/
Теги: die gasmaske
Год: 1936
Текст
Doppeltafel: Einzeln 20 Pf. / 10 Stück 1,40 RM. / 100 Stück 12,— RM. / 1000 Stück 100,—RM.
DIE GASMASKE 30 G
BEARBEITET VON MAJOR DR. B. " /«
„Die Benutzung für Ausbildungszwecke wird
empfohlen.“ (H.V.BI. 1935, S. 190, Ziff. 528) | Gasschutztafeln
Haftung
1. Die Gasmaske 30 bie Ölugen unb 2ltcmorgane gegen bie giftigen
Beimengungen bet fiuft, bie al3 d)emifd)e ^ampffto'ffe Berwcnbung finben
tonnen. Sie fd)üpt febod) ni d) t gegen alle ©iftgafe, wie etwa ba£ &opleno£t)b.
Sine ©asma^fe ift niept anwenbbar, wenn in gefdploffenen «-Räumen (Stoßen,
Kellern) mit Sauer ff offmangcl ber fiuft 31t redjnen ift (unter 15% Sauerffoff).
Öefrfjrdtjung
2. 3ur (Sa5ma£fc30 gepört aufter ber ©a^masfe felbft nod) ba£ 3ubepör.
3. Qie ©asma^te (Slbbilbung 1 unb 4) beftept au£ folgenben Seilen:
1 Maskenkörper, 1 Paar Klarscheiben,
1 Filtereinsatz, 1 Paar Sprengringe.
3ubepör beftept au£ folgenben Seilen:
1 Tragbüchse,
2 Paar Klarscheiben zum Vorrat,
1 Reinigungslappen.
4. Der Maskenkörper umfaßt ben Stoffteil, bie Ausrenfenster, ba£ An-
schlußstück, bie Kopfbänder, ba£ Tragband unb bie Kinnstütze.
Der Stoffteil ift au£ gummiertem 3eltftoff gefertigt, an beffen fivanb
ein 2)id)trapmen au£ weidjem fieber angenäpt ift, um einen fixeren ga£--
bidpten Sip be£ «2Ra£fenförper£ $u erreidjen.
Die Augenfenster paben au^wedjfeibare klugen fdpeiben au£ nid)f-
fplitternbem ®la£ ober au£ 3cllon. Sie liegen in einem ^en ft erring
unb werben burd) einen abfdjraubbaren Slugenring f eftgepalten. Um einen
gasbidjten Slbfdpluft 31t gewäprleiften, befinbet fid) im fyenfterring ein
® ummibi d)tring. £>a bie 2lugenfd)eiben au£ 3ellon bünncr al£ bie-
jenigen au£ nidjtfplitternbem ®la£ finb, ift bei Slnwenbung von SlugenfReiben
au£ 3cllon ein Sinter leg ring auf bie Slugenfdjeibe 311 bringen.
Das Anschlußstück entpält ba£ Slnfdplu^gewinbe mit @ummi•
bidptring jum ga^biepfen 2lnfd)luf$ be£ giltereinfape^. Sinter bem 2ln--
fdjluftgewinbe befinbet fid) ein ©ummiblättdjen al£ Sinatemventil.
Sinter biefem ift ba£ Slu^atemventil, eine burdp eine Spiralfeber auf
bie Öffnung georüdte (Slimmerfcpeibe, angebradjt. Sinatemventil unb 2lu^--
atemventil finb berart angeorbnet, baft bie eingeatmete fiuft burd) ben Ritter-
einfap unter bi‘e ©a^ma^fe unb bie au^geatmete fiuft burd) ba£ Slu^atcm--
ventil wieber in£ greie gelangt (3weiwegatmung). ©aburep wirb bie Sltmung
aud) bei giltereinfäpen mit großem Sltemwiberftanb ermöglid)t.
— 2 -
Stirnbänder
Augenfenster
Stoffteil-
Anschlußstück
Filtereinsatz
Schläfenband
'Kopfplatte
»Nackenband
T ragband
Abbildung 1
Schlaufe
zum Nackenband
Die Kopfbänder befielen au£ ben (Stirn bänbern, ben (S cp l ä f e n --
b ä n b c r n, bem 9?adenbanb unb ber & o p f p l a 1t e, an ber fidj bie
(S d) l a u f c sum 9?adenbanb befinbet. an bcr rechten Seite be£ 9fta3fen--
förper^ befeftigte 9Zadenbanb wirb burep bic (Stplaufc gezogen unb bann
an bcr linfen Seite be£ 9ftastcnförper£ eingepaft. S)ie ^opfbänber finb burd)
(Scpiebcfcpnallen vcrftellbar.
2(m Tragband fann bie ©a^ma^fc um ben §al£ getragen werben.
Die Kinnstütze ift ein verfteHbarer £ebcrffreifen. &ur<p fie wirb ein £cil
bc£ ©cwicpte^ ber ©a^ma^fe vom &inn getragen unb baburep ber 3ug
ber &opfbänbcr am ®opf verminbert. ferner verpinbert bie ^innftüpe ben
T*rud ber ©asma^te auf ben ^eplfopf.
5. Der Filtereinsatz beftept aus einem mit Füllmassen verfepenen Einsatz-
topf. bcr burd) ein Anschlußgewinde an baS Anschlußstück bcS 9fta£fen-
förpers gefepraubt wirb.
3)ic ^üumaffen entpalten fowopl ein ©a^filtcr al£ ein S <p web fto ff filier.
