersten SA Führers
Stahschel I mst Rohm und anderer SA Führer schaltete Hitler mit Unterstüt-
zung dir SS und dc» sl) im Juni luu du s \ als M.w-hilaklor aus l -» Rohm
Putsch-1.
Die SS. die im Jahr IW an Mil gliedern und Bedcutuni» zunächst hinter der SA
zuiücksiimd erfühl ab HJJ einen rapiden Aldslke von etwa Atili) tm lahr 1955
Vc-rhüifung
«lieg die Zahl ihrer Mitglieder auf übet 2HHHI im Jahr 19*4 Ihr Anspruch, als
nationalsozialistische Elite zu gehen ließ »k- vielen Angehörigen des Bürgertums,
ich dem Nationalsozialismus zuwimdlen. attraktiver cncftetecn al* dte ul»
pöbelhaft verrufene SA Mit dem Autstreg Himmlers der ITbrrtragunv der
Führung der Konzentrationslager an die SS und dem Ausbau det SS zu einer
bewaffneten Kampflruppe zur Sicherung der innenpolitischen Herrschaft erfuhr
die SS eine enorme Aufwertung «nd personelle Ausweitung Ende 1934 wurde sk
in die Allgemeine SS lehrenamtliche Mitglieder) eine -- SSVeihtgi.r pstruppc
(SS-VT; bewaffnete SS Einheiten, ähnlich einer käse miet teil Polizei) und die
-» SS-lotcnkoptverbande <SS TV; KZ Wachmannschaften) aufgegliedert Die
Verlugungstruppe zahlte lukx etwa wkiti Mann die lotenknpl Verbinde ca nSil
Im Krieg wurde die SS-VT zu einer milit.inschen Truppe atisgelviui und mn den
KZ Wachmannschaften zut -» Waffen-SS rusammengclath Milte 1*42 zahlte
sie etwa 1500(10 Mann, im Herb« 19*4 über 90UIHO Die KZ Wachmannschaften
waren Mitte 19*4 ca. 24llt<i Mann stark.
Als unmittelbare Instanz der Verfolgung trat die SS in der Anfangsphase als
Hilfvpolizci und dann vor allem als Wachmannschaft in den Konamtiatiomlnpern
in Erscheinung Die zunehmende personelle und institutionelle Verflechtung mit
der Polizei - Himmler zeichnete ah •Rcrctldiihrer SS und < Itet der I Kutschen
fVdt/ci« die Betrauung mit staatlichen Aufgaltcn und das Sclb»tveistandnrs als
SS Elite gaben der SS eine besondere Bedeutung innerhalb des SS tkrsch.ilts
apparntes.
Ilie Justo al> SeitidtuiigMuelrunieul
Die zweite Säule des staatlichen Verfotgungsswtems war die Justiz Sach dem
Abschluß ihrer Ermittlungen legte die Gestapo (bzw d». IMizciI. wenn ne ein
Strafverfahren cmlcltcn wollte, das Ergebnis der Staatsanwaltschaft vor. Diese
entschied ob und nach welchen Bestimmungen em Verfahren eröffnet wurde
Politische Delikte wie die Mitgliedschaft in Widerstandsorganisationen (Vor-
bereitung zum Hochverrat Verstoß gegen das Verbot det Neubildung von Par-
teien), Besitz oder Weitergabe illegaler Schriften | Rcichstae-brandverordnung)
rcgimckntischc Äußerungen < Heimtücke-< lecctz im Krieg auch Wehrkraft-
Zersetzung), Abhocen ausländischer Sender (Rundtunkvcrbrcchenl. waren dem
Volksgcruhlshot den (ihetlandcsgcrichtcn und Sonttergetwillen zu je wiesen
Aber auch Landgerichte waren Ted des Vcrfolgungvappanrtes. wenn sic z_ B Ver
fahren wegen -Rawenschande- durchfuhrten Vor den Amtsgerichten wurden
zahlreiche Falle »on regimekritischen Äußerungen und opp<-sitionellem Verhal-
ten verhandelt und mit < icld- und llaftstraien geahndet Auch die Kiu esgcnchlc
sprachen Recht im Auftrag des Regimes, sie verhängten rund .WIMM) Todesurteile,
davon etwa 23000 wegen -• Fahnenflucht (-• Kricgsgenchtcbarkeitl
Schon l*zD hatten die Sondergenchte zahlreiche lodesuncilc verhängt, vot allein
gegen Kommunisten, die an den Straßenkampfen gegen SA und Polizei beteiligt
gewesen waten Seil Mitte der dreißiger Jahre verschärfte »ich das Strafmaß
Vrrfoitwx 34
und ihr Zahl dci 1< »JeMU te ile nahm zu Wählend do Krieges »ur al k m ab 1941.
»erhängten Sowdcrgcnchtc und Volluccnchishaf «clbct tur geringfügige Ser-
gehen die lodesMiale. indeviodcic gegen Mitglieder der W iderctandcgt uppen m
den besetzten Geboten (-• Sacht und Scbcl Erlaß! und gegen ausländische
Z.wangsarbeitcr un Reich Der Volksgerichtshof allein sprach nährend dc» Kne-
ge» über San a i liulcuirtcilc au» Die pdiinchc Justiz »urdc zu einem TcrTonnstrw-
ment, das »on W illkür geprägt war
An der Verfolgung waren )cd»vh nacht nur die genannten Organisationen belei-
he! Fast aDc ge»clhchaflUhcn In»4Mutualen halten »enngk-uh m unlenchiecMi
ehern Ausmaß - Jer Formierung der ! »ocllsehalt rm natnxiaKozialistischen Sinne
zu dienen Sei cv daß MC «item die Ausercnzung» und AusmuJci unrsi «htlimcn
des Regime» gegen über Juden und p>ditt«chen Gegnern »tc ne an -• Gesetz zur
Wiederherstellung de» Hetulshc.imtcntuni» formuliert waren. ausfuhrten »et es.
daß 'ic gegen das Regime gerichtete Vorstellungen und Haltungen unterdrückten
und somit ihren Bereich rm Sinne de» Regime» Gmtrollierfca Darüber hinaus
•urden manche InMilutamen mitiatn wenn es darum ging Verfolgung zu »er-
»chartea odci neue Pcrsoocngruppcn cuuubezichcn
Die Macht des Regimes über die Menschen beruhte nu Kem auf einem Uenpie-
ui, leih differenziert, leib ruckuchtdo» agierenden l berwachung» und VcrfoL
gungsapparat Allerdings unterstützte em beträchtlicher leil der Hesolkcrung Ja»
Regime und auch den Rcprc»Mon»appa/al Wurde in der Vergangenheit die Re
prescion ah »cscnthchc Ursache tur die Stabilität de» Rc-cunc» ersehen. «o »er-
den heule Körnens und l inalnat «tarier iKtool Allerdings r»t diese Frage nicht
endgültig geklärt, ebenso»trug «ne berspw:ls*ctsc die Zusammenarbeit sun poli-
tischer Führung und V ertöt gunrsappa tat auf regionaler Ebene
Ihe Kimzenttalionslager »aren <hc erste und augenfälligste Einnchtutig. Ju-
den Intcchicchaiaktci Je» Regimes sichtbar machte Die tast glcKhzeiltee F m-
rrfilunt der ersten Konzentrationslager im Marz Aprtl 1933 in • ♦ Oranienburg
bri Rettin -• Dachau hei München FuhUbund rn Hamburg und an anderen
Orten laßt aul eme Kiotduuctung •chlielicn Dk Ettshlung geschah ttn Kontect
der kurz zusoc m den l andern erfolgten AutslcHwr einer Hiltspotuei au» SA-.
SS und Stahlhelm-Mannschaften In tast allen Landern des Reiches entstanden
in den lidgenden Monaten »euere KinvcMraiMmdagct »ie Bi. ihn-Columbia-
haust-»ReKhshauptUadt lEsterwegen|-iFmslandlagerk — Heuberg -• Kemna.
-• Knlau Osihirfen etc »»»gesamt et»a 7!> Sie waren hnoachthch Tragcrfchan.
Bewachung und Behandlung der t wtangenen »ehr »crschiok-n Besonders dort,
wo SA- oder SS-Manmchaficn ab Wachen eingesetzt waren wie in Dachau
ab Mai 1933 isici in Fuhlsbüttel ab September 103. begann eme Tcrr.eherr-
»chatt Schikanen Mißhandiunncn follrningcn und Morde warm an der läge»
<Mdnung
2>5
kcrMgang
All die* ttvhih nxhl sgxmtan oder zufällig. maisicrn w ar tm HtnNU aut die Wir
ku«t durchaus gcwolh Du Ermordung derjenigen die «eh bet der M< kamptunp
dc« \j!>onit«i/ulMu« hcniKKldr hatten, wat zugleich ein fktltM zur an-
tekundirtcn -Ausrottung- do kcmtmuiusmu* und Manismus Djtibt hinaus
war der lerror cm Signal Zum einen seihen die Mitglieder der iBcgalen W'ider-
standsewgantvat tonen durch den Schsvk paratssacrl und cmgcxchuchtert zum an-
deren alle Rcgimcgcgncr und l nzutnedenen da«<o abgew.hreckt werden, ihre
fjtsucllun« offen zu zeigen ixfcr tut d.u>ah zu handeln
Bn I9.U übernahm Htmmkrr ah. poittneher Bnii/cikonunandcur der Lander nut
det Verantwortung tur die politische Polizei die ZuMamhgkeil tut die Konzentra-
txmslaecr Nadi det Ausschaltung der SA rcueeantsicrtc SS-< Msertuhrcr Iheodo«
Licke als — Inspekteur der Ki<UCMrill«libfd und SS Wachserbande ab 1934
tm Auftrag Himmler* die KonzeMratamdagcr nach dem \ oeNId do sswi ihm seil
Stimmer 1933 geführten KZ Dachau Son ulen Ursprung tieri larem blieb
sdilictUieh nur Dachau Neue grobe KunzenlraUunslagcr wurden nach strategi-
schen GeMchispunktcn und im Hinblick auf den Arbeitseinsatz der Gefangenen
errichtet So entstanden be* rum Knete — Sachsenhausen I I9.W). -* Hiwbcowald
(1937). Flossenburg 1193»), -» Rasen»hrucA (|939> für Frauen und -• Maur-
hausen t 193*) ab erstes Konzcniratumsfarct in einem -Akupicncn Land Nach
Krscesbcginn wurden neuere Lager im Reich und in den eroberten Gebieten
errichtet -• Neuengamme. -* Dura-Mittelbau und -* Wewelsburg tm Reich.
— Auschwitz Gnrfk-R>wcn -» Krakau Plaszow -» L ubhn Majdanek und
-♦ Stutthof aul p<lnrx.hcm (tchel Kauen — kt««i. — Riga-KanenaaJd.
-* Vaisara im besetzten Baltikum -• sUcrtogcnbosch Vuglit m den Nieder
landen und -» Natrweik-r Struthof un emgcgbedertcn Elsaß Seit 1942 war die
Inspektion der Konzcntralxindaper dem ocugebildclen -• SV Wirtschafte- und
Verwaltungs-Hauptamt emgegbedert. dem neben Truppenserwahung fW.iflen-
SSi auch das Bauwesen und die wirtschaftlichen t nlcrnchirmngcn der SS unter
s Lenden So befanden «eh alle nut den Kiwizentratxwidagcrn befaßten SS Ämter
unter ctner Leitung, der des SS-Gruppenluhrers Oswald Puhl
Dk KonzeniratKUtsLuret waren staatliche Etnrxhtungcn.dK son der SS tm Auf
trag geführt wurden Lagerführtmg und Wachmannschaften gehörten den SS-To-
tenkopt Verbanden an die durch ihre Ausbildung und dw l agerordnungen zur
Harte gegenüber den Hattturgen ungehalten waren Die Zahl der KZ-Bewachcr
stieg son 21W Anfang 193$ auf fast $00(1 Ende 1937
In den ersten fahren waren die KonzenrrxlKinclaget '<" allem zur Sutnähme po-
litischer Gegner wie Kianmuiuuen Sozialdemokraten und Gewerkschafter be-
stimmt Aber »on Anfang an befanden sich auch luden, sogenannte -• «Aaoda-
le- — Hiunoscsucllc und Kriminelle unter den Gefangenen Die Zahl der 1933
Verhafteten wird auf etwa lOOOttn geschätzt Am 31 Juli 193 > befanden «seh nach
Angaben des Reichsmimsienums de* Innern 2n '«9 Personen m Schutzhaft Die
Einweisung ms Kiuizcntratnmslagcr erfoigk- m der Regel durch die GeMapo pei
Schui/haft-Befchl Die Gefangenen waren in großen Gruppen in Baracken
untcrgcbiacht Sk w urden zur Arbeit in Lagerwerkstitten und entricht unten zu
Bauarbcitcn im lager zur M «>rkultisierune u a eingesetzt kuöcrhath der
Wcrksuttcn handelte cs sich in der Regel um schwere körperliche Arbeiten oft
auch um sinnlose Tätigkeiten, shc lediglich rum Ziel hatten, dar (»etangenen zu
schikanieren, uc phs*nch -tcrogzumachcn- Ihc f-mahrung der < tefangcncii «n
rxx.b juwcKhcnd Mißhandlungen und schwere Lagvrsirafcn für geringe- Verge-
hen waren an der larvsor Jnunc listest alle »aren Frgebnts von Mißhandlungen
«der Mordaktnincn f-aul der Flucht- erscbusscni der Lagcr-SS isie: des Ver-
suchs der (jclanevncn. uch den Leiden und Demütigungen durch Selbsttorune zu
entziehen 1*33 und IMU wurden mehrere — Amnestien erlassen hei denen ein
Ted der Getangenen die Freiheit erhielt L her Einzckcnllassungcn entschied die
zusiandigc (»csiafsi Dienststelle So ging die Zahl der KZ tietangcnen bis 1*35
aut ^»M-*l«ii zurück
h/ Ss-tem und /»aagsartsr«
Mit dem Beginn des —> \ ier)ahrcsplins 1*> setzte in mehrfacher Hinsicht ein
Wandel im KZ Sestern em Bei der Svuanlagc der KonzentrationslaKct wurde
seit aut nutzbringende Bessh.inigunfsmuirlichkcitcn geachtet Die Konzen
IraUonsUgcr «crwandcltcn sich nun serstarkt in Sutten der Zwangsarbeit, an
denen die Arbeitskran mh-itlKrlcr Regimeecencr und mietet ausgecrenzter
an
AcrMewat
Pervmengruppen für -» SSW irt schatt «MMerrwIl men genutzt wurde So bellen
die SS-eigenen Deutschen Erd- und Steinwerkc tDF-Sti m Sachsenhausen und
Scucngammc riesige Ziegeleien crrwhlen. in Buchenwald Mauthausen th~scn
bürg und Satrwcücr schufteten die Gefangenen m den Sumbrudbea der DF si
Aber weiterhin Hieben Strafe und Terror die Hrstunnwnden Elemente. di« auch
die KZ-Arbeit prägten
Die neuen Konzentrationslager gliederten udi in drei gioßc Bereiche Da»
SS-Lager, das -» Scbutzhaftlager und die SV W irtM.haft»bctrwbc Im SS-Lager
befanden »wh dw K>>mmandaniur geführt »on dem SS-Laferkiunmandanlcn die
l nlcrkunttc der SS-Wachmannschaften und dw -ftdifbehe Abteilung-, dw der
(lOUp' unterstand und die Gctangcrwaaklcn führte Da» Schuuhafüagcr. m
dem die Gefangenen - zumeist - in Hoizbarackca unlergcbrachl waren, befand
»wfi unmittelbar daneben Ea «und unter dem Bele hl eine» Schutzhattlagerfub
ren. dem Rapport- und Blockfuhrer sowie tmt twsiimmlea Aufgaben | Küche
Krankerwe» wr. Ltlektcnccrwaltung Attwitsdwnsl) betraute SS-Manner zur Sette
standen Sic führten das SchutzhaftUget und bcslanmtcn den TaeesaNauf und
da» Leben der Häftlinge Der SS-Fuhrungstruktur ciaiul eine entsprechend gc
gliederte Häftlings» er» all ung gegenüber Dw SvWtn»chafi»beirwfw zumeist
Zwgclcwa .del Sfembtudw der DEM - tm Krieg kamen »he Weik*utlcn det
Deutschen Ausrusiunc»»crkc i DAU > hinzu befanden seh m unmittelbarer
Sähe des Lagers Hier arbeiteten dw Gefangenen beaufsichtigt und angetnebvn
von SS Kotnmandofuhrem zivilen Arbeitskräften und Haftmg» Kapos D-< Ar-
beitsMcOcn außerhalb Je» Lager» waren durch eine Bwicnkcttc au» SS-Mannern
gcsacbcrt. wer »w utwrschiill wurde -auf der Flucht- erschossen.
Seit |u> kamen neue Hanlingseruppcn *w dw Ernsten H.HeUoCscher dw
•Asozialen- (Bettlet. Arbeitsserweigerer. Alkoholiker. etcl Kriminelle. Homo-
sexuelle. Sinti und R.ena. und »eit 19> pohi.»cb< Gegner au» dem besetzten
Österreich dem Sude-tengebtet und der <SR hinzu Die Zahl det Gefangenen
stieg bi* zum Sommer I9> auf etwa 24(111 Sach dem Htgtom vorn 9 Sosember
193« und der Verhaftung und Einweisung »on 301M» Juden wurde mit MIOIllGe-
fangenen »irr ll.chstuatsd vor »lern Krwg erreicht Sach det Entlassung dc»
Gtodtcib der iudi»ehen Haft linse in den Mecndco Wehen und Monaten sank
die Belegung der KZ Hs Krwgsbegmn auf etwa 25<>k> Insassen Mm dem Zu
ström neuer Hat tlingsgruppcn »erschwand dw btshenge zahlenmäßige Dorr i na uz
det putelnchcn Getangenen weitgehend In Buchenwald Mutte dw Gestapo tm
August 1939 die ca S4Ü0 Getaagenen tolgcndcmudcn cm knapp dw Haine als
-Asoziale- (schwarzer Vkmkclk ein kicrtcl ab -Milncbe« Iraker Umkefl. cm
Zehntel ah Juden (gelber Winkel», em k wrzehnlel ab Ernste Bibelforscher (lila
Winkel), ein DretfitgMel ab -Befristete \<«bcugchafthagc* die un Lager »ar grwt
•Bcrufsscrbrccher- genannt wurden (grüner W mkdl. In Sachsenhausen «eilten
- Asoziale- Ende 193b tast NI Pr.ucnl. dw IMütischen en 20 und die Juden etwa
15 Prozent der Häftlinge Lediglich in Dachau dominierten an Soanmef 193« dw
politischen Haltlmge.sw stcOteo drei Viertel der 5500 Insassen
Der SS-Schutzhaftiagcrltduung unterstanden entsprechende II iltimgsfunkti.»
neu ww Lageraltcsi» Bl.Kkaltesle Igegebenenfalls auch Stubenälteste). Küche
Verfotewne
Krankcnresicr Arbeitsdienst. LarvrwcrGuitcn etc Die HafthngsfunktHmarc
hatten Jen Tatcsahlauf zu oreanrswreo und lur Ordnune und Saufserkeil zu
sorgen Kap* (Vorarbeiter) führten dte Arhcitsk.xnmandok Im dte Besetzung
iIkki »unll««Kn Jtc eme |Kt««ilklx fkvKtUcllutj mit och brxhk-n und
gewisse EmfJuiJmoelachkeiti-n aul dte Bedingungen tm I ager eröffneten kam cs
zeitweise a> erbitterten Au»cinatHlcrsctzuniten zwischen den panischen und Jen
kriminellen Gefangenen. wobei letztere mehr ihren pcr»onlx.hcn Vorteil tm Auge
hatten
Dk Lebcnshediagungin der («clanecncn in den einzelnen latent unterschieden
sreh beträchtlich Fs hnr wn der Fmstufune de» l agers ab not Zeitpunkt zu
dem man och tm KZ befand »<>m Verhalten Je' kunnmandanlen der SS-SdlMl-
haftlagerführune Jer Hafrlmeitunktiomre und vor allern welcher Hafthncskatc-
gune man angehzirte und oh man Aufgabe• in der Lager» er»altung auMlbte
Funktionshaftlingc lebten unter bcsscrcti Bcdineungcn wahrend fudnehe und
«pater auch sowKttschc Gefangene dir unterere Fbcnc der Hierarchie bildeten
Aber alle waren wc dem gleichen Willkür- und Terrorregime unterworfen unter
Jem keiner der Gefangenen «eine« Lebern und «einet Gesundheit ««.her war D»c
l nterwhiede hirnnhiiich der Fmahrunc der Arbeitsbelastung der Hehindlung
durch SS und Kapos Jer Lcbcnx-rwartune waren beträchtlich. aber «c waren nut
quantitativ
Der Tagesablauf der Häftlinge war Mit IVVi zunehmend von »chwercr Arbeit, un-
zurrKbendcr Verpflegung. ubertuHlcn L nterkunften und Stängel an Ruhe ge-
prägt - Unmensch heben und aut Jk Dauer todlw'hen Beding ungern Zudem waren
die Häftlinge einer »tandigcn Bedrohung durch Straf und W illkunnaßaahmcn
der SS aiKgcwetzi. die alle« tm Leben der Häftlinge ah Strafe ru gestalten bestrebt
war-da» Fesen die Arbeit Jen Appell den Schlaf Zwar gab e» SS-Manner.«he
bereu waren, «len Häftlingen zu hellen «et cs au» Mitleid <«Jcr für Gegcnlcntun
gen die Mehrheit »ersah jexioch ihren Dienst ruckwehtdos. und es gab auch
Sadisten und Mordet di» Vergnügen daran fanden Häftlinge zu quälen und zu
toten ihnen waren keme Grenzen gesetzt Obwohl die SS-Fuhrunc für «he Be-
handlung und die Vergehen der Häftlinge genaue Strafvorschnflen und Verbote
festgeieet hatte, war Ja» Leben au» der Sicht der Gefangenen von einer uner-
gründlichen Mnchung aus Ordnung und (Tiaan geprägt Sehen «len regulären
Strafen wie Arrest im Bunker (Gefängnis) des lagerv Fssenscmzug Schlage auf
Jem Ptugcfboek PfahttiangciL Lxckutam sahen die SS-führet cs als ihr Recht
an mißliebige Häftlinge zu schikanieren, zu miiihandcln oder gar zu toten
Mochten manche SS Führer öffentlich »erkunden die Konzentrationslager dien-
ten der -l merziehung- .so zeigt die nüchterne Betrachtung, «laßdie Lager immer
Stätten der Strafe waren Dahn teichte die Skala »on Schikanen Mißhandlung
und Folter bis zum kaltblütigen M«>rd Kam cs tn «len ersten beiden Jahren zu
zahlreichen Slot Jen m Kimzentrationslagcrn sor allem an Kommunisten Sozial
demokraten und Juden, so bheb die Sterblichkeit in Jen beulen folgenden Jahren
gvnng Sen HU» 17 zeichnete weh fcdoch eine diamalrwhc Zunahme der Todes
lalle in «Jen neuen Lagern ah, «he nicht mehr nur »om unmittelbaren Frn greif en
der SS-Mindern »or allem »on Jen dradneh »vricMecbterlen Lchenshcdmgungcn
'rrf.U-u«t
und det schweren Arbeit »erursacht wurden So stieg die Sterblichkeit in Hu
chcnwald schon 1*59 aut 14 Prozent in Mauth lu-cn auf 23 Prozent wahrend
ue in Dachau nur knapp 5 Prozent cncichlc dort aber hatte sic l*A6 noch bet
0.05 Prozent gelegen Die Vernichtung »on Menschen4ebcw von Anfang an
eme Aufgabe der Konzcntration»Ligvr gewann an Bedeutung und erreichte von
I**i M? einen ersten Höhepunkt
Im Verlauf der Kriege» ging da» Regime daran, J« »ich ach beschworene -Rei-
nigung des deutschen \ olk.sk ileprrs- durch radikale -Fndk»»unecn- in dte Tat
umzuvetzen Begonnen wurde mit der Ermordung körperlich und ectsiut Behm
den er t—» Aktion T 4 —* Medizin i es töteten der Ausrortur-esfelJzug gegen die
Sowjetunion und die ah -l ntermemshen- ahgcMempcitc slawische bzw asiati-
sche Bevölkerung. der Völkermord an den europäischen luden und an den Sinti
und Roma Hinzu kam die Vernichtung »on Menschen. die als außerhalb det
—• Volksgememscftifl stehend erklärt wurden »et es. weil wc ak -minderwertig-
betrachtet wurden wie die -Asozialen- und Kriminellen oder weit »ie »ich durch
ihren Widerstand oder ihre Vcrweigvnmt al» txgner dc» Rsvrmc» crw isen Die
Ausführung dieser Vcrmchtungsprogtammc fand zum Teil in den Konzentratwo»-
higrrn Man
Die luden waren in den KZ schon »or der —» Lndki-onr m besonderer Weise dem
Morden ausgesetzt. ihre Sterblichkeit lag weit Uber der der anderen Gefangenen.
Nach Knegsbeginn ab die Vernichtung der Gefangenen durch Arbeit und Terror
bis IU42 einen ersten Hobepunkt erreichte, waren « wiederum in tv-sonderer
Wetse betroffen In Mauthausen kamen beispielsweise 1*41 innerhalb weniger
Monate tast sämtliche etnrclicfcrten IMa) Juden ums Leben. Der 1*41 crnsctzcn-
de svMematnehe und «garnierte Völkermord »oltzog uch vor allem auch in den
Knnzentrahonslagem Das KZ Auschwitz I Stamml.icerl wurde 1*41 umdasVer-
niehtungsLitct in AuschwHz-Birkenau ergänzt da» zum Zentrum de» Völkermor-
des an den Juden und den Smti und Roma wurde. Die —• Selektion. <hc Auswahl
der Arbeitsfähigen und die Fmxrduwg der Arbeitsunfähigen ui den — Gaskatn
mem gewahrte den Iberfebenden lediglich einen Aufschub in Form der -Ver-
mehrung durch Arbeit- Auch al» ab Sommer 1*44 die in Auschwitz selektierten
indischen Gefangenen tn AußenLager Jer KZ im Reichsgebiet »erlegt wurden,
erwiesen »ich insbesondere die Lager in denen Marner zu Hauarbetten ctngc-
»etzt waren - und das war dx Mehrzahl - als Todeslager
In die Mordaktionen an den Behinderten waren auch shc Konzentrationslager
embezoeen Arzte überprüften 1941 42 un Rahmen der -- Aktion 14 113 die KZ
Gefangenen und schickten die Selektierten in die Torungsansralten Seit Knegs-
berrnn entwickelten sich dte Konzenttatwrnslaget auch zu Hinnchlungsstatten.
an »lenen die Gestapo unauffällig Ufderstandäampfer und andere nuOlieNgc
Personen ctckutiertc. allem im KZ. Neuengamme waren es etwa ]D0Ü. Nach dem
-» 3J Juh 1*44 wurden in der Aktion -Gewitter- un Reichsaehict mehrere
zehntausend Persemen - zumeist ehemalige Funktionäre and Mandatstrager der
Arbeiterparteien - verhaftet und viele »on ihnen in Konzentrationslager eingelte-
lert Nicht wenige »<»n ihnen kamen hier um» Ixbetkauch Angehörige der *idcr
standskretse de* 2Ti Juh wur«3cn in KonzentratwrnsUeem ermordet
kerfulgung und Sklasenarlicit im Krieg
Nach Jcr Besetzung Österreichs. Jes SuJetcngcNetc-c des restlichen tschs-chi
sehen Gebietes und Polens verschleppte die deutsche Polizei Zchntauscnde in die
JkonzentraliKislagcr OpptNlumellc MirgliedcT von Widcrstansborganisauoncn.
Pers«>ncn. die Mch Anordnungen verweigerten. als Geiseln verhaftete Angehörige
der Imelligcnz. spater auch geflohene Zwangsarheiler etc In manchen lagern
wk in Sachsenhausen. bildeten die h>kn zeitweise die weitaus grudtc Gruppe
Da» Stammlagcr in Auschwitz war vor allem ein lager tur polnische Häftlinge
Sur kurze Zeil nach dem l'hertall aul ihe 'vowjeiunmn begann die Einlieferung
von suwKtBchcn -• KrKgseclangvncn m dar Kim/cnlralwmslagcr Mindestens
5li Oll waren m den Knegseetan jenen lagern als Bibttschc Kommissare Mtnrnu-
msicn und Juden selektiert und zur Eick ui nm in die KZ geschickt wilden Eine
andere kleinere Gruppe son sm|ctisbcn Kncgseetangencn die als Arbeitskräf-
te tn die Konzcntratkinslagcr gebracht wurden kam bis auf wenige innerhalb von
Monaten durch unmenschliche Lebens- und Arbeitsbedingungen und Epidemien
ums leben Auch Jie in der F<4gczeit in gröberer Zahl cmgclielcrten russischen
und ukrainischen Zwangsarhetter hatten besonders schlechte l bertebcn»bedin-
eungen
Mit dem Krsegsbeginn gegen die Siwjetuntoa ließ die Gestapo in besetzten west-
und nordeuropaischcn Landern Mitglieder der BkgaJcn kommunistischen und
sozialistischen Organrsalioocn lestnchroen und nek von ihnen in Konzentrations-
lager im Res-h deportieren In den lolgcndcn Jahren wettete sich diese Pralls aus.
Nach Jcr Insassen Jcr Alliierten un Westen und dem \orrucken Jcr Roten
Armee im «Kien steigerte sich IUI der Zustrom Zchntauscnde von Menschen
Widerstandskämpfer. Personen die die — K>»ilats»rabon verweigerten. t «eiseIn.
Personen die weh nicht ausweiscn konnten und unzählige amkre wurden son
der Gestap> aus Jen besetzten Landern in die K<<nzcntrat»mslager deportiert
Hinzu kamen Zchnlausendc »on ausländischen Arbeitskräften. Manner und
Erauen. vor allem IMIcn. Russen l kraincr. die zumeist zwangsweise ms Reichs-
gebiet gebracht worden waren dort die Arbeit verweitert hallen oder geflohen
waren Dk Zahl der Getangenen, Jk vor Jem Krieg bei 241W0 gelegen halle,
»lieg br» l'M2 aul ItlfiUi. |<MJ aul MVUII. tm Sommer l«M4 aut 525««l und er-
reichte Anlang l*M5 mir 714000.davon Jtiliii Frauen, ihren Höhepunkt
Dw deutschen < »et.in jenen waren tn den lagern zu emer Minderheit geworden,
du fcihnh die Lagcrverwalluwgcn domuucHc Allerdings waren auch deutsch-
sprechend« lUsi.indrschs Getangene vor allem wenn sie schon langer im lager
waren, mit Hatlimgdunktioncn betraut worden Die Ausübung von lagertunk-
liowcn eröffnete F.influörm^lKhkeiten zugunsten der Häftlinge und geskatlelc
Hille tn einzelnen Fallen Sie borg mjessen die < »etahr der Korrumpierung und
siegle tur Integration in den Hcrrschaltsapparat ohne daß am Sietem des Terrors
WescnflKhc« verändert werden konnte Manche lehnten deshalb die l betnahmc
bestimmter Funktionen ah Neben der offtziellen Haitlingsverwahung bauten
Haflhugc. getrennt nach Nationalität oder politischer Richtung, illegale Kom-
munikation» und <hgaiMsalioMsiruklutcn aul Zum Teil kam cs zur Bildung
VetMguag
intemationakr illegaler Lagerknoutcc*. Gemeinsames Ziel »ar ex da« Leben
der Häftlinge un Lager zu erlewiftern ue «oweft wie möglich fegen < icwaJlmaB
nahmen det SS abzirschirmcn und Ja> l berieten zu sicher» Aufstande wie ta
-» Trebimka im August 1*41 oder die Erhebung des Sonder kommanüiH in Au-
schwitz im Oktober 1*44 oder det Massenausbruch sowjetischer llalllinsc aus
Mauihaoscn tm Minter 1*4* waren die Ausnahme crtrMgie» nur angesichts aku
ter Vertuchtungsbedrohung und wurden blutig niedergeschlagen Ihe Flucht aus
den Lagern gelang nur wemgen
Die K>mzcntrationslagcr waren angelegt. Menschen nicht nur physisch tu ter
stören sondern auch ihre Identität zu vermeinen So gesehen war allem das physi-
sche l "berieten. dw Bewahrung einer menschlichen l ustenz em Akt des Mider-
stands Kulturelle Betätigung. Solidarität und Zuspruch stärkten «he Getangenen.
Die Massenemwetsungen des Sommers 1*44 als dw ss etwa cme Million neuer
Gefangener erwartete, sind nicht mehr allein aalet .lern Aspekt son Strafe und
Vermehrung zu sehen. Seit 1*42 nur neben die Zwangsarbeit lur die SS-Betnete
die Arbeitsleistung lur dw deutsche ’ Kticgswirt«.haft getreten 1*42 halte cm
grundlegender Mandel heim Arbeitseinsatz von KZ-Getangenc» empesetzt dem
erste Erfahrungen in der Kooperation mit der Industrie, in diesem Falle mit
der -» I G. Farben hei der Errichtung des ChenMewerk- n Auschwitz Mono» itz.
siwausgmcen Angesicht» Je» zunehmenden Mangels an Arteilskraitcn in der
Rnstungsindustns tollten verstärkt KZ-4.«e lange ne tur die Rüstungsproduktion
eingesetzt werden
Der Ernditimg »c«n Prcslukuonssuttcn in der Nahe der Konzentrationslager, wie
im Falle Mimowitz waren jedoch enge Grenzen gesetzt Die Kustunevtndustne
wollte ehe Kontrolle übet die Pt< sluktcm mehr aus der Hand gehen außerdem er-
wies e» sich als schwierig und langwierig, entsprechende Gebäude zu enteilten
und Ausrüstungen zu vertanem. Lediglich un Betexh der 1 nicrtagewcrlagcrung
son Rüstungsproduktionen (Jagerslab) bell «ich dies in grotetem l mtang ver
wirklichen Dort waren im Juni 1*44 17<• «l Häftlinge eingesetzt 230l**> wurden
für nötig erachtet Die Sterblichkeit m den Baukiawmawdt» war huch, dagegen
blieb die Todes» atc unter den Haftlmesar beitem in der Produktion meist gering.
Ab 1*4’ wurden verstärkt KZ-Außcnlagrr bei bereits bestenenden Fabrikanla-
gen errichtet. besonders in der Flugzeugindustrie und irr Mar mete reich Dc facto
verlagerte swh die Ki»>pcratK>a - entsprechend den Lcitungssttukturco de»
RustungsptcwJuktKin von Abkommen mit einzelnen Betrieben wie HemkeL
IG Farben (1*41i Malther Merken und Hermann-Gonng-Merken 11*42) hin
zu Vereinbarungen nnt Albert Speers —« Reichsmtnisleriuin lur Rüstung und
Kriegsproduktion die einzelne Ptisjuktioncn oder Emsatzbcrcichc betrafen
So wurde un Fruhaonuncr 1*44 der Einsatz son mehreren tausend Frauen ata
dem KZ Rasensbruck zur HerslcBung von Gasmasken vereinbart: anschlic
Bend wurden die Frauen den tn Frage Lwnmcndca Betnebcit ah Arbeitskräfte
vorn Rüstungsministcnum angeboten Im Fall Jes -Geilenberg-Pr<«ramms-
zur Miesier Ingangsetzung det un Somrtxr 1*44 »lark zerstörten Tu i bst oft in
duvtrie ordnete Hitler persönlich den Einsatz von KZ-HattUngrn an Die Ent
Vrrfolrua): ™
Wicklung fühlte schheßlKh dazu. daß Speer un Oktober H44 auch de jure die
Kompetenz für den Einutz von KZ Häftlingen erhielt Die Zahl der Außcnlager
det 25 KZ nahm IU44 sprunghaft zu. aul insgesamt über tausend In nahezu allen
Großstädten und in vielen größeren und kleineren Orten wurden KZ Häftlings
kommandos eingesetzt KZ Häftlinge arbeiteten u a bet Rustungs- und Belevti-
gungshaupcofekicn. in der Rüstungsproduktion, bei Aufraumungsarbeitcn nach
Luftangriffen.
Dennoch Hieb die Bedeutung der KZ-Arbeit lur die deutsche Kriegswirtschaft
insgesamt begrenzt Int ft uh iaht l>*41 arbeiteten KNIlKM) KZ-tietiingcnc in der
Kriegswirtschaft aut dem Höhepunkt beim Jahreswechsel 1*44 45 waren es zwar
immerhin etwa 5«>l»»i. aber ihnen standen un Sommer 1'444 allein 7.7 Millionen
ausländische Arbeitskräfte gegenüber Stellt man der Zahl der eingesetzten KZ-
Häftlinge die Zahl der in den Konzentrationslagern vernichteten Menschen ge-
genüber ohne Auschwitz-Birkcnau rund eine Million »o wird deutlich, daß die
Arbeitsleistung in den Konzentrationslagern eher cm Nebenprodukt war Hier
wurde die Arbeitskraft von Menschen auvgebeutel. deren Vernichtung schon be-
schlossen war oder die schon bewiesen hatten, daß sie nur durch die Demonstra-
tion absoluter Macht- noch zu einer Arbeitsleistung für das Regime bereit
waren Das KZ-Svstcm verstrickte MCh in unlösbare Vk idcnpiUcbc. die nur punk-
tuell. aber nicht insgesamt lösbar waren Die SS betrachtete die Vernichtung
der Häftlinge allenfalls ah autgeschoben die Vernichtung durch Arbeit als eme
Losung Zudem benötigte das Regime den cslrcrrvcn Terror der Konzentration'
lager, um sowohl die freien Arbeitskräfte als auch die KZ Arbeitskräfte arbeits-
willig zu hallen Eine höhere Arbeitsleistung halte eine Verringerung des Ictrorx
bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen vorausgesetzt tur das Regime ein un-
lösbares Problem
Aber es war nicht nur die SS.dar nun lur Leben undTod «er antwortlich war. Ver-
antwortung trugen auch die Pmatuntemehmen. die Häftlinge beschäftigten Sic
konnten Einfluß auf die Verpflegung nehmen, und sie bestimmten wieviel die
Häftlinge zu arbeiten hatten. Nicht selten kam es vor. daß uc dsc SS zu schärfe-
rem Antreiben aufforderten Zu diesem Zeitpunkt gehörten in vielen Außcnla-
gern nut noch die Mitglieder der Lagertuhrung der SS an. die Wachmannschaften
dagegen wurden von Luftwaffe. Manne. Zoll etc gestellt
Die Orientierung auf den Einsatz in der Rüstungsindustrie und die damit ver-
bundene Reduzierung des exzessiven Ferran sowie Verbesserungen bei der
Verpflegung und Behandlung der Gefangenen führten 1944 zu einem Rückgang
der hoben Sterblichkeit Jedoch vertief die Entwicklung in den einzelnen Lagern
unterschiedlich und die lodesralc stieg 1944 45 wieder beträchtlich an
Der Bevölkerung blieben der großflächige Einsatz von KZ Häftlingen 1944 45
und deren Elend nicht verborgen. Nur wenige waren |edoch tvreil, den Gefange-
nen zu helfen. Vor dem Nahcttucken der Eront verlegte die SS die Häftlinge in
lager im Inneren des Reiche» bzw Irontk-rnc Gebiete. [>icsc Transporte und
Marsche, die nur n<wh dazu dienten, die Befreiung der Gefangenen zu verhin-
dern. brachten vielen Häftlingen den Eod <-• Iodesmatwhe) Endstationen der
293
VerMgimg
Evakuierung wuren lodeslager wie -» Bergen-Beben. Mordaktioocn der SS und
anderer NS Verbände wie in Gardelegen der I nterpang von Schiffen «n der
—» Cap Arcona oder die Stelle, an der sich die SS-Wachmannschaftcn absetzten.
Die Befreiung blieb für die KZ-Häftlinge unvollständig. Viele kamen bis zu
ihrer Rückkehr oder nach ihrer Rückkehr (Sowjetunion! erneut in lager Viele
waren physisch völlig erschöpft psychisch geschädigt, schwerkrank und litten an
(manchmal erst Jahrzehnte «pater aultrctendcnI Spätfolgen Von der Erinnerung
an die erlittenen Demütigungen und Leiden, an die Ohnmacht ecgcnilbct den vor
ihren Xugen begangenen Verbrechen konnten sie mehl betreu werden.
Angehörige der SS-Lagctfuhrungin der Wachmann*halten und del Büro
kratie des KZ-Systems wurden von den Mihlärgcrichlcn der Alliierten ange
klagt und verurteilt In der Bundesrepublik Deutschland landen noch eme Reihe
von Verfahren gegen Mitglieder der Kommandanturen und Wuchm mnschat-
ten statt, u a der Auschwitz- und der Majdanck-Pro/eb aber die Zahl det An-
geklagten war vergleichsweise gering und das Strafmaß fiel oft niedrig aus
Vielen Tatern gelang es. ohne tur ihre Verbrechen zur Verantwortung gezogen
zu werden, unauffällig m ein bürgerliches leben zuruckzukehren I -» Nachknegs-
prozesse)
Al* 42 l>< Orwpp« del V> Autseheiuwcn an kZ Soillsd wird wl pulm*hCTiTruppe» wSvirl
\ c-rfolcuilg
Die Bedeutung dci Konzentrationslager liegt bis 1959 weintet in der Zahl der In-
vasten begründet, die im Vergleich etwa zur Zahl der politischen Gefangenen in
igntssen und Zochlhausem eher gering blieb Die besondere Bedeutung des
KZ-Swlcnts ist vor allem qualitativer Alt. Die Konzentrationslager waren eine
Schlussel Institution des NS Regimes. m denen der Kern seines Hcrrschalts-
svstem- der Tcrnw ölten zuta.-e trat und die deshalb in besonderer Weise
abschreckend wirkten. Aber die KotizcnlratMinslagcr waren mehr, sie waren
Schulen ds • Terrors. I .iboi.itorien der St uht.'usubung der Men*chcnven»erlung
und -Vernichtung
Die aktuelle Diskussion über die Bedeutung der Verfolgung wird vor allem um
i I enden Ekmentc
wie Zwang (t nt erdrück ung und Terror! Verführung i —* Propaganda». Korrum-
pierung (materielle Leistungen Z H soziale Verbesserungen i und Konsens (ideo-
logische l'bcreinslininiung) zu einem knnlcn Verhallen der Bevölkerung und
damit zur Hcrrvciiaftcsiabdtsicrung Kieetragcn haben Betonten » lotahtan*-
mus- und -• laschismustheone vor allem die Bedeutung des Terrors, so traten mit
einet difletcnziettcicn Sicht aul d>s inneren Strukturen de» Regimes und dessen
Hcrrvchattsmechanismcn auch die anderen Elemente starker hervor und es
wurden verschiedenartige VVirkunrskombiiulionen erkennbar, die sich zudem im
zeitlichen Verlauf änderten.
Heute wird allgemein st.irk.ci die Anjcissung. Hinnahme und Lovalitat det Hcs.-I
kerung gegenüber dem Regime betont, det Terror in seiner Bedeutung geringer
bewertet Dabei wird aber manchmal zuwenig berücksichtigt daß die Haupt-
Instrumente der Hcrtschaltsabsichctung Terror. Prop.isanda und mateticllc
Zugeständnisse nicht gleichwertig und auch nicht unverbunden ncbcneinan
der standen Det Repress»on kam der Primat zu und die Erfahrung der Verbote,
dci Foimiciung. der weitgehenden Ausschaltung von nicht rceimckonloitncn
Informationen und der Einschränkung von V'crhaltencmoglichketten bereitete
den Boden und soigtc dafür daß Propaganda und beschrankte soziale Verbesse-
rungen Wirkungen erzielten Tenor und Repression waren unmittelbare Vor-
iiMActzunpcn tut du Entwicklung von Konten- und I ov.dit.it innerhalb des
emgeschiankten Spektrums alll.iglK.hcn 1 ebene im NS-Staat Bei freier Mei-
nungsäußerung Freiheit dci politischen Betätigung und freien Wahlen hatte das
Regime mehl bestehen können
Nach sozialer Schicht und Milieu, nach dem Grad der Distanz zum Regime, nach
dem sozialen Stellenwert im nationalsozialistischen Wertcsvstem zeigen sich
deutliche I nl. isjncds- im Grad det ausgvühtcn Kontiolk und der Verfolgung
Die rassisch begründete Verfolgung der Juden und Sinti und Roma war total, das
hcißlne cif ißi. i l I ....... Regime in dieser Weise eingeMult wurden Enter
sozialem Aspekt lichteten sich die Ibcrwachung und die Verfolgung in erster
Imiv gegen die Artwitmchnll und die unteren Schichten der Gesellschaft Tin
großer Teil der Arbeiter wat mit der sozialen Situation unzufrieden, sie waren tur
Propaganda weniger empfänglich und standen in ihrer Prägung und Denkweise
dem Nationalsozialismus eher fern Im Taufe der Jahre kam es zu ersten Anpas-
sungspiozssscti alwr eist det Kneg brachte mit seinen grundlegend veränderten
2*5 Xrriotfang
Rahnienhcdmgungen tiefgreifende Veränderungen Der größte leit der Arheiler-
schaft und auch andere dem NatiumdMizMlisrius dntanziert gvgcnubcistchcndc
<re»elLschattsschichten und Institutionen wie die katholische Kirche, bürgerliche
Kreise eie erwiesen im Konflikt »Sattem - gegen Nation- besonder» ab die
deutsche Wehrmacht in die Dctensivc geriet.dem -Staat- der -Nation» die Loya-
lität. die mc dem NS Regime zuvor verweigert oder nur unter Zwirne gewährt
hatten. Dk-s geschah, obwohl selbst im Alltag die Verbrechen des Regimes nicht
mehr zu ubenehen waren Zwar waten S1ratandf«hunrcn und der lertor nach
Kncgsbcsinn drastisch verschärft worden, dies reicht aber nicht ms. um zu er-
klären. warum nut eine Mmdcihcit siet Deutschen beteil wat sich den Antiäde-
rungen des Regimes zu verweigern oder Widerstand zu leisten
Errrrarur
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ruawuuib. -uiftsrurftrn Ki»t.-mrrau.‘>uCurr. Dachau 148' It
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Gclalds Robert De Goaapu Mrf Ja drurs.lt GnWls «.«ft One Dunh •• :««< der Ra-.oif-CrU
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Sol-kv W--.lb.anr Du Onlnunt <iei trn.n Dm K<•• oiria. o Fraucun am Main IWS
-*w>
Emigration
Von Maru-Luisc Kreuier
Mil det Machtübernahme AdUl Hitkrs am 31. Januar 1933 setzte eine Fluchtbc
wetunr an d*.- bi» 19*5 nach Schal/umsn »Urin m Jeutxh»prachigcn Raum na
he zu eine halbe Milbon Menschen heirat Wert über 90 Prcwcnt »on ihnen »aren
lUdrscbci Herkunft Ihn NSRcrimc turtle ihnen tn l msetzung eine» m der Gt
schichte beispiellosen Rassenwahns ihren burperhehen Manis, ihre »irtsstiaftb-
dkc Einten/ und schbetlbsh da» Lehcnsrccht »erweitert Die übrigen llUshtlinp:
waren Menschen. die au» idesdofiscbcn und politischen Gründen »on -♦ Vcrfaii-
eune bedroht waren oder zumindest ihre person fache und berufliche Integrität
unter dem NSRcgunc nicht mehr hallen wahren können
Molise der Emigration; politische Opposition und rassische Verfolgung
Weitwert führte die tmteralum in etwa «U Landet, mc »erschlug die Menschen
zunächst »omehmlich ui «he Nachbarländer de» Deutschen Reich» dann aul den
amerikanischen Kontinent aber auch nach Afrika Asien und Australien Ab 1917
begann in größerem t mtang dse Einwanderung m die I SA. die mit 132000 dsc
meisten Juden aas Deutschland aulnahmen In Europa »ar cs Gh«ibntantuen,
da» mit 75ikii der probten Zahl »nt Juden au» Deutschland <Österreich und der
Tschechoslowakei aul Dauer oder zumindest »<-rubeigehend Asti gewahrte
Etwa ebenso »ick Menschen gelangten aut diesen ländern nach -• Palästina
bt» zum endgültigen Verbot |et facher Auswanderung rm Oktober |9*| «null tws
WINiO fluchteten nach Laicinamctika »Ja» in große t cm Maiktab erst ah Fluchi-
zwrl wahrgenommen rurJc als andere Lander weh nur tvgrenzl aulnahmcbercit
reiften br» das Vcrbfcihen in Europa aufgrund der deutschen I nhrrunp- und
Be-salzungspolitik mehl mehr möglich »ar Arecntinicn lag hier mit 300W En-
tränten an der Spitze der Vutnahmeiandcr Ms letzter llahtpunll bticb Shang
har. da» mit seinem Tcrnfamum der Intcmatnuukn KonzcwMon und der durch
»kn fapaniwh«hincsaschcn Krieg bedingten ptitishrn Lage »citechcnd aus
dem chincsaschen Htsheitshcrech iii'p-llimmert war Dwthm gelangte man
ohne Pall und V rsuin Gut UOOD Juden au> dea dewbchsprachigea < icbH-tcn lan-
de» in Shanghai Zuflucht
Wählend s*ch der Etodu» dci ah Juden V cifoletcn über Jahre hm/of und erst mit
ihm Noscmbcrpoer-sm I9U» seinen Höhepunkt erreichte GReuhsknstail
nacht«), flohen die [»ilittschen GefWcr des Nationalsozialismus deren Zahl aut
JtiUlli N« 41HID eeschatzt »nd. surnchmbch m den ersten W.xbca und Monaten
de» NV- Regimes Sie waren in dieser Zeit starker als dw Mehrheit der Juden »«m
unmittelbarer Vertoigung hedrsdit Nicht wenige s«m ihnen muhten das l and ilk-
gal und auf dem sehneDsicn Weg »erlasse» um der Ernb»Irrung m ein Konzcnlra
tmudaper rvsomikiwnmen und den schon bald »encharttc» < irenzkontrollcn zu
emgehen Zu diesem l'crs.wicnkrcis gchiwica Funktionäre und aktise Mnghcder
Kht* O" toi de» Strairw de* Gkn« Shavcfui da* rum Tri' «t> >n» Chanen hew«hui
xfiawfer« c«fvf*4Mhe hkbWvir «b»c ktrtc « Chw«r« «ad («pauHO* VwlHc»
hwr Hl Vlh—fc11
»ot allem der linken Pnk*n Jer -• (x»cri.Kh*flcn Vertretet dc» <<lcni-
heben Lebern verschiedener pohltscber und chnstiichcr Pnwcmcnz bis hm zu
Jrssadcnten Natumalsorultsicn Einen ertoebtoeben Anteil Italien Schriftsteller.
Pubhaslen. Verleget, Geistes- und Natur» iwenschatllcr «*t»rc künstlet
Obwohl rclatn tenne an Zahl, prägt diese Gruppe bis beide »vitechcnd das Bild
de» »orn NationaNizialismu«. »erursachten Exodus Ihr Schicksal und ihre lei-
stungen sind bislang am grundlichsicn erforscht. »ci e» in Ft um »on •unfsditr-
schcn- Biographien und Uctkdantclluntcn oder duich die l nunushun« det
Iimctend .jntniwhhti'Ch' orscntiertcn Exilliteratur, deren Exponenten -mit
deut Gesucht nach Deutschland* und mit dem Ziel flohen in em »om Natsmal-
Mi/ialniTtus befreites Deutschland zurncfczukehren Ab Repräsentanten und
Bcwahter Je» nationalen Kulturerbes eine» -anderen- IkilshlanJ und Teil des
Widerstand» gceen da» NS Regime - wie sic uch selbst verstanden bot dieser
Penoncnkrct» eme IdentthfcatiommoclKhkcit ab m den scdtnect Jahren eme
neue Generation nach phiixhen und kulturellen Trad>t«m»-n suchte die nicht
durch den Nationalsozialismus in MitiktcJil gebracht »irden waren Bis dahin
harte rm Westen des geteilten Deutschland das Thema Exil und I mipalKia als
Force hungsgegrnsl and wenig Beachtung gefunden und in der DDR Ntcb dte
Forschung einseitig am kormmmstnehen Exfl orientiert
Die Festlegung auf ein vor allem -antifaschistisches- Exil sah un strengen
Shuk ab Lullerte nur J»Kfun.n an die sich »vikth:n mit dem Herkunftsland
identifizierten ihre Rudirtir planten und m jK-xffl Kirntest weh politisch. wis-
senschaftlich und literarisch nut dem Deutschen Reich. nut Lrsachcn. Bedingun
gen und Kinvi|WUin de» Eids ausemandersclzten Diese Sichtweite hatte emc
\ emachlassagung der Migenanntea jüdischen Massenetnigratm# zur Folge tsler
i erwies mc ab Gegenstand der WrsscnsciMfl spatesten» nach 1W45. ah det Flucht
aniafl fs-scitigt war in den Bereich der Mierationstorchun* dc» jeweiligen
bmigraiKHislandcs Darüber hinaus führte dte besondere Soztabrruktur der Emi-
granten. die vor dem Natxmalsozialismus fluchteten. un Vergleich mit den hntun-
uhen curopatMtien Vuswanderungsschuhcn zu einer stark wirkungsgeschichflteh
geprägten Sichtweise Der »crgjctehswcnc f»bc Anteil »on Personen au» Politik.
Utcraiiu Wisse tim haft und Komi lieh dte Vcrtrcihuag dieser gcisltecn Eliten,
darunter siele Juden, tur das Herkunftsland als besonderen Vertust und tur da»
Aufnahme-Land ah intellektuellen Zugcwmn erscheinen
la der jüngeren Forschung werden /»eitel angemeldet am AusinaU und an det
Wirksamkeit des Kullurtranders wie an seiner Bewertung aus aatmaalgesstuchl-
lichcr Perspektive, ebenso daran ob die gew<«incncnV«-Stellungen über Fall und
Emigration anhand de» Exodus der Eliten »eraUgemeinert werden Jurten Ihr
Schicksal ihre Frlahrungen und Rcakt««icn spiegeln emen bedeutenden aber
begrenzten Teil der Wirklichkeit wider Zwar existiert nach wie vor keine einheit-
liche Definition dessen, wa« unter Eid ru »erstehen und wie der Fi«»stiungs-
gcecn»land inhaltlich und zeitlich e mzuerenzen sei aber in dem Mabe m dem die
Trennung s»m Etil und Emigration sowie die Beschränkung aut motrsations und
taligkeitsbezogcnc Teilbereiche ah prihematisch begntlen wurden wandte »ich
dw Luitorchuag seit Ende der saeKngcr fahre der gesamten FluchtBewegung zu
Ihre Ergebnisse zeigen daß der Begriff der -jüdischen Massenemigratioo» nur
bedingt btaochbai ist E» handelt sich um eine komplexe Bc»<4kcr«ngs<iuppc
mit unterschiedlicher Xabe zur jiwhsshen Religion und Tradition und unter
ssbicdlishem politischen 'selbst»erstandai« Damit zusammenhängend gab es d»c
»erchwdcnMcn Abstufungen m de» Lebensläufen Auch wer ab -rassisch» Ver-
folgter im Rahmen der Massenemieralum floh und mehl in» -Exil ging- gönnte
steh tm Asvkand psditisch und Kulturell tur cm zukünftige» Deutschland einsel-
zen Vush tur diejenigen I luchtiingc die ihr Schicksal rwXgcdrungen ah i migra
tum erlebte« galt Die Heimat war fremd geworden und die Fremde war nicht
heimisch Der Zwiespalt war eher kennzeichnend, auch wenn »ordetgrundig ein
Bekenntnis zum Bruch mit dem Heimatland und zum Xcubcginn im Xulnahme
land stand (»etade für Fnugraalcn dm keine ZuRuchl m einem Land ihrer Wahl
finden kirmien crwetsl sich diese Differenzierung al» bedeutend
Richtig ist allerdings daß Jet Mehrheit der jüdischen Emigranten cm politisches
Engagement fremd war und dc kerne Perspcktisc dann sahen, »ach politisch ge-
gen das XX Rcgime zu orpanistercn Wahrend für die Gegner des Naii<i*alM»äa.
Iisrnus. die sx.ii ab Vertreter emc» m der Iradition des Humanismus stehenden
Fautram«
Deutschland «erstanden det Kampf gegen das NS RcettTK Wesentliches Element
war. um ihre persönliche Identität zu wahren. Melke sich für Juden, denen ihr
•Dtüixhvin. abgevpr<Khcn worden war und dte man zu -l nlcrmcnvchen- er
klart haue, die Frage,ob dieses «andere« Deutschland mehl lediglich eine Fiktum
»ei und der Nationalsozialismus nicht im Gegenteil das «wahre« Gesicht dieses
Landes zeige So führte dte Verfolgung hei Juden eiter zu einer Rückbesinnung
aul rudrschc Religion und kulturelle IradKnat In dem Maik m dem <he Dunen
«tonen det AüMottungspolitik bekannt wurden wurde dte < rrnndung eines Staa-
tes Israel das politische Ziel der Juden und wuchs die Gewißheit. in da« Land der
Mörder nicht mehr zuruck kehren ru können Aber auch das wat oft an langer
und schmerzhafter Prozeß
Emigration und Midcrsland
Sowohl die aus politischen Gründer gefährdeten t »eener des NS Regimes ah
auch dte »om Terror der SA m den ersten Monaten bcdr<btcn Juden flohen
zunächst in dk Nachbarstaaten Deutschlands Hierbei waren nicht nur die geo-
graphische Nahe, die cme schnelle Flucht crmogbchlc. oder dsc persönlichen und
gevchantechcn Beziehungen ru Burgern dieser Staaten ausschlaggebend, sondern
auch die fketnung. das NS-Rcgune werde rasch zusammcnbiechcn und cme
Rückkehr bald möglich sein Für die politischen Gegner des Ns Regimes war zu-
dem die geographische Nabe zu Deutschland unerläßliche Bedingung. tun ihre
Ziele verwirklichen ru können Som Ausland aus wollten sw aul die Serhafinisse
tn Deutschland emwnken die öffentliche Meinung m den Gastländern beeinflus-
sen und rum Murr des NSRegimcs beit lagen Solern cs sich um Ser freier büket
Parteien und der von ihnen gehddctcn ExilorgamsatKmcn handelte, stand der
Kontakt zu Widcrstandsgruppcn in Deutschland und deren I nlcrslutzung an
herausragender Melle. Zu diesem Zweck bauten ste durch Sertraucwdeuic em
Netz ' \ ' mdungen auf durch das Nadtncktcn üm» Deutschland gelangtes
und Information*- und Propagandamatenaf nach Deutschland cmgcschmucgclt
wurde
Anderer Natur ab diese koüspiraiitcn Formen des U tderstaades war der publizi
slncbc Kampf die Schaffung cmer Gcgcnoffentbchkeu zum offiziellen Deutsch-
land Zentrale Bedeutung kommt der t tilpre«*c auch ah Ki<nmunikal»orrwmttcl
zwischen Schicksahgeruwsc-n und Gleichgesinnten weit über den engen Krers der
politisch Aktiven hinaus zu Sie befreite aus der Isolation bot (Jncnbcrungshille
und stellte für viele. die der Sprache des Evi II indes nicht mächtig waren, die ein-
zige Chance dar. «ich ru informieren und am of k-nll wben Diskurs ledzutubcn So
brachte das Eni trotz aller traanzwßen technischen und organisatorischen
Schwierigkeiten eine Fülle »on Pubhkalumen bervs« an denen twsht nur vertrie-
bene Berufsroumaitslcn und Politiker sondern auch Schriftsteller einen entschei
denden Anteil hatten Viele von ihnen wurden im Lad zu lüctartsch pofitncben
Publizisten und landen in der Erhaltung der Muttersprache ihre hmn des Da
teinvbeweives tm Lail Andere verloren den < Rauben an ibe Kraft des aulklaren-
den Vkiwtes Sie verviummten Im Furcmtall führte das VcrMummen m den Tod
wie bei Kun Tüchobk». Ernst ToUcr und Stefan Zwuag.
Emttilxni
Aul «rund eine« vergleichsweise liberalen AsvlrechK der Duldung der politischen
Aktivitäten durch du Rcgicr«ngcn und der L'nlentutzunc durch einheimische
Partei und Gewerk vch-iltsgruppen waren m der ersten Phas» Frankreich und
Jk IsctKctu Slowakei Zentren dc» EwK Aber auch BelgKn Jk Niederlande.
Dänemark und die Schweiz waren Lander, m die eine größere Anzahl floh Da«
Saarland das Ns 1935 unter der Verwaltung des V olkerNinsle* stand bildete
einen Schwerpunkt de» politischen Exil« Zum Zentrum de« sozialdcmokra
lachen Widerstandes wurde zunächst Prag. WO sich im Sommer IW der Partei-
vorstand der —» SPD und 1935 die ihr nahestehende < lewerkschaftsvertretung
mcdertielkn Auch die Scrtrctunrcn der ostcrtck.hrw.bcn Soziatdcmnkrotcn und
der Kommunisten < — KPD) landen nach der l mwandhing ÖWcrreictH m einen
autoritären Ständestaat I9.M politische-* Assi in der Tschechoslowakei Hier «ab
die SO PA DF dae deutsche Exil SPD. 1934 ihr -• Präger Manifest heraus, das den
Versuch darsteilte d«. verschiedenen wviaisknuAratiwben und sozialistischen
Strömungen auf eine Prugramtnimie zu vereinigen
Seit Vennwr 1935 wurden in Pans Bemühungen unternommen Kommunisten
Sozialdemokraten. Sozialisten Vertreter det bürgerlichen und der katholischen
Opposition zu cmer Volksfront eeeen das NS Regime zusammcnzuruhren Pans
hatte sich ru einem politischen und kuhuteilen Mittelpunkt des oppositionellen
Deutschland entwickelt mit einer Vielzahl von Ficrufvoteanisatkmcn. Solida-
rität*- und Sclbsthiltckomitccs. ( lut« und Zirkeln, unter denen die Exil KPD die
stärkste pofutsche Krall war Bereit« Ende 1933 hielten «ich annähernd kitt 11 der
bis dahm insgesamt 65l«»i deutschen Emigranten in Frankreich aul Inter ihnen
waren 3inu> Sozialdemokraten «wii Kommunisten wiww Vertreter kleinerer
Linksparteien, prommenle hihtiket wie Rudolf Breitschenl. Willi Manzenberg.
Schriftsteller wie Heinrich und Klau« Mann. Antw Sceherx Lum Fcuchtwangcr.
Franz Wertet, um nur einige zu nennen Schriftsteller, allen voran Hcmnch Mann
waren cs auch, Jk wesentlichen Anteil an dem Versuch hatten, die verschiedenen
pditischcn Kräfte aus den alten Denk und Handluncskaletonen von -links-
und -rechts- herauszulühren
Der Versuch scheiterte endgültig 193K Im Prozeß der »tcjenseitigen Anziehung
und Abstoßung- wie der sivvaidemokral Fnednch Mampter das Verhältnis der
pwditischen Kralle zueinander beschrieb obs*cgU- die Abstoßung. dK Partetpufl-
tik und laknk triumphierten tdwr dw Ideenpolitik
Der imme r perfekter werdende I Ixiwachungsapparal der zur Zerschlagung der
Infrastruktur de« Widerstande* in Deutschland tuhrtc der Anschluß <Ktcrrcichx.
der Druck aul Rcipeiungen der F xillandct die wie ehe Schweiz, d«c Tschcvho-
«k’w.ikct und Frankreich mit Ruck weht aut mebchc deutsche Repressionen den
[xdttrw-hcn Spielraum der Fmigranlen enwehrankten die Hoct/un« der Iwhecho
Slowakei und schließlich der Knecsbcgmn brachten die kimspirativen Formen
de« Widerstansk-s zum Frhcprn Dk entmutigende politische Entwicklung, wozu
dw NKdertaee det spanischen Republik im Früh «ihr l«O9 (-* Spanischer Kurzer-
kneg) und der -i dcutvxh-«ow)ctrK.he Nichtangriffspakt vom 2.3 August 1939
gehörten wirkte och lahmend aus Der deutsche Angntt im Westen, erneute
I lucht und die geographische Verstreuung machten auch andere formen de«
Wl Fnügrab..«
politischen und puNizmischen Kampfes weitgehend unmöglich und beschrank
ten d« Aktivitäten der Exilierten auf Mitarbeit im Rahmen der politischen und
militärischen Konzeption des leweihevn Gastlandes
Die Flucht der Jude n au* Deutschland
Wahrend die Zahl derer, die fliehen mußten, immer großer wurde, verringerte
«wh die Zahl der Lander in Eutipa die nicht un deutschen Einfluß und Macht-
bereich lagen, ständig Wenn häufig l nvcrsUndni* darüber gezeigt wird daß die
deutschen Jick-n nicht -rechtzeitig- die Flucht er griffen hatten, sondern viele bis
ru einem Zeitpunkt warteten, al* sich die Auswanderungsbeshngungcn erheblich
verschlechten hatten und es für eme bedeutende Zahl sott Menschen schließlich
gar nicht mehr möglich war zu fliehen, so wird übersehen, daß der I imgratum
eine Vielzahl von wirtschaftlichen und potilt«cbcn Schwierigkeiten, sott prakti-
schem und nicht zuletzt psychologischen Problemen cnlgeecnrtand In den ersten
fahren de« NS-Regime* spielte das Selbst* erslandnts der deutschen Juden eine
entscheidende Rolle Dk Mehrheit verstand sich als deutsche Patrioten fühlte
och als Ted der deutschen Kultur und Geschichte. htng dem Traum emer deutsch-
lUdivchen Svrnhwwe an VkIc waren deutsch national cmgestclll mH Knegs-
auszxnchnungcn dekoriert und vertraten den Standpunkt, daß der Gefreite Hitler
einen (IHizier dc« Kaisers ntchl aus «einem Vaterland vertreiben könne Auch gab
mancher sich der Illusion hm. nicht er könne gemeint scm. vielmehr seien nur
die nach Deutschland emgewänderten oiteurigMischcn Juden von denen 1933
etwa I2n«' zur Rückwanderung in ihre Heimatstaaten genötigt worden waren
vom R.rssenhaß der NationaNvulislen KrlridJen Bewmder« unfaßbar waren
die Ereignisse für jene Menschen. die sich dem Judentum nicht mehr verbunden
fühlten In der jüngeren Generation erfuhr manch einer erst jetzt, daß «he Eltern
oder ein Eltern teil jüdischen I rsprunes waren
Man glaubte zunächst an eine Zähmung der Nationalsozialisten durch ihre kon-
scrvativen Verbündeten, an eine Entradikahsicruag oder, ww die geflohenen poli
ineben Gegner an ein schncUe* Ende de« NS Regime« Nach jeder neuen, gegen
die Juden genchleten Maßnahme hofften die Menschen. Jk* sei dte letzte, denn
das Maß de» V.uMcIllsarcn und Erträglichen schien voll Sk lernten <be Bela-
stungsgrenze immer hoher hiiualzuschicbcn irgendwie ging das LcFvn noch
weiter, wenn auch mit wachsenden materiellen Schwierigkellen und Demut«un
gen Es gab auch immer wieder Hoffnungsschimmer wenn Phasen offenen 1er-
rors und Gesetze, welche dK gesamte Juden Schaft diskriminierten von einer
schleichenden, in ihren Ausmaßen für den einzelnen unüberschaubaren Verfol-
gung abgcloM wurden Die Wirklichkeit scheint nur dem nachträglich Betrachten
Jen klar und eindeutig, tur die Betroffenen war sie vkI komplizierter Erst das
Nosembcrpogrom I93M brachte das Fndc der Illusionen Im Gegensatz zur Ent-
wicklung in Deutschland traf ihe NIMlJO österreichischen Juden das ganze Aus-
maß der Entrechtung und Verfolgung innerhalb weniger Wtwhcn und Monate
Hier begann unter Adolf Fuchniann «ehr rasch eme Vertreibungspolitik ohne
Rücksicht auf eme geordnete Auswanderung und auf legale Fmwanderung«m<ig-
Fwgr-mla
lichkenen die nach dem Novemberpogrom ihre Parallele tm sogenannten AJt-
rvich land
NS-AwswaoderungspolitiL und
Vufnahmcbcrcttschatl dir I- villandcr
IX Reaktionen «n den einzelnen l andern aul die FluchtNrwegung der ersten
idue ballen dcutXh gemacht. daß der Auswanderung tuebt nur au» vubfchtivcn
Gründen Grenzen gesetzt «aren *iiei auch Bedenken seitens der Ri terunsen
eine uneingeschränkte Aufnahme jüdischer Flüchtlinge »urde dazu hol ragen, die
Auslrerbunes(vo4itik der Nationalsozialistc» Zu sanktionieren. nicht ab bkifles Ali-
bi Argument abgetan »erden können wenn aueh letztlich sozial und wirtschafte
p 4 ursche l berlegungen den Ausschlag gaben Eine Reihe von Landern darunter
Großbritannien und die USA. knüpften die Linwanderungscrlauboiv u a an den
Nachweis eines gewissen Vermögens xler an du Ausübung eines Mangelberufs
bzw an die l nterhaltrgaraaue durch einen engen Verwandten Die Int Wicklung
im Gefolge siet Konferenz un französischen -» Es lau ab Reaktion auf die rigoro-
se Vertreibung der Juden w Österreich som amerikanischen Präsidenten
Franklm D Roiaescii un Juli tMM emberufen. zeigte, slaß auch die Lander La-
tein und Mittcluncnkas dazu uberzingcn. ihrs Lwwanderungseeselzeebung zu
serschartcn. sofern sie die» nicht bereits 'ohet aufgrund soo Irc-müenlemdlichen
und antisemitischen Reaktionen in der Bcsolkcrung getan halten. Sie verlangten
in der Regel cm sogenannter Vomigegcld von einigen lull hvs einigen IIMMl
Dollar und den Nachweis daß der V tsumbegehtende befähigt war. in der Land-
wirtschaft sxler ab selbständiger IndustiieUcr zu arbeiten Viele Lander.die unter
den Folgen der Weltwrnvchatlsknse htten. untersagten zumindest auf dem Papier
abhängige Ezwctbsarbcit generell oder in Xstimmtcn Berufszweigen. um die
Flüchtlinge ab unerwünschte Konkurrenz vom einheimischen Arhcitsnurkt fern
zuhahen Damit wurden diese- aber zu einer Belastung tur die pnvalc und Öffent-
liche Wohlfahrt
E* war die SV Aiisuaixk-rungspäiiik selbst die she Aaitnahtncbercitschaft po-
tentieller I aawandc tun erfandet untergrub Heun die Vuswandcrungsg>4itik zwar
in ihren Grundzugen auf gcographnche Verdrängung der Juden .nasgcnchtet
war. bis sicli 1**4I die Vcrmchtungspohtik durchsetzte <—• K.issenp4itik und
Völkermord -♦ Endhwuncl. vo »ar mc doch son verschiedenen Widersprüchen
gekennzeichnet mehl zuletzt. weil dK an der Aurwamicrung beledigten Behoc
dcti untcrsehiedlk.hc Inleicsscn »erf.dgtcn und man an der Vertreibung der
Juden kräftig verdienen wollu Wer sich zur legalen Ausreise cniwtikiä sah sich,
abgesehen von den zermürbenden und oft genug demütigenden Bemühungen um
die Beschaffung von Visa. TlatiMlvisa und Schiffspassagen, etaer Fülle von büro-
kratischen Barrieren gegenüber Dnervc Papiere mußten hergebracht werden
darunter die I nhedenklichkeilsK-veheinri.'ungcn seitens des Auswanigen Amtes,
der (icsia(s> und der 1 inunztxbiWdcn Abgaben waren ru leisten darunter die
-• Retchsfluchlslcucr die im Verein mit deviscnwirtschafllichcn Bestimmungen
emer Ausraubung glrtchkam Linen vcrgietchswcrsc günstigen Iranslcr von Pr>.
<bb 44 Dte hau >on IX haa I9M dra itufvki lalro Oud Hattet. Jet raammra n»
narr Fna tuf in aawr>lua>K*ra f am«adnma*l Hk» WaaJ »ura wtiw /aaa«tetef*«uiM
arac* natk Drattchtaad prmntacn Er Uwite Urne «alnara Eavmcf^m fw I SA
••OCMCÄ
vatvcnnogen gab es tur Palästina durch da» -» Haavara-ANuunmen w<n Sep-
tember 19V t nd m> wat c» durchaus tvpnch. daß Flüchtlinge bis WAS mit
einer kompletten Wohnungseinrichtung auszeivten aber nur dw seit 1957 noch
erlaubten l»> RM Bargeld in der Taw.be halfen Von der Vertreibung der Juden,
denen die L sistenzgrundlagc geraubt worden war versprach sich da» NS Regime
da« Anwachsen antisemitischer Ressentiments in dem Aufnahmelandem und
Ssmpathim tur ihre eigene fudenfemdhehe Bilitik In diesem Sinne unterstützte
dae -♦ Audaodvotgamsuiioa der NSDAP einheimische Kreise, die gegen die Auf-
nahme von Flüchtlingen agitierte* I 'nd gerade weil der Zuzug größerer Massen
mittelloser Juden eine Belastung des Gesellsehaftsgcfuge» dar'telllc kwkerten
dar Regierungen bestehende restriktive Einwanderungsbedingungen nicht oder
verschärften sie noch wettet
Wenn dennoch seit I91K mehr Menschen als in den Jahren zuvor Zuflucht fanden
von den knapp 2Ht)'iK> Juden dte aus Deutschland emigrierten, waren bt» 1917
etwa t^Utlli auseewandert so hat das verschiedene Grunde Von den Fluchten-
den selbst wurden jetzt auch solche l ander wahrgenommen m die sie hei noch
nicht so unerträglichen Bedingungen im Heimatland nicht hatten auswandern
wollen Hierzu geholten die meisten Lander Laicinamcrika* und Shanghai Zu-
dem fiel die Emwanderungspraiis tn vielen lateinamcnkanischcn Staaten libera-
ler aus ab cs dw Gesetze verschrieben Eine nicht unbeträchtliche Zahl von
Flüchtlingen gelangte illegal in diese Länder wozu em schwunghafter Handel mit
gefälschten Visa bzw mit Visa, die ohne die gesetzlich geforderten Voraussetzun-
gen von den Kivivuln ausgestellt wurden, beitrug Sie laten dies leib aus huma-
nitären Gründen, häufiger jedoch zum Zwecke der persönlichen Bereicherung,
indem sie »ah dx- Dokumente teuer bezahlen ließen Die Flüchtlinge betätigten
uch im Land in unerlaubten Bcrufwwetgcn. wurden aber dennoch nicht aüMtc-
wiesen Andere reisten ab lounsten em Hieben illegal im Land oder erlangten
gegen entsprechende Gebühren schließlich die Aufenthaltsgenehmigung So
wichtige Aul nähme lande r wk- die L'SA und Großbritannien lockerten ihre Etn-
w ander ungspraw nach dem Schock den die Pogromnacht vom November fuW
ausloste Auch die Schweiz und die Niederlande offneren ihre Grenzen, indem sie
Flüchtimge ohne gesicherte UeUcrwandcruncsmogiK-hkcit zumindest vorüberge-
hend autnahmen
Die indischen Organisationen in Deutschland hatten ab W16 verstärkt auf
Auswanderung gesetzt und angesichts der besonderen Beruisszruktur ihrer
Mitglieder versucht. die potentiellen Aus wandet et durch l mschulungsmaDnah-
men aut handwerkliche und landwirtschaftliche Berufe sorzuhcrciten und durch
Beratung und Informaikut über mögliche Aul nähme landet durch Hille bei der
Beschaltung der notwendigen Papiere und Reisedokumentc cme geregelte
Auswanderung zu fordern In den meisten ländern de* Fsils hatten sich Hilfs
Organisationen gebildet teils waren sic konfcssKUicU orientiert teiFv setzten sie
sich besonders für bestimmte Berufs «»Jet politische Gruppen cm Wahrend der
V olkerbund aus verschiedenen Gründen hei der praktischen Hilfe für die Flucht-
lm<e kaum eine Rolle spielte waren cs die grollen, international operierenden,
jüdischen Organisationen wie das American Jcwtsh Joint Distribution Committee
und die ('Med Hcbrew Nhehcrmg and Immigrant Aid Mwiety. die. rusammengc
-m5 FauvatMu
schlossen mit weiteren Organisationen unter dem Namen FUCEM der großen
Mehrheit zur flucht verhallen Ihre lokalen Ableger betreuten die Gefluchteten
auch un Enlland und auf den verschiedenen Stationen ihres Fluchtweges
Da» fahr 1 «40 bedeutete tur diejenigen die in die Niederlande nach Belgien oder
Frankreich emigriert waren.erneute Flucht und Suche nach emem Aulnahmeland
diesmal unter ungleich schwierigeren Bedingungen ab zuvor Deutsche und Osler-
mctuschc Juden, dx nach England geflüchtet waren, mußten erleben, daß mc nn
Asyiland nun ah -eneim alten- betrachtet und vorübergehend interniert spater in
der Rüstungsindustrie und tn der Landwirtschaft dienstverpflichtet wurden tk»
eine Besetzunc durch deutsche Truppen für die F migranten zur Folge hatte, erleb-
ten die nach Frankreich Geflüchteten, die verzweifelt versuchten, nach Spanien
und Portugal zu entkommen um vom dort nach .Amerika zu gelangen, da diese
LansJer »ich nur ah Iranutlander verstanden All diese ernxdngcnden und mit
großer Angst durchlcHcn Frtahrungcn wogen schwer bei »lern Versuch in einem
neuen Land Fuß zu fassen. Dennoch konnten sic sxh zu den (duckliehen zahlen.
<m GcyeoMtz zu anderen. dve ihr Fluchtzxi ne ei reichten oder vom dort wieder
zuruckgeschickt wurden, weil die Gültigkeit ihm Papiere nicht anerkannt wurde
wie tm Falle der über Mtäi Passagiere der St I om um nur em Beispiel zu nennen
Sic mußten Kuba rm Sommer IW wieder verfassen und wurden nach Europa
zurucktransportic-rt wo sic wahrscheinlich der -Endkwunt- zum Opfer fielen
Probleme der Akkulturation
Angesichts der geographischen k lelfalt und der I nIcrschiede in den politischen,
wirtschaftlichen und sozialen kerhallnivsen in den einzelnen Aufnahmelandem
fanden die Emigranten sehr unterschiedbche Bedingungen vor. denen sic sich
anzupassen hatten Die« galt für die politische Betätigung, für die Lrwetbsmog
bchkeilen wie fu» den Akkulturationsprozcß überhaupt Es handelt uch hierbei
idealtv ptsch um einen Annaheruugs und Angicichungsprozeß an die Kultur des
F.sillandes. an WerrvorvteHungen und Ixhmsgcwohnhcitcn. aal dessen Ende die
Identifizierung tnrt der Geschichte und Kultur des Landes Mehl Je nach indrvi-
duclicr Prägung und Veranlagung, nach den beruflichen und fuunzieUcn Mog-
bchkcilen der politischen Einstellung und dem Alter halle die Frage nach der
Fingtiederung für dm einzelnen eine je eigene Qualität warm Tempo und Inten-
sität der Akkulturation verschieden. Emen bcs>wideren Kulturschock erlebte, wer
nach Shanghai oder in die kleinen Lander Lateinamerikas verschlagen worden
war Je großer der Knflunmterschsed viwn Aufnahmeland zum Herkunftsland
war. desto schwieriger grvlahefe sich dieser Prozeß um «B mehr grenzten uch die
Emigranten von ihrer 1 mgebune ab und um so ausgeprägter war später der Wil-
le. wc Herzu wandern, vor allem m die L'SA. dem Wumchland vieler F migrainen
Eine große Zahl von Flüchtlingen aus akademischen und wissenschaftlichen Be-
rufen Künstler. Schriftsteller. PuNizntm und emzeine H buk er vor allem aus
dem sozialdemokratrschm und bürgerlichen Lager warm aus dem europäischen
Exil in die MetropcMcn New York und Los Angeles enugnert und fanden dort
zumindest zum Teil vcrgk-ichswersc bessere Slartbedtngungen vor als m anderen
Ländern
Fmigralüm
Für du. Mehrheit der Emigranten war der erste Schritt cm schlecht bezahlter Job
•I« um - lernicr Arbeiter als K«ch Bote «Hk ils Kleinproduzent und Hausieret
Fhe Klopperci- und der Verkauf von Waten aul Raten waren besondere für La-
Ictnaniciika I mtgr.int« । typisch und führten bald zu sozialen Spannungen mit
F mheimischcn Be«* widere schwer hatten es diejenigen. die tn kaum erschlosse-
nem Iriptschcn Gebieten ihrer Verpflichtung. in «Jet Landwirtschaft zu arbeiten,
nach k amen oder in Shanghai m Barackenlagern lebten und aul Speisung durch
die Armenkuchen mi’cw.cscn waten Niehl selten waren cs in der Anfangszeit
di« Frauen, «be durch Dicnstk ist ungen und durch die Herstellung von Produkten
in Heimarbeit «iw 1 xistcn/Mcherung det Famtlit übernahmen. bcs.«ndcrs dann,
wenn die Manner es aufgrund ihrer früheren Berufe besondere schwer hatten, ei-
ne Arbeit zu linden bzw sich mit ihrer tk'klasvcrung abzulindcn Hierzu gehör-
ten Arzte die wollten si« in ihrem Beruf Weiterarbeiten, in der Regel ihre Appro-
bation neu erwerben und sich gegen du Interessen der einheimischen K.>11 egen
durchsetzen muhten Juristen deren aut das deutsche Recht zugeschnittene Fach-
kenntmsse wertlos geworden waren und Intellektuelle, darunter bekannte
Schriftsteller.die nicht seilen in Zorn und Vcrzwetflune serharrten. Anden als et-
wa die Musiker und Dmeenten trat «u der Verlust ihrer Sprachwelt an der Wur-
zel Ihrer beruflichen und mlcllekluelkn Existenz
Der Mehrheit der I migranlcn gelang «ler Vulkan einer neuen t xrste-nz l angtn
stig brachten es mehl wenige zu Wohlstand und sozialem Ansehen, sie wurden zu
Kap«i/itlllcn aut verschiedenen Fachgebieten und gaben in industriell wenig fort
geschrittenen I .mdem neue Impulse lur die Fnluicklung m diversen Wirtschafts-
zweigen Andere scheiterten bei dem Versuch wirtschaftlich Füll zu fassen, nicht
nur an mangeln«ic'n finanziellen Mitteln und fehk-nder beruflicher Agibtat. son-
dern auch an der I .ist der erlittenen Demütigungen und am Verlust ihrer Heim.il
Sic vctmoehlcn weder wirtschaftlich noch sozial neue Wurzeln zu schlagen.
Auch die Masse der Fmieranien erlebte den Verlust ihrer 'sprachweh wenngleich
weniger existentiell und durum weniger schmerzlich. Auch tur sic war die Spra-
che mehr ab em blödes Vcrst..ndivungsmitrcl mit Worten sie war feil der Kultur
des Landes, dem sic sich ah zugehörig betrachtet hallen und aus dem sie brutal
vertrieben worden waren l'nd wo immer sich Emigranten in größerer Zahl nie-
derhe-Uen. konzentrierten sie sielt in bestimmten Stadtteilen und schulen «ach Or-
ganisaiHinen nach dem Vorbild in ihren Heimatländern, die neben der Aufgabe,
praktisc he Hill« Stellung im Alltag zu leisten sich zum I rsatz für eine scrlorcnc
I cbencwelt entwickelten Die Emigranten schlossen «ich in der Regel mehl den
bereits in sielen Landern beziehenden indischen Gemeinden an. sondern gründe-
ten eigene, die mH einem 'setz son <)rgani*.>lioncn geistliche. karitative und kul-
turelle Aufgaben erfüllten Ak Be ispiel für den kulturellen l ’berlebenswillcn in
der Emigration s« i hier «las Thc.ilci genannt, da« als Blldungseul son den meist
aus grnfleren Stadien stammenden Emigranten tvsondere vermißt wurde In fast
allen I xill.indun wurde dci Versuch gemacht, an die heimatliche Itadition des
Fhealers anzuknüpten. wenn auch die meisten Buhnen über ein sogenanntes
I icbhabcrtlu-.Hcr nwhi hiti.iii«kamen Das Festhalten an Sprache. Kultur. Sitten
und Gebrauchen in einer fremden I mwelt wirkte ident Hal «stiftend und gemcin-
schaltsbildcnd I « wai Heilmittel lut den Verlust materieller und ideeller Werte.
Faiigralina
Es war aber auch Gegenstand von Au«cin.indersetzune über das. was als kulturel-
le* Erbe tut Juden noch zu gelten habe, und Mellte eine Abkapselung gegenüber
dem Exilland dat So entstand eine Einwandcrerkultur. die nur ganz allmählich
Element« au« der Kultur des Gastlandes in sich autnahm und erst mit dem Her
anwachsen neuer Generationen an Bedeutung verlor
Diercmeen Flüchtlinge, die «ich weder rchcim noch kulturell dem Judentum ver-
bunden fühlten oder ihre jüdische Herkunft als sekundär Kliachtelcn. fanden
sich m verschiedenen literarischen Zirkeln geselligen Clubs Theaters cremen und
in Organisationen zusammen, die sich als feil einer antifaschistischen Bewegung
verstanden und in vielen Fallen ebc-nfalh soziale und kulturelle Funktionen für
ihre Mitglieder wuhinahtncn Dc Zentren des politischen Exils hatten sich durch
die Expansionspolitik des NS Regimes nach Großbritannien Schweden, m die
Schweiz und tm Falle der KPD in die Sowjetunion verlagert In Lateinamerika
bildeten «ich in Bueno« Aires und Mexiko-Stadt kulturelle und fHilitische Zentren
mit Uber icguwsa Irr Bedeutung für die andcicn Lander Lateinamerikas In Mexiko
war es die kommunistisch geführte Bewegung Freies Deutschland unter Paul
Merker in Argentinien da« von Anhängern der Sozialistischen Arbeiterpartei
Deutschlands unter dem P.idagonn August Siemsen entstanden- Andere
Deutschland.
Wie m den anderen Zentren dec polnischen Fxtk d:«kutierte man in den vierziger
Jahren hier vor allem über die Gestaltung Deutschlmds nach dem Krieg
Wahrend die kommunistisch geführten Exikwganisathmcn aus Gründen einer
breiten Bundnispolitik nur sehr allgemein gehaltene Vorstellungen über die
zukünftige Gestaltung Deutschlands entwickelten und sich als bedingungslose
Verliebter alliierter N uhkiicgspolitik verstanden, waren dl Ziele sozialistischer
und sozialdemokratischer Gruppen aul eine sozialistische Wirtschaftsordnung ge-
richtet, den steh langsam hctauskiistalhsicrendcn Abtretung-, Besatzung und
Tctlungsplanen standen eie ablehnend gegenüber (fbwohl bei den letztgenannten
< irupfien em grobe-s Mall an I brreinstimmung in ihren programm.ilischen Kon-
zejtfionen fcstzirstcllen ist. gelang es ihnen nicht, eine repräsentative Vertretung
der deutschen Opjwisition tm Ausland zustande zu bringen ebensowenig erlang
es. eine international anerkannte Exilregierung zu bilden wie cs eie für die be-
setzten Lander mit Ausnahme < bilerreichs gab l>«ch lag das nicht nut an der
Zeretnttenhert der deutschen und der österreichischen Opposition sondern auch
am mangelnden Willen der O ast landet einen «*>khen Rcpräscntalionsanspruch
aiizuctkcnnen
Entsprechend gering war der Einfluß der Emigranten auf die politische Entwick-
lung in den beiden deutschen Staaten nach 1«M5. bzw waren ihre Etnwirkungs-
möglK'hkeiten eng an die Vorgaben durch die Bcsatzunevmachte eebunden Von
verschiedenen Ausnahmen abgesehen, machten sowohl die aus rassischen ab
auch die aus politischen (»runden Vertriebenen die in der Nacttkncgszcii M •k
kamen, die bittere Erfahrung, daß sic wenig willkommen waren Nicht zuletzt
deshalb kehrten viele, die -mH dem Gesicht nach Deutschland- geflohen waren
nicht mehr dauerhaft zuruck So wurde das Exil auch lür sie zur endgültigen
Emigration, ebenso wie tur die Masse der jüdischen Emigranten. von denen
Schatzungen zufolge hotteten* vier Prozent in den Werten Deutschlands und
Berlin* zuriKkkchrtcn
Irtmiirr
Benz w.aiioru <Hs i Zu- Z uZ dr> ™-n (mir 4/Zratwe ia*»ans .fcwu, hrr hxirn m irr
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3i O.V“ e llr.1 Uu.t .:•< U.-4U .. . <u. ..irn »></> /vll Hs >,k W. hki R.del <Mid
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riahosM. \*--4gj<«r Wluolci *H( i Irtm m tri irr Imrt’Mun inur.lrrr
r...hitnrr an 4«>10uZ /«« Z*O. IlMnbuif |VN
W airr Hm» Allxrt Z»rw„.4w t rMtrran« ZV?! ZV'« • B.k Vwtjml 1 J'nff
JOT
Widerstund
Von Hermann Graml
Widerstand gegen da» NS-Regimc also jeder Akt aktiver Bek-imptune Je»
Systems und reine» Fuhren Adiüt Hitler »on der Herstellung und dem Kleben
regimcfcindlicber Plakate bis zum verruchten Attentat und Staatsstreich war
von 1933 bi» 1945 die Sache relativ kleiner und In der Bevölkerung weit-
gehend ncilicrtcr Gruppen, die sich auch dann nicht zu einer Widerstand»
bewegung« entwickelten, wenn einzelne Kreise in Verbindung traten und zu
Kooperation landen Der vor |94t einzige ernsthafte Anschlag aut Hitler, unter
nummen am h November 1939 im Münchener Burgerbraukclkr (-» Attentate
auf Hitler), war sogar die Tat eines Einzelgängers. de» Kun»tschreineis Georg
Llscr. der nach sorgfältiger und langwieriger Vorbereitung nut (einer velbstgc-
Kastellen Bombe auch erfolgreich gewesen wäre hätte Hitler die Tradition»
Veranstaltung, aut Jer er gesprochen hatte, nicht vorzeitig verlassen I rsache für
diese Fragmentierung der Opposition war einmal dci Icuor.den die -» Geheime
Staatspolizei IGestapoI. sonstige Sichcrbeitsorganc und die NSDAP mH ihren
Gliederungen immer ettizienler aiisublcn (-» Verfolgung) Weil wichtiger aber
war die latsache. daß es der nationalsozialistischen Bewegung und ihrem Füh-
ret gelang, auch die nicht in der Partei organisierten und ihr anfänglich oft
feindlich oder doch skeptisch gegcnühcrstchenden leite der Nation durch wirt-
schaftliche. außenpolitische und militärische Erfolge nach der Kriegs wende
durch die verbindend wirkende Drohung der totalen Niederlage - wieder und
wieder zu zeitweiliger und partieller Loyalität zu bewegen und damit politisch
zumindest zu neutralisieren
kommunistischer M iderslattd
Auch die —♦ KPD. die bei den Novcmbcrwahkn 1932 immerhin 16,9 Prozent der
Stimmen gewann und zu dieser Zeit rund Wt »>*' Mitglieder zählte, ist der Isoire-
rung niebt entgangen Zwar hatten «ich die deutschen Kommunisten in l rwar-
tung einer tcmpotäicn Herrschaft der NSDAP bereit» »eit Fndc der zwanziger
Jahre aul eine Periode un L ntergrund vorbereitet, was es ermöglichte, daß m den
ersten rwci bi* drei Jahren n»ch dem VI Januar 1933 cm weitverzweigtes organi-
satorisches Netz NcstebenNieb bzw trotz der Gegenmaßnahmen de» Regimes
immer wieder neu geknüpft werden konnte, cm Netz von Funktionarsgruppen.
die für eine gewisse Zeit sogar noch die Beitrage der Parteimitglieder kassierten.
Auf der anderen Sette waren «her die Kommunisten von den National.. •zialrsicn
mit Recht als entschlossenste Gegner gefürchtet, vor allen anderen Jem Terror
des Regimes ausgesetzt Bereit* in den ersten Monaten nach Hitler» Machtüber-
nahme wurde det größere Teil der wichtigeren Funktionäre ermordet, verhaftet
oder zur Flucht in» Ausland gezwungen, und da» mittlere- Funktionarckorp» hatte
nicht geringere Verluste aufzuweisen Anlang Juli 1933 saßen nach partei-inter-
nen Schatzungen und nach Gestapo-Berichten zwischen 12<**i und 15(1*1 kom-
tt'idersamd
munMtxtk AktisiMcn in Haft Wenn Je« Kamp« dennoch geraume Zeit mit
gr.ekcr <lpliihcrcit»chjft fortgesetzt wurde iura Prack und Jer Ve rbrertung
zahlksscr 1IceNarler und umctigcr Schriften brs zum purchlrennen Je' Haupt
stromkabeh »ährend einer Hitler-Rede in Stuttgart. »un 1953 Ns 1935 erschien
im L'ntctgnmd visat noch Ja» Zentral» «ran der KPD. Ihr Kt<fr Auhne so fie-
len divh mehr and mehr lunktn«varc and Parte imitglteJet den Scherbeitv-
organen Je» Reginas zum Opfer. Ab 1935 sahen »ach du. uNinzcblichcncn
Zirkel genötigt. «ach «an der Konscrsierang der «Jeoiogtschen und .«gamsa
tenschen Substanz za bescheiden Ihr Ziel bestand nun dann, beim Ende »ier
NsHerr schatt eustent und handlungsfähig zu »em Oppoutxmen« Akti» «taten
verlagerten weh notwendigerweise in« Eni i— Immtuni l>at- Moskau und
Jk Kommtetn seit August 19t« Jk Pandc der -\<4kdn»K- da» hcdJl eme»
un Zeichen des Antrfaschnunu» stehenden Kooperation nut Sonakiemukra-
ten und Irnkdxir gcrlx ben krallen aiacgaben sermochte an Jer Lage in Pculsch-
land mehl' mehr zu andern Mitllerwcik: stand die Arbeiterschaft zudem
unter dem Tmfluii des wutschaftbchen Aufschwungs und des damit serbumie-
nen Abbaus der Artv-itckrcigkcit außerdem bheb auch die Stimmung der
Arbeiter tm den iui<np«iitxhcn Erfolgen des NS-Staate» nicht unberührt
W«411 gelang es Jem Regime nicht ehe Artvitcrxlun für den Suxrulwialiumn
zu gewinnen aber ihre politische Ruhigstellung konnte weitestgehend erreicht
wer »len
Dennoch smd selbst unter Jen erschwerten Beduigiuigen der Krier«|ahrc wieder
und wieder Zellen des ArbcilcrwidcntaoJs gebildet und auch orzanisatonsche
Ansätze zu gröberen Netzen geschaffen worden, zumal der Kneg die »oruberge
hcad erlahmte Hofluung auf ein baldiges Ende der NS-Hcmchaft wiedcrbelcblc
Inzwitchcn arbeitete aber die (icsLapo ssh ctfizienler ab m »je» ersten Phase
nach der »Machtergreifung*, und m» wurde Gruppe um trruppe - mehl selten aut
Grund der Tätigkeit cmgochlcuster Spitzel zerschlagen etwa dc« Berliner
Kreis um Robert Vtme und John Sieg un den Anfangsmonaten 1942 t der
Hamburger Kien um Bernhard Hustlern und Hanz Jacob lebentaib l«M2).
die aus Künstlern Intellektuellen und Beamten xieok »gisch buchst heterogen
zusammengesetzte inkcii um einen au» Kommunisten N-st ebenden Kern
«Harro Schukzc-Bovscn. Oberleutnant un Rcichdulitahrtminictenum. und
Arsid Hainack. t Mxrricgicrungxat im Reishswiiist.haltsminislcrium) zentrierte
Grupfx- die von «ier deutsche« -• Abwehr Jem in Mittel und Westeuropa ar-
bcitcnJcn und »on ihr »Rute Kapelle» getauften nachnchtcndmUhchen Neu
dc« Sowjetunion zugercchnct wurde .*bwohl nui wenige Angehörige Jes Kreises
nachrichlenibensibeh tätig waren - und Jas b*»4.l kurze Zcrt und wenig cttckti»
(ScptciwKi l*42t. da» gleiche Schtckul erhu dK Gruppe du Wilhelm Krwchci
seil Anlang 1942 »on Herfen am m Wcstak-utschland aufhautc (Anfang 1943k
Emer der letzten Zirkel, den Am»«i Naelkow und Errnz kacob der sich in Ham
bmg der \crhaftung halte entziehen können - »weamMcncn. Hat 1944 nut hiliu»
I rtvi und Atkiif R«kbw»in und über diese beiden SuiuUcmoknun mit Claus
Gral Schenk ran Staullcnbcrg und seinen Vcrsctiwcrcm in Verbindung; last alle
seiner Angebonecn lieicn un Sommer 1944 in die Hande der licstagxi (— 2« Jub
|<M4* V»m der ersicn Phase nach 1933 abgesehen, ettsuerten m den Jahren »Jes
Dritten Reiches nui sporadische K<«Hakle zwischen Jen kommunistischen Zellen
311
tn Deutschland und det Kcunmtcrn bzw der sowjetischen f-uhrung und »ran es
mc gab erwiesen mc sich ment 4h wJiasllw h «der hestcnialh ab ineffektiv da in
Moskau d>< SK irkunesmivgiahkcitcn det kiiMiunracn m Ikulxhwnd durchweg
•eit uknthat/t und l<4rtrt fthhrkiu cck-r undurchführbare Anwetsunien
gegeben wurden
Su/habst Heber Widerstand
Der Sozialdcmokiatic war tm großen und ganzen da» gleiche Lea wie den Kom-
muniMcn beschx-den zumal ne sich mental and .irgarusatcuisch viel schlechter
aal Hillers -Machtergreifung- und M acht be lest igunz vorbereitet zeigte I— SPÖ)
Jeckxh getane es den Sozialdcrnokraten die »ich fletsNrr »erhaben konnten
weitaus besser. Verbindung zwischen den Euberten und einem Netz von Vertrau-
ensleuten und Informanten in Deutschland ru hallen son April Mai 19*4 be*
April ISMO kownlc daher »ier ExihorstanJ die DtutxManJ bendue Jer Saziei-
JemoGnrn.hen Partei lkun<kkin.h |S< JPADE I erst m Prag und dann in Pan*
herausgehen, die ah Hmdeglied zwischen den etn/ebsen Gruppen un In- und
Ausland svn gjiglet Bedeutung waren Nächstem die deutschen Truppen auch
Westeuropa erobert hatten und damit die emigrierten Sozufdemukralcn ent
weder in die Hande der («estapo gefallen .alcr zur weiteren Ducht nach (iraihn
tanmen bzw in die 1 SA gezwungen gewesen waren nß die Vertundung zwischen
Exil und innci deutsche tu Widerstand freilich ah. und nun waren auch ihe w«zud-
dcmokralBchcn Zellen in Deutschland endgültig genötigt. »ach auf eine Strategie
dc* ( herleben* zu beschranken luchdem sic schon zu»oi - wie die Komniuni
Men - m jene ludierung geraten waren, die sich aus der pohuschen Neutrahue-
rung der Arbeiterschaft durch «la» Regime ergab Im l 'herein lern - da» heißt
praktisch in der Behauptung ihre» -Milieus- gegen naticmalsozialrsüschc Indok-
tmatKWi und Infiltration waren sie aUcrdtngs erloigrcKher ab die Kommuni
sten und deshalb m der Lage, sofort nach Kriegsende polnisch aktiv und alsbald
zu einer der tragenden Säulen eine* -neuen- Deutschland ru werden Einzelne
wie Julius Leher. Wilhelm Lemchner. Theodor Hauhach und Carlo Miercrsdorff
Kartell zuvor noch m Beziehung ru den zrvüea und mdnkmchcn Widerstand»
gruppen treten können. die hinter dem SlaatvstreKhsersuch sorn 31 Juli 1944
standen; tu* auf Vlicrendorff. der m det Haft einem Luftangriff zum Opfer fiel
wurden ade. nicht anders ab die meisten ihrer bürgerlich-kcmscrsatiscn Kampf-
gefährten. hingcrwhlel
Eme Sonderrolle konnten aatangheh jene MWiahsltschen t «ruppeu und Grüpp-
chen »pielen die bereit» tr. »lei Weimarer Zeit zwischen KPD und SPD gestanden
hatten Die Sozialistische Arbeiterpartei Deutschland« iSAPD bzw SAP) nut
dem Schwerpunkt in Berlin und Mitteldeutschland geleitet von Walter Fabua:
der Internationale Sozialistische Katnptbund (1SK1 unter Willi Eachier I im Pariser
Feil) und luhu* Philipps«<1 un Deutschland) die »Roten Kampfer- um Arthur
Goldsiein. Alexander Schwab und Kail Schlickt die nach ihrer un September
1W3 un Karlslsadcr Graphia Verlag erschienenen ProgTammwhrilt Arn Brc>"nr»i
benannte Gruppe um Walter Locweubetm. der unter dem PseuchmsTn -Mdev*
auch jene Schrift sertahl hatte Aus bchquaktizictten Intellektuellen zusammen
WutersaanU
512
gcsetzL rclalis Ucn mm Teil »ehe« *<* 1933 konspirabs arbeitend lagen diese
Zirkel anlanghcti n.sh kaum un Hlwktrld der Gestapo Bt» zum Beginn Je» Kne-
te» wurden mc xd*xh *hc zcz»chi.i»cn wenn auch Reste sowohl der SAP ww
de» ISK »<w allem aber »em -Neu Bcpnnen- mwh wahrend de» Knejre» ja Fw*
1945. bestanden und nicht nur geistige sondern auch eine gewisse organtsalon-
stk Sul»Manz bewahrten
Liberale und Kon»cr»ati»e
In gicaciwm Sinne »erhielten sach IcUte l bcrt4eif»wl libetakJerrxAratrschcn Bür-
gertums w» dis Gruppe um Jen Berliner Rxhtcr F rnsl Siratamann. den Hambur-
ger Kaufmann t>r Hans R.»br-i-hn und den Be» ner Journalisten < Klar Start
»ur 19.U m der Irnkslibcrak-n ik-utschcn Dc-mokralischcn Partei tätig Pfingsten
|M14 ergründet und straft iwganweTt »x-stand du Hauptarbeit der Gruppe m
der .mch der spätere prominente FDP-Polu der Thoma» Dehler zahlte, dann, lut
dar Zeit nach dem Zusammenbruch dc» XS-Rcgimc» cm hbcraJdcmokratnchct
Korrtrastprogramm zum \at»»naFwvialismns zn entwerfen JeJiKh entstanden
Kontakte sowohl zum sonaldctmWräuschen I H.iuhach Lehrt I wie zum natumal-
konser»alrsctl (Gocrdclcr Beck Osten Wnh-rstatid. und seit 193b strebte det
Kren die Belcihgung an etns-r l H-rgarigsrericruiig nach dem »tun Hitk-r» an
Strassmarn wurde indes int August l**42 »erhallet und saß br» Kriegsende m
Schutzhall wahrend der Verbsndungsmann ru Gocrdelcr Fritz Flut nach Jem
2n Juh 1*444 in (scslapohafl Kam und un Januar 1943 un KZ Sachsenhausen er-
mordet wui Je
An stetsten bhehrn aber das Bürgertum und die nathwcalk. wtser» au» en Fhten -
mit einer Ausnahme - br» 193b »i>lk« passis Mehrheitlich m antdibcralcn und de-
mokraticteindhehcn Iraditioocn lebend. wilhelmmtschcn lindtmachttraumen
nachhangend und daher unter der Niedcrtarc sm Freien Weltkrieg und dem har-
ten Frieden nm Versailles l»el leidend, »icllach auch autiscmil>sa.-h gcutnunl und
im -Judentum- einen der l rheber aller whmerzs-nden und unbegntfenen Rück-
schläge aul militätischem pliiisJirm und »nlshalllkhtm Felde sehend, be-
grüßte dx Mapwttat dc» bsir rer lieben Dcutwhland dw Zerstörung «Jet parUmen-
tansehen Demokratie zumal dann, wenn dw Ausschaltung dc» Parlaments. die
laquadxrwng Jet psJitrschcn Freiheiten und die Frrwhttmg emet Finparteica-
Jiktarm ah n-awcmiie. Bedingungen tur die Unterdrückung der s er haßten
politneben Organisationen der sozialistischen und G-mmunistrschen l mken ver-
MansJcn wurden, auch die erkennbaren au tenp» wuschen Ziele Hitlers und die
ra»si»iischcn Theoreme sic» '»aiion.dso/ialtsmu» begegneten ih flach auwiruchh-
chet Zustimmung
Die cme Ausnahme in Jen frühen Uhren des Regime» steifte ausgerechnet
eine tiruppc um einen der «hafteten Kritiker de» Weimarer Maates dar Fdgar
Jung cm rechtsLiuncrsativer Intellektueller, der die Weimarer Republik ab
Hrrmtioft Jrt Wimirrwrvwgm («o der Titel «eines publizistischen Hauptwerk»)
gesehen hatte, asancKrte nach linier» Machtübernahme zum politischen Cbet-
bcralcr de» Vizekanzler» Franz »<S1 1‘apen und sammelte in det V uc Kanzlei
’••• UukistaiW
emen Kreis konsetsairser Intellektueller um weh Mit «len Realitäten der Di»
tatur Hitler» koalrantwrt. machten Jung und seine Freunde emc rasche und
tarlc Wandlung durch Ssc erkannten ihc »eibtcehcrtscben Elemente un Ni
tnwukonaiwmus und in der nalawukonalrsiischcn Kditik begriffen dw enge
Verwandt« hall ihre» christlichen Humanismus mit dem aufklärerischen Huma
rusanu» und entdeckten daß dw fsdttische Umsetzung ihre» Humamsmu» nur
in einem pluraksUschcn Ssstctn n>»glich war Da sw zu Hitler» Sieg einen
gehörigen Beitrag geleistet ru haben meinten fühlten sie s«h nach ihrer Kon
»ersaogi serpfhehtet akns am Sturz »les KS-Rcgnncs zu arbeiten Sen der Iah
re»wcrxlc 1911 M spannen sae Fasten einer Verschwörung, und wenn sic dabei
auch der dJusionatcn Vorstellung anhingen, nut Hilfe dc» RcichspraMsicnlcB
»on Hindenburg und det Reichswehr lur» erste eine mmarchtsirwlie Rcslauta
toi an die Stelle der 'sS-Herrschaft setzen ru kennen so ist es dexh bereich
nend daß lung auch schon Je VerbmJung zu SozialdcnwAtaicn wie Julius
Leber suchte Den Stchcrhetlseigancn de« Regimes entging die Aktisnat Jungs
freilich nicht unJ a<n Kl Juni I9M. als Hitler »eine unbequem gewordenen
SA-Fuhrer dutzendweise ennoeden heft, fiel Jung den Kugeln eme» Mordkoin
mandos der VS zum Opfer t -• -Ki»hm-Puisch-1
Die Kirchen
Zur Stabilisierung des Regimes trug aix.h her. daß sowohl die pri’testanUschc
al» auch dw kaibolnchc Kirche trotz det antichrrulichen Lehre und Prius des
XationaLsanalisnitn som Anfang bs zum Lndc auf grundsatziicbcn politischen
Widerstand icrnchlelen und um einen Modus soersdi mit dem Drwicn Reich
hemuhi Hieben <—» Kuchen und Rdigw«) Die politische SorstcUungsweil des
Bürgertum« weitgehend teilend und durch Jen Antik-wnrnunisrnus oxht ohne
gemeinsame Interessen mit dem Regime beschrankten sich dx Kirchen im
großen und ganzen aul dx Verteidigung Jes engeren kirchlichen Raumes gegen
Übergriffe Jet Xationalsozialislcn Dabei kam cs durchaus zu mutigen und
machtsofkn Prutcstc«!. »o von «eilen der ersunah mit der Barmer SsmxJc »um
29 -31 Mar 1934 m der Onenrlxhkeit auftnrtenden und »on Plärrern wie Martin
Sxmober geführten — Bekennenden Kirche.dx sowohl gegen dx 1 nlerwanJe
rung durch dw natamabozialiMisch infizierten -» Deutschen ( Jwrslc-n als auch
gegen rchponslcindliebc Akte dc» Staates stritt und am 2h Mai 1935 sogat
eine Denk schritt »crabschxJetc Jx auch dx Auflösung der Gestapo und der
K» «i/eniratumsfaeer forderte Die Latboiische Kirche übte einige Male eben
falb Jemonstrato Knlik am Regime so m der päpstlichen Fnzvkhka «Mil
brennender Sorge« sirni 14. Matz 1937 Aber ernste Konflikte, in denen dx
Kirchen dar NS-Hemchnt m Frage gestelh harten, wurden sermicJcn auch
dann wenn protestierende Geistliche, wx etwa Niemöller »erhärtet wurden
und Jahre <m KZ serbringen muhten Finzelnc freilich - dw »wh sUbei »on
den Amtskirchen mehl gestutzt, sondern meist dcsasoUKrt »ahen - opponierten
in Wort und Schrill gegen Maßnahmen des Rciomev zum B«i«pwl dw Hisctuitc
Clemens August Graf »on Galen l Munsterl und Konrad Graf von Pressing
fBcrhni gegen dw Futhanasie ebenso Bernhard l ich len berg fhwnpf alter der
Widerstand
Berliner St Hedwigs Kathedrale der I93x oOeMhch auch lur die »erfül-
len Juden betete und am 5 November 1943 in der Haft umkam. oder der
Jesiutenpalet Rupert Maier, der am 1 November 1945 an den Hilgen seiner
KZ Hali «tarb Andere wiederum führte Are chrvulichc tiesmnung zu lenen
Gruppen, die dann hmiei dem SUatssticichvctslich »um 3U Juli l**4 »tan
den ao von dci [kkennenden Kirche den bedeutenden cvangchvchen Fheo-
logen Dietrich Bonboefter der am 9 Apnl t»M5 im KZ Flossenbürg ermertdet
wurde
Militärriche und bürgerliche Urten
AnwmU-u bedurften icdiicb Angehörige der alteren «kutschen Urten und de»
nationalen Bürgertums erst jahrelanger Reizung durch die Entlalrung beMunm-
ler Zuge des Regimes. ehe wc in achruflc Uppo*rtnm gerieten und »ich dann zu
akliscm Widerstand verpflichtet fühlten so durch den rapiden Abbau des Rechts-
staat» und »eme E rsctzung durch einen brutalen PlJizeislaat «o durch die rutio-
nalsozulistischc Ktrchenpulrtik. die den a- und anl«.hn»tlichcn Charakter der
NS Weltanschauung immer «harter bers «dreien ließ *o durch die zunehmend
radikalere Judenserlohrung. die bereits im ersten Jahrfünft des Dritten Reiches
mit dem von Propugand-inunistcr Joseph Guebbch inszenierten reichswcrten
Pltgrom vom « IO November |ulx — Rcw.-hvknstaUnas.-trt I weil Uber das hinaus-
ging. na» «kutschnatHmak und durchaus dem traditionellen Antisemitismus des
deutschen Burcertums anhangende Bundcsecmwfen der Natamahozialntcn zu
bejahen tsrrcrt «aren. tn durch eine - gerade in den otwrsun Funktuwtarvrangcn -
allmählich groteske Hirnen annchmende Ausbreitung aller Spielarten der
korrupt»«! Doch kamen |ulK noch »eitere Elemente in» Spiel In den ersten
Monaten dieses Jahres unternahmen Hitler und der engere Fuhrungskren der
NS Bcwcgunt den gelungenen \ ersuch. mit der Entlassung de» Generalobersten
Werner Freiherr »cm Fritsch und der Ernennung Joachim »on Ribbentrops
zwei btsLmg noch iclatr» eigenständige und »un Deutschnatn<n.ilen i-> DNS Pi
ge-k-rtctc Institutwmen. die Armee und den außenpolitischen Apparat, gkichzu-
«challcn Das Manöver bet aut die Kündigung «Jer 1933 geschlossenen Allianz
/»ts.ben der NS-Fuhrung und «kn deucwhiutwaakn Spitzen vag Militär und
BunAratic hinaus, aho aul du Proklamierung und Begründung naltonaho-
zialtstischer Alleinherrschaft (-» Fnisch-Knsei Danach steuerte Hitler die
«kutsch» Auiknpoiillk ungcsdunM aut den Weg zut tctril««iakn lipanvum.
die das Deutsche Reich »on der -» Sudclenkme im Sommer |9h» und der Er-
oberung Böhmens und Mahren» im Marz 1939 über »len Angriff aut PiUen
un September 19.W bis zur Sorbcrcilunfi der Eroberung Nord und Wesicungias
tm Spätherbst 19 W erkennbar in einen Krieg mit einer überlegenen Koalition
führte, in einen Krieg, der nur mit einer katastrophalen Niederlage Deutschlands
enden konnte In unauflöslicher Scrbmduag nm det Empörung Uber die son-
stigen Argcrnnae die da» Regime fortwährend produnerte. »eckte Hitlers
KriecspuJilik hei manchen ein patrwrtivchev und nationale» Verantwortungs-
bewuttlscin da» suh nicht mH Kritik zufrxikngebcn wuOle. sondern zum Han
dein gegen Hitler drängte Nun gehörte cs zum Wesen natumalsozialtstischer
-t|«
WakrsUrad
Politik und zum Hpus natmoaisozubstiscticr Politiker daß sie - gerade auch
Hitler selbst - über eine ungewöhnlich grolle Portion schieren Dilettantismus
verfugten, sowohl bet der wirtschaftlichen und diplomatischen Vorbereitung al«
auch bei der Führung des Knegvs Für gar nicht wenige hat daher was durchaus
angemessen »ar - der Weg in den Widerstand zumindest damit begonnen dab
gleuhsanr das Gewissen dc» Fachmanns übel jedes erträgliche Matt hinaus ver-
letzt wurde.
So trainierten sich tm Jahr |9W etliche Widerstandsgruppen m der Mitte und aut
der Rechten des polnischen Spektrum» etwa um Admiral Wilhelm < anans den
Chef der Abwehr und Oberst Hans Osler, den Leiter «fct Zcntralabtctlun• «Jer
Abwehr um den 1933 noch zu den Anhängern Milkt» gehöremka. I9JX icdoch
»«Mhg desillusionierten preußischen Iraditionaltstcn Hitz-Dietlot Gral von der
Nchulcnbuig der. ab ungewöhnliche admantslralive Begabung, bi» |9Jm zum Re
gicrungspräsadcntcn tn Schlesien aufgesliegcn war; um «len ehemaligen leipziger
Oberbürgermeister Carl (kacrdelcr < -• Goerskler Kreut und den 193h entlause
nen Botschafter l Inch von Hasse II; um den Chef des Gcncrahtabs. L udwig Beck,
und «einen Nachhiiger. General Franz Hakler Beck war im Sommer |9l<i aus
Protest gegen Hillers Politik zuruckgeueten
Nicht immer führte die Wendung verstörter Fachleute gegen das Regime
gleich zur Beteiligung an Attentats- und Maalsvlrcichvigbereitungen So im
Falle des Dipkmalen Ernst von Weizsäcker, der. veil Anfang 195» Staatssekre-
tär tm Auswärtigen Amt. ah Ziel »o< alkm die Erhaltung «le» Friedens un
Auge hatte und dabei mit den Mitteln auf das Geschehen cmzuwuken suchte,
die ihm sein Amt bot ah«> durch diplom-ilrscti pirtHisches Handeln Mil gro-
Ber Zähigkeit arbeitete er - zusammen mit Atmln». «km italienischen Botschaf-
ter in Berlin - daran, den FrnfluB des 193b und 1939 keineswegs ktiegtwilligcn
Mussolini auf Hitler ms Spiel zu bringen: in gkwrhcr Weise suchte er über
Jhco Konto, den (»eschafturager in l oodon «he brutsche Zügelung Hitler» und
Ribbentrops zu erreichen 19W konnte Wetzsacker, indem er den Weg zum
-» Münchener Abkommen bereiten halt sein Rezept mit cmigvm Effekt an-
wctxkn. 1939 scheiterte er. seine Konzeption war. wie »ich nun hcrausslcUte. der
D»tumik naftonahozialnlNcher AuBcnpsdrtik und «km Knegswilkn Hiller» nicht
gewachsen
MiirtaroppoMtion im Krieg
Die Knegsfahre brachten den Whkr»tand»pUppen um Osler Schulenburt
HasseII. Goerdeler und Beck die seit Sommer 193N konsequent an der PLinune
und der praktischen Vorbereitung eine« Staalntreich» arbeiteten, bet ihren
frühen Aeruachen während der Sudetenkrae freilich noch in den Anfängen
st ecken gebt leben waren, manchen Zuzml Die entscheidende Frage limiefe
aber, ob cs gelange )ene Macht gegen das NS Regime zu mobilisieren, die nun
da allein sic über Waffen verfugte, ah einzige noch in >kr Lage war mn Au»
vicht aut Frtolg ecgen den nanoaafc«inalistischen Hsirschaftsapparat vor/u-
ec-hen die Armee tatsächlich sah e» «b«m im Herbst I9W so aus ab konnten
Widervtanai 5l*
die n>ilcn Gruppen einen militarochen Arni gewinnen Nachdem Hitler den
Befehl gegeben hatte. mch un November IW die Niederlande. Belgien und
Frankreich anzuereilen. ließ Gcncral'tabschet Franz Halder, der H'dcn Versuch
zur Realisierung "*t Hitlers Absicht - zu dieser Zell wohl mit Recht - ab sache-
ren Weg in eine milttarrw.be Katastrophe ansafa. erneut das heißt wie 193* -
die Vorbereitung zu einem Maaivstreich anlaufen Die Gruppe die MCh nun
um Abwehr und < Jbcrk.immando des Heeres (OKHi formierte, trat un Herbst
1919 und Frühjahr l«**! durch den Münchener Rechtsanwalt loset Muller
mit Jem Vatikan und uKtr Papst Pius XII mit dem Lorufamcr Foretgn Office in
Verbindung und die britische Regierung reagierte aul den Versuch. Verhand-
lungen Uber einen Friedensschluß der Weltmächte mit einer deutschen Regie
rang nach Hillers Sturz auf/unehroen. anfänglich (und zum letzten Mal) durchaus
positiv (das Reich—ochcrheitsHauplamt. das eine vage Vorstellung von diesen
Aktivitäten gewann gab der Gruppe wegen der vermuteten Vatikan Konnexion
die Bezeichnung -Schwarze Kapelle-) Ah Halder jedoch einet Abkanzelung
durch den Uber das Widerstreben de* Militärs gegen «he Offensive ertxwien
Hitler glaubte entnehmen zu dürfen daß der Diktator Lunte gerochen habe
und jeden Augen bück zum < legenschiag auvboicn werde, ordnete er die Fin-
Stellung jcelichcr Arbeit an einem Staatsstreich an Jetzt konzentrierte er sich
auf die Vorbereitung des Angriffs un Westen an dessen Frtolg im Mai und
Juni 1940 er großen Anteil hatte Von da an fiel er - und mit ihm das OKH - für
weitere Aktivitäten gegen das Regime aus Oberst (hier wurde m jenen Mo-
naten durch die Empörung und Verzweiflung, «he ihn angesichts der Passivität
der miliLMtschen Führer ergnlfcn. ru einem ganz anders gearteten Versuch
der Einflußnahme aut das Geschehen bewogen l'ber den niederländischen
Militärattache in Berlin Oberst Sa*. übermittelte er die lermme der Wesloften-
sive nach Den Haag, ebenso warnte er Dänemark und Norwegen vor dem
deutschen I bcrtall So hoffte er. em frühzeitige* Scheitern der Angriffe herbei
Zufuhren und bei den Generalen durch einen solchen Mißerfolg des Regimes
doch noch den Boden für eine Aktion gegen Hiller zu bereiten Allerdings fabe-
lten Osters Schotte folgenlos Da der lermm tur den Angriff im Westen aas unter-
schiedlichen Irrunden immer wieder verschoben weiden muhte, büßten Oslers
Warnungen aufgrund allzu häufiger Wiederholung aUmahhch jede Glaubwürdig-
keit an.
Indes bildeten och in der Armee whun zwischen dem Sommer |94ii und der Jah-
reswende 1941 42 drei neue kreise, ehe neben den - tm April 1943 freilich zer-
schlagenen Kreis m der Abwehr traten in dem von General Olbnchi geleiteten
Allgemeinen Heeresamt beim Betehhhaher des F.rsalzhcercs. beim Mil narbe
Ichhhabct tm besetzten Frankreich. einem Mab an dessen Spitze seit Februar
1942 Genaal Carl Heinrich son Mulpnagel stand, da sowohl 193h wk un Herbst
19W zu den Schlüucffiguren der Maatsstrcichptanung gehört hatte, und schließ-
lich un Osten bei da Heeresgruppe Mitte, deren Chef da Opaauonsabteihing.
Henning von Ircsckow. ziel bewußt Gegner Hillen und des NsRcpmcv um sich
sammelte
3>7 WMnvaaaU
Staatsstreich versucht werden konnte. Dabei verquickten uch wiederum pro-
fessionelle politische und moralische Motive Bereits |94| hatten fast alle heter
ligten Offiziere die Erkenntnis gewonnen, daß die Erfolge in Polen Westeu-
ropa und zunächst auch in der Sowjetunion nichts an der HoflnungdostgkcU
der strategischen I agc Deutschlands geändert hatten und dw am Ende unaus
weichliche Niederlage Deutschlands ledigfach hin-uzcschoben Die vom Xommer
1941 bis zum W intet ein brach ausgcfochtenen Konflikte übet die Führung der
Operationen in Rußland hatten dann cme schwere Erschütterung des Verhält-
nisses Hitler - Gateralstab bewirkt und die Wtnlerknsc 1941 42 zeigte an.
daß das Konzept eines -Blitzkriege*- gegen die Sowjetunion definitiv gescheiten
war Dazu kam da japanische I berfall auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941
der die USA ms Spiel brachte Im Innern traten die totalitären und kriminel-
len Zuge da Regime* noch scharfer hervor ab bisher und von Tag zu Tag wurde
zudem deutlicher daß Hiller und die NS Bewegung erst recht den besetzten
Landern nichts ab eine stenle und terror Misch ausgeuNe Herrschaft brachten
die den Haß auf Deutschland und die Deutschen stetig steigen ließ Nachdem
Hitler am 2h April 1942 tm Reichstag erklärt hatte ah —» -Oberster Gcnchts-
herr- stehe a über -formalem Recht- sagte < lau* Schenk Graf von Maulten
berg, damab Major in der Organisationsabteilung da OKH. zu General von
Locpct. jetft sei -jede Rechtlichkeit auf gegeben- Nicht zuletzt sahen aha
nicht wenige da oppusitmocUcn Offiziere ehe Notwendigkeit emes Putsche*,
nachdem der Versuch zur Ausrottung der europäischen Juden tx-g«innen hatte,
tm Sommer und Herbst 1941 mit dem Massenmord eröffnet den die sogenann
len Einsatzgruppen in der Sowjetunion verübte» gewann die -Lndfavsung der
Juden frage- Ende 1941 und Anfang 1942 mit dem Beginn da Betriebs ciruga
-Vcmichtungslaga- C’hchnno Auschwitz Birkenau. Relzcc ihre europäische
Dimension Mehrmals im Frühjahr und Nimmer 1942 sagte < »rat St.iurfenherg in
Gesprächen, -die- brachten massenhaft Juden uni -Die Verbrechen dürfen nicht
wcitagehcn •
Der immer rapidere Absturz da Regime* ins schiere Verbrechen ließ auch
außerhalb der Armee wieder neue anti-natlowahozialruischc Zirkel entstehen,
von denen einer sogar die Öffentlichkeit aufzuruttcln suchte Unter dem Namen
-» Weiße Rose vertaölc und verteilte zwischen dem 27 Juni 1942 und dem Iß. Fe
braar 1943 cme nacht zuletzt christlich motivierte - stark von den katholischen
Publizisten Carl Muth und Theodor Haevkcr beeinflußte - Grupjte Munchcna
Studenten um Aleunda Schmoren Hans und Sophie Scholl. Willi Graf und Pro
fessor Kurt Huber Flugblätter gegen Hitler und den Nationabozuhsnius Nach
da letzten Aktion in der Münchner Umverutät tls Februar 194.1) verhaftet
wurden 14 Angehörige da Weißen Rose vor Genchl peslefll. die CieschwMer
Scholl Willi Graf. Kun Huber und Aleunder Schmorcll zum Tode, die übrigen zu
Haftstrafcn verurteilt, die Todesurteile wurden am 21 Februar (Geschwister
Scholl). 13. Juli (SchmoreU und Huhcrl und am 13 Oktober 194.1 (Graf) voll-
streck t
Seit Anfang 1«M2 wurden in diesen drei Zentren die allmählich auch m Vertun-
düng miteinander traten, erneut Überlegungen angeslelit. wann und we ein
JIH
Wuterstaml
AI* 4« Die Gevbanau.' Han* m>J SojWk s. r.-.11 und Ctemujj* ISuöw . ow nnk« f «<x> der
MiMknUKlk.« Widcruandsctupfs -W.us K«ar* «iMumhcn
Attentat und St mit »st reich
Wie die Münchner Studenten mußten allerdings auch «he .ippoMtumellen Mi-
llian. die »on Anl.ing an in engen Beziehungen zu Jen Altcien ztsilen Grop-
pen itairAn. k'tsletlcn, daß wc s«<«e»hl unter den Gcncralstäbicm wie unter
«len Otliziercn der I rontttupjvn nur wenige H.indiungsgenossen zu linden »er
mnchlcn Auch nach <kr knee-wende die durch die Niederlage »<m Stalingrad
und den anuhltelknden I nk iganc Jet in N.-rdalnka kainpfctulen Armee
sKhthir markiert wurde inderte »ich daran kaum etwas \ ersuche. General-
Icklnwrschall Erich ton Mamtcin lut die Rulle Jer Spit/cnbcur einer Erhebung
zu gewinnen, schlugen ebenso fehl wk- Hemühungen um den Oberbefehl»
habet West, I cklniarschall Gerd von Rundsiedl hrwin Rommel fand sich
zwar l'M4 als er die Heeresgruppe H in Fiariktcish befehligte. zui Mitwirkung
an einer Aktion bereit nachdem et übet »einen StalwchcL General Ilans
Speidel. und Ollt/i. r ,«ti» der l meebunr d - Pariser Mtlitarbclchbhabers mit
den Wider-tand'gtUppen m Verbindung gekommen war und begnllcn hatte,
«laß ein Mann in »emcf Stellung uml mH seinem Ansehen serptlichtcl war,
zur lleendirune einet unter jedem nut denkbaren tresichtspunkt sinnlos gewor-
«knen Krieges beizutragen l>o«h gs-sshah da» er»! g.utz kurz »«» »einet schweren
Widerstand
Verwundung am 17. Juli 1*14 die ihn von jeder weiteren Beteiligung am Gesche -
hen ausschloß
Die Isolierung aber, die uc nut den linken und den bürgerlichen Widerstands-
gruppen gemeinsam halten, machte den militärischen Verschwörern rasch klar,
daß ein Staatsstreich, hei dem ein halbwegs geordneter l Ibergang ru einem puh
tischen Neubeginn gesichert werden s.»lltc ein Attentat auf Hitler voraus
setzte Stauffen berg war schon im FtUhiahr 1*12 uberzcuei davon daß Hitler
gelotet werden mußte Danach mochte cs erreichbar sein, durch einen Putsch die
Stacht in Berlin zu ergreifen und die Armee insgesamt vom Eid gelöst und
an den gewohnten Befehls- und Versorgunpsstrangen Jungend - aut die Seite
der Putschisten ru Ziehen Als erste versuchten cs die Offiziere siet Heeresgrup-
pe Mitte. Am 13 März 1*43 beß Generalmajor von Trcsckow dem -Führer-,
der den Stab der Heeresgruppe in Smolensk besucht hatte eine B>»mbe ins
Flugzeug schmuggeln, deren Zünder jedoch versagte Auch weitere Versuche
schlugen fehl Am 21 Matz l*U gelang cs Oberst von Gcrsdorft. dem Abwehr-
offizier der Heeresgruppe, sich zu einer Ausstellung von crt>euictcr Ausrüstung
im Berliner Zeughaus, zu det Hitler erwartet wurde, mit einer Bombe Zueanii zu
verschaffen Sein Plan sich mit Hitler in die Luft zu sprengen mißlang aber weil
Hiller die Ausstellung unerwartet rasch wieder verließ Gleiche Vorhaben von
Hauptmann Asel von dem Busschc und Leutnant EwalJ von Kleist scheiterten
Anfang 1*44 ebenfalls an äußeren Zufällen Rittmeister von Breitenbuch.Ordon
nanzottizier bei Gcneralfcldmarschall Busch konnte seine Absicht. Hitler hei
einer Besprechung am 11 März 1*U aul dem Bcrghol zu erschießen nicht aus-
fuhren da ihm det Zugang zu dieser Besprechung von den SS-Wachen verwehrt
wurde
Als schließlich Grat Stauflenhcrg. der nach einer schweren Verwundung in
Sotdalrika lange Zeil ausgefallen, nun aber, zum Oberst bcfoldcrt Stabs-
chef beim Befehlshaber des Ersatzheetes geworden war, auch das Attentat
selber durchführen mußte, weil von den Verschwörern allein er noch ab und
an Zugang zu Hitler hatte hatte sich, bis Sommer l*U die Kriegslage so ver-
schlechtert. daß die Hoffnung em Deutschland das die NS-Herrschaft aus
eigener Kraft abschuttle. werde von den Alliierten bessere Fncdensbcdingungcn
bekommen und Uber seine politische Zukunft selbst bestimmen können sehr
dünn geworden war Schon im Apnl 1*14 konstatierte Gral St-iiHtenberg. das
Reich sei nicht mehr zu retten Stehr und mehr trat der Gedanke in den Vor-
dergrund. daß cs einfach darauf ankotnme. einen Krieg zu fwenden. der täglich
Hekatomben von Opfern forderte Davon abgesehen, ging es den V'erschw«eni
die sich im ubngen wenig Chancen ausrechneten darum daß wie Iresckow
sagte, -die deutsche Widerstandsbewegung vor der Welt und vor der <irschrchte
den entscheidenden Wurf gewagt hat- Tatsächlich ist denn auch das Attentat
vom 31 Juh 1*44 mißlungen, das Stauffenbcrg mit einer Bombe unternehmen
mußte da er nach dem Verlust eines Auges, der rechten Hand und zweier
Finger der hnken Hand keine Schußwaffe mehr bedienen kotWNe Hitler über-
lebte den Anschlag und so brach auch der Staatsstreich, den der zutückgc-
kehrtc Stauffenbcrg in Berlin versuchte. zusammen. Fast alle Beteiligten fanden
den Tod.
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llbcil-iKccnncntei so® Lc-f-iU • wdr am ’ «sq-ombcr '*li nun Tode »ersOoll und am I Fvhnaat
IM» m PkMzrmce lu»«ei»Aici
>»clikricgspl>iniinKcn
Wahrend der Knegsgahre trat mdes neben die Attentats- und Staatsstreichplane
eine enorme Inlcnsisictung dci Arbeit an Entwürfen lut die Vcrfassungs- und
Gv-scUschuftsordnune eines s«m Hitler und dem VS Regime befreiten Deutsch-
land I 'm Helmuih fames («rat von Moftke sammelten sich seit August l'Mtl So-
zialisten. Jesuiten. Arbeiterführer, christliche Ucwctiachaflcr und preußische
Großgrundbesitzer zu einem Kren, der es. nach Moltke« »chlesitcbcm Gut
Krersau benannt sogar ah seine Hauptaulgabe ansah über die innere Ordnung
und die micrnaUuoaic Einotdnune des post iiationalsoziahstisehcn Deutschland
nachzudenken An den l berkcuncen dies — Kreisauer Kreises waren auch an-
dere Gruppen beteiligt so die -* »Erciburgei Kreise- um die Nanonaliikonotnen
I rwm »on Bcck.ci.ith. Constantin »on Dictze. Walter Euckcn und Adolf Lampe.
Dsc ah Resultate der Debatten formulienen Vorstellungen waren naturgemaB
zeitgcbundcn. das heißt an die politiwhc und kultutkrrtische Tradition der alteren
deutschen Eliten gefesselt und un Genie christlicher Religiosität zur moder-
nen l iberaklemokralie erst unterwegs Immerhin sind etliche Mitglieder des
Kreisauer Kreises namentlich Motlkc »clbM. tun deutschem Natkuulcsmus zu
ewupaiscK-r Gesinnung fortgeschritten Wcun diese Kreisauer mit NalKmallihc-
321 Widerst»*
rak-n w»c Gocrdelcr oder Kurtscrvaliscn wie Hancll diskutierte*. nachdem du
Gruppen in Kontakt pkommen waren wurde oft heftig gefochten Doch tur die
Zukunft gewann weniger der Inhalt der Diskussionen Bedeutung sondern mehr
die Tatsache daß sie Uatlfandcn und zu Annäherungen führten wie mc wmbol-
kraftigen Ausdruck etwa m det persönlichen Freundschaft und der politischen
Ko<5H-ration zwischen Oberst Graf Stauffenberg und Julius Leher fanden zwi
sehen dem anstokratnehen Kavalleneottizier und den als Sohn eines Maurers
geborenen Arbeiterführer Mit solchen Annäherungen hat der Widersi.md dci
deutschen S>achknc»ecscUschaft Intcgralronsbcispick- und -mipulse sctcrbt.dic
essentielle Bedeutung hatten,
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Slciatwch Peter Jotennes Iwhd UaMiai Jet UMr»tka«a« /»'' /'M' MwJca IWM
Weltkrieg 1939-1945
Von Thomas Bertram
Mit Jet Kapitulation — Japan» am 2 September 1*45 endete nach bh Monaten
und acht lagen dte Sene regionaler Kriegt die ab /»etter Weltkrieg in die Ge-
schachte Jes 20 Jahrhunderts cineeeanecn stad. Da* globale Ringen. in das
»ährend der I nJphase nahezu alle Staaten der Erde trrndell »aren, harte
etwa 5* Millionen Menschenleben gefordert dasoa allein 20-30 Millionen Ztsih-
slen überwiegend Frauen alle Leute und Kinde r Etwa ein Zehntel der Kriegs
toten »aren 110er der nationalsozialistischen Rasse und Letvnsraumpolitik
geworden Sie wurden in den deutschen —» Konzcntratnms- und -• Vernichtungs-
lagern ermoniet 35 Millionen Menschen erlitten un Krieg Verwundungen. drei
Millionen Soldaten und Zivilisten wurden nach Kriegsende \ermiß.’ Mu den
amerikanischen Atombumbenabwüricn über den fafsamschcn Städten Hiroshima
und Nagasaki am h und 9. August 1*45 harte Ae Menschheit erstmals einen Blick
in den nuklearen Abgrund getan der die Beziehungen der Staatenwelt nach 1*45
entscheidend prägen sollte Gcloigt stm der «ow>cttsshcn KrtegserkUruag an
Japan und dem Finmanch der Roten Armee m die Mandschurei, erzwang der
Eiftsau der Atombombe dte Kapitulation Japans Die Kampfhandlungen in Eu-
ropa waren bereits mit der l'tttcr Zeichnung der — bcdmgunigskwen Kapitulation
der deutschen Wehrmacht im Hauptquartier des allncnm < »herbe le hbhabers m
Europa Dwtght D Ezsenhower in Reims am T Mai 1945 durch Generaloberst
kd beendet worden Nach Wicderholunz der Zeremonie einen Tag spater in
Berlin Kartshotsi tut dte smK'islx Seite trat Ar Ciesurntkapituiatiiwi am 9 Mai
1<M5 m Kraft
30 Jahre nach Kriegsende ist sich die historische Forschung in der 4>esamtBeurtei-
lung der Jahre 1*39 1*45 weitgehend einig Wenn Winston Churchill in seinem
Werk über den Zweiten Weltkrieg l*4b noch son emem »zweiten Dreilkgahn-
gen Krieg- sprechen konnte und der Historiker l »dwig Dchio die beiden Welt-
kriege dieses Jahrhunderts ah -zwei Akte desselben Dramas- charakterisierte
oder Emst Nolte Ae fahre 1914-194' zum -Zeitalter eines europäischen Burger
kneges- im Zeichen der Auseinandersetzung totalitärer Ideologien umJculetc w
und diese I «ischatzuntcn inzwischen emer difIcrcnncrtcrcn Betrachtungsweise
gcwKhen Zu unterschiedlich «nd die \.v aussctzungen und I rsachen beider
Kriege Jenen die histoiischc Forschung in den letzten Jahrzehnten hewrndete
Aufmerksamkeit widmete zu lerschiedcn waren dte -• KiiegsZteic und zu stark
unterschieden sieh heule K>willikle im Einsatz der politinhen und mtlitarstratcgi
sehen Mittel luttetnanJct,
Jü
Km-gx/M-lc und < haraktrr «Je» Knete*
WetOrtet I’-’*-!**<
W ährend Jk Akteure de» Ersten Uehkricgs an territorialen Arrondierungen an
der Sicherung und Erweiterung dc» Zugriffs auf Ro'i-uiicn und an der Ncube
Stimmung ihrer künftigen Rolle m einem nach iradrttoneUcm curofutuhcn Mu
»ter tunktiensciendcn intematsoaalen Machtekonzert mleressiert ir»cscr. »a
rm. eine cs un Zweiten Weltkrieg »un Anfang an um eine -radikale Neuordnung
der Weh- (G. Wembergl. Die Frage »ar mehl mehr, »re Land und Rohuolfe
künftig ierteilt »erden sollten »indem »er aul dieses Uch überhaupt noch leben
und in den ticnufe voa Ressourcen kommen solllc Die physschc Audoschung
ganzer Volke* und Staaten bz» ihre Herabwürdigung aut den Status rcchtkner
Heloten »urde »un den Deutschen bewutit ab Kncgszicl »erfolgt und mit akliier
I hterstut/une eine» Icchnoklalrscbe» Bcarntenapparatc» m die lat urngesetzt
Daran markiert der Zweite Uehknee auch den mcnhschcn lietpunkr der bishe
ngen Menschheitsgeschichte
Lh»crtcnzcn bestehen nach »ie so» hinsichtlich der Bedeutung der politischen
und mürtin-^rtien Akteure und des irtemati.malen s»-stcms tur die lewedigen
Entscheidung»- und Handlungsspiclraume Strittig ist darüber hinaus die Rohe
AM 4* TWNan der 1 urs wiigibr da *>wk
0w> litl» hm I SrgMlcs Ihr
Hetlknr»
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mnenpUitrssfiet Eäklorcit m der — Wkn|*4mk und der Stellenwert e^icraliscr
und idc.dorischer FukumraL Zu keiner Zeit «ab c» «her eine mit der sogenannten
Fwchcr Koatnnctse Uber die Knegsz<clg»<lrlik de» kancrkll« IkutxhlinJ »er-
gicrchbarc Ochallc aber »he —• Kriegsschuldfra^c 1939. nenn nun einmal 'oe
apcdoEctrschcn lendcnzcn iahfsnjt«euicr Kreise *l>e»l
So »ehr weh die miet «als «late f<»x.hun« über die dcuiM.bc Kriegsschuld cmig
nt *o ausdauernd waren und xnd Odiunie-i über Detail» etwa Je Acranl-
»»wtunr der britischen — Appeasernena-Plshtik für den Ausbruch des Krieges.
Ihnlci dieser brunchen Beseh«chbi-uncs^olilik. dbc im — Münchener Abkiwn
men über dre Abtictung der eudetendeuts.-hen («ebiele an Deutschland »om 29
September |99i gipfelte t — Sudclcrikrisc. — SudcU-nUndl »land nicht zuletzt
der Uumch des »eit dem Ersten Achkriet angeschlagenen Empire, durch Aer-
mesdung cme» neuen Miere» den endgültigen Äertusl der Weltgeltung htnauszu-
zögern .Au» marusltw-her Sacht wurde während dc» Kalten Krieges behauptet.ehe
fhibtik dc» Western habe Urtier un Sencwet 1939 zum Einschlägen ermutigt Die
Westmachtc hatten der erprnmachiigew ResrsKM des —» AcrsaiBcr Vertrage»
durch den deutschen Diktator m den drctfUcct Iaht» n laknk» zuccschcn. br» Je
Zerschlagung der -Resttschcchct- am M -16 Marz 1939 t Tscbechodowaket» -
tnwz gegenteiliger Beteuerungen des »Führer»- ms.h in München - ihnen allen
»man Großbritannien. dm Scherbenhaufen ihrer heJcnsfolitA präsentierte
Dieser Argumentation hielten burgcrfictic Historiker den -• deutsch-sowjeti-
schen Xichlanenttspakt nun 23 August 1939 entgegen der Hitler »na der Gefahr
emet Zwetfron lenkt »ege» bewahrt und den deutschen Angriff aut l'äcn erst er-
möglicht hälv
Soweit diese Konlrosersen Zweifel an der deutschen AlkurserantwsYtung für
die -grotüe Kriepskaläslrupbc der Weltgeschichte- (A HtUgruber) w achlwelten.
Ignorierten sac dk luishm.nuk Bedeutung der deulw.be n Außenpolitik tur 1939
und Hitlers langfristige Entschlossenheit rum Knet Semcr Absicht, die -Lebens-
raumlragc- gewaltsam zu Iben kor rc»p>mdicne emc gesamipohltschr Konstella-
tion, zu deren Kennzeichen der Srcdcrgane des traditionellen Machteststerne un
Ersten Ucltkneg die E rschutlcrung der »hen Futerwngscittcn und die Auswirkun
gen der WclsiiNtuIldlrx auf die labile S achkrlegwirdnung gehören Diese
KonstclLitron spreite jenen Machten in die Hande dre in den zwanziger und
dn-iBiger fahren aut gewaltsame \ erinderunrcn au» waren I etzthch in utile aber
Hader» unKdingkr Wille zum Krieg tunzukirniruw. so da6 bei der Enllesselung
des Krwye» der -laklor Hitler- die • au»»chl .reckende Rolle »piche iM Bros
zati Ur diesem Hinicrgrund war der Weltkrieg die Rcaltsicniag »on Hitler» m
Wem Aurnpf foimuliertcni iußen(>ilii ^hcn Programm mit militärischen Mrt-
leln Der Anrnft aul ihr -»Sowjetunion war keineswegs ein Pra»cntr»schlac son
dem die pfanmaiUye l ms» t/ung der Ziele der natM <i.iK>>ziah»tischcn Rass» und
Lcbvnsiaumpoliiik IKr Zweite Wcllkticg war mdesss-n rucht allem -Hitlers
Krieg- Ein Gtohicil de» an ik-' U.rtcn des K.uscTTcich» iricntiencn IMfiners-
kurp» 'iimmk trotz Mmk an cmzeteicn nuhurischcn Entscheidungen des -f uh
rers- mn den cipunsnmnlMchcn Zaeicn des SS Regime» ubetem Ohne dx»en
Kreit« tilgen t n^iorsant führender Militärs ohne die Lmsatzhereitschalt »»«
Dgüomalcn und Beamten, »w I Mctnehtnen dar mm der SkLavenarbcft der
'* WeMhricg I9.»M<M«
KZHaflhngc und der Zwaagnarttoi der Knegsectangcncn prohucricn. 4inc
Banken — Wehrmacht und -» h«hzci ohne -deutschen FleiB- und ohne die flan
kirrenden Kriege det Verbündeten hatten Hitler und die Nalxmalsoziabsten
Krieg und Genozid nicht in die Tat umsetzm kännen
Iter Hcdocaust war -Teil und Kernstück | dieser) weitgespannten rMsntiwheB
Herrschaft»-. Versklavungs- und Venwchtungsp^uk des naruwiabaztalKtischen
Deut«Hand gegen die unicrw.ulencti Volker inshrwuxJcrc do -Oslcn» . f\4en»
und det Sowjetunion- (D Pcukcrlk und damit em strategisches Kncpnel
Per Ausbrach do Weltkrieges markierte au» deutscher Schi zum einen den
Beginn de» Endkamplev tun dw Herrschaft aber Europa mit dem Ziel det
Weltherrschaft rum anderen die Frolfnung emet -inneren Front« gegen alle
Beioikcninc'.nrupfx.-n dx dem ruiK«dlMvulwis.Scn R.i'K und Voikseemctn-
«chatt «ideal im Wege «landen
Die globale Ziebetzung det NVFuhrung im Ser em mit det aggressivsten rawi-
Mrchcn Idcedogie führte ton Knegshegmn an tu emet Cberspanaung der dfco
nomrseben und militärischen Mittel DeutvchkaniK In den besetzten Landern
verwischte sie den l ntcrvchied zwischen kämpfender Truppe und Zmfbcv.Mke
rang Der Weltkrieg wurde mshcstmdcrc tn (Meurnpa - dem »e» Hitler ans twer-
len —♦ -Lcbenviaum- mit Hille «Je» —» Einsatzgruppen der Srchcrhcitsprhzci
und des -» SkhcrbeitidienMcs (SDl det SS sowie Einheiten son Wehrmacht und
Pohzci hewulit gegen du: ah -InlcrmcrMchen- diffamierte Zisiltwölkerung ge
luhrt Fut sie wat im Rasse- und l ebenvraumkonzept der natxmahozudictischcu
Fr<+>crcr kein PUtz so»gesehen I-» Rasscnpofitik und Völkermord I
Die Blitzkriege im Westen
Am dem W iderspruch zwischen den ausgreifenden Kriegvziek-n des SS Recuncs
und den tur einen Mehrtrontenkneg zu schwachen Kräften entwickelten Hitler
und die Generalität «he Strategie dö -« Blitzkrieg» Der «chnelle Joitshc Steg
in der ersten Rtase dc» Kriege» gegen Polo - am fc. Oktober 19.W kapitulierten
die letzten polnt»hcn Einheiten ( — Bienkldzuti dac kampflose Besetzung
-» Dänemarks (9.4 1940) und (he Eroberung -» Norwegens (94-106 19401 zur
Schaffung einer bretteren AusgangsKisi» im Handelskrieg gegen Großbritannien
und zur Sicherung der schwedischen Erzzufuhr sowie det ebenso erfolg-
reiche -» Wesllcldzug. der mit det KapttuiatHMi det -• Niederlande 115.5. । und
-» Belg»» (2K5 I begann und nut dem Zusammenbruch -» Frankreichs (22.6 )
endete (kampflone Besetzung »un Pans durch die Wehrtnacbl an 14 Juru |94b
Teilung Frankreichs m emen besetzten und einen unbesetzien Teil mit etner
konsers alts-aulo*lUren Regierung m Sichvl. »crschafften dem Regime die
Mdghchkcit. sich der Loralitar der kenwswegs knegsbegeisterten deutschen
Bcsofkenuig durch immer neue Ertolgsineidungm zu »crstchcrn Mit dem
-» Balkanfeidrag gegen — Jugoslawien und —• Griechenland, der die ruma-
mwtsen Erdoifclder aMncrtcm Zugriff entzog f-s Rumänien war am 21 Nosem-
ber 1*40 dem -» Drerniächlcpakt beige treten ebenso wie am 2fl November
Weftkncg
— I nwmi öen Aulb.au einci alliierten Bilkarilr. <11 vetcitcllc und die deutsche
SüdowtOankc für den gcptentcn Angriff auf die S<»wjciunion sichern sollte, »ar
der Knet der verkehrten Ironien vorbei. England aul dem Kontinent ausgeschal-
tel und die strategische H-isi« lur Hitlers clgcnllichcv Knegszicl. die Eroberung
von Ixtensuum un Osten. geschaffen
l berspannung der Kräfte und Knejgswende
Bevor am 22. Juni 1*11 mH dem I bertall der deutschen Wehrmacht aul dte
Sowjetunion der Raubkrieg im OmcI begann I-» (Ntfcld/ug 1941-1*451. war
Deutschland bereu» entgegen Hitlers Intentionen in einen Mchrtrontenkneg ver-
wickelt norden Das durch dte italicnivebe Niederlage gegen t rrotibr Kannten m
Libvcn notwendig gewordene Eingreifen zugunsten des italienischen Achsen
Partners i -t Afnkatvldzug) führte ru einer Zersplitterung del deutschen Kräfte,
die en» Jahr «pater lur die Knegswendc in E uropa sorgte Nach F insei/cn der so-
wjetischen Wintcrolfensivc am 5. Dezember 1*41 begann sich die Katastrophe
der Wehrmacht rm Osten ahzuzeichnen Die Entmachtung der militärischen
Fühlung durch die Entlassung des Feldmarxhalb V Hrauchitvcb und die (Jbcr-
ruhmc des Oberbefehl» über das Heer durch Hitler sowie der vorübergehende
Erfolg der deutschen Sommerotlensive 1*42 konnten mehl darüber hinwegtau-
vehen. daß der Krieg an Osten langfristig nacht zu gewinnen wat Acw dem Hinter-
grund des Falls «cm -» Stalingrad (22.1943) durfte Goebbels' Ankündigung des
-» «fötalen Krieges- (IX. 2 1*4*1 zu diesem Zeitpunkt unmittelbar gefolgt vom
Zusammenbruch der Front in Notdalnka 115 5 1943k. ab erstes Eingeständnis
eigener Ohnmacht gegenüber der militärischen und .Aonomiscben Kraft der
Alliierten gewertet werden, die ja unaufhaltsam wuchs nachdem ab Folge des
japanischen Ibertalh aul Pearl llarbor (7.12 1*41 I und der deutschen Kncgs-
erklarung <11 12 1*111 die I SA an der Seite Gr<x.Britanniens und der Sowjet-
union kämpften. Die mH dem Scheitern Jes letzten deutschen Hhizknegev an der
Ostfront einhctgrhcndcn Niederlagen des Achscnpairncrs Japan in der See-Luft
scMacht hei den Mtdwav Inseln (3-7 6 1*42) und aut Guadalcanal (M2 1943)
brachten den LrSA die Aor Herrschaft un Nordpazifik und «Khcricn den amerika-
nischen Nachschub aul den sudoMaMatncJicn Kriegsschauplatz. Stc leiteten auch
im Pazifik eine Wende zugunsten der .Alliierten em Außerdem machten sie den
/Amerikanern ckn Rucken frei lut das von Stalin seit geraumer Zeit in Form der
Eröffnung einer zweiten Front geforderte «tariere Engagement in Europa
Politische und militärische Optionen der Alliierten
(Arti lisch reagierten die Alliierten aul die Knegswendc 1*424' mil der Forde
rung nach -bcdmgungslosci Kapitulation- (Konferenz von -» < asahianca
14 24 I |<MH fkicils em Juhr zuvor halten 2n mit den Achsenmächten krieg
luhrende Nationen aul der ersten Washinglon-Konterenz (22.12.1941-14 I 1*42f
erklärt, keinen separaten WallcnMilbtand zu «shbetkn Polnisch basierte dk- Zu-
Wehkrteg l**M**S
•ummvnarN.il der Westmachte veit dem 14 August l+H aul der das Selbslbcstim
munp.revht der Volker proklamierenden -» Atlantik-Charta D»c «tratapKhe
Reakticm der Westmachte auf die Krtegswendc war der Munn aut die Festung
Europa. Am 10 Juli 1+43 landeten amcrikantM.hc und bntiM.bc Streitkräfte
m Sizilien, am 3 und + September aut Jem ItlletUkbcn SticlcL cs folgte die
-• Invasion in der Normandie am n kmi 1+44 und die Landung in Südtrankrvich
am 15 August 1+44 Der Ansturm von Hnlen und Amerikanern aul die deutsche
Pimhon von Westen und Süden her führte am 7. Marz 1+45 zur Bildung eines
Brückenkopfes bei Remagen und zum Zusammenbruch der deutschen Westfront
Gleichzeitig gab die (Mfronl unter dem Druck einer neuer bebe« Mmyetncbcn
CiroöottenMse seit 12 Januar 1+4' nach Ihr torairsgegangen waren die Aufgabe
der deutschen B»Mfton auf dem Balkan zwischen August und Dezember 1+44
und der Vormarsch der Sowjets. Mit dem Vorrückcn der .Vllucrtcn r.v> Westen
und Osten her begann die letzte Phase des Weltkrieges. in weicher da» deutsche
Reichsgebiet zum Kncgcschaupiatz wurde Diese letzten Knegsmonate waren aut
deutscher Seile gekennzeichnet durch zunehmenden Rcslrtatsvcrkisl und
Grodenwahn Hitlers (-» V Waffen. -• Verbrannle-Erdc-Betchli. den forcierten
alliierten -• Luftkrieg gegen deutsche Madie und Ruslungszcnircn sowie den
nach der -» Wannsee Konferenz <20.1 1+42) industriell betriebenen Massenmord
an den europäischen Juden und anderen unter das rasmehe und oder jx>liirsclie
Verdikt der aaüonabuzudisUschcn Ideologie fallenden Gruppen.
Die zunehmende militantche Ausweglosigkeit »orgle un Verein mit der Erkennt
nts der deutschen later in Politik. Verwaltung und kämpfender Iruppr daß an-
gesK'hts der ungeheuren Verbrechen nicht nut det Milde der Sieger gerechnet
werden konnte, für eine Verschärfung des Terrors und siet L ntcrdrückung
nach innen (-• Weiße Rone. -» 2D. Juli 1+44) und außen (-« Orndour-sur-Glane,
b Hi 1+44 —. Warschauer Aufstand I S-2 Hi 1*44» Allem ihe —• liMesmarsche
ton KZ-Gefangencn seit Sommer 1+44. ab die Rote Armee weh den Lagern un
Osten näherte und die SS-Mannschaften die Lager räumten, kosteten Schätzung'
weise 2501»»' bis 37511kl der völht entkräfteten insgesamt mx'h ca 750l»»>
nicht nur jüdischen KZ-Haftlmge das Leben Im Reich selber versuchte das
NS-Repme durch sinnlose Mobilisierung del fetzten Reserven l~» Vidkssttirm)
und die Einrichtung son -» Standgcnchten. (noch nach der KapouLiixin spra-
chen Kriegsgerichte Todesurteile um. die auch vollstreckt wurden) den milita
rochen und politischen Zusammenbruch hmauszuzogern
Dk Folgen des Krieges
Durch seine brutale, das Völkerrecht mit Fußen tretende Kriegführung I —» Kom-
mrssarbefehl 133-1941 > auch gegen die Zivilbevölkerung lErlaß Über die Be-
handlung feindlicher l andescinwohner vom 6 5 1+41 ),ihc in der -• »Endkvsung-
gipfelte, hatte Deutschland bei Kriegsende jeden moralischen Aresprixh auf na-
tionale Selbstbestimmung verspielt Die Besetzung Jes Reichsgebiete» durch
Atnenkancr. Briten. Russen und Franzosen letzteren wurde nachträglich eine
Bcsatzungvooc zucrkannl verschärfte den Siegern dis- Möglichkeit, dem deut
Wrllkrwt WJ*-I*45
J»
An den Ortskommandanten oder Bürgermeister!
Wir fordern:
BEDINGUNGSLOSE ÜBERGABE
Der Ortskommandant oder
Bürgermeister kenn zweckt
Obergabebetprechungen be-
vollmächtigte Parlamentäre
mit emer weit»«« Fahne »um
nächsten amerikanischen Ge-
fechtsstand entsenden Im Falle
von Täuschungsmanövern wird
kem Pardon gegeben
IKlSnZVIl FB IU SOUMT»
Th# locai Army Commander
•e ib# reapoiMtol« civtban •!
ttda: een «end faJ» etnoo
w#r#d p*yrlern •«»atm wi«h a
wtuf# Bog »• tb« n#ar#et Alb#d
command poM lor the pur
Wir gewährleisten :
SICHERSTELLUNG PERSÖNLICHEN [lOCXTURi.
BEHANDLUNG LAUT GENTER ABKORMCHl.
VERHALTUNGSMASSREGELN FÜR SOLDATEN:
Feuer sofort emstellenl Wehen medsriegen I Koppel und Heim
herunter * Hande hoch. Handtaschen nach aussen I Mit weisser Fahne
aul unsere Linien lugehenl
VERHALTUNGSMASSREGELN FÜR ZIVILPERSONEN:
WAHREND DES GEFECHTES
Geht in Euere Keller oder den
nxhite« lidtschwtsraum Hangt
eine wersse Fahne heraus »um
Zeichen, dass das Haus nacht ver-
teidigt wird Wird das Haws von
deutschen Soldaten verteidigt, so
wird es aerstort
NACH DEM GEFECHT
Bleibt in Keilern oder LuftschuU-
r Semen I Zeigt Euch nicht auf
Bürgersteigen oder Fahrbahnent
Wertere Anweisungen und Ver-
bote werden erfolgen Zuwider-
handelnde werden verhaket und
abgeurw.lt
Der Befehlshaber der Amerikanischen Truppen
C»n »« ”
•U hmcnkaaiwkn thehiiO am Jcwi f ruhsitv IM
Wrtlkrirt IM
Kben Militarismus und dem Streben nach gewaltsamer Revision des Stalin qun
durch eine staatliche und politische Neuordnung definitiv den Garaus ru machen.
Wenngleich der deutsche Diktator selber sich der Verantwortung lür den Ver-
wich. die Bevölkerung F uropas soweit ihr von det SS-Ideologie recht dw Aasrot
tung zugedacht gewesen »ar. dauerhaft unter dem Hakenkreuz zu versklaven. am
.W April l*4s durch SclNamotd entzog, muhten sich 24 fühlende Pcrsiinlich
ketten des Dritten Reiches aus IVihtik Wirtschaft Justiz. Wehrmacht. SS und
JSihzei ab dem b Oktober 1*45 »or emem Internationalen Militärtribunal tn
Nürnberg »egen Verbrechen gegen den Frieden Krieg«erbrechen Verbrechen
geecn slic Menschlichkeit und Mitgliedschaft in verbrecherischen < hganisatumcn
verantworten ( — Nachknegsproeessc).
Die Zerstörung des traditionellen europäischen MachtesyMems durch den Welt-
krieg Nm auch international «he Möglichkeit einer Neuordnung des Staaten
sssiems auf der Basis der Atlantik-Charta. des Washington Paktes (1.11*42). der
zur Keimzelle der -» Vereinten Nationen wurde, und der un Weltkrieg gegen
einen gemeinsamen Gegner praktizierten Zusammenarbeit Der Aufstieg der
Sowjetunion zur idec4ogtsch und okomsmisch mit den t SA konkurrierenden
Weltmacht barg jedoch schon vor !<M5 den Keim des Kalten Krieges in «ich. Die
Dekotom-satron m Afrika und Asien schul dann nach 1*45 das Szenario zur
ghdvalen Austragung des neuen Machtedualismus. hinter dessen atomarem Droh-
potential die allcuropkiscben Rivahuten weiter an Bedeutung verloren.
Daß andererseits die l hcrwtndung des natioruhtaatlichcn Souvcranitalspnnzips
un Zuge der Abschuttlung der kokmialen Fesseln durch die I ander Afrika» und
Asiens scheiterte tsl in den Nationahtaienkimnikien OMeungMs. deren .Ausbruch
nach dem Ende de» Weltkrieges lediglich vier Jahrzehnte kutnmunotMchcr Herr-
schaft zu unterdrücken vermocht hatten Ns in die jüngste Gegenwart hinein
spürbar
rsardkll Wawinn S A»Z*«wr »rtitnrt. »«ideramptw Bem Mms.Ih.ti Wien l*»»
Am KnhMi+r l—, W^rirw» IU -wn S*llur«.»elM*tlK*»n ».«Ohojum Mim
al l«Slt
CwudlMM» I.Whu n„/.,MeürMr,t Vk»C. <1TS
KlcSmaifi. CWntof* V» *» Hater- K.ntt /.«» Wi-agriee ./>u a» Du^eliker
Wcabcre Uertuul L t»« »e* n »«»tm Ar <**«/, IxHSrlar On Mu«r 1*0
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Orr Z«w »»**/« .«» Z.h-.SmwvCAm Im Wnag Wo M Miu^sdiKtakkoi
h-vMtnKfsaoles hg mm Wahgaag Michail» MuachewZurK* I***
Quellen zum Xationalso/ialismu>
Von Heinz Hobe rach
Die Quellen zur < iesctnchlc de* NvRegimc- »md unvollständig überliefert und
verstreut Durch Luftangriffe. bei Kampfhandlungen in den letzten Knegsmona
len aber auch durch \. in..hiuncsm u (nahmen vor Beamten und Funktionären.
schbclMich noch duich Plünderungen nach Kriegsende gingen wichtige xtenftb-
che Quellen vertoren Deshalb ivt vielfach der Ruck gilt! aul SckundarUberliete-
rung notig, wenn primäre Zeugnisse fehlen Die latigkcit einer Zentralbehörde,
von der es keine oder nur wenige Akten gibt, kann beispielsweise durch ihren
Schriftwechsel nut nachgeocdnctcn Stellen .der durch Dokumente und Auf-
zeichnungen leitender Beamter dokumentiert werden aber ebenso durch ihre
amtlichen Publikationen, nicht selten stehen sogar audiovisuelle Quellen zur
Verfügung. So können tur eine Darstellung der Ereignisse des 2ti Juli IM44. ihrer
Vorgeschichte und Folgen Malt del bis aul geringe Reste vernichteten Ermitt-
lungsakten der Geheimen Staatspolizei (Gcstapoi und des Oberreichsanwalte
beim \<4ksgenchtshof (Vf >H I die rcgcteuatlieen ausführlichen Berichte de* < hefs
der Sicherficils|*4izci in den Akten det Parlcikanzlci. Briefe und Nicdeischriften
von Beteiligten. Bilder. Tonbänder und Filme von den Hauptser Handlungen her-
angezogen werden
Für die NS Zcti in der es keine freie oil.-ntluhc Meinung gab und in der viele
Maßnahmen staatlicher Organe unter strenger Geheimhaltung durchgrfuhn
wurden, sind archivalische Quellen aus det Tatickcil von Behörden und der
mit ihnen nach dem postulierten Pnn/ip der -Einheit von Partei und Staat- ver-
zahnten Einrichtungen der NSDAP freilich mich wichtiger al* für andere Ab-
schnitte der Zeitgeschichte Was davon bei Kriegsende übrig wat. wurde zum
großen Teil von den Iruppen der Sicgcrmhchic beschlagnahmt und ms Ausland
vcrhtachl Au* den I SA und aus Großbritannien wo sie vor allem in Alexandria
Virginia und Whaddon Hall/England aulKwahrt worden waren, kamen diese
Archiv.dien m den sechziger Junten n.ih -u vUlstandig zuruck Die Sowjetunion
Übergab Icdiehch Teile ihrer Beute an die DDR und behielt umfangreiche Akten-
hist.iri.l. du er*: n.uti du Acrandcrune dci polnischen Verhältnisse im Mos
KAI ER ZlMKI VI II K Al l 1.1 W StIRI V, HISIOUIMH I» A MI SUHIS. Hl R SAMV-
ii’m.is zugänglich wurden, übet ihre Rückgabe wird verhandelt Über den
Verbleib nach Frankreich gelangter wohl nicht sehr umfangreicher Quellen aus
dem Kcw'hsjtebict ist wenig bekannt
Da schrittb.I>< l'bc-rlietcrune der Organe und Einrichtungen des Deutschen
Reiches der Landei und Gemeinden der NSDAP und ihrer Gliederungen und
Organisationen befindet swh in den Aichivcn de» Bundes und det Landet sowie
der Kommunen teile auch in anderen Aufbewahrungsstellen Angaben darüber
sind den von vielen Archiven vctiüfcntlichlcn BcM.ind’UbetMchlcn zu entneh-
men: von einigen Archiven sind auBerdem Spczialinvcntarc der vorhandenen
Quellen zur f leschichte des N.iiionalcozi.ilisinus und Ftndbucher für einzelne be
331
l.lurlkn im XiiHi(ub>irialKm«-
sonders wichtige Bestände erschienen Da nach den gesetzlichen Bestimmungen
lur dis Archivwesen Archivalien. die nicht einzelne natürliche Personen bettel
len. tn det Regel 30 Iahte nach ihrer I niste hung benutzt werden dürfen sind sie
überwiegend für wissenschaftliche und publizistische Zwecke zugänglich, dies gilt
auch lur einen großen Teil der penoocnbczostcncn Akten, die 30 Jahre nach dem
l<id oder IUI Iahte nach der Gehurt der bettclfenden Person benutzt werden
können In fast allen Archiven kann außerdem diese Sperrfrist wenn der Schutz
von PcrsonlKhkcitsrcchlcn gesichert ist. verkürzt werden
Dk Iberlieferung der Kcichsbehordcn und der \SD \P
Die bei der latigkeit zuständiger Reich,bcliordcn und Einrichtungen der
NSDAP tur ganz Deutschland sowie für annektierte und besetzte (iebiete ent
stände nett Archiv alten liegen weitgehend im Bi mmsari hiv in Biki Itv-l.k'HIin-
n tm vereinigt. Teilbcständc allerdings auch in Moskau Die früher zwischen
dem Bundesarchiv m Koblenz und dem ehemaligen Z1M MALEN SrAAtSAMIttv
IH « DDR m Potsdam geteilten Bestände wurden vereinigt Künftig werden dort
auch noch in einem Zwim henakchiv tn Dahiwii/-H< *Pf«.Altn x auf bewahrte
staatliche und NS-Akten. die das ZiNtBAII Paiiii Iak< luv der SED und der
Staatlicherhcilsdicnst an sich gezogen hatten, zugänglich sein. Schon letzt bcfin
den sich hier die Bestände dc* ehemaligen amerikanischen Brat in Doti MENT
( Entfs mit Millionen perwmcnbezogcner Dornier« über Mitglieder der NSDAP
SS-ftihrct Mitglieder der Rcichskuhurkanimct aber auch über voiksdeutsche
l msiedJcr und über Gegner des Regimes.die vom Obcncichsanwalt beim Volks-
gerichtshof verfolgt wurden
Zu den Bestanden staatlicher Provenienz un Bundesarchiv gehören Registraturen
und Rcgistraturtcilc der —» Rcichskanzlcr. der Rcichsministcrtcn sowie anderer
oberster Rcichsbehordcn und der Gerichte. ailerdtnga m sehr unterschiedlicher
Vollständigkeit Verluste konnc-n jedoch nicht selten durch Gepmüberlieterung
vor allem in Akten der Reichskanzlei und des Retchsfinan/minisietium* ausgegli-
chen werden Lediglich die überlieferten Akten des Auswärtigen Amtes und der
deutschen Auslandsvertretungen verwahrt bis auf einen kleinen ehemals fMtsda
mer Tcilbcstand das Potmson Agrins nrs Ai vwakDGEn Amtes Relativ gut
ist die Überlieferung des SS-Staates. u a mit den Unterlagen des PerMUilichen
Stabes von Himmler und mit umfangreichen Akten des Reichv.ichcrhcits-Haupi
atntcs.
Akten son Konzentrationslagern befinden sich in geringem 1 Imlang autlet
im Bundesarchiv in Weimar. Akten aus Auschwitz und Stutthof in den dortigen
Museen und in großer Menge weiterhin beim IneehnaITi >naLEn Si < hdienst
tn AH« MAIN der lediglich die winemciuftliehe Benutzung von sach- mehl von
personenbezogenen Unterlagen zulaßt Nur sehr lückenhaft sind demgegenüber
im Bundesarchiv Akten der Parteik.mzlci der NSDAP und änderet zentraler
Dienststellen, der Gliederungen und angeschlosscnen Verbünde überliefert.
Die Bestände de* sogenannten Hst iiaui mvs nrn NSDAP dokumentieren
Ijucllrn ziua Valioiuho/ultulili'
hauptsächlich die Geschichte des Nalionalsoruiltsmu» vor IW. für die un übri-
gen Akten »un Behörden der inneren Verwaltung. der Polizei und von Gerichten
au» der Weimarer RepuNik darunter ab Quelle von zentraler Bedeutung die
Beru.hie und I 'nterlagen des Rekhskominissan» fui die l'bcrwachung der öffent-
lichen Ordnung. sowie der NachnchtensammelMellc im Rcichsinnenminrstenum
heriinzuzichen »md Der grollte Teil der l berheferung der Rckiivstudcnien-
fuhruog liegt im STAAn.Mtt.inv Wt nzm RU.
Zum Bundesarchiv gehört auch das Mutt aRak< Htv in FfuiuiRo Dort ist
dk’ gesamte. uilctding» »ehr »latk reduzierte Ibcrlielcrung der Wehrmacht,
ihrer Kommandobe borden und Lmbeiten vereinigt Fmcn Hauptbestandteil
bilden die Kriegstagebücher der Heeresgruppen. Armeen. Korp* und Divrsioncn
nut ihren Anlagen von allen Kriegsv-hauplaucn Vom Oberkommando der Wehr-
macht |OkW) und vom Oberkommando des Heere* (OKH) mit ihren zahl-
reichen Ämtern und Abteilungen sind meist nur Aktenreste vorhanden, und
dasselbe gilt auch lut da» Schriftgut der Luftwaffe insgesamt und lur die Wat
fen-SS. deren Knegvarchrv zum Teil in em Am HIV Dl» imhechBaHEN Ar-
mee gelangt im Wesentlich vollständiger ist das Schriftgut der Kriegsmarine
überliefert Die Akten der Ruslung»dien»t»telien sind al» Quellen tür die
Uittschaftsgeschk.'hlc von Bedeutung, die l’berlielerung »on Besatzungstrup-
pen dokumentiert auch die Zusammenarbeit der Wehrmacht mit Sicherheits-
polizei und Sicherheitsdienst (SD) Für Akten der —» Kncgsgenchtvbarkeit
und lut militärische Pcrsonalunlcrlagen. von denen em weiterer Teil bei der
ehemaligen W'lhrmai HTAt’SKtnftstelu m BtRirs verwahrt wttd ist die
Zf NtgAlSAi iosr Isstrilt de* Bundesarchiv* in Ast Hl s-KmtM IlMi ssitii
zuständig
I ander. Keicltsgaue. mittlere Reich*t>ehordcn
Die Iberiicfcrung der Behörden der bt» 1>M5 bestehenden Länder und der neu
gebildeten Rcnhsgauc sowie der mittleren Rcichsbehorden ist auf die 49 Staats-
archive der Bundesländer die oslcrrckhtschen landesarchive. tschechische Ge-
biet» und polnische Staatsarchive verteilt, sic verwahren jeweils die in einem
ihnen zu gewiesenen Bezirk entstandenen Archiv allen Für oberste Landcsbehor-
den zuständig sind autkidcm die Hai rtst amsakihive Dkiadfa. Mi mihis.
Snirrr.ART und Wiimak, da» GlM H M i asiii v Mn HIV Ksriskiiii und die
SlAAtSCRI HIVt Btlki niRt. ÜARMStADT. DETWMA. OlOrsUtKC» (»RASTEX-
»m'M. Si hwi ios und Wikhmu ntt In den übrigen Lamm shahr- oder
Hai nvi cctsARi inv rx Di meidort. H vvmrvi u. Koulesz. Potsdam und W uv
Kadi x ist weben der regionalen nur die I 'bcrlieleiung der Zentrulhehorden der
nach 1**45 entstandenen Länder vorhanden
Son den Rckhsstatthaltem und Landesregierungen sind Akten in sehr un-
tctschiedlicbcm I mtang überliefen Fui die obersten prcuUrssben Behörden,
dämmet das Staatsministerium und da» Hnanzmintstenum ist das Gfiitimf
Siaaisaiii III» Put I UM IOK Kill’ KM miz tn Berlin Dahlem zuständig in das
VtK-lkn oaw SaluuMlMiziainnu«
333
auch die trüber von der Amt in m. Mi kv hi r<, de» ZtMlAinM sai»ar ins»
de« DDR «erwähnen Archivaren zuruckgekehrt sind Wahrend die Akten des
RcKfisviatthaltcrv m Bayern und de» Bavctischcn Suuitsministcnums relativ um-
fangreich sind gibt es von den entsprechenden wurttcmbciitrschcn. sächsischen
und badischen Behörden nur wenige Aktenreste, und dasselbe gilt tur die übrigen
l andet .ms den Registraturen der Rcichsstatihaiicr tur Baden. «Udenburc
Bremen. Braunschweig-Anhalt und Mecklenburg blieb nichts erhalten Wegen
der dann enthaltenen Korrespondenz mit obersten Rcn.hshvhdrdcn sind die Ak-
ten der Landesregierungen von Lippe im Staatsarchiv Detmold und son
Schaumburg ! ippe im Staatsarchiv Bt ru m RC. »on gewisser Bedeutung Für
die Zeil ab 1938-39 gibt es dagegen umfangreiche Akten vor allem det Reschs-
vtatthaltct in Salzburg und Nicdcrdonau. un Sudclcnland (tm SiaaILmhis
Gmit t»AiK Hrv Leitmeritz |Litomcncc|) und un Wanhcland (im Staatsarchiv
POAEN [Poznan|l. nur wenig von den übrigen <Merr<Khi»cben RcichvsUilhaltcm
und den Reichsstatlhallem in Danzig-Wcstpreußen und in der Westmark i Pfalz
und Saarland) Die laligkeil dc» Rcichsprolcktor» und do Deutschen Staats-
mimstcnums für das Protektorat Böhmen und Mahren und der Regierung do
Generalgouvernements ist durch Bestände m polnischen und tschechischen
Archiven gut dokumentiert Akten von deutschen zivilen und militärischen
Behörden in besetzten Gebieten liegen, soweit mc nicht in das Bundesarchiv
gelangten in Archiven Frankreichs Belgiens. Norwegens Rußlands, der halb
sehen und anderer Lander Ate wesentliche Quellen zu erwähnen sind noch
Akten des bayerischen Innenministeriums und der Kultus- und Finanzministerien
einiger Lander; mc sind jedoch meist in Serien enthalten, die vor 1933 beginnen
oder nach 1945 fortgesetzt wurden.
Sehr viel schlechter steht es mit der l'berlieferung der Gauleitungcn der Partei
der Gauwaltungen ihrer angeschlosscnen Verbände und der entsprechenden
Dienststellen sowie ihrer Gliederungen Relativ umfangreich ist sic nur von
den Gauleitungcn Baden-Elsaß nn Generallandesari hiv KareaRI hi West
talen-Nord und tuberwiegend l'nterlagen de» Gauwirtvchaltvheratcrc) Sud
(Staatsarchiv Mi nveer). Wien (Archiv der Repi buk im Österrek him hin
Staatsarchiv). Wurttembcrg-liohcnzüllcrn (Staatsarc hiv Li owiusbi ru).
Sudetcnland I in LziTMERTTZl.Obcnchlesicn (un Staatsarchiv K ahowitz) und
Wanhcland (in Pirsl*»!. dann sind die Akten der einzelnen Ämter unterschied-
lich vertreten, und einen Hauptbestandteil bilden Persocalunterlagcn Für einige
Gaue liegt jedoch Ersatnibcrlicferung von Kreisleitungen vor
Von einigen SS-Oberabschnittcn. u *. Sudo»l (Breslau) und Warthe und SA
Gruppcnfühningen. u a Kurptalz und Sachsen, gibt es Akten vor allem Uber
Personalangelegenheilen. Bi» aul Restakten der MototbrigaJc Kutpl.ilz-.Saar (in
Spevcrl.de» HJ-Gebiet» Schwaben (Augsburg) und der Gaufraucnschaftsieitung
Westfalen-Nord (Munster) fehlen mc nahezu völlig »on den regionalen Dienst
stellen dec Nationafsozialistrschen Krafttahrkorps (NSKK). de» NationaKozia-
Itstschen Fliegerkorps (NSFK). der Hitlerjugend (HJ>. dci NS-Frauensduft.
de» Nationalsozialistischen Deutschen Dozentenbunde» i NSDDB) und des
NatKmaboziahsthchctn Studentenbundes Von den Gauwaltungcn der Deutschen
Arbeitsfront (DAF) sind größere Bestände nur au* dem Gau Bayerische
Q«rH< /um N»t» wfa anafa—»
(Ktmark m Haratxrt »I® »Je; NXXolkswotihahrt nur aus »Jen Gauen Ba«Jcn in
Karl»; Qu. und Westfalen V«d in Munster WMWislen nur Aktcnzcsic und »plit-
ter utserbetert Die* pH auch für den NvRcchtswaltrerBuod iNNRBi. «Jen
XMehrerbund (SSI Bi. Ac NatuwudsazialBUsche Kriegsopfer» erwrpmg
(NsKOX i sowie «Jen NS Arzubund. «Jen Ns Bund Deutscher Technik und «Jen
K«>«h*nund Deutscher Beamte«
«ZwHUw zww
«der emer horst K»st uder Eocnbahnt<hor«k ober «Jen Eansatz ««.« auslän-
dischen Zwangsarbeiten) Em Xlodelhersuch in Nordrhc-m Westfalen hat gc
zeigt, in welch großem l mtang sich «ie I atigkeit ««i Parteicinrichtunecn deren
eigene Akten »crtaaca sind *u» der I berbclcrung uaattoiher Bet». ««Jen belegen
laßt
Mittelinstanze«
Nach l*M5 entstandene Quellen
Die XerJuste hei «Jet (bcrtiekrung «Jet oberster» Rck.it» unj l arekstschotikn
«erden zum Ted durch OaeHen ausgcghcbciv die sch tn Akten der Xlitteimstan
zcn Imdcn. wo «okite bestand« Da» tnffl so» «hem «ul «he Akten preu&rschcr
Obcrpraskhcn und preußischer b aser ischc t und sächsischer BczuksrcgK-runeen
ru BesomJers uatfangreschc Bestände stammen »on den < tbcrpraudacn der
Prmnzen Hzaawcr Westfale« Sachte« und ( Jherxhlesen und au» der Pn>-
»laziabelbstscrwaltung »on Brandenburg. NmJcnchJcsacn. Westfalen und der
Rhcinproimz »tat »Jen menten preulinciicn und den B<nrk»reg»eningen von
Siederhascm-Obcrptak Otter- und XUttettrankctL un Su«Jetcnland und tur
den Bezirk Latrmanmladt lUstri Ste enthalten «»elf ach l ’nlcrfagcn über
Wirtschaft»- und Sozialpotaik Emchungswescn «ia» Xcrhaitms ru den Kirchen.
Gesundheitswesen <Frbtc»uMhcu»<c»cvi Folge» dc» lultkncgcs kulturelle
Xctansultungen und Ausstellungen und nicht zuletzt über «he ' ertoteunx polni-
scher («egner dc» Nattunafaizuhsnu» der faden. Saut und Roma
Sic bieten «Jamil einen Ersatz tur «he weitgehend »crnichlctcn Akten «1er (<«»
po »cu «Jenen Ernzettall-Akten Je; Suatspoicr« leit isicllcn DustckkMt
W urzburg. Ncustakll WcinsUaAc. LatzmannsLadt und Zicbcwu-SchioUcrsbuag tn
CMbcrm l mtang. im übrigen für Aktenreste in «he Arrhise getaner und «he of
lenbar weitgehend erhaltenen Nachaktcn der Slaatspotveileitstelle Siettm betm-
den sach in Moskau Widerstand und X’erloleung »and außerdem «Jokumcnticn in
Akten »on (.»enerabtaatsanwaHen her engen Obe«lasmseitBkHTtV so»
allem Hamm, und so« S>«dergettciu« sowie in den Akten s«mi Jt inziuwi<h-
ssst SITES über [xitixtk Häftlinge Die Xerucihunt und Dcpcrtatkin «Jet JiaJcn
• ird au» Akte« s«m I «swuisisziMtfas und Di'Isissttues ersK-htUch.
di« Lrmorduru «Jet t»eMcsktaakcn au» (nut Ligen »un Hut- iso PHH.tvs-
n mtex aut der Rascemdeolopc henihcnde Maßnahmen au» «ler l tserfecTcrang
s«xt LamJcsbaucrnsctuttcn. «he na tionaiwviahstischc Propaganda Ml wenigen
Akten sswt Rceh»propacan«faamt<tn l her «he Stimmung «1er Bc»cXkenmg
geben Akten des SD-Abschnitts Koblenz und analerer Dienst steilen des SD .Auf-
schluß
D.« m den ubngcn weitaus menten Bestansien der Slaatsarchisc enthaltene
l bcrtelenme nt nur bedingt ab QueUc für den SatHmahsinaiionu» anzusc-
hen «fach können auch Akte« mit plitnehcn Angelegenheiten nicht befaß
ler Dienststellen gelegentlich »iwi He«Jeulung »ein. etwa du: l ntertaeen eine»
ianskMc«bunt»bi<« aber Kamen und Rechnungsprüfungen bei der kicstapo
Nach l**s und neue QueDcn zur Gcschschtc des SatmnafajziansnxB au- der
Tätigkeit der Krhifa und Gencht« hei der Eninazitizierung. «Jer Wie«Jergni-
machung son VcrfahEungMnadnahmen und der Rückerstattung cnizi<cncr
Xcrmogvn«wertc und bei «kn Sa^hkncgsprocesacn wegen Verbrechen ec»en dac
XteOschlc-hkeit und anderer SS < >ew alt» erbrechen enr«landen Br» »ui *i»c Akten
der Spruehgencfac. die in der britischen Besjt/ungszonc die Angehörigen der m
Nürnberg für »crbrccbctissh erklärten Organt»alK<nen «hurlcillcn im Hun«Joar-
chi» Koblenz hclncko »ich «k l. niet tagen der durch «be Gesetze zur p'hlislxn
Befreiung eingesetzten Speuchkamroern und der Enlschadimangsamicr der alle«
Bundesländer wie auch der (icnchtc und StaatsanwafachaHen tn dea regkmal
zuslanihgcTi Staatsarshiscn Die Ptozesse und Fimiulung»icr1ahicn .n»be»«<n«Jc
rc seit Ende «Jer fünfziger fahre wegen Xerbreche« in Osteuropa, in Kc<tzcnlra-
tion» und XemiehtuncsUigem »ind umfassend hei der Zzstbaizs Situ; IM1
l-Asntcn srizvtirwcinvzs in Ll imikam dokumenherr. <fart wurde auch
eine umfangreiche Sammlung kopierier BewcwJokumc«« aus Archrsen FXdcns
der ehemaligen Sowjetunion und amJcrcr besetzter Landet angelegt Die On-
ginaiühcrbcterunt ds» Nürnberger Intirulrndcn XlihiarUibunah »erwähn
der IsTEHSATtcissit CitutrinsHi* ui IX'« Ham» die Akten der Xertahrcn »or
amerikanischen britischen und haoztisnchcw MfaiaigcnefWc« m DeutichUmJ
hegen in den Archnen dieser LamJet. eme Gcgcnuheriielcrun» au» Kanzleien
«on Acrtcidigcrn und Harxlaktcti »o« Angeklagten wmsc Xtikndiime »un biiti
sehen Akten bcstzt jeifach «fas Buntlcsarchi»
Nicht Staat b ehe Arrhhe
Ersatz fw »crfarcnc Quellen »taathcher oder NSDAP Pr«»»cnienz können die
Bestände »leier Kreis- und Komrnunalarchnc b«ctcn »on «lenen einige neben <kr
l’hcrlicfcnmg «irr Landratcamtcr. der Stadl «md Gerne«ndeserwaitungen auch
Schnttgut lokaler Dienststelfcn der Partei und ihrer tdiederungcn »ernähren
Ihre Bedeutung al» Quelle« für die NS-Zcil gewinnen ue icduch »cm allem «fa-
durch. «faß aus ihnen die Lcbens»crhaltn»sc. z. B. dw X crvxrunz nut Lebcnsnut
tein und < icbrauchiguicrn die Auswirkungen der Luflangnfte. das X« rhalten der
Hohcitslraeer tur Kreise und Ortsgruppen «he Beeinllussaag «Jer Btrsolkerung
durch Propagai»da»craitslallungen und aktuMScn «uch dc zunehmende Entrech-
tung «Jer jüdischen Burger unmittelbarer zu erkennen sind ah in «k-r Cberhefe-
rung Jer höheren Instanzen
Qurhew raa* hanwiMtswasafaauui **
Schriftliche Otteflea stammen aber nicht nur au» der ötlcnthcbcri Verwaltung
Nahezu alle UaailKhen und größeren K.-mmunaiarchi»c haben uch mit Erfolg
bemüht. Nachlasse »tut Riiinkcrn und Beamten zu erwertsen Nachgeuvesen sind
mc nach dem Stand »on I**' im IzttzmAhu dr» Na. A/asiz m .lew Jrut^hr* Anh>-
ten. Jj» aflerdtn>'» tut du Archive in der ehemaligen DDR unvollständig «st
darin »erden z H rund Al Nachlasse von Funktionären der NSDAP urul ihrer
< •Wedenin» en tcvhncbcr.
Einige Ardwve haben darüber hinaus svMematbch Zeitzeugcn betraft oder »er-
anUBl. Beneble aber ihre Tätigkeit und ihre Erlctwit'»» in der NS-Zeit zu verfas-
sen. la besonder» großem l mlang r»t da» durch die Cht-de» Bun
desarchrvs ra de» tur du- Archivierung beim Lasleaausgiesch tur Hcimatvertriebe-
ne entstandenen 1'Mer lagen zuständigen Außenstelle Bas»euth geschehen dae
»eti nicht aul Je Ereignisse bei der Flucht und Vertreibung der Ks-solkerung
aus < »sldeutschland und den deutschen Siedlungsgebieten in Sudosleun f»a
beschrank! hat. Mindern auch Beruhte von Persönlichkeiten des otfcnlbchen
leben» ober Hditik Verwaltung und Wirtschaft in den Venreilxmgsgehictrn
urat-iN AK Beispiel lur entsprechende Aktivitäten auf lokaler Ihm tu da»
beim Hivn «ru tM I» Amt«» XI St aut Kx» emgcncirtetc NS-I> «t Mt XI s-
tw ivxzr xtm m zu nennen
Staat hebe. kommunale und Partei- \r chi»e
Eine l berMcht über die archivali»ctier Quellen Jer Ss-Zeit wart uncMMan-
ihg. «urdc mc nicht auch die nicht »tun Staat >xJct »on den kommunen unterhal-
tenen Archive erwähnen Dazu gehören Jk- kirchlichen Archive’ da» F» imzii-
mhi ZiMMMumn in Hiatix und ihe Arthur der einzelnen imhximhi»
D11ZIS» und der lUMatiumv 1\mwiiuhi» Din sind die -Suscinan
dmctzungm zwivchen NSDAP und Kirchen dAumcntiert ( her du- Gleich
Schaltung der wrociwhatthchcn Forschung und l ehre gehen du- Bestände der
Archive der ( srvinsrt in» und HocMiCHVUX g. B da» Archiv der Berliner
Humboidtl niversitat hinreichend Aufschluß wenn auch in manchen '<» allem
den bei meisten Technischen Ihchshukn nur spärliche Allen au» der NS-Zeit
»orhegen Reguuuie Wirtschattvarchive Wie das WtsrioiMMI WnrtKHAnv
Ajnttrv m Dutttui xt> und l atcmehtnensarchrve. i B. »on Kat Hl SXMgvc.
Miatt tu » Bi»z VW. bseten QueBcn tur ihr Uirtschalts und RustuntspuliiiA.
die Ausbeutung besetzter < icbiete und ausländischer Zwangsarbeitcr E nlcrlaecn
über die VcTtotpMf politischer (legner und «on Fnugtanien und Fulorganrsa-
tHwicn die Infor mal waten aus Deutschland sammelten und die Mett Uber die
Vcrbrcshcn dc» Regimes zu unterrichten »ersuchten finden »ach m Archiven
politischer Parteien, vu» allem un Am Hl» nea miziaies TMmuabatw r»a
laut «mii Farni-Snni m. m ll<»ss und in der Sttrit-m. Amrrrv m r Pmoi »s
im) Msssas<>m.ASKAiu«Es x« DDR rm Bundesarchiv m Braus..Utttnt
t UM Wertete Alle« au» det politischen Enugtatnm. die »«« < icstafs» und SD m
Westeuropa beschlagnahmt wurden gdangten leih m das B< bin»Attilas, teü»
liegen mc im sh in M. »u:
Oaibiw S awnw-1* iiiwhwia«
SchhclUcdi ist «larauf zu »crwei'c.n daß auch Institute. deren Haaptaaljabe Jk
zeHgtrschKhtlKhe hrschuae ist archisalnchc Sammlungen besitzen Da» gih
be»« Widers tur dm IssTrm R Zettgeschicvte tn Mixcras mit zahlreichen
Nachlassen Manuskripten and Aussage» »<» mehr tto '«>»» Zmtzeupcn D«wt
'itxJ ferner etwa 2'm Genchtsserfaitten wecen Kneg»- und NS-<icwalt»eTbrc-
chea nach l*M< durch Anklagesehrihcn und l rteric bzw EanMchunmscrtugun
eea dokumentiert
Amtliche Druckschrift en. Ze itungen and andere Quellen
Das Isstttit na Zrilutsi HM hii besitzt außerdem eme umfangreiche Srmm
lunr »on amtbeben und NSDAP Druckschriften Dabei handelt es snh s-sn.ihl
um E rnzelschnhcn ab auch um rund *n Pendiki und Schnncnrctbcn Zahlrei
ehe PuhkikatMincn insbesondere in der Knetvetf waren ab \ erschlnflsachcn
nur für den Dscnsigebrauch bcsiimmt Da ein Bclegescmpiai aller io Deutsch-
land erschienenen Druckschriften an dsc Deutsche Bücherei in Leipzig ahndie-
fem war dortien Jk in der KUitcn Z»IMiirau DC» DltrsiHis Biuinnilk
in Lr ipzx. hegenden Sammlunten noch umfangreicher «ein Das dort bearbeitete
WonuzfuAr Irrrex Azih Jr» rr*A«drun< Am ami/*Arw Dnaks« Annew. da* bis Jun:
l*M4 erschien. unter nehtet über Jk Veröffentlich uneen der einzelnen Beb-»rden
Für die Publik al * w»cn der NSDAP sc® 1936 bas September l*au entsprechen ihm
die M.iratüiette der \uoo*walu--ru»/rtnu'Azn fhhtf trjfhu «ier Parteiamtlichen
Prüfungskommission zum Schutze «le* N VSchnfttunis i PPk i
Dm Bi MM SA»« »ns besitzt ebenfalls Sanuniungcn son Amt» und NSDAP
Drucksachen und einzelne Staats- und Kmnniuncdarchise haben sich erfolgreich
bemüht VerrWImllKhungen MM Gauieitungirn unJ anderen regawiale» NSDAP
Dienststellen zu sammeln Ah Bcispele für «Jeraniec Quellen sind «be nhl-
rcsehen Publik»tuaicn des Statistischen Rcichaamlc* t» nennen, dm mich l*U
eine detaillierte ITsersichl über da« Ertebni« der vonderzahlun« der Juden hei
der Solksrahlunf tun 19.W iicrausvab oder «be Schnften von lh NalMmaifwiilh
sehen Emehungsanstallen deren eigene Akten nicht mehr tudunden sind Zu
den NS-Druchschriften geboren Jahresberichte t«m Gauen Scrcdfcnihchungcn
Uber Gauparteitasc. Ranglisten Dienststellen» crreichnrMc oder die Ormam
mAth l^Khme tur die ausländischen Hcrwilbtcn der Uatleu-SS BcwwadcTs tur
die ersten Jahre nach IW kommen auch Tageszeitungen ab Quellen in Betracht
Durch «im [>HttMi »otl Mim» ailmaimhi» utn tMi iw hp»aciu<ms piisu
und sie lekht zugänglich ZugnHum<bchkciicn zu den dann enthaltenen Intoe
maticmen Selen «achthematischc Zcitunrsauvwhrnttsammtuneeri wre sac u a
im Institut für Zmlgeschichte und irr. Bundesarchts »«ehaisden und Bei ihrer
Auswertung «and freilich Jk »•«» Rcieir»minr«ten«an für Solksaufklarung und
Propaganda ausgezebenen Tafcsparolen und anderen WctMangen ru berucksw-h
tiscn. Jk in mehreren Serien tm Bundcsarctus ubcrticlerl sind \ er ott en dicht
sind auch zahlreiche Bcwcisd.«*umcnie aus den Nachknegspr.i/esien Schon
«he DAumentatKm des Verfahren» gegen Jk HaufHfcncgs»erbrechet »sw «icm
laurnatumaicn Militärtribunal cnlluch neben den «lenocraphtichcn ProliAoUen
Qnchcn rnm SutamdwMvafam
tn 1K der »Nauen* Hande eine Fulk von Schnftsiucken Es folgten Ar -grüncn-
Bandc über die folgenden Prozesse vor amcnkanischen Gerichtshöfen und
»eitere ubvr da* Verfahren gegen dte Wachmannschaften von Bergen-Helsen
u a Darüber hinaus sichen ehe vervielfältigten DokumctstenNichcr der Nürn-
berger Prozesse u a. im Institut lur Zeitgeschichte. un Bundesarchiv. tm Staats-
archiv Nürnberg und tm Ztstwi m n r Amtcfwiismi rzorscWDMG in BrniN
zur Verfügung Die Privcsvc »egen NS-GewaftverNechen tut deutschen Gerich-
ten sind durch den Abdruck von Urteilen in 22 Banden )u ui;: unJ VSIrrbmAm
und die bereits erwähnte l rteilsammlung des Instituts tur Zeitgeschichte doku-
mentiert
Fine besondere Form der Veröffentlichung von Archtvalien tvt die Herstellung
von Mikrofilmen. die käuflich erworben werden können In graflem Umfang ge-
schah das in den USA vor der Rückgabe der in Alexandrus V irgtnta lagernden
deutschen Akten Ihr Inhalt isi in derzeit etwa |UU trindes beschrieben Für die
Mikrofilme der Akten un PruniscHts Archiv ots Aus*AKn<>O* Amtis liegt
ein vielbändiger Katalog vor Die Archrvserwaltung der DDR haue zahlreiche
Filme, übrigens auch von deutschen Akten in polnischen Archiven, tur das Zen-
trale Staatsarchiv Potsdam beschafft
Mehrere tausend Rollen der Alcxandna-Fiime stehen un Institut für Zeit-
geschichte zur Verfügung. Als Ersatz für die weithin vernichteten Akten der
Parteikanziei hat das Institut deren Korrespondenz in anderen Archiv bestanden
ermittelt und tn Form von Micruöches ediert In einet »eiteren Mierufiche-
EAtion des Instituts liegen Urteile aus Verfahren gegen tiegncr des Regimes
»egen Vorbereitung zum Hochverrat vor. Auch Denkschriften und Gutachten
des Arbcitswissenschaftlichen Instituts der DAF sind in dieser Form zugangiteh.
Von Bestanden im Bundesarchiv ru denen die FinJbswterr publiziert wurden,
u a. von den Akten der Reichskanzlei und des RcKhMninistcnumv für Vblkv-
aufklarung und Propaganda, können dort in Jcr Regel Mikrofilme oder fichcs
bezogen werden
I rhtioneii
Schriftliche Quellen tun besonderer Bedeutung werden durch »issenschaftliche
Fditioncn zugänglich gemacht Am umfangreichsten sind die publizierten Akten
gar fAramhm Aurwarrrgm mit mehr als 50 Banden lur die Jahre 1933
bis 1W45 Von der Edition von Akten .ter Rrnhskiinr/ri aus der NS-Zeil sind
bisher erst 2 Bande tur die Zeit vom 30. Januar 1933 tm zum Tod Hindenburgs
l*M erschienen »eitere Hande- sind m Bearbeitung Von WB Ns |94n reichen
ehe 6 Bande Ar Edition der V5-Preswvwr»rui«np-n .ter lorknrgv.-eir Hohen
Rang heu tarn dir täglichen Aufzeichnungen von Goebbels von denen zunächst
aut unzureichender Baus 4 Hande tur die Jahre 1924 Ns 1941 erschienen. denen
15 Bande mit zwischen Juli I*41 und April 1*15 diktierten Texten gefolgt und.
nachdem die Originale m Moskau zugänglich wurden l her Widerstand und
Verfolgung informieren die Berichte über Ae Ermittlungen der frestapo und
3»
über die Verfahren vor dem Vvlksitcnchtshol nach dem 3> Juli 19*4 sowie <Jk
edierten Lageberichte der MaatspolizeisicHen Aachen Hannover. Frankfurt am
Man. Kassel Kodm. Munucr Osnabrück. Stettin »or allem au» der Vorkneg»
reit Quellen für die Stimmung der Bevölkerung und die Wirkung von Maßnah-
men von Partei und Behörden und det Propaganda »ind die lfeufu.hkinJ-Beruhte
der Sozuddernnkrunuhen furtet Hrutu hland, 1934 /9*o und die We/dangm «ui
dem Keich des SD von 1939 bt» 1945 die m 7 bzw 1* laschenbuchbanden vorbc
gen Äußerungen Hiller» sind seroffenttKht na den Sammlungen »einer Reden
und Proklamationen. »einet Tschgcsprachc tm Füiucrhauptquarucr 19*1'42.
der Fragmente um Lagebesprechungen 19*2 1945, der Fuhrcrwcoungen für die
Knegfuhmne und von .Aufzeichnungen über Gespräche mit ausländischen Poh
tikern und Dipkmulen 19*9-19*1 Von Himmler »urden >< ichetrnredcn- und
Auszüge au» »einer Korrespondenz bcrauseceeben Zur Geschichte de» Zweiten
Delikt »er» kennen die Editionen der A'nrc>M<rfiMtArr dm Oberkommando« der
Uenrrnacht und der seeknegsleitung und von Dokumentationen deutscher
Kriegsschaden berangezogen werden und in * Händen sind Belege tur turiipa
unter dem Hakenkreuz die Herrschaft in cmgegliedenen und besetzten Gebieten
gesammelt. In bisher 3 Banden tut «Jk Jahre 1933 bt» 1937 wurden Doiumenkr
zur Kirthenpoliuk veröffentlich« Emen Bcitrae zur Reditsccschiehlc leistet die
Veröffentlichung »un f’n*4o/ln der Amuhutie der Akedenue tur DriancAes
Reiht Ab Quellen kniisch ru würdigen »md vchiteßhch die Memoiren »on Speer
und anderen NS-Mittlern und 1 unktionaren Wk einzelne Mannet und Frauen
die NS-Zeit erlebten, wird in zahlreichen Publikationen son Tagebüchern. Feld-
postbriefen und Sachknegsautzeichnungvn - nicht zuletzt auch von Opfern poli-
tischer oder rassischer Verfolgung - sichtbar
Dk zwischen 1953 und 19m» erschienenen QuellcnpublAationcn und in der Bi
biurgnifdue zur /eit^e^chuhtr nachgcwicsen «he Veröffentlichungen der Jahre
1945 bi» 195o m einer gesonderten Bibliographie, und tur die Publikationen nach
1 Vu) t»t aut «he periodischen Bibtiortaphicn in den VterteBahnheften für /rage
xhuzhtr ru verweisen.
<ZueUen zwn NanuaahuHiksaH*«
Nichtschriftliche Quellen
Neben den schriftlichen Quellen sind Karten und Plane Bilder Tonträger und
Filme tur die Geschichte des Nationalsozialismus von erheblicher Bedeutung.
Die mehr ah *«•> Laeckarten dc» Oberkommando» de» Heere» im Bi »:>l»
Alo itlv-Mrtrr ak cnotl» geben Aufschluß über «he Entwicklung des Fr. «tv erlauf»
auf allen Kriegsschauplätzen und «he eingesetzten Verbände Au» Verwallungs-
kanen wird die Abgrenzung der Gaue und Kreise der NSDAP, der Arbeit »traue.
SS- und SD-Obetabschruttc und Abschnitte. HJ-Gebietc und Banne ersichtlich
Die Vorstellungen Hitlers. Speer» und anderer NS-Architekten von der Neu-
gestaltung Berlins. Münchens und weiterer Städte sind durch Pfan/eK'hnungcn
u a tm Hundesarchi» im BavhuuND» Hai KfstAAl»A»< iuv und in Momcai
dokumentiert
QucHn /IMS XjtHKljlwziaJbsmw,
(»rotte Be-unde von Bildern au» der NS-Zeit befinden sich u a tm Bit IMIti hiv
hei det STAAivnim miihi n PuttaiMHtn Kl'LH natsnz und beim Sunil-
vctux Vfmai- in München, an den ein Teil des Bildarchivs des Schert-Verlags
gelangte, «on dem em wetferer tm Bundesarchiv Koblenz liegt da» at*.h etwa
eme Million Aufnahmen »on fSopagandakompamcn der Wehrmacht im Zweiten
Weltkrieg besitzt Zu den Koblenzer Bestanden gehören ferner ca I5t«l Auf-
nahmen von Veranstaltuneen der NSDAP zwischen 1934 und 1942 aus deren
Hauprarcho und vor allem aus dem Deutschen Auslands Institut Brider von
deutschen Minderheiten tm Ausland und von der l mstedlung von Volksdeut-
schen aus Ost- und Sudovlcuropa Die neben den b« graphischen und geogra-
phischen Serien gebildeten vachthenutnehen Sammlungen enthalten u a Bilder
über NS-< kganisatawien tm Ausland, von den Folgen der Luftangriffe und aus
den Verfahren »or dem Aoiksgcnchtshof nach dem 2ft Juh 1944 Bildqueilcn sind
auch die meisten der im Bundesarchiv, einzelnen Staats- und K-immunalarchrsen
und tm l)ft ist ms Pt akatmi m-i m in Essfs gesammelten Plakate der NSDAP
und ihrer < >rttannatn»ncn von denen siele det antisemitischen und antibolschc-
wist riehen Propaganda ibenten vor feindlichen Spionen warnen sollten und rum
sparsamen \ erbt auch von Energie und Rohstoffen aufforderten. Eine oll Über-
sehene. tm Bundesarchiv gesammelte Quelle vtnd whlietMich Klehemarken. mit
denen die NSDAP vor 19)3 und m den ersten Jahren danach geworben oder
Spenden ipiittien hat und Sicgetmarkcn von Behörden
Auf Schallplatten und Timbandem. die von der Reichspropugandalcitung der
NSDAP hergestelit wurden und in das Bundesarchiv gelangten, sind vor allem
nicht öffentlich verbreitete Reden Hitlerv Himmlers. Goebbels <»Orings und an-
derer führender Nationalsozialisten Repo nagen und Interviews überliefert Sehr
siel umfangreicher und die tm Df i ncNBft Rt son skauciuv in FttANMilrt am
Mais und Br Kits verwahrten Produktionen der Reichsrundfunkgcscllschaft und
ihrer Sender, dazu gehören Aufnahmen von Reden. Sitzungen des Reichstags,
von Appellen. Trauerfcvcrn und Kundgebungen. Sondcnncldungen des OKW’,
Berichte von Pripagandakompamcn und politische Kommentare
Filme und Film auf Zeichnungen aus der NSZert befinden vw-h »« allem un
Bi Mirsawi Hiv-Fli Maki Htv in Bt kl is das die früheren Koblenzer Bestände mit
denjenigen, t. T. nis.h aus dem ehemaligen Rctchslilmarchiv stammenden des
Filmarchivs der DDR vercimgl und bei dem auch etn zentraler Nachweis der
.luJt-nisucllcn Bestände aller deutschen Archive geführt wird Es handelt sich
dabei einmal um die rctchseutcne Spielflhnproduktion nut Pnipagandafibnen
wie hu» Srtfi und Kolben; zum anderen um Dokumentar und Werbefilme die
ah Quellen von Bedeutung »md Sse wurden von der NSDAP und ihren Ghc-
dc-runecn selbst oder in deren Auftrag bcrecstcUt. so z. B der Film Erbkrank des
Rastcpohtrschcn Amtes der NSDAP der hlm Tntunph dr> Wtllrni vom Reich»-
Parteitag 1934 und 41 Filme der Gaufilmstelle Halle-Merseburg Andere Filme
Itett das Retchsrnirwvlcrnim tur SoiksaufkUrun« und Propaganda produzieren,
darunter die Filme über das Ghetto Theresienstadt und über die Prozesse vor
dem Volksgerichtshof In seinem Auftrag entstanden auch da» Filmarchiv der
Persönlichkeiten mit Interviews u a mit Goebbels und Rosenberg. und Filme
zur Werbung lur den Arbeitseinsatz m Deutschland. nach seinen Weisungen
QaHlra zwo V
aAaziaA
ich Kncgsbccmn die DeuDr.hr Wudaauduu- Zu Werbezwecken und zum inter-
nen Dtemtgcbrsuch «or allem hei der Ausbildung wurden Filme axh lur da»
Reichsjustizministenum den Rcrchssp>rthihrer den Ree+idultkhutzbunJ. den
RctchsbaucrnlUlwei und die WehmiM.'ht hergcstcilt Au» PrivatheiKz wurden
Arruteurfilmc erworben, darunter um Esa Braun angeferngtt Aufnahme» aus
dem Pn» stieben Hitler» auf dem Ohcrsalzbere und Bilder aus besetzten Cicbic
ten Die Bestände de» Bundcshimarcbi»» lieterten mehl nur die Grundlage für
zahlreiche Fernschprodukinmen über den Saiamakozialismu». «mdern auch für
im Handel erhältliche V'idcnkacsctte» Wissenschaftlich kommentierte Editionen
einiger DiAumcnurhlme entstanden beim hum t n (*» wrsstsv haeiii
oien Film tn Gomwz»
tMrraau
4 taaUACwr of Wrr and MmofBaw ad Ar Cirniwa b*rraw Wwnm 4rrfevr» /v.S*JiM5 t'uaafafted
and cJueJ I» Geurp O Kral 4 Ekk SuaiunSCAkarnaa l*&2 -1*72
Al» InKa »usaane Hcaa tkn Zentra« SiaatsaarA» « i-S-Milrr»*n-> Rr»<awlrakuna
und Be>Luxbv:rznetea •cewludlen aefUuhmi StJvihtMK an» Ar NVZol DtänelAnl1*T
4rrftnr m baandriw-pskU Our're« A aU Ar Hhaat: Hf »irr» Vern Ararwhrr
Aadusare IS Aaacatw. Maanster 1 WA
Bear Wu«gan» QueBea nu ZeuuescbKtae al DruuA louAaAar irw dnn fnarw »rUwr
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Cünin m riiiiwai Anawta Wxm-WbmI n AJrundnaSa 15 IW Aauneaa Hwamcal Awxmihw
Cammatec i« tke Stad» <HW« Dusamcal» «• IMc Wataigtaa IW
Horten» Han» (nuner WrawaeerllrgadsU. ka«*»iaf>.>rMA«M»» Zaew» tnln Teil Allen
uml t rtniee IQaeUrnkaade rar draawkm GaadbwdiM Ar »wnzeH BJ 411 Daranladi f»»
/mmsar «eAnalnrArr Qtrrirrr in HS~y»Mn Dir t bnirrfrnnt »> BrAondffl and hmturm
dn Katrin dar Inudn md dar VUUZ lai Auftrag dn iMUar» Nr Z«Mtewn»lw« »<ae«i «in Hrau
Baberae* n a Teil 1 KmitttnmaKieiuaim. rntanaafc BrAarAw und auanoriaflKKr HodbeAalm
Ar dar »ha amaAMw Am /a«Ar waw Krrix M 1 Krfirnair Krhariam nad .>om<.*r«fc*r
Ar Ar S mateaAa» Larrdrr ir efunatUta" /•naOurlar* Oa*n>»aazm and ramibr
drna Crrtaaaa aa Adrw Orarw»»-* aaad drr TaWerAwAm Nrz>aM4 na« NaaArra»m zu Ted I I - teile
und Matenalaca aul Zrilam.lllebte. 04 ’l AtwadmtanAa»Ne« »,x* Parw IW1. IAA
QtaaAn w Zr^nr*aAr m Aw «auan.Am AreAim dn Irmin Srrdrtleva-^nrialm \atamub
ihn ZrturhfH >u.hu.trrilUadr. In*a»«aa AuaMMAariiaAmn Mumwr IC«
Teil II:
l^exikon
345
SbraMuot
.4
KB- Vktion *. Außer ordentliche
BrfncdiMgsaktioa
Vlwustuug langfristig konnte einer cuf
Rjwncihn und Raumsucht (-» Le
bensraum) fixierten -• Außenpolitik
nichts ferner liegen als A. zumal m
nat *oz Zeit Krieg alt eigentliche* Be-
wegungsgesetz und Kampf als höchste
Bcwahrungslorm galten. »Wir »ollen
wieder Watten« hatte Hitler schon tn
Wem Kivn/if tut das dt Volk gefordert,
da* -unter den tausend Augen des Frie-
densvertrage* son Versailles entwaff-
net dahmlcben- müsse Kurzfristig war
cs allerdings für die Regierung Hit-
ler Papen erforderlich. da* Etappenziel
der - W redet»ehr haftmach ung- und
det Bündnrsfahigkeit de* Dt Reiche*
einer internationalen Diskussion anzu-
passen, die seil dem Zusammentritt det
Genfer Konferenz un Fe-
bruar 1932 »om Thema A bestimmt
war Noch unter Hiller* Vorgänger
Schleicher wurde bereits ein gewisser
Durchbruch erzielt durch die Vier-
mächtcclklatung son» 11.12 1932. daß
»Deutschland und den anderen Staa-
ten Gleichberechtigung zu genahten»
sei Unklar bbeb jedoch, wie cm solcher
Anspruch umgesetzt »erden konnte,
zumal die Sicherheit der anderen
Machte Berücksichtigung finden sollte
Propagandistische Hilfestellung ermög-
lichte die Präambel im Teil V dc*
-t Versailler Vertrag*, eben weil die
dem Dt Reich auferiegten AbtUstungs-
besnmmungcn ah »Einleitung einer
allgemeinen Rüstungsbeschränkung al
ler Nationen- begründet worden »aren
Schon am 232.1933. als da* -* Ermäch-
tigungsgesetz cingebracht wurde stell-
te Hiller fest -Deutschland »artet seit
Jahren sergehen« auf die Einlösung
des uns gegebenen Abrustungsserspre-
chcns der anderen - Dies lag jedoch
nicht un Interesse der sich som Auf
stieg des Nat.soz durchaus hedroht
fühlenden Wcstmachlc. die »lelmehr
aut einen Vutglctch ui dieser Frage
setzten hmausgezocerte und an Be-
dingungen geknüpfte Reduzierung
eigener Rüstungen verbunden mit
dem Zugeständnis praktischer Gleich
Berechtigung anderer so l.B der som
bnt. Pteimcrministcr MacDonald un
terbrcilctc Vorschlag, statt des KDfNMs-
Mann Heere* son Laagdicncndca in
Deutschland emc kur/dienende Armee
son 2UUÜUI Mann autzuctellen. aller
ding* unter den weiterhin gellenden
Vorbehalten lut Ausrüstung und Bc
waltnung gemalt Versailler Vertrag.
Hitler signalisierte daraufhin in der aut
Tau-chung des In- und Auslandes
angelegten sog. Inedcnsrcdc som
17.5 1933 die Bereitschaft Deutsch
land*. -*cmc gesamte militärische Ein
rschtung überhaupt aufzuloscn (. |.
wenn die anliegenden Machte ebenso
da» Gleiche tun wurden- Wahrend
Hitler cs vorgezogen hatte die ver-
stärkt entsetzende dl. —• Aufrüstung
durch internationale Absprachen für
einen gewissen Zeitraum abzusicbcrn.
bestärkten ihn insbesondere die Eliten
in RcK-hsws-hr Wehrmacht und im Aus-
wärtigen Amt dann, sich am 14.1H1933
durch den Ruckzug au» der -• Genfer
Abrüstungskonferenz und durch den
gleichzeitigen Austritt aus dem -» Völ-
kerbund siet militärischen f esseln des
Versailler Vertrags und der Bindung an
da* Prinzip der kollektiven Sicherheit
ru entledigen Mit der Einführung der
allgemeinen — Wehrpflicht, die eine
der wchtigstcn Auflagen dc* Versailler
Vertrag* einseitig aufhob. wartete
Hitler immerhin bt» zum 16 3 1935 um
dann sohrt die -Friedensstärke- der
Wehrmacht auf 5500110 Mann lestzu-
legcn Obwohl Großbritannien. Frank
reich und Italien aut der Konferenz
vsoi — Suoj da« dcalM.hr Votgchen
verurteilten. koonlc Hit lei bereits am
IM h 1985 durch da« -• dl -bnt
abkomtncn den Versailler Vertrag im
Bereich dc» UrincruMuni vocar ein
vernehmlich residieren Ihe Hotten-
staricn worden tm Verhältnis 55>00.
dsc Starke der ( B<«r Waffe ma Ver-
hältnis 45 |(W fs-slgclegt Hitler ging n
nie um A. Mindern icdichch um eine
vorübergehende und du- dl Aufrusiung
nacht behindernde Matcralc Rustimts
txreivnzune. nährend die beit Führung
m der Fsdgczcii vcrpehbch auf eme
ähnliche Absprache turrwehtlich der
die geuvtrategneben Vurteile der Insel
late aufhehenden und deshalb ab di-
rekte Bedrohung empfundenen - Luft-
Streitkräfte hoffte l...- 1 Mamno
luim r
Raau iZsic Has*-latem DauwWe huri ingi-
*< nau Ärpaia 4r» twwtr» 4*rwsW»«>a—»r-
SC har rar haaenratA^raau Urr rfhruuaaia
*OUgA.«a f U Z»” bw. i<ri
Abst—muagiaaihwets ein lut Beam
le and ottenllKhc Bedienslcle NB
( — Arietpaiagiaphi und tur alte Deut-
sehen 1955 (—• Nürnberger Gesetze)
einprfuhrter Naehwrts der «dl oder
artverwandten Abstammung bzw des
Grades eines fremden BlutemMhla
gw- durch Vortage einer urkundlich
bctUubtkn Ahnentafel auch tn htm
eines Ahnenpasses Der sog erotic A
ging zurück bt« aul das Iaht Inn und
wurde in der NSDAP und ihren
Gliederungen verfangt Sonst genügte
der kleine A Ns zu den Gndfcllern
Bei ungeklärten Familicnvethallnisscn
(Findlinge un- und aullerehehchc Ge-
burten t und in allen ZwcilcIMaUcn
cntschacd «he RcichsatcUe Ihr Spg«n
locschung beim Reichemmtstenum Jes
Innern oft aufgrund von erb und ra>
senNr4ogrechen Gutachten zuarK-iten
dH l nncrMtatMnclitutc Ihr» A eines
Ma
der bösartigsten Instrumente der Ras
M-npoIrtik. entschied über die rechtliche
und soziale Situation, ja über Leben
iwfer h»d des -Prüflings- tarn (oul
\Mrobut « Hrxdkerunrspolilsk
Abwehr Der un Herbst 1919 rm
Re Khs*ehmmitsKnum gegründete
Naihnchlen- und FzkundungsdtcnM.
für den sich in den 31er Jahren der Na-
me -Abteilung Abwehr- einburgcrte
wurde am 1.6 19«M zur Amtsgruppe
Audandsnachnchlcn und Abwehr (ab
IM IO 1919 Ami Ausland Abwehr) un
-» OK* aufgewerlcL I nlcr Kapitan
zur See (spater Admiral» Wilhs-Im
( anans. Chef der A vs«> 21 1955
bis 1121944 eutwickcltc sich diese
zum zeitweise wichtigsten ulilanschen
NashncbtcnJicnsi des Dritten Resches
Seit dem 2fc9 1«AX ebederte «ach die
A in <hc Amtsgr uppe Ausland (aubeti-
pcdittsch-tnibtarBche Auswertung!, die
Zcntrulgruppe (spater Abteilung Z.
<kganisatuwi und Verwaltung! sowie
die Abteilungen I < AudaruisspHuiagc I.
II (Sabotage- und K.-mmands-unler
nehmeni und III iSpionageabwehrl zu
denen am 25 10 1919 noch die Baulchr-
kiwwpagnie hmzukam au« dH «ach
die spatere Division —• Brandenburg
entwickelte Das Verhältnis Jer A ru
den konkurncremlen lieheimdienvtcn
der — SS I Amtet III und V I des _ SD
und Amt IV der -» Gestapo) zeschisctc
«Kh o»w<>hl Jurch enge Kooperation
ab auch durch heftige RisalHMcn
aus Mit < anans Billigung sammelte
Obe-rsilcutnant i spater Generalmarot)
Han* Oster Chef der Abteilung Z.
eine < >rnppc von Regimegeenern (uig
Oster-Kreis I. die seit der — Sude-
icnknse (ApnIScpf |9lM) b« zum
16 4 19)1 ab Osler wegen einer Dcst-
vcnaflarc vorn Dienst suspendiert wur-
de eme» der wichliEMcn Zentren »ics
— *idersiands war l*MI 42 cnnoglsch
VT
»AMT Itairr llaaä
Ic Canan» die Ausreise von ah V-Lcutc
der A getarnten Juden in» Ausland
Andererseits beledigte sch die der
A unterstellte Mctre Feidpuii/ei
aklr» an der Ermordung »cm Juden m
der SuwKtuawm Aufgrund zahlreicher
Mißerfolge der A »ertuslc Hitler
am 1Z2-1944 deren Fwskwi mit dem
—» RSH A weiche» schheBhcb da» Grau
der Aiiblci Jungen übernahm, der Re*l
»erbbeb beim OKW Nach dem Arten
tat »nm 31.7.1944 wurden mehrere
Widcrstandler am den Reihen der
clicTulircn A »erhaltet und kurz »or
KncgscnJc hrnccnchtcl u a. Canan»
und Osler die am 9 4 1945 im — KZ
Fkwwcnhurg ermordet wurden
Kdnt* Knrrr*
.Achte tHerliw-Riwwi. Achte—mehle
Am 3.II.19M hezcKhnctc Musaohai
in ctner Rede in Mailand da» dt ital
VertuhaK ab A- nachdem »ern Aaßcu
mimser Graf Ciaao am 23 24 10 >
Berlin eine grundlegende Ihctcm
kunfl über Jk jcwcilapen Imcrcsaeuv-
pharen im Mittelmeerraum bzw m
< Fstcunpa und die nächsten Koopera-
iKMrrschrrtte erzieh hatte Hilter be-
trachtete die A zunächst ab Druck-
nudel um Grudbntanmen ru einem
Bündnis zu bewegen. wahrend Mumo-
Imi ehe» diese» »er hindern m*wk
»eme politischen Spielräume gegen-
übet Großbritannien und -« frank-
reich sergrobern wolhc D*c ständige
h«pi|Kiuni der A die durch den
-» Suhtpakt zum Militärbündnis au>-
gcbaal sowie durch Italien» Beitritt
zum -• AnlikuemwlerBpnkt und den
-» Dreimächtepakt um Japan erweitert
wurde, »crmochte die lundamcntalen
Diflercnzcn der Vertragspartner deren
Kriegführung nur m Ansätze« k««dr
mert wurde, mehl zu überdecken Ab
A machte wurden rni — Weltkrieg alle
mit dem Di Reich »ertnrndcfen Staa
ten bezeichnet Aanara
Adlerhorst Deckname eine» -• I uhrer
haupr«|uanierx ca 10 km westlich von
Bad Nauheim Dk Gebäude. U.4 zur
Tarnung mit Bruchstein verkleidete
Bunker, wurden »un der -» Orgaaisa
non lodt im Wimer 193*40 fertig
ecMcih Son A au» lende Hiller rm
Dezember 1944 die — Ardcnoenoflcn
u»e Ab dK Otlcnsnr roch w.hwcren
Scrtualcn rm Februar |<M5 endgültig
gescheitert war zog Hitler sich aus
A. zuruck und bezog wieder den Bun-
ker unter der Reichskanzlei in Berlin
kdlerordcw litrnllch Dt AJIetordcn
bzw. V erdaemtccdcB »om dt Adler. Am
15 I9J7 »cm Hitler rm Leben geratene
Auszcichnang tur »enbenle Airslander
Der Otdcn wdltc zunächst in erster
Lime an Zndpcrscocn »erlichen wer-
den. pcskKh wurden ab 3141939 auch
tmhlamche kcrdaensle ausgezeichnet
In den ursprünglichen 5 klassen gab es
später cmen Orden nut Schwertern.
Mdlcrdcm em Grottkreuz und ah Nm
Jcrklassc cm lirofikreuz in (»'M da»
fcdoch nur an wennee l*crwmen »erbe
ben weiden durfte. wä Pwgc«
kdlrrsciwM de» Dvwtschew Rrtrhe»
wOrden und Fhrewzewbew
»dod Hitk-r-llawk \n »emem 4S Ge
bunstag < 19371 verfugte Hiller, wahr
«shemlKh aul Vorschlag Jes Gauleiter»
Ado* Wagner <bc f mnehtunz der Stif-
tung A. Aadgabc dieses HdtstcnJs. der
Jk Hittskaanc der NSDAP ergänzte,
war die Behebung oder Milderung
wirtw.haftlwher odet gcsundhcithchcr
X*4l ltirkr >rt^4«lr^rn4t
Schaden »<<i Tragern de» Goldenen
Partinabzcxhcn» <-• Orden «nd Fh
renzcKhcBf de» —• Blrrtordcns und
anderer verifecnlcr Parte rmiirlxdcr
bzw ihrer Hmlcrbhcbenen durch em-
malige oder laufend* ZiadMBtt oder
Darlehen Dieser -Fhrendank- war
unpfandbar und durfte Mcuertech nxfi<
auf da.» Einkommen angcrcchnct wer
den Verwaltung und Verteilung de»
Still ungskaprtal* »on snoii«! RM lauen
tsom RcxhsxharnwctMer der NSDAP
k4»M llillrr-lrr<plalr»p<wd« Eine seit
1933 bestehende soziale Fmnehrung
der NSDAP, «Jk »cfdrcrucn — Alten
Kampfern einen kosfenJoaen Erho-
lungsurlaub in Gestalt eine» -Hcipfal-
zes- ermöglichen sollte 1935 wurde
diese Mogix-hkcil theoretisch aul alle
—» Volksgenossen einschhcßlvh ihrer
Famitecnanccboriten ausgedehnt. to-
tem litte onhÄe Dienststeile der
- SS VolkswohBahrt (NSV | mc ah
bedürftig anerkannt. Dte A unter
stand der Verwaltung durch da» Ami
für UohlfahrtspOegc und JugcndhaUc
m Hauptamt tur V olkiwohltahrt der
NSDAP la Zusammenarbeit mit Ghc-
dcrunrsn der NSDAP. Standcxitgani-
sationcn wie dem -* Rex~h»nahrstand
«sJer dem Rexhü»cm»Jcn»crkchrs»er-
band und den Wohhahrtx inrKhluncen
der Kirchen wie Innerer Mission und
(antas narb dx NSV nxhl zuletzt
in Kur und Badeorten um Frci-
plalzc Bedürftige au» den Kren der
.Ahen Kampier wurden t»c»orzugl An-
dere »crdw-nlc Parteigenossen wurden
in -Haücr-I rlaubei-Kameradschafien-
zusammcngclalia dw in Serbiadung
nut der «inbehew Presse hesomigt als
Proparandrden det -» Volksgcmcm
schäft zwischen Sfwrsdem und Fmp
langem aulzutrclen hallen Mn der A
prrsatBwrtc dw Partei einerseits du
ntfcnltwflc Fürwwge übte mit üHcnt-
_MH
liehen Spenden Ak ertvak turnen aber
gleichzeitig einen Marken moralischen
Druck auf dw V idkseenossen aus Den
Zweck und die damit Hand in Hand
gehende Ideologiswrung det Fursor-
gepolitik un Nal soz »ctdeulbcht das
M. tto der parteiamtlichen Rc-fitlmx-n
Ihr dw A H93’i em Zuaf au» einer
Rede des FuhrerMclhertretcrs Rudolf
Hell -Jeder Parteigenosse muß «eww
Gesundheit ab eine »einet höchsten
Pflxhlcn gegen dw Partei betrachten,
damit er dem Führer dienen kann, so-
lange c» dun sem Körper erlaube •
Hr»"^i»f M nil
A4wtf-Hitler-Kanal Gcletcnlhcb auch
Kksimtz Kanal bzw heute poln Kanal
Gbrwicki genannt wurde son 1935-
1939 zwischen dem obcrschlcsischcn
lndu»tnceehwl um Htndcnburg i beute
Zabrzci bzw Gicrwilz (beule Glrwwx)
und der t'Mermundung bei Cond
(heute Kiedzierrsn-Kcvlel gebaut Dies
geschah im Zuge der naLwir Arbeit*-
twschaff ungsmaßnahmen wobei in
den Gesetzen de» Jahre» 1933 direkte
Maßnahmen zur Bekämpfung der
-* Arbcitsliwagkcrt in Form staatlicher
Insestitioncn u a tur den Aushau »on
Verkehrswegen »oteeschen waten.
Vdidf-Hitler-Km»t Heule Dicksandet-
koog 1935 m Dithmarschen durch Hit-
ler als Mustcrkoog cmgcwethl Fr war
Ted de» Gerwraipians für Landgewin-
nung ui Schleswig HoKlem nut dem
dw Nat soz »ersuchicn für eine neue
Schacht eine» bäuerlichen -Neuadcls-
im Sinne der -* Blut- und Boden
Ideologie -• lcKnstaum zu schaffen
Dieser Plan uh tm laufe »on 100 Jah-
ren dw I mdcKhung »on 43 Kiigen und
die Answdlung »on 14(100 Menschen
»*w Zudem dienten dw Eindeichung-
en ab Atheitshcschattungsmaßnahme
Da* Viihabcn »urdc 193h wegen der
W
schwierigen Landgewinnung abgebro-
chen m> daß nui «cch» Köge cingcweihf
wurden t berkeunecn für Ncuamwd
tungen nchtelcn »ich seitdem »erstarkt
Richtung Osteuropa
tll» Aflttrn
kdrdf-Hatirr-klatsch der deulsciwa Ju-
gend Au* Fußmärschen »on Abor Jnun
gen det Bcrimcr 119291 und der schle-
»ischcn -• Hitler jugend (19341 zum
Rcwhspartciug det NSDAP nach
Nürnberg entwickelte weh ah |935
der Brauch HJ-Abordnungen aller
HJ-Gcbwtc aul einen von der
-• Rctchsiuccndfuhrung organisierten
• Bekenntnismarsch der dt Jugend-
zum Parteitag nach Nürnberg zu enr
«enden 193h crtwell dieser -Marsch
durch da* Volk, du.- Bezeichnung A
Di. Teilnahme am Matsch gall al»
Auszeichnung tur besonder* bewahrte
und kiwperheh ausgesuchte Hiticr-
lunecn und HJ-Ftihrcr. ehe teilweise
»on Jul« hn zum Scptcnibcricrtnin dc»
Parteitags unterwegs waren Jede
Alxednung trug «he Hannlahnen ihre»
Gehwts nut. 193m zusammen fast Nhi
[ihnen Dw Gcsarotstalke aller Ab
ordnuneen war auf 2U1I Jugendliche
tm Aller zwischen fn und 2u Jahren be-
grenzt Nach dem Sammeln durften dw
Abrednungen nach ssx der ufüzwBcn
Eröffnung des Paneitares erschlossen
vor Hitlers Nürnberger Hotel »•whei-
mar schiel en wo Hitler die Parade »tun
Balkcm au» abnahm heil 193? mar
schiertcn die Hiticriungcn im Block
noch bis Landsherg am lech weiter,
um dort Hitlers Gefängniszelle zu be-
sueben Vom letzten A ließ dw Rcish»-
lugendfuhrung einen Ptopagandafilm
drehen utwg
Arhdf-Huh-r-Schulen Zusammen mit
dem Rewh*|wrcnJluhrcr (RJ11 Baldur
s. Schirach (-• ReKh»|utet*diüliTunr >
erreichte der für dw Schulung der
kd~if linier ScWrn
— Bihiiscticn leiter zu<tandaw Rech*
schulungslciter det NSDAP R«4»crt
Les am 15.1.1937 »>«1 Hitler dw
tienehmicung tur den Aufbau eines
eigenen Schultyps zur Heranbildung
«Je» Fuhr er nach wüchse» der Partei
Le» und v Schirach setzten »ach damit
sowohl gegen «Kn Partei Ideologen
Rosenherr ww gegen den Schuimiru
stet Ru»t durch. «Jer Les tm Oktober
193n ledrtluh partcwtgcnc Intcmals-
• AufKiuschulen- unter der Rxeic des
RcishserzschunesrnmisU-riunxs rüge
Standern halle Da* neue Gesamlkon-
Zept »ah lut «le» Fuhternachwuch* em
Erzwhuns» und Auslese»erfahren »on
«Jet ( rrundschule bn zur - Ordensburg
vor Ak Zwewhenghed waren ihc A
*e*h*k iaswge Otsrrsa ulen-Internats-
schulen für dm T-12. Schuhahr. »vrge-
setwn in die Pimpfe ab «Jem »eilende
ren 12 Leben»iahr dw »ach tm Df
Jungvolk l— HJi bewahrt hallen und
ihie -Erbecsundhcit- durch Ja* Fehlen
Fremd»a»Mgcr- in ihrer Ahnenrcihc
bis zum I I iMtli zürnet verfolgen konn-
ten f— Ab»t immvng*nachwet*l auf
Airschlaa dc» zuständigen Parteiftmk-
tumars aulrirxenmen weiden »Jlici
Halten dx Zöglinge dw A absobtert
sowx Arhesl* und Wehrdienst abgeki-
Md. Manden nach weiterer Au»le*e zur
abschließenden Schulung den dann
25phngen Führer Anwärtern die <>r
denshurgen offen
Dx A »niemanden zunachsl emem
unmittelbar dem RJF »crant»«xtlachcn
Inspekteur der A. der mil der l mbe
nennung tu -Kornmandeur «Jer A-
ab September (942 dem Stabsfuhrct
«Jes RJF zueeorJncl wurde Der ur-
»prunghihc Plan. Ihr »csJen Gau eine
landsmannsctiatlbcti geprägte A emzu-
nehten. war bis Kriegsausbruch mehl
ru serwwkbdicn und wurde wahrend
«Je« Krwgc» eben»«' aufergehen ww dw
landvmanaschaftbchc Strukturierung
In dieser Aufhaupha«e kam e» zur
Vd-rlfHuk« Sthwle«
Errichtung von 10 Schulen, dte. nach
ihren »{Mieren Standorten benannt,
alle in den Ordensburgen Kniwmee.
dann Sonthofen und 1*59 wieder in
Krossuisec untr ree bracht werden muß-
ten l ediglich Wartha tn Schlesien und
Iglau im Protektorat Böhmen und
Mahren kamen als neue Schuko gleich
in ihre Standorte, was lur dte zehn
allen Schulen erst 1*11 möglich wurde
Die Tragerschaft son zunächst vier A
ging durch ein Abkommen zwischen
ley und dem Reichs»chafzmct»tcT
der NSDAP am 25.7.1*41 »on der
Fuianzscrwaltung der — DAI aut
den RetchsschatzmetMer über der am
151*42 auch die restlichen A Über-
nahm Die Festlegung der Lehrstotfe
und Lehrpläne erfolgte in Zusammen-
arbeit nut dem Inspekteur der A.
heim RcKhsjueendtuhrer durch das
Amt »Adoff-Htlier-Schidcn« tm Haupt-
schulungvamt des Rcichsorgamulious-
leiters dessen Hauprpers.-nalamt
zusammen mit dem Inspekteur auch
die - Erziehet« auswahhe Diese wur
den seit Nosember 1957 aul der Or-
densburg Sonthofen in emem eigenen
Emebcrseminar (I95N in Eraehcraka-
denuc umbenanni) ausgebildet, nach
der ungenügenden wtssenschafllichen
Ausbildung der ersten beiden Jahr »an
gc. die freilich auch cm Problem der
Vcwaunlese war wurde I95X tur die
Erzieher nach einer siersemcsirigen
sportlichen und weltanschaulichen
Grundausbildung sowie einer unrscr
»Karen wisscn»ch.illlichen Weiterbil-
dung die GimnasuiUchrerquahfikatum
»«•»geschrieben In Abgrenzung ru
den staatlichen —• Nationalpoiitischen
Emchungsamtahcn (Napoljl erhiel-
ten die A 1*41 die Bezeichnung
»Rcichsscbulcn«. die bisher nur der
-• Rcwhsschuk der NSDAP Feldafing
zugeslanden halle
Alle Fxztchcr kamen au» den Reihen
der HJ die damit einen groBcn Einfluß
vo
auf die praktische SchuLirbeit ausubte
Aufbauend aul »Jen abstrusen Vorstel-
lungen der NS Rasscntheoric waren
* die gcrueswwaetischartlichcn Fa-
cher aber auch BsUopc und Spiel, mit
den Elementen der nat.iuz Ideologie
befrachtet An die Stelle des Rclipons-
uni er richt» traten neue Facher wie Re-
ligHWiskunde und Weltanschauliche
Schulung; eine ausgedehnte sportlK.be
und »ormilitansche Ausbildung sollte
die Liebe zum Kampf bis zur Todesbe-
rctfschatr fordern und jeden Anflug
»on IntcUcktuaiitat unterbinden Ziel
der Erziehung war der instinktiv han-
delnde. von der I bcrfegcnheit alles
Deutschen gläubig Überzeugte Kamp
fertvp Die absolute Irene rum Führer
und eine kritiklose Vennncrhchung des
Nat soz ah übergeordnete Erziehungs-
ziele entwerteten andere Erziehung-
ideale wie Kameradschaft. Ehrhchkcil.
Mut
Bet der angestrebten Erziehung zur
PcrsortlKhkcit bediente man »ich der
Methode der -Selbsttührung- nach
dem von der Jugendbewegung her be-
kannten Motto »Jugend fuhrt Jugend«,
mit der v.a die Verantwortung des
einzelnen Schulers in «Jer Rolle des
Fuhren gegenüber der -Gctncinachaft«
gescbull werden sollte Die betonte
Kämet adschalr zwischen Erziehet und
Schuler, der Gruppenunterricht mit
freier Diskussion in den Jahrganesklas-
»cn die Abschaffung der Zensuren und
eine abschließende Beurteilung (auf
Veranlassung Hitlers ab Januar 1*42
dem Abitur gleichgcsctzt 1 können bei
aller pädagogischen Modernität (licht
vertuschen. daß die PcrsonlKhkcits-
btldung beim Schuler nur soweit
gefordert wurde, wie er bereit war.
'Kh seinerseits Führern unterzuordnen
und eine kninchc l 'bcrprutung seines
kerhaltnmes zum NaLsoz. zu unterlas-
sen Ander» ah bet den Napola» stand
bei den A. ab reinen Parteischulen die
351
Ausbildung Jes Fuhr er nach» uchscs im
Vordergrund Die Tatsache. datt ver
Kindliche einheitliche Lehrpläne und
NS-adaquate neue Lacher nur zu einem
ganz geringen Teil cntwKkcll werden
konnten und auch das Erzichcrptublcm
- nicht nur am knegshedinglcn Grün-
den nicht befriedigend gelost wurde,
verweist die A auch un pädagogischen
Bereich in die Kategorie der geschei-
terten Experimente w<4
Lut’jru’
Sduau H*nU
«hin Guningcn ITO
kdoif-llMlrr-Spende s. HilfsKassr der
NSDAP
Kdolf Hitler-spende der deutschen
Wirtschaft Nach einer Rede Hitlers vor
führenden Industriellen un Februar
1933 erklärte sich auf Initiative des
Vorsitzenden des ReichsvcrbanJi der
dl Industrie. Gustav Krupp, eine Reihe
von Anwesenden bereit, den Wahl-
kampf der Rechtsparteien NSDAP.
DNS P und DS P zu unterstützen. Am
30.5.1933 schlug Knipp in einem Spcn-
deruufrut jedoch die Entrichtung der
A vor. die anstelle der Einzehpendcn
aus Industrickrctsen eine Gesamtspen-
dc der Wirtschaft nunmehr nur ruch an
Hitler und seine -Bewegung- bedeu-
tete Der Spendenaufruf, der jährlich
erneuen wurde und an die Mitglieder
von Krupps Rcichsvcrband und der
Vereinigung der Dt. Arbeitgeberver-
bande ging nannte ah Richlsumme
5 lausendstel der 1932 von den Betrie-
ben gezahlten l.ohnsummc Organisiert
wurde die Spende vom -Industrieae»-
vchuB* (ab 1935 «Kuratorium«) unter
Krupps Vorsitz Erklärter Zweck der
Spende war. Hitler unmittelbar die
-Durchführung des nationalen .Auf
Kaliwerks- zu erleichtern. Allerdings
jztngen Gelder auch an einzelne Orga
msationcn der NSDAP (-• AO und
Sdrsaiist hrs fvuMmtunü
— HJ) Der überwiegende Teil des
SpcnJcnaulkommcns (1935: 21 r Mio
RM. bis 1945 insg 700 Mio l diente
»edoch dazu. Hitlers Erwerbungen an
Grundbesitz und Kunslgegrnvtanden
sowie die von ihm vergebenen Unter-
stützungen und Dotationen zu finan
Zieren Hruuum Wrd
kdnanwhes Küstenland. I Iper allons-
ferne I ncnittclhat nach Bekanntgabe
der «al Kapitulation am S.91943 bc-
stimmic eme Anordnung Hitlers vom
1(19.1943 die Einnchtung und die
räumliche Festlegung zweier O. in den
gemischtsprachigen Provinzen Nord-
Italiens Dem Namen nach und den ital
Verbündeten der faschistischen Repu-
blik von Salo gegenüber als mihlan-
schc Notwendigkeit charakterisiert,
verbergen uch dahinter auch Anne-
uonsgeluste tut die Zeit nach Jem
Ipcwonnenen) Knet Die vuMzichende
Gewalt übte in beiden O zunächst der
OberK-lehlvhabct der Heeresgruppe
B. Generalfektan.irsch.ill Erwin Rom-
mel. aus, Daneben wurde in icdei O
eine dt.-rtal. Zivibcrwaltung unter
einem Obersten Kommissar aufgebaut
Der K irntner Gau leitet Dr Rainer als
Oberster Kommissar der OAK mu Sitz
in Triest hatte wegen det drohenden
Part tsanenge fahr gegen wichtige Roh-
slotf/enlren m »einem neuen zusätz-
lichen Verwaltungsgebiel die Verwal-
tung schon vor der ofFizicUen Amts-
übernahme reorganisiert- Seine O
umfaßte die Provinzen Laibach Inest
Gorz. Udme. Fiume und Istnen ein
vchliefilicb der von dl. -Beratern- kon-
trollierten Prusmzialvcrwaltungen und
ihrer Mal Präfekten Etwa die Hälfte
der ca. 4in Beamten des Obersten
KiimmissatMts tn Triest kamen von den
Behörden des Gaues Kärnten, sie ver-
walteten die Schlüsselpositionen in der
OAK zusätzlich zu den V’crw.iltungc-
aufgaben un Heimaignu Die unklare
MniilrUiat
Komgctcnzvertcilung zwischen dci im-
mer selbstbewußter auttrctcnden Zzvtl
Verwaltung und den thcnslsidlen der
Wehrmacht führte ebenso wie die son
den Berliner Stellen geforderte Ruck
sactiinahme aul die so machtlosen wie
zu Recht mißtrauischen ital Verbünde
len za häutigen Streitigkeiten zwischen
den fSihzenJicnslstellcn der txndcn
Höheren SS- und Pblizcduhrcr in
Laibach (Erwin Riesener) und Triest
tChhlo Glubocnik) und dem inzwischen
ernannten Befehlshaber im Sicherung*
gebtet Ak. General Kubier Der Aul-
Kau landescigencr 15lizciverKande seit
Dezember 1943 festigte die Kisrtion
der Zivihcrwaliung. der neben MUM)
Mann ital Landschutzmiltz und der
Einheit -Taghamenlo- unter dem
Obersten Juliani in icdct Provinz
(außer Gbrr) noch em etwa hat Mann
starkes fMizeitreiwilligenbataillon zur
Vertilgung stand. Die Verwaltung der
O als quasi unter Selbstverwaltung
stehende dl. Emflußzonen aul ital
Staatsgebiet, J»c nut einer weitgehen-
den Entrechtung ital Beamter tn den
Behörden einhcrging. konnte som
RctchsbcsoUtnachligten m Italien, dem
Gesandten Rudolf Rahn. Z.T abge-
schwacht werden, zeitweise benutzte
Rahn der den ital Kncgvlastcnbcitrag
son monatlich 4 Mrd. Lira (l*t'i ver-
waltete und den Haushalt der beiden
Obersten Kommissare damit bestritt
seine Finanzhohetl ah Druckmittel
gegen die allzu direkt vorgetragenc
Annexionspolitik der beiden Gauleiter
Die zwiespältige dt Politik in den O
litt unter den k<mtraren Zielen, einmal
die Region Nordtlaben mit 1 igunen
und Istrien lur die Kriegführung »i
chem und den bescheidenen militari
sehen und wirtschaftlichen Beiltag des
ital Partners erhallen zu wollen ihn
gleichzeitig tur den Pall eines günstigen
Kncgsausgangs die Anneimn der O
vorzuberciten. eine IWitik. die an
382
gesteht» der Kriegslage 1*13 bereits
völlig unrealistisch war Einen letzten
verzweifelten .Akt dieser Politik der
Illusionen stellte die Einbeziehung der
Obersten Kommissare und ihrer Stabe
in Jen Aufbau der sog. — AlpcnfcMung
dar Ho—w Wo3
SuW^tarrcr. Kart Ete irowa
>ii»sia- wa -octsV. kuiwwi—a /wrt-
/wat »xn Iwo
AfnkafeMzug Bezeichnung tur die mi-
litärischen Operationen dt und itaL
Truppen in Nordafnka 1940 1*43 Der
A begann am 13 9.1*40 nut emem Hal
Angriff von lubven aus auf Agspten.
Nach emem bnt Gegenangriff. der tm
lanuar und Februar 1*41 zur Erobe-
rung Tobruks und Benghasn sowie zum
Verlust der t yrenaiaa führte wurde
am Hi 1*4! aul Bitten Italiens das
»pater sog Dt Afrika-Korps in die ital.
Kolonie Libyen entsandt Em Ende
de» ital Kokmiaiteichcs m Nordafrika
hatte das Prestige des mit Hitler ver-
bündeten Mussolini und die fVisitam
dc» Faschismus in Italien nachhaltig
untergraben.damit die -« Achse Berlin
Rom geschwächt und die brit Stellung
un ostl Mntclmecr gestärkt.
Am 31.3.1*41 stießen dt. Verbände
in die l yrenaica vor wahrend die dt.
Luftwaffe den Suezkanal bombardier-
te Die dt Kngntfe auf Griechenland
und Kreta zwangen die Bnten glcich-
zettig. ihre zur Eroberung Nordafnkas
vorgesehenen Divisionen aut den Bal-
kan zu verlegen Mitte Apnf 1*41 hatte
Rommel die Cyrcnaica zurückctobert
Nachdem «he Einnahme Tobruks ge-
scheitert wat. warfen ihn bnt Gegen-
angriffe jedoch bis Ende 1941 tast
wieder auf »eine Ausgangsstellung
zuruck
Erfolge der Achsenmächte zur See
i Versenkung des Flugzeugträgers Ark
Rosal und des Schlachtschiffes Harham
353
durch dl U-Boote, Beschädigung wer-
terer brit Schlachtschiffe durch ital
Vf im-U-Boote im Hafen von Alexan-
dria ). die Verlegung hru Schiffe m den
Pazifik und die Bombardierung des
bnt Stutzpunkts Malta verschafften
Rommel jedoch zum Jahreswechsel
einen strategischen Vorteil, den er am
21.1 1*42 zum erneuten Angriff nutzte.
Am 21.» fiel fobruk die lur den Nach-
schub unerläßliche Kicstenstraßc war
damit tn dt. Hand, und zwei Tage »putcr
rollten dl Panzer über die lib agvpt.
Grenze Hiller gab die Eroberung Mai
las endgültig zugunsten Appfen» aul.
Ab die Offensive vor —» El Aiatncin
ms Stocken geriet, rächte es »ich. daß
die Insel ab Storfaktor tur den dt
Nachschub mcht ansgcschaltet worden
war. Am 2.11 überrannte die bnt s
Armee, die am 23 10. gesurkt durch
US-Hiitsheterungen zum Geeenan
griff angetreten war. die EJ-Alameia-
Steilung Am 1JH 11 landeten die Alli-
ierten in Marokko und Algerien, und
Hitler, der eine Invasmn Sudeuropa»
befürchtete. lenkte die in Stalingrad
benötigten Reserven über da» am
11.11.1*42 besetzte V'ichy-FrankieKh
nach Afrika um. Unterdessen zog steh
das Afrika Korps in Richtung Tunesien
zuruck Mu Tripolis ging am 23 1.1*43
Libyen für die Achse verloren. Stall
Tunis ab letzten Brückenkopf zur
Evakuierung der von zwei Seilen ein
gekeilten Armeen zu nutzen und diese
Kräfte der Ostfront zuzutuhren. ging
Generaloberst Hans-1 von Arnim.
Nachfolger des »eit 1 Li 1943 zur Ab-
wehr einer alliierten Invasion in die
Normandie abkommandierien Rom-
mel. am 115 1943 nut 27S0UU Mann
auf Wesung Hitlers in alliierte Kriegs-
gefangenschaft ZKCTM»
l
»sifSctl fklUrd L tmr ürli •» »«ifli IV
Z-w*»r*«r ür> Z*«anm IVrMnrvv »ten-
uut IW5
kkadrau» tut lirtuoke» Rette
iMietawui» lauhar Z««airr K.ntt l'Wi lltfr
Owg uu hniuttuttfhntu 4 ywes.c Mwchoi
t«wl
VgrarpolitisclMr Apparat der NSDkP
». Reschsamt für VgrazpadMik
Mineaerbc e.V_ F«>rschung»gen»ein-
»chaft Gctründct 1937 von Heuinch
Himmler Richard Walther Darre und
dem •Gctvtcsiirpcvchichisforscher«
Hetman Wirth Himmler wat ab
1937 Präsident als Kurator fungierte
Walther Ausl, ab Reichsgescbatts-
fuhrer der 4t> wissenschaftlichen Abtei-
lungen Wolfram Sievers. Ursprünglich
tur das Studium der germanischen
Vorgeschichte und der dt. Volkskunde
gedacht, wandte sah das A schon vor
dem Zweiten Weitkrieg den Natui-
w isscnschaticn zu und ab 1939 der
knegsbcdmglen Zweckforschung. die
ab 1942 in den wehrmedizinischen —•
Menschen» ersuchen der Arzte Sig-
mund Rascher |KZ -* Dachau) und
August Hal (KZ -» Natzwedcr) ihren
Hiibepunkt fand (-• Medizin) Ab 193m
benutzte Himmler da.» A ab kultur-
politischer: Steuerung»- und Gleich
lehaitungsmechamsmus der SS im
Reich und in den besetzten Gebieten
11942 Amt A im Persönlichen Stab
de.» RFSSi Wegen de» in der SS herr-
schenden Macht-p4uralt»tmi» konnte
das A. mehl die angestrebte Rolle
eme» maßgebenden W'i vscnschaftv-
ictcraLs spielen. Für «sie exakt ar-
beitende Wissenschaftler wurde es
jedoch zu cmer -Schutzorganisation«
vor den Ambitionen des -• Amts
Rosenberg Zfctlmia*Aw»4«K*
khnrapatt c Vbstammwngsnachwet»
Akademie für Deutsches Recht Am
26.6.1933 auf Inilwtivc »on Hans Frank
gegründete Institution zur Verwirk-
lichung de» •nationaKsizialivtiscbeln)
Aktion • ArfceilvKisrw Und»-
Programmes) auf dem gesamten Ge-
biete des Rechts« m einem -Volks
gesetzbuch nach wissenschaftlichen
Liesichtspunklen. seit 11.7.1*34 eine
öHcnßichc Körperschaft des Reichs
Trotz umfangreicher PubMationcn
und zahlreicher Kongresse hatte die
A wegen des Widerstands der Mini
ucnalburokratic wenig I mfluß auf die
Gesetzgebung. Otto Thaerack folgte
Frank 1*42 als Präsident der A
/impr/Hk« A«jv«arwdr*
Aktsoa - Arbeitsscheu Reich«
s. Asoziale
Aktion Brandt s. Medizin
Aktion irntifrsl Nach dem Aul
stand im Aernichlungslager —• Sobibor
(14 101943) gab Himmler aus Sorte
vor weiteren l nnihen m den Lagern
den Befehl alle Juden in den Arbeits-
lagern -» Trawnikr (Jtlttl-Itllatl),
Kmialowa un Acrmchlumtslagcr Maj-
danek (-» LuMm Majdanek. 17000-
IfttMNI) und au« kleineren Lagern zu
erschießen Am 3.11 1943 wurden von
einigen tausend SS fAilizci und Wal
len-SS- Angehörigen in Trawmki ein-
schließlich der Gauen und Kinder aus
dem Warschauer Ghetto Müll lOtMNl
in Hmiatowa etwa 15011t und in Map
danck. wohin eigens wegen der A. auch
luden aus anderen Arbeitslagern des
Distrikts | ublin gebracht worden wa-
ren. 1700b IJtuni Juden erschossen
Da sich losten teilweise verstecken
konnten, hielten die Erschießungen
noch einige Tage an Die jüdischen
Arbeitskommandos, die ehe loten ver
brennen und begraben mußten, wurden
anschließend ebenlaMs liquidiert Ins
gesamt fielen der A rd 420UU 43IMMI
Juden zum Opfer He-a» w-rf
Aktion Gewitlrr s. M Juli 1*44
3M
Aktion Reinhardt Der Name wurde
vermutlich schon son den an der A be-
teiligten —» SS-Dienststellen auf Rein-
hard Hesdnch umgedcutci bezog uch
aber ursprünglich aut den Staatssekre-
tär im Retchsfinanzmtnistenum Fntz
Reinhardt Nachdem tm Spätsommer
1*12 die Grenzen der -» F insatzgmp-
pen - bezüglich dci »Effektivität«,
der mangelnden Geheimhaltung und
der pvvchischen Belastung der Tater
deutlich geworden waren, beauftrag-
te Himmler den SS und Mtzeihihrcr
des Distrikts LuNm. Odilo Globocruk.
mit der A. Tötungsspezialistcn der -«
Aktion 14 unter Leitung des knmitul-
kommiscarv (hrwtian Wirth überwach-
ten den seit Herbst 1*11 vorbereiteten
und teilweise brs Sommer 1*42 wah-
renden Bau dreier Vernichtungslager
an den nach Kriterien wie Abgeschie-
denheit und Bahnanschluß ausgesuch-
ten Orten — Beiz es -• Sobibor und
-» Trcblmka Die etwa lil) T4-Mn
arbeitet übertrügen ihre an lausenden
von Euthanasieopfcm im Reich «er-
probte« I otungstechnA auf die Mord-
stallen im -« Generalgouvernement:
Die unter dem Vorwand der - Aussied-
lung- deportierten Juden wurden hei
det Ankunft im Lager durch ein vor-
getauschtes Rcimgunesbad in -* Gas-
kammern gelockt oder mit tiewalt
gcincbcn und durch Einleitung von
Kohlenmonovvd gelötet. Für die Be-
wachung und den Betrieb des jewei-
Ilgen Lagers waren etwa W-120
so* • Frawrnkis« < ukrainische baltische
oder volksdt ehemalige Kriegsgefan-
gene) zuständig Etwa «Ml KU) «Ar-
beitsjuden- wurden aus den Transpor-
ten ausgesucht, lur eme kurze PemwJc
von der sofortigen Ermordung aus-
genommen und u a zum Säubern der
Waggons und Leeren der ( laskammcm
gezwungen Seil Lnde 1*42 wurden die
IHvher m Massengräbern servcharncn
Leichen aul großen Scheiterhaufen
MS5
verbrannt (-• Enlerdungsaktioni
Den Abschluß der A hatte Himmler
schon im Juh 1*42 auf Ende 1*42 lest
gesetzt Tatsächlich begann die Stille-
gung der Lager nicht sor März 1*43;
die letzten Mordaktionen fanden un
Oktober 1*44 statt Seit Beginn der
Masscntoiungcn <m Marz 1*42 waren
durch die A 1.75 Mio. Juden aus Polen,
aber auch aus anderen europäischen
Landern ermordet worden Im Ab-
schlußbericht für den Reichsfuhrer SS
gab Ghibocmk den Gesamtwert der
•aneefallcncn-a und an die Dt -»
Res.-hsbank abgcliefcnen Wertsachen
(Edelsteine. Gold. Devisen) und der
wmstigcn den getöteten Juden ahge-
nommenen Habe (Ehren. Brillen usw )
mit rd IH) Mio RM an Der Betrag
wurde aufgrund einer Abmachung mit
dem Rcichsfinaivminislenum Himm-
lers Sonderkonto -R- gutgeschneben
und von ihm für den Ausbau der SN
aber auch für Dotationen verwendet
Der Immtfwlienbesitz der Opfer diente
z.T zur Ansiedlung der aus den mzwr-
schen cmccgbederten westpota. liebte
len vermeßenen mchtjudischcn Bevöl-
kerung Globacnik und seine Mann-
schaft wurden nach Istrien verlegt
Zum Schwerpunkt der -» «End
lötung- wurde Auschwitz-Birkenau.
f.arwir
Arad V llzSak Mac SoMur. ZieMwla fte
OpowM» ärudwd Ona* < *^>s lUoanngM
IndUnarxd» IW
Aktion T 4 Tarnbezeichnung ffir die
«Euthanasie- genannten Massenmorde
an etwa 12t)<MMf Geisteskranken und
Behinderten (-» Medizin) nach der
Zentrale die ab April 1*40 in einer
Villa in Berlin. Ticreartcnvit 4. unter
der Verantwortung des Hauptamts II
(Viktor Brack) der Kanzlet des Fuh
nrrv untergebracht war Die A. durch
cm Ermächtigungsschreiben Hißen auf
Aktion-!••«-
einem Privatbriefbogen im Oktober
1939 (rückdatiert auf 1.9 1939) -legali-
wert«. begann mit der Erfassung von
Kranken in den Anstalten durch Mel-
debogen und Arztckommissiiuien Die
zur -Euthanasie- bestimmten Personen
wurden verlegt und in besonderen
Anstalten u a durch Injektionen, mit
Medikamenten und mit Giftgas getö-
tet. Eigene Standesämter beurkunde-
ten den Tod. die I eichen wurden so-
ll wl emgeaschert Erkennbar falsche
Angaben zur Todesursache weckten
oft das Mißtrauen der Angehörigen,
der ständige Betrieb der Krcmatiwien
die Aufmerksamkeit der l mgebung
Die Abteilungen det A mit mehreren
hundert Mitarbeitern agierten unter
verschiedenen Bezeichnungen und
Briefbogen wie -Reichcarheit’ieemcm-
vchafl Heil- und Pflegeanstalten- (zu-
ständig für die Tötungen). -Gemein-
nützige Krankentransport GmbH
Gekrat- (Aerlceunv- und Transport m
die Totungsanslalten -* Bernburg.
—♦ Brandenburg. —* Grafeneck. -s
Hadamar. -* Hartheim. -» Sonnen
slem Pirna) «Gemetnnucnge Stiftung
für Anstaftspflege- (Wirtschaft und
Personal) Zur Kitrcspondenz mH
Koslentraecrn wurde der Bricfkopt
-Zcntraberrcchnungssielfc Heil- und
Pflegeanstalten- verwendet Nach
kirchlichen Protesten wurde die A
am 24X1*41 offiziell gestoppt, sic
wurde aber ebenso wie Ae -• Aktion
14 f 13 insgeheim wertergefuhrt.
W>»>m»z äm-
/ Ämwvr-
Ab G>wi lila w 44»w Ti W“ /«*’ /W Iw
hwwwr- - ttwair » ärv rtovantawZ äerfin
)«?, I*K
Klee. Eiwit -ZuibawiMe- m SV.Vww Z>ie -lei-
aaAnatf k-Ao«xun*mra Lzfw. Rankfun am
Man IWO
Aktion «IM)5« (AonderkommMiln
BlobsA) s. F nterdnngsaktNHi
Akthw H ru
Aktion 14 f 13 Tarnbezeichnung tut
dte nach dem (jffiZK-llcn Abbruch der
—• Aktion T 4 im Sommer 1*41 aut
die Korizcntratsonslager ausgedehnte
Emiordune von tatsächlich oder ver-
meintlich Kranken, unter den Gefange-
nen auch -Itivalidcn.iklion- genannt
Wenngleich ehe Konzentrationslager
Teil von Himmlers SS-Apparat waren
luhtte die bereits im I leibst 1*39 mit
der -Euthanasie- betraute -» Kanzlei
des 1 Uhren in den Lagern in Ab-
sprache mit der SS -• Sclcklweicn
aufgrund scheinbar medizinischer in
Wahrheit (cdoch willkürlicher Knie
nen durch Die Opfer wurden in
dw T 4-Totunitsanvtalten -> Bemburg.
—» Harlhctm und -» Sonnenstem-
Pir na überstellt und dort mittels Koh
lenmoooxvd vergast Bis za ihrem
Ende tm Jahr l‘M3 hatte die A zwi-
schen lOikkl und 301*0 Menschen
das Leben gekostet Sach 1*13 setzte
die SS die Selektionen unter kran
ken KZ-lnsassen ohne Beteiligung des
I 4-Pervonah fori (-♦ Medizin).
SklMMi wider den undeut«chen Gebt
s. Rucbrrserbrrnnirag. It. Mai 1*33
Alarieh Deckname für geplante mi
htansche Maßnahmen beim Austritt
Italiens aus dem Bündnis mit dem
Dt. Reich (-» Achse [Berltn-Rom|l
Nach der Kapitulation der dt -ital
Streitkräfte tn Nordafnka (-• Afrika
Ickdzug) waren ab Maßnahmen u a
vorgesehen Entwaffnung der ilal
Streitkräfte. Bevetzune der militari
sehen Belchtszentraien BcvchUgnah
mc von Wallen; Blockade det ital
Flotte in ihren Hafen Nach der
Verhaltung Mussohnts am 25.71943
wurde statt A der Deckname »Achsc-
verwendet Bei der spateren Durch
tuhrung des Plans kam cs besonders
tn Dalmatien zu Masscncrsehicßunecn
354
von entwaffneten ital. Offizieren und
Mannschaften
Albanien A geriet unter Piuvidcnl (ab
l*> Königi Ahmet Zogu ab Mitte der
2Uer Jahre in immer stärkere politische
und wirtschaftliche Abhängigkeit von
Italien Im Apni 1939 wurde A von
Iruppen besetzt und faktisch zu einem
ilaL Protektorat untgestahet. Mussolini
diente es im Oktober l*4«i ab Bruk-
kenkopf für seinen erfolglosen Feldzug
gegen Griechenland Nach dem dt.
Feldzug gegen Griechenland und Ju-
ginlawien un April 1*41 wurde A um
Teile Kosovos vergrößert ( — Balkan-
feldzugi Nach dem Setienwechvel Ita-
liens im .August 1943 wurde A von dt.
Iruppen besetzt erhielt aber lortnal
seine Lnabhangigkcit zuruck Eine im
April 1*444 aulgcstclhc alhan Waffen-
SS-Dinuon beteiligte sich am Kampf
gegen die -• Partisanen Nach dein
Abzug der dl. Truppen im Oktober 1944
Übernahm die von den Kommunisten
ckmiimcrtc Widerstandsbewegung un-
ter Führung Enver Hodschas un gan-
zen I and die Macht zr<iw» ß-er»
\lkuh<4ikrr v Asoziale
MMeutscher \vrtnind Am 9 4 1IWJ in
Berlin unter dem Namen - Allgemeiner
Deutscher Verband- gegründeter uber-
parteilicbcr Zusammenschluß tim Juli
1**4 tn A umbcnannti Hervorgegan
gen aus der Protestbewegung gegen
den angeblich fui Deutschland un
gdacltgen Helgoland-Sansibar-Vertrag,
vertraten die aus Adel. Besitz- und
Bilduncsburgertum kommenden »All-
deutschen- einen ausgesprochen natio-
nalistischen Kurs Die Bekämpfung
aller der Grolle Deutschlands abträg-
lichen Bestrebungen und das F miretcn
lur eine imperialistische Kolonial- und
Flottenpolitik fanden in zahlreichen
Propaeandaschnften und va in den
357
Alldeutschen Hlatlrm (1K94 1939»
ebenso Ausdruck wie em aggressiver —
Antisemitismus Die Verwirklichung
der weitreichenden Ktiegszsclc des A.
tm Ersten Weltkrieg hatte Deutschland
zur Heitemonialmacht in Europa Afn
ka und dem Nahen Osten aufsteigen
lassen. I nter der Führung von Hein-
rich ('laß («en |90H). der ah Abgcocd
netcr die —• DNVP im Reichstag ver
trat hatte der A nach dem Ersten
Weltkrieg agitatorisch und nach Zahl
seiner Mitglieder (4011kl) seinen
Höhepunkt erreicht, verlor aber gegen
die Massenbewegung des Nat vor.
wahrend der wirtschaftlichen Depressi-
on Ende der 21 ter Jahre rasch an Bc
dcutung. obwohl er ab letl der nationa-
len Opposition gegen den Youngplan
agitierte und für die s Harzburget
Front ctnltul Von den Nalaoz all re
aktsonär eingestuft. blieb der A. nach
1933 pi«husch ebenso wirkungslos wie
sein Vorsitzender (laß ab MdR der
NSDAP Der A. wurde 1939 aufgelöst
Allgemeiner Deutscher Gewerksehafl»-
buisd s. Gewerk schallen
Alpewfeslung Im Juli 1*44 tauchten tn
der Schweizer Presse Spekulationen
Uber eine starke dl. SertcidigungssleL
lung im Alpcnraum. die sog. A . aut.
Obwohl die A. niemals existierte. ver
anlaßlen auch Warnungen vor ihrer
möglichen Existenz seitens des Ghcls
dc« Ofticc <4 Strategie Sctvs.es in
Europa. Allan Dußcs.dcn Oberbefehls
habet der westlichen Alliierten in Euro-
pa General Dwighi D Eisenhower. im
Marz 1945. seinen Vormarsch aul Bei-
lin ahzubrcchen und die 3. und 7. L'S-
Armcc nach Süden abschwcnkcn zu
lassen, um möglich«! wenigen dt Ver-
banden den Ruckzug tu die vermeint-
liche A zu gestatten Hitler befahl am
28.4.1945 den Aushau der A.. an deren
Mprn>oriaa4
Verwirklichung er, der sich weigerte,
die »Festung Berlin- zu verlassen sei
her nuht mehr glaubte. Km™ Anno»
Alpens oriand. Operatiooszowc lOA)
Ihc Voraussetzungen lur die Einnch
lung der O.A waren die gleichen wie
bei der OpcratHinsgrcnze — Adnali
«ehe« Küstenland lOAK) Als Oberster
Kommissar tur die un Herbst 1943 in
sullierlc Zollverwaltung wurde von
del Parteikanziei Franz Hofer. der
Gauleiter von Tuoi-Vorarlbcrg. einge-
setzt Wie sein Kollege Dt Rainer
Oberster Kommissar der OAK betrieb
et eine kaum verhüllte Anncxionspoli-
tik gegenüber den verbündeten Italic
nem Em Bormann konnte vertun
dem daß et die Provinz Bozen seinem
—s Gau cmglicderlc. cm Versuch, der
die Zustimmung eines großen Tcib der
Bevölkerung in der O.A gefunden hat
tc Denn anders ah in der OAK konn-
ten sich die dl Iruppen und Behörden
v a. in der Provinz Bozen aul eine zah
lenmäßig starke und gut vYgarasicrtc dt.
Volksgruppe stutzen Die vom Ober-
sten Kommissar veranlaßte und an der
alten dt.-ital. Sprachgrenze cuieniKttc
V'erwallungsncuglicdcrung. die einige
Gemeinden und den gesamten Gc
rxhlvhezirk Neumarkl von den beiden
anderen Provinzen der OA. Iricnt und
Bclluno. abtrennte und der Provinzvcr
waltung Bozen unterstellte, war ge-
genüber der rtal Bevölkerung und der
ohnmächtigen ilal. Verwaltung ein
dcutbciics Zeichen, daß unter dem
Deckmantel militärischer Sscherheits-
sorkehrungen der alte -• Sudtiroler
Völkstumskampf entschieden werden
sollte Ww in der OAK war die ital
Zivilverwaltung von den Deutschen
dominiert, allerdings blieb, abweichend
von den dortigen Verhältnissen die
Wcisungsbcfuenis «Jer »Dt. Verwal
tungsheraler». wie die in den Schlüssel
positxmcn der ital Verwaltung langen
Ahe Ganfr
dt Beamten offiziell hießen gegen-
über den ital Provinz Präfekten emge
schrankt The kVdizei der gesamten ()A
unterstand Jem SS und IVdizciluhtcr
m Bozen Die Verfügung über die hei
der zunehmenden Partisanenpefahr
besonders w«. hüten landcscigcnen
IVdizctvcrbande wurden sowohl von
Hofer voc von dem BclehKhaber im
SiebetulittsgcbK-l Alpenvorland. Gene
rat U ittboti aber auch von der W illen
SS beansprucht Nachdem der Streits
beim dt Finmarvch uutgevtellte etwa
miii Mann starte Sudtiroler tlrd-
tvunit'dicnM- (SOD) un November
1*13 dem Befehlshaber der < kdnungs-
pohzei (-« Polizei) hi Italien unterstellt
worden war. kam cs bis 1*44 allem
m der Provinz Bozen mich zur \ul
Stellung der Polizei-Regimenter bzw
•Bataillone -Bozen-, -Alpenland-.
-Schänders« und »Bnven- mit zu-
sammen rd 5<Hi einheimischen Ein
berufenen Die starker von Italienern
besiedelte Provinz Tnent brachte dage-
gen nur rd. 23(1) Mann für den »Corpo
di Sicurczza Irentino- H S!) aut Die
Spannungen zwischen den fast wie
eine Besatzungmacht aut tretenden
IKutuhen und den kaum noch fUr
das Wcitcrkamplcn zu bcgctslernden
Italienern interpretierten olliziclk ital
Stellen ah Rückfall der beiden »Oster-
reichci- Rainer und Holet in die ulte
-osterr -habsburgische • Anncxiompo
telik wokwi mc bcwiMU übersahen,
daß die unvcrhülhe Maehtausubung
gegenutwr einem der letzten Bundes
genossen nicht allein von dl Miltel-
mstanzen auvging. sondern »on Hitler
velbsi gedeckt wurde, der auch gegen
über Vorstellungen Mussolinis kaum
mehr KiHnpromißbereitschafl zeigte.
Wenige Wochen so» Kriegsende nahm
schließlich llitlci Jen Vorschlag zum
Aushau der sog « Alpen test une aut.
der ihm von Gaukeiler Hofer im No-
vember 1*44 in völliger Verkennung
3»
der dt, Möglichkeiten übermittelt wor-
den war Die OA sollte dafür nie
Vorfeld dienen Kmwm tG9»
I nmmr
Ctiäüpiano kart fw Opnswwv.w« Orr"
«dwi/- Mi tarwnwte- awvsrwteW- IW.»
PMS W« !*«
Akte Garde s. Alle Kampfer
Akte Kampfer (»Alte Garde«) Im
Sprachgebrauch der NSDAP Bezeich-
nung tur Parteimitglieder die eme Mit
gliedsnummer unter KUHURI besaßen.
ho zum Tragen des Goldenen Partei
abzetchenv berechtigt waren Laut
Parteislalislik gab cs am 1.5.1*35 tn der
NSDAP 22 21*2 Trager dieser .Auszeich-
nung zeitlich fiel die Vergabe der Mif-
gliedsnummer lUUfJla) in das Juht 1928
Im l'ntcrschicd zu den A wurden die
Mitglieder mit cmer höheren Nummer
die noch Vor dem 30 1.1933(—» -Macht
crgreitung • i emgetreten waren par
IcMmlhch als -alle Parteigenossen«
bezeichnet. Da Hitler sich Vorbehalten
hatte, auch «pater eingetrctene Mitglie-
der. aber auch Nichtmitgliedcr ehren-
halber mit dem Goldenen Parteiabzei-
chen auszuzeichncn war nicht jeder
Itager dieser .Auszeichnung A. Nach
der -Machtergreifung- genouen A bei
der Vergabe von Arbeitsplätzen oder
mmuIm Vergünstigungen der NSDAP
wie der — Adoft Hitler Heipiatzspcn
dc und dem — AdoU flittct Dank eine
gewisse Bevorzugung .Am Vorabend
der Jahresfeiern zum -» Hilkrputvch
von 1923 pflegte Hitler sich mit ctner
Auswahl von A im Muruhiwr Bürger-
braukeller zu treffen (-» Attentate auf
Hitler k HrrwMwo Ung
Ahmark /wisitienlall Das Iroßschiff
Atinurk diente im Herbst 1939 dem
Panzerschiff Admiral Gral Spcc als
Versorger Nach Jer Selbvivcrscnkung
des 11-u.h einem Gefecht stark beschä-
.W
dielen Panzerschiffes am 17.12.1939 in
der Mündung des Rio de la Plata über-
nahm die Altmark 303 bnt Gefangene
Wahrend der Rückfahrt wurde sie
am 16.21940 von dem bnt Zerstörer
Cousack in neutralen norweg. Gewäs-
sern (kessing-Fford) gekapert. wobei
fünf dt. Matrosen ums Leben kamen.
Der Zwischenfall bestärkte den dl.
Zweitel an der norweg. Neutralität und
inten sivierte di* dt Plane zur Bcvet
zung -» Norwegens (l nternehmen
Weset Übung. -♦ Norwegcnlcldzug)
HiM Drrgm
Altmalenalsammliuigea Wegen Roh-
stoff- und Devisenmangels erklärte
das NS-Rcgime schon Jahre vor dem
Kneg die A. zur »nationalen Aul
gäbe- Als Sonderhevollmachtigit-r
dc« —• V'ierjahrespbms fungierte em
Rcichskommtssar für die Altmaterial-
Verwertung (1937 k Gesammelt wurden
unter Einsatz von NS-Orgamsationen
(-• NSV. -• HJ l und Schulen Alltekli-
iicn <Lumpen). Papier. Gläser und
Flaschen. (Bunt iMctallc. Kriechen
Gegen Kriegsende ging die Beteiligung
der Bevölkerung an den »Spinnstoff-
sammlungeis». -Mctallspendcn- u.a.
• V'ofksopfcr - Aktionen rapide zur Usk
PwvwJb tukln^:
Altunaer Blutvonntag Am 17 7 1932
veranstaltete die NSDAP anläßlich der
Rcichstagswahl vom 31 ' 1932 einen
-Werbemarsch- tn dte -roten V icrtel-
im Zentrum von Altona (preuß Pro-
vinz Schleswig-Holstein) IVifizcipräs*-
dcnl Eggerstedt (SPD) halle den
Marsch trotz der kürzlichen Ermor-
dung von zwei Kommunisten und zwei
Sozialdemokraten in der Stadt geneh-
migt. Ira Verlauf des Marsches kam ca
zwischen -♦ SA und protestierenden
Gegnern zu zVuscinandcrsclzungen
Zwei SA-Manner wurden von Kugeln
tödkch getroffen. Wählend des Ein-
VnHM-MH«
greifens der schwerbewaffneten fVihzct
kamen 16 Zivilisten un» Lehen. Die
Schuld an ihrem Tod wurde eben
falls den Kommunisten < »Fenster- und
Dachschutzcn») angelasic-t Am 18.7
erließ der Rcichsinncnmituslcr cm
Demonstrabomverhot Zwischen 1933
und 1937 fanden sechs Prozesse gegen
wirklKhc und angebliche Beteiligte M
den Gewalttätigkeiten statt. Es wurden
vier lodewiricile ausgesprochen und
insgesamt 315 Jahre Zuchthaus ver-
hängt Die Todcwartealc gegen die
Kommunisten i Luisens. Moller. Wolfl
Tesch) tallte em Sondcrgcncht im
ersten und tur die folgenden Verfah-
ren nchluwgsweisenden Prozeß IK5 -
2.6.1933). und zwar aufgrund von
gefälschten Beweismitteln und Falvch-
auccagen Der preuß Ministerpräsident
Göring lehnte Bcgnadigungtvanirage
ab. Dir Hinrichtungen erfolgten am
1.8 1933 Prozeß. L'ttcile und deren
Vollstreckung wa ren der Auftakt für
die politische Rachejustiz des NS-Rcgi-
mes. Nach-dem gleichlautende Anträge
mehrmals abgelchot worden waren,
hob das Hamburger l .mdgenchi auf
Antrag der Staatsanwaltschaft die lo-
desurteile am 13 11 |9*2 auf, wobei die
beteiligten Richter und Staatsanwälte
m der K-matiombegrundiing sichtbar
geschont wurden kKo/WroW
t ürtMtr
ScäamMUL LZow Orr Abotuier Kuomu^
Ifnhttnm Ml ä«är*ol HanHutr
IW4
Leon luin-«Mnip»U<wi--*en fin 41
•Marr jUvronMUr uni Ar äfc-no— Ar» Huw»
Swrfr» /vt? - rwu Berte I'*»'
Mtresch «. t.roßdeulMhland
Amnestien In der NS-Zcil aus poli
tischen (irunden in mehreren lal
len ergangene Gnadenerlasse, so am
21.3 1933 (RcichMagsctoffnung) für
alle Straftaten im Zusammenhang
mit det -nationalen Erhebung- Am
MM RwwaArrg
7R.1934 wurde eine A erlassen die
den Mördern «Ihicid «le* -•
hx*hn zugute kam deren Talen
nachtraglkh ah Akte der StaaLv
»<»d» gerechtfertigt wu»dcn Am
19 1 939 i Kriegsausbruch > land eine A
für straffällig gewsmicne Wehrmachlv
angcbcvtgc statt am 9.9 [939 f«4gu
eine solche für ZndiMen Schbeßlach
wurden am 4 IO 1939 nach dem —» K>
knlcklzug die — SS Angehörigen der
EinsaCzioMmandos < lo<ung«k<<nman-
d». — l insalzgt uppen) »egen det
Massako an der poln Zrsilbcscükc-
tung annedaert />»*•
Vuti Rosenberg Sammefhezeichmmg
für die Dienststellen de» — RcadnJei-
len Alfred Rosenberg Dieser galt auf-
grund «einer Tätigkeit al» offizteiler
( hclrcliklcui dc» — 1 “ikBihefi Ift
ob 1923 Iv» 19251 und ah
Autor einige: ernschlapger Broschüren
ah f sperr« «Jcr -* NSDAP für -»
ArtofxJitik l a wegen Je« 192»
s«ut ihm evtrumkten ndN partciamt
liehen -• Kampfbundc» für deutsche
Kultur und «eine* IMAlsenMlcMlKhlcu
Buehe» -» Drr \hihu> 4a 20 Jahr
Aundrrn galt er zudem in der dt
Oflenthchkeit ab tuhrender NS-ldeo-
loge »ährend er m «Jcr Partei untMiit
ten »ar Ak innerparteiliche »<>rlaufiec
Abfindung nach Hiikr» Machtantritt
»urdc (tu ihn am 1.4.1933 da» -*
Außenpolitische Ami der NSDAP
gegründet E» erhielt aber keinen nen
ncn'Wcrtcn [mllub aul die amtbchc
au»»artige Piüink und »ar gezwungen
»ach auf «he Sammlung »«>n Material
t»a für eine (iewmnung tMrunpasI
«o»K Vortrags- und die Betreuung der
-• N.udrxhen Gcsclhchaft einer ah
193.3/34 kulturpr<vacandntnch »er
l.umten Vereinigung zu beschranken
Negatnc Berühmtheit erlangte es
durch du- I nt«-r»lutzung de* Staate
»•reich* »on l uftun Ourslmg »ährend
W>
«Jer Jt Besetzung N.wwegcns un Jahre
1940 tgmte durch die Mitwirkung hei
der V orherertung de« l bertall» aut die
S. miet umon i I ntcrnchmen — Barba
nnaa. — Ostfcldzug 1941 19451 Das
am 17 Juli 1941 emchlete — Rcichsmi-
ntuctium für die besetzten Orfgcbicte.
dem Rmenbcrg soretand. gehörte als
staatliche Instiliitum nacht zum A
Den Titel -Beauftragter dc» Fuhren
für du gesamte weltanschauliche Schu-
lung und Emcfumg der NSDAP« »er-
lich weh Rosenberg seiber nachdem
Hitler erneut entsprechend formulier-
ten Antrag fsure 24 I 1934) Levs und
Renen berg» zwar zugcstunml. Konkre
tisacrungcn aber entweder bewußt «der
au» F iewohnheit ncht hatte litten las-
sen Duckte Grunde Hitler* sind nacht
überliefert eine Abneigung gegenüber
den Kuchen («kren l ntcrsiutzung er
gleichzeitig u a durch Distanzierung
»om Wtdiu« zu gewinnen suchte) «Mer
«he Mögbchkcit. dac parteiamtliche An-
erkennung de* Kampfbundes ru umge-
he«. die uch gegen (nebbeh Apparat
ecnchtct hatte, können ho Hitler ab
Motne »ermutet werden »ufern über
haupt Abwägung tm Spiel gewesen «ein
sofhe Le» hatte »crmutlach aufgrund
eine« sehne* überhöhen F igt-mnt eres-
se* »ermittelt Sem Haupl«*hulunt*amt
txmoligic damals Intuhc. «ein «• KdF
fheatcr Zuschauer letzterem Mangel
kcmslc abechailfcn »erden «la »ach die
dem Kampfbund zugehörige Deutsche
Buhne 1933 dank de* Geschick« ernt-
ecr ihrer Funktamarc tm allgemeinen
Prozeß der — Gleichschaltung m zahl-
reichen Orten «ler 1 eitung großer
ThealerhcMichercBganiMUoncn )z B
Volksbühnen und Buhnen»» Uksbuad)
bemächtigt hatte I -• Kunst I le» finan-
zierte daraufhin etwa ab Juni 1934
au* Mitteln der -• DAF die wichtig-
ste Praus-Thgantsation «le* nunmehr
gegründeten Parretamtcs dc* -Beauf-
tragten die au« den genannten Ver-
Ml
fsanJen und dem Kampfbund gebddets
-* NS Kuiturtcmcmdc (NSKOi Doch
bald kam e* zu dataenkiem Streit mH
1c» und «icssen Apparaten da »ach eine
Konkurrenz »««1 NSKG und KdF e«t-
wickshc und Lc» auch an Schulung»
berewh «la* A nur al* Lieferant »on
Schriften aber rocht m -überwachen-
der« Funktion zu «Juldrn bereit »ar
Ende 1936 »pvrrtc er »emc Gelder
(jahriach rund ’ Mio RMt Hitler he
kihnte daraufhin nach langer Wo
gcrung. den Konflikt zur Kcnntnn zu
nehmen - wie ubbeh «len -Starkercn-
und enbchied «la» da» A «Kh eher
theoretKcher Betätigung widmen «olle,
aber er tat es »rederum ohne dac
mündliche Weisung zu konkretrsaeren
Dk NSKG cme daraufhin I9J7 n Kdf
auf Da* A nunmehr »om Roch*
Schatzmeister «ler NSDAP reichlich
finanziert konzerUrKrtc sich runachsi
aut Schulung»»«irtragc. «clinn aut dc
Verbreitung «emer zahlreichen, radikal
antisemitisch und antik irchlich aus
gcnchicten Publikati>»ncn und nicht
zuletzt aul ständige intern meist er-
foigsarme für Au6cnsaehcn«k* icd«*.-h
»leftach diktatur»erschürfende Inter-
»entioocn hei den Apparaten für
Schulung iLcst. für Kulturpolitik und
Propaganda (Gucbbcht. der Lrtcratur
und -* Zensur f—* Parteiamtliche
Pnifungskommi»sH<i zum Schutze de«
NS-Schnlttum*l «owic «Jer Erziehung
(-• Jugend) und -• Aktsscnwhafi (-•
ReKh«mimctcnurn tur -• -.Ahnen
erbe- cVl Bcvuadcrs »crhangntssoN
wirkte »ach sein EmfluM auf die Diszi-
plinen det prähistorischen hrxhunt
und der -• Dt V'oktkundc aus - hier
auch in der Prägt» Dagegen beschrank
•esachdasA mangels etclBtrser Mog-
hch-Acitcn tn «ler — R i"»npobtik so-
wie gvgcnuH-r «Jem Judentum, den —
Kirchen und «Jen -t Freimaurer» auf
radikale Agitation Fm heuwuiere»
Interesse «erfolgte da» A mH «lern
Ptofckt «1er -♦ Hohen Schule Ab l»Mi>
hetneh «ler chcnlall» zum A. gehör ende
— Emsatz»tab RI Rosenberg den bis
dahin umtangrochsten -* Kunstraub in
der (»csshwhtc Europas
Obwohl da« A mental» direkte Wci-
«ungs <xicr l-sckutistcchle getenuix-r
anderen Stellen in Partei und Staat aut
Rckhwtsmr ohteh und Hitler min«lr
stens drei Erstachen Rosenberg« um
udehe Völtenachtcn mehl N.anl»««1rtc
11936. 19511» bzw ab4ehnlc f 19411). wur
de nach autfen der Eindruck emer tsr
«umhecit Teilhabe am Machtapparat
aufrecht erhahen Am bekanntesten
wurde der Kampf der Kirchen ec
gen Rosenbergs Withut den sk als
wdikcht getarnte Programmschnft an-
«chcn mußten V'on der Hohen ScbuK-
waren durchaus Gefahren für Tor
«chung und lehre zu erwarten Ins-
gesamt ist c* zwar «chwieng. den
tatsächlichen Emfhaß der zahlreichen
puNtzisttschcn und utnsligcn Aktnita
teo des A konkret nactizuwewen aber
«ac durften Ja» Ihre zur FeMigtmg «ler
-• Idcs4ogtc hcigc-tragcn haben, auch
»en« die Rose-nboguhen Varianten
parteiintern als doktrinär und praus
lern galten Daß «he »erwhK«iencn
Tätigkeiten in der Begründung für da»
Ttck-suneil «las <bc Vlhcrtc« l‘»4r> in
Nürnberg gegen ihn »erhängten und
»olKnecktrn !-• Nachkr»<-g»p»i <ze»»e)
nur am R^rxle erwähnt wurden «cs
erging hauptsachliih aufgrund seiner
Amtdnhnmg als -TM-Mmmcr«) än-
dert nachts an ihrem inhumanen (Tla-
raktcr «rMMtMw
Za«*r
h.mWMHarr tissU */«aam>-6<BMg»am<pr
M« /Mm« ArwA fbr la» auwwli In1 X Ä*
Cnöbw <»r am»d «Miwbnr Um«
«41m» ttnMoU Am ,4wa Ihwrahm aaW«<•*
lofrr teUaw .-im» MMAUtaa*' a« »»••(»
Moo«»ah»o MM MUmUrti IMT
kMcr. MOmJ H 0m Ikwwrti- <6r M
run baz» I» Bomt w Al.» Q 6M Un Anr
am BruUa. SaMtiMi IV'a
»•««kl«!
