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                    Mensch Computer Kommunikation 5/2
Herausgegeben von Helmut Balzert



R. Oppermann B. Murchner H. Reiterer M . Koch Software-ergonomische Evaluation Der Leitfaden EVADIS II 2., neu bearbeitete und erweiterte Auflage von Evaluation von Dialogsystemen Der Software-ergonomische Leitfaden EVADIS w DE G Walter de Gruyter • Berlin • New York 1992
Dr. phil. R e i n h a r d O p p e r m a n n 1 ' Dipl.-Soz. Bernd M u r c h n e r 2 ' Dr. soz. o e c . H a r a l d Reiterer 1 » und 2) Dr. soz. oec. M a n f r e d K o c h 3 ) 1 Wissenschaftlicher M i t a r b e i t e r bei der G M D , Gesellschaft für M a t h e m a t i k und Datenverarbeitung m b H , Postfach 1 3 1 6 , Schloß Birlinghoven, D - 5 2 0 5 St. Augustin 1 2 Universitätsassistent a m Institut für Statistik und Informatik der Universität W i e n , Liebiggasse 4 , A - 1 0 1 0 W i e n 3 M i t a r b e i t e r "bei Ernst Sc Y o u n g Unternehmensberatung Gesellschaft m b H Reisnerstraße 4 0 , A - 1 0 3 0 Wien M i t 14 Abbildungen ® Gedruckt auf säurefreiem Papier, das die US-ANSI-Norm über Haltbarkeit erfüllt. Die Deutsche Bibliothek — CIP-Einheitsaufnahme Software-ergonomische Evaluation : der Leitfaden EVADIS II / R. Oppermann ... — 2., neubearb. und erw. Aufl. von „Evaluation von Dialogsystemen". - Berlin ; New York : de Gruyter, 1992 (Mensch — Computer — Kommunikation ; 5) ISBN 3-11-013506-X NE: Oppermann, Reinhard; G T © Copyright 1992 by Walter de Gruyter & Co., D-1000 Berlin 30. Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Printed in Germany Druck: WB-Druck GmbH, 8959 Rieden am Forggensee. — Bindearbeiten: Dieter Mikolai, Berlin. — Umschlagentwurf: Hansbernd Lindemann, Berlin.
Vorwort Die Güte der Benutzbarkeit von Software-Produkten ist in den letzten Jahren unter dem Schlagwort der "Benutzerfreundlichkeit" zu einem relevanten und vielbeachteten Kriterium geworden, das etwa bei Kaufentscheidungen eine immer wichtigere Rolle spielt. Diese Entwicklung kam nicht von ungefähr, hat sich doch gezeigt, daß selbst funktional mächtigen Software-Produkten der Erfolg beim Einsatz in der täglichen Praxis versagt bleibt, wenn sie den Benutzern den Zugang zu ihren Leistungen erschweren oder gar immöglich machen. Dieser Zugang zu den Leistungen eines Software-Produktes wird ganz wesentlich von der Beachtung oder Nichtbeachtung ergonomischer Gestaltungsrichtlinien bei deren Entwicklung bestimmt. Derartige Gestaltungsrichtlinien wurden in den letzten Jahren in nationalen (z.B. DIN 66234 Teil 8 "Grundsätze der Dialoggestaltung") und internationalen Normen (z.B. ISO 9241 Part 10 "Dialogue Principles") festgeschrieben. Damit wurde für SoftwareEntwickler und -Käufer ein gewisser Standard gesetzt, an dem sie sich bei ihren Design- und Kaufentscheidungen orientieren können. Daraus entwickelte sich aber auch ein Bedarf nach geeigneten Evaluationsverfahren, die eine Überprüfung der Einhaltung derartiger Gestaltungsprinzipien ermöglichen. Dieser Bedarf war Anlaß und Ausgangspunkt für das vorliegende Buch. Dabei beschränkt es sich aber in seiner Darstellung nicht auf die Präsentation eines bestimmten Evaluationsverfahrens, sondern macht den Leser auch mit einer Reihe von allgemeinen Grundlagen im Bereich der software-ergonomischen Evaluation vertraut. Neben einer kurzen Einführung in den Gegenstand der Software-Ergonomie werden dem Leser die wichtigsten Methoden der Evaluation vermittelt. Breiten Raum nimmt eine umfassende Diskussion der ergonomischen Gestaltungsprinzipien ein, wobei immer wieder auf nationale und internationale Normen bezug genommen wird. Ausführlich wird auch auf jene Bereiche eingegangen, die bei einer Evaluation zu berücksichtigen sind. Hierbei wird besonderes Augenmerk auf die Organisation, die Aufgaben und die Benutzer gelegt, die den Kontext einer software-ergonomischen Evaluation bilden. Neben den allgemeinen Grundlagen der software-ergonomischen Evaluation wird das von der Forschungsgruppe Mensch-Maschine-Kommunikation der Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung entwickelte Evaluationsverfahren EVADIS II im Detail vorgestellt. Bei der Entwicklung dieses Verfahrens dienten die im Buch vorgestellten Grundlagen und Gestaltungsprinzipien der software-ergonomischen Evaluation als Entwurfsleitlinien. EVADIS II basiert auch auf dem in der Zeit von 1985 bis 1987 entwickelten und im Jahre 1988 im Walter de Gruyter Verlag publizierten Evaluationsleitfaden EVADIS1. Den damaligen Mitautoren Paetau, vgl. R. Oppermann, B. Murchner, M. Paetau, M. Pieper, H. Simm, I. Stellmacher: Evaluation von Dialogsystemen - Der software-ergonomische Leitfaden EVADIS, De Gruyter, Berlin, 1988
VI Vorwort Pieper, Simm und Stellmacher dieser ersten Version von EVADIS möchten wir an dieser Stelle für ihre Zustimmung zu einer Weiterentwicklung von EVADIS danken. Zu besonderem Dank sind wir auch Herrn Tepper von der GMD für seinen Beitrag zu Fragen der direkten Manipulation verpflichtet. Ebenso Herrn Helmer von der GMD, der uns in Fragen der gesetzlichen Bestimmungen des Datenschutzes und der Datensicherheit beriet. Der rasche Erkenntnisfortschritt im Bereich der Software-Ergonomie und die zahlreichen Anregungen von EVADIS-Anwendern veranlaß ten die Forschungsgruppe Mensch-Maschine-Kommunikation, eine umfassende Weiterentwicklung vorzunehmen. Dazu konnte das Institut für Statistik und Informatik der Universität Wien als Kooperationspartner gewonnen werden. Dafür möchten wir an dieser Stelle Herrn Prof. Tjoa vom Institut für Statistik und Informatik für die Ermöglichung und die tatkräftige Unterstützung dieser Kooperation danken. Aus dieser Kooperation entstand in der Zeit von 1988 bis 1991 die nun vorliegende 2. Version des Evalutionsleitfadens: EVADIS II. Im vorliegenden Buch wird das gesamte EVADIS II-Verfahren dargestellt. Die Kenntnis des ursprünglichen Verfahrens ist daher nicht erforderlich. Ziel des Verfahrens ist nach wie vor die software-ergonomische Bewertung der Schnittstellen zwischen Benutzern und Anwendungssystemen für den Bürobereich. Gerade in diesem Bereich spielt die Benutzbarkeit von Anwendungssystemen, aufgrund der immer größer werdenden Anzahl gelegentlicher Benutzer mit oft unterschiedlichsten Aufgabenstellungen, eine erhebliche Rolle. Das weiterentwickelte Verfahren ermöglicht nun neben einer detaillierten und umfassenden Beschreibung auch eine Bewertimg der Eigenschaften der Benutzbarkeit. Dabei werden jetzt aber - im Gegensatz zum ursprünglichen EVADIS Verfahren - auch verstärkt Aspekte der Funktionalität des Anwendungssystems im Hinblick auf die Aufgabenstellung und der Realisierung der Organisations- und Aufgabengestaltung in die Bewertung miteinbezogen. Grundlage der Weiterentwicklung waren umfangreiche neuere Literaturauswertungen, zahlreiche Fachgespräche mit Experten aus dem Bereich der Software-Ergonomie und eigene Erfahrungen mit Software-Systemen unterschiedlichster Art. Gleichzeitig konnten die praktischen Erfahrungen, die an den Universitäten Wien und Koblenz beim Einsatz des Leitfadens in der Lehre sowie bei verschiedenen Weiterbildungsmaßnahmen gewonnen wurden, in die Weiterentwicklung einfließen. Neben einer umfangreichen Neukonzeption und Erweiterung des Verfahrens wurde auch eine grundlegende Verbesserung des EDV-gestützten Leitfadens vorgenommen. Die Ergebnisse der Weiterentwicklung werden mit der Vorlage dieses Buches wiederum einem größeren Kreis der Fachöffentlichkeit vorgestellt. Auch diesmal sind die Entwickler an kritischen Anregungen zum Verfahren, Erfahrungen bei seinem Einsatz und Ergebnissen anderer Evaluationsansätze sehr interessiert, da die Arbeiten zur Pflege und Weiterentwicklung des Verfahrens fortgesetzt werden
Vorwort vn sollen. Der Anwender erhält die jeweils aktuelle Fassung des Verfahrens im Rahmen des Transferpaketes. Die vorliegende Arbeit soll einerseits Grundlagen der software-ergonomischen Evaluation vermitteln und andererseits Interessenten in die Lage versetzen, das Evaluationsverfahren EVADIS II anzuwenden und zu beurteilen. Zur Anwendung ist eine Lektüre des gesamten Buches angeraten. In der Einleitung wird in den Gegenstand der Software-Ergonomie eingeführt. Im ersten Kapitel werden Grundlagen der software-ergonomischen Evaluation vermittelt. Im zweiten Kapitel werden die Kriterien, an denen man sich bei der Durchführung einer ergonomischen Evaluation orientiert, ausführlich beschrieben. Im anschließenden dritten Kapitel erfolgt eine detaillierte Beschreibung des Evaluationsverfahrens EVADIS H. Im vierten Kapitel wird eine Anleitung zum praktischen Vorgehen bei der Anwendung des EVADIS IiVerfahrens geliefert. Das letzte Kapitel enthält eine Beschreibung der Voraussetzungen und der Zielgruppen für den Einsatz des EVADIS II-Verfahrens. Im Anhang sind sämtliche Bestandteile des EVADIS II-Verfahrens dokumentiert. Diese Auslagerung in den Anhang erhöht für den unerfahrenen EVADIS-Anwender die Übersichtlichkeit und ermöglicht gleichzeitig dem geübten EVADIS-Anwender einen direkten Zugriff auf die ihn interessierenden Teile des Verfahrens. Die EDV-gestützte Anwendung des EVADIS II-Verfahrens erfordert den Einsatz des Transferpaketes. Technische Voraussetzung dafür ist in der Regel der Einsatz von zwei Computern, wobei einer für die Arbeit mit der EVADIS Ii-Software, ein zweiter für die zu testende Software benötigt wird. Ein Bestellformular für die Software des EDV-gestützten Leitfadens befindet sich auf der letzten Seite des Buches. R Oppermann B. Murchner H. Reiterer M. Koch Sankt Augustin und Wien, im Februar 1992

Inhaltsverzeichnis Einleitung 1. 1 1.1 1.2 1.3 1.3.1 1.3.2 1.4 1.4.1 1.4.2 1.4.3 Grundlagen der software-ergonomischen Evaluation von Bürosystemen. Gegenstand und Ziel Anlässe für den Einsatz von Evaluationsverfahren. Prinzipien der Bewertung. Ganzheitlichkeit Aufgaben- und Benutzerorientierung Methoden der Evaluation Befragungen (Interview oder Fragebogen) Experimentelle Evaluationsmethoden Leitfadenorientierte Evaluationsmethoden 5 5 7 8 8 10 10 10 11 13 2. 2.1 2.2 2.3 2.3.1 2.3.2 2.3.3 2.3.4 2.3.5 2.3.6 2.3.7 2.3.8 2.3.9 2.3.10 2.3.11 2.3.12 Ergonomische Kriterien einer Evaluation. Allgemeine Kriterien menschengerechter Arbeit Kriterien zur Bewertung der Organisation und der Aufgaben Kriterien zur ergonomischen Bewertung der Software Verfügbarkeit Nützlichkeit Komfort Übersichtlichkeit Selbstbeschreibungsfähigkeit, Self-descriptiveness Erwartungskonformität, Conformity with user expactations Fehlerrobustheit, Error tolerance Erlernbarkeit, Suitability for learning Individualisierbarkeit, Suitability of individualization Steuerbarkeit, Controllability Kooperations- und Kommunikationsförderlichkeit Datenschutz/Datensicherheit 15 19 22 30 30 31 31 33 35 37 39 41 43 44 47 47
X 2.4 2.4.1 2.4.2 3. 3.1 3.2 3.2.1 3.2.2 3.3 3.3.1 3.3.2 3.3.3 3.3.4 3.3.5 3.3.5.1 3.3.5.2 3.3.5.3 3.3.6 3.3.6.1 3.3.6.2 3.3.6.3 3.3.6.4 3.3.6.5 3.3.6.6 3.3.6.7 3.3.6.8 3.3.7 Inhaltsverzeichnis Einordnung der Kriterien in arbeitspsychologische Theorien Einbettung der Kriterien in das "Kontrollkonzept" Einbettung der Kriterien in das allgemeine Konzept der "menschengerechten Arbeit" unter Berücksichtigimg des "Kontrollkonzepts" 48 48 Der software-ergonomische Leitfaden EVADIS II Erweiterungen des bestehenden software-ergonomischen Leitfadens EVADIS Bezugsrahmen von EVADIS IL Technische Systemkomponenten Ergonomische Kriterien Bestandteile von EVADIS H Fragebogen zur Erfassimg von Benutzereigenschaften Untersuchung der Mensch-Mensch-Funktionverteilung und der Arbeitsabläufe Antwortblätter zur Festlegung der Inhalte und des Umfangs der Software-Evaluation Beschreibung der Funktionalität von typischen Anwendungssystemen Beispiele für Prüfaufgaben Beschreibung des Aufbaus der Beispielprüfaufgaben Beschreibung von Operationen der Beispielprüfaufgaben Berücksichtigung der Installation des Anwendungssystems Prüffragen zur Bewertung der Software Verortung der Prüffragen in den Bezugsrahmen Prüffragen-Nummern Gruppen von Prüffragen nach dem Kontext ihrer Prüfung Antwortvorgaben der Prüffragen. Notizfeld. Kommentare und Bewertung Gesamtaufbau eines Prüffragensatzes Dokumentation und Verwaltung der Prüffragensammlung Anleitung zur Erstellung des Prüfberichtes 52 50 53 55 55 62 66 66 67 69 70 70 71 72 74 74 75 77 77 78 79 79 81 82 82
Inhaltsverzeichnis 4. XI 4.1 4.1.1 4.1.2 4.1.3 4.1.4 4.1.5 4.1.6 4.2 4.2.1 4.2.2 4.3 4.4 4.4.1 4.4.2 4.4.3 4.4.4 4.5 4.5.1 4.5.2 4.5.3 Vorgehensweise beim Einsatz des EVADIS II-Leitfadens - Durchführungsvorschrift Vorbereiten und Erkunden des Anwendungssystems Installation des zu prüfenden Systems Einarbeitung in das zu prüfende System Erkunden der Funktionalität des Systems Prüfung der Eignung des Anwendungssystems. Festlegen von Prüfschwerpunkten - Prüfstrategie Auswählen, Anpassen und Übernehmen der Prüffragen Bewerten der Aufgaben und Erstellen der Prüfaufgabe(n) Bewerten der Aufgaben Erstellen der Prüfaufgabe(n) Charakterisierung der Benutzer des Anwendungssystems Durchführen der Prüfung. Vergegenwärtigen der ausgewählten Prüffragen Ausführen der Operationen der Prüfaufgabe(n) Beantworten der Prüffragen und Abgabe einer Bewertung. Protokollieren von Besonderheiten Auswerten der Ergebnisse und Erstellen eines Prüfberichtes Erstellen eines Auswertungsdokuments Prüfen der Konsistenz von Schnittstelleneigenschaften Erstellen des Prüfberichtes 83 86 86 86 86 86 87 87 88 88 88 89 89 89 90 90 91 91 91 92 92 5. 5.1 5.1.1 5.1.2 5.2 5.3 5.4 Einsatz des EVADIS II-Verfahrens Voraussetzungen für die Nutzung des EVADIS II-Verfahrens System-, Aufgaben- und Benutzerkenntnisse Ergonomiekenntnisse Anwender des EVADIS II-Verfahrens Einsatz des Evaluationsverfahrens mit EDV-Unterstützung Fortschreibung des Verfahrens ; 94 94 94 95 95 96 96 Index Literaturverzeichnis. 97 101
Xn Inhaltsverzeichnis Anhang A: Fragebogen zur Erfassung von Benutzereigenschaften 108 Anhang B: Prüffragen zur Untersuchung der Mensch-MenschFunktionsverteilung und der Arbeitsabläufe 121 Anhang G Antwortblätter zur Festlegung der Inhalte und des Umfangs der Software-Evaluation 138 Anhang D: Funktionalität einiger typischer Anwendungen eines Bürosystems 159 Anhang E: Beispiele für Prüfaufgaben. 170 Anhang F: 181 Prüffragensammlung Anhang G: Anleitung zur Erstellung des Prüfberichtes Anhang H: Transferpaket für die software-gestützte Evaluation mit dem EVADIS II - Verfahren auf der Basis eines Datenbanksystems 327 Bestellformular 332 330
Einleitung Gegenstand des software-ergonomischen Interesses sind die benutzerbezogenen Eigenschaften von Software-Systemen. Um das spezifische Ziel der Software-Ergonomie zu verstehen, soll zunächst eine Begriffseinordnung von Ergonomie im allgemeinen und Software-Ergonomie im besonderen vorgenommen werden. Damit soll nicht nur ein klareres Verständnis des Forschungsgebietes, sondern auch ein besseres Verständnis des in diesem Band vorgestellten Evaluationsverfahrens vermittelt werden. Der Evaluationsleitfaden erfaßt nämlich nur spezifische Aspekte ergonomischer Eigenschaften von Arbeitssystemen. Ergonomie kann man mit Arbeitswissenschaft umschreiben (vgl. Luczak / Rohmert 1980,15). Es geht um das Verhältnis eines arbeitenden Menschen zu seinem Arbeitsgegenstand, seinen Arbeitsmitteln, seinen Arbeitsmethoden und seinen Arbeitsbedingungen. Manchmal wird Ergonomie auch verstanden als ein Teilgebiet der Arbeitswissenschaft (vgl. Laurig 1980,12)1. Gegenstand der Arbeitswissenschaft ist dann über die Ergonomie hinaus die Frage der Wirtschaftlichkeit und der gesellschaftlichen Bedeutung von Arbeit. Anliegen der Ergonomie ist das physische und psychische Wohlbefinden des Arbeitenden. Erreicht werden soll dieses Wohlbefinden durch die Schaffung entsprechender Arbeitsbedingungen, d.h. durch Anpassung der Arbeitsbedingungen an den arbeitenden Menschen; insofern ist die Ergonomie also normativ orientiert und nicht nur analytisch. Entsprechend der technischen Entwicklung und dem Vorherrschen unterschiedlicher Arten von Belastungen haben am Anfang ergonomischer Betrachtungen physikalische Faktoren und ihre Auswirkungen auf physiologische Aspekte im Vordergrund gestanden. Dies gilt auch für die ergonomische Gestaltung von Computersystemen. Hier ging es zunächst um Strahlungsbelastungen, Flimmern der Bildschirme, Schäden durch Zwangshaltungen etc. Bei der Arbeit mit Computersystemen kann zwischen den drei Bereichen HardwareErgonomie, Software-Ergonomie und "Organisations-Ergonomie" unterschieden werden. Bei der Hardware-Ergonomie geht es um die Gestaltung der technischen Geräte, des Rechners, des Bildschirms, der Tastatur, des Druckers und sonstiger Peripheriegeräte. Fragen der Hardware-Ergonomie richten sich auf die Geräuschentwicklung, die Flimmerfreiheit und Auflösung des Bildschirmes, den Tastenanschlag und die Tastaturausstattung, die Strahlenbelastung usw. Da dieses Gebiet nicht Gegenstand dieser Veröffentlichung ist, wird hierauf nicht näher eingegangen. Einer bei Laurig (1980) vorgenommenen Beschränkung der Ergonomie auf eine bestimmte Klasse von Methoden, nämlich naturwissenschaftliche Methoden, folgen wir hier ebensowenig wie einer Beschränkung der Ergonomie auf Mindeststandards der Ausführbarkeit und Erträglichkeit im Vergleich zu weitergehenden Forderungen nach Zumutbarkeit oder noch weitergehenden der Persönlichkeitsförderlichkeit (Hacker 1980) und Partizipation (Ulich 1986).
2 Einleitung Software-Ergonomie bezieht sich auf die Beziehung von Programmsystemen zum Benutzer. Software-Ergonomie umfaßt drei Gütebereiche von Software-Produkten: die angemessene Funktionalität eines Systems, seine Fehlerfreiheit und eine geeignete Schnittstelle zwischen Benutzer und System. Eine angemessene Funktionalität bezieht sich auf das Verhältnis von Aufgaben des Benutzers und Leistungsmerkmalen des Systems, d.h. auf das Vorhandensein von Funktionen im System, die die Aufgaben des Benutzers effizient unterstützen. Die Fehlerfreiheit eines Systems meint die Übereinstimmung des tatsächlichen Systemverhaltens mit den spezifizierten bzw. beschriebenen Leistungen eines Systems. Die Schnittstelle zwischen System und Benutzer bezieht sich auf die Art, in der sich das System dem Benutzer präsentiert und in der sich der Benutzer das System erschließen, mit ihm umgehen kann. Wie in der Ergonomie allgemein, so können auch in der Software-Ergonomie für die drei genannten Gütebereiche keine absoluten Richtgrößen angegeben werden. Eigenschaften von Arbeitssystemen lassen sich vielleicht noch hinsichtlich der "Schädigungs- und Beeinträchtigungslosigkeit" spezifizieren. Bei Fragen der "Persönlichkeitsförderlichkeit" oder der "Sozialverträglichkeit", um zwei andere arbeitswissenschaftliche Zielkriterien zu nennen, hört die Möglichkeit auf, absolute und überzeitlich geltende Eigenschaften positiv zu benennen. Hier kann höchstens noch negativ bestimmt werden, welche Eigenschaften nicht vorliegen sollen. Aus den Besonderheiten der Software-Produktion ergibt sich, daß absolute Fehlerfreiheit nicht erreichbar ist. Ab einer gewissen Komplexität von Systemen kann die Korrektheit eines Systems nicht mehr verifiziert werden. Die Leistungen werden oft von Systemversion zu Systemversion geändert, ohne daß die Beschreibung mit geändert wird. Änderungen an einer Systemkomponente verursachen unbeabsichtigte und unbemerkte Änderungen anderer Systemkomponenten. Unvorhergesehene Aktionen des Benutzers führen zu nicht vorhergesehenen Systemzuständen2. Solche Probleme treten nicht erst bei der Wartung, sondern bereits bei der Entwicklung von Software auf. Die Qualitätssicherung ist eine zentrales Anliegen von Herstellern und eine Aufgabe, die von den "autorisierten Prüfstellen"3 der Gütegemeinschaft Software e.V. wahrgenommen wird. Die Eigenschaft, die mit einer Korrektheit von Systemen erreicht wird, kann man mit "Verläßlichkeit" bezeichnen. Das Fehlen von absoluten Richtgrößen bedeutet für die Funktionalitäten von Software-Produkten , daß es z.B. von der Aufgabenentwicklung des Benutzers, von dem Entwicklungsstand der Technik und von der Phantasie des Entwicklers abhängt, welche Funktionen von technischen Systemen eine Aufgabe von Benutzern „Programmfehler (»Bugs«) sind Mängel der Konkurrenz-Software. Unvollkommenheiten in Ihrem eigenen Programm haben verschiedene Namen, je nach dem, wer Sie gerade sind: Bei ACIUS heißen sie »Anomalie«, bei Claris »unerwartetes Ergebnis«, bei Microsoft »nicht vorschriftsmäßiger Abschluß« und bei Apple »nicht dokumentiertes Leistungsmerkmal«." (Kawasaki 1991,57). Die Autorisierung erfolgt durch die Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung (GMD), Sankt Augustin, die die Funktion des Prüfinstituts übernommen hat.
Einleitung 3 effizient unterstützen können. Was heute unvorstellbar ist, ist morgen vielleicht Stand der Technik und kann übermorgen schon als unzumutbare Beschränkung empfunden werden. Nach dem heutigen Stand der Technik sollte ein Textverarbeitungssystem z.B. die Möglichkeit zur Definition von Formattypen bieten. Eine Datenbank sollte variabel lange Felder verwalten können. Ein Graphiksystem sollte die Möglichkeit von Beschriftungen in unterschiedlichen Schriftarten zulassen. Die Eigenschaft, die mit einer angemessenen Funktionalität von Systemen erreicht wird, kann man mit "Nützlichkeit" bezeichnen. Die Schnittstellen-Ergonomie baut auf den beiden ersteren Güteeigenschaften von Software-Produkten (Verläßlichkeit und Nützlichkeit) auf und fragt nach dem "Wie" der Leistungserbringung. Hier geht es um die Interaktion zwischen Benutzer und System. Die Eigenschaft, die mit einer angemessenen Handhabung von Systemen erreicht wird, kann man mit "Benutzbarkeit" bezeichnen. Diese Schnittstelleneigenschaft ist der eigentliche Gegenstand der vorliegenden Arbeit. Die "Organisations-Ergonomie" ist als Begriff nicht gängig. Sie wird in dieser Notation lediglich in Parallele gesetzt zu den beiden ersten Gegenstandsbereichen der Ergonomie (Hardware- und Software-Ergonomie). Das Untersuchungsobjekt der Organisations-Ergonomie gehört jedoch zum selbstverständlichen Bestandteil der Arbeitswissenschaft: "Im Vorfeld und parallel mit technischen Überlegungen zur wechselseitigen Anpassung von Mensch und Arbeitsplatz verfolgt die organisatorische Arbeitsgestaltung das Ziel, z.B. die Arbeitszeit, den Arbeitsablauf und die Arbeitsbeanspruchung optimal zu gestalten" (Schnauber 1979,187). Sie fragt nach der Einbettung technischer Systeme in eine Organisation, nach der Arbeitsteilung zwischen Mensch und Technik und zwischen Mensch und Mensch, nach dem Verhältnis von Tätigkeitsprofilen und Qualifikationsanforderungen von Benutzergruppen, den Gestaltungspotentialen bzw. -determinanten von technischen Systemen in Organisationen und der "systematischen Gliederung des Arbeitsprozesses nach aufgabenmäßigen, räumlichen und zeitlichen Gesichtspunkten" (Rahmert 1973, zit. nach Schnauber a.a.O.). Die genannten software-ergonomischen Gütebereiche, d.h. die KorrektheitsErgonomie ("Verläßlichkeit"), Funktionalitäts-Ergonomie ("Nützlichkeit") und Schnittstellen-Ergonomie ("Benutzbarkeit"), die gemeinsam die "Verwendbarkeit" eines Software-Produktes ausmachen, sowie die "Organisations'-Ergonomie und die Hardware-Ergonomie, stehen in einem komplementären, in einem gewissen Maße sogar in einem multiplikativen Verhältnis zueinander: wenn ein Faktor so schlecht wird, daß sein "Wert" gegen Null strebt, wird das gesamte Produkt wertlos. Ein noch so gut "benutzbares" Produkt, das nicht die angemessenen Funktionen enthält, ist für die Aufgabenerledigung unbrauchbar; ein System, das eine monotone und auf eine Kommunikation zwischen Rechner und Benutzer reduzierte Tätigkeit eines Beschäftigten in einer Organisation vorsieht, ist sozial untragbar. Hieraus wird deutlich, daß man die ergonomische Güte eines Produktes unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten kann, unter dem Aspekt der Produktionseffizienz (Wirtschaftlichkeit), dem der ausgewogenen psychomotorischen und kognitiven Belastung, dem der subjektiven Arbeitszufriedenheit und so weiter. Man kann das Verhältnis der Gütebereiche zueinander auch unter der Metapher einer Kette betrachten: Ihre Stärke bestimmt sich nach dem schwächsten Glied. Eine Darstellung
4 Einleitung der Modellvorstellung der verschiedenen Ergonomie-Aspekte enthält die folgende Abbildung 1. In ihr ist auch angedeutet, daß es nicht-leere Schnittmengen zwischen den einzelnen Ergonomie-Bereichen gibt, ohne daß hierauf näher eingegangen wird. Das in diesem Buch zu dokumentierende Verfahren zielt primär auf die Erfassung der software-ergonomischen Qualitäten der Schnittstelle zwischen Benutzer und System, es geht also um die "Schnittstellen-Ergonomie". Gleichzeitig werden aber auch Aspekte der "Funktionalitäts-Ergonomie" und der "Organisations-Ergonomie" in die Betrachtung miteingeschlossen. Funktionalitätsaspekte werden durch die Verwendung von möglichst realitätsbezogenen Prüfaufgaben zu erfassen versucht, indem die "Nützlichkeit" des Software-Produktes bei der Durchführung dieser Aufgaben zum Gegenstand der Bewertung gemacht wird. Organistorische Aspekte werden dadurch erfaßt, daß im Vorfeld der eigentlichen Evaluation die ergonomische Qualtität der Arbeitsteilung und der Gestaltung der Arbeitsabläufe am Arbeitsplatz des Software-Produktes untersucht werden.
1. Grundlagen der softwareergonomischen Evaluation von Bürosystemen 1.1 Gegenstand und Ziel Gegenstand der Betrachtung von Evaluationsverfahren sind Software-Produkte des Büro- und Verwaltungsbereiches. Produktionssteuerungssysteme, CAD-Systeme, etc. sind nicht Gegenstand dieses Buches. Zielgruppe als Benutzer sind Arbeitende im Büro- und Verwaltungsbereich, wie beispielsweise Schreibkräfte, Sachbearbeiter oder Wissensverarbeiter (Fach- oder Führungskräfte). Typische Programmpakete, die von dieser Zielgruppe eingesetzt werden, sind Datenbanken, Tabellenkalkulation, Bürographik, Textverarbeitung und Elektronische Post. Es kann sich dabei um Einzelanwendungen oder um integrierte Programmpakete handeln. Ein weiteres Charakteristikum von Evaluationsverfahren für den Bürobereich ist deren Ausrichtung auf Dialogsysteme. Dialogsysteme sind dadurch ausgezeichnet, daß sie dem Benutzer die Abwicklung seiner Aufgabe in direkter Interaktion mit dem System ermöglichen und - von laufenden Verarbeitungsprozessen evtl. abgesehen in jedem Zustand auf jede Aktion des Benutzers reagieren können. Dialogsysteme können dem Benutzer mehr Eingriffsmöglichkeiten und Informationen über mögliche Aktionen und Effekte, verfügbare Funktionen und Dialogsequenzen bieten als Stapelsysteme. Sie verlangen allerdings manchmal auch ein größeres Handhabungswissen als diese. Teilweise sind die genannten Unterschiede nicht streng kausal durch die Systemeigenschaften bedingt, sondern gehen auf den Entwicklungsstand und die spezielle Auslegung der Systeme zurück. Evaluationsverfahren sollten alle relevanten ergonomischen Eigenschaften von Dialogsystemen für den Büro- und Verwaltungsbereich in einer ganzheitlichen Weise erfassen. Dies bedeutet, daß möglichst alle benutzer- und aufgabenrelevanten Eigenschaften der Schnittstelle in allen Teilen des fraglichen Arbeitssystems ermittelt werden sollen. Es geht also nicht nur um die Selbstbeschreibungsfähigkeit einer Schnittstelle, nicht nur um ihre Steuerbarkeit, um zwei allgemeine Kriterien für Schnittstellengüte zu nennen, sondern um die Berücksichtigung eines breiten Spektrums von Kriterien. Es geht auch nicht allein um die Leistungsfähigkeit und Güte einzelner Systemkomponenten, wie z.B. eines Hilfesystems, sondern um ein breit gestreutes Spektrum von Systemkomponenten und deren Zusammenspiel. Ganzheitlichkeit bedeutet auf der anderen Seite allerdings nicht, daß das Verfahren beanspruchen könnte, Schnittstellengüte abschließend und erschöpfend darzustellen. Nicht nur, weil das Universum aller Güteeigenschaften grundsätzlich offen ist, sondern prinzipiell kann ein praktisches Evaluationsverfahren genausowenig vollständig und fehlerfrei sein, wie ein Softwareprodukt selbst.
6 1. Grundlagen der software-ergonomischen Evaluation Die folgende Abbildung stellt die einzelnen Elemente des Arbeitssystems "Büro- und Verwaltungsbereich" - "Benutzer", "Bürosystem", "Aufgaben" und "Organisation" und die Beziehungen zwischen diesen Elementen - "Aufgabenbewältigung", "Funktionalität" und "Benutzung" - dar. Die Ziele eines Evaluationsverfahrens lassen sich am besten an den oben dargestellten Beziehungen zwischen den zu bewertenden Elementen erklären4: Aufgabenbewältigung: Durch die Gestaltung der Beziehung zwischen Benutzer und Aufgabe wird bestimmt, inwieweit der Benutzer in der Lage ist, die ihm anvertrauten Aufgaben zu erfüllen und ob er diese als "menschengerecht" empfindet. Die Aufgabenbewältigung besteht einmal unabhängig davon, ob der Benutzer ein Bürosystem verwendet oder nicht. Durch die Erfassung der ergonomischen Qualität der Aufgabenbewältigung (Organisations-Ergonomie) soll sichergestellt werden, daß bei der Bewertimg keine Verengung des Blicks nur auf Schnittstelleneigenschaften des Bürosystems erfolgt. Eine menschengerechte Gestaltung der Aufgaben wird ¿ils eine wesentliche Voraussetzung für eine ganzheitliche Bewertung der ergonomischen Qualität von Bürosystemen angesehen. Bei der ergonomischen Bewertung des Bürosystems interessiert aber auch, inwieweit die Aufgabenbewältigung durch das Bürosystem unterstützt oder behindert wird, ob also die Primäraufgabe "Aufgabenbewältigung" durch die Sekundäraufgabe "Benutzung des Bürosystems" überlagert bzw. in den Hintergrund gedrängt wird. Dies wird durch die Bewertung der nächsten beiden Beziehungen, zwischen den Elementen des Arbeitssystems, zu erfassen versucht. 4 Vgl. (Frese 1989).
1. Grundlagen der sofhvare-ergonomischen Evaluation 7 Benutzung: Durch die Interaktion zwischen Benutzer und Bürosystem wird bestimmt, mit welchem Handhabungsaufwand das Bürosystem durch den Benutzer benutzt werden kann. Der Benutzungsaufwand wird beispielsweise von der Erlernbarkeit des Bürosystems durch den Benutzer bestimmt oder von den Möglichkeiten der individuellen Anpassung des Bürosystems an den Arbeitsstil und die Persönlichkeit des Benutzers. Die ergonomische Qualität der Benutzung ist dem Bereich der SchnittstellenErgonomie zuzuordnen. Funktionalität: Inwieweit das Bürosystem aufgabenrelevant und aufgabenangemessen ist, wird durch das Ausmaß der Unterstützung der Aufgaben durch das Bürosystem bestimmt. Darunter wird die Funktionalität des Bürosystems verstanden. Diese ist davon abhängig, ob das Bürosystem bestehende Arbeitsaufgaben tatsächlich hinreichend genau abbilden kann, oder ob es diese entstellt und verkompliziert. Weiter wird die Funktionalität davon bestimmt, inwieweit der Benutzer das Bürosystem, im Hinblick auf bestimmte Aspekte seiner Arbeitsaufgabe, umgestalten kann (z.B. Erweitern durch Hinzufügen neuer Funktionalitäten). Die ergonomischen Qualität der Funktionalität ist dem Bereich der Funktionalitäts-Ergonomie zuzuordnen. 1.2 Anlässe für den Einsatz von Evaluationsverfahren Für den Einsatz von Evaluationsverfahren lassen sich prinzipiell drei Anlässen unterscheiden5: 1. Bewerten während der Systemgestaltung: Einbeziehung des Evaluationsverfahrens in den Entwicklungsprozeß eines entstehenden Software-Produktes für ein Bürosystem. Beispielsweise beim Einsatz von Prototyping. Mögliche Anwender sind Software-Häuser oder EDV-Abteilungen. 2. Bewerten von Systemausprägungen: Ein fertiges Software-Produkt für ein Bürosystem soll hinsichtlich der ergonomischen Qualität einzelner Systemausprägungen bewertet werden. Beispielsweise im Rahmen eines Abnahmetests. Mögliche Anwender sind Software-Häuser, Auftraggeber von Software oder Software-Prüfstellen. 3. Bewerten zum Zwecke eines Systemvergleichs oder einer Marktorientierung: Mehrere fertige Software-Produkte für ein Bürosystem sollen im Rahmen eines Systemvergleiches bewertet werden. Beispielsweise vor einer Kaufentscheidung von Standard-Software. Mögliche Anwender sind Auftraggeber von Software, SoftwarePrüfstellen, Konsumentenberatungseinrichtungen oder Technologieberatungsstellen von Gewerkschaften. 5 In Anlehnung an (Piepenburg 1989, S. 9-14).
8 1.3 1. Grundlagen der soflware-ergonomischen Evaluation Prinzipien der Bewertung 1.3.1 Ganzheitlichkeit Die obige Abbildung zeigt den Bewertungsbereich, die Bewertungsrichtung und den Gestaltungsspielraum bei einer ganzheitlichen Bewertung von Bürosystemen. Unter Ganzheitlichkeit wird hier verstanden, daß sich bei der Bewertung von Bürosystemen die Gestaltungs- bzw. Bewertungsüberlegungen nicht auf die Software und Hardware des Bürosystems beschränken, sondern auch den organisatorischen Bereich miteinbeziehen. Der Organisationsbereich umfaßt alle jene Fragen, die primär die Arbeitsorganisation (Aufbau und Ablauf der Arbeit) betreffen. Hier stehen Überlegungen zur Gestaltung und Bewertung der "Aufgabenbewältigung" im Vordergrund, wobei zwischen drei Ebenen unterschieden wird. Mensch-Mensch-Funktionsverteilung: Die oberste Ebene - die Mensch-Mensch-Funktionsverteilung (Arbeitsteilung, Spezialisierung) - bezieht sich vor allem auf die Gestaltung und Bewertung einer angemessenen Aufteilung der betrieblichen Gesamtaufgaben unter den Mitarbeitern der Organisation. Die Arbeitsteilung erzeugt einen Koordinationsbedarf, der durch
1. Grundlagen der software-ergonomischen Evaluation 9 Koordinationsinstrumente (z.B. persönliche Weisungen, Organisationshandbücher) unterstützt wird. Die auf gedachte Mitarbeiter verteilten Aufgaben definieren Stellen, die durch Stellenbeschreibungen charakterisiert werden. Gestaltung der Arbeitsabläufe: Die zweite Ebene dieses Bereiches - die Gestaltung der Arbeitsabläufe - betrifft direkt eine Stelle (Person). Während auf der Ebene der Mensch-Mensch Funktionsverteilung das "Was" der Arbeitsaufgaben, der Arbeitsinhalt, festgelegt wird, so wird auf der Ebene der Gestaltung der Arbeitsabläufe das "Wie" festgelegt6. D.h. es wird bestimmt, in welcher Reihenfolge welche Tätigkeiten einer Aufgabe bearbeitet werden müssen (zeitliche und räumliche Aneinanderreihung von Tätigkeiten). Diese Reihenfolge kann sachlogisch vorgegeben sein, vielfach gibt es jedoch eine große Menge möglicher Arbeitsabläufe für eine Aufgabe. Es stehen daher Fragen der Bewertung der (möglichen) Reihenfolgen der Tätigkeiten einer Aufgabe im Vordergrund. Mensch-Rechner-Funktionsverteilung: In der dritten und letzten Ebene - der Mensch-Rechner-Funktionsverteilung - geht es bei der Gestaltung und Bewertung vor allem um Fragen wie: "Welche Tätigkeiten sollen vom Menschen durchgeführt werden?", "Was soll dem Rechner an Arbeit, in Form von Funktionen, übertragen werden?" sowie "Welche Mischformen entsprechen einer ergonomisch angemessenen Funktionsverteilung?" Im Softwarebereich stehen Fragen der Gestaltung und Bewertung der "Benutzung" des Rechners und dessen "Funktionalität" im Vordergrund, wobei ebenfalls zwischen drei Ebenen unterschieden wird. Werkzeug-Ebene: Auf dieser Ebene geht es um die Bewertung der komfortablen Handhabimg und der Zugriffsmöglichkeiten des Benutzers auf die Leistungen (Funktionen, Daten) der Software. Dialog-Ebene: Auf dieser Ebene stehen Fragen der Bewertimg des Dialoges (Dialogformen, Dialogtechniken, usw.) im Vordergrund. Ein-/ Ausgabe-Ebene: Die letzte Ebene bezieht sich auf die Gestaltung und Bewertung der Informationsdarstellung, der Eingabe, der Sprache usw. am Bildschirm. Bei der Bewertung des Hardware-Bereiches gilt es zu überprüfen, ob die eingesetzte Hardware, der Arbeitsplatz und die Arbeitsumgebung hardware-ergonomischen Anforderungen entsprechen. Da es zu diesem Bereich ein Reihe von praxiserprobten Bewertungsinstrumenten gibt (vgl. beispielsweise Köchling 1990, Baitsch 1989, Grandjean 1987), wird er aus den weiteren Betrachtungen dieses Buches ausgeschlossen. 6 Vgl. (Rödiger 1987, S. 94).
10 1. Grundlagen der soßware-ergonomischen Evaluation Wie die Abbildung 3 zeigt, verringert sich der Gestaltungsspielraum von Bewertungsebene zu Bewertungsebene. Dies unterstreicht die Bedeutung der Einbeziehung des organisatorischen Bereichs in die Bewertung. 1.3.2 Aufgaben- und Benutzerorientierung Durch eine Aufgabenorientierung werden die Aufgaben, die mittels eines Bürosystems bearbeitet werden, zu einem Ausgangspunkt der ergonomischen Bewertung gemacht. Dies ist in der Schlüsselrolle, die der Aufgabe für die Effektivität und die soziale Wirkung auf den Arbeitenden (Belastung und Persönlichkeitsentwicklung) zukommt, begründet7. Diese aufgabenorientierte Sichtweise führt gleichzeitig zu einer benutzerorientierten (anthropozentrischen) Vorgehensweise bei der Bewertung. Der Benutzer stellt dabei den Bezugspunkt des Bewertungsprozesses dar8. Es wird daher eine Bewertungsrichtung gewählt, in der zuerst die Aufgabenverteilung zwischen den betroffenen Benutzern (Mensch-Mensch-Funktionsverteilung) und anschließend die Arbeitsabläufe (Aufgaben) des einzelnen Benutzers bewertet werden (Gestaltung der Arbeitsabläufe). Erst dann ist die Aufgabenverteilung zwischen dem Benutzer und dem Bürosystem (Mensch-Rechner-Funktionsverteilung) zu bewerten. Die eigentliche Bewertung der Software (Werkzeug-, Dialog-, Ein-/Ausgabe-Ebene) erfolgt erst nach der Bewertung des organisatorischen Bereiches. Gleichzeitig bedeutet eine Benutzerorientierung, daß bestimmte Benutzereigenschaften zu erheben (z.B. Ausmaß der EDV-Kenntnisse, Nutzungshäufigkeit des Bürosystems) und im Bewertungsprozeß zu berücksichtigen sind. Die Aufgaben- und Benutzerorientierung führen dazu, daß bei der Bewertung des Bürosystems zuerst festgestellt wird, ob bei dessen Gestaltung auf die Aufgabenbedürfnisse und die Eigenschaften des Benutzers Rücksicht genommen worden ist. 1.4 Methoden der Evaluation Zur Evaluation von Schnittstellen zwischen Benutzer und System lassen sich verschiedene Methoden einsetzen. Die wesentlichen sollen kurz umrissen werden, um die in den Kapiteln 3 bis 5 beschriebene EVADIS Ii-Methode einordnen zu können. 1.4.1 Befragungen (Interview oder Fragebogen) Bei der Befragung werden dem Benutzer eines Systems Fragen über bestimmte Systemeigenschaften gestellt, die er aufgrund seiner Erfahrung mit dem System beantworten muß. Die Erfahrung kann der Benutzer aufgrund eigener Initiative ge- 7 Vgl. (Dunckel 1989, Hacker 1987). 8 Vgl. (Nullmeier 1988).
1. Grundlagen der software-ergonomischen Evaluation 11 wonnen haben, d.h. er ist Benutzer eines Systems, das ihm als Arbeitsmittel dient. Oder der Untersuchungsleiter definiert eine bestimmte Aufgabe, anhand derer sich der Benutzer speziell für die Durchführung der Befragung eine Meinung bildet. Im ersten Fall liegt der Vorteil in der größeren Erfahrungsgrundlage, während im letzten Fall die beteiligten Benutzer eher über eine kontrollierbare Erfahrungsbasis mit dem System verfügen. Bei Befragungen ist zu unterscheiden zwischen mündlichen und schriftlichen Befragungen sowie zwischen solchen, die ein Untersuchungsleiter mit Probanden durchführt und solchen, die er bei sich selbst anwendet (Durchführungsprotokoll). Bei Befragungen werden eher subjektive Daten gewonnen (ob die Benutzung des Systems bequem, angenehm, klar, einsichtig ist etc.) und nicht so sehr objektive Daten (ob die Aufgabe mit dem System schnell, fehlerfrei etc. bearbeitet werden kann). Die Vorteile der Befragung können liegen in einer wenig aufwendigen und leichten Durchführung, in der Anwendbarkeit in allen Phasen einer Systementwicklung, in der Einsetzbarkeit zur Einkreisung unstrukturierter Probleme etc. Nachteile können darin bestehen, daß sie anfällig sind für Übertreibungen, daß sie Suggestionen durch die Untersuchungsfragestellung fördern, daß sie eine Vielzahl von Daten produzieren, die die Auswertung aufwendig gestalten, und daß Befragungen von den Befragten nicht besonders geschätzt werden (vgl. Root/Draper 1983, S. 83; Blake 1987, S. 67). Wenn man eine Befragung durchführt, sollte man zwei Grundregeln beachten: 1. sollte man sich bei jeder Frage und bei jeder Antwortvorgabe, die man formuliert, vorab überlegen, was die möglichen Ergebnisse für das Untersuchungsanliegen bedeuten - ansonsten produziert man einen "Datenfriedhof"; 2. sollte man jeden Fragebogen bzw. Interview-Leitfaden vor der eigentlichen Untersuchung an einer Anzahl von Repräsentanten der Zielgruppe erproben. Als eine Sonderform von Befragungen ist die Methode des "lauten Denkens" zu nennen. Die Erkenntnisquelle ist wie bei der Befragung der Benutzer, das gewonnene Material ist jedoch von einer anderen Qualität. Beim "lauten Denken" führt der Benutzer eine Aufgabe aus und formuliert dabei laut seine Überlegungen, Probleme, Handlungsalternativen etc. und bietet dadurch dem Untersuchungsleiter Anhaltspunkte für die Interpretation des Versuchsgeschehens. Als Alternative zu dieser manchem Teilnehmer künstlich erscheinenden Vorgehensweise wird gelegentlich die Methode der "konstruktiven Interaktion" angewandt, bei der zwei Benutzer eine Aufgabe gemeinsam bearbeiten und sich gegenseitig "erzählen", was sie jeweils empfinden, tun bzw. zu tun gedenken etc. und dadurch auf "natürlichere" Weise Interpretationsmaterial liefern. Eine weitere Spielart ist die VideoKonfrontation, bei der der Benutzer während der Arbeit gefilmt wird und nach der Sitzung anhand des Video-Dokuments Gelegenheit zu Erläuterungen und Interpretationen erhält. 1.4.2 Experimentelle Evaluationsmethoden Bei den experimentellen Verfahren der Evaluation gibt es eine große Anzahl von Ansätzen. Sie fangen bei vor-experimentellen Studien an (z.B. "Wizard of Oz", bei dem ein Beobachter an einem parallel geschalteten Monitor das Verhalten eines Benutzers beim Arbeiten mit einem System beobachtet, auswertet und evtl. über System-
12 1. Grundlagen der software-ergonomischen Evaluation eingriffe steuert9 - vgl. Pew 1987) und reichen bis zu klassischen Experimenten. Die Beobachtung eines Benutzers kann mehr oder weniger ganzheitlich, mehr oder weniger verdeckt erfolgen. Bei dem technisch übermittelten Protokollieren des Benutzerverhaltens an den Gingabemedien kann die Beobachtung verdeckt durchgeführt werden; sie ist allerdings auf das Verhalten des Benutzers an der Tastatur oder anderer Eingabemedien beschränkt. Aktionen oder Interaktionen des Benutzers anderer Art, wie z.B. mimische/ pantomimische Ausdrucksweisen, Exklamationen, Handbuchgebrauch, Kommunikation mit anderen Personen etc., können nicht berücksichtigt werden. Bei den experimentellen Verfahren spielt der "Benchmark-Test" eine prominente Rolle. Bei Benchmark-Tests werden Systeme anhand von standardisierten Aufgaben im Vergleich untersucht. Als Beispiel kann die Untersuchung von Roberts/Moran (1983) dienen. In der Studie wurden 9 Texteditoren verglichen. Vergleichsbasis war eine standardisierte Aufgabe, bei der fest definierte Operationen an einem Text vollzogen werden mußten. Versuchspersonen waren Anfänger und erfahrene Benutzer von Texteditoren. Kennzeichen der Methode war ihre Objektivität, d.h. ihre Unabhängigkeit von individuellen Eigenschaften einzelner Editoren, die Generalität der Evaluationsaspekte, d.h. die Erfassung verschiedener Variablen wie Ausführungszeit, Fehler, Erlernbarkeit und Funktionalität, sowie die Leichtigkeit der Anwendung, d.h. der geringe Aufwand beim Einsatz der Methode durch Entwickler. Das Besondere der Benchmark-Tests ist ihr vorwiegend vergleichender Charakter. Sie kommen - von einigen Beispielen im Hardware-Test abgesehen - nicht zu absoluten Aussagen über ein System, sondern ordnen verschiedene Systeme anhand definierter Kriterien auf einer Rangskala. Ein Problem bei der Planung von Experimenten liegt in der angemessenen Bestimmung der abhängigen und unabhängigen Variablen, ein anderes in der angemessenen Wahl der Untersuchungsumgebung (wenn dieser Faktor nicht mit als unabhängige Variable betrachtet wird). Bei der Zusammenstellung von unabhängigen Variablen kommt man leicht auf einige Dutzend, wenn nicht hunderte von Merkmalen. Schon bei einfachen Hard- und Software-Konfiguration kommt man auf astronomischen Zahlen der möglichen Einflußfaktoren auf softwareergonomisch relevante Merkmale; mit verschiedenen Aufgaben, Tageszeit-, oder Motivationsbedingungen hat man weitere Beispiele der zu berücksichtigenden unabhängigen Variablen. Ebenso ist es mit den abhängigen Variablen. Auch hier kann man sich beliebig viele Merkmale vorstellen, die zu erfassen wären: Belastungsmaße, Ermüdung, Arbeitszufriedenheit, Leistungsmerkmale, mentale Repräsentation der Abläufe etc. (in der Praxis scheint allerdings die Phantasie nicht über die Einbeziehung von Zeit und Fehlem hinauszugehen). Die Zahl der praktisch berücksichtigten unabhängigen Variablen ist relativ groß, wenn man nicht auf ein einzelnes Experiment schaut, sondern über die verschiedenen Experimente verschiedener Autoren hinweg. In einem einzelnen Experiment werden jedoch jeweils nur ganz wenige Merkmale variiert, und tatsächlich ist etwas anderes auch 9 Diese Technik wird gelegentlich auch statt Prototyping eingesetzt. Dabei existiert noch kein vollständiges technisches System, sondern ein menschlicher Experte agiert im Hintergrund und simuliert die jeweiligen System-Antworten auf die Benutzeraktionen.
1. Grundlagen der software-ergonomischen Evaluation 13 nur schwer realisierbar. Trotzdem ist es unbefriedigend, aus Praktikabilitätsgründen einfach bei zwei, drei unabhängigen Variablen stehen zu bleiben (z.B. zwei Typen von Kommandoaktivierungen und zwei Gruppen von Benutzern) und alle anderen möglichen Merkmale zu ignorieren (z.B. Art der Aufgabe, Relevanz von Fehlern, Streßbedingungen etc.). Probleme bezüglich der Berücksichtigung von Variablen im Untersuchungsdesign liegen nicht nur in der technischen Einbettung in den Versuchsaufbau. Schwerwiegender ist der Mangel an grundlegender Theoriebildung zur Mensch-MaschineKommunikation für die Bestimmung der relevanten Variablen. Die Festlegung der zu berücksichtigenden Merkmale ist daher meist der Phantasie und Einfühlung des Forschers überlassen. Wenn man also aus praktischen und theoretischen Gründen nur unzureichend in der Lage ist, die relevanten Variablen explizit zu kontrollieren, so sollten die Bedingungen, unter denen Experimente durchgeführt werden, wenn sie schon nicht systematisch variiert werden können, wenigstens sorgfältig dokumentiert werden, um die Möglichkeit zu Nachprüfungen zu bieten. Wichtige unabhängige Variablen, die häufig vernachlässigt werden, die die externe Validität der Ergebnisse von Experimenten im Sinne der Übertragung auf reale Anwendungssituationen jedoch erheblich beeinträchtigen können, sind die Kontextbedingtingen der Untersuchung. Hierzu gehören der Ort der Untersuchung (Labor oder "normaler" Arbeitsplatz), die Bedeutung der Aufgabe, die in Experimenten zu bearbeiten ist (artifizielle Fingerübung oder repräsentative Arbeitsaufgabe eines Benutzers) und die Art der einbezogenen Personen (fiktive Benutzer/Studenten oder reale Benutzer). 1.4.3 Leitfadenorientierte Evaluationsmethoden Bei leitfadenorientierten Prüfverfahren wird ein System durch einen Experten geprüft, der sich dabei jedoch - anders als der Benutzer bei den oben besprochenen Befragungen - weniger an (s)einer Aufgabe mit dem zu prüfenden System, als an (seinen) software-ergonomischen Fragestellungen orientiert. Es gibt gegenwärtig eine Reihe von Listen, die zur Prüfung von software-ergonomischen Qualitäten eingesetzt werden können und die mehr oder weniger strenge Vorgaben hinsichtlich der Operationalisierung und der Präzisierung der Fragestellung und der Kontextbedingungen der Prüfung enthalten. Die Prüflisten variieren einmal nach dem Grad ihrer Detailliertheit. Eine relativ abstrakte Zusammenstellung von Prüfkriterien stellt die DIN-Norm 66.234, Teil 8 und die ISO-Norm 9241 Part 10 dar, bei denen nur auf der Ebene von Beispielen eine Konkretisierung geleistet wird. Die Gestaltungskriterien der MITRE-Corporation (vgl. Smith 1986) stellen am anderen Ende der Skala den gegenwärtig wohl größten Detailliertheitsgrad dar, wenn es sich hierbei auch nicht um eine Prüfliste, sondern um eine Gestaltungsrichtlinie handelt. Ein anderes Unterscheidungsmerkmal von Prüflisten ist der Grad ihrer Einbettung in ein Testbett, d.h. in eine Verfahrensvorschrift für die Durchführung einer Evaluation. Die meisten Prüflisten - und dazu gehören die beiden gerade genannten - überlassen es dem Prüfer, wie er mit dem zu prüfenden System umgeht, um zu Antwor-
14 1. Grundlagen der soßxvare-ergonomischen Evaluation ten auf die Prüffragen zu kommen. Einige Verfahren bieten neben den eigentlichen Prüffragen auch eine Durchführungsvorschrift. Hierzu gehört das EVADIS IiVerfahren, das ab Kapitel drei ausführlich dargestellt wird. Viele der existierenden Leitfäden sind entweder ausschließlich der Orientierung bei einer Systementwicklung oder bei einer Systemevaluierung gewidmet. Praktisch kann man eine Kriterienliste jedoch gleichermaßen zur Entwicklung und zur Evaluierung von Systemen verwenden (vgl. Kapitel 2). Neben den bisher genannten gibt eine Reihe anderer Gestaltungs- und Evaluationsempfehlungen, auf die hier nur verwiesen wird, z.B. Baitsch (1989) beinhaltet eine umfangreiche Sammlung von Checklisten zur Gestaltung von Bildschirmarbeit, zur Benutzerfreundlichkeit, zur Benutzerbeteiligung und zur Gestaltung von Arbeitsplatz und Arbeitsumgebung; Hoffmann (1989) beinhaltet zahlreiche Beispiele zur Masken- und Menügestatlung; Ravden (1989) beinhaltet eine ausführliche Checkliste zur Softwarebewertung; Norman K. (1989) beinhaltet einen Fragenbogen zur Bewertung der Benutzerfreundlichkeit durch die Benutzer; Clegg (1988) beinhaltet eine umfangreiche Sammlung von Checklisten zur Bewertung von Arbeitsplatz und Arbeitsumgebung, zur Benutzerfreundlichkeit, zur Arbeitsqualität und zu Organisationsaspekten; Lang (1988) beinhaltet ein Prüfinventar zu Minimalanforderungen der Software-Ergonomie; Lauter (1987) versucht an zahlreichen anschaulichen Beispielen die praktische Umsetzung der DIN 66234 Teil 8 zu demonstrieren; Smith (1986) bietet mit über 900 Gestaltungsvorschlägen die umfangreichste Sammlung von ergonomischen Gestaltungsrichtlinien für Benutzerschnittstellen.
2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation Software-ergonomische Gütekriterien liegen bisher nur in unzureichender Qualität und Quantität vor. Dies gilt für alle drei im Einleitungskapitel genannten Bereiche der Software-Ergonomie. Es mangelt nicht an einer Vielfalt von Entwurfsrichtlinien als Empfehlungen zur software-ergonomischen Gestaltung von Systemen. In einigen Teilbereichen, des Maskenaufbaus und der Bildschirmgestaltung zum Beispiel, liegen bereits jetzt relativ griffige Erkenntnisse vor, die soweit operationalisiert sind, daß man sie bei einer Systemgestaltung direkt umsetzen kann. Ein solcher Konkretheitsgrad wird auch für andere software-ergonomische Fragen erreichbar sein, wenn auch das Problem der Gültigkeit der einzelnen Erkenntnisse prinzipiell bestehen bleibt10. Software-ergonomische Standards sind jedoch im allgemeinen weder in der Qualität hinreichend gesichert, hinreichend verbindlich oder angemessen allgemein und präzise. Sie sind auch von der Quantität nicht umfassend, sondern weisen Lücken auf, konzentrieren sich ausdrücklich oder faktisch auf Ausschnitte. Hieran läßt sich nur zu einem Teil etwas ändern. Die Unbestimmheit und Lückenhaftigkeit softwareergonomischer Gütestandards liegt nämlich nur zum Teil an dem Erkenntnisstand der Software-Ergonomie und nur dieser Teil der Unscharfe ist durch weitere Forschung überwindbar. Die Unbestimmtheit von Gestaltungsrichtlinien liegt zum anderen jedoch an ihrem Bezugsobjekt. Software-ergonomische Qualität ist ausgerichtet auf den Benutzer. Den Benutzer, die Benutzerin gibt es aber bekanntermaßen nicht. Jeder Benutzer unterscheidet sich von jedem anderen Benutzer. Benutzer unterscheiden sich in ihren Kenntnissen, ihren psycho-motorischen Fähigkeiten, ihren Gewohnheiten. Sie unterscheiden sich über die Zeit hinweg auch von sich selbst. Sie lernen, sie ermüden, sie suchen u. U. nach Abwechslung und neuen Wegen. In diesen intra-individuellen Unterschieden unterscheiden sich die Benutzer inter-individuell. Entsprechend können Gestaltungsrichtlinien nicht Einheitlichkeit festschreiben, wo Unterschiede möglich sein sollen, um den unterschiedlichen Anforderungen Rechnung tragen zu können. Konzeptionell werden diese Anforderungen unter dem Begriff der "differentiell-dynamischen" Arbeits- bzw Schnittstellengestaltung diskutiert (vgl. Ulich 1978; Paetau/Pieper 1985; Ulich 1988). Die notwendige und prinzipiell nicht ausräumbare Unbestimmtheit software-ergonomischer Kriterien bezieht sich auf die Bereiche Funktionalitäts- und SchnittstellenErgonomie. Eine Korrektheit ist selbstverständlich unabhängig von jedem Benutzerkreis generell zu erstreben. 10 Als Problem ist besonders das der externen oder der "ökologischen" Validität zu nennen, d.h. die Frage der Übertragbarkeit der in kontrollierten Experimenten gewonnenen Erkenntnisse auf verschiedene Benutzergruppen mit verschiedenen Aufgabenbereichen und verschiedenen Produkten.
16 2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation Software-ergonomische Gestaltungsempfehlungen sind noch in einem weiteren Sinne dynamisch. Der Grund hierfür liegt in der Entwicklungsdynamik der Technik selbst. Es können immer nur Gestaltungsvorgaben für Gegenstände formuliert werden, die vorhanden oder zumindest in den Bereich der Vorstellbarkeit gerückt sind. Dies gilt für die Funktionalität ebenso wie für die Schnittstellengestaltung. Bestimmte Funktionen treten erst ab einem bestimmten technischen Entwicklungsstand oder aufgrund einer Entwicklungsidee auf den Plan. Dasselbe gilt für die Schnittstellengestaltung. Als objekt-orientierte bzw. direkt-manipulative Schnittstellen noch nicht verfügbar waren, existierten auch keine diesbezüglichen Gestaltungsempfehlungen. Alle Aussagen zur software-ergonomisch guten Systemrealisierung gingen von Kommando- oder Menü-orientierten Konzepten aus. Nicht nur neue Gestaltungsprinzipien müssen damit zu bisherigen technischen Realisierungen hinzutreten, sondern auch das, was bisher für gut gehalten wurde, erscheint durch neue technische Möglichkeiten plötzlich als die schlechtere Lösung. "Gute" Standards sind demnach nicht absolut gut, sondern sind immer nur die jeweils beste Alternative im Vergleich zu den bekannten Lösungen. Daraus folgt: Software-ergonomische "Richtlinien und Empfehlungen... geben an, wie etwas funktionieren 'könnte', nicht wie es funktionieren 'muß"' (Stewart 1984, S. 97). "Ergonomische Gestaltungsmaßnahmen sind streng genommen nicht logisch richtig oder falsch, sondern mehr oder weniger angemessen..." (Dzida 1986, S. 39). Diesen Beschränkungen hinsichtlich der Präzision und Bestimmtheit von Gestaltungskriterien tragen die bekannten Richtlinien mehr oder weniger bewußt Rechnung. Unter anderem ist die Problematik in der Entwicklungsgeschichte der DIN-Normen (DIN 66.234, Teil 8) deutlich geworden. Viele Kriterien sind im Verlauf der Diskussion uminterpretiert bzw. umbenannt worden (z.B. Konsistenz über Verläßlichkeit zur Erwartungskonformität); einige sind wegen ihrer inneren Brisanz und Mißverständlichkeit aus der Sammlung eliminiert worden (z.B. Erlernbarkeit). Die Formulierungen der eigentlichen Normen sind recht allgemein gehalten und lediglich in Beispielen ohne Anspruch auf Vollständigkeit erläutert; eine Reihe von Empfehlungen sind lediglich in Negativform formuliert, um die nicht wünschenswerten Eigenschaften zu bezeichnen, ohne aber die "richtige" Lösung anzugeben, da sie nicht angebbar ist. Diese für die DIN-Normen aufgezeigte Problematik gilt in ähnlicher Weise auch für die ISO-Normen. Das Pendant zur DIN-Norm 66234 Teil 8 auf Ebene der ISO ist die ISO-Norm 9241 Part 10. Sie liegt mittlerweile in einer Version 3 (Commitee Draft) vor und beinhaltet alle DIN-Kriterien. Sie geht aber sowohl bei den Forderungen zu den einzelnen Kriterien als auch in der Gesamtzahl der Kriterien über die DIN-Norm hinaus und spiegelt somit den raschen Entwicklungsprozeß im Bereich der SoftwareErgonomie wider. Software-ergonomische Kriterien kann man als Gestaltungsempfehlungen (vgl. Koch u.a. 1991, Tjoa u.a. 1990) oder als Evaluationsrichtlinien auf ein Software-Produkt beziehen. Im ersten Fall geht es darum, vor der Entwicklung bzw. bei der Entwicklung die Qualität des Produktes zu beeinflussen. Im letzten Fall geht es darum, die vorliegende Qualität eines fertigen Produktes zu bestimmen. Vom Inhalt her unterscheiden sich Gestaltungsempfehlungen und Evaluationskriterien nicht. Das Ziel und die Vorgehensweise sind jedoch verschieden. Gestaltungs-
2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation 17 empfehlungen sollen ein noch nicht existierendes bzw. noch nicht fertiges Produkt möglichst optimal gestalten helfen. Methodisch geht es dabei um die Umsetzung von software-ergonomischen Erkenntnissen in Spezifikationsvorgaben. Evaluationskriterien beziehen sich auf ein bereits vorliegendes Produkt und sollen die vorhandenen software-ergonomischen Eigenschaften beschreiben. Methodisch geht es dabei um das Verfahren zur Feststellung entsprechender Qualitäten. Praktisch kann es gelegentlich einen fließenden Übergang zwischen Gestaltungsempfehlungen und Evaluationsrichtlinien geben. Bereits im Stadium eines Systementwurfs kann nämlich z.B. die Angemessenheit des Gestaltungskonzeptes evaluiert werden. Dabei ginge es um eine Prüfung bezüglich der Einbeziehung der bestmöglichen Ein/ Ausgabemedien, Dialogtechniken, Software-Werkzeuge usw. Auch die angestrebte Integration einzelner Systemkomponenten für den Benutzer kann bereits in dieser Phase überprüft werden. Eine Evaluation wird hier als Prüfung anhand einer noch relativ allgemeinen Prüfliste software-ergonomischer Eigenschaften erfolgen. Konkreter wird eine Evaluation, wenn der Systementwurf bereits in einen Prototyp umgesetzt worden ist. Methodisch unterscheidet sich eine Evaluation von Prototypen nicht von der eines fertigen Systems. Man wird genauso anhand von objektivierten Prüflisten oder mit Benutzerexperimenten arbeiten können, wenn auch die Funktionalität oder Performanz noch unvollständig ist. Die Zielsetzung ist jedoch eine andere. Während beim Prototyp der Entwickler ein Interesse daran haben kann, aus der Evaluation zu lernen und sein System zu verbessern, ist es bei einem fertigen System eher der potentielle Anwender, der eine Evaluation durchführt bzw. durchführen läßt, um sich ein Bild von der Eignung für seinen Bedarf in Relation zu konkurrierenden Produkten zu verschaffen. Eine Evaluation eines fertigen Produktes unterscheidet sich von der eines Produktkonzeptes in noch einer anderen Hinsicht. Während bei einem Produktkonzept die zu realisierenden software-ergonomischen Prinzipien zu prüfen sind, spielt bei der Produktevaluation darüber hinaus auch die Frage eine Rolle, ob diese Prinzipien durchgängig realisiert sind. Dies ist insofern ein wichtiger Aspekt, als der mit dieser Frage verbundene Prüfaufwand theoretisch gegen Unendlich strebt. Die Einlösung z.B. des Gestaltungsprinzips, den Benutzer in jeder Dialogsituation über den Systemzustand zu informieren, müßte für jede mögliche Dialogsituation geprüft werden. Hiervon gibt es aber eine nicht bestimmbare Anzahl. Daher wird man eine solche Prüfung entweder nur an einem Beispiel durchführen, um zu sehen, ob das Prinzip von dem Entwickler in der richtigen Weise verstanden und umgesetzt wurde und ansonsten auf die Sorgfalt des Entwicklers vertrauen, oder man wird an einer mehr oder weniger großen Zahl von Fällen die Durchgängigkeit der Realisierung stichprobenartig prüfen. Aufgrund der im Kapitel 1 beschriebenen Bewertungsprinzipien ergeben sich folgende Anforderungen an eine ganzheitliche Bewertung. Es sind sowohl Benutzermerkmale als auch aufgaben- und organisations- sowie software-ergonomische Kriterien gleichzeitig und gleichberechtigt zu berücksichtigen. Aus der aufgabe - und benutzerorientierten Sichtweise folgt, daß der Benutzer und dessen Aufgaben die Bezugs- und Ausgangspunkte der Bewertung darstellen. Somit stehen Benutzermerkmale sowie aufgaben- und organisations-ergonomische Kriterien am Beginn
18 2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation eines Bewertungsprozesses. Weiters begründet sich darin die hervorgehobene Stellung der Forderung nach Funktionalität einer Software. Die Software muß zuallererst in ihren Anwendungsmöglichkeiten den Aufgaben des Benutzers entsprechen. Aufgrund der im Kapitel 1 beschriebenen Bewertungsgegenstände definieren sich die bei einer ganzheitlichen Bewertung zu berücksichtigenden Merkmale und ergonomischen Kriterien. Die Berücksichtigung der Benutzer erfolgt durch das Erfassen von Benutzermerkmalen, welche die (derzeitigen) Benutzeranforderungen bei der Benutzung der Software beschreiben. Die Bewertung der Organisation und Aufgaben erfolgt mittels aufgaben- und organisations-ergonomischer Kriterien. Die Bewertung der Software erfolgt anhand von software-ergonomischen Kriterien. Bezugspunkt der ergonomischen Bewertung ist der Benutzer, dem durch die Beachtung von "allgemeinen Kriterien menschengerechter Arbeit" eine ergonomische Arbeitsumgebung und ergonomische Arbeitsmittel zur Aufgabenbewältigung zur Verfügung gestellt werden sollen. Aus diesem Modell lassen sich einerseits ergonomische "Kriterien zur Bewertung der Organisation und der Aufgaben" und andererseits ergonomische "Kriterien zur Bewertung der Software" ableiten. Da die beiden letztgenannten Kriterien ihre Wurzeln in den gleichen Zielvorstellungen haben (menschengerechte Arbeit), sollten sie auch die gleichen Prinzipien widerspiegeln. Dies wird durch den Pfeil "Prinzipienübergang" angedeutet11. Bezüglich einer ausführlichen Diskussion der ergonomischen Kriterien vgl. (Reiterer 1990).