(Es werben 3 w ei ftertigungien non ftiltiereinfätKn aiusgiegieben, bie im
Scfyüt} gegen (fyemifdje Stampfftoffie gleid)wertig finb, fid) aber in ber ^erftelhmg bcs
Gdjwcbftoffi'I'tiers uniienfdjeiben. Siufjerlid) finb bie btiben ftertiignngen burd) bie (Ein»
atemfläd)e ju unterfdjieiiben, bie bei ber einen fiebartig (Slbbilbung 2)., bei ber anberen
als SBobenpIatte mit einer Öffnung in ber SDbitte (^Ibbilbung 3) gefertigt ift.
Das Gasfilter beftept au£ einer $ o p l e f d) i (p t unb einer barüber--
liegenben bünneren (pemifepen öepiept (2)iatomitf<pi(pt).
— 3 -
£>ie Koplcfcpicpt entpält aftive Kopie, eine im QSerpältniS gut 9ftaffe eine
grope Oberfläcpe auf weif enbe Kopie. £>urcp itjre (Bigenbewegung treffen bic
©aSteilcpen auf bie Oberfläche ber Kopie auf, wobei bie Safe mit geringem
ober S)ampfbrud, ju benen bie als cpemifcpe Kampfftoffe verwenbeten
Siftgafe gehören, infolge pppfifalifcper Vorgänge paften bleiben. Se mepr
C' fläcpe bie Kopie pat, befto mepr SaS fann auf genommen werben; bic
QJb^ung ift erfcpöpft, wenn bie Öberflacpe ber Kopie mit (Sa£ gefättigt ift.
2)ie cpemifdpe Gepiept beftept auS Diatomit (Kiefelgur), welepe SDlaffe mit ver-
f epiebenen (Bpemifalien getränft ift; burcp biefe (Epemifalien werben bie Sift--
gafe epemifep veranbert unb in ungefäprliepe Stoffe übergefüprt. Sollten ein-
mal burcp verfcpiebene Slmftänbe giftige Sa^beftanbteile burd) bie Koplefepiept
pinburcpfommen, fo werben fie in ber epemifepen Sepicpt fidtjer unfcpablicp
gemaept. Ginb bie (Bpemitalien verbraucht, fo ift bie Sepupwirfung vorüber.
5)aS (SaSfilter ift alfo in feiner Qöirfung geitlid) be-
grenzt. 2)ie Seit be£ Scpupe^ ridjtet fiep pauptfäcplicp naep ber Konzen-
tration beS gasförmigen KampfftoffeS in ber umgebenben £uft.
Das Schwebstoffilter fiebt bie ber Sltemluft beigemengten Scpwebftofftcilepen
mec^panifep perauS. 3e größer bie bie Sepwebftoffteilcpen aufnepmenben glädjen
finb, befto weniger wirb ber Sltemwiberftanb burcp bie bie Öffnungen bcS
<yilter£ verftopfenben Sepwebftoffteilcpen fiep ftörenb bemerkbar maepen.
93-ei her einen ^ertiflung (frilter mit ftebartiger ^ob'enfiädje, f. Wb. 2) befbelyt tbas €d)in)ieb=
ftoffilter ans einer hiefen 4Babti0fd>id)t, bei ber anberen ($iiter mit Stobcnfläqje nnb runber
ölfnmn®, f. Wb. 3) aus befonbers gefaltetem gilterpapver mit großer Dberflädje.
6. Die Klarscheiben erpalten bie 2(ugenfd)eiben burepfieptig; fie werben burcp
Sprengringe auf ben Slugenfenftern gaSbicpt feftgepalten.
S)ie Klarfcpeiben beftepen aus einer wafferauffaugenben Scpicpt
auS ©elatine, bie auf eine S t ü p f cp i cp t auS 3cUuloib aufgetragen ift. S)ie
Klarfcpeiben müffen fo vor bie 2lugenfcpeiben gebraept werben, bap bie waffer-
auffaugenbe Scpicpt nacp innen z^0t. 2)ie wafferauffaugenbe Gepiept nimmt
bie ^eucptigteit auf, weSpalb bie Klarfcpeiben nid)t befdplagen. (Brft bei
längerem, anbauernbem fragen ber ©aSmaSfe quillt fie infolge ber vielen
— 4 —
aufgefaugten £yeixcf)figfeit fo auf, baft fie fid> von ber Stüt>f(pi(pt pocpwölbf
unb SRunjeln bilbet, woburd) bie Sicpt bepinberf wirb. 2)ie$larf(peiben
finb wieberpolt benupbar, folange bie wafferauffaugenbe Sdjicpf
nod). feine SXungeln gebilbet pat, ba bie ©elafine an ber Suff wieber trodnef.
7. ®ie au£ 23led) pergeffeUfe Tragbüchse bient jum QSerpaden bcr ®a£-
maSfe. Sie ift mit einem gebet- ober ^eberverfd)lu^ verfepen. 3um fragen
finb an ipr ein Scpulfergurf unb ein &nopfbanb mit jwei ^oppelfnöpfer.
angebracpt. 3m S)edel ber ^ragbücpfe ift ein & l a r f d) e i b e nb e p ä l f e r
3iir Slufnapme ber al£ Q3orrat bienenben ^tarfdjeiben angebradjf.