K«b«tl1rt Hezewfinun»- in dl Spia-
ehe lur fktmk ’Ajhicnd die bis
1933 im Staatsapparat beschäftigten
Beamten diese Bezeichnung »eilet
hchichca. wurden hauptsächlich für die
NSDAP und ihre l ntergbederimgeo
Hüte Funktionäre ah A bczcKhnct •
RalMw
Ander»- Vrmci c Polen
AarrWwgrnebl NS-Einnchtune mit
der das baucrbctie Irbtcchl Jutshgc
setzt werden soütc Im Nat w war mit
Jem — KeidMcrNudpcsctz dte Verer-
bung eines Hofes aut nur einer Erben
cingcfuhn worden Dies entsprang der
nat »V -Blut und Boden--Idcokmic
Ikf • Erbhof galt ah unscraußer ixh
Die A hatten den ordnungsgemäßen
Übergang aut den Eiben zu uberwa
eben und mufften uher dte häufigen
Nreittalle entscheukn Dse unteren In-
stanzen det A bemühten sa.h in der
Regel. den * unsctien des Erblassers zu
genügen. wahrend das RcKhselbhol-
gericbt das .Anerbcnrceht eng auskete
(fShcn
Angriff. Der \<« Gantencr Gocbttefa
un Juli 1027 in Berlin geschallene und
» a. dunh dessen Icitartikel tcpißc
Zeitung, die m Jggre-ssnea I owen -das
System- tdet Weimarer Republik >
bekämpfte l -» Ssslemzeti t und emen
wüsten -• Antisemitismus pr>pagimc
Inter dem Motto -Für die Enter-
druckten' Is'trs da Ausbeuter- den
le Zfrr 4 wahrend des Verbot» der —•
NSDAP in Berlin (IVZX3I) ah Sam
melptmkt tur die Partcimilgbeder und
ah Pr<pagandamitfcl In Fett und Ka-
rikatur (lern -Mpinu- alias Ilans
Schweitzer I slitasacrtc es ikn Isplts iks
•toetiwschen Kampfers der NSDAP-
und steifte diesem du politischen
(seltner diffamierend ah lacberhchc
schmählich« (und jüdische> Figuren ge
Ml
genuber De» A erschien zunächst mo-
natlich un cleubnanuten Vertag in ei-
ner Auflage »>m 31G Ekcmplaren seil
dem 1.10.1929 zweimal wocbenUich.
seit dem I II 1130 ugheh und seit dem
105 1933 schließlich ah latrt:ru>mi
der Dewsshen libeusfrivw tm — Eher
Vertag 1*44 betrug die Auflage 30IMHU.
AI» Haupluhrilllälcr lungierien na»h-
citundct Dr Julius Lippert. Karol»
Kampmann und Hans Schwan »an
Berg. Dte letzte Ausgabe erschien am
24 4 1*45 UnMi*Un
Am« Muß IMenvSch» BcMlcbungea
zur Vereinigung der dt sprachigcn Ge-
biete der Habsburgvrtnonarchic mil
Deutschland reichen tws in die Zeil ilcr
R<«nantik zuruck Im 19 Jh war ein
solcher Zusammenschluß eine Fiede-
rung der Alk» Partei Ach Jet Auflö-
sung Jer osrerr ungar Monarchie er-
klärte »ach die aus den dl «ptachipcn
Kcrnlandcrn der Donaumonarchie
gegründete Republik -DeutschoMcr-
reicb- am I2 II.I9IK zum -Bestandteil
»ler Dt Republik In den Ericdcnsset-
tragen «on st (lermain wurde (edivh
der A <4inc Zustimmung des -» Völ-
kerbundes untersagt Dem neuen
Kleinstaat wurde »on seinen Burgern
»<m Anfang an die wiitM.bafllK.hc
l EscrkbemiahigkcH abgespeichcn
V ick konnten ttch mit der kteinstaafli-
chen Eustenz nacht abftndcn und
wünschten dies durch emen A an
Deutschland zu kompensieren Da»
Schlagwort »on der -Lclxnsunfa
highen- — Österreichs bildete fortan
da« H iuptargumcnt für dte Anschluß-
Propaganda Befürworter des A. do-
minu-rten m allen politischen Parteien.
Icshgbch IcgXinwMndk Gruppen und
cm teil Jer ( hiNlchsrukn Partei
lehnten ihn ah V<4k«.it»sitmmunpen er-
brachten 1*21 m luof und Salzburg
Starke Mehrheiten Ihr einen V wor
.Mithin weitere untersagt wurden
M3
Österreich verachtete 1922 tn Jen
Genier Protokollen offiziell auf den
A . um eine V olkerbundankihc zur Sa
nie tun g «einer ruinierten Fmanzctt za
erhalten Denmch propagK-rten » a
die dt -national orientierten Parteien
und »olkrschc Vereine wie der Österr -
dt Volksbund. die Osten -dl Arbeits-
gemeinschaft und der Dl Schubeicm.
teilweise »on IKutschland finanziert
weiter den A ticslanken VhlieblKh
wurde die erstarkende NSDAP m
Österreich zum Haupttragcr dieser
Propaganda
1932 scheuerte dis Projekt einer
Zollunion nut Deutschland am Ein-
bruch der Giotknasbic Chkucid
»erachtete tm Protokoll von lemsanne
über eine neue Anleihe ahermab auf
den A Nach der Machtuhcmahme der
NiLmw u> Deutschland climmtcrk die
Sozialdemokratie 193- die A -Forde-
rung aus ihrem Parteiprogramm Auch
das »on E Dollfuß emchtele diktaloo-
whe Regime des -Sthndcsiaats-s- »er-
suchte nut starker Anlehnung an da»
tasch-slrs-.be Italien die EtgenUaatbch-
keit Österreich» zu bewahren Die ler-
nvtstisch agierende (Men. NSDAP
wurde 1933 »erboten. Hiller erhöhte
»Jen wirtschaftlichen und jvlitischeu
Druck Im hin IvM wurde DoUfuß
bei einem Putsch»ersuvh »ler entert
Natanz, ermordet. Nach der Nieder-
schlagung des Putsche» (Mussolini
hatte am Brenner Eruppen .lutmar
«cineren lassen I »erfolgte dte dt Füh-
rung da» esidutiorurc Konzept eines
-dt. Weges- Österreich geriet jedoch
angcsKlit» der Annäherung zwischen
Italien und Deutschland inuner mehr
in eine außenpolitische IsoUtnm
fnoenpobtiteh durch die doppelte
Frontstellung seine» Repm»-» gegen
Arbeiterbewegung und Nat sev ge-
schwächt muüie K Schuschnigg, der
Dollfuß gefolgt war. Kompromissen
nut Dculsshland ziMimmen. die jedoch
KwwhMf < Ktewndn
sämtlich znm Nachteil Österreich» gc
rvetc-n Im Juhabkoramcn |9le wurde
zwar die Souveränität Ouenerchs
durch DcutschLmd anerkannt rau
der Amnestie und der .Aufnahme von
Nat sew m die Verwaltung trurdc je
deck der l nierwaadetuag der o»terr
Behörden 1 uz und For gcsUfnct
auch halte die Wknci Regierung den
iubcnp» >1; tischen E uhrunesanspruch
DeuischlabJs anzuerkennm
Am 12.2 |93b mußte Schuschnigg bei
emem Treffen mit Hitler in Befehle»
gadea unter masst» cm tnibtarrscbcni
Druck einer Rcgicruagsheteiligung Jo
Nat s»v zustimmen Am 93.193b setzte
Schuschnigg Kdich kurzfristig eme
V’oiksabstunroune aber die Fredteil
und Souicrinitat (Ktirrcxhs an muß
te die»« .rf»ei unter utltmat.-sen Jt Dto-
hungen widerrufen Ej dcrnrwMHMcrtc
Schließfach am 113 und machte damit
Jen Weg tut dte Installierung emer
nat soz Regienmg unter A Sevsc-ln
quart frei Am 123.193« «varxhiertcn
dt Truppen unter dem Jubel großer
feik der octerr Bcsolkerung und » a
der osten Nat wv m t »verreich em
Dk nat Mv RcgKTung Se»»» lnq«an
beschloß am 133. nach dem erzwunge-
nen Rücktritt »an BandesprauJent W
Mik la» da» - Bundes» ertascuogsgevetz
uher du: Wtcdmcreimgung Ortei-
reich» mit Jem Dt Reich • Gieichzctiig
wutde ein cntsprccbciujes Reichsee
wrtz beschhiMen Am 15 3 fand eine
< itoßAundheebung mit Hrtkr auf Jem
Wiener HcidenpUtz nm ca. 250000
Tctinehmcrn statt. Schon ab 113. be
rannen andererseits die Verhaftungen
und Eizessc gegen Repmegegner und
Juden tkurzfratig Ubei TOtflli Festnah-
men L Ausmaß und Brutalität Jes NS-
lerror» in Oiteftcidi übertrafen die
Verhältnisse im Dt Reich bei weitem
Eme Volksabstimmung am I0.4.193K.
dk unter den »on den Nm.m». be-
Mimmten Rahmen Bedingungen Uber
tuliiwki Iw» <'«>«
den bereu» vollzogenen A. stattfand.
Nachte 99.73“« Ja Stimmen 1*40
wurde die nunmehnpe -Ostmark- in
Rctehsgauc aufgcteilt Am 27 4.1945
proklamierte Österreich seine Vnab-
hangigkeii und erklärte den A lur
-null und nichtig- Im Staatsscrtrag
verpflichtete es sich 1955. -kerne wie
immer geartete pojitixhe oder wirt-
schalthchc Vereinigung mit Deutsch
Und- cinzugehen rhwwi tew
lamMur
tKtMMtwrprr SorWrt fMtlwUwwkOMzrwsi-*
Oo S«<fcW W«.n MümJaen IV«
tefuho GrrXarU brr Arm* Pw SMXHwh»-
t^liam fvte *i Ourrwri* Graz Wioi K sto
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DramUml m>>/ Jw W* *» lawmu»aM<r anj
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xtoask Frww A Ware Zvi» Pr- J«ww*r Fm
mmw* «a OurwwA Wwa l'M7
knlitwilseheMtsnius In stet Weimarer
Republik waren nicht nur einige Orga-
nisationen wie die Antibolxhcwivti-
xhc Liga Eduard Stadtlerv sondern
mit Ausnahme stet kommunistischen
alle Parteien .intibolxhcwtvhxh em ge-
stellt Dattel scrmixhtcn sich sehr alte
russophoN- und «nttdawix'hc Vorur-
teile nut einer ausgeprägten Angst vor
dem konimunisnuix dsc durch die Ein-
drücke von der Russischen Resolut»«!
und ihren Greuel« wesentlich gestei-
gert worden war Bei der NSDAP kam
zu diesen anlirussischcn anlisUwi-
xhen und anttkommunisltxhcti Res-
sentiments noch der -• Antisemitismus
hinzu Für Hilter war der -russische
Bolschewismus- nichts anderes ab der
Versuch des -Judentums-, -sich die
Wcllbertxhalt anzucigncn- Anderer-
seits werd.- Rußland durch die Juten
herrxhah geschwächt Daher sei es
teichl möglich, den unbedingt benötig
len -• Lebensraum im Osten -aul
kosten Rußlands« zu gewinnen (-»
Sowjctun»«) WotrEMtc'Wwrnwawi
Md
Antikominternpakt Die Befürchtungen
jap Armeekreise, daß t hin* "<i der
Sowjetunion l nterstutzung gegen die
expansive Politik -» Japans in der
Mandschurei bekäme, rührten |9tei zu
Verhandlungen des jap Militärattaches
in Berlin. Oberst Oshima. mit Hitlers
außenpolitischem Herater Ribbentrop,
die ohne Kenntnis der beiden zustande
gen Außenminister statt!amten Zweck
des am 25 11 |91n unterzeichneten Ab-
kommens mit einet Geltungsdauer son
tunt Jahren 11*41 verlängert) war nach
außen hm die Bekämpfung der K»»min-
ier n I Kommunistnchc Internationale 1
Der Pakt sah gegenseitige Intormatio-
nen und Konsultationen vor und legte
tn einem Zusatzprotokoll Maßnahmen
gegen KomintcrnmitarheUcr un In-
und Ausland fest. Em geheimes Zusatz-
protokoil enthielt Bestimmungen über
Konsultationen und gegenseitige Neu-
tralität un I alte eines nicht provozierten
Angriffs oder entsprechender Drohun
gen von retten der Sowjetunion Ferner
erklärten beide Seiten den A erzieht auf
künftige venragirchc \ ereinharungen.
die gegen den fielst des Abkommens
verstießen Dem Abkommen xhtemen
»ich ohne Kenntnis de» gc-beimen Zu
satzprotokolb - folgende Staaten an
Italien (19.37). Mandxhukuo. Vagant.
Spanien (alle 1939). Bulgarien. Kroa-
tien Dänemark, Finnland. Nanking
China. Rumänien und die Slowakei
(alle 1*4)1 Dav eigentliche Ziel des
Abkommens, die außenpolitische Iso-
lierung «ter LdSSR. opferten sowohl
die Reichsregierung mit dem — dt -so-
wj Nichlangtitls(sikl ita 19 »9 wie Ja-
pan mit dem russ jap Neutralitatsab
kommen (13.4.1*41). Nach dem dl
Überfall auf die UdSSR (l ntetneh-
men —» Barbarossa; —» (Hlteidzugl
grill Japan dem Buchstaben des Ab-
kommens entsprechend nicht zugun-
sten des Dt Reiches in den Konflikt
CIO. HrrmwM Wog
M5
Antikomiiiunoiiiir. s. XntifwUxbew Is-
mus
kMrsemitischr Aktion Im Jahr 1934
wurde in enger personeller und finanzi-
eller Verbindung mit dem RcKhsnuni-
stcrium für Volksaufklarung und Pro-
paganda in Berlin das Institut zum Stu-
dium der Judentrage (zuerst Institut
zur Erforschung der Judenfragei ge-
gründet Sein enter Letter. Eugen von
Engelhardt wurde bald von Dr Wd
heim Ziegler ersetzt, einem hoben Be-
amten und -Judenreterenlen- in dem
genannten Ministerium und aktiven
antisemitischen Autor und Redner. Im
Dezember |9.»9 wurde das Institut un-
ter seinem neuen Letter Dr Woltt
HeinrichsdorfL in A.. rm Februar 1942,
mit Rücksicht aut die arabischen Lan-
der. in • Antijudnche AktMXi- umbe-
nannl Die Bedeutung des Instituts lag
primär in der tfffentlichkciLsarbcii.
seine wissenschaftlichen Publikationen
Hieben spärlich Ziel war die Verbrei-
tung der Ergebnisse der Focvchong zur
«Judentrage- in der Bevölkerung Zu
diesem Zweck gab da» Institut aufla
genstarke Schriften heraus, darunter
das mehrfach aulgclegtc Buch Die Ju
Jrw m fteuBcMind (1935. *1939), besaß
eme eigene Bibliothek und veröffent-
lichte seit 1937 die halbmonatlich teds
wöchentlich erxcheinende und tur den
Nachdruck bzw die Auswertung vorge-
sehene Knrresfwmdcnz Wurriliingen
über drr Juden fruee (Hg.. Hans Georg
Jrumit bi» 1939. ab Ma« 1939 Dr Hem
nchsdortt. ab Apnl l*4o Wc4fgang
Fehrmann. ab Dezember 1942 Hurst
Seemann), in der viele führende anltsc
miiische Propagandisten schneiten und
die ein wirksames Instrument der
nat soz Propaganda zur -Judenlrage-
darMelhe Ab 1940 hieß da» Blatt Dte
Judertfragc tn Pu link. Hfihl Kultur und
Wirttihuft Ende 1943 wurde sein Er
scheinen überraschend eingestellt. Ab
Valis* aul ronav
1*43 gab dte A ein zweites Penodikum
heraus Anfut für Judenfrugen Sihril-
len zur fndigen Überwuutüng de> Ju-
.irnturnt (Hg Fncdnch Luffter).dessen
Intentionen starker aul wivsen«ch>ifth-
chem (icbiel lagen Daß ehe 1937 he-
gwnncnc Buchreihe Dir Juden un Le-
ben der \nlkn über den ersten Band
nicht hinauskam. Wirft mdc-wen em
lacht auf das wissenschatt liehe Schat-
tendasein der A Gegen Ende des Drit-
ten Reiches soll das Institut m das neu
gegründete ZcntraHorschungMnstilul
des Propagandamintsienums eingcghe-
dert worden sein, ohne seine Eigen-
vtandickeil söllig verloren zu haben I -*
Antisemitismus -• Juden i
Der Bekiff scUU* müi
seit den hier Jahren des 19. Jh gegen-
über den Begntten «Judenhaß« und
-Judenlcindbchkeit- in Europa durch
In Reaktion auf dte Entstehung der
modernen indiKtnegesel Ixhaft wurde
em uch wisxnx-haltlich gebender
rassnch-volkischcr A zur nationalisti-
schen Intcgrilionsivteologic. «Jie alte
negatrs bewerteten Zcitcrxhemungcn
< Materialismus "sakiüarrsmuv. die «wo-
zule Frage« I den Juden an lastete Ju-
dentum und (.tetmwncnlunvDcuixh-
tum standen al» Chiftren für den Kon
thkl zwtxhcn den Ideen der Franzoo-
xhen Resolution und einer nat«>nah-
siixhen. anlimodcrnislixhcn Weltan-
schauung In und nach dem Ersten
Weltkrieg verschärfte sich der A. da
die -» Juden von der völkischen
Rechten (-• völkische Bewegung! tut
den Krieg, dte Niederlage von I91H
(«Dofchsloßtegcnde« i und die Revolu-
tion (-» «Nosemberserbiccher-) ver-
antwortlich gemacht wurden. Die
Dcutxhcn wurden ah Opfer einer plu-
tukratuch-judisch-marxistBchen Vier-
x*hworung gesehen Der A verband
sich nut der grundsätzlichen Opposi-
»IWrMUMnin
tion gegen di* Weimarer Demokratie
l»Judcnrcpubhk«) und pwann danul
vthcblxh an poiituchcai Gewicht Der
A der traben -» NSDAP (WW- W23»
dellte Icihglxh eine Verdichtung und
Radikalisierung der völkisch impcruh
»tischen Ideen aus der Zeit vor WIK
dar und unterschied sich kaum »on
dem anderer »olkischer Verbände dx
eme fanatische antijudische Propagan-
da betrieben Ehe NSDAP gab sich im
Februar W?1l ein Programm das Juden
aus dem Kreis der — -Viilkspcniwnen-
und Staatsbürger ausschhcßen sie ab
-Gaste- unter Fremdcnrecht stellen
und emge wanderte Juden aus weisen
wollte (-• Ideologie i Ihr A besaß ei-
nen Doppclcharaktcr ah der -getuhls-
maUtec Interbau der Bewegung-
(Gottfried Federt und ah propagandi-
stisches Mittel, um dx Verbitterung der
Massen auf einen einzigen -unvendhn-
hehen feind- ru lenken Hitler propa
gierte einen -A der Vernunft-, dessen
Basis cm jus pseudowissenschaftlichen
Dleiwemcn zusammengesetztes sozi
aldarwinistischcs Verständnis der »clt-
gexchtchlhchcn Entwicklung ah -Ras
senkampf- bildete (-» Sozialdarwinis-
muvl Die Judenfrage • wurde entspre
chend als ein Rassenproblem tormu
lieft. wohn sich in diesem Rassismus
A . Rasscnutopie. GcscUschaftsbxWigic
und Ravscnhvgicne (-• Rasscnpolitik
und Völkermied: —• Medizin i verban-
den In dx-M-m manxhaisehcn Denk»»
vtem wurden die luden -Inders als alle
anderen -NichtAnct«. die in einer
Ramenhierarciue auf emc mcdnccre
Mule gestellt wurden, zur mächtigen
-Gcgcnrassc- und rum - Negativ tspus-
damonisicrt und dem Idcaltvpus des
Arier» gvrcnubcrgeslellt Du Dcfmiti
on über d.o -Blut- war jedoch sekun
dar mit der des -jüdischen Geistc«-
»erbunden. denn man sah in latxrralrs-
mus. Kapitalismus Bolschewismus
Presse und freimaurertum sowohl
U*
den Ausdruck jüdisch-materialistischen
Gerste» ah auch Hcrrschaltsinstrumen
le de» Judentums Das -internationale
Judentum- wurde ah treibende Kratt
hinter allen innen- wie auiknpoliti
sehen Problemen gesehen da ihm ein
Streben nach Weltherrschaft zuge-
schncK-n wurde, wie c-s die in der
NSDAP trab rezipierten -» -Protokol
le der Wersen »on Zum- - eme Fäl-
schung der zaristischen Geheimpolizei
zu belegen schienen Hitler sah des-
halb einen WellkonBikt zwischen Ju-
den und Ancm voraus, denn nach »ei-
ner 'Vutl.issung bedrohte das Judentum
nicht nut das dl sondern alle Völker
(«Rassen tuberkulöse der V'olker«), u>
daß da» Ziel der antijudischen fMlitik
letztlich die -Entfernung der Juden
überhaupt- sein mußte In der Vorstel-
lung de» Kample» ums Dasein, in dem
Volker erbarmungslos Krieg um -•
l.cbensraum fuhren hegt die Verbin-
dung de» A mit der RasscnuiipK und
mit dem kolonialen Lebensraum Kon
zept Hitler drohte in seinen Reden
mehrfach, da» Ergebnis cme» »on den
Juden verschuldeten Krieges werde
nicht die Vusrortune der europäischen
Volker. Mindern die des Judentum»
sein. Der nat soz A basierte jedoch
nicht nur auf der -Ra»»cnthc»«ie« I-*
Rassenkunde I. Mindern bediente uch
aller Motive der antiM-mitischen Iradi
tum Deshalb changierte da» Bild de»
-Juden- zwischen der Vorstellung cme»
dämonischen fast übermächtigen Fern-
de» und dem dc» minderwertigen Un-
termenschen. der parasitär in anderen
Vislkern lebt, deren Staaten zerstört
und da» Rassenniveau durch R.i»»cn-
mrschune senkt Eur diesen rabiaten
und pornographischen A stehen exem
plansch das Hetzblatt — Der Sturmer
und die imlijudnche Gewalt der SA
Det A. der NSDAP unterschied sich
»on dem primär literarischen de» Kai
»erreich« durch seine Umsetzung in
M7
eine terroristische politische Praxi» Ihr
»erbat aggrcsMser Antisemitismus war
nicht cm Ersatz für Handeln. Mindern
Wegbereiter der Tat. Auch wenn es kei-
nen konkreten Aktion-plan gab mi lag
doch der V\»lkcrm.ird in der Logik dc»
rassistischen A . denn ru »einen Wc
senscleinentcn gehörte die Unmöglich
keil, eine begrenzte Regelung für eine
dauerhafte dt -jüdische K<x-vistenz zu
finden, da er nicht auf einen Zustand
der Apartheid, sondern auf eine xölhgc
• Entfernung- der Juden nette Das d»
namtsche Zusammenspiel von Par
tcighcder ungen und staatlichen Orga-
nen radikalisierte uch. nachdem der A
W33 zum Rcgtcrangsprogramrn und
zur Staatsdoktnn geworden war seit
den Boykottmaßnahmen I— Boykott
I April W”i xhntrwcisc i— Nürn-
berger Gesetze) wenn auch tn Fr«rm
einer konfusen und z T widerspruchh
chen Bditik zu einet immer weiler-
gehenden rechtlichen, wirtschaftlichen
und sozialen Ausschließung der Juden
bis hin zur -Reichiknstallnachf•
den — Deportationen und zur -• -End
h Wung« Arsrnuw
l aowsr
Grwr.l IIlBM grxfc't'uM/tow
au»1 mm« Cl—Mi O-1W-» Äor*
Mix»« IW*
lacket, t-SerSara Htam li.-.tancXaxu'-. »um
Sari l«M
Vjapeasrfwi-nlpolitik Für —• Großbri-
tannien stcDlc sich in den JOcr Jahren
die Frage, wie aul die revr»uini»tnchc
Politik -» Japans m Ostasien -» Itati-
en» im Mittelmeerraum und Deutsch-
lands in Mitteleuropa i-♦ Großdcutsch-
landi reagiert werden sollte Iradi
tiuncllerweise kam dem europäischen
Kontinent Priorität zu. w daß sich
der Versuch anbot, das Dt Reich
durch weitgehendes Entgegenkommen
zu beschwichtigen und in em Geflecht
von Absprachen und Abmachungen
kppraMonralgaMA
einzubinden I-• Außenpolitik) Das
Appeasement-Konzept des Premier-
ministcrs Chamberlain halle die Öf-
fentliche Meinung hinter sich weil dx-
Furcht vor einem BomK-nkncg »wir
der Wunsch nach Wohbtand Frieden
und -♦ Abrüstung weit »eilwcilct
waren, aber auch die Ordnung des
Ericdenssertrage» »on VcrsuiAe» mehr
und mehr ah ungerecht gegenüber
Dciitxhland empfunden wurde (-»
Vcrsadk-si Hinzu kamen seitens der
xonM-rsatrscn Ehlen uuficnwirtschalt
lieh« Interessen, die Ablehnung der
stalinistischen I dNAR. um deren Ein-
beziehung in ein» Anti-Httlcr-Kna-
lition sich lediglich der in seiner
eigenen Partei völlig isolierte Win
»ton (hurchiß seit IW bemühte
und Befürchtungen hinstchtlx-h eine»
fundamentalen inncircscllscfulllichcn
Wandeis al* Folge eines künftigen
Kriege» Der A lag ein Deutschland-
bdd zugrunde das nicht nut zwischen
Nat ssiz. und dt Volk unterschied, »on
dern innerhalb der NV Führung von
einem lauziehcn um den zwischen
-Gemäßigten- und -F.xltcmrstcn- st«
henden kompromißbcrciten Hilter
auiging In dteset Fchlperzeption wur-
den die »Appeaser« in W hitehall durch
konservative Rcglmckntikcr <n Berlin
wie Staatssekretär von Weizsäcker und
Cieneralslabschef Halder bestätigt die
einen -großen Krieg- gegen die Wcsl-
m-tchtc vethmdern. jedoch -» Öster-
reich. das —» Sudctcnland. — Danzig
und den -• poln «Korndnr- gleichsam
al» Gegenleistung tur da« bot Ruhe-
hedurfni» aul dem Kontinent cmfot-
dem wollten H.ihepunkt det A »feilte
das Münchener Abkommen vom
2’1’iiutx dar. wenngleich zur Erhal-
tung des Friedens nicht mehr allein die
VerharkllungshereHschaft de» Westen»
und die Überlassung der Sudclenge
biete an da« Dt Reich awweichten. son
dem erst die Mobilisierung der bnt
Krtaitettum
Höfte <icn 'um Krieg entschlossenen
Hitler zuitKkschtcckcn ließ In dem er
zielten außenpoliltscben FrtUg sah
Hitlet lediglich eine Einschränkung
sctrsci HanJIunjrsftcdvclt wahrend die
• Antuppeaser um Churchill und Duft
( «•per da» Verhallen der bnt Regie-
rung gegen-über der -* Escbcchodc»
wakei alt -Schande* bc/cKhnclen und
spaier sogai von einer »verpaßten
Chance* zum Sturz Hitler« sprachen
Letztgenannte Behauptung »teilten
auch diejenigen Unkt-Gegner in Bei
Im auf. die weh 1936 in der -Septem
bervervchwotung- zusammen gefunden
hatten und ihr Handeln »un der Bercil-
schatt der brit Regierung abhängig
machten. Hitler eine öffentliche diplo-
matische Niederlage bcizubringcn die
wiederum ah Imttal/tmdung von außen
lui die Beseitigung des Regimes irn In-
nern benutzt werden sollte Mit Hitlers
-Marsch nach Prag* und der Emch-
lung des -• Piotcktorat» Böhmen und
Mahren zeichnete sich das Ende der A
ab - offiziell angekundlgt durch die
bnt. Garantieerklärung lut die Unab-
hängigkeit -• hden» tun ') ' |9'9
Ttotzdem IkB Chamberlain bts in den
August 1'1 AM hinein die au» Kinel Suhl
tuKh verbliebenen Möglichkeiten des
-cuinomn. appeasement- auskMen die
eine weltweite w-irtschattiichc Zusant
mcnarheit mit DeutwhUnd und sogar
ein -koloniales Kondominium- in Ain
ka beinhalteten Sogar nach dem dl
Angriff aul Pillen und det Kriegser-
klärung GrofUwilamuens vom 3.9.1939
(-• Poknteldzug; Weltkrieg lu*u
1945) bestanden in Whilehall noch un
tcrschwcllig gewisse Hoffnungen auf
einen Frieden ohne Wallcngang aller-
dings unter kernen Irnstandcn mit
Hiller al» Verhandlungspartner Als
Churchill schließlich am 1(15 l»*4ii Pie-
inKitmnislct wurde, konnte et aul da»
oHensiihfliihc Scheitern der von ihm
heilig bekämpften A aufbaucn um
'M
die brit Nation im Kampf gegen »las
nat Miz. Deutschland zu einen und auf
da» Ziel eine» eindeutigen Sieges ein-
zuschworen hamr».« Atauo
/ikramr
trratsl Ito mal Her « ar» Amr
HutrmnJjM MtdurlW Muis* tun MW
Artieilenuin 19'1 gegründete Zeit-
schrtft. »he NAA zum Zcntralorgan der
-> DAF wurde, alle- 14 läge erschien
und 1939 eine Auflage von 43 Mm
Esemplaren erreichte In den ersten
fahren ihre» Bestehens diente sie dazu,
die Arbeiterwhaft lur die NSDAP zu
gewinnen Dieser Versuch war relativ
erfolgreich Allerdings ist die Partei
nie zu dem eewurden. was sie »ergab
zu »ein ein» Partei der dl Arbeiter-
schaft Im Dritten Reich selber wur-
den im A die angeblichen Leistungen
der DAF und der ihr angcschloucncn
NS-< icnKinschuli -* -Kraft durch
Freude- gefeiert Wahrend des Zwei
len Weltkriege» warb man lur den
Einsatz an der -« HcimalltiaU Die
u.a. vom .4 betriebene -a Propaganda
wirk! bi» heule nach Neben verschie-
denen Zeitgenossen haben auch eini-
ge Historiker die These vertreten,
daß da» Dritte Reich eine -progressive
-♦ Sozialpolitik« betrieben habe, wo-
bei allerdings die Bedeutung der tat-
suhliehcn sozialpiliiivehca Leistungen
überschätzt und du -Limit eng verbun-
denen rassenpolitivchcn und terroristi-
schen Aktionen übersehen werden
w.afaw»a '* <zz»'*•’**
ArtieiterwidersliMMl BeZc-uhnel aul
den Sturz des NS-Regime« zielemle
Handlungen von Angehörigen der
»erbotenen OiganrsatioMI det Aibei-
terK-wegung und von nichloigani-
sirrten Arbeitern fWiderstand) I n-
ferse hied liehe Aorceliensweiscn kenn-
zeuhnck-n die beiden großen Arbei-
terparteien Der -» SPD-Widerstand
WM
zeichnete sich v. a. durch die .Auf-
rechterhaltung von Kontakten und In
formationsnetzen aus Die -» KPD
konnte dagegen zunächst ihre Orga-
lusationvstiuktur relativ bruchlov in
die Illegalität überfuhren. »lei Versuch
illegaler Massenarbeit forderte- jedoch
unzählige Opfer Kleinere sozialisti
»ehe Organisationen IciMclen aufgrund
ihre» ernten Zusammenhalts, ihre: ge-
ringen Milglicderzahi sowie ihres ho-
hen Maßes an politischer Motivation
eine bcdeulende Widcntandsfatigkcii
Zu nennen sind hier ua Neubegin-
nen. der IntemalHmidc Soziaiisltvche
Kamptbund (ISK) die Kommunist»
»ehe Partei Deutschlands (Opposition
KPOi. der rechte Flügel det offiziellen
KPD sowie die Sozialisttsche Arbei-
terpartei (SAP) Aktive Widerstand
»tatigkeit gab es auch aus den (icwerk-
schaften der Eisenbahn- und Hafen-
arbeiter. «ler Nahrungsmilicliubcilet.
de» Zcntralvcrbands der Hotel-, Re
staurant- und C aleangestelllen sowie
des Zentrulvcrhands der Angestellten
(-» Gewerkschaften). Wichtig für das
Verständnis des A ist die enge Zu
ummcnarbcit mit dem politischen Feil
(— Emigratum). Bet Kriegs beginn war
der A un wesentlichen zerschlagen,
lediglich einige va. kommunistisch
geprägte Gruppen wagten den Ver
such einet Neuorganisation Einzelne
Sozialdemokraten beteiligten sich am
-• Kreisaucr Kret» sowie an der Ver
schworung des —• 31 fuh 1944 Weder
der organisierte A noch spontane
alltägliche Aktionen unorganisierter
Arbeitet (kB Streiks) konnten den
Bestand des NS-Regimes jemals ernst
haft gefährden (-» Widerstand)
/rror VwArr
Arbeitsbeschaffung k. Arbeitslosigkeit
Arbeitsbwi-h Zum Zweck de» Arbeits-
nachweises gesetzlich (26.2.1935) vor-
VrterttsnwMir
geschriebenes Dokument in das An
und Zeit der Beschäftigung eingetra-
gen werden mußten Bei Arbeitsantritt
hatte jeder Artvunehmer semem Ar-
beitgeber das A zu übergeben Bel den
Artwttsamlctti wurden dann Karteien
übet alle Eintragungen angelegt Da
durch konnte das Buch nicht nur zur
Verteilung de» Arbeitseinsatzes von
dein auch zur Erfassung »on - Arbeits-
scheuen- (— Asoziale) verwendet
werden Nach einer Durchführungs-
verordnung vom 16 5.19'5 war die
Bc-schaltigunt' von Personen ohne A
mehl gestattet WiM tfven
AriwUxfiMk v Deutsche \rfie«t»lrMil
(DAT)
Arbeit »dienst s. Rcichsarbeitsdiensi
(BAD)
Ariiertsdicnst »cibfkbct Jugend
v RcichsarbeitMhenvl (R AD)
Arlieitwinsiiiz Nationalsozialistische
Bezeichnung für eine staatlich regulier
le. repressive Arbcitsmarklpohttk Die
Aorauvsetzungen tur den A wurden
19'5 mit dem Gesetz über die Ein-
führung de» _* Arbeitsbuches und 1937
mil der Ausschaltung privater Arbeit»
nachweivc geschallen Damit kontrol-
lierte die Retchvanslall für Arhcitsver-
mitllung und Arbeitsloscnvetsichciung
sowohl den Arbcilwnurkt al» auch die
Arbeitskräfte I-» Arheitdixigkeit) Ihr
Chef. Friedrich Nyrup. konnte ab dem
226.193h mittels »Jer sog. Dienstver-
pflichtung jeden Deutschen befristet
-tur Aufgaben besonderer sta.uspoli
um.her Bedeutung* z B den Bau des
—» Westwalls, heranzichen. Bis zum
Frühjahr 1939 schloß der NS-Staat mit
der Eingliederung der Reichsanstalt in
Ja» -• ReK'hsarbcitsmintsicriurn un»l
nui der Umwandlung der Arbeitsämter
in Rcichsbchordcn die adnuntsttatisc
VrtKh*rto<kung*tag<i
Zentralisierung ab: zugleich wurde
der staatliche Zwgrifl auf die Arbeit»
kralle durch F infuhrung der unbefn-
Meten DtcnMscrpllwhtung erweitert
Die Knsgsiel«« der ArbetUpcsctrge
bung (-• Sozialpolitik) beseitigte ab
September 1959 noch bcstchcmle Frei-
zügigkeiten. um alle beschäftigten wie
unbesrhaltiricn Zivilsten tur den A
im Interesse der — Kriegswirtschaft
mobilisieren ru können (-• W irt schattI
1942 gab das Reichsarbeilsministenuni
zugunsten einer curopawciicn Organi-
sation des A. seme Kompetenzen an
den — tieneralbcsollmachtigien für
den Arbeitseinsatz ab. dem auch die
Aufgaben der (leschatlsgruppe A des
Beauftragten für den —» Vierjahrcsplan
Übertragen wurden A wurde mzwi-
sehen als Vokabel für die massenhafte
Organisation der -» Zwangsarbeit »on
Fremdarbeitern und Kriegsgefangenen
benutzt, daruhet hinaus seit der —
Wanrtsec Konferenz vum 30.1.1942
auch ah Synonym lur die Venuchtuag
durch Arbeit« ein Element der —•
-Endlosung der europäischen Juden
frage* Schon Ende |9tg hatte der NS-
Staat eine spezielle form de» Atbcrts-
zwang» für nach rassistischen Kriterien
selektierte Gruppen eingefuhrl Im
-geschlossenen Arbeitseinsatz- wur
den dt Juden von der Arbeite» erwal-
turig unter Mißachtung »un Eignung
und Qualifikation in isolierten Kolon-
nen oder Hetncbs.ibiciluni’cn unter
arbcitsrechtlicbcn Sewidertvdineungcn
zwangsweise bi* zu ihrer Deportation
beschäftigt iöwmt
/ uerurio
Kruue KnJica* Gslunr »nj /•>»< Ar
flnara KnrA Stunaab I*’
ArtH-iissrzMbiiwgslngrr Wahrend des
Zweiten Weltkriegs errichtete- Strafla-
«II
gcr für Personen, denen in der Regel
Verstoße gegen du- Arbeitsdisziplin der
— Kriegswirtschaft »«geworfen wur-
den. z B durch . Arbcitsscrwetgcrung«,
••Bummelei* oder unentschuldigt«
Fernbleiben Die Einweisungen in die
A erfolgten durch die -» Gestapo. In
den A sollte durch harte Arbeit und
KZ-ahnbchc Haftbcdingungcn bestraft
und gleichzeitig cm allgemeiner Ab-
schrcckungsettekt erreicht werden
Nach mehrwöchiger Haft wurden die
meisten Inhaftierten wieder an ihre
Arbeitsplätze überstellt Bei der über-
wiegenden Mehrzahl der Gefangenen
handelte c* »ich um ausländische -*
Zwangsurbeiter. denen man oll nur
geringe Acrstoße gegen die Arbeitsdis-
ziplin »orwerJen konnte Der I bergang
zu den großen KZ. war »on Beginn
an fließend. AI» -unser besser lieh- cm-
geschätzte Hattfange konnten in die
-* Konzentrationslager überstellt wer-
den Darüber hinaus fungierten die A
ah Hattstatlen tut l nlcrsuchungsge-
fangene der Gestapo und als Durch-
gangsstation in die KZ In der zweiten
Kncgshalfte wurden < lefangene der A
in großer Zahl in die KZ übet fuhrt Bis
Kriegsende wurden über *i A ernch
tet »on denen bislang nur einzelne aus-
reichend erforscht sind E» ist dason
auszugehen. daß in den A mehrere
lausend Gefangene umk.imcn
Arbeitsgemeinschaft Nnrdwest Zu-
sammenschluß dci n«d und wcsldt.
-»Gauleiter der NSDAP unter der Lei
lung »on tncg« Straßer (Geschäft»*
luhrei Josef Goebbels). gegründet am
Io II 9 |«J25 ml Initiative von Greg«
und Otto Straßer Goebbels und ande-
ren Vcrtietern des linken Hügels der
NSDAP zur Vereinheitlichung der an-
eewhlosscncn — Gaue in Organisation
und Propaganda und zum gegenseiti-
gen Austausch in politischen Fragen
371
(nach den Statuten vom 9 Kl 19251 Ihe
gcselhchahs- und außenpolitischen
A'orvtcllungen der A und ihre Ansich-
ten über die »on der NSDAP zu »erfol-
gende Taktik wichen z I erheblich »om
Kurs det Münchner Parteiführung ab.
insbesondere mit Sozialrevolutionären
Ideen («deutscher Sozialismus-), die
durch Nationalisierung der Wirtschall
und Mitbesitz der Artxnler an Produk-
tioiismitlcln »crwirklkht werden soll-
ten Die -» Bamberger Führertagung
bedeutete da» taktische Ende der A
ImlUuarr
Arbeitslosigkeit Von der Beseitigung
der A.. die 1912 Anfang 1935 ihres
höchsten amtlichen Stand mit über 6
Mut erreicht hatte (nur offiziell Ge-
meldete; ohne «unochtharc- A ohne
Kurzarbeiter. NotsUindcarbcilct u»w t
hing die Festigung des NS-Regim« we-
sentlich ab Hitler erklärte schon in den
ersten Kabinetts*itzungcn « komme
außer auf den politischen Effekt, den
die «Arbeitsbeschaffung« (AB) haben
werde.» a daraut an. daß sic der • Wie-
derwchrhaftmachung des dt Volkes«
diene. -Dieser Gedanke muß immer
und überall im Vordergrund Mehcn-
(K.2.1933) Die HitJerregierung knüpfte
zunächst offiziell an die AB-Progntm-
mc der Regierungen Papcn und Schlei-
cher an und »lockte sic sukzessisc um
erhebliche Summen au» öffentlichen
Mitteln auf Bei Hitler» Machtantritt
war der Tiefpunkt der Kn»c bereits
überschritten. »o daß die Mittel au»
den AB Programmen die va. die Bau-
industrie belebten (Investitionen im
Verkehr»- und Wohnungswesen und
in det Energieversorgung), wie eine
Anschubfinanzicning mit fast aus-
schließlich binncnwirlschaftlwhem Ef-
fekt - auch auf andere Industriezweige
wirkten, besonders auf die Investitions-
güter-. die Fahrzeug und die Elektro-
industrie. Die -» Aufrüstung konnte
Vrtirn*l<>wgkcH
jedoch bis 1935 nicht direkt über diese
Programme finanziert werden, sondern
speiste »ich au» geheimen Fond» wie
der -Kasse L- deren Mittel Ul die
Flugzeugindustrie flössen und aus Gel
dem aus serdecklen VVechseloperat in-
nen det Kcichshank i~» Melowvchscl I
Aon Beginn an »clztc die NS Rcgierung
die Bevölkerung einem unaufhörlichen
propagandistischen trommel feuer aus
das iht lalsKhliche und scheinbare
Erfolge bet det Beseitigung der A
(«Arbcilsachlacht*) einJiammem »oll
te Außerdem wurde 1933 die A -Stati-
stik »cr.tndcit so daß nunmchi unie-
ectmaßig Beschäftigte mcht mehr ab
Arbeitslose zählten Wenn det Ruck
gang der A (bis 31.3.1934 um ca
33 Millionen, d.h um über 5ti%)
schon tm ersten Jahr der NS-Hctrschaft
Propagandistisch grüß ausgcschlachtct
wurde so waren darunter annähernd
13 Mk> statistisch nicfttregulare Falle
Notstandsaiheitcr einschließlich der
Arbeitet an den Rcichsdutobabncn.
zugunsten von M.innem -treigcmach
te« Arbeitsplätze von Frauen und Ju-
gendlichen von neu rekrutierten Sol-
daten. »on Getangenen m den Zucht
hausem und KZ und »on ermordeten
politischen Gegnern ferner Hilfspob
zisfen M'v l^ndhclfcm und Arbcil-
dienMicrn. Dennoch zeigten sowohl die
fbopaganda al» auch die tatsächliche
Abnahme der A unter der Bcsolke-
rung große Wirkung In den Mgcndcn
Jahren sausten dte Rüstungskoniunk-
tur und der Aufbau der Wehrmacht die
A aul Schon 19*6 begann sich Arbeits-
kräftemangel. besonder» bet Facharbei-
tern. bemerkbar zu machen 193« gab
es keine nennenswerte A mehr
Ihrtnrh FidtMir
Inrraatr
Mrü«iu TibmmM Anrnw
Ärxlf <
Zumrr ädta/ A
M /»H Im /W5. HertM (0*1 !•*•»
Artll'B mairi
Arbsibmaid s. Rrkhsarhrrt^wsl
(R ADl
krberlsmann s. Rcwhsarhritsdwnst
iR ADl
Arbriio.rriaa»r«gr«el, ki>rri>cA-ick
nunc lür das (iort/ zur t »rdnunt der
•alnmalea Albert nun Mi l WU Da«
A bddcte die < inmdlavc des nat MV
Arbctlstrxhts <-• VviaiprirtAi Der
Arbeitgeber cntschacd ab -Führer des
Bctrx-hc«- in allen inncthctncNKhce
Angckgcnheiten und war \ »v(/cnj<r
des Acrtraucnsralc« der m Brlnehrt
mil mirxkslclis 31 Mitarbeitern febl
det »erden «rille Die Arbeiter und
AnreMelken hatten dem —• Bctnctw-
fuhrcr al« —» Gefolgschaft «bc m der
-» Betnebsgemeinschaft begründete
Treue zu halten Bei der Fv«l«<lzung
der Richtlinien zu BctricbvwJnune
Tanfordnang und Kündigungsschutz
• ar der tkfriebefuhru am die Persun
een des -» Treuhänders der Arfxrt ec-
bunden Ah Diszpimannslanzen tur
Arbeitgeber und Arbeitnehmer wur
den tur jeden Treuhandrrtvzirk -Fh
rcntcrichrc- ringel uhrt Abschließend
• urde da« AibcitMcchl der Weimarer
Republik außer Kratt eesetzt Das A
• ar aufgrund der «talken Stellung «le«
Treuhänders der Arbeit cm wichtige«
Instrument zut Winschatlslcnkung
ViriULu Menwwtt
Artn-n-pO«. hl Acrpfbchrung ru pri«
duklrsvr. geistiger und k<trjxth«hcr
litigiert dae ab Sittiche hm«ce|ucnz
aus dem Recht aul AthrH «erstanden
•urde Durch aal MV Erziehung ( —
hipiM.ll «rille die A zur -selbst «er
«ländlichen FJircnpfluhl. emes reden
dt Staatsbürgers »erden ( Punkt ' u
in aus dem Programm der ASDA?
I-» l«kok»gic -» AalumaKorialtsmusl
Die A »ar cm »uhlipvs Fkmcnt der
-nat «v tuec-nderziehunr- (— RvK'hc
arbeit«hcnsl I anddienst cte I und galt
ab 19# tm Züge der Aulrudunt tut
alle dl Arixntnehmcr
U-Sta HI'WI
Arbcit««cbree *. Asoziale
krt>cit>««hUcht Aon Hitler «erwendete
prupacandntnehe Bezeichnung für die
Bekämpfung der —» Arbci tsk ntgkert
Hitler halle 1*33 agigc kündigt mner
halb »rm «icr Uhren die Arbertslosag
kett Überwunden zu haben B-« 1937
k«mntc durch entsprechende Arbeit«
hrschattungsmaßnahmen und dir Ru
«tun**pr<«duktH>n I —» Aufrüstung l Voll-
Kxtitliiwit erreicht »erden Der
Stet m der Arbeitsschlacht- »ar der
wxhtieslc tnncnp.rittncbc Lrtide der
Aal«v der «eme Wirkung auf werte
leite der Arbeitnehmerschaft nicht
»crfchhc w «Ua Hi mwii
Ar« hileklur «. h»n«l
ArrirnnenoBensKr letzte gririfc dl
•Angrrtbopcrati«m »ährend des Zwei
len Wchkrxecs l nter \olKtunt der
letzten Rcscrsen tx-gann am 1» 12 1*44
«icr Angriff auf die «rnenk Front in
«len Ardennen mit dem Ziel Jen
Alhiericn den Halen Antwerpen über
«kn ihr evsamtet Aachschub aber
»reich wurde ru entreißen «be brit
»on den amenk Iruppm zu trennen
und «« «it« Wcstmashlc tnedc-nswiiig
zu machen Aach anfänglichen Fr
liritcn »Men alle < iciandcceutnne
fesircb bi« zum 16 I 1*4« wieder ver-
hven ta«
Arratiarsehr Hohlen «. Fowe Ardeatm«
ArgcMuucu Die RcpuNri« A l Haupt-
stadt Hu«-n.n Aires i hat eine Flache
von 2,777 Mm im l'Un halle A 132
Alm Fmw.Ancr W ahrend dc» Zweiten
Weltkriegs »ersuchte A . «eine traditio
n»
•teile Acutraluat gegenüber den Kriegs-
Parteien zu brwahren WirtKhaftkh »x
«la» land fast gänzlich an Semen errö-
ten Hande lspartner GroUbntanmcn ec
bumien fkctucitir icön+i fühlte «eh
« a «las stark nalnmalictisch emeeMelhc
Alibi ar «la« uberwictcnd nach di Richt
tarnen auseebddet rwvdcn »ar. Deutsch
Und »erbümien Aach dl A«wbdd streb
len die Atilnars eme A ««miachtsicllunr
m Südamerika an Bc«mder»«hc -»l SA
waren durch die crifcnc Freundschaft
A mit dem Dt R< ich bcunruhirt die
trotz erttsprechensier Wirtschaltsbos-
kirtlc der I SA bestehen Wich l m<
Annäherung der argent Regierung
lunter dem rnikri Präsidenten < astri
lr») an ihr l S A war lur das arpent Ali-
lll.ir indrskutabcl Der Mdrtarputvb
som 4 6.1943 <untcr maßfcNichcr Bc
teilieung «ks sfotcren Diktators Pcnm l
konnte eme «riebe Annäherung zu
nächst »erhmdem Nach der Androhun«
eme« lotakn Wirtschaftsembart«-« und
mnebcher nulit-irischcr Inlerscnlkm
brach A jedoch am ?6 I l«*44 die diplo-
matischen Beziehungen n Deutsch-
land ab I'nhcs«hack-t «fcs dipkxnal»
«chcn Bruchs wurden «he Kontakte ruf
offizieller I bene werter gepfket Ab
Bedingung tur die Alitghed-chatt mden
-» Acremten Aktionen lonkrtcn die
.AUucrten den KrK»*cintrrtt gegen
DeutschUnd AI» weh auch < iririfbriian
men an den Sanktionen hrtcikpc sah
«uh A unter Präsident Farcll rum Aach
geben gez» ungen Am 273 1*4» erklär
le A al* letzter Staat der Weh dem Dt
Reich und kipan den Knet Vor allem
unter Pcron der »om cmtlutWcKlicri
Kriegs- und Arbntsmanstcr iJun> 1*43
-1*45» rum aul.mtarcn Pr.uicknlen
124 2l*4n 21 9 |iK4 und Septernbcr
IV73 Juli I974i autsticg und im -Jusli
natasmus einen -Dmtcn Weg- zwi-
schen Sozialismus und Kapitalismus
mittels staalhchcr Scviatmailnahmcn
propagierte wurde nach Knegsctlde
Srislpalagisph
Deutschen dl«- Fin»anderunc nach A
ermöglicht Dabei »arde ihre nat «V
lievmtung gririltcntcib ignoriert dw
sonst oNigatocisclK-n Firitrunsszvuenis
sc wurden mehl «erlangt Auht nur ehe
uher Aal«v sonder» auch «leie dt
ht«kn wahhen A ab ZtcHand der Aus-
wanikrung Die Zahl der iu«li«.hcn Im
upraalen wird lur den Zeitraum 19.11
-1*43 mil «HHi-riMiii am-eeeK-n
Dx Ssmpathx-n ikt luhrcmkn Kreise
für DcutsehUnd txrkam die (ikhschc
Kcsirikcmg «furch <il1c«c amncmili
«ehe Anfeindungen zu «puren In «kn
*k-r Jahren wurde «hc indische Imnagta-
t»Ki nach A sogar gestepp« wahrend
ehemalige« AS-Schergen dar t mrcisc
gewahrt wurde A«m 1*45 - 1955 wan
denen ca htllirl Deutsche nach A aus
wobei da» land «nr »Bern durch die Auf
aahmc stark bclasiercr AS Taler wie
Adolf Fichmann und kiel Mengeic rn
die SchUgrrlka geriet ».--aha
Itnam« /M« Ur»* «m»Z ÖMBW
«••mA« Ihr 4n«euA» fMtsA -VrJ »aul
(hB.1 Ui<i
Arieramhweh x kbslamaiwags
nach weis
Anerparagraph Frstmab im -• Ciesctz
zur Wieikrherslcllung «les Bcrubbc
amtentum« <BB<>> vom 7.4.1933 k»
muherte Bestimmung nn Ausschaltung
«on -Aictrtanern- Beamte -nichlan
sehet Abstammung» waren in den
Mrfortigea Ruhestand zu «ersetzen, ab
-nichtansch- galt «kr I \«-rordnung
zum BB4. vorn 114 1*3» zuhrige
»et cmen lltcra udet trnrikhcmlcti
hatte «kr der indischen Religion an
pehorlc 1-» Ahslaanmunginacbwcisl
Diese Deftmtam wur«k- zur 4 .rundläge
zahliewhcr weiterer Auigrcnzimgen
von -Nichtanern- au» »crschiedcncn
Berufen. Verbunden und Orgamsa-
twwen Bereit« »ett «km 1 4 1933 k««m-
le Rechtsanwälten -mchtanscikcr Ab-
staitunung* die Zulassung cntz»Rgcn
werden.am 22.4.19.33 wurde -she Tätig-
keit un Kassenärzten nuhtarischct
Abstammung- beendet Gkeichzctlig
trat beim Dt Apotheker-V'etem am
25 4 IW bei allen Spurt- und Turn
»crcmigungcn (-* Sport) und an»
257 1155 Kim RcKhsserbaad IM
SetuiflMelki det A in krall Da»
Gesetz gegen die I bertullung dl Schu
len und H<nhschuken »tun 25 4 1*33
begrenzte die Zahl der -NicJitancr-
an den HiMuriexinruhfunecn < -» Urs
scnschatll Mil dem Reichskuhwrkam-
mergesetz som 22.* 1955 (-* Reich»
knhurkanuner) wurden -• Juden und
-judtschc Mochlmgc- von der Betäti-
gung m Schrifttum, -• freue. -• Rund
tunk Theater. Musik und bddenden
Künsten l -»Kun.D.mn Jem — Schrift
IcncrgescU »um 4 IU 1*53 auch son
jeglicher Plesscarbci» JUMXxtUrssrn
Nach dem ErbK<gcs<tz »um 29 9 1933
war auch der Besitz emc» J rbh«4es
an die Abstammung »un -deutschem
• der stamme» gkiehcrn- Blui gebua
den (—• Bauerntum) Das IkehrpcM-tz
»um 215.1935 machte die -arische Ab-
stammung- zur Voraussetzung tur den
aktiven Wehrdienst Bis nu 1 Verord-
nung zum RcwhsKireeres-scu »um
14 111*35 ( — NumK-rgs-r Gesetze)
«ab cs für Frontkämpfer und deren An-
gehörige und Ihr »ur dem 1411914 Ver-
beamtete Ausnahmen »um A danach
Ital Jk last suUstamhgc Ausgrenzung
»nun Berufsleben alle Juden und -judi
sehen Mischlings - 4»wMa t.aievc
Ansacrwag Nat »oz Begriff tur den
Prozeß der i ntlcinuwg der dt -• Ju
den aus den Wirtschaft» und Berufs-
leben Die A umfaßte »<>»«411 Je J nt
eignung indischen Besitze» und Ver-
J74
mögen» zugunsten son NkhOuden
(•Ancrn-I ah auch Jie l insshian
kung ludischer Erwerbslatigkcil und
den duckten Zugriff aul jüdische
Vermögen Sae »ollz««g »ich in drei
Ptux-n und belral Handwerk Indu-
strie und Handel u> unicr»shie Jls-hcra
Maß
/wischen |9«3 und 1*37 crt«4glc die
A al» ihcgalc Einziehung juslrschen
f irtniunn Bctroftcn »«>• der schlei-
chenden Verdrängung ohne rechtliche
Grundlage waren » a der Luuclhandd
und kleinere bis minelgrotie Betnche
bcueider» in kkin»tädtca und auf
dem Lande, «ierco Besitzer unter dem
Druck der Verhältnisse (»un «ler Par
tcibasi» inszenierte Bo>kottc und
-Volkszurn-I in den Ruin gs-tneben
wursten odet uch zu -freiwilligen-
Verkaufen unlct Wert genötigt sahen
Diese Partciaktisitalen wurden »un der
Regierung nicht »ertundert standen
aber dem Slaatsnel entgegen. die ma-
rode Wirtschaft zur Kriegs».übereitimg
zu kons«stocheren (weshalb juduchc
Banken und Indiistncunlcrrvc tunen bis
I9.W meist unbehelligt Nreben) Au»
dem micallichcn Dienst und «Jen wreh-
tigUcn freien Berufen wivslcn Juden
bereits seit Frühjahr 1935 »er«irang<
l — Artcrparagraph — Gesetz zut
Wiederherstellung «Jes Beruf »Kramten
tum*) Ab «irr Jahreswende 193'’ 3M
wurde ihc A H» dem Hmtcrgruwd
de» — V icnahrcspian» und der tadi
katowcnmdeu Auswirkung «Je» rwterr
— Anschlusses »un staatlwhci Serie
sssic-matisu-rt Ab Beauftragter lur «icn
V icrjahrcsplan K-stimmte Hermann
Gonng. daß «he an Rahmen «les -Ent
rudungsprogramm»- auf Sperrkonten
citi/ufiietcndcn < wider «Jem Staat, dh
«Jem Ruslungsbudgct zuOesscn. Ab
April 1*314 mufften judnehe Vermögen
über V)H RM angemeidei werden sie
unlctlagen Vcrtueunobcsshtankungen
Id» 1933 aul 12 Mrd RV1 geschätzte
J7J
tudsche Vermögen war 193* halbiert)
Di« Khc muKnragung judnehsr B»
tnebe. deren Registrierung ab Juni
193m »or geschrieben war. an mchtiud»-
»chc Teilhaber wurde unter Strafe
gestellt V«m den 1935 K-stchendcn
ca HIOOU) jüdischen 1 nlernehmen
im Dt. Reich IWarenhauses. Praxen
Werkstätten Einze Hunde bgeschafte
etc.) waren tm April 193s nur 40%
noch nicht -anwert- Beumder» he
trotten war dabei der Emzcihandel
l»oo 5UU1I Laden waren ructo 9011) tn
lUdtscbcm Besitzt Die A sollte auch
zur Auswanderung »cranlancti wa»
die rcstnktrsen Maßnahmen tur den
Geld- und Deinen» er kehr jedoch
ment haanncll unmöglich machte«
193k wurden auch neue Bcruls»crboCc
und -zuUssungssperren verharrt und
bestehende Atwvdn ungen »erudiartl
tun Frühjahr 193* waren Kreit» ca
M)UU> jüdische Arbcitskwc rcgistiicrt
gegenüber ca TOianEadc 1957)
Der Nenemherpogrom 193h (-•
• RcichskristaJlna«hl-1 bot emen Anlaß
zur RadikalrMcrung Tel A mit dem
ZkI einer cnlschadigungsltwen Uaalb
chen Zwangsenteignung jüdischer l u-
icrnchmcn - bis zur «olligeii »Fm-
judung- «les Rtucfies. Im Ekrzcmbct
193* wurde die -Zwangsanwerung»
bzw Stillegung «ler restlichen judncheti
Betuche in Deutschland rmn 11 193*
beschlossen, die Au'uKinr praktisch
aller Berufe wurde den Juden »er
boten Juden »erkoren bei der Entlas-
sung jeden Anspruch auf Rente Pen
sxm und Vcrsachenmgca Wertpapiere
und Wertgegenstände waren zu test
gesetzten Niedngpreisc-n hei aaath
chen Stehen »bzuliefcm Auch jüdische
Patente und jüdische» Gnmdcigentum
wurden zur A Ircigegehen Den Ab-
schluß Jer A. hklelen die 11 und Jk
13. Verordnung zum Rciebsburgerge
reiz iNoscmbcr l*4| bzw Juli l*4’>
nach denen da» gesamte Vermögen Jer
AMI /-VMuBmmw
nach Osten dcportKrten bzw der zu
Jude gekommenen Juden dem R.ich
»erfiel Nürnberger Gesetze)
)«*
SRI Z-Vlahwahmen «Vufkickerutrgs-
Raumung»- lahmimg» und ZerMO-
rungsmahaahmen waren Sicherung»-
uußaahmen bei mitotamdkcn Ruckzu-
gen wahrend des /weiten Weltkriege
l ntcr Aulkckerung war Ja» Ausdun-
nen »on Vorräten an W nischaftsgutein
aller Art. der Abbau wcnrcct wichtiger
Maschinell u a zu »erstehen wahrend
Räumung das »«»ttsiamligc Verlagern
wert»«illcr Guter, aber auch »oa Zi»)l-
persoecn. in sicherere Zonen bedeute
ic Mit lahmung war das Fntlernen
wichtiger, aber »erhallrusniatkg lesctil
wieder anzubrtngcndcr Be»tan«jicile
von Maschinen. V «zrsorgunesanlascn
u»w gemeint Die Zerstörung durch
Sprengung Verbrennung. Wassern be-
traf «ur allem siratcurwh und taktisch
wichtige Emnchtungcn wk Brücken.
Bahnhsife Midk-nkreuzuagcn Vcrsot-
zuncseinncktungen Kraftwerke Rund-
funksender ua Zuständig waren im
mtiitariscbcn Bereich an «Jcr Front Jk
Ohcrhefehbhaher der Heeresgruppen,
m den rückwärtigen Gebieten Jk
WehrmacMbctehKhabcr in «Jer Hei-
mat «he WchrkrcishclchbJiahcr un z>-
«den Bereich un Hcimatkncgsgctnct
und in «Jen < lper .itumc/onen l -» Adna
tische» Kmlcoland. -• Alpensurlaad)
die — Gauleiter bzw — RcaJkssertei-
digungskommtsi-irc.
Art
Der Reichsminister lur Rüstung und
Kncgsptodukti<m I Speer. -• Reich»
minisierium lur Rostung und Kriegs-
produktion i verfugte übet Soadenod-
machten und konnte bestimmte An-
Upen durch Einzelanwetsung son der
Zerstörung ausnehmen.
Mit dem berüchtigten Nerv» Befehl
nun 193 1945 verlagerte Hitler als
Oberste! Kriegsherr zentral das in der
knegfuhrung gegen die — Sowjetunion
von der Wehrmacht seit 1943 ange-
wandte Prinzip der verbrannten Erde
auch auf den Hemutknegsschauplatz
(-• VetbrannicErdcBcfchlc ).
//<z»WJU! Hritf
Art Biologischer BcgnfL mit dem
Lebewesen aufgrund gemeinsamer
Eigenschaften zu einer genetischen
AbvummungsgcmcinschaJt zusammen
getaßt werden In der nat soz Rasaen-
hvgicnc (-» Medizin. -* Rassenpuhnk
und Völkermord; —» Rassenkunde l be-
nutzte man den Ausdruck - analog zum
Raxsebegnß zur Lnlcrschcidung
menschlichet < >r uppen Dies geschah
»or dem Hintergrund der Geschieh le
der dt. Eugenik, die wesentlich in der
Tradition emer seleknonMivchen Vier-
sHUldes Darwinismus IHaeckel.Schall-
mayet Ploetz. -» Soziaidarwinismus)
stand und daher die eugenische <>rd-
nungsfunklion des Staates als Uhci-
lebcnsnotwcndigcn Dienst azn Volk
betraue Em rationales Management
sollte die sozialen Fragen mit bsotncdi
/mischen Mitteln d h insbesondere
durch Reduzierung der -asozialen Ele-
mente- | • Asoziale Arbeitsscheue)
losen In der nat wu I uge-nik betrach-
tete man die rassischen Eigenschaften
des dt Volkes als von der Rassen-
rnrsshung bedroht, womit dieses einer
existentiellen Gefahr ausgesetzt sei.
Primäres Ziel war sodann -* Auslese,
d h die Ethahung und Vertx-vscrung
ssbutzetuwerter Qualitäten und die
376
Verhinderung der Rassen»ernuschung.
Dalur unterschied man zwischen art-
eigen. artverwandt und artfremd Mit
diesen Begriffen wollte man ungenaue
Ausdrucke wie- -arisch- oder «nor-
disch« vermeiden und juristisch exakte
Differenzierungen ermöglichen Ak
arteigen oder deut »eh blutig galten alle,
die zum deutschen V« 4k und damit zur
nordischen, feilschen. westlichen. Jina
rischen osttschen oder ostbalttschen
Rasse gezahlt wurden Ab artfremd er-
klärten die bat »oz — Juden und spa
ter zunehmend auch Zigeuner I — Sinti
und Romai Diese rasschvgieruschen
Unterscheidungen bildeten den Hin-
tergrund für entsprechende Gesetze,
insbesondere die — Nürnberger Geset-
ze m deren Uigik zunächst die zuneh-
mende gcsclbchattbcbc Aussonderung
von Juden und schließlich deren Ver
mchtung stand (-» EnJJosung) Zudem
wurde nut den eugenischen Vorstellun-
gen des Natsoz «las Euthanasie-Pro-
gramm (—> Aktion I 4 -• Aktion 14 I
13) als .Ausmerzung «Icbcnsunwcrtcr«
Menschcn positiv begründet t ••« Awmw
/ JBPRMgP
(KTKjnv |«M- 1*45 Ml Mart B
TA» Ur-i/^srh Varwir /»«wua» m iarnwiv*
Trtmr Brud and Äj».»_j > rt I '•*»
Meübrr H»<M Rr<i Andrea* IKa»
tomm ^aobMwHhc« IMIC
Artamawrn Eine aus dem I mkrei»
»olkischet JueendbunJe. Kampf- und
Wchrvertxinde 1924 bervorgvgangene
Bewegung freiwilliger Landarbeiter
und Siedler i -» Völkische Bewegung)
Den Anst>ȧ gab Jer Rassenhygienikcr
Willibald HcMtchel. Artam hieß Im
ihn -Erneuerung aus den L'rkräften
de» Volkstums aus Blut. Hoden. Son-
ne. Wahrheit- Führend waren Bruno
lanzmann (Dt Bauctnhochvchulte-
wegungi Wilhelm Kotzde (vofkiscfier
Jugendbund Adler und Falken«) und
377
der Rumamendeutsche August Georg
Kenstler Die A. erstrebten die völki-
sche Erneuerung durch harte Land-
arbeit und strenge Lcbensregeln Ver
drängung Jer poln Saisonarbeiter von
ostdt Landgütern, eigene Siedlungen
im Osten Deutschlands. Ende der 2ner
Jahre waren die meisten der 2000 A
NSDAP Mitglieder Auch Heinrich
Himmlet. Richard Walther Darre und
Rudolf Hoß waren A Himmler soll lur
die SS viel von den A gelernt haben
1 -• Wchniort -• Ordensburgen I
Awrjr < wrtarA
Artfremd/art verwandt ».Art
- Asoziale- Auch schon vor dem
Xat soz. übliche Sammelbezeichnung
für als minderwertig eingeschälzie
Menschen au» den sozialen Unter
schichten, die mehr oder ungenügend
arbeiteten bzw unangepabt lebten
Darunter fielen insbcwmdcic Bettler
Landstreicher. Prostituierte. Zuhälter,
arbeilsun willige FürHcgcemptangcr
Alkoholiker und deklassierte I nter-
«chtcbblamilicn I-asoziale GroVlamt-
licn«) aber auch scsucll freizügige
Frauen und Personen, die Unterhalt»
Verpflichtungen vernachlässigten Auch
Sinti und Roma galten ah A.
Die Verfolgung »on A_ die aul be
reib bcstcheixJcn Diskriminierungen
aufbauen konnte, setzte 1933 mit cmer
vom -* Rcichsministenum lur Volks-
aulklarung und Propaganda initiierten
Verhaftungswelle gegen Bettler ein
.Auch Razzien gegen Straßenprooitu
tertc fanden bereits 1933 statt Die In-
itiative zu der sich stetig verschärfen-
den Verfolgung von A. lag dann jedoch
zunächst hauptsächlich auf lokaler bzw
regionaler Ebene Straf- und furwege
rechtliche Bestimmungen der Weima-
rer Zeit gegen »Arbeitsscheue- wur-
den -rcchtss«.hopfcrisch- ausgeweitct
Tausende A. wurden in Arbeitslagern
• »MWSak--
geschkwvenen Anstalten und Arbeits-
häusern interniert, oft nach voraogv-
gangenen Entmündigungen
Als -asozial- cingcschatztc Men-
schen wurden hauhg zwangsslenlisicrt
(—» Medizin), tn der Regel mit der
Begründung -angeborener Schwach-
sinn- Eine umfangreiche rasscnhvgic-
rusche Forschung (-• Rasscnhygieni
sehe und bevölkerungspolitische For-
»chunz'-'tclle) hch raplclc. die Verer-
bung -asozialer- Charaktereigenschaf-
ten in -asozialen Sippen- nachwetsen
zu können
Seil dem Grundctlaii -» Vorbeu-
gende Verbrechensbekämpfung vom
14 12.1937 konnte, wer -ohne Bcruls-
uad Gewohnheitsverbrecher zu sein
durch sein asoziales Verhallen die AJL
gcmcmhcit gefährdet- milteh krimi-
nalpoiizcibcher VotK.ugungshaft in ein
KZ emgewsesen werden Im Rahmen
Jer im Frühjahr und Sommer I93H
durchgcfUhrtcn Verhaftungswellen
i Aktion -Arbeitsscheu Reich«) wurden
über loürei Per».men ah »og. A in KZ
verschlepp! Auch danach »erhängte
die Kriminalpolizei immer wieder Vor-
bcugungshaft gegen als -asozial« ein
geschätzte Personen Informal Minen
über sog A erhielt die Kriminalpolizei
häufig au» den Stadtverwaltungen und
»on Jen Gcsundlicitsamtcrn.
In den KZ bildeten die A. eine be-
sondere. mit dem schwarzen Winkel
gc kennzeichnete H a 11 li ngsk alc gurte.
tae hatten in den Lagern eine extrem
gcnnjte Ubcrlebcnvcliancc Die A wa-
ren von den übrigen Gefangenen weit-
gehend isoliert und konnten weniger
als andere auf eine schützende Grup-
pcnsolidaritat rechnen, überlebende
A erhielten keine Entschädigung tm
Rahmen der bundesdt -Wiedergutma-
chung- WMfauna .-txip
A|ad WaZtgang -Ao-.'Mär- aw Swn.«Mi>u.-»rt>-
na» Mungarr IW»
Mhvwia
>«V|*-Aar« i rrtalf« irnsUrt Zu «Am •»rr^rwr-
«ufl- tJp/rr« Ar« VIÄnwn Ab. ««* «fei Plv-
«At|nrt* tur <hr >cr»r»wne» Opc-r dt* **
Ugmar*IlMxbwf IWt»
Siht-ma Hril Pa**a<icr*<hift da* am
3 9.19.79 nach der kniir*crktariine -»
Großbritanniens ah angcblKhci Hilf*
kreuzcr durch em dt U-Boot fU lt)m
det Nahe der Rock.all Hank ohne War-
nung verdenkt wurde. w.itcr 112 Men
sehen den Tod landen Von dt Seite
»urde Großbritannien beschuldigt den
Untergang dc* Schiffe* abseits der
Handelsroulen durch eine inszenierte
Explosion verursacht zu haben Nach
dem Vorfall erging für die dt Krieg*
manne ein Verbot. Pavsaperschiffe an-
zugrcifen Dieses Verbot wurde Mitte
1941) widerrufen ta«® Duntm
Vllaalik-Charta Am US.IMt vom
brit Prcmtermmister Winston Chur
chill und dem amenk Präsidenten
Franklin D Roosevelt von Bord dc*
beit Schlachtschiffe* Pnnce ot Wale*
vor der amenk Küste verkündete Vor
«Teilungen über die zukünftige Welt
Fnedensordnung nach der Niederlage
der — Achsenmächte Ihre gemeinsa-
me Lrkiarung war allerdings weniger
eine konkrete Planung ab vielmehr ein
politische* Programm da* sich au» acht
Forderungen zu*ammcn*<-tzie I Ver-
acht aul Anncvionen. 2 Realisierung
territorialer Veränderungen nur in
I 'heremstimmung imt den betroffenen
Völkern. 3. Anerkennung des Selbst
bestimmungsrechl* der Völker. 4 un
eingeschränkter Zugang zu Markten
und Rohstof fen. 5. ökonomische Pros-
perität durch wirtschaftliche Koopera
hon. b em Lehen frei von -Furcht
und Not». 7. Freiheit der Meere; h Ver
ZKht auf Gewalt und Entwaffnung von
Aggressoren Wu r nd®«*
J7H
Atlantik »ah Im Sommer 1942 begann
die —• Organisation Todt lOTl mit dem
Bau eine* 26K* km langen Hetcsti-
gungssvstem* zur Verhinderung einer
alhicrtcn Invasion, da* sich entlang der
europäischen Atlantikkustc von den
-» Niederlanden bis zur »pan Grenze
erstrecken sollte und von der dl. —»
Propaganda A genannt wurde Die er-
sten Verteidigungsanlagen bewahrten
sich wählend eine* brit Angriff* aul
—» Dieppe am 19.8.1942 Obwohl der
A da* wichtigste leihtuck in der von
Hitler propagierten -Festung Europa»,
am 1.5 1943 tertiggcslellt sein sollte
war zu Beginn der —» Invasion in der
Normandie am 6 6 1944 nur ein klct
ner Ted der Anlagen funktionstüchtig,
weshalb sich der A. insgesamt lur die
Verteidiger al* wertlos erwies
Adrr>pw Anrjrrr
Vttrntale auf Hiller Insgesamt sind
Über 4I> gescheiterte Altenlalsversuehc
und -plane bekannt, die meist an tech-
nischen Schwiengkeiten. den strengen
SKhcrheitsviwkchrungen auffälligem
Verhallen der Attentäter «slcr auch am
unvorhersehbaren Verhalten Hitlers
scheiterten Die l tbcber der Attcn-
tatsdrohungvn tn den ersten Jahren
nach der -» -Machtergreifung» der
Nationalsozialisten sind nur in wenigen
Fallen bekannt So wurde z B em Ko
nitsbcrper Kommunist (Kurt Lutten
der un Marz 1933 ein SprcngMoffattcn-
tar aut Hitler geplant habe« voll wegen
Mangels an Beweisen vom Gericht
hei gesprochen Die wtchligMcn Allen-
tat* versuche
Mn I ntersiutzung der -• Schwarzen
Front tuhr det 21)ahrigc lüdtschc Ar-
chilckturstudcnt Helmut Hirsch im
Dezember 1936 viui Prag nach Num-
bs-rg. um dort auf dem Rcichspartci
tagsgebnde einen Sprengstoff anschlag
auf Juhu* Streicher «xlct Adolf Hitler
zu verüben Er wurde noch »or der
MüU
Sprengstuffubergäbe festgcnommen.
1937 vom —♦ Volksgerichtshof »um
Tode verurteil) und hingcnchtct
Maunev Bavaud. ein in der Bretagne
studierender Schweizer nveologicsiu
dent »uv Lausanne, unternahm mt
«er 1938 mmdcoteio l \
ehe. Hitler zu ermorden Es gelang ihm,
Hitler mehrere läge nachzuspuren,
ohne jemals kontrollien zu »erden
Wahrend eines Aufmarsch» am
9.11.193H tn München stand er mit ge-
ladener Pistole aut der ZiMchaucr-
tnbune konnte semen Plan »egen zu
gr»«6ct Entfernung jedish mehl »uv-
führen Schließlich wollte er sein Vor-
haben verschieben und wurde, »us
Geldmangel zur Rückkehr gezwungen,
in Augsburg ohne Fahrkarte aus dem
Zug geholt dies führte rur Aufdeckung
seines Vorhabens. Der Volksgcnchts-
hot verurteilte ihn 1939 zum Tode 1 **41
wurde er hingenchtet
Ein fuhr spater als B.o.nid versuchte
auch der wurttcmbetgischc Schreiner
Georg Flscr ein Einzele.ineer. der Mit
glied des Roten Frontkampferhundes
gewesen war. Hitler wahrend seiner
Ansprache am 8 111939 un Büteer-
hraukclk-r durch eine Zcilbienbc zu
ermorden Er heß sieh an mehr als
30 Abenden unbemerkt im Bürger-
braukeller entschließen und deponierte
in einer S>ulc eine Zeitbombe Hiller
entging dem Attentat, wer! er früher
als ursprünglich geplant sprach und
die Veranstaltung auch früher »erließ
El-ser wurde heim Versuch. Deutsch
land zu verlassen, am Abend des
8.11. ohne Zusammenhang mit den
F-ihnduni’sm.itlnahmcn fest re nm men
Auf Hillers persönlichen Befehl wurde
er int KZ Dachau ah -Ehrenhattling-
inhaftiert und erst rm Apnl 1943 er-
schossen
Die Attentats»ersuche nach -» Sta-
lingrad sind der VbrgcachidMe du»
-» 20. )uh 1944 zuzurechnen, dem eme
Reihe mißglückter Vorhaben «»raus
ging 1in Zentrum dieser AttcnUtsver
»uche war der Stab det Heeresgruppe
Mitte um Henning von Tresckim Hil-
ter sollte wahrend eines Besuchs bei
»ler Heeresgruppe am 13 11943 er
schossen werden Der Plan wurde aus
Rücksicht auf unbeteiligte Offiziere
nicht .imgcfuhrt Stau dessen wurde
am selben tag em Sprengst^lallentat
aul Hillers Flugzeug in die Wege gefet-
tet Bet diesem Versuch versagte jedoch
der Zeitzünder Der Versuch des
Abwehroffiziers der Heeresgruppe
Mitte, Rudolf von Gersdorfl »ich am
21.3 1943 bet der Besichtigung einer
Bculcwaffcnausstclluni: in Berlin zu-
sammen mit Hitler m die Luft zu
sprengen scheiterte well Httler die
Ausstellung zu schnell verließ Ähnli-
che Cntcmvhmungcn Axel von dem
Bussche Streilhor»t» und Ewald von
Kleists scheiterten am Vichlerscheinen
Hitlers. Claus Graf Schenk von Staul
fenberg. der .Attentäter »les 20. Juli,
hatte tert Anfang luli 1944 Zugang zu
den Lagebesprechungen im -» Führer
hauptquanicr Er vrtschob das gepinn-
te Sprengstoffatteniat auf Hitler zwei-
mal. »cd Gormg und Ilimmkr nicht an
den Besprechungen tednahtnen
h** Vwhr»
l itrwaur
Hffrmainn Crlcr tetfMffrlcft
-VrwLW f Jrr f Epg»..v4|.H> r» pr« MrTrr
MNbMW
Attila. I nlerochim-n Deckname lur
einen am 1012 ISMO von Hitler un
terzetchneten Belehl zur Besetzung
—» Vtchv-Franktetchs. Hauptaufgaben
waren der Zugriff auf die frz. Flotte trn
Kncgshalcn »on Touhm und eine
Blockade der Halen verbunden mit
l ulilamleopcralHincii Vorrttißcn von
dt Einheiten über die Dctnatkaliotts
hnic bis zur Mrttclraccrtusic und I ult
angriffen wrfft f»wg»w
kahuinhiug
Auf gut deutsch Von Dietrich Eckart
HIN gcgIUndelc votknch-anllsctnitl-
uhe Zeitschrift mit Jem Inierfilcl
Wuchfmrhnft tur Ordnung uriJ KtvHl
dte bt» 1921 ut Eckart» -• Hohencichen-
Verlag (Muncheal erschien (-♦ Anti
semitismus) •*"'
Kufnordung w (.rrmaaiMerung
Kultuslang < iclarnt als f oideiung nach
dt -< ileichbcrechtigune- mit slen an-
deren Machten. war die A. seit 1933
hauptsächliches Ziel der Wirtschaft»
Politik des Nat s<w . der weh Jamil erst
im geheimen, seit 1935 mehl oder we-
niger offen aul bcwaltocu Auvcinan
dersetzungen um di« Zerstoiung der
Nachkriegsutdnung son 1919 und um
die erstrebte Vorherrschaft in Europa
viwbcteilcle Hitler stell le un Kabinett
sogleich (8.2.1933) die Maxime aut
-daß die Wirtschaft des Dt Reiches
in eistet l.nue an den Bedürfnissen det
deutschen A ausgc richtet sein- müsse.
Dieser Forderung wurden, je Unger,
dato eindeutiger, die Invcstilions-. Fi-
nanz-. Krbeilsbeschullunp und Au
ßenhandclspolitik unlergeordnel (—•
Wirtschaft. Arbeitslosigkeit) Hauptfi
nanzterungsmstrument der ersten Jah-
re waren neben anderen formen
-schwarzer Kassen- die —• Mcfi>
weshsel Exporftockgang und Dcsncn-
krtsc 1934/35 führten zut Knappheit an
Rohstnltcn. aber auch an Lcbcnsmil
lein Zeitweilige Abhilfe brachte das
von Rctehsbankptasidcnl Hjalmar
Schacht cingeführtc Sv st em der Roh
stofl und Devisenbewirtschaftung und
der strikten AutknlianJelskiaiiioUc
(-» Neuer Plan» Die Investitionen des
-• Vicijahrcsplans seil 1936 und die
dt Vorkrienhesetzunecn und Anne-
xionen !-• Saarland, -» Rhcinlandhc
sctzurig. -» Österreich —» I sehcsbosio-
wakci -» Sudek-nkrisc-, a Sudeten
land; —♦ Protektorat Böhmen und
uni
Mahren; -» Münchner Abkommen)
stärkten das dl. Rüstungspotential er-
heblich Die A verschlang h» 1939
annähernd Ni Mrd RM Sie verschallte
Jen Konzernen Jcr Schwerindustrie.
Jer Chemie. des Fahrzeug- und Flug-
zeugbaus. det LJcklrutidustrie usw
enorme InvestitiuOS- und Profits«-
tcilc Zu Beginn des • Zweiten Welt-
krieges war Deutschland ungeachtet
noch empfindlicher Lucken aul ent-
scheidenden Roh und lirundstollsck-
turcB und einer angespannten Finanz-
siiualKm die tur einen kurzfristigen eu-
ropäischen Krieg riesigerustclc Slachl
Anfang 1933 mil der un -* Versailler
Vertrag zu gestände ne n Hcrulsarmce
von )00<«»> Mann ohne schwere Wal-
len und ohne Luftwaffe zu größeren
militärischen Akunoen außerstande,
verfugte die Reichswehr (-» Wehr-
macht) un Herbst 1934 schon über
25lii«»i Mann (nur Hecrl Nach der
Einführung der -» Wehrpflicht ent-
stand in l betcinstmtmung mit Hitk-n
Dcnkschnll zum Vier iah resplan das
-.Augustprogramm- 1936 det A. des
Heeres. Jas für Oktober 1939 em
Knegshccr von 2.42 Mio einschließlich
Lrsatzhcet so« 4 62 Mm Mann (1U2
Divruonenl vorsah f atsaehlwh wurden
mil Kriegsbeginn bei nwhi unerhebli-
chen Aiisrustungvmangcln. 1U3 Divisio-
nen mobilgemacht Die Kriegsmarine,
deren A die hvbridcn Wcllmachtambi-
tKincn ihrer Führung widerspiegelte,
geriet mit ihren FloncnKtuprogram-
men in wachsenden Widerspruch zu
Jen ruslungswirtschalilichen Möglich-
keiten Doch verfugte sie un Herbst
1939 gegen übet 1933(1 Panzerkreuzer.
3 alte I imenschitle 5 Leichte Kicuzci
und 12 lotpeJobtaUe) über 2 Nchlacht-
•chilic. 3 Panzerschiffe. 1 Schweren
Kreuzer. 6 Leichte Kreuzer. 12 Torpe-
doboote. 21 Zerstörer und 57 l -Boote
Der Pcisoiialbcvtand halle sich nut
’HXm Mann mehr ab verfünffacht
Wl
kusthwiu
Völlig neu entbunden die Luftwaffe
und eine Icrstungslahic'c FTugzcugin
dusine Engpässe tn der Entwicklung
neuer lypen und Motiven, bei der ent-
sprechenden t'mrustung der Industrie
und in del Rohstoff und Itcibslofhct
sorgung machten uch 1937 3K im Sta-
gnieren der Produktion bemerkbar
Trotzdem wuchs bt» Knegshcginn eine
Luftstrcitmacht von über 4tXM> Ftoot-
llugzcugcn und weit mehl als der dop
pellen Zahl von Ausbildung»-. I bungs
u a Maschinen heran, außerdem eine
Flugabwehr von 21 Flakrettimcnlcm
nut 930(1 Geschützen, darunter 260 f
schwere Der Personalbestand betrug
373000 Mann pwmr*
tlrww
Iles Manfred MeHenehma*‘Hanc-
f rn*l VisSmjnnWolirMH Welle l seWra mJ
loraMm.'aesem der driasärw Aiwrw«**lrt.
Slungvn I9?Q ifliu flrwiwWr JtrwA ia«Z <tr»
/•Mr HrMrlrc Ikl ’l
kushurg« rung zwangsweise Entzie-
hung der Staatsbürgerschaft Die A
wurde implizit bereit» im Parteipro-
gt.tmm der NSDAP son 1*20 gefor-
dert (-• Ideologie l Danach sollten -»
Juden mein Staatsbürger sein kön-
nen Das Gesetz Uber den Widerruf
son Einbürgerungen und die Aherken
nunc der deutschen Staatsburgcrschart
»om 147 |933 /teile aul die A det
wahrend der Weimarer Republik ein-
gebürgerten Juden sowie der politi-
schen Flüchtlinge und die Beschlag
nähme ihre» Vermögens. Insgesamt
wurden aufgrund dc* Gesetze* 39006
Personen ausgeburgerL darunter nicht
al* 100 ehemalige Rewhstagsabgvord
nctc Darüber hinaus verloren über die
Retchsgrenze deportierte Juden nach
der II \erordnung zum Reichsbutger-
grsclz som 25.11 1*41 die dl Staatsan-
gehörigkeit.
In der Bundesrepublik Deutschland
wurde die im —» Nationalsozialismus
vollzogene A ecin.it. Art H6GGaut
.Antrag rückgängig gemacht. Die dt.
Suatsangchöngkett darf nach Art 16
(r<> nicht entzogen werden UnftAaun
Auschwitz t iroßtes nat »oz. -• Konzen-
tralion» und -• Vc-rnwhlungdagcr in
der Nahe der poin Stadt Oswicctm
I Auschwitzt Ab Fade 1*41 fwst.md A
au* drei selbständigen Lager bereichen
A I 1 Summlagetk. A II iBitkcnaul
und A III < Mooowitz)
A I wurde tm Mai Juni 1*40 tn einer
ehemaligen osten bzw poin Artiilcne-
kaaernc errichtet Die Häftlinge wur-
den in den in der Nahe betindiichen
SS-eigenen Puduktionssliiticn. land
wirtschaftlichen Betrieben und Ver-
»uchsanMallcn zur -♦ Zwangsarbeit
eingesetzt Bi» 1943 wuchs der Hilft
luigsbestand aut etwa Personen
an A I diente zeitweise aKFickutuns-
»tjtte lur poln Geiseln. Widerstand»
kampier und v»g Intelligenzler.
A. II (Birkenau) wurde Ende 1941
Anfang 1*42 etwa i km som Stammt»-
get entfernt erbaut und bis Kriegsende
ständig erweitert Das lager erstreckte
sich schließlich über eine Flache von
etwa |75 ha El »ar in mehrere Teil-
lager untergliedert, u.a. da» ischcch
Familwnlager. auch Fherewensudter
Lager genannt das im September !*4l
tut fudtschc Familien aus dem lager
— Theresienstadt eingerichtet wurde,
die arbeitsfähigen lUftlingc wurden
später in andere Lager geschickt die
übrigen im Marz und Juh 1*44 in A II
vergast Em weiteres Teillager war das
sog. Zigeunerlager Im Läget Birkenau
waren zur Zeit der Hitchstbelegung
mindesten» Ultimo Häftlinge unterge-
brachl Die Beiegungwtarke schwankte
jedoch durch die laufenden \etgasun-
gen und neu cintreflcndcn Transporte
ständig
A III (Monowitzl wurde 1*41 für die
-•LG Farben emditcL die auf dem
tewh«Mz
Gelände eine Pruduktionwtalte für
ssnlhelischcn Kautschuk iBuru-Wcrk)
errichtete. Monowitz unterstanden alle
in Oberschlcwcn bcviefienden Außen
lager «<>n A . deren Anzahl auf rund 4<»
wuchs
Dk I cbcnwcrhalrnivse der Häftlin-
ge in A- waren in jeder Hinsicht un
menschlich die lodccratc infolgedes-
sen sehr buch t Massensterben durch
liphuv Ruhr. Cholera. Mißhandlungen
und willkürliche I Ölungen)
Anlang September l**l begannen
die ersten Tötungen von Häftlingen tn
A I imltcls —• Zvkkin B Ihe Vetgasun
gen wurden in den Arrestzellen des
Blocks II in der Lagersprache ab
-Bunker* bczcK'hnel durchgetuhrt
Da der ‘Bunker «ich für Tötungen un
grollen I mtang nicht eignete, wurde
un Krematorium des Stanunlagcrs
(•alles- oder -kleines- Krematorium)
eme -* Gaskammer eingerichtet Zu-
nächst ni dort ein Tratisporl von *00
«owjet Kriegsgefangenen vergast wor-
den Ab Oktober 1*11 wurden auch
kleine Gruppen ton —• Juden in dieser
Gaskammer getötet Sie blieb bis Ok
tobet 1*42 in Betrieb
Ah die Vernichtung der Juden im
Rahmen der —• -Endkwung- anlief
(-» Ravscnpolitik und Völkermord. -*
Wannsee-Konlerrnz) war ein Vermch
tungsai^sarat mH grotkrer Aufnahme
kapazilat erforderlich Im Januar 1*12
wurde daher mA II em Bauernhaus
zur Gaskammer umgebaul i-Bunker
I-1 Hier wurden zunächst Juden au«
< »bersch lewen getötet («ng — RSHA
liaiispoilcl L» folgten liiiirsportzuge
•st dem -♦ Generalgouvernement
dem Reichsgebiet, dem -a Prorektotal
Böhmen und Mahren und schliclUich
aus allen von Ikutschen besetzten und
beeinflußten europäischen ländern
Noch 1*42 erging ein Befehl Himmlers
wonach die arbeitsfähigen Juden bei
ihrer Vnkunlt zum —« Arbeitseinsatz
W2
auszusimdem seien i — Selektion). Die
Aussonderung bedeutete jedoch mehl
Cberleben. sondern -Vernichtung
durch Arbeit- Wegen ständig zunch
tuender Transporte wurde im Juni 1*42
in Birkenau ein weiteres Bauernhaus
(•Bunker II-) ab Gaskammer einge-
richtet Zur Erhöhung der lotungska
pazität haut« die —• SS letztlich in A II
zusätzlich zwei große und zwei kleinere
Krematorien mit Gaskammern Die
größeren Krematorien t Krematorium I
und Krematorium II > gingen im l iuh
jahr 1*43 m Betrieb, die kleineren
< Krematorium III und Krematonum
IVi im Laufe dieses Jahres. Der -Bun-
ker I« wurde abgerissen, der -Bunker
II- <nun als -Bunker V- bezeichnet)
nur noch aushilfsweise zu TiMungen
benutzt Außer den arbeitsunfähigen
Mannern. I tauen und Kindern det an-
kommenden Transporte wurden im
Stammlager und ui den Nchcnlagem
so« Zeit zu Zeit auch kranke und nicht
mehr arbeitsfähige Häftlinge ausgeson-
«Jen und in den t i.okammern ider tm
Krankcrucsicr durch Phenol-Injektio-
nen getötet
Aul Befehl Himmlers begann man
Ende IJklobcr Anfang November 1*44.
die Vergasungsanlagen zu zerstören
Die letzte wurde nn Januar 1*45 kurz
vor dem Einmarsch wwj Truppen ge-
sprengt Die (icsamtzahf der in A
geloteten Juden ist mehl genau be-
kannt. zum.il die zur 1 Ölung beshmni
len Häftlinge tuchl registriert wurden
Die Zahl liegt nach Schatzungen von
Sachverständigen zwischen I und 1.5
Millionen, lagerkommandant Rudolf
Hiws gab die Zahl der vergasten Häft-
linge zunächst mit 2.5 Mio. «pater die
Gesamtzahl der geloteten Häftlinge
mit 1.3 Mio. an
Wie in anderen großen KZ gab cs
auch in A zahlreiche medizinische
Versuch« an Häftlingen ( • Vkdizrn.
— Mcnschenv ersuche > Am bekannte-
ULI
Men sind die von dem SS-Arzt Josef
Menge le an Zigeunern (-» Sinti und
Rocnj» und Zwillingen Jurcheetuhilcn
Experimente und die von dem SS-Arzt
('art UUuberg an weiblichen Hatllin
gen vorgenommenen Stcnhsationsv er-
suche.
A<wrwn»inU<<ntm in A
Rudolf Hoß (A I und II 4 l*4<i -
11/1*451. 1*47 m Auschwitz hinget leb-
tet.
Arthur Licbehenschel |A I. II 1*43
5/1*44) IU4.S m Krakau hinacnchtet
Richard Bart (A I. SI944 - 2/1*45).
1*63 Selbstmord in Untersuchungshaft
f-'ritr Hartjenslcin (A II. 11/1*43
5/1*44). zum Tode verurteilt. 1*54 in
trz Haft verstorben
Josef Kramet < A. II.ab 5 1*44). 1*47 tn
Hameln hingcnchtct.
Heinrich Schwarz (A III. etwa ab
Herbst 1*43), 1*4' tn Sandweihcr hin-
gcnchlct ähwd tnwi
l.nr^nr
SJki H G tl.muna Uachrm t Ml Ixo*
Reiner i H» I Zewzvujve am/ (V"i<W
Kok-Gaoifun m Mm» l«b>
IfdKoii Raul V*i4rr.'uz» »w./ /Utlittn:
Miau IDT/
Hua HuJ.41 w Mil»
die" IMh.l
Lan<ls.«n. licmam Dtr Amt*»«:-Finten*.
Wien IHM
VttslanddiriefpnifvtcDra s. Reichv-
deherheitv-1 lauptaml
Ausländsdeutsche Bezeichnung lur
Personen dt Muttersprache, die au-
ßerhalb der Grenzen des Dt Reiches
lebten und »ich als Deutsche identi-
fizierten Dabei spielte cs keine Rolle,
ob cm A die Staatsangehörigkeit
des Dt Reiches besaß (• Reiehsdeut •
wher») oder die do AulenthaltsUndo
(-» Volksdeutscher. -» .Auvburgciun».
-♦ Deutsche Volksliste) Durch die
Gebietsabtrennuneen vom Dt Reich
und -• (Merrrich nach den Verträgen
von -• Versailles und St. Germain ver-
größerte och die Zahl der A stark Die
meisten A lebten in Osteuropa, wo z_T
schon seit dem Mittelalter dl Siedl un
gen bestanden, doch zahlte man auch
die Deutschen Ostcrros'hs vor dem
- Anschluß zu den A ebenso die
Deutschen -• Sudutoh. de» amenk.
Kontinente Südafrikas und Australiens
Besonders Uber die Volksdt Mitlelslcl-
le versuchte da» NS-Rcgirnc.Organts<i
Honen der A zu indoktrinieren und sie
ah »fünfte Kokwinc- zu benutzen etwa
in der —• Sudctenkrisc Nachdem die
dt Truppen im -» Zweiten Weltkrieg
zui uckgedrängt worden waten, fielen
zahlreiche A Rachcaktionen und Ver
treibungen zum < >pter Aw» uu»wn>r
VushadMirganisaliaMi der NSDAP
i AO) Die Abteilung für IX'urschc un
Ausland, hervorgegangen aus der 1*31
gegründeten Ausländsabteilung und ab
fcbiuat 1934 al» AO bezeichnet, wurde
am N.5 190 als eigener NSDAP Gau
Emst Wilhelm Bohle tab 5 10 1*33
Gauleiter I unterstellt. Die AO war
fui den Dienst» erkehr aller Partei-
dicnststellen m (kutschland mH -»
NSDAP-t JrganKatumcn im Ausland
zuständig Ihre Hauptlahgkeilcn Lagen
m der idcol<>£ischcn Schulung der
dortigen Parteimitglieder und Reich»
deutschen sowie in der Bekämpfung
gegnerischer Propaganda und A»»uni-
berungspoiitik (—• Ideologie: —» Propa-
ganda) Die Tätigkeit der AG. die
ihre Kontakte auch zu Spionage und
politischen Pressionen gebrauchte, be-
lastete v.a die bilateralen Beziehungen
Deutschlands zu zahlreichen auslandi
sehen Nationen 1*3193* wurden die
t JrtsgTuppen der AO in sielen ländern
H'thXcn Mrwrn Aorgr»
Auslese Zentraler Begriff der nat soz
fcugemk (-» Medizin) mit dessen
• Uorrh
Hilfe sJk rasciwAcn Eigenschaften «Jes
dt Volles eescbutzr und verbessert
»erden voMicn (-* Ravscnkitmfe -*
Rj»cn)>vpcniM.i>c unj bcsolkcrungs-
htologtscbe Fnnchungsstelic. -« Ras-
scnpofitischcs Ami der NSDAP —s
Rasscnpolitik und Volkcrnuudl In
der dl Eugenik war bereits »or P>s<
uhri entsprich«. uJc Mjßn.ihiTKn die
das Jt Volk anhand des fesellsehatrhch
Erwünschten rational pianbar machen
sollen diskutiert wenden In der psi
trsen Fugend ging es hesonders um
die I'«derwie erwünschter V.fksiede
X.B durch frühe Heirat oder Bckdi
mmg von KwHk-rreictiium (—• Ehe -*
Frauen) Em nichtiges Element »ar
aber auch «be negatise Eugenik »obci
A rassisch oder sozial unerwünschter
Menschen durch Slcnksaiion Heirate
beschrank unten n a tvtnehen werden
solle I — E rbgesundhett i Erst ab IW
wurden K'J'sh d*c rassischen knkren
(Lenz. Rushn) tur die A gegenüber
der Orientierung an sozialer Tüchtig-
keit (Nhalbnascr. Muckcrrrunn i Star
ker pmpaperl <
- Vusmrrze- c. Medizin
Vufl« npnlitivehcs Amt der NSflcP
Am I 4 |U1J unter Alfred Riwenberg.
dem KS—<T>cfidcsdogcn- und Hitlers
laagahngem auUenpolitrschcn Bcra
ter »:shrcnd der — -kimptzril- m
Ktmkuricnz zum -• Auswärtigen .Amt
(AAl gegnmdcl Tiegen das AA ver-
mochte »ich das aus auUcnpoiitrscben
Amateuren zusammcngcsc-lztc A aller
drogs ebensowenig durchzwvetzrn. wie
ixrrti andere' k<«ik urnerende Partei-
dicnsisicllc-n l-s Au»iankhoiEaanatnm
de» NSDAP -• IhsnctOclle Rtbfscn-
trug». Die Arbeitsschwerpunkie des A
lagen m «Jet geheimen Vrhotuun»
zur Aufteilung der —» Sowjetunion «Jer
Ausbildung der künftigen auUcnpdi
tischen Eitle Deutschlands. «Jer AgMa-
tum gegen den - Wetlbohcbewismus.
bzw Jas -Ueli|u«Jentum- i—• Anlibs.4-
schcwismusl sowie in der Propagierung
der NSRavsenuicolope i> in —•
Grutihntannien und den skandinavi-
schen Staaten < -» Nordische Gesell
schäft) Im Zusammenspiel mit «Jer
dt Kriegsmarine mitnerte das A den
Putsch \sjkan ljuisitngs am M4 |U4O
in — N. «wegen (— N .-qoiuJ Sämling I
Da Hrtlet die Entwürfe des A. nicht
umsctzle. hheb dessen nach außen
sichtbare langketl va auf die Krm-
t.iktpGcgc zu den taschisUschcn Partei-
en antJercr Staaten beschrankt < -• Fa-
schismus) karw» Anrurs
CuAsr»r<i<-»lli>h« B*-fn>du»gsakn»«
Deckname für Slasseaevekutionen po-
tentieller pohtischcr Gegner und -Be
ruteserbrechet- son Mat - Juh l*MI n
-» Generalgouvernement, denen etwa
SW Manner ein paar hundert Frauen,
ca IStef test gen. stnmene hJen nach
summarMchen S'.jnJrcricti'.oerfahren
»»« tatat scrurtcihc Kriminelle zum
Opfer tiefen Die A bheb weitgehend
singulär obwohl Hitler die Wieder-
holung solcher Vkt>«>nc-n «oetscugm
der -sofkischet licicncttsrkamptung-
• unschle. diese crfolgle danach un
• esentlic-hen durch zunehmende KZ
Einweisungen wobei als Motiv die
Arfvitskraftehcschaffuiig tut «Jk KZ
hinzukim Fine Vortauf er-Ak tmn war
«he -s Intelligenz-Aktion. KWz» Karg
Vasiridaschisaiu» Bezeichnung tur
«he kJeologischc Ausrichtung «Jer
Hc-unwchrcn in «Jer ersten Republik
-» Österrewh Die paramditamchen
WehrvcrbamJc waren dort nach «Jem
I rsten Weltkrieg latxJerwetsc ab prrsa-
tc fvwatfncte Orte- und Burger»ehren
ergründet worden und standen hts
1925 m engsrr Verbindung nut den
rechtsgerichteten bayerischen Emw«b
nerwehren
Antidemokratisch autoritär. aggre»
m\ und anttmar\isti»<-h ausgerichtet
und dem pulilixkn Kalhöhzismus
verbunden. »landen die Hetmwehren
.in der Spitze dc» demokrahcicinjli
chen l aeer» und propagierten sun-
dtsch-autorilaic fieselhchäfls- und Re-
“icrungsformcri Sie wurden wm den
Nirgcrbehcn Parteien. Nr» »>m den
Ghnstlichsozialen und son Industrie
kreisen fmanzien untei'iulzt und ru
einem außcrpatfamcntarischen M.khl
instrumcnt essen die organisierte
ArNeiterNmegung Nichgerüstet Ihre
Hauptlemde «aren die m den An-
fängen det Republik dominierende
Soziakkmoktalie und die Gewerk-
te halten
Die Heim« ehren orientierten sich
üherwirrend am Vorbild des Hal — Fa
»ebtsrnu» (— llalicni und wurden ah
VC* »<>« M aswkni finanziell und mit
VVaffenlieteninger» rnassis unterstützt
Versuche uKrr eme VerfatMmtHvfenn
1929 auf legalem Wege em Präsidial
renme ru etablieren. «heiterten am
Wkiersland der Sssrialdcm. Aralie |9H>
verwarten ihr Hcimwrhren im -Kia
neuburger Programm- < -Kumeubut
get Cielobni»-) endgültig den «vstli
eben demiAratischcn Parlamentär!»
mu» und der Parteien»! aat und legten
sich auf eine »wn —» Fuhrcrprmzip he-
stimmte Rcticrungsf.irin und die be
ruSstandrssN Gliederung roi Gesell
schatt und Wirt»chaft fest
Auf Drangen Mussolini» und der
Heimwchren schlug der iVslerr Bun
Jeskanzier En reihert Dollfuß ab
1932 einen autoritären Kurs ein Mn
der Ausschaltung de» Parlament» n
Marz 1933 uni et mißbrauchlKbct 'er
Wendung von N<uscrordnungcn «dl
zog er dte schrittweise Demontage
der demokratischen Verfassung and
der bürgerlichen Freiheilsrechte Sach
der gewaltsamen Ntcdcrwerfun* »nd
ZcrschUgunz der SozialdetruAratic m
VmW-tax *»-•«•-
Februar 1934. bei det die llcmtwchrcn
neben Bundesheer und Etckulne eine
führende R.4K «pseMcn proklamierte
Dollfuß am 15 1934 die Verfassung des
aukmUren -SlaiMesiaafcs- Danach
wurden die Hcimwehren schrittweise
entmachtet und Win .uitgekwi
Der Begriff A hat »eme fVurzeln m
den frühen JOfef iahten Der Sozial
demokrat ] Deutsch nannte schon 1923
die Heirm»ehren -Osten Faschisten-
aber auch die Hewnuehren »elf»»i be-
kannten wh .Ulen zum Faschismus und
zu Mus«4mi Ab 1934 wurde der Be
gnft A »on den m dar Illegalität er
drängten Sozialdemokraten » a »on
Otto Bauet, auch auf den «tm DMIfub
errichteten -Ständestaat- tSelbsihc
Zeichnung) aneewendet und fand spa
ler auch Eingang in da» «raenschan-
liehe Begnftsinsenlar
Ira Rahmcr. de» faschismustheKcti
sehen Diskurses r-a Faschismuctheo-
rx-m wurde hrtrn Regime des »Stande-
staute»- aul »ersdiiedrne nationak
Besonderheiten, aber auch da» Fehlen
wesentlicher Merkmale faschistischer
Herrschaft hin gewiesen und man er
N*> deshalb Viuhehalte gegen dar An
»eikhing dc* Begriff» A Betrachtet
man Faschismus ih Ph.m.»-nen emer
Fpixhe m Jrr wti landcrwvisc un
terschicdbchc nalmnale V.irianicn her
ausbtideten. wird der Bert dl A scmei
Oncnlierungstunkt»wi wcitechend ge
recht Ahematnuwschlagc die du
VMerschiede zum M bzw dt Vorbdd
betonen woBen »md Krisctidikta
tur dc» -St»rufestaale»- lut.Mirarrs
Regime, bürgerliche Diktatur tradi
tioncilc Rechtsdiktatur sowie die
l Nznahme der Sclbsthczc«.hnung slcs
Regimes -StändcMaal- Bczs-ichniM
gen, die hingegen dte fanrhrstrschen
Merkmale de» Regime» betonen sind
faschistischer Ständestaat Konkurrenz
faschtsmu» Klcnkallass.hisrou» Kalb
faschtsmus G«aw Sf»—•
Answartat»«
Xm—arrij«-« Amt lAAl Seil der
Rc*.h«erur»Juor IK'I klasMsche« In
Mrurwcnt Jl — Autienp4rtik bi» 1*4*
Jutsb dac wciltchcndc pMilisch t*uk
Konlmuitai Jet traditionellen Bcrutc-
dipkutwiK gckenn/cKhnet tm nut
xntKicm.Mr.niM. tun antilibc raten und
antisemitischen Rcsacmamcnis bch.it
leier Koasersalisisanu» kennzeichnete
Jie foditnehc Grundhaltung Jet mer-
Men. och iw Aristokratie u i I ntJoh-
uettern Bc-urz- u BikJuntdxiieeituni
rekrutierenden Diplomaten Die w»ch-
llgsicn Aulgaben des AA bestanden
denn eine zuverlässige I ino-h.il/une
Jes AnüanJet ah tirunJlagc tut m*
Iknp4ilixh< Entsehcidungct* zu ent-
wickeln Jei Rcn-hMctierunt Hand
lungsemplehlungcn zu unierbteilea
Jie Auskands«crtrctiiAecn einheitlich
zu lenen. Handel und Kulturauslausch
zu fördern Jk Reichsdeutscbcn tm
Ausland zu vertreten Mmie hmIi Alog
hehkcit puiitBchc W überstände im Au*
Und (epen die dl Regierung zu tweil»-
ecn Keine Jet mit Jem AA konkurnc
renden (NcnMsirilen Jcr -• NsDXP
I — AuslandM«gaiucalis«i Jet NSDAP.
-• Xidkop.ilitroh*'. Amt Jet NSDAP
—• IhcMUdk Ribbentrop! rtn Drit-
ten Reich konnte die Prolcwumalilat
der tradn* «te Ikn Dipl* «Halte ersetzen
t iktebw.hl fehlte Jem AA letztlich
das XctUauen der pulitnchcn I ührunz
Im Zuvammenhanc mit Jem Jl — SA*
Jct.und spacken MiUrtxritet Jo AA
eins wichtige Rolle I ntet CumraiMin
Freiherr s Neurath. RcohvauUeammi
Met »Ml Hin IW Iw* 42.I9M. trug
die res is* mrsuschc AiMicnpolitik Jes
AA malsgcNcti zur lauschung Je«
Auslands uN.r Hiller, langlnuige pdi
no-hc Ziele bei (— LcbcnM.iu.-nt Seil
der l kinahm. Je» AA durch i.Ktnm
« Ribbcnlrsp am A2.IM> ' erstarkte
sieh dort Jcr I mfluh Jcr -• SS va. auf
Jen Gebieten der Personal-. -• Xoiks-
lums . -• Propaganda und hadcnpoli-
nk Auch «wk der SS und NSDAP
Icrnstchcitebcn Ihphimalen bbehen ft-
genuber dem Hobocaiasl pavwv tn*z
ihrer Kenntnis det StawciM.xunfcn.
spatesten« seit Anfang i*C <m Zu-
sammenhaott mit Jet — Waniuce-
Konfercnz t — Racscnpolilik un J
XoUernucdi Ihc Zusammenarbeit
zsaisehcn RSHA und A_ M.nacil
sac crtotdcrlteh »ar. »abrcod Jer
-l-ndkicung- «erbet dementspre-
chend reibungshrs Je Mather sieh Jet
auticnpsifitrohc Spielraum Dcutsdi-
lands im Sertan! «be* Zweiten Skclt-
kiMges «ctcnglc. desto mehl muticilc
IradilKiocUc Außenpolitik zu Besät
aungv- und Ausrotlunippotilik m der
das A kaum msh eine RoUe sftecllc
Kjrww Arw^rr
Iwwr
EkMohoT Hdn» IS «fU <W
m 0»*» AiflaA * SftMOTh Jrr
Fn«Mw1 « %Lan Berte l*H
Xalarki« X«cki.MipC' Schlagwort dl
bwgerlach-nalituuliMtsetier Kreise die
anpcstehl» dc» knscnhallcn Scrtalb
der Wclrwimchatt IM29-J2 (-• SSelt-
orrlschattskiisc l eine Maalsialcrscu-
tacuuMBch ecstutrlc Wirts, hafilte he
Abtehiu-bun« gs'gcAurxi d.-i interna
to«Likn Scftkchtuni- und den Zwan-
gen Jet SScItwirtkhafl pnpagictlcn
und ab Ziel emc (irudraumwinschalt.
dh einen son Deutschland A«li-
nierten SS irlohatlsbkek m Europa an
Mrcbtcn Die Naf«««/ nhernabmen
dac Idee Jei A. und ordneten sie der
Kncgssortteicilunc unter I-Nahrung«
jrr
treibet!-. -I.cbcnsraum- -Blockade
Sicherheit-). Der -• Neue Plan und
noch wesentlich autpepcigtcr der
— X >cr)ahre»plan ab Phasen der wirt
»shafilicben — Aufrusiung tragen bei-
de deutln.!». Züge der A-. die zugleich
immer auch ah Propagandau-hUe w«rt
gegen -Kaprtahsmus- »l aberalismir.
law dtcalc Die durch pohliKhen
Druck und militärische Gewalt zu un
terwer lenden Territorien bzw Volk»
wirtschaften Mellten 'im Standpunkt
der wirtschaft Iw heil FApansionsMia
tepe dc» NS-Regnne» eine Stufen-
folge »nei autarken (iinüourarn dar
< -Gr otkleulsch Lind -. • Mittele Uropa*
OsfeipansMin curopürsch lonuncnu
ler GroBraum eutschltcttlich Jiserscr
-Ergknzungsraume-, -• Wirtschaft i
KttitabahiM'fi Oct t<xhnbkbcfo*4cne
Adolf Hiller begann bereits wenige
Wochen nach der Machtübernahme
nut der Wiederauf nähme der Ptanun
gen für den A hau die halbprisate
Unternehmen »k die Studtcngc
»cihchah für Aulomobihlraßcnhau
(SIL KAI und der Vcrem rar Xarberei
lung der Aulosttaße Hansestädte
Ftaak-furt-Bwsel iHAFRABAI tn den
5 ler Jahren entwickelt halten 1921 war
mit der Berliner AVUS die ernte A. in
Deutschland tertiggesteilt »teilen Ara
27.6 1933 erließ Hitler da» Gesetz
übet die Errichtung eines I nternet)
tuen» »Rcichsautiibahncn- du -La
menfuhrung und Ausgestaliung der
Kraftfahrtsahnen- sollte der drei läge
spater bestellte — Gewcraimspcktcur
für da» dt Straßenwesen Fritz Todt.
fcsiiegen Unterstützung erhielt er so»
der un August 1933 rar (»esehschafl
zur Vorbereitung der Rcebuuifwh
nen c X (GEZUXOR»gieichgcschalu
ten HAFRABA Hitler selbst seine am
23.91933 den ersten Spatenstich in
Frankfurt am Marn. und am 195 1935
konnte die erste leüstmkc um Frank-
furt nach Darmstadt dem Verkehr
übergehen werden Im Oktober 1934
waren aul den Strecken Frankfurt Hu
drlberg Duisbuig IX.rtniund Du»-
bürg-Köln Muneben-Salzburg Dres-
den -Zwickau. Hamburg Lübeck. Bcr
km Stettin und Elbing-Königsberg 15«)
A -km im Hau weitere 15«» km für den
Bau trcigcgebcn. I n der Forderung
Kult» ru genügen, die A. mußten auch
ern -Kunstwerk- -cm wurde jeder
Obersten Bauleitung eui I andwhafts
architekl t*og Landschaftsanwalt 1 Zu-
ge« duct. del für dre landschaftliche
Anpassung der Trassenführung, d»-
Gcslaftune der Krücken Grünstreifen
und die Böschungen ziruanüig war
Milte 1936 arbeiteten etwa 125utl)
Menschen an den -Straßen des Füh-
rers- was wesentlich rara Ruf Hitlers
als l IserwinJct der — Arheitshmgkeit
beitrug. Bei Kricgsfscginn waren 33M)
der MHI geplanten A km iertigge
«teilt «eil Sommer 19hl letzte ladt
»erstarkt -• Kriegsgefangene und —
Juden ah Arbeiter cm Um Jk l*hrcs
wende l<Ml 42 wurden aBe Baumaß
nahmen beendet Die Finanzierung
des Ahaus (524 MrJ RM) erfolglc
größtenteils mal den Geldern der
Rcichsanoalt für Arbeit«»ermittiung
und Arbcitskwcttsersacherung Obwohl
ehe Xfihtars in die Slrcckenplanung
cinbc/ogcn wiadco waren, bbeb im
Krieg die Ewenbahn da» wichtigste
Iranspoctsistcm der Wehrmacht
.4ayr«A»>
tawwwwi Itaao <Hg I gmtimi itiW Pis»
Uw dn fWaw» Miwbn «nansfw rar Aawrs*
cm» MsKwaeuww V.Cbw lUiwt IWC
<«nlk
Asiat» <>rihe Von Jer Manne ah
leichtbewaffnete» Hiltskncgsschiff für
Vcrtuchwwcckc (Hochdruck lurbr
nenanlnebl konzipierte» I Stapellau!
15 121934 ) 1935 in Dienst gestelltes,
schlicht emrench leies Mf«)-T« innen
Sehif! A bcrcichncte Jen Typ des
schnellen Depeschen- und Auf1 la
rungMChitles. einen Vorlaute» des
Leichten Kreuzer» Als Geschenk der
dt Industrie diente die A dem Reichs
k anzier und auch dem Rcichskncgs-
muiislcr in den Abrkricgs|.ihren als
wenig gcnutzlc» RepracentatvMts
schiff hei Auslandsreisen. Stapcllau-
fen (Wilhelm Gvntloff, Prinz Eugen)
u a (iroUereigntsscnder RcKhsmarme.
Darüber hinaus lungicrtc die A aß
Minenleger Schulschiit und Arlillcne
Zielschiff Wahrend des Zweiten Welt-
krieges wurde die \ als Minenleger
und V a al« St.ibsquartier für Manne
stabe ( Admiral Virdmccr 1942-1944)
verwende!. Als Kriegsbeute der Eng-
länder fand sie zeitweise noch als
Krcuzlahrtwhiff Verwendung l**5l
wurde sie tn den USA abgewraekt
//•wwrtr Hr»i<
B
Kahr-3 ar Am 19 9 1941 marschierte
di. Wehrmacht in Kiew em (-» 1 Kt-
leldzue 1941 - 1945) Das Sondcrkum
maitdn 4a der !• m.alzgnippe ( i « Lin
satzgruppen >. geführt von Paul Hlohel.
bcnchlele am 2X9 1941 nach Berlin
»/Angeblich I.MHM) luden sorharwlen
Maßnahmen ctngclcilcl zur I Hassum-
des gesamten Judentums Exekution
nm mindestens V)tim luden vorge-se
hen Wehrmacht begrüßt Maßnahmen
Uta
und erbillct radikales Vorgehen • Pia
kate forderten die (udtsche Besolkc
rung aut sich zur 4 msiedlung- einzu-
finden l bei 3000 — Juden folgten
dem Bete hl Unter Mithilfe des Kdizei
rcgiments Rußland-Sud <—» P'lizcil
und ukram Miliz, ferner logistisch von
der Wehrmacht unterstützt trieben die
Angehörigen des Sonderkoenmarido»
die Juden zur Schlucht B am Stadt
rund wo sie .in Sammclstellen aut frei
cm Feld Gepäck. Wertsachen Kleidung
ablcgen und sich in der Schlucht mit
dem (ic-sichi zur Erde hmtegen muß
ten Sic wurden durch (rciiickschuO
getötet Die Nachfolgenden mußten
Mch auf Jie Leichen Jer zuvor Erschos-
senen legen. Am 2 10. wurde nach Bet
Im berichtet »Das SoodcrkornmanJo
4a hat in Zusammenartvil mit Grup-
pe nslah und zwei Kommando» Je»
Polizei Regiments Sud am 29 und
30 9 1941 in Kiew 33 771 Juden exeku-
tiert- Pwmicrcmheilcn der Wehrmacht
sprengten anschließend die Ränder der
Schlucht B diente bl» August 1943 ab
Mordslattc. dann mußten ludischc -•
KZ Arbcitsk.unmanJo» im Rahmen
der -» Fnlerdungvaktion des Sonder-
kommandos IUI* die Leichen exhumie-
ren und verbrennen um die Spuren ru
verwischen Da» gelang nicht »ulKlan
dig nach dem dt Ruckzug fielen det
Roten Armee niwh reichlich Beweise
der Verbrechen von R in die Ilande
/Irm-
I UifilMlP
kurtthk HcUmiI lUt» IU«wtKh Wtfhttai Z>«
Owffw iAn H iri.AaniinpOvfn /'«r /
Jr» Sj«««•*/ Iti
FUC SUtf!£jirf !*l
Baedeker- AntnfT« Nach dem Nrkann
ten Kun»treiveluhrs-r benannte Aereel-
lungMknon det dt Luhwattc lur Jie
von dem bttt Luftmarschall Arthur
Irakers Harri» u.a angcordneten Born
batdierungcn dt SlaJte mit bedcu-
lenden Kulturgütern (-» Luftkrieg)
Im Zuec der B wurden rm Laufe des
Jahres 1*12 über Ml) Tonnen fkrmtxn
auf bnt One. wie die Kathedralstadle
Norwich. Bath. York und (antethury.
abgeworfe« die sich cbenfalk durch
reichen Kunst- und Kuliutbesitz aus-
zeichne len wat n-r*r»
Ralkawfekizag Nach dem dt Balkan-
Engagement (—• Rumänien l erfolgte
am 2H IQ 1940 ohne Konsultation Hit
lers nach einem L Itimatum die ital In
sasam -• (inechcnlands Eine gnech
Gegenoffensive wart die Italiener weit
auf ilhin Gebiet zurück I — Alba-
nien). Zur Abwendung cmer Nieder-
lage des Achsenpartners und um die
Gefahr tur die ruman Otfelder und
die »Barbarossa.-flanke zu beseitigen,
ordnete Hitler nach der brit Luftlan-
dung auf Kreta mit der Weisung Nr 20
am 13.12 1*40 den Angriff auf Gne-
chcnlnnd an (L'rMcrnchmen -• Manta).
Am 6.4 1941 begann von Bulgarien aus
der dt Angriff aul Griechenland und
— Jugoslawien das nach dem SimosK-
Putsch und dem Sturz der dt freundli-
chen Regierung des Prinzen Paul
(273.1941) ad hoc ui die dt strategi
sehen Planungen einbezogen worden
war Nach der Bombardierung -* Bel-
grad» und dem Einmarsch ital. Ungar,
und bulgar truppen, deren Regie-
rungen mit territorialen Versprechen
geködert worden waren, kapitulierte
die jugoslaw Armee am 17.4 1*41 In
Griechenland gelang nach dem Durch-
brechen der sog. Metatas Linie am 9 4
die Entnahme Salonikis Ein Anfang
Marz gelandetes brit E xpcditmeiskorps
wurde aus seinen Stellungen am Olsmp
und bei den Hiermopykn geworfen
Das bnt Oberkommando befahl am
17 4 die Räumung Griechenlands
Drei Tage spater kapitulierte die gnech
Epwus-Artncc. Am 27.4 fuhren dt
Panzer in Athen em. und bis zum 115
Bamberger f Whrrrtagimt
war die dl. Besetzung Griechenland«
einschließlich des Peloponnes abge
ch knien Kreta wurde vom 20 5.-1 6
gegen den verbissenen Widerstand vor
Commonwealth-Verbanden und krcti
sehen Zivilisten im Zuge der Lutllan
deiperalion —» Merkur erobert Mit
der -Vertreibung det Engländer- vom
Kontinent war das -dclcnsive- Ziel des
B erreicht Es kam neben cmer gering-
fügigen, oft überschätzten Verzögerung
de« Unternehmens -» Barbarossa zur
Zerschlagung Jugoslawiens <Schaffung
einen faschistischen Staates Kroatien)
und zur Errichtung einet Militärver-
waltung ui Serbien und Griechenland
Hacm nau-ter
RaKasiesisienaen s. Medizin
Bamberger Fuhrertagung Von Hitler
tur den 14 2 1926 nach Bamberg citilw
rufene Versammlung führender Funk-
tionäre der — NSDAP XuÖerct Anlaß
det B. waren die innerparteilichen Dif
terenzen in der Frage «ier Furstcnahfm
düng Die nordwectdt — Gauleiter
unterstützten im Winter 1925'26 da«
von der -♦ KPD initiierte Volkshcgvh
len zur cntschadigungckisen Enteig
nun* der I9IS entmachteten Fürsten
wahrend Hitler dies strikt abtehntc
Tatsächlich wandte sich Hitler aul «Jet
B. aber mehr allem gegen den von der
-» Arbeitsgemeinschaft Nordwest ver-
tretenen Antikapitalismus, sondern
auch gegen die vagen nationalbobche-
wtsUschen Tendenzen der nurdwestdt
Gauleiter und ihren Versuch das
Parteiprogramm der NSDAP (—♦Ideo-
logie. -• Nationalsozialismus) ru re-
sidieren. Die -sozialistischen- Bcstrc
bungen innerhalb der NSDAP waren
zwar mit der B nicht beendet, aber es
gelang Hiller, zumindest die äußere
Geschlossenheit «ier Partei zu wahren
und seine eigene parteiinterne Macht
Steifung zu festigen 4w»*e MMr»
Rank <ir> lls-wtsdwa \rtwM
(Unk der Deutschen Arbeit Gcldin
Milut der -♦ DAF Da* Vermögen der
1924 von den enlsprcchenden Be
rufsv er banden der Arbeiter. Angestcll
ten und Beamten gegründeten Bank
der Arlvrt wurde im Zuge der Zer-
schlagung der -* Gcwcrkschalten am
2 5.1913 (-♦ •Machtergreifung-: -•
(ik-Kh'ehaltung» beschlagnahmt. von
der am 10 519.13 gegründeten DAF
übernommen und die Bank der Ar-
beit in B umbenannt. Die Gesamtem
nahmen der DAF (MrtgiiedsK-itragc
und eigene WirtschaliMinternchmca
(-• Volks»aecnwcrkH betrugen 1919
ca 540 Mio RM M-oH.-—
Barbarossa. L nlrmchamn Dccknami
für die Vorbereitung des Angriff* aut
die Sowjetunion. wohl vom Beinamen
de* 1I4H auf dem 3. Kreuzzug ertrun
kenen Kaiser* Friedrich I Barbarossa
abgeleitet Zuerst wurde «he Bezeich-
nung in Hitler« Weisung Nr 21 -Fall
R- vom 1X 12.19441 verwendet, dte
d«n Resultat seiner bereits un Sommer
I9W getroflenen Entscheidung tur
den Ki tc es besinn gegen Rußland Mit-
te Mai 1941 war E* loteten die -Rieht
Innen aut Sondergcbieten zur Weisung
Nr 21 IFall B i- vom 1 33 1941 rrut der
Abgrenzung von • SondcTauf gaben -
die dem RISS Himmler im Auftrag
Hitler» zugcwicscn wurden sodann der
-Erlaß über die Ausübung der Krieg»
ecrwhtsNirkcil im Gebiet B- vom
1.151941 und -Bestimmungen über
das Knegsgefangenenwesen im < »cbn-l
B.- vom 16.6 1‘MI wichtige 1tappen
hm zum rassenideologischen Raub
und Vernichtungskrieg I —• Kommissar-
bcfchll den man wie die Weisung
Nr 32 -Vorbereitungen tur sbc Zeit
nach B vom II r> 1941 zeigt noch v*w
seinem Beginn txrrcits für gewonnen
hielt ( — Ostleldzug 1941 - l'Us।
.WB
Barmer Bckruatuh (Sywod» und Er-
klärung) eigentlich • Theologische Er-
klärung zur gegenwärtigen Lage in det
Dl Evangelischen Kirche- die am
31 5 1934 von der ersten Bekenntmsvv-
node der Dt Evangelischen Kirche in
Wuppertal Barmen ver»b*chicdel wur-
de Vi t dieser Svnode konstituierte weh
die —• Bekennende Kirche tm -• Kir-
chenkampf und gab uch im B ein theo-
logisches Programm, das tn sechs The-
sen rucht nur die Theologie und da»
Kirchcnregnncnl det -• Dt Christen
ab häretisch verwart, sondern in kriti-
scher Vhsetzune vom Totalitatsan
spruch de- Nat *oz auch d»e Freiheit
der Kirche in Lehre Verkündigung und
äußerer Ge-tah betonte über den ak-
tuellen Anlaß hinaus hat da* B ab er-
ste gemeinsame theologische Aussage
der verschiedenen Konfesstonskirchcn
seit der Rcformal>onszeil eine beson-
dere Bedeutung lur die Kirchengc-
meinschaft protestantischer Kirchen
< jnMi Sfowttf«
Rasllria-t .ruppr WiderUandsgnippc in
Hamburg und Nordwestdcutschland
um den ehemaligen KPD Abgeordne
ten Bernhard Ba-tlein und kommuni-
stische Funktionäre (Oskar Reineke.
Franz Jacob ua.). die 1940 bts 1942
aktiv war und etwa 2t>f Kommunisten,
einige Sozialdemokraten und Partei-
lose umfaßte Bi* zur Verhaftung der
meisten Mitglieder im Oktober 1942
(Prozesse im Oktober 1944) Icisletcn
sae —• Widerstand in etwa 9t Ham-
burger Betrieben durch politische Agi-
tation Verbindungen bestanden zur
—• Roten Kapelle und zur -» I hng-
Romcr Gruppe W.urwn< Um-
Bauerntum In der nat *oz -» Blut
und Boden Ideologie (-» Ideologie. —»
Naboruhozialismus) al* gcnotvpochci
Repräsentant des -adektUmlich-ger-
manischen Ficivisscntums- zum sozio-
.*»1
Bekrawradr kinhc
biologischen «Erbtriger. eme» phs-
sisch rassisch gesunden -Volkskorpcrv-
und emer »artgemaßen Vofkskuhur«
im Zeitalter nivellierter Maavengvsell
Kluften mystifiziert (—» V<4kstums|x»-
litikl Zur Sicherung seiner beiden
außerokonomiKh begründeten «solkt
sehen« < »rundlunk ti. inen -Nähr und
Gebarstand- »ier sich regenerierende«
dt -• Volksgemeinschaft zu sein «urdc
das B mit dem —• Reichserbhofgvsctz
zum -Fhrenstand der Nation* erhoben
und im —• Reichsn.lhrstand zwange
organisiert Realiter bedeutete die««
suzav-ökononmschc Slatusctbohung je
doch eme Degradierung de« B zum
treuhänderischen Verwalter der eige-
nen Scholle wn «Dicnu an der Sippe
und am Volk«, dessen wwlcrrufbarc
»Ratiernfahigkcit« mit Beginn der
Frzeugungsschlacfiten um die «Nah-
rungdreihcit« (-* Autarkie) mchi
mehr vorrangig an seinen hlutmäBt
gen Charaktereigenschaften gemessen
wurde sondern an »lern k.ipilaltsli
•eher» Kriterium seiner produktiven
Leistungsfähigkeit. bevor es im Zwei
ten Weltkrieg zum bloßen Erfüllung«
cclultcn der staatlichen Pfanvorga
ben entmündigt wurde (-» Anerhen-
gvneht. -» Erbhof — Gcrmantvcrung.
—» Rcichsamt für Agrarpolitik. —
Rcichvbuuemtuhrer -* Wehrdorf I
( «rrfoRrf f
Bavreuther Festspiele In Bavrcuth wer
den Kit 1X76 die Opern von Richard
Wagner rm eigens erbauten FestspieL
huu« aufgeluhrt I nterstutzt wurden
die H seit ihrem Beginn von national
gesinnten Förderern, du in Wagner«
musikalischer Verarbeitung »ier germa-
nischen Mythologie und tn «einen anti-
semitischen Schriften arrsch-viMkische
Ideen vcrwtrklichl sahen (-«Völkische
Bewegung) Pie NS-Kuhurjwditik wuß-
te sich die B ab Symbol zunutze zu
machen <—» Kunst) lahrtx.fi wieder-
kehrende Aullnite Hitlers und det Ns
Prominenz gemeinsam mit der Wagncr-
Fanulic wahrend der B wurden ah
svmfwvitrachtiger Kulturhöhepunkt pro-
pagandisli«. h inszeniert und dw H zu
-nationalen Wcibcsptelcn- stiihaert
IftgB WM ( »»CWkA.1
BDM *. Hitler-Jngend
Beauftragter der NSDAP s. SatHHid
s* iz lallst Ische Deutsche Arbeiterpartei
Beauftrjglc» di « I iilirirs für die
gesamte weftansehmiBrbc Mtiidwng
und Erziehung der NSDAP v. Vati
Rosenberg
Beauftragter für den V u-rjahrrsplan s.
V ierjahrcsplan
Hrlrhhhiilw r fier SicherheUsfMdirci
und des Sl> I BdN> s. SK-herhetfvpolizri
Behelfsheim Tbc ger» einten. aus Hotz-
lertigtctlcn konstruierten Baracken des
-• RAD dienten ab Prototyp muhi-
funktioiuler Behelfsbauten lut Lager
in der Industrie in der Bauwirtschaft,
beim Militär und in KZ Ah 1»M2. nach
den ersten Schaden des I uftknegv
wurden sie auch ah Notunterkünfte
für Ausgebombte ab Lazarette, Not-
schuk-n etc . schließlich für Flüchtlinge
und Vertriebene verwendet Zur zivilen
Nutzung ah B wurden massive Versio-
nen in mehreren Tvpcn aus Stahlbeton
entwickelt, die Icihscrsc in KZ gefertigt
wurden «ri/hnaaz
Rrhcmofh s. Fascbismustheoric«
Brkcmtrndr Kirch* Dieuhsgisch hete
mgenc <<pp»«utK»nelle Bewe-gung in der
evangelischen Kirche gegen die -•
Deutschen Christen und die NS-Kir-
chcnpolmk (-w Kirchen und Religion.
-» Reichckonkordali Eine der Wur-
zeln der B waren Pfarrerbruderschaf-
ten in einzelnen landcskircben sowie
fktj«.
der -♦ Plarremoibund Im Frühjahr
IUM entstand au* Protest eeecn die
Gletchschultungspolitik durch die IM
Chnvlea in den von ihnen tx-hcrrsch-
ten 1-aadeskiichcii onc Bekenntnis
bewegunt- oder -Bckcnntttrdronl-
der sich auch die nicht dt -chnstlicben
Bischöfe von Basem. Hannover und
W urtlcmbcrg anvchh’ssen Angesichts
der Iwrelischcn Theologie der Dt
Christen und der Rechts und Verlas
sunjrsbruchc ihres kitchenreginivni*
bcanspruchlc die Bckcnnliusbewegun«.
die rechtmäßige csungch*che Kirche in
Deutschland zu sein. Sic konstituierte
sich zur B. und bsMctc damit eine Art
Gegenkirche zum staatlich anerkann-
ten Kirchenrcgimcnt det Dt Christen
sacle diesem den Gehorsam auf und
gab sich un — Barmer Bekenntnis ihr
theologische* Pr«»gramm Nach dem
auf der Dahlcmcr Bckcnntnisssnodc
f-ndc < Klober 19U verkündeten kirch-
lichen Notrecht setzte sic eigene
hekenntniskrrchlichc l citungsorganc
tBrudciratc) etn. als auch Bavern und
Württemberg gewaltsam in die Reichs-
kirchc I —• Kirchenkampl i cmgegliedcri
werden sollten Da diese Emglicdc-
rungsmaßnahmc n aut Befehl Hitlers
zuruckgcmunmen werden muhten, er-
gaben sich fut du. B unterschiedliche
faktische und rechtliche Verhältnisse
Auf det einen Seile standen die ille-
galen Bruderrate in den dt.-christlich
beherrschten (-zerstörten-1. aut der
anderen die legitimen Bischöfe in den
-intakt- gebliebenen Kirchen Dieser
< K-gcnaalz, verstärkt durch unterschied
liehe theologische und ckklcsiologixhc
Auflösungen führte rm liuhjahi |UU>
zum Bruch der B, weil kein Konsens
darüber ru erzielen wat. inwieweit et
theologisch zu verantworten sei mit
den vom Reichsiniiirstenuni lur die
kirchlichen Angelegenheiten im Herbst
1935 emgesetzten neuen Kirchen**-
gicrungcn zusammenzuarbeiten Beide
FlUgcl stimmten zwar in der grundsätz-
lichen Ablehnung der Häresie und
des Gewaltregiments der Dt Christen
uherem; im Unterschied zum -bru-
dcrratlichcn- hatte der -bwcholbchc-
Flügel der H jedewh ein stärkere* In-
teresse an der KonlLktnunmucrung mit
dem NS-Staat und war darum eher ru
k<mzcssK>ncn bereit Dsc Spannungen
innerhalb der B. hielten bis weh in die
Nachkriegszeit an Ihrem Kampf »I
c* fedoch zu verdanken, daß der Ver-
such det Nat Mir., auch die evangelische
Kirche gieichzuwhalten weitgehend
Ichlschlug und der totale Hcirvchaft*-
anspruch des -» Nationalsozialismus
m der H an seine l »renzen stieb Ohne
eigentlich politischen -« Widerstand
leisten zu wollen, galt die B dennoch
ah Staat'Kindlich sie wurde in ihrer
Wirksamkeit behindert, und » wie ihrer
Glieder wurden durch Suspendierun-
gen. Ausweisungen. Redeverbote sowie
kurz oder langcitrniigc Verhaftungen
politisch verfolgt Canww Vu.tUnr»
\tKWu4kl, Wdhvim mW Z*-fc<*u» Jr» Br
Ktfihf HttrkicW IMM
[kvin Gcrey VnUcr hbonus tTintarvi mW
Ffafliturt Mn Mdn !*•'
Belgien M» Deutschland 19 Iß durch
die- -» Rhctnlandbeselzung den Locar-
no-Vertrag (16.10.1925) brach, zog sich
B . um emem dt Angriff voreubcugcn.
aus der Allianz mit -» Großbritannien
und -♦ Frankreich zuruck l nter Ver-
letzung der 1937 ecgchcncn Zusiche-
rung da* neutrale B nicht anzugreifcn
marschierten am ltt5.1*h> dt Trupfvn
ein Am 2K5. nahm der belg Koni«
Leopold III gegen den Rai der Regie-
ung die dt Fordciung nach bedin-
gungsloser Kapitulation an Er ging
m dl trclangcn*ch.ilt die Regierung
begab sieb in* Londoner Evi Unter
dem MiiilartHlehhhahcr klcsandct
von Falkcnltausen wurde eine ktihur-
JW
tkfrtv
Verwaltung lut B und Vwdlrankreich
aufgebaut. die die XS-Polmk über die
laadcscigcncti. idl kultaboratioiisbcici-
ten Behörden durchsetzte Die atfi
ziehen anttvcnuiischcn Mabruhmcn
begannen im Oktober I44H mit den er-
sten dt. Verordnungen gegen — Juden
der Registrierung und Enteignung det
jüdischen Bevölkerung,die acht Mona
le «pater tn Antwerpen Brussel lat
lieh und CKarlerot ghelliuMerl wurde
Am 4 8 1442 fuhr der erste Dcporiali-
ooszuc mit staalcnkMcn und audandi
«eben Juden nach -* Auschw itz (-»De
p<ialH<neni fast dc Haltte det um
50(01 Juden, dc 144i>in B lebten, wur-
den bn August 1444 ermordet, viele
andere dagegen konnten nut l niet
Mut/ung der felg. Bevölkerung über-
leben <>dct beledigten sich aktiv am -•
Widerstand Dieser war zunächst
schwach. intensiv icrtc sich jcdixh Ende
1442. als sich der Terror der Besat-
zungsmacht durch (icbclerwhieOun-
gen und dc Zwangsvcrptlchtung Belg.
Arbeitskräfte I-• Zwangsarbeit! im
mer offener gegen die gesamte Bevöl-
kerung richtete Die W ulerstandsbcwc-
gung. tn der die kommunistische Partei
eine zentrale Rolle spelle und dc brei-
te IJntervrutzung in der Bevölkerung
land, ermöglichte es MKUI Menschen,
sich der Zwangsarbeit zu entziehen
und unterzutuuehen. Im September
1444 befreiten die Alliierten B das
durch die —• ArdennenoOensne noch-
mals zum Kampf gebet wut dc
M»» aa^tt »rod
/MPMte'
Sc%ikr Lud««?Schamann ’Hbi tn
hf* ***« Dir <M
Aa^rgrr^Ks/ni Mf Ar'^’irw / dfW
Sae JrH^uAfi . .'sWr /W fkfhß 1 W>
MartfeM Serjc MciMwr? «Hu» Ihr
IMrwu drr AJnHUff mt
Sr« Nflfl IMMi
Belgrad (Luftangriff) Hauptstadt «
Serbiens und —» Jugoslawiens 1441
ca 'Stilen I inw<4inct Der Grund lur
den dt Angnlt iu| Jugoslawien ohne
Kisegserklaiung waren der Militär-
putsch »<>m 27.3.1441 und dc Unter-
stützung dei serbischen (Nlentlchkcil
lur den Sturz der jugodaw Regierung
dc am 25.3 dem — Dreimächtepakt
bci'clrclcn war Hitler sah in B ein
-Scischweitungszcntriun-.welches -nie
wieder zur Bedeutung gelangen sollte*
Am 3.4.1441 wurde B zur offenen
Stadl ciklait aber am h und 7.4 mehr-
mals von der dt Luftwaffe bombar-
diert l Operation Strafgericht- I Bei
dem von ca Ml Maschinen geflogenen
Antull wurde dc Stadl vvstcnuIgKb
zerstört, etwa 2300-41*11 Linw<4incr
kamen um« Leben Bombardiert
wurden Militatobjcktc und Kommuni-
k.u«-liveiiukhlunrcn aber lucil das
kooiehcbe Schlot! und das jüdische
Viertel, getroflcn wurden lernet Kran-
kenhäuser und andere zivile Ohjekie
VoUslandig setnnhlcl wurde dc Xa-
tionalbihliothek samt ihren Bestanden.
Dn. lugodaw Luftverteidigung vetmeh-
lete unter eigenen schweren Verlusten
zehn dt I lug/cuge und beschädigte
weitete Am 13.41441 marschierten
dl. Truppen ms zerstörte B ein I -« Bal
kanleldzugl Ostern 1444 crtin die
Stadl schwere \erlöste durch alliierte
Luftancrifle \m 2Ü.IO14M wurde B
von lugoslaw Partisanen mit Hille der
Roten Armee betreu UZwi »«>*-•
Beize« Du« erste der drei -♦ \cimch
tuiKslager. die zur Ernxwdung der
-• Juden im Rahmen der -♦ Aktnvn
Bernhardt errichlet wurden I-* So-
btbitr; -* TreNmkai Nachdem im Vor-
monat der Ort ausgcwählt wurden war.
begannen im XosemK-r 1441 die Bau
artviten m <Jcr Nahe der Ortschaft Bei-
ze« an del SudiMgtenze des Disttikts
Lublut Eine 2h5m x 275 m große Fla-
che wut Je rnu einem Drahtzaun umge-
ben und m mehrere l agcr+>creiche un-
Hreälrrbliuk
tcrtctll. wobei u a durch da* Pflanzen
jungei Baume ein Emblxk ms Läget
verbinden wurde Freiet Kommandant
von B wurde SS-Hauptsturmführcr
Christian Wirth. del xhon rm Kähmen
der —» Aktion I 4 eine tuhrende Funk-
tion inncgehaH hatte, auch cm Gi<A
teil de* LagerjscTMMiaJv hafte xhon
im Zuge der -Fulhanasie--Morde tm
xhiägigc Erfahrungen gesammelt I-«
Medizin! Verstärkt wurden sie durch
etwa Mi sog -» Trawniki meist ukraini-
scher. baltixhcr oder -solksdt • Her
kunft, die va tur die Bewachung und
den Betuch det -» Gaskammern zu-
ständig waren Vom März 144? bis zur
Jahreswende 1*U2 43 wurden in B über
htälfäll Juden ermordet, via allem auv
den südöstlichen Distrikten des —•
(rcnctalpouvctncmcnis I Radi en Kra-
kau. Lublin Galizien aber auch aus
dem Reich oder der ehemaligen -•
Tschechoslowakei Den Deportierten
wurde bet der Ankunli tn B ihre I m
Siedlung in den Osten angekundigl -
aus hygienischen Gründen müsse je-
doch zuvor gebadet werden Darauf-
hin wurden die Juden zur Abgabe ihrer
Kleidung und Wertsachen vct.inUlM
und gruppenwersc ZU den un Som
inet mit Blumen dckorterlen und als
Duxhraunie getarnten Gaskammern
getneben. in welche Abgase eines Die-
selmotors geleitet wurden Die an Ki4t-
lenmonotvd erstickten Opfer wurden
zunächst in Massengräbern verxharrt,
xil Ende l**42 fcdixh aul Schcilerhwu-
len verbrannt Nach dem Bau größerer
Gaskammern im Juni l*M2 erhöhte och
die -lixungskapazitat- B erheblich
Verschiedene Arfx'ilvkommandos, gv
bildet aus ca Inn vorläufig von der
Vernichtung auseenowime-wen Juden,
wurden u a zum Sortieren der Kleider
der Opfer und zum Beseitigen det Lei
eben gezwungen Im Frühling l'MJ
wurde das lauter aufgelöst. die Spuren
des Verbrechens wurden verwixhl. und
WM
als Tarnung errichtete man einen Bau
ernhof nm»n H'arwr-
YitdLdl Erlitt M^r. rrrNj^at Thr
<>!*?**»* tUf««Wn<km
ladaaMpoia IW*
Bcadkrhtedt s. M Juli 1444
Bergen-Brisen (K/> 4o km rundlich
von Hannover bei Celle gelegen, in
den kiictiphun zunächst ein er olle»
Kriegsgefangenenlager spater em be-
rüchtigtes —> Konzentration*- und Auf-
fanglager l*fti wurde auf dem Areal
eme* Truppenübungsplatzes em Ba-
rackenlager für Irr und bclg. —• Kriegs-
gefangene emchlet Ab Juli 1441 trafen
mehrere HfinUi sow» Kriegsgefangene
in B ein. tur die keine festen Unter-
kunftc vorhanden waren und die unter
freiem Himmel dem Hungertod pterv-
gegeben wurden Bis zum Februar 1442
starben mindestens IMIll son ihnen
(ca *0% der Gefangenen> an Hunger
Kälte und Krank he ilcw Zuvor hatten
im Herbst |<*41 Kommandos der SS
au* Hamburg unter den Rotarmisten
Xneehonec der Intelligenz sowie alle
-* Juden •selektiert- (—v Selektion!,
die anxhließcnd rm KZ —» Sachsen-
hausen in der dortigen txnxkxhußan
läge ermordet wurden Ab Fruhtahr
144? bcsxrten sich die Zustande Die
neu einircftcndcn Kriegsgefangenen
wurden um B aus zum —» Arbeitsein-
satz ecxhickt 1443 wurde das Kriegs
gclangcncnlager B als Zweiglager nut
dutvhxhnitllich Juo sow) Knegsgc
fangeaen dem benachbarten Lager Fäl-
lingNwlel zurcordnet
Im April l**4t wurde ein Lagerkrwn-
pk-v an die SS übergeben, dx ein sog,
Aulenthaltvkiger emnchletc Dort hielt
die SS audändixbe Juden als Lietsetai
gefangen, um sie bei Bedarf gegen im
Ausland internierte Deutxhc |zB
Spione» auvlauxhen ru können. Bis
zum Herbst 1944 wurden en. MJUl Ju
den in das Lager eingclieten. um de-
nen aber nur «ehr wenige tatsächlich
uusgctauschi wurden
Seit Marr 1944 wutden in einem
abgesonderten Abschnitt des Lagers
kranke und mehl mehl arbeitsfähige
Hallliriec aus anderen KZ unter ge-
hr acht Im August 1944 achtete man
zusätzlich em Zeltlager tur weibliche
Hatthnge ein in dem % a poln und
Ungar Jüdinnen (darunter SÜOO aus
dem KZ -»Auschwitz-Birkenau) unlcr-
gcbrachi wurden Zahlreiche Frauen
wurden von hier aus zur -» Zwangsar-
beit in AuBcnlagct der KZ -» Neuen
gaminc. -> Buchenwald und -• Flossen-
bürg geschickt Da« 1944 auch (urmal
in ein KZ umgewandelte B halte somit
als Durchgangs- und Auffanglager eme
Sonderstellung innerhalb des KZ-Ss-
stemv inne Im Dezember 1944 wurde
B dem vormaligen Kommandanten von
Auschwitz Birkenau SSHauplsturm
führet Josef Kramer, unterstellt
Als die SS bei Kriegsende dac front-
nahen KZ räumte, um die Häftlinge
nicht »lebend tn die Hande de« Fein-
des- lallen zu lassen, wurde B zum Ziel
zahlicichct -EvakuictungMtanspurte«.
Dk emtrcffcndcti Häftlinge, die. ein
gepfercht in Guterwaggons. tage-, teil
weise auch wochenlange Irrfahrten
mit gemacht oder lange Fußmarsche
zuruckgelcgl hallen, waren vollkom
men auseczehrt (-» ludcsmarschci In
dem uherlulltcn läget in dem cs an
allem mangelte, verdursteten und ver-
hungerten viele von ihnen binnen kui
zem Ak bnt Truppen das Lager am
15 4.1945 betreuen, bot weh ihnen ein
Bild des (trauern Auf dem Lagerge-
lande und im benachbarten Kasernen-
bereich fanden wc 56000 hungernde
und kranke («a. lyphuvf trauen.
Manner und Kinder sowie über Itmttl
unbeeidigte Leichen vor Irotz grollet
ärztlicher Anstrengungen zur Rettung
Rirtui
der Lhctlebcndea Mathe« im eisten
Vierteljahr nach der Befreiung noch
einmal wettere !.«<•«» Menschen Ins
gesamt kamen in B ca NHI»> KZ-
llalllingc und mindestens lillJuo sowj
Kriegsgefangene ums Lehen
Die Bilder von der Befreiung B
Lcichcnberge und Massensterben
UterlcK-ndc. die ihic Befreiung nicht
zu begreifen schienen und zutiefst er
schulterte bnt Soldaten gingen um
die Well Dies und die millionenfache
Verbreitung des lagcbuchs der Anne
Trank.die 1945 I5|ahng in B verdarb,
machte B zum Svmbot tm den lerror
in den nat soz KZ
Ende Mai 1945 wurden zur Verhin-
derung der Ausbreitung weiterer Seu-
chen sämtliche Hotzbaracken des La-
gers mcdergchr.innt Im November
1945 entstand in H das erste Mahnmal,
das tudnehe l'berlebende thten loten
widmeten und an dem seit 1946 am
Betrciungslag eine Gedenkfeier veran-
stalte! wnd Auf Anordnung der bnt
Mibiaricgiciung begannen dt. Krieg»
gefangene 1946/4' nut der Errichtung
des internationalen Mahnmals, eines
24 m hohen < Hxrlisi.cn mit 5f> m langer
Inschi ilicnwand 1952 Übernahm das
LanJ Niedersachsen die Pflege der au«
Massengräbern gebildeten Fnedholc
an läge und det Mahnmale I9t*> wurde
cm II9W» wesentlich erweiterte») t>»-
kumentenhmn mit ständige« AusMcl
lung eingerichtet Mrfi—rbr
t Mr***»'
KrtR._r«r^Ä»-*P-$wJrrr öt”irn A-(>zn ti(TKto# 1*4
k|i h« ifei Ni.sJtatvkhäihK-ti Im
ÜCvZtMiMu IU« I Athtm.be BlkjutTL Hamm wo
IW
flrff»"' Ärfww la«*i Auhm
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OütlMcea
Br nebul K. < >brr%ai/tM*ri
He tim x- RrkhUuMaptUMh
Hs ruhen
fcmbwt Im Herbst l*4n wurde
in emem mfcmrldc« Teil des
psychiatrischen Kronkenhmnc» m B
eine -Futhanasie- Anstalt cingenchlet
< LirnKzcishnunt Hel. welche «be
Ikilanuall in -« Flundnhuie ablcMe
Leiter war Dr med Irmtned Fberl.
1*4? kurz erster Kommandant dc» -•
S crniehtungsiarer» -• TreNmka Vom
21 II 1*40- ?4M )<MI wurden mehr
ah -aati psschrwh Kranke und ectslie
Behinderte au» Nord und Mittel
deutschland in einet —» b.rAimner
durch Kohkamoaokvd ermordet Nach
dem Aiaeust 1*41 wurden hier un Zuge
der — Uinm 14 I 15 mehr ah MM»
s.a füdnehe ILitdinsr am sechs KZ
ermordet Im Aupu*t 1*41 wurde dar
-Fullunasic--Anstall B aufgelöst (—•
Medizin t IW H-ZSwwm
Bernhard. t nternehmen DcsknMBc
für eine 1*411 heniwmene Fahehunr»
aktnui des — Reachssadierhett»-HaiifU-
amti-v benannt nach dem \<mamen
des W Sturmbannführers Kruger. der
da» i Mcrnehmcn B lotete Dabei
wurden ongmalectrruc brit Hund
nahen ui höher Qualität herpesteM
Zweck War die Storung des brit. Fi-
nanzsssiems Die» gelang trcihch mit
den < «ckhchcine« die »a un Können-
tratnmdatci -• Sachsenhausen asm
einschlägig sorpebildeten Häftlingen
angclcrtigl wurden, nur betreuet IK
Bluten wurden daher r T zur Bczoh
lung »sm Agenten »erwendet Neben
anderen Fälschungen iFKAumeatc
Hnelmarken) konnte die geplante 1X4
LirpfoJuktaui 1*4* wegen dc» Kriegs
serlaub nicht mehr icaltMctl werden,
em Ted der KankiwUcn wurde un
Osten Fophtzace »etsenkt t n.
Rermlnn-Zammer |N|| vorn Preu
Benk.wug Fncdrvh I in Auftrag ge-
gebener l’rmksul mit IO? kunstvoll
jtcarbnicten Vkandvenatehingvn am
Mw
Bernstein Da» .achte Weltwunder-
schenkte Friedrich-Wilhelm I l'l?
dem Zaren Peter dem Gredlcn der cs
im /arenschkid Puschkin (Tvirskoge
Sjehi) bei Sankt Petersburg ctnhauen
lieh Im Herbst 1*41 »on dt Truppen
geraubt wurde do» H vorübergehend
un Königsberger Schloß wieder auf ge-
baut und zur Bcsachtttung fretteceben
Ab lamur 1*4* »erberen »ich seine
Spuren br» beute Scrmutunccn weisen
entweder aut «eme Zerstörung m Ko-
ni esbetg hm «der aul seine rechtzeitige
Suslaecrune tn versteckIc Hohlen oder
Stedten nn Harz Das H wird z Zt m
Puschkin nach ahen H.tncn rck<mstn>
icrt BowZ-Jkirniw Brwa
Bemfshcamtmgcsetz s. Gesetz rar
"KÖolknlrlrnt h» Hs-rwfdH-amlra-
rnm»
Besät raaagvpiihrik s. i-uurlnr I ander
Besetzte Gchärte s. einzelne Lander
Betneiisfuhrer I l ArKi’s wjnune»-
ecsetz (AOG) der »erantwortbchc
I eiter bzw Besitzer einer Firma i Indu
strac Gewerbe. H indcl Banken l Der
H entschied ab «Führer des Betriebe»,
«t allen inner bet nebbehen Angcie-
tenherten utxJ war Vmsitzendct un
-• \ertrauemrat Der B war an «he
Wcrsunttcn dc» lteuh.indrr» der Arbeit
I-S Rechstreuhrnder «Jer Arbeit! rc-
Ktndc-n und kimtttc unter K-stimmtcn
Bedingungen abgesetzt wer «len . i »X
AOGl Ab I 1 lt.W durften - Juden
nctii mehr ab H im Smne de» AOG
tätig »ein v o^wm»i
Beinrbspsnrnrschafl Im -» ArK*»
ordnungsceseu (A<Xii auf der Grund-
lage der Ktnc Neben und dlccmcincn
Interessen »on ArKilgebern und Ar-
Kitnehmctn und der rcEcnscitipen
Freue und f ursortcpfhchl e»«chatfcnc
W7
B«-* W9
GcmeurKhall. in der sich da» Isleal det
-» A oiksgcmcmschaft ah Ergebnis der
•I herwindung dc* Klasncnkampfe»-
»xicr'prtrlt Uhe Ah -Mäher» über
die wekanschauiichen und pofet rechen
Zichctzuneen tm sozialen Funktionen
»ar der Bctticbsobmarin ab Vertreter
der -» DAF m den Betrieben mit mehr
ab »ter Arbeitnehmern lang
M •••«# /trrmwM«
Bctntivxdiawana *. Rtlnrhpmrio
»eteaft
Bettler v Asoziale
Be»rdkerune»p«4itik Die nat soz B
umfahre alle (iesetze und XUeuhmen
um An und L'mlang det BescMkcmng
temab det SS Rassenlehre zu steuern
f-s Rastenkundc -• Ideologie I Dazu
zahlte sowohl die Forderung -erbge
Minden- und -artwfecn- N.ichwuchse»
I-« Lzbgcsundhcit. Abslamnuunes
nachwcit —• Ancrparacraph -• Amac
rungl ah auch Ar • Ausmerzung« de-
rer die die Nat uv ah erbkrank und
tMchlansch dclimcrtcn (-» Medizin I.
Ehestandsdarlehen («o Ehe» deren
Rückzahlung** erpfhehtung steh nut le-
dern KmJ um rm Viertel semngcrle
sotten ebenso die Vermehrung der ras-
sneh und generisch er» »asctiun Be
solkerunesletle fordern wie Kinder-
beihilfen und 'steuer crmaösgungcn I —•
Frauen i I93S stiftete Hitler das «EJl-
renkrewz der dt Mutier« für kiadcrrei
ehe Mütter <-• Mutterkuhl Entspre-
chende Propaganda. BeraiungwtcBcn
und die Schulung son Suats- und
ParteitunklKwu/en flankierten dsc«c
Bemühungen; hinzu kam eine scharfe
( X-rwachung de* Abtrcibsmgsserbots
Da» Gesetz zur Acrhulung erbkr anken
Nach wüchse» (14.7.19331 ermöglichte
dsc Sterilisation son Personen deren
Nachwuchs mit groöer Wahrschemhcti-
kett Erbschaden haben wurde Auf-
grund de» Gewirrs -zum Schutze der
Erbgcsundhcit de» deutschen \<dkc*-
"xn lK.itll935 kimntcn die Behörden
ah erbkrank emgestuften Personen
eme Heirat serbteten Ab Indiz für
schlechte Erbanlagen Vati auch soziale»
Fchbcthallcn •» KnmnuhtM. Pro-
stitution oder AWohubsmi» I — Aso-
ziale» Mit sog -FuthaiM**e--Ma£-
nahmca wurden ab t Iktobrf |U*1 m
Heil- und Ptkec.sn-ta.licn t— Betn-
burg. -• Brandenburg — Gtafcnccl.
-» Hadamar -» Hartteetm. -♦ Srntnen-
slcinl mehrere zehntausend unhesi
bare Kranke »ctrasi I—» Aktion T 4i
Trotz einet proklamierten EmMcHune
der Aktionen im August 1*11 nach
PriUectew am dc« Kuchen und det
Besolkerung »urdc die -Euthanasie«
fortgesetzt (-♦ Aktion H 1 13k Be-
standteil der B waren auch dw -*
Nürnberger (sc-sette ||V35|. die »Ras-
scnmrsciüng« scrhmdcTn solllcn The
Ainacmdcrune und Ermordung son
-• Juden. -* Sinti und Roma sollte
<hc- sozialdarwinistische I topic einer
homogenen -erbgesunden- und «an-
seben» Bcscdlcning vcrwirkLchcn
Zur natuv B gehörten außerdem
die cthnischc-n Säuberungen und -Em-
deultchimfcn-. die Himmler als -a
Rcich*kotnnL-»*at für die Festigung dl.
\tiik»tum* durchfuhrt»- AwvWsfewms
Bi-ahrwr-batotl... um» (oft al»
-StntKarailltwi >**•• bezeichneti Ne-
ben Jer betest* wrt IMfe» bestehenden
-Bcwahrungscrnhcst VO- eine Son-
der formalion det -* Wehrmacht, dsc
durch Führvreriall vom 2 lü er-
nchu-t wurde Das H lekrvtscrte
sieb au» -bedingt Wehrwürdigcn«. dh
Wchrpflachtigcn. denen die -Webrwur
digkeil- aberkannt »utik ferner in'
-» -Kncrslalcrn- und Personen. Jte
wegen pdflneber und Inmindkf
Straftaten seruricill »oidea waren
Dk Gesamtzahl der Eingezogenen
wird Md c* AW>»< pnehatzL selbst
aul kZHalthnge »urde wie bei der
SS Rimal>« -• Einheit Dirlewanger
zurucigegritten Die Ausbitdiinf land
aul dem Truppenübungsplatz HeuKtg
l spater Baumholder) unter leih k/
ähnlichen Bedingungen stau. Zunächst
ah AfnKa-Bngadc 'W* (spater Dnnwm
4*>l aul gestellt wurden dx serschK-
Jencii B an allen Ironien eingesetzt
Sae galten ah polnisch unzuverlässige
Einheiten. aide der rwangsrekrutKr-
ten NS-Gegner versuchten zu desertie-
ren Von September 1*44 au wurden
die Mannschaften nach Auflösung der
Ersatz Brigade W 4Ul aruKre Wehr
macht « eifernde aufgeteih z T auch an
Strafanstalten oder KiaizentralioosAa
ger überstellt
Bewegung Im rvals-iz Sprachge-
brauch die SeltHtbczcachniaig tur die
— NSDAP und ihre —• Gliederungen
und Ssskrtuittcilwren ich auch
um außen wurde der Nat hiz rmt
dem Betritt B oder -Hitk-rbewcgung-
helegt Der Begriff finde) »ach m der
voiknehen und m der »ozialtsiBcbcn
Tradition und fectonl das dsuamisebc
«anairesolutnwurv Streben nach emer
tadik.ikn Erneuerung der l aescIKhati
Im Lnlcrsetucd zu tormal iHganisKt-
len Parteien zielt die politisch» R aul
die Mofehsierwng einer Mas»cnbasts
Baals si«A s. Polen
HcabsliA tCibrtlnl I itiaucs -»tihefto
im Bezirk BiahMoA der seit Jute l»4|
thtprctdlcn angctlisskrt wat Durch
den Ma»hki<nmand.in)cn der Wehr-
macht am 2h'1*41 errichte) unter-
stand das Ghetto <<m August 1*41 bis
OkuAer 1*42 dem zisilen Madtteom
missar la R lebten ca 50««» Men
sehen. <be son einem Judenrat unter
dem Vorsitz son Efratm Barrasch W-
wahet wurden Ihm gelang cs. Nach
schubgütcr tur ehe Hccrcsfront un
Ghetto produzieren zu lassen wodurch
dK Juden in H zunächst »on den Mas
vcmnordaklioucn has rum November
I »42 scrscfeeU blieben < -a Rasscnpil»
td. und \ cdkennord. -• Aktion Rein
har dl) Sei) Nosvmher 1*42 unterstand
• netto fednch der —» Sachcrfteit*-
polirci I — fSdizc) -• RcKhssKherhcits-
hauptamti Im Februar 1*45 setzen dK
ersten -r Depiwlalmnen in dK -• Wf»
SKhtungsiager -* Auschwitz und -»
Irebbnka ein /wischen dem 17 und
dem 3| x |<M» wurde das Ghetto aul-
gekM. «eme Bewohner wurden nach
Auschwitz und TreNmka sersehieppt
Der erbitterte Widerstand gegen diese
— Todesmarschc unter der Leitung
son Miwdechai Tcnenhaum, Daniel
MotzkowKZ und (Tutka Grossmann
gehört zu den bckanntcsicn Beispielen
bewaffneter ludrcher Selbslscrtctdi-
eung. AwtAIm*
ttlaiK IMmiw ispan Disis»<n Azuii
Bczcishnune lut cm Korp» son Blau
hcmslcn der -pan Falange itaschrstr
sehe StaaisfXarleiI dessen Aufstellung
FtmKv Dcutis.hland unter dem Druck
seine» AutKnirunistcrs Serrann SuAei
und m der Annahme dK -a .Achsen-
mächte konnten nach dem dl Angnfl
auf dK I dSSR <1 ntemehmen -» Bar
baiossa. -• Ifeftcklzug) den Krieg
tur sich entscheiden am 24 Juni
1*41 serspiacb IKn Einsatz son Maspe-
samt 4'<ai> Mann der B der zwi-
schen August 1*41 und Marr 1*44 an
der Osifnmt erfolgte, war Ausdruck
emet mchrjahrinca dtpiumatechcn
Vhaukelpsslitik und zugleich Hohe
Punkt de» »qm Kncgscngagemcnb
(-» Spanien l lua». s-w-,
•Mtakiicj In der M.htardokum Be
Zeichnung tm emen möglichst kurzen,
überraschenden kiuucntnerteu l m-
Lrnunre uiuJ \ crmcht ung«lcMzug An-
Resvhi» emes für einen Unsen Ab-
nutzune» und Blockatickncg unzu
reichenden Kriegs und Wirtschaft»
potentiah M*e der r»oLft (e(Ki
m kürzester Zeit entscheidend hcMcri
werden Im Zweiten Weltkrieg Lag cm
Bhtzkrice» Konzept abgeleitet aus den
tuschen Erfolgen der Jr Wehrmacht in
Pidcn und »or allem in Frankreich l—•
Pöicnlchlzug. -iWcstlcIdzugt. nanx.nl
bch dem di Angnti aut die Sow»ei
umon zugrunde < l nicmctuncn -» Kar
harocsa —»Oslfctd/ug 1941 - |945kda»
aber Jing» sehe Hertc lm»r
Klock llkl. Ktockh-Oer |BL>. Rlockwart
I nter H »cnland man bei »ler -*
NSDAP die klein»!» Orgarasalxxiscin
heil un Wohngebiet mit etwa «< M
Haushalrunecn BI war die Bezeich-
nung fw Parrcilunkiumarr der unter-
sten Ebene 1934-35 waren 3M359. rm
Januar 1939 imccvamt 463 «M3 BI
ehrenamtlich tätig Ihre Hauptautga
hen bestärkten darin die Besolkenmg
ihre» Bkvk» zu betreuen und zu über-
wachen Sic hatten MitrlicshKitracc
emzusammeln. eme Kartei anzulegcn
und tur die Teilnahme der Bew.ihncr
an Kundgebungen und Feierstunden zu
uw een Str führten Haussammlungcn
durch, warben für den Eintritt in NS
Formal » Wien und trieben Muadpr<5»a-
ganda Die BI sollten die — Volks-
genossen zwar mein •beschnüffeln und
bespitzeln-. aber -Vorgänge poliltuh
pcdizcilxhcn Charakters- und -die
kcrbreitcr schädigender (icrushtc-
Jen entsprechenden Stellen melden
(-» Denunziantentum! Du BI waren
in Personalunion Z.T auch BUskwal
ter da» waren die Funktionäre dci
-» NSV und der —• DAF nn Bl oder
Bknkwarte. mi hieben die Funktionäre
»les Reschsluftschutzbunsie» <—» Luft-
«chutzl. »hc tut einen B. »craatw«*t-
brh waren \>v allem nach der I ber
nähme di» RcKhslahschulzbundc»
durch Jk NSDAP I l>*Ui herrschic die
Bezeichnung Blockwan tut alle Funk-
tionen »or Nächsthöhere Einheit der
NSDAP4 ieb«c1*etiedcning war die
Zehe imncihalbder < ktsgruppci
OaMM V*/w
Blul IR.I. Klmfahwe lIU.I. BI ul opfer.
Blm..iilr« m nat »v Iknkca eme
zcnti.de bM..|.aI,tiX.h aufgeladenc Ka-
tetbmc Da» B gab al» Traget de» Erb-
tute» und mit dessen Pflege kiinntea
Jk ratMKhca Eigenschaften p--schdl/l
weiden EJuteh -BiulKhnntcn- sollte
daher ihr - BlulsccmcmMhalt- gru-
eben und nuneb der -Blutwertigkeil«
Jet tilaj der I Nrrciasiunmuag m>i
Jet —» nordischen Rasse IcstscstcBt
werden Die Bf war <he Hakenkreuz
rahne die heim Marsch aut die Feld-
hctrwhaHe 1923 wingetuhrt wordew
war wttd m der VorMcOwig der NaLsoz.
Juich da» Blut Jet tctsXclca Putich»
Uew eine besondere Ucihc erhallen
halte < — Hitk rpnish -» Pr.Qacamla l
Sch 192b wurden die Partei-Slaiwlartca
für die Vkeihunc nut Jmcr Fahne
berührt Da» Hlutopter bezeichnete m
der -a Kampf zell- prtotelc Mitglieder
der — NSDAP Den W33 gcMiftcica
Blut rdew Jk höchste .\u»zciehnun<
Jer NSDAP erhielten «hc Teilnehmer
de« Putsche» »on 1923 Ab 193h wurde
»eine \crlcihung auf alle Parteigenos-
sen ausccJehnl. die tui ihre Bctcrb
cune an der -• •Bewegung- mmde
»lens zu (iclantnts scrurtcih worden
w ar en t A» Awww
Blut und Bodrw Em Schbgwon der
nat soz -t Ideotoeic. besonders aul
dem Gebiet der Agrisrpoliiik. wckhcs
die Einheit eine» rassisch definierten
Volktk.irprr» und wine» Siedlung»-
gebiet» propagierte. Int Ruckerift auf
eine längere Iradttion idcali»wttc die
B Ideologie bäuerliche ah Gegenge-
wicht ru urbanen Lebende«tmen und
verband die» mit rassistischen Ideen
Neben dei Ideologie del -» Attamancn
bildeten die Schriften Richard Walther
Darre» die Grundlage der nut »oz B
Ideologie Dabei wurde die eerma-
tuveh nordische Rass» ah Bauerntum
verstanden entgegen einem indischen
Nomadentum ( — Rasscnkunde) Im
Erbrecht sidhe v a bäuerlic her Hoden
da» Instrument zur rassischen — Ausle-
se einen neuen ILiucinadeh «ein. der
auf -Hegchofcn- da» Eundamcnt einer
gesellschaftlichen Gesundung (-Auf-
nordung-) schüfe (-• Erbhof» Zur
Rcaliociting einer weKRthendru Mw-
bauet Itchune der Gesellschaft schienen
zudem neue Siedlungsgebiete notwen
die zu sein »o daß die H -Ideologie,
UK-r das —• -Volk ohne Raum«
(Grimm l klagend, die Eroberung von
—• Lebensraum on listen al» unaus-
weichlich darvleOtc Die VbntcÜMgcn
der B-Ideologie fanden weile Verhrei
tung in der NS-Bewegung i Hitler,
Himmler. Schirach l Insbesondere die
—• SS wurde in das Auslese und Sied-
lungskonzcpt Darre» eingebunden Ne-
ben der ideologischen Dimension, wcl
ehe die Agrarpolitik I—* Reichsaml tur
Agrarpolitik) mit Bedeutung auflud.
halle das Schlagwort B vor der —
-Machtergreifung- in Lindlnben Gc
bieten auch propagandistische Bedeu-
tung 1'HWAmra
/ rfktwfwr
< iw«». <H.ifu Gim «•>«< ^«drw-
/ütawrtfc^r^f'tar
IdMaw |<IM
IUuIm hulzgrM-tz s. Nürnberger («esciz*
am
IHiirwuchc s. hopcWKker Bhrtwocbe
K.ohs-uner IbAumenle Im Sommer
1931 erstellte und nach ihrem Entste
hunesoft -Boehcimer Hof- bei Bür-
stadt a d Bergstraße benannte Samm-
lung von Richtlinien und Maßnahmen
die im Halle cme» kommunistischen
Putschversuch« und einet nachfolgen-
den nal voz Machtübernahme von füh-
renden hessischen Nalvonaiwiziahvtcn
diskutiert und al» notwendig angc-
when worden waren Zu den sorge
vehenen Maßnahmen gehörten u a die
Emfuhrune der Arbcitsdicnstpflicht
und die Beseitigung politischer f iegner
Autor der Sammlung war Werner Best.
Jamal» Amtsrichter und Rechtsberater
der hessischen — NSDAP, spater Mit-
begründer dc» -• RcKhsskhcrhctlv-
Hauptamtes und ab November 1942
Reichsbcvollmachtiglct in -» Dane
mark Best brachte die B un August
September 1931 in der hessischen
Parteibitrokratie sowie der Reich»
leitung der NSDAP (— RcichsleUcr) in
VmlauL wo «k aufgrund ihrer feh-
lenden Pr aklikabdital wenig Reso-
nanz fanden Bereit» im November
1931 gelangten die B an die Otlcnl
lichkcit. wo sie heftige Reaktionen
ausloslcn. nachdem Hitler ein Jahr
zuvor (-• I Imer Reichswehrprozet})
angckundigt hatte, nur legal die
Macht übernehmen zu wollen Best
wurde aus dem hess. Staatsdienst ent
lassen, det gegen ihn angestrengte
Prozeß 1932 vom Reichsgericht mit der
Begründung eingestellt daß die Reali
Mcruag der m Jen B aulgelistctea
Maßnahmen nicht gegeben gewesen
»ei l bet den konkreten Kontext ihre»
I ntvichcm hinaus bestätigten die B
die Bereitschaft der NSDAP zur weit
gehenden l mgcstaltung von Staat
Wirtschaft und Gesellschaft
Zuram
401
lkwdr«h<iri. Unrein
BoyUtt, 1. \pnl I9A3 Ente ick be-
werte antijudische /Aktion nach dem
Machtantritt Hilten Am 2x ' 193' ord
nete die Parteileitung der -* NSDAP
den H tudischet Geschäfte, Arzte und
Anwälte ab dem 1 April an. Offiziell
wurde der B al» -AbwchrmaBnahmc
gegen angebliche ausländische «fireu
clpropaganda- sowie gegen eine an-
gebliche jüdische Kriegserklärung an
Deutschland deklariert -* SA. -• ID
und —» Stahlhelm pcwiieriew sich sm
den betreuenden Geschallen, um die
Kunden som Betreten abzuhallcn V a
in ländlichen Gebieten und abeckge
neren Straften der großen Städte kam
cs zu L'bergntten und Plünderungen
Solidanlaisbckunduiigcn «eilens det
rucht|Udrschen Besoikcrung waren sel-
ten. Scharte Reaktionen des Auslands
bis hin zur Drohung, dl Waren zu boy-
kottiercn. lieben angesichts der anhal-
tenden -» Arbeitslosigkeit negative
Konsequenzen lur die -• Wirtschaft he
furchten Ursprünglich aut unbestimm
le Zeil geplant, wurde der B nach
einem Tag ausgesetzt und am 4.4.1933
son der Regierung tür beendet erklärt
Durch den R wurden die bisherigen
unorganisierten Aktionen legitimiert
und kanalisiert Insofern war et das
Startsignal für die organisierte Acrlol
gung der —♦ Juden Ä«.-p
Brandenburg. Divimiiw Der erfolgtet
ehe Einsatz kleiner, «on den Ab-
wchrMelkn der Wehrmacht in K-ung»
berg. Breslau und Wien gesteuerter
Kommandotrupps unmittelbar »or Bc
•Hin des fMcnfeldzugcs veranlaßte den
Letter der -• Abwehr. Admiral Can*
ns, die Aufstellung eines größeren, spe-
ziell für Sabotage- und Aulklarungs-
zweckc ausgebildeten Sonderserban-
de» zu beichten, der dann unmittelbar
der Abwehr-Abteilung II unterstellt
war Zunächst in Kompaniestärke un-
ter der Tarnbezeichnung -Bau-Lchr-
Konipunic z.h.V um« bcreugestellt
ertCKhle der Verband bis zum Jahres-
beginn |WM> Bataillimsstaike.nach dem
Frankreichieldzug bereits Regiment»-
»talke (l.ehr-Rcgnncnt -Bransknburg»
z.bV Mm. nach dem Aufstellungsort
Brandenburg a.d Hasel» Mit Wirkung
vom 111 1942 crtiägte die l mgiiedc
rung m einen Dnistoasverband (Son-
denerband Brandenburg! mit den
Regimentern NH -NtS.der am 1.4.1943
tn -Dis iMon Brandenburg- umbenannt
wurde Nach der Übernahme der Ab-
wehr durch Ule SS dw mit der Ein-
gliederung des UKW-.Amtes Ausland
Abwehr m da« • Reichssichcrhcil-
Haupumt gleachzusetzen war. kam
« a Fuhrungspctsonal det B in die
Ämter VI und Militär des RSHA. die
Ausrüstung an die SS- tegdserbande
<—• Werwolf). Die alte Div B.. nach
dem Attentat vom 2<t Juli iwaj ihrer
Aufgaben ab Kommundotruppc ent-
bunden. wurde als -Panzergrenadier-
divtsion Brandenburg - neu aulgesrcllt
zwischen Mai und September 1944
tcdocii noch in Einheiten bi» Kom-
pamesurke tur I ernspahtrupps und in
Kommandountemchmcn im Baltikum
der Slowakei und in f rankrewh bereit-
gestellt
Zu Beginn des Krieges wutden last
auwchlieülich Freiwillige zur B emge-
zogen Mit Ausnahme besonder» ausge-
suchter rcichsdt Offiziere und Mann-
schaften kamen sprachkundige Volks-
und Ausländsde utsche zur B zeitweise
gehörte auch eine LegH>narsemhelt
nw.hu uss. sow) ( hcrlaufcr zur Div B
Die Einsaue zur Sicherung strategisch
wichtiger Punkts- wie Brocken Kraft-
werke und Industrieanlagen erfolgten
in der Regel in Kompanie- br» Batail
lonsstarkc häufig in gegnerischer Uni-
form mit landeskundigem Personal
und l berlautem an der spitze um so
das Einst» kern in die feindliche Front
z» erleichtern Mit dem Ausbluten der
Kramlrntrarg
«2
Verbände wählend des RuHlandtcldzu
gev verstärkte sich die Tendenz Finhei-
tctl der B wie normale Inlantctlescr
Bande einzusetzen Da B Einheiten an
allen Brennpunkten des Krieges mit
Beginn det Rückzüge hcviezugt auch
zur Partisanc-nbekamptung emgesetzt
wurden hallen mc hohe Verluste zu
verzeichnen Mewwaia
laoiaia
Spacler Hclmurti /*- fi'awbn/wrr»» München
Brandraliur; llllilaaslalt) Nachdem
bereit* rm Januar lü-lo im alten Zucht-
haus in B i TarntvZeichnung Hl du
Tötung von Menschen durch Gut Be-
tretet worden war. erfolgte dort im
Februar die Einrichtung einer -Eutha-
nasie- Anwalt Letter war Dr med
Irmlned Eberl Bi* zum Oktober l**4n
wurden (ast ’ktki psvchcsch Kiankc
und geistig Behinderte aus Nord- und
Mitteldeutschland in einer -r Gaskam-
mer durch Kohlenmonoxid ermordet
und ihre l eichen in einem Kremato-
rium außerhalb der Stadt verbrannt
L'ntcr den Opfern befanden sich
zahlreiche Kinder und jüdische Pa-
tientinnen und Patienten im Herbst
I**) wurde die -Euthanasie- Anstalt
nach —• Betnburr verlegt I—» Mcdizm.
• Aktion T 4. • Aktion 14 1 13)
< ’»r Hsf*—**
Brandenburg-«.orden <Zuchthaus) Das
IM37-HH5 für IMWI Häftlinge erbaute
Zuchthaus B war bts |*M5 zeitweise
nut wert mehr als -MUH> Gefangenen
belegt Zu ihnen zahlten neben Krimi-
nellen pohtnehe Gegner und Wider
standskampfer — Kncrsgelaneene und
Suherungsvctwahrlc. darunter -* Ju-
den. • Sinti und Roma Bibelforscher
(—» I msle Hitxllorschcri Homoscxu
eile (-» llomovcsualit.il llomoscvuel
lei und Prostituierte (—• Asoziale) Der
Zuchthaiisalllag war durch Schikane
Hunger und schwere Arbeit, seil NW
tur die RuMungsproduktawi (—• Auf-
rüstung). gekennzeichnet hS2 Getan
rene starben an I 'nteremahrung und
Krankheit Ab August |M4n wurde B
nach dem Gefängnis -• Plotzensee
zur zwertgrortten Hmrichtungsstattc in
Norddcutschlatid 1722 Manner zwi-
schen 15 und 72 Jahren, die aus polrti
sehen Gründen zum Tode verurteilt
waren, wurden hier meist durch das
Fallbeil bis \pnt l<M* hingenchtet
Dann wurde B unter Mitwirkung det
kommunistisch geführten Gefangenen
Widerstandsgruppe durch die Ro«c
Armee bclicit Warw-Zarw knaaav
Braunhach Da* /freunhwih uAer
Ater« hnagtbrarul «"<( Httirnerritr wurde
tm August IW auf Initiative des nach
Pans gefluchteten kommunistischen
Verlegers With Munzenbctg vorn Welt
hilfskomitce für die Opfer des dt Fa-
schismus herausgegeben IN auch mit
Fälschungen arbeitende Publikation
erwies uch bis in die Nachkriegszeit
hinein ah propagandistisch äußerst er-
folgreich in det Verbreitung der These
von der nat soz Urheberschaft des
—» Reichstagsbrands Im Apnl N34
erschien H'ann^oih II DovnfrofF
contra (roenng. da* den Reichstags-
brandprozeß zum Gegenstand halle
Wi.AarZ ZZnnZr
Braune Blatter s. Forschungsamt der
I uhwafTc
Braune klappe «. Grüne Mappe
Braunes Band sna Deutschland Inter-
natamale* Pferderennen in München
Riem organisiert |M34 - IW44 von Chn-
stian Weher (der ehemalige Pferde-
knecht wat als -• Alter Kampfer und
Hillerfrvund Münchner Raichen und
gehörte zui ctnnuBteichen lokalen
Parteiprominenz) als Prhsidcnl eines
4*3
Kutalotiuins dem NS-Grollcn wie
Goring. F.X. Schwarz. Ph Bouhlcr an-
gc horten Du. mehrlagige Veranstal-
tung war mit liunugt RM das hoch «do
fierte Pferderennen in Deutschland
Zum Rahmenprogramm gehörte I93o -
19» die • -Nacht der Amazonen-
•>//(•*< Arm;
Beaunes Ilans Ab I I 1931 Sitz de» -»
Rcichskitung der —• NSDAP in Man-
chen, Rncnncr Str 45 Iehern Barlow
PalaisI im Volksmund R genannt, wur-
de die Bezeichnung von der Panel bald
offiziell übernommen .Such nach 1933
blieb e» der zentrale Sitz del NSDAP
und ein Ort Hnlcrschcr Empfänge In
det l ’mpebung entstanden viele Partei
verwaltungsbauten. Mit den am Ko-
mesplatz errichteten -Ehrcntempcln-
fur die Toten vom 9 11 1923 i -• Hitler
putsch) wurde das H und seine l m-
gebunv zu eine» Art Kultslatle der
natsoz. —» Bewegung.
Braanhs-md (Wtiziclle Partciunilorm
der -• NSDAP die MC* vom k«un-
mu-nistischcn Rot. vom faschistischen
Schwarz und vom Grau völkischer
Gruppen unterschied In Anlehnung an
das l ettowhcind- der di Schatzlrup-
pc tn Ostafrika trugen Teile der —• SA
erstmals 1921 eme braune L'mtorm
Nachdem die SA da» B 1924 25 auch
oflcntlK'h zu Zwecken det -• Propa-
ganda trug erhielt cs 192b offiziell
den Rang det Pattciundotm Jeder -•
Parteigenosse durfte das B tragen, an
welchem jedes Rangabzeichen fehlte
Das B galt als -Ehrenkleid-, dessen
Beleidigung MC* dem 30. II933 ver
fotgt werden konnte später wurde es
wegen seiner Erdfartx.- mit der • Blut
und Boden-Ideologie verbunden
Brechung der Zinsknechtschaft
s. Zinsknechtschaft
BeesUa <-Festung-I
Brrilspurhuhn Auf einer von I ntz Todt
1914 angeregten Planungsstudie der
Dl Reichsbahn basierendes Projekt IUI
eine europnwciu- EncnKihnstrcckc.
die Jk* Hauptstädte Panis Berhn und
Moskau lur den SchwerUstvcrkehr aul
eurer Spurbreite von rund 3 in vcibm-
den sollte Geplant waren doppclMök
kige.b m breite VV.tggnns Bis Kricgscn
dc kam die H nicht über die Planung'-
Phase hinaus 1^ Kichtrr
Brennes-cl. Die Satirische anliscrruti
»ehe Zcitschrttl die seit Januar I93|
zunächst monatlich (bts Marz) dann
Ulacig Ibis ScptcmK'r > und uhlieÜlKh
wiichcntheh im Ebboformat tm -* Eher
Verlag, dem ZcntralvetUg det NSDAP
erschien Die B sah ihre Aufgabe un
Kampf gegen die Weimarer Republik,
gegen -das feindliche Ausland- gegen
-kleingläubige Meckerer und Mw-sma-
eher- im eigenen l and und gegen -das
internationale Judentum-. In «atm-
sehen Artikeln und Karikaturen nur
den Staatsmänner und vermeintlich
-tvptschc- Vertreter dieser Gegner
verunglimpft und lächerlich gemacht.
Dk Darstellungen der Juden sollten
darüber hinaus dazu dienen Jen Le-
sern deren -wahre und teuflische Na-
tur- zu offenbaren.
Die Auflage der B betrug 193.3 ca
32iM». 193« ca 23n«) Exemplare
Schnhlcrtcr wäre« Karl PruhautUer
ihrs September 19311 und Wilhelm
Wei*, det von 1933 I93H als Haupt-
schnttlencr zeichnete Die letzte Aus-
gabe der B erschien am 27.12.1938
(—» PresseI. .-terelita Hnht
Breslau (-Festung-! Hauptstadt Nie-
dervchlestcnv 1945 beim Herannahen
der Roten Armee, die am 12.1 aus dem
Wcuhsclbogcn bet aus zur Offensive
angctrclen war. zur -Festung- erklärt
(erste dt Erwähnung ah Kampfge-
biet- am 24 1 1945) Dk* Mehrheit der
HraMnberger llliiN.niitJt
Bevölkerung verließ aus Ang« »or
den Kämpfen und den sow) Truppen
leib auch unter Druck der lokalen
-» NSDAP Stellen, die Stadt, die über
keine modernen Vcrtctdlgungsanlagen
verfugte Damit entstand die Voraus-
setzung lur die mehrmonatige Fr nah
rung der zurückblcihcnden Zivilisten
(»olkssturniptlichtic-c M.inner und Ju
gcndlwhe. auch Hauen und Kinder)
und der Iruppen son — Wehrmacht
und -• SS (ca. 4tMM<* Mann) Mil Aus-
nahme der Kinder und Kranken wur-
den die verbliebenen Breslauer zum
Bamkadenbau herangezogen An der
Spitze der -Frsiung- «landen cm
Kampfkommand.int (anfänglich Gene
ralni.i)« Hans »<m Ahlten, «en 253
General Hermann Nichoffi und Gau-
leiter Karl Hanke Die Bedingung«
lose Einhaltung aller Befehle wurde
durch Tenor erzwungen (u.a. Erseh* •
ßung des st elhertrel enden Bürgermei-
sters Sptelhagen wegen Fahnenlluchl)
Mitte Februar war die Stadt eingc
schlosscn. was der <»KW Bericht erst
am 273 cintdumlc Zeitweilig wurde
eine Verbindung aut dem Luftweg aul
rechterhalten Dietowj Verbände dran-
gen von Süden und Westen in die Stadt
ein Straßenzug tur Straßenzug und
Wohnviertel tur Wohnviertel «Jes bts
dahin unzcrslörten Fi sanken in Trum
rner Nach Ablehnung eines Kapitula-
tionsangebot« erfolgten verheerende
Luflangnftc Angesichts der militari
sehen Entwicklung an den anderen
I ronten hatte dw -Festung- lur die dt
Führung zuletzt an Bcdcutunr ernte
büßt Ende April erging die nunmehr
illusoii-che Erlaubnis zum Ausbruch
der Besatzung Am h 5 erfolgte die K.i
ptlülnlkon, Sw wurde erst am 45 mit
der Gesamtkaprtulation im letzten
Wehrmachldwrwht gemeldet I - - Kapi
tulation Deutschland« 1*45» Aul sowj
Seite hatte in II eine kleine Gruppe
Jt Angehöriger des Nati«malkomi
um
tecs -Freses Deutschland- gekampll
Kan ta/zaU
Bromberger Hlut-onniag Am Morgen
des 3 4 1434. «Jem dritten Tag des dt.
Angriffs aut -• Polen I —• KWentekizug),
passierten zurückgehende Einheiten
der poln Armee und fluchtende poln
Zivilisten Bromberg Kurz nach 10 I hr
fielen Schüsse deren Herkunft weder
damals auch spater geklart werden
Ginnte Die Schüsse kwicn eine Panik
aus. in der zunächst auch Polen aul IV»-
len schossen, aus «ler sich aber allmäh-
lich Aktionen poln holdaten und be-
waffneter poln Zivilisten gegen die in
Bromberg lebenden Volksdeutschen
entwickcflcn dw der Zusammenarbeit
mit den unmittelbar vor der Stadt ver-
muteten dt Truppen verdächtigt wur-
den Gegen Ib Uhr trat Beruhigung ein.
doch als in der Nacht abermals Schüsse
zu hören waren, «etzlc emc vom poln
Stadtkommandanten Major Aihrvcht
vor seinem eigenen Abzug gebildete
poln -Burgerwehr- dw Aktionen ge-
gen die dt Zivilbevölkerung mwh in
der Nacht und wahrend des folgendes
lages fort Erst am Morgen des 54. ah
gegen b Uhr Soldaten des dt. Infante-
ncrcgimentv 123 m dw Stadt eindran
gen. nahm der Schrecken em Ende
Dem -Btombereer Blutvonntag« -
ein Bcgntt. «Jen dw [>eutuhe Kun»t
s«Ji.» umsv 1939 prägte - fwlen etwa
llHMi Deutsche zum Opfer Dw Zahl
«Jer im September 19 tu bet ähnlichen
Vorfällen in ganz Plden ermordeten
IKutschen beliel sich nach einer D«>
kumentation des Auswärtigen Amts
v«im November 1439 aul 5437 Die
NS-Propaganda machte daraus 58(10
Opfer Diese Zahl sei so wie» das
Rcwhsmnenministctium am 73.1*81
alle propagandistisch tätigen Stellen
an -allem ah verbindlich anzusehen-
und in sämtlichen Verlautbarungen.
Reden usw zu verwenden
UmhrBWaiM
an«
Die NS-Fuhrung hatte zwar die
Brumterger Vorgänge - entgegen ei-
nem gelegentlich (cAußcrlcn Vci dacht
- otlensachtlich mehl durch agents pnr
viscaieun hervorgcrulcn. doch waren
sie ihr hochwillkommen. weil nun die
beten» zuv«u beschlossene Ermordung
eines großen Teds der poln. Intelli-
genz (dh. 'on Geistlichen. Lehrern.
Ärzten etc! als Vergeltung ausgece-
beti werden konnte Dk rechtsradikale
Propaganda in det Bundesrepublik
Deutschland versucht immer wieder,
den B und ähnliche poln Aufschrei
tungen zum Grund des dl Angntl» zu
erklären, det also em Feldzug zum
Schutz der Jt Min dcrbcit in IV »len ec
wesen sei In Wirklichkeit sind alle Aus-
schreitungen nach Beginn des dl l 'her-
falb aul IMlen geschehen dieser muh
folglich umgekehrt ah mittelbare Ursa-
che der poln Verbrechen gehen.
Vu*o- Mm)
SthuhcfL i lüfitef Pa» Bmirbef-
qtr rptl rvwr l rfr»M< kiito l**
Bruck nun n Vertag In dem IISSH gc
gründeten, renommierten Kunstverlag
war 1H9V II St C hamberlains Dir
Grundlagen des /9 Jahrhundert er-
schienen (27 Auflagen bis 1*111 Im B
wurden die Kataloge der -Großen Dt
Kunstausstellung- (-» Haus der Deut
sehen Kunst! publiziert Das Verlepe-
rehepaar Elsa und Hugo B »piche un
gesclIschaftlKhcn leben Münchens
eine große Rolle und »erhall vor IW»
Hitler. Heß und Rosenberg durch Kon-
takte zu sozialer Anerkennung
Am;
Busheuwald Das Konzentrationdae-r
B gehörte zur zweiten Lagergenera
tion E» wurde im Juli 1937 eröffnet
und lag am Rand der Stadl Weimar auf
dem Ettersberg. Seinen Namen erhielt
cs aut Wunsch der Weimarer NS-Kul-
lurbcborJc dw ihre Stadt »Khl in Ver-
bindung mit dem I acer gebracht sehen
wollte von Heinrich Himmler Da»
Halihmrdagcr wurde von den Gefan-
gene» ernehlct und bestand nach Fcr
Umstellung au» drei Teilen- dem -gro
Uen Lager-, dem •Zeltlager-, das tm
Oktober 1939 zunächst für poln Ge-
lungene errichtet wurde, und dem
-kleinen Lager-, das 1*42 als Qua
ranlaneslatwc entstand und in der
Schlußphase zum Sterbelager wurde
Nctvn dem Bereich des Haltlmgs-
lagerv wurden die SS Verwaltung die
Unterkünfte lur die Angehörigen Jcr
SS und die lagere »eenen W irtschafts-
txrlricK . ibairl. Die ersten Häftlinge
waien politische Gegner Zeugen
Jehovas i -• Ernste Bibelforscher! Kri-
minelle, vog BV-Häftlinge (belrwlcte
Vorbeugehaft. —• Vorbeugende Ver
brcchcnshekainptung). die BeruflWBr
brecher- genannt wurden, und zu-
nächst nur vereinzelt jüdische ll.iftltn-
gc. Die Lcbcfislx.-Jmgungcn Jcr indi-
schen Häftlinge waien stets deutlich
schlechter, ihre Sterblichkeitsrate lag
hoher nh» die Jcr anderen (icfange-
nen Anfangs besetzten die kriminellen
Haltlingc nahezu alle Bisiuonen der
Hattlincssclbstvcrwaltung aber ab
Mitte l't W gelang es »Jen politischen
Gefangenen nach und nach, wichtige
Schlüsselstellungen zu erobern Damit
begann der illegale Widerstand der
(lelangcncn. der. io erster Lime von
kommuntstisshcn Häftlingen, in Jen
letzten Kncgstahrcn international und
effektiver als m jedem anderen KZ
organisiert wurde Im September 193h
wurden mchrcic tausend -» Juden von
~r Dachau nach H verlegt, und nach
der -• Revchskrrstallnacht- vom
9 11 19 W wurden 9K2X Juden eingelie-
lert von denen dvc meisten mH der
Auflage. Deutschland zu verlassen,
nach einiger Zeil wieder entlassen wur-
den Im September Oktober 1939 wur
den potoi und staatenlose Juden nach
B deputiert < -• Deputationen!
Bis Knegsbegmn arbeiteten die
Haftlinec vorwiegend un Lageraufhuu
wmic un läge leige nen Stcinbrwdi Im
Laute der Knegsphre veränderte »ach
du. Struktur der Haltline'gcscllschjlt
ebenso grundlegend wie die Funktion
dc* Lagers Die NanunaliUI der Ge-
fangenen spiegelte den Kncgs'etLiul
wider und in der Schlußphase waren
die dt Häftlinge eine Minderheit L a.
waren 2300 dJui PulizrMen in B inhal
tiert. unter ihnen waren uberdurvh-
schniltlKh viele lote ru beklagen.
Himmler wollte in den KZ eine SS-
eigene Rusrungvpoduktum auf hauen;
dazu wurde m B mit dci Herstellung
von Karabinern begonnen t—• SS
WmschallMinlcrnehtneni letztcndhch
scheiterte dieses Konzept, da sich
die Industriebetriebe gegen Ar ent-
siebende Konkurrenz wehrten Die
-* Zwangsarbcitcr wurden ru den
Fabriken gebracht, in deren l mleld
KZ-Außcnlagct entstanden H hatte
insgesamt 129 AuBcakommandoc. in
denen Hahhnge vorwiegend tur die
Rüstung arbeiteten (-» Kriegswirt-
schaft) Im Frühjahr 1045 war B mit
Uber ItlOtMt Häftlingen davon rund
75 (IM! Gefangenen in den .Außen-
lagern whließlich der größte noch N •
stehende KZ-Komplev
Ah l*l| wurde das Lager immer
mehr em Ort des Massenmords und
des Sterbens So suchten un Setimct
1*11 medizimschc Gutachter Haft Imp-
aus die später in den t otun geaast allen
—• Sonncnslcin bei Pirna und — Bern-
buig ermordet wurden Kranke Halt
linge wurden darüber hinaus in großer
Zahl direkt un I aget durch Injektionen
ins Herz getötet Ab Fnde 1*41 wurden
mehierc lausend sowj -» Kriegsgefan-
gene durch GcnKkschuB s-nnordet In
einet Fleckfieher-Versuchsstation wur-
den ab Dezember 1*41 medizinische
Versuche an Gefangenen durchgeführt
(-• Menschern ersuche i Im Oktober
1*42 wurden aul Befehl Himmlers
die meisten indischen Häftlinge nach
-• Auschwitz deportiert Die letzten
Monate des Krieges waren durch
l'bcrfUllung des Lagers sowie durch
Seuchen und Frsch.vptungvt.sd der Ge-
fangenen gekennzeichnet. Ab 6.4.1*15
wurden trotz der Bemühungen der
l'nicrgrundhewegung den Abtrans-
port zu verhindern zunächst die jüdi-
schen Häftlinge und in den darauffol-
genden Tagen Häftlinge verschiedener
Nationalitäten evakuiert (-• lodcsmar-
whe) Am 11 4 hatte die SS das Lager
verlassen, und die Mitglieder des in-
ternationalen Haftlingskorartces. die
sich bewaffnet hatten übernahmen
die Kontrolle Am gleichen Tag trafen
amerik. Truppenverbande cm. die die
restlichen 21 •) Überlebenden darun-
ter etwa lOtMi Kinder und Jugendliche,
befreiten.
Von den schätzungsweise 24ÜIMII
Häftlingen des KZ H und seiner
Vußeniager wurden ca 540(1) Tote
registriert die tatsächliche Zahl der
Opfer beet aber bei mindesten» Atiliini
Menschen Dswf
/
Koton tagea Ittr SS-Ma« Slandven IwM
t.-shatKru SouurUit.« >
Moa I Uns at HaOU-awak/ f u.r* Zw«2,
Weimar IW?
bwlSamirsri lau Pr> -fnuabrnr. laatauWa
aua fr« -tzo wag 4m miikw .«hi .-.Sc
•ukl Bello |WM
Haden Hold A (Hg I Or» IU.Ursn.usZ Argswr
H01.U ulw» 4a< C.i. -.r>J»<sU4p* Hw Vs.MW
N-t W, M»r- VlutcM-n !•**
RiKilcrvertirraniiwg. I«. Mai l*.VJ Die
Dl Studentenschaft (DSU wurde seil
1930 von der • SS DAP Nr herrscht In
Anlehnung an fioclsbeb’ —» Reichcnu-
nisu tium für VolkuufkLuung und Pro-
paganda und in Konkurrenz zu Rosen
betgs Kampfbund lüi Deutsche Kul
40?
Kokganew
lut »chul die DSt im Marz 1933 ein
-Hauptamt für Presse und Propagan
da», da» Aktionen an den L'nrvcrsita
len zentral organtsiene AK Reaktion
aul die angcNivhe «Gnruelhclzc do
Judentum» un Ausland- sollten am
10-5 193? an allen dl Lnivcrsitatcn
Bücher unliebsamer Autoren verbrannt
weiden. die man au» LcihbiblHMhckcn
bc-rausschafftc Eine vorbereitende
Pressekampagne mit eigen» zu diesem
Zweck verfaßten Artikeln k+iIuv weil
gehend fehl Die -Verbienitungslelern«
fanden unlci Beteiligung »un Rekto-
ren und Professuren überall nach dem
gleichen Schema stall, die Ansprache
hielt meist ein studentischer f unk
lionat. in Beilin außerdem Goebbels
persönlich. Es wurden »12 Thesen wi-
der den undcutschcn liewt« prokla
miert. anschließend wart man mit
•Feucrvpiikhcii- unter Nennung be-
stimmter Autoren deren Buchet auf ei-
nen brennenden Scheiterhaufen. Zu
den «verfemten« Schriftstellern gehör
len u a Karl Mars. Friedrich kkilhclm
Forstet Sigmund Freud. Heinrich und
Thomas Mann. Erich Kastner Erich
Mana Remarque Emil Ludw ig. Carl v
Ossietzks. Kurt luchotskv Die meisten
von ihnen und viele andere Autoren
wurden »erboten. Die oftenthebe Rc
sonanz in Deutschland blieb lau Pro-
lest kam lediglich von Oskar Maria
Graf, der sich mit den Verlernten soli-
darisch fühlte Die ausländische Presse
bcruhtclc leih ausführlich und stufte
die Aktionen zu Recht als schändlich
cm //zcUw-m t«r»ro<A
/ avwur
M Mai /*'<
mi thr hvn »r van IJtrwti WalNrcr Irmt
tun am M«m> l'Mt
Ihr /tUrAmrrbnwniaie Z»W /« Wo, fr.« kg
»on GeiKird Sawfet MwMien
Bückrlwrg»- ReichsbancnHag
Bulgarien Auigiunddei Kaflenbrudct-
schäft im Ersten Wcltknc« und ge-
meinsamer Interessen. insbesondere an
einer Revision det Friede nsverträge
<-a Versailles l. kam cs in den Vier
Jahren zu emer allmählichen Wie-
derannäherung B an Deutschland,
da» denen wichtigster Handelspartner
wurde Seit 1935 regierte König Bon»
III Milon tat unter Beibehaltung parla-
mentansUici Formen. Durch Heirat
mit Prinzessin Gtosamta. der Tochter
König \iktor Emanuel» III, näherte
ei »ich 1930 Italien und nach Aufhal-
tung Jer VfakcdcmicroTgamsatiuo -*
Jugoslawien an. mit dem er 1937 einen
Freundschaftspakt abschloß Au» Jem
Zweiten Uellkricg suchte er B hetauv
zuhalten Im September 1940 erhielt B
»on -» Rumänien die Süddobrudscha
zuruck Am I 11941 trat B dem 1940
zwischen Deutschland. -* Italien und
— Japan erschlossenen -• Dtvitnachlc-
paki bei und erlaubte den Jt truppen
gegen territoriale Versprechen den
Durchmarsch nach futxnlawicn und
-• Griechen land f-i Ralk.infcldzurtl
Am 13 121941 erklärte B Großbritan-
nien und den l’SA den Krieg, blieb
aber gegenüber der l dS-SR neutral
.Auch in der Judcnpolitik hielt B teil-
weise dt Druck stand. Fast alle bulgar
luden tStuMUii wurden gerettet, nicht
hingegen die ca. IZtttfO Juden in den
hulgar. Besaizungsgcbictcn in Grie-
chenland und Jugoslawien Nach dem
Tod Bon» III am 2ßK 1943 übte cm
Regentschaflsrat die Regierung für
den mindcrjdhiigcii Simeon II aus
Vergeblich »ersuchte B. durch ein
Uallcmlill»tand«cr»uchs-n an die Wcsl
alliierten und die Kriegserklärung an
Deutschland am 5 September 1944.
der sowi Besetzung zu entgehen.
Am 9.9.1944 crgull die kommumstuch
geführte «Vaterländische Front- die
Macht, die am 2b 10 1944 m Moskau
einen Vkaffcmtillstmd unterzeichnete
Hund der
und an der Seile det Rote« Armee hui
cur Frupfvn gegen DeutschUnd ent-
setzte Nadi KiKgscndc wurde B nach
M,»l Vorbild umgestallct
MaM-lnaribdn ll-rr*
/nrranu
lk^*fw !<«* l'WthinB Aetairao' /Mb o i**
niMrrr IrrAaMZm* MaU«an
Chan Hedenci H lk< Antitnrw» 4m> aad A>
ZaM/SaiMam- t*iItawrffc W*2
Bund der KredamdedenlMteen Nach den
Gebietsabtretungen. die det -» Vcrsail
Irr Vertrag erzwungen hatte war die
Zahl der -* Ausländsdeutschen erheb-
lieh gestierten. waren zudem deren
wirtschaftliche und politische Btoble-
rne gewachsen Deshalb wurde am
1XX.I919 m Berlin der B ah Interes-
senvertretung der Auslamlsdculschcn
ins Lclvn ectufcti Seine Hauptaulpa
he war die wirtschaftliche I ntcruul
zung >ener Ausländsdeutschen die. u
ta den damals neu entstandenen St.sa
ten wie -» Pokn und der Tschecho-
slowakei. durch Maatbehe Maßnahmen
Besitz etneebüßt hatten (Höhe der
Entschädigung« n Ns I92X Nm \|Mi
RMi Nach dem .10 1.19’3 nahm die
Bedeutung des B rapide ab. schließlich
beschrankte er sich auf die Betreuung
der ms IX Reich zuruckgewänderten
Ausländsdeutschen (ca JOOflll), wah
tend die noch un Ausland lebenden
zum -Gau Ausland- der — Ausland*
Organisation der -♦ NSDAP gehörten
1939 IMS swh der B nui Sern Blesse
organ war die Audandinanr (1919-
19.161 Nooawlawn!
Hund Deutsch« (••»tterkenntais Vorn
Gedankengut Mathilde I udendiwffs
geprägte sofkisch-retigiosc Sekte, thc
eme spezifisch dt Gotlcrkcnntnts au
ßerhalh der christlichen Kirchen pro-
pagierte 19’1 wurde Flau I udenthuffs
Tätigkeit terboten. wed «e der nat.
soz RcligionspWitik widersprach IW7
wurde det H unter der Bezeichnung
-Dt Gcnterkenntnis- (Haus Luden-
dorff) wieder ruevlasscn
Huwd Deutscher Made l (BDM)
*. Hiller-Jugend
Bund Deutscher Offizier« (BDO) Ein
Zusammenschluß deutscher Offiziere
in «ow| Kriegsgefangenschaft. Die auf
der Grundungssctsammlung des -•
Nationalkomitees -Freies Deutsch-
land- (NKFD) am i: 13.7.1943 an-
wesenden Offiziere lehnten eine Mit-
arbeit wegen de« politischen l berge-
wtchts kommunistischer Emigranten
ab Daraufhin regten «owj. I unktronare
die Gründung eines Oftiziershuruk-s
an Nach anfanebchetn Zogcm willig-
ten insK-sondcre einige der tn -• Sta-
lingrad gefangenen Offiziere ein und
gründeten am 12 9 194.’ in Lunjonow
hei Moskau den BDO Vorsitzender
wurde General Walter son Scsdlitz-
Kurzbach Am 14.9 1943 schlossen
sich BDO und NKFD zur Bewegung
-Freies Deutschland- zusammen Ge-
neral s Scsdhtz schlug tur. eine -dl
Bctreiungsarmee- mir vier Drsrwuten
zu tc loiini' Mann, cm Elakrcgitncnt
und einen Flic per* er band aufzustellen
Die sowj Regierung ging darauf nKht
em Am ZU 1**5 losten sich sowohl
BIXI ab auch NKFD aut ffwu G
1 amMv
Rss-li»h L ircsfial rsnähm är*. Zrww* Hal-
lo o*i ViJ/tf- m
<mJ Ha<l IWI f«fö. IRiIm |U95
Buml deutscher Osleu NSthgantsa-
tion zur Pflege' des Volkstums und der
tircnzlandarbeil im dt Osten gegrun-
det 1911 RcKhsfuhter der (hganisa-
tion war von 1939 bis 1945 der spatere
Bundes* crtncbcncninimsicr Ihcishir
Otx.-rlandet Die SieJlunespolitik des
H solhe du- landwirtschaftliche Er-
C ratralscreia
40»
Schließung und Entwicklung vorantrcr-
bcn und die Landflucht aufhaltcn
Durch seine -• Propaganda sollte allen
Deutschen in den Grcnzretuwscn der
völkische (redanke und die nat soz
-♦ Ideologie nata-gebrachf »erden
(-• Volkslumspolrtlk 1. WA f>n»m
llurvkrl- \ktion s_Gurs
Burgerhraukcller s. Attentate auf
Hrtkr
Büro Hrlnrnh Graber s. Paulusbund
Büro Hrtnrah Spieru s. I'aulusbund
Büro Hinkel s. hulliirbtind Drutsihi-r
Juden
c
( BBurls-Osler-t .rappe s. Widerstand
Cap Arcuna Größtes von drei Schiffe«,
die mn insgesamt **•» Häftlingen
aus dem gegen Ende April evakuierten
KZ -• Neuengamme an Bord am
Ü1945 in der Lübecker Bucht von
bnt Kampfflugzeugen angegriffen
wurden Die C brannte aus und kenter-
te. dre Thielhcck sank innerhalb »<m
15 Minuten Die Bntcn nahmen an,
auf den Schäften befanden sieh «ich
tipe nat soz Funktioavtrager dte nach
Schweden fheben wollten Sic forder-
ten die Schiffe auf. die weiße Flagge zu
hissen und den nächsten Hafen anzu
lauten Sur der Kapitän der Athen kam
dieser Weisung gegen den ausdrückli-
chen Befehl der -• SS nach und rettete
so die 2<«l an Bord befindlichen Haft
linec Rettungsboote der dt Krieg*
manne hatten die strikte Weisung. nur
SS-Manner und Matrosen zu netten
Häftlinge die sich un eiskalten Wasser
schwimmend bi» ans l 'fcr retten konn
ten wurden dort s.-n Angehörigen der
—» Hitler-Jugend und des —» \olk»
sturms endtMKA Nui 2-KIO Häftlinge
überlebten, darunter ca SSO von der C
4/,
Casablanca. Konferenz son Vom 14 | -
25.1.1943 tagten in der marokk Ha-
fenstadt L S Präsident Ror»cvett und
Jet Hit Premscrmintslcr Churchill pc
tnemsam mtl den alliierten Stabschefs
Chuichill taumle der Landung alliier-
ter InsaMcmslruppen auf Sizilien Pno-
nt.it ein und setzte sich gegenüber m»w|
Vorstellungen durch eine zweite Front
in -» Frankreich zu eröffnen Die Kon-
ferenzteilnehmer schlossen die Ins asion
auf dem Kontinent allerdings nicht aus
und faßten ah Zeitpunkt den Herbst
1943 in» Auge <-• Weltkrieg 1939-
19451 Die Konferenz son C lut vor
allem deshalb ihren Platz in der Ge-
schichte weil Roosevelt nach dem En-
de Jet Beratungen die Forderung nach
bedragiingsloser Kapitulation der -•
Achsenmächte aufsacllte
< cntraiierein deutscher Staalsbnrge-r
jüdischen f.laahens (C.V ) 1<93 tn Bcr
Im gegründete \ cn-imgung zur -tal-
krafirgen Wahrung* der •staatsbürger-
lichen und ceselbchaltlichcn Gleich-
stellung- der • Juden tn Deutschland
Das Hiupttatiskcitslcld des C war
sw 1911 die Abwcfir des -• Antisemi-
tismus Em Rechtssehutzburo ging ge-
gen antncmilrschc Arutrtffc getichtfach
sor Pubiikatxmcn wie die Monats
schritt /m ifeutuhra Hrhh (IIW5-
19221. die Cl -Zrrnorg (1922-19381
und die Buchet des som C gegrunde
ten Philo-Vertag» sersuchtcn, antisemi
tische \<ewurte zu widerlegen Noch
im Marz 19M schrieb s*ch der C den
< imii > < I «chrmik»i
-Kampf g«*gcn alle unhctcvhiigtcn
Antritte aut unser Judentum'- auf
Jk Fahnen und «lislanzicrtc weh »on
«ler fuwlh»<-n — (ircuclpruutmdi
gegen Deutschland- Va nach Erlaß
det -* NUrnhcrper Gesetze übernahm
er mehr und mehr Proerammpunktc
de» Zxcusmsrs | -* Zbiwstisciic A etcrni-
gung tut Deutschland! Xun trat er
tur eine Ru.khcsinnung aul die jüdi-
sche Kultur und <«cmeirnchafl ein und
forderte die — l muralxw Seil 1915
muble «ich der l *4 cnlrafsrrein det
Juden m Deutschland- nennen «ex
1936 —• »Judrtcher Ccntrahrrcm-
Am 1OII.I93N »nrdc die Acremigung
nunp*fn< aufgelöst Mann« Knorr
C«*A» (IsehelmK«! Cetnro-Fr«. isdtar-
ler (• Jugoslaw Armee tm Vaterland-1
h*tiv1> mitiijriK-tv Orfaniuirn rm
Mai l**4l ui -• ScrNcn um Oberst
Dragoliuh-DraJa Mthatknic lab De
zember I94l <«eueral I94J- t<M4 Ver
lc»htiufmur.iUci tn der |ut»Li» [mI
regle rung| und emer Gruppe jugoslaw
Offiziere ycunindet Im die f ram-
melten weh serbische btugcrlKbc Mi-
liker und em Teil der uniiLmww
ustischen Intellurcnz wahrend »he n*c»
sten Rekruten s.«n lande »lammten
Zn Hepnn eine «on zwei Widerstand«
hewegungen <neben den k.mtmutuMi
«eben —• Partisanen Titos) harten «he
(' ihren Wirkungskreis tn Serbien
Montenegro. Bosnien und Hcrzcgowi-
na und tn Teilen -• Kroatien« lliU
Dalmatien! Die C. erkannten «he JU-
pnlaw Eiificgx-iune an und gaben
sich betont jugoslaw und antik.xnmu-
niMisch ab Herbst I'MI eurem natu«
rulnlrsti mc waren m ihr«-r M« hl zahl
serbisch «he meisten «jf.T MonaKhi-
sten und wünschten dk Wiederherstel-
lung eines jupad E inheitsMaak-s unter
serb Führung Zu Beginn dr» Auf-
stand» 1941 gegen den Beitritt — Jugs»
la Wien» nun -• Dreimächtepakt artsei
4N
leien die <“ mit dm K. xnmunistcn zu-
sammen I ber einen K.mflikt kam es
zum Bürgerkrieg Ab Mitt« 1*43 »unk
den C Paswtat und — KoUaboralxm
oirgcwotfcn wc »erkucn <hc I ntet-
»tutzung der West Alliierten. «he «ich
den TxivPattisancn zuwandten Einzel-
ne r -Kommandanten arbeiteten nut
den Italienern tm Kampf gegen die
K<«nmun<*lcn zusammen fege» Fn«k
dc« Zweiten Weltkrieges auch mit
deutschen EmheUcn Ah Vergeltung
fui die Enmudung »sm Serben in
Bosnien. Herzegowina. Krualica und
tm Sondfak griffen C muslimKche und
kroatnehe Dorier an und hmterbeben
zahllose zisilc Opfer Seit Ssxnmer
1*44 bei! sk- dH- E stircgiemng eben-
falls taBcn und forderte die Tito-Parti-
«anen Nach dem Krieg wurde der
untergeiauchre General Mikaiknic
»on Ju k. «nm uni st tsehen (uteoslaw R«.
gicrung zum Tode icrtrrlcih und 1*46
hingcrtcblcl (-» Baikanleldzugl
I6uo«um»«>-
< hef kW Dm t hef dr» Au»btidMHfg-
»oem unter dem damaligen SA-
Ober puppen! uhr er Encsinc* Wilhelm
Kruger war am 1.7.1933 al» DienMMcl-
Ic der -• SA cmgcrichlci wordcir Er
trat die Sachloige des gleichzeitig
aulgckwicn RcKhskuraUxHinr» tut
JugendcrtUchugune an. das »eit seiner
Giundun« im September 19’2 a«i» Mit-
teln Jes -t Kcichsinncninniistcriuni»
mit l ntcrsiutzung der kcsb»»ihi
Angehörige »on Wehzsvrhandcu und
Sportscrcmea (SA. -» HJ. -• Stahl
heim Kstfhauscr. -» Dt lumcrschaft.
-» RcTchsbunJ tur l * tK-»ubungen u a )
in rd 20 AusbsidungssUtlcn un Gcläw-
«lesfmrt Schleifen und tn aixk-ren Spar
len «ler »ormiliunsehcn Ausbildung
«ehuk-n heil Das o<n stahlbclnt Jotni
nierte Rcxfiskiiratorium werde nach
Jcr -• - Machtergreifung- wie dieser
sdtsst cm Opfer «1er -« GIcKhsciiai
«II
lung. dx um der Rcichswehrluhranr
I General » Reichenau i zugunsten der
SA |cl<Wikri wurde Ihr gigantischen
Ausbau- und Ver^lbsLandn’une^pUnv
Kragen (Hatnhaitscntwutf tur IW
II* Mio RMl nuberten ihn in der SA.
wahrend dw Res« hswe-hrtuhrung ihn
und wmc Organisation hr. in «Ire labt
W.U hinein regen dw nsalrsKtcosk
SA linier Slatwchcf Irnsl R.äitn »luLz
ic Nach der Entschcuiung Hitlers tur
dw Rciti>»< hi ah aUcmipem *dltn
traget < — -Rohm Putsch- i betrieb »a
General «. Fritsch seit September 1934
den Abbau der K*enjwieuren Kragen
bei der »i*rmliian»chen -Sonderaw»
bikJunt- Inwerpartcdwhc Rn all taten
in Sachen JuecndausbdduM und kon-
krete Elatprubtenw gaben den Au»
schlag. die OrgaiMsalbin Krügen mit
rd. 1501«) Mann AusNldsmgspersorui
am 24.1.1935 aidrnknctt Dw Ange-
stellten wurden tm Bereich der —
Wchnnachi des — RAI) und in ter
setuedenen Gbcderungvn der — NSD-
AP tunet geb» ac hl Krater Und in det
-« SS eine neue Heimat Hf» Wog
< hrf der /i>J'rmilln»t c I mtrt<»
derte Gebiete. k a. I bab-l »thrwigca.
s. a. Lusembwrg
< brimnn/ludnihnl -• Sernwhiunpla-
ger int -Warthegau- 1—• Wanhcland)
Im Herbst 1*41 erreichte Rcn.h»»Utt
haltet Greiser dac Zustimmung der
Führung in Berlin rar Fmnchiung er
ner Gaswagcnstation lut dw Lrm»
düng v.a. der nwht arbntsfahigvn -* Ju-
den des - Wartfie-gaits - I—• R-oenp»'
tik and \ idkcmued i Betrieben wer
den soDte sie som -Stmderkomniandü
Lange- nun -Kulmh<4- <-• Lmsatz
gruppen). das un Rahmen der -» Ak
um I 4 twretls 1*4)1 en IS«) Geistes-
kranke tm cKtpreußtschen "soldcu er
rmedel halle Im Nosembet 1*41 cm-
gcndilct. bestand das Lager aus einem
I hrhueidatnb I
ab -SchhgL twrctshrwlen Herrenhaus
«nur dem 5 km entfernten sog. Wald-
taget Ab K. 12.1*41 wurden zunächst
Juden iu» der näheren I mrehung er
mordet Per Lkw rum Schkdl gchcactu.
erklärte man ihnen, aic wurden zwecks
-• Arbeitseinsatz umgcuedclt muttlcn
zuivr icdixh n»vb Kaden Nuchdem dw
Jeden un < wbaude Kleidung und Wert-
sachen -sKponwrt- halte«, wurden sw
m den -» Gaswagen Betrieben, denen
Abgase dann ms Wageninnere geleitet
wurden Die Leseben wurden m» Wald-
•agcr eeUhren. nach Wertsachen unter -
sacht und verscharrt bzw später ser
hrarwK Ew diese und andere Aufgaben
wurden eurige Juden kurzfristig sm
der Vernwhtunt ausgerwwnrnen und
als Arbcitskotrunandos eingesetzt Seit
Anlang l*t? t-• Warwiscx- Konferenz
—» Endlosem« i dwnlc C. s a als Ver-
nwhlungsstattc det Joden des -«
Ghettos sm -» Lilz. die dorthin dc
porlw-rten Juden u a aus dem Reich
emgeschh «.een Dw I bcrtullung des
Ghettos durch diese -• Deputationen
war u.a als Bceründung für dw Ein
nchiung des Lagers bcixitzi worden
Ende des Jahres 1*42 gingen diese
Iranspotic zuruck eia Grufltcil der
Enden des Warthegaus- war ernaerdet
worden -. und man fwtncb »erstarkI
dw E shunncrung und Verbrennung der
leichen \xbJcm das Laset Enk
Marr 1943 aufrciösi und das Schloß ge-
sprengt wenden war. wurde das Son
drrk<<nmando nach -a lugoslawwn
versetzt, irr Juns Juh r»44 )cd«K.h zu-
rhekbeordert, um un Zusammenhang
nut der endgültigen Liuuidie-rang des
Ghetww in l»xir das Scrmchlungsla
get fw 3 Wichen prosrsotiscii wtcdci
in Betrieb zu nehmen Dw Zafil det in
C bis zur AtiilcKung im Januar 1945 Er-
mordeten betragt mindesten» I52<««>
rfeumnt Wuvwt
ViAÄAer «fix Wlrrmt
412
C«>luinh*a-Ilau» v R<wh»haiip<4adt
< iHnpartm- llX-ge (h»e> Polizcihaftla-
gcr und Durchgangslager lur p»4«ischc
Inrenuerte und -» Juden unter Jt
Verwaltung im besetz len -* Frank
reich Von Man bis Juh 1*42 wurden
mehr als 2»k»l Juden ton C nach
-» Auschwitz Bukcnau abrramporticrt
ZhOnUt t—v»
Cwscalr» Indu'incsi^il in Muulerit
iandimtca 2-kHlii Einwohnern (l*4ti).
C wurde wahrend der Luitssh La. hl um
-♦ England I l‘*4n41 i von der dl Luft-
walte mehrmals wegen der dort ansäs-
sigen RuMungsinduunc Kwnhardtert.
Besonders der Antritt un Rahmen
der SachloJIcwusc gegen brit Indu-
stneziek m der Nacht zutn 15 11 1*40
machte die Stadt zum Ssmbol tur die
Grjuwmkcii de» Luftkriege» gegen
Städte Bei dem Antritt der Wxi zehn
Stunden dauerte und bei dem 449
Bombet 5U5t Sprengbomben und **>t
Brandbomben abwarfen war die B>»n
bardierung »on Vkohnsicncin mucin-
geplant l'Ner 550 Menschen wurden
getötet und W>5 »ertetzt Die hiuun-
»chc Altstadt nut der gutasdten St-
Mietusl Kathedrale eine m Hammen
Mit ca Nhiii th.Uinungva wurden rct
Morl Die Rüstungsindustrie dagegen
hatte nach 15 Tagen wieder ihre solle
Kapazität erreicht Die dl —♦ l’ropa
tanda kumhtte an. man «cidc wcnete
bnt Städte -coscnlnercn-
MriasJr» It—rt
< SR s. I sehetharduw akci
Hachau iK/l Am 2»« ’ 1*55 gab der
kommissarische Polizeipräsident »em
München. Heinrich Hmimkr dk Er-
nduung eine* — Konzentrationslager*
nahe der < hiss halt D bekannt m dem
psditochc Gegner des NS-Rcgnnc» in-
haftiert werden sollten Mit D begann
ein Ecr-rorssMcin das mit keinem
anderen staatlichen .Ahndung» oder
Stratsisrem »erghehen werden kann
und das nach kurzer Zeit eflshct
l’bcrwachung durch die Jusiizbetuw
den cntzi^fcn war Im Juni 1955 wurde
Fheodor Licke der ein Jahr »pater zum
-* Inspekteur der KZ ernannt wurde.
Kommandant »<« D Er entwickelte
ein Or ganisationsschcma mit detaillier-
len He»tunmutigen tur das l agerkben
da» spater tur alle Lager galt Auch «he
Einteilung der KZ in da» »em einem
Hochspannungszaun und Uachtürmen
umgebene Hallbngslager und den Ktg.
Ktunmandaniurbcrcieh mit Vcrwai-
tungsgehauden und Kasernen stammte
»sm Eicke Er machte D zum Model-
und MuMcriaeer. zur Möedcnchuk tur
die Angrh.eigen der — SS
Die ersten Haltlingc waren pobltsshc
Gcfncr des Regime». Kommunisten.
Sozialdcm» >kralcn. < »euerk< hattet.
»crcinzeh auch Irbcrak und komersa-
ti»e Blinker (—• Verfolgung> Auch dte
ersten lUdrwihen Halthnge wurden aul-
crund ihrer psUitischcn Gegnerschaft in
l> cmgchcterl Im l autc der hier Jahre
wurden iminer neue Ciruppen nach
l) »erschkppt • • Juden. Zeugen Jcho-
»a» (-• Ernste Bibeit«wscher) dw den
Kiicgsdwnsl »erweiterten. Zigeuner
I-• Santi und Roma). -• ILwnosciiuenc
Miwie Kriminelle (Jen politrschen Haft-
ungen erlang ev »on Ausnahmen ab-
ecsehcn. m den zwölf Jahren dc»
Besiehe«» »sm D die wichtigsten Kwa
4 LJ
Ilachaw
Uonen der llahlines^lbsiserwaliime
besetzt zu haben und damit in vielen
Fallen ihren Milhalt linken zu hellen
Nach dem Anschluß Otteneicb»
kamen iro fruhfahr 193* nut den
fKcrlcefetn die ersten ruchldt Ge-
fangenen nach D Ab E»4ge der -t
• ReK-tvek.nMallnai.-ht- vw. 9 1L 1*3*
wurden mehr ab IOtil> Juden nach D
»ervchkppt die mcnlcn »un ihnen
wurden nut der .Auflage. Deutschland
zu »crlavwen nach einiger Zeit wieder
entlassen
Im Verlaut de» Kriege», m dem
Härtlinge aus allen »on Deutschland
Überfallenen Landern nach D depsw
'lert wurden »cranderte uch das
Svsicm der KZ grundlegend Die
Gefangenen waren nun U idcrstand»-
kamplcr. Juden. Geistliche «ler em-
tue* Patrioten die den l berrall aut ihr
land nicht halten hinnehmen wollen
und »ich geweigert hallen, mit den Be-
lauern zu koilaiXMicicn Zum Zeit-
punkt det Befreiung bildeten die dl
Ciefangencn schhetUKh nur nevh eine
Minderheit Im Laufe dc» Kriege»
wurde D. zunehmend auch zu einer
Stätte dc» Massenmorde» So wurden
ab Oktober l**i mehrere lausend
Hiwj —» Kricpsgclangcne nach D ge-
bracht und dort ersebosserr Ab Win-
ter 1*1.' wurde eme troÖe Zahl »on
Härtlingen »on SS-Ärzten tur qualvolle
medizinische Etperrmente miMwaucht
I —» Medizin. —» Menschen»ersuchet
Ab Januar l'M2 wurden mehr ab
3041 Hartlinee «Imahde- von D nach
SchhMJ — Hanheim bei Lnu gebracht
und dort mit Giftgas (—> Aktion 141 13>
ermordet. Auch tn D war 1M2M3 em
gn4ies Krematorium mit emer -* Gas-
kammer emchtci w.cden du aber
mehl tur Mawnhwungen m Betrieb
genommen wurde Bi» kurz »or der
Betreiuns wurden Eiekutioncn durch
gelahrt .Am 5 1U1942 erhell Heinrich
Himmler den Befehl, du: un Re»ch»«e-
•wel gelegenen KZ •jradenlrci- za ma-
chen. die ludochcn Haillingc wurden
nach -» Auschwitz deportiert t-» End
kwung; -• R.iM*npolink und Vidker
mordl
In der Vockriegsznl muhten dm
Gefangenen neben der Bewirtschal-
tung und dem l nlerlialt de» lauter» m
verschiedenen SS-eveencn Handwerks-
Beinchen sowie tm Srradcnhau. m
Kiesgruben und ha der Kuitiucnmg
de» Moore» arbeiten 19U wurden die
— SSW irr schalt »unternehmen zentral
dem SS-\erwallungsami lab 1*42
—• SS-Wirtschaft»- und kerwallungs-
lüupiani tn Beilim uMciMellt In den
Krieevphren gewann die Arbeitvkrart
det Haltlmge au» D eme gvwose Be-
deutung lur dw dt Rusiungsmdustne
!-• Knersw trischall l Ab 1*42 ent
stand em weilserzweigtc» Netz au»
Audealagern und Ktwnmando» in denen
bt» zu 37000 Gefangene nahezu ans-
shlcftliJ, lür die Rüstungsproduktion
arbeiteten Ab Marz 1*44 arbeitete d<e
neugegrundere Behörde -Jägerstat»-
daran die durch Bemrbardicruagen
zcLmrdete Huzzeuxpr<.dukt»on unter
die Erde zu »erkevn Dazu wurden
zwei grade l aeerkompieve al» Wen
lager um D gegründet m denen unter-
irdische Fabtikhailcn crhchlcl werden
sollten und in dw- nahezu auvvchbcll
heh judische Häftlinge aus Osiewupa
al» Arbcitssklaien tr.Mv»p»wticrl wur-
den Der erOÜlc Fvcipkt entstand mit
elf Lagern bei Landcherg am Lech
Dort artaenetea zwischen Juni 1*44
and Apnl 1*45 etwa 30041 <klaagcwe
unter mordensetven Bedingungen Der
zweite Groflkienplet lac in Olbavcr«
an Raum Mühldorf Ende Apnl 1*45
wurden die Aufientager »or den her an-
nähernden Trappen evakuiert Eme
grobe- nicht mehr 1 eMstefihirc Zahl von
Gctangcncn kam aul den Marschen
ums Leben wurde durch 1lefthererari-
golte aul die E isenbahntransporie ge-
IHaemad.
414
lotet oder wurde noch »ot dem
AHran»p>rt durch die SS ermordet
I -* Tiwlevnurnche).
Auch im H.iuptlaeer D herrschten ab
Dezember 1944 katastrophale Zustan
Je Fine Tvphuscpidcmic kostete Tau
sende das Leben Dk Baracken waren
aufgrund uand>>' cinrretfi -nder Irans-
portc aus Lagern, die »or den heran
nahenden Alliierten geräumt »"»den
waren hoffnungslos ulx-rfullt Am
26 4 1945 wurden von D MM rd '<«gi
Häftlinge auf einen Manch in Richtung
Süden geschickt am 2*4 verließ die
SS das Lauer, am 29 Apnf wurden
rund Wl«»> Häftlinge von Fmheitcn
der US Armee befreit. Von etwa 21>H')00
Häftlingen des lager» D rm Zeitraum
1933-1945 hatten neben 30<ll! regi-
strierten noch Tausende «KhtrcgisttKr
te Gefangene ihr I eben verloren
fhurt
l
Ihtriuutrr rtr*r \MMrn wW /XUavnrwv rar Gr
dhslur 4rr wwn*n«6«i/*Mwai*kni Krairmawu
auWigrr an Autii «< <tn < •anitt InicrnalawaJ <k
Dachau hf »oa W.Wgwif Renz and Barbara Ih
«ul lalwlsli m l*»’
Kanme (Hantwr t>a» Kzwizcntrarnnnlager
Dachau Fair StiaWr ru «Sm waiamaMiMMVui
»Un Gr»4 ««rilwedwa in Rr.iwa» I i-WIkS
iHr | Ariern M dr» VS-Zv«, Baad II München
|«H
ERalcL Batnjr» W.Orme Benz Dra KrtKrrr
rrwww<4rrr*r FlwAvw IVO Z«MS < n*w Ar« luv wnf
BrrA-unwc. Muni Ihn 1**1 iB»«tnsU luik«
«*u«l« Iw panmk. BiMwi*>ait>rU>
Haial I «Mh (W f»*ll«uv» AZ-tulaMtiVwa.w
4>» Aaaünne WM W»u»««gi>niiiiin
wwl /•••"»«»>»« m Irl «m Arwgr/uAz /<M4 /»
lanfshcrt IWS
Dänemark Südlichstes und kleinstes
der skandinavischen Königreiche mH
43064) km lohne Faroer und Gr.m
land) und (1933) 3.65 Mm Finwoh-
oem. schloß am 31-5.1939 einen NidM-
angnttspaki mn Deutschland wurde
aber trotzdem am 9 4 194t! von dt
Truppen Ub.rt.iUcn und besetzt Regte
rung und Ronrr Hieben un Amt «er
hinderten damit die Abtretung von
N«wdschleswig und bewahrten die Inte-
grität de» Lande». Am 25 II l‘*41 trat
D auf dt Druck dem —» Antikomm-
lernpaki hei Nach Streik» und SaNi-
tagcaklca wurde am 29*1943 das
Kriegsrecht verhängt und al» -Be-
vollmächtigtet des Dl Reiches» am
5.11.1942 W Best ernannt Zur radika-
len Besal/ungsfsdink gehörte auch
der Versuch der Defxrtation der dan
luden von denen jedoch 79H> durch
eine beispiellose Solidaritätsaktion der
dan Bevölkerung versteckt und in
Fischerbooten nach Schweden in Si-
cherheit gebracht wurden fdie meisten
m den ersten Oktoberwochen 1943).
[kn Dt fielen nur noch 2*4 Juden in
die Hande.
In D land faschistoide» politische»
Denken in der Zwischcnknegszeit kei-
ne ge»» llwhaltlichc Basis AI» Haupt-
grund dafür muß i wie auch in Schwe-
den und Norwegen! zweifelsohne die
politische Hcgcmcinic der Sozialdemo-
kratie angesehen werden, außerdem
die Tatsache d.ißdic Kommunisten p>
lilisch bedeutungslos waren und die li-
beralen Parteien die gesellschaftlichen
Modc-miMetungsbestrebunecn der So-
zialdemokraten unterstützten Von den
Sphttergruppienmgen. die sich in D
denn«sh in den 2<k-r und 30et Jahren
auf dem .tußersten rechten Spektrum
bemerkbar machten erlangte nur die
Dänische Nationalsozialistische Arbei-
terpartei (DNSAP) eine gewtsvc Be
deulung - und auch das nur mtolge der
dt Besetzung dc» Landes |94o Diese
Partei, wn Herbst 1930 gegründet ist
daher identisch mit dem dan Nazis-
mus. Ideologisch und propagandistisch
lehnte mc sich eng an die -• NSDAP
an und harte auch zunächst unter
der dt Mindcihcit in Sudiutland ihre
gr«ißte Anhängerschaft in den 40w
Jahren dann unter det Arbeiterschaft
im GriMraum Kopenhagen In ihrem
415
I tauig. freie Stadl
Parteiprogramm fanden sich ganze Ab-
schnitte des Programms der NSDAP
wieder tun der sk- auch Organisalki
nen wie die -w SA übernahm i Storm
Afdeling in 1) I Seit 1933 wurde die
Partei son dem sudfuilandischen Arzt
Frits Clausen geführt, dem aber jegli-
ches Charisma fehlte und der auch in-
nerhalb der Partei nicht unumstritten
war. weil natum.ildan Positionen hinter
seiner offenen Anlehnung an ihe NSD-
AP verschwanden. So stieß auch die
Propagierung der NS-Rassenlehre bei
vielen auf Widerspruch (he Holfnun
gen Clausens, nach der deutschen < *k-
kupation des Landes zum Chcl cmer
Kollaborationsreeterung gemacht zu
werden, wurden gleich zerstört. weil
die dt Okkupanten zur Aufrechterhal-
tung der Fiktion dan Souveränität mit
den etablierten FGIitikem und der lega
len Regierung zusammenarbcitctc-n
Auch die DNSAP erhielt keine Son-
dcrslcllung. ihre Rolle spielte sie ah
Rckrutictune-bcekcn für Spitzel. Pro-
vokateure und bet dci Gewinnung von
Freiwilligen rur den dl Kriegsdienst im
(Kien Immethin meldeten sich rund
TfMlO Dänen VMS hatte die Partei ihre
größte Mitgticdcrzahl. ca. 21 UW. Ihre
soziale Zusammensetzung war ein
Spiegel der dan Bevölkerung
ZurMllir
It-Wt* H. *cit />'» Jrtuuht in am
«fwwaHii. fo-ir- ZawWvw /vJO/su- im IvrrtmA.
SiMigwi |4W-
Pli—in. tre» Itntnhr ttenizuntV‘l*<L tu
Dua.in.n4 /<Wr> /wr< DtWwMm« Wi
DAF s. Deutsche krbcitsfroal
Dankiipfei der Nation Bezeichnung
tur die jahrheh zu Hitlers (ieburtstag
(2t* 4) ton der —• SA durchgeftlhrte
Gcldsammlung zugunsten des Klein
Siedlungshaus lur bedürftige -» Partei
und -» Volksgenossen In der Zeit von
Mitte Apnl bis Mitte Mai lagen in den
SA-Slurmheimen l isten mm. m ihr
man Geldspenden emitagen konnte
Die Siedlungshäuser sollten eine Mm
dcstwohnllache von AO m;. Nebenrau
mc und einen K lernt icrvt all auiweisen
t igcnkapital war nicht nötn- Die Ver-
gabe rceeltcn die SA-Dienststellen
N1it der Verknappung der Baumittel ab
Knegsbeginn war dem D die (irund
tage entzogen Hrrnxm Wr*
Danzig. Freie Stadt D F S. I5.ll.192l1
I 9 1919) |> wurde ah Ergebnis des
Freien Weltkriegs im —» Versailler Frie-
densvertrag vom 2*i6 1920 tArt I®*-
1(M| sowohl gegen den Willen —• Po-
lens das D lur sich beanspruchte, als
auch gegen den seiner überwiegend
dt. Bevölkerung sowie der indischen
Gemeinde zur Freien Stadt erklärt Zur
DEN gehörten außer der Stadt selbst
das Seebad Z.ippos und drei ländliche
Bezirke (I92n |9rm km 3M(MII Ein-
wohner) Unter Butaschaft des Volker
Kundes gab vsch die Stadl em der Wei-
marer Verfassung gleichendes (irund
gesetz. das am 14 6 1922 in Kraft (rat
Der vom Völkerbund gaiantiertc ein
ztgartige politisch-rcchllicbc Matus
der Stadt (außenpolitische Vertretung
durch Polen Eingliederung in das poln
Zollechn.1 poln Tcilhohcit ubvi Ver
kehrsweee. besonders den Halen sowie
Kommunikaiiivnscinnchiunycn keine
FinwandcrungsbcMhrankungcn. kern
Visumzwattg. Freihafen etc i bedingte
eine wirtschaft hebe und politische Tcd-
abhangigkeit von Bilen und barg poii
tischen Zündstoff für die Zukunft
Der Aushau Gdingens zum poln Wirt-
schaftshafen sowie die militärische Be
festutung der Wesicrplarte (1926» stell
ten eine wirtschaftliche Belastung für
DES dar und komplizierten das Ver-
hältst* zwischen DFS. dem Dt Reich
und FVilcn Gleichzeitig wurde DFS
zur Zvnschenstatifin des jüdischen
Rrxk'irJil
Lcodus au» Osteuropa nach l'bcrsce
(19J0-I92S Fmigrantem Die
-» -Heim ms Reich--Propaganda det
• NSDAP fiel im iuihhmIKikw rvati
von D auf frucht Niren Hoden (—♦ Pro-
paganda! Bereits am in 11 1930 asan-
CieHe die NSDAP zur zwcifstarkstcn
politNchen Krall Die tim Hitler ver
langten Neuwahlen am 2A5.I933 bc
scherten der Partei die absolute Mehr-
heit mit dem Frgcbnis zunehmender
antiiüdttehei Repressionen ab 1935,
wogegen die jüdische Gemeinde ver-
geblich beim His.hkommissarut des
Völkerbundes protestierte Der Status
quo war nach dem —• Dl -poln Nicht
anenffspakl (26.1.1934) bo Herbst
19Ui nicht strittig zwischen Berlin und
Warschau Außenpolitische Rücksicht-
nahmen führten tu einer verzögerten
Inkraftsetzung der — Nürnberger Ge-
setze am 21 11.19.3h. Nach dem Schei-
tern der dt poln Verhandlungen 19W
begann am 1 9 .1939 mit dem Beschuß
der Wc-stcrpiattc der Zweite Weltkrieg
(-• Pileafeldzug) und DFS wurde um
Reich eingeghedett (-• Danzig West-
picußen. Rcishsgaui Die bis zum
2b h 1940 in D verbliebenen ca. non Ju
den wurden ui -• Kon/enlratHwislagcr
bzw —♦ Ghettos deponiert Gei« lab—
Liweawr
I ulssmsurwi l rem lUr AUot <tn trruu Sm*
/*•«.-<* wie dr- /Ir-reAtffr dri \uauw*w.;iwh-
mM. tulsmoi IWJ.
leone H HiHr*l fm < n> I Zhonn oZ*r Sj-i
fi*r> m (twoir IW5 19 W rt>Kap> l<m
Dauzig-WrsIprvuBen. Reiihsgau I iurch
einfachen —» l uhrerertaß vom h. 10
bzw 26.10.1939 wurde die Freie Stadl
-» Danzig mit der rm — Versailler
Vertrag weitestgehend —» 1‘oten (-*
Polnische! Korridor) übereignetenehe
maligen preuß Prosinz Westpreuik-n-
zum Revhsgau D vereinigt und dem
soe Allrcich cingcglicdcrt Der Reichs
gau umfaßte die Regierungsbezirke
416
Danzig. Marienwerder tm der Zwt-
xhenkriegszeii zu Ostpreußen gehö-
rend) und Brombctg. Zum Gauleiter
und Reichsstatthaller dieses 26IM1) km-
großen -Kemfandcs des Dt. Ritler-
ordens- wurde der — - Alte Kiimpfer-
Albert Forster ernannt, der den bevöi-
kerungspolitischcn -Fuhrcrauftrag-,
die Rct-crmantsierung die ser vo« -P<>
len und Juden unterwanderten urdt
KulturicgKMi*. innerhalb eines Jahr-
zehntes ausluhicn sollte Hierzu wur-
den dem Reichsstatthaller neben der
Gamclbstvcrwaitung auch »amtliche
Lxckutivorgane von Reichsbebiwden
im Rmhsgau unterstellt t-reanrri»>
Ihmz-SehwaMes-Gruppe In Magde-
burg tauge köfttmuntdiscbc f nter-
itrundorgamsation des - Widerstands,
geführt von dem ehemaligen DKP-
Rcichstagsahgcvrdisctcn Hermann
Danz und dem Lehrer und KPD-
BezuAsfunktKinar Manin Nchwantes
Aufgebaut ab 1937, fiel die Gruppe, die
\crbinduncen zu ähnlichen Organi-
sationen m Sachsen. Thüringen und
Berlin unterhielt, nach dem 20 Juh
1944 der -♦ t icstapo zum Opter
DK.FM II ». Dewlscfw- t-esellschaft
fnr Sshadtengsbi-kampfung
DciHMizianienium Die freiwillige An-
zeige eines angeblich oder wirklich
gegen den -• Nationahozialtsmus gc
richteten Verhaltens mit dem Ziel
der Bcstralung des IN-nunzicflcn war
eine wesentliche Voraussetzung für die
lüiikiionslahigkeit det N.S-Diktatur
Die latente DenunziatKmshcrcitxhafl
in allen Schichten der dt Bevölkerung
erwies sich ab mobilisierbar tur die
Stabilisierung des Hcttschaltssvsiems
und die Durchsetzunr der inneren
< Irdnungspnnzipien det -» Ideologie
det • -Xolksecnuinschaft- Der NS-
417
I l«poOOHHMrnl
Staat lieferte dal tu durch -• Henn
tuckeGwctz -.Blutvchutzgc-sctz* t •
Nürnberger <km>i/ci. -. Rundfunkvcr
ucdnung und etwa die -» Kriegwon-
dcrMralrccht»-Verordnung. deren 5'
die Bestrafung von a Wchrkraftzcrsei
zunv lestschneb. das strafrechtliche
Instrumentanum Von ideologischen
Prinzipien und Neunten de* Regimes
abweichende Einstellungen und Ver
hallensw eisen wurden damit knminalr
wert die n.it sog Rasscnpolink erfuhr
ihre strafrechtliche Durchsetzung Im
Zweiten Wehkrieg. vor allem Buch
IV42. nahm tnsbesoedere die -» Ver
tolgunv wegen •DcfMtumus- und
verbotenen Umgangs mit —• Krieysgc-
langcncn und -» Zwangsarbeitru zu
Da* Regime war dabei auf die eitrige
Zuiragcrsch.ih au- der Bevölkerung
angewiesen die es Jen Knntrolkrga-
nen »on Paitei und -» Gestapo ermög-
lichte. oft nur reaktiv tätig zu werden.
L) waren meist privat motiviert al»
persönliche Racheakte ab Relles
gcsclhchaltlicher Ressentiment» oder
sozialer Konflikte. Sie waren aber auch
cm Indiz tur die Akzeptanz des nal »oz
Systems. Zehntauscnde Denunzierte
wurden verhafte! und von — Sonder*
gcrichtcn oder vom — Votksgcnchts
hot verurteilt bzw waren Gewalt und
Uillkur ausgesetzt bis hm zum lod im
-• KZ Durch D wurde die Zerschla-
gung von Widcrvlandsirruppcn vielfach
erst ermöglicht. • Widerstand rm
Keim erstickI v.v>o* War.
Deportation! eaf AK traditionelle» Mn
lei zur Durchsetzung slaallichci i in
Wanderung» und Slralrcehtsnormen
schienen D. den Machthabern un nal
mv Deutschland «on vornherein ge-
eignet. eme radikale Ixriolkcruiiespoli
Itsc'bc Neuordnung verwirklichen zu
helfen Bis zur Okkupation grober lei-
le Europa» in der ersten KncgshalHc
war das Reich icdoch nwhl in der Lage.
unliebsame Gruppen allen voran —»
Juden summarisch dc» Landes zu ver-
weisen. ohne (wie un Lalle der D. von
poln luden polnischer Nniatsangrhö-
ngkeo int I leihst IMCsi Sanktionen
um selten der bciiolfcncii Nachbar-
staaten zu prosiVK-rcn Daher stund in
dieser Pha». die erzwungene Au»wan
detunr >m Mittelpunkt dt Rassen- und
Bevolkcrune»|»>litik Lisi der rm Sep-
tember |u?w f>c rinnende Sicgsszug der
— Wehrmacht l-v ßdenteldzug) än-
derte dies, indem nun (etwa in Gestalt
dc» • Mad.ntask.itplan» oder des -»
Genctalplans Ost) externe wk interne
Schranken fielen du- einer umfassen
den Veränderung de» Status quo bt» da
hm cntgcrcngcsiandcn hatten D wa-
ren Ted eines Mabnahmenkaialogs. der
neben der Aus tm oder Absied hing
erwünschter Bev olkerungsgruppen.
wie dci - Volksdeutschen, massivste
Mittel zur Entfernung tatsächlicher
»der potc-nticUc-t -Rcichsk-mdc- zu
nächst aus Deutschland spater auch
au» den besetzten Gcbscletl vorsah
Dk- D »on Juden nach -• Nivko (Ende
l’zt'li und -• Gun (Sommer l,Mh> btl
deten die \orslufe zum Vollzug der —»
• f ndL>»unv in < iMcuiopa. wo mit Hs
ginn des Krieges gegen die —• Sowie'
umon (l niet nehmen • Hartwunsa;
-» Ositeldzug HMI-HM5> und dem
Bau von » Vernichtungslagern der
Genozid im europäischen M.Uhtab
vollzogen wurde Da politisch-mora-
lische Vorbehalte .«ul der Luhnings-
eheoc wie tuch miicrlialb weiter Kreise
iiachgeordnctcr FtnMionstrlgcr mcht
mehr bestanden und die Mehrheit der
dt Bevölkerung den Vorgängen passiv
rcgenut'ctsiand präsentierte swh der
Moscnnxxd notdürftig vcrschlcicrl
ah l mocdlung- | -• Volkslumspoh
llk) und Scrbnngung m Arbeitslager,
in erster l inte als orv.iiiisalieisch-higi-
Mrschcs Problem an dessen losaing
spätestens seit der • Wannscc Konfc-
m •<<«« !><> Hol leIUM<<IIMI< n
4IM
rcnz (2U.I.IM2) rin vielfältig verzweig-
ler Bchotdctupparal arbeitete Wurde
cm et he blichet Teil der jüdischen Be-
völkerung < Kteuropas von E ick ul n ms
kommando» der —• SS. —• ISdizci und
-» Wehrmacht unwert ihrer Wohnstal
ten ermordet |-» Eins.itzgruppen). so
schien diese Vcagchcnswcisc lut West
cutop-i wie auch lur die größeren f*>ln
— Ghettos I — W -l.slzlaus
geschlossen Du Beend D beschreibt
daher ein hochkomplexes. intcraktrses
System son Absprachen. Arrangements
und (Ticrcinkünften verschiedener In-
stanzen inn dem Zict die Opfer unter
kotspsceclung falschei Tatsachen und
unter unmenschlichen Bedingungen
von ihren Wohn- zu den Mordstatten
zu bringen Ab vorletzte Stufe des
Vernicht unpvpnvessc-c der die Defini-
tum des Kreises der Opfer ihre Mar-
enuliMcrung und Konzentration »or-
ausgcgaitgcn waren, bedurften D ru
ihrer reibungslosen Durchführung so-
wohl zentraler Planung insbesondere
der Absprachen des -* RSH A mit der
Dt Reichsbahn ab auch fkxibk-r
Durchführung vor Ort wobei die
Zwangsverttetungen der Juden ebenso
embczogcn wurden wie polizeiliche
Bewachungsorganc koUabreiercrsde
Regierungen und die dt Diplomatie
Der Verlauf der D spiegelt weniger
die Kricgscreigruvsc als vielmehr ein
(irundmuslct des nat miz Systems Aul
dem Höhepunkt dt Machtenlfaltung
initiiert, entfaltete der Iho/et) cun^sa-
weitet -Ebtjudung* auch nach der
Wende von -» Stalingrad eine immer
stärkere Dvnanuk und kulminierte
l'»44 in der D der ungat Juden, die
allen Spezifika mtliurncher l ogik
widersprach Am Ende des Krieges er-
faßten die D in (»esiali son Evaku
icningen und lodesniarschen auch da»
lagerst sicm f*i<« w«au«<
Gloarw
HHbo» <»ul Suodmapr
m.™ i>ai
l*»u<4d Kaiit-nG V.k*<rz -kuwhwar wat
ler reidi wer ei« hahaha*- Gaur V««k - der
Tra«<*h«s4fuwr AiMI fsSaanm BerWa tw*4
Salrvan Harn fb» L»*~i<i»- Wawsw. Wien l*M
D«uImh-britische» 1 totleaahkoannM-n
Am 1X61935 abgeschlossen und am
28.4.1939 von Hitler gekündigt. Das
Abkommen zur Rucrungsbegrenzung
sah bei det Kriegsmarine ein dt.-bnl.
Staikevcrhaltnis von 15 100. bei den
U-Booten von 45: 1UU bzw , un balle
verstärkten Hohenhaus v<m Drittstaa-
ten. eine Pantat vor (irobbntannien.
das durch da» D einen Bruch de» Ver-
trages von —• Versailles in Kaul nahm,
bc-lracblclc dasselbe- ah Vorstufe lur
em Luftwanenabkommen und weihte
angesichts det mantanen Bedrohun-
gen durch -• Italien und —» Japan em
Wettrüsten mit dem Dt Reich vermei-
den sowie Hitler, der am 14.10.1933
den Vtilkerbund und dse -»Genfer Ab-
rüstungskonferenz verlassen halle, ent-
sprechend der — Appeasement Publik
zur Rückkehr in ein kollektives Sicher-
heit iss st cm bewegen. Hillel hatte
durch das D . das er als den .Aultakt tur
em umlassendes Bündnis mit -* GtoB-
btitannicn an»ah die in det Konferenz
von -« Mresa loranertc Koalition »ei-
ner < icgncr aulgebrichen und den er-
sten Schutt aus det Isolierung getan, m
du ihn s< ine -< Außenpolitik bis dahin
geführt halle »«rar« knrav»
Deutsche krtw ilrrpnrlci s. \atioual-
Mi/ialisiisshe Deutsche krbeilrrpanet
(NSDAP)
Dculscht krbettsfriMl tDAk) Am
10.5 19J3 gegtundet. rechtlich ein an
geschlossener Verband der —• NSDAP
mit ca 23 Mio Mitgliedern (I9U)
die crotiic Ns Massenorganisation Ais
f'inhcitsrebildc -aller schallenden
41V
Ihulxkt Rohac
fk-uixhen- konzipiert ».-hui ihr —»
Rcrchsleiler Robert Lev ein sielghedrv-
gcs. bürokratisch aufgeblähtes Orgaiu-
MtHWiMmpcriiMn. mil dem er in nahezu
alle Felder der nat soz Wtrtschafts- und
-* Sozialpolitik einzudringen trachtete
(—•Wirtschaft1 Entscheidender Einfluß
aul materielle Belange in diesem Be
reich blieb der DAF |edoch »erwehrt
vielmehr mußte mc sich un wrscnlb-
chen auf die aBgemcinc Betreuung und
weltanKhaulidic Schulung ihrer Mit
giieder fvschranken
Die sKti aus den Mitglicderzahlen er-
gebende enorme Finanzkraft der DAF
< Bcitragsaufkcxnmcn W.*l 55'1 Mw
RMl diente neben dem Unterhalt
eine» ausulemden Funkttonarskorpers
(JV*z 44(1)0 hauptamtliche und 13
Mio ehrenamtlich«. Mitarbeiter) va
der Finanzierung ihrer Wirtschaltsun
temehmen Hierzu gehörten u.a Woh-
nungsbau- und Siedlungsgcvcflschalten
Bauuntetnehmen. VersichcrwipigescU-
x.haften. Banken. Verlags- und Drucke
rctuntcrnchmcn. Werften, ein Auto-
mobilwerk (-* Volkswagen) sowie da«
*4iemeinschatlswerk der DAF«.in dem
IW.Wi td 5tl) gewerbliche Betriebe
ailci Art und ca. HUH Verkaufsstel-
len der früheren Konsumvereine zu
emer Verkaulviugantwtion zusammen
geschlossen waren Dieses mächtige
Imperium erlaubte cs Lev. seine An-
sprüche aul Mrtsprachc tn wirtschaft
Ischen und sozialen Belangen zu
unterstreichen und die DAF zu einem
wichtigen Faktur des dl Wirtschafts-
lebens zu machen
Der zweite Heiler der Aktivitäten
der DAF waren die unterhalb des Zen
tralbuzos geschallenen Ämter, hietzu
zählte ua. das Ami lur Bcrufserzic
hung und Bctricbstuhrung. dar die
Tätigkeit des Dt Instituts tur techni-
sche Atbciisschulung tortsetzie und
eng mit dem Arbcitswiwscnschaftlicbcn
Institut der DAF zuuimmcnarhcitctc.
das Amt "soziale SeibstserantwOrtung
Ja» den —• Lenrungskampl der dl Be-
triebe durchfuhrte. die Dienstsicllc die
den — Rcichsbcrutswctthampi organi
vierte sowie die NSAiemcinvchalt —•
•Kraft durch Freude- Mit den von die-
sen Untergliederungen ausgehenden
Aktivitäten gelang es der DAF. ihre
Kompetcnztordcninccn ru untermau-
ern. Staat lache Be hot den wie l'ffier-
ochmcnskitungcn un Sinne der Ver-
wirklichunc ihrer Anregungen und
Konzepte unter Druck ru setzen und
ein dwhies Netz der Betreuung und
Kontrolle aulzuhauen. das die gesam-
te Bevölkerung im Beruf wie in der
Freizeit umfassen sollte
Mtenr / xv Itartr?
MadBct KvxmAJ k+tnLn Hukft NaMMtftf
• IHtrrMfWwgf f 4|hr fdirf Fa4<Tb<W» WMV
Deutsche kusrastuagswerke (DAW)
*. SS- Uirtvchaftsuailrrnehmen
Deutsche Buhne s. SS-KuhurgemenMie
IkulwW < ItfiMe«
Deutsche thriMrn Eine tlie.»l«»giss.h
und organisatorisch siekchichtigc kir-
chcnfsditischc Bewegung im dt Prote-
stantismus. die »on der religiösen
Grundorientierung dc« Nat.scv übet
zeugt war «Bekenntnis zum -positi-
ven ('hnvlcntum- in Art 24 dc* Partei-
Programm» der -• NSDAP —• lde< do-
pe I und IW den -* Kirchenkampf in
det c» angclMchen Kirche audoetc Die
D propagierten die weitgehende »ußc
rc wie innere -* Gk-Khschaliung der
evangelischen Kirche mH dem Nat soz
(«Hl bernahme dc» -• Fuhtcrprinztp»
sowie der lolkvtums- und Rasscnidco-
logie Stilisierung de* •heidltchen- Je-
sus. Ablehnung son Pazifismus und
latcrnaiwnalismusl Nach Auffassung
der D sollten Christentum und
Nat.su/ eine S»nthc*c entgehen, um
dar Kirche aus ihrer dogmatischen Er-
Stauung zu befreien und sie volksmt»-
wmartsch ru erneuern Aus lokal he
grenzten Anfängen um 1s»A«> in Thürin-
gen entstanden konstituierten sich die
D 1932 nut Hille der NSDAP aut
Rcichscbcnc ab »Cilauhcnsbewcgung
D-. Ah nach der -» -Mavhtctercifunt-
dcutlwh wurde daß Hitler über sie »ei
ne kirchcnpilittschen Ziele durchset-
zen wollte, erhielten die D einen Sias
scnzulaul Im Juli 1933 gewannen sie
die s«w» Hitler lAlrovierten allgemei-
nen Kirchern»ahlcn und besetzten nun
wwiitige Schlüsselpositionen in den
meisten Landcskitchcn und det Dt
Evangelischen Kirche Nach einet pro
sokatiscn Rede des Berliner < iauob-
mann» un November 1933. in der die
dt gläubigen und damit häretischen
Tendenzen der D ollengclegt wurden,
brach die Bcwcrung auseinander Die
rutionalkirchlich oncntKrten Kralle
konzentrierten sich in der -Kirchcntx.--
wecung D > Nachfi ilgcoreanisalKin det
•GGitfx-nsbewegung D- die starker
volk sm t*si< mansch ausgcnchtcl bheb.
wurde die -Rcichshewcrung D-. ab
42»
|9> -Luthcrdeufschc- Bereits |93fi
»ersuchten die D erfolglos, über da*
kiKhcnpoiilncbc Bundmsavslctn des
Bundes für Dt Ghnstenlum ihre Platt
form wieder zu verbreitern 1937
schlossen sah die meisten national
kirchlichen Gruppen zur -National
kirchlichen Bewegung D- zusammen,
die jedoch trotz zeitweiser l Inter st ut
zung durch Reiehskirchenminister
Hann» Kerrf keine größere Wirkung
mehr erzielen konnte Einige lande*
kirchen standen bt* 1945 unter
dt.eiirislla.-hct Leitung, aber auch hier
bheb die Durchschlagskraft der D ra
den Gemeinden gering (“• Kirchen
und Religion I Lamm SKolmeat
Larsana
Mc--» k»r fs» flra-.. (Anaot flai A4J
rMr* fr**** Ar». A H«IU a d Sa*
eiot«a 1W>4 J»7
Dt-utsche F rd- und sirfflwerke I Df S1|
-. " " llt-v ll*ll-unl< II« IllIK
IN-utscha Freihertspartri (Dipl 1937m
Part* gegründeter lockerer Zusammen-
schluß »on konservativen. liberalen und
katholischen Emigranten innerhalb
der burrcilicbcn Opposition» (-• Ernt
grationr Trotz fehlender Basis in
Deutschland traten die Mitglieder der
DFp in den Parteiorganen Drufiche
hrnhrttibncfr und Da» wahre lieutuh-
lunJ für die Wiederherstellung bür-
gerlich parlamentarischer Verhältnisse
ein I ü tu 4(1 verlagerte die Di p ihre
latigkcit »on -• Frankreich nach —•
Großbritannien, wo mc ihre Arbeit
Ende l**44i aufgrund mangelnder l’n-
lerslutzung seitens der brit INUitik und
innerer Zerrissenheit cmsicllcn mußte
IfaAartSomwr
Deutsche Front iDFl l ut die im Ja-
nuar 1935 suittmdendc Abstimmung
tm -• Saarland wurde tm Juli 1933
auf Betreiben des -Saarbesollmachlig
421
ten der NSDAP«. Gauleiter Joseph
Bürckcl als Koalition aller bürget
lachen Parteien im Saarland »om Zen-
trum bi* zur NSDAP die DF gegnin
det Die DF »gitterte gegen die antila
schhtrsche Einheitsfront aus — KPD
und -♦ SPD lut dw Rückkehr zum Dl
Reich In der nat soz dominierten Lei
tunt der DF spielten auch katholische
Kritiker eine Rolle Nach der AKum
mung <131.1. tn der sich die Df mit
90J36N. der Stimmen durchsetzte idle
anlitaschrstisctu Einheitsfront. die den
Status quo für das Völkerbund Man
datseebiet pnpagiertc erzielte mir
KJt%> loste sich die DF un Marz 1913
aut U.Jfemtm-
Deutsche Gemeindeordnung Die am
30 I 1933 ctUsscnc D. die das Ptcußr-
sehe Geracindcscrfassungstcsctz »om
Dezember 1933 aMotte »chut erstmab
in Deutschland em einheitliches für
Stadt und Land gellendes K-wnmunal
»etfassungstccht Sie hw.lt («mell am
Beenrf der Selbstscrwahung fest, zet
störte freilich m zentralen Punkten die
«es Prinzip In der (»emcindc wurde das
-* Führerprinzip eingeführt Burger
meister bzw. Oberbürecrmeister wur
den »on «etlicher mstrtutionahsierte»
W illensbildung unabhängig An die
Stelle der Gemeindevertretung traten
ernannte Ratsherren, die kein Bcra
tungs rsler E nttchetdungsgremium
mehr bildeten Eine entscheidende
Rolle spielte der Beauftragte der -•
NSDAP, der die Ralshcrrcn ernannte
und beherrschenden Einfluß aut die
Besetzung der kommunalen Spitzcn-
positioncn ainubte Die SluatsauKicht
wurde wesentlich »erstarkt. Über die
Bestimmungen der D hinaus domi
merte die Partei die Kommunalpolitik
Hmi
Deutsche < »c-cflss haft für Mfcaflkhe
krheite» (OfTat In der Rcchtsform
ll<ul-cA> t-ese-nsduh fur S<hiMflwgsb<Aamniu»z «HF GESCHl
der AG |vki t.m Reich begründe
le zentrale Verwaltungsstelle tut ade
der wctlcschaflcnden Athctislosc-n-
iursoree dienenden Rcichsdarlchcn
Da* Aktienkapital (150 Mw. RM)
befand «ich m det Hand des Reich*,
darüber hinaus dienten weitere oltcnt-
liche Mittel Artx.-itsbc-schallungsp<o-
grammen (-« .Arbeitslosigkeit i. das
Papenprogramm bis Ende- Marz I9U
mit 2o4 Mio RM das -Sotortpro-
grantm- mit 40t Mw RM, da« Rein
hardtprogramm mit 596 Mio RM
Nach Ihufung der Ptofektc wurden
gemeinsam mit der Reichsanstall tur
Arbeitsvermittlung und Aiheüsluscn-
versichcrung Darlehen bewilligt und
durch Wechsel (son betcilnrten I ntel
nehmen auf die Otta gezogenl sor-
liiwnzicrt Das F lecnerschaft war
durch Eiecnkapital und Zmsrück
flussc finanziert das Treuhände»'
schalt tm Rahmen der öffentlichen
Arhettvbesehalluiigspiogrammc er-
rcwhic bis 1*»3o cm Volumen son 1257
Mh> RM Ab 1919 wurden Kredite zur
I msietlung auf Knegspriwluktion
(-• Knegsw irlschah I gew ahrt
w.armar tm
Deutsche t.rsalkihah für Slhwdlmgs
hekampfung (DF <<F m Hi
die Methode der CngezicfcrscinKh-
tung mittels Ga* und kontrollierte ehe
beiden Vertru-bcgescllschaltcn Heerdt
und Lingler GmbH sowie Fesch und
Stabens>w die da* Eiitwcsungsmincl
• Zs klon B ua an das Zentrale Sa
miutsdepot der -» W »tten SS vcrkaul
die Belielenmg der —»Kon-
zenli.itionslaccr vctantwoitluh wai
Diese* Giftgas wurde ab 1941 im KZ -•
Auschwitz und »putci in anderen Kiwi-
zentrationslagern zur Ermordung »on
Menschen verwensJet Die DEGESCM
mH Sitz in Frankfurt M gebürte zu
«e 423% der -• LG Farben und
der Dt Geld- und Silberscheideansialt
DnHwh« Gliahrn.hrwrgi
(DEGUSSA) Die test heften 15% det
Aktien hielt die hntu < h 4«bchmKh
u.
Deuixhe t.laabimbiMigung im Juni
1933 erfolgter Zusammenschluß ver-
xhieJencr n»ht .»1er .inlKhiistlKhct
Jt eUubwvr Gruppcrwiscn unter Jem
Tubsnevr Rclimiw*s«m«cmchafller Ja
kob Wilhelm Hauer nu« ca MM) Orts
pupfx.li und Mulzpunktcn Die D et*
h«4ne sich *<>m Nar «oz scrgehtich die
f rlullwig ihm rcl«gni«cn FuJuungsan-
bkcb tnaz zeitweise er-
heNwhen Fh.^sagamlaautw.uid« munu
eine Randerscheinung 1936 »urdc der
D da» öffentliche Anltrctcn «erboten
und Hauer mutile zurucktrctcn weil
die F orderunt dt.<Uubigcn Ck dank en
gut« pnlitisch nicht mehr opp«<lun
schien Die D bei daraufhin m mnern-
aixJcr kieikurricrcnJc Kleingruppcn
auu-«ander <«rur» »a.M*m
Deutsche Hw«h«*hule für P.Jitik
iDHfPi 1931 m Berlin gegründete
Schule (ui polnische Hirt und Ltwach
eene ab«Mang 1933 iiwn NS Regime
uNrrucenmcn In Jet Weimarer Zeil
wdllc die DHfP da« demokratische B<
uiUsern l< edern Nach dem Austausch
det menten Dozenten «bente die DHIP
noch 1933 s a. det Schalung uulcrct
und mittlerer Funktumarc der -a
NSDAP. 19«) wurde we Teil det Au»-
land»wn*em<hattlichen Fakultät der
Berliner l'nisetMtat Aul loiiutne
Otto Suhrs wurde die DIIIP 1949
»edcrgijrrundel und 1959 der Freien
Vnncrulat ab •Otto-Silhf-liMHM»
eingcehcdert /tu* » r,m
Deutsche Pbtsak Am Ablehnung der
»ne« bläh (Udnehea -dogmalis-bcn
HiSsik- setzten sich die Neiden Fxpen
ru« nlalphssikci und Nsdsclprctsifagcf
Edwine« Stark tihr grgenwarngr An-
us .Irr druruhrn Phwk 1*22) unJ
422
Philipp Lenard l/JeuZuhe Ph»«U. I*3t»
37) lur eine pragmatische dt P ein. in
der uwiobl au» mathematischem In
»crrruigen und Selbst Überschätzung »le
aus amticvsisc-m -* AnüscmiluntU» der
beiden Xukren Forschungsergebnisse
ludnchcr Fachkolkgcn. «4- Einsteins
Relau« itatsthccnc. ab falsch abgelchnt
wurden Vom Nat «or wurde die dl P
zum pt.5x1eunJ1Mrx.bcn Kampfbegnff
lur -arteigene- rwhiigc Nuursmcn
«chatt rm Gegensatz zur -« erlogenen*
jüdischen aingcweilcl rr<**»ww« sm
Deutsche Reichsbahn IDR) Am 10237
wurde die Mn Besatz des Dt Reiches
bisher weitgehend selbständige Dl.
ReichsKahogescIhchatt in unmittelbare
Rcichssciwaltuag ubetmenmen. ihre
Dienststellen wurden m Rcichsbehor-
den umrcwanJeli Dem RcKhsicl-
kchrsmintsier Julius Dorpnutllcr der
bereits I92r» («cneraklirckl.ir der DR
eeworöen wai unterstellt fungierte
Jk DR ab tntHa I ntctnehaien der
dt -»Wirtschaft Ende 1939 arbeiteten
971 ns. Menschen hei der DR. ihr
Streckennetz umlabte ca K2*t> km
das«« gut 3tll* km elektrifiziert tn
unzusxrnmenhaneenden Tcilnetzen in
Suddeutschland. — Österreich Mittel
deutschiand und Schlesien Bei den
militärischen Iransgswtcn wahrend des
Krieges «parllc Jk DR eme Zentrale
Rolle, ebenso hri der -• -1 ndJosung-
Ah 1941 Iramfwrticnc sic über 3 Mio
Menschen m die -» Scrmchtuntslater
Zu einet per»hlliehen Ahndung nach
Kriegsende kam e» nacht kaw los».
Deals« h« Rcich-bank Zcniralmdcn-
bank des Dl RcKhes (11(75 l«*45)
Die D war eine oCtenilich-rcchthcbe
Körperschaft und wurde durch da»
Bankgesetz «on 1924 ein «on der
RechsrcgienMsg unabhängiges Imlitul
Die D übernahm «he Ausführung der
Rank geschähe der Rewhsserwaitung
423
und halte da» Notenausgabercsill Ihr
Präsident wurde sc«u Gcncralrai. dem
weben ausLindtschc Mitglieder agebor
len bei Zustimmung des Reichspra
«identen aul »sei Jahre gewählt Mn
Gesetz som 102.1937 wurde die D »oR
dem Einfluß des Reche« unterstellt
Der -Führer- ernannte den Reichs
bankprawdenu-n und Jk Milgticiier
Je« Direktorium«, der Generafrat wur-
de abgcschallt Dse Kntik «les Präsi-
denten der D Hjalmar Schacht an
der Rustungsfin.inzK’runrspolibk der
RewnsregKrung führte im Januar 1939
zu seiner Entlassung Die Kiotr.iHc
uN-r die Geld Kredit und Kapital
markttraccn wurde Kim Rcicttswirl
Schafts- und Reschsfnunznunstcnum
zentralisiert und unlct < JberaulMcht
«Je» -Führers- gestellt Die D wurde
zur Voikmgsbcborde un Sanne einer
-Hauptkasse* Jer Rcschwegierung oh-
ne /eghehe Autonomie w.««a< Hom«w
Dentsebe »pcinhilf« «. Deutscher
Reschshund fhr I esbrsadwingsw
Deutsche Tnraerschnft v Deutscher
RcKhsbund für Leihe>ubui»ten
Deutsche Smochcanstnh für f mab-
niug und Ser pfleg“» g s. SS-W wtschaft-s-
Deutsche SrUkskuude Die ent Ende
«Jes IM Jh sich hcrausbddcrisJc W rssen-
schaftsdrszt|Mm wurde un NaLsoi zu
einer wichugcn -ideohsgtschen Ver
nnttlunesagentur- Einige Irtwxk
hingsteruJenzen «ler D im 19 Jh mlui-
«Jeten in leite der ul sv — lk.*w
Da» trifft «chon für dw Romantik und
ihr Interesse am germanischen Mrtho«
zu. «Jessen Bruchstücke sie in Ued.
Sage Märchen und Brauch zu finden
holflc Märkct noch aul die xwgmnsche
<w-w-Jhehaflslehre- Wilhelm Hcmrwh
Riehb. Jer ihe D zur Mlmnn) onen
Dewtsehe «MI.«-rfT
fierten Bauernkunde gerinnen hei) dH-
Summ Sprache Sitte urwl Siedlung un
tersuchen sollte Obwohl steh gegen
Ende «Jes 19 Jh auch emc umdcofogi
«ehe Sachs«MkUumJe cntwickclic «he
nicht nalniaalistKch .nennen war. heB
die wicdcraulgemunmcnc Suche nach
der • Volkscek* kernen Zweifel auf
ktvnmen. dati die \«4k«künde besten»
dafür geeignet war Propagandamalc-
nai Iw den nal mm Herrwdiaft»an-
«pruct» die aegrcsMvc EapattMonspoli
tik und da« dt Herrenmenscbcnlum zu
lictem Darur erhielt «he D mtemnste
l nlerstutzung «<wn NS-Regune.wa»ei-
nenert» zur ImzMutxmaluienmg des
Fache» <».« zwei Pi-4csauren 1933 hm
zu Fachsertrerungen an fast allen I ni-
»ersnaten Deutsch Und« 1*4*451 und
andererseits za «einer Insirumcniahwe-
rung tuhnc I nmiSxründldi -vol
koche- Arbeiten wie Ono H*akrs
<ie»»»wrMM he k.wri«wu< mh «kuiuhen
BruMihrMm (1937» oder Oskar «on
Zaborsks Wahbuttens ( rsaamrhr in
dnmehrr J nfkUiMM l |9«ri) regten die
Choreographie von NS-Fciern wie
«Jem Ernicfcsl auf dem Budehrrt 1 -»
Rcichsbauemtagl an und führten zur
hpuünuemni' son Ssntbolcn wie
der Man-Rune al« -uralte StnnbikJer«
letwa ab Embleme auf den SporUer-
irikiH.« son NS Sperticrcinigunecn)
Der 1927 gegründete gro&angekgle
»Atlas der deutschen \<4K«kun«k-
«cdltc eine E ihr» «-Geographie Deutsch
Lands werden, ui «Jcr Sprache. Sach
und Biaachkuitur in ihren regional
«erschuMenen Ausprägungen Zu do-
kumentieren waren Inter st sitzt son
Jen Ereebmssca Jcr dt Sptachinsellor
«ehuwe konnten auch einzelne Tcüge-
btete des Atlas-Ptoprktes hu die lem-
t.iriale Expansionspolitik des Regi-
mes mstr umentalmert werden. Matthes
Ziegkr. »cM 1937 ab ReKh«amt«Lerter
un -• Amt Roscntsrrg kerbrnduog»
mann zwischen Alfred Rotenberg und
IH-Bt-chr
Hcmnch Hiomücr. hatte »chon WM
da» Priyr^nim einer Xofkskunde aal
ramnetK-r Grundlage ausgegeben der
auch der Parlctfunkt Katar and Vak»
kontier Fugen Fehrk anhing lOw
l «ifkskuraJr an wrwrn PmuhlunJ
WS3».
Seit HJt wurden rahtreichc Vertun-
dc nut »UkAundladien Abteilungen
eepundel l B die Abteilung Volk»
künde der RcKhsgemeinschatt für dt
\iA4'«Khunt unici der I cuunc ><m
AdoN Spanier die ton Rosenberg
geleitete Atbeiisgcmcimchan lur dt
X otk»kundc. dn Forschung» und Lehr
gemcmschall -• Ahnenertv e.V nut
emer tolkAunJLietxn l nierabtcüung.
der Verband dt Vereine für Xolk>kun
de und der Bund lur dt Volkskunde in
dessen Beirat Wilheim Peßlcr saß. der
W35 das Enchetnen des dreibändigen
Werkes tfeut^hr I '•Ik.iAunde mit den
Worten konuncnliertc: «Möge es wi-
eher Gestatt der Dt X'oikskuade eelm
gen. alle» Xoiksgcnwcn das Wesen
der Dcutschhcit zu cndiheßcn - Be
reits IMU waren rand Itainu» X «-reine
n Rcichsbund lui Xolkstum und Hei-
mat aufgegangen XolkUundkr meist
burgcrtKb-nalionalci tiesinnung wa-
ren es. die die Phrasen der -a Propa
ganda tm Sinne .les Nat coz mn qua
siarwcnxKiltlsehs-m ecrnianophilcm
Inhalt lullen Aufgabe der D «ar es
nun Bichl mehr, regionale Hwsrhungen
«tssenschafllich wcitcrzubctrcifKn
«indem es gmg darum ubcrregnmal
Formen und Argument attorrsgrund-
lagcn für eine dt • X'o&.stumspflegc*
ra liefern die breite Bet •»Ikcrungsteiie
an«ptcshcn und tm Sinne der — X.«lk»-
gemcinechafl wirken uültc Die» ge-
schah in der Mkloristisctien Inszenie-
rung nationaler Festtage urwl m der
Xertsndung son («ermanenturn und
< regenwartskuitur (-* liermantsie
rungi Dk Beueiuns des -Fehlen- war
tk-Khzusetzcn mit Jem -Ikwtwhcn*
434 C<
•Gcrmannchcn- -Nradnchen*. und
der Bauer «urde zum -Fundament der
gesamten Nation* stiirsKrt I -• Bauern
rum) Nur wenigen X ofksk undlern
gelang cs weh diese n I niwMJungcn
bewußt zu entziehe« Zu nennen wäre
der nut Schreib»ertse helegte W >11
tnch Peuckcrt der batemche X.äs-
bctffurschcr Kun Huber der weeen
«einer Zusammenarbeit nut der —»
Weiße» Rose hrngenebtet wurde und
der SozuddcrmAral Adolf Res-hwetn.
der tur seinen — Widerstand un Rah-
men de» -o 2n Juli 1*44 umgebracht
wurde Dk Mehrheit der X olkskundlcr
»ersuchte sich aut unscheinbare Fig-
»chungcaspcktc zunackzuzrebcn «der
sich nut der Macht ru arrangieren Im
(«Lauben an einen -wissensciialtlKbcn
Rassismus- hatte sich die D lern
»<m »svnshjniKher llrthdik und
Quellenkritik dem Xhtteo» »om Ur*
»prang und einer daraus resultierenden
ahtslomchen Denkweise »erpfhehtet.
die nis.ii uher 1*4» hinaus wirkte (—♦
Wissenschaft) IZuKarU ZL»N
ZwrsMM*
EnwKnc* WoMgaag < 1 wa/ira .Ar rawm
tk^tgn fiaww «aM AmU da» I-Uia r» a—g
OB Oram «nuk lahme» IV»
Gen» Heur <H» i l«AUaam onZ AuukU
--ranhmw ArBvuk «w/ rtilno»» owr* fa
m-r Mcw-m iw
Ikrabchc Xwlkslastc In «einet Eigcn-
schatl ab -» Rcichskommissar für die
Festigung deutschen XtdkMum» (RKFl
hatte- Himmler mich sue Kncinaus
beuch Kompvtervcn aul sach »cremen
ktumea «Jk btshcr leih von ande-
ren -• SS Hauptämtern I Sacsllungs-.
I msacdlungspolnik I leib »om Reachv
Innenminister rum (Slaalsangchong-
kcMsfragcn) wahrgenommen »»eden
waren Nash dem — Hdenicldzutr »ar
den -» X olksdeutschen au» den ehe-
mals dt Gebieten - IMcil» lOsMFbsr
schiessen hxn Westgreußen) aber
auch aus den nun m da« RctchsgebK-t
cmeeglicüetlcn Teilen der r*»ln Wo
iwosbchaftcn Lodz KkIccl Krakau.
Warschau und dem Suwalkt (iebtet
durch eme sorlautigc Regelung des
RcKbsinncnnunislenum» m<t Wirkung
»om 3h.l<l IMJmJk dl Staatsangehörig-
keit zugcspriw.hcn worden Sae mußten
ab poln Staatsangehörige dt Xolkszu
gehongkeit spätestens nach der Zer
«chlagune Jo p»4n Staates staatenk>»
geworden »ein und inzwischen tn Jen
emgeghetieru-n Ostgetuden (-• Lin
geghnierte (ictitetc) oder m anderen
teilen do dt Slaatsscb»cics leben
Himmler al> RKf ersetzte Jk alle
Rcitelune durch ihr *Xcrordnun« über
«he Dt \<4k«lisic und Jk Ji Staaltan
gchorigkeif in den eingeghcdcrten (M
gebieten- »om 43.1M4I. Jk einerseits
dem Gcsichtspunkl Rechnung true
daß kein wertsollcs dt Xothslum »er
toecn gehen anderseits Jk m den cm
eeglKdcrten < KlgcbKtcn gehandhabte
rassiuoehc fX-fitik der -• GcnnanisK
rang nicht »erwassert werden durfte
Dk neue X croeJnung machte den aul«»
manschen Erwerb der dt. Staatsangc-
bmigkcit für alle ehemaligen poln
Staatsangehörigen dt Xoikszugcbone
keil »on der Aufnahme in eine der
folgenden Gruppen abhangw Gruppe
I umfaßte X'olksdeulscfK crnwhlictilrcb
ihrer Angehörigen, dm «ach »or Kncgs
ambruch aklt» ram Deutschtum be
kannt hatten und damit auch tur die
Aufnahme in «be -• NSDAP geeignet
erseh kiko. Gruppe 2 betraf solche
Perwmcn du ihr Deutschtum bw zum
Ainbruch des Kriege» tKwahrt halten
ohne »Kh aktn dafür eingesetzt Zu
haben, ihr tn die Gruppen 1 und 2 «uf
temmnetkn Pcr»«>nc-n crhKhcn Jk
dt Staatsburgcrschatt bereits durch ihc
ISltxK »oWsgurKi
Einstufung m <>ruppc 3 wurden X.Jks
«Kutsche eingetragen dK Brrctiintin
ram fXtlcnium ««gegangen «aren.
aber Jk SdrauMctzungen Kncn. wte-
«ler zum Ikutstilun zuruukzufindcn.
ferner mchtdi Ehepartner, wenn tn der
Ehe da» dt Element uberw«v. »owk-
Per»«wKn nut »la« ruhet Mutkrspta
ehe. aber Hulnußiger unJ kullurclkr
Hinneigung zum Dcubchtum du in
Jk»c (truppe cingcst ul len Personen
crhKhcn <be Jt Staalsaneehonghcrt
ent nach emer rannchcn l bcrprtMung
und .tut Widerrat m Gruppe- 4 konnten
«ach aut Wunsch soMk Xtfksdeubche
.KtliK-hmcn lassen Jk wn |X4enl«im
aafgeeangen waren and sich «lcutK.ii
lemdhib betätigt hatten ue harten
nur tbc XloghchkeU die dt Staatsan-
gehörigkeit aber cm normales t inbur-
gerungsvertahren zu erhalten In «len
emgetlicdericn (JstecbKlcn w.ihnbat
te Personen ihc ihr dl Staatsange-
hörigkeit mehl ciwarbcrL wurden ab
7JL1A41 Schutzangchürtgc des Dt Rei
she» Rascnch and crbbn-fogtsch bela-
stete Xofksdcidsche t -• Erbgciamdheit
-» Abstammungsaiachwets) besaßen
keine Chance, an ihc D aufgcrwwnme-n
zu werden Juden und Zigeuner k-mn
len weder m Jk D aulgcmannKn «wii
SchulzangcbiXMC de« Reiches »erden
Xotkssfcutschc aus «Km -» General
eousernement fw-len mehl unter die
BeMimniunnen der D Nach 1*45 «ar
«he Eintragung m dv D für manchen
AusskJIci aus den genannten Gcfwctcn
«he einzige Möglichkeit. seine Dcuisch
«tammiykeit zu belegen n««z
l
Wctc« Nam JkMkteM
«Art IrwMfr UmH^Ur
Deutsche Xwlkspmlei il>X P) In der un
Dv-zcmbci WH unter Führung sim
Gmtas Strcsc-nunn gegrandrten DX P
KhhHaen »Kh der rechte Flügel der
l>rn<»Hir VV irlsciiafldwlrieb«-
rcchtvlibetalcn Natainallibetalcn Pur
te) mit einigen Mitgliedern der links
liberalen Fortschrittlichen Volksparlci
zusammen Die DVP beteiligte »ich
trotz grundsätzlicher Vorbehalte gegen
die Weimarer Republik und ihre Ver-
täuung an vcrselucdcncn Koalitheisrc
fienmgen Mitglieder der von der
Großindustrie lange Zeil (üsotlMcttct
Partei waren u a die I hlernehmcr
Hugo Stinnes und Albert Vogler Letz
lerct wandle »xh gegen Ende der Wei
marcr Republik wie viele Mtlgl»eder
Anhänger und Wählet der DVP der
-» NSDAP zu Vach ihrer Zustimmung
zum -* Ermächtigungsgesetz loste sich
die DVP am AI.6 1933 aut In ihrem
Schcrtem dokumentiert sich der Nie
dergang des Liberalismus sowie das
Versagen weilet Teile des Butgcrium«
m der Fndphase der ersten dl Demo
kralle. ßrrwwwif rs*w»
Deutsche W ihm haftdi«Iriebe
w SS-VVirtschahsunlrrncliiiirn
DtmImIh- WiKb«'<r»<hau kurzer filmt
«eher Nachrichtenubcrblick (15 >
Mm in der NS Zeit z T 40 Mm l Seil
1910 ah Medium kultureller, politi-
«chcr und sportlicher Inlormalionsscr
mitthing eingesetzt wurde die D regel
mäßig in last allen Kinos soi dem
Hauptfilm gezeigt und nahm m der NS
Zeil zunehmend den < harakter eines
Masscnindoktrinalionsmitlcls an Die
I) wollte die innen und außcnpohti
scheu Aktivitäten des Regimes recht
fertigen und wurde spater aul reine
Knegsbenchtcrstattung reduziert (-»
Propaganda. — KrxcsbetKht« rstatlcr)
Bis Knceumtang gab es mehrere
eigenständige Produzenten lür die
Programme »ier D Cmchbch und
«einen Mitarbvitern gelang cs durch
die f-inrxhlung eines Wochenschau
referats und die am 21.11 19411 gegrün-
1 ’ h« nsh.iu GmbH
42»
aus der I) eine einheitliche. schlagkrat
tige Propagandawatfc mit vermeintlich
dokumentarischer Ausrichtung zu ma-
chen die schließlich kaum noch rour-
nahstnehe Kompetenz erkennen ließ.