2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation 2.1 19 Allgemeine Kriterien menschengerechter Arbeit Bei den folgenden Kriterien handelt es sich um allgemein anerkannte Kriterien zur Gestaltung menschengerechter Arbeit, die in der Arbeitswissenschaft und Arbeitspsychologie entwickelt wurden. Da sie als generelle Entwicklungsleitlinien für die Arbeitsgestaltung, ohne konkreten Bezug zu einer bestimmten Tätigkeit, gedacht sind, sind sie notwendigerweise sehr allgemein formuliert und bedürfen für den konkreten Anwendungsfall einer Konkretisierung. Derartige Konkretisierungen für die Zwecke eines Evaluationsverfahrens finden sich in den nächsten beiden Abschnitten. Ausführbarkeit12 Definition Die Art der Gestaltung des Arbeitssystems (z.B. Aufgabe, Arbeitsmittel, Arbeitsumgebung) ermöglicht dem Menschen (z.B.: dem Büromitarbeiter) ein zuverlässiges, anforderungsgerechtes, langfristiges Ausführen der Aufgaben. Organismische - d.h. mittels des sensorischen und muskulären Apparates auszuführende - Prozesse stehen bei der klassischen Definition dieses Kriteriums im Vordergrund der Betrachtung. Für den Bürobereich wird diese Definition wie folgt erweitert: Auch kognitive Prozesse der Aufgaben (geistige Arbeit) müssen für den Menschen hinsichtlich der definierten Eigenschaften ausführbar sein. Eigenschaften • zuverlässiges Ausführen Durch die Einhaltung von ergonomischen - inkl. der anthropometrischen und sinnespsychologischen - Normen und Richtlinien soll eine zuverlässige Ausführbarkeit der Aufgaben gewährleistet werden. Diese Normen und Richtlinien beziehen sich sowohl auf die Aufgabe (Organisationsergonomie) als auch auf die Arbeitsmittel (Software- und Hardware-Ergonomie). • anforderungsgerechtes Ausführen Die Aufgabe und die einzusetzenden Arbeitsmittel müssen derart gestaltet werden, daß der Mensch mit seinem Organismus den Anforderungen, die zur Ausführung der Aufgabe gestellt werden, gerecht werden kann. • langfristiges Ausführen Die Aufgabe und die einzusetzenden Arbeitsmittel müssen langfristig - d.h. nicht nur einmalig oder in kurzfristigen Testsituationen - den obigen Eigenschaften entsprechend ausgeführt werden können. 12 Vgl. (Triebe 1987, Frese 1989, Luczak 1987, Bundesanstalt für Arbeitsschutz 1983).
20 2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation Schädigungs-13 und Beeinträchtigungslosigkeit14 Definition Die Art der Gestaltung des Arbeitssystems (z.B. Aufgabe, Arbeitsmittel, Arbeitsumgebung) fügt dem Menschen bei der Ausführung seiner Aufgaben keine gesundheitlichen - physischen oder psychischen - Schädigungen zu. Sie beeinträchtigt bei der Ausführung der Aufgaben auch nicht das Wohlbefinden des Menschen. Eigenschaften • physische oder psychische Schädigungen Das Auftreten von Schäden wie: Augenbeschwerden, vermindertes Hörvermögen, Haltungsschäden, rheumatische Erkrankungen, psychosomatische Beschwerden usw. resultierend aus körperlicher und geistiger Über- bzw. Unterforderung (z.B. Bewegungsarmut, Monotonie) ist zu vermeiden. • Wohlbefinden des Menschen Beeinträchtigungen äußern sich (noch) nicht in gesundheitlichen Schädigungen, sondern vorerst als "Störungen des Wohlbefindens des Menschens". Diese Störungen sind z.B. Monotonie-, Ermüdungs-, Streßzustände, soziale Isolation. Sind diese Symptome von dauerhafter Natur, so kann dies zu psychosomatischen Beschwerden wie: koronare Herzerkrankung, Krebs usw. führen. Die sofortige Beseitigung von Störungen ist daher notwendig. Persönlichkeitsförderlichkeit15 Definition Das Kriterium bezieht sich auf die Möglichkeiten, die eine Arbeitstätigkeit und die dabei zur Verfügung stehenden Arbeitsmittel dem Arbeitenden zur Entfaltung und Weiterentwicklung seiner Persönlichkeit bieten. Die große Bedeutung dieses Kriteriums ergibt sich daraus, daß sich die Persönlichkeitsentwicklung des erwachsenen Menschen in einem erheblichen Ausmaß in der Auseinandersetzung mit seiner Arbeitstätigkeit vollzieht. Eigenschaften Die folgenden Eigenschaften einer Arbeitstätigkeit charakterisieren die Möglichkeiten, die eine Persönlichkeitsentwicklung erlauben: Vgl. (Frese 1989), weitere Bezeichnung: Schädigungsfreiheit Privatangestellten 1988), Erträglichkeit (Triebe 1987). (Gewerkschaft der 14 Vgl. (Triebe 1987, Spinas 1983, Baitsch 1989, Frese 1989), weitere Bezeichnungen: Beeinträchtigungsfreiheit (Triebe 1987), Zumutbarkeit (Triebe 1987). 15 Vgl. (Triebe 1987, Spinas 1983, Baitsch 1989), weitere Bezeichnung: Lern- und Persönlichkeitsförderlichkeit (Frese 1989), Zufriedenheit (Triebe 1987).
2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation 21 • der Arbeitsinhalt Wichtig sind hier insbesondere die Häufigkeit und der Zeitanteil nicht nur ausführender, sondern auch planender und kontrollierender Tätigkeiten. Damit unmittelbar im Zusammenhang stehend sind • die (kognitiven) Anforderungen, die die Arbeitstätigkeit stellt (Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kenntnisse), insbesondere inwieweit Auswahl-, Urteils-, Bewertungs- und Entscheidungsprozesse eine Rolle spielen. Daraus leiten sich • die erforderlichen Qualifikationen des Arbeitenden zur Erfüllung der Anforderungen ab, insbesondere wie groß das Spektrum der Qualifikationsinhalte sein muß und welche qualifikatorischen Weiterentwicklungsmöglichkeiten sich daraus eröffnen. Sozialverträglichkeit16 Definition Das Kriterium bezieht sich auf die Ermöglichung sozialer Interaktion der Mitarbeiter. Die große Bedeutung dieses Kriteriums ergibt sich daraus, daß die Möglichkeit sozialen Austauschs und der Erlangung sozialer Unterstützung u.a. Auswirkungen auf die psychosomatische Gesundheit der Mitarbeiter hat. Eigenschaften Die folgenden Eigenschaften einer Arbeitstätigkeit charakterisieren die Voraussetzungen, die eine soziale Interaktion der Mitarbeiter ermöglichen: • die Möglichkeiten zur Kooperation und Kommunikation Diese haben einen positiven Einfluß auf die Weiterentwicklungsmöglichkeiten des Arbeitenden, da sie soziale Unterstützung und soziale Lernprozesse bei der Durchführung der Arbeitstätigkeiten ermöglichen. • die gesellschaftliche Bewertung der Arbeitstätigkeit Hier ist insbesondere von Bedeutimg, welcher Stellenwert und welche Bedeutung der Arbeit von der Gesellschaft beigemessen wird. Zur Umsetzung dieser "allgemeinen Kriterien menschengerechter Arbeit" wurden eine Vielzahl konkreterer Kriterien entwickelt, die sich auf die Gestaltung und Bewertimg der Organisation, der Aufgaben, der Software, der Hardware und des Arbeitsraumes beziehen. Im folgenden sollen diese Kriterien näher definiert und erläutert werden. Vgl. (Frese 1989), Bezeichnung: Ermöglichung sozialer Interaktion.
22 2.2 2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation Kriterien zur Bewertung der Organisation und der Aufgaben Ziel der Organisationsbewertung ist es, die Einbettung der Elemente - Aufgaben, Benutzer, Bürosystem - und deren Beziehungen - Aufgabenbewältigung, Benutzimg, Funktionalität - in die gesamte Organisation des Büros einzuschätzen. Das Ziel der Aufgabenbewertung besteht darin, die Beziehung zwischen dem Benutzer und seinen Aufgaben - die Aufgabenbewältigung - ergonomisch zu bewerten. 1. Anforderungsvielfalt17 Definition Die Anforderungsvielfalt einer Aufgabe soll den Einsatz unterschiedlicher Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten ermöglichen. Dies ist am ehesten durch eine Kombination von Aufgabenanteilen zu erreichen, die Elemente der Planung, der Ausführung evtl. auch der Pflege/Instandhaltung (von Hard- und Software) - und der Kontrolle enthalten. Anforderungsvielfalt beinhaltet sowohl die Beanspruchung mehrerer menschlicher Sinne (Gesichtssinne, Gehör- und Tastsinn usw.) als auch die Möglichkeit zur körperlichen Aktivität bei der Erledigung der Aufgabe. Abhängigkeiten mit anderen Kriterien: Es besteht eine enger Zusammenhang mit dem Kriterium "Ganzheitlichkeit", dessen Verwirklichimg gleichzeitig einen positiven Beitrag zur Anforderungsvielfalt einer Aufgabe leisten kann. Eigenschaften • unterschiedliche Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten Zur Motivation des Menschen ist es einerseits erforderlich, daß die Aufgabe weder zu Über- noch zu Unterforderung führt und andererseits, daß die Ausführung der Aufgabe eine gewisse Vielfalt an unterschiedlichen Fähigkeiten, Kenntnissen und Fertigkeiten erfordert. • Beanspruchung mehrerer menschlicher Sinne Werden menschliche Sinne nicht laufend genutzt, so führt dies langfristig zu eingeschränkten Sinnesmöglichkeiten. Die Aufgabe soll daher verschiedene Sinne beanspruchen. • Möglichkeit zur körperlichen Aktivität Bewegungsmangel führt zur Beeinträchtigung physischer und psychischer Prozesse. Die Aufgabe soll daher Wechsel der Körperhaltungen (z.B. Gehen, Stehen, Sitzen) und unterschiedliche Bewegungsformen ermöglichen. 17 Vgl. (Baitsch 1989, Ulich 1989, Ulich 1988, Spinas 1983,1987, Balzert 1986).
2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation 23 2. Ganzheitlichkeit18 Definition Ganzheitlichkeit bedeutet, daß der Arbeitende ein "ganzes Stück" Arbeit vollendet und nicht (für ihn) sinnlose Einzelteile einer Aufgabe bearbeiten muß. Der Vorteil liegt darin, daß der Arbeitende den Bedeutungsgehalt und Stellenwert seiner Aufgabe im betrieblichen Arbeitsablauf klar erkennen kann (Aufgabenidentität und -relevanz). Dabei sollte dies durch einen Bezug zu realen Gegenständen und sozialen Situationen unterstützt werden. Abhängigkeiten mit anderen Kriterien: Es besteht eine enger Zusammenhang mit dem Kriterium "Anforderungsvielfalt", dessen Verwirklichung gleichzeitig einen positiven Beitrag zur Ganzheitlichkeit einer Aufgabe leistet. Eigenschaften • ganzes Stück Arbeit Damit ist gemeint, daß dem Arbeitenden ein sinnvoller Aufgabenzusammenhang zur Erfüllung übergeben wird, welcher einen klar erkennbaren Anfang und Abschluß hat sowie den Ablauf und das Endprodukt der Aufgabe gut sichtbar werden läßt. Nach Hacker und Ulich entspricht dies dem "Schema der vollständigen Tätigkeit", das wie folgt beschrieben wird: Eine vollständige Tätigkeit besteht aus den Teilhandlungen Vorbereiten (Aufgabenanalyse), Ausführen (Informationsbeschaffung, -prüfung und Anwendung von Fachwissen) und Kontrollieren (Ergebnisbewertung)19. • Bedeutungsgehalt und Stellenwert seiner Aufgabe Das Erkennen des Bedeutungsgehalts und des Stellenwerts seiner Aufgaben im Kontext mit den Gesamtaufgaben und Zielen des Unternehmens ist für den Arbeitenden zur Erreichung einer hohen Arbeitszufriedenheit notwendig (vgl. auch das Kriterium "Durchschaubarkeit"). • Bezug zu realen Gegenständen und sozialen Situationen Dieser auch als "Umweltbezug" bezeichnete Aspekt spielt im abstrakten - vorrangig im Umgang mit Zeichen und Symbolen befaßten - Bürobereich eine wesentliche Rolle. Es ist daher sicherzustellen, daß auch Büroarbeit auf den materiellen Produktionsprozeß (z.B.: durch den direkten Zugang des Einkäufers zum Produktionslager) und auf soziale Situationen (z.B.: durch direkten Kundenkontakt des Versicherungssachbearbeiters) bezogen bleibt. 18 Vgl. (Hacker 1989a, Spinas 1983,1987, Ulich 1988, Ulich 1989, Baitsch 1989, Balzert 1986). 19 Vgl. (Hacker 1989a S.1640.
24 2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation 3. Durchschaubarkeit20 Definition Die Durchschaubarkeit einer Aufgabe setzt voraus, daß der Arbeitende die technischen Bedingungen und Zusammenhänge, die organisatorischen Strukturen (der raum-zeitliche und inhaltliche Zusammenhang seiner Arbeitsaufgabe), die Ereignisse im Arbeitsprozeß und die Folgen des eigenen Eingreifens in den Arbeitsprozeß durchschauen und vorhersehen kann. Abhängigkeiten mit anderen Kriterien: Dieses Kriterium ist einerseits von der klaren Auslegung und Abgrenzung der Arbeitsaufgabe selbst abhängig und steht damit im engen Zusammenhang mit dem Kriterium "Ganzheitlichkeit". Andererseits besteht eine Abhängigkeit von den dem Arbeitenden zur Verfügung gestellten Informationen und Qualifizierungsmaßnahmen (vgl. Kriterium "Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten"). Eigenschaften • technische Bedingungen und Zusammenhänge Durchschaubarkeit ist hier gegeben, wenn der aktuelle Technikstand, die Ursachen für diesen, die Nutzungsmöglichkeiten - d.h. die erreichbaren Ziele und Resultate erkennbar, nachvollziehbar und vorhersehbar sind. • organisatorische Strukturen, Ereignisse im Arbeitsprozeß, Folgen des eigenen Eingreifens in den Arbeitsprozeß Durchschaubarkeit ist hier gegeben, wenn für die aktuell bearbeitete Aufgabe eindeutig erkennbar ist - woher zu bearbeitende Arbeitsgegenstände kommen, - wann zu bearbeitende Arbeitsgegenstände von vorgelagerten Stellen vorliegen, - wohin das Arbeitsergebnis geht, - wann das Arbeitsergebnis dort vorliegt (bzw. wann eine Rückmeldung zu erwarten ist). 4. Rückmeldungen (Feedback)21 Definition Rückmeldungen (Feedback) bewirken, daß der Arbeitende Meldungen über den laufenden Fortgang seines Arbeitsablaufes (Ablauffeedback) und das Resultat seiner Arbeit (Resultatfeedback) erhält. Diese sollen sich dabei auch aus der Aufgabe selbst ergeben. Abhängigkeiten mit anderen Kriterien: Rückmeldungen sind eine notwendige Voraussetzung, um das Konzept der 20 Vgl. (Dunckel 1989, Balzert 1986, Dunckel 1989a). 21 Vgl. (Spinas 1989, Spinas 1983, Baitsch 1989).
2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation 25 "vollständigen Tätigkeit" umsetzen zu können. (Vgl. das Kriterium "Ganzheitlichkeit") Eigenschaften • Ablauffeedback Der Arbeitende erhält damit Auskunft über den Stand der Ausführung seiner Aufgabe. Dies stellt eine Voraussetzung für eine allfällige Handlungskorrektur dar. • Resultatfeedback Dieses liefert dem Arbeitenden die Möglichkeit, Ergebnisse der eigenen Handlungen auf Übereinstimmung mit den gesetzten Zielen zu überprüfen. 5. Autonomie22 Definition Die Autonomie beschreibt das Ausmaß an (Selbst)Kontrolle, daß dem Arbeitenden bei der Aufgabenerfüllung zugestanden wird 23 . Dieses Ausmaß wird von der Qualifikation des Arbeitenden und von der Art der Arbeitsaufgaben mitbestimmt. Eigenschaften Die folgenden Eigenschaften einer Arbeitstätigkeit charakterisieren die Kontrollmöglichkeiten, die sich dem Arbeitenden bei der Aufgabenerfüllung bieten: • Handlungsspielraum Der Handlungsspielraum ist die Summe der Freiheitsgrade bzw. Gestaltungsmöglichkeiten in bezug auf die Verfahrenswahl (z.B. Methoden), die Vorgehensweisen und den Arbeitsmitteleinsatz, die sich dem Arbeitenden an seinem Arbeitsplatz bieten. • Zeitspielraum Er beschreibt die Wahlmöglichkeiten des Arbeitenden, die zeitliche Abfolge seiner (Teil-)Aufgaben selbständig zu strukturieren und zu koordinieren. Das Ausmaß des Zeitspielraumes wird maßgeblich durch die zeitlichen Vorgaben für die Aufgabendurchführung bestimmt. Der Zeitspielraum hängt eng mit dem Handlungsspielraum zusammen24. Seine praktische und getrennte Bedeutung ist darin zu sehen, daß häufig zu enge zeitliche Vorgaben einen ansonsten recht großen Handlungsspielraum wieder zunichte machen. • Entscheidungsspielraum Er kennzeichnet den Umfang der Entscheidungskompetenz des Arbeitenden bei der Ausführung seiner Aufgaben. Der Entscheidungsspielraum spiegelt somit unmittelbar das Ausmaß der (Selbst)Kontrolle wider und legt somit fest, inwieweit der 22 Vgl. (Spinas 1983,1987, Ulich 1988,1989, Baitsch 1989, Balzert 1986). Vgl. dazu die Bedeutung des Kontrollkonzeptes für das menschliche Handeln in (Spinas 1983) und (Spinas 1987). 24 Manche Autoren treffen keine explizite Unterscheidung zwischen Handlungs- und Zeitspielraum, vgl. (Ulich 1988, Frese 1989).
26 2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation Arbeitende von dem vorhandenen Handlungs- und Zeitspielraum Gebrauch machen kann. • Abhängigkeiten und/oder Behinderungen Organisatorische und technische Abhängigkeiten und/oder Behinderungen, wie z.B. sachlich nicht begründbare einengende Vorschriften oder starke einseitige Abhängigkeiten von einem Arbeitsmittel (z.B. Unterbrechung des Arbeitsablaufes durch Ausfall des Bürosystems ohne alternative Möglichkeiten zum Fortsetzen der Tätigkeiten), führen zu einer Einschränkung der Autonomie und sind daher zu vermeiden bzw. möglichst gering zu halten. 6. Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten25 Definition Die allgemeine geistige Flexibilität des Arbeitenden soll erhalten bleiben bzw. gefördert werden. Dazu müssen ihm Möglichkeiten geboten werden, seine berufliche Qualifikation zu erhalten bzw. weiterzuentwickeln. Dies setzt einerseits Arbeitsaufgaben und Arbeitsmittel voraus, die ausreichend komplex und gestaltbar sind, so daß sie es dem Arbeitenden erlauben, seine Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse weiterzuentwickeln. Andererseits müssen dem Arbeitenden die notwendigen qualifikatorischen Voraussetzungen vermittelt werden, die ihm eine Beherrschung der Arbeitsaufgabe und der Arbeitsmittel ermöglichen. Abhängigkeiten mit anderen Kriterien Das Kriterium "Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten" steht in einem mehr oder weniger engen Abhängigkeitsverhältnis zu den Kriterien "Anforderungsvielfalt", "Ganzheitlichkeit", "Durchschaubarkeit", "Rückmeldungen", "Autonomie" und "Kooperations- und Kommunikationsförderlichkeit". All diese Kriterien haben, bei entsprechender Berücksichtigung, einen Einfluß auf die "Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten" des Arbeitenden. So wird eine Aufgabe, die "ganzheitliche" ist und "Anforderungsvielfalt" besitzt, auch entsprechend unterschiedliche Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse erfordern und somit gute Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Die "Durchschaubarkeit" einer Aufgabenstellung ist eine wesentliche Voraussetzung für deren Erlernbarkeit. "Rückmeldungen" über den Arbeitsfortgang und das Resultat der Arbeit sind sowohl wesentlich für die Weiterentwicklung der beruflichen Qualifikation als auch für die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten (z.B. höheres Einkommen, Beförderung). "Autonomie" bei der Aufgabenerfüllung ist Voraussetzimg dafür, daß der Arbeitende selbst gestalterisch tätig werden und so seine Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse weiterentwickeln kann. "Kooperations- und Kommunikationsförderlichkeit" eröffnet Möglichkeiten für soziale Unterstützung und soziales Lernen, beides Aspekte, die wesentlich zu den Entwicklungsmöglichkeiten eines Arbeitenden beitragen. 25 Vgl. (Balzert 1986, Baitsch 1989, Ulich 1988,1989).
2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation TJ Eigenschaften Neben all den mit den obigen Kriterien verbundenen Eigenschaften, die einen Beitrag zu den Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten eines Arbeitenden liefern, soll hier auf zwei Eigenschaften gesondert hingewiesen werden: • Lernmöglichkeiten (Qualifikationserhalt/-erweiterung) Dem Arbeitenden sollen laufend Möglichkeiten zur Weiterentwicklung seiner beruflichen Qualifikationen geboten werden (z.B. inner- und außerbetriebliche Fortbildungskurse), wobei die angebotenen Qualifikationsinhalte ein breites Spektrum umfassen sollten (z.B. Organisationswissen, Fachwissen, EDV-Wissen, soziales, strategisches, formales Wissen, ergonomisches Wissen). • berufliche Entwicklungsmöglichkeiten Die Weiterentwicklung der Lernmöglichkeiten sollte an berufliche Entwicklungsmöglichkeiten gekoppelt sein (z.B. Beförderung, höheres Einkommen), um den Arbeitenden entsprechende Motivationen und Anreize zu bieten. Die beiden folgenden Kriterien zur Bewertung der Organisation und der Aufgaben Kooperations- und Kommunikationsförderlichkeit sowie Datenschutz/Datensicherheit sind zusätzlich auch für die Bewertung der Software (Absatz 2.3) relevant. 7. Kooperations- und Kommunikationsförderlichkeit26 Definition Kooperation bei der Aufgabenerfüllung kann durch entsprechende Organisationskonzepte, wie z.B. "kooperative Arbeitsteilung/qualifizierte Assistenz" oder "selbstregulierende Gruppen", erreicht werden. Derartige Konzepte sehen eine Aufgabenverteilung zwischen den Arbeitenden vor, die eine gemeinsame - kooperative - Aufgabenerfüllung ermöglichen. Damit können soziale Beziehungen zwischen den Arbeitenden aufgebaut bzw. erhalten werden. Einen wesentlichen Bestandteil dieser Kooperation bildet die Kommunikation, wobei vom ergonomischen Standpunkt - vor allem der unmittelbaren - persönlichen Kommunikation zwischen den Arbeitenden ein hoher Stellenwert zukommt. Abhängigkeiten mit anderen Kriterien Kooperative Arbeitsformen bergen die prinzipielle Gefahr in sich, die Selbständigkeit des Einzelnen in unzuträglicher Weise zu beeinträchtigen. Vor allem wenn die Aufgabenverteilung so konzipiert ist, daß ein zu starkes Abhängigkeitsverhältnis bei der Aufgabenerfüllung zwischen den beteiligten Arbeitenden entsteht. Hier besteht ein Konflikt mit den Forderungen des Kriteriums "Autonomie". Eigenschaften Die folgenden Eigenschaften einer Arbeitstätigkeit charakterisieren die Voraus- 26 Vgl. (Friedrich 1987).
28 2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation Setzungen für den Aufbau von sozialen Beziehungen zwischen den Arbeitenden und die Möglichkeiten, die sich daraus eröffnen: • persönliche Kommunikation Sie ist die wesentliche Voraussetzung für den Aufbau bzw. Erhalt von sozialen Beziehungen und darf nicht durch organisatorische (z.B. strikte Aufgabentrennung) und technische (z.B. Kommunikation ausschließlich mittels eines Electronic Mail Systems) Bedingungen be- oder verhindert werden. • soziale Unterstützung Sie bietet Möglichkeiten zur Beseitigung von auftretenden Problemen und Schwierigkeiten im Zuge der Aufgabenerfüllung. Dies hilft streßbeladene Situationen bei der Aufgabenerfüllung für die Arbeitenden erträglicher und handhabbarer zu machen. • soziales Lernen Durch die soziale Unterstützung eröffnen sich für die Arbeitenden gleichzeitig Möglichkeiten, Lernprozesse bei der kooperativen Aufgabenerfüllung mitzuvollziehen. 8. Datenschutz/Datensicherheit Definition Es gilt einerseits den Arbeitenden vor elektronischer Leistungs- und Verhaltenskontrolle, die durch den Einsatz des Arbeitsmittels "Bürosystem" in neuer Qualität und Quantität möglich werden, zu schützen. Daher sind die im Zuge der Aufgabenerfüllung erforderlichen und anfallenden Daten (sämtliche Informationen, die mittels des EDV-Systems gespeichert oder verarbeitet werden) ausschließlich zum Zweck der Aufgabenerfüllung zu verwenden. Andererseits sollte dem Arbeitenden das Recht und die Möglichkeit eingeräumt werden, bestimmte Daten (z.B. sensible persönliche Daten) und Arbeitsergebnisse vor unbefugten Zugriffen zu schützen. Generell sind die einschlägigen gesetzlichen Regelungen des jeweiligen Datenschutzgesetzes zu beachten. Im folgenden werden für das österreichische Datenschutzgesetz27 (DSG) und das deutsche Datenschutzgesetz28 (BDSG) die vor allem zu berücksichtigenden Bestimmungen angeführt: - Grundrecht auf Datenschutz (§1 DSG) (§1 Abs. 1 BDSG in Verbindung mit Artikel 2,1 des deutschen Grundgesetzes) - Zulässigkeit der Ermittlung (Erhebung) und Verarbeitung von Daten (§6, §7, §17, §18 DSG) (§4, §13-17, §28-30, §41 BDSG) - Datengeheimnisverpflichtung (§20 DSG) (§5 BDSG) Vgl. dazu das Österreichisches Datenschutzgesetz (DSG) in der ab 1. März 1988 geltenden Fassung in (Dohr 1988). Vgl. dazu das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG, Artikel 1 des Gesetzes zur Fortentwicklung der Datenverarbeitung und des Datenschutzes vom 20. Dezember 1990).
2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation 29 - Informations- und Auskunftsrecht des Betroffenen (§1, §11, §25 DSG) (§19, §34 BDSG) - Löschungs- und Richtigstellungspflicht (§12, §26, §27 DSG) (§20, §35 BDSG) - Datensicherungsmaßnahmen (§10, §21 DSG) (§9 BDSG und Anlage zu §9) In Dohr (1988)29 ist eine umfangreiche "Prüfliste zur Planung und Kontrolle der Datensicherheit" zu finden, die eine Überprüfung der Einhaltung der einschlägigen Bestimmungen des österreichischen DSG ermöglicht. Im BDSG findet man als Anlage zu §9 10 Maßnahmen aufgezählt, die zum Schutz personenbezogener Daten zu treffen sind. Abhängigkeiten zu anderen Kriterien Ein besonderes Problem für den Datenschutz ergibt sich aus der zunehmenden Vernetzimg der Bürosysteme. Vom Standpunkt der Aufgabenerfüllung ("Aufgabenangemessenheit") ist es wünschenswert, daß Programme und Daten jederzeit für den Arbeitenden verfügbar sind. Auf der anderen Seite ermöglichen bzw. verleiten derartige zweckoffene Zugriffsmöglichkeiten zum Mißbrauch. Damit liegt ein Konflikt zwischen den Schutzbedürfnissen einer Person und einer möglichst aufgabengerechten Gestaltung vor. Die Auflösung derartiger Konflikte kann nur im Rahmen einer abwägenden Bewertung - in Abhängigkeit von den Arbeitsbedingungen sowie Aufgaben und dem berechtigten Schutzbedürfnis der betroffenen Arbeitenden - vorgenommen werden. Dabei sind insbesondere die einschlägigen arbeitsrechtlichen Bestimmungen zu berücksichtigen, um arbeitsrechtliche Probleme (beispielsweise bzgl. der Leistungs- und Verhaltenskontrolle) zu vermeiden. Eigenschaften Durch das Kriterium "Datenschutz/Datensicherheit" werden folgende Aspekte der Datenverarbeitung und -speicherung berührt: • Datenverwertung Welche personenbezogenen Daten des Arbeitnehmers werden bei der Benutzung des Bürosystems erhoben, verarbeitet, verknüpft (z.B. Anlegen eines Benutzerprofils). • Datenzugriffsrechte Welche Art von Daten darf der Arbeitende verarbeiten, welche Datensichten auf den Gesamtdatenbestand werden ihm gewährt. Daraus leitet sich ab, welche Datenqualität und Datenquantität dem Arbeitenden an seinem Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt werden. • Datenlokalität Welche Daten darf der Arbeitende lokal verarbeiten und speichern, welche nur zentral. • Datensicherungsmöglichkeiten Welche organisatorischen, personellen, technischen und baulichen Sicherungsmaßnahmen stehen dem Arbeitenden zum Schutz seiner Daten zur Verfügung. 29 Vgl. (Dohr 1988, Anhang V).
30 2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation 2.3 Kriterien zur ergonomischen Bewertung der Software Ziel der Software-Bewertung ist, festzustellen, ob die Software über eine entsprechende Funktionalität verfügt (Unterstützung der Primäraufgaben) und eine einfache Benutzung ermöglicht (Unterstützimg der Sekundäraufgabe). Die Kriterien für die Bewertung der Software sollen sicherstellen, daß die menschengerechte Organisation der Arbeit nicht durch den Einsatz eines Bürosystems beeinträchtigt oder gar zunichte gemacht wird (Erhalt des Gestaltungsspielraumes!). Damit soll gewährleistet werden, daß es nicht zu einem Bruch, sondern zu einer Fortsetzung der diesen Kriterien innewohnenden Prinzipien - auch im Bereich der Software kommt. Wie die folgenden Ausführungen zeigen werden, besteht bzgl. der ergonomischen Kriterien für die Software eine "unbefriedigende" Begriffsvielfalt. Bei der folgenden Diskussion wird überwiegend von den Begriffen der DIN 66 234 Teil 8 bzw. der ISO Norm 9241 Part 10, Version 3, December 1990 ausgegangen. Im allgemeinen wurden diese Begriffe auch in das im Kapitel 3 näher beschriebene Evaluationsverfahren EVADIS n übernommen. Diese Entscheidung fiel vor dem Hintergrund, daß sie in entsprechenden nationalen und internationalen Normen ihren Niederschlag gefunden haben bzw. finden werden und somit bereits ein gewisser "Begriffsstandard" gesetzt wurde. Als Ergänzung werden die in Spinas (1989) definierten Kriterien der Benutzerfreundlichkeit den jeweiligen DIN-Kriterien bzw. ISOKriterien zugeordnet. Ihre Bedeutung liegt darin, daß sie in einem langjährigen Forschungsprozeß durch Feldstudien und experimentelle Untersuchungen überprüft und präzisiert, strukturiert und in ein Gesamtkonzept der Benutzerfreundlichkeit (Kontrollkonzept) integriert wurden30. Bei den folgenden Definitionen wird zuerst die DIN-Definition angegeben. In der Regel wurden diese direkt in die ISO-Norm übernommen (übersetzt). Sofern Abweichungen bzw. Erweiterungen vorliegen, werden die (englischen) Originaldefinitionen der ISO-Norm angeführt. Anschließend erfolgt eine Zuordnung der von Spinas (1989) definierten Kriterien. Letzteres erfolgte vor dem Hintergrund, daß es sich bei den von Spinas et.al. definierten Kriterien um jene Gruppe von Kriterien handelt, die im deutschsprachigen Raum - neben den DIN-Kriterien - eine hohe Bedeutimg erlangt haben. 2.3.1 Verfügbarkeit31 Die Verfügbarkeit des Bürosystems beinhaltet die Forderungen, daß der Benutzer nicht durch Störungen (z.B. häufige Systemabstürze) oder zu lange Antwortzeiten 30 Vgl. (Ulich 1986,1988, Spinas 1987,1989). 31 Vgl. (Baitsch 1989).
2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation 31 bei der Benutzung behindert wird. Lange bzw. stark variierende und deshalb "unberechenbare" Antwortzeiten versetzen den Benutzer in einen Zustand angespannter Erwartung und Ungewißheit über die Akzeptanz der getätigten Eingabe. Auch wirken unregelmäßige Antwortzeiten dadurch belastend, daß sie den Benutzer in seinem Gedankenfluß stören und ihm einen unregelmäßigen Arbeitsrhythmus aufzwingen. Wünschenswert sind Antwortzeiten, die in einem proportionalen Verhältnis zur Komplexität der durchgeführten Operation stehen. Einfache Operationen, beispielsweise die Eingabe von Zeichen mittels der Tastatur, sollen zu einer unmittelbaren, unverzögerten Rückmeldung (Echo) führen. Das Wechseln von Masken oder Fenstern sollte jedoch für den Benutzer noch erkennbar sein. Bei komplexen Operationen, beispielsweise das Suchen eines Wortes in einem großen Text, wird der Benutzer längere Antwortzeiten durchaus akzeptieren. Die negativen Auswirkungen einer eingeschränkten Verfügbarkeit sind darin begründet, daß der Benutzer in der Regel weder die Ursache für sie verursachende Behinderungen durchschauen, noch deren weiteren Verlauf und die Folgen vorhersehen, geschweige denn beeinflussen kann, bei seiner Arbeit jedoch auf die Computerbenutzung angewiesen ist. Er erlebt daher eine derartige Situation als Streß. Die Ursachen für derartige Behinderungen können einerseits bei der Hardware liegen (z.B. Kapazitätsprobleme), aber auch in der Software begründet sein (z.B. instabile Software-Version die leicht aufgrund von Bedienungsfehlern abstürzt). In jedem Fall ist eine hohe Zuverlässigkeit des EDV-Betriebes durch geeignete hardware- und/oder software-technische Maßnahmen anzustreben, um dem Benutzer eine hohe Verfügbarkeit seines Arbeitsmittels zu gewährleisten. 2.3.2 Nützlichkeit Das Kriterium "Nützlichkeit" wurde aus Spinas (1989) abgeleitet. Dort wurde eine inhaltlich erweiterte Definition des DIN-Kriteriums "Aufgabenangemessenheit" vorgeschlagen. Diese inhaltliche Erweiterung wird hier unter dem Begriff Nützlichkeit vorgestellt: Das Kriterium "Nützlichkeit" beinhaltet jene Aspekte der "Aufgabenangemessenheit", die sich auf eine "angemessene" Funktionalität der Software für die Aufgabenerfüllung beziehen. Dies entspricht einer weiteren Sichtweise des Kriteriums "Aufgabenangemessenheit", wie sie in Spinas (1989) vertreten wird: "Unter der 'Aufgabenangemessenheit' eines Dialogsystems ist zu verstehen, dass dem Benutzer alle zur Aufgabenerfüllung benötigten Informationen und Funktionen in einer der verlangten Arbeitshandlung entsprechenden Reihenfolge angeboten werden." 2.3.3 Komfort Das Kriterium "Komfort" wurde ebenfalls aus dem DIN-Kriterium "Aufgabenangemessenheit" abgeleitet, wobei hier die folgende Definition zugrunde gelegt wird:
32 2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation Das Kriterium "Komfort" beinhaltet jene Aspekte der "Aufgabenangemessenheit", die in der DIN 66 234 Teil 8 gefordert werden: "Ein Dialog ist aufgabenangemessen, wenn er die Erledigung der Arbeitsaufgabe des Benutzers unterstützt, ohne ihn durch Eigenschaften des Dialogsystems unnötig zu belasten." Diese Forderung beschränkt sich auf die "komfortable" Benutzung des Bürosystems durch den Benutzer. Das den Kriterien "Nützlichkeit" und "Komfort" zugrundeliegende Kriterium Aufgabenangemessenheit 32 / Suitability for the task 33 ist von der DIN und ISO definiert worden. Definitionen der DIN3* und ISO^ "Ein Dialog ist aufgabenangemessen, wenn er die Erledigung der Arbeitsaufgabe des Benutzers unterstützt, ohne ihn durch Eigenschaften des Dialogsystems unnötig zu belasten. Tätigkeiten, die sich aus der technischen Eigenart des Dialogsystems ergeben, sollen im allgemeinen durch das System selbst ausgeführt werden. Der Dialog soll den Arbeitsaufgaben angepaßt sein. Bei der Dialoggestaltung sind insbesondere deren Komplexität sowie Art und Umfang der Information, die der Benutzer zu verarbeiten hat, zu berücksichtigen." In der ISO-Norm findet sich an dieser Stelle folgende zusätzliche Forderung: "Wherever it is consistent with the task requirement there should be possibilities offered to reduce complexity by either grouping, zooming or equivalent techniques." "Art und Form der Eingabe sollen der Arbeitsaufgabe angepaßt sein." In der ISO-Norm findet sich an dieser Stelle folgende zusätzliche Forderung: "The presentation of output should match the user*s task requirements." "Die im Dialog verfügbaren Arbeitsmittel sollten vom Benutzer an regelmäßig wiederkehrende Arbeitsaufgaben angepaßt werden können. Existieren für eine Arbeitsaufgabe Eingabevorbelegungen (z.B. Werte, die standardmäßig vorgegeben sind), soll dem Benutzer die Eingabe solcher Werte erspart werden. Vorgabewerte sollen durch andere Werte oder durch andere Vorgabewerte geändert werden können." In der ISO-Norm findet sich an dieser Stelle folgende zusätzliche Forderung: "It should be possible to condense input, minimize repetitive work, and control the data according to the task specification." 32 Kriterium der DIN 66234 Teil 8, Vgl. (VDI 5005, Oppermann 1988, Frese 1989, Baitsch 1989, Fähnrich 1987, Friedrich 1987, Fontana 1987). 33 Vgl. (ISO 9241 Part 10, Version 3, December 1990). Zur Erläuterung der hier vorgestellten Definitionen findet man in der DIN-Norm 11 Beispiele. 35 Zur Erläuterung der hier vorgestellten Definitionen findet man in der ISO-Norm im Annex A 13 Beispiele.
2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation 33 "Wenn es für Vergleichszwecke erforderlich ist, sollen während der Erledigung einer Arbeitsaufgabe, bei der Daten geändert werden, die ursprünglichen Daten erhalten bleiben und wieder abrufbar sein; dies kann auch für fehlerhafte und unvollständige Daten gelten." In der ISO Norm finden sich noch die folgende zusätzliche Forderung: "As an overall goal of the designer's aim to achieve suitability for the task, tradeoffs between consistent and complexity may be necessary while still maintaining a task oriented view." Definition von (Spinas 1989) In Spinas (1989) wird die oben unter Nützlichkeit vorgestellte Definition gegeben und abschließend bemerkt: "Zusammengefasst bleibt festzuhalten, dass die theoretische Durchdringung dieses Kriteriums und seine empirische Überprüfung erst begonnen haben; bisherige Untersuchungen weisen aber auf die zentrale Rolle der Aufgabenangemessenheit hin." Anmerkung In zahlreichen Arbeiten wird das Kriterium "Aufgabenangemessenheit" als eines den übrigen Kriterien - mit Ausnahme der Erlernbarkeit - übergeordnetes Kriterium angesehen 3 6 . Dies wird mit der herausgehobenen Stellung der "Aufgabenangemessenheit" begründet, "da ein Dialogsystem seinen Zweck als Arbeitsmittel sonst verfehlen müßte37." 2.3.4 Übersichtlichkeit38 Dieses Kriterium findet man weder in der DIN noch in der ISO-Norm. Dies ist in der Ausrichtung dieser Normen auf die Dialogschnittstelle begründet (dynamische Komponente des Dialogs). Es geht hier um die statische Komponente des Dialogs (Ein-/Ausgabeschnittstelle) zu der sich in den DIN 66 234 Teil 2 / 3 / 5 zahlreiche Gestaltungsforderungen finden, die unter dem Sammelbegriff "Übersichtlichkeit" zusammengefaßt werden. Bedingt durch die historische Entwicklung der Software-Ergonomie gibt es zum Bereich Ein-/Ausgabeschnittstelle darüber hinaus eine Vielzahl von sehr detaillierten Gestaltungsempfehlungen 3 9 . 36 Vgl. (Wittstock 1984, Triebe 1987, Lang 1988, Hoyos 1988). 37 Vgl. (Triebe 1987, S. 120). 3® Dieses Kriterium beinhaltet Gestaltungsvorschläge der DIN 66234 Teil 3 und 5, vgl. (Oppermann 1988, Fähnrich 1987 S.197). 39 Vgl. beispielsweise (Hoffmann 1989, Galitz 1985, Zwerina 1987, Siemens 1987,1989,1989a).
34 2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation Die Übersichtlichkeit bezieht sich auf die Darstellung und Anordnung der Informationen auf dem Bildschirm (Ort, Farbe, Helligkeit, Struktur, usw.) und auf die übersichtliche Gestaltung von Meldungen, Hilfeinformationen, usw., unter Berücksichtigung der menschlichen Wahrnehmungs-, Verhaltens- und Denkprozesse (Gestaltpsychologie). Das Ziel besteht in der Entlastung des menschlichen Kurzzeitgedächtnisses . Anmerkung Um eine differenzierte Betrachtung der Forderungen der "Übersichtlichkeit" zu ermöglichen, schlagen wir in Anlehnung an Dzida (1988) folgende Gestaltungs- und Bewertungsmaßstäbe vor: Wahrnehmbarkeit: Sie soll durch eine ergonomisch richtige Kombination von Zeichen und Hintergrundfarben bzw. die Dauer der Informationsdarbietung unterstützt werden. Speziell dazu finden sich in der DIN 66 234 Teil 2 Gestaltungsempfehlungen. Lesbarkeit: Sie soll durch eine ergonomisch richtige Gestaltung von Zeichengröße, Gestalt der Zeichen, Zeilenabstand, Zeichenkontrast, usw. erzielt werden. Gestaltungsempfehlungen dazu finden sich in der DIN 66 234 Teil 2. Weiters kann durch die Verwendung von bildhaften Symbolen der Leseaufwand des Benutzers minimiert werden. Empfehlungen dazu finden sich in DIN 66 234 Teil 5 Beiblatt 1. Orientierungsförderlichkeit: Sie soll durch das Ausmaß der dargestellten Informationsmenge und durch die Plazierung der Information erreicht werden. Die DIN 66 234 Teil 3 (40) legt den Aufbau und die Struktur von Informationen im Anzeigebereich eines Bildschirms fest. Lenkbarkeit der Aufmerksamkeit: Sie soll durch eine entsprechende Codierung von Information unterstützt werden. In der DIN 66 234 Teil 5 finden sich dazu Empfehlungen bzgl. der Gestalt, Farbe, Ort und Zeit der darzustellenden Informationen. Als geeignete Codierungsmittel zur Lenkung der Aufmerksamkeit können beispielsweise Blinksignale, Töne, Farbe, usw. eingesetzt werden. Unterscheidbarkeit: Sie soll es dem Benutzer erlauben, wesentliche von unwesentlichen Informationen zu trennen oder veränderbare von unveränderbaren Informationen zu unterscheiden. Dazu findet man in der DIN 66 234 Teil 5 (sowie Beiblatt 1 und 2) entsprechende Empfehlungen. Zur Darstellung von unterschiedlichen Informationen findet man auch in der DIN 66 234 Teil 3 neu entsprechende Empfehlungen (z.B. Unterscheidung von Informationen in Eingabe-, Ausgabe- und Konstantenfelder). 40 Vgl. auch (DIN 66 234 Teil 3 neu).
2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation 35 2.3.5 Selbstbeschreibungsfähigkeit41, Self-descriptiveness42 Zu diesem Kriterium gibt es Definitionen der DIN und der ISO, die hier übernommen werden. Definitionen der DIN43 und ISO44 "Ein Dialog ist selbstbeschreibungsfähig, wenn dem Benutzer auf Verlangen Einsatzzweck sowie Leistungsumfang des Dialogsystems erläutert werden können und wenn jeder einzelne Dialogschritt unmittelbar verständlich ist oder der Benutzer auf Verlangen dem jeweiligen Dialogschritt entsprechende Erläuterungen erhalten kann." (DIN) In der ISO-Norm findet sich folgende - in ihren Forderungen über die DIN-Norm hinausgehende - Definition für dieses Kriterium: " A dialogue is said to be self-descriptive if each dialogue step is either immediately comprehensible or may be explained to the user on his/her requesting the relevant information. After any user action the system should have the capability to provide feedback or explanations on request or initiate feedback if severe consequences may result." In der DIN-Norm geht es weiter mit der Forderung: "In Ergänzung zur Benutzerschulung sollen diese Erläuterungen dazu beitragen, daß sich der Benutzer für das Verständnis und für die Erledigung der Arbeitsaufgabe zweckmäßige Vorstellungen von den Systemzusammenhängen machen kann; z.B. über Umfang, Aufgaben, Aufbau und Steuerbarkeit des Dialogsystems, über Benutzung dieser Erläuterungen, über Umgang mit Fehlermeldungen." In der ISO-Norm findet sich an dieser Stelle folgende zusätzliche Forderung: "Feedback or explanations should be presented in a consistent terminology which are derived from the task environment rather than from dialogue system technology." "Erläuterungen sollen an die allgemein üblichen Kenntnisse der zu erwartenden Benutzer angepaßt sein (z.B. in deutscher Sprache, unter Verwendung beruflicher Fachausdrücke). Dem Benutzer sollen nach Art und Umfang verschiedene Erläuterungen verfügbar sein. Beschreibungen sollen situationsabhängig gegeben werden, um ihren Wert für den Benutzer zu erhöhen." In der ISO-Norm findet sich abschließend folgende zusätzliche Forderung: "The quality of feedback or explanations should minimize the need for consulting user manuals, and other external information media thus avoiding frequent media switches." 41 Kriterium der DIN 66234 Teil 8, vgl. (Frese 1989, Lang 1988, Triebe 1987). 42 Vgl. (ISO 9241 Part 10, Version 3, December 1990). Zur Erläuterung der hier vorgestellten Definitionen findet man in der DIN-Norm 9 Beispiele. 44 Zur Erläuterung der hier vorgestellten Definitionen findet man in der ISO-Norm im Annex A 14 Beispiele.
36 2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation Definitionen von (Spinas 1989) In Spinas (1989) spiegeln die Kriterien "Transparenz", "Unterstützung" und "Feedback" wesentliche Prinzipien der "Selbstbeschreibungsfähigkeit" wider: "Die Transparenz eines Systems soll dem Benutzer die Bildung eines Struktur- und Prozessmodells des Systems im Gedächtnis erleichtern, was ihm die notwendigen Orientierungsgrundlagen für die Benutzung bietet. Der Benutzer muss sich ja über den Inhalt (Funktionen, Informationen) und dessen Organisation im System (Zugriffspfade, Ordnungskriterien) generell sowie über einen aktuellen Dialogzustand ein 'Bild' machen können, um die technische Unterstützung auch effizient nutzen zu können. Ein System sollte dementsprechend seine Nutzungs- und Kontrollmöglichkeiten sowie aktuelle Bearbeitungszustände dem Benutzer an der Benutzungsoberfläche strukturiert offenlegen... Zusammengefasst ist festzuhalten, dass die Transparenz ein zentrales, aber schwer fassbares bzw. isolierbares Kriterium darstellt, das viele Bezüge zu anderen Kriterien - wie Aufgabenangemessenheit, Konsistenz, Unterstützung, Feedback aufweist und ausserdem von der Erfahrung des Benutzers abhängt." "Das Kriterium Unterstützung bezieht sich auf rechnergestützte Lern- und Arbeitshilfen, die dem Benutzer über die normalen Dialogmeldungen hinausgehende Informationen zur Bewältigung von Problemsituationen zur Verfügung stellen. Diese Lern- und Arbeitshilfen sollen dem Benutzer die Orientierung erleichtern und ihm helfen, Software besser durchschauen ... sowie Dialogabläufe besser vorhersehen ... und gemäss eigenen Zielen beeinflussen zu können." Als typische Instrumente zur Unterstützung werden computerunterstützte Handbücher, Hilfesysteme und Tutorials angeführt. Zusammenfassend wird festgestellt, daß Untersuchungen die Bedeutung des Kriteriums "Unterstützung" und den Nutzen von rechnergestützten Lern- und Arbeitshilfen belegen. Es wird auf die Bedeutung des Kriteriums "Feedback" im Zusammenhang mit der Gestaltung und Bewertung von Organisation und Aufgaben hingewiesen 45 und daher gefordert, daß auch ein Dialogsystem in allen Phasen der Aufgabenbewältigung Rückmeldungen an den Benutzer gibt bzw. geben kann. Wobei Ausführungsfunktionen mit einem Ablauffeedback und Ergebnisse mit einem Resultatfeedback rückzumelden sind. Anmerkung Die Selbstbeschreibungsfähigkeit fördert die Erlernbarkeit einer Software maßgeblich, indem sich der Benutzer - aufbauend auf seinem mentalen Modell von der Software - weitere Funktions- und Anwendungsbereiche der Software erschließen, oder die Benutzung wesentlich vereinfachen kann (z.B. durch effektivere Handhabung der Software). Vgl. das Kriterium "Rückmeldungen" im vorhergehenden Kapitel.
2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation 37 Im Zusammenhang mit dem Kriterium "Selbstbeschreibungsfähigkeit" ist auf die 'Nievergeltschen Fragen' hinzuweisen, die in knapper Form die Forderungen dieses Kriteriums zusammenfassen: Das Bürosystem sollte auf Verlangen des Benutzers jederzeit Antwort auf die folgenden Fragen geben können: "Wo bin ich?" "Was kann ich hier tun?" "Wie kam ich hier her?" "Wohin kann ich noch gehen?" "Wie komme ich dorthin?" 2.3.6 Erwartungskonformität46, Conformity with user expectations47 Zu diesem Kriterium gibt es ebenfalls Definitionen der DIN und ISO, die übernommen werden. Definitionen der DIN 48 und ISO 49 "Ein Dialog ist erwartungskonform, wenn er den Erwartungen der Benutzer entspricht, die sie aus Erfahrungen mit bisherigen Arbeitsabläufen oder aus der Benutzerschulung mitbringen sowie den Erfahrungen, die sie sich während der Benutzung des Dialogsystems und im Umgang mit dem Benutzerhandbuch bilden." In der ISO-Norm finden sich an dieser Stelle folgende zusätzliche Forderungen: "In order to achieve conformity with user expectations it is important that the dialogue system of the appplication incorporates as precisely as possible a model of the task the application is required to perform under both procedural and structural aspects. Hence, the user should have easy access to the task and simple navigation mechanisms." "Das Dialogverhalten innerhalb eines Dialogsystems soll einheitlich sein. Uneinheitliches Dialogverhalten würde den Benutzer zu starker Anpassung an wechselhafte Durchführungsbedingungen seiner Arbeit zwingen, das Lernen erschweren und unnötige Belastung mit sich bringen." In der ISO-Norm findet sich an dieser Stelle folgende zusätzliche Forderung: "The application should employ the user's vocabulary which is used for the task and commit to polite formulations." 46 Kriterium der DIN 66234 Teil 8, vgl. (Lang 1988, Triebe 1987, Oppermann 1988, Fähnrich 1987 S.197, Friedrich 1987). 47 Vgl. (ISO 9241 Part 10, Version 3, December 1990). Zur Erläuterung der hier vorgestellten Definitionen findet man in der DIN-Norm 11 Beispiele. Zur Erläuterung der hier vorgestellten Definitionen findet man in der ISO-Norm im Annex A 13 Beispiele.
38 2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation "Bei ähnlichen Arbeitsaufgaben soll der Dialog ähnlich gestaltet sein, damit er den Erwartungen des Benutzers hinsichtlich des gewohnten Arbeitsablaufs gerecht wird." In der ISO-Norm findet sich an dieser Stelle folgende zusätzliche Forderung: "Generally a standard structure for all commands and common syntax rules should be maintained, and wherever possible consistent sets of names should be used." "Der Benutzer soll Erwartungen hinsichtlich seines Arbeitsablaufs aufgrund der Rückmeldungen des Dialogsystems bilden können. Die für die Führung des Dialogs relevanten Zustandsänderungen des Systems sind dem Benutzer mitzuteilen. Für Eingabedaten in Kurzform oder in verschlüsselter Form soll die Eingabe in Klartext bestätigt werden, wenn die Gewißheit des Benutzers über die Richtigkeit seiner Eingabe verstärkt werden soll. Für besonders schutzbedürftige Eingabedaten kann die Rückmeldung in Klartext entfallen." In der ISO-Norm finden sich an dieser Stelle folgende zusätzliche Forderungen: "The user should get feedback and be able to request information on the work progress. He/she should be informed on changes in the system status that are relevant to the task. Dialogues should be consistent accross tasks which are similar, matching the user expectation when developing common task solving procedures." "Eingegebene Zeichen sollen im allgemeinen unmittelbar auf dem Bildschirm angezeigt werden, um die für die Eingabe erforderliche Aufmerksamkeit nicht durch verzögerte Anzeige zu belasten. Ebenso sollen Positionierungen (z.B. Bewegungen von Positionsmarken) unmittelbar erfolgen. Der Benutzer macht im Laufe der Benutzung Erfahrungen mit der Antwortzeit eines Dialogsystems und bildet sich daraus Erwartungen. Bei ähnlichen Vorgängen, insbesondere solchen mit kurzer Verarbeitungsdauer, sollen die Antwortzeiten ähnlich sein; bei kalkulierbaren, deutlichen Abweichungen von der üblichen Antwortzeit (z.B. aufgrund einer verlängerten Verarbeitungszeit) soll der Benutzer hiervon unterrichtet werden. Der Benutzer sollte über den Stand der Bearbeitung informiert werden, damit seine Aufmerksamkeit nicht unnötig gebunden wird. Wird der Dialog aus technischen Gründen unterbrochen, sollen dem Benutzer soweit wie möglich Art, Umfang und Dauer des Ausfalls mitgeteilt werden." Definitionen von Spinas (1989) In Spinas (1989) finden sich die Prinzipien der "Erwartungskonformität" unter den Kriterien "Konsistenz" und "Kompatibilität" wieder. "Das Kriterium der 'Konsistenz' bezieht sich auf die Berechenbarkeit des Systemverhaltens, wodurch Erwartungen des Benutzers erfüllt und Überraschungseffekte vermieden werden sollen. Ein konsistent-regelhafter Aufbau von Dialogstruktur, Semantik und Syntax ermöglicht dem Benutzer die Rekonstruierbarkeit ... und entlastet dadurch das Gedächtnis von faktisch präziser Speicherung.... Konsistenz
2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation 39 kann insgesamt als empirisch relativ gut abgesichertes, theoretisch aber noch entwicklungsfähiges Kriterium bezeichnet werden."50 "Unter dem Kriterium 'Kompatibilität' versteht man den Grad der Übereinstimmung zwischen dem mentalen Modell des Benutzers und den - durch die Aufgabenerfordernisse bestimmten - Benutzeraktionen mit den Systemausgaben sowie den verlangten Eingaben, m.a.W. eine Kompatibilität von Systemdarstellung und geforderter Denkleistung des Benutzers." Es wird zwischen Sprach- und Darstellungskompatibilität unterschieden. Erstere bezieht sich auf die Übereinstimmung der Dialogsprache mit der (Fach)Sprache des Benutzers, zweitere bezieht sich auf die Übereinstimmung der dargestellten Informationen mit der "Benutzermetapher" bzgl. seiner Aufgaben (z.B. Desktop-Metapher). Gleichzeitig erfordert die Darstellungskompatibilität, daß bei der Darstellung von Einzelinformationen wie von ganzen Bildern (z.B. Bildschirmseite) eine Übereinstimmung mit einer entsprechenden gedruckten Vorlage besteht (WYSIWYG-Prinzip: "What You See Is What You Get"). In Spinas (1989) kommen die Autoren zu der Erkenntnis, "dass es noch relativ wenige Untersuchungen zu diesem Kriterium gibt und damit eine Forschungslücke besteht." 2.3.7 Fehlerrobustheit51, Error tolerance52 Hier wird ebenfalls die Definitionen von DIN und ISO zugrundegelegt. Definitionen der PIN*» und ISQM "Ein Dialog ist fehlerrobust, wenn trotz erkennbar fehlerhafter Eingaben das beabsichtigte Arbeitsergebnis mit minimalem oder ohne Korrekturaufwand erreicht wird. Dazu müssen dem Benutzer die Fehler zum Zwecke der Behebung verständlich gemacht werden." An dieser Stelle findet sich in der ISO-Norm die zusätzliche Forderung: "Depending on the task it may be desirable to apply special effort in presentation techniques to improve the recognition of error situations and their subsequent recovering." "Eingaben des Benutzers dürfen nicht zu Undefinierten Systemzuständen oder zu Systemzusammenbrüchen führen können. Es kann zweckmäßig sein, eindeutig korrigierbare Fehler automatisch zu korrigieren und den Verarbeitungsprozeß •5W Bzgl. einer kritischen Auseinandersetzung mit der Forderung nach Konsistenz vgl. (Grudin 1989). 51 Kriterium der DIN 66234 Teil 8, vgl. (Lang 1988, Triebe 1987, Hoyos 1988, Oppermann 1988, Fähnrich 1987S.197, Friedrich 1987). 52 Vgl. (ISO 9241 Part 10, Version 3, December 1990). Zur Erläuterung der hier vorgestellten Definitionen findet man in der DIN-Norm 6 Beispiele. Zur Erläuterung der hier vorgestellten Definitionen findet man in der ISO-Norm im Annex A 8 Beispiele.
40 2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation fortzusetzen. Hierbei ist es im allgemeinen sinnvoll, dem Benutzer die Durchführung der Korrektur in einer für ihn verständlichen Form mitzuteilen. Das automatische Korrigieren muß abschaltbar sein. Wenn ein Fehler auf verschiedene Weise vom System behoben werden kann, sollten dem Benutzer Korrekturalternativen zur Auswahl angeboten werden, ohne die Möglichkeit zur Neueingabe auszuschließen. Bei allen Fehlermeldungen soll auch auf den Ort des Fehlers hingewiesen werden (z.B. durch Markierung der Fehlerstelle). Die zur Aufmerksamkeitserregung erforderliche Codierungsform sollte der Anwendung angemessen sein (siehe DIN 66 234 Teil 5). Es kann zweckmäßig sein, Fehlermeldungen unterdrückbar zu machen. Es ist zweckmäßig, zusätzliche Erläuterungen zur Fehlerbehebung vorzusehen. In der Regel sollen Fehlermeldungen sofort ausgegeben werden. Wenn es der Arbeitsablauf erlaubt, dürfen auf Anforderung des Benutzers Fehlermeldungen später ausgegeben werden, um seinen Denkprozeß nicht unnötig zu stören." An dieser Stelle findet sich in der ISO-Norm die zusätzliche Forderung: "Error messages should bei presented when the user needs them." "Fehlermeldungen sind verständlich, sachlich und konstruktiv zu formulieren. Sie sollten einheitlich strukturiert werden (z.B. nach Fehlerart, möglichen Fehlerursachen und Möglichkeiten der Fehlerberichtigung). Fehlermeldungen dürfen keine Werturteile enthalten, wie z.B. "Unsinnige Eingabe". Der Benutzer sollte zwischen kurzen und umfangreichen Erläuterungen wählen können. Es kann zweckmäßig sein, die Erläuterungen mit einem Hinweis auf eine Stelle im Benutzerhandbuch zu versehen." In der ISO-Norm finden sich noch folgende zusätzliche Forderungen: "Regarding managing the error situation in addition to the error message, tools should be provided to validate/verify data, to check correctness before activating input. Preventive techniques of additional control for commands with serious consequences (e.g. delete, cancel, replace) in case of erronous input should be provided. The escape option should be consistent and always available. It should lead to well defined states within the task execution sequence. In general error correction should be possible without switching system states." Definitionen von Spinas (1989) In Spinas (1989) findet man unter dem Kriterium "Toleranz", dem Kriterium "Fehlerrobustheit" vergleichbare Forderungen: "'Toleranz' bedeutet den Verzicht des Systems auf rigide, präzise Eingabeerfordernisse ..., die Unterbrech- und Wiederaufnehmbarkeit initiierter Prozesse, die Reversibilität von Operationen ohne Verlust bzw. Zerstörung von Daten... sowie unter Umständen die Akzeptanz geringfügig fehlerhafter Eingaben im Sinne von
2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation 41 Tippfehlern. Der Benutzer erhält dadurch eine grössere Sicherheit im Umgang mit dem Computer und kann auch das System explorieren; zudem wird das Gedächtnis ... entlastet. Zu diesem Kriterium konnten bemerkenswerter Weise keine spezifischen Untersuchungen gefunden werden." Anmerkung Damit der Benutzer aus den von ihm gemachten Fehlern - im Sinne der "Erlernbarkeit" - auch etwas lernen kann, müssen die folgenden Prinzipien berücksichtigt werden 5 5 : • Fehlerdiagnose: Bei Auftreten eines Fehlers muß der Benutzer mittels einer klaren Fehlerrückmeldung darüber Aufschluß erhalten, daß ein Fehler auftrat (Hervorhebung), warum dieser auftrat (Erklärung), wie man aus der Fehlersituation wieder herauskommt (Vorschläge) und welche Schritte zur Beseitigimg der Folgen notwendig sind (Wiederaufsetzpunkt). • Fehlervermeidung: Die Fehler Vermeidung kann durch eine gute Software-Gestaltung im Sinne der Beachtung der beschriebenen ergonomischen Kriterien und durch Fehlertoleranz erreicht werden. Die Fehlertoleranz einer Software erlaubt es dem Benutzer trotz eines Eingabefehlers, ohne oder mit minimalem Korrekturaufwand zu seinem gewünschten Arbeitsergebnis zu kommen (z.B. durch Formatfreiheit, Variationsmöglichkeiten für Kommandos). Wichtig ist, daß die von der Software automatisch vorgenommen Fehlerkorrekturen an den Benutzer rückgemeldet werden. • Fehlermanagement: Mittels des Fehlermanagements werden die negativen Effekte von Fehlern verringert. Dies kann durch Fehlerreversibilität (z.B. mittels einer UNDO-Funktion, Wiederaufsetzpunkten) und durch eine Unterstützung des Gedächtnisses erreicht werden. Im letzten Fall werden dem Benutzer Hilfen zur Verfügung gestellt, mit denen er sich, z.B. vergessene Befehlsnamen, Programme, Einsteilgrößen (Parameter), usw. wieder in Erinnerung rufen kann 56 . 2.3.8 Erlernbarkeit57, Suitability for learning58 Bei diesem Kriterium kann nur auf die Definition von ISO zurückgegriffen werden. 55 Vgl. (Frese 1989). ^ Vgl. dazu auch das Kriterium "Selbstbeschreibungsfähigkeit". 57 Vgl. (Spinas 1983, Frese 1989, Lang 1988, Triebe 1987, Wittstock 1984). 58 Vgl. (ISO 9241 Part 10, Version 3, December 1990).