Ükrpaflcn
8. £>ie ®a£ma£fe wirb in brei verriebenen (Drohen (1 groft, 2 mittet, 3 Hein)
angefertigt; von 100 abgegebenen ©a^ma^fen finb 12 groft, 80 mittet unb
8 fletn. £>ie ©röftenjaplen finb am Slnfdjtuftftüd unb im Snnern be£ OftaSfen-
förperS unter bem recpten Slugenfenffcr angegeben. 2)ie ©röftenunferfcpicbe
liegen in ber ©rö^e be£ ^icptrapmen^.
9. S)ie ©bma^fe wirb in ber 5)i(pttinie — Stirn, Scpläfe, Qöangc,
&inn — an ba£ ©eficpt angefcploffen. &ie erforberlicpe ©a^ma^fengröfte ridjtct
fid) atfo nad) ber & ef id)f 3 form, nid)t nad) ber ^opfgröfte. Scufe mit
fcpmalen, taugen ©efijpfern benötigen im allgemeinen grofte, Scufe mit f leinen,
runben ©efieptern fleine ©aSmaSfcn.
10. £>er ©a^ma^fenträger barf an ben
Stellen, wo ber ^icptrapmen anliegt,
feinen 23art paben, ba fonff bcr ga£--
bidjfe Sip ber ©a^ma^fe in 3tage
gcffellf ift.
Segt fiep ber Qndjfrapmen infolge Steif-
heit be£ Sebert niept vollffänbig anS
(Scfidjt an, fo ift ba£ Seber burd) vor-
fidjtige^ kneten gefdpneibig ju machen.
11. 2)ie Slugenfenfter müffen fo
fipen, bafc bie Slugen pinter ber oberen
Sälffe ber Slugenfenfter ffepen (2lb-
bilbung 4). Stepen bie Slugen pinfer
bcr unteren gälfte ber Slugenfenffer,
fo pat ber (Sa^ma^fenfräger feine
genügenbe 23obenficpt.
Stepen bie Slugen ju nape am oberen
SXanb ber Slugenfdjeiben, fo wirb bie
Sicpt im Siegen bepinbert. (B3
pat be^palb feine (Sa^ma^fe al£ ver-
paßt gu gelten, wenn ber Oftann
ni<pf feffgeftellt pat, baft er
im Siegen beim 2( n f (p l a g
eine pinreiepenbe Sicpt pat.
12. 53ei ungenügenbem 21 b -
f (p l u fj ber ® a m a s f e in ber
Richtiger Sitz der Augenfenster
- 5 —
Ticptlinie ober nicpt paffenbem Sip ber Slugenfenfter finb junäcpft meprere
©a^ma^ten berfeiben ©röpe ju erproben, ba bie ©a^masten berfeiben (Sröpen--
nummer nicpt immer genau glcicp finb. ^yübjrt ba£ ju feinem (Brfolg, fo ift
ju einer anberen ©asma^tengröpe überjugepen.
13. Tiacp ber Slu^wapl ber (Sa^ma^fe mit 9Uidficpt auf Slbfcpluft in ber Ticpt-
linie unb paffenbem Sip ber Slugenfenfter finb bie ^opfbänber fo ju
verteilen, bap bei möglicpft geringem Trud ein ga^biepter Slbfdilup erreiept wirb.
14. Tie ^innftüpe ift fo einjuftellen, bap fie auf bem Stinn aufliegt unb
ba£ (Sewicpt be£ mitträgt. 23ei Trud be£ unteren 9tanbe£ ber
©a^ma^fe auf ben &eplfopf ift bie ^innftüpe enger ju tnöpfen.
15. Ter ga^bidjte Sip ber ©a^ma^te ift im ©a^raum nadhjuprüfen. Ter
Slufentpalt im (Sa^raum pat baju minbeftenS 10 Minuten ju bauern.
16. Leute mit burdjftoftenem Trommelfell finb burep bie ©aSma^te niept pin-
reiepenb gefepüpt, ba Lufttampfftoffe burep ba£ Opr in ben SRacpenraum ein-
bringen tonnen. 3« biefem gallc ift ba£ befepäbigte Opr burep einen Qßattc-
pfropfen, ber mit Qktfeline ober einer Salbe befepmiert ift, ju verfcpliepen.
17. ^Brillenträgern ift bie ©a^ma^te grunbfäplicp mit aufgefepter
Tienftbrille, bei ber bie 2Bügel burd) turje boppelarmige 2Bügel mit
2Banbf cplingen erfept finb, ju verpaßen. Sine gewöpnlicpe 2Brille beeintraeptigt
ben ga^biepten Llbfcplup ber ®a£ma£fe.
Um ein 2Bef (plagen ber 2Brillengläfer unter ber ®a£ma£te ju verpüten, finb
fie vorper beiberfeitig mit 2BrillenglaSfalbe ju bepanbeln.
Ürafltocife
13um Tragen ber Sa^ma^te am 9ftann bient bie Tragbücpfe. 3um 03 e r -
e n faltet man ben ^innteil be£ 9fta3fenförper£ na<p innen unb legt bann
bie beiben Slugenfenfter aufeinanber. Tarauf fcplingt man bie ^opfbänber unb
ba£ Tragbanb um ben jufammengelegten 9fta£fenförper. So fcpiebf man bie
®a£ma£te mit bem gutereinfap juerft in bie Tragbücpfe unb fepliept barauf
ben Tedel.
19. 23ei Sin berittenen ju gufi wirb bie Tragbücpfe in Süftlage ge-
tragen. Ter Scpultergurt wirb an ben beiben oberen Öfen ber Trag-
bücpfe befeftigt, unb jwar juerft an ber öfe neben bem O3erfcplup, bann baS
Snbe an ber öfe neben bem Tedelgelenf. Ta£ &nopfbanb wirb an ber
unteren öfe fo eingetnöpft, bap ber Säten gegen bie Tragbücpfe jeigt.
