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E DIN EN 13203-5:2012-10 ²(QWZXUI² Anwendungsbeginn Anwendungsbeginn dieser Norm ist *) Nationales Vorwort Diese Norm enthält sicherheitstechnische Festlegungen. Dieses Dokument (prEN 13203-5:2012) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 109 „Zentralheizungskessel für gasförmige Brennstoffe“ erarbeitet, dessen Sekretariat vom NEN (Niederlande) gehalten wird. Die nationalen Interessen bei der Erarbeitung wurden vom Arbeitsausschuss NA 032-03-01 AA „Häusliche, gewerbliche und industrielle Gasanwendung“ im Normenausschuss Gastechnik (NAGas) im DIN wahrgenommen. Dieses Dokument wurde vom DIN Deutsches Institut für Normung e. V. im Einvernehmen mit dem DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. aufgestellt. Diese Norm wird in das DVGW-Regelwerk „Gas“ aufgenommen. *) Wird bei Herausgabe als Norm festgelegt. 2
²(QWZXUI² CEN/TC 109 Datum: 2012-08 prEN 13203-5:2012 CEN/TC 109 Sekretariat: NEN Gasbeheizte Geräte für die sanitäre Warmwasserbereitung für den Hausgebrauch — Teil 5: Bewertung des Energieverbrauchs von Gasgeräten mit elektrischer Wärmepumpe Appareils domestiques produisant de l'eau chaude sanitaire utilisant les combustibles gazeux — Partie 5 : Evaluation de la consommation énergétique — Appareils à gaz combinés à une pompe à chaleur électrique Gas-fired domestic appliance producing hot water — Part 5: Assessment of energy consumption of gas fired appliances combined with electrical heat pump ICS: Deskriptoren Dokument-Typ: Europäische Norm Dokument-Untertyp: Dokument-Stage: CEN-Umfrage Dokument-Sprache: D STD Version 2.4e - RC2
E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) Inhalt ²(QWZXUI² Seite Vorwort ................................................................................................................................................................3 1 Anwendungsbereich .............................................................................................................................4 2 Normative Verweisungen ......................................................................................................................4 3 Begriffe ...................................................................................................................................................5 4 4.1 4.2 4.3 4.4 4.4.1 4.4.2 4.4.3 4.4.4 4.4.5 4.4.6 Allgemeine Prüfbedingungen ...............................................................................................................6 Referenzbedingungen ...........................................................................................................................6 Spezifische Bedingungen der Wärmequelle .......................................................................................6 Messunsicherheiten ..............................................................................................................................7 Prüfbedingungen ...................................................................................................................................8 Allgemeines ............................................................................................................................................8 Installationen für die Prüfung ...............................................................................................................8 Wasserversorgung ................................................................................................................................9 Beharrungszustand ...............................................................................................................................9 Anfangseinstellung des Gerätes ..........................................................................................................9 Stromzufuhr............................................................................................................................................9 5 5.1 5.2 5.2.1 5.2.2 Bestimmung des Energieverbrauchs der Geräte ............................................................................ 10 Allgemeines ......................................................................................................................................... 10 Zapfprogramme................................................................................................................................... 10 Allgemeines ......................................................................................................................................... 10 Prüfung für die Festlegung des täglichen Energieverbrauchs ...................................................... 16 Anhang A (informativ) Prüfbedingungen ....................................................................................................... 21 Anhang B (informativ) Prüfstand und Messeinrichtungen .......................................................................... 24 Anhang C (normativ) Geräte, die von dieser Europäischen Norm abgedeckt werden ............................. 27 2