42 2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation Definition der ISO 5 9 "Dialogue systems are said to support learnability if they guide the user through the learning stages minimizing the learning time. Reducing complexity and maintaining consistency are the prerequesite goal for this principle. Dialogsysteme unterstützen die Erlernbarkeit, wenn sie den Benutzer durch den Lernprozeß führen und die dabei aufzuwendende Lernzeit minimieren. Die Reduzierung der Komplexität und Erhaltung der Konsistenz sind hierfür die Voraussetzungen. Learning should be unterstood as a graceful evolution of increasing skill and knowledge about the application before and during its use. Attention should be given to the frequency of command usage. Frequently used commands should offer the user shortcutting and defaulting. Seldom used commands should be in their design more self-explaining and be accompanied with more guiding information. Rules and design decisions (what, why) applied should be made transparent to the user allowing him/her to build up own chunking strategies and rules for memorizing activities. The general guidance should be: - reducing user 's memory load - avoiding 'getting lost'situations - keeping the user always knowledgable about the current status of interaction - maintaining a reasonable task oriented performance This goes parallel with compromizing between complexity and functionality versus simplicity and consistency. All kinds of dialogue elements supporting 'getting used to' behaviour should be applied (e.g. standard locations for same type of messages, similar layout of screen elements for similar task objects). Help information should be task dependent. Relevant learning strategies (e.g. comprehension oriented learing by doing) should be supported." Anmerkung Wie die obige ISO-Definition zeigt, werden hier viele Forderungen gestellt, die sich in den bisher genannten Kriterien wiederfinden. Daher wird in zahlreichen Arbeiten60 das Kriterium "Erlernbarkeit", ähnlich wie das Kriterium "Aufgabenangemessenheit", als ein übergeordnetes angesehen, dessen Verwirklichung von der Realisierung der anderen genannten Kriterien abhängt. Zur Erläuterung der hier vorgestellten Definitionen findet man in der ISO-Norm im Annex A 5 Beispiele. 60 Vgl. (Wittstock 1984, Triebe 1987, Lang 1988, Hoyos 1988).
2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation 43 2.3.9 Individualisierbarkeit61, Suitability of individualization62 Hier kann ebenfalls nur auf die Definition der ISO zurückgegriffen werden. Definition der ISO 63 "Dialogue systems are said to support suitability for individualisation if the system is constructed to allow for adaptation to the user's individual needs and skills for a given task. Dialogsysteme unterstützen die Individualisierbarkeit, wenn sie so konstruiert sind, daß die Anpassung an die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten des Benutzers ermöglicht wird. Parts of the dialogue which are developed with certain user characteristics in mind (such as normal colour vision or low experience level) support individualization if they can be modified to support users who differ in these characteristics (such als colour-blindness or high experience level). The user should be able to adapt the dialogue system to support hislher individual strategies of planning, problem solving, and information processing strategies. The dialogue system should allow for individual preferences with regard to structural, procedural, and physical aspects. The dialoge system should allow the user for choosing among alternative forms of representation according to the complexity of the information to be processed. Explanations (e.g. error messages, help information) should be adaptable according to the individual level of knowledge of the user. The user should be allowed to incorporate his/her own vocabulary to establish individual naming for objects and actions. It should be also possible for him/her to add individualized functions within the semantics (personal macros) or even beyond the semantics (personal functions) of the application. Regarding the speed of interaction the user should be able to influence the speed of operation. He/she should be able to adapt the dialogue speed to his/her own individual working speed. Individual preferences for selecting among the dialogue techniques should be supported when applicable with regard to the user task. The overall objective should be to provide mechanisms which allow the system to be adapted to the individual - knowledge and experience of computer - knowledge and experience of task domain 61 Vgl. (Spinas 1987,1989, Hoyos 1988, Triebe 1987, Frese 1989). 62 Vgl. (ISO 9241 Part 10, Version 3, December 1990). ® Zur Erläuterung der hier vorgestellten Definitionen findet man in der ISO-Norm im Annex A 7 Beispiele.
44 2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation - language and culture - perceptual/motor abilities - cognitive abilities of the user." Definitionen von Spinas (1989) In Spinas (1989) findet man unter dem Kriterium "Flexibilität" auch die Forderung nach "Individualisierbarkeit": "Im Unterschied zur Flexibilität eines Systems, die für Gruppen von Benutzern Freiheitsgrade für Klassen unterschiedlicher Vorgehensweisen ermöglicht, soll die Individualisierbarkeit eines Systems allen Benutzern die Möglichkeit bieten, die Benutzungsoberfläche nach ihren persönlichen Bedürfnissen massgeschneidert einzurichten... In naher Zukunft sollte es dem Benutzer eines Systems möglich sein, durch einfache Veränderung einiger Parameter seinen Kenntnissen und Bedürfnissen gerechte Formen der Interaktion, der Darstellung von Information, der Belegung von Funktionstasten, etc. selbst zu realisieren.... In der Praxis haben sich ... Systeme bewährt, deren Benutzungsoberfläche unterschiedliche Interaktionsformen z.B. Menü und Kommando - umfassen, die je nach Erfahrung des Benutzers von ihm selbst gewählt werden können." Anmerkung Wie die obigen Ausführungen der ISO zeigen, ist das Kriterium "Individualisierbarkeit" aus dem Kriterium "Steuerbarkeit" hervorgegangen. Es finden sich daher hier teilweise Forderungen wieder, die in der DIN unter "Steuerbarkeit" subsumiert waren (z.B. das Schreiben von Makros). 2.3.10 Steuerbarkeit64, Controllability«5 Zu diesem Kriterium liegen wieder Definitionen der DIN und ISO vor, die übernommen werden. Definitionen der DIN 66 und ISO 67 "Ein Dialog ist steuerbar, wenn der Benutzer die Geschwindigkeit des Ablaufs sowie die Auswahl und Reihenfolge von Arbeitsmitteln oder Art und Umfang von Einund Ausgaben beeinflussen kann." 64 Kriterium der DIN 66 234 Teil 8, vgl. (Friedrich 1987, Lang 1988, Triebe 1987). 65 Vgl. (ISO 9241 Part 10, Version 3, December 1990). 66 Zur Erläuterung der hier vorgestellten Definitionen findet man in der DIN-Norm 11 Beispiele. Zur Erläuterung der hier vorgestellten Definitionen findet man in der ISO-Norm im Annex A 13 Beispiele.
2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation 45 Nur in der ISO-Norm findet sich anschließend an die prinzipielle Definition die folgende Auflistung der Bereiche, die steuerbar sein sollten: "The controllability principles requires provisions in the following areas: 1. speed of interaction 2. tools (static and dynamic usage) 3. dialogue flow 4. application feedback and level of interaction 5. presentation and formats 6. critical situations (error, destructive) 7. input/output equivalency " Zu Punkt 1 finden sich in der DIN-Norm folgende Forderungen68: "Der Benutzer soll die Geschwindigkeit des Dialogs an seine individuelle Arbeitsgeschwindigkeit anpassen können, z.B. keinen Arbeitstakt, kein Treiben des Benutzers durch Erlöschen von Bildanzeigen. Die Eingabetätigkeit des Benutzers soll nicht durch unnötiges Warten auf die Ausgabe von Daten vorangegangener Dialogschritte aufgehalten werden." Zu Punkt 2 finden sich in der DIN-Norm folgende Forderungen: "Soweit es die Arbeitsaufgabe erlaubt, soll der Benutzer während des Dialogs die Arbeitsmittel frei wählen und den Arbeitsweg selbst bestimmen können. Der Benutzer soll Informationen erhalten können, die er für die Planung des Arbeitsweges benötigt, ohne seinen aktuellen Dialogschritt zu beeinträchtigen " Die Forderungen der ISO-Norm zu diesem Punkt sind umfassender: "Tools used in a dialogue should be configurable by the user. Furthermore the user should be able to select the dialogue tools for the current task at hand. The user should be able to receive information required for planning his/her work progress concurrently in any dialogue step. Thus, requesting global information on scope, structure, and status of the application should not disrupt the current activity." Zu Punkt 3 finden sich in der DIN-Norm folgende Forderungen: "Der Benutzer soll den Dialog jederzeit unterbrechen können, soweit es die Arbeitsaufgabe zuläßt. Nach einer Unterbrechung soll er (z.B. aufgrund von Zwischenergebnissen) entscheiden können, ob der Dialog an der Unterbrechungsstelle fortgeführt werden soll. An dieser Stelle wird in der ISO-Norm die umfassendere Forderung erhoben: "The user should be able to interrupt the dialogue at any time, task permitting. He/she should be able to decide after an interruption (e.g. on the basis of interim results) whether the dialogue should be continued from the point of interruption, whether some interaction activities should be reversed, or wheter the whole dialogue should be cancelled with the possibility to define certain conditions for restarting the dialogue. The last option might be realized via a general escape mechanism, which should be possible at any time of the dialogue and should work observing user Die Zuordnung der Forderungen der DIN-Norm zu den Bereichen der ISO-Norm erfolgte hier aus Gründen der besseren Vergleichbarkeit.
46 2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation transparent switching rules according the structure and/or the hierarchical organization of the task." In der DIN-Norm geht es mit den folgenden Forderungen zu Punkt 3 weiter: "Ist der Dialog wegen eines Systemausfalls unterbrochen worden, so ist ein Wiederaufnahmepunkt definiert durch den letzten Dialogschritt vor dem Systemausfall; es kann zweckmäßig sein, eine Wiederaufnahme zu einem weiter zurückliegenden Dialogschritt festzulegen. In jedem Fall ist der Wiederaufnahmepunkt bei Fortsetzimg des Dialogs mitzuteilen. Der letzte Dialogschritt soll, soweit seine Folgen reversibel sind und die Arbeitsaufgabe es zuläßt, zurückgenommen werden können. Die Rücknehmbarkeit mehrerer zusammenhängender Dialogschritte ist wünschenswert. Die Rücknahme muß in einen Zustand zurückführen, der dem vor dieser Folge entspricht. Enthält der Dialog Verarbeitungsprozesse von großer Tragweite, so sollen diese erst nach einer besonderen Benutzerentscheidung ausgeführt werden können." Zu Punkt 4 findet sich in der DIN-Norm folgende Forderung: "Der Benutzer soll in für ihn leicht überschaubaren Dialogschritten vorgehen können; eine Zusammenfassung von Dialogschritten sollte dem Benutzer ermöglicht werden, wenn es von der Arbeitsaufgabe her sinnvoll ist." Die umfassenderen Forderungen der ISO-Norm zu diesen Punkt lauten: "The level of interaction, e.g. the amount of feedback, input, information exchange from and to the application, should be under the control of the user." Zu Punkt 5 findet sich in der DIN-Norm folgende Forderung: "Der Benutzer soll die Menge der dargestellten Informationen steuern können, soweit es von der Arbeitsaufgabe her sinnvoll ist." Die Forderungen der ISO-Norm zu diesem Punkt sind wesentlich präziser: "The way that input/output data are represented (format and type) should be under the control ot the user, thus offering the possibility to avoid unnecessary input/output activities. If the control oft the amount of data displayed is of use for a particular task, the user should be able to exercise such control." Zu Punkt 6 finden sich in der DIN-Norm keine Forderungen, dafür enthält die ISONorm dazu folgende Forderungen: "Critical situations, e.g. caused by user errors or application errors, should be accompanied with enough information and dialogue tools allowing the user to recover easily, and if required to recover lost data. The application should prevent the user from making destructive actions that were not intended." Zu Punkt 6 finden sich in der DIN-Norm ebenfalls keine Forderungen, dafür enthält die ISO-Norm dazu folgende Forderungen: "Where equivalent input/output devices exist the user should have the control to select either one."
2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation 47 Definitionen von Spinas (1989) In Spinas (1989) werden die mit dem Kriterium "Steuerbarkeit" verbundenen Prinzipien unter dem Kriterium "Flexibilität" beschrieben: "'Flexibilität' gilt wohl zu recht als eines der zentralen Kriterien der Dialoggestaltung, entscheidet sich doch an der Flexibilität bzw. Rigidität eines Systems, ob sich der Mensch als Benutzer oder als Bediener des Computers fühlt. Unter dem Gesichtspunkt der kognitiven Kontrolle ist mit der Flexibilität die Beeinflussbarkeit des Systemverhaltens im Sinne objektiv vorhandener Freiheitsgrade zur selbständigen Setzung und Erreichung von (Teil-)Zielen durch variable Abfolge von (Teil-)Schritten gemeint. Die Steuerung des Dialogablaufes - und damit die Reihenfolge von Arbeitsschritten - sollte in inhaltlicher und zeitlicher Hinsicht sowie bezüglich einzusetzender Mittel weitgehend dem Benutzer überlassen werden, damit unterschiedliche Vorgehensweisen - die durch Aufgabenerfordernisse und/oder die Arbeitsweise des Benutzers bedingt sein können - möglich sind.... Der Bedeutung des Kriteriums entsprechend haben sich auch einige Untersuchungen damit befasst und sind zu mehrheitlich übereinstimmenden Ergebnissen gekommen: Flexibilität eines Dialogsystems ist unbedingt notwendig, damit der Benutzer in weiten Grenzen Teilaufgaben selbständig definieren, deren Bearbeitungsfolge festlegen und auch bei unvorhergesehenen Ereignissen seine Pläne ändern kann." 2.3.11 Kooperations- und Kommunikationsförderlichkeit Für die Evaluation der Software sind ebenfalls die Kriterien "Kooperations- und Kommunikationsförderlichkeit" und "Datenschutz/Datensicherheit" relevant, auf die im vorhergehenden Absatz 2.2 "Kriterien zur Bewertung der Organisation und der Aufgaben" näher eingegangen worden ist. Hier werden nur mehr zusammengefaßte Definitionen wiedergegeben. Definition: Kooperation bei der Aufgabenerfüllung kann durch entsprechende Organisationskonzepte, wie z.B. "kooperative Arbeitsteilung/qualifizierte Assistenz" oder "selbstregulierende Gruppen", erreicht werden. Derartige Konzepte sehen eine Aufgabenverteilung zwischen den Arbeitenden vor, die eine gemeinsame - kooperative Aufgabenerfüllung ermöglichen. Damit können soziale Beziehungen zwischen den Arbeitenden aufgebaut bzw. erhalten werden. Einen wesentlichen Bestandteil dieser Kooperation bildet die Kommunikation, wobei vom ergonomischen Standpunkt - vor allem der unmittelbaren - persönlichen Kommunikation zwischen den Arbeitenden ein hoher Stellenwert zukommt. 2.3.12 Datenschutz/Datensicherheit Definition: Es gilt einerseits den Arbeitenden vor elektronischer Leistungs- und Verhaltenskontrolle, die durch den Einsatz des Arbeitsmittels "Bürosystem" in neuer Qualität
48 2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation und Quantität möglich werden, zu schützen. Daher sind die im Zuge der Aufgabenerfüllung erforderlichen und anfallenden Daten (sämtliche Informationen, die mittels des EDV-Systems gespeichert oder verarbeitet werden) ausschließlich zum Zweck der Aufgabenerfüllung zu verwenden. Andererseits sollte dem Arbeitenden das Recht und die Möglichkeit eingeräumt werden, bestimmte Daten (z.B. sensible persönliche Daten) und Arbeitsergebnisse vor unbefugten Zugriffen zu schützen. 2.4 Einordnung der Kriterien in arbeitspsychologische Theorien Hier wird versucht, die zuvor beschriebenen software-ergonomischen Kriterien in arbeitspsychologische Theorien einzuordnen, wobei zunächst auf das "Kontrollkonzept" von Spinas bezug genommen wird. Danach wird eine Klassifikation vorgenommen, die zusätzlich das theoretische Konzept der Arbeitswissenschaften berücksichtigt. 2.4.1 Einbettung der Kriterien in das "Kontrollkonzept" Im folgenden werden alle Kriterien in ein theoretisches Konzept der Arbeitspsychologie eingebettet, das sich an der psychologischen Grundannahme orientiert, den Menschen als - mehr oder weniger - autonomes Wesen zu begreifen, das Sachverhalte und Ereignisse nach Strukturprinzipien ordnet und durch zielgerichtetes Handeln aktiv auf seine Umwelt einwirkt69. Dieses wird als "Kontrollkonzept" bezeichnet und versteht unter Kontrolle: • Durchschaubarkeit (bzw. Überschaubarkeit) von Sachverhalten und Zusammenhängen. • Vorhersehbarkeit (bzw. Berechenbarkeit) von Prozessen der Umwelt und der Auswirkungen eigenen Handelns. Beide können unter dem Begriff Orientierung zusammengefaßt werden und bilden die Voraussetzung für die • Beeinflußbarkeit von Bedingungen und Prozessen der Umwelt gemäß eigenen Zielen. "Kontrolle soll dann als vollständig gegeben gelten, wenn das Individuum Ereignisse und Zustände ... durchschauen (erklären), sie ... vorhersehen und letztlich ... aktiv beeinflussen kann 70 ". Die Bedeutung der Kontrolle bzgl. der Handhabung des Arbeitsmittels Bürosystem ist darin begründet, daß ein wiederholter bzw. längerfristiger Kontrollverlust zum "Erlernen von Hilflosigkeit" führen kann. Dies verunsichert den Benutzer nicht nur im Umgang mit dem Bürosystem (was bis zur Ablehnung desselben führen kann), sondern es kann sogar zu schweren psychischen "" Vgl. (Spinas 1987, S. 13-16); ähnliche Annahmen liegen auch der Theorie der Handlungsregulation zugrunde. 70 Vgl. (Spinas 1987, S. 15).
2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation 49 Störungen (z.B. Depression) des Benutzers führen (Streß als Folge mangelnder Kontrolle bzw. Nichtkontrolle der Umweltbedingungen). Abbildung 5: Einbettung der Kriterien in das Kontrollkonzept Der Wert derartiger theoretischer Konzepte besteht darin, daß sie prinzipielle Zusammenhänge zwischen den Kriterien in bezug auf die Handhabung des Bürosystems durch den Benutzer zeigen ("Benutzerperspektive"). So wird aus obiger Abbildung deutlich, daß als unabdingbare Voraussetzung für die Benutzung einer Software deren V e r f ü g b a r k e i t gewährleistet seien muß (repräsentiert durch das Kriterium "Verfügbarkeit"). Weiters muß die Software in ihren Anwendungsmöglichkeiten den Aufgaben des Benutzers entsprechen (repräsentiert durch die Kriterien "Nützlichkeit" und "Komfort"). Erst dadurch ist ein sinnvoller Einsatz des Bürosystems für den Benutzer möglich. Die Kontrollmöglichkeiten des Benutzers bei der Handhabung der Software haben Einfluß auf seine Möglichkeiten zur Ausschöpfung der gebotenen Funktionalität. Die Handhabung basiert zum einen auf den Orientierungsmöglichkeiten des Benutzers
50 2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation bzgl. der angebotenen Funktionen (repräsentiert durch die Kriterien Übersichtlichkeit", "Selbstbeschreibungsfähigkeit", "Erwartungskonformität", "Fehlerrobustheit" und "Erlernbarkeit") und zum anderen auf den Beeinflussungsmöglichkeiten dieser Funktionen im Hinblick auf seine konkreten Aufgabenstellungen und individuellen Bedürfnisse (repräsentiert durch die Kriterien "Individualisierbarkeit" und "Steuerbarkeit"). Daraus wird auch unmittelbar klar, daß eine gute Orientierung eine wesentliche Voraussetzung für die Beeinflußbarkeit der Software durch den Benutzer darstellt. Vor ein konkretes Bewertungsproblem gestellt, sollten diese prinzipiellen Zusammenhänge zwischen den Kriterien beachtet werden. Dies wird sich vor allem in der Reihenfolge der Bewertung der Kriterien widerspiegeln. 2.4.2 Einbettung der Kriterien in das allgemeine Konzept der "menschengerechten Arbeit" unter Berücksichtigung des "Kontrollkonzepts" Die Kriterien zur Bewertung der Software lassen sich auch in das allgemeine Konzept der "menschengerechten Arbeit" einordnen, wobei auch das zuvor beschriebene "Kontrollkonzept" berücksichtigt werden kann. Die Zusammenhänge werden in der folgenden Abbildung dargestellt; die vorgenommenen Zuordnungen werden im Anschluß interpretiert. Abbildung 6: Kriterieneinbettung - allgemeines Konzept menschengerechter Arbeit und Kontrollkonzept
2. Ergonomische Kriterien einer Evaluation 51 Das Kriterium Verfügbarkeit entspricht der Verfügbarkeit nach dem "Kontrollkonzept" und kann dem "arbeitswissenschaftlichen Kriterium" Ausführbarkeit zugeordnet werden. Die unter dem Kriterium Nützlichkeit erfaßten software-ergonomischen Qualitäten können je nach der Betrachtungsweise des Evaluators entweder dem "Kontrollkonzept-Kriterium" Anwendungsmöglichkeiten oder dem "arbeitswissenschaftlichen Kriterium" Ausführbarkeit zugeordnet werden. Im gleichen Sinn kann das Kriterium Komfort alternativ dem "KontrollkonzeptKriterium" Anwendungsmöglichkeiten oder dem "arbeitswissenschaftlichen Kriterium" Schädigungs- und Beeinträchtigungslosigkeit zugeordnet werden. Das "arbeitswissenschaftliche Kriterium" Persönlichkeitsförderlichkeit umfaßt das "Kontrollkonzept-Kriterium" Kontrollmöglichkeit/Handhabung. Dieses Kriterium kann nach dem Kontrollkonzept weiter differenziert werden in Beeinflußbarkeit, der die Kriterien Individualisierbarkeit und Steuerbarkeit zuzuordnen sind und in Orientierung, der die Kriterien Übersichtlichkeit, Selbstbeschreibungsfähigkeit, Erwartungskonformität, Fehlerrobustheit und Erlernbarkeit zuzuordnen sind. Die Kriterien Kommunikations- und Kooperationsförderlichkeit und Persönlichkeitsschutz können dem "arbeitswissenschaftlichen Kriterium" Sozialverträglichkeit zugeordnet werden. Eine Zuordnung zum Kontrollkonzept ist nicht möglich, da es hierfür keine Entsprechimg gibt.
3. Der software-ergonomische Leitfaden EVADIS II In den folgenden Kapiteln des Buches wird der Evaluationsleitfaden EVADIS II im Detail vorgestellt. Bei der Konzeption des Leitfadens wurden die in den Kapiteln 1 und 2 beschrieben Grundlagen der software-ergonomischen Evaluation als Entwicklungsleitlinien herangezogen. Als Grundlage diente der im Jahre 1988 publizierte Evaluationsleitfaden EVADIS (vgl. Kapitel 3.1). Der Leitfaden ermöglicht eine software-ergonomische Evaluation, die ohne Versuchspersonen durchgeführt werden kann. Er unterstellt als Anwender einen Software-Ergonomen, der ein grundlegendes Wissen um software-technische Eigenschaften wie auch um software-ergonomische Eigenschaften besitzt. Kenntnisse der zu testenden Software sind ebenfalls erforderlich, um mit dem jeweiligen Produkt arbeiten zu können. Das Verfahren zielt auf objektivierbare Eigenschaften der zu prüfenden Software ab. Die Prüffragen des Verfahrens beinhalten daher eindeutig beantwortbare Eigenschaften der zu testenden Schnittstelle. Die Analyse anhand des EVADIS II-Leitfadens in seiner jetzigen Fassung ermöglicht eine Beschreibung und Bewertung der software-ergonomischen Qualitäten einer Software. Bei der Bewertung sind jedoch gewisse Einschränkung zu beachten, die in dem zur Zeit verfügbaren gesicherten Wissen begründet sind. Ob beispielsweise eine Fehlermeldung als Fenster in die Arbeitsdaten eingeblendet werden sollte oder besser an einem festen Ort plaziert würde, ist bisher nicht geklärt71. Welche Farbunterlegung oder Invertierung für eine Fehlermeldung optimal ist, ist bisher ebenso unbekannt. Trotzdem ist es für den Adressaten der Beschreibung interessant zu wissen, wo die Meldung präsentiert wird, ob eine Hervorhebung erfolgt und ob das Systemverhalten einheitlich ist. Bei allen Prüffragen wurden Angaben zu "wünschenswerten" Schnittstelleneigenschaften auf der Grundlage des derzeit verfügbaren software-ergonomischen Wissens, in Form von Kommentaren, gemacht. Aufgrund der intensiven Forschungsaktivitäten im Bereich der Software-Ergonomie wird zwar das Wissen über einzelne Schnittstellen-Eigenschaften wachsen und daher angebbar sein, welches bessere und welches schlechtere Gestaltungen sind. Allerdings wird auch die Gesamtzahl der relevant erscheinenden Eigenschaften steigen, d.h. es werden immer wieder neue offene Fragen hinzukommen. Die Evaluationsmethoden werden daher einer ständigen Weiterentwicklung bedürfen: Hinsichtlich der Fragen und hinsichtlich der Antworten. Die Entwickler wollen mit diesem Leitfaden hierzu beitragen; letztlich ist dies jedoch eine Aufgabe für die gesamte software-ergonomische Forschungsgemeinschaft. Ob es wirklich "eine richtige" Lösung gibt, ist überdies fraglich (vgl. Kapitel 2).
3. Der software-ergonomische Leitfaden EVADIS II 3.1 53 Erweiterungen des bestehenden softwareergonomischen Leitfadens EVADIS Aufgrund der in Kapitel 1 definierten Anforderungen an ein ganzheitliches Evaluationsverfahren kann nur eine Kombination unterschiedlicher Evaluationsmethoden den geforderten Ansprüchen genügen. Daher wurde das existieriende leitfadenorientierte Evaluationsverfahren EVADIS72, um die in der folgenden Abbildung dargestellten Methoden erweitert. Methoden Evaluations-^S^ Schwerpunkte Benutzer Benutzerbefragung vereinfechte Arbeitsanalyse methodengeleitetes Expertenurteil (Methodenschwerpunkt) Ziel: Erfassen von Benutzereigenschaften Werkzeug: standardisierter Fragebogen Ort: Arbeitsplatz Ziele: Bewertung, Erstellen von Priifaufgaben Aufgaben (Organisation) Werkzeug: Leitfaden zur Erstellung der Prüfaufgaben Ort: Arbeitsplatz Ziel: Bewertung der ergonomischen Qualität Werkzeug: Prüffragensammlung Ort: Arbeitsplatz, Prüfstelle, Entwickler Software Abbildung 7: Methodenkombination - EVADIS II Kernstück der vorgeschlagenen Methodenkombination ist weiterhin der Leitfaden EVADIS (methodengeleitetes Expertenurteil) - allerdings in einer erweiterten und aktualisierten Fassung. Es dient zur Bewertung der ergonomischen Qualität und Funktionalität der Software des Bürosystems und wird durch die Methoden "vereinfachte Arbeitsanalyse" und "Benutzerbefragung" ergänzt. Durch die Benutzerbefragung können relevante Benutzermerkmale erhoben werden, die dem Evaluator bei der Bewertung bzgl. der ergonomischen Qualität der Software eine differenziertere Betrachtung ermöglichen (menschenzentrierte Vorgehensweise). 72 Vgl. (Oppermann 1988).
54 3. Der software-ergonomische Leitfaden EVADIS II Die vereinfachte Arbeitsanalyse ermöglicht dem Evaluator eine Bewertung der ergonomischen Qualität der Aufgaben und gleichzeitig eine realitätsbezogene Erstellung von Prüfaufgaben für EVADIS II (aufgabenorientierte Sichtweise). Ausgangspunkt für die Erweiterung von EVADIS waren Überlegungen, welche Anforderungen ein ganzheitliches Bewertungsverfahren zu erfüllen hätte. Diese zeigten, daß der bestehende Leitfaden in bestimmten Bereichen zu einseitig auf die zu bewertenden Komponenten des Arbeitssystems Büro orientiert ist. Als Benutzer der zu testenden Software wurden im ursprünglichen EVADISVerfahren Wissensverarbeiter angenommen, die keine eng umgrenzte Routineaufgabe bearbeiten, sondern mehr oder weniger sporadisch Software-Produkte möglicherweise verschiedenster Art und möglicherweise breiter Funktionalität benutzen. Beispiele dafür wären etwa qualifizierte Sachbearbeiter (Experten) bzw. Stabs- und Führungskräfte (Manager). Dementsprechend war auch die vorgegebene (Standard)Aufgabe auf diese Benutzergruppe zugeschnitten. Es wurde davon ausgegangen, daß die Arbeit der Benutzergruppe durch folgende Merkmale charakterisiert wird: - Ganzheitlichkeit von Tätigkeiten, - Vollständigkeit von Tätigkeiten, - Komplexität von Problemlösungen, - Gleichzeitigkeit von Wissensnutzung und -akquisition sowie - geringer Grad an Formalisierung und Routinisierung. Daraus resultierte auch die Orientierung der Standardaufgabe auf Multifunktionssysteme. Es wurde davon ausgegangen, daß die typischen Aufgaben der Wissensverarbeiter im Erstellen und Austauschen von "Mischdokumenten" besteht, wobei der Arbeitsablauf durch ein hohes Maß an Aufgabenintegration (sowohl horizontal als auch vertikal) gekennzeichnet sei. Die angenommene Benutzergruppe und (Standard)Aufgabe beeinflußte auch die Auswahl der Anwendungen (Module) der Software und deren Funktionen. Dabei wurde auf 'durchschnittliche' System bezug genommen, d.h. auf solche, die gegenwärtig die Marktsituation beherrschen, nicht aber unbedingt auf die 'Speerspitzen' der technischen Entwicklung. Obwohl eine Standardaufgabe mit typischen Funktionen von Bürosystemen vorgegeben wurde, wurde auf eine Bewertung der Funktionalität der jeweiligen Anwendungen bei Aufgabenerfüllung verzichtet. Die Bewertung beschränkte sich ausschließlich auf die Benutzimg (Benutzerschnittstelle). Ziel der Erweiterungsüberlegungen für die vorliegende Fassung war nun, den Einsatzbereich des ursprünglichen EVADIS-Verfahrens zu vergrößern und eine stärkere "Aufgaben- und Benutzerorientierung" zu bieten. Diese Überlegungen wurden dadurch erleichtert, daß EVADIS prinzipiell offen konzipiert worden war, d.h. es war für den Evaluationsexperten jederzeit möglich, die Standardaufgabe zu verändern/erweitern bzw. eine andere als die angenommene Benutzergruppe zum Ausgangspunkt seiner Bewertungsüberlegungen zu machen. Dazu sollte ihm in der neuen Fassung eine entsprechende methodische Unterstützung geboten werden, damit die Vorteile eines methodengeleiteten Expertenurteils (gute Nachvoll-
3. Der software-ergonomische Leitfaden EVADIS II erhalten bleiben. Hier knüpften die Erweiterungsüberlegungen an, indem dem Evaluator eine Methodenkombination angeboten wird, die ihm einerseits methodische Unterstützung bei der Erstellung/Anpassung der Prüfaufgabe 73 gibt und andererseits eine differenziertere Berücksichtigung der Benutzer ermöglicht. Gleichzeitig ermöglicht eine realitätsbezogene Prüfaufgabe eine Bewertung des für die (typische) Aufgabenerfüllung notwendigen Funktionalitätsausschnitts der zu testenden Software, womit auch Funktionalitätsaspekte in den Bewertungsprozeß einbezogen werden können. 3.2 Bezugsrahmen von EVADIS II Das EVADIS II-Verfahren ist eingebettet in einen zweidimensionalen Orientierungsrahmen. Die erste Dimension bildet das sogenannte IFIP-Modell 74 für Benutzerschnittstellen (vgl. Dzida 1983). In ihm sind an dem Verhältnis System-Benutzer orientierte Ebenen der Schnittstelle dargestellt. Die zweite Dimension wird durch eine Reihe von aufgaben- und organisations-ergonomischen sowie softwareergonomischen Kriterien gebildet. In ihnen sind am Benutzer orientierte Kriterien aus den Arbeitswissenschaften enthalten. 3.2.1 Technische Systemkomponenten Die folgende Abbildung zeigt das IblT - Benutzerschnittstellenmodell eingebettet in das Arbeitssystem. Benutzer ^Ausgabe) /nichtS. / technische) [Organisation r ( Dialog J » WVerkzeuX Rechner 1 : '' Benutzerschnittstelle ftechnische\ Organisation organisatorischer Bereich Abbildung 8: Das IFIP-BenutzerschnittsteDenmodell als Arbeitssystem Früher Standardaufgabe genannt. IFIP steht für "International Federation for Information Processing", eine internationale Dachorganisation nationaler Informatik-Gesellschaften. 55
56 3. Der software-ergonomische Leitfaden EVADIS II Das ii-Lf-Benutzerschnittstellenmodell setzt sich aus vier Schnittstellen zusammen75: Ein-/Ausgabeschnittstelle Sie definiert die Regeln für die Eingabe des Benutzers und die Ausgabe des Rechners. Bei den Eingaberegeln wird festgelegt, auf welche Weise Zeichen und Befehle eingegeben werden oder womit etwa der Cursor auf dem Bildschirm positioniert wird (z.B. mit Cursortaste, Maus). Bei den Ausgaberegeln wird festgelegt, auf welche Weise Daten und Software-Werkzeuge (Funktionen, Anwendungen) sowie Meldungen dem Benutzer auf dem Bildschirm oder anderen Medien (z.B. Drucker) dargestellt werden. Dialogschnittstelle Sie definiert die Regeln, die den Dialog zwischen dem Benutzer und dem Rechner festlegen. Der Dialog beschreibt den Ablauf der Arbeit des Benutzers mit dem Rechner, ob er zum Beispiel in einem oder in mehreren Dialogschritten vorgehen will, oder ob er einen Verarbeitungsprozeß unterbrechen möchte usw. Im Dialog entscheidet der Benutzer auch über das Ausmaß an Erläuterungen und Unterstützungen, die er vom Rechner ausgegeben haben möchte. Werkzeugschnittstelle Sie definiert die Regeln, die die Art des Zugriffs des Benutzers auf SoftwareWerkzeuge und Daten bestimmen. Dieser Zugriff geschieht mittels Information. Diese Information wird durch eine abstraktes Konzept bzgl. der Zugriffsmodalitäten, und zwar sowohl für die Werkzeuge als auch für die Daten, vermittelt (z.B. DesktopMetapher). Das Anwendungsspektrum der einzelnen Software-Werkzeuge bestimmt ebenfalls die Regeln bzgl. der Art des Zugriffs. Die "funktionale Gebundenheit" eines Werkzeuges kann sehr spezifisch sein (z.B. für nur einen ganz bestimmten Einsatzzweck geeignet sein), oder sie kann sehr allgemein sein (z.B. für viele Einsatzzwecke geeignet, wie etwa die Funktionen "Lösdien", "Einfügen"). Im letzten Fall spricht man auch von "generischen" Werkzeugen. Organisationsschnittstelle Sie definiert die Regeln, die das Entstehen, Festlegen und Verteilen von Arbeitsaufgaben bestimmen sowie den Zusammenhang der Arbeitsaufgaben des Benutzers mit den Arbeitsaufgaben anderer Benutzer. Wie die Abbildung 5 zeigt, kann die Organisationsschnittstelle weiter in eine technische und nicht-technische differenziert werden. Die nicht-technische Organisationsschnittstelle76 regelt, wie der Benutzer in die Organisation integriert ist, etwa durch ein entsprechendes Organisationskonzept (Mensch-Mensch-Funktionsverteilung, Gestaltung der Arbeitsabläufe). Die technische Organisationsschnittstelle regelt, wie der Benutzer mittels seines Arbeitsmittels (Rechners) in die Organisation zu integrieren ist (Mensch-RechnerFunktionsverteilung). Neben der Integration des einzelnen Benutzers sind hier auch Fragen der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Benutzern mittels des 75 Vgl. (Dzida 1988). Sie wird von (Dzida 1988) auch als "Aufgabenschnittstelle" bezeichnet.
3. Der software-ergonomische Leitfaden EVADIS II 57 Rechners zu regeln (z.B. welche Nachrichten werden mittels Elektronischer Post ausgetauscht). Diese Unterteilung des IFIP-Benutzerschnittstellenmodells wurde vor allem im Hinblick auf eine differenziertere Gestaltung und Bewertung der Benutzerschnittstelle und deren Einbettung in das Arbeitssystem vorgenommen. Ziel ist es, die Benutzerschnittstelle und deren Einbettung in teilweise voneinander unabhängige Schnittstellen zu zerlegen, die dann auch getrennt gestaltet und bewertet werden können. Das Modell erlaubt somit eine strukturierte Darstellung relativ komplexer Sachverhalte, wie sie bei konkreten Gestaltungs- und Bewertungsproblemen auftreten. Für eine konkrete Evaluation weisen die unterschiedenen Schnittstellen eine zu große Generalität auf. Wenn auch das globale Konzept der Benutzerschnittstelle im IFIP-Modell unterteilt wurde, so reicht diese Differenzierung doch nicht aus, um ein konkretes System hinsichtlich der ergonomischen Eigenschaften zu beschreiben. Daher wurde für den Strukturierungsrahmen des EVADIS Verfahrens das IFIPModell noch einmal ausdifferenziert. Die Unterteilung in einzelne Systemkomponenten der Schnittstellen orientierte sich zum Teil direkt an der Beschreibung des IFIP-Modells selbst. Zum Teil rekurriert die Beschreibung jedoch auch auf theoretische Modelle anderer Autoren (Organisationsschnittstelle: vgl. Kieser 1983, Döbele-Berger 1985, Rödiger 1987, Nullmeier 1988, Dzida 1988; Ein-/Ausgabe-, Dialog- und Werkzeugschnittstelle: vgl. Brown 1989, Brown C. 1988, DIN 66234/Teil X, Dumas 1988, Frese 1989, Galitz 1985, Hoffmann 1989, Kearsley 1988, Oppermann 1988, Siemens 1987,1989,1989a, Smith 1986, Staufer 1987, SUN 1989). Das Schnittstellen-Modell des EVADIS II-Verfahrens sieht in seinen wesentlichen Bestandteilen folgendermaßen aus, die Feinstruktur und die inhaltliche Bedeutung der Systemkomponenten wird im Anschluß an die Übersicht dargestellt. 1. 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 Ein-/Ausgabeschnittstelle Informationsdarstellung (gute Gestalt/gutes Design) Eingabemedien Eingabe Ausgabemedien Sprache 2. 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 Dialogschnittstelle Dialogtechniken Dialogsteuerung/Dialogablauf Statusinformationen und Meldungen Fehlerbehandlung Hilfen 3. 3.1 3.2 3.3 Werkzeugschnittstelle Funktionalität des Anwendungssystems Funktionalität der Schnittstelle Antwortzeit/Durchsatz, Störungen
58 4. 4.1 4.2 3. Der software-ergonomische Leitfaden EVADIS II Organisationsschnittstelle Technische Organisationsschnittstelle Nicht-technische Organisationsschnittstelle Die Systemkomponenten der nicht-technischen Organisationsschnittstelle dienen als Bezugsrahmen für die "Prüffragen zur Untersuchung der Mensch-MenschFunktionsverteilving und der Arbeitsabläufe" (vgl. Anhang B). Die Systemkomponenten der restlichen Schnittstellen dienen als Bezugsrahmen für die Prüffragen zur Bewertung der Benutzerschnittstelle und wurden der "Prüffragensammlung" zur vollständigen Bewertung des Anwendungssystems zugeordnet (vgl. Anhang F). Im folgenden werden die einzelnen Komponenten und Subkomponenten des Systemkomponentenschemas erläutert. 1. Ein-/Ausgabeschnittstelle 1.1 Informationsdarstellung: Regeln für die Informationsdarstellung auf dem Bildschirm unter Berücksichtigung wahrnehmungs-psychologischer Gesetzmäßigkeiten. 1.1.1 Dialogbereiche: Regeln bzgl. der Anordnung unterschiedlicher Informationstypen (z.B. Arbeitsdaten, Systemmeldungen) auf dem Bildschirm. 1.1.2 Hervorhebungen: Regeln bzgl. des Einsatzes von Codierungsmethoden (optische Signale /Farben, akustische Signale) zur Hervorhebung unterschiedlicher Typen oder Qualitäten von Informationen. 1.1.3 Ausgabeformate: Regeln bzgl. der Darstellung von Ausgabefeldern sowie der Adaptierungsmöglichkeiten durch den Benutzer. 1.1.4 Darstellung von Texten, Zahlen: Regeln bzgl. der Darstellung von Texten und Zahlen sowie der Adaptierungsmöglichkeiten durch den Benutzer. 1.1.5 Darstellung von Tabellen, Listen: Regeln bzgl. der Darstellung von Tabellen und Listen sowie der Adaptierungsmöglichkeiten durch den Benutzer. 1.1.6 Darstellung von Graphiken (Ikone, Piktogramme): Regeln bzgl. der Gestaltung von Graphiken nach wahrnehmungs-psychologischen Gesetzmäßigkeiten ("gute Gestalt/gutes Design"). 1.2 Eingabemedien: Regeln bzgl. der Umfanges, der Benutzung und der Adaptierung der Medien für die Benutzereingabe (z.B. Tastatur, Maus). 1.3 Eingabe: Regeln bzgl. der Eingabe und Darstellung von Informationen die vom Benutzer eingegeben werden.
3. Der software-ergonomische Leitfaden EVADIS II 1.3.1 Eingabeaufforderung (Prompt): Regeln bzgl. des Hinweises auf die aktuelle Eingabestelle (Cursor). 1.3.2 Eingabeformate: Regeln bzgl. der Darstellung von Eingabefeldern sowie der Adaptierungsmöglichkeiten durch den Benutzer. 1.4 Ausgabemedien: Regeln bzgl. der Darstellung unterschiedlicher Informationen auf Medien für die Ausgabe (z.B. Bildschirm, Drucker). 1.5 Sprache: Regeln bzgl. der Terminologie und Grammatik der (Interaktions-) Sprache zwischen System und Benutzer. 1.5.1 Abkürzungen: Regeln bzgl. des Gebrauches von Abkürzungen für Bezeichnungen/Wörter. 1.5.2 Terminologie (Semantik): Regeln bzgl. der Angemessenheit der Bezeichnungen/Wörter in bezug auf den Benutzer und die Aufgabe. 1.5.3 Grammatik (Syntax): Regeln für die Spezifikation von Operationen und für die Namensvergabe. 2. Dialogschnittstelle 2.1 Dialogtechniken: Regeln bzgl. der Möglichkeiten zur Aktivierung von Operationen mittels verschiedener Dialogtechniken (z.B. Dialogsprachen, Menüs, Direkte Manipulation) sowie der Möglichkeiten des Wechsel des Interaktionsstils (Benutzer- versus Systemsteuerung), ferner bzgl. Realisierungsmöglichkeiten individueller Arbeitsstile des Benutzers. 2.1.1 Dialogsprachen (Kommando-, Abfrage-, Programmier- und Makrosprachen): Regeln bzgl. der semantischen und syntaktischen Gestaltung von Dialogsprachen sowie deren Anwendung durch den Benutzer. 2.1.2 Natürlich-sprachlicher Dialog: Regeln bzgl. des Umfanges des Einsatzes von natürlich-sprachlichen Dialogen. 2.1.3 Funktionstasten: Regeln bzgl. der Belegung von Funktionstasten. 2.1.4 Formulare/Masken: Regeln bzgl. der Darstellung, der Handhabimg und der Adaptierung von Formularen/Masken. 2.1.5 Menüs: Regeln bzgl. der Darstellung, der Handhabung und der Adaptierung von Menüs. 2.1.6 Fenster: Regeln bzgl. der Darstellung, der Handhabung und der Adaptierimg von Fenstern. 59
60 3. Der software-ergonomische Leitfaden EVADIS II 2.1.7 Direkte Manipulation: Regeln bzgl. des Umfanges und der Darstellung direkt-manipulativer Leistungen. 2.2 Dialogsteuerung/Dialogablauf: Regeln bzgl. der Organisation der Interaktionsfolgen (Dialogschritte) zwischen Benutzer und System. 2.2.1 Direktwahl: Direktwahl von Masken/Formularen. 2.2.2 Feidanwahl: Anwahl von Feldern innerhalb einer Maske/Formular. 2.2.3 Verschieben, Blättern: Verschieben und Blättern von Bildschirminhalten. 2.2.4 Speichern des Bildschirminhalts: Speichern und Anzeigen von Bildschirminhalten. 2.2.5 Abbrechen eines Dialogschritts: Zeitpunkt des Abbruchs eines Dialogschritts. 2.2.6 Abbrechen /Unterbrechen eines Dialogs: Zeitpunkt des Abbrechens/Unterbrechens eines Dialogs unter Berücksichtigung des Arbeitskontextes. 2.2.7 Beenden eines Dialogs: Beenden eines Dialogs unter Berücksichtigung des Arbeitskontextes. 2.2.8 Wechseln von Dialogeinstellungen (Anpaßbarkeit): Umfang und Geltungsbereich von anpaßbaren Dialogeinstellungen. 2.2.9 Exploration, Makrobildung (Dialogprotokollierung): Art und Umfang der Möglichkeiten zur Exploration der Anwendung. 2.3 Statusinformationen und Meldungen: Regeln bzgl. der Ausgabe von Systemmeldungen (Fortschritts-, Ereignis- und Zustandsmeldungen). 2.4 Fehlerbehandlung: Regeln bzgl. Art und Umfang der Unterstützung des Benutzers durch das System zur Fehlervermeidung bzw. zur Fehlerbehebung beim Auftreten von Fehlern. 2.4.1 Fehlervermeidung: Regeln, die den Benutzer vor Fehlern bei der Systemnutzung schützen sollen (z.B. Plausibilitätskontrollen). 2.4.2 Fehlerdiagnose: Regeln bzgl. Art und Umfang der Unterstützung des Benutzers durch das System nach Auftreten eines Fehler (z.B. Ursachenerklärung). 2.4.3 Fehlermanagement: Regeln, die den Benutzer bei der Fehlerbehebung unterstützen sollen (z.B. Korrekturvorschläge).
3. Der software-ergonomische Leitfaden EVADIS II 61 2.5 Hilfen: Regeln bzgl. aller dem Benutzer zur Verfügung stehenden Hilfen, deren Umfang, Darstellung und die Art der Aktivierung durch den Benutzer. 2.5.1 Online-Hilfe: Regeln bzgl. des Umfanges und der Darstellung von Online-Hilfen. 2.5.2 Online-Tutorial: Regeln bzgl. des Umfanges und der Darstellung von Online-Tutorials. 2.5.3 Handbücher: Regeln bzgl. des Umfanges und der Darstellung von Handbüchern. 3. Werkzeugschnittstelle 3.1 Funktionalität des Anwendungssystems: Umfang der Leistungen (Funktionen), die dem Benutzer innerhalb der Anwendung zur Verfügung stehen. 3.2 Funktionalität der Schnittstelle: Regeln bzgl. der Zugriffsmöglichkeiten des Benutzers auf die Leistungen (Funktionen) der Anwendung, der Möglichkeiten ihrer Aktivierung und des Ausmaßes der Integration innerhalb der Anwendung sowie zwischen der Anwendung und anderen Anwendungen. 3.3 Antwortzeit /Durchsatz, Störungen: Regeln bzgl. der Reaktionszeiten zwischen Benutzereingabe und Anzeigen auf dem Bildschirm, der Möglichkeiten der Steuerung der Antwortzeit durch den Benutzer und der Handhabung von Störungen. 4. Organisationsschnittstelle 4.1 Technische Organisationsschnittstelle: Regeln, wie der Benutzer und der Rechner in die Organisation zu integrieren sind, unter besonderer Berücksichtigung der Zusammenarbeit der Benutzer mittels des Rechners. 4.1.1 Informationsaustausch: Regeln bzgl. des Informationsaustausches des Benutzers mittels des Rechners (z.B. Electronic Mail, Computer Supported Cooperative Work). 4.1.2 Datenschutz-/Datensicherungskonzepte: Regeln bzgl. der Möglichkeiten des Datenschutzes und der Datensicherung. 4.2 Nicht-technische Organisationsschnittstelle: Integration des Benutzers und seiner Aufgaben in die Organisation (Aufbau- und Ablauforganisation) 4.2.1 Mensch-Mensch-Funktionsverteilung: Art und Umfang der Arbeitsteilung bzgl. der Aufgaben des Benutzers. 4.2.2 Gestaltung der Arbeitsabläufe: Gestaltung der Aufgaben des Benutzers bzgl. der Art der Aufgaben, der Reihenfolge
62 3. Der software-ergonomische Leitfaden EVADIS II der Tätigkeiten, der Abhängigkeit von Arbeitsmitteln und Vorschriften (Weisungen), der Qualifikationsanforderungen usw. Die technischen Systemkomponenten bilden einen Bezugspunkt für die Einordnung der Prüffragen. Als zweiter Bezugspunkt dienen die ergonomischen Kriterien, die im nächsten Abschnitt vorgestellt werden. 3.2.2 Ergonomische Kriterien Die Bedeutung der ergonomischen Kriterien für Evaluationsverfahren wurde im Kapitel 2 ausgiebig diskutiert. Diese Kriterien wurden auch dem EVADIS IiVerfahren zugrunde gelegt. Im folgenden wird daher nur mehr eine Kurzdefinition der einzelnen Kriterien gegeben. Der interessierte Leser möge die entsprechenden umfassenden Definitionen sowie deren Einbettung in arbeitspsychologische Theorien im Kapitel 2 nachlesen. Die folgenden acht EVADIS II - Kriterien sind für die Evaluation der Organisation relevant. Die ersten sechs Kriterien beziehen sich ausschließlich auf die nichttechnische Organisationsschnittstelle; die letzten beiden Kriterien werden auch zur Evaluation der Software herangezogen. 1. Anforderungsvielfalt Die Anforderungsvielfalt einer Aufgabe soll den Einsatz unterschiedlicher Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten ermöglichen. Dies ist am ehesten durch eine Kombination von Aufgabenanteilen zu erreichen, die Elemente der Planung, der Ausführung evtl. auch der Pflege/Instandhaltung (von Hard- und Software) - und der Kontrolle enthalten. Anforderungsvielfalt beinhaltet sowohl die Beanspruchung mehrerer menschlicher Sinne (Gesichtssinn, Gehör- und Tastsinn usw.) als auch die Möglichkeit zur körperlichen Aktivität bei der Erledigung der Aufgabe. 2. Ganzheitlichkeit Ganzheitlichkeit bedeutet, daß der Arbeitende ein "ganzes Stück" Arbeit vollendet und nicht (für ihn) sinnlose Einzelteile einer Aufgabe bearbeiten muß. Der Vorteil liegt darin, daß der Arbeitende den Bedeutungsgehalt und Stellenwert seiner Aufgabe im betrieblichen Arbeitsablauf klar erkennen kann (Aufgabenidentität und -relevanz). Dabei sollte dies durch einen Bezug zu realen Gegenständen und sozialen Situationen unterstützt werden. 3. Durchschaubarkeit Die Durchschaubarkeit einer Aufgabe setzt voraus, daß der Arbeitende die technischen Bedingungen und Zusammenhänge, die organisatorischen Strukturen (der raum-zeitliche und inhaltliche Zusammenhang seiner Arbeitsaufgabe), die Ereignisse im Arbeitsprozeß und die Folgen des eigenen Eingreifens in den Arbeitsprozeß durchschauen und vorhersehen kann. 4. Rückmeldungen (Feedback) Rückmeldungen (Feedback) bewirken, daß der Arbeitende Meldungen über den laufenden Fortgang seines Arbeitsablaufes (Ablauffeedback) und das Resultat seiner
3. Der softtoare-ergonomische Leitfaden EVADIS II 63 Arbeit (Resultatfeedback) erhält. Diese sollen sich dabei auch aus der Aufgabe selbst ergeben. 5. Autonomie Die Autonomie beschreibt das Ausmaß an (Selbst)Kontrolle, daß dem Arbeitenden bei der Aufgabenerfüllung zugestanden wird. Dieses Ausmaß wird von der Qualifikation des Arbeitenden und von der Art der Arbeitsaufgaben mitbestimmt. 6. Kooperations- und Kommunikationsförderlichkeit Kooperation bei der Aufgabenerfüllung kann durch entsprechende Organisationskonzepte, wie z.B. "kooperative Arbeitsteilung/qualifizierte Assistenz" oder "selbstregulierende Gruppen", erreicht werden. Derartige Konzepte sehen eine Aufgabenverteilung zwischen den Arbeitenden vor, die eine gemeinsame - kooperative Aufgabenerfüllung ermöglichen. Damit können soziale Beziehungen zwischen den Arbeitenden aufgebaut bzw. erhalten werden. Einen wesentlichen Bestandteil dieser Kooperation bildet die Kommunikation, wobei vom ergonomischen Standpunkt - vor allem der unmittelbaren persönlichen Kommunikation zwischen den Arbeitenden ein hoher Stellenwert zukommt. 7. Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten Die allgemeine geistige Flexibilität des Arbeitenden soll erhalten bleiben bzw. gefördert werden. Dazu müssen ihm Möglichkeiten geboten werden, seine berufliche Qualifikation zu erhalten bzw. weiterzuentwickeln. Dies setzt einerseits Arbeitsaufgaben und Arbeitsmittel voraus, die ausreichend komplex und gestaltbar sind, so daß sie es dem Arbeitenden erlauben, seine Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse weiterzuentwickeln. Andererseits müssen dem Arbeitenden die notwendigen qualifikatorischen Voraussetzungen vermittelt werden, die ihm eine Beherrschimg der Arbeitsaufgabe und der Arbeitsmittel ermöglichen. 8. Datenschutz /Datensicherheit Es gilt einerseits den Arbeitenden vor elektronischer Leistungs- und Verhaltenskontrolle, die durch den Einsatz des Arbeitsmittels "Bürosystem" in neuer Qualität und Quantität möglich werden, zu schützen. Daher sind die im Zuge der Aufgabenerfüllung erforderlichen und anfallenden Daten (sämtliche Informationen, die mittels des EDV-Systems gespeichert oder verarbeitet werden) ausschließlich zum Zweck der Aufgabenerßllung zu verwenden. Andererseits sollte dem Arbeitenden das Recht und die Möglichkeit eingeräumt werden, bestimmte Daten (z.B. sensible persönliche Daten) und Arbeitsergebnisse vor unbefugten Zugriffen zu schützen. 9. Belastung und Beanspruchung Der Arbeitende soll bei der Aufgabenerfüllung weder unterfordert werden (z.B. durch fachlich und inhaltlich wenig anspruchsvolle Aufgaben kommt es zur Demotivierung) noch soll er überfordert werden (z.B. durch Zeitdruck oder fachliche Überforderung kommt es zu Hektik und Streß). Als belastungsmindert erweist es sich, wenn der Arbeitende die Möglichkeit hat, zwischen anspruchsvolleren Aufgaben auch weniger anspruchsvollere (z.B. Routineaufgaben) durchzuführen.
64 3. Der software-ergonomische Leitfaden EVADIS II Die folgenden 12 EVADIS II-Kriterien sind für die Evaluation der Software relevant. Sie beziehen sich auf die Ein-/Ausgabe-, Dialog-, Werkzeug- und technische Organisationsschnittstelle. In Klammern ist angegeben, ob der Kriteriumsname direkt aus einer Norm übernommen worden ist oder ein eigener Begriff von seiten der Entwickler des Evaluationsleitfadens gewählt wurde. 1. Verfügbarkeit (EVADIS) Unter Verßgbarkeit wird verstanden, daß der Benutzer nicht durch Störungen (z.B. häufige Systemabstürze) oder zu lange Antwortzeiten bei der Benutzimg behindert wird. Lange bzw. stark variierende und deshalb "unberechenbare" Antwortzeiten versetzen den Benutzer in einen Zustand angespannter Erwartung und Ungewißheit über die Akzeptanz der getätigten Eingabe. Auch wirken unregelmäßige Antwortzeiten dadurch belastend, daß sie den Benutzer in seinem Gedankenfluß stören und ihm einen unregelmäßigen Arbeitsrhythmus aufzwingen. Wünschenswert sind Antwortzeiten, die in einem proportionalen Verhältnis zur Komplexität der durchgeführten Operation stehen. 2. Nützlichkeit (EVADIS) Das Kriterium Nützlichkeit beinhaltet jene Aspekte der "Aufgabenangemessenheit", die sich auf eine angemessene Funktionalität der Software für die Aufgabenerfüllung beziehen. Dies entspricht einer weiteren Sichtweise des Kriteriums "Aufgabenangemessenheit", wie sie etwa auch in Spinas (1989) vertreten wird: "Unter der 'Aufgabenangemessenheit' eines Dialogsystems ist zu verstehen, dass dem Benutzer alle zur Aufgabenerfüllung benötigten Informationen und Funktionen in einer der verlangten Arbeitshandlung entsprechenden Reihenfolge angeboten werden." 3. Komfort (EVADIS) In zahlreichen Arbeiten wird das Kriterium "Aufgabenangemessenheit" als eines den übrigen Kriterien - mit Ausnahme der Erlernbarkeit - übergeordnetes Kriterium angesehen 7 7 . Dies wird mit der herausgehobenen Stellung der "Aufgabenangemessenheit" begründet, "da ein Dialogsystem seinen Zweck als Arbeitsmittel sonst verfehlen müßte78." Das Kriterium Komfort beinhaltet jene Aspekte der "Aufgabenangemessenheit", die in der DIN 66 234 Teil 8 gefordert werden: "Ein Dialog ist aufgabenangemessen, wenn er die Erledigung der Arbeitsaufgabe des Benutzers unterstützt, ohne ihn durch Eigenschaften des Dialogsystems unnötig zu belasten." Diese Forderung beschränkt sich auf die "komfortable" Benutzung des Bürosystems durch den Benutzer. 4. Übersichtlichkeit (EVADIS) Die Übersichtlichkeit bezieht sich auf die Darstellung und Anordnung der Informationen auf dem Bildschirm (Ort, Farbe, Helligkeit, Struktur, usw.) und auf die übersichtliche Gestaltung von Meldungen, Hilfeinformationen usw. unter Berücksichtigung der menschlichen Wahrnehmungs-, Verhaltens- und Denkprozesse 77 Vgl. (Wittstock 1984, Triebe 1987, Lang 1988, Hoyos 1988). 78 Vgl. (Triebe 1987, S. 120).
3. Der sofhvare-ergonomische Leitfaden EVADIS II 65 (Gestaltpsychologie). Das Ziel besteht in der Entlastung des menschlichen Kurzzeitgedächtnisses. 5. Selbstbeschreibungsfähigkeit, Self-descriptiveness (DIN/ISO) "Ein Dialog ist selbstbeschreibungsfähig, wenn dem Benutzer auf Verlangen Einsatzzweck sowie Leistungsumfang des Dialogsystems erläutert werden können und wenn jeder einzelne Dialogschritt unmittelbar verständlich ist oder der Benutzer auf Verlangen dem jeweiligen Dialogschritt entsprechende Erläuterungen erhalten kann." 6. Erwartungskonformität, Conformity with user expectations (DIN/ISO) "Ein Dialog ist erwartungskonform, wenn er den Erwartungen der Benutzer entspricht, die sie aus Erfahrungen mit bisherigen Arbeitsabläufen oder aus der Benutzerschulung mitbringen sowie den Erfahrungen, die sie sich während der Benutzung des Dialogsystems und im Umgang mit dem Benutzerhandbuch bilden." 7. Fehlerrobustheit, Error tolerance (DIN/ISO) "Ein Dialog ist fehlerrobust, wenn trotz erkennbar fehlerhafter Eingaben das beabsichtigte Arbeitsergebnis mit minimalem oder ohne Korrekturaufwand erreicht wird. Dazu müssen dem Benutzer die Fehler zum Zwecke der Behebung verständlich gemacht werden." 8. Erlernbarkeit, Suitability for Learning (ISO) Dialogsysteme unterstützen die Erlernbarkeit, wenn sie den Benutzer durch den Lernprozeß führen und die dabei aufzuwendende Lernzeit minimieren. Die Reduzierung der Komplexität und Erhaltung der Konsistez sind hierfür die Voraussetzungen. "Dialogue systems are said to support learnability if they guide the user through the learning stages minimizing the learning time. Reducing complexity and maintaining consistency are the prerequesite goal for this principl." 9. Individualisierbarkeit, Suitability of individualization (ISO) Dialogsysteme unterstützen die Individualisierbarkeit, wenn sie so konstruiert sind, daß die Anpassung an die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten des Benutzers ermöglicht wird. "Dialogue system are said to support suitability for individualisation if the system is constructed to allow for adaptation to the user's individual needs and skills for a given task. " 10. Steuerbarkeit, Controllability (DIN/ISO) "Ein Dialog ist steuerbar, wenn der Benutzer die Geschwindigkeit des Ablaufs sowie die Auswahl und Reihenfolge von Arbeitsmitteln oder Art und Umfang von Einund Ausgaben beeinflussen kann." 11. Kooperations- und Kommunikationsförderlichkeit (EVADIS) Die Definition findet sich oben bei der Beschreibung der Kriterien für die Evaluation der Organisation. 12. Datenschutz/Datensicherheit (EVADIS) Die Definition findet sich oben bei der Beschreibung der Kriterien für die Evaluation der Organisation
66 3.3 3. Der sofhvare-ergonomische Leitfaden EVADIS II Bestandteile von EVADIS II Der Evaluationsleitfaden EVADIS II setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen: • Fragebogen zur Erfassung von Benutzereigenschaften (Absatz 3.3.1 u. Anhang A) • Prüffragen zur Untersuchung der Mensch-Mensch-Funktionverteilung und der Arbeitsabläufe (Absatz 3.3.2 und Anhang B) • Antwortblätter zur Festlegung der Inhalte und des Umfangs der SoftwareEvaluation (Absatz 3.3.3 und Anhang C) • Funktionalität einiger typischer Anwendungen eines Bürosystems (Absatz 3.3.4 und Anhang D) • Beispiele für Prüfaufgaben (Absatz 3.3.5 und Anhang E) • Prüffragensammlung zur Bewertving der Software (Absatz 3.3.6 und Anhang F) • Anleitung zur Erstellung des Prüfberichts (Absatz 3.3.7 und Anhang G). 3.3.1 Fragebogen zur Erfassung von Benutzereigenschaften Ziel ist das Erfassen von typischen Benutzereigenschaften, die Einfluß auf das Benutzerverhalten bei der Benutzung eines Bürosystems haben. Damit soll sich der Evaluator ein Bild von der Benutzergruppe des zu testenden Software-Produktes machen können. Dies ermöglicht ihm eine differenziertere Bewertung der softwareergonomischen Qualität. Der Fragebogen ist von den (tatsächlichen oder zukünftigen) Benutzern des zu testenden Software-Produktes auszufüllen. Die Auswertung wird vom Evaluator vorgenommen. Gleichzeitig kann aber dieser Fragebogen vom Evaluator auch als Leitfaden zur Erfassung der Benutzersituation verwendet werden. Dies wird immer dann der Fall sein, wenn eine Benutzerbefragung nicht möglich ist oder zu aufwendig erscheint. In solchen Fällen kann der Evaluator beispielsweise die im Fragebogen abgefragten Sachverhalte mit dem Leiter der Abteilung besprechen, in der die zu evaluierende Software eingesetzt wird. Mittels des Fragebogens werden folgende Benutzereigenschaften abgefragt: - allgemeine Benutzereigenschaften (Alter, Funktion des Benutzers im Unternehmen) - fachliche Kenntnisse (Jobalter, Ausbildung) - EDV-Kenntnisse (EDV-Jobalter, Ausbildung) - Nutzimg von EDV (EDV-Arbeitszeit, benutzte EDV und Programme) Beispiel einer Frage: EDV-Arbeitszeit: Frage: Wieviele Stunden pro Tag arbeiten Sie durchschnittlich am Computer (Bildschirmgerät)? Antwortvorgabe: Stunden
3. Der software-ergcmomische Leitfaden EVADIS II 67 Die Ergebnisse der Benutzerbefragung werden vom Evaluator mittels eines vorgegebenen Auswertungsvorganges ausgewertet und entsprechende Benutzerkategorien abgeleitet: - geübter und regelmäßiger Benutzer - geübter und sporadischer Benutzer - ungeübter und regelmäßiger Benutzer - ungeübter und sporadischer Benutzer Es sei hier auf die grundsätzliche Problematik derartiger Kategorisierungen verwiesen, da natürlich jeder Benutzer im Laufe seines "Benutzerlebens" all diesen Kategorien angehören kann 79 . Es kann sich daher bei einer derartigen Befragimg nur um eine Momentaufnahme handeln, welch die derzeitige Benutzersituation wiedergibt. In Abhängigkeit von der Benutzerkategorie können nun Rangfolgen zur Gewichtving der software-ergonomischen Kriterien für die Auswertung abgeleitet werden. Die Faktoren spiegeln die Bedeutung der Kriterien für die jeweilige Benutzergruppe wider und werden bei der Auswertung der beantworteten Prüffragen und bei der Prüfberichterstellung berücksichtigt. 3.3.2 Untersuchung der Mensch-Mensch-Funktionverteilung und der Arbeitsabläufe Ziel ist die die Untersuchung der ergonomischen Qualität der Aufgaben (sowie deren organisatorische Einbettung) am Arbeitsplatz des zu bewertenden SoftwareProdukts. Dies entspricht den Ansprüchen einer benutzerorientierten (anthropozentrischen) Vorgehensweise bei der Bewertung, bei der vor der eigentlichen Bewertung der Software, die ergonomische Qualität der Mensch-MenschFunktionsverteilung und die der Gestaltung der Arbeitsabläufe zu bewerten ist. Die Untersuchung geschieht mittels einer Anzahl von Prüffragen. Die Befragung erfolgt durch den Evaluator - in Koopertion mit den betroffenen Arbeitenden - direkt an ihren Arbeitsplätzen (Beobachtungsinterview). Die Prüffragen sollen die einzelne Eigenschaften der Aufgabenbewältigung in durch die zwei beschriebenen Dimensionen aufgespannten Raum repräsentieren. Die Repräsentation der Prüffragen in diesem zweidimensionalen Raum soll die Prüffragen inhaltlich ordnen. Dieser Sachverhalt kommt im "Prinzip der differentiellen und dynamischen Arbeitsgestaltung" von mich (vgl. Ulich 1988) zum Ausdruck, das explizit auf die Veränderung der inter- und intraindividuellen Differenzen des Menschens im zeitlichen Verlauf seiner Persönlichkeitsentwicklung bezug nimmt.