Tie Tragbücpfe wirb bann um ben S<U3 gepängt unb ber reepte Slrm burep
ben Scpultergurt geftedt, wobei ber Scpultergurt fo verfteHt wirb, bi£ er von
ber linten Scpulter jur reepten Süfte reiept. Tann wirb ba£ ^nopfbanb ber
Tragbücpfe von oben aupen unb fo weit pinten am Leibriemen eingepatt, bafj
bie Tragbücpfe napeju waagerecht pinter ber reepten Süfte liegt unb ben
Träger auf bem Oftarfcp möglicpft wenig bepinbert a r f cp l a g e).
Töenn bei einzelnen Leuten (j. 23. l.^JW.-Scpüpen) bie Tragweife an ber
reepten Seite unjwedmäfjig ift, tann bie Tragbücpfe entfprecpenb an ber
linten Süfte getragen werben.
23ei a^bereitfepaft" wirb bie Tragbücpfe unb ber Sälen be£ &nopf-
taubem am Leibriemen mepr nacp vorn verfepoben, bamit bie ©a^ma^te opne
Scpwierigteiten fcpnell aus ber Tragbücpfe gezogen werben tann (®a^
bereitfcpaftSlage).
20. 23ei Unberittenen auf gaprjeugen wirb baS $novfbanb auS-
— 6 —
ytyalt unb bie Sragbüdpfe vor ber 9)Zittc be£ Seibel getragen (g l e i <h *
seifig SIR a r f cp l a g e unb ©aSbereitfdpaftSlage).
23ei Sentern von 5^raftfaprseugen wirb ber Sd)ultergurt suerft
burd) bie obere öfe neben bem 2)edelgelent gesogen, bann ba£ Snbe an ber
unteren öfe eingetnöpft. S)ie Sragbücpfe wirb am ftart verfügten, um ben
Säte gehängten Scpultergurt waagerecht vor ber 23ruft in Söpe ber 2lcpfeln
getragen; ber 2)edel ber Xragbüdjfe nadp redpt^ (gleichseitig
SJJiarf dplage unb ©aSbereitfcpaftslage).
Qßenn bie Qierfteübarfeit be£ Scpultergurtes burd) bie Schnalle bei tlcinen
Seuten nicht auSreidpt, fann er baburdp verfürst werben, baf? er sunäepft burd)
bie obere unb untere öfe gesogen unb bann erft in ber nod) freien oberen
Öfe neben bem S)edelgelent eingetnöpft wirb.
21. 23ei berittenen wirb bie Sragbücpfe wie bei Slnberittenen s«
getragen, nur bafj ber Seibriemen über ben Sdpultergurt gefdpnallt unb bie
Siragbücpfe mepr nadp vorn gefdpoben wirb (gleichseitig SJftarfcplage unb öas-
berertfdpaftelage): Sie liegt nad) bem 2luffipen faft waagerecht über bem rechten
Öberfcpentel. 2lud> beim (Sefecpt su gu^ verbleibt fie in biefer Sage.
Sft biefe Sragweife ber Sragbüdjfe bei einselnen Leitern wegen anberen
mitgefüprten (Geräte nid)f möglich, fo wirb bie 9Uidentr ag weif e an-
gewenbet. 23ei ipr wirb ber Schultergurt suerft an ber oberen Öfe neben
bem QSerfcfjlufi befeftigt unb ba£ Snbe in ber unteren Öfe eingetnöpft. 9ki(pt
bie Q3erftellbarfeit beS Sdjultergurte^ bei fleinen Seuten mdpt aus, fo ift
wie bei Sentern von ^raftfaprseugen in gleidpen gälten nach 3iffer 20 s«
verfahren. 2)ie Sragbücpfe wirb bann um ben Säte gelängt unb ber reepte
2lrm burcp ben Sdpultergurt geftedt. 2luf bem SIRarfcp im Scpritt pangf bi
Sragbücpfe auf bem SRüden (SIRarfcplage). 23ei (Sa£bereitfd)aft wift
bie £ragbüdpfe nadp vorn unter ben rechten Sinn gesogen, wo fie etwa panb-
breit unter ber Slcpfelpöple mit bem £>edel nacp vorn getragen wirb. 23ei
befdpleunigter öangart wirb bie Sragbücpfe ebenfalls nacp vorn
unter ben redpten 2lrm gesogen (gleichseitig ^aqcplage unb (Sasbereitfdpafte--
lage). SRadp bem 2lbfipen sum öefeept su guft bleibt fie auf bem SRüctcn;
er|t bei ©a^bereiffdpaft wirb fie unter ben reepten 2lrm nacp vorn gesogen.
Iganöfjabung
22. 3um 21 u f f e p e n ber (Sa^ma^fe finb beibc Sänbe freisumadpen, bic
^opfbebedung absunepmen unb ber 2ltem ansupalten. S)cr S)edel ber &ag--
büepfe wirb geöffnet unb bie öa^masfe perau^gesogen. S)ie (öa^ma^fe wirb
an ben Sdpläfenbänbern in beibe Sänbe genommen unb bei vorgeftredtem S^inn
über ba£ (Seficpt gesogen, wobei fiep ba£ &inn sluifepen bie ^innftüpe unb ben
unteren Seil ber (Pa3ma£te fdpiebt. S)ie S^opfbänber werben nadp pinfen
über ben &opf geftreift unb möglidpft tief nad) unten gesogen.