Durch das -Wixhcnschaugesctz- vom
30 4.1936 wurden Vertrieb und < opv-
nghl einheitlich geregelt Auumt tNrrrf
Deulvchcr < Inh «> Hvrrenrtab
Deutscher Gruß Nach den parteiamt-
lichen Bestimmungen erfolgte der D.
auch HitlerGiuß oder Heil-Gruß,
durch Erheben des rechten Armes, bei
Begrüßung »on Personen mit dem Zu-
ruf -Heil Hitler-. gcEcnatw-r Hitler mit
dem Ausrut -Heil, mein Führer» I -»
Führer» Das Publikum von Partcifei-
ern halte Ki det abschließenden Fuh
rerehrung aut da« -Sieg» des leitenden
Führers möglich»! laut -Heil» zu brül-
len Wahrend des Absingen» der dl.
Nationalhymne und derjenigen be-
freundeter und verbündeter Staaten,
dc* -» Horst Wessel Liede* und des
Liede» -Ich halt' einen Kameraden»,
»oi Fahnen der -» NSDAP und ihrer
-• (ihs-derangen. der • Wehrmacht.
— IVn/el -* Waffen-SS und des -»
RcxhsarbcitsdK'nstcv vor Wcihestat-
Icn der -Bewegung» IzB Feldherm-
halk — llrik-rputsshi war der D ohne
Zuruf zu vollziehen. Im Bchördcn-
«chrittvcrkehr waren Schriftstücke mH
del Schlußformel -Mil «h Gruß Hell
Hitler- oder nut mit »Heil Hitler- zu
»ersehen < fbwohl »Ier D nie durch eme
rcchtssctbindllchc slaathche Vieschrtft
emgcluhrt wurden war. galt seine Un
lerlassting ab Zeichen animal soz Ge-
sinnung und konnte geahndet werden
Der D war etwa zeitgleich mit dem
Fühicrbcgrift und trotz parteiinterner
Opposition als Ritual der gcrmanrsch-
dt Vergangenheit (Komgswahl) um
Kb IR Heß» hei der NSDAP em
geführt worden Mil »Jet -♦ -Mächler-
427
grctfung- wurde er zum allgemeinen
Brauch un offcntlxhen zivilen leben
Nach dem Attentat »om -• 2<>. Juh l‘U4
entsprach Hiller der Bitte der Oberhe
fchlshaher der drei Wehrmachtleilc
und führte den D anstelle der militäri-
schen Ehrenbezeugung am 24.“.1944
auch bet der Wehrmacht ein
//munn WrsF
Deutscher Junslentag s. National-
»<>/iahstr*<her Rts hlovahrvrbund
Deut ««her Kamplbuiul s. Hillerpalsch
Deutscher RcicKdiund Für I cibcs-
ubungeii (DRI I 1934 an die Stelle
dc» 19»i mrifeeMMen Dl Reichvaus-
schus'cs für Leibesübungen getreten
der Dachorganisation der bürgerli-
chen Turn- und Sportverbände Diese
wurden im DRI zwangsweise unter
der zentralen leitung durch den
-» Rcichs»portführcr zusammciircfußL
Mitglieder der zervchlaeencn Arbeiter
»portverbande fanden nur bedingt
Aufnahme im DRI . — Juden waren
ausgeschlossen <—» Sport).
W-ßrrrf / mw Knmt*-*
Deutscher Ni«-<1l<t(uiii<l 1927 ah Gc-
samt» er band für Kleinsiedlung und
Famdienheim c V gegründet sollte der
D «ier Spitzenserband zur Forderung
und Erhaltung von Kleinsiedlungen
und Famihenheimen sein Dk- Nat soz
hielten steh diese Gründung zugute
und datierten sie später auf da» Jahr
1934 Der D war un -• Drillen Reich
die einzige staatlich und parteiamtlich
anerkannte Organisation der Klein
und EJgcnheimsiedler Lt. Erfaß des -w
Reichsarheitsmmisicrs vom 19 111936
war er tm Auftrag de* Reichshcrmsiat-
tenamte» der -» NSDAP und der -»
DAF fUr die wirtschaftliche Beratung
und Schulung tim nat.soz Sinnei aller
dt Heimstätten- und Figenhetrnsx-dlcr
IleulMkt» VabtnhlialHirn
vcr.iniwonlK'h Orgamcätorwch glic
vierte »ich der D in 32 —♦ Gaugruppen
und weitet in Kreisgruppen und S»ed-
lergemeintchafUn. 1936 zählte der D
I MHltt Mitglieder
Deutscher Volks» ertag Dt. Ernst
B-H-ppIr ». J.F. I ehmann» Vertag
Deutschrs fraaeawvrk «. NS-Frnuen-
«duft
Deutsches Jungvolk iDJl *. Hitler-
lugend
Deutsche» Nathrichlcniiurii tDNB)
Am 5 12 1933 au» der Fusion der bei-
den grüßten dt N.ichrKhlcnburuv dem
—» Wolffschcn Telegraphischen Büro
(WTB) und der Tclcgraphen-Unioti
entstandene Zentralagentur im NS
Staat. Nach außen ab pnvatwirt
«chaftlrchc-s l nternehmen »uftretend
(GnibH). war «las D von Beginn an
im Reichshesitz und der Abt |\ des
-» Rctchsrnmistcnum» für Sofksauf-
klärung und Propaganda der Presse-
stelle der Rciehsrcgicrunc. unterstellt.
Die Vorstandsmitglieder Jes D wurden
direkt von Propngandamrnister Goeb-
bels berufen Die D-Zentrale in Berlin
und zahlreiche Nebenstellen tm In und
Ausland gaben den allgemeinen -IMIi
tischen Dienst- sowie »erschicdene
wirtschaftliche Sport- Bilder- und
Matcmdiende heraus. Ein Großteil
der Meldungen Hm Kru-g bi» zu ß2%)
wurde nicht an ehe Presse, sondern in
grhcimen -Nauen, roten und weißen
Diensten- (nach der Farbe de* Papiers)
an ausgewahllc Pcrsoneiikrcisc tn Staat
und Panei weitergeecben Vorstands
vorsitzende waren Otto Meter (bi*
1939) und Gustav Albrecht Die letzte
funktKHiKrcmk Zweigstelle des D. in
Hamburg »leihe am 2A.1945 ihre
Tätigkeit ein ««/»Ma Hnirr
Dcut<xbcs Reich
Deutwhe« Reich «. Grrrfideutschland
Deutsches RMe* Kreuz 1021 al« Zu
«ammenvchluB aller «eil Ihn’ gebilde-
ten Rcgumal und lunktiomscrcini
eunccn dec Roten Kreuz» - entstanden
I in Gesetz «um 9 12.193? beseitigte
die Eigenständigkeit von rd '«mm) Ör
ganisatHmcn und «teilte da« D nut
mehr ab 15 Mn Mitgliedern unter die
Aufsicht de« RdchvinncnminiMcnums
Die I mgcvialtung dr« 1) tuhne dazu
daß die Zivile Wohlfahrtspflege an Be-
deutung verlor und die militärischen
Verpflichtungen Zunahmen Ab Kriegs-
beginn standen der Sanitätsdienst bei
der Wehrmacht und der Gas- und Luft
schütz un Mittelpunkt der Aufgaben
des D ZfoMr .iiowirr
Deutsches Sk-d tun g« werk Ausgehend
von der Auffassung, daß die negativen
Folgen der Verstädterung zu -geuhr
liehen Kraiikhcitscrschcinungcn un
Volkskörpcr- fuhren sollte da« D alle
Bestrebungen zur Schaffung einer bo-
denständigen. sozial- und bcvolkc-
rungspolitivch gesunden Lebern- und
Wohnstruktur zusammentasscn In die
sem Sinne sollten der ländliche Woh
nungsbau und die plan madige l in»>ed
lung stadtr-chcr Menschen aus Miets-
kasernen in bodenständige Wohntor
men gefordert werden 1934 faßte der
Sicdlungshcauftraglc ini Stab dc« -*
Stellvertreters des Führer«. Hcnnci die
Richtlinien lut das D tn det Schrill
Das, Deutuhe Siedhingsnerk zusam
men in der er »eine grundsätzliche
1 mordnung der WirtschaftsMruktur
dc« dl Volkes- forderte Grundlage
müsse eine -Umwandlung- im Ik-nken
sein So habe eine Erziehung zum
ländlichem 1 cbcnsvtil einzusetzvn-. wie
sk- schon vom -» RAD und dem -»
Land*ahr betrieben werde Da die Ver-
wirklichung des Anspruchs aut An
Siedlung in bäuerlichen Mellen wegen
a»
Raumnot- nut sehr begrenzt war.
Hieb das D. zur Erreichung seines Ziels
aut die Erweiterung de» -» leben»-
raurns angewiesen Wo/rrum irirg
Dcuischcs Ium- und Sportfest Das D.
sollte eigentlich zur ständigen Einneb-
lung im NS Regime werden, (and «her
nur Ende Juli 19’m in Breslau statt.
Das größte Sportereignis im NS-Staat
versammelte 25OHM» Sportler und stand
in der Tradition der Dt lurnteMe und
dci Dt. Kampfspcclc. In Übet 6t) Veran-
staltungen war die vUkischnalionali-
sttsche Ausrichtung, insbesondere im
Irak Id der « Sudclcnkrisc. deutlich
spürbar In einem -groBen Bekenntnis
des AuUandsdcutschiums zum Dritten
Reich (Hitler * sollte das Anliegen
der »udetendt —• -HciminvReich--
Bcwegung un grenznahen Breslau pro-
pagandistisch hervorgehotwn werden,
weshalb auch XotMl «udetendt Sport-
ler an «lern Fest tcilnafimen < -• Sport).
t JS>
Deutsche» V.dksMilungswrrk 1933 ev
gründete Institution die der innerhalb
det -» DAF am 27.11 19’3 entstan-
denen Frcizvitocgantsaliun —• -Kraft
durch Freude- angeglwdcrl war Das
D umlaßle alle Erwachsenen- und
VofludwldunfMlMtcii w.u dem Schu-
lungsamt der -» NSDAP unterstellt
und befaßte »ich mit der Vermittlung
der nat m<z —♦ Ideologie und Kultur
sowie bet ul Ik her Bildung und Körper-
crtüchtigung (-• Sport) Zu diesem
Zweck wurden 1 ortbildungskursc. Vor-
trage sowie Feiern u.a veranstaltet
HiÄ ZltrÄm
Deutsch.Japanische (>es«-lls«llaft
Deins«hglauiug s. Deutsche Glaubens-
Bewegung (wju Klrihcn und Refcgioa*
429
Deutschkunde Aul Forderungen de»
Gcrmamstcnvcrbandc» der 20er Jahre
basierende Erweiterung de» Deutsch
unterricht» aller Stufen und Gattungen
dt. Schulen Neben dem Sprach- und
Lilcraturuntcrrichl sollte sich das
lieh Deutsch auf die Gesamtheit kul
turcller Äußerungen dl Geschichte
und -deutschen Volkstums- erstrecken
und Heimat- und V olkskunde. Gcogra
phie Geschichte. Vorgeschichte und
-• Ravscnkundc cinbc’ZKhen D hatte
m nat.suz Bildungssvstem ab zen-
trale» Kcrnlach im Schulunterricht die
Funktion der Starkune dl.-völkischen
Bewulttvc-ins und germanischer Raes«
Ideologie (—» Jugend -» Dt Volks-
kunde I W-ctam Rnrr
Deutschland erwache! ku» einem Gc
dicht (•Sturmiied« f des anttsemiti-
«chen völkischen Publizisten Dietrich
Eckart (er wat Mentor und Förderer
Hitlers und erster Schriftleiter dc» -
l Ölkuchen He, ‘hach/rni entnommener
Streitruf der -r NSDAP in der —
•Kampfzeit« der -Bcwcgun«- Die Pa-
role wurde seit 1923 ah Inschrift det
Standarten der -• S A verwendet
Deutschlandlied Offluclll Nanonal-
hymne dc» Dt Reiche» bi» 1945 Der
lest wurde von Hottmann von Fallers-
leben 1*41 verlaßt, bei der Melodie
handelt es sich um die 1"^7 »on Joseph
Haydn komponierte österr Kaiser
hymne Vom Ausland wurde das Ijed
wegen seiner I Strophe I-Deutsch-
land Deutschland Uber alles...- und
von der Maa» bi» an die Meme l •) «h
Zeichen eines übersteigerten Natio-
nalismus angesehen Die Allncrten ver-
boten <kn fest IMS Mi 1952 tangiert
die 3. Strophe des Liedes < • Einigkeit
und Recht und Freiheit -linder Bun
desrepublik Deutschland als National-
hymne *•<«> /«'»«'’•
l»rat«<hn<t><>nah-r HudiBwgsgehiHew-Vertaud
Deutschland» F raenerang Seit 1.4 1917
im —• J.F. Lehmanns Verlag (Mün-
chen) erscheinende luilfonalistisch-ras-
«iwtsche M,<nuuschnft für das deutsche
lo/A. die als wichtigstes rechtsgerich-
tetes Organ im Vorfeld des Nat uv
großen Einfluß im gebildeten Bürger-
tum hatte II../re—« «wo
Drulwhlandsewder K Rundfunk
Deutschnaliunaie Vulkspartci (DNV P)
Bi» zur Rcictevtagswahl im Herbst
1930 war die DNVP die stärkste
Rechtspartei dci Weimarer Republik.
I91H gegründet, vereinte w komer-
vative und nationalistische Grupfwn.
ihc im Kaiserreich wurzelten und de-
ren Repräsentanten zur Fuhrungs-
clnc gezahlt hatten Großagrancr.
Offiziere, Mimstenalbeamte frotz Ab-
lehnung der Demokratie beteiligte »ich
die DNVP ab 1925 an Rcichsrcgicrun-
gen Vlil det Wahl Alfred Hugcnbcrg»
zum Parteichcf setzte sich 192S der
radtkal-alkJt Flügel durch, was Partei-
abspaitungen nach »ich zog Hugcnberg
suchte das Bündnis nut der -* NSDAP,
cme Politik, die 1931 zur Bildung der
— Harzburger Front und am 3O.LI933
zur DNVP-Bctciliirung .im Hitler-
Kabinett führte Am 276.1933 trat
Hugcnberg uul Druck der NSDAP al»
Wirtschafts- und Emiihrungvmmister
zuruck Unmittelbar danach hwte »ich
die DNVP selbst auf
/Mdna« Katihath Iawwausa»"»
Drutsshnatuinaler HandlungsgchUfeii-
’erbaod tDHV ) 1893 als Slandes-
organicituwi der HandlungsgchiMen
gegründet, setzte sich der DHV für so-
zialpolitische Verbesserungen wie den
arbeitsfreien Sonntag, cm. Mitisch
wollte er den Zulauf der Handlung»
gchilfen zur SPD stoppen Juden und
Frauen wurden »om DHV nicht aufge-
nommen 1918 schloß er sich mit den
Deuiwh-jMintschet Nutaanenllspakl
< htislhcben Gewerkschallen rum Dt
(iewerkschattsNind zusammen DHV-
Xcttictcr gab c» untet den Parlamcn
lariern »lür bürperhehea Parteien die
meisten ho der — DNX P Nächstem
DHXGcw.ha(lstuhrtr Walter l-amhach
1929 »om soziatre.iktionaren Hueen
betg-F llrpcl aus der DNX’P gedrängt
worden war wandten sich siele DHX
Mitglieder det — NsDAP zu Mit rund
410110 Miteltedcrn «ar det DHV 1931
die führende Angestelltengewerkschaft
in Deutschland 1933 wurde er in die
— Dt Atbcitsfronl cingcglicsk-rt
Hfutruii tmi wi r
Deutsch-polnischer NiihiangrifTspaki
Am 26.1 HM unter zeichne len Reichs
außcnministct Konstantin Frhr s. Neu
raih und Hilcrn (Mschaftcr lipski m
Berlin einen X ertrag in dem unter Be-
rulune auf den Kncoactitungspakl
(27X>928> erklärt wurde Slmtfragen
zwischen beiden I andern -unter kei-
nen Umstanden- durch Mittel der Gc
w all leisen m wollen sondern sae durch
zweiseitige Verhandlungen zu Beheben
Diese -Friedensgarantie'-werde beiden
Regierungen bedien für nicht berech-
nete -Piobteme politischer, wirtschaft
lieber und kultureller Art I osungen
zu finden- und ent gurnachharbche»
Verhältnis begründen Der D echortc
zur Strategie der Regierung Hitler sich
gegenüber allen Nachbarn zunächst als
tnedfcrtic an »zu geben und so das frz
Bundntsssstem in F uropa zu keiem
Du. dt —» Ptopaganda rühmte, damit
sei cm Schntt getan den die Kabtnctte
der Weimarer Republik me getan
haften kdoch enthielt Jet D keinen
Verzicht auf Gelwetcanspniche Dem
Abschluß folgten demonstrative (te-
sten. die gute Bcziehunecn anzcigcn
wdllc-n (u a offizwllc und halhoftinelle
Besuche von Gonng. GoeHveh u a
Rcgiciunesmitciicdctn in IX4en) Das
Zusammenwirken heukt Staaten er
43»
reichte 1939 einen H.vbrpunkt bet der
Zerschlagung der Rest. Tschcchci t —
Ischcchoskmakeil. an der sich die Re
gw-runv in Warschau mH erringt ugigcr
Beule beteiligen ließ Darauf futeic
priwnpt eine nach außen zunMhst ge-
tarnte dt Kursänderung gegenüber
Polen Zwar sprach Hitler noch am
30.1.1939 sew dem Reichstag von der
dt pofn Freundschaft Dich ah Polen
dis Unterwerfung unter dem dt.
Fuhrungsanspruch trotz dc* Angebot*
einet Beteiligung bei einem gemem-
saroen Utwrfall auf die Sowjetmnon
ablchnte und och -• < rr. «ßbntannien
und — Frankreich angesichts des
F.cpanoonistnus der dt Machthaber
auf die Seile des osteuropäischen Staa-
tes stellten (Gazantie-Eiklaninc som
31 3 I9W), nahm Hilter die* zum An-
laß. am 2X4 1939 wr dem Reichstag
mit dem -• dt brit I lottsnabkommcn
auch den D autzukundigen (—• Außen-
politik —Well kneg 1939-19451
Ami Anwte
Dcutsch-sowjetiwhet Ni<htangriffspakt
Am 23X1919 unterzeichneten in
Moskau die Außenminister des Dt
Reiches und de: l JSSR Joachim v
Ribbentrop und W jatschs-slaw Moks-
low. in Anwesenheit Malin* den D Aut
dessen Abschluß hatte Hitler wegen
des für den 26X fixierten Kncgsbe-
giims gegen — h<lcn gedrängt Unter
Beruf unc auf den am 24 4.1926 ec-
scNossenen Neutra litais-lBerliner )Vvr-
trag vereinbarten die Partner sich ge-
geneinander jeglicher Gew all tu ent-
hatten t Art h und im Falle eine*
Krieges eines der beiden Xertrag-
schbettenden gegen einen dritten Staat
diesen nicht zu unterstützen (Art II)
Darüber hinaus wurde eine allgemeine
K-msultationsabuchl fixiert (.Art. 111)
und versichert, daß kerne Seile sich an
einer gegen die andere gcnchlelen
Machtegruppu-rung beledigen werde
431
(Art IV| und Konflikte (Kundschaft-
lieh bcipctegt werden tollten (Art. X')
Hitler und die F uhrungsgruppc um
ihn glaubten mit dem D eme von —
Großbritannien und — Frankreich
nach dem dl. Überfall auf IXden <— ft»
lenteidzug. — Weltkrieg 1939 19451
verhängte Bliwkade unwirksam zu ma
chen Slalui hoffte, die — Sowjetunion
au» dem bevorstehenden Krieg zwi-
schen den kapitalistischen Staaten her
auszuhaltcn. die dt Froberungsgelusis
vom eigenen Land ablenken die eige-
nen Ansprüche auf die baltischen Staa-
ten befriedigen und inzwischen weiter
aufnnten zu können In einem Gchci
men Z.ucatzpriMokoll sicherte »ich die
sowj Seile zudem einen erhebliche«
Teil des poln. Staatsgebietes, mit dessen
Froberunz durch die -• Wehrmacht in
nächster Zukunft gerechnet wurde
In F’hcietnstimmung mit dieser Ab-
machung fielen sowj. Truppen am
17.9 1939 von Otten her in IXikn em
und besetzten das der LdSSR zuee
sprochcnc Territorium bis zur ver-
einbarten -Demarkationvlmic- Sic
bildete (mit einigen in weiteren Gc
heimabkomm»n vom 2X9 H19 sorge
nommenen Korrekturen) die dt-sowj
Finfluß- bzw Staatsgrenze Damit
wurde offenkundig, welchen Preis die
dt Führung für den D entrichtet hatte
Der dt. Bevölkerung stellte die nat soz
— Propaganda den D in eine Tradi
tHMishnic zur Rußlandpofitik Bismarcks
und rühmte die Vermeidung eines
Zweifrontenkrieges In den kommuni-
stischen Parteien mehrerer Lander
Riste der Vertragsabschluß mit »einen
Folgen eine Krise au*. I nter dem Vor-
wand. emem «owj Xnentt zuvxwkom
men zu müssen, brach da» Dt Reich
den D ohne vorherige Beschwerde
oder Kündigung nut dem l berlall vom
22.61941 (Unternehmen — Barha
ruma; — Ustleidzug 1941 -1945) Die
Fxistenz der Gcheimvcrtrage wurde
D<;4
von den s.h»i Regierungen jahrzehnte-
lang bcstnltcn ranM
HnadWMwr lag*b>( Drr ZW> Main Ma>
mW Jlr baia«r*v 4r* 4ri>o»*ri< Itrh^ür /«<•
Z<W, Berlin 1K»I
«Z ZMzMt>n>.- I•« t*4l PMa-
nsiwrr m 4nt Ww«<W wen irm.Wrr arrarWamfril
** v<m PsixAl Mn«l»«mc< fUwakkf Xil.n
l<MI
Deutsch» uUoscbc F r ei hei tspartei 1 m
Dezember 1922 von der — DNX P ab
gespaltene antisemitische und anti-
dcauArattschc Partei, die sich untci
Albrecht von Graefe nach dem -♦
NSDAP Xcrbot 1923 nul »uddt Nat
so», zur Nal -so» Frciheitsparrci Groß-
dcutwhlands veiewwgte und mit Lu-
dendorff und Gregor Straßer unter
dem Namen — Nat -*og Frcihcttsbe
weguaf (»roßdeutschlands firmierte
Nach der NcugrUndung der NSDAP
1925 verlor sie an Bedeutung, geriet
(jetzt als Dt volk. I icihcitvbcwcaung)
wegen ihres monarchistischen Pro-
gramms in t »cgcnsaiz zur NSDAP und
wurde 1933 verboten. «.<«»<
Deutschs idkiscber Schutz- und
Irutzbuud s. X >4kis<hr Bewegung
Deviscnpro/cssc *. Kirchen und
Religion
DG 4 Die Durchganpsvtraßcn (DGl m
den bcsctzicn Gebieten der Sowjet
Union dienten dazu, die neuen Hcrr-
schattsraumc un tbien zu dutchdnn-
gen. ahruMchcrn und auszubeulcn Die
DG 4 - über 200Ü km Ung - vcthcl
vom -• t •cnc-ralgousernenvcnl über
Xk mmtza und Kirowograd bis nach Sta-
Imo Die Planung sah ihre Weiter-
fuhruns bn in den Kaukasus sor. Ein
Eins-itzvlab des -• Höheren SS und
Rdizciruhrcr* Rußland-Sud fungierte
al* oberste Le«- und hawntnandozen-
tralc. Ein Pofizcibaiailkm der Ord-
I KiMxntrwp
nungspolizci wurde abkommandiert
und aut die vier Bauabschnitte »erteill
Hinzu kamen in — S»hutzmann»chal
len zwamtnengefaßl lettische In au
t»che und ukrainische hUiznicn Pla-
nung und Ausfuhrunc dc» Shaßcnb.iu»
lagen in Händen der -» Organisation
Todt. die zahlreiche namhafte dl Bau
firnen heranzog. d»c sich ••cderum
zu Arbcitsgcmemschalten zuummen
«chlosscn. Die Arbeitssklaven rekru-
licrlcn «ich aus wrwt Kncesgetangcncn
und Juden I nzahhee kleinere und
größere Zwangsarbeitslagct etabber
ten sich an den einzelnen Strecken
abschmllen (-• Zwangsarbeit) Siehr
als 25000 Juden wurden hier zwischen
1942 und 1944 umpebracht Die Er-
mittiunevscrfahren in det Bunde srepu
Nik zogen «ach über Jahre hm Kemer
der I aler wurde zur Rechenschatt ge-
zogen. A-irr
DienstMrhe Ribbentrop Anläßlich der
Ernennung Joachim » Ribbentrop*
zum dt Nonderhotschaftet am I n 1935
der die rum -• dt -brit. Hotlenab-
kommen führenden Anhand! uneen
letten sollte wurde dessen -Büro
Ribbentrop- (seit 24.4.1934) zui D
aufgewertel Die D zahlte zu jenen
Parteiinstuutionen. die. » a aufgrund
»on Hitler* Mißtrauen gegen die da
ditiooelle dl Diplomatie ihre latic
keil gegen da» — Auswärtige Ami
(AA) entfalteten Sic toOte ah er-
weiterter Arbeit»»! ab linier» diesem
besonders wichtige aufk-npiiittsche
Angelegenheiten zum Erfolg führen
Ribbentrop diente die D al» Machrha
»i» und Sprungbrett für den 1 raishmcr
Fküschaftcrposlt-n <1936 |9»X) Seit
der I betnahmc des AA durch Ribben-
trop am 4.2.193« führte die D nur weh
cm Schattendasein Seine enge Bin
düng an die -* SS übertrug RibKntriip
aul »eine Mitarbeiter Aim den 2* Rcfc
realen der D die ihm in* AA folgten
AM
wo einige dann Schlüsselpositionen
cmnahnren. gehörten 31 der SS an.
Anrerf
IHemJtcfpßMhlaM *>
I Heppe 11*42) I nter dem Decknamen
-Operation Jubilec- griffen tn der
Nacht »am IM. auf den |9 August 1942
Übet ruatf bnt und kanad Soldaten
einen ftz Kustcmtreden an in dessen
Zentrum befand »ich die »on den dt
Besatzern stark befesugle Halenstadt
D Mit det Aktion »oUtc zum cmen die
-» Wehrmacht gezwungen werden,
kurzfristig Truppen »on der Ostfront
.ibzuziehcn zum anderen wollte die
aUuertc Führung Erfahrungen tut die
— Invasion in Frankreich sammeln Ihr
Bcemn und damit die Eröffnung einer
zweiten Frimt in Europa wurde be-
sonder» »on der -» Sowjetunion ge-
fordert Aon den *lt»l an Land gesetz-
ten Soldaten kehrten nur 1452 nach
England zurück die andeten waren
getötet worden oder m dt Gefangen-
schaft geraten. «m»j i tn.*
IHrtwart s. Sport
DNA p v I leutschwationale Aolksparlei
l>imtlri>n-Form<-i s. Fa»chi»anus-
theoeien
IHwta IDeutsche» Institut Für natioaal-
»nzialistische lechaische Arbertsschu-
luugl ». Deutsche Arbeil«frwut (I) ATI
IHrlrw angst < I mtnil Dirlewanger
Dopix hiaal «. Law-hisumsthrorim
Ihira-Muti-g»« tKZl Sach det Hom
bardicning der Heeres»er»UshsansUll
— Peenemünde sollte dw dt Rakctcn-
produkuon in unterirdische Fabriken
»erlegt weiden Die 1943 gegründete
Firma Mittclwcrk GmbH nutzte unter
433
Regie de» — Reichsnuntsleriums ftu
Rüstung und Kriegsproduktion den
Stollen emes aulgelasscnen Gtp»-Bcrg
werke das »eil 19V> ab Treibstofflager
diente. Am 2b K |«M3 trat der erste
Hiftlingsiransport aus -• Buchenwald
m Dora tm Raum Nordhausen un
südlichen Harz mit 1117 Arbeitssklaven
für die Montage der Rakete A t(V 1
-» A'-Waffen l in der Stoücnanlagc dc»
Kohnstctn» ein. Br» Anfang Fcbruat
1944 erreichte du Hafthmruahl mit
rund 12t«»i einen ersten Höhepunkt
Sic waren zunächst direkt m Stollen
untcrgcbrachL wo »ic m rrxi Jcn^hcm
Tempo bn zur körperlichen Erschop
tung arbeiten muHten l nzuretcbcndc-
Frnahrung das Fehlen hsgicnischcr
Finnchtunecn und medizinischer Ver-
sorgung trugen daiübet hinaus dazu
bei daß die Todeszahlen va wahrend
der Petunie des SlollenausJsaus bi» zum
Frühtahr 1944 Rekordholle erreichten
.ArbcitsunUhiev Haflltncc wurden nach
-• Lublin oder -» Berecn Belsen ober
stellt
Im Sommer 1944 »erhesserten suh
mit dem l mzug der Haftlinrc aus den
Stollen in ein Barackenlager und dem
Beginn der Serienproduktion der V J-
Rakcte die l ebcnshedmgungcii vor-
übergehend ihr Sierbftchkcit»late sank
ab Es entstanden 411 Außenlager Am
1.10 |944 wurde au* dem Buchenwäl-
der Außenlager -Dora- der selbstän-
dige Lagerkomplcx -Mittelbau- tm
November 1944 produzierten 32475
reetstnerte Haltlmge die Hochstzahl
»on M2 V 2-Kaketen tm Wmter 1944
stiegen nach der Evakuierung von —»
Auschwitz und anderer Lager im Osten
die Hafthneszahlen drastisch an. Mitte
Marz 1945 wurde die Produklin«) ein
gestellt, die Raketcnspezialisten wur-
den abgezogen Am 4 4 194* begannen
die Evakwerungstransporte der Ge-
fangenen i-a Todesmarschei am II 4
wurden die letzten 700 nicht iranspcwt-
Drawc»
fähigen Haltlince von amenk Soldaten
befreu Insgesamt waren im lager
D und seinen Auücnlaecrn NHMI-
MHlfl) Slcnschen inhaftiert, mindesten»
lOttiison ihnen kamen um» Leben
I—Ss« piilrl
f JkmBr-
rwdctiMMB AaprU TurMcf» IkftMtfLu« Wpc«
Awv Irr fog&wuaAr* Hcftta
Ilnahlk’M* Ihrmt. Der iDDD) Am
1.10.1932 gegründeter Rundlunknadt-
tKlilcndrcnsl dei die Nachfolge der am
17.9.1932 auigckMten. Last gleichnami-
gen Drahtloser Dienst A4» fDradag)
«trat Wahrend sich die Dradar in
det Wcimaiet Republik bereit» zuneh-
mend zu emer offiziell sanktionierten
-amtlichen NachnciHcnstclIe- der Ian
des- und Reich»regierungen entwickelt
hatte, citlatand rm DDD dutch die Aus-
Schaltung der privaten Mitgesellschaf-
ter votlcnd« eme hebrwdcnahnliche
staatliche Stelle. Nach der nat »oz
Stachiuhcrnahmc wurde <Jet DDD am
15 1933 aus dem Zuständigkeitsbe-
reich der Reichs Rundlunk-Gesell
»»haft tRRGl genommen Ak i hter-
ablctlung det J*res*caHeilung dc» -r
RcKh»mmisicriuni» für Aotksaufklä
rung und Propaganda (RMA Pf wurde
ds-l DDD zum reinen Propagandam-
suumcnl der nat -iz. I uhrung. Die
Mitarbeiter et hielte« vom RMAT und
»un Rdchsacndelciler Eugen Hada-
mo»»k» bmdende rcgierungs- und par-
teiamtliche Anweisungen über Art und
Inhalt der Nachrchicti die det DDD
für den -« Rundlunk Zuschnitt Ara
15 9.19.39 erfolgte dw Rückgliederung
in die RRG Hauptwhrrtllcitcr waren
Kit 1933 Han» Harsche, k« 193«
\Aaller Wilhelm Dittmar und seit 1942
Franz Uikkmer 4n«H4u Hn^rr
inane» (Dept Seinc-Satnl Denis, norj-
osllich von Pans) Dutchganc»Ugcr lür
— Juden d» um Jl * 1*41 cingcncbict
und bis 1.7 1*43 »un der Pariser Nh
Zeprafeklur verwaltet wurde D. he
«und au» nesigen Betonbauten. tn
denen ur»<wunglKh «wul»<4wunrvn
unterecbcacht werden solften .Antangs
wurden sk »on den Ikulvkn zur In
Ittmetuot! frz und bnt -» Knegsgetan-
pencr »erwendel Der lafcrhctrvh
»und unter Kontrolle dc» Judenrdc-
rat» der — Gestapo Vorn 27 1*43 bt»
17x1*44 war der SVHauptsrurmfub-
rer Alm» Brunner Chef dc» Lagers.
Zwischen dem 2X61*42 und dem
1711 |*44 gingen M Transporte mit ca.
60(100 Juden Igrößtentcü» mehl in.
Herkunft > nach —• Auschwitz Birkenau
und drei Iranspurtc mit ca 37t«i Juden
nach — Sobibor Dre Lcbcnsvcihaltm»
w tm Lager waren äußerst schlecht
D war meist über belegt es lehhe an
»aarlarcn Anlagen »wie Insassen »tar
Ivn an t nterernahrung
H n ii u i»a»i
I Heimat hup Al Am 2' * I**’ /wi-
schen —• Italien. -» Japan und dem
Dt Rexh aut dte Dauer »<m zehn Iah
rea geschlossener Vertrag. der Japan
ihc Vorherrschaft un -grohascaltschcn
Raum- Italien im Mittelmeerraum
und Deutschland in Kootmentateurepa
nut Ausnahme der -• Sowjetunson ru
gcsland Die drei genannten Machte
verpfbehteten wh zur gcgcnscilitcn
Hüte gegen bisher mehr in den curo-
puschen und den )ap -dun Knet vet-
wickelte Anercitcr Dem D traten am
»Jl.I*4i> — Ungarn am 2311 i*4t)
- Rumänien, am 24.11 l*4o <he ~>
Slowakei und am IJ 1*41 Bulgarien
hei Jugoslawien da» zunächst am
253.1*41 bergende« war. zog seine
t ntcnchnh am 27 3 1*41 im Zusam
menhang mit einem Maa test reich in -»
Belgrad wieder zurück und lieferte
damit einen An lab tur den -• Balkan
Ichlzug Da» nach diesem Feldzug
AM
installierte — Kroatien wurde am
156 1*41 \ crtragsnutgiicd. Die Ide«
eine» Bertolts der s>»w)crunnm rum
D wurde nicht ernsthaft »ertötet
(Mißotuw Besuch m Berlin am 12 und
1311 1*40) Sach dem l bcrtall der
)ap Marmelultwaffc Mi Pearl Harbin
und dem dadurch ausgelosten amenk
)ap Kneg erklärten Deutschland und
Italien am 11.121*41 ebenfalls den
USA den Kneg Japan seinerseits hatte
eine Kriegserklärung bei Ausbruch
de» dL-now) Knegrs (-• Ostfcldzug
1*41 - 1*45) »ernuedea Der durch wei-
tere Abksunroen. ua durch etn MUitar-
ahkommen am W I 1*42. ergänzte D
wurde im Herbit 1*4' durch den ital
Smdcrwallcnsiilhtand und am *5 1*45
durch «he dt —- Kapitulation bedeu-
tungslos auch wenn Japan seinerseits
erst am 2* 1*45 kapitulierte (-» Ikdt-
knet 1*3* -1*45) wrnnndiw
Dresden iLahangrHTt In Jet Sacht
sswn 13 zum 14 und hei laecsangnHcn
am 14 u 152.1*45 wurde D durch
Flachcnb« unbar «Jcincnt» die durch Ver-
bände der bnt.. kanad und l S-l uft
walle m mehreren Angriffswellen er-
folgten weitgehend zerstört. Wegen
des »palen Zeitpunkt» und wegen des
Untergang» «le» künstlerisch einzigar-
tigen barocken StaJtensembte». »a.
aber wegen der sieten kxtesopter wur-
de D (ähnlich war -* < osentn» zum
Paradigma tur einen militärisch vinnlo
«en terroristischen — l ult krieg gegen
die Zisilbcsotkcrung Die Großstadt D
war unverteidigt und nut Fhwhtimgen
uhcrtultt. die Zahl «ler Opfer »urdc
Gegenstand ptopagandnlnchci Speku
latHwi und tsi (nach ersten Schatzungen
UMi 2U)<W) lange Zeit mit l33UI)aü-
gegeben worden Nach überzeugenden,
aul zcitgcmusischen Meldungen und
Beruhten «Jcr Ordnungspützei beru-
henden Berechnungen (Gotz Bergan
der l*Ti) ««« 35000 Toren
435
Dem Angriff aul D. »orausgegaagen
war cm Bombardement Berlin» am
32 1*45 (22 MW Tote) Am 163.1*45
wurde Würzburg fast volhg zerstört am
14.7)5 4 )*45 BgscUm (wie zuvor Hil-
desheim. Halberstadt. Hamburg mit
etwa 3l)(ili Tote*. Stuttgart Köln
Königsberg, Hedbronni Dabei kamen
5OU Menschen um» Leben
Dr.-Fmz-ludl-Prvts ( testiflei voe Hil
ter un Herbst 1*43 lur -crfmdemche
Leistungen-, «he — WchrmadM und -»
Wirtschaft dienten und -ah Ausdruck
der Schoptcrkraft de» dr kolke«- »er
»tanden wurden Dae Vergabe »oihe am
Gehurt»- und Todestag Todt« in hm
cutcr »Ehrennadel- in GoM. Silber
oder Suhl und SOfMI. llMllt) oder 2UI>
RM erloteen Den Preis «ter ersten Stu-
te erhielten am H2 l**4 aOu Inge
nicurc darunter cm zu»ur Geladener
I -• Organwation l«n* >. HaH Hm: LM»t
Drttlr» Kreb Die ul der heutigen Hi
Monographie und Öffentlichkeit für
den NS-Staat verbreitete Bc-zcKhnun«
-D- wurde nicht von Hitler und den
Kai scu erfunden Det Begnl! selbst
stammt ursprünglich iib dem Endzeil-
denken Joachim so« Fmees und anJe
ter mittelalu*rU.ncr Theologen Danach
sollte da» -Dritte- oder -Reich des
Heiligen freiste»- auf da» -Reich Je»
3ater»- unj -Je» Sohne»- toltvn In
der Neitzert wurde der Tenmnu» »on
einigen Romantikern und schbetbhch
»on »er»ch»edcncn Repräsentanten Jcr
«og Kixtscrsativen Resolution sei
wandt Hier ul »o< altem Arthur MoeL
ter san den Bruck zu erwalmen. der
1*23 em Huch über ihn Dnn Kruh
serüflentlahte. in «lern er steh für dc
Schaffung eine» neuen Staate» »er
wandte, der die »erhaßte Demokrat«;
»on Weimar ersetzen und an die Tradi-
tionen sowohl de» Heiligen Römischen
llwücibo
Reiche» Jl Natewt wie des Bzunarck-
Rcahes anknupfen soiilc Der Begriff
wurde zum Schlagwort da» AngehcXi
ge »cTsctuedener amidemokrarischer
und rcchtuadrkaiei (iruppen ver-
wandten Auch die Natsur kündigten
schhehheh an. cm D errichten zu wol-
len was von Hüter in -» Wer« Nwyrf
noch mit keinem Wirt erwähnt worden
war Dennoch war c» Hüter, der am
1 * 1933 offiziell verkündete, «laß der
von ihm geführte Staat em D vet. das
-lausend Jahre- dauern werde Dabei
bbeb es aber ntchl Am MLT1939
wies Goebbels «he- Presse an künftig
den Begriff D zu meiden und statt
«tessen «la» -Gnüldcirtsctie Reich- zu
pr eisen | — Gr oftdeutschUnd)
iavwawe-
»i«wakr tea» F />«* WiULn «-« Z>*w Jfenok
vamcan >«*?
Vk— Gempi t Dw ».WLwAr
C6w <hr «r»i«,«w U»e:rw ün lw-e ».-ütc
awv K.swgUem
Dünkirchen Nachdem sich die Nie-
derlage der westlichen Allnertcn in der
ersten Phase des -» Wc-stfeldzngs ab-
z«zeichnen begann, wurden zwischen
Jem 26.5 und 3 h 1*40 ca 22»< W bnt.
und 12UUD frz in .Nurdfrankrewh
emgv*«cnl»»s*enc Soidalcn ohne ihre
Ausrüstung aul bnt Schiffen »on der
frz Hatemtadt D nach England evaku-
iert. Die Rcttuntsaktioo wurde durch
den pcmcimamcn Entschluß Hitlers
und de» Oberbetehbhaberv der Hee-
resgruppe A. Generaloberst Gerd ».
Rundslcdts »om 2-L5. erleichtert, die
dl Panzerverbände für wertere Kamp-
fe m Frankreich ru schämen und statt
dessen der Luftwaffe, «he allerdings
ihre .Aufgabe verfehlte, die Acnuchtung
der Eingcschknacncn zu übertragen
Die aus D geretteten Frupp?n Nkieicn
zunachvi den Kem der hm Hcimatver-
tcidigung im Falle emer dt Invoswm
mr
<l nternehmcn -• Seelowel und im
Juni 1*14 lief bni Mrertkrafte. die.
aiutux'D nut ihren l*S-Verbündeten
die -» In» ns» et in der Nratnansbe
JurvhfUhrten »kww ksmtw
IIV P s. Deutsche X «dhspartcl
f.
F heisser- (KZ) s. Mauahausen (KZ)
Fdel weift- Piraten Unter der SammeF-
bczvvhnurs« F »ertöteten — Hitler-
Artend. — Geheim»: Sljat-p-4izci und
-• Justiz un Zweiten -• Wehkncg *ub-
kulturelle (mippen von Jugendlieben
I-* Verfolgung. -s Jugend) Oe Her
kunft der Bezeichnung E steht nicht
definitiv feM und na vermutlich eme
Nhopfunt der Verf.-teunzsbehor Jen
die hn (cvlgeuraiimencn Jugendlichen
Edelweiß- Abzeichen fanden Bevor
weh der Begriff E lur die besonder» un
rheiruwh-westtahschen lisJustrk-gebwt
beliebenden Jugendgruppen durch
«eiztc benutzten dsc NS-Behorden an-
langlKh J*.h die Bezcichnunr -Krtiet-
bachPiraten- Sk nt auf emen 1925 in
Düsseldorf gegründeten Uinderbund
zuziKkzufuhica der «einen Namen von
emem Wasserlauf abteitetc
Fs durfte weh um mehrer» tancnl
JugemflKbc echandch haben dar ab E.
galten bzw in almlicK n < -nippen rag»
ntviert waren Dav Phänomen F ist
chcnwi lut 1 rankturi am Main. Kassel
und < Menhach bekannt geworden und
hat ru unterw-bacdlachea Zellen ab-
weichende regaonak Ausprägungen
und Heaeachnungcn gefunden. m> *B
•Fahrtcmlcnze- (f»senk .Nasafoc.
<Kofn> •( ahrtcniunr»- t Düsseldorf!
sk-r -Ruhrpiralcn- Naihweisbur sind
4U
weiterhin vergleichbare bzw diffene-
endc Ansptaeunren subkultureBcr Ju-
grodgruppen wie -Swwig-Claqeew. tn
Hamburg und anderen Groösudtea.
-Zaz«»u»- iPartsL -Schlurf», ihicnl.
-Meuten- (Leipzig) Stäuber Banden
(Daring) oder Gruppen mH Kczetch-
nunzen wie -Mob- -Blase-. -Platlc-
umJ -<«ung-
Bet ihren »Jem Dienst in der HJ vor-
gezogenen gevelhgcn t nlcrnchmunccn
- Fahrten in das I mlind der Grotklkd-
le. Treffpunkte in Parks usw - stießen
die an ihrer von der HJ Kleidung ab-
weichenden Kluft leicht zu erkennen-
den E. oft mit dem Streifendienst der
HJ zusammen Solche Auseinanderset-
zungen hatten weitgehend den <Tu-
raktet erodstadtschcr Auseinander-
setzungen zwischen Jugendlichen um
bestimmte Reviere Straßen und Platze
gehabt wenn Jk dabei gefangenen E
nietet -* hitizei und hrstiz übergeben
wotden waren Dadurch wurden sie <41
erst m eine Pneesthaitunr gedrängt
bzw darm bestärkt Eme entschiedene
pskitnehe .Ansrichtuuc der F. ist nur
tn kusnahmetallcn feststellbar Neben
der proletarischen Herkunft steter Ja-
gendhcfict gab cs l berbeferungen aus
der hündischen Jugend Eme chtige
Rotte für «Jk hohe Hpulantal der
Jugcndgruppcn »prelle neben der Ver-
loteimg und den lucvndnpischen An-
pbc leien und Plahterclen Jk Anwe-
senheit von Mädchen Besonderen
Stellenwert nimmt die Kiew ros erse um
den koin EhrenJckJcr Komptex em.
Ixt dem cs um Jk Frage geht ob bzw
inwieweit sechs als F fKzeichnelc und
am 10 11 1944 ohne cctKhtlicho Vcf-
fahren erhängte JuecnJbchc als Opfer.
Oppositionelle oder Kriminelle einzu
schätzen sind fei SWMte
lunjatr
rroÄxri CW*irv fht /\z»«r«k
«rrw*rrw ftrr * £rik<
fed» I«
Ihr 'rechtlich anctkannlc Lebcnsgc
metnschan von Mann und Fraui Der
E kam m <Jer nat un -» IdcologK
eine außerordentliche Bedeutung zu.
Sk wurde au« dem rem proatrcxhtlr
dien Kontext herameclöst und ah
-Grundlage und Keimzelle der -•
Volksgemeinschaft zu emem lustru-
ment aktiver BcvtAcrangspohtik.
Jede E wUtc v.a. der Zeugung mog-
hchu steter Nachkommen dwnea Zu
diesem Zweck wurden gesunde nach
rassischen GcsKhispunkten ausgew jhf-
tc Paare durch ein grodzuege» Ehe
rtandwlartehen und steuerliche Votier-
te begünstigt wahrend der Staat gegen
ihm mißliebige E durch strikte (ieseu-
gebung sorgmg. Zur StcfKrung der me
dumseben und rassischen -t Erbgc
sundhcit Jes \otke» sah da» GcveU
zur Verhütung erbkranken NachwucJi-
sev »om 14 " IW die StenhMctung
erblich kranker Menschen »or. durch
die -• Nürnberger Gesetze waren seit
dem 15 4 1935 Ehen zwsciien sog
DeutschNutigen und -* Juden »erho-
len. und das Eliege»undhcitsgc»ctz vom
IK1U1W sprach Verbote gegen E
aus hei denen mit schädlichen feigen
für <Jk Nachkranmenschan zu rechnen
war
f br^rMM^bcmfr^eU K t rbfr^aadlu’rt
Eber Vertag ZiMrihertig der -•
NSDAP, der nach der — -Machtergrei-
fung. zum hcbcmctieoden Presse
Konzern un Di Reich amnebaul wur-
de 193* hatte Jk NSDAP tu 115000
Mark den Vertag Franz Eber Nacht
GmbH erworben Der E. m Jem da»
Parteiorgan -* VoUtisdfer Bent^rfuer
erschKß. war m den Anlangvfahren
stambg von Hnanzprobtemcn geplagt,
und nur durch den Bestseller -» Wem
Kmftpf gelang es dem von Hitler ein-
gesetzten Acrlapleiter Max Amann,
ihn bt» 190 in Jk Gewtnnzooe zu
(Irr
fühlen Nach «ter •Slachicrgreilung.
und der Zcnchlagun« der voziakMi-
when — Prewc (-• Gteichachalruag)
erfüllte Amann mit dem E die Aul-
taK. dc abiiitgcNKbcncn Zeitungen
unter Jk Kontrolle des Partei» er tags
zu bringen Audi die lokalen NS Blat-
ter nahm Hiller IMG U wn Jen Hän-
den »Jet -• Gasdettcr und unterstellte
uc in der Standarte Verlags- und
Druckerei GmbH der Konlrulk und
tinanZKlten Verwaltung des F Nach
der Awordmmg Amanns daß anonyme
Kapitatecscbschaften und k<mfcsoo-
ncllc OtgaBtsahoncn keine Zcitungs-
verteger mehr «ein durften wurden
1935 ihr katholischen Verlage der »ran
E bchcrrwblcii Plwenix GmbH rüge-
schlagen, andere pnsale Zeitungen,
ui du Frankfuerrr Znitaie integrierte
man m Jk Irahterpeselbchalt Herold
Xerlapunsialt GmbH Jk ctntraglwbc
unpulnrschc Generalanzeigerpresse ui
Jk »all -w Hucrnherg Kraizrrn über
tsranmene Vera Vcriagsanstah <>mbH
Bt» 1937 halle »ach Jer Eher-Konzern
□her 5DN> der -♦ Preise angccigncL
I943 kontmiherte er mit seinen loch
tergeselhchancn ca 150 Vertage Vom
im Verlaut «Je» Kriege» zunchmcnsJcn
Material und Pcrvonalmaneci profi-
tierte der E_ weil die oolwcndig gewor-
dene PrewK-KraueMratirai altem zu
lasten det »rai ihm m*.h rwcht komrol-
teerten Blattet eine 1*44 beherrschte
der Eher-Konzern mit einer Gesamt-
auflage von gut Iß Mio Fu-mplarcu
der »rai ihm UxttrollieTlen Blatter aber
M)N> »Jes Prcwemarklcs Nach dem Zu-
sammenbruch de» — Dnnen Reiches
ging Ai F an Jk baverwehe Maatire-
gKrung Jk ihn tm Auftrag Jer Allner-
len bt» 1951 liquidierte mamaiu m«
F bvMaudsdartehew «Hk
Ihn Im Wcne»»sicm der ntifsoz.
-* IdeulogK nahm de f. de bcherr
f hrrnarlrr
sehende Stelluag cm (-♦ »Meine Ehre
heißt Treue«). -Die Idee der t wird
(Ur un* Anfang und Ende unsere»
ganzen Denkens und Handelns- (Al-
fred Roscnbcru. -• Drr \hihu> de»
2W JuWmnJfrtil Da* uusschUfgeben-
de Kriterium tur die I des Individu-
ums «ar die Zugctueigkcit zui Rasse
-E ist bedingt durch die Art. durch das
Blut - (Meier» Leukon, l»JT) Diese
Auffassung der E. spiegelte sich sowohl
in der Gesetzgebung eine» der .
Nürnberger ( ersetze von 1935 hatte
den Titel. -Gesetz zum Schutz de* dt
Blutes und der dt E • - als auch tn der
Rechtsprechung wider. Der -♦ Volks-
gerichtshof kam am 1X3 1942 m einer
I rtethbegrundung zu dem Schluß
-Die Aberkennung »ier burecrlxhcn
Ehrenrechte nach 13 StGB konnte nur
dann einen Sinn und Zweck haben
wenn der Angeklagte »he Rechte
ursächlich besitzen wurde Die» ist
«her bei einem -i Juden mehl der fall.
. Em Jude . besitzt nach der Iberzcu
gung des ganzen dt Voikes Überhaupt
keine E.« MMü» u«4f
1 hrrnarier Die Ernennung zum E be
deutete lur — Mischlinge eine weit
gehende -Gleichstellung mn Deutsch
blutigen-. Gesetzliche Grundlage »ai
|7 der 1 Verordnung zum Reichs
hurgergesetz. der ab Voraussetzungen
IJncnihchiixhkcii oder besondere
Verdienste -um die -♦ Bewcgum* - (est-
lefte < • Nilinbcig.-f ticselzcl Die
Bearbeitung der Anträge erfolgte im
-• Rcichsinnenminisierium und in der
Reichskanzlei;dx- Entscheidung lag bei
Hiller persönlich Etwa 260 Offiziell
bzw deren Ehefrauen erhurhen eine
solche Statusanckrung. Nach dem
Attentat »om -• 2ll Juli 1944 wurden
alle Mischlinge Miene deren Ehepart
ner aus dem Staatvdx-nsl entfernt, auc h
die. du.- zusor Artem gkichgcslelll «vor
den waren »»m/<4-A»n*
AM
Ehrenhlatt des deutschen Heeres eh-
ren» olle Namensnennung in cmer An-
lage des Hecrcs»eriwdnung«Nattes seit
dem 22 7 1941 Durch zusätzliche Ver-
ordnung »om 30.1.(944 wurde als
äußeres Zeichen der Namensnennung
eine Ehrenspangc lur Angctx'rige »Jes
Heere» und der ♦ Waffen-SS. die
schon das E K I I—♦ < trden und Ehren-
reichen l erhalten hatten, »erlichen
Da. Luftwaffe verheb für ihren Bereich
durch eine Verordnung < ronngs »om
5.7.1944 ebenfalls eine E.Span»c tur
I uttwallcnangvhorigc die bereit» aus-
gezeichnet worden waren nachdem
Goring am 26 I 1944 die Eintragung
verdienter Luftwaffenangehongen m
die Ehrcnlistc der Dt I uftwiiffe ge»li|-
tet hatte. Analog zum E wurde tn
der Kriegsmarine am 23 2 1943 die
Einführung einer Ehrentafel der Dt
Kriegsmarine bck.inntgcgcben
II 41. fUvfien
1 hrendank der NSD VP «.Orden und
E bn-nzerchen
1 hrenlempet Bezeichnung tur zwei
Raulen die den beim gescheiterten —»
Hitler putsch um» Leben gekommenen
16 Nat «v nach Planen des Archnck
ten Paul l udwig Truosf zwischen 1933
und 1935 am Konigspialz in München
errichtet wurden In den Sarkophagen
waren «he loten hcigesctzt. Ab 1935
wurde die alljährliche Wiederholung
dc» -Marsches zur Ecldhermhalli-. bi»
zu den E fortgesetzt und dort mit
einem pompösen -Letzten Appell-
bcendet Im Januar 1*47 sprengten die
Amerikaner die Bauten. II . Mn
t hrenzciihrn der Ns|> kP s. t trden
und E hrenzcichca
Eid Wahrend noch nach der Verord-
nung des — Reichspräsidenten »om
212.1933 der Diensteid »on Beamten
43»
und Soldaten aul die Vcttassung zu
leisten war. wurde nach Hindi nhure»
lod und der Vereinigung der Ämter
des Reichskanzlers und Reichspräsi-
denten tn der Per von Hitlers em Treue
gelobni» auf den Diktator cmeeführt:
Mil Gesetz »om 20 X 1934 mußte -dem
Führer des Dl. Reiches und Volke»,
Adolf Hitler- Treue und Gehorsam
gelobt werden Die Eidesleistung von
—• SS-Anwärtern, üblicherweise insze-
niert am 204 dem -Geburtstag des
Führers«, sah gar »Gehorsam bis in
den Tod- vor. Die mit dem E beaE
sicht igte personale Bindung an den
Diktator führte nicht nur N religiösen
Gruppen wie den —* Ernsten Bibel-
lonchcrn zu Gewissenskonflikten Ei-
ne Eidesverweigerung hatte ;cdoch
Sanktionen zur folge von der Fntl.i«
sung als Beamter bis hin zur Einwei-
sung in ein —• Konzemratiomlagcr.
Ein Volk, em Reich. ein führe»! Vg
tabonspurolc zur Volksabstimmung
und den damit verbundenen Reichs-
tagswahlcn am 10.4.193b nach dem
—» Anschluß Österreichs Der Spruch
war anläßlich Hitler» Besuch in Wien
flächendeckend verbreitet, erschien
aber auf Plakaten mit «Jem Bild Hitlers
auch in de» Folgezeit al* typische*
Element nat miz politischer Ästhetik
Uo/frwrrf Hr»t *
Eindrutsehung i W tedercmdeulschung
Ruckdeutschung) Verleihung der dl
Staatsangehörigkeit an —» Volksdeut-
sche und auch -rassisch wertvolle -♦
rremdvolkische- (auf Widerruf», mit
der langfristig die -» GermaniMerung
der eroberten fiebiete im Osten
gesichert werden sollte Zuständig
(Ur die E. war Heinrich Himmlet ah
-» Rcichsk.wnmtssar für die Festi-
gung deutschen Volkstum» (ernannt:
7 10 1939). der mit der -» Dt Volkslisie
E iwgrghrdm«- l.rb«etr
(DVL1 vom 4-3.1941 em petlidcs Sy-
stem völkisch rassistischer Hicrarchi
werung geschaffen halle 1944 waren in
der DVl 2 75 Mio Menschen zur F
eingetragen. LangzcitpUnungen Uber
30 Jahre sahen eine Zahl von |4 M .
vor Ihnen standen 31 Mio. Menschen
gegenüber ihe iK mehl -cindcut
whungsfahig« galten (50% der I sche-
iben. 65% der l kramet, 75% der
Weißrussen. Mi% der JVdcn und !(«)%
der Juden i für »le waren I rmicdlunr
(—» VolkMumspolitik). —* Deportation
und Vcrnwhiune I — R.i*«cnf*olitik und
Völkermord; -• Endlösung) vorgesc
hcn. WhiiarZ Hrmi»
I iiigrgUrderlr EieHcie Im Rahmen
der dt Bcsatzungspohtik wurde eine
Reibe von Gebieten teil» dc iure teil»
de facto annektiert Die mirdhehen
und westlichen Landestctk (Vilens
wurden Schlesien oder Ostpreußen
zugi-schlagen bzw als Gaue Danzig
Weltpreisen und -* Wartheland
Reichsgebkü. während da« mittlere
und südlwhc Polen als -Gcncrafgtiu-
»i-rncment- ähnlich wie da« Protektiv
rat Böhmen und Mahren» in emem
rechtlich nicht genauer definierten
Sinne Teil des Dt Ruche-» wurde
wohingegen -• Bialvstok. -• luxem
bürg -» Elsaft-l othnngen »•»wie Teile
— Jugoslawiens unter einem Chef det
Zivil»er«altung erst allmählich -einge-
deutscht- werden sollten die formelle
Annexion hier also zunächst unter-
blieb Die nat soz Germanrsierungs-
pililik in den T - langfristig al» Muster
für wettere Gebiete unter dt Kontrolle
ged seht traf du Bevölkerung der
-eingegliederten OsigeNcle- ungleich
harter ah jene im Westen Sic «ab
die Enteienune von Grundbesitz und
Industrie sowie du Ausbeutung ul»
billiges Arbeiiskraflereservinr vor und
»chl<ifl zudem die Ermordung der
poln Intclhecnz. die -Aussiedlung-
t Ulelt IlKtrwangrr
und Scrtreibung von Millionen ISden
zugunsten anzusicde Inder -♦ -VnEks-
dcutschcr- sowie die -• DrportatMin
bzw Ermordung der jüdischen BcVol-
ke tun c ein Thuntrm W«**»
Einheit Dirlewanger I ine Eronltx
wihiungsemheit der —i SS, die sich
.iiiiing* (l*4t>) au» -asozialen- und
kriminellen -♦ KZ Hafllmeen Iah Juli
1942). vorlrestr alten SS und - Wehr
machlsangchoripcn (ab Februar 1*44)
und aus politischen KZ Häftlingen
iNovcmlx-r 1*44) rekrutierte geführt
wurde sie von Dr Oskar Dirlewanger
(zuletzt SS Oberführer) I rsprungheh
Bataillon wuchs die t. bis zur Brigade
aa (cu 6500 Mann) Sic wuidc eines
selzt zur Bekämpfung son —• Parti-
sanen un -»Gcncratgouvcrncmciii und
in Weißrußland. bei der NicderschLi-
gung de* -♦ W.irvchauer Aufstands
(1*44) und des Aufstand* in der Slo
waket. an der Ungar und an der Oder
fraai. Mehr als 5<JU politische Haiti tage
beten zur Roten Armee uhci In der E
herrschte em rigoroser Ion \ erstatte
wurden rnn Erschießung geahndet Die
E war wegen ihrer Grausamkeiten.
Plünderungen und Ausschreitungen
bcrlicht igt fleWnaiiA AiwHwA
Einsatzgruppen Mobile Einheiten der
o Siebet hcttspolrzci und des -» Siebet
heitsdwnstes (SD), die hei Feldzügen
vor allein in Osteuiopa eingesetzt
wurden ( -• Weltkrieg l’W l’M4) Ihre
Aufgabe war die I berwachung des
politrscbcn Lehen*, die SKhcrMellung
von staatlichen Akten, vor allem aber
die Ermittlung und Ermordung von
angeblichen politischen Gegnern und
von -rasstveh Inerw unechten Die
ersten E nahmen am Einmarsch in
• Österreich ll’H-M und in Böhmen
und Mahren (l**X. W») teil (-♦ Prolek
total Böhmen und Mahren — I xhc
choslowaker) In -* fS>ien waren 1*45*1
*40
die E. I V| (und E z.b V ) lang, die den
Auftrag zur Ermordung der poln Intel-
ligenz hallen, aber auch Massaker an
-• Juden verübten (-» Pokntcldzug)
Wegen anfänglicher Proteste der Hce-
restuhrung wurde der Einbau der E un
L'nlcrnchmcn • Uarhamscii (-♦ Ost-
teldzug 1*41 451 zwischen Marz und
Jum 1*41 genau mit -* OKW und
> OKH geregelt In der -♦ Sowjetuni
on hatten die I ihren umlangrcKhstcn
Einsatz mit schließlich 3011) Mann Per
sonal vor allem au* SD. -» Gestapo und
Kripo I — RcKhsMvhcrKits-l Liuptamt k
denen noch Einheiten der Ordnung*-
pnlizei l • K»iize-ii und der -* Watten-
SS beige geben wurden Die LAB und
C waren den Heeresgruppen Nord.
Mute und Sud zugeordnet, die E D
dem Armeeoberkommando II an
der Schwarzmeer Küste Der Bclchls-
halwrr der Sicherheitspolizei in Krakau
ent sandle daneben kleine Komman
dos nach Ostpolcn. die später als E
z.b\ bezeichnet wurden Die E. mit
ihren I nlcrghcdcrungcn. den Linsatz-
Kommandos und Sonderkommando*,
konzentrierten sich aul die Ermor-
dung der Juden. E ermordeten aber
außerdem bestimmt* Kategorien von
— Kl icgsgelangencn (—♦ Kommissar-
belchll Zigeunern ( -• Sinn und Ro-
ma) alle Geisteskranken und andere,
angeblich -banden verdächtige- Zivili-
sten Insgesamt muß man von weit
übet 541MKMJ Opfern ausgehen, die hei
MassencrschieOungcn ab November
1441 z | durch -* tiasw.igen ermor-
det wurden Bei den großen Massa-
kern erfolgte dte Steuerung durch
die -* Höheren SS und ESdizcituhrer,
dis gleichzeitig (hdnungspilizcl und
W.itlen SS I mheiicn v mb*, zogen Die
E arbeiteten eng mit der -» Wehr-
machl nislK-sondeic den Armee-Ober-
komm.uvdos zusammen; die front
nahen Soivdcikomin.mdos unter-
Ingen zeitweise genauer Steuerung
Hasaizslab KetchslrUer Kost Werg
Abt> *>• Uw l insaugnippen Jcr l dSSK 11*0 4-1
durch die Armeen Ab Frühjahr 1*42
wurden die meisten E. zu stationären
Dienststellen umgcwandelt. die E D
zunehmend rm Handcnkampl- ein
gesetzt (—* Partisanen) Die täglichen
Gcsamtmcldungcn der E. sind über-
liefert. enthalten aber nicht alle Ver-
brechen Wenig ist bekannt Uber die
Aktivitäten der E in Norwegen der
E. E in Kroatien. F bet det Heeres-
gruppe Sud. G in Rumänien, spater
in Lngam. H tn der Slowakei. K und L
bei der ArdcnnenottenMve sowie über
das Einsatzkommando — Luxemburg
Nach dem Krieg war die Tätigkeit der
E. Gegenstand eines amcrik Militär
promwa in Nürnberg sowie umfang
reichet bundesdt und *owj Gcnchts-
verfahrenf-» Nuchkricgsptozcs*cl
Dirw» M
L*enn*f
Kfautmtk Heimat HjMivHctMM.'ii ^ilibcha Orr
Jr< HrA4iuwAa«wwAzic<c*. Du
4fr 4n \D
SitrtICMV l'Ml
Ueorrcct kaö ZAr /hwf. ^4 dit -4ie~
Hcrtm !*•»
f insiilzkoflimaMhi Blohet s EjNer-
dmigsaktion
Einsutzstab Rrichsleiler Rusrnbcrg
Die effektivste unter den Organisatio-
nen dte den -• Kunsiraub und die Be-
schlagnahmung von Kuituigegenstän-
den aller An in sämthchen zeitweise dt
besetzten Landern Europas als Mittel
zur Errichtung von Institutionen ravsi-
vtisch-anttscmiltschcr Selbsldarstellung
und Ideologie Produktion betrieben
Zu ersteren zahlte außer dem geplan-
I msM/slab Rrkhskw« Hwnfccrt
len -Fuhrcrmu»eum- in Unz die -•
Hohe Schule, die da» —• -Amt Renen
berg aufbaulc Denen leitet »unk
auf Anordnung Hitlers am 5.7.1*40
beauftragt Staatsbibliotheken.Archive.
Krrcbenkanzieien und logen der be-
setzten lichtete der Niederlande. Bcl-
etens Luxemburg» und Frankreich»
•nach tut Deutschland geeigneten
Schallen- und gegen die Nat_»»M •ge-
richteten politischen Vorgängen- ru
durchsuchen und entsprechende Funde
durch den —• SD beschlagnahmen zu
lassen
Der Auftrag war so rechtswidrig wie
der gesamte Kunstraub nicht nur der
Nat.mm. Er machte die intensiven Be-
mühungen de» dt Mditatbcfchlshabers
m Frankreich und des ihm unterstellten
Kunsttchuizes iProf Grat Wollt Mel
ternichl zur kerhinderun» dci nun in
Gang kommenden Aktamen des E ru
mehle Der Auftrag Rosenberg» wurde
ani 17.91940 auf -herrenlosen tudi
sehen Besitz auf •wertvoll ersehet
nendc Kulturgüter* und die Vollmacht
für deren - Abtransport nach Deutsch
Und- ausgedehnt und am 13 l*»2 in
analoger Weise auch durch Einbezie-
hung der -unter Zivil»etw-ahung vtc
henden Ostgebiete- erweitert In den
Weslgcbictcn wurde ei nicht aul Maats
besitz angewandt obwohl der Auftrag
vorn 17.9 1*40 eme solche Beschran
kunc nicht vorsah Vermutlich halle
Metternich erreichen k<»nnen daß aul
derartige Abtranspuric wahrend det
Kriegszcit verzichtet wurde.
Die Ffleklivit.il de» F die tm <re
gcnsalz zui sonstigen Einllußaimut de»
Amte» R.wenberg »fand, gehl zunächst
vermutlich aut das Interesse Hitlers
zurück, det hoffen konnte, au» der
Beule des F erstklassige Kunstwerke
für das geplante Museum tn Linz zu er-
werben Mele Kunstschätzc stammten
aus Jüdischem Besitz RiwenK-rg hatte
»einen -Auftrag aber gar nicht austubrcn
442
kixinen wenn ihm nicht spatesten» »eit
November 1940 die Transportmittel
und da» Hewachungsperumal der I ufl-
walle zur Aerlueung gestellt worden
waren Denn deren Chef Goring requi-
rierte rund ’f»i «ier 1375 Gemälde,
die et bi» 1945 ansamincllc. au» dem
Bculcgut des E unter formellem
Aotbehalt emer spateren Entscheidung
Hitlers. Spater bot er auch einmal Be-
zahlung an Rosenberg duldete die
Korruption und selbst Hiller beließ
e» un April Mai 1943 bet einem in-
konsequenten Aersuch die Kunstschat-
ze künftig durch »etnen Beauftragten
Prof A'ofl allein verwalten ZU lasen.
Den zeitweise bi» zu MM> Mitarbeitern
de» E dienten «ftensichthch der Vor-
wand kricgsbedmgter -Bergung- und
antisemitische Molise ah Rechtferti-
gung tur den Kunstraub Sie wurden
durch eine Anzahl Hehlet im Kunst-
handel der besetzten Gebiete und neu-
traler Staaten unterstützt
Ein Gesamtüberblick über die Beute
erwies Mch bisher al» unmöglich. Ein-
zelbeispiele sprechen aber für »ich
Allem in Frankreich wurden zwi-
schen Marr 1941 und Juli 1944 21*03
Kunstwerke -inventarisiert-, zum Ab-
transpvn der daraus entnommenen
Stucke wurden 137 Waggons benötigt.
fiüt»41 meist ludsschc Wohnungen wur-
den in Frankreich durchsucht und Mö-
bel in 2*94b Warnm» wcggcschafft In
der Sowjetunion in ftüen. den BaL
kanslaaten und Lagarn wurden die
wichtigsten Bibliotheken. Institute und
Museen ausgcraubi und oft dem Ver-
fall ptetsgegeben oder rar angezlm-
det W tcdcifiersicllunit un Rahmen
der Rosenhergschen Sepancrang«-
Publik für die l krame (-• Reichs-
koantmssarut I ktarnet, die e» z B in
Kiew gegeben hat. war etne .Ausnah-
me Unersetzliche Schatze gingen wah-
rend der überstürzten Ruckzuge im
< Kien verloren i -* BrrnsteinZimmcr)
In (rnechenland gelang c» dem Kunst
»cbulz. die Raubgtabusgen des E 1943
zu »toppen, in haben fiel dem E
wahrend der dl. Besetzung -nur- da»
jüdische Eigentum in die Hande, der
dortige Kunstschulz schützte und rei-
tete unsachlich in zahlreichen I allen
kncgsgefahrdetc Kunstwerke, glaubte
sich aber 1*43'44 Hmunlcr-Bcichlcn
zum Abtransport in das damals von
Ikutschland qua»» annektierte — Sud
tirol nicht widersetzen zu können E*
gab nur eine pswitivc. d h zivilisier le
Aktion die Mitwirkung einiger E
Funktionäre an Jet Verhinderung der
vom oberoMcrr Gauleiter Eigruhci
vorbereiteten Sprengung de» Berg-
werk » Depot» m AltAussev nut sei
nem Inhalt an Kunstwerken ersten Ran-
ge» sowie die ordnungsgemäße I ber-
nabe dieser und anderer Aufhewah-
rungsplatzc an die amenk. Besatzung»
macht im Mai 1945 fevuwu (Mm»
BoMnus Rritüurd Am Ä -vWvrr Mmf w»~
w MümM IWT
Bremer HUdet^'J Air Aa**»fj*«<tfau4 dr»
HirnKai 1*1 iraMicst»« Nm
aahaecm
klmLhonmet Latz Die ANtiIum ksmndsau
drr UrslacUoi MAiarswwalnina w liahcw IKi
l*MS ai Jjurflr* mM ZvmWawmr an» mbr-
nahm V-i4a*w mZ laUWrl« 72 <l«*2l
S 4*1-54«
F iatupfsruintag Am 13.9.1933 verpflich-
tete die Rcichsrcocrung alle dt Famili-
en und Restaurants jeweils am ersten
Sonntag der Monate Oktober bi» Marz
nur ein Einloplgericht zu verzehren
bzw anzubicien. das pro Kopf bi» zu
030 RM kosten sollte Der Differenz
betrag zum gewohnten S-mnlagspe-
nehl sollte dem —- Winlcrhillswerk zu-
gute kommen Mil propagandistischem
Aufwand, der auch der Stärkung der
t Rente Garde
Idee det völkischen Sohdar gerne in-
schart diente, zeigten sich Prominente
wie Hitler und Goebbels beim offen!
liehen Eintopf essen w-aiguae gnt:
1 inwanderrrzratriblcllc lilzmann-
stadt Im Auftrag Himmler» (als RKF
—• Rcichskommissar für die Festigung
dl Aolksluin») im Oktober 1939 ge-
gründete Sammcldicnststelk de» -«
RSHA. seil Herbst 19411 mit Satz m
Lodz I -l itzmannMadi«k zuständig für
die .Ansiedlung und Linburgeiung von
etwa 5<«iu»> -vofksdt t'msiediern-
taus dem Baltikum. Bessarabien eVe J
in »len annektierten *Nlgebscien Eine
-l m»anderetZentralstelle- wat lur das
• Plalzschallcn- die parallel er folgende
-♦ Deportatioa bzw Ermordung van
J54en und luden zuständig Mehrmals
wurden slic von del l msicdlung hc-
üoflcnen Bcsolkcruiigsgiuppcn und
die embezogenen lerrrtoncn erwvilerL
was m<l dazu beitrug, daß die giganti-
schen -Planungsztcic- diese! mörderi-
schen Viükcrvcrsshicbung lortlautc-nd
verfehlt wurden Ttumun Waov»
tiserwe Front Am 16 12-1931 m Berlin
gegründete Organisation zui Kourdi
nierune des repuhnkamschen Wider-
stands gegen die etlreme Rechte (-*
Harzburget FronO Der E gehörten
die -• SPD. -• Gewerkschaften und
ArK.nlerspor1vcrbande »owie das -»
Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold an
Die E war jedoch kein cchle» Gegen-
gewicht gegen den Terror ko -• SA
und • SS (-« A'crfuigimg» Im Zusam
menhang mit dem -* Pteubctischlag
vom 20 7 1932 wurde sie nicht mobih-
swrt Nach der Zerschlagung der Ge-
werkschaften! — Gteichschaiiungl tm
Jahr 1933 kwte sich die E. praktisch aut
Willi
Eiserne Garde «. Rumänien,
v*. Faschrsatu»
f iscme* tovwr
444
I iM-rne» Kreuz s. Orden und Hur»-
Zeichen
E NT«n Sparrn Ende l*t| zum Zweck
det Kaufkraftbeschrankune ein ec fuhr
les Sparen »on Lohn- und <^-hah»he-
t tagen aul gesperrten Nondcrkonten
(• Verordnung über die lenkung »on
Kaufkraft» nun Kilt» l**41 nut Durch-
führungsverordnung» Nach einer -ei
wtnen Spaicrklarung- des Betreffen
den zog de» Arbeitgeber dk- Summen
(zunächst mindestens UJU RM täglich
Hz» 13J1) RM monatlich) von Lohn
bzw Gehah ab und zahlte sae auf ein
-eisernes- Sparkonto bei einem Geld
inditul em Oie Betrage waren kbn-
Mcucrftei und wuiden ru den üblichen
Satzes «rnml sollten aber tur den
Spare» erst nach Kriegsende »erfüll-
bar »ein. Mehr arbeit wuschlaec. Ucth-
nachtszuwefidungen uiw wurden zu
hohen Anteilen eingezogen Das E
«ar ein unter dem Druck der NS
Propaganda der Behörden und der
l ntemehmer «eiltehend cizwungcnct
Beitrug zur Kneestmanzicrunc Sem
Erfolg bheb jedoch bescheiden (der
Gesamtbetrag ist nicht bekannt )
Zhnri.4 ZstkLUrr
LlweiBteckc *. Autarkie
LI Mameia Ort in Notdagvpten
|i«> km westlich »on Alevandru Am
M.f» |U42 kam de» dt -Hal Vicmarsch
unter Gcncralfeldniarschall Erwin
Rommel vor der Enge »on E. zum
Stehen Die hm < »egcnidlcnsiie un
ter General Bcrnard La» Monteo-
meri begann am 23 Id und durchbiach
am 2.11 die dt Stellungen Mtiiti
Mann gerieten in brit <ictangcnschaft
Dte Panzerschlacht von I war der
Wendepunkt dc» -♦ Afrikalcldzugcs
EKaA-l othrmgen Wie an Südtirol,
so lallt »ich auch am früheren Reichs
land E »ert l«1s Wiede» tn - zeigen,
daß die —♦ Solk'tumspolitik (Ur den -»
Nat »or. und tur Hille» im besonderen,
nur funktionalen Charakle» halle. Vor
IW diente der «icdcrhoit ausgespro-
chene Verzicht auf das ehemalige
Grenzland dazu -• Frankreich zu
beschwichtigen und zu einen» still
schweigenden Komplizen dc» dl
Oslcxpansi. «i zu machen Am Ende
dc» -» Ucstfcldzugs nahm Hitler mil
Rücksicht aut Petam davon Abstand.
E otlizicll zu annektieren Gleichzeitig
erhielten die Gauleitc-r der Gaue Baden
i Robert kkagnerl und Saarptalz (Josef
Buk. Kell den Auftrag, un Elsaß und
in Lothringen eme dt Verwaltung
einzunchten langfristig sollten diese
Pr< »inzen mit den benachbarten reiche-
dt Gebieten »erschmolzen werden
(-Oberrhein- und -Westmark-1 Dte
Gaulcilci »uiden als -Ghcl» del Zr»li-
ier* alt unc- Hiller direkt unterstellt
(2 A I**4<ii Volkencchtbch waten Elsaß
und Lothringen also nicht Teil des
Resche» Gleichwohl wurde spater ein-
zelnen Elsässern und Lothringern. »a
Wchipfhchtigen. die dt Staatsange-
hörigkeit svtliehen Robert Wagner
suchte die Elsässer durch t merZie-
hung insbesondere durch die -Ent-
webichung- von Land und Leuten
(na. Verbot sein Baskenmützen), zum
Deutschtum zu bekehren: Burckcl
glaubte »einem Ziel durch die rigorose
l msK dlune frankopbonei Bciolkc-
runi"»tcde ruberzukommc-n Am Ende
des Kriege» war auch »Jet Autonomie-
gedank» der in dci Zwiwhcnkriegszclt
eme gewisse Bedeutung erlangt harte.
Jiohtissh total diskreditiert
Lrthtf JCrwvMiArp
/iriBWn
kclu tl*in lirtuW l»W14-
tm Muttfart |V?l
445
f BKiMdtafrf ikZl
F mdandfagi•« (KZ) 15 entlanc der
Ems an der niederland Grenze zwi-
schen ITO und WM erachtete Haft-
»Utten mit unterschiedlichen und
wechselnden Funktionen deren zen
träte Verwaltung ihren Sitz in Papen-
burg hatte Die drei craten l ager Enter-
wegen. BOrecrmoor und NeuMntrwn
wurden 1955 ah KZ lür politische
Häftlinge geschaf fen 1954 bzw 1956
(Fvtcrwepen) wurden sk- ah Mralge-
fanaenenhger der Reictl*fus1izverwal-
tune unterstellt Unter den Strafgefan-
genen befanden weh zahlreiche wegen
Hixbserratsdeltkien gerichtlich abge
urteilte Rcgwnegcgner va kommuni-
stische und vozialdem- Aratnchc Wider-
ständkr lernet Zeugen Jehovas (-«
Ernste Bibelforscher! und weitere aus
politischen Gründen zu Hattsiralen
Verurteilte (—• Verfolgung -• Wider-
stand). Seil Kncesbcginn dienten die
sudl E. hauptsächlich zur L'ntcrbnn
gung «an -* Kriegsgefangenen ver
schiedenet Nationalitäten In die nörd-
lichen Lager kamen überwiegend '«m
Militärgerichten serurteihe ehemalige
Wehrmachtvangc-bonge. du zumeist
aufgrund emer Zuchthausstrafe als
-Wchrunwurdige- aus der -» Wehr
macht ausgcstolten worden waren Dk
m lauft des Krieges m -» Niwwegcn
und -» Frankreich zur Inhaltirrung ah
geurteilter EvStddaten eingerichteten,
sehr berüchtigten Gefangenenlager
-Nord« und -West« unterstanden
eben falls der Verwaltung der E
Aus westeuropäischen Ländern ver-
schleppte Widerstandskämpfer (-♦
-Nacht und-Nebel-Eriaß-I kamen
1945 44 nach Esterwegen in Ober
langen wurden nach dem — Warschau-
er Aufstand 1944 poln Frauen inhaf
tiert Von November 1944 bts Marz
194« wurden über > l I'
unter ihnen zahlreictic Mand-naiKt
tn Dalum und Versen unlcrgebtacht.
die nunmehr als AuftcnUecr dem
KZ. -» Neuengamme unterstanden
Die körperlich ausgczchrten Häftlin-
ge muhten mit Spaten und Schaufel
bis zu 5 m breite und 5 m liefe Panzer,
graben lur den -Fnesenwall- giaben
der den norddt Küstcnbcrcsch gegen
eme Landung der Alliierten schützen
sollte
Von Anfang an mußten die Häftlinge
bei der Kulloicrune der em-Und Moo-
re härteste körperliche Arbeit leisten,
die offiziell zur -1'merzichung- der
Gefangenen beitragen sollte, tatsäch-
lich aber als grausame Strafe eingesetzt
wurde.an der zahlreiche Gefangene zu-
grunde gingen Die Zustande in den F
in denen un August 1955 das lacd v<m
den -Moorsoldaten- entstand wurden
der internationalen Öffentlichkeit u a
durch da* 1954 m Zunch erschienene
Buch Ihr h/iKtr'uilelale* - 13 W<»unr
AZ-Hnfr bekannt Zu den Häftlingen
der entstand KZ die sich selbst
-Mooruädalen- nannten gehörten be-
kannte Piäitiker und Intellektuelle, un-
ter ihnen der FncdcnsmäKlprciMiagci
son 1955 Carl von Ossietzki
Zwischen 19’5 und 1945 befanden
sich insgesamt XKkit Häftlinge und
Strafgefangene mkic IltHMM» Kriegs-
gefangene in den E Die Zahl der
Todesopfer ward aul ÜMIJl) geschätzt
darunter etwa ?m««> -»wi kricvvgc-
tangenc
1954 wurde* in Papenburg eine von
emem Verein getragene Dokument*
rnmsciatrc mn ständiger Ausstellung
rm Geschichte der E eröffnet
karrwar
ChlUiM IlSlkoü WiHc*
aiut iw fm/wU rvll
r*gi Zum ii-unmni mb vs *<r>wr u*a *>•«.•
Om«u4mr mW O»4umnu>n>m Duswidivt
IWP
Vutu i ike Ou f mdmMMim für /-4«n.4v u*4
-ourunmi an4 \m«frr*uirm*wluw» IVt I 1*41
B-cmei 1WCS
»wdhwamg
tndloManr Begriff dci natuV Tarn-
sprache. mit Jem ab Fruhtahr 1*41 die
beabiKhtigte Dcpiwtatio« und Ermor-
Junj allci Juden tm nat »v Mavhtbe
reich umschrieben wurde Die iiMint
der Jmlenfragc- •>« ab Metapher im
üdcntlkhcn Diskurs durch Traktate
und Pamphlete seil den -hfer Jahren dec
IV hdwhundcru pranenL der Begnt!
wurde zunächst nicht ausschließlich
vv* Antweirnien propagiert I nier
-Liieunt der Juden!rage- wurden u:
sprungheh auch AsumilalKja» unJ
Sacdhingspr-vjehte und cmannpauo-
schc phdo»c mutsche Bestrebungen «er-
standen Im Zeichen dec ras*eb«ok>
«»eh argumentierenden —» AiMrscmi-
Inmu« < Schriften »im Eupen Dühring.
Tbendiw Fritsch ua) diente der Be
griff der Prxpaperunc *«l ausgicnzcn
den und diskriminierenden Maßnah
men wie '»Khruhwunr son Juden
zum «-ftentLehen Dienst. Enqudiuie
der Presse und dc* olfenthchc-n Le-
hens. geselhc haitische Achtung von
-Mischehen- Zwruchdrangen de* an
grblich okemoamchcn Fmtlusscs der
Juden
Ab 1933 radikalisierte »ich die Mc
tapher hn hin zur E. der Judenfrage
Dk Fvemuhcrung wurde spatesten» ab
fruhjahr 1'441 auch im amtlichen
Schriftverkehr »emendet ( Hinweis
Eichmann» am 123.1*41 aul Ix.»erste-
hende E Befehl RS HA » M5 1*41)
und am 31.7.1*41 un -Bestcllung»-
vchrcibin- Gormg» an Heidrich ge-
braucht »Ich beauftrage Sh mir
in Bälde einen Gesamten! warf utwr
ihr organisatorischen, sachlichen und
matencilcn Muainmabnahincn zur
Durchführung der anrcMic-Ncn I der
Itaknltiti viwzuicpcn • Im Frnla
dungsAchtcihen und ah lagesordnung
der • Wanmcc Kimlcrcwz nl der Be-
griff F ah feststehender fermmu» eta
Nett Bet Reden »>w Wchrmachl-4«e
ner.ik-n sprach der Rcuhsluhrcr SS
«4»
Himmlet auch im Klartet! über die E
als Vollzug der — Rasscnpoiitik des
NV-Staates. «be -nach Befehl und »er
standesmälfager Erkennt*» kewnpro-
mitUo» gch-M- «es (24 5 1*44) »Es ist
gut dah wir «he Harte hatten, «he Ju«icn
in unserem Bereich auszuroften-
(216 1*44) no*»ifc».-
1 ubat «. Propaganda
F utgma lgric«ii Rätsel) Bczctchnung
tur den 1*37 otiizieU crngcluhrtcn
( hitlncrauuwnalcn der dt Wehrmacht
E_ »ctschiusscllc Befehle und Nach-
richten durch 5 elektrische Walzen der
< «sie wurde alle 4b Stunden geändert
Der Adressat empfing du- Signale nut
Ich eines synchrr* geschalteten (icrats
und eMschJusseite «he Teste anhand
des jeweils scrabre«k-lcn Schlussels
Der bnt (ichrimdicnsi knackte da» E.-
Ssstem an fruhjahr 1*41) (Oper allem
Ihra). was «len Deutschen »erborgen
Nich. «Jk E Ns zum Kriegsende «in
«ct/icn. w<*luich die Alitierten einen
lnt«Ymatu»n*»orsprang bekamen.
f a »na Bmnaw
1 Maetclc Kun«! Dillarmercruk H»
zeuhnung aller Kunstwerke und -slr«>-
murgen. die dem engen und ruskslan
«hgen Kunst» erscandnts «Jcr Nat wir
und ihrem zwanghaften Nhonhcit»
uical mehl entsprachen Da» in rassisti
»eher lcimukdugK lur angebliche Aer-
falherschcinungcn »crwendclc W.et
-Entartung richtete »ach »or allem ge
iten «he »erschienenen Richt ungen «ler
Mederns Impicssrveusrnus. Euprc»-
»i««ii»mu» Kubismus, abstrakte Kunst
Faustsinus. LXaslatsmusc neue Sachlich-
kcu . aber auch gegen alle (udiltsch
nicht genehmen Werke. Die nat uv
Sicht weise konnte »uh aul R«»»ent i
ment» m «ler Bevölkerung gegenüber
schwer »rislandhchca und ah elitär
und fremdartig cmpfumiencn Werken
447
und aut eine ehe in der Weimarer
Republik manifeste Opposition gegen
A»anigar«k Kunst ( Kampfbund tut
dt Kultur-, 1*29)stutzen |—» Kunst).
Obwohl »« allem aut Hiklemk
Kunst bezogen. richtete «ach der
Kampfhegrdf auch gegen alle anderen
Sparten: Architektur Literatur . Thea
ter Fihn Musik (gerade auch gegen an
gebheh -judnehen- .xicr -Nigger-
iazzi sisc gegen -» Presse und -»
Rundfunk und alle Bereiche «ler Atl-
tagsau hetik (-• Zensur I Das -* Gesetz
zur Wtederberstelhmg des Berutshe
amt en tu ms »ertneb mehl nur |u«b«che
sondern auch alle progresMsen Kunst
ler. Hochschulkhrer. Muscum»K-ilcr
au» dem Staatsdienst Dk -» Bu»hc-r
»erbrennung 1933 war der Auftakt zur
Entfernung aller nicht genehmen late-
ratur aus «len dl BibGehckcn Em no
der Teil der sertenuen Künstler emi
gnerte gleich nach 1933 )-» Emagrati
an) |vir> sertwn man «he Kunstkritik
erlaubt war nur newh -KiiBslbctrach-
time- Mehr ab IbUMI Kunstwerke am
Museen und Samtnlimecn wurden be-
schlagnahmt und vielfach im Ausland
»erslcigert. was 193k durch das Gesetz
über Einziehung »on Erzeugnissen ent
arteter Kunst sankbennert wurde Dk
WamlerauMleitung -Entartete Kunsi-
«Munctum 1937 spater durch «he Aus-
stellung • Entartete Musik- ctranzt i
zeigte eine Auswahl pmnmenler W«-r
kc der Moderne, versehen mit «hlla
micrender, Teilen und Fotiw kranker
Menschen und »oOte bei «len 33 Mki
Besuchern Ängste und Abscheu erre
gen Eine otlcallKbe Verbrennung lau
sentier von Werken fand I9W in Berlin
stall Die Verloste, ehe «fecsc fkditik mit
uch gebracht hat. und bt» heute nicht
überwunden teww keZTs*
f wirt itewy ak w
—r* w* fleuss«!»* Hasnnutew Mtwrnm Br»
hoMaaskcnim
IWkl l<M-
f nirrdwngsaktHHi Versuch zur Beseiti-
gung der Massent>r »her »an NS-Op-
tern in Osteuropa 1943 -1*45 durch das
sog Scasderki-enmamlo l<Mb. txrnannl
nach «lern emschlagigen Aktenzeichen
un -» RSHA Nach ersten l’Krlegun-
gen teil der Jahre»wcn«lc 1*41 42 be
aaltragte Hesdneh etwa Ende Marz
1*42 Paul BkibcL den frühere» Leiter
de» S-widcrkammarwhis 4a mit der E
Dieser »crhanilclte mit -w Gestapo-
stelkn in Oueuropn und inspizierte
1942 die Leichen»erbrennung m den -»
\ermchtungslagcrn In Zusammen-
hang mit «ler Entdeckung dci Grabet
»on NS Opfern im Kaukasus im April
1*43 beschleunigte er die \ orbcreitini-
grn D«c I begann rni Juni 1*0 durch
«he Gestapo in Lembclg beim «bärtigen
lager larurwska. wo «lie Einheit 1<«15
auch selbst kGsscnerschicbungen vor-
nahm Ab August wurden die mobden
S«>o«lcrkommandos ItUS-A und 1005-
B m «ler L krame und MJ05-Mitte in
Weißrußland gebildet die die Massen
graher dieser Gebiete von OM nach
West cihunuertc n. Lokale Kommandos
wurden von GestapuMeUen im Balti-
kum sn Bezirk Biaiystok im -* Irene-
ralguuscrnemem in «len Reichsgaucn
-» Danzig-Wcsiprcußen und -• War-
ihctand und in -» Jugudawicn einge-
richtet Blobe) selbst hatte nur einen
kleinen Stab dte Kommandos wurtlen
von Gestapomannem geleitet Die
unvorstellbare .Arbeit der E mußten
Hattlirutc, meta — Juden verrichten
«be von SchutzpoiiZBicn bewacht und
nach «lern Abschluß der Arbeiten er-
mcrrdel »unJen Einige Jet Haltlines-
kmnmanckw unternahmen crtoigrci
ehe Mosscnlfuchien Die Massengräber
wurden .wljiqrjhm Jk lcwhcn an
Sammelpunkte getragen oder gefahren
dort aul I iwnbahnschienen und Holz
hohlen gcw.-hichtel. mit Benzin über-
gossen und angenmdet Asche und
Knochenleite wurden wieder > ergra-
ben Die E ru nur teilweise rclungcn.
»crmutlxh wurden aber über I Mio
I eichen »erbrannt die anecsticlMe
Geheim Kattune kinuite nxhl crrcwhi
werden n»»z/W
F rtsarehl»» «. Medizin
Erhgesuadhcit PscuJomedizmr-e’licT
Begriff zur Begründung tasscnhsgwni
«eher Maßnahmen Aneeblich war die
E dc» dl -X idk »körper»- nur zu tei-
len durch -Ausmerze- det -Erbkran-
ken- -MmJerweriKcn- und -Gcmctn-
«chattsunfahigen- und durch - Auslese-
der -Erbgcsünden- -Ikcbwcriiecn-
und -leistungsstarken- i — Medizin»
Nach dem Gesetz rat Xerhufung erb-
kranken Nachwuchses »«n 14*1033
konnte «e-een «einen Willen stcnlisierl
werden wer an schwerem Alkoholis-
tmic angeborenem Schwachsinn. Sch»-
Aphrente zirkularem Irresein «der
Jen erblichen Ionel »on kett-tanz.
Blindheit Taubheit und schwerer
körperlicher Mißbildung litt Arzte.
Eursnrgci Lehrer u-w hallen den Be
treffenden heun (•esundheitsaml an
zuzeiten Da» Gesundheitsamt crMellle
ein Gutachten und beantragte damit
hei dem ledern Ami»rerxhi angc
gliederten Erbgcsundheitseenctw die
Z w an«>Mer d nah* m
IUM-|<MS wurdenca KIHWIPerso-
nen zwanpclctik-acn In «kr Mehrzahl
waren es Fürsorge empfanget Lang
mlarheilskwe kinderreiche »Aso-
ziale-. Hilt»»chulcr Behinderte u a ko-
4M **•
Mcnirachltte -Ballastcrrstcrucn- Es
waren dieselben die auch »on lamt-
lienf ordernden Maßnahmen «e Ehe-
standsdarlehen und Kinderbeihilfen
Ehe) au»reschk»ssea waren und
nach dem Gesetz zum Schutze der E
dci dl Volles »om I» IUIW35 nacht
betraten durften Arzte und Richter
wandelten willkürlich «ozialc Erteile
in medizinische Diagnosen um
a«nr <—Sark
I rtdsof Der nat soz X ersuch bauerli
ehe» Leben mit der — -Blut und Bo-
den- IJeohsne zu »crcinbarcn Mil
dem -» Re»eh«c-rbho«gv*etz wurde das
Ancrbenrecht. d h die Xererbung aut
nur einen Erben. »crpflxhtcnd Die so
gebildeten unteilbaren F walten Jk
Erhaltung und Pflege «kr -» nordi-
schen Rasse gewährleisten und eine
•rassische Wiedergeburt- «le« dt
Xofkcs erm. »glichen Der E besitz wur-
de so zu einer Art Lehen, was weitge-
hende Einschränkungen bäuerlicher
Selbstbestimmung bedeutete, insbcson-
dere m wwtscharthcber und erbrechtli-
cher Hinswht Die» führte zu sieten
Streitfällen »m Jen — Ancrbcneerich-
le« Der E besitzer mußte einen Arier-
nachwer» (—* Abstammungsnachwets)
fuhren, und dte Erbberechtigung war
an -Rmnrawugken- gebunden
l *ÄB Arwww
f rbkartelrw s. Medizin
1 rbpflege- W Medizin
F reigntsmeldungen s. I msalzgruppen
I rm n btigwagm x tz I »a dae —»NSDAP
bei den Wahlen am 5J.IW33 ein
tur sie enttäuschendes Ergebnis er-
zielte und nur mit Jrr -• DNX P die
absolute Mehrheit erreichte, »ersuchte
Eldter mit einem Gesetz zur Behe-
bung »Kr Not »on Volk und Reich
vorn 243 1*33 Je Ermächtigung zu
erlangen, ohne Zustimmung »on —»
Reichstag und -• Rcwhscai und ohne
Gegenzeichnung des -• Rcichsprasr
denteri Gesetze zu erfassen cm
schbctiladi des Hamhaltsgcsctzcs und
X'cniagcn nut Itcttxk-n Staaten Lin
solches sertaMuagsandcrndcs Gesetz
bedurfte emer 2. '. Mehrheit Je» Reich«
tage» Dieses E. kam nur durch mi»-
st»cn Druck (bewaffnete -» SA- und
-» SS-Männer an Plenarsaal) und
Propagierung einer sonibergehcnJen
•legalen Resolution- zustande Nach
der Zusicherung emet rcsinktrsca und
kontrollierten Anwendung Je» E »uo
seilen Hitler» (Sicherung Jer Lsrslcnz
der •»bersten Vertas»ungsorgane. Jer
Lander der Rechte der Kirchen Wie-
der gcWährung der Grundrechte. Ein
setzung eine» Rcichslagsausschusse»
für die Kontrolle «ier zu erfassenden
Geset/ef.dte aber tue eingchatten wur-
de. stimmten «chlxHIuh außer Jen Par-
teien der Rcgietunokicilrti. >n _ Zen-
trum. Base rische XoUspanci unJ Dr
Slaalspartci für das E l cihgbch die 'M
Abgeordneten det — spl» lOcrtat
dagegen (euMfruckssoUe Ablehnung
durch dm Xooitzcrvdcn Otto Web);
die Abgeordneten der —> KPD waren
whoo »other «crhaBet worden in
dieser formellen Selb»tcntmachtune
Je» Reichstage« und in Jem damit
erreichten MachUuwachs Hnters hegt
die eigentliche Bedeutung des E
Der Rechts- und Verfasstangsataat m
Deutschland wurde damit beseitigt
H fcw rt 4^»haa
Dt» • liiwAanmeienn: * 2a W»: f*<l
Qatt/n (irvfurlar wat äawpmww 4rs
*• h 4 iWt Ur» .*< ••* t.U* «4
Ibw*- kg. • twart »an RaUMI Monr». IteMt-
tewi 1WC
Zfabn Uarhir*g«oh»wr /**.• IkaSaBnawi
ZMn « 1»«— /♦'' b> nw Biwrrrtenr 4n
/lywiwiiwiM—n H äte Z*”. h» »uw k«cl sad
RuO Bester MwKhe«
I tw**r BAetfwsehrr
Ern»«» BibeHnnrter« Ihe E die 1V31
den Namen »Zeugen lehosas. anaah-
men. fül die rcdoch ihre alteren Be-
zeichnungen Ernste oder Intcrnationa-
te BdteiforsriteT nuch lange gebrauch
fach Nieben wurden »cm «k-n Natsoz
mit uncrbiulKhcr Hatte bekampll
Zu der in den Ater Jahren des 19 Jh
m PeatHsivania L SA entstamknen
christlichen Xercmigung tv kannten
»ich in Deutschland, seinerzeit nach
den L'SA die stärkste Ländcrsektum.
I«33 ca 25IUI Personen Dsc E. wur
Jen als erste < ilaubcr»»gcmcin«chan
bereits ab April 1933 nach unJ nach
m allen J< Ländern tm Preußen am
24.6I9.33i »erboten Schern seit dem
Ersten Weltkrieg hallen ix den Hab
»olkrsch-anti'emiti'cher Kreise aut sich
rczogs n.ilic die E wegen deren PicJigt
si>m hcizniufiriskn Weltuntergang
Jem Bekcnnnii« zur kfkpdemt-
»crweigcrung der -Frcmdlenkung- am
den l'SA und deten »ermemiheher
Nahe zum JuJentuir bekainpttcn Ihe
Nat »v sahen in Urnen -Wegbereiter
des judßcben Bohchewtsnius-
TEutz Xcrbotc» führten weit mehr ah
I(Ktl> E- ihre Zusammenkünfte und
Misuomsaktisitalcn beharrlich und un-
ter Anwendung konsptratner Techni-
ken lort Sic hielten dsc Xctbrndung
untereinander und ins -Xmiand aul
recht, organoterten einen lusgedchn
ten Nchnftenschmuggel und sichten
Dr uskerzv ugntsw <g B ihre Zeitschrift
Der Bachminwl im L mergründ her
Dw Xerwetgerung de» -• Deutschen
Gruße» und der Xfiigltedschafl m NV
ZwaagMKJqterschaflen fuhnc zu einet
wetteren Xcncharfung des KorilTikl»
Xon den -t Sundergenchten wurden
Tausende E »bgewneilt Eunkttoware
und -Wieder!».dungstäter- wurden ab
4SW
I mlriwkljf
Mitte der Ater Jahre zu Hunderten in
—♦ Konzentrationslager eingclictcrt
Don führte die -» SS die F al» eigen-
ständige Kategorie (violetter Winkel).
Aufgrund ihre» Zusammengehörigkeit»
gefuhl» und ihrer GlaubcnszuvetsKhl
zeigten »le einen iiUHtcpragtvn Selbst
behauptungswrllen. .in dem der Versuch
der ss mH twilicriing. siiafkompinic
und Mißhandlungen die Abkehr von
der Sekte zu erzwingen, scheiterte
Auf die zunehmende Repression rea-
gierten die F mH einer Intensivierung
ihrer AMini-itcr. H* ' [ t Oierten
»ie mH mehreren rcichswcit organisier
ten Flugblattkampagnen gegen die
Einschränkung ihrer Glaubensfreiheit
und die Verfolgung durch -» Justiz und
-» (»csiapo Die nonkontormc und ra
dikalc Haltung der E zielte aber nicht
aul die Veränderung der politischen
Ordnung. vielmehr ging es ihnen um
die Möglichkeit uncingcschranktci Re-
ligionsausübung Die —• Verfolgung
deuteten sic al» eine ihnen auferiegie
Prüfung, in der sie ihre Glatrbcnstreuc
zu beweisen hatten Insofern war •
Widerstand für sic ein Bekenntnisakt.
Nach mehreren Verhaftungswellen
waren die reicht*eiten Organisatwrns-
strukturen der E 19.W zerschlagen Na-
hezu 1<HH«I E. wurden für unterschied
lieh lange Dauer inKilHcrt. über ?<<••
wurden in KZ cingcwiesen Die Zahl
der hxlesopter unter den dt F liegt
hei 1200. ton denen ca. 250 - überwie-
gend aufgrund wchrmachlgcnchllichcr
Verurteilung wegen Kncgskhcnsner-
weigerung hingerichlcl wurden Da-
mit wurden die F von allen religiösen
Gruppen nach «len Angehörigen |U
drschcn GlauNms vom NS-Regune
prozentual am härtesten verfolgt
rvawr^r/w
Lilrruruf
C-arhe Perlet kr« WUrnwaW mJ Varn
0fr /ntf'11 — ririzww Hnth-
Mvndw« IW1
ImHcrgrr Hktf -ra* II wirr
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wefwrr »«J Jr> Zrarrw trW.nn ar l afwi und
VUriwic /hJorM IV” /IMS Sewnumirr l*»l
1 rnicdanktag Der Sonntag n.ich Micha-
clrs. einer det nationalen Feiertage des
NS Rcgoncw mH dem die Bedeutung
der Landbevölkerung hervorgeboben
und der -» Blut und Boden- Ideolo-
gie Vibdnick verheilen wutde (-♦ Pro-
p.ieinda) MH «Jer -♦ Fciergestaltung
war Ja- -• RcichMnintstenurn färVolks-
aufll.lrung und Propaganda beauftragt,
da» ab 1933 cm einheitliches Pro-
gramm»<he-nu tFlaggenparade Über-
gabe der Frntcgabcn. Volksfest etc.)
festk'gtc Abweichende Brauche wur
den verboten um die vollständige In-
dicnst nähme diese» alten V’odtsfciei-
tages zu gewährleisten Nachdem die
Hauptsetanstaltung, der -• Rcichsbau-
cmt.ig. ab 1938 nicht mehr »tattfand er-
lahmte das Interesse am F lebte aber
ah 194? erneut w teder auf l ria Imwn
Frnlcfrct ». Aktion Frntcfest
Freier Mai ». Nationale Feiertage
F rzrugung»»< hlaclil t. Vutarkie
FMerwcgen •> I msfandluger
1 »lland Hi» 16ti.|1M0 unabhängige
Republik , d-mn der -• St«w)elunion an-
geglledcrl und im Zuge des l'nlernch
mens -» Barbarossa rm Sommer 1941
vtwi dl Ituppen besetzt sowie al» letl
des Reichskommrssarials Ostland
der Zivilvcrwiiitung unterstellt. Wie
die anderen ball Staaten war E. zum
l spcnmcnticrfclJ dt Ausbeutung»
und Germanisierungspohtik auserse-
hen. wobei nal soz Rasscc»perten Jen
Feten gute -Findc-ulschungs- -Vussach
ten hewhcin>eten (-• GermaniMcrung)
Wahrend die -anschc« Bevölkerung
451
I Jade. Ib-l i Uoklkit1
insbesondere in der Endphase dt. Be-
setzung ah Partner un Kampf gegen
die Rote Armee umworben wurde, ver-
fielen —• Juden und andere potentielle
Gegner der Vernichtung. »«fern ihn«, n
nicht die Flucht gelang (—• Rassenpob-
tik und Völkermord) E war das erste
dt Bcsatzungsgcbict. da» (bereits An-
fang PM? nach der F.rrmxdung »on <36
Juden durch die —» Einsatzgruppe AI
ah -ludenfrei- gemeldet wuule bt» rur
Befreiung «Jes LamJcs durch uwvj.
Truppen im September l'M4 existierten
allerdings weiter —» Konzentrationsla-
ger für Juden, etwa in —• \ai»ara und
-» Klooea. in denen Zchnuuscndc »on
hauptsächlich au» -* Lettland und -*
Litauen deportierten Juden starben
/mro WaitMo«
Eugenik «. Medizin
Eupen-Malmedv vom Dt Reich an-
nektiertes belg. Gebiet Die Annexion
de» ehemaligen pteuß. im -* Versailler
Vertrag an —♦ Belgien abgetretenen
Gebiet» F wurde am IK5|*Ml »er-
kundet Breite Zustimmung großer
Teile der Bevölkerung erleichterte die
Eingliederung, «fac von V erhaft unten
der probelg und jüdischen Einwohner
begleitet wurde Im September l*M4
wurde E wieder belg. Gehet, die ge-
nauen Grenzen wurden erst an dt-
belg Grenzt ertrag von l‘»*z> fest gelegt
Zatw SdwZrr Urwf
Europäische Neuordnung ». Neu-
ordnung Europa»
Euthanasie «. Medizin.«. Aktion T 4
Euthunasieanslallen a. Bemburg.
Brandenburg. Grafeneck. Hadamar.
Harthewn. Sonneastrin
E»ian Die Konferenz von E .al» Reak
tion auf die rigorose Vertreibung det
—• Juden au» -» Österreich von LIS-
Präsidenten Franklin D Roosevelt ini-
tiiert. (and im Juli IM3Ä mit Delegiert«.-«
aus 32 Landern statt. Das Ziel, duich
international« Zusammenarbeit eine
geordnete Auswanderung vier dt und
Osten Juden zu ermöglichen und die
Autiuhmebcrcilschafl der teilnehmen-
den Lander zu erhöhen, wurde mehl
erreicht *r«nu Imv knarr
Ewige Jude. Der i Ausstellung) l)vc V«>n
der NSDAP Gaulcitung München
Oberbavern und «Jem —» Rcichsntini-
»letium für Aolk».iulklaning und Pn>-
paganda veranstaltete Ausstellung wur-
de am H il 1*37 in München al» -große
politische Schau im Bibiiolhcksbau des
Dt Museum»- aut einer Flache von
3300 nf eröffnet. Aon -» Juden began-
gene Verbrechen wurden groß herzu»
gestellt. jüdische Brauche verächtlich
gemacht und «Jer «entsittlichende- Ein-
fluß lUvlischci Künstler auf die dt.
Kultur behauptet Die gefährlichsten
Feinde «Je» Dt Reiches seien JinJen in
einflußreichen Ruulkmen auf der
ganzen Welt Foto» sollten «he Minder-
wertigkeit der -jüdischen Ravte- be-
weisen. Gezeigt wunJen einseitig aus
gewählte und die Wirklichkeit verfäl-
schende Bilder, so z.B kleinwüchsige,
bucklige Chi juden im abgerissenen
Kaftan oder jüdische Schauspieler in
häßlichen Masken Ak -Verderber
Deutschlands- prangerte man IVilitiket
jüdischer Herkunft an wie Walter
Rathenau; ak -Verderber «ler ganzen
Well- di« -jüdischen Kommunisten-
Karl Marx tuxl Leo Trotzki. In An-
wesenheit hochrangiger NS-Funktiona-
rc wurde die Ausstellung durch Goeb
bei» eröffnet Juhu» Streicher vertrat
als Hauptredner «Jie These, daß -die
R.issenfragc vier Schlussel zur Welt-
geschichte« sei. Am Abend wurde im
Retidcnztheuter -in plastischen Bil
dem- - emer Folge von Rezitationen
I »Ifr Jwdr. IM tliluil
und dramatischen Szenen die anlac-
miltscbe Botschaft vertieft (—♦ Antise-
mitismus) Sonderpi>*tkartcn und Son-
derstempel warben tur die Ausstellung
Fine Vortragsreihe der «Forschung»-
abteilung Judenfrage dc* —• Reichs«-
»tituts lur Geschichte de» neuen
Deutschlands- sollte das Ausvtellungv-
thema wiMcnschafllieh untermauern
Schulklassen wurden durch dse anti-
semitische Schau geführt. die vom
8.11.1*37-3LLI«« 4123t» Besucher
zahlte Die Ausstellung wurde auch in
anderen Stadien gezeigt. w..z»«m Mur
1 »igr Jude. Der ililmt Hier wurde die
Figur Jes ewig Ȋndernden Juden. des
Ahatverue, die seit dem (ruhen Mittel
alter al* Legende kursiert, zum Titel
dc* widil bekanntesten antisemitischen
Propagandatilm* der NS-Zeit. der mit
pscudo-dokumcntarischcn Mitteln den
niederträchtigen- angeblich unzivili
sicrtcn Charakter dc* •Ucitjuden-
tunis- autdccken will. Regte führte
Fritz Hippler gedreht wurde so» allem
im —» Ghetto —* Lodz: Premiere war
am 2«ILI*Mit. Der Film arbeitet mit
altbekannten anttjudischen Sterei<>-
pen. und die Kamera versucht die
(iesichter etwa der Ghettobewohner
st» etnzulangen. dah sic nur noch als
•typisch jüdische- Fratzen ähnlich den
-» Sturntrr Karikaturen erscheinen
Besonders erschauern sollle der Be-
trachtet her Jer Schachlszcttc (du. in
manchen Kopien aus Ruck suhl aut die
-Nerven- der Zuschauer he r ausge-
schnitten wurde), deren plastische,
blutrünstige Darstellung Eitel erregt
(-•Antisemitismus, -• Propaganda)
AUu«tr Urtfr/
Exil s. Lmigraliun
F slernsieine s. SS-W irlschafls-
unlcrnehmrn
452
F
Fatmkaklion Letzte große R.izzta zur
-» Deportation aller noch un Dt Resch
»erblichenen nicht privilegierten -• Ju-
den In seiner Eigenschaft ab Gauleiter
son Berlin verfolgte Rcuhspropagan
damtnislcr Dr Joseph Goebbels das
Ziel. Berlin bis spatesten* Ensic Marz
1M43 • judenfret zu machen- Die Ak-
tion hatte zwei Ziele neben det De-
portation aller im Reich befindlichen
-ungeschützten* Juden sollten Jk*
m —» •Mischehe« lebenden jüdischen
Zwangsaibcücr erfaßt und aus den In-
Justncbetnehen entfernt werden Auf
Anordnung des -♦ RSHA wurden ab
dem 272 I‘M 3 in Berlin etwa 11001)
Juden verhaftet und in vier Sammel-
Lagcrn (zwei Kasernen.die Svnagogc in
der Lev etzowst raße und das Konzert
hau» Clou) bis zu ihrer Deportation
fcstgchaltcn Von den über 11 (MJl0 Ver
hafteten wurden zwischen dem 27 2
und dem 6 3 etwa 8Z»Ni Personen de-
portiert -Gcllungsjudcn- sowie die in
-» -Mischehe- lebendem Juden wurden
in einem AerwaltungsgebauJc der Jü-
dischen Kultusvcrcinigung m der R»
senstraße 2-4 und m einem Geb.lüde
der Großen Hamburger Straße inter-
niert Gegen die trcfangensctzung und
die befürchtete Deportation diese*
PersoocnkKBc» protestierten deren
nichtjudischi' Angehörige, v a Ehefrau-
en. eine Woche lang unter den Augen
der SS. in einer bcispicHosen öffent-
lichen Aktion in der Rosenstraße. bis
zur Freilassung Jet Internierten am
6.3.1*43 Die Festsetzung war nach
neueren Forschungen oltenbar erfolgt,
um die letzten jüdischen Mitarbeiter
mchtiudiwher I mrtchtungen zu crsci
zen Die Freilassung war also nicht un-
bedingt I tgcbnis des Viderstands det
Angehörigen Dieser Protest irritierte
45J
Fawteäsaias
aber zweifellos Jie Machthaber. wo-
von Gocbbcl*' Ta^ebuchaufZeichnun-
gen zeugen Wm« a,ww
Literatur
I »iwnri Wirft flr« I »«« litawavH» Sitei mmiiWi
Jruö-Azr Juden, laa Luanemrbm ah [Jemen
arrlerlt’rfrfiMi ZVM /vzi Berlin IWT7
iOKnn Ucint«. f •UMrnpnweM ra Jer Keren-
UruKe Berlin I**»’
l aten« hinli. Dir s. HorslASrsMrl-
lied
Fatenriifhuhi Galt ak «las -gemeinste
militärische \ erbrechen« I Keile I) an
Jcr Wehr und Volksgemeinschaft
«le» natsoz Staates Getreu Adolf Hit-
ler» in — Wem Kampf vertretener De-
vise. ah Deserteur müsse man sterben,
wurde nach Hbü A) MStGB im Kriege
grundsätzlich mit dem Tode bestraft,
wer sich schuldig machte sich Jer
Verpflichtung zum Dienste in der
Wehrmacht dauernd ru entziehen*
Das Feindbild des Deserteurs verband
traditionelle militärische Drszipiinvor
Stellungen mit der Psvdiopathi4ogis»e-
rung des polnischen Gegner» und
-Reinigung»--Vorstellungen des —• So-
ziaJdarwmismus Der Fahnenflüchtige
galt als -Wehrmachtsschadling* Die
Wehrm.w'hlstustta strafte F. als eminent
politisches Delikt ab. wurde doch «Jer
Verstoß gegen die im Fahneneid fcslge-
schnebene persönliche Fidcsleivtung
aut Hitler ah »Treuebruch und
•schwerste Pflichtverletzung* gewertet
(-♦ Eidl. Kriegsgerichte »erhängten
mehr ah 22000 Todesurteile wegen
F und lieBen mehr ah 15000 verurteil-
te Deserteure hintichtcn <—• Krieg»-
gcn«Jtlsharkcit). Richtlinien und Er-
lasse für die Strafzumessung hei F wur
den irn Verlaut des Zweiten Weltkrie-
ge» zur Durchsetzung einer generalpra-
ventisen Ahschrcckungsdoktnn mehr-
fach verschärft (-• KncgMondcrMral
recht)
Die F wurde für viele dt Soldaten,
die erzwungenermaßen ihren Kriegs-
dienst tut den UnrechMtaat leisteten
nun einzigen Ausweg au» der Gcwis-
sensnot I war dahet in zahlreichen
Fallen auch Ausdruck, des -• Wider
Stands Vurbm Harne
l rtererur
SuiUnäcl Fid|e IKg l Irorfw «drr t’.-rfWA'r.r
Oewneurr mj u*aehr<mme SeMnra an Van-
Habi-raaätmu lli.rfich l*»l
Hust. Swrtscn beut* he Ih-rmnire Berlin I ÜKl
Sodlri Fraas W fahre» flieh; Oer S<ZUm rm
uhen Lui and iienmen Munstern Berlin 1*0
Fahrtenstenze s. Edelweiß- Piraten
Fall Gelb Tarnbezeichnung für den
dt Angntl im Westen. Die aul Jem
Schhcffen-Plan aus dem Ersten Welt-
krieg basierende Aulmarxhanwcisung
»om 19 101939 fiel den Belgiern in
die HanJe (-• Mcchclen-Zwiscbcnfall
10 1 1940) und machte eine Änderung
des Angi iffskonzepu nötig. die aller-
dings ohnehin schon erwogen wurde
Der neue mshesondere von Erich v
Manstcin beeinflufltc Opcrationsplan
»om 24 2.194(1 sah v.a den Vorstoß
starker Panzerverbände durch die al»
unpassierbar geltenden Ardennen vor
(•Sichelschnitt-1. worauf im allgemei-
nen det Erfolg des -• Wcstfcldzugcs
zuruckgcfuhrt wird ra< fnMnh
Fall (.nm Operationvplan für den Ein-
marsch in das -♦ Sudctcnland und die
Besetzung der lRc»t-> -t Ischccho
Slowakei
Fall Weiß Operationsplan tur den -»
Klient cldzug
FasctMsmus Abgeleitet »om lateinischen
Faun lRutenbündel mi! Beil Ja» im
antiken Rom den laktorcn al» Svmbol
ihrer Amtsgewalt vorangetragen wur-
de im nal F s.nnbsld der laschistachen
txihivnih
Bewegung von 1926 bis 1943 offizielles
Suuttsymbol — Italiens» Im engeren
Sinne hezcKhnet F. die «an Mussolim
gegründete Bewegung bzw Partei, ihre
Ideologie sowie das von ihr in Italien
errichtete Herrschaftssystem. im werte-
ren Sinne alle ideologisch verwandten
Phänomene in Furopa nach dem Er-
sten und bis zum Ende des Zweiten
Weltkrieges. die toiairtarc Systeme be-
gründeten oder sich deren Begründung
zum Ziel setzten Ah ncofasehistivch
werden politische Bewegungen bzw
Parteien bezeichnet. die nach dem
Zweiten Weltkrieg an taschistnche
ZaclVorstellungen »nknupten
Obwohl der F niemals eine konsi-
stente Ideologie aushddctc. teilten die
verschiedenen faschistischen Bewegun-
gen eine Reihe von Merkmalen mi
Hunten Antikommumsmus und Anti-
Itberalismu» sowie eine prinzipielle
Feindschaft gegenüber der Demokra-
tie. einen extremen Nationalhmus der
den Einzelnen der Nation total unter-
ordnele und in der Regel expansive
Ziele verfolgte (und sei es gegen Min-
derheiten im eigenen Landl, verbun-
den mit rassistischen, oftmals auch
antisemitischen Motiven (-♦ Antihol-
schewismus. -• Antisemitismus). Der
F propagierte kultische Verehrung
gegenüber einem allmächtigen I uhrer
sowie die Herausbildung eines Ethos,
das bedingungslosen Befehlvgehorsam
Konformismus sowie Hab gegen Au-
ßenseiter und abweichende politwchc
Auflassungen, ständige Bereitschaft zur
Anwendung physischer Gewalt und
Verachtung tur alles Schwache forder-
te Ihc Organisation der GcselKhaft
sollte nach dem -» Tuhrer und —» Gc-
fidgschallsprinzip erfolgen
Der F. propagierte eine monolithi-
sche L inhcit zwischen dem Suat und
der eine Monopolstellung behaupten
den faschistischen Partei Die Funktion
der swlfalligen Parteiorganisationen
W
bestand vi dann alle staatlich sozia-
len Bereiche mit dem Willen des Füh-
rers •gleichzuschaltcn-, den einzelnen
total zu kontrollieren sowie schheßbch
einen neuen laschistiwhen Menschen-
type» zu schaffen Alle faschistischen
Parteien unterhielten paramilitärische
Verbände die ursprünglich für Ausein-
andersetzungen mit dem politischen
Gegner bestimmt waren und im Falle
der Machtergreifung auch staatliche
Aufgaben wahrnahmen Der F erstreb
tc die politische und oft auch physische
Vernichtung des idcidogtschen Geg-
ners Brutale Gewaltanwendung win-
de einerseits ab Kampf gegen den
Komptocnißcharakler des bürgerlich-
liberalen Systems sowie gegen den
Bolschewismus cloriliziett. anderer-
seits als Ausdruck eines neuen politi-
schen Stils verherrlicht, der den Zu-
stand des Krieges schon in den Frieden
verlagerte.
In der Herrschattvphasc wurde Op-
position durch fVifizcitcrror unter-
drückt oder verneblet Faschistische
Bewegungen entstanden nach dem
Ersten Weltkrieg nahezu Überall in
Europa aufgrund verschiedener, v.a
wirtschaftlich-sozialer Krisen Sie ver-
mochten dort massenwirksamen Pro-
test zu mobilisieren sowie das bürget
liehe System selber zu gefährden, wo
dieses nut ansatzwcisc bzw umoUkuoi-
men geselhchafllich verwurzelt war
wo vorkapitalistische, obngkeiKstaatlr-
che feudale oder ständische OtientK
nmgsmustcr sich in wellen feilen der
Gesellschaft erhallen halten Ohne
auswärtige Hilfe konnten »ich faschi-
stische Regime nur in Italien und
Deutschland etablieren, und dort konn-
ten sie es nui tm Bündnis mit alleren
konservativen Machlchlen die ihrer-
seits mit Hilfe des F. den Bolschewis-
mus zu vernichten trachteten Der F
sollte im Rahmen eines - letztlich lehl-
geschlagenen konservativen »Zah-
455
mungskonzeptes- kontrollicri werden
Wo die Hilfe der Konservativen aus-
blieb. der F durch autoritäre Regime
unterdrückt wurde oder sich cm klas-
scnubcrgreifendcr antilawhistischcr
Widerstand organisierte, hatte der F
keine Chance. unter friedlichen Bcdm
gungen zut Herrschaft zu gelangen
In -w lialtrn gründete der ehemalige
Sozialist Benito Mussolini am 233.1919
eine Organisation ehemalige! Kriegs
teilnehmcr die -fasci di combatumen
lo- (Kamplbunde). du am 7.11 1921
in eine Partei, den Partito Naziunalc
Fascista (PNF) umgewandelt wurde
Am 27.'2x II» 1922 veranstalteten die
Faschisten den -Marsch aul Rom« (der
zum Vorbild des —• Hillcrpuische» wur-
de), eine mit schwachen Kräften unter-
nommene Revolte gegen den liberalen
ital Staat die zum Erfolg führte wert
MusMiüni die l nictstutzung der ilal
FUhr ungsschichtcn besaß, et sich mit
der Kirche zu verständigen wußu und
der ital. König Viktor Emanuel III. den
bereits über Rom verhängten Ausnah-
mezustand wieder aufhob und Mussoli-
ni schließlich mil der Rcgnrungsbil
düng beauftragte. In diesem Kabinett
waren die Faschisten in det Minder
heil Der Ausbau des 1925 »on Musso-
lini propagierten -stafo totalitano-- er
folgte 1925 192« in verschiedenen
Etappen, erreichte allerdings niemals
das Ausmaß, das diese Staaisform in
Deutschland atuichmcn sollte Dies lag
mehl zuletzt daran, daß Militär. Kirche
und Krone nicht -gieichgeschaltel*
werden k.mnten. sondern für den ital
F. Verbündete aul Zeil blieben. Musso-
lini» Entschluß den Weg Imperialist!
sehet Expansion zu beschreiten, führte
ihn in die Abhängigkeit vom nat «w
Deutschland Nach dem Zusammen-
bruch seine» Regimes am 25.7.1943.
seiner Verhaftung und anschließenden
Befreiung durch dl Soldaten, verblieb
ihm schließlich noch die kurzlebige
laxhismu«
Rolle in Nordilahen den Chel einet
Marionettenregierung »on Hillers
Gnaden zu spielen.
Aufstieg. Programmatik und soziale
Zus.immeiwctAM(dci • NsDVI’wci
sen große Ähnlichkeiten mit der PNI
auf. Das Regime Ilittet» wat huiMcht
heb seiner Entstehung und Ursprung!)
eben Struktur eine Fuhrcrdlklatur
nach ital. Viwbild Die Entwicklung der
nat.soz Hcrrschaftspraxi» wich icdoch
vom ital. Prototyp derart stark ab. daß
sich »on einem dt F alk-ntall» tm Hin
blick auf die strukturellen und entwich-
luagagMchndtthchen Gerne ms.:
ten det faschi»!iscbcn Regime sprechen
laßt War Mussolini» F letztlich immer-
hin noch aut die Umwandlung des
Staates bezeigen, so ging es Hitler »on
Anfang an um die Begründung eines
Imperiums aut rassischer Grundlage
lur da» der Staat nur da» Mittel zum
Zweck bildete. Del wialdarwiniMrsch
motivierte, auf planmäßige physische
Vernichtung ahndende Rassismus und
Antisemitismus dc» NS-Rcgimc» halte
keine ital Entsprechung Der Rassis-
mus des ilal I wat von allerer, kolo-
nial imperialistischer und apartheid
lieber Art; er unterdrückte ganze Vol-
ker und zwang »ie zu einer diskriminie-
renden Randcu’lciu. führte aber mehl
in den organisierten Völkermord An
Deutschland und Italien orientierten
»wh letztlich alle kleineren faschisti-
schen Bewegungen und Parteien Eu
topas
In -w Aroiirim gründete der Rechts-
anwalt Ante Pavclw am 7.1 1929 die
—• L »taseh-i welche die nationale L'n
abhangigkeii Kroatien» proklamierte
und dieses Ziel durch den Einsatz
»on Terror zu erreichen trachtete Die
l'stascha. extrem antisemitisch und an-
tibolvchewrsiisch orientiert. übernahm
nach der dt Besetzung -» Jugoslawiens
in Kroatien die Macht, wo sie nach
nat.soz. Vorbild ein Terrorregime er-
Faxfii
richtete. da' — luden und Serben mit
äußerster Grausamkeit »erfolgte
In -• gründete det Stu-
dent Corneliu Zcie-a Codreanu am
24 6 1927 d»e nalion*li»lis«he antikiwn-
munistischc und antisemitische l ctmn
Erzengel Michael »eit W31 ab -E«ser
ne Garde* bekannt die » a durch poli-
tische Morde von »ach reden machte
Nachdem Codreanu hei den Paria
cntswaMen WJ7 19% der Stimmen
erhallen halte »uldc seine Otganisa
tu« »erboten, er selber »erhallet und
am 30.1I.J93K -auf der Flucht erschos-
sen- Die Eiserne Garde blieb |c«h»ch
weiterhin em politischer Machtfaktor
Im September I94i) bildete auf dt
Druck die »on General lern Antons cu
geleitete Regierung mit der »ori Hona
Sima dem Nachfolger Codrcaous
geführten Eisernen Garde eme Koali
tumsregicrung. die mshcsondcrc Juden
brutal »erfolgte Ilona Sima der nach
einem gescheiterten Putschversuch im
Januar 1941 tm KZ — Buchenwald
iMcrnacrt worden war. wurde nach
dem Sturz Antonevus im f<a44
»in Kniet als Chef einer rumänischen
Exilregierung eingesetzt
Die am Nat so/ orten Herten Bewe-
gungen -» t'ngiam» gingen in der 1935
gegründeten -Partei des nationalen
Willens- dc» ehemaligen Generalslahs-
oflizicr» Ferenc Szalasi auf. die sich
nach ihrem Symbol schließlich -» Pleil
kreuz-Partei nannte S/alasi »ertial ein
national unpcrvalislisches antilcudali
»Usches, annkaptahslische« und anti
scmitrsvlic' Programm Nash dem
Sturz dc» Reichs» erw esen Nikolaus »
Horthv im < »kiotvcr PUa wurde er »on
Hitler zum Regierungschef erhoben
Seme Pfcilkrcuzici K-tcihgtrn »uh an
der Vernichiung der Ungar Juden sowie
um dl Abwchrkampf gegen die Rote
Armee
In -* Dizr-rrm/i entstand der F aus
den Heim»ehren die den dl Freikorps
AN.
ähnlich unmittelbar nach dem Ersten
Weltkrieg aufgehaut worden waren.
Wahrend »ich die Deutsche National-
sozialistische Arbeiterpartei (DNS.AP)
(bierreichs »chlicldich völlig der dt
NSDAP anschloß orientierten sich die
llcrmwchren mehrheitlich am ital F
und widersetzten steh dem —» Anschluß
Österreichs an Deutschland Mit ihrer
.Auflösung im Oktober |9»r> endete der
einzige lurtrparscbc I der gegen Hitler
auf Mussolini setzte 1-• Austrofaschis-
mus)
Die faschistischen Parteien —• Spu-
ntewi gingen in det am 132.19M »on
lose Pnmo de Rivera gegründeten Fa
lange Espafkd de las Junta» de Ofens»-
»a Nacumal Susdwalnu auf IJeofo-
gtsch am ital F orientiert. Mieb die
Falang» vor dem -♦ Spanischen Bür-
gerkrieg von geringer Bedeutung Am
W4 WV wurde »te durch General
Francisco Franco mit der rcaktamaren
Partei der f'arlisien zur I inhritspartet
verschmolzen, »erlor somit ihre Selb-
ständigkeit und al» Stutze der Militär-
diktatur Francos - auch ihren taschisti-
schen Charakter
In -• Fr^ikrruh exwtierlen m der
Zwischenknegs/eil eme Reihe lascht-
siischcr Bewegungen und Parteien, »on
denen kdiglich dem W25 gegründeten
Faiscrau de» comhattants et des pro-
ducteure de» ehemaligen Mitglieds der
Actum Fraa^anc George» Valois. und
det |9Ü» gegründeten Parti popuGue
fr an» als des E skonimuntsicn Jacques
Di tum einige Bede utung zukam Alle
diese < Huppscrungen »chcitertcn letzt-
lieh am breiten antifaschistischen Kon
sens im Frankreich der hvr Jahre so-
wie an dem t mstand daß die aggreww-
ve nat «oz -* Auiknpditik generell die
Frn.lescharu.cn taschidischer Parteien
in Europa untergrub
Die unbedeutenden faschistischen
(truppen in -* <rrofP*r<runnien gingen
in der am 1 1(1.1932 von dem ehema-
457
hgen Konservativen und amchbeßen
den Labout-Ahgeiedneten Str Oswald
Mode» gegründeten British Einum «>(
Fascisls lab 1937: British L'nioa) auf
Modeys antikommunistische und anti-
semtiischc Partei erreichte im Juni
WM den Höhepunkt ihre» Erfolge»
(50(1)0 Mitglieder) Zu Knegsbcginri
war sie zur unbedeutenden Splitter-
gruppe herabgesunken was nicht zu-
letzt daran lag daß sich Mode» durch
»eine zunehmende Selbstidcntifikalion
de» Partcigrunder» mit Hitler m der öf-
tenthchen Meinung disqualifizierte
In den LAndern, in denen der F mit
dt. ( nterstutzung wahrend des Zweiten
Vkcltknege» zur Herrschaft gelangte
konnte er sich auch nur mit dt l’nler
Stützung haften Det Zusammenbruch
dc» Drillen Reiches bedeutete auch
das Ende des F. in Europa <—» Fasch»
musthcorien i Atm» knie
< mnw ICtt rtlr S«*>ir M bisn» I
1W1
Siuhc t OWt UOl iHtaw BrwegMllir» Ott
Amr As kboatu Sorrwo nl Ar In-KlUu
itr hkfr^n Minette» "UM
WkwA Staun hwcgä <Hgl ho— m
sie» Yort tmt
Faschtsuwtslhrwrim Fmcwno abgelei-
tet »om latem taten IRutenbündel)
war ursprünglich die Selbst Bezeich-
nung der Mussolini Bewegung, doch
machte weh der Begriff aK wett an-
schauliche-» Faszinosum in den 2üet
Jahren rasch selbständig F im engeren
Sinne entstanden erst durch eine dop
pehc Wendung einmal durch die Ab-
straktion »on der spezifischen Situatum
m — Italien zum andern «furch eine
scharfe (xMitrschc Antistcllung. dar den
-• Fasdusmu» zum exponierten Geg-
ner erklärte Damit ist auch sch««
gesagt daß die F. die durch den Sieg
Jes —» Nat-soz. tn Deutschland eine
zusätzliche Koniunktui erlebte zur
Domäne der politischen Linken wurde
Die extremste Form der panischen
Instrumentalisierung ist zwedekohne
die okommwunchc Dognxaiisienmg
des Faschismusbegnffs durch den Par-
tei kommun ramus geblieben, die 1*24
auf dem V Weltkongreß der Komintern
emsetzte und - aber «he -haizialfaschts-
mus—Formel hinweg durch Dimiirotl
aul dem \ II Weltkongreß del Komin-
tern (25 r» -211J11935) zu einem gewt»
«am Abschluß gebracht wurde (-Der
Faschismus ist die offene tert«<isir»cfie
Diktatur der am meisten tcaktionarcn.
chauvinistischen und imperialistischen
Elemente Jes Finanzkapitals-) Da
Je F aber auch dort ein politisches
Konzept blieb, wo der Eigenwert det
theoretischen Anstrengung erkannt
und anerkannt wurde waren ihre
Ausprägungen mi »leldeutig wie die
vicUahtsen Fraktionen des antifaschi-
stischen Kampfes im 3) Jh Hier
seien nur diefcrugcn bervergehoben
d< I eme prägnante Thconefeslah er-
reichten und 2- ihr vorrangiges Ziel
dann »ahen die spezifische Entwick-
lung m Deutschland ru verstehen Die
StK*h«»one. die «tc lur die Erforschung
Jer Nat s.v liefert, entstammen einer
tspuchen. mittleren AbstraktiomJage.
m der sich der Faschismus als allgemei-
ne Fpehentendenz der Nat -V abet
ab deren extremste Ausformung dar-
stellt
Fhesineecschichliich folgenreich wur-
den vor allem zwei Ansätze I Die so-
zial-psvchokigrchc F entwickelte sich
seit Jen 2(kev Jahren aus Versuchen, die
FreuJichc Psvcho.»nalv«e zur Erklä-
rung der laschisttschen Masscnmobili-
sierung heranzuziehen Iß ährend Wtt-
beltn Reich uch noch einer relativ
groben -Scvualokrmomik- bediente
entwarfen Ench Fromm. Max Horkhei-
mer und The«««fcw * Adorno in der
Emigration differenziertere Methoden,
um die P»vctswh namik der Fuhrcr-Gc-
foieschah Beziehunr zu untersuchen
Im •autoritären CharAut • uikhrniz
tut ui maMvhtsiischc l'nterwerf ung*-
Ium mit sadntrsc-ti-rclx.llr>chcr Aggres-
sion. eine CharAtcruruktut die weh
ah »pcichiMher Kitt- lür dte Durch-
setzung und Stabilisierung cmei aul
l nlcrdruckimti und Vernichtung ange-
legten Gesellschaft*« ednune eignete
X Pal alle! dazu Kam e» zw Aushwmung
einer [viliti«ch-<Aonomt»cben F du
au« der manifesten Krise des Mono-
polkapstahsmu-. einen schwcrwieecn
den Hunt- and I unktiomwandel de*
libcraFdcimAtalischcn Instilutiuncn-
inlcm entspringen sah W ährend weh
Hermann Heller Fnde der Jtter Jahre
noch ctie an den ital. Fasehisniu» hielt,
um die politische Krise dingtest zu
machen, erweiterte weh der Radius die-
se» Ansatzes in dem Maik in dem dci
Nat.wv sich zuerst gegenüber der Hei-
marct Republik durchsetzte und dann
zur Tnebkralt der -Faschisicrunr- Eu-
ropas «urde Au« der Vielzahl au»fe-
feiltet (»ilitisch-oKom<nischet Studien
wie we u.a sein Rudoll Hilictding.
Richard Loewenthal. Franz Borkenau
sorge legt wurden. ragen zwei Werke
hervor »eil sie du- detaillierte Analyse
der nat.mv Politik in griffige Meta-
phern zu gtc-Ben verstanden Ernst
Fraenkel charAtertwerte da* Hitler-
Regime ah -Dippchtaat dessen Ge-
setzes Seite der Aufrechterhaltung des
Kapitalismus und dessen Maiinahmc
Seile der Durchsetzung eines lemmsti-
setsen Regimes zu dienen habe Iran/
Neumanns Brhemoth präzisierte mit
dci l ntciMhcidung dci M.mopol v«m
der Hetc-hkwirtM.'hah nicht nur die
kapilabsmuMhciwctisciK- Grundlage,
sondern ergänzte das Verstanden» des
nat mv HetrschaltMysietn* durch die
Betonung seiner ide«dogtMhen wie in-
stilutionc-Ucn /ctstiwuiigsdsnamik
mit den ebenso paradoxen wie nach-
hajtigen Ergebnis. daß der Nat soz em
in Auflösung tsegnllenc» Regime*. em
totalitärer -Nicht-Staat- «et. dessen
Machleteicn (Bartet. Bürokratie. Kapi-
tal. Armee) auf em einziges Ziel ver-
ständigt seien aut die terroristische
l ’ntcTwcrfung nach innen und auf die
rasscnimpcr iahstiss.be- Aggressnm nach
i eiben
Die etiüJe Zeil der F endet nut dem
Zweiten Weltkrieg Die» verweist auf
ihre hist.wische Bedingtheit ebenso
wte aul ihtc poiilnchc I unklumalilaL
Sie waren eines der wichtigsten, m
ihren Vertretern auch eines der an-
spruchsvollsten Vcrvtandigungsmcdicn
det westlichen linksintclligcnz die
Juich die Ettahrung des Faschismus zu
einet moralischen Instanz *ui gvneri»
zusaimncngevchwctfit wurde In den
Rier Jahren weitgehend abgekist durch
die M»g -• Totalilarrsmusthconen eu
«Herten we im Zeitalter de* Kalten
Kriege» nur metw in rudimentärer
Form weiter: Ernst Nolle konzentrierte
weh aut ehe weltanschaulichen Aspekte
der Laschistnchcn FKditikauflassung
und entwarf mH seiner phlinwncnok»
gischen Methode das eindrucksvolle
Gemälde de» FunJuizmo ui Miner L/xt
ehr. in der Studenlenhcwcgung der
reg-t Jahre, »a in ihrer dt Variante,
kehrte det Faschismushegtifl noch ein-
mal zuruck. de*wn einseitige Iheorie-
fivietunt |cd>*h kaum mehr Impulse
tut ike historische Dclailknschung er-
brachte Heule scheinen die FaschI»
müsthcviK-ti weitgehend ersetzt zu
werden durch eme vergleichende po
htiMhc hsvioioglc deren Vhlussel-
bcgrill - Autor ilansinus- (Juan Lanz)
lautet «mmi
l Wr—ir
BiaOirr K>o n /ovawka-Mivkr kw in
w I -i FamWruwi. AwAianMaui Orwuki««
«_ vciiad u <r» C«I1. VtancWm Zandt l"*4
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fcIW-au rhrtnctiKun (MiurWr i|1(| g».
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/*» 5ww4 4— rrr'S-e- r— I *W»w»i 5 . V»U
M am Mar► Aafl Damnmk 1 «m
Februars! rs-tk Proteststreik gegen dte
antivcmitrschc fSilttik der dt Verwal-
tung m den -» Niederlanden Am 25.
und > 2 1*41 folgten Arbeiter und
städtische AngeMeDte in AmUerdam
emem von der illegalen KP verfaßten
aaonsrnen Aufruf zur Solider iuit»bc
kundung mH den -• Juden Anlaß war
die —• Deportation von 425 Amslerda-
mei Juden ma KZ — Mauthausen Der
Ausstand breitete «ach auf Zaandam.
I trecht und Hilversum aus Nach ec
waltsamem Ihrrchgreifen der Polizei
brach det PtotcM am 27.2.1*41 zuvam-
mcn. Der F forderte neun lidrvpci
drei Beteiligte wurden im Marr 1*41
hmgcnchtet Der F machte deutlich
daß mit einer Sclbvtnazihzierung der
Niederlande nicht zu rechnen war
IWtaay
FeH-rgrstaltung Die 1 Nidele ein zen-
trale» Element der nat mw -• Priesa
ganda. boten udi hier doch Mele Wege
nat mw -• Ideologie m konkreter Form
n vermitteln, wobei oft vulkslümJiche
Traditionen iJeolog.-wh verbrämt wur-
den. So dringt« man bereits IW aul
eme Neuregelung der F im nat mw
Sinne um durch die U trkung der Mac
senk und Hebungen das oflcntlu.bc Lo-
bes zu beeinflussen Die totale Durch
drmgung de» Alltags sollte auch va
durch das Fmdnncen Kieoiogischcr
Feierkonzcptc tn die Pnvatsphare tz B
— Lebenifcicr. Jugendfeicrn l erreicht
werden Mit Gesetz vom 2721*34 wur-
den drei -• nationale Feiertapc fecree
legt der I Mai als Ausdruck der eecia
M — Volksgememichatt. der -» Hei
dengcdenklag am Sonntag Rcmmncc-
re.spater auf den lb.3 als »lag der aß-
gemeinen Uchrfrcrhcrl- »erlegt zur
Ihematisierung von heroischer Opfer
und Kampftvrcttschafi m<wic der —♦
Erntcdankta« am Sonntag nach Micha-
eli» zur Ehrung der dt Bauern Hinzu
kamen Feiern im nat *oz Festtapszv-
klu» der lag der -• -Machtergreifung»
am 30.1 der Partcigrundungstag am
242 . Hitlers Geburtstag am 20.4.. der
Muttertag am 2 Sonnlag wn Mar (-*
Murtctkuh >. die s.MnmerM<nnwendtei-
er t -» Sonnwendfeier I. der — Reichs-
partcitag .Anfang September, der Tag
der -a -Bewegung- am* II (-»Hiller
putscht, die Miniersonnweadteier und
die nat «oz »Vofkswcthnacht» Dar-
über hinzu» gab c» rcgclmäßie Leberts
feiern: besonders bedeutsam waren
auch die Parteitage sowie die ver-
schiedenen JugcndlcH-rn t hgamvato-
trsch waren tur die F. » a einige Amtet
im Rcichvmimvlcnum tur SoUvaut
klarune und Propaganda und m der
Rcichcpr.paeandalcitung wnsic da»
RcKlismintvtcrium dc» Innern u a zu
ständig Zwischen den Partei- und
Regierungsstellen kam es immer wie-
der tu SHciliekeitcn. die erst 1*4» he-
cn»kl wurden ah das -* Amt Rosen-
berg die Leitung der l ebcrKfciern und
das Propagandammrstcnum die Regie
Uber du Feieltaue zugesptochen be-
kam I m die Wirksamkeit dci Feiern
zu ecwahrleislcn war (cwcrb cm ein
heitiichcs Programmschema vsirgese-
hen w» dem prinzipiell keine Ab-
weichungen im Hinblick auf lokales
Brauchtum ertaub« waren. In vpcacl
len Fmzelank-itungeu. Hand- und
Hausbüchern lag em umfangreiches
Angebot nn Propagandmchiincn lut
den Einzelnen und für die verschie-
denen NS < Jrgamsationen vor von
denen u die SS und die HJ an der
Entwicklung eigener Riliuk bcteihgl
wjnn tn« *«w»<
kndMulr«ih«'< l s. Vftnlr
XSIWHM-B
Feidhcmihahr s. Hilk-rpulwk
|ui Propaganda)
kldfHxi Ursel and Pakets er kehr zwi-
schen der Front und der Hcwui an
Zweiten -» Weltkrieg, tm Sestern »cm
Fnummern sollte der FeindautkUrung
da* Aufhnden der Standorte der
Adressaten und Truppenteile cTschwe-
ren Zur lk»ihi«unt der F waren bt»
zu -M > F -Ämter «i den von den Dewi-
sehen besetzten Gebieten emsesetzt
worden Die F wurde in Mtchprnbcn
rar Abwehr WB Spionage und —»
Uchrkralt/ersclzung zcfiMcrl (FPrul-
sieben) Die Alliierten nutzten die F
rar Gegenpropaganda indem sae z I
getahehic- Bncte hinter den Fronten
und übet Deutschland abwarten (-•
Moiders Bntf I um DnWoi
Fridstber-SkiHia Zwischen Oktober
1*41 und Mai 1*44 bclen über in
Schweizer Drpk«naicn Peter Anbei
Feldscher drpkMTMliw.be Bemühungen
-• GroBbntannieB» urwj anderer alliier
ter Staaten. aus den un dt FmtluBbc-
tewdi Nrfimfiwhcn Landern -» l iuucn
-a Lettland -♦ FAilea. -♦ Dänemark,
den -» Niederlanden — Belgien -a
GrKsbsiüansL -• Jugoslawien t-a Set-
b»en) und Deutschland «elb»t MHI
jüdische Kinder gegen Deutsche ausrw-
lauxhen. die in alliierlcn Landern in-
terniert waren Kurzzeitig waren auch
JBOQO-SOU» Kinder aus — Rumaru
en. -• Bulgarien und —• Frankreich tm
Gespräch Die -» I SA -• Argentinien
und -• Schweden boten an. die Kinder
zu scmutlel» culcr bei Mch autzuneh
men. Die dt. Seite, die an dem Tausch
•Kitt mieresaiert war wollte aul das
beit AngeNg nur entgehen. wenn die
Kindel in -» Palästina untergebracht
wurden, was England wegen der zu er-
wartenden Reaktion der arabischen
Staaten ablehntc Ein modifiziertes
bnt Angebot ließ das -a Auswärtige
Amt unbeantwortet. Hrtsww Wog
Fein. I •lerurhinea ( islcnamc tur dt
Plane dea slralegnch äußerst wichti-
gen bnt Stutzpunkt (nbrartar cmzi-
oehtnen Für die Operationen war ein
kombitucrtc» Land Sceunicrnehnicn
sorgeseben. tur das die Zustimmung
Spaniens unumgänglich war Fntspre-
itiende Plane wurden son Hiller beim
Freiten s«wi -a Hcndaie am U IO 1*40
Franc« icvgcicgt und mit tAei»ung Nr.
|h »<wn 12.1I.1M> trotz Franco» Zö-
gern beschlossen Nach der endgültigen
Entscheidung Spanien» gegen einen
Knegseiatntt (7 12 1*M>> wurde F ton
der dt Seite nchl weiter betrieben
Maafaa. J.M»ar
F eis^r^a^r^rst F
Ft-rwtrauung Wehrend de» Zweiten
Wehkncecs bestand ihc Möglichkeit
zur F hcschlicßung in Abwesenheit des
Manne» t Personenstands» erordn ung
der Wehrmacht »»un 4.11.19W und
17 ll» 1*I2> Zur F war die Willenser-
klärung de» Vildalen »or dem Ratad
kinskomaundeut erlordcrbch sowie
»pau-sicw« nach 2 tspalcr M Monaten
die Zustimmung der Braut heim Herrn
Standesamt Dk Ehe war auch gültig,
wenn die Frau ihre Erklärung zu einem
Zeitpunkt abgab an dem der Mann
schon erstorben war In Einzrltallcn
>»!i
(t B Schwanttcrschaft i wutihr die F dc*
Blaut »eh vicscDutnincn wenn det
Man« inzwischen ec talk n «ar .«kr ab
«ermißt galt ca, ca-co
IMtrike «- Antarkte
Hin k Mm
f inaland Republik in Nordenn^in tn«
(19» 3W279 knr und 16 Mia Ein-
wohnern. bis 191h unter tuw Hoheit
dann sclbuansiige Republik Im gehei-
men ZmaCrpnuokoil zum -• l)L Sow,
Nichtangriffspakt war F in die wrwj
Interessensphäre gefallen Nach uhuna
trscr Aufforderung zu Gcbictsabir etun-
gen begannen am 5.10. 19» wm) tinn
\crhandlungcn in Mockau. die in den
Winterkrieg (Mi 1.19»-12.3 1941)
mundeten Die zahlenmäßig unterlege
ne fmn Armee unter FeldmarschaB
Mannerhem Icrsleie der Roten Armee
erfoigrcich ^tdctMind ht> Februar
194) Wegen fehlender Unterstützung
gegen den «om \ olkerbund ab Aggres
nur verurteilten Gegner «chkdi F am
123 1941 Frieden der ua die Ab-
tretung der Karcliuhen Landenge ua.
Gebiete forderte Ab 26 6 1*41 betci
ligte weh F am dl Angriff aut die
Sowjetunaci trat am 25 111*41 dem
-» Antikoniinlernpskt hei. wflkgl am
199 1944 einen W aticnsulhtand. muß-
te dabei ua dar nnkclerueiche
Pctsamo-t >ebiei abgeben weh an der
\ertrcibung dci Jt Lappland-Armee
beteiligen und 300 Mu Dollar Ent
Schädigung lernen I bestätigt an Panier
Fnrdcnsvcrtrag 1*4'1 Außenpobtrsch
hbeb F m der Nachkriegszeit unter
vow). Einfluß. durch Neutralität und
trcundschaltlicnc BcZKftungcn zu Mu
«kau wurde jedoch dw Unabhängigkeit
bewahrt
Del Nazismus in I isl auf« engste
nut der sog. Lapua-Bcwcgung tauige
hend »om Örl Lapsia) verknüpft. dm. in
rechtsautontaren Kreisen und Schul-
zenscrtcindcn verankert einen ruili
tasten Antikoinniunrwnus (-» Annbol-
«<Acw>miiu»i icrkcht Die traditionelle
fmn Russophobie der Befreiungs-
kampf 19171h gegen V>wjctnißland
der blutige Bürgerkrieg m F zwischen
Roten und Weißen I in dem kt/lerc
siegten l weil der Aktionismus der als
Fünfte Kolonru Moskau« betrachteten
firn KP unter O Kuuoncn schulen das
Labile politische Klima, in dem Jie Imn
Rechte ab Herbst 1929 die Massenbe-
wegung organiMcrtc iiz der heraus
(kewakmahnahmcti gegen K. «umuni
Men unJ Sozialdemokraten «owic
Druck auf Regierung und Parlamen-
tarier ausgeubt «urkn Unter Mutzt
wurde die Bewegung so« burreriichcn
B4n ikern. Wirtschafüem und hohen
Militärs Erfolgreich konnten antikem-
munictiscbc Gesetzt initiiert und 1931
der Ministerpräsident Per Ssmhubud
Eipooctit dm Lapua-Bewegung. als
firm St aal'Präsident (bis 19371 mstaJ
bert werden Die Arbeit der LnLr
purtewn wurde eingeschränkt bzw «er-
boten. die Behinderung der pariamen-
lauschen Oppootiow crniglchlc det
Rechter k erfassunecanderungen und
<hc Etablierung eine« autoritären Re
gsmec Die gemäßigten Kraft« in der
Lapua-Bewegung sahen damit ihr Ziel
erreicht, die radikaleren jedoch streb-
ten Ae gantfachc Beseitigung des
parlamentarischen Ssstcras und die
Amncbtung «oo l »esclk>.halt und IV
hlik an fatchiMBchen Prinzipien an.
wobei aleotognchc Emtlusse aus -»
Italien und DeutschUmi crkennFur
sind. Es kam zu emer Spailun« und so-
gar (1932) ru bewaffneten, gegen die
Regierung gerichteten Auffauicn die
Svinhulsud und seme legalistische Li-
me in Gcgnerschall zur Eipua-Bcwc-
gung brachten Einige Führer wurden
«erhaltet und die Lapua Bewegung
aut gelost Kurz darauf kam es zur Bil-
dung der NachfotgeorgamsatMa IKL
(Vaterländische Volksbewegung» dte
nach dem Vf bild der —» NSDAP den
Charakter emer fwMrtnchen Panei er-
hielt Ihr mäßiger Einfluß wahrte bt»
1944. ab mc nach dem FriedeiSsschluß
mit der -* s-mretunion auf Druck
MosJtau» »erbiucn werden mußte
fWU
liMteraw I W (•»««• « S——• /».«
/w»> Stex-thoim Iwo
Flacgrwgesetz *. Reishsflagg«-ngesetz
HakheNet *. I hw.Oenhetlcr
Flieger-HJ « Hitler- Jugend
Flnssruhwrg Im Mai |v\a wurde in
Needhavern. nahe der tschechischen
Grenze da» Konzcnlratuwislagci F in
unmittelbarer Nahe grober Graiwt-
Mcmbrtehc dte »om VN-esgcneu Wiri-
schaftsuntemehmen Deutsche Erd
und Niemwerke < »mbH (DF Silberne
Nm wurden crofTnct (-• SS-Wirt-
«chnftsuMcmehincn I Ht» zum kihr
194» hcslimmtc der Abbau des Grämt«
der ohne Rud'cH aul Lehen «der
Gesundheit der Hafthnge »«owgetne
ben wurde den Haftlmesalllag Dvc
meisten Hälihnee do Jahre» IW
waren dt kriminelle, sog -HVIer- Itv
fristete Vorbeugehaft > die m>i einem
grünen Winkel gekennzeichnet waren
Sie hcsct/ti-n die JArsuimien innerhalb
der Haltlme»»clbsl» crwaltung und
agierten »seftach ah »erlarwHer Arm
der -* SS zum Nachteil ihrer Mi’eetan-
geiscn W ährend de» Kriege» »erander
te »ach auch hier mit dem Fmurctlcn
ausländischer (dmerncl die Halt
Imetecsclbchafl erundlcecnd Bis En
4ld
de |944 entstanden mehr al» JOD
Außen later und -kienmaadcK. tn denen
die Häftlinge »< »wiegend in Rustungs-
betneben arbeitete». Im letzten Kneo-
l>hr diente da« ahgck'gme Lager auch
ak Hm-nchtunesstatte für rund 150)
Gcrncf dc» Regimes. und am 94 1945
wurden nach einem Standgerichtser-
fahren in f lo—cnburt noch weben Be-
ledigte am mißglückten Attentat vorn
— M Juli 1944 unter timen Wilhelm
Canans. Han- Oster und auch Dictnch
BonhoeHcr. hmgcrwhlet Ab 16 April
|U4' wurde der rr.U'.le feil der rund 45
Oll Häftlinge. unter ihnen 16(11) Frau-
n evakuiert Tausende kamen hei den
-• Todesenarscben um» Lehen Am
23 4 1945 wurden Jk letzten Liber-
lebenden »on ISlruppen befreit Von
schätzungsweise intiliii (icfangencn
des KZ-Kcienpickes F waren minde-
stens 30011 Häftlinge n Tode gekom-
men ha^ara Zlaarf
Lun—
Hrgi hmrr küw.:i— »>ki' O—6—g w
GrsteW —Jteeciwhar« IW*
Wirrt Inu *'<» Totr «—w'DteGnr—4»
/•• Scc'-or—er — IV» 6u ZMJ. Westen;«?
Flucht und Arrtmbsireg Zu Beginn
do Zweiten Weltkrieges lebten in
Ostpreußen. Hummern Brandenburg
Schienen und -• Danzig 9.»W5 Mk».
rn -• (Allen 12 Mio «i der le bemal»
genl —» Ischechoskmakei s 544 Mm
in den Baltischen Staaten 2NIU1I. in
der -» Sowjetunion 1.4 Mio., m -• Un-
garn MINOD, in Rumänien 7X2000
und tn -• Jugoslawien 53bUÜD. zu-
sammen IXJh? Mio Deutsche bzw
Dcutsch»iammnv In Folge des /wei-
len Wehknegs mußten dort lebensk
Reichs- und —» Volksdeutsche aus ihren
Ikimatgcbietcn fluchten oder wurden
»rrtnehen hzw deportiert.
Nach lu*J «ahen steh un Rahmen
»on l'mwedlungsiwaiinahnten S'siikv
deutsche au» den »on der Swictunun
besetzten Feilen FAMcns. den Haitischen
Staaten au« der Bukowina und Bess-
arabien gezwungen ihre Heimat zu »er-
lassen ebenso nach der Zerschlagung
Jugoslawiens ein feil der dort lebenden
Deutschen Aut der Sowjetunum wur-
den durch Aerembarung RußlandJeut-
schc urngoicdcll Von ik-n 910(00 so
au» ihrer Heimat ZwanesauseeMcdel-
lea machte man 575tMO m den dem
Reich etneeghcilcrtcn Ostgebieten an-
sässig f-» E«»gegliederte GcbKtel. »un
wo sic 194445 weiter fliehen mußten
oder »rrtnehen wurden. TSUI) tm -»
Gencralpuusernemeni. 22OIMH tm sog
Ahrctch I— firvißdculschiandl und
4OOTI) in -♦ Österreich
Ab Anfanc 1944 flüchteten Volk»
deutsche wegen de» zunehmenden Fer-
ran der -• Partisanen Titos aus Jugos-
lawien Nach dem Fruntwccltscl Ruma
men» un .Aug—t 1944 zogen dort leben-
de Ruraamewdeutiche erst Rich tun«
Ungarn und dann ak dort die Rote Ar-
mee eindrang, weiter nach Österreich
und ms Reich Al» die sowj Truppen im
Oktcivr |9U in Ostpreußen etndran-
gen zog cm immer mcht anschwcllcn-
der Striwn »un dl F luchthrnten in Rich-
tung Westen Da Jk dt Führung dk
Flucht ott bis zum letzten Augenblick
verbot, ziigcn die Flitchilmgstrcck» zu
Fuß >xier auf Pferdefuhrwerken viel-
Jach erst kurz vor Ankunft der rasch
»orrückcndcn Roten Armee ab. eene-
Ducht uad Vrrtnihwng
len Mehl teilen zwischen die Fronten
oder wurden gar von der Front über-
rollt Erschwert wurde die läge der
Flüchtlinge und ihr Bemühen, m Rich-
tung Weilen zu entkommen dadurch,
daß die Flucht infolge der Verzögerung
de» VulbtuJis in den IkFmcm Winter
fiel. Die Fliehenden litten unter Kalle
Nahrungsmangel. unter Bomben und
Tteffliegcrangriffcn Niehl »eilen glaub
ten die Betroffenen bi» zuletzt an den
Endsieg (—• Propaganda), zogen in
-Flucht aul Raten- nur eine kurze
Strecke westwärts. in der Hoffnung auf
baldige Rückkehr in die Heimat. Wie-
der andere wurden noch vor Antntt
der Flucht zu Haute von den schnell
vorrUckcndcn »owj Truppen über
rascht Überrollte und in der Heimat
Verbliebene waten Raub. M--td und
Vergewaltigungen durch die viegrcichc
Soldalcsku ausgesetzt Im Januar 1*45
war die Rote Armee ins Reich durch-
gebroeben und halte Finde des Monat«
CFstprcußen emgcschlosscn Von der
dort (cttMlzcndcn dt. Zivilbevölkerung
wurden rund 13 Mm» Menschen in ei-
net beispiellosen Evakuictungsaktion
mit 500 Seefahrzeugcn jeglicher Art
über die winterliche Ost*ee Richtung
Westen evakuiert. Andere Hohen über
das bruchige Ei» des Halts viele gingen
dabei zugrunde Au» Schlesien ging die
Flucht überwiegend in Richtung Süden
und Sudwesten ins -* Susieienland und
in» -* Protektorat Böhmen und Mah-
ren Dort befanden »ich bei Kricgscndc
l.b Mu», Schlesier Erst ab Marz 1945
begann die Evakuierung Deutscher auv
dci Tschechoslowakei. Die meisten
Sudctendculschen Hieben und wurden
in ihrer Heimat Anfang Mai 1*45 »om
Aulsland der Tschechen üK nascht
mit dem Rache und Vergeilung über
dw dt Bevölkerung hctctnbiashcn. die
viele von ihnen das Leben kosteten Bis
zum I nde dc» Krieges halle Mch etwa
die Hälfte der osldt Bevölkerung in
4r4
den Westen abge-stzt V iele von denen,
die von der Sowjetarmee überrollt
worden waren oder »ich bet Kriegs-
ende un östlichen Reichsgebiet auflucl-
ten zogen zunächst wieder in ihre alle
Heimat zuruck, bis die Sperrung der
l'betgange über Oder und Neiße in
Richtung (Kien ihnen den Weg in die
Heimat abschnitt Auf den Konferen-
zen von —»Teheran und -» Jalta hatten
die Alliierten die Westvcrschicbung
Pulens bis zur Oder-Neiße-Linie er-
örtert Unmittelbar nach Kriegsende
begann die Vertreibung der Deutschen
aus den Pulen zugesptochcncn Gebie-
ten gleichzeitig die ungeregelte Mas-
vcnvertrcibung der SudetcndeuLschen.
Bi» zur -* Kitsdamcr Konferenz, die
eine Überführung in -geordneter, hu-
mane i Weise- verfugte, waten schon
Hunderttausende aus ihrer Heimat ver-
trieben Die systematische Vertreibung
aus den an Polen getalkncn Gebieten,
det ) »chcchoslowakci Ungarn und
Rumänien zog sich bts Ende 1947 hin
Spater wutden auch die metslcn Volks
deutschen aus dem früheren nördli-
chen Ostpreußen und dem ehemals
poln, an die Sowjetunion gefallenen
Staatsgebiet vertrieben
Von den vor Beginn der F in «len
Ostgebieten noch lebenden lfc.9 Mm
Deutschen gelangten 7,9 Mio in «he
spatere Bundesrepublik Deutschland.
4,<h«s Mio in die spatere DDR und
nach Berlin 1700(11 nach Österreich
und 1154111 in .lußctcuiopaischc Lan-
der 1.01 Mio wurden zur Zwangs-
artwil in die Sowjetunion verschleppt,
viele von ihnen erlagen dort «len
unmenschlichen Arbeitsbedingungen
1.44 Mio verloren bei F ihr Ixben
W.CfrwH Mitt
I
Bciw W,-Italic die />«r Irrtrnharg 4er l>m-
•iWof <Nn jm t iwrn Frnnlfan mi> Ma>« l'WS
IVrAi.-sraari,.» .Irr IrnrrtAuxr Z«r»lx4r<<
410 «hl Viffrlr-»-. ifsi Ivos v» Thrislor VW-
«d
«hrr c hg «um fiunar*inuikirnum tur Vertm
bene. Bonn 195« Scudi Miusibcn 1994.4 Bdc
Flüsterwitz Bereits unter dem Nat soz.
verwendete Bezeichnung tur erneu tn
kritischer Absicht hinter vorgehaltener
Hand weitcierzähllcn Witz Der F
brachte eine Distanzierung von der
nat soz Bewegung dem Regime oder
deren Repräsentanten zum Ausdruck
Zugleich wirkte er durch die Kompen-
sation von Ohnmachtsgcfilhlen psv-
chisch entlastend und diente als Ersatz
für oppositionelle Handlungen Man
eher F zeigt (etwa durch den Gebrauch
rassistische! Begriffe! eine partielle
Übernahme det trat.soz. Denk- und
Redeweise
Die Autoren blieben naturgemäß
anonvm gelegentlich wuidc die Urhe-
berschaft einem bekannten Kabaretti-
sten wie Werner Finck oder Karl Valen
tm zugcschnebcn Das Erzählen eines
F, k<«nntc nach der Hetmluikc-Vcrord-
nunc. spater dem —♦ HctmtUckc-Ge-
•clz. mit bi» zu zwei Jahren Gefängnis
(woran sich oft die Verbringung ins KZ
anschhüii bcslt.dl werden, wahrend
de» Krieges sogar als Defätismus und
-• Wchrkt altzcrselzung nut dem Tode
Forschungsaml der I uflwafTe (FAl
Das F. war einer der leistungsfähigsten
der geheimen Nachrichtendienste Un-
ter »einem Tarnnamen am 1(14. |u«4
gegründet entstand da» F offiziell als
Behörde des preuß Staatsmintstcrium».
AI» eigene ministerielle N.khrichtcn
quelle unterstand es direkt Hermann
Göring 1937 war da» F so umfangreich
geworden, daß es nicht mehr vom
preuß. Staatshaushalt finanziert wer-
den konnte. GtWmg übernahm es dar-
aufhin in den Etat de» I ufttahrimmi
ctenums Bis zum Juli 1933 auf 3)
Mann verstärkt, wuchs das F wahrend
der folgenden zwölf Jahre auf 3500 Be
turvlsdiuu
«chaltigtc mit einem weitverbreiteten
Netz von Außenstellen in den besetz-
ten l andern an Mit ausschließlich me-
chanischen Mitteln wurden neben aus-
ländischen Radiosendungen weltweite
Funkverbindungen abgehört sowie der
private und diplomatische Fernsprech
und Funkverkehr überwacht Die Er-
kenntnisse wurden in streng geheimen
-Braunen Blättern- rusanimengetaßt
die nur einer ausgesuchten Zahl füh-
render Persönlichkeiten zugmgen Das
Propaganda- und das Reichswirschafls-
minislerium waren die größten Ab-
nehmer «Ier Informationen. Ab 1942
wurde aut Wünsch «Jer SS eine Verbin-
dungsstelle zum -» RSH A eingerichtet,
später wurde auch das Rcichsinncn
mmisterium informiert.
Die Versuche Hevdrichs und Himm-
lers. das F «Jem eigenen Nachnch*
icndicnsi cinzuclic«Jcrn. konnten von
Gönng abeewehrt werden Trotz des
Fuhrerbetchls -Uber die Schäftung
eines einheitlichen dt geheimen Mel-
dedienste»« behielt «Jas F. noch 1*44
seine Selbständigkeit Erst ah das F.
Anlang 1*45 dem RSHA überstellt
wurde, gelang «Jer SS der Zugriff auf
bestimmte Dienststellen. II \uu~rvn
Lamm'
Gcltcmunn r luitkrt W . Mul laiudVim IU< llif
& luhfum Xma-«Ah< riir.-VUerrasiinürw
Dnnm B«-w<i IWt
Forstschule l nde |91* ntich dem dt
Überfall auf Polen — wurde «la» F kom-
mando aafgcslcllt. «las spatet unter der
Bezeichnung E (FSK) operierte Au»
Forsthcamicn und Waldarbeitern re-
krutk-rlen «ch die rd IlfOllll Freiwilli-
gen. die in «fieser paramilitärischen
liMkvtnm dc» NS Regime* dienten
Als Kommantk-ur fungierte Landes-
(orstmcisicr Fmsl Boden Ah oberster
Dienstherr trat Generalleklmarschall
Hermann Göring in »einer Eiecn»ctuift
ah -♦ Reichsforstmcistcr in Ersehet-
Srti<-«i«ir
nung 1*40 - nach emet kurzen Ausbil-
Jung wurden die ersten 2t« «I Forst
schützen aul Waldgebtctc wn betetzten
IMen verteilt. Zu ihren Aufgaben ge-
hörten niehi nur die SulKtung «on
HolztransfXTrten Lagerplätzen und
Sägewerken und die Bekämpfung «on
HoLzchebstahkn und Wilddieberei,
»ondern auch die Festnahme «on Per-
«inen. Jie »ieh -unbefugt- un Wald
aulhielten Bei Fluchtversuchen waren
sk berechtigt. «<m Jer Schußwaffe Ge-
brauch zu machen im Juli 1*41 über-
nahm der F da« große Waklgebiel »on
llialuwics. da« einst den Zaren al» Jagd
gebiet gedient halle und da« für die
Holzwirtschalt von großer Bedeutung
war. Unverzüglich wurde die einheimi-
sche Bevölkerung aus dem neuen
Goringvchcn -RcKhsforsi- evakuiert
Ihre Dörfer und Gehöfte wurden nie-
dergebrannt Nach der l K|u»dierung
vorn zwei kleinen (irdischen Gemeinden
wurde da* Gebiet zudem noch nl»
•tudenlrei« deklariert Im Sommer
1*12 wurden Einheiten dc» I in die
—» Rcichskommissari.ite (XtlanJ und
Ukraine in Marsch gesetzt Unter be-
trächtlichen Verlusten beteiligten sie
sich ander Bekämpfung der Partisanen
Spater - auf den langen Rückzügen
nahmen sic an mtlit.lrivchen Kampf
handlungen teil Lotstet und Forst -
schützen.unterstützt von einheimischen
Kollaborateuren I* Kollaboration)
entdeckten und liquidierten in den
Waldern auch Juden, die aus den -♦
Ghetto* geflohen waren Standen tn
abseits gelegenen Ortschaften nicht
genügend Kralle der SS und IMizci zut
Vertilgung wurden Forst beamte über
die -SoidienstverpflKhlunc zu Ghct-
toliquidicrungcn herangezogen Sach
der Liquidierung eines kleinen Ghettos
in der Sähe von Grodtui berichtete cm
dl Förster im November llM2 «emer
»««gesetzten Dienststelle -Ich habe
(meinen) Dienst wieder aufgenommen
4M
zumal es hier un Osten nicht meine
Aufgabe als Forstamtsvorstaad sein
kann. Juden lot zu schießen •
Fusse Ardeatine Tuflstcinhohlcn am
südlichen Stadtrand von Rom In die-
sen Hohlen heti der dt Polizeichcf
von Rom. —• SS-ObersturmbannfUhicr
Herbert Kappler als Repressalie und
Vergeltung tur em Attentat kommuni-
stischer Widerstandskämpfer vom Vor-
tag. bei dem 33 dt. Soldaten getötet
worden waren, am 343.1*44 335 ital
Geiseln erschießen. Unter den Opfern
befanden sich 75 luden Frauen und
zwei I4>ahrige Jungen. Außerdem wur-
den mehr Personen ab nach det -Gei-
sclquotc- des Völkerrecht« zulässig, ge-
lötet Im Juli 1*4X wurde Kappler in
Rom zum lode verurteilt, aber spater
zu lebenslanger Haft begnadigt 1*77
konnte er aus einem römischen Mili-
tiirhospnal fliehen E m an dem Mama-
ker beteiligtet Untergebener Kapplers.
SS-H.iuptsturmfuhrcr Priebkc. wurde
1997 vorn einem römischen Gericht zu
einet Haltsirate verurteilt waz. öm-»
Fraktur 1*41 untersagten die Nat. »oz
die weitere Verwendung «ler -gebro-
chenen Schrift- gotischen Stils, die nach
ISn> aus der kaiserlichen Urkunden-
schnlt entstanden war und durch An-
schwung der Großbuchstaben und zier-
liche Schritt körper charakterisiert ist.
Grund der Einfühlung der Antiqua-
Schrift anstelle der F als Druckschrift
war Hitler« Einsicht, daß die Weltgel-
tune der dt Sprache in Gestalt ge-
druckter Erzeugnisse gefährdet wäre,
weil Fraktur tm Ausland nicht gelesen
werden konnte Die vorher geschätz-
te -deutsche Schrift« wurde nunmehr
als -Judenlcttcr» verunglimpft (ilcKh-
zeitig wurde in «len Schulen anstelle
der Sutterlinschnlt. die 193$ al* -dt.
Schreibschrift- zur Norm gemacht
M7
worden war. wieder eine lateinisch«
Kursave ab -dt. Normabchrift« trurge-
«chtKbcn ww» («atka
Frank flirr am Main *. Stadt de«
deutschen Handwerk«
Frankreich Die 111 Frz Republik 11X31
19411) kämpfte in den iahten nach
«lern Freien Weltkrieg einen vergehh
eben Kampf gegen eine Reibe teilweise
hausgemachter Pr->blenw Dk .<u«g«
blicbcne Modernisierung der Industrie
wirtschaft und eine «IcflatMinistische
Finanzpolitik in Verbindung mit einer
unflexiblen, den Iran« Überbewerten-
den Währungspolitik führte zu hoher
Arbeitslosigkeit emer Aerarniune om
weiten feilen des Mittelstandes und
des Proletariats und erheblichen sich
daraus entwickelnden sozialen Span-
nungen Die Außenwirkung dieser
inneren I neinigkeit und Schwache
bestand v a, in der fortschreitenden
Aufgabe einer selbständigen Außenpo-
litik zugunsten Jcr uußenpolili-chcn
Linie Großbritanniens (-» Appease-
mcnipoliiiki Die Mihiiirpohnk tw
schrankte sich selbst bei der frz
Armeeführung auf emc reine Deien
sivsIralcgK bet deren Anwendung «ler
Aushau «Jes mächtigen Befcsligutigs
Systems der — Magim-t Lime für die
Sicherheit F. zu genügen schien. Jet
Aufbau einer zwar teueren aber flexi
bei einsetzbaren m«idemcn Panzerwal
fe und Bombcrllotle wurde m> lange
Zeit vernachlässigt. Dk außen wk
«ichcthcitspohtischc Schwache F war
den großen revisionistischen Machten
Europas Italien und (k-utschland be-
reits wählend Mussolinis Eroberung»
krieg gegen Abessinien 1935 dann va
1936 im A erlauf de« Spanischen Bür-
gerkriegs und - in extremster Weise -
bei der —» Rhemlandbesctzunt im
Mürz 19.36 zugute gekommen Adllnt
im Schlepptau der bnt Appeasement
Frankn-xh
Politik tKw«ct; «i«ii l kMWM wah
rend «ler -» Sudelenknse l -» Mönche
twr Abkommen) blieb Jer brutschen
Linie allerdings dann auch Iren, ab Hit-
ler im Alarz 1939 nut Jem Finrnarsch
in die - Rest tschechel- ( . Ischcchos
low.ikei)dcn H<-gen überspannte Nach
«Jem dt Angriff auf -♦ B«icn erklärten
I und -♦ Großbritannien am 3.9.1939
«lern Dl Reich «len Krieg Der am
Ul 5 1*40 Kemnenikn Offensiv«.- der
Jl Wehrmacht an der Westfront I-»
Wistfeklzug) konnten «be frz Militärs
kein operativ erfoiyrcKhes Konzept
entgegensetzen Am 14 6 marschierten
Jl Tiuppcn in Pan« em Zwei läge
spalei trat die am 10.6. nach Bordeaux
getluchiele Irr Regierung unter Paul
Reynaud zuruck Das neu gebildete
K.ibiiKil unter Marschall Henn Philip-
pe Pctam bot den Deutschen einen
Waifcnslillstand an. der am 22.6.1940
in -« l ompiegne unterzeKhnet wurde.
Dieser Vertrag sah eine leilung F in
verschiedene Zonen vor. Die von den
Deutschen besetzte und unter Militär-
serwalnmg gestellte -Zone occupee-
lbesetzte Zone) umfaßte den Nord-
< »steil und Nonien des Landes, die
Atlantik und dx Kanalküsic sowie
Jk de facto som Reich annektierten
Departements — Elsaß und Lothrin-
gen. Der äußerste Norden unterstand
«ler Militärverwaltung in • Belgien,
«ler äußerste- SudoMcn dem Bündnis
Partner -» Italien Sud- und Zcntral-F
bildeten «he -Zone hbic- (IreK Zone)
Dk freie Zone unterstand der »eit
Ium 1940 im cudfrz Kurort -• Aich»
ansässigen frz Reg unter Petain. In ihr
lebten aul etwa 40% des bisherigen
frz. Staatsgebiets I’ Mio. Franzosen,
darunter 145000 Juden Nach Er-
nennung Pctams zum »Staalschef-
durch du Irz Nnlaonalvcnammlimg
am 10.7.1940 und der -Außcrkraltscl-
zung der Aerfassung der Dritten Repu
blik orientierte sich die Regierung
I r>ukr«s<li
vonSichy an auhmtarnatsmatistitehcn
Werten >Arbcrt Familie. Vaterland-
traten an d«c Stelle der rcpubhkani
«eiten Begriffe • Freiheit Gleichheit
Brüderlichkeit-
Die RezKrungschefv von Vichv
Pierre Laval I Jun l*»n - Dez l*4Ound
April 1*42 Aue 1*45» und Ftanpnv
DarlanfDcz 1*40- Apnl 1*421 setzten
- nut Zustimmung Petains auf eine
Piditik der begrenzten -• Kollaboration
mit Dcutwhl.ind um I einen Ratz in
der neuen Ordnung 1 utopaszu «ehern
Mit der losuoe -Frankreich den Fran-
amen- rechtfertigte man m det H4gc
die Beschneidung det Rechte wm lu
den Ausländem und Freimaurern Be
Maidcr« stark betroffen von der JVililik
der -Rci>4ution nationale- waren die
Juden Am 3 Ul !**• erließ die Re
gieruns tuet Vieh« ein -Judcnstatut-,
wekhes die luden nach ravMschcn kn
tenen definierte und au« dem oltent-
tichcn Dien»! und anderen Berufen
auuchkiß Ein w eueres Gesetz vom
4 11)1 *40 uher -ausländische Staatsan-
gehörige iuJixIhi Rasse- ermoghehte
die Inhaftierung »on 3MUI- ttltlfl Ju-
den aus dci besetzten unj der fielen
Zone in den Internierungslagern der
freien Zone Im Marz f*4l richtete
Vichy ein Kommissariat lür Judentra-
gen unter der Führung son Xavier
Vallat cm. der am ’n 1*41 cm zweites
»crvchärftc» -Judcnsiatut- durchsetzen
kieinic das dm weitgehenden Aus
Schluß der Juden aus dem Wirtschaft«
leben F zur Folge hatte Im Winter 1*41
veranlaßte Viehs schließlich aul dl
Initiatisc dte («rundung der Zwangs-
sereimgung der luden lltnon (>enetal
des Israeli leide France) Das Jahr 1*42
war geprägt von der Einführung Jes
gelben Sterns t-> Juden«, rnl der
Fortdauer det Razzien aul Juden in
der besetzten Zone und dem Beginn
der -» Deportationen aus ganz F . die
bts August t*44 andauerten Besonders
4M
die Mithilfe Irz Ni/ct bet der Verhaf-
tung vum 13 IMM> ausländischen Juden
im Juni 1*42 m Pans und die Ausliefe-
rung ausländischer und Irr Juden aus
der freien Zone durch dx Regierung
von Vichy an die Deutschen ab Juh
1*42 veränderten nachhaltig Jk Hal
tunt der trr Öffentlichkeit und führten
besonders un Süden - zum Anwach-
sen der Resistance Ibewaffneter Wi-
derstand > und des zivilen Protestes.
Zur gleichen Zeit kämpfte ein et-
wa 2500 Mann starker mditänsclier
Verband die I egion des \ohwitaircs
Frangats. eine Gründung frz Faschisten
u Kollaborateure im Rahmen der
VKcttrmacht an der < Kttnwit Aus ihren
Resten und wetteren frz Freiwilligen
entstand im Herbst 1*44 die Wäffcn-
SS Divisaon -4 hatlemagnc- mH Aaa»
Mamt. darunter 2000 Mann Vichy-
kl ihr deren Reste un Apnl 1*45 am
Fndkampf tn Berlin »teteihgl waren
General Charlc« sie Gaulle, det im
Mai 1*40 nach londrm dann in die
frz Kohmien gegangen war. organi-
sierte tn Brarzuvihe einen -Nationalen
Verteidigungsrat- später -4'omrtZ Na-
tional* quasi als F xilrcgfcTung eines
freien F . das Sich un Gefolge der VS-
Armee an der Befreiung des I andes
beteiligte (Force» franyarscs Libres,
trr Armee unter General I attre dc
lassignsi Die Resistance im lande
openette weitgehend selbständig Sic
war m siele politische Richtungen zer-
splittert Der Widerstand reichte von
Sabotage ultet KoopctatKm mit allnet-
len Geheimdiensten bis zum Partoa
nenkneg unJ gipfelte im Zusammen-
sehlub «Iler W idcrstanihorgantxationcn
im Nationalen BetreiunecLiwnmrtcc mit
emer am 12.1*44 gebildeten. eigenen
Betn-iunesarmcc (Forces Franyaiscs dc
rintcneun Die Zwangsrekrutierung
von Arbeitskräften durch die dt Besat-
zung stärkte ab 1*43 die Resistance,
die hohe Opfer zu beklagen hatte etwa
2tilMli Exekutionen und Über MHNIi
Deportationen in dt KZ Nach der
landung det Alliierten in Nordatnka
(-• Afrtkafcklzug I besetzte Deutsch-
land am 11111*42 große Teile der
freien Zone Acht südliche Departe
ment« und Korsika wurden von Italien
besetzt Dk Hal Zone entwickelte sich
bis zur Bcsclzum: durch die Deutschen
tm September 1*4* zum Ftechtgchiet
tut Juden Br« zur Befreiung F durch
die Alliierten im August 1*44 In-
vasion) wurden 75 721 Juden aus F
deportiert 4i«i< weitere starben in den
frz Internierungslagern bzw wurden
hmgcnchtet. 45 Mio Franzosen leiste-
ten zwischen 1*40 und 1*44 —• Zwangs-
arbeit lur da» Dt. Reich
.Wir t—< i - kill T
HuvcMHd Gerten»Txrxt Uars* .H| i teÄ
s—a a> gsnarv** bil»l WnwhWl «wl
kalter »atemg Ar n«—rfu».-Mfaas<tew Xnai
rang IZW4 huiüwt — Maa 1WI
ladet Ltxrtald ZnmOni* a« /iidrai Ga<yw
Ihr mvu Fran4mrhpäw4 an Znawm U'rW
trug MulMaii I«»
tUwWefd Scr»e »v*v - 4art-ir- IW Zaw»
nsrwartea Jo Awenluw mU kwte<MUia>w B»
tevAn Ser Ar Gute-an« Wer JWrwkurr n
rmaA-rcA NunAngcn IVt«
Man»« Madwcf h Ki*en t> r*«i«ar 1»#»
f«.. wow *. . New Y.wk l«IG
Franbrrtehlrldzug s. VVrMfridzug I*44«
F raut ns< haft s. NS-Frawrrnehnfl
Fnitiergvr Krrbr In Freiburg existier-
ten wahrend «Jes Nat.soz. «Iret unab-
hangigc Widern andskrct»c. sIk durch
die Nationalokonomcn Waller Lucken
Adoll Lampe und < omtantin v Dietze
per-mell eng «erbunden waren Die
Mitglieder der F «landen zudem durch
ihre Zugcbönekctt zur -» Bekennen-
den Kirche und den unnennaren For
schungshctneb m Kontakt Wahreml
das l*3H gegründete Freiburger Konzil
und der zwischen f ndc 1*12 und An
fang 1*43 bestehende BonhocBet-Krcis
dem ctmslhchen -• Widerstand zuzu-
rechnen Sind beschatt igle sich die seil
1*43 tätige Arbeitsgruppe Erwin v
Beckerith ausschließlich mit nalmoal-
< Aon« «Tuschen Fragen Sie entwickelte
das Modell des < Jrdo I iN.raltsmus. das
die Grundlage einer wirtschaftlichen
Neuordnung Deutschlands nach dem
Krieg darstcllen sollte Dte Verhaftung
der bedeutendsten Mitglieder der F irn
September 1*44 führte zur Auflösung
der OppoMtKinsgruppen.
Aihj iv* < im4i
ImheOsaklKin Havi-rn Die F. ttesle-
hend aus einer Gruppe von NUdalen
versuchte Fndc April l*4< in München
und t mgebung den Krieg rasch zu be-
enden und München kampflos zu über-
gelten um so weitem Blutscrgicflen
zu verhindern tm Mittelpunkt der F.
stand Hauptmann Rupprecht Gern-
groß Am 27 4 BM5 nahmen ledc emer
Pinzcrkompanic die Sendeanlagen des
Rcichsscndcts München ein. Von hier
ass net die F rum -» Widerstand ge-
gen das Regime aut und gab etn Pro-
gramm lür die politrvchc Neuordnung
bekannt BcmUliutigcn. — RcKhsstatt-
kalter Franz Xaver Ritter von Epp
zur l nterstutzung des Aulstandes zu
gewinnen, seh eiter ten ettenvo wie det
V ersuch, die BelchKucllc de» -« Gau-
leiters un Zentralminrstcnum in Mun
eben zu ttesefzen Dk Aktion brach
rasch zusammen Dk NS-Machthaber
heßen Mitgltedet der E. die das noch
immer beachtliche hMcniul ihrer Geg-
ner unterschätzt hatte, und Personen
die ihren Aufrufen gefolgt waren hin-
richte« w-ora«
Freimaurer Ausgehend von den mit
tclalte-rhchcn Steinmetzbrudervchatten
und Dombauhutten sind F ein welt-
weiter Zusammenschluß von Mannern,
die sich Bruder nennen und durch
I r«o» «v < rbaw4—
41«
nichtöffentliche nturBc Handlungen -
sog Arbeiten - sittliche Festigung. Pfle-
ge echter Menschlichkeit und geistige
Vertiefung anstrcbcn Die tn Lugen und
GtoOlogcn organisierten F treten Jur
loieranz FrciheM. Brüderlichkeit und
Mctnchcnwurde cm Die Nui MM. wat
ten den F vor. un 19. Jh die Emanzipa-
Ikui det Juden gelindert und dural
-artfremde- Emfiusae ms dl (xtsics
leben lanciert zu haben ’ne erklärten
sich ru schärfsten Gcvncm der F Der
Gchcunbumicfiarakter det F begun
st igle zudem nat mvz Verwhworungv-
thcoricn Zutschen 1933 und 1*35 fuhr
te staatlicher Druck rar schrittweisen
'selKl.icfkiMttig det dl Giiffkigcn und
Lugen Alle Lugcnscrmoccn Archive
und Bibliotheken wurden emgezogen
zaMreK.be F verhaftet. JMugabn
Frrrwtibgensrrbawdr c. HiMosdiigr
s-a. Xe hutzmann-s haften
Freizeit Auch die arbeitsfreie Zeit stand
im Verständnis des NS-Regimes Met»
irn Dienste son (•eislKctun und FAvti-
tik Zum einen war die Regeoetaiion
der Arbeitskraft ra ernähr leisten zum
anderen bot sich hier ein Ansatzpunkt
fui die - va aul die Arbeiterschaft ah-
ne lenden - siiziaJ und kulturprfrti
sehen Inlcgrathmsslralegicn des Rcgi
mes. lur dir Verbreitung nazistischen
(•cdankcngules und die Inszenierung
der —* Volksgemeinschaft Zuständig
für dir Organisation und Konto 4 le dci
Freizeitkuitur war va die -• DAF-
1 iniubtuiig -« «Kraft durch Ficudc-
Ihr Angebot reichte '<«1 Massenunler-
hattung über -Volkssport- bis hin rar
Erwachsenenbildung Insbesondere die
MaMcmoumlik tWchs-ncodt ährten
Sonderrage Seereisen l »urdc propa
gandisitxb ausgvschlachlcl. obglcuh
von emer -Dcmokr atisiBtung des Rci
sens- real kaum du Rede «ein konnte
Dte ah er native und non konforme
Freizeitgestaltung der -• EdclwciiJpi-
raten und der Swing Bewegung f-»
Jugend) verweist zudem auf das parti-
elle Scheuern des NS-FretzciUngcbots
für Jugendliche (-* Hitler-Jugend)
rihtrwrr M
FremdartMiier Bezeichnung tur wah-
rend des Zweiten Weltkriege» an
erworbene oder nach Deutschland
verschleppte Arbeitskräfte die den
Arbeitskräftemangel in der dt. -•
Kriegswirtschaft beheben sollten. Im
Herbst 1*44 waren 7> Mui ausländi-
sche Zisilarbeilcr und — Knegsgc-
fange ne aus tast allen europäischen
Landern in der dt Wirtschaft beschäf-
tigt Sic kamen va in der Landwirt-
schaft. der Rusiungs- und der handar-
hcitsrntcnMscn Industrie zum Einsatz
Die Rekrutierung n« F begann 1*39
un besetzten —* Polen Ah Anwer-
bekampagnen nicht den gewünschten
Erfolg hatten gingen ihe dt Behörden
zur Zwangsrekrutierung über, wobei
Arbeitsfähige bei Razzien aulgegriffen
und nach Deutschland deportiert wur-
den Bi* fw44 kamen 1.7 Mio poln I
zum Fmsatz Ab 1*42 rekiuticrtcn Ein-
saUstabc der -* Wehrmacht zwangs-
weise 25 Mui Zzsilarheilet aus der
besetzten -* Suwictunioa. nachdem die
meisten «wi Kncpsgctangcncn durch
l nlcrcinahrung und brutale Behänd-
tune lur den ArbcibcKisatz nicht
mehr in Frage kamen <-» Zwangsar-
beit k l'bct die Hallte der poln und
sowi F waren Frauen, das Durch.
Mhiuttsaher lag unter 21) Jahren Auch
aus Jen besetzten Lindern VAcsteuro-
pas wurden Kriegsgefangene und Zm>-
arbeitet ah F nach Deutschland ver-
bracht Dw pcMitiiehc Zuständigkeit für
die F war nicht klar geregelt bis Hitler
atn 21_l 1942 den thüringischen < Bau-
leiter Fntz Sauckcl zum Gcneralbc-
volbnachugten tut den Arbeitseinsatz
ernannte Die rechtliche läge der F
471
lolflc stnkter rawrscbcr Hierarchie.
an deren Spitze F. -germanischer Ab-
stammung- standen. «ährend Riten
und «eiüießhch Mm). -Oslartxriler- da*
untere Ende der Skala bildeten LcU
tere waren streng von der Besolkcrunc
isoliert. unterstanden einer Fülle von
diskriminierenden Erlassen des —>
RSHA und mulMen eine spezielle
Kennzeichnung (-Ost- bzw -R-) tra-
gen Sie wurden schlechter verpllert
und arbeiteten für weniger lohn mehr
als dl. und aus dem westlichen .Ausland
stammende Arbeiter und waren gleich
zeitig der Willkür svm Vorgesetzten
ausgcliclcrt Eine Zwischenstelluny
nahmen F aus befreundeten Staaten
aus Westeuti^va. dem Balkan und dem
Baltikum ein Insgesamt existierten un
Dt Reich sermmheh mehr als JD(IO
F-Lagcr
h«fl
f tirrir
Aly liMf. • • (H* l W/wrwivww* 4*
herhr |w
IrvoMhoiklscti Sach den Kategorien
der nat soz -» Rassenkunde aller
meine Bezeichnung aller Angehörigen
nichtdt oder mehl artverwandter Vol-
ker. tm engeren Sinne all derer, die
nach nat »uz Kriterien tu den besetzten
Gebieten uz Osteuropas tur eme -»
Eindeutschung nicht in Frage kamen
ui Hilea. Rasen.-»SMMi Md Roma I
Himmlers 1*111 »erfaßte Denkschnlt
Ezutc Gedanken Uber die Behänd
lung der I im Oten- qualifizierte F
als -führerloses Arbeilssolk-. das -den
Deutschen gehorsam- zu sein unJ
lährlichc Arbeitssklaven I -Wanderar-
beiter») zu stellen habe Ende luai
wurden F unter Soodcrsrralrecht ge-
stellt (—• Kr»egv«widcrsttaticcht -*
JAdcnsondcrstrafrcchl l le x.. zwtew»»
I nruMteskirh KruWahrir SS
I rvuwdcskrr i» ReichsTabrcr SS Her
vorgegangen aus dem — Keppler Kreis
um dessen Mitglieder sich seit lütt der
— RFSS Heinrich Himmler auf Hitlers
Wunsch bei den -• Retcbsfsarteilagcn
spater auch Ixri den Feiern rum w No-
sentber (- • Ihtlctputschi zu kümmern
hatte Wir» übernahm Himmler die
Leitung des Kreises, als eine Art Gene-
ralsekretär stand ihm em Verwandler
Kepplers Fritz Kranctud zur Seile auf
den wahrscheinlich die um «be gleiche
Zeit sa.fl cinblirtcrrsdc Bezeichnung I
zunkkging l'rsprunglich hatte Himm
Ier den Kontakt zu den Industriellen
gesucht weil er ldeab< mir II unven
des Sell*azzen Ordens der —• SS auch
auf die Wirtschaft ubcniaecs wissen
wollte Ab 1U16 sah er umgekehrt
die Mogln hkeii mit Industncspenden
aus dem F den Aufbau der SS zu be-
schleunigen In den ahen Kcpplet
Krct» nahm er daher weitere potente
Mitglieder aut «te den Flwh-Dwck-
t« Otto Stetnbnnck bald darauf
Flick selbst, dann den Vorsitzenden
des Norddt Uovd. Karl l indemann.
die Hankensertreter und Sportfunk-
tionäre Karl Ritter s Hali <Dt Bank)
und Kail Rasche (Dresdner Bank),
«he hohen Minivienatbeamicn Hans
Kehrl (Retchswinscharisminisicmim)
und dte Staatssekretäre W ilhelm Ktein-
mann (Reiehsscrkehrsminttecnuin k,
Franz Hasler I ReichswirtKhattsmini
slcnum) und Werner Saununn
iReishsntinisienum für Volksaulklä-
rung und Ptopaeanda t. Als Vertreter
de» -• Ahncnerbc c V. beteiligten »ich
Münchens l msersiUUsrektor Wäkhcr
Wum. der 1 iheflorscher Fm»l Schaler
und der RcKhsgeschaflsfUhrcr des
Ahncncthc Wolfram Sicvcr*. aller-
dings so selten an den Zusammenkünf-
ten. daß ue l*M von Krane fuß mzwi-
sehen SS-Fhrcnbrigadefuhrer und Di
rekluf der Braunkohle-Benzin AG
iBrabag). ausgeschlossen wurden Son
»pirt. iHt
Jet SS »clbM wuidrn Oswald AAL
Chef des -» SS-Wutwiufts-'tnnl
tungsH.iupt.imt«-» und tge-gen Himm
ler» Bedenken i Otto Ohfemkct Atnl-
ichcl tu -• RSHA. m den Kreta aul
genommen 1*43 uratattle «ler Kreis 44
Mrtgliedel tnzw neben mctsl Leute ju«
«ler Wirtschaft un«! hauptamtliche SS-
Führer Nadi «lein Al len Ul »om —•
3H. Juli 1*44 mußte Graf » Bismarck-
Seh* «nhau»cn Jen Krer« »erla**en wah-
rend «ler B>«*ch-Dirckt«rt Ham Wall
und «ler ehemalige RceWuniJilckb«
Karl Rfessing obschon bclaMct «len
Kren ah Alibi nutzten Die trtzlc Zu
wmmcnkunfl land am 10.1.IMS «Ult.
Himmler nahm aber bereits seit 1*H
naht mehr an «len Treffen teil Die hu
grammc des Kreises «larunter Besuche
in den KZ — Dachau und — Sachsen-
hausen. konnten nicht darüber hin»ct
tauschen «faß der Kreis »on Himmler
in erster Line ab Propaeamlainnru-
ment und Spewdcnsctctn lur die SS
benutzt wurde, nährend «he ursprüngli-
che Funkln® ab wwtschaftspoittnches
Beratentremium bedeut un cs kn gewew
«len war Die Spenden wurden auf da»
Sonderkonto -S- dc» RFSS un Bank
haus Stein l Harem » Schroder) einer-
zahlt Sie steigerten «ach »on MkHNO
<193»i> auf etwa 1 Mm RM lahriich
wahrend «les Krieges insgesamt etwa
i Mm Die Mitgfacilct «les F und Direk-
tiven «Irr Dresdner Rank Rasche und
Meyer, gewahrten Himmler darüber
hinaus 30 Mm RM an Krediten lui «kn
Ausbau der SS Angeblich sollten die
Spenden kulturellen Zwecken dienen.
Himmler verwendete sc tcvkjch für
Zuwendungen an »erdwnic SS-Führer
lut «len l mcthalt seiner Feldk«unnun-
«iostclk lur Jen Ausbau «ler -» Wc
webburg und weitere Flau» ««haben.
(Ui «la» Ahncncrbc. «len -» Lclxitslsun
eV und d»c Reinhard Hcsdnch Stil
lung Da- Firmen der Mitglieder hatten
erhebhehe Aurtcife. Der Hiabag ww
4’:
«len von der SS Arbeitskräfte, darunter
KZ-Häftlinge. zur Verfügung gestellt
(-» Zwangsarbeit), ue beteiligte MCh.
wie die -» LG Farben, «lie Deutsche,
die Drcs«lncr und die < ommerzb.ink
an der Gründung der Koctinentakm
ÖL AG «ler die Nutzung aller Ofer-
Zeugnisse in «len besetzten («ebieten
Osteuropas übertragen wurde. Kepp
ler Kranctuß. Heller Rasche na
sahen tm Auisichtsrat. Kari Hfesung
war einer der Direktiven Repräsen-
tierte «ler Keppler Kreis du: gelungene
Annäherung «ler anli»<vuiisineben —•
NSDAP an die Kicbc des InJuslne-
und Finanzkapital» unter tcdwcnc ähn-
lichen ufcolognchcn \««aus»etzungen.
w suchten un F auch un Gegensatz zur
natsciz —• Ideologie stehende Wirt-
schaftler in nahezu nnlcrspruchskiset
Anpassung an Htminki und seine SS
Jen «mtemchmenseben Frerraum «fcn
Ja» SS-Imperium bieten konnte Be-
stimmender Faku« m «hesem Bündnis
blieb allerdings immer der RFSS
44,_- —, - U
IjJnUIV
C.« bc-_- *11,- ZHr ImsMo «avC sw
Jo «oJWfcfoo ß llauhvg IWT
»««VCICMM. Rrw*atd Un brwWiOu Mmmw-
tr» Gsvnawr» Zwek franküm an M» IVTJ
Friedenskämpfer. Der s. Knöchel-
< IrgaarsatKi«
l rtedensrede Hitler» *. Aulaup-datik
Friesen* al s. F mdandtagvr
Fritsch-Krise Entlassung «les Oberbe-
fehlshabers «le« Heeres Werner Frei-
herr »on f ritsch am 42 193* Die F war
ein Zufalbpr-slukt am SuicmkatklaJ
und B'h/enntrige Ausgelost wur«lc
uc durch die Hcttal des Rcichsknec»-
mmislcrs Werner vow Blomberg nut
einer Frau zweifelhaften Rules Hitler
schockiert durch den -Fehltritt* seines
471
zum Rücktritt gezwungenen getreuen
FeldmarschalK ernannte jcdxh nicht
Fntsch. der uch ebenso «k Blomberg
für einen guten Natsciz hielt. zum
Nachfolger \ Kfanchr ließ et nun Vor
würfe, der Generaloberst sei wegen
Homoseiualitat erpreßt wurden. durch
die — Gcstap» untersuchen 14 Tage
wirkte der nattat Staatsapparat wie
prlahmt da Hitler nur mühsam emen
Ausweg aus der F land Im Wege
cme» großen Resucmcnlv «la» die
pembchen Affären »ertusshen sollte,
mußte Fntw.h noch »<« Ablaut der
Lnter »Hebungen »einen Abschied ein
reichen Hitler loste die Nashfolgcknss
aul ubcrraschctuk; Wtsc Lm seinen
Paladinen Gonng und Himmlet «len
Zugnf! auf —* Wehrmacht und Hirer
zu »erwehren. cntschloB weh «der
Staatsmann AJJI Hiller _ «ein eigener
Feldherr zu icm- Er unterstellt« sich
die Wehrmacht unmittcHb.ir Otvrbe
lehlshabcr «le» Heere» wur«ie aul
Vorschlag «ler Armee General Walther
»on UuwhilKh der ab erste» die
Rehabilitierung »eine» im Heer Iwich
angesehenen \«vgangef« »erlangte
Em Rcichskriegsccnchi unter Aorutz
Gorings sprach Ftilsch am 17J.19A ni
geheimer Sitzung wegen erwiesener
1 nschuld Irei Eine winzige (truppe
hoher (Wfizicrc un Heer und in »Jet
-» Abwehr, subjekti» überzeugt »sm
emer Intrige Himmlers und Hcsifnch»
gegen die Änrwe. erwog erstmal» emen
Putsch, nacht gegen Hitler »»mdern
gegen -» SS und Gestapo. Hitler sah
•ich tesluch gcnotiet. Fntieh auch öi
fenthen zu rehabilitieren indem er ihm
cm Regiment »erlich Gleichwohl wirk-
te der Atxganc als -GleichschaJiung*
des bt» «lahm auch eigenständigen Mi-
htärs karf Hnnz
ha*ew. Kari Hora h-tsas Ftwr Un .Wer Jr*
ümiMk Mws.Ik« )«*«
f »krolnsirti
tuhl«4>wiirl |KZ| Dm tm Ntwdwcncn
Hamborgs gelegene Konzentratlonda
gcrlablU.V» Puiwigclangni») F wurde
1933 in GchaiKicn der «kirtigen Straf-
anstalten cmgcruJucl und unterstand
zunächst der LamicsjustizsoUzugsan
Mall Aul Wersung dc» (lauleitcr» Kail
Kaufmann erfolgte am 4 9 1933 »hc
Übertragung der Bewachung an -» SA
und *» SS Da» un zcugcn-Muscbcn
'»paachgebraucil >K -Kota-Lu- bezcich-
nclc KZ wur«le innerhalb kürzester
Zett zu einem Inbegriff lut Willkür
und Gewalt F kam un Sistem «ler KZ
eine gewisse SunderUellung zu. da cs
der -* < lestafsi ab cme Art Vur-(Jnicr-
suchungsgctangni» «bente Die Schulz
hatilingc wuzticn >e nach Bcwcislage
entweder zw Atvri«niung an «he Justiz
uhrrgefstn oder in amlcre KZ uhrr-
Melll Schutzhaft. -* SchutzhafUa-
gnkVa. politische Rcpmcgcgncr.aber
auch Zeugen Jehova» 1 -• Em»tc BiNtL
locscheO. Aalen. Swing-Jugendliche
(-• Jugend). -• Hiwiaisciucllc. sog -t
Vulkvwhadhnge und wahrend Je»
Kriege» JaiMc-raie ausländischer Wider-
Mantlskampicr und -w ZwangsartsMct
waren m F inhaftiert. Von Oktober
1*44 bis f cbriMt 1*44 nutzte die SS
emen (lebaadeteil «le» Zuchthauses F
ab Auilenlagcr «les KZ -• Neuengam-
me. in «hesen »Kt M<«ulen starben »on
den «lort auf engstem Raum untcr-
gcbrachten I3QD Härtlingen über 2t«I
Insgesamt kamen in F übet «5U Frauen
und Manner um» Leben - we »larben
an den Folgen der Mißhaadlungen.
wurden erreursiel «der m «len Tod
getrieben
IdrrrGuiin Bszcchnunu für «Jen
sog Führerbau und dm Verwaltung«
gebaiulc der NSDAP an der Münche-
ner ArctvuraDc. lur «be Paul I tuFwig
Troost im Rahmen «ler gcpianlen L'm
(«.-Haltung des KonugsplaUc» tun zen
traien Gedenk un«l Autmarschplatz
lUterrbcgkwlNtaAM
«Jer NSDAP ira Auftrag Hrtkr» («teilt
ah 1931 Hane amarbertctc. Diesen
«Mkilxh »«4hg gk-when GrhauAn.
die mit ihres Dirnen»»«-nen »on M?)m
45 Jn m Jk HarmnnK A» »sm den
kJa*MZj»lr<cben Hauten luJeip I ge-
prägten Putze» zerstörten. kam neben
den zwiscbcn ihnen steherxien — Lh
rewtcmfsrln lur An Baustil dc»
Natsoz proeiammafrssbc Bedeutung
ru In ihrer wuchtigen abwersemkn
hrm «aren sie reprasentatise Ber-pte-
le der Architektur de» Rcetnics Im sog
FuJizerbau ne fanden »ich neben Rcpra-
tcntatninsraunK-n - in einem »swi ihnen
wurde am 2*91936 da» -» Münchner
Abkommen untcr/euhnei - ein Ar-
hcil'/iMer Hitk-r» und die Amtszau-
mc des -« Stclhcrtreler» det Führers.
Rudert Heß wn kerwahungshau der
NSDAP »ar Jk DKWMstclk det
Rew.hsschatzrrk-isier'. mit der zentralen
Miiglicdcrkarici de» NSDAP unierge-
brachv n.»»w> vi:
F uhrrrheglcilliataillon Fut die Vcber-
heil liniert waren neben «kn Krtrnira
Irsien det —• Retctissacherhcitsdicnslcs
und Am SS I uhreihcgkitk>«nmanA
auch Soldaten der — Wehrmacht »er
antwortlich Da* Berliner Wachhatatl
Ina -Grotkkutsshiand- und du» Regi-
ment »Hennann ('Hwrng- twuWen tm
Juni l*.3K Soldaten für da» K.<nman«Jo
-Führcrrvnc • abgehen, da» Hitler hei
den militärisch mszemerten Reisen ms
-* SuAtcniaiid «Ml I**») und nach
Prag (März 1939) zu bewachen hatte
I mbenannt in F (Fade August l<*W)
hatte et «be AuJeaK Hiller hei Froil-
rerten zu begkitcn und die Archer
hcit un gesamten Here uh der -» Fuh
reth.iuptquattKre und ihres hrsruh
zu gewährleisten Die Fuhrethaupt
quartiete wuiAn auch het Hitler»
Abwesenheit »«un F bewacht Da» F
war in Fricslenszciten in Ar Kaserne
des Regiment» Herrn.uw Gönne- in
474
Hohe ritz uateipcbracht. Kommandeur
war bt» Februar 19411 («encrahnap*
Frwin Rommel Bei «kn Frnortahncn
tm Kraftwagen gehurten Flak- und
Pakzugr rum K*«nmand>» Nach dem
Ausbau zum F uhrc-rbcgkitregiment
mit zusätzlicher Flak und Nachrich-
teneinheit m den Hauptquartieren
wuchs c» un No»cmbrr 1*44 unter
Oberst Rcmer auf die Gröde einer Bri-
gade Im Januar 1*4* zur Führer-
Grenadier Jrsiston erweitert, wurde «Jk
Finken nach ihrem Fimalz hei «Jer
-» Ardennctwrteasnc im Apnl 1*45
.lulecrie hen it™*»» w«wi
I uhri-rbwnkrr *. I uhrrrhauplquartirrr
F ubr« rrrlwll Frwuch» au» «Jem Recht
des — Reichspräsidenten die Organi-
sation der Rcichsregicrung bzw. der
—• Obersten Reichshehorden zu wr-
•nAm Dk» wurA Iw* |9.W auch wi
gehandhabt Nach Kncgsbesnnn ersetz-
te Ar F zunehmend < »esetzc und Ver-
Ordnungen Ar —» ReichsregKrung
bzw A» — Ministern!» lur die Reich»
»erteiJigunr indem er materielles
Recht »erarwkrlc und »ctzle bzw
Rechtsetzunm*c41niachten Ak werte
Die« war um so problematischer al» F
Z.T nicht publiziert und nur auf dem
Dienstweg An Obersten Rcichsbcb.w-
den bekannt ecmacht wurAn (—« Justiz
und Innere kcrwahungl .Aufgrund
eines geheimen F emefatete Hitler
zH in Ok lohet |939 dk zentrale
RochsbchörA des -• RcKhskuor-
mt»sar» für die Festigung Aufsehen
V«4kstum» Der geheime F ofvr «kn
umtasscwAn « Arbeitseinsatz »um
1511943. nach dem die Obersten
R«H.hsbcbo»An bei «kn betreuenden
Mabnahmeu -sow enteegenstehenskn
gesetzlichen Bestimmungen- abwei
eben durften, bikklc eine weitere Stei-
gerung rechtlicher W illkllr i <v. tunt
47?
F uhrrrhaapt^earlkrr Bezeichnung für
die festen Kommandozcntrakn Adolf
Hitlers, »on Auen au» er wahrend
des Zweiten Weltkrieges die Operatio-
nen krtcle Dk F waren Mngcsiattet
mit Wohngebäuden Bunkern und
FlakctanAn und lagen «"wohl tn
Deutschland als auch rm Ausland
Wahrend «ks — Fkdenfcldzuges und
»pater auch beim -a Balkantcklzug
benutzte Hitler seinen BctchKzuc
- Ad’et- als F Weitere F wahrend As
Krieges: -Felsennesi. hei Münstereifel
(10.5.-5A40). -Woösschluchl- (»orher
-Waktwiese-l bei Brüh A PFchc in
Belgien ft» -17 6, 19. - 2M64I»). »Fan
nenberg- sut «km Knie bis im Schwarz
wald 12X6.-5.7 40). -Wolfsschanzc-
Nei Rasteaburg in Ostpreußen (24 6.41
17K42 31 10 - 7 11 42. 22 11 42
172 43 14 7 - 2011 44). -Werwotl- hei
W mmza ta der l Arame 116 ' -31 942.
192 133 4.3). .WcdfuKhlucht II- bei
Sobmmb (176 44). -» •.Aiilcrhorst-
(1012 44 - 16 1 45) kw A.W
I uhrirkuh ». Führer
Fwhrrrwntbo» s Fahrer
Fuhrrrpriwnp Grundsatz Ar tntschei-
«Jungsbefucnts und Bcfchbcebung tn
der NSDAP und irn NS-Staat nach
Hitkr l Mrm Kwnpr t .Automat jede»
Fuhren nach unten und kerantwsw-
tung nach oben- Befreiung »an
-parlamentarischem Prinzip Ar Ma
jontat» und Masscnfbrstimmiing- In
Hitkr kuhnmierle As F I-« Führer)
Theoretisch bestand nach dem F
cn» .»Irikte- Kommaruhntruktut- »on
oben nach unten In der Poti» aber
führten .Macht- und Kompetenz»trei
ttgkenen. ausgetragen nach dem w-
zialArwmi »Irschen GrurwKitz At
Durchsetzung Jes Starteten i -t Sonal-
Arwmionus). sciwk ihe Ausnutzung
»on .Freiraumen- durch .tatkräftige
»etaruworiungstreudige- I nie« Uhr et
zu pohktatischcn Strukturen Hitler
selbst trug entsshciAnd zur FniMe
hung emer IkWskratie und einer »Zer-
spbttcnmg Ar Verwaltung, het irwktn
er neben nckn bestchemkn InM.mzcn
-SsinArhcauftratte- al» rtun unmillel
har unterstellte -Fuhntngsmsianzen-
cmselztc (wwrtka
Fuhrtrwciiwng Hcrrschaftsinstrument
Hitler» ah -» Ohentcr Bcfchi»haher
«k* Wehrmacht mit Hcfchlscharaktcr
F hezexhnete in der Regel einen R «h-
tncnbclchl aut aHgvmcinen Rwhlimicn
für gaazc Knegsactuupiaizc bzw län-
gere Zeiträume wobei «he Art Ar
Ausführung den Kommandos« cBcn
»Ar ihnen nachgeorsineten Stelen
überlassen blieb Dk l nterschicA
zum konkreteren Fuhrerhelchl wvnkn
zunehmend fliehend und letzterer er-
setzfi nicht zuktzt wegen dci militäti-
schen EntWKkhmg. schheßbch 1*4445
«be F ganz Ab 1917 wurden «he F
fast alle fortlaufend numeriert Fine
«ler wichtigsten F wat «be Weisung
Nr 21 für An Fall -• Barbanwca
zur korberertung eine» Feldzugs gegen
«be SowKtunion l — Oslteldzug 1*41 -
1945;-«Fuhreri i.aiolbrti
FwhrrrwtU« Zentrale» FknuiM As
nat uv Staats- und Rechts» ersunAts-
ses. demzuhdge Hitkr An Willen Je»
dt Volkes I unter Ausschluß Kmcr ras-
wsch. politisch oAr anArweitig nicht
tragbar erKbemenden Fkmeniel per-
sonifizierte und h4ghch Jk Feillimcn
für «Jk politische Praxis fcstkgtc Im
I nlcrschieJ zum Fuhrerbcfehi okr
zur -» Ftihrerw-isung wxtrA ikr F
erst durch «Jk akttse Aneignung und
Vorwegnahme Hitlcrschet Zick durch
nacbgcsirdncic Instanzen polnisch
wirksam Der F diente aul allen Fbe-
nen Staat heben HanAln» ab Bezugs-
punkt. wobei sein fehknder konkreter
i <uiki»>a>iuninr<
Bcilcutung'gchall unter den »»slcmuil-
manenten Bedingungen des petmanen
len Fntsehcidungszwang» insbesomlcre
rrn Krieg wesentlich zur Radikalisic-
lung nal.soz Politik beitrug ! -• Fuh
rrr) /«nm» W.iwä »n
l unktionshaftliogi- Bezeichnung tur
Gefangene. die eine h>MtH>n in der »on
der —» SS in den — Konzenlralions
lagern gcwcluiffencn sog Hahlmg»
Selbstverwaltung einnahmen Neben
dem Lager allvMcn und BJuchAlmien
der Hafthngsselbstverwähung »cmch-
tctcti die I al» H»filing«Jirzlc. Luger
schreibet. Kapo» bei den Arbc-its-
kommandos. Vorarbeiter in den Kre
nutonen. Leichctikammcrn usw. mehr
ivJcr weniger cmllullti'K.hc Hiltslunk
tionen im lager die die Einflußnahme
der SS bt» weit tn die Lagetgesclbchalt
hinein ermöglichten Streng hicrar
chtsch gegliedert. erhielten die durch
die SS ernannten Gefangenen Prtvilc
pen die mc entweder zum eigenen
Vorteil gegen ihre Milhafllmee oder
zum Wohle der Häftlingsccmcinvchaft
nutzen konnten AwAam Omrl
G
Cianplenrriirdnung Bezeichnung für
die Verordnung über die -Erweiterung
der Zuständigkeit der -• SondcrgetKh
le« vorn 2U.li.IV.VI Die Sondergench-
te waren nun auch für unpolitische
Straftaten zuständig. wenn mit Ku>.k-
Mcht aul die Schwere oder die Verwert
lichkcit der Tat oder die tn der Öffent-
lichkeit hcrviirgctulciie Erregung die
sofortige Aburteilung durch das Son*
dcrgcrKlil geboten im« I nmiitclkircr
rrt,
Anlaß der G. war em zwei Tage zuvor
verübter Raububc-rfall bei Graz. Fine
nochmalige Ausweitung der Sonderge-
nchlsbarkeit erfolgte mit Kriegsbeginn
durch da» • Kriegssonderstrafrecht
VlrtkwU Html'
Gaskamnicra Im Rahmen der —♦ Ak-
tion 14 wurden in sechs G-Anlagen
(—• Bernburg. -• Brandenburg. —♦ Gra-
feneck > Hadamar -» Hart heim und
-» Sonne nMetn-Pirna) zwischen Januar
l'MO und August 1441 mindestens
7tii»ll Menschen von Ärzten als »le-
bcnsunwctl« uusgesondette Kranke
und Behinderte. Jugendliche und jü-
dische Insassen von Herl- und psu'hia-
trisdicn Anstalten, ermordet Ab
Spätherbst 1441 begannen unter
Federführung des Chefs der —• Sicher-
heitspolizei und des -» SD. Gruppen-
führet Reinhard Hevdrrch (ab 1.1 45
tinsl K dlcnbrunnet) die Voihetcilun-
gen zum Völkermord an den -* Juden
in speziellen -• Vernichtungslagern
(-• Rassenpolitik und Völkermord)
Christian Wirth, cm früherer Kriminal-
kommissar aus Stuttgart, der in der
«T 4«-An»lali Gralcnevk erste Erfah-
rungen mit G gesammelt hatte, war
tur den Aufbau ortsfester G und die
Toiungsmclbodc durch cuigclcilcte
Motorcnabgase verantwortlich
Im Zuge der —• Aktion Reinhardt
genannten I rntordung der Juden aus
dem -» Geaeralpousernemcnl wurden
hierfür in -* Beize». —• Sobibor und —»
Trcbhnka zwischen dem |7_5.|442 und
dem |M 10.(445 Vernichtungslager mit
zunächst drei kleineren G„ die ab
Herbst 1442 erweitert wurden, betrie-
ben Bis zu 4t)n) Menschen täglich
konnten in einer - »on mehreren - le
getötet werden In Treblinka wurden so
zwischen dem 25 7 und dem 2XX 1442
täglwli Uber 5tM.ll, zeitweise bis zu
12tarn Menschen ermordet
477
urir folühfl JtT l)pkr
<-• Cbcimm.->. 1*41 42 |5U4 < uiujfrn Kohkn«n»>nti\hd IVra»
BcUcc 1442 kw»hlcmfM»<nn»d nOiiÄt
SoNhnr IW 41 hcMmk« ( rtvÄ; murr KrtNci» 25O(BKI
IM2-43 Kajtkiemhofuikwd MU^UUD
läfNm -• Majdanek IW-44 K* *h I c nmon« w • d Zvkfcj« H MMiai
zKaw+lWltZ Birk enj u l<M2 -M («jUi Jirtnrr ZHhmB 1 !<MJ<*fc»
ifrwdUndrr luv’)
Zu den Bemühungen die Tötungen
möglichst effizient durchzuluhren. ge-
hörte auch die Täuschung der Opfer,
denen vorgespicgelt wurde sic kämen
in Durchgang»- oder Arbeitslager und
würden deshalb zunächst geduscht
Die Leichen wurden anfangs in riesi
gen Grabern verscharrt Ab Herbst
1442 begann man mit Verbrennungen
auch der zunächst beerdigten Ixwhna-
me (-»Entctdungsaktion).
Linier Federführung des SS Win
»chatt»Acrwattungs Hauptamtes wur
de parallel zur Aktion Reinhardt unter
Leitung des Kommandanten Rudolf
H<üi in Auschwitz Birkenau ein neue»
I otungszentrum aufgebaut in dem
nach den Anfängen 1441'42 zwischen
MArz und Juni |44» vier neue G nut
Krematorien in Betrieb genommen
wurden Hoß entschied sich tur die Tö-
tung mit dem Schadhngvbckamptungv-
mittel Zyklon B Wegen der Anzahl
von rund I Mio ermordeten Juden. Zt
geuner (-• Sinti und Roma) sowie an
derer Opfer steht der Name Auschwitz
heute stellvertretend für die nat.soz
Massentotung durch Giftgas und dem
Gwswagen
Genozid an den Juden Europas. Fine
weitete große Gruppe von Opfern wa-
ren sowy Kriegsgefangene.
Auch in den Konzentrationslagern
— Mauthausen (mindesten* "44 Fr-
mordete;tuet (and die letzte Vergasung
am 2* 4.45 stattI. -♦ Sachsenhausen
(die unsichere Schätzung geht von
4t«»l Toten aus) -» Ravcnsbruck -♦
Slutthof. — Neuengamme und -• Natz-
weilet Struthof sind Vergasungen von
Getansrencn m dafür speziell berge-
richteten Raumen nachgewiesen
Z*«a<>iw im:
l.etVlUUr
fncdUadri Hc»ry Arr Ur< ihm VSGnh’.’h/
Umm iJrr /ijti/wNuni. ut l.aiifoiwtt, Botin I**’
<*as wagen Erstmals im Sommer 1440
für die Ermordung von zVnetaltspatien-
len im Rahmen der -♦ Aktion I 4 mi
Warthe land eingesetzt Fin Sonder-
kornnwndo unter SS llauplsturtnluh-
rcr Herbert Lange ( -» Einsatzgruppen;
-• SS) ermordete Kranke und Behin-
derte au» den Hospitälern Wartha. Tie-
genhof und Sufduu. bei letzterem 1554
Menschen in |4 Tagen Etwa 411 Perso-
nen gleKhzntiii wurden in luftdichten
Lkw-Aufbauten während der Fahrt mil
Kohknmonovvd au» Flaschen vergast.
Im September 1441 beauftragte Ober
sturmbanntuhici Wäller Rauft I eiter
.Irr Abteilung II D im -• RSH A. den
Verantwortlichen für Transporte. Frie-
drich Pradcl. Lastkraftwagen so zu
konstruieren, daß die Motorabgase in
die geschlissenen KäSenaufhanten ge-
lenkt werden konnten. Bei der Firma
Gaubtchal m Berlin wurden insgesamt
30 Spezial aufbauten bestellt Diese mo
ditiziertc «T4— Ibtungsmethode wur-
de un Gebiet der besetzten Sow)ctuni
on von den dort operierenden Einsatz-
gruppen angewandt Die G wurden
hierfür »on den Finsatzkommandov
bet den Stäben der Einsatzgruppen für
besondere Aktionen angefordiert Der
(> aWl > an le II o
ernte erwiesene Einsatz «ier (i in der
wotlichcn Sowjetunion erfolgte un
November 1**41 ui IMItawa und un
Dezember m I harkow Im I aute «les
Jäter«' 'i 'i1' >. ii t km Mgrap-
pen übet G. -Sei» Dezember l**41 »ul
«len hercpK-bw, mil drei eingesctz-
len Wagen **7<MM» verarbeitet. ohne «laß
Mangel an «kn I. ihr zeugen aultratcn-
hcißl es in einem Bericht des RSHA
v«»m luni 1*42 Die Tötungen wurden
in der Regel durch Emletiung «1er Au-
fualvgaw: wahrend der Fahrt *<h| einem
Sammelplatz zu einem E-aekubomort
durihg« führt Die aus fiel ingerxn be
slehen«kn Kommandos. die die Lei-
chen aus den I mlwagcn Mnladcn und
in Gruben verscharren mußten wur-
den anschließend ebenfalls ermordet
In -• Uhclmno Kulmbof wurde im De-
zember 1941 ein -» Vernichtungslager
hauptsächlich für die jüdische Bevolke
rung aus dem besetzten Reichsgau -*
Wartheland errichtet Dort ermordete
das Sonderkomman«k> Lange, das be-
reits wahrend der Aktion I 4 Erfah-
rungen nut Ei ccsummcll halte, mit
2-1 stationären l kw zwischen Dezem
fier 1*41 und Dezember 1942 nnnde
stens 152t * i Menschen. L*i:
Ijkfutur
kauftwi l iift-w I w*phrf» KttiiK-n
ROskvfl «4 Illg, i Sulfit •rtfut rmfuttm *>I */a«
W*»k*f!4r»rrw «Ito/iJl «.rf.'L’jt ft4A^lur1 4rtl VImr
|MM
<>mi/<«Milrtt<r lernloiialc Gcbrclscin
heit der NSDAP und «leren Führer. Die
I inteilung des Ri-ich'icbn-lcs in Ei ge-
schah aul Veranlassung Hitlers nach
der Ncugrilndiine «Ier Partei 1925. ab
sic sich Ulx-r B oern hinaus .mszudeh
neu begann Letztlich war das Reichs
gebiet in 42 G gegliedert ah 4.1 G
Zahlte die — Auslalidsorganisalxin der
NSDAP Der G. war seinerseits unter
leih in -"Kreis -"Ortsgruppe -»Zelle
und -v lU.ck und stand zwischen
4W
Reichs- und Kfcischene Die regio-
nalen Oreamsationscinhcitcn wurden
als -Hoheitsgebiete- «1er -» NSD/XP
bezeichnet, ihre jeweiligen Führer
«Reichs Gau . Kreis . Ortsgruppen
Zellen-, Blockieiterf ab -Hoheitsira-
gcr- D Ql M । " i- 1 11'tkrr er
nannl bzw entlassen werden. Sic tru
gen gemäß dem -• Fnhrcrpnnzip aus
sc hließlich ihm gegenüber die Gc-samt-
scrantwortung für den ihnen anver-
trauten Bereich und besaßen da« Auf-
sichlsiccht über sämtliche Partcigbcdc
rungvn Enter den Li befanden sich
zahlreiche sog -» Alle Kampfer mit ei-
nem besonderen Vertraucnsscthaltnis
zu Hitler Ihre in «Ier -• Kamplzeit bei
«ier Eroberung der Michl und Festi-
gung der PartcilK-rrschaft bewiesene
Loyalität dankte ihnen Hitler 1955 mrt
ihrer Entsetzung auch in staatliche
Amtet f Rcichsstatthaltcr Mmisterpra
sidenlen Minister u i I In dieser Per
sonalunion verkörperte «ich die -Ein-
heit son Partei und Staat- Zu Beginn
des Zweiten Weltkriegs wurden mit
Xcrindnung »um 1.9.1*39 diejenigen
Ei. die zugleich ein Staatsamt innchal
ten. zu -* Rew-hsscrteidigungskommiv-
saren ernannt nut Xcrordnung vorn
In II 1*42 auch die restlichen G In
dieser Eigenschaft wurde ihnen am
25 9 1*44 die Aufstellung des ♦ Xolks
sturme übertragen In Zusammenarbeit
mit der Wehrmacht waren sie fut die
zivile landcsscrteidigung ihres jeweih
een Gebsct« verantwortlich AI« leil
der -• IXilitisehcn LeMet «kr NSDAP
wurden die G im Nürnberger ProzcB
am Hl9 l*4n ab verhrechensche f irup
pc verurteilt < • Nachkncesprozcssc)
FMr/nAUk«
l
ItiMimUrrrri Poo t‘~ fKo Sl».u
U.rwJH t» WaihlcO«>«rs m Jrr SS/I |/‘ StuU-
(in •**»
AM" ’J Dw <O« der NSDAP
Gefolgschaft Irn Nal.soz. das kompk
mentare Prinzip zum -• Fuhrerprmzip
welche beide aul der l«iee einer natürli-
chen Ungleichheit zwischen Menschen
basierten In der G druckte sach «he gc
forderte bedingungslose I nlcrwvrlung
unter den —> Führer aus. dessen Fuh-
tertum schKks.ilh.itt vorbcviimmt wat
und keiner weiteren Begründung bc
durfte Dieses Verhältnis galt sowohl
zwischen dem gesamten dt Volk und
seinem Führet ah auch in kleineren
Einheiten auf den verschiedenen Par-
Iciebcncn. Im Gegenzug zur G sollte
der Führer zur Fürsorge verpflichtet
sein Analog dazu land der Begriff det
G. auch im nal.soz. Artveitsrecht Ver-
wendung. wobei er die Gcaamtheit der
Arbeiter und Angestellten eines Bctne
trtbcHwe IrMpailtiei it.tfl
bcs bezeichnete (-* Dl Arbeitsfront,
• Bctncbdührer, • Hctnebsgcmein
schaff |. l'fto Imam
Geheime Feldpolizei (GFPl Die Ab"
wehrjwilizci de» Feldheere» Fachlich
wurde sie von der Abteilung III der
— Abwchi un OKVk geführt An ihrer
Spitze stand der Hccrcsfeldpoiizcu.hcf
beim Obcrquarticrroc-ivtcr IV des
OKH ab Mai 1*40 «1er Feldp>»lizeicbet
dci Wehrmacht hei det Amtsgtuppe
Auslaml/.Abwehr des OKW, SS-Ober
führet Wilhelm Krichbaum, dein als
Stab «he Eiruppc G. tm C >KH zur Verfü-
gung stand Jede» Armce-Oberk«im-
mando verfügte Uber eine eigene G.-
Gruppc. ferner bestanden G-Kom-
manch» bei den (ircnzabschnittkOTn-
(.«bihn« I Gestapo»
«I
tobrnrr Kahownseot
mando» und dm f tcncr.i!k-immandos
det Grenztruppen In Kncpszu-iicn ec-
horte zu den Aufgaben der < i Jj> Aul
»puren und Bekämpfen *egnenx1vct
Sabotage-. Zci»ctzuiu» und Spnwu
gesor haben vowic von landesve traten-
«eben Handtungen in den Operation»-
gebieten. außerdem wurde die G zum
Obtcktwhuiz und zut abwchrmabigcn
SKhcrwng mihlanvcbcr Verbinde hcr-
angezoecn Neben der Beratung «1er
AbwchroftizK-re in «len Staben halte
die G auch cvckutivc .Aufgaben durch-
Zufuhren, etwa ah lldlvotean mrlrtan
scher («cruhtsherren oder zur Ss.bc-
tun* von llauptipiazticicn Auch zum
Schutz Hitler» wur«ie ue eingcutzt
Ihr G vertagte übet gchcirnp 4tzcth-
chc Stodcrrcähtc. ihre Beamten konn
ten in Zivi tätig werden und durften
web andere Wehtmachtsangehonge ah
Hilfsoreant untentclk-n. ihre Aneck
genheilen unterlagen nicht der Nach-
prüfung durch die \erwallunr»gcrieh
te Dk Mitarbeiter dir G belaßen dm
Status »on Uchrmachlshcantlen und
rekrutierten weh zum großen Teil im
der -• SK-bcrhcitspohzci iStpot 19 «9
bewanden 1' jeweils bis zu 50 Mann
starke Gruppen der G
hm erste» Auftreten der G M tm -*
Spanischen Bürgerkrieg nachzuwciscn
l’hei ihre abwdtrpokzeilichen Aulca
ben heiaus beteiligte weh die G «eit
dem -• f\ilcnkldzu|t an den lasse apo-
litisch und anders motr»irrten Zwangs-
und (K-wahmaßnahmcn des Dritten
Reacbes teilweise tn enger Zusammen
artveil mu der Sicherheitspolizei <-•
Einsatzgruppeni Sie verfolgte Falle
von -a Fahnenflucht ebenso wie «be
-• Ri»«cn«.hjrwk hei bszesaen dl
Soldaten gegenubet der indischen Be-
volkerun* Eine wuhtige Rolle vptelie
sic hei der »bwchtmalMgen Sicherung
der besetzten Gebiete und der Ver-
folgung von Mitgliedern de* -» Wider
Stands Im besetzten -* frankrevcii
wurde dte G bereit» am 25 4 1*42 in
die Sicherheitspolizei ubertuhrL ein
ProzvH. der bi« 1*44 zur I bernahmc
von 51 (iXrtuppcn mit uher 50Ö0
Mann durch die Sipo führte Ihm ent
sprach mehl «he aut Befehl Hitlers
vom 122 1944 vollzogene Iber nähme
der Abwehr durch das -• RSH.A von
der die G ausgenommen blieb Der
Fcldpolizcichcf der Wehrmacht wurde
in dar Abteilung Iruppcnabwchr des
Wchrmachtfuhrungsvlahr» überführt
Krichbaum selbst betätigte sich nach
dem Krieg uh wichtiger Mitarbeiter
Reinhard Gehlen« heim Aufbau eines
bunücsdt GcheiIndienWcs Gegen cuu-
ge «einer l ntergebenen tanvien Pro-
zesse wegen der Beteiligung an Kriegs-
v erbrechen «tatt (-• Nachkncgspro-
Zessel Mzouami Wo*
l «rtaOMr
(jctavf kUtn CarkrvR. Berta |(J)
fwbeime Staatspolizei < Gestapo * l m
die wirksame Bekämpfung aller gegen
den Bestand und die Sicherheit des
Staate» geachteten Bestrebungen zu »
ehern«, wurde auf Veranlagung GO-
nngs ah Ministerpräsident im April
19.13 in Preußen die G eingerichtet
(Gesetz vom 28 4 19331 Dsc meisten
Mitarbeiter kamen atn der preuß poh
tuchen fSdizet die v.a den I mksra-
Jikahsmus verfolgt, aber wh.m nach
«fern Staatsstreich vom 21171932 (-•
PreußemehlagI auch die Ssizrakdetwo-
krattc in ihre Ermittlungen etnhezogen
hatte
Zentralbehörde und unmittelbar
Goring ualervlc-llt wuidc das Geheime
Si.iii«polizeuimt (Gcstapa) unter lei
tung von R Ebels. in federn Regierungs-
bezirk entstand eme Slaatspolizedcit
»teile Gleichzc-itifi bildete Hinunter in
Basem die IGveriwbc H'litwcbe Poli-
zei unter Hcvdnch Die in den anderen
Landern entstehenden Dicnstsiellen
der politischen IVdizci Übernahmen
die preufc Bezeichnungen kamen aber
nach und nach unter die Kontrolle
Himmlers als Pi4itt»chcr Piihzeikom-
mandeur det Lunde i Im April 1934
wurde Himmler auch Inspekteur der
G tn Preußen. Hcvdnch Chef des Ge-
vlapa. leitete aber weiterhin auch den
-» Sachcrheitsdiensl (SO). Mit Hunm
krv Ernennung al» Rcichstuhrci SS
zum < het der Dt Polizei wurde die G
Rek.hüseh«irdc und mit der Kriminal
pohzci zur Sicberheitspultzci vereinigt
deren Zentrale zunächst das SS-Haupt
amt Siehcrhcitspohzci ab 1939 das
— RcKhwwchcrheitv-Hauptamt unter
Hcvdnch als (lief der -* Sartierheilv
polizci und des SD wurde. Amtvchcl
der G (Amt IV des RSHAl war seit
IW Hemnch Muller Die 1*41 beste
henden t>7 Staatspolizei- oder - tml
Koordinicrungslunklioocn lur rochiere
SlapostcUcn SlaatspoiizedcrtMeDcn
waren grundsätzlich tut einen Regie
rungvbezirk bzw em gröberes land
zuständig. Außenstellen und Gtcarpo-
hzcikomnuuanatc konnten unterstellt
•cm. ihnen entsprachen in den meisten
besetzten Geburten die Abt<-düngen |\
der Bclchlshabet bzw Kommandeuie
der Sicherheitspolizei und dci SD
Halte die G. anfangs noch ihre Mab
nahmen mit der -» Rcschstagvbrand-
ver<*dnung und anderen \<<schnBen
begründet befreite sie weh »shlKnlieh
von allen Bindungen an Recht und
Gesetz Sic verhängte -• Schutzhaft
m Hauspetangnissen. -* Arbeitserzie-
hung»- und -* Konzenlralionslagctn in
denen ihre Politischen Abteilungen die
Häftlinge terrorisierten konnte Ainu
gen durch Folter I -verschärfte Verneh-
mung«) erzwingen und Gefangene
ermorden (— Sondcrhchandlung l Po
len und ausländische -• Zwangsarbci-
ter waren ihr atmgeliefen. wc »teilte
die Kommandos zur Ermordung »on
-» Kriegsgefangenen and einen Teil
des Pctwmah der -• Einsatzgruppen
und ennvglichlc die -» Endlosung
der Judcntiagc indem wc Juden in
-• Ghetto» zwang und zur — Depor
tatMm m die -* \ ermcbtuagslagcr ver-
haftete Dk- Zahl der Anpchonrcn der
nach dem E rteil des Numhcrgci Inter-
nationalen Militartnbunak (-* Nach
knegsprozesse) verbrecherischen O-
ganisalion war dabei lelalo gering Sie
betrug 1*43 einschließlich Grenzpoli-
zei 1) 374 Beamte und Angestellte,
darunter zunehmend Frauen, tur die
Aufgaben det G im Regierungsbezirk
Koblenz mit 8711**1 Einwohnern
genügten 1*41 nut 10.1 Mitarbeiter
Auch die Zahl ihrer Informanten oder
S-Leute war nicht groß denn die G
konnte immer damit rechnen, daß
FnnktMmnrc der Partee fcdoch ebenso
•Volk»gen«»«sen- bereit waren politi-
sche ticgnei zu denunzieren (-* De-
nunziantentum l Nur weil sic diesen
Rückhalt in der Gesellschaft hatte,
konnte die G ab wesentliche» Fletncnl
dc» nat soz letrorsyslems tätig weiden
I -• Verfolgung I Hrm:
l-aowie
GahwH HiOro Df Jf anewlW
<—H..K.S Fafertmffl IW1
Laiv Inchen » Ihr rieu<si /«mrww 4r» Krr-
w«n. II tf«f«urr I*«*
Pwa lietWiraIUMS Mattmaan |H« tar Gnu-
ff aar (taarnw Dwinuadi I«**
(rt-beiim-r KaliMK-ltwal Mit Führer-
erlaß vom 42.193h wurde der G. zur
Beratung Hitler» -m der Führung der
-AußenpiUitik- emgesetzt Ehler dem
Vorsitz von Rcichvmiiiivicr von Neu-
rath und der Geschartstuhrun* durch
den 1 bei det Reichskanzlei gehörten
Jem Gremium «be Minister tur Aus-
wärtiges. Propaganda. Vertreter der
Wehrmacht und der Stellvertreter des
Fuhren an Der G trat me zusammen
und hatte ledtglwh die Funktion,
dem tm Zuge det -• Fritsch-Knsc am
4 2 1938 ab RcKnsaußcnmirustci ent
lavaencn Neurath ein Amt n beschaf-
fen. ».flfww 0m:
t.rik-nberg-Programm Benannt nach
«einem Leitet. Edmund tieilcnhcrg.
der mit Fuhrererlaü vom All 5 l*U nun
Gcncralkommtsvar lur SofiwtmaAnah-
men im Speer Mmistcnum ernannt
wurde (-• Retchsnuntslerium lur Rü-
stung und Kriegsproduktion I, um die
durch eine Serie US amerik Luft
angntfe zriswlvn Anlagen zur Ge-
winnung «on MmerahM und Benzin
•icderauftuhaucn und neue Mög-
lichkeiten zur Gewinnung dieser Pro-
dukte industriell zu verwerten Vielfach
wurden tur diese Programme KZ
Häftlinge betangezogen («a aus -•
Dora-Mtttclhau I in einer Reihe von
einzelnen Programmen und Projekte«
wurden neue Anlagen erstellt (Tarnfx:
Zeichnungen Neuanlagen Tiere. Karp-
fen. Kuckuck. Mene. Schwalbe) und
neue, auch ua wirtschaft liehe Gewin
nungsmoglichk eiten ausgenutzt wie
die AubchlicBung det Ohchiclcr
der Schwäbischen Alb in Ölschiefer
Schwelanlagen wofür etwa StW Haft
iuigc v.a aus — Auschwitz. — Dachau
und -« Nat zwei ler herangc-zogen wur
den t Tarnbezekhnung W uvte >
»»nm Wog
Gelandc-sporl *. Sport
t.rhwngvfwdr Ah Halbjuden einer
stufte Personen. die I zum Stichtag dci
-» Nürnberger Gesetze der jüdischen
Religionsgemeinschaft angeln nten 2
zu diesem Stichtag nut einem Juden
verheiratet waren 3 nach diesem
Stichtag trotz Verbot« emen Juden hei-
rateten Kinder aus der Ehe eines G
mit einer -deutx'hNutipen- Hau wur
den ah Mischlinge ersten < Hades em
gevtuft und konnten nur auf besonde-
ren Antrag eine andere rataasehe In
ordnung erreichen (-* Ehteaanef I G
4U
wurden vorn der nal mV Gesetzgebung
Wie AoUjuden behandelt Im Gegensatz
zu den -» Mischlingen muhten sie den
— Judenstern tragen, den Namenszu-
satz Israel bzw Sara .innchmen ihre
Wohnungsiurcn mit einem Judenstern
kennzeichnen usw. Häufig erhielten die
G gemeinsam mit dem judrschcn EL
ternleil den Befehl zur -* Deportation
Vlrew GirSmol
(.enM-taMMzige Krankentransport
GmbH iGekral) s. Aktion T 4.
ca Medizin
<>em« mnulzig« Stiftung für A avlafl«
pfleg» s. Aktion I Awa. Medizin
GememsehaftUreuMie s. Asoziale
Genuschtvölkische Ehe s. Ehe
Generalhaiarnvpektor für die
K<uhsteauptsiadt c. Germania,
ca Kru hshaupi vtadt
< »< neralhe'ollmaehtigter für den Ar-
bertsewrsatz Sonderbehorde zur Rekru-
tierung in- und au«laodiM.hcr Arbeits-
kräfte tur die dl. -• Kriegswirtschaft
Die am 213.1*42 geschaffene Instanz
des G unter Leitung tun —♦ Gauleiter
Hitz Sauckel war Hiller unterstellt Die
Gauleiter der NSDAP lungterten ah
Bevollmächtigte tut Jen Arbeilvcin
satz Der G erhielt Kompetenzen und
Personal iswn ArbcilsmuuMenum Ar-
beitsämter waren ihm verantwortlich.
Mit Hille der zentralisierten Orgam
sation Je» G wurden in Europa bis
IM4S Millionen von -• Fremdarbeitern
oft unter massivem Zwang tur den -a
Arbeitxmsatz in der dt W irtxhaft re-
krutlert W.CfOnaw»
Gcnerallwsullmachtigter hu dir Keichs-
vrrwaitung iGBA » Im Kahme« de» gc
hcirnpcluhcnen Krxhsverteidigungv-
4Kt
gesetzes vom 4 m |MAm wurde die Funk-
tion des G geschaffen: Er sollte bei
Knegsbcgtnn die einheitliche I Uhrune
der Zisiiverwaliung übernehmen und
besaß auch AAcisungvhefugnis gegen
übet einigen Ressorts iJustiz und
innere Vcrwahwnt) Die tatsächliche
Bedeutung des G war jedoch germa
Zunächst hatte der Reiettsnumsier des
Innern. Wilhelm Frick. da» Amt inne
bis er tm August 1*43 durch den -»
Reichsiuhrer SS und Chef der Dt FAib
zei Heinrich Himmler auch m seiner
Funktion ah RevchMnncnminrqcr ab-
gelost wurde. WsWarf HewUr
trf-neraigonveriM-rneni i-tur die be-
setzten poln Gebiete-. ab Juli 1*40 nur
noch GG) Im Anschluß an den — Po
lenleldzug <-♦ FAileni gemäß Führer
erlab vom 1210.1V3M für dae nicht
in das Reich cingcglicdertcii besetzten
zentralpoln Gebiete geschaffen und
zunächst aus 'ter Distrikten tKtakau.
Radom Warschau und Lublini mit ca
12 Mui Einwohnern bestehend Nach
dem dt Angriff auf die Sowfciuruon
U nternehmen -* Barbarossa. -• Ost
leldzuei wurde das Gebiet um Lern
berg am I M 1*41 dem G als * Distrikt
Galizien mit weiteren 5 Mk> Einwoh-
ner ein ver lei N Dk Bezeichnung G.
war schein un Erden Weltkrieg für da»
von den Mittelmächten besetzte Kon
gretipoten da« Generalgouvernement
Warschau. benutzt w<<den
Mit der Liquidierung der Militär
verwaftuns bezog Han* Frank am
2h 10 IMAu als (»encralgouverneur del
unmittelbar Hitler unterstand seinen
Die tot sitz m Krakau. <J.i« Hauptstadt
des G wurde, um eine Zntlverwalrung
auf zu bauen die von emer moglichvt
kleinen Zahl von dt Beamten nach
-kolonialen- Gesichtspunkten geführt
werden konnte
Vom Krakauer -Amt de» General-
gsHAemeur»., seit IM40 zur Regierung
Gcwrratrowsowk-WK-ai |<-G|
aufgewertet wurde Über ehe Distrikt
gouverneure (Amtvehefs) Ns hinunter
zu den Kreahauptk-uten und Stadt-
hauptleuten m kretsfrcien Städten,
denen land- und Stadtkomirussarv
unterstellt waten, ein traduiimelle*
Jrcigbcdiigc« instanzensvsiem errich-
tet Für die potn Bcvofkeiung cuuer-
te nur cme begrenzte Selben erwaltung
auf unterster I bene durch einheimi-
sche Bürgermeister bzw Vogte in Städ-
ten und Landgctnciiuien. Jie jedswh
Jem absoluten Aufsicht^ und F mgriffv-
recht der dt Kress- bzw Stadtkimiim«-
säte unterlagen
Gerichtsbarkeit und Exekutive lagen
weitgehend hei den -• Höheren SS
und Pützeltilhre-rn. die direkt dem
— Reichsluhrer SS und «"bei der D»
IAHizci. Heinrich Himmler, unterstan-
den der am Tia.l<W als -♦ Reichs
kommrccai für dw Festigung dt Volks-
tums vcm Hitler Jk Soll macht tur
umfangreiche Zwangsumsicdluagcn in
Büen bekvxnmcn hatte Im Rahmen
von Himrnlers. An und I msiedlungs-
Programm, der »Heimholung« tun bgs
zu 12 Mio -» A oik«Jcut«cben au*
den sow: Besatzung« und Interessen
gebieten wurde da* G al« Abschiebe-
gcbwl tur fAden und Juden aus den in
das Reich cmgcglicJetten Gebieten
definiert l~« Volkitiumpoiitik) Frank
gelang e* nacht den SS- und Pobzci-
apparal. der aufgrund «einer Verant-
wortung lür dic«c L iDMCvflunecn von
nntherciii eine beherrschende Sief
tune innchattc «emer Ziviherwaltung
zu unterstehen Auf Distriktschenc
waren SS- und Büizctführcr mit Wei-
sungsrecht übet Sicherheit* und Ord
nungspnnzci eingesetzt die »ich m den
Bereichen Volkstums- und Siedlung*-
pohtik Judenverfolgung und Partrsa
nenbekamptung betätigten Einet der
Lubliner VorreHer dieser Entwxklung
war der I ubhncr SS- und B<hzeifuhrer
Chhki Gioboemk der die Rassen- und
I .euer alp»« »ereemrwl IGG»
Judenpofnik immer mehr an weh zog
und »pater iK Lener der —» Aktion
Reinhardt der Haupt»etantwuitbcbc
tur ihe Fnrxdung der Juden rm G
wurde (-• RevenpolilA und V>r&er-
tnord -» »Endlosung-) Ah (regen
gewicht zur fAUiZci baute Frank eil
Murr !•**• den v« -• Sondcnfeensl
jtn voiksdl NdbstschutzJcuten aul die
die Funktion einer Fr-atzpoltzei au!
Klciscbcnc aJ'Ubtcn
Dk dl Rcsatzungsf*4itik die aut
radikaler l nterdruekune und Ausbeu-
tung aller -♦ FrcmJvulkrchcn. emem
raswstrsch ahstestuften Sonderrecht
Tenor. —♦ Depsilabonen und kolket
mord beruhte Melke den reinsten Tip
nat «oz OkkugsabonsserwaMung dar
nie er '»erst m keinem anderen von
Deutschland besetzten Gebiet MU»
tretlen war Sie Marx! tm Zeichen der
Hcrrcnra»scni<Jc<<Jogic mit der Ziel
iixvrllunt ein px4n •mhrertxo Ar
beitsv<4k- zu schaffen dies süßte durch
die Schließung aßer l‘rarerwtaten und
höheren Schuten und die systematische
Zerstörens «un Kultur- und Wissen
uhaitsmuilutioacn Licschlagnahmung
«on KkvMern und die phvwschc Aer-
tuchlung von Angehörigen der poln
Intelligenz und den katholischen Kien»»
Iso z K in der S»«vlcrakhon Krakau
«um No» IW. bei der IM poln Hoch
schuiangehontc nach -» Sachsenhau-
sen deportiert wurden! lealtwen »er-
den
Zu He rinn wurden «owsdil FkUen
al» auch Juden Opfer do dt Bc
ulmrplnrm Wahrend der .inripoln
lern» sefcktis war d h «ich gegen
Vertreter det Intelligenz. der Kirche
sowie Angehörige p»4in«chcr und ge
werkKhaftlKher Kreoe richtete er-
faßte der antijiidischc Terror alle
Schichten der IK-solkerung es kam
ru Manenctekuhoocn und Razzien
Juden wurden eencrcl zur -» Zwang»
arbeit lur die I tkkupatiombehnrden
verpflichtet Ab fcnde IW erfolgte dte
Kennzeichn uns»pflicht aller Juden nut
dem — Judcmiern gefolgt »on weite
ren anti|Ucfr»chen Maßnahmen Bereif«
Anfang I***' waren die Juden aus dem
gesamten Wirtschaftsleben de» G ver-
drängt alle jüdischen Betriebe und
Geschäfte »landen unter der Leitung
»on Ircuhaadern: lernet begann die
ZwangsghcttreMcruag der jüdischen
Be»e4kcrung Im August !**• trat
die \ er Ordnung tn Kraft, die auf
der Grundlage der antisemitischen —»
Nürnberger Gesetze bestimmte. »er ah
Jude zu gehen habe
Vom Oktober 1*41 hi» Juni |«42 wur-
de da» Gl. da» zum Aufmarschgelände
dc» I'aiereehmeits — Barbarossa ge-
worden war. «erstarkt in den Dienst
der dt -» Kriegswirtschaft gestellt, die
Ausbeutung der Landwirtschaft wurde
intensiviert Anlang Juni 1*42 gingen
alle polizeilichen Aut gaben emschbeß-
bch det -Judcnangcleiienheitcn-. an
Jk -• SS über was Franks lArution
unterminierte
Nachdem die —♦ F insalzgruppen in
Ostgakncn bereits tm Juni Juli 1*41 in
grobem Maßstab Abirdakiiimcn an ha
den Jur eher fuhrt hat tert begannen un
Frühjahr 1*42 die Depxtat« «len der
Juden aus den — (ibettos m die —• Ver-
mchtungslaget »a nach -• Beize« und
-• Trebhnka Aom h7 bis Ende de»
Jahre» 1*42 wurde die -FnJkwung- mn
höchstem Tempo «orange trieben und
nach dem Aulstand de» -* Warschauer
Ghetto» un April Mai 1*43 nut um so
croßetei Brutalität wieder aufgeoom
men Im Sommer l«W4A »MCn alle
Ghettos im G. aulgekMt A wie der noch
m Zwangsarbeit Jagern und xg Ar
heitsghetts» lebenden Juden wurden
rm November 1*43 ohne Rücksicht auf
die Bedürfnisse det dt Kneg» wirt
schäft wahrend der Aktion -♦ Erntefest
ernxedet Obwohl da» Gl seit Mai 194 i
auch lYgamvuoriscb «ollstandig in
4K<
die -• Kriegswirtschaft des Dritten
Reiches integriert war. hatte die W -.n-
schaftspobtik am Ende hinter der
Volksrumsfsiiitik zuruekzusiehcn
Da» G war industrielle» und land
wirtschaftliches Ausbeutungsobteki
diente ab Rckruticrungsteld tur
Zwangsarbeiter für das Dl Reich ihr»
1*42 belamJ «ich bereit« ca I Mio
poln Arbeitskräfte m Deutschland!,
ferner ah Aufnahme gebiet tur Jk au»
den annektierten pMn liebvlcn <-»
Danzig-WeMpreußen -» Warthelandl
vertriebenen 12 Mio. h>lcn und al«
wichtigstes Nachsehubeebict für die
IKrfrogu Ab November 1*42 fx-gann
Himmler mit seinen DienUslcUcn
«eine btsbet in den -• cingcgltedencn
Gebieten betriebene AasMCifluntspili
bk gegenüber der f»>ln Bcs<slkerung
im Rahmen der Germamsierungspiane
auch auf das G «uszudehnen Eia er-
stes dt -SicdlungsfsWIwcrk- sollte im
Kreis -• ZamtwcDistrikt I ublin ent
«tehen. von dem bi« Sommer int etwa
kotMli fA4en durch kcrneihung von
Heun und Hof betroffen waren
Ab Januar 1<M3 serschartten weh
die Verhanungsaktwnen tn Form «on
GroBra/zien und prasenbven pofczci-
heben Maßnahmen m Warschau mit
denen «he -Belegschaften» der Kon
tentratMUKiager auteefulh wurden Im
Frühjahr t*4A wuchs der aktne und
passive Widerstand nicht zuletzt auf-
grund der dt. Niederlage von -* Sta
hncrad Die »ich ah Oktober IW
formierende potn militärische und zr-
»de nationale l'nicrgrundbewcgung
die der poln Eulrcgicrung in London
aaterstand. bildete emea l'ntergnmd
Staat dessen wichtigstes OperaticeB-
grbict das G. war
Die Tciiraumung des Distrikts Gah
zicn im Marz 1*44 leitete die »anarchi-
tche Endphase- der dt Herrschaft im
G ein Nach dem Scheitern de» tm
August begonnenen —* Warschauer
l^wmipbutM
Aufstand« mb Oktober 1*44 und Jet
»ofligcn Zerstörung der poln Haupt-
stadt nach det Kapitulant« der Armia
Krapswa I-Hcimitannee-) wurde dm
G un Januar 1*4' «on der Roten Ar-
mee befreit anw U—i.
Sm Bi ilWs nwawa» -f «M»i iik- >* Guk.-uw
Zlr» a m mW ar grmngiuu-
»m tn K-VU4Z Ars.- /W1 Bmn
IW»
Gcnerafmspcktor für da» deutsdic
Mrakrwwrsew Am klh 1933 emcench
tete urut s.m Fritz losit »eleilele
IhenstMelle -lur die f(«denmg «Je«
Baues det Reichsauiobahn (-• Auto-
bahnen I und tur die Ausueslahung des
Landctraßennetzrc- Mit Erlaß vom
W11.IW — Oberste ReKhsbehordc
die direkt dem Reichskanzler unter-
stand und damit Gesetzgebung» und
Anordnunitskompetenz besaß Das Or-
gan des G war /<•» krradr Alhert Npcer
wurde am 121 *42 Todt« Nachfofger
tewvMa KaMasaWv
(rrweraiptaa <bi In Furtfuhrung seiner
Ende IW verfaßten Gedanken -über
die Behandlung der F-remJsclkischcn
im fßtea- gab Himmler al« — Kc»h>
kommissar tur die Festigung dt Volks-
tums |RKF> Jen Befehl zur Ausartxs-
tune einer Gesamtkonzephon zur Ger-
manisieren gspohtik m den besetzten
und noch zu etoberraien Ost gebieten
Das Ligcbnt« bestand un G.. del
Himmler Lndc Mai 1*42 soegelegt
wurde leine erste Fassung WM schon
Mitte 1*41 enistandenl Die Denk-
schrift wat unter Fedetluhrung Je»
SS-Standartenführers <und Prufcsssxs
f >e»*ratrar 4rr WirtM*aft
Jet Agrarwissenschaft I Konrad Meter
im -• RcichstichcrhcitvHaupfamt und
un Slab'-hiupfamt RkF ausgcarbeitet
worden «ie trug den l'aterlitel -Recht
fache wirtschartlicbc und raumhehe
Grundlagen do thtaufbaus- und sah
ab Voraussetzung c<n neues BoJen
recht l Ihslenmonup« 4 der SS un < bien
-Belehnung- eertnanrseber Siedler auf
-Sicdlunewnark.cn- und in 36 -Sied
lungsctulzpuokten-1 tur. das Pro
eramtn sollte in fünf Funfiahroab-
«ihmttcn rcaiMerl »erden Ziel »ar
dte -• Fmdeutschung durch Bes.Jke-
rungstranslci Vier Mm -Germanen
w#lrt ÜK Hcgentocie uher die scr
Nabende autochthone Bctolhetung in
den SjcdluneMnarkcn -Ingerm-mlanJ
Ium Petersburg). -Gotengau- Ikrun
und Chersongvbset I. tm ktemelNare»-
Gcbsct airsuben Beteiltet an den PU
nungrn »aren das —• Retebsministc-
riurn für die besetzten Ostgebiete und
das —• Rasscnpofttiscbc Amt der
NSDAP Det G (geschätzte kosten
45.7 Mrd RMk det auf eine l’msied
lang unerwünschter Volker nach Sabi-
nen bz» auf deren Vctsklatung sxlet
kermchtuag ziehe, hatte keine Chance
der Realisierung bestimmte aber die
IrlcntKtto der dt BcsatzunopoLlik
ntdteutg *«»
Zaeraur
«~c> stauUw». Mmraaoi iHz
tm a ^1» itu- W»igmin i ao um*-
•-aia.*«. Ztaa *i- Gma ta»*sg*woa
Berta «1
Generalrat der "in sc haft ktui Hitler
am IS 71933 unter erhebheitem peupu
eandruischcn Aufwand zur Beratung
der Regierung berufene» Gremium
ton |7 führenden l ntemehmem lu a
Gustas krupp Curt ft mitte h t Sae
mens Albert Vogler Carl ILwch Au
nrl Dtehnl und Patleiscrlritetn Der
G erlangte keine praktische Bedeu-
tung Er trat nur em einziges SUI zu-
samtnen (3Ü.9. 1933k Auf der Tagcsord
nung dieser Sitzung standen ua eine
Ansprache Hitkrs und cm Beruht ton
Rochswirtschaltemmstcr kurt Schmitt
Genfer Sbeuctungskonferenz Seit 1925
durch die kbrustungskommissio« des
— X olkc tbundes s «bereitet und am
22.1932 eröffnet An der G nahmen
61 Staaten teil D»e G stand ton
Anfang an im Zeichen des konllikts
zwischen der ton Deutschland ter-
tretenen Forderung nach milrtari-
«chcr Gldchhcrcchtigung und Frank
reachs Streben nach mihtanscher St-
chcfheit Am 11.12.1932 gestanden
Frankreich Großbritannien. Italien
und dte l SA m einer gemeinsamen
Erklärung Deutschland militärische
<ikchKrcchngung un Rahmen eines
Sistems koUeklner — Abnistung zu
Der frz Plan einer tiertahrigcn Cher-
gangstem tor Besinn der Abrüstung
wurde ton Deutschland ab Antal) rum
Scrtassen der G und rum Austritt aut
dem \«dkerbundam 14 In luGgeruun-
men D>c G stelle 1435 erfolglos ihre
Arbcw cm tearCw v«ai
(.copohtik Be.’ctehnung tur eine am
Sntang des 2u Jh besonders im angel
sachstschen und dt Raum entstandene
Urssenschati sc«i den geographischen
< irundlaeen der Politik Hauptsertreter
in Deutschland war der Ciencral und
Münchner <•eotraphicptoFcssor karl
Haushofer I Iftau 19461 Er serstand
den Raum ab zentrale potitisclte kate-
goric. an den das kolk otgannch ge-
bunden sei Aufgrund imfx-riaitstischer
Elemente seiner Lehre hat er Hiller
(über R HeB. der Haushofers Schü-
ler wat) hcetnnuüt f-» »Volk ohne
Raum-1 /VsoUctauRM
Grrmaaia k<wgescherter Name lur die
-» Rcichshauptstadl Berlin nach ihrem
geplärrten Umbau nu M*.htzcntrak:
eines •frufcftmnMBx.hcn- Weltreiches.
Da* Berlin«:: -Neugestallungspri>
gramm- «ar ab Vorbild lui die l'm-
baukoazepte son Hamburg. München
und allen Gauhauptsta«iicn angelegt.
Hierzu wurde W37 eine neue Behörde
geschaffen der «AicneTalbauiiisprkl«*
für Jk RckhsluLipNaJl Berlin- IGBI t
mil Albert Speer ab Leiter. der Hillen
Vorstellungen einer pgantrschen slci
nernen Machlkuliswc lur Aulmarschc
und Masscnscransultuagen planerisch
utmctzlc und sbcsem direkt unlcnlaod.
Zentrale* Merkmal der Planung war
als «Rückgrat« ringlormigcr Ver-
kehrsplanungen - ein Achsenkreuz rnn
einer Nord-Süd- und einer OstWesl
Trasse Der «he histomebe Bainub
Manz der Malt zerstörende Mitielab
wfinitt der N«wd-Sud-Achse sollte son
Staat*- und Parteibauten. Rcprascn-
Ubontgchaudcn der Wirtschaft und
NS-Ehrenmak-n gesäumt werden und
(imSpreebigcaiin den «GroBew Platz«
mit «Jer ISOmi Menschen fassenden
-Großen Halle- munden. Diese wegen
des Krieges nur .«satzweise realisierte
M«wiumcntalplanung verkörpert m cl-
tremer Werse die Indienstnahme ua
Aivhalekiur und Städtebau ab Idcokz
petneer und ab Wegbereiter für Ru
slung. Kncg und Wclthcrrschalt durch
das NS-Regime I —» Kunst >
Wtaur ZasA«*
Germanewordra K V olknche B«««v
tung
< «crmaiusK tie SS *. National-Nociatisti-
sche Bc-wcgin- < NSBl
Germanisches Reith Vage, rassen-
kfeologtsch geprägte Konzeption einer
Neuordnung Europas unter dl Vor
tecmehati Der Begntl wurde zunächst
ohne außenpolitische Dimension ver-
wendet, erst un Zuge der dl Besetzung
«w-rm—i un—i
Nord und Nordwcsleuropas IMdo
gewann der dem Betritt irifluHc.
eipansiontstiscbe Heirsstiattsanspruch
all Bedeutung Zzvibcrwahungen soll-
ten «he Eingliederung dieser -germa-
nrssben Brudenolkcr« ms G sutbe*
reiten Ab 1WC gelang e* der SS
zunehmend u a durch ihr Aufstellung
-germanischer- Freiwilligen» crtxande.
«be Dominanz der NsDAP in der -ger-
manischen H4mk • zu brechen und den
eigenen Fuhrungs-inspruch in -germ-i
tusch-» olk tschcn- Belangen durchzu-
setzen ZtiMwa »«ein
(«ermamiwrwng Bereits un Dt Kaiser-
reich lerwewdcter Betritt im Nat soz
Umschreibung für die Vertreibung «ler
slawischen V olkcr aus ihrer dt besetz
ten osteuropäischen Heimat bei gleich-
zeitiger Anstc«Bung s«m Deutschen
bz» und der -» EmsKulschung son
Angcbieigea fremdet V'«dkcr Grund-
lage war die nat soz -• Racsenkundc
derzul>4gc die Deutschen der -hoch
wcrtiacn- —» orifrs.hcn Rasse zuge-
rcchnct Angsbiwtgc der «launchen
V olker dagegen ab *1 'ncermenschen-
hezebhnet wurden Hitler hatte bereits
in —» Wrizr Kampf die Erobming Ost-
europa» ab neuen -• Lebensraum tur
«be Deutschen zum Ziel seiner Rihtik
erklärt scrhuruX-n mit der hederung
nach emem -* Gcrrrunisshen Reich dl
Nation Mit Beginn des Zweiten
Weltkrieges wurde die G son der -* SS
praktisch umgesetzt Himmlet war seit
* 10 1*>34 — Retchskommtsisar für die
feMigung dl Volkstums und übernahm
die Planung und Durchführung der
G .Nach den Kriterien der -• Dt Volks
huc wurde zunächst die Bcnslkcrung
der besetzten polnischen Gebiete in
stet Klauen cingetcdt eine Minderheit
wurde zu -cnuleutsctiungstahtgen- Per
»men erklärt die Mehrheit jedoch »er-
tneben. für Zwangsarbeit tekrauett
oder getötet, an ihrer Stelle wvrsfcn
lo-rMeia-ßenctwi«
planmäßig Tausende »tm -• Volksdeut-
schen angcsicdelt I m -rassisch wert-
volle« Kinder fremder Volkszuge-
hörigkeit -auszulescn- führte da« -•
Rasse und Siedhmgs-Hauptamt der SS
tn pnöcffl I tnl.int ta««cn biologische
1’Ncnuibunftn dutch lautende «i«>
Kindern -rrmutfudkn hpv- wurden
»tm ihre« Eltern geuennt und dt Farn»
Inn hz» Hermen der Organisation
-* lebcnthnm zur Erziehung Überge-
ben Die MdizutniLti der G. «.»Ilten
mehr nur zu einem -ravsnch erwunsch
len Be»«dkerungszuw ach«- beitragen.
Mindern auch -eine quabuhrc VfinJ«
rang der Fuhrerscfucht un fremden
Volkstum f Himmler i bewirken
GerMem-BcndMte) Bezeichnung für
die «tun SSOtsernurmfuhrcr Kurl Ger-
üci» zwischen dem 264 und 6l5 1*45
in frz. und dl Sprache »et faßten Be-
richte über »eine Erlebnisse in den
-• Vctnwhiungslagvrn -» Beizet. —
TreNtnka und -» Maidanck Gersteln
hatte 1942 un Rahmen einer Dienst rei
< fut das Hipencmlilul der Willen
SS die V «nicht unrslag« besucht und
in Beizet die leipwnr von l ember-
get Juden nutet lebt Aul der Rückreise
nach Berlin inhirtwicrtc er den sebwed
Dtpkunalen Cxuan v. Otter sowie m
Berlin selbst Bim.hol Olin Dsbelius
über da« zuvor Erlebte und hat beide,
die erhaltenen Informationen über die
Ermordung der Juden an die .Alliierten
bzw den Vatikan wcrtcrzukeitcn Dtbe-
lius wie v Otter bestätigten nach dem
Knet die < »espvaebe mrt Gerviem Die
I mvtandc um (»erstem« Tod in emrm
Parset t»ctängnn sind immer n«wh
nicht einwandfrei geklart
MU lawnWwi
4M
Gescß«chaft für Icitd- und I edener-
»irinnt ' SS-WirlMhahMintemeh«wen
Gesetz zur Rc-bcbung der Not «on Volk
und Ren h «. E rwi(htft«»rr>eti
Gesetz zur W «-der twrslrl hing de» Be-
rufsbeamlenturn» Am *4 1933 nach
längeren Dnku««K>ncn hrmichllKh der
Losirttat der Beamtenschaft die da« G
ab Angriff aul ihre -wohlerworbene«
Rechte- verstehen mußte, verabschie-
det Beamte ki «inten -zur Wiederher-
Mellon» eines nationalen Berutsbcam-
tenlum» und zur Vercinlachung der
Vcrwailung au« dem Amt entlassen
weiden, auch wenn die nach dem tel
lenden Recht hierfür erforderlichen
VwausscLrangcn mehl« Vorlagen Oll.
Unter Berufung auf 12 i Beamte -die
«eil dem 9 November 1918 in da« Be-
anilcnvcrhaJini» cingetrctcn «ind. ohne
d»c tur ihre Laufbahn »orecschncbene
cvlcr übliche Vorbildung <<d« Eignung
zu besitzen-) wurden alle Beamte
dw einer kommunntnehen l hgarusa
Ikh angebiirlen. entlassen -Beamte
die nubt arischer Abstammung- wa-
ren. wurden tn den Ruhestand versetzt
(|3. Arictparagr aph i Davon aus
genommen waren bereits vor dem
1*1914 V «beamtete, Front kampier
des Ersten Weltkriegs und V-hnc »Jcr
V ater von Ki legsge falle tu.n Ab -lucht
arsch- gab wer emen jüdischen El-
lern- oder < iroßcllcrnteil besaß (-»
Kbvtammungsnachwcs I Beamte die
nicht -rückhaltlos- tur den Staat ein
tralcn konnten entlassen werden, da-
mit war der Willkür l ur und Tut groll-
oct Irrnei durften alle Beamten auch
aul niedrigere {Vsitwjocn versetzt wer-
4«v
den Zahlreiche -Sichtarier- wurden
nach 16 de» < i < -zur Vereinfachung der
Verwaltung« I entlassen t ’bcr Entlas-
sung. Versetzung tn «len Ruhestand
.»der Versetzung entschied die -oberste
Reichs- oder Iandesbeborde- Da« <»
soüle sechs Atonale in Kraft bteiben
wegen des komplizierten Verfahtem
wurde diese Frist jedoch mehrfach «er
langer! und schlietUich erst durch das
Dl Bcamlcngcsctz Mm 2b I IW er-
setzt. Dsc Erwartungen der Partei
konnte das G nicht erfüllen, da mit
etwa 30tMi Betndlenen nur rund 2%
aller Beamten entlassen wurden Fs
diente jedoch wegen des -Anerpara-
grapben- al« wesentliche Grundlage
fhr die folgende gesetzliche Entf«
nung Viwi Juden au» weiteren Berats-
gruppen 4wz<waa k.«cw*-
famu>r
Gestapo «• Geheime Maabpohzc»
Gcswwdrs AitAcrmpriada n Be triff zur
Verbannung von avantgardistischer
modctnci und knitschet Kunst, die an-
gebbeh tm UTdenpruch zum G stand.
Durch das Gesetz zur Atulcrung de«
StGB viww 2» » 19’5 konnten Verstoße
gegen da« G strafrechtlich geahndet
werden, was emc Gefährdung der
Rechtssicherheit und die Aufweichung
de» Pnnzrp« -null* pnena vmc lege-
bedeulele Die Erwartungen der Befür-
wortet dc« Gesetze« wurden tcdoch
nicht erfüllt, da das G nur schwer de
fmicrbar und damit kaum tusttuabel
war 1—» Entartete Kunst I.
(»ewerk«chatte« Im 19 Jh entstandene
iBtcrcsscnurganisatKincn der Arbeü-
nchmcnchafl zur Vcrbessening ihrer
(brtlw
lohn und ArbciBbcdxncunecn Die
größte < hganrsalion war der AUgemei
ne Dt («ewerkschahsbund lAIM>Hi
det Dachs et band det freien G Da-
neben gab cs Jk christlichen G. den
liberalen Hirsch Lhaickcrvchen Ge-
»vrk«cha!t«»eron und andere Gtup-
(Wcrungen Die G waren «et! 1916
staatlich und «cif 1918 dutch die Zen
tralarbcitvcemeinschalt auch von Un
temehmi-rvcite anerkannt Seit der
Vwembcncvolulkia 1918 konnten sic
wichtige »oziaipolitra.hc Forderungen
durchsetzen (8-Sld-Tagt und wurden
politisch aulgcwertet i (M-n«al«trr»k
zur Niederschlagung des Kapp-Pul-
se he» t Im Zuge «Jet — Weltwirtschaft»
knsc wurde det Einfluß der G »a
durch die hohe -< Artx.*itdo«igkcit
zuruckgcvfrangt Am 2.5 1933 wurden
ihc Hauser de» G besetzt, ihr A’cb
mögen beschlaenahmt und führende
Funktionäre der G ««haftet Dur Ar
heilerschart wurde in der am 10 5 1933
gegründeten tut «*v — Di Arbeits-
front zusatnmengefaöt der auch da«
\ errrwwen der G zulloB < -« Sozialpoli
nkl iz—rt» !/»«»*«
Gewinn i kkliow) c 20. Jwli 1*44
(.hem* In «peadiliehcr Anknüpfung an
historische Vorbilder im dt besetzten
Oslcutopa flMicn. Sow>cturaonl ge-
schaffenes ZwangsquarticT für Juden
Entstehung F mtenzbedinguwgcn in-
nere Orgatusatwai det G und die Art
ihrer Laipadicrunt durch die Deut-
schen unterw-hieden «ich erheblich (-♦
Btahslok — Kauen Kusma« -* l ixiz
-• Warschau). Allgemein Laßt «ach
feststcNcn. daß die Ghctto<s*crun< im
Generalgoui erncment den l her rang
zur AcrmchtungcpolTtik rinfeilete (-♦
Fndlosune -» Ra««<mpohtik und Aöl-
k er mord) in den besetzt en (icbw-ten
der Sowjetuniom bereits unmittelbar
mit dem Vollzug Jo -Endliwung- ver-
Gährahw
knufft »ar Der Charakter der Gals
ZwtM.hcnsiat»in«n aul «km Weg in
«be -» Vernichtungslager und ni den
Mixwnttjhctn mußte den Opfern in-
sofern «erborgen Hoben ah d»c »on
den Deutschen *n larnune* und bn»
zienzgrumkn angenchlete (udncbe
Sdbitvctwahung «Juden Ältestenrat
Ghettopokzei) und ihr Streben nach
wirtschaftlicher PtodukliviUt Jk Diu
u« cmer zweck rationalen dt Ju-
denpolitik lorderte Bereit* I nde I**'
waren alle G in Kilca und der S«iw^t
un«et autpekwl ihre Insas**n ermordet
oder in andere l ager dep«eiten
m«i«
Gibraltar v felis. I nierixlwnc»
Glawbr und Scli<wihe« s. Hitler-Jugend
f.lewbixhaJiimg Ihr Begriff encheeit
zürnt 01 zwei von Hitler und Innen-
nuntsict Ftk.1 uilctzcishnclcn Reich»
grsclzcn «cm denen da« er Sie
(5151W) ah «VotUuftgcs«. das fol-
gende (7 4 1935 t ah «Zweites Gesetz
zur G der Lander mit dem Reich«
bezeichnet »urdc Beide riehen, die
Befugnisse ausautzend welche die
Reich»! «-gierung durch da* -• Hmkti
tigungsecsetz erhallen halle, aul Lari
derehene auf dae pofrtnehe Ausschal
tunc aller Minister. Abgeordneten und
höheren Staatsbeamten. die nicht der
-» NSDAP oder der -» DNA P an
erhörten In erster tarne handelte es
sich um einen iuri*ti*ch getarnten
Maalsvtreich gegen do Regierungen
suddt l andet und die Senate der ILm-
scsladtc ihr Iwrcits unter starksiem
Druck und Drohungen gegen leih und
Lehen ihrer Mitglieder durch lern»*»-
nah- Führer der NSDAP iml der — S A
standen I anglnstig «hcnlcn die Gcsd-
n. der striktesten Zentralisierung der
Staatsmacht nach (km 1uhrerprm
ztp Da* erste Gesetz crraachttgle die
4W
lanöes-rcgicruneen. (»csclzc selbst zu
erlassen solche cingeschlocscn J*' «kr
Landesverfassung widersprachen <♦ 1 1
Es bestimmte die Auflösung der Land
tage und Bürgerschaften und ihre
Zusammensetzung nach den Sitmm-
verhahnnsen der Rcwh*tagswahl »om
53 1955 an tewcihgrn land unter Aus-
schluß der aut die — KPD entlaßenen
Summen <441 Da« gleiche Verfahren
wurde aut alle Selbst*er»altungskor-
petsch.ilicn von den Kreistagen ftr» za
den Gememdcratcn aneewendet it 121
Damit eröffneten «ach zugleich lur Tau-
sende «im Gcfkdgsleulcn der NSDAP
< bansen au* der -• • Mächlergrettung-
persortlichen Vorteil zu ziehen und aut
fietge»ordene IVmcn nachzuruckca
Das zweite Gesetz etablierte in allen
ländern mit Ausnahme Preußen* di-
rekte Beauftragte des Reichskanzlers
mit diktatorischen Befugnissen (-•
RetcftsManhahct l Ihr Titel gab spater
dem Gesetz ehe s et kürzte und treffen
dere Bezeichnung RcKtacslatthalterpe
setz Die Inhaber dieser Staaisamter
»aren den Landcrregicrungcn uberge
igdnef. kimnlcn deren Mitglieder so-
wie Staatsbeamte und Richter ernen-
nen und entlassen sofern sie zur No-
menklatur der obersten l anüeshehiW-
de gehurten. Da» eben den lande*
reperungen erteilte Recht landesge
setze auszuterlrgcii und zu verkünden,
ging auf den Rctchsatallhalter über
«ID Gleichzeitig wurde das Amt des
Staatsprawdcnlen das in einigen Lan-
der* erfasaungen verankert war. für
erledigt erklärt <|t>) Ihe rum Deko-
rativen herabeestufte Bedeutung der
Landtage wurde noch «eiter sertn»-
gen Mißtrauensantrage gegen Mit-
glieder der I andesregicrung waren
unzulässig (»41 Die irn Gesetz dem
—• RetchspraudeMcn emgeraumtc Be
lutnii der Ernennung der Rochsslaft-
haher t * 11 blieb bedcsitunmluu Auf
ehe (Aisten gelangten durchweg von
*»l
Hitler ungeschlagene alte («efofgslcu-
le der NSDAP, tat der Regel NSDAP
Gauleiter Det Bcgrtf! G erfuhr im
folgenden eme Ausweitung Fr wurde
aul verschiedenste Maßnahmen und
Schritte angcwendcl mit denen Institu-
tionen und Organisationen der neuen
Macht und deren Regierung« und
Herrschaftsprinzipien emgepaßt wur-
den oder sich ihnen auch selbst -gfcich-
»chaltctcn- C.r
trleiwuzer Wender. I herfail awf den
Nach gmndhcher Vorbereitung und
Absicherung gegen unerwünschte Em-
gntfc von Zn ilpervonen und (etlicher
IVihzet überfiel am Abend des 5LH.1M.1M
der Standartenführer Alfred Nangocks
mit sechs m Ztsil gekleideten SS-Leu-
ten den Sender Glciwuz Die 20-Ihr-
Nachrichten wurden unterbrochen, Em
Dkdmetvchcr au« den Reihen der poln
Minderheit kündigte im Namen eines
•poln Aulstandnchcmcrbandcs- dae
Stunde der Befreiung aller Ktcn an
Die Aktion dauerte nur wenige Minu-
ten Zwei Tote, der Dolmetscher und
cm KZHaftltn* Hieben un Sende
raum und in der Zufahrt des Senders
zurück
Fin Führer der Sicherheitspolizei
sperrte den Tatort ab. bevor ihe auf-
merksam gewordenen Beamten des
nahen lAilizcireiicr* emtralen Der
Aufruf hatte zur Fnttauschung der NS-
Fuhrung nctii die für den ganzen
schlc-srschcn Raum erwünschte Wir-
kung. weil der G die Nachrichten nur
tm Stadtbereich .iinitrshlie Dafür
«teilte die nat wv Prem« den Vorfall
groß heraus und «erst ha (ft c ihm genü-
gend Publizital. um damit die Schuld
am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs
den lAUen nischieben zu können (—•
Pdenfeidzug —» Grenzzwrschenfalle l
Zargtw AMUhrHwr
GwrvMerKrr»
Gliederungen der NSDAP Zu den ah
G hc/eKhnctcn Gruppierungen der
NSDAP zahlten gemäß 52 der
Vcnndnung zur Durchführung de« Gc
setzes zur Sicherung der Fmhcit «tm
Partei und Staat um N ' IM15 -< SA.
-SSu-iNSKK - HJ tmkl Junesofk
BDM und Jungmadell. -• NSDDB. -»
NSDStB und -• NS Fraucmchaft An
den ab die -angeichkiveneii Verbän-
de« der Paria hesafcn <be G nach *4
dci Verordnung keine eigene Reehlv-
penonbchkeit und kern eigenes Ver-
mögen Arme
Gnadrelod «. Medum
foidedirrgrr Konferenz «. Münchner
Abkommen
t»oeideler-Kreis Carl Goerdcicr. erfah
ffHCf und auch von Hitler geschätzter
dt -nationaler KomrnunalpolKiker. hal-
le ab Rcuhskiunnmsar ftft die Preis-
ubcmachung 11931-1955) und Ober
HirgermenU-r von Leipzig einige Jahre
aktiv am Aufbau des Ns-Staate* mit-
rcarbcitcl Au» 1'l'ZrM gegen die ange-
spannte Finanzlage die durch die for-
cierte -» Aufrüstung entstanden war.
aber auch wegen der nat **v Kirehen-
und Judcnpohiik I — Kuchen und Re-
hgme. — NurnH-reer Geurtziel trat er
zwnehen 1955 und 191? «on allen
staatlichen Ämtern zuruck und begann
«eiIdem trat gndkr Bchattl«.hkcu und
erfahriKtcr Offenheit. Gesinnungsge-
nrnacn unfer hochrangigen Miiaan
und Beamten des Dritten Retctes zu
«ucbcii Zu (»encraMabwhef l udwtg
Beck, einem det ersten gewichtigen
Opponenten gegen Hitler» Kncgsprdi
tik und dessen Nachfolger Franz Hal-
der. rum Oberbefehlshaber des Heeres.
Generaloberst Wernct « Fritsch fer-
ner zum Chef der Wehrmachtsrusiung.
< leneral Georg Thiwna« und nun Her
hner VkehrkreishefehMuhet General
< rfwnirlrr- krvw
Erwin v. Witzleben. nahm et ebenso
Verbmdunc aut wie- zum oppositumcl
len Kreis um den Stuttgarter Industri-
ellen Robert Bosch und ru Mitgliedern
der Berliner —• Mittwivchsgesellschatt
wie Johanne» Popit/ und I Inch »
Handl Nach Knce-uusbrueh nahm
(Hierdclcr über den bisherigen iiatio-
nal-konscrvativen Krct» hinan» auch
Kontakt ru dem ehemaligen Gewerk
Schalter und Abgeordneten der —•
Zcntrumspartei. Jakob Kaiser. und
dem früheren hessischen —• sPt' ln
nenmimsiei Wilhelm I cuschnct aut
Bei mehreren Fronuetscn bemühte er
weh l**4H und erneut 1*42 sergvNich
einzelne l-ekhnar«<hallc lur euren
SiautMlreKh zu gewinnen Irotr man
eher Vorbehalte der jüngeren Militärs
um Staultcnbcrg. atxrt auch det menten
Mitglieder des -» Kremser Kreises gc
gen die alteren, in ihren pditnchcn
Vorstellungen konservativ geprägten
Vertreter des G. va gegen (»oerdcler
selbst tauchten in den Ministerlisten
det Widerstandsbewegung 1*443 44
die führenden Kopte des (> - neben
(Mietdelcr Bcvk. « Wit/Iehcn. JVgsitz.
v HasseII. auch der frühen: B>wschafler
in Moskau Werner » d. Schulenburg
und Wilhelm Leuschnci wicderholl
und in wechselnden lunktumcn aut
Die zahlreichen Memoranden (kwvdt*-
letv wichtige Quellen tur ihc außen
und innenpolitischen Ziele seines
Kreises, erscheinen aus heutiger Mehl
in manchen Punkten utopisch, stam
men aber wie die grundlegende Aus-
arbeitung -Da» Ziel«. I'*4l zusammen
mit Beck »erfaßt, aus der Zcu der
größten Machlenttaliung der Achsen
machte und waren zur Zeit des Atten-
tats vom • 20 lull l‘>44 keine schic
Diskussionsgrundlage mehr So glaub-
ten et und andere Angchswigc des Krei
«cs. Deutschland in den Grenzen son
199» untet t mschluß Österreichs aber
auch des 1 haß des Sudctcnland» und
492
Südtirols erhalten zu können Die Ver
favsungvpiane des Krenew sahen eine
starke Zentralregtcrung unter einem
starken Reichskanzler für da« zukünfti-
ge. wieder christlich geprägte Deutsch-
land »or Aul lokalem Gebiet pladw-r
te der erfahrene Kommunalpolitiker
(Hwrdckr fcdoch für eine weitgehende
Selbstverwaltung. An der Spitze des
Staates soiltc nach Meinung lioerde
ler» und anderer Mitglieder des Kreises
ein Monarch stehen Eine Festlegung
erfolgte hier allerdings nicht - nicht
zuletzt wegen del ablehnenden Reak-
tionen anderer Widcrstandskrcisc. die
(Hierdc-kr zu ihren Sitzungen zuzogen
I Kreisauer Kreis. Freiburger Protesso-
renkren (-• Freiburger Krcwe]) Ali
eine- Reaktion aul die Erfahrung des
Nat soz . v a aul liessen Entstehung,
muß man die Forderung nach emer
klavscnlreicn < »escIJschall interpretie-
ren. Außenpolitisch Propagandist einer
dt -poln Aussöhnung. machte sich der
G nicht nur fui die Bestrafung der
dl Kncp» er brechet stark, sondern
auch tur cm vereintes Europa mit
europäischen Ministerien lut Wirt-
schaft und Außenpolitik Die Wieder
autnahme Deutschland* in »Jen Kreis
der europäischen Volker glaubte er mil
dem Einbringen der ehemaligen dt
Ktüonien in einen gemeinsamem Kolo
nnnPüol erleichtern zu können Als
Folge des Alternats »om 20 Juh 1944
büßten alle führenden Manner des
Kreises ihren Widerstand gegen die
nazistische Gewaltherrschaft mit dem
lode (— W idcrsiand* »ng
larraao
M>warnen Ilans 1 KsOtwtulWvId and Vcrtas-
«wpianc dr» dt WklcTWanJrs rotem in Her
mono l.teml ill« i WtJV.MwU «• Ifnan Itrlrh
I railluo m Mim <*u
SlUler kl>w» IW|rn Slioktui und IMucklunf
ih< lutcwal kaoKnaUsta UmwUkia. in 4«Z
«aandifo lir-ivn Herkud-rkwi 'HK?
Rilirt < wilurd < art ti.'vhir’ and Ar A»U»<*r
W<A'<MaAISr«riamc SuaitMi IIS».