68 3. Der softivare-ergonomische Leitfaden EVADIS II j. KoopationtLfi-"Ditnuduilz/ Bdaitunju. tnfordoung»- GanzDurdv n Autonomie u. Koomunflutiont- IzitwkklungB- Ditmsche- Btjn-sfruchunfl «feit hdtUdtat tdlaubokdt m , " aaungen (Mslidtkát mögKchkeit® Seit 42 N^techiQKheOrganiilionHdvDtMdk 4 1 1 Mcnsdt-Mensdt-Rmktionmrtfllung K 4 2 2 Gestaltung da Aibabafctiufe ) ) Inhalte da- Bajffctpriiffrigsc 1 Liefern d u Arbeitsplan oder der Vorgesetzt« Rüdmeldungm über Qualität und Quantität d s Aufgabmefüllungtew.d a ArbotwgetiuMe? 2 I * für den Arbetowfcrt jedmeitdndeutig erkennbar, woher au bcaibatmdc Aufgab« (Auftrige) keemm und m wdAen Zätipunkt dteae Aufgab« anfallen? Abbildung 9: Bezugsrahmen für die Verortung der Prüffragen Die Verortung verbessert das inhaltliche Verständnis der einzelnen Prüffragen, unterstützt die Suche nach einzelnen Eigenschaften, die in Prüffragen abgedeckt sind, und hilft bei der Feststellung der Vollständigkeit der Fragensammlung. Es wurden Prüffragen zu den einzelnen Eigenschaften der oben dargestellten Kriterien und technischen Komponenten abgeleitet. Als Grundlage für die Prüffragen dienten die Arbeitsanalyseverfahren KABA80, SAA81 und VBBA 82 . Den Prüffragen wurden Prüffragennummern zugeordnet, die eine eindeutige Zuordnung zu dem jeweiligen Kriterium und zu der entsprechenden Systemkomponenten des Benutzerschnittstellenmodells ermöglicht. Es erfolgte eine kriterienweise Zusammenfassung der Prüffragen in Antwortblättern. Die Prüffragen wurden, durch Vorgabe von jeweils drei Antwortvorgaben, als geschlossene Fragen formuliert. Zusätzlich besteht aber für den Evaluator die Möglichkeit zu persönlichen Anmerkungen. Die Antwortvorgaben ermöglichen ein einfaches Auswertungsschema, das in Anlehnung an das VBBA-Verfahren entwickelt wurde. Diese einfache Aufgabenbewertung ermöglicht ein rasches, aber naturgemäß auch nur oberflächliches Aufzeigen von ergonomischen Mängel im organisatorischen Bereich. Denn "sehr oft wird im Vorfeld der Einführung von Dialogsystemen die Aufbau- und Ablauforganisation im Betrieb so sehr nach tayloristischen Prinzipien der Trennung von Planen und Ausführen verändert, daß auch eine bestens gestaltete Dialogschnittstelle diese Veränderungen nicht mehr aufheben kann. Ein für den Benutzer leicht handhabbarer Dialog zur Bewältigung einer Arbeitsaufgabe kann nicht darüber hinwegtäuschen, daß bei der Verteilung der Arbeit unter den Menschen schon für den Einzelnen sinnentleerte Teiltätigkeiten abfallen."83 80 Vgl. (Dunckel 1989a, Dunckel 1989b). 81 Vgl. (Baitsch 1989). 82 Vgl. (Bonitz 1989). 83 Vgl. (Nullmeier 1988a, S. 114).
3. Der sofhvare-ergonomische Leitfaden EVADIS II 3.3.3 69 Antwortblätter zur Festlegung der Inhalte und des Umfangs der Software-Evaluation Ziel ist die Erstellung von realitätsbezogenen Prüfaufgaben. Anhand der erstellten Prüfaufgaben kann dann mittels der Prüffragensammlung von EVADIS II die ergonomische Qualität und die Funktionalität der Software bewertet werden. Die Antwortblätter wurde in Anlehnung an das objektive Arbeitsanalyseverfahren KABA84 entwickelt. Die Antwortblätter gliedern sich in folgende vier Teile: Teil A: Bestimmung des zu untersuchenden Arbeitsplatzes, der zu evaluierenden Anwendung(en) und Prüfen der Qualifikation des zu Befragenden Teil A dient zur Bestimmung des zu untersuchenden Arbeitsplatzes im Betrieb, zur groben Beschreibung dessen Aufgabenstellung sowie zur Überprüfung der Qualifikation des zu Befragenden. Letzteres ist Voraussetzung zur Durchführung der Analyse, da nur ein hinsichtlich der Aufgabendurchführung "Geübter" die gestellten Fragen hinreichend beantworten kann. Teil B: Orientierung über die Aufgaben - Analyse und Auswahl bzgl. der zu evaluierenden Anwendung(en) Ziel von B ist die Kennzeichnimg der Aufgaben am untersuchten Arbeitsplatz sowie die Auswahl der für die Prüfaufgabe(n) relevanten Aufgabe(n). Hierfür sind nur mehr jene Aufgaben von besonderem Interesse, die durch die zu evaluierende Software unterstützt werden bzw. deren Unterstützung geplant ist. Teil C: Detailliertere Orientierung über die von der(den) zu evaluierenden Anwendung(en) unterstützten Aufgabe - Arbeitsablauf und anzuwendende Funktionen der zu evaluierenden Anwendung(en) In diesem Teil soll eine detailliertere Orientierung über eine Prüfaufgabe gewonnen werden. Daher muß dieser Teil für jede der im Teil B ausgewählten Prüfaufgaben durchgeführt werden. Das Ziel ist eine Analyse der Informationsflüsse und eine Zuordnung der für die Durchführung der Aufgaben notwendigen Funktionen der Software des Bürosystems. Dadurch soll gewährleistet werden, daß die Funktionen, die für die Durchführung dieser Aufgabe erforderlich sind, auch tatsächlich beim Evaluationsvorgang berücksichtigt werden. Zur Erfassung der notwendigen Funktionalität wird der Evaluator in der Regel auf die entsprechenden Produktbeschreibungen der Anwendung(en) (z.B. Benutzerhandbuch, Referenzhandbuch) zurückgreifen. Als Ergänzung und Anleitung wird im Anhang D für einige typische Anwendungen von Bürosystemen (Textverarbeitung, Graphik- und Bildverarbeitung, Tabellenkalkulation, Elektronisches Archiv, Datenbank, Elektronische Post) eine kurze Charakterisierung von deren Funktionalität gegeben. Es kommt bei der Erfassung der Funktionalität vor allem darauf an, die für die konkrete Aufgabenstellung benötigten Funktionen zu ermitteln. 84 Vgl. (Dunckel 1989a,b).
70 3. Der software-ergonomische Leitfaden EVADIS II Teil D: Orientierung über die eingesetzten Informations- und Kommunikations-Techniken zur Unterstützung der Prüfaufgaben Die Fragen dieses Teils sind nur bei bestehendem Einsatz von Informations- und Kommunikationstechniken (I&K-Techniken) am Arbeitsplatz zu beantworten. Teil D soll die für die Prüfaufgaben verwendeten I&K-Techniken beschreiben. Damit sollen vor allem die hardware-technischen Rahmenbedingungen erfaßt werden. Diese stellen vielfach Restriktionen für software-ergonomische Forderungen dar (z.B. eingeschränkte Farbengestaltung bei Einsatz von Monochrombildschirmen). Das Hauptaugenmerk soll dabei auf jenen I&K-Techniken liegen, die die zu evaluierende Software unterstützen bzw. unterstützen werden. 3.3.4 Beschreibung der Funktionalität von typischen Anwendungssystemen Die Funktionalität des zu bewertenden Anwendungsprogrammes ist für die Konstruktion der Prüfaufgabe von erheblicher Bedeutung. Im Anhang D werden, unter Berücksichtigung von Integrationsmöglichkeiten, Übersichten über die typischen Funktionalitäten von Datenbank-, Tabellenkalkulations-, Graphik/Bildverarbeitungs-, Textverarbeitungs- und Elektronische Post-Systeme gegeben. Diese Funktionalitäten mögen dem Evaluator als Anregung dienen, ein möglichst breites Funktionsspektrum bei der Konstruktion der Prüfaufgabe zu berücksichtigen. Bei der Auswahl ist natürlich auf die aufgabenspezifischen Erfordernisse Rücksicht zu nehmen. 3.3.5 Beispiele für Prüfaufgaben Ziel einer Schnittstellen-Evaluation mit dem EVADIS H-Verfahren ist die Beurteilbarkeit einer kompletten Benutzerschnittstelle. Hierzu ist im Verfahren zu gewährleisten, daß die Benutzer des Bürosystems und deren Aufgaben in dem Prüfungsverfahren repräsentiert sind. Realisiert wird diese Repräsentation aufgrund einer Prüfaufgabe, die mittels des 'Tragebogens zur Erfassung von Benutzereigenschaften" (vgl. Anhang A) und den "Antwortblättern zur Festlegung der Inhalte und des Umfangs der Software-Evaluation" (vgl. Anhang C) zu erstellen ist. Um den Evaluator eine Vorstellung zu geben, wie derartige Prüfaufgaben beschaffen sein müssen, sind dem EVADIS Ii-Verfahren Beispiele für Prüfaufgaben beigegeben (vgl. Anhang E). Der Aufbau und Inhalt dieser Beispielprüfaufgaben wird in den folgenden Abschnitten dieses Kapitels näher beschrieben. Sollten diese Beispielprüfaufgaben auf die Zielgruppe der Benutzer, auf die von diesen zu bearbeitenden Aufgaben und die Funktionalität des zu evaluierenden Anwendungssystem zutreffen, kann natürlich auf diese Beispielprüfaufgaben zurückgegriffen werden. In der Regel werden aber zumindest Anpassungen oder sogar eine vollständige Neuerstellung der Prüfaufgaben erforderlich sein. In diesem Fall kann auf die beigefügte "Abstrakte Musterprüfaufgabe" zurückgegriffen werden.
3. Der software-ergonomische Leitfaden EVADIS II 71 In den Beispielprüfaufgaben wurde für die gegenwärtig verfügbaren Bürosysteme mit den häufig anzutreffenden Modulen Textverarbeitung, Datenbank, Tabellenkalkulation, Graphik-/Bildverarbeitung und Elektronische Post untersucht, welche einzelnen Funktionen sie enthalten (vgl. Anhang D). Dabei wurde auf "durchschnittliche" Systeme bezug genommen, d.h. auf solche, die gegenwärtig die Marktsituation beherrschen, nicht aber unbedingt auf die "Speerspitze" der technischen Entwicklung. Mit der Konzentration der Funktionsanalyse auf konventionelle Systeme soll die Bearbeitung der Beispielprüfaufgaben mit einer großen Anzahl von potentiell zu testenden Systemen ermöglicht werden. Die Beispielprüfaufgaben und das Verfahren ist jedoch offen für die Einbeziehung weiterer Funktionen neuer Systemgenerationen. 3.3.5.1 Beschreibung des Aufbaus der Beispielprüfaufgaben von EVADIS II Die folgenden Prüfaufgaben sind Bestandteil des EVADIS II-Transferpaketes (vgl. Anhang H): 1. Datenbankaufgabe 2. Kalkulationsaufgabe 3. Graphik- /Bild verarbeitungsaufgäbe 4. Textverarbeitungsaufgabe 5. Elektronische-Post-Aufgabe 6. Multifunktionsaufgabe 7. Abstrakte Musterprüfaufgabe Die Beispielprüfaufgaben sind so strukturiert, daß sowohl ein die verschiedenen Funktionen umfassendes integriertes System als auch jeweils spezielle Systeme Gegenstand der Untersuchung sein können. Bei einem integrierten System werden die Prüfaufgaben nacheinander in den einzelnen Anwendungsmodulen abgearbeitet, zunächst in der Datenbank, dann im Tabellenkalkulationsmodul, im Graphikmodul und zum Schluß im Texteditor und im Elektronischen Post-Modul. Der Aufbau der Beispielprüfaufgaben bei der Untersuchung von Multifunktionssystemen ist in der folgenden Abbildung dargestellt.
72 3. Der software-ergonomische Leitfaden EVADIS II • Datenbank Abbildung 10: Aufbau der Beispielprüfaufgaben 3.3.5.2 Beschreibung von Operationen der Beispielprüfaufgaben Die Beispielprüfaufgaben enthalten eine Beschreibung der Operationen, die im Rahmen der Schnittstellenprüfung durchzuführen sind. Die vorgeschlagene Operationsfolge folgt einem typischen Arbeitsablauf beim Einsatz des jeweiligen Anwendungssystems. Die Operationenbeschreibung ist so allgemein gefaßt, daß der Prüfer mit der Beschreibung jedes System aus der definierten Kategorie der Bürosysteme testen kann. Die Beispielprüfaufgaben sind mit anderen Worten nicht systemspezifisch gehalten (d.h. auf Keystroke-Level), sondern systemneutral. Dies bedeutet für den Tester, daß er die Beschreibung der Operationen, die in den Beispielprüfaufgaben enthalten sind, umsetzen und interpretieren muß. Dies erfordert eine Kenntnis des zu testenden Systems, die sich der Evaluator vor Beginn des Systemtests erwerben muß. Die Reichweite und Bedeutung der Systemkenntnisse wird in Abschnitt 5.1.1 beschrieben. Im folgenden sind als beispielhafte Auszüge aus den Beispielprüfaufgaben eine Reihe von Operationsbeschreibungen im Rahmen des Graphik- und Text-
3. Der soßware-ergonomische Leitfaden EVADIS II 73 Verarbeitungsmoduls wiedergegeben; die vollständigen Beispielprüfaufgaben sind im Anhang E dokumentiert. Arbeit mit dem Graphik-/Bildverarbeitungsmodul (Ausschnitt): 3.5 Spezifizierung Vorbereitung und Formatierung von Zeichnungen, Suchen, Löschung von (absichtlich) fehlerhaften Eingaben Symbole aus der Symbolbibliothek einfügen bzw. selbsterstellte Symbole dorthin abspeichern Zeichnung formatieren (Links-/Rechtsbündig, Zentrierung); Objektgestaltung/-darstellung (Anzeige Druckbild, Formatierung am Bildschirm, verschiedene Diagramme) Suchen nach Graphikobjekten (Linien, Flächen, Figuren etc.) Generische Funktionen zur Spezifizierung und zur Korrektur verwenden, wie: Markieren Löschen Spezifizierungen (teilweise) fehlerhaft durchführen 3.6 Verarbeitung Durchführung von komplizierten Operationen (z.B. Drehungen, Freihandzeichnungen), Löschung von (absichtlich) fehlerhaften Berechnungen Durchführung von Dreh- und Verschiebeoperationen Durchführung von Freihandzeichnungen Arbeit mit Sonderfunktionen (z.B. Makroprogrammierung) Generische Funktionen zur Verarbeitung und zur Korrektur verwenden, wie: Markieren Löschen Verarbeitungen (teilweise) fehlerhaft durchführen Arbeit mit dem Textverarbeitungsmodul (Ausschnitt): 4.5 Spezifizierung Vorbereitung und Formatierung von Texten, Suchen, Löschung von (absichtlich) fehlerhaften Eingaben Übernahme von (Teil-) Tabellen (DB oder TK) und Graphiken und deren nachträgliche Bearbeitung (Vergrößerung, Verkleinerung etc.) Verwendung unterschiedlicher Schrifttypen (Typen, Größen, Math. Formeln, Zeichensätze) Text formatieren (Links-/Rechtsbündig, Zentrierung, Tabulator; Flatter-, Block-, Mehrspaltensatz, Tabellenerstellung; Hoch-/Tiefstellung, Kopf- und Fußzeilen, Fußnotenverwaltung, Formularerstellung, Druckformatvorlagen) Textgestaltung/-darstellung (Anzeige Druckbild, Graphik und Textmodus, Formatierung am Bildschirm darstellen, verschiedene Dokumente am Bildschirm anzeigen) Suchen nach Begriffen, Namen, Datum etc. Generische Funktionen zur Spezifizierung und zur Korrektur verwenden, wie: Markieren Löschen
74 3.3.5.3 3. Der softxvare-ergonomische Leitfaden EVADIS II Berücksichtigung der Installation des Anwendungssystems Anwendungssysteme werden gegenwärtig zu einem großen Teil für PCs angeboten. Hierfür hat der Anwender oftmals keine eigene professionelle Wartungs- und Unterstützungsabteilung. Anwendungssysteme unterstellen in der Regel, daß der Benutzer sie selbst installieren und in Betrieb nehmen kann. Auch für diese Aufgabe ist das Schnittstellenverhalten des Systems von nicht unerheblicher Bedeutung, und zwar sowohl auf der Ebene des Betriebssystems wie auch auf der Ebene des Anwendungssystems. Es kann mit dem EVADIS II-Verfahren getestet werden. Hierfür ist ein besonderer Abschnitt am Anfang der Beispielprüfaufgaben und eine Reihe spezieller Prüffragen vorgesehen. Die Prüfung des Installationsteils nimmt eine Sonderstellung im Rahmen der Beispielprüfaufgaben und im Rahmen der gesamten Schnittstellenprüfung ein. Ein gezieltes Testen bestimmter Aspekte des Schnittstellenverhaltens ist nämlich in der Regel nicht möglich, da die einzelnen Bearbeitungsschritte der Installation fest vorgegeben sind. Außerdem ist die Installation eines Anwendungssystems in hohem Maße auf die spezifische Hardware und das Betriebssystem zugeschnitten. Das Schnittstellenverhalten bezieht sich daher auch in hohem Maße auf die Eigenschaften des zugrundeliegenden Betriebssystems und nicht auf die Eigenschaften der Schnittstelle des Anwendungssystems. Man kann daher die Prüfung der Installation beim Einsatz von EVADIS II ignorieren, wenn sie für die Fragestellung der Evaluation oder für die Anwendungsbedingungen des Systems keine Rolle spielt. 3.3.6 Prüffragensammlung zur Bewertung der Software Die Prüffragen bilden das Kernstück des EVADIS II-Verfahrens. Sie dienen einer möglichst vollständigen Bewertung der software-ergonomischen Qualität und Funktionalität des Anwendungssystems anhand einer (oder mehrerer) Prüfaufgabe(n) und befinden sich im Anhang F. Die Sammlung der Prüffragen basiert auf umfangreichen Literaturstudien, auf eigenen Benutzungserfahrungen mit verschiedensten Anwendungssystemen und auf Auswertungen von bisher bereits vorliegenden Evaluationsverfahren (vgl. Tjoa 1990; Reiterer 1990; Baitsch 1989; Galitz 1985; Hoffmann 1989; Lang 1988; Lauter 1987; Rödiger 1987; Smith 1986; Staufer 1987; Ravden 1989; Brown 1989; Brown C. 1988; Dumas 1988; Clegg 1988; DIN 66234 Teil 3 neu; DIN 66234 Teil X; ISO 9241 Part 10; Kearsley 1988; Gardiner 1987; Pigel 1989; Rupietta 1987; Frieling/DerisaviFard/Großmann (o.J.); Bleimann et al. 1987; RAL 1985; Siemens 1987, 1987a, 1989, 1989a; Apple 1987; SUN 1989; IBM 1989, 1989a; MOTIF 1990, Nixdorf 1988). Trotzdem ist die vorliegende Sammlung von Prüffragen nicht absolut vollständig, sondern reflektiert lediglich den Kenntnisstand relevanter Schnittstelleneigenschaften für Anwendungssystemen aus dem Bereich Büro und Verwaltung des Jahres 1991. Außerdem wurde durch Konzentration auf wesentliche Eigenschaften versucht, die Anzahl der Prüffragen soweit zu begrenzen, daß ihre Prüfung noch praktikabel bleibt.
3. Der software-ergonomische Leitfaden EVADIS II 75 Eine wesentliche Hilfe für den Versuch, relativ flächendeckend software-ergonomische Eigenschaften von Schnittstellen in Prüffragen zu berücksichtigen, war die Systematik der Zusammenstellung durch Orientierung an technischen Komponenten und software-ergonomischen Kriterien. An dieser Stelle soll nocheinmal auf die prinzipielle Bewertungsproblematik im Bereich der Software-Ergonomie hingewiesen werden: Die Bewertung durch den Evaluator kann nur zurückhaltend erfolgen, da zu vielen Schnittstelleneigenschaften gesichertes software-ergonomisches Wissen noch nicht vorliegt oder weil einzelne Schnittstelleneigenschaften hinsichtlich ihrer Angemessenheit von der Zielgruppe der Benutzer bzw. von der Arbeitsaufgabe abhängen. Durch die hier vorgestellten Erweiterungen des EVADIS II-Verfahrens wurde versucht, der Problematik etwas an Schärfe zu nehmen, indem eine stärkere Berücksichtigung der Benutzer und der Arbeitsaufgaben erfolgte. Trotzdem wird die ergonomische Bewertung in vielen Fällen weiterhin nur deskriptiven Charakter haben können. Der Evaluator wird aufgrund der, mittels der Prüffragen festgestellten, Ist-Situation und der in den Kommentaren zu den Prüffragen vorgeschlagenen Soll-Situation einen Soll-Ist-Vergleich bzgl. der ergonomischen Qualität der Software durchführen können. 3.3.6.1 Verortung der Prüffragen in dem Bezugsrahmen Die Prüffragen sollen einzelne Eigenschaften von Schnittstellen zwischen Benutzer und System in einem durch die zwei beschriebenen Dimensionen aufgespannten Raum repräsentieren. Die Repräsentation der Prüffragen in diesem zweidimensionalen Raum soll die Prüffragen inhaltlich ordnen. Die Verortung verbessert das inhaltliche Verständnis der einzelnen Prüffragen, unterstützt die Suche nach einzelnen Eigenschaften, die in Prüffragen abgedeckt sind, und hilft bei der Feststellung der Vollständigkeit der Fragensammlung. Die folgende Abbildung veranschaulicht die Einordnung der Prüffragen in den Bezugsrahmen.
76 3. Der software-ergonomische Leitfaden EVADIS II Inhalte der Beispielprüffragen: 1 Wie ist der Bildschirm strukturiert? Unterteilung in Dialogbereiche, wie Kennzeichnungsbereich (1), Arbeitsbereich (2), Steuerungsbereich (3) und Meldungsbereich (4)? Bitte ankreuzen und entsprechende Nummer eintragen. 2 Kann in unterschiedlichen Dialogsituationen (z.B. Arbeit am Dokument, in einem Verzeichnis, in einer Dialogbox) zwischen den verschiedenen Dialogtechniken wahlfrei gewechselt werden? 3 Können Objekte von einem Anwendungsmodul/-programm in ein anderes kopiert werden? 4 Sind Möglichkeiten zum Informationsaustausch in das Anwendungssystem integriert? Aus der vorstehenden Abbildung geht der Rahmen für die Einordnung der Prüffragensammlung hervor. Einige Zellen des Bezugrahmens sind mit beispielhaften Prüffragen versehen, um den Inhalt zu erläutern. Aus der Beschreibung der Kriterien wurde ersichtlich, daß einige Kriterien speziell auf bestimmte Schnittstellenbereiche ausgerichtet sind. Dies gilt beispielsweise für die Übersichtlichkeit, die auf die Ein/Ausgabe-Schnittstelle und dort insbesondere auf die Informationsdarstellung ausgerichtet ist. Entsprechend ist die Matrix nicht vollständig besetzt, sondern weist dichtere und weniger dichte bzw. sogar leere Sektoren auf.
3. Der software-ergonomische Leitfaden EVADIS II 3.3.6.2 T7 Prüffragen-Nummern Um die Prüffragensammlung zu strukturieren und um einzelne Prüffragen identifizieren zu können, wurde aus den technischen Systemkomponenten und den software-ergonomischen Kriterien eine Prüffragen-Nummer gebildet und durch eine zweistellige Ziffer ergänzt. Die Prüffragen-Nummer ist wie folgt aufgebaut: Die ersten drei Ziffern beinhalten die Komponenten-Nummer. Die zwei Folgeziffern repräsentieren die Kriterien. Die letzten zwei Ziffern zählen die einzelnen Prüffragen pro Kombination von Komponente und Kriterium fortlaufend durch. Beispiel: Die Prüffragen-Nummer 211.07.20 ist wie folgt zu lesen: 211 = Komponente: 2 = Dialogschnittstelle 1 = Dialogtechnik 1 = Dialogsprachen (Kommando-, Abfrage-, Programmierund Makrosprachen) 07 = Kriterium: Fehlerrobustheit 20 = zweite Prüffrage zur Kombination von Komponente und Kriterium (die fortlaufende Numerierung der Fragen pro "Zelle" erfolgt in der Regel in Zehnersprüngen, um nachträgliche Einfügungen zu ermöglichen). D.h., von rechts nach links gelesen handelt es sich um die 2. Prüffrage zur Fehlerrobustheit der Dialogtechnik Dialogsprache an der Dialogschnittstelle. 3.3.6.3 Gruppen von Prüffragen nach dem Kontext ihrer Prüfung Die Prüffragen des EVADIS Ii-Verfahrens bestehen aus zwei Gruppen, die durch unterschiedliche Prüfmethoden charakterisiert sind. Die Gruppeneinteilung richtet sich im wesentlichen danach, ob die Prüfung und Beantwortung der Prüffrage einen ausgesprochenen Bearbeitungskontext erfordert. Der Bearbeitungskontext ist durch die Sequenz bestimmter Dialogschritte definiert. Er ist erforderlich, wenn sich eine Prüffrage auf Eigenschaften der Schnittstelle bezieht, die bestimmte Operationen im Rahmen einer Bearbeitungsaufgabe voraussetzen. Die Gruppierung der Prüffragen ist folgendermaßen definiert: Gruppe 1: Prüffragen, die während der Durchführung der Prüfaufgabe mehrfache - nach bestimmten, in der Prüfaufgabe eindeutig definierten Dialogsequenzen - abgefragt werden. Beispielfrage: Bleibt nach dem Unterbrechen eines Dialogs - etwa bedingt durch eine Arbeitsunterbrechung - der Arbeitskontext erhalten?
78 Gruppe 2: 3. Der software-ergonomische Leitfaden EVADIS II Prüffragen, die erst nach Beendigung des Programms bzw. eines Moduls, bei integrierten Programmen, abgefragt werden. Dazu wir man vielfach auf Angaben im Handbuch, evtl. ergänzt durch eine mehr oder weniger systematische Suchstrategien, zurückgreifen müssen. Beispielfrage: Werden die Informationen auf den verschiedenen Ausgabemedien (z.B. Bildschirm und Drucker) in gleicher Weise dargestellt (WYSIWYG-Prinzip)? Insgesamt besteht die Fragensammlung aus knapp 150 Prüffragen. Von diesen Fragen sind etwa die Hälfte der Gruppe 1 zugeordnet, sie sind also im Rahmen der Prüfaufgabe zu beantworten; die anderen Prüffragen entfallen auf die Gruppe 2 und sind durch Konsultation des Handbuchs bzw. durch gezielte Systemtests zu bearbeiten. 3.3.6.4 Antwortvorgaben der Prüffragen Für jede Prüffrage sind eine Reihe von Antwortvorgaben formuliert. Diese Antwortvorgaben decken das grobe Spektrum der Antwortmöglichkeiten ab, das man sich beim erreichten Stand der Forschung und Entwicklung vorstellen kann. Das Spektrum ist nicht vollständig. Einmal ist es nicht vollständig insofern, als eine technische Entwicklung oder eine Erkenntnisentwicklung neue Möglichkeiten aufzeigen kann, die in den Antwortvorgaben noch nicht abgedeckt sind. Zum anderen sind die Antwortvorgaben nicht vollständig insofern, als in ihnen nur eine grobe Orientierung für die Beantwortung vorgegeben ist, die den Tester bei seinem Prüf- und Beantwortungsverhalten leiten soll. Besonderheiten bestimmter Realisierungen, die nicht in den Antwortformulierungen enthalten sind, müssen in Ergänzung der Vorgaben vom Tester notiert werden. Beispiele von Antwortvorgaben für Prüffragen lauten wie folgt: Prüffrage: Werden optische/akustische Signale zur Veranschaulichung von Prozessen (z. B. Öffnungsvorgang eines Dokumentes; Ausführung einer umfangreichen Auswertung; mehrfaches Kopieren eines Dokumentes) eingesetzt? Antwortvorgaben: 0 Bewegtbilder (z.B. Laufbalken, Animationen) 0 Symbol/Ikone (z.B. Uhr) 0 Zahlenwerte (z.B. Prozentangaben) () akustische Signale 0 keine
3. Der software-ergonomische Leitfaden EVADIS II 79 Prüffrage: Sind Menüs adaptierbar? Antwortvorgaben: 0 ja, Anzahl der Menüoptionen in Abhängigkeit vom Expertisegrad des Benutzers (z.B. mittels einer Menüoption "KurzeinsteHungen") 0 ja, Umbenennung von Menüoptionen 0 ja, Umstellung von Menüoptionen 0 ja, Herausnahme von Menüoptionen () ja, Hineinnahme neuer Menüoptionen () ja, sonstige Maßnahmen: () nein 3.3.6.5 Notizfeld Um eine ausführlichere Beantwortung der Prüffragen zu ermöglichen und um dem Evaluator die Möglichkeit zu geben, ausführlichere Texte zu den Antwortvorgaben zu verfassen, wurde zusätzlich ein Feld "Notiz" eingeführt. Vor allem soll hier auch beschrieben werden, was an Besonderheiten auffällig ist und was nicht unmittelbar auf die Inhalte der Prüffragen bezogen ist (z.B. aufgetretene Systemmeldungen, Systemabstürze, etc.). 3.3.6.6 Kommentare und Bewertung Für die Auswertung der Antworten auf die Prüffragen sind in die einzelnen Prüffragensätze Kommentare aufgenommen worden. In diesen Kommentaren sind Hilfen für die Interpretation und Bewertung der Prüffragen und der gegebenen Antworten enthalten. Sie beruhen auf den bisher vorliegenden Erkenntnissen der Software-Ergonomie. Sie geben entweder an, welche der in den Antwortvorgaben enthaltenen Alternativen das zum gegenwärtigen Zeitpunkt optimale Schnittstellenmerkmal ist, von welchen Bedingungen zu bevorzugende Alternativen abhängen oder ähnliches. Die Kommentare unterliegen natürlich einem schnellen Wandel. In ihnen spiegelt sich noch am ehesten der Fortschritt software-ergonomischer Forschung. Sie sind damit kontinuierlich fortzuschreiben (vgl. Kapitel 5.4). Für einige Prüffragen sind die Kommentare beispielhaft wiedergegeben: Prüffrage: Welche einfachen optischen und akustischen Signale werden eingesetzt für die Anzeige wichtiger Ereignisse, wie Meldungen bei Abschluß von Prozessen (1), Meldungen und Warnungen im Fall von Fehlern und Störungen (2), Aufforderung zu Aktionen (3)? Bitte ankreuzen und entsprechende Nummer eintragen.
80 3. Der softxvare-ergonomische Leitfaden EVADIS II Kommentar: Für die Meldung von Ereignissen, die eine sofortige Reaktion des Benutzers erfordern (z.B. Störungen), sollen einprägsame optische Signale (z.B. Invertierung) oder akustische Signale (z.B. Warnton) eingesetzt werden, da diese dessen Aufmerksamkeit unmittelbar ansprechen. Der Einsatz von optischen und akustischen Signalen ist jedoch sehr sparsam vorzunehmen, da erste ansonsten die angestrebte Übersichtlichkeit konterkarieren und zweite sich in bestimmten Arbeitssituationen (z.B. Großraumbüro) sehr störend auswirken. Generell gilt, daß ein Zuviel an Signalen zu einer Abstumpfung des Benutzers führen kann und damit den angestrebten Zweck - Erreichen der Aufmerksamkeit des Benutzers - verfehlen. Prüffrage: Besteht die Möglichkeit, alternativ zwischen den vorhandenen Eingabemedien zu wählen? Kommentar: Der Benutzer soll bei der Aktivierung von Funktionen bzw. bei der Durchführung von Operationen (z.B. Markieren, Positionieren, Scrollen) möglichst alternativ zwischen den vorhandenen Eingabemedien wählen können. Damit kann die Steuerung des Anwendungssystems vom Benutzer einerseits an seine persönlichen Bedürfnisse und andererseits an die jeweiligen Aufgabenerfordernisse angepaßt werden. Prüffrage: Wie wird der Benutzer bei der Durchführung einer Fehlerkorrektur vom System unterstützt? Kommentar: Bei einer Fehlerkorrektur soll nur der fehlerhafte Eintrag und nicht die gesamte Eingabe neu einzugeben sein. Bei unvollständigen Eingaben sollten Ergänzungen möglichst unmittelbar erfolgen können (z.B. im Fehlermeldungsfenster eingegeben werden können). Außerdem sollten fehlende Dialogschritte für die Ausführbarkeit eines Kommandos nachgeholt werden können. Prüffrage: Welche Arten von Handbüchern sind für das Anwendungssystem verfügbar? Kommentar: Handbücher sollten - in Abhängigkeit von ihrem Einsatzzweck - zumindest dreigeteilt sein: Ein EinfUhrungshandbuch zum Kennenlernen der (Mindest-) Funktionalität für einen sinnvollen Einsatz sowie zur Beschreibung der prinzipiellen Einsatzmöglichkeiten; ein Benutzerhandbuch zum Nachschlagen, um weitergehende Informationen zu den einzelnen Funktionen zu bekommen; eine Kurzanleitung für den täglichen Gebrauch, die knappe Auskunft über die wichtigsten Funktionen (Syntax, Semantik, Belegung von Funktionstasten usw.) gibt. Um dem Evaluator die Bewertung und anschließende Interpretation im Prüfbericht zu erleichtern, ist für jede Prüffrage eine eigene Rubrik "Bewertung" vorgesehen. Hier kann die festgestellte Eigenschaft der Benutzerschnittstelle im Vergleich mit den Forderungen des Kommentars mit einer Note zwischen 1 und 5 bewertet werden, wobei die Note 1 (vergleichbar der Schulnote "sehr gut") "Stand der Kunst" und die Note 5 (vergleichbar der Schulnote "mangelhaft" bzw. "nicht genügend") "völlige Mißachtung derzeitiger ergonomischer Gestaltungsmöglichkeiten" bedeuten. Zusätzlich kann für jedes Kriterium eine Gewichtung (hoch - mittel - gering) vergeben werden. Dadurch kann die Bedeutung dieses Kriteriums bzw. die diesem zugeordneten ergonomischen Qualitäten der erfaßten Schnittstelleneigenschaften für
3. Der sofhvare-ergonomische Leitfaden EVADIS II 81 die Benutzergruppe des Anwendungssystems zum Ausdruck gebracht werden (vgl. Kapitel 3.3.1). Diese Gewichtung ist aber nur als Hilfsmittel für den Evaluator zur Interpretation der Ergebnisse im Zuge der Prüfberichterstellung gedacht. Gesamturteile bzgl. der ergonomischen Qualität von Benutzerschnittstellen sind bei dem derzeitigen Stand des ergonomischen Wissens nicht ausreichend zu begründen und daher wäre der Spielraum für den Evaluator zu groß. Dies resultiert auch aus den oft nur sehr beschränkt quantifizierbaren Kriterien der Ergonomie (vgl. Kapitel 2). Des weiteren ist die einzelne Gewichtung immer im Kontext mit der jeweiligen Benutzergruppe und Prüfaufgabe zu sehen und daher nicht ohne weiteres in bezug auf die grundsätzliche ergonomische Qualität eines Anwendungssystemes verallgemeinerbar. Trotz der hier dargestellten Beschränkungen einer notenmäßigen Bewertung haben die Erfahrungen des Einsatzes des EVADIS Ii-Verfahrens gezeigt, daß die Evaluatoren ein Hilfsmittel für die Interpretation der Ergebnisse als wünschenswert und hilfreich ansehen. 3.3.6.7 Gesamtaufbau eines Prüffragensatzes Die einzelnen Bestandteile eines Prüffragensatzes sind bereits beschrieben worden; der vollständige Aufbau einer Prüffrage sieht dann folgendermaßen aus: Kriterium 06: Erwartungskonformität Prüffragen-Nr.: 226.06.10 Komponente 226: Abbrechen/Unterbrechen eines Dialogs Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Bleibt nach dem Unterbrechen eines Dialoges - etwa bedingt durch eine Arbeitsunterbrechung - der Arbeitskontext erhalten? Antwortvorgaben: 0 ja 0 nein Kommentar: Nach einer durch Zwischenoperation bedingten Arbeitsunterbrechung soll der Inhalt der von bisher getätigten Eingaben (z.B. Parameterdefinitionen) und die Positionierung des Cursors erhalten bleiben (vgl. dazu DIN 66234 Teil X bzw. ISO 9241 Part 15). Bewertung: Note: Begründung: Notiz: Die Gesamtheit der Prüffragen ist im Anhang F wiedergegeben. Die Zusammenstellung enthält sämtliche Angaben, die zu einem Prüffragensatz gehören, so daß sie auch als "Papierversion" zur Bewertung herangezogen werden kann.
82 3.3.6.8 3. Der software-ergonomische Leitfaden EVADIS II Dokumentation und Verwaltung der Prüffragensammlung Die Prüffragen sind zum einen im Anhang F vollständig abgedruckt. Zusätzlich existiert eine Datenbankversion (vgl. Anhang H), bei der die Prüffragen von einem Standardsoftware-Datenbanksystem verwaltet werden. Das Datenbanksystem kann auf einem Personal Computer unter MS-DOS betrieben werden. Die Datenbank umfaßt in separaten Feldern die einzelnen Bestandteile der Prüffragensätze. Auf die einzelnen Felder kann man für Suchzwecke zugreifen. Die Datenbank kann erstens nach den in Abschnitt 3.2.1 beschriebenen Komponenten und zweitens innerhalb der Komponenten nach den in Abschnitt 3.2.2 beschriebenen Kriterien geordnet werden. Ein Umkehrung der Sortierreihenfolge ist möglich. Die Datenbank mit den Prüffragensätzen dient nicht nur der Dokumentation. Sie ermöglicht desweiteren eine Fortschreibung und Pflege der Fragensammlung aufgrund der Weiterentwicklung technischer Eigenschaften von Schnittstellen zwischen Benutzer und System und wissenschaftlicher Erkenntnisse über softwareergonomische Qualitäten. Die Fortschreibung kann sich auf eine Erweiterung der Fragensammlung beziehen, sie kann sich aber auch auf die Erweiterung und Korrektur der Antwortvorgaben, der Komponenten und der Kriterien beziehen. Eine weitere Funktion der Erfassung der Prüffragensätze in einer Datenbank liegt in ihrer Verwendung als Basis für die Erstellung einer Protokoll-Datei für die Erfassung der Antworten des Prüfers auf die einzelnen Prüffragen während des Tests eines Systems. Hierauf wird im Kapitel 4 im Zusammenhang mit der Beschreibung der Vorgehensweise von EVADIS n eingegangen. 3.3.7 Anleitung zur Erstellung des Prüfberichtes Die Prüfberichterstellung basiert auf den Ergebnissen der vorangegangen Arbeitsschritte. Die Zusammenfassung dieser Ergebnisse wird durch die Vorgabe des Aufbaus des Prüfberichtes in systematischer Weise unterstützt und gleichzeitig standardisiert. Damit ist eine gute Nachvollziehbarkeit und Vergleichbarkeit der Ergebnisse des Prüfberichtes gewährleistet. Die "Anleitung zur Erstellung des Prüfberichtes" befindet sich im Anhang G.
4. Vorgehensweise beim Einsatz des EVADIS II-Leitfadens Durchführungsvorschrift In diesem Kapitel wird die Vorgehensweise bei der Durchführung einer Systemevaluation dargestellt. Auf Einzelheiten zur Erklärung der Elemente des Verfahrens wird nicht mehr eingegangen. Diese wurden im vorigen Kapitel im Detail beschrieben. Beim Einsatz des EVADIS II-Leitfadens ist zu unterscheiden, ob er mittels EDVUnterstützung oder manuell durchgeführt wird. In beiden Fällen ist die prinzipielle Vorgehensweise die gleiche und wird daher in diesem Kapitel gemeinsam beschrieben. Auf etwaige Abweichungen wird gesondert hingewiesen. Beim Einsatz der EDV-unterstützten Version (vgl. Kurzbeschreibung und Voraussetzungen im Anhang H) des Leitfadens wird ein Installations- und Benutzungshandbuch mitgeliefert, das die Vorgehensweise näher beschreibt. Voraussetzung für den sinnvollen Einsatz der EDV-Unterstützung ist ein eigener Personal Computer, auf dem das EVADIS Ii-Programm installiert werden kann. Das zu bewertende Anwendungssystem sollte ebenfalls auf einem eigenen Rechner zur Verfügung stehen. Bei einer manuellen Durchführung des Verfahrens wird man sich unter Rückgriff auf die Prüffragensammlung (vgl. Anhang F) eine Kopie der gewünschten Prüffragen anfertigen. Die entsprechenden Antworten, Noten und Notizen sind dann in diesen Prüffragenkopien zu erfassen. Der gesamte Auswertungsprozeß ist hier vom Evaluator selbst durchzuführen. Der detaillierten Beschreibung der Vorgehensweise bei der Anwendung des EVADIS II-Leitfadens wird eine Übersicht über die Bewertungsgegenstände, die erforderlichen Arbeitsschritte, die Bestandteile des EVADIS II-Leitfadens und die (Zwischen-) Ergebnisse vorangestellt (vgl. die folgende Abbildung). Die Bewertungsgegenstände dieses Leitfadens sind das Anwendungssystem, die damit durchzuführenden Aufgaben und die tatsächlichen oder zukünftigen Benutzer des Anwendungssystems. Die einzelnen Arbeitsschritte, die beim Einsatz des EVADIS II-Leitfadens durchzuführen sind, werden in den nachfolgenden Kapiteln - in der sachlogischen Reihenfolge ihrer Durchführung - genauer beschrieben. Die den einzelnen Arbeitsschritten zugeordneten Kapitel sind aus der Abbildung ersichtlich. Da es nicht immer möglich sein wird, den EVADIS II-Leitfaden vollinhaltlich durchzuführen, sind die optionalen Arbeitsschritte in der Abbildung entsprechend gekennzeichnet. Auf sie kann unter entsprechender Einschränkung der Aussagen des Prüfberichtes verzichtet werden.
84 4. Vorgehensweise beim Einsatz des EVADIS II Leitfadens Die Bestandteile des EVADIS II-Leitfadens sind die notwendigen Arbeitsmittel für den Evaluator, die er zur Durchführung des Evaluationsverfahrens benötigt. Sie befinden sich alle im Anhang dieses Buches, wobei der jeweils entsprechende Hinweis auf den Anhang aus der folgenden Abbildung zu entnehmen ist. Diese Separierung im Anhang ermöglicht es dem geübten EVADIS-Anwender, gezielt auf das gerade benötigte Arbeitsmittel zuzugreifen, da er in der Regel auf die erläuternden Texte dieses Buches nicht mehr angewiesen ist. Die jeweiligen Arbeitsschritte liefern verschiedene Zwischenergebnisse und schlußendlich als Endergebnis einen Prüfbericht, der Aussagen zu den einzelnen Bewertungsgegenständen beinhaltet.
4. Vorgehensweise beim Einsatz des EVADIS II Leitfadens Abbildung 12: Ablauf des EVADIS Ii-Verfahrens 85
86 4. Vorgehensweise beim Einsatz des EVADIS II Leitfadens 4.1 Vorbereiten und Erkunden des Anwendungssystems 4.1.1 Installation des zu prüfenden Systems Wenn das zu prüfende System noch nicht auf einem Rechner des Evaluators verfügbar ist, muß es zunächst nach den Anweisungen der Systembeschreibung installiert werden. Hierzu gehört auch der Anschluß von Peripheriegeräten (z.B. Drucker). Auch bereits verfügbare Anwendungssysteme sollten vom Evaluator neu installiert werden, wenn man sich ein Bild bzgl. des Installationsaufwandes machen will. Vom ergonomischen Standpunkt aus ist vor allem die Unterstützung des Benutzers durch das Anwendungssystem beim Installationsvorgang von Interesse. 4.1.2 Einarbeitung in das zu prüfende System Der Einsatz des EVADIS ü-Verfahrens setzt beim Evaluator gute Systemkenntnisse voraus. Diese muß sich der Evaluator vorab erwerben. Hierzu dienen das Studium des Handbuchs und die Probenutzung des Anwendungssystems für einfache Operationen und ähnliche Schritte. Der Evaluator sollte das System nutzen können, ohne im Regelfall auf das Handbuch oder ggfl. das online verfügbare Hilfesystem angewiesen zu sein. 4.1.3 Erkunden der Funktionalität des Systems Der Evaluator hat sich vor allem im Detail mit der Funktionalität des Systems vertraut zu machen, um bei der Erstellung der Prüfaufgabe(n) (vgl. Kapitel 4.2) die entsprechenden Funktionen zur Durchführung der Aufgaben berücksichtigen zu können. 4.1.4 Prüfung der Eignung des Anwendungssystems Nachdem der Evaluator sich mit der Funktionalität des Anwendungssystems und den damit zu erledigenden Aufgaben (vergleiche insbesondere Anhang C, Teil C2) im Detail vertraut gemacht hat, kann er dessen Eignung für den vorhergesehenen Einsatz beurteilen. Fällt diese Beurteilung im wesentlichen positiv aus, kann die Vorbereitung des Systemtests fortgesetzt werden. Andernfalls ist ein Abbruch der begonnene Prüfung vorzunehmen.
4. Vorgehensweise beim Einsatz des EVADIS II Leitfadens 4.1.5 87 Festlegen von Prüfschwerpunkten - Prüfstrategie Die Einarbeitungsphase in das Anwendungssystem kann vom Evaluator gleichzeitig zum Festlegen von Prüfschwerpunkten verwendet werden. In Abhängigkeit vom Bewertungsanlaß (vgl. Kapitel 1.2) kann die Bewertung auf bestimmte Systemkomponenten oder bestimmte Kriterien eingeschränkt werden. So kann beispielsweise bei einer Bewertung während der Systemgestaltung besonderes Interesse an der ergonomische Qualität der Realisierung der Systemkomponente "Dialogsteuerung" bestehen. Wird hingegen eine Bewertung zum Zwecke eines Systemvergleichs oder einer Marktorientierung durchgeführt, kann beispielsweise ein besonderes Interesse an der Realisierung der ergonomischen Forderung "Individualisierbarkeit" in unterschiedlichen Anwendungssystemen vorliegen. Die Überlegungen bzgl. der Prüfschwerpunkte werden maßgeblich von der Benutzergruppe (vgl. Kapitel 4.3) und den Aufgaben (vgl. Kapitel 4.2) beeinflußt. So variiert die Bedeutung der ergonomischen Kriterien in Abhängigkeit vom Expertisegrad der jeweiligen Benutzergruppe und bewirkt damit eine differenzierte Schwerpunktsetzung bei den Kriterien. Gleichzeitig wird davon auch die Bedeutung der Systemkomponenten tangiert. So hat die Systemkomponente "Online-Hilfe" für "ungeübte und sporadische" Benutzer eine andere Bedeutung, als für "geübte und regelmäßige" Benutzer. Gleiche Überlegungen sind auch in Abhängigkeit von den Aufgaben, die mittels des Anwendungssystems erbracht werden sollen, anzustellen. So wird man bei einer Datenbankanwendung, bei der der Benutzer vorwiegend bestimmte Abfragen durchzuführen hat, bei der Bewertung besonderes Augenmerk auf die ergonomische Qualität der Realisierung des Kriteriums "Selbstbeschreibungsfähigkeit" und der Systemkomponente "Informationsdarstellung" legen. Die wenigen Beispiele mögen verdeutlichen, welchen Stellenwert einer wohlüberlegten "Prüfstrategie" durch Schwerpunktsetzung zukommt. Sie lenkt die Bewertungsaktivitäten nicht nur auf das im jeweiligen Anwendungskontext Wesentliche, sie ermöglicht gleichzeitig eine erhebliche Reduktion des Prüfaufwandes. 4.1.6 Auswählen, Anpassen und Übernehmen der Prüffragen Ist sich der Evaluator über die Prüfstrategie im Klaren, kann er aus der Prüffragensammlung (Anhang F) jene Prüffragen auswählen, die dem jeweiligen Prüfschwerpunkten entsprechen. Dazu muß sich der Evaluator zuerst mit der Prüffragensammlung im Detail vertraut machen, um dann die entsprechende Auswahl vornehmen zu können. In manchen Fällen kann eine Anpassung der Prüffragen an die spezifische Prüfsituation erforderlich sein. Diese Anpassung kann entweder in einer Konkretisierung bestimmter Fragestellungen der vorhandenen Prüffragen oder im Neuformulieren zusätzlicher anwendungsspezifischer Prüffragen bestehen.
88 4. Vorgehensweise beim Einsatz des EVADIS II Leitfadens Die ausgewählten und angepaßten Prüffragen sind dann in die Prüfaufgabe(n) zu übernehmen (vgl. Kapitel 4.2.2). 4.2 Bewerten der Aufgaben und Erstellen der Prüfaufgabe(n) In der Regel wird man versuchen, eine oder mehrere realitätsbezogene Prüfaufgaben zur Bewertung des Anwendungssystems heranzuziehen. Zur Erstellung derartiger Prüfaufgaben, wird dem Evaluator methodische Unterstützung geboten. Dies setzt allerdings voraus, daß der Evaluator Zugang zu den Arbeitsplätzen hat, an denen das Anwendungssystem eingesetzt wird oder eingesetzt werden soll. Ist dies nicht der Fall, so sind dem EVADIS II-Verfahren "Beispiele für Prüfaufgaben" mehrerer typischer Anwendungen des Bürobereichs beigegeben (Anhang E). Diese sind vom Evaluator an seine Bedürfnisse anzupassen bzw. als Muster für eine Neukonstruktion heranzuziehen. 4.2.1 Bewerten der Aufgaben Eine ganzheitliche ergonomische Bewertung setzt voraus, daß auch Aspekte der Organisationsergonomie bei der Bewertung Berücksichtigung finden, zumal gravierende ergonomische Mängel im organisatorischen Bereich eine wesentliche Einschränkung im Hinblick auf die Zielerreichung aller ergonomischen Bemühungen - "Schaffimg menschengerechter Arbeit" - darstellen. Hat der Evaluator Zugang zu den Arbeitsplätzen des Anwendungssystems, kann er sich zuerst, mit Hilfe der "Prüffragen zur Untersuchung der Mensch-MenschFunktionsverteilung und der Arbeitsabläufe" (Anhang B) einen ersten Eindruck von der ergonomischen Qualität der Aufgaben verschaffen, die an den Arbeitsplätzen des zu prüfenden Software-Produktes durchgeführt werden. Die Handhabung der Prüffragen ist ausführlich im Anhang B beschrieben. 4.2.2 Erstellen der Prüfaufgabe(n) Mittels der "Antwortblätter zur Festlegung der Inhalte und des Umfangs der Software-Evaluation" (Anhang C) wird der Evaluator bei der Konstruktion der Prüfaufgabe(n) unterstützt. Die Handhabung der Antwortblätter ist ausführlich im Anhang C beschrieben. Auch bei der Neuerstellung von Prüfaufgaben können die "Beispiele für Prüfaufgaben" (Anhang E) wertvolle Anregungen liefern. Aufgrund der Einarbeitungsphase in das Anwendungssystem ist dem Evaluator die Funktionalität des Anwendungssystems bekannt (vgl. Kapitel 4.1). Aus dieser Funktionalität kann er die für die Durchführung der Prüfaufgabe erforderlichen Funktionen auswählen und in die Prüfaufgabe integrieren. Dabei kann dem Evaluator der Anhang D als Anregimg dienen, der das Funktionsspektrum heutiger Bürosysteme näher beschreibt. Die endgültige Prüfaufgabe besteht dann - ähnlich
4. Vorgehensweise beim Einsatz des EVADIS II Leitfadens 89 wie die Beispiele der Prüfaufgaben - aus einer Reihe von Arbeitseinweisungen zur Durchführung der Aufgabe, den dazu erforderlichen Funktionen des Anwendungssystems und den eingelagerten - ausgewählten und angepaßten Prüffragen. Letztere sind aus der "Prüffragensammlung" zu übernehmen (Anhang F). Damit stellt die Prüfaufgabe eine Art "Drehbuch" dar, das bei der Durchführung der Bewertung auszuführen ist (vgl. Kapitel 4.4). 4.3 Charakterisierung der Benutzer des Anwendungssystems Sofern der Evaluator Zugang zu den derzeitigen oder zukünftigen Benutzern des Anwendungssystems hat, kann er mit Hilfe des "Fragebogens zur Erfassung von Benutzereigenschaften" wesentliche Merkmale der Benutzer zur Charakterisierung der Benutzergruppe erfassen (Anhang A). Die Handhabung des Fragebogens und dessen Auswertung ist ausführlich im Anhang A beschrieben. Die erfaßten Benutzereigenschaften liefern als Ergebnis eine Kategorisierung der Benutzer und in Abhängigkeit davon eine Festlegung der Rangfolge und der Gewichtung der ergonomischen Kriterien in ihrer Bedeutung für diese Benutzergruppe. Im Anhang A wird der "Auswertungsvorgang zur Einordnung der Benutzer in Benutzerkategorien und zur Festlegung einer Rangfolge der ergonomischen Kriterien" beschrieben. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse können vom Evaluator bei der Beantwortung der Prüffragen (vgl. Kapitel 4.4) und bei der Auswertung des Prüfprotokolls (vgl. Kapitel 4.5) berücksichtigt werden. 4.4 Durchführen der Prüfung 4.4.1 Vergegenwärtigen der ausgewählten Prüffragen Bevor die Operationen der Prüfaufgabe durchgeführt werden, muß sich der Evaluator mit den Inhalten der ausgewählten Prüffragen im Detail vertraut machen, die nach der jeweiligen Operation bzw. nach einer Gruppe von Operationen, die in der Prüfaufgabe vorgeschrieben sind, zu beantworten sind. Zu diesem Zweck liest er die im Protokoll der Prüfaufgabe am linken Rand durch die Prüffragen-Nummer bezeichneten Prüffragen des entsprechenden Abschnitts der Prüfaufgabe durch. Je nach Einsatzform muß der Evaluator dieses Prüfprotokoll selbst erstellen (nach der Mustervorlage im Anhang E) oder er kann auf das EDV-gestützt generierte Prüfprotokoll zurückgreifen. Die Sichtung der Prüffragen soll dazu dienen, daß der Evaluator diejenigen Schnittstelleneigenschaften bei der Operationsausführung beachtet, die in den entsprechenden Prüffragen anschließend abgefragt werden.
90 4. Vorgehensweise beim Einsatz des EVADIS II Leitfadens 4.4.2 Ausführen der Operationen der Prüfaufgabe(n) Der Evaluator führt die Operationen aus, die in der Prüfaufgabe beschrieben sind. Verwendet er dazu die vorgegebenen Beispielprüfaufgaben muß er die systemneutrale, d.h. abstrakte Beschreibung in der Prüfaufgabe in eine entsprechende spezifische Folge von Operationen mit dem jeweils zu testenden System übersetzen. Dies kann er in der Regel ohne große Schwierigkeiten leisten, da er sich vorab mit der Handhabung des Systems vertraut gemacht hat. Die gedankliche Übersetzung der systemneutralen Vorgaben in der Prüfaufgabe in die Aktionen des Evaluators erfordert dann besondere Anstrengungen, wenn die Systemfunktionalität oder die Benutzerschnittstelle außergewöhnliche Eigenheiten aufweist. In solchen Fällen ist ein Rückgriff auf das Handbuch erforderlich. Bei der Durchführung der Prüfaufgabe kann sich beispielsweise herausstellen, daß bestimmte Operationsfolgen in dieser Form nicht möglich sind oder daß wesentliche Aspekte vergessen worden sind. In solchen Fällen ist ein Anpassen der Prüfaufgabe erforderlich. 4.4.3 Beantworten der Prüffragen und Abgabe einer Bewertung Die kleinste Einheit der Bearbeitung der Evaluationsaufgabe besteht in der Beantwortung der Prüffragen. In ihnen werden einzelne Schnittstelleneigenschaften abgefragt. Die Beantwortung hat das Schnittstellengeschehen an der definierten Stelle der Prüfaufgabe zum Gegenstand. Sie erfolgt nach dem offensichtlichen Gehalt der Prüffrage, unterstützt durch das Spektrum an angebotenen gängigen Antwortmöglichkeiten in Form von Antwortvorgaben. Je nach Einsatzform werden die Antworten entweder auf der Kopie der Prüffrage (manuelle Version) oder in die Antwortfelder der entsprechenden Bildschirmmaske (EDV-unterstützte Version) eingetragen. Der Evaluator hat auch die Möglichkeit, die Antwortvorgaben zu erläutern oder neue Antworten in zusätzlichen Antwortfeldern einzutragen. Die Antworten sollten so ausführlich wie nötig, jedoch so präzise und anschaulich wie möglich formuliert werden, da sie die Basis für die Beschreibung des Schnittstellengeschehens bilden und bei unklaren Darstellungen eine zwar mögliche, aber aufwendige Rekonstruktion des entsprechenden Geschehens erforderlich ist. Neben der Beschreibung der Schnittstelleneigenschaften hat der Evaluator auch die Möglichkeit der Bewertung dieser Eigenschaften im Hinblick auf derzeit mögliche Gestaltungsforderungen. Diese finden sich in den jeweiligen Kommentaren der Prüffragen. Durch einen Vergleich des Ist- mit einem anzustrebenden Sollzustand kann der Evaluator eine Bewertung der jeweiligen Schnittstelleneigenschaft ableiten. Dies erfolgt in Form von Noten.
4. Vorgehensweise beim Einsatz des EVADIS II Leitfadens 4.4.4 91 Protokollieren von Besonderheiten Bei der Benutzung des zu evaluierenden Systems können Besonderheiten auftreten, die in den Prüffragen nicht angesprochen werden. Diese Besonderheiten können z.B. Systemfehler sein, d.h. fehlerhafte Operationen oder fehlerhafte bzw. offensichtlich unverständliche oder unsinnige Rückmeldungen des Systems an den Benutzer. Solche Besonderheiten sind vom Evaluator gesondert zu erfassen und bei der Erstellung des Prüfberichtes zu berücksichtigen. Dafür ist bei jeder Prüffrage eine eigene Rubrik "Notiz" vorgesehen. 4.5 Auswerten der Ergebnisse und Erstellen eines Prüfberichtes 4.5.1 Erstellen eines Auswertungsdokuments Je nach Einsatzform wird der Aufwand zur Erstellung des Auswertungsdokumentes sehr unterschiedlich sein. Beim Einsatz der manuellen Version sind sämtliche Sortierungen und Berechnungen von Hand durchzuführen. Beim Einsatz der EDVunterstützten Version erfolgen sämtliche Auswertungen automatisch. Der Auswerter kann gemäß der Zielsetzung bzw. in Abhängigkeit vom Adressaten der Evaluation im Auswertungsprogramm (vgl. Kapitel 5) festlegen, in welcher Reihenfolge er die Prüffragen zusammengestellt haben möchte. Wie bereits im Kapitel 3.2 beschrieben wurde, kann die Auswertung der beantworteten Prüffragen nach technischen Komponenten oder softwareergonomischen Kriterien durchgeführt werden. Als Standardreihenfolge gilt die Komponentengliederung als erstes Ordnungsfeld und die Kriteriengliederung als zweites Ordnungsfeld (dies entspricht der Reihenfolge der Numerierung der Prüffragen). Beim Einsatz der Evaluationssoftware kann man aber auch die Rangfolge der Ordnungsfelder umkehren und zuerst nach Kriterien und dann nach Komponenten auswerten lassen. In Abschnitt 3.3.6.3 wurde beschrieben, daß einzelne Prüffragen der Gruppe 1 mehreren Abschnitten der Prüfaufgabe zugeordnet und entsprechend auch mehrfach beantwortet werden. Nach dieser mehrfachen Beantwortung müssen die Unterschiede der Einzelantworten beurteilbar gemacht werden. Dies geschieht durch die Auflistimg der Einzelantworten pro Prüffrage in der Reihenfolge ihrer Prüfung in der Prüfaufgabe. Die für die Interpretation der potentiellen Unterschiede der Prüffragenantworten erforderliche Angabe des Kontextes, in dem die einzelnen Antworten vergeben worden sind, erfolgt über die Prüfpunkt-Nummer. Weiters umfaßt die Datenaufbereitung beim Einsatz der Evaluationssoftware eine Zusammenstellung der freien Anmerkungen des Evaluators in der Rubrik "Notiz" zu den jeweiligen Prüffragen, unter Angabe der jeweiligen Prüfpunkt-Nummer. Die
92 4. Vorgehensweise beim Einsatz des EVADIS II Leitfadens vom Evaluator vergebene Bewertung (Note) wird für jede Prüffrage ausgewertet und ausgegeben. Zusätzlich wird, wenn vom Evaluator vorgenommen, eine Begründvmg dieser Bewertung mit entsprechenden Empfehlungen ausgegeben. Am Ende des Auswertungsvorganges wird für jedes Kriterium oder jede Systemkomponente eine Gesamtnote errechnet, die sich additiv aus den Einzelbewertungen der jeweiligen Prüffragen, dividiert durch die Anzahl der beantworten Prüffragen ergibt. Die so errechneten Gesamtnoten werden am Beginn des Auswertungsdokuments in Form einer Tabelle präsentiert. Wurde vom Evaluator noch zusätzlich eine Gewichtung (Faktorenvergabe) vor Beantwortung der Prüffragen vorgenommen, erfolgt eine Sortierung der Ausgabe in der Reihenfolge ihrer Bedeutung. D.h. zuerst werden alle mit einer hohen Gewichtung versehenen Kriterien oder Komponenten ausgegeben, anschließend alle mit einer mittleren und schlußendlich alle mit einer geringen Gewichtung versehenen. Dies ermöglicht es dem Evaluator, auf einen Blick festzustellen, wie beispielsweise die von ihm mit einer hohen Gewichtung versehenen Kriterien in der Gesamtbewertung abgeschnitten haben. 4.5.2 Prüfen der Konsistenz von Schnittstelleneigenschaften Für diejenigen Prüffragen, die Schnittstelleneigenschaften ansprechen, die je nach Anwendungsmodul bzw. je nach Dialogkontext unterschiedlich ausfallen können und die daher in der Prüfaufgabe mehrfach abgefragt werden, ergeben sich entsprechend viele Antworten. Diese Antworten können einheitlich ausfallen, sie können jedoch auch unterschiedlich sein. In beiden Fällen ergibt sich für den Evaluator die Aufgabe, das Antwortmuster zu überprüfen und zu interpretieren. Im Falle der gleichartigen Antworten kann die Einheitlichkeit eine interne Konsistenz anzeigen, sie kann aber auch eine mangelhafte Sensibilität der Schnittstelle für den Aufgabenkontext bedeuten, z.B. im Falle von gleichartigen Fehlermeldungen unterschiedlichen Schweregrades oder von Hilfeinformationen in unterschiedlichen Dialogkontexten. Umgekehrt ist bei uneinheitlichen Antwortmustern zu prüfen, ob die Uneinheitlichkeit auf Inkonsistenzen zurückgeht oder den genannten Aufgabenkontexten Rechnung trägt. Einheitlichkeit bedeutet mit anderen Worten nicht unbedingt etwas Positives und Uneinheitlichkeit nicht automatisch etwas Negatives. Vielmehr ist es die Aufgabe des Evaluators, das jeweilige Antwortmuster auf seine Angemessenheit für die Orientierungs- und Bearbeitungsanforderungen des Benutzers zu prüfen. Die Prüfarbeit kann sich der Evaluator bereits während der Prüffragenbeantwortung im Rahmen der Bearbeitung der Prüfaufgabe erleichtern, wenn er die Kontextangemessenheit der betreffenden Schnittstelleneigenschaft in seiner Antwort mit zum Ausdruck bringt. 4.5.3 Erstellen des Prüfberichtes Der prinzipielle Aufbau und die Gliederung des Prüfberichtes ist durch die Anleitung im Anhang G vorgegeben. Im Sinne der Vergleichbarkeit und Einheitlichkeit verschiedener Prüfberichte, sollte sich der Evaluator an diese Vorgaben halten.