2)ann wirb bas Sragbanb redpte unb lintß am 9Jcastenranb erfaßt unb nad)
ben Opren su Ö^ogen, bte bie &innffüpe auf bem &inn rupf; wenn nötig,
wirb bie (Da^masfe gleichseitig gerabe gerüdt.
darauf taffet man ben 9<anb ber ©asmaste auf gaSbidpten Sip pin ab,
überprüft ben Sip ber ^opfbänber unb legt etwa verorepte 23änber glatt.
2)ann prüft man ben feften 2lnfdplufj bes giltereinfapeS unb patt ba£ burdp
bie Scplaufe an ber &opfplatte gesogene 9Cadenbanb ein. 3ulept wirb baS
Sragbanb um ben Sats gelegt unb ber S)edel ber Sragbücpfe gefcploffcn.
- 7 -
23. ©aS 21 bf et) en bcr GaSmaSfe gefchieht nad) bem £öfen bcS 92aden-
YanbcS ’tmrä) bcr i^aSmaSte am Ritter eifert} uaä) oben, ba^ bas
©Baffer, baS fid) in bem OftaSfentörper angefammclt pat, nid)t inS Ginatem»
ventil fließen, fonbern am ^innteil abträufeln tann.
24. ßin verbrannter ober bej$äbigter ffiltereinjab fauu
bei auf gefegter GaSmaSfe auch unter Slnwefenheit von d)cmifd)en ^ampfftoffen
auSgewechfelt werben. ©er Sltem ift fofort an^uhalfen unb mit bcr rechten
Öanb ber verbrauchte giltereinfah tynauZ* unb ber neue einjufchrauben. ©a-
bei umfaßt bie linfe §anb baS Slnfchluftftüd unb gibt bem giltereinfah beim
2luS- unb (Binfdjrauben bie Rührung.
9cad) (Binfdjrauben bcS neuen fyiltercinfaheS finb ^unächft einige Sltem^üge
flach au atmen, bamit etwa eingebrungene Spuren von chemifchen ^ampfftoffen
nicht tief in bie £unge cingcatmet werben.
25. ©urch Q3erfd)muhung ober längeren Gebrauch unburchfichtig ge-
worbene ^larfcheiben finb auS^uwechfcln. Sierju wirb bie GaSmaSfe
berart in bie linfe §anb genommen, baft bie Snnenfeite bem Gefid)t $u=
gewenbet ift, unb ßwar fo, baft vier gingerfpihen auften auf bem 9\anb bcS
2lugenfenfterS aufliegen, währenb ber ©aumen fid) innen auf ben SXanb bcS
2lugcnfenfterS legt, ©er ©id)trapmen wirb jurüdgebrüdt, fo baft baS 2lugcn-
fenfter frei liegt. TZun wirb ber Sprengring perauSgcbrüdt unb bie alte
&larfd)eibe entfernt, ©ie neue &larfd>eibe mufj fo eingelegt werben, ba{$ bcr
auf ber wafferauffaugenben Sd)id)t angebrachte Slufbrud „Snnenfeite" lesbar
ift. Sff ber Slufbrud unleferlid), fo wirb bie wafferauffaugenbe Sd)id)f burd)
behauchen feftgeftellt. 23ei fcplenber Sicht fann baS richtige (Binlegen burd)
Scfühlen bcS §ur wafferauffaugenben Seicht pin umgebogenen SRanbcS bcr
"^larfcheibe ermittelt werben.
TZachbem bie neue ^larfcheibe auf bie waagerecht gehaltene 2lugcnfd)cibc gelegt
ift, wirb bcr Sprengring wieber eingefept. ©a$u faftt man bie GaSmaSfe
wie bei ber Herausnahme ber ^larfcheibe, legt ben Sprengring mit bem
einem (Bube über ben inneren SXanb beS SlugcnfenfterS unb hält bicfeS (Bube
mit bem ©aumen ber linfen Sanb feft. hierauf fährt man mit bem ©aumen
ber rechten §anb mit leichtem ©rud über ben ganzen Blmfang beS Spreng-
ringe^, bis biefer feft auf bem SXanb beS SlugenfenfterS fitjt.
©ie &larfd)eiben fönnen nicht im 9iegen auSgewechfelt werben; auch bürfen
fie nicht mit feuchten Ringern berührt werben. Sei Slnwefenheit von chemifchen
^ampfftoffen in ber £uft finb bie ^larfcheiben nur im Notfall au^uwechfcln.
©abei muß man ben Sltcm anhalten unb nötigenfalls bie Slugen fchlie^cn.
9ftan feht bie (SaSmaSfe ab, wed)felt bie &urechtgelegten &larfd)eibcn aus unb
feht bie (SaSmaSfc wieber auf. Reicht baS Hinhalten bcS ÖltemS nicht $um
2luSwed)feln beiber &larfReiben aus, fo ift eine ^larfcheibe auSjuwcchfeln.
26. 23efchäbigtc Slugcnfcheiben unb SluSatcmVentile fönnen burch
ben baS ©erät Q3erwaltenben mit bem „Schlüffel für Slugcnring" ober „Q3entil-
fchlüffel 30" auSgefdjraubt unb auS bem „(SaSfdnthvorrat" ergänzt werben.
a) SluStrodnen ßc^onölltng
27. ©aS 2luStrodnen bejwedt Befreiung ber ©aSmaSfe von bcr ^euchtiö-
feit, bie fich währenb bcS Gebrauches im 9xaSfenförpcr angefammclt ha*-
9ftöglid)ft fofort nach jebem Gebrauch ift bie GaSmaSfe auSjutrodnen. TZaffe
GaSmaSfcn bürfen nicht in ber ©ragbüchfc verpadt werben.