²(QWZXUI² E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) Vorwort Dieses Dokument (prEN 13203-5:2012) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 109 „Zentralheizungskessel für gasförmige Brennstoffe“ erarbeitet, dessen Sekretariat vom NEN gehalten wird. Dieses Dokument ist derzeit zur CEN-Umfrage vorgelegt. 3
E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) 1 ²(QWZXUI² Anwendungsbereich Diese Europäische Norm gilt für gasbeheizte Geräte für die häusliche sanitäre Warmwasserbereitung. Sie gilt sowohl für gasbeheizte Durchlauf-Wasserheizer als auch für gasbeheizte Vorratswasserheizer mit elektrischer Wärmepumpe. Sie ist gültig für ein System, das als eine einzelne Einheit gekennzeichnet ist oder von einem Hersteller umfassend beschrieben ist und: eine Wärmebelastung hat, die 70 kW nicht überschreitet; eine Speicherkapazität für Warmwasser hat, die 500 l nicht übersteigt. Diese Europäische Norm EN 13203 besteht aus mehreren Teilen, die die Aspekte der häuslichen Warmwasserbereitung behandeln. Die Norm EN 13203-1 legt die quantitativen und qualitativen Bedingungen der Effizienz bei der Entnahme (Zapfung) von sanitärem Warmwasser für eine Auswahl von Benutzungsarten fest. Sie enthält ebenfalls Hinweise zur entsprechenden Information des Betreibers. Dieser erste Teil vervollständigt EN 26, EN 89 und EN 625. Der vorliegende Teil 5 legt ein Verfahren zur Bewertung der Energieeffizienz von Gasgeräten mit Wärmepumpe mit elektrisch angetriebenem Verdichter nach EN 16147 fest. Diese Europäische Norm gilt nicht für Gaskessel mit Rückgewinnungssystemen, die Verbrennungsprodukte als Wärmequelle für die elektrische Wärmepumpe nutzen. Wenn die elektrische Wärmepumpe in der Sommerzeit nicht für die häusliche sanitäre Warmwasserbereitung eingesetzt wird, ist die vorliegende Norm nicht für die Bewertung der Energieeffizienz geeignet, in diesem Fall muss EN 13203-2 zur Bewertung der Energieeffizienz angewendet werden. 2 Normative Verweisungen Die folgenden Dokumente, die in diesem Dokument teilweise oder als Ganzes zitiert werden, sind für die Anwendung dieses Dokuments erforderlich. Bei datierten Verweisungen gilt nur die in Bezug genommene Ausgabe. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe des in Bezug genommenen Dokuments (einschließlich aller Änderungen). EN 26, Gasbeheizte Durchlauf-Wasserheizer für den sanitären Gebrauch mit atmosphärischen Brennern (einschließlich Berichtigung 1998) EN 89, Gasbeheizte Vorrats-Wasserheizer für den sanitären Gebrauch EN 625, Heizkessel für gasförmige Brennstoffe — Spezielle Anforderungen an die trinkwasserseitige Funktion von Kombi-Kesseln mit einer Nennwärmebelastung kleiner als oder gleich 70 kW EN 13203-1:2006, Gasbeheizte Geräte für die sanitäre Warmwasserbereitung für den Hausgebrauch — Geräte, die eine Nennwärmebelastung von 70 kW und eine Speicherkapazität von 300 Liter Wasser nicht überschreiten — Teil 1: Bewertung der Leistung der Warmwasserbereitung EN 13203-2, Gasbeheizte Geräte für die sanitäre Warmwasserbereitung für den Hausgebrauch — Geräte, die eine Nennwärmeleistung von 70 kW und eine Speicherkapazität von 300 Liter Wasser nicht überschreiten — Teil 2: Bewertung des Energieverbrauchs EN 14511-3:2011, Luftkonditionierer, Flüssigkeitskühlsätze und Wärmepumpen mit elektrisch angetriebenen Verdichtern für die Raumbeheizung und Kühlung — Teil 3: Prüfverfahren EN 16147, Wärmepumpen mit elektrisch angetriebenen Verdichtern — Prüfungen und Anforderungen an die Kennzeichnung von Geräten zum Erwärmen von Brauchwarmwasser 4
²(QWZXUI² 3 E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) Begriffe Für die Anwendung dieses Dokuments gelten die folgenden Begriffe. 3.1 Regelzyklus Regelzyklus, bei dem einzelne Teile und/oder der Speicher (falls vorhanden) des sanitären Warmwasserkreises auf einer vorbestimmten Temperatur gehalten werden, ist gekennzeichnet durch eine Stellung „AN“, wenn die Beheizung des sanitären Warmwassers (durch Gas oder eine Hilfsenergie) in Betrieb ist, und eine Stellung „AUS“ wenn die Beheizung nicht in Betrieb ist 3.2 mittlere Temperatur des sanitären Warmwassers Durchschnittstemperatur des im Zeitraum t gezapften Wassers Tm # Symbol 1 T " dt t! Tm 3.3 Prüftemperatur des sanitären Warmwassers Temperatur des gezapften Wassers, bei der die Prüfungen durchgeführt werden 3.4 Nennwärmebelastung des sanitären Warmwassers vom Hersteller 1) angegebener Wert für die Wärmebelastung zur Bereitung des sanitären Warmwassers Symbol Qnw Anmerkung 1 zum Begriff: Qnw wird in Kilowatt (kW) angegeben. 3.5 Betriebszustand „Ausgeschaltet“ ausgeschalteter Betriebszustand vom Benutzer ausgewählter Betriebszustand eines Gerätes, bei dem kein sanitäres Warmwasser bereitet werden kann 3.6 Betriebszustand „Bereitschaft“ Betriebszustand, bei dem das Gerät jederzeit sanitäres Warmwasser bereiten kann. Bei einem Gerät mit einer Regelung zum Aufrechterhalten einer gewählten Temperatur von Bauteilen und/oder des sanitären Warmwasserspeichers wird keine Zapfung vorgenommen 3.7 Sommerbetrieb Betriebszustand, bei dem das Gerät Energie ausschließlich für die Bereitung sanitären Warmwassers liefert 3.8 Speicher Behälter für sanitäres Warmwasser und Heizungswasser 3.9 nutzbare Wassermenge gezapfte Wassermenge, deren Temperaturerhöhung mit der festgelegten Anforderung für jede einzelne Zapfung innerhalb der Zapfprogramme übereinstimmt 1) Hersteller ist die Institution oder das Unternehmen, das für das Produkt die Verantwortung trägt. 5