4. Vorgehensweise beim Einsatz des EVADIS II Leitfadens 93 In dem Prüfbericht werden die software-ergonomischen Eigenschaften der Schnittstelle beschrieben und bewertet. Die Beschreibung erfolgt als Darstellung der Antworten auf die Prüffragen inklusiv der zusätzlichen Protokollnotizen. Entsprechend dem Charakter der Prüffragen als deskriptive Erfassung von Schnittstelleneigenschaften wird der Prüfbericht einerseits deskriptiv ausfallen. Andererseits umfaßt der Bericht auch eine Bewertung des Evaluators bzgl. der Angemessenheit bestimmter Schnittstelleneigenschaften gemäß den jeweils vorliegenden software-ergonomischen Erkenntnissen. Als Orientierung dienen die in den Prüffragensätzen enthaltenen Kommentare und die vom Evaluator vergebenen Noten und Gewichte. Die Interpretation umfaßt außerdem Hinweise auf Querbezüge zwischen verschiedenen Schnittstelleneigenschaften, z.B. hinsichtlich der Einhaltung einer internen Konsistenz der Schnittstelle. Die Bewertung durch den Evaluator kann nur zurückhaltend erfolgen, da zu vielen Schnittstelleneigenschaften noch kein gesichertes software-ergonomisches Wissen vorliegt und durch die oft nur geringe Operationalisierbarkeit ergonomischer Kriterien dem Evaluator ein großer Interpreationsspielraum bleibt. Die Antworten auf die Prüffragen werden je nach Zweck in unterschiedlicher Ordnung dargestellt. Eine mögliche Form der Beschreibung software-ergonomischer Eigenschaften wäre die nach Komponenten gegliederte Darstellung. Diese Form ist besonders für den Designer geeignet, der möglichst konkrete Hinweise erwartet, an welcher technischen Stelle des Produktes welche Probleme auftreten. Für Abschätzungen anderer Art, etwa um eine Kaufentscheidung treffen zu können, wird man sich möglicherweise zusätzlich eine kriterienbezogene Darstellung wünschen und sich hinsichtlich der Systemkomponenten mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse auf der Ebene von Oberbegriffen begnügen. In den bisherigen Einsätzen des EVADIS-Leitfadens wurden beide Darstellungsformen erprobt und als mögliche Gliederung der zu vermittelnden Ergebnisse demonstriert.
5. Einsatz des EVADIS Ii-Verfahrens 5.1 Voraussetzungen für die Nutzung des EVADIS Ii-Verfahrens 5.1.1 System-, Aufgaben- und Benutzerkenntnisse Die Evaluation der Schnittstelle eines Systems setzt Kenntnisse über das System, die damit durchzuführenden Aufgaben und die es einsetzenden Benutzer voraus. Die Kenntnis des Systems muß nicht perfekt sein, der Tester muß nicht zu einem vollen Experten des Systems werden. Seine Expertise verbleibt primär auf dem Sektor der software-ergonomischen Evaluation und der Handhabung des Evaluationsverfahrens. Je mehr der Anwender jedoch über das zu testende System weiß, desto leichter fällt ihm die Testdurchführung, desto mehr kann er seine Aufmerksamkeit auf die eigentliche Evaluationsaufgabe konzentrieren und desto mehr Schnittstelleneigenschaften bzw. Belege für bestimmte Schnittstelleneigenschaften kann er im Rahmen der Prüfung dokumentieren. Eine Möglichkeit zur Entlastung des Evaluators von Systemeinarbeitungsaufwand bzw. von Systemkenntnissen schlägt Patt (1988,61,67) vor. Danach würde ein Systemexperte (z.B. ein Entwickler) unter der Anweisung und Kontrolle des Evaluators die in der Prüfaufgabe definierten Operationen mit dem zu testenden System ausführen und der EVADISAnwender würde sich ganz auf die Evaluationsaufgabe zur Prüfung und Beantwortung der Prüffragen konzentrieren. Wichtig wäre bei einer solchen Kooperation, daß der Systemexperte die Bearbeitungsschritte in der nötigen Klarheit durchführt, um dem beobachtenden EVADIS-Anwender eine Verfolgung der Aktionen und der Systemreaktionen zu ermöglichen. Der Evaluator müßte umgekehrt hinreichend "penetrant" sein, wenn es darum geht, auf der Langsamkeit und Detailliertheit des Vorgehens zu bestehen. Gute Aufgabenkenntnisse sind vor allem eine wesentliche Voraussetzung zur Beurteilung der ergonomischen Qualität der Funktionalität der Software (Funktionalitäts-Ergonomie). Diese Aufgabenkenntnisse sollte sich der Anwender, wenn möglich, vor Ort verschaffen. Methodisch wird er dabei durch die Antwortblätter zur Festlegung der Inhalte und des Umfangs der SoftwareEvaluation (Anhang C) unterstützt. Sollte dies, aus welchen Gründen auch immer, nicht möglich sein, kann er auf die beigegebenen Prüfaufgaben als Beispiele zurückgreifen. Dabei ist zu prüfen, inwieweit diese sinnvolle Aufgabenstellungen für das zu evaluierende Anwendungssystem widerspiegeln. In der Regel wird der Evaluator nicht umhinkommen, entsprechende Anpassung vorzunehmen. Generell ist festzustellen, daß die Qualität der Evaluation maßgeblich von der realitätsgerechten Konstruktion der Prüfaufgabe(n) beeinflußt wird. Daher ist eine sorgfältige
5. Einsatz des EVADIS Ii-Verfahrens 95 Erstellung der Prüfaufgabe(n) eine wichtige Voraussetzung für die Nutzung des EVADIS n-Verfahrens. Benutzerkenntnisse sind eine wichtige Voraussetzung zur Beurteilung der Bedeutung (Gewichtung) der einzelnen ergonomischen Kriterien für die jeweilige Benutzergruppe des Anwendungssystems. Diese Benutzerkenntnisse sollte sich der Evaluator ebenfalls, wenn möglich, vor Ort verschaffen. Methodische Unterstützung liefert ihm dazu der beigegebene Fragebogen zur Erfassung von Benutzereigenschaften (Anhang A). Ist eine Erfassung von Benutzereigenschaften durch eine direkte Befragung aller oder einiger repräsentativer Benutzer nicht möglich, sind alle Kriterien in ihrer Bedeutung gleich zu gewichten. 5.1.2 Ergonomiekenntnisse Die Benutzung von EVADIS setzt Kenntnisse software-ergonomischer Art voraus. Auch diese Kenntnisse müssen nicht perfekt sein. Es genügt ein Übersichtswissen, das man sich z.B. durch die Lektüre der einführenden Kapitel dieses Buches erwerben kann (vgl. Kapitel 1 und 2). Man sollte jedoch ein Gefühl für das Anliegen ergonomischer Fragestellungen und die verschiedenen möglichen Methoden entwickelt haben, bevor man die Evaluationsmethode EVADIS anwendet. Das vorliegende Buch enthält zwar eine Beschreibung der einzelnen Verfahrensbestandteile (vgl. Kapitel 3) und des Vorgehens (vgl. Kapitel 4), die Anwendung kann aber nicht mechanisch erfolgen, sondern schließt verschiedene Übersetzungsleistungen und Anpassungen durch den Evaluator ein. 5.2 Anwender des EVADIS II-Verfahrens Anwender des Evaluationsverfahrens EVADIS II sollen nach den Erläuterungen in Abschnitt 5.1.1 und 5.1.2 fachkundige Personen bzw. Institutionen sein. Dies können Prüfstellen verschiedener Art sein (TÜV, RAL etc.), aber auch Software-Häuser oder sonstige DV-Hersteller. Ebenso kommen gewerkschaftliche Einrichtungen in Frage (vor allem die Technologieberatungsstellen) oder DV-Abteilungen von größeren Anwendern. Als eine weitere wichtige Anwendergruppe des bisherigen EVADIS Verfahrens haben sich facheinschlägige Ausbildungsstätten (Universitäten, Fachhochschulen, Schulen) herausgestellt 85 . Für diese bietet sich der Einsatz der Datenbankversion des EVADIS Ii-Verfahrens im Lehrbetrieb an, da gerade diese den Studenten und Schülern ein "spielerisches" Vertrautmachen mit Gestaltungsforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten der Software-Ergonomie ermöglicht. Am Institut für Statistik und Informatik der Universität Wien, wird das EVADIS Verfahren seit dem Wintersemester 1988 regelmäßig im Rahmen von Praktika für Studenten der Wirtschaftsinformatik eingesetzt.
96 5.3 5. Einsatz des EVADIS Ii-Verfahrens Einsatz des Evaluationsverfahrens mit EDV-Unterstützung Die Voraussetzungen für den Einsatz des EDV-gestützten Evaluationsverfahrens EVADIS II sind im Anhang H beschrieben. Die Bestellung des EDV-gestützten Verfahrens kann mittels des Bestellformulars am Ende des Buches erfolgen. 5.4 Fortschreibung des Verfahrens Der Inhalt des Evaluationsverfahrens EVADIS ist fortschreibungsbedürftig. Die vorliegende Version II ist Ausdruck für dieses Erfordernis. Die Fortschreibung von EVADIS erfolgte durch die Autoren der Version I und durch Mitarbeiter des Institutes für Statistik und Informatik der Universität Wien. Die im Anhang beschriebenen Fassungen des Leitfadens zur Erstellung von Prüfaufgaben, des Fragebogens zur Erfassung von Benutzereigenschaften, der Prüffragen und der Beispiele für Prüfaufgaben sind daher lediglich als Ausgangsbasis anzusehen. Die aktuellen Fassungen werden den Anwendern des Verfahrens jeweils auf den Datendisketten übermittelt. Gleichzeitig verbinden die Autoren mit dem Vorlegen des EVADIS II-Verfahrens die Erwartung, daß andere Forschungsgruppen im Bereich der Mensch-MaschineKommunikation dieses aufgreifen und weiterentwickeln. Die Software-Ergonomie befindet sich, als noch relativ junge Teildisziplin der Informatik, in einem raschen Wandlungsprozeß, der eine ständige Weiterentwicklung der Evaluationsverfahren verlangt. Erforderlich ist, neben der Berücksichtigung neuer Erkenntnisse aus der Forschung, eine Anpassung an innovative Konzepte neu verfügbarer Softwareprodukte, wofür die Kapazität einer Projektgruppe nicht ausreicht.
Index Benutzereigenschaften, 10,66,89,95f Benutzerfreundlichkeit, 14,30 Benutzerorientierung, 10,54 Blättern, 60 A Abbrechen/Unterbrechen eines Dialogs, 60,81 C Abbrechen eines Dialogschritts, 60 Conformity with user expectations, 37, 65 Abkürzungen, 59 Controllability, 44,65 Anforderungsvielfalt, 22f., 26,62 Anpassung an Benutzer/Aufgaben, 13, 7,37,43,65,70 D Darstellung von Graphiken, 58 Anpaßbarkeit, 60 Darstellung von Tabellen, Listen, 58 Antwortzeit, 30,38, 61,64 Darstellung von Texten, Zahlen, 58 Anwendung, 40,54ff, 60 Datenschutz, 27ff, 47,63,65 Anwendungsmöglichkeiten, 18,49,51 Datensicherheit, 27ff, 47,63,65 Anwendungssystem, 57,70,81ff, 86ff, 94 Datensicherungskonzepte, 61 Arbeitsabläufe, 4,9f, 37,56,65ff Dialogbereiche, 58 Aufgaben, 2f, 5ff, lOff, 18ff, 25ff, 29,32, 36,39,47f Aufgabenangemessenheit, 31ff, 36,42, 64 Ausführbarkeit, 19,51,80 Ausgabeformate, 58 Ausgabemedien, 17,57ff Autonomie, 25ff, 63 B Beeinflußbarkeit, 48,50f Beeinträchtigungslosigkeit, 2,20,51 Beenden eines Dialogs, 60 Dialogablauf, 47,57,60 Dialogprotokollierung, 60 Dialogschnittstelle, 33,56f, 59,68 Dialogsprachen, 59 Dialogtechniken, 9,17,57ff Direkte Manipulation, 60 Direktwahl, 60 Durchsatz, 57,61 Durchschaubarkeit, 23f, 26,48,62 E Ein-/Ausgabeschnittstelle, 33,56ff Eingabe, 31f, 57f Befragungen, lOf, 13 Eingabeaufforderung, 59 Belastung /Beanspruchimg, lff, lOff, 37,63 Eingabemedien, 12,57f Eingabeformate, 59
98 Index Erlernbarkeit, 7,12,26,33,36,41,50f, 64f H Error tolerance, 39,65 Handbücher, 61 Erwartungskonformität, 16,37f, 50,65 Handhabung, 3,9,36,48f, 59 Evaluationskriterien, 16 Hervorhebungen, 58 Evaluationsmethoden, lOf, 53 Hilfen, 57,61 Evaluationssoftware, 91 Experiment, llf, 17,30 Exploration, 60 F I Ikone, 58 Individualisierbarkeit, 43f Informationsaustausch, 61 Feedback, 24,35ff, 45,62 Informationsdarstellung, 57 Fehlerbehandlung, 57,60 Interview, lOf Fehlerdiagnose, 60 K Fehlermanagement, 60 Fehlerrobustheit, 39,65 Fehlervermeidung, 60 Feidanwahl, 60 Fenster, 59 Flexibilität, 26,44,47,63 Formulare, 59 Fragebogen, lOf, 66,89,95,96 Funktionalität, 2ff, 6f, 9,12,15ff, 30f, 49,53f, 57,66,69f Funktionalität der Schnittstelle, 61 Funktionalität des Anwendungssystems, 61 Funktionstasten, 59 G Ganzheitlichkeit, 5,8,22f, 25f, 54,62 Gestaltung der Arbeitsabläufe, 61 Grammatik, 59 Komfort, 31,51,64 Kompatibilität, 38f Konsistenz, 16,36,38,92f Kontrollmöglichkeit, 51 Kooperations- und Kommunikationsförderlichkeit, 26f, 47, 63,65 L Leitfadenorientierte Evaluationsmethoden, 13 Lenkbarkeit der Aufmerksamkeit, 34 Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten, 24,26,63 Lesbarkeit, 34 M Makrobildung, 60 Makroprogrammierung, 73 Masken, 59 Meldungen, 24,57,60
99 Index Mensch-Mensch-Funktionsverteilung, 8,10,56,67 Software-Ergonomie, lf, 15f, 33,52,75, 79,95 menschengerechte Arbeit, 18,21,50,88 Sozialverträglichkeit, 2,21,51 Menüs, 59 Speichern des Bildschirminhalts, 60 N Natürlich-sprachlicher Dialog, 59 Nicht-technische Organisationsschnittstelle, 58,61 Nützlichkeit, 3f, 31ff, 49,51,64 O Sprache, 57,59 Statusinformationen, 57,60 Steuerbarkeit, 5,35,44,47,50f, 65 Störungen, 20,30,49,57,61,64 Suitability for learning, 41,65 Suitability for the task, 32 Suitability of individualization, 43,65 Online-Hilfe, 61 Syntax, 59 Online-Tutorial, 61 Organisationsschnittstelle, 56ff, 61f, 64 Systemkomponenten, 2,5,17,55ff, 62, 68,87,93 Orientierungsförderlichkeit, 34 T P Persönlichkeitsförderlichkeit, 2,20,51 Technische Organisationsschnittstelle, 58,61 Piktogramme, 58 Terminologie, 59 Prinzipien der Bewertung, 8 Toleranz, 40 Prompt, 59 Transparenz, 36 Prüfaufgaben, 4,54,66,69ff, 88,90,96 U Prüfbericht, 66f, 80,82f, 91f Übersichtlichkeit, 33,50f, 64,76 Prüffragen, 13,52,58,62,67f, 76ff, 81ff, 87ff Unterbrechen eines Dialogs, 77 Prüffragensammlung, 58,66,77,87 R Unterstützung, 7,21,26,28,30,36,41, 54ff, 60,69f, 74,83,86,95f Rückmeldungen, 24,36,62,91 V S Schädigungs- und Beeinträchtigungslosigkeit, 2,51 Unterscheidbarkeit, 34 Verfügbarkeit, 30f, 49,51,64 Verläßlichkeit, 2f, 16 Verschieben, 60 Selbstbeschreibungsfähigkeit, 35,65 Vorhersehbarkeit, 48 Self-descriptiveness, 35,65 W Semantik, 59 Wahrnehmbarkeit, 34
100 Wechseln von Dialogeinstellungen, 60 Werkzeugschnittstelle, 56f, 61 Index
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Anhang A: Fragebogen zur Erfassung von Benutzereigenschaften Inhaltsübersicht Vorgehen bei der Befragung Auswertungsvorgang zur Einordnung der Benutzer in Benutzerkategorien und Gewichtung der software-ergonomischen Kriterien Auswertungsblatt Fragebogen zur Erfassung von Benutzereigenschaften Vorgehen bei der Befragung Der folgende Fragebogen86 ist von den (tatsächlichen oder zukünftigen) Benutzern des zu testenden Software-Produktes auszufüllen. Fertigen Sie zu diesem Zweck eine entsprechende Anzahl von Kopien des Fragebogens an und verteilen Sie ihn, mit der nachdrücklichen Aufforderung um vollständige Ausfüllung, an die Benutzer. Versäumen Sie dabei nicht, den Benutzern den Zweck der Befragung zu erläutern und betonen Sie, daß die Angaben vertraulich behandelt werden. Je mehr (tatsächliche oder zukünftige) Benutzer durch diesen Fragebogen erfaßt werden, desto realitätsbezogener wird die Charakterisierung der Benutzergruppen erfolgen können. Sollte eine direkte Befragung der Benutzer nicht möglich oder zu aufwendig sein, kann von Ihnen dieser Fragebogen auch als "Leitfaden zur Erfassung der Benutzersituation" verwendet werden. In solchen Fällen können Sie beispielsweise die in dem Fragebogen zu beantwortenden Sachverhalte mit dem Leiter der Abteilung besprechen, in der die zu evaluierende Anwendung eingesetzt wird oder Sie beschränken sich auf die Befragung einiger weniger möglichst "repräsentativer" Benutzer. Die Auswertung der Fragebögen hat durch Sie zu erfolgen, wobei im nächsten Kapitel dieser Auswertungsvorgang genauer erläutert wird. Als Ergebnis des Auswertungsvorganges können verschiedene Benutzerkategorien bestimmt werden. In Abhängigkeit von diesen Benutzerkategorie kann eine Rangfolge und Gewichtung der software-ergonomischen Kriterien abgeleitet werden. Diese Rangfolge und Gewichtung spiegelt die Bedeutung der Kriterien für die jeweilige Benutzergruppe wider und wird bei der Beantwortung der Prüffragen (Bewertung) und bei der Prüfberichterstellung berücksichtigt. 86 Quellen: Fragebogen zur Beurteilung von Dialog-Bildschirmsystemen (Fragen-Nr. 1, 2, 8, 9,10, S.20) vgl. (ETH-LAO 1986); Arbeitsanalyseverfahren KABA (vor allem die Teile A2, B2) vgl. (Dunckel 1989a,b); Fragebogen QUIS 5.0 (Part 1,2), vgl. (Norman K. 1989); zur Klassifikation von Benutzergruppen, vgl. (Triebe 1987).
Anhang A: Fragebogen zur Erfassung von Benutzereigenschaften 109 Auswertungsvorgang zur Einordnung der Benutzer in Benutzerkategorien und Gewichtung der software-ergonomischen Kriterien Auswertungsvorgang - Benutzerkategorien Ordnen Sie aufgrund der Ausprägungen der Antworten des "Fragebogens zur Erfassung von Benutzereigenschaften" die einzelnen Benutzer - mittels des Auswertungsschemas der Abbildung 1 - den jeweiligen Benutzerkategorien zu. fachliche Kenntnisse EDVKenntnisse EDV-Jobalter min. 1 Monat und Aufgaben-Jobatter min. 3 Monate und Ausbildung min. mit genügend beurteilt EDV-Ausbildungsinhalte zumindest der Kategorie b vorhanden und EDV-Ausbildung min. mit gut beurteilt EDV-Jobalter weniger als 1 Monat oder nur EDVAusbildungsinhalteder Kategorie a vorhanden oder EDV-Ausbildung weniger als gut beurteilt Nutzung von EDV Benutzerkategorien Beispiele Benutzerbetreuer einer Fachabteilung durchschnittliche Nutzung von 2 bis 3 Stunden pro Tag "geübter und regelmäßiger" Benutzer durchschnittliche Nutzung von weniger als 2 bis 3 Stunden pro Tag "geübter und sporadischer" Benutzer Wissensverarbeiter (Mitarbeiter einer Stabsabteilung) durchschnittliche Nutzung von 2 bis 3 Stunden pro Tag "ungeübter und regelmäßiger" Benutzer Assistenz- und Schreibkräfte, Sachbearbeiter in Banken, Versicherungen durchschnittliche Nutzung von weniger als 2 bis 3 Stunden pro Tag "ungeübter und sporadischer" Benutzer Manager, Sachbearbeiter Abbildung 1: Benutzerkategorien - Auswertungsschema Benutzer die die Anforderungen bzgl. der fachlichen Kenntnisse nicht erfüllen, befinden sich i. d. R. noch in Ausbildung und sollten daher aus dem weiteren Auswertungsvorgang ausgeschieden werden. Finden sie bei der Auswertung dennoch Berücksichtigimg, sollte der Umstand der noch fehlenden Fachkenntnisse vermerkt werden. Die Zuordnung eines Benutzers zu einer Benutzerkategorie mittels obigen Auswertungsschema geschieht nun in folgender Art und Weise: Ein Befragter gilt beispielsweise als "geübter und regelmäßiger" Benutzer falls seine Benutzereigenschaften die folgende Ausprägungen aufweisen: fachliche Kenntnisse:
110 Anhang A: Fragebogen zur Erfassung von Benutzereigenschaften Das Aufgaben-Jobalter beträgt mindestens drei Monate und die Ausbildung für die Arbeit wurde mit mindestens genügend beurteilt. EDV-Kenntnisse: Das EDV-Jobalter beträgt mindestens ein Monat und bei der EDV-Ausbildung (Ausbildungsinhalte) wurde zumindest eine Antwortvorgabe der Kategorie b angekreuzt und die Qualität der EDV-Ausbildung wurde zumindest mit gut beurteilt. Nutzung der EDV: Die durchschnittliche Nutzung des Rechners beträgt 2 bis 3 Stunden pro Tag. Der Fragebogen enthält noch eine Anzahl von Fragen, die nicht unmittelbar zur Benutzerkategorisierung herangezogen werden. Die Antworten auf diese Fragen liefern Ihnen aber wichtige Hintergrundinformationen für ein besseres Verständnis bzgl. der Erfahrungen der Benutzer im Umgang mit der EDV. So können Sie etwa beurteilen, ob die Benutzer bereits mit einer vergleichbaren Anwendung wie der zu testenden, gearbeitet haben, bzw. ob sie mit den in der zu testenden Anwendung eingesetzten Dialogtechniken bereits vertraut sind.
Anhang A: Fragebogen zur Erfassung von Benutzereigenschaften 111 Rangfolge und Gewichtung der Kriterien in Abhängigkeit von der Benutzerkategorie Die folgende Abbildung zeigt eine prinzipielle Rangfolge der software-ergonomischen Kriterien, die sich aus arbeitspsychologischen Erkenntnissen ableiten läßt»? Soziale Eignung Kooperattonsförderlichkeit E r m ö g l i c h u n g der sozialen Interaktion, Schutz d e r Persönlichkeit <5 <a / ' Funktionalität Unterstützung der Primäraufgabe Datensch u u. Kommunikations- tzfDatensicherheit \ 1 Verfügbarkeit Nützlichkeit Handhabung Unterstützung der Sekundäraufgabe 2 ge ff Orientieru ng (Durchschaubarkeit und Vorhersehbarkeit) Beein fl ußbarkeit (Flexibilität) Komfort Erlernbarkeit Erwartungskonformität Selbstbeschreibungsfäh Übersieh tlichkeit Fehlerrobustheit igkeit Steuerbarkeit Indiznd ualisierba rkeit A b b i l d u n g 2: P r i n z i p i e l l e R a n g f o l g e d e r s o f t w a r e - e r g o n o m i s c h e n K r i t e r i e n Die Beurteilung der soziale Eignung des Arbeitsmittels Computer sollte der Ausgangspunkt eines Evaluationsvorganges sein. Daher ist den Kriterien "Kooperations- und Kommunikationsförderlichkeit" sowie "Datenschutz/DatenVgl. das Kontrollkonzept in (Spinas 1987), die Ableitung von Rangfolgen in (Simes 1985) sowie die allg. Ausführungen zur sozialen Dimension der Informationstechnik in (Rödiger 1989).
112 Anhang A: Fragebogen zur Erfassung von Benutzereigenschaften Sicherheit", unabhängig von der jeweiligen Benutzerkategorie, ein hoher Stellenwert einzuräumen (Organisations-Ergonomie). Der Wunsch nach jederzeitiger Verfügbarkeit und Angemessenheit der Funktionen des Anwendungssystems zur Durchführung der Aufgaben (Primäraufgaben), also die Funktionalität der Software, wird bei allen Benutzern in der Regel im Vordergrund stehen. Daher besitzt das Kriterien "Verfügbarkeit" und "Nützlichkeit" (als Teilaspekt des Kriteriums "Aufgabenangemessenheit") eine hohe Priorität (Funktionalitäts-Ergonomie). Damit eine komfortable Handhabung der Software für den Benutzer möglich ist (Durchführung der Sekundäraufgabe), darf er bei der Benutzung nicht durch die spezifischen Eigenschaft der Software belastet werden (Schnittstellen-Ergonomie). Diese grundlegende Forderung kann durch die folgenden drei Aspekte näher charakterisiert werden: Zuallererst sollte das Anwendungssystem die Sekundäraufgabe unterstützen.. D.h. der Benutzer sollte bei der Durchführung seiner Aufgabe nicht durch Handhabungsprobleme behindert werden. Dies kommt in den Forderungen des Kriteriums "Komfort" zum Ausdruck, das eine komfortable Handhabung des Anwendungssystems bei der Durchführung der Aufgaben zum Ziel hat. Das Kriterium ist für jede Benutzergruppe von grundlegender Bedeutung, und daher kommt ihm - neben dem Kriterium "Nützlichkeit" - eine hoher Stellenwert zu (als weiterer Teilaspekt des Kriteriums "Aufgabenangemessenheit"). Der Wunsch nach guter Orientierung im Dialog mit dem Computer ist insbesondere, bei "Ungeübten" bzw. "sporadischen Benutzern" stärker ausgeprägt. Daher ist hier den Kriterien "Erlernbarkeit", "Erwartungskonformität", "Selbstbeschreibungsfähigkeit", "Übersichtlichkeit" und "Fehlerrobustheit" besonderes Augenmerk zu schenken. Gleichzeitig ist eine gute Orientierung im Dialog eine wichtige Voraussetzung für die Beeinflußbarkeit des Dialoges durch den Benutzer. des Dialoges mit dem Computer ist Der Wunsch nach hoher Beeinflußbarkeit insbesondere, bei "geübten" bzw. "regelmäßigen Benutzem" stärker ausgeprägt. Daher ist bei diesen Benutzergruppen den Kriterien "Steuerbarkeit" und "Individualisierbarkeit" besonderes Augenmerk zu schenken. Sie finden im Auswertungsblatt erste Vorschläge bzgl. der Rangfolge der SoftwareKriterien, in Abhängigkeit von der jeweiligen Benutzerkategorie. Diese Vorschläge basieren einerseits auf den vorhin dargestellten Überlegungen zur prinzipiellen Rangfolge der ergonomischen Kriterien und andererseits auf den Ausführungen der ISO 9241 Part 10, Annex B. Natürlich besteht für Sie die Möglichkeit bzw. Notwendigkeit, diese Rangfolgen an die spezifische Benutzer- und Aufgabensituation anzupassen.
Anhang A- Fragebogen zur Erfassung von Benutzereigenschaften 113 Handhabung des Auswertungsblattes Häufigkeiten der Benutzerkategorien Ordnen Sie vorerst jeden Befragten in eine der vorhin dargestellten Benutzerkategorien ein. Verwenden Sie dazu die obigen Erläuterungen bzgl. des Auswertungsvorganges als Anleitung (Abbildung 1). Tragen Sie die Anzahl der Benutzer der jeweiligen Kategorie in den dafür vorgesehenen Feldern im Antwortblatt ein. Rangfolge und Gewichtung der Kriterien Am Ende des Auswertungsvorganges bekommen Sie durch Summenbildung einen ersten Einblick, welche Art von Benutzer bei der/den zu evaluierenden Anwendungen) im Vordergrund steht; d.h. welche Benutzerkategorie am häufigsten festgestellt wurde. Daraus läßt sich eine erste Rangfolge der Bedeutung der ergonomischen Kriterien ableiten. Die Gewichtung der Kriterien können Sie durch Zuordnung zu einer der drei Kategorien: hoch, mittel, gering vornehmen. Die gewählte Gewichtung ist bei Verwendung der Datenbankversion, vor der Beantwortung der Prüffragen, im dafür vorgesehen Schema einzutragen und ermöglicht eine abgestufte Bewertung der Kriterien, z.B. in Abhängigkeit von der Benutzergruppe. Berücksichtigen Sie bei der Gewichtung auch die Erkenntnisse bzgl. der Aufgaben, die Sie aus der Erstellung der Prüfaufgabe(n) gewonnen haben. Diese Erkenntnisse können zu einer Überarbeitung der hier vorgeschlagenen Rangfolgen und Gewichtungen führen.
114 Anhang A: Fragebogen zur Erfassung von Benutzereigenschaften Auswertungsblatt Häufigkeiten der Benutzerkategorien Anzahl der "geübten und regelmäßigen" Benutzer: Anzahl der "geübten und sporadischen" Benutzer: Anzahl der "ungeübten und regelmäßigen" Benutzer: Anzahl der "ungeübten und sporadischen" Benutzer: Rangfolge und Gewichtung der Kriterien in Abhängigkeit von B enutzerkategorie "Geübter und regelmäßiger" Benutzen Rang: Gewichtung: Kriterium: 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. hoch hoch hoch hoch hoch hoch hoch hoch mittel mittel mittel gering "Kooperations- und Kommunikationsförderlichkeit' "Datenschutz/Datensicherheit" "Verfügbarkeit" "Nützlichkeit" "Komfort" "Steuerbarkeit" "Individualisierbarkeit" "Erwartungskonformität" "Selbstbeschreibungsfähigkeit" "Übersichtlichkeit" 'Tehlerrobustheit" "Erlernbarkeit" "Geübter und sporadischer" Benutzen Rang: Gewichtung: Kriterium: 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. hoch hoch hoch hoch hoch hoch hoch mittel mittel gering gering gering "Kooperations- und Kommunikationsförderlichkeit' "Datenschutz/ Datensicherheit" "Nützlichkeit" "Komfort" "Erwartungskonformität" "Selbstbeschreibungsfähigkeit" "Erlernbarkeit" "Fehlerrobustheit" "Übersichtlichkeit" "Steuerbarkeit" "Individualisierbarkeit" "Verfügbarkeit"
Anhang A: Fragebogen zur Erfassung von Benutzereigenschaften "Ungeübter und regelmäßiger" Benutzen Rang: Gewichtung: Kriterium: 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. hoch hoch hoch hoch hoch hoch mittel mittel mittel mittel gering gering "Kooperations- und Kommunikationsförderlichkeit' "Datenschutz/Datensicherheit" "Verfügbarkeit" "Nützlichkeit" "Komfort" "Erwartungskonformität" "Erlernbarkeit" "Fehlerrobustheit" "Selbstbeschreibungsfähigkeit" "Übersichtlichkeit" "Individualisierbarkeit" "Steuerbarkeit" "Ungeübter und sporadischer" Benutzen Rang: Gewichtung: Kriterium: 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. hoch hoch hoch hoch hoch hoch hoch hoch hoch gering gering gering "Kooperations- und Kommunikationsförderlichkeit' "Datenschutz/Datensicherheit" "Nützlichkeit" "Komfort" "Erlernbarkeit" "Fehlerrobustheit" "Selbstbeschreibungsfähigkeit" "Erwartungskonformität" "Übersichtlichkeit" "Individualisierbarkeit" "Steuerbarkeit" "Verfügbarkeit"
116 Anhang A: Fragebogen zur Erfassung von Benutzereigenschaften Fragebogen zur Erfassung von Benutzereigenschaften Erläuterungen zum Fragebogen für den Befragten Der vorliegende Fragebogen dient zur Berücksichtigung unterschiedlicher Benutzeranforderungen an das zu bewertende Programm: Die Bewertung hat zum Ziel, die Benutzerfreundlichkeit dieses Programmes festzustellen. Dabei sind die im folgenden Fragebogen beinhalteten Benutzereigenschaften zu berücksichtigen. Der Fragebogen enthält eine Reihe von Fragen, die Ihre Arbeitstätigkeit mit und ohne EDV betreffen. Dabei geht es uns stets um Ihre persönliche Meinung. Alle Angaben, die Sie machen, werden vertraulich behandelt. Die Auswertung der Fragen erfolgt absolut anonym, das heißt ohne Namensnennung. Niemand erfährt, wer im einzelnen welche Antworten gegeben hat. Wir bitten Sie, den Fragebogen möglichst vollständig auszufüllen. Für zusätzliche Bemerkungen zu den Fragen sind wir Ihnen dankbar. Bitte benützen Sie dazu die vorgesehenen Rubrik "Anmerkungen".
Anhang A: Fragebogen zur Erfassung von Benutzereigenschaften 117 Allgemeine Benutzereigenschaften Frage: Bitte geben Sie Ihr Alter in Jahren an: Antwort: Frage: Bitte geben Sie Ihre Funktion in der Organisation/Abteilung an: Antwortvorgaben: - Sachbearbeiter(-in) - Vorgesetzter) - Sekretär(-in) - Fachkraft Anmerkungen: Benutzereigenschaft: fachliche Kenntnisse Aufgaben-Jobalter Frage: Wie lange führen Sie die an Ihren Arbeitsplatz anfallenden Aufgaben bereits aus? (Angaben in Monaten oder Jahren) Antwortvoigaben: - Monate -Jahre Geforderte Ausbildung Frage: Welche Ausbildung haben Sie für die an Ihrem Arbeitsplatz anfallenden Arbeiten erworben bzw. erhalten? Antwortvorgaben: - Anlernzeit weniger als 1 Woche: - Anlernzeit weniger als 1 Monat - Anlernzeit mehr als 1 Monat: - Außerbetrieblich oder überbetrieblich anerkannte interne Lehrgänge; aber keine abgeschlossene Ausbildung: - abgeschlossene Ausbildung: - abgeschlossene Ausbildung und zusätzliche Fachausbildung: - Fachhochschul- oder Hochschulausbildung: Anmerkungen:
118 Anhang A: Fragebogen zur Erfassung von Benutzereigenschaften Frage: Wie beurteilen Sie insgesamt Ihre Ausbildung für die Arbeit? Antwortvorgaben: - sehr gut -gut - genügend - schlecht Anmerkungen: Benutzereigenschaft: EDV-Kenntnisse EDV-Jobalter Frage: Wie lange arbeiten Sie bereits mit Programmen - wie z.B Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Graphik? Antwortvorgaben: - weniger als 1 Monat. - 1 Monat und mehr. EDV-Ausbildung Frage: Wie lange wurden Sie in bezug auf die Benutzung von Programmen durchschnittlich geschult? Antwortvorgaben: - gar nicht: - kurze Einweisung (bis 1 Tag): - 1 Woche: - 2 Wochen: - 3 Wochen: - 4 Wochen: - mehr als 4 Wochen: Frage: Welche Inhalte wurden Ihnen bei Ihrer Ausbildung oder bei Schulungsmaßnahmen vermittelt bzw. haben Sie sich selbst angeeignet? (Mehrfachantworten möglich!) Antwortvorgaben: a) - Kenntnisse der Bedienung/Nutzung von Programmen: - Grundkenntnisse über EDV und eingesetzte Programme: - Kenntnisse bzgl. neuer Arbeitsabläufe bedingt durch die Programme:
Anhang A: Fragebogen zur Erfassung von Benutzereigenschaften b) 119 - weitergehende Kenntnisse über EDV und eingesetzte Programme: - Programmierkenntnisse: - Kenntnisse über Betriebssysteme: - Kenntnisse über Entwurf und Anwendung von Datenbanksystemen: - sonstige: - Kenntnisse der Ergonomie und der sozialen Folgen des Einsatzes von EDV: Anmerkungen: Frage: Wie beurteilen Sie insgesamt Ihre Ausbildung für die Arbeit mit EDV? Antwortvorgaben - sehr gut -gut - genügend - schlecht Anmerkungen: Benutzereigenschaft: Nutzung von EDV EDV-Arbeitszeit: Frage: Wieviele Stunden pro Tag arbeiten Sie durchschnittlich am Computer (Bildschirmgerät)? Antwortvorgabe: Stunden Benutzte EDV und Programme: Frage: Mit welchen der folgenden EDV-Techniken haben Sie bereits gearbeitet ? (Mehrfachantworten möglich) Antwortvorgaben: - Einplatzsystem: z.B. Personalcomputer, Stand-Alone PC, Mikrocomputer: - Mehrplatzsysteme: z.B. Minicomputer, Workstations, Abteilungsrechner: - Großcomputer: z.B. Großrechner, Hostrechner, Mainframe: - Computerverbund (wahlfreier Zugriff auf verschiedene Computersysteme):
120 Anhang A: Fragebogen zur Erfassung von Benutzereigenschaften Frage: Mit welchen der folgenden Programmen haben Sie bereits gearbeitet? (Mehrfachantworten möglich!) Antwortvorgaben: - Textverarbeitung: - Tabellenkalkulation: _ - Graphik, Bildverarbeitung: - Elektronisches Archiv: - Datenbank: - Elektronische Post: - Organisationshilfen (z.B. Terminkalender, Notizblock): - Integriertes Programm (z.B. Datenbank, Tabellenkalkulation, Textverarbeitung): - Finanzwesen (z.B. Buchhaltung): - Rechnungswesen (z.B.Kostenrechnung): - Personalwesen (z.B. Lohnverrechnung): - Einkauf/Materialwirtschaft: - Verkauf/Vertrieb/Versand: - Allgemeine Verwaltungssoftware: - Branchenspezifische Software: - sonstige: Frage: Mit welche der folgenden Dialogtechniken haben Sie bereits gearbeitet ? (Mehrfachantworten möglich) Antwortvorgaben: - Masken/Formulare: - Menüs: - Dialogsprachen (z.B. Kommandosprachen, Abfragesprachen, Programmiersprachen, Makrosprachen): - Direkte Manipulation (Fenstertechnik):
Anhang B: Prüffragen zur Untersuchung der Mensch-MenschFunktionsverteilung und der Arbeitsabläufe Inhaltsüb ersieht Funktion der Aufgabenbewertung Vorgehen bei der Bewertung Sammlung der Antwortblätter Auswertungsschema Auswertungshinweise Interpretation der Ergebnisse Im Zuge der Beantwortung der "Antwortblätter zur Festlegung der Inhalte und des Umfangs der Software-Evaluation" (Anhang C), beantworten Sie die folgenden Prüffragen. Deren Beantwortung geschieht im Rahmen eines "Beobachtungsinterviews", d.h. sie basiert auf Ihren Beobachtungen während der Festlegung der Inhalte und des Umfangs der Software-Evaluation und der subjektiven Meinung des Inhabers des zu analysierenden Arbeitsplatzes. Daher sollte der Zeitpunkt zur Beantwortung während oder nach der Durchführung der Beantwortung der Antwortblätter des Anhangs C gewählt werden, da Sie dabei wichtige Informationen zu den abgefragten Sachverhalten erhalten und somit eine gewisse Kontrollmöglichkeit bzgl. der gegebenen Antworten besitzen. Ihre persönlichen Beobachtungen (z.B. Abweichungen zwischen beobachteten Sachverhalten und gegebenen Antworten) können Sie in der dafür vorgesehenen Rubrik "Anmerkungen" festhalten. Vom Aufbau her sind die einzelnen Prüffragen geschlossen formuliert, d.h. sie besitzen die Antwortvorgaben "nein - teils - ja". Dies erleichtert den Auswertungsvorgang, der mittels eines vorgegebenen Auswertungsschema erfolgt. Im Auswertungsschema finden Sie Hinweise zur Auswertung und zur Interpretation der Ergebnisse.
122 Anhang B: Prüffragen - Mensch-Mensch-Funktionsverteilung und Arbeitsabläufe Die Ergebnisse der Aufgabenbewertung sowie Ihre persönlichen Anmerkungen sind im Prüfbericht unter dem Punkt 4.1. "Aufgabenbewertung und Darstellung der Prüfaufgaben" festzuhalten. Die folgenden Prüffragen sollen Sie in die Lage versetzen, die ergonomische Qualität bzgl. der am untersuchten Arbeitsplatz durchzuführenden Aufgaben und deren organisatorischen Einbettung zu bewerten (nicht-technische Organisationsschnittstelle). Dadurch soll eine ganzheitliche ergonomische Evaluation ermöglicht werden, die sicherstellt, daß die "allgemeinen Prinzipien menschengerechter Arbeit" nicht nur bei der Software sondern auch im organisatorischen Bereich Beachtung finden. Dazu wurden die im Kapitel 2 ausführlich beschriebenen "Kriterien zur Bewertung der Organisation und Aufgaben" mittels Prüffragen operationalisiert. Diese Prüffragen wurden den jeweiligen Kriterien zugeordnet und in Antwortblätter zusammengefaßt.
Anhang B: Prüffragen - Mensch-Mensch-Furiktionsverteilung und Arbeitsabläufe 123 Sammlung der Antwortblätter Antwortblatt Kriterium Ol: "Anforderungsvielfalt" Prüffragennummer: 422.01.10 Bewertungsbereich 422: Gestaltung der Arbeitsabläufe Kriterium 01: Anforderungsvielfalt Prfiffrage: Sind die Aufgaben interessant und abwechslungsreich? Quelle: Bonitz 1989 (VBBA Frage 5) Antwortvorgaben: () nein () teils 0 ja Anmerkungen: Prüffragennummer: 422.01.20 Bewertungsbereich 422: Gestaltung der Arbeitsabläufe Kriterium 01: Anforderungsvielfalt Prüffrage: Erfordern die Aufgaben, daß mehrere Sinnesgebiete (z.B. Hören, Sehen, Tasten) zugleich benutzt werden? Quelle: Dunckel 1989a,b (KABA Frage L 1.02) Antwortvoigabe: () nein 0 teils 0 ja Anmerkungen:
124 Anhang B: Prüffragen - Mensch-Mensch-Funktionsverteilung und Arbeitsabläufe Prüffragennummen 422.01.30 Bewertungsbereich 422: Gestaltung der Arbeitsabläufe Kriterium 01: Anforderungsvielfalt Prüffrage: Erfordern die Aufgaben unterschiedliche Bewegungsformen bzw. einen Wechsel der Körperhaltungen (z.B. Gehen, Stehen, Sitzen)? Quelle: in Anlehnung an Dunckel 1989a,b (KABA Frage J 1.02) Antwortvorgaben: () nein 0 teils 0 ja Anmerkungen: Antwortblatt Kriterium 02: "Ganzheitlichkeit" Prüffragennummen 422.02.10 Bewertungsbereich 422: Gestaltung der Arbeitsabläufe Kriterium 02: Ganzheitlichkeit Prfiffrage: Bilden die verschiedenen Aufgaben jeweils eine sinnvolle, zusammenhängende Einheit (d.h. ist deren Anfang und Abschluß, sowie deren Ablauf und Endprodukt für den Arbeitenden klar erkennbar = "ganzes Stück" Aibeit)? Quelle: Bonitz 1989 (VBBA Frage 9) Antwortvorgaben: () nein () teils 0 ja Anmerkungen:
Anhang B: Prüffragen - Mensch-Mensch-Funktionsverteilung und Arbeitsabläufe 125 Prüffragennummer 422.02.20 Bewertungsbereich 422: Gestaltung der Arbeitsabläufe Kriterium 02: Ganzheitlichkeit Prüffrage: Ist der Bedeutungsgehalt und Stellenwert der Aufgaben dem Arbeitenden bekannt (z.B. deren Beitrag zur Erfüllung der Gesamtfunktion der Organisation)? Quelle: eigene Antwortvorgaben: 0 nein 0 teils 0 ja Anmerkungen: Prüffragennummer 422.02.30 Bewertungsbereich 422: Gestaltung der Arbeitsabläufe Kriterium 02: Ganzheitlichkeit Prüffrage: Hat der Arbeitende die Möglichkeit des "Umweltbezuges", etwa durch direkten Zugang zum materiellen Produktionsprozeß (z.B.: durch den direkten Zugang des Einkäufers zum Produktionslager) oder durch das Herstellen von sozialen Situationen (z.B.: durch direkten Kundenkontakt des Versicherungssachbearbeiters)? Quelle: eigene Antwortvorgaben: 0 nein 0 teils 0 ja Anmerkungen:
126 Anhang B: Prüffragen - Mensch-Mensch-Funktionsverteilung und Arbeitsabläufe Antwortblatt Kriterium 03: "Durchschaubarkelt" Prüffragennummer: 421.03.10 Bewertungsbereich 421: Mensch-Mensch-Funktionsverteilung Kriterium 03: Durchschaubarkeit Prfiffrage: Weiß der Arbeitende über die Tätigkeiten der Arbeitskollegen in seiner Abteilung bescheid? Quelle: in Anlehnung an Baitsch 1989 (SAA Frage 25) Antwortvorgaben: Onein 0 teils 0 ja Anmerkungen: Prüffragennummer: 422.03.10 Bewertungsbereich 422: Gestaltung der Arbeitsabläufe Kriterium 03: Durchschaubarkeit Prüffrage: Ist für den Arbeitenden jederzeit eindeutig erkennbar, woher zu bearbeitende Aufgaben (Aufträge) kommen und zu welchem Zeitpunkt diese Aufgaben anfallen? Quelle: in Anlehnung an Dunckel 1989a,b (KABA Frage G. 2.01) Antwortvorgaben: 0 nein 0 teils 0 ja Anmerkungen:
Anhang B: Prüffragen - Mensch-Mensch-Funktionsverteilung und Arbeitsabläufe 127 Prüffragennummer: 422.03.20 Bewertungsbereich 422: Gestaltung der Arbeitsabläufe Kriterium 03: Durchschaubarkeit Prüffrage: Ist für den Arbeitenden jederzeit eindeutig erkennbar, wohin das Arbeitsergebnis geht und wann dieses dort vorliegt (bzw. wann eine Rückmeldung zu erwarten ist)? Quelle: in Anlehnung an Dunckel 1989a,b (KABA Frage G. 2.01) Antwortvorgaben: Onein () teils 0 ja Anmerkungen: Antwortblatt Kriterium 04: "Rückmeldungen (Feedback)" Prüffragennummer: 421.04.10 Bewertungsbereich 421: Mensch-Mensch-Funktionsverteilung Kriterium 04: Rückmeldungen (Feedback) Prüffrage: Liefern das Arbeitssystem oder der Vorgesetzte Rückmeldungen über Qualität und Quantität der Aufgabenerfüllung bzw. der Arbeitsergebnisse (= Resultatfeedback)? Quelle: in Anlehnung an Bonitz 1989 (VBBA Frage 13) Antwortvorgaben: () nein () teils 0 ja Anmerkungen:
128 Anhang B: Prüffragen - Mensch-Mensch-Funktionsverteilung und Arbeitsabläufe Prfiffragennummer: 422.04.10 Bewertungsbereich 422: Gestaltung der Arbeitsabläufe Kriterium 04: Rückmeldungen (Feedback) Prüffrage: Kann der Arbeitende die eigene Leistung qualitativ und quantitativ am Arbeitsfortschritt ablesen (z.B. Stand der Ausführungen seiner Aufgabe = Ablauffeedback)? Quelle: in Anlehnung an Bonitz 1989 (VBBA Frage 15) Antwortvorgaben: 0 nein 0 teils 0 ja Anmerkungen: Antwortblatt Kriterium 05: "Autonomie" Prüffragennummer: 421.05.10 Bewertungsbereich 421: Mensch-Mensch-Funktionsverteilung Kriterium 05: Autonomie Prüffrage: Kann der Arbeitende selbst entscheiden, in welcher Reihenfolge, zeitlichen Abfolge und mit welchen Methoden und Arbeitsmittel er die einzelnen Aufgaben bearbeiten kann (= Handlungs- und Zeitspielraum)? Quelle: in Anlehnung an Bonitz 1989 (VBBA Frage 2) Antwortvorgaben: 0 nein 0 teils 0 ja Anmerkungen:
Anhang B: Prüffragen - Mensch-Mensch-Funktionsverteilung und Arbeitsabläufe 129 Prüffragennummer: 422.05.10 Bewerhmgsbeieich 422: Gestaltung der Arbeitsabläufe Kriterium 05: Autonomie Prüffrage: Kann der Arbeitende die auszuführenden Aufgaben selbstständig Planen, Vorbereiten und Kontrollieren (= Entscheidungsspielraum)? Quelle: in Anlehnung an Boritz 1989 (VBBA Frage 6) Antwortvorgaben: 0 nein 0 teils 0 ja Anmerkungen: Prüffragennummer: 422.05.20 Bewertungsbereich 422: Gestaltung der Arbeitsabläufe Kriterium 05: Autonomie Prüffrage: Ist der Arbeitende von technischen Hilfsmitteln (z.B. Unterbrechung des Arbeitsablaufes ohne alternative Möglichkeiten zur Fortsetzung der Tätigkeiten), von sachlich nicht begründbaren einengenden Vorschriften, oder von Anweisungen seines Vorgesetzten weitgehend unabhängig, um zu arbeiten? Quelle: in Anlehnung an Bonitz 1989 (VBBA Frage 21) Antwortvorgaben: () nein () teils 0 ja Anmerkungen:
130 Anhang B: Prüffragen - Mensch-Mensch-Funktionsverteilung und Arbeitsabläufe Antwortblatt Kriterium 06: "Kooperations- und Kommunikations-f örderlichkeit" Prüffragennummer: 421.06.10 Bewertungsbereich 421: Mensch-Mensch-Funktionsverteilung Kriterium 06: Kooperations- und Kommunikationsförderlichkeit Prüffrage: Können die Arbeitenden die anfallende Arbeit selbstständig untereinander verteilen (z.B. durch Organisationskonzepte wie "kooperative Arbeitsteilung/qualifizierte Assistenz" oder "selbstregulierende Gruppen")? Quelle: in Anlehnung an Bonitz 1989 (VBBA Frage 24) Antwortvorgaben: () nein 0 teils 0 ja Anmerkungen: Prüffragennummer: 421.06.20 Bewertungsbereich 421: Mensch-Mensch-Funktionsverteilung Kriterium 06: Kooperations- und Kommunikationsförderlichkeit Prüffrage: Können sich die Arbeitenden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben gegenseitig unterstützen (z.B. bei aufgabenbezogenen Problemen)? Quelle: in Anlehnung an Bonitz 1989 (VBBA Frage 22) Antwortvorgaben: Onein () teils 0 ja Anmerkungen:
Anhang B: Prüffragen - Mensch-Mensch-Funktbnsverteilung und Arbeitsabläufe 131 Prüffragennummer: 422.06.10 Bewertungsbereich 422: Gestaltung der Aibeitsabläufe Kriterium 06: Kooperations- und Kommunikationsförderlichkeit Prüffrage: Durch die aufgabenbedingte Kooperation kommt es zu keiner Einschränkung /Behinderung des Arbeitenden bei seiner Aufgabenerfüllung? Quelle: eigene Antwortvorgaben: 0 nein 0 teils 0 ja Anmerkungen: Antwortblatt Kriterium 07: "Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten" Prüffragennummer: 421.07.10 Bewertungsbereich 421: Mensch-Mensch-Funktionsverteilung Kriterium 07: Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten Prüffrage: Werden dem Arbeitenden regelmäßig Möglichkeiten zur Weiterentwicklung seiner beruflichen Qualifikationen geboten (z.B. inner- und außerbetriebliche Fortbildungskurse)? Quelle: eigene Antwortvorgaben: () nein () teils 0 ja Anmerkungen:
132 Anhang B: Prüffragen - Mensch-Mensch-Funktionsverteilung und Arbeitsabläufe Prüffragennummer: 421.07.20 Bewertungsbereich 421: Mensch-Mensch-Funktionsverteilung Kriterium 07: Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten Prfiffrage: Werden den Arbeitenden berufliche Entwicklungsmöglichkeiten geboten (z.B. höheres Einkommen)? Quelle: in Anlehnung an Bonitz 1989 (VBBA Frage 27) Antwortvorgaben: () nein 0 teils 0 ja Anmerkungen: Prüffragennummer 422.07.10 Bewertungsbereich 422: Gestaltung der Arbeitsabläufe Kriterium 07: Lem- und Entwicklungsmöglichkeiten Prüffrage: Kann der Arbeitende bei der Aufgabenerfüllung seine Kenntnisse und Fähigkeiten einsetzen? Quelle: in Anlehnung an Bonitz 1989 (VBBA Frage 29) Antwortvorgaben: Onein 0 teils 0 ja Anmerkungen:
Anhang B: Prüffragen - Mensch-Mensch-Funktionsverteilung und Arbeitsabläufe 133 Antwortblatt Kriterium 08: "Datenschutz/Datensicherheit" Prüffragennummer: 421.08.10 Bewertungsbereich 421: Mensch-Mensch-Funktionsverteilung Kriterium 08: Datenschutz/Datensicherheit Prüffrage: Wurde der Arbeitende schriftlich zur Hinhaltung des Datengeheimnisses verpflichtet? Quelle: eigene Antwortvorgaben: 0 nein 0 teils 0 ja Anmerkungen: Prüffragennummer 421.08.20 Bewertungsbereich 421: Mensch-Mensch-Funktionsverteilung Kriterium 08: Datenschutz/Datensicherheit Prüffrage: Wurde der Arbeitende durch organisatorische Maßnahmen dazu angehalten, von ihm zu verarbeitende sensible (personenbezogene) Daten zu schützen? Quelle: eigene Antwortvorgaben: 0 nein 0 teils 0 ja Anmerkungen:
134 Anhang B: Prüffragen - Mensch-Mensch-Funktionsverteilung und Arbeitsabläufe Antwortblatt Kriterium 09: "Belastung und Beanspruchung" Prüffragennummer: 422.9.10 Bewertungsbereich 422: Gestaltung der Arbeitsabläufe Kriterium 09: Belastung und Beanspruchung Prüffrage: Sind die Aufgaben anspruchsvoll genug, um den Arbeitenden nicht zu unterfordern? Quelle: in Anlehnung an Bonitz 1989 (VBBA Frage 32) Antwortvorgaben: () nein () teils 0 ja Anmerkungen: Prüffragennummen 422.09.20 Bewertungsbereich 422: Gestaltung der Arbeitsabläufe Kriterium 09: Belastung und Beanspruchung Prüffrage: Ist der Arbeitsanfall so leicht zu bewältigen, daß weder Hektik noch Streß vermehrt auftreten? Quelle: Bonitz 1989 (VBBA Frage 33) Antwortvorgaben: Onein 0 teils 0 ja Anmerkungen:
Anhang B: Prüffragen - Mensch-Mensch-Funktwnsverteilung und Arbeitsabläufe Prüffragennummer: 422.09.30 Bewertungsbereich 422: Gestaltung der Arbeitsabläufe Kriterium 09: Belastung und Beanspruchung Prüffrage: Kann der Arbeitende zur Entlastung kleine Routineaufgaben erledigen? Quelle: in Anlehnung an Bonitz 1989 (VBBA Frage 36) Antwortvorgaben: 0 nein 0 teils 0 ja Anmerkungen:
136 Anhang B: Prüffragen - Mensch-Mensch-Funktionsverteilung und Arbeitsabläufe Auswertungsschema88: Skalen Items 1. Anforderungsvielfalt 3 2. Ganzheitlichkeit 3 3. Durchschaubarkeit 3 4. Rückmeldungen (Feedback) 2 5. Autonomie 3 6. Kooperations- und Kommunikationsförderlichkeit 3 7. Lern- u. Entwicklungsmöglichkeiten 3 8. Datenschutz/ Datensicherheit 2 9. Belastung u. Beanspruchung 3 Gesamturteil 25 88 In Anlehnung an den VBBA von Bonitz (1989). Rohwert Urteil
Anhang B: Prüffragen - Mensch-Mensch-Funktionsverteilung und Arbeitsabläufe Auswertungshinweise 1. Die Rohwerte sind die Einzelsummen der Itemantworten jedes KriterienAbschnittes des Leitfadens, wenn man nein mit 0, teils mit 1 und ja mit 2 kodiert. 2. Das Urteil ist der Quotient aus Rohwert und Anzahl der Items jedes KriterienAbschnittes. 3. Das Gesamturteil ist die Summe der Einzelurteile. Interpretation der Ergebnisse Sollten Sie bei der Bewertung der Aufgaben des untersuchten Arbeitsplatzes bzgl. der einzelnen Kriterien (Rohwerte kleiner gleich 1) oder bzgl. des Gesamturteiles (Wert kleiner gleich 13) Mängeln feststellen, so vermerken Sie dies im Prüfbericht unter dem Punkt "4.1 Aufgabenbewertung und Darstellung der Prüfaufgaben". Dabei sollten Sie festhalten, daß die Aufgaben, die mittels des evaluierten Anwendungssystems unterstützt werden, nicht den Prinzipien menschengerechter Arbeit genügen und daher die Ergebnisse der Evaluation des Anwendungssystems im Hinblick auf diese Beschränkungen zu sehen sind (Verletzung von Forderungen der Organisations-Ergonomie). 137
Anhang C: Antwortblätter zur Festlegung der Inhalte und des Umfangs der SoftwareEvaluation Inhaltsübersicht Teil A: Bestimmung des zu untersuchenden Arbeitsplatzes, der zu evaluierenden Anwendung(en) und Prüfen der Qualifikation des zu Befragenden Teil AI: Bestimmung des zu untersuchenden Arbeitsplatzes Teil A2: Prüfen der Qualifikation des zu Befragenden Teil B: Orientierung über die Aufgaben - Analyse und Auswahl bzgl. der zu evaluierenden Anwendung(en) Teil B1 Aufgaben des zu untersuchenden Arbeitsplatzes Teil B2 Auswahl der Aufgaben bzgl. der zu evaluierenden Anwendungen) für die Prüfaufgabe(n) Teil C: Detailliertere Orientierung über die von der(den) zu evaluierenden Anwendung(en) unterstützten Aufgabe - Arbeitsablauf und anzuwendende Funktionen der zu evaluierenden Anwendung(en) Teil Cl: Orientierung über die Einbettung der Aufgabe in die betriebliche Ablauforganisation Teil C2: Detailliertere Orientierung über die für den Arbeitsablauf einer Aufgabe benötigten Funktionen der zu evaluierenden Anwendung(en) Teil D: Orientierung über die eingesetzten Informations- und KommunikationsTechniken zur .i.Unterstützung; der Prüfaufgaben Sammlung der Antwortblätter zu den Teilen A bis D
Anhang C: Antwortblätter - Inhalte und Umfang der Software-Evaluation 139 Teil A: Bestimmung des zu untersuchenden Arbeitsplatzes, der zu evaluierenden Anwendung(en) und Prüfen der Qualifikation des zu Befragenden Funktion von Teil A Teil A dient zur Bestimmung des zu untersuchenden Arbeitsplatzes im Betrieb, zur groben Beschreibung dessen Aufgabenstellung, sowie zur Überprüfung der Qualifikation des zu Befragenden. Letzteres ist Voraussetzung zur Durchführung der Analyse, da nur ein hinsichtlich der Aufgabendurchführung "Geübter" die gestellten Fragen hinreichend beantworten kann. Teil AI: Bestimmung des zu untersuchenden Arbeitsplatzes Die folgende Bestimmimg des zu untersuchenden Arbeitsplatzes ist nur erforderlich, wenn dieser nicht seitens der betrieblichen Organisation (z.B. der Geschäfts- oder Verwaltungsabteilung) vorgegeben ist. Vorgehen bei der Untersuchung Versuchen Sie einen repräsentativen - für den geplanten oder tatsächlichen Einsatz der zu evaluierenden Anwendung(en)89- Arbeitsplatz auszuwählen. Dieser sollte in dieser oder ähnlicher Form öfters im Betrieb vorhanden sein. Hinweis: Die Qualität der zu erstellenden Prüfaufgabe(n) in bezug auf deren Repräsentativität steigt, wenn mehrere Arbeitsplätze von Benutzern der zu evaluierenden Anwendungen) untersucht werden. Dadurch wird gewährleistet, daß die Ergebnisse der Analyse nicht nur die subjektive Sichtweise eines Benutzërs bzgl. der Aufgaben und Arbeitsabläufe widerspiegelt. Handhabung des Antwortblattes AI Ist der zu untersuchende Arbeitsplatz bestimmt, sind dessen Bezeichnung sowie die zu evaluierende(n) Anwendung(en) in das Antwortblatt AI einzutragen. Unter Anwendung bzw. Anwendungssystem werden im folgenden das zu evaluierende Softwareprodukt verstanden.
140 Anhang C: Antwortblätter - Inhalte und Umfang der Software-Evaluation Teil A2: Prüfen der Qualifikation des zu Befragenden Funktion von A2 Als Voraussetzung für die weiteren Analysen müssen Sie zunächst feststellen, ob der Befragte hinreichend geübt ist. Befragte in der Ausbildung können die notwendigen Antworten nicht geben. Ist der Befragte nicht hinreichend geübt, dann sollte der Befragte gewechselt werden. Ist dies nicht möglich, so ist dies im Prüfbericht unter "2.2 Prüfumgebung" zu vermerken. Erläuterungen Ein Befragter gilt als hinreichend geübt, - wenn das "Jobalter" (d.h. die Zeit, seit er die am zu untersuchenden Arbeitsplatz zu erfüllenden typischen Aufgaben ausführt) mindestens drei Monate beträgt und - wenn zweifelsfrei die Ausbildungsvoraussetzungen erfüllt sind, die für die Durchführung der Aufgaben vom Betrieb gefordert sind. Wird am zu untersuchenden Arbeitsplatz bereits mit Informations- und Kommunikationstechniken (I&K-Techniken) gearbeitet, dann wird hinreichend geübt im Umgang mit I&K-Techniken angenommen, wenn der Befragte seit mindestens einem Monat selbständig mit diesen arbeitet. Ist der Befragte nicht hinreichend geübt und sollte der Einsatz der I&K-Techniken für den Arbeitsplatz wesentlich sein, dann sollte der Befragte gewechselt werden. Ist dies nicht möglich, so ist dies im Prüfbericht unter "2.2 Prüfumgebung" zu vermerken. Sonderfall: zu evaluierende Anwendung(en) bereits im Einsatz Der Befragte arbeitet bereits mindestens ein Monat selbstständig mit der(den) zu evaluierenden Anwendung(en). In diesem Fall können vor allem bei der Beantwortung der Fragen der Teile B3 und C2 wesentlich konkretere Antworten in bezug auf den Einsatz der zu evaluierenden Anwendung(en) bei der Aufgabenerfüllung erwartet werden. Handhabung des Antwortblattes A2 Notieren Sie die entsprechenden Antworten. Vermerken Sie den Sonderfall bei der Beantwortung der Fragen zur I&K-Ausbildung.
Anhang C: Antwortblätter - Inhalte und Umfang der Software-Evaluation Teil B: 141 Orientierung über die Aufgaben - Analyse und Auswahl bzgl. der zu evaluierenden Anwendung(en) Funktion von Teil B Ziel von B ist die Kennzeichnung der Aufgaben am untersuchten Arbeitsplatz, sowie die Auswahl der für die Prüfaufgabe(n) relevanten Aufgabe(n). Hierfür sind nur mehr jene Aufgaben von besonderem Interesse, die durch die zu evaluierende(n) Anwendung(en) unterstützt werden, bzw. deren Unterstützung geplant ist. Erläuterungen Für die Bearbeitung des Teiles B ist es notwendig, daß der Evaluator vor Ort - die räumliche Situation begutachtet, - typische Arbeitsabläufe analysiert, - Gespräche mit dem zu Befragenden sucht und - eventuell zusätzliche Expertengespräche (z.B. mit dem Abteilungsleiter) unternimmt. Als zusätzliche Hilfen sind (falls verfügbar) - Organigramm / Organisationsplan der Abteilung - Stellenbeschreibung für den Arbeitsplatz - interne Richtlinien (z.B. Arbeits- und Geschäftsanweisungen) und Organisationshandbücher, - Arbeitsablaufdiagramme, Formulare, Pflichtenheft, Datenflußpläne, usw. zu verwenden. Diese schriftlichen Unterlagen erleichtern die Orientierung, ersetzen jedoch nicht das Gespräch vor Ort! Vorgehen bei der Untersuchung Nehmen Sie die obigen Unterlagen zur Hilfe und klären Sie vor Ort - welche betrieblich vorgegebenen typischen Aufgaben, - in welcher zeitlichen Folge bearbeitet werden. Teil Bl: Aufgaben des zu untersuchenden Arbeitsplatzes In Antwortblatt Bl sollen die betrieblich vorgegebenen typischen Aufgaben festgehalten werden, die mit der/den zu evaluierenden Anwendung(en) unterstützt werden.