493
Goldene Jahns der DAF (NvMioler-
betnebl c l.etstiingskaoipf da r deut-
schen Betriebe
Goldenes Parleiuhzekben s. (Irden und
Ehrenzekiiea
Goring-Werke «. Rcichswerkc
Hermann Göring
(.ott (laubig Am 26.11.1436 durch
Runder laß des Reichsinncnministers
etngefuhne religiöse Idcntifikatiun*-
lormcl lut Personen, die weder einet
Religion*- oder Weltanschauung»?«,
meinst haft angehirren noch uch al*
glaubenslos bezeichnen wollten
CldTMTW
Grafeneck Schloß G Hm Besitz der
Stuttgarter Samariter Stiftung) im Kreis
Münsingen Württemberg wurde ah
erste Tütungsanstah der —» Aklron T4
eingerichtet In die alte Wagcnrcmise
wurde eme —• Gaskammer eingebaut
Zwischen Januar und Dezember l'Mo
wurden dort mindestens 10300 Men-
schen ermordet Nach det Schließung
im Dezember 19fo wurde das Personal
nach Hadamar verlegt n-ow lw>-
(muzwtMbewfaUv Hillel begründete
am 1.9.1939 »Jen Einmarsch dt Truppen
in Bden nut Grenzverletzungen durch
reguläres poln Militär Er beriet sich
auf zwei Vorkommnisse. die auch m der
F*re»»e groß herausgestcllt wurden Bei-
de waren von der -* SS in szeniert wo»
den
Reinhard Hevdnch hatte aut Be-
fehl des —» Rcichsluhrers SS Heinrich
Himmler Anlang August 1939 Leute
seines Amtsbereichs mit der Ausarbei-
tung von Hanen tur Zwischenfalle be-
auftragt, die Hitler einen Vorwand zum
Angnff aul JVilcn liefern sollten In der
SS-Fcchtschulc Bernau bei Berlm wur-
den in Kompanie-starke SS Leute aus
dem schlesischen Grenzgebiet die die
poln Sprache beherrschten, zus-im
(.rriHwiscbt-ifjIl.
mengrzogen und geschult. Die mili-
tärische -« Abwehr lieferte poln
L nilormcn SS Standartenführer Han»
Trummlcr Jcommandeur der Greiupn
lizerschulc Hctzsch. bereitete uch »or
mit seinen Polizei»«.hülern die Schcin-
angntic unblutig abzuwehren. und Ge
dapiKhef Heinrich Muller hielt einige
zum lode verurteilte KZ-Haltlinge aus
dem KZ -• Sachsenhausen bereit, um
Verluste »otzuuuschen. Det örtlich zu-
standirc Gevtapochef von flppcin. Dr
Emanuel Schaefer, zog die dt Zöllner
zurück und ließ den Grenzraum ab-
»chirmcn SS Oberführer Dr. Herbert
Mehlborn wurde nut der kritischen
Prüfung und Koordinierung beauftragt
und sprach den Einsatz der Grenz-
polizei trut der Wehrmacht ab. Stich-
wnrte für Alarm Bereitstellung und
Auslosung wurden testgelegt aus Ge-
heimhaltungsgrunden aber auf einen
gemeinsamen Decknamen verachtet.
Am Abend de« 31 August - zeitgleich
mit dem l'berfall aut den -* Gleiwitzer
Sendet besihoß bei H.x'Mmden ein
weiteres SS Kommando Ja» dt Zoll
hau* Am folgenden M«Hgcn bemerk
ten Einwohner fxi den Zollhäusern
deutliche Blutspuren In Pttvchen rief
der Forster den Bürgermeister an und
teilte mit. sein un Grenzwald gelegene*
Forvthaus werde soeben von Polen
überfallen Die beteiligten sS-lcule
w ur Jen nach den Zw tsebenf allen einem
»Jer fünf Einsatzk»unmando* zugctcilt
die unter «Jem Decknamen »l ntemeh
men lannenberg- .lutgcwtelh worden
waren um hinter den »orruckendcn dl
Armeen die nat ioz VolkMumspoli
tik in JS'lcn durchzusclzen Dk- -• F in
salzgruppm selb»! hatten mit den
Grcnzzwrschenlallen mehl» zu tun
Rtm/kifiv Juice* L>c (>icF/fhi*k^cnl.jik m«
AKnd wir Arm Anjmff Mit h hk Benz Wr4t
IkriMM (Jraml |H< ‘
Oiatfna**«’ -»« ar» Z-rvfwswkr knr« Mali
fM1 i*N
f.rveelprnpagawda Verbreitung erfun-
dener oder übertriebener Nachrichten
Uber einen Gegner mit dem Ziel »cm
Ansehen zu untergraben seine Anhan-
get ru verunsichern und ihren Kainpl
willen zu brechen G wurde >m Enten
Weltkrieg ah Mittel psychokigrschct
Kriegführung '»»r allem auf «eiten der
Entente eingesetzt etwa indem he
tuupfcl wurde, dl Soldaten hatten auf
Befehl Nonnen vergewaltigt und Ktu
dem die Hände abgehackt
Die MLMtt. —♦ Propaganda nahm
den Begriff G schon 1933 aut um
Meldungen der internationalen Pres-
se über Vcrfolgungsnußnahincn in
Deutschland ru desavouieren Zum
-• Bovkoti am I 4 1933 veröffentlichte
die NSDAP einen Aufruf •betreffend
den Ahwehrkampf gegen die G- In
einem Berliner Verlag wurden in dt
cngl und frz Sprache gegen G geruh
leie Erklärungen in Deutschland langer
indischer Organisationen publiziert
In Erinnerung an die von Histonkern
im nachhinein widerlegte G des Ersten
Weltkriegs nahmen gerade pobttsch
Inlonmertc in den westlichen Ländern
die Betuhlc über den oataoz Mas-
senmord an den Juden zunächst nut
Skepsis aut Ah die Wahrheit dieser
Informationen nicht mehr bezweifelt
werden konnte blieb doch eine gcwimc
Neigung, sie als zumindest teilweise
übertrieben anzuseben. was ihre Wir
kung ahschwacbte w.o kau»
Griechenland I nterhielt spätestens seit
I ndc der 2Üer Jahre gute Beziehungen
ru Deutschland trotz antireviMoruMi
«eher Politik (gegen -» BulgarienI und
Wechsels der Regicrungslorm (tm No-
vember 1935 Restauration der Mon-
archie durch geflitschtes Plebiszit, am
4X1936 Abschaffung det Demokratie
4*4
durch König Georg II und lienetal I
Metasa» i Da» ah >011116 (nach Antike
und Bszanzj griechische Zi'ilisation-
fwmerendc autoritäre .intikommumsti-
sehe Regime wurde in Berlin positiv
fcwcrtcl. doch wurde dun trotz z.T
-rarchrstischen Gebarens- (-* Fuhrcr-
kult St.wtvjugcnd etc. I |edc weder-
gehende - Verwandschaft- zu Recht
abgesprochen Wie die anderen Bal-
kanbndcr geriet auch G. bald in
wirtschaftliche Abhängigkeit vom Dt
Reich das 1936-|9U über die Hälfte
des griecb llauptcxportarlikcls Tabak
abnahm (und un Clearing zunehmend
mit Ruslungsgutetn «Zählte«) 1936 be-
gann die pcofMgandawuksume -Füh-
re rgrabung- m Olympia Außenpoli-
tisch orientierte sich G. (unter dem
Einfluß des anglophilen Georg II.)
denrnwh Richtung london Die vage
beit. Garantie nach det ital I bernah-
mc -• Albanien» hielt Mussolini icdoch
mehl ab. am 's KU 940 m G cinzumar-
vshieren Obwohl nicht konsultiert
kam Hitler dem bedrängten Partner irn
—• B.ilkanleklzug zu Hille
Die natsoz. Rezeption der .Antike
war gespalten Kritisch eingestellt wa-
ren die Vorkämpfer einer -tiermam-
sicrung- der Geschichte I Rosenberg.
Himmler i. wenn auch primär mit anti-
römischer Stoßrichtung. Hitler hin-
gegen pries die Paradigmen der rom
Weltrewhsiüee und des heiicntschen
Ssbonhcits- und Kulturidcak da» (für
ihn un Selbst« erstandm» als Architekt
KünstlerI .islhctische Schönheit opti-
mal darstclltc Das Penkletsche Zeit-
alter verkörpere im Parthenon den
(•egenpol zur -jüdisch bolschewisti-
schen Kunst- ( — \tan Kampf}. Imita
lionsv ersuche waren die heroisieren-
den MooumentaKiatuen von Arno
Becker und Josef Thorak Da die Ger-
manen nichts der Akropolis Vergleich-
bares - nur -Stcuniogc und Tunkruge«
tHitim lixhtnpriK)ui - schufen, wei-
495
tete Hitler die Perspektive (sekundiert
von Althistoiikcin wie Helmut Berte)
zur -größeren Rasscgcmcmschaft. die
Griechen- und Germanentum um
schließt- aus Von diesen bluts und
wescnsverwandten nordischen Stam-
men- hätten die Griechen die gemein-
same -kullurvchaflcndc Irknilt- untet
den günstigen mediterranen Bedin-
gungen besser entfalten können letzt-
lich aber hätten «hcUetuscher Geist
und germanische Technik- vereint die
Grundlagen unserer Kultur gesetzt
iMfin Kampf). Ebenso wuhug tur
das nalsoz Heiiav-Versiändms war
Sparta als -erster völkischer- bzw.
•klarsicr Rassenstaat der Geschichte
(Mem Kampf). An idcolocischen Ge-
meinsamkeiten Hvten sich an »taath-
eher Totalltatsanspruch; »planmäßige
Rawsccrhaltung und trennung- mit
Zuchtbestrebungen (Gebwtenpolink
selektive Kindsaussetzung I. Schollen-
mvtbos (vgl Darret Erbbofgesetzge-
bung. -• l.rhhof) Gemeinschaft»- und
-* Führerpnnzip -leibeszucbr- und
-wehrgerstige Erziehung- als Vorbe
dingungvn für Opfermut und Helden-
tum Det Spurt wurde flli den Steges-
wilicn und die Wchrertüchtigung funk
tiimalisiert; so ignorierte der Nat vor.
hei den -» < Nvmpischen Spielen einer
• Schöpfung Spartas-. 1936 die völker-
verbindende Komponente Maßeeben
den »Rasseforschem- (HIK Günther
ti a ) diente die gnreh Geschichte
als Beispiel für das -Entwicklungsge-
setz vom Aufstieg •nordischer Herren-
schichten- und anschließender Dege
neration nach Vermischung mit -mcht-
nordischem minderwertigem Men-
»chcnmatcrul- Diese «Entnsudung«
habe den politischen und rassischen
Verfall in der hellenistischen •Deka-
denzphase« bewirkt, bis hm zur end-
gültigen Zerstörung der Antike in
Bvzanz durch -Judcn-Chrtstcn- (TbcK
fesprächa) Wenn somit die alten Hel-
Gnechcaiand
lenen ohne direkte Erben Hieben
konnten sie nach der dt Besetzung
Ciruxheniands 1941 leichter tur die im
Vergleich zum ital -♦ Faschismus Ich
lende althislomchc Legitimation des
NSReuhes vereinnahmt werden Hit
ler sah sich als »eine Art Parallele« zu
Pcnklci t A. Speer i. ihm zufolge waren
auch die Griechen Germanen und
•unsere Vorfahren- < Ftuhgri/MWiJirk
obwohl aho den Ncognechen die ras-
sische Kootuiuitat bestritten wurde,
beurteilte Hiller sie aufgrund bewiese
ner Tapferkeit zunächst positiv Nach
Installierung einer dt Militärverwal-
tung und cinei HmpulMBchen« Kolla-
borationvrcgietune t mangels autoch-
thoner faschistischer Krähe) wurde
G unter ital und bulgar Besatzung
aufgctcilt (jeweils mit territorialen
Aspirationen), die dl Zone Melierte
strategische Schlüsselpositionen v a.
Saloniki und Kreta (wo das <>KM
eine dl Nachkriegsprascnz plante) m>
wic die wirtschaftliche Ausbeutung
(Chrom u a Erze, DI Tabak ete) AI
lein im Winter 1941'43 hatte das von
den Importen abhängige G 101(11)
Hungertote zu beklagen Die dl. Bcsai
zunr»pohtik verschärfte «ich nach der
Mal Kapitulation und dem Anschwel-
len des U idersiands Die Ncugncchen
wurden zunehmend negativ charaktc-
nviert. wm ihc Hemmschwelle weiter
senkte und blutige .Massaker (Kalav-
ryfa. Distomu u v a ) zur Läge halte
Annähernd MKW Juden fielen dem
Holocausl zum Opfer I-* Rawcnpob
ttk und Völkermord). Nach dem sow-j
Durchbruch in -» Rumänien und Huf
garten wurde Athen am 12.Ul 1944. das
restliche Festland b» zum 2.11.1944
geräumt. Besonnene dt. Stellen un-
terbanden in letzter Sekunde die De-
monstration der -Chasr- Thcsc- des
SD und Himmler» < Liquidierung einer
weiteren bargerrhehen Führungsschicht
um mit dem Folge-Chaos zu zeigen.
(.r«>Utr*tiana»ra
daß in I andern »k G ohne Deutsche
keine Ordnung möglich »eil Noch 1945
beschworen Hitler Bene na. Sparta
bzw Visawu-n benaschen I niergang»
ILeonidasI. Manche Inseln (Rhodos.
Kreta u a ) deren f »akuierung nicht
möglich wat. kapitulierten erst tm Mai
1945 In dci -Kirnlcslune Kreta- (um
Chama I residierten gar die »letzten
Waffenträger det Wehrmacht-, da der
Abtransp«! Tausender -sich seihst be-
wachender Gefangener« im brit lager
sich bis Anfang Juli 1945 hinzog
/VikAz»
144fNB»r
f bCMkiicl Hßfett ** Ä »n»tt Aaftrn WaAAt
(nrirtlhrYiZamJ 1^41/^44 FlAMftMl am Md*
GruMicilaanlra Sach dem I tsicn Welt-
krieg sah »ich die Weltmacht & mit
einer Reihe gleichzeitig auftretender
Probleme konfrontiert, die ihre poli-
tischen I l.indlunesspwliaunie stark
einschrankten ökonomische Struktur-
schwachen und hohe Arbeitslosigkeit,
ein Nachlassen der eigenen Finanz-
kralt. die Notwendigkeit wvialet Re»
formen, serhunden mit dem Zwang zur
Reduzierung der Militarausgabcn Des-
integrationscrschcinungcn in Empire
und Commonwealth sowie eine allgc
meine Überdehnung des bnt Krafte-
pouruiah inliMgc micrnatsmakt Kn-
sen ( konnte »ein Wchreich un
Kriegsfall mehl uu» eigener Kraft ge-
gen mehrere Gegnet verteidigen. so
daß die Wahrung de» frieden» zur un
abdingbaren Voraussetzung der Erhal-
tung dc» eigenen Wcltmachtslatus wut
de Deutschland gegenüber bedeutete
dies eine IMink des Ausgleichs, der
wirtichahhchcn Stabilisierung, dc» be
grenzten Verständnisse» tur Revtwoov
wünsche bezüglich de» Vertrags s«m
• Versailles und der Integration
Deutschlands m da» internationale
Staalcnssstcm Da» Tragische diese!
4M«.
bereits in den 2uet Jahren -» Appease-
ment genannten Politik bestand da-
nn. daß sie Hitlers fcspansion»streben
letztlich maßgeblich begünstigte Die
globale Herausforderung G durch die
revisionistischen Machte -* Japan. —♦
Italien und Deutschland in den Xket
Jahren m>»k da» Versagen de» -• V öl
Verbünde» als Instrument der Kon-
fhktrcgulierung führten aul bnt Seite
zur Entwicklung emer Doppelstrategre
gegenüber den drei Staaten, bestehend
aus Rustungsbcgrcnzungsvcrhandlun-
gen und Appeasement Hillers laktik
schrittweise gewalßsim Tatsachen zu
•»halten und jeweils anschließend »on
Frieden zu reden ging bis zum -»
Münchener Abkiunmen auf (-»Außen
pofitik) Sogar die bnt Garantieerklä-
rung gegenüber — Polen »om 51.3 1939
ließ rxsrh Raum für V crhandlunecn. da
die poln I nabhangigkeit nicht jedoch
der territoriale Status quo garantiert
wurde Die Handlungsspiclraumc G
gegenüber Hitler erschienen so lange
ausreichend, wie dessen wahre Zieh tm
Unklaren lagen Als diese schließlich
klai zutage traten »erblieb ledighch
die Option des großen Krieges Am
39.19V1 erklärten(> und -»Frankreich,
zwei Tage nach Beginn des dt l'ber-
lall» aul Polen i~» K>lcnieIdzug) und
zu einem Zeitpunkt da beide Machte
nur unzureichend genistet waren
Deutschland den Kneg Pienncrmini
ster (Tiambcrlain bildete ein Kriegs
kabmett. da» brs zum Emie des -Silz-
kru-ges» keine gt<>bcicn Kampfhand-
lungen einleitelc Nach dem Debakel
des -» Norwegcntcldzuge» trat Cham-
berlain am 10.5 luto zurück Winston
lliurvhill wurde Premierminister und
bildete eine Koalition au» Konsersali-
»en. Liberalen und Labour-Partcr
Nach dem — WeMleldzug und der Nie-
derlage FtanktcKits am 22.6.1940 führ-
te G den Kneg. der m der I uftschlacht
um — England einen weiteren Hohe-
*r
punkt erreichte, bis zum dt Überlaß
auf die Sowjetunion am 226 1941 ohne
Verbündete, wenngleich cs durch die
USA in Form des Leih- und Pachtg»-
•etze» seit Marz 1941 materiell unter-
stützt wurde Der weitere Verlauf de»
Weltkrieges war. trotz folgender Nu
deriagen strategisch seit dem Scheitern
des dt — < Ntlcldzugcs und dem Krieg»
etntntt der ISA (II 12 1941) bereits
im Dezember 1941 entschieden 194$
zählte G zu den Siegern, mußte danach
allerdings den Verzicht aul das Empire
einleiten Aarvim An****
Dlrmwr
Alkis* hyl tü » W' gnrnA AZiwo
onJ Ar s...-»/ H .Wä W.r Lai» ITO
Cowhnt SUuncr Zkr uZ MiUo NriaA
Z»>lm aarf Rn«* A9.. /»II zum. loaum
ll’i
Großdeutscbc VulksgvwH'iwschah Er
satzoeganisalicin für die nach dem -•
Hitlerputsch »om 9.11 192.3 »erbotene
NSDAP, gegründet tm November 1923
son Hillers Platzhalter Alfred Rosen-
berg. ab Juli 1924 geführt »cwt Hermann
F"er und Juhu» Streicher Ihr vor al-
lem m Suddcutschland aktive G kon-
kurrierte bi» zu ihrer Auflösung anläß-
lich der Wicdcrgrundung der NSDAP
am 22.2 1925 mit der —• Nat soz Frei-
heitsbewegung Großdcutschlands
UcW/gOTf /Irr:
Grufldcutscbe Volk spart ci v AnvchJull
Österreichs
Gndldeutscher Bund Im G. hatten sich
Ende Marz 1933 Gruppen der hündi-
schen Jugend zusamrocngeschlossen.
die damit cm konservartve» Gegenge-
wicht zur -» Hitler Jugend bilden woU-
ten Bundesfuhrer wurde der bVjahnge
ehemalige Vizeadmiral Adoff von Tro-
tha Nachdem cm Verbot de» G nicht
zurückeenommen wurde, heilen sich
die «chatzungswcrse NhIMJ Mitglieder
GrofMewtschtaad
im Juni 1933 bereitwdlig in die HJ ein-
gliedern Damit war die hündische Ju-
gend offiziell aulgelost Grt.kUk
Großdeutscher Jugt-ndlwiiid Der G
entstand |9|h als studentische Grün-
dung der f tcikorpsbcwcgung und trug
seit 1924 diesen Namen Die gesamte
Dauer seiner Existenz bestimmten Aus
ctnandcrsctzungcn zwischen nationali-
stischen und militarr»liw.hen Führern.
PtotaeouMcn des Wandervogel so-
wie dcmokratikch und sozialistisch
oneniiertcn Persönlichkeiten, bis 1933
die Integration in den ~» Grofldt. Bund
und danach in die -♦ Hitlerjugend
erfolgte S.»iClr
t.roßdeuischtawd Em Begntt aus der
IMHet Resolution, »on 193H bi» 1945
die nat soz Bezeichnung lur das Dt
Reich Vlit dem von Hitler und den
Nat mw erzwungenen und spater durch
ein gesamtdt Referendum bestätigten
Gesetz Uber die Vereinigung Öster
reich» mit dem Di Reich »om 14 3 I93N
(-» Anschluß Österreichs) erfüllte
»ich cm alter Traum der dt Nation Er
wurde abet bereits 1939 durch die
Angliederung rein tschech und f*»ln
Gebiete imperialistisch übersteigen
(-• Außenpolitik. -• Tschechoslowa-
kei. -• Pkdcnfcldzug; -• General-
gouvernement k Angelegt war dwu-r
Umschlag vorn Nationalen m» Hege-
moniale schon in den Konitoversen
zwischen den sog Kkindcutschcn und
Großdeutschen in dec Pauhkirchenscr
Sammlung des Jahres 154* Der tabe-
tale Heinrich von Gagern setzte steh
mit seiner Idee »om zweifach geglie-
derten ctoßdt Reich durch ein natio-
naler Bundesstaat unter preuß Fuh
rung und rin weiterer Staatenbund mit
Österreich samt seinen außerdt Gebie-
ten Bismarck kam darauf rurUck als
er das von ihm gegründete klerndt
Reich IK?9 mit österiewh-l ngam in
Grüßet Senat
AXh *' I mswklwaa «trs 4 »i«4Ulr«iu»ii-» tt« kkrv «cu I• • ’
einem politischen und milUanschen
Zwcibund »ertsand
Dennoch wurde die gn«6dl Idee
wachiechallcn na von Publizisten wie
Constantm Frantz dem ein groödt
mitteleuropäisches Föderal ivsvstcm
sotschwcbic. und Paul dc Lagarde,
einem Vorlauter der Alkk-ulKhca I
Alldt Verband» und det Nat mv die
zwischen Hcncnvölkcrn und minder
wertigen Volkern unterwrhledcn Nach
dem Zusammciibiu«h des ll.ibsburgct
reiche* WIR ersuchten die demokra
lischcn Gremien in Wien und Hcrhn
den Anschluß Dt -Österreichs an das
Dl Reich Dav Vorhaben scheiterte am
Velo der Siegermachte Die Nat soz
linderten in ihrem Parietpiogiainm
von W2u (—• Ideologie -» National
sozialrunus) unter Punkt I -den Zu
sammenschluii aller Dt aufgrund des
Sclbstbcstimmungsrcchis der Volker
zu einem G- Seil Marz 1938 gab et
dann einen grottdt Reichstag einen
gtsüdt Rundtunk, eine grofidt Fuß-
ballrutionalmannschaft. cm Intantcnc-
Rcg. -G- und offiziell statt eines
-Dritten Reiche»* cm -GroUdt Reich*.
Ra*/ Um: AmMmi
WaMMem Garner An -rooMrwrcMana- der
1WL'.«. ItlMelAwl i«*1
Großer Senat s. Senat
f .mlt-Rosen tkZ» Das Lager lag M)km
südwestlich von Breslau Et wurde un
Vugusl IMi) m unmittelbarer Nahe
eines (naniistcinbruchs zunächst ah
Außcnlagcr son -» Sachsenhausen et
nchlci Am I 5 1941 wurde die Um-
Wandlung in ein selbständiges —» Kon-
aw
zcntratKMislaget ungeordnet Zu die-
sem Zeitpunkt waren dort in siel Ba-
racken 722 Häftlinge untctgcbrachl. Im
Sommer 1942 begann der Ausbau des
Lagers «las eine Aulnahmckapazital
von l5i»M»-3HOt Gefangenen errei-
chen sollte. 1944 wurde nochmals eine
Erweiterung beschlossen um msec
samt 45i»tu Getangene unterzubnn-
gen Dk Arbeit»- und Lchcnsbcdtn-
gunten der Häftlinge waren selbst für
em kZ außergewöhnlich schlecht Dk
schwere Arbeit tm Vlembruch hei un
zutcKhcndct Ernährung und fehlender
mcslizinnchct Versorgung führte zu ea-
trem hoher Sterblichkeit. Ab 194.1. ab
mit der sich ahzeichnenden Niederlage
der dt Wehrmacht «ler Abbau son < ira-
nit tur Prachtbauten und Autobahnen
an Bedeutung scrlor. wurden auch dic
Hattlingc des Lagers G immer starker
fUr Arbeiten in der Rudungsindustnc
herangezogen 1944 begann det rapide
Ausbau dc» Haupllagcrs und dci etwa
lt<i Ncbcnlagcr Im Laute des Jahres
wurden WtfMIt Häftlinge darunter etwa
2$ Ul) Frauen die aus östlich gelege-
nen Lagern und Gefängnissen csaku
Krt wurden, nach G gebracht, nach der
Räumung von -» Auschwitz kam auch
em Teil der dortigen Häftlinge nach G
Ab Ende Januar I**45 wurden die Halt
iingc etappenweise ms Rcichsmncre
transportiert (-♦ lodcsm.irsche) Am
13.3 erreichten Einheiten der Roten
Armee das lecistchendc Lager Insge-
samt waren 12f)tii» Häftlinge nach G
und in seine AuBcnUget verschleppt
worden m der Mehrzahl p«itn Staats-
angehörige; in den Außenlagern waren
etwa die Hälfte der Häftlinge Juden.
Nach Schätzungen lundcn mindestens
40 Uli Gefangene in G und seinen
Außenla gern den lod SarAaiw tl.owl
Lkw. .'n' Alfred Da« Keeuentrateraslaarr
GroMtinca in D***»- Hr*rS(1«n S.I'
Guemiea
Spoifti Sahel) lad gmm Rai äzMcenm
wwif^re m kälrw«w Knia l-ää
l >n>ttwirts« haftvrauni s. NriH*r<tniing
Europas
Grüne Mapps- In der NS Bürokratie
übliche l msehretbung der von Her-
mann Gortng al» -» Reichsmarschall
«ics Grolldt Reiches un Summet 1<MI
heiausgegcbcncn -Richtlinien fui die
Führung der Utnschalt in den neubc
setzten < Mgebscten-.dK die -»olorlige
und höchstmögliche Ausnutzung det
besetzten GcBkIc zugunsten Deutsch
lande- bei -Dtossclung des Verbrauchs
der einheimischen Bevölkerung- sor-
sahen und die Organisation der mit
dK-scr Aufgabe befaßten DicnslslcUen
fcsischricben Zusammen mit der
-Braunen MapgK-.den v«m Alfred Ro-
senbergs -♦ RewhsminMciiuan lur die
besetzt cd Ostgebiete erstellten Richt-
linien fUr die Zivils erwaltung. diente
«Jk G als administrative Grundlage dt
BcsatzungshcrrK'haft htrtn
Guerwka Notdspan Stadt nut ca ~<MH>
Einwohnern (1937) ui der baskischen
Provinz Vtzcasa Im -» Spaniscficn
Bürgerkrieg wurde G am Nachmittag
«Je» 26.4.W37 von Einhciicn ital.
Kampfflieger und der dt. -* I cgion
< ondor in mehreren Angriffswellen
mit spreng- un«J Brandt»imfx-n über
drei Stunden lang Nanbardicrt und last
völlig zerstört Der Angriff war gar
nwhl gegen die Stadt talba befohlen,
sondern sollte den Vorstoß pso-franci-
stischci Truppen in das IM km wcat-
toch gelegene Bilbao unterstützen und
gleichzeitig «Jen republikanischen krat
ten den Ruckzug in den -eisernen
Ring- um Bilbao versperren. Dazu
sollten eine Brücke öslbcli «Jer Stadt
und «Jer Voruri Renten« rersiort wer
den Die Brücke blieb unbeschädigt
Die span und du- dt Ptupaganda be-
(»er»
haupteten. anarchistische Truppen har
irn G. J* kulturelle Zenrrum Jer
Buken, selber Brand gesetzt
ImhrunJrrc durch «1»» <<cn«IJr
»on PiHo Picasso »ur«Je G zum Sym-
bol emer baibarus-hcn Kriegführung,
her der d* Bomhardie-runc »i« Zr»>l>
Men bcafwKhligt im «**«*» *»>r
Gun iDept Basses Psrcnee-s. ab |9r»u
Pitenecs-Atlantique^i Das Lager dien-
te om April 19J9 Mai 1**' ak» Aut
nahroctager tur »pan Fluchttange und
SpanienkampGt der Intcrnanooalcn
Brigaden f-a Span Bürgerkrieg) von
Mai I***» - Sommer 1944 ab Sammel-
Lager tut Auslandet E* unterstand
anfangs dem tn KncgMnmrslcnum ab
Noscrnbcr der tn Mizct Im Juni
1939 »arro m G aber 15 OH) Personen
mrernierl darunter ca I?«» Deutsche
und Österreicher. Lot dureboeg Sparn-
enkampfet Die IntcrnictungswcUc tur
Jt Emigranten m Frankreich setzte un-
mittclbar nach Kncgsbcitinn tm Scp
ternher 1939 em oe erfaßte m G ca
10(11) Menschen «an denen »<cle aber
bald wieder trcikarncn Ende Juh und
ira Auguu I94U besuchte eme dt Mn
trollkommrssioc alle Läget rm unK-
letzten Frankreich. um die Ambcte
rung der »>m Deutschland »erlangten
Luutränten (nach 119de* dL-lfL Wal-
(cnstilbtands» ertraget) ru ubcrpruicn
Zu diesem Zeitpunkt betanden uch in
G noch ca .M» Intcrmenc. ihc größ-
tenteils in krank reich Nethen »olHco
und an deren Rückführung nach
Deutschland auch kein Interesse be-
stand Ende Oktober l<Mll wurde dw
gesamte wdrsehe Besoikcrung aus
Baden, der Pfalz und einigen Orten
Württembergs, ca ?5U) Menschen,
nach G depietieit (sog •Burckci Ak
tton-l Die samrarea Einrichtungen an
Lager waren primrti» laM I30U Inter-
nierte starben an Epidemien 1942/43
wurden ca. fwdnctac Intcnnertc
«m
über 1Tranes Richtung Osten depw
iktI (—• Dcjuiruibmcn. — Erxßo
Hi Urdwt*
t.usea iKZ) *. Mauthau««n (KZ.)
< ,u»ta» sirllunt s. |lg»-»fel<1/»S.
V Monte ( asstno
II
Ilmsara-khkuowacn IH hebt tur
Iransler i \crm<igcns)r«itslerabk«wn-
men auf det Bast» -Ware gegen Men-
schen- durch \erkauf dl Waren nach
—» Palästina, in Kraft von 1933-1939.
Es kiemu. erstmal» an Mai 1933 auf-
grund einer Vereinbarung zwischen der
Zirtus Pflanz uneseiseüschaft Hanolca
Ltd au» Pata*tma mit dem Reichs» tH-
sshallsnunrsiciium umgesetzt werden
Wegen der in Dcutwhland herrschen-
den Devtscnbe»in»chafiung konnte
Geld nicht in» Ausland transferiert
»erden Erst durch die Möglichkeit.
Kapital aul TrcuhanJkonten in
Deutschland ciazuzahicn, »oson dt
Waren gekauft und nach Palästina »er-
schult »urden. wo du Einzahler dann
den Gegenwert ui Gestalt eine» Hauses
»Met »<>n Pflanzungen erhielten, »ur-
dc dac Auswanslcrung nach Palästina
auch für den gehobenen rudachcn
Mittelstand anräktn (-♦ Palästina
Amt. — PaLtMma-lrcuhaadgcsellsctialt
zui Beratung dt ludeni C* 32UUU
Jwden Ȋnderten von 1933- 1942 nach
Palästina aus und transferierten I4(i
Mo RM. 31% der dl Juden konnten
sich shrckt oder tndackl ihre Zukunft
rau Jem H sichern (—• Juden 1
«•!
Hadamar Bei trmburg gelegene n und
letzte TiMungMAWall an Rahmen der
-» Aktion T4 Von Jhnuar-.Augtot 194)
• urden hier in einer — Gaskammer
utvr |0*>ll Men*>rbcn mit KNlknmo-
no*»J ermordet Zwischen August 1942
und Kriegsende wurden m der 1andes-
bcilanslalt 11 aul An»enung det T *•
Zcntrale *422 »eitere Patienten durch
über dosierte Meifekamentc gelötet i -»
Bernburg Brandenburg Grafen-
eck. -» Harthcun. -« Sotmenstcm. -»
Medizin) Thmilac
Hakenkreuz Ottiziclkes S»mN>l der
NSDAP und der tuLsoz Herrschaft
AK segensreiches Heikziekhcn war
das H - dessen Balken geknickt sind
au daB et wie em laufendes Rad er
acbetnt - seit etwa *t«t Jahren tn zahl-
reichen europäischen und aufkreur«»
paischen Kulturen serhretlet und als
Syrnboltrager »ellxt interpretiert
z B als Zeichen für W mdluat. ab Sim-
oenrad (Swastika Indien! cMcr ab
Thor» Hammer Seit der Wende »cm
19 rum 31 Jh wurde es ah pofnische«
Ssmbol benutzt snn natnmal-resuh»-
tnmaren Bewegungen. i.a aber »on
vöiknchcn Verbänden, auch »cwb Wan
dersogs-l und tn Ercikorps mil sntne
mitischcr stoßnehtung I—» Antisemitis-
mus) Die Htahne. dm Hitler selbst
(-ira Hakenkreuz |tchen »u| die Mn
wn des Kampfes für den Sieg des
arischen Menschen-1 entwicten hatte
wurde 193) zum Bannet der NSDAP.
1933 neben der wh»arz»ei6r«><en Eah
ne zur Reich»flagge 1935 zur alleinigen
N ammal flagge bestimmt <-* Reich*
flaggengesetz i Ab zentrales Pr.ipagan-
damatlcl war das H. allgegenwärtig in
den Eahncnmeercn bei den Massenauf
matschen an allen natumalen Feier-
tagen, an denen Beflaggungspflichf für
jedes Haus bestand (-» Fcietgcslaf-
tungl auf Zcituneskopfcn und Par
ICHchnltcn. an Staat »baut en und im
HaMei-lagthweh
Eichcnkranz de» NS-Rewhsadk-rs Ob-
wohl c* seit 194* m Deutschland
»erboten ed. wird es weiterhin »ou
Ncunazis »erwendet Mrtov twh«
Halhywdcw s. Mtschhwgc
Halder-lagchucb Zusammen mit «lern
Kriegstagebuch des -M OKW (l'**tl
1943k Hitlers Weissagen tur die Krieg
fuhruag (1939-|9(5| und den Proto-
k<4Uragmcnlen n« Hitlers latchc-
tpreshungen (1942 1945) gehört das
H za den aufschlußreichsten Quellen
tur «be Planung und zentrale I eitung
«Jcr dt Kriegführung un Zweiten Well
krieg. Dk AulzcKhmmgen des Genc
rataabiehefs Isert 1.91938) Franz
Halder t IHM - 197?) hcMizen den (ha
rakter eine* Notrzbuches übet seine
Besprechungen und Tclekmatc. über
erhabene und gegebene Befehle. W<ei-
umgen und Int««rmahonen Sie reichen
10m Knegsbqnnn bt» zur Verset-
zung Halders in Jk »Fuhrencss-fsc«
(24 9 1942). du an Zusanuncaiung mit
der uch abzeichnenden zweiten Krise
des Kncves gegen die I JSSR vor
«Jet Sshlaehl f»ct -♦ Stalingrad und
den zwischen ihm und dem Obersten
RelehHhaber enlstandene-n Meinung»
»cTschieslcnhe-tien erfolgte I -• Osrteld-
zug 1941- 1945» Da Halder nament-
hch teil Hitler nach Absetzung ww
Gcncralteldmanchal » Brauchnsch
119 12 1*41) auch den Oherhetehl übet
das Heer übernommen hatte, za desuca
engsten mtlitansche n Beratern gehör-
te. und unter semer Leitung die Planung
dr* -* Ptäcnleldzugs (1939) sowie der
FcM/uge in WeM- 9*0. und
Osteuropa (1941) f~» Westfeldzug. —
Balkurfeldziig: l'niernehmcn -• Bar
bnro«Ml sowie der »crsctwcskitsien
phantastischcn NacfcloCgeprojekte für
Feldzüge >• Asien und Afrika entstand
laßt sich anhand des H der Gesarrrtum
lang der «ft Erobenrngszwlc ermesaen
Hanf iingi k»-riag
Es enthalt zudem Informal »men aber
Rolle «Ktianken und Zweifel der Nele»
kflrfi Militärs und »picptl ik H «itung
lUkkn wider, der »«n «cmer Ablösung
-trotz Mlrr Bedenken« rür die Xxn-
mei<41enszse ('M? cmgctrclcn war
(mh Anndg
HdJo fr* Fad»*' AaZ-rs»
«w>l— Zr» < WZ» Zer l.rsowck Zr» Mrvrr«
roM‘ f»C bp »* Azkewstow K» »OrS«
kd* » H«w* Wd U»dxrv AMn*!
Mr I S IWU-MM
HalWHn Chi «WM MdUk> l o-ddkk»
H*r> r-tot»« Uiwir»»«
Zm» r*»i
llaafsiaengi Arriag s Knostseriag
franz Hanfstaengl
llartbrim Im S»hl>4» II hei Etna nur
den zwischen Ma 1940 und Herbst
1*41 in der enden Phase der -» Aktion
T4 Kr»9 Alemchcn in emer -• Gat-
kämmet ermüdet Hi» Dczcmlx-r 1*44
fanden wertere M»«daktamen tm Rah-
men der — Aktion 14 111 «tatt. denen
aus den KZ -» Maulhamen. Guten und
-« Dias hau uki MIO Häftlinge zum
< »plcr txlen t — Beinburg -» Bran
JcIlhMl. «(ilalcIKxk. - Hadatnat —
Sonnens!»in «Mcdmni h.— l«-
llarzbwrger frwel tagung und parazmh
tarncher Aufmarsch der -Xatmnalcn
< >pp»«ul»n- am 11 Hl 1941 in Bad Harz-
bare Aul Initiati»» de» DXAP Aorsit
nnden Alfred Huprnherg wollten -a
l)S\K — XSDAP Jer f rontkampter
bund -« Stahlhelm. ledc der -» DA l‘
«•wie eme Reihe rutuxialrsitschc-r Ser
Bande ihic fkrnlxkzll dem» «r»l orten
tenxmum Jr Rccicrungsmaeh« in
Deut«« hiand zu übernehmen W ährend
der Tagung kam ex zu heftigen f uh-
rungsrn abtaten rwnehen Hugtcnherg
und Hiller Em Mißtrauemantrag der H
gegen RcKh«Aan/ter Btunm« whcilcrtc
am 16 1(11931 nach! zuletzt deshalb, weil
cm gemeinsamer Kaarktkambdal fehl
le Mn emem Crr.dkiutm.wsch am
IM 10 |9’l m Braunx-hwcte unterstrich
dw XSDAP ihre Etgcnsizndn.-keit Im
Hitler Kahmett mwb ’n 119’3 warn
tn« HuecnKie und SuhlhcbnHihrcr
franz Seidl« dar Spitzen der H »er-
treten I—O»
Hawplar.ho der Xsl)AB Im kirnMt
1934 wurde in Bcrhn die Errichtung
eme» zentralen Archos der — XsDAP
und der — DAf beschkisscn im
Oktober 1*34 aber mc Je Ile es m ibc
-* Hauptstadt der Bewegung nach
München wo ihm Ja» Archn »Ier
Rcninpnifueandalcilnat lerne seit
!•-»?♦» holchendr Sammlung s.m Prcs
«eausschnitten > ink.xpKterl »utje Im
Jun» MB wurden Jk Bestände mit
dem Ar» tu» des RcKhsichulungunHe«
«crcHMgt und mit der amtlichen Be-
zeichnunc H Jem —• Stell»ertreter Jes
fuhren unterstellt Da* H war mit
Mi Mitarbeitern fevtan ah zentrale
Institution für ihe Akten der XSDAP
unJ tur Jk D< Aumcntatrnn Jer Par-
leigs-schichlc zmtandic Zu diesem
Zweck wurden auch Akten des Hasen
sehen InncnmimMcmum. der Munch
ncr lAdizci usw übernommen um Jk
-• KamptzcU Jer Bewegung twMorach
Xkpn zu können
Da« II »land tn Kcmkurrcnz zur
-• Sammlung Rehs« und konnte seinen
Anspruch aul PtbcbiaNaelcning reie-
• anten Alatcriak estrcnuKr Partei
dienstmeilen erst |u4u durchsetzen
Eme Aulgalx Jes H K-sland in der
Frtedune s.m Auskünften und der
Hricitsietluny *»m Material n Priesa-
eandarwcckcn Bei Kncesendc emg
cm Ted der fk-stanJc »crkircn. ein
feil kant an die Homer Institution
nach Stank«d. wuidc zunKkrcgitx.n
SU
und kfinJct sich heule un hunde»-
arshn bzw im Bäuerischen llzup
staalsanzhn m München » Rwk
llaeptschnftleMer c. SchriftIrKerevsetz
Hauptschule Im Dezember 19’9 tuhnc
die rcichswvilc ActemKilhchun« der
Lehrpläne ru emei Kousolahcrunr der
Mltlcbchulch. In Authau und Ziel ih-
nen ahnhdi waren »he HX II der «Ott-
mark- (-• OsicrreKhi und dke wre
Burrcrschulcri dr» Sudek-nUndes |94ii
wurde dc Hab (irundlaec des pesa*
len Schulaufhaus außerhalb A.' -Ah
rcxtis- ah wertere Pflicht- und - Ausl«
»esc*ule- neben der A»4k»schule empr
fuhrt Der Lehrplan war so aneelcct
daS durch oNn>aic<nchen Englrschun
terncht du- ersten zwei Jahre noch
Jer I tx-tpaitf zu höheren Stiuicn er
morfKhl wurde AUcrdmm solhc <hc
»K-riahrtec Au»hilJunt hauptsächlich
praktischen Bedürfnissen Rcchnune
trafen und eme nat mv Herutsaulta»
sune sorhererten die sah an einer jfer-
mMHsch-di Meiuwdnunit »xicniiertc
Xacfa Kncesciklc wurde »bc Haupt
«chuic m dieser hxm »on dt Sehe am
wieder ahfcschalTt mdbw«
Hauptstadt der Bewegung Ehrentitel,
den Hitler München ah (irunduagsort
and Sitz »ier XSDAP »erbeb Schon m
-w Vria K>u*pl wies er München ihe
R.4K- »Jrs zentralen Mittelpunkts sei
er -♦ -Bewegung- zu und wurde mc
müde dies immer wieder ru hekrähi-
gen (Itlizieil nenn auch formkn. »er-
heb er Aescn Titel bei einem Treffen
nut Münchens üts^burgermcisfcr Kari
Fichler am 2.» 19’5 In der H insze-
nierte die Partei ahjahrlch ihre großen
(reiienklagc. den Pancifrunüuwr»ta«
und den -Marsch zur Fcldbermbalc-
I-» Hilicrputsch i Die H sollte nach
»Jem Willen Hitler» gieschzertw - Haupt
Uadt der Dt Kunst- sem Hier entstand
Hiwpttn Whiwd li»i <M
nach 193’ da» — Haus »1er Dl Konst
hier landen alliahrhsh b*s 19*1 dK -Ta-
ge der Dt Kunst • statt und tuet wurde
m pompiMcn Fcstzugen »he J Kultur
au» XS Perspekmc JareesieBt Nach
det -* -Machtergreifung- »ersuchien
dm Xat.soz Ac Stadl quasi zu einer
M«»delkladl umzuecslaltcn was ihre
R»4|e ah \»»rkamptenn tur Jk nat soz
l»k-cn und auch die staJtcKiuhshc
Xcuecstaltunr* heirat So sah cs die
Stadt»erwakune unter fichlcr ah ihre
-FhrenpThcht- an. hei Jo Diskriminie-
rung der jüdischen Böiger eme \<wtci-
tcrroUe zu spielen, »idc antisemitische
Maßnahmen Jk rcKhswctl erst »pater
Juni) Gesetze und Air Ordnungen all
(einem gültig wurden I— Xurntxrrger
Gnctzek wurden m der II bereit»
»orweggeDommcn Im Rahmen eines
en'aninclten Pn-gramm» sollte nach
Jem Willen und den Aorslellungcn Hrl-
ler» ük II in Juel atshitikuwinchcn
Gestaltung Macht und Größe der Be-
wegung Ii-prascnlicren f ur den Partci-
apparat der XSDAP und dK XS-Orga-
nnalMincn waren an einer Uberhicrlcn.
X5 km Langen Straße zwischen emem
monstro»en -Denkmal der Bewegung -
und emem gewaltigen neuen Balwihot
Wixiumcnlalc Haufen »rugcschen Der
cecns für <i» Pianunt gesehaftene Ge-
nerulhaurat unterstand Hiller direkt
Der Kriegsausbruch »erhinilenc daß
«he H auch Hauptstadt der SS-Atchr-
tektur wurde t» m« Me
Hauptstadt der Deufsehen Kunst *.
Hauptstadt der Brerpmt (Alumhenl
Haupttrcnhand-trlh OM Xach der
-Bezwingung- —• P4en» | — H denirld-
zug) ftn Jw ctnhcithiK. -Erlassamg
Acrwahung und A'crwcrtung- des poln
Hm» «rr ItroKebm K«n«i
Staat* und Prn al»crmc«cits mit l rl_ii>
«om I* Hl I9W getmmckie l»un«««id
le «ie* Bc.iutlragien tur den — Vieryati
rcspGn Zum teile« dc« II «unk der
vi tv-i der -• Arisierung Je« toJnchen
Presse und Vcrtatg»we*cw» cmwhlatic
K-wührte Dr h c Ma» Wmkkr ernannt
<»cmaii der I Venushumg itbei Jk H
um 12.6J94H hatte sae den zcithch
bcfnslctcn Auftrag du n»uwin«bc«-n
sirukturjw4ili«<r»cn Maßnahmen tur
die Wahrung* und w rrtsehaltsun»««
der -» cmgegiKJcrlcn Gebiele hden*
mit dem Aitrcsch cinzukilcn llwtlur
erhu-h Jk H mit Ausnahm«- de» Jem
—• Keschskommissar lur die Festigung
dl Volkstum« uhcraailw»vtclcn Agrar
«ektor* da» Monopol aut Bcv.hlaeiiab
mc und Einsetzung -Kommi*»ari*cher
Verwalter» *"»K »he Ermächtigung.
An»«dnungen und Verwaltung*»»!«
«ehttflcii- zu erlassen sowie reehtu»uF
nee Vctmifemaihcnragimecu »»«zu
nehmen Mil Hegmn »ler celensisco
Verwertunesphas» muflu dac Heihncr
H Zentrale (cdidl iwsotem crtiebbchc
Komix-ti-nzs» iluctc funnehmen ab ihre
m «kn diel neuen Gauen ah I »still' -
irjiar «or On crnchtcicn Ireuhand
Melkn tn die Wirtschaftsscrwaltun«
»ie« * ReKhsstalthalict bzw Ohcipia
Mdcrwcn utx-rtuhn «ad ihre Zirslandig
kette« aut «he Kcrnluoklioiien »1er
tachlKben VutsKht der Bearbeitung
»»wi Grumisalzttapen sowie der «Ver-
waltung und Vcrwertun: »«m Obelk n
ober Silimi RM- <m l inter nciwx-n
mit den Gau-Xatragwn K grenzt wur-
den |1 Vcnadmusg Uher »he II «om
172 1‘Mll Gkuhzeilig wunkn dte
-Gc*»Ji.il betuppe- Jet H . die zahl
rewhen mit »ier -<>r«hsung*«rmaikn
Betreuung «on Sonikrgcbiekn- he
«Mfttactcw («ewbcttKhc gcmrwhl
«rmsdiattbche Bctcihgwngsamtcmch
men in (»nihH-Fiurn wa aufgrund
der intensoc« -Bciaiune»rc»t»ii>n- de»
— Rcchnmgsbnl» dr* Dt RckIi» leih
JW4
Inpudscri. leih an Fmanzintercssc dc*
Staate* rciwganraen und regkmen-
Herl Gcianecn tn dem Dilemma »on
-« V<dk«lum»f*4iiik Wirtwhaft»- und
Fisk.ilpoliiik entw Kielte «ach die H
«>m chki Institut*«! »le* -Maihuh
menslaales- zu einer Insinutawt de*
Xi« ine »Staate*- m Anbetracht de*
nat «uz -Amlcniarwimsniw*- I-. Justiz
und innere Verwaltung) eme kignehe
K> «nesjuenz ihre* impra» raunen
< irundungsaktcs f-* Dt Volkdislc -*
Volksdeutsche -« Volksdeutsche Mit-
lehachck
Ilan« der Deutschen honst In Mün-
chen 193.3 J7 ah reines KunstausMel-
lunrsttbjuöt emchlet und Schauplatz
der albahrtw.il »lalllwulcndcn Graften
Dt Kunstausstellung Von Paul Ludwig
IriHwl am westheften Rand dr* Engli-
schen Garten« geplant und nach
Traoat* Tod »an «emer Witwe Gcrdi
unj l eonhard «»all Icrtiggcstclh sollle
dm II zusammen mil den SS Bauten
am K.MiigspUtz. die Architektur dc*
Kemme* tcfwasenlicTcn und »kn An
sprich München» «crdcutlhhen. neben
der -• Hauptstadt »k-r Bcwegung-
auch ihr -Hauptstadt der Deutschen
Kunst zu «cm Hitler und sein Arehi
teil wollten mit diesem wichtigen
lewi m taugen unJ Ml m Helen < cbaoüc
und «einer mit Säulen eeschrnuckien
F.i»*.uk eme« -Irmpcl »ler Kunst« er-
nehten L» sohle «he cmzig maUgvbli
ehe XS Kun«tau»«teilung*sUtlc «ein
Haler «eltwi SnnfluW» maMi« »len
Bau des H ihc Au'waJil »ki L«p*«alc.
du <K«taltuag «irr Gratica Dt Kunst
aussiclhmgcn und endlnclc das H am
1*7 |RJ7 mal »tnci programmatischen
Rcik’ uher dw Kunst
IIaus de* Drwtsehrw Spurts *. Spurt
Hao« MatbcalrH s. < Jhenairbcrg
HaoswirtsehahlKhe. Jahr 1934 zu
nächst rum Abbau der Jugendartsms
knagkctl cingeluhrte« Dicnstphr m
Jem schukmiasscnc Mädchen zwi-
schen |9 und 25 Jahren gegen geringes
Entgeh m aut l'utcrugtzuag angewte
eenen trnderreichcn Haushalten aus-
halten Da» H sollte wie auch da« -•
Landjahr »ier praktischen und politi-
schen Schulung putger Flauen dienen
Abpckwt wurde e* |9«n durch «las -»
POkht|ahr «au •«•• < «w*«b
Ilaw-Haw v Lord Ha« Ha*
Hrer *. Wchrwimhl
Heemwafleaaml s. OherkowMuaudi»
de* Heere* tOKH)
Hegeboi Bcgnft «ier XS- AgrarpNitik
mit dem eme -Wicdetaulnardung- Jes
dt Vzdkc* gelingen soihe (-• X«vdnehe
Raue > Getreu der -« Blut und Besten
Idcsiiogii de* -• ReK'h«h.iucrntuhrers
Richard Vkahhct Darre soiiten ausge-
wähhe Teile des urbwntsicncn und *o
mit entfremdeten dt Volke* Jur eh «las
baocrlKbc leisen aut einem H neu
verwurzelt werden Das -» Retehserb-
bofgesetr UcBle tnshcwetikrc einen
Versuch dar. »he Entstehung emes sul-
chen nrvdtschen -Seuadri»- n kW-
dem da e* dte erbrechtliche I "ntcrlhar-
kest «les -FrMchcns- sorsaK In einet
sputeten Phase sohle der Adel m sog
Adehgcrxwscnschattcn nnammcngc-
tuhrt Werder Verstellungen dar nach
der Kaltstellung Dane* und dem Aus-
bruch de* Kncec* nicht mehr zu reah
sieten waren t w.*««*
Hed HMrr ». Deutscher t.rwd
iicwn ins Resch Vul «Jem Höhepunkt
der »iwn Dt Rew-h mit Hille der -• Su
dctcndeut»chc-n Partei inszenierten —
Sudrtcnkrisc lieft Konrad Henlein am
13.9191» uher «las Dt Xachnchtcn-
bun> in Berlin einen Uliul -an Jr>
Smietcndeut«ciMum. an das dl Volk
und «be gesamte Well- »erbretlea «Jet
nut »len W.wten «chkift -Wir w«4k.*n ab
trete «kutsche Menschen leben' Wu
w«>Ucn sneder Frieden und Artvrt in
unserer Hertnal' Ww wo*en hean in»
Reich* < iott «c-cne un* und unseren ge-
rechten KampC« Dk Parole H «utile
nnn geflügelten Wort und «Lum auch in
amJcren Zusammenhängen gebraucht
.•ztzow B"--
g < -U---d . lot _ -
Heimarflak BczeKhnung für «eit 194?
NcMchcnüc FlugabwehralarrtKinbcitcn
zur Abwehr »un lultitpilkn deren
Personal ganz «wier teilweise aus Zj»
hslcn Instand und die nur tvi altueb
kem Bombcnalarm aktzsten wurifen
<-• Luftkrieg) Die neben ihrer beruf-
Uchen Arbeit eingesetzten Arbeiter
Angestellten Beamten und l chrlmge
sollten in det Nahe ihres Wuhrnmc*
Jen Schult son Intiuslncbe(neben itsw
übernehmen Da angesichts der zuneh-
menden alltienen l ultangnrlc Jutch
«las znile Aufgebot keine auvcKhctkle
Entlastung des Miiilarjvrweiah erfolg-
te. mußte ab 1943 eme Verstärkung
Jer Bcdienurgsmannw-hattcn durch
tugendlKhe -» Luftwaffen heller ange-
«wdnet werden Deshalb wunicn «uch
zahlnncbc mit Luirwaflenhehem be-
setzte Flakitcttungen ab. H Haltcncn
hezeschnet AjurMMr
Heimatfriml l'ropaean>iaau»Jruc-C um
die Vcrbumlenhcit zwischen den an
der Front kämpfenden X»Maten und
den m det Hewnat Zurückgebliebenen
m dAumcntiercn und ru «erstarken
In den Rc«k-n Hitkr» und «Jer nat
soz Kliniker spielte «ier Ausdruck eine
grefte R»4k Im weiteren Krtcgsscrlauf
wurde »fcr Bcgritf für den gesamten
Heiaurxhalr
Arbeitseinsatz in der Heim»! über-
nommen Dav Propagandaschlagw.irt
»utile von Ptopagandanumstcr Gocb-
hels ferne tur seine Vorstellungen von
— -t«Halcm Krieg* und vom -Kampf
Mi allen Frsaitcn- verwendet.
H uit [Mtn
Heimatschatz 1904 gegründet als Dl
Bund H durch I tml Rudortt In die
Dachaugarusatieui emgcglicdcrt warm
dte regionalen H vereine die t1 eng
mit dem Denkmalschutz zusammenar-
bcilctcn Dw antunudern konservative
Bewegung richtete uch gegen die ra-
santen negativen Veränderungen der
Städte. Dörfer und der Landschaft in
folge der Industrialisierung und setzte
uch lur die Erforschung und Bewah-
rung von tradilKWicllcn Brauchen und
regional spezifischen formen ländli-
cher Kulturaußerungcn ein. Dabei bot
sie zunächst sehr flexible Lotungen
an Seit 1925 drangen rasMstiscbc und
graRomantische Argumcntatxinswci
ven ein. tur die der Ungjahnge Vorsit-
zende des Bundes H . der Architekt
Paul Schultze-Naumburg (1M*#-1*WI.
in seiner programmatischen Schritt
Kunst und Raste (193#) warb Damit
konzentrierte sich der H in erster Linie
aut architektonische Projekte Der sog
-Hcimatschutzstd* entwickelte sxh un
Nat soz u a aus den dem H gedan-
keti verpflichteten Bau-Rxhtlinien des
Rex'hsheunstattenamlei in der -« Dt.
Arbeitsfront unter Lev und führte zu
einet dcutvchlandwcitcn stilistischen
Uniformierung im Wohnungsbau hm
zu einer konstruierten -dt Heimat*
(Z.B. m den Bauten (ui dt.stammn.-c
I msw-dkr in ('Nlerrcwh und im Elsaß
1941 -I943i. Mit äußerlichen Anpas-
sungen an das -Neue Bauen* land cm
gemäßigter H Stil auch nach 194S Hju
hetren WunarUMwat
lun-runtf
ImchxWall Uh Hnndr 4rs druMetwa Hna»
5M
wluaan IH< >. Drr dratxhr tm
«». »Nie* »ul ü«»M< 4 München 1930
tlutaect UsJl Geciuinkaei llcinMwIuiu IUI
News alle» Bauen w der -Oitmart- »r*l der
-Wesiaurt- Hi Vmonrt Mapugo Laiaj*
tnuwRunmu SchaciOei iHgl W.Memc Az
.tinestMZ o. /krau« /wa* ho /vto XrSawi
«J rrudUaw. Au-SU-Uunp*aaalof tranktwri an
Ma» mxsao-mt
Hrunstarren «. Dentscher Siedlerhund.
s- Deutsches »wdlungswerk
Heimtücke-Gesetz Um Kritik an der
N'S-Fuhnmg und ihren Organisationen
zu unterbinden, erließ die Regierung
am 2U.I9.13 dx- »Verordnung des
Reichspräsidenten zur Abwehr heim-
tusktschci Angriffe gegen Jx- Rcgx-
rung der nationalen Erhebung-, derzu
folge unbefugter Besitz von Uniformen
und die Verbreitung -unwahrer- Be-
hauptungen. die angcNuh das Anse-
hen des Rcxbcs oder der Regierung
schädigten, nut Gefängnis odet Zucht-
haus bestraft wurden 1935 wurden
3744 Verstöße gegen die Verordnung
geahndet, die am 2d 12 19.14 durch da»
Gesetz gegen heimtückische Angriffe
auf Staat und Partei und zum Schutz
der Parteiumtormen ersetzt wurde
Selbst »axhioftcnibchc bthwillige Äu-
ßerungen- konnten nun mit Gcfangins
bestraft werden wodurch dem -•
Denunziantentum eine Schetnlegalital
verliehen wurde Um fui die Partei
pemlx'he Prozesse zu vermeiden durf
len -unwahic- Behauptungen, die sxb
-gegen da» Ansehen der NSDAP- rieh
leten. nut nut Zustimmung des Stell-
vertreter» des Führers verfolgt wer-
den Verstoße gegen das H wurden vor
-» Sondergenchtcn verhandelt
K< —t&drt
Hetratslwfehi ». Sehutzstaff<4 INS)
HrHcngcdeaklag Einet der nationa-
len Feiertage, mit dem das NS Regime
<•7
Heldentum und Opferbereilschatl eh-
ren und propagieren wollte. Aus dem
V cvlkstrauertag zum Gedenken der
Weltknegsopfer wurde 1934 der H
Dieser wurde am Sonntag Reminiscere
begangen und war durch einen ein-
heitlichen Ablauf strukturiert. Ab
1919 Hb Marn hieß der H -Tag der
Wehrfreihett* Aufgrund der Krtcgs-
toten wurden ab |*MH zunehmend aul
lokaler Ebene He klcngcdenk feiern
die meist Durchhaltefciem waten, ab-
gehalten und der H verlor an Bedeu-
tung fff» Aw»
llclilsnkiilt Propagiertes Leitbild -hei
discber- Große und lugenden in Sol
datentum und Alltag Fs basierte auf
rassistischen Vorstellungen der Über-
legenheit der -* Nordischen Rasse übet
alle anderen -Rassen- und Volker Der
»nordische- Mensch wurde ak Urtvpus
de» Helden dargesicflt. al» gebotener
Kampfer, dessen Wesen dutch Erobe-
rung» und Fxpansionswitten bntunmt
sei In dieser Sichtweise führte eine di-
rekte Linie von germanischen Recken
und Wikingern über die Helden de»
Nibelungenliedes und die dt Ritter zu
den Studenten von Laneemirck. zu
den SA-Mannern und den Soldaten
der Wehrmacht Der H. duldete weder
Zweifel noch Ängste oder Schwächen,
weder humanistische Grundsätze noch
intellektuelle Differenzierungen seinen
bildhaften Ausdruck fand er i R in den
Skulpturen von Dvorak und Brckcr (-♦
Kunst) Trotz aller propagierter Ag-
gressivität und Herrschsucht war das
Bild des -Heldischen* jedoch an dw
Idee der Pflichterfüllung gebunden
und an die Bereitschaft, für die >Ge
metnschaft- zu sterben Solche Sinn-
gebungsversuche zielten zum einen auf
widerspruchslose Em- und Unterced-
nung m die -* Volksgemeinschaft, zum
anderen auf -Wehrhaftigkeit- tm Bhck
aul den Knegvemsatz. dem auch die
Hrrtwrl - Hau m -Gruppe
Deklarierung der dt Kriegsloten ab
•Heiden* und dx Einführung des —»
Hcidcnsedc nktages dienten
Swf «uI/k A
llirxiavr. I reffen vim Dav Zusam-
mentreffen Hitlers und Francos am
23.10 1940 in H„ bei dem die Bcdin
gungen für einen Knegsemtnti Spa
men» an der Seite Deutschlands erör-
tert wurden, sollte der NS-Fiihrung zur
bündnispohttschcn Rückversxherung
und als Anhaltspunkt bei der Festle-
gung zukünftiger Krieg» ziele in Süd-
wcstcuiopa insbesondere bet der fut
Januar 1941 geplanten Bcsctzur.it Gt
hraltarc (I nremehmen -» Felm) die-
nen Das heften von H. muß aber
auch in Zusammenhang mit Gesjvra-
chen zwischen Hrtkr und Vertretern
dec frz Vieh)-Regime« am 22 und
24 DktiZvr t*lo in -• M*>moire sur
Lmtc sowie rar dem Hintergrund span
Ansprüche auf die frz Besitzungen tn
Marokko gesehen werden, denen Hit
ler nicht nachgab um so eme Verstän-
digung zwischen Frankreich und Groß-
britannien zu vermeiden. Dk dt Hin-
haltetaktik führte im Dezember l<M0
zur Entscheidung Francos, den Kneg»
eintritt endgültig ab/ulehnen
Wdmia« SnMimr/
Hrvbert-Rainw-l .nippe Organisation
des — Wider»land» in Berlin, geführt
von Herbert Baum Marianne Cohn
Martin Kochmann und Sala Rosen-
bäum deren Uber D > Mitglieder mchr-
heitbeh mdischer Herkunft waren, sie
kamen aus der jüdischen Jugendbe-
wegung (Dt. jüdischer Wanderbund
Kameraden) Dt jüdische Jugs'ndge
metnschaft) und aus linkvionistcxhcn
Organisationen, standen üfxtwicgcnd
tn jugendlichem Alter, stammten aus
proletarischem oder kleinbürgerlichem
Milieu und waren kommunistisch oder
sozialistisch orientiert Die Gruppe
Hemvann-t-mring-Mo*
wurde bereit» IW aktiv. »erteilte
Kk-tx-nllcl malte antit.ischistiscbc Pa
rolen und betätigte sich in sofldar»-
x.hen Aktiv ilMcn zur Fluchthilfc lur
hklen fkviitisch nahm die < truppe de-
ren Fraucnartieil univptsch hoch war
und tu der 1*41 auch |unge füdische
Zw.ingsarhciier eme» Berliner Sie
men' Werke» gestoßen waren. Partei
lur die Sowjetunion Ah spektakuläres
Fanal der Opposition beschloß der
Freundeskreis daher einen Brandan
vchU* auf du antik-immunisiiM.be Priv
paganda-AussteNüng -Da» Sowjeb
paradtc» die am h 5 1*42 im Berliner
Lustgarten eröffnet worden war Am
Abend de» 1*5.1*42 replizierte ein
Brandsatz in der .Ausstellung Elf Per-
Minen wurden verletzt der Sachscha-
den »ar renne, somit konnten die
Behörden eien Anschlag vertuschen
obwohl gleichzeitig eine Flugblattak-
tion tan der sich auch andere t iruppen
beteiligten) stattfand. bet der die Paro-
le verbi eüct wurde -Ständige Ausstel
lung das Nazi Paradies Kneg Hun
ger Luge. Gestapo Wie lang« noch?«
Die Gestapo verhaftete »ier Tage
spater zahlreiche Mitglieder der H m
mehreren Prozessen wurden mehr al»
2D Personen zum Tode verurteilt Her
berl H.ium kam nach Folterungen in
der Halt ums Lehen wahrscheinlich
durch Frc-iliZ Durch da» Gerücht wc
gen des Brandanschlags «eien Nm Her
hncr Juden fe»lgciw mimen und 25ti M>
fort erschossen worden. erziehe dar H
doch Wukung und buinietkcamkcit
Idis Erschießungen waren in Wirklich-
keit ein Racheakt wegen des Allemal»
aul Heydnch I
* •-"nMc Aenz
i M'MRH
1Wt*i te4l* Wr nirv Valfehc I Hg I m*
• NArr«a«MfM />*r» • nmnAra
4««w*^ «mJ UtM4i >« f/w /Mfv
Hcfkm I*»»
SW
Ilermann-Gonrnt-koog Heute I umlau
er Km? I* AA auf der Eidertnsel fertig-
gcslellt und IW nach Goring benannt
t • Achill Hitlcr kiM«) iuaAwwn
llerinwnn t-oiing Werke «. Rekbe-
werbe Hermann tomng
Herold Verlagsanstail GmbH
s. » her-kerhag
llerrenkluii H 4 gische Vreimgung tuh
render Persönlichkeiten aus konservati-
ven (iruppen der dt Oberschicht. 1*24
in Bcrhn um Moeller van den Bruck
unter der i<ganisat<in»chen Leitung v
Gleichens zcgiundct 1*82 existierten
ufx-r 2nKlub» mit etwa zumeist anti-
demokratischen Mitgliedern tu« Flick.
Thyssen. Slmnes). die auf die Bildung
ultrakim»ersainer Ehlen abztetacn In
ter der Regierung Pipen tJunt-Nov
1*32) befand weh der H aul dem Höhe-
punkt seines sonst oftmals überschätz
len politischen Lmflussys 1*33 folgte
die Imbervennune m -Dt Klub- und
sein rascher Bedeutung»verlu»t 1*44
wurde der H aufgelöst ZArFniMK*
’s Hrrtogvnbosch-Vught tK/t Line»
son vier Lagern, die wahrend der dl
Besatzung in den — Niederlanden er-
richtet wurden Es lag in der südlichen
Provinz Brabant hei vier Gemeinde
Vught und bestand I* Monate lang, von
JlMiuai 1*43 bis zum 5 b * 1*44 ais alle
noch dort verbliebenen Haflfangc nach
Deutschland in die KZ • Vivbscnhau
sen und —• Ravensbrück deportiert
wurden Insgesamt wurden in diesem
Zeitraum etwa * Hl») Gefangene Man-
nsi I rauen und Kinder in das Lager H
gebracht, das au» mehreren Abtciiun
gen bestand In das KZ kamen rund
II UDO -♦ Schutzhaltlingc darunter ca
‘*''“1 Manner, der grollte letl von ihnen
Niederländer Aon den etwa I Go nicht
holland Gefangenen waren die meisten
Franzosen oder Belgier Ab Mai 1*43
wurden auch weiNiche Häftlinge cm
geliefert, insgesamt ca 154»), darunter
auch I 'mcrsuchungsgetangene der ft>-
lizci. In das JudcnJurcheaneslager wur-
den ca l20t«i Menschen ewige liefert,
von denen etwa |0 Still nach kurzer Zeit
in da» l ager -• Weder bork verlegt und
»on dort in die Vernichtungslager —»So-
bibor und • .Auschwitz dcfwwticrt wur
den Z»ei Transporte mit insgesamt
IMS Menschen gingen direkt von H
nach -» Auschwitz Im polizeilichen
Durchgangslager wurden ca. 3*t»> l’U
tervuchungshättlingc der dt Polizei un
lergebracht. außerdem gab es zeitweise
ein -Studenlcnl.igcr - sowie abgetrenn
tc Baracken (Ur mehrere hundert
Gene In Verglichen mit anderen La
gem besserten sich die anfangs extrem
schlechten l ebcnshedingungen »pater
etwas, wichen aber in den einzelnen La-
»erteilen stark voneinander ab Die Gc
tangenen arbeiteten v.a für den Philips
Konzern sowie in einem Zerirgungshe
trieb tur abgestürzte Flugzeuge In elf
Außenkommando» wurden die Hatllin
gc überwiegend beim Bau dt Flugplal
re und militärischer Betestigunpsanla
gen eingesetzt Anfang September 1*44
wurde das Lager vor den nahcrruckcn
den alliierten Truppen evakuiert, alle
Wertsachen wurden nach Deutschland
gebracht äzi/so» [hart
Herzugewhusch v ’» Hrrtngeahoseh-
Vltght |K2)
lieft-» lug Am 10.5.1*41 flog der
-• Stellvertreter des Fuhren. Rudolf
Heß mit einet eigens ausgerüsteten
Mc I ID nach Großbritannien um Lon-
don zu einem Friedenvschluß mit dem
Dt Reich zu bewegen, da» et durch
Hitlers Entschluß zum Angriff aut die
Sowfctunion gefährdet sah Hitler ließ
ihn tur geisteskrank erklären, die Bo-
ten nahmen ihn gefangen. *»«•
Hdlskw-wderNMIVP
Heuaktinu Bczciclliiung lui die Depor-
tation russ Waisenkinder zum -• Ar-
beitseinsatz nach Deutschland Die H.
bezog ihren l.irnnamen .iu» der Le
bcnssituation von 4Oiaii-5oi»»i Kin-
dern zwischen ID und 14 JUhrcn im
Bereich der Heeresgruppe Mitte Sic
waren bcimai eitern und Unterkunft»
ls* da die dl Besatzungslwhorden ihre
Eitern in Arbeitslager gebracht lütten
Zusammen mit dem Oberkommandsi
der Heeresgruppe Mitte plante das -•
Reichsminislenum lur die besetzten
Ostgebiete tm Mat 1*44 die Kinder
zwanesweisc zu erfassen und sie in
Deutschland ah Fabnk- oder Landar-
beitemachwucfis. spater ah S\-Hcllcr.
emzusetzen Zumindest zeitweise spiel-
te auch die Fraee der Eindeutschung et
ne Rolle 25<») 45Ki Kinder wurden
von den dl Behörden viw ihrem Rück-
zug deponiert MA kamstm
Heubetg »KZ» Am 2D? 1*33 wurde
der bi» dahm ah Kinderheim genutzte
Teil des Truppenübungsplatzes Heu
berg hei Stetten am Kalten Markt fbci
Sigmaringen i ah -» Schutzhaftlager in
Betrieb genommen (-* Verfolgung)
Zuständig wur das Politische Plihzei-
amt im wurtlcmbcrgtvdicn Inncnmmi
sterium, Lagerkommandant ab April
Mag« a D Karl Huck Rund
3J80 männliche wuntembergischc und
anfänglich auch I7M badische politische
Regimegecncr durchliefen das Lager
Im Dezember 1*33 wurde c» wegen
militärischer Nutzung des Geländes
aufgchwi Die noch verbliebenen 2M
Häftlinge kamen in» KZ • Oberer
Kuhberg Ivi l tan w.wtur girnir
Hili- kklwm s. Hinern in die Betriebe
Hilfskasse der NSDAP Zur l nterstüt
zung der bei Auseinandersetzungen mH
politischen Gcetiern verletzten Partei
mtlglicdcr und der l nfaHopfer bei Par
Hallxrrvm rtri ltr»k<Wr Jade«
ten eranstalt ungen schul die NSDAP
schon in det — Kamptzert Jk- H . eme
AU Lnlalhcr»Khcrung. für Jcrcn
Ptanucn die Mitglieder Jet Partei und
ihrer (ilK-derungen zusätzlich zu den
MilgluMsbctliaevri aulkomnun muß-
len Nach dem Gesetz uher die Ver-
sorgunt der Kämpfer der nalioiuien
f itK bunc »oni 2'2 1934 kamen auch
dar Hmlerf»hctvnen Milcher verstor-
bener P.iHciniilglicdcr in den Genuß
von Zahlungen aus der H. die in die
ton dci H geführte -Ehrcnlme der
Ermordeten der Bewegung- und in die
Litenliste der NSDAP *ulgcn>>m
men worden «aren Letztere cnthscll
die Namen »crslorhcnci Miteheder
mit herausragenden Verdiensten um
die Partei Nelsen der Duichtuhrung
des genannten ( »esc tret oblag der H
die Vergabe emet -Ihrctisolds- an
Hmlcrbbctxrnc ton -tm Kampf der
Bewegung lur die Freiheit des dl
Volles gefallenen Kampfern i einte-
tkIUcI am u 11.1934k einet -Ehrcnun
terMUlrune lur die Nchwcrbcschadig-
len dci NSDAP IctntctKhfcl am
9.11.1935) und t<«n l ntcrstutzungvn
aus Mit le In der ton Hiller gestifteten
Adolf Hiller Spende fnwhl ru ter
wechseln mit det Adolf Hitler
Spende der dl MiHschalt bzw dem
-» Adolf Hillel Dank) Die H unter-
stand dem Kcubsschatzmeisicr der
NSDAP, det auch die Entscheidung
ulsr die I nlcrsiutzunrs,mitagc zu
treffen hatte Zur Erledrgune seiner
Aufgaben standen ihm in den (Ms-
gruppen Hiltskasscnobmarmct zur Ver
turunr Ender leitet der H war Martin
Bot mann «»«iiB. iii
Hdlsirrrln der deatveheri Juden l*ai|
al- Hilfsoteanisuliun lut sozial und
wirtschaftlich in No< geratene Juden
mil Stiz m Berlin gegründet Mahlend
der NS Zen bemüht. sich der II tot
allem um Fnngt aUonsmoghcfikcttcn
51«
und wurde zur Zentralstelle der ge-
samten nacht nach —• Palästina zie-
lenden Aus« anderung I —• Emigration I
191- |9W beriet er mehr ah uomt Ju-
den und unterstützte 31 CMM> Emigran-
ten finanziell Das Organ des H nannte
sich /«Joi/ir AunomJrnrng. A-ozrr-
i/sinJot.-Ni« ’ur Auoium/rrungi und
Sirdtungi»c\fn Im Juh 1939 erfolgte
die Zwangsemgliederung in die Reichs-
»cremtgung der Juden m Deutschland
( -• Heichsvcrtrctung der dt Juden I.
und am I I 1*42 muhte der II seine
Artw-rt umstellen JWumr WerM
llitlswrrl Mutter und Kind Von der
. NS V..lk»wohllahrl (NSA I 1*34 uw
Lehen gerufene Organisation zur In
Ictsiutzung und Betreuung hillsbedurf
tiger Familien dte unter rassischen
Gesichtspunkten ausgewahh wurden
Das H gewahrte kinderreichen Fami-
lien Mohnuneshiltc. medizinische l'n
lersiutzung und bot Kmderbetreuunc
an. Finanziert wurde e» durch Beitrage
Sammlungen und Spenden I— Frauen I
wart ( r*nr34»
Hills«illrgv i kürzt -tm Htwu Sammel-
begriff lur inshescmdcte wahrend des
Kriege* gegen die Sowp.-lunwm (—•
Osticldzug 1*11 - 1*4*1 im Auftrag dl
BcsatzuugsitisLanzcn. primär der Mehr
macht tägige nahtdl Landeseinwoh
«er Zunächst meist kurzfristig und
mich Bedarf son durchziehenden Ein
hellen tur alle Arten son Htlfsdten
»len ohne Malle eingesetzt wutden die
II schon bald etne feste, für die
Auirechk-rhaliung der dt Besatzung«
Herrschaft unserzichlbare Institution
Mit der sowohl ton dt Militär als
auch von Polizei- und Ss Iben st st eilen
bcliKlwncn l hernähme in geregelte
Dienst s erhaltnissc (-» Schutzmann
schäften Ordnungsdienst I erweiterte
sich der Aufgabenbereich mchtdt Ki4-
laboralcurc bis hm zur aktiven led
511
nähme an Maßcnenchicßungen im
Rahmen der -* FndloMing oder des
- Banden kampfs- (—♦ Partisanen)
Zurgr" WaiUSte«
Hitlsziig Rasern f inrichlune der
Retchspropagandaletfung (-» Reichs
minislcnum für \olksaulktarung und
Propaganda -* Propaganda) zur Mas
senverpflegütig bei Parteitagen und
(irolAundgebungenmn Standort Mün-
chen Der iwotonsicrtc Teil des H um-
faßte 161) Fahrzeuge, darunter Spe-
zialfahrzeuge mit Kochapparaturen.
Mcrksialtwagen Aggregat Pump- und
Tankiaht zeuge lut eigene Sttom- und
M assen enwgung. Rundfunk wagen
und Sanitatszuc Die Staurmannschatf
bestand aus Ino Mann Jk bei Groll
cinsätzcn von bas zu Kl») Hilfskräften
unterstützt wurden Es konnten bis zu
67$OM> Essen pro Tag ausgegeben wer
den Nach Einsätzen bet Arbeiten am
— Mestwafl wurde der H tm Kriegs-
cinsatz dem OKM zur Truppen und
FTüchtlrngsscrsurgung unterstellt.
IGM« Vlt
HiMlcnfnirgspcMli' 1*27 zu Fhrcn des
Rctchspiasidcntun v. Hindenburg an
dessen 4>t Geburtstag gegründeter so-
zialer Hilfsfonds zur l nterstutzunc'
son Kriegsopfern unj Kleinrentnern
Die Mittel für den Foods wurden durch
Volkssammhingcn bcigcschaflt Ein Teil
des (ieldes stand Hindenburg zur
besonderen Verfügung Große Volks-
Sammlungen fanden zum X5. Geburts
Ur dc» Rcishspiasidcntcn und post
hum zu seinem 90 Geburtstag statt
Dk- V<4kSammlungen erbrachten Mtl-
honensummen. 1937 z B über 3 Mio
RM. MV/JnOm
HhH-ia m die llclnrbr I m die' beschei-
denen Anhangcrzahlcn del in det ge-
werkschallsahnlicben -♦ NSBO orga-
nisierten Arbeiter zu crb«4u.-n (1931:
HMrr-CiwC
390UOL wurde tm Herbst 1*31 eine
Merbekamparm Htns-m m die Be
triebe- (Hth-Aktion) initiiert die ab
Jnnuai MB inslK-Minderc in Berlm un-
ter dem »on Goebbels propagierten
Mollu kein. Atbsitssull, iÄnc Nazi
Zelle- Erfolg harte Die Hib-Akiion
war zugleich flankKicndc Maßnahme
der Sozialwahlcn 1*33. W.Vfcangnra.-
Hinzrri I93H errichtete die — Di Ar
bcttslronl (DAT > in det Nahe des Dor-
fes II tm Hunsrück cm Barackenlager
für Arbeiter des -• McstwalK 193*
wurde das Lager v.«n der -• Orcamsa-
tmn todt lOFt übernommen cs wurde
nun als -FtZKhunrslager- für Polizei-
hänfenes- bezeichnet (-• Arbcitsctzic
hungslaget) l*4o wurde da» Lager
H als -hS-Vindetlagcr» etngcMult.
ah 1.7 IWKI unlcIsland cs dem -» In
spcklcut det KZ Erst ab Mat 1*42
wurde H der für die KZ zuständigen
Amtsgruppe D de» -• SS Mirtsciiafts-
Verwaltungs-Hauptamtes zugcoidriel
Ab Januar 1*45 wurde H. bt' zur Eva
kUK-runp der letzten Häftlinge, die tm
Marz erfolgte »lern Lager —» Buchen-
wald untcrslcIH NcK-n ArheltserzK--
hunEshafthngvn I -Zdglmgen- t wurden
polni-<h<. Gcfancsnc. » - Midcfvt.md»
kampier aus Luxemburg und Frank-
rctch. cmeclK-lcTl für »rclc »on ihnen
war H Durchganesstatnin auf dem
M’cg m andere lager Von Schatzung»
weise 2l)t»»i Hüttlingen kamen minde-
sten» J02 Gchmgcnc dort zu lode
BartiV« thud
P< (oi—^jr \v kZ /barm Zsur»
ZWZ.1. Manu l*»s (lanUi'Kauali lai pAiacIk
BMwgl
Hitkr-Daak «. Vd<dl llillei l)aiik
Hilfer-Gntfl s. Deutscher Graß
Ililk-t-Juscad 512
GLIEDERUNG UND AUFBAU
DER HITLER-JUGEND
HJ DJ BDM JM
HAlrr-jvyand Dri^fi *w > J v<*y* Jt JvnqmftOel
*»M* M *r» »Q» M
o* *2* 2* H*' Vnd KW IOM GltMb» u
*•* M <>lto<kiiu« iM<l AuIKm da Hakr h^nul Paul Mac. tkfwcxtrwmn »r*ek««r>
Ud*. Mohn l«W)
SU
Hitler-Jugend (HJ) Die Jugendorgag»
»ation der NSDAP die den Namen son
Adolf Hxler (rüg. entwickelte eich ab
1933 rum »l«•(lieben Jugend»erband
was offiziell ent mit dem Gesetz übet
die HJ »<wn 1 12 1936 vaaklionic-n »ur
de.
Da* proklamierte Prinzip •Jugend
wird durch Jagend erführt konnte
weitgehend realisiert «erden und trug
rur Anziehungskraft der OrganuatKm
hei. deren proklamierte Aufgabe dte
politische Schulung und korfwrliehe
Ertüchtigung der dt. -* Jugend wat
Del erste \ ersuch einer Jugcndahlei
lung der NSDAP war der tm Marr 1922
in München gegründete und em Jahr
darauf nut det Partei verbotene .Ju-
gendbund der NSDAP- 1926 initiierte
Kurt Gruber die Grolkft Jugendbewe-
gung. die un selben Jahr den Namen
•Hitlerjugend. Bund dt. Arbeitenu-
tend. erhielt und der SA unterstellt
wurde 19?ü entstanden durch Adnan
son Renteln zusammengefaßte Nchu-
lergruppen 1930 erfolgte die Umbe-
nennung von seil 1926 bestehenden
-Schwesternschaften- in -Bund Dt
Madel-
Der son 1929 an al* Führet des
—• Nat.soz. Dt Studentenbunde» für»
gierende Baldur von Schrrach avan
eierte im Juni 1931 zum Reichsjugend
führet der NSDAP, und seit der 1933
erfolgten Berufung zum Juscndluhret
des Dl. Reiche* befanden »ich Partei-
und Staatsfunktion bis 1940 in seiner
Hand
Die HJ entwickelte sich in steigen-
dem Maße ru einem Ssstem der Erfa»
Mine und Beeinflussung der Jugend
und war eine» der •wesentitelten Mittel
zur Herrschaftserhaltung des NS-Rcgr-
mes- (Kkmncl Hatte sic Ende 1932
nur 108000 Mitglieder, gehörten ihr in
Folge von Verbot. Auflösung und I her-
nähme anderer Jugendorganisationen
1933 schon 23 Mio und tm Jahr darauf
Itrtlrr-Jugrwd iHJt
3.6 Mw», dt. Jueendlwhe an Die Zahl
stieg kontinuierlich bis 1935 auf 3.9
Mio. Mit dem Gesetz über die HJ er
folgte I93n die Fixierung der HJ ab
neben Elternhaus und Schule - ein-
ziger ErzwhungMnstitution und die
Ausweitung aut 5.4 Mio Ende 1937
SJI Mto und I93X 7 Mio Jugendliche
Im Anschluß an die Einführung der
Jugcnddicnvlpflicht iZwangsmitgkcd
schäm durch du 2 Durchführung» er
oednung zum (»esetz übet die HJ »om
25.3 |939 gelang es. die Mughedwahl
auf ».* Mio zu erhöben. Die totale Et-
tawsung der dl. Jugend wurde jedoch bis
1945 nicht verwirklicht,
Die HJ war uniformiert und gliederte
Mch nach .Altcrsgi uppen und regiona-
len Gcwchtspunktcn Dav Dt Jung»olk
m der HJ < DJ I erfaßte du Jungen von
10- 14 Jahren 1 Pimple), die eigentliche
HJ die Jungen »on 14- In. der Jungma-
dclbund in der HJ (JM) die Mädchen
von 10-14 und der Bund Deutscher
Madel in dci HJ (HDM > die Mädchen
und tun gen Frauen »on 14-21. wobei
da» HDM Werte -Glaube und Schön
heil- die 17- bis 21jähngen zur ge-
•chlechtsspc/ifischcn Erziehung tm
nat soz Sinne gesondert sammelte Die
Aufnahme in Jk HJ. bzw die übel
nähme aus den Kinderorgantsationen
erfolgte jeweils am 2114 . dem Geburt s-
Ug des Namen»zc6vr*
Der Jugcndvctband gliederte sich
11943» mx entsprechenden -Dienst-
graden- - beginnend mx der eigentli-
chen HJ in Kameradschaften (durch-
schnittlich 15 Anechöttgc). Scharen
(4 Kameradschaften mit insgesamt 40
5ti Jungen». Gefolgschaften (4 Scha-
rm: I2ii-I6(i» stamme (3-5 Gefolg-
»chaften; -»»)-«Kl». Banne (4-8 Sum-
me 2t«a> 4non» und Gebiete (10-30
Banne) Diesem Prinzip entsprachen
heim HDM Madel-chatt schar. grup-
pe.-nnc I ntergau und Obergau. im DJ
Jungcnschaft. Jungzue. Fähnlein Jung-
<?wes
sUims und N**n und beim JM Jung
madchctun »char gruppe -nag und
-unterfall Die 3H regional gegliederten
t iebKlc wdneten «eh hei Jungen - m
< JbergebKU- und - hei Mädchen - zu
Gauscr banden mit fc et«* 730000
Kindern und Jugendlichen Die Spitze
der HJ Mdete die -• Reichs|ugcnd-
tuhrunc der «he dem Reach»fnecnd-
tuhrcr unicrtdtdncle und tur Jk
- MadeUrheii- »erantw««tlKhc BDM-
RcKhsiilcrcnun aacchxrtc Die HJ be-
saß ein cwtvnsi arxhges Ausbikiungswe-
«cn l Akadenix für Jugend! uhrung und
Fuhr erschufen* sowie eme HJ -Gerichts
Pariert Zusätzlich zur allgemeinen HJ
(Stamm-HD gab c» ~ korrcsgwwdie-
rmJ ru Wehrmacht und SA spezielle
Gliederungen wie die Marine M«rt«w
Flicarr-. Nachnchtcn und Feldscher-
HJ «ciwk Spiehcharen Munt- Spiel
mann»- und Fanlarenzuge und den
Stredendienst Dk Sonde re inbeiten
waren teilweise hctieNcr ab Jie
Summ-HJ. «cd hart mdnwJuelc In-
teressen der Jugendlichen starker zur
< xllung kamen
Der l'*4n cmecsetrtc Rcwhsiuecnd-
tuhrer Artur Asmann «ga<M»wrtc den
Einsatz »on HJ und BDM wahrend Jo
Zwerten Weltkriege» Zur Mobslnic-
rang tur den —• -totalen Kneg- erfolg-
te seit Fiuhiahi 1*43 dte Bildung Jet
Hitler-Jugend Panzcrgreaadierdrsiiacin
Je aus Wehrmacbtsottizieren frühe
icn HJ F tduern - und Absobenlen son
Wchrertudttigungslagern (— Sporn
bestand und un Habsl 1*4’ den <<h-
ZKllen Namen *12. SS PanzenhsisKm
Hilter Jugend- erhielt I nzurewhend
ausgebsktef und irfmc Kampfalahrung
crlrtl die Einheit. deren Soldaten teil
weise n«vh rächt das P Gbe-nsjahr
sollendei hatten »« allem in der
Nremaiwtec tm Sommer 1*44 erotte
Verliasle tws sie sich mH wenigen < her
lebenden un Mai IMS den VS-Streit-
krailen ergab Der Kragseins.il/ der
«14
HJ beinhaltete darüber hinaus neben
sozialen und landwirtschafllxhcn Ar-
beiten die Durchführung »on Summel-
aktumen t Altmetalle u«w -* Ahmale-
rialsammlungeni und Nachbarschaft»
hdlc. Jk — KindcriandsensJiwkung.
das Gischen von Branden Seme Jen
Kampfcinsatz heim — VolksMurm
UeiUUl
Huis-rjung« Que» Rete dieses Ptipi
gandahims nach Jem rtcKhnamigcn
Roman «oa Karl Akm Scbenzmger
führte Hans Siemh>dt die I rauftüh-
rung fand am 12.9.1933 in München
statt Ihe Vortage ist authentisch Der
Hitlcnurige Herben N.«ku» war son
emem Kommunisten getötet Krönt,
was ihn zum Märtyrer der HJ machte
Der Mm setzt ihe» in einet ntueflcn
Zclebration Jes NS-Ethos um Dk FD
Jie sich ganz und g*r dem Saterland
scrschncbcn hat. ersetzt Jk Familie
Musikalisch wird des durch Ja» »on
Hl Führer Schirach grdachtete l icd
•l n«crc Fahne flattert un» »«an- zum
Ausdruck erbracht Der Protagonist
Je» Fitons. Heim VöRter. der Sich gegen
•ein E Itcrnhaus für die Nat wir ent-
scheidet. erhalt in «Ier HJ den Spitzna-
men -4Juek- (Quecksifha) für seine
heroischen Leistungen rni Straßen
kämpf gegen du- KsunmumMen
JUhanr Wcnri
Hitterprozeft Zwischen dem 3h2 und
I 4 1934 hatten «ach Erich I uürndortt
Adoll Hitler und wertere acht Mitangc
klagte srw dem Votksgcncht Muixhcn
wegen der Vorgänge beim —• Hitler-
putsch un Nosemhcr 1923 in einem
515
H.chsertatipriVcU zu »erantw«ten
Hitler gelang cs. «Jas Verfahren propa-
gandistisch tu nutzen unJ «ich durch
»ein demagogische» Auftreten als aa-
tionalcr Retter «iarzustclten. dessen
Vorhaben nur durch Verrat gesehenen
»ei V'ntct dem Vorsitz de« tcchtskoo-
lersati»en Richters Georg Nciihardl
wurden skandalös milde l rtcile gelallt
Ludcrxketf wurde trcigcspr«Khea. Hit
ier. der am emem anderen L rtcil noch
unter Bewahrung Wand, und drei Mit-
angeklagte wurden zu je tunt Jahren,
die übrigen zu ft I* M> «taten Festung»
haft »erurteilt FntKyrn den Bestim-
mungen «le» RcpubiiAschulzgcsctzc»
»erwies man Hitkr ab »crurlcihcn
ausländischen Staatsbürger nicht des
Landes «on seiner Strafe »aß er ledig-
lich acht M«»iatc in landsberg Lech
ab. wo er zahlreiche Besuchet empfan-
gen und »etn Buch -« Vrin kunpf ver-
tanen k«wmle WrVrrww Vag
Hidcrpatsch Mn einem Putsch »er-
suchten Hiller und »eme Anhänger ge-
meinsam mit inneren repwNiktcmdh
chcn < kganisatimen ans M.9 11 1923 m
München Jk Macht an sich zu reiüen
Wahrend cmer programmarnchcn Re
dc »on (»cneraKuatskommissar Gn-
«la» son Kahr am Mi im Münchner
BürgerbtaukcDer »türmte HuJer nut
bewaffneten -r SA-Leuten «Jen Saal,
nct die -Nationale Rciotuli««- aus
und erklärte «he Haicnscbe unJ <bt
Rcwhsrcgierung tur abgeseurt Kahr.
Jer Leiter «Jes basenschen Wehrkreis-
kumman«Jos. General Otto »sm Lossow,
und der Chet der Bayerischen Landev-
polcrei. Oberst Hau« »<m Sctßer gaben
unter Zwang ihre ZuMvnmung zu dem
Putsch, widcrnefca daeac aber noch m
ier Nacht und lertcten Gegenmaßnah-
men an Damit war da H bereit» ge-
scheiten Dennoch fonmeneti sich «Jk
Putschisten am 911. zu emem Manch
durch die Münchner Innenstadt An
Hwstoerral
«ier Fcldhcrrnhalle kam es zum (icfecht
mH da l andespolcza: 15 der Aufnih
»a. »ier hüiziMen und eut I nhetcilig-
ler kamen ums Lehm LadcnJorfl und
andere Iciknchmcr wurden »erhallet,
den gefluchteten Hitler nahm man spa
ta in «einem Versteck lest Hitler mach-
te am dem driettantnch imzemcrtcn.
klagbch gescheiterten INtsch eine pro-
pagandistische legende und »etwa»
Jeke den H nach <jcr —» -Machtcrgre*-
tung- rückwirkend in einen Triumph.
«Jer xlliahxlich mit dem raartulnch m«-
renicrlen -Manch zur Fekihermhalk-
geteseri wurde »-en*« .v*r
lamaur
Dsaatm. krau (He > Oe» MnUr-ZtaK«.
•newwhr fkUiwwiwM nm a v VmvUc* l«t?i
HK.
Hitier-Malm-Pakl w Ib-msch-swwjr-
lischer Niehtangriflspakl
Hiww c HdfswaHgc
HJ c Hitler-Jugend
Hlioka Garde s. Slowakei
Hochhaden »t-rewzzwhrhewtähe
HiKhsdwir für I rbrrrbddung (Hfl I
s. LehrcrMMungsamtahen
Hochscfmke fw Potohfc s. Deutsche
Hoehirhuir für Pohtik
Huchtcrrat Dk »orn NS-Rcgunc »ehr
schnell amgcwcitctcn und »enchkrflcn
Hoch» crratshestiiTunungcn (II Ml It
StGB) dxntev da Verfolgung fedes
auch nur ansatzweoc organrualc« -•
WisJcrstansh. Mil da -Verordnung de»
Reich»pta»iJcnl«-n rum Schulz »on
Volk und Staat, s.xn 2K2.1933 I-»
Rach»lag»hrand»cr«dirang) wurde die
TodcsatraFc ua auch auf FL ausgc
«lehnt nachdem tlu dtem Delikt be
reits mit «ter -Verordnung des Rcwh»-
IMrStWr
Präsidenten nun Schulz «le* Df \<4-
Kes- »’HT» 41W13 ifec unbegrenzte R»-
Uzcihall mogbeh evmachl w<«dcn wat
I» Nchutzhalt -• N.hutzhatlL*geri
Der — S .Asger «chtshoL der 1934 »fee
Zustandirkc-Il m H< eh und • l aoek*
»errMslalkn crfeick. «erhängte Tagen-
de nm l.cksuricikn gegen t «egner «io
NS Rceirwev Imbesamdcrc ehe nubec
Milgiieikr der Arbeiterparteien I-»
KPD —• SPD Sizulr>lix.h» Arbeitet
[urlu IX.utM.hi.indv -* k.KnmiMMi
«ehe Panel LVutschUntb
«Mac Istkilxchi Ukki<uixM»mr
lern kantete der prMineile letror da*
LcKn AK -Hochverrate« - wwden
auch die Manner und Frauen des -»
5» luli 1944 nun Lnfer »erurteilt
0r««*<dnrf fX«*w»
Hohe s»hule Oe H Milbe einer Dcti-
oitwm ihre* mutmalllicfecn Gründer*
Alfred R.wcnberg ».»tn 12X l**4ii zulof
ge. -die oberste Matte lur nal m*z F»<-
M.huoc Lehr« und [uiihutit- und
-nach ausdruck he hem W umefe- Hukrx
-««ui der Partei gebaut und erhallen
aber mehl Kühe Schuh, der NSDAP-
genannt »erden, »mdern xfelniM»cf
-Hohe Schule <HS|- Ihr idc«4ogtschcr
Anspruch erstreckt» weh afeo aul du
gesamte Gc-wrthchall. samt liehe Berei-
che »<«n Kultur und Wiwumchalt eilige
schlossen und ntebt nur aut «fee Partei
Vorstufen linden **.h K'icM* m den
Vorsaelhmgew Rosenbergs über einen
rassisch cbt.ir re dachten -4 feilen« un
-• Wir Ak« «fei >1 JU/irhwuferti IlVhl)
S.trtx-r» «tungen lur die II betrieb da»
—• Ami RmenK-rg «gxiicstcn« ab 191«
u a mit einem Haupt o|vkt in Neu
Rchsr «Mecklenburg) ab |9fe» um
l hiemsec Ab 1937 «ertolgte Robert
lei ah Chef des HauptschUungv
amte* der NSDAP «fee Idee die H «fee
Bczcwtinung »taniuu «cm dun ah Ab
«chhdk Institution eine* Suvbildune*
wege* lur die nal mm FunklumMragcr
«la
ru crrvhlen Der Weg zu den H Mdllc
über «fee — AAALHillcr-Scbuicn und
über »fee — Ordensburgen fuhren Lei
lugte «fern Projekt noch em Nchulungv-
Utcr hinzu mit «lern et eigene Absich
ten »erKinJ In dieser b«m wurde es
am IA I 19.» in emer Mhnftlvhca
-Sctcmbaiung- zwischen R> iscnbcrg
Lev und NsDAP RcKh»M.-hatzmenler
Schwarz Icstgckgt wobei t es olfentvar
widerwillig aut cme Mn-Lcituag neben
Rosenberg verzichtete
Sclwn am 255 193b m«II Hitler IL
Renenhert die II m-nchnugt haben,
aber offenbar nur mündlich Datei
Kann emc Ridlc gespielt haten. «la>
Hitler der R.vMnbergschen Variante
«iev aiMKcmitnclicn Rassismus i«m je-
her «eine eigene p*ci»d.-natur»rssen-
•ehaltlach l*crrundete VcriKUi entge-
gengesetzt halle Der Gaizcpnunelk
Grundsalzkonllikl. der die gesamte
theoretische Ba»n de* l’r.tvklo heirat
hinderte Hitler «cd*vh kcmc'wcg* dar-
an. einen v»m R«n«nterg »oegekftea
Fntwurl demzufolge Partei and Staat
• ViwtercitungsarteUen- tut die H
-la auf «iem Gebiete der f<<Mbunr
und F r richt ung «on BiNuahcken- zu
unterstützen hatten miKwI zu unter
whrcibe-n Den \nlaH t*b<cn halle
na «fee M» ebctWcH «fee Judaiea-Samm-
hmc de» Stadt FranKtuH am Main in
em — -Imtitui zur Frt<<*chunr «ler
fenienlrafc- der H umzu wändeIn
Am A15.|94ti ktmzedierte Rcichecr
ztchunommiMcT Ru*t Ri«*cntx.-rg in
cMcnwvv-r Audefung der Hillct-Cie-
nehrmeuue. dal an tunt L nocrvMatcu
««Wreechen waren München Halle
Hamburg. Marburg und Graz. Vit«
kamen mich Planungen lur Prag. Klei
und Strabburg hinzu - AutJcn lnMrtulc
der H cmgcrx.htcl weiden weiten
deren -hwMhungeautgaben und Thc
menetcUun*- R.wcnhcrr überlasten
bfeeben Dicm. Institute wurden mehr
zur l nncrsUal gehmen aber ihre Pro
S17
IcvMWcn M«Utcn in Pcrvmalunnwi auch
an den hetrrtleaden l niverwtätcn tä-
tig «ein Die Leitung des «Anfhaaafntcs
H«>hc Schule- un Amt Rosenberg über-
nahm Aitied Baeuralct. Pr«4cs»ot für
• hifnische PadaeogiL- Er hatte «fee
Übereinkunft auegehandeit und war
»ler Ansicht «be Wisscmchah sei -txvh
Keineswegs ecwillt. den Nal miz. ah
geschiehiIk-hex Ercignn zur Kenntnis
zu nehmen-
I Mit die PI «ne tur ehe H aus knegv-
bcdingten Gntmicn Uber Anlaagc <m
Hamburg und München t uw.hl hinaus-
kamen, änderte nichts daran, dab «s
uch utnerste Einbrüche m den I nner-
siUlebercleh handelte die der (niiliwdl
schwache Ru»t nicht ««thuxkin konn-
te. cdmuhl «fee Prubieme eines «iop-
pehc-n ILiszipunarreehts und emer wei-
teren Zerskwunf «le* traditionellen
HeKhsdlulwcscns »«xhetvehbar waren.
.Allerding* bot der Kneg Rosenberg
«be Möglichkeit mit Hille scioci -a
E invatzstahes RL Rosenberg Bucher
lur die Bc«lurlm*»< «ict IL in den s«m
Deutschland besetzten Gefweteu Euro-
pas zu tauben Em BiUlungvziel der H
war jediKh - wie zusor «ch«m bet «icn
-* Adoil-Hitlct-Schulcn - nwlH l*w-
muhett wurden, bestand ikdl über zu
erwerbende Berechtigungen, ebenso
wie un Falle der (fedensburgen. Kemer
lei Klarheit Es waren l n**.hcrheUen
die dci Wetgetung «ler Partei entspra-
chen. die Übergabe «on -Macht *un
einer erworbemen Qualdikatum abhän-
gig zu machen- <H SctuJlzt. und dar
wiederum ispoch lur nahezu alle
Bemühungen «ler NSFuhrung aul dem
Gebiet der Bildung waren (-• Wnacn
SChatt J RramarUlkA»
launm«
hiZSiM» Roonwd -Zam n.^u <mo M-
«X AhernaU« VmscrWK Mrod Rowwberp.
• Hnm NUste- •> Mtslrrd Hrwrwm |H< I
Zzrwfhaae s>U Safhakau an ZMnra gor* Re 1
4 124- IV SMMgwt pm>
HubeUcahzehbeii l nih «rrttabzeveften
»on Heer. Kriegsmarine und Luft Waffe
Die Abrciebcn bestanden aus Jem
ReiehvadJcr nut -» Hakenkreuz Sie
wurden br* Jet Wehrmacht aul der lin-
ken Seite des Stahlhelm* in *ilbetgrau-
er Farbe angebracht sowie an «k*r Mut-
ze über «ler K-ikarde und an Hemdblu
«c lacke und Hemd auf «ler fechten
Bru*t*ciie Bei Offizieren w «ren we sil-
bern gestickt lur Matncoffincic und
Generale goMen Rci den MannMhaf
hm «cm Luftwaffe und Heer waren sie
aus sitbergrauem und bet der Kriegs-
marine au- gelbem Garn wz* P-rtr*
Hofeeitstrager Bezeichnung tur Ge-
bictdciler der Partei auf allen Ebenen
H war auf Rckhschcnc »ler Fuhrer. m
den -« ( Gwen w.uen es die -» («aalet
ter unter dem Gauieitcr die -* Krers
-» Ortsgruppen- Stutzpunkt- Zellen-,
und —» BlockJciter Die unteren IL
waren nach dem — Fuhrerprump den
jeweils Höheren »crar.twortbch und
üblen «he DtenstaufsudU Uber alle Pat-
tcie-tnrichtungen in ihrem Gebiet aus.
Sie waren ment auch ab Amt,träger
mit Staat lieben Aufgaben tvtaW
B M O«v^M
Hofeeerkferu 'rrGg Der I9|n gegrun
dete H »ar «eit Ende 19|>» nn Bentz
«le* SchrUt*tclk-T' Dietrich Fxkart < —
Au/ gut «feizruh) Zum «olki*ch-aatMC-
mitrsehcn Programsa de« IL gehörten
Allrcd R-wenbergs -» Der lfu*a<
2D ZaArfeuaafem und dessen Zeitscbnn
Der I9J9 ging der H im
Zentralscrlae der NSDAP I -» Eher
Vertag) aul der für emtge Titel den
alten Sertagsnamen bethehieh
n«zfemr h-'
Hubert SS- Md PiUizeituhrer
llohrrr SS- und Polizvtfiihrcr Von
Himmler in seiner Funktion ah -»
Reichduhrer SS und Chef Jet Dl
JVilizci Ende 1937 geschaffenes Ami
das - ranöchst im Reich, spater in den
bcsctzicn Gebieten du Vcrschrnel
zung von — Polizei- und — SS- Apparat
symbolisierte und in die PijM’ umset
zen half Von Himmler sorgfältig aus
gewählt und ihm direkt unlcrsiclll hat
ten die H dafür zu sorgen, daß in
ihrem Herrschaftsgebiet die gvschne
benen wie ungeschriebenen Grund-
sätze nat.s<<z PlUilik aktls verfolgt wut
den, Aut der Basis vorbehaltloser
Loyalität gegenüber dem Reichsluhrci
m Verbindung mit zielgerichteter
Eigeninitiative agierten die von Otto
Ohlendorf nach dem Krieg ab -kleine
Himmler- bezeichneten H in der Re
grl SS-Generale mit langjähriger Fr
tahrung in Partei- und Staatsstellungen
ebenso rücksichtslos wie Heuhel und
setzten dabei die Parameter lür die
krtsc hi eilende Radikalisierung nat soz
Herrschaftsmcthodcn Zu den hervor
stechendsten Aufgaben der II gehörte
der Vollzug der -• -FnJIosung der Ju
denfrage* und der Kampf gegen -•
Partisanen, bei denen sie besonders in
Osteuropa die Federführung ubernah
men Bekannte Namen unter den H -
Erich von dem Bach Zclcwsku Fne
dnch leck ein und Hans Adolf Prutz
mann - landen sich besonders tm
Oslemsatz Starker ah in Deutschland
wo die Konkurrenz anderer Instanzen
im Kampf um Finnuikpharen und Pro-
fihenugsmiighchkciien Jen Ambitio-
nen der H Grenzen setzte liefen txu
ihnen in den militar oder zivilser-
walteten Besätzungsgebieten ungeash
tet formaler t 'nlcrvtellungsverhaltnrsse
die Strange machlpoiitischen Handelns
zusammen Bei det Verwirklichung
von Massenmord (-* Rasscnpobtik
und Völkermord), • GcrmamMcrung
und Ausbeutung (-* SS VktrtvchaltMin
«18
terochmcn: -• SS-Vkirtschafts-Verwal-
tungs-Hauptamt) war ihnen ein Netz
untergebener Dienststellen von den
SS und fVWizciluhrem auf regionaler
ttxrne bis hinunter zu lokalen Stan-
Jortkommandanten ebenso behilflich
wie das trotz aller Rivalitäten ähnlich
gelagerte Interesse militärischer und
ziviler Dienststellen /u»tm Wankom
Öirn. Ru«» Hdtifu /»»* SS und M:a-
/Mwr» iwvMrirr im /(<*»• uml n» Jtr
bortrirw ör/’ieirw F>tr*ckk«1 1
Hohnstrm (KZ) Am Morgen nach der
Rcichsiaeswahl vorn 5 V 19.33 besetzte
SA die Burg Hohnstem in Sachsen, die
als fugcnJhertwge genutzt wurde Ab
143. diente sic unter SA Bewachung
izuletzt SS) ab -Schutzhaftlager Hohn-
stein Sachs Schweiz- in dem politi-
sche Gegner (insbesondere Funktio-
näre von KPD und SPD! einsc-cpcrrt
und mißhandelt wurden, insgesamt
etwa 5HO Personen unter ihnen 109
Frauen und 4im Jugendliche waren bei
einer durchschnittlichen Belegungs-
starkc von ’<•) Ml Häftlingen inhat
tiert (-♦ Schutzhaft. -» Schutzhaft-
lagci) Das KZ wurde am 25.8.19M
aufgelöst die Burg ab Vpnl 1935 von
der HJ genutzt, spater diente sie als
Kriegsgefangenenlager 1935 standen
der Lagerkommandant und Wach-
mannw. haften wegen -K<wpcrverlet-
zung un Amt- vor Gericht; |un>tisch
aufgeartvritcl wurden die oft tixllwhcn
Exzesse erst m den Hohnstein-Prozes-
sen ab l**49 n.a>ww «».•
HofsHausl s. | ndloMing. s. Rasseu-
pulitik uimI V iilkrrmord
HomosreuafitMt/HomoM-viM-fle H gal
ten in der nat suz Weltanschauung
als -Gemeinschaftcfremdc- und -Ent-
artete- AK -Jugendsertuhre-r-, -Inlck
tionsgefahr- und -Staafsfcindc- wur-
den sie verfolgt und ca 5(Xn 15000 in
519
den KZ ermordet Die antihomoscxu-
ellen Typisierungen det Nat.mm. stan-
den dabei in der ungebrochenen histo-
rischen Tradition von Paihologtsicrung
und Kriminalisierung det H. Die Wel-
le organisierter Verfolgung II setzte
ab Mitte 1934. nach dem sog. -w
RohmPutsch tin Hiervon waren va
Mitglieder der NSDAP und iFirer Or-
ganisationen betroffen Die Nal.su/.
instrumentalisierten den Vorwurf der
H um Mißliebige und < tpposinoncUe
z B. Geistliche. zu verfolgen Em von
Hnnmk-t gegründetes »Sondeidezet
nat Homosexualität- im Geheimen
Maatvpofizeiamt organisierte die Erlas
sung der H Das Retchc|usiizmini-
slcrium erließ Richtlinien. nach denen
schon die Absicht, eine homosexuelle
Handlung zu begehen. für eine Verur-
teilung ausreichte Im Juni 19H wurde
der J 175 StGB um den Zusatz 5 175a
-schwere I nzucht zwischen Mannern-,
der Zuchthaus bis zu zehn Jahren vor
sah. verschärft Oktober I9W» wurde
auf Betreiben Himmlers die -Reichs-
zenttak zur Bekämpfung der H und
Abtreibung- eingerichtet Hauptauiea
be war die zentrale Registrierung der
H sowie der Frauen die ihre Schwan-
gerschaft abbrachen Seil Januar 1938
konnte jeder Ff unmittelbar nach einer
Verurteilung auch in « Schutzhaft gc
nianmen werden Im Juli |ü4o ordnete
Himmlet schließlich die obligatorische
Einweisung aller H . die mehr ah einen
Scxualpartner hatten, wenn oe aus der
Strafhaft entlassen waren in em KZ an
Sexuelle Akte zwischen Frauen wa-
ren juristisch nicht verboten Dennoch
wutden auch lesbische Frauen ver-
urteilt und als sog. Asoziale in KZ
etngebelert Die Verfolgung H in
den besetzten Landern wurde sehr
unterschiedlich gehandhabt Galt die
einheimische Bevölkerung nach der
NS-ldec4ogie ah minderwertig-, wur-
de II «duldet rechnete man sie der
Hörspiel
-nordischen Rasse- Zu. entsprach die
Verfolgung derjenigen in Deutschland
Die -arische Rasse- mußte vor einet
Ansteckung geschützt das Ende der
•degenerierten Volker- beschleunigt
werden I -w Rassenkunde)
Neben der Inhaftierung wurden bei
ca 2MKI H auch zwanirswenc Kastra
fronen sor genommen Sie betrafen
anfangs va Mannet die der Sinai als
vermeintliche -gefährliche Sotlichkeits-
verbrechcr- emstufte z R Padcrasten
Zunehmend wurde die Entmannung
aber auch ah eine Möglichkeit det
Haftverschonung bzw Fntlassuiut aus
dem KZ von verzweifelten H in Kauf
genommen In den KZ rangierten die
mit einem rosa Winkel gekennzeich-
neten II neben den -» Juden, den
Sinti und K.xn.i sowie den sowy -»
Kncrtgeiangs nen aul der untersten
Sprosse det Haltlingshierarchie Von
den meisten Mithattluigcn verachtet
und gemieden, den Grausamkeiten der
SS Vkachmannschaticn hilflos auvgcltc-
lert. verzeichneten die homosexuellen
Härtlinge prozentual mit die höchste
fodesrate in den Lagcm Vor allem bei
den speziellen Sonderkommandov und
durch medizinische Versuche. z.B Hor-
nionversuchc. kamen viele H zu Tixle
IJlrftfuf
klkMMrk Hkirkhard //.‘HiibnuWiz wnirr
IVUO
l’uinf Rk'Karü Htna Oft krrt Jt-r
fffr» Ju /<<m»i . -riti# Gut» F'Mikhifl itflt M>ia
Ne» 1WI
SdhVrHMht I tMthA V»lh"Jlrt’ldJl<nkk- V
iMta/fwzfMlA tuui «arvMigJM i^ai/ii.b P!a!
frnw<kk.-F |V91
Hörspiel t-orm dramatischer l Heralitr
die im Nat.soz. durch die Förderung
des RunJfunkhorcm größere Vcrbrei
tung fand (—• Rundfunk) Dabei domi-
nierten gegenüber Funkhearbeitungen
von Dramen Schillers. Kleists und
Grabbe» sowk einigen literarisch an
Hoisl-W«*s«4-hörig
spruchsvolicren neuen Werken iu.a
son Gunter Eich. Wolfgang Weyrauch
und Fred v Hoerschelmann i H die
dazu dienten, die nat. soz -* Ideologie
zu transportieren Im H wurde die
(r.tdition der -Heimatkunst-. der na*
tionaltstischcn und militarisii«cbcn Li
teratur fortgesetzt aber auch erzieh
spezifisch nat soz -» Propaganda ver-
breitet So wurde tncHt anhand hi
stonschcr Stoffe der -» Fuhrerkull
«cpfk-el. dci Dculxhlandscndcr ver
breitete in der beliebten -Stunde der
Na hon« ein -rassenhsgienisches Lehr-
und Hörspiel-, zum -Tag der natxma
len Arbeit- (—• nationale Feiertage»
zum —• Frntcsianktag zu -» Rcnhspar-
tcitagen wurden entsprechende Auf
tragsarbeiten gesendet Wahrend des
Krieges wurden II gezielt in Propagan-
dakampagnen gegen Kriegsgegner
eingesetzt z B füil gegen England
Lullerte Autoren wie Anna Scghcrs
und Bertolt Brecht setzten dem Nat -
miz kritische Werke entgegen die übel
nichtdt. Sender verbreitet wurden
H<»W IU*wt
Horsi-WesseFKaxig Der H. (heute Nor
derheserkoog» wurde ImAn im Kreis
ÜMjcrstcdt cmgewciht Er war Teil des
-Generalplan» für landgcwtnnune in
Schleswig.Holstein- mit dem die Nat *
Mit «ersuchten, lur eine neue Schicht
eines bäuerlichen -Ncuadels* rm Sinne
der —« Blut und ll<*kn-ldc<<4>>gic
Lehensraum- zu schaffen | —♦ Adolf
Hitler Koog). i tf» )mh
Hihsi-Wesscl-1m<I Zu den wichtigsten
-Liedern der —• Bewegung- gehörte
das H„ das im < HH.-bbelss.hcn -♦ Angriff
vom 23 9 1929 erstmals seroffentlichl
wurde Wessel I uhrcr des SA-Sturms 5
m BcilinFricdiH.hsh.iin l -» SA), hatte
es vcrfaßl und dazu die Melodie des
Konigsheig I ledgs- verwendet das
191H auf dis /Auslieferung des Kreuzers
52»
Königsberg an die Alliierten gedichtet
und. nach ctner von Peter l ornclius
überlieferten Melodie eines Berliner
Gassenhauers komponiert, son der
Brigade Ehrhardt und itn Wiking-Bund
gesungen wurde, dessen Mitglied
Wessel war Nach Wessels Ermordung
erschien das Lied am 1.3.19.10 aut der
ersten Seite des —• Vo/kischen Bc*>h
mhten unter der l berschnft -Horst
Wcsseb Gruß an das kommende
Deutschland- und trug so mit zur Po
pulansierung des nun auch außerhalb
Berlins gesungenen Liedes bet. das
n«w.h un gleichen Jahr als Partcihvmnc
anerkannt wurde Mit der —» -Mactiter
greifung- wurde e» bei Partedetcrn
u a üblich, die l Strophe des H dem
-* «Deutschlandlied- anzuhangen was
ein Rundschreiben von Reichsinncn-
mmisici Fnck vom 137 1933 nn Norm
erklärte Die offizielle Einführung als
Nationalhvmne lehnte Hitlct trotz eines
entsprechenden Vorstoßes Bormanns
I9.3H jedoch ebenso ab wie da» Absin-
gen des II bei Sportveranstaltungen un
Ausland W/—«<» *«sg
HaMsl-Wcsscf-Studiuni Mute der 3Uer
(.ihre Bezeichnung lur eine Sontu-
dienforderung Jugendlicher, die aus
sozialen Gründen eme halbere Schule
nicht besuchen konnten: sie betraf nur
ganz wenige Stipendiaten und ging ver-
mutlich spater im —•Langcmarckstudi-
Um auf Ittmfne
H»ni>wch--Priit<ik<>ll- Am 5 II 1937
sprach Hitler in der Berliner Reichs-
kanzlei vor engsten Mitarbeitern An-
wesend waren Reichsknegcmmister v
Blombctg. die Oberbefehlshaber von
Heer Luftwaffe und Kriegsmarine, v
I-ritsch Goring und Raedcr. Reichs
aulk-nmniister v. Neurath sowie der
Wehrmac'htsadjutani Hitlers. Oberst
Friedrich HoBbach Einige Tage nach
der Zusammenkunft fertigte dieser
521
eine Niederschrift mit den wesentli-
chen Aussagen det Hitlct Rede und
den Bemerkungen einiger Teilnehmer
an Das Dokument, falsch!wh meist al*
-Protokoll- bezeichnet, gibt Auskunft
Uber die Entwicklung siet Kncgsplane
Hitlers und markiert Einwande der
Militärs Hitler, der seinen Austuhrun
gen testamentarische* fiewicht verlieh
dachte sich das aggresiv-kriegerische
Vcxgcbca in zwei Etappen In der er-
sten sollte das Dt Reich, vielieichl
schon 19.3b, durch die Liquidierung
Österreichs und det 1 schechodowakei
vcigroßcrt und für einen Angriff aul
die Großmächte kriegsbereit gemacht
werden Die zweite, in ihrem Inhalt
mehl naher erörterte Etappe, mußte
zwischen 1943 und 1945 abgelaulen
sein, wed sich danach eme weitere
Überlegenheit über dte Kriegsgegner
mcht mehr erringen helle Blomberg
und Fritsch Fw-mcrkten hinsichtlich des
gedachten Auftakts, daß die eigenen
Streitkräfte mcht ausreichten. einen
Kneg gegen die Tschechoslowakei zu
riskieren, selbst wenn Frankreich sich
mcht vollständig auf deren L'nicntüi-
zung konzentrieren konnte. Die Ein
wände wurden nicht debattiert Hitler
war nach der Zusammenkunft klar,
daß seine Ansichten und die der maß-
geblichen Militärs tm Hiubbck auf das
einzugehende außenpolitische Risiko
auscinandcrklattlen. Das H lag 1945
dem Internationalen Militärtribunal in
Nürnberg vor und diente als Beweis-
mittel der Anklage für den Nachweis
der planmäßigen Vorbereitung eines
Angriffskrieges (— Nachknegsprozcv-
te) Kart fwrute
Hugenbcrg-Konzcm Erster moderner
Mufti-Medienkonzern in Deutschland
der seit 1914 vom damaligen Krupp-
Geneialdircktot und spateren Vorvit
zenden der -» DNVP, Alfred Hugen
berg, mit Geldern der Schwerindustrie
LG FarbeBMMlu-trH' VGllG Farben»
aufgebaut worden war Zum Konzern,
der nationalistisches und «ntidemokr»-
tischc-s Gedankengut verbreitete, ge-
hörten Ende der 2Uer Jahre nut der
-* l nnmum Film AG (Ufa) die
führende Filmgesellschaft und mH
det Tclcgraphcn-L'nion die zwcilgroß-
tc Nachrichtenagentur dci Weimarer
Republik Hinzu kamen der Berliner
Scherl Verlag mit drei Ligeszeitungen
und emem Dutzend Zeitschriften. Zei-
tungsbanken. Zeitungsbciatungsgcscn-
vch.itlen sowie Maternunternehmen,
die Hunderte von Provtnzzeitungcn mit
vorgedruckten Berichten und Kom-
mentaren belieferten. Die Nat soz
übernahmen ab 1933 gegen finanzielle
Entschädigung nach und nach tast
aMc Unter nehmen des Konzerns (-*
Presse» Hmttnm ZiH.Swil txnoimafc-r
I
LG> Farbenindustrie A.G <<> Farben)
Als größter dt Indusinckonzcm »Zu-
sammenschluß von BAST Bavcrrschc
Farbwerke Hoechst u.x |1925|) füll
rend auf allen Gebieten der Chemie,
war die I das am tielvlen in die Kriegs-
und McnschlKhkcitsvcrbrccbcn des
NS-Rcgimcs verstrickte Großuntcrnch
men Ihre führende Rolle bei der
Kriegworberettung seit 1933 (Feder-
Bosch-Abkommen» gipfelte <<ll 19 Vi
i-» \Terjahrespian) in der Verschmel-
zung NS-staatlicher und großkapitali-
stischer Funktionen und Insiitutuwsen
t arl Krauch (Mitglied des Votslands.
seit 19441 Mitglied des Aufsichtsrats des
Konzerns) regulierte ab (teneralbc
Vollmachtigter für sondertragen der
chemischen I rzeugung große Ictk des
Ich klage wi
dl ln*cstit*on«*olumcns und sicherte
der Wehrmacht die Mindcstversotgiing
mit Treibstoff. Buna. Sprengstoff
Grftg.n usw Ihc I einet der groß
ten -Ansierer- (-• Arisierung) und
Kricgsprolilcutc faßte den Krieg als
Gelegenheit zur Herstellung ihres
Wcitmonopuls aul und griff ttuksichts-
kn in die Ligcnium**erhaftntv*c poln
trr neni tu«) und änderet Inter
nehmen ein Sie beschäftigte 1 **-14 über
K3(II> ausländische — Zwangsarhcvlcr
und KZ Häftlinge Die I war Bauherr
des großen Industrickomplcscs. der
seil l'Mu4l in -• Auschwitz errichtei
«urde und lui den da* dortige KZ
Arbeitsblatte stellte Die SSStrntcpc
der -Vernichtung durch Arbeit- See-
land «ich hur mit dem von l-fuh-
rungskrähen ausgearbeitclcn System
det Ausbeutung ständig tum Tode be
drahtet KZ-Haftlingc (—• SN-Wut
schatlsunicrnchmcn -« SS Wimchaftv-
Verwaltungs-Hauptamt) Im I Lager
Auschwitz Monowitz allein wurden ca
1200)11. zusammen mit seinen Neben
Lagern MMM) Luc registriert Die I
hcfertc der SS ferner u a FTcckficher
Impfstoffe lur Versuche an Haflltn-
gen (-» Menschern ersuche I Das in
Auschwitz und anderen -• Vernich
tungslagcrn zur Massentotuag empe
setzte Gillgas -• Zskkm B stammte
aus einer son det I abhängigen Ver
kaulsgcsdhclwti (-» DEGEM Hk
Ich klage ati Der untci der Regle
»on Wolfgang Liebcneinci nach der
Romansortagc Vndung des (irc iuon
son Hellmuth I nger gedrehte Pti^sa-
gandatilm diente der Rechtfertigung
des nat siv Fulhanasieprogrammv und
det Viwhcieilunr eines -Mcibchllkgc
setzes- (—♦ Medizin i Hauptdarsteller
Hctdetnaric Halbe vet Paul Hartmann.
VLalhus Wicman Premiere 29X1941
Der Zuschauer erkennt die Absicht
522
dieses raffiniert und suggestiv insze-
nicrten Films nut schwer, die Ver-
klarung des -Gnadentods- ist «eit ent-
fernt v<m der nat s.v Realität Ciocb-
beb und andere Mitglieder siet nat soz
Führung erkannten die Problematik
des Films und gaben der Presse die An-
weisung. den Inhalt zu »cischfciem und
«ehr zurückhaltend ohne Wertung dar-
über zu berichten Mau» »mal
lllwsincrtcr Rcobaihtrr Im Juli 1926
nach dem Vorbild der großen illustrier-
len Wochenblätter gegründete Parallel-
Zeitschrift zum -• l’.i/Änchm tir<dai»h
mv Das zunächst monatlich, seit Ok-
tober |92h wcichentbch tm — Eher-
Verlag erscheinende Bläh sollte als
-Kampfblati- fungieicn und die nat •
soz Ideologie m slic breite Öffentlich-
keit tragen Die Bildbcrichtersiattung
übel die -Bewegung-, »a. über die
Fuhiungskrcisc stellte den Schwer-
punkt des I dar Aul der regelmäßigen
Sondctseilc -Der Judcmpicgcl- wurde
aggressne antisemitische Hetzpropa-
ganda betrieben Nach der —• «Macht-
ergreifung- umstruktunert. nahm die
Wehr- und Fctndbildprofsaganda zu-
nehmenden Raum ein Das lotograli-
sche Element prägte det -Rcichsbdd-
benchtcTslaller- iicmnch Hottmann
Hauplsehnnlcitcr war Dietrich Lodet
Die zunächst recht bescheidene Auf-
lage son 35 IW Fvempfaren 1927 stieg
bis auf LV Mio un kihr 1944 an. Die
letzte Ausgabe erschien am 12.2.1945
I—• Propaganda. —» Presse 1
4*Ur<Cu Hader
Indnst rwbrief Am 19 111932 an
Rcichspiasidcnt s Hindenburg ausgc
händigtet Schreiben namhafter Indu-
strielle! und Bankiers darunter Fritz
Thissen, in dem die Ernennung Hitlers
zum Reichskanzler befürwortet wurde
Sic erhofften sich von dessen fVditik
ein WicdcrcTstarken der dt Wirtschaft.
«23
Der Briet harte wegen der Bedenken
Hindenburgs und der hohen Fordetun-
een Hitlers zunächst keinen Erfolg
U<a< rxrö«.
InlKniaiKiiiMtH Itsi «. I hng-koim-r-
G rappe
Innere 1 Migration I ’mschreibung tur
die distanzierte Haltung insbesondere
von Intellektuellen wahrend des Nai-
soz. Der Begriff I. wurde 1933 son
Frank Thies* geprägt Mn ihm solhc
eine Position des Rückzugs gegrnuN.-r
den NS-Sistem zum Ausdruck kom-
men. die icdocli zugleich offenere
Formen des -a Widerstand* vermied
Netvn Bcmuhunpen. sich auf em pn-
salcs I mich! zu beschranken, sah
man zumindest in den ersten Jahren
der nat soz Herrschaft in bestimmten
Institutionen, die. wie z B die Wehr-
macht. mich nicht soibtandig dem
nal.soz Machtanspruch erlegen zu sein
schienen Ruckzugsgcbiclc I. steht
auch für einen leit des künstlerischen
Schallens dieser Perwidc Dabei en-
stand eine ästhetische Formcnsprachc
namentlich det Natur lynk. und eme Art
-Auswanderung in die Innerlichkeit -
die in ihrer Haltung der demonurati
ven finabhangigkeit Kritik erkennen
ließ. So war diese Literatur häufig re
Mgnatis. Insbesondere nach 1945 wurde
die 1. zu einer bewußten Widerstands
form stilisiert und dabei * a son der
eigentlichen —» Emigration abgegrenzt
t/flb Imw*
Inspi-kli-w der hl Himmler direkt un
lerstellter Leiter und Organisator det
Verwaltung. Führung und Bewachung
der -» Konzentrationslager Erster L
war der -* Dachauer lapcrkomman
dant Theodor Eicke (ernannt am
7 7 34). det lut das Lager einen Orga-
msationspian ausgcarbcitct hatte, der
spater lur alle KZ un Reich galt Am
iMctk'kiwrhrr
Io 12 19*4 wurde eme eigene Dienst-
stelle des I eingerichtet die -Inspek-
tion der KL- lIKL) die bis 193* in
Dachau und später in Oranienburg
ihren Sitz hatte Am 16 1941) wurde
der I in das SS Hauptamt und am
16 3 1942 mit erweiterten Zuständig-
keiten al» Amtsgruppc D m Ja« -»
SS Wirtschafts Verwahunes Hauptamt)
etngegliedert fbv«m
Inspekteur der Siiherbeitspnbzei und
des SD s. Sicberheitspolizei
Inslilui rar l rforschimg der Jurli-nira-
ge Dassen Ncwcmbel 193.9 vorbereite-
te und im Juni 1939 aul dem Papier ge-
gründete Institut in Frankfurt am Slam
wurde erst am 26 i 1941 einpeweihi
und offiziell eröffnet Es unterstand ab
erste Außenstelle det It Führet befehl
zu errichtenden -* Hohen Schule der
NSDAP Das I war «Iso eine Einrich-
tung der Partei, dessen wesentliche
Bestände aus der ca 4U<»>> Bande
irmtissenden Judaica Hebraica Simm
lung der Frankturlci Stadlbibliothck.
ergänzt durch Beutcgut aus den besetz-
ten Gebieten, stammten Ab Direktor
rangierte von Juh 1940 bi« Oktober
1942 Wilhelm Grat, nach dessen Aus-
heilung und der kommissarischen le>-
lung Otto Paub utx.rnahm un Oktober
<943 Klaus Schicken da* I VI* Publi
kationsorean diente dem Institut die
Viertelfahrcsschnlt Hr/riampf fh« Ju-
drn/ratr ut Goduihtr und Gefemart,
die erstmal* im April 1941 unter der
Schnftlertung von Peter- Heinz Sera-
phim - seit Ende 1941 unter dcocnigen
Schickens erschien Wirkung cmellc
da» Institut durch seine Publikationen
aUcntalis auf der Ebene der Propa
ganda wissenschaftliche Publik ul» eien
Nieten aus Iniutu ttnrd
IwteUrktoelkT Bezeichnung für emen
wissensch*11 lieh oder kunsiicruch ge-
bildeten Menschen, det ectsttg arbeitet
schliMselbegntf während der Drevfus
Affäre tn Frankreich Dort setzten dw
dcm<Atatiwhen Kräfte, die whlwßluh
die Rehabilitierung des zu l nrccht
und mit Hille gcfalschici Dok umente
von der Armee verurteilten ludtwhen
Hauptmanns erreichten dw pmlne
KonnotatHWi des Wortes durch.
Die Assoziation son 1 mit -|Udach-
sider -venudet- bestimmte die Aufnah-
me des Wortes in Deutschland Insbc
sondere un rechten Spektrum wurde I
ah Schimptwort gegen Gebildete ver-
wendet und nchlctc uch zurlewh ge
gen rationale Anahse und liberale wie
demokratische Haltungen
Im Nat soz wurde der Begriff gene-
rell abwertend lur kritisch denkende
Menschen (-Kritikaster-) verwendet,
denen Charakterlosigkeit unterstellt
und Mangel an -Instinkt- als *ras-
vtMh- bestimmter Naturcigcn*chalt so
ww -zersetzende- Verstandc-siatigkeit
sofgeworten wurde Noch heute wird
der I vielfach als -(einseitiger) Ver
vtandesmensch- (Zhidm) abgewertet
Wiiff KaMäTF
laleligenzaktwwi lambezcKhnung tur
die Erschießung von Angehörigen der
poln Intelligenz l Ärzten I ehrern
Gastbetten ua) nach dem — Polen
(cldzug. die aaf BcfaM Hitler» von
Reinhard lies doch. dem Chel des
RSHA. organisiert wurde. Die I be
gann zunächst im Oktober |9ä9 in
den -» cingegbedertcn < iclwclen wie
-» DanzigWcstprcußcri und Plncn
und wurde von Angehörigen des dt
Selbstschutzes emer milizahnlwhen
Formatu« son -• Volksdeutschen in
Polen sowie den —» Einsatzgruppen des
Sachethcilsdicnslcv (SD) und der Si-
cherheitspolizei ausgeführt l'rsprünc
lieh M»lhc sw nach einem Befehl
Hevdrwhs bt» zum 1.11.1939 beendet
sein setzte sich jedoch noch cimec Zeil
524
nach diesem Datum torL Der I fielen
rundNiiKM) Polen rum Opfer
HADirAw
iMrmationah- Brigaden s. Spanischer
Bürgerkrieg
Inlrmaliowalcr SoztahMhcher
KampBumd (ISK) s. Widerstand,
va Vrtoritrrwiderstand
Invaliden-Aktion s. Vktioa 14 f D
Insas««« Im Kontert des Zweiten Welt-
kriegs Bezeichnung für die verschiede
nen Landungen westalliwrtet Ituppen
in Europa Die cigentlk-hc I begann
am 66 1*44 i-D-Day-1 in der Nor-
mandie Ihr vor ausgegangen wat außer
dem V ersuch in —• Dicpfw drei Monate
nach dem Ende des — Atnkalcldzuges
am 10 7.1*43 die Landung bnt. und
amenk Verbände auf Sizilien, ven» wo
aus die bnt X Armee und die amenk
3. Armee am 3 bzw 9.9 aut das ital
Festland übersetzten Die Verteidigung
Italiens übernahmen allein die dl
Iruppen. da die Reeicrung Hadogbo
bereits am 3.9 1943 einen Waffenstill-
stand nut den Alberten abgeschlossen
hatte Die dt. Truppen, die Rcstilalien
besetzt hüllen, kapitulierten erst am
2M 4.1*45 ( — Italienfcld/ug).
In Nordfrankrewh brachten die West
athwrten im Rahmen da Operation
Overlord unter dem Oberkommando
General Dwighl D Eiscnhowcri mit
massiva I ullunientutzung bis zum
lb6. 6)9(11») Soldaten und 95(1») Fahr-
zeuge an land Den X6 alhwrten Dm-
stauen standen V> dl Divisionen und
emc völlig urvutewhende Luftwaffe
gegenüber Am 306 1944 fiel Cher
boul«, und nach dem Ausbruch aus
dem Brückenkopf begannen die Alli-
ierten am 2X mit dem Vormarsch
Richtung Pans das am 25 k besetzt
wurde. Am 3.9. folgte Brussel
525
Vom 14. bis zum 16. August 1*44 lan-
deten ailnertc Iruppen an der frz
Mitlclmcerkustc. Sic vereinigten sich
am II 9 mit den aus der Normandie
verstoßenden US-Verhanden bei Di)on
Noch am selben Ltg erreichten alliierte
Truppen erstmals bei Trwr die Grenze
des Dt Reiches Mit den Invasionen in
Europa entsprachen dw WcstaUnertca
auch einer seit langem sorget ragcnca
Forderung Sulins nach Errichtung
einer zweiten Front in Europa zur Ent-
lastung der Roten Armee im Osten
(Konferenz von -» < asaNanca)
rkome* )v—I'—-
Irland 1921 wurde I. geteilt NordulanJ
(die sechs nordöstlichen Grafschaften)
blieb weiterhin Bestandteil -» Großbn
tanmens Der größere Teil I konsti-
tuierte weh am X11922 ah Irischer
Freistaat da allerdings weiterhin un
britischen Commonwealth verblieb
Det seit 1932 amtierende Premiermi-
nister. Eamon de Valero, erklärte sem
Land ab einziges Mitglied des Com-
monwealth wahrend des Zweiten
Weltkrieges lur neutral, was zwar der
Slimmungslagc det Bevölkerung ent-
sprach. jedoch bnt Wirtschaftssanklio
nen zur Folge hatte und die Spaltung
zu Nordirtand das an hni Seile am
Krieg tciinahm vertiefte. Die Itiand-
politik des Dritten Reiches war siet»
ein untergeordneter Faktor seiner Eng
iandpolitik Erst »eil der Kriegser-
klärung Großbritanniens an Deutsch-
land wurde I ru einem, allerdings
niemals erstrangigen, strategischen
Faktor dl — Außenpolitik Die Zu-
sammenarbeit der dl — Abwehr mit
det naliorulisttschen Irtdi Rcpubhcan
Arms (I R.A.). die mit dr Hilfe dw
Briten aus Norihrland zu vertreiben
hoffte, gefährdete die tr Neutralität
Tatsächlich faßten sowohl ( hurchill ah
auch Hitler zeitweise eine Invasion I.
ins Auge Seit Beginn des dt — Ost
llahea
leldzugcs verlor I tur die dl Außcnpo
luik zunehmend an Bedeutung
Kanar« Krefrr
Italien Seit 17 j 1X61 Königreich und
val 1X70 Einheitsstaat erhielt I. nach
dem Erster! Weltkrieg ua Istrien
TricnL Inest. — Sudtirol und gncch
Gebiete 1931 umfaßte das Königreich
310(111 km und hatte 4L2 Mio Em
wohnet Der Cnmui über die ah gering
empfundene Beute aus dem Enten
Weltkrieg und innenpolitische Kmen
stärkten die von Benito Mussolini
geführte Bewegung der Faschisten (->
Faschismus* Nach dem -Manch aul
Rom- (2K!O.I*22) wurde Mussolini
am 2* 10.1922 von König Viktor Ema-
nuel III zum Ministerpräsidenten be
rufen Mil Hille v>*n Vmderersetzen
gelang cn Mussolini, in I. emc Dik
tatut zu errichten, ohne icdoch die
Monarchie zu beseitigen und die Kir-
che zu entmachten (Lateransertrage.
112.1929) Nach den Wahlen son 1929
trat unter Führung des -Duce- ein rein
taschistischss Parlament zusammen
Durch den Itherfall auf Abesvnuen
(3.IO.1935i und dessen voUstanJigc Et-
oberunc im Juli 1936 sowie die Beset-
zung -» Albaniens (124 19391 machte
Muswdmi seinen Fxpanwonsdrang
deutlich. Dk Annäherung an Deutsch-
land führte um 25 10 1936 rum dt-
ital Vertrag (-• Achse Berhn-Rorn);
beide Iander intervenierten im -♦
Span. Burgeikrieg auf der Seite Fran-
cos I trat dem -» Anlikominictnpakt
bei (511.1937). Mussolini vermittelte
beim -♦ Münchner Abkommen und
schloß mit Deutschland am 22A1939
ein Militärbündnis den sog -« Stahl-
pakt Im Hitler cntgegenzukomnien.
verabschiedete I am 17 II.I9.W aniise-
mitischc Ras-sengesetzc Am 106 1940
trat I an der Serie Deutschland» in den
Krieg ein Zunehmende wirtschaftliche
Not und große Knegsverhivtc führten
lubodrUrag
am 25.71943 rum Zusammenbruch des
faschistischen Sssicms. Mussolini wur-
de aut Anordnung des Königs verhaf-
tet und die Regierung Marschall Pietro
Badogl«> übertragen Seit dem Waffen
Stillstand mit den Alliierte« am N Sep-
tember 1*4* zerfiel I in zwei Teile rm
Süden das Königreich ( Regno del Süll
unter der Miluanegicrung Radiylio
auf Seiten der ABucrlcn. in Mittel und
Nordiulten die am 15 9 1*43 (Regie-
rung amtierte ab 23.9 1*4'1 sw« Mus-
solini ms Leben gerufene tawhrsiiwhe
Republik son Sah» am Gardasee (Re-
pubbhea Sociale ItaUana) zwar mit
dem am 12* »on den Deutschen Nf-
frcitcn Mussolini ab Regierungschef.
aber unter dt Bcfehhccwah ah -be-
setzter Verbündeter- Am > 4 1*4*
kapitulierten die dl Truppen, und
Mussolini »urdc zusammen mal seiner
< >ellebten (Tara Petacci »on Partisanen
erschossen A*«av w»evi
tm
DuaUt Fredcnck * ft. »>s—I
Mai« Mausmai ia>U Ja» f«ar->aii Wr» amou
ta-fcrw u Kein Be^n !♦**
Kfcnth— r Ldrtr Z»««u*rR BaaaAw wa4 Br
At» Arw»i-nA—J
mU Ar «rrMMä *— Vab« - /W» T
IW.I
lulieBfeldjBt Sjchdem im 1*5 !<M3
dw geschlagenen dt und ital Streit-
kräfte tn Ncudafnka iTunrsI kapituliert
harten (-» AfrAaieldzugl cntschloucn
sich die »oJkhcn Alliierten zu einem
noch h« der -• Intuuou m Frankreich
zu fuhr enden stoß in den -weichen
I ntcrlcib- (Churchdl) det — Achse
Deutschland llahen Damit soUlcn. zur
F rleichicrung der als entscheidend an
ersehenen Insasum Frankreichs und
zur m» «liehst frühzeitigen E nllastung
der «owj Front. dl Streitkräfte gebun-
den und scrbraucht werden Dieses
*Ä
Ziel wurde erreicht zumal auch der
ebenfalls erwünschte Abfall -» Itallem
om Deutschland erzwungen werden
konnte und die Sertenhgung der Sud-
front nahezu allem zur Sache der dt
Wehrmacht wurde
Am 1(1“ 1<M3 landeten brit und L'S-
Irappen aul Sizilien, das sic bis zum
17 m in ihren Besatz beachten Schon
dieser Erfolg bewirkte den L'mslurz in
Italien m dessen Verlauf der -Duce-
de» faschistischen haben Benno Mus
tohiu am 25 7 eesiurzt und fester
nommen wurde tarn 129 von dl
Fallschirmtaccrn auf dem Gran Sasso
befreit i Dk neue Regierung unter
Marse haß Pietro Hadoglio trat m der
Tal sogleich in geheime \ crhandlungen
mit den Alliierten em und unterzeich-
ncle in < aswNke auf Sizilien am 3 9
die am M9 »erkundete Kapitukatcm
die unmittelbar m den Frontwechsel
Italiens mundete Die darauf »or be-
reiteten dt Verfeinde in Italien Sud
trankreich Kroatien und (inechenland
ent»ahnden die ital Einheiten, wobei
weh der Zorn auf den scfswi bislang
wenig geschätzten und nun auch sxi
dc» -Verrats- geziehenen Scrbundctcn
in sieltattigen Mißhandlungen nal Of-
fiziere und Mann-chalim tbts hin zu
zahlreichen E rschießuneew und Mo»
senmorden I entlud
Am 3 und A9 1943 gingen bnt Trup-
pen in Kalabrien an Laad. LS-Em
heilen folgten einen Tag später bei
Salerno Jedoch setmochten die dt
Slrmlkraflc Ns zum Nosember 1943
wieder eme zusammenhängende Front
lufzuhauen dte s.m der Mündung de»
(ancliatso am Tirrhenischcn Meet
bis zur Sangn» Mündung an der Adna
reKhfe (-Gustas -Stellung-» Die alliier-
ten Streitkräfte (Amerikaner. Briten.
Franzosen Polen Brasilianer Italiener
und auch eine (tidischc Brigade) konn-
ten danach Jte dt Verteidiger in schwe-
ren und Mutigen Kämpfen (»«> um den
527
Manie ( aswno. wo das berühmte Be-
nediktincrkknlcr durch allwcrtc Artil-
lerie und Bomber zerstört wurde) nur
Schritt tur Schritt nach Veden dran-
gen. obwohl es gelang, durch Anian
düngen »on See her Brückenköpfe
hmtet der dt Front zu schaffen
(21 /22J 1*44 bei Anno und Nctlunok
Erst am IX 5 I*44 nahmen die Mhw-r
len den Monte Cmmmx und erst am
4.r> zogen wc * Rom cm Aul dae
•Grüne Lmmc- zuruckgcdnKkt. die
sudostI von La Spezia am l igumchen
Meer b»s Rimini an det Adria setliet
behaupteten sich die dl. Truppen som
Cklande »on Khms-rigcn Bodenset
haltnissen und »on einem strengen
35miet begünstigt, bis Anfang April
1945 SchlictMich aber »on einer allucr-
ten Gcncrakiffcnsisc auf der eanztn
Front gcscMagen schlostcn wc unter
der Führung »on tiencrakiherst Hein-
rich » Sietmghofl am 29 4 selbständig
eine am 2-5 1945 bckanntgcgchcnc Ka-
pitulation ab (in geheimen Sethand
iungen »orticreitct s«n Hochsaen SS-
und Kdtzciluhrcr Italien SS-Ohcr-
gruppcnluhret Kari Wolff t z-uw Worrf
J
Jagcr»lab s. Ringclta»M»e < l nler
nehmen)
Jalta. Konferrnz snn Som 4-11 21945
tagten in der sowj. Stadl auf der I lalb-
inscl Krün in Anwesenheit ihrer An
tknminrstcT die Regierungschefs »cm
(totibrrtannK-n der l dh-SR und der
ESA. Der hesorstchcnde Sacg übet
Deutschland verlangte Entscheidungen
über eme globale Neuordnung, die
(hurchtll. Stalin und Riwnes eil nach
kontrmersen DtskusworKn ms .Auge
faßten Str einigten «ich auf eine wirk
saniere Koordination für die Schluß-
phase des Krieges, dae Sultsdung
Deutschlands m Besatzungszonen, die
Fnimritfarraerung und Fatnartuie-
rung des Landes die Erhebung in«
Reparationen die Ucuscrscharhung
Ailcns. die .Anerkennung des Lubliner
konMecs ah pros i».»rische poln Regie
rung die Errichtung einer demokra-
tischen Ordnung in Ost und Stidoslcu
ropa sowie auf die Einberufung cmer
Konferenz mit dem Ziel, die — Serem
len Natnuten zu gründen Stalin erklär
le sich zu» lantntt m den Krieg gegen
Japan berest. aikrdmg« erst nach der
dk — Kapitulation l—• Anwlamer Kon
Icrenzi Us*urifiM*M*
Jwpaa lamtl Nihonk.Aei Aas ca *»»•
Inschi bestehender Archipel in Ost-
aMcu mit 377535 km und (1935)
<9254150 Einwohnern, einschließlich
Jet Ns 194* Mp KiAmialtK-rrschah
unterstellten Gebiete son Korea lai
»an den Ptscadoren. Sudtashabn und
Kwantung nnl 2M) km und (1935)
W.3M.VB» Einwohner Konst Mut «melle
Monarchie nut dem lenno ah Staats-
oberhaupt. der «eit Ibb* ainllKh auch
den Titel -Empcrot- führt
Da» am 211093» »on Tcnnö Hm»
htto l Rencrungszcil I93»~l*«9 pwt
bunter Name Shifwa lenno) ratifizierte
Lomionci Iliülcnruslunirsabkonimen
»om wINn Jahr »crschkrllc den «cM
den 2ticr Jahren schwelenden mnenfw»
litischen Streit um Zaehetzwngen der
Außen- und MihlargwüßA In der Kat-
»crltchcn Manne -etzlc weh der Genc
ralslab mit «ciiwt Forderung durch die
Starke der SLinncsIreitkrattc eigen-
ständig. d h <dme RüeksKht auf die
Außenpolitik der Regierung, festsetzen
ru können Im (legenziig forderte
dann die Führung der K-nserheheu
Armee ehe »otrangigc E thohung ihre»
Haushalt* rar Durchsetzung eme» Aul
lUMungvprogr amm» Iw «be lanjMrcit
Kräfte. Air» der Gegensätzlichkeit
dieser Forderungen entuand cm Mr»-
IcgKXreit Jer die Außen- und Md»
larpoiiuk J hi» |94ti auch tegen«K*r
Deulxhland bcstimmie Zwischen
1931 und l*Mi* war die StralegK der
Armee maheehend Jk mnenpohtneh
auf Xerarwicrung der Grundlagen der
*>viakn Ordnung <z H .Aufbau *oa
Masse mwganisahoncn nach nat sor
\<«txid* und Ncuiwdnu»g dc» pobti-
xhen Ssstern* (Errichtung eine* ah
-Kokmai- hczeKhneten autrmuren
unter einer Afdiurddita-
t«r. julknpihlixh aul «len Anpilf aut
den Kontmenl heumder* (hüu. und
auf Kneg gegen die -• l JSSR gench
tet »ar trotz de* '«» »ier Armee
am |X9|9i| «cftwl inszenierten Zwi-
schcnfaih an der SudmambchurBchcn
Eisenbahn m Mulden und der darauf
t»4gendcn lntcr»cnuun I m der Man-
dschurei verhinderten du im Parlament
vertretenen p<4ntxhc-n Parteien sowie
andere Angeluwigc der komcoatiscn
Eklen bt* 1937 wcitrchend Jk Au*
luhrung de* Armvepr««gram ms
Nach dem iiKiScrgcxhlagcnca. ah
»Sbihra-Rcstauntio»« bezcichncien
Putsch radikaicr lurvgcrcr Armecwffi-
ziere »om 2K2d9> »uch» K«kvh un
ler Armee Munster Hivanhi lerauchi
der puhtix.be Druck At Artnce-
fuhrunc aul die Regierung.und Auitcn
imnnaer Hachini Arua beturwonete
mit Obct*t Hu.«du <Khwna den Ab
xtiluB eine* t<wnÜKhen Bundruvve» mit
der dl Rcgu-rung D»h Jk Marine er-
hob Emsptuch und verwässerte den
Plan ra einer altrcmcin rchalKnen ah
—» Antik, wninlernpakt tv/cxhnelcn
Verabredung nmoBynkt -Abwehr
mai.nihnK-n. gegen die IdSSR die
am 25 II !'♦*> gegen de« Unterstand
von RcchMUh-mtutnlci v Neurath,
der «ach gegen »einen vpalercn Nach
<28
folger Ribfvnmvp mehl durch setzen
kiumtc unterzchÄnct wurde lAmdcb-
nunz auf Italien 193' UM« l ngarn
und -Mandxhukuo- I9W» Nach ei-
nem Zwtxhcnfall an der .Maruo-Rdo-
Brmkc außerhalb von Bci|ing wo e*
am 7.7 193' ru einer Schleiferei zwi-
xben »hin und pp Truppen kam gc
net ehe Armee (edoch starker in den
Sog dc* von du gewoihen Krieg* gegen
Chung Kai dick um die Sor Herrschaft
in < hma Infolge-Je*xn wurden die in-
nenpohtnehen Rclurmvurbahra v»wk
der Kneg gegen die l dSSR trotz wie
dcrholtcr tirenzzwixhcnfaUe |m*s W
»crxhobcn
Nach Bekannt werden »ie* -• Dt -
sowj Nxhtangnttvpakle* v.wn 23Jki939
wurde auch in »Jer iap Armee der Ab-
xhiuü eme* Nichlangnffspaklc* mit
der I JSSR erwöge« Nachdem die Re
gierune mit Deutschland und Italien
am 27 9 19hl Je« »on der dt Regierung
gewollten, aber vom Au»wartigen Amt
tur eine •Taaaade- gehaltenen -• Drei
machtepakt geschlossen hatte setzte
xll AubcnnuniMcr 5 o*ukc SGtsu»4ca
mit «eisern Plan emer «ap -ru** Koopc-
ralMm durch und xhkm am 13 4 |U4I
einen Ncutraüiaivpakl mit dci IdSSR.
um der aulicnpohltxbcn Isolierung J
crHgegcnzuwnkcu Bedingt durch die
Fortdauer do Kriege* in China und
durch den dt Angntl aul Jk Sowjet-
utimwi ll nternchmcn -• Harbaruvsa. -»
Outeldzugi hatte aher «eil Summet
l*M| aagemcht* amenk Flottcmami-
gen die *tct* in der Marine vertretene
Ansacht die Oberhand gewonnen, »lad
die Xuxkhnung Jer lnlcrc**cn*pharc
J m den Sudpazifik und den Indi-
schen < >zc.ia \<wrang erhalten mu**e
Nach »lern Abbruch >ap -amenk
.Ausglcxh»Verhandlungen crl.Jglc am
7 8 12.1941 der vap Angriff auf den
US-Fbuicnctut/punkl Pearl Harhor
auf der hawauxhen Insel Oahu. der
unter taktischer AuMratzung «un
Gclandclormalionc« - die »kwl sta-
Uonsertcw Tedr der LS Pa/ihkfkwtc
ftrnuvte oder «chwcr beschädigte
Danach kam e* zu emem raschen
VotMoß tap Verbände m den Sudpa-
zifik und den Indixhen Ozcan Am
15-2 1942 fiel der unzureichend ge
xlMitzle bnt Mülzpunkt Singapur und
tap Einheiten drangen bi* «ach New-
cumea im Süden und zu den Gdbcrt
Inseln tm Suöosten sowie uch Burma
im Sudwesten »or
Dsc «eucroherten Gebiete wurden
der Kontrolle de* 1942 ncueexhatlc
nen Grofiosmatnchcn Mtrustcruom
auch zur wirtschaftlichen Au*hcutunr
unlerUclll Dach bereit* nach der tur I
»crlir-trexhea See- und l ultxhlacht
bei »kn Misfwav Inseln (4. -7a1942i
eingcn du. ISA in dx Otleasne Erst
geizt erklärte »Kh die pp Anwcctuh-
rang beicit Truppen iei China m »he
«cueiobcrlcn (icbictc zu «erlegen
Armee und Manne »ersuchte« «be
xhwicrige mdKarrxhe I age zu bexho
ntgen und ignonertcn »eit 1943 Vor-
schläge einer Aitvitvgruppc um »kn
neuen AußcnmuuMct Marworu Shiec
mitsu und »«ui k«wi*crvati»cn Ange
bongen de* H»ifadeK sowie de* »hpk»-
ultvchcn Dienst*, darunter Shigeru
Yoümia. zur raschen Beendigung «ie*
Kriege* m ( hma durch Ruckrag J und
rum Abschluß eme* Fncdcncvcrtrag*
mit den UcMmathUm auf det Basa*
«ier -• Atksntrk-Charta von 1941. den
Gebiete« m Ozcanacn und Sudistasica.
die »or dem iap Angriff amenk bnt
frz. und nredefl Kidonulherrxhalt ua-
lerwürfe» gewesen waren. wMllc dabei
die Lnabhamnckeit gewährt wer »len
Arme« und Manne konnten dan« aber
!U44 4< ehensowemg «las Zurück wei-
chen «ier tap Honte» scrhOMkra wie
«kn Abwcrtf amenk. Brandbomben auf
1. be*«willen im Marz 1945 aut Tokio,
und die Abu urte der Atcwnbomhew auf
Htriwhima am bf» und aul Nagasaki
am 9S.I945. Det zeitgkcKbe Zuxun-
menbruch der iap SucHkt4ltc in Chma
und »ier am KX1945 erloiglc Kr ictscin
mtl drr l JSSR luhrtc« auf Vkcisung
de* Icnno rui Annahme »ier Rwuiamer
Erklärung der Alhscrtc« durch die
RrgKTung am 14 X. 1945 und zur Kapi
tuiätM«i am 2.9 1945 (-• Rwtdamcr
kuwilcrenz — Weltkrieg |9.*#-|945t.
Dk HP “nd dsc dl StralcgK waren
vor und wahrend Jo Kriege* nur uber-
flachtKh kowdmurt Zu einem l«wm
Ischen dl ilal -iap Militärbündnis kam
c* erst 1942 Alt Gcmmd gcnctuele
idcokvgnche Kricgwsch: wie z B die
Emvdung «ier -• iuden |-a En»Uo-
•unjr -» Ra**enf*4ink und Vflkcr-
xwdl wurden in J weder vertreten
*»h unnuttcibai «mterslutzt Der in
Dcutxhiand gängige Begritt «les -Weh
knegrs* »ar zumal der pp Armee-
tuhrung fremd wekhc die Kncgsiiand-
hmgea ab EJcmewtc ihn -GuUfcn
Osfasianschen Knece** <x> «he seit
12 12 1941 regsenmgsamflKhc Beretcb-
nungl auttalke und daher keine Not-
wendigkeit ru «Irategnchcr Kuupcta-
t»on nut DcutwdilanJ sah wa» zu di-
pp Skmungtscnchiedcnbcttcn tuhnc.
mvhexwi»ieie *<•« Ende 1942 Uber
»be Etage eine* tap Angnfl* aul die
UdSSR rar Entiaaung der dl Ost-
front Dm pp Seite lehnte Jse» tmt
Hinweisen auf den Vorrang de* pazifi-
xhen Kriege* und aul den iap-ru**.
NKhtangntfvpakt ab Seitdem glaubte
Jk pp Armeetuhrune nKht mehr an
emen «h. Sseg über »he I JSSR
Wahrend des Nat wir hcrrxhlcn m
Deutxhland zwüchst Eimfclluagen
gegenüber ) sor. Jk weh kaum von
Jenen Jer Weimarer RrpuNsk unter-
«ctiKslen De ÄhdKhkeircn betrafen
wesentliche Bereiche »»< U'utxhafL
Rilitik urxl Kultur In der Wirtxhaft
gab 1 ah Pr.Muzeni v»m induMricller
Bilhgwarc tn*bc*umiere Tevtiben Da*
Jt iap HatlJcbw4iimc« waf gcrmg
und umfaßte 1936 mit 109 Mia RM
nur knapp |o% do jap -amenk
Handelsvolumens. zudem wurde sein
Wachstum gegenüber dem t hinahan
del skeptisch beurteilt Eine Änderung
ti.it erst 1936 cm. Man hoffte seit 193*
aul jap Vermittlung beim Zugriff aut
RohMiäfc aus China 19)9 wurde der
Handelsvertrag von 1927 erneuert Seil
1941 wurde die Zusammenarbeit in
der chemischen Industrie intensiviert
wöbet die Gewinnung synthetischer
Rohstoffe Vorrang besaß Zu Ansätzen
einer Koordiniciung der Wirtschafts
polmk kam es ent durch den Dt jap
Wirtschaftsvertrag von 194» der aber
auf die Zeit nach Kriegsende abzieltc
Ebenso wich das NSRcgtmc zunächst
von der Jpolitik der Weimarer Repu-
blik nK'ht grundsatzbeh ab. die sich im
jap-chin Kneg auf die Seite (htniv
gestellt hatte Nach dem Austritt 1 aus
dem -»Völkerbund am 273 193.3 sollte
die Annäherung an J »unsichtbar«, d.h
ohne Beeinträchtigung der Bczichun
gen zu China vollzogen werden Bis
1916 vertvsscrlcn uch die Beziehun-
gen nur zöeerhch. Auf jap Seite agierte
der «eit 1934 in Berlin stationierte
Militärattache und nachmalige Bot-
schafter Hiroshi öshima. aul dt Seite
die I92S neu konstituierte Dt -Jap Ge-
sellschaft t DKj 1
Im Oktober 1933 glcichgeschaltet
über die Vereinigung der Zwischen-
staatlichen Verbände dem Rcichsmini
stenum tur Volksaufklarung und Pro
paganda unterstellt und durch ihren
1933 neugvwahhen Präsidenten Xdmi
rul Paul Behncke tgest |937) sowie
dessen Nachfolger. Admiral z b.V
Richard loerstc-r mit der Manne »er
blinden. entwickelte sich die DJG zur
Zentralstelle tur die Koordinierung der
dt -jap Beziehungen. Seit dem Aalt
kominternpikt konnte die koordinier-
te Propagandaarbcit der DJG. ihrer
zuletzt 15 Zweigstellen, de» (hlasiali
«.30
sehen Xerewis Hamburg-Bremen, des
Verh.inds für den Femen Osten, des
Japan Ausschusses der Dt Industrie,
dc» Dt Xuviandswissenschattlichen In-
stituts Berlin, der Dt Gesellschaft für
Ovtaviatische Kunst, der Dt Gesell
setuft für Natur- und Völkerkunde
Osl.oicns. des Dt Auslandsinstituls
Stuttgart sowie der Dl Akademie
München Wirkung zeigen, die im
Dreimächtepakt politisch manifest
wurde Die kulturellen Beziehungen ru
J standen stets unter dem Einfluß der
nal soz Rassenlehre und Rasscngc
setzeebune t —• Rassenkunde: —» Nürn-
berger Gesetze) In -» Mein Kumpf
hatte sich Hitler auf d»e ihn selbst
kompromittierende Bemerkung fest
gelegt, die Japaner seien keine »kul-
turschoplenschc». sondern lediglich
cme »kulturtragcndc Rasse« Fr radi-
kalisierte damit das vor und wahrend
des Nat soz gängige Klischee von J
ah -Nachahmervolk« Hitlers nega-
tive Einstellung stand der von der
Manne befürworteten aktiven aus-
wärtigen Kullur|s>lllik entgegen
Ab 1936 aber wurden Partei und
Regierung zugänglicher I9.3X kam es
zum Dl -Jap Kulturabkommen, zur Bil-
dung einet Arbeitsgemeinschaft dc*
jap Studenten» ereins mit der Reichs-
siudcntcntuhrung. zu einem Austausch-
Programm tur Hochschuldozentcn. von
dem aut dl Seile die Philosophen Karl
l-owith und Eduard Spränget, auf
jap Seite der Buddbologv Jurryu Kita
varna ptivtitiertcn 19 ix wurde ein
dt tap. Arzteabkiimmcn unterzeichnet
das von der |9»6 gegründeten k»p
Dl Medizinischen (»eselfschaft ange-
regt worden wat 1939 wurde in Bei
Im eme eroße .Ausstellung alljap.
Kunst veranstaltet. |94o bildete sich
ein Dt -Jap Kult ui ausschuß Demge-
genüber entfaltete die I forschung in
Deutschland in ihren wenigen Einneb-
lungen. dem Jwpanmstilut in Berlin
S3I
sowie den InivciMtatcn Berlin Ham-
burg und Leipzig, nur geringe Offcnt-
Itchkcitswirkung KruilthnM
liUNKif
rtuit. Muhdcl A nJ Mbr UrW^ CM»
/MM LinW>«i IW Htwn o/ Ai/wä.
Bd 'KlaMlwidfr IW
Girt«rd,Alp*» rii< Avon /-I'*'
/MW- New IUvca LkwUnn l*U
KIcctkw hna«äi Harald H jimJ AyMr
/ «MdnfrvAii AaAtAr Jr» iA*MuA
KreH Gcrhaid A/w»i> Pnm. A/uioJ/nNikä /9J5
Hamburg I 'M
Juscwosac (KZ.) Das größte — Kotucn
traüonslaeer itn -Unabhängigen Staat
-• Kroatien- wurde im Xugust |94l
eingerichtet Fs lag an der Xlundung
der (.Ina tn die Sasa, in der Nahe der
Eisenbahnlinie Zagreb-Belgrad J. bc
stand aut mehreren EmzeHagern:
Krapja, (iglana. Stara Gradiska «Frau
cnlager). Kozara und Blacica. Fui die
Einrichtung. Kontrolle und Verwaltung
der —• L Mascha Todeslager war die 111.
Abteilung der Ustascha Xutsichiv
bchordc (l stMka Nadzoma Sluzba)
zuständig 3icr Jahre lang wurde in J.
systematisch gemordet. Die Ustascha
tötete dort Serben. Juden. Zigeuner
und alle anderen, die als Hindernis lur
das faschistische Regime betrachtet
w urden Wenige Tage, bevor das Lager
von den jugosl. -» Partisanen betreu
wurde (2 5.1945). ermordete die t sta-
«cha-Wachmannschaft last alle Häftlin-
ge. Die Anzahl der getöteten Opfer
konnte nie genau IcMgcstcih werden,
zumal die l ’stascha am Ende de* Krie-
ges sämtliche Bcweismalenalien und
Dokumente vernichtete Die Schätzun-
gen schwanken zwischen 4o(l»> (von
einigen kroav Autoren) und Mlltiai
(nach Ansicht einiger verb Autoren)
Die Schatzungen de* Croatian l and
Committee for Establishing thc Volu-
me of War Crim cs Anfang der Mkrr Jah
re beliefen sich aul 5iM)000~MOItl)
Opfer. Untersuchungen von Massen-
f«k.
grabem in einem Areal von 57U0U m
ergaben mehr ah Wltmii Tote Die
Zahl der jüdischen Opfer ui J liegt zwi-
lchen 200)0 23000 (-. Juroslawicn.
-»Serbien -• Balkanteldzug)
WAvi faNr*ir
Jod s«ll I 'nler der Regie von X’cit Har
Ian m Anlehnung an Wilhelm Hauffs
Novelle lu<l Sufi (IK27), wurde der
Film J 1941) gedreht und am 5. 9 1M40
in Xcncdig urautgetuhrt Hauptrollen
Ferdinand Marian Heinrich George
Werner Krauß. Kristina Sislcrbaum
Harlan setzte zudem 120 Juden aus
dem -« Ghetto Lublin in verschiede-
nen Filmscqucnzcn cm Angelegt als
authentischer Htsloncnliim.der angeb-
lich aul Akten des W urtlcmbcrgischen
Slaauaichns basiert, wurde der Ver-
hüt der Geschichte manipuliert Der
ProtaconrM. Joseph Suß-Oppcnhcimcr.
ist zwat emc historische Figur seine
Lcbcnsgc-schichle erfahrt aber in J. enl-
iprechcnd der rn**istnchen Propa
ganda-Abacht en der Nat soz eine vol-
Irye Xcrkchning (Ippcnheimer wird ah
Prolotvp des kriminellen, amoralischen
Juden dargeMcIll der mit duichtne
benen Frnanztncks das Herzogtum
ruiniert und ( hristcnmadchen ver-
fuhrt (-« Racscnschande >. Die mit dem
Film beabsichtigte l'nlerstulzung der
antisemitischen Maßnahmen des Re
gurte* gelang tm Anschluß an die
Filmvorführungen kam cs häufig zu
Ausschreitungen gegen Juden. Nach
dem Kneg wurde 1 ab •Verbrechen
gegen die McnvchlK'hkeit« cmgeMutt
t -♦ Antisemitismus i Mmw Ww.-»r
Juden 19t’ lebten tn Deutschland
knapp SHMMkl I.. auch ah »Israeliten«.
-Hebräer- oder Anhänger des »mo-
saischen Glaubens- bezeichnet letwa
»IsraeliOichc Kultusgemeinde« i die
sich religiös zum Judentum bekannten.
Nach der Definition der -» Nürnberger
Juden
Gesetze machten J. 0.76% der Bcsol
kerung des Dt Reiches aus (ohne das
Saargchiel mit 463H Juden = ),
davon Nl)2% dl und |9.H*% andere
Suatungehängc. Sic bsMeten keine
uniforme. sondern eme stark ausdifle-
renzicrlc Minderheit ohne scharfe
Außenahgrenzung Religio» waren Li-
berale. Konservative (innerhalb der
Linhciisecmcindcnl und die NcoOt
tbodoxen zu unterscheiden Hinzu kam
eine Vielzahl religiös ungebundener
Personen Politisch überwogen Voten
lur DDPDStP -» SPD -» Zentrum
und -• DVP. mit regional unterschied
liehen Schwerpunkten entsprechend
den allgemeinen Trends hts hm zu Mm-
derheitenonentierungcn an -• KPD
und -» DNVP Pluralität spiegelten s a
die Verbände: Im religiös politisch neu-
tralen -♦ Ccntralvercin dt Staatsbür-
ger jüdischen Glaubens (CS > waren
2U% der dl J organisiert Dte -• Zioru
st ischc Vereinigung tür Deutschland
zahlte um 19.10 ca. 2001» Mitglieder,
der Jüdische Frauenbund 50tlMI Als
Reaktion aul Vorbehalte gegen J wa-
ren mit |c eigenem Profil die indischen
Logen (H nai Bnth l oder studentische
Kartelle entstunden, hervor zuheben ist
det national orientierte -• Rcishsbund
jüdischer Frontsoldaten mit ca 35(1111
Mitgliedern und eigenen Sports er ei-
nen (auch in Kimkuncnz zum normt i
sehen Dl. Makkahikrcis)
Die überwiegend großsi.idtbche < »ri
entierung der X war Ergebnis kiwn
pfexer h ist i« iss her Prozesse. die I zur
Etablier une in cxpansioml.ihigen und
urbanen Bereichen mhichcn
Nach nat soz Diktum waren -J • eine
rassische Einheit und eine inlcinatK»
nal .igierende Macht ( -» Sntiscmitis
mus, -t Ideologie) Die Realität und
die Rcaktionsinoglichkcilcn standen
dieser Kategorisierung diametral ent
gegen Die dt 1 verfugten gemäß ihrer
dtsenen Oncntierunecn erst »eit 192S
532
über eine lockere Gesamtvertretung,
aus der die spatere —• Reiehsvertretung
der dt. Juden henorgmg iRVJD. Sept.
IW) Angesichts det dramatisch gc
wandelten Bedingungen wirkte sie
lur Koordination son Erziehung. Wohl
fahrt, organisatorischen Strukturen und
Auswanderung (bis 1935 Uber den ei-
genständigen Zentralausschuß der dl J.
für Hilfe und Aufbau unter E in schloß
von Gemeindevertretungen und Ver-
bandenI Daneben entstand in Berlin
und auch in anderen Städten und
Landesverbünden der —» Jüdische Kul-
turbund zuerst ab Auffangnetz für ent-
lassene jüdische Künstler dann als ein-
zige den 1 vctblcihcndc kulturell-
gesellschaftliche Nische (Musik, fhea-
ter Fortbildung) Gleichsam ah Spie-
gelbild des nat soz Konzepts vom -J-
entstand damit eme nach außen ein-
heitlich geformte ßldi-che Gesellschaft,
die im Inneren aber alle gcgcnsätzli
eben Orientierungen autt.ingcn mußte
Bi» |9«s konnte rach noch die Hoff-
nung auf ein Weit erleben innerhalb
dieses engen Rahmen» hatten, dann
ließ das Regime alle Zuruckhaltung
fallen J die mH poln Paß in Deutsch-
land lebten (|70tX() wurden Ende
Oktober 1936 unter fürchterlichen
Vmstanden abgeschohen Das fVvgriwn
iaht |9M (—• -Reichsknstallnacht«)
samt der folgenden Verhaftungswelle
markierte den definitiven Schritt zui
Aufkündigung der legalen F xisienz dl.
J. entsprechend der Absicht Hitlers
und (lorings. dt« »fudenfrage- jetzt
-so oder so zur Erledigung- zu brin-
gen t Interministerielle Konferenz vom
12 II 19s\—»Fndlocungl Mitwirkung
som 1.1.1939 an mußten X die /wangs-
vomamen Israel- bzw -Sara- führen
Auch »be systematische Zerstörung
der wirtschaftlichen Existenz erreichte
ihren Höhepunkt (Verordnung vom
I? II |9»h; — Arisierung), dazu kamen
die -Suhnclcistune- lur die Schaden
533
des Novemberpogroms und eine -Ver
tnögensabgabe- (20- 25%) meist zett
gleich zum Verlust etictcnzsichcmder
Einkünfte Nur noch wenige Arzte und
Anwälte durften - ausschließlich für J.
tätig sein Das Gesetz über die Miet
Verhältnisse der 1 leitete die Konzen-
tration in bestimmten Wohnvierteln
cm und war cm Schritt zur späteren -t
Deportation (-» JuJenhiluser) Seit
Knegvbegmn waren von J sukzessive
Photoappatatc. Radios. Fahrräder etc
abzulicfcrn. Telephonanschlussc wur-
den im Sommer 1940 gekündigt, seil
Dezember 1**4| war ihnen auch die
Nutzung öffentlicher Fernsprecher un-
tersagt. Seit September l‘Mf mußten
sie den —• Judenstern tragen Die Per-
fidie der nal soz FVilink bestand da
nn. nach der Ausgrenzung der J. tn
eine abgeschlossene jüdische Nehcn-
gescllschalt deren Bewegungsrahmen
K'hntlweise weiter einzucngen und die
Reiehsvertretung selbst zum Instru
tnent det Entrechtung»- Vertreibung»
und V'emichtungspolitik zu machen,
etwa zur Einziehung von Zwangsah
gaben oder zur lebensmtttelzuteilung.
schließlich zur Erfassung der verblie-
benen J. zur Deportation 1939 wurde
die Reiehsvertretung der dt J ui
-Reichsvereinieung der J. m Deutsch-
land- iRVJD) umbenannt (am -dt J-
wurden -J in Deutschland- > und unter
Aufsicht von -• SD und Gestapo zur
Zwangsvertretung aller J im Sinne der
-* Nürnberger Gesetze, d h auch (Ur
Angehörige anderer Konfessionen (-•
Judcnchnstcni ödet Konfessionslose,
zuständig, zuletzt nur noch für die
Auswanderung (bis zum Verhol tm
Oktober 1941). lur Schulen (bis Juli
1942) und für die Vermittlung von —»
Zwangsarbeiten) bis zu deren Depot
tatioo (—» Fabrikaktion.27-2.1943). Der
Kulturbund wurde am II 9.IW4I verbo-
ten Mn der Deportation dci letzten
Mitarbeiter erkush die RVJD und
J wten
damit auch förmlich dk Berliner Ge-
meinde (zuletzt Jüdische Kuhusscr-
einigung zu Berlin) am 10 6 1943.
IxdigUch zwei Einrichtungen blieben
bestehen Der Friedts»! W’cißcnsec und
Jas Jüdische Krankenhaus (Iranische
Straße), jetzt gleichermaßen Hospital
und Gefängnis ivoo dort crfijglc am
27.3.1945 die letzte Deportation Berli-
ner XL in dem allen L'mstandcn zutn
Trotz über da» Kriegsende hinaus
Kranke versorgt wurden und illegal
Gottesdienste stattfanden
Die Machtübernahme der Nat.soz.
hatte die Mehrheit »ier dt J in emer
ohnehin krisenhaften Zeil getroffen.
Bereits 1930 war jeder achte X in Betlin
Hiifccntpfangcr 1935 nach Ausschluß
der J »on öffentlichen l nterstutzun
gen, verschlangen Zuwendungen ein
Drittel des Berliner Gemeindeetats
Emigration. .Ausweisung von J ohne
dt Paß und knvcnbcdingtet -Sterbe
Uberschuß- hatten die Zahl der X in
Deutschland btv 1939 um mehr als die
Hälfte reduziert. Fast ein Viertel war
auf L'otcrsiuizuag angewiesen nur je
der sechste verfugte noch littet einen
Erwerb Das Entgelt tur Zwangsarheil
ohne Rechtsschutz unter Extrembedm-
gungen reichte mcht zum Lcbemuntcr
halt
Im Herbst 1941 lebten noch ca
164(100 Juden in Deutschland, 73(10
davon tn Berlin Sic wurden tast alle
zwischen Februar 1940 (Stettin) und
Juni 1943 in die -» Ghetloc Athens-
und -v Vernichtungslager im Orten
deportiert (-• Rasscnpolmk und Vol
kermord) Im September 1944 war die
Zahl der J tm Reich auf 14574 gesun-
ken. Insgesamt fielen bis 1945 etwa
165000 dt J. dem nat.soz Rassenwahn
zum Opfer. Nur wenigen gelang das
l berlcben in Lagern oder das Aushar-
rvn in »ier llkgalit.il (ca |5(<»I> ins un-
besetzte Ausland fluchteten zwischen
1933 und dem Auswandctungsverbol
Juüeni>->ik-iii
un Oktober 1941 ca 275tOl J. und
»tut Oktober 1*41 br% Mal 1*45 noch
einmal etwa N5tOJ Einige wenige J
ksmnten der Verfolgung dank ihrer
Herkunft oder einem Lehen m -pn
vik-gterter -• Mischehe- oder ah -»
-Mischling I oder 2 liradcs- entge-
hen.
Die Auscrcnzunss und Vernich
tungs|>ihtik wurde 19ix m Österreich
und tn der Tschechoslowakei sowie seit
Kncgsbepnn in den besetzten Staaten
Eunpas richt nur entsprechend dem
jewcilieen Stand in Deutschland uKr
n«unmen Neue Verschärfungen w urden
andernorts zuerst Iso sofort in Oster-
resch) sorgenorrunen und dann auch im
Reich umgesetzt Insgesamt wurden in
Tutopa mindestens 5.29 Mio. wahr
schctnbch aber knapp über b Mm J
Opfer der Vernichtung < stehe dazu die
jeweiligen Landcrartikcl i. Zfec
1»A!S*<
tW AMn* Mi «HsntnirMtBImOoi />ran< «und
D» fr—» m Sari i — os-w- MHI /w< hg ssmi
s.-n-ikl Pwdai imi Sslss* I iiKUom wag Baalwra
Sarks Inbagra Iw
n» W-* « Mran.MaW Mit- MU« |<few «
irr Mia.Mdx.tUaa-.Arr H.ir.uli <nw Mit
MWnl »iwiVaao iMIrm tuanal K»ir tiaaahei
fUrn Otwsrw Wua Weta-1 h« -ar.
Wuttamc H<m Muaslna IWk
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ludrnbxsk.-tt s. Roskntt I. Vpnl |9M
JiMlrm hroit n Im weiteren Sinn« ur
spruneJuh die christlichen Gruppen
der frühen Kirche, deren Glieder gebo-
rene Juden waten und du- bewußt aut
Jsrn Hoden des Judentums standen •
tm (-sgensutz zu den Hevdenchnsten
Mit dem I ruetgang des altkmhlichen
Jtums s er wendete man den Begriff J
für konvertierte Juden t heute Christen
SM
jüdischer Herkunft) Mit IN22 ent-
standen in Deutschland scrschrcdcnc
christliche Gesclhchaitcn. die sich im
missionarischen Sinne um eine Bekeh-
rung der Juden bemühten Nach an
tune lieber Duldung durch den Nat soz
wurde die Judenmisisnm 1955 als nicht
mehr mit den -Absichten der Reichs-
recierung vcnrinhar» angesehen und
verboten Das ficfuht in den christli-
chen Gemeinden nur geduldet zu
sein verstärkte sich lut die 1 seit 190
Hilfsmaßnahmen wurden in der katho-
lischen Kirche durch den Raphaels
scTrm tn den evangelischen Kirchen
durch das Büro Heinrich Gtubcr l«cit
19.M) sowie durch den -• Paulusbund
wahrgenommen < Jbwohl tur ihe NN-
Rasseathcotctikci die Konlc-vMiin un-
erheblich war wurden viele J durch die
— Mischehen vor der -• Deportation
bewahrt. Sr-U LrkeZsmA
Judenhauser Hauser tudrs.hcr Besit-
zer in ehe ab |9» jüdische Mieter
zwangsemgewlesen wurden Im Zuge
Jet -» Atisutung jüdischen Besitzes
erging am 5(1439 das Gesetz über die
Mictserhaltnrsse mit —» Juden (Juden
in -• Mischehe ausgenommen) I nicr
Vuthebung des Mieterschutzes wurden
die alten Mietierhahntsse som Juden
sukzessive aufgelöst (zuerst jene in
arischen- Hausern) Die Auswahl der
Hauser und die zwangsweise l tnquar-
tieiung der Beliotlcnen erfolgten
durch die Wohnungsämter, ab 1941
durch d-c ludtsdien t K-mcinden In den
J tuch ansässige -Arier- bekamen Er-
satzwohnungen Ab 1941 durften Juden
nur noch in J wohnen die Belegungs-
dichtc innerhalb der J wurde willkür-
lich gesteigert Die Segregation der
Juden dutch Zusammenfassung in J.
(ohne -» Ghctlobildung) diente auch
der schatteten I berwachung durch die
— Gestapo Die 1 sicDtcn du erste Sta-
tion aul dem Weg zur -« Deportation
SM
und Ltmotdung der )Udrschen Butter
dar HnU ZWhwwc
Judtnrale In den von Deutschland
besetzten Gebieten und sat in den judi-
schcn -» Ghettos im Osten wurden auf
Anweisung dl Behörden kertretuneen
gebildet die oftmals identisch waren
mit det licmcindcscrtretung der Vnr-
kriegszcit Die J. (zwtachcn 12 und 24
Mitgliedern) waren sowohl für die in
lerne Verwaltung der <enternden und
Ghettos verantwortlich tz B Verteilung
von W'ohmaum und Nahrungsmitteln.
Allen und Krankenpflege cfc-t ah
auch tur die Durchluhrung der Anwci
sungen der dl Behörden So wurden
du.- J u.a. auch zur Vorbereitung von -»
Deportationen und zu deren Abwick-
lung berangezogen Man.« Nmw
JndenresersM s. Madagaskarpla«.
•. Niski.
Judenstern km 21) * 1941 nkdietnr
Scheidung über den Judenmord gefal-
len war t -• Ftvdlosung. -• Raswnpoti
tik und Völkermord) gab Hitler die
Zustimmung zur I intuhrung des J im
lieblet des Di Reelles und Reiefbpni-
pagandamttnsici fiocbbels trete Hand
das Modell zu entwerfen. Det hand
IcilcrgridJe. vecfuzaekipc gelbe Stern
war schwarz umrandet und trug m
schwarzen, ehe hebräische Schritt paro-
Jwrcndcn Buchstaben die Aufschrift
•Jude*. Schon zuvor hatten NaLuir
wiederholt auf die äußere Kennzeich-
nung det -» Juden gedrängt, eine
historische Form der Diskrünimetung.
die- sich weit ui die Gesciuchtc der
Judcnfctndschalt zuruckverfoigen labt
- Juden F «perlen- im —t Reichsmir.r-
slerium des Innern und -• Reichs
Sicherheits-Hauptamt einigten sich
Khnell auf die l-ormuherung der IVMi
«tverordnung die am 19 9 1941 tn
Kratt trat Fortan mußten alle Juden in
Jngendk mmalrtat
Deutschland Uber sechs Jahre -sichtbar
auf der linken Bructscrie der Klei-
dung* und -Ich angenaht den gelben
Stern tragen Die ort.-nüiche stigmati
sierung schkiU den Prozeß der wvialen
Ausgrenzung praktisch ab. sac signali-
sierte zugleich den Bctinn der plan
mahl gen Deportation der -Mernlrk
ger« rn die -* Vernichtungslager tm
OMcn In den besetzten Lichteten J*o-
lens war der J schon früher cingeführt
worden Ab 15 l 1942 muhten auch
Wohnungvturen entsprechend gekenn-
zeichnet sein a.Mnxr a«*i
Jüdischer hullurtiund c Kultwrhuawl
D«-nts<4M*r Juden
Jug< ndfuhri r des Deutschen Reiches
v Rrichs)ur< ixtfuhrung
Jagt ndknininahlai Der Begriff J er-
fuhr m det NS-Zclt eine Ausdehnung
auf Handlungen, diu wcu über strafba-
re IX-liktc hmamginns*n J wurde über-
all dort vermutet, wo sich Jugendbchc
dem zunehmenden Zwangscharaktei
der Frziehung entzogen und sich au-
ßerhalb der -a Hitler-Jugend in Ch-
quen usw zusammenf tndcti oder durch
ihr Verhallen den akzeptierten Mu-
stern widersprachen Mu der Vcrschar-
tnng der Definition von J und dem dar-
aus resultierenden Vcrtolgungsdruck
veibundcn war eine Unterdrückung
jugendlicher Lebensbedürfnisse' und
ihre Kriminalisierung sowie indirekt
das Anwachsen jugendlicher Opposi-
tmn. Bei dieser besonders in den
Kncgviahrcn bet männlichen Jugendli-
chen zunehmenden lendenz waren die
(irenacn zwischen lugendspezitiscben
Verhaltensweisen und knegshedtneten
ktcinknmmcllen Handlungen fließend
Zur Verschärfung der Verfolgung kam
es ab |94n mit Einweisungen in die
[Wdtzeihchcn —» Jugendsctiulzlager V|o-
ringen mit Nehcnlagctn in Vidprie
Jugendscfiatztagvr
hausen und Berlin Wcißcmcc - tur
Jungen sowie ( ctermark - mit emem
Außenkommando in Dallgow Dofxntz
hu Mädchen Du- J tm heutigen Sinne
hat im Dritten Reich, entgegen emer
weit verbreiteten Legende nacht ab-
sondern zugenommen »••- vm*-
Jugendschutzlagcr Spezielle • KZ tut
Kinder und Jugendliche Wie tn den
KZ erfolgten die Linwetsunpn durch
Kriminalpolizei (-• Reicimicherheils
Hauptamt) und —» Geheime Staats-
polizei l'nlct den in J inhaftierten
Jugendlichen betanden uch siele ah
unerztehha« cuigcschaizle ehemalige
Fuivoreczoelinec Die Haftdauer in
den J war unbefristet Die Gefangenen
der J unterlagen emer *krnninaibu>-
lopschcn Begutachtung* durch den
Rassenhvpeniker Robert Ritter Als
minderwertig cmgcschatztc. aber soll
lahrie gewordene Jugendliche wurden
in gewöhnliche KZ überführt Sur eine
Minderheit der in 1 cingcwicsencn
Kinder und Jugendlichen wurde wieder
in die Freiheit entlassen
Das erste J wurde 1**> un Gebäude
des Arbeitshauses Mormeen ibei Göt-
tingen I ernchtet Br Kriegsende wur-
den etwa 1*H> männliche Jugendliche
naih Moringen eingew lesen Sun denen
mindestens h'l umkamen I in Mädchen
wurde 1*42 in unmittelbarer Saht des
KZ -» Rascnsbruck das J l’ckernurk
mit etwa Mat Haftplatrcn cinchtel
Für poln Kinder und Jugendliche he
stand ab 1*42 in Lodz das JVIenJu-
ecncherwahrlagei l rtzmannsladt Dort
kamen vermutlich etwa Ml) Kinder und
Jugendliche ums leben
Jugoslawien | Jugoslawen |9|K aus
den unabhängigen Komeicichcn —»
Serbien Montenegro und dem Zusam
menwhluß der osten-Ungar Lander
Slowenien. Dalmatien. -♦ Kroatien.
Slawonien Vojwodmi und Bosnien
KM
Herzegowina gebildeter Einheitsstaat,
von 191M-1*15 Königreich mit der
»erb. Dvnastic Karagcorgesic 1*45
IWI sozialistische föderative Repu-
blik Dte nationale Zusammensetzung
1941 Serben 43%. Kroaten 34%,
Slowenen 7%, u religiöse Zusam-
mensetzung 4?% Orthodoec. 37%
Katholiken. 11 % Muslime, u a J war
wirtschaftlich unterentwickelt. bis 1*41
lebten etwa Stl% der Bevölkerung auf
dem Lande Hn rum Zweiten Weltkrieg
stand J unter innen- und außenpoliti-
schem Druck Bis Ende 1930 war
J Mitgbcd der Kleinen Entente und
lehnte sich aa Frankreich an Seil Mitte
der Alei Jahre band sich J wirtschaft-
lich an Deutschland und am 25 3 1*41
trat die lugoslaw Regierung dem —»
Dreimächtepakt bei Der dadurch au*
gek»ste Sturz der Regierung war der
Grund lur den Angriff der — Achsen
machte auf J I—• Baikanfeidzug) Der
König und die Regierung gingen in dic
Emigration das Land wurde in Besät
zungsziwien und annektierte Ircbtelc
autgcteih Slowenien wurde zwischen
Deutschland und Italien aulgeleilt. der
griülere Ted Dahnatiens Montenegro,
der größte Teil des Kosovo West-
Makedonien und der Sandgak kamen
unter ilal Kontrolle Bulgarien annek-
tierte den größten Teil Makedoniens,
das sudost | Scibw-n und emen leil des
Komao Halschka Baran)* und Medji-
muric wuidcn l ngatn anccwhlosscn
Aus Kroatien B»wmen. Herzegowina
und Svrmirn entstand der l'nabhängi-
gc Staat Kroatien -Rest-Serbien- und
Banat kamen unter dl Militarserwal-
tuns Md der Besatzung Fingen die k er-
liüguneen. I mMcdlungen und Tötun-
gen an. deren Z ie! e* war. die ethnische
Struktur der einzelnen tcrriloncn zu
verändern Die Deutschen vertrieben
dk- Slowenen nach Serbien Aus Kroa-
tien. Makedonien dem Kosovo und
aus der Balschka kamen etwa «liiagi
S37
flUchllingc nach Serbien \ach dem
Ausbruch eine- Autstandes unter Tüh
rung der Kommunisten l -» Partisanen)
und \atKmaltstcn 4—»< etntks) kam cs
vorn Sommer l*4| an zu massiven
Repressionen der Besatzer in Serbien
gegenüber den Serben und Juden,
wobei Zehntausende von Zn ihnen er
mordet wurden. Der Völkermord im
LlnaNiängigcn Staat Kroatien kostete
Hunderttausende Serben. Jtftgg) Juden,
eine unbekannte Anzahl von Sinn und
Roma sowie lausende von ande-rv-
natamalen Gegnern des Usiaicta-Rc-
pmes das Leben. In der Batschka wut
den allein im Linuai und Februar 1*4?
über ItlUIi Serben und Juden von der
ungar Armee getötet Ähnliches ge-
schah auch tm Kosovo und in den bulg.
beseizivn Tcrriloncn J war der Schau
platz des Kampfes gegen Che Besät-
zungsmachie und Kollaborateure ( —
Kollaboration). aber auch eines Bur-
ger und Rclieonskncges S iele Opfer
kostete der Machtkampt zwischen
Cetniks und Tilo-Partisanen Die •Ver-
geltung- der Cetniks - fUr den l sta-
scha VolkcltTHrd an den Serben an
muslimischen und kroatischen Sied
hingen forderte weitere lausende von
Opfern Die Schätzungen der Zahl der
Opfer in 1 wahrend de» Krieges ins
gesamt schwanken zwischen 1 und 1.5
Mio bei einet Cicsamthesolkcrung von
ca 15 Mio. Als stärkste militärische und
politische Kraft gingen die Kommum
sten aus dem Krieg hervor Ihr Erfolg
tarierte aut der pragmatischen krrbm
düng von kommunistischem Ega-
Martsmux nationaler Gleichbcrcchti-
gunz Föderalismus. Jugoslaw-nmus und
Repubfikanismu». Eme Balance m der
Innen- wie Außenpolitik ermöglich le
den Kommunisten bis 1991 den Ver-
bleib an der Macht wd*r> feu.-,.
ZncraMMP
tkdiiA ^K P K.
Jnb-fhiisafc l**M HMrrveidi)
h k F1»r
>«<v»«4*r» w «W tn ZVubbwK /VZJ» /QU | a«Sue
IMWk
Juli-kbkooMaH-w Zwischen dem dl
Botschafter v Papen und dem oslcrr
Bundeskanzler Schuschnigg am H 7
19V» abgeschkisvc-ncs, zweiteiliges Ab-
kommen Im öffentlichen Kommuni-
que erkannte Berlin du- solle Souverä-
nität < Kteriexhs an und vcrrichlclc
auf Finnuschung in dessen innere An-
gelegenheiten. OMcrtcuh verpflichtete
weh zu einer Politik, -die der Tatsache,
daß (Kterreich sach ah dl Staat bc-
kemu. cntspticht* Fm geheimes Zu-
xitZübkommcn t -Gcntlcmcn s Agree-
ment-) sah in zehn Punkten a. vor
kustao der kullunlk-n und wirtschaft-
lichen Beziehungen gegenseitige un-
gehinderte Zulassung von Zeitungen
und Druckerzeugnissen. Aulhcbung
det Beschränkungen im Reiseverkehr.
Zusage Wiens, »eine AußenpoUik -un-
ter Ikdachtnahmc auf die tih.dlis.hcn
Bestrebungen der — AußenfsJiiik der
dt Reichsreperung zu fuhren-, u»wie
weitreichende politische Amnestie und
Beteiligung der bisherigen -nationalen
Opposition-, d.h der '»ationalvozw-
ItMiscbcu. in Österreich an der poli-
itschca Verantwortung Schuschnigg»
dilatorische Behandlung des letzten
Punktes lieferte Killer 1*38 den Vor
wand tur massiven Druck aut Wicn
fmul hrfrn U-w«
Juii-Pulseh HM tlMrrorteiil Dir Be-
ziehungen zwischen Deutschland und
-• Osleircich scnchlechlcrten uch
1933 zusehends Der octerr Bundes
kanzler Engelbert Dollfuß vertrat einen
christlichen Ständestaat mit Anlehnung
an -• Italien Er sammelte »eine An-
hänger m der Vaterländischen Front-
und regierte mit Xofsi-rordnungen
AK Reaktion auf den unfreundlichen
Empfang eure» uLnuz. Ministers wut
KW
dc tun Jen dt Bctxcdcn für Renen
s«wi IKutM.fi Lind nach fblerrrich eine
hit wm IfMli Mari serLangt Del
Kampf der «nu-rt NSDAP »erschartu-
sich nach lemwanseMapen wurde «e
rm Jura IW «crKucn. apberte aber
illegal weiter Fm SA Kommando m
Heeresunilormcn w.dlie am 2A7.JU.M
den MmiMctral «erha/ten Die Sache
wurde icdoch »erraten Da» K«<nrnirxjo
traf am U»nri Ballhauspialz nut
DolKuB an beim Versuch. zu entwei-
chen. wurde dieser nn-»irrp-»duw»cn
Del PutM.b «chlug fehl Aber al» Jie
Putschisten die l inxluhrny de» «h
Gesandten »erlangten wurde die dt
l’rhebeim hall de» J xhrkll bekannt
H'» < Iw*«*
Jidlrechu-r Kun»: handwerklicher Be
standtcil der Ausstattung »na SS Fei-
ern (—• Feierpestakung i Besonders
Kim Jul fest tJul allecrman feier
der W tmers.mnenuc-'adc i da» »on der
SS anstelle dc» cJutMKhcn Wcih-
lueMiIrMn pnyupen wurde frNrte
»la» Entzünden der lulleucbtet rum
»««gcsshricKncn Ritual Aiwn Rech»
hihrer SS wurde der J gerne auch als
Geschenk verwendet ah eme Art
Auszeichnung. Haftlmgc in der Slodd-
lierwerkstan de» Klmkerwerk» im KZ
-» Neuengamme Mellten IW I5t««>
J her ws«. t «an.»
Juwtdcwtseher Orden Der »<m dem
Waadersogel und politischen Schott
Meller Artur Mahraun IIMWi-|wVt)
|4>l gegründete und geführte natu»
nJ i.Arxh oncnlicnc J «pu-lte m
den ?ner labten in der bundnehen
JutcnJKwcirune eine wuhtie« Rolle
<-* Jugend) Das fnwitcriehm* und
fugctkJbewcgtc (»meins«, full eine Er-
ncuenmg «jt fSdilik »iahet die Be
zewhnunv -lungdt - - und dae < trientic
rung an nuttclaltcrbcbcn < h den»: ree In
mrt Bruderschaft und Kamera«Khalt
willen auf dae Jungen übertragen wer-
den IUM Ktelligtc «ach der I an der
Gründung der hKraien Dt Staais-
partci und Kzoe d-imd Stellung gegen
den autkommeruien Nat «oz Dae trotz
AmKsaJenz und W wtersprüchbchkcit
entschieden« Halruns des J gegen die
«ca führte IW zum SertsM und zur
kurzzeitigen Verhaftung de» IWeu»
fuhren« Ihe Ideen de» J urxl Mahraun
blichen auch nach IW umunnen
Jun«»«dk v Hitler-Jugend
Junkersehul« n Zentrale E inruhtung
zur Ausbildung dci I «ihrer (Offiziere)
der bewaffneten SS ( — Watten-SSf
Die bn zu zehn monatigen Lehrgänge
ahiw-itcn grundsätzlich Jen Kriegs
schulen dc» Heere» wiesen aK-r Zusatz-
fache Schwerpunkte auf wie das au*
der lnb-*mogcnitai der BewerKr re
«ulncrende Ziel Jer sozialen und twl
dungsmaBtecn StandardtMcrung und
die weltanschauliche Erziehung NU
wurde Je erste J tn HaJ lote l«33 »he
zweite in Braunschweig «spater fSnen)
errichtet Im Zweiten Weltkrieg tute-
len 1 in Klagenfurt und Prag Die Ns
cr»ecbikktcn Führer kamen zu
Sl-MIN. außerhalb der bewaffneten
SS zum Emsalz. Bereits l*Mli kamen
aK-r drei \ «eitel des I uhternachwush-
scs der J zur rasch wachsenden Waffen-
SS Wahrend de» Kricees wurden etwa
15(111 Führer tn den J ausgebildet Im
Marz IW wurde der letzte loten
Lehrgang der SS-Dtsision Nibehm-
een«. der letzten »on «mmcll ’M SS
Drsrusmen crngegfacdert i.moUwit
jcatserwald |KZ> Mitte IW zcgrün-
de les KZ in der Nahe «un Riga f-w
Lettland > nut zahlreichen AuBcnlagcm
und ArK-Kskomtnando« Die laM au»
«chiicBlich lüdrsehen Gelungenen (un
Marz l«M4 rd. 12001k da»on Frau-
en t harten die L iquiJicrung der kett -a
tillctto» überlebt Nun »ertielew sie
dem tut soz. Scrdikl der -S cmichtung
durch Arbeit-. K. wurde ab Anfang
AuguM 1*44 csakuK-rt die weibischen
< »ef.ingenen kamen ms KZ -• St ort hot
bei Danzig, wahrend die Manner m KZ
un ReichsgcNct »crlcrt wurden (-•
Rasscnpofatik und V <i|kcrak*d I
lartm Uaanw»
Kwntedi. Brigade Benannt nach dem
Kodaboraieur und späteren SS Bn
gadefuhrer Kammski der in Weit»ru6
land einen halhaulonomcn ScibMser
wallungsKrzirk nut Miliz leitete, die
mit »Jen Deutschen gegen Partisanen
»oreinc \or der R.ecn Armee zog »ich
K im Herbst IV45 mit der au« der
Miliz erwachsenen Bngadc tMUD-fflllJ
Maimi plus Trod zurück unJ wurde
dem Chef der SS BanJenK-kamprune»
»erbande. Erich »»wi Jem Baeh-Zekcw-
ski uwicrMcIh I 'ntcT ihm wurde «he B
zur Niederwerfung «Je» —
Aufstand» l*M eingesetzt wobei we
durch beioiMiere Gransamkcit und
umfangreiche Pluraicrungcn auflicl
Himmler forderte daraufhin die Ver-
hallung «un K . der sann Stab nach
Lodz eelockt und unter Leitung Bach
Zelewski» erschossen wurde l'xMw »w
-Kampf dem Serderb- '»al MM Pt'pa
gandagMrolc un Zusammenhang mir
den Bemühungen um SefbMseruwung
I—• Autarkiel Die Parole diente wie
die Plopagariiialigul «Je» -* hadilcnJJau
auf dem Gefwet «Jer EnergieserMirgung
«Jem sparsamen I mgang mit den Le
Knimnichorratcn tur den nut Ptaka
ten und Anzeigen K-sonders m Kneg
Propaganda gemacht werden mußte
«•.wrwr»»
Kampf urw» Dasein «. Mrdizia
Kampn»uwd fll dralMfw Kull ar Kul
turroIrtiscK FaWKhtung «idkncher
Kulturschaffender unter l citung Ro-
senherp Bereits IV27 als .Nat uw
liescKhiti lur dl Kultur» gegründet,
w* der K cm SammelKcken recht*-
extremer Anflcnscn«rr des Weimarer
Kuilurlehcw» < Mine Breitenwirkung
wurde der K DM mn der fhca-
tcrK.-Mk.hcr Orgamsatnm Dt Buhne
zur -* NS Kulturgemetnde screaugt.
<hr l*H7 der Ns Frcizeworgmisation
•Kraft durch Ercudc- anveglicsJcrt
wurde tnu*a»n>
Kampfer für ter nationale > rhrhung
Angehörige «Jer NSDAP der SS SA
und änderet AcramJc. die «»« «kr -*
Machtergreifung- IU.ll für den Nat
wr gekämpft hatten Durch ein ent-
sprechende» Gesetz »«an 2TJ1 IUM
erhielten «be K ah tklihnuni für
ihren Einsatz gleiche Acrs«»reungsan
spruche wie Knerwptcr wm
Kampffront Schwmz-WeiA-Rot Zu
«ammentdifuU «sm -• Dt rsationakr
Soikspartei (DNVPl und -» Siahlhctm
tur die RcKhstarswahlen «om 5 3 füll
Der Name ^«chwarz-WciB-Rut« gmg
auf die Farben dc» Kaiserreich« zurück
Die K erhielt bei den Wahlen 52 Man-
date und Metterte «Jer — NSDAP als
Koalitionspartner die Mehrheit
wm fMmw*
Kampfgemeinschaft rv«i«4wnonaler
NalionaJsoztaliMen x Schwarze IrnM
ksmpteport V 'pTI
kaiplnii Nal w.- PropagandaheerüL
«k-r die Z«i »<m der Paneigrundung
IMl*2ti br» zur — • Maehterrr cifune-
Ihr» m fblcrrcK-h H» zum -» An
Schluß 19Ä) »erklärte Die k wurde
zur htlKi/urx de« m»-stifiz»crteii
Frontcrlcbnnsc« rm Irstea Weltkrieg
slttesacrt und «feente «1cm kuli der
-• Allen Kamplet, «fee rht -pditnchcs
Fuhrcrium- ruh utet «fee Ms««< der
-Mttlauler- nach 190 aul die k grün-
deten Die«»- naisoz -Kamp!tetnern
schall- «oihe nach «irr Fr ob«.-rung der
p4ni«ehcn Maehl un Innern «fee neue
eil GnUle ach nach außen tragen und
so die Schmach Je» -Diktates So« Ver-
xmWc»- tilgen
Der gescheiterte -* Hitkrrputsch »een
M N 11 192.5 tah al» zentrale» Erriefen
«fcr K_. Jessen dx Paruisplze zu Ehren
ikr -tietallencn «ler tk»c|unz- all
phrbch mit dem Marsch zur Münchner
FcMhcrrnhaik erdachte Mhä.* M» »i»
RawaMurthlwiKb s. Seekrieg
kaa/rfewizr I nter Rttckgrtll auf Jen
in der Zeit Je» BrsmarckschcB Kultur
kämpfe» geschallenen 11fein Nr< »li
• urdc un [kitten Keich pgittwhc Kri-
tik s«m PiKstcrn rm Gottesdienst ah K
«cTliih-i ZuMaixiip Irr diese-» Delikt
waren «fee arn 21 Marz aufgrund
einer Vcern Jnune eingerichteten
—• MmdcrtcrKh« S<ek Pfarrer «ter
-• Bekennenden Kirche und dc» ka
tholochen Klerus kamen mit dieser
Strafbestimmung in Kmllikl Ihr
Mehrzahl del vUteeleitctcn Erimlt-
lunpirtt.ihnn «unk' au» Uiknpli
Irschen und taktischen Erwägungen
ciageclclll i-a Kirchen und Rclipsm.
—» V ert-dgung) fx~wr
kanzln de» 1 uferen IMM tmtcr Philipp
Bouhtet erachtete Partcistellc. zuslan
54fe
dig für an Hitler fsersswilich bzw an ihn
al» Partcicbcf geachtete Eingaben
Gegliedert I IW .W) in fünf Hauptäm-
ter darunicr Ami II Parteipolitisches
Amu und Amt III. < >nadc machen da»
die Kompetenzen in I madcnsachcn tur
«fraffallit gewordene -» Parteigenos-
sen abo die I io»chaliunc einer Partei-
tnslanz m Jas < irudenwesen der Justiz,
wahr nahm Ami II b der K organisier-
te ab Fruhiahr IW dte SS Kinder
.Euthanasie- Im Oktober |9fe» wur
Jen frsihk-r und Hitler» Leibarzt Dr
kart Brandt ton Hitler mit der Durch
tuhrung der NSFrwachscnen--Eutha-
nasie- (-• Ak tum T 4) betraut t — Me-
Jtzini <we erfolgte durch da» Hauptamt
II unter Viktor Brack getarnt und in
Zusammenarbeit mit »lautlichen und
anderen Steilen Ihc K war 1441-43
organisatorisch und besonders durch
Abstellung »elfe -Euthanasie-Personal
an «ier Vernichtung Jet -• Juden in den
Lagern «k-r -* Aktion Reinhardt beter-
hgl 1942 »unk' Je k zugunsten dci
Partei- und der Kcrchskanzlei »erklc*-
nert |-a Reichskanzlei -• Sicllscrtre-
ter des Fuhren) i-aaofewg
kapitulalN.«. Iteulschland 1*45 Die K
wurde in «crschiedcnca Schritten zu
unterschiedlichen Zeitpunkten «ollzo
gen Geheime Kontakte zwischen dl.
< «ener aien in Italien und «km L’S-Ge-
hcwnJien»i in Jet Schweiz »eil Februar
1445 führten ohne Kenntan Hiller»
und ruKh vor dessen lod zur K der
Streitkräfte teuer < •encr.ikdserst » V ie-
tmehoft. dem Oberbefehlshaber Sud-
west in tfberu.dien Dessen Vertreter
unterzeichneten un Hauplquartiet des
alliierten t Ihcrkimmandicrenden un
Mittelmeerraum FeidmarsehaU Alev-
ander auf Schl« 45 < aserta bei Neapel
am 2441445 die TcilK Sie galt für
ganz Haben und wurde erst mit dem
Tag ihres Inkrafttreten» am 25. bc-
k.irmtgeecben Hitler» Nachfolger ah
Ml
-• KcKhsprksidcnl. Giutkadnural Do
•fez. »ersuchte durch Ted-K im Westen
der < icsaiwt-K auszuweichcn und Zeit
zu gewinnen für «fee Flucht der dt
Soldaten und Zrsiitston »or Jet «iwj
Roten Armee tn «einem Auftrag han
«teile der Oberbefehlshaber der Knegs-
nvarinc ». Fnedehurg. un hat Haupt-
quartier bei Lunebur« cme Teil-K aus
Am 4 5 nahm I cldniarsshall Montgo
men die K «ter dt Truppen in Nord
«esfckutschland an dci beit Front rn
Dänemark und in Jen Niederlanden
entgegen Die deuts-hcrseits son Fric
debure unterschnchenc K trat am 5 5
in Kraft I m wertere ledk rm Westen
abzttschlieäcn eilte er nach Reim» in
da« LN Hauptquartier, wo er aber mit
der strikten Forderung General Fanen
feowers nach bedmgungskwer K kon
frontiert «ur«k In Verkennung der
»crbicibcndcn Moghehkerten sandle
Donitz Generaloberst heil den ent
Khicdcnstcn Gegner der Gesamt K
nach Reims Auch lodl scheuer« Er
unter zeichnete am f 5_ um 24| Ihr
im Namen des «fe Oberkmnmando» «fee
(tesamt-K aller dl Streukrahe Stetrat
am S5c um 2J1H I hr m Krall Auf
Druck der Sow>et» wank dieser Akt m
deren Hauptquartier in Berlin Karh
horst wieikThoh f95.1116 l'hr). I nter
Zeichner auf dt Seile war ua General
teldlTlarsc hall Kegel MM diesen Iteidcn
Zeremonien war Jer Zweite Weltkrieg
in Europa tsx*ndct Enteseco trute-ren
Forderungen der Alliierten nach emer
hrdingungskwcn k (»unamdttauMl
wremkr«!. v«m Roosevelt auf Jet
-• Casablanca Konferenz am 24.1 IWO
erstmal» gefordert und seither «on
Mmlltehcn AlfeteHen stets bekräftigt
beschrankte sa.h die K -L rkumfc auf
die mdilartsche K und tangierte den
dt Staat zunächst rocht Da« Kabinett
Dorntz «iaa »emc fragwürdige Iz-grti
rnation mch »un Hitler toerkttetc. cu-
»Berte gcspcrotergletch weiter tu» ruf
karMorter Prwgmm
(ictanecnnahmc «einer Mitglieder im
255 Es enlMand em slaalsrcefellictics
Vakuum bt« die »»er Saegermachtc in ei
ncr PriAlamanoe «om ' n da- Refie-
ruagsgcwalt in LX-ut«chUnd oflizicll
übernahmca Mit dieser Juni Deklara-
tion und Jem PitvJamci .Abkommen
»om 2X iwa« IVusJaancr konte-
ren/1 wurde J« k auch slaatlKh-p»l»-
itsch toMzitecn Dk K hnkutetc ru
gfewh «las E tuie des Dt Resches.
fhegraMi*
kapo s. koaz«nlranuaJstt« '
karuihafe (auch < «rmhaili Landsau
Geumgs m der Schurfhcidc ruudbeh
s«m Berlin am OstranJ «ks Gbgldoil
ner Sees nahe Groll Ds4toi (Landkreis
l ckermatk i Goring erwarb da« ehe-
malige kaiserliche faedhau» |MM. facti
es prunUiofl zu tuet» ahjl llcrteriMU
(«Wakfesof-i ainhmicn und hmaimte
es nach Semei erden Frau Hier emp-
fmg er Staatshesuchcr. »eranstallclc
Jagikn und Feste und richtete «aJi eme
nragc private kun»t«ammhing em. ihc
tedwetvc au« Jem kuasiraub ta Jen be-
setzten cunpusten I andern «lamm-
te. Beim AmUckcn der Roten Armee-
Ile* er «fee Sammlung an »eisehicdcnc
Orte überführen and Jk- Baulichkeiten
aersforefe. «»*«• taous
Kart'hud« t Frugramm Fan am 24 4 l‘< ’4
der Pracer Reexrung »orgek-gter »cm
Hiller mrtuerter kaiakig »encharftef
AuionomictorJcrungen der — V*k-
tenjeutsehen Partei für Ja» -• Sude
icnland mil dem «fee -» Sud« lenknse
ihren ersten H.ihcpunkl crrcictilc In
ashl Punkten icflangtc da» K I »»He
Gkiehbcrechtisune Jet dk Vi A«grup
pc mit dem tschceil Volk 2 Afeefken
halbste»»bc
nung der sudclendt Volksgruppe ah
Rcchtvpervinlulikctl. 3. Feststellung
und Anerkennung dc» dt Siedlung»
gebtelct: 4 Aulbau einer dt Selbst
Verwaltung un dL Siedlungsgebiet.
5 Schaffung gesetzlicher Schutzbeslim
mungen tur die außerhalb de» dt. Sied-
lungsgebiete» widmenden Sudeten
deutschen t> Wiedergutmachung de»
dem Sude lende ulceht um »eit 191* zu
gefügten Unrechts. 7 Durchführung
de» < irundcat/rv daß un dt < icbict nur
Deutsche öffentliche Angestellte sein
sollten. K volle Freiheit de» Bekennt
nisscs zum dl Volkstum und zur dt
(gemeint nat ««/I Weltanschauung
Die Prager Regierung lehnte diese
weitgehenden Forderungen als < teUhr
düng der inneren Einheit des Staates
zunächst ab. nahm we aber Anfang Juh
193k weitgehend an wna
hatholiM-he Aktion Ix.»/' in Italien ge-
gründet. handelte es sich bei der K um
eme Laienbewegung mit zunächst
primär politHcher Aufgabenstellung
Diese •Teilnahme und Zusammenar-
beit der Laien mit der apostolischen
Hierarchie-, wie Papst Pius XI sie defi-
nierte war im katholischen Deutsch
land nie sehr populär gewesen statt
liessen war hier ein Netz von starken
Organisationen aufgebuut worden die
im ganzen land vertreten und von
bischöflicher Kontrolle weitgehend
unabhängig waren Nach dem •
Reichvkonkordat und dem Ende de»
politischen Katholizismus erhoffte sich
Rom von der K eine ähnliche Auttanc
lunktuin wie in Italien Da die Nat -
soz eine weltanschauliche Massen
Bewegung wie die K nicht neben sich
dulden wollten, sah sie sich mit Re-
pressalien und letrorakten kordron
tiert Höhepunkt de* NS-Tenors gegen
die K war die Ermordung ihres Berli-
ner leiten. Erich Klauscner am
«Mi 1934 Ante^uv.
542
Katin Ortschaft 2ll km westlich der
ru»s Stadl Smolensk, wurde in JVdcn
zum Svmbol für da» Leiden der Hden
in der Sowjetunion un Zweiten Welt-
krieg. Im Februar 1943 entdeckten dt
Soldaten in einem Wald bei K die Lei-
chen von 4-4410 poln Offizieren, die zu
den etwa 15 (XII Soldaten und Offizie
ren der poln Armee gehört halten, die
nach dem Fi nm ai sch der Roten Armee
im September 1939 in Ostpolcn (—♦
Dt »ow| SichtangnHcpaktl ah Kncgv-
getangenc in sowj Spcziallaget geraten
waren und seither als vermißt galten
Am 1'4,1943 wandte sich die poln.
Exilregierung in London an das Inter
nationale Komitee vom Roten Kreuz
mit der Bitte um Nachforschung, was
auch son dt. Seite verlangt wurde. Dar
aut klagte Stalin die poln Regierung
der Zusammenarbeit mit Hitler an
und brach die diplusnatnchen Be/ie
hungen ab Die l JSSR wie* diesen
Massenmord del dt Seile zu und nahm
ah Tatzeit den Herbst 1941 an Ver-
schiedene I ntersuchungcn wahrend
de» Kriege» und in der Zett danach
machten fcdoch den iowj NKWD ver-
antwortlich und datierten die Erschie-
ßungen aul den Zeitraum Apnl Mai
IMO Such nach dem Krieg hielten die
WW). Behivrdcn an der Version. daß
Deutsche die Falci der Erschießungen
in K gewesen »eien. lest Erst |9K7 kam
cs zu einer Vereinbarung zwischen
Jaruzelski und Gorbatschow, die Ver-
brechen vom k autzuklaren 199ti er-
klärte die sow) Nachrichtenagentur
T ASS offiziell, daß die Masscnerschie-
Bungen un Fruhtahr 1941 > aut Befehl
höchster »owj Stellen vorn NKWD
durchgeluhrt worden waren
Araw gi-MMto
Kaut-n <<>tes1to/KZk dt Bezeichnung
lur Kaunas I hl I Kowno (rus* I. Haupt-
stadt -• Litauern »or dein Zweiten
Weltkrieg Im zeitlichen Umfeld der dt
Keppler- kreis
S4J
Besetzung Lode Juni 1941 kam es
zunächst zu spontanen anuscmilisehcn
—• Pogromen später zu vom —• SD or-
ganisierten »Aktionen- mil ca. IO<HI
Toten. Die rd 30001) Überlebenden
Juden wurden bis zum 15.8.1*11 im
Stadtteil V iliampok Slobodka ghcttoi
wert Dr Fkhanan Elke* wurde zum
Vorsitzenden des indischen Ältesten-
rats bestimmt Im Zuge der -• EnJIo-
vung in Litauen sollte auch das Ghetto
in K liquidiert werden Die beteiligten
dt Instanzen - SD (KUS Jager). Zivtl-
serwahung (Stadikommissar ( raniet)
und Wehrmacht einigten sieb un
Herbst 1*41 jedoch daraut, die arbeit**
fähigen Juden zunächst in K zu belas-
sen Am 2H|t)|94| wurden in der
-Gruden Aktion- ca. 10000 Personen
selektiert < -♦ Selektion) und am Rande
der Stadt im sog. Neunten Fort erschos-
sen wo -* SS und einheimische Kolla-
borateure bis zum Sommer 19+4 mehr
als 50000 Juden aus Litauen. Deutsch
land und anderen Landern ermordeten
Die folgenden zwei Jahre tm Ghetto K
waren geprägt durch — Zwangsarbeit.
Lcbcnsmittclknappbeit. sporadische
Deportationen und ständige l 'bcrgnfte
von außen Elke*' Judenrat lat sein Be-
stes. die Lage der Juden ru verbessern,
scheiterte aber an der dt Vermchtungs
politik <-• Rassenpohnk und Völker-
mord) Nachdem Heinrich Himmler
am 21.6.19*3 die Umwandlung der
Ghettos un -» ReKhskommrssatial
Ostland m KZ befohlen hatte begann
die SS (KZ-K<immandani Wilhelm
Gcicke) ab Mine September 1*4+ mit
der Deportation der arbeitsfähigen
Juden in umliegende Außcnlaecr sowie
nach —• Estland Die -KinJcraktion«.
der am 2^3 |944 rd l*»i KZ-lnsassen
zum Opfer fielen, leitete die letzte Pha-
se der Judenvernichtung in K. cm. Die
Widerstandsbewegung an Ghetto ver-
suchte Fluchtwege zu den -• Partisa-
nen und zu lit Helfern zu schaffen. Am
7.?. 19*4 begannen die Deportatuuicn
in KZ tm Reich und die Zerstörung des
ehemaligen Gbettogeiandes. aul dem
sich zahlreiche Juden in Erdbunkern
versteckt hielten Elkes starb ab
17 10 1*14 un KZ —» Dachau Aus den
kümmern des Ghettos befreite die
Rote Armee am 1.8 1944 ’M) Überle-
bende einer einstmals blühenden jüdi-
schen Gemeinde Aw» W«nä«u<
/ avriuur-
T.es Aon*«* ll.iA-a«« ZN*
A»«s«r> <**rm» Dian kg «on Mama (idbcrt.
fmdon 1'IMI
Kaunas s. Kauen <(>hctlolh/.)
KdF-Wagen s. Vwlkswagen
Kemna (KZ) Am 5 Juli 1913 wurde aul
Veranlassung des Wuppertaler Polizei-
präsidenten in einem im Wuppertaler
Stadtteil Kemna gelegenen leerstehen-
den Fabrikgebäude cm -provtmwtscbes
Sammeflager zur vorübergehenden l n-
terbnngung von politischen Schutz-
haltlingen- eröffnet <-» Schutzhaft. -»
Schutzhatiiagcr> Die Gefangenen wu
ren tn der Mehrzahl Kommunisten
und Sozialdemokraten, prominentester
Häftling war der preußische Zentrums-
pofiliker Heinrich Hirlsieter Bis zur
Schließung des Lagers .un 23 I 1934
wurden schätzungsweise 4500 Häft-
linge dort inhaftiert, wobei bis zu
1(1)0 Menschen in die für 2UJ hm
Gefangene vorgesehenen Unterkünfte
gepfercht wurden Sadistische Quäle-
reien und körperliche Mißhandlungen
der Gefangenen waren an der Tage*
ordnung und wurden im Jahr 1948
durch einen Prozeß gegen W Mit-
glieder der SA-Wachmannschaften
dokumentiert und emer breiteren Öf-
fentlichkeit bekannt Bar*«« Putfi
Keppler-Kreis Benannt nach dem 1927
der NSDAP bcigctretcncn Ingenieur
KiiirIrrtoktM-rvihKkua«
und Gclatinctabnkaten Wilhelm Kepp-
ler I INK? IMNh SC« Ende NH Wirt-
schaftsberater der XSDAP 1932 bd
delc Keppler auf Hillen Anraten den
K em zwollkopfiges Berat ungsgremr
um von führenden Persönlichkeiten
aus der Wirtschaft und der Finanzwelt
die tut Hiller warben (erstes hellen
am 2*16 1932) Aul Vermittlung des K
kam am 4.1.1931 das hellen zwischen
Hitler und dem ehemaligen Reichs
kanzki Franz »on Papen zustande da»
Hitlers -» Machtergreifung- vorberei-
tete. Aus dem K eine 193' der -»
Freundeskreis Rcichsfiihrer SS hervor
Hnti'
Kinderlawdiersehiekunc Bezeichnung
lut ecsundhcrtlKh begründete Ferien-
retsen von Stadtkindern Seit 1940 trug
die — HJ die inhaltliche Verantwor-
tung und führte die Maßnahme in Zu
sammcnarbctl mit det -* NS-Volks
wohtfahn und den Schulen durch Der
Tciminus -Erweiterte K- eoOte »er
deutlichen daß es weh hei den massen-
haften Evakuierungen aus den seit
1943 verschärft von Bomben bedroh
len Stadien (-♦ 1 uttkrieg) lediglich um
eine Ausweitung bereits vorher beste-
hender Erholungsmaßnahmcn han
dein wurde Die eigentliche Notlage
wurde in eins ideologische Tugend
umgewandelt Dk- Kinder waren vor
den Kncrsauswitkungen geschützt und
politischer Beeinflussung und patanu
htanschem Dnll ausgebetert Insge-
samt wurden etwa s Mio Kinder und
Jugendliebe im Laufe des Krieges cva
kuiert Sie lebten teilweise jahrelang
in Schullandheimen. Jugendherbergen.
Zeltlagern Pensionen Hotels Klostern
us» Nachdem die K Anfang 1944
ihren Höhepunkt erreicht hatte, begnn
nen Mitte desselben Jahres die Ruck
fuhrungen die sieh bi» in die ersten
NachknctMtltMUte hinzogen vielfach
gerieten die Kinder bei Kriegsende
544
zwischen die Fronten, oft nach der
FlushI des Bctreuungspcrsonah
Kmzt VWiCk
Heonarsl lost Ab Zlmr' « Zlw« t'vrvrv
kwJoMiro.Mitmr /•*>- 'wß FriwAlun
m Maie 1943
kirchenkampf 1933 entstandener Be-
griff zur Beschreibung der Auseinan-
dersetzungen innerhalb der evangeli-
schen Kirche, aber ebenso Bezeichnung
tUr den Kampf der Kirchen um ihre
Freiheit und Eigenständigkeit gegen-
über dem nat soz Totalitatsanspruch
wie auch lur den Kampf zwischen Chri-
stentum und nat mw Weltanschauung
und Herrschaftspraus Nach 1945
wurde K rum Epochcnbcgrdl tür die
Gesctuchlc der Kirchen wahrend der
NS-Herrschaft (-* Kirchen und Reli-
gion). Irotz des grundsätzlichen idcoio-
g ruhen l ntcrvchiedt zwischen Nat miz
und Christentum vermied Hitler, zu-
mindest untätig!» einen Konfrontation»
kurv mit den großen Kirchen: seine
Kitchcnpotauk war vielmehr darauf
ausgenchtct auch diese in »ein Kixtzcpt
der —» Gleichschaltung einzubinden
dabei allctding» da» öffentliche Leben
weitgehend zu -cntkontcsssxiahsie
ren- Er vchkiß mit dem Heiligen Stuhl
im Juli 1933 das — Reichskonkordat.
das katholischen Geistlichen und Or-
denslculcn jegbehe politische Betäti-
gung untersagte, andererseits aber die
Aufrechterhaltung der theologischen
Fakultalcn dcr KonlcsMonsschulen. de»
Rchgionsuniernchts an off entheben
Schulen und den Bestand der kirchli-
chen Presse garantierte Der katholische
K entwickelte* sich un wsrscnthchea zu
emem Kampf um die Einhaltung der
Konkoidatsbeslimmungcn. die von An-
fang an von den Nat soz unterlaufen
und umgangen wurden, besonders tm
Hinblick auf den Acthandskatholizis-
mus Die evangelische Kirche sollte
MS
durch die natsoz. Kirchenpartei der
• Dt. Chrrsrcn von innen heraus
gieichgcschahet und zu einer einheitli-
chen Rcichskirche unter SS-konformer
Führung umgeMallet werden Dieses
Ziel wurde 1933 zwar erreicht, hatte
aber nur kurzzeitig Bestand weil sich
innerhalb der Kirche eine Opposition»
hewegung gegen die Dt Christen er-
hob. die Mch tn Gestalt der -* Beken-
nenden Kirche zu einer Gegcnkirche
rar dt-chnstbch beherrschten und
staatlich anerkannten Kirche formierte
Die NS-Kirchcnpohtik «ersuchte in
sersshicdcnen Anlaufen, die uner-
wünschte Spaltung der evangelischen
Kirche durch administrative Maßnah
men zu überwinden scheiterte aber
letztlich. Zu Anfang des Zweiten Welt-
krieges «erkundete Hitler einen -Burg
tneden- mit den Kirchen nach dem ge
wonnenen Krieg sollte die Kirchenta-
ge grundsätzlich in nat soz Sinne neu
geregelt werden Cantm Skuiaatn
ImMIo Kbo»kmnd Rrpfrn «Hjt) /W
«tat Itoftr Ätm*. Miiuv J**4
Mticr Kurf fVr ritMfriMcftr
9 Btfc »Ullt • d Satk/GAatajM t^* I*4
Sdbohfcr. Kto«» Dir Ktrchfv wt4 dar Dntr
ftmh 2 Rdr (UflstTÜcnJcf k Frankfwt jm Mmr
«• |«rr hrrlai two
Kislau Ente* KZ in Baden In da»
zuvor als -Arbeitshaus, genutzte
Schloß K hei Mingolsheim (heute Bad
Scbönhorn) wurden Ende April 1933
zunächst sozialdemokratische und
kommunistische -Schutzhafthnge« ein
gclietert t—♦ Schutzhaft» Im Marz 1934
wurde Ludwig Marum (SPD) in K er-
mordet. Zeitweilig diente K ab Duich
gangslager für Internierte der frz
Fremdenlegion Seit Mitte 1936 -Be-
Wahrungslager-, wurde K tm März
1939 als .Arbeitslager« wieder dem ba-
dischen innen bzw Justizministerium
unterstellt (-> Arbeitserziehungslager)
Ws Wur» < «rn/l
K-Mrnklau
Kittelbach-Piraten s. I del weilt-Piraten
KL s. Konzentrationslager
Kleiderkarte s. Ratioiwerung
Klooga »KZI im September 1943 ge-
gründetes Außcnlager des KZ -♦ Vai
vara in der Vihe son Tallinn (Estland)
Die 2U00- 30UD Gefangenen Juden
aus den aufgekbten -» Ghetto» in -»
Kauen und -» Wilna sowie etwa ItJO
so») -» Kriegsgefangene hatten
schwerste Arbeiten zu verrichten und
waren ständigen Repressionen ausge-
setzt. Die Verlegung vor der her anna-
henden Roten Armee begann im Sora
mer 1944 Am IS. 19 9 1944 wurden die
verbliebenen Gefangenen son der SS-
Lagerlcitung zusammengelricbcn. tcib
erschoMcn. teil* bei lebendigem Leib
aut Scheiterhaufen verbrannt Die am
24 9 1944 nnrückcndcn sow) Truppen
fanden 85 Überlebende vor. die sich un
nahegelegenen Wald versteckt gehal-
ten hatten (-♦ Rassenpolitik und Völ-
kermord). A»gn> WanhMi
KruH'liel-t Irgamsation Kommunistische
Gruppe de* -» Widerstand* um das im
Januar 1942 aus det Emigration zu-
rückgekchrtc ZK-Mitglicd der KPD
Wilhelm Knöchel die tn Westdeutsch
land operierte, eine I ntergrundzeitung
(Der fne<lrn\k.it>ipfrr) sowie Flug-
Natter. Klcinplakatc usw publizierte
Im Januar 1943 wurde die Gruppe
von der -» Geheimen Staatspolizei ent-
deckt; von Uber 2tk) Verhafteten wur-
den im Sommei 1944 Knöchel und 22
GnippcnmitKlicdct zum Tode verur-
teilt und hingcnchlct tnyre«» Amr
Koh lenk lau Propaganda-Symbol für
Energieverschwendung. Eme abstoßen-
de. Kohlen klauende Figur mit einem
Sack in der Hand oder auf dem
Rücken diente ab Winter 1942 in einet
KolU-rg
eroßongclcstcn Propagandaaktism ab
Warnung mw ien.hr sinnigem t tngang
mit dem knapp gewordenen Heizmate-
rial. Seine allen Wien dokumcrHK-rtc
Omntpritsenz laut zahlreichen Plaka-
ten, Ansshl.igen. Zetteln. Zündholz-
«chachtcln in Kino und RundfunkI
machte den K schnell und nachhaltig
zum Inh« grill de» -♦ »Volksschad-
Imp- 4Ä«- />.**.•
Kuttxrt Von Goebbels am 1.6.1*43
in Auftrag gegebener Durchhallefilm
Regie Veit Harlan; Hauptrollen
HctniKh George. Kristina Voder bäum
Paul Wegener Horst Caspar Musik
Norbert Schuft ze. Ltauffuhrung am
30.1 1*45 m La Rochelle Mit enormem
Budget (knapp x Mui RM) und riesi-
gem Aufwand (tur die Massenszenen
wurden eigens Soldaten son den Fron
ten abgeslellD gedreht ziehe da» ge-
zeigte historisch verfälschte Vorbild del
gegen Napdeon Widerstand leistenden
Kolbetger Burger IINOM17) darauf ab.
ähnliche» Verhallen unter der dl Be-
völkerung tn der prekären Kriegslage
der Gegenwart zu aktivieren und den
— \ oikvvturm zu motivieren Aussagen
«ne -ljeher unter den Irummem be-
graben ab kapitulieren» und -Sturm
brüh los'- sowie die 1 eilthemen -Hei
mat*. -Lid- und »Disziplin* sollten tm
aktuellen Bezug ikn Weg au» der »er
zweifelten Lage weisen 1*65 kam K
unter dem Ind *30 lanuar 1*45 (Kid-
berg)- m vollständiger Fassung mit aut
klarenden I nlerlileln and kntnehen
Kommentaren »leder in die bundesdt
Kino« es»» Hriz«r
KoUabiiratioa Der Begriff der K m sei-
ner heutigen Bedeutung der Zucim
mcnarbeil »on leiten der Bevölkerung
emes besetzten lande« odet einzelne*
Gruppen und Individuen mit dem
Feind wählend der Dauer eines Krie-
ges - entstand un Herbst 194U zunächst
546
als Ergebnis der Waffcmtilhtandsvcr-
einharungen zwischen Deutschland und
dem besiegten Frankreich (Radu«in
spräche Marschall Philippe Pctain« am
24 10 1*40) Die K ist ein äußerer kom-
plett« Phänomen, das politische, aber
auch militärische ökonomische, kultu-
relle und prnai-gcscllschattbche For-
men embczichcn kann Eber gange zu
analogen und lempvwären historischen
Verhaltensweisen (»Fünfte Kolonne*.
Landesverrat, löosaics Verhallen. At-
tentismus) und fließend und allein
von den divergierenden Motiven bzw.
Bewertungen abhängig Nahezu alle
Formen der K »md durch die Mehr-
deutigkeit der .Argumente ihrer Ver-
fechter und die Doppelwcrtigkcit aller
Verhaltensweisen (Ambivalenz und
Ambiguität) geprägt Beispielhaft gilt
die« tur die wirtschaftliche K tur die
au« S chi ihrer Betreiber zunächst eine
Reihe unternehmerischer und volks-
wirtschaftlicher I >runde sprach
Demgegenüber «fand da« Bi-«trcbcn
mancher l’nlcrnchmer nach vermehr-
tem Profit, wobei sie sich die hevimde-
few I mstandc de» Besätzungvssslcm»
zunutze zu machen verstanden
Kollationen wurde wahrend det
Zweiten Weltkriegs in allen von der
Wehrmacht besetzten l andern Euro-
pas (mit abnehmender lendenz von
West nach (hieuropa). wobei die
Chancen, aber auch die Grenzen emer
erfolgreichen Zusammenarbeit viels
mit den Inlercsacn der dl Besatzungs-
macht gekoppelt waren Besonder»
deutlich wurde die« tm Falle der einhei-
mischen la«-holen, lut die eme nat.
wsz Besaizungshemchah oftmals die
einzige tiefegeaheit zur angevtrebten
Macht übernähme durste Die Trotz emer
totalen oder teilweisen Identifikation
mit den nat soz Zielen reduzierte s*ch
der politische Spielraum der einheimi-
schen Favv histen zusehends Ihre Funk
tion bestand schließlich weitgehend
547
dann, ah nützliche Werkzeuge der Be
satzungsmacht deren Herrschaft m der
Verwaltung und vielen Bereichen der
Gcsclhchaft zu stabilisieren und die
angcstlcbtc w irts.hatl liehe Ausbcu
Hing zum Nutzen Deutschlands nwtzu
tragen Ah eine Illusion der faschisti-
schen K. erwies «ich auch dk Hoffnung
auf eine gemeinsame ideologische Ab
wehrfront gegenüber dem Bobchcwt»
mus. für die immerhin Zehntauscndc
sun Freiwilligen au» nahezu allen be-
setzten Landern t imlttartvchc K > ihr
Leben auf» Spiel setzten
GrWM MäwZiMr
f av-rw»»
Beni ».'Hrsm: Miaue» H-vj-ml » Ca»
(«rtturj <m« <H* i s-r*'-*—c laav-iv-
C4-m**d 4. Zlrift.- ltraiw«««n ufäir Öll»
p«<>* Bern« iw»
Beider RcmUcWI CiC-C.——j»—r •» fl—in-6
an /»*— HrMisrg Muaitlc» l<*C
Hawäteld. GerWWpMrM Marsh (Hgl 4>41a
N«ar»w <r Innumh AWM. Wmwhag wW
gslne »ahfvwZ A* c*r»>»W*>.'r*Znlv*6r* BoW
:mt W - zwar Fraaklun an Ma» tw>l
Kolomalpolitischr« Vmi der NSDAP
Du« am 5 J. 1934 unter dem ehemaligen
Frcrkorpstuhrer und Präsidenten des
Rciehskolonialbumics. Franz Xaver
Ritter von Epp. gegründete K for-
derte die Riukgabc det ehemaligen
dt Kolonien sowie die Schaffung eines
mittelafnk dl. hi äoniafrcichcs und
repräsentierte insofern die außenpoliti-
schen Ziele revisionislisch-impcrialtsti-
»chcr Gruppierungen m Reichswehr
Wirtschaft und NSDAP Da« K sollte
die Kcmzefle eine» - nie verwtrkhchten
- Reiehskolomalministetium» bilden
Entgegen den VorstcBungcn Hitlers,
sah das K. m Großbntanmcn den
Hauptgegner und die l JSSR ab dau-
erhaften Verbündeten Aufgrund de«
Kriegs» et laute« wurden seine Ziele
auch nicht ansatzwersc realisiert
Kunwnlern «. Vntikominlrrnpakl
Ivzwnii rartvefrtil
Kommandotielih) V olkcircvhtswidri-
gcr Gchctmbclchl Hitlers an dl« -w
Wehrmacht mit separater Bcgrundunc
vom 1*101*42 zur Vernichtung in«
besondere wcstdllucrtcr Kommando-
trupps Der K wurde im Wehrmacht
bericht vorn 7.10.1*42 z. T otfentlidi
angckundigi Angehörige gegnerischer
Kiwnnundiunlernehrwen. die sich wie
- Banditen- benahmen. soUtcn vernwh
tef werden l .iut K sollten sie nut oder
ohne I nitivm rm Kampf ovler auf der
Fluchi -niedcrgemacht« werden Kmn-
nunduautgbcder.dK r B durch die Po-
lizei in den bvsctzlen Ländern lebend
in die Hande der Wehrmacht gerieten
sollten -unverzüglich- dem — SD
Übergeben werden Der K wurde nach
der -• Invaum 1*44 hesutigr und auf
Angehörige alliierter Militarmncnmcn
auvgedehm die an dt besetzten Sudo-
sten und SudweMcn bei -* Partisanen
gefangen wurden Die Angehörigen
der Irupps wurden, z. I nach Verhör
entweder von der Wehrmacht oder von
der —• Sicherhcitspofizci crscfu>»cn
l.Cär» fcrfl
Kommrwarbrlriil V o kerrechivwidrigc
Anordnung Hitlers zur Ermordunr ge-
langcnct iow| Kommissare. Etwa cm
viertel Fahr vor dem Becinn des An-
gritfv auf die I dNSR il nlef nehmen -t
Barbarossa -» Oslfcidzug 1*41 - l<M5)
ualcrruhtclc Hiller m einer Bespre-
chung am 41131*11 die anwesenden
(cneralc. daß nach dem Begmn Je«
Kncgev mit der 1 JSSR kommunnli-
vcfw Kommissar« zu töten seien Ent
sprechsmd den Vbsichlcn Hitlers wur
de von WehnnachtfuhrungvMab Je»
OKW und Rcchtsabreilung im OKI!
em Erlaß au»gcarbeitct. wonach im
OpcratM>n»cel'«ci znilc Kommissare
•geder Art und Steifung-, die sich ge-
gen die huppe wendeten bzw vetdach-
tig waren, «ach gegen die Truppe zu
wenden, zu -erledigen* seien noch aul
ti iH rfcc Parte* l><wtsKM*aä' 1KPD1
MR
dem Gelectilvteld seien Kommissare
«on den übrigen Kncgsgciangcncn
abzuscmdvm und tu -erledigen- Im
rückwärtigen Hecrcsgebie! seien k*en
mrssarc. die wegen vetdachltecn Ver-
halten» ergriffen wurden, zur hxung
an d»e — Einsatzgruppen und Korn
mandos dci -» Sivhcfhcitspolizci zu
überstellen Diese Richtlinien wurden
am 6 6.1941 an die < Ibcibelchhha-
bet der drei Wchrmachltcik übersandt
Verleih wurden sic an die Oberbefehl»-
habet der Aimccn und die l.ufttlot-
lenchef» bzw ähnlich hohe Stabe Dk
Bekanntgabe an die r.*ngniedngcrcn
Befehlshaber und Kommandeure er-
folgte mündlich Der K stielt bei leiten
dci Truppe und Offiziere aul Wider-
»pruch Bei einigen Einheiten wurde
der Befehl nicht durchgefuhrt Das
OKH regle am 23.9 1941 beim OKW
zunächst vergeblich an. -die Notwen-
digkeit der Durchführung de» k in der
bisherigen Form un Hinblick auf die
Entwicklung der Lage zu ubcrprulen-
Erst Anfang Mai 1942 wurde der K auf
Anordnung Hiüct» versuchsweise auf-
gehoben. nut der Begründung, dadurch
die Verhärtung des feindlichen Wider-
standes aulzuwciehcn und die Neigung
eingc-w.hli'sscner *o»| Iruppen zur ka
pitulation zu »teigem Danach »urdc
der Befehl nicht wieder m Kraft ge-
letzt U 1C| Onüm
lamaw-
kriwrl MrtaKH AeawawiHrbrMW msZ -dr
»<äl<lwloM>lag Rar San iw- n Kne> Saär
Vwncbatinkrtir na Zeiigcsdn-ble IS |pr*> S
MC '»
Simm Ahnd Z>a ReAandäatr rntrnhr
änrnaHaarmr- > «Ml talanw- hur
Alt aiam It Iknklhcre Kwbraiw 1<MI
Srnii Ounuaa IA> fkWandlwng Jr> «a»>cü-
«eken Kneperfanncsiefi and ><4k««rctwlc-tir
PtaNowe de» Krirges gegr» 4» Suwyiwiiwi m
<M»ä M I <Ist «UV» MtMhaai Welle <H»> Orr
ärwraWr l hrrtaH auf Mr Vapwao.sk Haaäturt
M» Ma» IWlt
k«mmuaKliK<1ie Partei Deutschland»
(KPD) Die KPD am 3U.12.1918
durch den Zusammenschluß des •Spar-
takusbundes- und der -Internationalen
Kommunisten Deutschlands- in Berlin
gegründet avancierte Ende 1932 nut
ca 6 Mio Wählern zur drillstarksten
Partei tn Deutschland Gelenkt von
der Komintern tn Moskau, nehtete sich
die KPD zwar ItuhzciUg aul die Hk
eaiital cm unterlag aber einem doppel
ten Irugschlub Bis Ende 1933 wurde
die -• SPD zum Haupcgegner erklärt
GSonaltavchismu» lhesc-1 und der
nal soz Terror uatcrschaizt - der er-
sten VcrhaltungswcUc nach dem —•
Reichstag*brand fielen rd. 11 <<<• Kom-
munisten zum Opfer <—» Reichstags-
brandscrotdnung -• Verfolgung) Bei
den Revchsugswahkn vom 5.31933
konnte die KPD zwar I2_33h der Stim-
men erreichen, ihre hl Mandate wur-
den feikwh s-dorl konfisziert Dte Par-
teileitung war bereits am 30.1.1933 in
eine Auslandskitung in Pari» bzw l*rag
und eine illerak Inlandsleitung in Ber-
lin aultctcilt worden Der .Alltag de»
— Vk iderstandcs »ar m der ersten Pha-
se Ihn Ende 1935) dutch emen verlust-
reichen Aktkmismus und den ständi-
gen Neuaufbau der < trganrsalion ge-
kennzeichnet. »o daß sach danach cm
Großteil der Basis aut das L herkbcn
im Milieu beschrankte I-« Arbeiter»!-
detstand) Mit der *og. Btusaclcr Kon-
ferenz (Okt 1935). eurem Treffen der
KPD-Euhrung in M-v»kau wutden die
Leitlinien «Jer Partei geändert die
getarnte Arbeit m den NS Mavsenor
gamsationcn knie die (MfenMstakhk
ab t -trmanischcs Pferd« 1. das Linhcits-
bz» VoikcfrimtangcbiM an die SPD dx
Sitzialfaschismus- Diese Das letztere
Angebot tchciierte an der Skcpsi»
der sPD. ersteres an der Kluft zwi-
schen Parteileitung und Basis Eul
und in-netdt Widerstand waren ge-
trennte Handluntscbcncn Der -• dt
M*
kmwrntadnodater Ik Z»
sowj. Nichtangriffspakt lahmte den
kommunistischen Widerstand »>4lcndk
er wurde ent nach dem l'bcrtall aut
dx VdSSR (Juni l’Mlls aaul regnet*
Icr Ebene reaktmert.
Die KPD hatte dac grollte Zahl
der (>pter im Widerstand gegen die
Hitler-Diktatur tu beklagen die Be-
hauptung cm kontinuierlichen Wi-
derstands iDDR-Hn*ori>«>aptuci rst
jedoch ebensowenig aufrechtzncrhal-
ten wie die seihet weitgehenden Zer-
schJagung 193536 (West-Forschung!
Va/wef S. w»r>
Ma»uie kUwcMshac! k>«nmuntsliadier Wi
dmianst tm t<*a« Aanwrluapra m Fw
chwpcaC «ad knehaaedefmen i» Swwt-
twA. Feier Muaa» Tadwl H|> Hidr-wwM
mrr» arw SaWwWiuruA»»! Kuna i*M
Wui'-n Prtlrs (Ar KFD w> 1*idr>smd fr»
Mrwrt uni t w^waiWfmt an Mr« «ad Ku*>
fall IM* WuHv-nal l«Hi
KonamuaiMisitee Partei Dvutsdiiaads
<< tpfxisitHin) (KPOl s. Artmlerwider-
»tand
Konkordai s. Rrktrskonkordal
konrentrahonstager (kZ| Am 15-2
|9lt wurde mit der Verordnung dc»
Reichspräsidenten rum »Schul/ »on
Volk und Staat- l -»Reichstagsbrand
serordnune) die -Rechtsgrundlage«
für die nat nur KZ geschaffen Damit
war in Deutschiarwl das lirundrecht
AI* 5» Dw »ahiigswa nauaiatovulwnchcw KuwuMranow- und VcrauhiiMplaacr
MginwkCT lbin«rir
der pt-rvrtkhcn Reihen 4UÜ<i Krall
pxt/1 Dk KZ wurden in den zwölf
Jahren der XS Herrschaft zutn wichtig
»un iosirumeni de* staatsterror» I-»
\crk4tuns« In 59 frühen Lagern und
einer gvrmecn Zahl von KZ ihnltcncn
Fmrictuunren un Reichsgebiet 'dre
1914 »uftckwi wurdenI wurden die
< iefantenen autanp meist er® SA und
fS4t/ci bewacht bevor SS-Mannschal-
len dK ah 1936 ai* - TtXcnkopf»erfsan
de- bezeKhoet wurden, ihe Bewachung
übernahmen Ab 1934 wurden die KZ
zentral der SSItWitulin -Incpcktam
der K.«ucninih>n'4j|tri- unkNrllt
dte LurwctMUtecn ertöteten Sa durch
das RSHA bzw dc*»cn Sewiauter (Ge-
slapol Hi» Knegshcgmn wurden sieben
KZ errichtet bi» 194» waren un Stacht
bereich de« XSStaatcs 22 Hauptlager
ml 12* <2 AufienUgcn» und Außen-
kommandos entstanden Dienten die
KZ ursprünglich der Ausschaltung der
p»4iltscbcn Gegner sowie det Drang-
caherung unerwünschter Mindcrbei
len. so wurden sae wahrend de» Krieges
immer tneht zutn Ar bcil.sk r aller cur
renr tur die Rüstunpmdustnc I—»
Kriegswirtschaft) Zu diesem Zweck
wurde die Inspektion der KZ tm Früh
fahr 1942 dem — SV Wirtschaft*-Ver-
wallungvhasiptaml ctngegficdcrv Ab
1941 wurde in einigen Kouzentralwm*-
lagem ehe fabrikmäßige lotung uw Ju-
den. Win und Roma und in Idcmcrem
I mtane auch »om —• Kncesgctangencn
und politischen l legnetn durchgetuhn
| -• Vernicht une»lagct! l»<a<rka
DtabtwA Kimm < »«Ndthri Wirtaad 4r*
>V At- mri /Hi fW« ReH«
Kogcmskrr Mutwi-sbc Dk Wiche
»i«n 21 26 6 1933. in der tn Berlin
K-pcnwk zahlreiche Bürger «on der
-• SA verschleppt, gefoltert und er-
müdet wurden Schauplätze waren
die SA-Lokale -Demuth- -Seidlcr-
und »Japerhetm«. da» chcnulrtc ***
scnporthcuti dc» -* Reich» banne rs
Schwarz R.w I iold und da» Amtsge-
ricblsgctangnrs. Dk 23 Todesopfer
gehörten in der Mehrzahl der KPD
und der SPD an. einige waren parteilos
bzw Juden I nter ihnen waren der
SddoMcr Paul v Essen (SPDI der Ma-
schinenbauer Fnch Jann/kv (KPD),
der ehemahge Ministerpräsident von
Mecklenburg Johanne» Stell in« (SPD).
und der Ghcrnikcr Dr Georg v Eppcn-
»Icm (Jude, parteilos!
Gegen Jk hctcifigten SA-Manner
fanden mehrere Prozosc «Ult. 194? und
l<Mn am Landcerwhi Berlin iMoahit)
und |94t> an Landeencht Berlin (OvtF.
bei letzterem wurden lb lodrsurlcüe
und zahlreiche hohe Zuchthausvtraicn
aingcvprivhen i — Vcrfolgimfl Im ehe-
maligen Armveenditagcfantiu* ot eine
< tedenkstatu emccncJMct ««w.
Korridor s. Pidntschcr Korridor
Ko~w« c. Kaurn I(«henri/KZ.I
KPD ». KouMwuiM»ti»<h<* Partes
Dewi»» hland»
Kraft durch Freude <KdFl Die XS-
(•ctncinschall -Krall durch Freude*,
eme l ruerorgannaiKXi der -* Dt.
Arbeitsfrooi war dw massenwirksam-
ste und wohl auch ppuUrslc Otgani-
salwm de* Ss Recunc» Im Rahmen ih-
rer Aktnitatcn twu ue etn umfang-
reiches kulturelle» und touristische»
Frcizeitproeramm das «on Theater-
auftuhrungen und Konzerten über
Kunstausstcllunecn und Sortragc bn
ru Taprv-. Wochenend und Fenenrei-
»cn m Deutschland und tn verschiede-
ne L.imicr des europäischen .Audands
reichte Da* propatandnttsch stark
<51
k.rr»<— rr krw»
bcramgeslclltc Prunkstuck dieses Rci
«eprogramms waren die Kreuzfahrten
ach Madeira, an die Ital kosten und
udi Norwegen. die mit emer KdF
cigctfctt Flotte duichec fuhrt wurden
Im Mittelpunkt dieses KdF-Frcizcn
Programms stand die Arheiterschaft
der eia f rhnlungs- und < 'merhaliungv-
angebot zueanEiK.fi gemacht werden
«Ulte, das bisher anderen uwalen
Schichten Vorbehalten gewesen war
Doch Iritr der günstigen Preise waren
Arbeiter sowohl bei den Rene- ab
auch bet den Kul tut Veranstaltungen
unierrvprasenticrt vielmehr bildete die
Angestelltenschaft die mit Abstand
gTiXJtc Teilnehmer gruppe
Neben dem Ziel des Abbaus bür-
gerlicher* Privilegien und der Schäf-
tung emer —• Sofksgerrvinschaft tod-
len die KdF-Veranstaltungen aber
ebenso der LntSpannung, der Rcgene-
ratnm der Arbeitskraft und damit
der Erhöhung der Arbeite- und Pro-
duktamsleisiungcn denen Dieser
Funktion kam irn Rahmen »oo KdF
u*sbcs.mj<.rc dai Atm -» Schönheit
der .Arbeit nach, das seine Tätigkeit so»
allem auf den Industriebetrieb ab Ar-
beitsstätte bezog Sem .Aufgabeakteis
rächte »on der Beratung bei Neu- «der
Umbau von Uerks haßen bei der Schaf-
fung son Kantinen. Sportstätten oder
Grünanlagen aber Fragen der Belüf-
tung. Hine ne und Befeuchtung bts
hm zu Anregungen für die Gestaltung
des Arbeitsplatzes und lur die < h-gani
satam Je» Arbeitsablaufs M>aJeme
betriebswirtschaftlichc und arbcitspss-
chokigischc Ansätze sollten so für den
ArbcitsallLag nutzbar gemacht werden
(-» Sozialpolitik | i mv «mAm
Ijanwa^
Wo# Ilerwan« Uns«« drt f"K.W M Dr»
am Krrcii D» SS GaaMtwAafr -krWl Zum*
FmUr- W i'W. av foruZKwb.«* »
irwii s
Krakau-PUszo- tKZt Im Sommer
1*12 in emem Vorort der pukn Stadl
Krakau gegründetes KZ Die Zahl der
Gefangenen war zunächst niedrig
wuchs aber nut der Liquidierung des
Krakauer — Ghettos (Mitte Marz
1443), der Degmrtatxm ungar Juden
und f*4n Überlebender Jes _ War-
schauer Aufstands bis Sommer l*U
auf etwa 3MM> ao Unweit vorn Amts
utz soei Hans Ftank. Hitlers Statthalter
im -• tieaeralgoustmemenl gelegen,
war K insbesondere unter der l eitung
«on Kommandant Amon Goth Schau-
platz von Massenmord. Fohcr und Miß
handlungcn Im Sommer l*M4 wurden
Je Gefangenen vor der heranrucken-
den Roten Armee un Sommer 1*M
in -• Vernichtungslager oder andere
KZ verlegt Etwa WH Lagennsmaen
rettete Oskar Schindler «dem er sie
m seinen Industriebetrieb übernahm
(— Rasic npolituk und Völkermord I
Aärpv« W<Mmi
Kreb/KrerJeiter Der K war die Ge-
bactsemhcit Jer -• NSDAP unter
halb des -» (saue Fr entsprach meist
Jer k.enmunaicn Verw Jtungseinheit
i Stadl bzw K l Der oberste Parteifüh-
rer auf dieser £ bene war der K.kniet,
em auf Vorschlag des -• (iauleaers
son Hitler eingesetzter hauptamtlicher
Funktionär der Partei Ihm unterstan-
den dar -• Ortsgruppcnleitcr seines K.
und die Kibtiscbcn leitet in der Klei
tung Nicht selten verbanden K leitet
ihr Parteiamt m Pcrsonaluroon mit
dem Amt Jes kommunalen VcrwaJ-
tmgschets (Bürgermeister Oberbür-
germeister > Der kommunale FmthiH
der NSDAP auf Kihtik und Verwaltung
erfuhr so eine zusätzliche Absicherung.
Kreisauer Kreis Fine Gruppe des -♦
WidcrMands. die sich primär mit der
Entwicklung sun Nachknegikuazcp-
Krrl»
lK<ncn befaßte Der K formierte »kh
ah 1*40 aus tem Frcunte-skrct» der
Ehepaare Helrouth James unj Frcsa »
Moftke x»K Pcict und Marx« Yorck
» Wartenburg Der Name K staoiml
MM Jet Gestapi und gehl auf Muttke*
Gut Krersau zurück das neben Berlin
und München einer der Treffpunkte
der Gruppe »ar. dis etwa 40 Persnet
nut untcrwhtvdlkhem wvtaten und
politischen Hintergrund umtaßte und
Skh in wechselnder Zusammensetzung
trat Dem engeren Kreis zuzuordnen
und Horst s F mtietel Carl Lhetruh »
Trotha, Adolf Reich»em. Hans Peters.
Han» l Ukasehek. Carlo Mierendorft
Theodor Steltzci. Adam ».Troff ruScJz.
Han» Bernd «, Haetten Harald Boel
chau Augustin Rusch. Alfred Delp
Theo Haubach Eugen GcrMcnmaicr
Paulus van Husen. Lothar Kot»g sowie
Tuliu» Leher Aut den «öfteren Iitun
gen zu Pfingsten 1*42 Oktober 1*42
s.i»ie Pfmgsien 1*4l wurden wichtige
programmatische Schriften »IC die
-Grundsätze tur ihr Neuordnung- und
der Text -Bcstratung son Rechtes^han-
deln- ausgcarhctlet Dsc Programm»
tik des K war »on «brrstikh-ethischen
sozulreformctischen (»<-»Khl»punklcr
bestimmt und enthielt Formen der
indirekten Demokratie Deutschland
sollte in eme europäische Ordnung
ctngesehknsen sein Die <Aon»wu«chcn
Ranungen des K sahen eine ständisch
geprägte Mochlorm »ow Plan und
Marktwirtschaft, wirkungsvolle Mute
»iimmunes und ArK-<isxchutzregcia
sowk eme lutenimabhangige soziale
Sicherung bet starker Bet<mung »ter
Fannie »<W Der K versuchte <dme
grollen Erfolg fcsLinJihcikhunzcii
m Schweden und Grobheitanmen n
knüpfen tm Januar 1*44 nur Je Hel
muth James «cm Moltkc un Rahmen
der Frmrttlungen gegen Jk* -* Abwehr
»erhaltet. Adolf Rcxhwein und hdiu»
Lebet wurden im luli 1*44 lc»lgcnom
552
men. ah sie »ersuchten uch tmt Vertre-
tern der — KPD zu treffen Au» ethi-
sten Gründen blieb die Beteiligung
an einem Attentat auf Hilter im K
umstritten »or allem Moftke nur lange
Zeil entschiedener Gegner eines Ty-
rannenmoedes. Dennoch beteiligten
»kh mehrere Krclsaoer an der Ver-
schwörung des —♦ 20. Juh 1*44 Viele
Mitglieder Je» K wurden m »ter Folge
Jes gescheiterten Hitler-Attentat» ver-
haftet rum Tode »erurtedl und hinge
achtet /mvior*-
UML Ucr »an »iw «dum» «m rwwad Orr
Kwwawrr Kn M*r4u4> Jrr arwwkrw Wwk»-
<>» iw—a »4u»rtrw 1*'
Kreta k HalkanfrUzug. *. Gnecheit-
lind, c Merkur 11 nlonthmrnl
Kretmcr s. Mnscfmanu
Knegshenchlen »tatter I Die K schil-
derten m — Presse. — Rundfunk und
Film mittels Bild und Wort den Krieg»
»erlauf Geeignete Journalisten kamen
»on den Rmchspiopagandaanrtcrn im
Wmier l*U ’•*» einigten »kh da» —
Rckhsminracriuni für Voiksaufklarung
und Propagamia und da» OKW über
Jk- Aufstellung »on Propaganda-Kom-
panien mit »un der Wehrmacht ge-
schulten K bet den Armee < *serkom
mand.1» Ihr Fachausbildung übernahm
ira laute. de» Krieges eine Fnutzem
beit Bei Kriegsausbruch bestärkten
het Heer. Luftwaffe und Manne 14
l*i >ysizan»U Kompanien, »hc mit K-
und 1jut»precherzugen sowxc Bild
Tihn-, Wort und Rundlunklrupp» ans-
gcstatlet waren Nach einer Phase Jer
I berproduktum rni Bereich der Be-
rxhterstatiung kam e» hei der Wehr-
macht nicht zuletzt unter tem Einfluß
553
der bei »ier • W afft et»SS nach dem
— PlJcnfeidzug aut gestellten Standarte
-Kurt Eggers- in der alle K »ter Waf
len-SS zusammeni.tlaßf waren.zu einer
L mstruktuncrung m Aufbau. Ausbd
düng und Einsatz »ier K D«r Gegner
Beeinflussung ipsychoiognche Krieg
fuhrungi und die propagandistisch«:
Bcttcuunz Jer eigenen und »er bunte
ten Truppen bekamen »ten Vorzue »tu
der etgentikhen Berkhier»tattung »on
«Jen Kriegsschauplätzen Dk Waffen-
SS setzte geeignete Front- und selbe«
Berufsolfizierc bet den K Einheiten
ein und pflegte eme starker ideologi
sierte Kampf Propaganda l Hier dem
Decknamen -Skorpion-« Ht« tx.trKb
• Kun Eggers- eine anfangs recht er
foigrcKhc l herLauicntrategic gegen
Uber «ter Roten Armee verbunden nut
einer Abschrcckungsstralcgie gegen-
über deren mogiicbca BumiogcnoMen
im ukram pota tschcch Raum. Em
ähnlicher \ersuch gegenüber Jen Insa
smwr>:ruppvr> «ter Anglo- Amerikaner
<-.Skicpkei Wcst*» muhte nach deren
raacben Erfolgen «eJixb umfunktK»
rwerr werten in eme pivchiAsgrscbe
Betreuung «ter eigenen abgekämpf-
ten und entmutigten Verbinde Der
Wunsch träum, aut Hilfe suwt Krieg»
gefangener die Kriegslage noch be-
eaifhKscn zu können f—• Wlamow-
Armcei, führte dazu, «laß Gunther
«TAkguen al» Chef »on -Kurt Eggen-
mit »einen Mitarbeitern die fgopagan
dstKche Betreuung «ter -Osfsolker-
Irupgxn i'»l «ter Wehrmacht uberwahm
und kurz »v» Kriegsende auch deren
gesamten K Bcrckh Zar Zahl «ter rd
150ÜU K. der dt. Streitkräfte kamen
mx-h die Mitarbeiter »oa — Vmcta. «lie
unter dem Propagandaminislcnum au
Bereich Jer p»»vhok«gischen Krieg»
ftihrung arbeiteten- Etwa 1UUJ K ka
men bei ihrer gvfahrsollcn Tätigkeit
ums Leben I
Knrgsget»»^»«
Kriegsgefangene /. In tintM.K" H^i.i
Die StluaiM» ter aDncricn K unter
schied »»cb |c nach Hstkunlbland
grumJsatztkh K ter westlichen Ahner-
tea wurden gemalt der Vurschnllea ter
Haager Landkriegs«wdnung iHLKO)
»un IW’ und ter Geafer K.-Kon»en
tarn »»an 2’ 7 192*1 beteinteli bnt und
L S-amcrik rudrw.be K wutden ledig-
lich gesondert unlcrgcbcacht Nieder!
und norweg. K. erhielten bald nach Be
i-«wlieung ter Kampfe ihre Fntlasswig
V«ai Jen bete K winden nur die Fla-
men. »on »ten tn. 1941 cm Teil ent-
lassen Im Apnl 1*4| ertncileii
l ausgenommen blichen Berufwokla
ten. luten und -Deutschlemdhche-)
«he -Beurlaubung Arbeitseinsatz in
Deutschland- schlxtUich den Zzsil
stand Verletzungen der aufcrkcicn
V er haftens» or schrillen wut ten zumetsl
mit Fiowcrsumr m ein Sinterlager imil
geringen L~bcrkbcnscharx.cn i bestraft
Schwer»erwandere bnt und aaierik K
wurden zumeist gegen dt Schwerscr-
wuntetc ausgcUuscht
Nach tem .Ausscheiden haben» aus
dem Bundni» mn Deutschland (— ha-
Itenteidzugi wurden die antangficfi ia-
tcrnienen ital Soldaica und Mllizio-
oare za K. erklärt und nc Reich oter
an Gcnerafgouscrncinent n» Arhcil
eingesetzt Die Behandlung war inioige
tes ital «Verrat»- ban. auch kam cs zu
zahitciwhcn Erschießungen Die K Jes
-• Balkanlekizuccx wurden wach Be
endigung der Kampfe entlassen, aus-
genommen Serben. »Jk nun zur Arbeit
ms Rente «xier nach N«irwcgcn dcp»e-
lacrtc. wu *te die gleichen »chweren
LcbensZvdmgungvn za fragen hatten
wie p«4n und »>*| K I— Zwathf»-
arbeit)
.Auch »lk poln. K wurden zur Arbeit
eingesetzt, nachdem diejenigen mit
teutschleinshkhcr (xsznaung «xJer dk
man teulschlcindlicbcr Haatlluagcn
scnJachtigtc. ausgcwmterl waren, sk
SM
wurden zumeist enchcwsen oder. wie
(«cfkihenc in kZ ewige
liefert Generell gatten tur poln K
strengste Bestimmunfen deren Verlet-
zung rtil fm»cr4in» m KZ oder mit
dem T<wl bestraf! wurde Den gleichen
inhumanen Bestimmungen uMerUten
auch du wiwp k Letztere traf da»
schwerste los bcstiirnnl s«m Rjshü
wkologic und BoKchcwikcnhal) Da
du UdSSR weder du Hl k() noch die
t »enter kiMneNmi unterzeichnet hal-
le meinte Berlin kerne Rixkichi neh-
men zu mimen ulbM B-stserbindun
gen wurden verweigert Somj Fank
trnriare. Juden. -lotclhgcnzkr - und an-
dere. in denen nun enlschietkne Fein-
de des Nat soz «ah wurde«, «oweii sie
n«ch mehl dem -• kommissarbefchl
zum Opfer gefallen waren ausge-
wrnderf und cbcnlalf» ermordet Die
Mortabtauralc m den verschiedenen
I agem w ar »ehr tu eh da sic zur
Aufnahme und Versorgung der in den
Kructechlachtzn eingebrachten Mas
sen soflig erschöpfter k. m kewier *rr
sc vorbereitet waren Erst gegen Ende
1*41, ah Hitler die Arbeitskraft der
k zu nutzen befahl, trat ctwc geringe
Besserung ihrer Lebens» erhihruwe
cm Dw unmrnschbche Behandlung
führte zu wachsendem Widerstand und
zumeist crtidgkwcn Fluchlvervu
chen |k kugekrtath Insgesamt wursten
mtnJc'icm 233 Mio eher (edeh über
3 Mio der ca. 53 Mm sowj K Opfer
sie» dl < R.-wahrsatn»
Zum I I 1*45 befanden »ich auch
2442*67 K m dt f»ewahrsam davon
Uh)2X7 Sowietx 92O.«M Franzosen
(220(137 nut -erleichtcrlcm Statut-).
InKfstli Bnien 1222V Serben Al 121
Polen teil 42 Italiener M-U-i Bel«»
(Walkmen) (CiM) Amerikaner IO27H
Niederländer. der Rest Sonstige
1 In nllurner HmI Dac ersten dt.
k in bnt Hand waren I unwatien
und Marmcangchongc. I rxk l*Vr ca
|ta>. Ende l*4li rd 35O< Ma» Erst
nach «km Zusammenbruch det Afnka
koep« i — Atnkaleklzuci «lieg die Zahl
der FVi»«<wm of Wer t11 tW») stark an
Ende 1*43 befanden sich 121730 in
amenk und .Mlrtü in bni I agem En-
de 1*44 tvtrug ihc Zahl 47M0U0 bzw
235UUU. Die Kapiluiationseclaagmen.
die. damit man nichi anf deren K -
Status Kockwcht nehmen muhte. g.T.
mehl ab POW» sondern ah Surmle-
ml turnt /Vnowaf t SEI* I oder Diwrr-
mrd Enrm» Fone» tDEFi mit Sonder-
statu« geführt wurden < insgesamt 4(M<
itiil. crfuihtcn «he Zahlen enorm, ins-
gesamt wurden 3h35tM) dL K. in bnt.
und »0V7<u> m amenk Gewahrsam,
rd IN •« n Irz regjstnert Dk- L’SA
übergaben emen Teil ihrer K an Frank-
resch zum Arbeitseinsatz das dadurch
Uber insgesamt *37(11) k »erlagen
konnte »rm denen ein erheblicher
lerl nach |u47 al» Ztsiiarbcrler »er-
pflichtet Nieb Auch an Belgien
(Milli), die Niedertandc |7ua>) und
Luxemburg l5HU») wurden k überge-
hen In so«) Gewahrsam befamkn weh
Ende 1*41 etwa 2r»l*«i K deren Zahl
durch «he sowg GegcnoflevMse un
Ualter 1*4142 auf 1L5UD0 anwuchs.
Ende 1*4’ betrug ihre Zahl rd l*7iJU0.
Ende 1*44 MOOUU Mann Die (»esainl-
zahl det tn son, Hand geratenen K be-
lief sich auf 3 HOiHO. an IMen wurden
dasun ’UUJÜ an die 1 schcctuudowakei
25QUU K übergeben In Jugoslawien
hrtanden s«ch Uber l*4lli> K kleinere
Gruppen in «kn chcnuh mn Deutsch
land Verbündeten Staaten Bulgarien.
Rumänien. I ngam und Spanien
Die Lclx:n«»crtultnissc det dv IC dif-
ferierten Mark In amenk ticwahrsam
fehhe ihnen nichts, eben«« wenig in
GndMwilannien Ent du- Musac der
kantulalmesgetangcnen wart grasse
tcn«k Pn4ikmc aut hcvwkr' tn den
-Rhcinwieseaiagrm-. wo Tausende den
T«wi landen In frz lietangenschalt
555
hm g»m m hl Um Lew
wirkte sich die Kh*KiL£< Hutxhilty
läge auch aul die K aus In ungiewh
Maiterem Maß war dies in )<n<i«icc
•«» die Harte des —• Partisanenkrieges
auch tiefen Haß hmterlasscn hatte, und
in der UdSSR der Fall Die kaUstro
phalc sowj Versontungdaec, die och
nach der FmMellung der amenk Hitts-
beferungen noch sencharftc. ließ be
194' weder lur K noch tu» d« Zoll
besoikcrung eine ausreichende Le-
bensmilielseruitgung ru Dementspre-
chend war die Zahl der Todesfälle
ul tu»). und fugvnl. Gewahrsam letn-
tis hoch. Sowj Quellen sprechen >oe
75U1IIÜ. dazu kommen jene K . «he die
Aufnahmelaeer nacht erreichic-n Oie
GcMflitscrluste belaufen s*-h lur die
UdSSR auf rd 1.1 M». für Jugoslawien
auf MMM Marrn
Keinen Konsens gab es in der Frage
der politischen Umerziehung In der
UdSSR war sic. abgesehen »oa der
Volksfront Phase des -» Situnalki--
milees •Freies Deutschland- I Mitte
- ’ । kommunastBch aus-
genchtet. die Teilnahme ubirgauwtsch.
in Großbritannien war die rceducatam
offen für alle nicht - nat «v Rich
fünfen, die Beteiligung freiwillig In
Frankreich und den USA fand cme
allgemeine politische Umerziehung
nacht Matt
Die Entlassungen wurden unter-
schiedlich gehandhabt ArbcilMinl.lhi
ec kehrten nach Kriegsende bcun auch
begannen die USA und Großbritan
men scfuei rm Sommer l*ts m großem
Umfang Kapitulationsgefangcnc zu
entlassen die K m den USA wurden
1946*47 entlassen, allerdings siellach
schon 1*45 aa Frankreich. Gnßbritan-
men und Belgien übergeben Dte Mos-
kauer AuBcnnunastcf -Konferenz tum
April 1*4" setzte den Abschluß ücr
Entlassungen auf Dezember l*4a test
Auch Jugoslawien entließ seine K bis
Januar 1*49 Die UdSSR und mit *r
Polen lehnte aKr den Soüzug Ende
194M unter Berufung aul dac Irr., bril
und belg. Verpflichtung Sem K ah
•freie Ztsdarhcilet- ab Polen schloß
die Entlassungen im April, die I JSSR
mi Mai 1950 ah Zuruckgchaiten wur
den allgemein K . die ah Kncgsscrbre
eher beschuldigt und scrwtedl worden
waren fß-tweknaw
rw>:-l<*i
Sam* ArtW I. Dw i>i»wg» WiAmi Masks
n«:
hrM-t-genehtsbarkm Bereits am
123 19» erfolgte die Wiedereinfüh-
rung der Militärgerichtsbarkeit ah ei-
ner gesonderten Gerichtsbarkeit für
Mihtarpcrwnc«. deren oberste Instanz
das |«V> gegnmdece — Reichsknegv
gcnchl wurde Mit Knegsbecinn entfie-
len Instanzenweg und Rechtsmittel,
obgleich zahlreiche ßcMimm ungen des
-* Knegiscmdentratrechn dw Todes-
strafe androhien Die Unede der uch
nun Fehltknegsheenebie nennenden
MihUtectK-htc bedurften nach einem
crfoleien \.H-hprufserfahren lediglich
der Bestätigung der jeweiligen militä-
rischen Befehlshaber Für SS- und
kreiset bände galt ab Oktober 1939
emc eigene Genchtsbwrke« Gegen
Kriegsende wurden auch Sonderstand-
gcnchtc -zur Bekämpfung son Aul-
IdsunKserscbcinungen- errichtet I -»
Standgerichte I Die Bilanz dieser K
bestand tn mehr ab Mittal Todesur-
teilen. überwiegend »erhängt wegen
—» Fahnenflucht und -• -Wehrkraftzer-
setzung-
Krirg-e'-risbi'liarKcitsbefchl
hriegsgenchtsbarkertsbefehl Erlaß
unn 13-5 1941 über die Ausübung
der - Kncgsecrichtsburkcit im Gebiet
-* -Harhwrosaa. «bewirte Gebiete
der Vmictunxin) und über besondere
Maßnahmen der Irupp« Durchdenk
wurden Straftaten tcindlicher Zivili-
sten -bi' auf weiteres- nicht mehr
durch Kriege- und Standgerichte Min-
dern durch du. Iruppe selbst geahndet
—• Partisanen waren -im Kampf oder
aul «irr Fhicht ru erledigen-, Parti
sancnverdachtipe Ortschaften waren
durch kollektive Gewaltmaßnahmcn
iNicdcrbrcnnen Toten von Einwoh-
nern. Zwangsdepottalamcn etc. i zu
bestrafen wenn die Imstande eine
Feststellung einzelner Tater nicht ge-
statteten Es war ausdrücklich »erho-
len. verdächtige l ater -zu verwahren-,
um sk »pater an Gerichte abzugeben
Umgekehrt wurde für Straftaten »uo
Wehrmachtsungehorigen und GefsMge
gegen Landescinwoiinct der Verfol-
tungszwanc aufgehoben Nur in Au»
nahmctallen. zB bei geschlechtlicher
Hemmungslosigkeit oder verbrechen
scher Veranlagung war gerichtliches
Einschreiten möglich »Ulifwntoi
Krii gshilfsdienM Bereit» hei Kncgsbe
ginn als vorübergehende Maßnahme
tur Schuler und Schülerinnen höherer
Schulen eingetuhrt K-stimmtc Jrr-Fr-
laß des Führers und Reichskanzlers
über den weiteren Kncescins.ilz des
—» Reichsarbeitsdicnsle» für die weibli-
che Jugend- »«wn 29.7,1941, ein weite
res halbes Jahr K ottizwll bei sozialen
I iiirwhlungen in Kiankenhauwrn und
bei bedürftigen, insbesondere kinder-
reichen I amtiieti bei Behörden und
bet Dienststellen der Wehrmacht ab-
raleisien De facto arbeiteten stimm
der rm Winter l'Mi-G herangezoge-
nen .Nimmt rauen in Verkehrsbetrieben
und Rüstungsindustrie (-» Kriegswirt
Schaft | MfltK/S>Ow«r'
M6
Kriegsmarine s. Wehrmacht
Kriegsschuldfragc Zwischen 1919 und
|9l9 ein Hauplargument für die Revi-
sion des -» Versailler Friedens» ertra-
get Die Sieger des Enten Weltkriegs
halten erklärt, daß der Kneg 1914
durch die dt Kriegserklärungen an
Rußland und Frankreich und durch
den dl I bcrtall auf das neutrale Bclgl
en verursacht worden »ei Im Art. 231.
der die Reparationsforderungcn be-
gründete. wurde Deutschland für alle
Schaden und Verluste haltbar gemacht
Alle Parteien der Weimarer Republik
surn linken bis zum rechten Spektrum
sowie alle gesellschaftlich wichtigen
tiruppen. allen voran die Historiker,
bestritten leidenschaftlich die dt
Kriegsschuld Die Sozialdemokraten,
welche gleich nach der Novemberrevo-
lution von 191K die Akten zum Kncgs-
beginn studierten, wagten mcht. dem
Volk die bittere Wahrheit zu sagen.
Genossen wie Eduard Bernstein, der
tur ein Schuldemgestandnis plädierte,
wurden wegen Wahrhcttvfimmcls-
verhöhnt. Em Gutachten des angese-
henen Juristen Hermann Kantorowicz,
der das Dt Reich und Österreich als
Hauptserantwortiichc benannte, wurde
aut Betreiben de» Auswärtigen Amtes
unter Gustas Strcscmann nicht veröf-
fentlicht Die K diente den Nat soz
von Anfang an dazu, die Massen ge-
gen die Republik aufzuhclzcn. Am
911.1937 widerrief Hitler dann als
Reichskanzler im dt Reichstag die dl
Untc-nchntt unter den Art. 231 »les
Versailler Vertrags Für den Beginn des
europäischen Krieges am 1.9.1939 war
die Führung des Dritten Reiche* so
eindeutig verantwortlich, daß hier eine
-Kncgstchuldfragc» zu keiner Zeit ent-
stehen konnte Hrw; Jmtir»
KnegsMKHirrstrafrechl I las K. beinhal-
tete eine umfassende Radikalisierung
557
Khegswirlssäufl
des Strafrechts. Bereits am 17.8193*
«urdc die K Verordnung bcschkrsscn.
nach der -• -Wehrkraftzersetzung«.
Wehrdienstentziehung und Selbctvcr
stünunelung mit der Todesstrafe ge-
ahndet »erden konnten. Die Verord-
nung zum »Schutz der Wehrmacht-
som 25 II 1939 betrat u.a Sabotage.
W'ehrmiltclheschadieung sowie »erbo-
tenen l mgnng mit -• Kriegsgefange-
nen. Am 1.9 1939 wurde das Hören
ausländischer Sendet unter Androhung
»on Zuchthausstrafen verboten
Rundlunkverbrcchen) Ebenfalls dra
konische Strafen drohte die «Kneg»
wirtschidlsvcrordnung« vom 4 9 1939
hei —» «Kneg» Wirtschaftsverbrechen-
an Am 3.9.1939 wurde die Verordnung
gegen -» -Völkvchadiinge- erlassen
die auch bei Eigentumsdelikten die
Todesstrafe zulieH Die Verordnung gc
gen »Gewaltverbrecher« vom 5 12 1939
sah als alleiniges Strafmaß die Tode»
strafe vor. Am 4.12.1941 erging das
berüchtigte • Polensondetvtraf recht
In letzter Konsequenz tuhne das K zur
Verordnung vom 15.2.1945 über die
Errichtung von —♦ Standgerichten, die
nur drei Entscheidungen kannten To-
desurteil. Freispruch oder l berweisiing
an ein ordentliches Gericht
MtdtartHmak
Kriegsluter Alle wehrfähigen Straftäter
un Alter bis 45 Jahre, die wegen nach
Kriegsbeginn verübter Straftaten zu
Zuchthausstrafen (bei Militär . SS- und
Mizcigcnchten auch zu Gefangmsslra
(en mH Verlust der Wehrwurdigkcit»
verurteilt worden waren, galten als K
Diesen war nach einer Verordnung
vom 11,6 1940 die Zeit der Strafvoll
Streckung für die Dauer des Krieges
nicht *1» Strafzeit anzurechnen Die
Strafverbüßung wahrend des Krie-
ges zahlte nicht Zusätzlich wurde
Vollstreckung unter verschärften Be-
dingungen angcordnct. was vielfach
Strafvollstreckung in speziellen, den
Zuchthäusern angegliedcrlen Straf-
lagern bedeutete. 1942 wurde die Ver-
ordnung dahingehend modifiziert daß
die Sichtanrechnung der Strafzeit nur
für Er»tbcs.tra(le über zwei Jahren
Zuchthaus gelten sollte Ein Widerruf
der Nichtanrechnung war Uber einen
Gnadenerweis oder die Wicdcrvcrici
hung det Wehrwurihgkeit möglich was
meist umgehend die Einberufung zur
Wehrmacht, häufig zum -» Bewah
rungshataillon 999. zur Folge hatte
Wkräarl Htmlr
Kriegswirtschah Die K. wud allgemein
charakterisiert durch eine Umvertei-
lung der volkswirtschaftlichen Res-
sourcen zugunsten der Versorgung dc»
Militärs nut Waffen und Ausrüstung
und durch eine entsprechende Zwangs
regulierung von Produktion und Ver-
brauch In Deutschland wies sie al»
besondere Merkmale ein überragendes
Gewicht der führenden Rutlungskon
zerne und - seit l*MI 42 - deren außer-
ordentlich große Fntschcidungsgcwalt
in der Regulierung der gesamten in-
dustriellen Produktion da» Fehlen
jeglicher Interessenvertretungen der
Arbeitenden, die terroristische Nie-
derhaltung jeden Widerstands, die mil
boncnfachc Beschäftigung von Aus
ländern unter dem unmenschlichen
Regime der -» Zwangsarbeit und die
Ausplünderung und Ausbeutung der
wirtschaftlichen Ressourcen in den be
setzten Landern Europas auf In der
Phase der -* Blitzkriege (1939-1941)
schwankte die Produktion von W’affcn
und Gerät stark. Der dt Rüsiungsvor
Sprung sollte gehalten, die eigene Be
volkerung aber vor scharten Einschnit-
ten in ihrer Lebenshaltung bewahrt
und bei Laune gehalten werden, -Im
Steuerungen- in der K sollten das
begrenzte dt. Wirtschaftspotential je-
weih aut Schwerpunkte der Rüstung
Krieg« w rKhaft«*i- rtin-rhea
konzentrieren. In wichtigen Willen
arten verdoppelte und verdreifachte
sich die Produktion schon 1*40 (Pan-
zer. Inlantcnegcschül/c. Maschinen
watten) Wirtschaftliche Ressourcen
Jer besetzten Landet wutden in den
Dienst der dt K gestellt Den knegs
wirtschaltbchen Wendepunkt bezeich-
nen die dt. Niederlage rot Moskau und
der Kriegscintritt der I SA (Dezember
1941) Das fArtential det Anti-Hiller-
Koalition wat dem dl. jetzt hoch über
legen und die ungeheuren Menschen-
und Mate naiv er lusle an det Ostliont
warten die Schatten des Niedergang-
der K voraus Diese btdier schwerste
Krise wurde durch erhebliche V'erandc
rungen in der Produktion und in der
Organisation der k autgefangen Ma-
nne und Luftnlstung wurden gekürzt.
Material und Arbeitskräfte aut ihr
Heerestüstung konzentriert Ausschüs-
se, -Ringe- und Kommissionen von
Rustungsrndustnellen. unter dem mit
grollen Vollmachten uusgcstattctcn Mi
nister tur Bewaffnung und Munition
(Kit Februar 1*42 Albert Speer».steu
orten fortan die Rüstung und unterzo-
gen Produktion und Fnrwicklung von
W'aften und (iei.it einer umfassenden
Rationalisierung 1943 wurde dieses
System der -industriellen Selbst verant
wortung- auf die Manncrlislung. 1*44
auf die Luftrüstung ausgedehnt Die
wichtigste Aufgabe des im Marz 1*1?
von Hitler zum -• (iencralbesollmach
tigen für den Arbeitseinsatz ernannten
Fritz Sauckcl war die Zwangvrekrutie-
rung von ausländischen Arbeitskräften
für die k zunächst va von sowj. dte
mit Hilfe der Wehrmacht im < Men zu-
sammcngctiictx'n wurden Im Herbst
1941 stammten von allen ausländischen
Albcitskraften (ca 7 Mio . l 33 *• aus
der UdSSR. 24% aus Mett und 20%
aus Frankreich I nter Sauckcl wurde
ein barbarisches Zwancsarhcilsregimc
errichtet und das gesamte Aibeitskral
558
tepotentul einer rassischen Kategori-
sierung und -Ordnung- unterworfen
Die dL Arbeiter drängle dieses System
in die schändliche Rolle von -Her-
renmenschen- und Sklavcnaulschern.
Noch Mitte l‘>44 erreichte die Kriegs
Produktion dank hoher Investitionen
der Voitahre und durchgreifender Ra
tainalisieningsmaßnahmen Höchstlei-
stungen Zur selben Zeil aber kündigte
sich unaufhaltsam die wirtschaftliche
Katastrophe an Der ausschlaggebende
Faktor war hierbei der konzentrierte -»
Luftkrieg der westlichen Alliierten
gegen kriegswtnschatlliche Ziele in
Deutschland Nach der verkehrsmaßt-
ecn Abschnürung des Ruhrgebiets
Fndc 1944 und dem Vertust des ober-
vchk-Mschen Industnercvicfs Ende Ja-
nuar 1945 war der Kollaps der K.
unvermeidlich In die Nachkriegweit
trat die dt Industrie zwar mit einem
angeschlagenen, über gegenüber 19.39
immer noch größeren und moderne-
ren Produktions-ipparat ein Die dt
Staatsschulden einschließlich Clearing-
schulden waren bei Kriegsende auf
430-470 Mrd RM angewachsen. 70-
Ml Mrd RM können ah Kncgsproht
der Rüstungsindustrie gelten Die ge-
samten Krvegskoslcn aul dt Seite mit
dem Anteil, den die besetzten Gebiete
und Satellitenstaaten zu trugen hatten,
betrugen sicherlich weit über MHI Mrd.
RM DwmW f utMu
IjhTMur
Ls'StvUtz tketrsS <M-wWi<War Jo UeunckrM
K-wyswimfAaft (VW JW* 1 jek IUiIih iCIvii
twwit
Kani» <n>Mgv l*r totmun of tu SawW
ll.töU Wo-, W-tn K>an Wsanar )U9t
Knc-rtswirtschahsv erbrechen Bereich
nung lut VcrstoBc gegen die Kriegs
wirtschaftsvcrordnung vom 4.9 1939
Zumeist handelte es sich um Schwarz-
Schlachtungen (Schlachten ohne be
hordlichc Genehmigung). Lcbensnnt-
55»
telkarten und Bczugvschcinbctrügc
reien (-» Rationierung). Horten von
Rohstoffen wie auch Lebensmitteln
und ähnliche Delikte die von den
zuständigen -♦ Sonder gcr ich ten teil-
weise drakonisch (Verhängung der
l < Hiesst rate) geahndet wurden.
VirW HrmW
Krim-Konferenz v Jnlta
Kriminalpolizei v. Ri-ichsvicberhertv-
Haap tarnt
kruninatbiologisches Institut
c. Reichssicherheits- Haupt amt
KrinunaJti-ihnisilH-s Inslilul
s. ReichsMcbcrhcilv-Hauptamt
Kristallnacht s. »Rcirhskristallnachl-
KrtMlien (Hrvatska) Von 1919-1992
ieil des Staates -• Jugoslawien Am
104 1*41 wurde nach dem Einmarsch
dt. Truppen in Zagreb von Mitgliedern
der kroal. separatistischen und faschi-
stischen Bewegung ♦ Lslascha der
«Unabhängige Staat Kroatien- (USK)
ausgerulen Das lerntonum umfaßte
außer K Bosnien-Herzegowina und
Svrtnien ( |O2(MMIkmJ,*c3 Mio Ein wob
ner. davon 3.3 Vfio Kroaten ca 2 Mm
Serben. 7UOI4<) Muslime. 4i)(M) Juden.