E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) ²(QWZXUI² 3.10 ungenutzte Wassermenge nutzlose Wassermenge gezapfte Wassermenge, deren Temperaturerhöhung mit der festgelegten Anforderung für jede einzelne Zapfung innerhalb der Zapfprogramme nicht übereinstimmt 3.11 Winterbetrieb Betriebszustand, bei dem das Gerät Energie für die Bereitung sanitären Warmwassers und/oder für die Raumheizung liefert 3.12 Umgebungsluft Umgebungsluft ist die Wärmequelle für eine Wärmepumpe, die Wärme über einen Außenwärmetauscher aufnimmt, der ohne Kanalanschluss mit der Luft innerhalb des Gebäudes direkt verbunden ist 3.13 Sole Wärmeträger(-medium) mit einem Gefrierpunkt, der gegenüber dem von Wasser niedriger ist 3.14 gasbeheizte Geräte mit elektrischer Wärmepumpe Gerät, das entweder vom Hersteller in den Verkehr gebracht wird oder vom Hersteller als ein vollständiges System festgelegt ist, um sicher und wirksam sanitäres Warmwasser und/oder Energie für die Raumheizung zu liefern, es besteht im Wesentlichen aus: elektrischer Wärmepumpe; gasbeheiztem Gerät; Kanälen, falls zutreffend; Wärmespeicher. 4 4.1 Allgemeine Prüfbedingungen Referenzbedingungen Wenn nicht anders angegeben, gelten die folgenden allgemeinen Prüfbedingungen: Kaltwassertemperatur: (10 ! 2) °C; Kaltwasserdruck: (2 ! 0,1) bar; Temperatur der Umgebungsluft: (20 ! 3) °C; elektrische Stromversorgung: (230 ! 2) V, Wechselstrom; (400 ! 4) V, Drehstrom. 4.2 Spezifische Bedingungen der Wärmequelle Die Prüfungen müssen, wie jeweils anwendbar, nach den in Tabelle 1 festgelegten Prüfbedingungen durchgeführt werden. 6
E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) ²(QWZXUI² Tabelle 1 — Prüfbedingungen für besondere Typen von Systemen Temperatur der Wärmequelle Typ der Wärmequelle °C Bereich der Umgebungstemperatur für die Wärmepumpe °C Umgebungstemperatur für den Speicher °C Außenluft (Wärmepumpe im Gebäude) mit Luftkanal 7 (6 0,2 0,3) 20 3 20 3 Außenluft (Wärmepumpe außerhalb des Gebäudes) 7 (6 0,2 0,3) 7 3a 20 3 Abluft 20 (12 0,2 0,3) 20 3a 20 3a Wasser (Einlass) 10 0,15 20 3 20 3 Sole (Einlass) 0 0,15 20 3 20 3 Direktverdampfung 4 0,5 20 3 20 3 ANMERKUNG 1 Alle Temperaturen der Wärmequelle sind Einlasstemperaturen, in °C. ANMERKUNG 2 Alle Lufttemperaturen in (Klammern) sind Feuchtkugeltemperaturen, in °C. ANMERKUNG 3 Zulässige äußere Druckdifferenzen und damit verbundene innere Druckdifferenzen an den Wärmetauschern außerhalb des Gebäudes müssen vom Hersteller in Pascal (Pa) für Anwendungen mit Kanalverbindung angegeben werden. a 4.3 In diesem Fall ist die Umgebungstemperatur der Wärmepumpe die gleiche wie die Temperatur der Wärmequelle (die Abweichung zu EN 16147 ist begründet durch den möglichen Einbau des Gerätes in einen Wohnraum). Messunsicherheiten Wenn in den Prüfbedingungen nicht anders angegeben, dürfen die Messunsicherheiten bei den durchgeführten Prüfungen die nachstehend angeführten größten Messunsicherheiten nicht überschreiten. Das Prüflabor bewertet diese Standardabweichungen unter Berücksichtigung der verschiedenen Unsicherheitsquellen: Einfluss des Messgerätes, Wiederholbarkeit, Kalibrierung, Umgebungsbedingungen usw.: ! Wasserdurchfluss: ! Gasdurchfluss: ! Zeit: ! Temperaturen: 1 %; 1 %; 0,2 s; ! Umgebungstemperatur: ! Luft als Wärmequelle, Trockenkugeltemperatur: ! Luft als Wärmequelle, Feuchtkugeltemperatur: ! Wassertemperatur: ! Gastemperatur: ! Masse: ! Gasdruck: ! Heizwert des Gases: ! Gasdichte: ! elektrische Energie: 1 °C; 0,2 °C; 0,3 °C; 0,5 °C; 0,5 °C; 0,5 %; 2 %; 1 %; 0,5 %; 2 %. Die angegebenen Messunsicherheiten betreffen einzelne Messungen. Bei Messungen, die eine Anzahl von einzelnen Messungen beinhalten, können kleinere Unsicherheiten erforderlich sein, um eine Gesamtunsicherheit von 5 % (2 ") sicherzustellen. 7