142 Anhang C: Antwortblätter - Inhalte und Umfang der Software-Evaluation Vorgehen bei der Untersuchung Bevor Sie einzelne Arbeitsaufgaben abgrenzen, verschaffen Sie sich einen Überblick über die Arbeitstätigkeit, die an diesem Arbeitsplatz ausgeführt wird. Erläuterungen Es hat sich bewährt, folgende Fragen zu stellen: - Wie sieht der Tagesablauf heute aus? - Gibt es andere Abläufe an anderen Tagen (zyklisch oder sporadisch auftretende Arbeiten)? - Trägt der Befragte auch für andere Aufgaben Verantwortung? (Diese sind ebenfalls in die Analyse einzubeziehen, falls sie durch die zu evaluierende(n) Anwendungen) an diesem Arbeitsplatz unterstützt werden.) Handhabung des Antwortblattes B1 Zu Beginn der Untersuchung klären Sie, ob es sich um einen typischen Arbeitstag handelt. Wenn nicht, verschieben Sie ggf. die Untersuchung auf einen anderen Zeitpunkt bzw. vermerken Sie diesen Umstand unter "2.2 Prüfumgebung" im Prüfbericht. Beobachten Sie den Arbeitenden genau bei der Arbeit, fragen Sie ggf. nach und notieren Sie Ihre Beobachtungen und Befragungsergebnisse auf dem Antwortblatt Bl. Tragen Sie in der ersten Spalte sämtliche Aufgaben ein, die von der/den zu evaluierenden Anwendung(en) unterstützt wird/werden. Halten Sie die Aufgaben in der Form fest, wie sie betrieblicherseits (z.B. in Stellenbeschreibungen) benannt oder bestimmt sind. Die Aufgaben können dabei in beliebiger Reihenfolge auf dem Antwortblatt notiert werden. Tragen Sie in der zweiten Spalte bei den Aufgaben den oder die Namen der unterstützenden Anwendung(en) ein. Die dritte Spalte - Gewichtung - wird erst im Teil B2 ausgefüllt! Geben Sie das Verhältnis zwischen den im Antwortblatt aufgelisteten Aufgaben und der Gesamttätigkeit (Gesamtheit aller Aufgaben des Arbeitenden) in Prozent an (z.B. 40 % aller Aufgaben werden von der/den zu evaluierenden Anwendung(en) unterstützt). Daraus läßt sich die Bedeutung der zu evaluierenden Anwendung für die Gesamtäigkeit ableiten. Teil B2 Auswahl der Aufgaben bzgl. der zu evaluierenden Anwendung(en) für die Prüfaufgabe(n) Funktion von Teil B2 In diesem Teil werden jene Aufgaben ausgewählt, die für die zu evaluierende(n) Anwendungen) von Bedeutimg sind. Diese Aufgaben müssen für die Einbettung in die
Anhang C: Antwortblätter - Inhalte und Umfang der Software-Evaluation Prüfaufgabe(n) nach bestimmten Kriterien ausgewählt und im anschließenden Teil C detaillierter untersucht werden. Vorgehen bei der Untersuchung Für die Prüfaufgabe(n) sind insbesondere jene Aufgaben von Bedeutung, die einen hohen Anteil an der täglichen Arbeitszeit benötigen und die von der zu evaluierende(n) Anwendung(en) (intensiv) unterstützt werden. Bezüglich der Auswahl der im Antwortblatt B1 erfaßten Aufgaben bieten sich folgende Vorgehensweisen an: Quantitative Aufgabenabgrenzung: Die von der(den) zu evaluierenden Anwendung(en) unterstützten Aufgaben werden in der Reihenfolge ihrers zeitlichen Anteils an der Gesamttätigkeit gereiht. D.h., die entsprechende Gewichtung (z.B. "1" für die Aufgabe mit dem höchsten zeitlichen Anteil, usw.) wird in der dafür vorgesehenen Spalte "Gewichtung" im Antwortblatt B1 eingetragen. Qualitative Aufgabenabgrenzung: Der Befragte wird nach der Wichtigkeit der von der(den) zu evaluierenden Anwendungen) unterstützten Aufgaben in bezug auf seine Gesamttätigkeit befragt. Die entsprechende Gewichtung (z.B. "1" für die wichtigste Aufgabe, usw.) wird in der dafür vorgesehenen Spalte "Gewichtimg" im Antwortblatt B1 eingetragen. Durch eine Kombination beider Strategien kann man zu einer differenzierteren Abgrenzung der relevanten Aufgaben für die Prüfaufgabe gelangen. Sonderfall: zu evaluierende Anwendungen) im Einsatz Bei vorliegen des Sonderfalles, daß der Befragte ein hinreichend geübter Benutzer in bezug auf die zu evaluierende(n) Anwendung(en) ist, kann auch noch das Ausmaß der tatsächlichen EDV-Unterstützung der Aufgabe(n) durch die zu evaluierende(n) Anwendung(en) bei der Erstellung der Gewichtung berücksichtigt werden. Aus der Liste der Aufgaben ist nun jene Aufgabe zur Einbettung in eine Prüfaufgabe auszuwählen, die in der Spalte "Gewichtung" den höchsten Rang aufweist. Tragen Sie die Bezeichnung der ausgewählten Aufgabe ins Antwortblatt B2 ein. Wiederholen Sie für die restlichen Aufgaben diesen Vorgang solange, bis eines der folgenden Kriterien erfüllt ist: - Der geschätzte Zeitanteil pro Tag der bereits ausgewählten Aufgaben übersteigt 75 % des Zeitanteiles aller Aufgaben, die mittels der zu evaluierenden Anwendungen) unterstützt werden. - Es wurden bereits 3-4 Aufgaben ausgewählt. Handhabung des Antwortblattes B1 und B2 Nachdem Sie die für die Untersuchung relevanten Aufgaben im Antwortblatt B1 gewichtet haben, tragen Sie für jede dieser Aufgaben deren Bezeichnung, das Ziel und das angestrebte Arbeitsergebnis auf dem Antwortblatt B2 ein. Es genügt hier eine grobe Kennzeichnung des Ziels und des Arbeitsergebnisses. 143
144 Anhang C: Antwortblätter - Inhalte und Umfang der Software-Evaluation Teil C: Detailliertere Orientierung über die von der(den) zu evaluierenden Anwendung(en) unterstützten Aufgabe Arbeitsablauf und anzuwendende Funktionen der zu evaluierenden Anwendung(en) Hinweis Dieser Teil muß für jede der in Antwortblatt B2 abgegrenzten Aufgaben einmal durchgeführt werden. Kopieren Sie hierzu die Antwortblätter dieses Teiles so oft, wie dies - aus Antwortblatt B2 ersichtlich - erforderlich ist. Funktion von Teil C In diesem Teil soll eine detailliertere Orientierung über eine Aufgabe gewonnen werden. Das Ziel ist eine Analyse der Informationsflüsse und eine Zuordnung der für die Durchführung der Aufgaben notwendigen Funktionen der Anwendung(en) des Bürosystems. Dadurch soll gewährleistet werden, daß die Funktionen der Anwendungen), die für die Durchführung dieser Aufgabe erforderlich sind, auch tatsächlich beim Evaluationsvorgang berücksichtigt werden. Teil Cl: Orientierung über die Einbettung der Aufgabe in die betriebliche Ablauforganisation Funktion von Teil Cl Auf dem Antwortblatt Cl sollen Herkunft und Ziel der für die Aufgabe benötigten bzw. erzeugten Informationen - wie z.B. Formulare, Briefe, schriftliche Anweisungen, mündliche Mitteilungen, usw. - festgehalten werden. Sie können von Stellen innerhalb und außerhalb des Betriebes kommen und auch an diese weitergegeben werden. Handhabung des Antwortblattes Cl In die erste Spalte tragen Sie Namen oder Bezeichnung der internen oder externen Stellen ein, mit denen ein Zusammenhang aus der Sicht der zu untersuchenden Aufgabe bzgl. des Informations- und Belegflusses besteht. In die zweite Spalte tragen Sie die Richtung des Informations- oder Belegflusses ein. Die entsprechenden Symbole sind auf dem Antwortblatt erläutert. In die dritte Spalte tragen Sie ein, um welche Art von Informationen (z.B. Rechnungen, Lieferscheine, Texte, Graphiken) es sich dabei handelt. In die vierte Spalte tragen Sie ein, durch welche Kommunikationsmittel die in der dritten Spalte genannten Informationen übermittelt werden. Es ist nur das wesentlichste oder häufigste Mittel zu nennen.
Anhang C: Antwortblätter - Inhalte und Umfang der Software-Evaluation 145 Teil C2: Detailliertere Orientierung über die für den Arbeitsablauf einer Aufgabe benötigten Funktionen der zu evaluierenden Anwendung(en) Funktion von C2 Die Prüfaufgabe wird hier detaillierter betrachtet, indem ermittelt wird, welche Funktionen der zu evaluierenden Anwendung(en) für die Unterstützung der Prüfaufgabe benötigt werden. Vorgehen bei der Untersuchung Führen Sie die benötigten Funktionen der zu evaluierenden Anwendung(en) (Name, Bezeichnung) und ihre Bedeutimg für die Unterstützung der Durchführung der Prüfaufgabe (hoch - mittel - gering) jeweils im Antwortblatt C2 an. Die Funktionen der zu evaluierenden Anwendung(en) können Sie entweder dem Anhang D entnehmen, der für einige typische Anwendungen von Bürosystemen deren charakteristischen Funktionen beschreibt. Oder Sie greifen auf die Produktbeschreibungen der zu testenden Anwendung(en) zurück (z.B. Einführungshandbuch, Benutzerhandbuch. Dokumentationen. Tutorien). Handhabung des Antwortblattes C2 Beschreiben Sie im Antwortblatt C2 die benötigten Funktionen der Prüfaufgabe. Verwenden Sie gleichzeitig entweder den Anhang D und/oder die entsprechenden Produktbeschreibungen der Anwendung(en). Daraus können Sie die für die Aufgabenerfüllung relevanten Funktionen der Anwendung(en) entnehmen. Versuchen Sie im Antwortblatt C2 die Funktionen entsprechend der logischen Reihenfolge der Aufgabendurchführung zu ordnen. Stellen Sie gleichzeitig fest, ob die zu testende Anwendung(en) prinzipiell für die konkrete betriebliche Aufgabenstellung geeignet ist/sind. Sollte dies nicht der Fall sein, so vermerken Sie dies im Antwortblatt C2 und im Prüfbericht (unter Punkt 4.1 Aufgabenbewertung und Darstellen der Prüfaufgabe). In diesem Fall ist eine weitere software-ergonomische Evaluation der Anwendung(en) wenig sinnvoll, da die Anforderungen an die Funktionalität nicht erfüllt sind (Funktionaitäts-Ergonomie).
146 Anhang C: Antwortblätter -Inhalte und Umfang der Software-Evaluation Teil D: Orientierung über die eingesetzten Informations- und Kommunikations-Techniken zur Unterstützung der Prüfaufgaben Hinweis: Die Fragen dieses Teils sind nur bei bestehendem Einsatz von I&K-Techniken am Arbeitsplatz zu beantworten. Funktion von Teil D Teil D soll die für die Prüfaufgaben verwendeten Informations- und Kommunikationstechniken (I&K-Techniken) beschreiben. Damit sollen vor allem die hardware-technischen Rahmenbedingungen erfaßt werden. Diese stellen vielfach Restriktionen für software-ergonomische Forderungen dar (z.B. eingeschränkte Farbengestaltung bei Einsatz von Monochrombildschirmen). Das Hauptaugenmerk soll dabei auf jenen I&K-Techniken liegen, die die eingesetztein) oder geplante(n) Anwendung(en) des Bürosystems unterstützen bzw. unterstützen werden. Erläuterungen Unter Informationstechniken sind alle technischen Einrichtungen und Hilfsmittel (Arbeitsmittel, DV-Anlagen usw.) zu verstehen, die dazu dienen, Daten zu erfassen, zu speichern und zu verarbeiten. Kommunikationstechniken dienen der Übertragung und Vermittlung von Daten. Alle Eigenschaften oder Beziehungen von Dingen oder Personen (z.B. Personaldaten, Maschinendaten), die in objektivierter Form (d.h. als Zahlen, Buchstaben, Texte, Zeichnungen usw.) vorliegen, werden als Daten bezeichnet. Handhabung des Antwortblattes D In Antwortblatt D ist einzutragen, welche Informations- und Kommunikationstechniken für die Durchführung der Prüfaufgaben verwendet werden.
Anhang C: Antwortblätter - Inhalte und Umfang der Software-Evaluation 147 Sammlung der Antwortblätter der Teile A bis D Antwortblatt AI Bezeichnung des Arbeitsplatzes durch den Betrieb/Verwaltung: Kurzbeschreibung der zu evaluierenden Anwendung(en): Anwendung 1: Produktnamen: Kurzbezeichnung^O Einsatzzweck: () monofunktionale Anwendung () multifunktionale Anwendung Anwendung 2z Produktnamen: Kurzbezeichnung: Einsatzzweck: () monofunktionale Anwendung () multifunktionale Anwendung Anwendung 3: Produktnamen: Kurzbezeichnung: Einsatzzweck: () monofunktionale Anwendung () multifunktionale Anwendung Anwendung 4: Produktnamen: Kurzbezeichnung: Einsatzzweck: () monofunktionale Anwendung 0 multifunktionale Anwendung Wählen Sie eine "sprechende" Kurzbezeichnung für die Anwendung, die Sie beim Ausfüllen der folgenden Antwortblätter für die jeweilige Anwendung verwenden können.
148 Anhang C: Antwortblätter - Inhalte und Umfang der Software-Evaluation Antwortblatt A2 Aufgaben-Jobalter Wie lange werden die am Arbeitsplatz anfallenden Arbeiten bereits ausgeführt? (Angabe in Monaten oder Jahren) Monate: Jahre: geforderte Ausbildung Welche Ausbildung wird für die am Arbeitsplatz anfallenden Arbeiten vorausgesetzt (Bitte ankreuzen)? - Anlernzeit weniger als 1 Woche: - Anlernzeit weniger als 1 Monat: - Anlernzeit mehr als 1 Monat: - Außerbetrieblich oder überbetrieblich anerkannte interne Lehrgänge; aber keine abgeschlossene Ausbildung: - abgeschlossene Ausbildung: - abgeschlossene Ausbildung und zusätzliche Fachausbildung: - Fachhochschul- oder Hochschulausbildung: Prüfen Sie, ob die Ausbildungsvoraussetzungen vom Befragten für die Aufgabendurchführung erfüllt werden. Geübtheit Arbeitsaufgaben Ist der Befragte für die am Arbeitsplatz anfallenden Arbeiten hinreichend geübt? D.h das AufgabenJobalter beträgt mindestens 3 Monate und die Ausbildungsvoraussetzungen sind erfüllt: 0 ja 0 nein Falls nein, so sollte der Befragte gewechselt werden bzw. falls dies nicht möglich ist, vermerken Sie dieses im Prüfbericht unter "2.2 Prüfumgebung".
Anhang C: Antwortblätter - Inhalte und Umfang der Software-Evaluation 149 Die folgenden Fragen sind nur zu beantworten, wenn am Arbeitsplatz bereits I&K-Techniken eingesetzt werden. I&K-Jobalter Wie lange wird bereits mit I&K-Technik gearbeitet? - weniger als 1 Monat: - 1 Monat und mehr. Sollte weniger als 1 Monat mit I&K-Technik gearbeitet werden, prüfen Sie, ob deren Einsatz für diesen Arbeitsplatz/die typischen Arbeitsaufgaben wesentlich ist. Wenn ja, suchen Sie ggf. einen anderen Arbeitsplatz bzw. vermerken diesen Umstand im Prüfbericht unter "2.2 Prüfumgebung". Sonderfall: zu evaluierende Anwendung(en) bereits im Einsatz Liegt der Sonderfall vor, daß der Befragte hinreichend geübt mit der zu evaluierenden Anwendungen) gearbeitet hat? 0 ja Onein I&K-Ausbildung Wie lange wurde der Befragte in bezug auf die Benutzung der I&K-Techniken bzw. die zu evaluierende(n) Anwendungen) geschult? - gar nicht: - kurze Einweisung (bis 1 Tag): - 1 Woche: - 2 Wochen: - 3 Wochen: - 4 Wochen: - mehr als 4 Wochen: Welche Inhalte wurden bei Schulungsmaßnahmen vermittelt? (Mehrfachantworten möglich!) - Bedienung des Geräts: - grundlegende Kenntnisse bzgl. der zu evaluierenden Anwendungen): - tiefergehende Kenntnisse bzgl. der zu evaluierenden Anwendungen): - praktische Übungen mit der/den zu evaluierenden Anwendungen): - zusätzliche Fachkenntnisse: - Grundkenntnisse der I&K-Techniken: - Kenntnisse der Ergonomie und sozialverträglichen Arbeitsgestaltung:
150 Anhang C: Antwortblätter - Inhalte und Umfang der Software-Evaluation - Kenntnisse der sozialen Folgen des Hinsatzes von I&K-Techniken: - Kenntnisse der betrieblichen (EDV-) Organisation: - Datenschutz, Datensicherheit, Persönlichkeitsschutz: Prüfen Sie, ob die dem Befragten vermittelten Schulungsinhalte für die Benutzung der I&K-Techniken ausreichend sind. Geübtheit I&K-Techniken: Ist der Befragte für die Arbeit mit I&K-Techniken hinreichend geübt? D.h.das I&K-Jobalter beträgt mindestens 1 Monat und die I&K-Ausbildungsvoraussetzungen sind erfüllt: 0 ja 0 nein Falls nein, so sollte der Befragte gewechselt werden bzw. falls dies nicht möglich ist, vermerken Sie dieses im Prüfbericht unter "2.2 Prüfumgebung".
Anhang C: Antwortblätter - Inhalte und Umfang der Software-Evaluation Antwortblatt B1 Liste der Aufgaben Ist der Arbeitsablauf am heutigen Tag typisch für diesen Arbeitsplatz?: 0 ja Onein Aufgaben zu evaluierende Anwendungen) (Kurzbezeichnung) 2. _ 3. _ 4. _ 5._ 6._ 7. _ 8. _ 9. _ 10. 11. Anmerkungen: Verhältnis der erfaßten Aufgaben zur Gesamttätigkeit: Prozent Bedeutung der zu evaluieienden Anwendung(en) für den Arbeitsplatz: 0 hoch (mehr als 50 Prozent der Aufgaben) 0 mittel (zwischen 50 und 25 Prozent der Aufgaben) 0 gering (weniger als 25 Prozent der Aufgaben) Diese Spalte wird im Teil B2 ausgefüllt! Gewichtung (Rangfolge) 151
152 Anhang C: Antwortblätter - Inhalte und Umfang der Software-Evaluation Antwortblatt B2 Ausgewählte Aufgabe(n) für die Prüfaufgabe(n) Aufgabe 1 Bezeichnung: Ziel: Arbeitsergebnis: Aufgabe 2 Bezeichnung: Ziel: Arbeitsergebnis: Aufgabe 3 Bezeichnung: Ziel: Arbeitsergebnis: Aufgabe 4 Bezeichnung: Ziel: Arbeitsergebnis:.
Anhang C: Antwortblätter - Inhalte und Umfang der Software-Evaluation 153 Antwortblatt C1 Informationsfluß der zu untersuchenden Aufgabe mit anderen Stellen innerhalb und außerhalb des Betriebes Kennzeichnen Sie die außerbetrieblichen Stellen z.B. mittels Unterstreichung des Namens der außerbetrieblichen Stelle. Name der anderen Stellen Richtung des Informationsflusses Art der Information 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8.. 9. 10. Erläuterungen: Richtung des Informationsflusses: > Information fließt vom untersuchten Arbeitsplatz zu anderen Stellen < Information fließt von anderen Stellen zum untersuchten Arbeitsplatz < — > Information fließt in beide Richtungen Art der Information: z.B. Rechnungen, Lieferscheine, Aufträge, Formulare, Briefe Kommunikationsmittel: z.B. mündlich, schriftlich, telefonisch, Elektronische Post Kommunikationsmittel
154 Anhang C: Antwortblätter - Inhalte und Umfang der Software-Evaluation Antwortblatt C2 Aufgabe mit der Nummer: (aus Antwortblatt B3.2) Bezeichnung: Ziel: Arbeitsergebnis: Benötigte Funktionen der Anwendung (entnommen aus Anhang D und/oder Produktbeschreibungen der Anwendung): (hoch - mittel - gering) 1. 2. (hoch - mittel - gering) 3. (hoch - mittel - gering) 4. (hoch - mittel - gering) 5. (hoch - mittel - gering) 6. (hoch - mittel - gering) 7. (hoch - mittel - gering) 8. (hoch - mittel - gering) 9. (hoch - mittel - gering) 10. (hoch - mittel - gering) 11 . (hoch - mittel - gering) 12 . (hoch - mittel - gering) 13 . (hoch - mittel - gering) 14 . (hoch - mittel - gering) 15 . (hoch - mittel - gering) 16. (hoch - mittel - gering) 17. (hoch - mittel - gering) 18 . (hoch - mittel - gering) 19 . (hoch - mittel - gering) 20 . (hoch - mittel - gering) 21 . (hoch - mittel - gering) den
Anhang C: Antwortblätter - Inhalte und Umfang der Software-Evaluation 22 . (hoch - mittel - gering) 23 . (hoch - mittel - gering) 24 . (hoch - mittel - gering) 25 . (hoch - mittel - gering) 26. (hoch - mittel - gering) 27. (hoch - mittel - gering) 28 . (hoch - mittel - gering) 29 . (hoch - mittel - gering) 30. (hoch - mittel - gering) 31 . (hoch - mittel - gering) 32 . (hoch - mittel - gering) 33 . (hoch - mittel - gering) 34 . (hoch - mittel - gering) 35 . (hoch - mittel - gering) 36 . (hoch - mittel - gering) 37. (hoch - mittel - gering) 38 . (hoch - mittel - gering) 39 . (hoch - mittel - gering) 40 . (hoch - mittel - gering) Prinzipielle Eignung der Anwendung für die Augabensteilung gegeben: 0 ja 0 nein
156 Anhang C: Antwortblätter - Inhalte und Umfang der Software-Evaluation Antwortblatt D Eingesetzte DV-Anlage (Mehrfachantworten möglich!) - Einplatzsystem (z.B. Personalcomputer, Stand-Alone PC, Mikrocomputer): welcher Hersteller bzw. Typ?: welches Betriebssystem?: - Myhrpfyfosyjjfenr^ (z.B. Minicomputer, Workstations, Abteilungsrechner): welcher Hersteller bzw. Typ?: welches Betriebssystem?: - Großcomputer (z.B. Großrechner, Hostrechner, Mainframe): welcher Hersteller bzw. Typ?: welches Betriebssystem?: Dateneingabegeräte (Mehrfachantworten möglich!) - Bildschirm mit Tastatur: - Bildschirm mit Zusatzeinrichtungen: wenn ja, welche? - Maus: - Lichtstift: - berührungsempfindlicher Bildschirm (touch screen): - mobile Datenerfassungsgeräte: - Belegleser / Formularleser: - Klarschriftlesen - Scanner (Bilderfassung), Strichcodeleser: - Mikrofilmleser: - sonstige (welche?): Datenausgabegeräte (Mehrfachantworten möglich!) - Drucker: wenn ja, welche? .- Typenraddrucker: - Matrixdrucker: - Laserdrucker: - Tintenstrahldrucker: - Graphikdrucker: - Schnelldrucker: - Plotter (Zeichengeräte): - Mikroverfilmung: - Sprachausgabe: - sonstige (welche?)
Anhang C: Antwortblätter - Inhalte und Umfang der Software-Evaluation 157 Datenspeicherung (Mehrfachantworten möglich!) - zentrale Datenspeicherung: - dezentrale Datenspeicherung (z.B. Disketten, lokale Festplatte): Kommunikationstechniken (Mehrfachantworten möglich!) - Digitales Telefonsystem: - Btx-Anschluß: - Telefax (Fernkopierer): - Teletex (Übertragung von Texten im Fernmeldenetz): - Elektronische Post (Electronic Mail, Mailbox, Telebox, elektronischer Briefkasten): - Videokonferenzen: - Integrierte Kommunikationssysteme (multifunktionaler Arbeitsplatz zur Integration von Daten, Texten, Bildern, Sprache): - sonstige (welche?): Daten- und Rechnernetze (Mehrfachantworten möglich!) Werden mehrere Computer miteinander verbunden (Rechnernetz): wenn ja, welche Netze werden verwendet?: - Lokale Netze: - Öffentliche Netze: - analoge Übertragung (Fernsprechnetz): - digitale Übertragung (Datex-L, Datex-P, ISDN): Welche weitere(n) Anwendung(en) werden zusätzlich zu der(den) zu evaluierenden am Arbeitsplatz eingesetzt? (Mehrfachantworten möglich!) - jeweils kurze Angabe des Namens und Einsatzzweckes: - Textverarbeitung: - Tabellenkalkulation: - Graphik, Bildverarbeitung: - Elektronisches Archiv: - Datenbank: - Elektronische Post: - Organisationshilfen (z.B. Terminkalender, Notizblock), wenn ja, welche?:
158 Anhang C: Antwortblätter - Inhalte und Umfang der Software-Evaluation - Integrierte(s) Bürosystem(e): wenn ja, mit welche Anwendungen (siehe beispielsweise oben): - Finanzwesen (Buchhaltung): - Rechnungswesen (Z.B. Kostenrechnung): - Personalwesen: - Einkauf/Materialwirtschaft: - Verkauf/Vertrieb/Versand: - Allg. Verwaltungssoftware: - Branchenspez. Software: - sonstige, wenn ja, welche?: Welche Bedeutung hat/haben die untersuchte(n) Anwendung(en) im Verhältnis zu den anderen eingesetzten? Anwendung 1: Ohoch 0 mittel 0 gering 0 mittel 0 gering 0 mittel 0 gering () mittel () gering Anwendung 2: Ohoch Anwendung 3: Ohoch Anwendung 4:. 0 hoch
Anhang D: Funktionalität einiger typischer Anwendungen eines Bürosystems Die folgende Auflistung von Funktionen für einige typische Anwendungen von Bürosystemen gibt Ihnen eine kurze Charakterisierung deren Funktionalität92. Für eine tiefergehende Analyse der Funktionen der zu evaluierenden Anwendung(en) ziehen Sie die entsprechenden Produktbeschreibungen zu Rate. In der Regel finden Sie dort in einem eigenen Abschnitt eine komprimierte Beschreibung sämtlicher Funktionen der Anwendung. Die folgende Auflistimg kann dazu verwendet werden, die für die konkrete Aufgabenstellung benötigten Funktionen der Anwendung zu ermitteln. In den beigefügten Prüfaufgaben (Anhang E) sind die hier beschriebenen Funktionen eingearbeitet. Der "Integrationsgrad der Anwendungen" wird in den einzelnen Prüfaufgaben abgeprüft. DATENBANK (DB) Erstellen (Einrichten) von Datenbanken Organisationsform - Organisationsform - hierarchisch - relational - Mischform - verteilt - Zugriffskontrolle - Recordlocking - Filelocking - anderes: - Data Dictionary Kapazität/Änderungsmöglichkeiten - Anzahl verknüpfbarer Tabellen - Anzahl Datensätze pro Tabelle - feste oder variable Satzlänge - Anzahl Felder pro Satz - Anzahl Schlüsselfelder 92 Literaturquellen: Hartmann 1989, Gergely 1989, Oppermann 1988, Katz 1987, Hölzenbein 1989, Newman 1987.
160 Anhang D: Funktionalität typischer Anwendungen eines Bürosystems - Anzahl Datentypen (Integer, Real, Char, Boolean, Formel, Datum, usw.) - nachträgliche Änderung der Datenbankstruktur (z.B. Hinzufügen von Feldern, Löschen von Feldern) Generische Funktionen - Markieren von Datensätzen - Sortieren von Datensätzen - Löschen von Datensätzen - Einfügen von Datensätzen - Kopieren von Datensätzen - Suchen von Datensätzen - mathematische und statistische Funktionen Datenabfrage - Abfragesprache - SQL-Abfragen - menügesteuerte Abfragen - Abfragemasken (Query by Forms) - Volltextsuche - Speichern und Laden von Abfragen - Verknüpfen von Abfragen - Verknüpfungsoperanden: - logische - arithmetische Programmierung - Programmiersprache - Art der Programmierung - menügesteuert - Programmeditor - Entwicklungsumgebung (z.B. 4 Generationssprache) - Makroprogrammieru ng Allgemeine Ausstattung - Maskengenerator - Reportgenerator Datensicherungsmaßnahmen - Lese- und Schreibschutz (gesamte Datenbank, Tabellen, einzelne Felder) - Sicherheitskopien - Schutz von Daten bei Systemzusammenbrüchen - Verschlüsselung von Daten Druckersteuerung/Ausgabe - Anzahl Druckertreiber
Anhang D: Funktionalität typischer Anwendungen eines Bürosystems 161 - Postscript-Druckerfähigkeit - farbige Textausgabe - Drucken im Hintergrund - Ausgabe wahlweise in Hoch- oder Querformat Schnittstellen zu anderen Anwendungen - Konvertierungsmöglichkeiten zu anderen Anwendungen (z.B. - Datenbank, Tabellen, Text, Graphik) - Zugang zum Betriebssystem - Schnittstelle zu Programmiersprachen (z.B. C, Assembler) - Netzwerkfähigkeit TABELLENKALKULATION (TK) Erstellen von Tabellen - Anzahl Zeilen - Anzahl Spalten - Anzahl verknüpfbarer Tabellen - Anzahl gleichzeitig geöffneter Tabellen Generische Funktionen - Funktionen auf Felder, Feldgruppen, Zeilen, Spalten - Markieren - Kopieren - Sortieren - Verschieben -Löschen - Suchen/Ersetzten - Schutz von Feldern - Paßwortschutz für Tabellen - Notizen zu Feldern - Formeln kopieren Formatierungsumfang - Linksbündig - Rechtsbündig - Zentriert - Formatierungsmöglichkeiten für Zahlen - Exponentialschreibweise - Festkomma -Ganzzahl - Normal (d.h. entweder Festkomma oder Exponent) - DM, ÖS, US, usw. - Prozent - Logarithmisch
162 Anhang D: Funktionalität typischer Anwendungen eines Bürosystems - Eingabefeldformate automatisch erkennbar - Fenstertechnik - verschiedene Ansichten derselben Tabelle Rechenfunktionen/Statistik - Funktionsarten - logische Funktionen - Kalenderfunktionen - Statistikfunktionen - Indexfunktionen - Arithmetische Funktionen - Trigonometrische Funktionen - Kaufmännische Funktionen - Iterationen - Auflösen von Gleichungen - automatische Neuberechnung (abschaltbar) Diagrammerstellung - Liniendiagramm - Säulendiagramm - Balkendiagramm - Kreis-/Tortendiagramm -Punktdiagramm - Spannweitendiagramm - Verbunddiagramme - Flächendiagrajnme - Börsendiagramme Makrofunktionen/Frogrammierbarkeit - Makrosprache - Makrobibliothek Druckersteuerung/Ausgabe - Anzahl Druckertreiber - Postscript-Druckerfähigkeit - farbige Textausgabe - Drudken im Hintergrund - Ausgabe wahlweise in Hoch- oder Querformat - Gestaltungsmöglichkeiten bei der Ausgabe (Papierlänge, Papierbreite, Rand, usw.) - Gestaltungsmöglichkeiten für Reports (z.B. vordefinierte Reports) Schnittstellen zu anderen Anwendungen - Konvertierungsmöglichkeiten zu anderen Anwendungen (Tabellen, Text, Graphik, Datenbank) - Zugang zum Betriebssystem - Netzwerkfähigkeit
Anhang D: Funktionalität typischer Anwendungen eines Bürosystems GRAPHIK- UND BILD VERARBEITUNG (GB) Graphikelemente -Linie - Bogensegment - Rechteck /Quadrat - Vieleck - Kreis /Ellipse - freies Zeichnen -Text Generische Funktionen -Markieren -Einfügen - Verschieben - Kopieren - Speichern -Löschen -Spiegeln - Vergrößeren/Verkleinern - Zwischenablage Graphische Gestaltbarkeit - Diagrairunformen nachträglich manipulierbar - Symbolbibliothek - Freihandzeichnung möglich - Maus/Digitalisierstift verfügbar Anpassung der Graphikelemente - Anzahl der Schriftarten - Anzahl der Schriftgrößen - Textelemente frei positionierbar - Linienarten - Strichstärken - Falbunterstützung Darstellungsmöglichkeiten/Freies Zeichnen -Schraffuren - Symbolbibliothek - Zoomfunktion - 3 D-Darstellungen - mehrere Graphiken gleichzeitig am Bildschirm - Fenstertechnik - bewegte Bilder - Gitter- oder Rasterfunktion - automatische Legendenerstellung - Überlagerung von Graphiken - Objekttypen (Bogen, Ellipse, Linie, Rechteck, Vieleck, Kreis)
164 Anhang D: Funktionalität typischer Anwendungen eines Bürosystems Rechenfunktionen/Statistik - Rechen- und Statistikfunktionen - mathematische Berechnungen Druckersteuerung/Ausgabe - Anzahl Druckertreiber - Postscript-Druckerfähigkeit - farbige Textausgabe - Plotteranschluß - Ausgabe auf Dia, Video, Folie, Speichermedium - Drucken im Hintergrund - Ausgabe wahlweise in Hoch- oder Querformat - Gestaltungsmöglichkeiten bei der Ausgabe (Papierlänge, Papierbreite, Rand, usw.) - Gestaltungsmöglichkeiten für Reports (z.B. vordefinierte Reports) Integration von Scannern - Einlesen von Scanner-Textdateien - Einlesen von Scanner-Bildern - Bearbeiten von gescannten Bildern und Texten Schnittstellen zu anderen Anwendungen - Zugang zum Betriebssystem - Konvertierungsmöglichkeiten zu anderen Anwendungen (z.B. Graphik, Text, Tabellen) - Netzwerkfähigkeit TEXTVERARBEITUNG (TV) Texterstellung - durchschnittlicher Textumfang - max. Textumfang - max. Zeilenlänge - automatischer Zeilenumbruch - automatischer Seitenumbruch - automatische Worttrennung Textbearbeitung - Maus verfügbar Generische Funktionen, wie: -Markieren - Einfügen - Verschieben - Kopieren - Speichern -Löschen
Anhang D; Funktionalität typischer Anwendungen eines Bürosystems -Suchen -Ersetzen -Springen anwendbar auf folgende Dokumenteninhalte: - Zeichen -Wort -Zeile -Absatz -Seite -Satz -Spalte Rechtschreibhilfe - Wörterbuch - Wörterbuch erweiterbar - Wörterbuch in verschiedenen Sprachen Autorenfunktionen - Indexierung (automatisches Stichwortverzeichnis) - Sortierungsfunktion - automatische Numerierung - Gliederungsfunktion - automatisches Inhaltsverzeichnis -Thesaurus Schrifttypen - Anzahl der Schrifttypen - Anzahl der Schriftgrößen - Proportionalschrift - Fettschrift/Kursivschrift - Unterstreichung - mathematische Formeln - griechischer/mathematischer Zeichensatz Formatierung - Linksbündig - Rechtsbündig - Zentrierung - Tabulator - Flattersatz - Blocksatz - Mehrspaltensatz - Tabellenerstellung - automatische Formatierung - Druckformatvorlagen - Hoch-Tiefstellung von Texten - automatische Paginierung - Kopf- und Fußzeilen - Fußnotenverwaltung (Seitenweise/am Textende) - Formulargenerator
166 Anhang D: Funktionalität typischer Anwendungen eines Bürosystems Textgestaltung/-darstellung - Anzeige Druckbild - Graphik und Textmodus - Formatierung am Bildschirm darstellbar - verschiedene Dokumente in verschiedenen Bildschirmausschnitten durch - Bildschirmausschnitte (Screen Splitting) -Fenstertechnik Textbausteine - Anzahl pro Dokument Serienbriefe - Selektion von Adressen - integrierte Adressenverwaltung Sonderfunktionen - Rechenfunktion im Text - Zeichnen im Text - vordefinierte Benutzerformate (Datum/Zeit) - Makroprogrammierung - Sprachanmerkungen im Text Druckersteuerung/Ausgabe - Anzahl Druckertreiber - Postscript-Druckerfähigkeit - farbige Textausgabe - Ausgabe auf Dia, Video, Folie, Speichermedium - Drucken im Hintergrund - Ausgabe wahlweise in Hoch- oder Querformat - Gestaltungsmöglichkeiten bei der Ausgabe (Papierlänge, Papierbreite, Rand, usw.) - Gestaltungsmöglichkeiten für Reports (z.B. vordefinierte Reports) Schnittstellen zu anderen Anwendungen - Konvertierungsmöglichkeiten zu anderen Anwendungen (z.B. Text, Graphik, Kalkulation) - Zugang zum Betriebssystem - Schnittstelle zu Teletex (Texte übernehmen) - Netzwerkfähigkeit
Anhang D: Funktionalität typischer Anwendungen eines Bürosystems ELEKTRONISCHE POST (EP) Ablage von Briefen Archivaufbau /Archivstruktur - Archivtypen - persönliche, arbeitsplatzbezogene - Hilfsarchiv (z.B. "Papierkorb") - allg. Archive, mehreren Benutzern zugänglich - Anzahl Hierarchiestufen (z.B. Schrank - Ordner - Dokumente - usw.) - selbständige Benennung der Hierarchiestufen - Indexstufen - Anzahl Dokumente pro Archiv bzw. Hierarchiestufe - Referenzzeile - elektronische Abzeichnungsliste - Kurznotizen zu den Dokumenten, Dateimanager - Modifikationsmöglichkeiten der Ablagestruktur: - Veränderung von Indizes - Verschieben von Archivzweigen - Kopieren einzelner oder mehrerer Dokumente - Sortierfunktion - Auslagerung - Löschen einzelner oder mehrerer Dokumente - Aufbewahrungsfrist Zugriffsregelungen - Benutzerprofile - Bearbeitungsstufen - nur lesen - lesen und hinzufügen - lesen und hinzufügen und ändern - lesen und hinzufügen und ändern und löschen - besondere Schutzmechanismen (Autorenschutz, Dokumentenschutz) Informationsmanagement - Logbuch - Zustand des Archivs - verfügbare Speicherkapazität - Anzahl Dokumente pro Index - Gesamtzahl der Dokumente Retrievalfunktionen - Blätterfunktion - Dokumentenaufruf aus der Recherche - verschieden Suchkriterien (z.B Name, Datum, Autor, usw.) - individuelle Schlagworte - Sortierfunktionen - Volltextsuche 16 7
168 Anhang D: Funktionalität typischer Anwendungen eines Bürosystems Empfang von Briefen - optische, akustische Signale für Posteingang - Sichtbarmachen aller eingegangenen Nachrichten - verfügbare Informationen: - Absender - Datum, Uhrzeit - Dringlichkeitsstufe - automatisches Löschen bei Archivübernahme - Optionen bei Abwesenheit: - Eingabe Dauer der Abwesenheit - Benennen von Vertretern -Sperrung - Editierfunktionen - Wiedervorlagefunktionen - Terminabsprachen - Anlegen von Benutzerprofilen - genetische Funktionen: - Löschen von Nachrichten, - Drucken von Nachrichten, - Anzeigen von Nachrichten, - Ablegen von Nachrichten Erstellung von Briefen Verwendung genetischer Funktionen, wie: - Markieren -Einfügen - Verschieben - Kopieren - Speichern -Löschen - Suchen -Ersetzen - Springen Versand von Briefen - Informationen in der Postausgangsliste: - Kurzcharakteristik der Nachricht -Adressat - Datum, Uhrzeit - Quittierungsvermerk - "rechtsverbindliche" Orginalunterschrift - Verteilerschlüssel Druckersteuerung/Ausgabe - Anzahl Druckertreiber - Postscript-Druckerfähigkeit - Drucken im Hintergrund - Ausgabe wahlweise in Hoch- oder Querformat - Gestaltungsmöglichkeiten bei der Ausgabe (Papierlänge, Papierbreite, Rand, usw.) Schnittstelle zu anderen Anwendungen - Konvertierungsmöglichkeiten zu anderen Anwendungen (z.B. Text, Datenbank, Elektron. Archiv) - Zugang zum Betriebssystem
Anhang D: Funktionalität typischer Anwendungen eines Bürosystems 169 INTEGRATIONSGRAD DER ANWENDUNGEN (IG) Integration - Textverarbeitung - Graphik- und Bildverarbeitung - Einbindung von Graphik in Text - Verändern von übernommener Graphik im Text - Fließtext um Graphik - übernommene Graphik mit Text überschreiben - Einbindung gescannter Bilder und Texte in Textverarbeitung Integration - Textverarbeitung - Tabellenkalkulation - Einbindimg von Tabellen in Text - Einbindung von Teilen von Tabellen in Text - Erhalt von Formatierungen - Feste Verknüpfungen - automatische Änderung im Text, wenn sich Orginaltabelle ändert - Rechnen mit Tabellenkalkulationswerten im Text Integration - Textverarbeitung - Datenbank - Einbindung von Datenbankberichten/Auswertungen in Text - Datenbank als Adressenverwaltung für Textverarbeitung (z.B Serienbrieffunktion) - Einbindung von Daten (z.B. Übernahme von Stammdaten zur automatischen Rechnungserstellung) - automatische Änderung im Text, wenn sich Daten in Datenbank ändern Integration - Graphik- und Bildverarbeitung - Tabellenkalkulation - Einbindung von Tabellenkalkulationswerten in Graphik zur automatischen Graphikerstellung (Businessgraphiken) Integration - Datenbank - Graphik- und Bildverarbeitung - Einbindung Datenbankberichte/ Auswertungen/Daten in Graphik - feste Verknüpfungen zwischen Datenbank und Graphik (z.B. Standardgraphikformatierungen aus Datensätzen) - automatische Änderung in Graphik, wenn sich Daten in Datenbank ändern Integration - Datenbank - Tabellenkalkulation - Einbindung von Tabellenteile/-inhalte in Datenbank - Einbindung von Datenbankinhalten in Tabellenkalkulation
Anhang E: Beispiele für Prüfaufgaben Die den vorangegangenen EVADIS-Versionen zugrunde gelegte "Standardaufgabe" mit Anwendungen der Textverarbeitung, Datenbank, Tabellenkalkulation, Graphik/Bildverarbeitung und Elektronische Post steht als "Multifunktionsaufgabe" auch in dieser neuen Version von EVADIS weiterhin für den Test von integrierten Paketen zur Verfügung. Zusätzlich werden Prüfaufgaben für den Test von Einzelanwendungen (z.B. Textverarbeitung, Kalkulation, Graphik-/BildVerarbeitung etc.) angeboten. Darüberhinaus ist ein abstrakt formuliertes Aufgabengerüst für den Test beliebiger Anwendungen beigefügt, das als "Abstrakte Musterprüfsaufgabe" bezeichnet wurde. Die in den Prüfaufgaben eingearbeiteten Funktionen sind im Anhang D beschrieben. Die folgenden Prüfaufgaben sind Bestandteil des EVADIS H-Transferpaketes: 1. Datenbankaufgabe 2. Kalkulationsaufgabe 3. Graphik- /Bildverarbeitungsaufgabe 4. Textverarbeitungsaufgabe 5. Elektronische-Post-Aufgabe 6. Multifunktionsaufgabe 7. Abstrakte Musterprüfaufgabe Diese Prüfaufgaben werden mit Ausnahme der "Abstrakte Musterprüfaufgabe", die hier als Beispiel vollständig mit den zugeordneten Prüffragennummern abgedruckt wurde, ausschließlich auf Datenträger (Diskette) ausgeliefert. Da das als "Abstrakte Musterprüfsaufgabe" bezeichnete abstrakt formulierte Aufgabengerüst für den Test beliebiger Anwendungen als Muster für alle Prüfaufgaben zugrunde gelegt wurde, ist die Anordnung der Prüfragen jedoch bei allen Prüfaufgaben nahezu identisch, wobei nur folgende Ausnamen gemacht wurden: Die "Datenbankaufgabe" und die "Kalkulationsaufgabe" entsprechen exakt der "Abstrakten Musterprüfaufgabe". In der "Graphik-/Bildverarbeitungsaufgabe" und der "Elektronischen-PostAufgabe" entfallen die auf Tabellendarstellung bezogenen Prüffragen 115.04.10 115.04.20 115.04.30 115.04.30 sowie die auf Formulare /Masken bezogenen Prüffragen 214.02.10 214.06.10. In der "Textverarbeitungsaufgabe" werden die auf Tabellendarstellung bezogenen Prüffragen 115.04.10
Anhang E: Beispiele für Prüfaufgaben 171 115.04.20 115.04.30 115.04.30 nur einmal unter "6. Verarbeitung" (Tabellenfunktion) abgeprüft; es entfallen ebenfalls die auf Formulare /Masken bezogenen Prüffragen 214.02.10 214.06.10. Für die "Multifunktionsaufgabe" gilt das oben Gesagte in analoger Weise für die einzelnen Module. Die mitgelieferten Prüfaufgaben haben lediglich Beispielcharakter, sie sind an das jeweils zu testendende Anwendungssystem anzupassen!
172 Anhang E: Beispiele für Prüfaufgaben Abstrakte Musterpriifaufgabe (AM) Die im folgenden beschriebene Musterpriifaufgabe ist abstrakt formuliert, d.h. sie beruht auf von konkreten Anwendungen unabhängigen Arbeits (Dialog) -Schritten. Diese beinhalten neben Eröffnung, Unterbrechung und Beendigung des Dialogs sowie einem Stabilitätstest in jeder Anwendung benötigte Funktionen wie das Erzeugen, Laden, Speichern, Löschen und Drucken. Darüber hinaus sind Dialogschritte wie Eingabe, Änderung, Spezifizierung und Verarbeitung in die Prüfaufgabe eingearbeitet, die jedoch bezogen auf die zu testenden Anwendungen mit konkreten Anweisungen ausgefüllt werden müssen. I Installation des Anwendungsprogramms 251.05.30 230.05.10 230.05.20 230.05.60 230.05.70 II INSTALLATION MELDUNGEN MELDUNGEN MELDUNGEN MELDUNGEN Arbeitsschritte zur Bearbeitung der abstrakten Musterpriifaufgabe 1. Eröffnung des Dialogs 1.1 Laden des Anwendungsprogramms AM 111.04.10 DIALOGBEREICHE 120.10.20 320.03.10 210.10.10 210.10.20 216.04.20 230.05.10 230.05.20 230.05.60 230.05.70 WAHLMÖGLICHKEIT FUNKTIONALITÄT/ANWENDUNG DIALOGTECHNIKEN DIALOGTECHNIKEN FENSTER MELDUNGEN MELDUNGEN MELDUNGEN MELDUNGEN 1.2 Erzeugen eines Objekts Aufruf eines leeren Objekts 113.04.10 230.05.60 230.05.70 AUSGABEFORMATE MELDUNGEN MELDUNGEN 2. Eingabe Eingabe von Texten, Daten, Formeln etc.; Löschung von (absichtlich) fehlerhaften Eingaben Eingaben vornehmen
Anhang E: Beispiele für Prüfaufgaben 173 Fehler in den eingegebenen Werten und Operationsspezifikationen verursachen Generische Funktionen zur Korrektur verwenden, wie: Markieren Hinfügen Verschieben Suchen Löschen 120.10.20 320.03.10 310.02.20 320.03.20 320.03.35 320.03.40 320.03.45 115.04.10 115.04.20 115.04.30 115.04.40 120.07.10 131.05.10 131.05.20 131.06.10 132.04.10 214.03.10 214.05.10 214.05.20 214.06.10 221.10.10 222.10.10 223.10.10 223.10.20 WAHLMÖGLICHKEIT FUNKTIONALITÄT/ ANWENDUNG FUNKTIONALITÄT/ANWENDUNG FUNKTIONALITÄT/ANWENDUNG FUNKTIONALITÄT/SCHNITTSTELLE FUNKnONAUTÄT/SCHNITTSTELLE FUNKTIONALITÄT/SCHNITTSTELLE TABELLENDARSTELLUNG TABELLENDARSTELLUNG TABELLENDARSTELLUNG TABELLENDARSTELLUNG FEHLERVERMEIDUNG EINGABEAUFFORDERUNG EINGABEAUFFORDERUNG EINGABEAUFFORDERUNG EINGABEFORMATE FORMULARE/MASKEN DIALOGBOXEN DIALOGBOXEN FORMULARE/MASKEN DIREKTANWAHL FELDANWAHL VERSCHIEBEN BLÄTTERN 3. Unterbrechung des Dialogs 3.1 Anderes Programm aufrufen (z.B. Aufruf eines Textverarbeitungsprogramms mit (absichtlich) fehlerhaften Programmnamen) 241.07.10 241.07.30 242.05.10 242.05.20 242.07.10 243.04.10 243.05.10 230.05.60 230.05.70 FEHLER FEHLER FEHLER FEHLER FEHLER FEHLER FEHLER MELDUNGEN MELDUNGEN
174 Anhang E: Beispiele für Prüfaufgaben 3.2 Rückkehr in das alte Anwendungsprogramm 120.10.20 320.03.10 113.04.10 210.10.10 210.10.20 216.04.20 225.10.10 WAHLMÖGLICHKEIT 226.06.10 226.07.10 UNTERBRECHUNG UNTERBRECHUNG 230.05.10 230.05.20 230.05.60 230.05.70 MELDUNGEN MELDUNGEN MELDUNGEN MELDUNGEN FUNKTIONALITÄT/ANWENDUNG AUSGABEFORMATE DIALOGTECHNIKEN DIALOGTECHNIKEN FENSTER UNTERBRECHUNG 4. Änderung Ersetzen von (Teil-) Texten, Daten, Formeln etc.; Löschung von (absichtlich) fehlerhaften Eingaben Generische Funktionen zum Ersetzen und zur Korrektur verwenden, wie: (Suchen und) Ersetzen Kopieren Springen Löschen 120.10.20 320.03.10 310.02.20 320.03.20 320.03.35 320.03.40 320.03.45 WAHLMÖGLICHKEIT FUNKTIONALITÄT/ANWENDUNG FUNKTIONALITÄT/ANWENDUNG FUNKTIONALITÄT/ANWENDUNG FUNKnONAUTÄT/SCHNITTSTELLE FUNKTIONALITÄT/SCHNnTSTELLE FUNKTIONALITÄT/SCHNITTSTELLE Ersetzungen fehlerhaft durchführen 112.04.10 115.04.10 115.04.20 ÄNDERUNGEN TABELLENDARSTELLUNG TABELLENDARSTELLUNG 115.04.30 115.04.40 120.07.10 131.05.10 131.05.20 131.06.10 132.04.10 214.03.10 214.05.10 TABELLENDARSTELLUNG TABELLENDARSTELLUNG FEHLERVERMEIDUNG EINGABEAUFFORDERUNG EINGABEAUFFORDERUNG EINGABEAUFFORDERUNG EINGABEFORMATE FORMULARE/MASKEN DIALOGBOXEN
Anhang E: Beispiele für Prüfaufgaben 214.05.20 214.06.10 221.10.10 222.10.10 223.10.10 223.10.20 241.07.10 241.07.30 242.05.10 242.05.20 242.07.10 243.04.10 243.05.10 243.07.10 230.05.60 230.05.70 250.05.10 250.10.10 251.04.10 251.05.10 251.05.20 251.05.40 251.05.50 251.06.10 251.09.10 DIALOGBOXEN FORMULARE/MASKEN DIREKTANWAHL FELDANWAHL VERSCHIEBEN BLÄTTERN FEHLER FEHLER FEHLER FEHLER FEHLER FEHLER FEHLER UNDO MELDUNGEN MELDUNGEN HILFEN HILFEN HILFEN HILFEN HILFEN HILFEN HILFEN HILFEN HILFEN 5. Spezifizierung Selektion von Objekten, Formatierung und Anzeige am Bildschirm, Suchen, Löschung von (absichtlich) fehlerhaften Eingaben Verwendung unterschiedlicher Schrifttypen (Typen, Größen, Math. Formeln, Zeichensätze) 120.10.20 320.03.10 114.10.10 WAHLMÖGLICHKEIT FUNKTIONALITÄT/ ANWENDUNG DARSTELLUNG TEXTE/ZAHLEN Objekt formatieren (Links-/Rechtsbündig, Zentrierung, Formular- /Tabellenerstellung, Druck- /Diagrammformatvorlagen) Ojektgestaltung/-darstellung (Anzeige Druckbild, Graphik und Textmodus, Formatierung am Bildschirm darstellen, verschiedene Objekte am Bildschirm anzeigen) 320.03.55 ANZEIGE MEHRERER OBJEKTE Suchen nach (Feld-) Namen, Inhalten, Datum, Graphikobjekten etc. Genetische Funktionen zur Spezifizierung und zur Korrektur verwenden, wie: - Markieren -Löschen Spezifizierungen (teilweise) fehlerhaft durchführen
176 Anhang E: Beispiele für Prüfaufgaben 112.04.10 115.04.10 115.04.20 115.04.30 115.04.40 120.07.10 131.05.10 131.05.20 131.06.10 132.04.10 214.03.10 214.05.10 214.05.20 214.06.10 221.10.10 222.10.10 223.10.10 223.10.20 241.07.10 241.07.30 242.05.10 242.05.20 242.07.10 243.04.10 243.05.10 243.07.10 230.05.60 230.05.70 250.05.10 250.10.10 ÄNDERUNGEN TABELLENDARSTELLUNG TABELLENDARSTELLUNG TABELLENDARSTELLUNG TABELLENDARSTELLUNG FEHLERVERMEIDUNG EINGABEAUFFORDERUNG EINGABEAUFFORDERUNG EINGABEAUFFORDERUNG EINGABEFORMATE FORMULARE/MASKEN DIALOGBOXEN DIALOGBOXEN FORMULARE/MASKEN DIREKTANWAHL FELDANWAHL VERSCHIEBEN BLÄTTERN FEHLER FEHLER FEHLER FEHLER FEHLER FEHLER FEHLER UNDO MELDUNGEN MELDUNGEN HILFEN HILFEN 251.04.10 251.05.10 251.05.20 251.05.40 251.05.50 251.06.10 251.09.10 HILFEN HILFEN HILFEN HILFEN HILFEN HILFEN HILFEN 6. Verarbeitung Durchführung von komplizierten Operationen (z.B. Berechnungen, Gestaltungen), Löschung von (absichtlich) fehlerhaften Berechnungen Durchführung von Verarbeitungsprozessen Arbeit mit Sonderfunktionen (z.B. Rechnen, Rechtschreibhilfe, Zeichnen, Sprachanmerkungen im Text, Makroprogrammierung)
Anhang E: Beispiele für Prüfaufgaben 120.10.20 320.03.10 229.10.20 WAHLMÖGLICHKEIT FUNKTIONALITÄT/ANWENDUNG MAKROBILDUNG Generische Funktionen zur Verarbeitung und zur Korrektur verwenden, wie: - Markieren -Löschen Verarbeitungen (teilweise) fehlerhaft durchführen 112.04.10 115.04.10 115.04.20 115.04.30 115.04.40 120.07.10 131.05.10 131.05.20 131.06.10 132.04.10 214.03.10 214.05.10 214.05.20 214.06.10 221.10.10 222.10.10 223.10.10 223.10.20 241.07.10 241.07.30 242.05.10 242.05.20 242.07.10 243.04.10 243.05.10 243.07.10 230.05.60 230.05.70 250.05.10 250.10.10 251.04.10 251.05.10 251.05.20 251.05.40 251.05.50 251.06.10 ÄNDERUNGEN TABELLENDARSTELLUNG TABELLENDARSTELLUNG TABELLENDARSTELLUNG TABELLENDARSTELLUNG FEHLERVERMEIDUNG EINGABEAUFFORDERUNG EINGABEAUFFORDERUNG EINGABEAUFFORDERUNG EINGABEFORMATE FORMULARE/MASKEN DIALOGBOXEN DIALOGBOXEN FORMULARE/MASKEN DIREKTANWAHL FELDANWAHL VERSCHIEBEN BLÄTTERN FEHLER FEHLER FEHLER FEHLER FEHLER FEHLER FEHLER UNDO MELDUNGEN MELDUNGEN HILFEN HILFEN HILFEN HILFEN HILFEN HILFEN HILFEN HILFEN 177
178 251.09.10 Anhang E: Beispiele für Prüfaufgaben HILFEN 7. Speichern des Objekts mit Sicherungskopie 120.10.20 320.03.10 153.08.10 230.05.60 230.05.70 WAHLMÖGLICHKEIT FUNKTIONALITÄT/ANWENDUNG BENENNUNGEN MELDUNGEN MELDUNGEN 8. Laden des abgespeicherten Objekts 320.05.10 230.05.60 230.05.70 NAMENSÄNDERUNG MELDUNGEN MELDUNGEN 9. Löschen der Sicherungskopie 241.07.20 320.05.20 IRREVERSIBLE AUSWIRKUNGEN LÖSCHUNG 10. Drucken des Objekts (Drucken im Hintergrund, Ausgabe wahlweise in Hoch- oder Querformat) 120.10.20 320.03.10 140.06.10 310.02.30 310.09.10 230.05.60 230.05.70 WAHLMÖGLICHKEIT FUNKTIONALITÄT/ ANWENDUNG AUSGABEMEDIEN DRUCKEN DRUCKEN MELDUNGEN MELDUNGEN 11. Integration (Schnittstelle zu anderen Programmen, Betriebssystem, Netzwerk, Postdienste /Teletex, etc.) 120.10.20 320.03.10 320.03.20 320.03.25 320.03.30 320.03.65 320.10.10 WAHLMÖGLICHKEIT FUNKTIONALITÄT/ANWENDUNG FUNKTIONALITÄT/ANWENDUNG FUNKTIONALITÄT/SCHNITTSTELLE FUNKTIONALITÄT/SCHNITTSTELLE FUNKTIONALITÄT/SCHNITTSTELLE FUNKTIONALITÄT/SCHNITTSTELLE 12. Stabilitätstest/Versuch ein Verursachung eines Sytemabshuzes (nicht erforderlich, wenn bereits ein Systemabsturz erfolgt ist; dann Fragen bitte direkt beantworten)
Anhang E: Beispiele für Prüfaufgaben 226.06.10 230.05.50 179 ARBEITSKONTEXT BETRIEBSSTÖRUNGSMELDUNG 13. Beendigung des Dialogs (Anwendung AM beenden) 227.06.10 230.05.60 230.05.70 BEENDEN MELDUNGEN MELDUNGEN Die jetzt folgenden Prüffragen der Gruppe 2 sind im Anschluß an die Prüfaufgabe, teilweise unter Zuhilfename des Handbuchs, zu beantworten: 112.04.20 HERVORHEBUNGEN 112.04.30 HERVORHEBUNGEN 112.04.40 HERVORHEBUNGEN 112.09.10 HERVORHEBUNGEN 113.07.10 AUSGABEFORMATE 113.09.10 AUSGABEFORMATE 114.04.10 DARSTELLUNG TEXTE/ZAHLEN 114.10.10 DARSTELLUNG TEXTE/ZAHLEN 116.04.10 DARSTELLUNG GRAPHIKEN 120.09.10 EINGABEMEDIEN 120.09.20 EINGABEMEDIEN 120.10.10 EINGABEMEDIEN 151.06.10 ABKÜRZUNGEN TERMINOLOGIE 152.06.10 152.08.10 TERMINOLOGIE 152.09.10 TERMINOLOGIE 211.05.10 DIALOGSPRACHEN 211.06.10 DIALOGSPRACHEN 211.07.10 DIALOGSPRACHEN 211.07.20 DIALOGSPRACHEN 211.08.10 DIALOGSPRACHEN 211.10.10 DIALOGSPRACHEN 211.10.20 DIALOGSPRACHEN 211.10.30 DIALOGSPRACHEN 211.10.50 DIALOGSPRACHEN 212.10.10 NATÜRL. SPRACHE 213.06.10 FUNKTIONSTASTEN 214.06.10 FORMULARE/MASKEN 214.09.10 FORMULARE/MASKEN 215.05.10 MENÜS 215.06.10 MENÜS 215.07.10 MENÜS
180 215.09.10 215.10.10 215.10.20 216.04.30 216.05.10 216.10.10 217.03.10 217.05.10 220.06.10 224.10.10 228.09.10 229.05.10 229.10.10 229.10.30 230.05.30 230.05.40 230.09.10 252.05.10 253.05.10 253.05.20 310.02.10 310.02.20 320.03.50 320.03.70 320.03.75 320.05.30 320.10.20 320.10.30 330.01.10 330.01.20 330.06.10 330.06.20 330.09.10 411.09.10 411.11.10 411.11.20 411.11.30 411.11.40 411.11.50 412.05.10 412.12.10 412.12.20 412.12.30 412.12.40 Anhang E: Beispiele für Prüfaufgaben MENÜS MENÜS MENÜS FENSTER FENSTER FENSTER DIREKTMANIPULATION DIREKTMANIPULATION DIALOGSTEUERUNG/ -ABLAUF SPEICHERN BILDSCHIRMINHALT WECHSELN DIALOGEINSTELLUNG EXPLORATION/MAKROBILDUNG EXPLORATION/MAKROBILDUNG EXPLORATION/MAKROBILDUNG MELDUNGEN MELDUNGEN MELDUNGEN ONLINE-TUTORIAL HANDBÜCHER HANDBÜCHER FUNKTIONALITÄT/ANWENDUNG FUNKTIONALITÄT/ANWENDUNG FUNKTIONALITÄT/SCHNITTSTELLE FUNKnONALITÄT/SCHNITTSTELLE FUNKnONALITÄT/SCHNITTSTELLE FUNKTIONALITÄT/SCHNITTSTELLE FUNKTIONALITÄT/SCHNITTSTELLE FUNKTIONALITÄT/SCHNITTSTELLE ANTWORTZEITEN/STÖRUNGEN ANTWORTZEITEN/STÖRUNGEN ANTWORTZEITEN/STÖRUNGEN ANTWORTZEITEN/STÖRUNGEN ANTWORTZEITEN/STÖRUNGEN INFORMATIONSAUSTAUSCH INFORMATIONSAUSTAUSCH INFORMATIONSAUSTAUSCH INFORMATIONSAUSTAUSCH INFORMATIONSAUSTAUSCH INFORMATIONSAUSTAUSCH DATENSCHUTZ/-SICHERUNG DATENSCHUTZ/-SICHERUNG DATENSCHUTZ/-SICHERUNG DATENSCHUTZ/-SICHERUNG DATENSCHUTZ/-SICHERUNG
Anhang F: Prüffragensammlung Im Kapitel 3.3 sind die einzelnen Bestandteile eines Prüffragensatzes genau beschrieben worden. Zur Wiederholung sei hier nocheinmal der Aufbau eines vollständigen Fragensatzes kurz erklärt: Am Beginn jeder Prüffage wird jeweils die Kriteriumsnummer samt Kriteriumsbezeichung, die Prüffragennummer und die Komponentennummer samt Komponentenbezeichnung angegeben. Damit ist jede Prüffrage eindeutig dem Bezugsrahmen des Evalutationsverfahrens zugeordnet. Anschließend finden Sie die Gruppennummer samt erläuternden Kurztext. Die Gruppenzuordnung legt fest, wann eine Prüffrage im Prüfaufgabenkontext zu stellen ist. Im Anschluß folgt der eigentliche Prüffragentext mit den entsprechenden Antwortvorgaben. In der Regel sind die entsprechenden Anwortvorgaben nur anzukreuzen. Manchmal werden Sie jedoch im Prüffragentext dazu aufgefordert, eine Antwortvorgabe anzukreuzen und eine entprechende Nummer (z.B. (1), (2), (3), (4)) anzugeben. Dies dient dazu, eine genauere Spezifizierung der angekreuzten Anwortvorgabe vorzunehmen (z.B. festzulegen, daß sich die Antwortvorgabe nur auf den Meldungsbereich bezieht). Das K o m m e n t a r f e l d beinhaltet Hinweise, wie die abgeprüfte Schnittstelleneigenschaft nach ergonomischen Gesichtspunkten realisiert werden könnte. Den Abschluß bildet das Bewertungsfeld, indem Sie die Note, die Kriteriumsgewichtung in Abhängigkeit von der Benutzergruppe (vgl. Anhang A) und eine Begründung Ihrer Bewertung eintragen können. Das Notizfeld steht Ihnen für ergänzende Erläuterungen zur Verfügimg.