— 8 -
28. 3um 8luStrodneit wcnbef man bie Snnenfeite beS 9)ZaStentörpcrS nacp
auften unb nnfctjf bie SaSmaSfe vorfi(ptig mit bem O^einigungSlappen aus
2lbwif(pen ber ^larfcpeiben unterbleibt, ba fie fonff unburepfiepfig werben.
3ur enbgülfigen Srodnung wirb bie (SaSmaSfc an ber Suff, jeboep nicpt am
gepeilten Ofen ober in ber Sonne, getrodnet ober am furjgefaftfcn Sragbanb
pin- unb pergefepwenff.
29. 03 e r e i ft e & a S m a $ f c n finb vorfidjfig aufautauen unb bann 31t
frodnen. SS ift barauf ju aepfen, bap vereiffe (SaSmaSfen nicpt gefaltet werben,
b) ^Reinigung
30. Sie Reinigung bejwedf bie Säuberung ber SaSmaSfe von bem an-
paftenben Scpmup. 3cbo<p bietet fie feine Scwäpr für eine Befreiung von
etwaigen ^ranfpeifSfeimen.
SS finb alle SaSmaSfen 31t reinigen, bie nacp längerem Sebraucp ffart ver-
fepmupt finb.
31. 3ur ^Reinigung beS 9RaSfcnförpcrS werben 3-iltereinfap, $lar-
fepeiben, Sprengringe fowie Sin- unb SluSafemventil aus ber SaSmaSfc
perauSgenommen. Sann wenbet man bie Snnenfeite beS ORaSfenförperS nacp
aupen unb legt ben Sicpfrapmen nacp aupen um; baju ift bie ^innffüpc
loSjufnöpfen.
hierauf wirb bie Snnenfeite unter 03enupung beS 9ieinigungSlappenS mit
Qßaffer unb &ernfeife gereinigt unb wieber von Seifcnreften befreit, wobei
unnötige Qßaffermengen 311 vermeiben finb. Sanacp wirb baS Qöaffer burep
Supfen mit einem trodenen Seil beS OReinigungSlappenS entfernt unb eine
enbgülfige Srodnung wie unter 3iffcr 28 auSgefüprt.
Sie aus Stoff beftepenbe Slupenfeite beS ORaSfenförperS, fowie bie
bänber unb baS Sragbanb, werben mit einer trodenen, weiten 23ürftc^rb--
gebürftet. Genügt baS nid>t, fo fönnen bie verfepmupfen Stellen mit ®ern-
feife unb Qßaffer gereinigt werben. 23ei SaSmaSfen mit gummierter 2lupen-
feite ift biefe wie bie Snnenfeite 31t bepanbeln.
Slugenfcpeiben aus nicptfpliffernbem SlaS fönnen mit bem naffen OieinigungS-
lappen abgewifept werben; Slugenfcpeiben auS 3cllon finb vorfiepfig abjutupfen,
um ein 03erfrapen 31t vermeiben.
32. Ser Sicptrapmen aus £eber ift mit Oßafcpbensin ju reinigen, was
wegen ber fiep bilbenben 03en3inbämpfe im freien ober bei geöffneten puffern,
niemals in ber TZäpe offenen geuerS 3U gefepepen pat. 3um Peinigen legt man
ben 3eigefinger ber linten §anb unter ben Sicptrapmen, pält biefen mit bem
Säumen feft unb reibt ben Sicptrapmen mit ber reepten Sanb unter 53enupung
beS 9ieinigung£lappen3 mit Qßafepbenjin ab. Sa£ Qßafepbensin barf babei niept
an bie übrigen Seile ber Sa^ma^fe gelangen, ba Jonff bie Summierung leibet.
Sic ^innffüpe wirb wie ber Sieptrapmen mit QSafcpbenjin gereinigt.
33. Sin- unb 2lu£ afemv entil finb burep Sin- unb Scrbcwegen in
lauwarmem Seifenwaffer $u reinigen, nötigenfalls jum Slufweiepen bcS
SepmupeS einige 3eit vorper in lauwarmes QBaffer §u legen. Sann finb fie
in tlarcm Sßaffer naepjufpülen. Sefrodnet werben fie an ber £uff, naepbem
man fie vorper mit einem trodenen £appcn abgetupft pat.
34. Sprengringe unb Slugenringe werben mit bem trodenen (wenn
nötig mit bem angefeuepfefen) 9ieinigungSlappen gereinigt unb troden gerieben,
35. Ser giltereinfap ift mit einem trodenen (nötigenfalls Icicpt an-
gefeuepfefen) Sappen 31t reinigen unb wieber troden ju reiben. SS ift unbebingf
— 9 —
3U vermeiben, haft geudjtigfeif in ba£ 3nnerc bcs S'ilfereinfa^e^ einbringf.
36. S)ic Sragbüd)fe wirb mit einem trocknen, wenn nötig feifenpalfigen
Sappen gereinigt unb wieber froden gerieben.