E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) 4.4 ²(QWZXUI² Prüfbedingungen 4.4.1 Allgemeines Wenn nicht anders angegeben, wird das Gerät unter den folgenden Bedingungen geprüft. Bei Kombi-Kesseln werden die Prüfungen nur im Sommerbetrieb durchgeführt. Die Prüfbedingungen sind in Tabelle 1 angegeben. Wird ein anderer Flüssigkeits-Wärmeträger als Wasser verwendet, dann müssen die spezifische Wärmekapazität und die Dichte dieses Wärmeträgers bestimmt werden und bei der Bewertung berücksichtigt werden. 4.4.2 Installationen für die Prüfung Das System wird in einem gut belüfteten und zugfreien (Luftgeschwindigkeit kleiner als 0,5 m/s) Raum aufgestellt. Das System wird vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Wenn das System einen Wärmetauscher mit der Luftquelle außerhalb des Gebäudes umfasst, ist ein weiterer Prüfraum erforderlich. Die Größe dieses Prüfraumes muss so gestaltet sein, dass eine Behinderung des Luftstroms an den Lufteintritts- und Luftaustrittsöffnungen des Prüfgegenstands vermieden wird. Der Luftstrom durch diesen Raum darf keinen Kurzschluss zwischen den beiden Öffnungen verursachen, daher darf die Luftstromgeschwindigkeit an diesen beiden Stellen bei abgeschaltetem Prüfgegenstand 1,5 m/s nicht überscheiten. Die Luftgeschwindigkeit im Raum darf außerdem nicht höher sein als die mittlere Geschwindigkeit an der Eintrittsöffnung des Geräts. Sofern vom Hersteller nicht anders angegeben, müssen die Lufteintritts- und Luftaustrittsöffnungen in einem Abstand von mindestens 1 m zu den Oberflächen des Prüfraums angeordnet sein; das gilt auch für Messkanäle. Jede direkte Wärmeabstrahlung (z. B. Sonnenstrahlung) von den Heizgeräten im Prüfraum auf die Wärmepumpe oder die Temperaturmesspunkte ist zu vermeiden. Das Einstellen der luftseitigen äußeren statischen Druckdifferenz bei Wärmepumpen mit Kanalanschluss ist in EN 14511-3:2011 beschrieben (siehe 4.4.1.1 bis 4.4.1.3). Bei vom Speicher getrennt angeordneten Wärmepumpen muss der Flüssigkeitsstrom an der Seite des Flüssigkeitsaustritts der Wärmepumpe auf den vom Hersteller festgelegten Nennvolumenstrom eingestellt werden. Das System muss für die Prüfung so aufgestellt und angeschlossen werden, wie vom Hersteller im Installations- und Betriebshandbuch festgelegt. Temperatur- und Druckmessstellen müssen so angeordnet sein, dass signifikante Mittelwerte erhalten werden. Die Sollwerte für geräteinterne Regeleinrichtungen wie Thermostate, Druckschalter oder Mischventile müssen auf die vom Hersteller angegebenen Werte eingestellt werden. Luft und mitgeführte Gase müssen Wärmeträgersystemen entfernt werden. sorgfältig aus allen Wasser- oder sonstigen Flüssigkeits- Falls das System eine einzelne Wärmepumpe in Split-Bauweise umfasst, müssen die folgenden Installationsbedingungen eingehalten werden: a) Jede Kältemittelleitung muss entsprechend den Anleitungen des Herstellers verlegt werden. Die Länge jeder Leitung muss 5 m bis 7,5 m betragen. b) Die Leitungen müssen so verlegt werden, dass der Höhenunterschied nicht mehr als 1 m beträgt. 8
²(QWZXUI² E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) c) Die Leitungen müssen entsprechend den Anleitungen des Herstellers mit einer Wärmedämmung versehen werden. d) Mindestens die Hälfte der Verbindungsleitungen muss nach außen verlegt werden, die übrigen Leitungen nach innen, sofern dies nicht durch die Konstruktion eingeschränkt ist. Bei indirekten Systemen muss jede Wasserleitung nach den Angaben des Herstellers bis zur angegebenen Höchstlänge oder 5 m ausgeführt werden; es gilt der jeweils kleinere Wert. Die Leitungen sind entsprechend den Angaben des Herstellers mit einer Wärmedämmung zu versehen. 4.4.3 Wasserversorgung Für die Prüfungen gilt: der häusliche Wasserdruck ist der statische Eingangsdruck unter dynamischen Bedingungen, gemessen so nahe wie möglich am Gerät; die Einlauf- und Auslauftemperaturen des häuslichen Wassers werden in der Mitte der Strömung und so nahe wie möglich am Gerät gemessen. Die Einlauftemperaturen werden unmittelbar vor dem Anschlussstück des Wasserzuflusses gemessen. Wenn nicht anders festgelegt, werden die Auslauftemperaturen unmittelbar nach dem Anschlussstück des Wasserabflusses gemessen, oder bei Geräten mit Auslauftülle mit einer eingetauchten Temperaturmesseinrichtung, z. B. ein U-förmiges Rohr, das am Auslauf eines Rohres mit gleicher Länge wie die normalerweise vom Hersteller gelieferte Mindestlänge der Auslauftülle angebracht wird. Die Warmwassertemperatur wird mit einem Thermometer mit kurzer Ansprechzeit gemessen. Unter einem „Thermometer mit kurzer Ansprechzeit“ ist ein Messgerät mit einer Ansprechzeit zu verstehen, bei der 90 % der maximalen Temperaturerhöhung von 15 °C bis 100 °C innerhalb von 1 s erreicht werden, wenn der Fühler in ruhiges Wasser eingetaucht wird. 4.4.4 Beharrungszustand Der Beharrungszustand gilt als erreicht, wenn die Änderung der Temperatur des sanitären Warmwassers am Geräteausgang kleiner wird als die Temperaturschwankung bei konstantem Wasserdurchfluss, !T2 nach EN 13203-1:2006, 3.8. 4.4.5 Anfangseinstellung des Gerätes Das Gerät wird nach den Anleitungen des Herstellers aufgestellt. Die Wärmebelastung muss so eingestellt werden, dass sie " 2 % der Nennwärmebelastung des sanitären Warmwassers unter den zur Zeit der Prüfung vorherrschenden Bedingungen beträgt. Die Zapfwassertemperatur am Auslauf des Gerätes ist wie folgt festgelegt (siehe die Bilder A.1.1 und A.1.2): a) Geräte mit einer einstellbaren Temperatur: Die Prüfungen werden bei einer Temperatur nicht höher als 65 °C und einer Mindest-Temperaturerhöhung gleich oder größer als 45 K über der Wassereinlauftemperatur durchgeführt. b) Geräte mit einer fest eingestellten Temperatur: Die Prüfungen werden bei der vom Hersteller angegebenen Temperatur durchgeführt mit einer Mindest-Temperaturerhöhung, die gleich oder größer als 45 K ist. Die gleichen Bedingungen für die Anfangseinstellung, wie sie vom Hersteller angegeben werden, müssen für alle Prüfungen verwendet werden. Diese Bedingungen müssen im Prüfbericht angegeben werden. 4.4.6 Stromzufuhr Das Gerät wird mit Nennspannung oder mit einer Spannung aus dem Bereich der Nennspannungen versorgt. 9