182 Anhang F: Prüffragensammlung Prüffragen-Nr.: 111.04.10 Kriterium 04: Übersichtlichkeit Komponente 111: Dialogbereiche Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Wie ist der Bildschirm strukturiert? Unterteilung in Dialogbereiche, wie Kennzeichnungsbereich (1), Arbeitsbereich (2), Steuerungsbereich (3) und Meldungsbereich (4)? Bitte ankreuzen und entsprechende Nummern eintragen. Antwortvorgaben: () Strukturierung (wie?): 0 keine Strukturierung Kommentar: Die einzelnen Bestandteile des Dialogbereiches am Bildschirm sollen erkennbar gegeneinander abgegrenzt sein (Vergleiche bzgl. der Begrifflichkeiten DIN 66234 Teil 3 neu). Der Kennzeichnungsbereich muß immer angezeigt werden und muß einheitliche Angaben über den dargestellten Dialogbereich (z.B. Benennung der Anwendung) beinhalten. Es ist anzustreben den gesamten Arbeitsbereich gleichzeitig anzuzeigen (z.B. durch geeignete Strukturierung der Arbeitsaufgaben). Ist dies nicht möglich, muß der Benutzer den darzustellenden Teil wählen können (z.B. durch Verschieben, Blättern). Die Anordnung des Steuerungsbereichs hängt von der verwendeten Dialogtechnik ab; er kann bei bestimmten Dialogtechniken entfallen. Die Anordnung des Meldebereichs hängt ebenfalls von der verwendeten Dialogtechnik ab. In der Regel ist er im unteren Teil des Bildschirms angeordnet. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 04: Übersichtlichkeit 183 Prüffragen-Nr.: 112.04.10 Komponente 112: Hervorhebungen (optische Signale/Farben, akustische Signale) Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Werden bei Änderungsoperationen die Objekte vor der Änderung (1) und nach der Änderung (2) hervorgehoben? Bitte ankreuzen und entsprechende Nummern eintragen. Antwortvorgaben: 0 durch Schriftart: 0 durch Farbe: () durch Unterstreichung: () durch Umrandimg: () durch Unterlegung: () durch Invertierung: () durch Blinken: () durch sonstige Mittel (welche?): 0 abschaltbar: 0 nein: Kommentar: Bei Änderungsoperationen sollen die zu ändernden und die geänderten Dokumententeile hervorgehoben werden (zumindest bei lokalen Operationen, die auf dem Bildschirm angezeigt werden). Bewertung: Note: Begründung:. Kriteriumsgewich tung:
184 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 04: Übersichtlichkeit Prüffragen-Nr.: 112.04.20 Komponente 112: Hervorhebungen (optische Signale/Farben, akustische Signale) Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Werden optische/akustische Signale zur Veranschaulichung von Prozessen (z. B. Öffnungsvorgang eines Dokumentes; Ausführung einer umfangreichen Auswertung; mehrfaches Kopieren eines Dokumentes) eingesetzt? Antwortvorgaben: 0 Bewegtbilder (z.B. Laufbalken, Animationen) 0 Symbol/Ikone (z.B. Uhr) () Zahlenwerte (z.B. Prozentangaben) 0 akustische Signale () keine Kommentar: Zur Veranschaulichung von Prozessen bzw. zur Verdeutlichung der Prozeßdauer sollen möglichst bildhafte Darstellungen gewählt werden; insbesondere Bewegtbilder vermitteln eindrucksvoll nachvollziehbare Einsichten in den Ablauf von Prozessen. Gleichzeitig erhält der Benutzer eine Rückmeldung, daß der von ihm initiierte Prozeß tatsächlich ausgeführt wird. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
185 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 04: Übersichtlichkeit Prüffragen-Nr.: 112.04.30 Komponente 112: Hervorhebungen (optische Signale/Farben, akustische Signale) Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Welche einfachen optischen und akustischen Signale werden eingesetzt für die Anzeige wichtiger Ereignisse, wie Meldungen bei Abschluß von Prozessen (1), Meldungen und Warnungen im Fall von Fehlern und Störungen (2), Aufforderung zu Aktionen (3)? Bitte ankreuzen und entsprechende Nummer eintragen. Antwortvorgaben: 0 optische Signale, wie: 0 Farben: 0 Muster () Leuchtdichte: 0 Unterlegungen: 0 Invertierung: 0 akustische Signale, wie: 0 Töne: 0 gesprochene Sprache: 0 keine Kommentar: Für die Meldung von Ereignissen, die eine sofortige Reaktion des Benutzers erfordern (z.B. Störungen), sollen einprägsame optische Signale (z.B. Invertierung) oder akustische Signale (z.B. Wamton) eingesetzt werden, da diese dessen Aufmerksamkeit unmittelbar ansprechen. Der Einsatz von optischen und akustischen Signalen ist jedoch sehr sparsam vorzunehmen, da erste ansonsten die angestrebte Übersichtlichkeit konterkarieren und zweitere sich in bestimmten Arbeitssituationen (z.B. Großraumbüro) sehr störend auswirken. Generell gilt, daß ein Zuviel an Signalen zu einer Abstumpfung des Benutzers führen kann und damit den angestrebten Zweck - Erreichen der Aufmerksamkeit des Benutzers - verfehlen. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewichtimg:
186 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 04: Übersichtlichkeit Prüffragen-Nr.: 112.04.40 Komponente 112: Hervorhebungen Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Wie erfolgt die Farbgestaltung am Bildschirm? Antwortvorgaben: () Anzahl der verwendeten Farben pro Bildschirm beträgt max 3 bis 4 0 die Bedeutung der Farben entspricht jener im Alltag oder Beruf 0 die Farben werden einheitlich im gesamten Anwendungssystem verwendet 0 auf farbfehlsichtige Benutzer wird Rücksicht genommen (z.B. durch doppelte Codierung) 0 es werden nur gutverträgliche Farbkombinationen eingesetzt Kommentar: Prinzipiell sollte vom Farbeinsatz nur sparsam Gebrauch gemacht werden, da eine gute Strukturierung der Information dem Farbeinsatz vorzuziehen ist. D.h. Farbe sollte primär als zusätzliches Codierungsmittel angeboten werden. Weiters beeinflussen Faktoren wie, hardwaretechnische Voraussetzungen (Farbbildschirm, Auflösung, Graphikkarte, usw.), farbfehlsichtige Benutzer, nicht ausreichend oder zu stark beleuchtete Räume den sinnvollen Gebrauch von Farbe als Codierungsmittel. Vorschläge zur Farbgestaltung finden sich in Siemens/Nixdorf (1990) und Brown (1989). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 09: Individualisierbarkeit 187 Prüffragen-Nr.: 112.09.10 Komponente 112: Hervorhebungen (optische Signale/Farben, akustische Signale) Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Ist die Codierung von Bildschirmelementen, wie beispielsweise Systemmeldungen, Objekte, Menüs, Fenster, Masken, Cursor vom Benutzer adaptierbar? Antwortvorgaben: 0 ja, durch Ortscodierung 0 ja, durch Farbcodierung () ja, durch Unterlegung () ja, durch Blinken 0 ja, durch sonstige Mittel (welche?): Onein Kommentar: Die Anpaßbarkeit der Codierung von Bildschirmelementen (z.B. Farbe, Unterlegung, Plazierung) an die Bedürfnisse der Benutzer ist wünschenswert. Die Einrichtung und Verwendung von gruppenspezifischen Anpassungen für Arbeitsgruppen (Computer Supported Cooperative Work) sollte vom System unterstützt werden. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
188 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 04: Übersichtlichkeit Prüffragen-Nr.: 113.04.10 Komponente 113: Ausgabeformate Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Wie werden die Ausgabefelder strukturiert? Antwortvoigaben: 0 Anordnung der Ausgabefelder in der Bearbeitungsreihenfolge 0 logisch zusammengehörige Ausgabefelder zu Gruppen zusammengefaßt 0 bei Ausgaben in Tabellenform wird die Struktur durch ausreichenden Abstand oder andere graphische Mittel kenntlich gemacht 0 Ausgabefelder einer Aufzählung von Gegenständen, Eigenschaften usw. sind so angeordnet, daß der Aufzählungscharakter hervorgehoben wird () Ausgabefelder unterscheiden sich deutlich von Hingabefeldern 0 Feldbezeichnungen sind links vom entsprechenden Ausgabefeld oder als Überschrift bei Tabellen angeordnet 0 Einheiten, wie Prozentangabe, Maßeinheit usw. werden angezeigt Kommentar: Die in den Antwortvorgaben dargestellten Gestaltungsregeln sollten erfüllt sein, um dem Benutzer die Orientierung beim Lesen der Ausgabe zu erleichtern (vgl. DIN 66 234 Teil 3 neu). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 07: Fehlerrobustheit 189 Prüffragen-Nr.: 113.07.10 Komponente 113: Ausgabeformate Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Sind Ausgabefelder gegen Benutzereingaben geschützt? Antwortvorgaben: 0 ja () nein Kommentar: Durch den Schutz gegen Benutzereingaben, z.B. durch Sperrung des Ausgabefeldes, kann der Benutzer vor möglichen Eingabefehlern bewahrt werden (vgl. DIN 66 234 Teil 3 neu). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
190 Anhang F: Priiffragensammlung Kriterium 09: Individualisierbarkeit Prüffragen-Nr.: 113.09.10 Komponente 113: Ausgabeformate Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen PrUffrage: Kann der Benutzer (durch Umschalten in einen Adaptionsmodus) die Konstantenfelder (z.B. Feldbenennungen, Trennzeichen, Rahmen, Erläuterungen) adaptieren? Antwortvorgaben: 0 ja 0 nein Kommentar: Durch Adaptionsmöglichkeiten kann der Benutzer die Konstantenfelder an seine individuellen Bedürfnisse (z.B. sprechendere Feldbenennungen) bzw. an spezifische Aufgabenerfordemisse (z.B. aufgabenspezifischere Erläuterungen) anpassen. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 04: Übersichtlichkeit 191 Prüffragen-Nr.: 114.04.10 Komponente 114: Darstellung von Texten, Zahlen Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Werden bei der Darstellung von Texten auf dem Bildschirm (z.B. Erläuterungen) die folgenden Gestaltungsregeln beachtet? Antwortvorgaben: () Strukturierung längerer Texte in Textblöcke mit in der Regel nicht mehr als 4 Zeilen 0 Textblöcke durch Leerzeile getrennt () Zeichenanzahl pro Zeile beträgt in der Regel nicht mehr als 50 Zeichen 0 konsequente Beachtung der Groß-/Kleinschreibung 0 konsequente Verwendung der Punktation () gleichmäßiger Abstand zwischen den Worten (daher ist einer linksbündigen Darstellung gegenüber einer Blocksatzdarstellung der Vorzug zu geben) () minimale Verwendung von Worttrennungen 0 Hervorhebung wichtiger Textstellen durch Fettschrift/Farbe 0 Plazierung von Graphiken in der Nähe ihrer ersten Erwähnung im Text Kommentar: Es sollten möglichst alle der obigen Gestaltungsregeln beachtet werden, um die Textpräsentation für den Benutzer übersichtlich zu gestalten (vgl. Smith (1986)). Vergleichen Sie dazu auch die Prüffragen zu den Komponenten 151,152 und 153. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewich tung:
192 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 10: Steuerbarkeit Prüffragen-Nr.: 114.10.10 Komponente 114: Darstellung von Texten, Zahlen Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Gibt es die Möglichkeit, mehrere Schriftzeichensätze (z.B. lateinisches, griechisches Alphabet) und nicht auf der Tastatur abgebildete Sonderzeichen zu verwenden? Antwortvorgaben: 0 ja, nicht abgebildete Sonderzeichen (welche?): () Art/Umfang der Sonderzeichen und erforderliche Tastenkombinationen zur Eingabe können eingeblendet werden 0 nein, keine Sonderzeichen verfügbar 0 ja, mehrere Schriftzeichensätze (welche?): () parallel innerhalb eines Dokumentes verwendbar 0 Schriftzeichensätze (Tastaturbelegungen) können eingeblendet werden (permanent/ad hoc?): () nein, keine unterschiedlichen Schriftzeichensätze verfügbar Kommentar: Die nicht auf der Tastatur abgebildete Sonderzeichen sollen vom Benutzer bei Bedarf mit der dazu erforderlichen Tastenkombination zur Eingabe eingeblendet werden können. Im Anwendungssystem sollen unterschiedliche Schriftzeichensätze gleichzeitig benutzt werden können. Die dabei veränderte Tastaturbelegung soll sich der Benutzer sowohl permanent als auch ad hoc einblenden lassen können. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 04: Übersichtlichkeit 193 Prüffragen-Nr: 115.04.10 Komponente 115: Darstellung von Tabellen, Listen Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Unterscheidet sich die Darstellung der Benennungen der Tabellenspalten und -Zeilen eindeutig von den Dateninhalten der Tabelle? Antwortvorgaben: 0 ja 0 nein Kommentar: Eine eindeutige Unterscheidung kann beispielsweise durch eine unterschiedliche Schriftart (Fonts) oder durch eine unterschiedliche Plazierung oder durch eine unterschiedliche Unterlegung, usw. gewährleistet werden (vgl. Smith (1986)). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
194 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 04: Übersichtlichkeit Prüffragen-Nr.: 115.04.20 Komponente 115: Darstellung von Tabellen, Listen Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Sind sowohl die einzelnen Tabellenspalten als auch die einzelnen Tabellenzeilen eindeutig gegeneinander abgegrenzt? Antwortvorgaben: 0 ja Onein Kommentar: Die eindeutige Abgrenzung sollte durch eine entsprechende Anzahl von Leerzeilen bzw. Leerzeichen oder durch Speratoren (z.B. Linien) erfolgen (vgl. Smith (1986)). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 04: Übersichtlichkeit 195 Prüffragen-Nr.: 115.04.30 Komponente 115: Darstellung von Tabellen, Listen Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prfiffrage: Gibt es die Möglichkeit, die Benennungen von Tabellenzeilen und -spalten beim Navigieren durch eine Tabelle am linken bzw. oberen Rand anzeigen zu lassen? Antwortvorgaben: 0 ja (abschaltbar/nicht abschaltbar?): Onein Kommentar: Vor allem bei größeren Tabellen wird, durch die Anzeige der Benennungen, der Benutzer in die Lage versetzt, jederzeit eine eindeutige Zuordnung der Tabelleninhalte vorzunehmen. Die Anzeige sollte jedoch abschaltbar sein. Bewertung: Note: Begrfindung:. Notiz: Kriteriumsgewich tung:
196 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 04: Übersichtlichkeit Prüffragen-Nr.: 115.04.40 Komponente 115: Darstellung von Tabellen, Listen Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Sind etwaige Maßeinheiten der Dateninhalte in der Bezeichnung der Tabellenspalte eingeschlossen? Antwortvoigaben: 0 ja () nein Kommentar: Etwaige Mafieinheiten sollten in der Tabellenspalte eingeschlossen sein, falls aus dem Kontext keine eindeutige Bedeutung zu erkennen ist (vgl. Smith (1986)). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
197 Anhang F: Prüffragensammlung Prüffragen-Nr.: 116.04.10 Kriterium 04: Übersichtlichkeit Komponente 116: Darstellung von Graphiken (Ikonen, Piktogramme) Gruppe Ii Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Sind beim Design von Icons wesentliche Gestaltungsempfehlungen berücksichtigt worden? Antwortvorgaben: () Das Icon ist als Ganzes deutlich vom jeweils eingestellten Hintergrund der AnwendungsUmgebung abgegrenzt (z.B. durch Linien oder Kontraste). () Innerhalb der Grenzen des Icons ist die Figur (graphisches Zeichen, Bild etc.) deutlich vom Grund abgegrenzt (Figur-Grund-Beziehung). 0 Innerhalb eines Icons sind zusammenhängende Elemente verbunden; nicht zusammenhängende Elemente als unabhängige Elemente wahrnehmbar. () Die wesentlichen Elemente des Icons sind durch eine symmetrische Darstellung betont (symmetrische Formen werden bevorzugt wahrgenommen). 0 Das Icon enthält keine Elemente, auf die für den jeweiligen Zweck verzichtet werden könnte (Einfachheit führt zu höherer Prägnanz). 0 Die Bedeutung des Icons kann durch einen kurzen Text näher erläutert werden. 0 Ein zum gewünschten Eindruck passender Font kann zur Beschriftung ausgewählt werden. 0 Verschiedene Icons bilden durch Faktoren wie Nähe, Ausrichtung, Form, Farbe etc. eine Familie. Kommentar: Für die Gestaltung eines Icons lassen sich kaum eindeutige Empfehlungen geben. Dies ist unter anderem darin begründet, daß ihre Gestaltung von Aspekten wie Anwendungsbereich, Benutzergruppe, Platz am Bildschrim, Darstellungsqualität am Bildschrim, usw. beeinflußt wird. Grundlage für den Entwurf von Icons bilden die Gesetze der Gestaltpsychologie (vgl. Staufer (1987)). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewich tung:
198 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 07: Fehlerrobustheit Prüffragen-Nr.: 120.07.10 Komponente 120: Eingabemedien Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Welche Vorkehrungen zur Verhinderung versehentlich angestoßener, im Arbeitskontext falscher Aktionen gibt es auf instrumenteller Ebene? Antwortvorgaben: 0 durch Sicherheitsabstände zur Vermeidung von Nachbarschaften zwischen kritischen Tasten (z.B. Funktionstasten) () durch geeignete Benennung bzw. unverwechselbare Darstellung (z.B. von Menüoptionen, Funktionstasten, Icons) () durch Sicherheitsabstände zwischen sensitiven Bereichen auf dem Bildschirm (z.B. zwischen kritischen Menüoptionen oder Icons) 0 durch Hervorhebung der im Arbeitskontext aktivierbaren Bereiche auf dem Bildschirm 0 keine Kommentar: Vorkehrungen zur Verhinderung falscher Aktionen, wie sie in den Antwortvorgaben beschrieben sind, sollten im Anwendungssystem vorgesehen sein. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 09: Individualisierbarkeit 199 Prüffragen-Nr.: 120.09.10 Komponente 120: Eingabemedien Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Ist die Bedeutung/Auswirkung von Aktionen, die durch Eingabemedien ausgelöst werden, vom Benutzer veränderbar (z.B. Tastenbelegungen)? Antwortvorgaben: 0 ja, bei der Tastatur (Schriftzeichensätze) () ja, bei den Funktionstasten () ja, bei den Maustasten () ja, bei sonstigen Eingabemedien (welche?): Onein Kommentar: Die im Anwendungssystem durch Eingabemedien auszulösenden Aktionen sollen (z.B. durch Veränderung der Tastenbelegung) vom Benutzer geändert werden können, um die Anpassung des Werkzeuges an die Wünsche/Bedürfnisse des Benutzers zu ermöglichen. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewichtung:
200 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 09: Individualisierbarkeit Prüffragen-Nr.: 120.09.20 Komponente 120: Eingabemedien Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Sind die Eingabeeigenschaften der zur Verfügung stehenden Eingabegeräte (Tastatur, Maus, etc.) einstellbar? Antwortvorgaben: 0 ja, die Ansprechverzögerung der Tasten (Tastatur/Maus) () ja, die Wiederholrate der Tasten (Tastatur/Maus) 0 ja, die Mausbewegung 0 ja, sonstige (welche?): () nein Kommentar: Die Eingabeeigenschaften der zur Verfügung stehenden Eingabegeräte sollen an die Bedürfnisse/Wünsche des Benutzers anpaßbar sein. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung 201 Prüffragen-Nr.: 120.10.10 Kriterium 10: Steuerbarkeit Komponente 120: Hingabemedien Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Welche Eingabemedien werden vom Anwendungssystem unterstützt? Antwortvorgaben: 0 Tastatur OMaus () Tablett () Touch-Screen 0 Lichtstift 0 Spracheingabe mittels Mikrophon 0 sonstige (welche?): Kommentar: Das Anwendungssystem sollte neben der Tastatur mindestens ein weiteres Eingabemedium unterstützen (z.B. eine Maus), damit der Benutzer entsprechend seinem persönlichen Arbeitsstil eine Auswahl treffen kann. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
202 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 10: Steuerbarkeit Prüffragen-Nr.: 120.10.20 Komponente 120: Eingabemedien Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Besteht die Möglichkeit, alternativ zwischen den vorhandenen Eingabemedien zu wählen? Antwortvorgaben: 0 zwischen Tastatur und Maus () zwischen Tastatur und sonstigen Eingabemedien (welchen?): 0 keine Wahlmöglichkeiten Kommentar: Der Benutzer soll bei der Aktivierung von Funktionen bzw. bei der Durchführung von Operationen (z.B. Markieren, Positionieren, Scrollen) möglichst alternativ zwischen den vorhandenen Eingabemedien wählen können. Damit kann die Steuerung des Anwendungssystems vom Benutzer einerseits an seine persönlichen Bedürfnisse und andererseits an die jeweiligen Aufgabenerfordernisse angepaßt werden. Beschränkungen finden sich oft in unterschiedlichen Diaologmodi (z.B. in Dialogboxen) und bei sehr generellen Operationen (z.B. beim Öffnen und Schließen von Fenstern oder Anwendungen). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewichtung:
203 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit Prüffragen-Nr.: 131.05.10 Komponente 131: Eingabeaufforderung (Prompt) Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Welche visuellen Hinweise auf die aktuelle Eingabestelle gibt es und sind sie adaptierbar? Antwortvorgaben: 0 Cursor () markiertes Eingabefeld 0 sonstige (welche?): () Adaptierungsmöglichkeiten (z.B. Form, Blinkgeschwindigkeit, Größe, Helligkeit, Art der Markierung, Farbe?): Kommentar: Die jeweils aktuelle Eingabestelle soll hervorgehoben sein, ohne penetrant oder störend auf den Benutzer zu wirken (z.B. zu intensives Blinken, Überdecken der Eingabestelle, zu intensive Farbunterlegung). Daher sollten dem Benutzer weitgehende Adaptierungsmöglichkeiten angeboten werden, um eine Anpassung an seine individuellen bzw. aufgabenbedingten Bedürfnissen zu ermöglichen. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
204 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit Prüffragen-Nr.: 131.05.20 Komponente 131: Eingabeaufforderung (Prompt) Gruppe Ii Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Sind verschiedene Cursorsymbole, in Abhängigkeit vom Systemmodus, verfügbar? Antwortvoigaben: () ja, Mauszeiger 0 ja, Graphikcursor () ja, Textcursor 0 ja, Wartesymbol 0 ja, sonstige (welche?): () nein Kommentar: Aufgrund der verschiedenen Cursorsymbole kann der Benutzer den derzeitigen Systemmodus erkennen. Weiters unterstützen die verschiedenen Cursorsymbole die jeweiligen Erfordernisse bei der Eingabe (z.B. Graphikcursor ermöglicht punktgenaues Zeigen und Zeichnen; Textcursor ermöglicht Einfügen von Texten ohne bestehende Texte zu überdecken, usw.). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 06: Erwartungskonformität 205 Prüffragen-Nr.: 131.06.10 Komponente 131: Eingabeaufforderung (Prompt) Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Ist der Cursor auf einem - im jeweiligen Arbeitskontext - sinnvollen Hingabefeld positioniert oder positionierbar (z.B. bei Maske/Formular auf dem nächstfolgenden Eingabefeld)? Antwortvorgaben: 0 ja, Positionierung vorgegeben 0 ja, Positionierung adaptierbar () nein, weder noch Kommentar: In Abhängigkeit von der sachlogischen Reihenfolge der Eingaben, sollte der Cursor auf dem jeweils nächsten Eingabefeld stehen. Der Benutzer erspart sich somit Positionierungsaufwand in bezug auf den Cursor. Die automatische Cursorsteuerung sollte jedoch vom Benutzer adaptierbar sein. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewich tung:
206 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 04: Übersichtlichkeit Prüffragen-Nr.: 132.04.10 Komponente 132: Eingabeformate Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Wie werden die Eingabefelder strukturiert? Antwortvorgaben: () Anordnung der Eingabefelder in der Bearbeitungsreihenfolge 0 logisch zusammengehörige Eingabefelder zu Gruppen zusammengefaßt 0 bei Eingaben in Tabellenform wird die Struktur der Tabelle durch ausreichenden Abstand oder andere graphische Mittel kenntlich gemacht 0 Eingabefelder einer Aufzählung von Gegenständen, Eigenschaften usw. sind so angeordnet, daß der Aufzählungscharakter hervorgehoben wird () Eingabefelder unterscheiden sich deutlich von Ausgabefeldern () Feldbezeichnungen sind links vom entsprechenden Eingabefeld oder als Überschrift bei Tabellen angeordnet 0 Länge der Eingabefelder ist erkennbar 0 Vorbelegung der Eingabefelder zur Kennzeichnung von Feldeigenschaften (z.B. Mußfelder, Kannfelder, numerische, alphanumerische Felder) Kommentar: Die in den Antwortvorgaben dargestellten Gestaltungsregeln sollten erfüllt sein, um dem Benutzer die Orientierung bei der Eingabe zu erleichtern (vgl. dazu DIN 66 234 Teil 3 neu). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 06: Erwartungskonformität 207 Prüffragen-Nr.: 140.06.10 Komponente 140: Ausgabemedien Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prfiffrage: Werden die Informationen auf den verschiedenen Ausgabemedien (z.B. Bildschirm und Drucker) in gleicher Weise dargestellt (WYSIWYG-Prinzip)? Antwortvorgaben: 0 ja, Schriftarten (Fonts) (z.B. Form, Abstände zwischen Zeichen) 0 ja, Schriftzeichensätze (z.B. lateinische, griechisch) () ja, Hervorhebungen (z.B. fett, kursiv) 0 ja, Umrandungen 0 ja, Zeilenumbruch 0 ja, Absatz-/Seitendarstellung () ja, Graphiken 0 ja, Tabellen 0 ja, Formulare/Masken 0 ja, Icons 0 nein Kommentar: Die Darstellung der Informationen soll auf den verschiedenen Ausgabemedien in gleicher Weise erfolgen (WYSIWYG-Prinzip). Oftmals ist zwar das Prinzip realisiert, aber es gibt eine Reihe von Ausnahmen im Detail! Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
208 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 06: Erwartungskonformität Prüffragen-Nr.: 151.06.10 Komponente 151: Abkürzungen Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen PrOffrage: Werden im gesamten Anwendungssystem (z.B. für Kommandonamen, Menüoptionen) einheitliche Abkürzungsregeln verwendet? Antwortvorgaben: 0 ja 0 nein Kommentar: Beispiele für einheitliche, einfach verständliche Abkürzungsregeln (vgl. Baitsch (1989)): - Abkürzungen aus dem Sprachgebrauch verwenden (z.B. H. bzw. Hr., Fr.) - Selbstlaute weglassen (z.B. Aktion -> Aktn, speichern -> spchm) - Wortanfänge verwenden (z.B. Information -> Info, Dokument -> Doku) - Anfangsbuchstaben als Wortkombinationen verwenden (z.B. EDV) - Substantiv-Verb-Form (z.B. statt "Bitte geben Sie die Kontonummer ein" -> "Kontonummer eingeben") Wünschenswert ist ein abrufbarer Index der verwendeten Abkürzungen. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 06: Erwartungskonformität 209 Prüffragen-Nr.: 152.06.10 Komponente 152: Terminologie (Semantik) Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Werden Kommandonamen, Parameter und Steuerzeichen für Funktionen vergleichbarer Wirkung im gesamten Anwendungssystem einheitlich verwendet? Antwortvorgaben: 0 ja 0 ja, mit Abweichungen (welche?): 0 keine einheitliche Verwendung Kommentar: Die Verwendung von Namen, Parameter und Steuerzeichen für Funktionen sollte im gesamten Anwendungssystem einheitlich sein. Bei integrierten Anwendungssystemen sollte eine Einheitlichkeit zumindest in den einzelnen Anwendungsmodulen gegeben sein. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
210 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 08: Erlernbarkeit Prüffragen-Nr.: 152.08.10 Komponente 152: Terminologie (Semantik) Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Sind die im Anwendungssystem verwendeten Benennungen von Funktionen (Kommandos/Menüoptionen), Systemmeldungen, Mafieinheiten, Interpunktionen an die Umgangssprache bzw. die Fachsprache des Benutzers angepaßt? Antwortvorgaben: 0 ja 0 ja, mit Abweichungen (welche?): () nein Kommentar: Die verwendete Terminologie soll allgemeinverständlich oder zumindest fachspezifisch sein, EDVtechnische Begriffe sind zu vermeiden (vgl. Baitsch (1989)). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung 211 Prüffragen-Nr.: 152.09.10 Kriterium 09: Individualisierbarkeit Komponente 152: Terminologie (Semantik) Gruppe h Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen FrQffrage: Stehen dem Benutzer Anpassungsmöglichkeiten (z.B. bei Kommandos, Menüoptionen, Systemmeldungen) bezüglich der Sprache (1), der Bezeichnungen von Maßeinheiten (2), der Währungseinheiten (3), der Dezimaldarstellung (4), der Datumsdarstellung (5) und der Zeitdarstellung (6) zur Verfügung? Bitte ankreuzen und entsprechende Nummern eintragen. Antwortvorgaben: 0 ja (welche?): 0 nein (welche?): Kommentar: Zumindest die Sprache, die Maßeinheiten, die Währungseinheiten und die Dezimaldarstellung sollen vom Benutzer angepaßt werden können. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewichtung:
212 Anhang F: Prüffragensammlung Prüffragen-Nr.: 153.08.10 Kriterium 08: Erlernbarkeit Komponente 153: Grammatik (Syntax) Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Welche Einschränkungen gibt es hinsichtlich der Benennung von Objekten (z.B. hinsichtlich der zulässigen Länge, der Verwendung von Sonderzeichen oder Blanks in Wortfolgen)? Antwortvorgaben: 0 keine Beschränkungen () Beschränkungen vorhanden (welche?): Kommentar: Im Anwendungssystem soll es hinsichtlich der Benennung von Objekten keine Einschränkungen geben. Etwaige durch das Betriebssystem bedingte Einschränkungen sollten durch das Anwendungssystem abgefangen werden. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewichtung:
213 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 10: Steuerbarkeit Prüffragen-Nr. : 210.10.10 Komponente 210: Dialogtechniken Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Welche Dialogtechniken werden vom Anwendungssystem alternativ angeboten? Antwortvorgaben: () Dialogsprache () Natürlich-sprachlicher Dialog 0 Funktionstasten 0 Formulare/Masken () Menüs 0 Fenster 0 Direkte Manipulation 0 sonstige (welche?): Kommentar: In Abhängigkeit von der Aufgabe und dem Benutzer (Expertisegrad) sollten alternativ Dialogtechniken angeboten werden. Das Anwendungssystem sollte dabei in der Regel "Menüeingabe" und "Direkte Manipulation" alternativ anbieten, da diese leichter zu erlernen sind als Kommandoeingaben. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
214 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 10: Steuerbarkeit Prüffragen-Nr.: 210.10.20 Komponente 210: Dialogtechniken Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Kann in unterschiedlichen Dialogsituationen (z.B. Arbeit am Dokument, in einem Verzeichnis, in einer Dialogbox) zwischen den verschiedenen Dialogtechniken wahlfrei gewechselt werden? Antwortvorgaben: 0 Dialogsprache () Natürlich-sprachlicher Dialog 0 Funktionstasten () Formulare/Masken () Menüs 0 Fenster 0 Direkte Manipulation () sonstige (welche?): 0 nein, nicht bei folgenden Dialogsituationen: Kommentar: Eine Wahlmöglichkeit - in unterschiedlichen Dialogsituationen - zwischen den verschiedenen Dialogtechniken ist wünschenswert. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewichtimg:
215 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit Prüffragen-Nr.: 211.05.10 Komponente 211: Dialogsprachen (Kommando-, Abfrage-, Programmier- u. Makrosprachen) Gruppe h Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Werden bei der Kommandoeingabe die Namen von Parameter(kette)n benannt? Antwortvorgaben: () ja, der Parameter ist in seiner (vollen) Bedeutung benannt () ja, der Parameter ist in seiner Bedeutung durch Kürzel benannt () ja, die Benennung bzw. Kurzbenennung ist frei wählbar () nein, der Parameter ist durch die Parameterposition definiert Kommentar: Eine Benennung der Parameter ist wünschenswert. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
216 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 06: Erwartungskonformität Prüffragen-Nr.: 211.06.10 Komponente 211: Dialogsprachen (Kommando-, Abfrage-, Programmier- u. MakroSprachen) Gruppe h Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Praffrage: Ist die syntaktische Form der Dialogsprache (z.B. Aufbau der Kommandos, Interpunktion) einheitlich? Antwortvorgaben: Oja 0 nein, Uneinheitlichkeiten folgender Art: Kommentar: Die Syntax sollte im gesamten Anwendungssystem einheitlich sein, um dem Benutzer den Aufbau eines mentalen Modells bzgl. der grammatischen Form der Dialogsprache zu ermöglichen. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung 217 Prüffragen-Nr.: 211.07.10 Kriterium 07: Fehlerrobustheit Komponente 211: Dialogsprachen (Kommando-, Abfrage-, Programmier- u. Makrosprachen) Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Werden Kommandoeingaben mit nicht spezifizierten Parametern (auch Namen von Dateien beim Sichern, Namen von Empfängern beim Senden von Nachrichten etc.) angenommen? Antwortvorgaben: () ja, der fehlende Wert wird nachgefordert () ja, mit sofortiger Ausführung des Kommandos () ja, Ausführung nach nochmaliger Auslösung des Kommandos () nein, es erfolgt eine Fehlermeldung () nein, das Kommando läßt sich nicht auslösen Kommentar: Das Anwendungssystem soll auch unvollständige Kommandos annehmen und die nicht spezifizierten Parameter durch Standardwerte ergänzen oder nachfordern; Standardwerte sollen angezeigt werden. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewich tung:
218 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 07: Fehlerrobustheit Prüffragen-Nr.: 211.07.20 Komponente 211: Dialogsprachen (Kommando-, Abfrage-, Programmier- u. Makrosprachen) Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Frfiffrage: Findet bei fehlerhaften Kommandoeingaben eine automatische Fehlerkorrektur statt? Antwortvorgaben: 0 ja (welche Fehler werden korrigiert?): 0 ja, die Korrektur wird zur Bestätigung vorgeschlagen 0 ja, die Korrektur wird ohne Hingriffsmöglichkeiten rückgemeldet 0 ja, die Korrektur wird ohne Rückmeldung durchgeführt Onein Kommentar: Fehlerhafte Kommandoeingaben (Abweichungen von der geforderten Kommandosyntax) können toleriert und für den Benutzer sichtbar automatisch korregiert werden - allerdings mit Rückmeldung. Die aktive Fehlerkorrektur soll abschaltbar sein. Bewertung: Note: Begründung: Notiz: Kriteriumsgewichtung:
219 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 08: Erlernbarkeit Prüffragen-Nr.: 211.08.10 Komponente 211: Dialogsprachen (Kommando-, Abfrage-, Programmier- u. MakroSprachen) Gruppe h Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen PrOffrage: Muß bei der Eingabe von Kommandos und Kommandokürzeln zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden werden? Antwortvorgaben: 0 ja, Großschreibung bindend () ja, Kleinschreibung bindend () ja, Wechsel zwischen Groß-/Kleinschreibung bindend Onein Kommentar: Eine Unterscheidung der Eingabe zwischen Groß- und Kleinschreibung sollte nicht erforderlich sein, da solche Bedeutungsunterschiede wenig einprägsam sind. Bewertung: Note: Begrfindung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
220 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 09: Individualisierbarkeit Prüffragen-Nr.: 211.09.10 Komponente 211: Dialogsprachen (Kommando-, Abfrage-, Programmier- u. MakroSprachen) Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Kann der Benutzer Kommandonamen (-kürzel) anpassen? Antwortvorgaben: 0 ja, vorhandene ändern () ja, neue definieren 0 nein Kommentar: Vor allem bei langen Kommandonamen und bei Menüs sollen Kurzkommandos definiert werden können. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewichtung:
221 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 10: Steuerbarkeit Prüffragen-Nr.: 211.10.10 Komponente 211: Dialogsprachen (Kommando-, Abfrage-, Programmier- u. MakroSprachen) Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Können neben Einzelkommandos auch Kommandofolgen (Konkatinationen) verarbeitet werden? Antwortvorgaben: 0 ja, Kommandofolgen werden verarbeitet () ja, mit Anzeige der Zwischenergebnisse 0 ja, mit Eingriffs-/Änderungsmöglichkeiten Onein Kommentar: Ein dialogsprachlich orientiertes Anwendungssystem soll auch Kommandofolgen (Konkatinationen) verarbeiten können. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewich tung:
222 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 10: Steuerbarkeit Prüffragen-Nr.: 211.10.20 Komponente 211: Dialogsprachen (Kommando-, Abfrage-, Programmier- u. Makrosprachen) Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Priiffrage: Lassen sich logisch voneinander unabhängige Parameterwerte in beliebiger Reihenfolge eingeben? Antwortvorgaben: 0 ja, bei unabhängigen Paramterketten () nein, in keinem Fall Kommentar: Die Eingabe in beliebiger Reihenfolge ist bei logisch unabhängigen Paramterwerten eine wünschenswerte Eigenschaft. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewichtung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 10: Steuerbarkeit 223 Prüffragen-Nr.: 211.10.30 Komponente 211: Dialogsprachen (Kommando-, Abfrage-, Programmier- u. Makrosprachen) Gruppe 2i Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Kann wahlweise eine Langform von Kommandonamen und eine Kurzform (Kommandokürzel) verarbeitet werden? Antwortvoigaben: 0 ja, wahlweise in Lang- oder Kurzform () nein, nur in Langform () nein, nur in Kurzform () Kommandokürzel sind adaptierbar Kommentar: Das Anwendungssystem sollte auch Kommandokürzel verarbeiten können. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
224 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 10: Steuerbarkeit Prüffragen-Nr. : 211.10.50 Komponente 211: Dialogsprachen (Kommando-, Abfrage-, Programmier- u. Makrosprachen) Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prfiffrage: Gibt es die Möglichkeit, die Durchführung von Aktionen des Systems mittels der Dialogsprache (z.B. durch Makros) an das Auftreten von bestimmten Ereignissen (z. B. Eingang von Nachrichten, Abschluß von Hintetgrundprozessen etc.) zu koppeln (Spezifizierung von Triggern)? Antwortvorgaben: 0 ja, koppelbar (an welche Ereignisse?): Onein Kommentar: Das Anwendungssystem soll die Koppelung von Aktionen an das Auftreten von bestimmten Ereignissen erlauben (Spezifikation von Triggern). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewichtung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 10: Steuerbarkeit 225 Prüffragen-Nr.: 212.10.10 Komponente 212: Natürlich-sprachlicher Dialog Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen PrUffrage: Kann der Dialog natürlich-sprachlich geführt werden? Antwortvoigaben: () ja, unbeschränkt () ja, aber auf bestimmt Kommandos beschränkt 0 ja, aber nur in bestimmten Dialogsituationen 0 ja, wahlfrei zu anderen Dialogtechniken Onein Kommentar: Vor allem ungeübten Benutzern erleichtert die Möglichkeit eines quasi natürlich-sprachlichen Dialogs den Zugang zum Anwendungssystem, da nur geringe syntaktische und semantische Kenntnisse erforderlich sind. Ab einem bestimmten Expertisegrad des Benutzers erweist sich jedoch ein natürlich-sprachlicher Dialog für den Benutzer als umständlich und aufwendig in der Handhabung (hoher Schreibaufwand). Daher sollte diese Dialogtechnik entweder nur wahlfrei mit anderen Dialogtechniken angeboten werden oder auf geeignete Anwendungsgebiete beschränkt bleiben (z.B. Publikumsinformationssysteme, Auskunftssysteme). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
226 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 06: Erwartungskonformität Prüffragen-Nr.: 213.06.10 Komponente 213: Funktionstasten Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Frfiffrage: Ist die Belegung der Funktionstasten im Anwendungssystem einheitlich und kann die Belegung vom Benutzer abgerufen werden? Antwortvorgaben: 0 ja, einheitlich () nein, uneinheitlich () ja, Belegung einsehbar mittels Tastaturschablone () ja, Belegung am Bildschirm einblendbar () nein, Belegung nicht einsehbar Kommentar: Sollte eine einheitliche Belegung der Funktionstasten im Anwendungssystem nicht möglich sein, sollte der Benutzer z.B. durch Anzeige am Bildschirm die aktuelle Belegung vermittelt bekommen. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewichtung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 03: Komfort 227 Prüffragen-Nr.: 214.03.10 Komponente 214: Formulare/Masken Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Wird auf einer Maske eine vollständige (Teil-) Aufgabe dargestellt? Antwortvorgaben: 0 ja 0 nein Kommentar: Wenn möglich, sollte jede Maske eine vollständige (Teil-) Aufgabe oder zumindest einen vollständigen Arbeitsschritt darstellen, um dem Benutzer das häufige Springen zwischen Masken zu ersparen (vgl. Baitech (1989)). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewichtung:
228 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit Prüffragen-Nr.: 214.05.10 Komponente 214: Formulare/Masken Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prfiffrage: Werden vor bzw. nach der Eingabe von Parametern in Dialogboxen die zugehörigen Maßeinheiten angezeigt bzw. hinzugefügt? Antwortvoigaben: 0 ja, die zugehörige Maßeinheit wird angezeigt 0 ja, die zugehörigen Maßeinheit wird nachträglich hinzugefügt Onein Kommentar: In Dialogfenstern von Formularen/Masken sollen vor bzw. nach der Eingabe von Parametern die zugehörigen Maßeinheiten angezeigt bzw. hinzugefügt werden. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit 229 Prüffragen-Nr.: 214.05.20 Komponente 214: Formulare/Masken Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Wird in Eingabefeldern von Formularen/Masken der zuletzt spezifizierte oder voreingestellte Wert des zugehörigen Parameters angezeigt? Antwortvergaben: 0 ja, der zuletzt spezifizierte Wert () ja, der voreingestellte Defaultwert () ja, Wahl zwischen voreingestellten und spezifizierten Wert () keine Werte angezeigt Kommentar: Eine Wahl zwischen voreingestellten oder spezifizierten Werten durch den Benutzer sollte möglich sein. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
230 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 06: Erwartungskonformität Prüffragen-Nr.: 214.06.10 Komponente 214: Formulare/Masken Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Wurden bei der Gestaltung der Formulare/Masken existierende gedruckte Vorlagen berücksichtigt? Antwortvorgaben: 0 ja Onein Kommentar: Ein Übereinstimmung mit existierenden gedruckte Vorlagen erleichtert dem Benutzer die Orientierung am Bildschirm und bewirkt eine Anpassung des Anwendungssystem an die Aufgabenerfordernisse (vgl. Baitsch (1989)). Bewertung: Note: Begründung: Notiz:. Kriteriumsgewichtung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 09: Individualisierbarkeit 231 Prüffragen-Nr.: 214.09.10 Komponente 214: Formulare/Masken Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Können die Formulare/Masken vom Benutzer angepaßt werden (beispielsweise an existierende Belegvorlagen)? Antwortvorgaben: () ja, Reihenfolge/Position der Eingabefelder () ja, Reihenfolge/Position der Ausgabefelder () ja, Benennung der Ausgabefelder () ja, Aufteilung der Dialogbereiche () nein Kommentar: Eine Adaptierung der Formular/Masken durch den Benutzer sollte möglich sein. Damit besteht für ihm die Möglichkeit der Anpassung der Dialogtechnik an seine Aufgabenerfordemisse (z.B. Orientierung an existierende Belegvorlagen oder an der Bearbeitungsreihenfolge). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
232 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit Prüffragen-Nr.: 215.05.10 Komponente 215: Menüs Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Wieviele Menüoptionen kommen auf den verschiedenen Ebenen des Systems vor? Antwortvorgaben: () Anzahl der Menüebenen: () Anzahl der Menüoptionen im Hauptmenü: () durchschnittliche Anzahl der Menüoptionen in allen Ebenen: Kommentar: Die Menüstruktur sollte ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Tiefe (Anzahl der Ebenen) und Breite (Anzahl der Menüoptionen) aufweisen. Der Menübaum sollte i.d.R. nicht mehr als zwei bis max. drei hierachische Stufen enthalten; flache, breite Menübäume sind besser als tiefe, schmale (vgl. Baitsch (1989))! Dem ungeübten Benutzer sollte eine geringer Anzahl von Menüoptionen angeboten werden (etwa 4 bis 8 pro Menü), dem geübteren Benutzer kann auch eine größere Anzahl von Menüoptionen zugemutet werden (etwa 15 bis 20 pro Menü). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 06: Erwartungskonformität 233 Prüffragen-Nr.: 215.06.10 Komponente 215: Menüs Gruppe h Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: In welcher Reihenfolge sind Menüoptionen angeordnet? Antwortvorgaben: () inhaltlich e Struktur 0 Häufigkeit der Benutzung 0 alphabetisch 0 sonstige (welche?): Kommentar: Die Auswahlmöglichkeiten im Menü sollen nach einem einheitlichen und für den Benutzer leicht durchschaubaren Konzept konstruiert sein. Dies erleichtert dem Benutzer das Erlernen der Handhabung dieser Dialogtechnik (Aufbau eines mentalen Modells). Hierbei ist eine inhaltliche Struktur zu bevorzugen; falls diese nicht realisierbar ist, sollte eine Reihenfolge nach der Häufigkeit oder dem Alphabet vorliegen (vgl. Smith (1986) und Baitsch (1989)). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
234 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 07: Fehlerrobustheit Prüffragen-Nr.: 215.07.10 Komponente 215: Menüs Gruppe h Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Werden Sperrungen von kontextabhängig nicht verfügbaren Optionen in Menüs angezeigt? Antwortvorgaben: 0 ja, durch Codierung (z.B. "Grauschaltung") der gesperrten Optionen () ja, durch Auslassung der gesperrten Optionen 0 ja, durch Ausgabe einer Fehlermeldung bei Aktivierung einer gesperrten Option () keine Anzeige der Sperrung Kommentar: Kontextabhängig gesperrte Optionen sollten durch Codierung vor einer Aktivierung geschützt werden. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
235 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 09: Individualisierbarkeit Prüffragen-Np.: 215.09.10 Komponente 215: Menüs Gruppe 2i Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Sind Menüs adaptierbar? Antwortvorgaben: () ja, Anzahl der Menüoptionen in Abhängigkeit vom Expertisegrad des Benutzers (z.B. mittels einer Menüoption "Kurzeinstellungen") () ja, Umbenennung von Menüoptionen () ja, Umstellung von Menüoptionen () ja, Herausnahme von Menüoptionen () ja, Hineinnahme weiterer Menüoptionen (z.B. mittels externer Werkzeuge) 0 ja, sonstige Maßnahmen (welche?): 0 nein Kommentar: Menüs sollten adaptierbar sein, damit sie an benutzerspezifische (z.B. Expertisegrad) und aufgabenspezifische Anforderungen angepaßt werden können. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
236 Anhang F: Prüffragensammlung Prüffragen-Nr.: 215.10.10 Kriterium 10: Steuerbarkeit Komponente 215: Menüs Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Ist das unmittelbare Springen in gleichen und in verschiedene Menüebenen möglich? Antwortvorgaben: 0 ja, jederzeit in das Hauptmenü 0 ja, in andere Menüoption derselben Menüebene 0 ja, in andere Menüoptionen anderer Menüebenen 0 nein Kommentar: Neben den Sprungmöglichkeiten zu Menüoptionen in höheren und tieferen Ebenen, sind direkte Sprungmöglichkeiten zu Menüoptionen in gleicher Ebene und zu anderen Zweigen des Menübaumes wünschenswert. Weiters sollte der Benutzer jederzeit die Möglichkeit haben in das Hauptmenü zurückzuspringen (vgl. Baitsch (1989)). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 10: Steuerbarkeit 237 Prüffragen-Nr.: 215.10.20 Komponente 215: Menüs Gruppe 2: Am Ende eines Progranuns/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Pr&ffrage: Können Menüoptionen durch Eingabe von (Anfangs-) Buchstaben oder Nummern oder direktmanipulativ ausgewählt werden? Antwortvorgaben: () durch (Anfangs-) Buchstaben () durch Nummern () direkt-manipulativ Kommentar: In Menüs sollen Optionen eher mit Namensabkürzungen als mit Nummern zu aktivieren sein, wenn keine hierarchische/quantitative Ordnung möglich ist Das Erlernen der Namensabkürzungen wird erleichtert, wenn sie im Menü hervorgehoben/angezeigt werden. Zusätzlich ist eine direktmanipulative Auswahlmöglichkeit wünschenswert, da sie vor allem von ungeübteren Benutzern bevorzugt wird (vgl. Smith (1986)). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
238 Anhang F: Prüffragensammlung Prüffragen-Nr.: 216.04.20 Kriterium 04: Übersichtlichkeit Komponente 216: Fenster Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Können mehrere Fenster gleichzeitig am Bildschirm dargestellt werden? Antwortvorgaben: () ja (Begrenzung der Anzahl praktisch beeinträchtigend?): 0 nein Kommentar: Durch die Darstellung mehrerer Fenster kann der Benutzer mehrere Objekte (z.B. Dokumente) bzw. mehrere Anwendungen (z.B. Textverarbeitung und Graphik) gleichzeitig darstellen und anwenden. Dies entspricht seiner traditionellen Arbeitsweise (Desktop-Metapher) und erhöht somit die Übersichtlichkeit. Dazu müssen die einzelnen Fenster erkennbar voneinander abgegrenzt sein. Eine wichtige hardwaretechnische Voraussetzung ist ein entsprechen großer Bildschirm (zumindest A4, besser A3). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
239 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 04: Übersichtlichkeit Prüffragen-Nr.: 216.04.30 Komponente 216: Fenster Gruppe 2: Am Ende eines Programms/ Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Wurden bei der optischen Gestaltung von Fenstern die folgenden Gestaltungsregeln befolgt? Antwortvorgaben: 0 Fensterelemente (z.B. Titelleiste) erscheinen immer an der gleichen Stelle, in gleichbleibender Gestaltung und in unveränderlicher Größe. () Unterschiedliche Funktionen von Fenstern (z.B. Arbeitsfenster, Dialogfenster, Meldefenster) sind durch die Fensterform erkennbar. 0 Fenster und Hintergrund sind optisch deutlich unterscheidbar. () Mehrere Fenster sind deutlich voneinander abgegrenzt 0 Fensterrahmen und Fensterinhalt sind deutlich unterscheidbar. () Die Fenstergröße ist den Erfordernissen der Arbeitsaufgabe angepaßt; beim Öffnen besitzt Fenster eine Standardgröße. () Die Position des Fensterinhaltes (z.B. angezeigtes Dokument) im Fenster wird deutlich. Kommentar: Bei der Gestaltung der Fenster sollten möglichst alle der in den Antwortvorgaben beschriebenen Gestaltungsregeln befolgt worden sein (vgl. Siemens/Nixdorf (1989)). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewich tung:
240 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit Prüffragen-Nr.: 216.05.10 Komponente 216: Fenster Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Gibt es Unterstützungen zur übersichtlichen Anordnung und zur einfachen Verwaltung von Fenstern? Antwortvorgaben: 0 ja, bei mehreren geöffneten Fenstern wird eine Information über die Zahl und Lage geboten (welche?): () ja, das jeweils aktive Fenster wird hervorgehoben () ja, alle geöffneten Fenster sind in einer strukturierten Übersicht anzeigbar 0 nein Kommentar: Da es durch das gleichzeitige Öffnen mehrerer Fenster sehr schnell zu einer Beeinträchtigung der Orientierung des Benutzers kommen kann, sollten ihm geeignete Unterstützungen (Verzeichnis, Verkleinerungsmöglichkeiten) angeboten werden. Gleichzeitig kann durch eine deutliche Hervorhebung des aktiven (eingabebereiten) Fensters die Orientierung unterstützt werden. Eine Begrenzung der gleichzeitig offenbaren Fenster kann dem Benutzer zwar vor einem Verlust der Orientierung bewahren, beschränkt jedoch seine Steuerungsmöglichkeiten (vgl. Siemens/Nixdorf (1989)) Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
241 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 10: Steuerbarkeit Prüffragen-Nr.: 216.10.10 Komponente 216: Fenster Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Welche Manipulationen können an Fenstern vorgenommen und welche Operationen können an den Fensterinhalten durchgeführt werden? Antwortvorgaben: () Fenster teilen 0 Fenstergröße voreinstellbar 0 Öffnen des Fensters () Schließen des Fensters 0 Ort des Fensters änderbar (z.B. durch Verschieben) () Plazierung der Fenster voreinstellbar () Schnellaufzug (Resize, Rescale), Zoomfunktion verfügbar 0 Titel der Fenster änderbar 0 Limits (z.B. Zahl der geöffneten Fenster) änderbar 0 Vernetzen verschiedener Fenster möglich (z.B. durch Bestimmen der Reihenfolge der Fenster) 0 Einreihen, Hervorholen, Zurücksetzen von Fenster 0 Blättern innerhalb des Fensters 0 Fensterinhalte kontinuierlich horizontal und vertikal verschiebbar () Vergrößern und Verkleinem der Fensterinhalte () Fensterinhalte löschen Kommentar: Durch die in den Antwortvorgaben geforderten Manipulationen und Operationen an den Fenstern und den Fensterinhalten wird dem Benutzer eine große Hexibilität bei der Steuerung des Dialogs geboten. Es sollte daher die Mehrzahl dieser Operationen dem Benutzer zur Verfügung stehen. Bewertung: Note: Begründimg:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
242 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 03: Komfort Prüffragen-Nr.: 217.03.10 Komponente 217: Direkte Manipulation Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prfiffrage: Welche Funktionen können direkt-manipulativ ausgeführt werden? Antwortvorgaben: 0 Öffnen 0 Schließen () Auswählen 0 Markieren () Verschieben 0 Vergrößern /Verkleinern 0 Kopieren () Drucken () Löschen () Kommandoaufruf in Menüs und Dialogboxen Kommentar: Die aufgelisteten Funktionen sollen möglichst vollständig direkt-manipulativ ausführbar sein. Mit Rücksicht auf die geforderte Flexibilität (vgl. 210.10.20) sollen auch andere Dialogtechniken angeboten werden. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
243 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit Prüffragen-Nr.: 217.05.10 Komponente 217: Direkte Manipulation Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Können die verfügbaren direkt-manipulativen Funktionen angezeigt werden? Antwortvorgaben: () textuelle Darstellung (Liste) () visuelle Präsentation (Film) Onein Kommentar: Zumindest sollte eine textuelle Darstellung möglich sein. Wünschenswert wäre auch eine visuelle Präsentation. Bewertung: Note: Begründung: Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
244 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 06: Erwartungskonformität Prüffragen-Nr.: 220.06.10 Komponente 220: Dialogsteuerung/Dialogablauf Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Erfolgt das Navigieren durch Programm-Module, Verzeichnisse (Directories) von Objekten, oder Teile (Bildschirme, Felder, Sätze, etc.) von Objekten in einheitlicher und anschaulicher Weise? Antwortvorgaben: 0 ja () ja, aber mit Ausnahmen (welche?): () nein Kommentar: Das Navigieren im System soll in konsistenter Weise unterstützt werden, z.B. über Laufbalken (scroll bars), Cursortasten, Tabulatoren, Maussteuerung, klicksensitive Bereichsunterlegung von Objekten. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 10: Steuerbarkeit 245 Prüffragen-Nr.: 221.10.10 Komponente 221: Direktwahl Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen PrUffrage: Kann eine gewünschte Maske (Formular) direkt angewählt werden? Antwortvorgaben: 0 ja 0 nein Kommentar: Der Benutzer soll im Dialog jederzeit die für die weitere Aufgabendurchführung gewünschte Maske auswählen können. Diese Auswahl kann jedoch nur ausgeführt werden, sofern der begonnene Dialog keine weiteren Dialogschritte erfordert. Vor dem Aufruf der gewählten Maske werden die im aktuellen Dialogschritt eingegebenen Daten verarbeitet (vgl. dazu DIN 66234 Teil X bzw. ISO 9241 Part 15). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewichtung:
246 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 10: Steuerbarkeit Prüffragen-Nr.: 222.10.10 Komponente 222: Feidanwahl Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen PrUffrage: Kann innerhalb einer Maske (Formular) ein Eingabefeld direkt gewählt werden? Antwortvorgaben: 0 ja, Anwahl des nächsten, des vorhergehenden Eingabefeldes möglich () ja, uneingeschränkte Feidanwahl möglich 0 nein Kommentar: Innerhalb einer Maske (Formular) sollte zumindest die Anwahl des nächsten oder des vorhergehenden Eingabefeldes möglich sein. Die im aktuellen Dialogschritt eingegebenen Daten werden dabei nicht verarbeitet. Wünschenswert ist eine direkte Anwahl aller vorhandenen Eingabefelder (vgl. dazu DIN 66234 Teü X bzw. ISO 9241 Part 15). Bewertung: Note: Begründung: Notiz: Kriteriumsgewichtung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 10: Steuerbarkeit 247 Prüffragen-Nr.: 223.10.10 Komponente 223: Verschieben, Blättern Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Kann der Inhalt des Arbeitsbereiches des Bildschirmes um eine wählbare Distanz (z.B. eine Zeile, eine Spalte) verschoben werden (Scrolling)? Antwortvorgaben: () ja, um wählbare Distanz 0 ja, um vorgegebene Distanz 0 nein Kommentar Hin Verschieben des Inhaltes des Arbeitsbereiches soll zumindest um eine vom System vorgegebene Distanz möglich sein. Wünschenswert ist ein uneingeschränktes (kontinuierliches) Verschieben des Inhaltes des Arbeitsbereiches. Nach dem Verschieben soll die Position des am Bildschirm sichtbaren Ausschnittes innerhalb des gesamten Datenbereiches angezeigt werden (vgl. dazu DIN 66234 Teil X bzw. ISO 9241 Part 15). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
248 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 10: Steuerbarkeit Prüffragen-Nr.: 223.10.20 Komponente 223: Verschieben, Blättern Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Kann der Inhalt des Arbeitsbereiches des Bildschirm durch (seiten- oder objektweises) Vor- und Zurückblättern angezeigt werden (Blätterfunktion)? Antwortvorgaben: 0 ja () nein Kommentar: Eine Blätterfunktion sollte verfügbar sein. Nach dem Blättern soll die Position des am Bildschirm sichtbaren Ausschnittes innerhalb des gesamten Datenbereiches angezeigt werden (vgl. dazu DIN 66234 Teil X bzw. ISO 9241 Part 15). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 10: Steuerbarkeit 249 Prüffragen-Nr.: 224.10.10 Komponente 224: Speichern des Bildschinninhalts Gruppe 2i Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen PrUffrage: Kann der Bildschirminhalt insgesamt oder ein Teil des Bildschirminhaltes gespeichert und auf Anforderung wieder angezeigt werden? Antwortvorgaben: 0 ja, gesamter Bildschirminhalt () ja, Teile des Bildschirminhaltes () nein Kommentar: Zumindest der vollständige Bildschirminhalt sollte unter einem vom System vorgegebenen Namen gespeichert werden. Wünschenswert ist zusätzlich die Möglichkeit zum Speichern von Teilen des Bildschirminhaltes sowie die freie Vergabe des Names (vgl. dazu DIN 66234 Teil X bzw. ISO 9241 Part 15). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
250 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 10: Steuerbarkeit Prüffragen-Nr.: 225.10.10 Komponente 225: Abbrechen eines Dialogschritts Gruppe 1: In der Priifaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Kann ein Dialogschritt (Folge von Eingabe, dazugehöriger Verarbeitung durch das System und Ausgabe) zum Zeitpunkt, zu dem das System auf eine Benutzereingabe wartet, abgebrochen werden? Antwortvorgaben: 0 ja 0 nein Kommentar: Ein Abbrechen eines Dialogschritts sollte möglich sein. Danach sollte der Dialog in dem Zustand sein, der nach Beendigung des vorherigen Dialogschritts erreicht wurde (vgl. dazu DIN 66234 Teil X bzw. ISO 9241 Part 15). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung 251 Prüffragen-Nr.: 226.06.10 Kriterium 06: Erwartungskonformität Komponente 226: Abbrechen/Unterbrechen eines Dialogs Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Bleibt nach dem Unterbrechen eines Dialoges - etwa bedingt durch eine Aibeitsunterbrechung - der Arbeitskontext erhalten? Antwortvorgaben: 0 ja 0 nein Kommentar: Nach einer durch Zwischenoperation bedingten Arbeitsunterbrechung soll der Inhalt der von bisher getätigten Eingaben (z.B. Parameterdefinitionen) und die Positionierung des Cursors erhalten bleiben (vgl. dazu DIN 66234 Teil X bzw. ISO 9241 Part 15). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewichtung:
252 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 07: Fehlerrobustheit Prüffragen-Nr.: 226.07.10 Komponente 226: Abbrechen/Unterbrechen eines Dialogs Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Kann ein laufender Verarbeitungsprozeß unter- /abgebrochen werden? Antwortvoigaben: () ja, generelles Unterbrechen und Wiederaufsetzen möglich () nein Kommentar: Eine Möglichkeit für einen gezielten Abbruch eines Prozesses (z.B. von Kopier- und Druckvorgängen) sowie ein gezieltes Unterbrechen und Wiederaufsetzen ist wünschenswert (vgl. dazu DIN 66234 Teil X bzw. ISO 9241 Part 15). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewich hing:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 06: Erwartungskonformität 253 Prüffragen-Nr.: 227.06.10 Komponente 227: Beenden eines Dialogs Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Kann man das System - abgesehen von erforderlichen Benutzer-Bestätigungen für Sicherungszwecke mit Erhalt des Arbeitskontextes beenden (Öffnung mehrerer Dokumente /Anwendungen, Positionierung des Cursors)? Antwortvorgaben: () ja, in einem Dialogschritt () ja, aber umständlich 0 nein Kommentar: Das Anwendungssystem sollte unter Beibehaltung des aktuellenArbeitskontexte (z.B. des geöffneten Dokumentes, der Position des Cursors)s, abgesehen von Benutzer-Bestätigungen für Sicherungszwecke, in einem Dialogschritt beendet werden können (vgl. dazu DIN 66234 Teil X bzw. ISO 9241 Part 15). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
254 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 09: Individualisierbarkeit Prüffragen-Nr.: 228.09.10 Komponente 228: Wechseln von Dialogeinstellungen (Anpaßbarkeit) Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Hat der Benutzer die Möglichkeit, den Geltungsbereich von Dialogeinstellungen (z.B. Art der Dialogtechnik, Layout des Bildschirms, Vorgabe von Defaultwerten, Cursorposition) zu steuern? Antwortvorgaben: () ja, Dialogeinstellungen können an Anwendungssystem gebunden werden () ja, Dialogeinstellungen können an Dokument gebunden werden () ja, Dialogeinstellungen können an eine Anwendungssitzung gebunden werden 0 ja, sonstige Bindungen (welche?): () nein, Dialogeinstellungen gelten generell bis auf Widerruf Kommentar: Die Dialogeinstellungen sollten möglichst differenziert gesteuert werden können. Dies ermöglicht dem Benutzer einen aufgabengerechten Dialog zu führen und ihn seiner individuellen Arbeitsweise anzupassen (vgl. dazu DIN 66234 Teil X bzw. ISO 9241 Part 15). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich hing:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit 255 Priiffragen-Nr.: 229.05.10 Komponente 229: Exploration, Makrobildung (Dialogprotokollierung) Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prfiffrage: Sind die Dialogabläufe als "Maps" (karten-/netzähnliche Darstellungen) visualisierbar und können diese "Maps" mit Hilfe eines "Browser" (ohne an den Arbeitsdaten Veränderungen vornehmen zu können) durchlaufen werden? Antwortvorgaben: 0 ja 0 nein Kommentar: Durch eine graphische Simulation und durch entsprechenden Browsingmöglichkeiten soll der Benutzer in die Lage versetzt werden, sich ein Bild von den Dialogabläufen machen zu können. Bewertung: Note: Begründung: Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
256 Anhang F: Prüffragensammlung Prüf£ragen-Nr.: 229.10.10 Kriterium 10: Steuerbarkeit Komponente 229: Exploration, Makrobildung (Dialogprotokollierung) Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Kann der Benutzer die Dialogschritte protokollieren, abspeichern und editieren (Dialoggeschichte)? Antwortvorgaben: () ja, Definition von Start und Ende explizit durch den Benutzer 0 ja, Abspeichern unter einem vom Benutzer vergebenen Namen () ja, Möglichkeiten zur Steuerung des Protokollumfanges (z.B. nur Ein-/Ausgaben, Maskenidentifikationen, Arbeitsdatenveränderungen) 0 ja, Möglichkeiten zur Anzeige, zum Editieren, zur Kommentierung der Protokollinhalte 0 ja, Möglichkeiten zur parallelen Anlage von Protokollen für eine/mehrere Anwendungen 0 nein Kommentar: Die Aufzeichnung von Dialogschritten ist eine wünschenswerte Eigenschaft, da sich der Benutzer damit von ihm im Dialog ausgeführte Schritte zu einem späteren Zeitpunkt wieder verfügbar machen kann. Beispielsweise kann der Benutzer eine komplizierte Datenbankabfrage aufzeichnen, kommentieren und sich zu einem späteren Zeitpunkt bei Bedarf nutzbar machen (vgl. dazu DIN 66234 Teil X bzw. ISO 9241 Part 15). Ausschließlich der Benutzer soll die Verfügung über die Verwendung der in einem Protokoll gespeicherten Daten haben (vgl. dazu die Forderungen der Prüffrage 412.12.30). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: 257 Prüffragensammlung Prüffragen-Nr.: 229.10.20 Kriterium 10: Steuerbarkeit Komponente 229: Exploration, Makrobildung (Dialogprotokollierung) Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Pr&ffrage: Bietet das System die Möglichkeit, Dialogmakros zu bilden und zu editieren? Antwortvorgaben: 0 ja, durch eine gespeicherte Folge von Dialogschritten () ja, durch Abspeichern von Kommandofolgen () ja, mittels aufgezeichneter Dialogprotokolle (Dialoggeschichte) 0 ja, es können variable Eingaben vorgenommen werden (beim Start oder während der Ausführung des Makros) 0 ja, bei der Aufforderung zur Eingabe kann der Benutzer wählen, ob er die Ausführung fortsetzt oder den Dialog individuell weiterführt 0 ja, auch editierbar 0 nein Kommentar: Das Bilden von Dialogmakros sollte vom Anwendungssystem unterstützt werden. Dies erlaubt dem Benutzer den Dialog an seine individuellen bzw. aufgabenspezifischen Bedürfnisse anzupassen (vgl. dazu DIN 66234 Teil X bzw. ISO 9241 Part 15). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