I Sriinni Deutsche u a) Einen Teil Dal-
matiens mußte die kroat Regierung ->
Italien überlassen Der USK trat dem
—» Dreimächtepakt und dem — Ann-
kominternpakt bet. tm Inneren war er
korporativ organisiert -rassisch Min-
derwertige« wurden aus der Gesell
schatt ausgeschlossen Die -Serbische
Frage« loste der USK durch Vertrei-
bung. Ermordung und gewaltsame
Konversion zum Katholizismus. Es
entstand cm Netz von KZ Idas größte
loigcr war —» Javenovac) Der V ölker-
mord kostete Hundertausende von
Kagsäertal
Serben das Leben. Im Sommer 1941
kam es zu einem bewaffneten Massen
aulvtand der Serben, der die Existenz
des I SK gefährdete Etwa Ni% der im
USK lebenden JuJcn wurden von det
Ustascha ermordet oder den Deut
sehen ausgcliefcrL Genauso wurde mit
Kommunisten und aßen anderen Rcgi
megegnern verfahren Das tasctnsti-
vche K stand poiittvch wntxbaftlich
und militärisch völlig unter dem Ein
Huß Deutschlands, schickte Soldaten
an die < Ktfront ertaubte die Rekru-
tierung zui — SS und «cxpoiticiie-
Arbcrlskraftc. Rohstoffe und Nah
rungvmittel ins Dt Reich Mit dt Hille
wurden erfolglos die -» Partisanen
bekämpft Mn dem Einmarsch der
fugosl Partisancnarmcc in Zagreb am
8.5,1*45 war die E.sistcnz des I SK
beendet W4m hant
larnaur
II.-o 1 adlUauk Mao la Hrossai tUf
( «mow-SMW |u*t - (WO Mangan tVM
Kübelwagen s. Volkswagen
kugeltrlaß Befehl des OkVV von An
fang 1944 (genaues Dalum nicht be-
kannt). wiedcrergnllcnc —t Kriegsge-
fangene dem Chef dci • Sip> und des
-» SD (<NSD) unter der Codebczeich
nung -Stute III- zu übergeben Ihc
dem CSSD unterstellten Dienststellen
wurden mit Erlaß vom 2-11944 bzw
mit Fernschreiben vom 4.3.1944 vom
k unterrichtet und zu strengster Gc
hcimhallung der Durchtuhrungsmaß-
nahincn verpflichtet. Die unter den Li
laß fallenden Kriegsgefangenen waren
in das KZ -» Mauthauscn (Lirnwort
-Aktion Kugel«) zu Überfuhren. Dorf
wutden sic ermordet Brit und iimerik
Kriegsgefangene waren von dem Er-
laß nicht betroffen Der Verbleib des
Originab des K ist bis beute un-
bekannt. der Erlaß wird jedoch un
Text des Fernschreibens des CSSD
KMmkig
umd 4.V1M44 auszugsweise »örtlich
wtedcrgcgehcn »d* lUrdcn
k wlmhol s. < hrlwul— kiilmkol
kwhurbolMhr»tsmus In den 20CT Iah
re» entstandener KampfbcgrifL der
Mt.il utspt ungli-h gegen dac -Lnl wurde
gung- des Menschen durch schmuckks-
se und zweckmäßige Bauhauv Archi
tektur < Gropius. Mies van der Rohe.
Bruno laut ua l und gegen die Akti-
sitalcn des Dt Werkbundes richtete.
Kaki wdoch gegen alle hemen nwwlcr
ner und gcsclK.hatlskritischcr Kunst
in der Weimarer Republik Dk Nat
mv übernahmen den Begntl mit dem
Ziel, konsersainc Intellektuelle zu ge-
winnen Dk Bezeichnung K bezog
uch ähnlich wie -Kunstbofschcwts-
mus- auf Versuche sowj kulturpoli
tik. eine -Prolctk uh •Bewegung im
Dienst des Ptoictanat» zu fordern, und
belebte damit antikoaunuaistisehc Rcs-
«nlimenk wenn sk - in ganz anderer
Verwendung - gegen »Intetnabonahs-
mus- und -ludochc Zersetzung- in
der Kunst gegen atonale Musik oder
K-lualwtssenschaftlK.be Forschung be-
nutzt wurde Alfred Rosenbergs nat
mm —• Kampfbund lur Dt Kultur
stellte sich als Verteidiger Deutsch-
lands gegen den K dar tuann ftUha
kalt urkund Dealst her Jüdi n Im Juli
1933 in Berlin gegründete Selbsthilfe
cwgantsation. dw jüdischen Künstlern
Arbcitsmoglichkcilcn unJ Jem mdi
sehen Publikum eine Alicmarise rum
nat mv Kuhurbetrieb bot Del K
seranslaltcte tn Form emrs Ahoanc-
tncnllhcalers Schauspiel und Opern
aufführungen. Konzerte und Ausstel-
lungen Der Zutritt wat auswhlictUKh
Juden gestaltet (außer den Beamten
der Gestapo dw du Veranstaltungen
uberw achten > Die erste Aufführung
war am 1.10.1933 Lessings V<arhtin der
«Ml
llriiz Sk loste in der indischen CMIcnt-
lichkcil Diskussionen über -dt • und
-jüdische- Inhalte au. die die Arbeit
de» K in den folgenden Jahren be-
gleiteten So beargwöhnten die Zioni-
sten (-• Zaristische Vereinigung tur
Deutschlandi die Wahl des -Nalhan-
ah Blindheit gegenüber der Realität
jüdischen Lebens im nat soz Deutsch-
land Dein Berliner Vorbild folgend
entstanden 1933 wettere Kulturbünde
im Rew.1i Seit Frühjahr 1935 mußte
sich der K -Jud Kulturbund Berlin-
nennen und es erfolgte der Zusam
mcnsehluß mil den anderen Kultur-
bünden zum -Re eh is er band jüdischer
Kuliurbunde- Alle inzwischen aus den
-» RcKhskultuikammcrn mit ihren
fachlichen l nlcrglicdenmgen ausge-
schlosscnen jüdischen Künstler wurden
Mitglieder an Rew-hsserbond Jede ge-
plante Veranstaltung mußte dem Büro
des Rcuhskullurwahets Hans Hinkel
zur Prutune soieckel »erden Das
-Büro Hinkel- forcierte dabei die
-Judaisicrung» der Spiclplanc Nach
und nach wurden Schdlct und Goethe.
Mozart und Beethoven verboten Nach
der — RcKhskrtMalliiaehl wurden
alle Kulturbünde zur Schließung ge-
zwungen Der Berliner K mußte je-
doch am 31II 193b auf Atuwdnung
sim Goebbels seine Arbeit wieder aul
nehmen Dw Icilnahme an allen kul-
turellen Veranstaltungen außerhalb des
K war den Juden von nun an untersagt
Am 11.9 l*MI wurde der K von der
Gestajxi endgültig aulgclost
Wa-vw krwgrr
fam«*r
• w-iseL Eile Hcank M Brufer biiwo and
A-Z-mw Orr JadiwM AwawrWaaM /»Il-|w41
Zrur und Itii.i.-’ Ikrtm IWf
GrwakuMwr PnmiJban 0— JiMu<M
n BnMKWtaM »v«i-/w»f h« mw der
Al SiTM- der Kon* Ik-ri.-w l*P
Kwhurforrii rang Maßnahmen, die der
llnlerstut/ung von -Kultur», hallen
561
kuaoraah
den- dienen sowie mc anreeen und ta
den Stand »enctzen sollten. der nat
Mit —» Ideologie entsprechende Werke
her» or zubringen und damit Beachtung
beim Publikum zu finden. Die K zielte
auf die Schaffung und Lenkung emer
einheitlichen nut -soz Kultur und die
Ausmerzung alles •Volkslremdcn-
Zentrales Instrument der K war die
• Rewhakuhurkammer doch waten
auch Organisationen wie die -» NS-
Kulturgemeinde. dte — Di Arbeits-
front und da» Dt VulksbiMungswert
sowie kommunale Kunsts eteuic daran
txrteibgt Die K galt dem Film der
Mu»ik dem Ihealer. der literatur und
der bildenden Kunst (-* Kunst i. die
durch oUcnthchc Auftrage msbcsonUc
re für Berlin, die -• Rcichshauptstadt.
und tur München die -• »Hauptstadt
der Bewegung» unterstützt wurden
Del Forderung »»olkhaltcr Dichtung»
sollicn »adie wert Uber HM) Literatur'
preise gehen, die son staatlichen SteF
kn -* Gliederungen det NSDAP und
s erschic denen Vereinigungen »ergeben
wurden Die Stiftung und Verkthung
son Preisen unterlag »eil Dezember
IMU emer systematischen K-wilroik
durch die Rcichsschnfttumsk immer
» •..
Kansberg. Snwrfrrkommaiido «. kwbl
rauh
Kunst rauh Der Kunst . besser: Kultur
raub de« NS Regime* begann tm Lan-
de selbst mir der Verfügung und teil-
weisen Vernichtung und Vetschkude-
rung der modernen Kunst Nach dem
-» Anschluß Österreichs setzte die all
mähliche Beschlagnahme fast aller
Kultur gegenstände un Besitz ludtscher
Burger und InatitutKincn eia Da» Vor
gehen zielte bereits über den reinen
K hinaus auf die Auslosch ung der in-
dischen Kultur und Identität Es wur-
de IW nach dem Überfall auf Nika
I—» FVücnfcldzug i fort gesetzt durch die
Beschlagnahmt, sie» gesamten »taatli
chen. pnsalcn und kirchlichen Kunst
Nrsitzes durch mehrere dt Funktxmv
träger durch das Amt de» Gencialgou-
»ernew» I-• Gcncialgiwctncmcntk
durch Himmlers zm SS gehöriges -*
•Ahnenerbe- durch da* -Sondert om
mando Kunsbeig- des Außenministe-
rium» »owk durch Goring ab prtsaten
Kunsrdicb Hitlers Beauftragte für das
geplante Groß. Museum in Lmz Dr
Han» Hisse und liessen Nachfolger (ab
1*421 Prut Dt Hermann \oß beledig-
ten »ach aa den Vorgiuieen durch um
Ungrewhc Ankäufe ru meist erpreßten
Nicdngprersen Dte Absicht der Zer-
störung det Identität dci nässten Na-
ixincn Osteuropas wurde 1*40 »on
Himmler in emer Denkschrift, die Hit-
kr gegenüber den Kcichsstalthaitern
für »erbindbch erklärte, offen »laigc-
kgt Die Polen der Zukunft wurden
dann als -führerlose» Arbeitssolk- be-
zeichnet
Jeglicher K widersprach nicht zuktzt
auch der Haager Landknegsorsinung
au» dem Jahr 1W7 (An 27 46 56 g
Alfred Kiwenherg erheiterte «ich über
»unsere Knee»iurt»ten- tm tnihtan-
xhea Kunstschutz der dt. Armeen.
Oie »ich aul »erhalt Opposition be
cfiunliirn gegenüber dem -• Einsatz-
«ab Reichskiler Rosenberg, der «ich
ab 1M0 mrt Hille des persönlich inter-
essierten Göring zu der effektivsten
K Organisation zunächst in den westli-
chen dann den osilichen Besatzung»
gebieten entwickelte Am K rm Osten
beteiligten »ich Teik der Wehrmacht
der SS. antangheh auch Goebbels,
«ernte wieder da» Sonderkommando
Nürnberg. Sw raubten ungeheure Bcu-
temassen zusammen, deren l’mfang
«ach auch gegenwärtig allenfalls sage
fwstimmen laßt
Was sich in den westlichen Landern
und den entsprechenden Besatzung»
luuislscrteg tntu Huglmtl
zoocn Deutschlands an fremdem Kunst-
gut finden ließ »urdc den betreffenden
Nationen nach 1445 bei Eigentums
nachwcis zurück gegeben Die I dSSR
meldete 1M46. daß in 73 der bedeutend-
sten Museen **>4 723 Kunstwerke fehl
len wobei alk-rdinps auch Objekte mit-
gezahlt wotden waten.die bereits nach
weislich semichtct waren. <>dcr solche.
Jk man s«u dem dt I tnmarsch serla-
gcrl hatte Im Rahmen einer großen
rem den I \A al* Irruhander der aul
gefundenen Guter ab l‘*4n durchgc-
luhrtcn RcsIiIuIhxi crhicM die LdSSR
53412U. Krank reich rund tOfUI Objek-
te zurixk Ltitspicehsndc Zahlen lur
andere Lander fehlen i Zt noch
Der nat soz K führte schon wahrend
des Krieges zumindest in den USA. in
Großbritannien und der L dSSR zur
Aulstcllung son Listen dt Kunstwerke,
dte nach der dt. Niederlage für eme
evtl KfMituti.tn m sorlaulip in ei-
ne Art Plandschalt genommen werden
solhcn Auch dies «idcrsptach der
Haager Koesenuon. erschien nach bil-
ligem Rechtsempfinden jedoch vertret-
bar sofern darutwrr <41entliche und ser-
tragluhc Regelungen gcttidlcn werden
sollten Auf westlicher Seite Bl cs dann
jedoch nicht zu nennenswerten -Resti-
tutionen- dieses Fsps gekommen Die
gegenteilige und bis l'*ai sollte gc
hcimgch.illcnc Handlungsweise der
ehemaligen l dSSR das heutige Ruß-
land verfugt rwvh ufwr etwa 2t*HU>
Kunstwerke. 3 Mm Bucher und 3 km
Archiv mutcruil. ehe nach 1445 in
Deutschland beschlagnahmt wurden,
darunter auch dl Raubgul aus nicht
russ l andern war einer der Gegen
stände des dt russ kerttages som
4.11.19» (Art Ihl. dessen Erfüllung
»eh aussicht lua».
lawMIlH
<widm 11 Klaus Pilrmmn* t 'urt rl les gnsr»
gsiosc « aiaUwW^mUis SuIrsWaUa
M I H < Krim I**h 211-224
5*2
HaOul« l trWe x^ah.-iur «" Un V—C-ISK-K
Hroucu narr
MS - Jo I AzhoM*ri|
bg snu Her t>irs.hu-r-»Mcik < Moingia der Vn>-
toMIl Hirnen 11'M*i
KuBttsrriag franz Haafstarngf Im Pro-
gramm des tradmonsreichen Münch-
ner Kunstscrlao spielten ab 1*33
Kunstdrucke und Postkarten mit nat -
soz Motiven eme hrtrschtluhe Rolle
(Serie -Bildnisse der nationalen Füh-
rer.» Emst (»Putzt-I H der Inhaber
des Verlages, war seit 1921 enger
Freund und Förderer Hitlers und Öff-
nete ihm die lore zur Münchner groß
bürgerheben Gcsclbchalt 1931 wurde
er Auslandsprcsscchcf der NSDAP, fiel
»her in t'ngnade und floh 1437 nach
Intrigen < üuuigs u.a nach England
W<c*rau< dbwr
Kursk. < NTmstsc •«« s. Zitadc-Ilc.
Ualernrbmeu
Kurt f ggers i Pmgagaadartnhril)
«. Kriegshenchtenstatterl
KZ s. Kzmzrutrutioadagcr
1.
I atenspirl Das L. bestand aus einem
cfmnschcn Spiel, das in Jen 2t tr Jahren
in der hündischen Jugendbewegung,
aber auch in bürgerlichen Kreisen
pi^Milar wurde- Dsc I bewegung besaß
bereits vor 1433 Gemeinsamkeiten
mit der nat soz. IJcolopc. wies aber
ebenso eine starke Nahe zu cxprescio-
nrslischcn. religiösen oder gar scvia-
Irstischcn Formen auf Dci zentrale
liedanke war ehe erstrebte -• Volks-
gcmcinschjlt. durch das gemeinsame
Spiel «vmboltsch vor gelebt Wurden
zunashsl mittelalterliche Speie bevor-
zugt. he»ann man »pater »crmchrt
eigene Stucke zu »erfassen Sowohl die
Stücke ah auch viele der Fuhre* det
Bewegung (Luvertc. Mirbt ua) konn-
ten durch den Nat um nach 1931 tur
die »neue kofksgememschaft« »erein-
nahmt werden t?l>to Atu»
Inmtenvrrmt Wegen L (HkBft MliKl
wurde seit der -Ser Ordnung de»
Reichspräsidenten zum Schuir von
Volk und Staat- vom 28 2 1933 ( —
Rciciistagshrandverordnungi mit dem
Tode bestraft wer da» Ausland über
die -* Aufrüstung und die Fxpansion
de» NS-Regime» <-* AaßcnfxdiUk I tu
inti erntet en suchte Nicht nur Spione
die au» materiellen oder politischen
Motiven ausländischen (ieheimdicn-
Men dienten, wur«Jen Opfer de» lur
diese» Delikt zuständigen —• Volks
gcrichtvhots Auch dl Patrioten die
Deutschland mit Hilfe dc» Auslands
von der NS-Diktaiut befreien wollten,
wurden ak »Landesverräter» rum lode
venineih und hinge richtet i-» Wider-
stand I fhvwr»
I andjahr Eine ain der Zen der Wei-
marer Republik stammende sozialpoh
tische Maßnahme mit der die land-
verbundenhett der schulentlassenen
Stadt»ugend gestärkt und der Land
flucht von Jugendlichen gvgengesteu
en werden m*c Die Schukrngvunte*
nehnvung dauerte ein Drervierteljahr
und begann jeweils am 15 4 und 15 12
Neben der landwirtschaftlichen Arbeit
lullen gememschaftlicbc Aktiv Walen
eine grode Bedeutung Das L unterlag
der Verantwortung dc» RcictetniiniMer»
für W issciuchafl. Erziehung und Volks
Bildung und verfolgte neben aieolo-
grscfien auch arheitstnarktpohrische
Ziele *<*» va«**
Iwndschaftsanwaile s. Awtuhatenea.
s Testewik
I awMrrKto* s. Vsnziale
lamgcmarckfricni v FcWrgvstahuug
langvmarvk-Studium Zur Auswhop
fting von Begabungsrevcrven wurde ab
1934 in 1 L2phrigrn kostenkwen. L
eenarmten Lehrgängen in Vtcstudicn
amtalten Arbeiter- und Bauernsöhnen
sdme höhere Schulbildung em Studium
ermöglicht Der Name L knüpfte an
den Mvthos der Schlacht bei Langc-
marck am 22.23.101914 an. bei der
junge Kriegsfreiwillige in den Kampf
geschickt worden waren und viele den
Tod gefunden hatten. Im Anfangstahr
fanden zwei Lehrgänge nut zusammen
3> Zöglingen statt 1944 umfaßte die
Vrxstudicnanstah zehn Lehrgänge mit
insgesamt (ast VKI Schulein Der An
spruch jährlich 1000 junge -* Volks
genovaen autzubikdcn. konnte nicht
cingelost werden Die Kurve mit stark
pdilnchct Bctswiurw führten -bewahr-
te» —♦ Parteigenossen durch. Aufce
nommen wurde nur wer mehrjährigen
-Dienst- m NSDAP oder HJ ruchwei-
»en konnte, durch NS-Organnatawicn
vorgcschlagcn worden war und ein
Auslese»erfahren bestand Die» gelang
nur etwa» mehr al» einem Zehntel
»Jer Kandidaten Wahrend dc» Zweiten
Weltkrieges konnten auf eigenen
Antrag auch Kriegs»ersehne aufge-
nommen werden i“44 bestand eine
Sorstudicnansuh für junge Flauen, die
drei Lehrgänge mit 75 Teilnehmerin
nen umfaßte < -» Jugend > k-a>Mr
l apwa-ßewegwuj! s. f inaland
Le kernet (Dept Anege. sudl von
Toulouael Internierungslager unter
der Verwaltung d. trz Polizei < ump Ju-
orhnunr lur in -• Frankreich »uncr
I rbrw«b>.r» e.V
wünschte Ausländer-, darunter siele
Ji u Osten Angehörige der Inienuiio-
ulen Bncadcn des -» Span, Burger
borge« Belegung Ende I94H ca 4*tg>
Juni 1«MI ca 2100 Prrsowen aus-
•chlic (Mich Murner Die letzten Intet
nterlen wurden un September l*U
nach — Dachau abtranspurtKit Dk
Ernährung war ungenügend die hvgie
nicchen Xcthaitnruc und die medizi-
nische Betreuung waren nuacrahcl
l nter den pr.enrncntcn Häftlingen he
landen sich zettwenc Arthur Koestlcr
Walter Hascnciescr und Bruno Frei
les Miffev —• Fnugratuml
HWoauei»
febewsbum e.A. Von Himmler 1*5* ge-
gründeter SS'V’crcm mit rassischer und
heviükerungspsürtischer Zielsetzung
I Kampf gegen die Abtreibung Er-
höhung der Geburtenrate zur Stärkung
der Wehrkraft t Der l unterstand
sachlich dem —• Rasse und Sicdlungs-
Haupumi der SS. scrwalluagsmaBut
dem — Ss a - ilts-Vcrwataag»-
Hauptamt Der L halle ll Satzung tum
10 2 l*AS -den Kinderrc-ichriini in der
SS zu unterstützen «ede Mutter guten
Blutes zu schützen und zu betreuen
und tur hilfsbedürftige Mutter und
Kinder guten Blutes zu sorgen- Aul-
rute des -» RFSS an alle SS-Fuhrcr
1I9> * und an «he gesamte SS und P.»h
ta (1*3*1 zur Zeugung einer zahlrci
shen Nachkommenschaft (mindestens
4-Kiwdcr-Ehcl betonten hrs»mders die
I nterwutzung noch nicht »crheirabctct
Mutter. <be nach erbbwüogrschcr I n
lersushune durch SS-Arzle tn die Ent
binduncsbcime des L 11939 7. l*4tf 9
in lhrutschl.ind II in den besetzten
Gehemen Norwegen. Belesen und
Frankreich) aulgenommcn wurden
i zwecks Geheimhaltung der Geburten
mit eigenen Standesämtern! Insgesamt
wurden in den L Hermen ca. NOIll Kta
der gehören <»sw 19*1 rd mV nach
SM
|u*i rd Mi-o unehelich) Der \ercin
finanzierte sach durch Zwangsbcura
gc hauptamtlicher SS-Fuhrcr. «eme
Zentrale «ab m München. Ab 1941
übernahm er auch die zwangs weise
— I mdcutschung -rassisch wertvoörr-
Kmder aus den besetzten Gebieten
(Norwegen. OM u Sucbwicuropa -•
Rassenkunde) Gegen 1*44 aufkom
mende Gerüchte Uber -Begaiianphci-
mc- der SS wurde scharf soreeganeen
Derartige k ersuche regelrechter Men-
scbcn/ushlune durch die SS konnten
auch spater nicht nachgewtesen wer-
den I ber entsprechende Plane Himm-
lers lur die Zeil nach dem Krieg be
nchtete sein Masseur Kersten
Lebcndeiera Na: sor Ersatzicicrn tur
die chnstbche laufe, Jk Hochzeit und
Jas Begräbnis Sae wurden insbcsonJe
re son SS Angehörigen durchgetuhrt
Oe L behielten christliche Raten bet.
entleerten Jane aber ihre» tcligwMcn
Sinns Das —• Amt Rosenberg war für
die Ausführung der L zuständig da«
auch ein emhculiches Feicrptogramm
tcstlcgtc Das Amt «ersfnekte «ich da-
bei aber zu häufig in bürokratische
oder idcologiwbc Probleme Obwohl
L in der Partei ab 1436 häutiger wur-
den. vcrtucil sich Jk Bcsitfkerung re-
serviert fflaJbuM
I cbc-n-mittefkarie s. RabunMrrwug
I eben-raum Das Konzept des 1_
nahm - neben Jer Rässedoktrm - in
det nat soz Wknpoimk unc zen-
trale ideob^ischc Stellung em (-»
ldcs*<<| Mn sbesem Kamzept wurde
der imperialistische Espansiomdrang
Jes Regime» tn hden und va der
$a*
SowKtunxm begründet Das L. Kon-
zept wurde- »om — Alldeutschen Ver
band schon »or |9|4 entwickelt Hitler
nahm da» Konzept auf und wandte uck
tn -» .Wem Kampf gegen das Ziel des
-ordinären- dl Nationalismus, ledig
fach den Zustand von 19(4 wiederzu-
crLmgcn Deutschland sei so die der
-» -Blut und Boden - Ideologie nahe-
stehende Grundidee et* -• - Volk ohne
Raum- i Gnmmi und müsse- an immer
wählenden Kampf der Volker durch
Nokietscbc Fipaasmn L un Osten
L urepa» gewinnen um für Jen Geber
tenuberschuß SmUungsgctwcte zu er
schlichen eme autarke Wirtschaft
aufzuhuuen (-• AMarkK) und ertofg-
renh Krieg fuhren zu können. Nach
der Schäftung ernes europäischen
Kontmentalrmpcnums war die Reali-
sierung kolonialer Bestrebungen im
WelimaBstab geplant Ohne ihc ras
«tutsch sozialdarwinistische Annahme
eines dt. Herrensoikcs und »ter Mm
dcrwerligkcil der da wischen \.4kcr
(—» Nviaidarwtnismus. -» Ravscnkun-
dc) «st da» L-Konzept nacht denk
har womit sich die beiden tirundptei
ler der Hnlerschcn Auttenpohnk ver-
banden und tegenxilit »erstarkten
Mil Am Autarkie <kdanken und Jen
rasszstrschcn Elementen wurde eme
Vereinigung b»s dato uwlerschtcdlachcr
unpmak-r Kimzepte (Ökonomischer
Imperialismus und konservativ»:: Kok»-
mahsmus i ennöghcht I n> *
tzarsua^
Cinat Iknwanr Di—ww* bis! latsmwa*
kiUkoamea M» ZwuM Wcinrwt a Kai
Oktrcr BreUir «ImWoI
Jbcuäw» < H* 1 fäussäUM :v<> /«<*
kwshrv zik «M^waK -"«läracrUw Hos-clsi».
Un* |WI GH l’l
Rmöer MntHltf .WmrasrAaW wU (WWW-
«nm»- li-»>s^oSr<artir»1wvi s*
s-.-äsMirs /« Arme .-a» burinaRrnäisäar
dr» Z-r-^lagKr Bcrko IVWl
I ebewsamwertr« I eben s. Medizin
le0M< aodiir
LecMcricr-Grupps K>«nmur.tsi:schc-
Gmppc des -» W iskrstaodv im Rheni
Neckar-GebKt die unter Georg Lech
teuer ichem-iliger KPD Abpeordncler
und Parteifunktionär) EMO-1*42 ib
l atergrundo<ranrvalH*n tätig war und
u.a eme illegale Zeitung Der Geh.ee
MfomMrnmr- md Aumphirnm grgwn
dm Hu/rrUvhnmtr» in Mannheimer
Bel ruhen verleihe Im Febtuar Matz
1*42 wurden 50 no Gruppcnmiteltc
verhatU-t Bmr
Lrgidüafseid < 1 hwer Retchsarbr-
prnzeC
I »ginn < wndwr Dt gemischte Lutlwat-
fcncmhcH. die im —• Spanischen Bur
eerkneg auf »eHc-n Franco« gegen die
gcwablte \<dk«frontregic-rung erwee
«rtzt wurde um -• Sp.wv.cn nicht in
ein aritinat.«>v Fahrwasser geraten zu
lassen Zudem Nw dav offiziell ah Sa
ehe vsm Frciwaiheen deklarierte Fnga
gement «he Mssgbchkeit das \ erhält ms
ru »Jem ctwnlan« zugunsten Franco»
irtler»ents-icrvckn -» Italien zu »erbe»
«em. neue« Knegsgcrat unter Emsatz-
hrdmgungen zu erproben u*l »pan
Rohstoffe lur «fee RustungcmduslrK zu
erhalten Dte erste dt Hilfe, die »or»
Hitler am 25.7 193b aut Bitten Francos
in Form s«m Ju 'Iranspwtfht*zeugen
lJu 521 tmd sechs Javern (He 511
gewahrt worden war. wurde rasch au«
geweitet Zum 111 I93n wurde Genc
raimapw Hugo Sprnk mit der Füh-
rung «Irr l beauftragt, »he sein diesem
Zeitpunkt an standag über etwa IIJH
Flugzeuge scrschicdener Tvjvn und
ca N®0 Mann »erfugte Seme Nach
Küfer waren (zencralmator Hcllmulh
Volk mann und GcneraimaHir Hofften«
Freiherr • Richthoten Da dar Mann
«chatten penodnch ausgewec-h«c(t wur-
den. satmnrhen ca (9tiii Mann prak-
tische Kampferfahrungen, die ssstc
mansch ameewertet wurden Dk L
ll.l tm VrrUt
war aa »Kien enlscheuJeaden Gelech-
Icn Je» Span Bürgerkrieg» bctciligl
und auch an der Zerstörung -» Guer-
mca» am 2h 4 WS? Vnaüf i—n
X L I rbwMmm» Vrriag Der 16M» ge
gründete Münchner Verlag war au!
Medizin •pezadmert. erweiterte da*
Programm schon vor dem Ersten Weh-
kneg um Titel rat R**»<nhsgKnc I-*
Medizin» und -* Rasscnkundc und pu
Nizierte nach WIN un großen I mlang
Militaria sowk nal soz und »cMknchc»
Schnfltura Für «Jk Sparte Rawscnkan-
Jc war der Verlag. in Jem pr< anmenie
»olktsehc Autoren wk R W Darts und
H F K Günther publizierten seg Mu-
te der 20er Jahre Branchenfuhrer 1919
wurde ab Tnchterltrma Jet -» Dt
Volk«erlag Dr Ernte Bocppfc gegrün-
det dessen Leiter und Naracnsgebcr in
der -• »««4 kochen Bewegung und der
NSDAP «en WWaktr» war Der Vertag
spielte eine Rude ab tnicgratMia»tak-
kw Jet »«Nkiuh antisemitischen Szene
WuUmKSrwe
l eherrbildungsanstalten Zwischen 1*37
und 1*4« gab es in allen dl Landern aa
den bestehenden 2> Hochschulen für
Lehrerbildung emc UW Abituncnlcn
zweijährige für AbwAcnten »on
Volksschulen Mittehchuten ua. Vor-
aussetzungen entsprechend tangereI
HcshsshulausbthJune lur Lehrer an
Volksschulen i Gsrnnasialk-tuer wur-
den nach wie so» aa l nrscrsilalcn aus-
gebddet) Dk Abkehr »ow «Jksct
Hochschulausbildung setzte mit den L
cm die zwischen 1*411 and 1943 mit
groiJem tmanzieUcn Aufwand cmec
nehtet wurden Diese stark politisier
ten iFormatioriscrzschunc Lager. In-
ternal) dem Modell Jet - National
politischen F rziehungsanstallen nach-
cUcrnden imd künftige HJ Führet bzw
BDM Fuhrenwnen anstrebcmlen fak
tischen -Führers»hulen- tinsge* 257.
54*
darunter LU) für künftige Lehrerin-
nen) erhöhten dK Zahl der Au»gebd
deten beträchtlich Dk Richtlinien für
die L bestimmte die -• Parteikanziei.
lUcJu Ja» —• Rcichsnurustcnuni tur U »-
»emehatt. Emebung und V olksbiliforsg
20 L bildeten tn dretm««langen Kürz-
te hr gangen tansshlKÖcnd I 2|ähngc
Praxis und ncunmtmatiger Abschkiß-
khrgangl -Vhulhellct- tüberwiegend
Frauen) au« [VAxlru.«-Uw«
Lcibeserzichaag *. Spwet
I «bslaodarte-Vh AdoV Hüter LSSAHI
Am 173.1933 wurde au» 120 Mann
der ehemaligen Münchner Stabewache
(persönliche Schutrtruppe) Hitler» die
SS sub»wache Berlin gegründet Jie
im Fnihherbst m »Wachbatailtoa Ber-
lin- und Anfang September 1933 in
-L- umhenannt wurde Am 9.11.1933
wurde dK t aut Hitler» Pct»n »er-
cidigt ab Jessen Pn»attruppe sac künf-
tig außerhalb de* »crtaaaungsrcchl-
liehen Rahmen» »on Staat und Partei
stand L niet dem Kc*n manch» Jcwcph
(•Sepp-) Dietrichs zunächst tur den
Schutz Hiller* sowie für Sichcrungs-
und Rcprascnlateonsaufgaben zustan-
de. trug die L wahrend «Je* -• Rohm
Putsche» maßgeblich zur Verhaftung
und anschbctienJen Ermordung «ler
SA-Sfwtze bei Danach wurde sie zu
sanunen mit den -PWitiscbeu Bereit-
schaften- «ki SS zur SS Verfügung*
truppe I—♦ Watlen-SS) zusammenge-
schkwsen In den folgenden Jahren
ständig »erstarkt und im Siiscmber
ImW m Jk Maflen-SS integriert wurde
die L sehheßllch zur Dniswt ausge-
baut (9 9 1*42 SS Panzergrcna«lKrih»i
s*m ab Februar !*u 1 SS-PanzerJui-
uou) Dw L gab ah Elitelruppc. die
frcihch eine keine Verluste achtende
Art der Kncgfuhning praktizierte Aul
dem ortbchen ww dem westlichen
Kriegs**haupiatz machte «ich dw L
5*7
»ers»hic«Jener Kne es» erbrechen schul
dig. «ieren bekanntestes am 17 12 l*U
bei Malmeds begangen wur«ie als
Ange bonge «jcr L.7I l S-Sozialen nw
JcrsS»cn, «11» Sach bereits m Getan-
gcmchaft befanden Am 9 Mai 1945
ergaben sich «he letzten Einheiten der
L in Österreich amcriLantsehcn Trup-
pen Zus vr halte dw L noch aa der
letzten dl .Offenuisre am Planem«
tFebruar 1*451 tedgenommen und we-
gen der Kritik Hitler» am Scheitern «Jer
Offc-nusc ihre Armclstreifen abgelegt
letfe der L wur«Jen an dw Sow)eiuni<«
amgetwlcn a«»»
l eislnngskampf der dewtschr« Iketrie-
b« Seit W36 «on der -» Dt .Arbeit»
front (DAF) fähriich »cranstaltete
WcfttwwcTbc um Jw -Bestgest.iltung-
der Arbeitsplätze und -bedingungen
Durch «len L soUtcfl die sozialen
Bemühungen (Au*- und Fortbildung
Arbeitsschutz V erptlegung. I nler
kunn Sportstätten u»w | gefordert
wcrilcn. Die nach Richtlinien der DAF
rcgi«*nal Betten erhielten ein Gau
diplom und konnten am \kettbrw«rrb
aul RcKhsebenc icilnehmcn Dw Er-
folgreichsten ei hielt en |e*eib am
I. Mm »uw Hitler (entmahe 1937) lur
em Jahr die .Auszeichnung -nat soz
Musterbetrieb- und durften Jk <rolde
ne Fahne «Jcr DAF 1 Hakenkreuz!ahne
weißer Kreis umtahmi nut rot Jenem
Zahnrad) fuhren Dk Betriebe, du tu
einzelnen Bereichen bcrsortralco. er-
hielten Leisfungsabzcichcn Der L war
eme erfoterewbe AkUM der iulmiz.
-• Suzuipolitik. «he zur Verbesserung
«Jer Arbeitsbedingungen beitrug Mn
Beginn de» Krwge» »erlor «Jcr L fc-
disch an Bedeutung *•*« H<»»«*«
La* Mille» ' Dept B<»ucbes du Rhone
hei Aix<-n-Pro»cr>cc) Internierung»
lager lur Emigranicn urntre d emhuz-
gwcmenli da» im ScjNcmber 1939 m
leotead
einer chemalieen Ziegelei cmgcrKhlcl
wiudc unj «ter Irr Piili/o unterstand
Das Lager war un Mas Juni l*Ni mit
o 3tW Inlernicricn belegt messt
Deutsche und Österreicher. |*u>4|
JurchlKfcn bt» zu IfHIl) Personen un
JrariMt nach L Kerwe da* Laaer Dk
Laietkunlte waren prmuu» und
schmutzig- dw hseicnischcn Verhalt nis-
te schlecht Da» Lager wurde bcruhml.
wo! »wie Intellektuelle und Künstler
zeit weise «h>n untergcbcachi waren
taa. Waller Benpmm. Joseph Brertbach.
Max Ernte. L»a Feuchlwangcr. Waltet
Hasencicser (der dort am 216 |44t>
V-Ibslmord beging i Alfred Kantor«»
wkz. Goto Marrn Otto Mcverhof fNo-
bdprers lut Medizm 192.1) Lakus
Reichstem (Nobelpreis für Vtedizm
195«) Gerhard Enler l m «hc Inter
rwerten und «Jk M<»ghchkert ihrer -♦
Emtetatioa bemühten sich zahirewhe
ausländische Hilfs>rg*m»alkiacn. tB
das amenk Emcrgewc* Rescue C<wn-
nutler mit Vanan Fr», saiwie illegale
Büros soo SPD und KPD. Von «Jen
kunsl krischen Hinterlassenschaften
«Jer Internierten sind Wan«imalere»en
a «Jer Ziegelei erhalten «Jk restauriert
wunJen. Fast 2000 Insassen «Je* Lagers,
da» b«» Marz 1*43 bestand, wursien
über Dräne* nach «Jem Otten depir
ikH l -• D«p»wtaiiimcn. — Le Verwct |.
rtrO—W .Amt***
Lettland la Sommer l*4U. «gswohl cs
weh am ' S |9’9 eatea aul zehn Jahre
icrmatecrten Nichtangriffspakt abge-
schlosuca halle, aufgrund «Je* -• dt
so*w| Nichtangnffxpakts der Sow>e’
imnei .meegliccJerlei Staat und mit
Beginn «les l’nlctnehmens -» Barha
ronua ab -Gcncralkommissarial L»
Ted «Je* zrsil »erwaiteicn «h Besät
zungsgchiel» im Baltikum (-» Ostteld-
zag. — Rcwliskommrssariat Ostlaad)
Auf gründ de* raschen dt Vormarsches
dw H-iuptstaih Riea wurifc bereit»
Le» vaB der Lulibe
am 1.7.1941 erobert konnte nur cm
kleiner teil der leit luden fliehen,
wahrend die Mehrzahl (etwa TfllMM))
entweder binnen weniger Monate von
den Kommandos der Einsatzgruppe
A I • Einsatzgruppen» sowie kkehr-
maehiseinheilen umgebracht oder spa-
ter Opfer der tm gesamten — Reich»-
kommmanat < Ktland vollzogenen —♦
-I ndlosutig- wuidc Die leit Ghettos
(das größte befand sich in -* Riga)
dienten als Zwischenstation aul dem
Weg zu den E r*chicßung**tailcn Von
den Juden im lande erlebten 1*14 nur
etwa 5*MM» den vowj Einmarsch. Wie
in andcicn teilen der besetzten So-
wjetunion bedienten »ich dl Instanzen
koflaboiationswdligcr Einheimischer
(-• Schutzmannschaflcn. die beruchng
*te Einheit war das sog Arajs-Kom-
mando). um Juden, aber auch Zigeu-
ner. Insassen von Heilanstalten sowie
kommunistische Eunklumare zu er-
morden (—» KomnussarbclehE -» Ras-
senpolitik und Völkermord) Viele Let-
ten aus dem Bürgertum hofften auch
lange Zeil, mit Hille der Deutschen die
I nabhangigkert ihres I ande* zuruck-
gewinnen ru können, ua kämpften
zwei lett. SS-Divisi<<oen an der Ost-
front Ah Mitte 1*12 verwischte sich im
Zuge des an Bedeutung gewinnenden
-» Partisancnkampfe» zunehmend die
Grenze zwischen Herrschattssichcrung
und vorbehaltloser Ictrotpohtik Wie
in den anderen besetzten Gebieten
Osteuropas hintcrltetten die Deutschen
auch in I bei ihrem Ruekzuc cm in
weitem leden zerstörtes Land
/ arrufwr
/<*<5 tk Hm
le* van der I uMw Das Gesetz Uber
-Verhängung und kollzug det Tode*
strafe- vom 29 3 1933, im Volksmund
1— wuidc anläßlich des —• Reichstags-
Ml
brande* vom 27.1)933 erlassen Die L.
bestimmte, daß f 5 der -» Reichstags-
brand Verordnung vom 2X2 1933, der
u .i für Brandstiftung die Todesstrafe
vorsah. rückwirkend auch tur zwischen
dem 3| I und dem 2h 2.1133 begange-
ne Taten gelte Aulgrund dieser Koo-
vtruktion wurde der holländische Mau
rcrgescUe Marinus van der Lübbe am
23 111933 als RcKhMagvbiandstiftcr
zum lode verurteilt Kam»« Krwrr»
Liehtenburg iKZ.l Im Schloß L bei
Prettin (Kreis l<<rgaul wurde Ende
Mai 1933 unter Dienvtaufsicht de*
preuß Regierungspräsidenten in Mer-
seburg m emem aufgelatsenen Zucht-
haus ein -Sammellager- für -staats-
feindliche Elemente- eingerichtet, das
zunächst von zwei Polizei hundert schal-
len unter SS-Kommando bewacht wur-
de Am 17.3.1934 wurde das KZ L. un-
mittelbarer SS-Herrschaft (dem -*
Inspekteur der KL) unterstellt und
verkörperte damit neben -* Dachau
und dem < olumbta-Hau* Berlin den
Prototvp dc» KZ Svslems Die Bele-
gung betrug 1933 etwa 1M«> 1934 etwa
SUI Häftlinge und stieg aul Übet I2U0
im Jahr 193' an. Vom 16.7 - 16 zt 19.37
wurden die Haftlmgc in* neu errichtete
KZ —» Buchenwald verlegt Sb Dezem-
ber 1937 diente L al* krauen-KZ
anstelle de* aufgelösten Frauen-KZ
Moringen, dessen Insassen (ca 600) cs
übernahm. Ab 15 5.1939 wurden dte
Häftlinge ms neu errichtete Erauen-KZ
-» R.ivcnsbruck verlegt In L waren
anschließend Einheiten, dann em Be
kletdungsl.iget und cm Hauptzcugamt
der -t Waffen-SS untergebracht. Häft-
linge des KZ -» Sachsenhausen bil-
deten ab 1941 cm Außenkommando in
Lichtenburg, sic dienten dort als Ar-
beitskräfte n»/rem« »m.-
Lidin- Auf einen vagen Verdacht hin
wurde da* im — Protektorat Böhmen
I •«benvMr
und Mahren gelegene westbohm Dorf
L berichtigt, aus «Jen Reihen «einer
Bewohner stammten die Attentäter,
die den amt Reichsprotcklor und Chef
des — RSH.A. SS-Obergruppen führet
Reinhard Ik-vdrich. hei einem An
schlag am 275 1942 in Prag tödlich ver-
letzt hatten Am Tage der Beisetzung in
Berlin befahl Hitler, die männlichen
Einwohner von L.. zumeist Hutten-
und Bergarbeiter im nahen Kladnocr
Revier, ru töten, die Frauen rn KZ zu
schaffen und die Kinder, sofern sie
nicht zur —• Eindeutschung geeignet
seien, einet -anderen Erziehung- zu-
zufUhren Der Auftrag wurde von An
gehörigen der Gestapo. des -» SD und
dei Schutzpolizei (-» Polizei) unter
dem Kommando von SS-Offizieren
cmer Sonderkommission und des Be-
fehlshabers der Sipo in Prag. Horst
Böhme ausgefuhrt Die Manner, der
lungstc 15. der älteste nahezu 'M) Jahre
alt. wurden am 10.6.1942 tn L erschos
«en Die Mehrzahl der Frauen kam im
KZ um Das Leben der Kinder endete
mit Ausnahme derjenigen. die in dt
Familien leben mußten und dt. Vorna-
men erhielten, tm -» Vernichtungslager
—♦ Kulmhof/Ghelmno un Reichsgau —»
Wänhcland. sic wurden vergast. Die
Gemeinde (Häuser. Küche. FricdhoL
Schulgebäude. Muhle. Straßen. Wege
Baumei wurde unter Einsatz von
ua au« dem Reich herbeigeschatflen
Feuerwehrleuten und Mjnncm des -»
RcichsarbcitMhcnstcs dem Erdboden
gieichgemacht Der Stellvertreter Hev-
drkhs K H Frank, überzeugte sich
selbst von der Ausführung des Fuhrer-
befchK Die Einebnung von L. wurde
m emem Film (estgehalten Daraufhin
kam es in vielen Landern zu Bekun-
dungen von Protest, von Sieges- und
l’berlcbcnswillcn. In den ESA sowie
in mittel und südamenk Staaten er-
hielten Ortschaften. Plätze und Straßen
1942’45 den Namen -lidicc- Auf Waf-
fen und Bomben der alliierten Armeen
fand sich der Name dci Ortschaft In
Wales drehte Heinrich Jcnnuigs den
Film Ihe Ment Heinrich Mann
schrieb den gleichnamigen Roman.
Brecht da« -ladiccltcd- fUt den Film
Hangmen also die (Aue* Henker ster
ben, l SA 1941 Regie Fnt? lang) Das
Verbrechen in I war em Racheakt der
Deutschen Die Hevdrich-Attentäter,
von England aus mit dem Fallschirm
abgesetzt und ohne nachweisbare Be
Ziehung zu L. wurden in einer Prager
Kirche gestellt und sämtlich nieder-
gemacht Wenig später (24.6 1942) er
litten die Einwohner der Ortschaft
Lczäky das gleiche Schicksal wie die
Bewohner von L Nach der Befreiung
errichteten sowj. Soldaten auf dem
Gelände von L einen Gedenkstein,
ferner erinnert ein hoehautragendes
Kreuz das einen Dornenkranz tragt,
an die Opfer Spater entstand eine
Gedenkstätte Die tschechodowak.
Regierung beschloß den Aufbau eine«
-neuen L.« Dessen Grundsteinlegung
erfolgte 1947 |m selben Jahr sagten
Überlebende Frauen und Mädchen in
Nürnberg in einem der zwölf vor l S-
amenk Mihtargerichtshofcn geführten
Pnvcssc < Fall m> ah Zeugen au« (-♦
Nach kneg» prozesse)
Kral Vactav iHg > Ihr \frv>mrrnhfH »wmf £M-
Aadawwir d/«r» Jur < •***««•»*» «'«•*<• imU
Art VafR’ÄÄadptfW« in Art
«AngaAMMBigN.
Mcumaan l*c LiAi<r an ^Atnik^hty D<*f.
Ftaakrun «n Main NKI
Lieberose Nebenlager des KZ -• Sach
senhausen. etwa 40 km nördlich von
Cottbus, errichtet im Frühjahr 1944
Die Haftlingszahl stieg durch große
Transporte, insbesondere geschwächter
indischer Häftlinge aus -s Auschwitz,
stark an Die Hochslbclegung von I
schwankte um die Jahreswende 1944’45
zwischen 4000 und MM«) Häftlingen.
I itti
Jk- Sterblichkeit war hoch Den Haupl
inlcil bildeten Holland bclglrz.dan
notweg.. Kriech., Ungar und in emer
gcriniren /.»hl dt. Häftlinge, die mci
«ten von ihnen luden Das größte Ar-
hcilskomnundo -Ullersdorf- baute
Kavernen Die Außenbewachung er-
lolglc durch da» SS-Wachhataillon
- Ku r mark- vom nahegelegenen Irup
prnlibungspLiiz Anfang Februar l«45
wurde L. geräumt, marschunfahigc
Häftlinge wurden wahrend det Evaku-
ierung erschossen (—‘ lodcsmarsehe I
l.-zir» «w«
I di Marlern Schlager nach einem 1915
von dem Schriftsteller Han« Leip
(IH95 1983) verfaßten Gedicht da» der
Komponist Norbert Schultze (*1911)
19.IX «ertönte. Berühmt wurde L durch
die Sängerin l^le Andersen (Lrse
kitte Helene Hunnenberg. 1919 1972)
nachdem cs am 18.8 1941 erstmals som
dt Soldatenscnsler Helgrad gesendet
worden war Fortan beschloß l_ ttghch
das l*Togr.imm des Senders bald strahl
ten es auch engl. frz und amenk
Sender aus. und die Interpretin wurde
international bekannt Goebbels hielt
L für -unherorwh- aber erst nach -»
Stalingrad konnte er «eme Meinung
durchsetzen Da« l led wurde abte’
setzt und Lale Andersen erhielt -Aul
tnttssctbol Ab Mai 1945 durfte MC
dann wieder öffentlich singen aber
nwhl mehr vor Soldaten aultielcn und
keinerlei Hinweis aut eine Verbindung
nut I geben Seither wurde 1 in rund
50 Filmen von verschiedenen anderen
Interpretinnen gesungen Rainer Wer-
ner Faßbinder setzte der Sängerin und
dem Lied in dem Hirn Lih Ifuzfevri
IBRD I9x| i em Denkmal ii/«-,,
I mz landcshaupt«tadt von Ofcriwicr
reich (Gau Obcrdon.iul von Adolf
Hitler aufgrund persönlicher Jugcnd-
ennnerungvn aus »einer Rcalschulzcil
«70
besonders gefordert Er erklärte L. am
|3J 1958 unter dem Eindruck »eines
Empfangs in L. (-» Anschluß Öster-
reich») zu seiner Palenstadt L »olhe
Kultutmetropole und Industriezen-
trum werden und wurde wie Hamburg.
Berlin Nürnberg und München zur
-Fuhrcrstadt- erhoben Hitler selbst
entwickelte ein gigantisches städtebau-
liche» Konzept, '»eben zahlreichen
Wohnunsen sollte am Donauufer cm
Kulturzentrum mit Theater, einer Kon-
zcrthallc einem Opern- und Operet-
tenhau» der größten Gemälde und
Kunstgalene der Welt, mit Museum
und Bibliothek entstehen Außerdem
waren cm Bankenzentrum, etn Luxus-
hotel mehrere Brucken über die Do-
nau und ein Bismarckdenkmal geplant
Auch »cm eigene» Grabmal wolhe Hit
ler hier emehten Von diesen Planen
wurden nur wenige wie die -Nihelun-
genbr ticke«, verwirklicht
Dagegen wurde mit der Gründung
der Hcrmann-Goring-Wcrke L der
Grundstein zu einem der damals größ-
ten Industncstandocte gelegt Hoch-
olcn. Stahlwerke, eine Stickstoffanlagc.
chemische Fabriken. Aluminium- und
KunstfascrprodukliorK-n und andere
Rüvtungsbetnebc wurden in L. ange-
sicdclt Halen und Wert! wesentlich
ausgebaut Hier wurden auch Häftlinge
au» »1cm KZ • Mauthauscn eingesetzt
zu diesem Zweck emchtete man aut
dem Gclande det Rckhswerke die Ne-
benlaeer L I und II Die Konzentration
der Rüstung rm Raum loste massierte
alliierte Bombenangriffe aus. die auch
die Stadt selbst schwer traten Der »o
auvgcb.iutc Industnestandort I erlang-
te nach Kncescnde und Wiederaufbau
erneut große Bedeutung <w>m»
i HrW
Ruäzv | *4« Huff /ri FmA»W»* Imt
Ajöbä- im/ itrn Lm; /WK-
fW* FvmOwI mm Ynci 1<W»
Kirnest ÄMtid Zhr AAttf
<71
H'ilrf I mt; Vib/|p6M»wtf int
wucr OoonUrrcr ßcTtaki* do w-
.'lUrri l>«r‘ Uun l'*Ml
Litauen Bereits tm Ersten Weltkrieg
Objekt aktiver dl Expansionsbestre-
bungen. geriet seit 19.59 nut der Ablrc
tung ilcs —» Mcmellande» und der Im
»k dlung von -» \olkvdculwhen als Re-
sultat des —» dl.-sowj. Nichlangnfh-
pakts in dt Abhängigkeit, dann unter
Kiwj Herrschaft Der Angriff aut die
Sowjetunion am 22.f» 1941 (Unterneh-
men —• Barbarossa —• Ostlcldzug)
eröffnete neue Möglichkeiten.die Ziele
nat soz Hcrrschattspolitik zu verwirkli-
chen In 1. begann in den ersten Krieg-
slagen der Vollzug der —* -Endlosung-
irn Sinne des s»slcmali.»chcn Massen-
morde» an den Juden < -» Rasscnpolitik
und Völkermord) Beteiligte Kräfte
waren un wesentlichen die Einsatz-
gruppe A (-• Einsalzgr uppen 1. atxktc
dt -» Polizei-. —• SS- oder Mditann
stanzen sowie lit. Gruppen, die teilwei-
se bereit» vor dem Einmarsch der
Deutschen umfangreiche »Kigiomc»
veranstalteten und später un Rahmen
det -» Schutzmannschaflcn dt Interes-
sen dienten Ende 1941 meldete das (ur
die Gcgnerbekamplung in L zustän-
dige Einsatzkommando 3. die -Juden-
frage- »cl erlöst die überlebenden Ju
den sollten bis zu ihrer Ermordung m
einigen wenigen Ghettos - die größten
in -»W ilna und -• Kauen - als Arbeits-
kräfte auigcbeutcl werden. Von den
Juden in L (mindestens 22(H’«I zur
Zeit des dt zAngrilf») erlebten weni-
ger al» 5% die Befreiung durch die
Rote Armee un Sommer 1944.
Jwjr« l4u*K**>
LitzmannvlMtt«. Lodz (Ghetto).
s.a. Jutcndschutzteger
Lodz (Ghetto) Größte» Ghetto in den
dem Dt Reich cineegliciierten poln
I lMtl (Ghetto)
Gebieten l rvpiunelichcs Ziel der
Konzentration von Juden in den -♦
cingegltedcrlen (iebieten war deren
effektivere -• Deportation in »la» —
Generalgouvernement.
Nach der zwanc»wei«cn LTscrsicd
lung der in I ansässigen Juden in
da» nordbehe Stadtgebiet Anlang 1940
erfolgte am 30.4.1940 »he Abtiege-
lumr dv» Ghettos Nach dem Ergebnis
eines Zensus vom Juni 1940 lebten dort
rund 157 i)i m Menschen aut einem
Areal von 4 km mit unzureichender
K.inalis.ition unJ Elektrifizierung Da»
Scheitern der Versuche einer Dcpor-
tatxm au» I in das t •eneralgouvvr-
nement erforderten seit Milte 1940
eine kontinuierliche Nahrungsnutlel-
Versorgung, die von det sludtrschen
Glvetlosctwaltung unter Leitung Han»
Bietxiwv organisiert wurde. Als Ge-
genlcislung mußten die Juden in den
lextilbetricbcn im Ghetto oder in La-
gern außerhalb von I -* Zwangsarbeit
leisten. Die Administration im Ghetto
leitete cm eingesetzter -» Judenrat.
der der Stadtverwaltung und der Prili
zei verantwortlich war Charakten-
vtisch für L war die herausragende
Stellung des -Ältesten der Juden-
Mordcchai Chaim Rumkowvki, des-
sen diktatorische» Auftreten umstritten
war Im Oktober 1941 wurden 20(MW
dt.. luvcmb.. Osten und tschech Juden
nach L depitlicrt und in die Zwangs-
arbeit integriert 5(«ti Ijillrn (-» Sinti
und Roma) au« dem Hurgenland wur-
den in einem abeegrenzten Teil des
Ghettos cmgevpcrrt Zwischen linuar
1942 und Juli 1944 erfolgten in ver
»ehledern-n Aktionen die -• Deporta-
tionen in da» -* Vernichlunitvliigcr -♦
Che Im no- Kulmhof Hier wurden über
MJOOn Menschen ->us L ermordet Im
August 1944 wurde »las Ghetto aufge-
löst Fast höiMit) Menschen wurden
nach -» .Auschwitz deportiert, die mei-
den dort ermordet ZV».. Kim
IiiMk und f*rrt*<
/ «dr *«<«>*
UAwv rwi.’rfrr Hrj nt VArW« fW» m
I J; /w /W4 lUd IUMulw*>QMaMk
Nrmrt *»cn
I ohne und Preise Der vm NS Rcrimc
»erivdnetc Uihn und Preisstopp. »er-
Kunden mit der Zerschlagung der Ar
beiicrtx-wcrung und der < lewcrkscfiaf
len. hielt die Tariflöhne. uneeashlct
der wirtschattlichc-n Bekbung und der
Rustungskoniunktiu zunächst »eilte
hend »ul dem Krisenniveau fest, was
die Konjunklurpcwmne der ( ntrrwch
mer unpewohniKh stark steigen tocB
Wenn die utsächlwhcn Stunden- und
besonders die Wochenhiluie dennoch
allmählich stiegen in erster Linie
n den Produktionsmittelindustrien.
whiictMich auch in verschiede »en Kon-
vunieulcriaduMticn -. so »ar das aul
du- Erhöhung der (Akkord llcistung
der Arbeiter und die Zulrpcn beson-
der» für du- gesuchten Facharbeiter,
ca aber aul die verlängerte Wiwhen-
arbeitvcil zuruckzuiuhrcn Da» Lohn
rmeau stieg insgesamt auch infolge der
strukturellen keischiebungcn zugun-
sten der PtoduklMOsmitlclindtrstiKn
bzw der Rüstung Dte Preise von Indu
stricwaren (außerhalb der Rüstung)
Wieben tm wesentlichen stabil, den
landwtrtcn genährte die Regierung
hingegen serwhiedenlhch Preiset
htdtungcn tur ihre Produkte Die tu
nehmende Knappheit an bett und
Fleisch trieb die Preise noch »eilet
hinauf m> daß die Regierung schon
1935 schwer»legende Auswirkungen
aul du. kiullull der Lohne und dimit
soziale und p4il icche Schww-ngkcnen
befürchtete Der Index des Rc.illobns
ging in den korkricpsgahrcn bei
großen I nlerschieden zw neben den
lndusiric/»ciecn und Branchen - in»
gesamt nur langsam übet den Krisen
stand hinaus und hheb erhehheh unter
dem Stand von 1V2K2*.
«72
W ährend de» Krieges stiegen die No-
minailohnc der dt Arbeiter »eiter an
va »egen der verlängerten Arbeits-
zeiten ihre Kaufkraft aber »ar durch
die -* Rationierung von Izbcmmrttcln
und Kleidung drastisch beschrankt und
verfiel mlotec der schleichenden Teue-
rung alk-r nichtrationierten bzw aut
dem —• Schwarzen Markt erhahhehen
Waren rapide Dk aus den besetzten
Landern auvgefuhrten bzw dort erbeu-
teten oder fcstidilcncn Lebensmittel
und Kimsumguter v erhenerten die Le-
benshaltung vieler Deutscher insbe-
sondere Wchtmachtsangchonger und
deren Familien und gingen vielfach in
die Schaffen» irtschatl des Schwarz-
marktes und des Naturaltausches em.
obwohl beide vom Regime mit abneh-
mendem Frtolf - bekämpft wurden
Die ausländischen Zwangsaibeitcr ali-
mentierten die lebenvhahung der dl
BcsiHkerun« inx-weit ab sie zu Hun-
gcrkihwcn und ralioncn Lebensmittel
undliebrauchsgutcr für den dt Bedarf
produzierten und zur Stabilital det dt
Lohne und Preise beitrugen
I «Ma*.*
/ nrwmF
Kta rwhfct /UrWi/Urg / 4«v 4p* V
6cm m ZAntmftnaW mm MJ to l*C5. Bcrlui
• -
Tanotfc« U <rfcr»»HU«w mp«J luttwr
n»<Ad«Mto*wr «tarf rar 4ml-
«.fe* rv*b.fv«U (kfMnck« W**
I «rd Hau Han Spitzname von William
Brokkc Jovce 41***»- l*4-ke»l. Der radi-
kale Antisemit irisch dt Abstammung
»ar Pr< pagandalener der Bnß»h I non
ol fascrsls bis zu seinem Austritt 1937.
Zusammen mit anderen HitlerVereh-
rern gründete er die Nabonal VkuIisi
Ixague 1*3* floh et nach DeutwhUnd
und nahm bereit» Milte September
!•**» seine PripazatHUtat rekelt tur den
\ud.indsdKn»t dc« dl -• Rundfunks
aut Jovcc' näselndes Ovlord Fngtevh
in -Gairmanv calling' Gairman» call-
«73
mg- brachte ihm den Spitznamen L
em Seit l*4Odi Staatsbürger, wurde er
1W5 zum lode verurteilt und 1*46 in
London gehängt Mm Urci.-n
I ubliu l Jwdewrvserval)«. Nwku
luHÜ-Majdauek -• Konzcnltaltons-
und -• AcmKhtunedagcr im Lubhncr
Stadtteil Mafdan latarski (-♦ General-
gouvernement) Die Planung (v.a. seit
Sept 1941) und der Bau iscit No»
l*tl> des -Krscgieetangcncnlagcn der
— Watten SS l ubhn- «ar Bestandteil
der gigantomanischen Plane Himmler»
hier einen zentralen Km«en- unJ
Stutzpunkt emes tm -Oucn* zu errich-
tenden SS Impenums zu clabbcrer
Die l Herstellung von so»; -• Kriegs-
gefangenen in großer Zahl, deren
Albcitskraft im Rahmen des entste-
henden SS InduvirK-kompkscs | -• SS
Wirtschal tsuntcmchmcn) und der
Fmchtung zentraler SS-Bchoiden »uv-
gebeutet »erden »oHtc blieb fcdoch
»egen det schon in den Lagern der
Wehrmacht hoben lodeszahlen weitge-
bend au» Auch scheiterten die auswu-
chcrndcn Dimensionen der Planungen
Himmler» für da» Lager am kneg»
bedingten Mangel an Iransportraum
Aufgrund fehlender Baumaterialien
gelangte L - im liegens»!/ zum paral-
lel kotiztpciten Birkenau (-« .Ausch
»itzt - mc über »emen proMMmchen
Zustand hinaus
Im Laute der Iahte 1*4243 diente
L primär al» KZ für -umcevicdcltc
bzw. -bandcnverdachuge- nicht ;üdi
»die und jüdische hden vowic ah Zk-I
punkt deportierter luden ua aw> der
Tschechiwkrwakei. aus Slowenien und
aus den -» Ghetto» von Warschau
und -• Biab-suA Schon früh geh.wie
das lager nun Zuständigkeitsbereich
de» -• Invivkicur» der Kl »eit dem
16.21*43 wurde dem auch offiziell
Rechnung getragen und das Lager m
I aß kneg
Kl Lublin umbciunnt Zur Nutzung
aK Arbeitet rartereservoir der -• SS
katn jedoch die Funktion als Vemch-
lungslager Nicht nur »egen Arbeils-
unlahickcd -sekktieric- Haftluigc (-»
Selektion) «indem auch ankommende
luden wurden m der »cm September
bi» November 1*42 errichteten Vetga-
sungsanlage mrt -» Zykkxi B ermordet
I-• Gaskammern) Wegen der primiti-
ven Lagcrhcdmguneen war ihr lodes-
ratc ohnehin h»w'h Im Rahmen der -*
Aktion LrntelcM wurden am 3.11.1*43
allein m L rd 17(1») Häftlinge erschos-
sen Am 23,7 |*44 wurde das Lager
befreit Die < Ipl er zahlen liegen bei
mindestens 2UOOOU. davon 6tl-H>UU0
hldcn Bagwr*
Lnrruur
Marvrslrt km* Cr»«hsWv mi<4
nxiAakre Un lrmaa<Me*wm. ftoshri
rac
I nflknrg Allgemein» Bezekhnung lur
alle durch I lugzcuzc ausgetragenen
Kampfhandlungen W jhtend de» Zwei
ten Weltkriege» bezeichnete L aus dl
Sicht die alhierlcn Versuche, durch
schwere Bombenangiitlc auf Industrie-
anlagen. Transportsvstcme und Städte
dem Gegner die technischen Aiwaus-
vetzungen <dcr den Willen zur Fort-
führung des Krieges zu nehmen. Am
147)75 1*4(1 er<4lnele da» bnt Bomber
l dmmand I Bt > durch Bombenabwürfe
über dem Ruhrecbicl den strategischen
L gegen DeulwhUiKl. Nach der frz.
Niederlage f-> Wcstlcldzug) war dies
aul fahre hinaus die einzige -• GruB-
hnlannien verhtcihcnde Möglichkeit
Deutschland duckt zu treffen. Die bnt
Angriffe erfolgten meist bei Nacht und
aus gngJer Hobe, um den dt Jagern
und der Flak zu entgehen Da «ich auf
diese Weise kleinere Ziele kaum tref-
fen IteUen konzentrierte och da» BC
bis 1*42 aul »las Flachenbombarde-
ment dl Städte Nachdem am 23 2 1*42
I aftMMacta > I agUad
Lutimarxfull Arthur Hann I -Bomber
Harrt»-) das B<~ übernommen halte,
erfolgte eme Intcnsisicrung det I die
im Ftuhiahr 1*42 mit schweren B.«n
bardetnent« aut Lacn. Lübeck und
Rostock besann und un erslen
• Itägi-BombctAngiill* BCgen Köln
am M/3151942 gipfelte Erklärte«
Ziel »ar die Zerstörung der Moral der
dl Znilbesolkerung Trutz erheblicher
dt Abwehrmaßnahmen (Einsatz son
Nachtlagern. —» Hcunatflak —♦ Luft-
»affcnheller i «leihe Mch zusehends
terraut dab der «eit Herbei 1942 in
der dt Pneme propagierten -Festung
Europas« da« Dach fehlte Nachdem
au! der Konferenz «on —• ( awNanca
lest gelegt wenden »ar daß m einer
kewnbinicrtcn Bombeniftcnsue die H
Luftflotte der l S-Atf-hüce. die «eil
August 1942 in England stationiert
war Praziuomangntie hei Tage die
brit Rosal Air Fotix (RAF) Flächcn-
b»<nhaidcmcni« bei Nacht durch-
fuhren sollte erfolgte eine n>vhmaliee
Steigerung dc» L Del Bombardierung
Hamburg« durch dae RAF «om 24 -
30 71943 fiele« 304*2 Menschen zum
Opfer Nach der ende ul tuen Nieder-
lage der dt Luftwaffe un Februar
Marz 1*44 waren nahezu alle größeren
und zahlreiche kleinere dt Sudle den
alliierten Angnften ausgclietert Die
meisten Menschenleben kostete die
Bombardierung -* Dresdens am 13
142 1945 Systematischer lern« gegen
die Zmlbcsolkcrung des Feindes, um
diesen zur Kapitulation ru zwingen,
«ar erstmal« son der dl I uftwaffe
•ährend del B-mibatdiciungvn War-
schaus und — Rotterdam« sowie erneut
«ährend des I bcitall« au! -* Belgrad
angewendet worden Die Bombar-
dierungen engf Städte in der Luft-
schlacht um -* England und durch die
-* Baedeker Angriffe offenbarten. dal)
die tur taktische und operatrse Auf-
gaben. «a. zur Inlcrstutzung des dt.
<74
Heeres m den -• Blitzkriegen, konzi-
pierte Luftwaffe zur Führung eines
strategischen L nicht geeignet war.
Wahrend des L wurden ca 100000
Mann fliegende« Pen» mal der Alliier-
ten. etwa 400011 engl und 609000 dt
Zisilisten getötet sowie 917t*«) «er-
letzi I.3-’ Man. Wohnungen in Deutsch-
land wurden zerstört Keiner Seite
gelang die Brechung der feindlichen
Kampfmoral Andererseits »erzogene
der L die Entwicklung und Produktion
neuer dt Watten entlastete die «owj
Kriegführung und »erkurzte infolge
der Zerstörung insbesondere det dl.
1 reibslottpruduktxm und der Iran»-
portststeme den Kneg äanww Kneter
I rtertnre
Wetawer Sa CliartesNoMr Frnktanf fkr
Wwara» 4a Ortwui « Gi iwmwi. 4 Büc
<Howr e' the kniiwa »•• - t warg Kai*
4o«a Vrüan Sener kg »>-w W hmr* Ballnl
l .wdu« rtWI
I uftschiachr um f ngiaad V ersuch der
dt Luftwaffe zwischen August 1*40
und Marz 194|.die Luftherrschaft übet
dem Ärmelkanal und Sudengkaad al«
Viwaussetzung zur Durchführung de«
Lntcrnchmcns —» Scckmc zu erringen
sowie durch die Führung eme» «tratep-
sehen —l uitkr icgcs —• Großbritannien
zum 1rüden mit Deutschland zu zwin-
gen Nur die erste Phase der dt L utlot-
lct>M«c (I3A -6.9.) »«and mich in Zu-
sammenhang mit den Vorbereitungen
zu »Seekswe* Nie wurde abgebrochen,
besot das Ziel, die Ausschaltung der
Rosal Air Force erreicht worden war
Ab der zweiten Phase (79-1311)
ging die Luft walk' zum strategischen
Bombenkneg über, für den «*e weh
jedoch al« ungeeignet erwies Die dt
Angriffe konzentrierten sich zunächst
auf Ziele in und um London Die nun
beginnenden l uftschlachten erreichten
am «Battle »4 Britain Das« (15. Sept )
ihren Höhepunkt In der drillen Phase
(14 II.BMI)-Marz 1941). emgeleilct
S7S
durch einen schweren Bombenangriff
»uf -» Coventry koruentnerten steh
die Angriffe aul engl Industncsiadtc
und Häfen Im März 1941 wurde die L
wegen der Verlegung der Luftwaffe tut
den —♦ < Ktteidzug nach schweren dt
Verlusten abpc blichen 1942-1945
folgten weitere, allerdings nui schwa-
chen Krallen geführte Luftangriffe aul
England (—» Baedeker-Angriffe -» V-
Waffen ) Aar«»«« Kneter
Luftschutz Schutzmaßnahmen sm
Bombenangntten der .Alliierten Am
294 Hit wurde der Reichsluftschutz-
hund I RI R) in« leben gerufen, der bis
1944 dem Rcichslultlahrtmizustcr un-
terstand f -» Reichs! uftfahrtminrsteri
um) und 1*44 son der -• NSDAP über-
nommen wurde Der Ri B war für
die Schulung der ehrenamtlichen L -
Wartc. die die L (»crncins^nattcn m
Häuserblocks oder einzelnen Hausern
leiteten, zuständig Am 2h 5 1935 wurde
cm L-Gesetz erlassen, da» eme Reihe
von L-Maßnahmen scevah. r.B Ver
dunkelung. Fliegeralarm. Brandbc
kamptung. sanitäre Versorgung und
Räurnarbeiteo nach Luftangriffen. Bau
osn l Raumen mit «Jen notwendigen
Gerätschaften u.a Zusätzliche Mab
nahmen waren tur den twtnebiachen
Uerk-L »»«gesehen Bei der Zunahme
der Bombenangriffe nach 1942 «teilte
«ich icdoch mehr und mehr dx rclatne
Wirkungskovigkeit der L-Maßnahmea
im modernen — Luftkrieg heraus
war, Ziw^w
I IlftwalTc s. VV<hrmxht
I uftwanmlelddiiiwom-n Im Sommer
1942 wurden aus Personal son Boden
dicrtslrtcllcn der Luftwaffe acht L gc
bildet denen im Winter 194243 zwölf
»eitere folgten Stamm der InlaiMene
bildeten die aus den FliegerausbiF
dungsrcguncntctn die zur Grundau«
1 ftwanrwäeilrr
bikiung der Luftwaltciisoldalcn ge-
schaffen worden waren bersorgccan
genen Htegerregunemer Im Septem-
ber 1*43 wurden die I ab I rkldisiMo-
nen (Lim da» Heer Übernommen, be
hielten aber im otfizicllcn Spraehee
brauch ihre ursprüngliche Bezeich
nung Die I kamen zum Teil bi«
Kriegsende an «seien I ronicn zum Lin
«atz. besonder» int <Kien Vw den L
gab es bereit» Luft»atlcngcfecht«ser-
handc die dann nehca den I utt-
»alfcnfclddisisuwicn »eiteleustierten
Sie wurden zum Teil auch gegen Parti
«anen eingesetzt So waren unter dem
Rubrum • Bandenbekämpfung- da« Si-
chcrungsbatailkm der Luftwaffe z b V
und da» Jager Sondcrkienmando der
Luftwaffe Biakmice un Bereich de»
Bialowicer Forstes einem der lagd
teuere Gortngx an sog. Vcrgeltungsak-
nene« sowie an Lischicllungcn getan
eener Partisanen Juden und Zoilrsien
beteiligt l^G*«i«i«
I aftwaffenhclfcr Mit det Vcruidnung
zur -Heranziehung «un Schulern zum
Kncgshiltsemsatr der dt Jugend in der
Luftwaffe- von 2fcl l*43 konnten
ljahnec Schuler ah (ichuitiiahigang
192b klasscnwcisc und runactist unter
Fortsetzung des ( nlcmchts ah Hdls-
kratlc an Flakgeschützen (daher die
übliche Bezeichnung -Flaklveifet-1 der
Luftwaffe und der Manne < Manne
heiter) eingesetzt »erden Die bi«
Jahrgang 192h zum Einsatz kommen-
den ischülcr winden gegen Kriegsende
auch un Erdkampt eingesetzt Die rm
HJ Ibensi entsprechend militarisierten
Jugendlichen kämpften m der Regel
mit Bcgcislcrung und ersetzten bald in
allen Funktionen ausgebildete Kano
niete, sorn Richtkanonier tu» zum
Geschützführer Im Soauner 1944 sol-
len bn zu <b(««l eingesetzt gewesen
»cm. Mit der Zunahme der lagcsancnf
le und gezielter Bombenabwürfe auf
I .IbrfOr lri-k<
F»
«he Hak'lellunft-n aieicn auch «iie
Verluste Je» L_. genaue Zahlen und
allerdings mehl tvkaruU I —• Luftkrieg I
Itratf
I Mlh<f4rulMlk k IkwtMbc 1 brvMra
I mratart Am Irlihen Morgen dc«
|05 1*40 besetzten dl Ir uppen das
neutrale <n<iblicrzogtum L <—• West-
teUzugi I m eec«n diesen Einmarsch
zu protestieren serheß am setsen
Morgen Gr.iöhcizoein CharkMtc zu-
sammen nut Jer Repcrung da« Land
und fluchtete un Exil B<> Ende Juli
1*40 »land L unter Ji Mditarscrwal-
tune ehe Gustas Smo Gauleiter des
benachbarten SsDAPlum Koblenz-
Trier. zum -Chef der Zivifscrwaltung-
ernannt wurde Sadun nach Amtsantritt
setzte »ich Summ ah ««berste» Zacl. L
so schnell wie möglich in das Großdt
Reich cmzugliestern l'm die» zu er-
reichen betrieb er eme »sstematnehe
lAshtik «ter — < termaaisterung te u 1
dann bestand, «he Luxemburger Gc-
scUschan ru -cniwebchen- und die
dr Sprache als «Mfizielle Amtssprache
cmzutuhicn (iteichzeilig «urde «las
gesamte politische und öttenthchc Le-
hen gterchgetehaftet sowie Druck aut
«Ire luiemb BestÜkcrung ausgeubt
der AoIAssh Hcsirunt- hcrzutreten
die tur eine Aneficdenme an — Gnd-
Jcutsehland warb Die «chletchcmte
Gcrmamsicrungsfsslitik trat ab August
!*• aul «ten [MsMscn Wüter stand «ier
Bevölkerung. Ernte 1*41' entstanden
die ersten Wktersiamhorganisataoocii.
Jk an Laute de« Knctecs aktive Propa-
ganda gegen die nat soz Herrschaft
machten Im ScptemlteT l*4li begann
«he Juatenscrfoigwtg m l_. zunächst
mit «ter Eintuhrxmg «ter -• Nürnberger
(•cselze und mir «fcr Auswcrsunc »'«
1450 Juten Seh Oktober 1*41 wurden
die in L zuruck gebtaebenen Juden
Gpter «ter »vucmatischcn Acrxchtep-
pung tn die —• Vernichtungslager Von
«ten «G umeewesteiten Juden uterteb
ten nur 45 (-» RassenpolitiK und
Volkcnmwdl Ah Gauleiter Stimm am
10 10 1*41 versuchte, eme Volkszählung
in eme dt lreumSk.be Abstimmung
umzu«sandeIn. setzten «he W dcKarxb-
truppen Jem c-mc gezielte Propaganda
Aktion entgegen Eur «ten Gauleiter
erw» Sich da» Resultat ah Niederlage
so daß die ganze Aktnm abgebrochen
wurde Am MR 1942 wurtte nut einer
Verordnung über dte Staatsangehörig-
keit Jie allgemeine Wehrpflicht tur
II 200 Luxemburger cingefuhrt Spon-
tan brach «laraulhtn cm Streik im
ganzen Lamte aus. der Mutig mesterge-
schlagcn wuide. 21 Personen »unten
-standrechtlich- zum Toste serurtciit
und ssiton hmeenchtet 4l*z> Luxem-
burger. die eine dt fcmdllchc Haltung
bekintteten. wursten nach Deutschland
und in «he besetzten <Klgebncfc nmge-
vicateli Im Laufe der folecmten Jahre
nahm die Verfolgung «ter i utrmbürget
Bevölkerung ständig zu. zumal «ter
WkterstanJ gegen die «erhaßte Okkw-
pationsnacht dauernd wuchs und
zahlreiche -Eahncnfluchriec- Hüte vsm
ihren Landnteutcn erhielten Annä-
hernd hin Perwmen »unten im Laute
«tes Krieges rnhallen. 'S»! kamen m
«tet Gclangcmchaft um Ah L am
109 1*44 betreu wurde waren uher
MKRi Luscmburgvt dem not »oz Terror
zum < Ipter gefallen H.W«.—
-Machtergreifung- l ater duseln »em
dm Nat soz fcpfjjtcn Hcpitl ist nun
allem das Ereignis Jer trncnnunj
Adolf Httlem rum ReKhskatukr am
3ll Januar 1933 zu »erstehen Dk Be
leihgung Jer NSDAP an der — Reich*
rcgtening. Jk ihr die < hancc der L>-
quidieiumt der DcituAratic «•« kl
trrichtuns eines totalitären Staate»
hm. stand am Ende eme» längeren Pro
zeucs sie» Macht»ertaUs der Weimarer
Republik Zudem hcnsuigtc die M
noch eine Phase der Kottsolaiicrung
mil Hille der ab Februar 1*33 ioigen
den BUitik der — I ileK'hschaltung
Zur F rkUrung Je» der M vorausge
benden Macht»erfalh Jer Weimarer
Republik mußte eine Fulk »un Crsa
chen hcranpfTOfen «erden Bestim
mend Muh kt/tlKft. daß es der Weima-
rer Republik nicht getane die Eiden
m»wk große Tcik der Bc'illminr tu
das parlamentarische StanlMyslem ru
integrieren daß kein Bewußtsein skr
Bindung an die Demokratie cnlslan
den «ar.
In skr KssalitionsrcperuM der ><u
tionakn Kommtratio«- betanskn »ach
neben Rrichskanzkr AdoN Hitkr rml
Wilhelm Fnck ab Kcishsinncnminister
und Hermann tmnng ah kimistcr
ohne fWrtefcuiftc nur zwei »eitere
Nat soz Zwei läge nach der Ernen-
nung Hitkr» wurde sier -• Reichstag
aufrcloM Dk Zeit de» Wahlkampte»
nutzte she NSDAP geschieht zur Herr
schatlsstabiliweruag Mit Hille »on
Not»erordnungca konnten die Presse
freibcll wse Ja Listige Konkurrenz
anskrer Parteien eingeschränkt und
durch da» —• Gesetz zur Wtederherstei-
lung des Bcrulsbcamlentunr» die Ad-
ministration »on mißliebigen Beamten
»gesäubert* «erden
Dk bcaka am Tag nach dem —»
Reichsta«»hrand. am > Februar 1933.
er lassen en -Verordnungen zum Schutz
»ort Volk und Staat* 1 -* Reichstag»
bcar-slsstrordnuzic > und -gegen Verrat
am Deutschen Volke und hnch»crr*lc-
nsche I imtnebe* blickten den gesetzt
eilen Rahmen tur eme An Ausnahme-
zustand. Praktisch setzten mc
«he Verfassung der Wcnwarcr Republik
außer Kraft unterhamkn Aktivitäten
skr mit skr NSDAP kiatiurnerrndcn
Parteien und koalisierten künftig bt»
hm zut Zeit nach dem Attentat »um
-» 20. lull 1944. die terrcinaMchen
I K-r grille «le» —• (kitten Reichs
Die Marzwahkn sie» Jahres 1933
besaßen alknfalh noch -halbfrcicn-
Charaktcr Obgkich dre Regierung»
koabtKm aber '1.91. der abgegebenen
Stimmen vertagte legte Hitkr etn -*
-Ermachtigungsgescu- »«. wekhe»
am 23.3 mit der notwendigen Zwei-
sinlteimcbrhett das Parlament pas-
sierte Diese» Gesetz schaltete Reichs-
tag und Kuntrullorear-s. zunächst tur
»K-r Jahre aus F» folgte Jk PrsAla
malioo sk» Fmparteienslaale»« unj
shc *<>k«h»stMltung> gemeint war
slic Gqu-JKrurut aller Parteien außer
der NSDAP. Jk Entmachtung der -•
< »cwcrksshallen und Lander sowie die
Aulhcbung des -• Rcicftsrais. AN
wahrend skr Nicdcrvchlasune sk» -»
Rohm-Putsche» Jk beiden Re sh»
»chrgene-ralc » Schkrcher und » Brc-
Jow rtnuJct wurden, regle »Kh «elhsl
bei der bewaffneten Macht.skr RcK'hs
•ehr. ks-UK Hand mehr gegen Jas neue
Regime i -» Acrloigimg)
RcKhspraMdent Paul » Hindenburg
starb am 2X1934 Hitkr faßte sofort
Jk Ämter sk» Reichskanzkrs und sie»
ReKhspeasjsknten in Perumahntam
zusammen Am seihen läge heb <1k
Retchswehrfuhrung. gkwhsam in »or-
ausciienskm Liehorsam. die RckN»
•ehr auf die Person des -Fuhren und
Madaewäarplan
«TB
RcKhskanztcrs Adoh Hiller »«leidi-
gen Damit fand die erste und »chwic
riesle Hiase det St. in det n rx vh
Möglichkeiten m ihrer l'nterbsndung
gegctx.n halte, ihren erfolgreichen Ab
shlutl war da* Fundament Jo UMa-
hUrcn Rcgirnes ecket. Jleairr A—»srm
tlwwo
Bnasrai. Manwt trw* IXiHsrT Walter Hter
Ihwu Mter Item*lltenil• >»»«• Sctes»
Jcte W.atxau bau Ute Um a
Ar fWawte lurf wat' konbww.- -w a»>
Mte-.-uteaa.te» teWiMOi, Berta IWO
l > R^'l Hr«ul IThorewter I>u I Wate
irrteA wW WaWariwrlae «taWnr «ate /Ar—
steAZr, V wi »irocatw— Maate« I«'-
McteA-. *v4tea<f i li< > r*r aa »iwi eufWw
«ter Madtergarstaii FafcrXr l<*4
Madagaskarpten Der M sah »ur. 4 Ma >
-» Juden auf der zum tn. Kokmulreich
gehörenden Insel Madagaskar anzusac-
dcln Fr war Teil der -icrnlonalen -*
Endlosung- im Zusammen hang nut
der Im und An«uedlung»f*»hrik hi
Deutschland und den besetzten I an-
dern (-• Volkstunispolitik) nut dem
Ziel. Europa -judentrei- n machen
Der M entstand un Juni 1*40 tm Re
fetal D III des -* Auswärtigen Amin,
die detaillierte hinunf erfolgte durch
das Referat Adolf Fachmanns tm —
RSHA Hiernach hatte Frankreich die
Insel Deutschland ah Mandat zu über-
tragen L'ntcr det Serwahunr eines
dem Rewhstuhrer SS unterstehen
den HXizetgw» erneut» » »fiten die Ju-
den auf emem abgeslecklcn Tcrrittwi-
um •agramch tätig- werden Mit der
Planung des Krieges gegen die I dSSR
wurde der M »w dem Sbrhahen ab
gelost, «he luden in die dort zu er-
otK-mden Gebiete zu deportieren und
zu vermchicn (-• Deportationen -«
Rasscnpolitd und VoUetmord)
Vj-w laa knwrr
ItecvMcn Maoui • WatewAar te 4w ><Aw-
4«wii««ite Mrr awf gutes«, te bna I4*c
/IMS MwadKW IW7
Maginot-Liaie Der nach dem tri
Knegsmouster Andre SlagWMM be-
nannte. W2M-WA2 erbaute BcfcMi-
gungsgtincl der M erstreckte sich
entlang der trz -helg utvr die tusemb
und dt bi» zur schweifet Grenze Die
M reflektierte das aus den Erfahrun-
gen 101 Freien Weltkrieg resultierende
Dctcnsi» denken des trz. < «cncralstabsu
dem die M ah unüberwindliches Hin
dentis gegenutter einem dt Angriff
galt Wahrend de» — Wcstlcldzutes
führte dte Wehnnacht ihren hat zur
Kanalklaste reichenden Hauptstod <«ht-
chcSchnitt-> unter l’mgehimg der M.
durch die Ardennen dc da sie der trz
Seite ab lur Panzer unpassierbar gal-
ten. durch keine Bcfesugung gesichert
WBTTtt Hn^rr
Madrid Gruis • Sutmarschgcbndc Itur
über SIMM) Menschern aut dem Ber-
Imct -• RcKhssguirtfcId hinter dem
Otympsasladsoa Das M wurde WJb
cmchtet Fs war lur nat toi Grob
seranstattungen und Kundgebungen
tx-ctimmt Fine Inbunenanlagc lur ca
XttW Personen, eine Halte und em
'n m hoher Turm »crsoUstandigtcn die
Anlage w>* zkvdm
Majdanek v l diiuiMajdawek (KZI
Makkahi s. sr»t
Marburger Rede Am |7l»|9r4 hielt
\ izekanzter Franz «. Papen eine sensu
tumcile rvgirnckritrschc Reste so« dem
Marburger I nisersitarsbund \erfahr
halle sie der Publizist Edgar Jung,
geistiges Haupt eines jungkomer»ati
»en Kienes m der Vr/ckaaztei Diese
•\c«hut konscrsaticcn Widcisiandc-
< Hermann Gramll wodle ein Signal
setzen für einen Staatsstreich mit Hilte
des Rci«hsprasidcnlcn s Hindcnbuig
und der Reichswehr, um emer Resohe
<kr -» SA zus <a zukommen GsichheK
51*
Mwilumx« (KZi
verhol sofort die Verirtlemhchunc.
doch war der Redeteil un vsrau» '-
ohne Wissen * Papeus in NM) Exem-
plaren an (K-Mnounrfrcwxk und in
die ku»land»prcw verteilt worden
AH Hrtkr am MlM'U wlher »ceen
die SA hisschlug I-» -Rohm Putsch-I.
richten »uh -• SS und --• SD auch
an den -Papenschweinen- Jung. wdkm
»eit Jem 25 r» in Hill und Jer Press»
relerenl Herbert » Bose wurden er-
mordet zwei Milartxilci cnlkanicn
den Sl.irdkommatKkis. drei Landeten
im KZ Pipen wurde unter HnusarTcM
gestellt und blieb danach ah Diplomat
m Hrtkr* Diensten u>m
Manne heller ». I ult« »flenheller
Marine lU *. IIMer-Jugend
Mehla km I3.I2.HMH befahl Hrtkr
zur VnlcrMatninf der »tat den (ine-
ehe» nach Albanien zuruckrewirlc-
nen 9. und 11 ital Armee nut dci Wei
sunt Nr. 211 die Planung eine» dt Aa
griff* aul (mevtienland von Hulr»
ricn aus. für den der Deckname M
ainecKcbcn wurde Nach Jem gegen
Deutschland gcnchtclcn Putsch in
Belgrad 127 31*41) wurde M durch
die PLinunr eme» SorMotSe» gewn
Jugoslawien von Oster reich am er-
weitert <—• BalkanJeldzugi
Marzab*tt<> Städtchen bet Bologna Im
September 1**44 zerstörten u a Einhei-
ten der In SS Panzergrenadier Di» rw
on den Ort und einige umliegende
DiMlcr ab Antwort aul die (attgkert
der -» Partisanen in de» Rcgww Nach
Hal Anraben kamen insgesamt Is’wt
Zrsilrslen i Manner Frauen und k n
den in den Flammen der Hauset am
oder wurden erschossen (Ni Kom
mandcur der Einheit Wahrt Redet,
wurde l'hl m Bologna zu lebenslanger
Hall senartesh atvr irn Januar 1MH5 he
rniwhgt I— llahetrteldzwf | WADwjb.
Märzgefafteae- Spottname lui -Mil
Luiter Hejcutmcl dtcfcmecn. die nach
den Reichstags* ihlen »<wn < klar? N.V3
al» die von Jen Natsoz beherrsch-
•e Rcticrunrv&iMfetam eine absolute
Mehrheit erreicht halle au» 'ppetum
MHchcn (irunden der NSDAP hettra
len Der Ausdruck M »lammt cigcnt-
luh au» det M.irzrevolution von IM»
und eah den hei Strabcnkamptcn in
Berta» am HLl IM* »om prettB Mihlar
ervchovvenen Demonstranten
tJiuf-nn»
Mauihiin in ihZ.i km h 5 |ulh begann
eine (iruppe von (tm Orten und dl
Halllinecn au» -» Dachau mit dem
Nufhau Je» -• bwrucnlrationslaem
M m der Vilve vra - I mz m Ober
osleneKh kkie — Fkuscnhnrf »a
auch M aufgrund hrnachtcirter Granil-
«tcmbruche amgcwahlt worden Eine
»om < het der -• Sichcrhcitspolirri und
dc* -* SD Reinhard He» doch, erstellte
Emstulnag der KZ wie» M. ab einziges
KZ nut der Laecrstufc III au*. -Für
cchwerhhaMcte. luiverbcsvcriichc und
auch ekwhzcHig kriminell v.»bestrafte
und awvtalc. das hcibt kaum noch et-
nchtwirc Schuvhahiincc- (-• Schulz
halt. -• NchuczhattLagcrl Bo zum fuhr
1*12 ab alle KZ ab Arbeitskralle
rcsersoir lur d»e Rüstungsindustrie an
Bedculunt gewannen I -• Kncgswut-
sehattl. war M cm Todedaecr m dem
«a Pt4ea lichccikm nis* Knegsfe-
taneenc republikaatschc Spanier hol-
Und Juden, aber auch Jiipislnicii Bel
per. Franzosen. Smti und Roma wwic
dt und ractcrr kixnmunisien svsiema
tisch ermordet wurden Dalvi spielte
•kcmchiurw durch Srbert- in den
Slcmbruchen von M und in dem 1‘Mn
revrundetcn AuUcniaccr < orsen eme
ebemo herausrapvrxk Role wie die
V|czbrlcn-/«o»dirwlall
1940 m Betrieb rcnxnmcnc Fotungs-
emrichtung in SchkdJ Hartheim in
der ab IM41 mehr als Gefangene
des Lagers M mit Gilttas ermordet
wurden Auch un Lager M wurde im
Frühjahr 1942 eine Gaskammer in
Betrieb genommen- Ab Sommer 1943
arbeitete der Großteil der Halllmge
von M in den Rustungshctriehen. v.a
in dem sich nu«dchnendcn Selz der
Außcnlaeer Sehen der SievrDaimler-
Pucli AG und den -» Rcichswerkcn
• Hermann Gönnp- rn Linz wurden ab
Herbst |U4* in Ehemee tm Salzkam-
mergut. in der Nahe von Melk und bei
St Georgen an der Guven große Stol
lenanlagen ernchtcl mit denen die
Flugzeug und Rakcicnproduktron un-
ter die Erde verlagert werden sollte
Lode 1944 belanden sich in M etwa
ICHNBI und in den AuBeniagern 60<MMi
Hatt-Imge. Ab Ende Marz 1045 wurden
die AußcnUger evakuiert <-• Todes-
marschc I. oftmals wurden kranke und
gehunlahige Getangene zuvor ermor-
det. Gleichzeitig stroralen Zchnlauscn-
dc aut östlicher Richtung nach M wo
mc nur noch in Zellen untereebracht
werden konnten.
Am S.S.I945 wurde M von emer
Phmreinbcit der t s Anin G' J
Man schätzt, daß mehr ab KDOOf)
Menschen in M und seinen Außen-
lagern ihr Leben verloren. rs.o
Liamuw
t-rrund l-VmM lovrrUar*» Zowew /*a>
' I **••>*»-« mmJ Ji* X*A. •
Wva IWV
Moialrl Ilans IMr Qndhhfapdbg A-*izrw<»u
nwn/agrr< Wun lv»i
Pnr. ttoiunJ Ai»rÄi Quarr Sirs» Ifmmlrf
Ab* «W <An k^-armtran-wuaro W.-.’A Wen
IW
Mich« Int-7wischeiiMI Durch die Sot
landung der Luftwaffcnolfiziere Hon-
manns und Rcinlx-rger am 10 I 1‘UO
bei Mechelen (Belgiern wurden die dt
Angtillsplanungen im Westen bekannt
sm
Den beiden Offizieren gelang es zwar,
wahrend ihres \erhört einen feil der
mitgefuhrtcn geheimen Aulmanchwcr-
sungen (-♦ Füll Gelb) zu vernichten;
aus dem verbliebenen Rest konnten
die Belgier aber entnehmen, daß die dt
Offensive unter Nichtachtung der bete-
und holland Neutralität geplant war.
Der M hatte sowohl eine Änderung
der bclg fkilitik gegenüber Deutsch-
land ab auch eine Abänderung der dt.
Angrill'stiatcgic zur Folge (—• West-
feldzugl [ItrFriMkii
Mefowechsef Bei der Reichsbank
diskonticrlahige. zur Prolongation aut
tünt fahre vorgesehene, verzinsliche
WechteL von Rustungsunternchmcn
aut die im Apnl 1933 gegründete
Metallurgische ForschungsgescUschaft
mbH (Melo) gezogen Die Mefo war
eine von der Autorität des neu ernann-
ten RcichsbankpraMdcnlcn Htalmar
Schacht (16J 1933) gedeckte Schcinfir-
ma gegründet mit einem Kapital von
1 Mui RM von tunf industriellen Kon-
zemgcscUichaiicn darunter Krupp und
Siemens Den Verstand bildeten je em
Vertreter der Rcishsbiink und des
Reiehswehrmintstenums Die M insge-
samt lut 12 Mrd RM ausgestellt waren
bis 193r*37 die wichtigste Fmanzie
rungsquclle tur die -* Aufrüstung und
deckten 1934 - 1936 rd 50% der reinen
Rustungsausgabcn der -» Wehrmacht
ab Ah die M ab |93x fällig wurden,
aber nicht bezahlt werden konnten,
warnte Schacht Hitler vor der drohen
den Innationsgefahr und entzog sich
der Verantwortung durch Rücktritt
(19 1.1939), Statt durch M wurde die
Aufrüstung seil I9V> haupivichlxh
durch kurzfristige Slaatsschuldpapicre
finanziert n>or»A f-m».*:
Mein Kampf Hitlers Hauptwerk sollte
ursprünglich -Viereinhalb Jahre gegen
Luge. Dummheit und Feigheit* heißen.
9H
Mi-teamera »ns dem ReKh
Den ersten Band sehnet* Hitler 19’4
wahrend seiner Festungshan in Lands
berg < Lceh) bzw diktierte ihn zunächst
seinem führet Emil Maurice dann
Rudolf HeB Hitlers Parteigenossen
Ernst Hanfaaengt und Pater Bernhard
Slempfle redigierten das Manuskript
und brachten es in eine druckreife
Form. Der erste Band erschien im Juli
I92S mit dem Untertitel -Eme Abrech-
nung- im pirtcicigcncn —• Eher-Ver-
lag Der zweite Band -Die nal Mit.
Bewegung- wurde im Dezember 1926
veröffentlicht Seil 19.30erschienen bei
dc leile m einem Hand, dessen Text an
verschiedenen Stellen von AutLige zu
Auflage in inhaltlicher und stilisti-
scher Hinsicht korrigiert wurde Mein
Kiimpt wurde in 16 Sprachen übersetzt
und erreichte eine Gesamtaullage von
Ui Mio Fxcmpl.uin li Vorwort sollte
der erste Hand Hillers Leben, det zwei
le die Geschichte der Partei bis zum
Putsch von 192.1 enthalten (-» Hitler-
putscht Tatsächlich sind die autobio-
graphischen .Angaben lückenhaft und
I.T sogar falsch In beiden Händen
uberwieven Hitlers programmatische
Aussagen In ihrem Zentrum stehen
die Forderungen nach —» • Lebensraum
im Osten- und -Entfernung der Juden
t —* F ndlosung) W.gfira”r H irpemwwr*
l.ürmnf
liktrl F FterhirJ Agj(»u»ttf ft*
»ittldltff //fP’tsAtfP.StljUtMl l**l
Mmtt Wcnwr Htrirr» Mn» Kjmpt Manchen
IMh*
»Meine Ehre heißt Irene- - (reue- war
für Himmler eine zentrale Kategorie
die in tast allen Reden als wichtige
Tilgend der SS vorkam. Nach den —»
Slcnncs-Res oben gab Hitler der —• SS
1931 den Leitspruch -SS-Mann, deine
Ehre he*Ht Treue-, der in der Form
-Meine Ehre heißt Treue- auf dem
metallenen Koppelschloß der L'mlorm
prangte n.giiiw».« fc«.-
Meldungen uus dem Reich In sot M
die ah Gehcimsache einucstuft wur
den. legte das Amt III, lnl.indnachrich
icihIkiisi des -» RcKhsstchcrhcils
Hauptamtes, son Dezember 1939 brs
Juni 1943 zwei bis dreimal wöchentlich
einem kleinen Kreis von Beamten und
Parteifunktionären die I rgehnissc der
Erhebungen der Dienststellen und Ver-
trauensleute des • Sicherheitsdienstes
iSDl sler —» SS über die Stimmung
det Bevölkerung und ihre Reaktionen
auf Kricgscrcienrtse. Propaganda und
Maßnahmen von Partei und Staut vor;
vor.mgegangen waren ab 1938 lahres
und \ lertcljahreslagebcrichlc und Be-
richte zur innenpolitischen läge fort-
gesetzt wurden sic als SD Berichte zu
Inlandsfragen bi« Juh 1944 und mit
Einzeltncldungvn bis Kriegsende Der
Amtuhcf Otto Ohlendorf wollte damit
einen Ersatz tUr die öffentliche Mei
nung schaffen und die Staatduhrurig
objektiv über die tm Volk vorhandenen
oder entstehenden Auffassungen infor
mieten Die Berichte Uber die Stirn
mung im allgemeinen und au» den
-Lebensgebtetcn- Kultur, Volkstum
und Volksgesundheit. Verwaltung und
Recht. Wirtschaft (bis September 1940
auch Gegner! belegen cme zunchmen
de Kntik .in der Führung, von der le-
diglich Hitler seflisl ausgenommen
wurde. Zweifel am -Endsieg- und
die Wirkungslosigkeit dci Propaganda
sowie die Verbreitung von Kenntnissen
über die Ermordung der Juden und
über kirchliche Bindungen vieler Deut
scher. Goebbels und Bormann errwan-
gen daher 1944 die Einschränkung
der M. wegen »Defätismus- Ihre an-
gestrebte Objektivität war allerdings
durch UunschsoeUcllungen der Be
richterstatter und wirtschaltspoluische
Ziele Ohlendorfs beeinträchtigt, der
1944 zugleich Vertreter des Staats
sekretars Havlcr im Rcichswirtschnfts
ministcnum war llmt
Mdk'KZl
/
Bahamrh Hoaz < Kp I WdAwir.». au. irr”
K,nh Ihr xvkwara 4*' 4»krAnlj
lu.nl». A-r SS /V* )W' I? Bk «nd Rcp-
.i.isl . Ikirsehms IWU
StcUKrt Mertn- <• Hldm Km Mi ./«• Ihun
.«•».»> iKnwIAef l*Sl
Melk ikZl W Maulhausen
Mcnicllaiid Im 1923 von -* Litauen
annektierten M das »egen seiner star-
ken litauischen Minderheit nach dem
Ersten Weltkrieg um einem frz. Obcr-
kommissar »emailet worden war. cn-
stierten seit Ende der 31er Jahre ge-
heime Zellen der NSDAP d»c im Mai
1933. geführt von dem Pfarrer Erhr v
Sali, unter dein Decknamen Chrtsthdl-
Soziale Arbeitsgemeinschaft (CSAibci
der Stadt» crordnctenwahl Uber 50%
der Stimmen gewannen Mit diesem
Erfolg breitete sich die NS-Bcwegung
im M rasch aus Der »on reichsdi Part-
erstellen ab ungeeignet txnkotiicrtcn
ESA wurde im Sommer 19.33 die So-
zialistische Xolksgcmeinwhatl (Sovog)
entgegengesetzt (Leitung Dr Emst
Neumann) die schnell die Oberhand
gewann I9.M wurden beide Organi-
sationen verboten, und die Mehrzahl
ihrer Führet wurde wegen hoshveru
terrschcr Beziehungen zum Dt Reich
im international beachteten Kownoer
Prozeß (1934 351 zu langen Freiheits-
strafen verurteilt Damit war eine oF
(entliehe NS-Agitation im M bis l'-s
nicht mehr möglich AI» 19.9» die dt
Retchsregkrune in »Jer -Mcmclfragc«
Druck aul I il.iuen auszuuben begann,
ließ diese» die verhafteten NS-Führer
frei und hob den seit I92n beuchenden
Ausnahmezustand aul, um so eine
Annexion ru verhindern. Dies war das
Startzeichen für den Aufbau der NS
Bewegung im »Memeldeutschen Kul-
turverband» Bei den I undtagswahlcn
(Dezember I9 9»i gewannen die Nat-
soz beherrschenden Finfhiii in I and-
«2
lag und Direktorium. so daß bis auf
den litauischen Gouverneur die gesam
te Selbstverwaltung in ihren Händen
lag Die RcichMcgierung »crsUrktc
ihren Druck auf Litauen und erzwang
am 22.3.1939 einen Xertrag der da»
.Autonomiestatut des M. aufhob und
den ehemals . •»tpreuli I andstreifcn an
Deutschland zuruckg.ib. am 23 3 1939
marschierten dl. Iruppcn cm V'on »kn
mim) Mitgliedern des Kul-turs er bän-
de» wurden nui bewahrte kralle in die
NSDAP übernommen
H,»-»» Be» es«.
I liruahrr
Hliisaal Marlin Pk moncKlcul»Scn (»plM
innen und 4er San<«uh»Mialisnii» 19’1- I9W
n l wrir(»k»>B« n» tur /rtlfru hu *fr S(|U»'I S
Mcaschcnsersuchc Die Experimente
die Mediziner un KZ an Menschen
durchluhticn. wurden als kriegswichtig
und als bevölkerungspolitisch bzw ras-
sehvgienrsch notwendig begründet
Hitkr selbst halte im Mai 1942 ent-
schieden -daß grundsätzlich, wenn es
um »las Staatswohl geht der Menschen-
»ersuch zuzulasscn ist» Opfer »kt Ver
suche waren Häftlinge in kZ. s a. Ju-
den und Sinti und Roma, auch sowj
Kriegsgefangene und Frauen. I ater wa-
ren Arzte aus den Reihen der SS, der
Wehrmacht, son den l nivervitaten. die
ihr ärztliches Bciulsctbo» det NS Ideo-
loge geopfert hatten
Im Mai 1942 bekam Prof. Karl
Gebhardt, »kr -beratende Ehirurg der
XXatlen-SS». die Möglichkeit zu Expe-
rimenten die ab Juh 1942 im KZ —♦
Rasensbruck durchgefuhrt wurden. I m
die Wirkung son Sullonamid-Prapani-
ten zu ctptoben. wurden Häftlinge mit
Schmutz. Gasbrand und Eelanuserrc
gern u a Bakterien inti/ien. I her die
Ergebnisse bcnchtclco die SS Arzte
bei Fachtagungen der Wehrmacht
I hcnlall» in Rasensbruck wurde mit
5X1
Kn<xbcnltansf>lanljtu>ncn experimen-
tiert Im KZ • Dachau wurden 1*12
und 1*13 Versuche durebeefuhrt. bei
denen kunsilnh Phkcmone (Enlzun
düngen i erzeugt wurden, um Medika-
mente zu erproben Opfer waren u
Geistliche In den KZ —» Sachscnhau
sen und -• Nalzwrilcr Struthol wurden
Exgx.-nmcnte mit loci und Phosgen
vurgenommen. in der »Rcichsunivct
«ital Straßbure betrieb Prof August
Hirt eine »jüdische Skclcllsammlung»
lür die er un KZ Natzweiler lebende
Opfer auswahltc Nur einet fixen Idee
folgte der Iropcnmcdiziner Claus
Schilling, der von Februar 1942 bis
Marz 1945 in. KZ Dachau eine Mala-
ria- Versuchsstation betrieb und etwa
!!>•• Häftlinge tnn Erregern infizierte.
Der Gynäkologe Carl Clauberg experi-
mentierte 1*42-1*14 in -* Auschwitz
an einer Methode der Maocnstetilisa-
lion ohne Operation. Er luß ätzende
Substanzen in die Gebärmutter der
unbetäubten Versuchspersonen ein-
spritzen, was zu grottlcn Schmerzen
und dauernden Schaden, manchmal
auch zum Tod führte Dr. Sigmund
Rascher em Protege Himmlers, erhielt
im KZ Dachau die Möglichkeit zu
Unterdrück und Untcrkuhlungsvci
suchen. Die unter dem militärischen
Vorwand -.Rettung aus großen Hohen
mit Hilfe der Luftwaffe angestellten
Versuche in einet Llnteidruckkamrnci
führten bei T) 80 son 200 daran betei-
ligten Häftlingen zum Tod. Noch dubio
«er waren Raschers Kalleexpenmente.
bei denen er tum Retiungsmogliehkci-
len aus Seenot- zu studieren* ab Au
gust l‘*42 Menschen unterkühlte, um
sie anschließend wieder zu erwärmen
An diesen Versuchen nahm llimmkr
besonders lebhaftes Interesse. Im
Auftrag der Luftwaffe fanden 1944 tn
Dachau Versuche zur Tnnkbarmachung
von Meerwasser statt In —♦ Buchen-
wald und Natzweiler Strulhol wurde
Merk». I nlemeteaua
mit Hcckficber-lmptMoltcn experimen-
tiert. in Auschwitz »forxchlc-. Josef
Mengele an Zwillingen und aus rasse
hygienischen und erbbrnlogischcn Mo
Uten über Amxnalien und Deformatio-
nen Insgesamt waren ah Taler etwa
350 Personen an den Medizinverbre-
eben (cinschl -1 ulhanasie» ) beteiligt
Zwischen Dezember l*k> und Juh
1947 standen die aus omnipotentem
Vcrfügunesanspiuch gegenüber Getan
eenen begangenen Verbrechen im
•Arzteprozeö- in Nürnberg zur Ver-
handlung I-» Nachkncgsprozcssc t Von
den 23 Vngcklagtcn wurden 7 zum
Tode verurteilt. 7 trcigesproehcn. die
übrigen erhielten Freiheitsstrafen Der
Prozeß erwies auch daß die Experi-
mente wissenschaftlich wertlos gewe-
sen waren MMgjgmg tm:
I
Litton Rnhcd Uv für thuirri ttataal
LjUim< pvutotflt'f) ttf Nc« Yt<b
UtltcbrrliU» \kvMukr Fred M«|Lc fHg > Vr
••Aih WrnitMktiAff/
Frankfurt 4«i KUm "
Merkur. L nli-rnchmen Deckname für
die mil Fuhrerweisung Nr 2X vom
254.1*11 aiigcordneten Opetaboncn
dt Luftwaffen und Hccrcsvcrbandc
gegen die eriech. Insel Kreta im Mai
1941 Im Verlaut des -« B.ilkanleldzu
ges hatten dt Truppen bis Ende April
1*41 das gesamte grievh fest land
erobert Im die son Kreta v.a. als
Lull und Seestut/punkl der i-nglan
der ausgehende Bedrohung u a gegen
die tuman Erdölfelder abzuslcllcn
und gleichzeitig einen vorgeschobenen
Stutzpunkt von strategischer Bedcu
tung tur den — Afrikafeldzug und den
geplanten -* Ostfeldzug zu gewinnen,
griff im bislang grüßten Lufllandeun
ternehmen des Zweiten Weltkriegs
die 7 Eall«chirm|agcr-Division(XI Flie-
gerkorps unter General Student) mit
15000 Mann die drei ImclflugpUtzc
Mrtahspewde de» dewtsskea Vwtke»
Malemcv Reth»mnoci und Iraklxm an
Getargstagci der 5 GehugvDr»two«i
landeten »on See her in der Suda
Bucht Bnt Commonwealth- Iruppen
die mit Zustimmung der gnech Re
gicrung seit Oktober 1940 aul Kreta
stationiert waren (unter dem Ober-
befehl dc» ncusccländ General Frcv-
berg kämpften ctmehl »<»m Festland
zuruckgctuhrtcr Einheiten irbtiumi
l(u«i)gricch und32000bnt SuMatcnk
fugten au» vorbereiteten fcliXtelluo
gen » a den Fallschirmjägern hohe Ver-
tane zu (nut cm Grund für Hitler, cm
ähnliches I memchmen feiten Malta
Unternehmen Herkules) immer wie-
der zu »erschicbcn > IX r Kampf um die
Insel deren Hauptstadt Chanu am
273. in die Hand der Deutschen fiel,
war nach der Einnahme de» Halens m
der Suda-Bucht am lUpendcn Tag ent-
schieden Den Engländern gelang cs.
vor der völligen Eroberung der Inn-I
am 31 Mai 17lM»> Mann nach Agsptcn
ruitukzufuhrcn Entscheidend tu den
dt Erfolg war ehe l berlegenheit der
Luftwaffe, die drei Schlachtschiffe
einen Trager, sechs Kreuzer und elf
Zerstörer der heil Mitletaneerflotte
»crscnklc oder beschädigte Die »träte
tische Bedeutung der Einnahme Kre-
tas kieinte jedoch durch Jen Abzug
starker dt Kralle lur den Krieg cegen
die Sowjetunion nicht soll ausgenutzt
weiden, was sich v.a im Verlauf des
Afnkafeldzuaes nachteilig bemerkbar
machte. n«a
Mi-lallspende des deutschen V •fke»
*. Mtnuterudsaawnlwngt-n
Mi-utea s. E deines#- Pw-alew
Miklargerii hlsliarki-il s. Kns-gsgernhfs-
harten
MihlaropposstHrn *. Widerstand
SU
Minrslerral für die Reich»» erreldigung
Ausschuß zut kncgsbcdmgtcn einheit-
lichen Führung von Verwaltung und
Wirtschaft |9W-|945 Mit Erlaß Hil-
lers »om 3H.H.1939 wurde der M. gebil-
det Lntcr dem Vorsitz (iiwiisgs gehör-
ten ihm al» ständige Mitglieder an der
-• Stclhertrctet des Führer» (Heß),
bzw dessen Nachfolger und l eiter der
Parteikanziei < Bormann ). der — Gcac-
ralbcsollmachtigtc für die Reich»» er •
waltung (Frick), der Generalbevoll-
mächtigte lur die Wirtschaft tFunkk.
der Chef der -* Reichskanzlei (Lam
tnersj und der Chef des -* OK W ( Km-
tdk Der M konnte Verordnungen mit
Gesetzeskraft erlassen gewann aber
keine Bedeutung FArFMWädt
Minsk l(.bctlol Hauptstadt der weiß-
russ SSR mit ca 2-IOCtti) Einwohnern
(1939) und unter dt Besatzung als
Hauptstadt des Gerscralkommissariats
WciGruthemcn Sitz zahlreicher dt
Dienststellen Nach dem dt Einmarsch
am 2*t> 1*11 und ersten -Aktionen-
cmchletc die Wehrmacht am 19 7 1*41
in einem westlichen Stadtteil ein -»
Ghetto tur die etwa hStiki luden
der Stadl und der Eingebung .Anfang
November 1*41, unmittelbar wt der
Ankunft von ca 7UU Juden aus
dem Rcwhsgcbicl.wurden MW- 1211»)
Ghettoinsasscn ermordet und ein
kleineres -Simdergbctto- für IX-por
Ucttc geschaffen Zwischen Noscmbct
1*41 und Oktober 1442 gelangten
mehr als 35000 Juden aus Deutschland
und Jein -• Protektorat Böhmen und
Mahren nach M tim denen dw Mehr-
zahl icdoch umgehend m der Vernich-
tungsstatic Mal» TroMcncc. 12 km »ud
ixtl son M , ermordet wurde Der -»
Judenrat unter Elnahu Vfushkm. ab
Februar 1*42 unter Moshe Jaffe, »er-
suchte angesichts der aussichtdoscn
Lage Verbindung mit dem indischen
Kmnnf X Sm
AM' A® MfcunxkfwoiMMradw (Uw m VrrgtaK*
und nKhijudischcn I ntetgtund zu hal
len letztere» vergeblich Durch suodi
gc •Aktionen* im Rahmen der —
•E ndl •••unt- m WcitWulUanJ reduzier
ten du l insjizerup[v B (-» Einsatz
gruppen I und die (jien»t»*cllc sie» KdS
rmtlch Erschießungen. dem Einsatz
»on -• (i»»»nn und -• lkp«1al«>
nett ins — Vernichtungslager —• So-
Nbor die GhcltidK-solkerung M» zum
Herbst 1943 auf M»»t nass und 3M»
4>«i dl Juden (-• Rassenpotaik und
Völkermord) Etwa 10ÜOÜ Pers-den
gelang die Flucht in die umliegenden
W wider wci sie - zumeist eriolglos -
Schutz tue den Patrouillen der dt Otd
nung»polizci <-• Polizei) und der —»
Schutzmannxhalt suchten Dai Ghetto
wurde en Oktober l*K aufgelöst Die
Betretung durch die Rote Armee er-
lebten .VMM). «1» rtn» und ma*. 30 dl
Juden Zürgrw UwOWru
Mischehe Allgemein Ehe zwischen
Partnern verschiedener GlauK-nsbe
kenntnisse Die nat soz Gesetzgebung
dctiiMcllc eine M dagegen als eine
Ehe. die -zu einer Rassenmochung-
luhrt d h eine Hie zwischen einem
-arischen- und -mchurtschen. Part
ner Man unterschied zwischen emer
einfachen M (Ehe eines dt Mutigen
mit cuscm jüdischen Partner ohne gc
tauitc Kinder oder mn Kindern die der
Ssnagogengcmcinde angehorten) und
emer pcisilegicrtcn M (eine Ebe emci
dt blutigen Mannes mit einer indischen
Flau auch ohne Kindel oder eme I be
in der die Kinder einet christlichen
Kirche angchorten) Neue Fhcssblic
Bungen waren zwar ab September 1935
»ethoten (-» Nürnberger tiesctzc).
aber bestellende M wurden niemals
zwangsweise aufgelöst Aul den dt.-
5*6
Mutigen teil wurde häufig Druck aus
geübt. »ich scheiden zu lassen und cm
Scheidungsgesuch wurde schnell er-
füllt In einer bestehenden Ehe blichen
die judrwhen Partner unterschiedlich
lange geschützt aber Tod de» mchtiud
Partner» oder Scheidung bedeutete tur
den jüdischen Teil oWortige -• Depot
tatam Aul der — Warmscc-Kuaferenz
wuidc eine Einbeziehung der jüdischen
Partner einer M tn die —• »EndJiseung*
diskutiert, jedivh mit RüeksM.hl au!
arische Verwandte verschoben Ab
Herbst 1*44 wurden die jüdischen
Partner erst tn Aibcitslagcr und un
Frühjahr 1*45 nach — IhetcMcnstadt
dcpellen (-• Rasscnpobtik und Völ-
kermord ). hcnZ Eaketttdl
Mtschbwge Mil der I Verordnung zum
Rcishiburgergcselz »um November
1935 (-» Nürnberger GesetzeI wurden
neben -» Juden und Ariern die M ab
dritte Gruppe, ah Menschen mit einer
teilweise jüdischen Abstammung, deft
niert Man unterschied zwischen -M
ersten ( Hades- oder -HalNudca- und
M zweiten Grades- oder -Vicrteiju-
dcu- Die Einstufung richtete sich nach
der Anzahl der jüdischen Großeltern
(2 jüdische (iroflellern M I Grades,
em tud Grofieitcmtcil M 2. Grades)
Außerdem durften diese Menschen am
Iy 9 |9J5 weder der jüdischen Religion
angchsNt haben t — Gcitungsiude) rxch
mit emem indischen Partner »erheira
tet gewesen »cm M 2. Grades wurden
ah •RcKhthürgcr- angesehen, zur
Wehrmacht etngezogm und durften
-Arier- heiraten M. I Grades waren
•voriaufige Rctchsbürecr- auf dem
Papier besaften mc dieselben Rechte
wie ein Arier - mit einet Reihe »on
VusnahnK-rceclungen Eine Ebeschfoc
ßung mit emem Äner bedurfte emer
Sondergenehnugung »om Inncnmini
stenum die fast wie erteilt wurde l'm
gang mit Ancm de» anderen < »e-
srr
schkchts »urdc ah -» Ras'u.-n’-.hanOc
geahndet Obwohl Je» M ent IW
eine Immatrikulation un den H«h-
schuk-n untersagt und «ie per Rund
erlab des Reschsmimstenums für
Wissenschaft Erziehung und Volks-
bildung si>m 2.7 1*12 vom Besuch
höhere: Schulen ausgeschlossen wur-
den, wurden viele schon lange zuvor m
ihrer Ausbildung behindert 19W wur-
den die VI 1. trrades zur Wehnnacht
emge A<en. doch bis 1*12 mit dem Ver-
merk Mixt- («mehl zu verwenden**
wieder entlausen Aul der -• Waansec-
Konferenz wurden verschiedene Plane
zur Behandlung der M - »on der Ma*-
senstet ilrsKiung bis zur Atrsiedlimg im
Osten - diskutiert, aber eine Rcalrsac
rung det Entwürfe mit Rücksicht aul
mögliche negative Reaktionen der
arischen Verwandten bi» Kriegsende
verschoben. Ab 1*11 wurden die M.
ebenso wie die in -* Mischehe leben
den Personen, verstärkt zur —»Zwangs-
arbeit cingczogcn und ab Herbst l*M
in verschiedene Arbeitslager deponiert,
»o dil! an einigen Orten reine Much-
lingslager entstanden In den besetzten
(ehrten verfuhr man uneinheitlich
Im Osten wurden die M in die Gbet-
totuetune cinbezogen abet sowohl
m der Slowakei als auch m Kroatien
von der -* Deportation in die -• Ver-
nichtungslager prinzipiell auscenom-
men Dsc M 1 Grade» nahmen eine
Stellung zwischen Juden und Anem
ein. die ru Beginn von Privilegien ge-
prägt war und dann immer stärker den
Abbau der Von echte cmschloß
Lcketwdi. Mp»J -Va» «aa loS-Uwi» 4n Om-
»M» jwrtnrhrr Hrrimr* m MonimZ, Krün I *r*
R.*it. Ebcitui J J<»: Tharfslao bimChn
Ww Pr«i».*r Me l-X «attlprl l«t. I«*2
1W5
Mit brennender Sorge Nach zahlrei-
chen fruchtlosen Protesten dc» Heib
gen Stuhls gegen die svslematrsche
Verletzung des -• Rcichskonkurdat»
durch ihe Nat saiz . äußerte »ach »chlieb-
bch im Fruhfahr IW Papst Ptu» XI m
der Enzvklika >Mit brennender Sorgv-
-rtlentlKh zu den l Beiständen m
DeuischLmd sc Kl das erste und einzi-
ge päpstliche Rundschreiben in dt
Sprache Nach Deutschland hinerngc-
schxnuggvit insgeheim gedruckt und m
wenigen Tagen den Geistlichen un
ganzen I and durch B<«n übermittelt,
wurde die Eazvklika am Palmsonntag
den 21J 1*17 »on den Kanzeln aller
katholischen Kirchen tm Reich verte
»en Oer Pap»t protestierte in ihr gegen
die permanente l'ntcrdtucfcung der
Gläubigen und die Behinderung der
Kirche aut atteuGebieten Das Regime,
für das die Enzyklika vertilg unerwartet
kam ließ alle Evemplafe v<«l der Gc
vtapo beschlagnahmen und antwortete
mit einem Vcrleumdunevfchlzug sowie
schauprozcsscn (-» Kirchen und Reh-
(rnfli taw ff«*»*
Millethm»-Dora s. Ihira-MitlrRia«
(KZI
V|in»»<Khv-<>eve-l>vchaft Zu den Grün-
dungsmitgliedern der l*h.' ah -Freie
Gesellschatl für wivscnschanhche I h-
terhaltung* gegründeten M gehörten
der Historiker J. G Drovsen und der
Begründer der dt Ägyptologie. < «rl
Richard lepsras Die Mitglieder dieser
Berliner GclehrlengcscISchali ergänz-
ten »ach durch einstimmige Koaptatuia
auf die satzungsmattigen 16 Milgbcdcr.
meist Professoren der Berliner Inner
sitat und bedeutende Beamte. Wirt-
schaftler und Militäte ZwiKben IW
und 1*15 gehörten zu ihre» Mit
gliedern der preuß Riunzromrstcr
Popnz. der ehemalige Rcichcwehrnur»-
sler Grocner der (cncralvtabw.hcf
Beck, der Mediziner Prof Sauer beuch,
der Padaeixc Spranger der Diplomat
MUdeo-Brsr«
v Hasvell. die Historiker Onckcn.
Hjclhec« und Wdckcn der Allptiik»
Inge Schadewaldt der Kunsthistoriker
Pinder der Physiker Hcrenbcrj der
LncraturluMotikcr und kwunahst
Fechter und ah einziger Jude, der
Kunsthistoriker Wentvach. der. 1*'.' ah
l i-r»Ualsprute»»or entlassen br» ru
semer -» Fnugrati«» 19J5 tn der M
verkehrte In der Mehrzahl eher koo
»er» atn ab liberal standen »<w allem
allere Mitglieder aber auch »untere
wie Jessen und Hcrscnbcrg dem Nat -
wir ablehnend gegenüber was sach
dank fMpitz auch m der Autnahmepoii-
tik mcdcrsclilut Wegen der Zugehörig
keil zum Kreis des -• 2D Juli 1*44 be-
ging Beck Selbstmord foptz. » Ha»-
*cB und Jessen wurden hinevmehtet.
Sauer brixh und Spranger wurden »er-
haltet Von Jer Gestapo wurde die
M als Knstallisationspunkt •defaitHti-
schcr und «km Nat soz feindlihcr
Hallunt- bezeichne! Die überleben-
den machten nach dem Krieg keinen
S ersuch. di» M wie»Jer aufkben zu las-
KB Wrrwmi Mrad
Z4»PATW
Zhr V<P»«w < miHFb. aav Mr»»
emorrw ZVU-/<M4 H( • oRfd «
KUmikfciiki Berte l«C
M<«4der»-Bn«-f Fälschung der brit p»y-
cb»loet»chcn Kncgtuhrune Der un
Januar 1*4? in zahlreichen Lvcmpia
reu uher Deutschland abgvwortene M
stiel! bei der dl Bevölkerung aul star-
ke* Interesse und wurde »icltath ah
echte» Dokument gewertet, bt» Sett.n
Helmer |Mb2 da* Geheimnis prcivgab
Das fingierte Schreiben aneebheh aus
dc» feilet des npiliren tödlich ver-
unglückten Flicevrasss» Molders. soffte
den Eindruck erwecken ah sei der
praktizierende Katholik wed er die
Nat uv al» putka» verurteilt hatte,
emem Attentat nm l »pter geladen
Der M gilt al» die erfolgreichste Ak-
tion «kr schwarzer Groß-
britannien» OV
Monte Cassäwe Berg und Grundunc»-
klovter des Bcnc»bklincrorden» m Mit
telitalien Zentrum der Schlacht um
M 1*4'44 M lag auf der \crteidi
gungsltmc I-Gu»lav- Stelhmg) an der
die »eit ihrer Landung aul Sizilien
(|l>7 1*4?) und nach »Jet Kapitulation
Italiens (K 9 1*4? > sewruckenden allner-
Icn Iruppcn gestippt werden «olhcn
(-» Invasion. -» Italicnlcldzug) In »»er
grünen Offensiven v«m Januar tu» Mai
1*44. ui deren Vertäut «be Alliierten «he
Abtei zur Ruine hsentscrdierten. gelang
es unter schwersten \ertusten den dt
Riegel ru durchbrechen (IK5 t FKri
Einnahme Roms stand nicht» mehr un
Wege f.IrMai.»
Mowtorrv. Ireffen »on Hccvgnung Hit-
lers mit Petain m der In Kleinstadt
M iDept Loue-ct-Cbcr > l*4li Nach
«Jen ergebnislos verlaufenen (.Kipea-
chen mit Franco m — Hcndave trat
linker uch am 24 10 1*41) mu dem Pra
»i«ienten «Je» unbesetzten -» \ ichv-
PraakreKh tm Beisein «on Ribhcntrnp
und Laval, dem damaheen »teil* frz.
MmisterpradKk-nien f ben»o wie Jer
span General tag» zuvor «Jen ge-
wünschten Knegscimntt verweigert
hatte ging der frz Marschall aut Ha-
len l«eJcrungen sich am Kampf ge-
gen Gnvtitwiianmen. m «Kesern Fall
ohne direkten Kriegsemtnlt. zu betei-
ligen ungeachtet «kr Gefahr einet
möglichen kiesamtbesetzang Frank-
reich*. mehl em In Fragen eines Fne-
«knsvertracc» .««kr einer Rückkehr frz.
Kriegsgefangener zeigte Hitkr sei
ncrsetls kein Enlgcgcnkoenmen Die
Besprechung endete ohne konkrete»
Ergebnis Bt,
MowrsoJdalca ». L mdandlagvr
Miwgrwie-Hrn s. J rsrrgestattuwg
Münchener Brotarklr«
MnrgeMhau-Ptaa Im Aurin« |<M4
veranlaßte l S Ftnanzminister Flenn
Morgenthau p. ein Memorandum tut
Behandlung FXutwhlands nach do-
wn Niederlage tn der Denkschrift
«urde Ae Auttedung Deutschhaod« in
drei Staaten und dte IntenralMtalme-
rung der W inwhattsregionen an Rhein
und Ruhr *v»k der N.irdscckUMc
propagiert Kuder dc« Entwaffnung
IXurwhland» und Rcparanonslerstun
gen sollten nach dem M die Sehwerm-
duslnc demontiert und die Bergwerke
sliMgckgt »erden Da» Ziel »ar cm
rem agrarisches Deutschland ohne jede
Möglichkeit za aggressiver FVditik Der
Plan cnthicit in radikaler Form. Vor-
«chUgc und Maßnahmen. die m der
Kneif« neide batte der \Ikirrten eine
Rolle spellen Morgenthau. mtl US-
Präsident Rosocll befreundet, schien
Erfolg zu haben ab bei der bnt • US
amenk Kimlcrenz in -» Quebec am
159 1944 der bnt Premierminister
Churchill und Präsident Riswcvcfl eine
Version des M paraphierten. Außen
minnler Cordell Hüll protestierte
ebenso wie sem bnt. Kollege Anthons
Eden am hiigcndcn Tag. US-Knegv-
minrslcr Stunson nannte das Pro-
gramm -cm Verbrechen gegen «be
Zischcation- Als es durch gezielte la-
diskret «'n am 21 m | «akt an die Öffent-
lichkeit kam. war die Reaktion so
negativ daß auch Rooses eit uch «h-
slaimcrtc Der M verschwand in der
Versenkung Für die Bcsat/ungs- und
Dcutvc'MandpvIitik der Alliierten bheb
die lps.de ohne Bedeutung Aber
GtK-bbeh und Hitler benutzten -Judas
MordpUn- zur -Versklavung Deutsch-
lands- mit mi gndetn Frloig tur ihre
Durchhaltepn^ucanda. daß sich bei
vielen späte« «ler Glaube festigte das
Programm sei 1945 realisiert worden
In der rechtvevlremcn Publizistik spielt
der M. diese Rolle heute n«sh
a.-ofe—i
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lehrt H «• Der Mt'j'-BlMklVi ui l w-r»rV
ftp ZrtMfTMAatAftr 11 1 t?2 -
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(rvmr- thrfwi fXr K !<<*—< /<rr*»4i /•*
OeMftuAar eaar* umtmanMn /*1mb
IWS
Mnrwgva «. Jugend'ihat/lat« i
Moskau. VulkninuHslerkoalercHZ um
IlWt Vom 19. fand die
1. Moskauer Xiuknm>nrstctk>mtcren/
statt Die chines. bnt l'S amenk an
und mhi) Aubetimiiirslct verfolgten
mil Jkxi ersten Gcspta«.hsrundc
- der »eitere folgten - das Ziel die
Konteren« v«« — Teheran vnrzube-
rcilen Darüber hinaus faßten sae
konkrcle BcwhlüsM.'. «he pirna« die
europäische Zukunft betraten. So
einigten «ach die Vubenmtntstcr da-
rauf Österreich nach «lein Kncg
uicdcthctzusUllcn und «kn Faschts
raus am Italien zu verbannen Uich-
ligrs Ihcma »ar die Austiclcrung
dl Kriegsverbrecher Diese willen
nach Bewhiufi «ler Koolctcnztcd
nchmer an «Ise Länder ausgvisefert
»erden, «he unter ihren Verbrechen
gehtien hallen Weilet es Ziel war
die Gründling euer EuropaBchcn
Beratenden KomnuMiow Diese Kura
mtssion walllc die Fragen der Beset-
zung und künftigen Behandlung
DetuwhUnd» - cuisshltcfUich der
vottcvcbcncn .Aufteilung bi» zur
Entvchekiangsnnfe klaren
W.ukIsJH«
Vlof.ir-HJ s. Hitler-Jugrad
Vlunchen s Hauptstadt der Bewcgug
Mnachenrr Benhachfirv «. V idkbehrr
Beobachlrr
Muwehewrr Vbkoocmen Da» aan
30.4.143»! zwnehen Jen Regierung»
ehrt'. Deutschlands. -» Italien*. -*
(ifiOhMinmcm um) —• Frankreich»
ohne Bete die uns Jet —• iKhcifxnJ»
wakei und Jet mit iht «erkundeten
—• Sowtetumon geschlossene M he-
slinunlc Jie Abtretung Jer — Sude
lerüande» an Deutschland vorn I -
10 10143*. wodurch die fSR »,a.
ihre Grcn/hefcstituneen und damit
ihre Verte idieungsfatugkcrt gegenüber
Deutschland verlor In •eiteren Gebie-
ten sc «Uten Volksabstimmungen statt
finden überwacht «rat emem Aus-
schuß. der zuek-ich die kunfuccn Gten
zen lotlr«» sollte Für d*e poln und
untat Minderheiten »urdc eine ent-
sprechende Regelung ms Auge geiaht
(—» Polen besetzte am 2-'3 ItklMV«
Jas Tcsehcnct Gebiet L'ngarn erhielt
durch Jen sog I Wiener Schiedsspruch
vom 211 l*tsb sfoc Suddowakcil Der
CSR wurde eine mternatiunak: Garan-
tie in Aussicht gestellt die allerdings
nie erfolgte Das M beendete die -•
Sudetcnkrise bi» zur Besetzung durch
dt Truppen »erbheben der (’SR noch
knapp sechs Monate Das M markiert
den bis dato größten autlcnfuilitischen
Erfolg des Dritten Reiches. der «cm
Hitler jedoch als Niederlage empfun-
den wurde Ihm ging cs namheh nicht
um die »on Groflbntamuen und Frank-
reich langst akzeptierte Abtretung Jes
Sudeteniandes. sondern ah Auftakt für
seinen Krieg um — Lebemraum um
die diplomaUsche Isolierung und an
schließende Frotwrung der! SR Die-
ses Vorgehen war am 5 11 1437 im -»
Hohbach- -Protokoll* erstmals erwähnt
und in An Weisungen für den Fall
Gran «om 21 4. und 30J.143B - dem
Plan tur einen -• Blitzkrieg, der ab
dem 1.10143* jederzeit durchführbar
sein sollte entschieden wotden Des
halb hatte Hitler eine Verhandlungs-
knung. dac seinen Han vereiteln wurde
»ertneiden wollen indem er tn den
Treffen mit dem bnt R» gierangschcf
Chamberlain tn Berchtesgaden 115.4.1
und Bad (ktdesberg (22. - 24.4 | immer
brutalere Forderungen tvzuebch des
Abtretungsnushi» erhoben batte De-
ren Erfüllung war der Gipfelpunkt der
britfrr -•Appeasement Kditik durch
den eine Vertagung des groben Krieges
erreicht wurde InMpc ihrer Ausgren
zune durch dre West machte im VI lei
lete Jie l dSSR eine Neuorientierung
ihrer Außenpolitik ein. die schlwtUich
zum -• Dl-sour) Nichungriffspakt
führte i — Außenpolitik l Lnrtr’
lamatr
CrlswW» Wwss fkw tWasrAmrs «Mamawss
Mastem tt*
lartnr Mtarü Ihrs Zlw Pwrr ag Awr« Nrw
Ywk prs
«luwstwner AHenlat s. Vttentale
auf Hader
Museimawn Ah VI bezeichneten KZ
Häftlinge Mitgefangene dw durch
Hunger und körperliche Erschöpfung
m em Stadium zwischen leben und
Tod geraten waren Ifbet die zu Skelet-
ten abgemagerten Körper spannte »ich
die Haut grau und IcNos. die Augen
die nisht» mehr wahrzunchmcn schie-
nen, waren Hel in ihre Hohlen geaun
len Die VI bewegten sich kaum mich
und erwarteten apathisch ihr Lnde
Dse Herkunft dc« BegnrK der «a in
— Auschwitz gebräuchlich war. tu
nicht geklart Einerseits wurde er auf
emen angebbehen Fatalismus von
Millionen zuruckgcfuhrt. amiercrseiis
aul ihre ruckarUgen Bewegungen beim
Gebet Der Auschwitz-l ’berlchrndc
Prtmo Lest schrieb über sie; -Man zö-
gen. wc ah lebsrndc zu bezeichnen,
man zögert, ihren Tod «or dem sie
nicht erschrecken, ah Fiel zu bezeich-
nen weil sie zu müde sind, ihn zu fas-
sen - In — Dachau wurden die zu Tode
S»1
M»lbu» des 2t. JabrttamdrrTs. Iler
cndk>plt«ii Hilllm« als -Krctmcr-
bezeichnet «wAm Itm*
Mnssert-Bewcgwag t> Nalx-naa!-Soda-
11» liM.be Bewegmg der 'sederiaadcn
•v»ih
Musterbetrieb V I erstungskampf drr
deutschen Betriebe
Metier und Kind s. Hilfswerk Mutter
und Kind
Vielt erd wirst Bezeichnung für die
Maßnahmen rm Betreuung »on
Schwangeren und Muttem. msbc-wei
dere «Ser Muttcrschuiung und Mutter
crholung Hilfswerk Mutter und
Kind) nt der Regie der — NS-VoÄs-
Wohlfahrt det -» NS-hiuemdufl bzw
des dt Fraiacnwcrk» und der -• DAF
In Mutter und Brautcschulcn wurden
in den »on der Abteilung M der NS-
Frauenschaft »etanslallelen ideoio-
grsch betrachteten 4 - 6»>chitrn Lehr
sangen Kenntnisse in Haushaltsfüh-
rung. Goundbeits Säuglings . Kran-
kenpflege und Ktndererzichung »er-
nt ii leit 1*11 ckiMiertcn 517 Mui-
tcrschulcn. darunter zwölf Braute
und Heun-Munerschißcn Betriebliche
Murterschulung wurde »tun Fraucnaml
der DAF angeboten Die Kurse wur-
den Z.T unter finanziellem Druck be-
sucht. wenn z B die Auszahlung »an
EhcMandshethiilen »om Nachweis der
Kursterlnahmc abhängig war Den
hauptamtlichen Lehrkräften die in
Multcrubcnchulcn ausgebildet waren,
diente die Rcich»mutterschuk m B*r
Un-Wedding als Nachschulungssiattc
(— Frauen» fcw-
Mwtlerkrvuz s. Mui Irr Lull
Mutirrkuli Idc.Uogische Verherrli-
chung der MuUetrollc Die naLsoz.
Propaganda forderte »on der -dt. erb-
gesunden- Frau dw Mehrung der —
-\-4ksgrmciosshan- durch ihre Gc
hartrcuiiirkiil s«e sollte entsprechend
den Gesetzen *zw Verkittung erbkran-
ken NachwiadMe'-. -zum Schutz dc»
dl Blutes und der dl. E hre- und -zum
Schutz der fcrbgesuadheit des dt
Volkes- <-» f rbgesundheit. —» Nurn-
berecr Gesetze! für -solktsch wertsof-
len- Nachwuchs wngen So diente der
Muttertag, der im Dt Reich bereits so!
1922 begangen wurde, dem Nat MU ab
1934 ab fester Bestandteil des -nat mm
Fcwtiahtes- Ab 1942 wurden Mutter
tagsieiem als M< wgenteiern- mit test
em Kahmenprogtamm (— ILM hör
Ansprachen Lesungen l »onceschrte-
K-n rm Anschluß wurde das -Lhrcn
kreuz der deutschen Mutter, »criar-
hen Da» »ua der Parteileitung der
NSDAP au'eckibcc sog Mulletkrenz
(in Bronze lur 4 b Kinder. Silber für
6 b und GoM für b und mehr Kinder)
wurde ab |93b rexhsdt Muttern »er
liehen, deren Kinder ah -artseb- und
erbeesued -eilen I— Anctnachwcis k
Da» Muilcrkreuz müllte beantragt wer
den und konnte, nach Bekanntwerden
evtl -fasscideoli^essbc! Maagel-.auch
wieder entzogen werden Lbcrlei’un
een emen f htcnsold an die Mutter
krrunragennaen zu zahlen, wurden
weven der auszuzahkndcn Summen
in flöhe »on 25 Mio RM jahrl. w!cder
talk nur lauen Bi» September 1941
wurden A.7 Mto Mutierkreuze »erhe-
ben im Noiemher l*ut ertaubte man
auch Verleihungen an -solksdt - Mut-
ter U— Sn«
Muttertag K Mutlerkull
M»thn» des M Jahrhunderts. Der Da»
sott Alfred Rosenberg |9kU »erfaßte
Werk, das Wcflgeschühte nur ah eine
Geschichte »on Rassenkonflikten in-
terpretiert. war Stark beeinflußt »on
den Ideen Hmisuwi Stewart Chamber
NacMvriegs prozessc
<*2
Iains Rincnbcrg. der in der Fruhphasc
der NSDAP zum Ideologichefcranlcn
für -♦ Antisemitismus und —• Anlibol-
sebewnmus geworden war. formulierte
in den drei Teilen «les Buche» (-Das
Ringen der Werte- -Da» Wesen der
germanischen Kunst«. -Das kommen
dc Reich«) seine Wcll.in-h.iuuni! Er
entwickelte seine pseud«»wis»cnschalt-
Ikhen Ideen vom Ncuhci«lcnium. der
Überlegenheit des nordischen Blutes
und der Mvstik «einer -Reinheit- da«
sich gegen -• Juden und -• Freimaurer
erfolgreich durchsetzte Obgleich der
W neben Hitlers —» WeM Kampf zum
zentralen Weik des Nat.uv wurde und
bis |Q42 bereits über I Mio Fsempiare
verkauft waren, t.ind «ler verquaste Stil
kaum Leser und stieß auch hei den
1‘arteltunklionaren aul wenig Reso-
nanz Da dci V auch die römische
• Pticvlcrkavlc- als Mitverursacher «le«
l ntergang» der germanischen Kultur
cmvtutte. setzte die kalhidtvchc Kirche
den M am 7.2.1934 aut den Index
I -» Nordisc he Rasse, —• Rassctikundc.
—• Ideologie). Zu&am V*«-r-<7
Nachknegsprozcsse Nachdem Groß-
britannien Jk* LISA und da Sowjet
umon bereits in einer Erkarung »om
l 11.1*43 die Mtulrechllichc Vcrtol
gung vom nat soz. Verbrechen ange
kündigt hatten, schlossen sie unter Be-
teiligung Frankreichs am H.X.I945 cm
Abkommen Uber dte B««tratung der
Hauptkriegsverbrecher Sie sollten sich
verantworten tur die Planung und
Führung son Angriffskriegen Kriegs
verbrechen und Verbrechen gegen
die Menschlichkeit. Dabei galten als
Kriegs» erbrechen (nrechtshandlun-
gen gegen Soldaten und Zivilisten un
Zusammenhang mit militärischen Ak-
tionen. z B die Ermordung von -»
Kn« «'»gefangenen und Geiseln. Plün-
derungen. ab Vcibtcvhcn gegen die
Menschlichkeit die Verantwortlichkeit
tut Verfolgungsmaßnahmen aus polili-
»it v ii i issisch«n Md 11 .' ‘wen <itUn
den. Zwangsverschleppung. Folterung
und Freiheitsberaubung und Beteili-
gung daran Im Nürnberger Prozeß
vom 2rt 11 .1945- | In I94r> vor dem
Internationalen Militartnbunal (IMF)
gegen 24 PiUitiker Beamte Funktionä-
re «Jer NsDAP und Generale wurden
12 ToiJcsurtcilc u.a. gegen Goring.
Frick. Ribbentrop und Bormann (in
Abwesenheit) verhängt. 7 Angeklagte
zu Ficihcitvstrafcn zwischen lebens-
länglich tu a Heß) und 10 Jahren (nur
Donitz» verurteilt, die int dafür einge-
riebteten Kncgsvcrbrcchcrgcfangms
in Berhn-Spandau bis |9k7 vollzogen
wurden, und 3 Angeklagte ftcigcvpro-
chcn; un Verfahren gegen den Ruhnn-
dustriellcn Gustav Krupp v Bohlen
und Halbach muhte sein Sohn und
«lesignierter Nachfolget Altncd aut die
Anklagebank, da der Sater wegen
eines erlittenen SchlaganlaU» nicht »er-
handlungsfähig war. Alfried wurde zu
12 Jahren Haft und kciirksgensenlzug
verurteilt. Zu verbrecherischen Orga-
nisationen wuuien -» SS. -» Geheime
Staatspolizei -» Sicherheitsdienst und
I Uhrcrkorps det NSDAP (»om Reichs-
Icilcr bi» zum Ortsgruppenlciler) er-
klärt. die RcKhstegierung. die —» SA.
da* • Oberkommando der Wehr
macht. Generalstab und die Reiter SS
wurden »on dieser Anklage fteigespro-
chen. Bei den Angehörigen der verur-
teilten Organisationen wurde m der
brit Zone die individuelle Schuld »on
speziellen Spruchgcnchten ermittelt,
in «Jet l S-Zone wurde sie un Enlnazi-
5M3
hzieningvvcrtahren »on Laienrichtern
'teilt Dem IMI-Pro/i-ß • I
in Nürnberg »on 1946 bi» IM4H 12 \er-
fahren Vor l’S Militärgerichten mit
177 Angeklagten- von denen 24 zum
Tode (davon 12 begnadigt*. 121* zu le-
benslänglich oder zeitlichen Freiheits-
strafen verurteilt (bi* 1956 sämtlich
entlassen). 35 frcigesprochcn wurden
Angeklagt waren Minister (ua l.im
mers) und Staatssekretäre tu a »on
W c macker). Gcncralfcldmarschaile
und Generäle. Angehörige der SS und
der Geslaptx vor allem der -♦ Finvatz
gruppen unJ des -» SS-Wirtschafts-
Verwaltungs-Hauptamtes, Arzte, die
Experimente an Häftlingen durchgc
führt hatten (-• Mcnschenscrsuchc. -»
Medizin! hohe Richter und Justizbe
amte Industrielle fua Hick). Vor-
standsmitglieder der —» 1. G Farben
und der Dresdner Bank, denen die
Ausplünderung besetzter Gebiete und
Beschäftigung von -* Fremdarbeitern
vorgeworfen wurde. Weitere 256 Pro-
zesse mit ca. Ntti Angeklagten landen
vor LS-Mürtargenchten tn Dachau
»lall Sie richteten »ich insbesondere
gegen Wachmannschaften und Funk-
tionshaltltngc der -• Konzentrations-
lager -» Dachau. —» Buchenwald. -»
Flossenbürg und -» Mauthausen sowie
dort tätige Arzte, ferner gegen An-
gehörige der Wehrmacht und »ier -»
Waffen-SS wegen der Ermordung von
Kriegsgefangenen, u a in dem we-
gen seiner Beweisführung umstrittenen
PiozcO wegen Tötung amenk Soldaten
bei Malmcd» (-»Ardennen-offensivcf.
In anderen amerik Verfahren wurden
Parteifunktionäre und Zivilisten wegen
Lynchjustiz an abgeschiedenen Flie-
gern der LIS Air Force, Arzte. Kran-
kenschwestern und -pfleget wegen Er-
mordung ausländischer Geisteskranker
u.a in -» Hadamar verurteilt Entspre-
chende Verfahren gab es vor brit. Mi-
litärgerichten. u.a. wegen der Vcrbrc
Nachknrgsprozess«
chen in den KZ ♦ Bergen-Bolsen. -•
Grob Rosen. • Neuengamme. - R.i
»ensbrtlck und in -» Arbeltscrzie-
hungstagern. wegen Erschießung von
Geiseln (u a. gegen Fcidmarschall Kes
selnng), wegen Mißhandlung von
Fremdarbeitern wurden auch Ange
stellte der Hermann-Goring-Werke
und anderer Firmen verurteilt. Die
Verfahren vor frz. Militärgerichten in
Rastatt richteten sich insbesondere
gegen Wachmannschaften wiirttcmbcr
eucher Aulkniagcr des KZ —»
Nalzwcdcr.'Strulhot und gegen den
Saar Industriellen Röchling Angebot!
gc de» Kommandanturstahes des KZ
—♦ Sachsenhausen wurden 1947 m Ber-
lin von einem »owj Militärgericht ver
urteilt Die Gesamtzahl der tn den
westlichen Besätzungstonen von Ml-
lilärgciichten einschließlich Nürnberg
Verurteilten belauft sich auf 5025. die
Todesstrafe wurde gegen SU6 Ange-
klagte verhängt, aber nur bet 4br> Ver-
urteilten vollstreckt. Weitere Verfahren
wurden un Ausland durchgeführt in
Polen u a. gegen Mitglieder der Regie-
rung de» -» fieneralgouverncments. -•
Gauleiter und -t Reichsstatlhalter.
zwei Kommandanten und Personal de»
KZ —♦ Auschwitz, m der Tschechoslo-
wakei gegen Funktionäre aus dem —
Sudctenland und dem —» Protektorat
Böhmen und Mahren, ui Frankreich
u.a gegen den Chef der Zt»tl»erwal
tung im Flsah und gegen am Massaker
»on -♦ Oradour-sur-Glane beteiligte
SS-Leute, in Belgien gegen den Militär
befehh-haber. in den Niederlanden.
Luxemburg. Dänemark und Norwegen
gegen dort tauge dt. Verwaltungsbeam-
Ic und Angehörige der -» Sicherheit»
polizei. in Jugoslawien auch gegen Offi-
ziere in Italien wegen der Ermordung
von Geiseln. Die summarischen Pro-
zesse in der Sowjetunion richteten »ich
nur zum Teil gegen Schuldige. z.B den
-* Höheren SS und Pohzciluhrer in
Nachkriegsprozi-*»«
Riga, meist gegen Wchrmachtsan-
gehOrigc aus bestimmten Einheiten,
du erst 1953/55 entlassen wurden la-
ter die ins Ausland gcßiKhtet waren
konnten erst nach ihrer Auslieferung
ixicr Entführung vcrurtedl werden in
Israel Eichmann l*>| in Frankreich
der Chef det Gestapo in Lyon I9K7.
weitere Verfahren m Italien Vor dl
GencMcn konnten zunächst nui Vet
fahren wegen \erbrechen gegen die
Menschlichkeit und mich dt Recht
strafbaren Delikten durchgcluhrt wer
den. wenn sie aus schließlich an Deut
sehen befangen worden waren Seit
l'Mb ergingen in den westlichen Besät
zungwooen l rteile gegen Angeh>vrige
von SS und SA wegen Ermordung und
Mißhandlung politischer Gegner N93
gegen Beteiligte an den Ausschreitun-
gen der —• • Rcichskmtattnacht- l»3h.
gegen Gestapobeamte wegen Folte-
rung ton Haftlrngcn. gegen Aufseher in
JuMizsollzugsanstalten und frühen
Korumitationdaeem. gegen Dcnunzi
anten deren Anzeige -• Schutzhaft
oder unvcrhliltnistnaßigc Strafurteile
zur Folge gehabt hatte (— Denunzian
lentum). gegen MiUvbeKei son Heil-
und Pflegcanvtaltcn wegen der Ermor-
dung ton Geisteskranken (—» Aktion
14), gegen NSDAP funktionale und
Wchrmachtsangehönge. die un früh
|ahr 1945 zut Kapitulation bereite Zivi-
listen hatten hinrichtcn lassen. Bis zur
Aufhebung der lodesstralc wurden
12 Todesurteile verhängt. siele andere
I rfcik- und lieispruchc wutden jedoch
in der Öffentlichkeit als unzureichend
empfunden. In dci DDR wutden ande-
rerseits 19*11 un Zuchthaus Waldheim
von besonderen Mralkammern des
I andgvrichls Chemnitz m Schneibel
fahren die icchlssluatlichcn Grundsat
Zen widersprachen "24 überwiegend
nur formal belastete Angeklagte serur
teilt davon 29, von denen nur * berna
digl wurden /um lode, die meisten zu
«M
lebenslänglichen oder mehr ab ISjahri-
gen Haftstrafen Nachdem in den Stier
Jahren die Zahl der Prozesse zuruckge-
gangen war brachte dci l lmcr Prozeß
gegen Angehörige einer Einsatzgruppe
I95H eine Wende In Ludwigsburg wur-
de die Zentrale Stelle der Landcsiustiz
Verwaltungen errichtet, um Delikte
autzuklaren für die sich die Bezeich-
nung NS-Gewaltvcrbccchcn- fNSGf
zur I nterscheiduna von Knegsver-
brechen durchsetzte, und die 14ter zu
ermitteln, damit gegen sic hei der
örfbeh zuständigen Staatsanwaltschaft
Anklage erhoben werden konnte. Da-
mit die Strafverfolgung nicht wegen
Verwahrung unterbleiben müllte wurde
das Strafrecht geändert Die Mehrzahl
der \erfahren betraf Verbrechen in
Polen und der Sowietumon in Konzen-
tration* und -• Vernichtungslagern
Von besonderer Bedeutung war der
Prozeß gegen 21 ss-fuhrer. -I niertuh-
rcr und -Arzte und einen ehemaligen
Häftling de* KZ Auschwitz vor dem
Landgericht Frankfun von Dezember
19h.' bis August 19h5. tn dem das ganze
Ausmaß der dort begangenen Verbre-
chen dokumentiert wurde in anderen
Verfahren hatten sich der Höhere SS
und Pohzeituhrer Rußland-Mitte v d
Bach Zelewski. der Chef des Persön-
lichen Stabe* Himmlers. Karl Wolff.der
Kommandeur der -* l-cibvtandarte-SS
-.Adolf Hitler-, Sepp Dietrich, und der
braunschweigische Ministerpräsident
Klagges zu verantworten Nahezu völ-
lig erfukgio» blichen trotz urnfangrei
eher Ermittlungsverfahren alle Be-
mühungen. Richter und Beisitzer des
—♦ \ olksgcnchtvhotes und Angehörige
des -• Rewhcsichcrhcits Hauptamtes
zur Verantwortung zu ziehen
/Atm;
I itmfW
Fiwn U Pu- WaiJhrnner Drr
Aa»fc.* UftJ XS irrt) freit fit \agmm?4«nr Jmhehrr
5M<
Sa«j<Ntal Sämling
»arm n.tn.-^tl^^uttutiu.ker 7<rt(«n«*
kcr#rrd«rM /VM’ /$*w> bcatT* »m ScmirunwF
mhw Strafrecht <« Straücchn|ilcpf>rt Vi® IldAMi
Jet l'fJKcfsitcii »;m Amsterdam 22 Bö. Am
Merriam lww( 1<*Q
fAr rr»>2rtf grrrr. die Haiipckrux'*<‘rt>ttxhef »<«*
ripm 6'frrwdHti'wJrff Ui/iMrrm. Adöluf <2 Hör
SkUntxi^ 1*47 1M4M
Rtukrtl AriilKm SS lr»6rr, hm iw f»«*n«Ai
l'rrMaA rtarr Vr»fu*t£t^At*tf«Ar*»«afrrritft(. HeideI
her» I*.’
iHth <»/ 14 ,«r hrMrr «Ar .Smrmt/irrf
\flku.r\. f'ibwb igrtör*'
Na pf l< BJi *4dMn<liM IvSil IW
Ha* O«o Tfaü ? Böu Leadern IM4M- IW
Xaifel drr Ania/onen Voa dci Skull
München unter Leitung Christian Vkc
her» I9364939 jihrlkk veranstaltete
sommerliche Feste im Nymphenburger
Scbkißpark. die zum Rahmcnpro-
tuamni dc» Pferderennens um da» -»
Braune Band von Deutschland gehör
ten. Charakteristisch »aren Spiele und
Darbietungen allegorischer und mythi-
scher Szenen (z.B -Irn Blumen harn
der Amazonsiikomgm-) nut sparlw.li
bekleideten Darstellerinnen
Uot/imr !-»
Sacht- und Nebel-1 rliall Aul einen
Befehl Hitler» zunickgehendc »on
Keitel her ausgege bene Anordnung
vorn 7.12 1041 Aufgrund de» N wurden
Personen in den besetzten Gebieten,
dir ile» Widerstande» gegen das Dl
Reich verdächtig waren, für die cm
Todesurteil durch cm Kncgsgcncht
aber nicht sicher schien, -bei Nacht
und Nebel- nach Deutschland depo«
tiert »<< —» Sondcrgcndtte das Todes-
verdikt über sie »erhängten oder wo
sic ohne Aburteilung im KZ ver
schwanden < her da» Schicksal der
Verschleppten sollte crklartcrmaßen
Ungewißheit herrschen. um die Bc»ol
kerung in Angst und Schrecken zu
versetzen. Ca 70111 Personen in der
Mehrzahl Franzosen fielen dem N
zum Opfer. eHttfroM»*
Napola s. Natümalpoliltsche
I rziehungsanstalten
Nasjonal Sämling t National. Namm
lung) Die N wurde am 175 1934 »on
Vidkun Quisling gegründet, der. nach
einer Kamere als Gcncralstabvoffizict
und Sekretär Nansen» bei der Rull
landhungcrhille in den 31er fahren, bis
1932 Klicgsmtnistcr der ui — Norwe-
gen regierenden Bauernpartei wat
aber über eine von ihm gegen ehe Ar
beiterpanei inszenierte Intrige die dir
Sammlung des nati<inaJki>n»ctv.ilivcn
Lagen zum Ziel halte, stürzte Die not
weg N war in einem MaUc wie viel
leicht nur noch du- di NSDAP auf
ihren • I orct« ausgernhict. der in zahl-
reichen Schrillen und endlosen Reden
ihr weltanschauliches Profil bestimmte
Diese» war korporatistisch anttsiad
tisch, antimarvislisch und volkisch-
rassrstivch Übel allem schwebte die
\crklarung der Vkikingcrzcit als .Aus
druck reinsten Germanentums Alles m
allem cm klares taschrstisehesznazi-
Mischc» Profil, obwohl Quisling sich
selbst immer nur als Nationalist be
zeichnete Bi» 1940 führte die Partei em
Nektcndascin Die Stunde der N. schlug
erst mit der dt Besetzung dc» Lande»
(-« Norwcgenlcldzug 1. nachdem vom
-♦ Rcichskommissar alle Parteien
außer der N vcrlsuen worden waren
Die N wuidc zur -slaatslraecadcn*
Partei erklärt, die die «nationale Rcvo
lutioo- im Lande herbcituhren sollte
Zu diesem Zweck wurde Quishng im
Februar 1942 al» Ministerpräsident
einer Kollaboi.iiionviccicrung «MfW-
setzt I -» Kollaboration > Sehern vorher
waren mit tatkräftiger dl Hilfe dir
verschiedenen PartcilomtatKinen auf-
bzw ausgebaut woidcn wie der llird
(« SA) und die N lugend; gleichzeitig
begann die ReknitK'rung lur die ss
I942M3 hatte die N rund Nim«) Mit-
glieder. meist Opportunisten. Die Mit
Saii«maal KMuhsUscbt he-ermr dw Xederiandeu tSSBl
tekchicht »ar uberrcprascnticTt Mit
Jet dl KapuulalkWI endete auch die N
K^frr B-hn
Xalkmaal-Siwialtsliscbc Bewcpng der
Sedcrfandr« (NMI* Siesletl taschntl
sehe Bewegung 1951 von Anton Ad-
riaan Muswrt gegründet Zunächst ort-
cutten am ital -» Faschismus. schlug
dte NSB nach einem erstell Erfolg (M%
bei der F‘ro» inzcil» ahl 1935* eine an
Deutschland ausgenchtefe. zunehmend
antisemitische l mtc ein Diese Radika
itsierunc. die 1935 entsetzenden polili
sehen und pubhnstneben Kampagnen
sefschicdcnct aMilaschistnchct Kieni
tces «o»ie emc \ er hesscninc der W trt
schaftslage trugen nun Rückgang des
NSB Anhangs hei 42% bet del Pal-
lamentswahl 1937. unter 4% bei der
Prosinzuil»ahl 1939 Müssens Hoff
nune auf eine Rcoerunesbetcilieune
unter der dl Besatzung wurde ent
tauscht Zwar »ar die NsB stm De-
zember 1941 an die einzige zuecLtssenc
politische Organisation mußte och
jedoch mit 1 unk turnen aut lokaler und
regionaler Ebene zufrieden geben Die
-Wchrabtedung- der NsB sowie die
-Niederländische Landwacht- und die
•tiermanischc SS-. die steh in den Nie
Jer landen weitgehend aus der NSB
rekrutierten spielten emc nichtige
Rcdle hei der Etablierung und Aufrech-
terhaltung der Icrtorhcrrschaft NSB-
Fuhrer Mussen »urdc I94r> zum Tode
verurteilt und hmgenchtet <-♦ Nieder-
lande.-» KollatxwatKMi* fWSn«
Sarioualr 1 rhetsung s. »MadHergm-
f—«-
Nationale Feiertage Das Gesetz über
die N »om 272.1934 bestimmte zu
nächst nur drei N Tag der nationalen
Arbeit am I Mai. -• Heldengcdenkiag
(ehern Volkslraucrtag) am fünften
Sonntag ww t Klein i Rcminnccte I und
-» Emtcdanktag am I Sonntag nach
Michaelis Gleichzeitig erkannte das
Gesetz die üblichen Kirchenfeste als
N an tm FuhrererlaB s»un 25.2 1939
verfugte zum einen die Verlegung des
Hetdencedenklage* aul den Ih 3 (Jah-
restag der Wiedereinführung der —»
Wehrpflicht*, sofern dieser Tag auf
emen Sonntag fiel andernfalls aut den
diesem Tage nwangehenden Sonntag
Zum anderen erhob er den Gedenktag
lur dw -<.ctallencn der Bcwegung-
am 9 |1 zum »ierten N Daneben »ar
die Vervwdnung von einmaligen N zu
bcs<«iderrn Anlassen mogheh i B he*
Mussolinis Staatsbesuch tm Septembct
1937 oder Hitler» So Geburtstag am
21*4 1939 An all diesen S herrschte
Arbcilsnthe Weitere Veranstaltungen
Jes lahresaNauf» waren zwar keme
arbeitsfreien N i-rmnerten aber an
parteipolitische Ereignisse oder nah-
men in profiagandKttscher Weise Volk*-
tumbchcs frz» christliches Brauchtum
auf (-• Fcietgestahung -• Propagan-
da! Zum nat soz Feierjahr zahften
Tat der -• •M-ashtergrcifung- (30.1.1.
Partcigrundunestcier <24 21. Führer-
gebwtstag (304 ). Muttertag (2 Mai
sonnlagl Sommers«innen» cnslc (21.6.1.
— Rcichspancitag in '»urnberg 11 Sep-
tcmhcrhalttc i Winters«innurndlc»cr
(22 12*. \oikswcihnacfrt (24.12 * Der
KiiresK rinn beeinträchtigte den Feier
zsklus erhebheh Aus »irtsehaftlichen
Gründen »urden einige kirchliche Fei-
ertage aut einen Sonntag »erlegt 1»M2
»erschib Hitler sogar den 5 »<wn I Mal
auf den 2. emen Samstag. Zz«m
\al» male I IppoMtlon «. Harzliurger
Ironl
Sut»Hia4b»mnc v Ih utschUndlwd
Kn. Hoesl-Wesvel-1 ied I
SalHmalkomile« Inin Deuts«Mand-
(SKIIX Eme am 13 7 194« auf imtia
9Tt
Natiaadgi lüiehr trriihaag aa latuw <N VOM M
tue der sowj fuhiunc in Krasnogorsk
her Mockau regrundete Ogan na hon
bestehend jus emigrierten dt Kommu-
mslcn und Knegsgclangcncn himlcnl
»ar der Schriftsteilei Ench WcincrL Im
Grmdungsmanitcst wurden dw NS-
Verbrechen verurteilt zum Sturz des
Hitlerrcguncs und zur Rettung öcv
Vaterlandes aufeerufen Die m den
schwarz weiß roten Farben gehaltenen
Insignien des NKFD und die rutiona
len Paraten sollten Hitk-rgcgncr ua
lerwhicdlicber Anschauungen anspre-
chen Der Versuch, das NS Regime aus
der Gclangenschaft zu bekämpfen. war
unter dt Kriegsgefangenen und auch
bet oppositionellen Wchrmachlsan-
gchsvigen umstritten. Es erschien emc
wodk'nthcbc Zeitung hnn DrwfwA
Und I nter gleichem Namen sendete
eine nach Deutschland ausgenchicte
Rundfunkstalion Mit Flugblättern und
anderen Propagandamitteln versuchte
das \KH> bei Fronteincaizen Vnge-
hnnge der Wehrmacht zum |-inst eilen
der Kampfhandlungen und zum I ber
laufen zu bewegen Dies gelang nur in
wenigen Fallen in anderen Landern
und in Deutschland seihet bilsieicn
sich 1943 44 Gruppen der -Bewegung
Freies Deutschland* Dai NKFD loste
sich nach einem Beschluß des Poht-
burm der KPdSl am 2 II 194* selbst
auf (—* Bund dt Offiziere» <m>
tamaai'
UcaScl Es. tHg < n-frcanr- On
kiMrn t*nn llra«>*4«W-. HnUa IW«
Sehcsinc IhMi lerrawr .Ur’ ZJw W
la wa/ß mar -Z«rws Piwa-Masd- Md drr PmU
dreawürr Oflfewrr w drr 5<w-ww#l»w ZWl-
ZM< BcrlsaTtaMhn am Mm IW
Nanonaipolitrw br i rzvrhungsansialirn
(NPEA. getwawchlwber. NAPOLAl
Ab den ersten Schultsp auf dem Weg
zu einem nat soz. Schulwesen übergab
der damalige Slaatvkominivvar im
preuik Erzjchunesmintsicnum und spa-
tere Reichscrzichuncsminrvlcr Bern-
hard Rum IIntel zu dessen Geburtstag
1931 die aus den chemuhecn Kadetten
anstalten Potsdam K--tm and Pt«
hervor gegangenen Staatlichen Bit-
dungsanstaiten ab -NationalpoliUschc
Frziehunesanctallca- E» handelte sich
um den hp der achtkiassigen Inter
atsschule nut der Hochschulreife ah
Abschluß. in «len hei der Schulleitung
und im <-citk irochaftiunlcrr c.ht Be
Sonderheiten der engl Int-matsschu
len und der dt Larul-chulheimhewc
zunt Eingang gefunden hatten Rusts
neuer Schultsp. der ab 1934 auch von
den anderen dl Landern utv-rnommeii
wurde, breitete uch u deshalb so rasch
aus weil die preuß Schulverwaltung
anders ab Les mit seinen giganti-
schen Neubauten für die -» Adolf Hit
ler-Schufea I AHSl und —* Ordensbur-
gen - aul die Gebäude bereits beste-
hender staatlicher Schulen zurückgrci-
ten kimnle Noch 1933 wurden das
Potsdam-r Grade Waisenhaus und die
ehemalige Kaslelteiuinvlall Wahlstatt
n Schlesien m N. umsvwandcll t bei-
de 193? aulrcvebcn) 1934 eröffnete
Preuben N m Naumburg Saale. Berlin
Spatxlau OrMiieastem. Illeld und
Stuhm. Si-hs-n zo» mit Klotzsche bei
Dresden Wurtlcoshctr nut Backnang
und Anhalt ml Ballerraedt am Harz
nach Im Mctwien iaht folgten Schul-
pfurta und Benshere m Ptcuöcn 193b
Rottweil ni Württemberg und Ktühca
m Anhalt Mit dem -♦ Anschluß <Kter
reichs wuide drf neue Schultyp dort
m den ehemaiigea Staatserzichunfs-
ansiallcn Wien-Theresianum. Ttaiskit-
chen tx-i Wien und W wn Breitensee
emgetuhrt I94U wurden tm Sudelen-
gau SshhgJ Ploschhowitz bei Leit-
mcm/. tm Roclsgau -• Wanhcland
Reißen bei Lcua ab N emgenchtet
1941 wurden rd HOI Schuler «n N
untemciMcl Im Verlauf des Krieges
kamen zu den 14 neuen N auch einige
ui den besetzten bz» cuniceliedcrlcn
Naliwlpiih«» rtw Ito«buag»ait*iati«w
-germanischen- Landern hinzu wie
Kieuneshcuk- t Niederlande I und Kol-
mar Berg l Luxemburg^. (fbwohl die N
un Gegensatz zu den Partei -Eitteschu-
len die Bezewhaung • K;kh\vJiukti-
nicht lernenden durften wurde den
N rm -germanischen- Ausland, die
auch auslandiK.be Schuler aulnahmen,
diese- berausheK-nJe Kennzeichnung
»erlieben, »crmuiltch sollte damit der
Anspruch auf du Elite schulen un (ge-
samten -gnglgermaruscbcn- Reich der
Zukunft zum Ausdruck gebt acht »er-
den. I>tei Anstalten darunter Konrngs
heule waren aut Wunsch Hillers lur
Mädchen »or gesehen
Obwohl Dicnsiautsichl und Verwal-
lung der N bei der Inspektion der Na-
taeialp di tischen ErzKhunesansliülcn
lag. dae dem RerchsemehungsminrUcr
direkt unterstand, waten die N Ein-
richtungen der Lander Die Tendenz
der Parteileitung und der SS die N zu
»cncichbchcn. Hieb jedoch bis Kriee»-
ende tidgcnkw edigluh die Anstalten
in fkterreteh und un Sudeten land
Übernahm da> Reich »on Anlaog an In
den parteiinternen Rnalitatcn Fsrim
Aufbau de» nat soz Schulwesens hatte
Rust, seit 1934 Rcictisemchunesnuni
«ter. dte SN ah Partner gewählt und be-
reit» 1915 »einen ersten Inspekteur der
N Joachim Haupt, durch den damali-
gen (bet des SS-Hauptamtes August
Hcißmcscr. ersetzt, den un Sommer
193u auch dte Lander Anhalt. Sachsen
und W’urttemFterg als Inspekteur ihrer
N übernahmen Himmlers ruhngcni
Amischet («Mtlob Berger nach Kriegs
beginn »ctautwiYilich lur «be Ftciwdf»-
een-Werbung tn den -gcfmaarschcn-
I andern und rm Hinblick aul den
I uhrcmachwuchs det Wallen-SS an
einem stärkeren Einfluß der SS auf
die N ttesimders interessiert gelang
et in einer SS internen Intrige, die
Finanzierung und Werbung fnr dte
Schulen zu übernehmen und Heiß-
9W
mesers Dienststelle hinter Jem Ruk-
ken Rust» in em SS Hauptamt um
zu wände in und Heißmeyer dabei auf
Organisation und Leitung der N. zu
beschränken.
Die Auslcsekritcnen tur die N ent-
sprachen m det Betonung sportlicher
Talente etwa denen der AHS Line
den staatlichen Höheren Schulen ent-
sprechende schulische Leistung war
jedoch son Anfang an Voraussetzung
fhr die Aufnahme Die rassische L’ber-
prulung erfolgte durch Führer des -*
Rasse und Siedlung» Hauptamtes der
SS Ausschlaggebend lur die Aufnahme
al» • Jungmann- war der -ecrslig-kor
pterltch-charaklerlichc t icsamtzusrand-
der Aspiranten IA>litrsche Zuseriassig-
kcH des Eliemhauacs war Vuraatact-
zung; Kinder —• Alter Kampfer wurden
bc»orzugt Anders als tn den Partei-
schulen wurde bis 1943 ein aller-
dings nach «cizialen Gesichtspunkte«
gestaffeltes Schulgeld erhoben Dk
Lehrpläne ähnelten denen der Hohe
ren Schulen drei N . darunter das tra-
JitioMccht NhulplotU entsprachen
dem T»p des humanistischen Gym-
nasiums Zum L ntemcht gehörten
GeUndesport. Schießen. Reiten Mo-
torsport u.a »omnlttantehc Ausbil-
Jungsarten. teilweise auch Flug- ußd
Segelsport Vorbilder aus det hündi-
schen Jugend wirkten «teh aut Jas ka-
meradschaftliche Lehrer-Schuler-Ver-
hältnis mit gemeinsamen Zclllaecrn.
AusLindstahnen und Feiern ebenso
au» wie auf Landarbeit und Vnlertagc
arbeit Jer alleren Jahrgang« oder
pädagogische Aufgaben tur dte Schüler
selbst Die ideologische Schulung blieb
starker ab in den Parteischulen dem
einzelnen Lehrer überlassen Die Lehr-
kräfte sollten «ich durch -Fuhrerper-
sonhchkeit« auszeichnen l ehrerkandi
daicn stellten neben den normalen
I chrcrbiidunesanstallcndic Rcichsaka
dcmie tur Leibesübungen (-• Sporn.
die Dl. Studentenschaft und die SS-
Mannschaftshauset Jeder Erzieher «oll
te Reserveoffizier sein Den Abcolsen-
ten stand die Berufswahl frei Erst ui
emem Erlaß »om 7.12.1944 befahl
Hitler ab Februar 194$ dte Erziehung
de» aktisen <Mtiziersziachuustlses aus
Jem Jahrgang H.S in den l hiev, hüten
durchzui ühren.
Aut den Dolchen der •Jungmannen-
sland die Devise -Mehr sein ah sehet
neu- Zur teil endet erscheint allerdings
ihre »cm Jen ital Faschisten übernom-
mene Devise -Glauben, gehorchen und
kämpfen- Wie bet den Parteischulen
laßt sich auch hinter den Erziehung»
zielen dei N als staalhcben Elrtc-
»chulcn nicht die Absicht erkennen,
eme intelligente aufgeklärte und knti
»ehe Ehte heranzuzichen sondern der
Wunsch einer totalitären Staatsluhrung
in nahet Zukunft übet eine zu» er las
ugc. allem der NS-Ideologie serpflreh
tetc und dem Führer bedingungslos
gehorchende Fuhiungvscbichi zu »er-
lugen i -»Jugend i. rr-onMn w<-gi
Lawrn r
Schoter finite Ar te.
tnmaiii» Cnuu»» nrj
Nationalpri-i» fwr Bush und I dm Im
Juli 1933 von Joseph (»oebbeL» (gestifte-
te und mit je 121W RM dotierte Aus-
zeichnung Der X sollte jeweils am
1. Mai lür da» literarische und das Fdm
werk verliehen werden, -m dem nach
dem IrteU Berufener da» aut rüttelnde
Erlebnis unserer Tage den packendsten
und künstlerisch reifsten Ausdruck gc
fanden hat- Den Filmprei» erhielt
u a Lern Rselenstahl <tur — /numpfi
Je» W'tMnuJ; den auch ab Stefan-
George-Preis bezeichneten Buchprcis
bekamen Richard Funnccr (für seme
Dcirtrchc Pani« ar) und andere heute
weitgehend vergessene Autoren Wah-
rend des Krieges wurde der Pro» nicht
«erlichen. »Wfia»
Nteaiwalnizitei mm
Nationalpreis für Kunst und Wnsen-
Mhaft VuwcKhnung für KunMter und
Wissenschaft ter. Der Dl N wurde am
30.1.1937 von Hiller ah Reakluwt auf
die Verleihung des Ftiedcnsnobciprei-
»cs an Carl v Omet/ks gestiftet Dk
Annahme des Nobel prust-» wurde dt
Staatsbürgern unlersagr Der N ersetz-
te den Preis der NSDAP lur Kunst
und WaMcmchaft und wurde auf den
—» Reichsparlcitaeen jeweils an zwei
oder anteilig an mehrere Preisträger
»erlichen tua an »Jen Partcudcoiogcn
Alfred Roscnbcrc. den Architekten
Ludwig Trooa (posthum | »Jen Am
Ferdinand NauerbruchI Er wat nut je
J(»H«l> RM dotiert Bei Kriegsbeginn
wur»Je ÜK Scrteiliune det Preise ausgc
setzt l»U< fcaoo
NatMsnahoziaftsmu» Duckte Vorläufer
Jet -• NSDAP nm ctner naLsoz. Pro-
grammatik entwickelten sw-31 in den
Volksruniskaaipten der k u k -Monar-
chie schon vor dem Ersten Weltkrieg
Die Suche nach einem dritten Weg
übet Nat HmahMn u» und Sozialnmu»
hinaus findet sich aber auch in be-
stimmten Ztebctzungcn der Jugendbe-
wegung Bis weit tn die Weimarer Zeit
reichten Jw. Bemühungen chnsllich be-
stimmter Kreise um Perscwihchkeiten
wie die Professoren RosenMock-Hues-
sy und Lowe, den Jesuiten Gundclach
und den Ptotcstanlcn Filhch. die dea
kapitalistischen Nationalstaat kooser
vatiser wie liberaler Prägung nut den
Mitteln dc» Sozialismus humamwerca
wollten Del nalwthillxilschcwistischc
Kren um dea ehemaligen N.vtaktemo-
kralen Emst Ntekisch glaubte gegen
I nJc der Weimarer Republik einen
dritten Weg in der NabonafisKtung de*
Sozialismus gefunden zu haben Viele
leünchmer dc* Erden Weltkriege wur-
den - wie Gregor Straftet hetamtc -
durch Ja» Kriegscrlebnis bestimmt,
»ich akbs an det Suche nach neuen po-
ab-oialMiwbr Iternrbsaefcwawxaaisaw«» «NSBOi
Irt ruhen 1cilhkkm über Sozialismus
unj kjfnuk'intr. hiuu' ru beteiligen
Der Begriff K tauchte erstmals 1^*4
tx-i «kt im «wterr — sudetenbnd ape
fenJen Dl Arbeiterpartei aut Jie «uh
I91M tn Dt Nat.io» Arbeiterpartei
(DNSAP1 umhenannte Emer ihrer
Theoretiker. Jer sudetendt Abgeord-
nete Rudolr June seroffentbchtc WN
eme Programmschrtll nut Jem Iitel
-Nalamalcr Sonalnnn»-. «fee emen
großen Teil der Programmatik der da
mal« »eti unter Jem Namen -Dl
Arbeiterpartei tirtmcrenücn NSDAP
nr*cpuhm Natmnalwizulismus-
und -Natamaler Sozialismus- wurden
ab priRtrammatnche Becotte in «ten
Ster fahren netvneinanüer gebraucht,
wobei Jr in Jet Partcipreswe offent-
bch auegerragene Dnkuuwon zwischen
Rosenberg und Gregor Straßer die
mncrpartcibche .Auseinandersetzung
Über die Wertigkeit des -wszialisti
sehen- Anteils in Samer und Pro-
gramm der NSDAP «teuilK'h macht
für Rosenberg bedeutete der N. einen
Nationalismus nut sozialer Komfw»-
nente für Straßer emen Sozialismus
natuMul-Jt Machart ticmcinsam war
allen idevAntiMben Flügeln Jet Partei
dte Ablehnung ubc-rnathwialer t trrani
satHindortnen Als weitete wteiüogi-
schc Komponente «les N. spaelte der
— Antisemitismus eme zentrale Rolle
hist bewegte wh Jer N durchaus aul
«ter I ime de» europaiwben S.iisej
lismuv übertrat ihn aber in seiner «-
gannicrlen Militanz bei weitem ferner
lassen «ich anta.'hnsliiche bzw anti-
kitchlwhe Komponenten tRi«enberg.
B-emann l finanzpolitische Ansätze
wie dn Brechung «ter —
schall- IFedert und «tamiische Ideen
(zeitweise Goebbcbi afe isk-ologische
I ntertuttcrung des Beentts N aus-
machen Hitlct lehnte lur stell du.* Rolle
eines Partcitheorclikers ab und nued
ideologische Festlegungen Das kam
seiner Stellung als Schiedsnchler bet
parteiinternen Streitigkeiten ebenso
entgegen wie der Durchsetzung ihm
wichtig erscheinender fragen etwa
des luhrcrstaaliictieii Prinzips bet
«ter l hernahme des Partctsorsitzes
(29 7.1921; Fuhrerpnnzip > E ine aus-
gcarbcilclc und «chlüsaagr Theorie
oder Auslegung des N legte keiner
ihrer Funktionäre K». Iipiwh war
sic (mehr «he Flucht m sielsagciute Irra
nonahuwen Jie kristallene Reinheit
und Fiete der Idee- erschloß sach Jem
gläubigen Nat soz aus dem -Rbithmus
des Blutes- seine ArK*«t war bestimmt
durch das -ewige Gesetz der Pflicht«.
19»
tont MWretw Fwwvr Pws«eSh<rt
iww
NalMinabozialtsiisslie Rclriebsaeferw-
»rgaatsarMMi iNsBtti |w> in Berlin
gegründet. Ergebnis einer Imtiatise
vmetuedener Mitglieder Jes -linken-
Flügels Jer NSDAP eme eigene pdt-
ttschc (hgantsaluin zur Werbung und
Sammlung son Arbeitern zu schal
ten Die N sollte sieh aller gewerk-
schaftlichen Ak tn Halen enthalten, sich
sichnehr auf «fee Rolle eine« pobri-
sefeen -Stoßtrupps- den Betrieben
beschranken Ende 1912 auf XlMMl
Mitglieder angewachsen kiwinte se ye-
dixh wedel tn Bclricbsratswahten
noch durch l nterstutzung einer Reihe
son Streiks größeren Einfluß gewm-
nen Auch nach Jet Zerschlagung der
-» («cwerkteKiften wurden die H«iff-
nungen der N zum Kern einer partei
gebundenen Einheitsgewerkschaft zu
werden enttäuscht nclmehr über-
nahm Jie — Dt Arbeitsfront (DAF»
nun die Aufgabe die -Arbeiter «Jer
Stirn und «ier Faust- unter ihrem Dach
*•1 Nawawabm
zu sersammclB Damit war det Akti-
onsradius der NSBt 1 eatachewtend cm
geengt; trotz des Massenzulauis neuer
Milgliedei nach der -* -Machtergrei-
fung- blichen ihr tm wesentlichen nur
och zwei Funktionen wcitanschauir
chc Schulung und «he Versorgung der
DAF mit Nachwuchskräften
NatawwaKoziatesnsctee Dcwbcfee krhei
H-rpartei (NSDAP) Am 5 I |9|9 gruu
Je len Jer Etscnbahnschkxser Anno
Dreckt und dci Sportjournalist Kail
Harrer. ein Mitglied der — Thule Gc
scllschatt m deren Auftrag et hamlellc
in München «he Dt Arbeiterpartei
iDAPl mA zunächst etwa 2b—IO Mit-
gliedern ah azuimarktstische. anlncmi-
ttsche und soiktsche Oreamsatuin .Am
12.9 19)9 besiuhlc Adolf Hitler tm
Auftrag «les Rcs.h'-wchrgruppcnkom-
mandirs eme Scriamnilung «ter Partei,
trat ihr bald darauf bei und wurde Wer
beobmann Auf der ersten Macsenser
«ammlung «ter tm Februar 1920 m
Virnr «TI WrwfeBh« «er H3OAF «cv wtl
ferw-wm-w 1 !i U1 1 9 |!i i|i
MM» — 1- — | m*» | Ml M
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4M< n Maßwün anhiar«ter NMlApwa |9M
•kusdw Itewfwhr kiWärrp*«n iXStlkPl
NSDAP umbenannten t Irganisation
am 242.1930 mit 2W«I Ftesuchcrn im
Münchener Hotbrauhaus «erkundete
Hitler die 2s Punkte des Parteipro-
gramms • Ideologie Nailowaho-
ZMlismus)
Mit «ter öffentlichen Agitation «crior
«fee rechtsradikale Partei den ( harak
ter emer politischen Sette, wie sie
tn Baiern nach «Jem Enten Weltkrieg
m größerer Zahl entstanden waren,
und entwickelte sich zur organisierten
— -Bewegung- Jie zunächst autsnegs-
uncutKTtc .Arbeitet und deklamierte
Soldaten, dann zunehmend das Kkin
burgertum ansprach Mit Ausnahme
prakttzicrcndc-r Katholiken und des in-
dustriellen Proletariat« land die
NSDAP I rrtcrstutzung und Milgtwilcr
m allen Schichten und dcmographi
«chen Gruppen, ihre AnhangenctuB
wies schliciMicti eine ausgewogenere
Soziaktruklur auf ah alle anderen Par-
teien «ter W cunarer Republik Nach «ter
Ausbootung «les besitzenden Harrer
stand rom 5.1.1931 bts 29.7 1921 Drei
NatMubsunahsn-che lk«xir Arheiacrpurtei (NSDAP)
ler an der Spitze. prugramrnatrvchc
Auseinandersetzungen über den Zu-
sammenschluß mit anderen Gruppte
tungen entschxd Hiller mit dem
Druckmittel seines Austritts (10.7
1921) lur w.h Am 2*7 1921 wurde er
mit diktatorischen Vollmachten zum
Vorsrtzcrvdcn gewählt und dm Partei
Programm für unabänderlxh erkürt
Am 17 IXl*»20 hatte die NSDAP
iDietrch Eckart) mit privater Hilfe
und Unterstützung der Reichswehr den
—» l'iWkzuhm Ärobm/ixr gekauft. der
ab B2J923 ab Tageszeitung erschien
tTielredaktcur wurde am I1AI92I
Dietrich Eckart im August 1921 wurde
der Saalschutz der NSDAP die -•
Sturmabteilung ISA I. re»egamsiert und
ab Anlang 1923 rum patamililarnchcn
WehrvcrKuid auscestaitet Nahziel der
NSDAP war dw Vetpoficnmg ihrer
Basis Hitler ab ihr erfolgreicher Pro-
pagandist lehnte die leilnahmc an par
lamentanschen Wahlen ab und propa-
pertc die NSDAP ab -Bewegung- tm
(»egenvatz zu den Parteien Nach dem
Anschluß «un Julius Suexhers Nürn-
berger -Dt Werkgemeinvchaft• aa die
NSIJAP wurden beim ersten Reichs
partcrug ui München (27.-29.1 19X3)
20(Ul Mitglieder gezahlt
Mussolini* Marsch aut Rom (Okto-
ber 1922) stimulierte dx Erwartungen
auf emc -nationale Resolut ro«i- In
Kooperation mit bas er rechen Wehrver-
banden I-» Dt Kampfbund t iMtzte
Hitler die durch innen- und außenpoli
fache EretgMac (Abbruch dc» Ruhr
kamples. Ausnahmezustand Rcichsc
tekutnm regen Sachsen und Ihunn-
gcn). entfachte Putschstunmung rechts
extremer und konservativer Kreise
propagierte am X/*ll 1923 in Mün
chen da -nationale Erhebung- und er
klarte die Absetzung der Reichsregie
rung und dci baverochen Regierung
Der DennmtralKiaizug zur Munchc
wer Eeldherrnhalle brach nach Schi»
sen der bavenschen Polizei zusammen
(19 Tute, davim 14 Putschisten und
3 Polizistcni. Hiller und andere Rädels
führet wurden verhaftet NSDAP. SA
und Dl Kampfbund wurden serbcXen
(-• Hulerputsch) Im -» HiilerpnvcB
(Ski-1.41924) wurden Hitler und
andere Angeklagte zu fünf Jahren
Fc-ctungshaft verurteilt die NSDAP
Nxb bss Februar 1925 verboten Hitler
benutzte Jen Prozeß als Propaganda
tnbune und dx Hatt in l-indsberg
(vorzeitige Entlassung am 20.1X1924)
zur Abfassung seiner PrugramaiKhnft
-» h.^1" deren enter Band tm
Juh 1925 erschien.
Bis zur Wiederrrundung der NSDAP
am 2b 2 1925 durch Hitler fungxnen
dx — GroOdl Aolkvgcmeinschaft und
dx -» Nal soz Freiheitsbewegung
(rrUkieulvshlands ab Enatzvwgarma-
tiooen Trotz RcJcieitvXrn tur Hitler
in Kasern ibn 55 1927). Preußen (bis
September 192b» ua Landern kottsob-
dxrtc sch dx NSDAP m der Folgezeit,
dx Mitgliederrahl stieg von 27«»Mi En-
de 1925 Uber IJOUJii (September 1930)
und BSOtk'M (Januar 19.33) auf 25 Mio
im Marz 1933. ab eine Aufnahmesperre
verhängt wurde um den weiteren Zu
ström «on Opportunisten < -* -Miirzgc
talkne«) zu beenden
Die NSDAP etablxrte sich in der
-» »Kampfzeit- ab auf Hitler feuerte
Org.inrsatHWi in der Privrammdtskuv-
siorwn und Sachauuagcn gegenüber
dem Führer-* hansma und prupa
gandnlischen Aktionen keme Rolle
Spelten (-• Fuhren Bei der -• Bim
berget Fuhrcrtagung (14 2.192*) un-
terband Hitler den von (»xbbcK
StraBer Ua unternommenen A ersuch
der Ergänzung des Parteiprogramm»
am 22.5.1*2* wurde Hitler letztmals
und einstimmig von der Gvncralmit
ghcdervercammlung zum A ersitzenden
der NSDAP gewählt Trotz grundsätzli-
cher Ablehnung des parlamentarischen
M3 NaiwwalcM
Systems erstrebte dx NSDAP nach der
Wicdergnmdung am taktischen Grün-
den auf legalem Wege dx Macht Ab
Zeuge im —* l Imer Retchswchrprozcß
schwor Hitler am 25.9 |93u den lega-
buiixid Die NSDAP kample mit lega-
len Mitteln um die Macht, wolle aber
nach deren Erhalt den Staat verändern
Hitler kandidierte 1932 bei der Reich*
Präsidentenwahl 130.1 % der Stimmen
sm ersten 365% un zweiten Wahl
gang) In Ihurmgen beteiligte sxh dx
NSDAP ab Januar 1930 mit Inncnmuw
stet Frick erstmals an emer Koaiitioe
In den l andern Anhalt (Mai 1932k Of
denburg Mecklenburg Schwerin (Juh
1932). Thüringen l August 1932) stellte
dx NSDAP MimsterpraMdentcn tn
den Reichs tags wählen stc«crte dx
NSDAP ihren Stimmcnantcil 'ne X6%
(192X)auf IK5% (19J0) und wurde tm
Juh 1932 mit 375% und 230 Mandaten
stdrkMe Fraktion Trotz des Rückgangs
auf 33,1% bbeb dx NSDAP auch bei
den November* anlen 1932 mit lw>
Abgeordneten stärkste Partei
Der Zustand der NSDAP war yedoch
nach inneren Auseinandersetzungen
I-» Slenixv RcvoRen) und Ichlendcn
Sachaussagen Labd sie netaisd och per
sonell und finanziell m emer Krise In
der Öffentlichkeit war dx NSDAP
durch Aktionismus und Terror präsent
I-» Altonaer Blutwnntag -• (Aueni
pal (xgenuber der seil Sommer 1932
von Gregor StraBer propagierten
Beteiligung an einer 'cstL auch ion
den Gewerkschaften mit getragenen!
autoritären Regierung beharrte Hiller
unterstützt von Gexbbcb und Gdrmg.
auf der uneingeschränkten Machtaus
ubung. was zum Bruch mit StraBer
führte der am S.12.1932 alle Partei-
amter niedcifegte Der Erfolg hei den
Landlagswahlcn in lappe (395%I am
15.1.1933 wurde ab Ausdruck der Sla-
bilisxrune der NSDAP dargcstelft dar
Kanzlerschaft Hrtlerv war tn Ge-
ilMMzbr Ikrwischr Irkolrrpm iNSOAPl
sprachen mit Papen |4 1.1933) und Ver-
tretern der kowsersafaen Kowlmons-
partner (-♦ Dt naismak: Volkspartci.
-• Harzburgcr Front. -• Stahlhelm)
vortxreitet Dx Ernennung Hitlers
rum Reichskanzler am 30.1,1933 wurde
son der NSDAP ah —» -Machtcrgrei-
tung- serklart die konsersalrse» Steig-
hslgclh aller erkannten in der folgenden
Phase der Machtmonop<4isxrung das
Scheitern ihres Zahniuncskonzeples.
ab dx NSDAP nach -• Gk-xfachal
rung Selbsiautk-wung und Verbot aller
anderen Parteien ab Juh 1933 einzige
und zentrale pol Urse he ihtiriMt»«
tm Dl Reich wurde (-Parteilag des
Steyr»- in Nürnberg 31 M - 3 9 1933)
Mn dem Ixsetz zur Sicherung
der Einheit von Partei und Staat
11.1X1933) war die Machtposition der
NSDAP «chembar inetirutuinalnxn.
ne wurde Körperschaft dec öffentli-
chen Rechts mit eigener Disziplinxr
genchtsburkciL Tatsächlich bedeutete
dx auf dem Parteitag 1933 ah künftige
Hauptaufgabe der NSDAP verkündete
-Aolksluhrang- redich da» Fmfrxten
der -Bewegung- auf subwdürc Hiits-
twnktmen bei der Durchsetzung des
Fnhrerstaates und heim Machtcrhah
Dm Acrbfciben der NSDAP-Zentrale
tn München unter dem politisch hedcu
tungskwen -♦ Stellvertreter dc» Fuh
rcrc Heb war em Indiz tur dx Stellung
der Panci das Verhältnis Partei - Staat
Nxb m der Schwebe, die tatsächlichen
Machte erhaltntsse kamen in Pcrscxiai-
uniamcn und tuhrerunmittelbarcn Son-
dennstitutionen zum Ausdruck.
Bei der Rcbhstagswahl am 5.3.1933
an der letztmals k>«ikumerende Par
lesen teil nähme« verfehlte dx NSDAP
dx absolute Mehrheit und erhielt trotz
massiver Behinderung der panischen
Gegner nur 43 9% der Stimmen Nach
det -Machtergreifung- unterlag dx
NSDAP emem Prozeß der Verburokra-
tnxrung und »erk< ah Staatspattei
SanuwaKazuiismsehe llrw«»«he Artw w< rganei (NSDAPt
risih den rc»ofutn mar aktawitstischen
< haraktcr Jo -kanjXwl- ein Pro
zeH. Jen allein Jk- — SA zu »erhindern
suchte Diese f ntwckking war mit
dem —* RohmPutsch abgcschhwccri.
Jk- NSDAP wurde m der hdtezcit zur
Machldc-Tnonsir.itaio und ideoiogi
sehen Durchdringung do Alltag» in
Jrumcnuloicrt »innlalheen AuMitud
fand die» tn den Massenaufmärschen
Je-r —• RcKlrsparicitage und bei Jen
Inszcmcrungc-n anläßlich »om Staatsbe
suchen oder den -» < Hsmptschen Spie-
len üuiih die Konzentration »on Zei-
tungen (zuletzt lllx-r HON. »ier Auflage
der dt Presse) in der Hand des -»
Re-Khdc ilcrs lur die Presse. Ammann
»ertugte die NSDAP über das Mei-
nunfsnumopol und über beträchtli-
chen kommerziellen EintluB Nach
Kriegsausbruch erhielt die NSDAP
Hilt JunklKxicn an der —♦ Hcimatfront
zuevwicscn die u a in Jet generellen
Frnennunr der (i»ukito zu -• Rnds
«crtcidigungskommnisareii iScpt 1939
bzw Nm 1942). der l bernahmc »ne
Aufgaben un -♦ Luftschutz und dem
Auftrag zur Aufstellung des -» Volk»
sturm» (Sept 1944) rum Ausdruck
kamen
Mit dem Niedergang des f uhrerm»
Ihm zerfiel auch das Ansehen der
NSDAP, deren hauplamtlKhc Funk-
tionäre häufig wegen 1 nlahiekeit und
Korruption tn der Be»oikcrung »on
Anfang aa wenig Prestige gemwsen
hatten (Bonzen. -<xAMasane-1 Die
Mitglieder zahl betrug nach der ottiziel
len Partctsiatrsuk am Stichtag 1.1 1935
2 491 IM) Peru men »*% dason waren
nach Jem »f I 1933 eingetrelen Die
MitgiiedcrnunMncrn zeichnen. da fort-
lautend ohne Rücksicht aut Abgänge
»ergeben. cm falsches Bild *<m der
Realität So waren am Stichtag 1935
schon über 4 Mu» MifglK-thnummcm
ausgeeeben Nach »ier Aufhebung der
am I * full »erfugten Aufnahmcspcrrc
MM
stieg die Zahl der -» Parteigenossen ah
1937 aut zuletzt A5 Mio Dc facto ende-
te die Existenz der NSDAP mit dem
Zusammenbruch »le» NN-Staates. for-
mal wurde sie nut allen Gliederungen
und angcschloMcnen Verbanden durch
(x-setz de» Alliiert en KoutroHrats am
|(l 10.1945 »erboten
Orgimodri-ur Dk- NSD AP war nach
dem -» Fuhrerprmzip »ertikal geeite
den Die FunktKUMre »<wn -» Bkicklci-
tcr über -» Ortsgruppen -• Kreis-. —
(aulcitcr aut»art» über den Steiber-
tretcr sie» Führers zum Fuhtct lucßen
- Hoheitenagcr- und »landen an der
Spitze eine» Hoheitsgebiet» i Block.
Zele. Ortsgruppe. Kreie Gau. Rcichk
Zusammen mit den übrigen Funk-
tionären, die nur tachhcbe Aufgaben ru
bearbeiten hatten, bildeten sie das
Korp» der -* FSilitischea Leiter, das
nach militärischem Vorbild uniformiert
ibcllbraum und in Dicnstrangc ciage
teilt war Oberste» regionaler (ihede-
rungseiemcnt waren die Gaue, deren
Zahl »cm 32 (193b) mloigr der Anne
lernen aut 4t tm Lahre t*h> ancta-g
Dazu kam die -* Auslandwirgaacsatmn.
Jk- wie em Gau »erwaitet wurde <-•
RcKhsgaue)
iberulüawrlM llrMscb« ArtwUarperlm (VkDlP)
AMi s» Der RrKhirrp
IMUi
Auer Jtt V41A1* la» OvauMWwsaM* Urr \SDAF Mnchcu
A«* »» tlrr MrskAwer 4rt SSTMZ im» <Vp»
»iininU *MXMUF MuwJkfi 1 «aH
SilHxnlm/ulMlxiit IrilKlxtwfl
Die Reichdeitung der NSDAP be-
«land au* folgenden Ressort» nut
ReKhsleitem an der Spitze Retchs-
otgamMiltondcilung. RcKhMchatzmei-
sier Oberstes Puricieericht Reichs-
ptupagandalcitune Rctihsptcsscchcf.
Rciehstagsfraktwm der NSDAP.
ReK'hvimt tur Agrarpolitik Reichs-
techtvamt Reichweiler lui die Hesse.
Außenpolitisches Amt. Stabschef der
SA. ReichsfUhter SS. NSKK Rctchs-
lugcndfuhrct Del Stell« citietcr dc*
Führer* gehörte nicht zu den Reichster
lern, et wat ihnen aber auch nicht utx-r-
gcordnel. was wegen seiner Vollmacht.
Hitler tn Partei..ngckeenhcilt-n ständig
zu vertreten, zu Kompelcnzkonlhkien
insbesondere mit dem ReKhsoreamsj-
Ihmsleiter führte Dk- Rcichslotet wa-
ren dem Führet unmittelbar verant-
wortlich die Reichklcitung bildete kein
Kollektivorgan Der Organisationsauf-
bau wiederholte sich tm Gau. im Kreis
und in der < Jrtsgruppe
(z/lederungen und ungewhlt>Mrne
Verbände Ohne eigene Rechtsperson
luhkeii und eigenes Vermögen gehör-
ten folgende Organisationen als Glie-
derungen zum System »ler NSDAP
SA <Sturmabteilung). SS (Schulzstaf-
fel), NsKK (Nat.soz. Kraftlahrkorps).
HJ (Hitler jugend) NSDDli (Natsoz
Dt. Dozcnienbund). NSDNtB (Natmm.
Di Studc-nu-nbund) NSFraucnschalt
Der —» Reichsarbeilsdicnst war seit
Juni 1935 stautIkIic Oiganisalioii und
nacht mehr wie sem Vorläufer (NS-
Arbeitsdienst) < »lu-derung der NSDAP
In Flacht und Svinbohk vmre in det
Ernennung de» Reichsarbeitslührcr»
zum Reichsleiter der NSDAP |9<6
sollt« aber die -innere Zusammen
gehdngkert der NSDAP und des
RcKhsarhcitsdicnsles- zum Ausdruck
kommen.
AI* angr«. h/.»wnr Irrbun./. wurden
sott der NSDAP rechtlich selbständige
Hciulsscrbandc und andere Oreantsa
MW.
honen politisch geführt: —» Nat soz Dt
Arztebund —• Nat saw lehrerbund
-> Nat soz. Rcchlswahieibund. ♦ NS
Volkswohltahn. -* Natsoz Krieg»
opfcrversorgung —» Reichsbund der
Dt. Beamten. - Nat »oz Bund Dt
Technik Zu den an geschlossenen Ver-
bunden gehörte auch die -* Dt Ar-
beitsfront die durch die Personalunion
R Leys als Leiter der DAF und
Rcichsoiganisalionsleilci det NSDAP
eine Sonderstellung cmnahm und
gleichzeitig auch als Gliederung der
NSDAP galt. Den Status von "be-
treuten Organisationen, halten der
ReKhcn.ihrst.ind- und der — Dt Ge-
mcindclag w.eftM»» Itoo
l rmmr
tlr.-w»' Martin Ihr Va. *(««*. hau /Xr» 4aZ
uirg Urr SvO.-l^ ws/ 4w Zrrwnrime Jer Ur »na
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Kales M.-Kn’l II Ihr Var. Zu./. .4 *..» -x pra-
Ur MwuKrn aru/ Jaadrn /V/V /W< IHl.wd
IWO
Nationalsozialistische F raueaschaft
*. NS-Fraaenschaft
Natnnialsr.ziafestisehc Freiheitsbewe-
gung < .ri.ltdcutschlands Nfit der —»
Großdt. Volksgemeinschaft konkurrie-
rende F.rsutzorg.iiusutioo für die nach
dem -» Hitlciputsch vom Mil 1923
»erbotene NSDAP, geführt von Gregor
Straßer. Albrecht v Graefe Erich
I udendorft In der Partei rivalisierten
der dt völkische und det nat.soz
Flügel sie openerte v a in Nord
deutvlil.ind. errang bei den Rcichs-
ijgswahk-n im Mai 1924 32 und im
Dezember 1924 14 Mandate Bei
der NcugtUndung der NSDAP am
21 2 1925 trennten *>ch die Natsoz.
tin
die sich Hitler unterstellten, von den
Dt völkischen ItlMPrrgni
NalionalMizialtstisshv Handwerk*-.
Handel»- und Gcwerbeorgnnisution
(Ns-Hagoi 9J3 gcgrUnd. I Gli
rung der NSDAP zur weltanschauli-
chen und wirtschaftlichen Schulung
und /Ausrichtung des Mittelstandes im
nat soz Sinne. 1935 verschmolz die N
mit der Reichsbeinebsgememschatt
Handwctk und Handel der -» Dl. Ar-
beitsfront. WM Drrim
Natxinalsiizialistisshe Knmpfspiele
(NS*Kaaipfspiel«l Nat soz Version der
Deutschen Kampfspicle. »ier »om Er-
lebnis «ie» Ersten Weltkrieges twtimm-
ten Vorstellung eines dt Olympia, von
dem sah Hitler ein* Demonstration
des natsoz Mcnscbcntsps lur die
"kommenden Jahrhunderte- »crvptaxh.
D»e N fanden 1937 und 193b (1939 au»
gefallen) al* sportliche Und wehrsport-
liche I mzel- und Vl.innschaltsk.implc
in Verbindung mit dem -» Rcichspai-
(citag in Nürnberg Matt. Nach den tur
das Ny Regime politisch und »poct-
IkIi erfolgreichen —♦ Olympischen
Spielen in Garmisch-Partenkirchen
und Berlin 193b proklamierte Hitler
aut dem -Reichspaneitag der Fhre-
(K |4 9 19V») die -N - und UbcHtug
die Durchführung der -» SA Beteiligt
waren auch -• SS. -» NSKK. -• NSFK.
-♦ HJ. RAD und -» NSRL. Damit
war die weltanschauliche Inliltraiion
des dl Sp«»rts gänzlich vollzogen I -•
,S[s>tl) Hitler erklärte, daß "Berlin.,
die letzte intemati.malc Olvmpiadc
(war), an der Deutschland leilgenom
men hat In Zukunft werden wir hier
in Nürnberg die großartigste Sportver-
anstaltung der Well in eigener Regie
unter uns abhallen- Als zukünftige
Austragungsst.'ilte der N war von Al-
bert Speer cm Stadum auf dem Rcichs-
partcilagsgclaiHlc konzipiert worden.
SslKHuKunalbltw-krr krztrbund I Nsl) \K>
das mit -Uli)Olli Plätzen «Jas größte der
Welt »ein sollte U r/>.<>.. 1/.» ^...*
NalmaalMtzialhtisciie hrirgsopfmer-
«orgung (NSkOV ) Seit 1930 bestehen-
der Partcivcrbund untet spaterer •
Gleichschaltung aller anderen ent
sprechenden Verbände Die 1'nlerMUt-
zunesleistungcn tur Kriegsbeschädigte
wurden maßtcblKh nach politischen
Gesichtspunkten zugeteilt und bemes
»en Die N. zahlte 19.39 ca. I.n Mia
Milgbeder t».«i itrrfim
Natioaulw.ziali»lis«hc Parteikorrespon-
denz (NsK) Inlormalumsdienst der
1932 cingc-nchlet worden wai um der
PartciptcMc Nachrichten über die
NSDAP zu liefern Ab 1933 mußte die
N von sämtlichen dt Zeitungen bezo-
gen werden »tllt tfrrfiM
NatiunidM>zialiMiM-her Bund Deut-
scher lichmk (NsKIH) Der NSDAP
MfMthlMMNr Verband (ur •
nik unter Fritz Todt mit Gliederung in
Reich»' und Gaufachgruppcn. In dem
Verband waren alle technisch-WKsen-
vchafthchcn Vereine und Verbände de»
Dt Reiche* vereinigt Dci N verfugte
auf dci Plasscnburg bei Kulmbach in
Franken seit 1936 über eine eigene
Schuh.- und rKittete zur Leistungsstei-
gerung auf dem Gebiet «ier Technik in
«len einzelnen Gauen »og, <»auhauscr
der Technik ein wm Drrfir»
Natio«iul»ozialt»li»cher Deutscher Vrz-
tehund (NSDVB) Aul dein vierten
Rcichsparteitag 1929 «ier NSDAP in
Nürnberg gegründete Arzteorganisali
on. der 1930 auch Zahn- und Tierärzte
sowie Apotheker beitruten Ende 1932
besuchten mehrere hundert Atzt« zum
ersten Mai emen racsenhygKnischen
Schutungskur*. Hl* 191* zahlte »ler N
ca. 30008 Mitelieder Lt spK-fle »iik
wKhtigc Rolle bei der -♦ Glcichschal
SalliMUlMioahslKchrt Ik-stM-lK« l><>ZC«leM»lOI<l iNSDDB)
MIK
tung Jer Arzleschaft und der rassen-
hygiemcchcn Propaganda Nach dem
Krieg wurde er durch das Kontrollrat»
gesetz Nr 2 tut ungesetzlich erklärt
(—• Medizin I.
NationalMizialistiselwr lleutvcher IN-
rnUrabundlNsDDB) I i ri I i
durch Anordnung »on R Heil aus dem
—♦ Nationalsozialistischen Lehrerbund
her» orgcgangc-ne, nach dem «Führer
pnnzip (••Rcichsdozcnientuhrer- Hon
prol Walter Schultze, seit Juli 1944
Gustas Adolf Scheel) aufgebaute -*
Gliederung der NSDAP zur ideologi-
schen Beeinflussung fz.H Dozcntcnla-
gcr W issenschaftliche Akademien I und
politischen Kontrolle (z B Gutachten
bet Berufung von Ptofc-ssorcill der
Hochschul le hrerschafl Mitglieder 1938
25.3% der dl Hochschullehrer insbe-
sondere in den Hochschulen für Leh
rerbildung und tn den Philosophischen
Fakultäten der t niscrsiuten (—♦ Na
tionalsozialrstischcr Deutscher Studen
lenbund: —• Wissenschaft I. fVw» t »rnigtr
Nationalsozialistischer Iteulscher stu-
denlenbund (NSDSIB) Anfänge 1925
bzw 1926 in München und Leipzig, vor
1933 Kampagnen gegen politisch miß-
liebige bzw jüdische Professoren und
den preuß Kultusminister C.H Becker.
|93| absolute Mehrheit in Studenten
vcrltelungcn an 2K dl. Hiwhschulen. im
Juli 1931 I berruhnu I. s Dachsertun
des Dt Sludenlcnschalt Der N eehor
le bis zut I nlmachtung der konkurrie-
renden —• SA (Juni 1934; —♦ Rohm
Pulxh) zum sozialtevoluiion.ircll-
Flügel der nat soz. -« Bewegung; 1934
wurde er eine • Gliederung der NM)
AP Mitglieder Anfang 1933 4-5%.
1935 I7.| %. |939 ca 51%. FM2 ca 13
der männlichen Studenten
3'nlctotganisuiiiHH-n lut weibliche
Studenten Artx-ilsgemcinschatt Nat
soz Studentinnen (gegründet I93oj
Mitglieder: 1937 ,M%. 1939 ca 71%.
1942 ca 2/3 der wciNichcn Studenten
I -• Nationalsozialistischer Deutscher
IXizentcnbund. -« Wissenschaft)
/Vier C3kmmr
Naitonalsozialislischer I uhrungsoffi-
zier iNSFOl Dk durch Befehl Hitlers
vom 2212 1943 eingesetzten N solhen
die Soldaten der Wehrmacht durch
Vorträge und Gespräche zu Kampfern
der nat soz Weltanschauung erziehen
Dieser Befehl etablierte das Mitspra-
cherccht der NSDAP bei allen poli-
tisch weltanschaulichen Maßnahmen
des OKW. Zum Aufbau det NS-Fuh-
rungsorganrvation bildete Bormann in
der Parteikanzfcr tm Oktober 1943
einen von Wilhelm Ruder geleiteten
Arbeitsstab der jeden von den Perso
nalaintcrn der Wehrmacht berufenen
N bestätigen mußte Ende 1944 waren
fiin.l I MO hauptamtlich und 47000 M
benamllich tätig Maßgeblicher Ruck-
hall der NS SchulungsarK-it die nur
im Heer anvatzwetse um gesetzt wurde,
blieben partcigcbundcnc Reserveoffi-
ziere Am 10 5 1943 wurden die N
durch Befehl der Regierung Ditnitz
ubgcschafft Mfa KU «onrr
Nationalsozialisibaher I ehrrrhund
(NM B) Zusammenschluß dci dt. Er
zicher ohne Rücksicht aul Schulart und
Vorbildung Det N wuide 1929 als der
NSDAP aneeschlosscner Acthand mit
Sitz tn Bayreulh gegründet Seme Auf
gäbe w.ii ehe weltanschaulich polili
sehe Ausrichtung der Erzieher, die Mil
arbeit an der Neuordnung des Schul
wesens sowie die fachliche Schulung
und Fortbildung der Erzieher aul der
Grundlage der nat soz Wcltanu-hau-
Ullg ( « Jugend) Nwlurr
NalionaiMizialisttscher Musterbetrieb
*. I eislungskailipf der deutschen
Betriebe
I«
Nationalsozialistischer Rechlswahrer-
bund (NsRHi Aus dem 192h ec grün
deten Bund Nat soz Dt Juristen
(BNSDJ) hervorgegangen Die vom
Rcichsrcchtsfuhrer (Hans Frank, ab
1942 Otto Duc tack) getuhnc. 19.36 in
NSRB umbenanntc Fachorganisation
der NSDAP (Organ: Drwn.hei H<<hr.
Aufgabe: Schulungen) wuchs nach er-
folgter -• Gleichschaltung der Juristen
verbände bis auf IlMOIM» Mitglieder an.
verlor aber zunehmend an rechtvpolib
vehem Einfluß (—» Rechtswahreri
Wu/hie/ Htmit
NatMmalsoziallslischer Reichsbund für
I eibrsübangen (NhRI l Zur totalen -•
Gleichschaltung des Dachverbandes
des dt. Sports entstand 19.3h ah Nach
folgeorganisation des —» Dt Reichs
Bundes für Leibesübungen der N
Stabslciter war Guido von Menedcn
Die dt. Sport-Bewegung hatte offiziell
den Status als -von der NSDAP be-
treute Organisation-1 Fuhrerverfucung
v 21.12.(938) Der territoriale Aufbau
mußte an die Gliederung der Partei
angeblichen werden. Mit der völligen
Aufgabe der Selbständigkeit ging das
Aeremsscrmogen in das Eigentum der
Partei übet und die freie Wahl dci
Aercinsfuhrcr war ausgeschlossen (-•
Sport). Kuh .M*Mr
NatHMiaKozUibslicvher Relcteskrieger-
liund Sell dem 4.3.19.36 aus dem Dl
Reichskricgcrvcrhand Kyffhauset her
vorgegangene Organisation ebemalr
ger dt Soldaten Bis L10.1938 wurden
alle anderen Soldalcnvcrbandc. z TL
der Rcichsbund Dt Offiziere, der Dt_
Soldatcnbund etc., gleichgcschalict (-•
Gleichschaltung) Der N betrieb Ka-
mcradschattspflege im NS-Sinn Sein
Aorstlzcndcr als •Rcichskncecrfuhrer-
war SS-Gruppcntuhrer Reinhard, dem
die -Gebietsknegertuhrcr- unterstellt
waren. *'<fh
NalHinahoziahstisriMs KeM-bs-simpWiinironlM-ster
Nationalsozialistisches Fürgerkorp»
iNSFK) Von Hitlct am 17.4 1937 ge
gründete -iufisportliehe Kainpforgani-
sation- zur Sicherung eines fachlich gut
geschulten Nachwuchses für die dt
Luftwaffe. Flues|MHilichc Betätigung
war nur im N und in der Flieper-HJ (-»
Hitler jugend), die beide zusammenar
Nrileten möglich Das N halte parami-
litärischen Charakter (L Informierung
und Anlehnung an Wrchrmachtsrangc
sowie Unterstellung unter Göring)
Geeignete IKjahrige erhielten in eige-
nen Flugzeugluhrersshulen eine ko-
stenlose Pi>< iicnaiisbildung WiMipzziun
Natiowalsozialistiscbrs Kraftfahrkorp»
fNSKKl Aon April 1931 - Juni 1934
Sondcreinhcit der -» SA. danach -•
Gliederung der NSDAP, die am
23s 1934 mit der Motor-SA vereinigt
wurde Da» N. verfolgte u.a wchrpoli-
tischc Ziele Seine -Aufgabe waren die
-motorische Frtuchtigung der Jugend-
1 Motor HJ -• Hitler-Jugend) und die
Kraftfahrcrausbildung lür das Heer in
21 Motorsporlschulcn Das N wurde
u.a. bei der —» Organisation Todt und
lur Iranspone bei Heer und Luftwaffe
eingesetzt Watfi turfin<
NationalMizialictisches Reichs-Ssni-
phomeorcbeslcr Ah -UrchcMer des
Fuhren« stand das 1931 gegründete im
Januar 1932 un Afünchcncr Zirkus
Krone debütierende, ursprünglich aus
arbeitslosen NSDAP Mitgliedern zu-
sammengevetzle N im Dienst nal.soz
— Propaganda, spielte als Reiscotche-
stcr ein Repertoire vor allem dt K»m
pomsten Jer Klassik und Romantik,
aber auch »ystemkonlormer Moderne
Bei Werks- und Jugcndkonzcrlen. bei
politischen Aeraiisialtungcn. vor der
Wehrmacht usw Das N bildete eine
eigene NSDAP-Ortsgruppe in Mun
chcn. unterstand direkt dem —» Stell-
vertreter des I uhicr» und wurde 1936
\ al rvvtrr'straih.4 < KZI
der -• DAF bzw — KdF emgegliedcrt
Dte MumKci trugen hei K-wiZertcn
einen von Hitler und Paul Troosl cm
w offenen braunen Smoking Gründer
und musikalischer Leiter war Franz
AJim Die kmuuUciHii führten auch
irb befreundete Ausland und in die
besetzten liebselc Da* N wat das
tenommic rieste der pariciciecnen En
sembtes (NS Slrctchoicftestcr Wiesba-
den NS-Frankenorchcvtei Nürnberg.
NS Frauenchor Berlin NSAedkschor
Esten) n<ütemrhmz
Narzwrih-r/Mratiwif ik/l in den Soge
»en südwestlich von Straßburg Im Mai
1*441 für 15U0 Halllmcc crtKhtel. wa-
ren in N zuletzt mehr ab 'm» Men
sehen zusammengepfercht Gefangene
aus 1? europäischen Ländern wurden
haupivutilKti zu Arbeiten tm Stein-
bruch m Xl» m Hohe eingesetzt Exak-
te Angaben über dte Gesamtzahl der
Häftlinge und der lidcMfUcr fehlen
' > I . I , X W 1 . -I II .1:1 | |( 1 .1 K
tegonen 'enteren: einen großen Anteil
machten • Nachi-unJ-Nchcf-Haftlingc«
am (— Nacht und Nebel Erlaß) Zahl
reiche (»etangene wurden Opfer vcm
—• Mcnsdienicrsuchcn ru •rassen-
iimdlklxn I ntcrsochunei-n und zur
Erprobung chemischer Kämpfst.»tle
die unter Leitung der Piilovrcn Otto
Bickenbach Fugen Hangen und
August Hirt an der l noersitzt Straß-
burg duivhtcluhri wutden .Außer-
dem waren N rund SO Atucnbrntnin
dsw in SudweMdcutschland unterstellt
Dk dort unterpcbrachtcn tund 151111
Häftlinge (1*444 45) vcrlteh das -a SS
WirbcJufts-Acrwaltungs-Hauptamt an
-ktK-gvwichligc- 1 nutnclwwcn Im
September 1*444 wurde N evakuiert
die Kommandantur des KZ befand sach
bn Ende Februar 1945 tm Schloß Bin-
au am Neckar Die Halllmgc wurden
Ende März 1*445 in mehreren -»Todcv-
marschen Richtung -• Dachau ver
MP
schleppt soweit sae überlebten. wurden
sic dort im April 1*445 befreit
UxkarfCan*
Nasapis x I defwrtlLPwaten
Neni-B« fi hl x Sertiranntr f rde-RHehl
Srwtianer-t.rappe. 1*440- 1*444 in Thü-
ringen tätiger kommunistischer Zirkel
des -«Widerstands um den ehemaligen
RetchsUgsabgeot dneten Theodor Neu-
bauer, der bt» zu seiner Verhaftung
nach dem -» 3> Juh I *44 Flugbiattpro-
paganda betrieb und nut ähnlichen
Gruppen in Berlin. Magdeburg und
Leipzig Kontakt hielt
n.o<w<c Aou
Newbegmnew x Widerstand,
sa. Arbeit erwiderst and
Neer Deutsche Heilkunde X Medizin
Neue Gemeinschaft. Die Die N er-
schien 1105 1*45 tm Auftrag der
RcK-hspropazandalcilung der NSDAP
in Monatsltcfcrungcn als pcrxidtschc
Maienabammlung mit dem Intertnel
•Das Partciatchiv für nat soz Feicr-
und rrcizeitev-vtahune- im Zcntrahcr-
lag der NSDAP I-* Eher \ erlag! Das
-Parteiarchiv- cnthicil MatcriaJ und
PiogrammvorvchLaci tur \ er amt alt lan-
gen ww Heimatabende Mitgliederver-
sammlungen. Schulungslaget. Karne-
radschahsabende Hmwcatc. Zitate.
Dokumente zur Verwendung bei Ge-
denktagen. Sonderausgaben waren ua
der •Deutschen Weihnacht- bzw der
Kncgswcihnacht gewidmet
n<«framg Pew;
Neue Reichskanzlei X RvHh-haupI
•ladl
Seuengamme iKZ) Im Dezember
l*>> verlegte die SS ein Außcnkiwn-
mando des KZ -• Sachsenhausen nach
N cm m den Hamburger V icrlanden.
3) km sudoMlKh der Innenstadt, gele-
gene» Dorf Die zunächst 100 Häftlinge
Ml
Killten emc stillet legte Ziegelei wie-
der in Betrieb nehmen In den ersten
Knegsm< «laten fiel die Entscheidung
N. zu einem großen KZ aus/ubaucn
Im April 194o schloß die SS-Fuhrung
einen Vertrag mit der Stadt Hamburg,
die eme Xcui-eMaltung des Hamnutger
Elbufcr» bcabsK'htigte und fui dte
dabei geplanten •Fuhrcrbautcn* einen
großen Bausiotfbedart hatte Die Han
sesladl gewährte deshalb für den
Aufbau des lager» und die Errichtung
eines neuen großen Klinkerwerkcs
ein Millioncndaricben im Fruhsutnmer
l*44o wurde N rum eigenständigen KZ
erklärt Die Häftlinge, deren Zahl
schnell auf mehrere tausend stieg,
arbeiteten un Lagctaufbau. beim Ilm
abbau für die ZiegciproduklMm hei
der Schiffbarmachung der «Dove-Elbe«
und der Anlage eines stichkanab mu
Hafenbecken Im Actfaul des Krieges
deportierten -• Gestapo und -• SD
Zchntauscndc Menschen aus allen be-
setzten Mndcrn Europas ab KZ Halt
linec nach N Grund der Einweisung
wat zumeist ihr W wktMand gegen du
dl Besatzungsherrtefiaft dte Aufleb
nung gegen -• Zwangsarbeit ixlci raw
snch motniertc Verfolgung Der Anteil
der dl. Häftlinge sank auf etwa ION
Größere Gruppen Mellten m N die
Russen mit IHhStl.die ftden mit IhMUU.
die Franzosen not 1L5U1 und die
L’kramcr mit 10511) Häftlingen Die
Zahl der lüdtschen Häftlinge betrue
ca 130U) Ab 1*442 wurden Häftlinge
ab Arbeitskräfte in der RUstungslerti-
gung eingesetzt - zunächst in Werkstät-
ten. Jw auf dem LagcrgcUndc errichtet
wurden, spater erfolgte die Zuteilung
von Hafthngcn direkt an die Betriebe
Aul diese Werse entstanden in den letz-
ten Kricgsiahrcn bei RuMungsßrmcn
tu ganz Norddeutschland Anßcnlager
von N Andere Außenlagcr dtenlen
dem Bau son Produktuwissiallen und
Bchelfvhcimsicdlungcn zur Fiummcr
Xi-.r.gi—n Ik/l
bcscitigung nach Bombenangriffen so-
wie gegen Kriegsende dem Bau »on
Panzergraben- Insgesamt zahlten zu
N mehr ah MO Außcnlagcr von denen
über 3) mn Frauen hefc-gt waren Im
früh iah» 1*45 befanden «ich tm Haupt-
lager 141JUU und in den Außcnlagcrn
zusammen 4UO» Härtlinge, davon tast
em Drittel Frauen Schkchlc Arbeite-
Bedingungen, minderwertige Kleidung
und ungenügende Ernährung, unzurci
ebende medizinische ketMWgung und
katastriphalc sanitäre Verhältnisse to-
nte Mißhandlungen durch SS und Ka-
p«w lohnen zum Tod viefer Häftlinge
N diente der ( «estapo auch ah zentrale
HmrKhiungvsiane Weit übet !«<• Per-
wmen wurden zur LvckutHVi nach N.
nngcltefen Im Herbst 1*442 wurden
44s sowj Knegsgetangene tm lager
gefangnts mit -» Zvtioa B vergast
Mehrere tausend ab arbeitsunfähig
cingc-siufte Hähhnge wurden »JC in
den Jahren 1*442 45 - von SV Amen
durch Injektionen ms Herz geiötel. in
AcinnJuungssuttcn «det andere Lager
abttansp<«iicrl Bei Kriegsende Mat
ben lausende aut -» lodesmandicn
und transponen Dir in» Staramlager
N vcrbbcbcncf! 10000 Haftlmge wur-
den Mitte Apnl 1*45 nach Lübeck
transportiert und aut drei Schtftc verla-
den Am 1 Mai 1*4** griffen Nil J»gd-
tvwnbcr die in der Neustadter Bucht
ankernden Schüfe, die sie für Truppen
transpsirler hielten an und bombar
dierten sie Der Angriff wurde lur die
4z»«> auf der — Cap Arcona und die
2X00 aul der Duclbck eingepferchten
Häftlmee zur Katastrophe Nur 400 von
ihnen kiwmien vK-h retten wahrend
3«M) Häftlinge im Feuer verbrannten,
in det Ostsee ertranken idci heim Ver-
such. sich an Land za retten, ertchomen
wurden Die genaue Zahl der Indes-
opicr des KZ N tsi nacht bekannt
Schätzungen zufolge kamen insgesamt
55000 der lUtXIOt) tn N und den
Neuer Hin
AullcnLiectn Inhihurtct ums Lehen
Nach dem Kneg wurden die KZ-Ge-
Kinde zunächst ab IntcrnKrungslager
genutzt 1*4* übergaben die mit Be
satzungsbeherden das Lager an die
FrcK und Humcstadt Hamburg. die
dort em Gefängnis cmnchtetc Die Er-
nchtung cmei KZ-(«.-denkstalle ab
Mahnmal erfolgte 19h5. wc wurde I*iJ
durch ein Dokumenten haus ergänzt
Der Hamburger Senat kündigte 1**W
an dm zT m den (schänden des
ehemaligen Halil in gslagcrs unterer-
brachte (elititan an emen and.ten
Standort zu »eriagcm Die XeTWukli-
chung des Beschlusses sieht msch aus.
allerdings wurde I** ein kleinerer
Teil des Gefängnisses ausgeglicdcrt
und ru emem Aussicllungsecbaudc
urn gestalt et 0Mirf<ä**r
t.uiuui
jMaeft. I "Wx ILana Ortfc l *fcrrfcAhrm«Efetedftam
(acyvwlkr «M ( 4r» A/
Mr liMftrn 1
lionuM» • I rA»» ♦ a4r*M»*
Am Mi Vimmmw Ab
fWi II «U Am
i»w.->r4RM«r*<*r* fern r*«i
Neuer Plaw |9U 35 geschallenes Sy-
stem einschneidender staatlicher Re-
gulierung dn Außenhandels und der
Desisenwirtschafr mit dem Ziel die
RotatuCI und Lelscnsimtlelcialuhrcn
ru stehen) und die Xusluhr zu (ordern
Angesichts des seil der -• Wellwirt-
whaftsknsc stagnierenden Uctahandelt
und der Xk jhtungsabwertung in einer
Reihe wichtiger t Sport landet bücb die
dl Aubenhandc Khilanz in den mrttle
reu *>ci lehre» negalts (nach testen
Preisen) und die dl Desrsennut nahm,
fsnenzscrl durch die -• Aufrüstung Di
mcnsiuncn an die die Belebung der
stark rahsisdlabhancMcn dl WirUchatt.
besonders aber die Xersorpunp der Ru
stungsindusrtic ml RohstoBc-n. ernst-
haft gefährdeten RcKhsKinkptasidcnl
Hcalmar Schacht seit August I9U auch
«12
koanrnmamcher RcKhswwlschaftsmi-
nister schuf in dieser Funktion ab
September 1*34 mit leb eines umfang
reichen Xcriudnungswerks zahlreiche
zentrale l beiss achungs- und Reichs
stellen Hur die F mfuhri und Prutungs
steilen ihrr die Ausfuhr) Diese mit
staatlichen Vollmachten ausgcslaltclcn
Institutionen arbeiteten in enger
Xerbmdung mit der —• RcichsgrupfK
Industrie und den WrHschaftsgruppcn.
Jeder einzelne Emtuhr und Ausfuhr
ssugang - täglich Zehntausende -
durchlief soo nun an cm bürokrati-
sches Antrags und Genehmigungsver-
fahren. serbunden mit einer strengen
DcsiscnkonimgcntK-rung (bei der Ein-
fuhr! hrw mit der Auflage, emgenewn-
mene Deinen der Rcishshank zum
Kaur anzubseten (bei der Ausfuhr)
oder damit bestimmten Zahlungsver-
pflichtungen tm Ausland nachzukom-
men t itoBlirmea K-wmders Rustungs
betriebe k<einten dagegen bei Bezug
wichtiger Rohslsütc oh selbständig
kcrrcchnungsceschatte mit ausländi-
schen Partnern abschlkrtten l’ber-
schusoec Dc» rsentorderuneen auslan
discher Kunden wurden -eingefroren«,
d k in nur lur Kaule in Deutschland
serwendharc -Sperrmark- serwandelt.
Schacht fiucienc den desisentrcien
bi Lateralen A crrcchnungs-t Clearing-1
Xerkchr um l and zu land über die
Zentralbanken Eine Folge des N.
war die .Ausweitung des dl Marklan
teüs m den I andern Sud.»sicuropas
und in Südamerika Ein -Zusatzau»-
luhrsertahren- (seit Oktober 1913) mit
F spiirlausgicK'hsabgaben und Etport-
pt innen konstituierte ein bürokrati-
siertes Ssstem der Ausfuhrförderung.
Zugunsten der Einfuhr son Eisen-.
Chrom- u a Erzen, um > rdofproduk
ten. Kautschuk u.a wichtigen R.hslof
len ging <hc Einfuhr bes.mders son
Tcxtilrotestoffen zurück Für bestumnie
XX aren m erster Lime Konsumgutcr
*1.1
wurden Rohstoffs erwendungss er botc
bzw -gebige cingcfuhrt Eme den N
begleitende Maßnahme war die Eur-
slcDune des Devisentransfers hei den
Zins- und Lilrungszahlungcn tur die
hohen dt Auslandsschulden Der Er
folg des N hielt je langer, desto weni-
ger mit Jem Tempo Jer Aufrüstung
Schrill. Die Insestationspohtik des —•
X ierphresplans setzte «chlieflhcb ande
re Prioritäten ohne die Außenhandel»
rcgubeiung des N aufzuheben
Neubs-idemum s. Kirchen und Rrhgiow
Neuordnung Furwpas Zentral, dt
Knegszieilordcrung. afs Begriff otfizi
elf gebrauchheh seil dem Sieg über
-» Frankreich (Simmel 19*» — West
ieldzug) 1941 sollte der IhertaU auf
die UdSSR Jk -rusc Ölquellen und
Crelreidclcldcr- unter dl Herrschaft
bringen damit waren dann -alle Adr-
aussetzuneen cegchcn du- Jk son den
-» Achsenmächten beabochtigte Neu-
ordnung Jes eun^zischen Raumes er-
möglichen« (s Ribbentrop. 2K&J911I.
Aul dem Gebiet der poFitncberi N
herrschten abgesehen son Jen unmrl-
lelbaren Annexionen im (Kien und
Westen, unsichere, wenn auch hsbndc
Vorstellungen Den Zukunftapiancn
Hitler» entsprach ein -< imtlgcrmam
sch es Reich« son der KanalkUstc bis
zum Ural, son Narsik bi* wert hinein
nach SüdosleurofM Da» dt Großkapi-
tal hingegen unterbreitete den Behör-
den gut sorberertete. ambitiöse Planun
gen tur die wirtschaftliche N Ausge-
hend »om -dt Fuhiungsanspruch- tn
Europa fiedcrtcn Jk Jt. Großuni er
nehmet in ihren -Wunschproeram-
men- Jk •( Ngan.satlon der Industrie
nach dt Muster«, die Übernahme der
dl Vorschriften. Standards. Tvpcn unJ
Normen. Jk -Ordnung der K'lcilirtcn
Markte unter dt Führung- v.a die
dl Führung m den internationalen
Katie Den und M arktserctnbarungen
Mittels «Kaprlalscrflcehtung- unlet
Druck I Aktienubcmahmc lausch und
-kaut) sowk durch — -Arisierung,
sollte der dl Wirtschaft europa- bzw
weltweit der dominierende Kapitalcm-
fluß gestehen werden. Dk N bedeutete
m der Praxis Jer dt (Ikkupartonshcrr
•chafr die Neusertedung der eun^iai-
schen Rochtumcr und RcsMsircm auf
dem Wccc der Xerandcrung politischer
Grenzen politischer Abhängigkeiten
und wirtschaftlicher Besatzserhaltmsac
und auf dem Wege det «Aussiedlung«
und t msicdlung son Millionen Men
sehen sowie der Ermordung »<m Juden
und Slawen n«oo f
Ijwwuuk
teKwaiz thcrmU (xsfc<W ge« ane«.h<w
Än,v...m.s«e (»UM< Har 1-Hl Kol»
ISWSl
t as..' H.— or drw Ker» -w« l «.-—TM
K-O>aw> in» nwawAr Aw* WWI 4r> /»<ur
a^rtsrr H sna Mu.uiirs.KSilOirt Fsu-
in B4 i. I lta*wd i faunuan iww
Ntrderhagea AZl s Wewelsburg
Niederlande Kortstitutroaellc Monar-
chw. nun 153 |94h brs rum 1(13 1945
wn den Deutschen besetzt Dk nie
derl Armee hielt dem dt Uherlal. der
am >051*40 ohne Kriegserklärung
und unter Verletzung det niederi Neu
trabtai begann nur wenige Tage stand
(-* Uesrfeldzugi Königin Wilhetawna
und das gesamte Kabinen gingen am
133.1*40 nach London ins E ul An die
Stelle emer kurzzeitigen Militärverwal-
tung trat am 253. I**' eme dt Zollver-
waltung I nter dem -* RcH.h»kommi»-
sar für ihc besetzten nieder! Gctsctc
und sier Gcneralkomrruisarcn Nwb
die gesamte mcJertand Xerwaltung ui-
takl Dk einigermaßen zurückhaltende
Bcsatzung»poliuk (keine Parteiverbo-
tc. keine allgemeine Premercmur
Nn 4i rt—Jiiibe 1 aadwacht
schnelle Rückkehr der KrKgsgclange
ncn) führte nicht Zur erhofften Setnl
ruzitizKrung Sach Jem -» Februar
streik 1*41 setzte dte Jt Besalzungspo-
htik starker auf eme Nazdizarrung mit
Hille von Musseris -» •National Ssxxa
Irstischc Bewegmg- (NSB). dte »em
Rcidiskomnusvar Sesö Inquart Kreit»
1440 ab einzige politische Partei zu ge-
lassen wiedcn war Oie zunchmcrwk
Repression bedeutete Auuchaltunt
der Parteien (tewerk schallen und ei-
ner kurzzeitig crlofgrcwhcn nieder
land Sammlungsbcwcgung i -Nieslet
land lnsn-1 mit tm ru MMND)
Mitgliedern. Ausbeutung der nieder
ländischen Wirtschaft und ihr Depor-
tation llunderttauseiidci rucdcrland
-• Zwangsarbctter nach Deutschland
Dies loste besonders ab 1*43 stärkeren
aktiven Widerstand gegen Jk B**al
zung aus Nach «1er schort im Sommer
1*40 entsetzenden Erfassung und Au»
erenzune der Juden aus dem sozialen
leben beginnen Je Deportatumen
«1er Juden un Sommer 1*42 lausende
versuchten weh durch l ntertauchen zu
entziehen Von den 1400(11 Juden in
den N wurden ca 10* «JO meist Uber
Ucsterbork in dl Lager deportiert die
meisten starben in -» Auschwitz. — So
KKk und -* Theresienstadt Nur ca.
SUUO der Deponierten überlebten dK
Todeslager hu u«»
kwg l«um 4r Wn l.—«•)« 4r»
«v Ur JU-wAr »mU—S<r t* B«k Dea Haat
Iw in»
k»iri k»w*d Umaiki —Hl»* w C
t***** wJ UArUrr« wWi >.-iUl—ngir
*»*•«•< WuHtMl Iw*
Nisku Nach Beendigung «les —» f\dcn
tcklzuge» wurden m der Rcwhsspitzc
»14
Plane erörtert Juden unJ -alle unzu
verlässigen Elemente* au* den neuen
-» ReKhsgauen und Jem Altreich in
da» -» Generalgouvernement für die
besetzten poln. Gebiete abzinctncKn
nach Auöerungen Hillers von Ende
September 1939 in das Gebiet zwi-
schen Weichsel und Bug nach Hesd
nch m einen Juden»laat bet Krakau
(22.9.t bzw cm »Reich»Ghetto- um
lubiin (29.9). Heidrich wie* in einer
Amtwhefbcspreshung (21 9 I. zu Jer
4Ush Alhitf Eichmann. damals Letter
der Wiener wie der Prager Zentralstel-
le tur ludischc Auswanderung einerla-
den war. darauf hm. daß Hitler u» die
Abschiebung der Depcetienen über
dis dl -sos») DcmarkalionsJuiK gcnch
trugt habe Eichmann organisierte dar-
aufhin unter Berufung auf einen an-
gebbehen Befehl von Gestapo-Chef
Muller die Deponatmn son luden au*
Mahrtssh-Ovirau Wie« und Katlowrtz
Als XorkommanJos tur nachfolgende
Iransporte sollten *k ein •.Durch-
gangslager- lur die vorgcspicltc ludi-
sche »l msMrdhiog- autbuuen Am
15 in I9»M legte Eichmann zusammen
mu dem führet der — Einsatzgruppe
A Stahlecker, die Bahnstation N am
Nun al* Ziel det hanspsete lest Zwi-
schen dem UL und dem 2t» III1939 wur-
den in sechs Iranspvten 41**1 9*1)
Juden nach N deputiert von denen
aber nur cm kleinerer Teil. det hand
»erkKh geeignet war zum Aufbau de*
eigentlichen Lagers bet dem nahegele-
genen Dort Zarzccze eingesetzt wur«Je
Det gröbere Icil der Juden wurde un
mutclbai nach Jet Ankunft mu Wal-
le ngew alt zur Flucht über die Demar
kalionsiinK gezwungen Nach Be-
schwerlich der Zisihcrwaltung. der
W* hrmacht und auch der Sowjet* wur
dc die Eigenmächtigkeit Etchmann*
um Jen 21.10. von Muller un Inlcrcssc
eincr generellen anliiudisctwn Depur
tationspoliftk unterbunden Eichmann
»IS
konnte m Berlin lediglich erreichen,
dad die Transporte vorn 2b |0 noch
durchgciuhn werden durften -um «las
Prestige der jortbchcnl Staatspolizei zu
wahren-. Dk un Lager »crbhcKnen
Nil indischen Handwerker wurden aru
14 4 144h repatriiert Wie siele sich sott
den übrigen Deponierten zu Jen
Sowjets retten konnten, ist nicht be-
kannt Dk N-Aktion wurde son der
alteren Forschung fahehheh als Vorbe-
reitung der späteren — Fndlosung an-
gesehen. tatsächlich bi sic jedoch eher
em Beleg lür Jk Phase des Expcrimen
tterens m der natsciz ludcnpolrtik tu
den Jahren 1939/41) fboww thw
»•»*.. /• SS Hit Slam Vua.. M an «<*
»»«rsikwmr ar. fs fti i m JUJm/r«.
Hg FmmUm nu.»..cW*a l msersuww
«wbm Ornva 1 WS
NKJ IJ s. Natxinalkoinitee -Freies
DeutscMami-
Norden. Der s. Nordische Gesellschaft
Nordische < >esclischaft 1921 in Lübeck
gegründet zur Pflege de» -nordischen
Gedankens- >F» Form völkischer und
tasMstischer IdeohvgK m deren MitteL
punkt Jk Vorstellung Mand. die —»nor-
dische Rasse set «Jet Inbegriff gcr-
mamsch-Jt Kulturubertegenheit 1934
gJctchgcKhallet und dem -• Aubenp»
iittschcn Amt der NSDAP unterstellt
hafte die N dw Aufgabe. Kulturpropu
C4n«ia nach Norden ru treiK-n und
«he rMirdrscK IdcologK im Inland zu
propagieren Dazu dienten Tagungen
-» Sonnwendfeiern ua Scranslaltun
gen Die N war in Gaue ccghedcrt.
Zentrale war das -» -Rctchskontor- in
Lübeck An «Jer Spitze stand bis l'M'
Gauleiter Htnnch Lohse, dem -Gro-
ßen Rat- gehörten prominente Nat
soz. wie Himmler. Rosenberg und
Darre an Neben Presse und Wirt-
»chaftsdiertsten «erüffenllichle die N
«he Monatszeitschrift tfer Wurden so-
wk «he son H f k. Gunther heraus
gcgcbetK Zcitschnft D«r Äuiw Liqui
«liert wurde die N. erst 1957 (-• Idcokv
gK. -• Propaganda I Amiw An»
Zwower*
Iwi»«* flam Hon Z>r< N»<lu.»r
w /*>•- zwan srwigir l«/7l
Nordische Rass« Die SotstcAung
einer N basierte aul der Hypothese
(Gunrher Darre i. daß tach m Norden
ropa autimom cm bäuerliches I »erma
nentum K-rausecKklct habe Von Ras
«enscnmsctiung va mit der rüdachcn
-Geeentwc- bedroht sollte <hc N
üutvh Rasvenhsgienc erneuert und ge-
vchutzt werden I— RaswtnpiUilik und
Völkennutd. — Skdizini Hiermit sei
banden *Kh mtbesonderr Isicale Km
erlichet Lehmshemen l—• Blut und
Bosfcn-IdcologK) und 'McdlungspUnc
tm Osten (-* Ex bensraum). r zuAum
Nordisch-rvhgios«. VrbritsgvwMinschaft
c Kirchen and Rehgton
Nnrdbnd 5erlag s. SS-33 irtschaft»-
mHrrwebmrn
Nnrdatwgen h Kinhcw und Rehgioo
Norwegen Königreich in Nwdeuropa
mit 322 53x km und 2.h Mn> Emwuh
nern (1939). verfolgte wie tm Ersten
Weltkrieg eme Neutrabtatspolitik. ge-
net tcdoch wegen der »iralceochen Be-
deutung des Hütens Narvik über den
411% des dt Erznnports aus Schweden
liefen m die militärische Interrsien-
vphare sowohl der Alliierten (Vermi-
nung der norweg. Küste am 8.4.1940)
als auch DeutscMands dm am 9 4 19411
durch l berfall den -• Norwegenfeld-
zug eröffnete Nadi der Flucht des
Königs HMoa ML. der Rcgtcrung und
von Parlamentariern nach Looiion. von
wo aus «be Exilregierung auch den
militärischen Kampf Ketsctztc. wurde
am 24.4.1941) Gauleiter Tcrbovcn zum
-» RcKhskommrvsar für die besetzten
'V«we»v«f»Mzi»s
n. «w c rische n Gebiete ernannt Die
KolUb*>rali<>nsrcv<crung «nur Vidkun
Quisling t Fuhrct der LrsetuM - NaH-'nal
Samlinr-) amtierte ohne l nterstutzung
der Bevölkerung ecgcn wachscmien
Widerstand einer l ntcrgrundbcwe
ping der ah 194» mit Massen verbat
langen begegnet wurde Von den id
1 KMl wort Juden wurden 7S0depoe
tarrt und enmudeL die Mehrzahl der
Überlebenden war nach Schweden ge-
Ikteo An 4 5 1*4« kapitulierten du-
dl Bcv.ilrungMruppcn. am 3151945
kehrte die LAilrcgicrung zurück
Der Naznmuv ist m N in erster I rate
mit dem Namen Vidkun Qurvlmg und
dessen Partei -• Na»« mal Sämling «er
bunden Vor der Gründung dieser Par-
tei gab ei m N bereits einige Gruppte
rangen. die m das L mfeld prafasctusti
scher Bewegungen einzwwdncn sind
I-» Faschismus! Vor allem m Kreisen
der Kimscrsativcn unJ der Hiucrnpar
lei waren autoritäre, antimarustische
Linslcllunecn virulent «he «ich in er-
ster I mie gegen die Arbeiterpartei
und deren Miüctnisacruncshctttcbrm-
gen nehteten Hier ist ruhen Streik
brecherorgamsatumen und Wehrs et-
banden pobtrwh lab 1925) vor aOcm
<he frruppe Fedrelandslar (Vater*
landvbundi hcrvotgrtrelen. eut par-
lc len oberer eilender Zusammenschluß
national (>esianter au» Verwaltung.
Wutschalt und Wissemcfult Der Bund
entwickelte uch bis 19hl zunehmend
in antikummunisttschcr und annparta-
mcntairschcr Richtung. wobei uch cm
um Quwhng erupperter völkischer
Fluge! hcraasbddele der weh ab 1*31
Nordnkc Folkctcisnmg i Noege (Nor-
dische Volkserhebung m Norwegen)
nannte und SorUulerurganisalKNi der
National Saniiinc war ft-z»« a.aw
InmMbe
fka« tUUsrrt )>«* 4nm»6r Ho*wAa> » 4rw
amwuMhiw- l iR 4r>« Zwat 6M’ ow U'ipi'» *
swtfan l»w
III
tSSe K<«eit V-vrm
Iw.w.naw.i« V» .mwnr ««J*«er-
»vwduA. SuflMnaac« I**
I .«t Hms-Dvrtnöi (Nuteg a.imherr *«J
Z*» l..«»—.*«*•« »W GrwWikai 4re
nr Tt*----Hwh« |tr>v*<ui>i w Vu«i<««m.
Sumgart tUTu
Sorwegrnfrldzug Am 9 April 1*40
über fiel die dt Wehrmacht das neutrale
N«rwcgcn und au» operativen Grün-
den auch da» ehenfalh neutrale Däne-
mark Der N (Operation Wcsciubung)
war weder aJeokstnch motiviert noch
Bestandteil der Hitlervchea Rcmsmmi*-
poiitik i—• .Außenpolitik. -»Versailles),
auch wenn spater wahrend der Okku-
pation tdeofcigischc M.xncnle die Be-
satzungsps4itik wesentlich f»c»timmtcn.
AusKhlaggehend waren mihtarstrate-
gische und rustungswutsshaltlKbc As-
pekte die Furcht der dt Führung »or
einem Fcslsetzen der Alliierten m
Skandinavien (Anlaß Ium-h*i Win
terkneg) und die Eröffnung einer
Front un Norden des Reiches, die
Furcht »or dem Abpcschmttcnwerden
von den »kandinaviwhcn Rohstoffen
(Eisenerz. kupier), sowie Jcr Wunsch
Jcr Marinctuhrung nach O[KUtw«>
basen zur Handeisknegtuhrung gegen
Großbritannien (-* Weltkrieg 1939-
19451 Die »on der dl Führung erhoff-
te s«vg FneJcnshcsctzung glückte tim
L’nlcrsctucd zu Dänemark) allerdings
nicht, da du norweg Regierung zu
militärischem Widerstand »ntvehlovcen
war und die dl Forderungen zurück-
wies Die Kampfhandlungen zwischen
Wehrmacht und Norwegen Westallner-
len zopen »ich zwei Monate hm bt» die
norweg Armee am 10619411 kapitu
lierte. nachdem >hc bnt und frz Ein-
heilen wegen Jet Jl. Wevtolfcnaise
abgezogen worden waren (-• Westfeld
zugr Die dt Knegsmarme erlitt bet
dem l'ntcrnchmca schwerste Verluste
*17
Notabitur \m M 9 1939 erging eme An
>rdnung Jes — Rech»mmtstcriums tur
W Boenvchaft. Erziehung und Volksbil-
dung über -Reifezeugnisse und Ab-
gangszeugnisse der Höheren Schulen*,
dcrrulutge Schulern der letzten (K)
Obersch ulk lasse -wenn Führung und
Kl.tsscnkivlung cs revhtlrrtige». hei
Einberufung zum Militär das Abgangs-
zeugnis ah Reifezeugnis ausgestellt
werden konnte 1*42 dehnte man diese
Regelung aut |7»khrigc Schuler der
Obersch ulk lasse ans. spater prakti-
zierte man e» noch lässiger Ein nach
dem I I 194» erlangtes N wurde nach
dem Kneg mcht anerkannt
ZkerWlü A<uur-lWw
Novemberpogriini V - Reichs* riskall-
aarht-
Niormbrrv r rb»r«h«-r Diffamierende
Bezeichnung der nationalistischen
Rechten ui der Weimarer Republik für
die politischen und militärischen Tra-
ger der Novrmbcrrcvotuliow von 191 *
Ursprünglich nur ah Schimpfwort ge-
gen die meuternden Soldaten und
Matrosen und gegen die pckitisch Ver-
antworllahcn der -ersten Stunde«. Jen
wiziaidcmokratischcn Rat der Vofks-
bcnuftraglen und die Unterzeichner
Jes WatteastilhtanJes vom II 11.1914
verwendet wurde dis- Parote »on den
N. vchlieölKh allen entgegengcvchlcu-
dert. die Verantwortung für Jk Weima-
rer Republik übernahmen und uch mit
ihr xienlihzierlen Demokraten ww So-
zialKten. Juden wie l.mk»intellektuelle
Den N wurde zugleich dn. tmhtanscbc
Niederlage ah -Dolchstoß der He anal
tn den Rücken des kämpfenden Feld-
heeres- angelastet Hier fanden Hitler
und die Nal vor den ideologischen
Nährboden, auf dem sie hemmumrskw
und nicht ohne Erfolg gegen dw -No-
semherrepuhhk. und da« -Nrwcmhcr-
system« gegen -ErfUßungspobUkcr-
und die -Schmach von Vcrsailks- a»
NV-frwwwtuft
betten I —» Sy-Mcmzeit).
NSBDT s. Naltonaho/iahstisctH r
Hund Dewis«brr Irvhnik
NSBO w Nathmalwhabxischr
Brtnvbszrlleaorganisatioii
NSD AR v NaiHxiaKoziahs|is«b«-r
Deutscher SrzirtHiwd
NSDAP ». NabuwahoziafesliKhe
Deals»he » rbetti-rparUi
NSDDB s. Nati.mah..<ialis|is.her
Deutscher Duzentcnbuad
NSDMH c NatNinahozuhstiscber
Deal*« brr s<uü«iii«alHind
NSFo s. NalnxialsozialiUivther
F uhruagsoflizie r
Xs-Fr»»rws<bab Am I 10 1931 ak Zu
samracnxhluß verschiedener Verban
Je von der -• NSDAP eegrumJcl Seil
Jem 293 1935 als offizielle — tihede-
rimg der NSDAP m die Partei etuge-
’ifdnci. kam der N die AufgaN: zu.
Frauenarbeit un Sinne der NS-Ideo-
logie zu leisten Wk die NSDAP war
dK N organtsatoctscb in -» Gau. -a
Kren. -» Ortsgruppe. Zelle und -*
Blick untcneih Zusätzlich zu det
streng nat soz ausgenchtetcn N winde
an (tktober 1933 da» Dt Frauenwerk
i DFW ) geschaffen, das ah Sammel-
becken für gkisfixcvchahctc burgctii
ehe Frauenbewegungen und einzelne
Mttgheder «hente (— Glex'hschaltung)
Obwohl Jas DFW als empetragener
Verein mit eigenem Vermögen über ei-
nen anderen Status ah Jk N verfügte,
waren beiJe Organnatioeen «4 peno-
nell eng miteinander verflochten Aa
der Spitze de» hierarchischen Aufbaus
beider »taad icü 1934 Jk -> Rechs
trauen!uhrerin Gertrud Schoftz-Khnk
Insgesamt waren etwa 4 Mio Frauen
organrvierk davon 23 Mio. in det N
193* wurden die BcJmeungcn für die
NS-l,rnr>lMlufl -kraft duritl Irrwdc-
Aufnahmc tn die N verschärft, um den
Ausw.ihk'haraklct der Organisation zu
erhalten Seitdem wuiJen nur noch
trauen aufgtnonimcn die steh bereits
im Sinne det Partei verdient gemacht
hatten lAilitnch blich die N ohne- Be
deutung t>der Proiil und übte nur ge-
mitten f inlluß aut dte NSDAP aus Sic
beschrankte sich vielmehr auf eine ge-
zielte ideologische und praktische
Schulung vim Frauen innerhalb der ih-
nen zugeordneten häuslichen und fa-
miliären Welt Zu diesem Zwecke wur-
de det KcKhvmulletdienM eingerichtet
(-♦ Mutterdienst>.der Kurve in den Be
reichen Haushalts- und (»csundheits-
fuhrunc. in Erzx.hune»fraecn und rm
Brauchtum anbei Zwischen Hü und
1938 nahmen etwa 12 Mio Frauen an
N. Schulungen teil (—• Frauen; -• Ehe;
-• Mutlerkull) -txMiwti ivsiii
I imiw
KtwlwV IKmahct* flw Arm w VV Sc.. Sinn
galt IWC
Slcpbenson. IUI Uv Sa.-i <irg<ia<Mn>» »f Mb
mra. tomkm'Sa-a York |vs;
NS-<icmcinMhuB - kraft durch
Freude- s. Kraft durch Freude
N.S-Hag« Nati<»nal»oziali»lisiht
Handwerks . Handels und Gewerbe-
orgaiUsatiun
NSK s. NutHHlaiMrzudislisebc Partei-
knervsprmdrnz
NN-Kampfspicle s. NatiunalsrizialistF
sehe Kanipfspielc
NSKK s, Natioiutsuzudistisches
Kraftfahrerkurp»
NSKOS s. Nationalsozialistische
Kriegsopfers rrsorgnn g
NS-Kullurgemeinde tNSKG) Der floh
als ( hclidcologc de r NSDAP aul
tretende Alfred Rosenberg galt ua als
Gründer des —♦ Kamplbundcs lut dt
Kultur (1927) und in der • Kampf
zeit. der NSDAP ah ihr tnaßgebli
618
eher Kulturtheoretikcr und -politiker
Mn der — -Machtergreifung- erwach
sen ihm in dem mit Kompetenzen
Mit dem kulturellen Sektor ausge-
statteten Rdchspropasandanunistcr
Joseph Goebheh und dem machthunp
ngen Rcichsschulungsleiter Robert Ley
Konkurrenten, die weh in wechselnden
Koalitionen vor allem gegen den wenig
durchscizungslJihigcn Rosenberg profi-
lieren konnten Semem Thealcrfach
mann Dr Walter Stang der 1933 erst
zum Leiter der aus dem Bühncnvolks-
bund und dem Sitband der freien
Volksbühne zur Dt Buhne e V zwangs
vereinigten grollten dt Bcsuchetorga
nisatam ernannt worden war gelang es
mehl den vom Kamplbund propagier-
ten Thealcrvtil der von völkisch natio-
nalistischen Inhalten in z I schwer-
lalligsicilcn Darbiciunitstonncn (-»
Fhinespicl) geprägt war. so zu popula-
risieren daß daraus eine wirtschaftlich
unabhaneiec NS-speziftschc Thcatcr-
kultur hatte entstehen k.mncn ( •
Kunst) Rosenberg war deshalb ge-
zwungen. un Juni lu.u da.» Angebot
Ley» anzunchmen. gegen Zahlunc von
’.b Mio RM aus den mit Gewerk-
schaftsgcldcm gefüllten Kassen der -*
Dt Arbeitsfront den Kampfbund für
dt Kultur und die Dt Bühne zur N
zusammcnzuschlicBcn und die neue
Organisation körperschaftlich in leys
I tcizcitotganisation —♦ -Kraft durch
Freude- cinzuehedern Die kulturpoli
tischen (icgcncatze zwischen den drei
Kontrahenten waren damit mehl besei-
tigt Sui der ehemaligen Piscator Büh-
ne des Berliner Ihcatcrs am Niillen
dort Platz und wahrend det -Reichs-
taguneen- die die N. zwischen 1934
und 193h in Eisenach. Düsseldorf und
München abhicll. versuchten ihr Ro-
senberg-Anhänger beispielhafte auf
eilte I Ille innerhalb der NSDAP abzie
K-ndc nat soz. Kulturprogramme anzu-
bieten, die jedoch wegen ihrer Dürft iv
61«
keil und Erfolglosigkeit bald wieder
aufgegeben werden mußten
Nachdem Goebbels mit seiner relativ
liberalen.aul gioßsladlischcs Publikum
zielenden Lime von der fundamentale
strichen N in den ersten Jahren »Jes
Dritten Reiches einige Male zu Kor-
rekturen veranlaßt worden wai stellte
sein Ministerium 1936 fest daß die N
im Vorjahr lediglich 3% der Theater-
Ivesucher gestellt hatte und entgegen
der ideologisch geforderten Volksnahe
-stark intellektuell- durchsetzt sei. Das
hei Slang« organisatorischer I nt.ihig
keil sich abzeichnende Ende der N
das im Mai 193b nach Leys Drohung,
die Ruscnbcrgschen Lnlernchmungcn
nicht mehr zu finanzieren unabwend
bar schien wurde durch Hitler jedoch
verhindert In einet von Heß abgeseg-
nelcn Vereinbarung legten Lev und
Rosenberg schließlich am 12 b 1937
fest, daß die N Ley direkt unterstellt
und organisatorisch durch Personal-
union mit den KdF-Ämtern Feier-
abend- und -Dt kolkvhildungswcrk"
endgültig in die DAF überführt werden
sollte Hemwrat »nß
Ijv-nMr
IS. 1 in uv fU-inloiJ. I*veAmi Rentabel: unßttav
Mullern IVNl
tlrcnno Itiklcrjid Ihi Kw/pee i k V-.- >
iMb-irai.'iwuu Rzinhck |w>V
NsER •. Nationalsozialistischer
Deutscher Lchrvrbund
NNRIt s. Naliomrlsozialistischr-r
Deutscher Rechts»ahrvrbund
NSRJ. s. Nationalsozialistischer
Rrichsbund für I eibesiibangen
NS-kolksw.dilfahrt INSVJ Mit 17 Mio.
Mitgliedern < 1943) nach der -» Dt Ar
bcitsfront die gri43te und in der Öffent-
lichkeit bekannteste NS-Massenorga-
nisation 1931 in Berlin als lokaler
Selbsthrllcverein gegründet, wuidc sic
ab 1933 unter ihrem Leiter Ench Hd-
NS-VoHcswotütahrl I NSV )
gcnfeklt zu einer rcichsweiien. ständig
expandierenden Wohlfahrtseinrichlung
Sie organisierte u.a das - formal von
ihr unubhangiec -♦ W nitcthdfswcrk
das • Hiliswcrk -Mutter und Kmd-
»owie die -» Kindcrl.indveru.hK.kung
Wahrend des Krieges kamen die Be-
treuung von Bomtvenopfem und die
Flüchthnssvcrsoigung htnzu. Ihlen An
sprach aut Moiiopolisiciung der gc
samten freien und öffentlichen Wohl-
fahrt konnte die N zwar mehl tc.ilon
ren, doch gelang cs ihr. Jk. in der freien
Wohlfahrtspflege Uligen Verbünde
zuruckzudraneen bzw gleichztischal-
leti. deren finanzielle Mittel zu be-
schneiden und auch die von Jen Kom
munen getragene ollentluhi Fürsorge
einzuschranken Angesichts der ihr zur
Verfügung stehenden finan/i l> i Mii
tel (MitglicdslN. itraee. Spenden, staatli-
che Zuwendungen) war cs ihr moelich.
in alle Bereiche der Wohlfahrt zu ex-
pandieren und dort spezifische Akzen-
te zu setzen. Aufgrund ihrer scheinba-
ren Idcologicletnc wat die Arbeit der
N populär und die Mitgliedschaft
erschien auch für diejenigen, die dem
Regime eher zögernd oder kritisch
eegenuberstanden. aber aus Oppurtu
nitaivgriindcn in eine Parteiorgan»»
tum eintreten wollten akzeptabel, lat-
sachlk.li war da* Arbeit der N von
rasse- und erbbiologischen Sclcktions-
kntenen bestimmt indem va - rassisch
wertvolle, nur zeitweilig in eme Not-
lage geratene Bedutftigc gctoidcrt
werden sollten, wahrend -Minderwer-
tige. -• -Asoziale Alle und Kranke
der (Minimal-»L'ntcrstutziing der Of-
lenlliclien Fürsorge überlassen wur-
den Die Wohlfahrtspflege sollte Dienst
am Volk, nicht am Individuum leisten,
an die Stelle des (christlichen) Mitleids
sollte die Sofedar- und tjpletlvreil-
vch.ift der nat soz -» Volk'genwin-
scluift treten ( -» Sozialpolitik)
Wdrtr-f mm*
Nwnbert
LjhivIh
Vxlandrr, tVn»4H Ihr V.M terwllting und
rinr* *****1*1*': Or
gtrusatwi, B<^piu d Rhein l'«W
Nürnberg 1933 erklärte Hitler die alte
Freie Reichstädt zur -Stadt der ♦
Reichsparteitage-. die von 1927 bis
I93N dort alljährlich stattlaoden Sic
bescherten der Stadt unter der archi
tektonischen Leitung Alfred Speers,
eme gigantische Anlage mit riesigen
Aulmarschfcldcrn Die auf dem 7
Reichsparteitag |935 verkündeten
— Nürnberger Gesetze verhallen der
Stadl zu einer traurigen Bekanntheit
Im Kriege wurde «wc zu Uher 91%
zerstört Nach dem Sieg der Alliierten
fanden hier zwischen 1945 und 1949die
Nürnberger Prozesse statt (-• Nach
knegsprOZCSSC ) Sn<« Örrr-Hrln
Nürnberger (.eset/r Sammelbezeich
nung für die am 15.9.1935 auf dem
"Rcichsparlcitag der Freiheit- in —•
Nürnberg (-* Rerchspartcilagel verab-
schiedeten. in NSDAP-Krersen bereits
lange diskutierten Rawcngcsetze Das
Goetz -zum Schutz des dl Hlutes
und der dt Ehre« (-Blulscluit/gcsctz-)
stellte u.a Eheschließungen und au-
ücrchclichcn Geschlechtsverkehr zwi-
schen Juden und -Dculschblutigcn«.
subsumiert unter dem Hcgnlt -» »Ras
senschande-. unter Strafe.das »Rcichs-
burgetgesetz- stellte die Rcichsbürgct
schäft über die Staatsbürgerschaft
• Arier• genossen nun besondere puli
tische Rechte, die Juden ab bloßen
-Staatsbürgern- nicht gewahrt wurden
(-» Abstammungsnachwcis. -• Aner
Paragraph I. zusätzlich regelte das Ge
setz die Frage, wer als Jude zu gelten
habe. Jude war danach, wer von drei iü
«fischen Großclternlcilcn absfammt«-
wer zwei jüdische Großeltern halte
und K'i Erlaß «Jes («esetzes del judl
sehen Religionsgemeinschaft angehor
tc bzw ihr «pitct beitiat miet zu die
fc-’O
sem Zeitpunkt mit einem -Volljuden-
verheiratet war bzw. danach ehelichte
(I. Verordnung zum Reichsburgergc-
setz). Juden waren von nun an Bürger
zweiter Klasse. luhnnr Wrrzri
I.uv-wna
(iojcIuBaan. Lvücu -B.uivrhutzixiclz- and
Imliz tM-lchung und Sn*cnü«*nu des Nurs-
heifet Gnetzau »om 15 Vepterahet 191«. m
V\erirl/dw*krfh 'l<< Z<u<-« 31 (1951 I,
Saiaac
Nürnberger Prozess«- *. Nashkriegs-
prn/esse
o
Oberer huhberg (KZ t Iml t nter «kr
offiziellen Bezeichnung -W uittembei-
gtsches -♦ Schutzhaftlagcr l Im Donau-
bestand «las lager von November 1933
bis Juli 191? Als Landcs-KZ lut Wurt-
tcmbcrg-Hohcnzollcm (zuständig: po-
litische Polizei un InnenministeriumI
folgte cs zeitlich «km KZ -* Hcubcig
und ging dem KZ im Potizeigefangnts
Welzheim <1935-1945) voran Kom-
mandant von O. war Karl Buck (eben-
so am Heuberg, in Welzheim und ab
|94u tm cKass —» Schirmcck-Vor-
brück). Bei den ca. MX) m.innlichcn
Häftlingen hancklte et weh vorwie-
gend um politische und weltanschau-
liche Gegner des NS Regimes, wie
z B den KPD-l-andtagsabgcordneten
Alfred Haag den SPD-Rcichstagsab-
gcordnelcn Kurt Schumacher und den
katholischen Stadtpfarrer von Metzin-
gen. Alois Dangclmaicr <-> Verfol-
gung) Das KZ war im -Fort O-.einem
I det Bundestestung l Im. erbaut
DM2-1H57, untergebt acht. In «Jer erhal-
tenen Anlage betmtki sich heute eme
KZ-Gedcnkstaiie sa«mvt t am«
621
< »««-rkiinimundu der Kriegsmarine
(OKM) Hikhsie Verwaltungs-, Stabs
und Kommandostcllc der dl Kriegsma-
rine 1935 aus «ier Mannclcitung hervor
gegangen. 1937 mit der Sccknegskilune
vereinigt im November 1939 und im
April Mai 1944 organiMtonsch serän-
«Jert unterstand es den Obcrbcfchhha
bern Racdcr (1.6.1935 - 30 1.1943). Do
mtztbts I 5. l*M5)undv Frwileburg (bis
zur Verhaftung der Regierung Donnz
«un 2&3.I94SI Da» O setzte sich am
drei Bereichen zusammen Chct «Jes
Stahes Sccknegslcitung mit «ler Opera
tionsabfcnlung Stab «Jes < IbcrbelehKha-
berv mit verschiedenen Abteilungen wie
Haushalt. Mcdizmalwcscn und unmit-
telbar dem Oberbefehlshaber unter
stellte Abteilungen wie Pcrsonalamt
und Waffcnamt (-• OKW I Hi, Z-.ai
Oberkommando der Luftwaffe (OKI I
beit September 1934 Bs'Zeichnunp tur
die oberste Verwaltung«- und Kom-
man«JoK :hör«k «Jer dl Luftwaffe Ober
befehhhaber war.n ».un I -
23 4 1945 Goring. vom 25 4 K5 pi45
Ritter v Greim (—• OKW, —» Rcichs-
luflfahrtministci lum). t /»« / -. * >.«.
Oberkommando der Wehrmacht lOKW )
Militärischer Arbeitsstab für Httler aK
Oberbefehlshaber der dt Streitkraft«
Das nach der Entlassung Blombergs
und v. Fritsch« ( -* (rusch Krise) mil
Erlaß vom 4 2 19 sS aus dein Wehr-
m.iihisaint tm Kriegsminislcrium gebil-
dete O. war «he höchste Kommando
und Verwaltungsbehörde der dt •
Wehrmacht: ihr waren -» OKH. -»
OKL und -» OKVI untergeordnet. Fs
wur«k von Kettel der Hiller unmittel-
bar unterstellt war. bis Kriegscnik
geleitet. Das O. umfaßte die Ämter
Wchrmachlstuhrungsamt (bzw. -stab)
unter Jodi. Amt Ausland Abwehr unter
Canaria. Allgemeine» WchiHUichisami.
Wehrwirtschaft* und Rustungsami.
< H«rrsa)zi>rr(
WehrmachtzcniialainL Wchrersatzanit
Ibis Sommer 1943 OKH) und Dienst
stellen wie < hef des Kriegsgetan
gcncnwcscns. (lief Heciesstab und
Hecrcsrüuung Dt Waffenstillstands
komimssioo fUr ZwWIh»
OberkiHiimando dass Heere* (OKU)
Seil 1.11.1936 oberste V'erwallungs-
uml Komnu>nd‘«bch><rdi- «les dt Heere*
(K-siebcnd au« GencraKtab d Heeres.
(cnct.ik|iutli«'imciMcr < het Heeres-
rustune und Oberbefehlshaber des Er-
».itzhccrc*. Hcsrctpenmulomt. Mili
tarattachegnippe. Allgemeines Heere»-
amt. Hcemwalfeiunil. Heercsrcchts-
wesen Hcercsverwaltungsaml und In-
spektion sier Kriegsschulen, ab l'»44
NS Fuhrunpsstab des Heere«) Chef
dc« O v. Fritsch bi« 4.2.193.« v, Brau
chitsch bis I») 12.1941; Hitkr bis zur
Auflösung des O am MJ4.1945. Wall
rend des Krieges, mdvsondere nach
rtx-rti.ihmc dc« Oberbefehls durch
Hitler, verkit das O an Kompetenzen
und fcarbcitctc schfießbch nur noch
«kn RuHlandleidzug (-» Osltcldzug; -»
OKW I . I
Obersalzberg Seit 1923 kam Hitkr
regelmäßig auf den I) im Berchtes-
gadener fjnd I92X mietete er »Hans
W.uhcnlckl- d.is er später kaufte und
erweitern ließ. Da« dann -Benthof- ge-
nannte Anwesen wurde Zentrum «k«
-Fübrergebicls- das durch erzwunge-
ne Vcrkhulc aul mehl als Ball) ha an
wuchs und auf dem bis 1939 eine rege
I m umi Neubautätigkeit herrschte
Nach der -» Reichskanzlei tn Beilin
wurtk «kr O «he zweite Reskknz Hit
krv Hier empfing er wichtige Staats
güstc und W ur«kntrager (Schuschnigg.
Chambi'rlain. Vlussolim Faulhaber
u a ) Von der nat «<«z. —» Propaganda
wurik hier vor der Kulisse «kr Beige
«kr -private», heimatverbundene, tiet
und kinderliebe Hitler inszeniert Im
Ifcrr* Rcwhsbrburdc»
-Fuhrergetwt- ibt «fern <> hatten auch
( wehbek Gorrng und Bortnann Villen
Wir
Oberste R<uh4>rk>><dt<i l niet Jen
Begtitl O. lallen alle R<c hslvhivdcn
Jk unmittelbar unter Jem Reichspräsi-
denten islci Jetti Reichskanzler bzw
dem •Führer und Reichskanzler« (Ti-
tulatur Hillels »eil 2JLI934. ab Januar
1939 nur n»Kh Führer) un Amtsberereb
dc* Reche» bzw Je* Groildl Reiche*
die ihnen zugewicscncn Ann»gv»chaftc
ausluhitcn *o zahlten zu Jen (J vor
rangig die RiiilMiiiM»lmm. aber auch
Jk Spitzen va Fachbehcvdcn. die
keinem RcKhwnini»ierium unter oder
nachgeordnet waten liB Rtich»iagci
rncislci Der Beauftragte für den -*
V tcrjahresplan I. darunter auch kkine
Behörden ohne »euere Valetbebor-
den (zH Getter albauinsgKk tur für die
Reuhshaupfslaüt | Fuaktuwic» v«m O
übten auch die Rc»ch»ecnchtc i-»
Reich» geteilt — Rcwhsarbeitsgencht
—• RcKh*kncv»ecncht. —» Retchsver-
wallungMtencht und da* neutr*chaf1c
ne -» Retchserbhofgericbt) aut. ohne
irdfuklKh ab -Atu h/cchncf zu
»erden Für die Herrschaft*- und Ver-
»aitungMlruktur Je» dt Frnparteien
Maate» zwischen 1933 und 1*15 »ar
tipisch dab ruaatzfach zu den <4tnehm
mehl tdlencn Aulgabcnuherschnei-
Jungen der staathchen Verwaltung
IrR auf dem liebtet der Wirtschaft
zwischen dem Reich»» irt»< haft sinini-
uciium und dem Beauftragten für den
V ictjahrespian i der Ihcili-mu» »on
zcnlrahtaattoihcm Regimenl und Par
IcKeemtenl zu komfu.-tenz»ttsitigkci
len führte bet denen meist Hitler«
Entscheidung hcrheigcfuhn »erden
mulliL Icndcnzxll fuhr len «ohrhe Au»
inianJcr»etzunyen zur Verschmelzung
»on Verwaltungen rugumlcn der Par
lerbrrrschatl Im tspschc-s Beispiel ist
der Reubsfügendtuhrer der NSDAP
612
Heil 1931 Baldur s Schirach. serant-
»vrlliuh für die gesamte -• HJ. den NS-
Schuler- und den -Studentenbund I- AI*
lugenJfuhrcr de» Dt Reuhe» über-
nahm er ab Jom 1933 auch alle übrigen
dt Jugetidi<gam*atHuicn nach deren
Air»»chah une durch Auflösung oder
Verbot und der Erklärung der HJ
zur staatsjugend lHJ-<«csctz *om
I 12 1936) »al die Funktion eine* Ju
gendfuhrer* de» Dl Reich» überflüssig
geworden und * Schirach lumnlc in
semet Partmet genschaft ab Reich»
fueendhihrer in die ISratm emer O
aufruckcn In anderen Fallen übten
SpLzcnbchocJcn det Partei Funktio-
nen von O au» «bwiüil oe nuhl aus-
drücklich al» solche bestätigt »utden
Besonder» deutlich wud die» heim -♦
Stelhertreter de» Führers (ab Mitte
19*1 Chef der Parteikanziei). der tm
Minisi errang dem Rcichskabtnett und
dem —• Mmrsterral lur die Reichs-
»crlctJigung angchortc und dem bet
wichtigen Verordnungen der Reichsmi
niMenen «mie hei Ernennungen »on
luUicrcn Staatsbeamten ein Anbo
rung*- bzw VI irsprache recht zuttand
Die Verschmelzung staatlicher und
partci.imtlieber Funktionen und die
I betnahm» st .ul lieber B-siti.-ncn in
einer bt» KnegsetuJe mehl abgeschlos-
senen F ntwuklunc kennzeichnet auch
da» Vrrhahru» zwischen —• SS und
— IMizei. Himmler» l incnnung zum
- Reuhsluhrer SS und Chef der Dt
IVützci 1193hl nt der nominellen Stel-
lung cme* Staatssekretär» innerhalb
des RcichMnnenmmislcnunis. taktisch
ledivh tn der Rolle eine» HHirenntni-
Mer*. Eip^eitc- koeiscqucntcrwcrsc tn det
I bernahme de* Re •chonns-mni niste
nurns durch Himmler lJuh 1943). wo-
bei et »»hon »eil 19> alk 1 unktioncn
einer <» atrsubte Folgende Behörden
galten ab 11 Büro de* Re achsptasiden-
len bzw nach Hindenburg* Tod -a Pta
swhalkarizlei de» Führer» und Reich»
623
kanzlcrs -» Reichskanzlei -» Reichs
in ar sc hall — RcichvregKning mit den
Rew.hMninislt.ricn rRMi. —• Auswärti-
ges Amt. -» RM de* Innern. RM der
Finanzen RM der Justiz. Retchswnt
*challsmini»u-num Rcichswchrmini
stenum lab 215 1935; RcKhskrtegs-
minrsicnum bt» 42.19.36l RM der
Luftfahrt — RM für V olksaufklarung
und Pttgsaganda Rctcbsarhcilsitun»-
stenum. RM für Ernährung und
Landwirtschaft. RM für Wissenschaft
Erziehung und Volksbildung RM für
Bewaffnung und Munition (ab IM2
—» RM tur Rüstung und Knegsproduk-
tüm) RcKhspoMmintslcnum. Reichs-
»ertchrsm misten um -• RM für Jie
kirchlichen Angelegenheiten. -• RM
für die besetzten l Kl gebiete
Emc Auswahl »sm Ministern bildete
O wie den -♦ Geheimen JCabmettvrat
und Jen Rcrchsserteidigimesrat bzw
den Mimstcrral lur ehe Reichs» crlei-
dlgung («eil I93KI Zu den traditionel-
len O zahlten Einrichtungen »e
Rechnungshof de* Dl Reiches.
Reichsanstali tur Arhensvrnnitttung
und Arbctlskrscnsersicherung. Jk aber
schon m Dezember 1939 dein Reichs
ar beit «nm tslcnum et nee gliedert wur
dc un Juni 1939 wurde auch <he bislang
autonome Retchshank dem Führer
UMersleUl Neu geschaffene Sonder-
bchörden des Dritten Reiche* tm Ran-
ge »an O waren -< Rc*ch**ugendfuh
rung (seit 193b). — Reichstoestmeisler
Re*chsiagermcr»ler -• Generahmpek-
tor für das dt. Straßenwesen Isert Nos
1933). RcKhskommissar tur sozialen
Wohnungsbau. Reiehsstelle für Raum-
ordnung (1935). Generafbesollmach-
tiglet für den Arbeitseinsatz («eil März
19*3). GcBcraJbesoUmhchttgter für
die i Kneg»-iW'trtschah (1935), Reichs
konuntssar für Preisbildung (seil
1936), — Reichssfsirlfuhrer Ise« 1936).
Generalhauinspektor für Jk Reich»
huuptstaJl (193?) -» Gencralbesoll
(Marrs» SV* uürrr ItlS«*)
machngter lur die Re ich »»er »al tune
(1936). Rcichsprolcktor in Böhmen
und Mahren (Marz 1939). Reichsar-
hettdührcr («en 1*13). RcichsNevii**-
machtigler tur den totalen Kric-gsctn
MU I Juh 1**41 Marnaw
t Hirrslri Bels hhhahir Wehrmacht
Nach dem Tod des Rcicbspräsidenlen
v Hindenburg am 2H 1934 trat Hitler
Maatvttreichartig Jk Nachhüee tn des-
sen Ämtern an und »urdc dadurch
auch O. Von diesem Zeitpunkt an hat
len die Angehörigen der • Wehrmacht
den Eid aul Hitler abzulegen Infolge
Jet Bknnbcig- und -• Fritschknse wur-
de am 42.193« da» Kricv»mrnislcnum
aufgelöst Hitler übernahm den direk-
ten Ohcrhelehl über dK Wehrmacht.
•k RcKhswehmuniMcr * Blomberg
anordnetc da» neu eingcrwhlete -•
Oberkommando der Wehrmacht dien
te thra als Arbritsciab fite F-Mv»
Ohcrsler (.rn<ht»bcrr kmtlichc Be-
zeichnung. Jie Hitler in dci letzten Sit-
zung Je* Reichstag» am 26 4 19*2 ver
iKhcn wurde Dk lunklon ab ( > hatte
Hiller lld bereit» sorhel bet der Zu-
sammenlegung det Amtet Führer und
Reichskanzler .ingcmaiu und «chon
durch dte rückwirkende Rechtfertigung
der wahrend des -» -Rohm Ihnu.he»-
begangenen Morde als -Staat»notwehr •
auigcubt Ate <> stand Hrtier über
Recht und Justiz l — Justiz und rnnrrr
Verwaltung! •>» fx»9<w
<Ihersier S k-Fuhrvr (Os 31) Nach der
Ende 1929 erfolgten Abkwung Franz
Pfeffer * Sakunon» »on dem »eil 192h
bestehenden Kreien dc* O übernahm
1930 Hitler «clbsl die Führung der
unruhigen und ständig nach mehr
Selbständigkeit von der Baltischen
Organisation (PC)> strebenden SA Dk
tiktrsht Leitung der Dicnstgeschafte
wurde einem Subschef übertragen
ObrffMe* Purlrtrcn* lil
(bis zu «ctner Ermiudung 1934 Rohm,
gefolgt son Lutze bn zu »Jessen l'nfall
tod 1943. zuletzt bei Kncgscndc Schcp-
mafMlk hwcaVOMWi
Ohcrsles Partrigrrtchl /in Schhchtung
parteiinterner Streitigkeiten richtete
die NSDAP bei der Ncugrundung der
Partei im Februar 1925 eine eigene
Schtcdudk ein. den Intclsuchungs
und SchhchtunesausschuB (l schla).
VorMtz Gencralteutnainl a D Hctnc-
mann Ent nut dessen Nachfolger,
dem «eh 1922 der Partei aagchorenden
Major aU und Münchner SA-Fuhrer
Malier Buch. einem »ettsihrim Amt
scmitcn und treuen Parteigänger Hil-
lers gewann der l sehJa formal und
.Ansehen in der Partei Buch cm er
bi Iler 1er (icgncT des S A-Stabschel«
Ridim. führte 1934 eine regelrechte
Säuberung «ier Partei »on allerlei zwei-
(clhaltcn Figuren, va aus dem Imfcld
Redinis bzw der SA. durch und »er
schüttle och damit Respekt fr leichten
wurde ihm diese Aufgabe. ua durch die
Aufwertung des l sctela zum < »bersten
Parteigencht tfJPG» am l.i.1934 Das
OPG erhielt eine 2. Kammer unter
Vorsatz des Rcichslcilcrs und .‘sicht Ju-
risten W ilhclm (irtmm ArhcttsncfHhm-
cn erhielt das O. mn den Richtlinien
des Stcfbcrttclcb dc* fuhren som
17X1934. Bei partc nehadtgendem
Verhaken lummen danach aufk-r aul
Rang- and ftistcnserlusl oder Partci-
ausnchluß auch auf Artest- und Haft
strafen erkannt werden Bezeichnend
für die justiziablen Inhalte mit denen
sich das OPG aineaiandcrzusctzcn
hatte, sind - Seat der Schhchtung gr
w< 4mlieber innerparteilichei Sirenig-
kerten abgesehen seine l’rtcih.- gegen
Parteigenossen, die un Zusammenhang
mir der -• kihUllnahl- wegen Pfun
derung in jüdischen Gebäuden miet
wegen V crgewahigung jüdischer Frauen
«geklagt waicn Wahrend die idlentfa-
»M
chen Gerichte schwerere Delikte wie
politische oder rassistische Morde bet
Parteimitgliedern oder -anhangern mit
der gebotenen Milde behandelten, wur-
de un fall der Kristallnacht later dte
Disziplin- und W urdeloMgkeit der Par-
tciguosscn streng bestraft Im Iduic des
Krieges <neben sich Hitler und auch
Buchs Schwiegersohn Martin Bormann
an der in ihren Augen allzu strengen
Rcctitsauslegung de* <>PG besemders
nach dessen milder f ntschcidung tn
der Angcicgenbeu des innerhalb der
Partei zum Aubcnsctier gewordenen
Gauleiter* Josef Wagner. Buch und
sein (le-rwhl sahen sich ab 1*42 soweit
entwürdigt. aOe l riebe durch den Let-
ter der Partcikanzki genehmigen zu
fassen Emen Anlaß nm Rücktritt sah
dann aber keiner der Parteirichier.
Ulk ZlirM
1 Mia s Deutsche Gcselfschafl für
•Hcwtlicbc Arbeiten
Ohm Kruger l ntcl det Regie son
Hars» Stcintudf entstand der Film Ohm
Kruger frei nach dem Rtwnan tfurau
diiw I 44 »on Atihdd Krieger unJ
den I chens-inniiunnn »les Buren
prtrwdenien Paul Kruger Am 4 4 1*41
wurde er in Berlin uraufgetuhrt und cr-
hieft da» Prädikat -slaalsfwditnch und
Kunctlensch besonders wertvoU-
Haupldarstclk-I waren Enal Janninev
Lucie Höflich Werner Hmz. Eract
Schroder und Gisela I hlen. Gustaf
Grundgm» spie Ile Joseph Cham
berlatn Die nat soz Pri^vtganda be-
nutzte Jk lut ihre Zwecke scrUbchle
historische Auflage dc« Burcnkncgs. in
dem sich dte txrnien sudatnkan
Republiken Oring und Itanssaal ge-
gen die Engländer serteidiglcn um vor
Jet geplanten Insastou t ngLands, dem
l ntetnehtnen -* Scckiwc. Jk antibril
Stimmung zu schüren und ehe ver-
meintlich negativen engl l'harakler-
metkmak besonders hctnusruMcIlca
Am Rande sollten unter dem Schlag-
wort -Bttrenknet tM gkieh Judcnkncr >
auch antisemitische Slcreotvpen trans
portiert werden Ah Durchhaltclilm
hcö Goebheh f)hm Ärtufrr l**4 wie-
der m die Programme der Kinos auf
nehme-n faZi», »reH
OKH *. t iberkiimmaiMhi des Heeres
OKI «. Oberkommando der t uftwalle
OKM s. Ober!iiinniand» der Manne
OK" *. tNierkommandu der Wehr-
macht
Olsmpische spiele 19.9» stand Spwt im
Dunste der NS-Propaganda bei den
WintcTspscicn in Ganntsch Parte nktr
eben Ih 16 2 i und den Sommcrspic
len m Berlin f|.—I6.NI 1931 hätte
das Internationale (Jhmpeschc Kon»
lec (l< X' i Berlin Jen Zuschlag tur
die Austragung der \l < Nsmprscbcn
Spick- gc-gebeu Wahrend die NSDAP
steh dagegen aussprach Wcllkampte
gernemsam nut -Negern und luden
durchzutuhren sah Hrtkr darin eins
Chance die -Weltpelmng- des Dritten
Reicbe» zu demonstrieren Das It x
residierte seine Entscheidung nicht,
trotz der Boskottaulrute intematuma
Ier Sportserbande und dl Emigranten
trotz der -» Nürnberger fiesetze (Sep-
tember 1935 j und der -• Rheinland
besetzung (Marz 19361. Die Spick
wurden durch hvhslcn Imanznlk-n
und oryanisatonschen Aufwand zu
einer beispiellosen ästhetisch politi-
schen Grohmszcnacruag; die Monu
mcntalanlagc des — Rcubssportlcldc«
Stadion. Atailcid Glevkenturm Lan-
gemarck-Hallc - war das erste 'on
Hrlkr beschlossene GroBhaus ortuben
In den Zeremonien, als deren
• Schirmherr- Hitler sich feiern lieh.
Ofrfeiekl KrtieM
wurden iJ'tnpssehe son »at wm.. »port
Sehe von mibtansch-chaue«iisttsehe»
Rituakn »leitach überlagert Dar dt
Sportler. kooditKHiKrt zu - Kample r n
tur Jk- Idee unsere» Euhrcrs-.errangen
die meisten MedaiMcn I ent Rieten
»lahi* (Msnun-i film «UlMcflc die Spie
ic zum msthnchen Ereignis Du \S-
Rcabtat hmtcr der gfanz»olkn fassadc
bheb »k-n inlemationalcfl Besuchern
weilgebend »crNirgen für die Dauer
der Spick waten antisemitische Parte
kn aus dem Stadtbild entfernt und
der Verkauf dc* Hetz Blatte« -• l>rr
Sturmer untersagt ».irden Weitgehend
»crgc»sen al. datt du Sp»ck auch zum
Anlaß genommen wurden, dar -• Sinti
und Roma »u« dem Raum Berlin in
cut Lager nach Marzahn zu bringen
wo SK bis ZU ihrei -• Deportalnm nach
-• Auschwitz uzuer uNcn Bcdmguneen
tcfanrcncchaltcn wurden
*irtawFi»4bm
irw— m ftertr
*|Js I 81M 111 Jk>»W9wk C- 1 aVk
< fperatnm l Ilm k f mgrna
Opcratiim Wesemtmng *. Noewcgcw-
fiMzwg
OpcratMiwszimc v Adrtalrwhes huste».