E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) 5 ²(QWZXUI² Bestimmung des Energieverbrauchs der Geräte 5.1 Allgemeines Der vorliegende Abschnitt definiert die zur Bestimmung des Energieverbrauchs der Geräte anzuwendenden Prüfverfahren. 5.2 Zapfprogramme 5.2.1 Allgemeines Alle Prüfverfahren beschreiben eine 24-h-Messdauer. Innerhalb dieser Messdauer sind die Anfangszeiten und der gesamte Energieinhalt (in kWh entsprechend dem gezapften Warmwasser) für jede Zapfung festgelegt. Darüber hinaus kann die Zapfung auf zweierlei Arten beschrieben werden: a) „Becken“-Zapfung (Bad, Geschirrspülen) gegenüber „Dauer“-Zapfung (Dusche usw.). Das Ziel der erstgenannten Zapfungsart ist es, eine mittlere Temperatur in der Wanne zu erreichen, sodass alle bereitgestellte Energie ab Beginn der Zapfung als nutzbar betrachtet werden kann (die geringste nutzbare Temperaturerhöhung ist 0 K). Die zweite Zapfungsart ist nur ab einer bestimmten Temperatur nutzbar (die geringste nutzbare Temperaturerhöhung ist 15 K niedriger als die gewünschte Temperatur); oder b) „Geschirrspülen“-Zapfung, die mit einer Wassertemperaturerhöhung von 45 K durchgeführt wird, anstatt 30 K wie in a). Die gezapften Wassermengen, die angewendet werden, um die verschiedenen Arten der Zapfungen von jedem der in den Tabellen 3 bis 7 festgelegten fünf Zapfprogramme durchzuführen, sollten nach Tabelle 2 angewendet werden. Wenn diese Zapfmengen zu einer Zapfdauer von weniger als 15 s führen, muss die jeweilige Flussrate so vermindert werden, dass die Zapfdauer (15 1) s beträgt. Wenn bauartenbedingt die Prüfung nicht mit diesen niedrigen Zapfmengen durchgeführt werden kann, dann wird die zur Zündung des Gerätes erforderliche kleinste Zapfmenge genommen. Wenn das Gerät bauartenbedingt mit einem Ventil für außergewöhnlich großen Durchfluss ausgerüstet ist, werden die Prüfungen bei diesem großen Durchfluss ausgeführt. Tabelle 2 — Zapfdurchflüsse Art der Zapfung Energie kWh Warmwasserdurchflüsse entsprechend einer Temperaturerhöhung von 45 K l/min Haushaltsreinigung 0,105 3 0,5 Klein 0,105 3 0,5 Bodenreinigung 0,105 3 0,5 Geschirrspülen 0,315 4 0,5 Geschirrspülen 0,420 4 0,5 Geschirrspülen 0,735 4 0,5 Groß (Programm Nr. 1) 0,525 4 0,5 Duschen 1,400 6 0,5 Duschen (Programme Nr. 4 und Nr. 5) 1,800 6 0,5 Bad 3,605 10 0,5 Bad (Programm Nr. 4) 4,420 10 0,5 Duschen und Bad (Programm Nr. 5) 6,240 16 0,5 10
E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) ²(QWZXUI² ANMERKUNG Für alle anderen Temperaturerhöhungen wird eine proportionale Korrektur wie folgt für die Warmwasserdurchflüsse angewendet: K (55 ! 10)/(nach 4.3.5 — 10 festgelegte Temperatur des gezapften Wassers). Tabelle 3 — Zapfprogramm Nr. 1 Min. "T Beginn der Erfassung der Nutzenergie K K Energie h:min kWh 1 07.00 0,105 klein 15 2 07.30 0,105 klein 15 3 08.30 0,105 klein 15 4 09.30 0,105 klein 15 5 11.30 0,105 klein 15 6 11.45 0,105 klein 15 7 12.45 0,315 Geschirrspülen 8 18.00 0,105 klein 15 9 18.15 0,105 Haushaltsreinigung 30 10 20.30 0,420 Geschirrspülen 11 21.30 0,525 groß Summe Art der Zapfung Während des Zapfens zu erreichendes gewünschtes "T Start 45 45 0 0 30 2,1 Vergleichbare Warmwassermenge in Litern von 60 °C 36 11
E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) ²(QWZXUI² Tabelle 4 — Zapfprogramm Nr. 2 Min. T ! Beginn der Erfassung der Nutzenergie K K Energie h:min kWh 1 07.00 0,105 klein 15 2 07.15 1,400 Duschen 30 3 07.30 0,105 klein 15 4 08.01 0,105 klein 15 5 08.15 0,105 klein 15 6 08.30 0,105 klein 15 7 08.45 0,105 klein 15 8 09.00 0,105 klein 15 9 09.30 0,105 klein 15 10 10.30 0,105 Bodenreinigung 11 11.30 0,105 klein 15 12 11.45 0,105 klein 15 13 12.45 0,315 Geschirrspülen 14 14.30 0,105 klein 15 15 15.30 0,105 klein 15 16 16.30 0,105 klein 15 17 18.00 0,105 klein 15 18 18.15 0,105 Haushaltsreinigung 30 19 18.30 0,105 Haushaltsreinigung 30 20 19.00 0,105 klein 15 21 20.30 0,735 Geschirrspülen 22 21.15 0,105 klein 15 23 21.30 1,400 Duschen 30 Summe Art der Zapfung Während des Zapfens zu erreichendes gewünschtes T Start 45 45 5,845 Vergleichbare Warmwassermenge in Litern von 60 °C 12 30 100,2 0 0 0