258 Anhang F: Prüffragensammlung Prüffragen-Nr.: 229.10.30 Kriterium 10: Steuerbarkeit Komponente 229: Exploration, Makrobildung (Dialogprotokollierung) Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Können Auswirkungen von Operationen an bestehenden Arbeitsdaten exploriert werden? Antwortvoigaben: () ja, durch vorheriges Definieren eines "Freezing-Points" 0 ja, durch (mehrfaches) UNDO () ja, in bezug auf einen Dialogschritt 0 ja, in bezug auf mehrere Dialogschritte Onein Kommentar: Durch die Exploration der Auswirkungen von Operationen wird der Benutzer zu einem Erkunden der Systemfunktionalität ermutigt. Gleichzeitig hat er die Möglichkeit die Auswirkungen kritischer Funktionen zu simulieren bzw. verschiedene Strategien bei der Aufgabenerfüllung zu verfolgen. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewichtung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit 259 Prüffragen-Nr.: 230.05.10 Komponente 230: Statusinformationen und Meldungen Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Erhält der Benutzer eine Systemmeldung (Angabe) über den Namen der aktuellen Datei (1), deren logische Verortung (Verzeichnis, Directory) (2), deren physikalischen Datenträger (Laufwerk) (3) und das benutzte Programm/-modul (4)? Bitte ankreuzen und entsprechende Nummer eintragen. Antwortvorgaben: 0 ja, permanent (z.B. Kopf- oder Fußzeile): 0 ja, steuerbar (z.B. über Infofenster): 0 nein Kommentar: Eine Statusanzeige über den Namen der aktuellen Datei, deren logische Verortung (Verzeichnis), deren physikalischer Datenträger und das benutzte Programm/-modul ist wünschenswert; sie sollte steuerbar sein. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewichtung:
260 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit Prüffragen-Nr.: 230.05.20 Komponente 230: Statusinformationen und Meldungen Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Erhält der Benutzer eine Systemmeldung (Angabe) über den noch verfügbaren Speicherplatz im Arbeitsspeicher (1), auf der Festplatte (2) und auf der Diskette (3)? Bitte ankreuzen und entsprechende Nummer eintragen. Antwortvorgaben: () ja, permanent: 0 ja, steuerbar Onein Kommentar: Eine Statusanzeige über den verfügbaren Speicherplatz im Arbeitsspeicher, auf der Festplatte und auf der Diskette ist wünschenswert; sie sollte steuerbar sein. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit 261 Prüffragen-Nr.: 230.05.30 Komponente 230: Statusinformationen und Meldungen Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Gibt das System Informationen über die Ausführung von Verarbeitungsprozessen und die Eingabebereitschaft? Antwortvoigaben: () ja, über die Art (z.B. Laden) 0 ja, über das Objekt, den Inhalt (z.B. Programme) () ja, über den Umfang (z.B. Speicherbedarf) 0 ja, über die Dauer (Zeitbedarf) () ja, mit Meldungen über Zwischenergebnisse und Vollzug 0 ja, Anzeigen sind steuerbar (z.B. Art, Umfang, Dauer?): 0 ja, Anzeige der Eingabebereitschaft () nein, keine Informationen Kommentar: Rückmeldungen über die Eingabebereitschaft und über laufende Verarbeitungsprozesse sind erforderlich, sie sollten aber steuerbar sein. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewichtung:
262 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit Prüffragen-Nr.: 230.05.40 Komponente 230: Statusinformationen und Meldungen Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Gibt das System Zustandsmeldungen über den Bearbeitungsstand von Hintergrundprozessen (Prozesse, die unabhängig vom aktuellen Dialogablauf abgearbeitet werden) ab? Antwortvorgaben: () ja, permanent 0 ja, steuerbar 0 nein Kommentar: Zustandsmeldungen über den Bearbeitungsstand von Hintergrundprozessen sind wünschenswert; sie sollten steuerbar sein. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit 263 Prüffragen-Nr.: 230.05.50 Komponente 230: Statusinformationen und Meldungen Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Zeigt das System an, ob eine Betriebsstörung vorliegt und gibt es Hinweise auf Behebungsmöglichkeiten? Antwortvorgaben: 0 ja, Anzeige eines Systemabsturzes (z.B. "Bombe") () ja, Informationen über gesicherte Datenbestände 0 ja, Verweis auf "Therapiesoftware" Kommentar: Das System sollte anzeigen, wenn eine Betriebsstörung vorliegt, ob noch Datensicherungsmaßnahmen durchgeführt worden sind (z.B. Anlegen von Sicherungskopien) und wenn möglich, Hinweise zur Durchführung von Behebungsmaßnahmen ("Therapiesoftware") geben. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
264 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit Prüffragen-Nr.: 230.05.60 Komponente 230: Statusinformationen und Meldungen Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Sind Systemmeldungen ausformuliert (und nicht kryptisch)? Antwortvorgaben: 0 ja, Eingabeaufforderungen 0 ja, Quittierungen () ja, Zustandsanzeigen 0 ja, Ereignismeldungen () ja, Präsenzanzeigen 0 ja, Fortschrittsmeldungen 0 ja, Fehleranzeigen/-meldungen 0 ja, Hilfeinformationen 0 ja, Rückfragen 0 ja, sonstige Systemmeldungen: 0 nein, welche: Kommentar: Systemmeldungen sollten ausformuliert aber knapp und präzise sein (Reduktion des Leseaufwandes); sie sollten sich auf die aktuelle Dialogsituation beziehen (kontextsensitiv); sie sollten keine anthropomorphisierenden Redewendungen enthalten; sie sollten in der Fach- bzw. Umgangssprache des Benutzers abgefaßt sein, daher sind EDV-Fachjargon und "Geheim-Codes" (z.B. Fehlernummern) zu vermeiden. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit 265 Prüffragen-Nr.: 230.05.70 Komponente 230: Statusinformationen und Meldungen Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Sind Meldungen des Anwendungssystems für den Benutzer jederzeit unterscheidbar in Rückmeldungen (bzw. Statusinformationen), Nachfragen des Anwendungssystems, Warnungen und Fehlermeldungen? Antwortvorgaben: 0 ja, Unterscheidungsmerkmale (z.B. Placierung, Invertierung, Umrahmung, Farbe, Akustik?): 0 nein Kommentar: Meldungen des Systems sollten jederzeit für den Benutzer unterscheidbar sein, damit er sofort aus der Art der Meldungen auf den derzeitigen Systemzustand schließen und die entsprechenden Reaktionen ableiten kann. Die Unterscheidung sollte durch entsprechende Hervorhebungen unterstützt werden. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
266 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 09: Individualisierbarkeit Prüffragen-Nr.: 230.09.10 Komponente 230: Statusinformationen und Meldungen Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Können Statusinformationen und Meldungen vom Benutzer an seine individuellen Bedürfnisse bzw. an seine Aufgabenerfordernisse angepaßt werden? Antwortvorgaben: 0 ja, Formulierungen () ja, Umfang 0 ja. Ort () ja, Kombination: Anzeige - Akustik - Bewegung 0 nein Kommentar: Eine Individualisierbarkeit der Statusinformationen und Meldungen sollte durch geeignete Werkzeuge (z.B. Einstellfenster, Editor) unterstützt werden. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 07: Fehlerrobustheit 267 Prüffragen-Nr.: 241.07.10 Komponente 241: Fehlervermeidung Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Werden Eingabefehler durch Plausibilitätskontrollen des Systems abgefangen (Umfang und Art der Kontrolle)? Antwortvorgaben: () ja, Kontrolle des zulässigen Datentyps () ja, Kontrolle des Wertebereiches 0 ja, sonstige Kontrollen (welche?): () ja, durch Tastenblockierung 0 ja, durch sofortige Rückmeldung nach fehlerhaften Eingabe () ja, durch Rückmeldung nach Abschluß der gesamten Eingabe () nein, keine Plausibilitätskontrollen Kommentar: Die Eingabe unzulässiger Zeichen soll durch Plausibilitätskontrollen abgefangen und durch entsprechende Fehlermeldungen zurückgemeldet werden. Dies soll zum frühestmöglichen Zeitpunkt erfolgen. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
268 Anhang F: Prilffragensammlung Kriterium 07: Fehlerrobustheit Prüffragen-Nr.: 241.07.20 Komponente 241: Fehlervermeidung Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Wird vor der Ausführung des "Lösche-Kommandos" oder anderer Kommandos mit schwerwiegenden (möglicherweise irreversiblen) Auswirkungen eine zusätzliche Bestätigung verlangt? Antwortvorgaben: 0 ja, abschaltbar () ja, nicht abschaltbar 0 nein (bei?): Kommentar: Zur Vermeidung von Fehlern größeren Umfangs ist vor der Ausführung von Kommandos mit schwerwiegenden (möglicherweise irreversiblen) Auswirkungen eine zusätzliche Bestätigung zu verlangen. Für Folgen von Löschoperartionen ist eien Abschaltmöglichkeit wünschenswert. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 07: Fehlerrobustheit 269 Prüffragen-Nr.: 241.07.30 Komponente 241: Fehlervermeidung Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Bietet das Anwendungssystem Hinweise auf die in der jeweiligen Dialogsituation bzw. im jeweiligen Eingabefeld erlaubten Operationen, Funktionen bzw. Zeichen, Wertebereiche? Antwortvorgaben: 0 ja (z.B. durch Farbunterlegung, Invertierung, Ausblendung nicht zulässiger Operationen, Anzeige von Grenzwerten?): 0 nein (bei?): Kommentar: Die in der jeweiligen Dialogsituation nicht erlaubten Funktionen bzw. Operationen sollten entweder als derzeit nicht zulässig kenntlich gemacht werden oder nicht angezeigt werden. Für das jeweilige Eingabefeld sollten die zulässigen Datentypen oder der zulässige Wertebereich angezeigt werden oder abfragbar sein. Derartige Maßnahmen bewahren den Benutzer vor Fehleingaben. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewichtung:
270 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit Prüffragen-Nr.: 242.05.10 Komponente 242: Fehlerdiagnose Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Geben die Fehlermeldungen ausreichend Aufschluß Behebungsmöglichkeiten von fehlerhaften Einträgen? über die Ursache und die Antwortvorgaben: 0 ja, über die Ursache eines Fehlers 0 ja, über Behebungsmöglichkeiten des Fehlers () ja, aber unvollständig 0 ja, aber fehlerhaft () nein Kommentar: Fehlermeldungen sollen sowohl die Ursache des Fehlers erklären als auch Behebungsmöglichkeiten vorschlagen. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit 271 Prüffragen-Nr.: 242.05.20 Komponente 242: Fehlerdiagnose Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Werden Fehlerstellen hervorgehoben? Antwortvoigaben: () ja, durch Hervorhebung in der Eingabezeile 0 ja, durch Hervorhebung in einer eigenen Korrekturmaske 0 ja, durch textuelle Hinweise Onein Kommentar: Eine Hervorhebung der Fehlerstellen ist erforderlich, da der Benutzer sonst Schwierigkeiten hat die Fehlermeldung zuzuordnen. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
272 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 07: Fehlerrobustheit Prüffragen-Nr.: 242.07.10 Komponente 242: Fehlerdiagnose Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Zu welchem Zeitpunkt wird ein Fehler vom System gemeldet? Antwortvorgaben: 0 sofortige Meldung 0 Meldung nach Ausführung der Operation () keine Meldung Kommentar: Fehler sollen zu frühestmöglichen Zeitpunkt gemeldet werden. Bewertung: Note: Begründung: Notiz:. Kriteriumsgewichtung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 04: Übersichtlichkeit 273 Früffragen-Nr.: 243.04.10 Komponente 243: Fehlermanagement Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Wird eine Überlagerung des aktuellen Feldes, zu dem die Fehlermeldung Aufschluß geben soll, vermieden? Antwortvorgaben: 0 ja 0 nein, aber Fehlermeldung verschiebbar 0 nein, Fehlermeldung fix Kommentar: Eine Überlagerung des aktuellen Feldes soll vermieden werden, falls das nicht möglich ist soll die Fehlermeldung zumindest verschiebbar sein. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewich tung:
274 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit Prüffragen-Nr.: 243.05.10 Komponente 243: Fehlermanagement Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen PrUffrage: Wie wird der Benutzer bei der Durchführung einer Fehlerkorrektur vom System unterstützt? Antwortvorgaben: () durch Überschreibungsmöglichkeit der fehlerhaften Eingabe 0 durch Ergänzungsmöglichkeit der unvollständigen Eingabe (z.B. nachträgliches Eingeben von fehlenden Parametern) () durch Ausführbarkeit von fehlenden Dialogschritten () durch Editierungsmöglichkeiten direkt in der Fehlermeldung () durch Editierungsmöglichkeiten erst nach Bestätigung der Fehlermeldung (Ausblendung) und Rücksprung zur fehlerhaften Eingabestelle 0 keine Unterstützung Kommentar: Bei einer Fehlerkorrektur soll nur der fehlerhafte Eintrag und nicht die gesamte Eingabe neu einzugeben sein. Bei unvollständigen Eingaben sollten Ergänzungen möglichst unmittelbar erfolgen können (z.B. im Fehlermeldungsfenster eingegeben werden können). Außerdem sollten fehlende Dialogschritte für die Ausführbarkeit eines Kommandos nachgeholt werden können. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 07: Fehlerrobustheit 275 Prüffragen-Nr.: 243.07.10 Komponente 243: Fehlermanagement Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Können bereits ausgeführte Operationen storniert werden (UNDO- Funktion)? Antwortvoigaben: 0 ja (Anzahl der UNDO-Stufen?): () ja, auch UNDO kann rückgängig gemacht werden () nein Kommentar: Eine UNDO-Funktion sollte für alle Operationen verfügbar sein. Bewertung: Note: Begründung: Notiz: Kriteriumsgewich tung:
276 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit Prüffragen-Nr.: 250.05.10 Komponente 250: Hilfen Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Wie werden Hilfeinformationen angeboten? Antwortvorgaben: 0 automatisch durch das System (aktive Hilfe), (abschaltbar?): 0 auf Anfrage des Benutzers (passive Hilfe), mittels: 0 speziellem Hilfekommando 0 spezieller Ikone (Pictogramm) 0 spezieller Funktionstaste () durch Glossar bzw Index 0 durch Anzeige der Struktur der Hilfeinformation (z.B. Baum) 0 sonstiges (wie?): () konsistent mit Fehlermeldung 0 keine Hilfeinformationen verfügbar Kommentar: Hilfeinformationen sind in Anwendungssystemen für gelegentliche Benutzer unbedingt erforderlich. Automatisch dargebotene Hilfen sollten abschaltbar sein. Hilfstexte sollten konsistent mit den Fehlermeldungen sein. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewich tung:
277 Anhang F: Priiffragensammlung Kriterium 10: Steuerbarkeit Prüffragen-Nr.: 250.10.10 Komponente 250: Hilfen Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen PrUffrage: Wo sind Hilfeinförmationen dokumentiert bzw. zugänglich? Antwortvorgaben: 0 im Anwendungssystem (Online-Hilfe /Online-Tutorial?): () im Handbuch (Art und Anzahl der Handbücher?): 0 in sonstigen Medien (z.B. Videorecorder?): () keine Hilfeinformationen verfügbar Kommentar: Hilfeinformationen sollen zumindest im Anwendungssystem und im Handbuch verfügbar sein. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewich tung:
278 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 04: Übersichtlichkeit Prüffragen-Nr.: 251.04.10 Komponente 251: Online-Hilfe Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Wird eine Überlagerung des aktuellen Bereiches, zu dem Hilfe angefordert wurde, vermieden? Antwortvorgaben: 0 ja 0 nein, aber Hilfemeldungen verschiebbar () nein, Hilfemeldungen fix Kommentar: Der Bereich zudem Hilfe angefordert wurde, sollte nicht durch die (erste) Hilfemeldung überlagert werden. Ausnahme: Ruft der Benutzer aufgrund der Hilfemeldung eine detailliertere Hilfemeldung oder ein Online-Tutorial auf, kann der betroffene Bereich überlagert werden.Dann sollte allerdings eine geeignete Navigationsmöglichkeit zwischen Hilfe und aktuellem Bereich angeboten werden. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit 279 Prüffragen-Nr.: 251.05.10 Komponente 251: Online-Hilfe Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Sind die vom System angebotenen Hilfeinformationen gezielt auf Aspekte/Bereiche der aktuellen Systembenutzung ausgerichtet und aussagekräftig? Antwortvorgaben: 0 ja Onein Kommentar: Die angebotenen Hilfeinformationen sollen sich auf den aktuellen Dialogzustand beziehen und die Handlungsmöglichkeiten angemessen beschreiben. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
280 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit Prüffragen-Nr.: 251.05.20 Komponente 251: Online-Hilfe Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prfiffrage: Können Hilfeinformationen schrittweise auf übergreifende Zusammenhänge ausgedehnt oder spezifiziert werden? Antwortvorgaben: 0 ja 0 nein Kommentar: Hilfeinformationen sollten schrittweise auf übergreifende Zusammenhänge ausgedehnt oder spezifiziert werden können, damit sich der Benutzer an die gesuchte Information herantasten kann bzw.die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Operationen und Funktionen des Anwendungssystemes erkennen und erlernen kann (z.B. von einer konkreten Menüoption bis hin zu generellen Informationen über aus dem Menü möglichen Operationen). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit 281 Prüffragen-Nr.: 251.05.30 Komponente 251: Online-Hilfe Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Wird der Benutzer bei der Installation des Anwendungssystems geführt? Antwortvorgaben: () ja, durch Masken 0 ja, durch Menüs () ja, durch Fenster (Dialogboxen) 0 nein, Führung nur durch das Handbuch Kommentar: Vor allem für gelegentliche Benutzer ist es unerläßlich, daß sie während des Installationsvorganges des Anwendungssystems, mittels geeigneter Hilfen (beispielsweise Menüs, Masken, Dialogboxen), geführt werden. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
282 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit Prüffragen-Nr.: 251.05.40 Komponente 251: Online-Hilfe Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Enthalten Systemerklärungen Quellenbezüge auf das Handbuch/die Handbücher? Antwortvorgaben: 0 ja 0 nein Kommentar: Hilfeinformationen sollten Quellenbezüge auf das Handbuch/die Handbücher enthalten, da dies dem Benutzer einen vereinfachten Zugang zu einem vertieften Systemverständnis ermöglicht. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewichtung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit 283 Prüffragen-Nr.: 251.0550 Komponente 251: Online-Hilfe Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Werden auch bei zulässigen Operationsfolgen Vorschläge zur Optimierung des Dialogablaufes gegeben (aktive Hilfe)? Antwortvorgaben: 0 ja. Hinweise auf Entfernung überflüssiger Dialogschritte () ja, Hinweise über Änderung der Reihenfolge der Dialogschritte 0 ja, Hinweise auf die Verfügbarkeit entsprechender Funktionen () ja. Hinweise auf die Möglichkeit zur Bildung von Makros 0 ja, sonstige (welche?): 0 nein Kommentar: Auch bei korrekt eingegebenen Operationsfolgen können Vorschläge des Systems zu einer Verringerung von Arbeitsschritten führen und damit zu einer Optimierung des Dialogablaufes beitragen. Die aktive Hilfe sollte jedoch abschaltbar sein. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewichtung:
284 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 06: Erwartungskonformität Prüf£ragen-Nr.: 251.06.10 Komponente 251: Online-Hilfe Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Ist die Online-Hilfe im gesamten Anwendungssystem mittels derselben Funktions-/Maustaste, dem gleichen Kommandonamen oder dem gleichen graphischen Symbol (Piktogramm) abrufbar? Antwortvorgaben: () ja, einheitlich nur eine Möglichkeit () ja, wahlweise einheitlich mehrere Möglichkeiten () nein, uneinheitlich (wie?): Kommentar: Im gesamten Anwendungssystem soll für den Benutzer eine einheitliche Möglichkeit zum Abrufen von Hilfeinformationen bestehen. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewichtung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 09: Individualisierbarkeit 285 Prüffragen-Nr.: 251.09.10 Komponente 251: Online-Hilfe Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prfiffrage: Werden Detaillierungsstufen von Hilfefunktionen für unterschiedliche Benutzergruppen angeboten? Antwortvorgaben: 0 ja, voreingestellt () ja, frei wählbar (adaptierbar) () ja, adaptiv () nein Kommentar: Verschiedene Detaillierungsstufen von Hilfesystemen für Anfänger (mit ausführlicherem Basiswissen) und für Fortgeschrittene (mit ausführlicherem Spezialwissen) sind wünschenswert. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
286 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit Prüffragen-Nr.: 252.05.10 Komponente 252: Online-Tutorial Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Wurden die folgenden Gestaltungsregeln bei der Erstellung des Online-Tutorials berücksichtigt? Antwortvorgaben: () Möglichkeit zum kontextspezifischen Aufruf des Tutorials () Wahrung der Anonymität des Benutzers (Lernerfolg und eventuell gespeicherten Daten nicht identifizierbar durch Dritte) 0 angestrebte Lehr- und Lernziele sind für den Benutzer erkennbar () Berücksichtigung von Merkmalen der Zielgruppe des Tutorials (Aufgaben, Kenntnisse der Benutzer) 0 sachliche Korrektheit (Lerninhalte stimmen mit Anwendungssystem überein) () inhaltliche Vollständigkeit (Präsentation aller Operationen, Funktionen, usw) () aufgabenbezogene, modulare Gliederung des Tutorials in Lektionen sowie hierarchischer Aufbau der Lektionen gemäß der angestrebten Lernziele () angemessene Länge der Lektionen mit jederzeitiger Ausstiegsmöglichkeit 0 überblicksmäßige Präsentation der Leminhalte (Lektionen) mit gezielter Auswahlmöglichkeit durch Benutzer 0 Wiederholungen und Zusammenfassungen von Lerninhalten in und am Ende einer Lektion 0 Stichwortverzeichnis, Glossar, Abkürzungsverzeichnis verfügbar () vielfältige Verwendung von Darstellungsmitteln, wie Animation, Ton, Graphiken und Bildern, Tabellen und Listen () aktive Rolle des Benutzers (Eingaben machen, Fragen stellen und beantworten, weiteren Programmablauf selbst bestimmen, usw.) 0 Diagnose häufiger Fehler mit anschließender Präsentation der entsprechenden Lektion () Informationen des Benutzers über seinen Wissensstand mittels geeigneter Kriterien zur Evaluation des Lernerfolges Kommentar: Es sollten möglichst viele der obigen Gestaltungsregeln erfüllt sein, um den Benutzer einen schnellen und effizienten Zugang zu den Einsatzmöglichkeiten, zur Benutzung und zur Funktionalität des Anwendungssystems zu ermöglichen (vgl. Pigel (1989)). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit 287 Prüffragen-Nr.: 253.05.10 Komponente 253: Handbücher Gruppe 2: Am Ende eines Prognuruns/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Welche Arten von Handbüchern sind für das Anwendungssystem verfügbar? Antwortvorgaben: () Einführungshandbuch () Benutzerhandbuch zum Nachschlagen () Kurzanleitung für den täglichen Gebrauch () sonstige (welche?): Kommentar: Handbücher sollten - in Abhängigkeit ihres Einsatzzweckes - zumindest dreigeteilt sein: Ein Einführungshandbuch zum Kennenlernen der (Mindest-) Funktionalität für einen sinnvollen Einsatz sowie zur Beschreibung der prinzipiellen Einsatzmöglichkeiten; ein Benutzerhandbuch zum Nachschlagen, um weitergehende Informationen zu den einzelnen Funktionen zu bekommen; eine Kurzanleitung für den täglichen Gebrauch, die knappe Auskunft über die wichtigsten Funktionen (Syntax, Semantik, Belegung von Funktionstasten, usw.) gibt. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewich tung:
288 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit Prüffragen-Nr.: 253.05.20 Komponente 253: Handbücher Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prfiffrage: Wurden die folgenden Gestaltungsregeln bei der Erstellung der Handbücher berücksichtigt? Antwortvorgaben: 0 Berücksichtigung von Merkmalen der Zielgruppe der Handbücher (Aufgaben, Kenntnisse der Benutzer) () Beschreibung des Einsatzzweckes und von Einsatzmöglichkeiten des Anwendungssystems (praxisnahe Beispiele) () sachliche Korrektheit (Beschreibung stimmt mit Anwendungssystem überein) 0 inhaltliche Vollständigkeit (Beschreibung aller Operationen, Funktionen, usw) 0 Fehlervermeidung durch Hinweise auf typische Fehler und notwendiger Vorbeugemaßnahmen; Beschreibung der Ursachen und Behebungsmöglichkeiten () aufgabenbezogene, modulare Darstellung der einzelnen Kapitel (jedes Kapitel für sich verständlich und mit Beispielen) () einheitlicher Aufbau (z.B. Kapitelgliederung, Inhalts- /Abkürzungs- und Abbildungsverzeichnis, Stichwortregister, Glossar) () einfache Graphiken zur Erklärung von komplexeren Sachverhalten () Kapitelüberschrift als Kopfzeile () einheitliche Seitennumerierung 0 wichtige Teile hervorgehoben (Umrahmungen, Marginalien, usw.) 0 Aufzählungen in Tabellen- oder Listenform zur Steigerung der Übersichtlichkeit () gut lesbares Schriftbild (nicht zuviele Typenarten, magere bzw normale Typenstärke, Typengröße zwischen 8 bis 14 Punkten) 0 Loseblattsammlung (änderungsfreundlicher!) Kommentar: Es sollten möglichst viele der obigen Gestaltungsregeln erfüllt sein, um dem Benutzer einen schnellen und effizienten Zugang zu den Einsatzmöglichkeiten, zur Benutzung und zur Funktionalität des Anwendungssystems zu ermöglichen (vgl. Rupietta (1987)). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewichtung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 02: Nützlichkeit 289 Prüffragen-Nr.: 310.02.10 Komponente 310: Funktionalität des Anwendungssystems Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Sind die im Anwendungssystem realisierten Funktionen für die Erfüllung der vorgesehenen Aufgaben angemessen ? Antwortvorgaben: () ja, Begründung: () nein, Begründung: Kommentar: Eine angemessene Funktionalität des Anwendungssystems ist eine wesentliche funktionsergonomische Voraussetzung für die Erfüllung der Aufgabe(n). Unter der Voraussetzung, daß die Prüfaufgabe unter Berücksichtigung und Erfassung der realen Aufgabensituation erstellt worden ist, bietet sie eine gute Basis zur Beurteilung dieser Prüffrage. Bewertung: Note: Begründung:, Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
290 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 02: Nützlichkeit Prüffragen-Nr.: 310.02.20 Komponente 310: Funktionalität des Anwendungssystems Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Welche Typen von Objekten werden vom Anwendungssystem unterstützt? Antwortvorgaben: 0 Zeichen 0 Wort/Feld 0 Zeile () Spalte 0 Satz, Datensatz 0 Absatz, Tabelle 0 Bereich, Datensicht () Dokument 0 Rechteck 0 Quadrat 0 Kreis 0 Ellipse 0 Vieleck 0 Bogensegment () sonstige (welche?): Kommentar: Alle für die Aufgabenerfüllung erforderlichen generischen Objekte müssen vom Anwendungssystem zur Verfügung gestellt werden. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 02: Nützlichkeit 291 Prüffragen-Nr.: 310.0230 Komponente 310: Funktionalität des Anwendungssystems Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Sind erarbeitete Zwischenlösungen (Teile von Dokumenten) ausdruckbar? Antwortvorgaben: 0 ja, ein zu spezifizierendes Objekt () ja, der jeweilige komplette Bildschirminhalt Onein Kommentar: Neben der Druckausgabe von zu spezifizierenden Objekten (Dokumententeilen) sollte auch der Ausdruck von kompletten Bildschirminhalten möglich sein. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewichtung:
292 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 09: Individualisierbarkeit Prüffragen-Nr.: 310.09.10 Komponente 310: Funktionalität des Anwendungssysteins Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Kann die Art der Ausgabe von Arbeitsdaten auf den Ausgabemedien (z.B. Bildschirm, Drucker, Plotter) an die Bedürfnisse des Benutzers bzw. seiner Aufgabenstellung angepaßt werden? Antwortvorgaben: 0 ja, Art des Ausgabemediums (z.B. Bildschirm, Drucker, Plotter?): 0 ja, Ausgabeort (z.B. Standort des Druckers) 0 ja, Spezifikation eines bestimmten Ausgabemediums (z.B. welcher von mehreren Druckern, welcher von mehreren Bildschirmen) 0 ja, Anzahl der Kopien 0 ja, Größe der Ausgabe () ja, Angabe der Seiten die angezeigt/gedruckt werden sollen () ja, Farbe () ja, Einzelblatt oder Endlospapier/Papierkassette (bei Druckern, Plottern?): 0 ja, Deckblatt () ja, Druckrichtung (von hinten nach vorne/von vorne nach hinten?): 0 ja, Hoch- oder Querformat () ja. Hintergrunddrucken (bei Druckern, Plottern?): 0 ja, Papierformate (z.B. DIN A 4, US?): () ja, sonstiges (was?): 0 nein Kommentar: Je mehr Anpassungsmöglichkeiten bzgl. der Ausgabe verfügbar sind - in Abhängigkeit vom jeweiligen Ausgabemedium - desto besser kann der Benutzer die Art der Ausgabe an seine Bedürfnisse und Aufgabenerfordernisse anpassen. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung 293 Prüffragen-Nr.: 320.03.10 Kriterium 03: Komfort Komponente 320: Funktionalität der Schnittstelle Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Steht dem Benutzer in jeder Dialogsituation ein sinnvoller Ausschnitt der Funktionalität des Anwendungssystems zur Verfügung? Antwortvorgaben: 0 ja 0 nein, wo nicht: Kommentar: Dem Benutzer sollen in jeder Dialogsituation alle jeweils sinnvollen Funktionen zur Verfügung stehen (z.B. Kopieren von Arbeitsdaten auch in Dialogfenstern). Die Sinnhaftigkeit der Funktionen ergibt sich aus der jeweiligen Dialog- und Aufgabensituation (z.B. ist die Funktion Kopieren von Arbeitsdaten nur dann sinnvoll, wenn vorher Arbeitsdaten ausgewählt worden sind). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
294 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 03: Komfort Prüffragen-Nr.: 320.03.20 Komponente 320: Funktionalität der Schnittstelle Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Können die vom Anwendungssystem zur Verfügung gestellten Objekte mittels Betätigung einer Taste(nkombination) (1), Mehrfach-/Kombinationsklick mit der Maus (2) oder sonstige Operationen (3) aktiviert werden? Bitte ankreuzen und entsprechende Nummer eintragen. Antwortvorgaben: () Zeichen 0 Wort/Feld 0 Zeile 0 Spalte 0 Satz, Datensatz 0 Absatz, Tabelle 0 Bereich, Datensicht () Dokument 0 Rechteck () Quadrat 0 Kreis () Ellipse 0 Vieleck 0 Bogensegment 0 sonstige (welche?): Kommentar: Die Objekte sollten mittels möglichst wenigen Dialogschritten aktiviert werden können. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
295 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 03: Komfort Prüffragen-Nr.: 320.03.25 Komponente 320: Funktionalität der Schnittstelle Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Können Objekte von einem Anwendungsmodul/-programm in ein anderes kopiert werden? Antwortvorgaben: () ja, innerhalb des Anwendungssystems 0 ja, zwischen verschiedenen Anwendungssystemen 0 nein Kommentar: Objekte sollen von einem Anwendungsmodul/-programm in ein anderes kopiert werden können (z.B. mittels einer Zwischenablage). Bewertung: Note: Begründung:. Kriteriumsgewich tung:
296 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 03: Komfort Prüffragen-Nr.: 320.03.30 Komponente 320: Funktionalität der Schnittstelle Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prttffrage: Sind aus einem Anwendungsmodul/-programm in ein anderes kopierte Objekte dort weiter verarbeitbar? Antwortvorgaben: 0 ja, Objekte aus allen Anwendungsmodulen 0 ja, Objekte aus bestimmten Anwendungsmodulen in allen anderen (welche?): 0 ja, Objekte aus bestimmten Anwendungsmodulen in bestimmten anderen (welche?): 0 nein Kommentar: Aus einem Anwendungsmodul/-programm (z.B. über die "Zwischenablage") übernommene Objekte sollen hier möglichst nicht nur eingesehen und editiert, sondern auch weitergehend verarbeitet werden können. D.h. die Funktionen des Zielprogrammes sollen auf die übernommenen Objekte anwendbar sein. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: 297 Prüffragensammlung Priiffragen-Nr.: 320.03.35 Kriterium 03: Komfort Komponente 320: Funktionalität der Schnittstelle Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prfiffrage: Können Grundfunktionen wie Einfügen, Ausfügen, Kopieren etc. ohne Wechsel des Dialogmodus durchgeführt werden? Antwortvorgaben: 0 ja () nein, Wechsel des Dialogmodus bei folgenden Grundfunktionen erforderlich: Kommentar: Die Grundfunktionen des Anwendungssystems sollen ohne Wechsel des Dialogmodus verfügbar sein. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
298 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 03: Komfort Prüffragen-Nr.: 320.03.40 Komponente 320: Funktionalität der Schnittstelle Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen PrUffrage: Sind räumlich unzusammenhängende (Teil-) Objekte gemeinsam aktivierbar? Antwortvorgaben: 0 ja Onein Kommentar: Räumlich unzusammenhängende (Teil-) Objekte sollen gemeinsam aktivierbar sein (z.B. beim Markieren von unzusammenhängenden Wörtern in einem Textdokument). Hierfür sollen möglichste wenige Dialogschritte erforderlich sein. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 03: Komfort 299 Prüffragen-Nr.: 320.03.45 Komponente 320: Funktionalität der Schnittstelle Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Können Funktionen (z.B. Suchen und Ersetzen, Formatieren, Schriftsatz wählen, Drucken) gleichzeitig bezogen auf mehrere Objekte (Dokumente/Dateien) ausgeführt werden? Antwortvoigaben: () ja, bei gleichartigen Objekten (z.B. Texte) () ja, auch bei verschiedenartigen Objekten (z.B. Text und Graphik) () nein Kommentar: Funktionen (z.B. Suchen und Ersetzen, Formatieren, Schriftsatz wählen, Drucken) sollen sich gleichzeitig, auf mehrere Objekte bezogen, auslösen lassen. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
300 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 03: Komfort Prüffragen-Nr.: 320.03.50 Komponente 320: Funktionalität der Schnittstelle Gruppe Ii Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Welche Cursorbewegungen (Sprünge) sind möglich? Antwortvorgaben: 0 Zeichen 0 Wort/Feld 0 Zeile 0 Spalte () Satz, Datensatz 0 Absatz, Tabelle () Bereich, Datensicht 0 Dokument 0 Rechteck 0 Quadrat 0 Kreis 0 Ellipse () Vieleck 0 Bogensegment 0 sonstige (welche?): Kommentar: Das Anwendungssystem soll übergreifende Cursorbewegungen (Sprünge) durch Tastaturbetätigung unterstützen, da dies die schnelle Erreichbarkeit von Eingabestellen ermöglicht und dadurch die eigentliche Aufgabenabwicklung erleichtert wird. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
301 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 03: Komfort Prüffragen-Nr.: 320.03.55 Komponente 320: Funktionalität der Schnittstelle Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Können mehrere (Benutzer-) Objekte (Dokumente/Dateien) gleichzeitig angezeigt werden? Antwortvorgaben: 0 ja, verwendete Anzeigetechniken: 0 mittels Fenstertechnik (Anzahl?): 0 mittels "split-screen"-Technik (Anzahl?): 0 durch sonstige Techniken (welche?): 0 ja, Art der gleichzeitig angezeigten (Benutzer-) Objekte: 0 0 Objekte gleicher Anwendung Objekte verschiedener Anwendung nein Kommentar: Mehrere (Benutzer-) Objekte (Dokumente/Dateien) sollen gleichzeitig angezeigt werden können. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewich tung:
302 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 03: Komfort Prüffragen-Nr.: 320.03.65 Komponente 320: Funktionalität der Schnittstelle Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Besteht außerhalb eines laufenden Anwendungsprogrammes die Möglichkeit zu nebenläufigen Operationen, deren Ergebnisse in das Bearbeitungsprogramm übernommen werden können (z.B. Taschenrechneroperationen neben einer Textveraibeitungsanwendung, mit Möglichkeit zur direkten Übernahme der Ergebnisse in die Textverarbeitungsanwendung)? Antwortvorgaben: 0 ja (welche?): 0 nein Kommentar: Das Anwendungssystem soll bei einem laufenden Anwendungsprogramm die Durchführung nebenläufiger Operationen erlauben. Die Realisierung dieser Forderung setzt entsprechende Leistungen des Betriebssystems voraus. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Priiffragensammlung Kriterium 03: Komfort 303 Prüffragen-Nr.: 320.03.70 Komponente 320: Funktionalität der Schnittstelle Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Sind sämtliche Einstellungsmöglichkeiten sowohl im operativen Kontext (beim Aufruf der zu adaptierenden Funktion) als auch an einem zentralen Ort im Anwendungssystems (z.B. unter einer Menüoption "Einstellungen") verfügbar? Antwortvorgaben: () ja, alles im operativen Kontext () ja, alles zentral 0 ja, teil/teils Onein Kommentar: Eine Zusammenfassung aller Einstellungsmöglichkeiten des Anwendungssystems an einem Ort ermöglicht dem Benutzer eine zentrale Steuerung bzw. Kontrolle aller Einstellparameter. Er kann sich damit jederzeit einen vollständigen Überblick über die derzeitige Konfiguration der Einstellungen verschaffen. Zusätzlich sollten alle Einstellungsmöglichkeiten auch im operativen Kontext verfügbar sein, um einen Umweg über eine zentrale Einstellmöglichkeit zu vermeiden (vgl. Oppermann (1991)). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
304 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 03: Komfort Prüffragen-Nr.: 320.03.75 Komponente 320: Funktionalität der Schnittstelle Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Kann das Betriebssystem so konfiguriert werden, daß sich der Benutzer direkt nach dem Einschalten des Rechners im gewünschten Anwendungssystem befindet und daß beim Ausschalten des Rechners alle geöffneten Anwendungen automatisch geschlossen werden? Antwortvorgaben: () ja, beim Einschalten im gewünschten Anwendungssystem () ja, beim Ausschalten alle Anwendungen automatisch geschlossen () nein Kommentar: Der Rechner soll so konfiguriert werden können, daß sich der Benutzer nach dem Einschalten im gewünschten Anwendungssystem befindet. Weiters sollen beim Ausschalten alle technikbedingten Dialogschritte zum Beenden der Anwendungen) vom Rechner automatisch ausgeführt werden. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewich tung:
305 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit Prüffragen-Nr.:320.05.10 Komponente 320: Funktionalität der Schnittstelle Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prfiffrage: Kann die Namensänderung von Dokumenten im geöffneten Zustand der Datei erfolgen? Antwortvorgaben: 0 ja 0 nein Kommentar: Die Namensänderung von Dokumenten/Dateien soll auch erfolgen können, wenn diese geöffnet sind. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
306 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit Prüffragen-Nr.: 320.05.20 Komponente 320: Funktionalität der Schnittstelle Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Kann die Löschung einer Datei im geöffneten Zustand der Datei vorgenommen werden? Antwortvorgaben: 0 ja () nein Kommentar: Die Löschung von Dateien soll auch erfolgen können, wenn diese geöffnet ist. Allerdings sollte vor dem Löschvorgang eine Rückfrage durch das System erfolgen, die eine ausdrückliche Bestätigung des Löschvorganges erfordert! Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit 307 Prüffragen-Nr.: 320.05.30 Komponente 320: Funktionalität der Schnittstelle Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Kann sich der Benutzer logische Beziehungen zwischen Elementen seiner Arbeitsdaten anzeigen lassen (z.B. Abhängigkeiten zwischen Zellen in einer Tabelle mittels einer Formeldarstellung)? Antwortvorgaben: 0 ja, durch visuelle Hervorhebung abhängiger Elemente 0 ja, mittels eines bestimmten Modus (z.B. Formeldarstellung bei Tabellen) () nein Kommentar: Die Darstellung von logischen Abhängigkeiten zwischen Elementen von Arbeitsdaten ist eine wünschenswerte Eigenschaft. Sie unterstützt den Benutzer beim Aufbau eines mentalen Modells bezüglich der logischen Beziehungen zwischen seinen Arbeitsdaten. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
308 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 10: Steuerbarkeit Prüffragen-Nr.: 320.10.10 Komponente 320: Funktionalität der Schnittstelle Gruppe 1: In der Prüfaufgabe in einzelnen Sequenzen prüfen Prüffrage: Besteht neben dem laufenden Anwendungssystem die Möglichkeit zur Nutzung anderer Anwendungssysteme? Antwortvorgaben: () ja, aber nur nacheinander benutzbar 0 ja, auch gleichzeitig benutzbar (Parallelverarbeitung) 0 nein Kommentar: Neben dem laufenden Anwendungssystem sollen auch andere Anwendungssysteme benutzt werden können, um beispielsweise in einfacher Weise auf neu auftretende Aufgabenerfordernisse reagieren zu können (z.B. Telefonanruf während der Nutzung eines Textverarbeitungsprogrammes mit Bitte um Auskunft, die eine Abfrage in der Datenbank erforderlich macht). Die gleichzeitige Nutzung mehrerer Anwendungssysteme (Parallelverarbeitung) erhöht zusätzlich den Komfort der Steuerbarkeit. Die Realisierung dieser Forderung setzt entsprechende Leistungen des Betriebssystems voraus. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 10: Steuerbarkeit 309 Prüffragen-Nr.: 320.10.20 Komponente 320: Funktionalität der Schnittstelle Gruppe h Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Kann man in die Zwischenablage mehr als nur ein Objekte einfügen und können einzelne Objekte der Zwischenablage gezielt angesteuert werden? Antwortvorgaben: () ja, aber nicht gezielt angesteuert werden 0 ja, können auch gezielt angesteuert werden Onein Kommentar: Es sollen mehrere Objekte in der Zwischenablage abgelegt und dort auch gezielt angesteuert werden können. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewichtung:
310 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 10: Steuerbarkeit " Prüffragen-Nr.: 320.10.30 Komponente 320: Funktionalität der Schnittstelle Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Hat der Benutzer die Möglichkeit, die Geltung von Einstellungen (z.B. Fensterplazierung, Anzeigen von Steuerzeichen oder eines Zeilenlineals, Farbeinstellungen, Mausübersetzung, Belegung von Maus- und Funktionstasten) zu steuern? Antwortvorgaben: 0 ja, Geltungsbereich dokumentbezogen 0 ja, Geltungsdauer sitzungsbezogen () ja, Geltungsbereich anwendungsbezogen (sitzungsübergreifend) Onein Kommentar: Das Anwendungssystem soll eine möglichst differenzierte Steuerung des Geltungsbereiches und der Geltungsdauer von Einstellungen ermöglichen. Bewertung: Note: Begrfindung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium Ol: Verfügbarkeit 311 Prüffragen-Nr.: 330.01.10 Komponente 330: Antwortzeit/Durchsatz, Störungen Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Frflffrage: Sind Störungen bei der Verarbeitung (Durchführung der Prüfaufgabe) aufgetreten? Antwortvorgaben: 0 ja (welche?): 0 nein Kommentar: Die ergonomische Forderung nach "Verfügbarkeit" des Arbeitsmittels erfordert, daß der Benutzer mit der Erwartung das Anwendungssystem benutzen kann, nicht durch Störungen (z.B. häufige Systemabstürze, häufige Blockierung der Interaktion durch Wartungsarbeiten des Systems) in seiner Arbeit behindert zu werden. Da der Benutzer vielfach die Ursachen der Störungen nicht erkennen bzw. beeinflussen kann, erlebt er derartige Situationen als Streß. Somit stellt die Zuverlässigkeit ("Stabilität") des Anwendungssystems eine wichtige Voraussetzung für ein "streßfreies" Arbeiten mit dem EDV-System dar (vgl. Baitsch (1989)). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewichtung:
312 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium Ol: Verfügbarkeit Prüffragen-Nr.: 330.01.20 Komponente 330: Antwortzeit/Durchsatz, Störungen Gruppe h Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prfiffrage: Gewährleisten die hardware-technischen Voraussetzungen (z.B. Prozessorleistung, Haupt- und Plattenspeicherkapazität, Bildschirmgröße) einen angemessenen Betrieb des Anwendungssystems? Antwortvorgaben: 0 ja 0 nein (welche ?): Kommentar: Die ergonomische Forderung nach "Verfügbarkeit" des Arbeitsmittels erfordert, daß der Benutzer mit der Erwartung das Anwendungssystem benutzen kann, nicht durch unnötige Restriktionen (z.B. durch unzureichende Kapazität der Hardware) in seiner Arbeit behindert zu werden, da er derartige Restriktionen als Streß erlebt. Somit stellt die Hardware-Ausstattung eine wichtige Voraussetzung für ein "streßfreies" Arbeiten mit dem Anwendungssystem dar (vgl. Baitsch (1989)). Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 06: Erwartungskonformität 313 Prüffragen-Nr.: 330.06.10 Komponente 330: Antwortzeit/Durchsatz, Störungen Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Praffrage: Wird jede Eingabe verzögerungsfrei angezeigt? Antwortvorgaben: 0 ja, beim Eingeben von Zeichen 0 ja, beim Löschen von Zeichen 0 nein (wann?): Kommentar: Eingegebene Zeichen sollen unmittelbar auf dem Bildschirm angezeigt werden, damit sich der Benutzer auf die weitere Eingabe konzentrieren kann und nicht durch verzögerte Rückkoppelungen belastet wird. Gelöschte Zeichen sollten unmittelbar auf dem Bildschirm verschwinden, damit der Benutzer nicht versehentlich zuviel Zeichen löscht. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
314 Anhang F: Prüffragensammlung Prüffragen-Nr.: 330.06.20 Kriterium 06: Erwartungskonformität Komponente 330: Antwortzeit/Durchsatz, Störungen Gruppe 2i Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prfiffrage: Sind Abweichungen von gewohnten Antwortzeitenbei Verarbeitungen aufgetreten? Antwortvorgaben: () ja, ungleiche Antwortzeiten bei gleicher Komplexität der Daten und Funktionen () ja, gleiche Antwortzeiten bei ungleicher Komplexität der Daten und Funktionen Onein Kommentar: Unerwartete Antwortzeiten, also solche die von den gewohnten Antwortzeiten abweichen, sollten möglichst nicht vorkommen. Weiteres sollte eine Verhältnismäßigkeit zwischen der Komplexität und der Antwortzeit bestehen. D.h. komplexe Funktionen bzw. die Verarbeitung großer Datenmengen benötigen längere Antwortzeiten als einfache Funktionen bzw.die Verarbeitung geringer Datenmengen. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 09: Individualisierbarkeit 315 Prüffragen-Nr.: 330.09.10 Komponente 330: Antwortzeit/Durchsatz, Störungen Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prttffrage: Ist die Antwortzeit bei der Abarbeitung von Dialogschritten vom Benutzer steuerbar? Antwortvorgaben: () ja, Verzögerung der Bearbeitungsgeschwindigkeit möglich () nein Kommentar: Der Benutzer soll das Arbeitstempo bestimmen können, indem er als "zu schnell" oder "treibend" empfundene Antwortzeiten verzögern kann. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewich tung:
316 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 09: Individualisierbarkeit Prüffragen-Nr.: 411.09.10 Komponente 411: Informationsaustausch Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Hat der Benutzer die Möglichkeit, ankommende Nachrichten zu steuern? Antwortvorgaben: () ja, Angabe von welchem Sender Nachrichten akzeptiert werden () ja, Angabe wo die Nachrichten empfangen werden sollen (z.B. Bildschirm, Drucker, Briefkasten) 0 nein Kommentar: Der Benutzer sollte weitreichende Möglichkeiten zur individuellen Anpassung ankommender Nachrichten besitzen. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
317 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 11: Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit Prüffragen-Nr.: 411.11.10 Komponente 411: Informationsaustausch Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Sind Möglichkeiten zum Informationsaustausch in das Anwendungssystem integriert? Antwortvorgaben: 0 ja () nein Kommentar: Der Benutzer sollte die Möglichkeit besitzen, ohne Wechsel des Anwendungssystems Informationen versenden bzw. empfangen zu können (z.B. direkt im Textverarbeitungssystem). Bewertung: Note: Begründung: Notiz:. Kriteriumsgewich hing:
318 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 11: Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit Prüffragen-Nr.: 411.11.20 Komponente 411: Informationsaustausch Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Bietet das Anwendungssystem Unterstützungsfunktionen für die Auswahl der internen bzw. externen Kommunikationspartner bzw. Systeme, an die eine Nachricht gesandt werden soll? Antwortvorgaben: () ja, Adressenliste mit Suchfunktionen verfügbar 0 nein Kommentar: Derartige Unterstützungsfunktionen sind notwendig, um das Gedächtnis des Benutzers zu entlasten. Die Adressenliste sollte einerseits Namen von Benutzern, Benutzergruppen, Institutionen, usw. beinhalten und andererseits eine Aufstellung der ansprechbaren Systeme (z.B. Drucker, Datennetze, Rechner) (vgl. Smith (1986)). Bewertung: Note: Begründung: Notiz:. Kriteriumsgewichtung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 11: Koiranunikations- und Kooperationsfähigkeit 319 Prttffragen-Nr.: 411.11.30 Komponente 411: Informationsaustausch Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Priiffrage: Können abzusendende Nachrichten vom Benutzer gesteuert werden? Antwortvorgaben: 0 ja, mit einer "Empfangsbestätigimg" versehen werden () ja, zu einem vom Benutzer definierten Zeitpunkt versandt werden 0 ja, vor Absenden noch gelöscht werden 0 ja, ausgedruckt werden 0 ja, gepuffert werden 0 nein Kommentar: Um das Versenden von Nachrichten einfach und komfortabel zu gestalten, sollten möglichst alle der oben genannten Operationen zur Verfügung stehen (vgl. Smith (1986)). Bewertung: Note: Begründung: Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
320 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 11: Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit Prüffragen-Nr.: 411.11.40 Komponente 411: Informationsaustausch Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Bekommt der Benutzer eine Rückmeldung über die erfolgreiche/nicht erfolgreiche Versendung der Nachricht und werden bei der nicht erfolgreichen Versendung ausreichende Erläuterungen über die Ursache des Mißerfolges gegeben? Antwortvorgaben: () ja, Erläuterungen ausreichend 0 ja, aber Erläuterungen nicht ausreichend () nein Kommentar: Rückmeldungen an den Benutzer über die erfolgreiche bzw. aus welchen Gründen nicht erfolgreiche Versendung der Nachricht sind unbedingt erforderlich. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 11: Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit 321 Prüffragen-Nr.: 411.11.50 Komponente 411: Informationsaustausch Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Wird der Benutzer beim Starten des Rechners und während der Anwendungssitzung darauf hingewiesen, ob Nachrichten eingetroffen sind? Antwortvorgaben: 0 ja, beim Starten () ja, während der Anwendungssitzung () ja, Hinweise abschaltbar 0 nein, keine Hinweise Kommentar: Der Benutzer sollte darauf hingewiesen werden ob, wieviele und Nachrichten welcher Art seit seiner letzten Anwendungssitzung eingetroffen sind. Er sollte durch Meldungen während der Anwendungssitzung nicht in der Benutzung des Anwendungssystems gestört werden (z.B. Überlagerung des Arbeitsbereiches durch die Systemmeldung). Daher sollten die Meldungen abschaltbar sein. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz: Kriteriumsgewich tung:
322 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 05: Selbstbeschreibungsfähigkeit Prüffragen-Nr.: 412.05.10 Komponente 412: Datenschutz-/Datensicherungskonzepte Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Gibt es Online-Erklärungshilfen über die Zugriffsrechte auf Dateien? Antwortvorgaben: 0 ja () nein Kommentar: Online-Erklärungshilfen über die Zugriffsrechte auf Dateien sind wünschenswert; bei Systemen mit mehreren Benutzern sind diese aber auf solche Dateien zu begrenzen, auf die der jeweilige Benutzer zumindest Leserechte zugewiesen bekommen hat. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 12: Datenschutz/Datensicherheit 323 Prüffragen-Nr.: 412.12.10 Komponente 412: Datenschutz-/Datensicherungskonzepte Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen FrOffrage: Kann der Rechner so konfiguriert werden, daß der Start des Anwendungssystems an die Eingabe eines Paßwortes gebunden ist? Antwortvorgaben: 0 ja Qnein Kommentar: Bei Anwendungssystemen, die zur Verarbeitung sensibler Daten (z.B. personenbezogene Daten, Betriebsgeheimnisse) verwendet werden, sollte deren Start an die Eingabe eines Paßwortes gebunden werden können. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewichtung:
324 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 12: Datenschutz/Datensicherheit Prüffragen-Nr.: 412.12.20 Komponente 412: Datenschutz-/Datensicherungskonzepte Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Können durch Vergabe von Zugriffsrechten Objekte bzw. Objektinhalte (z.B. Dateien, Dokumente, bestimmte Dokumenteninhalte, Datenbankeinträge) vor unberechtigten Zugriff geschützt werden? Antwortvorgaben: () ja, Zugriffsrechte auf Objekte 0 ja, Zugriffsrechte auch auf Teile von Objekten 0 ja, Schutz durch Paßwort 0 ja, Schutz durch sonstige Maßnahmen (z.B. kryptographische Methoden?): 0 ja, Vergabe durch Benutzer möglich 0 ja, Vergabe nur durch Systemadministrator möglich 0 nein Kommentar: Durch die Vergabe von Zugriffsrechten soll der Benutzer seine Arbeitsergebnisse oder sensible Daten vor unberechtigten und unbeabsichtigten Zugriffen schützen können. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 12: Datenschutz/Datensicherheit 325 Prüffragen-Nr.: 412.12.30 Komponente 412: Datenschutz-/Datensicherungskonzepte Gruppe 7i Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prfiffrage: Wie werden Benutzerprotokolle vor unberechtigtem Zugriff geschützt? Antwortvorgaben: () durch Paßwort () durch ausschließliche Speichermöglichkeit auf externen Datenträgern 0 sonstige (z.B. Verschlüsselung?): 0 gar nicht Kommentar: Bei automatische Protokollierung von Benutzereingaben (z.B. mittels Logfiles) besteht die prinzipielle Gefahr des Datenmißbrauches (z.B. Auswertung personenbezogener Daten im Hinblick auf die Fehlerhäufigkeit). Diese Gefahr ist vor allem dann gegeben, wenn die Daten über die jeweilige Anwendungssitzung hinaus aufgezeichnet werden und somit für Auswertungen zur Verfügung stehen. Aus Datenschutzgründen ist es aber oft unerläßlich, automatische Protokolle zu führen, um beispielsweise unberechtigte Zugriffe feststellen zu können. In jedem Fall sollte dem Benutzer zumindest ein Schutzmechanismus zur Verhinderung unberechtigter Zugriffe zur Verfügung stehen (vgl. Friedrich (1990) und Dohr (1988)). Bewertung: Note: Begründung:. Kriteriumsgewich tung:
326 Anhang F: Prüffragensammlung Kriterium 12: Datenschutz/Datensicherheit Prüffragen-Nr.: 412.12.40 Komponente 412: Datenschutz-/Datensicherungskonzepte Gruppe 2: Am Ende eines Programms/Moduls, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Handbuches, prüfen Prüffrage: Gibt es im Anwendungssystem automatische Datensicherungseinrichtungen (z.B. automatisches periodisches Sichern von Dokumenten)? Antwortvorgaben: 0 systemgenerierte Sicherungskopie der aktuellen Datei (Zeittakt) 0 Sicherungskopie(n) von Dateiversionen (Back-up) 0 mit zusätzlicher Systemunterstützung für die Rekonstruktion (durch die Führung von Logfiles) 0 keine Kommentar: Durch eine automatische periodische Datensicherungseinrichtung kann für den Benutzer in einfacher Weise die Gefahr eines ungewollten Datenverlustes minimiert bzw. der Schaden begrenzt werden. (Der Benutzer kann auf die letzte automatische Sicherung zurückgreifen.) Das Zeitintervall sollte durch den Benutzer einstellbar sein. Bewertung: Note: Begründung:. Notiz:. Kriteriumsgewich tung:
Anhang G: Anleitung zur Erstellung des Prüfberichtes Im folgenden wird eine inhaltliche Gliederung des Prüfberichtes vorgegeben. Im Interesse einer Vergleichbarkeit und Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse sollte diese bei der Erstellung des Prüfberichts übernommen werden. 1. Name des Evaluators (evtl. der prüfenden Institution) und des geprüften Anwendungssystemes Prüfer (Name, Organisation, Abteilung, Institution, usw.); Bezeichnung des geprüften Anwendungssystemes (Handelsname) 2. Prüfumfang, Prüfumgebung und Prüfdauer 2.1. Prüfumfang: Angaben, in welchem Umfang das EVADIS Ii-Verfahren durchgeführt wurde, d.h. ob alle Arbeitsschritte der Durchführungsvorschrift (vgl. Kapitel 4) durchlaufen wurden (insbesondere ob eine Analyse der Aufgaben und Benutzereigenschaften vor Ort erfolgte) 2.2. Prüfumgebung: Angaben, wieviel Arbeitsplätze vor Ort untersucht und wieviel Benutzer befragt wurden; welche Hardwareumgebung zur Durchführung des Prüfverfahrens zur Verfügung stand; welche Einschränkungen bei der Durchführung der Prüfung vorlagen; welche Unterlagen verwendet wurden (Dokumentationen, Handbücher, usw.) 2.3. Prüfdauer: Angabe der Prüfdauer (z.B. in Manntage) 3. Kurzbeschreibung des Anwendungssystems 3.1. Zielgruppe Angabe, für welche Zielgruppe das Anwendungssystem primär ausgelegt ist (z.B. für Wissensverarbeiter oder Sachbearbeiter oder Schreibkräfte) 3.2. Einsatzzweck Art der Aufgabe(n), für die das Anwendungssystemes prinzipiell eingesetzt werden kann (z.B. Textverarbeitung, Erstellen von Graphiken, Datenverwaltung, usw.)
328 Anhang G: Anleitung zur Erstellung des Prüfberichtes 3.3. Funktionalität Kurzcharakteristik der Funktionalität; Angabe ob Einzelanwendung oder integriertes Anwendungssystem; Hinweise auf verfügbare Dokumentationen und Handbücher 3.4. Hardwarevoraussetzungen Kurzbeschreibung der Hardwarevoraussetzungen, die für den sinnvollen Einsatz des Anwendungssystemes erforderlich sind; Hinweise auf am Arbeitsplatz festgestellten Hardwarerestriktionen, die Einfluß auf die ergonomischen Anforderungen haben (z.B. keine Maus, zu kleiner Bildschirm, kein Farbschirm, beschränkte Speicherkapazität, zu langsamer Prozessor, usw.) 4. Prüfergebnisse 4.1 Aufgabenbewertung und Darstellen der Prüfaufgabe(n) Aufgabenbewertung: Beschreibung der ergonomischen Qualität der Aufgaben am Arbeitsplatz des Anwendungssystemes (Organisations-Ergonomie); Hinweis ob die Grundsätze menschengerechter Arbeitsgestaltung berücksichtigt sind (entspricht den Ergebnissen des Anhangs B: "Prüffragen zur Untersuchung der Mensch-MenschFunktionsverteilung und der Arbeitsabläufe") Prüfaufgabe(n): Beschreibung der Prüfaufgabe(n) sowie der damit geprüften Funktionen des Anwendungssystemes (entspricht den Ergebnissen der Aufgabenbeschreibung des Anhangs C: "Antwortblätter zur Festlegung der Inhalte und des Umfangs der Software-Evaluation"); Hinweis ob eine eigene Prüfaufgabe konstruiert wurde oder ob auf die Beispielprüfaufgabe (vgl. Anhang E) zurückgegriffen wurde 4.2 Charakterisierung der Benutzergruppe Klassifikation der Benutzergruppe aufgrund der festgestellten Benutzereigenschaften (entspricht den Ergebnissen des Anhangs A: "Fragebogen zur Erfassung von Benutzereigenschaften") 4.3 Gewichhing der Kriterien Darstellung der abgeleiteten Rangfolge und Gewichtung der software-ergonomischen Kriterien (aufgrund der Ergebnisse des Anhangs A: "Fragebogens zur Erfassung von Benutzereigenschaften") 4.4 Prüfschwerpunkte Beschreiben der Prüfstrategien, d.h. wurde der Schwerpunkt der Prüfung auf bestimmte Systemkomponenten oder bestimmte Kriterien gelegt oder wurde alles als gleich wichtig erachtet; Begründung für die gewählte Prüfstrategie (z.B. hohe Bedeutimg bestimmter Kriterien für die Benutzergruppe) 4.5 Ergebnisse der ergonomischen Bewertung des Anwendungssystemes Gestaltungsvorschläge
Anhang G: Anleitung zur Erstellung des Proßerichtes 329 Hinweis auf Eignung des geprüften Anwendungssystem für die Durchführung der Prüfaufgabe(n) (Funktionalitäts-Ergonomie) und die Benutzergruppe Darstellen der Prüfergebnisse der software-ergonomischen Bewertung (Zusammenfassung der Ergebnisse der Beantwortung der getesteten Prüffragen des Anhangs F) Ergebnisdarstellung der ergonomischen Qualität der Schnittstelle (je nach Zweck der Prüfung) sortiert nach den ergonomischen Kriterien oder nach den Systemkomponenten (Schnittstellen-Ergonomie) Gestaltungsvorschläge zur Beseitigung der aufgezeigten ergonomischen Mängel abgeleitet aus den Kommentaren der Prüffragen (optional) 4.6 Zusätzlich erfaßte Mängel Aufzählung von Mängel die zusätzlich erkannt wurden (vgl. die Notizen zu den Prüffragen), d.h. die nicht durch die bestehenden Prüffragen erfaßt wurden 5. Zusammenfassung der wichtigsten Prüfergebnisse Knappe Darstellung der wichtigsten Prüfergebnisse, um einen schnellen Zugang zu den wichtigsten Aussagen des Prüfberichtes zu ermöglichen
Anhang H: Transferpaket für die software-gestützte Evaluation mit dem EVADIS II - Verfahren auf der Basis eines Datenbanksystems Das EVADIS II - Transferpaket basiert auf dem vorliegenden Buch und enthält, neben den bereits in der Einstiegsversion verfügbaren Dateien der Beispiel-Prüfaufgaben und der Prüffragen, folgende Bestandteile: EVADIS Ii-Dokumentationen (Installations- und Benutzerhandbuch) EVADIS E-Software EVADIS n-Schulung Der Inhalt des Buches und der Dokumentationen ist für die Arbeit nach diesem Verfahren verbindlich. Die hier vorgenommene Beschreibung des Transferpaketes soll ausschließlich der Einführung in das Thema dienen und Interessierten die Entscheidimg für dessen Beschaffung erleichtern. Ein Formular für die Anforderung des Transferpaketes, das bei der GMD bezogen werden kann, befindet sich auf der letzten Seite dieses Buches. 1. Vorteile der software-gestützten Evaluation Durch den Einsatz der Evaluationssoftware kann der Prüfaufwand erheblich gesenkt werden. Die Software unterstützt eine Reihe von Arbeitsschritten, die im Zuge einer Bewertung eines Software-Produktes durchzuführen sind (vergleiche Kapitel 4). Dadurch wird der Evaluator von Routinetätigkeiten entlastet und kann sich auf die eigentliche Bewertungsaufgabe konzentrieren. Aufgrund der vorgesehenen Benotung der Schnittstelleneigenschaften und der Zuordnimg der Prüffragen zu einem zweidimensionalen Bezugsrahmen (Komponenten, Kriterien) sind vielfältige - automatisierte - Auswertungsmöglichkeiten vorhanden. Dies ermöglicht eine zielgruppen- und anwendungsspezifische Auswertimg, die in Form und Umfang bei einem manuellen Einsatz des Leitfadens (Papierversion) nicht zu leisten ist. Gleichzeitig unterstützt und fördert der software-gestützte Leitfaden eine explorative Vorgehensweise bei der Evaluation. Der praktische Einsatz des softwaregestützten Leitfadens in der Lehre hat gezeigt, daß durch ihn der "Spieltrieb" der Evaluatoren (Studenten) angesprochen wird. Dadurch wird den Anwendern ein spielerisches vertraut machen mit Zielsetzungen und Forderungen der SoftwareErgonomie ermöglicht.
Anhang H: Transferpaket EVADISII 2. 331 Technische Voraussetzungen Der Einsatz der Software zu EVADIS II erfordert die folgende technische Mindestausstattung (detaillierte Angaben sind dem Installationshandbuch zu entnehmen): IBM-kompatibler Personalcomputer mit schnellem Prozessor (z.B. Intel 386), mindestens 1 MB Hauptspeicher sowie einen Plattenspeicher; als Betriebssystem DOS (ab Version 3.3). Das zu testende Anwendungsprogramm ist auf einem zweiten Rechner zu installieren, damit ein einfacher und ungestörter Ablauf des Verfahrens möglich ist. 3. Das EVADIS II - Softwarepaket Das Softwarepaket beinhaltet Programme zur Erstellung aller für die Anwendung des Leitfadens relevanter Dokumente. Die Basis bildet eine Datenbank, die alle Dokumente verwaltet und die Prüffragen sowie die Beispiel-Prüfaufgaben beinhaltet. Mit Hilfe der Programme wird die Vorgehensweise bei der Evaluation (vgl. Kapitel 4) unterstützt und angeleitet. Die Unterstützung beginnt bei der Erstellung einer anwendungsspezifischen Prüfaufgabe, die aus einer der mitgelieferten BeispielPrüfaufgaben abgeleitet werden kann. Der Editiervorgang kann mit einem internen (einfachen) Editor oder extern mit einem zur Verfügung stehenden Textverarbeitungsprogramm erfolgen. Aus der importierten Prüfaufgabe wird anschließend das Prüfprotokoll erstellt, d.h. sie wird mit Prüfpunktnummern versehen. Anhand des Prüfprotokolls werden die dort enthaltenen Prüffragen beantwortet. Dazu bekommt der Evaluator jeweils eine Prüffrage am Bildschirm präsentiert ("interaktiver Fragebogen"), in der er entsprechende Antwortvorgaben ankreuzen, Noten vergeben sowie schriftliche Anmerkungen und Ergänzungen vornehmen kann. Ein gezieltes Springen zwischen allen Prüffragen ist jederzeit möglich. Nach Beantwortung aller Prüffragen des Prüfprotokolls kann der gewünschte Auswertungsvorgang nach software-ergonomischen Kriterien oder technischen Komponenten veranlaßt werden. Das Ergebnisprotokoll kann wiederum in den (einfachen) internen Editor oder in ein verfügbares Textverarbeitungsprogramm übernommen und dort als Grundlage für die Erstellung des Prüfberichtes benutzt werden.
Bestellformular An die Gesellschaft für Mathejnatik und Datenverarbeitung mbH I3.MMK: EVADIS Postfach 1316 5205 Sankt Augustin 1 Hiermit bitte ich um die Zusendung von Informationen über die aktuellen Lieferbedingungen und Leistungsmerkmale der im Anhang G beschriebenen Datenbankversion des EVADIS II - Transferpakets. Angaben über den verfügbaren DOS-Rechnen Fabrikat/Typ, Haupt- und Plattenspeichergröße, DOS-Version Angaben über die zu evaluierende Software: Anwendungsbereich: Entwicklungsphase: fertiges Produkt: Prototyp: Systementwurf: Angaben Aber die vorgesehenen EVADIS Ii-Anwender: Entwickler des zu evaluierenden Systems: Sonstiger Experte des Systems: Potentieller Anwender des Systems: Software-Ergonom (Forschung und Lehre): Sonstige: (Ort und Datum) Adresse und Telefonnummer: (Unterschrift) () () () () () () ()