Land.* Alpen»»riand
Opfer der Arbeit Stiftung zur l nler-
stutzung der Hintcrblictkwcu von tod
beh »s-rune>ucktcn Arbeitern, ihe rm
Mai 1933 von Hitler gegrtmdct wurde
Im Dezember 1935 wurde sie durch ei-
ne Stillung -<) auf See- erweitert Dk
Stiftune wurde durch Spenden trnan
z»ert. die nach pohtischen Gesicht»
punkten »erteilt wurden u<» trn+m
< Iradour-swr-t »laue < Dept Haute
Vienne • Am Nachnuitag des 106 1144
hfWt/ti eine Kompanie der SV Panzer
Dntsiori -Da» Reich- aufgrund »on
Gerüchten übet ein anecNichcs Wal-
tenlagvr der Resistance d«c tn Ort-
schaft <1 D»c Lu»«Anci »uiikn zu-
»ammengetnebea Die Manner wurden
von Frauen und Kindern getrennt
in einige Scheunen gebracht und
dort erschossen Andere SS- Angehö-
rige »chkwicn die Frauen und Kinder
m die Kirche ein und zündeten diese
an Jeder, der ru (beben versuchte,
»urde cnchuMea Dann zogen die SS
Sokdatcn plündernd durch den Ort und
brannten alle Hauser nieder Insgesamt
M2 Menschen wurden umgebt acht, nur
36 konnten entkommen Eme knegsge
nchlltcbe Verfolgung »urde von Hitler
verhindert Bet einem Prozeß vor
emem frz Militärgericht 1953 wurden
21 ehemalige Angehörige der SS-Em-
heit verurteilt, da e» s*»h aber grüßten
leih um Ehauer haadehc. die non
Dienst in det — Waflea-SS gezwungen
worden waren, wurden mc kurz darauf
amnestiert I —• Nachknegspcozcssc)
Die Ruinen dc» Orte» und ah Mahn
mal erhalten, dieser selbst wurde dane
he« wieder aufgebaut Mr*w*
Onate »bürg ih/.l In der nördlich von
Berlin gelegenen märkischen Klein-
stadt O wurde am 2131933 dem
•Tag »on h-tsdam- - eine» der ersten
-» Konzenlraliowslaget errichtet Nach
der Ausschaltung der SA Führung un
Zuge de» -• •R<thm-Put»chcs> wurde
da» vixi der -• SA geführte Läget «n
Jub |1U »on der -* SS übernommen
und wenig »pater aulgeköst Etwa MU)
Häftlinge, die v.a. aus den Reihen der
— KPD und -i SPD stammten wurden
in dem mitten m der Stadl in einer
ehemaligen Brauerei emgerwhlclen
laxer inhaftiert Mindesten» 16 Härt-
linge. darunter auch der SchnfUtettcr
Erich Mühsam wurden hier ermordet
Das KZ iM nicht identisch mit dem un
Juli 113p von der SS am Rande von
Oranienburg eingerichteten Konzen-
traiwnslager —• Sachsenbamen
gmwMwr ZSwwrr
t Ird» a aad F hrviurKhen \bzeichcn tn
Form von Medaillen oder Kreuzen tut
hewmdere Verdienste Nach der ordern-
armen Zeit der Weimarer Republik
erlebten die Q U- E. nach ihrer ersetz
heben Wiedereinführung am ' 4 1133
eine Blute ftxrsetz über Titel. O. u
E- ergänzt am 155.1934. ersetzt am
17 1937» Seit 1937 konnte die Verlei-
hung von O * E nur noch durch Hitler
erlotecn Zu den wichtigsten (JuE ba
Kncgvbcgmn zahlten das Ehrenkreuz
tut Frontkämpfer Kriegsteilnehmer
und Kriegshinterbliebene des Ersten
Weltknegev die • Ehrenzeichen der
natsoz — Bewegung- tEhrenzeichen
tur Mitglieder unter Nr. lOUtkU (Gol-
dene» Paneuhzewhenl. -• Blut-O m
Erinnerung an den 9.11.1923 (-• Hit-
lerput»ch| Goldenes HJAbzcichen.
uak O zum Gedenken an außenpo-
litische Ereignisse IzB Österreich-,
Sudeten und Memel Medaille für Ser-
dicrrslc hei der Besetzung Jer jeweih-
gen Landet (-• Anschluß Österreichs;
-» Sudetenland -» Sudctcnkme: -•
Mcmcllandi da» spamenkteuz für An-
gehörige der — Legioa Condor Für
sonstige tvsemdere Verdienste m den
»crschtcdcmien Bereichen »urden z B
gestiftet da» Dt Oh>mpu-E von 1936;
d.i» Mutterkreuz tur kinderreiche
Frauen I — Mutterkultl der VerdicnM-
O. »om Dt Adler (-• Adlcrordenl
zunächst nur tur ausländische Persön-
lichkeiten. da» E. des R-Xcn Kreuzes
tut soziale Veribemte (am 15.1939
durch das -E für dt \ .dksptlcpe- er-
setzt I. dK Rettungsmedaille für die
Errettung von Menschen am Leben»
ec Iaht Dienst aoszcichnungcn lur SS
u?
-» RAI) Polizei Feuerwehr eie; Dt
National-Q für Kunst und Wüte»
schäft Die wichtigsten un Zweiten
Wellkneg gcschuftencn O. u E waren
Eiserne* Kreuz lEK» in vier Abvtu
fünfen, wicdcrgcsiirtct am | 9.19.» tur
besondere Tapferkeit und Iruppen-
tuhrung Die 1 Stufe bczctehncte Ja*
Ritterkreuz nut tunt Lntcrtcilunrcn
Ritterkreuz de« EK. dazu Eichenlaub
dazu Schwerter. dazu Brillanten, und
da* Ritterkreuz mit goldenem Etehca-
laub mit Schwertern und Brillanten
Die 4. Mute de* EK war da« GrrrfL
kreuz Weitere <> Dt Kreuz m («W
und Silber »om 2K.9.IM4I. Krteygver-
dienstkreuz in zwei Klassen vom
1K H) 19» für alle VerdwrMc. dte keine
Würdigung durch da* Eiserne Kreuz
finden konnten (am IM.M.l<M4i erwet-
lert durch da* Ritterkreuz ah 3 Stufe).
Acrwundctcnabzcwhcn verschiedene
Kamptabzeichen der Wehrmacht <\u
her Jem Abzeichen für bestimmte
militärische Ereignisse Ostmcdaillc für
die • Wintcrw.hkKht im Otten 1941 42-,
oder der Narvik- Chota»-. Knm- Deut
jan*k-. Kuhanschild Ain» L—t»
Ordensburgen Die Schulung der
Parteifunktionäre «ollte nach den Vor
Stellungen dc* Re>chs*chuJung*lctter*
Robert Lc> ui sog Schuhmgvburgcn
erfolgen, von denen bei Knemaie
brach tur die Funktionäre der Gau
und Kreisebcne 13U Gau- und Krevs-
schuiungsburgcn in Betrieb gem «nrnen
waren Für die Schulung der Partcielite
waren d»e wjg O vorgesehen, deren
äußere bauliche < «estaJtung nach emer
Anregung Hitler* allem schon ihr Idee
dc* Natsew zum Ausdruck brmgea
»»Ute. Bereit* ab Februar 1934 wurde
an den O Krosunvcc hei Falkenburt m
Pommern und •kogehang- unterhalb
der Lrttubperre in der Eitel gebaut
Ah letzte Q. entwand teM Mai 1935
Sonthofen un Allgau ADe drei Q wur
OrHn ten»
den 1936 wenige Tage nach Hitler*
tivburlstag cingeweiht Die riesigen
Bauvorhaben mit emem Platzangebot
für MB Schuler und 5t» Mann
Stammpersonal waren aber bis Kriegs
begmn noch kemeeweg* abgeschlossen
Nach Lev* ursprünglichen Planen soll-
te eine Auslese von Ahaolvcaicn der
-• Adolt-Hitlcr-Schulen nach Artteits-
urul Wehrdienst (-• RAD. -♦ Wehr
pflicht) im Aufnabmealter zwischen
23 und 30 Iahten (ab 26 nur ah Ver-
heiratete ) zu — Baltischen Leitern aus-
gebildet werden, wobei die O jährlich
gewechselt werden soBte Au* dem
ersten, knapp einjährigen Lehrgang
auf .Vogelsang., det tm Mai 1936
begonnen hatte und dem nur -• Partei
genossen au* der Zeit vor 1933 an-
gehorten. wurde da* Stammpersonal
für die drei Burgen genumnica Zu den
nächsten Lehrgängen 193' meldeten
och überwiegend ungeeignete Bewer-
ber. die einen späteren ocheren Ar-
beitsplatz suchten. Daher kiinnten sich
bereits 1939 auch Nicht PartcigciMMcn
au* den Rethen der -» DAF um Aut
nähme bewerten Mit Knegsbegmn
wurde Jk- Ausbildung abgebrochen und
nut 194344 auf Krossmsee mit drei
lehrgangen für Knegsserwhne noch
einmal kurzfristig autgenoarnicir Wk
beiden Adolf-Hitler Schulen versuchte
während de* Krieges Rochvchatzmci
ster Schwarz un Hunde mit dem Leiter
der Parteikanziei <—• Stellvertreter de*
1 Uhrer*I Martin B>etnaan. FmfluB auf
dte Q. zu gewinnen, indem er die Fman-
ricrung der Schulen übernahm
Das Lehraneehot der .Schute der
Weltanschauung, tlxvi beschrankte
weh im theoretischen Teil auf dte
Hauptgvbicte Geschtehlc. Ranen- und
(»eopiilitik nur den Schwerpunkten
Sor- und ZcMgeschtehle (—• Rassen-
kunde: —» Gcogsiiitik). ab 193H kamen
noch Ostfragen- zur Vorbereitung auf
dte Frweitcrune de* Reiche* nach
HrUmnxsjHUuo
Osten hinzu Tcifwewe nur aut dem
Rapier standen facher wie Whua-
«cJiafts und Stuullchrc. Phiknoptwc
und kunstfev.-ha.hle I berwog n> den
Schwerpunktfachern J«c p« 4itrM.be in-
doktnnalion «o drenie die intensive
sp«nlich-mibtarr»che AuvbrUimg mehr
zuktzt der Erzrhunr n Cxhca«
und Disziplin Zur Forderung de* ge-
scUv.h.i/!hshcn Sclb»|hcwubl «cur» wur-
den auch Reiten. Steeln und Fliesen
angeboten Hegen der geringen At-
traktivität der O für «he Adolf-Hitkr-
Schtllei die anders al» Ordensfunker
mit dem Schulabschluß die Hicbschul
rede erhielte«. Neh das Ausbildung»
creehnt» «Jcr O an den serble lösenden
von ihren Hitdungsvoraucsetzungen bet
häufig überforderten Ordensiunkcrn
jedoch »on .Anfang an hinter den Er-
wartungen zurück Akaskmische Beru-
fe blieben tabu, selbst der L'bertntt tu
dte -» Hohe Schule der NSDAP wurde
den Absolventen nicht gestaltet Nicht
wenige Ordensjunker bemühten «tch
daher um vorzeitige Entlassung Da-
mit blieben «he O schon am kuBeren
Gründen mehr noch als die Xdotf
Hiller-Sch ulen «wkr dte —• National-
politischen Ernchungsanstailcn reute
kadcrschuk-n der Partei Nom»»
IjW»
Amu H«i- tKit < Mvmfarr I .-rrbMg ICH
/W« f rar f iit—ihiw FuMwir ra
f>ar»i Ao-S t iwtnshra pmn
Sdtate HariW '>Ävkc»CnB»lu Uww
Mai CäciaiuM IT1
< trdawngsfHdtzcl s. Piduci
l Irganrsalio» der gcwcrHkhea Wirt-
schaft Durch Gesetz um 272 l‘»«4
verfugt« Ncughciferung der gewerb-
lichen W ir iw halt die in sichen Reich»
gruppen unterteilt wurde: Industrie I-»
Retchsgrupps. Industrie). Handwerk
Handel Banken:Vcruchcnmgen Ener-
giewirtschaft Fremtlmvcrkehr Dw
Mitgliedschaft war für die 1 'nterneb-
men Pflicht ebenso wie die Zugehörig-
keit zur Industrie und Handetskammer
bzw zu «Jen Innungen Dw Rcwhsgrup-
pen unterstamkn det Rcwhswirt
whattsk.immer deren Funktionäre tur
die Hirtschaftdenkung sorgten und
Anweisungen «Je» Rei«hswirtwhalt*nu
niste num» durchsetzten «ä ts»g*w
Organisation «whineit Eine SS Instanz
zur regionalen Organisation von -»
Zwangsarbeit Ende Oktober 1440 war
SS- Bnga«k führet Albrecht Schmch
rum Sinnderbeauliragten des Retchs-
luhrcts SS für IremdvolkBchen -•
Arheitveinutz m ObervchJcsaen emge
«ctzt worden Bis 1444 wurden Zehn-
tausend«-. überwiegend aus dem ost-
obenchlesischen Abstimmungsgebiet
«lammende Juden unabhängig von
det Arbeit» i-rwaltung rekrutiert und
gegen nach tJiMhftkatuin gestaffelte
tagesgebuhren an I ntemehmen des
Autobuhnbaus oder der Rüstung -ver-
heben- Ahnbch verfuhr ab |442 das
-» Winirhnfti Mcrwhktip Hiiip
uni mit KZ-Häftlingen Für die
Zwangsarbeit erachtete die O em Netz
von über 1"A> bewachten lagern nicht
nur in ganz Schlesien w>n»lcrn auch
im Sudetenhind Da vieie Insassen an
Unterernährung miet Mißhandlungen
»Urten liier ik .irtx-itsuntahag ermor
det wurde», erhielt die O im Sommer
1*42 die Genehmigung. lOIMD west-
europäische lud n aus den Transporten
nach -• Auschwitz ru mustern Das als
VetnKhtung durch Arbeit« zu charak
terraerendc Regime der O umfaßte
Anfang IH43 weit über 500UO luden
Ab Mitte 1*43 wurden Lager bei wich-
tigen ProduklHinvstattcn in Außen-
iMCI «Jet KZ -* Auschwitz oder -*
Groß-Rosen umgewaruklt. «Jer Rest
aulgekM die Insassen deportwn und
ermordet I-» Deportationen. -• Ras
senpohtik und Völkermord) a-zriw»
62*
Orgunisa)t>»a ladt IOI) 19U tur
«Jen Hau mihtanv.'her Anlagen einge-
richtete Organisation Sie war nach
dem -• Gcncralinspcklcur fui das
dt Straßenwesen und Gcncralhesoll-
nuchligien lur die Regelung der Bau-
wirtschaft. Fritz lodt l H»l -1942). be-
nannt. Ihm oblag nicht nur die Koordi
nalxin des gesamten Bauwesen». sve
dem scU I«Mil auch die det Produklam
v«m Bewaffnung und Munition Bereits
IW war Todt die Bauleitung «les -»
Westwalls übertragen worden. Nach
Kncgsbeginn wurde «he Q li für Bau-
vorhaben tn den besetzten tiebielen
eingesetzt -Ftoaltwuleitungen- waren
für den Wiederaufbau zerstörtet
Straßen Brucken und Eisenbahnlinien
zuständig Im Verlauf des Krieges wur-
den alle militärischen Bauaufgahcn.
schließlich auch die Bauformationcn
der Wehrmacht. «Jcr O unterstellt Aul
den Hausietlcn wurden HutxJerttau-
»ende vua ausländischen Zisilarbci-
tern. -» Zwangsarbcitern. -» Kriegsge-
fangenen sowie Häftlingen der -»
KZ eingesetzt Die O war mditamch
strukturiert, und dsc unifonrncrten
Angehörigen unterstamien einer «juasi
militärischen Dienstpflicht
Die (1 war eme «Jcr bcdeuicndsien
SorxlerorganisatMmcn des nat -w
Slaales Emc weitgehende I nabhatv
gigkcit von bürokratischer! Strukturen.
weitrcwhemJe Machtpositionen einer
halb ihrer Befugnisse sowie das ihr zur
Verfügung »lebende Memchenpotcn-
tial v erlichen der O eine hohe Effizienz
bet der Ausführung der Bauaufträge
Nach Todt« Tod übernahm Alfred
Speer 1942 seine Nachfolge uls Retchs-
minisler für Bewaffnung und Munition
und 1443 die Leitung der O.
I zwtM ftrrfMflHH
< M»gnappeA Jrtsgruppmleiter Die O
war die (»cbvctscinhcn der NSDAP un-
tcrhalb der -» Krcischcnc S*e umfaßte
OmMw
aul «km Lan«k eine oder mehrere Cie
memden in Stadien entsprach we
Stadtteilen bzw -vierteln Zunächst
sulltcn in einer O 50- SÜD -• Partct-
genussen organisiert »ein. nach der
NSDAP-Orga«u»at»m«rciiirni de» Jah
res I9.ki w urden O nach der Anzahl der
llawshallimgcn ihics Gebiets (höch-
stens DU)) csngcrichlct Der OJcitcr
wurde auf Mmchjag «ie» -» Krcnkitcrs
»om —• < •aulctter ernannt Er kontrol-
lierte die Zellen- und Blockklter (-»
Hkcli scitks Gebiets Eine wichtige
Aufgabe der O leitet bestand in der
Beobachtung Betreuung und Lberwa-
chun« lpolnische Beurteilung) «kr m
ihrem Hohcusgcbsct wohnenden Be
volkc rung fsanw«
OS AJ s Oberster SA-isdirer
IhUrbriHl v Ifrwülbolrt
<>»rtiaha Mit «kr Serordnung übet die
Verwaltung des Eiscnbahnwtrvens un
Gebiet «Jes — Generalgouvernements
vom 9 11 |9?M wurden die ehemals
poln Slaatshaimcn un < icncralguuver-
ncnscnl nunmehr in O umbenannt,
der (Haup« >Abteilung Eisenbahnen der
Gouvcmcmewtsverwahung unterstellt
die dann) ab (lencraMircktion der
O fungierte Als wichtigstes Tranig»et
mittel im Güteraustausch nut «kr So
wiciunio« war die O gezwungen, die
Umsetzung «ks ncsigm Iransportaul-
kommens vim «kr N«*mahpur auf die
in der Sowjetunion übliche Breitspur
zu bewältigen Zu dn-scrn Zweck wur-
den die l mladebahnhofe Malascewice
bet Brcst-Litowsk und Zurawtc* bei
Przrmvsl gebaut. Wegen «kr knegsbe
dingten Verlagerung «ks Warentransit«
»om Schiff auf «he Schiene mußten
schon »ert Beginn «ks Zweiten Welt-
kriegs «kr Warenaustausch mit Zen-
tral- und Ostasicn und «he Beförderung
des kriegswichtigen rumänischen Ok
OMrrrrkh WM-1*4*
im wcsentbchen Uber die O. erfolgen
Diese strategische Bedeutung der <1
va. für die Rüstungsindustrie wuchs
noch mit dem — Gstleldzug. «eil die
Versorgung tast der gesamten Ostfront
über das Schlcncnnclz und mit Jem
Fahrzeugpark der O erfolgte
Mrm*« U n»
< Klirr ruh I9.W-IM5 Nach dem ml
litarisch vollzogenen -♦ Anschluß wur-
de 0. rechtlich zunächst als land ein
gegliedert, jedoch |9W durch das -Ost
maikgcsetz* aufgelöst und in seinen
gewachsenen historischen Strukturen
zcistiMt Sein Name wuidc durch «Ost
mark- und l'M2 durch den Sammelbc
griff -Alpen- und Donaureiehsgauc*
ersetzt An die Stelle der früheren Bun
deslander traten sichen direkt den
zentralen Rcichsbchotden unterstellte
—• Rcichsgauc: Wien. Kärnten. Nieder
donau Obcrdon.iu Salzburg Steier-
mark und Tirol Vorarlberg wurde dem
Gau Tirol angeschlossen Osttuul kam
zu Kumten, das Burgenland wurde auf-
gelöst und den Gauen Niederdonau
und Steiermark Zuge teilt Die Gaue
Niederdonau und Oberdonau wurden
im Norden um ehemalige sudctcndl
Gebiete erweitert Vkicn wurde durch
Gebiete in seinem l'mland betracht-
lieh vergrößert. wie überhaupt die gtö
Bcren Städte durch Fingemeindungen
erweitert wurden.
Verwaltung und Justiz wurden durch
eine Flut von Gesetzen und Verord-
nungen rasch ungeglichcn Die adnuni
strativen Spitzenpositionen wurden zur
F.ntUluschung der <Merr Nat «v viel
fach mit Reichsdeutschen besetzt Zum
Rctchskommisvar tut die Vereinigung
Österreichs mit dem Dt Reich wurde
der Gauleiter von Saarpfalz loset
Burckel bestellt
Die Gold und Devisenreserven
wurden nach Berlin abiransporticrt.
die Wahrung im I 'mrcchnungskurs
6.MI
I RM = 13 S, umgestellL was einen
massiven Aufkauf osicrr. Bclhche und
Firmcnanicilc begünstigte Der —* Vier-
fahrcsplan wurde aut Ö ausgcwcllct.
und die neugewonnenen Industrie- und
Fncrgiercssourcen sowie das bis da-
hin brachliegende Arbcitskräftcpotcn-
tial ermöglichten cs dem Dt Reich,
seine Hochrustungspolilik ungebremst
wvitcizuiuhtcn Kriegswirtschaftliche
GroßinveMitioncn wie der Bau der
— Reichswcrke -Hermann Goring* in
-» l.inz sollten spater zur Basis der
österr Schwerindustrie werden
Der nai s«>z JVilizeiapparat wurde
bereits in den ersten Tagen der Okku-
pation installiert und die kcrtolgungv-
maßnahmen gegen politische (»cgner
setzten ».»fort ein Der erste Transport
von politischen Häftlingen ging am
I 4 193* in da» KZ -* Dachau. Die
Juden waren m diesen Tagen bösartigen
Schikanen und brutalen öffentlichen
Demütigungen ausgesetzt, die unter
aktiver Beteiligung und Zustimmung
eines beträchtlichen Teils der Bevölke-
rung »Miefen Viele suchten den Frei-
tod Die Kigromc gegen die Juden
im November |9lh brachten eine aber-
malige Steigerung des antijüdischcn
lerrors Die jüdische Bevölkerung wur-
de entrechtet, beraubt und zur Aus-
wanderung genötigt, später jedoch m
Sammebtellen zucammengedrangl und
darauf in Konzcntrations- und \crnich-
tuncsl.iget deportiert Insgesamt wur-
den <15459 .»viert Juden ermordet.
Tine Uberproportxmal hohe Zahl von
Osicrreicheni war an den nat.«V Mas-
scnvertsrcchcn beteiligt (— R.isscnpo-
link und Völkermord)
Der Widerstand gegen das Ns Regi-
me forderte bei vergleichsweise genn-
eet Wirksamkeit einen huKn Blutzoll,
insgesamt verloren über 35 300 Oster-
icichct ihr I eben im Widerstand, als
• Partisanen als Soldaten in den
alliierten Armeen odei durch viel-
Ml
lällige andere U KlerstaniKiklivituien
Rd. 100000 Österreicher waren aus
politischen Gründen inhaftiert
Das Oden Bundesheer wurde tn die
dl Wehrmacht integriert hur die ehe-
maligen < isterrewher bestand — Wcht-
pflichL 247H«) Osten Soldaten fielen
tm Zweiten Weltkrieg. SHU) Zivilisten
kamen durch Bombenangntfe mm Le-
hen Noch in den letzten Kriegslagen
etablierten «eh politische Parteien. Am
27 4 |«Ms wurde in einet I nabhnngig
kertserkläning die Wicdcrcmchtung
der Republik ö. proklamiert
<dl>ZZ> VutlS
/ (iitntntr
Botz GrrteMii Dir OxerwKiu m
«Au* /Mut« Ar Mr*. A rtURMMf «MiJ AiaMf
4r> /*Wiaidb-«a4AmMN.«rp«in er. 4n** A6»**«-’ t/V3>
l.iU»v I mnirnch I rau 11jr.vtchMolffaag Xeo
L'cIamIc* (Hy.) %S tu <>*wrrr««Ai /*»<•<
/U4' Utcr» l<»
OMfeldzug Del dl Angriff. der als In
temchmen —* Barbarossa am 22 6 1941
ohne vorherige Kriegserklärung und
untet Bruch des dt-miwj Nichtangriffs-
pakts begann, traf die Sowjetunion
trotz einiger Warnungen ungenügend
vorbereitet, insbesondere die Rote
Armci i I nch ehe Liqukdtenmg
des größten Teils ihrer erfahrenen
Kommandeure in den SlaJimchcn Sau
berungen stark geschwächt war So
rückten die dt kuppen und ihre Ver-
bündeten rasch vor; schon tm Herbst
waren das Baltikum und große feile
der Ukraine und Weißrußlands besetzt,
llundcrttaux-nde von Rotarmisten gtn
gen in dl Gefangenschaft Denrax-h
zeigte sich bald, daß der Wtdctstand
härter war als in den bisherigen Feld-
zügen. Der Angnlf auf Moskau schlug
tm November l*MI fehl und mundete
in etnen Rückschlag mit schwersten dl
Verlusten an Menschen. Material und
Gelände. Leningrad war auch nach 'M • C-
tägiger Belagerung nicht zu erobern
(hirddzitt
Damit war dci geplante . Blitzkrieg
gescheitert Die größeren Ressourcen
an Menschen und Material wurden nun
für den Krwgvausgang entscheidend
l nterstutzt wurde der Abwchrtumpf
von einer wachsenden —♦ Partisanen
Bewegung. die die rückwärtigen dt
kcibindungslinicn cclahtdcte Dk Un-
terdrückung der slaw. und die 1-rmor
düng der jüdischen Bevölkerung sowie
die rigorose Ausbeulung des I andes
ließen die anfangs v.a. in bäuerlichen
Kreisen vorhandenen Svmpathicn lur
die -Befreier- rasch m Ablehnung und
Haß umschlagen und brachten den Par-
tisanen Zulauf und Untcistuizung (-»
Einsatzgruppen; — Kommissarbefchl
—» Rassenpoliiik und kolkermord»
Trotz des raschen dl Vormarsches
wat cs den Sowjets gelungen, große
Teile der kriceswichligcn Industrie -
2HI) Betriebe in Sicherheit zu brin
gen im Ural, in Sibirien und Zen-
tralasien nahmen mc ihre Pioduktion
wiedci aul Zudem erhielt die UdSSR
starke materielle Unterstützung von
Großbritannien und den USA Seht»
in den ersten beiden Kriegslagen si-
cherten Churchill und Roosevelt Stalin
ihre Hilic zu. am 127.1941 wurde ein
entsprechendes hm -sowj Abkommen
unterzeichnet am 2 s Meten die USA
die xhon in den ersten drei Monaten
lür 145 Mio. US-Dollar Kriegsmaterial
lieferten
Die dt. Offensive des Jahres 1*M2 ge-
wann zwai noch einmal weile Gebiete.
Sudrußland bis zur Wolga und den
Nnrdkauk.isus. Überspannte aber die
dt Kräfte völlig und endete in der
Katastrophe von -» Stalingrad tKapi
tulutKin der 6 Armee am 31.1. bzw
2 2.l**43) Von nun an l.ig das Gesetz
des Handelns hei der Roicn Armee.die
tn der Schlacht bei Kursk (I nternch
men -» Zitadelle. Juli 1943) einen letz-
ten dl Angriff zunichte machte Anfang
IV44 erreichte die Rote Armee die alle
< Htfurwhanc
fMln.-M.mj. Grenze. im Marz Czerno-
witz. Anfang Mai 1944 eroberten die
sowj Truppen die Krim. nach dem Zu-
sammenbruch dci Heeresgruppe Mitte
un Juni Juh 1944 standen die Sowjets
im August an det Weichsel gterch/eilig
wechselte da» verbündete Rumänien
aut die Seite der Alliierten, danach
ging der gesamte Balkan verloren. Im
September drangen die Sowjet» in du
Slowakei. rm Oktober in Ostpreußen
und Ungarn ein. im Januar 1945 er-
reichten sic die Oder Das eingeschlos
senc Berlin kapitulierte am 2 Mai. am
N. Mai beendete die dl. —• Kapitulation
den Krieg tn Europa l -* Weltkrieg
1939- 1945)
Der O. kostete die Sowjetunion un-
geheure Verluste Mehr als 31 Mui
Menschen waren ihm zum Opi et gelal-
ten. über 25 Mio. waren obdachlos. Tau
»ende von Dörfern und Städten lagen
in Trümmern. Betriebe mußten
wieder aufgebaut werden, die Infra
Struktur war zerstört In einer riesigen
Anstrengung gelang cs der UdSSR bi»
zum Fnde de» Jahrzehnte die matcnel
len Folgen des dt Überfalls zu beseiti-
gen mehr aß 3 Mio dt Kriegsgc
fange ne haben dazu beigetragen Dte
Verluste der dt Wehrmacht beliefen
sich auf rd 3 Mio. Gefallene und eine
schwer schätzbare Zahl »on loten in
sowj. Gefangenschaft GrnK.<ivi
LurrMf
RanwrrxW Bernd Oer <mifl« Vnirrtin-bwlu
knrg Vom lüuiKhe« Lailall Isis oan wagt
Indien Sier (llUI-bMSi in Ikinat-taS der
r»<. linäar ftnAimüs HJ » sinligoi IW? S
wa- in»
Ostforschung Die vor und wahrend der
Zeil dc» Dritten Reiches betriebene O
war nicht mit der damaligen und heu
Ilgen Osleuropalorschung identisch
-Ostforschei» interessierten sich weni-
ger lur die (ieschiehie und Kultur dci
osteuropäischen Volker, vieren Spra-
chen mc noch nicht einmal Khcttseli
M2
ten. sondern mehr oder minder aus-
schließlich für die angeblich kultur-
brmgenden Leistungen der Deutschen
meinem Gebiet.das »Ostmilteleuropa»
oder auch -ZwiM'heneuropa« genannt
wurde und sich »on den halt Staaten
Uber Pißen. Tschechien, die Slowakei
und Ungarn bi» Rumänien erstreckte
Dieser -Raum- sei un Zuge der -dt.
Ostkolonisation- «Jer -OMbewegung*.
die einige mit der Volker» anderungs-
zcit beginnen und nut dem Landes-
ausbau im Zeitalter des Absolutismus
enden ließen. M> von den- Deutschen
geprägt worden, daß et als -dl Volks—
bzw Kulturboden- anzusehen »ei Mil
dieser -Volks- und Kullurbodcnthco-
rie- wurden politische, genauer gesagt
ovtimpcnalictiscbc Forderungen legiti-
miert. Folglich beteiligten sich auch
verschiedene -Ostfurschcr* an der
ideologischen Vorbereitung und Durch-
führung dc» — Ostlcldzugcs und an det
Ausarbeitung des -* Gcneralplans Ost.
Trotz dieser politischen und wieohi-
giseben Belastungen führten einige
-Outorvchcr- ihre Tätigkeit nach 1945
fort Die Ziele und Methoden dieser
im höchsten Grade ideologisierten
Wivscnschattsdisziplin wurden erst in
den Hier Jahren in frage gestellt <» gilt
heute nicht mehr ab anerkannte Wts-
scnsch.ltt W ippmwM
BurV-uh Mlkhar-J (A«rw< <-ztirw4F<ft 4
ifu.A »f -(Kilwlwf tei rtu>4 R** h C«
bridec IM»
Osthofen (KZ) In det tiemeinde O.
nördlich von Worms, damals in Hessen,
heute in Rheinland-Pfalz gelegen, eri-
stierte in einer ehemaligen Papier-
fabrik von März 1933 bis Ende Juni
19 M cm KZ Nach zeitgenössischen
Zeitungsberichten war es das erste in
Hessen Eine Anordnung des Staats-
kommissars tur das Polizeiwesen m
Hessen. Werner Best, zut Schaltung
Ml
des KZ <) datiert vom 15 1933. erste
Haftlingsberichle nennen aber den
8.3. Inhaftiert waren politische Gegner.
(Funktionäre der -• KPD -» SPD. des
-< Zentrums, der -* Gewerkschaften,
des -» Reichsbanners Schwarz Rot
Gold), datuntet eine Flau, alter auch
-• Juden, die besonders schikanös
behandelt wurden z_B mußten sie in
einem Stacheldraht-Kalig tagelang un
Kren gehen Die Zahl der Haltlmge
lag zwischen 2S0 und *»i ab April I9M
wurden sk sukzessive in andere Lager
überstellt Prominentester Häftling war
Carlo Mierendorff (SPD-MJR) In die
Litciatur eingegangen ist das KZ O
durch Anna Scghcrs' Roman Dor nebtr
ArcUj(|94l) 0rw.*
< Istnwlusirie s. SS-W inwhahsunltr-
nehmen
< Islmark s. Österreich
Ost wall Nach Jem Scheitern des ( n-
ternchmcns • Zitadelle ( < Oslfcld
zug) befahl Hitler am 12x1943 den
Aufbau einer Verteidigungslinie an
Dnicpr und Dcsna. die von sier dl Pro-
paganda. analog zum -» Westwall. O.
genannt wurde Der noch kaum ausgc
baute, auch unter dem Codenamen
-Panther-Slellung- bekannte O wurde
bereits am 21.9.1943 von der sowj Zen
tralfront beiderseits sier Pripjetmün
düng und tags darauf von der 3. Garde
Panzerarmee hei Perejaslawl iR.ium
Kiew) durchbrochen Der un Gebiet
der Heeresgruppe Nord von Narwa
entlang dem Pctpussec über Pskov
(Pleskau) bt» m den Raum wcstlwh
von Newel verlaufende Abschnitt des
O konnte von dl Truppen bis in das
Jahr 1944 gehalten werden.
Awnrrw A'npfrr
OT s. Organisation Indl
Overlord. OprnitMMi s. Invasion
rvlaMiu- Killt
P
Palästina Det Nan < P. (hebt Erez-ls
racl) stammt aus Jem 2. Jh n Chr.
Siedlungen der Israeliten sind seit 12t»)
v Chr nachweisbar Mit dci Frobcrung
P durch die Boten im Ersten Weltkrieg
schied P aus dem turk Reich aus 1922
wurden die ehemaligen türk Verwal-
tungsbezirke Ak ko Nablus und Jerusa-
lem (23(M»1 km . 673 193 Einwohner)
vom -• Solkcrbund zum M.indntstand
erklärt und unter bnt Hoheit gestellt
Bereits 191? hatte die Balfour-De-
klaration die Errichtung einer eigenen
jüdischen Heimstätte uul dem Boden
P in Aussicht gestellt was zu einer ver-
stärkten Einwanderung («ifr/ul führte
Die Zahl der Einwohner P stieg bis
1929 auf 933 142. mit 18.1% (16SUO)
bildeten die • luden nach den Mos-
lems die zweitgrößte Gruppe Die
arabische Bevölkerung leistete gegen
das kontinuierliche Ansteigen judtxhct
Zuwanderer Widerstand der rum Ge
genterroi indischer 1 intergnindorgani-
sattonen führte Dvc brit Mandats-
macht beschloß 1937 die Einwanderung
auf 10(100 Hervnnea jMirtich zu be-
schränken Diese Verordnung trat in
Kraft, ah die europäischen Juden be-
reits der NS Verfolgung ausgesetzt
waren (-♦ Endlosung; -» Rascenpolitik
und Völkermord); 1933- 1941 konnten
sich daher nur rund S.VkJO Flüchtlinge
nach P retten. Eist nach det aufgrund
des L'N Tcilunesbcxhluwes som No-
vember 1947 erfolgten Gründung
des Staates Israel im Mai I94h wur-
den die Einwanderungsbeschränkun-
gen 1949 vollständig aufgehoben
PalastHia- kml Dienststelle der Jewtsh
Agency (or Palestine, deren Zentrale
in Berlin sowie 2? Zweigstellen tm
Pakte«
Di Reich nur Im die Ausuondcrung
nn.li Pib'Unj zuiusdit waren Dem
P oblag die Auswahl der Imigranlen
(-* FmigraiMitrt die Vorbereitung auf
dx Am«ander wie ihiuhuhunr) to-
nte die Durchführung der Wanderung
(Visa. PctvnikiAuniLntc. Irinxpfll
Nach der -• -Rcxhskrntailnacbt- nur
dc da* P der —» Reechsvertretung der
dl. Juden l>z» un Juli 19_V< der Reich»
vereimcung der Juden in Deutschland
cmgcgliedcrt txrhieM allerdings bt»
zum F ruhiahr 1*11 eine Smdcrvteflung
und kcumle weitgehend eigenständig
arbeiten w*» »^zri
Pall reu [he Palästina-IrrUhaixJslelle
zur Bcialunt dl Juden Gjib H «urdc
für dte Abwicklung de» —• Haasara
Abkommen» eingcrichtcl Der Palasii-
na-Auswanderer zahlte »em ru trat»*
tencrendes Kapital auf Treuhand-
kunlen der (ieveUschallcr der P die
indischen Pn»at banken M M Warteure
A Ca in Hamburg und A F Wasser-
mann in Berlin, zugunsten Jet bet det
Rcichshank errichteten S<«idcrk>xilcn
em. au» denen die dt Warenlieterungen
nach Palästina bezahlt wurden Den
Gegenwert erhielt der Auswanderer
dun in Turm von Hamern ,«ki Pflan
Zungen ktawUn.-r)
Panenai S. Pnoan
Pan1teer- M Hlung s. < Mw ad
Paazrrbar ». Rruteshauplsladt
Papenstrekb s. l'nul«»»ILi:
Parole der Woche Von der Rrulispro-
pagandalcitune der NSDAP von April
1936 bt» Februar 1*43 herausgegetvnc
w<M.bcntlk.hc Publikation mit dein In-
tcrtilcl »Parteiamtliche Wandzeitung
det NSDAP». die rum otlentlichen
Aushang bestimmt war Die P knüpfte
1U
oft an aktuelle politische Ereignisse
an. »ermittelte m leicht » rrslandlicteer
hrm ideoiogischc H-u«»haften und ge-
Icslitlc Feindbilder Die P «ar im
Marz 1936 (2 Ausgaben I von der
Hauptuclle »Aktne Propaganda- der
Rciehsptogsagandaicttung der NSDAP
zur Reichstag»« ah I entwickelt worden,
die Ausgaben wur»Jen in Dienststellen.
Betrieben Bahntet4en Gaststätten an
st r atien uo» ausge hangt iJimrfc».-
parlciabziubcn Das Abzeichen der
-« NSDAP dokumentierte die Zu-
gehörigkeit dc» Tragers zur regieren-
den Staaispartei Durch da» Tragen det
P dokumentierte man nicht nur »eine
nalM Gesinnung. sondern auch seine
Nahe zur Partei und Staatsfuhrung
Da» Abzeichen «ar somit auch em
Ssmbof der Teilhabe der Parteigeno»-
sen an der Macht Je deutlicher »ich der
Lntctgang dc» NS-Rcgunc» abzcscfinc-
te. desto mehr »ank die Neigung der
NSDAPAfitglieder ihr P ru tragen
Der Mißbrauch des P wurde hart be-
straft (—• Henlückc-Gctctz) Fs durf-
te nur »an AoUmrtgbedcni der Partei
getragen werden -• Partslecnosseu.
die hei iiidischc-n Firmen arbeiteten
durften da» P -im (icshittiJifrM-
tucht ankecn Da» P «urdc aul der
linken l nilormbrucltaschc bei ewigen
— Gliederungen der Partei traditionell
auf det Krawatte, am Zmlanzug auf
ds-m linken Reser» getragen
fMRW
Parteiamthche Prufung»k<imnit»»MKi
rtun Schatze de» naiioaaKozialbti-
«eteen Setenfttnm» tPPK) Gegründet
am In 4 1934 durch Vertagung dc» -«
StcOscrtrctcrs des Führers. Leitung
Philipp Houhk-r (der »em Ami al»
RexhsgcscTuhsfuhrer der —» NSDAP
dafür nieder le gte I. wOic dx P » a da»
nach der -» »Machtergreifung» gewinn
trachtigsL nal mv aufgemashte »Kaw-
6M
lunklurschtifltutn- bekämpfen, d h -•
Zensur gegen unerwünschte Interpre-
tationen »on NS-Gevchxhlc und NS
Realität ausuben Darüber hinaus war
es ihre Funktion J*rufitc lur den partei-
eigenen -• TJxi-Verlag zu MChern Ak
dessen getarntes Vos Ick tot al fungierte
die Dienststelle inorfiziell. sicherte weh
aber durch Verfügung des Stellvertre-
ter» dc» Fuhren vom hl 1936 auch die
Befugnis zur selbständigen Auftrags-
vergäbe an ParuulcUcn und -• Partei
genossen Für Druckerzeugnisse nut
nal Mir Thematik bestand Vorlage
pflicht der Verleger. Zu den wcscnl
liehen Machtinstrumenten, die einer
n» absiercnden Institution wie dem »
Amt Rosenberg fehlten getane ua
die Befugnis, ggf ein Vcrtneb»»trtvt
auwprcdicn zu können (offiziell aner-
kannt von der ebenfalls nsahwerenden
RcichsschritttunisAaminer Reich»
kulturkammer) am 164.19351 sowie
das Recht, die Durchsetzung des
Verbots auch ohne Fühlungnahme
mit Reichsvchnlttumskanimcr und -•
Reichsminisicnum tur Volksaufklarung
und Pn^saganda sell-standc bet der
-* Gestapo beantragen zu dürfen
(nochmals anerkannt durch Hitler m
Marr 1941 k
Dk P dehnte ihre l bcrprufungs-
ansprik.be mehl nut aul partener
wandte V crottentliehungen aus son-
dern auch aut da» gesamte »hko
«chaftiKbe. ernebensebe und »ulks-
tMldnernchc Schnftlurn lut dessen
Lberwachung dem -• Reichwnuustcn-
um lur Wissenschaft. Erziehung und
Votksbil-dung eine gemeinsame Kom-
mission auf genötigt wurde (Abkom-
men vom 14 *.1937>. Im Oktober 194o
wurde die P dazu ermächtigt, dw Verte
per »on Schulbüchern ggl - und Anläs-
se gab es offenbar genug - zur Verän-
derung »an Konzept'1 *i und Teilen za
veranlassen. Eine damals errichtete
RcidmtcUe fw das Schul und l nter-
Parteferwuwcha
nchtvichnfttum bemühte »Kh um die
Abfassung neuer Lehrbücher «uUer nur
oevh formeller Tmlx.ZM.hung des Mini-
sienuras Tier Ausbau zu einem zcntia
len -Schrrtrtumsamt - der NSDAP mit
Helugni» zur Ausübung von V-wzensur
beide» »paicstcn» seit 1937 angestrebt.
whci leite an den Protesten Rosen
bergs und des Eher-Verlage» (Max
Amann i und kam awete IM< in«z emer
Zusage Hitlers nicht zustande
Dk Entwicklung der P wai »un
ptomatisch tur den Machlkampt. m
dem »ich dkc Dien«iMelle wk die mei-
sten anderen Eirmchiungea des NS-
Repmcx nur durch ständige Kom
petenzausweitung behaupten konnte
Houhlci der web allcrding» auch durch
sein Amt al» t he! der — Kanzlei de»
Führer» (beiulen am 17 II 1934) ui
Hitlers Nahe befand und »an ihm gele-
ccntlich unterstützt «urdc. übernahm
un (Mlober 1939. und zwar dutchaus.
damit ihm kein andcici zu» utkäme
den -Euthanasie- Auftrag Hitler» mit
der Folge des ersten Massenmordes
un Dritten Reich (-• Aktnm T4. -»
Mcdizmi Nack dem Inter rang des
NS-Staatc» richtete BouMei »ich »clbet
6*Mn I— Piewr a« -Omra
Am«- hMawBMM« A- ^ilaieiw *»%m|«wc»
H*’ f laartac m »t.« iwr1
Vwles Imn Fbifep Biawler wsl lisn
Akt 4n Jm»e" *um»d cwr* Suwicrseraal
rang * Di i«l n Koc» Darier ttrhmoei»
kart < ll| i Vi»» M»is« «mW MmwWrw
warant .1 »16m .- asfauw-aüMMWWMn
(.ca. läSiMge* rtM» »>«:*>
Purlctgenossc-'M Ab P lAbk -Pg-J
txrzeichncte ehe —• NSDAP ihre
Mitglieder Grundsätzlich konnte feder
-ansche- Deutsche «-» Abstammung»-
nach weis) nach »uUendetem lü Le
hetufahr P werden Ausgenonnncii wa-
ren Freimaurer. Thcewophcn und Frem
denfeg»narr E» gab keinen Zwang.
der NSDAP hcizutrclcw Nach dem
50 I IfiB traten viele in die Partei ein.
»eil mc Mch petMitiik.be Vorteile Ja
von versprachen Wegen der »H-len -»
-Märzgefallenen- erheB die Parteifüh-
rung un April IW eine lahrclange
F mtnttvspcrrc Sie galt alicrduigv mcht
lur —• Hl BDM- und Stahlhcim-Mii-
gheder Im I ruhrahr IVJ7 wurde sie tut
-Partesanwaner- gelockert Häutig uh-
te die NSDAP tu der Fofrezen aul He-
imle und Angestellte in Schlosse Kiel
luneen Druck «n. dci Partei heizutre-
ten !**45 zahlte die NSDAP rund '.5
Mm. Mitglieder Iz—aJ/l-wr
Partetgeric htc s. < tbcrste* Parte ixencht
Pari elkatl/lei s. M«-Il»rrtrr1er de-»
Fuhren
Parti-iprugraairw der NSDAP
K Idcidope. *- Nationatsnzulisiwu*
Parteitage s. Reichsparteitagc
Pirtlemri t blicherweisc beschreibt
der Begriff P m feindlich besetztem
Gebiet operierende irreguläre Verbän-
de. ihe in Fort» mdturneher Wider-
uandshandlungcii einen zumindest pur-
liell entwickelten nationalen Befrei-
unesarrsptush verfechten Im nat mv
Spraihge brauch wem Jer I*rmmu* he
stmnnie Charakteristika aul die ihn
Iruhzcrtie ah Gegenstand eczicltci po-
litischer Fuwktionaltsaeruiig kermzewh
nen Imersofs wurden dl trcunJlKhc
Einheiten wie- Jk htaurschcn Natio-
nalisten die MCti in tk‘n erslen lagen
des L’alernchmcns — Barbanissa an
-• hatromen beteiligten. ah P he/CKh
ne< andererseits war ehe K-utzunp
macht nicht bereu, antidt Wider-
»fand ah voMterrechthch legitime Be
Ireiangshandlung zu icrclcben Am
deut he hei en trat dies un ah Veruach-
tunreteldzue konapaerten Kneg gegen
die Sowjetunnm zutage Bereit* in der
Angnlfsplanung war IcstgcletL daß
nMkcrrcchthchc Bedenken Ich) am
Platze Wien und der Kampf -ttKk-
Mchtdiiw* und encrgiM.be* Durch-
gleiten gegen bolschewistische Hetzer
Freischärler Saboteure. luden und
inlhMc Bcxsligung )cdc* aktiven oder
paMrtco W idcrMandc»- crbedc'rv Der
von Stalin auvgcrulcne P-Kneg bot
nach EiOMhaizung Hitkrn -die Mög-
lichkeit. auvzurorten •** eich gegen
un* clcMl-
In der Folgezeit wurde P in det be
urtzten Sowjetunion, m H4cn und aut
dem Balkan al* Sammclhcgrill tur
dt icindiKbc AkliviMea rctbchcr Cow-
leur benutzt auch wenn diese weder
uNrt eme klare Strategie tmiitamcltcn
*>dcrvlandcv n<di über eme einheit-
liche <Zrgani*ation**tniktur vertagten
In Ovt- und Sud*wicurope fand die
Bevatzuneonacht keine te*tgefugte P-
< trganrcaiHin v<«. uc entvtand erst ah
Reaktion au: die repressive Okkupa-
tuunpolitik Salwmalc. pnlitivchc und
regkmale RahmenbeJingungen spiel-
ten dabei eine ebenso wichtige Rolle
wie der urterschiedtichc Grad dt
Gewalthercilschaft So hlicfvn ehe Re-
pres*Hm»malmahtncn gegenüber P un
Westen Ns zur Landung der Allner-
ten in der Regel im Rahmen des -*
•Xachl-und hebel | itaiaev- vom Dc
zctntvr IM4I. wahrend im Osten dx-
oCgaMMcTte Setnehtung von Zivilisten
luden Ki-mmumcten und -Ziceu-
nm«. Mannern Frauen und Kmdem -
mit Jer -Bctric-dung- des Lande* cm-
hergmg Ihrer \atur nach verlangte die
P-Tattgkcit einen hoben Grad an Rück-
halt in der Bevölkerung, geeignetes
Gelände sowie Mobilität Faktoren
die eine oigamsalortMhe Zusammen-
fassung der Kralle nur bedingt smnvoU
erscheinen he Ken Die Fntstchtmg
von P Gruppen wat somit stark nun
Vorhandensein funkttcmslahtger L’u-
hrr
Pntestamd
lererundzetien w»ie von Engagement
einzelner abhanpg
Mil Jem Jt l her lall aul die —» So-
wjetunion l-a (Xiieldzue) bildete »ich
in den besetzten Landern der koeuxj
nistiscb« Widcruand ah Kem der P-
Bcwcpang berat», wobei au» der Vor-
knegszeit tradierte (»Irtnche Dtscr-
geazen ru burgcrtichi-n Gruppierungen
an Scharfe gewannen So kämpften
terxrhiedcne Fraktionen m — Aden.
-* Griechenland und —• tucoüawren.
aber auch an Westen der Sowjetunion,
nicht nui gegen dir Besatzungsmacht
Mindern auch gegeneinander ttenui
diffus nie «kc Btnncnsliuklur blichen
die Bedmgunecn. die an die Aul nähme
in die Rethen der P geknüpft »arcm
Dazu gehörte bet kamplendcn Fintiei-
ten in der Regel die Fähigkeit zum mi-
litärischen Linsatz. Gerade un Westen
der Sowiciumon enutn der Schwei
punkte der P-Bcweguog ab IWkS. biic-
hen au« den — Ghetto* enthobene
Juden - insbesondere Frauen. Ahe und
Kmdcr - ausgeschlossen wenn nacht
(wie tm Falle der Gruppe um lou
BieKki in Weißrußland) cmi P -Kom-
mandeur *oo sich airs Schutz bot Für
dte Juden, die nach nal wir Verständnis
ah P-Heltcr. nacht aber ab aktive
Kampier galten bestand bewaldeter
Grund zur Flucht in den l ntererund
Wählend dar Angehörigen dc» kom
muniiuschcn und nationalistischen Wi-
derstände» da» Her .innahen der Fn«n
abwaricn kimnlen bedurften die um
Vollzug der -t Fndknuag der Juden
fraec Betroffenen sofortiger Hilfe. JK
die P-Bewegung aut dem Höhepunkt
der 1 onuijbwellc nur »ehr marginal ru
Iwctcn in det Lage «ar
Mit dem Anwachsen de* Wider»land»
in Oct- und Sudoilewropa begann dae
Besatzungsmacht die »on vornherein
diftmc Ticrmuncdnue zwischen Ver-
gehungsmaßnahmen und offenem Ter
rot auch hceritOwh ru verwischen Im
Sommer 1*M2 befahl Heinrich Hanni
Ier. » der Jc-TWlcb n Korrespimdcitz
Man -Partisanen- nur noch dae lermnu
-Banditen. Franktireur» und knmmetk
Verbrecher- zu benutzen. Gieicnzciug
ernannte Himmlci etnefi -Hesohmach
tagten lur die Handcnhckanipfune-
del <1k curi^Mwertc l'ntctdrUckung
der P Bewegung durch Einheiten der
SS Mir. und Wchrm-whi leiten sollte
Es «ar kein Zufall daß dieser Aisten
dem (Ul Weißrußland zuständigen -•
Höheren SS und Aihzcifuhret Rub
land Mine Erich von dem Rach
Zelewxki ubcrtr.igen wurde Seit der
dl Nieder läge in -» Stalingrad nahm
det l mtang der P Tatickcil rapnJc zu.
die Starke der P Bewegung sollte aber
derm-Kh mehl utx-rhewertet werden
In det Sowietuasei »landen l<M3
Schaizunecn zufolge SN OUT'- Xf) 000
aktiven Kampfern mtndeucm doppelt
siele KoUatwwateure in den Reihen
der Uchrmasht und hh/ci gegenüber
l-> Koiloboration i Hinzu kam die
letalis gering« mtbianwhe Bedeutung
des Krieges un He»atzung»gebiet der
aul seilen der P hohe Verluste nach
sich zog Von den k<«nmunistisch kon-
trolbcTiea P nn Gebart der Sowjet
umon erlebten zwischen emem Drittel
und der Hakte die Befreiung mehl
mehr, bei den lUdrschca P betrug du
Tuiesralc etwa MIK >«»«»« UiUu
latmaaii
Mutet Hran gte Ute*. »« Ftevgate «ru
mnrr - KM* ark !WZ
Tk. Srrh—> Htr
Scw WH
Paulirsltead Bezeichnung tur den »eit
1V.W unter dtctcm Samen bekannt
gewordenen - Reichs» erhand chnst-
Ikfi JI Staatshutgei nablarischer «del
mehr tem anscher Abstammung c.Vw.
geptmdef am 20 7 |VJ) in Bet Im ab
Zweckserbanj katholischer und c»an
gcltscher < hnMen jüdischer Abelarn-
mung nut Ortsgruppen un gesamten
l*t Reich Nad» den -» Nürnberger
Gesetzen »urde zunehmender Druck
auf den Verband ausgeubr. die vokpi
dnehen Mitglieder auszuschlietJen Im
August 19.9» kam cs bet umetander
ter Zusammensetzung durch Vertu
gung "» Hcwhskultur»aller Hinkel ZU
der Namcusandcrune -P Vereinigung
nichtanscher Chntten c V >. Im Man
1957 tcdlc sich der P tn eme -Vereini-
gung 1937« < Mrschhnigsslaius ah Vor
ausseiruny tur die Mitgliedschaft! and
em -Büro Heinrich Spicto«. Det tru-
Herr Vorsitzende H Sprern betreute
die Votyudcn bt» Juli 1939. Ns zur
Angliederung dieses Verbandes an
die Hiltsorganisation der es ange Irschen
Kirche da» -Büro Heinrich Gruber -
Dk -Vereinigung 1957« «urde am
H * |95m und das «Bum Gruber- An
lang 1941 von der Gestapo liquidiert
Wf*iW Mr*»**
Prine munde Cxmcindc un Norden
der Oslsccimcl I scdom. Forsch uncs
statte und Vcrsuchsge lande tur Rake-
tcnwaHen Seit 1956 erprobte das Heer
I Leitung Dornberger « Braun) «he
Fernrakele A-4 (—» V-Watteni erster
erfolgreicher Abschuß am 5.10 1942. In
Konkurrenz zum Heer entwickelte die
Luftwaffe tn unmittelbarer Nahe seit
1945 eme FlugNwnhc namens -Kirsch
kern«, bekannter ah VI Pin gegen
diese Profile gerichteter Großangriff
der bnt Rosal Air Force am IKA 1943
(-» l ultangrifb führte nur zu emer
geringen Verzögerune des Rakctcnpro-
gr inims die Fertigung der ab Sommer
1944 gegen -» (»robbtitanmen einge-
setzt en V2 »urde in Nunhcnsicberi
Schachlanlagcn rm Harz (-» Dora-Mit
IcKsiul serk-gl ZJk» ZmMk«
Penzberger Mortfna« bt s. Werwolf
»9
Pfam-rnotbund tat September 1935 er-
toi gier Zusammenschluß der opposi-
tionellen Saminlungsbcwceung in der
evangelischen Ptarrerschall gegen die
— Di Christen und dr von ihnen be-
herrschten Kirchcnrcgscrungcn Einer
der Anlässe für die Gründung des
P durch Martin Niemöller war die
thernahmc des staatlichen -• Ancrpa-
ragraphen in die Kirche durch die Dt
Christen Der P sah dann eme Verlet-
zung des Bekenntnisstandes der Kirche
und verpflichtete seine Mitglieder dem-
gegenüber erneut aul die Heikle
Schrift und du Bekenntnisse der Re-
lortnation Mn seinen MnglKdsNri-
tragen unterstützte der P «he von Jen
Kirchen Schor Jen gemaßregelten Ptar-
rcr tinanzKlI Der P. der son einem
Bruderrat geleitet »urde und eine
(w-schaftssicile m Berlin unterhielt,
»urde zu einer der wichugslca Wur-
zeln der — Bekennenden Kirche
(«wr <tX*arw
Pfrdkrruzpariii - Hawgunsnscbe Be-
wegung i PaHctssmbol ein dem Haken-
kreuz ähnelndes Pfeilkreuz Partciuni-
lorm grüne Hemden und Schnurvliclel)
Faschistische Gruppen traten un Gefol-
ge der Weltwirtschaftskrise erstmals un
IX-zember |95| in ( ngarn aut Nach
mehreren Spaltungen und Zusammen-
•chlussc-n im Verlauf soei zehn Jah-
ren kristallisierte sieb tm NeptemN-r
1941 die Sammlungsbcwegung -Par-
tcibsindni» I ngansche Erneuerung -
Nationalsozialistisches Parteihundnis-
ais stärkste NS-Parlei E’ngams mvh
vor skr P heraus Dk P Hungarisiische
Bewegung »ar am 13 1955 zunächst
als -Partei des Willens vier Natioo-
iNAPl von Jem ehemaligen Ma#*
Ferenc Szalas» gegründet »otslen sae
schaffte noch im selben Jahr den
Einzug in d-vs Parlament Sic vertrat
eme revisionistische groß-ungansche
Vußenpftlik. deren Ziel «Jk Bildung
6*1
eines viel l ngam geführten Bundes
slaatcs unter Einbeziehung des gesam-
ten Karpalcnbcekens war Inncnpoh
tnch strebte Jk P emen Agrantaat
mit eigener Industrie an Zur Durch
«ctzung dieser Zacle sollte ein extrem
rassistischer. auuourcr Fuhrcrstaat
errichtet werden Wahrend zwischen
19X3 und 1944 dse Ungar Regierungen
zur Rcjliuitunt einer revtsiontsli-
schcn. antisowjetisehcn Außenpolitik
zunehmend enger mit Deutschland
zusammenarbeiteten, grenzten eie «ch
innenpolitisch mehr oder weniger »an
Jen nat soz Parteien im lande ab Auf
den DcutschlandBesuch Szklasis im
Herbst 1936. der ua. eine versiaikic
Werbung der P unter der städtischen
Arbeilerscha/I zur Folge hatte, antwor-
tetr die Regierung tm Apnl 1937 mit
der Auflösung der Partei und der
Verhaftung ihres Führers Im Oktober
193« entstand daraufhin mit Zustim
mung Szatasis aus einem Parteibundnts
Jie -1'ngan.w.he NalKmahoziahMischc
Partei-, die bereits im Februar 193S
ebenfalls verboten wurde Au* Zuum
menvchlussen z T mit Abspaltungen
von christlichen und agrarischen Par
tercn. sowie durch Umbenennungen
entstand un August 19.3« die Ungari-
sche Nationalsozialistische Partei
Hungaristnchc Bewegung. Streiks. De
monstraiioncn. bewaffnete /Aktionen
einschließlich eines Bombcnanschlazs
gegen die Budapester Synagoge ferner
die Aufstellung eines Freikorps bei det
Teilung der Tschechoslowakei standen
m engem Zusammenhang nut inzwi
sehen ru führenden Funktionären der
Partei aufgesriegenen Persönlichkeiten
wte Emil Ko» am. Lawl» Bak*. LawJo
Endrc. Gabor Vajna. spater afle Mit-
glieder der P-Regierung Parte ibkatt
war seit |93X IrrruJuz | »Morgendäm-
merung- I unter der HerauMteberschall
von Istvan Milotav. ab Partcndeoloee
tuncicrtc der spatere Letter des Imii
PtritkreiunMio - H—gawi Will Itonrut
tut* tur Judenltvschuoe Zoltän Bos
nyak Nach der Verurteilung Szalasu
zu cfcei Jahren Haft gründete K Hubas
un Frühjahr 19.39 schließlich de P
< ab 24.2.1942 P Hunearistnche Bewe-
gung). ihe ui den Pariamentswahlcn
vom Mai 1939 31 Sitze errang Urner
dem Zwang zu nationaler Geschkimen-
hcit heil die Regierung Szälasi frei,
der im September l'Uu d*. -I nransche
Naiv mal-Sozialistische Partei- des Gra-
fen Paltts übernahm u damit uher
42 Parlamentssitze verfugte Wegen der
Radikalität Szalavjs kam es ab 1941 zur
Krise der Partei Imelbgcnz und Mittel-
schichten wanderten Z.T zu anderen
nat.uv. Parteien ab Die P blich tw»
1944 auch tur dK dt Seite ohne Be-
deutung Nach der Besetzung l ngarn*
Jurcti dt Truppen an Marz 1944 setzte
die ungar Regierung Ntvorzugl Mn
glieder der P tm Bereich der hiden-
deportabonen em Reichs» erweser
Horthv ließ nach der Niederschlagung
de* Putsche* »on Laszlo Baks und
Lävzlo Endre die P am 24X1944 ver-
bieten. AI* offenkundig wurde daß
Horthv sich um emen Wafk-nstiftsland
mit den Allncnen bemühte, griff die
dl. Besatzungsmacht im Oktober 1944
doch noch aut die P und ihren Führer
SzaLisi zuruck und setzte die Über-
nahme der Rcgicfungsgvwalt -laich
den -Vbfluduhrer- durch Die Szaiasi-
Reiöerung veranlaßte umgehend, daß
alle Manner zwischen 17 und Ni Jahren
zum Kriegsdienst emgezogen. aDc noch
nicht deportierten Juden im Alter von
12 - Ni Jahren beim Stellungsbau ein-
gesetzt oder sofort nach Auschwitz in
Maresh gesetzt wurden Bis zur Hclrci-
ung de* Lande* durch die Rote Armee
überzog die P Ungarn mit Mutigem
lerror: über ein V icttel sie* Sia.iKs*h.»l-
zes wurde nach Deutschland gebracht
Von einem nach dem Vorbild det
Nürnberger Genchtshsdes emgenchte-
ten Volksgencht wurden Szhlmi und
andere Funktionäre der P rm Februar
1‘Mo zum lode »crwieill und einen
St. «aal spater m Hudjpr'l hrngcnchtct
tMnuao
S/üteM kmie Marpe Ihr Pftn/Irrw- Vrhrwr-
omi «i t«<um l/niMW-te» X. «urti. £*»«<
taug wM *-"o. WNl M—ihr» !<*•*
Pflsehtartett Fine in der Weimarer
Fürsorge und Arbeitsgesetzgebung
zur Prüfung «Jes individuellen Arbeit»
willens ton So/udunicr»tut/ten »t*gc-
sehenc befristete und unbezahlte
Matsnahmc in der NS Zeit wurde P
massenhaft son Wohlfahrt»- und Ar-
beitsämtern ah Dis/iplinicrunesmittcl
gegen angeblichen 1 cistungsmib-
hrauch. aber auch al» VcrlolgungMn-
slrumcnt in der -« Sozialpolitik emge-
urtat Ab 193m 37 nditcten Ämter wo
bene P-Mabtuihmen für Juden oder
Sinti und R«en.i em. die Sozulleistun
gen nun generell abarbeiten muhten
Die vuu »Kien Stadien al» billiges
Arbeit «kraft er esersoir genutzten P
Pn^ratnrnc wurden mit Kncgsteginn
aufgelöst. -arische- laletMUIzle den
Arbeitsämtern tur «km -» Arbeitsein
s-itz ilkfixhc für Jen -geschksssenen-
Arbeitseinsatz Ute rst eilt n aiawr
Pflkhtjahr Zur Lenkung und Erhö-
hung dc» -• Arbeitseinsatzes »ou
tungen Frauen bestand ab I93K ab
Zwangsmaßnahme da» cm Ja tu dau
emde P tur IIS- bis 25phnge Ihc JciJ-
nahmc galt als Voraussetzung Im eine
spatere Bcrufstatn*icil Aua dieser »ua
«icn Arbeilsamtcra zu »ermittelnden
und in emer Land- bzw Hauswirts»halt
abzuieislenden Itemslpfliehl wirren nur
Frauen betreu «he ohnehin in diesen
Bereichen taug waren An» vznMv
Pg. s. Parteigenosse
Phwcwh (.mbH w I ter AerUg
MU
Pimpf s. Hitler-Jugend
Phitaensee Das GefAngm» P tn Berlin
war bi» 1*42 zentrale Hinnchtungs
statte aller »um -• Aolksgrnchtshot
und »om Kämmet gcrtcht Berlin zum
Tode Aerurteilten und rieten dem
Zuchfluu« -i Brandenburg-Görden
ihc größte in Xisrikleutschland Zu
nachM warm cs nur dt ah 1942 politi-
sche Gegner und W idetstandsk-impfer
aus 19 europäischen Nationen (-♦ Wi-
derstand) Die Zahl der ermordetem
Frauen Manner und Jugendlichen wird
auf 2500 geschätzt. unter ihnen Alit
glie-dct der Schulze Bos«cn Harnack-
Gruppe (—• Rute Kapelle), der —» Her-
bert Baum Gruppe «Je» -* Krctsauet
Kreises und dc» —• 20 Juh. ater auch
Per sonen, «he wegen kleiner Delikte
als — - Aoiksschadhnge- verurteilt
w«>rden waren Wahrend Enthauptun-
gen zunächst nut dem Beil, ab 1935
durch die Guillotine sorgenommen
wurden, erweiterte man Ende 1*12 die
Toluagspraktikcn durch Anbnngcn ei-
ner laufse-hicnc mit acht Haken al»
Galgen. Einen Höhepunkt erreichten
«he Hinrichtungen »um ** 9 Septem
ter 1*13, als 300 Menschen erhängt
wurden. Utew-Uaw Anwm
Plutokrativ Im Griechischen -Reich
tumshcrrschalt- ab Mitte des 19. Jh.
t huraklcnsierung politischer Sssleme
als St.KhlrrTstrumcnte der H.xfituunz
und Wutschalt. In «iet nal uiz. -» Pro-
paganda wurden mstesondere die
I SA und wahrend des Zweiten Welt-
krieges auch England ab P bezeichnet
I ine gröbere Hcsk-utung spelle Jcr
Bcgrifl icskK-h al» Propagandammel
zur Rcshttcrtigungdct repfcs»t»cn und
unmenschlichen Maßnahmen gegen -
uter der tudtehen Besoikcrung und
Jcr an Zusammenhang mit Jcscn
AUHn.shmen konstruicHe-n angcbiKhcn
A erseh worung des Weltiudentums
• tMtkfi
Ml
P'igrotn (russ Getaner. Verwüstung)
< 'rsprunglwh Bezeichnung tur Aus
«chrcitunpcn gceen rutKinalc religiöse
und andere Minderheiten in Rußland
Sae »urdc nach der Welle antnudischer
P «on IKXI - 1M3 in den inlernalueia-
Icn Sprachgebrauch in emem eingeeng-
ten. nut auf die jüdische Minderheit
bezogenen Sinn übernommen Nach
1*15 machte der Begntt eine Bedeu-
tungserweiterung durch und Mehl heu-
te (ui kuUchlhc Gcwaliaktioncn emer
Mehrhcitshcvolkerunc gegen Minder-
heilen feder Art <—. • Rcichsknstall
nacht« I W«awr* fcvpwaM
Pulen Wurde nach dem Zusammen-
bruch seiner ehemaligen leilungs-
machtc der M<marchicn in KuBtand
rUen
Ostcrreich-l ngam und Deutschland
am II.11.1911t ah unabhängiger Staat
wtedcrhcrgcslclll. der nach dem Willen
der Alliierten territorial und wtrt-
schaftsgeographisch in der Lage sein
sollte, sowohl Deutschland ah auch
dem bohchcwisnschen Rudiand ge-
genuber eine stacke Kisition einzu
nehmen Die Zweite fV4n Republik
(IV1M— |939) war em Nalionahtaleii-
staar trat rutumahiaatlichcm Anspruch
auf dessen Territorium .Anfang det 211er
Iahte nach offizicUcn Angaben •» Mm
Ukrainer, je 1.1. Mio. Deutsche und
Wettkuthenen sowie 2.1 Mio Juden
lebten, so daß die nationalen Min-
derheiten. denen un Minderheiten-
schutzserrrag son Versailles spezielle
Minderheiten!echte jracanherl wurden
AM» M» Dw Icdutt ftC«n» I l«Wl
Paten
64’
mindestens 3t % Jer Staatsbcvolkerung
ausm.ichten Dte von den Alliierten
zwischen 1919 und 1921 durchgesetzte
dt poln Grenze, bcgkilet son Grenz
krimpten mit burgerkricgs.ihnlx'hen
Begleiterscheinungen ui det Pluvtnz
Posen und in Obcnchlevien bildete das
Kernproblem der dt poln Beziehun-
gen der Zwischenkriegszcil und schuf
trotz der Vereinbarung vom 21 4 |9?i
Uber den Iransitvefkehr (-• poln Kor-
tiJor) zwischen Ostpreußen und dem
Keich ein Klima nationaler Erregung
Seit Deutschland» Aufnahme in den
-• Völkerbund un Herbst 1926 waren
Minderheitenfragen Gegenstand stän-
diger Jt -poln Auseinandersetzungen
Die dt Forderung nach Revision der
tm -♦ Versailler Vertrag levigckgicn
Ostgrenze Hieb wahrend der gesamten
Weimarer Republik unverändertes
Ziel der Außenpolitik. das mit rigoro-
ser Kompromißknigkcit verfolgt und
von den verschiedenen Parteien und
politischen Organisationen last ein
mutig vertreten wurde In Erwartung
des ökonomischen Zusammenbruchs
und inneren Verfalls Polens- (so
Rcuhs-iußinminisicr Strevcmann und
Ostexpcrteni wurde 1925/26 ein ruinö-
ser Zollkrieg gegen P. eröffnet.
Da dem neuen P, SowjetrulUand als
Hauptfcind galt (poln-sowj Krieg
|92l)| waren der Vertrag von Rapallo
vom In 4 1922 und det Berliner Vertrag
i|)i v.«| 'scutr.dit.ilspakt > fül P Ix*
unruhigcnd: das führte am 25 7 1932
zum Nichtangriffspakt mit der Sowjet-
union. was eine vctscharltc Frontstel-
lung P gegen die von dt Seite akti
vierte Grenzievision beachte Marschall
Pilsudski und der arn 2.1! 1932 zum
Außenminister ernannte Oberst Beck
erstrebten lui P die IVwiluwi einet
von Frankreich weniger abhängigen
Fuhiungsm.Khl in < ktmittek*Uropa mit
RKgelfunklion gegen den expansiven
Kommunismus der Sowjetunion und
den rcvtsiomst ischen dt Satumahsmus
P war von 1921 - 1926 parlamentari-
sche Demokratie, die 1926 von Mar-
schall Ihlsudski in einem Staatsstreich
durch eine »moralische Diktatur- er-
setzt wurde: dieser folgte ah 1930 die
offene Diktatur Hatten die Regierun-
gen unter Pilsudski im Gegensatz zum
• Antisemitismus der Nationaldcmo-
kraten gegenüber der jüdischen Min-
derheit eine großzügigere FViiitik ver-
folgt. verbreitete die politische Rechte
nach seinem lod un Mai 1935 immer
aggressiver die Ansicht, die -» Juden
seien für die strukturellen okonomi
sehen Krisen und die damit verbunde-
nen sozialen l'nruhcn verantwortlich.
19.36 kam es mit l ’nterstutzung der
katholischen Kirche zu einem antifUdi-
sehen Wirtscliaftsbi-vkott Die gesamte
Zwischenkriegszcit war von den Pro-
blemen der ländlichen Überbevölke-
rung. wie xae sich aus der nichtbcwaltig
ten l andrctorm ergaben, und dem aus
der Massenarbeitslosigkeit resultieren-
den permanenten Ek*nd geprägt
Nachdem P aut die nat soz Macht-
übernahme in Deutschland und auf
das von Hitler vertretene Revtsions
verlangen zunächst mit Präventiv-
kriegsuberlcgungcn und demonstrati-
ver Truppenvervtarkung auf der We-
stcrplatte (-♦ Danzig l unter Verletzung
Jes Vöikc-rbundstaiuls re agiert hatte,
schloß es am 26 1.19.34 unter heftiger
Kritik der Opposition einen auf zehn
Jahre begrenzten Nichtangriffspakt mit
Deutschland l —♦ Dt -poln Nichtan-
griffspakt) Für Hitler, der in Wider-
spruch zur Weimarer Rcvivionvpoliiik
veil Herbst 1933 taktische Verständi-
gungsbereitschaft signalisiert hatte,
wurde P zum variablen Instrument tn
einem ovlpoliliwhen Programm sier Er-
oberung von -• letx-nsraum. Ermun-
tert durch IXutwhl.mds Austritt aus
dem V olkcrbund, entledigte sich auch
P seiner völkerrechtlichen Vcrpfhch-
Ml
tunpen durch Kündigung des Min
dcrhcitenuhui/vcrtrages Die von Pil
sudski und seinen Nachfolgern »erfolg-
te PolonHwrunpspohlik bewirkte einen
engeren Zusammenschluß der dt Be-
volkerungvleile in P. die zum Ziel
nal.w<z Propaganda für eine -gesamt-
dl - -»Volksgemeinschaft wurden
Nach der verteilen Distanzierung von
Hitler» Prditik der —• Rhcinlandbcvet-
zung |7 .1 lulh) machte uch P hei der
Zerschlagung det —• 1 schcc hoslowakci
tm September Oktober 191« bei der
e» das Oka-Gcbict annektierte, zum
bereitwilligen Komplizen von Hitlers
Aggressionspolitik Als P die »eit ( >kio-
bei 19.1« von Hitler und Ribbentrop
ultimativ vor-gcbradlten Forderungen
i Rückkehr Danzigs zum Reich, extern-
tonale Fisenbahnlime und Aulobahn
duich den -Kotndor- sowie Betritt
zum -> Antikomintcrnpakl) und die
angeborene Partnerschaft bet einem
Angriff aul die Sowjetunion im Marz
19.1‘t ablehntc. nahm Hitler die An-
nahme der bnt. Hili'sgarantie vom
J1.3.|9'9 durch P zum Anlaß, den
Nichtangnttspakl von 1914 zu kundi-
gen. womit die unmittelbare Vorge-
schichte des Zweiten Weltkriegs be-
gann. Der dt sowj Nichtangriffspakt
vom 2.1.K 19.19 mit seinem Geheimen
Zusatzprotokoll über die Aufteilung P
war ein entscheidendes Element der
politischen Absicherung des geplanten
Überfalls auf P
Ziefsclzung des am 1.9.1939 durch
Hitler auxgelMen -♦ Polenfeldzugs
war die militärische Zerschlagung P..
das der konservativen di. Machteilte
als -Saisonstaat- galt Nach den schnel-
len Erfolgen des log Scptcmberleld-
zugs duich das zahlenmäßige Ubcrge
wicht der dl Kräfte, v a det motorisier-
ten Verbände i Kapitulation Warschaus
27.9 1919) marschierte »tn 17,9 die
Rote Armee tn die weißruthenischcn
und ukrain Provinzen Ovtpolcn» cm
Potr«
I* ta ulde zwischen Deutschland und dci
Sowjetunion aulgclcilt
Im Zuge der territorialen Neuord
nung wurde das Gebiet der Zweiten
Boin Republik zersplittert und einem
gewaltsamen Besatzungvregimc unter
Worten, »da» mit Verordnungen und
dem bloßen Anschein des Rechts aus-
kam- iJakobmcser) Im Erlaß übet
die Gliederung und Verwaltung det
Ostgebiete wurden der nordwestliche
teil P ( teile Danzigs Jk- Woiwodschaft
Pommetcllen und Weslprcußcn» als -»
Rcichsgau » Danzig-W estpreußc-n. der
Rctchsgau -• Wärthcland mn den Zen
Iren Posen und Lodz (ab |94<t -l.itz-
mannstadl” I und Oslobciwhlcsien mit
den wichtigsten Industriezentren vom
Dt Reich annektiert, wahrend das zett
trafpoln Gebiet als -Heimstätte der
Hilcn- zum -» »Generalgouvernement
für die besetzten poln. Gebiete« erklärt
wurde, dem am I X 1941 Ostitahzicn an
beschlossen wurde Der Bezirk Hiah-
slok wurde nach dem dl Angritl aul
die Sowjetunion (Juni 194!) der Ver-
waltung des ovtprcuß Oberpräsidenten
Koch unterstellt die weißrussischen
und ukrainischen Gebiete, die vor |9.W
zu Polen gehört hatten, den Reich»
kommissarialen Oslland und Ukraine
In der lypologie der nat soz Besat-
z.ungsh en schall ui Europa kommt P
ein besonderer Platz zu. Unter det
rasse politischen Leitlinie die tn den
Polen -• nlcrmi-nwficn- sah wurde
cs zum praktischen Exerzierteid für die
I ebener aumpolitik
Militärischer Feldzug und rasscidco
logischer Vernichtungskrug vertiefen
parallel und bildeten den Auftakt
zum l hier nehmen — Barbarossa zwei
Jahic später (-• Ostfcfdzugl. Ziel der
Bcsalzungvpohtik in den cingcghcdcr
ten Ostgebieten war die schnelle -♦
<lerm.inisicrung im Rahmen des de-
mographischen und herrschaftlichen
Umbiiuprogramms l uropas. das mit
Pulen
unmittelbarem Tcmw umgesetzt wurde.
Die Kommando* der -« Einsatzgrup-
pen des Sicherbeilsdienstes der SS die
den in I* einmarschietcndcn huppen
der Wehrmacht folgten. crnuMdetcn
nach vorbereiteten Fahndungslisten
Tarnende «on einflußreichen poln
Burgern darunter Intellektuelle. Geist
liehe. Arbeiter und Gewerkschatici
Um Platz für die aus dem Baltikum.
Ougahzien Wolhynien und Bessara-
bien umeesiedeltcn —» Volksdeutschen
«U schaffen wurden im Warthegau
brutale Enteignung« und Aussicd-
lung«.ikHonen durihgc (Uhu Die erste
planmäßige Vl.issendeportalKm «on
Polen und Juden land im Dezember
1919 im RcichsgaU Warthcland statt
und setzte uch in den eingegliederten
Osigebreien bis zum Frühjahr 1941
fort. Zu diesem Zeitpunkt waren etwa
4#»Ai MX) Juden und Pücn in das Genc-
ralgouscincmcnt deponiert worden
Mit geringem zeitlichem Verzug be-
gann der Terror auch hier l —• Deporta-
tionen -» Rasscnpolitik und Völker
mord).
Nachdem die poln Regierung am
17.9.19X9 zunächst nach Rumänien ge-
fluchtet war wurde der nach Paris ge-
langte General W Sikorski beauftragt,
eine Fulregierung zu bilden die weh
im Nationalrat em Fxilparlament schuf
und son den l SA. Großbritannien
und Frankreich anerkannt wurde Als
gleichberechtigter kiieglührcnder Part
ner der Allianz gegen Hitler entstand
eine poln F »il.irmce Nach der K.ipitu
la Hon Frankreichs wurde die Fulregie-
tung. die in engem Kontakt ru ihre!
• Delegatura- im lande stand, nach
London «erlegt, wohin auch leilc det
Fxilarmec evakuiert werden konnten.
Aul Druck von (hurchill schloß die
Londoner Exrlrcricrung am 40 7 |94|
ein Abkommen mit den Sowjets
zur I Intrrvtulzung un K unpl gegen
Deutschland und zur .Aufstellung einet
644
poln. Exilanncc in der Sowjetunion
(Anders Armee I. jedoch ohne t rewahr
tur die Restitutio« der poln. (Klgren-
zen Als am 13 4 1943 die Lcrchenfunde
von -* Katyn bekannt wurden und die
poln Exilregierung «on den Sowjets
definitiven Bescheid forderte brach
Stalin die diplomatischen Beziehungen
ab
Unterdessen waren die poln Unter-
grund« erblinde. dte bereits Ende 1949
entstanden waren, un Winter 1941 42
aul lOOtMX) Mann angewachscn und
formierten sich am 14 2.1942 zur »Ar-
mee un Lande« (Ainua Krajowa AK).
der «ich die meisten militärischen
Untergrundgruppen anschlossen Der
poln militärische Untergrund wurde
zum größten «einer Art in Europa er
konnte sich auf die breite Masse der
Bcsolkcrung stutzen Die AK wat. wie
die Regierungsdelegatur tm lande. an
die Exilregierung und deren Programm
gebunden und operierte in allen Ge-
bieten. die vor dem Krieg zu P gehört
hatten.
Im Frühjahr 1942 entstand als eigene
Kampllruppe der Kommunisten die
»Volksgarde« (Gwardra LudowaGL).
die Anfang 1944 zur Intensivierung des
Untcrgrundkampfe« in eine Volksar-
mee (Annis Ludowa AL) überführt
wurde Hauptziel der —» AL war ec.
«ich auf die entscheidende Schlacht ge-
gen Ende de- Krieges zu konzentne
ren
Nachdem bts Ende des Jahres 1941
un großer Teil der jüdischen Bevöl-
kerung P in -ibgenegelten -» Ghettos
auf deren Verlassen seit Oktober 1941
die Todesstrafe stand, konzentriert
worden war. wurde im Dezember |94|
im -• Verniciitungshigcr -• Chclmno
Kulmhof tm Wanhcgau mit der syste-
matischen Masscntotung «on Juden
in • Gaswagen begonnen Altem tn
den ersten Monaten des Jahres 1942
wurden dort etwa 44 um Menschen
hikti
MS
aus dem Ghetto Litzmannstadt (-»
i <xiz) ermordet Insgesamt kamen in
Chclmno mindestens 152000 poln
Juden um. Seit Ende des Jahres 1941
begannen die großen Transporte von
Juden aus dem Dt. Reich und den
von dt Truppen besetzten Gebieten in
die in I’ errichteten Vernichtungslager
(-» Deportationen; -• Endlösung. -•
Rassenpolitik und Völkermord) Ab
Frühjahr 1*42 leitete der SS- und K>h
zetfuhter Odiki Glohocnik im Auftrag
des -• RcichsfUhrcrs SS und Chefs der
Dt ftilizet. Heinrich Himmler, unter
dem Decknamen -» Aktion Reinhard)
den industrialisierten Massenmord an
den poln. und europäischen Juden in
den Vernichtungslagern —• Beizte (ab
Marz |SM2). wo Jütin«) poln luden
ermordet wurden (insgesamt ewaitttwi.
-» Sobibör (ab Apnl) mit MtOBU poln.-
fudivchen Opfern (insgesamt 2St(O)i
und Irebhnka (ab Juli 1*42) mit der
größten Zahl der Opfer Insgesamt
wurden in den — Gaskammern von
Trebhnka über 9Ü0f«TI Juden ermor-
det davon allem 3000(1) Juden am
Warschau Etwa IGÜtlXl der in Treb-
linka Ermordeten kamen aus anderen
europäischen Landern. Wahrend die
Juden, die in diese ausschließlich zur
Vernichtung emehteten lager depor-
tiert wurden, ohne Registrierung und
Numerierung in den Gaskammern er-
mordet wurden, fanden in den an -»
Konzentrationslager angeschlovscncn
Vernichtungslagern -» Selektionen
statt, um die Arbeitskraft det Häftlinge
noch auszunutzen Bei dem bereits im
Mai l'>44) errichteten KZ • Auschwitz
(Auschwitz I) wurde ab 1*441 im nahe-
gelegenen Birkenau (Auschwitz II) ein
Arbeit»- und Vernichtungslager gebaut,
wo im Januar 1*42 die ssstcmatiscbc
Ermordung (Verrasung mit —» ZvkJon
B) von Juden aus allen Tellen Europas
begann In .Auschwitz waren cs 1 Mio.
lüdi-whc Oplcr (ohne die <»XIO Zigeu
ncr |~« Sinti und Roma], -» Kriegs
gelungenen und mchtjudochen H»lcn).
darunter 4IKIU1I Ungar Juden (1*444)
MMliMMi aus verschiedenen leilen Euro-
pas und ca. MkltMM) aus poln Gebieten
Das zeitlich parallel zu .Auschwitz
entstandene KZ —» I uhhn Mafdanek
wurde mehl ab Vernichtung»- oder spe-
zielles Judcnlagcr errichtet, sondern
mit dem Hauptzweck dci .Visbcutung
i i der Häftlinge, aber
auch hier wurden M)(K1> (udtschc Häft-
linge in den Gaskammern und durch
Masscncrschießunseii ermordet.
Das Vernichtungslager Auschwitz
IM wurde bit Oktober 1*444 als
Mordaniagc lur Juden aus den aufge-
lösten Arbeitslagern 'erwendet Die
Mindest zahl allein der poln jüdischen
Opfer det \enwchtungssutten be-
trügt Uber 2 Mio., hinzu kommen etwa
700000 Tote aus Ghettos. Arbeitsla
gern und infolge unmittelbaren Mor
des (—» Einsatzgruppen Exekutionen)
Bis Ende August 1*42 hatte es keine
offiziellen Kontakte des poln. Unter
erunds zum jüdischen l ntergrund gc
geben
Wichtigstes Ziel det poln Resistance
war der Aufbau bewaffneter Kräfte
um im Augenblick des Zusammen-
bruch» der dt Besatzung die (teschicke
H>k ns bestimmen zu ksHtnen W ahrend
der Dcportationswcllc des Sommer*
1942 erschienen in der Untergrund
presse zahlreiche Protesterklärungen
die tiefe Empörung Uber die an den
Juden begangenen Verbrechen au»
druckten. Im September 1942 entstand
in Warschau unter dem Decknamen
-Zegota- ein -Hthsrat lur Juden beim
Bevollmächtigten det Regierung' der
für untergetauchte jüdische Flüchtlinge
Unterkünfte gefahehte Papiere und
finanzielle Hilfen bereitstellte. was lur
die Mitarbeiter lebensgefährlich war.
da auf Hilfeleistungen für Juden tn
P die Todesstrafe stand Vor dem
m a -w-Mta—
r । f * T|I« *«t z er •
Warschauer Ghctlisauf stand (Beginn
«tn 144 1443) Um m ru genngfngt
(en Wartenbcfeningcn J«- den War-
schauer AkMagazitKri in» Ghetto
und tu einigen «nfkianschcn Hilfsak-
tionen. wahrend keines «ler ikJcftn
Ghettos militärische Hille »'» «irr AK
erhielt Im Winter I41V44 png die
AK wegen «les dt Bcsaizung»- and K»
lucitcrron zum offenen Guerillakrieg
unter Führung »on General Gral B>*-
kocnortwwki über. und nach «ier erfolg-
reichen sowj Sonuneniftcnuic unter-
stützt «en puta. I nteterurwherhanden.
löste B»< K»m«<ow«ki am I K 1444 den
-» Warschauer Aufstand aa«. um der
Befreiung Warschaus durch w»i Trup-
pen zuiorzukommcn Der Aufstand
endete, da die I niersrutzvmg durch «he
Rote Armee ausbticb nut der Kapitu-
lation der Autslandischen am 2.10 Das
am 25 7.1444 entstandene LuNmer
Komitee, cm »on den Sowjets txrun
Stifter Zusammenschluß konrmunnti
sehet links«. iziakstiscber und -fort-
schrittlicher- Kräfte «ler allen Opfäisi
Uoospartcien erklärte sich am II 1*45
zur Pio»not neben Regierung und sie
deite in das nährend der Wintcn4len
sive ab dm 111 l*is hdrcnc War-
schau Uber Auf Jen Konferenzen »on
-»Teheran (2K II.-I 12.BM3), — Jalta
(411.2.1945) und — Hxwlam (177 -
2X14451 willigten die Westmächlc
unter dem Druck der militärischen <ie-
gchenheraten in «he -WcsGerschacbung-
P cm und beschlossen die Vertreibung
der «11 Be'idkcrung Insgesamt waren
last b Mhi poln. Staatsbürger Oplct
Jet dl Besatzung (< wneralgsms cme-
ment und emgcgliedcrlc Gebiete) ge-
worden darunter mindestens 2.7 Mai
Juden und rund Stl% der mcht|ndr
schen InlcOutcnz f\4en hatte mumi
rund cm Fünftel seiner Vorkrsersbcsol
ketung verloren Das poht Judentum
«ui nahezu soUslandig ausgckischt
worden •»
Wiiwustluwstj Muo* Zär f—OaxsSr"
Sr-eawur. M!- /«M fzsätn f«7f
Hnwzar Mamn SmwnwtuinMi— -Ur Awn^a-
M F»<* rw‘ Sunusrt lUkl
Gukarwsäi. Frank Wen. « ».«lease Bear
H< > fäw rnii— Or. I • -Ur—»—V1 Ov ZaäZ Jo
«i*«.*iw r>«rt 4n h r i iiun Uuu-
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Hornw* Mrg le rawnanw- Mmi Munpat
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ftlf 1*1 tue aw tU nwr»" hin« <" Jnaw
UeUHinr Jk* r»» Cäun*a*r Sranrao tli rku
kutnMMz !«*>
PnknfiMzug l ntcr dem Decknamen
-Fall Weiß- «m I 4.1954 um 4 45 l hr
hegsmneaer Vhcrtall der dt Wehr-
macht auf fWen. Jet »«cb zum globa-
len Konflikt amueitetc (— Mdiktier
14» 1445) Vor Jem Reichstag
rechtlertigtc Hiller «he Aggression am
Morgen des 1.4. mit (xdn -Grenzver-
Ictzungcn- dhe aber »om -« Sicher
bcit-dsenM der — SS inszeniert wur-
«ica l -• Grcnzzwnchcnfällc i Zwei X
Heeresgruppen stieben »an Sorden
und Süden, unterstützt s«m massigen
1 urtangntlea weit auf [«4n Tetriu-
num vor Am 7 4 standen «Jl Iruppen
Mi km ssu Warschau, «la» am 27 u kapi-
tulierte - zehn Tage icctidctri die Rote
Armee gemäß Geheimem Zusaizpnnc»-
koll zum O.-mmv) Nichlangritfspakt
»«un 23X14.74 in CMpolen einmal
schien war Am 6.10 ergaben uch
bet Kock die letzten poln Linhcitcn.
KIMI» pota und 45CU1 dl Soldaten
waten gefallen ftden wutsie zur Beule
der Sieget Sehen WcstpieuUcn und
«lein-» Wartbetand wurde das —• Gene-
ralgsntvemement Schauplatz grausiger
dt Besatzungspotaik (-• Lmsalzgrap-
UH
pen —» Ra«senf»iiiik und Volker
mordl rix-x.iv-.^.
P«<4ca*>>ndcrMrafmht Mit Jet anfäng-
lich auch für Juden teilenden -Verord
nung über J»c Strafrechtspflege gegen
IS «len und Juden an den emgegbcviericn
Ostgebieten- »om 4 12.1*11 wurde
zur Erzwingung abwdutcn l<hürxiim
cm drn.miklk'i Ncevdersiralrecht ge-
schallen Bei redet Utdcrsclzbcbkeii
wozu bereit» Jtlcindbche Autterungen
zahlten drohten drastische Sanktio-
nen llberstcllunt an die —• Gestapo;
Straflager. Standrecht — Standgcnch
le. TiMesstraicl. W«AwtMwak
Politisch« Beurtc-iiiuig''Pohu*ch«s lew-
muadszrugn»* WiehUgc Mittel der
NSDAP zur Kontmfle und Steuerung
der Bevölkerung Gegenstand dieser
parteiamtlichen Stellungnahme zu ei-
nem -• Volksgenossen »ar nicht nur
ein politische» Verhalten vor und
nach 1933. »widern «ein übrige» So-
ziah erhalten NSDAP Mitshcdschaft.
Spenden bereit schatt tur da* -» Utn
terhilfvwerk l rngang mit Juden, Al-
koh*4abtianpgkeil Arbeit»* erhallen.
Ebeleben. Kindcrctzichung. -Axizia
liut- etc. Die entsprechenden Informa
tionen denen her Beförderungen im
öffentlichen Dien*l und in Frmittlung*-
und St rat» erfahr en große Bedeutung
zukam. erhielt <toc NSDAP »ou ihren
WobngcbicttorgaaKanoncn I-» Block
-» Zelle -»Ortsgruppe»
BrratdW Amwv
Pnimscbe Leiter Bezeichnung tur F unk
tsoctstracer der NSDAP som -* Block-
wart bt» zum — Reichvleiiei Die P
dienten der fxMittscbcn Überwachung.
propagandtMnchcn Ausrichtung und
weltanschaulichen Schulung der m der
-» NSDAP urganrueflen Besoikcrung
Nadi den Richtlinien der Partei »ar
der P kein Beamter, sondern Amts-
P>4Oel
träger Vom P wurde dsc Bevölkerung
»eines Bereich* über Karteien und Fra
gebogen bl» in alle Lebensbcreiche
hincm kontruflmrt. Da» -Korps der P-
wurde 1*46 »ou den AUuerlen zur »cr-
brccbcnschen OrgaanaOun erklärt. da
e» bei der — Dcpwtation der Juden
»•wie der Ausbeutung und Cbcrwa-
chung der -• Fremdarbeiter etc cme
maßgebliche Rolle gespielt hatte
nWiikargM
Piikzci Von Jcr. NalmV als Instrument
der Fuhtcrcsckutnc mit dem Zweck
der Sicherung der - k olksordnung •
und gegen fede Sueung ihrer FSditik
•erstanden Ziel nach der -* 'Macht-
ergreifung- war cs. die föderalistisch
zersplitterte P zu »cremtierthchesi ue
aus der inneren Serwaltung heraus-
zulovcn und tae schbeflitdt mit der -•
SS zu etnem cinhcitl -SlaatssehuLr-
koeps- zu »erschmelzen l-e Justiz und
mnere Serwahung)
Nachdem *« RcishMuhicr SS Hein-
rich Himmler bereits im Winter 1933
34 Letter der politischen 1‘otoeiea
ieinx.-hlietflK.-h der — Konzentratum»-
Lagerl. mit Ausnahme »on Preußen
und Schaumburg-Lippc gcsHwdcn war.
wurde er am 36 4 1934 Inspekteur der
(estapo in Preußen < tief Jes Preuß
tseheunen Staat»f»>lizc>amiev (Gcsta-
pa) wurde Jet Leitet dc» — SD und
der Bayer K4rlischen Pdirei. Rem
hard Hesdnch Beide halten damit Ul
Doppcltunktion em Partes- und ein
SUatsamt inne Nich 1934 erhielt dm
Gestapa zur besseren Koordinierung
die Funktion eines -/z-urralburos
der FSMitischen PoUzcrkommandciire
det landet- was un Februar 1936
durch das preuß. Gestapo-Gesetz be
uatigt wurde Liegen den Uidentand
von ReKhsmnennnnistcr Frick wur-
de Himmler mit Erlaß Hitler* »«en
17.6.1936 zwecks -einheitlicher Zesam-
mentavsung der polizeilichen Aufga
be»- zum -RFSS und Chef der Dt P
im -» RcKh*muu»lcnum Je» Innern-
munnl Himmler bheb Jem Reich»-
utnennuiiMei r»M peiwmluh unict-
»leih. wurde ihr per RundcrUß vrn
15. 5 IW ausdrücklich zum »umbgen
Vertretet de-» Minr»ler» tur den Ge
elulttbrikh P cribrl I KnlilK IU7
wurde für dre einzelnen landet hau»
huhc cm einheitlicher Reuh»hau»halt
tur die P ewpenchlet womit Himmler
cntcebcidcndcn Einfluß aul VulEau
Stellenplan und Vu»ru»tunc der P ee-
wann.
Im Juni 19.1h ghcdcrlc Himmler die
P m da* Hauptamt < trdnune-polizei
unter Daluege dem Schutzpolizei
Plutii!k>nc Gendarmerie kihnixbc
Sothülc. Feucnchutz und i «ememde-
polizei unterstanden, und da» Haupt-
amt -» SiehcrhcitepHizei unter He»
Jnch Un Personalunion < 'hei des SDl
dem damit -» ticslapo und Krrmrnai
polizei unrerstanden Im September
1959 wurde das Hauptamt Suber hert»
poltzci mit dein SD Hauptamt der SS
zum -• ReK-b»MctkrhcU» Hauptamt
fRSHAl unter dem -Chef der Sicher
hcrtspohzci und do SD- Hcedruh.
»eremtrl Aut reponaler Ebene waren
rm Reich Inspekteure und m den he
»etztea lieNcten Bctehhhaber und
Kiunmandeure der IJrdnung» und det
Stchcrhcibpolizci nachgcurdnct
Dte oreamsali «rische Verbindung
det P mit dci SS unter Himmler und
Hesdndl wurde in den Wehrkreisen
durch die -» Höheren SS- und R»h-
zcifuhrcr (HSSPI i ergänzt 19 W w urdc
daese Struktur mit der Saehotdnunc
»<<i SS- und Hritzvifuhrer» (SSPFi un-
ter dem HSSPF m den Drunklcn de»
(«eneraJeiwrernc-nx-nt»und 1941 Inder
Sowjefunnwi lur die drei Hccrecgnip-
pen sowie bald auch un Beroch der
Zz»ilicrwahung mit gc emem HSSPI
für cm (rcncralkimtinncanM uhenwun-
men. wobei zu den SSPf auch auch
6M
SS- und IVjhzc’tstanJortfuhrct kamen
In den übrigen besetzten Gebieten
wurde ähnlich »erfahren. Mit Emen
nunc Himmlet» zum Rcuh»rnnenmi
nnaer rm Aucuu 194’ war die Einheit
»im SS und P fa»t perfekt. Nach dem
30. Juh 1944 kam cs noch zur Einglie-
derung der -* Abwehr der Wehrmacht
m da» RSH A
Zur organisatorischen trat zuneh
mend die pcrscmeDe Verschmelzung
ion SS und P Man legte grollen Wert
aut den Bertntt zur SN besonders hei
der Suhcthcrtspolizei Danach durfte
man einen SS Rane bekleiden, der der
bicbcnecn Ihcn»i»kllunf entsprach. in
det Regel durch Verleihung eme» u«g
«SS Vnclcuhunodicnsagrids- «Weh-
anuhaubche Erzrehung- sohle »he Ver-
einheitlichung unterstützen Bei Neu-
ctmtelluncen erfolgte eme entepee-
chende Pcrciuialausw ahl taato-mre
t ap«Mtr
R«rr Rat* Rrttia Aar £S «auf AW»
MawaWrv» k<-rwrw« aa» antf
Mac*« Grfww. IW«
RwtKca» H<ai ua <aiaw il Imp»
hJ 1 L>* M - 4p IJeMi?
FnwMwf 1**^
PM («thadKuw U.cfuei UdMwa <Ht »
Dtt Cna^9 ~ W»Aat mw RratMi Danmüdl
IW?
PokzcurtjHhrA AhnKh den — Hs-he
ten SS und PUizcituhrcin waren die
P in cnaer Imre He» Ulmachtrete des
-♦ Rcich»tuhtcn SS und lerttMc«
fachlich die polizeilichen BcilBK an
den dt Jiphunarwchcn Vertretungen ui
den »erkundeten oder neutralen Lan-
dern Du P waren lur alle I tagen im
Bereich der —• Sichcrheitcpolizcr Je»
-• Siche thcitrdicmtcc zum Ted auch
det -» Uaffen-SS und der Volkctm
pobtik w« tragen w» pohtnehem
und ordnune»pofizeibchcm Inlcrcmc
bei den Botschaften zuständig Sie un
terkagen det Zu»tandigketl dr» t hef»
der Sicher hcitcpolizei und dc» SD. «1er
m -» Reichscichcrheits-Hauptamt eine
P-Gruppe zur Führung und Verwal-
tung det P eingerichtet hatte die «en
August 1**42 Ul« war t n> a«mw
PotiUMterr Korridor Det P entstand
durch den Fnedemvenrag »on -w Ver-
mmIIck dci dem neu geschallenen poln
Staat den größten feil der bnätengen
preuß Pros in? West preußen und damit
einen Ml-«» km beeilen Zugang zur
Ostsee zwischen Hrmmcrti und der
Weichteimundung zugc-vtmdca halle
Der überwiegend poln besiedelte P
trennte ab WIM IXtpreuUen 'm ubn
gen Reichsgebiet BWen »ar icrpflidi-
tcL dem dt Pvrwwicn . Waten-, Kni-.
Telegrafen und Tetetonverkehr Iran-
«ittreihen durch den P zu gewahren
Diese Situatsm führte in der Folgezeit
zu irermanenten Spannungen zwischen
— K4cn und dem Dt Reut, VorUtteT-
gehend trat in der Kairmtertrage
eine Beruhigung durch den NM ab-
geschlossenen -• Dt -pofn Sichtan
gnffspalt em Ab Ende 1938 forderte
die nat mu -* Rcschsrvgierun» immer
drohender den politischen Anschluß
— Danzigs an das Reich und eine Ci-
tcmlonalc Eisenbahn und .Autobahn
Verbindung durch den P Ab Kden dies
abfehnte kündigte Hitler den Vertrat!
Mn dem dt l herfall auf Hden am
1.9 1939 loste er auch das Korr idorpro
bient auf rashkalc Wette (-• Itkcnfcld
zug; — Weltkrieg 19» - I94M
»'n»« te»<
1‘oaars llitaansch Paacriail E.rholungs
ort mit Bahnstation m einem Waldec-
tuet 10 km westlich von Wdna. I nter
son, Iktrxtif! wuiden |wm*4| Gru-
be« für eine geplante weitläufige Heiz
di-Tankanlagc angelegt, dte wahrend
der dt Besetzung —• Litauens ab Juni
lull |94| bis Ani.ing Juli l**44 ah Ort
für Massenmorde VA- an Juden, aber
auch an *owj Kriegsgefangenen n
dienten Die Opfer wurden nut der
Fitenhahn nach P iranqxwticrt und
dort mu laterstutzung htauncher
Heiter um SS und Polizei erschossen
Bo Sepu-mlx-r 1943 dienten die vor-
handenen < »ruhen als Massengräber
dann wurden sie mm emem fudwehen
Aibeil»k<<nmandc geöffnet und die
Leichen verbrannt Bei einem Flucht-
versuch am 15. 4 1944 entkamen 15
dieser - Arheflsfuden- Ihe Zahl der
Opfer in P wird auf JlMMU- KllfiJU ge-
schatzt ~ “r~i *«-
Portugal P spielte vor dem Zweiten
Wchkneg im auben(«<liitschen Kalkül
des Dritten Reiches eine untergeord
nete R<>Uc Wohl gab cs eine Lnlcicv
sengemeitwcfian wahrend das -• Span
Bürgerkrieges tn dem sowohl Berten
ah auch Lissabon die aulstandnchcn
Militärs unter Franco nut Kruesmalc
nalten und Mannteharten onlcTUUlz
ten Aber die Berührungspunkte zwi-
schen dem Salazar Regime und dem
Dritten Reich beschrankten sich wen-
gebend aut den -• Vnnkorranunivmus
und die Ablehnung von Demokratie
Liberalismus Arbeiterbewegung und
Ertetecutungen der modernen Kultur
Zwei zentrale Elemente der SS Ideo
logK der Rauengedanke und der -»
Antisemitismus waren dem Saiazam-
mus fremd
Wahrend de* Zweiten Weltkriege»
wahne P stnktc Seutnhtat Durch
einen Bündnisvertrag mit 1 ngland
verbunden, wahrte ev aultenpotetnchc
Distanz ru beiden Kncgspartcicte
um da» propofttweh verwtmdhare
staatsgetuge des portug Weltreiche»
au* dem Knegsgcsshchcn herauszuhal
ten. P. trat weiter der -• Achse noch
dem -• Amikomuiicrnpakf hei und
drängte auch -» Spamen zur Aeutra-
lual Ander* al* tm falle Spanien»
verfolgtes dte dk Dipionxatic sowie
Dvcnvlvtcllcn de* Rcichev und der
NSDAP tucht <ia» Ziel. A» Land zum
Kncgsemtnn aut dt Seite zu bewege«
wollten aber den alliierten Einfluß auf
Suat und Gevclbchafl zurUckdranten
und die Late P lur Spionage- und
Dis erwonszw ecke gegen die Wcstmach-
tc nutzen Trotz gewisser Sympathien
innerhalb der portug SlaaKpokzei
PVDE («pater PIDEl und dc« Mihurs
für da» NS Regime konnte da* Dt
Reich keinen nennenswerten Einfluß
aul Lissabon au»ubcn Die Tatsache,
daß P als einziges neutrales Land tm
Apnl l*M5 zum lode Hitler* k-ndober-
tc, sollte nur seine l nabhangiekcit »on
den AUnerten demonstrieren
P erlangte «ährend dc* Zweucn
Weltkrieges Bedeutung al» I tappenzwl
und Transitland der Eluchtlingsstrome
die über die Iberische Halbinsel Eu-
ropa «erließen t -* Emigration > Schat-
zungen bewegen «ich zwischen 5ÜUI1
und 100000 meist mitteleuropäischer
Flüchtlinge die »ach uher die Phrcnacn
nach Spanien und P. durchschlugen Ab
1942 waren e« überwiegend portug
Schiffe die den transatlantischen Pas-
sagKrscrkehr aulrcchlcrhicltcn Wegen
des -Staus- bei der Weiterreise Hieben
zahfreuhe dt und andere Emigranten
unfreiwillig un Lande und wurden »un
der Regierung ru einem Aufenthalt in
Kur- und Badeorten gezwungen W<«hl
gelang e» dem -• Rcichssichcrbeit*-
Hauptamt mit Hilfe- von Simparhi
samen innerhalb der pulug Geheim-
polizei einen p «husch unliebsamen
Emigranten nach Deutschland zu ent-
fuhren. dennoch lebten die Flüchtlinge
in P relativ «eher Dk Regierung
«erweiterte «eiteren Flüchtlingen die
I mrcisc lieferte aber niemanden den
dt Behörden aus Nach «lern Kriege
wanderten die meisten der n«*.h »er-
hhehenen dt Flüchtlinge weiter. *o daß
heute nur noch egugr wenige Familien
in P an diese* Kapitel der Geschichte
erinnern Ztana .«.>» w«Mrn
P.ir/cllanmanufakiur Mlach Dk P
München GmbH der -• SS wurde IVRi
son vier Gesellschaftern gegründet, die
sämtlich Angehörige der SS waren
und im Auftrag Jes -• Rcichsfuhrers
SS Heinrich Himmler handelten IVW
wurde «he Firma m da« SS-Hauptamt
Verwaltung und Wirtschaft (ab 1942
— SS-WirbciLifts-Verwaltungs-Haupt-
amt! emgeghedert l«37 begann dte
Scrlegung des Werkes tn Jen Bereich
Jo SS Lagers beim KZ -• Dachau,
wo ab luW em Arbcttskomrnando
von zunächst Ul und schließlich bi» ru
bO Gefangenen Je Lieblingsproduktc
Himmler* (-»Julteuchter. Hitlcrhustcn.
Tier- und andere FAxzeüanfieurenl bet •
stellten Firmenzeichen war «he SS-
Rune (— Runeni Himmler beschenk-
te nut den Al lac het Figuren SS-Führer
und andere Würdenträger sie waren
ruber «Jem auch käuflich zu erwerben
Dc*(
Postbse» < hrvslcntum in Punkt 24 ih-
re* Parteiprogramm» bekannte «ach die
-» NSDAP zu einem positiven (hn-
»lenium. -««hoc weh konlcvsauocll an
ein t*.-stimmtcs Bekenntnis ru binden-
Fme nähere Definitum de» P unter-
blieb. und so gelang c* in «Jen ersten
Monaten nach IV.lt Je wahre Grund-
anschauung führender Nat soz ufvrr
Christentum und Kitche zu «ersehlei-
em Erst «ier -• Kirchcnkampt ent
tarste «he leine lamlunktvm die*«*
Proerammpunktc» Ara IU Akt
Potrmpa Ort in l>ber*chlc*aen (heute
fhitepal In «irr Nacht zum HlM.IV.t2
traten fünf SA-Manner m P einen
kommunistischen Bergmann zu lode
Die Täter wurden am 22A vom Son
dergencht in Benthe« aufgrund der
Verordnung gegen ptdilnchcn Teno*
»om V. August 1932 zum Tode verur-
leih Hitler «chickte den Verurteilten
cm SoltdanUtstclcgramm und tvezeich-
tsi
B I lag <«
nele ihre Freilassung als »eine Frare
unserer I hre- Im — \oikurhm He
obuihirr rief er seine Anhänger nun
Kampf gegen die PapenRegKrung aul
Irotz erhebbeher Bedenken wandelte
Reichskanzler v Papen aul Vorschlag
seines Justizministcrs Gurlner dc
Todesstrafen in IcbcnsUngbche Zucht-
hausstrafen um M.idgcbenJ tur die
Entscheidung war wahrscheinlich die
Überlegung. im Hin Nick aul die Be-
vorstehende Wahl vmb b II IW dem
Nat. vor keine Marterer zu schaffen.
Sach der -» -Mac-fatergreilung- wur
den die Verurteilten s«xi der Nv Regie-
rung im Marz 1915 auf freien Fuß ge-
setzt. ic _ r- -•
Potsdam. Koofrrvnr von Vom l?’
28 l*»5 trafen »Kh un NchkiB (ccilien
hot in Potsdam die Rcgierungs- bzw
Staatschefs der drei Groömachte USA
(Harry S Intman). UdSSR (Jossif W
Stalin) und < rrnßbrilannien (Winuswi
S Churchill Ns 26 7.. nach dessen Wahl-
niederlage Clement Altkce) ru ihrer
letzten kneeskonterenz Zur Debatte
standen die politischen und wirtschaft-
lichen Grundsätze der allnenen Koo-
trolle Deutschlands, die Ausübung der
obersten Rceicrunesecwalt in Deutsch-
land durch die Oberbefehlshaber der
Streitkräfte der sier Besatzungsmächte
int Alliierten Kontrollrat (/Auflösung
der NSDAP und aller nat soz Orga-
nisationen und der Wehrmacht Ent-
tnihlartsierune Entnazifizierung und
Demokratisierung als Programm Ent-
flechtung und Dezentralisierung der
Wirtschaft. Abbau son Industneka
pazit.it Temtonal- und Reparatuwr.-
Probleme f Zur Vorbereitung sott Fne-
densrcgclungen nut den Verbündeten
Deutschlands wurde cm Rat der
Außenminister eingesetzt der auch die
dt Hape beraten sohle Strittig war d«
Verfügung Uber die dl Flotte; beherr-
schende ProNctne der P waicn icdoch
die Reparationen und die poln WcM-
grenze Dk Wettnuchle stimmten ah
Kompromiß gegenüber der UdSSR
(vorbehaltlich einer endgültigen Lö-
sung in einem Fnedcnsvcrtra« I der
Abtretung der Gebiete östlich der
< Mcr Nciße-ljrue an Hden zu (ebenso
der Annexion Königsbergs und des
nördlichen Ostpreußen durch die Sow-
K tun von i Darüber hinaus vereinbarten
sie. daß die UdSSR ihre und Mens
RcparalMwampruche aus der sow|
Bcsatzuneszvoe Deutschlands befmh-
gen. die Weslmachle und alle anderen
(ilauNger Deutschlands durch Ent-
nahme aus den Wcsi/onen entxhasligt
werden solltet^ Zu den folgenreichen
Beschlüssen gchorK die -‘Xdnuncvma
thee I bertuhrung- der dt Bevölke-
rung aus Polen der I vchectuwlowakei
und Ungarn in das verkJemerie
Deutschland l-t Flucht und Vertret-
bunt) Die Beschlüsse Abuchrserkla-
rungen und Vereinbarungen wurden im
Konter enzkommumque (-Potsdamer
Protokoll-, gemeinhin Abkommen ge-
nannt) am 2,8.1*15 veröffentlicht
Wta/AHRf Atm*
Lrfrnafw
Ren/ Wirflfartg AcJür >**** Umnmfitoir
tdU* «I Vkf Zim» OrMldb
WW Müec W» ‘l*M
lUrmdon Dtr Ag Tn-
Am# OtmhAtJudtUv «m!
Ff daÄfurt im M*r
Mcc. Ourlcf L /Mr rrrZmnr 4rr Äf /W-
AM* **« MUKbr» l’H*
Putsdam. lag von Feierlicher Staatsakt
in der Hntsdamer Garmsonstirche am
213.1933. in dessen Verlauf Reicht-
kanzier Adolf Hitler dem greisen
Gcncrnlleidmarschall und Reichsprä-
sidenten Paul » Hindenburg, dem
Inbegriff des natMMMlen Mvthm. sei-
ne Reverenz erwies. Die an diesem
Tag vtclhrvcbwoccnc Einheit zwischen
dem rühm und traditH.ervrcKhcn Preu-
Sen und dem neuen revohilKWiaren
Put«daawr \h4«»mm<n
Dculw.~hland «»mbolrucrt durch Hin-
denburg und Urtier »ollw da» kow-
«er» all» e und bürgerliche lager mit
der natsoz. -Bewegung- «eru ihnen In
Anwesenheit kaiserlicher wie rcptibh
konischer Militär* M~k de» Kron-
prinzen Wilhelm appeUierlc HmJcn-
hurt .in die Mitgfacdcr de« • Reiche
tage* sich hinter die Regierung zu
»teilen Vom Reichs nun ist er für Vido-
lufkl.irung und Propaganda kweph
Goebbeb mit mrtnartschcm Pomp ab
• Ruhrkomoshc- inszeniert erfüllte der
Festakt, der der ersten ParUmcnts-
»itzung Jes Dritten Reiche* 'i*mr»tt
in der Tat xmen Zweck. d>« Senootat
Hitlers zu unterstreichen und J*
national konscr»all»c Unter innerhalb
der Regierung in Sieherhert zu wiegen
Uta Mgf
Pot*dan»er khknmmrw s. Potsdam.
Konferenz »ua
PKK S. Par 1 e tarn I tu be Pruhmgs-
knatmicMon zum Selnatzc dr* ualHinal-
eioiahstiseh» n Schrifttum«
Prager Mnmfc«l Der Vorstand der
Esil-SPD (Sopadel »cTolfcnthchtc am
2M.I934 in Pta» eine programma-
tische Erklärung ah Dokument des
— UidrrMamb gegen die KS-Diktalur
(-• SPD» Da» P »ctstand unter Beto-
nunc marxistischer Theorie pHitninen
die Hrtlcf-DiktaiM ab Sieg der t regen-
re-solution Die Wieder er oberung dc-
mokr.itrwbcr Rechte »erde -zur \.a
Wendigkeit. um die Arbeiterbewegung
ah Massenbewegung wieder mlgfectl
zu machen und den sozialntischen Be-
heiungskampt wieder ah KwulUe H<
wegung der Massen selbsi zu fuhren
Ihr Verlasset < unter ihnen Htednch
Stumpfer und Rudoll llillerding) hat
len über die Sol« irtmaltnahmen nach
der Beseitigung dc* Nat *»»z hinaus
die V isko cme* erneuerten Jemokrati-
k5!
«chen Staates und einer »ozialtstncbcn
Gc«cU«chatt Dazu sollten dar I Iden m
Bürokratie. Justiz JSdizei und Militär
ausgctauschl wiwic die Trennung »on
Kirche und Staat Jurchgcfuhrt werden
Ah Bedingung des rc»olutio«aren
Wandel» wurde dw Enteignung dc*
< iroc-grundbcsit/e* und der Schwerin-
dustrie und die Sozialisierung der
Großbanken gefordert Da« I’ schloß
mit dem Viilrut an die dt Arbeitet-
-chatt. die Ketten der Knechtschaft ah-
zus« hurte In War»«»» *w;
I
IZe Xzwt rövwM MW> OriMw Cmr-I f mw A
WMmrw »Wrr Jir So.-Mlhw* Ar £«r«rrw
w Am arm Sa »Im HW Fnrdndl StamjUr»
he *<w Erwh Mrwtnm. Hcar» war Wonrr L wW
llmwdi-rl l«n
PrwstdtuMuinziri Büro dc» -• Reich*
Präsidenten. I9J4. ab HiIIct das Amt
Je* RcKhspt-tMdcnlen mit übernahm,
m P und 1937 in -Praudialk anziel des
Führers und Reichskanzlers- und*;
narml Dk P bheb für die Angelegen
heilen de* Staatsoberhauptes zuständig
Iz H zcrcmumcllc Vorbereitung »<<i
Staatsbesuchen Entgegennahme »on
Akkreditierungen »ou Diplomaten
Glückwünsche und Bedchisbezcugun
gen Hcirtviiung »on Gntdcnsasbcn
Tuet- und OrdenswesenI Politische
Angelegenheiten, m denen auch Jie
I ntscheidung Jo Staatsoberhaupts
notig wat gingen aul di* -• Reichs-
kanzlei über. etnschhedlKh der Ernen-
nung und Entlassung der höheren
Rech-sbcamten, letztere wurden Hitler
werter toemell durch ihc P zum Vollzug
unterbreitet l<-n«rMwg
Preise und Vusiruhnuageu Für be
somlerc nichtmiliiartsshc Verdienste
c »ist terlc eine Vielzahl w» Pu A. ihc
aut natumalet rcgumalcr oder luKaier
Ebene »erlichen wurden Sw dacnlcn
Jcr nal *>/ — Propaganda deshalb
hrwr
wurden d»c Prerarager oh
Reichstnintvlcrium tur Volksaulklarung
und Propaganda .»der dessen Inter-
Organisationen »in geschlagen Dk Eh
rung mußte »on Hitler genchmiet »er
den Ak wichtigste P u A galten der
—» Nalioaalprcts für Kunst und Wivsen-
»chaft »um 30.1.1937; der -» National
preis tür Buch und Film »om 1 5 1933.
der äußerst selten »erbe bene Adler
«duld de» Dt Reiches, eine »eit 1922
bestehende A. für Personen, deren
Werte «weit übet den Rahmen- des
cigentltchen Arbeitsgebietes hinaus
Bedeutung haben und (iememgut des
dl. Voiles geworden Mod«. die lioctbc
Medaille für Kunst und Aisscnschalt
1932 begründet, als -die Krönung cmes
lebens»erkcs- daher nur zu hohen
Geburtslagen oder Dienst)ub<lacn »er-
beben. siet Nationale MusAprcn »om
28.5 193h. nut icwcils lUtlli RM für
•den besten dt Pianisten und den he
sten dt Geiger« dotiert. die auf den
jährlichen Rcichsm um k tagen geehrt
wurden der Nationale Komposition»
preis vom II 6 1 UW mn jährlich I5UUJ
RM dotiert, für einen oder mehrere
•Komponisten dt Abstammung. deren
Schaffen in besonderem Made teböp-
fensth und zukunftsweisend ist- der
-Kulturpreis der SA- »om 23 J. 1937
der -Nationale Rundtunkpreis- »om
26.1.1939. Daneben war durch entspre-
chende Verordnung »om 27Ä1937 die
Verleihung von 14otes*ormlitctn an
bedeutende Künstler möglich die eine
•politisch einwandfreie Penonliehkeit«
sorwlesen Für Erfolge un technischen
Bereich konnte man die Hermann
Gormg-Denkraunze der Dt Akademie
der Luftfahrtfonchung vom 21.1 I93R
crtutflcn
Obwohl Goebbels am IV2.1943 die
Stiftung neuer und die Erweiterung
bestehender Kunstpreise »erbot, wur-
de für kriegswichtige Verdienste am
12.11.1943 der neue -Dr Fnu Todt
Preis- geschallen, der zweimal iahr-
bch. am 4 9 'Geburtstag lodlsl und
am K2- (Todts Todestag) in drei Abstu-
fungen (50(111. Knall IIHIIt RMl »'er-
beb en werden solllc
Dk -Zersplitterung der Kunstpreise«
(Z B gab es 1937 allein Al öffentliche
Literat urprene) machte cs tuawendig.
daß Goebbeb am 24 K1937 jeden
Kunstpreis der egte oll leben Hand »ua
»einer Zustimmung abhängig machte
Seit 26 I 1939 galt diese Anordnung für
sämtliche Verleihungen von P übet
2lM«l RM Hegen de» Kriege» wurden
«be Ehrungen durch P u A »eil der
zweiten Jahreshälfte 1944 eingestellt
(-» Orden und Ehrenzeichen k
UrM
Presse Im Nat soz nicht mehr treK
Tragern der öffentlichen Meinung,
sondern, ab Teil der -* Propaganda.
Hcrrschaltsmittcl und Instrument der
Maats»uhrung zur ItkhAtnwatHm der
Bevölkerung Den Anspruch auf Kon-
trolle und Lenkung der Infcwma-
tioasf»»litik (neben der P auch der
neuen Massenmedien Film |-* Kunst ]
und —• Rundtunk) verfolgte die -»
NSDAP »eit der Weimarer Republik,
ab sk noch um Mcthenprasenz kampt-
te Ab 1933 »ersuchte da» Regime, eine
möglichst lückenlose politisch ideolo-
gische und ökonomische Kontrolle
über die P zu cmngrn Zn diesem
Zweck verfugte die Partei allein aber
drei —• Reschslesler mit Mcdienkuenpe-
tenzen Joseph Goebbeb (lur Propa-
ganda). Ma» .Amann (ha die gesamte
lUlssV Presie und ihre Vertage) und
Otto Dietrich (als — Reichspressc-
cbef)
l'tn die bei der — - Mach ter rre itung-
mii 34(1) lageszeunngen »sei (artige
dl. Ptandschan zu niseilKrca. wurde
dK bereits am Ende der Weimarer
Republik eingeschränkte Pfreibcrt mit
der -• Reichstatsbramtserordnung au-
PrT>UtMT
Bet Kraft gesetzt Journalisten wurden
«crtolet (1.1 in -• Schutzhaft genom-
men) und im Frühjahr 1933 die
Zeitungsuntcmehmen «on SPD. KPD
und <H.-werkschalten cntschadigunev
kn enteignet (-• Acrtoigung) Nutz-
iMcficr «Ücscr Aktwmcn waren die
nat M Gaus erläge. die ab 1934 nm
Amann dem \ erleget dc* -*
iihcn ßrohmhrrri im partektigcnen -*
Eber-Vertag ru einem nat »m Pinnt
zusanimcngvtaBt wurden Die bürger-
lichen Zeitungen in Pnvathund die
oft - au« Angst oder (herzeugunt -
Sclbstzcnsur übten, wurden zunächst
weitgehend sersctiont Drei Anordnun-
gen Amanns als Präsident der herufv-
st-indrsehcn Rekhspccssekammcr (eme
der sieben Kammern der — Rcichskul-
turkammer deren Präsiden i GocNkIs
war) cmiefeehten ab April 1935 die
svetemattsche l iqutdierunt konkurrie-
render Pnvaftctlagc
Dus -» Schnftleiterte-vetz «ooi Okto-
ber 1933 erklärte die Arbeit der P
zum Dienst an Volk und Staat Jour
naltsten waren durch obligat« ersehe
MiltlioJxhall in der RcKhsprcssc-
kamtner zur Anpassung gezwungen
Ab 1935 sorgte eine Reichspresse-
schule tut die zentrale Ausbildung hm-
entreuer lowrnalrsten Die inhaltliche
—» (ilishclullunr erreichte tioebbeb.
ab Propueandairuuislct durch genaue
Vorgaben tn der Geliehen Berliner
Pkoolerenz zu der nur ausgewählte
Journalisten Zugang hatten Dk P der
Provinz wurde durch Icmsctwinlkhc
Anweisungen der Reicftspr<>pagan-
daamler instruiert, ab lülu durch den
Zciischnttendiensl Hinzu kam «he
MimopnirsKrunc «les Kachrtchie»-
rrulenah durch das Dt Sahrcti
letlburo ld.i« Kürzel D\H «land on
Volksmund bald für -Darf nichts brin-
gen«) und die -» Kat soz Partei! urrc
spondenz (NSK)
Ab JKnuar I93H oblag Dietrich ab
«M
Pcbef der Rcichsrcgierung. der alle
Minorenen gegenüber der P tm In-
und Ausland vertrat, «he Intemchtung
der Tageszeitungen mitteb täglicher
Panwcrsungcn
Dk Folge emer gewissen l udortm
tat in der tkrxhu-rslanung führte zur
Lescrfluchl Erst mu dem knegsbe-
dtngten InfsumalKUTsbcdürftus kam es
zu emer Liwkcrung der Plenkung (ob-
wohl cs ab >x |«aAs» eme militärische
—» Zensur gabt So konnte die bürgerli-
che FruKkfurtrr /rtnurt gemaöigtkn-
tisch brs Simmer I 'M ’ berichten bevor
wc unter Amanns Kontrolle geriet und
- gegen Goebbels Willen eingestellt
wurde l .Auflage zuletzt Uimh Rela-
tive Mcuuingsucliall und anspruchs
s ollen l«'urnalismus gab es zum Vchlub
nur noch tm 1*1* • gegründeten Wo-
chenblatt -* [kn Rruh (/Auflage 1'44
1.5 Mio t Insgesamt erreichten ihe
Kal ML ihr Ziel cmer gkKhgcvchailc-
len P weitgehend: Ende 1444 ekrsüer-
ten nur noch h23 merci kleine und
kleinste Zeitungen in Prisathand mit
einem Anteil von l?.5% an der tagh-
chcn Auflage - gegenüber IC3V(Zeit-
schriften und Illustrierte zu 1UO%).
die Amanns Ptrust al« wcltirroblcr
Pkievcrn in seiner Hand hielt
Pri-Matarr In Frankreich lebende Ata»
landet unter -ht fahren dte ab Februar
l«mt zu Arbeusdiensten herangezogen
wurden meist bei Befestigungsarbei-
ten Sk waren disziplinarisch den trz
Soldaten glewheesiclli In den Pkom-
punicti dienten im Frühjahr l‘»40 ca
Krii Ausländer darunter siele Deut-
«ebe Einem GroBtcil von ihnen gelang
*55
es, vor den dt Truppen (-» Westfeld
zug I ins unbesetzte Getagt nach Sud
frank reich zu fliehen (-• Vieh v Frank
reich k. HeUno* UrrbaA
l‘rrulkn><fil>t Lkt Staatastrewh de»
RcstHlin/kn » Paprn am 2ll' 1942
gegen die preuß Regierung unter
Minnlerpruodent Braun (SPD > Offnere
den Weg zur Machtübernahme der
NSDAP Mit der Amtsenthebung
der nach dem Vertust der partamen-
tarbchcn Mehrheit f l andlagswah)
24.4 1932 t nur noch ecschäftsluhien-
•len Regierung der Weunarer K-uhtum
(SPD Zentrum. DDP Staatspartei t
durch Gewaltakt (-Papcnstreich-1
»urdc eme der letzten demAratbchcn
Hast Minen beseitigt Gestutzt aul die
Dtktatureewah des Reichsprasiden
len < Art 4 s Reichsvertamung t «urdc
die »crfassusgsmaBigc Regierung ab
Vorleistung lur Hitler durch Notier
ordn uns des Reichspräsidenten amt
«enthoben unJ durch einen Rcich»-
kommi's» in Personalunion mu dem
Reichskanzler ersetzt Inhaber der wl
ziehenden Gewalt war der Fssencr
< Mserburterrwcisler Bracht al» stell»
Reichskommiss.it Der Dualismus der
Regierung des größten Landes (3/5 der
Fläche, dw Hälfte der Einwohner I des
Dt Reiches und der Reichsregierung
sollte durch die Aktion beseitigt wer-
den Zur Begründung dienten biuttge
Unruhen he» bürgcrknegsartigcn Za
«ammenstoUen zwischen NSDAP
und KPD «he durch Aufhebung «le»
Umkinn- und Demon»trationsverb><s
durch die Rcichsrcgierung ermöglicht
worden waren und ihren Höhepunkt
un -» Altonaer Hkilwwintag (17 lotet
gefunden hatten Die legitime preuß
Regierung beantragte »ergebens beim
Slaatseerichtshof eme einstweilige
Vertagung gegen die Retchtregterung
Der Slaarsgenchrshot entschied atn
15 IU.I9.V2. dK Retchsregrerung habe
PrnuwuH
mit dem l* den B»kiea der Rcwh*-
»citassunc teilweise »er lassen gab der
preuti Regierung slaarsrcchllich he
deutsame Rechte (Vertretung des
Landes wn —• Roshsrati zuruck sank-
numerte aber ua wesentlichen das
Vorgehen », Pipen« und hebcfi dem
Reiehskommwcar die exekutiven Be-
fugnisse Mil dem P war dte Aulknung
PrcuLcns cineclcilct. die mit der Auf-
hebung »vier Lhemuhtne (aal aller
obersten Staatsorgane durch das Reich
1911(4 (-* (Uckhschattungl de facto
vollendet wurde Det Vctnchl der
Prcuilcnrcgicrung aul gewaltsamen
W Kk-rstand wurde »on den Zeitgenos-
sen und Hi«l>aikcrn ab mangelndes
Engagement lut die Weimarer Demo-
kratie interpretiert w-oeaw In:
f urrafcr
Bcw Ckw taMtni**«A fr«
4« Jü JW» NC Dwnckktd IWJ
Prora Scefud 4Ut der h'd Rogen /*'.
sehen Bmz und Saßnitz an der Bucht
Prorcr Wick Zu der für 2t»<nni Mca-
schcn gcpianlsn Lrholungsanlagc der
NS-t kgamsathwi -» «Kraft durch Freu-
de« wurde un Mai 1935 der (»rundstem
gelegt Vom Architekten <( lernens
Klotzi waren acht Blocke »ua ,c 5U) m
Lange ab Bettenhäuser mit Front zur
See mit mseesamt luuki Zinuncm
»oigoehcn luhcrdem eine Fcsihalle.
Restaurants, Theater. Bahnhof. Kai
Anlage Die Houarheiteu wurden 19>Z
eingesti-Ul. fertig waren irn Rohbau die
ßctlcnhausef sae wurden im Krieg ab
Lazarett und zur L ntcibrmeune »on
Flüchtlingen aus < MprcuBen und
L vakuierten aut Hamburg genutzt Die
Rote Armee sprcnglc einen Icd der
Bauten, die übrigen dienten bis 19*At
der Natnmakn Volksarmee der DDR
ab Kasernen »ahwmgfkar
ProMituime s. Asoziale
Protektorat R<>hia< n uwü Mahrva
Protektorat Rohmen und Mähren Am
16 3.1939 m Prag von Adolf Hitler pro
klamieH Oe Besetzung der -* Tsche-
choslowakci begann atn I KIMM als
Ergebnis der l nlschcidung der in
Munchs-n »bgeh.dtencn Konferenz der
vier Großmächte Deutschland Groß-
britannien. Frankreich und Italien,
nach der Deutschland das tschech -
mährische Grenzgebiet annektierte
(-» Münchener Abkiwnmcn) \m 14/
153.1939 besetzte die dt Wehrmacht
die -Rest Tschcchci- cm Territorium
von 4X959 km mit ca. 7.5 Mio Ein-
wohnern. davon weniger als 25ü<*<>
Deutsche (einschließlich der ca Atlta«)
dt Juden), wahrend die von Böhmen
und Mahren abgetrennte Slowakei
nominell selbständig wurde
Hillers Erlaß verkündete das p als
Gebiet de» Großdt. Reiches, das -steh
selbst verwaltet« jedoch -im Einklang
nut den polnischen, militärischen und
wirtschaftlichen Belangen des Rei-
ches- Der Reichsprotektor als \er
tretet des Führet» und Reichskanzlers
sowie als Beauftragtet det Rctchsre-
gierung konnte alle Maßnahmen der
Prorektotatsregicrung aufheben, die
Verkündigung von Gesetzen \erord-
nungen und sonstigen Rechtsvorschnl-
Icn sowie den Vollzug von Verwal-
tungsmaßnahmen und rechtskräftigen
gerichtlichen ('Heilen aussetzert I i
bestätigte außerdem die Mitglieder
der Prou-ktoealsrrgiening und konnte
diese Bestätigung >ederzeit wieder
zurucknchmen. Im Laufe des Kriege»
wurde die Autonomie mehr umd
mehr zur reinen formsachv Alle
Schlüsvelfunktionen der -autonomen«
Verwaltung wurden von Deutschen be-
setzt
Konstantin v Neurath wurde zum
Rekhspcoteklor ernannt und am
27.9.1941 durch den Stellvertretenden
Rewhcprotcklor Reinhard Hcvdnch.
auf den am 27.5 1942 m Prägern Attcn-
65*
tat verübt wurde, dessen Folgen er am
4.6 erlag, iibgclosl Hcsdrichs Nachfol-
ger wurde Kurt Daluegc Am 20.fi 1943
ernannte Hitler Staatssekretär Karl
Hermann Frank zum Di St.iatsmmtstcr
lür Böhmen und Mahren und den
abherufenen Innenminister Wilhelm
Fock zum Reichsprotektor
Der sog, Staatspräsident dc* P war
Ernt! Hkcha. erster Premierminister
der Protcktoralsregicrung Rudolf Be-
ran. am 27.4.1939 abgeMM von Alois
Elias, der um 27 9 1941 verhaftet, kurz
danach zum lode verurteilt und nach
dem Attentat aut Hcvdnch htngcrich-
tet wurde Ab 19.1.1942 fühHc Jaroslav
Krefct den Vorsitz der in ihrem Wir-
kungsbereich noch mehr beschrankten
Regierung, ab |9 I 1945 Richard Bic
nen
Fernziel der dt Bcsatzunespolitrk im
P war die «Fndlocung der T schechen -
frage- in der Gestalt einer totalen —•
Germamsierung des Raume» und der
Vernichtung der tschech Nation al*
solche t Da» bezeugen » Neurath» und
Franks Denkschriften Hcvdnch» pro-
grammatische Reden und zahlreiche
andere Dokumente Der im Dezember
1942 für den RFSS Himmler von
führenden dt VG-senschattlern ausge-
arhcitclc «Gcncraisicdlungsplan« rech-
nete tm P nm einem Bevölke-
rungsrückgang um mehr al* 2 Mio
auf 52650(10 Einwohner. Nach dieser
Berechnung sollten 362SUM einge-
deutschte Personen tm P leben 224 Ml
einheimische Deutsche und 1415500
neue dt Siedler Die konkrete Besät-
ntngspohtik respektierte jedoch die
strategische, militärische und wirt-
«chattliehe Bedeutung de» tschech-
nuhiischen Raume», in dem ca
NIA. der industriellen Produktion der
Ischcchoslowakei. va die mächtige
Rüstungsindustrie, konzentriert waren
Das aktuelle Ziel der dt Besatzungspo
link wat nun die äußerste Ausnutzung
657
des tschech Menschen und Produk
tionvpotenlials lur den Krieg l nge
achtel der Festlegung dieser Priorität
wurden gleichzeitig ikege gesucht, um
auch dem «Endziel- soweit wie mög-
lich nahcrzukonimcn Dazu diente das
System der biutalcn l 'nierdruckune
jedes Widerstande Der lerr«»r nchlete
sich mehl nur gegen aktive Wider-
standskämpfer. sondern auch gegen
einen beeilen Kreis weiteret Opfer
Beispiele sind die ausgerotteten Ge-
meinden — Lldice und Lcuky Auch
die NO (JÜU Opfer det —» »Endlmung der
Judenfrace- in Böhmen und Mahren
gehören in diesen Zusammenhang
Wmitän Kl*wi
Lwntur
HiMsUev Drtlrl Dir mmm AwniNm
tkk l-II.MunAm Wirr |wk». nrs
Karns MviwUvktrusloa Mtuliro Mmpl<
Kanu (Hf l Daatiht ZV-ärd im -r-.-rC-»«
(l >S—rn ima Watrrm- murr grmnrnt
Gelten |W
Protokolle der Welsen son /.ton. Ihr
Eine antisemitische Fälschung, mit der
eine jüdische -Wcltserschworung« be-
wiesen werden sollte Viele Vorformen,
insbesondere den Koman Hiarrn: von
John Rctchflc (Pseudonym lur Her-
mann Gocdschc). kompilierte die zan
stoche Geheimpolizei gegen Ende des
19 Jh zu emem »dokumentarischen
Bericht- Im Rückgriff auf altere Vcr-
schworungsvor würfe wurden die P. ab
Beweis für die Fiktion dar geboten. daß
die Juden aul einer geheimen Konfe-
renz die I riangung der Weltherrschaft,
insbesondere mittels der Wirtschaft,
der Finanz- und Mcdicnwclt. geplant
hätten. In den folgenden Jahren landen
die P international viele Leser und
Gläubige Erst in den 211er fahren wut-
den sic als Fälschung entlarvt, was ihre
Wirkung aber nicht einschranktc Von
Deutschland aus wurden die P. in zahl-
reiche Sprachen übersetzt weltweit
verbreitet Der Einfluß der P. auf
QlwWev. K-nfrrvnzra
führende Nat soz (Hitler. Himmler
Roscnbctgl und ihre Wuksanlkeil in
der nat soz Propaganda sind erwiesen
(—• Antisemitismus 1 Ftn Prozeß in
Bern 19U-I915 erhellte die I niste
hungsecschichtc des Falsifikats.
Uff» Azwwr
Q
Quäker Im I" Ih in England unter
dem Namen -Socictv erf Fnctids- gc
gründete karitativ oricntiuu chnstli
ehe Religionsgemeinschaft, entstanden
mm der treikirchhchcn anglo-amcrik
Bewegung; nach beiden Weltkriegen
organisierten mc umfangreiche Hilfs
Programme in Deutschland Wahrend
der NS-Zeit nahm sich die kleine
dt., 230 Mitglieder umfassende Quä-
ker-Gcriicindc dci -konlcssiondoscn
Juden- (-christliche Nichlaner») an
Sic fand m Zusammenarbeit mit
cngl und amenk Q-Gemeinschaften
Flucht- und Auswanderungsmugiich
ketten, versuchte Finfluß auf die Ver-
hältnisse in den KZ zu nehmen und
leistete individuelle Hilfe
Quebec. luinferciizrn so« Zwei with
rend des Zweiten Weltkriegs in der ka-
nad Provinzhauptstadt Quebec abge-
haltcnc alliierte Kiwifcrcnzcn. Bei der
ersten Q Konferenz |I7. 24HI'M'J
Fsrschlossen I S Präsident Roosevelt
und der brit Picmn-i < hurchiB im
Rahmen dei vorrangigen Bekämpfung
Deutschlands («Gctmany first-» für
Mai 1944 die von der bnt Insel ausge-
hende Invasion Frankreichs begleitet
von lBindungen im Mittelmeerraum
Die 2- O Konferenz vom II. - 16.9 |944
RavtrilblglC'WV
65M
behandelte Fragen der Niederwerfung
Japan* und auch den \• m < Tiurchdl und
Roosevelt zunächst gebilligten »pater
jedoch widerrufenen — Morgcnthau-
Plan Sarto» llnff
R
RassrnhsgMrwt-, s. R>t**«n|><>lilik und
Völkermord. *- u. Medizin
Ra»*rnhc giewisebe und bcsidkcrung»-
liinlogischc- fceschuagsstrllc lim
Reichsgcsundheiivanil) Die R in Ber-
lin-Dahlem entstand 1937 beim Reichs
gcsundhcitcamt unter der l eitung des
Psychologen und Psychiaters Robert
Ritter, der dort ab 1941 auch die Krimi-
nalbiol. •gische Fonchungsstelle und ab
1942 da» KriminalbHdogiv.be Institut
im Reiclisknnunalpidizei.imt leitete
Die R spielte bet der genealogischen
Erfassung und anthropologischen l n-
tersuchung von -» -Asozialen». »<m
straf fällig gewordenen Jugendlichen
und bn 1942 » a. »om -• Sinn und
Roma innerhalb des Reichsgebiets
eine zentrale Rolle Ziel wat ex diese
ca VHJtgf Menschen umfassende B*
»ölkcrunpsyruppc in Arbeitslagern /u
isolieren und durch Sterilisation zum
Aussterben zu bringen I -• Rasse nkun
de I Die pseudow issenschaft beben < iui
achten det R wiesen übet 9t>% der
Sinti und Roma als »Zigeunermtschlin
gc- aus. denen besoodets gefährliche,
»crctbbare Eigenschaften zugeordnet
wuiden (-• Frbpesundheit) Da» »Zi
gc-unctarchi» - det R aus dem sieh
Behörden und Parletstelkcn fut ihre
Zwecke bedienten bildete schließlich
die Grundlage lür die familienweise —»
Deportation der Sinti und Roma in
Konzentrationslager » a nach -w Au»-
chwitZ Un-lutr Iw
Rassenkuade Aut bicdogisntche und
Mizi.ddarwinistisclu Gedankengange
(-» Sozialdarwmismusi wie sie von
Gohincau und H. St Chamberlain ver-
trete« wurden zurückgehender deter-
ministischer Zweig der Anthropologie,
mit zentraler Bedeutung in der nat soz
—• Ideologie und FNdttik (-» Medizin.
• Rassc-npolilik und VölkermordI Im
Bildungssvslem wurde K als Erweite-
rung des Fach» t Sozial-) Anthropologie
durch neue Lehrstuhle und Institute in
Berlin tRasscnhygiencl. Königsberg
(Erb- und Racscntwolopc). Greifswald
Imcnschlicbe Frblehrel Frankfurt a M
(Erbbiologie und Rassenhvgiene ►. Jena
(Ritsambiologic) forciert und in Pu
blikationsorganen wie der Zriachnft
für Haiwnhmdf (ab 1935). Reine (ab
1934) VoA um/Raor (seil 1926). Vruci
Io/* (»eit 1933). /h-r trbarzt (Beilage
zum Deumhrn Ar.-rrhkin ab 1934)
propagiert Die R stand un Dienst des
Ideal» völkischer »Reinrassigkeit- und
crbbiologiscbcr Gesundheit und war
deshalb Bestandteil de» Bildungszicls
der Schulen. Zu den Protagonisten ge-
hörten Eugen Fischet (1927- 1942 Di-
rektor de» Katser-U ilhclm-lnstituts tur
Anthropologie, memschliclu l r- ii>-.
und Eugenik). Fritz Lenz (1923 Prut
tur Rasscnhygicne in München 1933
tur Eugenik in Berlin und Abtei-
lungsleiter am Kämet Uilhc-Im Institut
tur Anthropologie) und Hans F K
Gunther, dessen Rriwnlumic iie\ dl
l<>/irs (1922) zahlreiche Auflagen er
lebte HcWfaiurt itmz
Rasscnpcdttiscbcs \ml der NSDAP
19 34 »on Heß gegründetes Amt der
-» Rcichdcitung der NSDAP mit Silz
in Berlin unter der Leitung von U
Groll, dessen 1933 autgehaules Aut-
e»
kiarungsamt für Bcvölkcrunespolitik
und Raaienpflege im R aufging. Die
Aufgabe des R bestand pnmar in der
Verbreitung det NS-Raasemdeoto(ie
durch entsprechende Publikation*- und
Propagandatätigkeiten (-* Ideologie-)
sowie in Schulung*- und FreueiUngc-
bolen. 1942 wurde das R aufgelöst,
weil die Rassenlehre "Allgemeingut«
geworden war und nach der politischen
l’mvetzung (-• Nürnberger Gesetze:
— Deportationen) an einer theoreti-
schen Erörterung son Rassenfragen
kaum noch Bedarf bestand, zumal die
Rassenpohtik im Zuge der -» Germ»
msierung des Ostens in den Händen
Himmlers als —• RewhskommisMt für
die Festigung dt. Sol k Murns lag l->
Volkstumspohtik -• Raancnpoitlik und
Völkermord) Dui-w» w »mrr
Rasseasehande Straftatbcsland nach $ 2
des -Blulschutzgcvctzc»- f~» Number
ger Gesetze), der -Mischehen« und
auUerehelwhen Gecchlechtsserkehr
zwischen -Juden und Staatsangehöri-
gen dl. oder artverwandten Blutes
verbot Die schon sor 1933 erhobene
Forderung. R unter Strafe zu stellen,
fand 1934/35 ihren Höhepunkt in der
Hetzpropaganda des -» Sturmer, die »
Pogrome gegen jüdische • Rassenschan
der« entfachte Das -Blutschutzgesetz-
som 15.9.1935 und ein Erlaß des Ge-
heimen Staatspoiizciatntes (Gcstapa)
vom 18.9 ermöglichten die richterliche
Handhabe und staatliche Kontrolle In
nat mv. Junvtenzeitungen und Kom-
mentaren - so von Bernd Lösencr und
Friedrich Knost - als juristischer Be-
griff verwendet, wurde R immer werter
aufgelegt, so daß schon der Versuch
strafbar wurde Der #5.2 des »Blut-
schutzgesetzes-. der eine Verurteilung
von Frauen ausschloß, wurde von Ge-
richten und dem Gestapa umgangen,
indem Frauen wegen Meineides oder
Begünstigung angeklagt und vor allem
HXKMM'run«
jüdische Frauen von der -»Gestapo in
-♦ KZ cingcwiescn wurden.
ImU» StMtr Urnrf
Rasse- und Siedlungs-Hauptamt (Ru
SHA) Dienststelle det -♦ SN gegründet
1931 seil dem 30 I 1935 SS Hauptamt
Das R, war vor allem tur Belange der
SS-Ideologie zuständig (»Rassenmaßi-
gc Ausrichtung" der SS-Angehörigen.
Siedhmgstragcn. Sittcntragcn etc ). Zu
diesem Zweck wurden Schulungvleiter
und Rasse- und Baucnirefcrenten in
den SS-Obcrabsciinitlcn eingesetzt
und -Sippcnpllcgcslellen« bei den SS-
Standarten eingerichtet In den NS-
lyithcltm wurde ua det -Blut- und
Boden-Kult- propagiert (—» Blut und
Boden) Nach dem Ausscheiden seine*
ersten leilers Richard Walther Darre
in Sommer 19.3b und dem Entstehen
neuer SS-Hauptamter verlor das R.
zunehmend an Linflut W ählend dc*
Krieges fertigte es s a. Abstammung*
und rassclwologtsche Gutachten an.
die als Entwhcidungskntcnen bei Frei-
willigen für die -* Waffen-SS Sied-
lungsanwartern und l msicdlern sowie
bei -> Eindeutschungslragen von -•
Fremdsolkischcn dienten. Dav Amt
fungic-rtc daneben als AuskunftsMcilc
für Knegsverlusle der SS und leitete
zeitweise das Venorgungswesen der
SS IP«W Drrtm
Rationierung Zwangsweise BevchrMi
kung des Bezugs von Lebensrnitteln
Teitilicn Iiihak-u..i Waten durch Aus-
gabe von portionierten Bcrechtigungs-
scheuten (z B • Rcichvtlenchkärtc-».
für die zivile Bevölkerung Seit 1937 im
Reichsvcrlcidigungvr»i (-• MiniMcrral
für die Rcichsverteidiguns I geheim
vorbereitet, «etzte du R. in Deutsch
land am 28.8.1939 vier Tage vor Knegs-
begtnn. fui die Bevölkerung überra-
schend ein I -Verordnung zur vorläufi-
gen Sicherstellung des lebenswichtigen
Bedarfs dc» dl Volke*« wun 77X1939)
LXr R wurden ludi der Besetzung
durch die Deuhdifii auch werte leile
Luroprs unterwürfen Line besondere
Farm der R waren die Bedmrungen
unter denen die ausländischen -•
Zwangsaibcrlcr in [kutc.hlanJ die
KZ Häftlinge und dx Juden lebten
Wahrend die dl Bcsolkerung bes.«i-
der» die mit Schwer und Schwerstar
bciierrMxwcn versorgten. tnUr enweer
Kurzunzen i l<M2> bt» gegen kneten-
de ausreichend I chrmaultcl erhielt
die ländlichen Selbsrsersrwger kerne
Not litten und cm erbe Hx het Ted det
Bevölkerung zusätzliche LcbeasmitlcL
Alkidudtka ta Waren aus den okku-
pierten Gebieten oder som —» Schwarz
markt tx-zog wurden jene dem Huneer
ausge beten oft mit otfizsclter \cmct>-
tungtabcxhl (Juden. w»l Krx-gsce
fangen? Grofisxadtbcvolkerung in der
UdSSR). Dx-ser II unteren«teste las
die nat sae, Racx-nidcoioeic zugrunde
Seit IM» »erhrertete »Kh darüber hin-
aus da» barbarische Ssslcm der -Lei
»tungsernahrung-. da» wh besonder»
gegen wm, , f*dn und Hal. Zwang*-
arbeitet richtete Sem Grundccdankc
bestand in der Ratcmenkurzuru bzw
un Nahrungsentzug bei «schlechter«
zugunsten »on Zulagen für uberdurch
schmttliche Arbeitsleistung Seit Starz
ins wurden radikale Kürzungen auch
der dl Rationen »lugenommcn Im
Apnl brachen da» R »ssicm alter orten
zusammen, die Bcsertkcnmg plünderte
»icltach dir Sorr»Idars -r um sich in der
I Nergangsphasc tws zur Hesatzungszeil
»er vor een zu kiwmca puww«
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fAWktfc/ Ihr««* (rtfafto Jr»
ÄfwcmvtuWr /V* /K Kx | 111 fkrtar
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ScfcMCj HmKetI fw 4r»
m/ I fhpMrr h» •• /V<||
Owm»* an fcafurf 4* Sa* faww Iwr»
l«W
«M
Raumordnung Sach 1983 bürgerte sxfi
tut landeepianung ihr bereit» tn den
2tter Jahren den Schott »on der Stad»
Planung ui da» städtische Umland ge-
tan hatte der Begnlf R ein 19’5 wur-
de unter dem Nalww Hann» kcrrl
dk RcxhsslcUc für Raumordnung ah
tXwrstc Reichshch>>rde eingerichtet
Außerdem wurde IW ihc Rexhsar
bertsgemeunchaft tur Raumforschung
der dl Hochscfinten gebddet. die »eil
|9jft die Zeitschrift Ruiuri’ooUnoic
und fcuiHoMiuir hcrauieab Im Ah-
reich (—» tirigideutschiandi setzte die
R mil neuen Akzenten die btshenge
Landesplanung fort, für den Osten
Firti^sa» begann sic weitreichende
Konzepte zur Organisation. Besiedlung
und Beherrschung der eroberten Ge-
biete ZU entwickeln Manr Mamm*
Rairnsbruck i kZ I w km nördlich »an
Berlin befand »etl in R . emem OitMctl
de» kleinen idamal»! mcvklenburo
ehm l uttkurorte» Fursienbcrg direkt
am I ler de* SehwcdtSecx da» größte
natmii -• konzcntratiocslager tur
Frauen Dk SS bett da» Lager 19» tu
durch Hafthngc des kZ -♦ Sachsen
hausen erachten Nach dem Fmtretfen
»oc ca fflÖD Häftlingen, zumeist «Bi-
hebcrtchcnnacn- <— Ernste Bibelfor-
scher» au» der »ach» l ichleoburg. die
»on dci SS zusot ah zentrale» Hauen-
KZ genutzt worden war. wurde R un
Mai 19W in Betrieb trnmmcn IX-m
Frauen KZ wurde im April 1>*41 ein
abprtrewnlc*. kleinere» Marner-KZ un-
gegliedert Dk Haftlmgc t Manner wie
Fraucnl wurden zu Bauarheilcn tut
den I ageransbau. dx Frauen » a tm
Gartenbau umie m SS Betrieben wie
der «Tcxlcd* (Tcrtil und Icdcrscr-
Wertung l eingesetzt Ab 1942 wurde R
zunehmend in die Kriegsproduktion
emhe zogen. z B Ixß die lirnta Sxrncns
A Halske luimittcihar neben dem la
gcr einen großen elektrotechnischen
Ml
Betrieb tur W atlcnteiie emchten Auch
in den ca 70 Auttenlagern die tn der
zweiten Knceshalftc eingerichtet wur-
den muiUc der GroBted der Häftling»
für du Rüstungsproduktion arbeiten
(zB bet den Munitionsfabriken in
Furstcnhagcn und Gruncberg. bei
Volkswagen. Hcmkcl und anderen Fit
men» Seit IWC führten Arzte in R -•
Menschemenuche durch Inhzierun
gen mit Bakterien und «nxhlic&-ndr
Operabonen zui I bcrprufung uner-
probter Heilmettxwk-n l nlctkühlung»
»ersuche und Stenltsatueiseipenmcnte
(—» Menschen» ersuche -»Medizin!
In R befanden sack auch zahlreiche,
zumeist ul ihren Sluttern cingebcfcr
tc Kinder die besonder» stark unter
den furchtbaren V crhaltni»»cn litten
Schwangere Hauen muhten wie die
anderen Hifthnge arbeiten und crhicl
ten weder ausreichende Nahrung nach
ärztliche Versorgung Dk meisten der
uber stgi un Lager getswenen Säuglin-
ge starben nach wenigen Tagen Dk
Frauen. Männer und Kinder stammtet-
aus mehr alt X> Nationen; ehe menten
kamen au» Boten und der Sow)etunion
Unter den Härtlingen waren siete Jud
innen sowk Sinti und Roma Insgesarnl
zahlte R etwa 1320U) weibhchc Haft
Imgc Hinzu kamen mehr als 30000
mannbebe Häftlinge und uber I0W
weibliche Jugendliche. Jk tc* 1**2 un
— Jugcndschutzlagcr Uckermark mler
men waren, da» dem Rcichsknminal-
polizeiamt unterstand und unmittelbar
an da» Gelände von R anschlod In R
befand sich zudem etn Ausbildunesla
ger für weibliche» Uachpencmal
Infolge der Lsakiaenmgen *<m Haft
lingen au» den östlicher gelegenen KZ
I—» Todesmarsche> wurde R tn den
letzten Kncgsmonatcn »öllig uberhe
legt. Mine Januar 1915 befanden sich
(etmchl AutlenUgcr I Uber an t« i wert»,
hebe und ~>Mhi männliche Häftlinge m
R Dk Baracken waten boffnung»lo»
•»«näwwrk (KZI
überfüllt. I ngezKfcr breitete weh au»
und eme Tsphuscpidemw gnft um weh
Ahe. kranke und schwache Haltirnge
wurden amgcwwidcrt und auf dem
Gelände des im Dezember 1944 aufge-
lösten Jugendsehutziager» Uckermark
untergebracht
Gegen Kriegsende wurde in R eine
-• Gaskammer cingenchlct (zu emer
Zeit, ab m anderen Lagern da. Verga-
sungen eingestellt w.wOen waren! m
der LMJ-3Q0D der m Lager Ucker-
mark tw 4 irrten Härtlinge ermordet
wurden. Neuere Forw.huneen beziffern
Jk- Zahl der lodesopter in R mit ca
3MJ0U lohne - Todesmarsche-1 Haupt-
grttndc für dw hohe StctNichkeii waren
dK völlig unzureichende Versorgung,
der kraftezehicnde Arheilwinsatz die
zunehmend katastrophalen hsgieni-
shen Verhältnis»» im Lager wiwic die
Mordakiiisoen an -Arbeitsunfähigen-,
Kranken und rassistisch Verfolgten im
Rahmender—» Aktiswi I4f 13 Kurz »or
der Befreiung am 77 und 3R4.1945.
trieb »he SS ui großer Fite mehr al*
IlttU) Häftlinge aut Fsakuierangsmar
sehe in nordwesilieber Richtung Die
sow) Truppen tratet» am 2h 4 imUger
nur noch 35H) Kranke und Kinder an
Ca. WO tränen »ersefnedener Na-
ramahtat »erdaaken ihre Rettung den
Bemühungen de» Grälen lulle Berna-
dotte. der ab Vizepräsident des Schwe
drschen Roten Kreuzes Himmler ent-
«prechende Zusagen abrwigrn konnte
Der letzte Transport, ein ( rtilerzug mH
VMO »orwicecnd poln Frauen »erließ
R am 25.4 1945 m Richtung Dänemark
Schweden
R. wurde 1959 (neben —» Buchen-
wald und Sachsenhausen! ah kteiMtc
der drei nach einheitlichen Richtlinien
geplanten «Nationaten Mahn- und
< »edenistarten- der DDR eingewerht
Allerdings beschrankte «ich ihc Ge-
denkstätte im wesentlichen auf das
kremalonum das Zelleneeliagnis und
R« chiw n-l.rfgi
an Mahnmal ad SchwcsitScc. in den
ihe SS die \ehc der loten hatte »treu
en Lften Das ehemalig« HaftltngsU-
fet wuidc hi» 1*93 duish die »*)
Streitkräfte genutzt »cm den Baracken
wnd heule nur <*>ch die lundamcnlc
erhallen Die Gedenkstätte wurde 1**4
um em im ehemaligen SS-Kommandan
Imechaude eingerichtetes -Museum
des antifaschistischen * idcrslaad»
kampte»- ergänzt Seil dem 1.1 l*’
gehört R zui Stiftung Blinden hur gi
sehe Gedenkstätten Im Rahmen einer
NcukoazepUon wurden IW und 1995
im Muscumsgchäudc ncupnUhcle
Ausstellungen eröffnet Owlrf C*Wr
Arsdu lau D» fTMcnlaAttmrM*.-mitt» • R*
i« /MdUurv /irUr i Ffww IWIW-
Mmki W i 12J- IST
Znaam m uw fagr m Arrfrw IferWw
JU*«w9fr*wA te — f Om»
Mshmu lang Rauw Ibchc \bnnu Dramen
htfgo B«<m IM
Rethberg-Grupge l ntclglUBdotgani
sation des -* M idersland». d»e unter
Führung dr» Heidelberger Schriftuel
len Fmtl Henk (Pseudomm Rech
berg! 19331934 m Sud»cudeutsch
Und Sozialisten (Imke SH). Nwiaksli-
»shc Arbeiterjugend • Rcuhsbanncr
V+iwarzRot-Iuddl zu sammeln such
le. um W idct»tandsncsta zu txMcn
Die -» ( icsiapo »erha fiele im Septem
tvr l’T.U die Fianktuuurc der (truppe,
die zu Gefängnisstrafen »etuHcdt nur-
den »Z>«,4a.
Rechnungshof des Itntxke» Rewhe»
Eni 1*22 durch die Rcuhshaushah»
oednung iRHOi mit emer cteensran
ihpcn demkrattwh Icpinmcnen
Rechtsgrundlage ausgestattet. wurde
der R sh.* bald nach Beginn der
nat.mv Herrschaft nach dem Muster
der früheren aut den Monarchen bezo-
•»d
ttenen Immedratsteliung unmittelbar
dem Führer unterstellt Mit den Nivel-
lierungen der RHO »ua 1933 und 1936
wurde außerdem da» interne -K«>tlc-
paiiiatsprtnzip- durch da» —• -Führer
pnnzip- ersetzt und die Ftnanzkon
trolle durch dM -Serrcichbchung-
der Landesrcxhnungshislc zentralisiert
Nach der Ablösung des langjährigen
Präsidenten F.E-M Sacmisch durch
den nat mw Vcrwaltungsckpcrtcn H
Muller im Jahr lU.Vs kam es zu ctner
»erstarkten Nazihziening des R die
fcdoch seinem Image al» unabhängige
und unpolitische KootroUK-hurde
kaum Abbruch tat kurz nach seinem
Amtsantritt stellte Muller die Weichen
lur den sich abzeichncnden Kncgscin
salz außerdem wurde unter «Jem Be-
grill der -Bcticuunes und Beratung»
resHMNh» cm neue» Prufungskimzept.
kreiert mit «Jem Ziel. durch eine un»-.
sach und gegenwartsnahe Kontrolle
ihe eigenen Prüfer aber auch die be-
trogenen Verwaltungen, zu ent lasten
L'mgcsetzt wurde das Konzept primär
in den sur und wahrend dc» Kriege»
besetzten bzw annektierten Gebieten,
in die »ach nach und nach der größte
Teil der K»mtroiltatigkert »criagene
AUcrding» mußte der R im Voile kJ
masst» c Vkidcrslande insbesondere son
selten der zistiert Besatzung»»etwa!•
tungen überwinden Ptulungsschwct
punkte waren ua die -» Organisation
Todt, die dnersen Administrationen
zur Verwaltung und Verwertung des
-Feind- und hidensermogens- und der
naUssw RcprcsMonsapparat einschließ-
lich det KZ. I necachut der Tatsache,
daß man hm»ichilKt de» letztgenann-
ten Prutungsheteichcs beim R durch-
aus Einblicke in die Verhältnisse vor
(hl erhaclt. beschrankten »ich die Rü-
gen in erster Lime auf Sparsam-
keit» bzw Uittschaltlichkeilsciwagun
gen. ethische (»csichtspunktc wurden
lediglich un Zusammenhang nut der
M3
»a m den letzten beiden Knegsjahren
»erstarkt betriebenen Korrupt hmsbr-
kämptung thematisiert. Zmsc-Onv Guts
r “rrmr
Calm Kawa-Ottcr Hum«**' wW oM-
wwoosnwM Fnawr -*Z I rr« WWaU-lU Sill»
Worten R thr JawhrHiw trr ImMMg a»
Knepr Zh» <FlWMiHfW Zäo Zliiwor*» Xr»Se>
br.U rSMS OpUMn l«vl
Reshiswahrrr Al» R wurden neben
Juristen auch Angcbcmge mchtaka-
dänischer Brr ule der RcchtspOege
bezeichnet, die nach nat soz Auflas-
sung alle zu -Arbeitern am Recht-
werden sollten zusammengs-schl.rssen
un —• Nat mw Rechtswahrerbund
Mm Ihar* /fmiAr
Refraktäre Bezeichnung tur diejenigen
-widerspenstigen- irr/racwmi jungen
Franzosen. <he »ich weigerten, dem am
16.2.1943 gegründeten STO (Sciskx
du Trasaal Obiigaknrc. -Pflnhlarbcit»
dienst-) mit dem franz Arbeitskräfte
nach Deutschland »erpflichicl wurden.
Folge zu ictstcrv Die R gingen lieber in
den Maquis und stärkten so dte Resi
siance erheblich
Resch. Das Viel Rolf Rienhardt initiier
le. »eil dem 26.5 1940 tm Deutschen
Verlag (b«s 1934 L Ustetn) erschienene
»ehr erfolgreKbc politisch-kulturelle
Wochcnzeitung Al» repräsentatise»
Organ konzipier t. das auf eine mtclkk
tucDc Lescnchaft in Deutschland und
im Ausland nette, wurde die Rcdaktu «
mit namhaften Journalisten ehemaliger
libeialer und konsersatrver Blatter be-
setzt In emer dem Amcbcm nach »ach
liehen Berichterstattung und mit ihrem
gehobenen journalistischen Niseau ihe
anderen NS-Pubhkatiunen Übertret
(end. gaben die Artikel nat soz Inhalte
wieslet, zeugten in EinzclfafJen »edoch
auch »on vorsichtiger Distanz Dem
Rridnant für kgrarjaohtik
R wurde un Zwangsssstem der na: »uz
Fresselcnkung Preswe -» Rcsdtc
kulturkammcrj em Frctraum gegen-
über den Prcswcanwcuungea dc» -•
Retchcmmictenums tur Volk sauft la
rung und Prifuganda zugestanden
ebenso eigene Infavmationswcgc und
anvmstcn zuruskzchaitcnc» Material
Hauprschnnlciter waren Eugen Mund
Ier tb« 31 l.l«M3j und MitN-grunder
Rudolf Sparing (seil 1421*43) Die
Leitartikel wurden häutig »on Goeb-
bels »ertaht Die Auflage stieg »on
NUft« F vempraren im CNttohrr iwao
auf I 4 Mm im Marz 1*44 Die letzte
regulär aaseebcletlc Ausgabe erschien
am 15 4.1*45. .s«oz<ia HoA-
Rekln skidiiwir für I eMrsubwngew
s» Sport
Rcichsaml für kgrwrpototik Das tn der
Rctchsfeiiung der -* NSDAP anpme-
dclte R führte die Tradition des Agrar-
poiitBcbcn Apparat» fort, der 1930
1933 unter Richard Hahber Darre
als Dienststelle der NSDAP deren
Agrarpolitik entwickelt und propagiert
hatte Mit dci Ernennung Dane» zum
-• Rcschsbauemfiihrer (—• Reichsaahr-
standl und zum ReiDtsmimsicr tur
Ernährung und Lirdwiiisflifl war sla»
R eigentlich ohaolet. bestand jedoch
neben der »tandacteen und der aaatli
eben ab parteiamtliche < JrgamkaUoo tn
Per*eialunmn weiter und zwar mit den
Aufgaben, den -• Führet agrazpviitnch
ru beraten fachpobtnehe Funktionärs
Schulungen und Funktionarsauslesc
zu betreiben und da» parteiamtliche
Nachnchtcnblatt Si~L<ü»dpa>t hetaus-
zugeben Das R war in neun Ämter
gegbedert iu.a Amt tur Bauernkuhur.
Amt tur Blutungen de» Dt Bauern-
tnrml Das Amt tur Perscmal und
OtgannatMHi führte die Bezeichnung
- Agrarpolitischer .Apparat« werter and
betreute dse — Alten Kämpfer, die vor
Kr«*h-»art»rit—1«*-»*l iR AUl
ücm 30.1.1933 "’n der Gau- bis zur
< Hi sc he ne herab ah agrarpMiloche
Fachberater tätig gewesen waren.
*nAr*** <«c
RetchsarttcUMfaewM iRADl Das Gc
setz zur Arbeitsdienst pflicht som
1935 verpflichtete männliche und
weibliche Jugendliche zwischen IM
und 25 Jahren zur Ableistung eines
Arbeitsdienstes Die Dienstzeit betrug
cm halbe, Jahr Au, finanziellen und
organisatorischen Gründen k<«inle der
weibliche Arbeitsdienst bis 193V nur
auf freiwilliger Basis durchgefuhrt wer
den
Der R war keine -• Gliederung und
kein angeschlossener Verband der
NSDAP An seiner Spitze stand det
Rcichsarbcitsfuhrcr Konstantin ffierl.
als Staatssekretär für den Arbeitsdienst
dem -* Reichsnuntstenum des Innern
angeglicdcrt I m die Irennung zwi
sehen R und NSDAP deutlich zu un-
terstreichen gchtute Hierl nicht det
Rcichsk'itung der Partei an Nach der
( hernahme des Reichsanncnfniniste-
riums durch Hcmrkb Himmler schied
der R im August 1*41 aus diesem Zu-
ständigkeitsbereich un Hieri ethieli
Rang und Befugnisse eines Rcichsmi
nisten und der R damit den Charakter
einer Obersten Rcichsbcbordc Fr glie-
derte s*.h ,n AitX'itsgauc die in 4 H
Arbeiisdicnstgruppen unterteilt waren,
denen Arbeitsdicnstabtcdungcn »on
etwa 150 Mann in Arbeitslagern unter
standen
Arbeitsdienst war • Ehrendienst am
dl Volke* sollte Mandesuntcrschw'de
etnebnen und zeigen, -da» der eigentli-
che Som an der Arbeit mehl im Vei
dienst hegt, den sie einbrmgr. sondern
in der Gesinnung, mit der sie gekniet
wird- Ausgcfuhrt wurden in enter
Linie wirtschaftliche Aufgaben wie
Landcskulturarbeilcn fswsg- und We-
gehaulen. sosne Hiifsarbcttcn beim
Bau der Reichsautobahn i —» .Autobah-
nen I Der Wert der geleisteten Arbeit
stand in keinem Verhältnis zu den für
den R aufzubrmgenden < «esamtkoMen.
1944-45 wurde in den RA L>-Abtei-
lungen ment nur noch militärische
Ausbildung betrieben nicht wenige
Abteilungen wurden zu Flak-Batterien
umgcwandcll gmur
Kakln Hosmag .-WwnasmM «* fbw« Mang
PAaw aw/ IrrwirtteJswtc’»'**«** ko rar Ga-
MWawg 4rr m IW» Z*tJ.
Beite IW*
ReMhsafheitsgemetnschaft llcil-
und Pnegeawslahm s. Aktion I 4.
ca. Medizin
Kcschsarbcitskamnier 1935 gebildetes
Gremium innerhalb der -• Dt Arbeits-
front (DAFl in dem Vertreter aus
Wutschaft und KMitik auf Rcichscbcne
Uber «izialpolitHche Fragen berieten
Das zunehmende l bcrgrwicht der
NSDAP in der R ließ da* Ursprung-
liebe Ziel. Anregungen sott l htcrneh-
mern und Arbeitnehmern der politi-
schen Führung pra Aisnah ru unterbrei-
ten. in den Hintergrund treten Der
Versuch der DAF. durch einen Gesetz-
entwurf den Status der R und der ihr
untergeordneten > Bez trksar beit skam-
mern zu erhoben, scheiterte am Wider
stand innerhalb der Administration wie
det Regierung Die R blieb ein bera-
tende, Gremium ohne Entschcxiung*-
gew alt s»te. «..«
RrMhsarheitsaMWislenum Das Reichs-
arbeit,- und das preuß Wirtschafts-
ministctrum wurde zwischen 1933 bzw
1934 und 1*45 von Minister Franz
Seidte gekwet. der bt» 1933 den -»
-Stahlhelm- geführt halte Zunächst
verfugte es über sicr Abteilungen: AU
gemeines. Rech" ersiehe rung Arbeit*
schütz und Gewerbcaufsacht. sowie
te«
Siedlung* und Wohnungswesen Vor
rangige Aufgaben waren die Sozial
und Lohnpolitik, letztere wurde durch
die dem R unicrstchcnskn -» Reich
»treuhänder der Arbeit gestaltet l'm
die dt Arbeitskräfte im Interesse des -•
Vicnahresplan* und der —» Knegswirt
schäft besser mobihsieten zu können,
wurde dem R Ende 1933 die Rexhsan
stall tur Arbeitsvermittlung und Ar-
beitslosenversicherung als Abteilung V
< — Arbeitseinsatz > cmgeglicdert. tm
März 1939 wurden dem R die Ar-
beitsämter al* Reichsbeborden unter
stell! Von da an organisierte dm R den
-geschlossenen Arbeitseinsatz- dl. Ju-
den Mit der Kncgsrcforat der Arbctts-
gesetze schuf das R im September
1939 dre Instrumente für eine militan
sehe Regulierung des Arbeilsmarktes
Das R organisierte auch den Aufbau
dt. Arbeit"erw altungen in den besetz-
ten Gebieten sowie den -Rcichsein
salz- son -» Fremdarbeitern Für eine
effektivere (»esialtung curupawciter —
Zwangsarbeit trat da» R dann un März
1942 die Abteilungen III (Arbcitsrc-chi
und Lohnpolitik) und V <Arbeitsein
*atz) samt Personal an die neue Behör-
de des -• Gencralhcsolhnachugten für
den Arbeitseinsatz ab AI» Fachaut-
gaben behielt da* R dte Reich"erst
cherung. den Städtebau und die Bau-
polizei. den Arbeitsschutz und die Für-
sorge (—• Sozialpolitik l Wo« Giwnr-
Rcichsawtobahn *. Awtohahwcn
Reichsanluzug «Dvsittebland- Amt
brw. Haupt Melk tn der Rcxhspropa
gandalettunu der NSDAP mit der
Aufgabe technische Hilfsmittel für
Großkundgebungen bereitzustelkn
Dazu diente der in München statio-
nierte R mit Entrichtungen zur Tnnk-
wasser und Elektnzitatssersorgung
und einer I autsprecherkapviziiat zur
Beschallung son brs zu S0D000 Zuhö-
rern **Mw J”-
KrirMaornifWknr
Reichsbanner Schwarz-Rol-GaU Das
1924 gegründete R war eine mehr-
heitlich sozialdemokratisch .ungerich-
tete und mdilant orientierte Sehntz-
«gamsation für Versammlungen und
Demonstrationen von demokratischen
Veraast allem Der Intertitcl -Bund
republikanischer Kriegsteilnehmer-,
weist auf den überwiegenden Anteil
von Soldaten unter den Mitgliedern
hin Zur Ausbiklunz der Schutztor
malionen der besonders aktiven Mit-
glieder und der Jugvndoiganisatioei
Jungbanner gehörten Marschubuneen.
Sport. < Jncruienmgskundc Signaltech-
nik und Nachrichtenwesen Auf Dran-
gen insbesondere )Ungetct Mitglieder
fanden tca. m der Endphase der Wei-
marer Republik vereinzelte geheime
Schießübungen statt ferner wurden
SchuUwallcnlager angelegt und Vorbe-
reitungen auf die Besetzung von Bahn-
knotenpunkten Sperrung von Straßen
und da* Kappen von Tekfonleitungcn
getroffen Heim -» Prcuiknschlag Pa-
pern und der -♦ -Machtergreifung«
versagte sich das R die Möglichkeit zur
fvwaffncten Verteidigung der Weima-
rer Repubhk Nach der otfinelkn Auf-
lösung des R. 1933 beteiligten sich
Mitglieder de* R am -» Widerstand
karr VWMr
Rcichsbaucmfiihrcr Eine der Zentra
len Institutionen der nal.soz^ Agrarpo-
litik Mu dem ttesetz zur Bildung des
-• Reichsnährstandes vom 13.9.1933
wurde der R m det Person Richard
Walther Darre, zu dessen Leiter be
summt, der dem Reichskanzkr wer-
antwortlich war Ihm »landen Lan-
des- und Krersbaucrnfuhrct zur Seite
Darre konnte durch die Personalunion
von R und Rochsmmister für Frnah
rung und Landwirtschaft wichtigen
Einfluß auf die Agrarpolitik nehmen
(— Rcchsamt für Agrarpolitik >
CgWhwM
RrMWaaomiUt
Rricte«bauemtag Oer R iul Jem
Buckeberg hei Hameln fand IW
IW Mn -* FmSedunklag unter Beteili-
gung von icuvih rund I Mm Bautin
Malt Zentrale svmhnindte Akte waren
die Lhereahe der Fnuekrone durch
eine Abordnung der H-imiiKhalt
unü die Reden Hitler* und dc*
— Rcvchsbauernfuhrer* Ah 1935 nahm
auch die Wehrmacht mit Gefechts-
übungen aan R teil IW land der R
mit der Schenkung de* BückeNtre* an
Hitler rum letztenmal statt da er
nach der Absage wegen der —• Swk-
lenkrtve IW nicht mehr gefeiert
wurde- Der R «oihe die Acrbundcnbcit
dc» Regime* mil der I andhc*->lkerting
un Sinne Jer — Blut und B<xicn-Idco-
k»gie amdrweken und damit eme «einer
HauptMutzen propuearxhstiscfr erfas-
sen vnuawmw
Rri«h*b«-rwf*wettkan»pf 1933 »«'m Lei
ler Je* Sozialamtes der -• Reichem
gimdtuhrung. Arthur Aunann gegrün-
deter l ci*iune*»crglcKh zur kontnäk
der Berufsausbildung. der gemeinsam
nui «ier — DAL jeweils im Frühjahr
durchgefuhrt wurde Am R beteilig
len «ich |edc* fahr Uber I Mm» i IW
2-2 Mio) junge Arbeitnehmer Bei «ier
Bewertung «pichen «ier piaktnche und
weltanschauliche Teil die grotUc R«»llc
wobei Mädchen auch hauswwtschaft-
liehe Aufgaben gcMellt wurden Im
«port beben Teil waren MtrnkManfor
derungen ru bewältigen Die Sieger «ier
UelllX’Wethc hatten Aussicht auf be
sondere FVwderung n a (vuo
Rr««Ti*bi*<t».if N*ch «ier Kirch«, ns erta*
sung »om 11.7 1933 «las höchste Organ
«ler Dt Evangelischen Kirche Freier
Trager «ie* Amtes war Fncdnch von
B«wkhihwmgh «ier bereit» vor Erlaß
«ier Krrchenvertassung am 27A1933
von «len Führern «ier I andesktrehen
gewählt wuriie aber wegen «ie* bcgin-
aan
nenden — Kirchenkampfes schon am
246 IW wieder rurucktrat Die Satto-
nafsvnode wählte dann am 27.9.1933
Ludwig Muller zum R. «ier nominell
br* 1945 tm Amr bbeb, aber bereits
Mitte 1935 «eine Befugnisse verlor
Gimm
Rrveftvhrudrrral Sehen Bekenntnrrnv-
mck und kor läufiger Kirchcnkilung
(AKI .) eine* der I cuungvorgane «ier
—» Bekennenden Kirche. Im Juni
193” wurden acht Mitglieder «ie* R
von der —• Gestapo verhaltet. so daß
de« R bi« Kriegsende nicht mehr tunk
tamsfahie war Seme Anliegen wurden
von der Konferenz «ier l anJevbru-
derralc vertreten Nach 1945 übertrug
«kr R «eine kirchcnrrgimcnt heben
Funktionen dem neu gewählten Rat
der Evangelischen Kirche in Deutsch-
land verstand sich aber weiterhin als
kritisches Korrektiv rum offi/ieilen
Kur» «ier cvangchschcn Kirche
RfithshuliDcnhiMwcr 19 V» wurde der
Berliner Innenarchitekt und Huhnen-
btiilncr Benno ' Arcnl. Aötstaridwnit-
l'lied «irr Rcictivtbcatcrkammcr l —»
Rctchskullurkammer) zum R ernannt
Arcnl «ler als Aui«wli»laki «eit 192.3 an
Berliner Buhnen tätig war und seit An-
fang der Mk« fahre «ler Partei nabc-
Mand. ectuVrlc 1932 zu «len Mitbcgntn-
ikrn «k* Bunck* aat «oz Buhnen- und
Filmkunstkr Ganz im Sprachstil «ler
nat «>z -• PropacarwLi bezeichnete er
c* als die Aufgatxr de* Bühnenbildes,
-optischer Mittler zwischen Buhnen-
werk und Publikum» und zugleich
-Diener am dt kolk- zu «em Er ver-
trat einen gemäßigt realistischen Buh-
nen«! il N* hm zu voikstumlicher Acr-
MandlichkcH übte in seiner Funktion
al» R icdoch kernen pragemkn (influß
aut da» Ihcaterkben im Dritten Reich
au« I—• Kunst) obwohl er seit 1935 als
MT
Ausstatter von Feiern wie ab Bühnen
Bildner an Berliner Ihcalem Erfolg
hatte und sich N» zum Fink de*
Dritten Reiches der besonderen <Tunst
Hitlers erfreuen konnte
Rr»<hstiwmi der Dvuischra Rravnlm
|RDB> Die tm Oktober 1931 ge-
gnioskte der NSDAP angeschlossene
Zwangsorgansation der dt Beamten
Die Hauptaufgabe de« R lag in «kr
»Erziehung der Mitgbeikr zu »«ubikl-
lichcn Natuvz- und in der -Durch
dnngung mit nat soz. Gcdankcturul-
Die FinhcitwwgMtsatMvn wand unter
«1er pervmelkn Führung des Amtes tur
Beamte der NSDAP und war m 14
Ittn Krieg 15) Fachschaften eingeteilt
Vorsitzender war Hermann Neet Infol-
ge Jer -Mi»bilisierung aller Heimat
krafle- bedeutete die EinMeDung der
Tätigkeit dc* Hauptamtes <17.119431
de facto das Ende des R w»u«d s-—<
RrRBMMJIWl (Mrv IMBOfTTrKDrW
Deafschland* rum Schutze der Familie
e.V. Ziel des 1919 als Selbsthilleorgam
sation kinderreicher Familien gegrun-
«kten R war ursprünglich «he Berück-
Mchtigung der Belange KiMkrrcicher
in «kr ikirtschaft» und Steuerpolitik
Im Dritten Reich wunde «kr R em
-bevölkerungspolitischer Kampfbund,
«kr nat «<v.. be*olkerungspolitBch«r»
Denken- verbreiten sollte und die
»Erhaltung und F«ir«krung der dl. erb-
gesunden. arischen Familie- zum Ziel
hatte (-• Abstammungsnachwew. -*
Ehe: —» Etbeesundheit). Aufgenom-
men werden konnten auf Antrag so
gekennzeichnete Familien mit min-
destens vier. Witwen mit mindestens
«frei Kuxkrn Die Zielnchtung des R
ergab sich auch aus seiner Betreuung
durch das -♦ Rasscnpobtischc Amt der
NSDAP Wwrtww w*»
KruWUnwrn pMhwhrr FrnaWwaMalra (Kjf )
RrKh-bund deiu*«b«r SeegeHung Der
1934 gegrun«kie R . eine Organisation
tn Ankhnung an die NSDAP?hatte von
Hitkr «kn Auftrag «kn fiedanken «kr
Sccgehung zu verbreiten und zu in-
tensivieren^ Der Begriff -Sccgeltung-
entreckte «ich auf die Bereiche Schift
fahrt »iccharxkl K«4«m»en. AidaniK
uad Volksdeulschlum (-• \idks«kut-
schc) und Krurgvmannc. Es gab kerne
Fuizctenitgiiedschah vielmehr gehör
ten dem R alk mit der See m Vertun-
«iung stehenikn Kräfte an. wie die
Schiffahrt. Hafen. Industrie. Manne
»crhaiuk etc. Dem R war «las See
geltungsinslitut in Magtkburg ange-
«chkmen. «las «kt wissenschaftlichen
Furufrung auf diesem Gebiet dienen
uillie Leiter «k* R ww «les InUrtut»
war zunächst Acbniral A«iott v Trotha
nach «ksven Ti«! ab l**l Konteratfrni-
rai W dhclm Bu**e W.-zr«M sd«
RrichstHuvd indischer Fr«»<u*«»ldatrn
tRjFi Auf Initiative von Leo Loewcn-
stein un Februar 19|4 gegründete Ver-
einigung indischer Aetcranen Der R
widmete weh der Betreuung indischer
Kriegsopfer und versuchte, durch zahl
reiche Buvbcr Broschüren und Flug
blätter Jem — Antisemitismus entge-
genzuarheiten 7 B sollten Pubhkatav
nen wie Dir fudiuhrn (irfaUmru det
Jrunihen Hrrm (I9J2) den Vorwurf
entkräften. Ju*fcn seien im Weltkrieg
ihrer Wehrpflicht nicht nachgekomraen
1925 zahlte der R »Wlit-«'<«ii Mit-
glieikr in 1b I aruk'vcrbarvkn. sein
Vcrbantisorgan Der StJvld 11921 1938)
erreichte 1936 eme Auflage von 15<l«>
Ex. Der R foeckrte «larUber hinaus
Siedlungsprojcktc un*l grun«klc Ju
gcn«hportgrupr*.n die 1933 zum
•Schild Sportbsmd «k» R • zusammen
gefaßt wurden und 1936 ca 21 <WM • Mit-
glie«kr umfaßten Nach «kr -» »Retch*-
knstaün.Kht- von 9710.11.1938 Mellte
der R seine Aktivitäten ein. Vo- so..
Rr»»-|l*l»urg«rgvvrlz
Rci»h-bur£«.-rsvM-lz s. Nürnberger
(»esela*
ReichMhanialiirg Seit 1933 im «
ReK-hsrninisiertum lur Volksaufklarung
und Profuganda zuständiger Mann lüi
Jk- l'herwachune und Lenkung der
spiel plane der dl Buhnen im nat w
Sinn Der R wur ein wichtige» Instru-
ment zui kulturellen Kontrolle der dl
Buhnen uns! ihrer Arbeit w rf* /hviir«
ReMhsrhrrmnal In dem 1**27 hei Hi>-
hen.stcin in Ostpreußen errichteten
nationalen fk-nkmal zur Erinnerung
an die Schlacht von lanncnberg. in
der un August 1914 die russ Narc-w
Armee vernichtend geschlagen worden
war. «urdc atn 7 8 1934 Reichspräsi-
dent v Hindenburg betgesetzt Mn
210 IW erklärte Hitler die statte zum
•R. Tannenberg- Das Denkmal wutde-
nn Januar 1945 beim dl Rückzug au»
Ostpreußen gesprengt. »^»nr Äm.-
Rmhserhbolgesetz Das R »om
29 9 IW war det wichtigste Bestand
teil der nat.voz Agrarpolitik Als
Konkretisierung det -• Blut und Bo-
den-Ideologie und zur Erhaltung der
— nordischen Rasse sollten mittels des
Ancrbcnrcchtsunveräußerliche -«Erb
hole, deren Besitzer -stammesglcichen
Blutes« zu sein hatten, gebildet wer-
den. Du- I ingritle in die bäuerliche
Selbstbestimmung führten zu Prote-
sten. «sc auch die Neuregelung wut
schaflbch wenig Sinn machte weil sic
z B die Kreditaufnahme erschwerte
Cftu Janen
R>-i<h»fetthilli- Da die Icttrationcn im
-♦ Ptotekloral Böhmen und Mahren
weit unter denen dc» Di Reiche* la-
gen, wurde die Differenz tur die dl Bc-
volkcrung im Protektorat durch eine
Sonderlettzuteilung. die R . ausgegli-
M
chcn. Im September 1941 wurde auch
lur 1.8 Mio tvchech Schwerarbeiter die
letlration geringfügig erhöht. Die Ak-
tion wurde in Bctnebvappellcn propa-
gandistisch ausgeschlachtel. weil die
tschcch Wirtschaft für die Rüstung*
Produktion wichtig war H.aipntr 6^:
Reichsfilmkamraer s. Rckhskuhur-
kammer
Reichsflaggcagcscli Eines der drei -•
Nümbercer Gesetze. Das R bestimmte
Schwarz-Wetß-Rot als Rcichsfarbcn
und die Flagge mit dem — Hakenkreuz
zur Reichs- National- und Handels-
flagge Durchführungsverordnungen
zum R verfugten das obhgatornebe
Hissen der RcKhsflagge auch an priva-
ten Gebäuden un -» nationalen Feiet*
tagen und zusätzlich bei besonderen
Anlassen Die Einhaltung des R wurde
von Purtciinslanzcn kontrolliert Auch
versehentliche» Nicht Befolgen führte
u. I zur Anklage nach dem — Heim-
lUckc-GcsetZ. Juden Wal das Hissen
der Reichsflaggc und das Zeigen der
Rcichsfarbcn verboten. Mnäo hur/ww»
RrKti»nucht»teiM-r Seit 1931 zur Ver-
hmdetung von Kapitalflucht auf Ver-
mögen von über 2tM)lMMI RM ange-
wandte Steuer Im NS-Staat wurde die
R. zur Ausraubung auswandernder Ju-
den aul Vermögen von über Soiagl RM
und auf Jahreseinkommen von Uber
2tllkM) RM ausgcdclint. Der Steuersatz
betrug 25% dc« Gesamt» ermogens.
Aufgrund von Devisenbestimmungen
und Wechselkursen erhielten Auswan-
dernde pdoch nur einen Bruchteil der
verbleibenden Summe.
War« Lmut Ktntn
Rruhsf<*«»<hwnitsral Anfang 19.17 v.<n
-» Rcichsministenum für U icsc-nschaft.
Erziehung und Volksbildung eingerich-
tete Organisation zur Koordination der
MV
wehrwisscnschattlichc-n Forschung mit
dem -♦ Vierpdiiesptan Präsident war
General und Prof. (TH Berlin i Karl
Becker, nach denen Selbstmord 1941)
wurde der R umorganuicrt (Sommer
1942) Die Luftwaffe beharrte auf eige
ncr *ForschungsfUhrung«. Im Interesse
dc» ToUicinsauc» von Wissenschaft
und Wchrtcchnik unternahm das Pla-
nungsamt im R 194' weitere erfolglose
Anstrengungen zur Koordination
ktitl Hrut: l
Reichsfnestmeislirr lilel Goring» ah
Chef des Reichsfonlamtes in Jagd-
»achen firmierte er zugleich offiziell ab
-ReichsiägcrTncistcr«. Da» Reichster«
amt wurde 19)4 ab oberste Reich»
bchorde gegründet und übernahm die
Zuständigkeit für das Forst- und Jagd-
wesen, die Holzwirtschaft.dcn Wüdhan
del und den Vogelschutz vom Reichs
ministenum für Ernährung- und I and
wirtschafl 1935 wurde es mit dem
preuß Landesforstamt vereinigt Es war
außerdem für Naturschutz und Natur-
denkmalpflege zuständig und aufgrund
des 1935 erlassenen Reichsnaturvchutz-
gesetzes oberste Natimchutzbehorde
Durch Lande rgctctzc modifiziert galt
da» Reichsnaturschutzgrsctz auch noch
lange Jahre in der Bundesrepublik
Deutschland VoÜLrr Hut
Rcichvfrauenfuhrcrin Leiterin »amtli-
cher Frauenorganisattonen im Dritten
Reich Seit 1934 stand Gertrud Schidtz-
Klink al» R. an der Spitze der -» NS-
Fraucnschafl. de» Dt. Frauenwerks «o
wie der Frauengruppen der -• DAF.
de» Arbeitsdienstes (-» RAD) und des
Dt Roten Kreuzes. Die R unterstund
der -• Rcichvlcitung der NSDAP
.<»»;• »on C» rwUl
Reichsführer SS und Chef der Deut-
«eben Polizei (RFSSuChdDtPolt Zur
Sicherung ihrer 1933 errungenen
K.kWuhitt SS und fM<ki IkuNWn
Machtposition übertrug die nat soz.
Führung in den Jahren 1933.34 Hem
nch Himmler, seit 1929 Führer der
SchutzsUftcl« (SS), die Leitung der
Politischen Polizeien in den einzelnen
dl Landern Mit «einer Ernennung
zum Inspekteur der preuß. Kultischen
Polizei (—• Gestapo) und der Bclöidc-
rung Heydnchs zum neuen Leiter de*
(»chcmien (preußischen) Staatspolizei
amtes (-• Gestapa) im Apnl 1934 war
die -» Gleichschaltung der IXUilischen
Polizei im ganzen Reich abgeschlossen.
Die cbentall» angestrebte Sctrcichii-
chung der Polizeiapparate in den Lan-
den) erfolgte fcdoch erst mit Himm-
ler» Ernennung zum RFSSuChdDtJMl.
tm Reichwnintvlcrium de* Innern am
17.6.1936. Im Range eines Staatsse-
kretär* wurde Himmler damit mehl
nur oberster Chef der —• Srchcrhcilspo-
lizct unter Hcydrich. sondern auch der
Ordnungspohzei unter Kurt Daluege
und damit Hcn über den gesamten
staatlichen Sichcrhcitsapparat Die Ein-
beziehung »emer Partcifunktion al»
-Reichtfuhrer der SS« m den neuen
litcl unterstreicht die Absicht SS und
Polizei zu »erschmelzen und den Poli-
zeiapparat mit der im Sinne des Nat
soz ideologisierten SS personell auf
zurUsten und zu einer zuverlässigen
Säule des nat.soz. Unterdrück ungwy-
»tents auszubauen. Die Doppcllunktion
ah Spitzenfunktionär der Partei und
ah fühlender Beamter des Staate* er-
möglichte e» Himmler, ähnlich wie bei
der KombuutKm -* Rcichsstalthahcr
-• Gauleiter, seinen Minister zu umge-
hen und ah Parteifunktion ir nut direk-
tem Zugang zu Hitler auch Probleme
»eines staatlichen Ressorts zu bespre-
chen Ein nicht mehr erreichtes Ziel
war schließlich, die Polizei personell
in der SS aulgehen zu lassen und
die -Schutzstaflcl« in ein polizeiliche*
-Staat»»chutzkorps- umzuwandcln Die
Ernennung Himmlers zum Reichvin-
KruWirtinrMliukii
ncninmister (August 1943) unter Bei-
behaltung «einer Stellung ah RFSS
zeigt nur einen wetteren Fall Jet
Gleichsetzung Von Staat und Partei.an-
dererseits freilich auch die tatvachh
chen Machtverhaltnissc /um damaligen
Zeitpunkt ManDaiu
IlirMfam KkIuiJ ZA* 4-iharll Or»
riMf ZlfMmlrr mw4 Ar lr*WM'*nm< 4r* naa<Mi
*1<* Avim pAJerSwn I**
Hmflht ini Ham Uuiii h>h f « V S Uial
OuHbur» tMM
KenhefuhrrrMtHilen Sehen dem s>wn
Staat beaufsichtigten Schulwesen hatte
die NSDAP eine große Anzahl «on
Schulen lur solche Gebiete geschallen,
deren Pflege abseits von staatlichen
Aufgaben Lag. Zu diesen Schulen zahl
ten die R sie bezeichneten die Schu-
lungscintichtungcii lui die -* IViüti
sehen l eiter der Partei und die für den
parteiinternen Fuhrernachwuchs be-
stimmten Ausbildungsstaltcn <-* Or-
densburgen). Ana Rlrtnrr
ReH'hsgau Bezeichnung tur reichsun
mittelbare Verwaltungsfwzirkc in Ge-
bieten. die seit 193h an das Dl Reich
in geschlossen wurden In Österreich
wurden die R Wien. Niederdonau.
tJberdonau. Steiermark. Kärnten. Salz
bürg. Firol-Vorarlberg, in der Tsche-
choslowakei det Rcichsgau -• Sude
tcnland in Polen die Rcichsgaue -*
Dan/lg-Wcslptcußen und -• Warthe-
land eingerichtet Ihr Gebiet stimmte
mit ihm lerntoriurn des jeweiligen
NSDAP-Gaus überein An ihrer Spitze
stand em -* RiKhsstalthalter. der zu-
gleich -» Gauleiter war Die Verbin-
dung beider Ämter in einer Hand »er-
starkte den Zugnff der Partei auf die
staatliche Verwaltung H—»,/-.< n.-~->
Rrwhsgerieht (IK79 1945) Oberste
Instanz für Zivil und Strafsachen mit
Sitz in leipng Nach Korapctcnzvcrlust
fr?«
<1933-1936) für politische Strafsachen
(keine Rcstsionsbelugnis bet — Son-
der geeichten Abgabe der Zuständig-
keit für Landes und Hochverrat an
den -♦ Volksgerichtshof, von mihUrge-
richthchcn Sachen an das Reichs-
krieesgc-ncht) betrieb das R über
die verbliebene Rc-vnuonsbefugn» eine
noch den Wortlaut übertreffende Hund
habung der -» Nürnberger liesetze
Insgesamt erwies sich da» R durch
cxzcsMve Auslegung (Blutschutzgcsctz;
• Kncgssondervirafrecht) unter Auf-
gabe von Rcchlssiaatsprtnzipien (Rück-
wirkung* und Analogieserbot) als
willfähriges Instrument zur Durchset-
zung nat.mv Rechts* orStellungen
Vfa Atafr/ Hrntk
RrfchsgeMindheitsfiihrcr Das Amt
des R vereinigte ab Aprtl 1939 die
Zuständigkeit für die staatliche Ge-
sundheitspolitik und für die Maßnah
men der NSDAP auf dem Gebiet
der (lesundhcilssKsorgc (-• Medizin).
R und damit zugleich Staatssekretär un
Rcichsmuustcnum des Innern, dem die
zuletzt drei Abteilungen für Gesund-
heilssicherung. Gesundheitspflege und
Vclcnnarwcsen unterstanden, und lei-
tet des Hauptamtes tui Volksgesund-
heit in der Rcu-hsleitung del NSDAP,
dem auch die Führung des Nat soz. Dt
Vrzlcbundc* oblag wurde der Schwei-
zer Arzt Ihr Leonardo Conti Er war
mitverantWKthch tur die I tmotdung
der Geisteskranken |-» Aktion T 4)
und die Durchführung des Gesetzes
zum Schutz der -♦ Frbgesundheit des
Dt Volkes.abet auch tur Sozialfürsorge
und HirMirgcerzichunr von Jugend-
lichen Mit ihm konkurrierten ab
1943 der Generulkonumssar. dann der
Rciefistwaultragte lur das Sanitats- und
Gesundheitswesen. Karl Biandt sowie
bei seinen Lianen für cme Krankcnvcr-
sicbcrungstehnm Robert Lev als I eiter
der -i DAF. Zfrmr AJvr«*
671
Reichegruppe Industrie ( RGI) Zentra
le I nternehmerorgamution und Inter-
essenvertretung der dl Industrie mit
Zwangscharakler. Der Prozeß der Re-
organisation der industriellen Spitzen
verbände 1933/34 unter der Propa
gandaparole der -Abschaltung de*
KUsfrcnkainples- schloß im November
1934 mit der Bildung des R ah (I.
Durchführungsverordnung zum Gesetz
zur -Vorbereitung des organisatori-
schen .Aufbau* der dt. Wirtschaft- vom
27.11 1934). Den organisatorischen Un-
terbau der R. bildeten W irtschaft* und
Fachgruppen, regional die Industrie
Abteilungen der Wirtschaftskammern
und spezielle Bczitk*eruppen 193X
wurde ehe Leitung der R reorganisiert
und verstärkt und unter ihrem neuen
Leiter. Mannesmann-Generaldirektor
Wilhelm Zangen, auf die forcierte
Kriegsvorbcrcitung ausgcnchtct (-»
Vierjahrvsplan. Mobilmachungsplanun
pcnl Nach den dt Siegen 1939 40 be-
gann die R. mit einer grodangeiegten
Zusammenfassung und Svsicmaliwc-
rung der Kncgszielc der dt Industrie,
die sich in ihren »l.anderbenchten-
niederschlug ifcrtiggcMcIll lur die Nie-
derlande. Belgien Frankreich, Däne-
mark und Norwegen) Hierin wurde
die möglichst rasche Unterwerfung der
Wirtschaft dieser Länder unter den
dt. Führungsanspruch mittels -» An
sicrung. Ausschaltung von Konkur-
renten. Iber nähme von Unternehmen
und Marktpocitioncn »Kapitalverflech-
tung- und Oktroi der dt. Wirtschafts-
organisation erfordert. Imperialistische
Ziele verfolgte die R. auch in Südort
curopa (Sudoviauwchuß der R ). m der
UdSSR f Rußlandaurtchuß und Ort-
refer.it der R I sowie in Ostasicn (Ort-
usienauMchuß der R ). Seit Ende 1943
arbeitete eine Reihe von Wirtschafte
und Finanzexperten unter der Leitung
des stellvertretenden Leiters der R
Sal/dctfurth-Gcncraldircktor Rudolf
Kr» kshsMlurrlsRimli-r
Stahl geheime Strateeicpapierc für die
Wirtschaftspolitik nach dem Kriege
aus. Dieser -Kleine Sachverständigen
kreis- wurde im Sommer 1944 erwei-
tert (»Stahl-Kreis-1 und entwickelte
ein ausführliches Programm -für die
Bearbeitung der wirtschaftlichen Nach
knegsptoNeme vom Standpunkt der
Industrie- aus (Dezember 1944). wobei
von der militärischen Niederlage des
Reiches ausgegangen wurde In den
letzten Kriegsmonaten war e« das vor-
dringliche Ziel der R . die Industriebe-
triebe und Stammbelegschaften über
das Kriegsende hinaus zu erhalten und
die ausländischen Zwangsarberter. v.a
KZ-Halthngc. Juden und Kriegsgefan-
gene. an die Behörden und an die SS
abzuschieben Leitende Mitarbeiter der
R stellten sich un Mai 1945 den westli-
chen Alliierten als Fachleute für den
W icdcraufbau zur Verfügung.
DartrtcA fuifcÄzrfj-
ZdJrruJM'
F Khh«4u rXrtr*,to O'r«a/i»»Ä*r .ta»**. A»*t»
/W-/W5 Böc I-tu Bcfltn
fCkll 1M5M ff
Fviert Raioct Dk Ixiici und OcNctuftduhrc:
sirr KrutiAfTun* Indmlne »hrrr H»iqM und
WtfUifcalttctvppcB (ll- M für Wirt
4.
KcH'kshuitdMcrlkAineiNtcr Dur R stand
an der Spitze des Reictivvtandv des Dl
Handwerks und war deshalb m Perso-
nalunion Leiter dc* Dt Handwerks
und Gcwerbekammertages (ernannt
aufgrund des Gesetze« über den vor-
läufigen Aufbau des dt Handweiks
som 29.11 1933 vom Rcichvwirtschafts-
und Rcichsarbeiuministcr) und des
Dachvcrbande« der Innungen, der aul
Anordnung des Reichswirtschattsmini-
Mers im Mürz 1935 gegründeten
Rcichsgruppc Handwerk Ab Vertreter
des R fungierten in den Wirtichattsbc-
zirkcn Ijndeshandwerkcmeirter Der
R war gleichzeitig Leiter der 1934 er-
richteten Rcichsbetncbsgemctnschaft
Handwerk in der —♦ DAF Moe-
Rm1i»haiip<Marti Bcrtm war 1*3»
Auch Zusammen»chluB mit wehen
grofk-n Stadien il lurloticnburi' Kö-
penick. Lichicnbcrt Neukoiln Schot*
Herr Spandau WilmctsAvf I $9 Und
pememA-n und 27 («ursbeziric-n ruf
Metn^sA Giuft Berlin mu 42 Mto.
Emwohncra geworden. nat Sitz der
Rck hsregierung und Oberster Reich»
NrhötAn sowie Jci preuß R< ne tune
Wie ta anderen < iroihiadtcn »ertwehen
weh die Wähler »or 1933 gegenüber
J ' NSDAP IlHIlcß (W A ' K
munatwahkri 1*2* erhielt sae »>"<» der
Stimmen bei Je« Rceti<lit'*jhkn im
Noiemhcr 1932 mit 25.9% deutlich we
naget ab un RcnhsdutihschmtH We-
gen ihres Charakters ab Industriestadt
dnounterten SH) und KPD Sinn
taklnchen Zusammcnsfwcl zwischen
NSDAP und KPD heim Vetkehrsarbet
tcrstreik irr Nosemher 1932 abeew-
hcn. twsummten burgrrkrKgsartirc
Auseinandcnc'tzungen zwischen der
bciont prosom-rend auftretenden —
SA und den K.mmuni»tcn J* politi-
sche Silualmn Anlang Ar 3tler lahrc
Joseph Goebbeh nur 1926 zum —»
Gauleiter »on Berlin tdamals Nal
NSDAP Mitglieder) ernannt w«An
nut spektakulären Prepatandaaktio-
nca. Saal- und Straßenschüchlca »er
sachte er der NSDAP rum Erfolg zu
»crhcHcn
Nach dem -• Reichstagsbrand und
rtwi At Rekruiterunr vun HittcpUizci
aas SA und — SS »»urdc Berlin ab
Marr 1911 Schauplatz ausgcAhnlen
Jenors gegen p4ilis.h Mitilrbp- die
in mehr ab 15« impt.nisicttcn Halt
statten fort tn Stunnlokalcn der SA
cmgcnditcl l g< lanecngehaltcn und
tmßhanAh wurden Zahlreiche (iefan-
genc wuIllen in Ae KZ — < hamenbur g
und -» Stmncnhurr Apernen mnet-
halb des Stadt gc-biet cs hatten »niet SS
Regie das < oiumbta Haus die Fcldpo
lizci-Kascrne tSAl in At InrncraF
«73
PapeStraße den Charakter svm KZ
berüchtigt waren ujl auch die Folter
kctler m den SA Hauptquartieren He-
Amannsttalk und \i<J»lra6e. im Was
eertarm Prenzlauer Berg schließlich
das Hasisgctangnas Ar -• Gestapo in
Ar Prinz-Albrecht Straße Die meisten
Hattstatten mit dem Charakter »«m KZ
existierten nur bas Mat 1933 Einen
Höhepunkt an Brutalität NIAte die -•
Kofx-nickcr BhMwoche irn Juni 1933.
MinAstctt» 14l.»W Personen wurAn in
dieser Zeit »ersehleppt mehrere hun
den wurAn bet An Racbc-und Saube-
runcsakturnen un Rühmen öffentlichen
lermrs ermordet oder starben an den
Folgen det Miölundkinpn
Opfer terroristischer Willkür waren
un kntang an auch JuAn Berhn hatte
1933 IMtaai lüdtsche Burger (3.78%
der Stadthcsolkcrung tvw 32.1% aller
dt Juden) Nach Emtgranoa und Bm-
nenwanAtune waren cs 1937 IO000.
im Juli 1939 noch “50») Nach Dtskn-
mimcrunt und Ausgrenzung (Juden-
bann in Berhn ttu bestimmte Straßen
und Platze und öflenthchc Eirtnehtun
gen ab Nosemtsrr 1934 Zerstörung
At meisten Ssnagwgen und tudnehen
Gescharte tm Nosetnhrr 1938 |-«
-RcKtr»inMaltrLu.bt«J. Gbctliasicrung
tn -a Judenhausern ab April 1939)
begann un Oktober 1941 über Sammel
larct m der I esetzowstraße Mauer-
Straße. Große Hamburger Straße und
die Bahnhoie Putlil/straße und Gr»
nrwald die — Deportation in die —•
Vernichtungslager und nach -» The-
testcnstadl In 180 Deponanooszugen
fielen übet ftMND Juden der Verfol-
gung rum Opfer Wenige I Schätzung»
«CMC 2I»8I)k»M)Mew tm I nlcrgrund. Ae
ubnuea im Schulz riKht|Udr»chct Part
ncr in — Mischehen überleben
Mn der Macht Übertragung an Hitlet
»urA Berlin Kuk—c Ar Selbstdarstcl
lung und des Hemchattsampnachs des
Nat soz Dem laAclzug am 301 1933
*73
folgten am 21_3. dem Tag wm -» Bots-
<hm Vorhemursche und Eeidpuics
Acnslc. am 1Q.-4. cm Appell son 6O0UUI
Mann SA und SN die reichsweit auf
marschiert waren cm eine HitlerrcA
aus Am Bcrlmet Sponpzlasr zu hören
am 1. Mai der Massenaufmarsch auf
Am Tempetthder Feld am 103. Ae
-» Buchers erbeennung auf Am Opem
platz Höhepunkte nat soz Inazrme-
ntng waren die -• Obmpochcn Spiele
1936 und die ’XMJ-Jahrfeict Ar Stadt im
August 1937 mit einem Festrug durchs
BranAnburger lor. As mit einem
Transparent -Führer befiehl wir fol-
gen- dekoriert war. und emem Fest
spiel im Ofsmpiastadion mit I01M)
Mitw-rrkcndcn Im September 1937 war
Berlin anläßlich As Mussolini Besuch»
Schauplatz des größten und teuersten
MasaenaufgeNn» (3 M»> Menschen)
das »om NS-Regime mit 1xhuiomen
Fahnen» alAm und anderen Dekora
tiooen inszeniert »ar Der nat soz —
-Machtergreifung- foigte unmittelbar
ehe -* Gleichschaltung des kulturellen
und geistigen l eben» m Ar R begm
nend mit Ar Akademie der Künste, an
Ae anstelle der «erutebenen Käthe
Kollwitz. Heinrich Mann Leemhard
Frank. Franz Wertet. Oskar Kokoschka
Fm»t Barlach Am.*l Schamberg
usw konkinne bz» opportunistische
Schriftsteller Musiker. NIAnA Kunst
ier wie Hans Gnmm. Hans-Fnedneh
Blunck Erwin Guido Kotbenbeser
Arno Breker usw. berufen wurAn i -»
Kunst) Die Säuberung der öffentlichen
Bibbotheken einschließlich der Zer
stoeung des Magnus-Hirschfeld Insti
rat» für Scxuafwissenschatt kulminierte
in At öffentlichen - Bucticrscrbrvn
nun« vom 103.1933. Der Eaodus »oc
Theaterleuten und W rss.r»s<hanlcm
Musikern und Auroevn (-»Emigration i
hin Rcgimcfreunden und Oppiutuni
»ten Entfaltungsmöghclikcitcn Den
Ruf At Kulturmetropole hielten
HosilsisavglUMH
Künstler wie Wilhelm Furtwängler als
(hei der Philharmoniker und A-r
Staatwper. Gustaf Grundgens ab Ge-
nctalArckta* des Stsatsichausgucls
Heinrich George an der Sprtzc des
SchiUertheaters aufrecht Für die »om
Regime jeförArten und genutzten
Medien Rundfunk und — Film be-
hielt Bc-rftn seine zentrale Rolle
Die architekt-mtsshc Neugestaltung
der R setzte bald nach Am Mächler
halt em. Zeugnisse sind das —• Reichs
luftfahrtmuusienum 11933-193*) und
der Zentrattlughafen Tcmpclhol (1936-
I94|. ArdMekt I ms) Sagcfwcl) das
Ohmpustadn« (1934—1936. Archi-
)ekt Werner March) Die Neue Reichs-
kanzlei. seit dem Ncutahrscmpiang
für da» IhptomalHche Corps nn lanuar
1939 Regierungssitz Hitkrv wir tn
neun Monaten Bauzeit »cm Albert
Speer als Protorsp ut ssw L'nlerwcr-
tungsarchitektur (Mat m Fußweg »um
Eingang zum Emplangssaal i ernchtet
•<*An (nach Kncgszcrstotunt Iw» auf
Reste des Führerbvnkcr» |~. Führer-
)uup<quartierc| in Am Hitler Sefbst
mord begmg ihyetragen <ler Marmor
diente ab Baumaterial tut da» »owj
Ehrenmal m Berlin Treptow) Die me
gafomanischcn Planungen tur -» Ger-
mania wurden wegen des Krieges
kaum in \ns4lzcn realisiert Zeichen
Ar Aneignung der Stadt durch die
nat s»v Ideologie war neben neuen
Namen tur Strifcn und Platze auch
Jk l mbencimung des Stadtbezirks
Fnednehshain in -Horst Wessel-
SladtrcgicTung und »erwaltung wnr-
An 1933 gleich geschaltet und »<m miß-
liebigen Kritikern und Beamten ge-
säubert. Ar »eit 1931 amiierenA dl
nationale OheTbürgetmetster Nahm
bheb jeAch bi» FnA 1*35 vn Amt
Ihm wurA um Julius Lippert cm
StMtskonwnissar ».»gesetzt Ar nach
der Stadt»erfassung »on 1934 die Be-
tugnt» Ar Kommunalaufsx-hl »om
Kew*
.1*41
*74
prculi übcrpras*lcnlcti ubctn. «Timen
lulle V<m l*fr> bas zur Fnllassung I*•
amtierte Lippert in Pers.malun*>n nt
Jem Titel Sladtprasxient ah < Kvrbui-
germctsict und Staatskormrussat Im
Sommer l*4U Mete ihm ab k.enin»
unahe: Leiter der Madtserwahung
laadwig Stert Jei erst im Marz IW
iura UtvhiiccnneaUi ernannt wur
«ie Dir polnische Maehl »ar aul «len
Gauleiter «ier SSDAP Goebbels. über
gegangen «irr sed I**' die Bctucnnse
des StaJtprüMdenten au suhle »a» am
14 1*44 durch Fulirercrlah bestätigt
wurde Berlin »ar ah R «om Cid
tungslvreich «irr — Dl tienscimlcwd
nung ausgenxnmen ohne duJuzch be
sondere Freiheiten zu genießen «la «be
Rc<h'i:ticr,j>i|! direkte VerfUgungs-
p»ull über Berlin in Anspruch nahm
und insbesondere hei der Seugcstal-
lung durch die luhrcrunmillcllsarc
S.>cd.iKI*«J.' Generalbaumspcktot
lur die R ohne Ruck weht auf kommu-
nale Notwendigkeiten cingnfi
Die R »ar wegen ihrer Grotte und
ah Hochburg der Arbeiterbewegung
Ort des — Widerst and« m »icllaltigcn
Forrnen SnziaMenwikratncbc Resi-
stenz und kcatunuruslischci Widerstand
aus der Illegalität heraus »aren ehern»
»ie Rcgimcgegnctschall kirchlicher
Kreise <-• Kuchen und Religion)
kennzeichnend tur «be Stimmung gc
gciuibrr «lein Mal «v »ährend des
Krieges sctJwhtetc und «wgarusicrtc
sich Wide nt and ui in der -» Herbert
Baam-Gruppe. in det -» Riten Kapel-
le, un -• Kreisauer Kreis und im -•
<» «erdeter Kreie in jüdischen Gruppen
I-Chug t'haluzi«. -Gcmcmschafi lur
Fnesicn und Aufbau«) und in «ier Mi
IltaropfXHiikui. «he am —s 3l) Juli 1*44
den Slaals.sUeh.il «ersuchte Zeichen
ollenen Pnücsts un Zemrum Bet Uns
»aren die tage langen Demonstratu*-
nen un Marz 1*45 nach der -» Fabrik
aklion bet «Jer mchtjudnchc Aneeb.»
nge jüdischer -• Zwanpsarheilcr in «ler
R.iscnstrWk bOenthefr «fee Freilassung
«ier Verhafteten Io««Jerten
Vean Krieg »ar Berlin al« Industrie
Standort und Verkehrszentrum beson-
ders betrugen Zum Mrahenhild gebot
ten ausländische —» Fremdarbeiter und
Kriegsgefangene wwic KZ Haftung«
die in Lagern hausten und in Rustungs
betrieben arfsnlcten «chlietUich hei
Jet Beseitigung der LultkneesschaJcn
eingesetzt »aren Fra erster i urtangntt
erfolgte an August 1**> die großen
Flacbcnhomhaidcmcnl» begannen im
Nosember BMJ. ue dauerten trat Ib
Grohangntlen bis Marz 1*44 und «etz-
len ab Herbst 1*44 erneut cm < -» Luft
kriegt Insgesamt JUUH Tote und «ier
Verlust von 50V des Wohnraums »a-
ren das f rtchnis Ab Herbst 1*43 nur-
den ct»a 1 Mm« Burger aus Berlin esa-
kuiert
Am 12 1*45 »ar Berlin zum -Verrci
Jigungsbcrcich« erklärt »««««len am
93 legte cm grundsätzlicher Befehl «he
Finzelhcitcn lest Drei Slcllungstsslc-
me an Oder und Seihe und «frei Vcrtci-
digungsgurtel um die uid in der Stadl
sollten Berlin zur Festung machen «er-
teidsgt u.a. von «ier J und 4 Panzerar-
mee. «ier 9 Armee, dem Wachreguncnt
•GriAideutschland- und som letzten
Aufgebot des -» VeUkssturais Ba-
tailkwsc rekrutiert aus Alten Jugend
beben und Kindern Am IK.4.IM5 be-
gann an «Jen Seclo»et Hohen. 50 km
•stlich sm Berlin «ier Fndkampf um
dse R am 3J.4 erreichte die Rote Ar-
mee den n>mi«»ilh:hcn Stadtrand Ob-
wohl es nicht gelang. 1 nlsalz zut emge
kesselten Stadl betanzuluhrcn »urde
«be Aufforderung zur Kapitulation am
25 4 abgclehnt im Straßenkampt ruck
len cm) kuppen be. ins Zentrum »or.
•ach dem Selbstmoid Hillels und
< MW.-btx.Ts kapstulierten die Vcrtexiiger
«ier R am 23 in Icr»pcfbt4 I.MiW
Mann wurden getangeneenommen Br«
*75
»r«WinMli A» IdMn, kw*
tut Besetzung war von Wunderwaffen
(-• V-Waffen) und »un Entsalzarmccn
Jx Rede, propagiert vom Rundfunk
und den Zmtunpm. zuletzt von det
Notzeitung n FlugNaftlurmat. die
»i«n 22.-29.41945 untet dem Tue)
Drr Panzerbar KampfbUa für dtf Ver-
mtigrr Grafibrrtim erachten
ii»i»p
H*W *<A«« < He (*»VOw trrtau. Mm
UM IW
Sdwei. KMu <lia» ZW Ä.bv—Z BrrA« t»C
ftrr ttntnumauwa Bem l««s
Thamci Hmb IK» Tlwara* mU I.vd raw»
DAiakn Reitn iawr Ado« Hitler n De
H.rnnA- A» ZlnwsAm. n« «m U« k*Wu
Mwwhca HRH.S3B -2t«
Rew. hsinOilul Cur Geschk blc de» neneu
IktlwMiMi Mil dem R wiken lul
mw (»esctucht «Vorstellungen ittsituuo
nell «tranken werden Die 1935 mvhe-
scodctc von Weiter Frank betriebene
Lmwandlune det Hniiuischcn Ri'iii
koenmumon m ein Rcichsmsutut tut
altere dl (icxiiidilr und de R voUlen
neben der Bearbeitung einiger Ikcnu-
Uvchci Ziele (nat tot Stehl dl Gc-
«ctnchle. -Judcnfiage-) auch un Same
det — NSDAP kämpfende Hnfonkel
fordern Die historische Zunft wurde
davon «bet wenig her uhit. An R koen
le msec-sami kein natsoz. Gcsrtnchts-
bild durchsetzen wofür die diffuse
Programmatik de» R . ein verbreitete»
Desinteresse von «eilen der FunklKms
träger und die fehlende Machlbasw un
nat vor Svslern verantwortlich waren
(—» Wissenschaft I ISiAmm
ReichsiagcnwciMer *. Reichsforst-
Reich»jugeadfuhrung Die R halte die
Stellung einer Obersten Rcichsbcbor-
dc Sie bestimmte die Ricbllimcn nach
denen die in der -» Hiller fugend er-
iaiften Kinder und Jugendlichen erlo-
gen. betreut und eingesetzt werden
»olhcti An ihrer Spitze Uand der
Jugcndfuhrcr des Dt Reiches. der in
Personalunion auch Revchvjugendfuh
ter der NSDAP «ar Diese Funk turnen
üble hts 194(1 Baldui « Schwach aut
sein Nachfolger «vuidc .Arthur Avrr-uin
I-» Jugend) UnlMrlmn
RnchvjwMizinMiislrTwin Dar oberste
Jusurbcboede des Dt. Reiche», die nach
Beseitigung der JiwUrlubcil der Lan
der <1955 1935) zur Zentralbehörde
• urde und rcichvweil die I ctiung der
Justizverwaltungen übernahm (-• Ju-
stiz und Innere Verwaltung) [kr dt •
natxmalc Resdivjudizimnivler Franz
Gartner un habt well Hiller (bereit»
JustizmuitMct unter Papcn und Schlei-
chct l gab emenett» RcchtsMaalvpruwi
pten prets. versuchte andererseits, den
• rffenen Tenne von -• SA. -♦ SS und
—• Gestapo zu kanalisieren und in |U-
Uizlotitutc Bahnen ru leiten nul dem
Ergebnis der voUrcen tnlrccinune der
-• Juden und eine« -• Kncgsvowder
Mrafrechts Der nach taürtners TisJ am
29.1.1*4] kirammatnch amtietaide
Staatssekretär Franz Schlcselberger
vetne den Weg der Entrechtung fort
(-» ßileavondersirafrccht. — Sacht-
und - Mebc I-Et Iah) L.i wurde am
20.8 1’M2 durch den fanatischen Nat-
MV (Klo Ihteruci l/u'iii Praodcnl
des -• Volksgcnchtshots) abpefosi-
Thietack behielt zwar «be rkdilctlichc
Vnabhänsigkcil (Wewungdreihcit)
lorm.il bet intemn wrte aber Je Justiz
lenkung <-» Rw+i’eibrufe) und war
tüi die weitere Pervcitietuiit det Ju
vtiz verantwortlich (Auslieferung von
Strafgefangenen an die SS -zur Ver-
mehrung durch Artvil») ViAweHzwar
Rewhskamavcr der bildendew Künste
«. ReMhskullurkamnM r
Rescteskauzlrt
Reichskanzlei Seit dem 30 I 1933
(—• -Machtergreifung« l Amtssuiz Adolf
Hitler» als Rc;Ktunp<hcl und Be-
hörde zur Abwicklung der lautenden
Rcgierungspeschaftc- Chef der R »ar
Suatsvckrctar. sc« 1937 Rcwtamim
»ler Harn Heinrich 1 amtnerv der da-
mit gndlcn per» «heften Einfluß auf
den Ablauf der Regierungsgcschafte
ausubte (Vortrag her Hiller Koordma-
taw det Ministerien etc.). den er ater
im Verlaut dc* Kncgv* an den Chef der
PartcikMizici. Martin Bormann abge-
ben mußic Am 1X1.193*» verlegte Hit-
ler seinen Amtssitz m dw son Speer
errxhlelc Neue R . einen Riesenbau in
dei Vößslraßc in Bcriin Aus Matena!
der zerstörten Neue» R wurde nach
dem Kr wg cm so») Ehrenmal er richtet
I —• Rcichshauptst adt I » Jl
RewhskirvlwiMwsscbaß Bezeichnung
für ihc son Retchskirchcnminisur
Hanns Kcrrl am 3.10 1935 eingesetzte
achtköpfige Leitung der Dt Evange-
lischen Kirche Seme Aufgabe, die
konkurrierenden Leitungsampruchc
innerhalb der evangelischen Kirche zu
beseitigen, vermochte der R nicht ru
erfüllen, da er m der Kirche ab vvun
Staat eingesetztes Organ nicht überall
Anerkennung fand und auch von «ei-
nen staatlichen Aultiaggcbcin nicht
unterstützt wurde Am 12.2 1937 trat
der R zuruck f—« Kirchen und Reli-
gion) Awlbitarr
RrHhskleidrrkart« Nach Beginn des
Zweiten Weltkriegs an alle nicht Im
form tragenden Deutschen ausgegehr
net Bciechtigungsscbcin zum l inkaut
von Tcvilien Dw R war jeweils lur cm
fahr gültig und bestand aus |(ll Punk-
ten. die beim Einkauf von Tcktdwn
abgerechnet werden mußten (Sommer-
mantcl 35 Punkte etc.) Wahrend des
Krieges wurden Ktcidcrkarten für
lugendhchc sowie Bezugsscheine tur
»M
Winter- und Berufskleidung «erteilt.
Der jüdische Bcsolkctungsicil »ar ab
1940 som Bezug det R ausgeschlossen
Urib
Rnchskommtssar für die besetzten uw-
dertandhebe» Gebiet» (»berste Ver-
»altungsmstanz der dl Besatzung m
den Niederlanden Hitler ernannte am
193 1940 den osterr Nat soz. Arthur
Sevß-Inquart zum R dem bis auf den
mihUnschcn und außenpolitischen Be-
reich die gesamte BesatzungsvrrwaE
tung unterstand. Eine gewisse Be-
schränkung fand der Einfluß des R
durch die Machttullc der sier ihm un-
terstellten Gencralkommissate Sevß-
Inquart wurde un Nürnberger Haup*-
krwgsserbrecfierprozeß zum kMc
verurteilt und hingcrwhiet <-• Nach-
kne gsprevew I »w
Rcnh»k«xni»r»»ar für die besetzten
norwegische« t.ebwlr Reim dt l'ber-
tail auf — Norwegen am 9 4 1940 fand
sich die norweg Regierung - anders
ah dw dan - mcht zu emer Zusam-
menarbeit mit den Okkupanten bereu,
ging vielmehr mit dem König an der
Spitze ins Londoner Etil <-* Norwe-
genfcldzug) Hitler setzte daraufhin am
21 4 |94o den Essener Gauleiter und
t »berprasidenten der preub Rheinpro-
viiu Josef I erbos en. in Oslo al* unmit-
telbar dem Diktator unterste Ulen R
ein. der in den folgenden Monaten
eine umfängliche Okkupatvwishchi'Wdc
nach dem -r I uhrerpnnzip autbaute.
dw au* vier Hauptabteilungen Instand,
dw wiederum in mehrere Abteilungen
untergliedert waren Die Behörde
lerbosens sollte in ihrer Aufsicht «funk-
tion über die norweg Zentralbehör-
den dw Ressourcen des Landes für
dw dl -• Kriegswirtschaft sichern und
dw Neuordnung der Öffentlichkeit
nach nal soz Muster durchfuhren Da*
Rcichskortimtssan.it eustwrte bis zum
731945. ah lerboven »on Donitz
»77
RrwhskommRsar für dir Srnktrndeatsdwa Ixhiete
abgesetzl wurde, ferbos en beging am
Tag darauf in Oslo Selbstmord
Reirhskommissar fur die lisligung
deutschen Vnfastums (»en Eitel des R
verlieh sich Heinrich Himmler auf der
Grundlage eines Erlasse* Hillers vom
7 101939 selbst. Er zog damit einen
groben feil der Kompetenzen zur ctb
ruschen Ncu«»rdnung Europas an sich
und konnte »ich der Dienststellen um
SS. Partei und Staat für seine -• Völks
tumspolitik bedienen Durch l mswd
lung und -» Eindeutschung verwehte
Himmler, das Dt Reich und angren-
zende Gebiete ethnisch zu homoge-
nisieren Außerdem sollten nach der
Abgrenzung der Inlercsscnsapharen im
— L»t -SO») Nichtangriffspakt — Volks-
deutsche au» dci sow) Einflußsphäre
evakuiert werden. Nach dem Angriff
aut B>len (-» Kdcnteldzug) wurden
unter der Regte de* R Volksdeutsche
aus Ost-fViien. dem -» Generalgouver-
nement. Bessarabien. Wölhsnien und
dem Haitikum vorwiegend m dw an-
nektierten poln Gebiete umgenedelt
I m tur dw Neuankömmlinge Platz zu
schaffen. siedelten die dt Behörden
I Mio Juden und B»len in da* Gene
ralgouvememcnt au«. Insgesamt ver
ließen bi* 1944 Uber 900(100 Vblksdeul-
«chc überwiegend aus Osteuropa, ihre
Wohnorte Ein Ted von ihnen wurde un
Reich oder in den Ostgebieten angesw-
delt. andere verbrachten fahre m La-
gern del —• Volksdt Mttlchxclle Nach
der Annexion der dowen. L ntcrstcicr
mark FhaßTothnngcn« und l uicm
burgs veranlaßte der R auch dort dw
Eindeutschung von geeignet ersehet
nenden Personen. Ȋhrend politisch
und rassisch Unerwünschte nach Slo-
wenien bzw Frankreich ausgewiesen
wurden I nter der leitung des R
stand auch dw ökonomische -Eindeut-
schung» In K4cn »urdc der Besitz von
ausgcswdeltcn Hiien und Juden dt
Neusiedlern übertragen Der Koni
dmanon der V olkstumsgxvlitik diente
das Slabvhauptaml dc* R unter der
Leitung des SS-Obcrgruppcnführcrs
l Inch GrcifclL 1941 wurde dw Dwnst
stelle al* Hauptamt R Slahshauptamt
Teil dc* SS-Apparates Für Himmler
waren die ucitechctxicn Kompetenzen
ah R ein Mittel, um *etne Machtposi-
tion al* — Reichsfuhrer SS und Ctwf
der Dt IVilizvi weiter auvzubuuen.
Einiges deutet darauf hin. daß die
Dsnamik der l nrocdlungspuhtik des
R bei der Fntscheidunesbildung zur
-• »Endlösung der Judenfrage- eme
wichtige Rolle «piche Aar WMmwm
Zamuw
VS G<«r V..4—
Orr W.-U an am eaevfMoekm kl* fraokhm
ua Mau l«v»
Kostik k.dvrt L IUZIH ivmw* lUwMVwmu
auf Awwlzftw »SiWrr /v-*J zsu» a Imaws rf
IW (k—iw» )W lär Sriiamhiaiaa <»»
Gemusam. < amnnCge 1*57
ReH.h»koinnus«at fur die I uflfahrt
s. RiühsluftfahriniüusU'num
Rekhskitmmissar für die Rückgliede-
rung des Saarlandes Nach sier noch
rm Versarfler Vertrag vorgesehenen
Abstimmung Uber dw Rückkehr de* -•
Saarlandes an das Dt Reich (1 3 1935)
stand Gauleiter Josef Burckcl (Saar
pfalz. vparer Wcstmark) der schon
ab 1934 als Saatlwsullmächugter der
Rcictisrcgwrung fungierte, mit dem
Titel R_ (Ernennung am 30.1.19351 an
der Spitze des reKhsunmittclbaren Re
gserunesbczirks Saarland w. • rmt Sm:
Reuhskommissar fur die Swdelendeat-
sehe» (iebiele Mit Dtcnstsitz Reichen
berg amtierte Konrad Henlein nach
der Anne non der Siidclcngrbwte auf-
grund de* —» Münchner Abkommens
ab Ende September 193« ab R . ab
15.1939 ab Rcxhsstatthaltcr und Gau-
leiter des -• Sudetcnlands w.ötane ßm.-
fwr dir Uirhnmwnm ' Mr-rrruhs wui
Rekhskuwinussar für die Wiedervei'ci-
•igwng IKIrrreishs mu dem Deutschen
Reich Ulfe rund seiner Frtolzv im
-• Saarland wurde Gaule Her Josef
Burttcl nach dem -» Anschluß < Mer
relchs am 254 l*W rum R ernannt
mit dem Auftrag. die ••< Mmark in
nerhalb c me» fahres pilitisch wirt-
schaftlich und kultuicl in« Reich zu
integrieren Mit Hilfe dl ( «perlen
wurde 'he Aidrabe ab okimomivchcs
R.itionalrsk.-tun"v und ModerniMe
nmgvprojeht begriffen end v » zu einer
forcierten AuswanderungspolilA zui
Verdrängung und Vcrtrcibune der
luden und — Arisierung des jüdischen
Bcutzcs genutzt Oer Auftrag des R
endete am 51.51*411 w -'few«r B<- -
Rcrcilsk>iaimrssarul IMhmd Ab dem
17.71*11 gebildete mutiere \ erw al
tungseiaheit der tx-setzten thtgcbietc
die -♦ Lettland. -* Litauen den griWJ
ten Ted Wett Weißrußland» fdamaK
WeiOruthcnieiis). ab 5 121*41 auch
-* Estland mit militärischem Sonder
Status in wier < icncratkommissanalen
umfaßte Dm R. leitete Hinrich lohst
der Gauleiter von Schleswig Huistcm
zunächst von KaucnKowno dann um
Riga aus Die Auvioltungspolitik gc
genuber den em heimischen luden be-
gann unter Regte der SS sofort mit
dem Emmarwh det dl Truppen I -•
Einsatzgruppen) an der SernKhtunc
det spklcren Ghettos und l-agern
konzentnerten Juden auch aus andc
ren europäischen ländern (-« Riga
(Ghetto). -» Kauen (Ghetto)) waren
auch Behörden des R beteiligt Ne
ben der wirtschaftlichen Ausbeutung
und det -• Deportation der ♦ Zwangs
arbeitet in da» Reichsprbsel nickte vor
allein der -Bandcnkrtcv in Wc-ißtuß
land ms Zentrum der Politik des R
I • Partisanen t bau
itriw I Jvwlsi he« Reich 67B
RrM-bdoiaaniissarial l'kraine Am I 9
1*41 gcbiMefc mittlere Acrwallungs
emheit der besetzten Ostgebiete unter
I rieh KochGawIcitct von ( KIpreuHen
mit Kitz in Rowno Das R umfaßte die
Zentralukrarne bis zum Dnjcpr-Gebiet
und die ehemalige poln Wojewod-
schaft Wofhvnien - mkl Teile Weiß-
rußlands in sechs (icneralkiwnrmsvi
riaten Br» 1*44 wurde un R in erster
l mir die I andwirlschaft ausgcbeufel.
die Jugendlichen der Bevölkerung zur
— Zwangsarbeit nach Deutschland dc
portiert und die Juden ermordet
RrHhskiinkordat Das R wurde am
3' '.l'GJ zwischen dem Dt Reich und
dem Heiligen Muhl unterzeichnet Es
garantierte die Freiheit des Bekennt
nrsses und seine öffentliche Ausübung,
die selbständige Ordnung kirchhchcr
Angelegenheiten, das Eigentum der
Kirche «wate den Schutz katholischer
Organisationen, «olcrn sre sich auf reit-
(whc kulturelle und karitative Zwecke
beschrankten Neu eingesetzte Bi»cho
tc mußten einen Treueid aut die Re-
gierung Kisten Neben dem Bestand
kalhotevch-theidogischer I ehr anstallen
wurde die Beibehaltung und Neuem
riehlung von Bekenntnisschulen ge-
währleistet und der RcfigionsuiMcr-
rwht an oflcrMhchcn Schulen zum or
denthchcn lehrtach erklärt l nwnt
ten t»i bis heute i. a Art 52 des R der
ln.tMlc.hcn und Ordcnsleutcn die Mit
rhcdwhafi m pMHuchen Parteien w>-
wie jede Tätigkeit für sic verbot, und
tüt Antwort aul die Frage, ob das R
das Ende katholischer politischer Or-
eanis-tiioiicn mirtcrursachte und mit
ihm d*e /ustimmune der -♦ Zentrums
pailei zum -» f rni.Khiigungsgesetz er-
kauft wurde Das R wertete das \S-
Rcirimc nach außen hin aul und lahmte
den — Widerstand oppmitumelier Ka-
tholiken. Andererseits hatte cs ob-
kW
gleich »on dem Nat soz »relfach ver-
letzt - für die Kirche eine gewtne
Schutzfunktion bei der Abwehr zuneh-
mender staatlicher Eingriffe (-« Ku
Chen und Religion > Wan» la» Kmwrr
Reichskriegsfiihrvr s. Naliuwal-
soztaiiMischer RckhskriegcTfiwwd
RetshsknegsgerMhl Da» am I 10.1936
geschaffene R mit Sitz in Berlin lab
1*43 in Torgau) war der höchste Gc
nchtihof der nach 1933 wiederein
geführten Militärgerichtsbarkeit ( —•
KnegsgenchtsbarkciO Mn Kncgsbe-
ginn »ar das R zuständig für Hoch-.
Lande» und Kriegs»errat. Spionage.
Knegsdienstserweigerang und -*
Wehrkraftzersetzung Ausdruck seiner
drakonischen Rechtssprechung war die
Verhängung »on mindesten» 1200 To-
desurteilen WirAw/ Hmir
-Reichskristallaacht- Die Bezeichnung
R . deren Herkunft nicht dcfmiti» ge-
klart at. bildete und erhielt sich für
den reKhsweilen -» h>gri»m gegen die
—» Juden tm Dt Reich, der am
9.10.11.19M stattfand Er wurde am
Abend de» alljährlichen Treffens der
NSDAP-Führerschaft nach Zustim-
mung Hitler» »on Minister Goebbels
durch eme Hetzrede ausgekist An-
schließend gaben die SA-Führer »cm
München aus telefonisch entsprechen
dc Befehle an ihre Stabe und Mann-
schaften durch. Die offizielle Propa-
ganda suchte (vergeblich) den Pugnwn
ah spontane Antwort der Besoikcrung
auf den Tod de» dt. Diplomaten Frnst
»om Rath auszugeben Der Legatmo»-
sekreUr an der dt Botschaft in Pans
war »sm einem gegen die Verfolgung
der Juden und »ctner aus Deutschland
vertriebenen Verwandten protestieren-
den ITjahngen Juden namens Herschel
Grünspan medergcschoMcn worden In
emem barbarischen Terrorakt setzten
SA- und NSDAP Mitglieder die Svna
gogen in Brand, deren Irummer »pater
zT gesprengt wurden Sic zerstörten
etwa 7IMWI Geschäfte jüdischer Einzel-
händler und »erwintclcn Wohnungen
det Juden Sie töteten nach offiziellen
Angaben insgesamt 91 Personen Die
Zahl derer, die infolge von Leid und
Schrecken umkamen, ist nicht bekannt
An den Aktionen beteiligten sich auch
Angehörige der HJ und werterer NS-
Organisationen Der M.>b nutzte die
Chance zur Plünderung SS und Gcsta
po organisierten die Verschleppung
einer nicht etakt festgestcllten Zahl
jüdischei Männer und JugcmJlKhcT
(etwa 2b<Ö))ia die KZ -• Buchenwald
-* Dachau und -• Sachsenhausen Vie-
le von ihnen kamen dort infolge »on
körgwrbchen und psvchrschcn Schika-
nen. »on Mcdikamcntcncntzug u-a um
Anderen wurde der Veracht auf Ei
gen tum abgezwungen Die Maiag der
Inhaftierten kam erst nach Auswan-
derungserklärungen frei Die R be-
zeichnet den Liierung zur forcierten
Vertreibung der Juden ins Ausland und
den Beginn der mit Enteignung iden
tischen ab»chliclJcndcn Plta-c det -•
Arisierung Deutschland tollte -juden
frei* werden Die Koordinierung aller
Maßnahmen lag m den Händen »un
Goring und erfolgte nach einer Bcsprc
chung am 12.11.19M tm Gebäude des
RcKhsluttfahrtmimstenum» in Berlin
unter Beteiligung »on Goebbels. Heid-
rich sowie einigen Ministern und
Vertretern der Wirtschaft (Versieh«
rangen). Es ergingen Verordnungen
und Erlasse über die •Mihneletstung<
der Juden in Höhe »on 1 Mrd. RM.
Uber die Ausschabung der Juden au»
dem dt. Wirtschaftsleben, die Schlie-
ßung aller jüdischen fiesshatts und
Handwerksbetriebe das Verbot des
Besuch» »on Theatern Konzerten und
Kino». den Ausschluß der jüdischen
Kinder von öffentlichen Schulen und
Rriehskullairtamiwer
der jüdischen Studenten von Hoch-
schulen, die Einschränkung der otlcnt-
liehen lutMWgc. des Wohnrechts und
det Bcwcgunevtrcihcii. den Einzug der
Führerscheine. den Zwangsverkauf |U-
divlM.n Eigentums an Grundstücken.
Gebäuden, Geschäften und Produk
tionsnntleln sowie die Beschränkung
der Verfugungsreehte über Wertpa
pierc. Kunst und weitere Wertgegen-
stände Berulssethote tut jüdische
Hebammen. Zahn und Tierärzte ua
Heilberule (vamll zwischen 12 II
und 17 1.IV.W). Schiicßbch erteilte
Goring Hcvdnch den Auftrag. die »Ju-
dentrage« durch -Auswanderung oder
Evakuierung- zu losen (24 I.1V.W). Ehe
Mehrheit der dt Bevölkerung verhielt
sich gegenüber den Aktionen der R
distanziert. Der Pogrom erzeugte «n
Ausland weltweit Proteste von Organr
sationcn und Einzelpersonen, die wir-
kungslos blieben trug aber zum Ende
der beit Appcasement-Piihtik hei
tüPMIUr
(ifMnt. Hcirrvmn ArwdtUnMia/bMift* •4'ffiwwi-
r»wM* mmJ /M4rwvrr4«ftpMff iw» Pnnrg» Rr*h.
Mtttftea «**>
Par/ald Kurt Irene Run fr
ItatalCM) I **
IMilc. Unafed I I i • ItatayiijgvMV*
Irw 4rr - I .
Irwklun am Main i**W»
Reichskiillurkainmer Instrument der
ui so/ Kulturpolitik Die R wurde mit
dem R-Gesetz vom 22.tJ.WA ms le-
ben gern le n In einer Art -ctatictischs-in
RevolutxMisvvrstandnis- (Dahm) wur
dc dabei den nut so/ Neuordnungsvor
Stellungen Rechnung getragen dieser
Limbau aber in httrokratiMhc Bahnen
gelenkt Die Phase spontaner Aktionen
gegen politisch unliebsame Kulturcrn-
richtiingcn sollte damit beendet sein
Eedcrluhrend bei det Entrichtung der
R war das • Rcichsmuustcnuni tur
Volksitulldarung und Propaganda un
6HII
Die Reichjkulturkammer
ftl Dk RcKhwkuwuriiMvncr //«m/
faxA Rfh AUWfttdaRijtir Hefhrt lw'’l
ter der Leitung von Goebbels. wobei
die Eingliederung der Kuhurbetriebe
in eme bcrutsstandische Organisation
den Widerstand der -♦ Dt Arheitdront
Levs hervomet Ab unmittelbares Mo-
tiv lut du- (oundung der R muß der
Wunsch des Propagandaminivtcrs an-
gesehen werden aul kulturellem Gc
hw-t eine politische Monopolstellung zu
begründen. msH-sonderc gegen die
DAE. aber auch gegen Rcichsmncnmi-
mster Erick und gegen den -» Kampf-
Hund für Dt Kultur des Partei-Ideo-
logen Rosenberg. Weltanschauliche
Begründungen waren dabei zunächst
eher zweitrangig, wurden aber in sJet
Folge sehr wirkungsvoll laut Kul
lurkanimergesclz bestand die R. aus
einer Rewhcschnftlumskammcr. einet
Rdchspressekammer. einer Reichs
tundtunkkanimer. einer Reichslbcaler-
kammer. einer Rcichsfilmkammct. ei
Wil
ner RcKhsmusikkammer und einer
Rctchskammei det bildenden Künste.
Aufgabe dieser Kammern und der Gc
«amtkorperschalt der R war eine cm
hettliebe Kulturtocdcrung und die Re-
gelung der Mvialcn und witischafili-
chen Belange der Kulturschaffenden,
die zur Mitgliedschaft verpflichtet wa
ren Zudem erhielt die R die Möglich
keil. Mitglieder abzulehnen und damit
Berufsverbote auszusprechen Der Pro-
pagandammtslct hatte gleichzeitig den
Vorsitz der R inne.der auch inhaltliche
Vorgaben lür die kulturelle Gestaltung
erlaubt waren Ideologisch bedeutete
die Einrichtung der R. die Abkehr vom
demokratisch individualistischen Kul
turaufbau hm zum volkisch-emhett-
lichcn Kulturleben unter Maathchci
Lenkung Die Kultur erhielt die Auf-
gabe, den angeblich wahren Vulkiwillen
zu repräsentieren Neben dieser Ideo-
logie der -• Volksgemeinschaft ist ins-
besondere der ständische Charakter
der R. benotzuheben.die tn det Prutis
jedoch völlig zu emem natsoz Herr-
schaltstnsirumcnt wurde Mit Hille
der Kammern konnten Goebbels und
sein Ministerium eine weitgehende
Kontrolle über die Z.wangunitghcdcr
ausuben Spatestem mit der organisa-
torischen und personellen Neuordnung
1935 36 wurde die R. faktisch zu einem
rein auiführenden Organ des Propa
gandamtnisteriumc Ihr kulturpoliti-
scher Wirkungsgrad muß eher gering
cingcschätzt werden, sieht man einmal
von der. allerdings fatalen. Selcktions
funktion ab. die zB jüdische Kultur-
schattende tm Lauf der Zett völlig
ausschloß Spezifische Probleme dieses
kulturpolitischen Systems lagen vor
allem im organisatorischen Aufwand.
Durch die zentrale Kontrolle uher
den gesamten Kulturheretch war em
wahrer -Leviathan der Organisation«
(Muschg I entstanden, der eme entspre
chende Prohlcmflut verursachte und
Rcnhsiehrr
kaum überschaubar wir Zudem gc
staltete es och bewmders in der Huh-
phasc schwierig, ihc R von anderen
Verbanden und Organisationen abzu-
grenzen Schließlich kirn es bei der
zentralistischen Organisationslorm der
R häufig zu Konflikten mü lokalen
und regionalen Institutionen.
listen Vidier AalMfr und ki«4<snr «ter
ttOilnCullulSauwi. <n l W fu>
/rUfniucI». 141 l««r>i V 53 S4
Rektedaadbund Agtarpolilische Orga-
nisalMMi im reaktionären Spektrum der
Weimarer Republik von Bedeutung
für die nat mw I intlußnahmc in bauer
liehen Kreisen 1921 durch Fusion des
Bundes dl Landwirte mil dem Dt.
Landbund entstanden. waren die Mit
glicder des R eines der wichtigsten
W ahlerpoicnttale der —• Dt nationalen
Volk sparte« Mit der Agrarkrise ab
1927 gcnct der R. zunehmend in den
Sog nationalistischer Prolcstbewcgun
gen tLandvolkbewegungl, gab zu-
nächst bestehende Vorbclultc gegen
den Nat soz rasch auf und unterstützte
diesen aktiv. 1933 wurde der R nicht
wie andere Verbände aufgelöst, son-
dern in den -» Reichsnährstand cinge-
glicdcrt Z-ffa ämicw
Reictedellrr Die R wurden von Hitler
für Sachgebiete bzw besondere Par-
tciaulgaben ernannt Ihnen unterstand
- im Gegensatz etwa zu den —» Gau-
leitern kein -Hoheitsgebiet« der
-» NSDAP Die Reichsleitung war nur
em Sammelbegriff tur die R als Inha-
ber höchster Parteiämler. sic wat kein
kootdinicicndcs FührungMHg.in der
NSDAP Die Bedeutung der R war
«ehr unterschiedlich Übet großen F.tn-
fluß verfugten R.. die in Hitlers Gunst
standen und wwhtute Staatspusitawscn
inne hatten tz B der R für Propaganda.
Joseph fioebhcls. und der —• Reichs-
K ri<li*lwhf ahnimaöl rnum
ua
iuhier SS und Chct der Dt FVMizei
Heinrich Himmk-r) isxwrr
Rekhsluftfahrtininistcrium Kach den
Besiimmiin.-cn dec —• Versailler Ver-
trags durfte Deutschland keine Luft-
waffe besitzen (ionng in das Kabinett
linier zunächst ab RcichsmtmMer oh-
ne Geschäftsbereich und Rcichskom
missur lut du I utllahrt aulgenommcn
erhielt am » 4 lq'3 das nciigexhalfe-
nc R t'in Jen Aufbau der Luftwaffe
verdeckt durchfuhren zu k.xinen muß-
te der gesamte militärische Bereich in
Ja> Ministerium rings gliedert werden
Frei am I 5 1935 wurde Goring unter
Offenlegung der I uftrustung auch zum
Oberbefehlshaber der Luftwaffe er-
nannt und damit auch nach außen hm
Chef der zivilen und militärischen
I ultfahrt Er beließ den Fuhrunpsap-
parat der Luftwalfc weiterhin un Mmi-
sleiiurn Entsprechend umfaßte die
Kommandostruktur des R zivile wie
miluarrselK' Bereiche Da Görings Ver-
treter. Generaloberst Milch, als Staats-
sekretär im R sowohl im zivilen ah
auch im militärischen Bereich Zustän-
digkeiten besaß wurde die lull Watte
als einziger Teil dei Wehrmacht an der
Spitze auch durch einen Staatssekretär
vertreten Da Gonng sich allem schon
wegen seine! Amterhaulung wenig um
die taufenden Geschäfte des R kum
inerte führten die Spannungen zwi-
schen dem in der Aufbauphasc der
Luftwaffe besonders wichtigen Staats
sektclar und dem militärisch-operative
Gesichtspunkte vertretenden Luftwal
fen-f «cncraKlab (damah I uttkom
mandoanitl v.a. IM Ws 17 unter dessen
Chef. Oberst Kesselring zu mchrta
chen I mghederungen im R Die 1937
cingcluliitc Beschränkung des -Staats-
sekretärs der Luftfahrt • auf znilc Aul
gaben (einschließlich Flak. Personal
und allgemeiner Verwaltung dci Luft-
waffe I wurde durch die Einführung des
Gencralmspckteurs der Luftwaffe in
Pervonalunum mit dem Staatssekretär
bereits 193H gemildert und bis Kriegs
auvbruch wieder aufgehoben Bis aul
die Dienststellen des Generalslabs der
Luftwaffe und das Luftwalfenpersonal-
amt die sich Gonng als Oberbefehls-
haber der Luftwaffe direkt unterstellte,
übte Milch als Staatssekretär und Ge-
ncralirispektcur praktisch dte Leitung
des Ministeriums aus Im Februar 1939
wurde das tut Entwieklungvaufgabcn
zuständige Technische Amt unter Emsi
Udcl zum .Amt des Gcnciallultzcug
meistere ausgebaut Von Herbst 1939
bis Herbst i*ll wat das R in die
Goring unmittelbar unterstehenden
Bereiche I uftwatlenpcrsonalamt und
Gcncralslab sowie in die dem Staatsse-
kretär unterstellten Bereiche Chef der
Luftwehr dem das Ausbildunpswescn
unter sie Ul worden war, und Gcneral-
luftzetigmcister gegliedert Den wach
senden Aufgaben de* Cicncralstabs
entsprechend war kurz ww Kncgsuus
bruch der < het des Nachnchtenserbrn-
dungswesens der Luft walle aus dem
Staalssekretarsbcicich herausgenom
men und dem Gcncralslab unter stellt
worden Mit der Verschlechterung der
Kriegslage und der zunehmenden
Ideologisierung der Wehrmacht wurde
das Luftw.illc-npctsonaLimi unter dem
Goring Freund General lorzcr im
Ftuhjahr 1*14 zum ( hef det Pcrsonal-
ruslung und SS-F uhrung det L uftwaffe
auigewertet und Mand gleichwertig ne-
ben dem < icnerahtab und dem Staats-
sekretär der Luftfahrt. Im Sommer
1*44 übernahm das Rustungsmmislcn
um mit dem Ausscheiden Mikhs aus
der Steilung <fe* Staatssekretärs lui
I utllahrt die gesamte I ultrusiung: der
Bcicich des RcKhsmuitsicrs der Lull
fahrt wurde damit gegenüber dem des
I Ibcibclchlshahers der Luit walle na-
hezu bedeutungslos und Hieb aul we-
nige Vcrwullungsautgabcn beschrankt
RrwhvMiaisIcriam dr» laacia
6X3
Daran änderten auch «he letzten Im
organisatKinen dr* seil l.x 1944 unter
der Bezeichnung -Oberbefehlshaber
der Luftwaffe und RcKhsmimsictium
«ler Luftfahrt- firmierenden Mmtsten-
ums. wie da.* t innchlung eines Befehl»
liabcrs «ler Ersatz-Luftwaffe im Früh-
führ 1945. nullt» mehr In der Dienst
stelk-nglicderung der l uftwaffe unter
ihrem letzten Oberbefehlshaber Gene-
ralfeldmarschall Ritter » Grcim tauch-
te der Begriff R. nicht mehr aul
HnManHr«
RekfeslaftschulzlHMtd s. I nftschatz
Reiehimarscltall Hochvict Dienvlranc
«ler -♦ Wehrmacht In Anerkennung
des entscheidenden Beitrags «ler dt
Luft«alle zum -• Weslfckizug ernann-
te Hitler am 19,7 194ii deren Oberbe-
fehlshaber Hermann Gormc ab einzi
gen Offizier zum -Reichsmarschall
des GrolSdl. Reiches- Die Reictamar-
schallilat umfaßte alle drei Wehrmacht'
teile: damit war Goring der höchste
Offizier der Wehrmacht Anknuptcn
sollte der Titel des R an den 1*117
dem Prinzen L ugen von Sannen
vorn Reichskncgszat verliehenen Rang
eine» Rewhstckimarschallv .virtm/ker
ReictesMiinislrnum des Innern Im NS-
Staat mit zahlreichen Verfassung* und
Vcrwaltungsautgatwn befähle* und
mit entsprechenden Zuständigkeiten
ausgesfaUetes Ministerium Nach der
M.iehlübernahnK- 1933 wurden das R
und das Freud Ministerium lies Innern
durch da* Gesetz vom I 11 1934 zusam-
menge (aßt und in eine Zentralabteilung
sowie sieben Faciiahtcilungen geglie-
dert. deren wichtigste die Abteilungen I
(Vertilgung und Gesetzgebung) II
tBeamtentum und Verwaltung!. IV
(\idk*i*c*undhetf> und V (Kommunal
Verwaltung) waren. Das R war maß
gebbeh mit der Ausarbeitung zahlrer
eher NS-Gcsctze hef.itit und an der
Schäftung des sog dl. F inheilsMaates
(Gleichschaltung der landen durch
da» 1. GlcichschaliungsgcsclZ" vom
1.3 1933 beteiligt (--Gleichschaltung)
Weitere wichtige Gesetze unter Be-
teiligung lies R im Rahmen det neuen
NS Gesetzgebung waren
Gesetz zur Behebung der Not von
Volk und Reich vom 24 3 1933 ( -•
F rmachligungsgesctz I
Gesetz zur Wiederherstellung des Be
ruhheomtentums vom 7.4 1933, das
den sog -» Anerparagraphen ent
hielt und weitere Beamte ngesetze
—♦ Nürnberger Gesetze vom
15.9 1935, deren wichtigste das
Reichsburgergcsctz« und da* Blut
schufzpeseiz« (Gesetz zum Schutze
der dt. Ehre und des dt. Blutes) waren
Gesetz zur Verhütung erbkranken
Nachwuchses vom 14.7 1933, das u a.
Zwangssterilisationen ermöglichte
(—» Erbgesundheit)
-» Dl Gemeindeordnung (DGO)
vom 30 1 1935
- RcKhsarbeit»dlen*l (RADl-Gesctz
vom 26*1.1935 Der RAD war in das
R. cingcgliedert, wurde aber 1943
Oberste Rcichsbehorde
I ber die Abteilung k>4kvgc*unJlieit
(Staatssekretär Leonardo C««ntil war
das R maßgeblich an der -♦ Aktion T4
beledigt (-♦ Medizm)
Das R halte daruhet hinaus Fintluß
im Bereich der -» Schutzhaft und der
— KonzcnlratK>nslagct In da» R. ein
gegliedert war der Rewhctuhrer SS.
Heinrich Himmler als < hei der Dl Po-
lizei vier «lern Minister jedoch praktisch
nur formal unterstellt war Erster
Rcichvmimvtcr dc» Innern war ab 19.33
Wilhelm Frick, der das l nrecht dc*
NS Staate» Ai legalisieren suchte in-
dem er «len formaltechllichcn (legalen)
Charakter det Gcsclzesnormen her
vorhob Im Krieg verlor Frick zu-
nehmend an Finlluß und wurde am
Britto » lin«. tat dw tesevtrw < Mcrtarte
24Ä 1*4’ «on llamick Himmler ab
tciösl wmflnürt
IW?
Rr«kM»ihlvfl»«> lat (Ix besetzten
<>«lgrlwrle 's. i 0 m ' ' ' *11 . isli
Behörde für Jk- unter /mhrf»altunt
«lebenden hcsel/tcn «nwj. Gebart c.ifc
«ich territorial in dae —» Rochski «nmi»
carulc < hl Und und I krame glicdo
len und «ikrcssnc durch Abgabe »cm
MiMarcrrw-aitungsgchK-tcn cracrtcrl
wurden Die •cfAantcn Rcuhskom
mmaiuic Moskowicn und Kaukasus
wurden ebenso nie dae mcisieu «rt
tcKhctxkn Plane zur — Gcrmam
ucrunf mehr realisiert Da« R harte
tonen I r Sprung in der Ernennung
Alfred Rmcnherg» nun B< auftrarten
lür -Ositragen- tut April l*M| Der Mi-
nister mit «einem -Sündigen Vertre-
ter- Alfred Meter und der schwach t»c
«einen Behörde kille Sttz in Berlin
Rosenberg »crfuctc über icrgleich»
werte wenig Einfluß hei Hitler Da« R
war tur die pobtrschc Pkanung in den
OslgelwcKn die K »ordinal». >n mit Jen
anderen Rcichshe borden und Jen fr
LiÄ »tm Votndntinrcn zust.tmhg. c»
leitete die wtrt«chaflhche- Ausbeutung
zusammen mit Rnctunpsmspcklumen
(-•Grüne Mappe i In Emzclbcrcichcn
hallen die Reichst ontmi«v>rc weiter
hende BclufTiisse ebenso Jer SS und
K’lizciapparal. mit dem »ich on K
grmztcr K<*mp»lcuzki»nfbkt entspann
In den melden IMrtiktclJcrn herrschlc
jedtxh Konsens Iwzuglich der Ziele
ur»l enpe /iivuimciiart<oi. .tuch bet
Jet ltn»<duni' der luskn R iten
Politik und \ 14k ermord I r^w r.aj
In »uai
Data» AA«••*>- fhaes ta a
Uat f*tl It' ttowrMvl im*
!>» Jo Buna»artet»* • t i . -
BrMaU Ri» Kr«*
tar där »rw-3xi OwrfSnr
w«IkanaM »aewr taUtow I«'
Rt HhtmHwsirmim für die kirchliche«
SnUilnrahrWru Sm le» ’ 1955 durch
Erlaft Hitlers und der bcteiltttcn
Rctchtrnmisicr cmcbletes neues Mnu
üertum dm für die bisher rm Retchs-
ond Prcud MmiMciwim des Innern und
tm Reich» und PrrutV Ministerium tur
Wtscentcl»»ft Frnehunt und Vidkshd
Jung hearbeitctcn kWchbchen Äugele
tenheUcn zuständig wurde E« unter-
stand Hanns Kerrt wurde nach »Jessen
Tod 1*1! duich «einen Stclbcnrelcr
Hermann Muh« wciterecluhrt und
l«M< mm den AllMertcn aufreioM Ar»
laß für »he Gründung des R war dae
• erf.»«sui»«»maft»g unikarr I age m der
Dt E»aneelt»shen Kirche nach Jem
Zusammenbruch des R<i» hsk trebenre
tmtcnis I—• Kirchcnkampt i ihr mm
durch »laat Iwh admtnisiralisc Smwd
nunren -Ix-tnedet- werden «ollte
Kerrl «»et «fcr giwndsttzlKhcn I hr»
cmslintnrang »on Chmlcntum und
Kai «cv iihcr/rugi fand mit «einen
zunächst «ermrttcindeE spater starker
«Uatsktrchlich ausgmehieten 04
nungs» ersuchen allerdings weder in
«lei Knchc muh in der nut.«<v Hierar-
chie genügend Rückhalt so daß er mit
«einer Piüitik scheiterte (icgotttber
Jet kathohss'bcn Knchc «ah Kerrl im
-• Rcichskonkiwdat em entscheiden
des IKmmni» lur Jk- Verwirklichung
ruLssu k>rchcnfw>btik und plante, cs
kangtrisnr durch neue gs-M-tzhchs- Re
gelungen ru ersetzen t ar*w Sa.Wnw
tun
R< ><h»mmrtlrnnm lur Resluug und
KnegspruduKlum Hrs ? 11 |«M1 Reichs
ministcraun tui Bewaffnung und
M.«
Risrhwwiaisivnuui har «*4 pnwogunda
MunKKm eingerichtet mit Fmermung
Ti>dt» am 173 1**) Gegen rmhtan-
»ches Mißbehagen an Jer -ZoiKtellc-
Jurcheesctzt mm Zwecke rmtung»
wirtschaftlicher l etsnme»sieuTcrunz
auf immer mehl RercKbe ausgedehnt
und nach dem Tod »on Todt i Flug-
zeugabsturz am S 2 1*42) unter Zer
schtagung »or allem Je» tkehrwirt
»chaftv- und Kuviunpumtc» im -•
OK« ktmscqucni au»echaut Hitler»
Ltlaö über J»e Konzentration Jet ♦
Knegswirtschati »am 1» 1*43 nehme
Jem nun »og R alle Zuständigkeiten
Je» Wirt^haftszntnisters für Riötslotfe
und die Produkt»er in Industrie und
Handwerk SS und Waffen SS
drängten in Jer FnJphase de» Zweiten
Weltkrieg» mit icrron«Hchm Metho-
den bewinden im Raketenbau <-• V-
Wattcnl den Emfluß Je» R zurück
Grundsätzlich scrmochtcn Todt und
Nachfolger Speer ohne größere büro-
kratische Organisation auszukommen
und ein Nist em »oe Sefbstserantwur
tung der Industrie und technischer
Fachleute im PtoJuktionsbereich auf
zuhauen - kerne w tri liehe Sclbst-
»crwaltung. Mindern eine »om -•
FührerwiBen (fast 100 Prntokotte der
Konferenzen Hitler Speer smd über
liefen I abhängige Kriegswirtschaft un-
ter machtpohtrschen. zunehmend »uu
Knappheit diktierten Zielsetzungen
(-»Wirtschaft^ KariMmrG^w
Zaawaar
Hot» LaUnlt r»«air» Knrg »~I ar IWUiwr
d» «Ms>kUl ft» K»agman<Ka* « 4pw»
S»r»u — /Mak Mtwfopr aü bre»a
/w» StuntMi i«:
tw, «mA^ikr/Maal-uJaanZorJo Sau-
MknnaCwM Dewtrhr Verrahuagr ;c i rtrl»
M 4 hg « Kan G A fcsenek aa. Uaiigart
l*s
Rrkctesmunslenum für Solksaafkianmg
und Propaganda Kia 13 J. 1933 »urdc
der Reichspnpagandaleiter der NSD-
AP und Gauleiter »rm Berlin Jrwcph
Goebbels. durch den RcKhsgrasidcn
ten zum Cbcl dr» R ernannt Ah jung
«er Mmrsici stand er emem ncuge-
»chaflcncn Rcwurt »or. da« »ach rum
größten Ted aus abgcknppelKn •-*
sduftsberetchcn beuchender Ministe-
rien rusammensetzte und bald an die
1000. zumeist sehr lunee Mitarbeiter
zahlte vorwiegend -• Parteigemwien
Hitler bestimmte in einer Verordnung
»ten tun l*T3,da» R »ei -zuständig lur
alle Aufgaben det geistigen Eutwii-
kung auf die Nation dx Werbung lür
Jen Staat Kultur und Umschatt, der
l ntcmchlung der m- und ausländi-
schen ÖHcnthchkcit über mc und sfet
Verwaltung aller diesen Zwecken die
nenden Hinrichtungen». Danach war
da» R federführend aal «lern Gebiet
der Miwenmcifaa l—»Presse — Rund-
funk. film und ab 1935 Fernsehenk
der Kultur i Musik Iheatcr litcratur
|~» Kunsi|i sowie der nat soz -• Feier-
gcstaltung Zur l nifonmerung der
Mcinungsbskdunt und Likishlctung
»an Steuerungsprozcdurcn wurde
Goebbels am 22 * 1*33 ermächtigt
Künstler und Publizisten in einer
ZwangscircamsatioCLskr Reich« ul
turkammer iRKKl deren Präsident er
wurde nnammmzutassen knien. p4i-
tnch Mißliebige und alle die »ich dem
Diktat der IUI»» IJeokigic nicht
beugten, fanden keine Aufnahme Die
Emnchtunt der RKK mit ihren we-
ben l 'ntcrghcdrrungcn lur Schrifttum.
Presse Ru-»Jfunk. Theater. Musik, bil
dende Kunsi und Film diente Goebhch
ebenso ab Instrument zur personeilen
Sauftrrung und psliti»chcn -» Gleich-
schaltung wie das — Schriftleiter ersetz
»swn 4 10 1933 Ab Juli 1933 emchtetc
das R zur Durchsetzung und KimlTode
seiner Propaganda und Kulturpolitik
neue, mit »ier NSDAP personell und
iitslitutuMicU eng »erflochtene Mittel
behorden ab 1957 als Reichspropa-
gandaamlcr bezeichnet Auf täglich
Krwtr
Mr HiwacWl Er—h—g ' •* * !>* <
slilllitiknikn ftnwk.nkTmzrn wur-
den BerKhlctslattung und hwrnen
ticrung durch »f Sprachregelungen
bzw lagcspnrolen oftmals ht* urs De
Uii sorgcschnehcn Die erstmals tota-
litär genutzten Massenmedien Presse
und Rundtunk, Egeaenerten zu VoU-
zuewuranen IcnEnzioscr InEWtriaa-
buo < —• Propaganda I. Eh« /..Ac*
R< ich«—nlennm tur Wbu^uiiit.
ErzM-hu»- und XolKdulduu« Dem R
unterstan«icn samthebe Angeiegenbei
ten. die das Erzichungs-, I ntcrrichis-
und Biklungswcxn >a Schute und
Hochschule sowie die Wissenschaft hebe
Eiuscftung und Lehre betraien Im Mai
19M wurde das Freut! Mmistenurn für
Wissenschaft Kunst und Vdksbddung
nut Jem R vereinigt Als Reishsctzic-
hungvmmtvtcr fungierte ab 13.I9M
Bernhard Rust Zu seinem («eschartv-
bercich gehörten auch Jk L.KfsiLde
Erziehung der l-ehrer Sludurcnücn
(-* SfXMtl und der Jugend sowie die
OrcantsatK<i des —♦ I an«1>ahrev Inter
steht waren dem R die Ehr misch
Technische RcKhsairualt. die Rtssika-
lisch levhntschc Reictesanslajt. das Ar
sha«>k> «nche Institut das Rcwheimti-
tul für altere dl Geschwhtskundc das
-* Rcwhsinsiitul tur Geschichte «Jes
neuen Deutschlands, die Kazscr WiJ-
helm GescIK.halt zur EotErung El
Wissenschaften mit ihren Instituten
und dar Di IwmIhhgsdcmcurwhalt
Darüber hinaus nnlcrvlandcn dem R
du t Mernchtiverw akungen der lan
der. die OberprasiEMen und Repe-
rungspraudeaten ah SchulauiMcbt»
Nrhorden I —» Jugend. -* W rssenschaft |
Jl—kUMrr
r—u»
O» ffnr*a* ni>ia*M m Er /«• Urs *—w
—c DculsEc Verwalt—whwMc.
BJ * H s Kan G A Inrnch na Mangan twrs
Brüh’mmikkammrr s. RrkhsKuftnr-
kammer
Reschs—rtlrrdH-nsl s. Mntterdiensi
RcHÜsnahr.taad Die UilWisiie Orga-
nisation der nat s>w Atrarpolitik Der
R wurde am 11.9 W33 ms Leben per*-
len In ihm wurden samthchc an der
Erzeugung und dem Absatz land-
wirtschaftlicher Produkte beledigten
Personen per Zwangsmitrhedschaft
glcKhgcxhallcl Der R wat als Sclhsl-
serwaltungskorpcnchaii unter Lei
tunt des -» ReKhstsauemluhrers (der
rlcishzctiut RcuhslanJwirtschaflsmuu-
sier wart dcütucrt Aufgaisen de* R
waren neben der lenkung «ier Pr.sJuk-
tum. de* Vertriebs und der Preise Und-
wtrtschatthchcr Erzeugnisse auch die
sozialen und kulturellen Relanee «Jer
Mitglieder Die anhaltenden Auscrtian
Ersetzungen mit den t laukeitern und
Er — Dt Artseitsiront um die Stellung
«les R tuhrten zur schrntweisen .Aus-
höhlung «Jer Sclbstscrwaitungstunk
tum so hl> Et R cnlKtiich Anlang
Et hier Jahre nur newh ausfuhremics
Instrument «Je* I andwinscballsmim
stcrrutns bzw.der Partei war inuhuMw
lAMlAPt
Reiehsparteitagr Parteitage von demo-
kratischen Parteien dienen un cigentli
shen Smne Er politischen Wdlcns-
btkiung. «be R der Nat mit waren hm
gegen reine Seibel Inszenierungen und
MachlEmonsiratHUK-n und Ernten
E-r Stärkung «Jes («emeinschahsge-
tUhb.
Der dazu nachträglich erklärte crue
R fand 1923 tn München statt Nadi
«7
RrwhiprMikiai
der Aufhebung des Vertut* der —»
NSDAP trat weh dreie 1926 in Weiinai
Ser« 1927 wurden die R Anfang Sep-
tember m — Nürnberg zelebriert [Xe
NaLior. wirken weh mit ihescr Stand-
unbcitunmung m der Traditxei der
»patmitte lalle rischen Reichstage wis-
sen Nach dem 4 R 1929 traten weh dbe
Partei und ihre OrganrsatKmen erst
wieder 1933 zu ihrem Spektakel Seit
det -i • MachlcrgTcitunj- bekamen die
R quasi emen staatlichen Charakter
und wurden tcweik unter ein Mono
gestellt 1933 -Steg des Glaubens-,
zur Feier der -Machlcrgicifunz-. 1934
• Inumpti de* Urilens-, zur Vollendung
der Diktatur. 1935 -R der Freiheit«,
aus Anlaß der * leöer eint ührung der
allgemcmcn WchrpthdM (1&3.193S)
und zur Verkündigung der —• Nürnber-
ger Genette. I9W -R der Ehre-, nach
den erfolgreichen —♦ INsmpiscfien
Spielen und der -• Rhcmlandbesct-
zung. 1937 -R der Arbeit-, nur Verkün-
digung dc* — Vierjahrcsplanc 193« -R
—* Grnßdeutschlands«. nach dem —*
Anschluß Österreich* Der 11. und letz-
te R . der iroruscherwcisc unter dem
Motto -R de* Frieden*- «teben «eilte,
fiel wegen de* Knegsbeginn» an*
Alben Speer hatte im Sudosten »on
Nürnberg eme Anlage nut Stadion.
Kongreßhalle und Auimarschlcldern
1935 teüwenc fertiggesteilt Aut dem
mit emem Fahnenmeer geschmückten
Zcppelinfcld. da» mehrere hundcrltau
send Menschen fassen konnte, landen
die Rituale der R «ran Fndl-ne Ko-
lonnen »on — SA — SS. — NSKK and
— HJ u a Organisationen. »pater auch
— Wehrmacht-Einheiten, zogen an
der Haupttnbünc de» — Fuhren wx
hei. Die Marschierenden formierten
lieft aul dem Gelände ru riesigen. h»ci-
archtsch gegliederten Menschcnquj
dern Neben Autzuren Spuctvocfuh
rungen Parolenausgaben Treuegeiob-
ntssen und lotenchrungen war der
Höhepunkt eme programmatische Re
dc Hitler* Um den dramatischen Ef-
fekt der Inszenierungen noch za stei-
nern. überwölbten Flakichcmwcrlcr
die abendlichen Appelle mit emem
Lxhldom - Rundfunk und — Dt W. -
ehcmchau sorgten dafür, daß diese
Macbtdcmumtratwocn ihr breite» Pu
biikum landen und «o die beabuchngte
Suggestiv« ubcnkmcnMonalet Macht
bei Gndcilcn der Bevölkerung ihre
Vk trkung nicht verfehlte t™»
Zrinfckfk r Wffned Dhr tonctuparmaagr tr*
MlMf GndUAK WUmt «U Mtümj
F*" H |w
•»Art Frarn^br. Ncmtail «Mi A IWi
Rckhsprasidcru Dk Verfassung der
Republik von Weimar bestimm le. daß
al» Staatsoberhaupt Deutschland» ein
Reichspräsident fungieren solle, für
eine Aax»dauct **m wehen fahren
gewählt, und zwar »an allen wahlbe
rechogtcn Staatsbürgern in gleichen
geheimen und duckten Wahlen «Art
41. 42. 43) Det R war Oberbefehl*
habet der Streitkräfte (Art 47| und
mit Nmder»>4lmachtea ausgestattet
(so nach An 25 nut dem Recht der
RcKhstagsaufkiMing und nach An. 4>
zur Außerkraftsetzung demokratischer
Grundrechte und zu s.xiüieen Maß
nahmen gegen Susrungen der iMTcm-
licbcn Sicherheit unj Ordnung I Erster
R. der Weimarer Republik wat der
Soziakiemokrat Friedrich Ebert tarn
II2 1919 »u«i der NatKHiabersamm
lung zum »vrtauligen R gewählt, am
24 Hl 1922 »um Rckhsug mil »erfa»
sunpandernder Mehrheit bis zum
236 192$ »erlangen) Ehen gewann
selbst bet den - gemabwien - Konscr-
vatben hohe* Ansehen durch »cu»c
Redlichkeit und »eine schlichte Würde,
aber auch durch «eine pürlische Tal
kraft, dse er in den stürmischen ersten
Jahren det Republik bewies, so hat
Rrwhvprtsseehcf
er sor allem tm Knsenjahr 1923 mit
Incrgie und l'msichi den Art 4N im
Dienste Jcr demokratischen Lntwick
lung Deutschland* gehandhabt Nach
seinem Tod wurde am 26.4.1925 der
letzte Gcncrahlabschcf der kaiserb
chen Armee, (leneralteldmarvchall
Paul v. Hindenburg. viel einer relativen
Mehrheit (4X Prozent * gewissermassen
ah -F rsalzkaiscr« zum R gewählt
Selber konservativ un Sinne seiner
Standesgcnosaea in Militär und ou-
elbrschem Gr< Grundbesitz wirkte
Hindenburg tm Frühjahr 1930 an der
Liquidierung der letzten Reichsrefie-
tung nut. die übet eme Mehrheit im
Reichstag verfügte (Kabinett Muller)
Bemüht, den Buchstaben der Wei-
marer Verfassung nicht zu verletzten,
förderte er eine FVilruk mit der die
Kabinette Brüning. Papcn und Schlei-
cher. ohne parlamentarische Mehrheit
amtierend und ihre alleinige Stutze,
das Notverordnungszecht des R.. ab
Waffe nutzend, versuchten. den Reichs-
tag als Statte der politischen Ent-
scbeidungcn auvruvchaltcn und cme
recht »autoritäre Diktatur ru inst albe-
ren Diese Politik - die allerdings nur
aufgrund der Sclbstauuchaltung eines
Reichstag* Erfolg haben konnte, in
dem Jie beiden citrcmisriscben Par-
teien NSDAP und KPD dominierten
schuf bis zur Iah res wende 1932 33
tatsächlich eme Konstellatain. in der es
einet kleinen Kamarilla heshkomerva-
Itver Berater möglich war. Hindenburg,
der Hitler längere Zett miBtraut und
dessen Betrauung mit dem Reichs
kan/leraml widerstrebt halte, doch da-
zu zu bringen, den Führer der NSDAP
zum Reichskanzler zu ernennen In der
Fidgezeit deckte Hindenburg mit sei-
ner IMpulariUt und Automat den
Aufbau des NS Fuhrcrstaats. tn dem
dann auch die konservativen Heller
Haler* entmachtet wurden, die ge-
glaubt halten, die NS-Bewegung -zah
MOi
men- zu können vorn FrlaB von Not-
verordnungen. die Grundrechte auf-
hoben. über da* —» Ermächtigung*
gesetz vom 23.3 1933 bi* zu Hitler*
Mordaktion vom 3D.6.1934 (-♦ Rohm
putsch) Allerdings legte Hindenburg,
dem der rassistische Antisemitismus
der Natmrubozialnlcn fremd war. der
NSJudcnvcrtolgung noch Zugel an.
*a. durch sein Eintreten fur jüdische
Kriegsteilnehmer und deren Nachkom-
men Am 2*1934 starb Hindenburg
aul seinem westprcußcschcn Landsitz
Nettdeck und wurde im — Re ich sch
renmal Tannenberg (tn Erinnerung an
die Schlacht von lanncnbctg. in der
Hindenburg 1914 die deutschen Trup-
pen befehligt hatte* bcigewtzt Hitler
nutzte HmJcnbuzgs Tod. um da* Amt
des R mit dem des Reichskanzlers zu
veretnen. lehnte »cdoch die auf demo-
kratische Verhältnisse zuruekweisende
Bezeichnung R ab und nannte sich
-Führer und Reichskanzler*
Rrichsprvssechcf Berechnung tur den
Piesvechcf der NSDAP, der nach der -•
-Machterereitung- zugleich —* Reich*
leitet der Partei. Staatssekretär im -•
Rcichstninistertum fur V*>lksaufklarung
und Propaganda und Pressechef der
Retchsrcgierung war eine Hundclung
von Machtbefugnissen. die weh au» der
l msetzung eines Sirukturpnnnp* nat -
s«v. Herrschaft cigab der Pervirul-
umon in Staats und Parlciamtcrn
Nach Jer -» (i lentis* halt ung der —•
Pi esse (-• Reichstarshrandscr Ordnung.
-• Reichskufturkammer* oblagen dem
R als Staatssekretär un Propaganda
mimstenum Presselenkung und -kon-
trollc Seit lull 1933 setzte er diese m
tägliche PresseanWeisungen um Das
Ami des R. wat nut dem Animalisten
Otto Dietrich besetzt, den Hiller am
I M 1931 zum Pressechef der NSDAP
ernannt halte und Jcr als Vorsitzender
des Rcichsvcrbandes der Dt Presse bei
NW
ReirNnwgfw
«hnmfaliirfc« Propacrab rat 'ULsaalkteunt
der Gründung der — Rochskultur-
kämmet auch zum Vizcpra-wdenicn der
RcschspeesseLämmer ernannt wurde.
V«01b4«M <L>l«ww*
Reirhsperviekammer % Rrichskahur-
Lummer
Rex hsprotektorat Böhmen und 'Iah
rvn x. Protektorat Böhmen und Mahre«
Rrxhsrai Die Verfassung det Wcima
rer RepuNik hane dem R. die Vcrtrc
tung der dt Länder her der (»esetzge-
bung und Verwaltung dc» Reiches zu-
gewiesen So hatte er bet aßen Geset-
zes» oriagen der —• RcKhsrcgtcrung ein
Einspruchsrecht Der Entmachtung der
( ander und «ks R kam daher tm Rah-
men der -» Machtergreifung- aus der
Sicht der NSDAP Priorität zu
Inter der Parole und dem Deck-
mantel einer -Vercmbcitlachung des
Reiches- wurde deshalb schon am
31 3.1933 das -Gesetz zur -* Gleich
schahung der Lander mit dem Retch-
erlassen Die ISilitik der Gletchschal-
tung setzte »ich Ns hinab aul die kom-
munale Ebene fort. Mit «kr Einsetzung
von —• Rcichsstatthallcm am 7 4 1933
sowie «km Gesetz Uber den Neuaufbau
«ks Reiches vom 30.1-1934. fand «be
Entmachtung «kr Lander ihren Ab-
«chluß Der R selbst wurde am
14.2.1934 aut gelost Aonr» ramm
Rekhsrvchtsftihrcr s. Naßonalsoziali-
»tissber Rechrswahrrrtiund
Rrwtisrvforni Bereits in der Weimarer
Republik zur territorialen Neuglieik-
lung «ks Dl Reiche» sowie zui Ncube
sttmmung «ks Rcich-Lämkr-Verhält-
nisses angestrebt (Art I* Weimarer
Reichsserfaxsungl Die Nacsoz. stell-
len die -• Gkiehschaltung «kr l .ander
als Erfüllung dieses Verfassungsgrbols
hin Organtsatamsgrundlage sollte das
— Reichsgau Prinzip werden Das
»ctfassungsarukrnsk Gesetz über «kn
Neuaufbau des Reiches (30.1.1934)
setzte das alte lihkiatisc Verfassung»
recht außer kräh, ohne jedoch die
Neuorganisation des Dl. Reiches zu
bestimmen. Ab 1935 unterband Hitler
die weitere oflcntlschc Diskussion über
dsc R Moto ftäantt
Rektesrrgtrmng Kollegiales Gremium
bestehend au» «kn Rcichsauntstern.
«kn Rcichsnumstern ohne Geschäfts-
beresch und weiteren Eunkticmstragem
des nat »oz Staates iinsgcs 12-15
Fachrcssorts). «las unter Vorsitz des
Reichskanzkrs ab dem Chef der R
gemeinschaftlich Uber die Gesetzesent
«Urfe zu beraten und nut Stimmen
mehrbeit zu beschließen hatte. Hitler
hielt sich nur tn «kn ersten Monaten
seiner Kanzlerschaft an die Prozedur
rcgelmaNger KaNneltssttzungen. ab
1935 gab es nur nsch unregelmäßige
Besprechungen «kr R . «he dann ganze
Serien von Gesetzen ohne Diskussion
un Ed» erfahren »erabschieskte Die
letzte KaNnettssitzung der R fand am
5J.19M statt Die zunehmend fUhrer-
slaatliche Struktur «ks NS-Staate« ging
einher mit einer immer weitergeben
den Delegatnai «kr Gesetzgebungs-
und Vcronlnunrsrevhtc. u.a auf kon
kurncremk PancihehsMtkn und Son
«krbeborden (besonders seit Kncgsbc-
gmni Die R zerfiel in eine Polvkratie
partikularer Ressorts. Woo. h«Uw
Bioxuc Maiua Dr» Sra Ztutrrv «Lnuudktra
•aU Z»w«a Wf w«wv mwww 1 i*Ww«| Mu»
dwn IW«
Rekhsring Lur nati<»nalM«zi»ltsri»cbe
PrugMgaMta «wd V.dksauMarung Amt
bzw. Hauptstcllc tn «kr Organisa-
tion «ks RcK-bspropagandakiters der
NSDAP nut der Aufgabe, die Einheit-
lichkeit der -» Propaganda alkr Gltc-
fwn mi
KrKkMusdfuakkaaunrr
dcrungen und ange»chlos«cncn Ver
bände der NSDAP zu sichern.. dazu
»aren Vertreter aller entsprechenden
Organisationen in den R delegiert
Ifr*:
Reichcnindfunkkammer *. Reich»-
kullurkammer
ReKhsschalziwetsIrr s. NSDAP
RetchsscbnfltumskMnmer s. Reichs-
kulturkammer
Reich«s<hule der NM) SP lehtafint
Am 12 19.16 Übernahm die Diensteid
le de» Stellvertreter» des Führer»
die noch von fernst Rohm al» SA-
Kadclterunstali eingerichtete Schule in
Feldafing um Starnberger See al» -Na
tionalsozulistrschc Dt- Oberschule
Starnberger See-; die l mbenennung in
R erfolgte durch eine Anordnung ton
Heß timt KJt.1939. Als achtklassigc
Höhere Schule halte die R auch im
Lehrplan Ähnlichkeit mit den staatli-
chen -« Nationalpohlischcn Erzic
hungsanstalten: in der t’bertnttsmoe
lichkcit au» der <> Volk«»chulklav»c
stimmte sic dagegen mit den -• Adolf
Hitler Schulen überein Jeder NSDAP
Gau konnte vier Bewerber »orschlagcn
(die Gaue Berlin und München Ober
hasern je fünf! Wie bei allen Anwär-
tern lür die NS Llitcscliulcii wurde
auch bei den Kandidaten der R neben
guten schulischen Leistungen und -an
scher- Sbstammung eroDcr Wert auf
charakterlich« und koi perhehr feie
nung gelegt Dank großzügiger Au«
«tattung nut Lehrmitteln und amge
wählten Pädagogen nahm die R eine
Spitzenstellung unter den NS Elite
schulen ein eine Entwicklung die
durch Hitlers Verbot »on 1942, auch
die NAPOLAS ah Rcichsschulen-
zu bezeichnen, hectAligt wurde Mn
Krwgstx rinn erhielt die R zusätzlich.
612
Bedeutung als Reservoir litt den Full-
rcrnactiwuchs der Wehrmacht (geeen
über der Waffen SS bestand eme offen-
sichtlich au« alten S A-Zetten stammen-
de Abneigung), der I Uhrererlall »om
7121944 (-♦ Naflimalpohlischc Erzie-
hungsanstalten! rückte die Funktion
»ict Fliteschulcn uh Nachwuchshctc
ranlen tur da« Offizierskorps in den
V ' J । l . I . I . I . I I r I. I - .. -l.l.
lieh auch auf die Waffen SS am
/ amwwr
S*HUu Harald KMMatoowtaindkr Anairw
.. *r.</rr. th-umgcn IV?»