E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) ²(QWZXUI² Tabelle 5 — Zapfprogramm Nr. 3 Min. T ! Beginn der Erfassung der Nutzenergie K K Energie h:min kWh 1 07.00 0,105 klein 15 2 07.05 1,400 Duschen 30 3 07.30 0,105 klein 15 4 07.45 0,105 klein 15 5 08.05 3,605 Bad 6 08.25 0,105 klein 15 7 08.30 0,105 klein 15 8 08.45 0,105 klein 15 9 09.00 0,105 klein 15 10 09.30 0,105 klein 15 11 10.30 0,105 Bodenreinigung 12 11.30 0,105 klein 15 13 11.45 0,105 klein 15 14 12.45 0,315 Geschirrspülen 15 14.30 0,105 klein 15 16 15.30 0,105 klein 15 17 16.30 0,105 klein 15 18 18.00 0,105 klein 15 19 18.15 0,105 Haushaltsreinigung 30 20 18.30 0,105 Haushaltsreinigung 30 21 19.00 0,105 klein 15 22 20.30 0,735 Geschirrspülen 45 0 23 21.00 3,605 Bad 30 0 24 21.30 0,105 klein Summe Art der Zapfung Während des Zapfens zu erreichendes gewünschtes T Start 30 30 45 0 0 0 15 11,655 Vergleichbare Warmwassermenge in Litern von 60 °C 199,8 13
E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) ²(QWZXUI² Tabelle 6 — Zapfprogramm Nr. 4 Min. T ! Beginn der Erfassung der Nutzenergie K K Energie h:min kWh 1 07.00 0,105 klein 15 2 07.15 1,82 Duschen 30 3 07.26 0,105 klein 15 4 07.45 4,42 Bad 5 08.01 0,105 klein 15 6 08.15 0,105 klein 15 7 08.30 0,105 klein 15 8 08.45 0,105 klein 15 9 09.00 0,105 klein 15 10 09.30 0,105 klein 15 11 10.00 0,105 klein 15 12 10.30 0,105 Bodenreinigung 13 11.00 0,105 klein 15 14 11.30 0,105 klein 15 15 11.45 0,105 klein 15 16 12.45 0,735 Geschirrspülen 17 14.30 0,105 klein 15 18 15.00 0,105 klein 15 19 15.30 0,105 klein 15 20 16.00 0,105 klein 15 21 16.30 0,105 klein 15 22 17.00 0,105 klein 15 23 18.00 0,105 klein 15 24 18.15 0,105 Haushaltsreinigung 30 25 18.30 0,105 Haushaltsreinigung 30 26 19.00 0,105 klein 15 27 20.30 0,735 Geschirrspülen 45 0 28 20.46 4,42 Bad 30 0 29 21.15 0,105 klein 30 21.30 4,42 Bad Summe Art der Zapfung Während des Zapfens zu erreichendes gewünschtes T Start 30 45 0 0 0 15 30 19,07 Vergleichbare Warmwassermenge in Litern von 60 °C 14 30 325 0
E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) ²(QWZXUI² Tabelle 7 — Zapfprogramm Nr. 5 Min. T ! Beginn der Erfassung der Nutzenergie K K Energie h:min kWh 1 07.00 0,105 klein 15 2 07.15 1,82 Duschen 30 3 07.26 0,105 klein 15 4 07.45 6,24 Duschen und Bad 5 08.01 0,105 klein 15 6 08.15 0,105 klein 15 7 08.30 0,105 klein 15 8 08.45 0,105 klein 15 9 09.00 0,105 klein 15 10 09.30 0,105 klein 15 11 10.00 0,105 klein 15 12 10.30 0,105 Bodenreinigung 13 11.00 0,105 klein 15 14 11.30 0,105 klein 15 15 11.45 0,105 klein 15 16 12.45 0,735 Geschirrspülen 17 14.30 0,105 klein 15 18 15.00 0,105 klein 15 19 15.30 0,105 klein 15 20 16.00 0,105 klein 15 21 16.30 0,105 klein 15 22 17.00 0,105 klein 15 23 18.00 0,105 klein 15 24 18.15 0,105 Haushaltsreinigung 30 25 18.30 0,105 Haushaltsreinigung 30 26 19.00 0,105 klein 15 27 20.30 0,735 Geschirrspülen 45 0 28 20.46 6,24 Duschen und Bad 30 0 29 21.15 0,105 klein 30 21.30 6,24 Duschen und Bad Summe Art der Zapfung Während des Zapfens zu erreichendes gewünschtes T Start 30 30 45 0 0 0 15 30 0 24,53 Vergleichbare Warmwassermenge in Litern von 60 °C 420 15
E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) 5.2.2 ²(QWZXUI² Prüfung für die Festlegung des täglichen Energieverbrauchs 5.2.2.1 Zapfprogramme In Abhängigkeit von der Anwendungsart gibt es fünf Zapfprogramme. Für jede Anwendungsart ist (sind) das (die) entsprechende(n) Zapfprogramm(e) in den Tabellen 3, 4, 5, 6 und 7 angegeben. Jede einzelne Zapfung eines Zapfprogramms muss beendet werden, d. h., der Zapfhahn muss geschlossen und eine zusätzliche Wartezeit von mindestens einer Minute eingehalten werden, bevor die nächste Zapfung begonnen wird. Beginn der Zapfprogramme: Bei Geräten ohne Energieverbrauch zwischen den Zapfungen (Gas oder Strom) beginnt das Messprogramm um 07:00 Uhr bei kaltem Gerät und endet, wenn der Brenner nach der Zapfung um 21:30 Uhr ausgeschaltet wird (siehe Bild A.2.1). Bei Geräten mit Speicher mit Energieverbrauch zwischen den Zapfungen (Gas oder Strom) beginnt das Zapfprogramm unmittelbar nachdem die Wärmepumpe das letzte Mal durch den im Speicher befindlichen Temperaturregler abgeschaltet wurde. Der Prüfzyklus endet mit dem letzten Abschalten der Wärmepumpe, wenn die Entnahmezyklusdauer tTTC mindestens 24 h oder mehr beträgt (siehe Bild 1, oberer Teil). Falls die Wärmepumpe nicht läuft, wenn vom Beginn des Prüfzyklus an 24 h vergangen sind, muss der Prüfzyklus verlängert werden, bis die Wärmepumpe sich erneut anschaltet und wieder abschaltet (siehe Bild 1, unterer Teil). Legende A B C D tTTC Erste Entnahme eines Zapfprogramms Letzte Entnahme eines Zapfprogramms Laufzyklus der Wärmepumpe unmittelbar vor Beginn des Zapfprogramms Laufzyklus der Wärmepumpe nach der letzten Entnahme (B) die Zeitdauer des Zapfprogramms Bild 1 — Darstellung einer Prüfung für ein mögliches Zapfprogramm 16