37. &ie ©a^maSfe barf erft wieber äufammengefefjt werben, wenn alle Seile
vollffänbig troden finb.
c) (Bnffeudjung
38. Sic Sntfeud)ung •bejuj-edt ^Befreiung ber ©asmastc non KraiiBheiitsfoimcn.
3u cntifeud)cn firub alle getragenen ©asmasteu,
a) bie in iüc Veftü.n<b.c eingclagcrt werben fallen, oh-ne für Ciiiien beftimmteu Srügcr vor-
gcficfjen $u fein;
b) bie abren Srügcr wedjfeln;
c) bie ran Seuten ftammen, bie fie fürs vor hem Qlusbrud) einer aiiftcdcnben Kraidhc.it
getragen Ijaibcn.
©asmasten, bie nur gum Verpaffen fur^c Seit getragen würben, braudjen nur entfeudjt 311
werben, wenn bic Vorausfcßungcn bicr Ziffer c) rarlicgen.
39. ßuun ©ntfeudjen werben ber 'ftültiereirtfaß unb bas Otusateiniüeniil aus ber ©asmastc
bcrausgiefd)rauibt t unb nidjt mit 'ben übrigen Seilen entfeucht. KlarifdjiCbbcii unb (Spreng-
ringe bleiben bei ber ©nitfcudjung im SOMsfenfijrper; werben bic Rla^djciben wäl}rcnb ber
(Eivtfeudjimg unbraudjbar, fo finb fie burd) neue 3<u erfeßen.
Sann wirb bie Snnienfeitc bies SRastcnförpers nad) außen gewenbet unb biefer an bem
burdj einen loderen Knoten getürmten Sragbanb im ©ntijieud)ungsfd)rani auf gehängt.
9lus ber Sragbüd)ife werben bic nicht 311 entfeudjenben ^orratsflarfdjeibeit tjerausgenommen.
9lm gebürgten 'Sdjiultergurt werben bie geöffneten Sragbüdjfcn mit ber Öffnung nad) unten
ebenfalls im ©ntifeudjungsfdjvanif aufgeb äugt.
40. Sie © 111 f c u d) u n g im © n t f e u d)u n g s f d) r anI (ober ©ntifeudjungsraum)
gcfdjliebt burd) föormalbic'l)i)bwafferbämpfe, biie aus SÖlifdjuug von Sßaraformfoba, Sßaffcr
unb Kaliumpermanganat au beftimmitem .SRcngeiwicrhä-l'tnis nad) ber beuge gebe neu ^Inwetfung
in einem Vledjgefüß gu entwidein finb. Samit bie ftliüffigbcdt utdjt auf bic ©asmasten
fprißfi, ift bas ©efüß mit dinem Srahtmeß su bebeden unb minbeftens in 30 Zentimeter
Qlbftanb von ben ©asmaslem au-fjufbcHen.
3m ©ntfeud>ungsfd)ranf finb bie ju entfeudjenben ©egenftünbe mit minbeftens 5 Seiifrimict-cr
3>wifd)cnrauni aufoubängen, bamit bie Sümpfe gut einwirten tönnen.
Sie ©ntfeudjung muß ibn Zimmertemperatur (etwa 18 ©rab) vorgenommen werben.
SRötiigcnfaßs finb bie 9iäume vor^uwärmen.
Sie im ©ntfeudjungsfdjranf beftnbilichen Seile ber ©asmaste bleiben bort minbeftens
20 'Stauben. Sann werben fie berausgienomincn unb gereinigt, haftet ihnen nad) ber
Steinigung unb Srodnung nod) ©erud) ber ©ntfeudjungsbüinpfe an, fo finb fie mögiidjft
im ßuftjug auftfubängen, bis ber ©erud) lüierfdjwunbeii ift.
41. Sie 91 u s a t e m v e n t i t e ber ©asmasten werben beifonbers enttfeudjt. Sie werben
5 SRinutcn lang iin lauwarmem, uerbünntem Krefolwaffer (2,5 5ßro3ent) b-i«’ Ijcr»
gefdjwenft. 9ln,fd)'ließcnb werben fie nad) Ziffer 33 gereinigt.
42. ft i 11 c r e i n f ä ß c finb nid)t 3u entfeudjen. SBenn fie 0011 Sßcrfoncn mit anftcdcnbeii
Äranrbeitcn bemißt würben, finb fie gegen neue ausgutaufdjen.
Seudjenoerbädjtiige fViltcreinfäße müffen boppelt oerpadt werben unb auf ber. inneren
iBcrpadung ben bcutlid) lesbaren 93ermerf ,;Seud)cnrerbäd)tig'' in roter Umrahmung tragen.
43. Ladungen o 0 n 93 0 r r a t s f I a r f d) e i beu werben nid)t entfeucht. SBirb in
So überfüllen, etwa infolge bicifonbeter (Erfrantungen, eine Vernichtung angeorbnet, fo finb
biefe VorratsHarfdjeibcn 311 rerbrennen.
Prüfung unö Jnftanöf^ung
44. CLurd) Slbpalfen von © a f cf) u a p p e 11 c n ift ber 3uffanb ber &a$=
masten überwadjen. (BS finb alle biejenigen ©aSinaSfen 31t beanffanben, bie
burd) 23efd)äbigung ober QSerJdjmufjung nid)f vollffanbig gebraud)Sfäpig finb.
45. 2)ie OftaStenförper finb aud) bann 3ur Snffanbfeijung geben, wenn
bei ben 23efd)äbigungen bie ©aSmaSfe nod) nid)f gaSunbi^f ift, jebod) bei
weiterem‘&agen'baS ©erat leiben würbe; fo finb bei Gdjniffen im Settffoff
bie 9JiaSfenförper aud) bann auSjufdjeiben, wenn bie inneren ®ummifd)id)fcn
nod) nid)f burd)fd)niffen finb.