Reichssicherheitsdienst (RSD) 1934
ah selbständige Rcichsbchördc zum
Schutz Hitler«, der Reichsrmnistcr und
ausländische! Staatsmänner aus dem
Knmmalpoltzetkonunando z b V. ge
bildet« Institution Mit eigenem Flat
unterstand der R. rcsoutniaßig dem
Lhcf der Reichskanzlei Er rekrutierte
sich aus bewahrten unJ erfahrenen
Schutz und Ktimin.ilpoliztMcn und
»ertugie über 13 IhenMsielkn für »er
»chiedene Aufgaben Die Dienststelle I
mit Ortskominandos hatte zusammen
mit dem sog SS-Beekrtkommando das
»ich «eit 19" aiisschlictUich aus der
SS Lcibstandartc rekrutierte, für den
persönlichen Schutz Hitlers zu sorgen
i—» Lcibstandarte “Adolf Hitler-) Von
19.14 1917 führte der R m großer
Anzahl l hcrpniluni’en der politischen
und persönlichen Vergangenheit »on
SS Offizieren durch 1*42 war von
der <rchcimcn Fcldpi|izi-i Gruppe des
RSD die Sicheluneseruppe Ost w.ih
rend der I rndMung des I uhrer haupt
quartiers bei Winniza l 'kraine (Einsatz
Eichenhain-, später Werwolf.) an
Judenmordcn beteiligt
»«fkrr «M-e
Rcichnkherheitc-Haupgamt
AI» Rcichsdchcrhcito-Hauptamt (RS
M.l
AW- 6) Da« Rr» l>««K*rrhe<u H«up'.vni uial «nar >fp>*uk < arvVn*| un A'matJninrtu.n
R<«h-(IMJ>
HA) wurden am 279 1939 die folgen
den. dem (.het der -» Sicherheitspoli-
zei und de* -» Sicherheitsdienstes (K
Hcsdrich. ah Januar 1943 E Kalten-
brunncr) unterstehenden Behörden
mit Hauptsitz in der Berliner Prinz-
Albrecht-Straße zusammcngelattt. ihc
fedoch im Verkehr mH Dienststellen
außethalb von -• SS und -* Polizei ihre
bisherigen Bezeichnungen werter be-
nutzten Hauptamt Sicherheitspoli-
zei (errichtet |93n bei Ernennung
Himmlers zum Chef der Dt ISdizci).
Geheimes Staatspolizciamt (Gestapa.
errichtet 1933 als preuB ab |93n
Rrichs/entralbehorde unter Hein-
rich Muller). Rerchsknininalpolizctam
(1937 aus dem preuß Landesknmirial-
polizciamt hmorgegangen. unter Sic
he) und SD-Hauptamf der SS. das
weiterhin aus dem NSDAP-Hinzvhali
finanziert wurde, wahrend die übrigen
Amtet staatlich waren 1944 wurden
die Abwehrabtcilungcn des —» OKW
als Militärisches Ami <Mil) übernom-
men und em Ami N lNachrichtenver-
bindungen) eingerichtet Nachgeordnet
waren im Reichsgebiet Inspekteure
der SKhcrhc.ivpolizei und des SD
Slaatspoli/eiOctOstclIen mit Grenz;»
lizcikommtssaruiten. » ArK-itscrzic
hungslagem und ab 1944 Auslands
bneiprüfstellen und Aliwehrstellen.
Kriminalpolizei! leit tMchen. SD-<Leill
Abschnitte, in K-setztcn und Opeta
tionsgcbictcn Einsatzgruppen Be
RriciKMpprMmt
tehbhaber und Kommandeure der
S*chcrbcitspolizei und dc* SD. die Mi
tischen Abteilungen der -» Kimzcntr»
lionslager SS-und -♦ Mizciattachös
hei Auslandsvertretungen Ab 1940
bestanden weben Ämter Vorn Ami I -
Personal - wurden die Beamten son
Gestapo und Kriminalpolizei und die
SS-Führer des SD eingesetzt und aus-
gebildet; ihm unterstanden die Führet
schulen Amt II - Organisation, Ver-
Wallung, Recht - »ar u.a. zuständig für
die Einziehung sog. staats- und volks-
feindlichen Vermögens, lur -» Ausbür-
gerungen und die Konstruktion der -*
Gaswagen Amt III Inlandsnaehneh
tendienst - lieferte die -« Meldungen
aus dem Reuli und Beurteilungen bei
Ernennungen und Beförderungen in
Verwaltung. Wirtschalt und Wissen-
schaft Amt IV - Gegner-Erforschung
und -Bekämpfung war die Zentrale
der Gestapo für alle Maßnahmen gegen
Kommunisten. Sozialisten. Geistliche.
-• Freimaurer. -• Ernste Bibelforscher
—» Fremdarbeiter. —» Kriegsgefangene
und im Refcint IV B 4 Eichmann» für
die —♦ -Endlosung der Judenfrage-
Das R ordnete — Schutzhaft und
— SonderK-handlune an. bekämpfte
Spionage und Sabotage, führte die El-
nuttlungcn nach dem —» 31). Juli 1944
und verfugte über das llausgelangnis
Amt V. das Rcichsknminalpolizeiamt.
mit mehreren Reichszcntralcn (ür ein
zelnc Deliktgruppen war auch Zen
träfe lui alle Fahndungen, schickte
unter dem Vorwand der -• sorbeuten
den Verbrechensbekämpfung lausende
von »Gewohnheitsverbrechern« und
Hoinosctuellcn in KZ. verfolgte -•
Sinti und Roma nach -rassischer*
l'berptüfune durch sein Ktiminalbio-
logisches liHtitut und entwickelte im
Knininaitccfintscfien Institut Verfahren
zur I rmordune son Geisteskranken.
Amt V I - Auslandsnachnchtendiensl
betrieb, wissenschaftlich vorbereitet
»'M
von den Instituten »einer Rciehsstif-
lung für Länderkunde. Spionage und
Sabotage im Ausland und hinter der
feindlichen Front Amt V II Weltan-
schauliche Forschung wertete -geg-
nerische- Veröffentlichungen aus und
verwaltete große Bestände an Akten,
die bei politischen Parteien und Ver-
banden (Udrschcn Gemeinden und
Organisationen. Logen und einzelnen
Kritikern, insbesondere in Frankreich,
beschlagnahmt worden waten
Hem: Bobemetl
Isueetm
Kurup Kcmkard Illa I T<T-trap*ic 4e> Ternm.
SS Ml Krs So» SefhemKtmfmimf mit
Jo» -gr«; XbrrrW GrkasA-- tm» tSohmmnf
uuum Hcrtui’tvM?
tkdsd. Muimn RewuW Srfulk-sln-h Zov-a/r
Jo Tro,-» bwr XWmär Str A Om Heufrtqsmi
urrgrrUmar* Herta 19s*
Rrtchssippewamf Einzige Behörde, die
zur Ausstellung des Abstammungs-
nachweiscs berechtigt war Ein Vorlau-
ter firmierte im Zuge dc» —• Gesetze*
zur Wiederherstellung dc» Bcrufbcam-
l ent ums vom ' 4 1933 zunächst als
-Sachverständiger für Rassetorschung
beim -* Rctchsnunisictium des In-
nern«. ab 13.1935 als »Rcschsstcile
lur Sippenforschung- und wurde am
12-11.1*40 in R umbenannt Leiter der
Dienststelle war Achim Gerckc. ab
Marz 1935 Kun Mayer, der ab 1.4.1935
zugleich RcKhsamtdeiter des Amtes
für Sippenforschung der NSDAP war
Bi« Ende 1*40 halle das R mit »einen
170 Mitarbeitern über 112000 Abslam-
mungshescheide erteilt Das R über-
prüfte dsc -arische- Herkunft anhand
von Erkunden odet sonstiger Doku-
mente. die »on den Antragstellern vor-
gelegt werden mußten In zweifelhaf-
ten Fallen erstellte cs Gutachten, die.
wenn der Verdacht aul -fremdartiees
Blut- bestand, auch biologische Unter-
suchungen erforderten Weitere Aufga-
ben dc» R waren Sicherung Sippen-
W5
kundlichct Quellen, wie Z.B. das Abfo-
tograficrcn von alten Kirchenbüchern.
Auswertung jüdischer Personenstands
regntcr. Forderung sippenkundlicher
Vereine I—» Abstammungsiuichwcrs. —»
Ravscnpolitik u. Völkermord).
Reichssportfeld Das 1936 anläßlich der
—♦ Olympischen Spiele in Beilin eröff-
nete R umfaßte cm riesiges Areal mit
Stadien lür verschiedene sportliche
Disziplinen, darunter das Olympiasta-
dion füllt«»' Platze) und das — Mailekl
<75000 Platze) ah Aul marsch fläche tur
250000 Menschen Die Anlage wai
nicht nur Austragungsort sportlicher
Wettkämpfe auf regionaler, gesamtdt
und internationaler Ebene, sondern Fo-
rum polnischer Scltsstinszenierune und
Massenbceinflussung Hier fanden die
Maifeiern der —» Hitler-Jugend statt,
hielt Joseph Goebbels »eine »Fcuerve-
den- bet den Sonnwendfeiern, wurden
nationale Mottumcntalslücke aufge
fuhrt und politische Großveranstaltun-
gen verschiedener Art tn Szene gesetzt
Wahrend des Kriege» diente das R
auch militärischen und Rustungszwck
kcn. Bei »einer Verteidigung gegen die
Rote Armee fanden kurz vor Kriegs-
ende fast 2000 HitJerjungen den Tod
Krtttrf
Reichssportfuhrvr Amtsbezeichnung
für den Führer des —» Dt Rcichsbun-
des fül Leibesübungen und dc» 1936
gegründeten -• Nat soz. Reichshundes
für Leibesübungen Der R war auch
Präsident der Dt Reichsakademie für
Leibesübungen und Leiter des zum -»
Rewhvministcrium de» Innern gehö-
renden Rcichssportamtcs. R war seit
Juli 1933 Hans von Ischammer und
Osten, auf ihn folgten Arno Breitmeyer
11*43) und Kail Ritter v. Halt (1*44)
WamrZMür Kremer
Riidwslallhallrr
RekfksspsrrtkiHniiihsar v Sport
Reichsstatthalter Im Zuge der -»
Gleichnchaltung im toderalen Bereich
det auch nach der —i -Machtergrei-
fung« nicht außci Kiafi gesetzten
Weimarer Verfassung wurde mit dem
? Gesetz zui Gleich-ch iitung der Lan
der mit dem Reich vom 7.4 19.33 für
jedes dl. Land cm R eingesetzt, der ah
Repräsentant der Rctchsrcgicrung am
Ort der Landesregierung die Funktion
eine» Autsichtsorgans bei der Durch-
setzung der ReichspolitA in den Lan
dem ausübte Die elf R erhielten nut
dem Gesetz über den Neuaufbau de»
Reiches vom tu 1 1934 als Inhaber der
Rcwhsgewalt Jas Recht. Minister und
Beamte ihres Lande» zu ernennen. Ihre
eigene Ernennung erfolgte aut Vor
schlag Hillen durch den Reichsprasi
Jemen, nach Hindenburg» Tod durch
Hitlct direkt. Mit zwei Ausnahmen
waren alle R auch -a Gauleiter eines
traue» in ihrem Amtsbereich al» R
Ausnahmen machten nui Bavcrn mit
Rittet v. Epp und Preußen, wo Hitler
sich selbst entsetzen ließ, die Amts
fuhrung aber an Ministerpräsident
Günng abgab Als Dienstaufsichts-
hehörde vier R fungierte nominell das
Reichsinncnnumstcnum Da die R als
Gauleiter icdoch dem Parteiführer Hit-
ler direkt unterstanden führte die Am-
letdoppclung häufig zu Störungen des
ordentlichen Vcrwaltungsabiaufs zu
ungunsten de* Rcichvinncnminisier»
In den -» Reichsgauen der seit 1936
dem Reich angcglicdertcn Gebiete war
die Identität von Partei und Suat
durch die zur Regel erhobene Perso-
nalunion von Gauleiter und R gewähr-
leistet. was - ander» ab im Altreich -
wegen der geographischen Überein-
stimmung der Gaue nut den Aintsbc
zirken der R da» Problem der Doppcl-
funktion entschärfte Die Personaluni-
on der R nut den Gauleitern in den
Rcwhssaehe fa S<ffrilnr<k«:
ncugeschaffcncn Rcichscaucn Oder-
reich» unmittelbar nach dem -• An-
schluß 19Ä soilzsig Jk endeultisc Auf
lo*ung der i»ucn Staatlichkeit Im Alt-
reich führte erst l*H die Linsctzitng
Je» R ui der Weslmark. Jcr all Reichs
kommssar tur die Saarpgalz fx-reits
1*111 die Behörde dc» hascrischcn Re
gK-rung»pra«adcntcn tu Spescr »crem
nah ml falle zu einet Veränderung
aller slaaltechcr Vcrfaltnnsc. <fc ehe
mal» faxe rucke Halz wurde damit dc
facto einem fx dir neben Gctwkle zuge-
schfarc n den auch da» SaargcNct und
Ja» einreff icdcne 1 othnngen an
gehörten Bei KrKgsau»bruih wurden
Jk R zu — Rcichssencnhgungskirm
miuarcn ernannt eme Funktion, die
IM Verordnung s 1*11.1942 aut alle
Gauleiter übertragen wurde
An I al* mU m 4r* Zur 4n
Deut«*» kcrwaaiaieitisrtHhtr.
H4 < *( • kam UA facndl ua. simigarr
in*
Re*ch»»teUe fur Sippenforschung
*. R«i<h»»ipp< nami
Rrwhsstrlk-w s. Krieg»* irtsthaft
ReMh»»iiltuet für I anderhaade
s. Reich» Sicherheit»-Hauptamt
Rruhstag Oie R»-tchtlag»wahl am
S_V 1951 führte zum letrten Mchrpar-
ICKnfwUmeat de» Dt Reiches Mil
dem Verhol der KPD <-» Reichstag»
brandscroriksungl und der SPD
(220.1933I sowie der Scttwäauflosung
der burgerhehen Parteien < Ium hih
19331. die mit dem -Gesetz gegen
dx Neubildung son Parteien- »om
147 IMG beendet »ar. hatte die Re-
gierung Hitk-r» schlagartig die Allem-
herrschet! der NSDAP und da» I nje
de» Parlamentarismus Ns |U4' herbei
geführt Allerdings hatte «eh der R
schon tm Marz 1933 der E scheine au»
Beliefert Da» — Ermächtigungsgesetz
som 233 1933 räumte nämlich der
-» Reiehsrcgicrung Ja» Recht cm.
«ter fahre lang ohne Mitwirkung der
R Gesetze zu erfassen Doch Hieb Jer
R ah Inuitution weiter bestehen. zu
mal die beabsichtigte -» Reschsreform
aul die Nachkriegszeit »crschobcn
wurde. Hrtk-r nutzte den R um sei-
nen RegKrungserkfarufigcn und Jen
einstimmigen Akklamationen einen
gewissen Rahmen ru »erleihcn und
damit im In- und Ausland emen quasi
den» Aral tschcn I ndruck zu Kwah
ren
Dk Hallte det Abeeoidnctcs-
Mandalc blich der ParteK*tan«sal>o«
sorhchalicn. die Sptzenfunktronaren
weniger Gehalt zahlen muhte, wenn
diese Diäten als Abgeordnete des R.
farofe-n SA SS und dw der NSDAP
angeschlossencn Verbände erhielten
den Rc»l dci Sitze in der Pseudo
Voikssertretung dc» E mpartcicnstaa
Icv Jk rat Nohen BcilalMtclcranlin
srrkam «w< A wia
Rtuhsiagsbraud Am 272.1933 Nannte
tn Berlin da» Riichctagcgvbaudc Als
Brandstifter wurde «jcr Hollander
Martnm »an der Lubbc rm Reichstag
fe»lgvn<<mmcfi und am 23 Dezember
1933 »um —• RcKhsccncht zum Tode
»crurtcth Die» UcDlc die Verletzung
des fundamentalen Rechtsprinzip»
•keuw Strafe •hnc txvt/" dar Er hal-
le nämlich nach dem zur Tatzeit gelten
den Gesetz lediglich ru einer heimle-
Un Zuchthausstrafe »crurtctll werden
dürfen Dk angebliche T alcnehafl «<*
»icr kommunistischen Mitangeklagten
ließ »Kh hmgegen mdll beweisen
Dk NSDAP bezeichnete den R als
JurfachcwtslHihcn Terrorakt- und
nutzte ihn sogleich zur Hcrrschaftssta
Nbwcrung Dk Brandstiftung durch
•97
<he NSDAP ist hingegen bts heute un-
bewiesen
Bedeutsamer aber als dac Tatctfraec
erwiesen udi tur da» hislixiw.hr <«
schehen dr am > Februar 1933 auf-
grund eine» KihixiuhcihliiMo »on
Reichspräsident ». Hindenburg erlas-
senen -Verordnungen rum Schulz »un
Volk und Staat- < — Retchstagsbnnd-
»crurdnungi und -gegen \ errat itn
deutschen Volke und bochscrratcn-
tche I mtnebe- Sie setzten die poh-
tischen Grundrechte der Weimarer
Verfassung außer Kran und cmchlctcn
eine Art Ausnahmezustand tn dessen
Schatten der brutale Terror der NsD
AP gleichsam -legalisiert- wurdc
Ai —fa r»i
«MPP Anaimrih« Ir 0rWr MZimd»
I«
M- momrs Ha*h. Du IU«JNUpferand und oac
fafem «r Jb »Ur Zrw
erfaAuA* 12 (WMi S 3M -413
R r«cfet a pkhraMt% rmrd« Bezetcii >
nung tut <he emen lag nach dem -w
Reichstagsbrand auf Grundlage des
Artikel» 4M der Ucimatcr Acrfassung
erlassene Veronhiuag des -» Reichs-
praswlente» -zum Schutz »on S'olk und
Staat- (23-2 1933 k Mit der Begründung
der -Abwehr kotnrntmLstncber staats-
gefährdender (icwaftaktc- wurden
wesentliche Grundrechte auAer Kraft
gesetzt das Recht auf pcrsunlichc Frei
beit ihc Meinung» Presse-. Verein»-
und Aersasrnikuigslrc-iheit: das Bnct-.
ftist- und Femmekk-gehermnis dx
Ifitscrk-izhchke« der Wohnung Dk R
sah eine Verschärf uns »on Strafbestim-
mungen vor (ua Todesstrafe tur Hoch
»errat und Brandstiftung l Sw legitr-
mwrrte die als Verfangung son -•
Schutzhaft deklarierte Verhaftung»-
welk gegen OpposHnmcftc und bildete
eine der rumtnehea Grundlagen tur
deren Aburteilung ertaubte der -»
It rwhsi erwkfawwcWiMiMfaare
Reichsregierung auch Emgntle in
IJndcsangclcgcnlieilcn und forcKrtc
so <hc weitere —• Gleichschaltung der
Lander Irirtluh diente <hc R der
Schaffung des Ausnahmezusi indes und
stehle rwich vor dem -• I rmicbii-
runrtcxtz »»<n 233 1933 einen ent-
wheidcnJcn Schrill zu» ErrKhtung det
nat »oz Diktatur dar u.uor/mi
RrMhslhealerkammet s. Rewhsknhur-
kamnier
ReKfatrrwfandrr der ArbeM Aufc.dK
der mit Gesetz »ora 193 1933 einge-
setzten Treuhände» der Arbeit war es.
du Emfaltuag «icr MmdcstarhcUsbc-
dmgungen in den bestehenden Tartt-
»ertragen na Überwachen diese ztt
öberartxnlen und als Tanlordtiuru.’cn
ne« zu ertasten Ab 193x nun in R um-
benannt ertnellen »K das Recht loh-
ne mit bindender Wirkung nach oben
und unter! festzusetzen Sie warm cm
wichtige« I k-menr der nal sag. -» Son
alpoh 11 k Manr- Gmr ftrrärr
Reichsscrband christlich-dcwtschcT
ktaatslmrgcr iwctUanschlT oder ni—hl
rein arischer Mwlanwawg s. Paula»-
band
RcKhsserfaaxl der nithtarfahen
t hnstrn » Puutwsbwnii
Reichssen-inignng der Jaden in
IlewtscMawd 1193*1 s. Reieh»»erttv-
timg der drutxhcn Joden
Reich»irrtci*rmr«komm«»sarr Nad»
einet kerordnunj «ernt 1-9.1939 zur
Organisation der nuäcn Verteidigung
bestimmte Personen R wurde anfangs
yctiet — Gauleiter, der zugleich dK
FunktH«! des —» ReichsstaUfallcn in
nefarte ab Ih II 1942 wurden auch dw
übrigen Gauleiter R In ihrer I unkt um
ah R unterstanden s« «lern -» Mir»
tte«ch»»erti Wgune rat
»•errat tur Jk RcKh»»crtc»digung und
kooperierte» mit Jen Wchrtrcisbc-
IchNubira Lia von Jen R faafcner
Verteidieungsausschub bcnct sic tvi
ihrer istrelcil <>»«»•>
RrK'hssrrteidigwngsral V MmtMrrrai
für d< krKk"rr1ii*t<hj
Rrwte«»rrtrr1u«t de» drut«hrn Jaden
Im September 1933 gegründete Gc
»ambenretung Jer «M Juden Versuche
eme jüdische (iesanit»crtretunt n hal-
Jcn. »urskn Heren» Ihb9 I Dl Iwacbli
scher (»emeinJebund GIG) und 1904
nut dem Verband det dt Jude« unter-
nommen. Jer 1922 aber nieder autee
kW »urde Der DIG »s-rlor nach den
Gründungen der indischen Landes-
verbände (ua preufi Landes» erhand
1922) immer mehr an Bedeutung Au»
dem Zusammen« hlutJ der ittdnehen
l andenerhande 192b kotwrttnerte och
19.12 die RcKhsscrtrctuwg der >ud
Landes»erLande, die schbcßbch 1933
zur R führte Präsident war .Ict Herb
ncr Rabbiner Leo Bacek der Vorstand
«Vic »xh au» Vertretern det retscinc
denen lüdischm Orgamcattonen zu
sammen Otto Kirsch -» < enll alle lern
deutscher Staatsbürger jüdischen GUu
hem. CV| Saegfncd Moses (-• Zmwm-
'lr«.hc Vereinigung für Deul«bland
ZV(Dr. Mitglieder Rudidl ( allmann
(CV’i. Jacob Hortmann ( Orth.>d<>uc)
leopsdd Laodewbcrgcr I -a Krühs
Bund ptdnchcr f-nwttsoldaicn*. Haar
Meyer (ZV fD) Juhu» L Seligwdin «nd
Heinrich Stahl (Liberale) Dte R »er
stand »ach ab »ctantworfbshe Reprä-
sentantin der dt -» Juden gegenüber
den Regierunpbebiwdcn Dk Auf-
gaben der R umfatMcn da» Schul und
Bdduneswcscn Hxhrctau» unj Wei-
terbildung. Fnletlea »on I ehrplancn
elc). Wirtschaftshilfe (Kredite. Stipen-
dien etc ) und Bciuhfunon i .Wsl
düng und I rmchuiwig) Wohlfahrts
plkge (jüdische Winterhilfe Wanctt-
und KranLcrthausorgannalxm. Alten-
heime). Betreuung und Hilfe bei der
Aus und Binnenwanderung Finanziert
wurde die Arbeit Jet R. durch Steuern.
Sammlungen und Spenden. » a der
ausländischen jthbscbcn Orgawtsai»
nen i American Joint Distribution
Committee und Council kN tierman
Jewrv FnglanJ) (kl im April 1933
gcerunsletc — ZcntraUusschuiJ tur Hil
fc und Aufbau wurde 1933 der R (dte
sich nun •RcKhssertrctung der Juden
in Deutschland' nennen mußte) singe
gbedert im Marz I93n »erior die R
ihren Status al» Kiirpersebaft Je» o<-
IcntlKhen Recht» und »ar »nut mdit
mehr berechtigt Steuern ru erheben
Im Juni 1939 erhielt sic Je Bezc«h
nung • Re ich»» S teinigung der Joden in
Deutschland* Alle noch bestehenden
lUdnchcn Oigamsatiuoca und Gc
memden uurJen zwangsweise in ehe
Reichs» ercimgung csngcglwJcrt Sic
unterstand nun der Aufsicht des
ReKhtmmiMcn des Innern und »ar
gezwungen dessen Anweisungen Folge
zu kielen Hierzu gettdrte« »ert »km
Auswanderung»»erbot »om Oktober
1*41 auch »he Virlx-teitungcn rur -»
Deportation 1*43 wurde die Ge-
schäft «steile Jer Reuh»»rrcmigung auf-
geloM. ihr Vern»«en besehlagwähml.
und die letzten Mitarbeiter wurden tn
-» Konrentrationdager deportiert
Mm»
t—mir
Haar hrmri twwt JWurWr S»*«m*»<
Krckodu s. kkrhrmxhl
RcKh»»rhrp*<izrft v l lauer Rcm*i»-
»ehrprnzrfl
Kewtowwncfeaftiral
Re lei»« werke •Hermann t-ocuig Im
Sommer 193f» forderte Hader. daB
Wehrmacht und Wirtschaft bn !•**•
kriegsbereit und Deutschlands ANian-
gigkcit »on dci Ri4iM<<!/uluhi tm
Rahmen dc* 1936 serabschiciicten
-»' tcqahrcsplans beendet »ein sollten
Zum Rcwultraglen tut Je« \ icnahres
plan ernannte Hitler ain Hkl(kl93r»
Hermann Gönne der ccgcn den Wi-
derstand der w-esldt Schwcrmdustne
am IS 7 IW d«e R (Ak bcngcseitschafl
tur Erzbergbau und Eisenhütten -Her-
mann Göring- t »on Paul Plcigcr grün
den heb Die R criuclUn den Auftrag,
die unter dem Salzgtriergehaet hegen
den sauren Erze ni beben und nach
dem neuen Verfahren h» Paschke und
Pcctz ru verhütten Am 7.11.1937 lene
Goring selbst den Standort der Hüne
un SalzgittergeNet te*t Geplant waren
32 HoduMen hei Kriegsende waren
zw»4f fertig Kurz nach Kncgshcgnin
wurde da« cruc Robe wen erschmolzen
Die R praktizierten eine außerge-
wöhnlich aggressive cipamaMln4iu.be
Finnenpohlik und rissen ab 193940
zahlreiche cur.ipatu.be Groflkonzcme
an «ach Wahrend de* Kneifes kamen
Tmrsctulc »on —• Zwangsartsnlcm. -•
Kncgsitctangcncn und KZ.-Hafthngen
bei den R zum -« Arbeitseinsatz und
fanden dabei den Tod. Bei Knepende
zerfiel der Konzern wieder in seine
nationalen Bestandteile Z*»r tinik» >
Reichvwirtvehaftvkammcr Dachorgan
calhMi der durch Verordnung dr«
RcKhswirtschaflsannisler* und des
RcichsmmiMcr* dc* Innern erschaffe
nen -OreanisatKm der gewerblichen
Wirtschaft- I-Freie Verordnung zur
Durchführung de* <lesetzc* zur Vor-
bereitung de* organischen Aufbaues
der dt Wirtschaft- »om 27.11.1934k
Mitglieder der R waren deren tachh
die und reponale Gliederungen die
Reichsgruppen die Wutsch« ft »kam
mein, die Industrie- und Haisdclskam
ment und die Handwerkskammern
Letter und Stelhcrtrctc-r der R wurden
»om RcKhswirischatlsmmtstcT beru-
fen Die R halle gegenüber dem
Rcichswirtschailsnuiuvtcrium beraten-
de und berichtende Funktion Ihr tat-
sächlicher Finrhiti aul die Win«ctiatt
war gering. bc*on»)crs gegenüber der
beherrschenden IAimu.mi der — Rcichs-
truppc Industrie seit 1934 die Nachfol
ge»irganisalMMi dr* Reichs»erhands der
dt Industrie I— Wirt schal II
ft«*> 1 /-U-A-
Rriebiwirtsehaftsrat Mil dem (•csetl
aber den »orlaultgen R »oen 5.4 1933
losten «hc Xal.«az. den l«3> geschalle-
nen. aus 336 Mitgliedern bc «lebenden
»otlaultgen R aut der al» Gremium
berufener W tri »chatt st achJcwte die
Rcichsrcgicrung m det W irt«chafts-
und SoZi-uccsctzEcbunc betaten und
bei dci 1 nlWicklung der wirtschallli
eben Struktur und Organisation de*
Dt Reiche» mitwwkcn «olhc Der
-neue R mit höchstens 60 »on der
Rcich»rcgwrun< »«wgctchlagcncn Mil-
ghedern und ähnlichen Funktionen
wurde her eil« am 233 1914 wieder auf-
gelöst Durch Vereinbarung zwischen
dem Leiter »Jer -t DAI dem Reichs
wirtschaft*- und dem Reich*arbert»mi
nistet wurde im Marz |935 cm
-Rcichsarbeits- und R - ecschaHcn. in
Jem «ier Beirat der -• Rc»ch»wirt-
«chaftskaramcr und »ier aus den Let-
tern der Rcn.h»N:lncb»gcmeins«halien
und Jen Bezirks» erwaltem det DAF
bestehend» Rewhsarbcitsrst zusam
mengeschkisscn wurden Die neue, son
det DAF dominierte ln«4itul»o«i sollte
» a dae Meinung der Regierung und
dc* DAF Leitung na Wirtschaft» und
Sozialpolitik entgegennetimen und die
Zusammenarbeit der »crschiedcnen
DAF-Ämter und -4 »rganisatnmen bc-
ttndcrn Nennenswerten wirtschaft»
Rrwbwralrair fui Grsawdkcilshillnwig
pokttxikcn Einfluß konnte dci v»m
emem Beratungsorgan zum Akklama
bonsgremium deformierte R nicht
mehr ausuben H/™»**" »ro
Ri »< hsn-nirah- tu« (.«-»aniihriM utirung
s. Medizin
Rruhszenlrale für jüdische Vai» Wan-
derung Ain 26.M 193# wurde dx vorn
Judenreterenten im -» SD-Haupt amt.
Eichmann. geleitete Zcntrahicllc tur
jüdische Auswanderung in Wien errich-
tet die als einzige Behörde ermächtigt
war Ausreisegenehmigungen tur Juden
au» Österreich zu erteilen, de facto er
heblichen Druck au/ die Jmigr.ilsm
auMibtc und ent die zwangsweise Au»
Wanderung, «pater die -» Ikprljlim
der Oelerr Juden organisierte Nach
dem Wiener Modell veranlaßte Heed
nch im Januar 1939 in Berlin die Er
richlung der R ab einer der Gestapo
nachgeordneu-n Instanz Eichmann war
ab Oktober |93u nut der Geschäfts-
führung betraut Nach der Zersehia
einig der Reit Ischevhoslowwkc-i wur-
de am 26.7.1939 eine Zentralstelle tur
jüdische Auswanderung in Prag einge-
richtet. »be. son Eichmann bzw. seinem
Stellvertreter Ilans Guiitbcr gcleitet,
nach Wiener Vorbild erst die Emigra-
tion forcierte. dann die Deportation
der Juden au« dem -» Protektorat B<4i
man und Mahren nach -• Ihercsicn
stadt tx-tneb Die Bur.>» in Wien und
Prag (eine weitere Zentralstelle tur
jüdische Auswanderung evislicrlc ab
Iin den besetzten Niederlanden
unter Erich Radikowitschi lumucrten
als Außenstellen der R die schließlich
mn Eichmanns Referat un -» Rcuhs-
sKhcrhcilsHauptamt identisch wat
Rrielisrt-nlrnie zur Bekämpfung der
Humiiscsuainal und MUredwing
s. Ilomwseseaiitat/Iluuiusesnellr
7W
Reh hszcmtmerslcrei Zentrale Besc häl
tungsstcllc der NSDAP und ihrer Glie-
derungen vergleichbar der Fcldzeug-
merslcrci tut die Wehrmacht. Die R
verwaltete Limtormcn. Abzeichen. Aus
ualtungsgegenciande etc., tur deren
Herstellung vergab Mu die Lizenzen
< tTganisatonvch unterstand die R dem
RcKhsschatzmeistcr der NSDAP Ihre
Zentrale lag in emem eigens errichte
len I Iti m langen Stahlskelettbau m der
Tegemvccr Landstraße in München
Von hier aus wurden Verkaufsstellen
im ganzen Reich hebclcrl
»•xlhnn Srttr
Keinhardtaktiun s. Aktion Reinhardt
RrnimdoHer Am 3 In I942 ordnete
Himmlet die Ansiedlung volksdt Jami
hen un Kreis -» Zamosc. Distrikt
Lublm. an Die arbeitsfähigen Mitglie-
der der poln Familien, die für die
Neuansxdlcr ihre Anwesen trcimachcn
muhten, wurden zum -» Arbeitseinsatz
ui Deutschland bestimmt. ihre Kinder
bis zum Alter von 13 Jahren mehl ar
beitslahige Erwachsene und die Allen
ab Ni Jahren sollten in rem poln Deu-
ter abgeschoben werden, die den
Namen R erhielten Die l msxdlung
begann un Winter 1942 43. Vorbild für
die Aktion waren die »iAslenrescrvatc»
un Rcichsgau -»Warthclandl—iVolkv-
luinspolitdi).
Hrnw Ü/Q*
Republik von Salo s. Italien
Resistance v. trankt rieh
ReM-1 »cbrvhei s. I schectuidww akri
Resisten Angehörige der wallonischen
anthiemokralischcn •( hrrsi Konigsbe-
wegung- m -• Belgien, die von Leo«
Dcgrellc 19311 gegründet wurden war
Die Bewegung nannte sich nach dem
7»1
Vcrlagshau» Christus Rcv. das auch
eme Zeitschrift mit dem Namen Rri
berausgab. Dk meisten Anhänger der
R rekrutierten sich aus dem militanten
Flügel det katholiscbcn Aktion, ent-
fernten sich jedoch "><i ihiem kirchli
chen Lrsprung und wandten weh mehr
und mehr dem Nationalismus zu Die
Bewegung strebte eme standesiaatl».he
Ordnung auf der Grundlage von Fa-
milie. Berat und Volk an und hatte
damit im flämischen Bevolkerungslcil
anfänglich einen gewissen Erfolg Bei
den Wahlen vom 243 1936 stellten die
R 21 Abgeordnete und 12 Senatoren.
Ah die R sich in der Folgezeit immer
mehr dem Faschismus verschrieben,
büßten sie jedoch I9W erheblich Sum-
men cm Nach der dl Besetzung Bel-
giens un Mai 1940 (—• Westtcldzug)
kollaborierten ehe meisten Anhänger
mu dem Bcsatzungsrcgime (-• Kolla-
boration! Nicht wenige der jüngeren
Angehörigen der R meldeten sieh zur
— Warten-SS und wurden in die SV
Slurmbngade (spater Dtstsion) -Wal-
loux» cingcrcihl Nach dem Krieg
wurden in Belgien siele R zum Tode
verurteilt waa Pwgbw
Rheinlandbaslaedi- AB R. bezeich-
nete die natsoz. Rassen politik dt. Kin-
der. dx wahrend der Zeit der Beset-
zung des Rhemiandes zwischen 191«
und 1929 das l ieht der Welt erblickten,
wenn deren Mütter dt. Frauen und
deren V äter larbtge Soldaten der alli
icrten Truppen waren. In der Weimarer
Republik stellten Behörden in der
baver Pfalz bereits Überlegungen zur
-Reinhaltung det Rasse tm besetzten
Gebiet von farbigem Blut- an. Eine
•L nfruchtbarmachung durch einen
gänzlich schmerzlosen Eingrrff-, ge-
meint war die Zwangssterilisation der
Kinder, ließ sieb auf der Grundlage
der damaligen Rechtslage jedoch mcht
verwirklichen
Nach »ier -» »Machtergreifung« lieh
der preuß Minister des Innern Her-
mann Goring, die Zahl der R. sovnc die
rasMschc Herkunft ihrer Vater ermit
lein In emer Nacht- und Nebel-Aktion
wurden die zwischen 7 und 19 Jahre
alten Kinder un Sommer 1937 drei
SonderkianmiMiimen zur Hi-gutach
lung vtngefuhrt Mit dem angeblich
»Irciwtlligeii Fmscrstitndnis- der Mut-
ter wurden die R unter größter Ge-
heimhaltung und ohne gcvclzltchc Ba
sis m verschiedenen Krankenhäusern
des Rhemiandes vterilruett und danach
als «geheilt- entlassen Jtnwr« Ammwvw
Rbrmtandbrsetzuwg Am 7 3 1936 über-
schritten dl. huppen die Rhciitbrucken
und errichteten linksrheinische Garne
sonen (Aachen. Trier. Saarbrücken).
Zusammen mit weiteren militärischen
Maßnahmen von Heer und Luftwaffe
beiderseits des Rhctnc die unter der
Farnbczcichnunt -Schulung- vor bet ei
lei worden waren verletzte diese Ak
tion den Vertrag vor -• Versailles vom
2Kb 1919 (Art 42 und 43) Danach
durfte da« Dt Reich links des Stroms
und in ciacr StKm-Zonc octlich davon
weder Betestigungen emchten mich
Streitkräfte stationiere« oder Mobil-
machungsvuebcreilungen treffen. Ver
lelzungcn dieser Art galten ah -feind-
selige Haltung« und »Versuch der
SüVtung des Wellliicdcns- (Art 44k
Das Dl Reich hatte sich außerdem
durch die Locarno Vertrüge vom
16 Hl 1925 (sog Rheinpakt Art 1) frei-
wtilig zur Achtung dieser dcrmhlar»-
sicrtcn Zone verpflichtet. Zur Recht-
fertigung ihres durch die R vollzöge
nen doppelten Vertragsbruchs beriet
sich dx RcichsregKtung zu Unrecht
auf den am 23.1935 geschlossenen frz -
sowj Beistandspakt. Hitler vergebene
vor dem Reichstag, wahrend di«
Truppen MCh auf dem Marsch in die
Garnisonen befanden keine Gebiet.»-
Kh1i«r*Wirte
ansprüchc an Deutschland« Nachbarn
za «teilen Da« Rt*tko der Aktion
war mtolge der Spannungen zwischen
Großbritannien und I rank reich emer-
seit« und Italien andererseits aul gründ
de« ital Kricrcs in Ahcsunica Verra»
grrt Faktwch erhielt Deutschland ah
(legcnkistung fur Seme wohlwollende
Haltung nun durch Mussolini Rücken
«ieckung. Obwohl da« noch dem -•
Völkerbund angehorende Italien «ich
an der folgcnkwcn Feststellung des vnl
kerresblsvodrigen und Vertragsbrüchi-
gen dt Vorgehens bcleihgie. bahnte
uch ewte Wende der Beziehungen zwi
«chen Berlin und R<>tn an. die in die
Errichtung der -» «Achse« mundete
Der gelungene und komplikationslos
veilaufene erste militärische Coup er-
mutigte Hitler, der langfristig auf Kneg
au« war In nationalistischen nament-
lich aatifrz gestimmten Teilen der Be
sotkerung. die den Schritt ah Akt der
•Brechung der Ketten «sm Versailles«
feierten, stieg das Ansehen de« Füh-
rer« Xuch m der Wehrmacht wuchs
Hiller« Prestige Am 293.19.36 wurde
zur Billigung der Rcpcrungspohtik
eme Volksabstimmung durchyeflihrt
ehe 9X3N» Ja-Summen erbrachte Von
nun an war eine fn. IntcrsentMKi gegen
«he dt Fxpansionspotitik nur noch in
der form eines regelrechten Knegcs
mogheh was die Beziehungen zwi
sehen Frankreich und «einen Klien-
tcislaalcn (IVden. CSR. Rumänien)
grundlegend veränderte s—• r*-«za
Richterbriefe Mn «len R wollte
Reichs) ustizmintst er Otto Dl le rack den
dt Richtern und Staatsanwälten -eine
Anschauung «Jason gehen, wie «ich
«he Justizfuhrung nat «oz Rechtsan-
wendung denkt-. Zwischen dem
I 10 1942 und dem 1121944 wurden
som Rcichsfustizminnti-rium aul «Jem
Dienstweg 21 R an n. weih 10 3M Juri-
sten die sur vertraulich zu behandeln
'M
hatten, «erteilt Sic befaßten «ich. z T.
mehrfach, mit insgesamt 46 f in/clpro-
blemcn sowohl aus dem Straf- als auch
aus dem Zmlrecht. indem «*e zunächst
übet bt« zu 26 Emzclscrtahren und die
dazu ergangenen Urteile referierten,
um anschließend auszutuhren ob und
wie «le anders hatten ausfallcn müssen
oder ob sie beispielhaft als -gute,
tur die Volksgemeinschaft wesentliche
Entscheidungen« anzuseben waren.
Schwerpunkte lagen hei der Anwen-
dung «ler Verordnung über —• Volks-
schadlinee. insbesondere- bei Plün«Jc-
rungen nach l uttangnffen beim
Schutz «Jcr —• Ehre und der Ehen son
Soldaten bet Urteilen gegen Jixkn und
Jugendliche dem l -mgang mit falschen
-Xnwhuidigungtn und Aussagen Be-
handelt wurde aber auch die -volks-
tümliche Fassung von Anklagen und
Urteilen- Obwohl meist Entscheidun-
gen beanstandet wurden, weil wc mehl
dem —• «gesunsien VolksempftruJen«
entsprechen hatten, gab es auch Kritik
an zu harten Urteilen, t B an Toiiesur-
teilen ohne sorgfältige Aufklärung «Jes
Sachverhalts Die Beispiele stammten
aus von «Jen Gerichten «Jem Ministe-
rium vorzulcgenden Berichten, beruh-
ten aber auch auf Urteilskritik von «ei-
ten der Parteikanziei und in den -»
Wr/dunern jo dem Reith. Die Ergän-
zung der R durch Rcchtvanwaltsbnefe
IM leb auf eine Nummer tm Oktober
1944 beschrankt Hrm.-BiAri*«
/ jfr*-aiUar
K»#w-RhC> HctwfH* I PUtwww»
zur
ZWJ /*M KvVM’Ü |<?5
Riemros (Dept lozerc. am F uß «Je»
Ml l-i.-crel (ump ductphnurr unter
frz Adizctverwaltung (Ur pwslitisch ver-
dachtiee Emigranten-Rauen Es beher-
bergte Fmic |U4O ca 1911 Insassinnen,
im Juni 1941 noch 450 (—» Emigration)
hl«
Riga (Ghetto) Hauptstadt von Lett-
land mit emer jüdischen Votknegv-
bevoikerune «on 43 (Ml) (1939) Wie zu
vor in Kauen ermordeten einheimische
Freiwillige nach «lern Einmarsch der
Wehrmacht arn 171941 zunächst
selbständig, «pater unter dt Anleitung
mehrere tausend Juden bb für die ver
blicbznen (OtMMI Mitte August die
Gbcftots-ierung in emem nördhehen
Stadtteil verfügt wur«1e Dem —» htden-
rat unter Michael EJvashow Nieb keine
Zeit, die internen Verhältnisse auch
nur halbwegs zu «gamueren Bereits
Ende November Anfang Dezember
1941 wurde die Mehrzahl «Jer Ghctto-
bewohner 25<)rm von den Deut
scheu in zwei 1 otungcwellen im nahe-
gelegenen Wald von Rumbuh erschos-
sen. Ihren Platz an den Zwangsarbcils-
platzcn innerhalb und außerhalb des
Ghettos nahmen Juden aus dem Reich
und dem — Protektorat tkvtimen und
Mähren cm. deten Zahl bis zum Ruh-
fähr 1942 auf insgesamt 1MU) anslicg
Infolge von Himmlers Befehl die
Ghettos tm Rewhskomm«*Mriat
Ödland aufzulosen, wurden die Über-
lebenden entwcilct vor Ort ermordet
oder ms ncugcerundctc KZ —• Kaiser
wald verbracht Einige Hunden über-
lebten versteckt in den Trümmern «Je«
von den Deutschen zerMitrtcn Ghettos,
eine größere Zahl in den umliegenden
W iklem (-» Ghetto«. -» Raucnpotnik
und Völkermord) Mist» Wjiüm»«
Riga (KZ) c Kaiser»ald (KZ)
Ringelblum- Vrehn c Warschau
(Ghetto)
Ringeltaube-. I nternchmen Die schw«
ren Bombenangriffe «Jer AHncrten aul
die dl Rüstungsindustrie im Februar
1944 führten am 1.3 1944 zur Grün-
dung de« Jäger Stabs Dessen Ziel war
die Aufrechterhaltung und Steigerung
Rübw-Pwtwl»-
«Jer Jardflugzeughcrste lliing die deren
Irahsicrt und » a linier «be Erde verla-
gert werden s«4ltc Neben natürlichen
Höhlen «wirr Tunnels sollten auch neu
zu erbauende halbuntcnrcfasche Beton
bunker Verwendung finden Obwohl
«ler B.iu von sechs Bunkern geplant
war. wurden im Sommer 1944 nur vier
begonnen Die drei hei Landsbere am
lech befindlichen Baustellen firmier
ten unter dem Decknamen -l nternch-
men Ringeltaube-, die Baustelle bei
Muhkiort am Inn wurde als «Weingut
I- kodiert
Ab letzte Art*ii«krafUcservc griff
dK- lui «kn Bauprojekt zuständige —
Orgunnation Todt tOT i auf m«h«chc
KZ-Hatthnge aus ranz Europa zuruck,
«lereo Deportation ms «eit 1*42 «ju-
denfrcic- Reich von Hißet persönlich
genehmigt wonlcn war Ab Juni 1944
wurden etwa 3U0UB Juden m «he elf
rund um die Baustellen errichteten
.Außcniagci Kaufcimg «Jes KZ -♦
Dachau deponiert, etwa «MMO kamen
m die vier Lager bei Mühldorf Vien
«chcnunwurdigc letwns und Arbeit«
umstände sowie — Selektionen und
Hinrichtungen führten rum Tud (ast
der Hälfte aller nach Kaufenng und
Muhklort Deporttcrten Zäi* tri«»
Ritterkreuz s. Orden und Ehren-
zeichen
Risesahrs iDept Pvrcnccs-Oncnlales.
aordL von Perpignan). Ccwrr i/hrber-
gemrnr i normales IntemieruBgvIa-
ger) unter frz IGhzeiverwaltung mit
meist staatenlosen Insassen (d h. aus
Deutschland und OictrcKh ausgehür-
gerte Juticn) Viele von ihnen wurden
über Drancy nach dem Osten «depor-
tiert (-» Deportationen i
•Rohm-Putsch- Dct Reichswehrhaupt-
mann Ernst Rohm gehörte zu «len
RSHA
Stadt un Zweiten Meltkneg 4 Tage
nach Beginn dc* -• 'Acstfcldzugcs
bombardierte dar dt Luftwaffe am
145 |<mii R nachdem zwischen den
KncesparUncn die L hergäbe der Stadt
vereinbart worden war Warum R ent
gegen det Vereinbarung dich bom-
bardiert wurde, ist nicht endgültig gc
klart Wahrscheinlich gab et Kommu-
mkalaäislchlci bei der dt Luftwaffe
Dk Innenstadt und östliche Stadtteile
R wurden zerstört Ca. Will Menschen
kamen bei dem Angriff ums leben
Nach der dl Drohung l trecht zu
txcnhardiercn. kapitulierten die -»
Niederlande am 153.1940 ZW &»?
RSHA s. ReiihssHherhertv-Hauptaml
Rahrpinitrn *. Edelweiß-Piraten
Rumänien R wurde bei der Panter
Fncdenskimlercnz 1919'20 zur Ein-
bürgerung aller Juden verpflichtet Die
TWtXkt Juden stellten nur 5% der Be-
völkerung. waren aber wtrtschaltbeh tn
R recht einflußreich Ab tn die Verlas
s-ung von 1925 diesbezügliche Bestim-
mungen auigenommen wurden, for-
mierte och unter den Studenten eine
antisemitische Bewegung ( — Anti-
semitismus i 1923 wurde unter der
Führung des Prof A C Cuza die Liga
zur National-Christlichen Abwehr ge-
gründet. Ihr gehörte auch Corneliu Ze
lea-Codieanu an. der |9?7 die legrem
-Erzengel Michael- gründete Diese
tcrronslnchc Organisation wurde 1930
in -Eiserne Garde- umbenannt In den
Knscn>ahicn 1931/32 rituellen die bei-
den antisemitischen Organisationen
Rückhalt von verarmten Bauern Ar
beitem und aus dem Mittelstand. Auf
Landcvchene erziehen mc erst bei der
Pailamenlswahl um 193? einen Durch-
bruch l'm die mit 13jb% zur drill-
stärksten Partei angcwachscnc Partei
( odrcanus (-Ahes lur das Land-) zu
schwachen. betraute der König die
kleinere National Christliche Partei
Cuzas und C»ogas mit der Regierung
Sie führte drastische antisemitische
Gesetze em. die für wirtschaftliches
Chaos sorgten Das Gesetz zur (brr-
prutun» der Staatsbürgerschaft wurde
unter der nachfolgenden Konigvdik-
tatur nur leicht verändert Bis W39
wurden ca HIOiJUO Juden staatenlos
Carol II ließ 1938/39 Codreanu
(30 II .1938) und viele scinei Anhanget
ermorden. Im Summer 1940 verlor R
etwa die Hallte des Staatsgebietes
an die Sowjetunion (sowj L'ltnnatum
vom 26.6) und durch den -Zweiten
U w-ner Schiedsspruch« der Achsen-
mächte vom 30.8 an Ingarn und Bul-
garien Carol mußte zugunsten seine*
minderjährigen Sohnes Michail abdan-
ken Dk Regierung Übernahm General
Ion Antoncscu. der sich die Macht mit
der -Eisernen Garde- bts zu deren
Putsch un Januar 1941 teilte. Im Okto-
ber |94i> kamen dl Truppen nach R
Gemeinsam mit ihnen streb die Armee
von R 1941 42 in die 1940 an die
Sowjetunion gefallenen GcbKte und
danach in Richtung As.-w-M.hes Meer
vor Bei der Ruckcrotxrung der Nord-
bukowuu und Bessarabiens im Juli
1941 ermordeten ruman und dl. Ero-
berten sowie Zivilpersonen mehrere
zehntausend Juden Danach wurden
die Juden dieser Gebiete in das be-
nachbarte -* Transnistnen deportiert
Von den zwischen Herbst 1941 bis
Siunmcr 1942 vermutlich 150 UM Dc
pirticrtcn lebten 194t nur noch 50741.
Durch ruman und dt Einheiten wur-
den außerdem 185 000 ukrainische
Juden umgebtacht Ah Lehmann im
Herbst 1942 die —> Deportation der in
R verNiebcncn Juden nach -• Bclzcc
(— Fndlocung — Ravsenpolitik und
Völkermord) (orderte. verweigerte R
die weitere l'ntcrstutzung Ion Anto-
ncscu. MmmerpraMdent Mihail Anto-
7«7
acscu und det Gouverneur um Trans-
nistrien. Gheorghe Alexumu wurden
1946 als Kriegsverbrecher zum Tode
verurteilt UanaM H—.trww-
/ »TVnwar
Antel fcaw iltal ZAcMHran cw» rviw^ «W
Zaw «g ftmwwiw Znos danng iWr
l' Bdr Jeruaakn IW»
Hemet Amai ZVr Zzasrwi -Grvwtrt Ma-KarZ-
« Ramamr- Soraafr Rewr(Mig amt
OgunMMw. Mund» tHM
Rundfunk Modernes Massenmedium
dem die nat sw. Führung besondere
Aufmerksamkeit widmete, um es ab
Mittel det Indoktrination und Mobib
sicning einzmetzen Die Aenlaalli
chung des R die bereits mit dea am
27.7.1932 verabschiedeten -Lcitsatzea
zut Neuregelung des R • duichgefuhrt
worden war. erleichterte den Nalsoz
den Zugriff Die R anvtallen wurden
1933-34 durch die .Auswechselung des
Pcrweuls m Schlussclpovilioiicn (ua
durch analoge Anwendung Jes —♦ Gc-
reizet zur UiederhcrMcllung de« Be
rutsbeamlenlumv) und die Beseitigung
der hiderativen Struktur mH leb der
Reichs R.-Gesellschaft glcrchgcschal-
tet (-• Gleichschaltung! Mitarbeit«
des R mußten Mitglieder der Reichs
rundfunkkammer sein (bts ru deren
Auflösung am 28.101939. danach
Zwangsmrtglicdschaft der kunvticn
sehen Mitarbeiter in anderen Kam
mern der -* Reichskulturkanuner > Ex-
ponenten dc* R da Ueunarcr Rcpu
Nik scrsuchtc man (vergeblich) durch
den R Prozeß zu kriminalisieren
Joseph Goebbeb steuerte den R
Uber die Abteilung III (»R abtcilung«)
seine* -♦ Mmistcnums für Adlksauf
klkrung und Propaganda Er und seine
Mitarbeiter nahmen Einfluß auf den
Inhalt der Programme die formale Ge-
staltung, den Zeitpunkt von Sendungen
und die Zuweisung des SenJcbcrcichs
Der R galt al* -das Verkundigungsmit
tel der nat soz Weltanschauungsein
heil« - so der Leiter der R abceilung
Horst Dtcttlct Andicti R hören wurde
zur vtaalspoiitischen Pfhcht- erklärt
E s wurde durch < iau Rundtunktagc
und Funkausstellungcn popularisiert
durch die Einführung de* — Vidks-
emptanger* und anderer erschwingli-
cher F mptangveeraic gefordert und
durch verordneten (iemcmschattsemp-
laug in Schulen und Behörden sowie
die N.Higung. -siulspolilnch wKhtige«
Sendungen m Gaststatten und Betnc-
N zu übertragen organisiert l her den
R wurden Reden Hitlers und anderer
Personen aus det Staats- und Partei-
tunrum verbreitet Programme zu Gc
denktagen wie dem lag de* -• Hitler
putsche* scOten die Verbundenheit mit
da nai.Miz Bewegung (cMlgcn. durch
Reportagen von Parteitagen. Staatsak
len Eröffnungen von AuMlcilungen
und Autc<Mhnabschniilen sollten alle
-♦ Volksgenossen an den SelhMms-
zcnicnmgcn des Regime* tcilhaben
Daneben sollten, nach einer un Sep-
tember 1933 ergangenen Anweisung
vsm liucbheb. det eme au* Ibcrdruß
resultierende Abwendung der Hceer
vsm det nat mv Propaganda verhin
dern woUtc. zahlreiche l nterhall ungv-
sendungen. Konzerte. Dichterlesungen
und -* Hörspiele auch der Entspan-
nung und Erbauung dienen
Mit Beginn dc* Kncgr* wurde das
Horen ausländischer Sender rm Zuge
da -außcnwdailbchcn Rmaßruh
men- verboten und unter schwerste
Strafe gestellt |-» Rundtunkvcrbre-
cheni Seil Mai 1940 war das Ange-
IxH auf das I mhcitspiogramm des
•Großdt. R - reduziert, dem auch die
Sender m ÖHcrreKh und rm — Protek-
torat Böhmen und Mahren emverlcibt
worden wagen Sender tn den übrigen
besetzten Landern wurden der Militär
Verwaltung oder der Kontrolle dc* )c
wcihgcn Reichskommissars unicrstcUt
Dk -Front iro Athet- wurde zum
R Mdtml ‘rrtrn^nl
•»Krtrt Kriegsschauplatz- erklärt Mi-
lHaiiM.hr Frlohfe wurden nm Marsch-
musik und Fanfaren anee kündigt und
•n Repnrlacvn der Pr<5wgandakompa
tuen »crherrlicht Zur Drwikrnul«»
wurden Sun- und < >ehrimscndcr auf
gebaut
Mach der Km^uende 194? gewann
der R noch größere- Bedeutung bewal-
den nachdem 1*44 im Zuge de» »4*>
Ulen Knctvinmlm- UM alle KuL
turcinnchtungcn geschknaen und Pu
NkitkflxnnfhcMrilcn Mark cinge-
schikakt worden waren Hausaufgabe
de* R wurde nun dw Ablenkung der
Besofkerung '<«1 der krerMtuann
und dar Vertu enung guter Laune Der
mehrmals am lag gesendete Wehr
machtbenchi. Samdcrmchhmgcn und
Luftlaermcldungen tniormicncn die
Be*olkerung und suchten *ie nifleidi
Uher die tatsächlich*. Kriegslage zu
tauschen Die Wirksamkeit de* R
wurde allerdings zunehmend durch
Sende und Stromausfalk- aufgrund
»cm Bombenschaden und durch da*
Viuruckcn der AHncrlca beeinträch-
tigt Am 3.5 1945 »icRtc der letzte Sen-
der de* »Grtdldl R «eme Sendungen
em BaZ/Aanrr
b»i»>
ItaZW MU bo /»*’ 1k *<n »i«
limt H teig Kolw WT*
wwe gwor »a f»« » r»*n «o. *
fiwr tMamMtM Gau« AW IWH
Rnwdfwnk »rrtwrrhr« Ilie am *9 1*39
in Kraft getretene Verordnung über
auBerurdewt liebe Rundtunkmadnah-
men »ctbiH da* Hüten ausländischer
Sender Zuwiderhandlungen galten ah
R die iml Zuchthausstrafen zu ahnden
waren Für die WciUnethtcHung ab
gehörter Machnchten konnte «ogar die
Lskssirale «erhängt werden Zustan
dtg waren die -• Stmdcrecnchtc. die
K*hvh wegen der erwarteten IX-nun
TM
rutimdlut ent nach Strafantrag der
Gestapo taug werden **4hcn
IMuriHnUt
Ranen Bczcxhnung lur die alterten,
gesamter nnanisch benutzten Schnft-
reichen tgot nur •< «ehcimnis-1. die
tcdwcnc auch ah magische Symbol-
trager dumtcn l m da* germanische
-Erbe- wiedc rzubdeben forderten
nath>nalt*1i*chc und »ijktschc Kreise
«eit Fade des 19 Jh die Beschalti
gung mt R und benutzten emigr R ah
Sstnbok SS Organisationen nahmen
R reichen in Are EmNeme Flugblätter
und Wimpel aut Die bekannteste oder
Sit R . die Stegcsrunc. war ui ihrer Ver-
doppelung S»mbol tur den Samen —»
SS und wurde u a auf den Kragenspie-
geln und Ehrendoichen getragen ah
F inzelzcKhen war sie Stmbol aul den
Fahnen. KuppehchlOsacrn und Abzei-
chen des Dt Jungstfk« (-• Hitler-In-
gendt Mit der Verwendung von R ah
Teil der -aruchcn Kultur- sollten -ur-
tümliche Werte- wieder heraufgefuhrt
werden, -die nur zu lange «enthaltet
und »ergessen waren- (K. Rcnk Rei
eben Kunr^hM 1935t wuwfaa»«
RniUawdfi Idzug * < Isdeldzwg
1*41 - l«45
R' JD «. Rr»ch»rrtn-twng der dt. Juden
S
SA*. Mwrwiatelrdwng
Saarabstimmung s. Saari and
Saarland Territorium das aufgrund des
-• Versailler Vertrage« am ehemals
*wi
preutl und baser Landkreisen unter
der Bezeichnung -Saar gebiet- gebildet
und durch das -Saarstatut- »eriäufig
unter Völkerbundtmandat erste Dl
wurde Frankreich wurde ah Ersatz tur
•m Krieg zerstörte Irz Bergwerke und
ah Ted der «on Deutschland zu leisten-
den Reparationen da* Eigentums- und
Ausheunmgsrecht an den Saar-Zechen
übertragen
Dem Vertrag entsprechend wurde
am D l l«S cm Rclctcndun über den
zukünftigen Slatu* de* S durchgefuhn
Dabei ««fierten 90.73% der Äbstim-
munesbcrcthtiglcn tur den Aivctlub
an das Dl Reich. AJtbA. für den Statu*
qwx <1.4% für den Anschluß an Frank -
reich Da* »an prominenten dt F cilan
ten unterstützte Maiu«-quo-Bundnr*
au* KPD und SPD.das warnend auf die
Terrorherr»chah der S*t uv un Reich
htnwws hatte aut em weit bessere* Er-
gebne* grhaWh Deen uw S dessen Be
«ölkerung überwiegend katholisch war
Bild einen hoben Anteil iinksoncntier
ter Industriearbeiter aufwies. war der
F int hall der MSDAP gering gewesen
Moch bei den Wahlen zum Reichstag
«om 31.7.1192 halte die Partei nur
n.7% der Stimmen fvkommen Doch
halte «ich die Taktik der -* Dt Front
al* erfolgreich erwiesen, ehe Abstim-
mung ni*ht ah Enlschcidimg lur da*
Dritte Reich sondern al« Bekenntnis
zum dt Volk und Staat ausrugeben
Hottnung auf eine Tedhabe am Auf-
schwung det W’irtwJuft in Deutschland
ru wecken weh die I rHcrsiutzune
der kathofaseben Bischöfe ru wehem
Ängste v«w emer angeblich drohenden
Besetzung durch Irr Kolonufsoklatcn
ru «churen and die Aktmtätcn der
Geenct dc* Anschlusses durch Em
•chucbterung und Terror zu behindern
Mach der Abstimmung wurde das S. nut
der Pfalz zutn Gau Saarpfalz rusam
mengcschlosscn Iseil dem 7.12.1*0
Wcitmark |.
»al iühii ikZl
Einige < >egner des Anschlüsse* setzten
den Kampf gegen den Mal su tm F ul.
aber auch un S selbst fort (-» Fmieia-
tionl Ihsh kcWMilc der - Widctsland
atdgrund des nat sor Terror* und der
aul der Abichotlung zwischen dem
hnksproletartschcn and dem katholi-
«cheo Milw-u beruhenden Itartncnlic-
rung der gsArischen Kultur kerne Brei-
te gewinnen
Am 22 und 21 IO 1*0 wurden die
Juden aus der. Gauen Saarpfalz und
Baden auf Initiatnc der Gauleiter
iBurckelakhool ms «udfrz Lager -»
Gur« deponiert für die meisten eme
Slatioa auf dem Weg m *hc — V’ermch-
tungslagcr t -• Dcponatamcn -» Ra*
senpohtik und V olkermord k w.jiru«.«-
rw <kZ» Im Zage der
Reorganisation de« KZ-Sssiem* ent-
stand S einem Ortsted —»
Oranienburgs «dort halle bereit» »om
Marr 193? bis rum Juli 1934 in einer
»tillgelcgtcn Brauerei s.wubrrgchend
em KZ unter SA-Verwaltung cttslicrt k
cm neue» l-agcr. da« der Vorgabe
des eepianten -» .Arbeitseinsatzes son
Häftlingen in SS-eigenen Betrieben,
msbeumdere den Dt Frd- und Slein-
werken cwtsprach <-• SS-W utschafts-
untcrnchmcnl Die SS befi S ah Juh
1936 durch Häftlinge am dem aufge-
huien KZ Esterwegen cmcJilen tdie -•
Emsiandlaect wurden lortan son der
Rcichsiustizscrwahung als Sirafgefan
genertfaeer gewalzt l Die Anlage des
Lager« onealierie weh an emem arvhi-
tekkmnchea -kkalplan- mit Dretccks-
grundriil und S«mmctneachac. der
zentral Ixzim Laeercmgang gelegenen
Hauptwadke und 'M zumeist tacherfcir-
Sachsenhausen < KZ t
nur um den Appellpbtz gruppierten
Baäacken
Nadi Beendigung des Lagetaufbaus
un Dezember 1437 verlagerte uch die
Hauptbautatigkcit zunächst aul die Er-
richtung emer Otoßzwgclei mit Hafen
hecken an der Lehnitz Schleuse Die
Arbeitsbedingungen im Kommando
Klinkcrwerk waren «ehr schlecht die
SS nutzte die dort eingesetzte Straf-
kompanie zur geziehen Vernichtung
wn Häftlingen Vor allem Juden. Sinti
und Roma sowie Homosexuelle wur-
den bei der stets im liulxhtiti zu be-
werkstelligenden Arbeit zu Hunderten
zu lode geschunden, über die Posten-
kette getagt und dabei erschossen «»Jet
totgeschlagen
Durch die Nahe zur -• Rcichshaupl-
stadt und damit zur -* Gestapo-Zen-
trale m der Berliner Prinz Albrecht-
Straße kam S - ebenso wie zuvor —•
Dachau die Funktion eines wcgwci
senden Mustertager» zu Em große*
SS Kontingent wurde hierher verlegt.
S diente zugleich als Ausbildung-«« >rt
Ihr KZ-Fuhningspcrwuial und Wach-
mannschaften Im April 1436 «erlegte
die für alle KZ zuständige Inspektion
der KZ ihren Amtssitz von Berlin nach
S in emen dafür errichteten VcrwaL
tungshau dem an «he SS-l nterkunftc
angrenzenden «ug. -Lticb.iuJc- (-♦
Inspekteur der KL) Hier wurde die
SsMemalik des Terrors in throne und
Prani» weiterem* ickcft
Besonder* berüchtigt waren die Zu-
stande in den im Frühjahr HW som
übrigen Laser abgetrennten Baracken
der -Isolierung- in der dac SS ehe dort
abgesonderten HafUtnec zumeist poti-
trsch -Rückfällige* («al KommunistenI
und Zeugen Jehovas |—• Ernste Hrhel
forscher), out hwtgcsetztcn Mißhand
lungen peinigte
1'4'4» stieg die llaftlingsz.ihl infolge
verschiedener VcrhahungsaktKvncn
stark an Zu nennen sind h»-r inshcvoo
71«
dere die Aktion • Arbeitsscheu-Reicti-
dc* Reuhskriminalpohzciamles vom
Juni 1431*, m deren \ erlauf ca 11 («JO
Menschen verhaftet und in KZ empr-
wlesen wurden, davon allein MW) nach
£ Dk von der SS mit dem schwarzen
Winkel der — Asozialen klassifizierten
Gefangenen stellten Jamil vorüber-
gehend müde stärkere Gruppe Von
den nach der -t »ReichskriMaUiwctM*
vom 4/11). IL 143)4 Icstgcnommenen
3OUIJ Juden lieferte die SS ebenfalls
ca mw m S ein
Ende 1438 war das Lager trotz Ent-
lassungen tudischer Häftlinge, die
Au*rei*cpapiere sorwetsen konnten,
völlig überfüllt Nach der Besetzung
der -* I schechmJowakci und insbeson-
dere seit Kncgsbcginn kamen weitere
Gcfangencngnippcn hinzu Ende 1434
betrug d»e lagerstärke bereit« Uber
12000 Hafthnge Schon bald überstieg
die Zahl der ausländischen Häftlinge
die der deutschen bet weitem Die Ver-
pflegung wurde immer spar lieber Im
Winter 143440 sprengte die Todesrate
alle zuvor in den KZ gekannten Di-
mensionen Von Januar Mai 1441)
wurden 21*4 lote regvetnert; sie star-
ben an Ertncrunecn nach stundenlan-
gem Appellstehen bei hohen Erusttem-
peraturen. an Hunger und Ersch.vphmg
oder in det -Isolierung- an den folgen
sadistischer Quälereien
Mn der stärkeren Einbeziehung der
KZ m Jw — Kriegswirtschaft stieg die
Hattlingszahl erneut stark an V. a. in
den in der zweiten Kncgshalftc einge-
richteten ca Un) Außcnlagcm mußten
Zehntansende tur Siemens AEG.
die Heinkcl Flugzeugwerke Henschel.
Daimler Benz. • IG Farben und an-
dere Rustungsbetnebe -» Zwingsar
beit leisten
Insgesamt zahlte S einschließlich
der Außenlager ca 2(1)1111 Häftlinge
aus Uber 40 Naiuwicn (|4M lag der
Anteil det Ausländer bei 40‘V) Die
711
Zahl der Todesopfer wird auf bi* zu
ItkJiW geschätzt In S. wurden ab 1441
ca. ISihm nicht registrierte sowj —•
Kriegsgefangene ermordet. ohne medi-
zinische Versorgung fielen sic dem
Typhus zum Opfer, wurden per Ge-
nickschuß getötet oder in der -Station
Z* vergast
Ab S. am 22.4 1445 von sowj und
poln. Truppen befielt wurde, trafen die-
se im Lager nur ca. 3000 von der SS
zuruck gelassene, völlig geschwächte
Häftlinge an Insgesamt 33t w Häftlin-
ge waren in den Tagen zuvor von der
SS in Marschkolonnen von je 500 Ge-
fangenen Richtung Ostsee getrieben
worden Fast Mil) von ihnen starben
bei diesem -* Todesmarsch In den er-
sten Managen wurden die l belieben
den tm Raum zwischen Ludwigslust
und Schwerin von amenk Truppen
befreit Im Belowct Forst bei Witt-
stock. wo die SS in den Tagen vom 26 -
24 4 zahlreiche Häftlinge ermordete,
erinnert «eit IWI ein Museum aa den
Todesmarsch
Von 1445 - 1450 befand uch in S das
-Spcziallager Nr. 7«, das größte der
elf Internierungslager in der vowj Be
satzungszone Die ->W| Gebetmpoliiei
NKWD internier le auf der Grundlage
der Beschlüsse der -* IMtsdamcr Kon
tcrenz in den ehemaligen KZ Baracken
5i)ll«l-M)<M«i Menschen SS-Angeho-
nge. Funk Honst raget der unterschied
liehen Ebenen von Staat. Partei und
Wehrmacht, aber auch Jugendliche
mit Verdacht auf -• Werwnif-Zugeho-
ngkeit und zunehmend juch (icgner
der vow, Besatzungsmacht und der
-sozialistischen Lmgcstaltung- unter
der Ägide det SED W ährend «uch die
sowj Lager in der Gefangenenzusam-
mensetzung nicht so seht von Jen in
den Westzunen - Z-T. ebenfalls in
früheren KZ errichteten Internie-
rungslagern unterschieden, zeigte die
Gefangenenhchandlung gravierende
Differenzen So bemühte sich der NK-
WD kaum um einen individuellen
Schuldruchwci*. Viele Internierte er-
fuhren nie weshalb oe inhaftiert wur-
den waren Fui anderer Lnterschied
betrifft die Zahl der Todesopfer In S
starben mindestenv 13000 Internierte
an Hunger und Krankheiten
14tv| wurde in S eme Nationale
Mahn- und Gedenkstätte eröffnet, die
den Bereich des ehemaligen Häfthngs
lagen umfaßt Die Gedenkstätte mit
dem in der früheren Hanhngs-Kuche
cingcnchlctcn Lagermuseum wurde
später wn eine .Ausstellung in der Ba
racke 3K über dte jüdischen KZ tief an
penen und um einen Neubau fur ein
Museum des antifaschistischen Wider-
standskampfes der europäischen Völ-
ker ergänzt Seit 1W3 gehört S zur
Stiftung Brandenburgische fiedenk-
statlen DttlrfGarttt
McncU. Ciimmct i Ha l Vcm Uer £mvwrm<
Mi Dtr irr »*•«-
»Ur» Vj»* wU C iiÖRlislui Sw<i»n4Mir».
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Saefknw-Jsciib-t.reppe Nach der Zer-
schlagung illegaler kommuntslischct
< Jrganisationcn des - • W identands < -»
Uhng Römer-Gruppe. *• Bastlern
Gruppe) tm Frühjahr und Herbst 1442
versuchten Antcwi Saefkow und Franz
Jacob, die ab KPD-Funktionare im KZ
inhaftiert gewesen waren, cm neues
Netz illegaler Zellen in Bertmer Be-
trieben aufzubauen Mn Querverbin-
dungen zu vielen (auch sozialdcmokta
tischen und bürgerlichen > Gruppen des
-« Widerstands war die S bis zur Ver
haltung zahlreicher Mitglieder nach
dem — 2U Juli 14*4 (über M) Indes-
Sajnucle
urteile) durch Jk' -• Gestapo eme
der wichtigsten Otganisaiionen des
Untergrunds Die S eniretne eine brei-
te Widerstands« «ganisation arbeitete
mir dem -• Nat« Maikomitee -Freies
Deutschland- zusammen unterhielt
k< «Hakte zu Kriegsgefangenen und
Fremdarbeitern, publizierte Flugblätter
und druckte die -Soklatenbriele«. die
weh an Wchrmachlvangehonitc richte-
ten und zur Beendigung Je' Krieges
aurtorderten w.*sr«n< ®*nr
Swjmiste l-Judcnlmtct Semirn*) Gc
gründet ah Autnahmelager durch die
dt Bcsatzuncstnachl un Ftuh)aht 1941
auf dem Gelände der Messe 100 Bel-
grad. einige hundert Steter vom Stadt-
zentrum entternt Es unterstand dem
direkten Kommando des Hetehkha
bers der SicberheitspHizei und de* SD
(BdS) für -• Serbien. Die ersten Gc
fangenen waren Juden aus Serbien und
dem Banal sowie FL «na (die teilweise
spater entlassen wurden), vorrangig
Frauen und Kinder Bi« Marz 1942 star-
ben durch Krankheiten. Hunger. Kalte
und Fohcrungcn etwa IOX der lager
msassen Im Marz 1*42 wurde entschie-
den ulk Juden in Serbien zu toten, und
so entstand Raum tur gefangene An-
gehörige der Widerstandsbewegung
Die Operation führten besonders aus
gebildete Angehörige der -• SS son
Anlang April bt» zum 10. Mai 1*42
mittel» mobiler -* Gaskammern aus
Die Opfer wurden in Massengräbern in
der I mccbung Belgrads beerdigt Im
lager S litten M2fl Juden, v.a. Frauen
und Kinder Vom Frühjahr 1*42 an
trug S. die Bezeichnung -AnhallcLacer
Semlin- und stand weiterhm unter der
\erWallung der Gestapo aber nun in
Zusammenarbeit nut krual Stellen
Neue Haltlmge. gefangene Partisanen.
Angehörige der -» (’clmkBewegung
und alle anderen Gegner des Okku
[Mtlonsrcgimcs. mehrheitlich serb. Na-
7U
tkwialislen. wurden ah Scrgeltungs-
Gciscln det Besatzungsmacht hinge-
richtet oder ah -» Zwangsarbeiter aus-
geheutet Em Teil der Häftlinge in S.
wurde hierher aus den -* L Mascha la
gern -» Jasenos ac und Stara Gradlkka
hierher »erbracht Au» dem Läget S.
wurden Gefangene in andere Lager im
jugosl Raum und auf dem Gebiet des
Dt Reiches überstellt Seit Herbst 1*43
war S das zentrale dt Lager aul dem
Balkan, in dem Häftlinge aus Grie-
chenland und Albanien ernt taten. die
son hier aus in Lager im Reich ge-
bracht wurden Beim alliierten Luft-
angriff auf Belgrad und Zcmun vom
17 4 1*44 kamen etwa 2U0 Lagennsas-
«n ums Leben und ein Teil des Lagers
wurde zerstört. Von Mai bis Mitte Juli
1*44 ab da* Lager aufgelöst wurde, be
land cs sich tn der Verwaltung krual.
Bficrci unter dt Aufsicht Im Anhai
telager Semhn waren etwa 32000
Menschen gefangen. iOb.k» Personen
verloren ihr Leben W4m Ha*>«w
/ ar-«n»r
Brifwaag. Ckrawpter fiwnW M«mA» Gsa» «w
•kr l avrfuwir «Z Fmf Mum. Iheuaidl»
*r) S«w York IWL
Nahe Republik von s. halle*
Salzgitter Der Baubeginn der —•
Retchswerke •Hermann Goring- Ende
193" führte tausende »cm Arbeitskräf-
ten in das 1937 ca. 2<><tt* Einwohner
zahlende S gebiet l tn die rm Aufbau-
es’tue I liegenden, landwirtschaftlich ge-
prägten und vollkommen uberforder
len t Jrtc zu entlasten ordnete der < hei
der Rcichswcrke -Hermann Goring«,
Paul Pleiger. Ende November 1937 em
Bauprogramm tur ca lOOKi Wohnun-
gen an. deren Planung »sm der Woh-
nung*-AG unter Leitung »on Herbert
Rimpt erfolgte und die sich in Siedlun-
gen an vorhandene Orte anvchmiegtcn.
Nachdem Pleiger von den Planungen
713
lur ihc -> Stadl des KdF Wagens ge-
hört halte (-w Volkswagen), wurden
son den Rcichswcrken ebenfalls Plane
lur eme Großsiedlung entworfen Pki-
ger und Rimpl khnten einen Standort
zu nahe bei Braunschweig und dem
Volks*agenwerk wegen der Konkur-
renz um die knappen Arbeitskräfte
ab Acht Standorte wurden erörtert
Gonng selbst stimmte für die nun auch
ab • Hermann Guring Stadt- bezeich-
nete Großsiedlung Stand« «1 I im
Fuhsc-\ krthe lal Angesichts der den
Aufbau der RcKhswerkc hemmenden
verwaltungsmäßigen Schwierigkeiten
mit den Orten un Aulbuuecbiel. die
mehreren Kressen und mit Preußen
und Braunschweig zwei verschiedenen
Landern mit unterw.luedlk.hcn Bau
Ordnungen und Vorschriften aneehör
ten. forderte Georg Stnckrodt tm
Frühjahr |93h tn emem Gutachten die
Zusammenlegung des gesamten Ge-
bielcs um die Hütte und Schachte un
ter Emschlub der GroBsicdlunE. der
Siedlungen der Barackenlager und
der alten Orte zu emer Stadt Im
September 1939 wurde mit dem Bau
der Großsiedlung begonnen, bis Kriegs-
ende ohne Unterbrechung wciterge
haut, sechs Abschnitte (Abschnitt n
nur t.T.) wurden fcrtiggcMellt Nach
dem Gcbietslausch vier Kreise Holz
minden und < »oster zum I X 1941 war
tur den von den Reichswcrten gc-
lordcrlen kommunalen Zusammen-
schluß des gesamten S. gebiete» am
1.4.1942 der Weg frei Die neue Stadt
wurde Watcnvtedt-S. (ab 1951 nur
noch S) genannt und lulle 1*42 1<B
480 Einwohner, Sic bbeb bis Kriegs-
ende in jeder Hinsicht cm forso
/arg GuBrhwr
l«rraw>r
Benz WoMgMg Itter Jaßzaa*« GwWfc w*Z
<«1«w««r mr 4™»**** Sud J9C-MM.’
Manche* iw»?
Lrawhmer K»» SaUgmrr Dir Eawtekw« ei«
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Sshirasrck (KZi
lw*2 n .SinSfoasucAr- ke Ijudta-
tnekufu*. «ö l )*O, S » 0
Saramhuig Rehs« Der Foloerat und
Kunsticrkgcr Friedrich Rdtsc baute
u> München emc zcitgcschiihibchc
Sammlung aus Dokumenten und Ob-
jekten aut. die bu zwn Beginn des Fr
sten Weltkriegs zuruckrcichic und ge-
scUschaftlichcn und piiiititchcn Ereig
niesen insbesondere dem zkutstieg der
-» NSDAP gewidmet war Rch*e hatte
seit 1921 persönlichen Kontakt zu Hit-
ler. 1929 erwarb die NSDAP für MM00
RM <hc N. deren Gründer jetzt ab
Angestellter der NSDAP weitersam-
melle Die S unterstand mil wechseln-
den Bezeichnungen 11929 •Archiv und
Museum fur Zeitgeschichte-, 1932
-Sammlung ELM. Rehs« Archiv für
Zeitgeschichte und Publizistik«. 1*3H
-F J Reh»« Archiv und Museum für
Zeitgeschichte«) dem Rcichssshatz
meister der NSDAP, ue war ab 1935 in
der Münchner Residenz unlcrgchrachl.
da* geplante eigene Sammlungsgcbku-
dc wurde nicht mehr verwirklicht In
Konkurrenz zum -* Hauptarchiv der
NSDAP wertete die S auch Zeitungen
aus. erteilte Auvkunlic und stellte Ma-
terial für Propagandazw cckc bereit.
Die S wurde 1945 von der L S Armee
bcschiagnahml. kam großenteils in die
Libran of t ongresv der größte Ted der
Sammlung wurde 19b4 von deut an dl.
Institutionen (Bundesarchiv Koblenz.
Baye nscbe Staatsbibliothek. Bayeri-
sches Hauptstaatsarcfu») abgegeben.
Schild *. Spurt
Ndurmeck ik/.l Am 15 7 194TI wurde
im Elsaß das «Sichcrungsiager« S-Vor-
brück in der Zuständigkeit des Bc
tehlshaben der Sicherheitspolizei und
des SD Straßburg emchtei In S wur-
den Widerstandskämpfer aus ganz
ScHurfs
Frankreich. auch au* Luxemburg. und
I nerwunschtc aus dem F Ixaß inhaf-
tiert Für dae meisten war S. Durch-
gangsstation zum KZ -* NnUrwcder'
Struth-d oder ru I afcrn im Reich S
wurde am 22.11 IW geschlossen bzw
evakuiert Zwei Außenkommando* in
Baden exulierten langer In Hatlach un
Kinzigtal arbeiteten Häftlinge von No-
vember l'Ua Februar 194* im Stollen
der Hartsleinwerke -Vulkan- (unter-
irdische RüslungsproduktKMi). in Gag-
genau lOrtstcil Rotenfels) waren die
Gefangenen hei den Daimler Benz
Werken, hei AufriiumarFwiten in der
Land- und Forstwirtschaft *on Sep-
tember Oktober 1944 April |94< ein
gesetzt Em Drittel der ISl) Häftlinge
in Gaggenau kam uni* leben da*
Kommando Haslach hatte mindestens
•HW» Todesopfer VMfam Hm:
Schlurf* *. Fdel*»ciß-Piraten
Schmutz- und SehuMlgeM-lz Kunbe-
Zeichnung für das -Gesetz zur Be-
wahrung der Jugend *or Schund und
Schmutzschnftcn- vom IS 12 1926 Das
S verbot, dte von eigen* eingerichteten
Prüfstellen als lugendgcfahrdend rin-
gest uften Schriften zur Schau zu stellen
und Jugendlichen unter IX Jahren rum
Kauf anzubieten Verstoße konnten mit
Getanem* hi» ru einem Jahr bestraft
werden
Das S wurde durch ein Gesetz »om
10 4 193* mit der Begründung aufge-
hoben der n.tt w Staat besitze mit
dem Gesetz Uber die —• Rcichskuitui
karnmer und der darauf beruhenden
Einnchlune der Reichsschnfttums
kämmet cm weit wirksamste* Mittel,
nicht alleine die Jugend, sondern da*
ganze Volk vor schädlichen Schriften
zu schützen In der Tat hatte die
RcHhsschriftiumskammct bereit* am
25 4 1934 eme erste -Liste des schädli-
chen und unerwünschten Schrifttums-
714
veröffentlicht, die nicht wie die -Liste
der Schmutz- und Schundschnftcn»
vorwiegend auf Kontrolle de» Vertrieb*
von Groschenheften und erotischer
Literatur, sondern auf die Unter-
drückung politisch mißliebiger Schrif-
ten ziehe (-• Zensur —• Parteiamtliche
Prüfungskommission zum Schutze dc*
NS-Schrifttums | PPK |) wwf Kanw
Scholle s. Hlui und Boden
Schönheit der Vrlwil Da* Amt S.
eine L ntcrorganisatioti der NS-Gc-
mcinschaft -* Kraft durch Freude und
damit Teil der — Dt Arbeitsfront,
sollte durch «eine Ratschlage für die
Licstaltung des betncbliclien Alltags
der Verbesserung der Arbeitsbedin-
gungen und der Erhöhung der indi-
viduellen Arbeitsleistung dienen Im
Rahmen des -» Leistungskampfes der
dt Betriebe sollten die»c Prinzipien
dann aul breiter Basis durchgesetzt
werden Um- Imtr Hn»rt
Schnftkilergrsclz Am 4 10 1911 erlas-
sene* Gesetz mit dem Ziel, die gesamte
dt -• Presse rum nat tat Propaganda-
mittel und Henschalisinstnimcnt zu
machen
Das S erklärte die Tätigkeit der Re-
dakteure »un Zeitungen und politi-
schen Zeitschriften zu einer -durch
dieses Gesetz geregelten Öffentlichen
Aufgabe- und schrieb ihnen die Mit-
gliedschaft un Reschs» et band der Dt.
Presse »or In die Berutsliste der
Schriftleiter konnte nur eingetragen
werden wer die dt Rcichsangehöng-
keit besaß -anscher Abstammung-
und nicht nut einet Person »on -nicht-
arischer Abstammung- »erheiratet
war
Das S. erlegte dem Schriftleiter u a
die Verpflichtung auf. -au» den Zeitun-
gen alles femzuhalten was geeignet
ist. die Kraft dc* Dt. Reiche* nach
715
außen oder im Innern den Gemcm-
sc haft »willen dc* dl. Volke*, die dl
Wehrhaftigkeit. Kultur odet Wirtschaft
zu schwachen-
Bcnilsgs-richte der Presse konnten
hei Verstirben ein Betulsserhot au*
sprechen, da* auch durch den Reichs
mimMcr lur Volk sautklaren« und Pro-
paganda vertuet werden konnte, -wenn
et es au* dringenden Gründen des
öffentlichen Wohls lur crfordcrtich-
hiclt 1 ur illegale Bcrufsausul’une sah
das Gesetz eine < »efangntsslrafe bi« zu
einem Jahr oder eine CieldUrafe vor
(—»Zensur) u<-rr
Utrnmr
Aki K«r* Dhctrwii 4*» AS
Xna/tr (emfarftir Jrr ArMctrMl Jr»
Ar«« Zrdf Berlin IWU
'schnftiumspfk-ge Im nat soz Staat
Bezeichnung für die Kontrolle der
gesamten und die lordctung der ab
erwünscht angesehenen Literatur. An
der S war eine Vielzahl von Partei
und Staaisinstnutmncn beteiligt dar-
unter da» Amt (ab 1941: Hauptamt!
Schritltumspfkec beim —» Amt Rosen-
berg. die • Parteiamtlich«: Prüfung»
komtntsion zum Schutze de» Ss
Schrifttums, dw Rcs.hssshtifltumsk.im
mer (—» Reichskuiturkammerl und die
Rcictaachnltlumsstcllc im -» Reich»
mintstenum tur Volkvaufklarung und
Propaganda ItoVKanr-
Schwk- Ab 1953 wurden kontinuierlich
völkische und rassische Kriterien für
die Organisation von S und Lntemcht
siugs-schncbcn Dem Nat wir kritisch
eegenuberstehende besonders soziali-
stische pazifistische und |üdi»chc Leh
rer und Lehrerinnen an öffcnibcben
S wuidcn verfolgt und entlassen Ah
erste Maßnahmen der nat soz SchuL
pwslitik. w ui den die (uuf Initiative der
Scizialdemokralic seit 1919 möglichen!
weltlichen Schulen aulgchohen und
SsWalr
taktisch motiviert ein Reiehskcm-
kordal mit dem Vatikan geschlossen
Als 9 Volksschulfahr wurde da» —»
l.and|aln eingcfhhrt Neue I ehr plane
wurden al» -Richtlinien- erst ab 1957
verordnet (tut die Volksschule 1937
und 1939. lür die Höhere Schule 19VH
für die Millclsehuk: 1939. lut die -t
Hauptschule 1942). Die Schulzeit an
den Höheren Schulen wurde 1937 um
em Jahr aut insgesamt K Jahre (Klasse
5- 12 im Anschluß an die 4jahngc
Grunsischulc) verkürzt E» gab ge-
trennte Oberschulen lur Jungen und
Mädchen mit vereinheitlichten und
vereinfachten Lehrplänen. Die Jungen-
schulen erhielten einen »(Sachlichen
und einen mathematisch naturwixscn-
whalilichen die < ihcrvchulen tur Mad-
eben einen sprachlichen und einen
hauswirtschaftlichcn Zweig Die Zahl
der humanistischen Gymnasien wurde
reduziert Ncugcschatfen wurde im
Krieg die Hauptschule, die die vier
oberen Jahrgänge der Volksschule um-
faßte Rane zum Ausbau um zwei wei-
tere Jahre wurden nicht realisiert
Schulorganisalonsch charakteristisch
war die progtanimalische- Hciaushc-
bung v*mi Hauptschule und Mittclxchu
le (Klasse 5 X tvw bis |Utm Anschluß
an die 4jahngc Grundschule) und die
Gründung zahlreicher .Aulbauschulen.
Flit die Schulpolitik kennzeichnend
war dte weit ausgreifende Pulilisierung
de* gesamten Schullrhen* Vi»lki»ch-
rassisches Wahndenken. -» Antiscmi-
itsmu*. Deutschtümelei und ein instru
mentellcr l mgang mit Kultur und
Wissenschaft, ja mit dem geistigen Le-
hm insgesamt überlagerten - in der
Spmcbc de» Nalso/ -uberwanden-
Aufklarung. Humanität und Toleranz.
Hiller hatte das Ihogtamni für diese
Art von Erziehung bereits in —» Mein
Kumpf vorgegeben und in znhlrci-
chcn Reden ab 1933 wiederholt. Kin-
der und Jugendliche sollten Teil eine*
Sctiulunt. pitUbchr
Kollektivs werden, dessen Phantasien
aul Krieg Henenmenschenlum und
L'ntcrdrUckung anderer, vermeintlich
minderwertiger- Volker zielten An
die Stelle von Bildung sollten wirksa-
me Prägungen treten. Individuahiai
sollte durch Formatfcinserziehung ab-
geUisi werden, an die Stelle »on Re-
ligion und Humanität sollte kämpfe
rische Gesinnung ohne Erbarmen ge-
genüber Schwachen Kranken und
Allen treten Schulische Bildung trat
daher Überhaupt weil intellektuell
ungelegt - gegenüber sportlichen und
anderen »korpcrfielieilcn- uußervchu-
Iischen Aktivitäten, besonders in der
- Hiller-Jugend (Lagerkben. Wehr
ertuchtisung) stark zurück |-s Sport;
-» Jugend! Ah Modell nat soz S und
Erziehung galten die —> Nationalpoli-
tischcn Frztehungsunstaltcn Für kunl
tige ParteifunktMinärc wurden zwoll
-* Adolf-Hitler-Schulen eingerichtet
(— Lehrerbildungsanstalten)
t»rttnä ttMaar lltaM,
l ar-Mlte-
tUmrmian Manfred iH» I F'.-wWimi mm!
läAniiMc an P»w«t Bde Sri*m*n lüan
Berrmaaa. t lidi. O» /«-rwunt Un l
-rw /Irr •/.rrarWwnet'Viar‘ rfri /lorre- K.-
Wenhomtl^l IWO
SekolU. HaiaM /.r.-ar*»« ung t'atrmi*r a«
Irra« Graungen IWO
Schulung, politische Die S. wahrend
de* Nat soz verfolgte die weltanschau
liehe Erziehung und Ausrichtung un
nat.soz Sinuc (-♦ Ideologie) Die -»
NSDAP beanspruchte dabei lut weh
das alleinige Hobcitstechl. weltan-
schauliche und politische Erziehung
sowie -jegliche Mensebenformung«
durchzufuhren Die Schulungsmethio
den lehnten sich zum grollten feil an
die militärische Erziehung an und
beinhalteten Elemente wie l’nilormic
rung lhganis.itf.Mi eine» Gehorsams
Verhältnisses gegenüber Führern und
Ritualen. Kamcradschaltsabcnde. sot
716
militärische Übungen sowie die Ein-
übung eines bckenntnishaften Lied-
gutes. Die Bereitschaft der Gruppe, für
ihre Überzeugungen radikal einzutre-
len. sollte damit gefordert und ver-
stärkt werden Darauf beruhte du»
Hauptkntenum tur die Euhrcrauskse.
die Mch in einer hierarchisch gestuften
Wiederholung »on Klagern vollzog.
Die S. fungierte demnach tn emer
lanic als eine wci»unstsgcbundci»e
Demonstration der weltanschaulichen
Ausrichtung in Form von Ansprachen.
Vorträgen, die nicht informieren, ton
dem lediglich zur Erreichung vorgege-
bener Kampfziele stimulieren sollten,
und in Form von Arbeitsgemeinschaf-
ten mit praktischer Zielsetzung Da das
Parteiprogramm der NSDAP für unab-
änderlich erklärt worden war. konnte
die 's nur auf die Manifestation von
Einstellungen und Wcrtvorstcllungen.
nicht aber aut eine Entwicklung einer
politischen Programmatik abzielen
Die weltanschauliche Ausrichtung des
politischen Nachwuchses erfolgte in
den streng hierarchisch abgeMuften
politischen Bildungseinrichtungen der
NSDAP den Schulungvburgen auf
Reichs- Gau- und Krerschenc.
Schatungshurgin s. Schulung, polllisetse
Schumann-t.ruppe 1919 JU44 tätige
kommunistische Gruppe des — Wider-
Stands in Leipzig geführt von dem ebe-
maligen ReKhstagsahgeordneten Ge-
org Schumann, die duich Flugblätter
und Satwuage in Rustungsbelnchcn
den Nat.soz bekämpfte Die S hatte
Kontakte zur • Neubuuci Gruppe
und zum —» N.itionalkomitee »Freies
Deutschland» fNKFD) Nach dem
-• 3). Juli 1944 wurden über 100 Mit-
glieder verhaftet, mehrere zum lode
verurteilt und hingertchtet. Die übrigen
Mitglieder arbeiteten bis KneesenJe
7t7
als Leipziger Gruppe des NKED weiter
in der Illegalität. Bm.-
Schutzhaft Sichcrhettspoli/eilichc Re
prcssivtnaßnahmc. die erstmals im
preuü Gesetz zum Schutze der persfin
Ischen Freiheit von 1K4S erwähnt und
eines der wichtigsten InMrumentanen
zur Festigung der NS-Diktaiur wurde
Bereit» die -Verordnung zum Schutze
des dt Volkes- vom 4.2.1933 gestattete
die Inschutzhaftnahmc von verdacht!
een Personen den Feslgenommcnen
staiul em Beschwerderecht zu. und
die Haftdauer war auf längstens drei
Monate begrenzt llnmitlelbar nach
Inkrafttreten der »Verordnung zum
Schulz von Volk und Staat« am
2R.2.1933 <-• Rciehstagsbrandserotd
nung). die eine zeitlich unbegrenzte
Haft zulieö. diese der richterlichen
und rechtsstaatbchen Kontrolle entzog
und den Fest genommenen keinerlei
Rechtsmittel und Rcchlsbchclfc gcslat
tete begannen die Verhaltungen von
Kommunisten und hnken Intellektu-
ellen. wenige Wochen spater auch
»on SPD- und -» Reichsbanner-Funk
tionaren und Gewerkschaftern (-•
-Machtergreifung-) Am 31,7.1933 be-
fanden sich mindesten» 26 7hm dem
Regime MiBbebige in Polizei- und
Gcnchlsgetangnisvcn, Strafvollzugs
anstahen. provisorisch eingerichteten
Hartstatten und Konzentrationslagern
in S Im die teilweise willkürlich er-
folgten Xerhaftungen durch — SA und
-• SS emzudammen und die -Revolu
tion von unten» zu beenden, erließ
der Rcichsinnennunister am 12. und
26.4.1934 Richtlinien Uber dre Xcrcin
hcitlichung der S. Praris im gesamten
Reichsgebiet, die die Inschutzhaltnah-
me durch Partei. SA und SS »erboten,
an der Rechtlosigkeit det Inhaftierten
änderte uch jedoch mehl» Ein Erlaß
vom 25.1 193S definierte die S als
•Zwangsmaßnahme der Geheimen
SehiitmumasetiafK-n iSihumal
Staatspolizei» gegen Personen -die
durch ihi Verhaken den Bestand und
die Sicherheit des Volkes und Staate»
gefährden», und legte lest, daß nur die
Gestapo S anordnen könne Da die
Gestapo auch von det Justiz entlassene
politische Strafgefangene immer wie-
der in S nahm, kam es zu Kompetenz
Streitigkeiten mrt der Justiz, die tur eme
Xrrtcchtlichuiig der S cintrat damit
konnte sie sich jedoch nicht durchset-
zen (-♦ Justiz und innere X'crwaltung).
/vnafte'
Dfohh.1 klao* Gonihcr WicUnd «fcf
N\ Ai-fm/rrfuhiMcf W Krim 1^’
Schutzhaft lager -Wilde- -i KZ. meist
von det -• SA provisorisch in Wachen.
Kasernen Schlossern. Fabriken und
anderen leerstehenden oder besetzten
Gebäuden als Suiten des Tenors ein-
gerichtet. dienten bn Sommer 1933 ah
S Der am I 10 1933 erlassenen Modell-
I agermdnung des t agerkommandan
len von —• Dachau Theodor Eicke zu-
folge war da» S. die III Abteilung eine»
aus fünf Abteilungen bestehenden KZ
Das s war der eigentliche Hartltngvhe-
reich. .4a(vWAa AMIpfller
Schutzniannschaften iSchwnia) Einhci
mische Hilfvpoltzei X'erbandc in der
dt besetzten Sowjetunion Hervorge-
gangen aus von dci Wehrmacht in den
ersten Wochen des Unlcrnchrncns -♦
Barbarossa rekrutierten Hiifvwilhgen.
initiierte Heinrich Himmler Fndc Juli
1941 den Aushau der S zu einem wich-
tigen Instrument dl HenschaLlspolilik
in den —• Rcichskoramrssanaten Ost-
land und l krame In uwvj. Gebieten
unter dt. XliliUnerwallung bediente
och die Wehrmacht ähnlicher, zumeist
ah Ordnungsdienst bezeichneter Ver-
Made M S dte Ende 1942 fvrciis rd
3uhh» Angehörige zahlten und sich
in Einheiten tm gcschknsenca tliatail-
SehaUMafM tSSl
ktnei und tm EinzeldienM iBMizei-
poslcni jlrürtkn «ulten un Rah
men ± SS und ISdizciverbandc rm
hc»> «adere bei der -» «kndtaMtag«
und htun Kampf rcen —» Partisanen
m<t t Ra»wnf»>tii>k und Völkermord
-♦ Fin»«t/er uppen -♦ SS».
Sdntt/stafM (SSi Die SS »unk IM 25
rvtruixkr Stc diente ruruifni dem
[xrvolKbcn Schutz Je* —» Fuhren der
-» NSDAP Adolf Hitler, und Mand
inwXcm tn der TrachtK« der 1923 in»
leben frntlencn -Slabtwacbc« bzw
des -StoBtrupp» Hitler« In ihren An
tanzen untcrMand die SS dem jeweih
pen Ohcrvtcn SA-Fuhrer i(K»li Die»
ru
änderte weh auch mehl. ab Heinrich
Himmler am 6 I 1929 zum Reichsfub-
rcr SS berufen wurde
Ab Rcichdutwer SS »ersuchte
Himmlet die«. Parte itatmatnin nach
«einer Vtstcm ru tannen Die» hieH
zunächst. daß die SS al» aataoz Elite
keaapicri wurde, die weh durch beson-
dere Bindung an den Führer Adotl
Hiller ausrew.hncte (»SS-Mann Derne
Ehre bciBt Treue- i Dadurch entstand
rwanesiautig cme Distanz zur SA ab
dcien Bestandteil die SS zwar noch
falt, »u« deren Rauhbcimekcit ue
weh aber scheinbar abbob und deren
ticen Interessen wc abichntc Mit dem
Aufbau eines Nachnchtendrcnsacs un-
ter Reinhard Hcsdnch fiel der SS die
71* StanlAt (SS|
Der Rcidisführpr H
Glitöctung in fiouptämtcc unö Pmter
At«M l»>—»i aarSMnWtt
Gliederung der Sdiurjtaffein Der T15DRP.
»ka. C» n»r ItrrtJWwrr SS 1 ttokntM Jr > SeSozWaficto A» SSO\r i Cj.i«nr i*i.-A"
ssatr i**i>
*cteatr*iaflrl i'M
Reite einer -Pazterg»ilizci- zu (-• S>
eherheitwbcn*t SD)
Dk Maehtubctvagung an Hitler am
.111 1933 brachte Himmki kernen
unmittelbaren M.k tilge» mn Dte* än-
derte »ich «m Laak «kr Jahre
|9)VM grundieren«! l nterMutzt »«’m
KciJwniknminHit U ilhcim Frick »kr
«kn Partikulammu» der landet aueh
m IVilirciangetegs-nheitm überwinden
wollte. wurde Himmle» an «he Spitze
der p4iti<hcri PHuck» alte» dr lan
«kr K-rulcn am M 4 NU xhllctUich
auch an «be Spelze «kr preuß -• Ge-
heimen Staalspohze» (GesUpu) Iter
preuß Mtnisierpramkni Hermann
Gönn« beB Himmler» Machtzuwachs
tu »eil er den Reichduhrrr SS tur
«Jk Entmachtung «ie* Stabschef* «kr
SA. Lrmr Rohm. brauchte In eener
bi« dahin tx-i*pietlo*ea MorJaknon
• ur«kn am 30 b. |~ 19M nrciM nur
«he SA Fuhrnat mit Ruhm. sondern
auch bürgerliche Haler <»egner »* «kr
ehemalirc Rexinkanzkr Schleichet,
«kr V or»itzcn«k der -* Kathoinchen
Aktion Inch Klausencr und andere
u« der SS umttbtahl i-» Rohm
Puixht
Di« SLnvaket zahlte «eh für «he SS
uv Sk »aide -«clbuamhtc Otganna
uoo- «kr NSDAP, «be Beratung Himrn-
kr» zum Chef «kr f\4ittschen IVMizci
»crvchaftte du rcak Macht Himmler
• ar Mich nctil nur »eine Stellung in
«kr TVihzci »«.Her auxzubaucn *«adern
auch staatliche fVMtzci und paneizuge
beige SS ru »erschmelzen 1*0 wank
er zum CM der gesamten dt -• fMizet
ernannt. 1939 ließ er da« —• Rcxhwsi
ehe (Seit»Hauptamt (RSHA) emrxh-
ten. eine >>rrant*atort*chc Zusammen
tacMiüf »nw («cMapci. Knimnalguiäzci
und Siehe» heil «die rtxi «kr SS Da* RS
HA war mehl nui staatliche Bebörtk.
Mindern zuek-ch iixti ein Hauptamt
«kr SS Im Iahte l*M4 gbesktte Muh die
SS m zwölf Hauptämter
T»
PcnorüichcT Stab Reich»!uhrer SS
SS-Haup<aml (SSHAl
SSFuhrunrehauptamt (der Hatten
SS SSFHAt
--» Rasse- und SaeiSungsHauptamt
iRuSHA)
- Hauptamt SS-Ciencht
- SS-PcrM<ialhaup<- Aml fSSPHAt
- -• Rei«.h*Mcherbett» Hauptamt
(RSHA)
- Hauptamt Otetoutippulizci
—• U irtwhatt» Vcrw alt unp Hauptamt
iWAHAl
Dienst»teile SS Obctgruppcnfuhicr
HetBmever < — Njtionalpolitschc Er-
nebwnpanMallen |Npf A. auch Na-
pula|)
- Hauptamt — Volksdt Mittefctelk
|N < >MI
Hauptamt -• RexhskotTnrussar für
dte Festigung dt Volkstum* Ntafw-
Hauptaml
Inhaltlich lassen «ach «hexe Hauptämter
um zwei zentrale Heyntte «kr nat w v
Wcltanxhauunr gruppte ten - Awnet
ze- und -Auslese- Die iMiizciHaupt-
ämter und «las WVHA. «km ab 1942
«he — Kieizcnttation Jaget unterMan
«kn praktizierten nicht nut I nter
«Jzuskung zu» Sxheiung «le* Sjsteim.
Modern auch Vcrnxhtung und V c4ker-
mord ah Vtwhcdmgung «fc» nach
Himmkrs Vursicllunr itModi norma-
tisen p«4Jccrmani*chcn Reiches
(»oring beauftragte am M ? 1*41 «kn
Chef «ki RSHA. Reinhard Heitlncb.
einen I ntwurf zur Durchführung der
angeMiebtcn -»-I ndkwung der Juden-
fragc- auszuarbcilcn Die -»Wannsec-
konferenz am 311 1*42 «heute He»d
ruh u a dazu «eh die Fcikrtuhrung m
«hever Sache endgültig zu »xhern Dx
I rmnedung «kr europäischen Juden
war «ianut Sache s»m IViiizci und SS Sie
erf«dgtc na«.h «km «11. I bcrfall auf «he
Sowfetunum <-» Outcldzugi durch «he
»um RS1IA autpeMeUten Fincatz-
gruppen und Mhln-tMich in «kn Set
m
tuchtungdagern im —» Generalgouver-
nement t -• Rawcnpuüul und S'tiikcr-
mordl Dk Frmorduru «kr eur«^xi>
«eben Juden war «Ja» Hauptziel de*
nat.Miz Ravuemu» tm /weilen Weh-
knee aber nicht da» cinznec Der S'cr-
mchtungvwrik bezog uch auch au! Zi-
geuner <-» Sinti und R«miui tur «Jervn
Deportation un RSHA «Ja« Amr S’. d h
«he Kriminalpolizei. zu*iAndig war. und
aul kranke Sk.-nM.hcn. an «kren Ezmor
düng in «kr beietrten Sowjet »in och
auch die SS ttetribgte «*«wohl da»
»Futhanawc—PiiHtramm über eine er-
genc OrcanisaiM«! außerhalb «kr SS
vertUgte (-• Medizink l'm Himmler*
Ziel, die dt S«4k»lum*grenzc mehrere
hurukrt Kilometer nach (bien zu »er-
Lieern Realität werden zu laden, wur-
«kn außer Jutkn und /jgeunem auch
Nen in den annckttertcn p»r Wen
gr+weten zunach*t mv Gcneralgon-
«cmcmcnt »ertneben und in «kn ver-
ladenen SSohnunecn und Gcbiftea -»
Volk.Mkut«chc angcvicikit Die* war
da* Betatigungvteid der Solkukut
»eben Mittektdle und Himmler» tn sei-
ner Eiecmchafi ah RcKh«k<«imi**ar
für die FeUicunz dr SoUvtumc Zu
«hever -Festigung- eehortc auch die
zw an e« weise —• FiiHkutvchung mebuB
kuder. wenn mc ah -raVMich gut- ern-
gevtult wvrikn. Hier tag em Auleabcn
gebiet «k* Semn* -* -l.cben»F«<-n-
der beim RuSHA angrucdcft war
Am 25 Kl 943 wur«k Himmler
RcidiMtMKiiminnicr. nach «km — 2u
Juh l*au Befehlshaber dn Enatzhec-
m F * war em Aufstieg mi I ntergaag
Fr «hirfte zwar 1*4' noch ah Ober-
bcfchhhaber zweier Ikxtcsgruppen
diktticrcti und seh «ianut emen Ju-
gc-ndtraum erfüllen, aber <k bevchleu
nigte «kn militärischen /uvammen-
bnch mchi ah e» ihn hinauczuecrtc
Seine Kontakt aufnahm* zu den Welt-
mächten beantweetete Hitler nut dem
Partei auKschluß Ikf Verantwortung
Sebwanv Fr«m
nw einem athienea Genebt enung
Hininiki weh am 235 l'M' dunh
Selbstmord unmutclhar nauh dc» Gc-
rangemuhrtK «furch «1k Briten Im
Nürnberger Prozeß gegen «he H iupt
kner*'ertwevher wurde seine SS. ernst
konzipiert ah I btchumaUon jrtschci
HcTTmmcn«chcn.zur »crbrcchcnwhcn
Organisation erklärt | — Nachkneg»-
pruecmek FiwMfiMgr*
rauwaw«-
bwAbm limlte» BMtmHmwAah« *►
«Wcstktaui «.«»»1 4« ««-
tewwrv 2 B4> MawAcu l»’
llthnt. Itemr Am <AUkv «mmo 4m AuwUe*!
Pv »wwte tav Jr« SS ««— ♦ MW
Schwarze FroM .Au* Sfitarncitem «tes
Berliner Kampf-Verlage m «km uch
unter «kn Bnufcrn Straßer »a Ver-
treter eines Imken Kurse» innerhalb
der SsDAP cm Sprachrohr »erschafft
halten, grumtete Dr Otto Straßer
»on Hitlc» au»gcbooict und au» der
NSDAP ausgetreten, u» Juh !9Jk)
dte Karaplccmetnschalt rcsoiutvmarer
Nat soz «he »ich. um Reste «kr Sren-
nn-SA |—» Sicnt»c»-Rc»«4tent »er-
starkt. im Sommer 1931 mit Fetten «fc»
lan«h<4kbcwceunc «ckticrcnscfK-n
Recht«rad>kaicn sowie emtauschten
Nat soz um! K« entnunisten zui S. zu-
sammer.schhid. Konzipiert ab Soin HK l
hecken S olkiach-Konscr» atrs-er aul «o
zuIrcNuincurcn Vorstellungen auf
«Jen (tebteten der Wirtschaft»- und Oe-
»efhchattspolitd«. «he m «kr Zeitschrift
teduturiimm «kr S iormubert wurden
erreichte «la« aufgrund der «hsergicrcn-
«kn politischen Zk4c «einer tuhrcrxkn
K«ipfc und «kt umstrittenen Fuhre»
Persönlichkeit Otto Straßen »on An
lang an »on Zerfall teifrrhk
tnerat knkeT und rechter p4ut*chei
Prägung mc mehr ah NJOß Mrtgbcsk».
obwohl ähniuJx poiunchc Ansätze
auch tn «kr — SA und der -• Natmnal
sozialistischen BetnehszeltemugMusa-
tioa (NSBOl noch bt» |9M zu finden
S«to»M>r Icapeik
waren Im Februar 19)3 wurde die S
in Deutschland «erholen und fristete
nach \«rrhattungswclkn 1931- 1*45 un
t ntcrgrund cm Schattendasein. von
dem standic mit Geldnot und Konkur
rcnten in den eigenen Reihen kamp
lenden Otto St ratter bis |9XN s«m Praz
au» wenig effekn» gesteuert Rclati»
unabhängige Ausiandszcnlrcn der S
tm Saarland, in Kopenhagen und m
Buenos Amt stellten noch vor Kriegs
ausbruch die ArKil em 1*45 |<>»ie
Straßer die S offiziell aut In der -*
Propaganda dc» Dritten Reiche» wurde
wc lange Zeil al» gefährlichste Tenor*
truppe der rechten Oppmdon dar ec
«teilt ( -• Ideologie I HrrwaHR »ng
Schwarze Kapelle «. Wtd<r»ian<i
Schwarze Korps Da» »Zeitung der —»
Schutzwatfei der NSDAP. Organ der
Retchduhrung ss- ( — Reshduhrer
SS und Chef der Dt Pblizci) untcrtl-
teile« Wochenblatt, dc««cn erste Au»
gäbe am 63.1935 un Zentral »erlag der
NSDAP dem -» Eher Vertag, erw.tuen
Uber ein reine» Veremsblatt der SS
huuusgcbcnd und -wirkend, präsen-
tierte weh da» 5 in «einen Artikeln
ab Streiter für einen -wahrhaften
reinen Nalaue • und ein -artgemaße»
Deutschtum- (-» Ideologie I Das Blatt
gnflL »un bcsehwcrdcluhrcndcn Lesern
aufmerksam gemacht, staatliche Siel
len <va m der Verwaltung und tust er >
wegen Mangel an nat «or Geist an und
kntiwcrte parteiintern« Mißstände, die
Autoren ergingen sich jedoch m erster
lanic in bösartigen Polemiken gegen
dar katholische Kirche und da» Juden
tum Da« A bezog »om -* Sicherheit»
dienst (SD) Meldungen und Informa-
tionen und gab einen Teil der zahlreich
eingehenden Leserzuschriften an die-
sen weiter
Als Hauptschnttleilcr prägte Gunter
d Alqucn da» Blatt Dsc Auflage betrug
?ü
Ende 1935 1*M 73OUUU Exem-
plare. Die letzte Ausgabe erschien am
12.4 1*45 4«f»rrta Mr»*»
Schwarzer Markt Bezeichnung für
illegale Transaktionen außerhalb des
gesetzlich geregelten. -offizicDen-
Marktcs. Der S ist kennzeichnend
tur ZcntraKerwaltungswirischaflen mit
staatlich festgesetzten Preisen und -•
Rationierung va »on Konsumgutern
Der «unerlaubte lausch- und
Schleichhandel', so die damals übliche
Sprachregelung, entstand, als das NS-
Rcgitnc mit Beginn dr» Kriege» zur
Bewirtschaftung »cm Lebensmitteln
und < «cbrauchsguiern überging Im
wesentlichen lassen weh drei Formen
unterscheiden der Tausch knapper
bzw ratMMuerter Waren zwischen Pn-
valpctsoncn. z B Rauchctkarten gegen
Brotmarken. Handel mit rationierten
Waren zwischen t »esc tUlt deuten. der
Tausch rationierter Waren gegen
Dienstleistungen Obwohl solche -»
Kriegswirtschaft»»erbrechen hart be-
straft wurden, gelang cs dem NS Rcgi
mc nicht, den S zu unterbinden, zumal
das »Organisieren-- »on l ebcn»nintcln
oder Kleidung in der Bevölkerung mit
zunehmender Dauer de» Krieges zur
uhcrlcbcmnotwcnshgcn Gewohnheit
wurde ( -• Kneg» wirtschaft)
Hrwwr ftaanrr
hcbwarzss-hlachlwng *. Knegswwl-
schalt» »erbrechen
Schweden Da» skandinavische König
reich i-Um 459 km ,n.| Mio Finwohner
1930) war un Eisten wie im Zweiten
Weltkrieg neutral und bemühte »ich
um wirtschaftspolitische Balance zwi-
schen den Interessen dc» Dt Reiches
und denen der Alliierten AI« wichtiger
Lieferant von Rohstoffen (Eisenerz.
Holz). Lebensmitteln und Industriegü-
tern und seit 1*40 von dt. militärischem
ru
Intercvscngcbicl umgeben, mußte S.
politisch lasteten und Zugeständnisse
machen um seine L nabhangigkcit zu
behaupten Als Exil-und At»Hand {ins-
besondere anläßlich der Rettung «kn
Juden aus -» Dänemark und —» Norwe-
gen) und bei humanitären Hdfsaktio
nen am T nde des Kriege« spielte S eme
wichtige Rolle
Al» bkdJc Nashahmune der —
NSDAP muß dae «chwcii nazistische
Bewegung betrachtet werden, die
erstmal» 192b unter «irr Bezeichnung
'Faschistische K.impforganrsatiocv- im
Raum Stockholm hervortrat und ab
1929 unter dem Namen -Nat.soz
Volksportei- in ganz S. um Anhänger
schäft rang. I nter zwei ns alnierenden
•Führern- Birger FurugArd und Sven
Olof Lindholm - machte sie mehrere
Spoltungcn und Neuveretntgungen so-
wie I mbenennungen (Stenge» Natm-
nalsocialtstiska Parti. Njiionalsociaii-
stiska Arbctarpartiet. Svcrnk Sociali
stick Sämling) durch ohne jemals über
den Stntu» einer politischen Sekte hin-
auszukommen Ab besonders grotesk
muß angesichts «ier .Andersart igkcit
der Verhältnisse die Übernahme des
NSDAP-Programm» angesehen wer-
den Der organisierte Nazismus blieb in
der schwed Politik bt» 1*45 eine margi-
nale Erscheinung. Niemals war bei «len
RcKhstagswahten ein Parlamcnlsman
«lat auch nur in Sichtwette. Ihr Nestes
Ergebnis erzielten die NS-Parteica bei
den Wahlen 1936 mit 0.7’5, Strmmcnan
teil wahrend die 1inkcparteicn zusam
men rund 541% erhielten Bedeutsamer
scheinen hingegen jette Gruppierungen
gewesen zu sein. die sich im Vorfeld dc»
— Faschismus bewegten, meist aber
an die Konservative Partei gebunden
waren bzw in der Fuhrungsschrcht auf
Sympathie stießen. Dies trat heim
Schwed Nationalen Jugendverband
(SNL') besonder» deutlich zutage Anti-
demokrausche Neigungen wurden wie
Schweb
überall in Fungiu. auch von promi-
nenten Acrtrctcm der traditionellen
Rechten zum Ausdruck gebracht, ww
üherhaupt die Grauzonc zwischen
Faschismus und Nationalkonservatisi«
mu» im Falle S besondere Aufmerk-
samkeit »erlangt In diese Grauzonc
gehört die Bauernpartei, die in ihrem
Programm »«m 1935 die Rcinhahunc
der «chwed Rasse uigai ab eine ih-
rer H-iuptauleahcii propagierte.
/Uittrt A>4n
Sshwev i iitkI Schwv . c i Fk1<
vchalt) Republik mit 4 Mil! Einwoh-
nern (19)11). »ict Landessprachen
412M) qkm die ab 1938 I-* Anschluß
Österreich» i bzw 1**> ganz »om Herr-
schäft»- und Emßußgcbici dei Achsen-
mächte umschlossen war Auf sliikle
Neutralität und nationale lnteent.it be-
dacht wehrte »ich «he s -u» Äng»i vor
•C berfretndung- gegen ludische Emi-
granten au» Deutschland und Oster
reich, ua 19»a durch die Initiame zur
Kennzcwiinung «Jer Passe jud -dl Bur
ger mit einem -J- Die Scquesli«crung
»un Konten siclcr Holucaustopfer bi»
Mitte der 9tier Jahre huste intenuuo
nale Kntik aus eme I***» 1997 emge-
setzi«. K<fT>mis»ion von F.spcncn hat
die .Aufgabe Eigentümer ru ermitteln
und politische und mivrilischt Himer
gründe autzuklaren
Faschistische Organisationen bestan-
den in »kr V »eit den 2fte» JaJuen. Diese
Bewegungen, generell ah -Frontcn-
bezeichnet erlebten ihren Höhepunkt
in «kn Jahren 1933—19)3. waren aller-
«hngs kein Machtfakt<* in «kr Schwei-
zer FMhtik Nach l*4ü »ervanken «m m
der Bedeutungslosigkeit 1*43 wur«kn
sic durch die Schweizer Regierung »er-
boten. Die Fronten hatten »ich teilwei-
se in Anlehnung an «kn -» Faschismus
brw -» Nat soz «Jer Nachbarländer
entwickelt hatten daneben aber eine
eigene, heisetnehe Prägung Da» Auf-
*D
kommen dr* Faschismus in der S war
wesentlich eine Folge «kr geistigen.
wirLschaltlichcn und puLitnchcn Knsc.
in der web du* Land «eil dem F nd* de*
Ersten Weltkriege* bei and
Von den Fronten zu unterscheiden
i*l «ix -• X.i*bßdMirvinhjtian Jet
NSDAP IAO) tn der Schwei/ In ihr
on*am*icrtcn sich oftmals unter
Zwang Mitglieder der dt Kolonie in
der S Die NSDAP in der S verfugte
utvr einen landc*kcrtcr und über Orts-
gruppen in verschiedenen Stadien Die
Schweizer Rceicrune duldete den
NSDAP Ableger weitgehend Nach-
dem Landedetlcr Wilhelm Gustioff
|93*i von dem au» Jugoslawien »tarn
men«kn luden David Frankfurter
cr*ch«»**cn worden war. vcrbig dx
Schweizer Regierung die Einsetzung
cme* neuen I andesteiter* Diese* Ver-
bot wurde allctdinc» umcanten. indem
em Mitarbeiter der dt Gesandtschaft
in Hern die Neuorganisation der noch
bestehenden NSDAP-Ortsgruppen in
der S und damit dc facto die Funktion
eine* Landeskiter* übernahm Die
Audand*oruni*atk>n der NSDAP in
der S wurde erst am I 5 I445 verboten
Die Duldung Jer AO bt* 1445 zeigt
eiern plansch wie die S der dt Regie-
rung entregenkam Zu diesem F nt ge-
renkt wn men gehörte es auch, daß die S
den -• Achsenmächten ihre Serbin
«Jungs» ege über die Alpen Zulicfer-
dienstc ihrer lndu»inc oder die Dien-
vtc ihres Fin.in/p4at/e* zur Sertu/unv
Heilte In der Forschung und Offent-
bchketi war lange Zeil die Meinung
vorherrschend, allein mibtanschcr Al»
wchrwiltc. wie er «ich in General Henn
(iursan und der von ihm konzipierten
Alfx-nfesiitng. dem Reduit, verkörper-
te harte Jh \ vor einem Jt Angriff be-
wahrt lh-m militärischen AbwehrwU-
len entsprach die geistige Abschottung
trgvnubc't Deutschland die sich in det
demonstratrven Betonung Schweizer
724
Eigenart und Kultur t*og geistige Lan-
desverteidigung > ausdruckte
Baianl
I.Mmawr
Benwur t «Jeo «xsrAsiAZr drr «••rermKAm
NwraAMi Rde IS VI Havel 1TU
Uuwartws Daaut Za fmaaMar gn>A «r te Sitar
/VIl.pMJ. New.Miet I*"-l
kwl Iljas llnch Miß I tl|c O
>*»«• Jo k.*»re 4m fcAraül». Basel
IW. % 791 Hl«
tS. ara hqvrs O» 1.Awa.- ml 4» Mm W
/»M* .4w*vv»wMm«wm rwfi—Ar
AJWdV v«J W<z»aaoai */
nwiMbYs^ir«. Zarwh I*M
S|) s. Suberheitsdienst
*dP k Sudciendcntschc Partei
Srhnt» Die wichtigste dt geheime
Rundtunk-Abborinsriiution tn Berlin
Wannsee Der dem -• Auswärtigen
Amt tAAl unterstehende SonJer
dienst S- wurde im Juli I*a-M> unter der
Leitung von Kurt AleunJer Mau in
Betrieb genommen Fr verfolgte mit
Hilfe seiner Außenstellen (Pans. Buka-
rest ui) Programme au* ulkt Weit
in hi» ru i1 Sprachen »he übersetzt
und ausgewertet, tn verschiedenen,
täglich erscheinenden Bcnchtcn (z.B
-Funk Spiegel-• einen auafBWhhltcn
Pctscmcnkrcis (Staatsfuhrung. Reichs-
mini'icnuro für Xoiksautklarung und
Propaganda. OKW Dt Nachrichten-
büro) informierten Zu den Mitarbei-
tern tJan 1441 ca Nil Aug 1444 ca
7A«l» zahlte ua der spatere Bundes-
kanzler Kurt Georg Kx-*ingct Wegen
Kumpetciusxrcitigjreitcn mit Goebbels
wurde da» S am 22 10 1*41 der Inter-
rjJi«» Mi einem Gemeinschaftsunter-
nehmen von AA und Propagandamim
stenura. emserleibt Da* S war in «kr
nat soz Führungsspitze umstritten, weil
man dort die Verbreitung von Aus-
Undsnashnchten durch die Mitarbeiter
befürchtete Daher wurde «las S stan
725
dig von der FMtzet überwacht; ab
25.1.1942 wurde die Zahl «kr Empfän-
ger des «S Matcnak- drastisch einge-
schränkt. Die Auflösung de* S. erfolgte
Mitte April 1445 4teM/r.s««
Seekrieg In der Weisung Nr. I für die
Kriegführung vom 31 K1934 formu
lierte Hitler die < mindlage de« S »Die
Kriegsmarine fuhrt Handelskrieg mit
dem Schwerpunkt gegen England In
«kr SJettung vertraten der Oberbe
fehtshaber «kr Kriegsmarine (»roßad
miral Dr Ke. Ench Raeder. und der
Befehlshaber «kr U-Boote. Admiral
Karl Donitz. unterschiedliche Sulla»
»ungen von Scestratemc Raeder ver-
fugte «kn Einsatz aller S mittel v a
schwerer ÜberwasserMmtkrafte. ge-
gen die feindlichen Zufuhren, während
Don Uz tn erster Lime in «kn l Booten
da* am besten geeignete Werkzeug er-
kannte. feindliche HanJclstonnage zu
versenken und Kräfte zu binden. Ge-
mäß «kr Weisung «k* Obcrbctchhha
her* wuriien «he I berwassercmheiten
m «kn ersten beiden Knegsjahren ah
Han«kbstöret v.a. tm Atlantik einge-
setzt. wobei die Lr Boote nur einen
TeilaufUag zu übernehmen hatten; in
ledern Full aber war etn direktei
Vergleich dl Einheiten mit «kr zu
Kriegsbeginn zehnfach überlegenen
bnt Homefleel zu vermeide« Nach-
dem da* Schlachtschiff Bismarck, «las
zuvor da* bnt Schlachtschiff Hood
versenkt hatte, am 273.1*41 ebenfalls
versenkt wonkn war und «iic Schlacht-
•chdle Gnettenau und Scharnhorst so-
wie der schwere Kreuzer Pnnz Eugen,
abgesehen vom Kanaldurchbruch am
11J1X2.1442 zur Sicherung gegen cme
befürchtete Invasion Norwegen«, kerne
nennenswerten Erfolge hatten verbu-
chen k«Mnen. verbannte Hitler die
tnaicrialscrschlingcndcn und pcrsonal-
uttensrven -Dick*chiftc- zu Küsten
schutzaufgaben nach Norwegen und in
Svekneg
die Ostsee Der sich unerwartet lang
hinziebcnck -» Ostfeki/ug band jene
RüstungskapaziUtcn. «be Hitler - nach
crfolercichcr Bccnihgung dc* Unter-
nehmen* —» Barbarossa - *ctiwerpunkt-
maßig der KnegMrunne und der Luft-
waffe für «kn Kampf gegen «he USA
und gcecn England zur Verfügung
slclkn wollte Knegsserlauf und Wirt-
schaftskapazttai zwangen die Rüstung
«kr Wehrmacht teile icifcxh zur Im-
provisation. die KonKSfucnz war die
Konzentration <kr Kriegsmarine auf
die kleinere und wesentlich etfizien
ter einsetzbare U-Bouf-Waffe. Am
30.1.1443 wurde der - Sch lach tvchiffcn-
thusiast- Racikt durch «kn -Mo«kr
nisten« Dtnitz al« OberbeteMshaber
«kt Kriegsmarine ersetzt Dmitz rang
Hitler im Schulterschluß mit Rmtung»-
mimster Albert Speer in «kr ersten
Hälfte de* khres 1443 die Zusagen ah
die im -Fkxtcnbauprogr.imm 43« gip-
felten und den S allein auf «kn U-
Boot-Kneg auanchteicn Mit der gc
planten monatheben Fertigung von 411
I B. »oten - unter F>n*chluß neuer
K<Instruktionen -. Zerstörern und leich-
ten Seestrcitkrattcn hatte die Kneg»-
manne nach der Planung «pjicsicns
|4lx über II134 Einheiten verfugt
Nach Erfolgen un U-Boot-Kneg in «kr
ersten Hälfte «k* Jahres 1443 ging «kr
dt techmsche Vorsprung u a infolge
«kr nMargestutzten Luftnchcning und
der Decodierung des Nachnchtcnver-
*chlüK*elungs*v*tcm* durch beit L*
perlen | -♦ Enigmu) verloren, «he Ver-
lustrate überstieg «he Ncufauzahten,
«la Rohstoff- und M a tc na len gpj*»*e mi-
wic «be nslctnatrscbc Bombardierung
dt Industncanlngcn I -• I uftkneg) die
geplanten ANietcrungszahlen unmög-
lich machten Dx tnaterxlk und tech-
nische Überlegenheit der Alliierten,
die Luftüberkgrnheil und die über-
mächtige Anzahl von Siehe rungsfahr-
zeugen zwaagen die «h t '-Bsnüe in die
Sre+nwe. I »Irrwrlimr»
Defensive: Mrtic 1943 war die dl Nie
dcrlage in dci »Schlacht tm Atlantik-
besiegelt. daran änderten auch die viel-
versprechenden Neukonstruktionen
nichts die spater < irundlaitc für L-
Boot- Planungen sowohl in dci Sowjet-
wie auch in der Bundesmannc «erden
sollten Mil det Ausschaltung dci At-
iantikvtutzpunktc nach der -• Invasion
der Alliierten in der Normandie harte
die I J-Boot-Führung ihre Operation»
tuen verloren, Entwicklung und Ein-
satz w»g -Ktemkampfmitlch — Fin-
und Zwcimann l Boote und lorpcdo*
konnten nur noch (»clcgcnheitsertol
ge erzielen In dci I ndjütasc de» Krie-
ge* konzentrierte sich die Sfühtung rm
wesentlichen aut die I nterstutzung rle»
(Kthccres und sicherte den Ruckzug
von Verbanden der nicht mehr beste
henden Ostfront Die dl Scevtrciikral
le it ansporiKricn in den letzten
Knegsnwwiatcn über 2 Mm Menschen
- Soldaten. Verwundete. Zivilisten - in
Jen Heilen l -»Flucht und Vcrtieibung
aus den dl. OMgchieien) Der Befehl
von Domtz. alle verfügbaren Einheiten
der Manne tur die Räumung cinzuset
zen. sicherte Millionen das Leben (bei
etwa I4IIU0 Toten aul Seel.
GtaMtPaM« JfcAjal.'r
Muha f>ir «IruntJir
H*l« l 1 Fnnkfwi *d Mmk Menctec*
|<75
Scclriwe. I nlenwiimen Am In 7 H4o
befahl Hiller die Vorbereitung einer
Invasion in England, die. zunächst als
psychisches Druckmittel eingesetzt,
nui im Falk einet lottsctzung des
Krieges durch Großbritannien »er-
wirk lieht werden sollte. Da die Aus
Schaltung der Rosal Air Force, die
wichtigste Voraussetzung für die
Durchfuhiung des unter dem Codena-
men S laufenden I 'ntcrnchmcns. tn der
— I utlschlacht um England mißlang
7»
wurde S. am 17.9 von Hilter, der bereits
am 31J. einen Sieg Uber die L’dSSR
ah Voraussetzung zum Frieden mit
(•rodbntannicn bezeichnet hatte, »auf
unbestimmte Zeit- verschoben Am
IMJ2.1940 erteilte er schließlich den
definitiven Befehl zur Vorbereitung
des Feldzuges gegen die Sowjetunion
ll ntcmchmcn -• Barbarossa; -» Ost-
teklzug) Ktrunt Knrter
Scclower Hohen s. Rckhchauptsladt
Sekten Kleinere oder kleimte Reh
gmncgcTncinschatlcn die nicht wie die
großen Kirchen den Status einer Kor
per sc haft des öffentlichen Rechts be-
saßen staatliche Zuschüsse erhielten
odci durch Siaatskirchcnvertnge ge-
schützt waren Die S galten ah gefähr-
lich. well sie sich nicht aut die nut soz.
Weltanschauung verpflichten und in
da» nat »oz Hemchattssvstcra cinpas
sen wiühcn Sic wurden der Ausbeu-
tung ihrer Mitdicdci und der Volksver-
dummung sowie der Duichsetzung mit
Matiisten und Kommunisten hezKh-
tigt. Wegen ihre» Fanatismus und ihrer
internationalen Verbindungen der Ab-
lehnung der allgemeinen Wehrpflicht
und ihrer Weigerung, in der Rüstung*
Industrie mnzuarbeiten der Verweige-
rung des -» Eides und des —» dt
Grußes wurden sie schon ab 1933 ver
holen siete ihrer Mitglieder sertoigt.
ihre Vermögen wurden beschlagnahmt
I niet der nat soz -• Verfolgung hatten
be». die —• F rnsten HiK-lftHschcr t Zeu-
gen klurvas) zu leiden l -» Kirchen und
Rellguwt I CcMta» Vlnrtaww
Sclbsisthirtf Vdlksdl Miliz bzw Hilts
polizci.im September 1939 z I spontan
in poln Gebieten mit stärket dt Min-
derheit entstanden und fast von An-
fang an durch dte —• SS organisiert und
kontrolliert Der S. wur |93u im Gebiet
des spateren Rcichsgaus -• Danzig-
TZ7
Westpreußen an der taquidierung zehn-
tausender iVMcn (bcs der Intelligenz
uvwic Kranker. Juden und -» -Awvia-
ter») maßgeblich beteiligt, zunächst un
Ier dem Sfuhrer Westpreußen, 1 von
Alvcnslcbcn. dann unter der — Siche t-
hcitspolizci. Im Distrikt Lublin des
—• Generalgouvernements wurde der
S. ab November 1939 unter dem SS
und Poltzciführcr < Milo Globocnik bis
zur Ablösung durch den —» Sundet-
diensl im August l‘MO u a. zur Bewa-
chung jüdischer Arbeitskolonnen und
der ersten jüdischen Zwangsarbcits-
lagcr sowie zur Erschießung von Juden
und l\4cn eingesetzt In den übrigen
Distrikten und tm spateren W'artbegau
(—• WartheUnd Reichvgaui Nieh der
S im wesentlichen auf polizeiliche
Funktionen beschrankt Im ruman.
verwalteten Transntstnen wurde 1941
durch Einsalzkommandos der Sicher-
heitspolizei in vielen volksdt Doriern
ein S organisiert. nach eisten Judenet-
schießungen durch den S noch unter
Frnciitzkomrnandoc folgten umtangrci
ehe Erschießungen bis 1942 unter dem
-Sonderkommando R- der — VblksJt
Vfittcl stelle < VOMII K/oi
Selektion Entlehnt au» dem Vokabular
der Abstammungslehre, beschrieb S.
wahrend des Diitten Reiches die teils
nach Kntenen der N'S Ideologie teils
willkürlich vollzogene Zuordnung von
Menschen in die Kategorien -wert« und
-unwert», wobei letztere für die Be
Uoffetsen in der Regel da» Todes-
urteil bedeutete Mit S. tn Zusammen-
hang stehende oder sclcklionsähnbche
Vorgänge waren bereits vor der Er-
mordung uniicbsumci Gruppen imma
nentcr Bestandteil der Stigmatisierung
und Ausgrenzung, wie die Trennung
von «Juden- und »Halbjudcti« auf der
Basis der -Nürnberger Gesetze und die
Aussonderung von «erblich Kranken-
oder -Schwachsinnigen- im Rahmen
Senat
der Zwangvvtenlmerungca und der
-Euthanasie- belegen (-» Aktion I 4
-♦ Medizin I Im zeitgenössischen wu
gegenwärtigen Sprachgebrauch wird
der Begnfl in erster Linie aut die Suiui
tum in —» Auschwitz Hitken.iu bezo-
gen. wo nach dci Ankunft dci ( >pfcr an
der berüchtigten Rampe eine Trennung
m Arbeitsfähige und mcht Arbeitsfähi-
ge vorgenommen wurde I — Konzen-
trationslagcr. —» Vernichtungslager I Im
Naf soz. erfüllte dci Begnfl eine Dop
pclfunktion Zum einen umriß er die
rasscnpolitischcn Z.iehorstellungen des
Staates, dessen Bevölkerung einet
ebenso ladik.ikn wie permanenten
-Ausmerze- unlcrhegen s<»llle Zum
anderen diente S ww -» Fndlo-iing.
—» Sondcrbehandlung oder I tnsied-
lung (-» VoikMumspolilik i zur Ver
schlcicrung politischer und moralischer
V'erantwonlichke-iicn un Rahmen der
Mawtcnvcnnchlung l—» Rassenpohtik
und Völkermord) Offiziell wurde -se-
lektiert-. nicht ermordet, die Tater
konnten eich demnach uh Volfctrck
ker naturgegebener (tesctzm-ißigkci-
ten verliehen und pcimhiIkIk- Motive
hinter btofogivtisch-abstraktcn Gedan-
kengangen verbergen Zi.r»oi v.rr*./...
LlUPfMMK
WnllFüry /«»r 1 v Jrrrr>f- fMi
Ka«i:t9tr^r>rula<«Fidnlcfur Am Mau> I «5
Semlm <K/.I s. Sajaaislr
Senat Gepinntes Gremium von ausge-
wahlten -führenden Man ne m der
Bewegung- zur Regelung der I uhrer-
nachfolge und ab Bcnitungsorgan Hil-
ler verfugte am 21112.1932 die Bildung
eines «großen Partciscnats- der tur
den Fall seines Todes den Nachlolgct
bestimmen sollte Em Sctials-aai wurde
in München I—♦ Braunes Haust einge-
richtet. einer war in Berlin rm Reichs-
lagsgebaude vorgesehen < 19lT'3H) Em
Gesetzentwurf von Rcichsmncnmini-
ScftltCfl
«tet Wilhelm Fnck zu einem S de*
Großdl Resche» (14 9,|W| land nicht
die Zustimmung Hiilct* Auch die Ent
Scheidung über einen Irlaßentwurf zur
1 uhrer*ahl (Juh 1941) wurde »ertast.
Trotz weiterer l Beilegungen Hitler*
(1942) wurde das Projekt eine* S mehl
realisiert. Dc* »Führer»- gioßc Abnei-
gung gegen Beratcrgrcmien und seine
l nentschkossenhcit bezüglich dc* Pcr-
soncnkrciscs -erprobter Nat.soz • Man-
den einet rechtzeitigen Entscheidung
im Wege <4«n<v »eMw
Ss-rtwca (Srbija) I9ih wurde S bt* da-
hin unabhängige* Königreich, led von
-i Jugoslawien In der Wiener Verein-
barung vom 21 «224 l*MI wurde S aul
die Grenzen von 1912 zuruckgcluhrt
(510(1) km-; ca. 3.h Mio Einwohner)
Die Batschka wutdc *on -• l ngarn an-
nektiert. Syinucn von • Kroatien, der
größte leU dc* Kosovo von — Albani-
en. det südliche und oMbchc teil S. und
der Reit dc* Kosovo von — Bulgarien.
Der *crb Banat gehörte formell zu S.
.stand afci tatsächlich untci Kontrolle
der dt Minderheit (1300(0 von hSO(MM)
Einwohnern) Da*strategisch und wirt-
schaftlich wichtige Territorium son
• Rumptserbicn- wurde unter Militär
Verwaltung de* Drillen Resche* fc-
«teilt, mit einem militärischen Oberbe-
fehlshaber an der Spitze seit 1942
»Kommandierender (»encral in S- im
Mai 1941 entstand eine eigene «erb
Verwaltung mil geringen Kompeten-
zen. die mit der dt Besatzung kollabo-
rierte ab Ende August 1941 von Gens-
rai Milan Nedn geführt wurde und son
der l'nlerMUtzung der selb. taachMti-
sehen Bewegung -Zbor- abhing Dci
Aulstand von Kommunisten und Na-
iMmahsten (-» Cetniks) tm Sommer
1941 führte zu brutalen Repressalien
gcecnubci der Bevölkerung, in S wur-
den nwhtcrc -• Konzcntrution*l4gcr
eingerichtet (—» Saimtsic. St*, ^abac).
7»
Bi* Februar |942 ermordeten die dt
Besatzer ca 40 (MX) Geiseln (nach der
Quote I HM)), darunter bt* Mine 1942
14Mmi serb Juden Die Repressalien
wurden auch aut die son Nachbar-
ländern okkupierten lernloncn aus-
gedehnt S wurde im Herbst 1944 von
iueoslaw Partisanen und der Roten Ar
mee befreit (— Balkantcldzug)
Uw»
<*boa *. F ndlosung. *. Ra**cnpolitik
und V olkcrmnrd
Mchcbwhnin *. Wrstfeldzug
sohcrbcitsdH-nst (SD) Der 1931 unter
leitung von Reinhard Hevdnch zur
t'bcrwachung gegnerischer Parteien
und Organisationen und innerpartei-
licher Opposition eingerichtete -I c-
Dicnsl- erhielt wenig spater die Be-
zeichnung S (SD) des —» Reichst uhrer»
SS Nadi 1933 wurde ein leti seiner
Aufgaben nach und nach von der -♦
Geheimen Staatspolizei übernommen,
wahrend andcic Nachrichtendienste
der Partei so da« Amt Information der
-» DAF in ihm auf gingen Seit 1937
war er im Inland damit belaßt. Nach-
richten über weltanschauliche Gegner
zu sammeln und darüber in »Leilhel-
ten zu informieren, die Stimmung det
Bevölkerung zu ermitteln und tur die
-♦ V/WJunem u«o dem Keuti auszu-
werten und in Einzcifallcn über poli-
tisch* Zuverlässigkeit zu urteilen, er
Italic abet auch erheblichen Anteil an
den Planungen tur die -Ausbeutung
annektierter Gebiete Dem SD Haupt-
amt. 193*) Amt III dc* —• Rcn.hssn.hct-
hcits-Hauplamtc«. unterstanden im
Rcidrsgebict bi* zu 52 SD-(leil)Ab-
schnitlc mit 51 Haupt- und 519 .Außen-
stellen bei denen tur die (1944) MX?
hauptamtlichen SD-AngehiWigen rund
3IMMM) S-lxuie tätig gewesen sein
sollen Der zAuslandsnachnchtendienst.
729
zuletzt unter W Schdk-nberg unter
hielt ein Netz von Agenten z B un Vati-
kan. arbeitete mit ausländischen faschi-
stischen Gruppen und dt. Minderheiten
zusammen lieferte den Vorwand für
den Angriff auf Polen (-» Gletwttzer
Sender) und bereitete Sabotageakte
vor AI» Angehörige des SD wurden
auch alle Beamten und Mitarbeiter der
-* Gestapo und der Kriminalpolizei
geführt, wenn sic der — SS angchorten
(1944 etwa 6500 hauptamtliche Mit-
arbeiter); beim Einsatz in besetzten
Gebieten trugen sie daher das SD
Abzeichen an der I niform was dazu
beigctragen hat. daß die —» Einsatz-
gruppen und Dienststellen der -» Si-
cherheitspolizei und de* SD von der
Wehrmacht abgekürzt als SD bezeich-
net wurden. 1944 übernahm der S
den militärischen Nacht ich icndiern!.
die Abwehr, einschließlich deren Füh-
rungsspitze im OKW soweit sie nicht
dem militärischen -* Widerstand an-
gehörtc. Det Internationale Mihtärgc
nchtsbof ui Nürnberg erklärte 194t» den
S zur verbrecherischen Organisation
t rtrr*far-
Amnsu«. Shlu«nu ArvU»«'4 Wr»a»»S mmI 4>r
Z»t4»<ru h« AW KM räriMpu 4MU 1Z» M»t»|pn1
1971
HoN-Tvch H-m» VrUi.-r»« om< An»*
(AmwiMtsl rait Lmlviluagl Neuwird tkiiui
I4DS
Bommer Pem i Hg ) t*r Amr» *a«r "u> Bd 1
Ljttriimtut */ tndtrr UrUangm itrt iiJtrf
hrmdtrnim «K- SV uni 4rwi Gndnww fc.'Nnrr
Z9J7-/*#/ IW - iagrhOfcAi» un «mn Mjjc)
ImiZ tll - /<M« KnHcnr I***. IW
Rantnic Alwin Dr» SliArr*>U>4iflur 4rr SS tk<
Im (Ow) IVX)
Sk-fsefheitspiilizei Zwischen Eiühiiihi
1933 und Januar 1934 übernahmen der
» ReichstUhrer SS (RFSSt Hcinnch
Himmler und sein Adlatus Reinhard
Hevdnch. Chef de* -* Sicherheitsdien-
ste* (SD) da* heißt dc* von der SS gc
stellten internen Nachrichten und Rn-
Mi)M-«lN'il»|M»lori
lizcidicmt* der NS Bewcgutic. in ta
scher Folge die Ämter bzw Äbu-ilun
gen der haitischen Polizei in den ein-
zelnen Landein des dctttichen Reiche*
(in Preußen eochah da* tm April
1934) Dabei losten sic die Rilitischen
Polizeien meist twreits unter iler Be-
zeichnung -♦ Geheime Staatupoli/CT
(Gestapo), au* der Zuständigkeit der
staatlichen Verwaltung und au* dem
F influß det -»SA deren Führer in v le-
ien ländern und Kommunen fWtzei-
chefs geworden waren; bald konnten
uc die vcrscibMändiKtcn und nun zum
SS-Apparat gehörenden Ämter prak-
tisch wie theoretisch (da* heißt durch
Gesetze- und Verordnungen) auch von
der Bindung an Recht und Gesetz Id-
*cn Die I ntcrvtcllung der lAvhlischcn
Rilizeien unter den RetchMuhrer SS
machte aus dem Prozeß zugleich einen
Zcntraliocrungsvoreang Schon tm Juh
1934 durfte Himmler als RFSS und
Chef dei Iheutschcn Rilizci» figurieren
und dem SD die Gcitnctcrmittlung.dcr
Gestapo die Gegnerbekämpfung al«
Aufgabe zuwetsen Nächster Schritt dc*
An«chlusse* der Polizei an die -» SS
war die Ernennung Himmlers zum
»RFSS und Chef der Deutschen Riü
zei- am 17 6 1936. Himmler verfügte
sofort die Wiedervereinigung von RiU-
ttscher JAilizci und Krunimalpoltzer.
allerdings letzt al* Anschluß der Kripo
an die SS Gestapo und Knpo bildeten
von dn an al« »Sicherheitspolizei» (in
einem -Hauptamt SscherheiLspolizci»
vereinigt), «nev Schuuketpv de» Dttl
ten Reiche*, da* al* glcichtäm gnt- '
lichte* Instrument nur mich de* -Fuh
rerwillcns« zu fungieren hatte. Die In-
tegration der Kripo in die SS kam auch
darin zum Ausdruck, daß die Polizeibe-
timten ähnlich wsc die der (hdnungv-
polizel - veranlaßt wurden tn die SS
anzutreten, und dort einen ihrem Mi
zcidicnMgtad entsprechenden SS-Rang
erhielten Den Abschluß des Integra-
N^l
tMMMfWUKMO Mellte ihc Schaffung de*
Rcich»«as-hrrh«nt» Hauptamt* iRSHAf
dar (27-9. IMtsj. m dem die Swdtcthettv-
fxduei mit dem SD zusammengeiegt
war
/»TT« Vtasfcau
"wgwal llliistnertc Zcits-hnfi die läta-
gtg ><« April 1940-MHZ 1*45 ab Me-
dium der Ainlandspn^nganda tm Dl
Verlag Berlin (ehern l IlMeio »m tws zu
2H Sprachen erschien. Dk VulUee be
trag 1*43 mehr ab 15 Mio f tempiarc.
das aufwendig und ottraktrs gestaltete
Blatt erschien unter der Verantwor-
tung des -• (»KW ab Organ der
Abteilung WehnnaciMpti^Mganda Re-
dakteure Uukt?l Giselher Wtraute (
»le Mitarbeiter l»H Waller Kiautehn.
Iduird Rhein und Kun Zentner l
waren teilweise auch in der Nach
knegs/eN crloigrm.'h m der «cstdt
Publizistik tätig Aufgabe der Zeit
schnti «ar ev »an den kerftainm*e«i
in Deutschland ein fxnitiscs Bild ru
zeichnen die Erfolge der NSDAP und
Wehrmacht zu serherrlKhem Jl Orga-
ruxalmnMaicnt ah «orbikflKh Jarzu-
stclten und damit der Vkett Deutsch
land und da* »Neue E wopa- ah erstre-
benswert zu zeigen -S iM die Zeil
schritt des Neuen I uropa » Nach des
VirstcRungen des OKW und des -•
RcKhsuuniMcrium» lut VolkuufkU
rung und Propaganda »Ule S die -•
Achsenmächte tn ihren Kr»egsansircn-
euncvn moruinch Marken und in det
poebok gischen Kriegführung unter-
stützen. ferner versuchen, -da* Ver-
trauen und den Arfsertsutlteti der Be
»oikerung besetzter Gebiete- zu ge
»innen und die Iksnkctunt der neu
traten Staaten tm -prodt und uniteeg
7»
tierischen Stnne« zu beeinflussen. WW
-»Ihn Ära* halle i Zugang zu Sem-
dcrmfc<rmatKinen und vermied allzu
gmbwrfdachtige (auch antisemitische>
Prop*f*nd*,ont
H.crpvu h»;
Iwiwe
Era kowwawwra WwaM i^frscsk*
waw. «Uttt —wwdrrw» Brwaa» mw der PW»
II» Sirr Wer DeaWeBen WctiaaAi
«M.-
Sinn und R«mm Seil Jem 15 Jh M
Mittcteurupw lebende au* Notdmdicn
Mammende Minderheit die oftnuh
zu Sundent»«en der MehrftertsgeseU-
sJtaft abgestempeil zahlicKben Dts
knimmcrungca und Beschrank unten
unterworfen war Dk — SS begann be-
reits 1931 nut der Erfassung der auf-
grund ihrer -Rasse» ah «l ntermen-
sehen- gehenden -Zigeuner« I-* L:n-
tememeh Propaganda i. deren Erfor-
schung rau der Gründung des • Rassen -
hsgicne lnMitut*- 1936 in Berlin unter
l citung von Dr Robert Ritter em wie
sen*chahhchet An doch verliehen «er-
den sollte i — RassenkundeJ. »Fhegrn
de Arbeitsgruppen- de» InUxtut» er
Weihen etwa 24<iil -Gutachten- mit-
tels genealogischer Erfassung oder
anthropologischer Vermessung. tn de-
nen die S s««m -reinrassigen» bi* zum
•Achtel Zigeuner- klavifincrt wuidcn
Diese Gutachten dienten ab Grund-
lage fur die M’Jkte -» Deportation
Seit 1933. »erstarkt »eil 1916 wurden S
auf dem («csetzesweg svMcrnatnch au»
gegrenzt und m «Zigeuner-Gemein
schaftviaerr- gezwungen WV> wurden
ktl Sinh nach — Dachau cingetielert
in emer rcuhsweiten Serhaftungsak-
tum »am 13 -1X6193« wurden unter
dem Mantel der -vorbeugenden Ver-
brechensbekämpfung- arbeitsfähige
Minner (Artseitmcbcue. -♦ Asoziale)
rar — i.'unputxn nach Dachau. -»
Buchenwald und -» Mauthausen set-
TM
schleppt Am SI2I9U schuf Himm-
ler mit seinem -Grunderlaß- rat
-grundsätzlichen Regelung der Zigeu
nerfrage aus dem Wesen dieser Rasse
heraus- «he (<«rmahündische Grundla-
ge fttr die Deportation die in den Zu-
ständigkeitsbereich des Referats EV B
4 und des Amtes V de* — RSHA hd
Seit I ?.!<k 19*1 duTTten S aufgrund Jes
»kcstschrcibungscrtasAcv- ihren Wohn-
en nicht mehr »erlassen und wüten
•bt* zu ihrem endgültigen Abtran»
port- in SammelLagem konzcnlncrt
•erden AH -Modefl*ersuch« wurden
2N»t S am MKS l**4aj m da» —• Gene-
raiguwemement deportiert und dort
unter erbärmlichen Bedingungen m
-» Ghetto» und —♦ KZ rar Zwangsar
beit eingesetzt In l\dcn *«4h»men. tat
Baltikum, itn Kaukasus, in der l"krame,
auf der Knm und m den Karpaten
ermordeten die ini Rucken der
Wehrmacht opcnercnden — Einsatz-
gruppen »eit Sommer PM1 Zchntau
sende Roma Dw Entsatz truppe D
neidete in SüdrutUand die «LaqtMdw-
rung» *wn 231b -Ztfetinern- in »ech*
Miwiaten Im Dezembci 1941 wurden
5«U S au» dem Dt Rech Rumänien
nd ( ngarn m das -Zigeunerlager - tm
Ghetto -» Lodr deputiert dw l berie-
benden der katastrophalen Zustande
wurden in -♦ Chelmno Kulmhof »er
gast. Bewwidcr» grausam wur ihc Ver-
folgung der S m Jugoslawien Am
Ih 12 1942 befahl Himmler alle noch
n Reichsgebiet und in den besetzten
Ländern Europas lebenden Zigeuner
mnchlrngc. Rmn Zapeuner und Air
gchiingr zigruncrtscher Sippen haL
kannchcr Herkunft in ein kruro-
tritiotrdagcr cinruwciscn- Aufgrund
diese* • Auschwitz Erlasse»- und der
am 29 I 1943 serotteni lieht en Au»
fuhrunitvbcsiimmungen des RSHA
wutden ab März 1943 über 22(0) S au»
elf landein Europa» - nur Bulgarien
widersetzte »eh - nach -• Auscbwitz-
*Mpp*«t*Kii tdrr SSi
Birkenau deponiert Dort war Ende
1*42 wn Abschnitt B II e cm »Zigeu
erläget- cingcnchtct wurde«. Dw
meisten der etwa 23ÜÜÜ dort leben-
den Häftlinge f|O737 au* dem alten
Reichsgebiet und 2343 an* (HlcrrcKht
*uthcn an l'aicrctnahtune Seuchen
und Mißhandlungen einige auch durch
dw -♦ Menschen»ersuche dw S auch
m anderen KZ erdaidea mußten Da
der erste A ersuch das ♦ Zigeunerlager -
m Auschwitz am 165.1*44 zu -üquidic
ren- am Widerstand det verzweifelten
Manner scheiterte «unten in den l<4-
genden Wochen alle • Arbeitsfähigen»
in andere Lager scrbtachL dw zur tick
gebliebenen 2>W‘ S wurden tn der
Nacht vom 2/3 K 1*44 m* Ga» ge-
schickt Aach Bach dwter »laqnidte-
rung- dc» «ZigewnerUpm« wurden S
Bach Auschwitz dcport»erl insgesamt
wurden mmdeoem PUH S m Au-
schwitz enmwdet Die (»esamtzahl der
Opfer «les nal mm. Rassenwahn» unter
den S Ml schwer zu bestimmen da kei-
ne genauen Angaben über <he Er
Schiebungen und Miudn tut hegen
HiKhrcchnungen und Schätzungen
zufolee fielen mehr al» V*im> £ der
Verfolgung zum Opfer, darunter 25<»m»
Jer älbii' von den Nat wv erfahren
dl und österr S (-• Raocnpofitik und
Völkermord). i«pUii«^pl r-
f.WMWW
Masouä. MkJHÜ U. wW wr kHueLovawa *
Dn MMrmM«r>wr VaArvaNMg «« 4<w bar mZ
«mm Ücrtmn
Rmr Irm« iM* t fb* awwan-afc*»*
l aftr»w »if «• ätw tem «>U «mm IkiWclsoe
!«*'
ZawnemwiB Mwhwf mU —>
rat Dw ..-Maiwote Lmw* 4m -/*»
Mppenhweh (der SSI Persooctiscr-
lodmtv des — Ra»«c- und Siedlung»
Hauptamtes der — SS. in dem dx Fa
mitten der SS Angrfhingcn regiMnc-h
wuriten Grund für «he E intuhrung des
S »at die Hciratsgcnchmigung «tes
Retchduhrcr» SS die jeder ss Mann
laut Befehl A Nr ö5 *«>m 31.12.1931
des Rochslührer« SS ctimihoten harte
Dte f mttijunt der Farnihen ctfultlr
dann na<.h Ertohmg der Hcitalsgc-
nchmtgunr «wter Bejahung «te» Fintra
gWlgsgVSUChes- 44oa funk«
sipjM nforMhuag Nat uv Kr/rK*minr
für Abstammung» und Verwandt
•chaftsJehri Oe S «urdc mshesomkre
beineben. um den erb- und rmsekund-
heben — Abstamm«»ngsaachwcr» zu Ci-
hat ten. der «sm der RenrhvtteUc tur S
(I2JLIM0 m — «RerchsNppcaaml«
umtsiunnii ausgcgebcn »urdc Sach
dem Erlaß dc» -» Gesetze» zur Wie-
derherstellung dc» Beruf »beamt ent um»
»i<b 7.4 1933 und nach den -* Nürn-
berger Gesetzen »nm September 1935
• ar die S tur die Bestätigung der
•Deut sch Hutigkcit• wichtig. da ab jetzt
««ffizicU zwischen • Anem- und -Nichi-
Arictn- unursefueden wurde. Die S
bestand tn der Beschattung son ur-
lundluhcni Material Uber die Herkunft
der eigenen Person und Familie um
daraus Sippen bzw Ahnentafeln er-
stellen zu können Danut hrlaill waren
neben dem Rcicfas&ipjteaanu und dem
Atm tur S der NSDAP mehrere lastr-
tuic und einzelne Forschet. du. t H der
Vereinigung det Berut*Mppenlor»cbcr
e V oder einer (hgamsation des Volkc-
buntte» der dt uppenkundhehen Vcrci
ne aneeschkssscu waten in. /—•a.
Spjxnhafttuagl R«.pre»Mo*»maßaab
me. die »Kh gegen Fanuiienaageboope
fwdMmhcr Gegner nchtcic und diese
nut Vermögen Freiheit oder Lefvn
haltbar machte Die S «heute der Be
«tr.düng bzw Abschreckung. Sie wurde
zu Beginn des Dritten Reiches scrcm-
zch nach dem gescheiterten 1 msturz-
»cTsuch »om -» M Juli 1*44 erstmals
umt iiscnd etn gesetzt Ferner wurde Me
7J2
auch peeen die Mitglieder des -» Na-
tMWialk.wmiec» -Freies Deutschland-
anec wendet Für den Vollzug der S
wurde eigen* ihe Gruppe XI in «1er
«SonderkonunrsMOW 21» Juli» de» -•
RSHA unter der Leitung »on Kari
Neuhaus geschaffen die ab Antang
August tätig wurde Am 2141.1944
wurde im RSHA em neues Referat IV'
a b c s* unter Frust Janisch al»
ständige Institution errichtet Da» -*
OKU beiahl »pater die Ausweitung der
S aul die Familien »tm Deserteuren
(|9.ll.l*44i und VVchnMchtcanpebcn-
pvn -die tn der Kriegsgefangenschaft
Landcscemt begehen- (5245k Dazu
zahlten auch dtejerugen. die in dm neu
träte .Ausland geflohen waren
Alrulawto
'MttiKhknt»prozr»»e s. kirihri und
Rcfigion
Siuknct tfrz Jrote de gucrrc. engl
pbooe* »ar) Bezeichnung für die »um
Bepnn dc» -• FMIeafeklzag» bis zum -•
Wcstlckdzug wahrende ohne größere
Kampfhandlungen »erlaufene Phase
an der dt Westfront die «ter Wehr
macht die zur V erlegung ihrer Truppen
wütige Zeil »emhaffte Wahrend «te»
Bdenfekl/ug» »erhielten »ich die weni-
gen am -w Westwall summierten dt
Inippen passi» um keine frz < Wlencnc
zu pr««*« vieren letzt bch resultierte
«ter S au» der Entscheidung GnAbn-
tannicn» und Frankreich», «ten Krieg
gegen Deutschland zunächst aus der
Dcfcn»i«c zu fuhren und währenddes
«en ihre eigenen Streitkräfte autzuru
»ten Aarww Arw*rr
SWwakci Der slowakische Staat ent-
stand ah Ergebnis dl Druck» aut «ter
laeung »te* slowakischen L^mdtagc»
am 14 t |9*u. rm Nebenprodukt der
Zerschlagung det — l «chcchoslowakei
durch Hiller Er war cm Satellit «Jes
TW
Dritten Reichen «la» ihm «m Marz 193*
den sog Schutzs et trag auizwang Die-
ser ordnete die Außen Mthtar und
Wirtschaftspolitik «ter S «ten Bedürfnis
sen Deutschland» unter Die S galt ah
-Mu*ter*taa1- «te» »on Deutschland
hehemchlcn Europa Sctum tm Vp
temher 1*3* schloß »ich «ter »towaki-
schc Staat «tem Angriff auf f\4tn an
(-• IMenfcidzugi un Noscmher 194h
trat er dem -* Antik«imintcmpaki hcc
wa» dann folgeorktig zur Kncgscr-
klarung an die Sowjeturusm sowie an
«hc wcsiiaiicn AUucttcn führte Der
skiwakrwhc Staat umfaßte eine Flä
ehe »on bi <ö> kur’ und hatte 2h53tl53
Einwohner <Dezember l*4li) dason
NUfnit Tschechen 13Q«*lt Deutsche.
Ni»n l kramet. <»7lMWI SLagsarcn.
Wiaat Juden und 3tMMi Roma Nach
«ter un Juli 1*»39 »rrabsctncdclcn Ver-
fassung wji «i*c S eme Republik An
ihrer Spitze stand als Präsident der
Priester 1 Tim Da* hcKteste tesetz
prbentte f Irgan war der «k>wäktschc
Landtag der noch in «ter Zeit «ter sog
zweiten CSR. un Dezember 193h. ge-
wählt wollten war Die Voiizugsgewah
in Jen Hindin einer ncunkipfigen
Regierung, die tm Juli 194ti und Sep-
tember l**44 umgchaul wurde An ihrer
Spitze stand V Tuka
Da» Staatsregmie hatte totalitären
Charakter Emen cntscheKtenten Platz
nahm du Slowakische Hlinka Volks
parlei iHSLSlein.«teren (bhicmte Ver
tretet auch hivhste staatliche- Funktuv
nen tvkteideten Prashtent 1 Ftso war
gleichzeitig Vorutzender det Volkspat
ict und benutzte «ten Titel -Führer«
Die V olkspaitn harte auch ihre bewaff
neten Komponenten die Klinki < iar-
de und die Hhnka-Jugend Innerhalb
de« Staate» »oitzug »ich ein Macht-
kampf zwischen konsersatisem und r*
dilcakm Fluge! Bente Gruppen setzten
txhMiw-he Prinzipien und eine enge
KoUaboratwm mit Deutschland durch
Ntewakci
Sw unterschieden sich nur m »ter Art
unJ Intensität del Durchsetzung ihrer
Ziele und perumlichcn Machtaspua
turnen Durch einen Pmrctl der -» An
wenrog nach Jem Muster Deutsch-
land* wurden d«. -» Juden au* dem
Wirtschaftlichen und olfenttebcn Le
hm ausgeschlossen Mit Hunderten
antisemitischer Verfügungen wurden
sic nach und nach ihrer politischen
burgcrlichc-n und mctrwhlKhcn Grund
rechte beraubt IW? wurden aut «h
Druck *«wn Gcbtet dc* Slowakiscticn
Staate» tw» zu S8OU0 Juden in «he
-• Vcnuchtuiigdagcr dopet «eil D»c
S war aber em mchi deckt okkupier
Ier SateflilcnMaat «ter daher die —
Depcvtatwnt «ter Juden mit eigenen
aiteuiustiatiscn und Machtmitteln
durchfuhrtc 1 — Ra«**-np»4itit und V«4
kennend)
Seit Beginn «ter Fcrsicw «K-s sfc»w.«k
Staate» gab es auch Widerstand gegen
da« Regime and «he Allianz nut
Deut«chtend Dw Resistenz gipfelte
Ende August 1944 tm Ausbruch eine»
te gesamte Nation urnlasscntten he
waffneten .Xuisxands Zu «einer L'nter
druekung wurden dt Militär- und FMb
zeiemhcilen crüsaiwJi die gleichzeitig
dte zweite Etappe «ter Jiatemtepixta-
tfc<i durvtltuhrten Etwa UN«) Persti
neu wurden depcwitert und über W«Mi
Menschen «hrckt in «ter S ermordet
«Jarunter nicht nur Juden, sondern auch
amterc Burger Del dewak Staat Hieb
etaer der letzten potnitehen V erblinde-
ten des Dritten Retcbcs Er ging im
Apni 1*45 mit der nubUntelten Nie-
derlage DeutschUn*h unter
4a*naa >ZnaU«4«
fjwrrwa>r
k»v, H<w /l«r /»4*i «W« flnwr« U«*n
<m»wM>.r MiaCw »Wv f«0 ia. «rmf
;wr £zk*wfamr 41« i • r.-uHmWo» iatrf
tanynstad w <a^«a>wnfw Düs h«x1»«»« IW«
Lgwctet tadbte» Dir Jhhw •• Sfow«k»Mhrw
fa.« MW zur VuKhm IW»'
S*e«4«*kct huouiee
'Mautewskrr Komii«-«- Nach einer m
«ktn dl. bcidztcn Smolensk im Herbst
1*11 von stalmteindlKhcn Bürgern
vergeblich versuchten Kmuice-Lirun-
dung griff der un Juli 1*42 in dt Galan
gensciutl geratene anlivtaiinislische
General W Ussow i — Wkwm Armec)
den Gedanken nieder auf und nef am
27 12 1*42 da* 's ins Lehen nachdem
er bis dahin aul die Abfassung und
L'nlerzc-Khnung *«m anttstabnislischcn
Flugblättern beschrankt gewesen war
|cd*Kh ertötete die Gründung der S be-
zcrdincnderweise nicht in Snu>len*L
sondern in Berlin und blieb, obwohl
Wlasauw am 25 J. 1943 ein Manifest un
Namen einer Russischen Bcfn:iiinr*ar
mcc scroffentlKhcn konnte, in dem er
zum Kampf gegen den Stalinismus auf
nef. praktisch eine propagandistische
hk non. da Hitler bi» zum Herbst 1*44
die tatsächliche Aufstellung einer Ru*
soeben Bef iciunjrsatmce untersagte
SoThIhm -» Scrmchtungslager der -»
Aktion Reinhardt. <m Marz/April 1*42
tm östlichen — Generalgouvernement
errichtet, ab erkennbar geworden
war daß -» Beize c zur Erfüllung des
Mordprogramnt* mehl ausrex.hu- (-♦
Ra-vwnpolitik und Völkermord. -»
Endtoxung, -» Wanrnce Konferenz)
l a bezüglich der Abtrennung des Ver-
mebtung»- vorn Empfangs- undVcrwal
tungsberewh des Lagen* das eine sta-
sheldrahtumzaunic Flachs- von Nit«
•Ul) m ernnahm. «leihe & eine verhe»-
serte Nachbildung von Beize* dar
Betrieben wurde S von etwa 30 An-
gehörigen det -• Aktion T 4 wohn das
sog Euthanasie Personal u a rm Hin
blick aul die BewachungMufgabcti und
den Vcmwhtungspriwtt von ca. lut
-* «Irawniki*- Knegsgefange
nen va ukrain. Hcikunfu verstärkt
wurde Der erste Kommandant des La-
gers. Franz Stangl. uK-rtrug die ihm aus
734
Betzes bekannten lauschungsrtKtho-
den und Totungstcchnikcn auch aul
N wo von Anfang Mai 1942 bis Som-
mer 1944 (mit Unterbrechungen) etwa
2501NÜ Juden ui am dem Distrikt
Lublin. dem Reich der Slowake» sowie
Frankreich und den Niederlanden er-
mordet wurden In einer beruhigenden
Ansprache wurde den in Zügen hier-
her deportierten Juden ihre Umsied-
lung angckündigt Diese erfordere je-
doch zunächst - nach dem Deponieren
von Klcidunc und Wertsachen »owie
dem Schneiden der Haare bei den
Frauen - ein Bad Unter diesem Vor-
wand wurden die Juden gruppenweise
m die mit kohlentnonoxvdhaliigen
Abgaben eine* Dieselmotor* betriebe-
nen jedoch ab Duschen getarnten -*
Gaskammern getnehen Dk- zunächst
nur in Massengräber geworfenen Lei-
chen wurden ab Sommer 1*42 auf
Scheiterhaufen verbrannt Etwa zur
gleichen Zeit wurden neue -»Gaskam-
mern errichtet. was zu einer A erdoppe-
hing der - fotungskapazilat-* aul 1300
Menschen pro A'ctgasung führte Et-
wa 6DÜ-l(mi Juden wurden au» den
ltjn*p«xien .nisgcwahlt und zu diver-
sen Arbeiten im Lager und beim
Vernichtung» vor gang eingesetzt - was
jedoch ihre Ermordung nur kurzfristig
aut schob Seit Juh 1943 wurde von
Himmler die l mWandlung von S in
ein -♦ KZ betrieben, nach der Nie-
derschlagung eines Hattlingsaufstands
am 14 101*43 wurde das lager je-
doch aufgelöst. und man versuchte,
alle Spuren des A erbrechen« zu verwi-
schen ZKirstnt W<qpw»
I WVWMgr
\r.»d FfTiMJuAa TJbr
UpWl'M Ä4 1«A*4'Ü t 4Mlf\ HktaMngQgblft
lodldlUfteHU |M*7
Soldatrnbricfr v Sacfk nw-Jacob-
Gruppe
735
SoW-Kreis BunterlKhe Opp*>Miiom-
gruppe um Hanna Soll. Witwe des 1936
verstorbenen dt Botschaften in Tok»
Wilhelm Solf Dk Kritiker und Gegner
des Hitler-Regimes, die sich sporadisch
hei ihr trafen, waren zumeist ehemalige
oder aktive /Angehörige dc* diplomati
«chen Dienstes. Zu ihnen gehörten u a
Generalkonsul Dr Otto Kiep lega-
tionstat iD Dr Richard Kuenzer
und Botschaftvat a.D Albrecht Gral
v Bernstortf Dk- rund zehn Mitglieder
des S. unterhielten viel faltige Bezichun
gen zu anderen Opposit»mellen Der S
stellte ein Forum de* Meinungsaus-
tausch» dar und war Basis der Wider
standsaktiviutcn einzelner Mitglieder,
die Aerfoigten des NS-Regtmes zur
Flucht verhalten Die Einschleusung
eine* Spitzels durch dte — l»esupo am
10.9 1943 führte im Laufe des folgen
den Jahres zur Verhaftung der Mitglie-
der des S Die meisten von ihnen wur-
den hingerichtct (—♦ Widerstand)
-t»M G<r»<4,
Sommerzeit Da* Aorrucken der I hr
um eine Stunde gegenüber der MEZ
dient der energiesparenden besseren
.Ausnutzung Jes Tageslichte wurde im
Ersten Weltkrieg (ah |9|hf erstmal* m
Deutschland praktiziert und durch
Aeronlnung vom 23.1.1940 wieder ein
geführt Die S. galt vom März bis Sep-
tember Die Kapttulatumsurkundr von
1*45 wurde wegen der S. aut M Mai
23.01 MEZ datiert, das entsprach nach
det S. dem vereinbarten Zeitpunkt 9
Mai UO.OI Uhr Im Nachknegv-Notjahr
1947 galt die -doppelte S» mit zwei
Stunden Atmprung vor der MEZ.
Ifcw
-Sonderauftrag I tou *. Lina
Soadrrbc handlang <SB) Tarn begriff
für die phvsrschc Vernichtung Einzel
ncr sowie ganzer Gruppen i zumeist im
SowUerdknM
Gefolgt einer -• Selektion I rassisch
politisch ixJer aus anderen Gründen als
gefährlich erachteter Menschen
(Reichs feinde Gc-mcinschaftsfrc-mdc
|-» Asoziale), —» luden Zigeuner |--
Sinti und Roma| u.a ) Anderen Korn
pouta nut Jem Bestandteil »Sünder*«
vergleichbar I Sondetkommando. Son
deremsutz). erhielt S «einen spezifi
sehen Bedeutungsinhalt erw aus «ler
staatlichen Au-rwahunespravts die *ich
um Verschleierung ausaennktfderi-
seber Projekte bemühte Runhaid
Hevdnch definierte S im September
19.19 ab -solche Sachverhalte, die hin
sichtlich ihm A'crwcrflichkcit. ihrci
GeFahrfichkx-it oder ihrer propagandi
stucheu Auswirkung geeignet sind oh-
ne Ansehen «Jer Person «furch ruck
uchtslrocs Abrechcn tnambch durch
Exekution) au*e*-merzt zu werden-
In der Folgezeit «etzte steh dies«?*
Acrstandni* innerhalb des SS-Apparats
durch die -* Einsatzgruppen berich-
teten regelmäßig übet S tn ihrem
I ätigkeitsbercich Mit zunehmender
Verbreitung schwand der A’rr*chlcie-
nmgscharaktcr de* Begriff«. Er wurde
daher zunehmend durch bcdcutungs
gleiche Wonchiffrcn (ImsK-dlung
Transportierung. Durchsch)eu*ung) er-
günzt Zmvw WaeAa««
'Mmdcrdiensi ftn Mai l*4u durch den
< »enefalgouverncur tur die besetzten
poln Gebiete Hans Frank, ab bewaff-
nete A'erwaltungscxekutisc der Kret»
haupiieutv mit polizedichen Funktio
nen emchiete Institution Der S nt-
krutierle sich aus -* A'olksdeutschen
Nach einem Kompcicnzsticii zwischen
Frank. «Jer über S. SS und IVMizci allem
verfügen wollte, und Himmler wurde
der s ab Januar 1*4' dem Befehlsha-
ber der Ordnungspohzci im -» (acne-
ralgouvcmcmcnt und der -» SS- und
lAMizeigcnchtsbarkeit unferMellt Ne-
ben verwaltungspiüizeilichen Aufgaben
7M
s-HMlrttrruhle
(Steuer- und Kontmgcntcintreibungcn.
Preisüberwachung ua I führte der S
Mach und Ordnungsdienste durch und
war in diesem Zuvimmcnhang an der
—• Deportation von Juden beteiligt
ludlr*
Sondergenchte Mil Verordnung vom
21.3.1933 tn allen Ohcrlandcsgcnchl*
bezirken errichtete Speziaktrafkam
tnern Dw S waren nm drei Beruh
richtern zu besetzen ab August 1942
konnten Entscheidungen auch von
Ein/clnchletn rvfallt werden Die
strafprozcscualcn Rechte der Beschul
digtcn wurden stark beschnitten Ge-
gen Lntschc »Junten der S. waren keine
Rechtsmittel zulässig Die 1940 zur
Urtetldovrehtur geschaffene Nichttg-
keitsbeschwerde diente zunehmend Jer
Strafverschärfung In der Vorkriegszeit
waren die S hauptsächlich fur poiiti-
wbc Delikt«, nach der -« Rcwhuaits
brandveroidnung und Jem -* Heim
litckc-GescU zu*Landl- Abei schon
nut der Verorifnung vom 3t 11.1938
konnte jede Straftat vor S angekiagt
werden wenn dies der Ankhgcbe-
horde wegen der -Schwere oder Ver-
werfbchkcil der Tat- geboten schien
Die eigentliche Ausweitung det Son
dergcnchtsharkeii erfolgte aufgrund
der mit Kriegsbeginn erlaucnen Be-
stimmungen des — Kncgswindervtral
rechts sowie des 1941 ergangenen —*
IMIensondcrstiafrcchtv Dci «lanut ein
hergehenden Vertahrenshautung wur
dc mit weiterer SerUhtenssttaffung
und der Ernchtung zusätzlicher & be-
gegnet. deren Zahl von ursprünglich 2b
sich bis Ende 1942 auf 74 erhöhte Um
trotz der Ausweitung der Sondergc
richtstxukeit eine einheitliche Recht
sptcvhung un Hat soz Sonic zu gewähr-
leisten wurde die lustulenkung inten
uvtert (—• Justiz und Innere Verwal-
tung -» Rishtcrbncfc). Dm Ziel, die
S zu -Standgerichten der inneren
Front- i Roland Freister 1 zu machen
wurde zwar letztlich nicht erreicht,
doch lassen dw rund 11WMI verhängten
Todesurteile sowie die Durchführung
von Strafverfahren nach dem -♦ Nacht-
und Nebel Erlaß keinen Zweifel am
Charakter der S ah rechtsstaalswid-
nge staatliche lerrorimirumcnic zur
Durchsetzung der NS-Gewaltherr-
schäft Hrmir
l wrwur
Itcante Michael P Du TnJtttmnir Jh
tr**.*a fuiNtrt (W/W? Im
«MW Wrwi C«oirAnz«<"U »<« l <•-*»<«»< im-I l»>
Jmnutd München I*»
WnJwl Hm iBcarh) un ««Mäw
(tnnr Ami Je» 44*m J»« V. •«.►»»< »mJks ftrrHMW
6a f•<*. ha. »«an tewau» tur Amw awd Var-
tasMag der Ftcwn HaawwaJi Bremen » thfc
Bronoi |««l. |<A4
Sonderkummando Blobcl
w Enterdungsakrion
Sonderk««nunando Rimsberg
s. hunslraiih
Siindcrkiiiiiinandos s. I insatzgruppcn
Snndermeldnag tJtliZK-lle Bezeichnung
lur Berichte übet bewrndere Vorkomm-
nisse Jes Kncgvveriauts Mit der S.
wurde ab |9.lu dm laufende Programm
aller «11. Rundfunksender unterbrochen,
es erklangen Fanfaren, zeitweise auch
der Anfang von franz Liszts Les
Prdüdcs-, vor und Trauer-, bzw
Marschmusik nach der s U .ihr«md in
der ersten Kricgshaittc nur Siege dl
Truppen gerne kiel wurden, gab es »pd-
ler auch S bei anderen Anlassen so hrt
Beginn der «tllnertcn lnva*i«m in der
N«>rmandic und beim T<xi Hitlers.
t ft» /tmw*
Suetxn
737
Sonderrecht *. ktlrt\M>ndt ntn»(rHlil.
«. Pofensoodcrsirifrrvbl
Soaaenburg (KZ) In der Kleinstadt S
bei Kusinn (preuB Provinz Branden
bürg) wurde am 3 4 IW meinem leer-
stehenden Zuchthaus ein -» KZ einge-
richtet da* bt* 23.4 1934 existierte Be
wacht >on -• SA. -* SS und —• Polizei
war S. eine* der wichtigvicn KZ der
Anfangszeit dc* Dritten Reiches im
Raum Berlin tm Mai 1933 lud da*
PreuB Staatsministcnum Pressevenre-
ler zur HcMchtigung etn um Berichten
Uber Mißhandlungen der Gefangenen
cntgegcnzuirctcn Wie in anderen La
gern wurde zu diesem Zweck em der
Realität mehl entsprechender Hart
lingsalhag inszeniert, der in p»witiser
Berichterstattung Wirkung zeigte. Pro-
minente ILitthngc. die internationale
Aufmerksamkeit aut S lenkten, waren
ua der Schnttsieller Ench Müh-
sam, der antifaschistische Rechtsanwalt
Achim Litten. Carl v Ossictzkv sowie
Landtagsabgeordnete der KPD und
SPD Die Gefangenen waren z I au*
dem KZ — Oranienburg nach S »er-
leid worden.die letzten Häftlinge (etwa
200) wurden im Apnl 1934 m die -•
Emslandlager verbracht Insgesamt
waren bei einer maximalen Belegung
von 15<ai insgesamt SO) politische
Gegner u-a Mißliebige, v a. Kommuni
sten und Sozialdemokraten, tn &
tMbmg •«
huaacnstria Sachs. Festung in Pirna bc>
Dresden; 1811 psychiatrische Anstalt
Oktober |9.»9 Auflösung durch Vertei-
lung auf andere »ach» Anstalten. Im
Mai 1*440 wurde dort eine -Eurhana
sie- Station l -♦ Mettoin -• Aktion F4)
emehtet Von Juni 1940 brs August
1941 wurden tn S 13720 Anstaltspflcg-
linge vergast und verbrannt Meist
Uber die Zwrschcnanstalten Zschadraß.
Waldheim. Arnsdorf und Grottschweid-
mtz geleitet kamen sic zu etwa 50%
au* Sachsen sowie au* Fhünngen.
Schlesien und SüddeutschLind Im
Sommer 1941 wurden zudem m S un
Rahmen der Invaltdenaktion I — Ak
non 14 I 13) über Ittai KZ-Hattlmgc
au» — Buchenwald. — Sachsenhausen
und -• Auschwitz sowie sehr wahr-
scheinlich weitere Insassen aus -»
Mutt hoff und -• Ravensbruck getötet
*Mkv Ihrf
SrMinweiMtfcirr Die S wurden von
|93' - |M44 im Sommer jeweils am 23 b
und im Winter am 21 12. gefeiert Diese
festen Daten in der naLsoz. -» Fcicrgc-
vtaltung sollten vermeintlich eermani
«ehe Traditionen umgreifen und waren
besonder» tur die -» Hitler-lugend be-
deutsam Im S-mmct wurden dabei in
den Abendstunden Lagerfeuer entzün-
det, m dte Ehrenkranze - Partcrmartv
rem und Knegshcfdrn gewidmet - ge-
worfen wurden Außerdem gab es sog
Teucrsprüchc von lokalen Partcifunk
tionarcn. woran sich tn der Regel
Fackelzuge anschlossen Im Winter
solhe die S in Form eines JulfeMes. bei
dem anunvmc Geschenke ausgetauscht
wurden, die christliche Weihnacht er-
setzen was jedoch nie wertere Verheer
tung fand. or« JHom
borken i WendenI Westslawisch*** Volk
in der Lausitz. 1913 nach offtzieUer
Volkszählung 37liai Die nat.soz.
Rcrchsrcgrcrung versuchte nach 1933
eine eigene sorb. Identität zu ersticken
Der Dachserband Domowina wurde
1937 verhüten, nachdem er sich jahre-
lang geweigert hatte, sich ah -Bund
wcndiscbsprcchcnder Deutscher- zu
definieren Sprachunterricht und öf-
fentlicher («-brauch de» Sofbochcn
wurden untersagt und zahlreiche sorb
Führungspersonen wegen Hochverrats
angeklagt und verurteilt. »v«r- w ur-w»
|i tparMlH-». I la»
SuMjctparadiev Di*» ( Aasslcllung)
w Herbrrt-Raum-t-ruppe
Sowjetunion Dk -• M achterem
fung- Hitler» ist auch von der S an-
fangs nicht in thtcr Bedeut unpssehwetc
erfaßt worden. erM nach Abschluß
des — Dt-poln Nuhtangnttspakte»
(26.1 1934| und den innerparteilichen
•Säuberungen« 1—• Rohm Putsch) ver-
staikte Moskau seine sichcihcitspoli
tische Annäherung an die westlichen
Demokratien der Fintntl tn den —»
Völkerbund I IN 9.1934). die Beistand»
paktc mit Frankreich und der CSR
|Mat 1935) und die Volksfront-Politik
der kommunistischen Parteien iVH
Weltkongreß der Komintern 2S.7.-
2OA1935) resultierten aus diesen Be-
drohungsangsten
Die l dSSR befand sich Anfang der
3det Jahre m einet schwierigen Tran»-
lorrnatuwisph.isc- 1928 begann mit dem
ersten Funtjahrrsplan die forcierte In-
dus! nahsictunt und damit cm tiefgrei-
fender I mbruch der gesamten sozialen
Strukturen, ihr Kollektivierung der
Landwirtschaft (seit 1929) verschärfte
noch die soziale Destabilisierung Sie
konnte nur mittels Gewalt die tm Ter-
ror der -Grotten Säuberungen- (1935
J93X) ihren schauerlichen Höhepunkt
land, unter Kontrolle gehalten werden.
Als Instrument zur SohdartMcrung
von Führung und Volk wurde - in
Abkehr von der wcltrcsolutionarcn
(Inentierung nun der -Sowyctpntno
lismus- eingesetzt eine ideolotisctic
Disziplinierung, die »uh auf die iungc.
zumeist lechnoktausche Elite stutzte
welche die soziale Mobilität zu ihrem
Aufstieg nutzte Die Partei griff da
bei aul russ und andere - progressiv c-
Itaditioncn des Landes zurück. Zu-
sammen mit dem enormen wirtschaft
Iwhen Aufschwung führte dies, unge-
achtet von Millxmcn Opfern. zum Er
folg
7.«
t nterstützt wurde diese Sohdanuc
rvng durch die zunehmende außenpoh
tische Bedrohung des -einzigen soziali-
stischen Staates- Die jap Aggression
(—» Japan) konnte in den Kämpfen tn
dci Mongolei 193x39 gestoppt werden,
doch wich die Besorgnis vor der Ea-
pansMmspolitik Tokio» erst mit dem
Neutralitatsabkommcn vom 13.4 1941
In Europa hatten Abessinien- und Spa-
nien Krieg die Ohnmacht des Volker
Kundes erw iesen, die res monistische
dt < hipolitik <— Münchener Abkom-
men. -» Sudetenknse. — Tschechos-
lowakei -• Außenpolitik! rief rm
Verbund mit Hitler» zunehmend mili-
tantem Antikommunismu» I-» Anti-
bolschewtsmu») ernste Besorgnis her-
vor Die Kamtulatum der Wcstmachtc
vor Hitlers CSR-Politik und die poln
Haltung führten dann zu einem Front-
wcchsci M« skaus Sm 2 wurde
der -• Dt -sow। Nichtangriffspakt un
terzetchnet der im (»ehetmen Zusatz-
Protokoll der & mit den bah Staaten.
(btpok-n. der Ni«rdbuknwina und Bcs
sarabten schließlich einen erheblichen
icrntorulen Gewinn und damit ein tie-
fes militärisches Vorfeld brachte
Der Pakt war freilich nur interimi-
stisch gedacht. Hitler hielt an seiner
Konzeption vom -» lehensraum im
Osten fest Der Dissens in det Balkan-
pobtik beschleunigte den Entschluß
zum l berfall aut die 's zu dem die dt
Truppen am 22.6 |94| antraten li nier-
nehmen -« Barbarossa. ♦ (Ktlcklzug)
Erst nach der Wende des Kru-ges. irn
Summet 1943. begann mit der Grün-
dung des kommunistisch inspirierten
—• Vitionalkomilcc -Freies Deutsch-
land- (NKFD) eine neue Phase sowj
Deutschlandpolitik In Zucammcnar
beit nut dt Fulkommunisien und Ver-
tretern de» NKFD wurden Richtlinien
tur einen Neuaufbau Deutschlands
erarbeitet, die nach der Befreiung
Deutschlands in der sowj Besatzung»
W Sa.
Zone Schritt lur Schrill verwirklicht
wurden. r«w AuM
/arrnaar
l-Oie-ajr RuluiJ Or- V—-t
m"*mi I Frankfurt am Main 19’»
Ranch. (k<irr » 4r« V<n/rlMu<m
Siujlpirt •i'*«.
So/iakUrwiiHsmir» Fine tn der zwei
len Hälfte de» |9. Jh im angekach-
sischcn Raum und in Deutschland
entstandene Strömung der Sozulptulo-
sophie. die zu den idcengeschichtlichen
Quellen tut soz Weltanschauung ge-
hört (-» Ideologie). Die Sozialdarwinr-
sten wendeten die von Charles Robert
Darwin 1K59 m seinem Hauptwerk On
ihr Ortgm of \pnin W«wn of
Vnruzttf Seiet Inm beschriebene Ent-
wicklungstheorie der natürlichen Aus
lese in der Pflanzen und Tierwelt auf
die menschliche Gesellschaft an Dar-
wins These von der Durchsetzung der
jeweils bestaneepaßten Art erfuhr eine
L mdeutunit zum Überleben des Stark
»ten in der < «-Seilschaft bzw der
höchst ent wickelten Nation oder Rasse
gegenüber weniger entwickelten (-♦
Rassenkunde I. Durch den Einfluß der
Rassen throne, die davon ausgmg. daß
geistige und »echsclK Qualitäten von
unterschiedlichem Erbgut verschiede-
ner Rassen abhangen. wurde der Ge-
danke der • Selektion zunehmend
prägender Durch medizinischen Fort
schrill, Hygiene und StizulvcrNche-
rung. so die sozialdarwinistische These
würden schwache und lebensuntuchti-
ge Menschen am Lehen gehalten Weil
diese weh starker vermehrten als fra-
get luKhwcrtigcn Erbgutes, degene-
riere eine Nation oder Rasse und
kiWine »Kh im Kampf ums Dasein mcht
mehr behaupten Daraus ergebe sich
die Notwendigkeit zur • Rasscnhvgie-
nc- (— I rbgcsundhcit) Sie müsse die
Fortpflanzung minderwertigen Erbgut
c» verhindern und die Vermehrung des
MrmiAralMhc Partei IlewlMhUwds fVPDl
hiKhwertigen fordern Sowohl voziali
»tische al» auch burgcrlKhc und volki
»ehe Denker griffen den S. in verschie-
denen Variationen auf in Deutschland
verbreiteten ihn ua der ZiwJogc Lrnrt
Haeckel (IN34- |9|wj und - radikaler -
der Germanist Alexander Tilk- (1X66-
1912). Rassismus und Imperialismus
fußten m ihren Rcchtlcrtigungsthco-
nen auf dem S Hillers -* \fetn Kampf
ist geprägt von einet vulg.itdaiwiiu-
stischen Sicht gcselbehaftlichct Pro-
bleme Nat »oz Bevolkerunespolitiker
setzten die Fhe-sen dc» S um Sie for
vierten einerseits erwünschte Geburten
und betneben andererseits die -Aus
merzung- unerwünschten Erbeute»
durch Sicnltsalion -Fuihan;i»ie- und
Genozid (—• Medizin — Aktion F4
-♦ Ramcnpolitik und \ blkcimord)
ZVfr"
l.itrtoMr
ICxier Prkr t mZ Vi-iiür-ml.i-ki Aiums
I«. .lauaoMUUMtei 11 tl. >./--< < « dünkt
Herr mv Pnnr Hnch teil II Moltgarl Ne« Ywt
IWO
Lek hiffi W /Ar» C. . -i >
Crmr Grwrw wrsl wm Kiri'Kf au' 4«> MV« -i«6
nu> Ar Amine München IT»
Soziaidetwnkratischr Partei I k-ut«eh-
land» ISPD) Die SPD leitet ihren
L’rsprung von dem IhnA gegründeten
Allgemeinen Dt Arbeiterverein und
der 1X69 gegründeten Sozraldemokra-
tischen Arbeiterpartei ab. die »ich
1875 zur Sozial>sti»chcn Arfsciicfjiartei
Deutschland» zusamnwnschknscn und
IX9H in Sozialdemokratische Partei
Deutschlands umbcnannlvn 1932 wat
die SPD die stärkste Partei im Dt
Reichstag und konnte, trotz nat.soz-
Terrorv nveh bei den Rcichvtapwah-
len vom 5 3 1933 183% der Stimmen
(120 Mandate) erringen Als einzige
Partei stimmte sk- geschlossen gegen
da» • Ermächtigungsgesetz, zerfiel je
ckKh tw» zu ihrem endgültigen Verbot
(22.6 19.3.3) infolge unterschiedlicher
s..zi1Jt»lr»)hr \rkeKcrparui l>c»lMkU»<h
Kiinzcpt tonen über legale Weiierar-
bell, offenen —• Widerstand oder Exil
(-» Emigration i tn verschiedene Lager
Der Partei» «tnland emchlele eine
Auvlanifsvcrtrctung. die sich »eil Mai
1933 mit Sitz m Prag ah Vorstand der
Ful-SPD unter dem Namen -Sopadc»
konstituierte (bei Grcnzsckrclaiuitc
steuerte »ie die ilkgak- Weiterarbeit in
Deutschland und äußerte ihre theorctf-
»ehe Position im -* Präget Manifest
193b-1940 verlegte man den Sitz nach
Pan». IV4H nach London. tuet schloß
»ich die SPD un Maiz 1*11 mit andc
ren »»vtahMischcn Exilbcwegungen zur
Lnrnn dl. »ozialiMtschcr Organisatio-
nen in (irnöbnunnun zusammen
Die nicht exilierten in Deutschland
verbliebenen Parteimitglieder zerfielen
nach 1933 in drei Gruppen Dte zahlen
mäßig »tatkvte Gruppe zog »ich ms
private Leben zurtkk und versuchte,
innerhalb des sozialdemokratischen
Milieu» ihre politivchc (»csinnung aul-
rcchtzucrhaltcn. eine zweite kleinere
(truppe ehemaliger Funktionäre hielt
cm lockeres Überregionales illegales
(JrganiMtionsnctz aufrecht. welche» un
Widerstand aktiviert werden konnte
die drille Gruppe die v.a. aus dem
sozialdemokratischen l'mteld hervor
gegangenen Jugendorganisationen -
leiste len 193334 die eigentliche Inter-
grundarbeit. fielen fedoch bis 19.37
«Jet engmaschiger gewordenen l ber-
wachung der • Gcstapsi weitgehend
zum Opfer Da» Entliehen tradiertet
Miz.iaidcmokraliscbci Lchcnsraunu.- war
eine wesentliche \«>raus»ctzung dafür
daß tick die SPD bereits im Herbst
1945 neu organisieren konnte
U» Wt« »»»>
1 arriruz
HimSSuU MaflisUcinJ R«<lllrr /•«• Iteurtw»
•land «6« ,W7> iw Int frMaiuiit «Irr SiMMdl
W’-HMV, Horm 1‘WS
(«haart Lrtm 1 fo.-a<Um.4r<Mr mZ »«*
«Mflo.-laltMiMu Dur l\utrf>,rmmd de* SFO un
A .«i i.w IVrt ,<u> Hannosrr l'Mrl
'•Kl
Suziaiistiscter Xrhcilt-rpartei Deutsch-
land» «. W iderstand. s. a. Arbeiter-
widerstand
Spanien Das Scheitern der Zweiten
Republik (1931 - 19)6/39) im -» Span
Bürgerkrieg brachte am 1.4 1939 Ge-
neral Francisco Franc« » Bahamonde
und mit ihm die Hilangc l »panoia (FE:
wiWfl Stoßtrupp). eine von Pnmo dc
Rivera 1933 gegründete populistische
und faschistische Bewegung, an die
Spitze dc» »pun Staaten, die Franco bis
April 1937 zur nationalen Sammel
bewegung tFFT v dc las JONS) refor-
mierte Seit Juli 1942 ein nur vor-
dergründig rcpra*cntatrvef Staat mit
pscüdo-dcmokrativchcr Legitimation,
blieb da» S. Francos bis zu dessen Tod
<3111 1975) eine repressive, autoritäre
Diktatur ohne kodifizierte Verfassung
Für das natsoz Deutschland bezeich-
nete der Erfolg der Franquisien im
Span Bürgerkrieg einen wichtigen
julicnpolitrschcn Erfolg Schon zu
Beginn des span Konfliktes waren Be-
ziehungen zwischen Hitler und Franco
zustande gekommen, zunächst mit der
Gründling einet span -marokk Irans-
port gewellte haft (HlSMA). die der Ver-
legung des Afnkahcercs nach S diente,
später mit der Bildung des Koinpen-
»atK«n»»v»icms HlSMAROWAK. vei-
miltels de»»en sich die dt Regierung
die sc'tt Oktober HV« laufende Militar-
hilfe (-• Legion ( imdor 1 mit der Em
fuhr span Waren bezahlen ließ Irotz
s Beiinti zum — Antikorniniernpakt
im Marz 1939, eine» Treffen» zutschen
Hitler und Franco in —• Hendaye
(23 Id |94O| sowie span Rohstoflex-
portc (v a Wolfram) trat S nicht an der
Seite Deutschland» in den Zweiten
Weltkrieg ein. sondern verfolgte zwi-
schen Neutralität und Nichtkneg
fuhiung (Juni |94o - Oktober (943)
eine Schaukelpolitik mit eigenen politi
sehen Zielen in Stordainka (14 6.1940
741
Besetzung langen) Als nach dem
dt Überfall auf die UdSSR (226 1941.
-» Osifcklzug) der Druck einer anti-
kommunisinch gestimmten Öffentlich
keit und der extremen politischen
Rechten auf Franco zunahm, willigte er
ein. KMMJOO span Arbeitskräfte nach
Deutschland zu schicken (-♦ Frcmdar
beiter) und eine Gruppe von freiwdli
gen Kampfern, die — Blaue Division
(insg. etwa 47(11) Mann), an die dt
Ostfront zu entsenden. Deren Rückzug
erfolgte auf internationalen Druck
erst seit November 194t S loste
»eine diplomatischen Beziehungen mit
dem NS-Rcgimc am 8-5.1945
MaMktai Summet
1-nmaar
PlK-at SlamlryC« Ifir firmtcr* drytme r*r*e> /«'»
M«di»® (W nunMB I 1W7
Rahl (vl»u»J«»r Vfivuof un /nvtrn HeMinet
firuma die fiuimtf* »s/.üi -Oruu Heu.fi lüci
t«W| 19t*
Fim luan FatMr* Fmmu Sfmum umrr der f‘ifi
mmr MWKhcn Ml
Spanicnkaiupfer W .duend des —» Span
Bürgerkriegs kämpften in den Reihen
der republikanischen Armee, insbe-
sondere in den ihr angeschknscncn
später integrierten Internationalen Bn
gaden neben Sympathisanten au» aller
Herren landet etwa SW Ml dt Fxil-
kommuniMen Demgegenüber lag die
Zahl det dt Soldaten auf seilen
der Putschisten bei etwa |9<ltgi. von
denen die Mehrzahl der im Novem-
ber ,91n gegründeten -♦ Legion Con-
dor ungehörten (-• Spanien) Nach
Frankreich geflohene S reichsdt Her-
kunft liefen Gefahr nach der Be-
setzung Frankreich» |94u von dt kup-
pen standrechtlich ersebossen zu wer-
den. wenn sic uch den bewaffneten
Vcrtxindcn der frz Armee oder den
•Formation« des Iravadleurs F.trao-
gerv« angecchkw>»en hatten Gleiche»
galt für S tschech Herkunft, die mit
der Bildung des Protektorat» Böhmen
Spam «eil tf (UuirriiM-j
und Mahren ab Rcu.h»dt behandelt
wurden MmM« » «•«,«
Spanivchei Burgt-rkneg Der S.
(17.7.1936 - 14 1*439) begann mit einem
Militärputsch nationalistischer Genc
rtile in Spanisch-Marokko die in ih-
rem Kampf gegen die republikanische
Volksfront-Regierung durch katholi
sehe und rechtsrcpublikannchc Kon
setvalive karttsi|»«.'he Monarchisten
und die fas»hi»t xtu Hlange unlcr-
»tützt und getragen wurden Der S hat
seinen l rsprung in emer Anzahl un
gel«Htcr innergesellschaftiicher poltl«
»eher und sozialer Korifhkte. die die
instabile Zweite Republik (1931
1936'39) nicht zu bewältigen »ermoeb
le. doch wurden < handlet Dauer. Ver-
lauf und Ausgang des Konfliktes maß-
geblich durch die Internationalisierung
des Krieges bestimmt.der v.a. im l'rtcil
der beteiligten internationalen Kon-
fliktpancicn den Status eines antifa-
»chiMtschcn bzw .mtikommumstischcn
Kampfe» gewann Seit dem 26 7,1936
leistete neben «Jem faschistischen hab
en auch »la» Dritte Reich den Putschi-
sten umfangreiche materielle und per-
sonelle Hilfe, deren l'nachcn weniger
in militartechnischen Erwägungen dt
Mihtarv und nur z.T tn uchrwinwhah-
hehen Strategien der Rüstungsindu-
strie sondern v-a auch im macht- und
bundnitpoiirischen Kalkül der nat soz.
-• Außenpolitik zu suchen »md inner-
halb derer sowohl »he Stärkung des
faschistischen Blocks in Europa ah
auch det Suprematieanspruch des Dril-
len Reiches eine Rohe spielten (—►
Spanienkarnpfer) Mit der Verfügung
Uber dt Transportflugzeuge, um deren
Lieferung General Franco am 237 |uv>
gebeten hatte, und der militanschcn
l’ntcrslUtzung durch dt Luftwaffen-
ein beit en (—* Legion Cundoti gelang
es den Aufständischen, di» republika-
nischen Inippen v a wahrend der
chaftss
Kampfe im Molden Apnl 1937 193Hi
zumckrudranzen /um Symbol des di-
rekten tmhunschen Eingreifens dL
Vcrtsxwdc tn den S wurden da* Born
hardcmewl und du.- /ersioruog -•
Guernk-r». der Seihten Stadt der Bas
ken durch d» Bombenflugzeuge am
> 4 IW? Uaka > w»
r WRWir
WWA-I WuUfawgCbnWai l*TV«’ <H( • A*»
ly—i Ur •arwrAncg « 4o Mrmwwawlrw
MM llh» /«* 1» WwtK Muxbea l*>i
Tukaa 4t Lui Haart u Drr V»»»| fc» *ar
«rvknrx l»t lnU»liliha»r Fvaailan «a
Um ’*r*
Spargvmriwsrhaft SS *. SS-U irt»chaft»-
Sprrrmark *. Sewer Plan
SPD v SuzufdcmokratiMhc Partei
DewlMMaad»
Sportpatostrrdc c totaler knet
SS V S< hul/stafTeta
S*»- lotenkopf»erbandr (SS-TA I
k Waffen-SS
SS- und P.düeifuhrer x Hoben SS-
utMl l «Mi/riianrrf
SS- und ISdtzt-rtrnchldiaekell Dk Son
dctgrticbtsbjfkert n siuKa-tien lur
Angehörige der -• SS und tur An-
pcb<wier der IV Uizcn i-rbande bei he
Mtdeivtn htiMi/ wurde durch Ver-
ordnung dm — Mmnlcrrat» lur die
Reich»» crteidigimg am |7 Hl WW em-
tefuhii Danaeh wurden Strafsachen
de» StrHkne» Pcrumenkrrisex det
wählend des Knete» erheNvh crwei
teil wurde und z B die —» W affen SS
und dn p-urak (»rdnungspolt/ei um
latUc (—• Kdizril. nicht v»w ordenib
eben Gerichten »erhandelt. Miede in
not -♦ S.Kid»rgcnchlcn der SS und
74J
Rdvet. deren hochsiev das Hauptamt
SS-Gericht m Sl umben war Die unter-
geordneten SS und IViüzcigcnchic
wurden an den Ihenstsitzen der —
Höheren SS- und IVMizcifuhrcr emge-
ruhtet Die S. war analog zur -• Kneg»
genchtsharkert der Wehrmacht ge-
dacht dk- Rechtsfindung hatte jedoch
mi n geschehen daß -die allgemeinen
Strafgesetze v»m den SS- und IMizeige
richten entsprechend den Grundan-
vehauungen der SS auxzuiegen smd-
wic e» in einer Verlautbarung des
Hauptamtes SS-Gc richt vom 11.11.1M2
hieß In der Praxi» bedeutete dies harte
Strafen bet Karner adschafU» er gehen
und nachsichtige Ahndung »em fber-
gnffen SS- und Poli/ei.mgeh.wiger ge-
gen polnische (regnet oder rassnch
oscrwuntchtc bzw »Minderwertige-,
solange «e mehr cicennutngcn Intenes-
»en entsprangen bat ftw^rf
SS-Verfwgwar»trnppc (SS-VT)
«.Waflew-SS
SS-W irtMhaftsualrmrhmea I He ersten
S entstanden eher beiläufig ah Rcsul
tat der Funktumen der -• SS und
der weltanschaulichen Ambuamen ih-
res obersten Repräsentanten, des -•
Reichstuhrer» SS Heinrich Himmler
An Intcrnchmco mit der zentralen
Aufgabe der ProtumaxtmicTung war
runx-hst nicht gedacht Der eme
Strang SShrtnctxmer Warenpnwlnk-
tkm ergab »ich au» der übet den E icen
bedarf hmauseehenden Pr< Auktion der
Häftlinge tn den -• Kon/cntraiMwda-
gem r.B un KZ -• Dachau, da» über
Erseh ierei Vtdovserei. Elcktrowcrk-
»tatt. Schuhmacherei. Sait kiel Schlach-
terei und Rackeret »er turte Un per
sonlichcn Interessen Himmlers ent-
standen dx- Sotdland Verlag GmbH,
die SS < rciianlcngut publizistisch zu
»ctbreiien hatte dw — fVezcIUn-Ma-
nufaktur ANach München GmbH, ru
743
deren Produknoti dre -falleuchier-
gehörten, nl denen Hmunlcr einen
Kontrapunkt ru tradit>onehem Weth-
tuchnbrauchium setzen woUu. und
andere t ntcrnchmcn iRKiio GeseO
schäft FJr. Bauer GmbH. Anton Lo»N
GmbHr Einrichtungen «k die Ge-
meinnützige Wohnung»- und Hctnniat
len GmbH und die Spnrgemeimchaft-
SS dienten der inneren Stabihsterung
dc» SSOrdenv die Ciescihchaft zur
Tiwdcrung Dt Kulturdenkmäler und
d»e vorn -» .Ahnenerbe bctrrwlc Ex
terrwetne-Suftung sollien eme SS-»pe-
nfechc fustorrche Vertiefung belrci-
Nen
Der Funktumswandel der KZ von
Orica pohttscher Fmschuchterung und
Dnztpiinicrung zu Au»bcutungs»tatien
»oo tiratisarheitskraft spiegelt swh
auch in den S wider, bei denen die Pro
duknon nicht mehr Sebenprodukt der
poürischen Represaaut wv. wrndem
mein und mehl zum Selbstzweck wut
de Da» KZ • Matzwcder im Elsaß ent
stand z B wed die HAM gegründete SS-
l nternchmung Dt Frd- und Sterne
GmbH f DESTi dort Granit gewinnen
wollte. Weitere große SS-l ntcmchmen
mit Hafthngsarbert ah Basis waren
die 1M3W fsrgnindelcn Dt ArnnMungs-
werke (DAW|. deren Aufgabe h. Ge-
selbchaftsserUag ua. m der -Beschäf-
tigung brachliegender, in der freien
Wirtschaft aut den »enetwedemten
(irunden mehl zu »erwcndcmlcr Ar-
beüskrattc mit Arbeiten lui »he öffent-
liche Hand- bestand. Jk ebenfalls W»
gegründete Dt V crsuchsamtalt fur Er-
nährung und Verpflegung GmbH und
die gegründete Gesellschaft für
Teilt)- und Lcdcrscrwcrtuiig GmbH
.All diese Betriebe wurden zusammen
gefaiU m der Dachgesellschaft Deut-
sche W'irtschaftshrtnche iDWBf. ah
deren Gcsclhchaftcr Oswald R>hl und
Georg Lörncr zeichneten fV>hJ war
zugleich Chef und Abterhrngsketttr im
SS-WwiMWts StTw Awam-llMm«aaM (WS H A)
—• SS-Wirtschaft» Verwaltung» Haupt
amt. m dem du- wirtx hall fachen Faden
der SS /UMunincafacfcn.
Mn der Expansion der SS wahrend
de» Krieges expandierten auch ihc
DWH Ihr Fhigeiz nchlete «ach neben
Erwerbungen im Boext der Wbrin
dus.trk »a auf die Beherrschung des
Mmeraiwmwermarktes. wa» dem Arm
afkotootiker und < »esundbcitsapmici
Himmler cm bixiodcTe» Anliegen war
Im -» Gcncralmxiicrncmcnt »ichcrtc
nch die SS ProduktioaMtäitcn. dx mit
ludischcr -• Zwangsarheü betnehen
wurden fOtunduane GmbHi Mn der
Ermordung ihrer ArbcUcr un Zuge
der -• Endlosung muiken dx Betriebe
liquMhen werden, obwoty sie grotten-
leil» knegswichtrge Guter bcrMefltcn
In der Sow)etunKm sicherte weh «he SS
tu» Ende l'*A4 ca 100 landwirtschaftb
ehe Betriebe mit ca tflUUOil ha Land
Hkt zeigte «eh wieder der ursprungh-
che Antrieb wutschaftbcbct Aklisitäl
det SS und ihre» Führers Himmler
Landraub fur die aggrewwse Stedlungs-
|M dir ik einet weh überlegen dunk enden
Herrennsse Zwwt Pnr>r
I ftrmr
Gang Ewm Dtt MnwMMcWm <
pro Ur« 11 SUtiMl !'r'1
SS- Wirtxhaft»-' erw ah ung» I Lauptamt
(WVHA) Lntsund am I21M2 durch
die Zusammenlegung der SS-Haup<-
kmter -Verwaltung und Wirtschaft»
und -Haushah und Rauten- (-• SSf
Beide Hauptämter waren in Pcrwma)
uro»m von Oiwald PoW geleitet w«w-
den der von Hatne am Sfarme-Zahl-
menter. 1933 »om — Rcvchduhrcr SS
Hcmndi Himmler für den Hwten eme»
SS Verwaltungvcheb gewonnen wrw
den war Das Hauptamt Verwaltung
und Wirtschaft halle »he aus dem Etat
der NSDAP kutmnenden Gelder fui
die SS »crwaltet das Hauptarm Haus-
haft und Hauten die t »elder aus dem
stamwarhrn
Rc«.hshauAait Jk »ut allem für
die SSVcrfurunesiruppc und Jk SV
loteukagiscrbanA bestimmt waren
I -• Waffen-SSk Cbcf der to gescharte
neu MimmuitxhotJc mit mehr al»
IS«» MilarbeHctn wat ebcnlalb Md
Dm HAHA ehedem- «ach m fünf
\mi'rrvpp.n hwi denen **.b die
Amtsgruppca A und B mit Truppen
unnliunr und Truppenwin«chalt
(dh der Uaffco-SS» befaßten Dk
Amlvpuppc C war lur da» Bauwesen
dar Amisgruppc I) für «he -» Konzen
trabonslagci zuständig In der fünften
und tetzten Amtsgruppc H liefen die
Faden der —» wtrts. hattl«. An l nicr-
nchmuneca der SS zusammen Dk
Einbeziehung der KZ m da» WVHA
unterstrich daß KZ Häftlinge ab Gra-
UwiKilAuftc eetehea wurden, und
zwar sowohl tut Jk SS-eigenen l nter-
nehmen al» auch für Fremdfirmen, ».a.
in der Rusiunespr-aJuktnwi Fnrmdtir
tnen mutiien tur dK Hafiltngsarbcit»
kraft cm Kieme» Lntgcll zahlen, das
aber nur zutn genngsten Teil den Ar-
beitenden. «teimeht so» allem dem
WVHA zuflott Gegen EnA dc* Kne
ges tncb da« W VH A dte V criegung der
RUstiuigsptuiJuktiun. va zur Hersici-
iune der -» V Waffen tn unlrrtrA
«eben Mollen »oran (-» D«<a-Mittel
banl. was nur unter gr««en Opfern der
unter unmenschlichen Ikihntwcn
eingesetzten KZ Arbeiter pUn; Ob
wuW dte Arbeitskraft der KZ-Haftha-
fc mtnet »kilUKt wurde, setHnder
ten RAI und da» WVHA weder «he
•Vernichtung duu.fi Arbeit« noch gar
den < iemvid an den Juden t -» Rassen
Politik und Völkermord I Oswald RAI
wurde 1947 »om III L'S-Mibtarec
nchtshof m Nürnberg zum liwte »erw
teilt und am Mn 1951 hmgcrnAict (-•
Nachknetsprozcssc l tn—»
Mabswadkea w stiumablcilung (S kl
744
Stadt der Ausland«druneben Von Hit
Ier |VS> Muttran seriiehcncr Beiname
Stuttgart. seit I9|7 Sitz dc* Dt Aus-
lands Institut» «olhc die Beziehungen
zwnciien Dcutxben in aller Welt und
Hitler Deutschland durch Biidungsan
geKxe. Vergünstigungen und Tagungen
»ertKlcn Wahrend de» Knepes wur-
den diese kostciuntcnuvcn Angebote
nach und nach wieder emgesteüi
WriUr»! M> Cr*•*•I lairw—
Stadt der RrMhspanntagr s. Nürnberg
Stadt des deutschen Handwerk» Vach
der — Dl Gerne tnA <<rdnung konnte
da» Recht »erheben werden, zürn
Stadtnamen eme bewwtdete Bezeich-
nung zu fuhren Det Frankfurter Obel
burgermenter Kreb» beantragte un Ju
i 1934 beun Preuß Inncnramrstcnum
eme »«Ahe. wie» aber darauf hin daB
er gegen die nahcliegmA Bereich
nung «Handelsstadt- Bedenken »tm
Hinblick auf die frühere Vorherrschaft
de» Judentum» in Frankfurt- hege Er
empfahl Alte Kaiser- und HandeK-
«tadt- tasumKTtc dann -Dt Kongreß-
und Kufturstadi- 193$ wurde zunächst
•Stadl «ier dt Mode« erwogen un Jun»
erfolgte anläßlich Je» Reu behänd
werkst age» «chbeßheh mu emem Graß-
teiegramm Hiller» «be Benennung tu
•\«.<he un November 1936 rcchtskraf
U< wurde Ein inhaltlicher Bezug exi-
stierte nicht ebensowenig stellte »leb
Je er holl le W irt«chattsl«>r Arung oAr
eme gesteigerte gewerbbehe Bedeu
tune I tankfun» ein. »"<•>« »m.-
Stadl dr* KdF-Vkagrw* tWolfsbwrgi
Die S für <hc Produktion eine* —
Volkswagen* uiiite nach dem Willen
Hitler« al» •»«ubtiJItcbe Jt Arber-
tcr«ta*h- m Form einer iiuiustrteilen
Neugrundung m emem tnduM ne armen
liebtet angelegt werAn fraget der
J*Ununc war Ae DAF. Architekt der
74$
StadtpUncr Peter Koder In Anlehnung
an gartettsUdtischc \ <’rbildet «• 4kc lur
etwa UtiUBU Einwohner eme Muster
«tadi prxhjiten werden die Indmtne.
WiAncn und Frtsdung miteinander
»crbindea. eksitzciUg aber auch eine
funkuonierende Siadtmrttc 1 »Sudfkto-
ne« I schaffen *4llc Spezifisch nat «oz
korstellangen schlugen sich m der
Achsen Kmzeption und m der zentra-
len Kwitmn der paztciechaudc tueder
Am 263.I93K erfolgte die Grunsfatem
legung I-» Salzgitter. -♦ Rexhswerke
-Hermann < »onng« I Nww
Stahlheim - Bund der Frwwtswidatea
Der S wurde un DezemKr |9|M wo
«Jem f hcnwct sbrik anten und Re«er»e-
offtzier Franz Scldtc gegründet Der
Natne echt zurück aul «Jen m det dL
Armee 1916 emgclührten und zürn er
»len Mal wahrend «ier Verdun-Schlacht
«erwendelen Helm der «he %*>g Pickel-
haube aNüate. Det Hehn besaß tn der
WemtarrT Republik einen h«Acn «sm
boirschen Wen. Namentheb innerhalb
der p«ihu«chca Rechten »crsinnNW-
Iwhrc er gleuhermaßen da« angeblich
unbesiegte dt. Heer und den ktyihcw
wut «ier Front gemeimchaft I rsprung
lieh ab» bloßer lntcress«.n»crhan«j tur
Veteranen ms Leisen gerufen, ent-
wickelte sich «kr S ru einem cniichK-
denen politrschen Gegner der Repu
Nik Schon s»u |933 kam es dabei ru
Annäherungen an die Nut soz zu
deren SA det S. cuxntbch m Kon
kurrenz stand die aber nach der
-Machtergreifung- größere Teile «le* S
übernahmen 1934 unter der Bereich
nung -NS Frontkampferbund- gleich
beschallet, wurde der S cm Jahr später
ganz aufgelöst Semen Mitgliesiern
»urJe trotz «ier Aufnahme-Sperre «Jer
NSDAP die Möglichkeit emgeräumt, in
Ae Partei emzulrctcn. «••*< Oma
»lahtpakl Bezeichnung tur den brini
Besuch son ReadKaußemnimsrer s
Ribbentrop in Mailand 1939 ausgchan-
delten dt ital Freundschaft« und
Bundru-pakt «ier am 225. m Heilm un
termchnef wurde Det Name S gehl
auf «be Mussolini zugcscbrichenc Be
axhnunt Jo Abkommen« ab -putto
d'accum- zuruck Die u»tvn Vertrags
anikel und ein Geheime* Zusät/pcou»-
koi) saften gegenseitige dipfoutalischc
und tniiitanschc l'atetsiut/uiig auch
tur «Jen Fall eme* Angntfsknege« vor.
tm Kriegsfall soUfen Fnedens- und
WallenstilKtantlsscrhanAurtecn nur in
zegcnscifitem Eu>»ctsian«lru» aufgx.
nommea werden Ferner wurAn kaufi
gerc KoosultatMmen und n»xh engere
Zusammenarbeit auf rustungswin-
«chalihchcm und nuhuns^tem liebtet
»crabrcdct Der S. abgcschknacn nach
der Zersch Lagung «irr —• 1 «chechosk*-
wakc* und wenige Wochen nach Am
für «be -• Achsenmächte günstigen
.Ausgang «les -• Spanischen Bürger-
kriegs wiwie der l'ntcrzcicimunf dc«
—» Anttkonuniempakts enthüllt «be Ri-
«akobere«ts>Juft Ai Vhsdmkhle bts
hm zum Kneg angcsachts Ar auch auf
dem Balkan 1—• Rumänien -« hip»*-
lawtenl immer «ctrwachcr wer Anden
hsilMi Al westlichen Demokratien
W ährend Hitler «len S jcA<h zur Abu
cherung Ar kncgenschen Ausetaan
«icTsetzung mit H4en ibctikß < Befehl
lur den Ml Weiß am 11 4 1939. — R*
ienfeJAugI. zögerte Musaotun au» Art
wohn gegen Hißen RMcnpAfik. aber
auch, weil er haben erst ab 1943 krtegs-
hcretl sah mit dem Abschluß Er IkB
skB abci schließlich nut einer Besinn
tnung am Ar Präambel dae «he l nser-
anArbarkett Ar Brcnncrgrcnzc zur
Vöraussetzung lur den N machte und
damit dte Grundlage für die dL-ital
Vereinbarung »««m 21 Hl 1939 über -•
Stukirol schuf, und durch «he Aasaaefat
aul treu Hand gegen — ARxmen (—♦
Mahne/ad
Balkantekizug) ködern Sowohl Hitkr*
Kfiee^Hiülik gegen Polen ab auch
Musvofinn Anncn>»n MbanK-nc beide»
ohne EmflußmogKhkcit de* Partner*
betrieben, /eigen die Bcdcutungshmg
kett de* S der mit dem Watfenslill
«Und —» Italien* 1941 endgültig zer-
brach t -» Italicnlcklzug)
staliugrad So*) Stadt .in dci unteren
Wolga (450141) I inwohncr 194»1, beute
Wolgograd >. Rustungwcntrum und
Verkehrsknotenpunkt Am IV7 .1942
befahl Hitkr m seiner Wetvung Nr 45
der Heeresgrupfxr H im Rahmen der
dt Sommcroffcn*isc I-» Ovtfcldzugi
die Eroberung von S. wahrend die
Heeresgruppe A die kaukasischen fM-
feider besetzen sollte Vom 1 15.9
drangen die b Armee und die 4 Pan-
zer-Atmet in die Vororte von S em
Am IK II. waren nach verlustreichem
H.iuvcrkainpl 91!% der Sunlt erobert
Am 19.1 L begann von Nordwesten und
Süden die zangcnicirmige (iegenotten
ine die am 22 11 zur Einkesselung der
Masse der emgcdrunecncn dt Streit
krafte tn einem Oval von 50x40 km
führte Hitler, der die Stadt zum Sym-
bol dl Sw-gcswißcns slihsicric. verbot
dem < >B .ier 6 Armee. Gent >bst Pau
lus. kategorisch jeden Ausbruch. Eni-
satzservuebe scheiterten Als die Rote
Armee am In I |94l den wichtigsten
Flugplatz im kessel eroberte. Iw ach die
ohnehin ungenügende Luftversorgung
zusammen In den folgenden Wochen
überrannten die Sowjets samiik.be Ver
tckliguneslmien und spalteten die 6
Armee Am 31 I 1943 kapitulierte der
Sud am 12 der Notdkcsscl nut 21 dt
und 2 ruman Divisionen I tttiin dl
Soldaten waren tot. 91 (NU gingen in
Gefangenschaft Weitreichender noch
ab die militärischen Folgen (Wende an
der Ostfront> waren die .Auswirkungen
von Sieg und Niederlage auf die Mora)
der Bevölkerungen In emer pvitheli-
746
sehen Rede suchte G«wmg Jie dt
Sprachregelung vom militärisch not-
wendigen Opfer mit dem Hinweis auf
die Aufopferung des spartanischen
Heeres unter Leonidas bet ckn Eher
mopvlcn sihmack haft zu machen
ZfeMiwv Nrrfram
stundrciaat Kc/eichnung tur die osten
Staat sh mn von 1934- 193b l nter
Rekurs aut die .Aufteilung der Gesell-
schaft in -ordines- un chmihchen Mit-
tclahct. entwickelte »ich das Konzept
des S. im IM Jk nicht zuletzt unter dem
Einlluii der katholischen Soztallehrc
Leo XIII. »ah |kM| in der Enzyklika
-Rerum novantm- den S als Modell
tut die l berwindung dc* Klawcn-
kampfex Dk ständische Gliederung
i Berutwiande) der (leselhchart wurde
ab natürliches AufKiuprmzip des Slaa
tc* verstanden Die Lehre von Othmar
Spann t |X78-J95i)j, der eme Neuord-
nung des Staate» aul der Grundlage
emer beruf »»ländischen Ordnung for-
derte. übte starken Einttnß aul die
dslcrr Hcimwchrcn aus. Grundgedan-
ken der Lehre von Spann tmden »ich m
der von Dollfuß erlassenen Verfassung
vom 13.19341 Maivcrtassung. -♦ Öster-
reich l Die Natsoz beseitigten tn
lbirrrcK.li nach Jem -» Anschluß alle
vtanJcMaatbchen Elemente Die Stan-
delehre Spanns wurde son den Nat.soz.
abgclehnt, da mc eine Souveränität
de* Standes nicht anerkannten. -Im
nat soz Staat regeln ehe einzelnen Le-
bensgebicic tStande) wie Wirtschaft.
Kunst Wissenschaft ihre Angelegen-
heiten nicht unabhängig in eigener
Souveränität. sondern die einzelnen
Lcbensfctwelc (Stande) müssen »Kh
nach der natmn.il*ozulisltschca Welt-
anschauung gestalten- (SD |Hg |. Der
Spann Krcts. 1935, S 3». Mai» w»s<
Standarte Vertag»- und Druckerei
(»mbH s. ) her Vertag
747
Standgerichte Gerichte die metsl so-
fort vollstreckbare frtcilc im Schnell
verfahren criteilen S wurden zunächst
zur Bekämpfung des Widerstandes im
okkupierten Polen eingerichtet Die
Besetzung dieser & erfolgte mit Polizei
und SS-Angehörigen. Für den Bereich
der -» Wehrmacht wurde nut Verord-
nung vom I 11 1939 die Bildung von S.
zulässig, wenn eine Aburteilung zww
gend gebigen schien und das zuständi-
ge Militärgericht nicht crrcKhbnr war
Im Juni 1943 wurde beim -• Reich*
knegsgencht ein zentrales Sonder
viandgencht lür politische Strafsachen
gebildet (—» Kncgsgcncbtsbaikcitsbe-
fehl) Am 15.2.1945 erging die Ver
ordnung zur Errichtung von S. die mit
emem Strafnchter emem NSDAP-
Funktionar und einem Offizier zu be-
setzen waren und die faktisch nur
zwischen Freispruch und Todevurtcü zu
entscheiden haften Dem lerror der S
lab 93 1945 auch -fliegende Sl fielen
in den letzten Kncgswochcn zahlreiche
Menschen (nach Schatzungen mehrere
tausend) zum Opfer u* «urf Zfrm.
Stäuber-Banden v Edel»rill-Piraten
Stefan-George-Preis c Nationalpreis
für Hoch und film
StelvcrUctcr des Fuhren (ab 1941 Par
teikanzlei) Am 21 4.1933 ernannte Hu
ler Rudolf Heß der seit langem sem
persönlicher Sekretär und seit kurzem
120 12 1932) zugleich Vorsitzender
einer -ftvlittschcn Zcntralknmmivsioo-
war zu seinem Stellvertreter (SldF)
und erteilte ihm die •Vollmacht, in al-
len Fragen der Parteileitung- in seinem
Namen zu entscheiden Die daraufhin
errichtete Dienststelle des S mit Sitz in
München wurde am 12.5.1941. nach
Heß' Überraschenden! Scholtlandflug.
in -Parteikanzlci« umbenannt und
RcKhsleitcr Martin Bormann unter
MHt.rrtfrler grs lehm*
vteUt Dieser hatte ab -Stabtlciter. des
S. (seit l 7 1933) Heß schon zuvor all
mählich und nicht ohne dessen Mitver-
antwortung beiseite gedrängt An dem
fortgcsctzicn Aushau der Dienst st die
zu emer Kontroll- und z T Fuhrungsm
stanz gegenüber »Partei und Staat-
ausgenommen allerdings -» Wirtschaft.
-• Profxigansla. -• Wehrmacht und -♦
SS, hatte Bormann aufgrund seines
machtpilitischen latent* und seines
Geschicks tm t'mg.mg mit Hitler spä-
testens ab 1935 einen großeten Anteil
al» Heß Dk Zahl der Beschäftigten
de* S stieg von anfänglich 2-3 (1933)
übet rund ltlHI*39) bis auf etwa 4(11
(1944) an. Im Lauf sie» Jahres 1954
bildeten sich außer einer Abteilung
für Personal und einer hausmtemen
(kganisatkwi eme -Parteirecht liehe*
und eine »Sraatvicchtlichc« Abteilung,
bestimmt für Angelegenheiten der
NSDAP bzw des Staates Außerdem
siedelten sich eine Reihe vcm -Sachbe-
artK-itcrn. Beauftragten und sonstigen
Einrichtungen tm Lmfeld- (Lonte
nch) der Diemtstellc an. darunter die
—»Partcumtbche Prülungskommrsskm
zum Schutze des NS-Schrifttums, das
Hauptarchiv der NSDAP das Haupt
arm für Kommurutpilttik. das -» Ras-
»cnpoliiivchc Amt der NSDAP, she —•
Dienststelle Ribbentrop für außenpoli
tische Fragen u.a.
Die E ntwicklung der Dienststelle des
N bzw der Parteikanziei kann al» Bei-
spiel lur jene Variante der t unausge-
sprochenem Hulerschcn Hcmchafts-
grurklsat/c verstanden werden du- das
Korrelat zum Prmzip dc* -lede und
herrsche- darslelltr: Jeder Teilhatxrr an
der Macht im Nat.soz. hatte uch in einer
Art -Kamp! um* Dasein- sein - Recht -
selbst zu beschaffen Erwies er web ah
der »Stärkere-, beließ ihm der Dikta-
tor ohne Rücksicht auf einstmals beste
hende Berechtigungen via» Errungene
Blieb er (auch z B tn Kompetenzkamp-
Mr B» crlrvlr» <*«"' I «Br er-
74»
tcnt der Intcriegene verschaffte ihm
auch Hitler sein Recht nicht wieder
Dementsprechend besaß die Dienst-
»teile des S. trotz der umfassend er-
scheinenden f rma»htigung am Anfang
nahezu keine konkret fcsigckcgtcn
Kompetenzen und insbesondere keine
Ucisungsbefugntssc gegenüber den
Ämtern der Partei und de* Staate», er-
langte bei den meisten davon aber all-
mählich und un Verlaufe langwieriger
Auseinandersetzungen die Anerken-
nung und weitgehende Respektierung
crhcblichci. wenngleich uneinheitlich
gehandhabter Anordnung» Ern
Spruchs- Kontroll- und Lcnkungsrech-
tc in unterschiedlichen Bereichen
Im Bereich der Panel «ah Hitler
es wahrscheinlich ab ursprüngliche
Aufgabe teme* S an. ihn »un Routine-
angelegenheiten und va von den ws-
dcrspruchsrollcn Ergebnissen zu ent
lasten, die die skizzierten Herrschaft»-
methoden fortgesetzt herrorbrachten
lieft bemitleidete »ich daher häufig
wlbst ah -die Klagemauer der Bewe-
gung- Vielfach war er mit Vermut-
tun gsauf gaben beschäftigt Das war oft
wrrkunedoc denn ein Interuelfungs-
Verhältnis der -* Reichs- und der -»
Gauieitc-r unter den S bzw die Partei
kanzlet, wie e» ein Svstem klarer Ver-
antwortlichkeiten erfordert hatte, war
offenbar bewußt nicht geschaffen wor-
den Mehrere Anordnungen de» S
betreffend eine Benchtvpfhcht der
Rcichslcilcr über wichtige politrwhe
Vorgänge (22 12 IW. *4 19341 sind
bezeichnend tüt den geringen Einfluß
und da« Ringen um Anerkennung in
der /Anfangszeit
Dennoch gelang es. die Stellung des
S. allmählich zu Marken Hauptrisake
war RcKliskilet Robert Le», »eit
2tt 12.1932 Chef des I-unktionarskorps
(•Mabsleitct der P< 1 -. der -Politischen
Organisation- l In einer langjährigen
Auseinandersetzung wurde Ley immer
mehr zuruck gedrängt. bis er 1*41 auch
das alleinige Vortragsrecht in Personal-
aneclcgcnhcitcn bei Hitler verlor. < Al-
lerdings behtelt er «emen offiziellen
FSnten und Eitel sowie die - DAF und
die Aertugungsgcwalt über deren er-
hcNiches Aemwigen» Ferner gelang
dem S die Durchsetzung der alkintgcn
Befugnis zur Vertretung der Partei ge-
genüber dem Staat sowohl auf der
Ebene des Reiches t unterstützt »on
der Beteiligung an Gesetzgebung und
Persoruicntschcidungcn I al» auch auf
der Ebene denemgrn Lander, die mehr
al» zwei Gaue umfaßten t Bayern und
Preußen. Anordnung vom 25 10.19351-
Diese Einschränkung betraf nur einige
Gauleiter Insgesamt »erstand es B«w-
mann »ehr geschickt, mit diesen
Matt haltern Hitlers, die noch dessen
Willen -möglichst souverän- (Anord-
nung »om 20 121932) tn ihren Gauen
schalten und wallen »ollten und dies
auch taten, umzugehen Er verwandel-
te deren Bestrebungen in cm Herr-
schaftsmittel tur «eine eigene Pr»sition
indem er sie tn einem Prozeß der stren-
gen -Hieraivhisicrune (Longe richt
gegenubu?r realisierenden Stelhen ein-
schließlich der kikalcn SS und der
Kreisleitungen stutzte und so an den S
bzw die Parteik anzlei band F r tat dies
auch durch Einführung einer stnkt
überwachten periodischen Berichts
pflicht und durch ein bei Hiller erwirk-
te* Verbot der Zusammenkunft »un
mehr als zwei Gauleitern
iicgcnuhcr Jem M.uit- gewann die
Dienst sie Ile des S Einfluß zunächst
durch die Berufung »on Heß ins
Rcichskabmetl (29 h 1913). gefolgt »on
«einer Ernennung zum Rcichsnunister
(I 12 1913) und besonder* durch die
am 27.7.1934 durch Anordnung Hitlers
erlangte Beteiligung an der Gesetz-
gebung vom Fntwurtsstadium an Die
Vorgänge führten zu emer Kebente-
gicrung mit Vctofunktion und zut
7J«i
M<U>rnrrkt <k'i hhrrn
Durchbrechung zahlreicher Kompe-
tenzen sowie vielfacher Stagnation in
der Gesetzgebung. Folgenreicher noch
»ar das fortgesetzte Drangen auf Man
dtg schärfere Maßnahmen gegenüber
zahlreichen Verfolgten bereits unter
Heb (—• Nürnberger Gesetzei. beson-
ders aber unter Bormann der einen
hohen Anteil an den Verbrechen des
NaLaog. hatte. Da» zweite wesentliche
Kontrollinstrumcnt des S. und det
Parteikanziei tm staatlichen Sektor be-
stand in dem Recht der Mitwirkung hei
der Ernennung aller höheren Beamten
(Anordnung »om 24.9.19351. Sic führte
außer zu Stellcnbevctzungcn nach -po-
litischen* Gesicht ipunkt en auch zur
Disziplinierung. Einschüchterung und
Unterdrückung aller Art, wahr genom-
men wiederum höchst uneinheitlich
und verbunden trat verbreiteten Patro
nage-Gewohnheiten Dennoch ver-
mochte dk DiensbteUe das Erforder-
nis der Parteunitglicdschuft. außer bet
Spttzcnbeamlcn nicht verbindlich
durchzusetzen Ehemann »ar «tandie
bestrebt, auch seine persönlichen Be-
fugnisse zu erweitern. Er war Mitglied
des - Drcimanncrgrcmiumv- Jes (aller
ding» wertgehend versagenden! —» Mi-
nistern*» fur die Reichs» ertckligung
Am 2 8.1942 bezeichnete er uch als
•zentraler Bearbeiter polittschkonfes-
sioneller Fragen* (bei Hitler) Am
12.4.1941 wurde er zum -Sekretär des
Führers- ernannt Am 8.5.1943 wurde
hekanntgegeben, daß et auch -Sonder
aufträge* Hitlers außerhalb der Auf-
gaben der Parteikanziei durch führe Im
Dezember 1945 unternahm er den Ver-
such. sich bei der Wehrmacht eirtzu-
schalten (Installation der •*♦ NS-Fäh
rungvüffizrerc) Im September 1944
wurde er zuständig für die politische
Führung de» —* Volkssturms t Himmler
crhtell die militärische). Hitler hatte
die Macht wieder einmal geteilt verge-
ben Zuge lassen allerdings hatte er. daß
Bormann Ja» Recht über den Zugang
zum »Führer« zu bestimmen, rnonopo
liwcrtc Den Vertreter für sinnliche
Angelegenheiten tm Führerhauptquai
Her Minister lammen ah Chef der
—• Reichskanzlei, hatte Bormann so
oh daran gehindert. Entscheidungen
Hitlers in wichtigen Angelegenheiten
einzuholen, daß Lammers zu Scujahr
1945 in einem Schreiben leststelilc der
Staat sei in den Augen zahlreicher
Menschen außer Funktion getreten.
Die namens der Partei »nm S bzw
det Parteikanziei erstnttenen kompc
lenzen führten in vielen Fallen nicht zu
endgültigen und schon gar nicht zu gc
vetzheh festgekgten Regelungen und
sollten auch gar mehl dazu führen
Denn einerseits definierte Bormann
selbst bezeichnenderweise nidil offi-
ziell. sondern nur intern I Brief an Ley)
und erst auf einem Höhepunkt »emer
Macht (31.8.1939) - die -Zuständig-
keit- dc» S. -für den Bereich der Par-
tei* als -grundsätzlich unbeschränkt*,
da auch die Zuständigkeit des —» Füh-
rer» -unbeschrankt- »ei Andererseits
schloß gerade dieser Anspruch Fest-
legungen bezüglich der eigenen Kom
petenzen aus (selb« (»evchaftsvenei
lungspUne waren geheim und un-
verbindlich). auf die der S und dk
Parteikanziei in der Praxis wiederum
angewiesen waren Der Orraupolenz-
znspruch samt »einer wider»pruchsvol
kn Umsetzung tn die Praxis gehörte
mit zu den Ursachen für die «Urnah
liehe Zerstörung der Überkommenen
Prinzipien des Rechtsstaates und der
Rcgclhatiigkcit staatlichen Handelns
unter der Herrschaft dc» NaLsuu An
die Stelle des Recht» trat der —♦ Fub
rerwilk Die Verantwortung für diese
Öffnung von fiiren zu VNtllkur und
Verbrechen trifft durchaus auch den
oft verharmlosend dargestcliten Heß.
und nicht nur den allerdings starker f*-
teibgten Bormann äouiwwt
Stern iMrv-Kr*««ftew
Ittrtrw
Dell lliuk Pvtet ZUon <«-J \UM m lirwn
Kn h l i--'\w'ui-(rn -um t'rrbMm »•« t'j’tn
«ml VMM wnJ 4<^w»r«wr mnrrrr \wrimil
M< /9.IJ-/W* Muik.bc« IWI
Lm^oark. I*rut Uir« •*» ZWwüaurfa. teil
1, |. fislnuuf. Mußten .» I rrxiwM «web
«te K*MMhl«c SduZl ud Titel HnUn .tariber
«nrr» Mimcncn 1 i<xJ* Sr» V,»i |9«2
Mc«ae*-Ke'<»lie« Gewaltsame Pro-
icMakti<>ncn der Berliner -» SA unter
ihrem Führer. Hauptmann a D Waller
Stennes Oberster SA-J uhrcr fOSAf )-
Stellvertreter Odt, gegen die politische
Organisation der -• NSDAP im Som
mer 1930 sowie im Frühjahr 1931 Da«
Verhältnis zwischen SA und Parteilei-
tung verschJechterte weh vor dem Hin
(ergründ der Weltwirtschaftskrise nicht
nur angesichts der angespannten Fi
nan/lagc der S A sondern auch wegen
Differenzen in der Frage der politi-
schen laktik W ährend Hitler das
verfassungskaetforme Vor gelten del
NSDAP betonte, drängte die radikaler
werdende SA. die sich durch rapides
Wachstum und einen immer höheren
Anteil an Arhcitdoscn auszcichnct«.
nach direkter Aktion Anlaß für die
Zuspitzung des Konflikts un Sommer
1930 war dte- stet der SA Spitze ua zur
Vctlxrsserung der Finanzlage erhobene
Forderung führende Angehörige der
SA als Kandidaten tur die Reichstags
wähl rm September zu nominieren
Nachdem Hitler dieses Ansinnen zu
ruckgewiescn hatte, beschloß «he Berli-
ner SA Führung, bis zur Erlullung ihrer
Forderung jede Tätigkeit für die Partei
cinzusiclk-n I nde August Hüt kam es
zur offenen Konfrontation mit det Bet
trner Gaulcrtung bis hin zut Besetzung
der GaugvM.haftsUclle Es gelang Hit-
ler zunächst den Streit zu schlichten,
indem er der SA finanzielle Acrbcsse
Hingen in Aussicht Mellte Als sich
Stennes jedoch un Frühjahr 1931 zu
nehmend gegen den son Hiller pnAla
1»
micrten l cc.ilnatskurs wandte ließ
dieser ihn am 1.4 1931 abselzen. Slen-
nes erklärte daraufhin den Bruch mit
der Parteiführung und verkündete die
-Übernahme der Bewegung- in Berlin
und m den östlichen Provinzen Der
Parteileitung gelang es jedoch, den
mit einer »l nabhangigen Nattemabo
zudisIrschen Kampfhewegung Deutsch-
lands- glücklosen Stennes und seinen
Anhang zu neutralisieren und die Ruhe
in Berlin und den mldt < lauen wieder-
hcrzuslellen A«rml MWk»
Slrnltsation s. Medizin
Stichwort Walküre s. Walküre
stran>ataillon 999 s. Bewahrungs-
hataiUon 999
Strassanann-Kreis 1934 von Hans Ro-
bmsohn und Emo Strassmann in Ham
bürg gegründete, einzige ubcrregHXialc
libcraldcmok rattschc Gruppierung des
— Widerstands mit Schwerpunkten in
Berlin. Mitteldeutschland. Nordbavem
I Fhomas Dehler), ru «ier auch Sonal-
demokraten und Konservative gehör-
ten Del S sammelte Nachrichten, un-
terhielt AuslandskonLiktc. erarbeitete
theoretische Positionen tur die demo-
kratische Erneuerung nach dem Sturz
Hitlers und stand mit dem -» Goerde
ler-Kreis und det MilitaropposilHin in
Aerbmdung Mit der Verhaftung Strass
mann« 1942 iRobmwhn war 19 TS emi
friert) war die Organisation praktisch
am J nde U «rt;
Streifendienst s. Hiller-Jugend
St res a. Konferenz von Im ital Kurort S
am Lago Maggiore trafen »ich die Re-
gierungschefs England» (Mac Donald).
Frankreichs (Flandan) und Italien»
(Muaaotan) vom 11 -14 4 1935. um
über gemeinsame Schotte gegen den
731
dt RcvtMonicmus iWiedereinführung
der allgemeinen Wehrpflicht 163.192$)
und gegen die Bedrohung Österreich«
(—» Juli Putsch 25.7.1934) zu beraten
In einer gemeinsamen Erklärung be
dauerten »je die einseitige dt. — Äufru
stung wahrend der hütenden Verhand-
lungen ulici eine Rüstungsbegrenzung
und bekundeten ihren Willen, -weh mit
allen geeigneten Mitteln jeder cmseiti
gen Aufkündigung von Vertragen ru
widersetzen durch die der Friede tn
Europa gcMhrdcl werden konnte- Die
drei Machte unterstrichen ihre I.nt
schlossenhell, lür kollcklrvc Sicherheit
in Osteuropa, die Unabhängigkeit
Österreichs, einen Luitpakt in Westeu-
ropa. internationale -« Abrüstung und
für die Erfüllung ihrer Garantievcr
pflichtunpen aus dem (.ocamopakt txri
einer einseitigen Remilitarisierung des
Rhemiandes durch Deutschland ein
zutreten Die -Strcsufnmt • zerbrach
schnell durch das — dl -bnt Finnenab-
kommen vorn 1X6.1935 und «he tm Ge-
folge de» tial.-äthiopischen Kriegs
entstehende -» Achse Berlin-Rum
19.36. ArrvW Jarfsw Urw.ii
S|r«M»p-Bericht Kus den Fernschreiben,
in denen der Befehlshaber «Jer an
der Nietlcrschbgung de« Warschauer
Ghetto Autvtandes vom 19 4-In5 1943
(-♦ Warschau |Gbctlo]) beteiligten dL
Truppen. SS-Gruppenführer und Ge-
neralmajor det Polizei Jürgen Stroop,
«Jem Höheren SS- und Pohzeifuhrcr
Kruger in Krakau Uber den Fortgang
der Kampfe un Ghetto berichtete,
und einigen anderen Unterlagen ließ
Stroop unter dem litel -E» gibt keinen
jüdischen Wohnbezirk in Warschau
mehl’« einen Gesamtbericht über «lie
sog. Ghctto-Gioöaktioo zusammen
stellen, der tn lediglich drei ledcr
gebundenen Exemplaren und einer
hei «kr Dienststelle de» Warschauer
SS- und IA»ltzeifuhrcrs «crblicbcncti
Mrowp-Brnchi
ungebundenen Durchschrift auvecler-
tigt wurde Eines der Prachtexemplare,
«he z I aut Büttenpapier geschrieben
waren, war für den -» RFSS Himmler
Kstimmt Ein andere» und «be Durch-
schrift fielen nach dem Krieg US-
Iruppen in die Hande Sie dienten
fwn den Nürnberger Prozessen ab Hc-
weisikAumcntc der Anklage (Signatur
l*S 1II6|. -« Nachkncgvprozcssc). Die
Durchschrift befindet »ich beule in
dm Natmnal Archiv es in Washington
dm gebundene Original wurde tur
«len Prozeß gegen Stroop. der vom
IX-23'1951 vor dem Wojewod-
schaltcgen«hl in Warvchau Maitland, an
Pi»lcn abgegeben (heute im Archiv der
liau0komnnssKm zur Untersuchung
der NS-Aerbrechen in IKileni Im War
schauer Prozetl bestätigte Stroop «he
Echtheit «einer l nterschnft unter dem
Ongirul und Kzrichnclc den Chef «Jet
dt Verwaltung tm Dntnkt Warschau
(muverneut Dr I udwig Fischet, als
Autor «les ersten, beschreibenden feil»
des Bettehts.
Der S. besteht 1 au» dem cigc-nl
liehen Berxhtstdl. der auch Namens-
Itsien det dt tiefallenen und Verwun
delcn sowie eine Liste det beteiligten
Einheiten von « Walfcn-SS. Ord-
nung«- und —* Sicherheitspolizei I -•
Polizei) Wehrmacht und — Irawmki
enthält; 2 den täglichen Meldungen an
Klüger vixn 2U4 bi» 16-5.1943 und
einer Abschlußmcldung vom 24 Mar.
3 Fotiw von der Bekämpfung des Auf-
standes. meist vom Ledet der Wertecr-
(avsung un Warscfuiuci Ghetto, Franz
Konrad, aufgenonunc-n Der Berichts
teil retcTicrt die Errichtung de» < »her
Io» im Scüchcnspcngebiet Warschaus.
«Jie «UmMcdlungsaktMincn« vom Som
rner Herbst 1942 mit über 3I0IKM) und
vorn Januar 1941 mit ca r*Ain> davon
betroffenen Juden und schildert aus-
führlich «he Niederschlagung des Auf
Standes, die Bewaffnung und Taktik
sir»tt»<4
der (udrschcn Verteidiger. die Zahl det
Opfer und da* Schick Mil eines Teih der
I beHebenden IJie Juden »erden un
Bendit ah -Ktealuren«. Banditen'
- niedrigste Elemente-, -Gesindel- und
-l'ntermcnschentum- angesprochen
Audi wenn det S die Nicdcnchlagung
dc* Ghetto- Aufstande* ah vnllwcrligc»
militärisches I ntemchmcn hinstcllt.
belegt die Zahl »on 15 auf dt. Seite Ge-
fallenen gegenüber den - IJtNRI
-vernichteten« Juden den Charakter
einer (Vilizciaktion. bei der die etwa
Jtm eingesetzten dl N »Maten noch
(ihctlobcwohner lebend -erfaß-
ten- und (tn » Vcnuchtungdagcr) de-
portierten (—♦ Deportation ) Wegen
«einer Ausführlichkeit und der Bruta
htat «einer Sprache 1*1 der S em beson-
der« eindringliche« Zeugnis für die
Behandlung der Juden unter dl Herr
«chatt Hrrnauan Wn/I
lummtr
l > W u*»Arrir* >n
lafciM m>Wr'- Vo.«>r Ho».ai ÜatmuaJtNeil
wU 1*0 und I«*
Srralbnf «. Nat/wrilrr/Ntruthof iKZ)
Siitmablrilungra (SA) Die unter dem
Kürzel SA bekannt gewordenen S der
NSDAP bestunden seit l*2ti *|« partei-
eigener (hdnerdiensi zum Schutz von
Veranstaltungen. Einsatz bei pohu-
«chen Werbe Aufmärschen und gewah
«amen Auseinandersetzungen mit poh-
Iliehe-n Gegnern, »eit Nos 1*21 unter
der Bezeichnung S.
Die nach dem I rvien Weltkrieg
mehrheitlich au» ehemaligen Soldaten
gebildete Iruppc gliederte «ich nach
militärischen Merkmalen. landsmann-
schaftlichen Gesichtspunkten. Alters-
klassen und körperlicher I cistunp«
(ahigkcit 1*43 bestanden 25 SA4irup
pen mit 2 - 7 Brigaden zu 3- * Standar-
ten. eine Standarte besaß 3-5 Sturm
banne au» 3-5 sturmen zu 3 - -I Itupp«.
fS3
ein Trupp unterteilte sich in 3-4 Scha
ren mit M 16 SA-Mannern
Die bekannt gewordenen Zahlen
der personellen Entwicklung »ind re
Iain unpra/isc hur 1*21 werden 3far
Manner angegeben, ain gescheiterten
-• llitlerputsch in München 1*23
(»Marsch aut die Ecldherrnhalle«) «ol-
len I.VMI SA Männern tcilgemunmcn
haben. In der Folgezeit »lieg die Mil
glicdcr/ahl ungeachtet mehrerer Ver-
hole sowie zahlreicher au» politischen
Konflikten wie persönlichen Zerwurt
nrssen resultierender Ausschluß- und
AuMnttdx-wegungcn Wurden Anfang
1*32 ungefähr 42ft(tt«) Mitglieder ge-
zahlt wuch» deren Zahl bis 1*34
zunächst auf ungefähr 4.2 Muk. um da
nach beständig zu smken 1*35 wurden
nur new'h 1.6 Mio. 1*3« etwa 1.2 Mio
und 1*40 9000)0 Mitglieder erfaßt
Der Nachwuchs der SA rekrutierte
sich hauptsächlich aus der —» 1 filier-Ju
gend. deren Sondcrformationcn denen
der SA entsprachen Manne-, Reiter-,
Nachrichten-. Pionier- und Samtäls-
Einheiten Mit der W ochstandarte
-Fekihermhaße- aus «echs kasernier-
ten Sturmbannen in den Standorten
Berlin München Hattingen. Krefeld
Stettin und Stuttgart existierte eine
Eimatztruppe, deren Hauptaufgabe
cs war staatliche und pancieigcnc
DicnstMeUcn zu bewachen Der eigent-
liche Organisator der SA als einer pa
ramihlatischen Partcitruppc war Emsr
Rohm, trotz mehrerer Sorganger, da-
runter (»onng (1*23) Er z«»g «ich aber
mit Hitlers Kun mehl zufrieden -
bereit» im April 1*25 von der Partei
zuruck Emen militärisch geschulten
Nachlolger land Hitler in dem Haupt-
mann a.D Franz Pfeffer tr. Salomon
11*26 1*2*1 Nach dessen Hrueb mit
Hitler übernahm dieser nun selbst die
Führung und büch fortan -t Oberster
SA I uhrer Erster Stabschef unter
Hitler war 1*2*- l*3ti Otto Wagenet
733
1*31 ernannte Hitler «einen Duzfreund
Emo Rohm zum Stabschef der SA wa»
dieser bis zu «einer Ermordung 1*34
blieb. Ihm folgten der SA-Otx-rgrup-
pcntührct Viktor Lutze und nach des-
sen 1 nfalltod 1*43 der Führer der SA-
Gruppe Sachsen. W ilhc-lm Schepmann
Die paramilitärische und braun uni
formierte Huppe hatte »or 1*33 den
politischen Kampf det Pattciorgunrsa
hon durch du- - Eroberung der Straße«
ergänzt Dazu waren «eit Ende- der Ster
Jahre in den großstadltschcn Arbctier-
wohngebteten SturmkAalc« einge-
richtet worden Nie hatten sich am den
Treffpunkten und Stammlokalen der
teilweise sozial entwurzelten und tm
Nat.soz eine politische Perspektive
suchenden.ott jugendlichen Anhänger
schäft heraus entwickelt Von diesen
häufig ah Wohnungsersatz dienenden
Stützpunkten aus organisierte die SA
den überwiegend «egen die KPD und
ihre Anhänger gerichteten Terror Au«
den auf Provokation angelegten und
mit großer Brutalität geführten Stra-
ßenkampfen entstand eme Spirale
der Gewalt, deren Überwindung viele
Menschen »eh von Hitler und der
NSDAP erhofften .Aus Hitlers Er-
nennung zum dt Reichskanzler am
30.1 t*33 leitete die Basis der SA dte
Berechtigung ab als -Ordnungstoktor
des Dritten Reiche«- zu wirken und
nitt den politischen Gegnern -alte
Rechnungen zu begleichen (•
«Machtergreifung«), Am 22 2.1*33 wur-
de durch einen Erlaß de« kommicsan-
»chen preuß Innenministers Hermann
Gdnng eine Hiffspoltzci am SA » SS
und • Stahlhelm aufgestcllt Nun
konnte die SA staatlich legitimiert Ver-
haftungen vornehmen und eigene Ge-
fängnisse einnchien. wie in Hohnstein
(Sachsen), bei Dresden (Lager Dürr-
goy) und in der Berliner General-
Pape-Straße Bis dahin hallen die oft
«Bunker« genannten Keßerraume son
ManaahMslaagra ISA)
-Stutmlokalcn- als Gefängnisse ge-
dient Mannschaften det SA bewachten
zusätzlich dir 1*33 m -• Oranienburg
hei Berlin und m Wuppertal (-♦ Kem-
na i crrichtclen SA—♦ Konzentraoum-
lager (-• Schulzhaftlageri Zu den be-
kannt gewordenen tcrronsttschcn Ak
tivilaten der SA in der truhen Phase
der NS-Hcirschafl gehörten ebenfalls
Übergriffe wahrend des rcichswcttcn
-• Boykott» tudischer Geschäfte am
I 4 1*0 Dk- zahlreichen Willkurmaß-
ruhmen der SA im »Rcvolutionsjahr«
1*33. in dem SA f uhrer als Piihzciptä
«identen Burgenrursier und Oberprä
saienten vielfach einflußreiche- oftentli-
che Funktionen der Verwaltung über-
nommen hatten, mußten im nunmehr
nat.soz. Staat kanalisiert werden Da
«ich Hitler« Plane von der politischen
Konsolidierung dc* NS-Staates nicht
mit den Vorstellung det SA und ihrer
Stabschef« «un seiner -zweiten (aoria-
len) Revolution- deckten und eine
f bercinstimnmng den Gegnern Rohm«
in der Partei auch mehl wünschenswert
erschien, invcmericn Hitlet. Gonng
und die SS Führung im Hunde mit Jer
Reichswehr die blutige Nicdcrschla-
gune emes tatsächlich nicht gegebenen
«Staatsstreich»« der SA-l uhrung (-•
-RohmPtrisch«)
In den folgenden Jahren konzentrier-
te sich die SA auf die vormdilarrvchc
.Ausbildung und Wchrcrtuchtigung der
Jugend »owie Straßensammiungen
Beim IV»enen am */|0.ltJ*3x (-»
-Reich*kri«tallr.uibt«l und an den dar-
auffolec-nden Tagen crlanele die SA
durch die Mißhandlung und Ermor-
dung fUdischci Menschen sowie die
Zerstörung »on Synagogen und Ge-
schäften ludischct Inhaber noch einmal
ihre alte tcrron»U»chc Bedeutung zu
ruck W ährend dc» Zweiten Weltkriegs
ubemahmen die mehl etngezogenen
Reste der SA Aufgaben der Truppen-
betreuung. der vormiltlänschcn Auvbtl-
Mwrmrc. I»rr
düng und. seit Ende 1944. des Authuu»
und det Vetsxarkung det -* Volks*
sturme Kmw v.JuMz
/
lampe««*. ft-U'« /W *n<Mto< 0<Mllh>n< I«
m Awkar ihr M M«t». In.« ISM.
Stwnwrr. Ihr Im Vpal |925 von Julius
Streicher gegründet. zunächst im v<*l
knehen Verlag Wilhelm Hardcl. »eit
1935 tm Eigenvcrteg Streicher» erschie-
nene vulgare antisemitische Wichen
Zeitung mit dem l ntcrtilel l^rutuhn
Ihn» 1933 Mumbrrgeri U>uhrrtt>/au
Zum katnpl um ihr Wahrheit Auf
Breitenwirkung berechnet. betrieb der
i. oll in obszönen, pornographischen
Gtcuclgochichlcn. Verleumdung und
Hetzpropaganda gegen die jüdische
Bcvotkeiung So gehörten Berichte
über die -Rasscnschamlc- indischer
Manner mit anschen» Frauen, über
Ritualmurdc und das Schächten ton
Tieren zu seinen Liebhnpthcmen Auf
der Titelseite fanden sich seil 1925 bös-
artige. fast ausschließlich Antisemit i
sch» Karikaturen son -Ftp»- (Philipp
Rupprecht). »eit 1927 ab Fußleiste das
Treiischkc Zitat «Die Juden sind unser
l ngluck* (— Antisemitismus» Der .V
rief die Leser in speziellen Rubriken
zur Denunziation von -Judentreun
den- auf Durch öffentlichen Aushang
in «S-Kasten- an vielbesuchten Ptal
zen fand das Blatt eine zusätzliche Ver
breitung Die Flauptschnftleilet waren
Streicher, in dessen Privateigentum «icr
\ stets blieb ah 1925 Karl Holz. ab
195h Ernst Hiemet. ab |94|<42 Erwin
JeUintk Die Auflage betrag zunächst
etwa 2UJ0- MNNi Exemplare und stieg
auf uhci 21)<Ma । int .Uhr 1933 und knapp
attutNii im Jahr 1944 Die letzte Auaga
tx- erschien am 1,2 1945 I — Propagan-
da. -» Pt esse) VitrtMa Heute
SiHtthof (KZ) Östlich von Danzig an
der Stundung det Weichsel gelegenes
7M
KZ mit einem weitverzweigten Netz
zahlreicher Außenlager (ua in Ihorn
und Flbmg mit jeweils 50UI weiblichen
jüdischen liaftlinecnl. das 1942 aus
einem bei Knegsbegmn gegründeten
Lager fur poln. Zavilgcfangenc hcrvoc-
ging Aufgrund der eurem schlechten
Arbeite- und Lebrncbedtngungen. der
häufigen Hinrichtungen tinshesondete
von Anechönecn des poln Wider-
stands) und des tm zweiten Halbjahr
1944 praktizierten Massenmordes in
der -• Gaskammer konnte S. auch ab
-» Vernichtungslager bezeichnet wer-
den Von den etwa 115 K«l Gefangenen
unterschiedlichster Nationalität. die m
S wahrend seines Bestehens eingchc-
fcrl wurden starben 65KO Besonderv
Bcdeutung kam S ab Sommer 1944 zu.
als cs ab Zielort und t mschlagplatz
fur dx* wegen des Vormarsches der
Roten Armee aus den baltischen KZ
sowie aus -• Auschwitz evakuierten
Juden diente Im Januar 1945 geriet S.
selbst in Frontnahe; em GniAtcil der
5OtMM» Überwiegend weiblichen Gefan-
genen kam aut den -» 'Todesmarschen
um (-• Rassenpolriik und Völker-
mord). Jurtru MMbttu»
I mrmrr
(•rtlsmsti I—m« A / Viuirti.rf Htrmrr |V91
Sitdelcark-nlsrhe Partei CsdPl Dvc am
1 10 1933 von dem Führer der sude-
tendt Turnerschah Konrad Henlein ah
überparteiliche nationale Sammlung»
Bewegung gegründete Sudetendt Het-
matfronl wurde am 19 4 1935 in SdP
umbenannt Hei den Partamcntswahlen
1915 erreichte die SdP MIA, der sude-
tendt Stimmen und wurde stärkste
Partei in der -• Tschechoslowakei The
SdP. nunmehr von retchssh Stellen fi-
nanziell unterstützt forderte zunächst
Mindcrhcilenschutzgesetzc und -völki-
sche Selbstverwaltung*, aber noch ker-
nen Anschluß des —• Sudetcniandcs an
das Dt Reich Dies änderte M<h als
755
Henietn am 19 II 19.17 in einem Bnct
an Hiller -eine Verständigung zwischen
Deutschen und Tschechen- ab -prak-
tisch unmöglich und eine Lösung der
sudetendt. Frage- als -nur vom Reiche
her denkbar- bezeichnet halte Trotz
aller Zugeständnisse seitens der Regie-
rung der CSR an die SdP lief das in
der -• Sudetenkrisc zwischen Hitler
und Henlein snychrorusierte Vorgehen
auf die Zerschlagung der CSR hinaus
Nach dem -» Münchner Abkommen
ging die SdP am 11.12.193H in der
NSDAP auf. Usenet A*»r<rr
Sudrtenknse Wie seit Herbst 1937
fest geplant. wandte sich Hitler nach
»Jem -♦ Anschluß Österreich* »ler An
nexMin der -» Tschechoslowakei zu
Zusammen mit dem Führer der —
Sudetendt Partei (SdP). Konrad Hen-
lein. initiierte er die S. einen interna
tionalen Konflikt um das -• Sudeten
land, det Europa an den Rand des
Krieges führte. Ain 2HJ.193H halte Hit-
ler Henlein instruiert, stets Furdctun
gen zu stellen -die tut die tschech
Regierung unannehmbar« seien Am
24.4.193H verkündete Henlein mit dem
-» Karlsbader Programm Ansprüche,
deren Erfüllung das Ende der t‘SR
nach sich gezogen hatte, und löste da-
mit die S au» Hitler. zum Kneg gegen
die CSR entschlossen, unterstützte
gleichfalls die Rcvisionsforderungen
der dortigen poln und ungar Minder-
heiten Nachdem der bnt. Premiermini-
ster Chamhcttein in zwei Besuchen bei
Hiller in Berchtesgaden (15.9 ) und
Bud Godesberg (22.-249) lediglich
eine Verschiebung des von Hitler ulti-
mativ geforderten Anschlusses des Su-
detcnlandes an Deutschland erreicht
halle ( • Appeasement >, wurde die
S durch die totale Erfüllung der dl
Forderungen im Münchener Ab-
kommen beigclegt. da» fur Hitler ent-
täuschende Ergebnis wurde dann im
sudtin<i
Marz 1939 mit der Besetzung der sog
Rcsttvchechci vcnuUstandict.
Ä4>W/4r KPirgrr
Sudcit-nlaml L isprunglich wuidc le
diglich der dt «prachige Raum tn den
bergigen Regionen Nordbohmens und
Nordmahren» schließlich das gesamte
an Deutschland und Österreich an-
grenzende dt spraduge Gebiet ah S
bezeichnet Der Sammelname «Sude
lendeutsche- ttii alle ehetnak zur
k.u.k Monarchie gehörenden, seil dem
Vertrag von Samt Germain (1t) 9.1919)
zur Bevölkerung der neugegrundeten
-* Tschechoslowakei zahlenden ai
32 Mm. Deutschen bürgerte sich erst
nach 191M cm. Obwohl sich die Sude
lendeutseben trotz aller Diskriminie-
rungen freier ah jede andere dl
Minderheit in (htmittclcuropa entfal-
len konnten. miBlang deren Integration
in die CSR. Die seit 1935 durch die
NSDAP tinanzx.-rte —• Sudetendt Par-
tei wurde zum wichtigsten Instrument
Hitlers, um die « Sudctcnkine zu
schüren die schließlich als Ergebm*
des Munchenrr Abkommens - mit dem
Anschluß des S an das Dt. Reich ende-
te. 1945 wurden die Sudclcndcutscbcn
auf der Basis der wahrend der
—* Potsdamer Konferenz erzielten
l bcreitikünhc mit Zustimmung det
Alliierten unter großen Mcnschcnver-
lusten au* dem S vertrieben
Südtirol (itaL Alto Adige) Südlich des
Brenners gelegener Teil der chcmab
gen Gral schall Tirol. Im Vertrag von
Saint-Germain vom 10 9 1919 mußte
-» Österreich S in -» Italien ulMrctcn
(Provinz Venezia Indcntma. ab 1926
Provinzen Bozen und Tncnt) Die ta
schistische nal Regierung betrieb eine
massive llaliunisietung. Nach der Bil
düng der -* Achse Italicn'Dcutschland
schlossen Hitler und Mussolini emen
Jagrwd
-Optiomscrttag-. wimach d* Bcw«b
ner S zwuchcn dte ital und der dt
Maatsangrhongkeit wählen konnten
»er für Deutschland ««plicrtc (etwa
V)-.. > soihe Ai' liid »rtiswn und
in «la» (irnMt Reich umrrMcdcli
werden Vach «km Einmarsch der dt
Trupprn tn Italien (9* 1*0: — hatten
(eldzugi wurden dte Proswizea Bozen
TfK-ni und Bellum« zur -Operation»
Zone -. Alftemortand- mil zrnter Ver
waltung. «he den Obersten Kommissar
Franz Hofer Gauleiter »on Firof
und Vorarlberg. unicrvtelti war Vach
kjurvikk blieb S Ki Italien und
erhielt !<** un S Paket weitgehende
Autonomie zugcsprochen I ndgulug
bcigckgt «u/dc «kr Streit zwischen
Itateen und (Xierretch um V erst t«**2
krfunr »«Elf
Swing-Jugend k Jugend, va. Fdrl»ciR-
Piraltn
*s»iemz«n Im Nauot teil 1*33 uNi-
chcr Propaeandaausiiru»k für die Wei
marer Republik Da» W«yi sollte in »ei-
ner Bedeutung »ul da» Vegatise und
kunstbch Kwistruicric Jer Wismarer
Republik hmwenm IK-r Ausdruck war
bereit» in den 2llri fahren »un k<m*ct-
satrsen und »tslkischcn Kienen zur
DtBamteiung det repubiikanoctten
Staate» 1-K«»scmbcr»»stem.) benutzt
werden Der nat w«z Staat wurde pc
genuber der al» IntcHcktucflcnstaat
diskrummelten Wctirutci Republik ah
«vgiuwch gewachsene vnlk ische Ge-
mcimdurft. die auf rcmcinvuncm Wid-
ken Fuhkn und Denken uufcvbaut kl
«fargeslcBl Da» Denken und da» .ab-
strakte Wissen- waren suspekt. la «Jer
Folmmt wurde «ier Begriff -S» Stern -
auf alle möglichen tnJUkbren Institu
Urnen angewandt IkParlcten Presse.
Regierungen tMhtiker ua m )
«dkfSMbw
?3»
T
14 c kktwsn I 4. sa Medizin
lag der Mtennak-w krhert Bereit» im
ersten fahr der nat wt Machtübernah-
me wurde «Jer 1 Mat der trmhuonclk
Tag der mtcmatiaeuicn Arbeiterbe-
wegung zum -gesetzlichen lag der
na tu malen Arbeit- au»scrutcn In tna»
»enwtrk samen •xtiau»cran»taitunpen
sollte jedes fahr an diesem lag die
klassen und sduchteuubvrgreifcnde -•
Volksgemeinschaft denuwwtnen und
dx. I nterstutzung «Jet Azbcilcrsshafl
für «fas neue Regime bezeugt werden
I -» Propaganda i M*w lamr t—
I anm ntserg. I ntevuchnsm
v < .n-nzzw tsctecnfaHc
lamuwbergcF uhr« rhanptq narti* rr
Tanarwbcrgbwnd Ein 1*25 »un Gene
rai a D Fnch latdcmhirft und den
nat »w hdtitkct Konstantin Hserl ge-
erundclcr Dachscrband »nlktscher
< »nippen und Jugendbunde Der 1
plante eine rroödt Militärdiktatur und
bekämpfte «he -überstaatlichen Mich
le. katholische Kirche. Jesuiten. Frei-
maurer und Jütten Del Versuch. in
Konkurrenz zur -» VsDAP «he tet-
splitterten »oiktschen Kralle zu bem-
«kln. scheiterte (-• V ««Jkixhc Bewe-
gung) Vach dem Vu»«ctieiden fuhren
«ier Mitglieder »fanden 1*2* nur mvh
Linkmiort! und seine Frau Mathilde
an «ter Spitze de» 1 ParteipohtMch
»»»#•< tsoiicn bauten »ar ein weitver-
zweigte» Propacandanctz mit zahl
reichen gläubigen Anhängern aut und
»ctbrctteten ihre Weltanschauung m
auflagenstarken Zcrtschnftcn und Bro-
schüren Zn dieser Weltanschauung
geh« wie «kr Mit hu» »«m einer Weitsci-
73?
schworung «ier -uhcretaaihchcu Slash
tc> gegen Deutschland der Kampf
gegen das Christentum und tur eine
iwi M Ludcnslort! erfundene -dt
GutterkeruUn». sowie «kr Hab auf «he
nat.soz Beweguag. Dci T wurde 1933
»erboten i«.<>kii
lannewhert-l tenkiwai K Rrteh»-
ihrrnmal
biiM ixtphnp« Rente Der Begntl I
war eine l ntschrcibong «ie» nat.soz
Regimes, mit «kr auf die teil «km
Mittelalter gebräuchliche Rcichsmeta
phivik angespteit wurde Wie andere
Begriffe l— Dritte» Resch -» Germa-
nisches Reich) «hente die Metapher
zunachs: ah Zukuntt»pr«>tektM<i. «fann
11« Propereanskunurument und «chlieb-
(Kh ah leptimatioo der Eroberung
neuen — Lebensraums Die Idee des T
soötc Kootmunal mit «kr Geschichte
«ie» Alten Reichs »orspaegetn und b«l
öete eine Folie für eme rmMctisehc
Veuordnuftg. nut Jet die europäischen
V olkci in cm Reich untet dl Führung
gezwungen werden sotiten Wegen »ei-
ne» chnsthctten Gehalts »fand Hitler
«irm BepU! aber trotz gckgcntlichcr
V erwendung reversiert eegenuhcr
tlfetewM«
frisrean. hwaferenz »«m Vom 2X 11 —
I 12.1*43 konferierten in der irani-
schen Hauptstadt die Regierunescbefs
von Großbritannien der LdSSR und
der I SA Bedeutsam war» a dm Zusa-
ge Cburctein» und Rooscscfts. in Frank
reich eine zweite Front zu eröffnen,
um die mw») Truppen im Osten re ent
lasten Ak Zeitpunkt dieser Invasion
wurde der Mai 1*44 in» Auge getaht
Stalin sKteertc re. gleichzeitig die Ost
front «huch eme Offcmoc in Atem zu
halten und darüber hinaus nach dem
Ende des curopänchen Krieges die
l SA in ihtcrn Kampf gegen lapan ru
Iterrs Wiladl
unterstützen Einigkeit bestand ferner
über «fa. Wu.tsenchtebung TV «le ns und
über J« Aufteilung Dc«iuchian<is.
wenn auch twchi über «he kkuiahtaten
Aufeabc einet <ruropM»citefi Hcraien-
den Kiwnrnnsum wdtec e» »em. das
Deutschland Purstem zu reflcktteren
Die (»runsjung eincr Wehtnedensorga
nisatuwi wuriic «frskntteH l — Weltkrieg
IW-IMS)
I teealrr s. Kunst
Therrsiensuuh Die |7>«i gerundete
enteil. Fcituaessiash T tn .Vordbohmen
diente ab Vnember 1*41 ah Inlenite
rungviager far Juden aus Böhmen und
Mahren Ab Juli 1*42 war T ab .Al-
tenchetto- Ziel «kr -» Deportation dt
und «wterr Juden Zur ek-uhen Zett
wurde «he mchtjudischc WuhnfteviMke-
rung t.VXli Personeni aus I csakiucrt
Der für T sorgeschcnc Persoaenkrets
au» Deutschland wurde durch Erlaß
«k» —• R»HA s«wn 21.5 1*4? detmiert
uher <«S-»hnge und uher 53 fahre alle
gcbrvchlKbc Juticn mit Ehegatten, de
kemerte Wcltkncgstcilnchmct mit ihren
Frauen, judrscite Partner aus mehr
mehr bestehenden teltschcbcn und
solche ludocbcn — Mitehtingc. «be
nach den -• Kurnbereer Gesetzen al»
Juden galten I -» < icltuncsjudcn > < iiei
chcrmaflen Täuschung und Ausplünde-
rung waren dte -Ikintetnkaufs'trtia
gr. m «Jenen die Deportierten ihre
Vcnwmcnswcrtc gegen -Betreuung
und Pflege- in I abtreten muhten Ab
Januar 1*42 war T Durcheanesstation
für die Venuchtunesatätten «m Bahi
kurc und auf p’in und wcitinisv lern
Uuiiun ab < Atobrr 1*42 gingeti dse
Depamat uwteii »»ui T atu auch nach -•
Auschwitz <-• Vcnwi htunedugn. -*
Rassenpoiiiik und Völkermord) Die
I cbmsbedingungcn in I. wohin ua
auch Juden au» Dänemark und Hol-
land «kpurtiert wurtka. waren »ermeh-
ItMrÜMvk
icnd Da* luter urict'U.'iJ Jet Zen-
Uahiclte tur ȟdnehe Ain Wanderung tn
Prag. einer Dienuuclte de» HeJehWu
hth del Steh«.thcit«p«4izci und des SD
Als etgenct Komptei K-«tan«l neben
dem (»heiio in der -Meinen Festuag-
unlcr dem Kummamio der Ptagcr
(«estapo eine Haftslaltc für pnfclnchc
(«etangcnc aus dem -» Pr«eektorat
Böhmen und Mahren mit dem < harak
ter eme» -• KZ kotnmandanten »cm I
waren die SS Offiziere Siegfried Sewii
i Dezember 1941-Juni l‘Ml». Anton
Bürger < Juni 1943-Februar IU44I karl
Kahm (Februar l**4 Mai 1945» die
hn aul Hurcer der am der Hal’ fliehen
konnte. nach dem kneg in der (SR
rum Lale »erutteilt und hingcnchtct
wurden Die äußere Bewachung »on I
erfolgte durch tschechische Caendarme-
nc. Itn Inneren bestand unter kontra!
le der SS Sclb«i»erwaltung unter den
Judenkltestcn Jacob Edelstein (Dezem-
ber 1*441-Janaar 1943» Paul Eppstein
(Januar I'M3-September I*44i und
Benpmin Murme Klein (September
1944 Mai l<MM In 1 lebten zahl
reiche Prominente künstlet und (re-
lehne i unter ihnen Lev Bacck I. <be cm
Itahschc» kuUurkhen zufrechterhieJ-
ten Für den Besuch eme* Delegation
des Internat tonalen Roten Kreuzes
|B7|>M4i wurde durch < ate» und
Laden, eme Bank mit (rhcttogcld ckc
die Illusion emer intakten Jwdemtadt
»ermittelt Im Simmer 1444 betten «he
Natkm m T. einen f ilm mit der etci
eben Intention drehen Fr wurde pro
pagandntnch nicht mcht eingesetzt
•cis ktendarer Titel (Orr fuhm
uhrril «bw huirrr rrmr Atadr» ist mehl
authentisch Insgesamt wurden 141 inm
Juden nach I deputiert (gegen kneg»
ende kamen mich 14(111 KZ Häftlinge
aus t»akuterungMisnspottca dazu),
aber 75 (UO «lammten au» det liehe
cbudowakci 42345 au» Deutschland
15324 au» Österreich. 4xm’ am H<l|-
7S»
land. 1270 am Polen. 10'4 aus L'neam
(m au» Dänemark In I starben etwa
33 Ml Mcnsciicn. in Vernichtungslager
deportiert wurden »on 1 aus Ml IX:
(»tm ihnen überlebten 35*1»» Insge-
»amt kamen IIBOO) Menschen ums
Leben 23(10 wurden gerettet T. wur
dc am S Mai 144* durch die R«<e Ar-
mee befreit ••4h»»«» **•:
l««ar
vo» h <1 ru» «int rw/ rw’ n«. «•,
ter nwr /—gia» isrtwi Wat fuwngen
Mm« Mw»dii V«m»h BtnAgMa»»«» Kanu
>»tg' rhwwMi* 4»» -iwdaMmg n» Ar
arwWagr* baf l*C
Thiel»«-* k s. Cap kreuna
HwagspiH • Dung- bezeichnet ur-
«prunglich germanische Volks- oder
Gericht»» crsammiuiMcn an ahgcwvhn
tem On i Diingstatien) Die »om —
Rctehsmintsteiiuiii tu: AolksaulVarung
und PripirunJi 1933 initiierte -Ihm«
Bewegung« knüpfte an diese altere
Vorgabe unter Berücksichtigung der
Iradrtumcn des Laienspiels der Natur
theaterhewegung und «les Freiiichl-
theaters an. um w< T an eigens dafür
ertuuten • Thingpiat/en« I9J7 eu
«netten 40 derartige SpieIsUtten - zur
Aufführung ru bringen I. »erstanden
ah Ausdruck nat wm —» A<4k»gemem-
«ehaft waren ihrer hem nach kutu
sehe Sprcchcbordramcn PriAlamath»
new «ier Chore ersetzten dramatische
Dialoge und damit |cd« Handlung. I in
»on (Msebbeb 1934 eingerichteter
-Dwüterkreis« zur Ftwdeninf »tm I
brachte kaum I tf«4gc 1935 erfolgte
eme Sprachregelung zur Vermeidung
der Begriffe 1 und -Kuh« durch das
Propagaixiamuusicnuni Da» 193b bei
den -* (Hsmpischcn Spielen urauf gc
führte «Frankenburger Würfelspiel«
so« E_ W Molkt bildete Höhepunkt
und beginnen«!«.-» Ende dieser Gattung.
UwiAot
7<9
Ihwie-GescUsehnft Lux aus dem »ol
ktschen -< icrtnamm Orden- Anfang
I91K hcrvwprtrangcnc s«w> Rud«4l »
SchtMtendorf gegrumtete Tain» ei Eini-
gung (-• Völkische Bewegung» mit
Ca 2BU Mitgliedern m München Die
I unterhieh enge Beziehungen zum
-• Aildt Verband Ver em«zr nung
war der W(Mi«/icnrr Bo«buihlrr ab
1.1.1920 -• l <<A«s«hcr BevbdtÄirr. Die
I leistete Geburtshilfe bei «ier Grün
düng der Di Arbeiterpartei und der
Dt SozialrsliMben Parte» (— \XDAP»
sieben Aneeböngc der T wurden
wahrend der Münchner Räterepublik
am K»4.|9|w s<m ««len Koten- ermor-
det ( •< »etsclmoril- ) u««wk»
Thehgespräebe llukr» Etageb«ligeile
Bcrcikhnunc tur Aufzeichnung«:n «Jk
•<sn mündlichen Autterungen Hitler»
wahrend Miilagsiafcl und Abendse-
scIhehaft tm -» Fuhrcthauptquartict
gemacht wurden Dx Aufzeichnungen
der I enrstan»len tm Stab .iul Anre-
gung und nach Weisungen B-emann»
Die Ni«Jcr»«.-tiriften Jiktcrtca rudi
cigctxn stenographischen Notizen und
aus dem Gcdachtms der langjahngc
Adjutant Btemarm» Mintstcnahai
Hcrntxh Heun i Mitglied der NSDAP
»eit 19211». und wahrend dessen Ab
Wesenheit der engens hcrheibcvrderte
Oberregierungsrat Henn Picker, des-
sen Valet ru den frühen l«wdcrcm
Hillen in Wdbelmshascn gehörte Dk
Aufzeichnungen Heims setzen am
5 7 1941 ein und enden am 79 1942.
dtefcmgcn Pieter» umfas«cn den Zeit-
raum »om 213 bi» 3171®42 Dk
AuBerungen galten umcnchmdlicben
Diemen und Gegensturuten nichtigen
und belanglosen meist kreisten mc um
die Geschichte «ier NSDAP, ihre W«Ht
anschauuna. um die Rotte srm Verbüa
deten und dx Bewertung »rm Geg-
nern sie betrafen aber auch lalcratur
un«) kunw. tn»iai«te Erinnerungen an
Inir märuhi
Ereignis»«, und Personen. Zukunftvpla-
ne sowx alltagfaehste Dinge Da« aktu
eile militärische Geschehen da« Gc
genuattd der • l acebesprcchimgcn-
wat. kam kaum zur Spiache Hitler.der
sicli in der Runde engster Mitarbeiter
und t taste auch zu «rhoten »un-xhlc
prMennene weh ihnen gegenüber m
mdhwen steh sieffach wiederholenden
Skusuiogen ab cm m nahezu alten Fra-
gen kompetenter Denker Bedeutune»-
»oll MtxJ die I u a weil «x Auskunft
Uber »cwcik un Hauptquartier anwe-
sende Militär» und ZjHinten gehen
sehen auch Uber deren Bemerkungen
und Fragen k«i gtodf
»-i—r
-Wab Hmx Wia ft « h^»«nwu«fHWWrr
f««J rwa Ov Will kn0^1 ZfcvwxA IfaMi.
M o» ncran »«tewws Hiwtegg bM:
RiCrr llrwn IMbn fwkvnipwBtv un Fafan*-
kwwngnimr« Buaw tn* I Stangm res»
lodrsniarsstM Phatwwnen un Dritten
Resch » a gegen Ende de» knenrs ab
die Häftlinge ctlw.bct kZ evakuiert,
d h. in grvöer Zahl eczwungen wurden
utnei unettragiicnco Bedingungen unJ
brutalen MitUuiuflungcn über weite
Entfernungen zu rnarschsctcn. »ibci
em gruAcr Ted s«m ihnen »on den
BecteitmantMchaften ermordet wurde
Emer der ersten groflen T im Zu»arn
menhang mu der F »akuxrung der KZ
begann am Ä ~ 1944. ah Uber 3Mlt
Häftlinge des kZ in der Ge«a-Str»fic
m — Warschau laut den Rumen des
Ghetto» erbautl gezwungen wunten
über eme Entfernung »on 13» km nach
kutno zu marschieren E« gab mcht»
zu essen, und es war mehl erlaubt
anzuhalten um etwa» zu trmkea Ta-
getahi Ithli Häftlinge wurden auf
dem Manch getötet o»lct starben Dk
überlebenden wurden nach «ter Aa-
kunft la kunio ohne F«»en und Trinken
ta Güterzuge »crla«fcn. über 9» Haft
linrt pro Waggon Einig«: Hundert »ur
ben N«dit einmal 2»MB» Häftlinge cr-
rtK'htcn um 9 h 1944 da* KZ • Du
ctia« Ihc F s akuter ungder meisten KZ
in I5»lcn land Mitte Januar 1945 wah-
rend einer erneuten Offensive der Ro-
ten Armee Man Die größten I gingen
im Süden von — Auschwitz und «euren
Neben lagern. im Norden von -• Stutt-
bo< samt NcNmlagern au*
Am 18.1 1945 begann der T. von un-
gefähr •*<»»> Hattlmgen Mannern und
Frauen, in der Mehrzahl Juden au*
Auschwitz Sic mußten nach Wodzrsfaw
(Ledau) laufen und wurden von dort
unter unmenschlichen Bedingungen
aut verschiedene KZ in Deutschland
verteilt Ingefahr ISailHaftiingc wur-
den aul diesem T ermordet
Die T von Stutthof waren noch grau
Miner Mitte Januar 1945 K-fanden
nch etwa 47<JlMi Häftlinge tn diesem
K/ Komplex, mehr ab 35WB) davon
Juden, ra [rauen. Itn Haupllager
waren 25000 Häftlinge. davon UtUt
luden hinzu kamen noch einmal 22UII
Häftlinge m den Ncbcnlagern in Ost-
preußen und Pommern
Am Äi.1945 begannen die I au*
den iwtprvuß NebcnUgctn um Stuft
hot Ungefähr ntw Frauen und ItaRI
Manner. santibch Juden, wurden von
dl. Wächmannschaflcn nach Palm
nicken an der Ostscekusle getrieben
Ungefähr 2otMi von ihnen wurden aul
dem Weg ermordet In der Nacht vom
M I aul den 1.2 1945 trieben die Wa-
chen alle Überlebenden, die Palm
nicken erreicht hatten, in» Meer und
v,ho*x-n vic mit Maschinengewehren
nieder Nur 13 Häftlinge überlebten
dieses Massaker Mitte Januar >945
wurden auch etwa 20(18) weibliche in-
dische Häftlinge der Stutthof NeKnia
ger in hunmern gezwungen, zu mar
schieren von ihnen wurden auf
diesen Märschen ermordet Anfang
Februar begannen die I von -»Groß-
Rosen und seinen Nebcnlagcrn. Etwa
'NI
4OIM<i Häftlinge wurden in verschiede
ne andere KZ gebracht Einige Tau-
send wurden unterwegs ermordet. Von
den Uber 201MM» judwehen Häftlingen
der Lager im Fulengebtrgc wurden fast
alle getötet, entweder kurz vor der
Evakuierung «xJer während der T im
Februar 1945
Wahrend der Monate Marz und
Apnl 1945, als die amenk.. bnt und
sow, Armeen rasch vicruckten. ertuih-
te sich die Zahl der Evakuierungen.
W ährend dieser beiden letzten Monate
dec Dritten Reiche* wurden minde-
stens 250000 KZ-Häftlinge. ein Drittel
davon Juden, auf T geschickt Zehntau-
sende von ihnen wurden er miedet
oder gingen auf den Straßen zugrunde.
Ihre Graber finden sich über Deutsch-
land und Österreich verstreut. T. von
-• Buchenwald und seinen Neben*
gem landen wahrend der ersten Apnl-
hallte 1945 stau. Die Evakuierung des
Hauptlagcn Buchenwald begann am
n4 .al*der erste Konvoi mit Mitt» iudi-
sehen Häftlingen tn Marsch gesetzt
wurde 1411) von ihnen wurden auf dem
Weg umgebracht Während der folgen-
den Tage wurden etwa 4011111 Häftlinge
gezwungen, das Lager ru verlassen
13 500 von ihnen starben auf dem Weg
Im \prtl 1945 führte die SS Evaku
lerungen in Verbindung mit T von
Haupt- und Ncbcnlagcrn der KZ
Dachau. -• Flossenbürg. — Sachsen-
hausen. —» Neuengamme -» Mauthau-
*en und dc» Frauentagen -» Ravens-
hruck durch Weitere- Zchntaincndc
starben auf diesen Marschen Am
25.4 1 945 erfolgte die endgültige Eva-
kuierung son Stutthof bei Danzig, die
im Januar begonnen hatte Ah die
vorruckcndc Rote Armee das Gebvel
cmschloß. wurden etwa 4ot«i Häftlinge
auf fünf Fähren evakuiert Etwa 2UI)
von ihnen wurden tm offenen Meer
ertrankt Hunderte an der Kittle er»
schossen
761
Nicht mit der Evakuierung von KZ
verbunden, aber nicht weniger grausam
waren die T von Budapest, die am
8.11 1944 begannen und einen gan
zen Monat andauerten. 35UOO lüdtachc
Manner und Frauen wurden zu Fuß zur
iblcrr Grenze geschickt und von dl
und ungai Wachmannschaften beglei-
tet Viele Tausende wurden unterwegs
von den Wachmannschaften erschos-
sen. und lausende starben an Hunger
und Kalte, lausend SS-Manner waren
an der Organisation der KZ Evaku
icrungen beteiligt und begleiteten du
Häftlinge wahrend der I Sic waren
schuld am Tod Zehnuusender Häftlin-
ge Dennoch wurden nur wenige für
ihre Verbrechen zur Rechenschaft gc
zogen Die bewachten Haftlings/ugc
kamen durch viele dl und <v*lerr Städ-
te und Dorier Viele der Häftlinge ver-
suchten zu fliehen, doch mc fanden nur
wenig l nterstutzung bei der emhcrmi
sehen Bevölkerung simw) AnM>*»4i
t lamm»
Ijilhcli. Minil- He HiOaul tkr Arou«
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raanp» Xurmtoif» *Z ZoaarW ><W I «ärm l«»r
uwonW Hmvnrti Jcnmwcm IWsa
S 4'1-491
lotaicr Krieg Unter dem Eindruck
des sich abzclehnenden Zusammen
bruchs der 6 Armee bei -» Stalingrad
forderte Hiller am 13 1.1943 die »totale
Mobilisierung-* sämtlicher materieller
und personeller Ressourcen zur Si-
cherung des -Endsieges- Öffentlich
ausgerufen wurde der I schließlich
am 18.2.1943 von PrnpagandaminiMer
Joseph Goebbels in einer Rede im
Berliner Sportpalast Den Höhepunkt
erreichte die zunehmende Radikal nie
rung der Knegluhrung und dm Alltags-
lebens nach Goebbels' Ernennung zum
RcichsbcvoUmachtigten für den luU-
len Kncgscimatz am 25.7 1944. D»c
in der Folgezeit getroffenen Entschci
düngen machen die» deutlich Einfüh-
rung der — Arbciispfhcht tur Manner
und Frauen. Slcigciung der Zwangs-
rekrutierung von -* Fremdarbeitern
(-« Zwangsarbeit) Bildung des -»
VoUsMurnts. Errichtung von fliegen-
den -• Standgerichten gegen sog.