²(QWZXUI² 5.2.2.2 E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) Messung der von der nutzbaren Wassermenge aufgenommenen Energie Die von der nutzbaren Wassermenge aufgenommene Energie QH2O (kWh) wird mit der folgenden Gleichung berechnet: QH2O $ 1,163 # 10 '3 n t1 % & di # "Ti t ! dt i $1 0 Dabei ist n die Anzahl der Zapfungen; di der Wasserdurchfluss, in l/min; "Ti (t) die sofortige Temperaturerhöhung während des Zapfens, in K; ti die Zapfdauer des nutzbaren Wassers, in min. Die bei jeder einzelnen Zapfung aufgenommene Nutzenergie wird mit den Werten der Tabellen 3, 4, 5, 6 und 7 verglichen. Für jede einzelne Zapfung muss die Genauigkeit des Wertes ( 10 Wh oder ( 2 % mit einer Grenzabweichung von ( 2 % von der gesamten Energieaufnahme betragen. 5.2.2.3 Berechnung des Gasenergie Der tägliche Gasverbrauch wird mit der folgenden Gleichung berechnet: Qgas $ Vg # K # NCV # Qtot QH2O (1) Dabei ist Qgas die täglich verbrauchte Energie, in kWh, berechnet mit dem Heizwert NCV; Vg der Gasverbrauch, in m3; NCV der untere Heizwert, in kWh/m3 (bei 15 °C und 1 013,25 mbar). und K$ pa ) p g 1 013,25 # 288,15 Tg ) 273,15 (2) Dabei ist pa der Atmosphärendruck, in mbar; pg der Gasdruck, in mbar; Tg die Gastemperatur, in °C; QH O 2 die gemessene, vom Wasser aufgenommene Energie nach 5.2.2.2, in kWh; Qtot die gesamte, beim verwendeten Zapfprogramm aufgenommene Energie, Wert aus den Tabellen 3, 4, 5, 6 und 7, in kWh. 17
E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) 5.2.2.4 ²(QWZXUI² Berechnung der elektrischen Energie Die elektrische Energie der Wärmepumpe und aller elektrischen Hilfseinrichtungen, die nach Angaben des Herstellers für den Betrieb des (der) Zapfprogramms(e) bei üblicher Nutzung erforderlich sind, wird gemessen, auch wenn diese Hilfseinrichtungen nicht integrale Bestandteile des Gerätes sind. Wenn eine elektrische Hilfseinrichtung (z. B. eine Pumpe) für die Bereitstellung von Warmwasser erforderlich, aber kein integraler Bestandteil des Gerätes ist, dann müssen die wesentlichen Eigenschaften dieser Einrichtung in der Installationsanleitung des Gerätes angegeben sein. Eine geeignete Einrichtung muss zu Prüfungszwecken verwendet werden. Die Messung des Verbrauchs an elektrischer Energie beginnt und endet zur gleichen Zeit wie die Messung des Gasverbrauches. Diese Messung wird wie beim Gasverbrauch mit folgender Gleichung korrigiert: Eelecco ! Eelecmes Qtot QH2O Dabei ist Eelecco die korrigierte gesamte elektrische Energie, in kWh; Eelecmes die gemessene gesamte elektrische Energie, in kWh; QH O 2 die gemessene, vom Wasser aufgenommene Energie nach 5.2.2.2, in kWh; Qtot die gesamte gezapfte Energie des verwendeten Zapfprogramms, in kWh, mit dem Wert aus den Tabellen 3, 4, 5, 6 und 7. 5.2.2.5 Bestimmung des ungenutzten Wassers beim Zapfprogramm Nr. 2 Für jede einzelne Zapfung wird die Menge des nicht genutzten Wassers bestimmt und mit der folgenden Gleichung, in Liter, angegeben: Vw ! d i tw Dabei ist Vw die Menge des ungenutzten Wassers, in Liter; di der Wasserdurchfluss beim Zapfen, in Litern pro Minute; tw die Zapfdauer des ungenutzten Wassers, in Minuten. Die gesamte Menge des ungenutzten Wassers ist gleich der Summe der ungenutzten Wassermengen aus jeder einzelnen Zapfung. Dieser Wert wird in Prozent der gesamten, während der Messung nach 5.2.2.2 gelieferten nutzbaren Wassermenge angegeben. R ! (Vw/Vu) 100 Dabei ist n t1 n t1 i !1 0 i !1 0 Vu ! " # di ti dt und Vw ! " # di tw dt 18
²(QWZXUI² E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) Dabei ist Vw die Menge des ungenutzten Wassers, in Liter; Vu die Menge des nutzbaren Wassers, in Liter; R der Prozentsatz des ungenutzten Wassers. ti die Zapfdauer des nutzbaren Wassers, in Minuten. 5.2.2.6 Messung des Energieverbrauchs im Zustand der Betriebsbereitschaft Wenn nicht anders angegeben, wird der Energieverbrauch im Zustand der Betriebsbereitschaft über eine Dauer von 24 h ohne Zapfung gemessen. Der Gas- und Hilfsenergieverbrauch kann über eine Zeitdauer (Ta) gemessen werden, die einer oder mehreren Regelzyklus(en) gleich ist, wenn das Gerät auf regelmäßige Art und Weise arbeitet (siehe Bild A.2.3). Der tägliche Gasverbrauch wird nach der folgenden Gleichung berechnet: Qgas.stb Vg ! K ! NCV ! 24 Ta Dabei ist Qgas.stb die täglich verbrauchte Energie, in kWh, berechnet mit dem Heizwert NCV; Vg der Gasverbrauch, in m3, während der Prüfung; NCV der untere Heizwert, in kWh/m3 (bei 15 °C und 1 013,25 mbar); Ta die Dauer der Prüfung, in Stunden. und K pa " p g 1 013,25 ! 288,15 Tg " 273,15 (2) Dabei ist pa der Atmosphärendruck, in mbar; pg der Gasdruck, in mbar; Tg die Gastemperatur, in °C. Der tägliche Hilfsenergieverbrauch wird nach der folgenden Gleichung berechnet: Eelecco.stb Eelecmes.st b ! 24 Ta Dabei ist Eelecco.stb der tägliche Verbrauch an Hilfsenergie, in kWh; Eelecmes.stb die während der Prüfung gemessene Hilfsenergie, in kWh; Ta die Dauer der Prüfung, in h. 19
E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) 5.2.2.7 ²(QWZXUI² Messung des Hilfsenergieverbrauchs im Betriebszustand „Ausgeschaltet“ Der Hilfsenergieverbrauch wird über eine Zeitdauer von einer Stunde gemessen. Der tägliche Hilfsenergieverbrauch wird nach der folgenden Gleichung berechnet: Eelecco.off Eelecmes.off ! 24 Dabei ist 20 Eelecco.off der tägliche Verbrauch an Hilfsenergie, in kWh; Eelecmes.off die während der Prüfung gemessene Hilfsenergie, in kWh.