Sie t>urd) ©ummierung gefdjloffcneu Statytftenen am SRasfenraivb ibürfen ihre ©ummierung
foweit ocilicren, baß juidj-t mehr als be,,ii SRabeTftiche neöeneinanibcr freiliegcn. Sie äußere
- 10 -
unb 'inmcoe ©unuttiiccung bcr übrigen SRäfytie bes 'ötoffhciils muß jeibod) noUftänbig un-
bcf d)äbig>t fein.
®iiie i9lugenfd>cibcn unb ^liisaftemoenftilie finb nidyt bei jebicm ©asfdjußappeH aus^ufdjraubcn,
um bie ©tminbe au fdjonen. ©ic ©ex»in<be werben nur bann überprüft, wenn fic gasun'bidjt
finb ober wegen oefdjäbigter ^lugenfd)eiben ober OlusatemiDientwIe .cm ^usf^nauibcn nötig ift.
46. Sie ^iltereinfäpe finb unbrauchbar, wenn
a) bie Füllung beim Schütteln ftarf raffelt ober Seile ber Füllung tjerau^fallen;
b) ber (Binfa^fopf ftarf verroftet ober erheblich verbeult ift;
c) ba£ Anfchlu^gewinbe fid) nicht leicht in ba£ Aufdjluftftüd cinfdjrauben läftt,
verbeult ober ftarf verroftet ift;
d) bcr Atemwiberftanb unerträglich l)od) ift (Prüfung burd) Qkrglcid) mit
anberen giItereinfäpen!);
e) bcr giltereinfap burdjnäf# würbe;
f) ber fyiUcreinfab von einem 9ftann mit anftedenber ^ranfheit benutzt würbe.
47. Sic beim ©a^fchupappell gemachten 23eanftanbungen an ben ®a£-
maSfcn fönnen in be$ug auf bie 2ßieberl)erffellung ihrer ©ebrauch^fähigfeit
in vier (Sruppen eingeteilt werben:
a) Golcpe, bie burd) Neinigen bc£ ®eräte£ in Orbnung gebracht werben.
b) Solche, bie burd) Snftanbfepung bei ber Sruppe behoben werben. Sa£ finb:
aa) alle Näharbeiten an ben ^opfbänbern unb am Sragbanb, aufter an
ben 3ugfebern unb am Nanb be£ 9fta£fenförpcr£;
bb) Anftrid) be£ AnfchluftftüdeS;
cc) alle Snftanbfepungen an ber Sragbüchfe, foweit fic bie (Blätte bcr Snnen-
feite ber Sragbüd)fe nicht beeinträchtigen.
c) Solche, bie einftweilen burch Grgän^ung au£ bem „©a^fchupvorrat" erlebt
werben fönnen, wie Augenf Reiben, ®larfReiben, Au£= unb (Binatemv
Ser (Sa£fd)utWorraf ift bann burd) Anforberung wieber ju ergän^en^'
d) 23ei allen übrigen 23eanftanbungcn ift bie öa^ma^fe ben Suftanbfcpung^-“
werfftätten 31t überweifen.
2luf6etoat)rung
48. (Sine Aufbewahrung ber ®a5inafe in ber Sragbüchfe
ift verboten, ba baburch ber ötoffteil leibet.
Sie aufgubewahrenbe ©a^ma^fe wirb mit einem 9fta£fenfpanncr ver-
fehen unb auf ben eingef^raubten fyiltereinfah gefteHt. &opfbänber unb
Sragbanb legt man in ben Nta^fenförper. Sie Sragbüdjfe wirb neben ober
hinter bie (Sa^ma^fe geftellt. Ser Gepult er gurt wirb um bie Sragbüchfe
herumgelegt unb burch ben Serfcplu^ feffgehalten, ba£ ^nopfbanb unter bem
Gcpulfergurf twepgejogen.
49. ©Le ©asmaslen w.erben in Kammer n ober ausna^mswetifc in © a s m a s t c n =
f d, r ä n t ie n «iufbenxr^rt.
©aibici ift su ücadjtcn^ ixtß öer SMufbematycuugsort nidjt Semp^rafcurfdjwaiifuirgcn unter
0 ©raib unb über 15 ©rab aufw-eift, and) nid)t: $u fr öden ober $u naß ift.
Ungeeignet fin'b •‘'Räume im ©adjgefdjoß ober in Kellern mit üidji ,ifoliierten ^oijroljrcn,
audj SRäume nad) ber €onncnfeite oftne mafftoe Sffiänbc.
®>iic fünfter ber Kammer finb mit roter Ölfarbe ju ftrcidien.
©i>c auf offenen ©erüfften aufbewaljr-tien ©asmasten finb burd) ^or^ängc gegen ^erjtauben
au fdjüßien. 2Rot.ftenfd)ußmiiticI finb nid>t anauwenb'en., ba fic bem ©ummi fajablid) finb.
50. 91 d dj n i d) t in -© e b r a u dj genommene ft i 11 e r c i n f ä ß c firub beiberfcittig
Dicrfdj'Ioffen, mit ^erfd^iußtappe fowue ölblatt ober Älcfbftrcifcn oerfefjen au lagern, foweit fic
nidjt in ben Sicferhften oerpadt Mcibcn muffen.
LUDWIG VOGGENREITER VERLAG POTSDAM
Nachdruck und jede andere Vervielfältigung verboten! Ausgegeben April 1936