Wehrkraft/cnct/cr (-• Wehrkraftzer-
setzung i. Einführung der - • sippenhah
lur Angehörige von -kampflos in
Gefangenschaft geratenen Soldaten«.
Aufrufe zum härtesten Widerstand
gemäß der Parole »Siegen oder fallen».
Propaganda-Kampagnen über den ver-
meintlich bevorstehenden Einsatz sog
Wündcrwaffcn <-• V-WäfTenl. Aufruf
zum Gucniläkncg durch den -* Wer
wo» für die hwtsetzung des Krieges
ud mtimtum Die Folge dieser Maß
nahmen waren weitere sinnk>K Opfer
unter Soldaten und Zivilbevölkerung
W-Mn-rä VS-lw
Tu<ahUrivmu*tbeohc Del Begriff Tota-
blari»mus tauchte zuerst im haben der
21 ler Jahre aul und diente der Abgrcn-
zuog liberaler und katholischer PuNi/t-
sten gegenüber Mussolini» -Mato lota-
htano« In ähnlicher Funktion wurde
er Ant.mg der .Hier Jahre von («egnern
Hiikn, aber auch von Kritikern der
Suwfctuniun übernommen Son einer
T. im engeren Sinne kann jedoch ent
die Rede sein wenn der polemische
Gebrauch des Begriffe» kombiniert
wird nut dem Anspruch aut wisseo-
schafilichc» Erklären bzw \ersteben,
sei e*. daß die bekämpften Regime m
größere zeit oder idcvngcschichtlichc
Z.UMnimcnhängc etngcordnct. sei ex
daß Vcrgkicbe mit anderen Regimen
angcMclit werden Emc eigentümliche
Zwnientcllung zwischen Politik und
Wissenschaft bleibt jedoch Mets erhal-
ten: Die politische Wirkuni»sab»»cht er-
teichte in der Zeil dc» Kallen Krieges
einen gewissen Höhepunkt. dement-
sprechend wai das Konzept Jem Vor-
»urt ausgesetzt. /um Instrument des
Antikommumsmu» und der Selbsüm-
muniMcrunc der westlichen Demo
krauen geworden zu sein (legenUufig
da/u wat die Tendenz /tu VcrwiMcn
uhaftlwhung. dementsprechend voßte
iler platten GIcK'hvetzung von Rechls-
und Llnkstolalitarrsmus durch metho-
dische Kontrolle cntgvgcngcwirkt wer
den Für em ausgewogene» l rteil muß
man sich va an die geschichtliche Aus
ditferen/ierung des K>mzep<s haben
und seine l.ifahrungsbrndung heraus-
arbeiten
Der pluralistische I rvprung der I
wird schon in den JOer Jahren deutlich
Dte Impulse, die zu einer mehr oder
weniger einheitlichen IhconcgcMalt
führten, gingen gleichermaßen aus Jer
Anschauung der sowjetrusx Fntwick
lung wie des ital — Faschismus hervor,
auch wenn außer Zweifel steht, daß die
innere Radikalisierung des -• Nat vev
alsbald die größte Aufmerksamkeit auf
sich zog. So war die frühe Publizistik
Waldemar Gunan» v a dem Studium
des Bolschewismus der ?kr Jahre ent-
sprungen ebenso wie Franz Bockenau
sich als Kritiker der Kommlern-Rilitik
einen Samen gemacht hatte, bevor ihn
der -« Dt mm*) Nichtangriffspakt ver-
anlaßle. in beiden Diktaturen einen
gemeinsamen, den «totaiitarian enemv •
(I9lui der westlichen Demokratien
zu identifizieren t mgckchrt war die
wahrscheinlich anspruchsvollste, weil
eipfi/H aul einer vergleichenden Me-
thode basierende Ausartx.it ung der
frühen Hier Jahre. Sigmund Neum.inn»
Hfrmanrni Rrx'oitMim 11*421 eher aus
dem mtcllcktuc-llen Erschrecken gebo
ren das der von Ihutschland angczel
teile Weltkrieg ausloste Diese negativc
Fixierung auf den NaLsoz. war insge-
samt tvpisch lur die lotaJitarismusdc
batte viel 41 irr Jahre, die nicht zufällig
von dt Emigranten geprägt wurde Der
Höhepunkt dieser \ ersinn der 1 wurde
zweifelsohne in Hannah Arendts On-
giMi <»/ TouliuifMnufft (195ll erreicht,
dessen philosophische F mdnnghchkeit
ebensooft gerühmt wurde wie man
seine essayistische Konstruktion tadel
tc Von bleibender Bedeutung durften
die Fhesc und ihre kongeniale sprach
liebe Formulierung sein, daß Ideologie
und k-rror. sofern sie zu den formie-
renden Elementen eines nx Kleinen
politischen Svvtems werden, zur Annul-
lierung der menschlichen Natur ab sol-
cher fuhren müssen
Eine analoge Kontestbmdung zeigte
sich seit Mitte der -Hier Jahre m der
sog Rcncgatcnlitcratur Bet ehemali-
gen Kommunisten wie Arthur Koestler
oder Ruth Fischer stand lotalitansmux
mehr Metapher als Begriff, gleicher-
maßen für em persönliche* Bckeh-
rungserlebntv wie für die politische Ab-
rechnung mit dem Stalinismus Dieser
Fntwicklungvstrang führte in die ame-
rik SoWfctlorxhung der SQcr Jahre
und wurde dort zum Ferment einer
professionellen polmk- und zettge-
vchichtlichcn Erforschung der kommu-
nistischen Ueli Eme anspruchsvolle
Ssnlhese dieser und anderer Fntwvck
lungslimcn findet sich in T<>tu/it*i'i<m
f >i<ru«ordiip uruf Au/im nw v (19*n» von
Friedrich und Bizezinski. Dieses Huch
wurde etnciseits zu einem Klassiker
der Politikwissenschaft weil es die Ei-
genart und die historische Modernität
der totalitären Regung durch ein griffi-
ges -set« von sechs Kriterien defi
mcrle Euipartciensvsiem. umfassende
Ideofope termnstischc Geheimpoli-
zei. Propaganda- und Wattennicmopot;
Planwirtschaft. Auf der anderen Seile
wurde den Autoren gerade angckteidet.
was sie zur Versachlichung der Debatte
meinten gcleblet zu haben det ideal-
typischc Schematismus, die Herrschaft*
theoretische Absfrakiumslage gegen
TU.’
über der vozuilgcsuhichihchen Rcaütai
sowie die normative Ruckbindung an
die Institutionen der westlichen Demo-
kratie.
In den Mtr Jahren geriet die T. auch
in der westlichen Weh unter ein dop-
peltes Verdikt Rüiiiktorvchct wie
Richard I owenthal und Peter (bnMi
an Lud/ glaubten aus gewissen Lihcra-
InierungMendcnzcn im SowjctNock
und den damit korrespondierenden
Fiwt*chnnen cmer -neuen Ostpolitik«
tm Westen i W iBv Brandt i - die Schluß-
folgerung ziehen zu können. daß die
Annahme einer geschlossen totalitären
Herrschaft jedenfalls den poststaiintsti
sehen Regimen nicht mehr angemessen
sei Au» ganz anderen Duellen gespeist
aber in dieselbe Richtung wirksam
wurden die theoru-bildenden Impulse
der Studenlenbewegung Deren Pro-
tagonisten glaubten sich, zumal in
Westdeutschland, verpflichtet, die «Ver
ganEcnheitsbcwaitigunc nachzuholen,
und ersetzten dabei das antik.vmmunt»
musverdachtige Tolalrtaitsmuskonzcpi
durch einen uhcrpobtisicrtcn Faschis
musbegnff. Positiv besetzt und in
der Forschung aufrcchtcrhalten wurde
die I in den hier und Nkrr Jahren v a
von dt Zctthnlurikcrn wie Karl Die-
Usch Bracher und Emst Nolte, wah
rrnd die internanonaie Politik* rssen
schatt großenteils skeptische Distanz
wahrte Nach 19X9 zeichnete »ich
auch hier eine gewisse Wende ab:
Nicht zuletzt weil er für den demo-
kratischen Aufbruch in (Rteuropa
zum Leitmotiv geworden war. erfuhr
Jer Totalitär! sm u*tx: griff eint Rctuu»
sancc <-• FaschtsmustheorienL
4Mh<W .VUtarr
LiWmntr
Low Konrad «Hel Z-iwawam*» Munekcn
IWK
filWjllurtlMM' UM/ ZlM«a«MUU. Im* »umwsAmA
SC unZ ^•itaudkr Jlrg»rtMi««i»rmmr. Hg In
vbhil ffcr Zeaavsshidrtc. Müncbrit 1*U<
Hirdrxh < *11 k.ufitrr f.ia.Ww ZMumw lua-
l->i<-nVoll
Ul MlUitwil MU ZNgnirw K b<rc.-wskii Mun
«an l'ö’ i«ngi Aaue Caaümde« Main 148ei
fiUrnkopfvi-rtiMMir v. KonzmtratHinv-
lagt-r. s.a. SS
lutrnkult Mit dem n-H.soz I sollte ein
bestimmtes lraucrsrrh.ihen erngeubt
werden, das die Kräfte tur den •Le-
benskampf- nicht blockierte. Der 1.
verklärte vor Kriegsausbruch vor allem
den Tod der für die nat soz. Bewegung
gefallenen -♦ •Hlutopfcr-- Damit wa-
ren insbesondere die 16 loten des —»
Hitler-Putsche* um 1923 ecmcinL de-
ren lewcib am 9 November, dem »Tag
der Bewegung*, m einer fest riehen
-ToicnwcihC' gedacht wurde 1935 wa-
ren Jie Zeremonien K*»ondet* ausge-
prägt al» die Leichen der -Blutopler«
exhumiert .lufgeb.ihrt und nach einem
•letzten Appell- betgeset/r wurden
Fcrnct spielte der T eine wichtige
Rolle am — Hcldcngcdcnktag und bei
St»atsbegrabm«*en m einer pewcik auf
wendigen — Feiergestaltung. dte oft
chnsilichc Verstellungen und Rituale
(z B Ftonlewhnaimprazesswin) nach
ahmte um soldatische Opferbereit-
schart zu fördern Nach Kriegsausbruch
wurden Mustcransprachcn auch für
örtliche Totenfeiern zunehmend ver
breitet Der nicht mehr zu leugnende
millionenfache IcM von Soldaten und
Znilbien erwic* sich ab cm letztlich
nicht lösbare» Problem für die
Propaganda M.in sprach nunmehr von
einem -SAall der Cirnber«. mir dem die
Gefallenen die Kampfenden gegen die
-bolschewistischen Horden- unterstüt-
zen würden Sy-tnNäischcn Ausdruck
land dies in einer Art Gren/wall auch
in den fotenburgen. die Wilhelm Kren
ab 1942 lür die großen Schlachtfcldcf
an der Ostfront entwarf Der Tod stellte
im T. auf der einen Seite die Initiation
in» Heldentura und das ewige l eben in
Aussicht, bedeutete »bet auf det undc-
Traaniilrira
rcn Seile auch cm freiwillige» Opfer
ira Dienste der -» Volksgemeinschaft
Hiermit konnte nun die (icmcm.»chafi
wiederum verpflichten, dem -Opfer-
tod- nachträglich Sinn zu verleihen
Dann zeigte sich das eigentliche Ziel
dc» T.. von jeglicher Trauerarbeit abzu
lenken und zum Durchhalicn autzuhw-
dem I n* Jmwn
Ijivrttm*
Harrd las W h» dn Mr • -rrmani Hmm tn W»
Vaei /UMknxt. Hä-aamgioi laihaaap<4M
lran»at»trien Die Armee Rumänien»
eroberte gemeinsam mit dt Mtlitarcin-
herten an Juh 1*441 da» Geburt zut
»dien Dnjestr und Bug. da» bt» dahin
Teil der Moldauischen SSR gewesen
war (—* Octfeldzugi. Die ruman Be-
hörden schoben uher 50000 Juden au*
Bessarabien dorthin ab. die von Otto
(Miiendort» Einsatzgruppe D ermordet
wurden (-» Einsatzgruppen) Da sich
diese überfordert sah. wurde mu dem
AIMcommen von Tighina »om Mi X |94|
der dt Einflußbereich aut Gebiete jen
seit* des Bug verlagert T. kam unter
ruman Verwaltung, wobei aber die dl
militärische KontroUe bestehen blieb
Ab September 1941 wurde ein großer
Teil der indischen Bevölkerung aus
dem Norden Rumäniens (Bukowina
Bessarabien und Nordmoldau) nach 1
deportiert. Auch ca. 2b<.kM> nomadisie-
rende Rcuna au» Rumänien kamen an
den Bug Im ersten Winter starb em
Drittel der Deportierten an Hunger
und Epidemien 1942 kamen nur noch
kleinere Iransporte au» Czernowitz
und anderen Städten Rumäniens Im
Dezember l*M3 waren von den ver-
mutlich IJOOtM) Deputierten nur noch
Ml74| am Leben Auch 1K5(NM) uktain
Juden wurden von ruman und dt
Einheiten, von —» Volksdeutschen und
von ukram Miliz ermordet Die mci
slen Deportierten konnten die —*
Ghetto» und Lager erst sei lassen nach
764
Jem die Rote Armee T un Marz l'*44
erobert hatte Manew» WwoUmw-
<Kr» ins» The l<.w. .u»t m |r*»*ni.ini m
Lac^M twamwrwki kffnr» (•und iH| I Thr
m< Shm CJwmml X«w V.wk loadu»
IW.t X ISt-ffi
Irassniki Ortschaft Ul Ostpolcn im
Bezirk Lublin In 1 existierte ab
Herbst 1*441 em Zwangsarbcttslaget.
das zunächst dem SS- und ft ihre if Uhrer
im Dtsfnkf Lublin Odilo Globocmk.
ab Herbst dem -* SS-Wirtschafts-Ver-
waltung» Hauptamt unterstand. Die
Hafthnge rekrutierten »ich anfangs aus
*ow| Kriegsgefangenen und poln. Ju-
den. deren Zahl sich insbesondere nach
der Niederschlagung des —* Hirschau-
er Ghetto-Aufstands ab Mai 1*443 er-
höhte; T. war auch Ziel von Deport»
iionstransporten aus dem Reich, den
Niederlanden und der Sowjetunion (-«
Deportationen) Die Mehrzahl der La-
gennsassen wurde im Herbst 1*441 im
Zuge der von Himmler angcurdnelen
Aktion -♦ Erntefest erschossen Insgc
»amt durchliefen I etwa 21)01111 jüdi-
sche Häftlinge Daneben bestand tm
1 im Rahmen der -» Aktion Reinhardt
ein zentrale» AushildungsLagcr det
SS. da» ca 2tW 30(0 Volksdeutsche.
L'kramer und Angehörige anderer
Nationen auf den Dienst in Bckcc.
Sobibor Treblink.1 und anderen Lagern
vorbereitete (• Irawmkrs-) 1 wurde rm
Sommer 1*444 »cm »owj. Irujvpen
befreit zuqpn Manwa»
Irvtihnka -« Vernichtungslager det -»
Aktion Reinhardt im nordöstlichen -•
tieneralgouvcrnement dessen Errich-
tung im Juni Juh 1942 eme Konse-
quenz der begrenzten Kapazität der
bereit» bestehenden Todeslager dar-
stclllc Grüße und Vufbuu deckten »Kh
mit jenen -* Sobibor»; auch flössen die
bei der Errichtung und Inbelriebnah-
765
me son -• Belzec und Sobibor gesum
mellen Erfahrungen in die Planung
von I em. wobei u a auch die Lirnune
de» Vernicht ungshetrichc-» perfektio-
niert wurde Bau und Betuch lagen in
den Händen der Stäbe der - Aktion
T4 wobei den ca üi Leuten des -Lu
thanasic'-Pcrsonal» etwa 'M»— 12tJ *-a.
fUr Bc-wachungsaufgaben unJ slen Be-
trieb der -» Gaskammern eingesetzte
• Irawniki« ehern sowj Knegsedan
genc meist uktain Herkunft, unter-
stell wurden Der Vcimchtun> »bctneb
dem insgesamt etwa 9(»>iii) Juden
aus dem -• Warschauer Ghetto, dem
Distrikt Radom aus anderen europäi-
schen Landein sowie lausende von
Zigeunern I—» Sinti und Roma) zum
Opfer fielen, setzte am 23.7.1942 ein
Nach ihrer Ankunft mit dem Zug wur-
de den Deportierten vorgetausch) sie
hätten vor ihrer L mvicdhtng aus hvgic
niedren Gründen noch ein Bad zu
nehmen; anschließend tneb man sie
nach Abgabe von Kleidung und Wert-
sachen giuppcnwcisc durch den sog.
Schlauch in die mit Motorabgasen be
tnchrnen Gaskammern I in diverse
Aufgaben im lager und bei der Ver-
nichtung wurden aus den Ironsporicn
Juden ausgcwiihlt. die jedoch meist
bald ebenfalls selektiert und ermordet
wurden Bi» zu 12(kN) Menschen wur
den täglich vergast wobei das zunächst
durch diesen Massenmord entstehende
Chaos nach Übernahme der Lagerici-
tung durch Franz Stangl und dessen
Reorganisation de» 1-agcr» im 'septem-
bet 1942 reguliert wurde Auttetdem
stieg die Vcinichtungskapazitat pro
Vergasung un Oktober 1*442 durch den
Bau weiterer zehn Gaskammern von
NU aut 4<«i) Seil Frühjahr 1*441 wur-
den die - bisher nur in Gruben ver
scharrten - Leichen auf Rosten ver
brannt. die man au« Schienen konstru-
ierte. und das Lager wurde «ilmlhbch
«abgew Kielt«; ein Aufstand der -Ar-
Innmph 4c. MMri»
bcitsiudcn- im August 1*445 bcschleu
nigu die- Auflösung des Lagetw Bald
darauf wurden die Spuren der Vernich
tung besctligl und ein Bauernhof ah
Tatnuns eiiwhtet <-• Rassenpoliiik
und Volkcrawwd i rr«.vum w<(>wv
fjwvamr
Ar*J tiirhaK /U-I.rs. rxMmka Dw
hrniurj /Mm* l-wfi KVowrmp
Uw Ibdua^sUn l«in
I aLizar Kniur J Ihr Z<Mf« «•» 4m /<n>«
l'brririna m /- S&mI» r<aakfut MU M*m 1*W2
Iriuhandi r der krbeil s. Reichs-
Irewhander der Vrheil
Triumph des Wiöens Leni Rielenstahl
führte auf -besonderen Wunsch- Hit-
lers Regie bei dem Dokumentarfilm
über den Nürnberger Rerchspaneitag
l*»54. der untet dem Motto »Ttmmrib
de» Willen»- stand. Iber .V* Kamera-
leute waren eingesetzt. Weit winkel
und Teleobjektive wurden verwendet,
um die Reaktionen de» Publikums und
die Rituale der Massenveranstaltung,
die dm - Fuhre rkuh- (-» Führer)
transportierte, detailgctreu cinzufan
gen Der mehrfach ausgczcichnclc
Film, dessen große Montagc-kunst be-
eindruckte und dem selbst die audan
dtsche Nachknegv-Filmkntik astheti
sehe Qualiiat bescheinigte wurde am
293.1935 un L'fa-Palast in Berlin ur-
aulecfUitrt (-• Lfa). Durch die filmi-
sche Dokumentation sollte sich die
Wirkung «les Parteitage» mehl nur aut
die teilnehmenden Massen beschran-
ken, vielmehr sollte die auf Zelluloid
gebannte Szenerie ah «pektakularcs
PropaKandamittei zum Einsatz kom-
men (—» Propaganda) Die moderne
I'dmtcchmk stilisierte »Jen -Tuhici- zu
einem höheren Wesen das in Fackel-
schein und f-ahnenmeer übermächtig in
Erwhe mung traf. a>Mkw MmI
Al* <* Hnrtnwt «lU AWUHuB| <*r» l«h(Oi.»S>w«Ui I )<•>- IVW|
IrupfM-nbrtrvuung Von da Reich«.
Wehrmacht (unter Zuständigkeit H
Hinkch) un Zweiten Ucltkncg be
thehencs I nfcrhahung* und Kultur
Programm fui die dt FrontwMalat
Kunstlergruppcn aIIci Art »uidcn an
die Fronten tn gaum Europa transpor-
tiert. um dort die Soldaten ru unterhal-
ten und so deren Kampfmoral ru stär
ken Der Dienstscipfluhtunj tur die T
konnten sich auch die Itlm- und Ruh-
nenstars des Drillen Reiches nicht ent
ziehen. <mw> /fc»n
lM-tM-shiHJio«iiket Du- Ischccho*-ji>-
wak Republik wurde am ?« Itl 1918
gegründet Sic konstituierte sich aus
den l andern Böhmen Mahren Schic
sicn. det Slowakei und Karpathoruh-
land, die bi* dahin zu ('htcrrcich-l'n-
garn gehört hallen Das lerntorium
der T umfaßte rd |4t>S»i knr und hat-
te Hilt 14 7 Mm Fmwohna Die 1 war
an politisch. wirtschaftlich und kultu-
rell hochentwickelte» demokratisches
I and an dessen Spitze dte Präsidenten
Fomak G Masank (1918-I93S) und
Edvard Bcnet (1935-19.181 standen
Die Hevolkaung war national Mark
dillcrcn/icrt Neben ‘».7 Mio Einwoh-
nern tvchechotlowak Nationalität (mi
wurde die tschech und die slowak Na-
tion gemeinsam bezeichnet), lebten in
da I 32 Mio Menschen dt. hüil(O)
Ungar. 'VltgMl ruthcmscher bzw
uktam Nationalität sowie IH6IMMI Ju-
den Bedroht von den auf die Revi-
sion det Pariser Friedenssvrtrage von
7*7
|9|9 2ü gerichteten dt. und Ungar Ak-
Untaten, suchte die tschcchoikiwak
Außenpolitik ihre Sicherheit v.a im
Bündnis mit Ftanktcich und durch
eine aut den Völkerbund gestutzte Po-
litik der kollektiven Sicherheit, m de
ren Rahmen 1935 em Pakt mit der -♦
Sowjetunion abgeschlossen wurde Die
Vernichtung der T. gehörte zu den
ersten Zielen der natsoz Kncgsstratc
gic In seine im uig -» HoUbach-Proto-
koll fcMgchallcnen Ausführungen vom
5 11.1937 vor den höchsten Repräsen-
tanten der -» Wehrmacht und der -»
Außenpolitik hatte Hitler bereits an-
gekündigt, daß die 1 gemeinsam mit
-• Österreich das erste Opfer dl
.Aggression «cm werde Schon damals
halte Hitler die künftige hMitik der
Zwangsaucsicdlung konkretisiert Aus
der eroiserten T. sollten 2 Mio Men
sehen ausgc-sicdelt werden. Die nat soz
Strategie rechnete nut der Hilfe radi-
kaler nationalistischer dt Organisatio-
nen und Bewegungen in der T
In der infolge der Wirtschaftskrise
der ersten Hälfte der 30er Jahre ent-
standenen schwierigen sozialen Situati-
on und besonder* aufgrund der vom
MLMK. Deutschland gewahrten politi-
schen. ptopagandzvtischcn und finanzi
eilen Hilfe nahm die Starke der 1933
ursprünglich ah Sudetendt Hetmal-
ftont gegründeten -» Sudetendt Partei
tSdP» schnell zu In den Wahlen 1935
erhielt sie 1 249000 Stimmen, das wa-
rm zwei Drittel aller dt Wähler. Die
von Konrad Henlein geführte SdP lug-
te sich in ihrem politischen Vorgehen
Hillen Weisungen, um die sudetendt.
Frage zu internationalisieren und eine
Zuspitzung der sich steigernden Kn-
sensituation zu erreichen 33 ährend dci
intensiv verlaufenden Vorbereitungen
zur militärischen Operation mit dem
Ziel, die T. zu zerschlagen (»Fall Grün-
erste Fassung vorn 21.4 und 3ft5.I93B).
verstärkten sich im Frühjahr 1938 auch
I M-hrrhoshn« iak«-i
die politischen Vorbereitungen Bei sei-
nem Treffen nut Henlein am 28.3.1938
genehmigte Hnier jwrsonlich die SdP
Strategie' die SdP sollte die ischcch«»
slowakische Regierung stet» mit Forde-
rungen konfrontieren. die unerfüllbar
»acn Gemäß dieser Weisung lehnte
die SdP fortlaufend alle Angebote dm
T. ab. cinschlrcßbch des s*>g vierten
Plans, der am 5 9.1938 praktisch alle
auf dem Karlsbader Parteitag der SdP
vom 2.-244 1938 ethotwmen Rade-
rungen akzeptierte
Nach Hitler» Rede auf dem Nürnber-
ger Parteitag der NSDAP am 12.9.1938
organisierte die SdP einen Putsch unter
det Parole -Heim ins Reich!« In die
Entwicklung da Ereignisse griff da
bnt PrcmK-rrrunivtcr Neville (. hamber
Iain em. Bei den \ erhandlungen mit
Hiller am 15.9.1938 in Berchtesgaden
stimmte er allen dl Ansprüchen auf die
»udetendt Gebiete zu (-• Appease-
ment). Die Intervention da fr? und
der bnt Regierung zwang die T zur
Annahme dieser Forderungen Bei
seinem nächsten Treffen mit Hitler
m Bad < lodevKrc vom 22 bis 23 9 1938
wurde < hamtxrrtam mit neuen, noch
drastischeren L Itimatcn konfrontiert.
Die T. reagierte nut da Mubtlma
chung Die dl militärischen Sorbe
rciiungen zum Einmarsch gemärt dci
Vkeisung -Fall Grün- crrochtco ihren
Höhepunkt.
Schließlich kam auf Mussolinis Ver-
anlassung eine Konfaenz in München
zustande (29. 30 9.1938). auf der Hillel
und Muswvlini mit Chamberlain und
Daladicr zusammentrafen. Am Ende
der (sespräche stand da» — Münchener
Abkommen da« der I aulerlegte, das
Grenzgebiet von mehr als 28 000 km .
cm Fünftel der (»csamttlachc der T.
abzutreten und in da Zeit bis zum
10.10.1938 zu raumen Deutschland
diktierte die neue Grenze ohne Be-
rucksicbtigung da nationalen Struktur
Jwiwmas
der hn»<>hncrxluli alkw nach Matl
gäbe »tralceKher Interessen Auch
du un/jr ktnlonikc Forderungen
gegenüber der T. wuiikn akümcft.
und aufgrund dc« dl ital Wiener
ScfiKOssprachs wurde 1 hgara am
2.11.1938 cm umlanricMdur» Gebiet m
der Sudsl.rwakei und der sixfwcstliche
Icd der Karpalhu-I krame zugespr«»-
eben
l)x «f /weite lubah.>SX>»Ui
sehe Republik wm nur von kurzer
Dauer Am 21 Hl 1938 erneuerte Hitler
die Weisunr -Grün- alle SorfKrettun-
gen zu treffen. um -die Rest T»chcvhci
|C derzeit rendiLitcn zu können • Die
tc Zeit kam Mitte Marz 19.W Kitter
befahl zwei wew einigen Tagen abge-
setzte Politiker der skxak Regierung
J>xf fiM« und Ferdinand DurCandin.
zu weh Er dre-hte ihnen er werde die
—» Slowakei nacht tur der ungar Int**
nun schützen. lafls «ae weh nwht »«wi
der 1 trenne und ihre Selbständigkeit
erkläre Tatsächlich proklamierte der
sJouak Landtag am 143-1*3« die Slo-
wakei ak «eibnandigen Staat In der
Nacht »um 14'153 I*** teilte Hitler
dem nach Berlin gereisten Präsidenten
der Zweiten Republik Fmil Hacha.
und reinem AuBenmirastcr Franixk
Chsalkossk» mit. Jät'- <hc dt Wehr
macht am nächsten Murren da» rcsl-
bebe tschechische Gebiet besetzen
»erde, und kgle tvckn eine entspre-
chende Erklärung rar l nterzewimung
»or. Zu dseter Zeil hatten dt Truppen
die tn-cnzen det I -indes bereits über
schritten \rn nächsten Ta« wurden
Böhmen und Mahirn zum -• Pnrtcktu-
rat de» Rcw.bc« erklärt Die Slowakei
hatte mit Deutschland einen Schulz-
»'ertrag ahgewAhwaen und wurde zum
dl SacaUcnstaai Eme» der Ergebnisse
des Zweiten Weltkriege» war d«c
V>k'drthent<lhi»e der Ischcvbodo
Wak Republik IfeaW ka»ws
TM
* "11 w«
Brwad. 1+—r W.«lg«M bUM Ml An«
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WS-terJoaMt On nitMwadwUdW FcAnArw
Gaeteäar hm« »wAbarnMä Jrr Waar C*
»y« UwSo/irxS |wl
fscbcUMksOeraWs
Türkei Republik m S.wdcrawcn und
SüdeMlcuropa out 17.9 Mio Einwoh-
nern und T72<*»> km H‘MO>. Haupt-
stadt Ankara Wahrend dc* Zweiten
Weltkriegs »erfolgte die I unter Ismet
InOnn f 1934-1950) eme Politik der
Neutralität Da» lag einerseits an der
Niederlage tm Ersten Weltkrieg auf dt
Seite und andererseits an der mangel
hatten militärischen kusrusiunc der T
Für Deutschland war die T em [xxentr-
clkr Bündnispartner. da mit ihrer Hilfe
die vtrategwehen Flucht und HandeK-
wege zwischen -• Palästina und den
Irak unterbrochen werden Gwin teil
Die Ernennunt Franz s Papen» tm
Apnl 1954 zum dl Botschafter in
Ankara weist aut diese Einschätzung
der I durch Deutschland Die — Achse
Berlin Rucn soOte m ein Dreieck
Berlin Riwn Ankara serwandclt wer-
den Der Stellenwert der 1 rm Nahen
Osten war tur die Wcstmachlc eben-
falls son Bcdcuiunc. s.» daß es am
19 10193« ru emem brafrzturk
Beistands und Wirtschaftsabkommen
kam Berlin wuderum cchkui am
In 6 19<l mit det I einen «ft-turk
Freundschaft» und Nichtangriffspakt
und sicherte weh «Limit «he Neutralität
der turk Regierung
Für siele FluchtLnec au» dem dt be-
setzten 1uropa war die l eine Zwi
scbenstatkwi aul ihrem Fluchtweg Die
I9.U in London rccrundctc Sevretv für
the Proteetnm <4 Science and Eearnmg
brachte Jl Wissenschaftler m wissen
TM
Ktulliiihcn InsututKOen und hsilx.
nen «ier T unter Dk T. nahm zwischen
1«M und 19.9t ca JftU am fxMrtrschen
und rassischen Grurxkn »erfolgte Wis
«cnschaftlet und Künstler aus Deutsch-
land aul Einer der berühmtesten Tur
ketemreranten war Ernst Reuter (-•
Emigration» Durch «M Emigranten
wurden m der T wissenschaftliche In-
»tituiioncn äufne haut, die cs rase« tn
dieser Form nicht gegeben hatte Ab
IMlK tnüblen ehe Emigranten den
Nachweis einer chnabchen Taufe »or-
teten Schiffen, «be europäische Emi-
granten nach Palästina belördcrtcn.
wurde der ZwBcbcnaulcmhalt mehr
ertaubt wenn »«<1 der bru Mindats-
»erwatlung m Palästina keine Geneh-
migung soriac. Zn euer Serschkehte
rang der Bezichun/cn zwischen Grot«
bntannicn und «irr I kam e« w«-gen
turk llirumhctcrungen an Deutsch
Und, woraufhin Churchill Inoou bei
einem Tretten rm Januar HM3 autfor
de ne die Neutralität aut zugeben
SchiieBbch drohten Je l SA und
Grotlbritjnniett «ler T mit emem Em-
bargix weshalb die T an .Apnl 1944 «he
Laejerungen an Deutschland ciftMcUtc
l’ntcr dem Druck «ier Wesimachte
hrach ihc turk Regierung ihre dipk»-
tnaiuchcn und wirtKhaitbchcn B<
Ziehungen zu Deutschland am 2.K1944
ab und erklärte Deutschland und Japan
am I 3.1945 den Krieg Dk Au f nah me-
in die — \ ercintcn Nationen war damit
gewährleistet ChdMCMwngki
f M.JJW-
Säww hkret Grs.AaMr <iir AqwMä FwAh.
MonAo« IWf
Mecker LethM OnawAMna ms/ Mr ftvArr ra
Z»«smw WiAt/wg FraaMar» Ma« 1*4
OadH Zekra Ar «rH.«rAr W >r nkat aa
Zwwrw BrAärvg CUraAwg ««77
L«a
u
l ekerwurk s. JagendsehMtzGger
LdNVR w Suwjclumon
l f» <1 niiersaaa-Füm-\ktM-wt*-»e4-
whafti Dk l wurde 191? in Beilin im
Aultrae der Rcdbictctunt als Ver-
eimgung <icr wtchcimicn dt Fihn Pr<>-
duktawwcvselbchahen zur kcrtscsse
rang des Quaiitatsstandards und «les
Ansehens Jes dL Films un Ausland
aber Mach als • Aufklärung» und Be
einrtuvsung«mincl- zur Stärkung der
Kampf moral der I rappen gegründet
1914 übernahm «1k Eft. Bank «he mei-
sten RegnruncsantciK- tm neutralen
Ausland wurden Kmos gekauft um mit
Ftfm «ort uhrungen «Les Deutsch land bild
zu »erbcsscrn 1919 heeann der .Aufbau
einer ciecnen KirwActie und eine»
eigenen Vertnebmetzes; 1923 erhielt
dte l' durch den ZttsammemchluS mit
der Decla Bt«xup »un Eric* Banntet
der PruduktMjnskitcr bei Jet V wurde,
das IkImJ« in Ncuhabehberc i heute
PtUsdami 1927 terhmdeHe Alfred
Hurenherg den dnhdxkn Hjnlnri
«ler UL deckte dK Schulden und wurde
Aulsichlsratssorsitzendcr Damit »er
stärkten »«eh natnaiabslwehe Tenden
zcn. «be besonder» ui «Jen Wochen-
schauen ra »puren waren i -• Dt Wo-
chcntchau 1.19M> ptudunertc Jk t nut
• Der Blaue Engel- den ersten Jt Irw-
Film, c» loigtctt zahlreiche Opcrcticn
und Sfusicatfilmc 1 — Kunst i Nach «ier
nat.soz -• 'Machtergmlung- wur«ic
dK I mehr und mehr Ted «ie» (w<b-
htlwdKn Propaganda-Apparate«. 193?
kaufte dK Regictuag anuaim U-Ak-
tien auf und übernahm »hletüch
dK KootroDe der licselhchaft Nach
Kncg>«-ndc »leihe d< I die Pnwhik-
tnm cm das Gelände in Ncuhabchberg
I hrig-Rwwra-t-rwgpr
und wertere Einneblungen O>% der
Vermogemwerte > ringen an du 1*46 m
der sowj BesaZzunrszonc gegründete
DEFA In der BiindcMcpuNik ent
«taadene Na*hh4gcec»clK.haftcn wur
den 1*4 »«« der Rcrtciwnanii <>rup
pc utrernommen Nadi der Wiedcf-
»ctvmigianc war die /ukunti der
DEFA zunächst wtgekUn bis an
Aue um 1992 die fr/ InscMorcagrupp*
(oenpagrnc (reacrale de* Eau« l( GE)
die Sliadn** übernahm und ab Studu»
Babcbberg GmbH wcitcrfuhrtc
K*k» •»»*
l hrig-Ro«ner-Grappt Dk *on den
K-unmuruMcn RiAn l hnr geführte
Gruppe dc* — Widerstands war »eit
1941» tn Berlin laug und unterhielt
Beziehungen n almiichcn Oganzsa-
tioncn hi anderen Gn4V*udtcn. ms
bewindrfe ru emer Münchner Gruppe
um Bepfu> Roeacr (ehern Mitglied dc*
Frcikixp» -Oberland- Natu mal hol
schewrstj die «xh »u* dem kimscrsa
t»»cn LapJ au* linken Intcllckloclkti
und Arbeitern rrliutcrtc Ah Septem
her 1*41 bildeten beide Gruppen eine
rememvanx: Ortajmatwa. dre eine
m> wuthebe Flugschnft
dusur publizierte Sabotageakte durch
tuhnc und den Sturz der NS Rene
rang propagierte Ab Februar l»M2 rrr
s*Wug die Gotapo mu über 34) Ver-
haftungen die I Ihrig und Römer
wurden tungerxhict die uncntdccktcn
Mndicdct clikrwcn *xh der — Sacf-
k>»w Jacob-Gruppe an
l krame*. Rr*eir>A<mimr**ami l kramt
1 Im (K/1 *. Oberer Kuhberg
I Imer Rrtcbswrhrprnzrll Vor dem
IV. Stralienat de* Reichsgerichts m
le^vu land »tun 23.9 4 ia|9h> der
H>x hielt als-Pro/cti nb-’ drei Wtr
Offiziere dc* m der (»arntson I hu «u-
77»
ixmxrtcn ArttUencrcgtment» 5 statt.
Jemen Ktenmandcur Oberst Lodwig
Beck (-• 2t> Jub 1*44» war E* handelte
Muh um Jk Leutnant* Richard Sehe
ringer (1MM 19X5) und Hann« Lndra
ij«ir* -1947» *wk um den bereit«
Ende 1929 au* der Reichswehr »et
abschied* len OK r Leutnant Han* Fncd
rieh Wendt i Iwia nach 1953 scr**hol-
Icni Sie waten -dc» Verrach» einer
nat «v Zchcnbildunp innerhalb der
Rcxhswchr- anyc-khft und wurden
«weih zu eineinhalb Jjhtcn Festung*
haft verurteilt Der Prozeß erregte
reincrzcit pnOk* innenpolitische* Aul
«eben Eincnctt* gab er AufvchhrtJ utx-r
rcpubtikferndlxhc m gngicr Intcrc*
kiiiuIu zu den Zacken der ♦ NSDAP
bctindbcbc Ottizicrsgruppcn m der
Rcxhswchr Andercrscrt* wurde er
zum Indikator für die Krise der Rcpu
bhk und dea stark zunehmenden Em
fluß der NSDAP m Staat und IresclL
»chatt Nachdem die Partei zwei Wo
eben zirrew bet den Reichstag«*ahlen
»om 14 9 1931) mit 107 Mandaten
rwertstarkstc Fraktion cc-worden war,
nutzte *»c Jen Pr.veß - tn» Duklung
Je* lierxhl* - ab Propaganda• Platt-
form Am dritten ScrhandiungMag er
lauterte Hitler dir Zick der Partei
und äußerte ah »crcidieter Zeuge
nur mit -letalen Mitteln- die Macht
tra Staat zu übernehmen. da er ha
emem I m*turz*cr*iM.h den Einsatz
der Reichswehr lur die Republik furch
tetr Nach »2-3 Uahk-n- werde die
NSDAP aber Jk- Mehrheit tx-Mtzcn
und -den Staat «o gestalten wie wir ihn
haben woilen- I nd dann wurden
•auch Kopie rollen-. w.«*m
l»-a>r
BwWci Kki IM A.a*aw«*rw>:r« l»n HmW
—*1 4r- <kw>* IUw|w»rtw>*^rvw PQWWl
(hprwr^ K»1
771
L ntam /«mmp.-fiiA Mikk»* Hurth» de
Niphawr wurde 1920 zum -Rcxh*-
»crweccr- pcwahll Koeacrcattie und
liberale (rruppterangen *chkw»ew weh
zur Retterur>y*partet IPartei der Na-
tionalen Einheit (NFP]i zuMimcn. dw
alle nachtoltcnden Wahlen erwarm
und den jeweiligen MuinteTprmidcn
ten Mellte <ua (inf Icrean Bcthlen.
14.4.1921 -HUL.193L Gsula GörntKK
I M) 1932 - 11 10. W3b. Kalman Dar am i.
12101936 135193k Gral Pal Teieki.
122.1939-34.1941: Lavhs Birdmm
4 4 1941 -Mj 1*12. M ikw Kalla*
93.1942-193.1944t
Die »on Ferenc SzakMi rctrandc-
te ta«cfti*t:*cbc -• PUiikreuzPartei
11937) gewann zunehmend an Boden
dtKh die um < iroCerundbcMtzcrn und
manarchntnciicn Kräften geprtatc Un-
gar Retnerunf arebu kein Kundm*
nut ihr an. «oodern »ersuchte ihr
durch Jie \crab*chiedunt rem dm
anti rthfachcn Gesetzen cnitcRnzu
«raten Da» erste Gesetz 11937) bc
«chrhnktc den BeKhatligurreMinfcti der
jüdischen Be*ölkenmg m Pic*»c- und
Thcatcrhcteich.un Rc<.nt*wc*cn und in
der Medizin au! maumal 30N». da* un
Dezember 1*Gm »erkundete zweite Ge-
setz bas*cne auf cmer rassistischen
Definit wo der hukn tdareo bctrotlcn
waten auch die 62 <M> zum CbnUcii
tum konscrtierten Juden I und schrank
le deren Anteil tu «amtlichen Beschäl
tigungsbcmchen aut 6N ein Feinet
wurde dre -♦ Anrectune Jo jüdischen
Eigentum* ctnec leitet Da* 1*41 «erat»
«chicdetc dritte Goetz entsprach in
sielen Punkten den -» NurnK-rgct Ge-
«etzen Dk Regierung unter MikJo*
Kalla» wehrte weh trotz befturer
Inlcrsention son «eiten dc» Dnttcn
Reiche* gegen dx- jüdische Bcre4kc-
rang m Sinne der um den Nat soz
geforderten -• EnJIosune surrugeben
Nachdem U im Marz 1*44 »om dt
Trappen besetzt wurdet» war begannen
l unww
SS-Fiahciien (xtlapo und ungar Fa
«cheicn iPlctlkreuzier) nw der A [)e-
portatioti der unear Juden nach -*
Auschwitz Der Ma«»< ndcpnrtalx xt. dar
zwischen dem 153 und dein 9’1*44
»tattfand. fielen a 44O(Ili Juden -
abctwictxnd au* den landbchen Re
gurnen rum Opfer
.Wxw/wi/ml Im Freedem« ertrag
»on Iruoon <1*201 »etk»r II 71% sei-
ne» Gebwl* und 63% «eurer Bc»«Mkc-
rtme an die NashburitaaUn In den
2Ocr Jahren unterhielt L' enge Kmtak-
te zum faschistischen Italien m den
3Gcr Jahren lokte eure stärkere außen-
politische Anlehnung an Deutschland.
J* prinur auf Jk Resnaon Jo Tna-
n»ui-Vcgftags ziehe Durch den I Wie-
ner SchKdssprash <2.11.193X1 wurde
l em Ted dci -• Slowakei zucoptt»
cherr V besetzte die Karpatho ( kninc
415 t ttn 2 Wiener Schiedsspruch
.91X l**n crluch 1 Nixd-Sichmhur-
gen. L'. unterstützte Deutschland beim
Arrenf! auf -• JurosLawtcn 1114 1*41).
in der H»4fnung aul die Ruckerwtn
nung — Kroatiens und der Wo,w«xlina
«owk aut Jk- Ezütfnuag emes Zuzang*
zur Adna
Ab 1933 kant c* zu einer tnrensrsie-
rung Jer ungar -«* Wirtschaftsbezie-
hungen und zur Festigung Jet pobii-
sehen und militätischen Allianz mit
dem Dl Reich tm ungar -dt Wirt-
*chaftsabkummen (1934). durch «Jen
Beit ritt l) zum -* AntAonunlcrnpakl
(131.1*39). den Anschluß an den -♦
Dreimächtepakt (2U 11 1*1»») und den
Eintritt m den Kneg gegen die 'Sowjet-
union (2?A 1*411
Nach dem Sturz Muastdmr» »ersuchte
die Ungar Regierung Fncdcnrecrhand-
hmgen mit den Aftncncn aufzuneb-
rrxn Joch IKutn.bland kam diesem
Schritt zu»or und besetzte LT. am
193.1944 Du. Nat-ioz. setzten drei
Tage spater eme kulbbeathwcpt
tune unter Dom* Sz*Nm ein Nach
l*K< Wilk am) Weg
dem gescheiterten Versuch, da* Enga-
gement nm dem Di Reich zu lösen
und im dem kneg auszutrelen wurde
MA lös H<<ihv von den Dc ufschen zur
Abdankung gezwungen und in
lkutu.hl.ind interniert Ah RceKrungs-
chcf wurde im In |i> 1944 Ferenc
Szalavt. der Führer der Ptciikrcu/ier
eingesetzt Im Dezember PM4 etablier-
ten die Sowjet» eine provisorische Re-
gierung unter Ministerpräsident Mik los
Beta Dafnoki. die am 2t) I 1945 das
WidtenslilhlaiuKibkommcn zwischen
den Alliierten und L' in M<~* au unter-
zeichnete Am 4 4 )94' war I endgül-
tig befreit. ö'sm W<a,4
I Mrmtne
Ladus MWi.« <»».«« Ci • Ur* S.. .. v.
imäm» ZW mr. budmusi iudm
Van UUscra Scholas M Zto tw» Mm
m« (Wkrss 4 Hnrnry Acnimi m Hunft^
.aul Vtanl<«<! I WH
Supr Frtrf F l Hr t Varna Aarnm if Mr tu.
1»4’ Sanr. H.tN»ra l«~l
SHdksr knzs. Maien Dir rfrZArriu/rrN-« r»«»
m Litten Hmumhn kinru. tenvi/nnt mU
M.-rru*»'l Miaidw« 1W7
l BM-r Milk und Vkrg Ab |93l wn
Goebbels herausgegebene W man-
hlaticr der KnihiprufhigiinJiil/inuii,'
der VVDAP (Untertitel). die im 7cn-
tniherlag der NSDAP (-♦ Eher
Vertag) ah Arbcrtsgrandlage tur die
Dopagand.uirbeit der —» Politischen
Leiter erschien Dk Zeitschrift enthielt
neben Berichten uber Prnp.->rnnd.v
aktionen s.a. AufLUrung' und Red-
nermformationsmiitcruh als Handrei-
chung ftir die praktische Arbeit
w-«gmg Ben:
l nlrrmrimb-Propaganda kern der
nat wz -• Rassenpofttik war die k.tlc
eomierunc »cm Menschen in -wert
volle*, und -minderwertige Rassen-
(-• RjsscnkutMle l Dk 'germanischen
Völker* tm natu v Sprachgebrauch
auch ab nordische Rasse- oder Arier
bcziichiKt. wurden zu Hctrentncn-
m
sehen idealisiert —• Juden —» Sinti und
Roma. ihc slawischen V ölker, vor allem
Russen und Polen. m»wk Menschen
alnkamschet und asiatischer Herkunft
wurden hingegen zu -l ntcrmcnvchcn*
deklassiert Programmatische und
pseudowissenschaftliche Schriften und
Abhandlungen sprachen thnen pau-
schal kraft. IntellektualitJI Kreali
vitM. Moral und Ehrbarkeit ab. Dieses
Weltbild tmphzscne daß ehe -I nter-
manschen natürliche I «ergebene der
hochwertigen Germanen seien War
der -Nutzwert* erschöpft, konnte man
weh ihrer entledigen Emc alles durch-
dringende Massen Propaganda sowie
gczkItr Agitation diftamKrien und de-
humanisierten Menschen zu Artfrem-
den < • Art) und -• Volkvschadhngen
zu *1 ngcZKfer* und •Parasiten«
Durch die ständige Indoktrination der
dt Bevölkerung mittels demagogischer
Reden. Schritten und Filme wurde die
Ausgrenzung. Entrechtung und -•
Deportatam und Khließlich die Ver-
nichtung son Millionen son Menschen
idcologiKh vorbereitet und begründet
Dk kollektive Entmenschlichung de*
sermeintlKhcn Gegner* enthemmte
Soldaten. HJizislcn und SS. wehrkwc
Menschen in den besetzten l andern
und in den kZ zu UMcn. Dail am Ende
dieser I Propaganda det Mord stehen
muBte. war den entsprechenden \er-
Uuthaiungcn von Anfang an zu ent-
nehmen war letztendlich die logische
konsequent der nat soz Propaganda
1 -• Ideologie) tos« 0OVMHM
USA Nach der Intervention der t SA
im Ersten Weltkrieg, ihc den militari
sehen Sieg der Alliierten über die von
Deutschland geführte Mächtegruppie-
rung beschleunigte und die künftige
Wcltmachtqualiiat de* Staates anmel
dctc. zogen sich ehe Amerikaner wieder
auf die schon von George Washington
begründete Iradition des IsoLitiont*
773
mus zurück Zwar blieben die komme i
zielten wk die finanziellen Interessen
der l SA globaler Natur zumal uch
das Land durch die mutenelte Unter-
stützung der Allucrtcn wahrend des
kneges aus einem Schuldner in einen
internationaten Gläubiger größten
Ausmaßes verwandelt hatte, und wiche
Interessen konnten ohne etn gewisses
politisches Engagement nicht vertreten
werden Deutschland proftberte inso
fern davon al* sowohl die UNRegie
rung wk amenk. Prtvalbankicrs uch
an der Nötigung -♦ Frankreichs zu
emer halbwegs erträglichen Regelung
der deutschen Reparationszahlungen
beteiligten iDawcspian 1924. Soung-
piari 1929) und schließlich führend an
der Liquidierung der Reparationen
mitwirkien (konteren/ von Lausanne
1932) Doch hKlt sich das politische
Engagement tn Grenzen Dk ESA
Hieben dem vor allem von Präsident
W ilson ms Leben geratenen -» Volker
hund fern, und von der FkMtenabra
stungskonferenz abgesehen dK 1922 in
Washington Mattland, fehlte anderen
amenk Initiativen zu Abrüstung und
FrKdensMcherung. so dem kellogg
Pakt von I92Ä, die volle politische
Deckung, obwohl ein wirtschaftlich
potentes und politisch stabiles Europa
lur dK L'SA als lebenswichtig gelten
durtt< Ah bis 1932 sämtliche Schuld
ncr der I SA - -• Finnland ausgenom-
men ihre Zahlungen cmslclllcn und
das l-iind selbst von der schwersten
Wirtschaftskrise seiner tieschichte er-
schüttert wurde (1933 mindesten* 15
Mio Arbcttvkne). nahm der Isoiatio
msmus noch zu So rcagKHc die US
Regierung aut da* jap Ausgreiten aul
das chine*. Festland mit blotfcr Nicht-
anerkennung der neuen Verhältnis-
se (Stimson-Doktrin), auf Hitler» -•
-Machtergreifung- in Deutschland und
die ersten Anzeichen eines dt -ital
F xpansionivmus. der einen neuen eu-
LSA
rupaischen krKg w.ihrscheinbih mach-
te. sogar mit mehreren Neutralität*
Gesetzen (1935 IW), du.- der Regie
rung schon <be nwenelk Untcrstut
rung krKgluhrcnder Staaten au» au-
ßer su erschwerten Immerhin nahm in
den 30er Jahren die Zahl der koruc
qucnlcn Gegner des nnl mit laschisti
»chen und |.ip Imperialismus stetig zu
Ihr führender Repräsentant war Präsi-
dent Franklin D Roosevelt, der nicht
mir mit Kiner Psfittk des -New Deal«,
das heUit der staatlichen Intervention,
da* Wirtschaftsleben wieder eintgerma-
Öcn in Gang brachte, sondern zugleich
zwei Grande datur sah. bei dem heran
nahenden kneg zwischen -• GmtL
britannicn und — Frankreich aut der
einen und -» Deutschland. — Italien auf
der anderen Seite aktiv zugunsten der
westlichen DcmokratKn einzugreifen
I mußten die von den Achsenmächten
- und auch von h|Mn antvMrcbtcn
autarken Großraumc zu einer todli
chen Gefahr tur die amenk Wirtschaft
werden 2. bedrohte es die amenk
Nation in ihrem von demokratischen
und chnstiK'hcn Leitbildern geformten
Wccenskern. wenn der europäische
Kontinent - womöglich mit (iroübn-
tannicn - unter die Hcrrsctiafi antide-
mokratischer Machte genet; daß kon
t men Likuropa als Sprungbrett geeignet
war. machte das NS-Regime bereits in
sfcn .Vier Jahren klar ah e* Kinen wirt-
schaftlichen und politischen Einfluß
in emigen ludamenkanivchcn Staaten
von Jahr zu Jahr mehr ausbaute
Gleichwohl sahen sich Roosevelt und
Ktnc politischen Freunde w fest an Jk
isolatH'mstrsche Grundstromung ge-
bunden. daß sk KlbM auf den Kriegs-
tKginn in Europa und die bts zum Win-
ter 1941 wahrende Serie der Siege des
NS-Regimes ebenso aut die jap Be
sefzung Indochinas (Vietnams| - nicht
militärisch zu reagKrcn vermochten
Zwar steigerte der Präsident Monat für
VSA
Monat die materielle l htcntuizung
Großbritannien». dabei legte et es
durchaus daiaul an. Zusammenstöße
mit der dt Manne herbet/uluhrcn
mi. ah Geleitschutz fahrende amenk
Kncgs»chittc un September l'Ml den
Befehl erhielten, aul erkannte dt U-
Boutc zu feuern. Doch ist et fraglich,
wann. ja, ob Roosevelt eine Miighch
kett zur militätischen Intervention Be-
funden hatte, die zur Niedciwerfung
der Achsenmächte unbedingt erforder-
lich war. wäre er nicht durch den jap.
I bertall aul die amenk Flotte in Peart
Harhor (7.12 1*11 l der den jap. Vor-
stoß nach Sucksstasien eröffnete, alle:
Probleme enthoben worden lX*r Isola-
Monismus war zumindest vorüberge-
hend lot. zumal DvutM.hl.ind. mit Japan
verbündet und aut Ablenkung der dt
Bevölkerung von der gerade ausgebro-
chenen W'intcrknse an der ruvs Front
bedacht, den USA am II Dezember
1*41 den Kneg erklärte: Zwischen dem
22. Dezember 1*41 und dem 14 Januar
1*42 fand in Washington die erste
große Konferenz det westlichen AHi
lenen statt auf der die l SA und Gtoß-
bntanmen die Führung einer bereits
-Vereinten Nationen- genannten glo-
balen Koalilon gegen die Achsenmäch-
te übet nahmen und ferner, da die Roo-
sevelt Administration das Ns Regime
ah den gefährlichsten Feind ancah. das
Prinzip -Gcimanv Hist- beschlossen
Letzteres an de: Seite (iroßbritannK-ns
und sie: nun nölens v ole ns zur Verbün-
deten gewordenen Sowjetunion durch
zuhalk-n war den Ist möglich weil
cs der amenk Paziliklknie schon im
Juni 1942 gelang, m der Schlacht bei
Midwav den kemderjap Ir.iger FUrtte
zu vernichten und die bts dahin außer
ordentlich erfolgreichen Japaner m die
Defensive zu dtangen In einer gigan-
tischen Ansticngtuu* mobilisierten die
l SA reizt ihre industrielle und perso-
nelle Kraft Die bisher gc leist etc Hilfe
774
tur Großbritannien wurde vervielfacht.
dazu kamen nun ungeheure Lieferun-
gen von Waffen und sonstigem Kriegs-
material fzuni Beispiel IStMO Flugzeu-
ge. I3(M«> Panzer 42701)0 Lastwagen)
an d*e Sowjetunum Noch im Laufe des
Jahres 1*42 griffen außerdem amenk.
Luftstrcilkriftc in dw Kample in Nord-
alnka und m den Botnbcnkncg gegen
Westeuropa und Deutschland selbst
ein Am 7 und M. November 1*42 eröff-
neten schließlich amerik - und bnt.-
fruppen mit det Landung in Marokko
und Algerien den Landkrieg gegen die
cur«5sji*chcn Achsenmächte Nachdem
die dt und ital. Divisionen in Nordafri-
ka geschlagen und am 13 Mai 1943
zur Kapitulation gezwungen wurden
waren, setzten amenk und bnt. Ver-
bände .im |h luli 1*13 nach Sizilien
über das bn zum 17. August erobert
wurde, und anschließend, am 3 und 9.
September nach Suditahcn Indem sie
sich dort langsam nach Norden vor-
kämptten. kontrontiencn die Alliierten
- bei denen die Amerikaner mehr und
mehr die Hauptlast zu traten hatten -
das NS-Regime erstmals mH der vollen
Wirkung eines Mehrtrontenknegv zu-
mal Italien im Juli das faschistische
Regime abgeschurteh und im Septem-
ber die Seiten gewechselt hafte, die
Sudfronl also allem von deutschen
Iruppen veHeidigt werden mußte;
noch un Sommer 1*43 »ah sich die dl.
Führung gezwungen Do »tonen von
der Front in der Sowjetunion abzuzie-
hen und nach Italien zu werfen Gleich-
zeitig wurde unter führender amenk.
Beteiligung der Bomtx-nkneg gegen
Industrie Verkehrswege und Bevölke-
rung in Deutschland auf eine bis dahin
unvorstellbare Weise intensiviert In
diesem -» Luftkrieg, m dem auch die
Alliierten lange Zeit schwere Verluste
hinzunchmen hatten, wurde die deut-
sche Jagdwaffc völlig auf gerieben, so
daß die westlichen Alliierten bis zum
77?
Sommer 1*44 die ubsofutc Luftherr-
schaft errangen und es daher riskieren
konnten mit der Landung m der
Normandie (b Juni 1*14) eine weitere
Front zu eröffnen Daß die USA
gleichzeitig Inert dem 13. Juni 1944)
eine ebenso große amptuboche Opera
turn im Pazifik gegen die Marianen
durchzufuhren vet mochten. bei der die
Japaner abermals eine schwere Nieder-
lage erlitten, zeigt, zu welche: Kraftent-
tallung die neue Weltmacht fähig war
Beides zusammen, die Invasion m
Frankreich und da» Unternehmen ge-
gen die Marianen, stellt die bisher
größte militärische Leistung in der Gc
schichte dar Nach schwersten Kamp
(en brachen amenk.. bnt. und wmMigc
verbündete zum Beispiel poln -
Truppen Ende Juh Anfang .August
1*44 au» der N.»rm.ind»c aus und be-
freiten bs» zum W inter ganz Fr.wik reich
und den größten letl Belgien» und der
Niederlande. Von erbittertem dl Wi
derstand an der Rcichsgrenzc und von
der nach wenigen lagen gescheiterten
letzten dl Großoffcnsive nm IXrzcrn-
ber in den Ardennen) nut kurz aufge
halten, eroberten sie b» Anfang Mai
große Icile Deutschland» Am 25. Apnl
1*45 traf die 6* US-lnfantenednwion
bei Torgau an der Elbe mit der 5b suwj.
Gardcdcvision zusammen, am 8 bzw
9 Mai mußten die Reste der dt Wehr
macht vor den Wcsialliierten und der
roten Armee bedingungslos kapilube
ren (Reims bzw Berlm-Karlshorsl)
Außerdem gelang es den USA. bi»
zum Sommer 1*4* die jap Streitkräf-
te auf den Innersten kcrtcidigungs-
gurtel zuruckzudrangcn. und nach-
dem am b. bzw. 9. .August die wahrend
des Krieges entwickelten ersten Atom
bomben aul Hiroshima und Nagasaki
abgeworfen worden waren, mußte
»ich am 14 August 1*45 auch Japan
zur bcdingungskwen KapitulatHwi ver-
stehen
USA
Parallel ai ihrer letztlich kneg»cnt
scheidenden militärischen und wirt-
schaftlichen Lentung wirkten die USA
auch initiierend und maßgebend an der
Vorbereitung der pobtischen Nach
knegsuidnum.' DcuLschbind» Europas
und der außctcurupaisdicn Welt mit
In endgültiger Abkehr vom Isolationis-
mus verpflichteten weh die l SA noch
wahrend der Knegs|ahrc zur Beteili-
gung an emer längeren Besetzung
Deutschlands. 1*43-44 legte emc in
london arbciicnde amenk -bm -vowj
buropeun Advtsorv < nmmiMion die
alluerten Besatzungszunen ui Deutsch-
land fest, deren Grenzen dann auf det
Konferenz von -* Jalta (4 II Feb
1943) offiziell beschlossen wurden. und
aut der Konferenz von —» Hrtsdam
(17 Juh 2 Aug 1945) übernahmen es
die UsA ferner, an einem < >roßumer
nehmen mtematiomder politischer
Pädagogik mitzuwirken, da» wahrend
einer nokhen Bcsatzungvpenode den
Natsoz in Deutschland ausulgen und
die dl Gesellschaft m eine demokrati-
sche Zukunft steuern sollte Daiubct
hinaus ei kannte Stal.n auf det Konfe-
renz 'on Jalta den dort erhobenen An-
spruch der I S A and Großbritanni-
ens an. »ich hei der Schaffung demo-
kratischer Staaten an O»t- und Sudosr-
eutopa (ordernd und kontrollierend ru
beteiligen < -(Xkiaration über da» be-
freite Europa-) Daß Stalin die Ver-
einbarung von Jalta m den folgenden
Monaten und Jahren brach und den
siaatcneurtel von Hrten bis Bulgarien
- einschließlich der m>w| Hesalzungs-
zonc m Deutschland - in ein Von Mos-
kau beherrschtes und dcmokrtrtnciic
Entwicklungen ausvchließcndev sowj
Imperium zwang war die europäische
Ursache des zwischen den ehemaligen
Verbündeten nun beginnenden globa
len Konfliktes, der als Kalter Knee cha-
rakterisiert worden ts: und Furopa wie
Deutschland tu: lange Jahrzehnte vpal-
t «t hU 11 Irtsathaae» »“»4 M hin hl«ne*-»»»». huH)
ten sollte Mn ihrer tAihiik machte die
So» je tun wn freilich ganz sicher. daß
die USA. die mehl umhin konnten die
fhiMektion des nicht kommunistischen
Europa einschließlich UeUdeutx-h
Und» - ru übernehmen. in Europa wie
in Asien politisch engagxti Hieben
und die amenk kkclinuichtvtcllung m<
zu einem permanenten Faktor wurde
Durch die amenk. IMlitik zur Friedens-
Vorbereitung. von Präsident RimmcscIi
Anfang 1*4J emgeleitct und wahrend
der Knegsjahre beharrlich verfolgt
konnte fedoch die Schaffung der
Vereinten Nationen 1*45 darchgcsctzt
werden Am 25 April begann in San
Francisco die (»rundungskonferrnz der
UN. dx- der am 12. April verstorbene
Roosevelt allerdings nicht mehr erleb
tc und am 2t> Juni 1*45 unterzeichne-
ten die VSA zusammen mit 4* anderen
Staaten die Charta der Vereinten Na-
tionen V« Auf
/«mmr
Corap»ai laacs V Hain and dn l V) HUcn
buff 1VM
Dnkk. Dieter /*» IH1» In» Ml Ja irret
<M|«r» Umlr» ><w 4mrn4a 19 i) 19. t“ Hamberg
IWM
bcarodn. Ham-targra (»nua'Uand and d>r »re
ttMXien Coan» fftU- /«tu Wmtmärn t«Nl
l wMa fc Oberste» INrieigt rahl
l sfasetea ( verbokroat ustale -Aulstan
dtsche-f Kruat. separatistische und !a-
•chistuche Bewegung Sic hatte ihre
Vkurzcin im extremen Flügel der Kroat
Rechtspartei (Franko»»), dx »en 191b
die Labung a Kroatiens t mit Ikwnicn
Herzegowina und Svrmten. ah -kroat
Lander-) »on -• Jugoslawien bctrich
Im Jahr 1*2* gründeten «te dx illegale
Kroat Befreiungsbewegung. deren
tcnunstachc Gruppen aus haben.
Oslerrexh und I ngarn m Jugoslawien
ctnfxlen Der Führer der l .. Ante
Pavehc. stellte seine Bewegung unter
ital Schulz Mil ilal Hilfe und in Zu-
sammenarbeit mit makedon Sepaiatl-
nn
»ten organisierte er I9M das Attentat
auf den (ugolaw. König Alexander I m
Marseille Mitte der Vier Jahre näherte
»xh die U politisch und ideologisch
dem nat soz Deutschland an Im In-
abtungigen Maat Kroatien, ausgeru-
fen am 10 4 1*41. war die V mit ihren
politischen miiitarnchen und polizei-
lichen Organen der einzige politische
Faktor Gestützt vom Dritten Reich,
hielt »ich dx L an der Macht Ihre
Henschaftsinstruroente waren Rassen-
gesetze. Staatvierror und Konzentra-
nonsfager tur Serben Juden. Roma
und alle Gegner des Regimes. Massen-
crschießunecn. Plünderungen und der
Raub von Eigentum Die V legte Wert
auf die -gotische Herkunft- der Kroa-
ten. sahen dx Muslime in Bosnien -
Herzegowina -rassenmäßig- al» Kroa-
ten an und nahmen sie in ihre Organi-
sationen aut Den Serben m Kroatien
und den Slowenen verweigerten sie
hinge een dx nationale Selbstbestim-
mung V\ eitere» Kennzexhen der t
war cm radikaler —• Antisemitismus
Innern Teil der LI gelang es nach der
Niederlage 1*45 in die Emigration zu
fluchten. Pavelit konnte nach seiner
Flucht in Argentinien 1*49 eine Exil-
regxrung bilden Nicht wenige Partei-
mitglieder fielen aber 1945 den politi-
schen -Säuberungen* durch die Parti-
sanen Dios zum Opfer Witm iw»»
lamawr
ICws IxfolMMMsOin Br.iw«! Ar* ä-iunxfc-
I.uiJwUm. Siuitfan •
\aisani iK/t Mute September 1944
gegründete» KZ unweit son Narwa
I Estland l nut zahlreichen Außenia
gern ua m — Klooga und Ktvioü
Wie die anderen zeitgleich gc gründe-
m
ten KZ im -• Rcichskomnussanat Ost-
land letsicien dx Gefangenen prmur
Juden aus den aufgelösten -» Ghettos
in -* Kauen und -» Wilna, aber auch
aus Deutschland. f\Mcn. I ngarn -
unter katastrophalen Bedingungen —•
Zwangsarbeit für dt Militär- und Zivil
Instanzen sowie rur Pnsatf innen (ua
ÖhchiefergewInnung) Die SS-Lager-
leitune unter Aumeter luhrtc teeclma
tilg -» Selektionen durch, denen (ewcih
bis zu SOU Manner, Frauen und Kinder
zum Opfer fielen Mit dem Hcran-
rtickcn det Front wurde zunächst der
ö»tlieh gelegene Teil det Außentaeer
nach V. »erlegt, ab August 1*44 das
Hauptlager selbst aufgelöst Dx Ge-
fangenen deportierte dx SS (—• Ras-
scnpolitik und Völkermord).
Inat*" tfiwä—i
Aalikan Dx Berexhnung \ bc/irhi
sxh zum einen aut die nach dem rotn
Wohnsitz dc» Papste» benannte oberste
Behörde der romnch-katholrscbcn Kir-
che. zum anderen aul da» Gebiet de»
Kirchenstaates, da» den Päpsten von
dem fränkischen König Prppin durch
die sog Pippinvche Schenkung 754/56
Übereignet und IW dem ital König-
reich angeglxdert wurde 1*2* wltloß
Benito Mussolini mit dem Heiligen
Stuhl die Lateran-Verträge, weiche den
Päpsten die voOc Souveränität zum
cherl Die V.stadt iStato della Cnth
del Vaticano) tst mit einer Große »un
0.44 km und in den l'zxticr Jahren etwa
iUUD Einwohnern der kleinste Staat
der Welt Er umfaßt un wescnllxhcn
den \ mit Palau Gärten. Petcrskirchc
und Pctcr»platz Umstritten ist dx
Häitik des V unter Piu» XI (1*22
I9W) gegenüber dem nat soz IX’Utsch-
land Der V verfolgte in erster Lanx dx
vertragliche Absxhcrune der Freiheit
des Bekenntnmes und der öflcnllxhcn
RchgxmsausUbung Wiederholte posi
live Äußerungen Ad»4f Hitlers über
kvrtHMia aKkatUitilMk» Jixirn
dx beiden christlichen Konlev-stoncn
ließen den V nach dem erreichten
Abschluß eines Konkordats (20.7,1933)
immer wieder auf einen möglichen
.Ausgleich mit dem NS-Rciomc hoffen
Va. diese KonipuaniUhaliung und
dx l nicrfjosune det öffentlichen und
weltweiten Verurteilung der Judenver-
folgung durch Pius XU (l*J9 l*Sh|
gaben nach 1945 Anlaß zu hcfliguct
Kritik I-« ReKhskocikotdu. -» Kir-
chen und Religion | I«m ff* inn
\e>•>-/»imbenfaß Entführung zwexr
brit. GchcimdxnvtofriZKic int nieder
land Venia Von Hesdrich beauftragt,
dx beim bnt Geheimdienst vermute-
ten vermeintlichen Hintermänner de»
Ebcrschcn — Attentat» aul Hitler attf-
zuspüren. knüpfte Walter Schellen
berg I ctter der (»ruppc Spionageab-
wehr im — Rcxhs»xhcrhctt»-Haup<-
jmt tm Oktober 1939 Kontakt zu zwei
brit. Agenten, denen gegenüber er sich
al« Verbindungsmann zum dt -• Wi-
derstand ausgab Schclk-nbctg setzte
ein Freiten für den 9.11. in V. an. zu
dem et nut emem bewaffneten Korn
mando der SS crschxn. t’nlcr Vcrlct
zung der mcderland Grenze brachte
Jx SS die Engländer und cuxn mcder-
länd VcrbindungsofTizxr nach einem
kurzen Schußwechsel m ihre Gewalt
und verschleppte ue nach Dt Der
öflciiilxhkeU präscntxrtc man dx
Engländer ab Drahtzieher de» Hitler-
Altcntal» vom 9.11.1*39 im Münche-
ner Hurgcrbraukellcr Major Stevens
und (äptatn Eiest wurden in das KZ -»
Sachsenhausen etngeixfert. Knochen
und Schclknlxrg wurden wegen be
«onderer Verdienste Hrfordert
/hü« idta/ai W«xw/
Sera-Serlagsanstah (»mbH
fc F brr \eriag
Serband natHmatdealscber Jaden *21
ab Abspaltung des -* Centralscrcms
Vcrt>r»wnlr-J nir Hrlrld l\rr.. Br(al>
dt Staatsbürger jüdnchcn Glaubern
gegründet Die pcäitnch »eil recht» ste-
henden Mitglieder des \ . die die dt
Staatsangehörigkeit s»iwic eine (udischc
Abstammung nachwetsen mußten und
ihr Judentum nwht abgelegt haben
durften, gaben sich äußerst patriotisch.
*M die NSDAP ah plumpe Anbiede-
rung verstand IXt V verfügte über ein
eigenev Presseorgan - Der \utu>ruil<it
Jude - und über eine Jugendorganisa-
tion das «Schwane Fähnlein«. Wegen
•staatsfeindlicher Aktivitäten- wurde
der V tm Herbst 1935 verboten (—• Ju-
den».
Srrtvranulr-F rdr-Hefehl (Ncrw-Bcfrhh
Führerbefehl vom 1*1 1*45 (benannt
nach dem rinn Kaiser Nero) der die
Zerstörung aller Versorgungseinrich-
tungen im Reich, die dem Feind dienen
konnten, anordnelc Die Strategie der
-Verbrannten Erde- »or von beiden
Seiten bereits im -• Ostfeldzug ange-
wandt worden Der Fuhrerbefehl »om
Marz l***5 kam trotz einer Denkschrift
zustande, die der Rcichsminister für
Rüstung und Kncgspiodukbon Albert
Speer. Jfiticr am 183 1*45 übergeben
hatte und tn der er steh dagegen aus-
sprach. die Lcbcnsbasts des dl Volkes
ru zerstören Hitler hingegen vertrat
die Anwhl. wenn der Krx-g verloren
gebe, habe auch das V«.|k das l bel-
ieben nicht verdient Nach dem FHatt
des V versuchte Speer mit emem
Schreiben vom 2*3 1945. den Fiele hl
einzucihrank.cn. und erreichte schlich
lieh daß nach den Durchführungsver-
ordnungen vom 303 und 4 4.1*45 Zer
viorungs- und Vcmichlunpanordnun-
gen Uber sem Ministerium laufen mulk-
ten Durch Kooperation und Abspra
eben mit Wehrmacht und Scrwahung
gelang cs ihm. den V weitgehend zu
mhibveren w«a (»ri«
Scrduukt hutg s. I uFimKuI/
rm
Servin Deutsche Solkdu-ilkunde
ä. F rbgesundhert
Servin für das Deutschtum im Aasland
(5 D kl k S«lk*tumsp<4itik
Xervituguag 1937 s. Paulusbuud
\cremte Nationen (IN) Nachfolge
Organisation de» —» Solkcrbunds Dk
Initiative zur Gründung der \ ging
vom amenk Präsidenten Roosevelt
aus und basierte auf der Vorstellung
einer WeitsKbcrhcttsondnung. Zweck
der Gründung der Weltorganisation
war es. die nach der Beendigung des
Zweiten Weltkriegs zu schabende in-
ternationale Ordnung zu stabilisieren
und icdc künftige gewaltsame Verän-
derung des Status quo zu verhindern
Am 14 M 1*41 »erkundeten Präsident
Roosevelt und der brit Premiermini-
ster Churchill die -» Atlantik Charta,
die die wichtigsten Prinzipien der angc-
strebten Friedensordnung enthielt, die
mit der anschließenden -Erklärung der
\ • (1.1.1*42) proklamiert wurden Dk
angearebte Friedensordnung sollte auf
Gewaltverzicht und einem dauerhaften
Ssvlcm kollektiver Sicherheit basieren
sowie dK Menschenrechte garantie-
ren Am SO 10.1*41 einigten »ich ehe
vier Großmächte l'SA. Großbritan-
nien, I dSSR und China auf einer
Moskauer Außcnmintsicrkonfcrenz
darauf, eine internationale friedens
schäftende Organisation zu gründen
\om 21A- 7 10 1*44 wurden in Dum-
barton Oaks Einzelheiten der organi-
satirischen Ausgestaltung besprochen
(«Dumbarton Oaks Propsisal-t und
dieser noch unvollständige Entwurf
aul der Krim konteren/ in —» Jalta
(4 -1IXI94S) ergänzt. Am 25.4.1*45
begann im Opernhaus in San Francisco
die -l'nited Nations Conference un In-
ternational OigantzatKms- (IJNC1O).
an der Ni landet teil nahmen Grün-
duncMnitglicdet konnten nur Staaten
779
sein, die vor dem 13.1945 Deutschland
den Kneg erklärt haften Die Satzung
der V. (Charta) wurde am 25-61*45
einstimmig angenommen und einen Tag
später unterzeichnet. Am 24.10 1*45
trat dw von 52 Stauten verabschiedete
Charta der V. tn Kratt Hauptsttz der
V wurde New York Ihre wichtigste
Zielsetzung ist die Erhaltung des Welt-
friedens und der internationalen Si-
cherheit (Art I der (haftai Die V sind
em politischer Zweck verband. dessen
Satzung zwar Züge einer Verfassung
der Staatengemeinschaft au! weist. je-
doch keine Verfassung un engeren ju-
ristischen Sinne ist. Dk V verfugen
gemäß det Chain über sechs Haupt Or-
gane die Generalversammlung, den
Sicherheitsrat, den Wirtschaft» und
Sozialrat. den Ireuhandrat den Inter-
nationalen Gerichtshof und das Sckre-
tanat
Die Gründung der V. wat vornehm
lieh das Werk der Siegentaaten des
Zweiten Weltkriegs Dk Alliierten ver-
suchten das Probietn der Fncdcnsrcee-
lung zwischen den Siegern und Besieg-
ten des Zweiten Weltkrieges aus der
Zuständigkeit der V auvzuktammem
und verwehrten den -Feindstaatcn-
der Alitierten (Deutschland. Japan. Ita
bcn. Bulgarien. Rumänien t. aber auch
Spanien, die Mitgliedschaft in den V
(«Fetndstaatenklausel«» Die metuen
ehemaligen — Achsenmächte wurden
tn den 50er Jahren (Italien. Spanien
und Bulgarien im Dezember 1*55.
Japan tm Dezember l*V>) in die V auf-
genommen Deutschland stand Mitte
der 50er Jahre ah einziger ehemaliger
Fetndstaat noch außerhalb der \ Erst
am IN.9.197.1 wurden beide dl Staaten
Vollmitglieder der V..da die Aufnahme
nur mit Zustimmung aller Mitglieder
dc» Sicherheitsrats erfolgen konnte
und die Bundesrepublik zuvor das
AftcinverlretungM-echt für alle dt Be-
lange beansprucht hatte Mit Abschluß
V mMrbluwgsiagrr
des Grundlage ns er trag» zwischen der
BRD und der DDR Ende 1972 war die
pvbtiM.be Soraussctzung tur den Bei
tntt beider dl Staaten zu den V ge-
schaffen Spanien wurde wegen seiner
Haftung im ZwcHca Weltkrieg auf
l mpfehlung der \ von 1*45 1*50
diplomatisch und Ökonomisch boykot-
tiert und erst 1*55 aufgenornmen Mit
der Aufnahme ehemaliger Achsen
machte zwischen 1955 und 1965 und
spater der etwa *t unabhängig gewor-
denen ehemaligen frz., engl und ital
Kolonien bekamen die V. die Möglich
keit, ihre Rolle als Kncgsbundnts zu-
gunsten eines politischen Weitverhand*
.lufzugcbcn und ihre Handhrngsspiel-
räumc zu erweitern. Nandu >««•*
Serlag Heinrich Hoffmann Der Prew
folograf Heinrich Hoffmann war »eil
1922 nut Hitler befreundet, bheb bis
zuletzt dessen Vertrauter und besaß <1k
Fxklusnrechte an den Fotos von Hitler,
ihe er in Buchem wk Hiilrt wir thn
keiner kennt (193.1). Httler hrfretl dos
Hudctenlnnii (193N) oder DeutyeMnnth
Emnthen tn Rtld und Hört (1*34) ver-
wertete Zur Vermarktung war der
Vertag gegründet worden, det ab 193.1
stark expandierte (über 300 Mitar
beiter) Zum Programm gehörten It
Sonimentskatakig «nat «w. Hiidcr.
Kunstblätter. Photo- Vergrößerungen.
Aquarelle. Bücher und Plastiken«.
MhKa«*W N«:
\rmicbtung dunh Artwit s. Koazea-
trationsUgcr. va. einzelne K/
ScmiditimgsJagvr Erst in der Nach-
knegszril allgemein serwendelcr Sam-
mclbegnlf tut die im Rahmen det -»
EndUwung errichteten «Totungsfabn
ken- ira besetzten l\ik-n Im bürokrati-
schen Alltag des Nat mz dominierten
dagegen Bezeichnungen, die un Inter-
cssc det Geheimhaltung die Nahe zu
«ersadlr» * t rtrdr*«« rrtrag I
den seil Botin n Dritten Rikho
emcklctrn Heilstätten nach An det
KZ (-• Keizc ntrationslaiecr. — Dach
aul und das Fehlen emer pnmar auf
Masscmernichlung ahndenden Staat-
behen Intention «ueectKiicn Lbe «eit
Ende l*Ml m -• Hetze- -» Sobibor und
—♦ Tfeblmka - den Lasern det — Ak-
tion Remhardt - ««»wie m — < ’hehnn*»
—» Majdanek und -• Amchwiu-Btr-
kenau errichteten k hbeben mH dem
System der KonzentratnuMiaper ver-
bünden. wa* ««eh in ihrer internen
Ornannainm und Einbindung m den
SS Apparat spiegelte Sie bildeten ei-
nen in «eh gcschhnscnen. gleichzeitig
in sneiiacher ILnmhl mit Staats
Partei- und WtrischaftMniere*sen ver-
knüpften FuakiKeuzusammcahang.
Nwht nur ihr Moswentotung. tn der
Regel mittels ( ult gas. umdem auch
die Hctamchattunr der Opfer. die
Beseitigung der Leichen und die
Verwertung der Hinterlassenschaft
bauerten auf Junbortinhertcn m
anderem Zusammenhang - MKhe*>in-
derc bei der 1 rnui Jur.» dl Arrsralt»
Insassen (-• Ak tum T4t - ein«
uHen Handlunpsablautcn Zwischen
23 und 3 Mm Menschen uberu wecml
— Juden fanden in den V den Lid
Vor allem Auschwttz-Hirkcnau gift
der Nachwelt ah Inbegriff der epucha
len Destruktiv nat ait.scw. IkWtik F.«
faUt aflctdino «ebner, die V klar
Mvnubri aodcicn. in ihrer hdctxn
Ffttzienr mehl minder «chreckiiclicn
Schauplätzen mslituiMmalrsicrtcn Min-
dens wie den F rschictJangsstatten der
— t mwtzgruppcn den -• lihettm
oder ZwangMuhcilslagcni in Osteuro-
pa <— ZwaAgsarKitf den Vergmung*
anvulleti der -F ulhanosK-- (—» Medi-
zin l oder den tvi Kric runde im Rah
men der — lodesnsarsche taktisch m
•mobile V« uragcwanddlcn Konzen
tratnmslagern ah/ugrenzea
ru>w- MwUi.
W
Lxaw
ttanro AaUhrrl (Hf r
11 i'iMi >ru«g«ttg" "• WwOuAr» Saw*v>>-
irnr Mrfvr s.^/** hifawi « (TheUmto M*w
dww !<“’
Vinniri t Frieden«« ertragt Am sym
b.4tracht*en Ort der KanerpnAl»-
mation son HCL die den tocrbchen
Höhepunkt der Reichst rund ung H<s
marck« darge«tellt hatte mußte die dt.
Delegation am >0.1919 un Spiegel-
«aal von V den FneJenvscTtrag uni er-
reichten Er enthielt die Satzung der
-• V oikerbundc* obwigil da* Dt Reich
erst I9> al* Mitglied zu gelassen wur«
Je «ertugte ua die Abtretung der Ko
knien Dunne* und Jo -• Nundieti
Komdurv «insgesamt ober NH HO lur
mit u b_« .Mio EinwohnernI «owic die
Besetzung de* Saarlandes und de«
hnkuhorixhcn Lichtete* mit recht*
rheinischen Stutzpunkten und legte
weitgehende Ru«t ung» beschrank uneen
test i Reduktion Je* Jt Heere* auf
IIIHU) und Jcr Marine auf I5t«ß
Mann \ erbot *«m Flugzeugen U-fku*-
tcn. Panzern, «ehwctci Artillerie usw
und emer allgemeinen Wehrpflicht I
Besonderen Anstoß erregten Artikel
KO. der den Anschluß «on «Deutsch
Ikkrtedl an Deutschland- untersag-
te und Artikel 23t. der lestschncb.
daß -Deutschland und «eine Verbau de-
ren ah l rteehcr tur alle Verluste und
Schaden «crantwsirtlKh- seien, dte dte
Mlncrten -infolge dc* ihnen durch
Jen Xneritl DrulcWinüi und «einer
Verbündeten aufge/wunfenen kriege*
er luten, hatten < itmohi au» alliierter
Sicht damit in erster Linie ein i ingc
«tandrus (raanzictkr Hat tunt und
eine SerpfUhtune zu m*.h mehl naher
spezrftzicTIc« Ri-parationsk-ruungen
beabsichtigt waren, wurde die* m di.
Perspektrte ah mutw«Ihre Demütigung
empfunden Die Debatte um den
-Kncesschuldartikcl- und die Zurück-
weisung der .Kncpnchukfiügc« «teil-
7»1
ten autkmpoiitKch den Dreh und
Angelpunkt tur eme da* gesamte Par
tcicnspckt/um der Uctmarcr Republik
unpassende Re* isioaapropagand« dar.
wenngleich die eweme Rechte Zusatz
lieh innenpolitisch die l nterzcichnunr
dc* -Diktats »on \ • der -Judenreps»-
Nik- anlastcte und mit dem Vorwurf
der -Frfullune*f*4itik • dm detnokrati
«ehe Staatsordnung insgesamt Jiskre
dttiertc Hitler bekannte in —• Vera
Ktmpf. daß die Auseinandersetzung
mit dem Vertragswerk «ou WN die
• korausaetznng zu dem Lrtoige der
Bewegung in der Aikunti- beinhalte
Noch *vr dem JDI.IW konnten
ehe Weimarer PrawduikaNnctic ent-
tchcidendc Anderuneen zugumlen
Deutschlands fumachtbch der takti-
schen Beseitigung det Rc-paratamen
(Lausanne. Juni Juli 1932) und hm
webtbeh der ÜmorctBchcn .kufhebune
Jet Ru*lung*tx.-*chrankungen (tienL
Dezember i>M2) erzielen, wahrend fur
den Reichskanzler Hitkr scibM die
TtMalrcsuaon dc» Vertrag* »on \ kdig
bch als Ausgangspunkt tur em rassen-
ideologisch rosgcnchletc* -* -lebens-
raum—Programm dienen ««Ille, da*
zunächst durch permanente 1 neJens-
Mcuctuntoi und Gleichbcrcchti
gmgdordeningen verschleiert wurde
Begkttet wurde# die Anfänge nat w
-• Außenpolitik aikrjinp »ua dem
eklatanten Bruch einzelner \crtrags-
hcstimmurteen wie ua am 163IM35
durch die Emfuhrung der allgemeinen
-*• Wehrpflicht und am 73.193b durch
den Einmarsch der -• Wehrmacht in
.in entmilitarruertc RbctnianJ t -•
Rhcmlandbesc'tzungi Am Ml I 19)7
«erkundete Hitler schbcWich daß er
-die dl Unterschrift kicrbebst- zv-
nkkzscbc «on der tn Artikel 231 -abgc
preßten Erklärung, daß Deutschland
die Schuld am Kriege hrwtzc- Fortan
standen nicht mehr da» -Diktat «tm\ -
und eine Rc»tsMin. sondcni die E tpan
wm umer der Parok - Scftwltvsiini
mungsrecht • im S Order gründ emer
Propaganda mH der dw Deutschen auf
den — Airxhluß Österreich* unJ die
Emrcrkibung de* -• SudUcnLick»
(-» Sudetenkrrs« -• Munchimt Ab-
kommen -« Tschechndowakeil und
sshhelUich aul Je I nttcssclung »Je*
Knete* »orbereuet wurden.
Racwr.l Mm«
rawnmr
tCIWUir. IMcr »«vwagto* AmwAt antb«**1'*«*
.-wvAn« bw<AM«MwA««aaa
MawWra iww
Sertrancwwal Nat wer Em: ich tune, die
nach dem Arhertwxdnunmgcwet/ «um
3) I 19M in Betrieben um über 3» Ar-
bcitnchmcrn cmgcnchki wurde. Det
V. bestand au* Jem tcwciligcn Lotet
schnxt und ArK-itnehnic tn d»e in Ab-
sprache nut der -» Dt ArhcitUront und
dem zuständigen heutunJer der Ar-
beit i-» RcichsircuhanJct der Artxit»
«om Arbeitgeber bestimmt wurden
Der V nahm die Melk de* Betnebsra
te* em. ohne ulvr dessen Mitwirkung»-
rechte zu *erfOgen. *M o««fcw
krrtmbsmt * Ikgortationcw. s Ducht
und kirtn-dwiwg aus den d«ut»*h«-a
a i. i. — .
w Iw an
Akhs Sodtrz. Kurort un Dept Allier
Von Juli 1**' bt* August l'Mk Sitz der
trr Regierung Nach dem ouhiamchcn
Zusamntcnhruch <-• Westfddzugi
wurde der nach dem Enten Wcltknc«
als Heid «un Verdun geleierte Mar
schall Henn Philippe Peuin zum
Regierungschef Frankreich« ernannt
Um dem Land ein mogiichst hohe*
Maß .ui «taatbeber Sou» er am tat. aber
auch eine gewichtige Roße tm rui miz
befu rrschtcH Europa zu sacheni. vgna-
Inicfk Pctain den Deutschen unnuttcl
hm nach «einet Ernennung dx Bereit
«chalt seine* Lande* zur -♦ Kollah>>ra
<mm> und bnt ihnen einen UäflcWlfl-
vtand an. «Jet am 22-6 1*4» in Cuanpm
ne unterzeKhnct wurde und zur Fei
lunr Frankreichs führte AK am
10.7.1*4» v«>n der tn Satumaher-
«amtnlung gewählter Staatsehef führte
Petam eme AiwJerung der Vcrlassunt
im autorrtaren Sünne herbei Naticma
iKrniix urwf Antisemitismus wurden
gcteUschaltslahit Oe kathoIrKhc Kn
dk und ein Grodted der iranznsen
imterMutzteo die neue BWitik Mn
kleinen Schrillen heennend. ptaku
zierte V m den Jahren 1*4» - 1*44 eine
grundlegend antisemitische fVriitik und
Goetz rebung. Wichtigste Maßnahmen
»zrrn m ihcvcm Zusammenhang der
1 rtaß Jo JudctiMalub (J.KLl*4Oh
«Jas Gesetz über -die ausiänduchen
Staatsangehörigen »udischcr Rasse-
(4.1(1 l*40k. «he Finrichiung emo
Kmnmmanatv tm Judentraeen (Marz
1*411 der Erlaß de» zweiten Juden
Statut« (2.6 1*41». die -• Armerunr
judtscher Firmen sowie <be Mnhdie tn
Pdizei und Verwaltung het der Inhal-
turfung und —♦ Deportation auslandi
«eher und ab 1*42 auch tn Juden Oe
Harte «Jet dt BesatzungspiditiK und die
kniüh<4tK<nhcrcitKh»t1 V führten
ab 1*42 n Protesten der trz (Ment
iKhkctt und zum Anwachsen dei
ran dc (iaahe geführten Resistance
Oe Boctzung der freien Zone
(11111*42. nach der Landung der
Westallnertcn m Kordatnka» wuchte
du Regierung um V endgültig rum
Marwocttcnrcgimc öle Flucht der
trz Regierung nach Deutschland nach
der Ruckctidxrung Itankrcsch« durch
«he Alliierten (-• WottnwM 1*44 45»
hcetuktc sshhctUch «he l iMmz der
Regierung v«m V. wt» .........vZo
luwwwr
Iteosu («Wararvt Mink (Hg i K4U
Inn« » AwcamrW Mal
kafcw «UbmM Ar «MBinwifi .-lUiiW
;m(/w ZWM. haüei am MmIWI
TC
\ lerjahropUa Im Januar Februar 1999
noch eme reine Propagamiakwung Hil-
len ( -Geh» mir «ier Jahre Zett'« J. war
der (2 ) \ v«»n l*3n eme aufwendige
bur<Ar alrwhe Insbtuboti im Rang
einer —• Öftersten Rfctidvliotik die
«Jem Unterseiten .Auftrag gemäß ehe dt
— WirtwJiaft -in vier Jahren knegv
(ahtg- machen udhc /jei der V p>Mttik
waren eme torvrerU Erweiterung «Jo
rustuneswirtschafibcben Hicniuh and
der Hhekadefotigkcit t — Autarkie I
Oer von Hermann Gönne un Apnl
Ma» 1*36 geschaffene Ronsioft und
Donenöab «jer *’* Luftwaftenuö»-
zieren und industriellen geleitet wurde
wurde zum Kem der «pntcren V -
Behörde Mute August 1*36 lagen Hit-
ler umfangreiche Berechnungen des
stattes tur die wKbhgMen R.>bsio«le
vor. erarbeitet unter dem Letter «Jer
Abteilung Forschung und EntwKktung.
Carl Krauch f Mitglied do V.nMaixJ»
der -» IG Farben seit 1*40 Voratzea-
Jer do Auf siebter als» Danach war bei
Irob»t«i41 durch den Bau gr*«ÖcT U«rkc
für die ssnthctBchc Produkuon -eine
»i-itphrnJc Mob Verlegung- herein
I nd« l*3-S goabert ahnlicite» galt lut
iinlhdtchcn Kautschuk Hitler »er
labte binnen zehn lagen eme geheime
V Denkschrift. in «Jer er Ja» sorpoe-
hene. v. Wk»wiHs.haitlfc.h verheetemJe
lempo der KncgsvorbercUung billigte
Er cru ihc Dornig Genet alsoiltnachi
iw allen wirt ««.hart heben 1 raren Am
22.1U.H36 «teilte daoet ah Beauftrag
ter für Jen V «eme Otganisatani Jet
l H1cnilk.-hkett »or «he et vom Preub
Staatsminislerium au» befehligte Die
V lni«ntitMmen. die «Jen größten Ted
«ter dt induunelk-n Imotiiioncn über
luupi jlwubcncn wutden seit !*<»
drastisch aut Kcrnbercicbc «ter -« .Auf-
ruvtung. brwwidcr» aut dre chcmnche
Induvtric. konzentriert- 1*4U verlän-
gerte Ilittet «he Vollmacht Gormgi ab
Beauftragter tur dm V . dte web mzwv
TO
tehen auch auf «he boetzten Gebiete
entrechte, um weitere vier Jahre
fkmAEuaAwte
lurnawr
btniwa tbriet 4MV«Mgu4w4r Obw« ZU»•
(br ««imdinnkiwiW l'rt«U|o|ib « Stau
Ctel >*
Vdwaw. «.Md»
V meta Vor Regina do -• < Kltekfzugo
«cwn Rrictazruntvtenum tur Vo4k»-
aufklarunr und Propaganda aulgebau-
te OtgamvalM.«! zur pivchUogitehcn
KnegfUhning gegen die Sowjetunion
teil Juh 1*42 in der (»rgannatuwtvtorm
etno Verein«. «Jo V Prupagandadicml
<-V PropagandamalenaJ (Flugblätter
Broschüren. Rnrult uaksendungeni w ur -
den tur die Rote Armee und «he nzsa
Bevölkerung, «pater auch tut die -»
Ulaivow -Armee und ehe ruvv -*
Zwasgurbcitcr in Deutschland berge
fltlt V beschäftigte 1*44 tau !<•> dt
und bi« zu I4iii ausländische Mitarbei-
ter fbvswMwtWd
Volk ohne Raum Titel eme« 1926 et
schienmen Rvenart« von Hanv Gnmm
-1*5*1. von «Jen Naiadc. ah
Schlagwort /u' Begründung ihrer -»
Lebensraum-fAvhtik benutzt Der R<>
man «tewen vier Teile mit Hamtf und
Engr. brentdrr Hanm uud Irrrganf Df
Raum und ktitt oAnr Ruum überschrie-
ben sind, schikteri den Lebensweg un
Comchus Ersehnet Der Bauernsohn
au« dem Ueserhergiand wandert nach
dem Militärdienst hei der Manne und
nach ungiücklKhcn Entwicklungen im
pnsaten und herufheben Bereich nach
Südafrika aus Er nimmt ua am Buren
kneg teil und kauft weh anvehhettend
eine Farm Im Ersten Wehkneg kamptt
et tn den Kohwucn gegen die Enel ar
«ier. flieht »•» der Gefaugemchatt und
kommt in Deutschland durch den
Memwurt eines Arbeiten um« Leben
«.atrrk—J
Früher halle Gnmm m Deutschland
auf einem SPÖ-Partertag (eMgoteHt.
«laß man dort, tm Gegematz zu seiner
eigenen Auftawang. «ten Forderungen
-nach winvchahhch ertragreichem
fremdem Raum für DculichJand- ab-
lehnend gegenfibemamL
Durch leumgcn au« dem Roman
verbreitete Gnmm seme kotoaiaiiuv
tchcn Voruc0tmgen. «Jte dazu noch an-
tibnl anincmiusche. rassutzsche und
— Blut und Boden Ansptehaigea ent
hielten Öse Lektüre ausge-wahlter Ab-
schnitte seines Buche» anf ftgungen
und hei Gruppcnlagem natiunaitUi-
teher Kreise und Bunde wirkte ab
Muliipiikah« seiner Gedanken die
Lebhafte Aussprachen uher -Siedlung.
Raumnot unj »«•'kischc Zukunltsauf-
gahen- m Gang setzten Der Roman
selbst erlebte rahhesclte Auflagen
V olkerbwad (frz. Soocte des Kations,
cngl leaguc td NariotK) Ende dn
Ersten Wehkneg«. am 28 4 |*|*. auf
Anregung von L VPra»i«Jcnt Ihcedrow
Wüscia auf der Panier Fnedenskuafe-
renz gegnmdete VkeJiiegatmabon nut
Sitz tn Gent Ihr Satzung do V trat ab
Be»tan«fteil «Jes — Versagter Vertrages
am 2112.1 *31 m Kraft L'npnanglicbc
Mitglieder waren 32 alliierte Kriegs-
gegner «Jet Mittelmächte und 13 neu-
trale Staaten Deutschland trat dem V
l*> hei Dte L’SA. die den Versailler
Vertrag mehl raiifinerten waren nicht
Vtngited des V Oberste Organe waren
die Bumfcsvervimmlung in «ter jedes
Mitglied eme stimme besaß, sowie
der Vrat. der am ständigen Milche
dem bestand i anfangs < »robbenarmen
Frankreich halten Japan und ('htnal
Hauptzwecke do V. waren die Erhal
tung de« Weltfriedens.dte Wahrung det
Icmtonaten Integrität der Mitglieds
Staaten nach dem Prinzip «Jer Ldicktt-
«en Sichefheu und die Fiederung der
» nüixiir Hc«rguag
wirtschaftlichen und kulturellen Zu-
sammcnarheit der Nationen Das
Scheitern der -• Genfer Abrüstung*-
koafetenz 19'2 und die latenh>»igkcit
des V angesichts der aggressiven E*-
pansicwispolittk Deutschlands Japan*
und Juliens l -» .Vußcnpoiilik t führten
zum An*chcn»»crlu»l Je» V Im Herbst
1935 trat Ifeuts«.hl-ind aus dem V aus
Mit dem Ausbruch dc* Zweiten Welt-
kriege* |9iü horte der V taktisch traf
ru bestehen; formell wurde er am
18.4.1946 aufgelöst Nachfolecorgani
«alion sind die -* Vereinten Nationen
O.’Zrn l .*ar»>«<a
Völkische Brwrguag Der V hegen
drei Hauptkomponenten zugrunde. die
Khon im Laute dc» 19 Jh entwickelt
und tn den Jahren vor 1**14 sowie nach
dem Enten Weltkrieg ins Extreme ge-
trieben wurden I die sozialdarwinisti-
sche Vorstellung »om -Kamp« ums Da-
«etn- (-» Sozialdarwimsmusi, in dem
»ich der Starke. Werwolfe durchsetzt:
2. danut »crbundcn die Notwendigkeit
eine» Kampfes um — Lebensraum für
das germanische dt Volk va im Osten
Europa». 3. ein -rassisch- begründetet
—» Antisemitismus (—• R.i**cnkunde).
det die -* Juden al» minderwertige
Rasse und al* Wurzel allen Ubeh an
sah Haupttragcr der V waren der l8Mi
91 gegründete - Alidt Verband (mit
»einem Vorsitzenden Heinrich (laß),
det |9|2 entstandene antisemitische
-Rcicltshammcrbund- »on Ihcodor
lutsch und der daraus hervor gegange-
ne (icbctmhund -Gcrm.incnorden-
Dicvc und andere Verbände schlossen
weh nach dem I nten Weltkrieg zum
Di. völkischen Schutz- und Irutz-
bund- zusammen Liner der Hauptpro-
pagnndisten war der Münchner Verte-
gcr Julius I Lehmann, der seit 1917 die
Zeitschrift ffeuln IdanJi Etneutnuit
herausbr uhtc. zu deren Herausgebern
ua Heinrich ( laß und Houston Sle-
7M
wart Chamberlain gehörten (.laß hat
schon in seinem 1912 unter dem Pseud-
onvm Daniel Fnmann »croffentlu.-hlcn
Buch Wenn uh Jer Ktnter wär' die
Konzeption eine» totalitären Fuhrer-
»taaic* ritt 2D Jh entworfen Die völki-
sche und antisemitische Gesinnung war
auch in der -» DNVP (HugenNrrg-
Flügel) im — Suhlhelm, un Dt-
nationalen Handlungsgehilfen» er band
t DHV) und in leiten der Jugendbewe-
gung weit verbreitet. Hitler und der
NteLMML »etzten die rawistischcn und
antisemitischen Vorstellungen der V
mit blutiger Konsequenz in die Tat um.
ohne wesentlich Neues hinzuerfindcn
zu müssen Ebenso konsequent war der
Nat.soz freilich auch mit der Gleich-
schaltung der V bereits im Jahr 1933
Hdbnurt S
lar-wur
Hcrnwad fort Dm a*r Trum* >«wi vw» Kni*
Vi'Oreftr t S-pww Vatawaiw.-M/lWaM
rrsnktuH an Man PMS
Mona. Gcutg* l_ Du oiAimAv
f brr <6r <riwt<rs l'w.-«/» Jn *ui.- wabu.’Mta
«ti< Frank hvi am Main IW1
Handbuch tut •» ötkisctwn Hrwcftxu- tlPI -
IVIS, ht I x FUshnc-! ll Munckea ua
t*M
Völkischer Heohashlrr Im Dezember
192() von der NSDAP erworbene* Or-
gan. da» aus dem völkischen Vuzuke-
ner Bei'btuhrer hetvotgegangen war
und zunächst zweimal wöchentlich seit
dem b 2.1923 täglich un — Eher Vertag
erschien Im Februar 1921 mit dem Un-
tertitel Kiuwpfblun der nMutnaisttiudt-
ttiwhen Bewegung (tntfideutu-hhtruh
versehen, diente der V in Ubergioßem
Formal Schwarz Rot-Druck und reifte
rtsihcr Aufmachung al» Agitations-
und Propagandainstrumcnl zur Ver-
breitung der nat.soz -* Ideologie und
Propaganda Nach dem — Hitferputsch
verboten, erfolgte im Februar 1925 die
Ncugrundung des I Mit der -»
-VLivchtergreifung- wurde der V prak-
7X<
tisch Regicntngsorgan dessen Verlaut
burungrn offiziellen Charakter annah-
men. Der l erschien ab dem 12.1927
in einer Reichs und Bavcniausgabe.
und. nachdem bereits zwischen Marz
199) und Marz 1931 eine wenig erfolg-
reiche Berliner Ausgabe cxtshcit halte,
ab dem LI 1933 in einer Norddt und
einer Berliner Ausgabe mit eigener
Redaktion und Druckerei in der
Hauptstadt Vctlagsdircktor (und zu-
gleich Chef dc» nut.soz Prcsscunpe-
nums) war »eit 1922 der Reichtfeitcr
für die Presse Mat Ammann H.iupt
schriflfetlcr de» V waren Dietrich
Eckart (seit 1921). Alfred Rosenberg
(seit 1923) und Wilhelm Weiß (Kit
193X) Dk- Auflage betrug 1925 AMm.
1932 116000 |9lM MMXkM) und 1941
1.2 Mia Etcmplarc Dte letzte Ausgabe
de* V erschien am 30 4 1945 (-• Presse:
-» Eher Vertag) Hnäm
Volksabstimmungen ». Wahlen und
Volksalrstimmungen
Volksbund ftir da« Deutschtum tm
Ausland •> Volk»tum»politik
Volksdeutsche Der schon vor 1933 ge-
prägte Begriff V wurde in nat soz Zett
zur amtlichen Bezeichnung tut An-
gehörige der dl Sprache und des dt.
Kultur kreise*, die nicht dt.. övterr oder
Schweizer Staatsbürger waren Dte im
Reich lebenden Deutschen wurden
al» «Reichsdeutsche«. juristisch auch
- Reichsbürger«, un .Ausland lebende
dl Staatsbürger als •Ausländsdeut-
sche« bezeichnet Die V lebten »or
allem in Sprachinseln oder Streusied-
lungen O»t- und Südostcuropa*. Unter
dem NS-Regime erhielten viele V' au»
der UdSSR Rumänien. Jugoslawien.
Bulgarien und dem ital Südtirol durch
Umsiedlung die dt Staatsangehörigkeit
(-» Volkstunnpolitik) Nach Art 116.
Ab*. 1. de» Grundgesetze* der Bunde»
»Uksrmpriaerr
repubhk Deutschland sind die»c und
die spater vertriebenen oder ausgcsic
dellen V den dt. Staatsangehörigen
gleichgestellt va*
Volk »deut wfee Mitteistelle tVOMIl
NSDAP-Dienststelfc. hcr»>irgegangen
au* der 1935 »on Rudolf Heß gegrun
sieten -Vstfksdi. ParteidicnsUtcflc-
Von 193h 1945 von SS-( »ruppenfuhrer
Werner lairenz geleitet, koordinierte
die V, die verwhicsfencn Oieantsatio-
nen und Aktivitäten »Jer NS-Hdink
gegenüber -voiksdt - Minderheiten im
Ausland, nicht zuletzt sieten Finanzie-
rung So unterstützte die V. kii 1936
Henleins -• Sixictcndt Partei Gleich
zeitig versuchte sie die nat »oz Welt
anvehauung hei den -* Volksdeutschen
zu verbreiten Mit der Ernennung
Himmlers zum -• Rcichskommissar für
die Festigung dt V'otkmim» 1939 wur
de die V rum ausiuhrenden Organ
»on Himmlet» L'msfedlungspolitik (-»
Volkstumspolitik) Die V. organisierte
den Transport sog Rucksiedler ms
Reich, ihre Unterbringung in Lagern
und sortierte ste nach ihrer rassischen
und pditnehen Eignung für die Bc
Siedlung tier eroberten lemtoocn im
(Kien (-• Dt Volkshcte) 1941 giieder
te Himmler die V. als Hauptamt in den
Apparat siet —»SS cm Aw»
Volksdrulsshrr Rat *. Vi>lk*runispolihk
Volksempfaagrr R.uiiogcrai sla» auf
gründ seine» niedrigen Preise* (ab 76
RM) für jeden Haushalt erschwinglich
Kin sollte Au! Initiative von Goebbels
verpflichteten »ich alle großen Herstel-
ler. den VE 3<)1 gemeinsam zu pro-
duzieren Zu dem aut der Funkaua-
stcflung 1933 vorgestellten V kam
193M der Kfemempfanger < -Goebbels-
schnau/c-) für 35 RM hinzu. Obwohl
die Rundfunkgebühr 2 RM tm Monat
betrug, konnte die Ausstattung der dt
erstes
Haushalle KM 25% (19331 auf b<%
(194IJ erhöht «erden Dc« V «ar tur
den Empfang de* nach »«gelegenen
Sende«* gedacht doch konnten mit
Hilfe eine* Zusatzgetat* auch entfern
tc. ja uigar ausländische Sender gchocl
werden t — Rundfunk f h* A—z»
Volksgemeinschaft Fit« den Nat soz
ideologisch aufgcUdcnct Begriff der
Gemeinschaft im Gegensatz zur ul*
künstlich und -undcutsch- empfunde
nen -Gesellschaft- ldc-enrc*chi<.htliuh
war V einer der Schlussclbcgntte der
Jugendbewegung rm beginnenden 51
Jh und dann, auch unter Berufung auf
Fronteriebnr* und SchUtzengrabenka
meradschatt wahrend de» Weltkriege*,
in der Weimarer Republik Ausdruck
eines gegen den bürgerlichen I rbera-
lismixs und Indtstdualismu* des 19. Jh
gerichteten bürgerlich-nationalen Er-
neuemngsstrebens V tedcutctc -die
Negierung aller Unterschiede tn Her
kunft. Stand. Beruf. Vermögen. Bd
düng. Wissen. Kapital« (Reinhard
Hohn. Ra.htigetneinx.lmfl und \dJkj
getneinxhrift. |wi5| Hinter dieser
egalitären Maske wurde das Verspre-
chen der V. zum wirksamen Mittel
der nat.so? Wahlpropaganda Einer öf-
fentlichen Stimulation det V dienten
neben der Ritualisierung son Festen
und Jahrestagen <—• Fcicrgestallungi
die Nacht-Kundgebungen. — Ein
loptsonntage. Slrilknsammlungen (-•
W interhiltswerk). Sammelabzcichcn
und die jährliche Wicdcrkchi spezi
tisch nat mv -» Nationaler Feiertage
Eine intensive Manifestation der gcr-
mantsicrcndcn Ideologie einer V stell
len die nachcndcckcnd zwischen 1933
und 1936 tut das Dt Reich geplan
len. aKrr nur teilweise- gebauten Ihrng
platze dar (z H au! dem Heihgenberg
in Heidelberg I Sic sollten als Set
sammhmjc* und Ihcaterstattcn im
•theatralischen Akt- de« Verschmcl
7!te
zung der Bevölkerung zu einer V. die-
nen (-• Thingspicl. -* Ideologie J.
SbiBcn. ChAacI Grnw«l»chaft «nd Vofc»
gctncmachan Zur furMBshrn Tctraim*^* in
x>txm.av>zmnunus m \ rrletiuhrrhrfte Ihr Zzl»
(<scA*.A«3>llV72l& 16 1k
Manuacr Karner Che uu:rrumr
»•«ft Ihr fhmt Beirrfftif «« /»nar-i Hrnh
Msrfrwc IWO
nuMKi Ham t trs.« Sah«» eh V<4k<«cfncin
»San V (Mkndw VarucMnnnrn Nuwnnfconnä*-
und m Jorg Darw
Gauger Klau» 4U I *>‘.TWr> Ihnlm i«
Ormx.Munti nosihm and leunnunnn
Bonn !**> V ||2 KP
Volksgenosse Bei Anreden. in Anspni
eben Appellen und GesetzeMevten
gebräuchliche PtopagandaJormel der
Nat *oz . mit der dem einzelnen die Zu-
gehörigkeit zu einer die sozialen Un-
terschiede überbrückenden -« Volks
gemeinschaft suggeriert werden sollte
.Ausdrücklich ausgeschlossen worden
waren bereit* tm NSDAP-Parteipro-
gramm son 1920 (-♦ IdeologieI sog —»
Frcmdvölkcschc. Staatsbürger kann
nur »ein. wer V ist. V kann nur »ein.
wer dt Blutes «st. Kern -♦ Jude kann
daher V seui- (— Propaganda I
Vkiwat Hernie
Volksgerichtshof Nach dem für die
Nat soz unbefriedigenden Ausgang de*
Reichstagsbrand Prozesses vor dem
—• Reichsgericht wurde durch Gesetz
»om 24 4.1934 zur Aburteilung »on
Hoch und Landesverrat der V gc
schatten Zunächst al* -♦ Sonderge-
ncht tätig, mit Gesetz »om 1K4.1936
ah ordentliches Gericht rm Sinne des
Gerichteter lassungsgesetzes etabliert,
war der V nachfolgend auch zuständig
lur »ebnere Wehmuttelbeschadigung.
Fcmdbegunsiigung. Spionage und -•
Wehrkraftzersetzung Der V urteilte in
erste« und letzter Instanz. Rechtsmittel
7M?
waren mehl zulässig Von den tunt
Rich lern der tm zu sechs Senate
mußten nur der Vorsitzende und ein
Beisitzer Bcrufsnchicr sein drei wei-
tere Beisitzer waren Laien (aus Polizei.
Wehrmacht und —♦ Gliederungen der
NSDAP) sämtliche Richter wurden
aul VorsthJag de* Reich*ju*iizmini*icr*
von Adolf Hitler ernannt Die Prasi
dentschatt hatte ah 1916 Otto Thierack
inne, dem nach seiner Berufung zum
Rcichs|uslizm«ntstct rm August 1942
Roland Ircislct nachfolgtc. Freister*
Vcrhandlungduhrung. wie er schreiend
und tobend dsc Verschwörer de* -»
20 lull |944/umTode verurteilte präg-
te das Bild des V. Allem in den Jahren
1943 und 1944 verhängte Frcislcrs I
Senat, der luch die Prozesse gegen die
Mitglieder der — Weißen Rose führte
16Ü0 Todesurteile. Frci.slcr setzte je-
doch nur fort, was schon unter Ihicriuk
begonnen hatte Bereit* Ende 1941
hatte der Anteil an verhängten lodcs-
urteikrn beträchtlich zugen* «nmca (bt*
1940 rd 5%. ab 1942 List 50% k Dieser
Vcmxhtungswille. dokumentiert durch
en 5200 lodesuneile. richtete sich mehr
nur gegen »Jen dl -»Widerstand, gegen
-Defätisten- und Wchrkiidtzctsct
zcr«. sondern ebenso gegen Oppositio-
nelle der besetzten Länder, au* denen
nahezu dsc Halile aller Verurteilten
kam. Wkk»ri/fciidf
LietretH'
Seklaict Hol««.- Pir Cnntipnuu <tn mmkuJ
wrne»rm«ww l<atirrr>.6««.A Bervn !*>•
WrtBCf. Walle: Oer I.JU<rrufailte9 un mra.
iwAurMkarAikrn Wwat Maltgan t'Zf*
Volktgesct/hweh Mit »icr geplanten
Schaffung eine* V. (VGBr wurde »ier
Versuch ctngclcitct.dic tuiw Rcchis-
auffassung nicht nur in Einzclgcsct-
zcn. sondern in emem umfassenden
Gesetzeswerk fcstzuschreiben und zu-
gleich da* Bürgerliche Gesetzbuch
(BGBl zu abzukrsen. Mit den Vorar
Volkvtchadhngc
beiten zu den aUu vor gesehenen
Buchern wurde im Juni 193m dw -•
Akademie tur Dt Recht beauftragt
Bt* zu 19 Vu*schu**c mit zeitweise
un die 2tO MiUtfieitcrn »oliicn in
•solkstumlichcT- Sprache gehaltene
Entwürfe- zum Personen t-amiiien
Erb-, Vertrag*-, Eigentum*-. Arbeit*-.
Unternehmen*- und Gc*clhchaft*iccht
erarbeiten Ende 1942 wurde det Ent
wurf zu Huch I (»Der Volksgenosse«J
veröffentlicht dem 25 teils ent an
da* -♦ NSDAP Programm ungdchnlc
Grundregeln vorarige»teilt waren Das
-♦ Rcichsjustizministenum entschied
»ich jedoch tut eine Vertagung br» auf
die Zett nach Kriegsende Vinte 1944
wurden schließlich »amtliche zVrbcilcn
am V eingestellt Xh.heei Hmh
VulkdtMe *. Deutsche V<»lk*h*le
Valkssciiadiinge Wer sich nicht in die
nat soz —» Volksgemcinschah fugt»
kernnte al* V neben der gesellschaftli-
chen Diskriminierung »eit 5.9 1939 mit
teK der Verordnung gegen V juristisch
belangt werden Demnach aalten alle
Straftatci. die die Kricg*»iiuaiion für
ein Verbrechen nutzten, al* V und
konnten von den zuständigen -• N»n
dergenchten zum lode verurteilt wer-
den Dte Straftatfx-standc -Plünderung
un frei gemachten Gebiet-, «Verbre-
chen bei Hiegergcfahr- und gemein
gefährliche Verbrechen- waren durch
die Richter fast unbegrenzt au*k--
gungslahig Str al la ter. die mehl unter
diese speziellen latbeviandc fielen,
konnten aufgrund »4 der Verordnung
zu Zuchthaus oder zum lode verurteilt
werden, »wenn die» da» -♦ gesunde
Volkscrapfiiidcn wegen der besonde
ren Verwerflichkeit der Straftat erfor-
dert- Sofort abgeurteilt werden kimn-
tc wer -auf frischer lat- ertappt
wurde oder wessen -Schuld offen zu-
tage- lag. Die meisten lodesuneile
\,4U<t«rw
ziviler l »mehle nach 1939 gingen
auf diese X cnwdnung zurück (— Justiz
und Innen? Verwaltung)
X «dk »sturm Durch f uhrerctlab vom
25.9.1944 gegründete örtliche bzw
regional gebundene Truppe au» den
bisher nicht eingeengt nen Mannern
zwischen In und Mi Jahren unter orga-
nisatorischer und politischer Verant-
wortung des Chefs der Partcikan/lci
der NSDAP. Martin Bormann und
der militärischen des RFSS u Befehls-
habers des Etsatzbecres. Heinrich
Himmler, zuständig tur den Erlaß von
Vorschriften und die Beschaffung von
Waffen und Munition Die Wehrmacht,
eigentlich zuständig für die Aufstellung
eine» Landslut ms. wurde da bei aus-
gcschallet Det V. wurde unter gro-
ber propagandistischer Begleitung aut
Gauebenc durch die Gauleiter in Ver-
bindung nut Partei. SS. SA. NS Krall
lahrkorps und HJ in Bataillonen orga-
nisiert. wobei nur ein Ted des zugewie-
senen Kraflcrcservous genutzt werden
konnte Der V wurde zu Schanzarbei-
ten sowie ru Bewachung» und Siche
rungs-iuigabcn eingesetzt wobei die
bestehenden fMizcthilfstiuppcn in
den V uhcriuhrt wurden Häufte nut
aut dem Papier gut organisiert dazu
schlecht ausgebildet, ausgerüstet und
geführt, kam der X insbesondere tm
Osten des Reiches zum Kampicmsatz
Er erlitt dalxri lohe Verluste Dk
genaue Opti-rzahl ist unbekannt von
I7SUIR) als vermiß! geilenden V-An-
gehörigen durfte die Mehrzahl gefallen
«em H>auT«ug
X ulkstranertag v ll<-ld< ug< denk lag
X <»lkstiim»p'i4itik Mn X ist an sich
die Erhaltung der Homogenität eines
Volkes gemeint, zumal der kulturellen
Eigenart 1insbesondere der Sprache)
nut
einet seiner Xolksgiuppcn tm Ausland
Im Mittelpunkt der V steht die Kuhur-
nation nicht die Staatsnation l frie-
dlich Mcineskc). So gesehen kann man
überhaupt nicht von einer nat.wz V
sprechen. so »ehr dieser Begriff Be-
standteil des zeitgenössischen Voka-
bular» war Wie auch in anderen
PoLtikbereichm wurde das traditionel-
le VctsUindm» geschickt instrumenta
liMert. sodann revolutioniert und am
Ende gänzlich pervertiert Historisch
bedeutsam ist. dal5 gerade det irreden
nstische Oharakter de» NSDAP-Partci
Programms sehr wesentlich zur Ver-
harmlosung de» Ns Regime« im In-
und Ausland beige tragen hat. forderte
man doch -nur- -Jen Zusammen
vchiuß aller Deutschen auf Grund de«
SelbstbcMimmungsrechts der V olkcr
zu einem Gruß Deutschland-
Zunächst profitierte auch die NS-Be-
wegung. die sich ah - völkisch* ausgab.
von der mit dem Zusammenbruch des
Kaiserreichs cinset/endcn Mutation
des öHcntliehcn Bewußtseins. vorn
Staatsgedanken zur X oikstumsidcoio-
gie vom Rtnchsmvthos zum Xolkc-
mvtbos Ah Folge det Schrumpfung
des Reichsgebiete» und der Auflösung
(Xtcneich-l ngarns lebten nach l*»fM
mehr al» It) Mio Deutsche außer-
halb der Reichsgrcnzen Abstimmungs-
kampfc im Norden iNtedschleswig),
Osten (Oberschksicn) und Süden
i Kärnten) wurden vcm der Öffentlich-
keit nut großer Aulmciksamkeit vci-
totgt Der Weimarer Staat ließ sich
diskret Jie Pflege und Erhaltung des
Deutschtums im Ausland angelegen
«ein und zwar auf der Bast« des vom
Völkerbund lot mal garantierten, wenn
auch nicht wirklich gewährleisteten
Minderheitenschutzes E r bediente sich
dabei einer Xielzahl von Organisatio-
nen und Institutionen. I niet ihnen
nahm der Verein für das Deutschtum
un Ausland iX'DA l eine herausragende
7W
Stellung cm Et war am Fndc der
Weimarer Republik in nicht weniger
als Man» Ortsgruppen und Uber Nmti
Schulgruppen aktiv Seit 1953 war der
Kärntner Han» Steinacher *Rcidt»-
fuhrcr* des nunmehr in -X'olksbund-
umbenann ten X’eretn« Durch eme ge-
wisse äußerliche Anpassung an die
neue Zett Mißten Jie politische l’nab-
hangtgkeit und der bisherige Charakter
der Xolkstumsarbeit erhalten bleiben
Dem Drängen auf Zentralisierung
wurde durch die Errichtung eine» Ko-
ordinationsmgans(XAilksdt Rat) Rech-
nung getragen Auch in diesem Gre-
mium dominierten vorerst noch tv
wahrte Experten der Weimarer Zeil,
die Gewalt al» Mittel der PNitik eben-
so «Nehmen wie das auf die Xcrdihn
gung fremden Xölkstum» ausgenchtele
Rasscnprmzip Aber man versprach
sich von dem neuen, die —• Xölksgc-
mcinvchaft beschwörenden und nach
außen kraftvoll aufttetenden Staat
auch erhöhten Schutz der bedrängten
dl Xlinderheiten im Ausland Stein-
acher unterschied zwischen -etatMi-
schern« und *»olkhchcm- Denken,
das *im Xölkstum die urtümliche und
höchste, mcht zu veräußernde natür-
liche Gcmmnschaflsfonn unter der
Menschheit- sicht Diese Sprache zeigt
ebenso die X'crtwndung» wie Iren
nungsltnicn zwischen der naiMwialk>wi
servativen und det spezifisch tiat.saz
-♦ Ideologie. Für Hitler hatte Jie
Macht de» Mutterlandes«, wie er in
—» .Vern Kampf immerzu betonte, ent-
schieden X'orrang vor der Wiederge-
winnung verlorener Gebiete. Für den
Anschluß von 7 Mm DeutschOstcrrti
ehern, so sah er cs. konnte nun getrost
Sudtiroler opfern letztlichwar
da» Volk für ihn auch nut »Menscben-
matcnal* für den Kampf um die
Macht, lut da« neue Imperium und
für die Züchtung einer germatusch-dt
Rasur
V <>4k Man Malin«
Hitler überließ die Betreuung der
Xolkstumsarbcrt zunächst seinem Stell-
vertreter Rudolf Heß. Ns die außenpo-
litische Gefahrenzone durchschritten
wat Heß hatte dafür zu Mirgen. daß die
—» Außenpolitik des neuen Regimes
mcht durch die irredentistiscbc Zielset-
zung des Parteiprogramm» und junge
Heißsporne unter den volksdt (»nip-
pen belastet winde. Nur für kurze Zeit
sicherte dieses Kalkül dem X DA eine
gewisse Schon frist. mcht zuletzt gc
genüber dm Ansprüchen von Partciap-
paralen wie der -» Auslandsorganrsati-
on det NSDAP unter Gauleiter Emst-
Wilhelm Bohle Al* sich Hitler sicher
wähnte und m der Wirtschaft (Ab-
lösung Schachts), in der Diplomatie
(Berufung Ribbentrops) und in der
Wehrmacht Personal wechsel inszenier
te wurden auch der Xolksdt Rat und
schließlich Steinacher selbst, die Ver-
tretet bürgerlicher Xolkstunispflcgc.
k.ihecMelll und durch die auf be-
dmgungskwm (khorsam gedrillte —•
Xolksdt Mittelstelle det SS (SS-Ober-
gruppenführer Werner Lorenz I ersetzt
Von da führte der "eg gerade-
wegs zur Berufung Himmler« zum -*
Reichskommrssar tut die Festigung dl
Xolkstutn« am 710 19V» Der Reich»
kommtssar wurde zut Schaltsteilc füt
die va vom -• Rasse und Siedlung«
Hauptamt der SS in die Urge geleitete
Ostkolonisation, für f ücksicbtsiovc
Lmsicdlungs- und Germanisier ung»
maßnahtnen Di Volksgruppen wie
die Baltendeutscben die ihre ange-
stammte Hei mal tm Herbst 1939 ver-
la.v»cn sohlen, um in eroberten poini
sehen Gebieten angesK'dclt zu werden
wurden stet» nur als Objekte di Macht
poiiiik behandelt, ffbei iht Schicksal
wurde verfügt, ohne daß sie cm "ort
mit zu re den hatten Zahlreiche Plane
wie etwa die t msicdlung det Sudtiro-
ler auf die Krim oder die Entführung
•nordischer • Kinder nichtJl Eltern
kntk«wasvn
zwecks -» F indcutschung und alter
ding» me zur Duichfuhruim gdangt.
Aber sk geben Aufschluß darüber daß
die V des Nat mv vor derselben rnc ri-
sche nvc mehlenden, auf »radikale Lo-
sungen fiucrtcn Gesinnung geprägt
war wie die Gcno/>dp«4itik Das Vor-
bild war die Otfkolotusalmn det Mit-
tclalters nicht mu Sehwert und Pflug,
sondern mit den technischen Mogbeb-
kctlen det 20 Jh Churchill hatte völlig
recht ah er vor dem Anbruch eines
neuen Mittelalter« warme
l. mW Azwmimäm
I nmtur
laufen Hm» AüUI Vmuawä-i.-mamMär
/»Xf/VM fraoähtn am Mara
Ikrtol IW*
lacniwen. Ilan» A«Mt Hani t»m»ärr fkmr
nutfra rma Zhüamw«- H-ippaid 1*70
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/US V**»M»Hf»aZn4 aadlk» A rowni-w */ Aa;<
Z< <me« A4k i l-4k»lm< l'Z'«
kolk*»«ngcu I m die MotonsKtung
Deutschlands vonmzutreiheo und pro-
(Mieandisiiscti nutzbare sozialpolitische
Akzente ru Selzen. unterstützte 1 littet
die von terdinand Husche angeregte
KunstruktHm eines k Du die Autorni»-
bihndustnc in den n Fertigungsstatten
der V produziert werden sollte. die Pla-
ne indirekt taKnierle. errichtete die
Ge»cU«chaft zur Vorbereitung de« dt
V. gemeinsam mit der — DAI 19« bei
Braunschweig etn eigenes Werk für
den B.hj «les -Kdl -Wagens. (—» State
des KdF Watens (Wolfsburg]) Im
September 19 W wurde da» Modell
erstmals der (Mtentlichkcii vorgrstellt
Die -t KdF-Organisation verteilte
Sparkarten auf Jenen Marken zum
Kauf des |t«acRM-Autos gesammelt
790
werden konnten Kemer «ter 3«UIM)
Bestellet. son denen bereit» Hl 000 das
Auto voll bezahlt hallen, erhielt jedoch
»seinen» V. ausgeliefett «la «las neue
Werk während «te» Kriege» ausschiieß-
Ixh Militarfahrzcuge < »Kübelwagen«)
berste Ute <«rr**a Aoaicm*"
korb*-tagende \« rt>r» « h«-nsht kamp(ung
Die von «ter Kiimttialfxdizci zu verhän-
gende »Vorbeugungshafl» ah wichtig-
ster Bestandteil der k griff wie die
Bestimmungen zur — Schulzhaft tief
in «ten ZustamiigkcitsbcrcKh der Justiz
ein. Em geheimer preuß, Erlaß vom
13 II 1933 ortlnclc unter Bezugnahme
auf die — Reiebstagsbrandverordnung
bereit« die -vorbeugende H»tizeihaft
gegen Berufsverbrecher- an Wichtig-
ere Grundlage für die V bildete jedoch
«tet Erlaß über die »V durch die FN»b-
zei- »om 14 12 1937, «ier unter Aus-
schaltung «ter l»enchie die Frmachtt-
gung der Knmtnalpohzei zur Vorbcu-
gungshaft tdh zur KZ Einlieferung)
von -Berufs»- und »Gewohnheitsver-
brechern» auf »Genietnecfahtliche-
und jeden, «ter -durch «ein asoziales
Verhalten die Allgemeinheit gefähr-
det» (-• Asoziale). aindehnte. sei bei
wenn die Betroffenen noch nicht vor-
bestraft waren Seil Frühjahr 19« wur-
de «he •korbeugungshafl« auch ab
Mittel zut Artseitskraliebevchaftung
eingesetzt Inde NW betanten «eh
12221 Häftlinge in -Vorbcugungshaft-
A.irAC« AmifwaWr
korbote. Der s. I e«hteilcr-< »rappe
k rba-kket/ter-Beriehr Die erMe um-
fassende Darstellung von Augenzeugen
über die Ermordung von Juden tm —♦
Vernichtungslager -• Auschwitz An-
fang Apnl 1944 fluchteten Rudolf
k iba und Alfred Wetztet aus Ausch-
witz Birkenau Nach tem Erreichen
der Slowakei nahmen sie Kontakt nut
791
dem dortigen Judenrat auf. um in ei-
nem Bericht «he Weltöffentlichkeit und
insbesondere die von der — Deputati-
on heteohten ungar Juten zu warnen
Der V. «ter am 27 4] 944 tertiggcstellt
wurde, enthält eme Beschreibung von
Auschwitz I und von Auschwitz II Er
beschreibt «be innere Organisation «tet
Lager, ihre Verflochtenheit mit «kn
anliegenden Induvtrickompteven. »ten
Lageralttag der Häftlinge sowie die
Funktionsweise der -» Gaskammern
und Krematorien Der V. enthält zu
dem Angaben Uber die verschiedenen
franspone sowie Schatzungen über te-
ren L mfang Det V wurste jedoch von
«ten Judenräten nicht zur Warnung ins-
besondere «ter ungar. Juden genutzt
wahrend der Knegszeit nie vdbiandig
veröffentlicht, von d-.sersen Behörden
nicht genügend beachtet und erst Ende
November 1944 in «ter US-PreMe um
fassend zur Kenntnis genommen Seine
beabsichtigte Wirkung k»mnte «ter V
daher nie entfalten Mit «tem V wursten
die bereits kursierenden «.krachte
Über die dt Verbrechen bestätigt und
v b in Einzelheiten beschrieben Die
historische Bedeutung des Berichts
hegt also insbcx'O«k-ic in «kr crstmali
gen und detaillierten Darstellung «fc»
Venuchtungsprozessev t fto
/.'«rriatar
lljix-r Vr»««l» Amrirfkakpre naa • Au«**wirr
IknOii- •»» Kudntt V rWa. in V«crulu»is»cnc
ttr 441 ( S »7
k ihn KikIoU Ust wrtäartlcke Wamme Bnr*a>
timgm «bet den AaKtmlu-hencli« »»«1 1**4
ebd .S I 24
kughl ».s'llertugcnbosch-kugfai (KZ)
k-kk affen Abkürzung für propagandi-
stisch hcrausgestcUtc sog Vergehung«
waffen. die technische Überlegenheit
der westlichen Alliierten im -♦ Luft-
krieg »»ergehen». d.h hcimzahkn
willen V bestärkten den Wunder-
Waflrw-SS
waffenmvthuA dem Alben Speer (-»
Reichsministenum tur Rüstung und
Kik-esproduktmn) Mitte |94’ nm der
Duichhallepatok. daß -Masse durch
bessere Qualität nicht nui ausgegli-
chen. sootkm besiegt werden kann»,
eine (irunsUage verschafft hatte Als V
galten «be Flugbombc Fi 103 der Luft-
waffe (V 1). diu Rakete A 4 des Heeres
(V 2) und langfristig entwickelte un
bemannte Gn^geschosse und Fern
kampfimttel. dir mit Flugbenzin bzw
einem Alkoholgcmtsch ah Brennstoff
sowie Flustigsauersiotf fUr die Start-
hilfe bzw die Forderptmipe angetne
hen wurden Ihc k I ziehe «eit Juni
1944 auf Lonifoti und nach dem Rück-
zug son der Konalkunc - «fcr geringen
Reichweite wegen auf die alliierten
Nachvehub/entren Antwerpen und
Lüttich, «he k 2 »eit September 1944
auf London und Antwerpen. Die relativ
geringe militärische -Nutzlast- jewetb
unter I I Sprengstoff - Abwehrmaß-
nahtnen det Alliierten und fehlende
Zzclgcnauigkeit ließen «Jie Erwartun-
gen Hitkr» und «etner Gefolgsleute un-
erfüllt AI» weitere k kamen «he »og
Hodtdruckpumpen in» Gespräch sowie
die B«»«kn Luft Raketen «Wasserfall",
deren SteucrunKstcchnik unausgcrcilt
und «he deshalb für militärische Einsät-
ze unbrauchbar waren Uml Hw ZWtni
w
kkachs-nfcM ». Bergbof
WafTirw-SS Am 14 12-1934 wurden auf
Befehl Himmlers die IMitischcn Be
reitschaftcn ter -» SS mit der —» Leib
Standarte »Adolf Hitler« zur SS-Vertu-
WalfcwAs
gungurupfve unter Arm Inspekteur der
Verfuguncstruppc. Paul Hausscr zu
unwkwk(t Diese drei Regimenter
starke Truppe uiflic Hitler im i innen
politischem Bedarfsfall*- zur bcMjnA
ren Scrfurung »leben Zusammen mit
den zur Bcwachtmz m Jen -• Konzen
trahomlagcrn cmgcsctztcn «eit |9»u
to genannt*-« SS- TotenkoptsertanAn
bdAtc mc den hcwaifnclen Ted der SS
Mit Frlatl »um IKS 1939 kMimmk
Hitler, dafi am der Serfugungsrtuppe
eine SS-Drvawou mu emer Hochststar
ke n* jOttat Mann zu hdden sei Ab
Oktober 19» führte Himmler du Be
zcichnuaz W tur «he bewaffneten leite
der SS ein IK Sb cipinde tte iw
Kriegs» erlauf rasch Der Ist-Bestand
bebet weh m M»h 19M aul tau «UUOOO
Mann davon aber 35t>n«t Mann Feld
trappen tn bei KnegsenA nuenmeD
3b Dnnionen Mrfrtansch unterstarxkn
d*c*c Truppen uN.-r geordneten Suhefl
dc» Herrn. SSmaß« Am SS F uh
rungv- Hauptamt unter Obergruppen-
führer und (»euer*! der Uaflcn SS
Han» futtner
Dr KernrAe des SS-Ordensgedaa
kefts. den cigenlAh r**A zu xhaflcn
Jen nat uv Menschen m der Geyen
•art M.i*m »orwcg/unchmcn galt auch
für »Jk Sb Der Soldat der W «ar ein
Freiwilliger der aUrnimg* nur cctxwn
men «urdc. wenn er den SS Ravvekn
lenen entsprach Fr war pdrtmhcr
Soldat Jh mehl nur Kampier, wmdern
auch laoaitx.K t Trager der nat **u
Wcttamchauung und Motz darauf nah
al* Soldat cmer Elite anzurehoren
D»c*ci Sokiaicntvp eignete weh he
«rauicn» gut tur einen aixh nach ra*
Mvehen (k*Kht*p«mkicn geführten
Krieg Mit Jet *M.h tur Deutschland
»er**härtenden Knegdage ISM344 sah
weh Himmler afletJinr* gezwungen
»on »emen Fbtcvixvtc Hungen abzu
rucken fc» wurden nun auch nxhl SS
lautliche Irunlktt akzeptiert Zudem
792
wurden die Reihen der W mH Finge
rogenen autevfuih Jk keineswegs
freiwillig kamen Dk Aufstellung -grr-
rn.wux.hcr-. dh nicht dt -Legionen-
au» H«4Lindern Flamen und Danen
• ar trut Himmler* ijcol*>p**.hem Rah
men »erratbar, demgegenüber zeigte
«Jk Aufnahme von muslinwschen B*»-
niern und anderen mehl germanischen
Fremd*Odern in Jk 'S AerbanA.daß
rasctcitwAr Hochmut sxh Rckrutu
rungvnutwcndigkcitm zu beugen hatte.
Trotz ihre* ra**h erw.vbenen Ruh at»
Fiitetrvppe harte die bewaffnete SS zu
Beginn dc* Kruge* relativ hohe Ser
luvte. du. aut mangelhafte Führung
und ruck*ichlA>*cn Kamptsiii zurück-
zui uh ren waren Im Ser laut dc» — O»t
tcldzuge* zeigte weh. daß die nach dem
Konzept de» SS-Ohergruppenfuhren
Gottlob Berger cihg und ziemlich plan
k» auIgcvtcUlcn neuen Sb Dnisaoncn
qualitativ gegenüber den ervlcn fünf
Divisionen abticicn, ein Mangel, der
tw* Knce**-rxk nicht abgeUclh »erden
konnte und den mit der W »erGunde
ne« I fowbegntt erheNxh eimchranktc
Aut tast iikn Kncgvxhauplatzcn fie-
len Einheiten und Führet der Sb durch
cwrwnc Harte auf be* hin ra Kneg*
»ertwreben gegen die Za*»t**oike-
rang t — OraA<ur mm-Glane t gegen -«
Kncgigctangcnc «SS Di*won -Hitler
fugend- wahrend At Invawun. Kampf-
croppe Petpet bei Malmcd» wahrend
der —• Ar A-nnen*«ltcn*r*e) und gegen
• Paitrvancn fSS-Dtvnxm -Prinz
Fugen- uu ehern Jugoslawien. -• Bal
kank-ldzugt Dk Kocvcttviangcn und
Fcucrachrfunkuun det Sb Verbände
konnte Ae Ruckzug* an allen Fronten
allenlalb »ettangvamen HczeichncnJ
tut den VcrvchlciS auch der W -Ehte-
Jrvrwonen waren deren Milkrhkp
*owohl he» det ArdennenoBemtve tm
FKzember 1'44 ah auch heim dt Ge-
gcnvloti am PLuu-nvcc vom h - Ib Marz
l*M< demen Scheitern der -lajbctan
T»3
dartc- Hitler* den Sorwuzt de* Set-
vagem emtru« Spatesten* »eit ikn
Sumberger Pruzewen (-• Sachkrieg*
pru/e**ci war es üblich, zur Fnthviunr
»ier -• bbchnruichi tm Kampf*!U der Sk
ein Svmmvm tur untncmchiicbc Krieg
fuhrung zu <<hcri jedoch waren auch
zahlreiche Offiziere und S.rtdalcn der
Sb ehr macht an Kriep*ctht«hm und
an der -• T ndiovung beteiligt <— Ra-
»cnpulitik und Völkermord!.
Fxm« nwgrt
l*w*»rr Kmt ZMni AUUnrtW Miaww A*r
ÜMOM/UB /K » Wrw » LawtMg U»U
•r aaaf fwiaiw <ww» irw »Wi -ii>i«i
Uar. Z . aw»htr«(Kw< Wl Pwiuhun !*’
Sbahlcn und S«ilkvabvtMMMngcn Sach
der letzten piuramtuchcn SbahJ itn Dl
Reich tm Starz 1933 - ab. bereu* körn
munivti-xhc und *oziak*ir**h< Regime
gegnet brutal »erfolgt wurAn - ent-
machtete weh der -• RctchWag am
233 1933 durch Annahme dc* Et
machtigung*gr*«42c* *clb»i I m Ae
p*cuAdcn»4.l atr*.hc Favsadc zu »ah
ren. Landen nach .Aufknung der ubri
gen Parteien noch drei RcKh»tar»»ah
len nach SSDAP-EmheitdAten Wart
Für Ae NSDAP »ummicn im Vnem-
ber 1933 92% der Wähler. 193b und
193h 99%. Dk Sb dienten ab ZiBtim
mungcntual tur da» uniforrnicric tm
piartcienparlament. du* keine Geveiz-
gebungvkompetcru meta t*e*aß und ab
ReJetahne für Hrtkr fungierte Ab
A wurde dxr -Bdrifunj dc* Volke*
durch den Führer- (Gesetz über V
vtwn 14.7.1933» be/cxhnct. A wurAn
rcichvweit dreimal aneewandr .Am
1211.1933 zum Austritt aus Am
Völkerbund (95% ia-SttmmenL am
|ux |9M zur /wammenkfung der
Ämter de* RcKh*prawdentcn und dc*
Rcichvkanzier* i*ai%c am Ul 4.1931
zum — AmchluB Österreichs (W%>
Dk V hatten rem akkiamat*>n*chcn
Walk««
(lurakter Ihre Abhaltung war m da*
Fnnc**cn der Regtet ung geweht und
in jedem Fall gute cs. anders ah bet
der unter Autveht des VoikerbunA*
»iurchtrtuhrien V der Saar Hcsolkc
rang 1935 (-• Saaitand). um »he
nachträgliche Abveenune »tdknAlcr
Tatsachen Dk hohen Quoten «picgeln
»la* über» atl irenA K>«r*cnvpolcntiat
• xkr. zeigen aber auch An pohti*chcn
Druck aul die W ahlcr < jetKun*
Stnnsabcahc war «erpont. durch Re
prc**aben wur»kn (»eener an Ar
Stunmabgafc gehindert In emzehsen
TuUen kam cs zu 1 jgcbuniahchungvn
Der relative Mi4krt<4t bet Ar zweiten
A 1934 veranlaßte «la* Regime abge
»chm von den rcgmnakn Pkbtezrtcn -
»be V auwusetzen Dk A von |9W war
mehl geplant, seuukrn hastig imprmi-
wert Ahnheh verfuhren «he Nat soz
mit den betnebbehen W Ar —» Acr-
uauemtatc wc brachten mcht Jen gc
wünschten Ertuig und mrden nach
1935 nicht mehr durchgcfuhrt
SWilUw
G>X>r
lang CMbm *«Mca and bh r «e* ••
Dan» RckS 193t l*U * IASmZ h*«
K*wat Low UMab i > nn»>WWad Berta IW
fang Ounar aart fbitawr fta Mrfta-
atawaaaaMtaw 4r» *www<*i'-«ta« Ttttata*
e. I über rhaaplijuarlK r«
Sb «karr L r*prün:l:ch Deckname für
«kn Rückentf «kr A Wehrmacht auf
Reserven m der Henrat wahrend dr»
RublaneMcMzugc* un Dezember l*U|
Dk am 31.7.1943 erlassene Neufassung
de* Opcratnrnspianc* W sah Mali
nahmen tur «kn Fall -innerer l nra
hen- vor Aul da» Stichwort Sb tun
harten d< Sbehrkrcrvk«>nimanA»* »Jk
in Aren Bereichen AecnAn Ersatz-
und Aushtidungurappen m zwei Stuten
zu Kampttnrppen zusammenzufa**cn
und ferner An Obycktschutz zu orgam-
7*4
WaaMvJuMtrivaz
stercn General OfbruhL Graf Staut
fenberg und andere \erschw«w« such-
te« dx. U Befehle m den Dienst des
Initurzscrsuetts vom 31 Juli i**U
zu «tikn Aurw
W»«HMrr k"«frniu Am 31 i l***2 fand
unter den Vorsitz de» tVet» de» —
RSHA. Reinhard Hesdneh c«*c Zu-
sammenkunft »on Mitarbeitern dieses
Amtes, hohen SS-Offineren und
Staatssekretären dl Oberstet Reich.»
und OkkupaUaa»heb<*dcn statt (in»-
gesamt 15 Teilnehmer l Es wurden bra-
ten besprochen, die tnil dem unter der
Bezeichnung —» Endkisung der Jfadco-
frage getarnten und bereit» cmgcieHc
ten Massenmord an den europäischen
Juden entstanden waren E ntgegen ver-
breiteter Ansicht wurde bei der W der
Judenmord nicht •beschksssen« dazu
hatte auch «be Kompetenz der Kieilc
renzleiknchmcr nicht susger eicht Lhe
Bezeichnung * kam |M47 aul ah
amcrdc. Fahndet tn den Akten des
Auswärtigen Amts cm f setnpiar der
um Adi dl Eichmann hcrgcslciiten K>e-
denchnh über das heften landen Der
Käme nimmt Bezug auf den On der
Beratung. eine »um RSHA genutzte
Villa det Krnomalpoiizci in Berlin. Am
Gruden Wannsee 56-58
Zum Zeitpunkt der U • ursprüngli-
cher Icrmtn 9 12 1*41.kurzfristig wahr
sbcinkti weiten der KucyserkLirung
an «he USA und der K fiep wende »ur
Moskau »erlegt i waren dem »on den
-• Einsatzgruppen der — S*chcrhe»t»-
fsJizct und des SD verübten Massen
mord im eroberten lernt.<ium der
L’dSSR bereits etwa Mlittsi Juden bei-
der lei (ieschlccht* und jeghehen Alter»
zum Opfer gefallen In -» < hc-lmno
Kulmhot wurden seit Arlane Dezem-
ber 1*41 »<wt einem Sonderheunmamiu
|»4n Juden durch Abgase aus Ihescl-
moUacn »un -» Gaswaren ersucht In
-• Heizet um Osten des —• tvcncrai
guusi-racmentsl wurde mit dem Hau
einer sfauonarrn VcrmchiunpUalle
begonnen Ihc -w Deportation »on Ju-
den aus dem Reich (rtnschhcfUich de»
— Protektorats H«»hmcn und Mahren
und de» boctzicn Grofchcrzortunrs
1uxemhurgf -nach dem Osten- war
bereits tm Gange 1 nmittclhar nach
ihrer Xnkunir wurden Juden dieser er-
sten Iransporte in November Dezem-
ber 1941 in Kauen tKownol und in der
Kahr »ua Riga eickutterl Angesichts
de» wett forigeschritlcncn V erbrechens
der dabei ge wurmen en Erfahrungen.
» a aber wegen de» unlbchc Juden im
dl Machtbereich und in den neutralen
Staaten Europa» sowie ui (.roftbotan
mm umfassenden \emiehtung»p4ans
wollte Hcvdncfi ah Hauptverantwun
facher die Teilnehmer übet da» Ge-
samtxorhaben »oltoandig intocmicren.
dessen Ausweitung und Grenzen I vor-
läufige Scrschunung »on - Haibiudcn-
|— Mrehlingr|. Deportation »un alten
und -pri» ikgicticn- Juden in da» Son-
derehettu -» Ebercsiemiadt l kiarstcUen
und sich der ruckhaltioscn Mitwirkung
aller Geladenen und der »un ihnen gr-
ien er en o«ler »crfrctcncn Dienststellen
»cnachcrn Kerner der Anwesenden
halle abgesehen »»un Hinweis auf
kncpwirtschaftbchc K< uwendigkeiten
Einwande gegen den Murdpian
tn Prozessen gegen dsc VuflsUrcker
de» Jink-nnwed» war dwr Kicdcrschnft
der U zuerst in Kur »berg im sog Eall
XI (Verfahren gegen Staatssekretäre
und andere hohe Beamte in Rexh»
Ktandca) Teil des Anklagcmaicrud»
(Nachkr «egsprozesac i Anschließend
lag »te amerikanischen und bundesdf
Gerichten und dem Ankläger un Eich
mann Prozeß in Jerusalem vor Wäh
rend Eichmann dte Kicdenchntt ab
kiwrekt bezeichnete und erklärte, die
leilnchmcT hatten sogar n>x*h offener
gvspriKhcn ah da» Dokument c» wte-
dergetse. wuOtc keiner der anderen
Warschaa «<>beH»i
Angek tagten «ach hei Vernehmungen
und Verhören daran erinnern Au-
ßerdem «icUtcn d!k in Abrede, em
Etemplar dci Niederschrift erhalten
ni haben Da diese ru den Schlu^M.-)
dokumenten des Judentnorös gehört,
»ersuchen •RciNimNen- «iwn iah-
ten pohtnebeu Sfxrktfum bt« heute,
ihre [ ch'.heil ««der »cmtUcn« Bedeu-
tung in Abrede ru stellen <»«r
PkzjM Vtwrr f>pvrlraii| JU-
FS» • mmkv 20 J J042.
fw IMAmbwim* zw 0t*
Berte 1*^2
WjpnuiL« Lkram Ort ui -• Tran»
nzstnen. in dessen w««i Kaserne b ab
(Akiher I*41 ein unter rurrun Leitung
stehende» Internierungslager fur Juden
mit dem Charakter eilte« KZ eingcnch-
tet war Die internierten des Jahres
1*41 «rammten aus Odessa und Bes-
«arahsen. 1*42 wurden Juden au« der
Bukowina nach W deponiert. am
16 9J«*42 kam em letzter Transport tftll
1(146 Juden aus -» Rumänien nach U
Aieben Zwangsaibeit und «cftkvtiien
sanitären Bedingungen hatte « a dre
Etnahruns serhecrende Folgen Säe
bestand aus einer giftigen HuisenfnacM
(I athsru» satrsusi. die als Pterdefutter
«emendet wird, beim Menschen Jodiich
spMtMchc Paraparcse i Lathirnenu» l
mit Symptomen »k ichmcrzluiften
Muskelkontraktionen und lahmunp-
crtchcinungea Stiwungen Jer Darm-
und Blascnfunktiotien hcnomift Im
Januar 1*43 waren Hundem- Haftlincc
erkrankt Nach emem Hungerstreik
wurde medizinische Hilfe durch das
jüdische Hilfskomitee m Bukaroi ge-
Manct Im Oktober 1943 wurde das
Lager W wegen des Vormarsches der
R.Men Armee uufgcl««*t Em Teil der
Häftlinge war zu«« auf —• Gheftm
und Gefängnisse in Transnistrien «er-
teilt oder nach Rumänien nirtarkge
bracht worden. siele wurden ermordet
Viele Häftlinge luten unter «Jen Spar
folgen »on l aihsttsmir* Das m den
Ntt labten in Deutschland gegründete
pmatc «HiMswetk W.» unterstützt die
aimeist m Israel le Beuden ehemalmcn
Häftlinge WWJUan* ®*wr
Www Sathaa « —/ adm IWm wrWrr 4W
a—d»n.a f— Zra«*wema« — Aw CZ
V «9 l—M
Warschau (Ghetto! Die poln Haupt-
stadt VA harte ca 1.3 Mm Eiuwohner
(19351, dason rd 35utW -* Juden: ab
16 I<11939 war U (hsinkiKruptstadt
innerhalb des «v«n Hans Flank < Dienst
utz Kiakaui scrwaltctcn -• General-
gousernements We in den anderen
poln Sudtea m* hohem jüdischen Be
«Ofkctunesantei) begann in * mit dem
dt Eiamarsch am 29 9 1919 (-• |\4cn
feidzugi em «chnrrweKer PnweB der
Fntrechtung und Ausbeulung Dabei
wurde an die ab 1933 im Reich prakti-
zierte nat «oz Judenpohtik angeknupft
f-a Nürnberger (iesetze). deren Ziel
sernmg und Methodik aber wesentlich
scnchhrft. Nach emer Anfangsphasc
unkiseduuener VUdnahmen (Heran
nehune zu -• Zwangsarbeit Requirie-
rung jüdischen Vermogem Vrrtial-
tunten und LnehteBungen einzelnen
wurde bereit» im Herbst 19«9«be Basr«
für <he qxitere Gbettoauenrng gesduf
len. indem <1k BcsatningsbrbArden
-• Judenr Jie ernannten - m * am
410.1919 unter Leitung «oa Adam
Crcrnuk«iw -. die die 1 rmetzung dt
Befehle fwrwwilich zu serantworten
hatten Je s«»h«iandiger ihc sh VerwaL-
tunr«p4aner Juden am der Restgeseft-
«chatt «erdrkngten. um «» konsequenter
schien ihnen auch die geograpfmehe
Absonderung Bald darauf wunJe dw»
ffunetailetfiche Konzept des -» Gbei
tm wiedcrbclcbt ah man die jüdischen
Vk-Thnhenrke ahnegehe am *14 l*lü
WarsduMi |K/I
zuerst in -» Lodz. am 15.11 .1940 in W
Da« Ghetto m W war. wie in allen an-
deren poln Madien, so konzipicrl. daß
es einem Maximum an Juden «ul ei-
nem Minimum .in FUchc | bevorzugter-
weise in bereits desolaten Stadtteilen I
weniger ah das Lebensnotwendigste
bot Stimm Menschen fanden sich auf
73 Straßenzuge zusammcngediangt.
durch meterhohe Ghettomauern «on
der Außenwelt nahezu total abgeschoi-
tet und auf eine Tagesration «on weni-
ger ah 3« Kalorien reduziert, die auch
ohne die gleichzeitige Ausbeutung
durch Arbeit den sicheren Tod bedeu-
tete Die von der dt Ghettnverwaftung
t Alexander Palfingcr. Max Bischof.
Heinz Auers* ald) betriebene vyste-
mansche l nterversorgung zwang den
Judenrat zur ständigen Suche nach zu-
sätzlichen Geld und Nahrungsmittel
quellen, um die dramatisch steigende
TcidcMutc ciiuudammcn Der absurde
Cha räklet der ( ihcttonormafität äußer-
te sich in einem Klima permanenter
Unsicherheit, das -illegale« religiöse,
politische und kulturelle Aktivitäten
zahlreicher Gruppen ebenso hervor-
kickte' wie cs Bereicherung und -•
Kollaboration auf seilen einer kleinen
Minderheit lötdcrtc. Hatten sich direk-
te Interventionen der Deutschen inner
halb des Ghettos bis dahin im wesent-
lichen auf Lin/ciaktionen besehtJnkL
so begann am 22 7 1942 der systema-
tische Mord an den W Juden im Rah-
men der -* Aktion Reinhardt I -« End
kvsiingt In drei l*hiscn deportierte
die SS unter Hermann Horte in Zu-
sammenarbeit mit der dt Polizei und
Gbettiipoitzci bis zum September 1*12
etwa 250111) Juden in die —• Gaskam-
mern des -• Scrnichtungslagcn -*
lu-Nink.i t—• Deportationen; —» Ras-
senpolitik und \<4kermord) Die An
nahm« dc» Judenrats die Deutschen
würden das Ghetto aus Ökonomischen
Gründen erhalten, erwies sich als
7%
falsch. Czcrniakow nahm sich am
23 7.1942 das I eben
Angesicht« des Chaos tm Ghetto for-
mierte sich die -Jüdische Kampforga-
nisation- unter Mocdechai Aniclcwicz.
die erstmals un Januar 1*43 zum be-
waffne len Widerstand überging und
den Boden bereitete für den W Ghet-
tiMUlstand anläßlich det am 19.4.1*43
beginnenden Deportation der verblic-
henen knapp MH* 1> Juden Wenngleich
Waffen. Munition und nachhaltige
t ntentur/ung von »eiten des poln
Untergrunds fehlten, leisteten die
Ghettokiimpfcr bis Mitte Mai erbitter-
ten Widerstand gegen die Übermacht
dt Einheiten unter dem Kommando
von Jürgen Stroop Sie bezeugten da-
mit die Starke des jüdischen l ’hcrlc-
benswillens. der sich auch in anderen
Widcrstandshandlungen wie in dem
von dem Historiker Emanuel Ringel-
bi um geleiteten geheimen Ghettoarchiv
in W manifestierte. Stroops Bericht
vom 165 1943 über die erfolgte Liqui-
dierung des -jüdischen Wohnbezirks«
markterte da« Ende einer tm Herbst
1939 eingclettelen Entwicklung (-»
Stroop-Bericht) Am 11.6.1943 gab
Himmler den Befehl m W cm KZ ru
errichten und das zerstörte Ghetto in
einen Park zu verwandeln Von den
knapp 9QNQ0 Juden im Sk Ghetto er-
lebten nur einige tausend das Kriegs-
ende Irtrfm It.iaham
LJtmmr
/m Hart« lauer (Ihrn» thn farrNak Un
< NW /W.’ MlMctirn G*r,
Sdwlflrr WHiyaa» fklcc- Gcslstl Zhr< <airil>>
Marnlkau /*!• Miushca !•**♦
Warschau (KZ) Nach der Niederschla-
gung des Warschauer Ghetto-Auf-
stand« ( — Marschau [Ghctio|i und der
völligen Zerstörung des "jüdischen
Wohnbezirks- wurde am I5X.I943 cm
KZ errichtet, dessen Insassen die Auf-
iiabc hatten, das Gelände aufzur/u-
7*7
men. Abbrucharbcitcn durchruführen
sowie Materialien zu sammeln und zu
bergen Ein Aufhaukommando (300
Häftlinge) kam aus —♦ Buchenwald, cm
Kontingent Häftlinge wurde aus —•
Auschwitz Überstellt. Ab Frühjahr 1944
wurde W als Kommando des KZ —•
Lublin-Majdanek wcitergefuhn und ab
24 7 1944 evakuiert Ein Transport von
2800 Häftlingen aus W traf am 6.8.1944
in —• Dachau cm (-• Todesmürvche ).
W./famr Um:
Warschauer Aufstand Am 1X1944 von
General Bor-Komorowski m Abspra-
che mit der londoner Exilregierung
(—» Hilen) ungeordnete Operation mit
dem Ziel, die poln Hauptstadt vor dem
Einmarsch der Roten Armee aus eige-
ner Kratt von dt Besatzung zu befrei
en Den Verbanden der AK (Armia
Krajowa llcimatarmcc) schiuMcn sich
andere Untcrgrundgruppcn an. dar
unter auch die kommunistische AL
(Armia Ludowa/Volksarmee) Nach-
dem dte unzureichend bewaffneten
Aufständischen (zunächst 14000. dann
36UM) Soldaten l anfangs bedeutende
leile der Stadt unter ihre Kontrolle ge-
bracht hatten, gewann die seit dem 4 b
von Himmler entsandte sh. Verstär-
kung lui die SS Murmbngadc Dir
lewanger) unter dem Oberbefehl des
Waffen-SS-Generals Erich »on dem
Bach-Zelcw'ki in wenigen Tagen ent-
scheidende Gebiete zunick, wobei
Zehntausende Zivilisten getötet wur-
den Wegen der erhofften sowj (Mfcn-
sive und der beginnenden militärischen
Hilfe der WcsUllncrtcn (Abwurf von
Hilfsgütcrn). die bis Mitte September
von den Sowjet» die der Niederschla-
gung des Aufstandes passiv zusahen,
behindert wutden war. zögerten die
Aufständischen die Kapitulation hin-
aus Am 2 10 1*44 wurde der Kapitu)»-
tionsvertrag unterzeichnet, der !5<UMf
AK-Soldaten. davon 2000 Frauen, ab
Wanhrtead. Rririisgaw
Kombattanten in dt Krurgsgefangen-
schaft fühlte. Mindestens 16000 Tute
unter den Kämpfern etwa ISDtMN)
gelotete Zivilisten 60- XlHNi i m dt
Konzentrationslager deportierte Polen
waten die verlustreiche Bilanz des W
Aut Befehl Himmlers wurde Warschau
•pazifiziert« Nach der Zwangsevtiku
icrung der Warschauer Bevölkerung
(500000 Einwohner befunden sich un
Durchgangslager Pruszkow) begann in
der menschenleeren Stadt die syttemo
itsche Vernichtung der Infrastruktur
und der gesamten Bausubstanz. ein-
schließlich det Baudenkmäler in der
Altstadt und tn einigen Teilen des
Stadtzentrums /fcwir
WarsctuMK-r GbaMo- Xubtood 1*43
s. Warschau <<«bctto)
Marlhcland. Reidtsgau Im Oktober
1939 als Rcichsgau IMscn gebildet Erst
ab Januar 1940 galt die Bezeichnung W
Der Reichsgau W besaß eine staats-
rechtliche Sonderstellung, d h das
Reichsrccht galt nicht automatisch. Die
Ovthaifle seines Regierungsbezirks
Hohensalza und tast der gesamte Re-
gierungsbezirk Kaltsch waren ehemals
kongrcßpuln. Gebiet, die Rcichsgrcnze
von 1919 war um 150-200 km nach
Osten verlegt worden Im Westen kam
der 1919 an Polen abgetretene nie-
derschles GcNetsslreifen hinzu. Dci
Reichsgau W stand sowohl nach Fla
ehe als auch nach Bevölkerungszahl
(4 2 Mui.davon H5% JMIcn '% Deut-
sche, 8% Juxicnl auf dem zweiten Platz
aller Rcudtsgauc Unter dem radikalen
Gauleiter Ä Gret»er kam es im
-poln.« Reichsgau zur — German wie-
rung durch brutale Hiienauslreibungcn
ms -* Generalgouvernement und zur
Ansiedlung von -* Volksdeutschen be-
sonders au« der l dSSR sowie zur
Vernichtung fast aller Juden im
quasi gaueigencn -• Vemicbtungdagei
Weknfarfer
Chelmno Kulmhot. dem ersten Juden
vcniK'hiung'.zcntrum- überhaupt (—•
Rasscnp«4itik und Völkermord).
i-i/Ar* Aar/I
Wehrdörfer im Januar 1944 befahl
Gcneralfckdmarvchai) Erml Husch
Oberbefehlshaber der Heeresgruppe
Milte in Weißrußland durch geeignete
Propaganda und va durch Verteilung
von Grund und Boden die Hauern in
seinem Bcichlsheteich dazu ru bewe-
gen. m ihren Doriern -* Selbstschutz -
truppen aufzuslcllen Sic sollten die
-eigene Scholle« m zur Verteidigung
hergcnchtelen W gegen die im Rücken
der Heeresgruppe agierenden Parti
sanenverbande verteidigen (—» Parti-
sanen). Da« Personal rückwärtiger
militärischer E.innchtungcn der Hee-
resgruppe < Veterinärmedizin. Lazarette
u A.) vuflle die Bauern unterstützen
Diese« Vorhaben. Eingeständnis eiee
ner Unfähigkeit. die Partisanengefahr
entscheidend zu bekämpfen. wurde
auch noch durch die Tatsache konter-
kariert. daß ein großer lei) Jer männ-
lichen Bevölkerung Weißrußlands von
den dt Iruppen bereits tur Hilbshenste
tn Anspruch genommen wurde Bis zur
Juni-Otfcmive der Roten Armee mit
ihren vernichtenden Folgen tur die
Heeresgruppe (-» Ostfcldzug) war es
mit dieser hilflosen und durchschauba
ren Änderung der dt fVImk gegenüber
der einheimischen Bcvolkciung nicht
mehr mögbeh. die PartKuncngetahr zu
bannen und die Front nachhaltig zu
stabilisieren
Wchrcrtuc htigung s. Sport, «.a. Jugend
Wehrkraftzersetzung Ah W galten
nach det Verordnung zum —• Kriegs
«onsicrs.tratn.-cht vom 17 X 193* neben
Wehrdienstentziehung. Selbstverstüm-
melung. Anstiftung zur -»Fahnenflucht
auch die öffentliche Aufforderung zur
tm*
Verweigerung sier Dienstpflicht in der
Wehrmacht Fine och radikalisierende
Rechtsprechung (insbesondere durch
—• Volksgerichtshof und -* Reichs-
kriegsgcncht) ahndete selbst nicht-
öffentliche kritische Äußerungen ah
Defätismus und W vielfach mit der
Todesstrafe .WcfcwfHmör
Wi-tarkrrtsc Das Reichsgebiet war in
W eingctcilL in Jenen jeweils cm nu
litarischcr Befehlshaber für alle Ange-
legenheiten der Rcichsverteidigung
zuständig war und zugleich das Kom
mando über die dann stationierten
Hecrescinhcilcn inne hatte Bt* 1935
bestanden die 1919 gebildeten sieben
W mit je einer Dtvtsron fort im Zuge
der Aufrüstung und als Folge der An-
nexionen wurden nach und nach 1" W
mit je einem Armeekorps unter einem
Kommandierenden General und Be-
fehlshaber tm W mit den Nummer
I XIII XV II - XX geb Ide t Die Num-
mern XIV XV| waren drei Armee-
korps zugctcilt. zu denen kein W
gehörte Die Abgrenzung der W denen
für die Erfassung und Einberufung der
Wehrpflichtigen Wehrersatzmspckfto
nen und Wehrbezirkskommando* nach-
geordnet waren, erfolgte zuletzt durch
Verordnung vom 17*1941 Nur in
wenigen Fallen (Ostpreußen. Danzig-
West preutk-n. Wart he Lind) summten
die Grenzen der W mit Lander-.
Prostnz . Gau- und Bezirksgrenzen
uherein so bildeten z_H den W XII
। Wiesbaden) zwei Regierungsbezirke
der preuß Rhetnprovinz. der buver.
Regierungsbezirk Malz, da« Saarland,
sieben Kreise der Provinz Hessen-Nas-
sau vier bad. und sieben hess Kreise
jus insgesamt tunf Gauen der NSDAP
Hei Knc-gvheginn traten die Armee-
korps zum Feldheer, die Befugnisse
der Wchrkreisbcfehlshahcr gingen aut
Stells etttetende Generalkommandos
über denen die Einheiten dc* Ersatz
7W
heeres und auch die -• Kriegsgefange-
nen unterstanden. Zugleich wurde die
Verantwortung für die zivile Reich«
Verteidigung tn jedem W einem Gau-
leiter als • Reichsvcrtcidigungskom
missar übertragen (Verordnung «om
1,9.1939). ab November 1942 traten
jedoch die Gaue als Reichs* crtcidi-
gungshezirke an die Steile der W
Zuständig tur jeweils einen W waren
auch die -» Hotieren SS- und Hilt
zelluhrer. und in der Regel stimmten
die Bereiche der RustungsinspcktK»-
nen mit ihren nachgvordnctcn Ru-
ctungskommandos ebenfalls mit den W
Überein. Die Abgrenzung der l uttgaue
der Luftwaffe hatte bei ihrer Bildung
1937 ebenfalls den W entsprochen ihre
Zahl wurde jedoch bis 1939 auf 10 (I.
III IV.VI-VIII XI XIII XVII» redu
ziert Hruu Metril
fjWnuar
Tcimb. Ocurii IrrKmJr mU buppm Jer Jm
mAwi IWCraMrkr uarf Ua'JVn XV m /avwvw
IS<Mbirg /0K /wr«. ftt I rhiubiMek 19?»
Wrimnnchthcrichl Vom 1.9 1939
9 5 1945 jeweils in den Mutagsnach
richten ausgestiahlic Sendung über
die Aktivitäten der Wehrmacht, die in
der Amtspruppc -Wehrmachtpri^w
gando- tm OKW ausgeartuntrl wurde
(»Da* Oberkommando der Wehrmacht
gib« bekannt«) Die zunächst weitge-
hend korrekten Meldungen wurden tm
Laufe des Krieges auch zur Tarnung
von Mißerfolgen und Rückschlägen
genutzt. Erfoigwahlcn über Versen
kung von Schiffen und die Abschüsse
gegnerischer Flugzeuge waren meist
überhöht, teilweise auch, weil keine
Möglichkeit bestand, <uc bis zum Mit-
tag des jeweiligen Tages ZU verifizieren
und die Zahlen bewußt opumtsrisch
geschätzt wurden üüh
WehrmachthetfrnniM-ti Sammclbcgnlt
für die ah 1940 (erst Ende 1944 wurde
Wrärpfln-flt
ein -W.korps- gebildetI cm gesetzten
uniformierten nicht kämpfenden, sol
kerrechlhch geschätzten weiblichen
W'chrmacht.ingcMellien (Nachnchien
Stabs , Marine . Luftwaffen Schwe-
stern Flak und Flakwaifcnhcllcnn
nenl )94t,44 nab es beim Lrvatzheer
etwa X»K«M) W davon die FldKfe
dienstverpflichtet, und beim leldheet
bzw m den besetzten Gebieten etwa
ximmi Nachrichten und 12511) Stab*
helfennnen. die Luftwaffe setzte bt*
Mat 1945 etwa LMillil W cm Genaue
Zahlen ulxri bei Kampfhandlungen.
Fkwnbcnangntten und in der Getan
gcnschall lemschl -* Zwangsarbeit)
umgekommene W fehlen itrefi
WrhrwuK'hl-L’iHrrsitchuBgssicnc Im
September |9lü gegründete Institution
innerhalb der Rcchtsabteilung des
OKW nut der Aufgabe. d»c von geg
nenschen Zivil und Milnkrpcrsoncn
gegen Webrmachtsangchoriac began
genen Volkc-rrechtsverstoße festzirvtel-
len und entsprechende Vorwürfe aus
dem Ausland gegen die ♦ Wehrmacht
aufzuklaren Zweck war die Durch-
führung von Prozessen gegen in dt
Hände gefallene Verdächtige (vorwic
gend — Kriegsgefangene) dieSubslan
tnerung dt diplomatischer Proteste und
die Unterstützung dci Propaganda Die
I ntersuchuneen. insbesondere Zcu
gcnvemchmungcn wurden überwie-
gend durch Wchnnachtgenchtc oder
bei nicht im Feld befindlichen Soldaten
durch Amlsgenchle durchgelührt.
IWUr iU-a
Wehrpflicht Im Scharten des Erfolges
der Volkvibsliinmung im -♦ Saatlahd
und dessen Wiederanschluß an da*
Dt Reich am 1.3.1935 verkündete
Hitler am In.» die Wiedereinführung
der allgemeinen W Der RcKhsmim-
vier für Luftfahrt. Hermann Göring,
halte bereits am 103. die Existenz einet
»VrätsfMWI
Luftwaffe enthüllt Beide Verlaut ha
rungen bedeuteten das Eingcsundm»
eines glasierenden Bruch» der Abrü
»tungsbestimmungcn de» Vertrage»
s««n —» Versailles Da» Gesetz über den
Aufbau det — Wehrmacht »nm 163
»crfügie eine Starke de» dt Feldheere»
»un .V» DtsiMoncn (SJOtll) Manul E»
wurde ausgc füllt durch da» Wehrgezetz
»om 215.. da» von den AngehiWigen
der W ehr macht u.a den « A bst am
mungsnachwei» »erlangte Die Einfüh-
rung det W entsprach zum einen den
rcvt»«xiisli>cbcn Zielen det Reich»
wehr zutn anderen war »>e \<waustet
zung lür den EipanMonismu» Hitlers
Nach zaghaften Protesten des -♦ \ ul
Verbünde» sowie Itahenv Frankreich»
und Großbritanniens (Konferenz »un
-• Strecal sanktionierte Großbntan
men schließlich im —» dl -bnt Fkrtlcn-
ahkommen »um 1&6.1935 «he «it —•
Aufrüstung «ü»wr»
Wehrsport s. Spor!
Wehrwirtsduhsführer \b 1*35 an In-
dustrie und Wirtschaftsfuhrcr inshc
wmdere an Perwrnhchkciten der ni
stungsoneniKtten Industrie wie Flick
etc. »erhehener htcl. nah fiotfro
Weiße Ruse Die Gruppe W »ctbtciictc
l’*42-4'' gegen die NS-Hemchaft te
richtete riugNatlet. Die Hetkunlt des
Namens «Je* studentischen Wider
uands/irkek steht nicht eindeutig lest
Det Kem det W. tx-stand au» den »ier
rut Fiwlsetzung de» Mcdiziirsiudium«
abkommandicTten Soldaten Han»
Scholl. Ak sandel Schmorcll. Uhnstoph
Probst und Willi («tat sowie der Stu
dem in (Bwdogie und Phikrsophic I
Sophie Scholl, einer Seh westet »on
Han» Schutt Die an der l'nnersilai
München Immatrikulierten stellten m
Gesprächen in die «Jet Philosophie-
Professor und Mu»ikp»schokige Kurt
tum
Huber eingehun«k-n war - eine Ver-
ständigung ufx.-r ihre ablehnende Hal-
tung gegenüber dem Nat soz her Uber
die au» burgerfich-chnstlichen Familien
»ummende Kcingruppc hinaus können
dem Kren weitere Studenten. Schuler,
lehret. Proless.wen. Arzte. Buchhänd-
ler Schriftsteller und Künstler zuge-
rtchnct werden
In der ersten Aktionsphase tn June
Juli 1942 erschienen »ter »cm Han»
Scholl und Ale sandet Schmorcll ver-
faßte und an eine rclali» kleine Ziel-
gruppc akademischer Adressaten in
München und Umgebung gerichtete
-FlugNatler dci Wollen Rose- Die
nut der Bwt «er sandte Auflage betrug
wahrscheinlich nicht mehr al» je 1(10
Exemplare. Em halbe» Jahr »pater
hatte »ich der aktne Kem erweitert In
der Zett »on Nosember 1*42 br» Ende
Januai 1*43 erfolgte durch die Vetiav
»er der ersten Flugblätter sowie durch
Sophie Scholl und Willi Graf die Aus-
arlx.itung dci an -alle Deutschen- ge-
richteten fünften Nchnh -Flugblätter
der Widerstandsbewegung m Deutsch-
land- mit dem Aufruf. »Kh angcucht«
der drohemkn Niederlage rechtzeitig
»om Nat soz ru trennen Die Drucke -
»on denen MiiiWKli) hcrgcstcUl
wurden - tauchten in Süddeutsch Und
(Augsburg. Frankfurt M, Stuttgart!
und Österreich (luv Wien! aut In
det letzten Phase im Februar 1943, fan-
den außerdem nächtliche Malaktioncn
statt Schmorcll. Han» Scholl und («rat
brachten an Gebäuden in München die
Inschriften -Nieder mit Hitler«.-Hiller
kttssenmorder- -Freiheit und durch -
(totiahcnc Hakenkreuze an Das sech-
ste auf einen Entwurf »on Kurt Huber
zurückgehende und von Han» Scholl,
SchmoreU und Graf »erfaßte Flugblatt
mit der I herschnft -Kommilitoninnen!
K>mimihtonen!« wandte sich gezielt an
«he Münchner Studentenschaft und nef
dazu auf. »ich »om nat xv S»»tcm zu
m<l
befreien Damit reagierte die W auf die
am 3 2 1943 bekannt gewordene Nie
dcilage der b Armee in -a Mahngrad
Bei der Verteilung dc* letzten Flug-
blatt» am IH2 1*43 ui der Münchner
l nnersiiat wurden Hans und S«»phic
Scholl beobachtet denunziert und al»
erste Mitglieder der Widcr»tand«erup-
pe verhaftet. V ier Tage »pater wur «kn
we nut Christoph Probst zum Tode
verurteilt Alle drei starben am
22 2.1*44 unter dem Fallbeil In einem
weiteten Prozeß wurden Willi Grat
Alexander Schmorcll und Kurt Hubel
am 19.4.1943 ebenfalls zum Tode »ciur
teilt SchmoreUs und Hubers Hinrich
lung erfolgte am 13.7,1944 «he son
Willi Graf am 12101*43 B«» rum
13.1(11*44 fanden insgesamt fünf
Prozesse statt in welchen weitere am
WHierstund Beteiligte «larunter Mit-
glieder des Hamburger Zweige» det
W . zu Freil»ctt«slrafcn zu rsciicn sechs
Monaten und zehn Jahren »erurtcilt
wurden (-* Widerstand! Lediglich
Hewiz Kuchalski wurde in Hamburg
zum Tode »cturlcilL konnte aber auf
dem Weg zur Hinrichtung (beben und
sich retten Das Ausland nahm von
den Aiwgangen um die W Kenntnk
Thomas Mann würdigte ihte Tat im Ju
nt 1*43 über die BBC Die Rosal Air
Force infonrncric die Deutschen durch
den Abwurf von mchrrrrn tausend
FlughUlllern Airr Vä44r
LurraMr.
Vhix Hä-- Mn1«Ml‘*uirn<»l Sali A«Mr t>>aigv
«rara.Mumhca tw>
H«ns Xo|M»h SeWWt Nnrfr <mZ («f.-r«*
»now Mc Inge Jan, Fraakiwi mb Mmt
l*U
Wrhrtslrhrc tauch (ilacialkosmogorncl
um 1*13 son dem Ingenieur Hanns
Hörbiger entwickelte Lehre Wissen
tchaftlich unhaltbar, basiert die W
aut der Annahme daß da» I nncrsum
in »einer Genese auf Mutationen »on
»»rllwirtMhaflsKtisr
ewigem Eis zuruckzuluhrcn »ei und
»Kh zudem in einem ko»miM.hcn Dua
inmus aus Sonnen- und Frspluticlcn
fx-tintie Aur Betreiben Himmler», «kr
wk Hitler u a die W ak zum -nord«
sehen WeliHld« gehörend anerkannte,
erlangte die W ab 1*3’ im Zweig -Wei-
terkunde- der SN lx>r»chungspc-mctn
»chafl -♦ Afinmcrhe F mflub wobei
tnsbeMmdere eine Wirkung «les ewigen
Wcltcne» auf da» Germanentum nach
tew lesen w erden sollte t'ffa
Wdlkampf. Der 1*24 »on Alfred Ro-
senberg gegründete Vonuri’eiiisArrfF
tur Uthpolml. lolhuhe Kultur und
drr Judmfntgr «Un landet Der W
erschien nach »einer (>rundung zuerst
im Dt Volk »s er lag. «lann im -« Hohen-
cichen Verlag WnZ^M« Bem
Wrfrwirtsctiaftsknse Bezeichnung tüt
Wirtschaftskrisen, die nicht aul einen
einzelnen Maat beschränkt sind, son-
dern mtemalional und w< «möglich
weltweit auttreten. speziell aber für die
brdano größte, alle Erfahrungen spren-
gende Krise die /wichen W2H29 und
|93V3fi da» globale Wirnchaftvssstem
erschütterte Ihre Ursachen waten siel-
faltig und koraple« Rum «Jer interna-
tninakn Handels- und FinanzbeZK-
hungen wahrend des Ersten Welt-
kriegs die finanzielle Hinterlassen-
schaft de*» Krieges m ( Kstalt der inter-
alhicrtcn Schulden und «ier dt Repara
tinnvKhuld die vom Kneg bewirkte
Entstehung agrarischer und vor allem
industrieller l hcTkapazKaten. «he nach
dem Ende des Nachfragetxxim» der er
«len Nachknegsfahrc keine Markte
mehr fanden und daher Arbeitslosig-
keit produzmlen. eine zunehmend
pro(ektiont»lnchc Zollpolitik tust aller
Staaten. d«c den internationalen Gc-
«ch.ifts»c-rkehr aut» schwerste schädig-
te. das Ausscheuien Rußland» au» «kn
normalen intcrnationakii Wirtschaft»-
Wrr»..»
Beziehungen. KoozenUatHinsprozcMe
in alk-n industriellen Bereichen die
schlechten Beziehungen zwischen ehe-
maligen Kl Kg'et »Bern etw® zwischen
Deutschland und Frankreich die
eine vernünftige Wirtschaftspohuk er-
schwerten oder verhinderten. der Ak-
ticn-Boom in den ( SA von 1922 htv
Ende |929. dci weil überwiegend
kii-ditlin.inzien außergewohnlich «tue
anfällig wai und nicht dauern konnte
In Dcutschünd begann die Krise
ctwnlalls 19’7 29 mit einem Prenver-
tall hei Agiaipr<>duktcn und der Über-
schuldung can/er agrarischer Regio
nen namentlich wenn de, wie Schles-
wig Holstein, nionok ult titelt orientiert
waren zugleich mit Ahsatzschwienr
knien zahlreicher Industriezweige im
InUnd und heim Export Beides be-
wirkte vtandir steigende Steucrau«
faße. was bereits 192h und 1929 rum
Rückgang der fui die Gesamtwm-
schati so wichtigen Staat heben Invgcti-
Uonstatigkcit führte Lin Teufelskreis
entstand. det sich um so schneller dreh
le. pc mehr die dl Industrie unter der
Schwache der außer dl Markte ni lei-
den hatte Daß die wirtschaftliche Krise
die politische Radikalisierung aul der
Unken i KPD I und v a auf der Rechten
(NSDAP) Luderte wirkte uch insofern
auf die Wirtschaft aus. als es nach dem
ersten gndk-n Wahlcrfolg der NSDAP
IU 9 |uur Anstieg von 12 Rcichsiagv-
mandaten im Jahre 192h auf 1 <171 einige
Wochen lang rum Abzug kurzfristiger
ausländischen Kredite kam Da« rar-
ichlimmerte die Entwicklung, weil die-
se Kredite überwiegend nicht zuletzt
ran Kommunen in Vorhaben imr-
slierl wurden waren die langerfnvligc
Kredite ert ordert hatten Die NSDAP
profitierte aKo von der Krise und trug
zuekich zur Verschlechterung der Lage
bei Fur den (iesamtvotgang spielten
derartige IX*tath jedoch keine sonder-
liche Rode Der I aktoi.dcr in Deutsch
M2
land der Krise mit schließlich rund
ft Mio Arbeitslosen 119)2) eine ebenso
große [>mcn«MMi gab wtc in den L’SA
und eine etwas größere als tn Groß
bntanmen wat vielmehr die rigide
IXflationspoliiik des Reichskanzlers
Brüning der EXutvchland bewußt an
den Rand des totalen wirtschaftlichen
Zusammenbruchs steuerte, um die ehe-
maligen Kriegsgegner zur Streichung
der dt Rcfiaratumsschuld zu bewegen
Letzteres ist ihm und «einem Nachfol-
ger Franz v Papen bis 1932 auch gelun-
gen. freilich um den Preis einer politi-
schen Radikaltwerun« der in Not und
Elend gestürzten Nation die bürger-
kncgsahnlicbc Zustande produzierte
und am Ende Hitler und der NS Bewe-
gung die Macht in die Hande spielte
Hitler hat die Krise d h va. die
Arbeitslosigkeit - br» lutn V nut staat-
lichem drfuir ipmdmg utwrwunden.
allerdings nut einer Ausgabcnpolitik.
die v a der Aufrüstung diente und im
Krieg endete «r-n«. Hr*-<wiw
Gtvraaar
Blwch Frrtr Pr» StUwwt» Fmwt Mundira
IW*
kMtSeftrrfrr < Uarlev P Par W-Uwmräamäiw»
IW fW Mwaciwa 1*73
Werwrdf Angesicht» der aul aßen
Kriegsschauplätzen unaufhaltsam ge-
gen die Rcichsgrcazen vonuckcndcn
alliierten Truppen beschäftigte sich
Himmler in «emer Figenschaft als
Oberbefehlshaber des Ersatzhcercs
seit Mitte September 1944 mit dem
-Aufbau der Widerstandsbewegung tn
den dt (•rcnzgi-tweten- Mit der Taktik
des L ntergrundkamplcs auf dt Boden
und durch gezielte Sabotageakte hin-
ter den gegnerischen I imen sollten
die eigenen Kampherhandc entlastet,
dutch .Anschläge gegen Deutsche, die
mit dem Feind zucammcnartveilctcn.
eine evtl Kollaboratseisbcrcitschafl
vermindert werden Der Begriff »Wer»
mit
wolle- tauchte in diesem Zusummen
hang erstmal« am 2h |ll 1944 m einer
Rede Himmlers 'or Männern des om-
preuß Volksslunns aul Die Entleh-
nung au» dem Roman Der Ur Arw off
von Hermann Löns il9|(i) mit «einer
Schilderung de« Particanenkampfn
niedctsäch« Bauern gegen die Solda-
teska des VHalingen Kncgo liegt nahe
Chef der geplanten W -Organisation
mit dem Titel -(»cncral Inspekteur fur
Spczialabwclu beim Rewhsfuhrcr SS-
wurdc Mitte September 1944 der ab
Höherer SS und Polizeiluhrer Ruß
land Sud mit der Organisation von
Sclbstschutzverbanden und der Be-
kämpfung von —» Partisanen seit länge-
rem vertraute SS Obergruppenführer
und General der Waffen-SS Hans
Prutzmann. der mil «einem Stab von
emem bei Königs Wusterhausen, «pater
Rheinsberg, stationierten Reichsbahn
Sonderrug aus den Aufbau der zcplan
len Organisation leitete. Prutzmann«
Stab, dem auch Wchrmachtsofhncrc
und HJ-Fuhrcr sowie eme Referentin
fur «len vorgesehenen weiblichen W
angeborten konnte «ich auf die Erfah-
rungen und einiges Personal von Son-
detcmhctlcn der -» Waffen-SS (SS-
Jagdverbände) stutzen die «eit Anfang
194t auf Schloß Friedenthal bei Berlin
für Kommando-Internehmen ausge-
bildet worden waren Diese hatten
nach dem Mai 1944 Personal und Ma
tcnal der — Abwehr (— Brandenburg
|Dtvrwon]| übernommen Grundlage
fur die Ausbildung zumindest der
Führer dci Kkmkampfgruppcn |4 20
Mann) auf den improvisierten W
Schulen war ihc «eit Januar 1945 vor-
liegende Taktikfibel -Werwolf. Winke
für Jagdcinheilcn- Nach dicacr Ausbtl
duiigsanwctiung war neben dem tni-
lnän«chen Führer der W Einheit em
den Kommissaren det Roten Armee
vergleichbarer politischer Führer ein-
zuplancn
WrrvMitf
Die stärkste propagandistische Wir-
kung aller W l ntcrnchmcn erzielte
die von Himmk-r befohlene Ermor-
dung des Aachener Bürgermeister« Dr
Franz Oppenhoff, der am 253.1945 von
emem W Kommando in »einein Hau«
erschossen wurde Der l o/AiuWr /iiroh-
tthrt feierte den Mord an dem nach
der Eroberung Aachens Ende 1944
von den amenk Iruppen cmgc-vcLzIcn
Stadiobc-rhaupt ah AoUstreckung emo
rechimaßigrn Todesurteils. Man muß
davim ausgehen daß ervl da» weltweite
Echo auf diesen -Fememord- den
-(iencralhcvollmachlrgten für den M>-
talen Knegseinc.it/- Joseph Goebbeb
veranlaßte, in »einer -W -Proklamati-
on». die eine Woche naclt Oppenhoffs
Ermordung über den Sender »Wer
wolf» auf der Welle de* allen Deutsch-
ländernder« auvgesitahh wurde, der
W Ideologie eine neue Richtung zu
geben Wär nun in Prutzmann« Stab
noch vom Einsatz militärisch wenig-
sten« notdürftig ausgebildeter Guentta-
Kicingruppcn ausgcganeea.w forderte
<Hic-bbch nun den in Selbst«irnichtun«
mundenden Kampf K*des Deutschen
der fähig war emc Waffe ru halten, oh-
ne Rücksicht auf irgendwelche militari-
«chen Konventionen. Der W -haft «ich
nicht an die Beschränkungen die dem
innerhalb unserer recul.irew SlreitLräl-
tc Kämpfenden auferiegt und. für
die Bewegung und jeder Bolschewist,
jeder Bnte und jeder Amerikaner auf
dt Boden Freiwild Wo immer wir eme
Geleecnhcii haben, ihr Leben auszu-
kwchen. werden wu da« mit Vergnügen
und ohne Ruckochl aul unser eigenes
lieben tun Hali ist unser Gebet und
Rache unser Fctoer-chrci - Deutsche,
die dem »innkwcn Kampf cm Ende
machen wollten oder weh den Alliier-
ten zur Vertilgung «teilten unterwarf
(»oebbeh der Feme des W : -Der Wer-
wolf hält selbst Gericht und entschei-
det über Leben und Tod •
VVerw.Hf
I m dx* dt Bevölkerung zu WAkti
v tuten aufzustachein. wurden in den
letzten KrKpwuchcn übet W Sender
und du- wenigen noch erschemenden
Zeitungen Meldungen verbreitet. die
den Eindruck crecckcn m «liiert al»
seien die ruck »ar Ilgen Verbindungen
der alitierten Truppen durch die -Er-
hebung- »ks dl Volke» ernsthaft ge-
fährdet In Wirklichkeit schlugen die
meisten Aktivitäten dc» W rcdoch
aul die eigene Bevölkerung zurück
Eine unlwkarmlc Zahl -Uehrunwilli-
ger-. Soldaten. Zoll »len und »clbsi
Arotstragcr der Partei, fiel den aus
Gucbbehschcr W Mentalität gehöre-
nen Mordlv fehlen zum Opfer Wenige
Tage »cw Kriegsende wurden Manner
und Frauen, darunter eine Schwangere
m der oberbavcmchen Stadt Penzberg
von emem vermummten W -komman
du unter Fiduung des Schriftsteller»
Han» ZofH-ricin gnadenlos cmwudet
weil sie die sinnlose Verteidigung ihrer
Vaterstadt verhindern wollten tPenz
berget Mordnachl 1 Die Anstiftung von
Zivilnicn zum Ivwaffncten kämpf
hatte andererseits zur Folge daß W
Angehörige wegen des fehlenden
Kombattantenstatus Jen nach dem
Knegsrrcht erlaubten Repressalien
aDuerlct Truppen ausgesetzt waren
und Z.T standrechtlich crscliosscn wur-
den Auch mc waren letztlich Opfer
emer fanatischen.da» eigene Volk mehl
schonenden VIciMchcnserachiung, die
sich spatesten» tm faule dc» Krieges
als einer der lundamcntakn Wesem-
zuge der nat so/ Politik enthüllt hatte
Hr-Mwin U<«l>
t.auaaa
Rus». A«nu u.fw-»rt /(UZ /•<<, taMfM IWW
HcrwsH s.a. f uhri-rhaupiquarlH-ri
Wt-M-rubung. OpcratKMi k N-Mwegen-
feMzug
nm
WrstcrtMirii Durchgangslager- für fast
alle au» den -» Niederlanden depor
uerten Juden und andere Häftlinge (-*
Deportationen) W wurde rm Oktober
19 W im Auftrag dc» medert. Inncnmi
unters bet Hoochalen in der entliehen
Provinz Drcnthc ah Auffanglager für
Flüchtlinge aus Deutschland errichtet
W ährend der Besatzung blieb es
zunächst unter medert. Kontrolle Der
medert Jusiizmmnlcr verwaltete dav
l-apcr in dem sich beim Jt. Einmarsch
7511 dt Flüchtlinge aufhieitcn Im Juli
1942 wurde W von der dl —* Sicher-
heitspolizei übernommen Bis zur
Befreiung am 12.4.1945 waren dort ms-
gesamt mehr ah lUlHMJlt Menschen in
hafticn Manche blieben nur Stunden
oder Tage, andere Monate oder sogar
Jahre Das gesamte Leben in W wurde
von der Angst vor den Transporten
zum -• Arbeitseinsatz im Osten be
herrscht die unmittelbar nach I ber-
nähme duich die dt IVWizct entsetzten
Nur tm letzten Quartal 1942 gab cs we-
gen einer Quarantäne zeitweise keine
Transporte in die -» Vernichtungslager
Im Vergleich zu den lagern Amers
foort oder — s Hertugenbosch-V ught
Jk der SS unterstanden, war die Be
handlune der Häftlinge in W weniger
brutal W besaß eine Schule, ein Drehe-
»lei und em kabaictL tn dem auch
berühmte dl Künstler. die sor 19411 in
die Niederlande geflohen waren auf-
tralcn Die kulturellen Ak trsi täten wur
den I nde August I »Ma eingestellt IK-tn
l^getkiwnmandantcn Albert konrad
Gcmmckcr wurde nach dem Kneg «ei-
ne -korrekte Behandlung- der Inhal
tierten al» mildernder Entstand unge-
rechnet Er wurde zu zehn Jahren Halt
scrurtcili AK kanad Iruppen da* la-
ger Iwlrerten. befanden sich in W. noch
ca m«i Häftlinge zw
t.Wiaair
fh.le’ />» Pvp« faerbw* «I Ur
ne
WestfcMzug I94W Bezeichnung für
die militärischen Operationen det dt
Wehrmacht, die zur Kapitulation der
— Niederlande und —• Belgien» sowie
zum Zusammenbruch —* Frankreichs
führten (Fall -♦ Gelb). Nach einem
Ilan des Gcncrahubschcfs der Hee-
resgruppe A. Geoendk-utnant Erich
v Mattstem, sollte parallel zut Offen-
srse im Norden em Vorstoß durch die
Ardennen Richtung Kanalkusu die al
Inerten Armeen zerschneiden t -Sichel
schnitt«I. um sie anschließend getrennt
schlagen zu können I nter Bruch der
Neutralität griff die Wehrmacht am
105 1940 «he Bcnclux Staaten an Am
155 kapitulierte Holland nach einem
Jt l ultangntt aul — Rotterdam Zwei
Tage zuvor hatten dt Panzer bei ihrem
Hauptvorsloß im Süden die Maa»
überquert am 215 erreichten sie den
Kanal AB cm trz. V ersuch die entstan
Jene Front lacke zu schließen, schei-
terte und am 2X5, Belgien kapitulierte,
befahlen du Briten die Esakuierung
der bei -* Dünkirchen ahgeschnittenen
bnt. und frz Iruppen über den Är-
melkanal Am 5.6 begann mit dci
-Schlacht um Frankreich- Jk 1 Phase
des W die tur «he trz Armee innerhalb
weniger Tage in emer Katastrophe
endete Am 10.6 floh Jk Regierung
nach Burdcaus. Am 14.6. fiel Pans Ah
da» brit. Angebot einer Emon zur Fon
tetzung de» gemeinsamen Kampfes au»
den Kolonien im frz Kabinen keine
Mehrheit fand, trat Ministerpräsident
Paul Rcvnaud zuruck (lh.6) Sein
Nachfolger Marschall Phihppc Petain
ersuchte am P6 um WaflewstillMiind
der am 22 h in -* (ompiegne unter-
zeichnet wurde Die neue tn Regie
rung. die der Driften Republik die
Schuld an der Niederlage gab und »ich
von einer Kooperation mit den Deut-
schen eine konservative Restauration
versprach, »erlegte ihren Sitz ms unhe
«etzte Frankreich I -* VichyI, wahrend
vs<-tfK.ai t«aa - m?
General Charles dc Gaulle von ton-
Jon aus zur f «tflsclzunt des Kample»
aufnef Hitk-r schien durch den Skv im
Westen »einem Ziel, den Lebemraum
kneg im Osten beginnen zu können,
cm großes Stuck nabergekommen zu
»em ra<-»u<
t Urrahtr
Ucuexu GcrlLMd t luo Ur* » U-i', • tke
finrftKitr /«aiira Miet
can t*h
Vkrsifniul 1*44 -1945 Nachdem deut
lieh geworden war daß die dt Iruppen
die — Invasion in der Normandie nicht
zuruckschlagcn konnten und Mch Hit
ler» Hoffnung auf eine knegsentscbei
dende Uende durch den Einsatz »on
— V-Waffen sowie durch -l.inatischcii-
dt Widerstand m Frank reich al» trüge-
risch erwiesen hat le befand sich ihc
Wehrmacht in dem Dilemma daß nur
durch die Verlegung größerer Finhci
len an dw W die entfeinte Aussicht be-
stand. den angjo-amenk Vormarsch
autzuhaften wa* wiederum die «owj
OfTcnsiven im < Men begünstigen muß-
te. Mil neu aufgcstcHlcn Divisionen und
von der Osifroni her angeführten Kral-
len eröffnete die Wehrmacht tm De-
zember 1944 die — Ardcnncootlcnsive
deren Scheitern, zusammen mit dem
Erfolg dc* strategischen » Luftknege»
der Alliierten, da» Dnltc Reich an den
Rand der endgültigen Niederlage fulir-
tc Dk letzten dt Reserven waren ver-
braucht. da» Tran»p»Mi»v»1cm und die
Ircib*lottvervorgung weitgehend zu
sammengebrochcn Bereit» im August
September halten die Westalliicftcn
Frankreich und Teil» Belgien» befreit
und am 21 Hl ab erste dt Großstadt
Aachen erobert Vrn K2 l**4* knapp
»ier Wochen nach Beginn der *ow|
Wintcnjffcnsivc. begann auch an dci
W die -Schlacht um DeutMhiand-. Ab
dem 7.3 überschritten Briten und
Amerikaner den Rhein und drangen
WrsHnari
jul breiter Fnmi sor llitlcn
-• Verbrannte Eide Befehl »um 193.
wvrdg mcht mehr ausgefuhn (»egen
bnl l'iotcM cnlxheJ «*.h General
Etscrdwmer. nxhl Bcrlm sondern die
— Alpenfeszung n> erobern Zwar
kämpf Un di Tiq^x.» d bs» Krugsc«-
dc an zahkewhen t >nen imUicH •eilet
Jie 9 >rdo»h halle spilcMews un Marz
1945 autgeburt zu existieren
Amrfvv
WrstHiark s. »aartaad
WcM»ai < a t»>* km Lmu«. BelcUi
eun<»lM»c an dci dl Ucslgrenzic vw
der Mhwciz b,» in den Raum Kiese
Zwischen Mai |9.9t und September
195* nur den hwr eme Betonbocker
limc und über I4**s- Bunker und
befestigte l nu-rstandc errichtet he
ben den Anntxitcn Jo — Rodn-
arhcltssbeaMc» aurden ca 10DUU Ho-
mere und rund 55(1*1*1 Angehörige der
— Otgantcatum lodi bei den Athenen
eingesetzt Der Ä kostete rund 53
Mrd RM und »erseh Lang aUem 30*w
del Jt Idircspowhiktion an Zement
IX M*i ti I ber 1 Mae Encntxahnwag-
f«WM mu Baustoffen wurden auf den
Baustellen entladen Beim Vormarsch
der Ateerten 1944 45 bewahr kn sich
die Anlagen nicht Die Bunker wa-
te« uiizwidnutut und zu klein. die
HockcriuMc »u<A durch Voitulkn mit
Meinen und andeten Materialien über-
wunden saiMn
'VeweWiurg R<nibMM.-x.hl<<i nnl
«IrcKckrgcm Grundriß chtnuh N«.
bciwesadeuz der Padcrtxwncr Furst-
trnebok zusammen mit dem Olt W bei
PaderKen Schauplatz der Bemuhun
an llimrnkrx der -• SS cm -»twrn
«chaftlw.be»- und -kultisches- Zentrum
zu gehen Dazu trat «fee Idee einer Re
praM/nMtkwentrak «Je» SS<truppen
tuhrvrkorpv |9M nwcUlc Jk NSDAP
die U mm Laadkren Buren für ifll)
Jahre Beim aufwendigen I mb.m ent-
standen eme Bibliothek, ein -Studier-
zimmer-, Buchbinderei Fotolabor ua
lab 195< -SS-Schuie Ham U -) SS
VVnM.-mchafttcr t Vor- unJ Früher
«chk.hte. Volkskunde. Genealogie ua |
wurde« emgesiclh Ab 1*9» griffen die
Planungen uBrr die W hirum Die
• Platz- und die -neue VV - aut dem
Gebiet dc> Dorfe» lab l'ttd. kitcndcr
Architekt H Bartel»! sollte« tm Halb-
kren um den mn -Kuttrairmcn- »er-
sehenen Sordturm der U (•SS-Uhef-
gruppcniütacrsaaJ -Gruft-) entste
hen Dk umfangreichen Bauarbcsten
die nur Bruchteile det ehrgeizigen
Plane »erwirk hebt en wurden br» 19.9»
um Pn» at firmen m VurbinJunz mit
Jem — Rckhurhcii'Jictbt Juichge-
tuhrt Ab 195** wurde cm AuBenkoen
mando des KZ — Sechsenharnen nach
U »crkgi llU> Häftlinge) A»m 1941
1945 hatte dm KZ ah -K L Niederha-
fen- de« St.uw» eine» Haupt lager» und
»ar mit br» zu )*»•' Hattingen belegt.
Es »urd im 1 nihiahr 1945 aut geb«»
kn In W »erblich cm ReMkommamhi
»»Ml zukm 42 Insassen «he dem KZ -•
Buchenwald untersiclh waren Sim
tm-ecsanit ca 3***t Haltungen wurden -
nach den amtlichen Ster beurkunden -
1285 ermirdct n«n« 4<wwi
Hdaa M>be<1«il Im September 1941 in
einem » Wtstril der Ittaurschen Stadl U
<|9Ja ca 3Uh lll* Einwohner t einer
nefMete» -• t>hc1lo tur Juden Imme-
suni wurden m zwei Abteilungen Je«
Ghettos ca MH*(> pidnchc Menw.be«
aul einem tiebiei unter gebracht, m
dem «Öfter rd *••) Menschen gclebf
halten Das Gbctlo untcistand dem dk
Stadtkomnwssanal »la» »acbpeTMMial
»teilten SS und Idauixhc Hilt»p<lizci
E* gab eine fudnehe C> hei tos er walt ung
und eme indische Ljgcrpohzrt (Urd-
uungsdu.o»t t Du Insassen arbeiteten
rr
inner und außerhalb Jn Ghetto» in
der Petzmduetne und in tenchicdenen
Werkcutten fUr da» Heer und «he dt
7t»tlvctwaltung Wikbentlieb wurden
br» zu KfW Menschen ment Arhrrtsun
fkhife. erschossen Em led de» Gbcfhi»
(kleine«Ghetto) wurde 1941 airtgehMt
seine 1500 Insassen wurden erschossen
Ende Okuibet 1m4| bekamen die Fach
arbetter gelbe Arbeit »scheine die auch
tur ihre Fanubetungehongm gaben
5QQO-MO> Juden die kernen solchen
Schein erhallen hatten, wurden am
24 10 1941 ausgewnden und erseh»»
«en !m Dezember |94| wurden die gel
hen Scheine fetten n»a Arbeitvschcine
ausgetauscht und alle (»heth-bewohne*
«be keinen solchen »orweisen konnten
t X* t * Personen > am 511 1941 ersebos
sen i - Aktion der rosa Scheine-1 Nach
einer klebten »Normalisaerung- »Jer
Verhältnisse |Errichtung von Hand
wert »betrieben und tudaschen Schukn
Konzert- und Theateraunuhrungenl
wurden die Insassen »rm W «ach Est-
land und Lettland deportiert ( — De-
portationen > imrnamt wurden etwa
*»»» Menschen aus Ventecken geholt
und hei Widerstand efseboucn Sem
23 —27.9.190 wurden die Gbctto-In-
«assen teilt in die beiden hwltiictKn
Staaten, teil» ms — SennditungMaper
-• TreNmka transportiert Em Rest
dringend henottgier Arbeitskraft«
etwa A»»» Juden nut ihren Eairehcn.
serbbeb zur Arbeit heim Hccreskraft
fahrzeugpark und m den Pcl/fahrAcn
m W Am 2731944 «ondme man dte
alten und kranken Manner und Frauen
sowie aßc Kinsicr aus und crsch«ß uc
in der Nähe der Stadt f-* ftmars I Die
letzten Insassen so« W erlitten Anfang
Jub 1944 dasselbe Schcksai Am 117
13.7.1944 wurde das Ghetto von der
Roten Armee erreicht Danach «Senfe
es ah Lager für dt Gefangene, «em
denen «arte ums Leben kamen.
9la«««»» - krau»
I.IW» wer
Aisd. Yarnm <>*hm> « flma irnnarw IWU
Wwarvh Akm« W»4.-»> <- Gkm »riw. a
Dwüimki Mc«e4|t«m>i S ^»-tU
WMtcthdfswrrk (WHW) Im Semuner
1955 erteilte Hitler dem Leiter der —
NWtJkswohlfahrt (NSV). Fndi Ftil
genlcldt. den .Auftrag, ein U (WHWt
tm Leben zu t ufert Mit emer solchen
Nothiifcaktion B<f1e li> neue Rep
mc schnell sichtbare Eztidyr tm Kampf
gegen die Folgen der -» Arbeit «Ewig-
keit votwcucn zu kuoDen. Die (be-
trächtlichen) Einnahmen setzten »ich
au» Sfvndcn »on Firmen und (Hgam
satkMen. au» Erkxu »<m Hau»- und
SuaßcnsaMnmbmgca sowie am Lotm-
und GchallKib.uccn zusammen. Trutz
aller -Fri-twilhgkeil- wurde »icilw.'hcr
Druck und Zwang auf l'nwiHage miv-
gcubl. um sie zu Spenden zu bewegen
Ted «ier Hjuscammlunren wer auch
der -* Einioptwinniag Obwohl »be
Zahl der Bciiurhrgen tm Zuge de»
Rückgang» »kr ArbcrtdoMgkcil schnei)
abnahm, wunlc »la» U un Sinne der
Erziehung ru OpfcrbcTeiiichan und
für »itc IinanZKTuof inderer Aufgaben
»Ier NSA s < de» — Hilfswerls -Mutier
und Kind-, beibchallcn Auch andere
PaxtCMirganisabooen wie du Hitler
Jugend oder der -s 1 «jhensbom wur-
den mit »heseo GcKJein uatcrslui/1
Mam-fanr ItrUU*
Uimcrkneg «. OslfcUzn« 1941 - 1*45
W b»Mw>- Anwcc (jenerat Andrei An
«ireiewitsch Utassow wuriic nach her
»orriigender Bewahrung namentlich
in den Abwehrschlachten von Kiew
und so* Moskau (Herbst und Wmter
1941 42) im Marz 1942 ah (kerbe
lehhbaher der 2 Moßarmec m den
Wokhem -Kc-ssel emgeflogen. w«> er am
1X7. 1942 m di GefaagcMschaft geriet
Ah AntntalmtM steDtc er weh der anti
W weht meta«
holscbewt»ttM.b*n dt Pr.ipaganda zur
Verfügung Sem Ziel war die Aufsicf-
iimg einer ru*» Armee die an der Seite
der dt Armee und gleichbcrechtrgl mit
dieser bei der I tquxfecrung do stali-
nistischen Regimes mit wirken sollte
Dh Realauemng schcKcric zun*-W
an der Ablehnung Hitlerx der von tö-
nern Konzept tur den Kneg regen dte
S»m)cfUTiHMi da» hieß Ausbeutung de»
Landek GcrmaniMciung großer Tcm
kwien und damit Vernichtung einet be-
trächi>Khcn Teil» der Zjsifbcs.ilhciung
Leine Abstriche machen wollte. Jedoch
genoh W d«c I nterstatzung zahlrei-
cher Offiziere tn der dt HcetcsfUhtung
und konnte daher nachdem er tm
Herbei 1*42 noch auf ehe Abfassung
und l'nti-rrochnung »sei nugbUttem
beschrink' war in denen die Vttdaien
der Riüen Armee zum Überlaufen auf-
gcfonJcrt wurden Anhänger um
mehl am ?' 12 1*42 dm -* Smolensker
Komitee pnnden - bezeichnenderwei-
se fr c dich nicht in Smolensk. Mindern
mehr ah pnpagandrstische Fiktion m
Berlin und im 253 1*43 tm Na-
men emer -Rusekap Oswobodennap
Armita« (R< »A Russische Bef retungs-
armcct da» -Smolensker Manifest-
»erotkntlchen. da» die Vofker der
Sowjetunion zum Kampf gegen Stalm
äufnet Abcrmah griff Hitler cm und
entschied, dafl W koncsfalk eme ernst
zunehmende ptitis.hr Bewegung tn»
Lehm rufen dürfe Danach Mich W
mehr ah an fahr kaltfrstelh Erst auf
< ।rund der katastrophalen militari
sehen Fntwwklunr gab Hitler dem
Drangen des mittlerweile realistischer
gewordenen Rcichstuhicrs SS. Heu»
nch Himmler tm Herbst 1*44 nach
Am 14 November l**4 wurde in Prag
das -Komitee zur Refri lung der Volker
Rußlands* gegründet das zwischen
November 1*44 und febcuar 1*45 au»
Kriegsgefangenen und Osiarhcitern
immerhin r>ch zwei IntantcrH'divrsM»-
nen und etliche weitere militärische
Verbände auf st eilen kiwuitc. über die
W Ussow den Oberbefehl erhielt In der
Fndphasc dr» Krieges ohne Bedeu-
tung. wurde die W nach der dl Kapilu
latKMi »on den I SA an dte Sowjet-
um.ei zusgebclen - auch jene Ein-
heiten. die sich am 65 1*45 noch am
Präger Aufstand gegen die dt Herr-
schaft beleihet halten -.wvdie meisten
Offiziere erscbiwsen und die anderen,
wenn **e nicht ebenfalh den lod fan-
den. ut Zwangsatbcitsiagci »erbracht
wurden Wlassow selbst ist am 1251*45
an die Sowjetunion ausgehefert und
ihwt zum Tod »crurtcih worden
Von der kk sind die m-genannten
Osttruppen zu unterscheiden aus
Kriegsgefangenen most mchtslaw»-
scher Hoiuntt bzw aus mchtslawv
scher Zivilbevölkerung rekrutierte
Einheiten die. ohne zu größeren
Kampfscrbindcn oder gar einer Ar-
mee rusammcngctaßt zu werden, auf
dt Seite kämpften, v a gegen Patina
nen. ferner ab XIV. KasaUenekorps
det Waffen-SS unter der Führung des
Generals » Parmwttz <xganisacrtc Ko-
saken die »ach tn großer Zahl auf
die dt. Seite schlugen und nach dem
Kriege das gleiche Schicksal erlitten
wie «he W /.*«**> »ai^i
Wn<h<-w»cbaa s. Drwtsehc Wochen-
schau
Wwcheusprwch der NSDAP Von Imnat
1*44*1. Apirf 1*44 erschienen kartonier-
tc Blatter (23x335 cm), mehrfarbig
gedruckt und graphisch gestattet mit
Zitaten oder Sinmp tuchen »ort Hitler,
verschiedenen Pwieigrhßen. Dichtern
usw . d< m Wechsclrahmcn in Behör-
den Schulen u»w zum Aushang kamen
W.UMmfcw;
Wolfsbwrg V Stadl des KdF Akagtn»
WolfT» Tcletraphtschc-» Born iW IBl
Von Dr Bernhard Wolff am 27 H D*4
gegründetes bt» zum 30 121933 ctrstic
rendes zentrale» Nachrichtenbüro out
emem dichten Korrcspondenicnnetz
un In- und .Ausland Aufgrund finanzi-
eller Pruhkrac bereits im Kaiserreich
m Maat Liebe Abhängigkeit geraten
wurde das W un Verlauf der Wamarcr
Republik praktisch zur regterungsamt-
Lehen Nachrichtenagentur des Dl Rei
ehe» Nach der Machtübernahme der
Nat uv wurde Jas W zwecks vöüi
gei KimtniUc des Nachrichtenwesen»
durch den NS Staat zusammen mit
dem W13 gegründeten Kotkuncnzun
temchmcn Telegraphen-1 nmo (TU)
zum — Dt Nachrichtenbüro (DNBl
omMmaenfekeft und dem —» Reich»-
muustcrium fur Väksau (Klärung und
Propaganda unterstellt Hntr*
Widf»scftauzc s Fuhrrrhaeptipiartim-
Wi«if»»chlu*ht s. f uhnrhugtqurtsrr
Wundrrwaffew » k-Waffe«
Wumchhunzcrt s. L «lerhall wag
W u»lc ». (.«-ileabcrg-Programm
z
Zamosc Im Juli 1942 bestimmte Himm
Icr in einer geheimen Weisung den
Kren Z. udlch von Lublin zum erucn
-dt Grivßucvilungsgebvci- im -» Gene-
ral gouvcrncmcni und befahl dk -Ein-
Medlung- von zunächst 2’’000 »i4k»dt
Umsiedlern Dsc Z- Aktion begann am
24.11.1*42 mit der Zwangscvakuierung
Ziai—
der poln Bc-v<Mkcrung die z I durch
brutale Vabahungen erzwungen wur-
de Die Gewaltmabnahrocn führten zu
Flucht und Widerstand und wegen des
Rücfcganp der tandwirtschittlKhen
ANteferungcn n F mahrungeprobk
men Die durch Panisancntatigkcit
katastrophale Sichcrhertsiagc s*Whc mit
großem Aufwand an Pniizcikratien und
Wehrmacht (Operation »Wmratf«) un
Frühjahr 1*4’ wieder unter Kontrolle
gebracht werden Im August 1*43 »ai
de ehe l tnsMsfung im Gebiet Z. emge
Stell t tv< *www -
Zazutts s. F delweilFPiralew
Zehe Orgar.rsaiionscinheti der NSDAP,
gebildet auv 4-A —» Blocks geführt
»om Zcllcnlciter. der dem —» Ottsgrup
penkrrter untersteih war Aut dem
land konnten Z eine -»der ausnahms-
weise mehrere <icn»emdcn umfassen.
Ortschaften konnten a«ch ab Z emge-
»tuft werden, wenn dk Mmdcstzahl
von vier Blocks nicht erreicht war
•«At’wwh'we
Zrn»or Behördliche Prüfung utwl das
Verbat von Druckschnhen W ährend
m den asten beiden Jahren nat »uz
Herrschaft etwa 4t) staatliche und mcht-
»taaiiichc Stellen mn imienchacdltcher
Reichweite kerbote v«m Druclerzeug
mssen aussprachen, wurde die Z auf
Innutisc »<m (wvehbeb durch cme
am 25 4 1*35 vom Präsidenten der
ReschsM^infnwmkamrner I-» Reictn-
kukurkamrnen erlassene Arardnung
zentralisiert Auf dieser Rechtsgrundla-
ge wurde cme fur da» ganze Dt Roch
geltende .V4II Emzcftitc! und 524 Ver-
bote der (»esamrwerkc vorn Autoren
umfassende •Lt»U de» schadhchcn und
unerwünschten Schrifttum»* (Stand
Oktober 19351 zusammengeVellt die
durch Nachträge ergänzt und tn
den folgenden Jahren in Form weite-
ZenltaUwwchaB Cut Itüfr uad \iafbiau
rvr loten aktualisiert wurde Dieser
RcKhsindcx wurde zur Täuschung
der Öffentlichkeit und Forderung der
SefbMzensur der Verleger und Buch
handlet nicht offcntlrch zugänglich
gemilcht Jede Verbreitung der darin
aufgetuhrten Druckschriften war ver-
boten, nicht jedoch ihr Privatheit/
Am IS 4 l'*4u wurden auch nicht in der
Liste aufgetuhrte »Werke voll- odet
hulb)udischcr Verfasser- verboten Zu-
sätzlich wurde son der Schnfttumsab-
tcilung un -» RewhMninisicrium für
Volk sauf klarung und Propaganda eme
-I ivte der für Jugendliche und Büche-
reien ungeeigneten Druckschriften-
serottcnihehi (zuerst 1*441» Darüber
hinaus wurden Publikationen durch
informelle Anweisungen der RSK un
Verleger verhindert I— Presset
Uo/rtuKKr
Zentrwlitussctoall für Hilfe und Aufbau
Die Gründung des Z. am 13.4.1933 als
Selbsthilfeorgantsution war eine unmit-
telbare Reaktion auf den antiiudrschen
-» Bovkutl vom 1.4.1933 Der Z.. in
dem alle führenden indischen Vcrban
dc Deutschlands vertreten waren, wid-
mete sich unter dem Vorsitz Jes Rabbi
nen Leo B.ievk ubergemcindlich und
überparteilich wirtschaftlichen, wwiak-n
und wohlUhrtcpnegenschen Auf gaben
insbc-Mindere der Einschulung (»Be-
rufsumvehkhtung-kde t Erziehung und
Bildung sowie der Auswanderung R-
nanzierl wurden die Aktivitäten des
Z zur Hälfte durch Gelder dci großen
ausländischen iu<iischcn HilfMWgacu-
**iitonen und zum anderen Teil aus
Mitteln der jüdischen Gemeinden Am
1.4 19'5 erfolgte die Eingliederung des
Z. in die Rcichsverc-tnigung der Juden
in IX'utschland t—• Rcichsvcrtreiung
der dt Juden I. «mUmt rtjurf
Zentrale MeNe der I andcsjitstiz-
Verwaltungen s. XachkrH-gsprozessc
Ml«
Zentralstelle für jüdische Aus Wande-
rung Prag s. Reichszcotrale für jüdi-
sche Auswanderung
Zentralstelle für jüdische AusWande-
rung Wien k Rehhs/entrale für jüdi-
sche Auswanderung
Zcntralvc-riag der NSD AP «. E her
V erlag
Zcnfralvrrrechnungssiellc Heil-
and Pfk-gcansiallen *. Aktion I 4.
s.a. Medizin
Zentrum Die Partei den politischen
Katholizismus, nach Vorläufern in
suddt Landtagen und in Preußen so-
wie im Norddt Bund 1370/71 in
Preußen und dann im Reichstag neu
gegründet als eine gegen die Vorherr-
schaft etnev pcolcvlanlrscbcn Preußen
gerichtete politische Inlcressenscrtre-
tung der katholischen Bevolkcrungs-
minderheit Ihrem Sclbstvervtandniv
als monarchistische Vcrtassungspartci
entsprechend, lehnte das Z. die No-
vemberrevolution Hix ab. stellte sich
jedoch nach heftigen innerparteilichen
Auseinandersetzungen auf den Boden
der Weimarer Verfassung und trug,
seit 1919 in allen Rcichsregicrungcn
bis 1932 vertreten, die wesentlichen
außen- und wirtscballspolibschen Ent-
scheidungen der Weimarer Republik
mit (— Versailler Vertrag. - Young
Plan. Rapallo) Mit der Wahl des Präla-
ten Ludwig Kaas zum Partcivonitzcn-
den un Dezember 192X verstärkten
sah die konservativen Tendenzen tm
Z : die Kanzlerschaft Heinrich Bni
nings (Afar? 1930-Mm 19321. abhängig
vom ReKhsprasidcnlen Paul v Hinden-
burg, suchte jenen Tendenzen zu die-
nen
Die durch die kirchliche Verurteilung
der nat mm. Vkcllansehauung unter-
stützte ablehnende Haltung gegenüber
RH
der NSDAP weichte gegen Ende der
Weimarer Republik zunehmend auf- In
der Absicht.die NSDAP durch Einbin-
dung in dx Rcgicrungsverantwortung
zu -zähmen-, fanden 1932 auf Reichs
wie aut Lander-ebene (Preußen) Koali
ttonsserhandlungen Matt Das Kabinett
der —• Harzburger Eront unter Reichs-
kanzler Adolf Hitler konnte das Z un
Januar 1933 aber nicht mehr verhin-
dern Mu der aus -nationaler Ver-
pflichtung- und tm Vertrauen aut die
von Hitler gegebenen Vcrtassungsga
rannen erfolgten Zustimmung zum
• Ermächtigungsgesetz am 23.3 1933
hoffte das Z seiner drohenden Auflö-
sung entgegenzuwirken Dessen unge-
achtet steigerte »ich der nat soz Druck
auf die Partei, der am 5.7.1933 zur
zwangsweisen SelhstauBosung des Z
führte Santo
/.Mrisnuf
Mtxws Riakilt Or- ('<Mrr»4«ig <As j»4ws*rw
A.idvrtrmnu* /Iw ZrMn*»Ti|wrtrt -»icCr-v
dtrudkAon .SrMinrnta*bJ«w um«/ -.A'mMismA-
l zAt/mmw- /Stil r.t. siuii|M't Zaridi ter?
Zersetzung s. Wehrkraftzersetzung
Zeugen Jehious s. Ernste Bibel-
forscher
Zichcnau s. Pulen
Zigeuner < Sinti und Komi
Zinsknechtschaft Von Gottfried Feder,
dem Wirtschaftsexperten der NSDAP
Erühzett emgefühner Begriff, der das
ursprüngliche antik apitairstische Mo-
ment der NS-ldeoiogic betonte, später
vor allem vynonvm für -jüdischen Wu-
cher- gebraucht wurde. Im Parteipro-
gramm von 192TH — Ideologie) war die
-Brechung der Z.« ab populistische
Forderung zur -/Abschaffung des ar
beit* und mühelosen Emkommenc-
ein zentraler Punkt Feder hatte 19|«
einen -Dt Kampfbund zur Brechung
/ttadelr. I nirrnehnve«
der Z.« gcgiündct. machte in den 20er
Jahren die- Hochfinanz für die Influ
Hon verantwortlich vertrat damit die
pscudoso/uhstixhc Richtung in der
NSDAP, verlor ubut un seihen Maß an
Einfluß, wie der antikapiuilistische
Kurs den Erfolg der Partei bccintrach
tigte und deshalb von Hitler korrigiert
wurde r«w;
Zionistisch«- Vereinigung für Deutsch-
land i / V fl»i i S97 gegründeter Zumn-
menschluß der ziontMtschcn Bewegung
ui Deutschland. Neben dein Aufbau
und der Besiedlung -• Palästinas trat
die Z lur die -Erneuerung- des
Judentums ein I 'm 1930 hatte sic
ca. 2lMM> Mitglieder, die große Mehr-
heit der dt ♦ Juden fühlte sich vor
1933 aber durch den -» l entralvcrein
dl Staatsbürger jüdischen Glaubens
repräsentiert. 1933 erschien in dei Ju-
Mulurn Hunduhau (I9U2- 1933), dem
Organ der Z eme Reihe von Artikeln
des (hefredaktcurs Robert Wcitsch
die die AsvimiUbon dci Juden scharf
kritisierten und zu mehr Selbstbewußt
sem äufneten Der bekannteste Artikel
erschien am 4 4 1933. wenige Tage rusch
dem —» Bovkotl. unter der Überschrift
- Iragt ihn mit Stolz, den gelben Fleck!-
Da die Z die —» Emigration aus
Deutschland forderte konnte mc ihre
Arbeit bis 193h weitgehend unbehelligt
von natJHiz. Einflußnahme fortsetzen
Nach der ♦ -Rcichsknctailnacht- wur-
de die Z zwangsweise tulgelosi
Uw» ln«rt
Zitadelle. I ntcmehm**n Nachdem es
trotz der schweren Niederlage von Sta-
lingrad und den verlustreichen Rück-
zügen der HccrcsgJUppc Süd gelungen
war. die dt Front in der Sowjetunion
im Frühjahr 1943 noch einmal zu sta-
bilisieren und sogar eine operative
Reserve an motorisierten Infantcnc
und an Panzerdivisionen zu sammeln.
/JtllMteraiene
befahl Hiller am 15.4. IW einen Zan
genangritl det Heeresgruppen Mille
und Sud gegen den naeh besten »or-
springenden «>wj Frontbogen irn
Raum »on Kursk Da da» Z getaufte
Unternehmen. da» det dt Ostarmcc
die Initiative ruruekgeainnen sollte
mehrfach verschoben wurde ging frei-
lich da.» t’bcrraschungsmomenl »er
loten, und die sowj Führung konnte
gegen die dl Offensive Murkste eigene
Krdftc massieren Al» das I ntcrnch
men Z hei dem die dl Seite rund 3**1
Ponzer einsclzlc, darunter erMmals
eine Anzahl der modernsten Tvpen
- Tiger • und »Panther«, um 5.71943
endlich begann, vermochte daher die
*owj Seile dieser dl Konzentration
rund 40UII Panzer entgegenzuslellen
So lief sich der dt Angriff bei mim
malen < «elandcgcwinnen schon nach
wenigen Tagen fest Beide Seiten erlit-
ten in den größten Panzerkampfen dc»
Zweiten Weltkriegs schwere Verluste
Wahrend jedoch die Rote Armee ihren
personellen tetwa 2U(M)0 Gefallene
UtMMI Gefangene) und ihren materiel-
len Aderlaß ausglctchen konnte, war
da» der dt Wehrmacht (35<KtU Gefal-
lene. 17501) Gefangene) nicht mehr
möglich, zumal sie Verbände in den
Mittelmeerraum abgeben mußte, wo
am 10 7 amerik und brit Truppen aul
Sizilien gelandet waren und der Bun
desgcnossc Italien nunmehr al» unsi-
cherer Kantonist ru gelten halle. Am
13 7 wurde da» Unternehmen Z abge
brochcn. und nach diesem Scheitern
der letzten großen Offensive dl Streit
kralle m Rußland ging die Initiative
endgültig an die fetzt sofort mit eige-
nen (Mlcn»l»cn antwortende Rote
Armee über ( < htfcldzug —• Welt
krieg 1939 - 1945) Aarur* Unryr»
Zi»Uintrniiertc Im Kriegsfall werden
»on den kriegführenden Staaten die
auf ihrem Territorium dauernd oder
»12
kurzfristig lebenden Personen mit der
Staatsangehörigkeit eines FcmdMaatcs
in der Regel festgesetzt. auch wenn sic
kernen militärischen Status haben, d h
sic werden interniert So wurden nach
dem Beginn dc» Zweiten Weltkriegs in
Deutschland la»t alle Personen mit
bnt trz poln u»w Staatsangehörig-
keit die nicht dem Diplomatischen
Corps bzw dem Konsularischen DienM
angchörten. interniert, in Grottbntan
men und Frankreich fast alle Personen
mit dl. Staatsangehörigkeit, für eine
gewisse Zett sogar viele dt. Emigran-
ten, die das Dnttc Reich langst aus-
gebürgert hatte, in den ISA nach
dem Japan Überfall auf Pearl Horbor
(7.12.1941) nahezu sämtliche Japaner,
auch diejenigen, die bereits die amenk
Staatsbürgerschaft erworben hatten.
Für die Behandlung der Z galten
wahrend des Zweiten Weltkriegs völ-
kerrechtliche Vereinbarungen und
zwar die Haager Landkrtegvordnung
<1907) und das Genfer Abkommen
von 1929 (von der dt. Regierung 1934
ratifiziert), dh die Z mußten in ge-
sonderten Lagern bei angemessener
Versorgung getrennt »on anderen Gc
fangenengruppen untergebracht wer-
den. durften nicht zu kriegswichtigen
Arbeiten herangezogen, mißhandelt
oder al» Geiseln gelotet werden Die
Einhaltung dieser Regeln war »em Or
gantsationcn wie dem Internationalen
Roten Kreuz zu überwachen. denen
der Kontakt mit den Z und die Inspck
tum der lager ermöglicht werden
mußte.
Ohne Anspruch auf den Status der
Z sind die tn einem eroberten I and
»on der Besatzungsmacht verhafteten
Zivilisten die al» Straftäter (zR
Schwarzhändler > oder wegen I ’hergnf-
len gegen die Besatzungsmacht fest
gesetzt werden, aber auch Geiseln,
vieren Status in Zusammenhang mit
knegsrcchtlich erlaubten Repressalien
«13
ebenfalls volkcncchtlich verbindlich
geregelt ist
i-incn Sondc-rfall «tellBe die am Ende
des Zweiten WeMtncg* mit mehr odet
weniger Druck erfolgte und rechtlich
nicht emzuordnende Rekrutierung dl
Wissenschaftler und technischer Spezia-
Itslen (z R tur den Raketenbau) durch
die Alliierten dar u.«n<i Hrrr™.»>rr
/-Plan«. knßenpolitik
/.w»nit*arteil Der SS-Staat nutzte Z
ah Mittel sowohl der politischen ab
auch der wirtschaftlichen Herrschaft*
Sicherung Zu diesem Zweck wurden
v a un Krieg diverse Z.-Locmcn ent
wickelt, vom Arbcits/w.ing (Ur sozial
oder rassisch dcfmicitc Gruppen in der
dt. Gesellschaft über den Arbeitsdienst
für die Einwohner der besetzten (an-
der bis hin zom Industneemsatz von
KZ-Häftlingen. Schon vor Kriegsbe-
ginn halte mit dem -* Arbeitseinsatz
die staatliche Regulierung des Arbeit*
marktes eingesetzt hur die -• Aufrü-
stung sollten künftig -alle Personen,
die weh dem Arbcitslebcn der Nation •
nicht nnpattten zwangsweise beschäl
tigt werden -Arbeitsscheue«. Land-
streicher und mehrmals vorteslrafte
Personen brachte man mittete mehre
rcr Razzien in der ersten Hallte des
Jahre* |93m zur Z. in -» Konzentra-
tionslager (-• Asoziale) Ab Ende IW
organisierten Arbeitsämter den -gc
schlovscncn Arbeitseinsatz- zunächst
der sozialunterstutzten. ab l'MO aller
dt luden von denen schließlich I941
Uber 5<H««lauf dem Bau. tm Forst »der
in der Industrie in isolierten Kolonnen
zwangsteschaftigt waren Nach Bildung
des -» (»cncTalgouvrmements im be-
setzten —» Polen wurde am 2b 10.1939
Z. lür jüdische Polen verhängt Deren
Organisation in lagern oder Ghetto-
fabriken garantierte zunächst die SS
ab Mitte 1940 die Arbeite*erwaltung.
1942 wieder die SS bi* zur — Deporta-
tion und Ermordung det Juden (—»
Rasscnpohuk und Volkcimord) An-
fang |94| gab cs in Polen und im
Gioddi Reich insgesamt etwa nmiihsi
indische Zwangsarbcilcr Juden unter-
lagen m allen okkupierten Ländern,
selbst im Uehrmachtsgibicl lunesu-n
spezieller Z
Zum System der Z. gehörten auch
die -• Fremdarbeiter in Deutschland.
Die IranslormatMm traditioneller \ct
tragsarheu von Ausländern erfolgte
seil I938/J9 schrittweise, vom freiwilli-
gen Einsatz -arischer- Österreicher
über die Verschickung österr. Juden,
die Arteilsserpflichlung von Tsche-
chen nach Bildung des -» Protektorats
Böhmen und Muhten bis hm zur Ar-
ten poln -< Kriegsgefangener in der
dl Wirtschaft, die gegen internatuma-
les Recht verstieß Gleichzeitig kam
cs nach Kriegsbceinn in Polen zu mas-
siven Anwerbungen für den -RcKhv-
ernsatz- die ab Anfang l‘U<» zu regel-
rechten Mcnvcheni.igden ausartelen
Die Uber I Mio mi Sommer 1940 tn
Deutschland beschäftigten Polen un-
terlagen einem Sonderrecht und trugen
ein P-Abzeichen (-• Rifensonderstraf-
recht). Freizügigkeit und Mobilität wa-
ren aufgehoben, soziale und sexuelle
Kontakte zu Deuttchen standen unter
Strafe Die Einwohner jedes neu er-
oben en Landes waren von seilen der
dt. Arbcitsscrwallune massiven Kara
pugnen für einen Einsatz in Deutsch
land ausgesetzt Nur nach dem l'berfall
auf die Sowjetunion hielt die NS-FUh-
tune in dircr Siegeseuphorie den Ein-
satz tun Kriegsgefangenen zunächst
fttr unn-ntg und lieb mehr ab die
Hälfte der 1941 gefangenen sowj. Sol-
daten mehr oder weniger systematisch
verhungern. Mit zunehmender Kriegs-
dauer im (Kien mußte die Rustungs-
industne jedoch langfristig mit Arbeit*
kräften versorgt werden. Ab 22. Kl 942
7 *aac«*(rniMtMi«i
konnte «kshalb feder Arbeitsfähige in
den okkupxrtcn Ländern und in den
Kriegsgefangenenlagern offiziell zur Z
heiangerogen weiden V’.a Menschen
au» det Sowjetunion wurden nun tn
gnükm Siil zum -Rcichseinsatz* ge-
preßt Diese sog. Ovtaibcitet »tanden.
tm fkffmjl; zu den *e»leun>p»cni
aut der untersten Stufe det auch tn dci
Arheitvwclt cultieen sozial rasuvehen
Hierarchie der Nat w»z und unterlaßen
ähnlichen Sonderbcst unmutigen wie
K>lcn und Juden.
Da der Arhertvkraftemangel weiter
wuchs. begann da» —» SS-W irbduiftv-
Verwaltung» Hauptamt ab Herbst 1*42
mit emem ltan»tcr»»-»tcm ähnlich dem
seit 1941 von der — Organisation
Schmell in Schlesien praktizierten »er-
starkt KZ-Hafllmgc an private und
öffentliche Firmen zu »ermitteln
Zehntausende KZ-Häftlinge arbeite-
ten ua. lut die —♦ Organisation Todt,
die darüber hinaus unter ihren Uber
I Mio Beschäftigten stets auch Uber
lüdixbc Zwangsarbciter verfugte. ob
1942 beim lnfra»trukrurau»bau m den
besetzten Ostgebieten 194t beim Bau
dc» — Atlantiks»all» in Trankt ci«di odet
hettn Ruslungsbau tm Reich gegen
Kriegsende Ober II»>'<«» ungar Juden
wurden noch 1*44 nach IX-utwhland
verschleppt um ab KZ-Häftlinge unter
grausamen Bedingungen beim Bau
unterirdischer Fabriken ausgcbcutet ru
werden (-» Dora MmeRvau. — Ringel
taube) Im Dt Reich arbeiteten un
Spätsommer 1944 rund 5.9 Mm \u*
Lander 1.9 Mx« Kriegsgetangene au»
> Ländern »»wie ............ KZ Haft
linge Mehr ah Vi(»»l Arbeitslager
existierten allem tn Deutschland. m
denen je nach Vcrpflwhtungsart. Her-
kunft und Fmsatzsekior der Arbeit»
kralle unterschiedlichste Bedingungen
herrsch leu
Darüber hinzu» existierten tn den be-
setzten Gebieten Tarnende »tm Ligcrn
K14
fur da» gigantische Zaystem. denn
auch tn ihrer Heimat muhten unzählige
Menschen Z fur die dt — Kriegswirt-
schaft leisten Ohne die »lelfaitigen Z
Maßnahmen. »on der -4 Arbeitspflicht
bi» hin zur -Vernichtung durch Ar-
beit-. hatte Deutschland den Kneg nie
aut diese Weise fuhren können An det
Organrsabon »Jer Z. waren Arbeita-
»crwaltung fWizet. SS. Wehrmacht und
zi»tlc Besatzungebehorden beteiligt
»tm ihrer Nutzung profitierten Reich»
bebüden öffentliche und pnutc L'n
temehmen Entschädigungen für »he
Z. »<m Millionen Frauen und Mannern
in und außerhalb Deutschland« stehen
bt» auf wenige Ausnahmen noch beute
aus truiTGraiw«
t amwur
Gtwae W<»t Orr r»U***r»r Arhrtsman:
Iwitw Zar Zaaafairhr« al* Lbwrra
Jr» /«.*» IW.l Heiko IW?
HrrScit l Inch (Hg i f.arvga -nJ 4r» ZU»*»
nm«: .OitmWi kr ZriifarWrUrr Kneppete
erst anä 4/ HoZMmcr m DramMaM f«<V
Ml F«CI l*»l
Mctts-rl l Irish /»«—ii<«N»ir» /V4aM a«*Z
üei SiiiW irrLirmiti- «*«<* K-»««•* .rrnV-P
4r* Prwww fevowv Heist H--vn !<•’
h»>*.X •'m*. «•»• Z-»«r>«*r» wm 47
f/aruaem Br Mäuonr «wj ArBnBw be » 4
lUratwrfcr Sntaag rar Farümaig was Uwe»
wi»*n und kam« Hamhiaf IW1
Z.wangsMrnltsati«« s. Medizin
20. Juh 1*44 l m 12 42 I hr an diesem
Tag cxpkxfiene wahrend einer l.agc-
bespteehung un Fuhrerluuptquartiet
-Wotfssduinrc- bei Rasienburg in Ost-
preuben eme kurz zuvor »on Oberst
i.G Claus Graf Schenk v StauHenherg
deponierte Bombe Das Attentat. »km
mehrere mißglückte Versuche »oraus-
ecaangen waren. soNle da» auslosende
Ereignis für einen Staatsstreich v.a. na
tumalkimsenatiser Kreise »em Stauf
Irnberg, «kr «Jie Lxpknmn aus «kt
Fntfernung wahrgcmwnmcn hatte ging
irrtümlich »orn Tod Hitlers aus. t-r flog
MS
nach Berlin und »ersuchte »om Haupt-
quartier «kr Verschwörer tn der Bend-
krvtraße au» zusammen iwi Ludwig
Beck. General Friedrich Oibncht, Ge-
neral Encb Hoepner. Gcncralfckinur
schall Frwm » Witzkhen Werner v
Haeften und Albrecht Ritter Menz
»on Quirnheim erhdgkw die Operation
Walküre rcichsweit anlaufcn zu lassen,
um den Verschwiircni damit die Mi-
litär- und Regierungsgewalt zu wehem
In den spaten Abendstunden besetzten
re gimc treue Truppen den Bcndlcr
block Beck wurde zum Selbstmord ge-
zwungen. den Hoepner abkhnic. Stauf
IcnNrrg.» Hacftcn Mertz » Quirnheim
und Oibncht wurden noch in «krsclbcn
Nacht tm Innenhof des («clande» er-
schossen Der »erhärtete Hoepner »tarb
nach «km Lidesurtcil des VGH tm Au-
gust Witzkben hatte »kn BcndlcrNock
schon früher »erlassen, wurde icdoch
am nächsten Tag festgenommen. An
fang AuguM »om — Volksgerichtshof
zum Tode verurteilt und erhängt.
Ab Gründe für das Scheitern des
Staatsstreich» werden angeführt, daß
Hitler lediglich leicht verletzt wurde
daß es den Verschwörern nicht ge-
lang. die Nachrichtenverbindung zum
Führerhauptquarticr -Wolfsschanze-
zu unterbrechen sowie der L’mstand.
daß sie sich die Verfügungsgewalt über
dx.- Medien mcht siehe m konnten In
Reaktion auf den 20 Juli leiste das —
Rcichsuchcrheits-Hauptamt die um
fassende Vcrfoigungsaktxm -frewHier-
aus. in »kren Verlauf auch viele Farm-
tienangehongc politischer Gegner ab
Stppenhaftlince festgenommen wurden
(-» Sippenhafll Insgesamt wurden et-
wa NH-TI») Menschen »erhaltet und
numkstens ISO Personen hingcnchtct
( —♦ W idci»Und) f«w UwiAr*
H.too WMriuanW i-rm MiC«-
gm kiMMWi »am 7» A* /WM Kumiaaz I’M
Uct>«3Khai. Geld R <><* > Der JD A4 /WM
/sklnatl
Rr«»rm»W "wf Nrsrnww A» 4nu»>ki»i WMr-
•MmA CTCr-T 4m V» Urtunt, K*Un l<M
/vkkxi B GtflgM auf Blau- wetma».
mit «km allem in —» Auschwitz ab
Frühjahr 1*42 I Mia Menschen er-
mirikt wurden 1923 »on »kt Firma -i
DfcGESCH als Entwcsungsmittcl in
den Verkauf gebracht wurde es lau
fend aui in Armee und Marine zut
Desinfektion verwendet Am 3.9.1941
wurden in einer impcoviucrten -• Gas-
kammer in .Auschwitz zum ersten Mal
Menschen mit diesem Mittel ermordet
Opfct d>c»c: -Pt*»he»ctgasung- waren
hl«) rus«. -• Kriegsgefangene und andc
re Häftlinge Der l agertommandant
»on Auschwitz. Rud«4t Hoß. beschküJ
daraufhin ausschhcßlich Z. zu ver-
wenden, da cs Mch gegenüber der V’er
gasung mittek Kohknmonoxyd aus
Raschen und Motorenabgasen aK -ef-
fektiver- erwies. In geringerem lTm-
fang wurde auch in »kn — Konzentra
txmslagcrn -♦ Majdanek. -« Mauthau
»en. — Sachsenhausen —• Ravens-
bruck —» Stutthof und -* Neuengam-
me mit Z gemordet Hcrgcstcßt wurde
/ von den Dessauer Werten fur
Zucker und chemische Industnc und
der Kaliwerke AG ui Kolin Lin Werk
der -♦ LG Farben in l'erdingcn »tcllie
einen Stabilisator für «la» Mittel her
Die Blausäure (Cyanwasserstoff) war
auf Kieselgur aufgezogen und in ver-
schweißten Mctalldoscn verpackt Der
Inhalt wurde durch verschließbare
Öffnungen in «he al« Duschen getarn-
ten Gaskamnx-m geworfen, wo 'ich
dk Blausauic ah 25.7 C m Ga» ver-
wandelte und die Menschen durch Zcl-
ienmtx.'kung lotete <-» Endlocung;
—» Raucnpobuk und Völkermord).
UuaJif Roi/t
faNTana
K**r«i t-Mfrn Hcniura langhria CJalXeO
Rixkcii ua dte.) S<a*.<Mtxi.tMMi»Ar M«u
wwinwy 4»na Ixirnn tww DWummuimw
Fraaktvn n Man l«n
Teil III:
Register
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Berte VBnBnrbrr and Am Mil man
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Aham te< «am R |mr ata» de» Krtk*
PMa*. MM teackbd n» ReKtaartednao»
laanir and P*te»w«mM «uc* Ite»
erncian Drcteemtan tnte Brnd * «rarer
NS Vcedncbiang f-Abdankung Je» Ituelkek
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Beran. Rudolf 29 I’ I»»» I? 5 |9TO Erster Pzr
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Bergenpnea. Wcrnct 16 9 Iref’ R^m dW
Baden Haden SchnDMehrr |9t? lehrte «16
Bskctiaiiu« «M k»th.4.wh»n Kirche rum Aua
kHWS m> det RdcbsMhriltl »nrskammcr 1942
noch Tirol «pater narb Rom |«M Widwlm
Raatw Pim HB2 VlUkt Press Werk» aa
/«er Gnsli.zaai« und >64. Grrfch« R.muat W'A
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B«rpi. '»tu.* 16? 1*«* l .er »leiten 5 | l«T*
Sfatgpn SViMvrpugircnlukrer (t*4ii> W’h
Chef de» Hgaazueg»amta an SS HmiWm"!
IJBI94U LaMCt dc» \Sll4«|<*(«i» 1942
Ntaaitsicknctkr m Rncahcr*. Minimum tui
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kl«exUMtwui»txiK l'M« in Numhcrg
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Beenadaam. hakt Gd »«•> *nh«| 2,1
Mia.kJni4m - I’ » I94B fcniMhrm Schwed 1S4I
Uker 1943 VizrpciMide-nl 1*4». Praudeat dr«
ah» cd R..|«n Klauen. R.Hang Jan und em
weg. KZ ILi'Unec n den letzten KiKtsmotu
len Bef I N VermtnlM»g'».r»ucbc«i in PaUari
aa ».m (adauhen I Mtrnnrcn erauedet
S Ml
Beenraua. Fuhaard n I IX'»«’ Berlin l-S 12 WJ2
eftda Bdiülut W72 lur 51*0 19U2Uh. WL2-1B
und WSt > MdR WIT zur I SPD 19>i zur
Ml» Hcgramter Je« Resiatamaaeiu«
15*6
BevwMwrfl. Albrecht t.r.d ».ei 6 I >'»> Hrrftn
25 4 IW ekl DifdneMI Rolwhaltwal MH
liiled de« WaktUanJ-erun» Je» tedfKrcnc«
WM der Faewapu ermord«-!
1755
Bertram. \dGI 14 < IR»9 Hildesheim 6 ? 1*4'
Srtkdi kdianneslsrig (Ihdunral Wl* Kardi
im! WI4 1 nrstbn«J»ii4 war Ikcalau WW44
t.ran-ndrt der ludai HtschuFskiwtervtiz
Ahtehaung dr» Nat mm d> vvn anmennt Am
«kruiannii und l betet dl« ei nut cMace h4i
bk der I tncaWn IU klu«l|«t(> »etsuclMc
S 19'. ?I4I ’M
22
Berre IRtnrat 22 1 1** Hrrslau 64 NN
Hnhenduri Flhcnme Althnl.mker «K WT?
Prokraor in Ictpzig >”** hhetate» G.urxlhal-
tiaog Annahcntnr an NS-Meokogw Paeteimit
gbed 1*40 41 Rcbua der l m» I cipng 1943
45 Prolemur in München 1954 in Erlangen
f/M- Ah-.aMdrrrva* «I p».«t..p..c6aptea.*ev
Gnand/ao. 1926. Da- Avumm 6m den Granhen.
19671
S.4*tt
Bc»U Iw n < afx<un Mdattaiiei Je» h«H iruMar
< «cheimdwmje». zu» mit Man*» Mr«em beim
Vcnhr Zwvuhcaldl «>wn SD «Aidnafipr taa
Knetrcmk m KZ Hall
K?77
BeM. MUrrar IO7I«H Doriroi.idl 23b WW
Mulhern«Rohr tund V» < *wr<n»pwa(nhrrt
iW*4t |i,uj rar SSDAP W»5 'ttr <«e»tar»’
aaeh tkilai l hc< dc» Ami«» Acrwalluap und
Hohl im HautKami AnhertietHfuhnei Aep<
W3M lun W40 Lmter de* Amte« II du»
RSHA l*6t \«r<»<diun4*.h«.f heim Militw
hctctihhabcr in Hankreuh ab S. ncrnlxr 1*42
ReidMhavodmnühtMK'r in Dnaamark W31
AutiH dci m« Kikimtt IXAumcnlr 1*49
oi K>s>enha*rn eure l<Mr venmeih begna
dMl 1*51 «Mla«M In dc« BRD Re»-iMahcral<t
dc» Sonne»Kt<az**rm. hacvU Anklage W?2
•c«en der intaniuatu« der I in«al.-|trufincn
tn B.kn w>4 IHn G«.4ndhcitMtrUnJce f»4pen
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BethJea «mi Betlden. Im.uii Gral B IUMT74
twiaieveii - |*t’ hei M>«kau t nga: |A«h
Uber Minnletprawdcnl 14 4 1621 Itt-K IWI
l'»44 aaeh dt Bctclzun« l iieaia» Ihaht iuu.h
M»i Einoiancb »erhaltet und »erwteleppi
S*71
IUHmumm lladJiaeg. rbeidvild ran 2*1114'6
Hidienlinn« !»> FhrnwaMe 21 W2t <hd
hlhet 1UH5 pt.uB Innemrunrntcv l«IM RcuJ*.
lauzlet »ad picul M>nvu»>pia»idcni RiKktrat
an Jub WI7
S.75
B«r6«m. H.wt» l'*i 2.1«. >*4’ L.uli ihianetuh
leit Kautmtnri lauer der titieli.i.cTunbung
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Lk|aHlaii.,ncn «tm l.idz ia» SernuhianfU^cr
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»punnebrn Rurgerknag» 1 Aawtprpkar Spwwarw
Ihr —ihJrh »ml fsdWiu hr.. A.wtAJzr ,tr »p»
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Berhn Schnn»icilcr Ihamankcr Dramaturg
Ruluti ma der f><. <o-«*x»u<p<r 1192h). «*
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ScH 2*2.19)3 E»l (HA. HaakrcuK Schweden,
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Hrraersgetar der I tatar ZrWw h-r«r ta titel
arwide und der Scholleaeeibc Bwuiannr uar
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an der RcidmbeaicrKmrnrtei l*U> 40 Staab
ihr ater Zur*.6 l*4n 44 Sstultertiteatcr Ikitm
1*44 darmBcrpflachlet Seil l<*47 latendaat der
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Sal wir la Basem
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OeMet. Kurl 31 K [»'M Hraunsdawclg » llldmr
Dh-Hci* Ammerecc Ss k.immianalpidnAct
SS Oturgruppcnrwheer < Ita.i I I rnrs der erden
NSDAP Mrigtadcr iNunuacr 171 IW-3H
I kl»griippenlener der NSDAP |H l Siusalzen
Jer des Dl Gemeimletages MdR Marz 1*33
ObcltargclincrUer »ua Muruhen
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Ftai. Werna- 2.5 l1*’. Geehrt 1| ’ l*'n Mun
ihea Aur. . und KatarcitrM. Buhnen- und
FurmchauspKkr Mithegmndcr de» Kabaretts
KalahMUtw 1*0* (1405 um den Sal Mir ec
whluMcni K/ Hati m Fsicrwcgcn l*W Au»
ichlud am det KeKbAutiUTkammcr IMVM*
Sulilal der WebrmauM. 1*42 erneul III Muauuc
Halt aus plilxhcn triunde«
S 4b *
Farrs, luackun »iwi s ItuMbim »on Fawt
Indier. Fugen 5«illC4 Karssruta - *T|ta’
Freibwg i Brsg AatheugwAige Froiapwiau der
Raxenhundc H2’ 42 Duckleu des Kaiser W 4
Helm Institut» tur AMbrufKM^*. mcnacMiche
Frtdehrr und Eugrruh I**’ Mnghcdder Pieta
Aitacmic der Wi.sctm.bal ten Nach Jem
/weilen Wrkhneg 1 hrenmugteed dar Dl
AMhr>r^4i«mhrn OcKttaHaH Werbe M.
WrnsiAhihr T rZVa. banli/ehrr und Awirrtav
gtasr, l*Ci
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Ftaher. I ujwy In 4 IAA Kanerslanlem l*2b
-ur NSDAP 1*31 S A Mandiarieiituhrrr 1137
MdR 24 Ul !*.» Cbel det dl ZisilvcrwaHuag
un DnirAI Waisshau 1*40 SA-4 rruppeatub
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II 12 IIWA le^rig - 133Ital Perm BAtAcnn
und iMNiZitfut Sv» |*|b Mllhegnatalcnn der
.«er» KP H2I V-wutzcnJc der Berliner KP
11’4 ’s MJR Aprd 1*24 SspicmtKi 1*25
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Knie Pancumachhill 1*31 tmaviMaua nach
Parts. Itarim die USA
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Handln. Pterre F.Uenae 124 ll*W Parr»
13 b. 1*5* Sam« kan-Cap Fertal Fra IAAüKci
Frner der Führer der JcmrWmtMchrn Allomr
H34i35 MmMergeaMdent. I*3b Auleamumser
AizcpraMderrt und AuAenminiiaer der Vrt»
Regierung l*4U4| |WMr wrnen Kitüainuatam
«cruitcth l*4n rchahilinen
S.7S0
IteK. Ftiedrach 417 Ibhl LrtisA-if 31'1*72
Lmiliiru ladiMtiKtlrr 1*1* (irnersklircklin
dci Charlotientaile AG zahlreiche Bcicdiguc-
grn ua an der Gcta-nhirchs-ncr Hrrgsserhi
AG Bw |14S ca ’ M Mio. Mut h ah Spenden
tur NSDAP 1*37 zur NSDAP 1*3» W,sr
wirtKtandalircr blitglicd des Frcnndeshrc»
ws .V Rnrhsttarers SS Jes Pra.r.ham» J» r
Rcichatetcuugung Encn ua Der Ftah-Kun-
zern war einer der gnihm NMnuettei der
Arms mag Im Zweiun Wehhneg Betchali
igung »na Zw.«ir»arnciiem and KZ-Hah-
tagen m gnntem Sol l)a|*4.< Verhaltung
2212 1*47 stehen hehre Crctnngnn im Fluh
PnveO. 25 8 l«N) AramcUK
S 47| MM. 3*3. *•>
(•erster. Fnedncb Wilhelm 2 n . »ew sl I |tan
PaailML PrntesMH I Phitampta. und PadapigA
in Wien 1*14-20 m München PuHimt Sen
1*22 Sehnen.FrMWrekh. USA H.ll amgetar
gen
S407
FwerMrr. Richard H * ll»71 Straiwnd * 4 1*52
Berlin Adnural 1*33 M» Huttcnchci ScU M37
Prasxlcnt der 1h Jap l ieseBschaP.
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lorstw. Alten 2h 7 1*12 Furth - 28.4 1*4» nach
anderen Angaben 28 2 1*52 Wanchau Ihre
genchiell IX B4itiKcr 1*2' zur NSDAP SA-
Fuhrer l*Ml Gauleiter »<wi Danng Nach 1*31
I Uhlei de» < »esanitvcrtandcs der dl AnecMcf)
ten m dc» DAF !♦.»> nach dem Sieg «her fAw-n
Rcictnstatihalrcr wsd <>au«.-itcr »ue Duaztg-
Wccipreuben 1 '«** ludesunetl dutcli p»ln Gc-
riclit wegen Kncpicitwechcn
S 4l«i
FwrsCbwH, Fzml 13 * 1*12 Laar Ibeste Duisburgl
- H«l*’4 Hetdeitarg Staate- und Sen»al
tungsrechder ScudknllxJiic 1*33 Drr hiaAr
Stau PropagieTtag des Fuhrerpnazip. luden
nh Feinde, die unschädlich grouuht werten
miniiei» lehntuhlc in Hambürr Ki»mtr.hcTg.
Wien und llesklhc-tg 1*41-67 wieder Phofwa«
in H»Idelberg l Piawdcnl te» obcrsicn
ScrfMiiuicsgerKht» Zypern«
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IrnrtAK I <r»u 2b 12 l«'--i Ki»b 2h 11*73 Bet
ta i Wett) Riutawv l*2b »5 Rectnsaawali ia
Berlin Imigiai.« »a «be USA Sen 1*11 Prol
in Berlin
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Fnmca » BahaUMwidt. Htaelwo 4 121t»: |
lerml ’M II 1*75 M*frul Spisn ISshtuicr uad
General. 1*35 IrencrahlabwIicF l»W auf die
K.iaartschen Inseln ahte*chi4»rn Nach cmer
Re «Ute iulaaaliMau.bc I Offiziere ul MadiAlu
am 2** l*w < Fiel einer narsuraMpan Rcgw
lang gegen »1» Vwlkitrim« I isbii.niag eines
klerWal-taschnirwhes si.rcm» un span Bat
ftikrieg Reipette al» *Caaddli». nui dAtataui
»eben Suthmächrca
S 22. 77, Hl tta 45b. 4atl Ml" M»5 mm "411 t
FracA. Aai- l’till.1* RmAIuiI ut M.itn
Marz 1*45 KZ Bergen Betau Judaetas Mta
Chen 1*33 mn ter Familie Ftahl m »lac Nictel
lamhc Ah *7 1*4? lauchte die Hnnhc rwam
mc« mit Indlwbcn Ircunten in einem Hmlri
hau» an drr Amsterdamer ISmsciteria hl izntet
Hi» IKl'ZM luhrtc Anne tat Tagebuch Aia
4H 1*44 wurde »ta» Scrsrech »rm der G»srap«>
catdcsht M4« wurden deportiert and harnen
mn Ausnahme «on Annes Artet in Jen nat «or
K7 und Azmahtunplamm um« leben Anne
starb m Bcrgcn-Hehen hei eener Fpwlrime Dn»
Tarr Nm * >irr 4rw» Fnmt lat eia Hcrhrndes
Zcjiiu» gegen den nal uw. Ten«»
SMS
Frank. Ham 235 !*»> Karlsruhe 16 10 1*46
Nürnberg | hin je ru hiel | luml und PlilAer
Oklctat 1*23 zur NSDAP Teilnahme am Ibl
hrpaoek l*2n Urkmlimg Je» NaUKH Rechts
wahrcTtandk-s IV1V34 tMsernsher Klitizunn»
sie». ImU ReKtlsmaiMci 'hn< t «escluft»hc-
rakh l*>i G«n»rrlc<iu»<meur rm besetzte«
lArka lb«z hin uml wieder versuchter Durch
Satzung und W «Arnar »rm Rrrtluwmrn taug
Ic cl Wh ter R»s<cri«Jc»*ve Je» Nai.iur u
war emer cter Flaaprseranrwnrllicben lur ihe
Gcwafttalca der SS u PAaci ua CM.-neralgnu
vememrm Wegen des »rm ihm prahltzserien u
geduldeten GuruptuwsiheliMelcn Scnaahunc»
«tk »erb» er urion 1*42 Jw Gun»l Hnkrs
Wahrend Jer Halt in N'urntwtc schrieb er Me
nurren r/-i Vtaeuw te» und trat zum
K.»'IniKzismm. Uber
S 2* 1531 4ML "I M7». ”5 L. 7*5
Frank. Karl Hermann J41 !**• KtnsbrnJ
22.4 1*4» Prag itanceiKhlet* SudetcnJi P4<
(Acr SS ObrrgruTpertsihrcr I t*4»i |ill*AI»
genrdttete! ter SJP im rsctexkoM Parlament
l*3K «erlFvcrttMcmkr Gaakrter dr» Nate
leistendes. Seit IM8 MdR Murr 1*5* Siams
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und Mahren. 1*43 Slaalsri n.nci Al» Krieg»
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tcnl dci NSDAP lut frühen Ort lm4«MJicn
Schrifttum» tm Stott m« Heb I 7 WI5 Lanier
ik» HcnhumtUni« Wr Gc«.kKfii< dr» »<«m
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«p»tct K. «tvninik-ur der Sipo und Jn KD in
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cnchiri'ungen Hetb.1 1*44 zuruck nac»
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mim ninp>i««rn te-h;«r«p»rter m dm .'M
Jahren von IWrand abgewurben Ltiter
ibear itet FilmgrKhtchte W27I tur The *av nf
all Hrrh <W?7* und The Um «wunmd H*2Hi
Rlackkeht nach Deutschland IS dittsji« und
kun«llcnw.h« Bindung i«o dan NS Regime
Verehrung mit pcrwoenkullhahcn Zugca. WM
Verleihung dc* A«fier*ch<ld« 1*41 StaMaKhas
•preKr M*4« AthelH«c«l*H durch die Vl|«Ktten
Filme ua Der Neue FngK Win. Rohen Korb
WP» Ohm Krugrr. t*4l, D«r FMtuumf, 1*42
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Referat» -Sippenhah- an RSH A
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JanuHMc ».ycedi VMluhl *n7 W25 Kuldw bei
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zur Bdn Athencrportei • PPRI Sen IW«' Cbel
de« Geuetatelab« Sell t*M an ZK der Seret-
nietcn PI’R «en t*’l tm Pidnbur. II ’IWI
6 11 WKS Mtnruerpr»«»drnt I*** -1‘»<* Staat»
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wddl 3 2 r**> Riga Ihmgenchteti H-iherer
SS- und PWi/etfahrrr in RuBUnd Sen 1*2*
NSDAP Maghed !«□ rot SS Nil Ikhnrr dm
SS-Abuhnnl« IS iNnrd). diaia «lei SSObei
•btehmti» Mute ah SS Gruppcnftihrrr Laaer
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I »bergruppcnnihret Wl? MdR hmt l*4l
HSMV Rtrtand-Md ab Dea 1*41 RtaUaad-
S«J «nd Fuktri dm SStMtntanchram Ite
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Atdulckl Vmhau des Dl. SLa«l><.i< auf dem
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14*1937 Schloft I ans hei Prag Tuchertwid
SiMjolugc Phthmupli und PiUArr 1*18 1*20,
>977 und 1944 rum snat«pra«idrnien ge»teilt
1935 Rock trat au« Abirsgiunden MaBgeMch
an «ter Ernctwung eines «ebntmdigen tache
c1nmI Staate, hctaüigt
S 7«m
Mamar«. Fnln «.eil Frurifcrikc Ma--.ini.
213IMQ Wien 30II9M Bevith Hilte,
Oterrr Skngrnn und Schui»^»»rtrnn Ab |9O4
Reew und < »peirttebsui 1933 Em«g>at»c«i
S. IR5
MmmmA*. Fcsitkc 4 »Ittrt tn der Prltfcktur
tamagiHwen 27*1*4* fokur tag Hihiiker
I9MC M Ahpcotdm.<«et Jei kon»er» alntn Scrju
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1940 41 Viih aminnlrr Ah Knepietbirecher
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ehrt SSAPertuhtct WWzur NSDAP Icitaah
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Mirfrrti >Kc»h«<>*itct<agr der NPsAI’l Frv
I rWlrr und Knt ^rr 5« tfrmhrrt 14 Ih mptu.be
Spwta 19161 Wrwrf det Kurttpunci mit dem
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ciur Aue« Dl Filnutpuw und p'duzctl
IV” Aiataklawauchef und Direktor drr Ifta
$»U nt« Amuhalra« der Rndwlilmkamincr und
RcKMkuitiuieiuki« Kniet produzierte und
tnvr-ia'rtc nal «or Prop.ituzidafikmr H<Hmun
ff Ort. 1913. al« Pt<iduzinl Srukm. 1941
r,t‘l l«M? beide at» Kccnteur I In den Mtarr
Ithren FUmc m der HR|> (iMuNamadhm
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Ruirr. R.zurrt • 14.5 |90l Aiuhen A«eholl«ge
und Awhainer Seit 1937 Leitet det Raraeii
bvttcnnchen und Hc»»4kcrun|t»b»(4i«gii<chen
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b»wa 19341 »on Hiller nir&ckgebidt siahxtwl
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det SA Dcj 1933 RcKhKRIOKtct ohne Gc-
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wirtxhalivkrne m den USA l'Merviilutc Eng-
laad gegen Achcnmaeiilc «au KitegMxnwia
Trotz itat |ap AnfangicrhAge im Pazifik Scr-
fccfalcrder t«knk Herman» IwM- iKneg»kz»a
tiocnrcn »<>o 4 au .•»urica lebcian u iaH4)
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tlafra «tat ScrctMcii Nammen Sem ptmzbcher
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aung xhopfen aul cme» Sonderfrieden mit den
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ffldinrr für < utwlim und Spttrcndecken
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vertnrtiang der Ji Juden Vonitzrn>kr drt Ker
Ikacr ;Ud <acnacuadcn 1942 nach Itare«a<mtadl
deportiert
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Rcutagraippe InJvnlHi
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1941 EGr A
1613
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21 12.1*79 Cron t Georgien I - 5 3 195* Knivc-
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Mttbcgrtkndcr der Prawdu Will? Vertan
nung nach der FrbruarTo<Uiir»on 1917 Ruck
kehr nach Petrograd Nach der < rktidwrrcrtdu
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1*22 Getwralwkrrtar de« Zentralkontelrcw.
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euer aul Polizei und lerr.w genutzten Ihkto
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whall Sutane der CJSSR mal der Botata
wwaetung Du und Sudmleuropn etmn s<
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dem ucii del MMbhwh. durch einen -I tat
nrn Vorhang* nach I*»5 ahututOew
1 23 5», 73. «21 V6 4301.121. 527. S42 Ml
Mb MI.757.775.Riib
suunglrt. Irx-dricti »1.1*74 Hruitn I 12 |957
Kruahcrg'Tauram Journalui und Pitaikcr
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WI6 33 Chefredakteur de« «..nafdemokrati
wtan l.trwtinu I92n V MdR 1*26-33 «n
SPD Sordaad len Mai 1933 «na Prager Eul.
Redaktion de« .Vrvrw l.wwarrc WW nach
I tanklcKh. 1940 M die USA l«4b 55 Dtaenl
»n der Fr.inktuner Akademur tut Arbeit
1 V «I.h52
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ter der NS Kultur gerne ittdc und der Abteilung
tut Kmitpflegr hem Beauftragten de« I uh
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ehe Schulung der NSDAP-
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den opanetan Doppler Etlcki ea Kanahtrah
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«<z der Dr Fimchungtgetnerntchatt Führen-
der Sertrelcr einer rai*r-t»whrn Intrrprrielion
der NaturwiaenMchaflen
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mhebugter der Fnednch Flack KG Wchrwwt
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1945 hn Luckenwalde iFlugzeueahuur») FUm
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22ii|93.3 Berlaa fSJtukcr <SPDi ManaalMgard-
wdeni «rat Mecklenburg. Sam SA wahrend der
-Ktlpcnickcr Blutwochr- ermordet
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München »idcrMamlikampfci Mitglied der
Krouiac» Krcwo Jan 194* Tndemanetl Httnm
te-ri Sfaancur Fel.« Knoten getona Siratoul
«chub nm 25.4,1945 tahetl Mitbegründer
CDU ta Scfllcawig Hiduua. 1946.4'’ Maa Pra«
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hang mu R.dm»put*ch ermordet
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nenberg tat Padcrbctml 1*5 Hfl Dt SA
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aiehz Ah 192' Aufbau de» SA-Bcreacha OH
Jeutschiwtad u OSAF Siefhcrtnracr IM fhl«
W.311 193031 Koeniklc zwtKhcn SA und Par
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kci iRcpulUikanri Wil li Kncgwnaakter
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Ankcwnmcn 04 dank du- LSA. dar ualcr
VerieUMg de» lUtand-Kcktg-Pakio /«aaandc
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der Aiu<»tuuntanal«*urfc Uber Japan
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1'4.1924 Iteikm Indwwnellrr I nkel von M»
du. 1 1920-23 DSP MdR AcnKau de« Scan
nm Kmzem. <t> <Jea .'tat kthn-a rum grotnen
dl lintctschancu
S. 426, 5fl»
Mralto«, Cangatr 31 5.HW2 Gevwnfeld (Ober
tovclMI - 30.6 WM Berlin W2l ztat NSDAP
Gaakilet m Nw.lertawrn Dm 1924 Ehra
W32 MdR 3926-30 Rca«lM(mgMgandmcilcr
Vermach linken Fh^al der NSDAP atampai
ten kta.letic *12 1'9'-’ Ruaum »«.« .«10n
Panccamtcrn » «hrend do -Rohm Purncho-
«imordci
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«Wallet. Otto |Di9. IH9? K iudttaim iMsItclfrnn
kenl 2?A.W?4 Mtlactan 1925 rar NSDAP
Seit 1936 nail «einem Bnadcr Gregor S Leitung
Jo kang'’V'«< io tut ewoaahMHKiae' Aut-
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Auxtut au« NSDAP Gründung det -Kampf»
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Schwarzen FrotU- 1933 FmigrMwn Von
Oikcrrtu.h ScbwcM. PlMiucal au. Kantg< gegen
Hilko WM l arundung der Dr -wrztalen 1 n>on
pufukach bcckutoncM.»
S. 27.3t 3M 721
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kt > und »Nlcntond«4.«.-npler
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(«arintwl. Pazirnk.rchc-n Kmgktnm empfahl
«uh mit «einem Einucten lur dt Muuk den
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kMnthci 14?W.l* Ruwklrut nach Krtlbki
wegen AhwrUurag «eener < »per fhr t.hwerpaanc
Fn*a, Wed do latarcttatt. Stelan Zweig. Jude
war 24 I W*4 l« hcim.-r.ler Fhmmlci« Verbot
des L meine« »in 1 Die Partei Jnurcoertc «ach
von S hetnefe «ein »rrk mi» P»ot<rg«wi«den
aber weiter au« Seme md Scfcwiegcttenibter ta
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1*4« alt -ciahelaUCT- emgnlett
115*. 176. TO
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64l«'l\ewSart Amenk Kampt
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HcgrunJiaoe Je» anfHemMMcbea Hetznlattc»
Otr Sturmer 1*2» («aulciui mi Flanken 1*31
45 MdR Wß leuung Je» »Zcmralkiemlcc«
tu Abwehr der |udmhrn Grrael und B"
kottbclav«. maörcM>»h al» Zaatandrkiwwnca
Jet Surnlx-rget (iin'ft beteiligt 1'2 1*4'
wsprn Kaetuplnia und nach Sire» «i«
Parictfiih/ctri adel Pamriamlcr MUKhffl
2'5 1*45 »et haftet I HitujA Ibtkeuirtell «»
gm \erbte»hen prpen di< Mnnchbchked
1244.37». 451.4*7. «12. 753
Mmmumn. < iwMtiv 105 ITO Berlin - » ul 1*29
Berlin 191» Gründung der DM’ Milgltrd
»kl Weubdiet Nattonabusanimtunt IWICJ
Reuhrkunzk-r 2511 1923 Rücktritt hu u
»einem lod Autlrnmnntcr Rcprjccnii.nl det
»og 1 it-jHuiircpolitik urr. Ikutsrhland au» dci
anlwnpnlxMcbcn Isnberimf ru rühren bocar
no Pakt 1*2'. Aufnahme «le* Dl Reiche» in dre
VoAcibund 1926, Bcrhae» Vertrag 1*36 Für
Xuamthnutif nut Ftankrrtch Fnedrnwmhel
prei» 1*26
167.429.556 642
Sarakrurh. l>.»>ry •5 3IMC Kawl hamket
akli» tätig m der DcmukratiMhea i Staat» iPat
ict «nd im -Rriihibannct 1*2*-36 al» hinst
M» prruit Mamadieml 1*36 ah < regnet dc»
Nat*»« vueti DrnU su»4»cnJ*ett ah 1937 hcui
fiel am Aufbau drr RncfHwerke Hermann
Gornig «I Su|j|MWt nach knrpenJr 1*45 I ei
•er der Rcwhawcelu: Ckaelbduti m .Salzg.ttet
1*46-5(1 WirtwhanwMnMcr (CTM’l runkhat
«tu Htaumctiwcipachrn landtag Jana in der
1 urtJcntcgtciung SrJcruitl»«
s 7n
Ma»i^. lurpcn 26*199* D»tmi4d 6 3 1952
Wanchau Sb Gruppenführer II94M and Gc
nrralmagte der ISUi/ei kimrruin.tc-ul .Irr Jl
Iruppen dw den War«hauet Ghetl* Aufwand
1*41 mctkrwhlugcn 21 3 1*4^ van I S-Mtlitai
gerxln wegen I nchwdunt fctunfcnm aloct
•er IMiiice rum Tode »cnaHetla tm ISdcn ju»«c
hrlcrt erneut zum Tinir urruneth and gdtangl
S 751 79r>
sirma». KatBcMM 2'2 IWM llaniburn (Dan
hwn 2 h IMl»s Dtiarrldurt 'IhealerretlMeur
and Sclmaapwler
1 IMl
Mena«. Mcdtrtnrr 1 hol poBe Radle bei Men
«dletnerMchen in Dachau ec»p»clL
1 2J7
MudeaM. Kurt ' 12 S 1WI Gancrak*cr»l 11*4*1
1*41-45 Kiawnandlerendct General de» XI
Rwprrkurpa del ' Falhdurm l>»wmu le»
lung der Luftlandung auf Kreta 20 5 I 4 1*41
S.1» t *44 Ian 1*4* (tberbclehMiahet der Hcc-
reipuppc A nn Waatoa ha HM* Oberhelchl»-
hahci der FalhdMrmtrupcc
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StM^aapel. Karl Heinrich «m 21 l*nb Darro
Madl 30 h 1*44 Berlln-PktUcnKc ihinfench-
letk Genrrul der Intanrmc (I 4 |9W| und
Wxkr»tanJ»klmp<tr 21 10 W« Otwrquarner
ttwb-lcr I ua Genelahub de» Heere* Ml5
Konunando Uber da« 11 Armceluirr» 1*2 1*41
Bcfghl ober 17 Armee fbi» 2* 11 1*41 un RuO
landfrldz«« i 14 2 1*42 al» Xachhi4»cr «eine»
Vcttcn Onri »nn 1 MihtarbrfehMtabrr m
Fiaalucach Harte» nenainmprepme. fkwh
ictIi« aktl»rr WSdrnrand Am 207 |*M Serhaf
lung Jrr »KhtifMan SS- SD- und GrtUfh»
Aapctkrr Kett Ui Part» Tnderurted durch S<dk»
ICTKhtshrd
1 316
StulpaapL Otto von Inn TO Bcrlm - 6 2 1*4*
Pmi» General der IntaMene (l*Dl 19" Knm
inandeur drr l unkrarnakadrmK 25 10 1*4i>
MilaktK-lehMuhei ni Frankreich Mahnerung
einer Sehre» kemherncha/l mit Drpwtanimen
GeneknUncflungui UA tm Jl 1 1942 Natdi
Kncpcadi' Serhahwig und Atr»lietcrun< an
1t-inkttn.il Sa lhntmied vor Proeebbcrirtn
1316
Mnmaw. thoflgang Minikrrterrnt dr» Reich»
tugrnjluhrung Ab 1*42 Kom l.tr dc« Amte»
Mack un 1 Gurr.» bulunpumt des Rc».h»oi<a-
ni»atmn«lrir>rr
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Stumpf!. H»rt»-Jurecn 1'6 Ihh* ko4t«ery
9 3 lunh FrankfuitMatn Gefierakiber»t
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s«4w. «MIO |7a I h*4 < Mdenburp »LA |**7 Her
hn (Skeart Natumakikcwwm und Bihtikcr Mit-
hrattundrr Jes 1X1B 1*45 ui Bet Im TaligkrM m
der ZcMiabemaitan« der Induunr der SR/
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194*4« SiiJiicnrJrkUt ««m Giud Berlin
1*4» so »im Berlin rWrMI 1951 -M Pratudem
dr» Westberliner Ahpmedmnenhamra Ab l«<*
Rciocrcndcr KmecrnietMcr »tm Berlin (Wr»l|
1*46'4* Mngitcd des Parlamenlamchcn Rntrs
1*4* *1 MJH !*♦» SctMjrundcr und tm 1955
Duckt.« der Dt HiKtnchuk tor Hdud («eit
|9Sn Otto Suhr lisMilur dr» Fl Hrtlml
1422
»«lahuftud. Pchr f-tmd 15 12 I«61 SaakwiMkt
m
iHMne) - 291 1*44 laumMi (Kvmil Fmn h-
Mütcr Ab IÄWI kunvrvatiwi Abgeordneter
nrhrnih ParUmcnispuvidenl |*|4 17 m
ub«nu.her Verbanaun« M« De« 191* Rcicta
tc««c*c> IV3»31 MuuMaprmaJeM IM5I-J7
Staat^waudccH
S.46I
S)»<* Fnedrxh 9 Kl 1M1 Ltuho» (Nieder
Meinen) - 194.' Saxtacnhamen SiMiwekie
ttr I92IF27 l««er drr Rruhianilili für Ar
N. -itiicrnuttlun« und Aitxi'.u»<»rn*ii«runt
RrKhMrbntMBinnier 193133 danach »leder
Leitet der Rcxtauiiuh N« ru ihrer Eia
fiiedemnf in Reichtartantminiatcnum WW
StaalMckrctai und uclbetttciendet Rcxta
arbeiMtmitiiler Nach Krwpende un Later
Sactarnhanaen alterniert
S JM
SanknaLFutench I HN7Kou«c 123.1*4» Bud«
pett Ikutferlebtet i l'agar Politiker Ebern On-
ncvaltlabwUlvn-r < »runder (1935) und Führer
der «palet wf Pleührcuzler-Pwlci Nach dem
Starr Horthy, 116 10 1944) «ein den dl Militär
befunden nal der Rc«ietunr»Nldnnf beeid
lieft Handlanger der dl htdenivrlolfimf Bei
Kncpciidc la OMcrrcidi verhaftet, aa L a«aiti
»usjeitelrrt rum Tode «erurwilt
S456.63«L7?!L
SMejojk Dominika« I Ikone i |Hh» «1» I ngar
Politiker und Diphmal Gencialkutnaoi Ga
tendier m Brrtin Marr-Auf 1*44 Mintuerpr»-
wdent
1771
iMumaan Bruno Full irr der Dl HaucrntHKh-
«chulfiwepjrir
1376
(am. Bruno <' iioto Knatfdxrg 3412 W»
Aakaca. Aivbiieki 1921-24 Sladtbaurei ui
Magdebkir« 1930-32 Prot fur WohmMtfcwencn
utxl Siedlunptbau an der IH Berlin 1932 r*l
Mota 19" nach hp»n Seil IVVrin Inanbul
Leitet du Ardulcklutabtcdunt dci Kumt
•kudeiair Bekannt durch den < »Unpnvilloei aul
der KWocr WcrkbundausateDun* WI4
S
Tekk». P41 Graf l 11 1879 Budapest 3 4 1941
ebda Lnfar PWitiker und ticimruph IV.’i
Außen man« Irr I92IE21 und 112 191*3 4.1941
Minnierprawdcnl Scibwrnord
S77O
li-neabmna. Mordccha. 1*16 Warrchau Au*
1943 Gbeitn Hrakntok iSehwlMord) Judncher
Wnlenundakhmpfct Scat 1942 in BiahMok.
orfanrwerte dorr cm < i*ietio Archiv Sntuhrrr
det dort trhctirv Aufwande« Sclhuinied. nach
dem die Mumtxm «u«*«f angen wur
5,3*
IrranrM. KW >45 tag Politiker | >-5
AirnccBwuMci
S52X
lrrt.<>vin. Axel 23.’ IN* 1 wen *51*45
Udo SA-ttarijpuppenlubrcr iN*i| 1*24 zur
SSDAP Trihuhne am Hnkr;a<iu.h 19.11145
MdR IV13 Prrua SUaiwM Gauierlrr «on
F«»en 5 2 1915 tMwrpraiedcni der Rherapn.
•tnr. Scjx. I’W Rekh»verleidi<uii»'4i'inrnivvir
Wehrkren VI 24 4 1*40 Rakbtkonumiu« fur
dte bcMUtea auruef <«etucle Hartenlcn Be
Mt/uitfwefimeri« Bei hnepende Selhulrmud
1615.676
leuch.Bruno IVH HamKitf 1 » iv"«4ul (hin
terKMell KontuiaMM Sun ctncat Suodctite-
ncht »racn leUnahmc am .Alkutaei Blalumn
laf- zum Tode veruticili
S 3W
Damit. Helene SA.INW Betka 7 II 19^4 etxf
SchaiMptekr.n 1917-13 in Berlin unter Mas
Reinhardt |9" 1iriMniiK.« nach Wien 1VU ar-
in den USA I94A-M und IVMi Werner Akade-
mie tut Mmik und darucBcnde Kun.t
S DU
Ikarruek. I Mio Georf 1*4 1*9 Werren (Sach
«col 21111946 La«cr fvelhcidc (Senne
Inner i Inrwr und fSdihker 1912 zur SSUAP
1933 kxntatunMriMdict «acta JuuunamMcr.
AafUnf zur (ikietaetullunf 1935 Sireprku
dem dc> RcKiiMcticbl« 193h ihlnadcnl de»
Voik«(«TKhKhnk Au* HM2-45 Roctaiu*uzmi-
nnrci Unur wioci Seide ^rmaneau R<«nt>-
bcutuw zutunkicn Je« nal «t« SiMcini Sell
1942 Prltaidcnt der Aka«iemic toi Dt Rcv.hr
Scitaimvd ‘or ScrtahrrnKr.ittnune ecgen ihn
n Numhcr»
SJM. NN. 6-K, 7112,7«
Dn»< Frank 113 1*o| Flunenoem bei I eekull
(LliiaelJi 11111977 DuirtiMaJi. Sehitfluxl
Irr W ährend de« Dorten Rex hc« utarutrtnrnd
in Ron* und Wien Pnutie daa Schlaf*on *«m
der -Inneren Fnuftelaai. iw* k-nirM»-Adi-n
lucrPren der DcutKhland-Slifluna Werke
ua 7»r Verdammen Roman 1*23 /So Krtrh
Jrr Roman 1941
3.323
Drurui«. Geeuf 3)2.DM) Font llMWtrz) -
29 It) I*»6 Haaklun am Main, (.eueral Wider
«undehlmpler Oki IV" Chef Amt««ruppe
Webrwirtwtull m OKH 1 h i'Ml) Gen d. Int
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Bildnachweis
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Abb 2 Zentrum für Anincmttivmuvfurvdiunii
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Abb 1 Kari Stehle München
Abb 4 Bildarchiv PrruHrwIwr Kiilturhrsitz
Ikrlai
Abb S Bildarchiv Prruttodwr Kvutartinaiu.
Berlin
Abb n Deutsches HlslonucK-« Museum Berlin
Abb 7 Bildarchiv Prcudnchcr Kuttarhcsili
Her Im
Abb 4 Bildarchiv Ptcuüncher KulturbcviG.
Bcrlm
Abb <4 Bildarchiv Prcuüwchcr Kuiturhcsiu
Bcrlm
Abb l'l Bildarchiv Preulhvctier Kulturhesur
Bcrlm
Abb 11 Bildarchiv preuihacher Kutturhesitr
Berlin
Abh 12 Bildarchiv PrriüViscficr huttarbesiv
Bcrlm
Abb |l l nndevarctuv Berlin
Abb. 14 Bildarchiv PicuAischaii KultatbuiU.
Bet im
Abb IS Deutsch» Hnlomch» Muicnm Bcrlm
Abb 1*1 stadr.et.hiv sal.’tiltet
Abb |? Deutsche« Hhlomch» Muiciun Berlin
Abb IM Bildarchiv Preußischer Kullarbesirt
Bcrlm
Abb 1» Bildarchiv ÖMcrteichbdtcs Institut tm
ZrrtfmchKhtr. Wien
Abb 2U Bildarchiv OucircKhhr.be* Insuiui tat
Zeitgeschichte, Wien
Abb 21 Bildarchiv R*u Marbwt
Abb 22 Bildarchiv Pirurtrvcher Kuitnrheein
Bcrlm
Abb 23 UnikMvIdwdk Her tut
Abb 24 Bildarchiv ISeidhscbst KultutbcsUr
Bcrlm
Abb 2* Bildarchiv Prcutbscbat Kuhurhcsio,
Bcrlm
Abb > Dcunch» Hnuieradwa Museum Bcrlm
Abb 27 Hildalvhl* PtruBnchcr Kullutbcsilr
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Abb 23 Bildarchiv Ptcull'schei Kullurhcsiu.
Berlin
Abb 21 Deutsch» Hislorrvchcs Muacani Bcrlm
Abb bl Deutsch» Historische« Museum Bcrlm
Abb 11 Deutsch» Hntorvvch» Museum. Berlin
Abb 12 Bildarchiv OucneKhtvctto Invniui iar
Zcitacschicbts, Wien
Abb u Bildaechiv Prcullaschcr hutturbcMtr
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Abb U Bildarchiv Prcc.llevclur KulturlKviiz
Berlin
Abb M DculsUev IlivUiriKhev Museum. BclUn
Abb In HcutMhev Hivlortvihev Minearn. Berlin
Abb 17 Bildarchiv Prrudndiar Kuliurhuate
Berlin
Abb "» landcvbvlduclle Berhu
Abfa.W Deutscher Mmcvim München
Abb 40 Deurvche« IIid<im<hr< Muwum Britin
Abb 4t LanilcihrldMcIlc Heitra
Abb 4.’ Deutsche« HiM<im<-hev Museum Rrbin
Abb 4J Bilderdienst Sctddcutuiici Serial.
München
Abb 44 Bildcrdicnul SUddcutacliei Serlai
Manchen
AM" 45 Bildarchiv Prci.tlavchcr Kuliurhevirz
Berlin
Abb 4t" Bddauhrv Pr. ukuhir KultvrtwcMi
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Abb 4’ Institut für Zmtrschufitc MuiKhcn
Abb 4b InsniU tlu ZaiWc-M.ha.hVe Muivhcn
Abb 49 | ninonvmert Wahhre GeN Dk
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Teil I - Handbuch
26 ausführliche Artikel auf dem aktuellen
wissenschaftlichen Stand bieten eine
Gesamtdarstellung des Nationalsozialismus
in allen Aspekten einschließlich der
Quellenlage
Teil II • Lexikon
Ca. 1000 Einzelstichwörter geben einen
systematischen Überblick über Fakten und
Daten. Namen. Begriffe Ereignisse
Institutionen und Organisationen
Teil III - Personenregister
Die Einträge sind mit Angaben zu
Lebensdaten und Funktionen versehen und
ergänzen die Sachinformation.
Mit zahlreichen Abbildungen.
Karten und Grafiken
Klett-Cotta
Deutscher Taschenbuch Verlag