²(QWZXUI² E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) Anhang A (informativ) 2) Prüfbedingungen Legende A B C D Temperatur (°C) Zeit (min) Warmwasser Kaltwasser Bild A.1.1 — Anfangseinstellung des Gerätes mit Temperaturhaltung im Speicher Legende A B C D Temperatur (°C) Zeit (min) Warmwasser Kaltwasser Bild A.1.2 — Anfangseinstellung des Gerätes ohne Temperaturhaltung im Speicher 2) Diese Bilder sind rein informativ und werden nur als Beispiele gezeigt. 21
E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) ²(QWZXUI² Legende A B C D E Gelieferte Grundenergie, kW/h Zeit (h) Gasdurchfluss Beginn des Messprogramms Ende des Messprogramms Bild A.2.1 — Temperaturhaltung im Speicher Legende A B C D E Gelieferte Grundenergie, kW/h Zeit (h) Gasdurchfluss Beginn des Messprogramms Ende des Messprogramms Bild A.2.2 — ohne Temperaturhaltung im Speicher 22
²(QWZXUI² E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) Legende A Zeit (h) Bild A.2.3 — Betriebsbereitschaft mit Regelzyklen 23
E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) ²(QWZXUI² Anhang B (informativ) Prüfstand und Messeinrichtungen B.1 Allgemeines Ein allgemeines Schaubild für einen möglichen Prüfstand ist in Bild B.1 gezeigt: Legende 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 Wasserzufluss Wassererwärmung auf 10 °C Einrichtung zum Ausgleichen des Temperatur- und Druckprofils über dem Rohrdurchmesser Temperaturmesseinrichtung Ausgleichsventil Elektroventil Durchflussmessgerät Regelventil Durchflussregelung Wasserabfluss Gerät während der Prüfung Druckmesseinrichtung Druckregelung Bild B.1 — Beispiel eines Prüfstandes 24
²(QWZXUI² E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) B.2 Druckmessung Ein Beispiel einer Druckmesseinrichtung ist in Bild B.2 gezeigt. Die Länge der Rohrstücken vor der Druckmesseinrichtung ist 15 di und hinter der Druckmesseinrichtung 5 di, dabei ist di der Durchmesser der Rohrstücke. Bild B.2 — Beispiel einer Druckmesseinrichtung B.3 Temperaturmessung Folgende Temperaturfühler können am Prüfstand verwendet werden: Thermoelemente der Bauart T, Klasse 1, 0,5 mm Durchmesser; Pt-100-Fühler mit kurzer Ansprechzeit, 2 mm Durchmesser; Die Temperaturmesseinrichtung könnte wie folgt ausgerüstet sein: 3 Thermoelemente und ein Pt-100-Fühler, 2 mm Durchmesser; oder 4 Thermoelemente und ein Pt-100-Fühler, 2 mm Durchmesser. Ein Beispiel einer Temperaturmesseinrichtung ist in Bild B.3 gezeigt. Legende 1 2 3 4 Ausgang des geprüften Gerätes (Loch mit ! D) Einrichtung zum Ausgleichen des Temperatur- und Druckprofils über dem Rohrdurchmesser Thermoelement Pt-100-Fühler Bild B.3 — Beispiel einer Temperaturmesseinrichtung 25
E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) ²(QWZXUI² Die Anordnung der Thermoelemente (drei oder vier mit einem Thermoelement in der Mitte des Wasserstromes) könnte wie in Bild B.4 gezeigt sein: Bild B.4 — Beispiel für die Anordnung von Thermoelementen — Oberflächenmethode Andere Messeinrichtungen können unter der Voraussetzung verwendet werden, dass die in der Norm geforderten Ergebnisse auch erreichbar sind. 26
²(QWZXUI² E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) Anhang C (normativ) Geräte, die von dieser Europäischen Norm abgedeckt werden Legende 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Wärmekreislauf (CH) Drei-Wege-Ventile Kessel Elektrische Wärmepumpe Quelle Speicher Entnahmeventil Sanitäres Warmwasser (DHW) Sanitäres Kaltwasser (DCW) Bild C.1 — Kombi-System zur Bereitung von Warmwasser (DHW) und CH/Warmwasser (DHW) Dieses System kann auf drei unterschiedlichen Wegen betrieben werden: Die Wärmepumpe allein: Wenn die Quelle ausreichend Energie zur Erwärmung des Wassers liefert, darf der Kessel nicht in Betrieb gehen und die Wärmepumpe wird allein angewendet. Der Kessel allein: Wenn die Quelle keine Energie liefert, arbeitet der Kessel allein. Die Wärmepumpe und der Kessel in Reihe: Die Wärmepumpe wärmt das Wasser vor, das dann im Kessel erwärmt und zur Erzeugung von DHW im Speicher verwendet wird. 27
E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) ²(QWZXUI² Legende 1 2 3 4 5 6 7 Sanitäres Warmwasser (DHW) Entnahmeventil Kessel (Warmwasserbereiter) Elektrische Wärmepumpe Quelle Speicher Sanitäres Kaltwasser (DCW) Bild C.2 — System zur unmittelbaren Bereitstellung von Warmwasser (DHW) Dieses System kann auf drei unterschiedlichen Wegen betrieben werden: Die Wärmepumpe allein: Wenn die Quelle ausreichend Energie zur Erwärmung des Wassers im unteren Teil des Speichers liefert, darf der Kessel nicht in Betrieb gehen und die Wärmepumpe wird allein angewendet. Der Kessel allein: Wenn die Quelle keine Energie für den Speicher liefert, wird der Kessel mit Kaltwasser (CH) aus dem Speicher beliefert und arbeitet dann allein. Die Wärmepumpe und der Kessel in Reihe: Die Wärmepumpe wärmt das Wasser im unteren Teil des Speichers vor, der Kessel erwärmt das Wasser im oberen Teil des Speichers und erzeugt Warmwasser (DHW). 28
²(QWZXUI² E DIN EN 13203-5:2012-10 prEN 13203-5:2012 (D) Legende 1 2 3 4 5 6 7 8 Wärmekreislauf (CH) Drei-Wege-Ventile Kessel Elektrische Wärmepumpe Quelle Sanitäres Warmwasser (DHW) Speicher Sanitäres Kaltwasser (DCW) Bild C.3 — Kombi-System zur Bereitung von Warmwasser (DHW) und CH/Warmwasser (DHW) Dieses System kann auf drei unterschiedlichen Wegen betrieben werden: Die Wärmepumpe allein: Wenn die Quelle ausreichend Energie zur Erwärmung des Wassers im Speicher liefert, darf der Warmwasserbereiter (Kessel) nicht in Betrieb gehen und die Wärmepumpe wird allein angewendet. Der Kessel allein: Wenn die Quelle keine Energie für den Speicher liefert, arbeitet der Warmwasserbereiter (Kessel) allein. Die Wärmepumpe und der Kessel in Reihe: Die Wärmepumpe wärmt das Wasser im Speicher vor, das dann im Warmwasserbereiter (Kessel) erwärmt wird und das dann zur Erzeugung von unmittelbarem Warmwasser (DHW) aus dem Speicher verwendet wird. 29